Eckdaten:
Für die 132. Sitzung der 24. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 2192 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Abg. Bucher: Zur Geschäftsordnung!
Entsprechend der Vereinbarung können auch allgemeine Ausführungen gemacht werden. (Abg. Bucher: Zur Geschäftsordnung!)
Abg. Riepl: Das fängt schon gut an!
Abgeordneter Josef Bucher (BZÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Frau Präsidentin! Einen schönen guten Morgen! Wir diskutieren jetzt die nächsten drei Jahre, die nächsten drei Tage (Abg. Riepl: Das fängt schon gut an!) ein Mogelbudget, in dem weder die Schuldenbremse noch Sparpakete eingearbeitet sind. Daher ist es, glaube ich, redlich, sinnvoll und seriös, wenn wir einen Rückverweisungsantrag stellen. Das macht das BZÖ.
Beifall beim BZÖ.
Gemäß § 73 der Geschäftsordnung wollen wir das Budget an den Budgetausschuss zurückverweisen, um tatsächlich alle Vorhaben und Maßnahmen der Bundesregierung für das Jahr 2012 in dieses einfließen zu lassen und ein ordentliches Budget zu machen. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Rufe: Freitag! Freitag!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Ich lasse über den gestellten Geschäftsordnungsantrag (Rufe: Freitag! Freitag!) – Ich lasse über den gestellten Geschäftsordnungsantrag nicht sofort abstimmen, sondern erst am Ende der Debatte. (Heiterkeit.) – Nur nicht irritieren lassen!
Heiterkeit.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Ich lasse über den gestellten Geschäftsordnungsantrag (Rufe: Freitag! Freitag!) – Ich lasse über den gestellten Geschäftsordnungsantrag nicht sofort abstimmen, sondern erst am Ende der Debatte. (Heiterkeit.) – Nur nicht irritieren lassen!
Beifall bei der FPÖ.
Die Debatte über das Budget und über die Staatsverschuldung zeigt das ganz deutlich. Wir behandeln diese Woche ein Budget von SPÖ und ÖVP, mit dem eine Neuverschuldung von sage und schreibe über 9 Milliarden € beschlossen werden soll. Und gleichzeitig, weil offenbar der Hut brennt, geht man her und versucht sozusagen ein verbales Zeichen für die Finanzmärkte zu geben, indem man das in den Raum stellt, was die Oppositionsparteien seit Langem einfordern, was auch wir Freiheitlichen von Beginn der Krise an eingefordert haben: Es braucht eine Schuldenbremse, nämlich dahin gehend, eine wirklich ausgabenseitige Reform in Österreich sicherzustellen, eine ausschließlich ausgabenseitige. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dieses Geld brauchen wir hier im Land für die Bildung, für unsere Familien, für unsere Pensionen, für unsere Pflegefälle, für unsere sicherheitspolitischen Investitionen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das heißt, summa summarum macht die Staatsverschuldung rund 85 Prozent im Vergleich zum BIP aus, und da brennt natürlich der Hut. Da brennt ernstlich der Hut! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben von Beginn an gesagt, dass die europäischen Haftungspakete eine Katastrophe darstellen und vertragswidrig sind. Die Europäische Union hat eindeutig vertragswidrig gehandelt, und Sie haben mitgespielt in Richtung Transferunion! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist Ihr politischer Kurs, und Sie sind auch nicht bereit umzudenken. Sie sind auch nicht bereit, endlich das umzusetzen, was der Herr Bundeskanzler vor der Nationalratswahl 2008 versprochen hat, nämlich eine Volksabstimmung dann sicherzustellen, wenn grundlegende Veränderungen des Vertrages stattfinden – und die finden jetzt statt. Wann, wenn nicht jetzt, finden Veränderungen statt in Richtung Transferunion? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zu einer solchen angeblichen Schuldenbremse, die nicht ehrlich ist, die unehrlich ist, kann man nur nein sagen. Wenn Sie eine ehrliche Schuldenbremse wollen, dann verhandeln Sie mit uns! Seien Sie dazu bereit, auch in der Frage der Transferunion eine Volksabstimmung in Österreich vorzunehmen – wie versprochen –, ob die Österreicher das mittragen wollen oder nicht. Dann müssen Sie aber auch ehrlich sein und vorweg festlegen, dass ausschließlich im Bereich der Ausgaben zu sparen ist und nicht wieder mit neuen Steuererhöhungen der Wirtschaftsmotor ins Stocken geraten soll, der ohnehin schon dramatisch ins Stocken gekommen ist und den man nicht weiter abwürgen darf. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, es ist unehrlich, wenn unser Steuergeld in alle möglichen europäischen Kanäle fließt, aber eben nicht in unsere Bereiche, wo wir das bräuchten. Solange Österreich noch mit einem einzigen Euro im Euro-Haftungsschirm drinnensteckt, so lange hat niemand das Recht, zu verlangen, dass die Österreicher jetzt zur Ader gelassen werden sollen, wenn ihr Geld dann erst recht wieder nicht im Land bleibt und wieder nicht in ihre Zukunft investiert wird. Das ist keine Schuldenbremse, das ist eine Enteignungsmaschinerie, die da in Gang gesetzt werden soll! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Mit einem solchen Kurs wird man natürlich das Triple A kräftig gefährden. Das ist schon Ihre Verantwortung, dass das heute wackelt und dass die Experten dieses Wackeln – heute zumindest – eingestehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Ein bislang kaum diskutiertes Problem ist natürlich auch das Demographie-Problem. Das ist ein Problem, das eigentlich seit Jahrzehnten evident ist, aber kaum von einer Partei angesprochen wird. Wir Freiheitlichen bemühen dieses Problem immer wieder und versuchen, die Sensibilität dafür zu wecken (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen) – ich komme dann zum Schluss –, dass man endlich auch dort versucht, auch die Familien dahin gehend zu unterstützen, dass wir wieder in die Zukunft unserer Kinder, die ja unsere Zukunft sind, investieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ein bislang kaum diskutiertes Problem ist natürlich auch das Demographie-Problem. Das ist ein Problem, das eigentlich seit Jahrzehnten evident ist, aber kaum von einer Partei angesprochen wird. Wir Freiheitlichen bemühen dieses Problem immer wieder und versuchen, die Sensibilität dafür zu wecken (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen) – ich komme dann zum Schluss –, dass man endlich auch dort versucht, auch die Familien dahin gehend zu unterstützen, dass wir wieder in die Zukunft unserer Kinder, die ja unsere Zukunft sind, investieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Oje-Rufe bei SPÖ und ÖVP.
Ich komme daher zum Schlusssatz. Wir werden hier selbstverständlich die österreichischen Interessen vertreten, und ich kann nur sagen: Gott schütze Österreich vor dieser gescheiterten Regierung, welche unsere Zukunft verspielt! (Oje-Rufe bei SPÖ und ÖVP.) Ich kann nur hoffen, Sie wachen auf und besinnen sich. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich komme daher zum Schlusssatz. Wir werden hier selbstverständlich die österreichischen Interessen vertreten, und ich kann nur sagen: Gott schütze Österreich vor dieser gescheiterten Regierung, welche unsere Zukunft verspielt! (Oje-Rufe bei SPÖ und ÖVP.) Ich kann nur hoffen, Sie wachen auf und besinnen sich. (Beifall bei der FPÖ.)
lebhafte Heiterkeit bei FPÖ und BZÖ
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Jetzt kommen harte Zeiten für die Opposition (lebhafte Heiterkeit bei FPÖ und BZÖ), denn mit der Schuldenbremse wird jetzt die Opposition in ihren Redebeiträgen künftig, wenn sie Forderungen aufstellt, natürlich auch die Bedeckung dazusagen müssen. Da können Sie gleich einmal die Hälfte Ihres Programms in den Rundordner versenken, weil Sie ja bis jetzt in Wirklichkeit nie gesagt haben, was das kosten soll. – Das ist das Erste. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Kickl: Man muss nur diese Proporzschablone ablegen!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Kickl: Man muss nur diese Proporzschablone ablegen!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Jetzt kommen harte Zeiten für die Opposition (lebhafte Heiterkeit bei FPÖ und BZÖ), denn mit der Schuldenbremse wird jetzt die Opposition in ihren Redebeiträgen künftig, wenn sie Forderungen aufstellt, natürlich auch die Bedeckung dazusagen müssen. Da können Sie gleich einmal die Hälfte Ihres Programms in den Rundordner versenken, weil Sie ja bis jetzt in Wirklichkeit nie gesagt haben, was das kosten soll. – Das ist das Erste. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Kickl: Man muss nur diese Proporzschablone ablegen!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Aber das Problem des Vorredners, Klubobmann Strache, ist: Sein wahrer Gegner ist die Logik, sein wahrer Gegner ist das zusammenhängende Denken. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.) Wenn er nämlich das zu Ende denkt, was er hier regelmäßig, immer wieder fast schon mit den gleichen Worten sagt, dann sollte er, wenn er das zu Ende denkt, sagen: Ich will aus der Euro-Zone austreten; ich will den Strache-Schilling einführen! (Abg. Strache: Die Deutschen und die Franzosen sind hier bereits ...! Das kommt bestimmt, Herr Cap!) Dann soll er das sagen. Dann soll er sagen: Ich habe ein ganz eigenes Konzept!, oder zur Tauschwirtschaft zurückkehren – ich weiß ja nicht, was das wahre Konzept ist, das wird ja auch hier nicht vorgelegt – oder überhaupt in die Steinzeit. Das ist unverantwortlich und provoziert in Wirklichkeit erst die Debatte über das Triple A.
Abg. Strache: Die Deutschen und die Franzosen sind hier bereits ...! Das kommt bestimmt, Herr Cap!
Aber das Problem des Vorredners, Klubobmann Strache, ist: Sein wahrer Gegner ist die Logik, sein wahrer Gegner ist das zusammenhängende Denken. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.) Wenn er nämlich das zu Ende denkt, was er hier regelmäßig, immer wieder fast schon mit den gleichen Worten sagt, dann sollte er, wenn er das zu Ende denkt, sagen: Ich will aus der Euro-Zone austreten; ich will den Strache-Schilling einführen! (Abg. Strache: Die Deutschen und die Franzosen sind hier bereits ...! Das kommt bestimmt, Herr Cap!) Dann soll er das sagen. Dann soll er sagen: Ich habe ein ganz eigenes Konzept!, oder zur Tauschwirtschaft zurückkehren – ich weiß ja nicht, was das wahre Konzept ist, das wird ja auch hier nicht vorgelegt – oder überhaupt in die Steinzeit. Das ist unverantwortlich und provoziert in Wirklichkeit erst die Debatte über das Triple A.
Abg. Strache: Stimmt ja nicht! Sie vergessen die ausgelagerten Bereiche!
Ich sage Ihnen etwas: Wir haben in Österreich 2007 beim BIP 60,2 Prozent, heute, 2011, 73,6 Prozent. (Abg. Strache: Stimmt ja nicht! Sie vergessen die ausgelagerten Bereiche!) – Nein, ich vergesse sie eben nicht, ich sage es gerade. Dazwischen sind gelegen die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise: Lehman Brothers, Bankenpakete, Wachstumsinitiativen – wir haben gesagt, wir müssen schauen, dass die Beschäftigung gesichert bleibt –, antizyklische Maßnahmen, die die Folgewirkungen dieser Krise sind. Da können doch Sie von der Opposition – im Speziellen jetzt von der blauen Opposition – nicht sagen: Das ist uns alles Wurscht – egal, was daraus wird, irgendetwas wird schon werden. – Das ist kein Konzept, sondern hier muss man sehen, dass im Hintergrund diese Auswirkungen eine entscheidende Rolle spielen.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Und das sind Sie nicht bereit zu ändern!
Daher – Punkt eins –: Es ist nicht eine Staatsschuldenkrise, es ist eine Systemkrise, eine Krise des Wirtschaftssystems der Finanzmärkte, die diese Auswirkungen gehabt hat. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Und das sind Sie nicht bereit zu ändern!)
Abg. Ing. Westenthaler: Klassenkampf!
Wenn ich mir so manche Artikel und Kommentare in den Zeitungen ansehe, habe ich den Eindruck, da gibt es sogenannte Ideologiesurfer, die jetzt sagen: Na hallo, das ist jetzt eine günstige Gelegenheit, jetzt werden wir einmal kurz die gesellschaftlichen Reichtümer anders verteilen! Jetzt werden wir einmal schauen, dass die Verteilung überhaupt anders ausschaut – die Reichen reicher, den Mittelstand ausdünnen – und so weiter, das kennen wir alles –, der Staat soll sich zurückziehen. (Abg. Ing. Westenthaler: Klassenkampf!) Eigentlich sagen manche, dieser Sozialstaat in der europäischen Tradition, im Speziellen in der österreichischen Tradition, gehört zerstört! (Abg. Strache: Sie entlasten den Mittelstand bis heute nicht! Sie belasten den Mittelstand seit 2006!)
Abg. Strache: Sie entlasten den Mittelstand bis heute nicht! Sie belasten den Mittelstand seit 2006!
Wenn ich mir so manche Artikel und Kommentare in den Zeitungen ansehe, habe ich den Eindruck, da gibt es sogenannte Ideologiesurfer, die jetzt sagen: Na hallo, das ist jetzt eine günstige Gelegenheit, jetzt werden wir einmal kurz die gesellschaftlichen Reichtümer anders verteilen! Jetzt werden wir einmal schauen, dass die Verteilung überhaupt anders ausschaut – die Reichen reicher, den Mittelstand ausdünnen – und so weiter, das kennen wir alles –, der Staat soll sich zurückziehen. (Abg. Ing. Westenthaler: Klassenkampf!) Eigentlich sagen manche, dieser Sozialstaat in der europäischen Tradition, im Speziellen in der österreichischen Tradition, gehört zerstört! (Abg. Strache: Sie entlasten den Mittelstand bis heute nicht! Sie belasten den Mittelstand seit 2006!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Sie belasten die Arbeitnehmer, Sie sackeln sie aus! Ihre „soziale Gerechtigkeit“ sind die Banken, die Sie bedienen!
einführen – aber nur ganz kurz, sonst bekommen wir keine Parteispenden mehr von den Reichen. Das haben Sie schon einmal gesagt, das ist die Wahrheit! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Sie belasten die Arbeitnehmer, Sie sackeln sie aus! Ihre „soziale Gerechtigkeit“ sind die Banken, die Sie bedienen!)
Abg. Strache: Die Stiftungskaiser der SPÖ haben Millionen gebunkert!
Ein bisschen Nervosität bei Ihnen schadet nicht, da werden Sie ein bisschen munterer. (Abg. Strache: Die Stiftungskaiser der SPÖ haben Millionen gebunkert!)
Abg. Bucher: Auf einmal!
Aber jetzt kommen wir zu einer zweiten Ursache, zur wahren Ursache. Und noch einmal: Die Schuldenbremse ist ein sehr kluges Konzept (Abg. Bucher: Auf einmal!), ein sehr kluges Konzept. Wenn wir in Notsituationen, in Krisensituationen dann einfachgesetzlich intervenieren können, ist das der wahre, pure Keynesianismus, den alle zu vertreten haben. Wenn Sie verantwortlich sind gegenüber den Sozialsystemen, wenn Sie verantwortlich sind gegenüber der Zukunft unserer Kinder (Abg. Strache: Das Geld für die Kinder haben Sie schon verspielt, das haben Sie in Griechenland versenkt!), wenn das Geld für die Bildung da sein soll, wenn das Gesundheitssystem weiter garantiert sein soll, wenn die Pensionen sicher sein sollen, dann brauchen wir einen starken Euro, eine starke Währung, dann muss man handlungsfähig sein, dann muss diese Schuldenbremse dafür sorgen – und ich glaube, sie wird dafür sorgen –, dass gemeinsam mit den Ländern und Gemeinden darauf geschaut wird, dass das alles auch gewährleistet ist.
Abg. Strache: Das Geld für die Kinder haben Sie schon verspielt, das haben Sie in Griechenland versenkt!
Aber jetzt kommen wir zu einer zweiten Ursache, zur wahren Ursache. Und noch einmal: Die Schuldenbremse ist ein sehr kluges Konzept (Abg. Bucher: Auf einmal!), ein sehr kluges Konzept. Wenn wir in Notsituationen, in Krisensituationen dann einfachgesetzlich intervenieren können, ist das der wahre, pure Keynesianismus, den alle zu vertreten haben. Wenn Sie verantwortlich sind gegenüber den Sozialsystemen, wenn Sie verantwortlich sind gegenüber der Zukunft unserer Kinder (Abg. Strache: Das Geld für die Kinder haben Sie schon verspielt, das haben Sie in Griechenland versenkt!), wenn das Geld für die Bildung da sein soll, wenn das Gesundheitssystem weiter garantiert sein soll, wenn die Pensionen sicher sein sollen, dann brauchen wir einen starken Euro, eine starke Währung, dann muss man handlungsfähig sein, dann muss diese Schuldenbremse dafür sorgen – und ich glaube, sie wird dafür sorgen –, dass gemeinsam mit den Ländern und Gemeinden darauf geschaut wird, dass das alles auch gewährleistet ist.
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Jakob Auer.
Diese Regeln wird es geben müssen! Und was die Rating-Agenturen angeht: Ob das die Rotation, die Haftung ist, ob das Regeln sind, dass die nicht mehr den Ton angeben in der Form: Die Finanzmärkte diktieren!, oder: Wer sich nicht anpasst, der kriegt die Keule der Märkte zu spüren! – Ja wer sind denn die Märkte? Wir sind die Politik, wir haben das Primat der Politik zu garantieren, wir werden den Finanzmärkten die Regeln vorschreiben, wir werden schauen, dass die nicht mehr die Realwirtschaft zerstören – und sonst niemand! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Jakob Auer.)
Abg. Bucher: Blanker Unsinn, was Sie da daherreden!
Ob das jetzt die Diskussion ist, die schon läuft mit der Europäischen Finanzmarktaufsicht, ob das die Maßnahmen sind, die jetzt diskutiert werden, gegen die Rating-Agenturen: Die Finanztransaktionssteuer ist da jedenfalls noch ein ganz wichtiger Aspekt, ebenso viele andere Maßnahmen. (Abg. Bucher: Blanker Unsinn, was Sie da daherreden!)
Abg. Strache: Sie haben bewiesen, dass Sie gescheitert sind! Ihr Scheitern haben Sie schon bewiesen!
Abschließend: Wir werden daran zu messen sein, wie wir jetzt diese Debatte, auch in den nächsten drei Tagen, führen. Da hilft der depressive Zuruf von Ihnen, Herr Klubobmann Bucher, gar nichts, sondern wir sollten schauen, dass wir mit einer optimistischen, offensiven, aber wirklich wirksamen Gestaltungfähigkeit an diese Gespräche herangehen. Wir brauchen ja mindestens eine Oppositionspartei, damit diese Zweidrittelmehrheit zustande kommt. Sie können jetzt beweisen: Regierungsfähigkeit, Verantwortungsfähigkeit, Sie können beweisen: Kampf, dass das Triple A weiter bewahrt bleibt (Abg. Strache: Sie haben bewiesen, dass Sie gescheitert sind! Ihr Scheitern haben Sie schon bewiesen!), Sie können beweisen, dass Sie einen Beitrag leisten wollen für die Zukunft Österreichs, der Österreicherinnen und Österreicher, unserer Kinder und für die Gerechtigkeit. Das können Sie beweisen – ich hoffe, Sie sind dazu imstande. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Abschließend: Wir werden daran zu messen sein, wie wir jetzt diese Debatte, auch in den nächsten drei Tagen, führen. Da hilft der depressive Zuruf von Ihnen, Herr Klubobmann Bucher, gar nichts, sondern wir sollten schauen, dass wir mit einer optimistischen, offensiven, aber wirklich wirksamen Gestaltungfähigkeit an diese Gespräche herangehen. Wir brauchen ja mindestens eine Oppositionspartei, damit diese Zweidrittelmehrheit zustande kommt. Sie können jetzt beweisen: Regierungsfähigkeit, Verantwortungsfähigkeit, Sie können beweisen: Kampf, dass das Triple A weiter bewahrt bleibt (Abg. Strache: Sie haben bewiesen, dass Sie gescheitert sind! Ihr Scheitern haben Sie schon bewiesen!), Sie können beweisen, dass Sie einen Beitrag leisten wollen für die Zukunft Österreichs, der Österreicherinnen und Österreicher, unserer Kinder und für die Gerechtigkeit. Das können Sie beweisen – ich hoffe, Sie sind dazu imstande. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Das ist die große Schwäche dieses Budgets. Der Bildungsbereich, die Zukunftsinvestitionen in diesem Bereich sind völlig unterrepräsentiert, sind absolut zu wenig. Das ist besonders schade vor dem Hintergrund, dass gerade fast 400 000 Menschen ein Bildungsvolksbegehren unterschrieben haben, womit sie ganz klar zum Ausdruck gebracht haben, das Wichtigste, was man den Jugendlichen, den zwei Millionen in Ausbildung stehenden Menschen geben kann, sind Bildungsinvestitionen. Aber das verhallt ungehört bei diesem Budget. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Amon: Aber geh! Das geht ja nur einmal!
Das bedeutet bis zum Jahr 2017, tatsächlich 10 Milliarden € einzusparen. Das heißt: Jedes Jahr ein Sparpaket in der Größenordnung der gesamten Uni-Finanzierung – aber jedes Jahr! Das heißt, wir sparen jedes Jahr die gesamten Universitäten Österreichs weg, und nächstes Jahr wieder, und nächstes Jahr wieder, und das fünfmal hintereinander. Jedes Jahr! (Abg. Amon: Aber geh! Das geht ja nur einmal!) – Ja, das haben Sie sehr wohl erkannt: Das geht nur einmal. Aber Sie sind es schuldig geblieben, einmal zu erklären, was das für Sparpakete sind, was diese Schuldenbremse real für die Menschen tatsächlich bedeutet. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das bedeutet bis zum Jahr 2017, tatsächlich 10 Milliarden € einzusparen. Das heißt: Jedes Jahr ein Sparpaket in der Größenordnung der gesamten Uni-Finanzierung – aber jedes Jahr! Das heißt, wir sparen jedes Jahr die gesamten Universitäten Österreichs weg, und nächstes Jahr wieder, und nächstes Jahr wieder, und das fünfmal hintereinander. Jedes Jahr! (Abg. Amon: Aber geh! Das geht ja nur einmal!) – Ja, das haben Sie sehr wohl erkannt: Das geht nur einmal. Aber Sie sind es schuldig geblieben, einmal zu erklären, was das für Sparpakete sind, was diese Schuldenbremse real für die Menschen tatsächlich bedeutet. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Amon: Das ist richtig!
Der Spielraum gerade für die Zukunftsinvestitionen, Herr Kollege Amon – und da sollten Sie genauer zuhören; Sie sind ja Bildungssprecher, glaube ich (Abg. Amon: Das ist richtig!), ja; gerade Sie soll das besonders interessieren –, genau der Spielraum für die Zukunftsinvestitionen wird dadurch noch einmal maßgeblich geschmälert. Wir sind eigentlich, was die Wirtschaftskrise betrifft, noch halbwegs glimpflich davonge-
Beifall bei den Grünen.
Also diese Probleme löst die Schuldenbremse per se nicht. Das bleibt alles noch zu tun. Und die Antworten darauf, wie Sie das machen wollen, sind Sie, Frau Finanzministerin, bis zum heutigen Tag, bis zur jetzigen Stunde komplett schuldig geblieben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Welches Argument haben Sie noch dafür, dass Sie sich weiterhin als Schutzpatronin vor diese Reichen, Superreichen hinstellen, wenn auf der anderen Seite die Universitäten, die Schulen und die Kinderbetreuungseinrichtungen massive Probleme haben, Frau Finanzministerin? (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das große schwarze Sparpaket, das uns droht, wird insbesondere die Zukunftsbereiche massiv weiter belasten. Wir wollen das nicht! Wir stellen uns vor diese zwei Millionen Menschen in Österreich, die in Ausbildung sind, die es verdient haben, dass sich die österreichische Politik ernsthaft ihrer Anliegen annimmt. Viele haben jetzt ein Volksbegehren unterschrieben, und das muss sich in irgendeiner Form auch in Ihrem Budget wiederfinden. Das weiter zu ignorieren wäre aus unserer Sicht ein Verspielen der wichtigsten Zukunftsbereiche, der wichtigsten Verantwortung, nämlich für die Kinder und Jugendlichen in Österreich, wo die Grünen mittlerweile, glaube ich, die einzige Partei sind, die für diese noch eine Anwaltschaft übernehmen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Strache: 67 auf 69? – Oh je!
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Geschätzte Damen und Herren der Bundesregierung! Herr Rechnungshofpräsident! Volksanwältinnen und Volksanwalt! Meine Damen und Herren! Zunächst eine Bemerkung zum Kollegen Strache: Herr Strache, Ihre Partei hat in den Jahren 2000 bis 2005 einer Regierung angehört, die es geschafft hat, dann auch noch weiter bis 2007 die Staatsverschuldung von 67 Prozent auf 69 Prozent zu senken. (Abg. Strache: 67 auf 69? – Oh je!) – Auf 59 zu senken. (Heiterkeit bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei der SPÖ.
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Geschätzte Damen und Herren der Bundesregierung! Herr Rechnungshofpräsident! Volksanwältinnen und Volksanwalt! Meine Damen und Herren! Zunächst eine Bemerkung zum Kollegen Strache: Herr Strache, Ihre Partei hat in den Jahren 2000 bis 2005 einer Regierung angehört, die es geschafft hat, dann auch noch weiter bis 2007 die Staatsverschuldung von 67 Prozent auf 69 Prozent zu senken. (Abg. Strache: 67 auf 69? – Oh je!) – Auf 59 zu senken. (Heiterkeit bei der SPÖ.)
ironische Heiterkeit bei der FPÖ – Zwischenruf des Abg. Strache
Herr Strache, Sie hätten Gelegenheit gehabt, in dieser Phase Regierungsfähigkeit zu zeigen. Aber was haben Sie gemacht? – Sie haben diese Regierung 2005 mit Pauken und Trompeten verlassen (ironische Heiterkeit bei der FPÖ – Zwischenruf des Abg. Strache), weil Sie eben diesen Sparkurs und diesen Sanierungskurs, den diese Regierung beschritten hat, nicht mittragen wollten, weil Sie weiterhin populistische Politik statt verantwortungsvoller machen wollten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Strache, Sie hätten Gelegenheit gehabt, in dieser Phase Regierungsfähigkeit zu zeigen. Aber was haben Sie gemacht? – Sie haben diese Regierung 2005 mit Pauken und Trompeten verlassen (ironische Heiterkeit bei der FPÖ – Zwischenruf des Abg. Strache), weil Sie eben diesen Sparkurs und diesen Sanierungskurs, den diese Regierung beschritten hat, nicht mittragen wollten, weil Sie weiterhin populistische Politik statt verantwortungsvoller machen wollten. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Strache: Sie leben in einer Traumwelt!
Ein Zweites, Herr Strache (Abg. Strache: Sie leben in einer Traumwelt!): Sie haben in dieser Legislaturperiode Anträge in diesem Hohen Haus eingebracht, die unser Budget um sage und schreibe 9,7 Milliarden € in die Höhe treiben würden. (Abg. Strache: So ein Unsinn!) Wo würden Sie denn das Geld hernehmen? Ein zweiter Beweis dafür, dass Sie nicht nur kein Verantwortungsbewusstsein haben, sondern auch keine Regierungsfähigkeit. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Strache: So ein Unsinn!
Ein Zweites, Herr Strache (Abg. Strache: Sie leben in einer Traumwelt!): Sie haben in dieser Legislaturperiode Anträge in diesem Hohen Haus eingebracht, die unser Budget um sage und schreibe 9,7 Milliarden € in die Höhe treiben würden. (Abg. Strache: So ein Unsinn!) Wo würden Sie denn das Geld hernehmen? Ein zweiter Beweis dafür, dass Sie nicht nur kein Verantwortungsbewusstsein haben, sondern auch keine Regierungsfähigkeit. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ein Zweites, Herr Strache (Abg. Strache: Sie leben in einer Traumwelt!): Sie haben in dieser Legislaturperiode Anträge in diesem Hohen Haus eingebracht, die unser Budget um sage und schreibe 9,7 Milliarden € in die Höhe treiben würden. (Abg. Strache: So ein Unsinn!) Wo würden Sie denn das Geld hernehmen? Ein zweiter Beweis dafür, dass Sie nicht nur kein Verantwortungsbewusstsein haben, sondern auch keine Regierungsfähigkeit. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Wer hat das gesagt? Sie behaupten schon wieder die Unwahrheit!
Und wenn Sie dann noch drüberstreuen, dass wir jetzt aus der EU austreten und die Griechen pleitegehen lassen sollen, mit großem Schaden für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler dieses Landes, dann zeigen Sie ein drittes Mal mangelndes Verantwortungsbewusstsein und fehlende Regierungsfähigkeit. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Wer hat das gesagt? Sie behaupten schon wieder die Unwahrheit!)
Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.
sparen (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.) Wir sind bei den Ausgabenbereichen Bundesbahnen, Pensionen, Spitäler, Förderungen überall im Spitzenfeld weltweit, wir fahren also einen Fünfsternestaat. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Sparen Sie doch!) Und da sagen Sie uns, dass man da oder dort, wenn man versucht, Effizienzsteigerungen herbeizuführen, nicht auch einsparen kann. Wissen Sie, was die Alternative zum Sparen ist? – Wenn wir das tun, was Sie wollen, dann steigen die Zinsen in kürzester Zeit um 2 bis 3 Milliarden €, und diese Mittel fehlen dann erst recht im Bildungssystem und im Gesundheits- und Sozialsystem. Ist das Ihr Weg? (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Was tun Sie seit 25 Jahren? – Seit 25 Jahren verspielen Sie unsere Zukunft! Das ist ungeheuerlich!)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Sparen Sie doch!
sparen (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.) Wir sind bei den Ausgabenbereichen Bundesbahnen, Pensionen, Spitäler, Förderungen überall im Spitzenfeld weltweit, wir fahren also einen Fünfsternestaat. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Sparen Sie doch!) Und da sagen Sie uns, dass man da oder dort, wenn man versucht, Effizienzsteigerungen herbeizuführen, nicht auch einsparen kann. Wissen Sie, was die Alternative zum Sparen ist? – Wenn wir das tun, was Sie wollen, dann steigen die Zinsen in kürzester Zeit um 2 bis 3 Milliarden €, und diese Mittel fehlen dann erst recht im Bildungssystem und im Gesundheits- und Sozialsystem. Ist das Ihr Weg? (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Was tun Sie seit 25 Jahren? – Seit 25 Jahren verspielen Sie unsere Zukunft! Das ist ungeheuerlich!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Was tun Sie seit 25 Jahren? – Seit 25 Jahren verspielen Sie unsere Zukunft! Das ist ungeheuerlich!
sparen (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.) Wir sind bei den Ausgabenbereichen Bundesbahnen, Pensionen, Spitäler, Förderungen überall im Spitzenfeld weltweit, wir fahren also einen Fünfsternestaat. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Sparen Sie doch!) Und da sagen Sie uns, dass man da oder dort, wenn man versucht, Effizienzsteigerungen herbeizuführen, nicht auch einsparen kann. Wissen Sie, was die Alternative zum Sparen ist? – Wenn wir das tun, was Sie wollen, dann steigen die Zinsen in kürzester Zeit um 2 bis 3 Milliarden €, und diese Mittel fehlen dann erst recht im Bildungssystem und im Gesundheits- und Sozialsystem. Ist das Ihr Weg? (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Was tun Sie seit 25 Jahren? – Seit 25 Jahren verspielen Sie unsere Zukunft! Das ist ungeheuerlich!)
Abg. Strache: Warum verweigern Sie dann seit fünf Jahren die Verwaltungsreform?
Meine Damen und Herren, die letzten Monate haben eines gezeigt: Sie haben die Illusion, die manche gehabt haben, dass Staaten unbegrenzt Schulden machen können, aber so was von demoliert und in Frage gestellt. Das war zwar nicht gewünscht, ist aber leider geschehen. Ich hoffe, dass inzwischen wirklich allen klar geworden ist, dass, wenn Staaten über ihre Verhältnisse leben, nichts anderes passiert, als wenn das Private tun. (Abg. Strache: Warum verweigern Sie dann seit fünf Jahren die Verwaltungsreform?)
Abg. Strache: Sie haben uns ja dorthin geführt!
Es passiert schlicht und einfach das, dass die Finanzmärkte ihr Vertrauen verlieren, dass die Geldgeber ihr Vertrauen in diese Schuldner verlieren, ihnen entweder gar kein Geld mehr geben, wie bei Griechenland oder Italien, oder es ihnen zu so horrenden Zinsen geben, dass sie sich diese nicht leisten können. Österreich ist nicht Griechenland. Aber auch Österreich muss sehr, sehr aufpassen und seine Hausaufgaben machen, damit wir eben nicht Gefahr laufen, in Zukunft als schlechterer Schuldner als heute eingestuft zu werden. Und was ist die Folge? – Höhere Zinszahlungen, und das sind jene Gelder, die uns dann fehlen, um ernsthaft in diesem Land Politik zu machen, um einerseits die Wirtschaft anzukurbeln, andererseits aber auch für sozialen Ausgleich in diesem Land sorgen zu können. Wollen Sie das? – Ich hoffe nicht. (Abg. Strache: Sie haben uns ja dorthin geführt!)
Ruf: Bei den Vermögenssteuern?
Meine Damen und Herren, zu jenen, die nicht sparen wollen, sondern glauben, man könne das Ganze mit höheren Steuern lösen: Mitnichten! Wir sind bei den Ausgaben mit bei den höchsten aller Länder. Das heißt, dort ist die Möglichkeit da, den Haushalt in Ordnung zu bringen. Wir sind aber auch bei den Steuern bei den höchsten. (Ruf: Bei den Vermögenssteuern?) Und dort ist kein Spielraum mehr.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Cap: Millionärssteuer!
Kollege Cap, wenn du davon sprichst, Gerechtigkeit walten zu lassen, dann muss ich sagen: Ja, dann bin ich aber angesichts dieser hohen Steuer- und Abgabenquote dafür, dass wir uns zunächst einmal jenen zuwenden, die in diesem Land den Staat finanzieren. Das heißt, dass wir auch für Leistungsgerechtigkeit in diesem Land sorgen müssen, was auf lange Sicht niedrigere Steuern bedeutet. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Cap: Millionärssteuer!)
Abg. Bucher: Das ist ein Unsinn!
Sie haben uns mit dem Finanzrahmen 2011 und folgende auch wieder auf jenen Pfad zurückgebracht, der jetzt dazu angetan ist, das Defizit und die Schulden in diesem Land abzubauen. (Abg. Bucher: Das ist ein Unsinn!)
Abg. Strache: Die Sie bis dato nicht haben!
Ich bin dem Herrn Bundeskanzler und dem Herrn Vizekanzler wirklich sehr dankbar dafür, dass es ihnen in den letzten Tagen gelungen ist, rasch eine Einigung darüber herbeizuführen, dass wir diesem Land, dieser Gesetzgebung und diesem Haushaltsrecht dieses Landes eines hinzufügen, was die Schweiz und Deutschland schon haben, nämlich eine Schuldenbremse, die in der Verfassung verankert dafür sorgt, dass dieses Haus, aber auch die Länder und Gemeinden eine Disziplin im Haushalt an den Tag legen müssen, die bisher leider aufgrund so mancher falscher Philosophie, dass man unbegrenzt Schulden machen könne, nicht Platz gegriffen hat. (Abg. Strache: Die Sie bis dato nicht haben!)
Beifall bei der ÖVP.
Das heißt, die Entscheidung ist richtig, wir brauchen diese Schuldenbremse. Die ÖVP hat massiv dafür gekämpft, dass diese Schuldenbremse kommt, und jetzt kommt sie. Und das ist richtig und wichtig, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.
Ich gebe all jenen recht, die sagen, dieses Grundbekenntnis zum Schuldenabbau und dieses verfassungsrechtliche Bekenntnis muss natürlich jetzt mit Maßnahmen, das heißt mit Leben erfüllt werden. Das ist die Aufgabe der nächsten Wochen und Monate, die wir gemeinsam mit der Bundesregierung hier herinnen dann letzten Endes umzusetzen haben. (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.) Das heißt, wir können jetzt weitermachen mit Schuldzuweisungen, wir können weiter Zeit vergeuden mit populistischen Vorschlägen, die hier immer wieder kommen, vor allem, Herr Strache, Themen wie EU-Zahlungen einzustellen und ähnlicher Unsinn. (Abg. Mag. Kogler: Das ist unglaublich!) Wir können auch Klassenkampf weiter betreiben, indem wir versuchen, die Gesellschaft auseinanderzutreiben: Reiche gegen Arme, besser Verdienende gegen weniger Verdienende. Auch das kann versucht werden. (Abg. Strache: Sie spielen den Hampelmann für die Banken!)
Abg. Mag. Kogler: Das ist unglaublich!
Ich gebe all jenen recht, die sagen, dieses Grundbekenntnis zum Schuldenabbau und dieses verfassungsrechtliche Bekenntnis muss natürlich jetzt mit Maßnahmen, das heißt mit Leben erfüllt werden. Das ist die Aufgabe der nächsten Wochen und Monate, die wir gemeinsam mit der Bundesregierung hier herinnen dann letzten Endes umzusetzen haben. (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.) Das heißt, wir können jetzt weitermachen mit Schuldzuweisungen, wir können weiter Zeit vergeuden mit populistischen Vorschlägen, die hier immer wieder kommen, vor allem, Herr Strache, Themen wie EU-Zahlungen einzustellen und ähnlicher Unsinn. (Abg. Mag. Kogler: Das ist unglaublich!) Wir können auch Klassenkampf weiter betreiben, indem wir versuchen, die Gesellschaft auseinanderzutreiben: Reiche gegen Arme, besser Verdienende gegen weniger Verdienende. Auch das kann versucht werden. (Abg. Strache: Sie spielen den Hampelmann für die Banken!)
Abg. Strache: Sie spielen den Hampelmann für die Banken!
Ich gebe all jenen recht, die sagen, dieses Grundbekenntnis zum Schuldenabbau und dieses verfassungsrechtliche Bekenntnis muss natürlich jetzt mit Maßnahmen, das heißt mit Leben erfüllt werden. Das ist die Aufgabe der nächsten Wochen und Monate, die wir gemeinsam mit der Bundesregierung hier herinnen dann letzten Endes umzusetzen haben. (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.) Das heißt, wir können jetzt weitermachen mit Schuldzuweisungen, wir können weiter Zeit vergeuden mit populistischen Vorschlägen, die hier immer wieder kommen, vor allem, Herr Strache, Themen wie EU-Zahlungen einzustellen und ähnlicher Unsinn. (Abg. Mag. Kogler: Das ist unglaublich!) Wir können auch Klassenkampf weiter betreiben, indem wir versuchen, die Gesellschaft auseinanderzutreiben: Reiche gegen Arme, besser Verdienende gegen weniger Verdienende. Auch das kann versucht werden. (Abg. Strache: Sie spielen den Hampelmann für die Banken!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Bei Ihrer Verantwortungslosigkeit spielen wir nicht mit!
Meine Damen und Herren, das Einzige, was Österreich in dieser Situation braucht, ist, dass sich die Politik als Ganzes am Riemen reißt, zusammenrauft und jetzt Maßnahmen und Lösungen mit größtmöglicher Mehrheit in diesem Hohen Haus beschließt. Dazu braucht es den Beitrag von uns allen, ob Opposition oder Regierungsparteien. Es ist jetzt angesagt, Verantwortung für dieses Land zu übernehmen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Bei Ihrer Verantwortungslosigkeit spielen wir nicht mit!)
Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.
Meine Damen und Herren, ich lade Sie, auch Sie von der Opposition, gerne ein, in den nächsten Tagen mit uns darüber zu verhandeln, wie wir diese Schuldenbremse, zu der Sie sich ja alle grundsätzlich bekannt haben ... (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) Sie werden wohl alle nicht dafür sein, weiter Schulden zu machen. (Abg. Strache: Beschließen wir ein Verwaltungsreformpaket! Aber bei Ihrer Verantwortungslosigkeit werden wir nicht dabei sein!) Ich lade Sie ein, verhandeln Sie mit uns seriös darüber, wie wir diese Schuldenbremse rasch in der Verfassung verankern können, denn alles andere wäre verantwortungslos! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Strache: Beschließen wir ein Verwaltungsreformpaket! Aber bei Ihrer Verantwortungslosigkeit werden wir nicht dabei sein!
Meine Damen und Herren, ich lade Sie, auch Sie von der Opposition, gerne ein, in den nächsten Tagen mit uns darüber zu verhandeln, wie wir diese Schuldenbremse, zu der Sie sich ja alle grundsätzlich bekannt haben ... (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) Sie werden wohl alle nicht dafür sein, weiter Schulden zu machen. (Abg. Strache: Beschließen wir ein Verwaltungsreformpaket! Aber bei Ihrer Verantwortungslosigkeit werden wir nicht dabei sein!) Ich lade Sie ein, verhandeln Sie mit uns seriös darüber, wie wir diese Schuldenbremse rasch in der Verfassung verankern können, denn alles andere wäre verantwortungslos! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, ich lade Sie, auch Sie von der Opposition, gerne ein, in den nächsten Tagen mit uns darüber zu verhandeln, wie wir diese Schuldenbremse, zu der Sie sich ja alle grundsätzlich bekannt haben ... (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) Sie werden wohl alle nicht dafür sein, weiter Schulden zu machen. (Abg. Strache: Beschließen wir ein Verwaltungsreformpaket! Aber bei Ihrer Verantwortungslosigkeit werden wir nicht dabei sein!) Ich lade Sie ein, verhandeln Sie mit uns seriös darüber, wie wir diese Schuldenbremse rasch in der Verfassung verankern können, denn alles andere wäre verantwortungslos! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Bucher begibt sich zum Rednerpult und stellt dort eine Tafel auf mit der Aufschrift „GENUG GEZAHLT!“.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nun gelangt Herr Klubobmann Bucher zu Wort. – Bitte. (Abg. Bucher begibt sich zum Rednerpult und stellt dort eine Tafel auf mit der Aufschrift „GENUG GEZAHLT!“.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
ständig heraus, rote, schwarze Parteienvertreter, und bejammern eigentlich Ihre eigene Unfähigkeit. Sie bejammern ständig, was Sie nicht schaffen. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Fällt Ihnen das nicht auf, Herr Kollege Cap und Herr Kollege Kopf? Wenn Sie sich da zu Wort melden, beklagen Sie hier heraußen ständig den hohen Schuldenstand. Dann sprechen Sie von Verantwortung. Seit 25 Jahren stehen Sie ununterbrochen auf dieser Regierungsbank unter Verantwortung. Wo ist Ihr Verantwortungsbewusstsein? Gehen Sie doch einmal hier heraus und entschuldigen Sie sich bei den Österreicherinnen und Österreichern für den hohen Schuldenstand, den Sie verursacht haben! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.) Das wäre einmal anständig, das wäre einmal christlich, das wäre einmal sozial von der ÖVP.
Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Strache.
Da geht einem ja die Hutschnur auf, wenn man sieht, wie Sie sich da heraußen gebärden. Das ist ja nicht mehr hinnehmbar in dieser Republik, meine sehr geehrten Damen und Herren! Jene, die eigentlich die Verantwortung in der Hand und die Möglichkeit haben, etwas zu verändern, bejammern hier am Rednerpult ständig alles verzweifelt und geben der Opposition noch dazu die Schuld. Ja das versteht doch niemand mehr! Wenn Sie von der ÖVP so weitermachen, dann sage ich Ihnen, das wird Sie noch Kopf und Kragen kosten. Das ist die Realität! (Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Strache.)
Abg. Strache: Das ist die Solidarität von den Banken!
Herr Kollege Cap, Cap, ein hoffnungsloser Patient – also ich habe wirklich kein Vertrauen mehr, dass Sie jemals die einfachen Mechanismen der Volkswirtschaft begreifen, das habe ich nicht –, der auch die soziale Gerechtigkeit so sieht, dass wir den Steuerzahler in Österreich bluten lassen und die maroden Banken und Pleitestaaten mit dem Geld füttern. (Abg. Strache: Das ist die Solidarität von den Banken!) Das ist Ihre soziale Gerechtigkeit. Sagen Sie es doch einmal ganz offen hier heraußen! Ja, das ist Ihre soziale Gerechtigkeit. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Herr Kollege Cap, Cap, ein hoffnungsloser Patient – also ich habe wirklich kein Vertrauen mehr, dass Sie jemals die einfachen Mechanismen der Volkswirtschaft begreifen, das habe ich nicht –, der auch die soziale Gerechtigkeit so sieht, dass wir den Steuerzahler in Österreich bluten lassen und die maroden Banken und Pleitestaaten mit dem Geld füttern. (Abg. Strache: Das ist die Solidarität von den Banken!) Das ist Ihre soziale Gerechtigkeit. Sagen Sie es doch einmal ganz offen hier heraußen! Ja, das ist Ihre soziale Gerechtigkeit. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Sie exportieren das Geld der Steuerzahler und importieren damit die Armut. Das ist die Realität! Das ist Ihre Exportwirtschaft, Ihre Exportpolitik. Das verstehen Sie unter sozialer Gerechtigkeit. Gute Nacht, Österreich, kann ich da nur sagen, Herr Kollege Cap. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Dr. Kräuter: Populismus!
Beide haben heute hier heraußen bejammert, dass die Opposition keine Vorschläge macht. Und jedes Mal hören wir von euch: Panikmache der Opposition (Abg. Dr. Kräuter: Populismus!) und Populismus, danke.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
All das, von dem wir in den letzten Jahren gesprochen haben, ist unglücklicherweise leider auch Realität geworden. Alles, was wir zu Griechenland gesagt haben, was wir zu den Euro-Rettungspaketen gesagt haben, was wir zur Bonitätseinstufung Österreichs gesagt haben, alle unsere Vorhersehungen, all das, was wir in den letzten Jahren thematisiert haben, ist leider auch Realität geworden. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Strache: Ein Wahnsinn!
vorhanden ist, das Sie da überall so großzügig versprechen, wo Sie glauben, wir Österreicher sind so finanzstark, dass wir die ganze Welt retten können. (Abg. Strache: Ein Wahnsinn!) Halb Südeuropa haben Sie schon Geld versprochen, Kredite gegeben und Haftungszusagen gegeben – Geld, das wir nicht haben, meine sehr geehrten Damen und Herren, Geld, das unsere Kinder erst erwirtschaften werden müssen. Sie verplempern und verpfänden die Zukunft der nächsten Generationen. Das ist doch die Realität, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
vorhanden ist, das Sie da überall so großzügig versprechen, wo Sie glauben, wir Österreicher sind so finanzstark, dass wir die ganze Welt retten können. (Abg. Strache: Ein Wahnsinn!) Halb Südeuropa haben Sie schon Geld versprochen, Kredite gegeben und Haftungszusagen gegeben – Geld, das wir nicht haben, meine sehr geehrten Damen und Herren, Geld, das unsere Kinder erst erwirtschaften werden müssen. Sie verplempern und verpfänden die Zukunft der nächsten Generationen. Das ist doch die Realität, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Strache.
Da fragen wir uns in der Opposition zu Recht: Wie sollen denn all diese Maßnahmen in Zukunft weiter finanziert werden? Woher werden Sie das Geld nehmen? (Zwischenruf des Abg. Strache.) Werden Sie dann zur EZB laufen und sagen: Bitte druckt uns Geld, bitte verkauft unser Gold, damit wir alle unsere Maßnahmen einigermaßen finanzieren können!? – Das, meine sehr geehrten Damen und Herren, beschäftigt die Menschen. Das beschäftigt auch uns.
Abg. Dr. Cap: Um die Finanzierung geht es!
Und wenn Sie uns dann immer wieder vorwerfen, dass wir keine Vorschläge machen, dann muss ich dem entgegenhalten: Wir haben in den letzten drei Jahren bereits mehrere tausend Anträge gestellt, auch in den Ausschüssen, Tausende Anträge! (Abg. Dr. Cap: Um die Finanzierung geht es!) Ich präsentiere Ihnen gerne, ich gebe es der Frau Finanzministerin, das „Österreich-Sparbuch“. (Der Redner überreicht Bundesministerin Dr. Fekter eine Broschüre.)
Der Redner überreicht Bundesministerin Dr. Fekter eine Broschüre.
Und wenn Sie uns dann immer wieder vorwerfen, dass wir keine Vorschläge machen, dann muss ich dem entgegenhalten: Wir haben in den letzten drei Jahren bereits mehrere tausend Anträge gestellt, auch in den Ausschüssen, Tausende Anträge! (Abg. Dr. Cap: Um die Finanzierung geht es!) Ich präsentiere Ihnen gerne, ich gebe es der Frau Finanzministerin, das „Österreich-Sparbuch“. (Der Redner überreicht Bundesministerin Dr. Fekter eine Broschüre.)
Beifall beim BZÖ.
Das ist das „Österreich-Sparbuch“ des BZÖ. Da sind Vorschläge drinnen, da können Sie sich anhalten, Frau Finanzministerin! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Was die ganzen Privatisierungen anlangt: Sie werden es erleben, wenn Sie es selber nicht machen, dann wird Ihnen die EU vorschreiben, dass Sie Privatisierungen zu machen haben, damit die Schulden heruntergebracht werden können – über 23 Milliarden €! Wir sind sehr dafür, dass endlich einmal die Stromkonzerne privatisiert werden und nicht lauter rote Manager dort das ganze Geld vergeigen. Dafür haben wir kein Verständnis! (Beifall beim BZÖ.)
demonstrativer Beifall beim BZÖ
keine Sanierung! Sie haben lediglich von einer Tasche Geld herausgenommen und in die andere hineingesteckt. Sie müssten endlich einmal die Sozialversicherungsanstalten zusammenlegen, das wäre ein konstruktiver Beitrag (demonstrativer Beifall beim BZÖ), der im Interesse der Sozialversicherungsnehmer unseres Landes wäre.
Beifall beim BZÖ.
Das ist die Klientelpolitik von Rot und Schwarz! Die Schwarzen sagen: Die Beamten müssen wir fördern, die müssen mehr Geld kriegen! Und die Roten sagen: Auf die Pensionisten dürfen wir nicht vergessen! – All das ist ein Cocktail, der für die Zukunft unseres Landes Gift ist und der uns noch vor enorme Probleme stellen wird! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, die einzige Maßnahme, die das Budget retten kann, die Österreich dauerhaft sanieren kann, ist eine vernünftige Steuerreform, ist eine Steuersenkung. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.) Alles andere wird das Ziel verfehlen und wird die Wirtschaft nicht stimulieren können.
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Strache.
Das ist ein Beleg beziehungsweise ein Beweis dafür, dass all diese Rettungsschirme, all diese Rettungsaktionen, die Sie da irrtümlicherweise mit finanzieren, nicht fruchten, nicht nutzen. Dieses Geld kommt nur bei den Banken an und nicht bei den Menschen, nicht bei den Jugendlichen. Damit finanziert man nicht die Zukunft, sondern die Vergangenheit, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Strache.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Sie trauen sich die Regierungspolitik ja selbst nicht mehr zu, deshalb flüchten Sie in die Idee, eine Zentralregierung über den ESM zu installieren, meine sehr geehrten Damen und Herren. Das ist die Realität! Sie flüchten vor der Verantwortung und opfern am Altar in Brüssel die österreichische Souveränität. Das, meine sehr geehrten Damen und Herren, werden wir nicht zulassen! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Lebhafter, lang anhaltender Beifall beim BZÖ.
Zusammenfassend muss man daher sagen: Dieses Budget ist und bleibt ein Pfuschwerk allererster Güte und gehört rückverwiesen an den Budgetausschuss! (Lebhafter, lang anhaltender Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Wo ist denn Ihr Zwilling heute? – Abg. Strache – in Richtung des Abg. Ing. Westenthaler –: In Bagdad! – Abg. Ing. Westenthaler: Dort gehört er eh hin!
Bundeskanzler Werner Faymann: Frau Präsidentin! Frau Finanzministerin! (Abg. Ing. Westenthaler: Wo ist denn Ihr Zwilling heute? – Abg. Strache – in Richtung des Abg. Ing. Westenthaler –: In Bagdad! – Abg. Ing. Westenthaler: Dort gehört er eh hin!) Werte Mitglieder der Regierung! Herr Rechnungshofpräsident! Volksanwälte! Ich muss bei solchen Diskussionen immer kurz auf die Frage der Seriosität aufmerksam machen.
Zwischenrufe beim BZÖ.
Das sagt, dass die, die in der Vergangenheit Strukturreformen durchgeführt haben, wie etwa Deutschland (Zwischenrufe beim BZÖ.) – Ja wollen Sie abstreiten, dass in Deutschland im europäischen Vergleich derzeit die Zinszahlungen so niedrig sind wie nie zuvor? Es ist ganz eindeutig in der Euro-Zone Platz Nummer 1 und liegt hier (auf die „Presse“ zeigend) auf Platz 16. Also kann Ihre Argumentation nicht stimmen, sondern es muss heißen, dass viele dieser Staaten Strukturreformen in ihren Ländern in der Vergangenheit gemacht haben, wie Deutschland und Österreich, und andere besonders viele vor sich haben, wie Griechenland, das auf Platz 2 liegt. Genau das haben Sie uns beim Verlesen dieser Tabelle (auf die „Presse“ zeigend) verheimlicht! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Riepl: Auch Zeitung muss man lesen können!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Riepl: Auch Zeitung muss man lesen können!
Das sagt, dass die, die in der Vergangenheit Strukturreformen durchgeführt haben, wie etwa Deutschland (Zwischenrufe beim BZÖ.) – Ja wollen Sie abstreiten, dass in Deutschland im europäischen Vergleich derzeit die Zinszahlungen so niedrig sind wie nie zuvor? Es ist ganz eindeutig in der Euro-Zone Platz Nummer 1 und liegt hier (auf die „Presse“ zeigend) auf Platz 16. Also kann Ihre Argumentation nicht stimmen, sondern es muss heißen, dass viele dieser Staaten Strukturreformen in ihren Ländern in der Vergangenheit gemacht haben, wie Deutschland und Österreich, und andere besonders viele vor sich haben, wie Griechenland, das auf Platz 2 liegt. Genau das haben Sie uns beim Verlesen dieser Tabelle (auf die „Presse“ zeigend) verheimlicht! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Riepl: Auch Zeitung muss man lesen können!)
Abg. Strache: Die Europäische Verfassung brechen – und jetzt wollen wir glaubwürdig sein!
Diese höhere Verbindlichkeit entsteht durch „Sixpack“ und andere Maßnahmen, die die Wettbewerbsfähigkeit und die geringere Verschuldung im Auge haben. Diese höhere Verbindlichkeit entsteht aber auch durch eine Schuldenbremse, die in der Verfassung der Länder der Euro-Zone zu verankern wäre. Am besten wäre es natürlich, wenn das bei allen 27 der Fall wäre, bei allen Ländern, die eine gemeinsame Währung haben, denn die sind noch stärker miteinander verbunden und voneinander abhängig. Also wichtig wäre es, dass diese höhere Verbindlichkeit in der Euro-Zone geschaffen würde, nämlich, dass die Schuldenbremse in die jeweilige Verfassung der Länder käme. (Abg. Strache: Die Europäische Verfassung brechen – und jetzt wollen wir glaubwürdig sein!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Warum haben Sie die EU-Verträge nicht eingehalten?
Wenn Sie sagen: Wir verlangen mehr Disziplin von anderen, dass sie solch einen Beschluss herbeiführen!, dann würde ich Sie bitten, dass Sie mitwirken, dass wir das in Österreich auch machen, und nicht nur große Reden gegen andere halten, sondern dass Sie mitwirken, dass wir auch in Österreich eine Schuldenbremse einführen. Das ist auch eine Frage der Anständigkeit. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Warum haben Sie die EU-Verträge nicht eingehalten?)
Abg. Strache: Die Maastricht-Kriterien, die Sie gebrochen haben!
Strache: Es waren die Maastricht-Kriterien, die Sie nicht eingehalten haben!) Das waren die Maastricht-Kriterien, Herr Kollege Strache. (Abg. Strache: Die Maastricht-Kriterien, die Sie gebrochen haben!) Das war das Ziel, das selbst Deutschland und andere Länder mehrfach – so wie wir! – in der Vergangenheit nicht eingehalten haben. (Abg. Mag. Stefan: Das ist doch kein Grund!)
Abg. Mag. Stefan: Das ist doch kein Grund!
Strache: Es waren die Maastricht-Kriterien, die Sie nicht eingehalten haben!) Das waren die Maastricht-Kriterien, Herr Kollege Strache. (Abg. Strache: Die Maastricht-Kriterien, die Sie gebrochen haben!) Das war das Ziel, das selbst Deutschland und andere Länder mehrfach – so wie wir! – in der Vergangenheit nicht eingehalten haben. (Abg. Mag. Stefan: Das ist doch kein Grund!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Deutschland hat eine Schuldenbremse. Die anderen Länder der Euro-Zone haben sie oder werden sie installieren – und wir in Österreich eben auch! Das gehört zu einer anständigen und ehrlichen Diskussion betreffend den Euroraum dazu. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
unsere Staatsanleihen die Steuergelder für Schuldenrückzahlung ausgeben, sondern für höhere Beschäftigung und mehr Bildung im eigenen Land. Das ist auch ein Grund, der für die Schuldenbremse spricht. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe beim BZÖ.
Ich möchte gar nicht in Abrede stellen, dass es verschiedene Maßnahmen gibt, um Ziele zu erreichen. Das eine sind die Rahmenbedingungen, über die ich gerade gesprochen habe, das andere sind natürlich – auch auf europäischer Ebene –verstärkte Regulierungen für Finanzmärkte und Spielregeln, die Spekulation verhindern, also Maßnahmen, die uns zeigen, dass wir aus der Krise lernen sollen. (Zwischenrufe beim BZÖ.) – Ja, da geht es uns manchmal auch zu langsam.
Lebhafter, lang anhaltender Beifall bei der SPÖ.
Also es geht nicht um Schuldenbremse oder Finanzmarktregeln, es geht nicht um Schuldenbremse oder Wachstumskriterien, sondern es geht darum, dass wir klare Regeln haben und weniger Schulden machen und trotzdem besser regulierte Finanzmärkte haben. Wir brauchen ein „Sowohl-als auch“. Und an dieser Diskussion bitte ich Sie, sich zu beteiligen. Das ist eine wesentliche für die Zukunft Österreichs! (Lebhafter, lang anhaltender Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Wie passt das zusammen? Das versteht kein Mensch!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Ich mache darauf aufmerksam, dass die maximale Redezeit bis 13 Uhr aller jetzt folgenden Rednerinnen und Redner 9 Minuten beträgt – trotz aller freiwilligen Redezeitbeschränkung. (Abg. Ing. Westenthaler: Wie passt das zusammen? Das versteht kein Mensch!)
Abg. Krainer begibt sich zum Rednerpult und stellt dort eine Tafel auf mit einer Graphik, übertitelt mit den Worten „Schulden“ und „Krise“.
Als Nächster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Krainer. – Bitte. (Abg. Krainer begibt sich zum Rednerpult und stellt dort eine Tafel auf mit einer Graphik, übertitelt mit den Worten „Schulden“ und „Krise“.)
Abg. Strache: Jetzt sind die Schulden die Krise!
Ja, die Verschuldung ist massiv gestiegen, aber nicht als Ursache der Krise, sondern als Folge der Krise. Das Problem der jetzt deutlich höheren Staatsverschuldung ist nicht die Ursache, sondern die Wirkung der Krise, und das ist schon sehr, sehr wesentlich, wenn wir aus der Krise und aus der jetzigen Situation die richtigen Schlüsse ziehen wollen. (Abg. Strache: Jetzt sind die Schulden die Krise!)
Beifall bei der SPÖ.
Deswegen ist es wesentlich, diese Ursachen zu bekämpfen, und Sie können sicher sein, dass sich die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten weiterhin konsequent dafür einsetzen werden, dass wir eine bessere und strengere Regulierung der Finanzmärkte haben, dass wir zum Beispiel eine Finanztransaktionssteuer wollen, dass wir weiterhin daran arbeiten wollen, dass die Ungleichgewichte zwischen den einzelnen Volkswirtschaften abgebaut werden. Und ja, Sie können auch sicher sein, dass wir weiterhin dafür arbeiten werden, dass Steuern und Abgaben auf Arbeit gesenkt werden und dass im Gegenzug Steuern auf Vermögen und Kapital erhöht werden, denn das ist sehr wichtig, auch als Antwort auf die Wirtschaftskrise. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Vilimsky: Wie schaut es mit den Schweden aus?
Wir alle wissen, dass Österreich bisher wesentlich besser durch diese Krise gekommen ist als die meisten anderen Staaten der Europäischen Union. Wir haben nicht nur die niedrigste Arbeitslosigkeit, sondern es ist auch – das sehen Sie an der vor mir auf dem Rednerpult stehenden Grafik auch deutlich – die Verschuldung in den anderen Staaten des Euro-Raumes deutlich stärker gestiegen als in Österreich. Der Anstieg ist dort dynamischer und auch wesentlich höher als in Österreich. (Abg. Vilimsky: Wie schaut es mit den Schweden aus?) Das ist aber, sage ich jetzt einmal, auch nichts Schlechtes, denn wir alle in der Politik haben ja wohl auch den Anspruch, dass wir es besser machen als unsere Nachbarn und dass wir intelligenter und vernünftiger durch diese Krise kommen. (Abg. Vilimsky: So wie die Schweiz, nicht?)
Abg. Vilimsky: So wie die Schweiz, nicht?
Wir alle wissen, dass Österreich bisher wesentlich besser durch diese Krise gekommen ist als die meisten anderen Staaten der Europäischen Union. Wir haben nicht nur die niedrigste Arbeitslosigkeit, sondern es ist auch – das sehen Sie an der vor mir auf dem Rednerpult stehenden Grafik auch deutlich – die Verschuldung in den anderen Staaten des Euro-Raumes deutlich stärker gestiegen als in Österreich. Der Anstieg ist dort dynamischer und auch wesentlich höher als in Österreich. (Abg. Vilimsky: Wie schaut es mit den Schweden aus?) Das ist aber, sage ich jetzt einmal, auch nichts Schlechtes, denn wir alle in der Politik haben ja wohl auch den Anspruch, dass wir es besser machen als unsere Nachbarn und dass wir intelligenter und vernünftiger durch diese Krise kommen. (Abg. Vilimsky: So wie die Schweiz, nicht?)
Ruf bei der FPÖ: „Sehr“ familienfreundlich! – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Ich bin „begeistert“! – Abg. Strache: Bei den Kindern zuerst sparen!
Ein Beispiel dafür, was das bedeuten kann – das ist nicht abgesprochen und einfach als Beispiel zu verstehen –, ist, dass wir, wenn wir die steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungseinrichtungen reduzieren oder streichen, einen Teil dieses Geldes sparen und für Defizitabbau verwenden und den anderen Teil zur Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen heranziehen. (Ruf bei der FPÖ: „Sehr“ familienfreundlich! – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Ich bin „begeistert“! – Abg. Strache: Bei den Kindern zuerst sparen!) Dann bedeutet das, dass nicht einige wenige etwas von steuerlichen Vorteilen haben, sondern alle, die Kinder haben, dass es mehr und bessere Kindergärten gibt und dass es mehr Beschäftigung gibt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein Beispiel dafür, was das bedeuten kann – das ist nicht abgesprochen und einfach als Beispiel zu verstehen –, ist, dass wir, wenn wir die steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungseinrichtungen reduzieren oder streichen, einen Teil dieses Geldes sparen und für Defizitabbau verwenden und den anderen Teil zur Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen heranziehen. (Ruf bei der FPÖ: „Sehr“ familienfreundlich! – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Ich bin „begeistert“! – Abg. Strache: Bei den Kindern zuerst sparen!) Dann bedeutet das, dass nicht einige wenige etwas von steuerlichen Vorteilen haben, sondern alle, die Kinder haben, dass es mehr und bessere Kindergärten gibt und dass es mehr Beschäftigung gibt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Ich bin der Meinung, es reicht!
Das ist etwas, was wir brauchen, und diesen Weg werden wir gehen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Ich bin der Meinung, es reicht!)
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
Abgeordneter Herbert Kickl (FPÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Würde man das, was jetzt vonseiten des Herrn Bundeskanzlers und der Vertreter der Regierungsparteien zu den Themen Reform und Schuldenabbau gesagt wurde, ernst nehmen, gäbe es nur eine logische Konsequenz: Diese versammelte Anhäufung von Unvermögen hier hinter mir hat schleunigst den Weg freizumachen, zurückzutreten und dafür Sorge zu tragen, dass in Österreich der Weg frei ist für das, was notwendig ist. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Auch das Budget, das wir jetzt diskutieren, ist ja ein schlagender Beweis dafür, meine Damen und Herren. Was ist dieses Budget? – Dieses Budget ist eine Bankrotterklärung in Sachen Reformfähigkeit. Dieses Budget ist eine Bankrotterklärung in Sachen Zukunftsfähigkeit und dieses Budget ist insgesamt eine Bankrotterklärung in Sachen staatspolitischer Verantwortung – das wiegt besonders schwer. Eine Bankrotterklärung dieser rot-schwarzen Proporzriege hinter mir, die man meines Erachtens bestenfalls als Karikatur einer Bundesregierung bezeichnen könnte, wie wir sie in Zeiten wie diesen, in denen wir in einem Schlamassel stecken, brauchen würden. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Bucher: Das hat nicht einmal der Pröll geschafft!
Es ist ja überhaupt ein Kunststück, ein Budget vorzulegen, das sein Ablaufdatum schon vor der Beschlussfassung überschritten hat. Das hat Ihnen auch noch keiner vorgemacht, meine Damen und Herren. Das ist wirklich einzigartig, und ich glaube, Sie sind drauf und dran, eine internationale Benchmark zu setzen (Abg. Bucher: Das hat nicht einmal der Pröll geschafft!), und zwar eine Benchmark dafür, wie man so etwas nicht angeht, wenn man einigermaßen ernst genommen werden möchte.
Beifall bei der FPÖ.
Herren, wenn noch dazukommt, dass uns kleinkrämerische, mutlose, ängstliche und unehrliche Personen aus diesem Schlamassel herausholen sollen. Dann wird die Situation dramatisch! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hornek.
In genau dieser Situation befinden wir uns. Sie hätten uns nicht nur aus diesem Schlamassel herauszuholen, sondern Sie hätten zumindest dafür zu sorgen, dass der Schaden für den österreichischen Staat, für die österreichische Bevölkerung nicht noch größer wird. Und ich sage Ihnen, dass Sie zu nichts von dieser Agenda auch nur ansatzweise in der Lage sind. So schaut es in Wirklichkeit aus. (Zwischenruf des Abg. Hornek.) Das aktuelle Budget ist ein weiterer Beweis dafür, dass es sich so verhält.
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Wenn Sie in diesen Tagen, meine Damen und Herren, so viel von einer Bremse sprechen, dann würde ich Ihnen als Allererstes eine Lügenbremse empfehlen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Das wäre die wichtigste Bremse, die Sie einzuführen hätten. Da brauchen Sie nicht um eine Zweidrittelmehrheit zu jammern, wo Sie dann davon ausgehen, dass Sie eine Mehrheit für etwas bekommen, wo noch kein Mensch weiß, wie Sie sich das vorstellen. Das ist Ihr Zugang zu den Dingen: zuerst etwas beschließen und dann darüber nachdenken.
Beifall bei der FPÖ.
Diese Lügenbremse hätte den Vorteil, dass Sie keine Zweidrittelmehrheit brauchen. Sie brauchten sich nur selbst an der Nase zu nehmen, Herr Bundeskanzler. So einfach wäre die Angelegenheit. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Amon: Herr Kollege, bei Ihnen fängt das schon !
Wir sind ja heute in der Situation, dass man sagt: Würde man für jede Lüge – Entschuldigung –, für jede Unwahrheit und für jedes gebrochene Versprechen auch nur ein graues Haar bekommen, dann hätte man in Kürze eine Frisur Modell Cap und Modell Faymann. Nur, damit Sie sich auskennen, meine Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Amon: Herr Kollege, bei Ihnen fängt das schon !)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Bei der Betrachtung der Frage, wie dieses Budget zustande gekommen ist, was die Strukturen gewesen sind, entdeckt man einige interessante Grundsätze. Und diese Grundsätze könnte man als Faymann/Fekter-Doktrin zur Desinformation der eigenen Bevölkerung zusammenfassen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Die ÖVP-Steiermark dort drüben soll lieber den Mund halten, denn ich glaube, Sie, Kollege Amon, sind der Nächste auf der Abschussliste. Bei Ihnen ist es besser, wenn Sie den Mund halten, sonst sitzen Sie vielleicht am Freitag bei der Beschlussfassung gar nicht mehr hier. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Also eine Faymann/Fekter-Doktrin zur Desinformation der eigenen Bevölkerung. Da kann man dann folgende Sätze finden: Mache jeden EU-Wahnsinn aus Brüssel kritiklos mit! Arbeite an der Auflösung der österreichischen Souveränität und entblöde dich nicht, den ökonomischen Ruin und die politische Selbstausschaltung deines Heimatlandes als Beitrag zur Rettung Europas lobzupreisen! – Das ist ein solcher Bestandteil dieser Faymann/Fekter-Doktrin zur Desinformation der eigenen Bevölkerung! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Er flüchtet, der Herr Faymann!
Meine Damen und Herren, mich wundert es nicht, dass die Glaubwürdigkeit des Herrn Bundeskanzlers – jetzt ist er hinausgegangen (Abg. Strache: Er flüchtet, der Herr Faymann!) – inzwischen das erreicht hat, was man auf den Finanzmärkten als Ramsch-Status bezeichnet. Das, was sozusagen der Ramsch-Status in den Ratings ist, ist auch sein Status im Vertrauensindex der österreichischen Bevölkerung. Und so, wie es dort einen Zahlungsausfall gibt, gibt es bei Herrn Faymann einen absoluten Vertrauensausfall.
Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Tadler und Ing. Lugar.
Was heißt denn das, meine Damen und Herren: bedingungsloser und unwiderruflicher Beitritt und keine Chance, sich irgendwelchen Zahlungen zu entziehen? – Solch einen Vertrag gibt es in Wirklichkeit nirgendwo, das ist ja sittenwidrig! (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Tadler und Ing. Lugar.)
Zwischenruf des Abg. Strache
Eine Änderung des 700-Milliarden-Haftungspaketes ist jederzeit möglich. – So, wie Sie bisher agiert haben, kann eine Änderung nur eine Erhöhung bedeuten. Und wenn man diesen Haftungsrahmen erhöht, dann wissen wir auch, warum Sie dieses Instrument der Schuldenbremse jetzt möglichst schnell einführen wollen (Zwischenruf des Abg. Strache): Sie wollen die österreichische Bevölkerung, das Ziel-1-Gebiet Ihrer Plünderungsaktion, die Pensionisten, die Familien, die Pflegebedürftigen weiter ausplündern, um zu Geld zu kommen, das Sie dann in Europa, in Italien, in Griechenland und vielleicht auch in Spanien, in die Löcher hineinpumpen wollen. Das ist der Sinn und Zweck Ihrer sogenannten Schuldenbremse, wie Sie sie vorgestellt haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Eine Änderung des 700-Milliarden-Haftungspaketes ist jederzeit möglich. – So, wie Sie bisher agiert haben, kann eine Änderung nur eine Erhöhung bedeuten. Und wenn man diesen Haftungsrahmen erhöht, dann wissen wir auch, warum Sie dieses Instrument der Schuldenbremse jetzt möglichst schnell einführen wollen (Zwischenruf des Abg. Strache): Sie wollen die österreichische Bevölkerung, das Ziel-1-Gebiet Ihrer Plünderungsaktion, die Pensionisten, die Familien, die Pflegebedürftigen weiter ausplündern, um zu Geld zu kommen, das Sie dann in Europa, in Italien, in Griechenland und vielleicht auch in Spanien, in die Löcher hineinpumpen wollen. Das ist der Sinn und Zweck Ihrer sogenannten Schuldenbremse, wie Sie sie vorgestellt haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Ing. Lugar.
Aus diesem Grunde, Herr Bundeskanzler, sprechen nicht nur wir Freiheitlichen, sondern auch die österreichische Bevölkerung Ihnen das Misstrauen aus. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Ing. Lugar.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Bucher: Der ist ja gar nicht da! – Abg. Strache: Der ist ja gar nicht mehr da! Der ist schon freiwillig gegangen, der Herr Faymann!
(Beifall bei der FPÖ. – Abg. Bucher: Der ist ja gar nicht da! – Abg. Strache: Der ist ja gar nicht mehr da! Der ist schon freiwillig gegangen, der Herr Faymann!)
Abg. Strache: „Entblödung“ ist ja etwas Positives! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Kickl, für den Gebrauch und den Vorwurf des Wortes „Entblödung“ erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Abg. Strache: „Entblödung“ ist ja etwas Positives! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Grosz: Sie verzichten auf Reformen?!
Betreffend Stärke beziehungsweise Gesundung der Wirtschaft liegt Österreich an achter, Deutschland an dritter Stelle. Das letzte Land bei der wirtschaftlichen Gesundung ist jenes, das bei den Reformen an zweiter Stelle rangiert. Ich verzichte darauf, bei den Reformen mit Griechenland, Portugal, Spanien, Italien und so weiter vorne dabei zu sein (Abg. Grosz: Sie verzichten auf Reformen?!), meine Damen und Herren, darauf verzichte ich, mir ist die zweite Spalte viel wichtiger, wo es darum geht: Wie stark ist Österreichs Wirtschaft? Wie hervorragend sind Österreichs Finanzen und Budget aufgestellt? (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Grosz: Er will Funktionen, aber keine Reformen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Grosz: Er will Funktionen, aber keine Reformen!
Betreffend Stärke beziehungsweise Gesundung der Wirtschaft liegt Österreich an achter, Deutschland an dritter Stelle. Das letzte Land bei der wirtschaftlichen Gesundung ist jenes, das bei den Reformen an zweiter Stelle rangiert. Ich verzichte darauf, bei den Reformen mit Griechenland, Portugal, Spanien, Italien und so weiter vorne dabei zu sein (Abg. Grosz: Sie verzichten auf Reformen?!), meine Damen und Herren, darauf verzichte ich, mir ist die zweite Spalte viel wichtiger, wo es darum geht: Wie stark ist Österreichs Wirtschaft? Wie hervorragend sind Österreichs Finanzen und Budget aufgestellt? (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Grosz: Er will Funktionen, aber keine Reformen!)
Abg. Strache: Welcher ÖVP-Politiker hat das eingeführt? – Abg. Grosz: Was muss man ausfüllen, wenn ÖVP-Politiker ? – weitere Zwischenrufe
Ich habe hier eine Kundmachung (der Redner zeigt ein Schriftstück): Da wird eine Gemeinde, jede Gemeinde in Österreich, gezwungen aufgrund des Tierschutzgesetzes: Fundgegenstand: Kanarienvogel; Funddatum, Fundort, Geschlecht, Aussehen, Alter, all das ist auszufüllen und folgenden Stellen mitzuteilen: dem Gemeindeamt, der Polizeiinspektion, der Abteilung im Amt der Landesregierung (Abg. Strache: Welcher ÖVP-Politiker hat das eingeführt? – Abg. Grosz: Was muss man ausfüllen, wenn ÖVP-Politiker ? – weitere Zwischenrufe), dem Tierheim in Wels und so weiter. Das ist innerhalb von vier Wochen kundzumachen, ob es sich um einen Kanarienvogel, ein kleines Kätzchen oder um einen Hund oder sonst etwas handelt. Meine Damen und Herren, das ist österreichische „Entbürokratisierung“. (Abg. Kickl: Wer hat denn das so veranlasst?) Da haben wir alle Hände voll zu tun, um da etwas zu ändern. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Kickl: Wer hat denn das so veranlasst?
Ich habe hier eine Kundmachung (der Redner zeigt ein Schriftstück): Da wird eine Gemeinde, jede Gemeinde in Österreich, gezwungen aufgrund des Tierschutzgesetzes: Fundgegenstand: Kanarienvogel; Funddatum, Fundort, Geschlecht, Aussehen, Alter, all das ist auszufüllen und folgenden Stellen mitzuteilen: dem Gemeindeamt, der Polizeiinspektion, der Abteilung im Amt der Landesregierung (Abg. Strache: Welcher ÖVP-Politiker hat das eingeführt? – Abg. Grosz: Was muss man ausfüllen, wenn ÖVP-Politiker ? – weitere Zwischenrufe), dem Tierheim in Wels und so weiter. Das ist innerhalb von vier Wochen kundzumachen, ob es sich um einen Kanarienvogel, ein kleines Kätzchen oder um einen Hund oder sonst etwas handelt. Meine Damen und Herren, das ist österreichische „Entbürokratisierung“. (Abg. Kickl: Wer hat denn das so veranlasst?) Da haben wir alle Hände voll zu tun, um da etwas zu ändern. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich habe hier eine Kundmachung (der Redner zeigt ein Schriftstück): Da wird eine Gemeinde, jede Gemeinde in Österreich, gezwungen aufgrund des Tierschutzgesetzes: Fundgegenstand: Kanarienvogel; Funddatum, Fundort, Geschlecht, Aussehen, Alter, all das ist auszufüllen und folgenden Stellen mitzuteilen: dem Gemeindeamt, der Polizeiinspektion, der Abteilung im Amt der Landesregierung (Abg. Strache: Welcher ÖVP-Politiker hat das eingeführt? – Abg. Grosz: Was muss man ausfüllen, wenn ÖVP-Politiker ? – weitere Zwischenrufe), dem Tierheim in Wels und so weiter. Das ist innerhalb von vier Wochen kundzumachen, ob es sich um einen Kanarienvogel, ein kleines Kätzchen oder um einen Hund oder sonst etwas handelt. Meine Damen und Herren, das ist österreichische „Entbürokratisierung“. (Abg. Kickl: Wer hat denn das so veranlasst?) Da haben wir alle Hände voll zu tun, um da etwas zu ändern. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Strache und Bucher. – Abg. Bucher: Ich hoffe nur, dass du dich durchsetzt in deiner Partei!
Da die Frage der Gerechtigkeit immer wieder angesprochen wird: Ja, die Gerechtigkeitsfrage ist zu stellen, es sei aber auch gesagt, weil man hier Grundsteuer, Erbschaftssteuer und andere Dinge vehement fordert: Im Sinne der Gerechtigkeit sollte man auch wissen, dass das Einkommen deutlich höher gestiegen ist als die landwirtschaftlichen Produktionspreise. Und ich warne davor, Grund und Boden zu besteuern, massiv zu belasten, denn das wäre eine Substanzbesteuerung und der falsche Weg. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Strache und Bucher. – Abg. Bucher: Ich hoffe nur, dass du dich durchsetzt in deiner Partei!)
Beifall bei den Grünen. – Heiterkeit des Abg. Scheibner.
Für Faymann gilt die Volksschulmathematik nicht! Die Schuldenreduktion geht offensichtlich nicht über die Einnahmenseite. – Das ist der Text der ÖVP, das war ja das Problem. Ich unterstelle Faymann nicht, dass er wirklich so dumm ist, aber ungeschickt genug ist er allemal. Er redet nämlich weiter, er hört ja gar nicht auf. (Beifall bei den Grünen. – Heiterkeit des Abg. Scheibner.)
Abg. Amon: Das ist ja vernünftig!
„Kann nicht verknüpft werden, weil das eine mit dem anderen nichts zu tun hat.“ (Abg. Amon: Das ist ja vernünftig!) – Das ist jetzt die Aufstellung der SPÖ, nachdem Sie jahrelang der Bevölkerung mit Ihren Plakatkampagnen, mit Ihren Inseratenkampag-
Beifall bei den Grünen.
Das ist auf der einen Seite, wenn wir schon bei Seiten sind, die völlige Verhöhnung der Bevölkerung, weil Sie dann, wenn es genau dazupassen würde, wenn es genau dazugehört, wenn Sie genau in Ihrer Regierungsverantwortung sind, nicht die Steuergerechtigkeitsfrage stellen, nicht die Frage der Umverteilung stellen. Er stellt ja nicht einmal die Frage, geschweige denn, dass er sie beantworten will! Aber Meinungsumfragen in Auftrag geben, wo der Begriff „Millionärssteuer“ als bester abgefragt wird, das ein bisschen herumerzählen und glauben, damit ist es bis zum nächsten Wahlkampf getan! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das ist keine Regierung! In Wahrheit sind Sie heute schon rücktrittsreif und nicht erst morgen. Heute schon, weil Sie gar nicht wollen! Ob Sie könnten, ist eine andere Frage, aber Sie wollen ja gar nicht! Sie wollen ja nur so tun, als ob! – Und Sie von der ÖVP sind damit ganz zufrieden, weil auf diese Weise die ÖVP weiterhin mehr oder weniger unbehelligt vom Regierungspartner ihre Rolle als Vertreterin der Reichen, der Superreichen, der Millionenerben und der Steuergünstlinge im Bereich der Stiftungen – was überhaupt einmalig in Europa ist – spielen kann. Und dann reden Sie von Leistungsgerechtigkeit! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Entweder Sie machen das, oder Sie bekommen hier keine Zweidrittelmehrheit! Dann können Sie sich in Brüssel wieder unter den Tisch setzen. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Ikrath.
Deshalb die Frage, meine Damen und Herren: Wer ist das jetzt, „wir alle“? Ist das der Polizist? Ist das die Krankenpflegerin? Sind das kleine Gewerbetreibende? Sind es die kleinen Landwirte, die verantwortlich sind für die Krise, weil sie angeblich über ihre Verhältnisse gelebt haben? – Ja kann man das so undifferenziert sagen? – Die Arbeitnehmer, die von Kurzarbeit bedroht sind, sind die verantwortlich? Die Pensionistinnen und Pensionisten? Die infolge der Wirtschafts- und Finanzkrise von Kündigung Betroffenen? – Oder, meine Damen und Herren, sind es verantwortungslose Spekulanten, in Wahrheit Wirtschaftsverbrecher? Sind es die ungezügelten Finanzmärkte? (Zwischenruf des Abg. Mag. Ikrath.) Teilweise ein wirtschaftspolitisches Fehlverhalten von Regierungen oder der Irrweg des Neoliberalismus?
Beifall bei der SPÖ.
erbitterter Gegnerschaft der Sozialdemokratie gegenüber jenen, die gezielt solche Legenden bilden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Amon: Legen Sie es vor!
Die zweite sind faire und gerechte Einnahmen – selbstverständlich eine Millionärssteuer. Es ist ja interessant, dass selbst die Betroffenen sagen: Besteuert uns ordentlich! Die haben ja längst selbst Interesse, gerecht besteuert zu werden, die wollen ja in sozialem Frieden leben, in einer Gesellschaft, wo die Balance gehalten wird. (Abg. Amon: Legen Sie es vor!) – Da ist noch Überzeugungsarbeit notwendig, was die ÖVP betrifft, wenn ich den Zuruf des Kollegen Amon höre. (Abg. Amon: Na, legt es vor!) Allerdings in der Basis – das möchte ich dir schon sagen, Kollege Amon –, bei den Bürgermeistern, ÖVP-Bürgermeistern, in den Gemeinden, bei den einzelnen Landespolitikern gibt es schon eine ganz eindeutige Meinung. (Abg. Amon: Na, legt das Modell einmal vor!)
Abg. Amon: Na, legt es vor!
Die zweite sind faire und gerechte Einnahmen – selbstverständlich eine Millionärssteuer. Es ist ja interessant, dass selbst die Betroffenen sagen: Besteuert uns ordentlich! Die haben ja längst selbst Interesse, gerecht besteuert zu werden, die wollen ja in sozialem Frieden leben, in einer Gesellschaft, wo die Balance gehalten wird. (Abg. Amon: Legen Sie es vor!) – Da ist noch Überzeugungsarbeit notwendig, was die ÖVP betrifft, wenn ich den Zuruf des Kollegen Amon höre. (Abg. Amon: Na, legt es vor!) Allerdings in der Basis – das möchte ich dir schon sagen, Kollege Amon –, bei den Bürgermeistern, ÖVP-Bürgermeistern, in den Gemeinden, bei den einzelnen Landespolitikern gibt es schon eine ganz eindeutige Meinung. (Abg. Amon: Na, legt das Modell einmal vor!)
Abg. Amon: Na, legt das Modell einmal vor!
Die zweite sind faire und gerechte Einnahmen – selbstverständlich eine Millionärssteuer. Es ist ja interessant, dass selbst die Betroffenen sagen: Besteuert uns ordentlich! Die haben ja längst selbst Interesse, gerecht besteuert zu werden, die wollen ja in sozialem Frieden leben, in einer Gesellschaft, wo die Balance gehalten wird. (Abg. Amon: Legen Sie es vor!) – Da ist noch Überzeugungsarbeit notwendig, was die ÖVP betrifft, wenn ich den Zuruf des Kollegen Amon höre. (Abg. Amon: Na, legt es vor!) Allerdings in der Basis – das möchte ich dir schon sagen, Kollege Amon –, bei den Bürgermeistern, ÖVP-Bürgermeistern, in den Gemeinden, bei den einzelnen Landespolitikern gibt es schon eine ganz eindeutige Meinung. (Abg. Amon: Na, legt das Modell einmal vor!)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Beispiel Widmungsgewinne, Kollege Auer: 2,7 Milliarden € an Gewinn werden pro Jahr steuerfrei lukriert. Da muss man doch endlich etwas machen und zumindest einmal Gewinne über 1 Million € entsprechend besteuern! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Bucher: Was hab’ ich mit der Hypo zu tun? Herr Kollege, was hab’ ich mit der Hypo zu tun? – Sie trauen sich das nur zu sagen, weil Sie immun sind!
Hohes Haus! Kann man die Opposition einbeziehen? – Den Kollegen Bucher nur bedingt. Das kann ja hilfreich sein. Er ist ja Mitverursacher der Probleme betreffend Hypo. (Abg. Bucher: Was hab’ ich mit der Hypo zu tun? Herr Kollege, was hab’ ich mit der Hypo zu tun? – Sie trauen sich das nur zu sagen, weil Sie immun sind!) Und eines ist erschütternd, Kollege Bucher: wenn Sie heute sagen, dass die SPÖ immer sagt, auf die Pensionisten solle man nicht vergessen, und Sie sagen dann, dass das Gift für die Gesellschaft ist. – Schämen Sie sich gar nicht? Haben Sie überhaupt keinen Respekt vor der älteren Generation? Das ist ja ungeheuerlich! Kommen Sie heraus und entschuldigen Sie sich für diese Ungeheuerlichkeit! Was glauben Sie eigentlich? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Hohes Haus! Kann man die Opposition einbeziehen? – Den Kollegen Bucher nur bedingt. Das kann ja hilfreich sein. Er ist ja Mitverursacher der Probleme betreffend Hypo. (Abg. Bucher: Was hab’ ich mit der Hypo zu tun? Herr Kollege, was hab’ ich mit der Hypo zu tun? – Sie trauen sich das nur zu sagen, weil Sie immun sind!) Und eines ist erschütternd, Kollege Bucher: wenn Sie heute sagen, dass die SPÖ immer sagt, auf die Pensionisten solle man nicht vergessen, und Sie sagen dann, dass das Gift für die Gesellschaft ist. – Schämen Sie sich gar nicht? Haben Sie überhaupt keinen Respekt vor der älteren Generation? Das ist ja ungeheuerlich! Kommen Sie heraus und entschuldigen Sie sich für diese Ungeheuerlichkeit! Was glauben Sie eigentlich? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Es ist eh alles in Ordnung! – Abg. Dr. Jarolim: Das war eine ausgezeichnete Aufzählung!
Was hat die Opposition dem entgegenzusetzen? – Plumpe Vorwürfe, fehlende Konzepte, Inkompetenz des Herrn Strache, Respektlosigkeit von Herrn Bucher und Lächerlichkeit von Kickl. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Es ist eh alles in Ordnung! – Abg. Dr. Jarolim: Das war eine ausgezeichnete Aufzählung!)
Beifall beim BZÖ.
Na wunderbar! Ich denke mir nur: Irgendetwas müssen wir und auch die Bevölkerung dann in den letzten vier Jahren versäumt haben. – Diese Wahrnehmung, die der Herr Kräuter gehabt hat, muss irgendwo anders gewesen sein, aber sicherlich nicht hier im Hohen Haus und nicht hier in Österreich, denn – und das hat sich schon jetzt auch an Ihrer Rede manifestiert, Herr Kräuter – wir haben ein Problem: dass wir eine Bundesregierung mit zwei Parteien haben, die weder miteinander können noch miteinander wollen. Das ist das Problem! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Bucher: Die schwänzt er!
Wir hören die ganze Zeit, auch heute hier, was die SPÖ will und was die SPÖ-Minister und der SPÖ-Bundeskanzler wollen – und auf der anderen Seite hören wir, was die ÖVP-Minister wollen und der ÖVP-Vizekanzler, der leider heute nicht hier ist. Nur eine kleine Anmerkung: Auslandsreisen sind gut und wichtig und richtig für einen Außenminister, aber die Budgetdebatte (Abg. Bucher: Die schwänzt er!), die meiner Meinung nach heuer sehr wichtig ist und die seit Monaten bekannt ist, wäre vielleicht auch ganz spannend gewesen. Das wäre nämlich auch für Sie als Abgeordnete der ÖVP wichtig gewesen, damit Sie auch vertreten sind durch Ihren Parteichef. (Abg. Bucher: Noch-Parteichef!) Aber das lasse ich jetzt einmal bei Ihnen. (Abg. Ing. Westenthaler: Er ist eh nicht Parteichef!)
Abg. Bucher: Noch-Parteichef!
Wir hören die ganze Zeit, auch heute hier, was die SPÖ will und was die SPÖ-Minister und der SPÖ-Bundeskanzler wollen – und auf der anderen Seite hören wir, was die ÖVP-Minister wollen und der ÖVP-Vizekanzler, der leider heute nicht hier ist. Nur eine kleine Anmerkung: Auslandsreisen sind gut und wichtig und richtig für einen Außenminister, aber die Budgetdebatte (Abg. Bucher: Die schwänzt er!), die meiner Meinung nach heuer sehr wichtig ist und die seit Monaten bekannt ist, wäre vielleicht auch ganz spannend gewesen. Das wäre nämlich auch für Sie als Abgeordnete der ÖVP wichtig gewesen, damit Sie auch vertreten sind durch Ihren Parteichef. (Abg. Bucher: Noch-Parteichef!) Aber das lasse ich jetzt einmal bei Ihnen. (Abg. Ing. Westenthaler: Er ist eh nicht Parteichef!)
Abg. Ing. Westenthaler: Er ist eh nicht Parteichef!
Wir hören die ganze Zeit, auch heute hier, was die SPÖ will und was die SPÖ-Minister und der SPÖ-Bundeskanzler wollen – und auf der anderen Seite hören wir, was die ÖVP-Minister wollen und der ÖVP-Vizekanzler, der leider heute nicht hier ist. Nur eine kleine Anmerkung: Auslandsreisen sind gut und wichtig und richtig für einen Außenminister, aber die Budgetdebatte (Abg. Bucher: Die schwänzt er!), die meiner Meinung nach heuer sehr wichtig ist und die seit Monaten bekannt ist, wäre vielleicht auch ganz spannend gewesen. Das wäre nämlich auch für Sie als Abgeordnete der ÖVP wichtig gewesen, damit Sie auch vertreten sind durch Ihren Parteichef. (Abg. Bucher: Noch-Parteichef!) Aber das lasse ich jetzt einmal bei Ihnen. (Abg. Ing. Westenthaler: Er ist eh nicht Parteichef!)
Beifall beim BZÖ.
Meine Damen und Herren, genau das ist aber das Problem: Sie sagen und der Herr Bundeskanzler sagt, wir brauchen eine redliche, anständige und ehrliche Diskussion. – Ja dann fangen Sie einmal an damit! Denn: Ununterbrochen hier der Opposition vorzuwerfen – Herr Kollege Cap, auch in Ihrer Rede –, dass sie keine Ideen habe, sie dann einzuladen: Arbeiten Sie doch mit uns mit!, und heute hier ein Budget vorzulegen, von dem jeder weiß, dass die Zahlen für 2012 nicht mehr stimmen, und nicht bereit zu sein, auch nur eine Maßnahme für diese Schuldenbremse heute auf den Tisch zu legen und mit der Bevölkerung und mit uns zu diskutieren, das ist nicht die Redlichkeit, die Sie heute hier von der Opposition eingemahnt haben. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Regierung zusammensitzen, nichts durchsetzen können gegen den Widerstand der Landeshauptleute, die auf ihren Pfründen und Privilegien sitzen und keinen Beitrag dazu leisten, dass wir endlich eine moderne Verwaltung, eine moderne Gesetzgebung bekommen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Fangen wir doch heute an, hinsichtlich der Gesetzgebung und der Verwaltung einmal zu definieren: Was sind die Aufgaben eines modernen Staates auf der Bundes-, auf der Landes- und auf der Gemeindeebene?! Und was wir streichen wollen an Aufgaben, das streichen wir dann auch. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Warum hinterfragen wir nicht die Verwaltungsebenen, wo doch sicherlich eine zu streichen ist, nicht nur in der Schulverwaltung, wie wir es gesagt haben, sondern auch in der Landesverwaltung? Wozu brauchen wir eine Bundesverwaltung, eine Landesverwaltung, eine Bezirksverwaltung und eine Gemeindeverwaltung? Stärken wir doch die Gemeinden, machen wir sie zu wirklich starken Gemeinden, die direkt am Bürger sind, und schauen wir, dass auf Landesebene nur mehr das geschieht, was unbedingt notwendig ist, mit einer ordentlichen politischen Kontrolle! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.
Das wären die Aufgaben von Landtagsabgeordneten der Zukunft. Und dann werden wir nicht mehr so viele Abgeordnete brauchen wie in der Vergangenheit. Das BZÖ hat den Vorschlag gemacht, dass wir die Zahl der Mandatare reduzieren können, hier im Parlament und auch in den Landtagen et cetera. Das haben Sie abgelehnt. Auch das wären entsprechende (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.) – Machen Sie sich keine Sorgen!
Beifall beim BZÖ.
Die Frau Finanzministerin macht sich Sorgen um das BZÖ, dass wir dann hinausfliegen. Frau Finanzministerin, uns geht es eben nicht um die Partei, sondern uns geht es um die Zukunft dieses Landes – da sollten Sie sich an uns ein Beispiel nehmen! –, und das verlangen die Menschen auch. (Beifall beim BZÖ.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Wir – da kann man alle drei Oppositionsparteien anführen – haben in den letzten drei Jahren wenn auch manchmal unterschiedliche, aber doch immer wieder Vorschläge gemacht, die Sie abgelehnt haben. Klubobmann Bucher hat immer wieder gesagt, dass diese Griechenland-Geschichte so nicht machbar sein wird. Sie haben nach jedem Gipfelgespräch gemeint: Jetzt haben wir das Problem gelöst! Wir haben eine Schuldenbremse verlangt, Sie haben gesagt, das sei alles Unsinn. Jetzt plötzlich stellen Sie fest – weil das Diktat aus Brüssel kommt –: Ja, das wäre jetzt wichtig und notwendig, die Opposition möge bitte mitmachen! (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Strache: Die nie eingehalten worden sind!
Ich sage Ihnen an dieser Stelle eines: Wir haben gesagt, für jede vernünftige Reform, auch bei der Schuldenbremse, sind wir selbstverständlich verhandlungsbereit, keine Frage. Ich habe jetzt auch ein paar konkrete Vorschläge genannt, so etwa – auch weil Sie, Kollege Cap, das immer einmahnen – im Verwaltungsbereich. Aber wir können noch vieles andere machen, etwa das Steuersystem vereinfachen, eine Senkung in Richtung Flat-Tax herbeiführen, und, und, und. Aber eines geht nicht, nämlich dass Sie es so machen wie bei der Bankenkrise! Wir alle gemeinsam haben solidarisch ein Bankenrettungspaket über 100 Milliarden € beschlossen – aber mit Vorgaben, mit Bedingungen! (Abg. Strache: Die nie eingehalten worden sind!) Diese sind dann alle nicht eingetroffen (Beifall bei BZÖ und FPÖ – Abg. Strache: Nie!), aber bis heute halten Sie uns unsere Zustimmung zu diesem Bankenrettungspaket vor, wenn wir kritisieren, dass genau diese Bedingungen nicht eingehalten worden sind.
Beifall bei BZÖ und FPÖ – Abg. Strache: Nie!
Ich sage Ihnen an dieser Stelle eines: Wir haben gesagt, für jede vernünftige Reform, auch bei der Schuldenbremse, sind wir selbstverständlich verhandlungsbereit, keine Frage. Ich habe jetzt auch ein paar konkrete Vorschläge genannt, so etwa – auch weil Sie, Kollege Cap, das immer einmahnen – im Verwaltungsbereich. Aber wir können noch vieles andere machen, etwa das Steuersystem vereinfachen, eine Senkung in Richtung Flat-Tax herbeiführen, und, und, und. Aber eines geht nicht, nämlich dass Sie es so machen wie bei der Bankenkrise! Wir alle gemeinsam haben solidarisch ein Bankenrettungspaket über 100 Milliarden € beschlossen – aber mit Vorgaben, mit Bedingungen! (Abg. Strache: Die nie eingehalten worden sind!) Diese sind dann alle nicht eingetroffen (Beifall bei BZÖ und FPÖ – Abg. Strache: Nie!), aber bis heute halten Sie uns unsere Zustimmung zu diesem Bankenrettungspaket vor, wenn wir kritisieren, dass genau diese Bedingungen nicht eingehalten worden sind.
Beifall bei BZÖ und FPÖ sowie des Abg. Tadler.
Es wird Ihre Entscheidung sein, ob Sie im Sinne Österreichs von diesem hohen Ross heruntersteigen oder ob Sie weiter den Weg in den Abgrund gehen. (Beifall bei BZÖ und FPÖ sowie des Abg. Tadler.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ing. Westenthaler: Das haben Sie bei Ihrer ersten Budgetrede noch gar nicht gewusst!), durch ein Gesetz bezüglich der Haftungsobergrenzen, durch den Stabilitätspakt, den wir mit den Ländern und Gemeinden abgeschlossen haben, durch einen mehrjährigen Sparpfad, der die Planbarkeit im Hinblick auf Defizitabbau möglich macht, und durch klare Ausgabenobergrenzen für die Ressorts, die in der Vergangenheit, sowohl im Jahr 2011 als auch im Jahr 2010, von allen Ressorts immer unterschritten worden sind. In der Regierung wird Haushaltsdisziplin eingehalten. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist die wichtigste Aufgabe der Budgetpolitik, Vertrauen dahin gehend zu schaffen, dass unsere Finanzen stabil sind, das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in ein umsichtiges Handeln des Staates, um unseren Wohlstand und eine sichere Zukunft zu gewährleisten. Wir müssen auch Vertrauen schaffen für unsere Partner in der EU, in der Wirtschaft, in den Märkten, und wir müssen Vertrauen schaffen in die Nachhaltigkeit unserer Budgetpolitik, die wir konsequent verfolgen. Wir haben klare Ziele, nämlich sparen, Schuldenbremse und Investitionen in die Zukunft, damit wir die Zukunft sichern, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Strache: Wir sind mitten drin in der Krise!
Wir haben das in der Krise bewiesen, als wir hohe Budgetmittel eingesetzt haben, um Arbeitsplätze abzusichern und den Betrieben konjunkturell zu helfen, und haben damit die Kaufkraft gestützt. Das hat viel Geld gekostet, aber wir haben so die wirtschaftlichen Probleme in unserem Land wesentlich besser als die meisten anderen Länder rund um uns herum bewerkstelligt und sind rasch wieder aus der Krise gekommen. (Abg. Strache: Wir sind mitten drin in der Krise!) Wir stehen heute in Europa gut da. Wir haben gute Beschäftigungszahlen – das ist das Wichtigste –, und vor allem, meine sehr verehrten Damen und Herren, haben wir gute Zahlen bei der Jugendbeschäftigung. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben das in der Krise bewiesen, als wir hohe Budgetmittel eingesetzt haben, um Arbeitsplätze abzusichern und den Betrieben konjunkturell zu helfen, und haben damit die Kaufkraft gestützt. Das hat viel Geld gekostet, aber wir haben so die wirtschaftlichen Probleme in unserem Land wesentlich besser als die meisten anderen Länder rund um uns herum bewerkstelligt und sind rasch wieder aus der Krise gekommen. (Abg. Strache: Wir sind mitten drin in der Krise!) Wir stehen heute in Europa gut da. Wir haben gute Beschäftigungszahlen – das ist das Wichtigste –, und vor allem, meine sehr verehrten Damen und Herren, haben wir gute Zahlen bei der Jugendbeschäftigung. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich weiß schon, dass wir bei den PISA-Rankings meist nicht so gut abschneiden, aber mir als Finanzministerin sind die positiven Zahlen im Zusammenhang mit der Jugendbeschäftigung wichtiger. Unsere Lösung mit dem dualen Lehrlingsausbildungssystem und den berufsbildenden und höheren Schulen – ein guter Mix – zählt in Europa mit zu den besten. Spanien zum Beispiel hat 40 Prozent Jugendarbeitslosigkeit. Angesichts dessen, meine sehr verehrten Damen und Herren, kann es nur Resignation geben. Nicht so bei uns! Wir sind in unserer Arbeit zukunftsgerichtet. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Rufe bei FPÖ und BZÖ: Wo?
Daher haben wir bei diesem Budget auch Offensivmaßnahmen für die Bildung gesetzt, Offensivmaßnahmen für die Wissenschaft, Offensivmaßnahmen für die Innovation (Rufe bei FPÖ und BZÖ: Wo?), weil es wichtig ist, dass man Geld in die Hand nimmt, wenn es um die Zukunft geht.
Abg. Ing. Westenthaler: Der soll da sein bei der Budgetdebatte!
Herr Kollege Scheibner! Vizekanzler Spindelegger, unser Außenminister, ist gemeinsam mit einer großen Wirtschaftsdelegation im Ausland (Abg. Ing. Westenthaler: Der soll da sein bei der Budgetdebatte!), um die Exporte zu stützen, um die Wirtschaft zu stützen und um die Exportwirtschaft im Hinblick auf die Auslandsaufträge zu unterstützen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe beim BZÖ.) Wir halten es für eine gute Arbeitsteilung, für eine sehr gute Arbeitsteilung, dass die zuständige Finanzministerin für die Debatten hier im Hohen Haus zur Verfügung steht und unser Außenminister die Exportwirtschaft unterstützt. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe beim BZÖ.
Herr Kollege Scheibner! Vizekanzler Spindelegger, unser Außenminister, ist gemeinsam mit einer großen Wirtschaftsdelegation im Ausland (Abg. Ing. Westenthaler: Der soll da sein bei der Budgetdebatte!), um die Exporte zu stützen, um die Wirtschaft zu stützen und um die Exportwirtschaft im Hinblick auf die Auslandsaufträge zu unterstützen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe beim BZÖ.) Wir halten es für eine gute Arbeitsteilung, für eine sehr gute Arbeitsteilung, dass die zuständige Finanzministerin für die Debatten hier im Hohen Haus zur Verfügung steht und unser Außenminister die Exportwirtschaft unterstützt. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Kollege Scheibner! Vizekanzler Spindelegger, unser Außenminister, ist gemeinsam mit einer großen Wirtschaftsdelegation im Ausland (Abg. Ing. Westenthaler: Der soll da sein bei der Budgetdebatte!), um die Exporte zu stützen, um die Wirtschaft zu stützen und um die Exportwirtschaft im Hinblick auf die Auslandsaufträge zu unterstützen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe beim BZÖ.) Wir halten es für eine gute Arbeitsteilung, für eine sehr gute Arbeitsteilung, dass die zuständige Finanzministerin für die Debatten hier im Hohen Haus zur Verfügung steht und unser Außenminister die Exportwirtschaft unterstützt. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Dieses Budget kann nur halten, wenn wir Wachstum haben. Was im Hinblick auf unseren Konsolidierungspfad hilft, ist das neue Haushaltsrecht. Wir haben mit den Ausgabenobergrenzen und dem mehrjährigen Pfad ein Best Practice Beispiel, das inzwischen auch EU-Recht geworden ist und von allen europäischen Ländern umzusetzen ist. Es gibt im Rahmen des Stabilitätspakts zwischen Bund, Ländern und Gemeinden Vereinbarungen, die uns helfen, im gesamten Staat die Ausgaben einzuhalten und, was die Defizite betrifft, dämpfend vorzugehen. Es müssen alle Gebietskörperschaften mithelfen. Das zu erreichen wird für die Schuldenbremse noch eine große Aufgabe sein. Bund, Länder, Städte, Gemeinden, aber auch die Sozialversicherungsträger werden sich an diese Schuldenbremse zu halten haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kickl: Das kann ich mir nicht vorstellen!
Wie schon erwähnt kennt dieses Budget sehr sorgsam auch Offensivmaßnahmen und die Prioritäten für die Zukunftsaufgaben. Bildung, Wissenschaft, Forschung und Innovation haben daher Priorität in diesem Budget. Nachhaltige Budgetpolitik schafft stabile Finanzen, und nur stabile Finanzen erlauben es uns, politisch zu gestalten. Wir sagen unseren Wählerinnen und Wählern, wir sagen den Österreicherinnen und Österreichern, wohin der Weg führt, wohin wir wollen, auch wenn in der Zukunft damit schmerzhafte Reformen verbunden sein werden. Wir wollen das verändern, und wir wollen, dass wir stabil agieren. Dazu brauchen wir alle Partner, nicht nur Bund, Länder, Gemeinden, Sozialversicherungen, meine sehr verehrten Damen und Herren. Wir hätten auch gerne die Opposition mit dabei, weil wir das in der Verfassung verankern wollen. (Abg. Kickl: Das kann ich mir nicht vorstellen!) Ich glaube, dass in diesem Zusammenhang eine Gesamtverantwortung gefragt ist. (Abg. Strache: Bei Ihrem unverantwortlichen Weg werden wir nicht dabei sein!) Ich weiß, dass es schwieriger ist, Verantwortung mitzutragen als Forderungen aufzustellen (Beifall bei ÖVP und SPÖ – Abg. Strache: Ihre Verantwortungslosigkeit unterstützen wir nicht!), aber im Hinblick auf Verantwortung ist nun einmal das Hohe Haus insgesamt gefordert.
Abg. Strache: Bei Ihrem unverantwortlichen Weg werden wir nicht dabei sein!
Wie schon erwähnt kennt dieses Budget sehr sorgsam auch Offensivmaßnahmen und die Prioritäten für die Zukunftsaufgaben. Bildung, Wissenschaft, Forschung und Innovation haben daher Priorität in diesem Budget. Nachhaltige Budgetpolitik schafft stabile Finanzen, und nur stabile Finanzen erlauben es uns, politisch zu gestalten. Wir sagen unseren Wählerinnen und Wählern, wir sagen den Österreicherinnen und Österreichern, wohin der Weg führt, wohin wir wollen, auch wenn in der Zukunft damit schmerzhafte Reformen verbunden sein werden. Wir wollen das verändern, und wir wollen, dass wir stabil agieren. Dazu brauchen wir alle Partner, nicht nur Bund, Länder, Gemeinden, Sozialversicherungen, meine sehr verehrten Damen und Herren. Wir hätten auch gerne die Opposition mit dabei, weil wir das in der Verfassung verankern wollen. (Abg. Kickl: Das kann ich mir nicht vorstellen!) Ich glaube, dass in diesem Zusammenhang eine Gesamtverantwortung gefragt ist. (Abg. Strache: Bei Ihrem unverantwortlichen Weg werden wir nicht dabei sein!) Ich weiß, dass es schwieriger ist, Verantwortung mitzutragen als Forderungen aufzustellen (Beifall bei ÖVP und SPÖ – Abg. Strache: Ihre Verantwortungslosigkeit unterstützen wir nicht!), aber im Hinblick auf Verantwortung ist nun einmal das Hohe Haus insgesamt gefordert.
Beifall bei ÖVP und SPÖ – Abg. Strache: Ihre Verantwortungslosigkeit unterstützen wir nicht!
Wie schon erwähnt kennt dieses Budget sehr sorgsam auch Offensivmaßnahmen und die Prioritäten für die Zukunftsaufgaben. Bildung, Wissenschaft, Forschung und Innovation haben daher Priorität in diesem Budget. Nachhaltige Budgetpolitik schafft stabile Finanzen, und nur stabile Finanzen erlauben es uns, politisch zu gestalten. Wir sagen unseren Wählerinnen und Wählern, wir sagen den Österreicherinnen und Österreichern, wohin der Weg führt, wohin wir wollen, auch wenn in der Zukunft damit schmerzhafte Reformen verbunden sein werden. Wir wollen das verändern, und wir wollen, dass wir stabil agieren. Dazu brauchen wir alle Partner, nicht nur Bund, Länder, Gemeinden, Sozialversicherungen, meine sehr verehrten Damen und Herren. Wir hätten auch gerne die Opposition mit dabei, weil wir das in der Verfassung verankern wollen. (Abg. Kickl: Das kann ich mir nicht vorstellen!) Ich glaube, dass in diesem Zusammenhang eine Gesamtverantwortung gefragt ist. (Abg. Strache: Bei Ihrem unverantwortlichen Weg werden wir nicht dabei sein!) Ich weiß, dass es schwieriger ist, Verantwortung mitzutragen als Forderungen aufzustellen (Beifall bei ÖVP und SPÖ – Abg. Strache: Ihre Verantwortungslosigkeit unterstützen wir nicht!), aber im Hinblick auf Verantwortung ist nun einmal das Hohe Haus insgesamt gefordert.
Abg. Strache: Bei den Pflegefällen ist gekürzt worden! Die Ärmsten der Armen, die das Geld brauchen, haben Kürzungen erleben müssen!
Im Pflegebereich zum Beispiel waren früher 300 Dienststellen zuständig für die Auszahlung des Pflegegeldes. Wir haben diese nun auf acht auszahlende Stellen gebündelt. Bund und Länder gemeinsam haben das Geld besser, effizienter gebündelt, damit es den Menschen, die es brauchen, rasch zur Verfügung gestellt wird. (Abg. Strache: Bei den Pflegefällen ist gekürzt worden! Die Ärmsten der Armen, die das Geld brauchen, haben Kürzungen erleben müssen!) Genau in diese Richtung werden wir weiterarbeiten; ähnlich auch bei der Gesundheitsreform und ähnlich bei der Dauerlösung des Pflegefonds.
Abg. Kickl: Die Regierung im Konjunktiv!
Im Hinblick auf die Verwaltungsgerichtshöfe werden wir eine Reform raschest aufsetzen, weil das die Verfahren entlastet und verkürzt und somit Steuergeld spart. (Abg. Kickl: Die Regierung im Konjunktiv!)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Die Umsetzung des Sixpack – ein kryptisches Wort –, das sind jene EU-Vorgaben, die auf allen Ebenen Haushaltsdisziplin, Transparenz, Einsparungen und vor allem Koordinierung einfordern, werden wir dem Hohen Haus gleich im Frühjahr vorlegen. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wir bemühen uns, diese Stabilität zu signalisieren, einzuhalten. Und ich ersuche das Hohe Haus in seiner Gesamtheit, dabei mitzuhelfen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Mag. Stadler – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Amon –: Bemüh dich bitte auch, Stabilität zu signalisieren!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Amon. – Bitte. (Abg. Mag. Stadler – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Amon –: Bemüh dich bitte auch, Stabilität zu signalisieren!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Jarolim.
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Herr Präsident des Rechnungshofes! Geschätzte Volksanwälte! Meine Damen und Herren! Frau Finanzministerin, danke für dieses Signal, für dieses deutliche Signal an die Finanzmärkte: Auf Österreich ist Verlass! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Jarolim.)
Abg. Scheibner: Den Zeitpunkt!
Herr Kollege Scheibner, es ist wirklich mehr als billig, die Auslandsreise des Vizekanzlers zu kritisieren (Abg. Scheibner: Den Zeitpunkt!), der gemeinsam mit einer großen Handelsdelegation darum bemüht ist, dass die heimische Wirtschaft floriert, dass die heimische Wirtschaft Aufträge erhält. Das ist wichtiger, als Ihren seichten Reden zu folgen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Kollege Scheibner, es ist wirklich mehr als billig, die Auslandsreise des Vizekanzlers zu kritisieren (Abg. Scheibner: Den Zeitpunkt!), der gemeinsam mit einer großen Handelsdelegation darum bemüht ist, dass die heimische Wirtschaft floriert, dass die heimische Wirtschaft Aufträge erhält. Das ist wichtiger, als Ihren seichten Reden zu folgen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Lieber Herr Kollege Kräuter, Sie haben offenbar die beeindruckende Rede des Herrn Bundeskanzlers nicht gehört. Der Herr Bundeskanzler hat vollkommen richtig davon gesprochen, dass es notwendig ist, Sparmaßnahmen zu setzen, dass man begreifen muss, dass die Schuldenbremse als Ausgabenbremse zu verstehen ist, aber Sie führen hier eine billige Klassenkampfdebatte. Damit helfen Sie dem Wirtschaftsstandort Österreich nicht, möchte ich Ihnen ins Stammbuch schreiben, Herr Kollege Kräuter! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Meine Damen und Herren! Es geht darum – das ist das oberste Ziel –, dass wir das Triple A erhalten. Österreich ist diesbezüglich auf einem guten Weg, da brauchen wir uns nicht zu genieren. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Aber es ist natürlich auch notwendig, dass wir unsere Hausaufgaben machen. Deshalb ist es gut gewesen, dass unser Vizekanzler vorgeschlagen hat, diese Schuldenbremse in die Verfassung zu schreiben, meine Damen und Herren! Es ist allerdings traurig, dass sich die Opposition jetzt so windet und nicht bereit ist, Mitverantwortung zu übernehmen. (Abg. Strache: Ihre EU-Sektenpolitik können Sie allein machen!) Ein bisschen mehr Patriotismus hätte ich Ihnen zugetraut, meine Damen und Herren, möchte ich wirklich sagen! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Patriotismus ist doch ein Fremdwort für Sie! Von Heimatverbundenheit und Patriotismus ist bei Ihnen keine Spur!)
Abg. Strache: Ihre EU-Sektenpolitik können Sie allein machen!
Meine Damen und Herren! Es geht darum – das ist das oberste Ziel –, dass wir das Triple A erhalten. Österreich ist diesbezüglich auf einem guten Weg, da brauchen wir uns nicht zu genieren. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Aber es ist natürlich auch notwendig, dass wir unsere Hausaufgaben machen. Deshalb ist es gut gewesen, dass unser Vizekanzler vorgeschlagen hat, diese Schuldenbremse in die Verfassung zu schreiben, meine Damen und Herren! Es ist allerdings traurig, dass sich die Opposition jetzt so windet und nicht bereit ist, Mitverantwortung zu übernehmen. (Abg. Strache: Ihre EU-Sektenpolitik können Sie allein machen!) Ein bisschen mehr Patriotismus hätte ich Ihnen zugetraut, meine Damen und Herren, möchte ich wirklich sagen! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Patriotismus ist doch ein Fremdwort für Sie! Von Heimatverbundenheit und Patriotismus ist bei Ihnen keine Spur!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Patriotismus ist doch ein Fremdwort für Sie! Von Heimatverbundenheit und Patriotismus ist bei Ihnen keine Spur!
Meine Damen und Herren! Es geht darum – das ist das oberste Ziel –, dass wir das Triple A erhalten. Österreich ist diesbezüglich auf einem guten Weg, da brauchen wir uns nicht zu genieren. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Aber es ist natürlich auch notwendig, dass wir unsere Hausaufgaben machen. Deshalb ist es gut gewesen, dass unser Vizekanzler vorgeschlagen hat, diese Schuldenbremse in die Verfassung zu schreiben, meine Damen und Herren! Es ist allerdings traurig, dass sich die Opposition jetzt so windet und nicht bereit ist, Mitverantwortung zu übernehmen. (Abg. Strache: Ihre EU-Sektenpolitik können Sie allein machen!) Ein bisschen mehr Patriotismus hätte ich Ihnen zugetraut, meine Damen und Herren, möchte ich wirklich sagen! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Patriotismus ist doch ein Fremdwort für Sie! Von Heimatverbundenheit und Patriotismus ist bei Ihnen keine Spur!)
Beifall bei der ÖVP.
Gerade von der FPÖ hätte ich mir ein bisschen mehr Patriotismus, ein bisschen mehr Heimatliebe, ein bisschen mehr Heimatverbundenheit erwartet, zumal Sie das immer plakatieren. Aber: The proof of the pudding is in the eating! Wenn es dann wirklich darum geht, Heimatverbundenheit, Heimatliebe und Patriotismus an den Tag zu legen, dann schleichen Sie sich davon, meine Damen und Herren! Das ist eine traurige Feststellung, die wir heute hier machen müssen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Kollegin Glawischnig hat dieses Budget wirklich in inkorrekter Art und Weise angesprochen, indem sie gemeint hat, es gäbe darin keine Offensivmaßnahmen insbesondere im Zusammenhang mit der Bildung. Zunächst einmal möchte ich sagen, das Bildungsvolksbegehren wird nicht, wie das hier dargestellt wurde, nicht ordentlich behandelt. Wir werden die Unterschriften sehr ernst nehmen. Das Volksbegehren wird hier im Parlament selbstverständlich ordentlich behandelt werden, wir nehmen das sehr ernst, aber es wird auch keine Sonderbehandlung geben, Herr Kollege Walser. Es ist dort einzureihen, wo alle Volksbegehren einzureihen sind, die etwa gleich viele Unterstützungsunterschriften haben. Es wird keine Sonderbehandlung, aber eine ordentliche Behandlung hier im Haus geben, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Walser
In diesem Budget findet sich eine Reihe von Offensivmaßnahmen, wenn Sie sich das anschauen: etwa 100 Millionen € mehr für die Forschungsförderung, 80 Millionen € für Offensivmaßnahmen für den Ausbau der ganztägigen Betreuung – bis 2015 eine Verdoppelung, Herr Kollege Walser, auch das können Sie anerkennen –, mehrere hundert Millionen € für den Ausbau der Neuen Mittelschule (Zwischenruf des Abg. Dr. Walser), mehrere hundert Millionen € für die Senkung der Klassenschülerhöchstzahl auf 25.
Abg. Dr. Walser: sechs, sieben Jahren!
All das sind offensive Maßnahmen im Bereich der Bildung (Abg. Dr. Walser: sechs, sieben Jahren!), und es wäre schön, wenn die Grünen einmal eine derartige Offensivmaßnahme auch anerkennen könnten und diese nicht immer nur kritisierten. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Walser: Wenn es kommt!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Walser: Wenn es kommt!
All das sind offensive Maßnahmen im Bereich der Bildung (Abg. Dr. Walser: sechs, sieben Jahren!), und es wäre schön, wenn die Grünen einmal eine derartige Offensivmaßnahme auch anerkennen könnten und diese nicht immer nur kritisierten. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Walser: Wenn es kommt!)
Abg. Mag. Stadler: Wieso flüchtet der Erfinder der Schuldenbremse in den Irak? – Abg. Ing. Westenthaler: Er muss noch schnell den Irak retten! – Abg. Mag. Stadler: Er muss noch schnell die Welt retten!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Themessl. – Bitte. (Abg. Mag. Stadler: Wieso flüchtet der Erfinder der Schuldenbremse in den Irak? – Abg. Ing. Westenthaler: Er muss noch schnell den Irak retten! – Abg. Mag. Stadler: Er muss noch schnell die Welt retten!)
Abg. Ing. Westenthaler: Völlig richtig! Gesindel, miese Kreatur!
Redner von den Regierungsfraktionen hier herausschicken, die uns permanent für unfähig halten, die uns für populistisch halten, die uns quasi permanent ausrichten, dass wir ohnehin keine Ahnung haben (Abg. Ing. Westenthaler: Völlig richtig! Gesindel, miese Kreatur!) – und das betrifft offensichtlich alle Oppositionsparteien. Sie werden ja nicht sagen, dass in allen Oppositionsparteien nur Dumme sitzen! Also offensichtlich sitzen die Gescheiten nur in der Regierung und in den Regierungsfraktionen von Rot und Schwarz.
Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz
Dann kommt der Herr Cap heraus und sagt: Ja, jetzt haben wir eine Krise und wir brauchen eine Schuldenbremse. Und die Opposition muss sich warm anziehen, es kommen harte Zeiten auf die Opposition zu. – Ja wo sind wir denn eigentlich? Also ich weiß nicht: Erstens hätten Sie die Opposition nicht gerne dabei, sondern Sie brauchen sie (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz), weil Sie eine Zweidrittelmehrheit brauchen, die Sie Gott sei Dank nicht mehr haben, und zweitens würde ich schon erwarten, dass man mit der Opposition anders umgeht. Wissen Sie, wenn ich von meinem Nachbar etwas will, dann muss ich schauen, dass ich mit ihm ein gutes Einvernehmen habe, damit er mir dann auch hilft, wenn ich ihn brauche. Aber so, wie Sie das gemacht haben, wird das wohl nicht funktionieren. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
Dann kommt der Herr Cap heraus und sagt: Ja, jetzt haben wir eine Krise und wir brauchen eine Schuldenbremse. Und die Opposition muss sich warm anziehen, es kommen harte Zeiten auf die Opposition zu. – Ja wo sind wir denn eigentlich? Also ich weiß nicht: Erstens hätten Sie die Opposition nicht gerne dabei, sondern Sie brauchen sie (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz), weil Sie eine Zweidrittelmehrheit brauchen, die Sie Gott sei Dank nicht mehr haben, und zweitens würde ich schon erwarten, dass man mit der Opposition anders umgeht. Wissen Sie, wenn ich von meinem Nachbar etwas will, dann muss ich schauen, dass ich mit ihm ein gutes Einvernehmen habe, damit er mir dann auch hilft, wenn ich ihn brauche. Aber so, wie Sie das gemacht haben, wird das wohl nicht funktionieren. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Jetzt sage ich Ihnen noch etwas – ich habe Ihnen das schon vor eineinhalb Jahren gesagt –: Man kann hinsichtlich einer Problemlösung ganz sicher unterschiedlicher Meinung sein, das ist nichts Böses. Und ich habe Ihnen auch noch etwas gesagt: Dann muss man aber zumindest die Gnade haben, sich die andere Meinung, speziell wenn sie von Experten kommt, auch anzuhören. Und ich habe Ihnen beim ersten Griechenlandpaket vor eineinhalb Jahren hier Folgendes gesagt – Sie können es nachlesen –: Wenn man schon Geld hinunterschickt – wir waren dagegen, weil wir sagen, wir sind für die eigene Bevölkerung da; so viel zum Patriotismus, den Herr Amon angesprochen hat (Beifall bei der FPÖ) –, dann pumpen Sie das dort in die Wirtschaft, damit Sie Arbeitsplätze erhalten, damit die Arbeitslosenzahl nicht ins Unendliche steigt und soziale Unruhen verhindert werden können. Das alles haben Sie aber nicht gemacht.
Beifall bei der FPÖ
Und wenn Sie von Ihrer Leistung, davon, dass Sie das einzig Richtige machen, so überzeugt sind, dann frage ich mich, warum Sie so furchtbare Angst haben, die Bevölkerung zu befragen (Beifall bei der FPÖ) – wie überhaupt die komplette Politelite in Europa furchtbare Angst hat, die Bevölkerung zu befragen. Aber auf der anderen Seite
Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler
Ich kann mich an Folgendes erinnern: Als Papandreou nur das Wort in den Mund genommen hat, die Bevölkerung zu fragen, hat es einen Aufschrei durch ganz Europa, ja auf der ganzen Welt gegeben (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler), weil Sie genau wissen, dass die Bevölkerung Ihnen schon lange nichts mehr glaubt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich kann mich an Folgendes erinnern: Als Papandreou nur das Wort in den Mund genommen hat, die Bevölkerung zu fragen, hat es einen Aufschrei durch ganz Europa, ja auf der ganzen Welt gegeben (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler), weil Sie genau wissen, dass die Bevölkerung Ihnen schon lange nichts mehr glaubt. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: 16 Jahre gebrochen!
Jetzt zu Ihrem sogenannten Schuldenschnitt: Ich weiß nicht, wie die Schuldenbremse ausschauen soll. Die Schuldenbremse gibt es in der EU seit 16 Jahren, seit damals gibt es die Maastricht-Kriterien. (Abg. Strache: 16 Jahre gebrochen!) – Die wurden gebrochen. Die wurden gebrochen, schon vor der Wirtschaftskrise.
Abg. Bucher: 20 von 27!
Die Deutschen und die Franzosen waren die Ersten, die sich an diese Rahmenbedingungen nicht mehr gehalten haben. Die Schuldenbremse gibt es seit 16 Jahren und sie wird permanent gebrochen – permanent! –, von allen Staaten in Europa (Abg. Bucher: 20 von 27!), und jetzt wollen Sie eine Schuldenbremse in der Verfassung verankern.
Abg. Strache: Das ist ein Skandal!
Die Schuldenbremse wird dann so ausschauen wie beim ORF, denn da haben Sie sich ja bereits geeinigt mit dem Herrn Direktor Wrabetz, und zwar Schwarz und Rot: Der ORF wird im Laufe des nächsten Jahres die Gebühren um 7 Prozent erhöhen. (Abg. Strache: Das ist ein Skandal!) – Gute Nacht, Österreich! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Das ist die Schuldenbremse, die Sie einführen! Das ist genau das, wovon wir sprechen: Zwangsgebühren für die Österreicher erhöhen! So schaut die Schuldenbremse aus!) Danke an den ORF! Erklären Sie das einmal der Bevölkerung in einer Ihrer nächsten Sendungen! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Das ist die Schuldenbremse, die Sie einführen! Das ist genau das, wovon wir sprechen: Zwangsgebühren für die Österreicher erhöhen! So schaut die Schuldenbremse aus!
Die Schuldenbremse wird dann so ausschauen wie beim ORF, denn da haben Sie sich ja bereits geeinigt mit dem Herrn Direktor Wrabetz, und zwar Schwarz und Rot: Der ORF wird im Laufe des nächsten Jahres die Gebühren um 7 Prozent erhöhen. (Abg. Strache: Das ist ein Skandal!) – Gute Nacht, Österreich! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Das ist die Schuldenbremse, die Sie einführen! Das ist genau das, wovon wir sprechen: Zwangsgebühren für die Österreicher erhöhen! So schaut die Schuldenbremse aus!) Danke an den ORF! Erklären Sie das einmal der Bevölkerung in einer Ihrer nächsten Sendungen! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Schuldenbremse wird dann so ausschauen wie beim ORF, denn da haben Sie sich ja bereits geeinigt mit dem Herrn Direktor Wrabetz, und zwar Schwarz und Rot: Der ORF wird im Laufe des nächsten Jahres die Gebühren um 7 Prozent erhöhen. (Abg. Strache: Das ist ein Skandal!) – Gute Nacht, Österreich! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Das ist die Schuldenbremse, die Sie einführen! Das ist genau das, wovon wir sprechen: Zwangsgebühren für die Österreicher erhöhen! So schaut die Schuldenbremse aus!) Danke an den ORF! Erklären Sie das einmal der Bevölkerung in einer Ihrer nächsten Sendungen! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine Damen Volksanwältinnen! Herr Volksanwalt! Der Debattenbeitrag des Kollege Themessl war ja ein echtes Geständnis. Er hat gesagt, er hat Verständnis dafür, dass man der Opposition nichts glauben kann. – Danke für diese aufklärenden Worte. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Komischerweise haben alle unsere Prognosen gestimmt, im Gegensatz zu Ihren! Alle unsere Prognosen sind eingetroffen, im Gegensatz zu Ihren!
Mich wundert das ja nicht. Ich bleibe gleich bei der sogenannten Kickl-FPÖ, manche sagen ja Strache-FPÖ, aber er schreibt alle Reden, er ist sozusagen das Alter Ego des Parteiobmannes. (Abg. Strache: Komischerweise haben alle unsere Prognosen gestimmt, im Gegensatz zu Ihren! Alle unsere Prognosen sind eingetroffen, im Gegensatz zu Ihren!) Vielleicht sollten Sie ihn nur aufklären, dass unter Haircut nicht die Frisur des Bundeskanzlers gemeint war, sondern eine Handlung, durch die Schulden vermindert werden, und zwar weil jemand nicht mehr zahlen kann.
Abg. Strache: Deshalb wankt das Triple A!
das machen wir mit diesem Budget, mit diesen Maßnahmen, und das machen wir sehr gut, egal, welche Meinung Sie haben. (Abg. Strache: Deshalb wankt das Triple A!)
Abg. Strache: Das ist ja unwahrscheinlich! Ihr seid solche Realitätsverweigerer, das ist ja unglaublich! – Zwischenruf des Abg. Bucher
Sie werden sehen – so wie in der Krise 2009/2010, als wir am besten dagestanden sind, als wir den geringsten Anstieg bei der Arbeitslosigkeit hatten, als wir den geringsten Einbruch hatten, das beweisen die Zahlen (Abg. Strache: Das ist ja unwahrscheinlich! Ihr seid solche Realitätsverweigerer, das ist ja unglaublich! – Zwischenruf des Abg. Bucher) –, dass diese Bundesregierung gut gehandelt hat, die Kaufkraft gesichert hat, die Pensionen und die Sozialstandards gesichert hat. Das ist viel wichtiger als Ihre Kritik daran, die Sie gesetzt haben. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Solche Realitätsverweigerer, das ist ja unglaublich! – Zwischenruf des Abg. Bucher.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Solche Realitätsverweigerer, das ist ja unglaublich! – Zwischenruf des Abg. Bucher.
Sie werden sehen – so wie in der Krise 2009/2010, als wir am besten dagestanden sind, als wir den geringsten Anstieg bei der Arbeitslosigkeit hatten, als wir den geringsten Einbruch hatten, das beweisen die Zahlen (Abg. Strache: Das ist ja unwahrscheinlich! Ihr seid solche Realitätsverweigerer, das ist ja unglaublich! – Zwischenruf des Abg. Bucher) –, dass diese Bundesregierung gut gehandelt hat, die Kaufkraft gesichert hat, die Pensionen und die Sozialstandards gesichert hat. Das ist viel wichtiger als Ihre Kritik daran, die Sie gesetzt haben. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Solche Realitätsverweigerer, das ist ja unglaublich! – Zwischenruf des Abg. Bucher.)
Zwischenruf der Abg. Ursula Haubner
Aber das ist ja typisch: Der Herr Vizekanzler bemüht sich mit einer Delegation der Wirtschaftskammer, dass wir in jenem Irak, der neu aufgebaut wird und der demokratische Strukturen hat, auch entsprechende Wirtschaftsbeziehungen anknüpfen können. – Herr Scheibner von jener Partei, wann ist denn da die Irak-Reise gewesen? War das nicht noch Jörg Haider gemeinsam mit Ewald Stadler, der da in Zeiten, als dort ein Diktator geherrscht hat (Zwischenruf der Abg. Ursula Haubner), der ein paar tausend Kurden mit Giftgas hat umbringen lassen, keine Scheu gehabt hat, dort hinzufahren? – Das war kein Problem? (Abg. Strache: Wo ist Nordkorea? – Abg. Ursula Haubner: Wo ist da der Zusammenhang?) Aber dann, wenn man Versuche eines demokratischen Staates unterstützt, die Wirtschaft zu entwickeln, ist das schlecht. Hier sieht man, welche Art von Politik Sie betreiben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Strache: Wo ist Nordkorea? – Abg. Ursula Haubner: Wo ist da der Zusammenhang?
Aber das ist ja typisch: Der Herr Vizekanzler bemüht sich mit einer Delegation der Wirtschaftskammer, dass wir in jenem Irak, der neu aufgebaut wird und der demokratische Strukturen hat, auch entsprechende Wirtschaftsbeziehungen anknüpfen können. – Herr Scheibner von jener Partei, wann ist denn da die Irak-Reise gewesen? War das nicht noch Jörg Haider gemeinsam mit Ewald Stadler, der da in Zeiten, als dort ein Diktator geherrscht hat (Zwischenruf der Abg. Ursula Haubner), der ein paar tausend Kurden mit Giftgas hat umbringen lassen, keine Scheu gehabt hat, dort hinzufahren? – Das war kein Problem? (Abg. Strache: Wo ist Nordkorea? – Abg. Ursula Haubner: Wo ist da der Zusammenhang?) Aber dann, wenn man Versuche eines demokratischen Staates unterstützt, die Wirtschaft zu entwickeln, ist das schlecht. Hier sieht man, welche Art von Politik Sie betreiben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber das ist ja typisch: Der Herr Vizekanzler bemüht sich mit einer Delegation der Wirtschaftskammer, dass wir in jenem Irak, der neu aufgebaut wird und der demokratische Strukturen hat, auch entsprechende Wirtschaftsbeziehungen anknüpfen können. – Herr Scheibner von jener Partei, wann ist denn da die Irak-Reise gewesen? War das nicht noch Jörg Haider gemeinsam mit Ewald Stadler, der da in Zeiten, als dort ein Diktator geherrscht hat (Zwischenruf der Abg. Ursula Haubner), der ein paar tausend Kurden mit Giftgas hat umbringen lassen, keine Scheu gehabt hat, dort hinzufahren? – Das war kein Problem? (Abg. Strache: Wo ist Nordkorea? – Abg. Ursula Haubner: Wo ist da der Zusammenhang?) Aber dann, wenn man Versuche eines demokratischen Staates unterstützt, die Wirtschaft zu entwickeln, ist das schlecht. Hier sieht man, welche Art von Politik Sie betreiben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Strache: Der nordkoreanische Parteitagsbesucher der SPÖ! Nordkorea!
Es ist ja bezeichnend, welche Aufregung Sie daraufhin entfalten. Sind das die unangenehmen Themen, die wir ansprechen? (Abg. Strache: Der nordkoreanische Parteitagsbesucher der SPÖ! Nordkorea!)
Zwischenruf der Abg. Ursula Haubner.
Seien wir froh – seien wir froh! –, dass diese Herren nicht mitsprechen bei der Frage, wie wir sanieren, denn sie werden erst mehrere Nagelproben bestehen müssen. Eine Nagelprobe wird die Frage der Schuldenbremse sein. (Zwischenruf der Abg. Ursula Haubner.) Sie haben gesagt, das wäre etwas, was Sie lange gefordert haben. Wir werden sehen, ob Ihre Bemerkungen der letzten Monate den Elchtest bestehen werden, wenn hier die Beschlussfassung ansteht. (Abg. Ursula Haubner: Sie müssen den Elchtest bestehen!) – Nein, Sie bestehen ihn nämlich nicht. Gestern ist ein gutes Beispiel, Frau Kollegin Haubner.
Abg. Ursula Haubner: Sie müssen den Elchtest bestehen!
Seien wir froh – seien wir froh! –, dass diese Herren nicht mitsprechen bei der Frage, wie wir sanieren, denn sie werden erst mehrere Nagelproben bestehen müssen. Eine Nagelprobe wird die Frage der Schuldenbremse sein. (Zwischenruf der Abg. Ursula Haubner.) Sie haben gesagt, das wäre etwas, was Sie lange gefordert haben. Wir werden sehen, ob Ihre Bemerkungen der letzten Monate den Elchtest bestehen werden, wenn hier die Beschlussfassung ansteht. (Abg. Ursula Haubner: Sie müssen den Elchtest bestehen!) – Nein, Sie bestehen ihn nämlich nicht. Gestern ist ein gutes Beispiel, Frau Kollegin Haubner.
Abg. Ursula Haubner: Ja, aber nur bis 1 700! Nur bis 1 700!
Gestern stand ein Abänderungsantrag hier zur Beschlussfassung, der hatte nur folgenden Inhalt: Verbesserung, Wiedereinführung jenes Betrages, den die Pensionistinnen und Pensionisten durch den Wegfall des Alleinverdienerabsetzbetrages verloren haben (Abg. Ursula Haubner: Ja, aber nur bis 1 700! Nur bis 1 700!), die neuerliche Gleichstellung der Sonderausgaben, die Gleichstellung beim Selbstbehalt und ein Außenhandelsgesetz, mit dem wir verhindern, dass ausländische Firmen unsere Infrastrukturunternehmen – Feuerwehr, Krankenhaus – in den Griff bekommen. Solch einem Gesetz stimmt weder die FPÖ noch das BZÖ zu. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Ursula Haubner.) Sie verweigern den Pensionisten die Verbesserung! Und wir sehen dann bei so einem Abstimmungsverhalten, wie weit es mit den täglichen Ankündigungen her ist.
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Ursula Haubner.
Gestern stand ein Abänderungsantrag hier zur Beschlussfassung, der hatte nur folgenden Inhalt: Verbesserung, Wiedereinführung jenes Betrages, den die Pensionistinnen und Pensionisten durch den Wegfall des Alleinverdienerabsetzbetrages verloren haben (Abg. Ursula Haubner: Ja, aber nur bis 1 700! Nur bis 1 700!), die neuerliche Gleichstellung der Sonderausgaben, die Gleichstellung beim Selbstbehalt und ein Außenhandelsgesetz, mit dem wir verhindern, dass ausländische Firmen unsere Infrastrukturunternehmen – Feuerwehr, Krankenhaus – in den Griff bekommen. Solch einem Gesetz stimmt weder die FPÖ noch das BZÖ zu. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Ursula Haubner.) Sie verweigern den Pensionisten die Verbesserung! Und wir sehen dann bei so einem Abstimmungsverhalten, wie weit es mit den täglichen Ankündigungen her ist.
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Reine Inflationsanpassung! Jetzt erhöhen Sie die ORF-Gebühr und nehmen sie ihnen wieder weg! – Zwischenruf des Abg. Kickl.
Die Seniorinnen und Senioren interessieren Sie in Wirklichkeit überhaupt nicht! Ich bin froh darüber, dass die Seniorinnen und Senioren unseren Bundeskanzler und unsere Regierung interessieren und sie eine Kaufkraftsicherung in Höhe von 2,7 Prozent bekommen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Reine Inflationsanpassung! Jetzt erhöhen Sie die ORF-Gebühr und nehmen sie ihnen wieder weg! – Zwischenruf des Abg. Kickl.) Das ist eine gescheite Politik! Und auch dagegen würden Sie noch
Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.
Leider ist Kollege Amon nicht da, dem man auch noch etwas sagen muss – vielleicht können Sie ihm das ausrichten. Wir haben uns auf eine Schuldenbremse geeinigt; das ist nicht nur die Ausgabenseite. (Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.) Und es ist vollkommen klar – es ist vollkommen klar! –, dass das Budget, da hat Werner Kogler recht, aus Einnahmen und Ausgaben besteht, und daher muss beides passen. Dieses Budget passt übrigens: 3,2 Prozent öffentliches Defizit ist fast schon innerhalb der Maastricht-Kriterien, und das im Jahr drei nach der Krise.
Abg. Ursula Haubner: Danke, danke! Zuerst schimpfen und dann einladen!
In diesem Sinne lade ich Sie ein: Unterstützen Sie diese Politik! (Abg. Ursula Haubner: Danke, danke! Zuerst schimpfen und dann einladen!) Es ist für die Menschen, es ist für das Land, und die gute Performance Österreichs hat gut funktioniert. Ich habe mir nur erlaubt, Frau Kollegin, jene Dinge, die Sie noch nicht ganz richtig machen, aufzuzählen. (Abg. Ursula Haubner: Nein, denn da brauchen wir Sie nicht dazu, Sie Herr Oberlehrer, Sie!) Sie brauchen nicht beleidigt zu sein! Machen Sie mit, unterstützen Sie den guten Weg für dieses Land! Dem Land tut diese Regierung bisher sehr, sehr gut. – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Ursula Haubner: Nein, denn da brauchen wir Sie nicht dazu, Sie Herr Oberlehrer, Sie!
In diesem Sinne lade ich Sie ein: Unterstützen Sie diese Politik! (Abg. Ursula Haubner: Danke, danke! Zuerst schimpfen und dann einladen!) Es ist für die Menschen, es ist für das Land, und die gute Performance Österreichs hat gut funktioniert. Ich habe mir nur erlaubt, Frau Kollegin, jene Dinge, die Sie noch nicht ganz richtig machen, aufzuzählen. (Abg. Ursula Haubner: Nein, denn da brauchen wir Sie nicht dazu, Sie Herr Oberlehrer, Sie!) Sie brauchen nicht beleidigt zu sein! Machen Sie mit, unterstützen Sie den guten Weg für dieses Land! Dem Land tut diese Regierung bisher sehr, sehr gut. – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
In diesem Sinne lade ich Sie ein: Unterstützen Sie diese Politik! (Abg. Ursula Haubner: Danke, danke! Zuerst schimpfen und dann einladen!) Es ist für die Menschen, es ist für das Land, und die gute Performance Österreichs hat gut funktioniert. Ich habe mir nur erlaubt, Frau Kollegin, jene Dinge, die Sie noch nicht ganz richtig machen, aufzuzählen. (Abg. Ursula Haubner: Nein, denn da brauchen wir Sie nicht dazu, Sie Herr Oberlehrer, Sie!) Sie brauchen nicht beleidigt zu sein! Machen Sie mit, unterstützen Sie den guten Weg für dieses Land! Dem Land tut diese Regierung bisher sehr, sehr gut. – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Ing. Westenthaler – auf eine Gruppe von Abgeordneten und weiteren Personen weisend, rund um Finanzministerin Dr. Fekter, die am Rand der Regierungsbank steht –: Das Protokoll vermerkt ein Krisentreffen links von der Regierungsbank! – Abg. Grosz: Krisentreffen der ÖVP links von der Regierungsbank! – Abg. Ing. Westenthaler: ÖVP-Krisentreffen!
Ganz klar, da sind Parallelstrukturen enthalten, Mehrfachangebote und so weiter, aber, meine Damen und Herren, das ist ja auch ein Nachteil für die Unternehmen! Da gilt es, endlich auch den Förderdschungel zu lichten. Das zu tun, ist längst an der Zeit, und das ist etwas, meine Damen und Herren von SPÖ und ÖVP, das Sie schleunigst angehen sollten: den Förderdschungel lichten und die Ressourcen, die finanziellen Mittel für die Zukunftsinvestitionen freimachen, und diese Zukunftsinvestitionen heißen Bildung, heißen Forschung, Universitäten, Wissenschaft und insbesondere auch Umwelt- und Klimaschutz. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Ing. Westenthaler – auf eine Gruppe von Abgeordneten und weiteren Personen weisend, rund um Finanzministerin Dr. Fekter, die am Rand der Regierungsbank steht –: Das Protokoll vermerkt ein Krisentreffen links von der Regierungsbank! – Abg. Grosz: Krisentreffen der ÖVP links von der Regierungsbank! – Abg. Ing. Westenthaler: ÖVP-Krisentreffen!)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Peter Haubner (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Frau Kollegin Lichtenecker, ich bin bei Ihnen, wenn es darum geht, Reformen anzugehen, mit denen wir Doppelgleisigkeiten abbauen, Förderungen dort geben, wo sie sinnvoll sind, und Förderungen streichen, die nur Verwirrung stiften. Also Sie haben in uns sicher einen Partner – beziehungsweise hoffe ich, wir auch in Ihnen –, wenn es darum geht, diese Reformen anzugehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn man in den letzten Wochen und Monaten in ganz Europa geschaut hat, dann hat man gesehen, dass es sehr viele Turbulenzen gegeben hat, und auch wir in Österreich sind nicht davon verschont geblieben, aber – das ist heute schon oft gesagt worden – wir stehen doch ein wenig besser da als alle anderen. Wir haben noch einen Vorsprung, und das ist sicher einerseits auf die Maßnahmen der Regierung mit den Konjunkturpaketen zurückzuführen, aber andererseits sicher auch auf das Unternehmertum in Österreich: die Unternehmerin, der Unternehmer, die mit den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mit viel Fleiß dafür sorgen, dass die österreichische Wirtschaft so gut geht. Und ich möchte mich auch einmal bei den österreichischen Unternehmerinnen und Unternehmern und ihren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern recht herzlich dafür bedanken. (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der FPÖ: Wer ist „wir“?
In ganz Europa werden Sparpakete geschnürt, und darum werden wir natürlich auch in Österreich nicht herumkommen. Und wenn wir schauen, wie es in Europa um uns so ist, dann sehen wir, dass wir auch darauf achten müssen, dass wir in Europa nicht noch mehr Verlierer haben, sondern dass wir auch diejenigen unterstützen, die jetzt in dieser Hinsicht Unterstützung brauchen. Wir müssen also schauen, dass am Schluss mehr Europa drinnen ist und dass Europa eine Stabilitätsunion wird. Wir stehen – und das müssen wir ganz ehrlich sagen – vor harten Zeiten, und wir werden alles daransetzen, dass wir sie so erträglich wie möglich machen. (Ruf bei der FPÖ: Wer ist „wir“?)
Abg. Strache: Ein wahres Wort! ... Budgetkonsolidierung!
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, wir brauchen für Österreich ein gemeinsames Umdenken in vielen Bereichen. Darum gilt es auch, den von unserer Finanzministerin eingeschlagenen Weg der Budgetkonsolidierung fortzusetzen und den Finanzmärkten auch unsere Einschätzung zu bestätigen, dass wir unsere Schulden abbauen werden und dass wir die Triple-A-Position halten, denn diese Triple-A-Position ist eines unserer großen Assets. (Abg. Strache: Ein wahres Wort! ... Budgetkonsolidierung!) Ich glaube, Herr Kollege Strache, es ist ganz wichtig, dass wir dieses Triple A behalten, denn das ist die Voraussetzung für unsere gute Position, die wir immer noch in Europa haben.
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Wir haben mit der Schuldenbremse auch einen ersten Schritt gesetzt, dem noch weitere folgen müssen, das ist für uns ganz klar. Die hohe Steuerlast, die wir in Österreich zurzeit haben, wird auch in den Standortrankings als eines der Hauptprobleme bezeichnet, und da haben wir einen Vergleich, der uns sicher macht. Wir liegen mit der Steuer- und Abgabenquote auf einem ganz hohen Platz, nämlich auf dem 117. Platz unter 142 vergleichbaren Ländern. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher muss es darum gehen, die Effizienz in den Systemen zu verbessern und zu erhöhen und nicht diejenigen noch stärker zu belasten, die jetzt schon die Nettozahler der Systeme sind. Meine Damen und Herren, es ist kein Platz da für neue Steuern, insbesondere nicht für Unternehmenssteuern, das sage ich hier einmal ganz deutlich. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir müssen auch darauf achten, dass wir den internationalen Standort Österreich weiter wettbewerbsfähig halten. Wir haben die erfolgreiche Politik im Jahr 2000 mit Wolfgang Schüssel begonnen, nämlich Österreich zu einer internationalen Drehscheibe der Wirtschaft auszubauen und viele Headquarters in Österreich anzusiedeln. Das hat Arbeitsplätze gebracht, das hat den klein- und mittelständischen Unternehmen viele Aufträge gebracht. Diese erfolgreiche Story gilt es fortzuschreiben, und die dürfen wir nicht durch tägliches Erfinden von neuen Steuern gefährden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, ich sage es ganz deutlich: Wir brauchen Erneuerung in den Systemen, da haben wir große Aufgaben vor uns. Wir dürfen die Unternehmerinnen und Unternehmer, die Investoren durch das Erfinden von neuen Steuern nicht verunsichern. Unsere ganz klare Botschaft lautet: Erneuern statt besteuern! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Stadler begibt sich zum Rednerpult und stellt dort eine Tafel auf mit der Aufschrift: „Genug gezahlt!“ – Heiterkeit beim BZÖ. – Zwischenruf bei der SPÖ.
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Mag. Stadler. – Bitte. (Abg. Mag. Stadler begibt sich zum Rednerpult und stellt dort eine Tafel auf mit der Aufschrift: „Genug gezahlt!“ – Heiterkeit beim BZÖ. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Abg. Grosz: Super-Michi!
Wir haben nicht kritisiert, dass der Herr Spindelegger in den Irak reist, um den Irak zu retten, weil er die Welt rettet. Er ist ein großer Missionar. (Abg. Grosz: Super-Michi!) Nein, wir haben nur gesagt, er hätte das anders planen können, denn diese Budgetdebatte steht seit Monaten terminlich fest. Aber ich verkenne nicht, dass ohne diese Reise des Herrn Spindelegger, jetzt in den Irak, wahrscheinlich nächste Woche der Irak nicht mehr existieren würde. Ja, das muss man anerkennen! (Beifall beim BZÖ.) Also so viel muss man auch zeigen, dass die Oppositionsfraktion lernbereit ist.
Beifall beim BZÖ.
Wir haben nicht kritisiert, dass der Herr Spindelegger in den Irak reist, um den Irak zu retten, weil er die Welt rettet. Er ist ein großer Missionar. (Abg. Grosz: Super-Michi!) Nein, wir haben nur gesagt, er hätte das anders planen können, denn diese Budgetdebatte steht seit Monaten terminlich fest. Aber ich verkenne nicht, dass ohne diese Reise des Herrn Spindelegger, jetzt in den Irak, wahrscheinlich nächste Woche der Irak nicht mehr existieren würde. Ja, das muss man anerkennen! (Beifall beim BZÖ.) Also so viel muss man auch zeigen, dass die Oppositionsfraktion lernbereit ist.
Zwischenruf des Abg. Grosz.
Vorbemerkung Nummer zwei: Meine Damen und Herren, ich habe mich ein bisschen über den Ordnungsruf gewundert, den der Kollege Kickl bekommen hat, nämlich für den Begriff „Entblödung“. „Entblödung“, Herr Präsident, heißt nichts anderes, als dass dieser Begriff zum Ausdruck bringen soll, dass die Intelligenz steigt. (Zwischenruf des Abg. Grosz.) Es ist bezeichnend, dass man einen Ordnungsruf bekommt, wenn man einen Begrifft verwendet, der Intelligenzsteigerung zum Ausdruck bringt, meine Damen und Herren. (Heiterkeit und Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Vorbemerkung Nummer zwei: Meine Damen und Herren, ich habe mich ein bisschen über den Ordnungsruf gewundert, den der Kollege Kickl bekommen hat, nämlich für den Begriff „Entblödung“. „Entblödung“, Herr Präsident, heißt nichts anderes, als dass dieser Begriff zum Ausdruck bringen soll, dass die Intelligenz steigt. (Zwischenruf des Abg. Grosz.) Es ist bezeichnend, dass man einen Ordnungsruf bekommt, wenn man einen Begrifft verwendet, der Intelligenzsteigerung zum Ausdruck bringt, meine Damen und Herren. (Heiterkeit und Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: ... Frau Prammer!
Das ist auch so bezeichnend für das Klima, das hier im Hause herrscht. Ich werde mich also in Zukunft bemühen, von Verblödung zu reden, weil dann kann ich keinen Ordnungsruf mehr bekommen, meine Damen und Herren. (Abg. Ing. Westenthaler: ... Frau Prammer!) Da habe ich ein weites Betätigungsfeld, wenn ich über Verblödung rede, und daher bin ich bei der Wortmeldung des Kollegen Kopf, meine Damen und Herren, denn von einer Rede will ich hier nicht sprechen. (Heiterkeit beim BZÖ. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Heiterkeit beim BZÖ. – Zwischenruf bei der SPÖ.
Das ist auch so bezeichnend für das Klima, das hier im Hause herrscht. Ich werde mich also in Zukunft bemühen, von Verblödung zu reden, weil dann kann ich keinen Ordnungsruf mehr bekommen, meine Damen und Herren. (Abg. Ing. Westenthaler: ... Frau Prammer!) Da habe ich ein weites Betätigungsfeld, wenn ich über Verblödung rede, und daher bin ich bei der Wortmeldung des Kollegen Kopf, meine Damen und Herren, denn von einer Rede will ich hier nicht sprechen. (Heiterkeit beim BZÖ. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: habt’s zugestimmt!
Aber es ist noch etwas anderes bei deiner Wortmeldung herausgekommen, und das ist eine Warnung für uns. Ich greife noch einmal das auf, was der Kollege Scheibner schon gesagt hat: Wir haben dem Bankenrettungspaket im Oktober 2008 zugestimmt. Der Dank dafür war, dass wir permanent dafür gehöhnt wurden, dass wir zugestimmt haben. Wir haben einem Modus Operandi für ein neues Haushaltsrecht im Juni 2006 zugestimmt. (Abg. Ing. Westenthaler: habt’s zugestimmt!) Die Quittierung dafür ist, dass heute der Klubobmann der ÖVP herauskommt und sagt, er verstehe nicht, warum wir nicht auch das Budget mittragen, denn wir hätten ja seinerzeit einem neuen Haushaltsrecht zugestimmt, meine Damen und Herren. (Abg. Ing. Westenthaler: Genau so wird’s mit der Schuldenbremse sein!) Es ist Warnung genug gewesen. (Abg. Kopf: Das habe ich nicht gesagt!) – Aber genau so hast du es gesagt, genau so hast du es gesagt! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Genau so wird’s mit der Schuldenbremse sein!
Aber es ist noch etwas anderes bei deiner Wortmeldung herausgekommen, und das ist eine Warnung für uns. Ich greife noch einmal das auf, was der Kollege Scheibner schon gesagt hat: Wir haben dem Bankenrettungspaket im Oktober 2008 zugestimmt. Der Dank dafür war, dass wir permanent dafür gehöhnt wurden, dass wir zugestimmt haben. Wir haben einem Modus Operandi für ein neues Haushaltsrecht im Juni 2006 zugestimmt. (Abg. Ing. Westenthaler: habt’s zugestimmt!) Die Quittierung dafür ist, dass heute der Klubobmann der ÖVP herauskommt und sagt, er verstehe nicht, warum wir nicht auch das Budget mittragen, denn wir hätten ja seinerzeit einem neuen Haushaltsrecht zugestimmt, meine Damen und Herren. (Abg. Ing. Westenthaler: Genau so wird’s mit der Schuldenbremse sein!) Es ist Warnung genug gewesen. (Abg. Kopf: Das habe ich nicht gesagt!) – Aber genau so hast du es gesagt, genau so hast du es gesagt! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Kopf: Das habe ich nicht gesagt!
Aber es ist noch etwas anderes bei deiner Wortmeldung herausgekommen, und das ist eine Warnung für uns. Ich greife noch einmal das auf, was der Kollege Scheibner schon gesagt hat: Wir haben dem Bankenrettungspaket im Oktober 2008 zugestimmt. Der Dank dafür war, dass wir permanent dafür gehöhnt wurden, dass wir zugestimmt haben. Wir haben einem Modus Operandi für ein neues Haushaltsrecht im Juni 2006 zugestimmt. (Abg. Ing. Westenthaler: habt’s zugestimmt!) Die Quittierung dafür ist, dass heute der Klubobmann der ÖVP herauskommt und sagt, er verstehe nicht, warum wir nicht auch das Budget mittragen, denn wir hätten ja seinerzeit einem neuen Haushaltsrecht zugestimmt, meine Damen und Herren. (Abg. Ing. Westenthaler: Genau so wird’s mit der Schuldenbremse sein!) Es ist Warnung genug gewesen. (Abg. Kopf: Das habe ich nicht gesagt!) – Aber genau so hast du es gesagt, genau so hast du es gesagt! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Aber es ist noch etwas anderes bei deiner Wortmeldung herausgekommen, und das ist eine Warnung für uns. Ich greife noch einmal das auf, was der Kollege Scheibner schon gesagt hat: Wir haben dem Bankenrettungspaket im Oktober 2008 zugestimmt. Der Dank dafür war, dass wir permanent dafür gehöhnt wurden, dass wir zugestimmt haben. Wir haben einem Modus Operandi für ein neues Haushaltsrecht im Juni 2006 zugestimmt. (Abg. Ing. Westenthaler: habt’s zugestimmt!) Die Quittierung dafür ist, dass heute der Klubobmann der ÖVP herauskommt und sagt, er verstehe nicht, warum wir nicht auch das Budget mittragen, denn wir hätten ja seinerzeit einem neuen Haushaltsrecht zugestimmt, meine Damen und Herren. (Abg. Ing. Westenthaler: Genau so wird’s mit der Schuldenbremse sein!) Es ist Warnung genug gewesen. (Abg. Kopf: Das habe ich nicht gesagt!) – Aber genau so hast du es gesagt, genau so hast du es gesagt! (Beifall beim BZÖ.)
Heiterkeit bei BZÖ und FPÖ.
Nun frage ich, weil der Herr Bundeskanzler nicht da ist – wenn ich die Konferenz auf der Regierungsbank kurz unterbrechen darf –, seinen Generalvikar, außerdem kennt sich der ohnehin besser aus. (Heiterkeit bei BZÖ und FPÖ.) Also, Herr Generalvikar, Herr Staatssekretär Ostermayer: Nennen Sie uns diesen Schurken, der Sie hindert, einzusparen, der Sie hindert, keine weiteren Schulden zu machen! (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Nennen Sie uns diesen Schurken, bitte! Sie haben jetzt die Möglichkeit. Ich hätte gerne den Schurken namentlich vor dem Hohen Haus genannt, das immerhin die Budgethoheit hat. (Abg. Strache: Schurke Ostermayer wahrscheinlich!) Nennen Sie uns diesen niederträchtigen Schurken (Abg. Strache: :.. der Sie hindert!), der den Bundeskanzler hindert, sich ohne Schuldenbremse in der Verfassung nicht weiter verschulden zu müssen, meine Damen und Herren! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Nun frage ich, weil der Herr Bundeskanzler nicht da ist – wenn ich die Konferenz auf der Regierungsbank kurz unterbrechen darf –, seinen Generalvikar, außerdem kennt sich der ohnehin besser aus. (Heiterkeit bei BZÖ und FPÖ.) Also, Herr Generalvikar, Herr Staatssekretär Ostermayer: Nennen Sie uns diesen Schurken, der Sie hindert, einzusparen, der Sie hindert, keine weiteren Schulden zu machen! (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Nennen Sie uns diesen Schurken, bitte! Sie haben jetzt die Möglichkeit. Ich hätte gerne den Schurken namentlich vor dem Hohen Haus genannt, das immerhin die Budgethoheit hat. (Abg. Strache: Schurke Ostermayer wahrscheinlich!) Nennen Sie uns diesen niederträchtigen Schurken (Abg. Strache: :.. der Sie hindert!), der den Bundeskanzler hindert, sich ohne Schuldenbremse in der Verfassung nicht weiter verschulden zu müssen, meine Damen und Herren! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Strache: Schurke Ostermayer wahrscheinlich!
Nun frage ich, weil der Herr Bundeskanzler nicht da ist – wenn ich die Konferenz auf der Regierungsbank kurz unterbrechen darf –, seinen Generalvikar, außerdem kennt sich der ohnehin besser aus. (Heiterkeit bei BZÖ und FPÖ.) Also, Herr Generalvikar, Herr Staatssekretär Ostermayer: Nennen Sie uns diesen Schurken, der Sie hindert, einzusparen, der Sie hindert, keine weiteren Schulden zu machen! (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Nennen Sie uns diesen Schurken, bitte! Sie haben jetzt die Möglichkeit. Ich hätte gerne den Schurken namentlich vor dem Hohen Haus genannt, das immerhin die Budgethoheit hat. (Abg. Strache: Schurke Ostermayer wahrscheinlich!) Nennen Sie uns diesen niederträchtigen Schurken (Abg. Strache: :.. der Sie hindert!), der den Bundeskanzler hindert, sich ohne Schuldenbremse in der Verfassung nicht weiter verschulden zu müssen, meine Damen und Herren! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Strache: :.. der Sie hindert!
Nun frage ich, weil der Herr Bundeskanzler nicht da ist – wenn ich die Konferenz auf der Regierungsbank kurz unterbrechen darf –, seinen Generalvikar, außerdem kennt sich der ohnehin besser aus. (Heiterkeit bei BZÖ und FPÖ.) Also, Herr Generalvikar, Herr Staatssekretär Ostermayer: Nennen Sie uns diesen Schurken, der Sie hindert, einzusparen, der Sie hindert, keine weiteren Schulden zu machen! (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Nennen Sie uns diesen Schurken, bitte! Sie haben jetzt die Möglichkeit. Ich hätte gerne den Schurken namentlich vor dem Hohen Haus genannt, das immerhin die Budgethoheit hat. (Abg. Strache: Schurke Ostermayer wahrscheinlich!) Nennen Sie uns diesen niederträchtigen Schurken (Abg. Strache: :.. der Sie hindert!), der den Bundeskanzler hindert, sich ohne Schuldenbremse in der Verfassung nicht weiter verschulden zu müssen, meine Damen und Herren! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Nun frage ich, weil der Herr Bundeskanzler nicht da ist – wenn ich die Konferenz auf der Regierungsbank kurz unterbrechen darf –, seinen Generalvikar, außerdem kennt sich der ohnehin besser aus. (Heiterkeit bei BZÖ und FPÖ.) Also, Herr Generalvikar, Herr Staatssekretär Ostermayer: Nennen Sie uns diesen Schurken, der Sie hindert, einzusparen, der Sie hindert, keine weiteren Schulden zu machen! (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Nennen Sie uns diesen Schurken, bitte! Sie haben jetzt die Möglichkeit. Ich hätte gerne den Schurken namentlich vor dem Hohen Haus genannt, das immerhin die Budgethoheit hat. (Abg. Strache: Schurke Ostermayer wahrscheinlich!) Nennen Sie uns diesen niederträchtigen Schurken (Abg. Strache: :.. der Sie hindert!), der den Bundeskanzler hindert, sich ohne Schuldenbremse in der Verfassung nicht weiter verschulden zu müssen, meine Damen und Herren! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Rädler: Heimatfilm!
Wie heißt er, Herr Staatssekretär, Frau Minister? (Abg. Rädler: Heimatfilm!) Sie sind am Wort. Wie heißt dieser Schurke? Sagen Sie es uns! Wie heißt er? (Staatssekretär Dr. Ostermayer: Bitte, Herr Kollege!) – „Bitte, Herr Kollege“ heißt er? Nein, das ist er sicher nicht, weil den kennen wir alle. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Also wie heißt dieser Schurke? (Neuerliche Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Ostermayer.) Sie tun so – und damit sind wir wieder beim Thema Verblödung –, als ob Sie nicht sparen könnten, wenn Sie keine Schuldenbremse in der Verfassung haben. Und schuld daran ist die böse Opposition, weil sie keine Schuldenbremse in die Verfassung schreibt, meine Damen und Herren. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Wie heißt er, Herr Staatssekretär, Frau Minister? (Abg. Rädler: Heimatfilm!) Sie sind am Wort. Wie heißt dieser Schurke? Sagen Sie es uns! Wie heißt er? (Staatssekretär Dr. Ostermayer: Bitte, Herr Kollege!) – „Bitte, Herr Kollege“ heißt er? Nein, das ist er sicher nicht, weil den kennen wir alle. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Also wie heißt dieser Schurke? (Neuerliche Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Ostermayer.) Sie tun so – und damit sind wir wieder beim Thema Verblödung –, als ob Sie nicht sparen könnten, wenn Sie keine Schuldenbremse in der Verfassung haben. Und schuld daran ist die böse Opposition, weil sie keine Schuldenbremse in die Verfassung schreibt, meine Damen und Herren. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Wie heißt er, Herr Staatssekretär, Frau Minister? (Abg. Rädler: Heimatfilm!) Sie sind am Wort. Wie heißt dieser Schurke? Sagen Sie es uns! Wie heißt er? (Staatssekretär Dr. Ostermayer: Bitte, Herr Kollege!) – „Bitte, Herr Kollege“ heißt er? Nein, das ist er sicher nicht, weil den kennen wir alle. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Also wie heißt dieser Schurke? (Neuerliche Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Ostermayer.) Sie tun so – und damit sind wir wieder beim Thema Verblödung –, als ob Sie nicht sparen könnten, wenn Sie keine Schuldenbremse in der Verfassung haben. Und schuld daran ist die böse Opposition, weil sie keine Schuldenbremse in die Verfassung schreibt, meine Damen und Herren. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Zwischenrufe bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Verblödungsbremse!
Wissen Sie, Herr Staatssekretär, dieses Ausmaß an Verblödungspolitik hat bereits das Ausmaß einer Stimmenbremse angenommen. (Zwischenrufe bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Verblödungsbremse!) Daher sage ich Ihnen: Wenn Sie mit
Bundesministerin Dr. Fekter: „Ernsthaftigkeit“ hat er gesagt!
Daher sage ich Ihnen als Erfinder – bitte, Ihr eigener Staatssekretär Schieder ... (Staatssekretär Dr. Ostermayer: Es geht um Ernsthaftigkeit!) – Nein, ich meine es auch ernsthaft. Ah, der Herr Bundeskanzler hat es ernst gemeint, meine Damen und Herren. Der Herr Staatssekretär erklärt uns jetzt, dass es ernst gemeint war. (Bundesministerin Dr. Fekter: „Ernsthaftigkeit“ hat er gesagt!) Also das ist ja noch ärger: Eine Regierung steht auf und sagt, es ist ernst gemeint, dass wir nicht sparen können, wenn wir keine Schuldenbremse kriegen! Das kommt mir so vor, wie wenn jemand sagen würde : Es ist ernst gemeint, dass ich für Justizvollzugsanstalten bin, denn sonst würde ich kriminell werden müssen! (Heiterkeit bei BZÖ und FPÖ.)
Heiterkeit bei BZÖ und FPÖ.
Daher sage ich Ihnen als Erfinder – bitte, Ihr eigener Staatssekretär Schieder ... (Staatssekretär Dr. Ostermayer: Es geht um Ernsthaftigkeit!) – Nein, ich meine es auch ernsthaft. Ah, der Herr Bundeskanzler hat es ernst gemeint, meine Damen und Herren. Der Herr Staatssekretär erklärt uns jetzt, dass es ernst gemeint war. (Bundesministerin Dr. Fekter: „Ernsthaftigkeit“ hat er gesagt!) Also das ist ja noch ärger: Eine Regierung steht auf und sagt, es ist ernst gemeint, dass wir nicht sparen können, wenn wir keine Schuldenbremse kriegen! Das kommt mir so vor, wie wenn jemand sagen würde : Es ist ernst gemeint, dass ich für Justizvollzugsanstalten bin, denn sonst würde ich kriminell werden müssen! (Heiterkeit bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Wissen Sie, Sie machen es einem verdammt schwer, Sie noch ernst zu nehmen, bei dem, was Sie liefern, meine Damen und Herren! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Ruf: Die Lesung!
Aber wenn wir gerade mit der großen Erfinderin der Schuldenbremse diskutieren: Bitte zeigen Sie mir, Frau Bundesministerin Fekter, wo Sie hier herinnen – wann war diese Budgetrede (Ruf: Die Lesung!), vor wenigen Tagen? am 19. Oktober – die Schuldenbremse verlangt haben. (Der Redner hält die Budgetrede der Bundesministerin Dr. Fekter in die Höhe.) Können Sie uns das zeigen? – Ernst gemeint, bitte, ernst gemeint. Ja, zeigen Sie mir das! Sie können es nicht, Sie haben nämlich die Schuldenbremse zum damaligen Zeitpunkt noch abgelehnt. (Staatssekretär Dr. Ostermayer: Es ist ein Unterschied zwischen !)
Der Redner hält die Budgetrede der Bundesministerin Dr. Fekter in die Höhe.
Aber wenn wir gerade mit der großen Erfinderin der Schuldenbremse diskutieren: Bitte zeigen Sie mir, Frau Bundesministerin Fekter, wo Sie hier herinnen – wann war diese Budgetrede (Ruf: Die Lesung!), vor wenigen Tagen? am 19. Oktober – die Schuldenbremse verlangt haben. (Der Redner hält die Budgetrede der Bundesministerin Dr. Fekter in die Höhe.) Können Sie uns das zeigen? – Ernst gemeint, bitte, ernst gemeint. Ja, zeigen Sie mir das! Sie können es nicht, Sie haben nämlich die Schuldenbremse zum damaligen Zeitpunkt noch abgelehnt. (Staatssekretär Dr. Ostermayer: Es ist ein Unterschied zwischen !)
Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Bucher.
Auch die Verwaltungsreform! Wissen Sie, was zum Thema Verwaltungsreform drinnen steht? – Übrigens, sagen Sie Ihrem ernst meinenden Herrn Bundeskanzler, wenn er wieder einmal die „Presse“ interpretiert, eine Statistik, dann soll er aufpassen. Ich sage Ihnen ganz klar: Wenn Griechenland und Estland und Irland die Spitze bei den Reformschritten und in der Verwaltungsreform anführen, dann liegt das daran, dass dort das Diktat der leeren Kassen diese Verwaltungsreform erzwungen hat. Und deswegen liegen wir am Schluss, weil Sie immer noch in die Taschen der Bürger greifen und keine Verwaltungsreform betreiben, meine Damen und Herren! – So viel zur Interpretation dieser statistischen Aufstellung. (Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Bucher.)
Zwischenruf des Abg. Hornek.
„Step by step arbeitet diese Bundesregierung auch an der Optimierung der Verwaltung und wartet nicht auf den Big Bang, sondern setzt kontinuierlich um.“ (Zwischenruf des Abg. Hornek.)
Abg. Strache: Der Failmann ist ja leider erfolgreicher!
Na, wie schaut diese kontinuierliche Umsetzung etwa beim ernst meinenden Herrn Bundeskanzler aus? – Er hat sich einen neuen Twitter-Mitarbeiterstab geschaffen, 180 000 € kostet der pro Monat. Sieben Leute, die nichts anderes zu tun haben, als für den Herrn Faymann zu twittern, und damit ist er sogar noch gegenüber einem anonymen Twitter (Abg. Strache: Der Failmann ist ja leider erfolgreicher!) – Der macht das wahrscheinlich sogar in der Kuchl rationeller und braucht keine sieben Mitarbeiter auf Steuerzahlerkosten und ist dem Herrn Bundeskanzler damit sogar überlegen, meine Damen und Herren. – So viel zu Ihrem Verwaltungseinsparungswillen.
Der Redner hält ein Buch in Richtung Bundesministerin Dr. Fekter. – Zwischenruf des Abg. Grosz. – Heiterkeit bei BZÖ und FPÖ.
Wissen Sie, Sie brauchen gar nicht auf die Opposition zu warten, ich zitiere es Ihnen noch einmal. Haben Sie das schon einmal gelesen, Frau Bundesminister? Kennen Sie dieses Büchel? (Der Redner hält ein Buch in Richtung Bundesministerin Dr. Fekter. – Zwischenruf des Abg. Grosz. – Heiterkeit bei BZÖ und FPÖ.) Sie müssen nur nicken,
Beifall beim BZÖ.
So schaut Ihre Verwaltungsreformtätigkeit aus, und deswegen ist Österreich am letzten Platz dieser Statistik, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Ing. Westenthaler und Mag. Schickhofer.
Es gab sogar schon 2007 ein erstes Vorschlagskonvolut des Rechnungshofes – haben Sie auch ignoriert. Seit 2007 ignorieren Sie das. Aber wahrscheinlich gibt es wieder irgendjemanden, der Sie daran hindert, und daher brauchen wir einen verfassungsmäßigen Verwaltungsreformauftrag, denn sonst ist diese Regierung nicht in der Lage, eine Verwaltungsreform durchzuführen, obwohl sie dazu eine satte Mehrheit in diesem Haus hat. (Zwischenrufe der Abgeordneten Ing. Westenthaler und Mag. Schickhofer.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Abg. Mag. Schickhofer: Seite elf!
Meine Damen und Herren, wissen Sie, die österreichische Öffentlichkeit hat es längst satt, von Ihnen für dumm verkauft zu werden. (Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Abg. Mag. Schickhofer: Seite elf!) Die österreichische Öffentlichkeit hat es längst satt, von Ihnen immer wieder zu hören, dass Sie etwas nicht machen können, weil Sie angeblich irgendjemand daran hindert! Die Opposition hindert Sie an gar nichts. Arbeiten Sie und spielen Sie sich hier weniger als die großen Reformkräfte auf, denn Sie sind es nicht, meine Damen und Herren! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Meine Damen und Herren, wissen Sie, die österreichische Öffentlichkeit hat es längst satt, von Ihnen für dumm verkauft zu werden. (Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Abg. Mag. Schickhofer: Seite elf!) Die österreichische Öffentlichkeit hat es längst satt, von Ihnen immer wieder zu hören, dass Sie etwas nicht machen können, weil Sie angeblich irgendjemand daran hindert! Die Opposition hindert Sie an gar nichts. Arbeiten Sie und spielen Sie sich hier weniger als die großen Reformkräfte auf, denn Sie sind es nicht, meine Damen und Herren! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Die Regierungsvertreter haben sich beschwert, dass ein Oppositioneller spricht! – Abg. Strache: Noch darf er das, aber nicht mehr lange!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Mag. Wurm. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Die Regierungsvertreter haben sich beschwert, dass ein Oppositioneller spricht! – Abg. Strache: Noch darf er das, aber nicht mehr lange!)
Abg. Silhavy: Bring wieder Qualität ins Haus!
Abgeordnete Mag. Gisela Wurm (SPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Herr Präsident! (Abg. Silhavy: Bring wieder Qualität ins Haus!) Die Rede des Herrn Stadler hat uns in ein Land geführt, wo wir nicht leben. (Ironische Heiterkeit bei BZÖ und FPÖ.) Es geht uns in Österreich zum Großteil gut, es geht uns hier gut. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.) Die Arbeitslosenquote – es wurde hier des Öfteren erwähnt – ist niedrig im Verhältnis zu jener anderer Länder, die Regierung arbeitet.
Ironische Heiterkeit bei BZÖ und FPÖ.
Abgeordnete Mag. Gisela Wurm (SPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Herr Präsident! (Abg. Silhavy: Bring wieder Qualität ins Haus!) Die Rede des Herrn Stadler hat uns in ein Land geführt, wo wir nicht leben. (Ironische Heiterkeit bei BZÖ und FPÖ.) Es geht uns in Österreich zum Großteil gut, es geht uns hier gut. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.) Die Arbeitslosenquote – es wurde hier des Öfteren erwähnt – ist niedrig im Verhältnis zu jener anderer Länder, die Regierung arbeitet.
Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.
Abgeordnete Mag. Gisela Wurm (SPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Herr Präsident! (Abg. Silhavy: Bring wieder Qualität ins Haus!) Die Rede des Herrn Stadler hat uns in ein Land geführt, wo wir nicht leben. (Ironische Heiterkeit bei BZÖ und FPÖ.) Es geht uns in Österreich zum Großteil gut, es geht uns hier gut. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.) Die Arbeitslosenquote – es wurde hier des Öfteren erwähnt – ist niedrig im Verhältnis zu jener anderer Länder, die Regierung arbeitet.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.
118 Einrichtungen wurden bisher mit diesem Förderbudget gefördert, es nahmen zirka 55 000 Frauen Hilfe und Rat in Anspruch. Es gibt Frauen, die sind in schwierigen Situationen, und denen wurde in diesen Frauenberatungsstellen massiv geholfen. Sehr viele arbeiten ehramtlich. Das ist oft so: Überall dort, wo Frauen arbeiten, ist auch oft ehrenamtliche Tätigkeit dabei, und zwar nicht nur bei den Beratungsstellen, sondern auch in den Bereichen der unbezahlten Arbeit. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Spitze! Gutes Beispiel!
Zirka 5 Millionen € wurden für diese Fördertöpfe ausgegeben. Ein weiterer Anteil, nämlich zirka 1,2 Millionen €, für Kampagnen. Da wurde immer wieder der Ruf laut: Braucht man denn das überhaupt? Ist denn das notwendig? Ist es denn notwendig, dass man Gehaltsrechner sozusagen über Kampagnen bekannt macht? Ist es notwendig, dass man zum Beispiel die Väterkarenz entsprechend bekannt macht? – Ja, es war nicht nur notwendig, sondern auch nützlich. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Spitze! Gutes Beispiel!) Zirka 30 Prozent mehr haben jetzt das einkommensabhängige Karenzgeld in Anspruch genommen, zirka 30 Prozent mehr Väter. Das ist ein Erfolg, das wollten wir auch erreichen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zirka 5 Millionen € wurden für diese Fördertöpfe ausgegeben. Ein weiterer Anteil, nämlich zirka 1,2 Millionen €, für Kampagnen. Da wurde immer wieder der Ruf laut: Braucht man denn das überhaupt? Ist denn das notwendig? Ist es denn notwendig, dass man Gehaltsrechner sozusagen über Kampagnen bekannt macht? Ist es notwendig, dass man zum Beispiel die Väterkarenz entsprechend bekannt macht? – Ja, es war nicht nur notwendig, sondern auch nützlich. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Spitze! Gutes Beispiel!) Zirka 30 Prozent mehr haben jetzt das einkommensabhängige Karenzgeld in Anspruch genommen, zirka 30 Prozent mehr Väter. Das ist ein Erfolg, das wollten wir auch erreichen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kickl: Noch einmal langsam durchsagen!
Oder das Bekanntmachen, das Bewerben der Frauen-Helpline war sehr wichtig. Ich sage sie hier noch einmal: 0800 222 555. Dorthin können sich Frauen wenden, gratis und rund um die Uhr. Das ist eine wichtige Telefonnummer für alle, die Gewalt in der Familie erleiden. (Abg. Kickl: Noch einmal langsam durchsagen!) Für den Herrn Abgeordneten Kickl noch einmal langsam: 0800 222 555. (Abg. Kickl: Das war jetzt zum Mitschreiben!) Dorthin können sich die Frauen wenden, wenn sie Rat brauchen, wenn sie Hilfe brauchen bei Gewaltfällen in der Familie.
Abg. Kickl: Das war jetzt zum Mitschreiben!
Oder das Bekanntmachen, das Bewerben der Frauen-Helpline war sehr wichtig. Ich sage sie hier noch einmal: 0800 222 555. Dorthin können sich Frauen wenden, gratis und rund um die Uhr. Das ist eine wichtige Telefonnummer für alle, die Gewalt in der Familie erleiden. (Abg. Kickl: Noch einmal langsam durchsagen!) Für den Herrn Abgeordneten Kickl noch einmal langsam: 0800 222 555. (Abg. Kickl: Das war jetzt zum Mitschreiben!) Dorthin können sich die Frauen wenden, wenn sie Rat brauchen, wenn sie Hilfe brauchen bei Gewaltfällen in der Familie.
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben damals, im Jahr 1993, als dieses Gesetz beschlossen und in der Verfassung festgeschrieben wurde, gesagt: Es darf so lange kein gleiches gesetzliches Antrittsalter bei den Pensionen geben, solange sämtliche Benachteiligungen zwischen den Geschlechtern nicht beseitigt sind! Und da sind wir noch lange nicht. Wir haben ja erst gestern den Bericht über die Benachteiligungen von Frauen diskutiert und festgestellt, dass wir da noch viel zu tun haben. Ich befürchte, dass wir das im Jahr 2024 noch nicht geschafft haben. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
kommen, damit das Triple A gerettet werden kann. – Das ist aus meiner Sicht unehrlich! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn Sie die gestrige Debatte „Runder Tisch“ im Fernsehen verfolgt haben, dann werden Sie mir recht geben: Das kann man nur mit dem Titel „Denn Sie wissen nicht, was Sie tun“ überschreiben. – Sie wissen nicht, was Sie tun sollen. Sie wissen nicht, wie Sie es tun sollen. Sie wissen nicht, wer es tun soll. Ihr Agieren ist konzeptlos, ohne Ideen, unabgestimmt und mutlos, meine Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Man hört von der Bevölkerung immer: Wir haben derzeit die schlechteste Regierung, die es jemals in Österreich gegeben hat. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Und der Chef dieser Regierung ist der Herr Bundeskanzler Faymann. Er ist sozusagen Generaldirektor dieser Regierung. (Abg. Riepl: Nein, Bundeskanzler!) – Generaldirektor, im Vergleich mit einer privaten Firma.
Abg. Riepl: Nein, Bundeskanzler!
Man hört von der Bevölkerung immer: Wir haben derzeit die schlechteste Regierung, die es jemals in Österreich gegeben hat. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Und der Chef dieser Regierung ist der Herr Bundeskanzler Faymann. Er ist sozusagen Generaldirektor dieser Regierung. (Abg. Riepl: Nein, Bundeskanzler!) – Generaldirektor, im Vergleich mit einer privaten Firma.
Abg. Neubauer: Bei der ... wird er schon unterkommen!
Ich würde ihm sicher empfehlen, nicht in eine private Firma zu gehen. Dort könnte er nicht sehr viel Geld verdienen. Er ist verantwortlich dafür, dass es kein Konzept gibt, was die Schuldenbremse betrifft. Er müsste in erster Linie dafür sorgen, dass diese Konzepte vorgelegt werden. (Abg. Neubauer: Bei der ... wird er schon unterkommen!)
Beifall bei der FPÖ.
Ich möchte noch einmal sagen: Wir Freiheitliche sind gesprächsbereit, aber natürlich mit der Einschränkung: „Unser Geld für unsere Leut’“. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das heißt, wir müssten in fünf Jahren 100 Milliarden an Schulden durch Überschüsse abbauen. Das ist einfach unmöglich – und so etwas wird der Bevölkerung aufs Auge gedrückt. Das ist unredlich, meine Damen und Herren! So geht es nicht! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ohne Reformschritte, die heute schon x-mal erwähnt wurden, wird es auch mit einer Schuldenbremse nichts. Da ist die Schuldenbremse auch für die Katz! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Was?
Meine Damen und Herren von der Opposition, Sie tun der Demokratie keinen guten Dienst. (Abg. Dr. Rosenkranz: Was?) Ich habe volles Verständnis dafür, dass Sie eine Generaldebatte dafür nützen, um generell vielleicht auch das politische System anzugreifen. Aber ich habe kein Verständnis dafür, dass Sie in keiner Weise irgendwo mit konkreten Zahlen antworten, sondern nur generelle Anschuldigungen machen, meine Damen und Herren. Das ist nicht zu akzeptieren. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neubauer: ... Sie nicht aufpassen können!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neubauer: ... Sie nicht aufpassen können!
Meine Damen und Herren von der Opposition, Sie tun der Demokratie keinen guten Dienst. (Abg. Dr. Rosenkranz: Was?) Ich habe volles Verständnis dafür, dass Sie eine Generaldebatte dafür nützen, um generell vielleicht auch das politische System anzugreifen. Aber ich habe kein Verständnis dafür, dass Sie in keiner Weise irgendwo mit konkreten Zahlen antworten, sondern nur generelle Anschuldigungen machen, meine Damen und Herren. Das ist nicht zu akzeptieren. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neubauer: ... Sie nicht aufpassen können!)
Ironische Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Kickl: Weil Sie Gerstl heißen! – Abg. Mag. Stadler: Das ist ein schlagendes Argument!
Und Sie können überzeugt davon sein, dass ich weiß, wovon ich rede, denn ich bin vor drei Monaten noch selbst in einer Oppositionspartei gewesen. (Ironische Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Kickl: Weil Sie Gerstl heißen! – Abg. Mag. Stadler: Das ist ein schlagendes Argument!) Aber ich halte es für Österreich und für die Demokratie für enorm erforderlich, dass wir hier auch über Details konkret diskutieren.
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wo? Welche?
Reformschritt. Ich bin da unverdächtig, wenn ich jetzt den ehemaligen Sektionschef Holzinger, jetzt Präsident des Verfassungsgerichtshofs, zitiere; er gehört nicht meiner Partei an und steht meiner Partei sicherlich nicht nahe. Er hat zuletzt im Verfassungsausschuss erklärt, diese Reform habe er sich schon vor 25 Jahren gewünscht und jetzt werde sie durch diese Bundesregierung umgesetzt. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wo? Welche?)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Aber welche Reform?
Meine Damen und Herren, das ist ein Erfolgsprojekt der österreichischen Bundesregierung, eine Verwaltungsreform, die notwendig ist, damit dieses Budget auch in Zukunft noch leistungsorientiert und auch sozial gestaltet sein kann. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Aber welche Reform?)
Abg. Dr. Walser: Gehört viel, aber gespürt nicht! Umsetzen!
Welche Reform, Frau Kollegin Glawischnig?! Sie fragen: Welche Reform? – Tut mir sehr leid, dass Sie das offensichtlich noch nicht gehört haben (Abg. Dr. Walser: Gehört viel, aber gespürt nicht! Umsetzen!), denn hier geht es darum, dass wir über 120 Behörden abschaffen, dass wir gleichzeitig in allen Bundesländern nur ein Landesverwaltungsgericht und auf Bundesebene zwei Bundesverwaltungsgerichte schaffen, was in aller Zukunft enorme Ersparnisse bringt. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Es wird sicherlich nicht billiger!)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Es wird sicherlich nicht billiger!
Welche Reform, Frau Kollegin Glawischnig?! Sie fragen: Welche Reform? – Tut mir sehr leid, dass Sie das offensichtlich noch nicht gehört haben (Abg. Dr. Walser: Gehört viel, aber gespürt nicht! Umsetzen!), denn hier geht es darum, dass wir über 120 Behörden abschaffen, dass wir gleichzeitig in allen Bundesländern nur ein Landesverwaltungsgericht und auf Bundesebene zwei Bundesverwaltungsgerichte schaffen, was in aller Zukunft enorme Ersparnisse bringt. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Es wird sicherlich nicht billiger!)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wo ist das im Budget?
Jetzt machen wir es, jetzt machen Sie die Reform schlecht. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wo ist das im Budget?) Und das lehnen wir ab, meine Damen und Herren von der Opposition. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Jetzt machen wir es, jetzt machen Sie die Reform schlecht. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wo ist das im Budget?) Und das lehnen wir ab, meine Damen und Herren von der Opposition. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir machen es. Das unterscheidet uns von Ihnen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Ich darf Sie daran erinnern, dass in einem ganz zentralen Zukunftsbereich für unser Land, nämlich der Bildung, 380 000 Bürgerinnen und Bürger jetzt massiv Reformen eingefordert haben – und wir werden darauf bestehen, dass diese Forderungen des Bildungsvolksbegehrens künftig hier solide diskutiert und nach Möglichkeit weitgehend umgesetzt werden, denn das wären Maßnahmen, die zukunftsweisend sind. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Gehen Sie nach Finnland, Herr Walser!
Wie schaut die Situation aus? – Sie von der ÖVP erklären uns ja immer, dass Sie die Leistungspartei seien. Was den Bildungsbereich betrifft, sind Sie jedoch die Leistungsverhinderungspartei. Ich erinnere an das gegenwärtige Schulsystem: Sie sondern ein Drittel der Kinder mit neuneinhalb Jahren aus, schicken sie in die AHS, bilden dort die angebliche Elite aus. Nach fünf weiteren Jahren müssten aber die Ergebnisse fundamental besser sein als in anderen Ländern, wo Kinder gemeinsam lernen. Wie ist es bei uns? – Wir in Österreich bringen in allen Testbereichen gerade einmal 3 Prozent in den Spitzenbereich; die Finnen bringen dreimal so viel in den Spitzenbereich, obwohl dort alle Kinder gemeinsam lernen. (Abg. Dr. Rosenkranz: Gehen Sie nach Finnland, Herr Walser!) Im Bereich jener Kinder, die große Lernprobleme haben ... (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Schreien Sie nicht so – es nützt nichts –, sondern setzen Sie sich mit den Argumenten auseinander! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Rosenkranz: Das stimmt ja nicht!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wie schaut die Situation aus? – Sie von der ÖVP erklären uns ja immer, dass Sie die Leistungspartei seien. Was den Bildungsbereich betrifft, sind Sie jedoch die Leistungsverhinderungspartei. Ich erinnere an das gegenwärtige Schulsystem: Sie sondern ein Drittel der Kinder mit neuneinhalb Jahren aus, schicken sie in die AHS, bilden dort die angebliche Elite aus. Nach fünf weiteren Jahren müssten aber die Ergebnisse fundamental besser sein als in anderen Ländern, wo Kinder gemeinsam lernen. Wie ist es bei uns? – Wir in Österreich bringen in allen Testbereichen gerade einmal 3 Prozent in den Spitzenbereich; die Finnen bringen dreimal so viel in den Spitzenbereich, obwohl dort alle Kinder gemeinsam lernen. (Abg. Dr. Rosenkranz: Gehen Sie nach Finnland, Herr Walser!) Im Bereich jener Kinder, die große Lernprobleme haben ... (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Schreien Sie nicht so – es nützt nichts –, sondern setzen Sie sich mit den Argumenten auseinander! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Rosenkranz: Das stimmt ja nicht!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Rosenkranz: Das stimmt ja nicht!
Wie schaut die Situation aus? – Sie von der ÖVP erklären uns ja immer, dass Sie die Leistungspartei seien. Was den Bildungsbereich betrifft, sind Sie jedoch die Leistungsverhinderungspartei. Ich erinnere an das gegenwärtige Schulsystem: Sie sondern ein Drittel der Kinder mit neuneinhalb Jahren aus, schicken sie in die AHS, bilden dort die angebliche Elite aus. Nach fünf weiteren Jahren müssten aber die Ergebnisse fundamental besser sein als in anderen Ländern, wo Kinder gemeinsam lernen. Wie ist es bei uns? – Wir in Österreich bringen in allen Testbereichen gerade einmal 3 Prozent in den Spitzenbereich; die Finnen bringen dreimal so viel in den Spitzenbereich, obwohl dort alle Kinder gemeinsam lernen. (Abg. Dr. Rosenkranz: Gehen Sie nach Finnland, Herr Walser!) Im Bereich jener Kinder, die große Lernprobleme haben ... (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Schreien Sie nicht so – es nützt nichts –, sondern setzen Sie sich mit den Argumenten auseinander! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Rosenkranz: Das stimmt ja nicht!)
Abg. Dr. Rosenkranz: Vielleicht liegt es an Lehrern wie Ihnen!
Tatsache ist, dass in Österreich in allen Testbereichen 15 Prozent der SchülerInnen im sogenannten Problembereich zu finden sind; in Finnland sind das lediglich 3 Prozent. Gibt Ihnen das nicht zu denken?! (Abg. Dr. Rosenkranz: Vielleicht liegt es an Lehrern wie Ihnen!)
Abg. Dr. Rosenkranz: Wenn so was wie Sie ..., ist es kein Wunder!
Mein Appell: Ermöglichen Sie Leistung an den Schulen, gehen Sie die grundlegenden Reformen an – und dann wird es aufwärtsgehen in unserem Schulsystem! (Abg. Dr. Rosenkranz: Wenn so was wie Sie ..., ist es kein Wunder!)
Der Redner zieht sein Sakko aus. Auf seinem T-Shirt ist nun ein aufgedrucktes Foto zu sehen, das Bundeskanzler Faymann und Präsidenten Neugebauer jeweils mit einem gestreiften Fähnchen zeigt, auf dem „Wir sind die Zukunft!“ zu lesen ist. – Zwischenruf des Abg. Rädler.
Es gab beim GÖD-Kongress von vergangener Woche großes Erstaunen darüber, als zwei Herren dort durch die Reihen marschiert sind und von sich selbst verkündet haben, sie seien das Gesicht der Zukunft. So schaut das Gesicht der Zukunft in Österreich aus. (Der Redner zieht sein Sakko aus. Auf seinem T-Shirt ist nun ein aufgedrucktes Foto zu sehen, das Bundeskanzler Faymann und Präsidenten Neugebauer jeweils mit einem gestreiften Fähnchen zeigt, auf dem „Wir sind die Zukunft!“ zu lesen ist. – Zwischenruf des Abg. Rädler.) Das sind der Herr Präsident Neugebauer sowie unser Herr Bundeskanzler. In der Hand hält Faymann ein violettes
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Fähnchen mit der Aufschrift „Wir sind die Zukunft!“, der andere ein rot-weiß-rotes Fähnchen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Rädler: So wie Sie!
Genau diejenigen, die in unserem Land Reformen blockieren, sagen, sie seien die Zukunft – noch dazu mit griesgrämigem Gesicht (Abg. Rädler: So wie Sie!), aber ich muss sagen, ich verstehe das, aber eigentlich müssten aufgrund unseres Bildungssystems ein solch griesgrämiges Gesicht die Kinder, die Jugendlichen machen! Nochmals: Sie sind diejenigen, die grundlegende Reformen verhindern – und das ist ein Bärendienst, den Sie dem Bildungssystem gegenüber leisten. (Abg. Grosz: Sind Sie ein Fan von Neugebauer?)
Abg. Grosz: Sind Sie ein Fan von Neugebauer?
Genau diejenigen, die in unserem Land Reformen blockieren, sagen, sie seien die Zukunft – noch dazu mit griesgrämigem Gesicht (Abg. Rädler: So wie Sie!), aber ich muss sagen, ich verstehe das, aber eigentlich müssten aufgrund unseres Bildungssystems ein solch griesgrämiges Gesicht die Kinder, die Jugendlichen machen! Nochmals: Sie sind diejenigen, die grundlegende Reformen verhindern – und das ist ein Bärendienst, den Sie dem Bildungssystem gegenüber leisten. (Abg. Grosz: Sind Sie ein Fan von Neugebauer?)
Beifall bei den Grünen.
Um es auf den Punkt zu bringen: Das Gesicht der Zukunft im Bildungsbereich ist die grüne Schule. Helfen Sie uns, das umzusetzen! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Bundesministerin Dr. Fekter: Richtig!
Abgeordneter Dr. Peter Wittmann (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Sehr geehrter Herr Präsident des Rechnungshofs! Sehr geehrte Frau Volksanwältin! Sehr geehrte Damen und Herren! Was ist die Ausgangsposition? – Die Ausgangsposition Österreichs ist bei Weitem nicht so, wie sie von der Opposition dargestellt wird. Wir sind jenes Land, das unter die fünf besten Länder Europas zu zählen ist, wir sind jenes Land, das unter die zehn besten weltweit zu zählen ist. Wir haben ein Triple A wie fünf andere Staaten in Europa, das heißt, die beste Bonität in Europa. Wir haben die geringsten Arbeitslosenzahlen, wir haben die geringsten Jugendarbeitslosenzahlen – das sind doch Errungenschaften. Machen Sie doch das Land nicht schlecht! (Bundesministerin Dr. Fekter: Richtig!) Das ist doch eine Leistung dieser Regierung! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Dr. Peter Wittmann (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Sehr geehrter Herr Präsident des Rechnungshofs! Sehr geehrte Frau Volksanwältin! Sehr geehrte Damen und Herren! Was ist die Ausgangsposition? – Die Ausgangsposition Österreichs ist bei Weitem nicht so, wie sie von der Opposition dargestellt wird. Wir sind jenes Land, das unter die fünf besten Länder Europas zu zählen ist, wir sind jenes Land, das unter die zehn besten weltweit zu zählen ist. Wir haben ein Triple A wie fünf andere Staaten in Europa, das heißt, die beste Bonität in Europa. Wir haben die geringsten Arbeitslosenzahlen, wir haben die geringsten Jugendarbeitslosenzahlen – das sind doch Errungenschaften. Machen Sie doch das Land nicht schlecht! (Bundesministerin Dr. Fekter: Richtig!) Das ist doch eine Leistung dieser Regierung! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
interessant!) Und 2001 ist Griechenland dann aufgenommen worden! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kickl: Sie waren dagegen, oder wie?!
Sich jetzt herzustellen und zu sagen, wir haben mit dem nichts zu tun – Sie haben uns das eingebrockt! Das ist doch verantwortungslos, was Sie hier tun! (Abg. Kickl: Sie waren dagegen, oder wie?!) Das ist doch genau dasselbe wie beim Herrn Strache. Er stellt sich hier her, redet zum Budget und war in keiner einzigen Budgetverhandlung. Wir haben die Protokolle durchgeschaut, es war ihm nicht wert, diese Verhandlungen zu besuchen. Und er stellt sich dann her und sagt, er ist der Vertreter des kleinen Mannes. Dann beschließen wir die Wiedereinführung des Alleinverdienerabsetzbetrages für Pensionisten, denen es wirklich nicht gut geht – und wer stimmt dagegen? – Die FPÖ! Und dann stellt sie sich hier her und sagt, wir sind die Vertreter des kleinen Mannes!
Zwischenruf des Abg. Zanger.
Sie machen das Gegenteil! In Wirklichkeit ist das eine ganz infame Politik, nämlich das eine zu sagen und etwas anderes zu tun, die Leute hinters Licht zu führen und permanent das andere zu tun. (Zwischenruf des Abg. Zanger.) Da bin ich schon bei der ... (Abg. Grosz: Der Vizekönig der ... Nebenjobs! Der kriegt 20 000 € arbeitsloses Einkommen fürs Spazierengehen! Nebenjobkaiser im Parlament!)
Abg. Grosz: Der Vizekönig der ... Nebenjobs! Der kriegt 20 000 € arbeitsloses Einkommen fürs Spazierengehen! Nebenjobkaiser im Parlament!
Sie machen das Gegenteil! In Wirklichkeit ist das eine ganz infame Politik, nämlich das eine zu sagen und etwas anderes zu tun, die Leute hinters Licht zu führen und permanent das andere zu tun. (Zwischenruf des Abg. Zanger.) Da bin ich schon bei der ... (Abg. Grosz: Der Vizekönig der ... Nebenjobs! Der kriegt 20 000 € arbeitsloses Einkommen fürs Spazierengehen! Nebenjobkaiser im Parlament!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP
Weil da ein Zwischenruf vom BZÖ kommt: Na bitte, das BZÖ hat in Kärnten bewiesen, wie gut das geht: 20 Milliarden € Haftung für die Hypo Alpe-Adria (Beifall bei SPÖ und ÖVP), die Bank an die Wand fahren, den höchsten Schuldenstand aller Länder in Österreich, und dann kommen Sie daher und machen auf Wirtschaftsprofessor! – Auf diese Wirtschaftspolitik pfeife ich, denn Sie haben in Kärnten bewiesen, dass Sie es nicht können! (Neuerlicher Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Neuerlicher Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Weil da ein Zwischenruf vom BZÖ kommt: Na bitte, das BZÖ hat in Kärnten bewiesen, wie gut das geht: 20 Milliarden € Haftung für die Hypo Alpe-Adria (Beifall bei SPÖ und ÖVP), die Bank an die Wand fahren, den höchsten Schuldenstand aller Länder in Österreich, und dann kommen Sie daher und machen auf Wirtschaftsprofessor! – Auf diese Wirtschaftspolitik pfeife ich, denn Sie haben in Kärnten bewiesen, dass Sie es nicht können! (Neuerlicher Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Zwischenrufe beim BZÖ.
Sie sind die größten Schwachmatiker und reden da von Wirtschaft. Das ist ja unfassbar! Wenn ich Sie aufs Budget aufpassen lassen müsste, wäre das ja so, als ob ich meinen Hund auf eine Knackwurst aufpassen ließe. (Zwischenrufe beim BZÖ.) Das ist ja wirklich unglaublich, dass da die größten Schwachmatiker über Wirtschaftspolitik reden! (Abg. Zanger: Atmen! Ruhig atmen!)
Abg. Zanger: Atmen! Ruhig atmen!
Sie sind die größten Schwachmatiker und reden da von Wirtschaft. Das ist ja unfassbar! Wenn ich Sie aufs Budget aufpassen lassen müsste, wäre das ja so, als ob ich meinen Hund auf eine Knackwurst aufpassen ließe. (Zwischenrufe beim BZÖ.) Das ist ja wirklich unglaublich, dass da die größten Schwachmatiker über Wirtschaftspolitik reden! (Abg. Zanger: Atmen! Ruhig atmen!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ursula Haubner: Ruhig und langsam reden!
Ich halte unser Budget für ausgewogen, für zukunftsweisend und letztendlich für eines der besten in Europa. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ursula Haubner: Ruhig und langsam reden!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Krainer: Sie waren Klubobmann! – Weitere Zwischenrufe.
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (BZÖ): Herr Präsident! Lieber Herr Kollege Wittmann, wärst du in Wiener Neustadt geblieben! Jetzt die FPÖ oder die Opposition dafür verantwortlich zu machen, dass Griechenland in der EU ist, das ist so ähnlich, wie wenn ich sagen würde, dass wir jeden Griechen in Wiener Neustadt dir zu verdanken haben; das ist genauso ein Blödsinn. Das ist ja wirklich Schwachsinn, was du da verzapfst! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Krainer: Sie waren Klubobmann! – Weitere Zwischenrufe.)
Abg. Krainer: Sie waren damals Klubobmann!
Es ist nur bezeichnend dafür, wie ernst ihr die Debatte nehmt. Viel ernster ist eine andere Pressemeldung, die gerade über die APA gekommen ist – sie hat indirekt auch mit dem Thema Schulden und Schuldenbremse zu tun (Abg. Krainer: Sie waren damals Klubobmann!) –, nämlich die folgende Meldung: Die Spitzen von SPÖ und ÖVP haben sich soeben mit dem ORF geeinigt (Abg. Krainer: Klubobmann!), die Gebühren für alle, die heute zusehen – und auch für alle anderen, die nicht zusehen, nämlich für alle in Österreich –, um 7 Prozent zu erhöhen! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Krainer: Klubobmann!
Es ist nur bezeichnend dafür, wie ernst ihr die Debatte nehmt. Viel ernster ist eine andere Pressemeldung, die gerade über die APA gekommen ist – sie hat indirekt auch mit dem Thema Schulden und Schuldenbremse zu tun (Abg. Krainer: Sie waren damals Klubobmann!) –, nämlich die folgende Meldung: Die Spitzen von SPÖ und ÖVP haben sich soeben mit dem ORF geeinigt (Abg. Krainer: Klubobmann!), die Gebühren für alle, die heute zusehen – und auch für alle anderen, die nicht zusehen, nämlich für alle in Österreich –, um 7 Prozent zu erhöhen! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Es ist nur bezeichnend dafür, wie ernst ihr die Debatte nehmt. Viel ernster ist eine andere Pressemeldung, die gerade über die APA gekommen ist – sie hat indirekt auch mit dem Thema Schulden und Schuldenbremse zu tun (Abg. Krainer: Sie waren damals Klubobmann!) –, nämlich die folgende Meldung: Die Spitzen von SPÖ und ÖVP haben sich soeben mit dem ORF geeinigt (Abg. Krainer: Klubobmann!), die Gebühren für alle, die heute zusehen – und auch für alle anderen, die nicht zusehen, nämlich für alle in Österreich –, um 7 Prozent zu erhöhen! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Es ist ein Skandal, meine sehr geehrten Damen und Herren, jetzt von Schuldenbremse zu reden und gleichzeitig die ORF-Gebühren für die Zuseher zu erhöhen. Und ihr macht da noch mit! Überhaupt ist es sehr pikant, dass die Regierungsparteien beim ach so unabhängigen ORF die Gebühren erhöhen, und dort wird rapportiert: Machen wir alles, überhaupt kein Problem. – Das ist diese Politik der Hinterhältigkeit dieser Koalition, die wir auf das Schärfste ablehnen: hier von Schuldenbremse zu reden und die ORF-Gebühren zu erhöhen! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Die Frau Finanzministerin hat bei ihrer Budgetrede vor zwei Wochen gesagt: Das Staatsschiff ist auf sicherem Kurs. – Als wir dann gesagt haben: ja, aber der „sichere Kurs“ ist die sichere Bewegung auf den Schuldeneisberg zu, haben Sie nur geschmunzelt. Jetzt, ein paar Tage später, steckt Ihr sicheres Schiff bis zum Rumpf in diesem Schuldeneisberg drin, und jetzt wollen Sie auf die Bremse steigen, wo Sie schon mittendrin stecken. Das ist ja völliger Wahnsinn, was da passiert! Jetzt nützt Ihnen die Bremse nichts mehr, wo Sie schon im Schuldenberg stecken, sondern jetzt nützt nur noch der Retourgang: zurück, das Budget zurückverweisen, neu verhandeln und unter dem Gesichtspunkt der Schuldenbremse neu beschließen! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Eine Schuldenbremse wohlweislich erst ab 2017, da habe ich auch lange überlegt: Warum eigentlich gerade 2017? – Weil Sie genau wissen, dass Sie dann nicht mehr im Amt sein werden! Sie alle da oben, und auch Sie von den beiden Regierungsparteien, werden ja 2013 mit dem buchstäblichen, symbolischen nassen Fetzen vom Wähler davongejagt. Sie werden nicht nur keine Zweidrittelmehrheit mehr haben, Sie werden überhaupt keine Mehrheit mehr miteinander haben, Rot und Schwarz, und das ist gut so! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: ... statt im Nationalrat zu sein, Fußball geschaut?
Das wissen Sie auch ganz genau, deswegen 2017! Inhaltlich wäre das so ähnlich, wie wenn sich der neue österreichische Teamchef Marcel Koller nach der gestrigen Niederlage, nach der schmerzlichen Niederlage gegen die Ukraine, hingestellt und gesagt hätte: „Mein Credo lautet, ab 2017 verliert die österreichische Fußball-Nationalmannschaft kein Spiel mehr!“ (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: ... statt im Nationalrat zu sein, Fußball geschaut?) Das wäre genau das Gleiche, wenn er das gesagt hätte. Zugleich sagt er aber nicht dazu: mit wem, mit welcher Strategie, mit welchen Spielern; ja verglichen mit Ihnen weiß er nicht einmal mehr, mit welchem Spielgerät überhaupt gespielt wird, so arm sind Sie dran. Das ist doch wirklich jämmerlich, was Sie hier aufführen! Das ist nicht nachvollziehbar, und das glaubt Ihnen in Wirklichkeit auch niemand.
Beifall beim BZÖ.
Ich sage Ihnen etwas: Die einzig wirksame Schuldenbremse kann nur die sein, die in unmittelbarem Zusammenhang und in Verbindung mit drei Dingen steht, nämlich mit einem sofortigen Gebührenstopp, mit einer Steuersenkung inklusive Steuerreform und einer Strukturreform in Staat, Verwaltung und Bürokratie! (Beifall beim BZÖ.) Denn sonst wird diese Schuldenbremse nicht zur Schuldenbremse, sondern zur Schuldenfalle für die österreichischen Steuerzahler.
Beifall beim BZÖ.
Aber Sie reden von der Schuldenbremse, für die dann die Österreicher natürlich noch einmal zur Kasse gebeten werden. Ja wie oft schröpfen Sie denn die Menschen noch in diesem Land? – Einmal für die griechischen Schulden, einmal fürs eigene Versagen in der österreichischen Innenpolitik, und jetzt noch einmal für eine fiktive Schuldenbremse ab dem Jahr 2017: Das ist eine Politik der Bankrotterklärung, aber keine umsichtige, weitsichtige Regierungspolitik, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Vor 15 Jahren – das ist Weitsichtigkeit in der Politik, Frau Ministerin! Das ist weitsichtig, wenn jemand bereits spürt, in seinem politischen Leben spürt, was passieren kann, und davor warnt. Aber keine Weitsichtigkeit ist es, irgendetwas Nebuloses anzukündigen, nicht zu wissen, was es bedeutet, und letztlich die Menschen dafür bluten und zahlen zu lassen. Da machen wir nicht mit! Das ist eine Politik des Scheiterns, die wir auf das Massivste kritisieren und bekämpfen werden. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Krainer: Westenthaler war Klubobmann, als Griechenland aufgenommen worden ist – und tut so, als ob er nichts damit zu tun hätte!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Schittenhelm. – Bitte. (Abg. Krainer: Westenthaler war Klubobmann, als Griechenland aufgenommen worden ist – und tut so, als ob er nichts damit zu tun hätte!)
Abg. Scheibner: Besser eine ehrliche Lautstärke ...!
Abgeordnete Dorothea Schittenhelm (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Bundesministerin! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Die Lautstärke ist nicht immer das, was dann eigentlich auch zum Inhalt passt, wenn man hier von Tatsachen spricht. (Abg. Scheibner: Besser eine ehrliche Lautstärke ...!) Ich frage Sie schon, Herr Kollege Westenthaler: Was machen Sie hier in diesem Haus, im österreichischen Parlament, als Vertreter der Bevölkerung?
Abg. Ing. Westenthaler: Ich bin Abgeordneter, genauso wie Sie!
Sie sind rechtskräftig verurteilt, stellen sich hierher (Abg. Ing. Westenthaler: Ich bin Abgeordneter, genauso wie Sie!) und schütten die Damen und Herren der Bundesregierung an. (Abg. Scheibner: Sehr schwach! Sehr schwach!) Sie schlagen hier vor ... (Zwischenrufe beim BZÖ.) Sie reden hier von Kanalgebühren, die die Gemeinden verordnen. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie sind das Allerletzte da herinnen! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Scheibner: Sehr schwach! Sehr schwach!
Sie sind rechtskräftig verurteilt, stellen sich hierher (Abg. Ing. Westenthaler: Ich bin Abgeordneter, genauso wie Sie!) und schütten die Damen und Herren der Bundesregierung an. (Abg. Scheibner: Sehr schwach! Sehr schwach!) Sie schlagen hier vor ... (Zwischenrufe beim BZÖ.) Sie reden hier von Kanalgebühren, die die Gemeinden verordnen. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie sind das Allerletzte da herinnen! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.)
Zwischenrufe beim BZÖ.
Sie sind rechtskräftig verurteilt, stellen sich hierher (Abg. Ing. Westenthaler: Ich bin Abgeordneter, genauso wie Sie!) und schütten die Damen und Herren der Bundesregierung an. (Abg. Scheibner: Sehr schwach! Sehr schwach!) Sie schlagen hier vor ... (Zwischenrufe beim BZÖ.) Sie reden hier von Kanalgebühren, die die Gemeinden verordnen. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie sind das Allerletzte da herinnen! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Sie sind das Allerletzte da herinnen! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
Sie sind rechtskräftig verurteilt, stellen sich hierher (Abg. Ing. Westenthaler: Ich bin Abgeordneter, genauso wie Sie!) und schütten die Damen und Herren der Bundesregierung an. (Abg. Scheibner: Sehr schwach! Sehr schwach!) Sie schlagen hier vor ... (Zwischenrufe beim BZÖ.) Sie reden hier von Kanalgebühren, die die Gemeinden verordnen. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie sind das Allerletzte da herinnen! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Das Allerletzte vom Letzten!
Auch Herr Stadler spricht hier von „Schurken“, meine Damen und Herren. (Abg. Ing. Westenthaler: Das Allerletzte vom Letzten!) „Schurken“, diesen Begriff – und ich habe sie auch gesehen, die Schurken, vor mehreren Tagen und Wochen: Das war, als Gaddafi gestürzt wurde, als seine Handlanger dort auf offener Straße die Zivilbevölkerung erschossen haben. Das sind für mich Schurken. Hier wird von Ihnen, Herr Stadler, dieses Wort für die Mitglieder der österreichischen Bundesregierung verwendet. (Abg. Ing. Westenthaler: Ihr seid politische Schurken!)
Abg. Ing. Westenthaler: Ihr seid politische Schurken!
Auch Herr Stadler spricht hier von „Schurken“, meine Damen und Herren. (Abg. Ing. Westenthaler: Das Allerletzte vom Letzten!) „Schurken“, diesen Begriff – und ich habe sie auch gesehen, die Schurken, vor mehreren Tagen und Wochen: Das war, als Gaddafi gestürzt wurde, als seine Handlanger dort auf offener Straße die Zivilbevölkerung erschossen haben. Das sind für mich Schurken. Hier wird von Ihnen, Herr Stadler, dieses Wort für die Mitglieder der österreichischen Bundesregierung verwendet. (Abg. Ing. Westenthaler: Ihr seid politische Schurken!)
Abg. Mag. Stadler: Sie sollten zugeben, dass ich Sie intellektuell überfordert habe!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir diskutieren heute und in den nächsten Tagen verschiedenste Budgetbereiche. (Abg. Mag. Stadler: Sie sollten zugeben, dass ich Sie intellektuell überfordert habe!) Wir diskutieren heute ganz einfach die verantwortungsvolle Aufteilung und Zuordnung der Steuergelder der Österreicherinnen und Österreicher, die sie hart erarbeitet haben. (Abg. Grosz: Ist das eine Jungfernrede?) Diese Zuteilung erfolgt in großer Verantwortung unserer Finanzministerin Maria Fekter, die sehr wohl auf eine nachhaltige und stabile Entwicklung unseres Landes setzt. (Abg. Ing. Westenthaler: Ist das eine Jungfernrede?)
Abg. Grosz: Ist das eine Jungfernrede?
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir diskutieren heute und in den nächsten Tagen verschiedenste Budgetbereiche. (Abg. Mag. Stadler: Sie sollten zugeben, dass ich Sie intellektuell überfordert habe!) Wir diskutieren heute ganz einfach die verantwortungsvolle Aufteilung und Zuordnung der Steuergelder der Österreicherinnen und Österreicher, die sie hart erarbeitet haben. (Abg. Grosz: Ist das eine Jungfernrede?) Diese Zuteilung erfolgt in großer Verantwortung unserer Finanzministerin Maria Fekter, die sehr wohl auf eine nachhaltige und stabile Entwicklung unseres Landes setzt. (Abg. Ing. Westenthaler: Ist das eine Jungfernrede?)
Abg. Ing. Westenthaler: Ist das eine Jungfernrede?
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir diskutieren heute und in den nächsten Tagen verschiedenste Budgetbereiche. (Abg. Mag. Stadler: Sie sollten zugeben, dass ich Sie intellektuell überfordert habe!) Wir diskutieren heute ganz einfach die verantwortungsvolle Aufteilung und Zuordnung der Steuergelder der Österreicherinnen und Österreicher, die sie hart erarbeitet haben. (Abg. Grosz: Ist das eine Jungfernrede?) Diese Zuteilung erfolgt in großer Verantwortung unserer Finanzministerin Maria Fekter, die sehr wohl auf eine nachhaltige und stabile Entwicklung unseres Landes setzt. (Abg. Ing. Westenthaler: Ist das eine Jungfernrede?)
Abg. Huber: Hört, hört!
Meine Damen und Herren! „Genieße jetzt und zahle später“, das ist vorbei, das wissen wir. Aber mit diesem Budget, das Maria Fekter vorgelegt hat, haben wir eine neue Kultur der Leistung und der sozialen Verantwortung eingeleitet. (Abg. Huber: Hört, hört!) Ich möchte vielleicht einen Vergleich zum Autofahren bringen. Wir alle fahren Autos (Abg. Bucher: Mehrere?), und wenn wir merken, dass durch Fremdeinwirkung
Abg. Bucher: Mehrere?
Meine Damen und Herren! „Genieße jetzt und zahle später“, das ist vorbei, das wissen wir. Aber mit diesem Budget, das Maria Fekter vorgelegt hat, haben wir eine neue Kultur der Leistung und der sozialen Verantwortung eingeleitet. (Abg. Huber: Hört, hört!) Ich möchte vielleicht einen Vergleich zum Autofahren bringen. Wir alle fahren Autos (Abg. Bucher: Mehrere?), und wenn wir merken, dass durch Fremdeinwirkung
Abg. Ing. Westenthaler: Wie oft kommen Sie ins Schleudern?
oder vielleicht auch durch eigene Unachtsamkeit das Auto ins Schleudern kommt, was machen wir denn dann? – Wir halten das Lenkrad fest (Abg. Ing. Westenthaler: Wie oft kommen Sie ins Schleudern?), wir verbremsen vorsichtig, um nicht allzu fest anzubremsen. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist die Budgetdebatte! Die Verkehrsdebatte kommt erst!) Wir versuchen, das Fahrzeug zu stabilisieren und auch wieder auf die richtige Spur zu bringen. (Abg. Ing. Westenthaler: Wie oft schleudert es Sie?) Genau das ist es, was wir brauchen: die Schuldenbremse (Abg. Dr. Rosenkranz: Das war die Bremsphase ...!), die nun auch hier von beiden Koalitionsparteien beschlossen wurde. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist die Budgetdebatte! Die Verkehrsdebatte kommt erst!
oder vielleicht auch durch eigene Unachtsamkeit das Auto ins Schleudern kommt, was machen wir denn dann? – Wir halten das Lenkrad fest (Abg. Ing. Westenthaler: Wie oft kommen Sie ins Schleudern?), wir verbremsen vorsichtig, um nicht allzu fest anzubremsen. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist die Budgetdebatte! Die Verkehrsdebatte kommt erst!) Wir versuchen, das Fahrzeug zu stabilisieren und auch wieder auf die richtige Spur zu bringen. (Abg. Ing. Westenthaler: Wie oft schleudert es Sie?) Genau das ist es, was wir brauchen: die Schuldenbremse (Abg. Dr. Rosenkranz: Das war die Bremsphase ...!), die nun auch hier von beiden Koalitionsparteien beschlossen wurde. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Wie oft schleudert es Sie?
oder vielleicht auch durch eigene Unachtsamkeit das Auto ins Schleudern kommt, was machen wir denn dann? – Wir halten das Lenkrad fest (Abg. Ing. Westenthaler: Wie oft kommen Sie ins Schleudern?), wir verbremsen vorsichtig, um nicht allzu fest anzubremsen. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist die Budgetdebatte! Die Verkehrsdebatte kommt erst!) Wir versuchen, das Fahrzeug zu stabilisieren und auch wieder auf die richtige Spur zu bringen. (Abg. Ing. Westenthaler: Wie oft schleudert es Sie?) Genau das ist es, was wir brauchen: die Schuldenbremse (Abg. Dr. Rosenkranz: Das war die Bremsphase ...!), die nun auch hier von beiden Koalitionsparteien beschlossen wurde. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Das war die Bremsphase ...!
oder vielleicht auch durch eigene Unachtsamkeit das Auto ins Schleudern kommt, was machen wir denn dann? – Wir halten das Lenkrad fest (Abg. Ing. Westenthaler: Wie oft kommen Sie ins Schleudern?), wir verbremsen vorsichtig, um nicht allzu fest anzubremsen. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist die Budgetdebatte! Die Verkehrsdebatte kommt erst!) Wir versuchen, das Fahrzeug zu stabilisieren und auch wieder auf die richtige Spur zu bringen. (Abg. Ing. Westenthaler: Wie oft schleudert es Sie?) Genau das ist es, was wir brauchen: die Schuldenbremse (Abg. Dr. Rosenkranz: Das war die Bremsphase ...!), die nun auch hier von beiden Koalitionsparteien beschlossen wurde. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
oder vielleicht auch durch eigene Unachtsamkeit das Auto ins Schleudern kommt, was machen wir denn dann? – Wir halten das Lenkrad fest (Abg. Ing. Westenthaler: Wie oft kommen Sie ins Schleudern?), wir verbremsen vorsichtig, um nicht allzu fest anzubremsen. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist die Budgetdebatte! Die Verkehrsdebatte kommt erst!) Wir versuchen, das Fahrzeug zu stabilisieren und auch wieder auf die richtige Spur zu bringen. (Abg. Ing. Westenthaler: Wie oft schleudert es Sie?) Genau das ist es, was wir brauchen: die Schuldenbremse (Abg. Dr. Rosenkranz: Das war die Bremsphase ...!), die nun auch hier von beiden Koalitionsparteien beschlossen wurde. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Themessl: Wie würdet ihr eigentlich ...?
Meine Damen und Herren, genau diese Schuldenbremse ist es, die dazu führen wird, dass keine Sünden wie in der Vergangenheit auch in Zukunft begangen werden. Das ist ein ganz wichtiger und wesentlicher Schritt. (Abg. Themessl: Wie würdet ihr eigentlich ...?) Trotzdem wissen wir natürlich ganz genau – und wir verschließen davor auch nicht die Augen –, dass zurzeit zu viele Mittel in die Vergangenheit fließen. (Abg. Mag. Stadler: Ihr könnt ...! Ich möchte es verstehen!) Die Zinsen und die Schuldenbewältigung (Abg. Grosz: Die können Sie beim ÖAMTC halten, die Rede!) lassen uns zurzeit sehr wenig, um nicht zu sagen keinen Spielraum für Investitionen in die Bereiche Bildung, Wissenschaft und Forschung, und ohne diese Investitionen werden wir im internationalen Wettbewerb natürlich nicht bestehen können.
Abg. Mag. Stadler: Ihr könnt ...! Ich möchte es verstehen!
Meine Damen und Herren, genau diese Schuldenbremse ist es, die dazu führen wird, dass keine Sünden wie in der Vergangenheit auch in Zukunft begangen werden. Das ist ein ganz wichtiger und wesentlicher Schritt. (Abg. Themessl: Wie würdet ihr eigentlich ...?) Trotzdem wissen wir natürlich ganz genau – und wir verschließen davor auch nicht die Augen –, dass zurzeit zu viele Mittel in die Vergangenheit fließen. (Abg. Mag. Stadler: Ihr könnt ...! Ich möchte es verstehen!) Die Zinsen und die Schuldenbewältigung (Abg. Grosz: Die können Sie beim ÖAMTC halten, die Rede!) lassen uns zurzeit sehr wenig, um nicht zu sagen keinen Spielraum für Investitionen in die Bereiche Bildung, Wissenschaft und Forschung, und ohne diese Investitionen werden wir im internationalen Wettbewerb natürlich nicht bestehen können.
Abg. Grosz: Die können Sie beim ÖAMTC halten, die Rede!
Meine Damen und Herren, genau diese Schuldenbremse ist es, die dazu führen wird, dass keine Sünden wie in der Vergangenheit auch in Zukunft begangen werden. Das ist ein ganz wichtiger und wesentlicher Schritt. (Abg. Themessl: Wie würdet ihr eigentlich ...?) Trotzdem wissen wir natürlich ganz genau – und wir verschließen davor auch nicht die Augen –, dass zurzeit zu viele Mittel in die Vergangenheit fließen. (Abg. Mag. Stadler: Ihr könnt ...! Ich möchte es verstehen!) Die Zinsen und die Schuldenbewältigung (Abg. Grosz: Die können Sie beim ÖAMTC halten, die Rede!) lassen uns zurzeit sehr wenig, um nicht zu sagen keinen Spielraum für Investitionen in die Bereiche Bildung, Wissenschaft und Forschung, und ohne diese Investitionen werden wir im internationalen Wettbewerb natürlich nicht bestehen können.
Abg. Krainer: ... ist nur falsch!
Wir von der Österreichischen Volkspartei stehen zum dichten sozialen Netz, das wir in der Republik haben, meine Damen und Herren! Aber dennoch möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass zwei von acht Millionen Österreicherinnen und Österreichern, zwei von acht Millionen Bürgerinnen und Bürgern den Sozialstaat finanzieren, indem 30 Prozent der Bürger/innen in das Transfersystem einzahlen, und 70 Prozent werden aus diesem Bereich als sogenannte Nettoempfänger finanziert. Meine Damen und Herren, ich glaube, es ist uns bewusst, dass das keine Balance ist, sondern eine große Schieflage darstellt. Hier muss natürlich eingegriffen werden. (Abg. Krainer: ... ist nur falsch!)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Mag. Wurm.
Grundsätzlich ist klar erkennbar, dass der Gender-Aspekt bereits in allen Ressorts Einzug gehalten hat und dass es hier Verbesserungen gibt. Aber es ist natürlich noch weiter daran zu arbeiten, denn wir Frauen – meine Damen und Herren, das ist wohl unbestritten – leisten nicht nur unseren Beitrag in den Familien, in den Unternehmen und Betrieben, auch in vielen sozialen Vereinen ehrenamtlich, wir Frauen leisten auch unseren Beitrag zu einer soliden und nachhaltigen Budgetpolitik, denn wir stehen für Stabilität, Sicherheit und breiten Wohlstand. Das wollen wir alle in der Republik, Frauen und Männer. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Mag. Wurm.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein (FPÖ): Herr Präsident! Liebe Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Wir haben heute Budgetdebatte, aber übers Budget ist so gut wie überhaupt noch nichts gesprochen worden. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Alle Geschichten, die Sie hier erzählen, handeln von einer Schuldenbremse. Aber Schuldenbremse gibt es in diesem Budget keine, weil Sie keine eingezogen haben, weil die Finanzministerin – wo auch immer sie jetzt sein mag, ich wünsche ihr einen guten Appetit – eine Mehrverschuldung von 9 Milliarden € für Österreich beschließen lassen möchte. Wo ist da eine Schuldenbremse? Eine solche hätte die Finanzministerin ja machen können! Sie braucht es gar nicht in der Verfassung oder sonst irgendwo auf einem Papierl stehen haben, sie kann es machen. Es kann diese Bundesregierung sparen, keiner wird etwas dagegen haben. Aber das ist nicht geschehen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn Sie diese Schuldenbremse auch noch so oft in den Mund nehmen, so hat man heute im Laufe der Debatte doch eines gehört: Weder Sie von rechts noch Sie von links wissen, was da drinstehen soll; Sie wollen neue Steuern – Sie wollen auf gar keinen Fall neue Steuern. Aber beide sind Sie sich einig: Die böse, böse Opposition muss unbedingt mit, und wenn sie nicht mitgeht, damit Sie diese komische Schuldenbremse in die Verfassung bekommen, dann ist die Opposition die Böse. Allerdings wissen Sie noch gar nicht, was drinnen sein soll, und Sie sind sich noch gar nicht einig, frei nach dem Motto: Jeder läuft, aber keiner weiß, wohin. Und da wollen Sie unsere Zustimmung? – Die werden Sie nicht bekommen, das kann ich Ihnen sagen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Frau Bundesminister hat heute einen sehr verräterischen Satz gesagt. Sie hat wörtlich gesagt: Wir bemühen uns, Stabilität zu signalisieren. – Bitte, was heißt denn das? Frau Bundesminister, Sie sollen nicht irgendetwas signalisieren, sondern Sie sollen Stabilität schaffen! (Beifall bei der FPÖ.) Das ist Ihre Aufgabe, und nicht, sich zu bemühen, irgendeinen Schein zu signalisieren. Das ist der falsche Weg, denn genau dieser Weg führt uns dorthin, wo wir hinmarschieren, nämlich hinein in die Schuldenfalle.
Beifall bei der FPÖ.
innerhalb von sieben Tagen überweisen. Sie überweisen irgendwohin, da brauchen Sie keine Schuldenbremse mehr: Österreich wird ausgebrannt durch diesen ESM! Das ist doch der wahre Hintergrund, warum Sie auf der anderen Seite den Österreicherinnen und Österreichern das Geld aus der Tasche ziehen wollen. Das ist Ihre Politik, und das ist eine verfehlte Politik! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Diese Politik dient nur dazu, dass Sie vor Brüssel wieder knien, dass Sie vor Brüssel Knecht sind und dass Sie unser Geld, das Geld unserer Steuerzahler, das hart erarbeitete Geld nach Brüssel schicken werden. Das ist Ihr Hintergedanke bei Ihrem ganzen Stabilitäts- und Schuldenbremsengefasel, das Sie ja selbst gar nicht ernst nehmen. Denn würden Sie es ernst nehmen, Frau Bundesminister, dann bräuchten Sie es nicht jetzt zu sagen, dann bräuchten Sie nicht heute – oder am Freitag – über ein Budget abstimmen lassen, in dem das alles gar nicht drinnen ist. Sie machen hier also eine doppelbödige Politik, die durchschaubar ist. Das haben auch die Menschen in diesem Land längst durchschaut, und das wissen Sie. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wissen Sie, was das ist? – Das ist der Weg zur Diktatur! Jede Diktatur versucht es zu verheimlichen, nur die ESM-Diktatur in Brüssel nicht. (Beifall bei der FPÖ.) Das ist der wahre Skandal in dieser Geschichte.
Beifall bei der FPÖ.
Sie stellen sich noch her und sagen, das heutige Budget ist ja so wunderbar, wir werden jetzt die Schuldenbremse einziehen, und dann wird alles besser werden. – Nichts wird besser werden! Das wissen Sie ganz genau. Sie wollen nur eine Geldumverteilung, und daher ist es so, dass Sie einsparen. Sie haben jetzt schon bei Pflegebedürftigen gespart, und zwar massiv, denn Sie haben nicht nur den Zugang erschwert, sondern Sie haben jeder Menge Menschen das Pflegegeld einfach reduziert und wieder weggenommen. Da gibt es Zahlen, da gibt es Statistiken, und da gibt es zahlreiche Menschen, die das auch schon aufgezeigt haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie nehmen es den Kranken weg, Sie nehmen es den Familien weg. Kollege Krainer hat ja heute schon gesagt, es wird dann auch noch die Absetzbarkeit für die Kinderbetreuung gestrichen werden. Sie nehmen es den Menschen überall da weg, wo es notwendig ist. Vor allem im Sozialbereich, bei den Pensionen, da nehmen Sie den Menschen das Geld weg, damit Sie es dann via ESM nach Griechenland, vielleicht noch nach Portugal oder sonst wohin verschiffen können. Diese Politik ist schäbig, Frau Bundesminister! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Krainer – in Richtung der sich zu ihrem Sitzplatz begebenden Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein –: Der Umgang mit der Wahrheit, den Sie praktizieren – das ist schäbig!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Pendl. – Bitte. (Abg. Krainer – in Richtung der sich zu ihrem Sitzplatz begebenden Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein –: Der Umgang mit der Wahrheit, den Sie praktizieren – das ist schäbig!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich glaube auch, meine sehr geehrten Damen und Herren, dass es sich die Institutionen, die obersten Organe und auch das Bundeskanzleramt eigentlich verdient hätten, dass ein paar Sätze dazugesagt werden. Ich habe nichts gegen eine Generaldebatte, aber wenn das bis Freitag so weitergeht, dann brauchen wir in Wirklichkeit über kein einziges Budgetkapitel zu diskutieren, denn es ist an und für sich ohnehin immer dasselbe: Für alle Kapitel soll mehr Geld ausgegeben werden, aber Schulden sollen keine gemacht werden. Das ist ja ein Spiel, das nicht aufgeht. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Danke!
Lassen Sie mich aber zwei, drei Sätze zu den Obersten Organen, zur Bundesgesetzgebung sagen. Kollege Westenthaler, da können wir gemeinsam lachen oder auch nicht (Abg. Ing. Westenthaler: Danke!), ich stehe nicht an, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Parlamentsdirektion für ihre Unterstützung das ganze Jahr über sehr herzlich danke zu sagen. Ich glaube, das könnten wir doch gemeinsam tun, da brauchen wir uns nicht auch noch auseinanderdividieren zu lassen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Lassen Sie mich aber zwei, drei Sätze zu den Obersten Organen, zur Bundesgesetzgebung sagen. Kollege Westenthaler, da können wir gemeinsam lachen oder auch nicht (Abg. Ing. Westenthaler: Danke!), ich stehe nicht an, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Parlamentsdirektion für ihre Unterstützung das ganze Jahr über sehr herzlich danke zu sagen. Ich glaube, das könnten wir doch gemeinsam tun, da brauchen wir uns nicht auch noch auseinanderdividieren zu lassen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Ursula Haubner: Nicht schon wieder einladen!
Es steht einiges zur Diskussion an, das wir eigentlich bei gutem Willen sofort beschließen könnten. Aber ich hätte einen Wunsch: Wir sind Monate gesessen – in Wirklichkeit zwei Jahre – und sind eigentlich auch mit den neuen Immunitätsbestimmungen fertig. Wir haben gesagt, wir schaffen die außerberufliche Immunität ab und stärken die berufliche. Wir könnten, wenn wir uns zusammensetzen – und dazu lade ich alle ein (Abg. Ursula Haubner: Nicht schon wieder einladen!) –, auch diesen Part sehr rasch abarbeiten und hätten schon wieder einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gemacht, ohne dass wir uns immer nur erzählen, was schlecht ist und was nicht sein soll. Dazu, zu diesem konstruktiven Part, lade ich Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren, sehr herzlich ein. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Es steht einiges zur Diskussion an, das wir eigentlich bei gutem Willen sofort beschließen könnten. Aber ich hätte einen Wunsch: Wir sind Monate gesessen – in Wirklichkeit zwei Jahre – und sind eigentlich auch mit den neuen Immunitätsbestimmungen fertig. Wir haben gesagt, wir schaffen die außerberufliche Immunität ab und stärken die berufliche. Wir könnten, wenn wir uns zusammensetzen – und dazu lade ich alle ein (Abg. Ursula Haubner: Nicht schon wieder einladen!) –, auch diesen Part sehr rasch abarbeiten und hätten schon wieder einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gemacht, ohne dass wir uns immer nur erzählen, was schlecht ist und was nicht sein soll. Dazu, zu diesem konstruktiven Part, lade ich Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren, sehr herzlich ein. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Franz.
Und wenn die Budgetdebatte heute so oder so gesehen wird, so sage ich, ich bin schon sehr, sehr stolz darauf, dass wir unseren Faktor der Stabilität so definieren können, dass wir innerhalb dieses Staatengefüges in Europa noch immer einen sicheren Platz einnehmen und uns gleichzeitig aber auch dazu bekennen, anderen, die Hilfe brauchen, die nötige Hilfe zukommen zu lassen. Nur ein geeintes Europa kann ein sozial starkes und ein wirtschaftspolitisch starkes Europa bleiben! Das sollten wir alle nicht vergessen. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Franz.)
Beifall bei der SPÖ.
Auch ich stehe nicht an, danke zu sagen, und ich möchte mich bei allen, die in diesem Bereich arbeiten, sehr, sehr herzlich bedanken. Denn all diese Frauen, die für Frauen arbeiten, leisten hervorragende Arbeit. Und das sind selbstverständlich auch Leistungsträgerinnen für mich, genauso wie die Güssinger Pendlerin oder die Wissenschaftlerin. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Bitte seien Sie bei uns, beschließen Sie dieses Budget mit uns gemeinsam, denn es ist für die Österreicherinnen und Österreicher. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Sie wissen, ich habe nichts gegen Bewusstseinsbildung, und gerade in dem Bereich und in Ihrem Ressort ist es ganz wichtig, dass man bewusstseinsbildende Maßnahmen setzt. Aber es ist meiner Ansicht nach schon die Frage zu stellen, in welchem Verhältnis das steht. Wenn wir mittlerweile von Inseratenkampagnen mehr als überrollt werden, dann ist es für mich nicht mehr nur Bewusstseinsbildung, sondern es sind offensichtlich Eigen-PR-Maßnahmen, die ich nicht mehr gutheiße und die in Frage zu stellen sind. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
dann vielleicht unterstützend einschreiten. Es gibt zum Beispiel die Frauenbibliotheken: Sämtliche auf Frauen- und Genderthemen spezialisierte Bibliotheken sind von der Sperrung bedroht. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) – Sie bekommen es von anderen Ressorts, aber man müsste da einschreiten und genau hinschauen. Wenn das Bildungsministerium kein Geld mehr dafür hergibt, kann es nicht sein, dass sie zusperren müssen, weil sie, wie wir alle wissen, wertvolle Arbeit leisten.
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Es wäre mir wichtig, dass wir das offen und auch ressortübergreifend diskutieren. Wenn dort das Geld fehlt, dann muss es woanders herkommen. Es kann nicht sein, dass sie zusperren müssen. Da geht es zum Beispiel um eine Einrichtung wie das Frauengesundheitszentrum in Graz, wo Mädchen und Frauen sehr gute Beratung bekommen und sich die besten Bücher ausleihen können. Diese Bibliothek ist gefährdet. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) – Ja, das müssen die Ressorts unter sich ausmachen. Meine Aufgabe ist es, darauf hinzuweisen und den Finger darauf zu legen.
Beifall bei den Grünen.
Frau Ministerin, ich würde mir daher von Ihnen wirklich wünschen, dass Sie es sich überlegen, wie viel Sie ausgeben für PR- und Öffentlichkeitsmaßnahmen. Es ist nichts gegen die vielen Veranstaltungen zu sagen, aber es sind immerhin nur 1,2 € pro Frau, die es im Frauenressort gibt, und die sollten vernünftig und nachhaltig eingesetzt werden. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Ing. Westenthaler: Glauben Sie Ihre eigene Propaganda?
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Ministerinnen! Herr Staatssekretär! Herr Rechnungshofpräsident! Meine sehr geehrten Volksanwälte! Die Generaldebatte sollte eigentlich dazu dienen, zu beleuchten: Wo steht unsere Republik heute, am 16. November 2011? – Sicherlich nicht dort, wo sie Abgeordneter Stadler gesehen hat oder Abgeordneter Westenthaler, nicht auf dem letzten Platz der EU-27. Das Gegenteil ist der Fall. Österreich ist ganz vorne mit dabei. (Abg. Ing. Westenthaler: Glauben Sie Ihre eigene Propaganda?) Und das ist die zentrale Aufgabe dieser Bundesregierung: alles zu tun, dass Österreich ganz vorne bleibt. (Abg. Grosz: Glaubt ihr das auch noch?) Das, meine Damen und Herren, ist das, was uns unterscheidet: Sie bleiben beim Schlechtreden stehen, wir unternehmen alle Anstrengungen, um Österreich an der Spitze zu halten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.)
Abg. Grosz: Glaubt ihr das auch noch?
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Ministerinnen! Herr Staatssekretär! Herr Rechnungshofpräsident! Meine sehr geehrten Volksanwälte! Die Generaldebatte sollte eigentlich dazu dienen, zu beleuchten: Wo steht unsere Republik heute, am 16. November 2011? – Sicherlich nicht dort, wo sie Abgeordneter Stadler gesehen hat oder Abgeordneter Westenthaler, nicht auf dem letzten Platz der EU-27. Das Gegenteil ist der Fall. Österreich ist ganz vorne mit dabei. (Abg. Ing. Westenthaler: Glauben Sie Ihre eigene Propaganda?) Und das ist die zentrale Aufgabe dieser Bundesregierung: alles zu tun, dass Österreich ganz vorne bleibt. (Abg. Grosz: Glaubt ihr das auch noch?) Das, meine Damen und Herren, ist das, was uns unterscheidet: Sie bleiben beim Schlechtreden stehen, wir unternehmen alle Anstrengungen, um Österreich an der Spitze zu halten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Ministerinnen! Herr Staatssekretär! Herr Rechnungshofpräsident! Meine sehr geehrten Volksanwälte! Die Generaldebatte sollte eigentlich dazu dienen, zu beleuchten: Wo steht unsere Republik heute, am 16. November 2011? – Sicherlich nicht dort, wo sie Abgeordneter Stadler gesehen hat oder Abgeordneter Westenthaler, nicht auf dem letzten Platz der EU-27. Das Gegenteil ist der Fall. Österreich ist ganz vorne mit dabei. (Abg. Ing. Westenthaler: Glauben Sie Ihre eigene Propaganda?) Und das ist die zentrale Aufgabe dieser Bundesregierung: alles zu tun, dass Österreich ganz vorne bleibt. (Abg. Grosz: Glaubt ihr das auch noch?) Das, meine Damen und Herren, ist das, was uns unterscheidet: Sie bleiben beim Schlechtreden stehen, wir unternehmen alle Anstrengungen, um Österreich an der Spitze zu halten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Was geschieht denn in Ihrer Regierungszeit?
Es sind internationale Experten, die dieser Bundesregierung ein sehr, sehr gutes Zeugnis ausgestellt haben, was die Krisenbewältigung betrifft. Und die Entwicklung in Europa ist viel zu ernst, Herr Kollege Grosz, um hier zu blödeln. Das möchte ich Ihnen schon ganz deutlich sagen. Die Lage ist zu ernst, um so zu blödeln, wie Sie das ständig machen, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Was geschieht denn in Ihrer Regierungszeit?)
Abg. Petzner: Fragen Sie einmal die Leute auf der Straße!
Dazu, dass Herr Klubobmann Bucher gemeint hat, wir jammern: Nein, wir jammern nicht. Wir sind durchaus zufrieden mit dem, was diese Bundesregierung an Lebensqualität in diesem Land schafft. (Abg. Petzner: Fragen Sie einmal die Leute auf der Straße!) Sie hören es nicht gerne, aber ich sage es Ihnen trotzdem: Das Wichtigste für die Menschen (Abg. Petzner: Reden Sie mit den Leuten!) – Ja, ich rede mit den Leuten. Das Wichtigste für die Menschen ist, Arbeit zu haben, und wenn wir die niedrigste Arbeitslosigkeit in Europa haben, dann ist das eine große Leistung dieser Bundesregierung! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Völlig abgehoben!) – Nicht abgehoben, Kollege Petzner, überhaupt nicht!
Abg. Petzner: Reden Sie mit den Leuten!
Dazu, dass Herr Klubobmann Bucher gemeint hat, wir jammern: Nein, wir jammern nicht. Wir sind durchaus zufrieden mit dem, was diese Bundesregierung an Lebensqualität in diesem Land schafft. (Abg. Petzner: Fragen Sie einmal die Leute auf der Straße!) Sie hören es nicht gerne, aber ich sage es Ihnen trotzdem: Das Wichtigste für die Menschen (Abg. Petzner: Reden Sie mit den Leuten!) – Ja, ich rede mit den Leuten. Das Wichtigste für die Menschen ist, Arbeit zu haben, und wenn wir die niedrigste Arbeitslosigkeit in Europa haben, dann ist das eine große Leistung dieser Bundesregierung! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Völlig abgehoben!) – Nicht abgehoben, Kollege Petzner, überhaupt nicht!
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Völlig abgehoben!
Dazu, dass Herr Klubobmann Bucher gemeint hat, wir jammern: Nein, wir jammern nicht. Wir sind durchaus zufrieden mit dem, was diese Bundesregierung an Lebensqualität in diesem Land schafft. (Abg. Petzner: Fragen Sie einmal die Leute auf der Straße!) Sie hören es nicht gerne, aber ich sage es Ihnen trotzdem: Das Wichtigste für die Menschen (Abg. Petzner: Reden Sie mit den Leuten!) – Ja, ich rede mit den Leuten. Das Wichtigste für die Menschen ist, Arbeit zu haben, und wenn wir die niedrigste Arbeitslosigkeit in Europa haben, dann ist das eine große Leistung dieser Bundesregierung! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Völlig abgehoben!) – Nicht abgehoben, Kollege Petzner, überhaupt nicht!
Abg. Dr. Lichtenecker: Aber in Oberösterreich ist es anders!
Da auch die Grünen immer wieder hier im Plenum Reformeifer zeigen: Kollegin, in Wien hätten Sie die Möglichkeit, das Sonderpensionsrecht zu beenden. Warum tun Sie es nicht? Das sind 300 Millionen € Zusatzkosten. (Abg. Dr. Lichtenecker: Aber in Oberösterreich ist es anders!)
Beifall bei der ÖVP.
Ihr Abgeordneter Walser ist vorhin herausgekommen, um hier Präsidenten Neugebauer anzusprechen. Präsident Neugebauer war bereit, im Bund die Pensionsreform, diese Harmonisierung mitzumachen. Sie in Wien hätten Zeit, jetzt in der Regierung das nachzuvollziehen, was mit Präsident Neugebauer auf Bundesebene schon vor Jahren möglich war, um so für mehr Pensionsgerechtigkeit zu sorgen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Krainer: Wie oft findet man Ihre Leute in diesen Blättern!
Es ist sehr leicht, sich hier herzustellen und zu kritisieren: zu viel Geld für Inserate. Wenn ich mir die Wiener Gratiszeitungen anschaue, wie oft lachen da mittlerweile schon grüne Stadträte heraus. Sicherlich bezahlte Anzeigen. Ich habe es seit Jahren schon mehrmals hier im Hohen Haus aufgezeigt. (Abg. Krainer: Wie oft findet man Ihre Leute in diesen Blättern!) In Oberösterreich wird seitens der Grünen auch diese Politik gemacht.
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Daher sage ich Ihnen, wir müssen uns sehr anstrengen, damit Österreich dort bleibt, wo es ist, nämlich an der Spitze. Dieses dreifache A, dieses Triple A, muss hart erarbeitet werden. Und da bin ich ja gespannt, was die Opposition in den nächsten Jahren hier an Bereitschaft aufbringen wird, Reformen umzusetzen, die nicht immer angenehm sein werden. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben hier eine Reihe von Aufgaben zu erfüllen. Ich habe schon die Sonderpensionsregelungen erwähnt, die es in Wien gibt. Der Rechnungshof hat errechnet, dass allein das Zusatzkosten von mehr als 300 Millionen € ausmacht. Zutiefst ungerecht allen anderen Österreicherinnen und Österreichern gegenüber. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In dieser Verwaltungsreformarbeitsgruppe haben wir, mit Unterstützung durch den Rechnungshof, das WIFO und das IHS, eine Reihe von Punkten ausgearbeitet. Ich hoffe, dass der Druck jetzt so groß ist – wenn diese Schuldenbremse greift, müssen wir Reformen machen –, dass wir zuerst die Sonderrechte beenden, bevor wir in das allgemeine Pensionssystem eingreifen. Dort müssen wir beginnen, auch bei kleinen Gruppen, und wenn es notwendig ist, mit einer Zweidrittelmehrheit. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Grosz: Wie der Haberzettl! Der geht jetzt praktisch auch in Frühpension!
Wenn ich zum Beispiel an die Oesterreichische Nationalbank denke: Wer hat heute noch Verständnis dafür, dass man mit 55 Jahren nach 35 Dienstjahren mit 85 Prozent des Letztbezuges in Pension gehen kann? Noch dazu bei der Bezugshöhe, die es dort gibt! (Abg. Grosz: Wie der Haberzettl! Der geht jetzt praktisch auch in Frühpension!) – Das weiß ich nicht, ob er in Frühpension geht, aber er hat auch ein begünstigtes Pensionssystem, das sonst niemand hier im Haus hat, mit dieser allgemeinen Nebenbezugspauschale. Die gibt es nur bei den ÖBB. Im Übrigen ist dies auch zutiefst ungerecht innerhalb der ÖBB. Die, die hart arbeiten, die im Verschub sind, die Nachtdienst haben, sind benachteiligt gegenüber jenen, die in der Verwaltung sitzen. Lesen Sie nur in den Rechnungshofberichten nach! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn ich zum Beispiel an die Oesterreichische Nationalbank denke: Wer hat heute noch Verständnis dafür, dass man mit 55 Jahren nach 35 Dienstjahren mit 85 Prozent des Letztbezuges in Pension gehen kann? Noch dazu bei der Bezugshöhe, die es dort gibt! (Abg. Grosz: Wie der Haberzettl! Der geht jetzt praktisch auch in Frühpension!) – Das weiß ich nicht, ob er in Frühpension geht, aber er hat auch ein begünstigtes Pensionssystem, das sonst niemand hier im Haus hat, mit dieser allgemeinen Nebenbezugspauschale. Die gibt es nur bei den ÖBB. Im Übrigen ist dies auch zutiefst ungerecht innerhalb der ÖBB. Die, die hart arbeiten, die im Verschub sind, die Nachtdienst haben, sind benachteiligt gegenüber jenen, die in der Verwaltung sitzen. Lesen Sie nur in den Rechnungshofberichten nach! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das gehört geändert, und da haben wir gemeinsam die Möglichkeit, denn einzelne Reformen werden wir als Regierung allein nicht schaffen, da brauchen wir Sie als Opposition, weil wir eine Zweidrittelmehrheit brauchen. Und ich bin gespannt, ob Sie dann bereit sind, diese Reformen mitzutragen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (FPÖ): Herr Präsident! Zunächst einmal zum Kollegen Gerstl: Nach seiner Rede habe ich jetzt zum ersten Mal wirklich verstanden, was der Herr Alt-Präsident Khol gemeint hat, als er anlässlich seines 70. Geburtstags in einem Interview mit der „Kleinen Zeitung“ gemeint hat, die Existenz der ÖVP sei für ihn ein weiterer Gottesbeweis. – Ich glaube, ja, das ist wirklich das Einzige, was Sie sich hier in das Parteiprogramm hineinschreiben können. Das ist wirklich Ihre Linie. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Übrigens liegt ja bereits ein entsprechender Gesetzesantrag des Kollegen Fichtenbauer in den Ausschüssen vor. Hier bestünde die Möglichkeit, etwas zu machen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Jetzt noch ganz kurz: Schwerpunkt Bildung. Wir werden das auch morgen in der entsprechenden Untergruppe behandeln, daher lassen Sie mich, weil es angesprochen und auch aktuell ist, zum Bildungsvolksbegehren kommen. Konrad Paul Liessmann, der von der SPÖ Gott sei Dank gerne als Experte herangezogen wird, hat das ja bereits im „Standard“ am 11. November unter dem Titel „Die Irrtümer der Bildungspharisäer“ kommentiert und dort tatsächlich eines angeschnitten: Ein Volksbegehren, das beworben wird von Kammern, Industriellenvereinigung, Sozialpartnerschaft, von der SPÖ, den Grünen, sogar von der eigenen Ministerin, die an sich selbst ein Begehren richtet, über sämtliche Medien, von Staatskünstlern, die am Subventionstropf hängen, und von der Schickimicki-Bussi-Bussi-Seitenblicke-Gesellschaft, ein solches Volksbegehren hat 6 Prozent der Wahlberechtigten hervorgelockt, weil das Volk ganz genau weiß, wenn diese – unter Anführungszeichen – „Eliten“, die uns sonst immer erzählen, ja, der Ausverkauf an die EU ist das Beste, was uns passieren kann, die Zuwanderung ist das Beste, was passieren kann, Zahlungen nach Brüssel und in die Pleitestaaten sind ein Geschäft für uns, das größte Problem in Österreich ist die Änderung der Bundeshymne, damit die Töchter hineinkommen, dass Menschen in gleichgeschlechtlichen Beziehungen Kinder adoptieren können, wobei das aber durch die Familienpolitik gleichzeitig verhindert wird, wenn diese Menschen sagen: Liebes Volk, begehr endlich das, was wir wollen!, dann weiß das Volk ganz genau: Hinter diesen Forderungen kann nichts Gutes stecken! Und das Ergebnis haben Sie nach diesem Volksbegehren schwarz auf weiß bekommen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
wollen – gleich in die Grundsicherung abgleiten müssen. Wir brauchen Leistungsträger für unsere Gesellschaft. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir wollen nämlich kein Bildungssystem haben, das karrieristische Fachidioten produziert, weil der Kapitalismus Konsumtrotteln braucht, so unter dem Motto: Wer nichts weiß, muss alles glauben! Das wollen wir für unsere Kinder – hoffentlich in großer Zahl – nicht haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich glaube, das ist ein wesentlicher demokratiepolitischer Fortschritt für uns. Daher meine Hochachtung für die Arbeit, meinen Respekt und alles Gute für die zukünftigen Aufgaben! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Da braucht man nichts schlechtzureden!), ist ein weiterer Beweis dafür, dass Ihr angebliches Engagement für den „kleinen Mann“/die „kleine Frau“ bloße Ankündigung und Farce ist und nichts mit Ihrer tatsächlichen Politik zu tun hat. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Aber schon so etwas Ähnliches wie nichts!
Mehr als 380 000 Bürgerinnen und Bürger, die den Weg auf sich nehmen, um ein Volksbegehren zu unterschreiben, sind nicht nichts (Abg. Dr. Rosenkranz: Aber schon so etwas Ähnliches wie nichts!) – und schon gar kein „Bauchfleck“, wie Frau Kollegin Kitzmüller gestern gesagt hat.
Abg. Dr. Rosenkranz: Wachen Sie auf, Sie Träumerin!
Die Inhalte, die in diesem Bildungsvolksbegehren stehen, treffen genau den „kleinen Mann“ und die „kleine Frau“, denn das Ziel dieses Bildungsvolksbegehrens ist es, eine Bildungsreform einzuleiten, die Chancengerechtigkeit beinhaltet, die allen Kindern, vom Kindergarten bis zur Universität (Abg. Dr. Rosenkranz: Wachen Sie auf, Sie Träumerin!), die Möglichkeit bietet, im Bildungssystem die gleichen Chancen vorzufinden und unabhängig davon, was die Eltern verdienen und welchen sozialen Status sie haben, ihre Bildungskarriere, ihren Bildungsweg zu gehen. (Beifall bei Grünen und SPÖ. – Abg. Dr. Rosenkranz: Eben nicht!)
Beifall bei Grünen und SPÖ. – Abg. Dr. Rosenkranz: Eben nicht!
Die Inhalte, die in diesem Bildungsvolksbegehren stehen, treffen genau den „kleinen Mann“ und die „kleine Frau“, denn das Ziel dieses Bildungsvolksbegehrens ist es, eine Bildungsreform einzuleiten, die Chancengerechtigkeit beinhaltet, die allen Kindern, vom Kindergarten bis zur Universität (Abg. Dr. Rosenkranz: Wachen Sie auf, Sie Träumerin!), die Möglichkeit bietet, im Bildungssystem die gleichen Chancen vorzufinden und unabhängig davon, was die Eltern verdienen und welchen sozialen Status sie haben, ihre Bildungskarriere, ihren Bildungsweg zu gehen. (Beifall bei Grünen und SPÖ. – Abg. Dr. Rosenkranz: Eben nicht!)
Abg. Dr. Rosenkranz: Warum macht die Vassilakou nichts?
Und was machen Sie? Was machen Sie beispielsweise im Unterausschuss für die Verwaltungsreform, wo wir uns bislang mit einem Thema beschäftigt haben, nämlich der Schulverwaltung? – Wir tagen, wir hören x ExpertInnen, die alle unisono das Gleiche sagen, dann kommt die Länderrunde, und dann fürchten sich die Kolleginnen und Kollegen der Regierungsparteien hier im Nationalrat, und der Unterausschuss wird einfach eingestellt. (Abg. Dr. Rosenkranz: Warum macht die Vassilakou nichts?) Aber er wird nicht abgesagt, sondern er tagt einfach seit bald zwei Jahren nicht mehr (Abg. Dr. Rosenkranz: Wer ist denn da der Vorsitzende?), anstatt das sehr selbstbewusst anzugehen und zu sagen: Ich, ÖVP-Abgeordneter, ich, SPÖ-Abgeordnete, sehe hier eine Notwendigkeit für ganz Österreich, und deswegen ist es mir egal, ob mein Land das anders sieht oder nicht, deswegen ist es mit egal, ob ich auf die nächste Liste komme oder nicht, ich habe dieses Selbstbewusstsein und leite Reformen ein! (Abg. Dr. Rosenkranz: Wer ist denn da der Vorsitzende in dem Ausschuss?) Das machen Sie nicht, das machen Sie in diesem Bereich nicht und das machen Sie in vielen anderen Bereichen nicht.
Abg. Dr. Rosenkranz: Wer ist denn da der Vorsitzende?
Und was machen Sie? Was machen Sie beispielsweise im Unterausschuss für die Verwaltungsreform, wo wir uns bislang mit einem Thema beschäftigt haben, nämlich der Schulverwaltung? – Wir tagen, wir hören x ExpertInnen, die alle unisono das Gleiche sagen, dann kommt die Länderrunde, und dann fürchten sich die Kolleginnen und Kollegen der Regierungsparteien hier im Nationalrat, und der Unterausschuss wird einfach eingestellt. (Abg. Dr. Rosenkranz: Warum macht die Vassilakou nichts?) Aber er wird nicht abgesagt, sondern er tagt einfach seit bald zwei Jahren nicht mehr (Abg. Dr. Rosenkranz: Wer ist denn da der Vorsitzende?), anstatt das sehr selbstbewusst anzugehen und zu sagen: Ich, ÖVP-Abgeordneter, ich, SPÖ-Abgeordnete, sehe hier eine Notwendigkeit für ganz Österreich, und deswegen ist es mir egal, ob mein Land das anders sieht oder nicht, deswegen ist es mit egal, ob ich auf die nächste Liste komme oder nicht, ich habe dieses Selbstbewusstsein und leite Reformen ein! (Abg. Dr. Rosenkranz: Wer ist denn da der Vorsitzende in dem Ausschuss?) Das machen Sie nicht, das machen Sie in diesem Bereich nicht und das machen Sie in vielen anderen Bereichen nicht.
Abg. Dr. Rosenkranz: Wer ist denn da der Vorsitzende in dem Ausschuss?
Und was machen Sie? Was machen Sie beispielsweise im Unterausschuss für die Verwaltungsreform, wo wir uns bislang mit einem Thema beschäftigt haben, nämlich der Schulverwaltung? – Wir tagen, wir hören x ExpertInnen, die alle unisono das Gleiche sagen, dann kommt die Länderrunde, und dann fürchten sich die Kolleginnen und Kollegen der Regierungsparteien hier im Nationalrat, und der Unterausschuss wird einfach eingestellt. (Abg. Dr. Rosenkranz: Warum macht die Vassilakou nichts?) Aber er wird nicht abgesagt, sondern er tagt einfach seit bald zwei Jahren nicht mehr (Abg. Dr. Rosenkranz: Wer ist denn da der Vorsitzende?), anstatt das sehr selbstbewusst anzugehen und zu sagen: Ich, ÖVP-Abgeordneter, ich, SPÖ-Abgeordnete, sehe hier eine Notwendigkeit für ganz Österreich, und deswegen ist es mir egal, ob mein Land das anders sieht oder nicht, deswegen ist es mit egal, ob ich auf die nächste Liste komme oder nicht, ich habe dieses Selbstbewusstsein und leite Reformen ein! (Abg. Dr. Rosenkranz: Wer ist denn da der Vorsitzende in dem Ausschuss?) Das machen Sie nicht, das machen Sie in diesem Bereich nicht und das machen Sie in vielen anderen Bereichen nicht.
Beifall bei den Grünen.
einmal in Angriff! Weg von den Forderungen, hin zur Umsetzung. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
maßvoll, aber möglichst rasch das Parlament so adaptieren und umbauen können, dass wir hier gut und nachhaltig arbeiten können. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Hornek. – Abg. Rädler: Cap!
Wir wollen ihnen helfen und wollen ihnen diese Möglichkeit geben. Wir müssen uns vorstellen, wenn zum Beispiel ein Klubchef im alten System hier ausscheidet, dann bekommt er eine Abfertigung von 170 000 €. (Zwischenruf des Abg. Hornek. – Abg. Rädler: Cap!) Das ist natürlich im Verhältnis zu den anderen Dienstnehmern in dieser Republik nicht einzusehen. Und wenn sie es im Jahr 1997, wie gesagt, irrtümlich verabsäumt haben, dann müssten es ja jetzt, im Jahr 2011, in Zeiten der Krise die Altpolitiker doch besser wissen und sehen, dass es notwendig ist, auch ein Zeichen zu setzen. Wir sollten ihnen daher die Möglichkeit dazu geben. Es wird in niemandes Rechte eingegriffen, aber freiwillig sollte es möglich sein.
Beifall bei der FPÖ.
Wir werden ja sehen, ob die freie Entscheidung für freie Mandatare wirklich gewünscht ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Das ist unsere Information, das Protokoll habe ich hier vorliegen, und hier sollen Sie entsprechend auch einfach weitermachen. Hier haben Sie mit der Innenministerin Mikl-Leitner, glaube ich, eine starke Partnerin. Es hat die Kooperation im Kampf gegen Gewalt gegen Frauen mit Ihrer Vorgängerin Maria Fekter sehr gut funktioniert. Das ist, glaube ich, auch weiterhin der Fall, und dann können wir das Projekt Notwohnung für Frauen, die von Zwangsheirat betroffen sind, auch wirklich bald realisieren. – Danke vielmals. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Während Sie den Pensionistinnen und Pensionisten in Österreich minimal 2,6 Prozent zugestehen, bekommen die Herrschaften in der ORF-Chefetage 7 Prozent Gebührenerhöhung und 10 Prozent mehr Gehalt. Das ist in Wirklichkeit Ihre Art von Politik: Während die einen prassen, müssen die anderen sparen, müssen die anderen bluten. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Wow!
Schauen Sie in das SPÖ-geführte Wien, die Grünen sind ja da mit an Bord! Wissen Sie, um wie viel Prozent beispielsweise die Abgaben in der Kurzparkzone jetzt erhöht werden? – Um 70 Prozent. (Ruf bei der ÖVP: Wow!) Deshalb fordere ich Sie auf, nicht hier herauszugehen und vom Sparen zu reden. Sie sparen nicht im Verwaltungsbereich. Sie sparen nicht ausgabenseitig. Ja, wo sind denn die angekündigten Reformen im Gesundheitsbereich? Wo sind die angekündigten Reformen in der Verwaltung? Wo sind die angekündigten Reformen in unserem Pensionssystem? Hier wird nicht gespart, sondern Sie gehen her, denken über neue Steuern, denken über neue Belastungen nach.
Beifall bei der FPÖ.
Wir müssen uns auf schwierige Zeiten einstellen, nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich. Die Österreicherinnen und Österreicher müssen in Wirklichkeit mit dem größten Belastungspaket rechnen, das jemals in der Geschichte auf sie zugekommen ist, und Sie erhöhen gleichzeitig die Gagen der Top-Manager. Das ist unverantwortlich. Das ist eine unanständige Politik. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Strutz: Das steht ja in der APA! 70 Prozent! Das ist Realitätsverweigerung!
Abgeordneter Oswald Klikovits (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Herr Kollege Strutz, das Blaue vom orangen Himmel zu erzählen, ist eindeutig Ihre Kompetenz. (Abg. Dr. Strutz: Das steht ja in der APA! 70 Prozent! Das ist Realitätsverweigerung!) Das haben Sie mit Ihrer Rede wieder eindrucksvoll bewiesen. (Beifall bei der ÖVP.) Mehr will ich dazu überhaupt nicht sagen.
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Oswald Klikovits (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Herr Kollege Strutz, das Blaue vom orangen Himmel zu erzählen, ist eindeutig Ihre Kompetenz. (Abg. Dr. Strutz: Das steht ja in der APA! 70 Prozent! Das ist Realitätsverweigerung!) Das haben Sie mit Ihrer Rede wieder eindrucksvoll bewiesen. (Beifall bei der ÖVP.) Mehr will ich dazu überhaupt nicht sagen.
Abg. Markowitz: Kollege, gestern warst du ehrlicher! – Zwischenruf der Abg. Mag. Unterreiner
Das ist nicht nur Ausdruck unserer liberalen Gesellschaftshaltung und gelebten Toleranz, sondern es ist auch Ausdruck einer große Wertschätzung gegenüber unseren Volksgruppen, die unser Land bunter, liebenswerter und auch kulturell reicher machen. Und damit das auch in Zukunft erhalten werden kann, sehen wir im Budget 3 868 000 € vor, die wir unseren Volksgruppen zur Verfügung stellen wollen. Ich weiß, dass Ihr vom BZÖ und von der FPÖ ein Problem damit habt (Abg. Markowitz: Kollege, gestern warst du ehrlicher! – Zwischenruf der Abg. Mag. Unterreiner), aber das wird unsere Vorgangsweisen hier nicht schmälern.
Abg. Petzner: Über das müssen wir noch genauer reden!
Hohes Haus! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Wir haben ja als Vertreter des Parlaments heuer das Volksgruppengesetz beschlossen, bei dem wir mit unseren Volksgruppen in Slowenien, auch jetzt mit der Lösung der Ortstafelfrage, einen wichtigen noch offenen Bereich (Abg. Petzner: Über das müssen wir noch genauer reden!) diskutiert haben. Ich stehe nicht an, mich bei Ihnen, Herr Staatssekretär, dafür zu bedanken, dass es Ihnen gemeinsam mit den Volksgruppen gelungen ist, diesen langjährigen Konflikt auch friktionsfrei zu lösen.
Abg. Markowitz: Nur im Konsens!
Jetzt haben wir ein neues Volksgruppengesetz zur Begutachtung bekommen. Dieses Volksgruppengesetz wird jetzt auch von den Parteien diskutiert, nachdem es davor viele, viele Gespräche mit Vertretern der Volksgruppen, mit Regierungsvertretern gegeben hat. Ich bin zuversichtlich, dass auch dort noch ausstehende Punkte im Konsens erledigt werden können (Abg. Markowitz: Nur im Konsens!), weil die Volksgruppen und vor allem die Unterstützung unserer Volksgruppen in Österreich, so hoffe ich auch, außerhalb des parteipolitischen Streites stehen.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Fürs Protokoll: verzögerter Beifall!
Daher bin ich sehr froh darüber, dass es gelungen ist, die Budgetmittel für unsere Volksgruppen zumindest im selben Ausmaß wie im vergangenen Jahr aufrechtzuerhalten und so wie wir sie heuer hatten. Und ich bin mir sicher, dass wir damit auch einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Vielfalt in Österreich geleistet haben. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Fürs Protokoll: verzögerter Beifall!)
Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren, ich meine, hier gibt es Reformbedarf. Und wenn sich das österreichische Parlament dazu aufschwingt, diesem Reformbedarf nachzugeben, und eine entsprechende Ausweitung vornimmt, dann könnte Österreich im Reform-Ranking vom 17. auf den 16. Platz aufsteigen, und das wäre doch in unser aller Interesse. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Schickhofer: Das glaubst du doch nicht ernsthaft, dass Obama das selbst reintippt!
Wenn ich bedenke, dass Präsident Obama selber twittert und persönlich die Dinge reinschreibt, dann halte ich das für eine reine Geldverschwendung, und ich weiß nicht, was daran so lustig ist. In Zeiten, wo Sie von uns fordern, dass wir eine Schuldenbremse einbauen und sparen, ist das eine reine Geldverschwendung, die niemand versteht. Das werden Sie den Bürgerinnen und Bürgern draußen erklären müssen, dass man das Geld einfach so zum Fenster hinausschmeißt. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Schickhofer: Das glaubst du doch nicht ernsthaft, dass Obama das selbst reintippt!)
Beifall beim BZÖ.
Dies, damit wir die richtigen Einsparungen treffen können, damit wir nicht die österreichische Bevölkerung zusätzlich belasten. Ich sehe Nicken bei der SPÖ und hoffe, dass Sie unseren Entschließungsantrag mittragen. Immerhin haben die Kollegen Stummvoll und Krainer sich im Ausschuss in diese Richtung geäußert. Deren Aussagen waren ganz klar, dass wir nämlich in dem Bereich sparen müssen. Sie müssen nur noch zustimmen, dann können wir es gemeinsam schaffen. – Vielen Dank. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Damit bin ich auch schon bei meinem Thema, nämlich dem Frauenbudget. Frau Kollegin Wurm hat gesagt, dass das Budget der Frauenministerin sehr gut eingesetzt ist. Teilweise gebe ich Ihnen da recht: Frauenförderungsprojekte sind zu unterstützen. Ebenfalls zu unterstützen sind die Frauenhäuser. Ich weiß um deren Notwendigkeit, denn ich habe jene in Tirol besucht, alle einschlägigen Einrichtungen besucht. Ich habe gesehen, wie die Mitarbeiterinnen dort arbeiten, mit welchem Elan sie sich einsetzen und wie sie oft an ihre Grenzen stoßen, weil das Budget so knapp ist. Da muss ich wirklich sagen: Ich möchte hier meinen Dank an die Frauen aussprechen, die in diesen Beratungsstellen arbeiten. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Zanger: Das glaube ich auch! Die war schon sehr entbehrlich!
Frau Minister, eine Kritik betreffend dieses Budget kann ich Ihnen leider nicht ersparen. Sie haben in Ihrem Ressort nicht sehr gut gearbeitet. Sie haben auch Ihr Budget überzogen. Wenn man der Anfragebeantwortung Glauben schenken darf, haben Sie Rücklagen in Höhe von 758 000 € auflösen müssen und zum Beispiel für die Kampagne „Echte Männer gehen in Karenz“ eingesetzt, die mehr als fragwürdig ist. (Abg. Zanger: Das glaube ich auch! Die war schon sehr entbehrlich!)
Beifall bei der FPÖ.
So eine Studie gibt es bereits in Deutschland. Diese hat sehr viele Erkenntnisse gebracht, und ich würde Sie bitten, das mitzunehmen und es vielleicht auch in Erwägung zu ziehen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Die Finanzministerin ist nicht anwesend, stelle ich fest, auch kein Staatssekretär des Finanzministeriums. Und daher beantragen wir die Herbeizitierung der Finanzministerin. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Staatssekretär Mag. Schieder betritt soeben den Sitzungssaal
Abgeordneter Peter Haubner (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Hohes Haus! Es ist ja so, dass die Frau Minister zum Thema Oberste Organe anwesend ist. Ich denke, die Bundesregierung ist sehr qualifiziert vertreten, und der Herr Staatssekretär (Staatssekretär Mag. Schieder betritt soeben den Sitzungssaal) ist ebenfalls hier. Die Frau Minister hat ja vorhin schon bewiesen, dass sie – Die Finanzministerin war auch hier. Herr Kollege Grosz, ich denke, wenn nicht einmal Ihr Klubobmann anwesend ist, dann ist diese Zitierung eine Farce. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Peter Haubner (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Hohes Haus! Es ist ja so, dass die Frau Minister zum Thema Oberste Organe anwesend ist. Ich denke, die Bundesregierung ist sehr qualifiziert vertreten, und der Herr Staatssekretär (Staatssekretär Mag. Schieder betritt soeben den Sitzungssaal) ist ebenfalls hier. Die Frau Minister hat ja vorhin schon bewiesen, dass sie – Die Finanzministerin war auch hier. Herr Kollege Grosz, ich denke, wenn nicht einmal Ihr Klubobmann anwesend ist, dann ist diese Zitierung eine Farce. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Grosz: Der Staatssekretär war zuvor nicht da!
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir sind beim Budgetkapitel Oberste Organe und Bundeskanzleramt. Mehr als dass eine Ministerin da ist, der Staatssekretär, der Präsident des Rechnungshofs und die Volksanwälte kann man wohl nicht verlangen. (Abg. Grosz: Der Staatssekretär war zuvor nicht da!) Es ist also alles da, was zu diesen Budgetkapiteln gehört, und ich sehe überhaupt keine Notwendigkeit, einen solchen Antrag abzustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir sind beim Budgetkapitel Oberste Organe und Bundeskanzleramt. Mehr als dass eine Ministerin da ist, der Staatssekretär, der Präsident des Rechnungshofs und die Volksanwälte kann man wohl nicht verlangen. (Abg. Grosz: Der Staatssekretär war zuvor nicht da!) Es ist also alles da, was zu diesen Budgetkapiteln gehört, und ich sehe überhaupt keine Notwendigkeit, einen solchen Antrag abzustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Staatssekretär Schieder ist ohnehin da!
Abgeordneter Dieter Brosz, MSc (Grüne): Herr Präsident! Das war ein guter Hinweis auf die Form der Debatten, die stattfinden. Wir diskutieren ja jetzt auch das Thema Medien aus dem Bundeskanzleramt. Jetzt freut mich zwar, dass Sie (in Richtung Bundesministerin Heinisch-Hosek) korrekterweise als Vertreterin da sind. Es würde der Regierung aber nicht schlecht anstehen, wenn die Minister beziehungsweise Regierungsmitglieder, deren Kapitel dran sind, sinnvollerweise auf der Regierungsbank wären, weil wir uns vermutlich ... (Ruf bei der SPÖ: Staatssekretär Schieder ist ohnehin da!) Ja, wenn er da ist, ist das gut, aber es ist natürlich für die Diskussion nicht sonderlich günstig, wenn der zuständige Ressortminister oder auch Staatssekretär nicht da ist. (Ruf bei der SPÖ: Muss das so sein?) Ihr müsst auch manchmal ... – Ist okay, das kann man zumindest so einteilen, dass gegebenenfalls bei den Kapiteln, die jetzt zu behandeln sind, man das halbwegs so anlegen könnte.
Ruf bei der SPÖ: Muss das so sein?
Abgeordneter Dieter Brosz, MSc (Grüne): Herr Präsident! Das war ein guter Hinweis auf die Form der Debatten, die stattfinden. Wir diskutieren ja jetzt auch das Thema Medien aus dem Bundeskanzleramt. Jetzt freut mich zwar, dass Sie (in Richtung Bundesministerin Heinisch-Hosek) korrekterweise als Vertreterin da sind. Es würde der Regierung aber nicht schlecht anstehen, wenn die Minister beziehungsweise Regierungsmitglieder, deren Kapitel dran sind, sinnvollerweise auf der Regierungsbank wären, weil wir uns vermutlich ... (Ruf bei der SPÖ: Staatssekretär Schieder ist ohnehin da!) Ja, wenn er da ist, ist das gut, aber es ist natürlich für die Diskussion nicht sonderlich günstig, wenn der zuständige Ressortminister oder auch Staatssekretär nicht da ist. (Ruf bei der SPÖ: Muss das so sein?) Ihr müsst auch manchmal ... – Ist okay, das kann man zumindest so einteilen, dass gegebenenfalls bei den Kapiteln, die jetzt zu behandeln sind, man das halbwegs so anlegen könnte.
Abg. Kopf: Das unterstützt aber leider nur du!
Ich hätte den Herrn Staatssekretär, wenn er da wäre, auch gerne gefragt, wie es eigentlich mit dem Medientransparenzgesetz weitergeht. Wir haben Ende September, ich glaube, es gab am 27. September – die Klubobleute sind jetzt gerade auch nicht da, Kollege Kopf ist da – eine Verhandlungsrunde. Da habe ich dann extra am Ende nachgefragt, wann man damit rechnen kann, dass wir zum Medientransparenzgesetz weiterreden. Am 27. September hat es geheißen, in etwa zwei Wochen. Das wäre also Mitte Oktober gewesen. Jetzt haben wir Mitte November. Es ist rein technisch offenbar schon nicht mehr möglich, dass noch im geplanten Zeitraum bis Ende des Jahres im Parlament unterzubringen. Die Idee wäre gewesen, genau in diesem Bereich Transparenz zu schaffen. Es gibt dazu auch ein paar interessante Ansätze, die wir auch unterstützen, zum Beispiel im Hinblick auf die Frage der Eigentümerschaft bei Medien. (Abg. Kopf: Das unterstützt aber leider nur du!)
Beifall bei den Grünen.
In der geschilderten Form macht die Beantwortung dieser Budgetanfragen nicht wirklich Sinn. Wenn man fragt, was das Budget für den Social Web-Auftritt ist, und man dann nur die Kosten für die Homepage bekommt, nicht aber die Personalkosten, ist das eigentlich mehr eine – fast hätte ich gesagt: Provokation – nicht seriöse Beantwortung. Wenn das Parlament dieses Instrument gewährt, dann kann man sich eine Beantwortung erwarten, die den Fakten halbwegs entspricht. Das war in den geschilderten Fällen nicht der Fall. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Rädler und Dr. Lopatka.
Es gibt keine Stabilität im Budget, keine Stabilität im Haushalt. Diese Rekordverschuldung hat die österreichische Volkspartei, die seit 25 Jahren in Regierungsverantwortung steht, zu verantworten. (Zwischenrufe der Abgeordneten Rädler und Dr. Lopatka.) Gleichzeitig ist sie aber auf der Regierungsbank durch ihre Mitglieder vertreten, die uns von da oben mitteilen: Na selbstverständlich muss man in diesem Land endlich sparen!
Beifall beim BZÖ.
Herr Abgeordneter Lopatka! Das Problem ist wirklich zu ernst, um zu blödeln, aber es ist auch zu ernst, um zu lügen. (Beifall beim BZÖ.) Es ist zu ernst, um die Menschen in diesem Land weiterhin trocken über die tatsächliche Ernsthaftigkeit dieser Situation zu belügen. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Sie geben mittlerweile Geld aus, das die Oesterreichische Nationalbank in den nächsten 30 Jahren nicht mehr drucken kann. So weit sind wir schon. Sie geben Geld aus, das nicht einmal gedruckt ist. Sie geben Geld aus, für das es keinen Gegenwert gibt. Sie versenken 30 Milliarden € in Griechenland – Geld, das Sie schon längst nicht mehr haben.
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Herr Abgeordneter Lopatka! Das Problem ist wirklich zu ernst, um zu blödeln, aber es ist auch zu ernst, um zu lügen. (Beifall beim BZÖ.) Es ist zu ernst, um die Menschen in diesem Land weiterhin trocken über die tatsächliche Ernsthaftigkeit dieser Situation zu belügen. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Sie geben mittlerweile Geld aus, das die Oesterreichische Nationalbank in den nächsten 30 Jahren nicht mehr drucken kann. So weit sind wir schon. Sie geben Geld aus, das nicht einmal gedruckt ist. Sie geben Geld aus, für das es keinen Gegenwert gibt. Sie versenken 30 Milliarden € in Griechenland – Geld, das Sie schon längst nicht mehr haben.
Beifall beim BZÖ.
Ich danke Ihnen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Grosz: Zitat! Ich habe nur zitiert!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Herr Abgeordneter Grosz, Sie haben zwar immer wieder geschickt versucht, die verpönten Worte durch Zitate zu umgehen (Abg. Grosz: Zitat! Ich habe nur zitiert!), aber Sie haben mehrfach – und ich habe genau aufgepasst (Abg. Grosz: Das ist eigentlich selten!) – die Begriffe „Lüge“ und „gelogen“ außerhalb der Zitierung als Vorwurf gegenüber der Bundesregierung verwendet.
Abg. Grosz: Das ist eigentlich selten!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Herr Abgeordneter Grosz, Sie haben zwar immer wieder geschickt versucht, die verpönten Worte durch Zitate zu umgehen (Abg. Grosz: Zitat! Ich habe nur zitiert!), aber Sie haben mehrfach – und ich habe genau aufgepasst (Abg. Grosz: Das ist eigentlich selten!) – die Begriffe „Lüge“ und „gelogen“ außerhalb der Zitierung als Vorwurf gegenüber der Bundesregierung verwendet.
Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung Präsidium –: Den Ordnungsruf hättest du dir aber auch sparen können!
Für die Mehrfachverwendung dieser Ausdrücke erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung Präsidium –: Den Ordnungsruf hättest du dir aber auch sparen können!)
Zwischenruf des Abg. Pendl.
(Zwischenruf des Abg. Pendl.) – Das ist eine wichtige Forderung, Kollege Pendl! (Abg. Pendl: Ja, das weiß ich!) Ich denke, die Polizei und auch das Bundesheer leisten großartige Arbeit für unsere Bevölkerung, und zwar nicht nur, wenn es um die Aufrechterhaltung der Sicherheit geht, sondern auch, wenn es um Katastrophenschutz und Katastrophenbewältigung geht. Ich darf Sie einladen, diesen Antrag zu unterstützen. Geben wir unseren Polizistinnen und Polizisten und unseren Heeresangehörigen in Form eines eigenen Exekutivdienstgesetzes und in Form eines eigenen Militärdienstrechtes jene Wertschätzung, die sie zur Erfüllung ihrer Aufgaben wahrlich benötigen würden. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Pendl: Ja, das weiß ich!
(Zwischenruf des Abg. Pendl.) – Das ist eine wichtige Forderung, Kollege Pendl! (Abg. Pendl: Ja, das weiß ich!) Ich denke, die Polizei und auch das Bundesheer leisten großartige Arbeit für unsere Bevölkerung, und zwar nicht nur, wenn es um die Aufrechterhaltung der Sicherheit geht, sondern auch, wenn es um Katastrophenschutz und Katastrophenbewältigung geht. Ich darf Sie einladen, diesen Antrag zu unterstützen. Geben wir unseren Polizistinnen und Polizisten und unseren Heeresangehörigen in Form eines eigenen Exekutivdienstgesetzes und in Form eines eigenen Militärdienstrechtes jene Wertschätzung, die sie zur Erfüllung ihrer Aufgaben wahrlich benötigen würden. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Zwischenruf des Abg. Pendl.) – Das ist eine wichtige Forderung, Kollege Pendl! (Abg. Pendl: Ja, das weiß ich!) Ich denke, die Polizei und auch das Bundesheer leisten großartige Arbeit für unsere Bevölkerung, und zwar nicht nur, wenn es um die Aufrechterhaltung der Sicherheit geht, sondern auch, wenn es um Katastrophenschutz und Katastrophenbewältigung geht. Ich darf Sie einladen, diesen Antrag zu unterstützen. Geben wir unseren Polizistinnen und Polizisten und unseren Heeresangehörigen in Form eines eigenen Exekutivdienstgesetzes und in Form eines eigenen Militärdienstrechtes jene Wertschätzung, die sie zur Erfüllung ihrer Aufgaben wahrlich benötigen würden. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Sehr geehrte Frau Ministerin! Dieser Betrag ist in Anbetracht des relativ geringen Budgets meines Erachtens schon zu überdenken. Eine Vorrednerin hat das auch schon angesprochen und kritisiert, dass 12 Prozent von 10 Millionen € nur für Werbung und Inserate zu viel sind. Frau Ministerin, diese Ausgaben, diesen Budgetposten sollten Sie noch einmal überdenken. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir haben unsererseits immer wieder Vorschläge aufs Tapet gebracht, wir haben sie immer wieder wiederholt, wie zum Beispiel die Abschaffung der Zuverdienstgrenze beim Kinderbetreuungsgeld, oder die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes von 1 300 € brutto, 1 000 € netto. Dieser Betrag wäre aber meines Erachtens auch zu überdenken, wenn man sich ansieht, wie die Preise steigen, wie die Gebühren, die Heizkosten, die Mietkosten, erhöht werden. Bei der ständigen Teuerung wird ein Mindestlohn von 1 300 € künftig nicht mehr ausreichen, und wir müssen einen Diskussionsprozess über einen höheren Mindestlohn von zum Beispiel 1 500 € eröffnen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich darf Sie abschließend ersuchen, sich dieses Schreiben anzusehen und vielleicht auch mit Herrn Dr. Schipper in Kontakt zu treten. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
An dieser Stelle noch ein herzliches Dankeschön an den Rechnungshof und seinen Mitarbeiterstab, der immer für sehr kompetente Berichte sorgt. Ich hoffe, dass Sie in Ihrer Arbeit und in Ihrer Kompetenz weiter so agieren. Wir wissen das sehr zu schätzen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Frau Volksanwältin Mag. Stoisits, ich darf Sie ansprechen: Was mir bei den Zahlen, die Sie vorlegen, sehr auffällt, ist, dass es eine signifikante Steigerung der Beschwerdeanzahl im Bereich Asyl gibt, die Sie mir vielleicht heute noch erklären können. Ich darf dazu folgende Kennzahlen bringen: Generell sinkt die Zahl der Asylanträge. Das hat auch damit zu tun, dass das BZÖ seinerzeit im Rahmen der Regierungsbeteiligung für eine Verschärfung der Asylgesetze gesorgt hat.(Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Wer zahlt denn das alles? Der Staat!
Sie, Frau Mag. Stoisits, schreiben ja selber auch in Ihrem Bericht 2010 ganz stolz von diesen Erhöhungen, davon, bei welchen Vereinen Sie da überall zu Gast waren, bei ZEBRA zum Beispiel. Sie pilgern regelmäßig in die Erstaufnahmestelle Traiskirchen und werben dort dafür und sagen den Menschen: Macht Beschwerden, kommt zu mir, ich erledige das für euch! – Das ist nicht Ihre Aufgabe als Volksanwältin! (Abg. Ing. Westenthaler: Wer zahlt denn das alles? Der Staat!) Dafür darf das österreichische Steuergeld nicht eingesetzt werden, meine Damen und Herren! Das sei in aller Klarheit hier auch gesagt. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Zanger.)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Zanger.
Sie, Frau Mag. Stoisits, schreiben ja selber auch in Ihrem Bericht 2010 ganz stolz von diesen Erhöhungen, davon, bei welchen Vereinen Sie da überall zu Gast waren, bei ZEBRA zum Beispiel. Sie pilgern regelmäßig in die Erstaufnahmestelle Traiskirchen und werben dort dafür und sagen den Menschen: Macht Beschwerden, kommt zu mir, ich erledige das für euch! – Das ist nicht Ihre Aufgabe als Volksanwältin! (Abg. Ing. Westenthaler: Wer zahlt denn das alles? Der Staat!) Dafür darf das österreichische Steuergeld nicht eingesetzt werden, meine Damen und Herren! Das sei in aller Klarheit hier auch gesagt. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Zanger.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Strafanzeige!
Das ist Amtsmissbrauch, Frau Stoisits, und dafür werden Sie sich auch verantworten müssen! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Strafanzeige!)
Abg. Ing. Westenthaler: Strafanzeige!
Wir werden – das prophezeie ich Ihnen hier und heute – für entsprechende Aufklärung sorgen, und Sie werden sich noch eingehend mit diesem Fall beschäftigen müssen. Dafür werden wir sorgen. (Abg. Ing. Westenthaler: Strafanzeige!) Und wir werden Ihnen, Frau Stoisits, in Zukunft genau auf die Finger schauen, was Sie um Ihre tolle Gage in der Volksanwaltschaft machen und aufführen und wie Ihre Beschwerden und Beschwerdezahlen zustande kommen, welche Kontakte, welche Netzwerke es hier im Hintergrund mit diversen Vereinen, die sich alle im Grünen-Umfeld befinden, gibt und welche Gegenleistungen erbracht werden. Es heißt ja auch, dass Sie für Ihre zukünftige berufliche Tätigkeit nach Ihrer Volksanwaltschaft bereits bei so einem Verein angedockt haben.
Beifall beim BZÖ.
Noch einmal: Das kann es nicht sein, dass österreichisches Steuergeld für die Misswirtschaft einer solchen Volksanwältin verwendet wird! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist leider die Falsche! – Abg. Petzner: Die andere soll dazu etwas sagen!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Zu einer Stellungnahme hat sich Frau Volksanwältin Dr. Brinek zu Wort gemeldet. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist leider die Falsche! – Abg. Petzner: Die andere soll dazu etwas sagen!)
Abg. Petzner: Das ist ja alles ein Schmäh!
Seit 2008 gibt es den Asylgerichtshof. Der Weg vom Bundesasylamt zum Asylgerichtshof ist einer, der in vielen dutzenden, von mir selber erfahrbaren Beschwerden bei Sprechtagen zeigt, dass nicht einmal alle Altfälle abgearbeitet sind und dass es zu Zeitüberschreitungen, zu Säumnis kommt. So, wie sich die Volksanwaltschaft bei gerichtlicher Säumnis in anderen Gerichtsverfahren genauso einer Beschwerde annimmt, betrifft das auch den Asylgerichtshof. (Abg. Petzner: Das ist ja alles ein Schmäh!)
Abg. Petzner: Aber nicht Beschwerden anwerben, wie das die Frau Stoisits macht! Die tut Beschwerden anwerben! Beschwerden-Phishing macht sie!
Nein, Herr Abgeordneter Petzner, lesen Sie bitte genau die Gesetze! Die sind, wie Sie immer wieder zu sagen pflegten, einzuhalten. Gesetze und Verordnungen sind einzuhalten! (Abg. Petzner: Aber nicht Beschwerden anwerben, wie das die Frau Stoisits macht! Die tut Beschwerden anwerben! Beschwerden-Phishing macht sie!) Und gemäß Bundesverfassung darf sich jemand beschweren, wenn er in diesem Zusammenhang, den er vorbringt, eine Säumnis bei Gericht vermutet. Und wenn wir diesen Fall prüfen und feststellen, das war eine Säumnis, dann tun wir das unabhängig davon, welche Volksanwältin/welcher Volksanwalt geschäftsbereichsmäßig und arbeitsverteilungsmäßig dafür zuständig ist, Herr Abgeordneter.
Beifall bei ÖVP und Grünen.
verpflichtet Sie aber nicht zu Werbetätigkeiten in der Erstaufnahmestelle Traiskirchen!) Und wir werden das tun, auch wenn manche Abgeordnete nicht damit einverstanden sind. Das Gesetz und die Bürgerinnen und Bürger sind uns dazu viel zu wichtig. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Petzner: Die Frau Stoisits betreibt Amtsmissbrauch in der Volksanwaltschaft!
Des Weiteren möchte ich gerne auf eine Anmerkung des Abgeordneten Markowitz eingehen, der so wie im Budgetausschuss – jetzt ist er leider nicht da, aber die Antwort ist auch über die stellvertretende Vorsitzende des Budgetausschusses, Abgeordnete Tamandl, an Sie alle ergangen – eine Frage aufgeworfen hat, die mit einer Vereinheitlichung nach dem Bundeshaushaltsrecht zusammenhängt, nämlich Werkleistungen durch Dritte und Entgelte an Einzelpersonen beziehungsweise an Unternehmungen zusammenzuführen und damit eine Vereinheitlichung zu erreichen. Ich weiß mich da mit dem Präsidenten des Rechnungshofes eines Sinnes, einer Einschätzung, dass damit natürlich die Nachvollziehbarkeit zurückgegangen ist. (Abg. Petzner: Die Frau Stoisits betreibt Amtsmissbrauch in der Volksanwaltschaft!)
Abg. Petzner: Zur Frau Stoisits vielleicht auch noch etwas, zu ihrem Amtsmissbrauch!
Ich weise noch einmal darauf hin, wer nicht mitschreiben wollte und sich dennoch interessiert, die Frau Vorsitzende des Budgetausschusses Tamandl hat die schriftliche Beantwortung, die Sie bei Nachfrage sicher auch bekommen können – oder ohnedies schon erhalten haben. (Abg. Petzner: Zur Frau Stoisits vielleicht auch noch etwas, zu ihrem Amtsmissbrauch!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und Grünen.
nicht machen, wenn wir die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht hätten. Ich sage das sehr gerne und freue mich auf weitere Zusammenarbeit, vor allem hinsichtlich der neuen Aufgaben, die noch kommen werden. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und Grünen.)
Allgemeiner Beifall.
Da komme ich zurück zum Abgeordneten Zanger: Nicht der Rechnungshof ist dazu berufen, Vorschläge umzusetzen, sondern das liegt bei Ihnen. Und wenn die Zusammenarbeit auch in Zukunft so hervorragend funktioniert wie in der Vergangenheit, dann bin ich mir sicher, dass wir im Zusammenwirken die nötigen Maßnahmen setzen können. – Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich meine, dass es gut wäre, wenn von Ihrer Seite Bereitschaft bestünde, zumindest da und dort ein bisschen an einem Rädchen drehen zu lassen, wo man versucht, politische Schnittmengen zu finden. (Beifall bei der FPÖ.) Und es wäre gut, wenn Sie, ungeachtet dessen, von welcher Fraktion ein Vorschlag kommt, ernsthaft bereit wären, darüber zu debattieren und auch eine Änderung zuzulassen.
Beifall bei der FPÖ.
Der zweite Vorschlag geht an die Frau Bundesministerin, der ich in Erinnerung rufen möchte, dass ihre Vorgängerin, die jetzige Finanzministerin Fekter, zumindest vor großen Beschlussfassungen die Fraktionssprecher zu sich ins Haus geladen hat und sich auch andere Meinungen angehört hat. Ich meine, es täte den einzelnen politischen Sachbereichen, insbesondere dem wichtigen Bereich Inneres, sehr gut, wenn auch im, ich sage, vorparlamentarischen Raum zwischen Regierung und Fraktionssprechern Beratungen erfolgen würden, weil es sicherlich nicht zum Nachteil wäre, eine gute Idee im vorparlamentarischen Raum anzuerkennen, vielleicht darüber zu verhandeln und so für Österreich, seine Menschen und auch die Sicherheit etwas Gutes erreichen zu können. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Ich sehe, da ist eine Verhältnismäßigkeit gegeben, die nicht unserem politischen Wollen entspricht. Wir wollen, dass mehr Mittel nicht nur in Fördernetzwerke gehen, sondern mehr Mittel in die heimische Exekutive gehen, mehr Mittel dafür gedacht werden, Sicherheit im Land zu schaffen (Beifall bei der FPÖ), statt all diejenigen, die
Beifall bei der FPÖ.
Da sind wirkliche Defizite – und nicht im Bereich einer völlig ausufernden Förderpolitik Ihres Hauses. Das ersuche ich Sie, hier anlässlich der Budgetdebatte mit auf den Weg zu nehmen. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Vilimsky: Ja, weil wir hätten am Beginn eingeladen werden sollen!
Abgeordneter Günter Kößl (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Herr Staatssekretär! Geschätzte Damen und Herren! Kollege Vilimsky, ja, es hat diese Fünf-Parteien-Gespräche gegeben. Sie sind aber gerade von der Opposition nicht angenommen worden – und aus diesem Grund ist das eingestellt worden. (Abg. Vilimsky: Ja, weil wir hätten am Beginn eingeladen werden sollen!) Das möchte ich schon sagen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.) Harald, so ist es. Die Frau Bundesminister hat sicher nichts dagegen, sich auch mit der Opposition eingehend auseinanderzusetzen.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Günter Kößl (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Herr Staatssekretär! Geschätzte Damen und Herren! Kollege Vilimsky, ja, es hat diese Fünf-Parteien-Gespräche gegeben. Sie sind aber gerade von der Opposition nicht angenommen worden – und aus diesem Grund ist das eingestellt worden. (Abg. Vilimsky: Ja, weil wir hätten am Beginn eingeladen werden sollen!) Das möchte ich schon sagen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.) Harald, so ist es. Die Frau Bundesminister hat sicher nichts dagegen, sich auch mit der Opposition eingehend auseinanderzusetzen.
Abg. Ing. Westenthaler: Es hat einmal Innenminister gegeben, die alle Fraktionen eingeladen haben! Das hat es auch gegeben!
Wir reden heute von einem ausgesprochen erfreulichen Budget: plus 120 Millionen €. Das bedeutet eine Steigerung von 2011 auf 2012 um mehr als 5,7 Prozent. (Abg. Ing. Westenthaler: Es hat einmal Innenminister gegeben, die alle Fraktionen eingeladen haben! Das hat es auch gegeben!) Es kann so der erfolgreiche Weg im Bereich der Sicherheit fortgesetzt werden, und ich bedanke mich sehr herzlich bei der Frau Bundesminister für dieses ausverhandelte Budget.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Es ist mir schon wichtig, dass die Grundlagen für eine optimale Polizeiarbeit gegeben sind. Und ich möchte bei dieser Gelegenheit natürlich auch den vielen Polizistinnen und Polizisten für ihre sehr engagierte Arbeit für die Sicherheit der Bevölkerung Danke sagen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Der Herr Staatssekretär hat ebenfalls 36 Millionen € zur Verfügung, um 5 Millionen € mehr. Diese Mittel werden im Bereich der Sprachförderungen eingesetzt, im Zusammenwirken mit Bund und Ländern. In den wenigen Monaten, die Herr Staatssekretär Kurz jetzt im Amt ist, hat er großartige Leistungen erbracht in diesem Bereich, und ich wünsche ihm weiterhin viel Erfolg im Bereich der Integration, der ein ganz besonders wichtiger Bereich im Inneren sein wird. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
In diesem Sinne glaube ich, dass wir von einem ausgezeichneten Budget reden können, und ich bedanke mich sehr herzlich für dieses Verhandlungsergebnis. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Der Verfassungsschutz im Innenministerium ist aus politischen Gründen am rechten Auge voll blind, und das seit mindestens sechs Jahren. (Beifall bei den Grünen.)
Hö-Rufe bei der FPÖ.
Das wissen wir alles, und wir wissen, dass einige Spuren in die Freiheitliche Jugend, andere Spuren mitten in die Freiheitliche Partei führen. (Hö-Rufe bei der FPÖ.) Und da gibt es einen Auftrag im Innenministerium, alles, was in Richtung Freiheitlicher Partei und alles, was in Richtung Verbindung von Freiheitlicher Partei mit rechtsextremen, terrorverdächtigen Gruppen führt, nicht zu untersuchen.
Beifall bei den Grünen.
sorgen, dass diese gewaltbereite, gefährliche, terrorismusnahe Szene in Österreich rechtzeitig überwacht und rechtzeitig polizeilich und gerichtlich verfolgt wird! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Vock: Ebergassing zum Beispiel!
Wir können nicht warten, bis es in Österreich erste Anschläge und erste Opfer gibt. (Abg. Vock: Ebergassing zum Beispiel!) Ich fordere Sie auf, Frau Bundesministerin: Hören Sie auf, diese Gefahr zu verharmlosen, und geben Sie endlich Ihren Beamten den Auftrag, da ernsthaft zu ermitteln und einer schwerwiegenden Gefahr für die öffentliche Sicherheit vorzubeugen! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir können nicht warten, bis es in Österreich erste Anschläge und erste Opfer gibt. (Abg. Vock: Ebergassing zum Beispiel!) Ich fordere Sie auf, Frau Bundesministerin: Hören Sie auf, diese Gefahr zu verharmlosen, und geben Sie endlich Ihren Beamten den Auftrag, da ernsthaft zu ermitteln und einer schwerwiegenden Gefahr für die öffentliche Sicherheit vorzubeugen! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Ing. Westenthaler: Danke! Dank an die Minister, Dank an die Beamten ...! – Abg. Grosz: Danke! Dank an die Ministerin, an die Beamten, an mich selber!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Pendl. 4 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Danke! Dank an die Minister, Dank an die Beamten ...! – Abg. Grosz: Danke! Dank an die Ministerin, an die Beamten, an mich selber!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Also, an und für sich könntet ihr alle höflich sein und euch bei jenen, die die Arbeit machen für die Österreicherinnen und Österreicher, bedanken. Das ist nicht einmal lustig, glaubt mir das. Wir bedanken uns gerne bei den Kolleginnen und Kollegen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Petzner
Ich möchte aber noch einen Punkt ansprechen, der heute in einem ganz anderen Zusammenhang angesprochen worden ist, nämlich die Asylzahlen. Denken Sie zurück, wie von einigen hier teilweise untergriffig und sehr ins Lächerliche gezogen die Installierung des Asylgerichtshofes dargestellt worden ist! In der Zwischenzeit ist der Asylgerichtshof eine Erfolgsstory, und zum Jahreswechsel (Zwischenruf des Abg. Petzner) – nicht da so deuten, sondern anschauen und informieren, nicht immer nur deuten! (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP) – wird der riesige Rucksack mit allem, was sich da aufgestaut hat, aufgearbeitet sein, in rechtsstaatlicher Weise mit einem hervorragenden Ergebnis. Da könnt ihr mit dem VwGH, mit dem VfGH reden, mit wem ihr wollt: Das ist so! Und daher sollten wir uns auch heute hier beim Präsidenten des Asylgerichtshofes und seinen Richterinnen und Richtern bedanken. (Abg. Grosz: Danke!) Dort wurde ausgezeichnete Arbeit geleistet, meine sehr geehrten Damen und Herren, und vor allem auf sehr hohem Niveau, was die Rechtsstaatlichkeit betrifft.
Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP
Ich möchte aber noch einen Punkt ansprechen, der heute in einem ganz anderen Zusammenhang angesprochen worden ist, nämlich die Asylzahlen. Denken Sie zurück, wie von einigen hier teilweise untergriffig und sehr ins Lächerliche gezogen die Installierung des Asylgerichtshofes dargestellt worden ist! In der Zwischenzeit ist der Asylgerichtshof eine Erfolgsstory, und zum Jahreswechsel (Zwischenruf des Abg. Petzner) – nicht da so deuten, sondern anschauen und informieren, nicht immer nur deuten! (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP) – wird der riesige Rucksack mit allem, was sich da aufgestaut hat, aufgearbeitet sein, in rechtsstaatlicher Weise mit einem hervorragenden Ergebnis. Da könnt ihr mit dem VwGH, mit dem VfGH reden, mit wem ihr wollt: Das ist so! Und daher sollten wir uns auch heute hier beim Präsidenten des Asylgerichtshofes und seinen Richterinnen und Richtern bedanken. (Abg. Grosz: Danke!) Dort wurde ausgezeichnete Arbeit geleistet, meine sehr geehrten Damen und Herren, und vor allem auf sehr hohem Niveau, was die Rechtsstaatlichkeit betrifft.
Abg. Grosz: Danke!
Ich möchte aber noch einen Punkt ansprechen, der heute in einem ganz anderen Zusammenhang angesprochen worden ist, nämlich die Asylzahlen. Denken Sie zurück, wie von einigen hier teilweise untergriffig und sehr ins Lächerliche gezogen die Installierung des Asylgerichtshofes dargestellt worden ist! In der Zwischenzeit ist der Asylgerichtshof eine Erfolgsstory, und zum Jahreswechsel (Zwischenruf des Abg. Petzner) – nicht da so deuten, sondern anschauen und informieren, nicht immer nur deuten! (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP) – wird der riesige Rucksack mit allem, was sich da aufgestaut hat, aufgearbeitet sein, in rechtsstaatlicher Weise mit einem hervorragenden Ergebnis. Da könnt ihr mit dem VwGH, mit dem VfGH reden, mit wem ihr wollt: Das ist so! Und daher sollten wir uns auch heute hier beim Präsidenten des Asylgerichtshofes und seinen Richterinnen und Richtern bedanken. (Abg. Grosz: Danke!) Dort wurde ausgezeichnete Arbeit geleistet, meine sehr geehrten Damen und Herren, und vor allem auf sehr hohem Niveau, was die Rechtsstaatlichkeit betrifft.
Abg. Grosz: Schlanke Verwaltung!
Aber da könnten sich alle Fraktionen einbringen. Ein wichtiger Beitrag, eine Reduktion der Zahl der Dienststellen von 100 auf zehn, ich glaube, das sind Dinge, die in der heutigen Zeit einfach notwendig sind: schlagkräftig, schlank, vielversprechend, erfolgsorientiert. Dazu lade ich Sie sehr herzlich ein. (Abg. Grosz: Schlanke Verwaltung!) Es ist eine wichtige Arbeit für die Österreicherinnen und Österreicher. Nicht gescheit daherreden, substanzlos, das bringt nichts. – Herzlichen Dank und alles Gute. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Aber da könnten sich alle Fraktionen einbringen. Ein wichtiger Beitrag, eine Reduktion der Zahl der Dienststellen von 100 auf zehn, ich glaube, das sind Dinge, die in der heutigen Zeit einfach notwendig sind: schlagkräftig, schlank, vielversprechend, erfolgsorientiert. Dazu lade ich Sie sehr herzlich ein. (Abg. Grosz: Schlanke Verwaltung!) Es ist eine wichtige Arbeit für die Österreicherinnen und Österreicher. Nicht gescheit daherreden, substanzlos, das bringt nichts. – Herzlichen Dank und alles Gute. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pilz: Von einem Rechtsextremisten einen Ordnungsruf! – Rufe: Das ist doch unglaublich!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Bevor ich den nächsten Redner aufrufe, erteile ich wegen des Vorwurfs, den Herr Abgeordneter Dr. Pilz in Richtung der Frau Bundesministerin geäußert hat, dass sie Amtsmissbrauch begangen hat, indem Abgeordneter Pilz behauptet hat, dass die Frau Bundesministerin für Inneres eine Weisung erteilt hätte, rechtsextreme Verbindungen nicht zu untersuchen, einen Ordnungsruf und bitte Sie, das zur Kenntnis zu nehmen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pilz: Von einem Rechtsextremisten einen Ordnungsruf! – Rufe: Das ist doch unglaublich!)
Abg. Jakob Auer: Zur Geschäftsordnung!
Nächster Redner: Herr Abgeordneter Ing. Westenthaler: 4 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Jakob Auer: Zur Geschäftsordnung!)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (BZÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Gratulation dem Abgeordneten Pilz. Er geht bei den Ordnungsrufen wieder in Führung und führt damit die Liste wieder an. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Abg. Dr. Pilz steht an der Regierungsbank und spricht mit Bundesministerin Mag. Mikl-Leitner.
Aber ich möchte heute einen ganz anderen Punkt ansprechen. (Abg. Dr. Pilz steht an der Regierungsbank und spricht mit Bundesministerin Mag. Mikl-Leitner.)
Abg. Mag. Gerstl: Das gehört nach Wien!
und Sie kennen es vielleicht nicht. Jetzt wird ein islamisches Zentrum gebaut. Hier ist der Plan (Abg. Mag. Gerstl: Das gehört nach Wien!), gegen jegliche Bauvorschriften. Nein, nein, das gehört nicht nach Wien. Da sitzt der Integrationsstaatssekretär, Herr Gerstl. Das ist typisch: Herr Gerstl, der die ÖVP Wien in den Graben führt, will davon nichts wissen, das verstehe ich schon, der Totengräber der Wiener ÖVP, der will davon nichts wissen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
und Sie kennen es vielleicht nicht. Jetzt wird ein islamisches Zentrum gebaut. Hier ist der Plan (Abg. Mag. Gerstl: Das gehört nach Wien!), gegen jegliche Bauvorschriften. Nein, nein, das gehört nicht nach Wien. Da sitzt der Integrationsstaatssekretär, Herr Gerstl. Das ist typisch: Herr Gerstl, der die ÖVP Wien in den Graben führt, will davon nichts wissen, das verstehe ich schon, der Totengräber der Wiener ÖVP, der will davon nichts wissen. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Gegen jegliche Vorschriften für Bauhöhen, gegen jeglichen Ensembleschutz, gegen jegliche Vorschriften wird dort ein Veranstaltungszentrum gebaut, Herr Gerstl (der Redner zeigt die entsprechenden Bilder) – und jetzt sage ich Ihnen etwas –, gegen das sich alle Bezirksparteien bereits im Jahr 1996 ausgesprochen haben. Da gibt es einen Antrag der Bezirksvertretung. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Alle Parteien, SPÖ, ÖVP, FPÖ, waren dagegen, auch die Grünen waren dagegen und damals auch noch das Liberale Forum. Alle waren dagegen!
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe des Abg. Mag. Gerstl.
Jetzt gibt es dort eine Bürgerinitiative, eine sehr starke Bürgerinitiative, die mittlerweile Tausende Menschen umfasst. Und die haben sich gedacht, endlich kommt da ein zuständiger Staatssekretär, der sich um Integration bemüht. Das ist keine ausländerfeindliche Bürgerinitiative, wie Sie vielleicht glauben, sondern das ist bunt gemischt: Rote, Schwarze, auch Grüne, auch Freiheitliche. Das sind verschiedenste Parteigänger, die eines wollen: ein friedliches Zusammenleben dort, aber kein türkisch-islamisches Ghetto, das die eigenen Menschen aus der eigenen Heimat vertreibt. Das wollen die Menschen dort nicht, Herr Kollege Gerstl. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe des Abg. Mag. Gerstl.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Was passiert? – Die schreiben wieder. Von Juni bis heute keine Antwort des Staatssekretärs. Kurz ist nicht hingefahren, er hat mit niemandem telefoniert, er hat nicht einmal selbst Mails beantwortet. Das ist eine Schande, Herr Staatssekretär, aber keine ordentliche Politik, was Sie da machen! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das ist keine Politik! Da haben wir Sie einmal erwischt und den Unterschied zwischen Schein und Sein aufgezeigt. Das Bildnis des Dorian Gray bröckelt, auch wenn man es vielleicht noch nicht so offensichtlich sieht. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Das ist unzumutbar! Ich bitte Sie um eine kurze Unterbrechung, um eine Stehpräsidiale. So kann man in diesem Haus nicht vorgehen! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Grosz: Der Abgeordnete ist da, er kann es bestätigen!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Kollege Auer, weder Kollege Graf noch ich haben das gehört. Darum habe ich auch bereits angeordnet, dass mir das Stenographische Protokoll gegeben wird. (Abg. Grosz: Der Abgeordnete ist da, er kann es bestätigen!) Und dann werde ich auch dementsprechend vorgehen. So habe ich es auch mit dem Kollegen Graf vereinbart.
Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Abg. Grosz: Der Abgeordnete ist da! Er wird es Ihnen bestätigen!
Daher schließen wir uns diesem Antrag an und wollen auch eine Unterbrechung der Sitzung. (Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Abg. Grosz: Der Abgeordnete ist da! Er wird es Ihnen bestätigen!)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Harald Vilimsky (fortsetzend): Es ist eine Stehpräsidiale zu machen und dieses Verhalten zu verurteilen. – Danke sehr. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Das ist zur Geschäftsordnung oder eine Meinung?
Ich ersuche auch hier, das Protokoll beizuschaffen, weil mit der offensichtlichen Absicht, die Freiheitliche Partei zu schützen, Herr Präsident Graf etwas unterstellt hat, wo er nicht der Meinung war, das im Fall der Volksanwältin Stoisits verfolgen zu müssen (Abg. Strache: Das ist zur Geschäftsordnung oder eine Meinung?)
Abg. Grosz: Er soll es gleich sagen, ob er es gesagt hat!
Sollten Ordnungsmaßnahmen notwendig sein, werde ich diese auch setzen. Es gibt per Geschäftsordnung keinen Antrag an den vorsitzführenden Präsidenten bezüglich Ordnungsruf oder nicht Ordnungsruf. Das wissen Sie. Aber wir sind uns unserer Verantwortung bewusst. Daher warte ich zunächst einmal auf das Protokoll, um dann auch die entsprechenden Entscheidungen treffen zu können. (Abg. Grosz: Er soll es gleich sagen, ob er es gesagt hat!)
Abg. Petzner: Haben Sie es gesagt?
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (fortsetzend): Selbstverständlich, Frau Präsidentin, mache ich gerne eine Ergänzung und gebe eine dazugehörende Erklärung ab. (Abg. Petzner: Haben Sie es gesagt?) Wenn Präsident Graf in der Frage, die ich gerade releviert habe, im Interesse seiner Partei den Vorsitz missbraucht, dann werde ich auch in Zukunft darauf hinweisen, dass ein rechtsextremer Politiker wie Herr Dr. Graf seinen Vorsitz nicht missbrauchen darf. Ja, er ist ein rechtsextremer Politiker. (Abg. Grosz: Schon wieder! Sitzungsunterbrechung! – Abg. Strache: Schämen Sie sich! Sie sind eine Schande für das Haus! – Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.)
Abg. Grosz: Schon wieder! Sitzungsunterbrechung! – Abg. Strache: Schämen Sie sich! Sie sind eine Schande für das Haus! – Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (fortsetzend): Selbstverständlich, Frau Präsidentin, mache ich gerne eine Ergänzung und gebe eine dazugehörende Erklärung ab. (Abg. Petzner: Haben Sie es gesagt?) Wenn Präsident Graf in der Frage, die ich gerade releviert habe, im Interesse seiner Partei den Vorsitz missbraucht, dann werde ich auch in Zukunft darauf hinweisen, dass ein rechtsextremer Politiker wie Herr Dr. Graf seinen Vorsitz nicht missbrauchen darf. Ja, er ist ein rechtsextremer Politiker. (Abg. Grosz: Schon wieder! Sitzungsunterbrechung! – Abg. Strache: Schämen Sie sich! Sie sind eine Schande für das Haus! – Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.)
Zwischenrufe.
Unabhängig davon werde ich die Sitzung jetzt nicht unterbrechen. Aber wir werden ganz sicher in der nächsten Präsidiale auch über diesen Vorfall zu reden haben. (Zwischenrufe.) Zum Beispiel, ja, die Damen und Herren des BZÖ.
Beifall bei der ÖVP.
Wofür verwenden wir das? Sie alle wissen, dass gerade im Sicherheitsbereich das wichtigste Potenzial natürlich unsere Polizistinnen und Polizisten sind, und deswegen investieren wir auch 70 Prozent unseres Budget in unsere Polizistinnen und Polizisten, das heißt, 1,8 Milliarden € in unser Personal, was letzten Endes auch richtig und wichtig ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Dass unsere Sicherheitsbehörden gut gearbeitet haben, beweist der Umstand, dass Herr Küssel in Untersuchungshaft sitzt, dass derartige Dinge geahndet werden und dass es gerade in derartigen Fällen null Toleranz gibt. Selbstverständlich gibt es keinen Auftrag, Verbindungen der rechtsextremen Szene zur FPÖ nicht zu untersuchen, egal, wer mit der rechtsextremen Szene eine Verbindung hat, egal, wer mit der rechtsextremen Szene gemeinsame Dinge vorbereitet. Hier gibt es null Toleranz seitens meiner Person und selbstverständlich seitens der Behörden. Hier gibt es weder einen Auftrag noch ein Ansinnen, egal, um welche Art von Kriminalität es sich handelt. Hier muss es einfach null Toleranz geben. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich für meinen Teil kann nur noch sagen: Ich danke vor allem für die Verhandlungen mit der Finanzministerin, dafür, dass es uns gelungen ist, 2,5 Milliarden € für den Bereich der Sicherheit sicherzustellen. 1,8 Milliarden € sind für den gesamten Bereich des Personals. Gerade mit diesen 1,8 Milliarden € ist es uns möglich, das Versprechen einzulösen, dass bis Ende 2013 1 000 Polizistinnen und Polizisten mehr auf der Straße ihren Dienst zur Gewährleistung der Sicherheit versehen werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, mit diesen Schwerpunkten wird es uns auch gelingen, unsere Position zu stärken beziehungsweise unseren weltweiten Rang auf Nummer sechs und unseren europaweiten Rang auf Platz zwei weiterhin zu halten und weiterhin die Sicherheit in dieser Republik für die Menschen in Österreich zu garantieren. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Aber zahlen tut es der Steuerzahler! Bei dem sollten Sie sich eigentlich bedanken!
Ich möchte mich an dieser Stelle bei der Finanzministerin Maria Fekter und bei unserer Innenministerin ganz herzlich bedanken. Wir haben jetzt, im Jahr 2011, rund 32 Millionen € für die Integration zur Verfügung. (Abg. Ing. Westenthaler: Aber zahlen tut es der Steuerzahler! Bei dem sollten Sie sich eigentlich bedanken!) Das sind
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Da wäre eine Deutsch-Vorschule notwendig!
Ganz besonders freut es mich, dass es möglich war, die 5 Millionen € für die sprachliche Frühförderung in den Kindergärten zu bekommen, weil ich glaube, dass es ganz wichtig ist, bei der Förderung früh anzusetzen, und da vor allem bei der Sprache anzusetzen. Mit diesen 5 Millionen € verdoppeln wir das Geld, das von den Ländern investiert wird. Das heißt, insgesamt geht es da um rund 10 Millionen € für die sprachliche Frühförderung von Kindergartenkindern, damit auch der Schuleinstieg in die Volksschule auf einem ordentlichen Niveau gewährleistet ist. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Da wäre eine Deutsch-Vorschule notwendig!)
Abg. Ing. Westenthaler: Na also, geht ja!
Herr Westenthaler, Sie haben vorhin mit Ihrem Zwischenruf den Steuerzahler angesprochen. Es ist richtig, was Sie sagen. Ich glaube, das ist gut investiertes Geld, und beim Steuerzahler soll man sich immer bedanken. (Abg. Ing. Westenthaler: Na also, geht ja!) Wie gesagt, es ist gut investiertes Geld, es ist kein hinausgeschmissenes Geld. Ich glaube, dass neben dem Thema der Generationengerechtigkeit und dem Thema der Bildung gerade das Thema Integration ein ganz wesentliches ist für unser Zusammenleben in der Zukunft.
Abg. Strache: Versäumnisse von der Regierung seit Jahren! – Gegenrufe bei der ÖVP.
Ich glaube, beim Thema Integration ist es wichtig, ehrlich zu sein und ehrlich zu sagen, dass es nicht möglich ist, jahrzehntelange Versäumnisse von heute auf morgen zu lösen. Es wird in der Vergangenheit immer wieder Probleme gegeben haben, es wird immer wieder Themen gegeben haben, wo zu viel geträumt oder gehetzt worden ist, und unser Ziel ist es jetzt, Schritt für Schritt in der Integration etwas voranzutreiben. Es braucht da ... (Abg. Strache: Versäumnisse von der Regierung seit Jahren! – Gegenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Wieso sprechen Sie nicht mit der Bürgerinitiative?
Es braucht da – und da möchte ich an das anknüpfen, was Herr Abgeordneter Westenthaler vorhin gesagt hat, was die Bürgerinitiative in Wien betrifft – auch einen Schulterschluss aller politischen Ebenen. Integration ist nichts ... (Abg. Ing. Westenthaler: Wieso sprechen Sie nicht mit der Bürgerinitiative?) Ich komme gleich dazu, bitte, eine Sekunde! – Integration ist nichts, was nur die Regierung oder nur das Staatssekretariat betrifft, sondern Integration betrifft alle politischen Ressorts, und zwar auf Bundes-, Landes- und auf Gemeindeebene. Ich bin daher sehr froh, dass auch in allen anderen politischen Ressorts Budgetposten für Integration vorgesehen sind und hier auch gemeinsame Projekte durchgeführt werden können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es braucht da – und da möchte ich an das anknüpfen, was Herr Abgeordneter Westenthaler vorhin gesagt hat, was die Bürgerinitiative in Wien betrifft – auch einen Schulterschluss aller politischen Ebenen. Integration ist nichts ... (Abg. Ing. Westenthaler: Wieso sprechen Sie nicht mit der Bürgerinitiative?) Ich komme gleich dazu, bitte, eine Sekunde! – Integration ist nichts, was nur die Regierung oder nur das Staatssekretariat betrifft, sondern Integration betrifft alle politischen Ressorts, und zwar auf Bundes-, Landes- und auf Gemeindeebene. Ich bin daher sehr froh, dass auch in allen anderen politischen Ressorts Budgetposten für Integration vorgesehen sind und hier auch gemeinsame Projekte durchgeführt werden können. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Sie waren nicht in Kontakt mit der Bürgerinitiative, sondern Ihr Büro!
Was die Bürgerinitiative betrifft, halte ich es für ein bisschen unredlich, dass Sie sich da dieser Bürgerinitiative bedienen wollen. Ich war mit der Bürgerinitiative in Kontakt. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie waren nicht in Kontakt mit der Bürgerinitiative, sondern Ihr Büro!) Es hat auch Gespräche im Innenministerium gegeben. Glauben Sie mir, Herr Abgeordneter, die Bürgerinitiative hat alles andere als einen Narren an Ihnen gefressen. Ich glaube, die Bürgerinitiative würde sich sehr von dem distanzieren, was Sie heute hier vorgebracht haben. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Die wollten mit Ihnen reden, aber Sie reden nicht mit ihnen, weil Ihr Prinzip Überheblichkeit ist! Das ist die Wahrheit!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Die wollten mit Ihnen reden, aber Sie reden nicht mit ihnen, weil Ihr Prinzip Überheblichkeit ist! Das ist die Wahrheit!
Was die Bürgerinitiative betrifft, halte ich es für ein bisschen unredlich, dass Sie sich da dieser Bürgerinitiative bedienen wollen. Ich war mit der Bürgerinitiative in Kontakt. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie waren nicht in Kontakt mit der Bürgerinitiative, sondern Ihr Büro!) Es hat auch Gespräche im Innenministerium gegeben. Glauben Sie mir, Herr Abgeordneter, die Bürgerinitiative hat alles andere als einen Narren an Ihnen gefressen. Ich glaube, die Bürgerinitiative würde sich sehr von dem distanzieren, was Sie heute hier vorgebracht haben. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Die wollten mit Ihnen reden, aber Sie reden nicht mit ihnen, weil Ihr Prinzip Überheblichkeit ist! Das ist die Wahrheit!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Aber nicht bei Ihnen! Das ist ungeheuerlich, solch eine Überheblichkeit! Sie sind zu feig, dass Sie dorthin gehen! Das ist die Wahrheit!
Sie haben vorhin gesagt, dass wir mit der Bürgerinitiative nicht in Kontakt waren. Ich habe mir noch einmal das Mail der Bürgerinitiative herausgesucht und kann Ihnen sagen: Die Bürgerinitiative, konkret die Frau Schuster, bedankt sich bei uns sogar für die prompte Antwort. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Aber nicht bei Ihnen! Das ist ungeheuerlich, solch eine Überheblichkeit! Sie sind zu feig, dass Sie dorthin gehen! Das ist die Wahrheit!)
Abg. Ing. Westenthaler: Sie sind zu feig, um dorthin zu gehen!
Was man auch dazusagen kann – und ich glaube, das wissen Sie als Abgeordneter des Parlaments (Abg. Ing. Westenthaler: Sie sind zu feig, um dorthin zu gehen!) –, ist, dass die Frage des Baurechts kein Thema des Parlaments ist. Das ist ein Thema, das Land und Bezirke betrifft. Aber ich glaube, auch dem BZÖ steht es frei, bei der nächsten Wahl in Wien zu kandidieren, um dann vielleicht diese Frage im Landtag oder in der Bezirksvertretung thematisieren zu können. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Nur alles wegschieben!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Nur alles wegschieben!
Was man auch dazusagen kann – und ich glaube, das wissen Sie als Abgeordneter des Parlaments (Abg. Ing. Westenthaler: Sie sind zu feig, um dorthin zu gehen!) –, ist, dass die Frage des Baurechts kein Thema des Parlaments ist. Das ist ein Thema, das Land und Bezirke betrifft. Aber ich glaube, auch dem BZÖ steht es frei, bei der nächsten Wahl in Wien zu kandidieren, um dann vielleicht diese Frage im Landtag oder in der Bezirksvertretung thematisieren zu können. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Nur alles wegschieben!)
Beifall bei der ÖVP.
Zum Vierten sind wir gerade dabei, mit der Caritas österreichweit die Lerncafés auszubauen, um all jene Kinder und Jugendliche unterstützen zu können, die vielleicht Nachholbedarf haben, die zu Hause vielleicht keine Möglichkeit haben, in einem geschützten Umfeld die Aufgaben zu machen, und wo vielleicht das eine oder andere aus der Schule noch nicht hängengeblieben ist – bewusst ein Projekt, das sich an alle richtet: an Kinder mit Migrationshintergrund genauso wie an Kinder ohne Migrationshintergrund, sprich: an alle, die einen Förderbedarf haben und die bei uns im Schulsystem ohne die dementsprechende Unterstützung nicht ihren Bildungsweg machen können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich meine, es kann im Integrationsbereich nur einen Weg geben, und das ist der gemeinsame. Österreich wird es guttun. – Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Strache.
Mir liegt der komplette Mailverkehr vor. (Zwischenruf des Abg. Strache.) Die Bürgerinitiative Dammstraße war zweimal per Mail in Kontakt, beim ersten Mal mit einer Frau Lisa Koroschetz und beim zweiten Mal mit einem Herrn Mag. Franz Wolf-Maier. Keinesfalls in Mailkontakt und auch sonst nicht in Kontakt war die Bürgerinitiative mit Herrn Staatssekretär Kurz. Da hat er das erste Mal die Unwahrheit gesagt.
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Schwindeln Sie das Parlament also nicht an! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung Staatssekretär Kurz –: Dass Sie das Parlament anlügen! Das Ganze Gott sei Dank live im Fernsehen! Sie schwindeln das Parlament vor laufender Kamera an! Skandalös ist das! – Weitere Zwischenrufe.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster gelangt Herr Abgeordneter Hornek zu Wort. Ich stelle die Uhr auf 4 Minuten. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung Staatssekretär Kurz –: Dass Sie das Parlament anlügen! Das Ganze Gott sei Dank live im Fernsehen! Sie schwindeln das Parlament vor laufender Kamera an! Skandalös ist das! – Weitere Zwischenrufe.)
Anhaltende Zwischenrufe.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! (Anhaltende Zwischenrufe.) – Frau Präsidentin, bin ich am Wort? (Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung Staatssekretär Kurz –: Nicht ein Wort haben Sie gesprochen mit der Bürgerinitiative! – Abg. Dr. Jarolim: Ich glaube nicht, dass das stimmt, was der Westenthaler sagt! – Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung Staatssekretär Kurz –: Nicht ein Wort haben Sie gesprochen mit der Bürgerinitiative! – Abg. Dr. Jarolim: Ich glaube nicht, dass das stimmt, was der Westenthaler sagt! – Zwischenrufe beim BZÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! (Anhaltende Zwischenrufe.) – Frau Präsidentin, bin ich am Wort? (Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung Staatssekretär Kurz –: Nicht ein Wort haben Sie gesprochen mit der Bürgerinitiative! – Abg. Dr. Jarolim: Ich glaube nicht, dass das stimmt, was der Westenthaler sagt! – Zwischenrufe beim BZÖ.)
Anhaltende Zwischenrufe. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Das Thema Sicherheit ist ein wichtiges Thema, aber verbale Redimensionierung in diesem Haus würde mit Sicherheit dazu beitragen, dass die Grundprinzipien einer Demokratie eingehalten würden. (Anhaltende Zwischenrufe. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ja unglaublich, was der von der Regierungsbank verzapft, der Regierungspraktikant! – Weitere anhaltende Zwischenrufe.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich finde es zum Teil unerträglich, wie hier die Diskussion stattfindet! Es ist bedauerlich, Frau Präsidentin, dass es nicht möglich ist, seine Ausführungen zu machen. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ja unglaublich, was der von der Regierungsbank verzapft, der Regierungspraktikant! – Weitere anhaltende Zwischenrufe.) – Sorgen Sie bitte einmal für Ruhe!
Beifall bei der ÖVP.
Besonders erwähnenswert ist, dass die Gesamtkriminalität im Jahr 2010 um mehr als 9 Prozent reduziert wurde. Darauf können wir doch, sehr geehrte Damen und Herren, gemeinsam stolz sein. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Petzner: Sagen Sie etwas zum Herrn Staatssekretär und dessen !
Trotz der unabdingbaren Sparvorgaben, die wir seit Tagen in diesem Haus diskutieren, ist es möglich, dass das Budget des Innenministeriums nicht reduziert wird, wodurch auch im Jahr 2013 um 1 000 Beamtinnen und Beamte mehr zur Verfügung stehen. (Abg. Petzner: Sagen Sie etwas zum Herrn Staatssekretär und dessen !)
Abg. Petzner: Ihr nennt euch „christlich-sozial“!
Mir als Waldviertler Abgeordnetem ist es besonders wichtig, mich mit der Thematik Asyl, Integration und Fremdenrecht auseinanderzusetzen. Aufgrund persönlicher Betroffenheit – ich habe jahrzehntelang am Eisernen Vorhang gelebt, meine Eltern waren Heimatvertriebene (Abg. Petzner: Ihr nennt euch „christlich-sozial“!) – ist das für mich ein besonders bedeutsames Thema, das ich sachlich abgearbeitet haben möchte und nicht mit Polemik, wie das hier teilweise der Fall ist. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Schmähführer!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Schmähführer!
Mir als Waldviertler Abgeordnetem ist es besonders wichtig, mich mit der Thematik Asyl, Integration und Fremdenrecht auseinanderzusetzen. Aufgrund persönlicher Betroffenheit – ich habe jahrzehntelang am Eisernen Vorhang gelebt, meine Eltern waren Heimatvertriebene (Abg. Petzner: Ihr nennt euch „christlich-sozial“!) – ist das für mich ein besonders bedeutsames Thema, das ich sachlich abgearbeitet haben möchte und nicht mit Polemik, wie das hier teilweise der Fall ist. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Schmähführer!)
Abg. Petzner: Sagen Sie etwas zum Staatssekretär, Herr Hornek, der schwindelt das Parlament an!
Diese Verantwortung tragen wir auch gegenüber dem österreichischen Steuerzahler. Einer meiner Vorredner, Kollege Kößl, hat bereits darauf hingewiesen, dass es aufgrund der Veränderungen, die es im Fremdenrecht gegeben hat, zu wesentlichen Verbesserungen kommt (Abg. Petzner: Sagen Sie etwas zum Staatssekretär, Herr Hornek, der schwindelt das Parlament an!) und im Zuge der Rot-Weiß-Rot-Card möglich ist, dass es geordnete Zuwanderung nach den festgelegten Zielkriterien gibt. Dafür trägt der Herr Staatssekretär die Verantwortung, und er macht seine Arbeit gut.
Abg. Petzner: Nein, nein, das haben wir nicht gesagt! Sie sagen schon wieder die Unwahrheit!
Wenn Sie ihm vorwerfen, dass er zu jung ist, muss ich sagen: Das ist ein Mangel (Abg. Petzner: Nein, nein, das haben wir nicht gesagt! Sie sagen schon wieder die Unwahrheit!) – doch, das haben Sie in der Vergangenheit des Öfteren getan –, der mit jedem Tag geringer wird. Er ist in höchstem Maße professionell, und ich gratuliere ihm dazu. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn Sie ihm vorwerfen, dass er zu jung ist, muss ich sagen: Das ist ein Mangel (Abg. Petzner: Nein, nein, das haben wir nicht gesagt! Sie sagen schon wieder die Unwahrheit!) – doch, das haben Sie in der Vergangenheit des Öfteren getan –, der mit jedem Tag geringer wird. Er ist in höchstem Maße professionell, und ich gratuliere ihm dazu. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ sowie bei der ÖVP.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Meine Damen und Herren! Wir haben noch mehr als zwei Sitzungstage vor uns, und damit sich nicht gleich von Anfang an das Diskussionsklima negativ entwickelt, mache ich jetzt folgende Anmerkung: Es hat in der Vergangenheit hier eine Praxis gegeben, auf die ich zurückgreifen möchte. Permanentes Zwischenrufen wird ab sofort mit Ordnungsruf geahndet. Das war auch in der Vergangenheit so, und ich werde diese Praxis wieder anwenden. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ sowie bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Stummvoll: Das stimmt!
Geschätzte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Ich beziehe mich auf die Rede des Abgeordneten Stummvoll vom 20. Oktober, in welcher der ÖVP-Abgeordnete Stummvoll beklagt hat, dass die Opposition nichts Besseres zu tun hätte, als ständig Anträge einzubringen, die ungeheure Summen verschlingen würden – ungeheure Summen! (Abg. Dr. Stummvoll: Das stimmt!) – Jetzt ist er hier. Herzlich willkommen im Nationalrat! Wir haben Budgetsitzung. Ich darf Sie herzlich dazu einladen.
Zwischenruf bei der ÖVP.
Herr Stummvoll, beklagen Sie bitte nie wieder hier heraußen weinerlich die Kosten der Anträge der FPÖ und wie verrückt, praxisfremd et cetera die Anträge seien. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Jetzt rede ich mit Herrn Stummvoll!
Zwischenruf des Abg. Kößl.
Ich rate Ihnen, Gewissenserforschung zu betreiben, bevor Sie sich aufregen – aber der massiven Art, nämlich an einem kleinen Beispiel, bei dem es „nur“ um 7 Millionen € geht. Ich weiß, das ist in Ihren Augen nicht viel Geld, aber für uns kleine Leute schon. Diesen Fall hat der Rechnungshof aufgezeigt, da kannst du gleich zur Vorgängerin der Frau Innenministerin gehen. Da haben wir festgestellt (Zwischenruf des Abg. Kößl.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Sie müssen sündteure Werbeaktionen starten, um möglichst viele Migranten-Polizisten hereinzubringen – aber das ist ja Ihr vorrangiges Ziel. Die ÖVP-Prämisse lautet nämlich: Nicht die Grundsätze der allgemeinen Verwaltung ... (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Du solltest aufpassen, und dann gehst du heraus und sagst etwas dazu.
Beifall bei der FPÖ.
Die Grundsätze der Verwaltung, nämlich Zweckmäßigkeit, Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit, sind Ihnen egal wie nur irgendetwas. Ich erlebe das ständig bei den Bürgermeistern in Niederösterreich, die Geld veranlagen, sich da auf den ärgsten und riskantesten Spielplätzen betätigen und dann ein Sparpaket nach dem anderen – wie Sie es jetzt hier fordern – etablieren, und das alles zu Lasten der Polizei und der Bürger, der gesamten Bevölkerung. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Wie läuft es in der Praxis? – Nehmen wir den Fall Kampusch her. Was wurde da investiert? Zigtausend Stunden an Polizeikräften wurden dort investiert! Und was haben wir dort? – Eine sehr traurige Situation, wie man den Medien entnehmen kann. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Stör da bitte nicht!
Beifall bei der FPÖ.
Ich befürchte, dass diese Geschichte abgedreht wird. Das ist auch eine Form des Sparens: wenn man Zehntausende Stunden „hinunterkippt“, obwohl noch erhebliche Ermittlungsansätze weiter zu verfolgen wären. Da kann sich Herr Stummvoll ganz breit machen. Die Ressourcen, die dort eingesetzt sind, sollten wirklich zu einem wirtschaftlichen Erfolg führen, nämlich dazu, dass die strafbaren Handlungen, die dort zu vermuten sind, auch tatsächlich öffentlich werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Sie können das Polizeiwesen, insbesondere in Wien, nicht herunterbrechen wie bei einer Regalbetreuerin bei BILLA. Es ist ungeheuerlich, was da vorgeht, wovon Sie aber keine Ahnung haben, weil man Ihnen das nicht erzählt. Das erzählt man Ihnen ja nicht! (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) Lassen Sie die Finger vom Dienstsystem, quälen Sie die Polizisten nicht, lassen Sie sie in Ruhe arbeiten, damit sie motiviert die Kriminalfälle aufarbeiten können. Da haben sie mehr als genug zu tun. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kößl.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kößl.
Sie können das Polizeiwesen, insbesondere in Wien, nicht herunterbrechen wie bei einer Regalbetreuerin bei BILLA. Es ist ungeheuerlich, was da vorgeht, wovon Sie aber keine Ahnung haben, weil man Ihnen das nicht erzählt. Das erzählt man Ihnen ja nicht! (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) Lassen Sie die Finger vom Dienstsystem, quälen Sie die Polizisten nicht, lassen Sie sie in Ruhe arbeiten, damit sie motiviert die Kriminalfälle aufarbeiten können. Da haben sie mehr als genug zu tun. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kößl.)
Beifall bei der FPÖ.
In Richtung ÖVP noch einen Satz: Die Missachtung der Erwartungshaltung der Bevölkerung und der Polizei wird zu massiven Verlusten führen! Und da sage ich zu den Bankern hier in diesem Sektor (in Richtung ÖVP) Folgendes: Sie werden demnächst eine massive Gewinnwarnung aussprechen müssen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher in Zukunft mehr Sorgsamkeit auch bei der Frage des Gender Budgeting. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Mag. Alev Korun (Grüne): Sehr geehrte Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Verehrte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Gäste auf der Galerie! In den letzten Wochen können wir das Wort „Integration“ vom Herrn Staatssekretär nicht mehr hören, ohne das Wort „Leistung“ dazugeliefert zu bekommen. Ich denke mir, während der Budgetverhandlungen ist die richtige Zeit, zu sagen: Wäre nur Leistung ausschlaggebend bei der Integration, dann müsste die gesamte erste Generation der Arbeitsmigranten und -migrantinnen bei uns bestens integriert sein, denn sie haben sehr, sehr viel geleistet. Sie haben sehr, sehr viel mit ihrem Fleiß zum Wohlstand Österreichs beigetragen. Unser Wohlstand von heute fußt auch ganz maßgeblich auf der Leistung von Arbeitsmigranten und Arbeitsmigrantinnen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
ihren Beitrag zu dieser Gesellschaft leisten, sind noch immer sehr weit entfernt von der Anerkennung, nämlich der Anerkennung als gleichberechtigte Bürger und Bürgerinnen dieses Landes. Und diese Anerkennung müsste ihnen endlich ausgesprochen werden. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Markowitz: Verlassen hat!
Ich komme zurück zum Wort Leistung, das, wie gesagt, vom Herrn Staatssekretär Kurz – der uns inzwischen (Abg. Markowitz: Verlassen hat!) verlassen zu haben scheint und leider meinen Worten offensichtlich nicht lauschen kann (Abg. Ing. Westenthaler: Es interessiert ihn nicht!); seine Beamten und Beamtinnen (Abg. Ing. Westenthaler: Die sind auch nicht da!) würde ich deshalb bitten, ihm meine Aussagen ... (Abg. Ing. Westenthaler: Die sind auch schon alle weg!) – Nein, ich glaube nicht, dass alle weg sind; ich sehe manche hier. Ich würde Sie bitten, das auszurichten, falls Herrn Kurz das nicht wichtig genug ist, dass er bis zum Ende der Debatte dableibt.
Abg. Ing. Westenthaler: Es interessiert ihn nicht!
Ich komme zurück zum Wort Leistung, das, wie gesagt, vom Herrn Staatssekretär Kurz – der uns inzwischen (Abg. Markowitz: Verlassen hat!) verlassen zu haben scheint und leider meinen Worten offensichtlich nicht lauschen kann (Abg. Ing. Westenthaler: Es interessiert ihn nicht!); seine Beamten und Beamtinnen (Abg. Ing. Westenthaler: Die sind auch nicht da!) würde ich deshalb bitten, ihm meine Aussagen ... (Abg. Ing. Westenthaler: Die sind auch schon alle weg!) – Nein, ich glaube nicht, dass alle weg sind; ich sehe manche hier. Ich würde Sie bitten, das auszurichten, falls Herrn Kurz das nicht wichtig genug ist, dass er bis zum Ende der Debatte dableibt.
Abg. Ing. Westenthaler: Die sind auch nicht da!
Ich komme zurück zum Wort Leistung, das, wie gesagt, vom Herrn Staatssekretär Kurz – der uns inzwischen (Abg. Markowitz: Verlassen hat!) verlassen zu haben scheint und leider meinen Worten offensichtlich nicht lauschen kann (Abg. Ing. Westenthaler: Es interessiert ihn nicht!); seine Beamten und Beamtinnen (Abg. Ing. Westenthaler: Die sind auch nicht da!) würde ich deshalb bitten, ihm meine Aussagen ... (Abg. Ing. Westenthaler: Die sind auch schon alle weg!) – Nein, ich glaube nicht, dass alle weg sind; ich sehe manche hier. Ich würde Sie bitten, das auszurichten, falls Herrn Kurz das nicht wichtig genug ist, dass er bis zum Ende der Debatte dableibt.
Abg. Ing. Westenthaler: Die sind auch schon alle weg!
Ich komme zurück zum Wort Leistung, das, wie gesagt, vom Herrn Staatssekretär Kurz – der uns inzwischen (Abg. Markowitz: Verlassen hat!) verlassen zu haben scheint und leider meinen Worten offensichtlich nicht lauschen kann (Abg. Ing. Westenthaler: Es interessiert ihn nicht!); seine Beamten und Beamtinnen (Abg. Ing. Westenthaler: Die sind auch nicht da!) würde ich deshalb bitten, ihm meine Aussagen ... (Abg. Ing. Westenthaler: Die sind auch schon alle weg!) – Nein, ich glaube nicht, dass alle weg sind; ich sehe manche hier. Ich würde Sie bitten, das auszurichten, falls Herrn Kurz das nicht wichtig genug ist, dass er bis zum Ende der Debatte dableibt.
Beifall bei den Grünen.
Folgende besondere Leistung hat der Herr Staatssekretär im Budgetausschuss auch erbracht. Als wir gefragt haben: Wie setzt sich eigentlich dieses mutmaßliche Budget von 36,8 Millionen € für 2012 zusammen?, war er im Ausschuss leider nicht in der Lage zu sagen, dass sich die Zahlen dort und dort finden lassen. Ich denke mir, das ist doch eine einmalige Leistung, die nicht so einfach zu erbringen ist, dass man auf Anfrage, auf mehrfache Anfrage, nicht sagen kann, aus welchen Zahlen, die wo zu finden sind, sich das eigene Budget zusammensetzt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich möchte daher mit einer Aufforderung an die Bundesregierung, aber auch an die Innenministerin und den Staatssekretär, schließen: Machen Sie bitte endlich ein transparentes Budget, damit wir wissen, was wofür vorhanden ist! Wir werden Sie an Ihrer Arbeit und an diesen Maßnahmen messen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Windholz: Bist du dir da sicher?
Faktum ist, dass bei der Sicherheit nicht gespart wird. Faktum ist, dass es bei der Kriminalitätsstatistik einen Rückgang gibt. Wir wissen, dass mehr Polizisten auf der Straße sind. (Abg. Windholz: Bist du dir da sicher?) Und worauf wir ganz besonders stolz sein können, ist, dass Österreich zu den sichersten Ländern auf dieser Welt gehört. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Faktum ist, dass bei der Sicherheit nicht gespart wird. Faktum ist, dass es bei der Kriminalitätsstatistik einen Rückgang gibt. Wir wissen, dass mehr Polizisten auf der Straße sind. (Abg. Windholz: Bist du dir da sicher?) Und worauf wir ganz besonders stolz sein können, ist, dass Österreich zu den sichersten Ländern auf dieser Welt gehört. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Frau Bundesministerin! Von uns allen unsere Unterstützung! Ich glaube, das ist ein gutes Budget. Es wurde sogar aufgestockt, es wurde umgeschichtet, es werden die Mittel zielorientiert eingesetzt. Der Herr Integrationsstaatssekretär ist auf einem guten Weg. Und Österreich kann gerade im Bereich der Sicherheit stolz sein, zu den führenden Ländern nicht nur Europas, sondern auch der Welt zu gehören. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Wo ist denn der Herr Staatssekretär Kurz? – Nur eine Zwischenfrage! Kann man da eine Antwort bekommen?
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Windholz gelangt nun zu Wort. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Wo ist denn der Herr Staatssekretär Kurz? – Nur eine Zwischenfrage! Kann man da eine Antwort bekommen?)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Ernest Windholz (BZÖ): Geschätzte Frau Präsidentin! Frau Innenministerin! Herren Staatssekretäre! Ich nehme mit Bedauern zur Kenntnis, dass Herr Staatssekretär Kurz das Parlament verlassen hat. Vielleicht ist er bereits zur Bürgerinitiative unterwegs? Aber die warten schon seit Mai auf einen Termin; ich glaube, da hätte er diese Stunden auch noch zuwarten können. – Ich halte das wirklich für ungeheuerlich, dass ein Staatssekretär, wenn sein Ressort verhandelt wird, nach fünf Rednern aufsteht und davonläuft. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Frau Innenministerin! Ich gebe Ihnen von diesen aufgebrachten Bürgern mit auf den Weg: Sie pfeifen auf Ihre Inserate in den Zeitungen. Stellen Sie diesen Unfug ein! Nehmen Sie die Budgetmittel, die dann frei werden, und schaffen Sie dafür mehr Exekutive! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
(Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ganz zum Abschluss an den Kollegen Mayerhofer: Poldi, bitte lass das Pauschalieren! Nicht alle Bürgermeister Niederösterreichs haben spekuliert. Da gibt es vielleicht den einen oder anderen, keinesfalls alle. Ich gehöre dort auch nicht dazu. Und im Übrigen darf ich der überwiegenden Zahl der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, egal welcher Couleur, hier auch wirklich sagen, dass sie gute Arbeit für die jeweilige Gemeinde leisten. Und dort, wo das nicht funktioniert, braucht man eben gute Leute, und dann kommt es auch zu einem Machtwechsel. Bad Deutsch-Altenburg möge dafür ein gutes Beispiel sein. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
31 Millionen; wovon sich der Herr Staatssekretär diese 20 Millionen auf die Seite genommen hat und sagt, 11 Millionen davon kommen vom Integrationsfonds. Von diesen 20 Millionen gibt er Förderungen, wobei ich sehr froh bin, dass es jetzt auch eine Homepage gibt, wo man das nachlesen kann und wo diese Förderungen 2012 benannt sind mit diesen 143 Projekten, die es jetzt gibt, und auch beziffert sind und wo man sich auch fünf Schwerpunkte gesetzt hat, wo diese Förderungserhöhung in Summe auch ein Plus von 1,8 Millionen ausmacht, sodass wir auf diese 10,7 Millionen kommen. Wenn ich dann dort noch die 5 Millionen abziehe, die für den NAP Integration abgerechnet wurden, dann bleiben noch zwischen 2 und 4 Millionen € – das ist noch immer eine Unschärfe – übrig, wobei ich sehr stark hoffe, dass dieses Geld nicht für Repräsentationskosten und für Zeitungsartikel und homepages ausgegeben wird, sondern für Migrantinnen und Migranten, für Österreicherinnen und Österreicher und für ein besseres Zusammenleben in unserem Land. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Nun ist es ja so, dass der Ankauf von ballistischen Schutzwesten auch von Ihnen befürwortet wird. Allerdings – und damit bin ich bei meiner Kritik –: Es sollen um 12 Millionen € insgesamt 6 000 Schutzwesten angekauft werden, nur sind diese Schutzwesten nicht jene Art von Schutzwesten, die sich unsere Kolleginnen und Kollegen an der Basis, an der Exekutivaußendienstfront, um es so zu nennen, tatsächlich wünschen. Bei diesen vom Innenministerium ins Auge gefassten Schutzwesten handelt es sich um große, um schwere, um unhandliche Schutzwesten, die von der WEGA oder anderen Polizeisondereinheiten bei der jeweiligen Einsatzlage getragen werden, die aber nicht alltagstauglich sind und schon gar nicht täglich unter der Uniformierung, unter der Einsatzkleidung der Exekutivbeamten getragen werden können. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Tadler.
(Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Tadler.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich denke, das ist ein sinnvoller, ein notwendiger Antrag im Sinne unsere Exekutivbeamten, die tagtäglich in Ausübung ihres Berufes ihre Sicherheit, ihre Gesundheit aufs Spiel setzen, wodurch sie auch eine gewisse Wertschätzung für ihren alltäglichen Arbeitsaufwand und für ihren alltäglichen Arbeitseinsatz erlangen. Ich denke, all unsere Polizistinnen und Polizisten, die trotz der seitens des Innenministeriums vorgegebenen tristen Rahmenbedingungen noch immer hervorragende Arbeit für die Bevölkerung, für unsere Republik leisten, haben es sich in jedem Fall verdient, nach gefährlichen Einsätzen auch wieder gesund und unversehrt nach Hause zurückzukehren. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.
Die Kunst des Ganzen ist aber, dass man, wenn man solch einen Budgetpfad einzieht, in Schwerpunktbereichen auf jeden Fall auch Schwerpunkte setzt. Die Bundesregierung macht das ganz speziell auch im Sicherheitsbereich. Es ist ja schon zu Beginn der Debatte gesagt worden, dass wir in diesem Bereich auf keinen Fall reduzieren, sondern, im Gegenteil, sogar ausbauen und gezielt investieren. Das macht auch Sinn! Der Sicherheitsbericht und die Statistiken zeigen ganz eindeutig, dass Österreich ein sehr sicheres Land ist und durch die konsequente Arbeit von ÖVP-Innenministern und Bundesregierung auch immer weitere Erfolge erzielt werden können. Darauf können wir stolz sein. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.) – ÖVP-geführt, jawohl.
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Zivildienst mehr gibt. Keine Wehrpflicht heißt auch kein Zivildienst! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, wir brauchen die Zivildiener, weil viele Leistungen, die von den Zivildienern erbracht werden, auf andere Art und Weise weder erbracht noch sichergestellt werden können. Ein auf den Tisch gelegtes Alternativpapier ist weder durchführbar noch finanzierbar. Daher braucht es ein klares Bekenntnis zum Zivildienst, und das legt die Österreichische Volkspartei ab. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abschließend möchte ich mich bei der Frau Innenministerin und bei der Bundesregierung bedanken. Ich meine, wir haben ein Sicherheitsbudget vorliegen, auf das wir stolz sein können, das auch das Signal an die Bevölkerung sendet, dass konsequent gearbeitet wird und dass Österreich ein sicheres Land ist, noch sicherer wird und es auch bleibt. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Strache: Gut!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Ich habe jetzt ein Problem. Kollege Strache, ich streiche Sie wieder von der Rednerliste, sonst müsste ich Ihnen nämlich jetzt das Wort erteilen, weil Sie contra reden. (Abg. Strache: Gut!) – Gut.
Beifall bei der FPÖ.
Woran hapert es denn? – Es hapert bei vielen Kindern, die zwar schon in Österreich auf die Welt kommen, daran, dass sie oftmals zu Hause kein Wort Deutsch reden und es daher auch nicht lernen können und ab dem fünften Lebensjahr ohne Deutschkenntnisse in ein Betreuungssystem des Kindergartens kommen, wo sie natürlich auch wieder nicht Deutsch lernen, weil der Betreuungsschwerpunkt ein anderer ist. Deshalb sagen wir Freiheitlichen zu Recht seit Jahren: Wenn man in diesem Bereich etwas verbessern will, dann braucht es eine verpflichtende Deutsch-Vorschule für jene Kinder, die mit fünf Jahren kaum ein Wort Deutsch verstehen, weil sie nämlich dadurch erst die Chance bekommen, dann, wenn sie ab dem sechsten oder vielleicht erst ab dem siebenten Lebensjahr schulpflichtig werden, dem Unterricht von Beginn an zu folgen und auch benotet zu werden, und nicht so wie heute ohne Benotung jahrelang mitgeschleppt werden müssen. Und dann wundert man sich, dass sie, wenn sie mit 14, 15 Jahren die Pflichtschule verlassen, keine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben! Das ist nicht Integration und nicht fruchtbringend für unsere Gesellschaft! (Beifall bei der FPÖ.) – So weit einer der Grundsätze.
Beifall bei der FPÖ
Zweiter Grundsatz: Wir haben von Integrationsversagen und Integrationsversäumnissen gehört. – Ja, Herr Staatssekretär Kurz, Ihre Partei ist gemeinsam mit der Sozialdemokratie seit Jahrzehnten im Wesentlichen für diese Versäumnisse verantwortlich. Ja, denn Integration ist natürlich auch und vor allem eine Bringschuld. Von den Menschen, die in unser Land kommen, gibt es zum Glück welche, die diese Bringschuld leben, deshalb auch Dank an all jene Menschen, die zu uns gekommen sind und sich hier wirklich hervorragend integriert haben (Beifall bei der FPÖ), auch zu Leistungs-
Beifall bei der FPÖ.
Aber wenn die Integration versagt, weil man gar keine Bereitschaft mitbringt, weil man gar nicht will, weil einem die Gesellschaft wurscht ist, weil einem die Gesetze wurscht sind, weil einem die Verfassung wurscht ist, Hauptsache man kann das Sozialsystem ausnützen, und wenn die Regierung das zulässt, dann ist das das Versagen nicht jener Menschen, die das System ausnützen, sondern das Versagen dieser Regierung. Und genau das stößt den Österreichern sauer auf! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
In diesem Zusammenhang muss man daran erinnern, dass es auch in Deutschland eine DITIB gegeben hat, die in der BRD definitiv als verfassungsfeindlich eingestuft worden ist, und das nicht ohne Grund! Aber heute können Mitglieder der ATIB und anderer Organisationen, die in Deutschland verboten worden sind und vom Verfassungsschutz als gefährlich und verfassungsfeindlich eingestuft worden sind, nach Österreich kommen und hier munter und lustig ihre radikalen Aktivitäten fortsetzen. Ich bedauere, dass in der Debatte heute auf diese Islamismus-Entwicklung auch in unserer Gesellschaft nicht eingegangen worden ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Linksextremismus ist offensichtlich auch kein Thema, obwohl schwere Anschläge und der Terrorismus des Linksextremismus in Österreich in den letzten Jahren und Jahrzehnten durchaus evident waren. Ich denke da an Ebergassing und andere Fälle. Und wenn sich der Provokateur Peter Pilz hier herstellt und falsche Bilder zeichnet, dann sage ich: Das ist der Neid des Erfolglosen, der nämlich bei Wahlen in Wirklichkeit Absagen erhält, während die Freiheitliche Partei Zuspruch erhält und bei den letzten Wahlen auch als Wahlsieger hervorgegangen ist! Mehr kann man dazu gar nicht sagen. Wenn ein Erfolgloser aus Neid versucht, auf so schäbige Art und Weise, wie Herr Pilz das heute getan hat, andere zu kriminalisieren, dann spricht das für sich. Da muss eigentlich jeder Österreicher die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wenn Sie auf einer solch tiefen Ebene agieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ganz kurz noch zu dem Personalproblem bei der Exekutive. – Ja, das gibt es, auch wenn das immer schöngeredet wird. Wir haben ein Personalproblem bei der Exekutive. Wir haben die Situation, dass Beamte unglaublich viele Überstunden machen müssen, und wenn Beamte im Dienst verletzt werden und nicht mehr dienstfähig sind, dann bleiben sie auch im Regen stehen, weil der Verdienstentgang einfach so dramatisch ist, dass sie wirklich Probleme bekommen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
In Salzburg hat sich ein ähnlicher Fall zugetragen. Ein junger Bursch ist von fünf türkischstämmigen Jugendlichen brutalst zusammengeschlagen worden, weil er ein Scheißösterreicher ist, und hat dabei ein Augenlicht verloren. Die Jugendlichen, die ihn niedergeschlagen haben, sind davon ausgegangen, dass er tot ist und gar nicht überlebt hat. Er hat zum Glück überlebt. – Das Verfahren ist eingestellt worden, obwohl man die Täter kennt! Erst nach Protesten der Freiheitlichen Partei in Salzburg (Beifall bei der FPÖ) und einer Internetinitiative ist das Verfahren wieder aufgenommen worden.
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Tadler.
Da fragt man sich schon: Was ist los in unserem Land, wenn derart Schlimmes passieren kann, dann aber das große Schweigen im Walde herrscht und sogar derart unglaubliche Verfehlungen vonseiten der Behörden begangen werden? Dazu kann man nur sagen: Es muss sich einiges ändern in diesem Land! (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Tadler.)
Rufe bei der ÖVP: Was denn sonst?!
Abgeordneter Anton Heinzl (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Bevor ich mich ganz kurz mit dem Budget des Innenministeriums beschäftige, möchte ich ein paar Sätze zu meinem Kollegen Mag. Hammer vom Koalitionspartner sagen. Herr Mag. Hammer, Ihrem Plädoyer für den Zivildienst kann ich mich vollinhaltlich anschließen. Der Zivildienst ist wichtig, die Zivildiener leisten unheimlich viel für den Staat Österreich. Ihrer Meinung nicht anschließen, Herr Mag. Hammer, kann ich mich in Bezug auf jene kühne, unsachliche, an den Haaren herbeigezogene Behauptung, dass, wenn die Wehrpflicht abgeschafft wird und es ein Freiwilligenheer gibt, es auch keinen Zivildienst mehr gibt. (Rufe bei der ÖVP: Was denn sonst?!) – Das ist völlig unrichtig! Ich darf Sie herzlichst einladen, sich einmal das Konzept unseres Bundesministers Hundstorfer durchzulesen, dann werden Sie nämlich draufkommen: Das Gegenteil ist der Fall! Der Zivildienst wird aufgewertet werden, wenn es ein Freiwilligenheer geben sollte. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Anton Heinzl (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Bevor ich mich ganz kurz mit dem Budget des Innenministeriums beschäftige, möchte ich ein paar Sätze zu meinem Kollegen Mag. Hammer vom Koalitionspartner sagen. Herr Mag. Hammer, Ihrem Plädoyer für den Zivildienst kann ich mich vollinhaltlich anschließen. Der Zivildienst ist wichtig, die Zivildiener leisten unheimlich viel für den Staat Österreich. Ihrer Meinung nicht anschließen, Herr Mag. Hammer, kann ich mich in Bezug auf jene kühne, unsachliche, an den Haaren herbeigezogene Behauptung, dass, wenn die Wehrpflicht abgeschafft wird und es ein Freiwilligenheer gibt, es auch keinen Zivildienst mehr gibt. (Rufe bei der ÖVP: Was denn sonst?!) – Das ist völlig unrichtig! Ich darf Sie herzlichst einladen, sich einmal das Konzept unseres Bundesministers Hundstorfer durchzulesen, dann werden Sie nämlich draufkommen: Das Gegenteil ist der Fall! Der Zivildienst wird aufgewertet werden, wenn es ein Freiwilligenheer geben sollte. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und FPÖ.
Zum Schluss möchte ich noch anmerken, dass es sehr erfreulich ist, dass du, Frau Bundesministerin, im Budgetausschuss erklärt hast, dass im Jahr 2012 keine Polizeiinspektionen geschlossen werden. Ich möchte mich der Meinung all jener anschließen, die heute in der Debatte gemeint haben, dass es wichtig ist, den Personalstand bei den Polizistinnen und Polizisten aufzustocken. Das ist für die Sicherheit in Österreich von eminent großer Bedeutung. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und FPÖ.)
Abg. Amon – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Maier –: Jacky, kannst du das mit dem Zivildienst bitte richtigstellen!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Mag. Maier. – Bitte. (Abg. Amon – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Maier –: Jacky, kannst du das mit dem Zivildienst bitte richtigstellen!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Strache.
desgesetz vollziehen, bedanken. Wir haben es gemeinsam beschlossen, und im Jahre 2010 gab es besonders große Erfolge. Mein Kompliment an jene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bundeskriminalamt, die dies zustande gebracht haben! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Strache.)
Abg. Dr. Walser – auf dem Weg zum Rednerpult –: 2 Minuten!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nun gelangt Herr Abgeordneter Dr. Walser zu Wort. Herr Abgeordneter, für wie lange soll ich Ihnen die Uhr stellen? (Abg. Dr. Walser – auf dem Weg zum Rednerpult –: 2 Minuten!) – 2 Minuten. – Bitte.
Abg. Mayerhofer: Was ist da los?
Lassen Sie mich auch zu einem zweiten Thema sprechen. Der Herr Klubobmann hat gemeint, dass da irgendwelche Leute in diesem Land blind seien auf dem linken Auge – Ihr Klubobmann war das. Ich stelle fest, dass die Beziehungen der Freiheitlichen Partei zum organisierten Rechtsextremismus (Abg. Mayerhofer: Was ist da los?) in Europa insgesamt in der letzten Zeit ziemlich auffallend sind.
Oh-Ruf des Abg. Rädler
Zum Beispiel habe ich persönlich in der Schweiz bei Übergriffen von Rechtsextremisten auf friedliche Demonstranten, bei denen auch ich mit dabei war (Oh-Ruf des Abg. Rädler), erfahren, dass es da sehr wohl Beziehungen zur Freiheitlichen Partei in Österreich gibt, dass der Chef dieser Rechtsextremisten in der „Aula“ schreibt, ihrem ideologischen Zentralorgan oder wie man das nennen soll. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wir haben kein „Zentralorgan“!)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wir haben kein „Zentralorgan“!
Zum Beispiel habe ich persönlich in der Schweiz bei Übergriffen von Rechtsextremisten auf friedliche Demonstranten, bei denen auch ich mit dabei war (Oh-Ruf des Abg. Rädler), erfahren, dass es da sehr wohl Beziehungen zur Freiheitlichen Partei in Österreich gibt, dass der Chef dieser Rechtsextremisten in der „Aula“ schreibt, ihrem ideologischen Zentralorgan oder wie man das nennen soll. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wir haben kein „Zentralorgan“!)
Abg. Strache: Was soll das? ..., hier so eine Behauptung zu machen! Schämen Sie sich! Unfassbar!
Also ich würde meinen, die Blindheit der Freiheitlichen Partei hat da gute Gründe, zumal sich auch im Zusammenhang mit den Mordtaten in Deutschland am Rande ja durchaus Querverbindungen und Verbindungen zur Freiheitlichen Partei eröffnen. (Abg. Strache: Was soll das? ..., hier so eine Behauptung zu machen! Schämen Sie sich! Unfassbar!) Ich bin da sehr gespannt auf Ihre sachliche Widerlegung dieser ganzen Angelegenheit. Tatsache ist, dass die Medien dieses Thema sehr gerne aufgreifen. (Abg. Mayerhofer: Schämen Sie sich, Herr Kollege!)
Abg. Mayerhofer: Schämen Sie sich, Herr Kollege!
Also ich würde meinen, die Blindheit der Freiheitlichen Partei hat da gute Gründe, zumal sich auch im Zusammenhang mit den Mordtaten in Deutschland am Rande ja durchaus Querverbindungen und Verbindungen zur Freiheitlichen Partei eröffnen. (Abg. Strache: Was soll das? ..., hier so eine Behauptung zu machen! Schämen Sie sich! Unfassbar!) Ich bin da sehr gespannt auf Ihre sachliche Widerlegung dieser ganzen Angelegenheit. Tatsache ist, dass die Medien dieses Thema sehr gerne aufgreifen. (Abg. Mayerhofer: Schämen Sie sich, Herr Kollege!)
Abg. Strache: Das ist eine Sauerei! Das ist eine absolute Sauerei! Das ist letztklassig!
Weiters ist es natürlich eine Tatsache, dass viele hier sitzende Abgeordnete selber als Rechtsextremisten zu bezeichnen sind, und ich möchte ausdrücklich nochmals darauf hinweisen, was Kollege Pilz zu Recht gesagt hat. Präsident Graf hat mehrfach dieses Parlament hier zum Tummelplatz für den organisierten Rechtsextremismus gemacht, meine Damen und Herren. (Abg. Strache: Das ist eine Sauerei! Das ist eine absolute Sauerei! Das ist letztklassig!) Das müssen Sie zur Kenntnis nehmen.
Rufe bei der FPÖ: Wer denn?
Gerade letzte Woche wieder bei der Verleihung der Dinghofer-Medaille: Schauen Sie sich einmal an, wer da ausgezeichnet worden ist! (Rufe bei der FPÖ: Wer denn?) Martin Graf hat mehrfach in diesem Haus Veranstaltungen durchgeführt, die das mehr als belegen. (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Gerade letzte Woche wieder bei der Verleihung der Dinghofer-Medaille: Schauen Sie sich einmal an, wer da ausgezeichnet worden ist! (Rufe bei der FPÖ: Wer denn?) Martin Graf hat mehrfach in diesem Haus Veranstaltungen durchgeführt, die das mehr als belegen. (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Was werfen Sie dem Herrn Pendl vor? Eine rechtschaffene Person, ein Professor! Das sagen Sie unter dem Schutzmantel der Immunität!
Da war zum Beispiel unter anderem eine Person, die zurücktreten musste – ein gewisser Herr Pendl –, der als Universitätsrat zurücktreten musste. Ist Ihnen der kein Begriff? (Abg. Strache: Was werfen Sie dem Herrn Pendl vor? Eine rechtschaffene Person, ein Professor! Das sagen Sie unter dem Schutzmantel der Immunität!) Der ist in der schwarz-blauen Ära inthroniert worden und musste dann zurücktreten – und der Oberste Gerichtshof hat das bestätigt – wegen mangelnder Abgrenzung zum Nationalsozialismus. Ich verstehe schon, dass Sie sich aufregen, nur, es nützt nichts, an den Fakten kommt man nicht vorbei. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Da war zum Beispiel unter anderem eine Person, die zurücktreten musste – ein gewisser Herr Pendl –, der als Universitätsrat zurücktreten musste. Ist Ihnen der kein Begriff? (Abg. Strache: Was werfen Sie dem Herrn Pendl vor? Eine rechtschaffene Person, ein Professor! Das sagen Sie unter dem Schutzmantel der Immunität!) Der ist in der schwarz-blauen Ära inthroniert worden und musste dann zurücktreten – und der Oberste Gerichtshof hat das bestätigt – wegen mangelnder Abgrenzung zum Nationalsozialismus. Ich verstehe schon, dass Sie sich aufregen, nur, es nützt nichts, an den Fakten kommt man nicht vorbei. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Und wir sind der Meinung, dass ein Rechtsextremist in der Funktion des Dritten Nationalratspräsidenten nichts zu suchen hat, und wir werden weiter diese Meinung offensiv vertreten, ob es Ihnen passt oder nicht. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Das ist ungeheuerlich, was der sagt!
Wann immer ich hier Vorsitz führe, werde ich jeder Person, die einer anderen Person hier im Haus Rechtsextremismus oder Linksextremismus vorwirft, einen Ordnungsruf erteilen. (Abg. Dr. Rosenkranz: Das ist ungeheuerlich, was der sagt!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Walser.
Das, glaube ich, hat hier in diesem Raum keinen Platz. (Zwischenruf des Abg. Dr. Walser.) – So halte ich es auch, was den Linksextremismus betrifft. (Beifall bei FPÖ und BZÖ sowie des Abg. Kopf. – Abg. Mag. Schatz: Ja, aber es wird nur ...!)
Beifall bei FPÖ und BZÖ sowie des Abg. Kopf. – Abg. Mag. Schatz: Ja, aber es wird nur ...!
Das, glaube ich, hat hier in diesem Raum keinen Platz. (Zwischenruf des Abg. Dr. Walser.) – So halte ich es auch, was den Linksextremismus betrifft. (Beifall bei FPÖ und BZÖ sowie des Abg. Kopf. – Abg. Mag. Schatz: Ja, aber es wird nur ...!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pilz.
Als Nächster gelangt Herr Abgeordneter Fazekas zu Wort. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pilz.) – Herr Abgeordneter Dr. Pilz, ja, ich habe es schon wahrgenommen!
Ruf: Der gehört ausgeschlossen!
Das Protokoll liegt bereits hier, ich bin nur noch nicht dazu gekommen, es zu lesen. Ich werde die Diskussion bis zu jenem Zwischenfall sehr genau studieren und mir auch entsprechende Schritte vorbehalten. Das habe ich vorhin angekündigt – und das werde ich später auch durchführen, spätestens morgen in der Früh. (Ruf: Der gehört ausgeschlossen!)
Demonstrativer Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Windholz.
Ich möchte aber meine heutigen Ausführungen auch unter dem Aspekt sehen, dass ich die Situation bezüglich der Reform des Stadtpolizeikommandos Schwechat sehr kritisch sehe und bewerte, weil ich davon ausgehe, dass es da zu massiven Einschränkungen der Sicherheit in der Stadt kommen muss und ich als verantwortlicher Bürgermeister der Stadt das natürlich nicht mittragen kann und ich meinen Bürgerinnen und Bürgern gegenüber auch entsprechend verpflichtet bin, dagegen aufzustehen und auch entsprechend dagegen zu argumentieren. (Demonstrativer Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Windholz.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Mayerhofer: Das würde ich mir jetzt nicht gefallen lassen!
Frau Bundesministerin Mikl-Leitner, ich appelliere an Ihre Vernunft und auch an die Kenntnis Ihres Bundeslandes – des Bundeslandes, aus dem Sie stammen – und bitte Sie, sich mit dieser Situation ganz intensiv noch einmal auseinanderzusetzen. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Mayerhofer: Das würde ich mir jetzt nicht gefallen lassen!)
Abg. Mayerhofer – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Rosenkranz –: Sag es ihnen, wie es wirklich ist!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Dr. Rosenkranz. – Bitte. (Abg. Mayerhofer – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Rosenkranz –: Sag es ihnen, wie es wirklich ist!)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Petzner.
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (FPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Herr Staatssekretär! Die Unverfrorenheit, mit der der Herr Kollege Walser – ich sage: Kollege – eine Person, ja eine Persönlichkeit des österreichischen Wissenschaftslebens hier beleidigt und verunglimpft hat, spottet jeder Beschreibung, und ich weise das aufs Entschiedenste zurück! (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Petzner.)
Abg. Dr. Pilz: Drittes Lager?
Die Person, die aus dem Dritten Lager heraus eine Ehrung bekommen hat, Herr Universitätsprofessor Dr. Pendl (Abg. Dr. Pilz: Drittes Lager?), ehemaliger Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Graz, international renommierter Wissenschaftler im Bereich der Neurochirurgie, mit Operationsmethoden, die er in seiner Bescheidenheit nicht einmal nach sich benannt hat, weil er ein ganz bescheidener, aber ein anständiger, gerader und ehrlicher Mensch ist (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Petzner und Huber) – und ich sage jetzt nichts weiter, ich sage jetzt keinen Nebensatz –, hat diese Auszeichnung sehr wohl verdient.
Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Petzner und Huber
Die Person, die aus dem Dritten Lager heraus eine Ehrung bekommen hat, Herr Universitätsprofessor Dr. Pendl (Abg. Dr. Pilz: Drittes Lager?), ehemaliger Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Graz, international renommierter Wissenschaftler im Bereich der Neurochirurgie, mit Operationsmethoden, die er in seiner Bescheidenheit nicht einmal nach sich benannt hat, weil er ein ganz bescheidener, aber ein anständiger, gerader und ehrlicher Mensch ist (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Petzner und Huber) – und ich sage jetzt nichts weiter, ich sage jetzt keinen Nebensatz –, hat diese Auszeichnung sehr wohl verdient.
Zwischenruf des Abg. Mayerhofer.
Es ist unerhört und es grenzt an Gesinnungsterror, der hier verbreitet wird, wie man mit Personen umgeht, mit denen man weltanschaulich nicht übereinstimmt, und das soll in der Demokratie ja grundsätzlich doch möglich sein, wenn Sie das verstehen – oder vielleicht verstehen Sie es auch nicht, aber das muss möglich sein und es muss auch möglich bleiben. (Zwischenruf des Abg. Mayerhofer.)
Beifall bei der FPÖ.
Dafür steht nämlich in erster Linie auch die Freiheitliche Partei in diesem Haus, die mit demokratischen Spielregeln offensichtlich etwas anzufangen weiß, was ich bei Ihnen mittlerweile bezweifle. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Schwentner.
Ihre Wortmeldung, mit der Sie die Reputation eines österreichischen Wissenschaftlers hier besudelt haben, kann nur aufs Entschiedenste zurückgewiesen werden. (Zwischenruf der Abg. Mag. Schwentner.) Sie alle, Ihre gesamte Fraktion, traut sich solche Anschüttungen ja auch nur hier zu tun und nirgendwo anders, denn das ist Ihr Charakterzug. (Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Schwentner.)
Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Schwentner.
Ihre Wortmeldung, mit der Sie die Reputation eines österreichischen Wissenschaftlers hier besudelt haben, kann nur aufs Entschiedenste zurückgewiesen werden. (Zwischenruf der Abg. Mag. Schwentner.) Sie alle, Ihre gesamte Fraktion, traut sich solche Anschüttungen ja auch nur hier zu tun und nirgendwo anders, denn das ist Ihr Charakterzug. (Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Schwentner.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Nein!
16.49.53Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Dr. Rosenkranz, das Wort „besudeln“ nehmen Sie, nehme ich an, zurück. (Abg. Dr. Rosenkranz: Nein!) – Dann erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf.
Abg. Strache: Aber im Oman hat man es gesperrt!
Bei uns ist das alles unmöglich. Für uns wären vielleicht ... (Abg. Strache: Aber im Oman hat man es gesperrt!) – Ja, im Oman hat man es gesperrt, und ich glaube, soweit ich höre, wird man jetzt auch die Botschaft in Simbabwe schließen. – Hier ist also einfach Handlungsbedarf.
Beifall bei der FPÖ.
Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neugebauer: Wir sind ja auch gut!
Österreich kann durchaus stolz sein auf seinen diplomatischen Dienst. Das zeigt sich auch immer wieder, wenn österreichische Spitzendiplomaten dann auf europäischer Ebene sehr gefragt sind. Denn die Europäische Union bei den Vereinten Nationen zu vertreten, das ist eine besondere Auszeichnung, oder bei der viertgrößten Wirtschaftsmacht auf diesem Globus – in Japan – als Vertreter der EU einen österreichischen Diplomaten zu haben, das zeigt schon die Qualität unserer Diplomaten. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neugebauer: Wir sind ja auch gut!)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Das Außenamt schaut auch, dass es zu zusätzlichen Mitteln kommt. Wenn die österreichische Kultur im Ausland präsentiert werden soll, dann verursacht das natürlich Kosten. Bei 5 000 kulturellen Veranstaltungen, die in den Kulturforen seitens des Außenressorts organisiert werden, ist es sehr gut, dass auch privates Sponsoring genützt wird. Das ist ein ganz wichtiger Punkt, den ich ansprechen möchte. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
Das sind anerkennende Voten für Österreich und für die Leistungen unserer Diplomatie, und daher sage ich: In diesem Ressort ist meines Erachtens wirklich jeder Euro sehr gut angelegt – im Interesse der Menschen hier im Land, aber auch im Interesse der Europäischen Union, im weltweiten Konzert der Staaten innerhalb der UNO. Daher: Volle Zustimmung von unserer Seite für dieses Budget für das Außenressort. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.
Abgeordnete Mag. Judith Schwentner (Grüne): Herr Präsident! Herr Staatsekretär! Liebe Besucherinnen und Besucher! Herr Hübner! Dass Sie einen Antrag auf drastische Kürzung der Entwicklungszusammenarbeit stellen, verwundert mich ja nicht weiter. Wie Sie aber künftig Effizienz erreichen wollen, das erklären Sie uns bitte einmal; oder sagen Sie uns gleich, dass Sie die Entwicklungszusammenarbeit komplett streichen wollen – dann sagen Sie es wenigstens –, aber mit diesem drastischen Kürzen und immer wieder kürzen fangen wir nichts an. Gekürzt wird sowieso schon genug! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.)
Beifall bei den Grünen.
Diese Schule hätte viel größer werden sollen – unter österreichischer Beteiligung –, konnte aber nicht entsprechend ausgebaut werden, weil nämlich im Jahr 2008 die Wirtschaftskrise dazwischengekommen ist. Damit sind die Rohstoffpreise so weit gestiegen, dass kein Geld mehr vorhanden war, um den Versprechungen und den Übereinkünften nachzukommen – so weit zur Verlässlichkeit. Ich hätte mir sehr gewünscht, dass wir dort hätten sagen können: Wir haben dieses Geld, um diese Schule beziehungsweise die weiteren Gebäude fertigzubauen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich finde das schon recht eigenwillig, weil ich ja nicht im Budgetausschuss sitze, um das abzunicken, um mich mit diesen Kürzungen einverstanden zu erklären. Im Gegenteil! Es ist meine Aufgabe, nachzufragen, warum das so ist. Insofern halte ich das für einen sehr bedenklichen Einwurf des Herrn Vizekanzlers und Außenministers. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Rufe beim BZÖ: Wie machen Sie denn das? – Abg. Scheibner: Genau das passiert!
Einen Punkt möchte ich noch anschneiden, weil er mir für die Entwicklung der Länder im arabischen Raum besonders wichtig zu sein scheint. Es geht um die Stärkung der Frauen in diesen Ländern. Die Frauen haben im Rahmen des Arabischen Frühlings unwahrscheinlich viel Initiative, Engagement und Mut gezeigt, um ihre Länder zu befreien und auf den Weg in eine Demokratie zu führen. Hier müssen wir achtgeben und Alarm schlagen, sollte es Anzeichen geben, dass die Frauen von diesem Aufbau ihrer Länder ausgeschlossen werden. (Rufe beim BZÖ: Wie machen Sie denn das? – Abg. Scheibner: Genau das passiert!) Sie müssen die gleichen Chancen bekommen – sei es in der Ausbildung, in der Politik oder in der Zivilgesellschaft. Unterstützung und Förderung von österreichischer beziehungsweise von EU-Seite soll und muss an solche Bedingungen geknüpft sein.
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, insgesamt bin ich davon überzeugt, dass wir auch in diesem Jahr wieder ein stabiles und ausgewogenes Budget verabschieden können, allerdings darf nicht vergessen werden, dass für eine nachhaltige und sozial gerechte Konsolidierung auch das Steuersystem modernisiert werden muss. Das heißt, auf EU-Ebene müssen wir die Umsetzung der Finanztransaktionssteuer weiter vorantreiben und in Österreich – zum Beispiel – eine gerechtere Besteuerung von Vermögen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Die notwendigen Ausgabenreduktionen wurden nach eingehender Prüfung in unserem Haus mit Bedacht geplant und werden auch stark die Struktur unseres Ministeriums betreffen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Gleichzeitig müssen wir aber vor allem sicherstellen, dass die konsularischen Serviceleistungen für unsere Bürgerinnen und Bürger – wie Herr Abgeordneter Lopatka erwähnt hat – auf hohem Niveau aufrechterhalten werden, dass unser Engagement in den Vereinten Nationen, insbesondere im Menschenrechtsrat und im Exekutivrat der UNESCO fortgesetzt (Beifall des Abg. Dr. Bartenstein) und generell eine wirksame und effiziente Vertretung Österreichs in Europa und in der Welt gewährleistet wird.
Beifall des Abg. Dr. Bartenstein
Die notwendigen Ausgabenreduktionen wurden nach eingehender Prüfung in unserem Haus mit Bedacht geplant und werden auch stark die Struktur unseres Ministeriums betreffen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Gleichzeitig müssen wir aber vor allem sicherstellen, dass die konsularischen Serviceleistungen für unsere Bürgerinnen und Bürger – wie Herr Abgeordneter Lopatka erwähnt hat – auf hohem Niveau aufrechterhalten werden, dass unser Engagement in den Vereinten Nationen, insbesondere im Menschenrechtsrat und im Exekutivrat der UNESCO fortgesetzt (Beifall des Abg. Dr. Bartenstein) und generell eine wirksame und effiziente Vertretung Österreichs in Europa und in der Welt gewährleistet wird.
Zwischenruf bei den Grünen
Lassen Sie mich kurz auf die einzelnen Bereiche eingehen: Bei den Auslandsvertretungen haben wir uns dazu entschlossen, das Vertretungsnetz zu verkleinern. Die Standorte Oman und Zürich wurden bereits geschlossen, die Botschaft in Simbabwe wird bis Ende dieses Jahres aufgelassen und in den Jahren 2012 und 2013 kommen noch die Standorte Krakau, Bogotá und Chicago dazu (Zwischenruf bei den Grünen) – zu den Schließungen, meine ich.
Abg. Scheibner: Bürokratisch!
Grundlage für die Auswahl dieser Standorte war ein Katalog objektiver Kriterien (Abg. Scheibner: Bürokratisch!) wie etwa die Intensität des politischen Besuchsaustausches, die Höhe des Handelsvolumens und der österreichischen Direktinvestitionen, die Anzahl der Visaanträge und der konsularischen Serviceleistungen für Auslandsösterreicher und Touristen sowie die Anzahl der durch diese Vertretungsbehörden jeweils mitbetreuten Länder.
Ruf bei den Grünen: Das kann man ändern!
Meine Damen und Herren! Ich habe es schon erwähnt: Leider – und ich bedauere das auch persönlich – müssen wir auch die Ausgaben bei der Entwicklungszusammenarbeit reduzieren. (Ruf bei den Grünen: Das kann man ändern!) Auch in diesem Bereich sind wir bemüht, in der Struktur – etwa bei den Personalausgaben – und nicht bei den Projekten zu sparen. Ebenso bleiben unsere Förderungen für Nichtregierungsorganisationen, die die EZA-Projekte umsetzen, quasi unberührt.
Abg. Mag. Schwentner: Das ist keine Entwicklungszusammenarbeit!
Ich freue mich aber auch sehr, dass es uns gelungen ist, Kürzungen im regulären Budget durch Sonderinitiativen wie etwa die Versechsfachung der Ostafrika-Hilfe auf insgesamt 8,5 Millionen € – also 1 € pro Österreicher und Österreicherin für die Ärmsten der Armen – entgegenzuwirken. (Abg. Mag. Schwentner: Das ist keine Entwicklungszusammenarbeit!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber: Eine Schande ist das! Eine Schande!
Meine Damen und Herren! Mit diesem Budget 2012 bleibt das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten jedenfalls ein Garant für eine verlässliche und starke Außenpolitik. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber: Eine Schande ist das! Eine Schande!)
Beifall beim BZÖ.
Einen Satz noch zu unserer Kritik, dass der Außenminister heute nicht hier ist: Wir sind nicht dagegen, dass er mit einer Wirtschaftsdelegation in den Irak fährt. Im Gegenteil! Es ist sinnvoll und richtig, dass sich die österreichische Politik auch um die Wirtschaft kümmert. Man muss es nur auch nachhaltig machen. Einmal irgendwo hinfahren und Gespräche führen reicht nicht, und es wäre sicherlich in der Planung möglich gewesen, auf die schon lange fixierten Termine der Budgetbehandlung auch Rücksicht zu nehmen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ
Genauso ist es im Nahen Osten: So wichtig revolutionäre Bewegungen zur Absetzung von Despoten und zum Durchbruch von Menschenrechten sind, man sollte aber auch dafür sorgen, dass es wirklich eine Verbesserung gibt, und die Situation der Christen in Ägypten ist jetzt nicht besser als davor (Beifall beim BZÖ), die Menschenrechtssituation in Libyen ist nicht besser als davor, und auch da wäre eine Initiative Österreichs gefragt, dass wir aktiv für Menschenrechte – egal, wer sie verletzt – eintreten und da eine starke österreichische Stimme in der Welt erheben können. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Genauso ist es im Nahen Osten: So wichtig revolutionäre Bewegungen zur Absetzung von Despoten und zum Durchbruch von Menschenrechten sind, man sollte aber auch dafür sorgen, dass es wirklich eine Verbesserung gibt, und die Situation der Christen in Ägypten ist jetzt nicht besser als davor (Beifall beim BZÖ), die Menschenrechtssituation in Libyen ist nicht besser als davor, und auch da wäre eine Initiative Österreichs gefragt, dass wir aktiv für Menschenrechte – egal, wer sie verletzt – eintreten und da eine starke österreichische Stimme in der Welt erheben können. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher in diesem Sinn, meine Damen und Herren, von uns ein klares Ja zur Weiterentwicklung und zur Vertiefung der Europäischen Union in Richtung einer Stabilitätsunion. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Schwentner: Das ist einigermaßen verwirrt, weil das hat nichts mit der Entwicklungszusammenarbeit zu tun!
so kommt man auf eine stattliche Summe von – nach unseren Rechnungen – annähernd 170 Millionen €, die dem sogenannten Weltfrieden dienen. (Abg. Mag. Schwentner: Das ist einigermaßen verwirrt, weil das hat nichts mit der Entwicklungszusammenarbeit zu tun!) – Lassen Sie mich weitersprechen, bitte!
Abg. Mag. Schwentner: Da stehen viele Dinge, die Sie offensichtlich nicht verstehen!
Da finde ich leider keinen einzigen Budgetposten in irgendeiner Aufstellung. Wir haben da ein Konvolut von unglaublichen Aufstellungen, ich möchte das jetzt nicht vorlesen, um die Zeit nicht zu belasten, vielleicht nur zwei, drei Dinge. Da haben wir Budgetposten für benachteiligte Entwicklungsländer, wir haben Entwicklungsfonds für Frauen, wir haben ein internationales Forschungs- und Trainingsinstitut für die Weiterbildung von Frauen, wir haben eine Weltabrüstungskampagne, sehr viel wird für die Raumfahrt ausgegeben, viele solche Dinge stehen da drinnen. (Abg. Mag. Schwentner: Da stehen viele Dinge, die Sie offensichtlich nicht verstehen!)
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
Da muss man sich die Frage stellen, da sich das natürlich summiert, ob diese Posten tatsächlich richtig eingesetzt werden. Ich meine, damit die Stimme Österreichs in der Welt – die, wie Sie sagen, sowieso schon stark gehört wird – noch stärker gehört wird, würde es uns nicht schlecht anstehen, uns gegen Christenverfolgung, obwohl das auch wirklich kein Geld kosten würde, wirklich sehr aktiv einzusetzen. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir müssen uns, nach einem Spruch von Seneca, optimal positionieren, das möchte ich noch zum Schluss sagen. Seneca, der auch drüben in der Säulenhalle oder zumindest im Reichsratssaal steht, sagt: Verbünde dich nicht mit den vielen, sondern verbünde dich mit den Richtigen! Das sollte die Devise im Außenamt in diesem Bereich sein. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Karlsböck und Scheibner.
Abgeordnete Petra Bayr (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Herren Staatssekretäre! Meine Damen und Herren! Um bei meinem Vorredner kurz anzuschließen: Wenn es Österreich gelingen würde, 170 Millionen € – sei es jetzt an „Zwangsbeiträgen“, wie Sie es nennen oder auch nicht – zu zahlen und damit den Weltfrieden herzustellen, würde ich sagen: Super, verachtfachen wir diesen Betrag! Wenn wir es damit schaffen, den Weltfrieden herzustellen, dann wäre das ein wunderbares Konzept, und ich glaube, wir würden uns sehr schnell finden, in diese Richtung weiterzugehen. Aber ganz so einfach ist diese Welt nicht gestrickt, aber das geht an den Freiheitlichen leider nach wie vor ziemlich vorbei – aber soll sein. (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Karlsböck und Scheibner.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Glaser.
Abschließend möchte ich noch sagen, dass ich natürlich das Budget in seiner Gesamtheit mittragen werde, aber der Teil, der die EZA betrifft, mir politisch große Schmerzen bereitet. Ich hoffe sehr, dass Sie, Herr Staatssekretär, dem Außenminister künftig den Rücken stärken werden, wenn es darum geht, dass er Verhandlungen mit der Finanzministerin führt, um für diesen wichtigen Bereich der EZA auch mehr Geld herauszuholen. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Glaser.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Schwentner.
Abgeordneter Gerhard Huber (BZÖ): 8,5 Millionen € gibt es für Ostafrika. Mit Ostafrika ist Somalia gemeint, das seit 1989 im Bürgerkrieg ist, seit Beendigung des Regimes von Siad Barre. 8,5 Millionen €, wo der Herr Staatssekretär im Ausschuss nicht sagen konnte, wer dieses Geld bekommt, welche NGO dieses Geld bekommt, wo der Herr Staatssekretär nicht beantworten konnte, wie das kontrolliert wird. (Zwischenruf der Abg. Mag. Schwentner.) Wahrscheinlich funktioniert das wieder so, dass es diese NGO, wenn sie kontrolliert wird, bis dahin nicht mehr geben wird. Ich weiß aus informierten Quellen, dass dieses Geld dort nie ankommt. Anstatt dass man sich auf diplomatischer Ebene einsetzt, dass endlich ein Frieden dort unten zustande kommt, wird das Geld den NGOs gegeben. Das, glaube ich, ist der falsche Weg. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Gerhard Huber (BZÖ): 8,5 Millionen € gibt es für Ostafrika. Mit Ostafrika ist Somalia gemeint, das seit 1989 im Bürgerkrieg ist, seit Beendigung des Regimes von Siad Barre. 8,5 Millionen €, wo der Herr Staatssekretär im Ausschuss nicht sagen konnte, wer dieses Geld bekommt, welche NGO dieses Geld bekommt, wo der Herr Staatssekretär nicht beantworten konnte, wie das kontrolliert wird. (Zwischenruf der Abg. Mag. Schwentner.) Wahrscheinlich funktioniert das wieder so, dass es diese NGO, wenn sie kontrolliert wird, bis dahin nicht mehr geben wird. Ich weiß aus informierten Quellen, dass dieses Geld dort nie ankommt. Anstatt dass man sich auf diplomatischer Ebene einsetzt, dass endlich ein Frieden dort unten zustande kommt, wird das Geld den NGOs gegeben. Das, glaube ich, ist der falsche Weg. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Gebt euch einen Ruck, lösen wir das, nehmen wir diese 22 000 Unterschriften, die die Petition eingebracht haben, ernst und setzen wir das um! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam machen, dass es am 2. Dezember in diesem Haus eine Veranstaltung genau zu diesem Themenkreis – Hunger, Entwicklungsstörung, Entwicklungszusammenarbeit – geben wird. An dieser Stelle möchte ich auch noch Franz-Joseph Huainigg sehr herzlich danken, der maßgeblich dafür verantwortlich war, dass diese Veranstaltung zustande gekommen ist. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Huber.
Staatssekretär im Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten Dr. Wolfgang Waldner: Herr Präsident! Nur eine kurze Antwort auf den Herrn Abgeordneten Huber, weil ich nicht den Eindruck im Raum stehen lassen möchte, dass ich mich monatelang für eine Erhöhung, im speziellen Fall der Ostafrika-Hilfe ausspreche und nicht weiß, wo oder wie das Geld verwendet wird. (Zwischenruf des Abg. Huber.) – Im Ausschuss, Sie meinen den EZA-Ausschuss.
Abg. Huber: Wer bekommt das?
Von diesen 7 Millionen € kommen 2 Millionen aus dem Katastrophenfonds (Abg. Huber: Wer bekommt das?), 5 Millionen zusätzlich aus dem Finanzministerium. Und dieses Geld wird so verwendet, dass 5 Millionen im Wege der internationalen Organisationen, die dort tätig sind, also UNHCR, IKRK – Internationales Komitee vom Roten Kreuz –, UNOCHA, UNICEF, kanalisiert werden und 2 Millionen im Wege unserer ADA, unserer Entwicklungszusammenarbeitsagentur im Wege von Ausschreibungen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Von diesen 7 Millionen € kommen 2 Millionen aus dem Katastrophenfonds (Abg. Huber: Wer bekommt das?), 5 Millionen zusätzlich aus dem Finanzministerium. Und dieses Geld wird so verwendet, dass 5 Millionen im Wege der internationalen Organisationen, die dort tätig sind, also UNHCR, IKRK – Internationales Komitee vom Roten Kreuz –, UNOCHA, UNICEF, kanalisiert werden und 2 Millionen im Wege unserer ADA, unserer Entwicklungszusammenarbeitsagentur im Wege von Ausschreibungen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Da gibt es schon noch andere!
Meine Generation gehört der sogenannten Täterenkel-Generation oder auch Opferenkel-Generation an. Das heißt, die Großeltern meiner Generation waren entweder Widerstandskämpfer – oder Teil des Regimes im Sinne der Opferenkel- und Täterenkel-Generationstheorie. (Abg. Scheibner: Da gibt es schon noch andere!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Scheibner.
Es ist unsere Aufgabe, niemals zu vergessen. Die paar zehntausend Euro sollte eigentlich das Außenministerium zur Verfügung stellen, um den Gedenkdienst aufrechtzuerhalten. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Scheibner.) Es ist einfach falsch, das Ansehen in Österreich nicht verbessern zu wollen. Wir alle haben allen Opfern des Nationalsozialismus zu gedenken – egal, ob es in den Parteien passiert, egal, ob es draußen passiert, ob es in der Familie passiert, et cetera. „Niemals vergessen“ ist da die Devise.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Stefan: Ja, ja, es darf nur Linke geben!
Und wenn eine Partei hier herinnen auf beiden Augen blind ist im Sinne von „auf beiden Augen rechts“ als rechtes Lager, dann finde ich das mehr als beschämend. Es braucht hier nicht nur Ordnungsrufe, sondern klare Konsequenzen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Stefan: Ja, ja, es darf nur Linke geben!)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, der Arabische Frühling hat große Veränderungen eingeleitet. Diesen Herausforderungen sollten sich die EU und ihre Mitgliedstaaten mit einer aktiven Außenpolitik stellen. Ich würde mir auch eine entsprechende Schwerpunktsetzung in der österreichischen Außenpolitik wünschen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich hoffe daher, dass wir die 80 Milliarden €, die jetzt für 2014 bis 2020 im EU-Forschungsrahmen vorgesehen sind, auch tatsächlich realisieren, denn Österreich würde dabei ganz besonders profitieren. Mein Dank den MitarbeiterInnen, aber auch die Hoffnung, dass sie ebenso tatkräftig die Wissenschaft auch im kommenden Jahr unterstützen werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Hübner.
Beginn der Tagesordnung diskutiert haben. Die einen wollen aus der EU austreten, und jetzt habe ich den Eindruck, manche wollen überhaupt aus der ganzen Welt austreten, wenn zum Beispiel der Herr Karlsböck behauptet, wir würden „Zwangsbeiträge“ für die Teilnahme Österreichs an internationalen Organisationen bezahlen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Hübner.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren von der FPÖ! Wollen Sie, dass wir aus der UNO austreten, dass wir aus allen internationalen Organisationen austreten, dass wir uns wieder „einkasteln“ und Österreich isolieren? – Dann sagen Sie es, dann bringen Sie es auf den Punkt! Das wäre zumindest ehrlich. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.
Meine Damen und Herren! Wir haben die verdammte Aufgabe als Wohlfahrtsstaat ... (Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.) – Ja, Kollege Schmuckenschlager, du kannst wahrscheinlich nur über die Schweindlpolitik reden, aber ich finde es nicht angebracht, wenn sich ein ÖVP-Abgeordneter über die Entwicklungspolitik lustig macht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Wir haben die verdammte Aufgabe als Wohlfahrtsstaat ... (Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.) – Ja, Kollege Schmuckenschlager, du kannst wahrscheinlich nur über die Schweindlpolitik reden, aber ich finde es nicht angebracht, wenn sich ein ÖVP-Abgeordneter über die Entwicklungspolitik lustig macht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Glaser.
Meine Damen und Herren! Wenn wir uns darauf verständigen können, dass Außenpolitik mehr ist, als nur finanzielle Mittel herumzuschieben, wie wir es in der Budgetdebatte diskutieren, unser gemeinsames Anliegen, dass wir einiges von dem, was die österreichische Bevölkerung in den vergangenen Jahrzehnten – ich rede von den Jahren nach 1934, nach 1938, aber auch nach 1945 – an Solidarität von der Welt bekommen hat, jetzt wieder zurückgeben, dann werden wir das als Sozialdemokratie in hohem Ausmaße unterstützen. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Glaser.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich erlaube mir zu ergänzen: Dies war auch deshalb möglich, weil die verantwortlichen PolitikerInnen nicht rückwärtsgewandt in Grenzen und exklusivem Nationalismus gedacht und gehandelt haben, sondern offen, modern und als selbstbewusste EuropäerInnen auftreten. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich bitte, diesen Antrag wohl zu verstehen, und bedanke mich für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher ist das, glaube ich, ein gutes Budget, das alle Möglichkeiten für das Jahr 2012 bietet. Ich ersuche daher auch um Ihre Zustimmung zu diesem Budget. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Das halte ich für fragwürdig, denn Gebühren sind ein Äquivalent für eine Leistung. Wenn Sie mehr an Gebühren einnehmen, als Sie für diese Leistungen, die Sie erbringen, offensichtlich ausgeben, dann steht das in einem Missverhältnis. Das ist ganz offensichtlich. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Und zweitens: Sorgen Sie für eine budgetär gesicherte Finanzierung der wichtigen Arbeit des Vereins NEUSTART! Ich erinnere Sie an die gestrige Debatte über den elektronischen Hausarrest. Wir können es uns nicht leisten – und ich meine jetzt nicht, dass das gestern Gegenstand war, aber das kann in Zukunft passieren –, dass aufgrund einer Unterbudgetierung Fehler entstehen, die dann die wichtigen Instrumente, die NEUSTART anwendet, in Misskredit bringen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich glaube daher, dass hier die Justiz auf einem guten Weg ist, und wünsche uns in dem Zusammenhang alles Gute! – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Mag. Donnerbauer: Sehe ich anders!
dest im Bereich der Strafrechtspflege, Teil der Wahrung der öffentlichen Sicherheit –, ein hoher Deckungsgrad durch Eigeneinnahmen vorhanden ist. (Abg. Mag. Donnerbauer: Sehe ich anders!)
Ruf beim BZÖ: Unerhört! – Abg. Gartelgruber: Wahnsinn!
Ich habe Ihnen für heute versprochen, einen Fall zu schildern, bei dem ich glaube, dass hier schlicht und einfach nach dem Motto „Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus“ ein Richter besonders günstig davongekommen ist. Ein Richter, der sich, wenn auch auf seinem privaten PC, über einen längeren Zeitraum Kinderpornos anschaut, wird vor Gericht gestellt, ist mittlerweile dann im Krankenstand, bekommt fünf Monate bedingt, eine Geldstrafe von 2 250 € und die Auflage, sich einer Psychotherapie zu unterziehen. (Ruf beim BZÖ: Unerhört! – Abg. Gartelgruber: Wahnsinn!) – Das Einzige, was ich wirklich verstehe, ist die letzte Auflage. Aber das Strafausmaß ist skandalös niedrig, meine Damen und Herren.
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Das ist ein weiteres Beispiel, bei dem man sieht, dass der Kampf gegen Kindesmissbrauch nicht wirklich ernst gemeint ist, meine Damen und Herren, nicht wirklich ernst gemeint ist. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Frau Bundesminister, da haben Sie absoluten Handlungsbedarf, glauben Sie mir das! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Dr. Hübner.
Ich sage daher noch einmal, dass dieser Fall allein beweist, wie berechtigt unser Anliegen ist, Kontrolldefizite über die Tätigkeit und Untätigkeit der Staatsanwaltschaften zu beseitigen, indem man einen eigenen Unterausschuss nach dem Modell des Unterausschusses für die Heeresdienste und für die Staatspolizei einrichtet, damit man Leuten, die so in aller Öffentlichkeit reagieren, frühzeitig das Handwerk legen kann. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Dr. Hübner.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich erlaube mir daher, Ihnen das Justizbudget besonders ans Herz zu legen und Sie um entsprechende Beschlussfassung zu ersuchen. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Lausch: ÖVP! Zudecken, wegschauen! Ist ja unglaublich!
Dass die Justiz leider trotzdem dann und wann ins Gerede kommt, liegt hauptsächlich an politisch motivierten Zurufen aus der einen oder anderen Ecke. Ich würde meinen, manche würden der Justiz, aber auch der Republik einen guten Dienst erweisen, wenn sie statt dieser politisch motivierten Zurufe zu aktuellen Verfahren ein Interesse an echter, ehrlicher Justizpolitik entwickeln könnten. – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Lausch: ÖVP! Zudecken, wegschauen! Ist ja unglaublich!)
Beifall bei der FPÖ.
Es geht nur darum: Es hat eine Einsparungsmaßnahme gegeben. Insbesondere wurde ein Präsidenten- und ein Stellvertreteramt eingespart, und das stört offensichtlich manche in der Richterschaft, weil es einen Karriereposten weniger gibt. (Beifall bei der FPÖ.)
Ironische Heiterkeit der Abgeordneten Brosz und Öllinger.
Das versteht die Bevölkerung an sich nicht. (Ironische Heiterkeit der Abgeordneten Brosz und Öllinger.) – Kollege Öllinger, träumen Sie wieder einmal schlecht? Ihre Albträume sind sowieso Legende.
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Pendl –: Danke sagen, Otto! Und Hände schütteln nicht vergessen!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Pendl. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Pendl –: Danke sagen, Otto! Und Hände schütteln nicht vergessen!)
Abg. Lausch: Das hat es in Wien gegeben, !
Herr Kollege Rosenkranz, das Problem ist nicht nur das Gericht, sondern das Problem ist Folgendes: Wir haben eine Lösung gehabt, wo die Jugendlichen und die Erwachsenen separat untergebracht waren, und wir haben dort alle Sondereinrichtungen gehabt. Das ist das wahre Problem. Und wenn Sie sich das international anschauen, werden Sie keinen einzigen Experten finden, der sagt, dass es gescheit ist, wenn man die Erwachsenen mit den Jugendlichen im selben Haus unterbringt. (Abg. Lausch: Das hat es in Wien gegeben, !) – Du weißt aber genau, Christian Lausch, dass das immer ein Problem ist, auch bei uns in der Josefstadt. – Erster Punkt.
Beifall bei der SPÖ.
Dazu würde ich Sie einladen, und bitten, dass wir diese offenen Punkte ebenfalls nicht aus den Augen verlieren und einer Umsetzung zuführen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Daniela Musiol (Grüne): Herr Präsident! Frau Ministerin! Herr Kollege Rosenkranz! Für Anwendungsbereiche des Anti-Aggressions-Trainings, glaube ich, brauchen wir nicht in Richtung Justiz zu blicken, dafür haben wir im Raum ausreichend Beispiele – wobei wir dann, wenn wir in Ihre Reihen schauen, wieder nahe bei der Justiz sind. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Was war in Salzburg, Linz? – Abg. Lausch: Sie sind ja ahnungslos!
Beim Übergang vom Jugendgerichtshof Rüdengasse zum Landesgericht hat es zahlreiche Probleme gegeben, deren Schilderung ich Ihnen allen hier jetzt ersparen möchte. Es ist ganz klar, und zwar nicht nur ... (Abg. Dr. Rosenkranz: Was war in Salzburg, Linz? – Abg. Lausch: Sie sind ja ahnungslos!) – Nein, ich bin nicht ahnungslos, ich bin vom Fach!
Abg. Lausch: Politisch motiviert!
hof mehr gegeben hat. (Abg. Lausch: Politisch motiviert!) Vor diesem Hintergrund unterstütze ich ganz klar den Wunsch des Kollegen Jarolim, weiter darüber nachzudenken. Die Vorgängerin von Justizministerin Karl war da ja in ihren Gedanken schon recht weit.
Beifall bei den Grünen.
Der dritte Bereich ist konkret die Unterstützung des Vereins NEUSTART. Kollege Steinhauser hat das schon gesagt, und ich möchte das noch einmal unterstützen: Es braucht eine klare Ausstattung dieses Vereins, vor allem im Bereich der Bewährungshilfe, aber eben auch im Bereich des elektronischen Hausarrests, weil, wie der Kollege schon gesagt hat, wir es uns nicht leisten können, dass da Fehler aufgrund von Unterdotierung gemacht werden! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber eines ist klar, und das ist, glaube ich, von allen Experten im Wesentlichen anerkannt: Es muss einen Preisschutz, Schutzbestimmungen und einen Kündigungsschutz geben. Es muss auf jeden Fall Rechtssicherheit, Fairness und Transparenz geben. Und ich denke, die Diskussion zu so einem Mietrecht muss gestartet werden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist ein reines Politikum, das muss man einmal festhalten. Da wird einem Bauwerk immer gegenübergestellt, dass es dort eine bessere Betreuung gegeben hat. Kollege Rosenkranz hat richtig gesagt: In allen acht Bundesländern in Österreich hat es das nicht gegeben, nur in Wien! Es gibt jetzt keine schlechtere Betreuung für Jugendliche, seit sie nicht mehr in der Rüdengasse erfolgt, das muss man klipp und klar sagen! (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Dass dieses Thema immer wieder beim Budget zur Sprache gebracht wird, nämlich von Rot und Grün, ist legitim, ist aber natürlich fad. Es ist immer wieder dasselbe und es ist immer sehr tränendrüsig, dass es hier nur an dem Gebäude Rüdengasse liegt. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Bundesministerin! Mit solchen Zeitungsartikeln werden Sie sicher nicht das Vertrauen der Bevölkerung in die Justiz stärken, sondern ganz im Gegenteil: eher schwächen; und ich glaube, dafür hat Sie Ihr Parteichef nicht geholt! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Bundesministerin, noch einmal kurz gesagt, was Sie da in der Anfragebeantwortung ausgeführt haben, wofür Sie zahlen: Erste Hilfe, Gespräch, Bewerbung und so weiter und so weiter, verschiedene Sportangebote, liest man da – aber tatsächlich bitte nicht nur für Jugendliche, sondern für Erwachsene –, Graffiti- beziehungsweise Zeichenlehrer, Fußballtrainer. Vormals war es Christian Keglevits, Nationalteamspieler, jetzt ist es Marcus Pürk, ein ehemaliger Spieler, sicherlich nicht billig. Der spielt mit den Jugendlichen in der Josefstadt Fußball. Das erklären Sie einmal einer Familie oder einer alleinerziehenden Mutter, die vielleicht mit 900 € im Monat auskommen muss, was Sie da an Steuergeld – immerhin ist das öffentliches Geld – verbraten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Lausch: Ja, aber es kommt jedes Jahr dasselbe!
Abgeordneter Mag. Johann Maier (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ein Wort zu meinem Vorredner: Kollege Lausch, wir sind Politiker und keine Schrebergärtner. Darum verstehe ich nicht, wenn du von einem „Politikum“ sprichst. Wir sind Politiker hier in diesem Raum und vertreten politische Interessen. (Abg. Lausch: Ja, aber es kommt jedes Jahr dasselbe!)
Abg. Ing. Westenthaler: Das muss für alle gelten!
Die freigesprochenen Tierschützer im Verfahren in Wiener Neustadt sind derzeit mit Kosten von 300 000 € pro Person konfrontiert. Das sind auf der einen Seite die Rechtsanwaltskosten, die Verfahrenskosten, aber natürlich auch die Sachverständigenkosten. Ich meine, es ist eine Frage der Gerechtigkeit, dass wir hier zu einer Lösung kommen, dass Menschen, die freigesprochen werden, auch einen adäquaten Kostenersatz bekommen. (Abg. Ing. Westenthaler: Das muss für alle gelten!)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn ich mir die Zahlen bei der Justiz-Ombudsstelle und bei der Volksanwaltschaft ansehe, dann muss ich feststellen, dass die Vorwürfe der rechtssuchenden Bevölkerung in den letzten Jahren gestiegen sind, und wir ersuchen Sie wirklich – da haben Sie bei uns in der Sozialdemokratie Bündnispartner –, hier neue Voraussetzungen zu schaffen und insbesondere eben eine rechtliche Stellung für Justiz-Ombudsstellen in Österreich vorzusehen, so wie es auch geplant ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn dieser Herr Pendl, der vom Herrn Graf eine Medaille oder einen Privatorden erhält, bei einer Burschenschafter-Tagung in einem internen Burschenschafterstreit sagt, es wird der Einsatz der Wiener akademischen Burschenschaft Teutonia für die Einigung der Burschenschaften der Bundesrepublik Deutschland und der Ostmark hervorgehoben, und er sagt das im Jahr 2008, dann sage ich, da ist Feuer am Dach, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Freiheitlichen Partei. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Kritisieren Sie das nicht hier, sondern gehen Sie zu Gericht! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wenn der Herr Graf glaubt, diesen Herrn Pendl und einen Maler ehren zu müssen mit einer Medaille, einen Maler, der offensichtlich in der Tradition des Arno Breker arbeitet, dann hat auch der Herr Graf ein Problem. (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Kritisieren Sie das nicht hier, sondern gehen Sie zu Gericht! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Und dann muss es legitim sein, auch zu sagen, dass hier nicht nur ein Rechtsextremer geehrt wurde, sondern dass er auch von einem Rechtsextremen geehrt wurde. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Rosenkranz: Das verlangt einen Ordnungsruf! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Rosenkranz: Das verlangt einen Ordnungsruf! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wenn der Herr Graf glaubt, diesen Herrn Pendl und einen Maler ehren zu müssen mit einer Medaille, einen Maler, der offensichtlich in der Tradition des Arno Breker arbeitet, dann hat auch der Herr Graf ein Problem. (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Kritisieren Sie das nicht hier, sondern gehen Sie zu Gericht! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Und dann muss es legitim sein, auch zu sagen, dass hier nicht nur ein Rechtsextremer geehrt wurde, sondern dass er auch von einem Rechtsextremen geehrt wurde. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Rosenkranz: Das verlangt einen Ordnungsruf! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Aus dem Grund erteile ich Ihnen für den mehrmaligen Vorwurf des Rechtsextremismus, auch gegenüber meiner Person, einen Ordnungsruf. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Grosz: Das war eine andere Partei! Nicht BZÖ!
Abgeordneter Dr. Peter Wittmann (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Herren auf der Regierungsbank! Das denke ich mir schon, dass euch dieser Auftritt nicht gefallen hat, weil er die Wahrheit gesagt hat Ihnen gegenüber vom BZÖ. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Grosz: Das war eine andere Partei! Nicht BZÖ!)
Beifall des Abg. Dr. Fichtenbauer.
Ein Anliegen habe ich aber, das ich unbedingt an dieser Stelle einmal festhalten will. Wir haben permanent Beschwerden, dass Besuchsrechtsregelungen nicht entschieden werden. Es gibt 277 Verfahren, die länger als ein Jahr dauern. Wenn man sich das bei der Besuchsrechtsregelung jetzt vor Augen hält, ein Jahr lang das Kind einem der Elternteile zu entziehen, das ist nicht tragbar. (Beifall des Abg. Dr. Fichtenbauer.) Uns wird seit drei Jahren versprochen, dass man hier Abhilfe schafft. Es wäre höchst an der Zeit.
Beifall bei SPÖ und FPÖ.
Ich weiß, dass das nicht das Gelbe vom Ei ist, aber ich neige mittlerweile auch zur Ansicht des Kollegen Fichtenbauer: Wenn uns wirklich nichts anderes einfällt, dann sollte eine Entscheidungspflicht nach einem halben Jahr gesetzlich verankert werden, denn ich glaube, irgendeine Lösung brauchen wir in dieser Frage. (Beifall bei SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stadler – ebenfalls Beifall spendend –: Ein vernünftiger Standpunkt!
Wenn uns schon seit drei Jahren eine andere Lösung oder ein anderer Ansatz versprochen wurde, dann kommen Sie mit einem anderen Ansatz! Ich diskutiere gerne auch über einen anderen Ansatz, aber ein Jahr kann man nicht warten. Das kann man den Kindern nicht zumuten und auch nicht dem Elternteil, der davon betroffen ist. Das sollte rasch einer Lösung zugeführt werden. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stadler – ebenfalls Beifall spendend –: Ein vernünftiger Standpunkt!)
Beifall bei der SPÖ.
Wir erwarten, dass Sie weiter kräftig daran arbeiten, und wir werden Sie gerne dabei unterstützen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Peter Fichtenbauer (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohe Regierungsbank! Eingangs und als Empfindungsreflex auf die immer intensiver werdenden Hasstiraden der Grünen in Richtung FPÖ bringt mich das beim Kapitel Landesverteidigung darauf, dass wir die umfassende Landesverteidigung haben, wozu auch die geistige Landesverteidigung gehört. Die geistige Landesverteidigung ist also gefordert, dem Entstehen einer Art “Feliks-Dzierzynski-Fraktion“, die nichts anderes als den unreflektierten Hass auf andere kennt, entgegenzutreten. Das betrifft übrigens alle. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich hoffe, dass gemäß der Ansage, die hoffentlich ein realpolitisches Ergebnis der Evaluierungskommission gewesen sein dürfte, zumindest die Hälfte der nach 2015 entfallenden Kosten für den Eurofighter dem Verteidigungsministerium belassen wird. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. List
Wenn wir davon ausgehen, dass wir auch dem Herrn Verteidigungsminister einen Spardruck von 530 Millionen € bis 2014 auferlegt haben – das haben wir gemeinsam beschlossen (Zwischenruf des Abg. List) – bitte was? (Abg. List: 3,5 Prozent minus!) – ja, haben wir beschlossen –, dann darf ich jetzt schon auch zur Ehre des Herrn Verteidigungsministers anmerken (Abg. Grosz: Wo ist denn eigentlich der Generalstabschef? – neuerlicher Zwischenruf des Abg. List) – und da bitte ich die Kolleginnen und Kollegen, einmal aufzupassen –: Es ist leicht, auf den Verteidigungsminister hinzuhauen, aber wir sollten uns auch einmal anschicken, ihn schon auch ein bisschen mit Respekt zu belohnen. Ich sage jetzt gar nicht, mit Lob und Zuschuss. (Abg. List: Das glaubst du doch selber nicht, was du da sagst! – Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. List: 3,5 Prozent minus!
Wenn wir davon ausgehen, dass wir auch dem Herrn Verteidigungsminister einen Spardruck von 530 Millionen € bis 2014 auferlegt haben – das haben wir gemeinsam beschlossen (Zwischenruf des Abg. List) – bitte was? (Abg. List: 3,5 Prozent minus!) – ja, haben wir beschlossen –, dann darf ich jetzt schon auch zur Ehre des Herrn Verteidigungsministers anmerken (Abg. Grosz: Wo ist denn eigentlich der Generalstabschef? – neuerlicher Zwischenruf des Abg. List) – und da bitte ich die Kolleginnen und Kollegen, einmal aufzupassen –: Es ist leicht, auf den Verteidigungsminister hinzuhauen, aber wir sollten uns auch einmal anschicken, ihn schon auch ein bisschen mit Respekt zu belohnen. Ich sage jetzt gar nicht, mit Lob und Zuschuss. (Abg. List: Das glaubst du doch selber nicht, was du da sagst! – Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Grosz: Wo ist denn eigentlich der Generalstabschef? – neuerlicher Zwischenruf des Abg. List
Wenn wir davon ausgehen, dass wir auch dem Herrn Verteidigungsminister einen Spardruck von 530 Millionen € bis 2014 auferlegt haben – das haben wir gemeinsam beschlossen (Zwischenruf des Abg. List) – bitte was? (Abg. List: 3,5 Prozent minus!) – ja, haben wir beschlossen –, dann darf ich jetzt schon auch zur Ehre des Herrn Verteidigungsministers anmerken (Abg. Grosz: Wo ist denn eigentlich der Generalstabschef? – neuerlicher Zwischenruf des Abg. List) – und da bitte ich die Kolleginnen und Kollegen, einmal aufzupassen –: Es ist leicht, auf den Verteidigungsminister hinzuhauen, aber wir sollten uns auch einmal anschicken, ihn schon auch ein bisschen mit Respekt zu belohnen. Ich sage jetzt gar nicht, mit Lob und Zuschuss. (Abg. List: Das glaubst du doch selber nicht, was du da sagst! – Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. List: Das glaubst du doch selber nicht, was du da sagst! – Zwischenrufe beim BZÖ.
Wenn wir davon ausgehen, dass wir auch dem Herrn Verteidigungsminister einen Spardruck von 530 Millionen € bis 2014 auferlegt haben – das haben wir gemeinsam beschlossen (Zwischenruf des Abg. List) – bitte was? (Abg. List: 3,5 Prozent minus!) – ja, haben wir beschlossen –, dann darf ich jetzt schon auch zur Ehre des Herrn Verteidigungsministers anmerken (Abg. Grosz: Wo ist denn eigentlich der Generalstabschef? – neuerlicher Zwischenruf des Abg. List) – und da bitte ich die Kolleginnen und Kollegen, einmal aufzupassen –: Es ist leicht, auf den Verteidigungsminister hinzuhauen, aber wir sollten uns auch einmal anschicken, ihn schon auch ein bisschen mit Respekt zu belohnen. Ich sage jetzt gar nicht, mit Lob und Zuschuss. (Abg. List: Das glaubst du doch selber nicht, was du da sagst! – Zwischenrufe beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ
lionen € eingespart werden. Und wir werden jährlich dann noch 120 Millionen € dazubekommen, weil es erwirkt werden konnte, dass von dieser versprochenen Rate doch etwas übrig bleibt. Damit hat der Herr Minister den Einsparungsauftrag des Parlaments letztendlich mit einem Überschuss geschafft. Dazu gehört ihm gratuliert (Beifall bei der SPÖ), und ich hoffe, dass dieses Geld so eingesetzt wird, wie ich es von einem Minister erwarte, nämlich zur Effizienzsteigerung des Heeres, zur Verbesserung der Möglichkeiten, dem Auftrag nachzukommen, und zu einer Strukturverbesserung, die letztendlich Garantie dafür ist, dass die finanziellen Belange im Heer letztendlich so austariert werden, dass der Auftrag erfüllt werden kann.
Abg. List: Meine Kaserne wurde aber geschlossen!
Es muss dann so sein, meine Damen und Herren, dass jeder Abgeordnete Verantwortung übernimmt. Aber das soll nicht so ausschauen, dass sich der Stefan Prähauser in der Schwarzenbergkaserne vor das Eingangstor stellt und sagt, diese Kaserne darf nicht geschlossen werden, und eine Kollegin von mir steht dann in Gmünd und sagt, die darf auch nicht geschlossen werden, und in Tamsweg haben wir das Gleiche. (Abg. List: Meine Kaserne wurde aber geschlossen!) Ich will jetzt gar keine Kasernen hier aufzählen, um beweisen zu können, dass ich sie auch kenne.
Beifall bei der SPÖ.
Wegweisend würde ich in Zukunft davor warnen. Solche Beispiele gibt es schon, diese Fehler haben wir schon gemacht. Versuchen wir, sie in Zukunft zu vermeiden, aber gehen wir geeint vor. Dann sind wir auch in der Lage, unseren Beitrag dazu zu leisten, dass die Sicherheit Österreichs in Zukunft wenigstens nicht an finanziellen Mitteln scheitert. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grosz: Wo ist denn der Wehrsprecher? Beim Heurigen? Tanja, die Wehrhafte! – Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Dipl.-Ing. Deimek.
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als nächste Rednerin gelangt Frau Abgeordnete Windbüchler-Souschill zu Wort. 4 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Grosz: Wo ist denn der Wehrsprecher? Beim Heurigen? Tanja, die Wehrhafte! – Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Dipl.-Ing. Deimek.)
Beifall bei den Grünen.
Das heißt, große Worte ankündigen, aber keinen Plan dahinter haben, ist zu wenig, und da bin ich beim gestrigen Misstrauensantrag: Frauen gehören in die Truppe aus verschiedensten Gründen, es muss endlich etwas passieren! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Grosz: Ist er da?
Ihnen mit Ihren Soldatinnen und Soldaten bei dieser Herausforderung auch alles Gute. (Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Grosz: Ist er da?)
Abg. Grosz: Ich hätte gedacht, ihr misstraut ihm! Nicht einmal auf das Misstrauen kann man sich verlassen!
Geschätzte Damen und Herren! Wir haben schon gehört, wir stehen vor einem Konsolidierungskurs. Wir müssen 530 Millionen € einsparen, und das geht natürlich nicht nur mit der Reduktion von dementsprechendem Personal beim Bundesheer, sondern dafür ist es auch notwendig, dass wir Umstrukturierungen beim österreichischen Bundesheer vornehmen. Aus Sicht der ÖVP darf ich auch die Bereitschaft zeigen, dass wir gemeinsam mit unserem Koalitionspartner durchaus gewillt sind, notwendige Reformen in diesem österreichischen Bundesheer durchzuführen. (Abg. Grosz: Ich hätte gedacht, ihr misstraut ihm! Nicht einmal auf das Misstrauen kann man sich verlassen!) Das steht ja außer Zweifel, weil wir immer gesagt haben, dass wir an der Erfüllung der Bundesheerreform 2010 auch dementsprechend aktiv mitwirken wollen.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Rädler: Das ist einen Applaus wert!
Uns geht es um die Sicherheit Österreichs. Die Sicherheit darf nicht zum Experimentierfeld werden. Ich glaube, dass der Auftrag, den Sie seitens des Parlaments beziehungsweise auch in der Koalition haben, durchaus Anlass gibt, dass man mit dem, was wir finanziell zur Verfügung stellen, mit dem, was wir an gemeinsamen Ressourcen zur Verfügung stellen können, durchaus arbeiten kann, um die Sicherheit Österreichs zu gewährleisten, denn die hat oberste Priorität bei allem unserem politischem Handeln. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Rädler: Das ist einen Applaus wert!)
Beifall beim BZÖ.
Richtig angefressen werden aber die nächsten Jahrgänge sein, die einberufen werden müssen. Hier geht es um die Zukunft von rund 75 000 bis 80 000 jungen Männern. Diese sollen einen sinnlosen überholten Wehrdienst ableisten. Mit Ihrem Aufschub der Volksbefragung behindern Sie die persönliche Zukunftsplanung dieser Männer. Hier werden rund 80 000 männliche Staatsbürger für ihre parteipolitische Taktik missbraucht. Das ist verantwortungslos, ungeheuerlich und darf auf keinen Fall passieren. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Amon: Aber geh!
Geschätzte Damen und Herren! Die Verschleppung der Wehrpflicht-Volksbefragung zeigt, SPÖ und ÖVP haben auch als Sicherheitspartei längst abgedankt. (Abg. Amon: Aber geh!) Diese Verantwortung hat das BZÖ bereits übernommen, auch beim Bundesheer der Zukunft. Die meisten Staaten in Europa geben dem Berufsheer eine Chance. (Abg. Höfinger: Wer hat dir das geschrieben?) Das BZÖ hat rasch reagiert. Die Abschaffung der Wehrpflicht ist ein Sicherheitsgewinn für die umfassende Landesverteidigung. Dementsprechend haben wir unser Modell entwickelt.
Abg. Höfinger: Wer hat dir das geschrieben?
Geschätzte Damen und Herren! Die Verschleppung der Wehrpflicht-Volksbefragung zeigt, SPÖ und ÖVP haben auch als Sicherheitspartei längst abgedankt. (Abg. Amon: Aber geh!) Diese Verantwortung hat das BZÖ bereits übernommen, auch beim Bundesheer der Zukunft. Die meisten Staaten in Europa geben dem Berufsheer eine Chance. (Abg. Höfinger: Wer hat dir das geschrieben?) Das BZÖ hat rasch reagiert. Die Abschaffung der Wehrpflicht ist ein Sicherheitsgewinn für die umfassende Landesverteidigung. Dementsprechend haben wir unser Modell entwickelt.
Zwischenruf des Abg. Höfinger.
Wir verlangen die sofortige Aussetzung beziehungsweise Abschaffung der Wehrpflicht. (Zwischenruf des Abg. Höfinger.) Wir vom BZÖ fordern für Österreich ein effizientes Freiwilligenheer bestehend aus Berufssoldaten, den sogenannten Profis, und einer starken Milizkomponente. Das Freiwilligenheer ist die Zukunft. Mit unserem 10-Punkte-Programm zur Sicherheits- und Verteidigungspolitik schaffen wir die Rahmenbedingungen für die notwendige und längst überfällige Bundesheerreform.
Beifall und Bravorufe beim BZÖ.
Geschätzte Damen und Herren, übernehmen Sie das BZÖ-Modell! Schreiben Sie halt „SPÖ und ÖVP“ darüber, versehen Sie es mit Ihren Parteilogos – und die Bundesheerreform kann sofort starten. (Beifall und Bravorufe beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Am Beispiel des Bundesheeres sieht man, die Regierung streitet. Wir vom BZÖ arbeiten für Österreich als Garantie für Schutz und Hilfe. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Grosz: Wo ist denn der Entacher? Ah, er ist eh da!
Bundesminister für Landesverteidigung und Sport Mag. Norbert Darabos: Herr Präsident! Hohes Haus! Ich möchte einige Dinge vorausschicken. Der Herr Abgeordnete Fichtenbauer ist jetzt leider nicht hier, aber: Die zarten Bande, die wir gestern geknüpft haben, schaden ihm hoffentlich nicht. (Abg. Grosz: Wo ist denn der Entacher? Ah, er ist eh da!)
Beifall bei der SPÖ.
Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass dieser Kauf ein sehr teurer ist. Das wissen Sie alle. Aber jetzt sozusagen mir das in die Schuhe zu schieben, ist ein bisschen billig, würde ich sagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Wurm: Ja, leider!
Ich sage Ihnen ganz am Rande: In Österreich gibt es beim Bundesheer leider nur einen Frauenanteil von 2 bis 3 Prozent. (Abg. Mag. Wurm: Ja, leider!) Die Erfahrungen beispielsweise in Schweden, die ja jetzt ein Berufs- und Profiheer einführen wollen und dabei sind, das umzusetzen, zeigen jetzt bei den Freiwilligenmeldungen in Schweden 15 Prozent. Also könnte man diese Frage sozusagen auch von dieser Seite beleuchten. Wenn Sie hier auf meiner Seite sind, danke, es würde mich freuen. (Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Zwischenruf des Abg. Kickl.
Ich sage Ihnen ganz am Rande: In Österreich gibt es beim Bundesheer leider nur einen Frauenanteil von 2 bis 3 Prozent. (Abg. Mag. Wurm: Ja, leider!) Die Erfahrungen beispielsweise in Schweden, die ja jetzt ein Berufs- und Profiheer einführen wollen und dabei sind, das umzusetzen, zeigen jetzt bei den Freiwilligenmeldungen in Schweden 15 Prozent. Also könnte man diese Frage sozusagen auch von dieser Seite beleuchten. Wenn Sie hier auf meiner Seite sind, danke, es würde mich freuen. (Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Abg. Windbüchler-Souschill: Da habe ich aber noch nicht gelebt!
Ich bin wirklich, das sage ich nicht zynisch, erfreut, weil es hat ja in früheren Zeiten auch andere Meinungen bei den Grünen gegeben, wo wir gesagt haben, Frauen haben beim Bundesheer überhaupt nichts verloren. (Abg. Windbüchler-Souschill: Da habe ich aber noch nicht gelebt!) Aber ich bin dankbar für Ihre Wortmeldung. Wenn Sie sagen, Sie stehen dazu und Sie wollen diesen Frauenanteil in Zukunft ausbauen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bin wirklich, das sage ich nicht zynisch, erfreut, weil es hat ja in früheren Zeiten auch andere Meinungen bei den Grünen gegeben, wo wir gesagt haben, Frauen haben beim Bundesheer überhaupt nichts verloren. (Abg. Windbüchler-Souschill: Da habe ich aber noch nicht gelebt!) Aber ich bin dankbar für Ihre Wortmeldung. Wenn Sie sagen, Sie stehen dazu und Sie wollen diesen Frauenanteil in Zukunft ausbauen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dolinschek: Auf die Schwarzen ist kein Verlass!
Zum Kollegen Klikovits. Herr Kollege! Ich bin Ihnen dankbar, dass Sie diesen Konsolidierungspfad der gesamten Bundesregierung hier heute auch verteidigt haben. Ich habe Ihnen sehr genau zugehört, weil ich wissen wollte, ob Sie auf dieser Seite stehen. Ich stehe auf dieser Seite. (Abg. Dolinschek: Auf die Schwarzen ist kein Verlass!)
Zwischenrufe beim BZÖ.
ÖBH 2010 wurde im Jahr 2005 beschlossen, darin wird ganz klar festgelegt, dass in diese Richtung auch weitergedacht werden soll. Nicht mehr und nicht weniger soll es sein. Diese Emotion möchte ich aus dieser Frage herausnehmen, und ich bin gerne bereit, Ihnen auch die Fragen zu beantworten, und wir werden diese Pilotprojekte, sobald sie umsetzungsreif sind, natürlich auch mit dem Koalitionspartner, mit der ÖVP, besprechen. (Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Grosz: Das Problem ist nur, Sie pfuschen dabei!
Zum BZÖ möchte ich sagen: Danke für die Reformbereitschaft! Ich hoffe, Sie werden das auch weitertragen. Sie sind ja bei einer Umstellung des österreichischen Bundesheeres auch ein Partner. Nur, mir das vorzuwerfen, ist ein bisschen billig, würde ich meinen, denn ich versuche es ja eh umzustellen. (Abg. Grosz: Das Problem ist nur, Sie pfuschen dabei!) Ich habe überhaupt kein Problem damit, wenn Sie mich dabei
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Wer hat denn als Geschäftsführer ...? – Zwischenruf des Abg. List.
unterstützen. Es ist ganz selten, dass die Oppositionsparteien eine Regierungslinie unterstützen, insofern danke für Ihre Unterstützung. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Wer hat denn als Geschäftsführer ...? – Zwischenruf des Abg. List.)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Das machen aber die Rekruten!
Der Katastrophenschutz ist jene Aufgabe, die von der Bevölkerung am stärksten gefragt wird. Wenn man fragt, wofür das österreichische Bundesheer steht, dann sagen über 90 Prozent der Bevölkerung, wichtig ist, dass das österreichische Bundesheer für den Katastrophenschutz steht. Wir haben in diesem jetzt bald zu Ende gehenden Jahr über 41 000 Arbeitsstunden im Katastrophenschutz absolviert. Darauf bin ich stolz, und darauf sind auch die Österreicherinnen und Österreicher stolz. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Das machen aber die Rekruten!)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben mittlerweile 1 500 Soldatinnen und Soldaten im Auslandseinsatz – das geht weit über unsere bisherigen Stärken hinaus –, mit zwei Hotspots, im Libanon, auf den Golanhöhen und am Westbalkan mit dem Kosovo und Bosnien. Darauf sollten nicht nur die Bundesregierung und die österreichische Bevölkerung, sondern auch das österreichische Parlament stolz sein. Ich bin jedenfalls stolz darauf, dass wir 1 500 Soldaten bei friedenssichernden Missionen im Ausland haben und diese auch budgetär abgedeckt haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Jetzt langt’s! Mir wird fad!
Da das heute schon mehrfach angesprochen wurde, möchte ich zum Schluss noch Folgendes sagen: Es gibt Armeen in Europa, in Ländern, die wie Großbritannien und andere konservativ regiert werden, deren Budget um 20 bis 30 Prozent reduziert wird. (Ruf bei der ÖVP: Jetzt langt’s! Mir wird fad!) Wie heute angesprochen wurde, ist in Österreich eine moderate Reduzierung von 3 Prozent über die Jahre angedacht. Das ist vertretbar.
Beifall bei der SPÖ.
Wir werden die Leistung des österreichischen Bundesheeres auch in Zukunft aufrechterhalten. Dafür danke ich dem Koalitionspartner. Wir haben das gemeinsam verhandelt. Dafür danke ich Ihnen, die Sie dieses Budget beschließen werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. List: Die AirPower war ...!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Mag. Lapp zu Wort gemeldet. 3 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. List: Die AirPower war ...!)
Abg. List: 0,68!
Bundesheer verwendet. Jetzt sind es 0,76 Prozent, und fürs kommende Jahr haben wir 0,77 Prozent. Der Vergleich macht einen sicher. (Abg. List: 0,68!)
Abg. List: Also Sie haben wirklich keine Ahnung!
Meiner Meinung nach ist es politische Enttarnung, wenn manche immer wieder davon sprechen, wie schlecht es dem österreichischen Bundesheer geht – anstatt sich genauer anzuschauen, wo Veränderungen notwendig sind. (Abg. List: Also Sie haben wirklich keine Ahnung!) – Herr Kollege List, mit Ihrer Rede, die Sie offensichtlich am 26. Oktober gehalten haben, werden wir auch nicht viel weiter kommen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. List: Die ist aber gut gewesen!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. List: Die ist aber gut gewesen!
Meiner Meinung nach ist es politische Enttarnung, wenn manche immer wieder davon sprechen, wie schlecht es dem österreichischen Bundesheer geht – anstatt sich genauer anzuschauen, wo Veränderungen notwendig sind. (Abg. List: Also Sie haben wirklich keine Ahnung!) – Herr Kollege List, mit Ihrer Rede, die Sie offensichtlich am 26. Oktober gehalten haben, werden wir auch nicht viel weiter kommen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. List: Die ist aber gut gewesen!)
Abg. Kickl: Ja, genau! – Heiterkeit der Abgeordneten Kickl und List.
Beim österreichischen Bundesheer ist schon seit sehr vielen Jahren Phantasie und Kreativität gefragt. (Abg. Kickl: Ja, genau! – Heiterkeit der Abgeordneten Kickl und List.) Wenn man mit Beschäftigten spricht, merkt man immer wieder, dass der Einsatz, das Engagement, der Erfindungsreichtum dort wirklich sehr notwendig sind, damit die Aufgaben und Dienste effizient umgesetzt werden können. Das heißt, das Engagement und die Leidenschaft für das österreichische Bundesheer sind bei allen Beschäftigten zu spüren.
Beifall bei der SPÖ.
Werte Kolleginnen und Kollegen! Unterstützung ist gefragt. Politische Amnesie sollten Sie ad acta legen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Mario Kunasek (FPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Kollege Klikovits und Kollegin Lapp, diese Rechnung müssen Sie mir erklären. Wahrscheinlich nehmen Sie die gleiche Formel, die der Herr Minister angewandt hat, als er sich das Modell 3 zurechtgerechnet hat. (Beifall bei der FPÖ.) 0,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes – das ist Faktum, das ist das Budget des Militärs.
Abg. List: Na logisch! Das muss von dir genauso kommen!
Zum Kollegen List nur ein Satz: Lieber Kurt, wenn das von dir als Berufsoffizier kommt, dass du Profis forderst, dann frage ich die beiden Offiziere, die da hinten sitzen, ob sie sich nicht als Profis sehen. (Abg. List: Na logisch! Das muss von dir genauso kommen!) Wir Freiheitliche sagen, wir haben Profis beim Bundesheer, Gott sei Dank, in allen Dienstgraden und in allen Bereichen. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Zum Kollegen List nur ein Satz: Lieber Kurt, wenn das von dir als Berufsoffizier kommt, dass du Profis forderst, dann frage ich die beiden Offiziere, die da hinten sitzen, ob sie sich nicht als Profis sehen. (Abg. List: Na logisch! Das muss von dir genauso kommen!) Wir Freiheitliche sagen, wir haben Profis beim Bundesheer, Gott sei Dank, in allen Dienstgraden und in allen Bereichen. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundesminister, „großartige Reformen“ werden abgefeiert, aber für uns Freiheitliche ist es keine große Reform und keine große Leistung, insgesamt 1 070 Soldaten im Offiziers- und Unteroffiziersbereich abzubauen und gleichzeitig 861 Zivilbedienstete aufzunehmen, und zwar in einem Ressort, dessen ursächlichste und ursprünglichste Aufgabe immer noch die verfassungsmäßige Aufgabe der militärischen Landesverteidigung ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das sind wir den Offizieren und Unteroffizieren, aber vor allen Dingen allen Soldatinnen und Soldaten, die tolle Arbeit leisten, schuldig. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. List: Darfst du überhaupt reden?
Abgeordneter Mag. Peter Michael Ikrath (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Kolleginnen und Kollegen! Herr Bundesminister Darabos sich nun sehr lange selbst in durchaus gutem Licht dargestellt, er hat sich gelobt, könnte man sagen. Er wurde auch von Sprechern seiner Fraktion gelobt. (Abg. List: Darfst du überhaupt reden?) Der Herr Minister wird nicht erwarten, dass ich mich diesem Lob anschließe, sondern ist jetzt durchaus, nehme ich an, in Erwartung einiger kritischer Anmerkungen, und diese kritischen Anmerkungen möchte ich auch machen. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Abgeordneter Mag. Peter Michael Ikrath (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Kolleginnen und Kollegen! Herr Bundesminister Darabos sich nun sehr lange selbst in durchaus gutem Licht dargestellt, er hat sich gelobt, könnte man sagen. Er wurde auch von Sprechern seiner Fraktion gelobt. (Abg. List: Darfst du überhaupt reden?) Der Herr Minister wird nicht erwarten, dass ich mich diesem Lob anschließe, sondern ist jetzt durchaus, nehme ich an, in Erwartung einiger kritischer Anmerkungen, und diese kritischen Anmerkungen möchte ich auch machen. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Abg. Silhavy: Und ÖVP-Minister ...! – Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Eine solche Beantwortung würde ich als nicht professionell oder sogar schon als ansatzweise provokant bezeichnen. (Abg. Silhavy: Und ÖVP-Minister ...! – Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das kann natürlich mit etwas zu tun haben, das der Minister mittlerweile gelernt hat, das man im Militärjargon Tarnen und Täuschen nennt. Das kann damit zu tun haben. (Beifall bei der FPÖ.) Allerdings täuscht man – und insofern hat der Bundesminister möglicherweise noch Lernbedarf – den Feind, aber nicht das österreichische Parlament. Man täuscht nicht jenes verfassungsmäßige Organ, das auch zur Kontrolle der Amtsführung dieses Ministers berufen ist! (Abg. Grosz: Misstrauensantrag, oder? Nicht?)
Abg. Grosz: Misstrauensantrag, oder? Nicht?
Das kann natürlich mit etwas zu tun haben, das der Minister mittlerweile gelernt hat, das man im Militärjargon Tarnen und Täuschen nennt. Das kann damit zu tun haben. (Beifall bei der FPÖ.) Allerdings täuscht man – und insofern hat der Bundesminister möglicherweise noch Lernbedarf – den Feind, aber nicht das österreichische Parlament. Man täuscht nicht jenes verfassungsmäßige Organ, das auch zur Kontrolle der Amtsführung dieses Ministers berufen ist! (Abg. Grosz: Misstrauensantrag, oder? Nicht?)
Abg. Grosz: Misstrauensantrag! Ich meine, das sind schwere Vorwürfe!
Herr Bundesminister Darabos, das ist schon eine ernste Sache. Ich komme aus der Unternehmenswelt und sage Ihnen: Wenn Sie Vorstandsvorsitzender eines Unternehmens wären und dem Aufsichtsrat eine so wenig professionelle Planung vorlegen würden wie das hier und wenn Sie die Anfragen des Aufsichtsrates oder von Aufsichtsratsmitgliedern so – entschuldigen Sie, wenn ich das so salopp sage – ignorant beantworten würden und sich ein Teil des Aufsichtsrates getäuscht fühlen würde, dann wäre die Konsequenz daraus wahrscheinlich die, dass Sie diese Funktion nicht lange behalten könnten. (Abg. Grosz: Misstrauensantrag! Ich meine, das sind schwere Vorwürfe!)
Ruf bei der SPÖ: Hat diese Umfrage der Sparkassenverband gemacht?
Jetzt frage ich mich natürlich auch, wie die Österreicher das sehen. Es gibt eine OGM-Umfrage des „Kurier“ vom 14. November, wonach bereits 49 Prozent der Österreicher das Vertrauen in Sie, Herr Minister Darabos, verloren haben und Ihnen nur mehr 29 Prozent Vertrauen entgegenbringen. (Ruf bei der SPÖ: Hat diese Umfrage der Sparkassenverband gemacht?)
Ruf bei der SPÖ: Ist die Umfrage vom Sparkassenverband?
Herr Bundesminister, wissen Sie, es kann Ihnen völlig gleichgültig sein, ob ich Ihrer Amtsführung Vertrauen entgegenbringe (Ruf bei der SPÖ: Ist die Umfrage vom Sparkassenverband?), aber es sollte Ihnen schon nicht mehr gleichgültig sein, ob das Heer Ihrer Amtsführung Vertrauen entgegenbringt. Dass die Österreicher es nicht mehr tun, darf Sie allerdings keinesfalls unberührt lassen.
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Bundesminister Mag. Darabos: Sie brauchen mir das Denken nicht abzunehmen!
Herr Bundesminister Darabos, ich würde in einer solchen Situation schon sehr nachdenklich werden, ob ich das Ressort so führte, wie man es von einem Verteidigungsminister erwartet. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Bundesminister Mag. Darabos: Sie brauchen mir das Denken nicht abzunehmen!)
Ruf bei der SPÖ: Die Umfrage hat der Sparkassenverband gemacht! – Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Grosz und Mag. Ikrath.
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Podgorschek. 2 Minuten Redezeit. – Bitte. (Ruf bei der SPÖ: Die Umfrage hat der Sparkassenverband gemacht! – Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Grosz und Mag. Ikrath.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der SPÖ – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Stauber –: Du, Peter, frag Herrn Ikrath, ob er der Grillitsch-Fraktion angehört!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Stauber. 3 Minuten Redezeit. – Bitte. (Ruf bei der SPÖ – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Stauber –: Du, Peter, frag Herrn Ikrath, ob er der Grillitsch-Fraktion angehört!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Peter Stauber (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geschätzter Herr Minister! Die Herren auf der Regierungsbank! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Kollege Ikrath, ich muss schon sagen: Sie haben jetzt ein beschämendes Beispiel dafür gegeben, wie man mit dieser heiklen Frage umgeht. (Beifall bei der SPÖ.) Vor allem haben Sie auch gezeigt, wie Sie momentan die Koalition sehen. Ich kann mich nur wundern, wie Sie zu solchen Aussagen kommen. (Ruf bei der SPÖ: Der hat mehr Vertrauen in die ...! – Zwischenruf des Abg. Pendl.)
Ruf bei der SPÖ: Der hat mehr Vertrauen in die ...! – Zwischenruf des Abg. Pendl.
Abgeordneter Peter Stauber (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geschätzter Herr Minister! Die Herren auf der Regierungsbank! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Kollege Ikrath, ich muss schon sagen: Sie haben jetzt ein beschämendes Beispiel dafür gegeben, wie man mit dieser heiklen Frage umgeht. (Beifall bei der SPÖ.) Vor allem haben Sie auch gezeigt, wie Sie momentan die Koalition sehen. Ich kann mich nur wundern, wie Sie zu solchen Aussagen kommen. (Ruf bei der SPÖ: Der hat mehr Vertrauen in die ...! – Zwischenruf des Abg. Pendl.)
Beifall bei der SPÖ.
Apropos Tarnen und Täuschen – Herr Ikrath, Sie haben diese Ausdrücke erwähnt –: Ich denke doch, dass einige Vertreter, die vorhin schon am Rednerpult waren, vor allem von ÖVP und FPÖ, versuchen, mit Blendgranaten, um im Militärjargon zu bleiben, von ihren eigenen Fehlern und Versäumnissen in der Vergangenheit abzulenken und jetzt unserem Herrn Minister das umzuhängen, was Ihre Minister verbrochen haben, und das er hat jetzt auszubaden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben keine sinnlosen Panzerverkäufe gemacht, wir haben keine unseligen Eurofighter gekauft, und wir haben keinen aufgeblähten Personalstand, vor allem im höchsten Dienstgradbereich, hervorgerufen. Und das alles sind jetzt die Mühlsteine, die unser Minister Darabos um den Hals hängen hat. Und die belasten natürlich auch in größtem Ausmaß das Budget. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Danke, Herr Minister! Bitte weiter so! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grosz – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Gerstl –: Kommt jetzt der Misstrauensantrag der ÖVP?
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als Nächster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Mag. Gerstl. 3 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Grosz – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Gerstl –: Kommt jetzt der Misstrauensantrag der ÖVP?)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte hier ganz klar in den Raum stellen: Die österreichische Landesverteidigung ist kein „;Männerthema“, sondern ein Thema für alle Österreicherinnen und Österreicher, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Grosz: „Zur Vollendung gebracht“? Was wollt ihr vollenden?
Und dieses Thema wird sowohl von Männern als auch von Frauen zur Vollendung gebracht, nämlich als Soldatinnen und Soldaten. (Abg. Grosz: „Zur Vollendung gebracht“? Was wollt ihr vollenden?) Und wir dienen dem gesamten Land Österreich. Und das halte ich für ganz, ganz wichtig.
Zwischenruf des Abg. Pendl.
Zweitens, meine Damen und Herren, möchte ich gerne auf den Herrn Bundesminister eingehen, der hier erwähnt hat – und ich habe das Gefühl gehabt, dass er es bereits zum zweiten Mal erwähnt hat –, es sei ihm wirklich ein Anliegen, die Pilotprojekte auf dem Boden des Regierungsprogrammes durchzuführen. Ich höre diese Botschaft sehr wohl, ich verstehe aber auch den Kollegen Ikrath, wenn er zuvor auf die parlamentarische Anfragebeantwortung eingegangen ist, die Sie uns bei der Budgetbesprechung gegeben haben. (Zwischenruf des Abg. Pendl.) – Herr Kollege, bleiben Sie ganz ruhig!
Abg. Grosz: Und was machen Ihre Minister mit Oppositionsanfragen?
Herr Minister Darabos! Das ist eben leider keine vertrauensbildende Maßnahme (Abg. Grosz: Und was machen Ihre Minister mit Oppositionsanfragen?), und daher ist es uns wichtig, dass wir hier nochmals auf die Grundsätze der Verfassung eingehen:
Beifall bei der ÖVP.
Herr Bundesminister! Auf dem Boden der österreichischen Bundesverfassung und auf dem Boden des derzeitigen Regierungsprogramms der österreichischen Bundesregierung haben Sie unsere volle Unterstützung. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kickl: Wie ist denn das mit dem Minister?
Abgeordnete Angela Lueger (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Es gibt keine perfekte Armee! – das ist eine Aussage, die unser Herr Bundesminister schon einmal getroffen hat. Und es gibt keine fertige perfekte Armee. Das heißt, sie unterliegt ständig einem Prozess, der auch überarbeitet gehört. (Abg. Kickl: Wie ist denn das mit dem Minister?)
Abg. Rädler: „In Stein gemeißelt“!
Wenn Sie sich jetzt anschauen: Wer hat denn damit gerechnet, dass wir im arabischen Raum jetzt Unruhen haben? Wer hat mit dem Terroranschlag in New York gerechnet? Und wer hat mit dem Fall der Berliner Mauer gerechnet? – Es sind andere Herausforderungen, auf die sich auch das Bundesheer einstellen muss. Und es ist legitim, darüber nachzudenken, wie man sich darauf bestens einstellt. (Abg. Rädler: „In Stein gemeißelt“!)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister Darabos hat seit dem Jahre 2007 mehr als 2,5 Milliarden € in Ausrüstung, Renovierung und Beschaffung von neuen Dingen investiert. Im Rahmen der budgetären Mittel wird es ihm auch möglich sein, die Pilotprojekte, die er sehr wohl angekündigt hat, durchzuführen, die auf Basis der Ergebnisse der Bundesheerreformkommission ausgearbeitet wurden. Somit wird auch das österreichische Bundesheer auf dem richtigen Weg ins 21. Jahrhundert sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grosz – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Kößl –: Jetzt kommt die fünfte ÖVP-Meinung! Eine Partei und 1 000 Meinungen!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als Nächster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Kößl. 3 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Grosz – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Kößl –: Jetzt kommt die fünfte ÖVP-Meinung! Eine Partei und 1 000 Meinungen!)
Beifall bei der ÖVP.
Abschließend: Es ist, wie gesagt, wichtig, dass diese vorhandenen Geldmittel für die Ausrüstung und für die Ausbildung des Personals eingesetzt werden. Es ist nämlich ganz wichtig, dass all jene, die im Ausland für Österreich ihren Dienst leisten, gut ausgebildet und gut ausgestattet sind, und ich hoffe, dass mit diesen Geldmitteln das auch umsetzbar ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. List: 2,24!
Abgeordneter Mag. Michael Schickhofer (SPÖ): Die österreichische Sozialdemokratie bekennt sich ganz klar zu einem starken, leistungsfähigen und friedenssichernden Bundesheer. Ich glaube, das manifestiert sich durchaus auch in der Budgetentwicklung. Wenn man sich nämlich das Jahr 2006 anschaut – Schwarz-Blau-Orange, bunt gemischt –, dann sieht man: Da betrug das Landesverteidigungsbudget 1,7 Milliarden €. Jetzt, unter Norbert Darabos, beträgt es 2,1 Milliarden €. (Abg. List: 2,24!) Ich glaube, das kann jeder nachrechnen: Das sind 400 Millionen € mehr! Das drückt ein Bekenntnis zum Bundesheer, glaube ich, sehr klar aus.
Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.
Außerdem geht Bundesminister Darabos sehr besonnen mit den Mitteln um. 180 Millionen € an Rücklagen wurden gebildet, die für die Truppe zum richtigen Zeitpunkt für nachhaltige Investitionen eingesetzt werden können. Er versucht, in allen Bereichen durch effizienten Mitteleinsatz das Optimale herauszuholen, ist ein Vorreiter im Bereich der Verwaltungsreformen, in Kooperation mit dem Innen- und dem Finanzministerium. Ich glaube, darauf können wir stolz sein! (Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Wo war denn der eingerückt? Hat der überhaupt gedient?
Also ich sage es Ihnen ganz ehrlich: Sie würden es sich zwar anders wünschen, aber ich bin sehr froh, dass unser Verteidigungsministerium nicht von einem emotionalen Kämpfer, sondern von einem rationalen Denker geführt wird. Und dafür ein herzliches Dankeschön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Wo war denn der eingerückt? Hat der überhaupt gedient?)
Beifall bei der ÖVP.
Die Menschen in Kärnten, die Menschen in der Steiermark haben damals geklatscht, als die Flieger drübergeflogen sind! Die waren dankbar und froh, dass jemand da war, der gut ausgerüstet war. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich könnte jetzt noch viel dazu sagen, die Zeit reicht aber leider nicht aus. Nur noch so viel: Es geht auch um die sozialen Leistungen, die dann ersatzmäßig erbracht werden müssen, und um vieles anderes mehr. Ich denke, über diese Punkte sollten wir uns noch ganz genau unterhalten. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Kollege Höfinger, Sie haben gesagt, ein gut ausgestattetes Bundesheer wünscht man sich bei den Sonntagsreden. Das hat aber nie geheißen, dass dadurch auch Kasernen in Mitleidenschaft gezogen werden. Rechnet man nur die jährlichen Betriebskosten dieses Fluggerätes von 60 Millionen €, so entspricht diese Investition in diese vermeintliche Flugsicherung 1 800 Arbeitsplätzen von Soldatinnen und Soldaten, was auch heißen kann, dass früher oder später ganze Garnisonstandorte dadurch auf dem Spiel stehen. Und dieses Szenario, geschätzter Herr Kollege Ikrath, werden Sie mit Ihrer Partei zu verantworten haben! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Zum Schluss kommend mein aufrichtiges Dankeschön an unser Jägerbataillon 26, das die 41 000 Arbeitsstunden, die der Herr Minister genannt hat, deutlich aufgewertet hat und das mit seinem vorbildlichen Einsatz in den letzten Tagen bei den verschiedenen Waldbränden in Oberkärnten tätig war. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Herbert Kickl (FPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der Versuch des Bundesministers für Landesverteidigung und Sport, seine diversen politischen Verhaltensauffälligkeiten, insbesondere im Bereich der Landesverteidigung – Stichwort: das Herumgemurkse und die Herumtrickserei im Bereich Berufsheer zum einen und zum Zweiten die skandalöse Vorgangsweise rund um die Absetzung des Generalstabschefs Entacher –, ausgerechnet mit den Kategorien Professionalität und Reformertum in Verbindung zu bringen, darf wohl als gescheitert bezeichnet werden, meine Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dabei ist das gerade etwas, was die Kritik des Rechnungshofes sehr wohl betrifft. Dort ist davon die Rede, dass es völlig sinnlose Überschneidungen zwischen den Dachverbänden und den Fachverbänden gibt, und ich verstehe nicht, warum Sie das Potenzial, das da drinnen liegt, nicht heben und warum Sie nicht hergehen und irgendwann einmal das tun, was Ihnen alle Sportexperten in diesem Land sagen, nämlich die Dachverbände in der bestehenden Form zu hinterfragen. Die braucht der Sport nicht. Die brauchen nur Ihre Funktionäre aus dem roten und aus dem schwarzen Lager, um ein Betätigungsfeld neben der Politik oder nach der Politik zu finden. Dem Sport ist damit in Wahrheit nicht geholfen, meine Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich würde Ihnen vorschlagen, da den Weg auch zum ÖOC zu suchen und einen entsprechenden Beitrag von dort einzufordern. Das wäre auch ein Teil einer Schadenswiedergutmachung, die angebracht wäre. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kickl: Aber dafür brauchen wir nicht eure Funktionäre!
Abgeordneter Hermann Krist (SPÖ): Herr Präsident! Mein Sportminister! Herr Staatssekretär! Lieber Kollege Kickl, einerseits wundert es mich ja nicht wirklich, auf der anderen Seite finde ich es wirklich bedauerlich, dass gerade du wider besseres Wissen derartig auf die Dachverbände hinhaust. In Wirklichkeit wollt ihr sie auflösen, nur sagt ihr das nicht offen. Die wertvolle Arbeit, die dort passiert, ist unbezahlbar! Wie viele tausend Ehrenamtliche dort bestmöglichen Sport und Betreuung anbieten, von den Kindern bis zu den Senioren (Abg. Kickl: Aber dafür brauchen wir nicht eure Funktionäre!): Ich finde es wirklich schlimm und unverantwortlich, wie ihr damit umgeht! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Hermann Krist (SPÖ): Herr Präsident! Mein Sportminister! Herr Staatssekretär! Lieber Kollege Kickl, einerseits wundert es mich ja nicht wirklich, auf der anderen Seite finde ich es wirklich bedauerlich, dass gerade du wider besseres Wissen derartig auf die Dachverbände hinhaust. In Wirklichkeit wollt ihr sie auflösen, nur sagt ihr das nicht offen. Die wertvolle Arbeit, die dort passiert, ist unbezahlbar! Wie viele tausend Ehrenamtliche dort bestmöglichen Sport und Betreuung anbieten, von den Kindern bis zu den Senioren (Abg. Kickl: Aber dafür brauchen wir nicht eure Funktionäre!): Ich finde es wirklich schlimm und unverantwortlich, wie ihr damit umgeht! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Wurm: Ach so?! – Heiterkeit.
Die Weltgesundheitsorganisation und die Europäische Kommission verweisen explizit auf den hohen Stellenwert von Bewegung für die Gesundheit und fordern dazu auf, der körperlichen Aktivität auf nationaler Ebene mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Und genau mit diesem NAP-Bewegung sind wir voll dabei. Es muss uns gemeinsam gelingen, Bewegung und Sport noch näher zu den Kindern und zu den Jugendlichen zu bringen. Ich möchte es mit der bekannten Redewendung umschreiben: Der frühe Vogel fängt den Wurm. (Abg. Mag. Wurm: Ach so?! – Heiterkeit.)
Beifall bei der SPÖ.
Das Geld dafür ist vorhanden, also hindert uns nichts daran, gemeinsam an der Umsetzung zu arbeiten. – Danke, Herr Sportminister, danke an das Team im Sportministerium für eure Arbeit! Ich freue mich auf das kommende Jahr. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Gerstl: Was meinen Sie?
Ich würde ersuchen, wenn man das zu Recht kritisiert, es gibt nicht nur Regierungsparteien, die Anfragen stellen können, schaut ein bisschen drauf, was eure Minister machen, und versuchen wir doch einen Standard im Haus zu erreichen, der so ist, dass Anfragen und Anfragebeantwortungen ernst genommen werden. (Abg. Mag. Gerstl: Was meinen Sie?) – Es geht um die Qualität der Anfragebeantwortung von ÖVP-Ministern. Wen wir meinen, ist relativ simpel zu sagen: Fekter ist da ein gutes Beispiel, das Finanzministerium. Nehmen wir das einmal als Erstes und versuchen wir, dort einmal bessere Daten zu bekommen.
Beifall bei den Grünen.
Wenn man das als Regierungspartei kritisiert, sollte man zumindest so weit sein, zu sagen, das ist ein Recht des Hohen Hauses, und das muss die Oppositionsparteien auch umfassen, und man sollte ein bisschen einen Blick auch auf die eigene Fraktion werfen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Ziel muss es sein, auch die volle Autonomie des Sports zu erhalten und vor allem auch die großartige Arbeit der Dachverbände anzuerkennen und diese auch zu unterstützen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Wenn Sie uns nicht noch in den nächsten zwei Wochen das Modell übermitteln, dann wird sich das Parlament, und zwar der Sportausschuss, zusammenraufen im wahrsten Sinne des Wortes. Das wird relativ leicht gehen. Wir werden einen Unterausschuss einsetzen und werden die Sportförderung neu hier im Hohen Haus verhandeln, beschließen, ob Sie wollen oder nicht. Denn wir lassen es uns nicht mehr länger gefallen, dass Sie das Parlament mit dieser Sportförderung an der Nase herumführen, Herr Minister. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Denn nichts anderes ist es. Sie sind hier säumig, und zwar nicht nur säumig, sondern rückständig. Denn Sie wissen ganz genau, dass die Sportförderung, so wie sie jetzt aufgestellt ist, einfach keine Zukunft mehr hat, weil sie einfach kein System der Zukunft ist. Sagen Sie uns endlich, wann die Sportförderung neu ins Parlament kommt! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Zusammenraufen!
Bundesminister für Landesverteidigung und Sport Mag. Norbert Darabos: Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Herr Abgeordneter Westenthaler, Sie brauchen nicht zu raufen. (Abg. Ing. Westenthaler: Zusammenraufen!) Raufen ist ja keine Sportart. Sie können darum ringen, das ist eine Sportart, die auch anerkannt ist.
Abg. Kickl: Es hat Sie ja niemand gezwungen, Minister zu werden! Dann geht es bei Ihnen so zu!
Aber ich möchte dem Herrn Abgeordneten Kickl, auch wenn es Sie jetzt wundert, recht geben, mit einer Einschränkung: Das vom Rechnungshof zu Recht kritisierte System ist nicht in meiner Amtszeit entstanden, sondern war vorher. (Abg. Kickl: Es hat Sie ja niemand gezwungen, Minister zu werden! Dann geht es bei Ihnen so zu!) Ich schiebe das nicht weg, sondern wir kämpfen um einen objektiven Prozess bei dieser neuen Förderung. Und dieser Prozess, das gebe ich durchaus zu, der Objektivierung hat sehr viele Unsicherheiten. Ich habe mit einem unabhängigen Universitätsprofessor namens Mayrhofer versucht, dafür zu sorgen, dass das möglichst objektiv geschieht.
Abg. Ing. Westenthaler: 6. Oktober!
den letzten Sportausschuss gehabt haben. (Abg. Ing. Westenthaler: 6. Oktober!) –Okay, dann habe ich mich verhört, Verzeihung.
Abg. Kickl: Bis jetzt war alles geheim!
Denn es geht da schon um einen Prozess, der sozusagen dann auch auf einen breiten Konsens stoßen sollte. (Abg. Kickl: Bis jetzt war alles geheim!) Ich habe doch relativ viele kritische Worte auch in meiner Amtszeit als Minister zu den Dachverbänden gefunden. Aber so, wie Sie das jetzt machen, die Dachverbände so niederzureden, das halte ich für falsch. Die machen tolle Arbeit, vor allem im Bereich des Breitensports. Die unterstützen sehr viele Initiativen auch des Sportministeriums gemeinsam mit der BSO. Man sollte das nicht wegreden, nur weil Sie politisch nicht damit einverstanden sind, wer diesen Verbänden vorsteht. – Aber das ist die eine Frage.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Auf internationaler Ebene, ich habe das auch im Sportausschuss und im Budgetausschuss gesagt, wird das sehr wohl anerkannt, dass Österreich in einem Bereich, wo wir in den letzten Jahren eher keinen guten Ruf genossen haben, jetzt einen guten Ruf genießen als Vorreiter im Kampf gegen Doping, und auf das bin ich stolz. Das sollten wir uns nicht wegreden lassen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Grosz: Wer ist das?
In aller Kürze zum Budget selbst. Sie wissen, das wurde auch vom neuen Sportsprecher der ÖVP angesprochen (Abg. Grosz: Wer ist das?) – ich weiß schon, wie er heißt, Sie brauchen keine Angst zu haben –, dass es mehr Budgetmittel gibt. Wir haben aufgrund einer gemeinsamen Beschlussfassung im Sportausschuss und auch im Parlament dafür gesorgt, dass wir diese 80 Millionen €-Grenze jährlich einziehen und dass wir mit der allgemeinen Sportförderung die angesprochenen 137 bis 138 Millionen € zur Verfügung haben.
Abg. Ing. Westenthaler: Das braucht kein Mensch! Wer spielt dort? – Der FC St. Pölten! Aber in Wien habt ihr eine Ruine stehen!
Das Stadion in St. Pölten wird alleine im Budget 2012 mit 2 Millionen €, insgesamt mit 6 Millionen € budgetiert sein. (Abg. Ing. Westenthaler: Das braucht kein Mensch! Wer spielt dort? – Der FC St. Pölten! Aber in Wien habt ihr eine Ruine stehen!) – Das sagen Sie, Herr Kollege, aber das sehen halt manche in Österreich anders. Es ist für Niederösterreich wichtig, dass dieses Stadion gebaut wird, unabhängig von politischen Vorgaben, und ich stehe zu diesem Projekt, das auch, glaube ich, ich bin mir nicht ganz sicher, sogar noch unter Ministerin Riess-Passer damals in die Wege geleitet wurde. Ist egal. Es ist ein Projekt, zu dem ich stehe, und wir werden dieses Projekt auch zu Ende führen. Und wir sind auch stolz darauf, da das aus ökonomischen und ökologischen Gründen ein gutes Projekt ist.
Ironische Heiterkeit. – Abg. Ing. Westenthaler: Das ist die Großsportveranstaltung?
Wir sind Weltmeister im Veranstalten von Großsportveranstaltungen, YOGI in Innsbruck 2012, also im nächsten Jahr. (Ironische Heiterkeit. – Abg. Ing. Westenthaler: Das ist die Großsportveranstaltung?) – Ja, das heißt so. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) Das ist eine Großsportveranstaltung mit sehr großen finanziellen Auswirkungen. Dass Sie gegen den Jugendsport sind, wundert mich ein wenig. Es ist die erste Veranstaltung im Jugendsport, die erste Veranstaltung im Wintersport, die in Innsbruck abgehalten wird und die auf volle Zustimmung aller Sportverantwortlichen in Österreich stößt und gemeinsam mit dem ÖOC und IOC veranstaltet wird. Dass Sie dagegen sind, überrascht mich ein bisschen, aber es ist halt so.
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Wir sind Weltmeister im Veranstalten von Großsportveranstaltungen, YOGI in Innsbruck 2012, also im nächsten Jahr. (Ironische Heiterkeit. – Abg. Ing. Westenthaler: Das ist die Großsportveranstaltung?) – Ja, das heißt so. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) Das ist eine Großsportveranstaltung mit sehr großen finanziellen Auswirkungen. Dass Sie gegen den Jugendsport sind, wundert mich ein wenig. Es ist die erste Veranstaltung im Jugendsport, die erste Veranstaltung im Wintersport, die in Innsbruck abgehalten wird und die auf volle Zustimmung aller Sportverantwortlichen in Österreich stößt und gemeinsam mit dem ÖOC und IOC veranstaltet wird. Dass Sie dagegen sind, überrascht mich ein bisschen, aber es ist halt so.
Abg. Ing. Westenthaler: Die Fitschigogerl-WM!
Wir haben – und das ist eine ganz wichtige Errungenschaft, die auch budgetär ausgestattet wird – unter meiner Ministerschaft das TEAM ROT-WEISS-ROT geschaffen, und dieses neue System im Spitzensport wird positivst angenommen. (Abg. Ing. Westenthaler: Die Fitschigogerl-WM!) Es gingen Anträge von 8 Millionen € ein. Wir haben für die Budgetierung 4 Millionen € vorgesehen, so viel wie noch nie zuvor.
Abg. Ing. Westenthaler: Sie sind kein Sportminister, sondern ein Fitschigogerl-Minister!
der Demokratie. Schade, dass Sie, wie gesagt, vor allem im Zusammenhang mit dem Jugendsport jetzt offensichtlich eine neue Haltung einnehmen. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie sind kein Sportminister, sondern ein Fitschigogerl-Minister!) Wir stehen für die Weiterentwicklung des Sports in Österreich, und dieses Budget ist für die Weiterentwicklung des österreichischen Sports bestens maßgeschneidert.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich bedanke mich für die hoffentlich erfolgende Zustimmung. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.
Abgeordnete Dr. Sabine Oberhauser, MAS (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Abgeordneter Westenthaler, ich garantiere Ihnen: Wenn wir eine Fitschigogerl-WM hätten, würden Sie mit VIP-Karten in der ersten Reihe sitzen und in die Fernsehkameras paschen. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Bevor ich mich dem Lieblingsthema der FPÖ zuwende, nämlich dem Gender Mainstreaming im Sportbudget, interessiert mich noch, ob Herr Abgeordneter Ikrath, der ja nicht mehr im Saal ist – wahrscheinlich geht er einer seiner Nebenbeschäftigungen nach, die wir jetzt alle im Internet ablesen können –, gegenüber Herrn Treichl genauso mutig wäre und sagen würde: Wenn jemand inkompetent ist, dann muss er sich überlegen, ob er auf diesem Sitz sitzen bleibt oder nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Treichl hat uns an einem Tag erklärt, dass die Bank einen Riesengewinn schreibt, und acht Tage später war sie im Minus. Ich würde also wirklich gerne wissen – aber, wie gesagt, Kollege Ikrath ist wahrscheinlich schon bei einer seiner Nebenbeschäftigungen –, ob Kollege Ikrath dort auch so viel Mut aufbringt wie hier, wenn er versucht, unseren Minister anzupatzen. Schämen Sie sich für diese Dinge! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Ihnen würde mehr Sport guttun!
Gender Mainstreaming im Sport ist ein Teil des Budgets, das Minister Darabos vorgelegt hat. Wenn man weiß, was vor allem Frauen im Sport leisten, wie viele Medaillen Österreich bei den letzten Olympiaden, Winterspielen gemacht hat und dass hauptsächlich Frauen die Medaillen gemacht haben, muss man sagen, dass die Frauen in den Medien – das geht aus Medienbeobachtungen hervor – relativ wenig vorkommen. (Abg. Ing. Westenthaler: Ihnen würde mehr Sport guttun!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn man vor drei Tagen im „Standard“ gesehen hat, wie der Internationale Boxverband hinsichtlich der Bekleidungsvorschriften im Boxen – Boxen wird 2012 olympisch – reagiert hat, um Frauenboxen prominent zu machen – man möchte, dass die Frauen in Miniröcken boxen –, dann weiß man, dass in diesem Sinne noch sehr viel im Rahmen von Gender Mainstreaming im Sport zu tun ist. Und ich bin überzeugt davon, unser Minister macht das Richtige. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Ing. Christian Höbart (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Ich wende mich kurz an den Herrn Minister: Wenn Sie, Herr Minister, sich hier herstellen oder hier sitzen und sagen, dass das alles eine Sache Ihres Vorgängers ist, nämlich auch das Wesen und die Architektur der Sportförderung, dann muss ich Ihnen sagen, es ist wirklich eine schwache Ansage, sich immer nur auf die Vorgänger auszureden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Sportminister, ich fordere Sie auf, nehmen Sie sich dieses Sachverhalts schnell und schleunigst an! Wir wehren uns mit aller Entschiedenheit gegen diese Prügelorgien von irgendwelchen Zuwandererbanden. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Herr Minister, herzlichen Dank dafür, denn das ist ein wirklich toller Beitrag für den Sport, aber auch für die Steiermark. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, da wären Sie gefragt, Herr Minister. Sonst sind wir ohnehin zufrieden, aber das wäre noch ein Punkt, der wichtig wäre. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Wittmann – auf dem Weg zum Rednerpult –: 1 Minute!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Dr. Wittmann. Die Gesamtrestredezeit Ihrer Fraktion beträgt 3 Minuten. Wie viele Minuten soll ich Ihnen einstellen, Sie haben ja noch einen Nachredner? (Abg. Dr. Wittmann – auf dem Weg zum Rednerpult –: 1 Minute!) – Bitte.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein Wort noch zu Herrn Westenthaler: Herr Westenthaler, wenn Sie nicht in der Lage sind, zu erkennen, dass die Youth Olympic Games eines der größten Sportereignisse der Welt sind, nämlich mit der Akkreditierung von 2 000 Journalisten und mehr Sportlern als 1976 bei der Olympiade, dann ist das ein Armutszeichen für den Sportsprecher Ihrer Fraktion. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister, abschließend noch ein herzliches Dankeschön für die große Unterstützung bei der Werner Schlager Academy in Schwechat – ein sehr richtungsweisendes, auch zukunftsweisendes Projekt, und zwar nicht nur für den österreichischen Sport, sondern auch für den österreichischen Jugendsport. – Ich danke Ihnen! (Beifall bei der SPÖ.)
Ah-Ruf des Abg. Grosz
Zweitens: In Richtung des Sportsprechers Schmuckenschlager möchte ich sagen (Ah-Ruf des Abg. Grosz) – ich kenne ihn, ja, Sie brauchen keine Angst zu haben, dass ich den Sportsprecher der ÖVP nicht kenne (Abg. Grosz: Das weiß ich ja nicht!) –, dass, was die Frage Graz betrifft (Abg. Grosz: Es könnte ja einen Misstrauensantrag gegen Sie geben!) – ich glaube, das interessiert Sie auch, Herr Kollege –, eine Million im Budget vorgesehen ist. Aber ich muss schon in diesem Kreis auch sagen, weil das so nicht im Raum stehen bleiben kann, dass die Grazer Verantwortlichen lange dazu gebraucht haben, da die Unterlagen zu liefern. Wir stehen aber zu diesem Projekt, weil es ein ganz wichtiges Projekt ist, und daher ist dafür eine Million – insgesamt, glaube ich, 5,8 Millionen – von Bundesseite für die Realisierung dieses Projektes vorgesehen. Wir freuen uns alle, dass das auch gesamtmäßig funktionieren kann. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grosz: Das weiß ich ja nicht!
Zweitens: In Richtung des Sportsprechers Schmuckenschlager möchte ich sagen (Ah-Ruf des Abg. Grosz) – ich kenne ihn, ja, Sie brauchen keine Angst zu haben, dass ich den Sportsprecher der ÖVP nicht kenne (Abg. Grosz: Das weiß ich ja nicht!) –, dass, was die Frage Graz betrifft (Abg. Grosz: Es könnte ja einen Misstrauensantrag gegen Sie geben!) – ich glaube, das interessiert Sie auch, Herr Kollege –, eine Million im Budget vorgesehen ist. Aber ich muss schon in diesem Kreis auch sagen, weil das so nicht im Raum stehen bleiben kann, dass die Grazer Verantwortlichen lange dazu gebraucht haben, da die Unterlagen zu liefern. Wir stehen aber zu diesem Projekt, weil es ein ganz wichtiges Projekt ist, und daher ist dafür eine Million – insgesamt, glaube ich, 5,8 Millionen – von Bundesseite für die Realisierung dieses Projektes vorgesehen. Wir freuen uns alle, dass das auch gesamtmäßig funktionieren kann. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grosz: Es könnte ja einen Misstrauensantrag gegen Sie geben!
Zweitens: In Richtung des Sportsprechers Schmuckenschlager möchte ich sagen (Ah-Ruf des Abg. Grosz) – ich kenne ihn, ja, Sie brauchen keine Angst zu haben, dass ich den Sportsprecher der ÖVP nicht kenne (Abg. Grosz: Das weiß ich ja nicht!) –, dass, was die Frage Graz betrifft (Abg. Grosz: Es könnte ja einen Misstrauensantrag gegen Sie geben!) – ich glaube, das interessiert Sie auch, Herr Kollege –, eine Million im Budget vorgesehen ist. Aber ich muss schon in diesem Kreis auch sagen, weil das so nicht im Raum stehen bleiben kann, dass die Grazer Verantwortlichen lange dazu gebraucht haben, da die Unterlagen zu liefern. Wir stehen aber zu diesem Projekt, weil es ein ganz wichtiges Projekt ist, und daher ist dafür eine Million – insgesamt, glaube ich, 5,8 Millionen – von Bundesseite für die Realisierung dieses Projektes vorgesehen. Wir freuen uns alle, dass das auch gesamtmäßig funktionieren kann. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zweitens: In Richtung des Sportsprechers Schmuckenschlager möchte ich sagen (Ah-Ruf des Abg. Grosz) – ich kenne ihn, ja, Sie brauchen keine Angst zu haben, dass ich den Sportsprecher der ÖVP nicht kenne (Abg. Grosz: Das weiß ich ja nicht!) –, dass, was die Frage Graz betrifft (Abg. Grosz: Es könnte ja einen Misstrauensantrag gegen Sie geben!) – ich glaube, das interessiert Sie auch, Herr Kollege –, eine Million im Budget vorgesehen ist. Aber ich muss schon in diesem Kreis auch sagen, weil das so nicht im Raum stehen bleiben kann, dass die Grazer Verantwortlichen lange dazu gebraucht haben, da die Unterlagen zu liefern. Wir stehen aber zu diesem Projekt, weil es ein ganz wichtiges Projekt ist, und daher ist dafür eine Million – insgesamt, glaube ich, 5,8 Millionen – von Bundesseite für die Realisierung dieses Projektes vorgesehen. Wir freuen uns alle, dass das auch gesamtmäßig funktionieren kann. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Herbert Kickl (FPÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Guten Morgen, am zweiten Tag dieser zweiten Lesung zum Budget. Einen schönen Guten Morgen auch Ihnen, Herr Unsozialminister Hundstorfer. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.) Unsozialminister ist die Bezeichnung meiner Wahl für Sie. Weil ich denke, dass es ganz einfach besser zu den Umständen passt, besser zu Ihrer Performance passt,
Abg. Höfinger: Unser Sozialminister!
werde ich Sie in Zukunft also als Unsozialminister bezeichnen (Abg. Höfinger: Unser Sozialminister!), weil ich auch meine, dass es einmal notwendig ...
Beifall und Bravorufe bei SPÖ und ÖVP.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter! Hier herinnen hat es eine Vereinbarung gegeben, dass weder Namen noch Titel verunglimpft werden. Ich ersuche Sie darum, sich auch daran zu halten! (Beifall und Bravorufe bei SPÖ und ÖVP.)
He-Rufe bei SPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Herbert Kickl (fortsetzend): Frau Präsidentin, gestatten Sie, auch wenn das jetzt auf meine Redezeit geht: Sie sollten da oben weniger die Anstands-Politesse machen, sondern Sie sollten sich eher für dieses Land und seine ... (He-Rufe bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ sowie des Abg. Höfinger.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Kickl, für den Ausdruck „Anstands-Politesse“ erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ sowie des Abg. Höfinger.)
Anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Meine Damen und Herren, ich denke, dass dieses: „Ach, wie gut steht Österreich da! Ach, wie toll stehen wir im internationalen Vergleich da!“, nicht angebracht ist. Sie sollten besser die Ohren aufsperren und sich dort aufregen, wo es etwas zum Aufregen gibt! (Anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.) Vielleicht kann dieses Mantra, mit dem Sie da daherkommen, auch im Bereich der Budgetverhandlungen, ja eine gewisse autosuggestive Kraft entfalten, die Sie zugegebenermaßen brauchen in einer schwierigen Situation. Vielleicht ist es auch ein ganz angenehmes Ruhekissen, auf dem Sie glauben, sich ausrasten zu können.
Beifall bei der FPÖ.
Aber, meine Damen und Herren und Herr Sozialminister – das andere darf ich ja nicht sagen –, mit einer adäquaten Beschreibung der Wirklichkeit in Österreich, mit einer adäquaten Beschreibung der sozialen Lage oder mit einer adäquaten Beschreibung der Wirkung Ihrer Budgetmaßnahmen hat das nicht das Mindeste zu tun. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie wissen doch genauso gut wie ich, Herr Sozialminister, dass viele dieser Menschen, die da in der Armut leben oder als armutsgefährdet gelten, nicht deshalb armutsgefährdet oder arm sind, weil sie nichts tun, was man vielleicht glauben könnte, sondern sie sind deshalb armutsgefährdet und deshalb arm, weil sie für das, was sie tun, so wenig bekommen, dass sie davon nicht leben können, meine Damen und Herren. Das ist die Ist-Situation in Österreich. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Wittmann: Sie stimmen gegen den Alleinverdienerabsetzbetrag!
Sie wissen genauso gut wie ich, Herr Sozialminister, dass viele dieser armen Menschen in Österreich deshalb so arm sind, weil sie Pensionisten sind, weil sie in Österreich als Dank und Anerkennung für ihre Leistung (Abg. Dr. Wittmann: Sie stimmen gegen den Alleinverdienerabsetzbetrag!), für ihre Aufbauleistung – weil sie damals nicht davongelaufen sind, sondern weil sie angepackt haben, weil sie nicht davongelaufen sind so wie andere, die Sie verhätscheln, meine Damen und Herren, aus aller Herren Länder – viel zu wenig bekommen. (Beifall bei der FPÖ.) Weil sie angepackt haben, erhalten sie dann als Dank und als Anerkennung von dieser Republik eine Pension, die so mickrig ist, dass man davon in Wahrheit gar nicht leben kann und als armutsgefährdet oder als arm einzustufen ist. Das ist doch die reale Situation. (Abg. Mag. Gaßner: Große Klappe! – Abg. Dr. Wittmann: Das ist falsch, was Sie sagen!)
Beifall bei der FPÖ.
Sie wissen genauso gut wie ich, Herr Sozialminister, dass viele dieser armen Menschen in Österreich deshalb so arm sind, weil sie Pensionisten sind, weil sie in Österreich als Dank und Anerkennung für ihre Leistung (Abg. Dr. Wittmann: Sie stimmen gegen den Alleinverdienerabsetzbetrag!), für ihre Aufbauleistung – weil sie damals nicht davongelaufen sind, sondern weil sie angepackt haben, weil sie nicht davongelaufen sind so wie andere, die Sie verhätscheln, meine Damen und Herren, aus aller Herren Länder – viel zu wenig bekommen. (Beifall bei der FPÖ.) Weil sie angepackt haben, erhalten sie dann als Dank und als Anerkennung von dieser Republik eine Pension, die so mickrig ist, dass man davon in Wahrheit gar nicht leben kann und als armutsgefährdet oder als arm einzustufen ist. Das ist doch die reale Situation. (Abg. Mag. Gaßner: Große Klappe! – Abg. Dr. Wittmann: Das ist falsch, was Sie sagen!)
Abg. Mag. Gaßner: Große Klappe! – Abg. Dr. Wittmann: Das ist falsch, was Sie sagen!
Sie wissen genauso gut wie ich, Herr Sozialminister, dass viele dieser armen Menschen in Österreich deshalb so arm sind, weil sie Pensionisten sind, weil sie in Österreich als Dank und Anerkennung für ihre Leistung (Abg. Dr. Wittmann: Sie stimmen gegen den Alleinverdienerabsetzbetrag!), für ihre Aufbauleistung – weil sie damals nicht davongelaufen sind, sondern weil sie angepackt haben, weil sie nicht davongelaufen sind so wie andere, die Sie verhätscheln, meine Damen und Herren, aus aller Herren Länder – viel zu wenig bekommen. (Beifall bei der FPÖ.) Weil sie angepackt haben, erhalten sie dann als Dank und als Anerkennung von dieser Republik eine Pension, die so mickrig ist, dass man davon in Wahrheit gar nicht leben kann und als armutsgefährdet oder als arm einzustufen ist. Das ist doch die reale Situation. (Abg. Mag. Gaßner: Große Klappe! – Abg. Dr. Wittmann: Das ist falsch, was Sie sagen!)
Abg. Dr. Wittmann: Sie stimmen gegen den Alleinverdienerabsetzbetrag!
Und wenn Sie von Pensionserhöhungen in diesem Land reden, Herr Sozialminister, dann fallen die so mickrig aus, dass jedes Mal der Kaufkraftverlust das schon wieder auffrisst, was Sie als Pensionserhöhung überhaupt auszahlen. (Abg. Dr. Wittmann: Sie stimmen gegen den Alleinverdienerabsetzbetrag!)
Abg. Mag. Gaßner: Endlich kommen die Zuwanderer!
Wo ist Ihr beherztes Durchgreifen, wenn es um die Verhätschelung von Zuwanderern geht (Abg. Mag. Gaßner: Endlich kommen die Zuwanderer!), die nach Österreich kommen, weil sie glauben, dass wir hier als Gastgesellschaft dafür zuständig sind, ihnen alles in den Mund zu legen? Diese Verhätschelung ist endlich einmal abzustellen, meine Damen und Herren! Was passiert denn da von Ihrer Seite? – Da hört man überhaupt nichts, da gibt es keinen Funken von Nachhaltigkeit. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Wo ist Ihr beherztes Durchgreifen, wenn es um die Verhätschelung von Zuwanderern geht (Abg. Mag. Gaßner: Endlich kommen die Zuwanderer!), die nach Österreich kommen, weil sie glauben, dass wir hier als Gastgesellschaft dafür zuständig sind, ihnen alles in den Mund zu legen? Diese Verhätschelung ist endlich einmal abzustellen, meine Damen und Herren! Was passiert denn da von Ihrer Seite? – Da hört man überhaupt nichts, da gibt es keinen Funken von Nachhaltigkeit. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage Ihnen eines, Herr Sozialminister: Wenn Sie sich schon herstellen und wenn Sie sich auf die Brust klopfen, wie Sie das so gerne bei jeder Gelegenheit tun, dann sollten Sie – damit das eine runde Sache wird und auch der Wirklichkeit entspricht – nicht vergessen, dazuzusagen: durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Abgeordnete Renate Csörgits (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Sehr geschätzte Damen und Herren! Es ist wirklich sehr bedauerlich, aber gleichzeitig auch sehr entlarvend, dass es einige Abgeordnete in diesem Hause gibt, denen zu diesem wichtigen Thema nichts anderes einfällt, als polemisch und beleidigend zu sein. Das ist wirklich sehr, sehr entlarvend. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Zwischenrufe bei der FPÖ
Würden Sie diese Sache mit dem notwendigen Ernst angehen, dann würden Sie auch zur Kenntnis nehmen müssen, dass Österreich dank der Politik dieser Bundesregierung, und insbesondere dank der Politik dieses Bundesministers (Zwischenrufe bei der FPÖ), seit vielen, vielen Monaten in der Europäischen Union die niedrigste Arbeitslosigkeit insgesamt und die niedrigste Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen hat. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kickl: Unternehmen einen Beitrag geleistet, oder glauben Sie, dass das die Leistung des Sozialministers ist?! – Ruf bei der FPÖ: Wer stellt denn die Leute an? Der Sozialminister nicht!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kickl: Unternehmen einen Beitrag geleistet, oder glauben Sie, dass das die Leistung des Sozialministers ist?! – Ruf bei der FPÖ: Wer stellt denn die Leute an? Der Sozialminister nicht!
Würden Sie diese Sache mit dem notwendigen Ernst angehen, dann würden Sie auch zur Kenntnis nehmen müssen, dass Österreich dank der Politik dieser Bundesregierung, und insbesondere dank der Politik dieses Bundesministers (Zwischenrufe bei der FPÖ), seit vielen, vielen Monaten in der Europäischen Union die niedrigste Arbeitslosigkeit insgesamt und die niedrigste Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen hat. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kickl: Unternehmen einen Beitrag geleistet, oder glauben Sie, dass das die Leistung des Sozialministers ist?! – Ruf bei der FPÖ: Wer stellt denn die Leute an? Der Sozialminister nicht!)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Sie von der FPÖ sagen, dass wir nichts gegen Armut in diesem Land tun? – Ihre Partei war diejenige, die gegen die bedarfsorientierte Mindestsicherung gestimmt hat, die es nicht der Mühe wert gefunden hat, jenen Menschen, die seit langer Zeit arbeitslos sind, ein gutes Instrumentarium in die Hand zu geben. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Sie waren das, Sie haben ganz einfach verhindern wollen, dass den Ärmsten der Armen in diesem Land geholfen wird. – Herzlichen Dank, kann ich dazu nur sagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie von der FPÖ sagen, dass wir nichts gegen Armut in diesem Land tun? – Ihre Partei war diejenige, die gegen die bedarfsorientierte Mindestsicherung gestimmt hat, die es nicht der Mühe wert gefunden hat, jenen Menschen, die seit langer Zeit arbeitslos sind, ein gutes Instrumentarium in die Hand zu geben. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Sie waren das, Sie haben ganz einfach verhindern wollen, dass den Ärmsten der Armen in diesem Land geholfen wird. – Herzlichen Dank, kann ich dazu nur sagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Was mich ganz besonders freut und was ich noch herausstreichen möchte, ist, dass es in Ihrem Budget, Herr Sozialminister, auch gelungen ist, dem Gedanken des Gender-Budgetings wirklich durchgehend Folge zu leisten. Es werden im Zusammenhang mit den aktivierenden Arbeitsmarktmitteln wieder 50 Prozent für Frauenschwerpunkte zur Verfügung gestellt. Damit ist sichergestellt, dass vor allem Frauen, die nach einer Babypause wieder zurück in den Beruf kommen wollen, auch die notwendige Unterstützung bekommen. – Herzlichen Dank dafür. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Kickl: Na, na, na! Sie müssen schon genau zuhören!
haben, sie seien davongelaufen? – Die Leute haben angepackt und sind nicht davongelaufen, so wie Sie!, das war Ihre Formulierung. (Abg. Kickl: Na, na, na! Sie müssen schon genau zuhören!)
Ruf bei der FPÖ: So ein Blödsinn!
Jetzt möchte ich wissen, Herr Abgeordneter Kickl: Auf welches Jahr beziehen Sie diese Äußerung? Meinen Sie damit 1938 oder meinen Sie 1945? (Ruf bei der FPÖ: So ein Blödsinn!) Was meinen Sie damit? Diese Äußerung von Ihnen war so eindeutig, dass ich mich wundere, dass sich die SPÖ nicht vehementer dagegen gewehrt hat. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Dr. Belakowitsch-Jenewein.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Dr. Belakowitsch-Jenewein.
Jetzt möchte ich wissen, Herr Abgeordneter Kickl: Auf welches Jahr beziehen Sie diese Äußerung? Meinen Sie damit 1938 oder meinen Sie 1945? (Ruf bei der FPÖ: So ein Blödsinn!) Was meinen Sie damit? Diese Äußerung von Ihnen war so eindeutig, dass ich mich wundere, dass sich die SPÖ nicht vehementer dagegen gewehrt hat. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Dr. Belakowitsch-Jenewein.)
Abg. Kickl: Dann kennen Sie die Vokabeln besser als ich! – Abg. Dr. Graf: Hören Sie doch auf mit diesem Blödsinn!
Herr Abgeordneter Kickl, Sie haben in Ihrer Wortmeldung Gott sei Dank von Gastgesellschaft gesprochen und nicht vom „Wirtsvolk“, wie das sonst in Ihren Kreisen üblich ist. (Abg. Kickl: Dann kennen Sie die Vokabeln besser als ich! – Abg. Dr. Graf: Hören Sie doch auf mit diesem Blödsinn!) Aber Herr Abgeordneter Kickl, die Äußerung: Sie sind davongelaufen und haben nicht ordentlich angepackt, so wie es sich gehört – das ist eigentlich eine ungeheuerliche Aussage, das kann ich Ihnen nur sagen. (Beifall bei Grünen und SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: nach dem Krieg!)
Beifall bei Grünen und SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: nach dem Krieg!
Herr Abgeordneter Kickl, Sie haben in Ihrer Wortmeldung Gott sei Dank von Gastgesellschaft gesprochen und nicht vom „Wirtsvolk“, wie das sonst in Ihren Kreisen üblich ist. (Abg. Kickl: Dann kennen Sie die Vokabeln besser als ich! – Abg. Dr. Graf: Hören Sie doch auf mit diesem Blödsinn!) Aber Herr Abgeordneter Kickl, die Äußerung: Sie sind davongelaufen und haben nicht ordentlich angepackt, so wie es sich gehört – das ist eigentlich eine ungeheuerliche Aussage, das kann ich Ihnen nur sagen. (Beifall bei Grünen und SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: nach dem Krieg!)
Abg. Neubauer: Das ist schwierig zu verstehen!
Pensionserhöhung 2012: Die 2,7 Prozent gehen meiner Ansicht nach in Ordnung. Was ich nicht verstehe und für absolut jenseitig halte, ist, dass die Seniorenvertreter Blecha und Khol in der letzten Runde ausziehen und sagen, sie wollen für die kleinen PensionistInnen, also für die mit den niedrigen Pensionen, noch etwas herausholen, und dann mit einer Pensionserhöhung für die hohen Pensionen heimkommen; denn Pensionen werden, wenn ich das richtig verstanden habe (Abg. Neubauer: Das ist schwierig zu verstehen!), auch wenn sie 5 940 € übersteigen, um 1,5 Prozent erhöht. 1,5 Prozent macht bei einer Pension von 7 000 € 105 € aus. 2,7 Prozent macht bei einer Pension von 1 000 € 27 € aus.
Ruf: So ist es!
Merken Sie den Unterschied? Verstehen Sie die Gewichtung? Die Leute erleben in der Realität tagtäglich, was das heißt. Der eine mit 6 000 € oder 7 000 € hat die Pensionserhöhung nicht notwendig, in dieser Form, wie Sie sie ihm gewähren. Der andere mit den 1 000 € hat die Pensionserhöhung um die 2,7 Prozent dringend notwendig. Da nützt es auch nichts, wenn der Alleinverdienerabsetzbetrag erhöht wird, weil der für große Gruppen von alleinstehenden Pensionisten überhaupt nicht zur Anwendung kommt. (Ruf: So ist es!)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe des Abg. Dr. Bartenstein.
Ich habe gedacht, wir haben uns darauf geeinigt – im Grundsätzlichen, abgesehen davon, dass ich Ihnen die Probleme der Pensionsreform 2003 und 2004 eine Viertelstunde lang erläutern könnte –, ein gemeinsames Pensionssystem für alle zu schaffen, das eine bestimmte Mindesthöhe, in Form der Ausgleichszulage im Bedarfsfall, und eine maximale Höhe vorsieht. Die liegt bei maximal – derzeit noch nicht – 3 000 €; und jetzt gehen Sie her und sagen, in der Krise können wir uns leisten, auch die Pensionen über 5 940 € um 1,5 Prozent zu erhöhen. Das ist absurd und abzulehnen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe des Abg. Dr. Bartenstein.)
Abg. Dr. Bartenstein: das einzige Land in Europa!
Jetzt sage ich Ihnen noch etwas, und zwar zur vorzeitigen Anhebung des Frauenpensionsalters: Machen Sie ruhig weiter so! Ich nenne Ihnen einen Fall (Abg. Dr. Bartenstein: das einzige Land in Europa!) – Wir sind das einzige Land in Europa, das ein unterschiedliches Pensionsantrittsalter bei Männern und Frauen hat? Das glauben Sie wohl selber nicht. Sie dürfen nicht alles glauben, was der Herr Marin irgendwo erzählt! (Abg. Dr. Bartenstein: Keine Ahnung!)
Abg. Dr. Bartenstein: Keine Ahnung!
Jetzt sage ich Ihnen noch etwas, und zwar zur vorzeitigen Anhebung des Frauenpensionsalters: Machen Sie ruhig weiter so! Ich nenne Ihnen einen Fall (Abg. Dr. Bartenstein: das einzige Land in Europa!) – Wir sind das einzige Land in Europa, das ein unterschiedliches Pensionsantrittsalter bei Männern und Frauen hat? Das glauben Sie wohl selber nicht. Sie dürfen nicht alles glauben, was der Herr Marin irgendwo erzählt! (Abg. Dr. Bartenstein: Keine Ahnung!)
Zwischenrufe der Abg. Fürntrath-Moretti.
Jetzt sage ich Ihnen eines, ich nenne Ihnen ein konkretes Beispiel, Herr Abgeordneter Bartenstein – Sie können sich ja dann zu Wort melden –: Eine Frau, die 1962 geboren wurde, hätte nach der Pensionsregelung bis 2001 im Jahr 2017 in Pension gehen können. Nach der Langzeitversichertenregelung hätte Sie, weil sie noch nicht ihre 40 Jahre komplett hatte, weil sie Kinderbetreuungszeiten drin hatte, im Jahr 2018, also ein Jahr später, gehen können. (Zwischenrufe der Abg. Fürntrath-Moretti.) Nach der derzeitigen Regelung für Langzeitversicherte kann sie im Jahr 2022 gehen.
Zwischenrufe der Abgeordneten Fürntrath-Moretti und Höfinger.
Wenn Sie das Pensionsantrittsalter für Frauen vorzeitig auf 65 erhöhen wollen, dann kann sie im Jahr 2027 gehen. 2017 hätte sie gehen können, 2027 könnte sie mit Ihrer Regelung gehen. Punkt eins: Zehn Jahre, innerhalb von zehn Jahren eine Anhebung um zehn Jahre! Punkt zwei: Rechnen Sie doch etwas! (Zwischenrufe der Abgeordneten Fürntrath-Moretti und Höfinger.) Wenn Sie wirklich rechnen können – und Sie behaupten ja, Herr Abgeordneter Bartenstein, dass Sie rechnen können (Zwischenrufe des Abg. Dr. Bartenstein) –, dann kommen Sie auch drauf, dass die Anhebung des Frauenpensionsantrittsalters vor der Zeit, also vor 2024, wesentlich mehr kostet, als Sie glauben, dass sie Ihnen an Einsparungen bringt.
Zwischenrufe des Abg. Dr. Bartenstein
Wenn Sie das Pensionsantrittsalter für Frauen vorzeitig auf 65 erhöhen wollen, dann kann sie im Jahr 2027 gehen. 2017 hätte sie gehen können, 2027 könnte sie mit Ihrer Regelung gehen. Punkt eins: Zehn Jahre, innerhalb von zehn Jahren eine Anhebung um zehn Jahre! Punkt zwei: Rechnen Sie doch etwas! (Zwischenrufe der Abgeordneten Fürntrath-Moretti und Höfinger.) Wenn Sie wirklich rechnen können – und Sie behaupten ja, Herr Abgeordneter Bartenstein, dass Sie rechnen können (Zwischenrufe des Abg. Dr. Bartenstein) –, dann kommen Sie auch drauf, dass die Anhebung des Frauenpensionsantrittsalters vor der Zeit, also vor 2024, wesentlich mehr kostet, als Sie glauben, dass sie Ihnen an Einsparungen bringt.
Abg. Dr. Bartenstein: Beiträge!
Das ist der Punkt, und das haben Sie bis heute nicht kapiert. Wenn beispielsweise die Arbeitszeit einer Frau, die 20 Jahre arbeitet, um 5 Jahre verlängert wird, erhält diese durch die Steigerungsbeträge um ein Viertel mehr an Pension, für die 5 Jahre längere Arbeit. (Abg. Dr. Bartenstein: Beiträge!) Ich vergönne es der Frau, und ich bin auch der Meinung, dass das auf freiwilliger Basis möglich sein muss. Ändern Sie die arbeitsrechtlichen Bestimmungen, die derzeit behindern, dass Frauen über das gesetzliche Pensionsantrittsalter hinaus arbeiten können! Das sind arbeitsrechtliche Bestimmungen, das sind kollektivvertragliche Bestimmungen, aber dazu brauchen Sie nicht das Pensionsantrittsalter zu erhöhen.
Beifall bei den Grünen.
Sie bekommen nicht nur einen massiven Konflikt mit den Frauen, die innerhalb weniger Jahre um zehn Jahre länger arbeiten müssen – um zehn Jahre!; und da sagen Sie: Das ist uns wurscht! –, sondern Sie müssen auch mehr zahlen. Rechnen Sie oder lernen Sie rechnen – und dann reden wir weiter! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Silhavy: Dann müssen sie aber gleich viel verdienen!
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Zwei kurze Bemerkungen zu meinem Vorredner: Herr Kollege Öllinger, bei den Frauen geht es auch um die Höhe der Pension (Abg. Silhavy: Dann müssen sie aber gleich viel verdienen!), und viele Frauen haben eine niedrigere Pension, weil ihnen auch Jahre fehlen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Zwei kurze Bemerkungen zu meinem Vorredner: Herr Kollege Öllinger, bei den Frauen geht es auch um die Höhe der Pension (Abg. Silhavy: Dann müssen sie aber gleich viel verdienen!), und viele Frauen haben eine niedrigere Pension, weil ihnen auch Jahre fehlen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Pensionsreform!
Das ist eine Sache, die hier auch mit berücksichtigt gehört. Sie sagen immer nur die Hälfte von dem, was tatsächlich gegeben ist. (Abg. Öllinger: Pensionsreform!) Sie gehen hier heraus und sagen immer nur die Hälfte dessen, was Faktum ist.
Beifall bei der ÖVP.
Nun zur Pensionsanpassung. – Herr Kollege Öllinger, bei der Pensionsanpassung 2012 – ich halte das übrigens für ein gutes Paket, das da ausverhandelt wurde – haben im vorigen Jahr Pensionisten mit über 2 300 € Pension keine Erhöhung bekommen, weil sie mitgeholfen haben, unseren schwierigen budgetären Kurs zu beschreiten. Sagen Sie das auch dazu! Sie sagen immer nur die halbe Wahrheit. Das ist Ihre Methode! Die dulden wir nicht, die weisen wir auf das Entschiedenste zurück. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Das Wichtigste ist, dass die Menschen in diesem Lande Arbeit haben, und zwar auch für unser Sozial- und unser Gesundheitssystem. (Beifall bei der ÖVP.) Es werden nämlich dadurch diese Systeme gespeist, vor allem, was den Pensionsbereich betrifft.
Beifall bei der ÖVP.
Eines möchte ich auch noch erwähnen: Wir haben unter Bundeskanzler Schüssel die Staatsschuldenquote von 66 Prozent in den Jahren 2000 bis 2007 auf unter 60 Prozent gebracht. Das war eine tolle Leistung, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Pensionen!) Und da wären einmal die Privilegien bei den ÖBB zu nennen. Ich muss das immer wieder erwähnen, und zwar nicht deshalb, weil ich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort ärgern will, sondern deswegen, weil es gegenüber allen anderen Systemen ungerecht ist, wenn dort im Durchschnitt mit 52 oder 53 Jahren in Pension gegangen wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, ich ersuche und appelliere an jene, die derzeit in Wien die Verantwortung tragen, auch dort das rasch umzusetzen, was alle anderen Bundesländer bereits umgesetzt haben. Es ist einfach nicht fair und auch ungerecht gegenüber dem Steuerzahler, wenn dort bis zum Jahr 2042 350 Millionen mehr ausgeben werden muss als in den anderen Bundesländern. Diese Punkte gehören meiner Meinung nach unbedingt rasch erledigt! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ein Wort auch zur Mindestsicherung. – Ja, wir bekennen uns zur bedarfsorientierten Mindestsicherung. Hilfe für jene, die die Hilfe auch brauchen, zum Beispiel eine Alleinerzieherin mit zwei Kindern: Ja, da stehen wir dazu! Aber wir wollen Missbrauch vermeiden. Und die Zahlen von Niederösterreich und Wien – 11 000 in Niederösterreich, 82 000 in Wien – zeigen, dass da etwas nicht stimmt. Daher wollen wir eine rasche Evaluierung, um wirklich auch jene auszuschalten, denen diese Mindestsicherung nicht zusteht, denn das ist auch ungerecht gegenüber den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, wir sollten das nicht kleinreden, sondern wir sollten stolz sein, dass wir das zustande gebracht haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Dem, meine Damen und Herren, ist nichts hinzuzufügen! Wir wollen den nachkommenden Generationen ein gutes System hinterlassen. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Wöginger: Ja, freilich!
Abgeordneter Sigisbert Dolinschek (BZÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Kollege Wöginger, eines muss ich schon sagen: In der Zeit, die du hier gerade angeführt hast, zwischen 2000 und 2006, waren wir in Koalition, und in dieser Regierung wurden zuerst unter Sozialminister Herbert Haupt und dann unter Sozialministerin Uschi Haubner die Reformen im Pensionsbereich, und zwar mit Hakler- und Schwerarbeiterregelung, umgesetzt. (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Wöginger: Ja, freilich!)
Beifall beim BZÖ.
Außerdem, Herr Bundesminister, ist es so, dass diese niedrige Arbeitslosigkeit durch die hohe Zahl an Frühpensionen erkauft ist. Man geht in Österreich im Durchschnitt mit 52 Jahren in die Invaliditätspension und mit durchschnittlich 59 Jahren in Frühpension. Natürlich gehört dieses Pensionsantrittsalter angehoben. Aber das Verständnis bei der Bevölkerung wird sich erst dann heben, wenn man gewisse Pensionsprivilegien in Österreich beseitigt. So ist es nun einmal! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Vor allem ist es wichtig, eine Harmonisierung der Pensionssysteme in Österreich durchzuführen. Wir haben in Österreich ja noch immer 22 verschiedene unterschiedliche Kassen im Sozialversicherungsbereich. In Wahrheit brauchen wir nur eine Pensionsversicherungsanstalt, nur eine Krankenversicherung und nur eine Unfallversicherung. (Beifall beim BZÖ.)
Neuerlicher Beifall beim BZÖ.
Und wenn jetzt festgeschrieben ist, dass bis zum Jahr 2040 eine Harmonisierung stattfinden soll, dann muss ich sagen: Das gehört viel schneller gemacht! Da stehen Sie auf der Bremse. Sie stehen aber auf der falschen Bremse. Vielmehr sollte man bei den Schulden bremsen, aber mit einer ordentlichen Bremse, nicht mit einer Fahrradbremse, sondern mit einer hydraulischen Bremse mit Bremskraftverstärker, damit wir die Schulden eindämmen können. (Neuerlicher Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir haben in Österreich, Herr Bundesminister, einen Wildwuchs bei den Förderungen – nicht nur im Sozialbereich, sondern auch bei der Wirtschaftsförderung und auch bei der Landwirtschaftsförderung. Es gibt eine Zweifach-, Dreifach-, Vierfachförderung, die vom Bund und von den Ländern und Gemeinden. Da gehört endlich einmal eine Transparenzdatenbank her, wo alles aufgelistet und durchleuchtet wird. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
es so, dass man das innerhalb von vier Tagen bekommen muss. Daher meine Bitte, dass man das in Zukunft rechtzeitig bekommt. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Grosz: Die sind nicht da!
Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer: Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Abgeordneter Dolinschek, ich habe gestern um 14 Uhr die Beantwortungen von 160 Anfragen unterschrieben. Die waren um 15.30 Uhr hier im Haus. Punkt. (Abg. Grosz: Die sind nicht da!) Wo im Haus die jetzt sind, weiß ich nicht. Ich kann Ihnen nur sagen, was wir getan haben. (Abg. Grosz: Bei uns sind sie jedenfalls nicht!) Meine Damen und Herren, bevor ihr euch hier alle künstlich aufregt: Ich habe die Beantwortungen ordnungsgemäß unterschrieben und habe sie von meinem Haus aus ordnungsgemäß dem Hohen Haus zugeleitet. Alles andere liegt nicht in meiner Kompetenz. (Abg. Ursula Haubner: Fragezeichen! Nicht Punkt! Fragezeichen!)
Abg. Grosz: Bei uns sind sie jedenfalls nicht!
Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer: Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Abgeordneter Dolinschek, ich habe gestern um 14 Uhr die Beantwortungen von 160 Anfragen unterschrieben. Die waren um 15.30 Uhr hier im Haus. Punkt. (Abg. Grosz: Die sind nicht da!) Wo im Haus die jetzt sind, weiß ich nicht. Ich kann Ihnen nur sagen, was wir getan haben. (Abg. Grosz: Bei uns sind sie jedenfalls nicht!) Meine Damen und Herren, bevor ihr euch hier alle künstlich aufregt: Ich habe die Beantwortungen ordnungsgemäß unterschrieben und habe sie von meinem Haus aus ordnungsgemäß dem Hohen Haus zugeleitet. Alles andere liegt nicht in meiner Kompetenz. (Abg. Ursula Haubner: Fragezeichen! Nicht Punkt! Fragezeichen!)
Abg. Ursula Haubner: Fragezeichen! Nicht Punkt! Fragezeichen!
Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer: Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Abgeordneter Dolinschek, ich habe gestern um 14 Uhr die Beantwortungen von 160 Anfragen unterschrieben. Die waren um 15.30 Uhr hier im Haus. Punkt. (Abg. Grosz: Die sind nicht da!) Wo im Haus die jetzt sind, weiß ich nicht. Ich kann Ihnen nur sagen, was wir getan haben. (Abg. Grosz: Bei uns sind sie jedenfalls nicht!) Meine Damen und Herren, bevor ihr euch hier alle künstlich aufregt: Ich habe die Beantwortungen ordnungsgemäß unterschrieben und habe sie von meinem Haus aus ordnungsgemäß dem Hohen Haus zugeleitet. Alles andere liegt nicht in meiner Kompetenz. (Abg. Ursula Haubner: Fragezeichen! Nicht Punkt! Fragezeichen!)
Abg. Grosz: Punkt!
Nun zum Budget: Wenn ich Ihnen hier zuhöre, glaube ich, in einem anderen Land zu leben, denn wir sind Weltspitze bei der Arbeitslosigkeit und bei uns wird sozial alles abgefangen. (Abg. Grosz: Punkt!)
Abg. Grosz: Ausrufungszeichen!
Was ist die Realität? – Natürlich gibt es auch Armut in unserem Land. Das ist doch überhaupt keine Frage! Wenn Sie mir zugehört hätten, Herrn Kickl, dann wären Sie draufgekommen, dass uns die 460.000 wirklich armen Menschen in unserem Land sehr am Herzen liegen, denn wir sind das einzige Land auf der Welt – das einzige! –, das es zusammengebracht hat, die Sozialhilfe 2009/2010 zu verbessern. (Abg. Grosz: Ausrufungszeichen!) Und diese Verbesserung machte immerhin alleine bei der Notstandshilfe 90 Millionen € aus. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Punkt!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Punkt!
Was ist die Realität? – Natürlich gibt es auch Armut in unserem Land. Das ist doch überhaupt keine Frage! Wenn Sie mir zugehört hätten, Herrn Kickl, dann wären Sie draufgekommen, dass uns die 460.000 wirklich armen Menschen in unserem Land sehr am Herzen liegen, denn wir sind das einzige Land auf der Welt – das einzige! –, das es zusammengebracht hat, die Sozialhilfe 2009/2010 zu verbessern. (Abg. Grosz: Ausrufungszeichen!) Und diese Verbesserung machte immerhin alleine bei der Notstandshilfe 90 Millionen € aus. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Punkt!)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Es wird immer weniger!
Wir leben in einem Land, das Weltmeister ist im Pflegebereich, beim Pflegegeld. Sie werden kein Land auf der Welt finden, wo 5,2 Prozent der Bevölkerung ein Pflegegeld beziehen. Kein Land der Welt! (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Es wird immer weniger!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Sie nehmen die Realität nicht wahr!
Sehr geehrte Frau Abgeordnete Belakowitsch-Jenewein! Die Zahl wird nicht niedriger, sondern höher. Ihr Hauptproblem ist folgendes: Ihrer Partei hat ein Problem mit allen Zahlen, weil Sie die Realitäten ganz einfach nicht zur Kenntnis nehmen wollen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Sie nehmen die Realität nicht wahr!)
Abg. Kickl: Haben Sie jetzt noch ein Potenzial oder nicht?
Diese Damen und Herren kommen nicht aus Jux und Tollerei, die kommen nicht, um sich etwas anzuschauen, was nicht funktioniert, sondern die kommen, um sich anzuschauen, wie es funktionieren kann und warum es bei uns funktioniert. (Abg. Kickl: Haben Sie jetzt noch ein Potenzial oder nicht?) Na selbstverständlich! Glauben Sie denn, dass mir die Menschen egal sind? (Abg. Kickl: Das glaube ich nicht, aber !) Haben Sie denn wirklich diese Perversität in Ihrem Gedankengut, mir zu unterstellen,
Abg. Kickl: Das glaube ich nicht, aber !
Diese Damen und Herren kommen nicht aus Jux und Tollerei, die kommen nicht, um sich etwas anzuschauen, was nicht funktioniert, sondern die kommen, um sich anzuschauen, wie es funktionieren kann und warum es bei uns funktioniert. (Abg. Kickl: Haben Sie jetzt noch ein Potenzial oder nicht?) Na selbstverständlich! Glauben Sie denn, dass mir die Menschen egal sind? (Abg. Kickl: Das glaube ich nicht, aber !) Haben Sie denn wirklich diese Perversität in Ihrem Gedankengut, mir zu unterstellen,
Beifall bei der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kickl.
dass mir die Menschen egal sind? Selbstverständlich ist jeder, der von der Jugendarbeitslosigkeit betroffen ist, einer zu viel. Die Frage ist die: Mit welchem Programm kann ich ihm helfen? Wie kann ich ihn wieder in den Erwerbsprozess, in den Ausbildungsprozess integrieren? (Beifall bei der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Abg. Kickl: Richtig! Da haben Sie wieder recht!
Da kommt natürlich immer das Argument: Beschäftigung heißt nicht immer vollwertiger Arbeitsplatz! – Gar keine Frage! (Abg. Kickl: Richtig! Da haben Sie wieder recht!) Aber wir haben diese Beschäftigtenzahlen zusammengebracht mit einer Teilzeitquote, die weit niedriger ist als die Teilzeitquote in Holland zum Beispiel, wo die Beschäftigtenzahl eine niedrigere ist und wo die Teilzeitquote eine viel höhere ist. Und wir haben auch eine niedrigere Teilzeitquote als Schweden. Also wir haben sehr wohl einen sehr, sehr hohen Anteil an Vollzeitarbeitsplätzen, und dadurch stehen bei uns die Fragen der Finanzierung des Sozialsystems in einer anderen Relation. Aber keine Frage, auch bei uns sind die, die in Teilzeit sind – 50 Prozent freiwillig, 50 Prozent unfreiwillig –, vor allem die Unfreiwilligen, unsere Sorgenkinder.
Abg. Öllinger: Ich nicht!
Weil heute hier bereits eine Diskussion über die Anhebung des Frauenpensionsantrittsalters vorweggenommen wird (Abg. Öllinger: Ich nicht!): Ich glaube, wir sollten auch da eine offene Diskussion führen, Herr Abgeordneter Öllinger. Und in dieser offenen Diskussion sollten wir sagen, dass wir bei den Frauen andere Beschäftigungsquoten haben als 1992, nämlich enorm höhere, dass zur Stunde auch der Anteil der älteren Frauen an der Beschäftigung steigt und dass wir schlichtweg auch eine andere Lebenserwartung haben. Solch eine Diskussion kann man nur emotionslos (Abg. Öllinger: Ja!), ruhig (Abg. Öllinger: Ja!) und anhand von Fakten führen. (Abg. Öllinger: Die habe ich präsentiert!) Man sollte sie führen mit Fakten, aber nicht vergleichend, lieber Herr Abgeordneter Öllinger, mit dem Idealfall der Langzeitversicherung – du weißt ganz genau, wie viele Frauen überhaupt die Langzeitversicherung erreichen –, sondern wir müssen die Diskussion mit Vergleichen führen, bei denen es um die normale Alterspension geht. (Abg. Öllinger: Das war mein zweites Beispiel!) Das wollte ich noch dazusagen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Öllinger: Ja!
Weil heute hier bereits eine Diskussion über die Anhebung des Frauenpensionsantrittsalters vorweggenommen wird (Abg. Öllinger: Ich nicht!): Ich glaube, wir sollten auch da eine offene Diskussion führen, Herr Abgeordneter Öllinger. Und in dieser offenen Diskussion sollten wir sagen, dass wir bei den Frauen andere Beschäftigungsquoten haben als 1992, nämlich enorm höhere, dass zur Stunde auch der Anteil der älteren Frauen an der Beschäftigung steigt und dass wir schlichtweg auch eine andere Lebenserwartung haben. Solch eine Diskussion kann man nur emotionslos (Abg. Öllinger: Ja!), ruhig (Abg. Öllinger: Ja!) und anhand von Fakten führen. (Abg. Öllinger: Die habe ich präsentiert!) Man sollte sie führen mit Fakten, aber nicht vergleichend, lieber Herr Abgeordneter Öllinger, mit dem Idealfall der Langzeitversicherung – du weißt ganz genau, wie viele Frauen überhaupt die Langzeitversicherung erreichen –, sondern wir müssen die Diskussion mit Vergleichen führen, bei denen es um die normale Alterspension geht. (Abg. Öllinger: Das war mein zweites Beispiel!) Das wollte ich noch dazusagen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Öllinger: Ja!
Weil heute hier bereits eine Diskussion über die Anhebung des Frauenpensionsantrittsalters vorweggenommen wird (Abg. Öllinger: Ich nicht!): Ich glaube, wir sollten auch da eine offene Diskussion führen, Herr Abgeordneter Öllinger. Und in dieser offenen Diskussion sollten wir sagen, dass wir bei den Frauen andere Beschäftigungsquoten haben als 1992, nämlich enorm höhere, dass zur Stunde auch der Anteil der älteren Frauen an der Beschäftigung steigt und dass wir schlichtweg auch eine andere Lebenserwartung haben. Solch eine Diskussion kann man nur emotionslos (Abg. Öllinger: Ja!), ruhig (Abg. Öllinger: Ja!) und anhand von Fakten führen. (Abg. Öllinger: Die habe ich präsentiert!) Man sollte sie führen mit Fakten, aber nicht vergleichend, lieber Herr Abgeordneter Öllinger, mit dem Idealfall der Langzeitversicherung – du weißt ganz genau, wie viele Frauen überhaupt die Langzeitversicherung erreichen –, sondern wir müssen die Diskussion mit Vergleichen führen, bei denen es um die normale Alterspension geht. (Abg. Öllinger: Das war mein zweites Beispiel!) Das wollte ich noch dazusagen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Öllinger: Die habe ich präsentiert!
Weil heute hier bereits eine Diskussion über die Anhebung des Frauenpensionsantrittsalters vorweggenommen wird (Abg. Öllinger: Ich nicht!): Ich glaube, wir sollten auch da eine offene Diskussion führen, Herr Abgeordneter Öllinger. Und in dieser offenen Diskussion sollten wir sagen, dass wir bei den Frauen andere Beschäftigungsquoten haben als 1992, nämlich enorm höhere, dass zur Stunde auch der Anteil der älteren Frauen an der Beschäftigung steigt und dass wir schlichtweg auch eine andere Lebenserwartung haben. Solch eine Diskussion kann man nur emotionslos (Abg. Öllinger: Ja!), ruhig (Abg. Öllinger: Ja!) und anhand von Fakten führen. (Abg. Öllinger: Die habe ich präsentiert!) Man sollte sie führen mit Fakten, aber nicht vergleichend, lieber Herr Abgeordneter Öllinger, mit dem Idealfall der Langzeitversicherung – du weißt ganz genau, wie viele Frauen überhaupt die Langzeitversicherung erreichen –, sondern wir müssen die Diskussion mit Vergleichen führen, bei denen es um die normale Alterspension geht. (Abg. Öllinger: Das war mein zweites Beispiel!) Das wollte ich noch dazusagen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Öllinger: Das war mein zweites Beispiel!
Weil heute hier bereits eine Diskussion über die Anhebung des Frauenpensionsantrittsalters vorweggenommen wird (Abg. Öllinger: Ich nicht!): Ich glaube, wir sollten auch da eine offene Diskussion führen, Herr Abgeordneter Öllinger. Und in dieser offenen Diskussion sollten wir sagen, dass wir bei den Frauen andere Beschäftigungsquoten haben als 1992, nämlich enorm höhere, dass zur Stunde auch der Anteil der älteren Frauen an der Beschäftigung steigt und dass wir schlichtweg auch eine andere Lebenserwartung haben. Solch eine Diskussion kann man nur emotionslos (Abg. Öllinger: Ja!), ruhig (Abg. Öllinger: Ja!) und anhand von Fakten führen. (Abg. Öllinger: Die habe ich präsentiert!) Man sollte sie führen mit Fakten, aber nicht vergleichend, lieber Herr Abgeordneter Öllinger, mit dem Idealfall der Langzeitversicherung – du weißt ganz genau, wie viele Frauen überhaupt die Langzeitversicherung erreichen –, sondern wir müssen die Diskussion mit Vergleichen führen, bei denen es um die normale Alterspension geht. (Abg. Öllinger: Das war mein zweites Beispiel!) Das wollte ich noch dazusagen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Weil heute hier bereits eine Diskussion über die Anhebung des Frauenpensionsantrittsalters vorweggenommen wird (Abg. Öllinger: Ich nicht!): Ich glaube, wir sollten auch da eine offene Diskussion führen, Herr Abgeordneter Öllinger. Und in dieser offenen Diskussion sollten wir sagen, dass wir bei den Frauen andere Beschäftigungsquoten haben als 1992, nämlich enorm höhere, dass zur Stunde auch der Anteil der älteren Frauen an der Beschäftigung steigt und dass wir schlichtweg auch eine andere Lebenserwartung haben. Solch eine Diskussion kann man nur emotionslos (Abg. Öllinger: Ja!), ruhig (Abg. Öllinger: Ja!) und anhand von Fakten führen. (Abg. Öllinger: Die habe ich präsentiert!) Man sollte sie führen mit Fakten, aber nicht vergleichend, lieber Herr Abgeordneter Öllinger, mit dem Idealfall der Langzeitversicherung – du weißt ganz genau, wie viele Frauen überhaupt die Langzeitversicherung erreichen –, sondern wir müssen die Diskussion mit Vergleichen führen, bei denen es um die normale Alterspension geht. (Abg. Öllinger: Das war mein zweites Beispiel!) Das wollte ich noch dazusagen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Kickl: Im Jahr 2050!
Ich bin bei Ihnen, wenn Sie sagen, dass die Übergangsfristen zu lange sind. Da bin ich bei Ihnen, über all das kann man diskutieren, aber wir haben in allen Landesrechten das ASVG als das neue, zukünftige Pensionssystem. In allen Landesrechten! (Abg. Kickl: Im Jahr 2050!) – Das ist zu lange, Herr Abgeordneter Kickl. In Wien dauert es am längsten, bis 2033, glaube ich. (Abg. Kickl: Auch lange genug!) – Ich sage ja, man kann über das alles diskutieren, über die Übergangsfristen, das ist nicht das Thema, aber der Reformansatz, das ASVG in allen Pensionssystemen zu implementieren, ist schon lange erfolgt.
Abg. Kickl: Auch lange genug!
Ich bin bei Ihnen, wenn Sie sagen, dass die Übergangsfristen zu lange sind. Da bin ich bei Ihnen, über all das kann man diskutieren, aber wir haben in allen Landesrechten das ASVG als das neue, zukünftige Pensionssystem. In allen Landesrechten! (Abg. Kickl: Im Jahr 2050!) – Das ist zu lange, Herr Abgeordneter Kickl. In Wien dauert es am längsten, bis 2033, glaube ich. (Abg. Kickl: Auch lange genug!) – Ich sage ja, man kann über das alles diskutieren, über die Übergangsfristen, das ist nicht das Thema, aber der Reformansatz, das ASVG in allen Pensionssystemen zu implementieren, ist schon lange erfolgt.
Abg. Kickl: Aber nicht erst seit gestern, das wissen Sie auch!
Es ist mir auch klar, dass die Notenbank für sämtliche Polemik ein tolles Beispiel ist. (Abg. Kickl: Aber nicht erst seit gestern, das wissen Sie auch!) – Nein, aber eines müssen Sie dazusagen, Herr Abgeordneter Kickl: Es gibt in der Notenbank derzeit bereits vier verschiedene Dienst- und Pensionsrechte, weil schon dreimal reformiert wurde. Sie kennen den Rechtszustand der ältesten Gruppe auch ganz genau. Und dieser Rechtszustand ist, ob wir wollen oder nicht, ein doppelt abgesicherter Einzelvertrag. Natürlich kann man doppelt abgesicherte Einzelverträge knacken – mit einem Verfassungsgesetz –, es ist jedoch die Frage, wie Sie reagieren werden, wenn man erstmals in dieser Republik mit einem Verfassungsgesetz in doppelt abgesicherte Einzelverträge eingreift. Was hieße das für das Mietrecht? Was hieße das für das Kaufrecht, und, und, und? (Zwischenruf des Abg. Kickl.) – Nein. Ich will Ihnen nur die Rechtsfolgen sagen. (Abg. Strache: Es geht ja um die Ausschaltung von Privilegien!)
Zwischenruf des Abg. Kickl.
Es ist mir auch klar, dass die Notenbank für sämtliche Polemik ein tolles Beispiel ist. (Abg. Kickl: Aber nicht erst seit gestern, das wissen Sie auch!) – Nein, aber eines müssen Sie dazusagen, Herr Abgeordneter Kickl: Es gibt in der Notenbank derzeit bereits vier verschiedene Dienst- und Pensionsrechte, weil schon dreimal reformiert wurde. Sie kennen den Rechtszustand der ältesten Gruppe auch ganz genau. Und dieser Rechtszustand ist, ob wir wollen oder nicht, ein doppelt abgesicherter Einzelvertrag. Natürlich kann man doppelt abgesicherte Einzelverträge knacken – mit einem Verfassungsgesetz –, es ist jedoch die Frage, wie Sie reagieren werden, wenn man erstmals in dieser Republik mit einem Verfassungsgesetz in doppelt abgesicherte Einzelverträge eingreift. Was hieße das für das Mietrecht? Was hieße das für das Kaufrecht, und, und, und? (Zwischenruf des Abg. Kickl.) – Nein. Ich will Ihnen nur die Rechtsfolgen sagen. (Abg. Strache: Es geht ja um die Ausschaltung von Privilegien!)
Abg. Strache: Es geht ja um die Ausschaltung von Privilegien!
Es ist mir auch klar, dass die Notenbank für sämtliche Polemik ein tolles Beispiel ist. (Abg. Kickl: Aber nicht erst seit gestern, das wissen Sie auch!) – Nein, aber eines müssen Sie dazusagen, Herr Abgeordneter Kickl: Es gibt in der Notenbank derzeit bereits vier verschiedene Dienst- und Pensionsrechte, weil schon dreimal reformiert wurde. Sie kennen den Rechtszustand der ältesten Gruppe auch ganz genau. Und dieser Rechtszustand ist, ob wir wollen oder nicht, ein doppelt abgesicherter Einzelvertrag. Natürlich kann man doppelt abgesicherte Einzelverträge knacken – mit einem Verfassungsgesetz –, es ist jedoch die Frage, wie Sie reagieren werden, wenn man erstmals in dieser Republik mit einem Verfassungsgesetz in doppelt abgesicherte Einzelverträge eingreift. Was hieße das für das Mietrecht? Was hieße das für das Kaufrecht, und, und, und? (Zwischenruf des Abg. Kickl.) – Nein. Ich will Ihnen nur die Rechtsfolgen sagen. (Abg. Strache: Es geht ja um die Ausschaltung von Privilegien!)
Abg. Kickl: Die Politpensionisten !
Man muss andere Ideen entwickeln, wie zum Beispiel – das gibt es ja dort schon lange –, bei allen öffentlich-rechtlichen Pensionen in Österreich zahlt man einen Pensionssicherungsbeitrag, bei allen. Es gibt niemanden in diesem Land, der keinen Pensionssicherungsbeitrag zahlt, wenn er eine öffentlich-rechtliche Pension hat, niemanden! Die ÖBB zahlen am meisten, die Bundesbeamten – dort kommt es darauf an, wann sie in Pension gehen; er wird dann niedriger – haben ein gestaffeltes System, die Post zahlt, die Telekom zahlt, alle zahlen. (Abg. Kickl: Die Politpensionisten !) – Die Politpensionisten zahlen am meisten, da kann man auch darüber diskutieren, ob die 13,6 Prozent Pensionssicherungsbeitrag ausreichend sind. Über all das kann man diskutieren, aber in Diskussionen, die man mit Sachlichkeit führen sollte und die man nicht mit Polemik führen kann. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Man muss andere Ideen entwickeln, wie zum Beispiel – das gibt es ja dort schon lange –, bei allen öffentlich-rechtlichen Pensionen in Österreich zahlt man einen Pensionssicherungsbeitrag, bei allen. Es gibt niemanden in diesem Land, der keinen Pensionssicherungsbeitrag zahlt, wenn er eine öffentlich-rechtliche Pension hat, niemanden! Die ÖBB zahlen am meisten, die Bundesbeamten – dort kommt es darauf an, wann sie in Pension gehen; er wird dann niedriger – haben ein gestaffeltes System, die Post zahlt, die Telekom zahlt, alle zahlen. (Abg. Kickl: Die Politpensionisten !) – Die Politpensionisten zahlen am meisten, da kann man auch darüber diskutieren, ob die 13,6 Prozent Pensionssicherungsbeitrag ausreichend sind. Über all das kann man diskutieren, aber in Diskussionen, die man mit Sachlichkeit führen sollte und die man nicht mit Polemik führen kann. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Ruf bei der FPÖ: Sie hören nur ! – Abg. Kickl: Dann werden wir uns gleich zusammensetzen! – Abg. Strache: Wir können einen gemeinsamen Antrag formulieren!
Natürlich klingt es toll, dass es Menschen gibt mit einer Pension in der Höhe von 6 000, 7 000 €. Ja, solche Menschen gibt es, aber nie mehr wieder wird es neue geben, die das haben, weil da jetzt schon überall Übergangsrecht gilt. Und natürlich kann man fragen, ob die 13,6 Prozent ausreichend sind. Das kann man diskutieren. Aber solche Fragestellungen hört man ja von Ihnen nicht, man hört Polemik, aber keine substanzielle Frage. (Ruf bei der FPÖ: Sie hören nur ! – Abg. Kickl: Dann werden wir uns gleich zusammensetzen! – Abg. Strache: Wir können einen gemeinsamen Antrag formulieren!) – Nein, nicht nur das, was ich hören möchte, denn ich schneide das Thema hier ja sogar offensiv an.
Abg. Scheibner: Aus dem Rahmen! – Ruf bei der ÖVP: Lot!
Das ist das Problem, das wir mit dieser Evaluierung aufzuarbeiten versuchen. Wir wollen natürlich auch wissen, wohin das Geld geht. Wir wollen natürlich wissen, ob irgendwo etwas aus den Fugen geraten ist, ob etwas aus – ja, aus den Fugen. (Abg. Scheibner: Aus dem Rahmen! – Ruf bei der ÖVP: Lot!) – Danke.
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Ing. Höbart.
Nehmen Sie auch zur Kenntnis, dass wir den höchsten Beschäftigtenstand haben, seit es die Zweite Republik gibt. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Ing. Höbart.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ing. Höbart.
Ich habe Ihnen sogar die Zahl betreffend die atypisch Beschäftigten schon gesagt: 20 000 freie Dienstnehmer. Sogar diese Zahl können Sie von mir jederzeit haben. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ing. Höbart.) – Aber das stimmt ja gar nicht. Herr Ing. Höbart, laufen Sie doch nicht immer Sachen nach, die nicht stimmen! So, wie Ihre Lehrlingszahlen nicht stimmen, stimmt auch das nicht. (Abg. Hörl: Unerhört!) Nehmen Sie doch die Realität zur Kenntnis!
Abg. Hörl: Unerhört!
Ich habe Ihnen sogar die Zahl betreffend die atypisch Beschäftigten schon gesagt: 20 000 freie Dienstnehmer. Sogar diese Zahl können Sie von mir jederzeit haben. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ing. Höbart.) – Aber das stimmt ja gar nicht. Herr Ing. Höbart, laufen Sie doch nicht immer Sachen nach, die nicht stimmen! So, wie Ihre Lehrlingszahlen nicht stimmen, stimmt auch das nicht. (Abg. Hörl: Unerhört!) Nehmen Sie doch die Realität zur Kenntnis!
Abg. Ing. Höbart: Viel zu hoch!
Wir haben selbstverständlich weiterhin Probleme. Die Jugendarbeitslosigkeit darf nicht steigen. (Abg. Ing. Höbart: Viel zu hoch!) Es darf und soll in Zukunft keinen 15-
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Abschließend sage ich es bewusst noch einmal: Wir sind das einzige Land der Welt, das 2009/2010 die Sozialhilfe verbessert und nicht verschlechtert hat! Wir haben sie verbessert! Und wir werden weiter daran arbeiten, dass die Sozialhilfe keine Hängematte ist, sondern ein Trampolin. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Wir werden weiterhin daran arbeiten, dass diese Menschen auch die Integration in den Arbeitsmarkt schaffen. So kompliziert es auch manchmal ist, so schwierig es auch manchmal ist, wir lassen nicht locker. – In diesem Sinne danke ich für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Kickl: Was heißt „Beleidigungen“? Das ist eine Verneinung!
Abgeordneter Franz Riepl (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Sehr verehrte Damen und Herren! Ich möchte am Beginn eine Anmerkung zur Rede des Herrn Abgeordneten Kickl von den Freiheitlichen machen. Herr Abgeordneter, wenn Sie Ihre Rede mit Beleidigungen beginnen (Abg. Kickl: Was heißt „Beleidigungen“? Das ist eine Verneinung!), werden Sie es nicht schaffen, ernst genommen zu werden. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Sie werden auch nicht ernst genommen!) Man kann es aber auch anders sagen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Sie werden auch nicht ernst genommen!
Abgeordneter Franz Riepl (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Sehr verehrte Damen und Herren! Ich möchte am Beginn eine Anmerkung zur Rede des Herrn Abgeordneten Kickl von den Freiheitlichen machen. Herr Abgeordneter, wenn Sie Ihre Rede mit Beleidigungen beginnen (Abg. Kickl: Was heißt „Beleidigungen“? Das ist eine Verneinung!), werden Sie es nicht schaffen, ernst genommen zu werden. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Sie werden auch nicht ernst genommen!) Man kann es aber auch anders sagen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Franz Riepl (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Sehr verehrte Damen und Herren! Ich möchte am Beginn eine Anmerkung zur Rede des Herrn Abgeordneten Kickl von den Freiheitlichen machen. Herr Abgeordneter, wenn Sie Ihre Rede mit Beleidigungen beginnen (Abg. Kickl: Was heißt „Beleidigungen“? Das ist eine Verneinung!), werden Sie es nicht schaffen, ernst genommen zu werden. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Sie werden auch nicht ernst genommen!) Man kann es aber auch anders sagen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Strache: Wenn jemand unsozial ist, wird man es beim Namen nennen dürfen, ohne Ordnungsruf!
Herr Abgeordneter, man kann es auch anders sagen. Wer andere Menschen, zum Beispiel ein Mitglied der Bundesregierung oder die Frau Nationalratspräsidentin nicht respektiert (Abg. Strache: Wenn jemand unsozial ist, wird man es beim Namen nennen dürfen, ohne Ordnungsruf!), darf sich nicht wundern, selbst nicht respektiert zu werden. Ich glaube, das ist ganz klar und deutlich. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Herr Abgeordneter, man kann es auch anders sagen. Wer andere Menschen, zum Beispiel ein Mitglied der Bundesregierung oder die Frau Nationalratspräsidentin nicht respektiert (Abg. Strache: Wenn jemand unsozial ist, wird man es beim Namen nennen dürfen, ohne Ordnungsruf!), darf sich nicht wundern, selbst nicht respektiert zu werden. Ich glaube, das ist ganz klar und deutlich. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Kontrollen zu verstärken und vieles mehr. Im vergangenen Jahr hatten wir Arbeitgeberschulden bei den Gebietskrankenkassen, die nicht mehr einbringlich waren, also uneinbringliche Beiträge, diese haben im Jahr 2010 insgesamt 158,8 Millionen € ausgemacht. 45 Prozent davon waren Arbeitnehmerbeiträge. Ich denke, wenn es darum geht, Schulden zu minimieren, dann muss man auch schauen, wie man bestmöglich zu dem Geld kommt, das eigentlich ins System gehört und auch eingetrieben werden soll. Es sollte meiner Meinung nach also eine Intensivierung der Finanzpolizei und all dieser Instrumente, die wir gemeinsam geschaffen haben, geben. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Neubauer: Ein Wahnsinn!
Wenn man weiß, sehr verehrte Damen und Herren, dass in den Jahren 2000 bis 2010 insgesamt fast 1,5 Milliarden € als uneinbringliche Sozialversicherungsbeiträge abgeschrieben wurden (Abg. Neubauer: Ein Wahnsinn!), dann kann man, so glaube ich, nicht zur Tagesordnung übergehen. Es ist notwendig, gemeinsam in der Bundesregierung, vor allem auch mit der Finanzministerin Methoden zu entwickeln, um diesbezüglich zu einer Verbesserung der Situation zu kommen. In diesem Bereich ist also Handlungsbedarf gegeben, und wir dürfen, meine ich, nicht zur Tagesordnung übergehen.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Das wollte ich im Rahmen dieser Diskussion zum Sozialbudget einmal mehr aufzeigen. Ich denke, es ist notwendig, dass man gemeinsam überlegt, wie man die Situation verbessern kann. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Weiters haben Sie gesagt: 60 Prozent der Anträge in Wien werden abgelehnt. – Stimmt das auch? (Bundesminister Hundstorfer nickt zustimmend.) Sie haben weiters gesagt, dass in Wien die Zahl deshalb so hoch ist, weil in Wien für Kinder Mindestsicherung gezahlt wird. Und ich sage Ihnen jetzt: 18 000 Anträge für Kinder in Wien. Wenn Sie davon 60 Prozent nehmen, sind das 8 000. Das klafft also immer noch weit auseinander. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundesminister! Dieses ganze Mindestsicherungsgesetz ist von vorne bis hinten ein Murks. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Auch die Krankenversicherung haben Sie falsch berechnet. Ich weiß, das ist nicht aus Ihrem Ressort, sondern aus dem Gesundheitsressort zu bezahlen, aber die Verantwortung dafür können Sie nicht ganz abschieben. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Da ist eine Lücke von 37 Millionen €, und dann sagen Sie: Haben wir uns halt verrechnet! Der Gesundheitsminister war im Budgetausschuss dann schon etwas ehrlicher und hat gesagt: Na ja, die Personen, die die Mindestsicherung beziehen, sind ja auch viel kränker als der Durchschnittsösterreicher. – Genauso ist es.
Abg. Mag. Lapp: Bei 400 000 Beziehern!
Damit bin ich schon beim Thema Pflegegeld. Sie, Herr Bundesminister, sagen hier, es werde nichts gekürzt, all die Leute bekämen mehr und wir hätten mehr Pflegegeldbezieher als früher. Ich habe eine Anfrage an Sie gestellt – sie wurde im Oktober 2011 beantwortet, das ist noch nicht lange her. Und eine Frage von mir war, wie viele Personen beim Pflegegeld heruntergestuft wurden. Sie haben darauf geantwortet: Jänner bis September 2010: 1 660 Minderungen; Jänner bis September 2011: 2 300 Minderungen. (Abg. Mag. Lapp: Bei 400 000 Beziehern!) Das ist eine Steigerung von 40 Prozent, Herr Bundesminister!
Abg. Kickl: Das ist unglaublich!
Ich schildere Ihnen jetzt den Fall eines Mannes: Er stellt im November 2010 einen Antrag, dass die Pflegestufe auf Stufe 2 erhöht wird und bekommt am 1. Dezember 2010 den Bescheid, dass er Pflegestufe 2 hat. Er erhält das Pflegegeld vom Land Niederösterreich. Dann geht er in Pension, wird umgestellt auf Bundespflegegeld, muss Anfang Jänner wieder zur Begutachtung gehen und wird auf einmal wieder heruntergestuft. Innerhalb von nicht einmal zwei Monaten hat sich offensichtlich der Gesundheitszustandes dieses Mannes so massiv verbessert! (Abg. Kickl: Das ist unglaublich!)
Beifall bei der FPÖ.
Der Mann geht vor das Sozialgericht, bekommt dort auch noch Recht, und was tut die Krankenkasse? – Sie erhebt Einspruch, und zum Schluss wird ihm in einem rechtsanwaltspflichtigen Verfahren doch nur die Pflegestufe 1 zugebilligt. – So wird mit den Pflegebedürftigen umgegangen, Herr Bundesminister! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Lapp.
Erklären Sie mir jetzt: Wie viele Pflegebedürftige haben überhaupt den Mut, sich auf ein solches Verfahren einzulassen, bei dem sie nicht wissen, was am Ende herauskommt und für das sie einen Rechtsanwalt brauchen? Das ist doch schäbig, was Sie hier aufführen! Da wird den Menschen das Geld einfach wieder weggenommen! (Zwischenruf der Abg. Mag. Lapp.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn Sie hineinschreien, dass all das nicht stimmt, Frau Kollegin, dann müssen Sie einmal hinausgehen und mit den Menschen reden! Dann werden Sie erfahren, dass all das natürlich stimmt. Schauen Sie hin, und reden Sie mit den Menschen! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dolinschek.
terin eingelangt. Es wurde in der Parlamentsdirektion bis heute Früh gearbeitet, weil all das ja in Druck gelegt werden muss. Die Arbeiten wurden heute Früh abgeschlossen, und an und für sich müsste alles bei Ihnen sein. (Zwischenruf des Abg. Dolinschek.)
Abg. Dolinschek: Wir haben das jetzt bekommen, nach meiner Wortmeldung!
Ich möchte nur festhalten, damit das auch geklärt ist: Es liegt kein Versäumnis vor. (Abg. Dolinschek: Wir haben das jetzt bekommen, nach meiner Wortmeldung!) – Nein, nein, nein!
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
In Wirklichkeit muss man den Damen und Herren der Parlamentsdirektion herzlich danken für diese Arbeit. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Ridi Maria Steibl (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Eingangs möchte ich seitens der ÖVP – wie ich glaube, im Namen aller Abgeordneten – wirklich ein Dankeschön an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Parlamentsdirektion aussprechen, dass sie eine Nachtschicht eingelegt haben, und ich hoffe nur, dass die Frau Präsidentin auch ein gutes Frühstück zur Verfügung gestellt hat. Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Lapp: Er ist da!
Ich weiß, dass das wahrscheinlich auch meine Kollegin Ursula Haubner sagen wird, aber ich möchte Sie fragen: Was geschieht denn noch alles bis 2014? Wie viele gehen da in Pension? Es ist schade, dass der Herr Bundesminister jetzt offenbar gegangen ist, weil ich ihn wirklich in vielen Inhalten unterstütze. (Abg. Mag. Lapp: Er ist da!)
Beifall bei der ÖVP.
Kurz gesagt: Die angestrebte Schuldenbremse ist ein richtiges Mittel, und stabile Finanzen sind eine sichere Zukunft. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Hornek.
Abgeordnete Mag. Birgit Schatz (Grüne): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Herr Minister! Zeitweise hatte ich heute bei Ihrer Stellungnahme, als ich mir Ihre Schilderung zur sozialen Lage in Österreich angehört habe, den Eindruck, dass ich zwar nicht im falschen Film, aber ein bisschen im falschen Land bin. (Zwischenruf des Abg. Hornek.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Hornek.
Ich war dann relativ erleichtert, dass Sie zumindest am Schluss noch einmal darauf hingewiesen haben, dass Sie doch auch Problemfelder erkennen, dass Sie die Problemfelder im Bereich der Arbeitslosigkeit der Jungen und der Alten, aber auch der armen und der armutsgefährdeten Menschen in diesem Land sehen. Ich bin froh, dass Sie sozusagen am Schluss zumindest noch einmal die Kurve gekratzt haben. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Hornek.)
Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren, wir Grüne sagen: Hier wird definitiv am falschen Platz gespart! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Frau Ministerin Fekter hat angekündigt, dass es schmerzvolle Einsparungen geben wird. Ich möchte hiermit ganz offiziell ankündigen: Wenn es so sein wird, dass wiederum diejenigen, die jetzt schon zu wenig haben und jetzt auch schon zu wenig Unterstützung bekommen, auch diejenigen sein werden, bei denen Sie die Schrauben am stärksten anziehen, dann können Sie mit massivem Widerstand der Grünen rechnen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Leider weisen einige Vorzeichen in diesem Budget tatsächlich bereits in diese Richtung. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Steibl.
Außerdem haben Sie in Ihrer Rede I-Pensionen angesprochen und gesagt, dass wir bei den I-Pensionen ein Bonus-Malus-System brauchen. (Zwischenruf der Abg. Steibl.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Steibl.
Liebe Frau Kollegin Steibl! Wir können und werden auch über ein Bonus-Malus-System diskutieren. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Steibl.) Allerdings wird bei den Invaliditätspensionen, wenn jemand krank ist, ein Bonus zum Weiterarbeiten nichts nützen, und es wird auch ein Malus für den Dienstgeber nichts nützen, damit er jemanden, der krank ist und in Invaliditätspension gehen sollte, weiter beschäftigt. Wir wissen, dass die durchschnittliche Pensionshöhe der I-Pensionisten bei Frauen bei 500 € und bei Männern bei 1 000 € liegt, und wenn Sie mir erklären wollen, dass Menschen freiwillig dort hineinflüchten, dann glaube ich, dass das nicht stimmt.
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, dass dieser Weg, den wir jetzt beschlossen haben, nämlich zu verhindern, dass Menschen überhaupt in I-Pension gehen müssen, indem wir sie länger gesund am Arbeitsplatz erhalten und dass die Investitionen in Maßnahmen wie „Fit to Work“ und „Rehabilitation vor Pension“ gut angelegtes Geld sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Strache: Man will die Wahrheit nicht hören, sie tut halt weh!
Für die Rede des Kollegen Kickl gilt: Je polemischer, desto geringer der Inhalt. Das zeigt sich bei einigen Rednern hier im Haus. (Abg. Strache: Man will die Wahrheit nicht hören, sie tut halt weh!)
Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.
Das heißt: Wenn man beginnt, zu beleidigen, ist der Inhalt meist flach. Und wenn ich mir jetzt anschaue, welche Entschließungsanträgen Sie heute einbringen, unter anderem einen zur Inflationsanpassung des Pflegegeldes – ich glaube, der wurde schon eingebracht –, dann würde das 64,8 Millionen an Mehrbelastung für das heurige Budget bedeuten. (Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.)
Abg. Kickl: Das wäre einmal ein Ansatz!
All das klingt sehr nett, und dann heißt es meist: Unser Geld für unsere Leut’ – und nicht nach Griechenland! (Abg. Kickl: Das wäre einmal ein Ansatz!)
Abg. Strache: Der Kollege Kickl war noch nie an der Regierung! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ
Allerdings, glaube ich, ist das Gedächtnis der Menschen – hoffentlich – ein gutes. Und wenn wir uns daran erinnern, was Sie gemacht haben, als Sie an der Regierung waren, was Sie damals mit den Pensionistinnen und Pensionisten gemacht haben (Abg. Strache: Der Kollege Kickl war noch nie an der Regierung! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ) – Schwarz, Blau, Orange, Bunt, nennen Sie es, wie Sie wollen –, was Sie damals in der Regierung gemacht haben, da gab es Pensionskürzungen durch Abschläge, Streichung der Witwenpension, Abschaffung der vorzeitigen Alterspension wegen Arbeitslosigkeit, höhere Abschläge, Verschlechterung der Altersteilzeit, Pensionskürzungen bis zu 12 Prozent. Sie haben junge Menschen in Pensionskassen gedrängt – Sie alle wissen, was mit den Pensionskassen jetzt ist: Kein Erfolg.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Das werden wir Ihnen schon zeigen, wenn wir in der Verantwortung sind, wie wir soziale Gerechtigkeit herstellen! Das werden wir Ihnen schon zeigen!
Das heißt, hier groß reden, Dinge auf den Tisch legen, aber dann, wenn man in Verantwortung ist, genau das Gegenteil machen, das ist das, was die Freiheitliche Partei auszeichnet. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Das werden wir Ihnen schon zeigen, wenn wir in der Verantwortung sind, wie wir soziale Gerechtigkeit herstellen! Das werden wir Ihnen schon zeigen!)
Abg. Neubauer – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Ursula Haubner –: Uschi, sag, wie es wirklich war!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Haubner. – Bitte. (Abg. Neubauer – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Ursula Haubner –: Uschi, sag, wie es wirklich war!)
Beifall bei BZÖ und FPÖ
Abgeordnete Ursula Haubner (BZÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Das waren jetzt die üblichen Belehrungen der Kollegin Oberhauser (Beifall bei BZÖ und FPÖ), die eigentlich in ihrer Rede nichts anderes gesagt oder getan hat, als Frau Kollegin Steibl, Frau Kollegin Belakowitsch-Jenewein oder Herrn Kollegen Kickl zu belehren, wie die Welt zu laufen hat und wie wir aus ihrer Sicht die Welt zu sehen haben. Ich glaube, Sie werden das dann bei der Gesundheitsdebatte weiterführen. Ich muss schauen, ob ich dann vielleicht vor Ihnen spreche; ich würde mich freuen, wenn Sie mich korrigieren, denn dann melde ich mich noch einmal zu Wort. (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordnete Ursula Haubner (BZÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Das waren jetzt die üblichen Belehrungen der Kollegin Oberhauser (Beifall bei BZÖ und FPÖ), die eigentlich in ihrer Rede nichts anderes gesagt oder getan hat, als Frau Kollegin Steibl, Frau Kollegin Belakowitsch-Jenewein oder Herrn Kollegen Kickl zu belehren, wie die Welt zu laufen hat und wie wir aus ihrer Sicht die Welt zu sehen haben. Ich glaube, Sie werden das dann bei der Gesundheitsdebatte weiterführen. Ich muss schauen, ob ich dann vielleicht vor Ihnen spreche; ich würde mich freuen, wenn Sie mich korrigieren, denn dann melde ich mich noch einmal zu Wort. (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Diese hohe soziale Verantwortung – das möchte ich hier auch einmal festhalten – haben auch die Sozialminister zwischen 2000 und 2006 gezeigt, denn wir haben damals die Grundlagen auch für ein Pensionssystem gelegt, bei dem den Leuten nicht ständig versprochen wird, dass alles machbar ist, dass alles finanzierbar ist, sondern wir haben es auf gesunde Füße gestellt, damit auch in Zukunft für die nächsten Generationen Pensionen tatsächlich gesichert sind. (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf: Egal ist es nicht!
Daher ist es in diesem Bereich so wichtig, dass man konkret handelt und nicht ständig hinauszögert. Herr Bundesminister! Es ist völlig egal, ob wir Europa- oder Weltmeister sind (Ruf: Egal ist es nicht!); wichtig ist, dass die Systeme auch in Zukunft halten und finanzierbar sind. (Beifall bei Abgeordneten des BZÖ.)
Beifall bei Abgeordneten des BZÖ.
Daher ist es in diesem Bereich so wichtig, dass man konkret handelt und nicht ständig hinauszögert. Herr Bundesminister! Es ist völlig egal, ob wir Europa- oder Weltmeister sind (Ruf: Egal ist es nicht!); wichtig ist, dass die Systeme auch in Zukunft halten und finanzierbar sind. (Beifall bei Abgeordneten des BZÖ.)
Beifall bei Abgeordneten des BZÖ.
Zum Bereich Pflege: Gut ist es – das habe ich auch schon in verschiedenen anderen Reden gesagt –, dass Sie beim Pflegegeld die Reform, die Verwaltungsreform angegangen sind, die Zusammenlegung der Auszahlungsstellen von bisher über 200 auf bis jetzt acht Stellen. Das war ein richtiger und guter Schritt. (Beifall bei Abgeordneten des BZÖ.) Wir werden sehen, wie es funktioniert, vor allem auch was die einheitlichen Kriterien in der Begutachtung des Pflegegeldes betrifft.
Abg. Dr. Kräuter: Weltmeister sind wir, Frau Haubner! Weltmeister!
Nicht gut war, dass Sie – auch wenn Sie es immer außer Streit stellen – de facto das Pflegegeld gekürzt haben. Der erschwerte Zugang zu den Pflegestufen 1 und 2 ist eine De-facto-Kürzung und trifft viele Menschen. Ich weiß aus vielen Gesprächen: Menschen, die um Pflegegeld in diesen Stufen oder das erste Mal um Pflegegeld ansuchen, haben ganz wenige Chancen, dieses notwendige Pflegegeld zu bekommen. (Abg. Dr. Kräuter: Weltmeister sind wir, Frau Haubner! Weltmeister!)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Die Pensionen: Im Jahr 2010 wurden 2,2 Millionen Pensionen ausbezahlt, zwei Drittel davon an Frauen. Wir sehen, immer mehr Frauen haben Eigenpension, auch wenn die Eigenpension relativ gering ist. Die Diskussion, warum Eigenpensionen von Frauen so gering sind, haben wir schon geführt, müssen wir führen, und ich sage hier auch, wir dürfen da keine Tabus kennen. Die raschere Angleichung von Frauen- und Männerpensionen muss seriös diskutiert werden, denn letztendlich scheiterte dieses unterschiedliche Pensionsalter bisher daran, dass die Familienarbeit nicht entsprechend bewertet ist. Frauen, die Kinder haben, müssen eben andere Rahmenbedingungen haben, wenn sie in Pension gehen. Hier ist noch einzuhaken: bei den Kindererziehungszeiten und Pflegezeiten; es ist ja schon einiges geschehen. (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Auch die Übergangsregelungen haben Sie angesprochen. Ich bin bei Ihnen: Wir haben zu lange Übergangsregelungen. Das waren natürlich damals, 2003 und 2004, Verhandlungen, wo Ihre Partei, die Sozialdemokraten, und die Gewerkschaften gesagt haben, wir brauchen sehr, sehr lange Übergangsregelungen. Die fallen uns jetzt auf den Kopf. Daher sollten wir denen, die sich aus diesen Übergangsregelungen ständig die Rosinen herauspicken, einen Riegel vorschieben, denn letztendlich müssen die Pensionen so sicher sein, dass sie auch für die nächsten Generationen noch da sind. (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Beamtenpensionen und so weiter – einmal gestrichen hätte. Das wäre auch ein Beitrag für ein sicheres Pensionssystem. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Weil ich unlängst angesprochen worden bin, dass wir bei diesem Abänderungsantrag nicht mitgestimmt haben, was die Wiedereinführung des Alleinverdienerabsetzbetrages anbelangt: Seien Sie mir nicht böse, aber bei einer Politik, die im Jahr vorher den Alleinverdienern diesen Absetzbetrag wegnimmt und ihnen jetzt wieder ein bisschen etwas zurückgibt, aber nicht das Ganze, und das vielleicht noch groß verkauft, da machen wir nicht mit. (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Daher frage ich Sie, Herr Bundesminister: Sagen Sie uns wenigstens die Wahrheit? Welche schmerzhaften Einschnitte planen Sie in diesem Sozialbudget? Sind es weitere schmerzhafte Einschnitte beim Pflegegeld? In der 24-Stunden-Betreuung? Bei den Menschen mit Behinderung? – Wenn Sie es uns nicht sagen oder nicht sagen wollen oder können, dann wäre es besser, dieses Budget an den Ausschuss zurückzuverweisen, denn es ist eine Mogelpackung. (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Ruf: „Nicht alles“, ja!
Abgeordneter Dr. Franz-Joseph Huainigg (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Minister! Hohes Haus! Behinderte Menschen haben es schwer am Arbeitsplatz. Und gerade der Übergang Schule – Berufsfeld stellt eine Schwierigkeit dar. Deshalb hat man im Kabinett Schüssel eine Beschäftigungsoffensive geschaffen. Nicht alles, was damals war, war schlecht. (Ruf: „Nicht alles“, ja!) Das Clearing ist ein sehr gutes, ein tolles Beispiel, dass es funktioniert. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Franz-Joseph Huainigg (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Minister! Hohes Haus! Behinderte Menschen haben es schwer am Arbeitsplatz. Und gerade der Übergang Schule – Berufsfeld stellt eine Schwierigkeit dar. Deshalb hat man im Kabinett Schüssel eine Beschäftigungsoffensive geschaffen. Nicht alles, was damals war, war schlecht. (Ruf: „Nicht alles“, ja!) Das Clearing ist ein sehr gutes, ein tolles Beispiel, dass es funktioniert. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten des BZÖ sowie der Abg. Dr. Moser.
Ich möchte auf einen anderen Punkt zu sprechen kommen, das ist die Pension. Hier wird sehr viel Geld ausgegeben durch die neue Pensionserhöhung: 1,3 Milliarden €. Was ich hier schon fordere, ist eine Generationengerechtigkeit. Denn: Wenn 800 Millionen aus dem Familienlastenausgleichsfonds direkt an die Pensionskassa überwiesen werden, ohne dass gleichzeitig die Familienleistungen genauso angehoben werden, dann ist das nicht gerecht. Es braucht eine Generationengerechtigkeit. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten des BZÖ sowie der Abg. Dr. Moser.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten des BZÖ.
Was ich fordere, ist eine Reform des Pensionswesens. Die brauchen wir dringend, und es muss dazu eine Diskussion ohne Tabus geben. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten des BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich ersuche um Annahme unseres Antrags. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben in den letzten Monaten in diesem Haus über 6 Milliarden € für Menschen, die nicht in Österreich leben, ausgegeben. Dafür haben wir über 6 Milliarden € österreichisches Staatsgeld zur Verfügung gestellt. Und Sie stellen sich hierher und bedauern 42 Millionen für 2 Millionen Menschen in diesem Land?! – Dafür sollten Sie sich als Sozialdemokratin schämen! Das kann ich Ihnen von hier aus sagen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist eine Frage der Prioritätensetzung, ob wir sagen, wir wollen unser Geld für unsere Leute, oder eben nicht. Wir bekennen uns dazu, dass wir dieses Geld für unsere österreichischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger haben wollen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Da hätte ich mir ein Wort von Ihnen erwartet. Auch hier haben Sie geschwiegen, meine sehr geehrten Damen und Herren von der ÖVP und auch von der SPÖ. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Unglaublich!
Aber wenn wir schon davon reden, dann muss ich Ihnen sagen: Was ist denn mit dem ORF los? Der ORF nimmt eine Erhöhung der Gebühren der ohnehin leidgeplagten Fernsehzuseher vor. Bei einem miserablen Programm gewährt sich der oberste Chef Wrabetz eine zehnprozentige Gehaltserhöhung (Ruf bei der FPÖ: Unglaublich!) – und diese Gehaltserhöhung von 40 000 € soll jetzt der Gebührenzahler mit seiner erhöhten Gebühr bezahlen! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Rot-schwarze Verteuerungsorgie!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Rot-schwarze Verteuerungsorgie!
Aber wenn wir schon davon reden, dann muss ich Ihnen sagen: Was ist denn mit dem ORF los? Der ORF nimmt eine Erhöhung der Gebühren der ohnehin leidgeplagten Fernsehzuseher vor. Bei einem miserablen Programm gewährt sich der oberste Chef Wrabetz eine zehnprozentige Gehaltserhöhung (Ruf bei der FPÖ: Unglaublich!) – und diese Gehaltserhöhung von 40 000 € soll jetzt der Gebührenzahler mit seiner erhöhten Gebühr bezahlen! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Rot-schwarze Verteuerungsorgie!)
Beifall bei der FPÖ.
Dazu schweigt die Sozialdemokratie. Das ist unsozial! Sozialistisch ist noch lange nicht sozial. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Einzigen, die in diesem Land noch für die soziale Gerechtigkeit eintreten, sind die Freiheitlichen unter ihrem Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache. Dafür, für diese Einstellung, auch von meiner Seite recht herzlichen Dank! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Knapp eine Million Österreicherinnen und Österreicher lebt an der Armutsgrenze, und Sie, Herr Sozialminister Hundstorfer, reden davon, dass es uns so gut, so blendend geht. Das ist doch eine komplette Ignoranz der tatsächlichen Situation! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Ing. Höbart: Da schau her!
Herr Bundesminister, Sie haben an dieser Stelle hier mit der ÖVP gemeinsam von einem Transparenzdatenkonto gesprochen. Laut Auskunft des Landes Oberösterreich und auch der Landeshauptstadt Linz war bis gestern davon nichts bekannt. – Ich frage Sie daher, warum Sie das nicht angehen. Ich kann Ihnen vielleicht eine Erklärung dafür geben. Dann würde nämlich aufgedeckt werden, dass zum Beispiel ein Ausländerintegrationsverein namens Maiz in Linz 25 verschiedene Förderungen bekommt! (Abg. Ing. Höbart: Da schau her!) Dafür haben Sie das Geld, denn das sind Ihre Freunde, die Sie vertreten – nicht die Österreicherinnen und Österreicher! Davon haben Sie sich längst verabschiedet, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundesminister, Sie haben an dieser Stelle hier mit der ÖVP gemeinsam von einem Transparenzdatenkonto gesprochen. Laut Auskunft des Landes Oberösterreich und auch der Landeshauptstadt Linz war bis gestern davon nichts bekannt. – Ich frage Sie daher, warum Sie das nicht angehen. Ich kann Ihnen vielleicht eine Erklärung dafür geben. Dann würde nämlich aufgedeckt werden, dass zum Beispiel ein Ausländerintegrationsverein namens Maiz in Linz 25 verschiedene Förderungen bekommt! (Abg. Ing. Höbart: Da schau her!) Dafür haben Sie das Geld, denn das sind Ihre Freunde, die Sie vertreten – nicht die Österreicherinnen und Österreicher! Davon haben Sie sich längst verabschiedet, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Eines kann ich Ihnen auch noch sagen: Wir haben die Pensionsanpassung 2007/2008 im Klagsweg bekämpft. Wir waren damals die erste, die einzige Partei in diesem Haus, die dieser Ungerechtigkeit rechtlich nachgegangen ist. Angeschlossen haben sich in der Folge 142 andere. Der Europäische Gerichtshof hat uns nun recht gegeben. (Beifall bei der FPÖ.)
Bundesminister Hundstorfer schüttelt verneinend den Kopf.
Sie, Herr Bundesminister, sind hier gestanden und haben mir gesagt: Was wollen Sie denn, Herr Neubauer? Sie reden andauernd davon, dass wir Verfassungsbruch begehen. Das ist ja alles nicht wahr. – Können Sie sich daran erinnern? (Bundesminister Hundstorfer schüttelt verneinend den Kopf.) Das waren Sie hier von dieser Stelle aus. (Abg. Strache: Im Protokoll nachlesen!) Das waren Sie, das Protokoll habe ich noch. (Abg. Zanger: Amnesie!) Jetzt ist es so weit: Österreich wurde wegen Diskriminierung verurteilt. – Eine Schande für diese Demokratie! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Im Protokoll nachlesen!
Sie, Herr Bundesminister, sind hier gestanden und haben mir gesagt: Was wollen Sie denn, Herr Neubauer? Sie reden andauernd davon, dass wir Verfassungsbruch begehen. Das ist ja alles nicht wahr. – Können Sie sich daran erinnern? (Bundesminister Hundstorfer schüttelt verneinend den Kopf.) Das waren Sie hier von dieser Stelle aus. (Abg. Strache: Im Protokoll nachlesen!) Das waren Sie, das Protokoll habe ich noch. (Abg. Zanger: Amnesie!) Jetzt ist es so weit: Österreich wurde wegen Diskriminierung verurteilt. – Eine Schande für diese Demokratie! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Zanger: Amnesie!
Sie, Herr Bundesminister, sind hier gestanden und haben mir gesagt: Was wollen Sie denn, Herr Neubauer? Sie reden andauernd davon, dass wir Verfassungsbruch begehen. Das ist ja alles nicht wahr. – Können Sie sich daran erinnern? (Bundesminister Hundstorfer schüttelt verneinend den Kopf.) Das waren Sie hier von dieser Stelle aus. (Abg. Strache: Im Protokoll nachlesen!) Das waren Sie, das Protokoll habe ich noch. (Abg. Zanger: Amnesie!) Jetzt ist es so weit: Österreich wurde wegen Diskriminierung verurteilt. – Eine Schande für diese Demokratie! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie, Herr Bundesminister, sind hier gestanden und haben mir gesagt: Was wollen Sie denn, Herr Neubauer? Sie reden andauernd davon, dass wir Verfassungsbruch begehen. Das ist ja alles nicht wahr. – Können Sie sich daran erinnern? (Bundesminister Hundstorfer schüttelt verneinend den Kopf.) Das waren Sie hier von dieser Stelle aus. (Abg. Strache: Im Protokoll nachlesen!) Das waren Sie, das Protokoll habe ich noch. (Abg. Zanger: Amnesie!) Jetzt ist es so weit: Österreich wurde wegen Diskriminierung verurteilt. – Eine Schande für diese Demokratie! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Minister Hundstorfer, auch das ist der Grund dafür, dass wir dezidiert eine Erhöhung nach dem Pensionistenpreisindex fordern. Dieses Urteil hat nämlich gesagt, dass es in Zukunft keinerlei Diskriminierung bei der Pensionsanpassung mehr geben darf. Was aber machen Sie? – Sie schreiben diese Diskriminierung fort, indem Sie wieder eine Staffelung einführen, wieder diese dreigliedrige Staffelung. Die Höchstpensionisten sollen wieder bestraft und andere mit Etappenzielen bedient werden. Dabei spielen wir nicht mit! Dieses EuGH-Erkenntnis ist dezidiert wahrzunehmen. Ich bin schon gespannt, was der Oberste Gerichtshof zu dieser Interpretation sagen wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir werden auf jeden Fall eines machen: Wenn das heute beschlossen wird, dann werden wir nach diesem Tag erneut den Klagsweg beschreiten. Wir werden wieder beim Europäischen Gerichtshof landen, und wir werden wieder zumindest für 550 000 Frauen in Österreich ein entsprechendes Klagsurteil erzielen. Ich fordere Sie heute zum letzten Mal auf, Herr Bundesminister: Seien Sie zumindest in dieser Form ein Ansprechpartner als Demokrat! Gewähren Sie den 550 000 Menschen, auf die sich das Urteil des Europäischen Gerichtshofes bezogen hat, rückwirkend die entsprechende Pensionserhöhung aus den Jahren 2007/2008! Dazu fordere ich Sie auf. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege Neubauer, zu Ihrem Eingangsstatement, in dem Sie wieder einmal die Zahlungen über unsere Grenzen hinaus bekrittelt haben, möchte ich Ihnen nur sagen, dass für die Sozialdemokratie und, wie ich denke, auch für viele Österreicherinnen und Österreicher die Solidarität nicht an den Grenzen Österreichs endet. – Das zu Ihrem Eingangsstatement. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Zweiten möchte ich Ihnen sagen, dass für die Sozialdemokratie und auch für die Österreicherinnen und Österreicher auch in Zukunft die Verteilungsgerechtigkeit eine ganz zentrale Rolle spielen wird. Speziell im Hinblick auf die zu beschließende Schuldenbremse wird man nämlich wirklich darauf achten müssen, dass es bei der Verteilung keine Ungerechtigkeiten geben wird. Deswegen sind wir dafür, dass wir in Zukunft über eine Millionärssteuer reden, worüber Sie ja nicht reden möchten, zumindest nur begrenzt. Das möchte ich den ZuseherInnen und ZuhörerInnen auch sagen: dass die Freiheitlichen nicht für Verteilungsgerechtigkeit sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Stefan: Schauen genügt aber nicht!
Unser Sozialminister, Herr Kollege Kickl, schaut auch ganz besonders auf Menschen mit Behinderungen. (Abg. Mag. Stefan: Schauen genügt aber nicht!) Wenn Sie sich das Budget anschauen, werden Sie sehen, dass auch im nächsten Jahr 160 Millionen € für die Integration von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsmarkt budgetiert sind. Mit diesen 160 Millionen €, geschätzte Damen und Herren, kann eine Menge für Menschen mit Behinderungen gemacht werden. Im Vorjahr zum Beispiel wurden 42 986 Menschen mit Behinderungen gefördert. Es wurden 350 Beschäftigungsprojekte gefördert, Lohnkostenzuschüsse, und auch die so wichtige Persönliche Assistenz am Arbeitsplatz wird mit diesen Geldern gefördert. (Abg. Kickl: Gibt es jetzt eigentlich schon Gehälter in den Behindertenwerkstätten, oder werden die noch immer mit einem Taschengeld abgespeist? Soweit ich weiß, gibt es dort immer noch Taschengeld!) Ich denke, das ist ein ganz wichtiger Teil, ein ganz wichtiger Beitrag, weil gerade auch für Menschen mit Behinderungen die Teilhabe am Arbeitsmarkt besonders wertvoll ist, weil dadurch Selbstbestimmung gewährleistet werden kann, geschätzte Damen und Herren!
Abg. Kickl: Gibt es jetzt eigentlich schon Gehälter in den Behindertenwerkstätten, oder werden die noch immer mit einem Taschengeld abgespeist? Soweit ich weiß, gibt es dort immer noch Taschengeld!
Unser Sozialminister, Herr Kollege Kickl, schaut auch ganz besonders auf Menschen mit Behinderungen. (Abg. Mag. Stefan: Schauen genügt aber nicht!) Wenn Sie sich das Budget anschauen, werden Sie sehen, dass auch im nächsten Jahr 160 Millionen € für die Integration von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsmarkt budgetiert sind. Mit diesen 160 Millionen €, geschätzte Damen und Herren, kann eine Menge für Menschen mit Behinderungen gemacht werden. Im Vorjahr zum Beispiel wurden 42 986 Menschen mit Behinderungen gefördert. Es wurden 350 Beschäftigungsprojekte gefördert, Lohnkostenzuschüsse, und auch die so wichtige Persönliche Assistenz am Arbeitsplatz wird mit diesen Geldern gefördert. (Abg. Kickl: Gibt es jetzt eigentlich schon Gehälter in den Behindertenwerkstätten, oder werden die noch immer mit einem Taschengeld abgespeist? Soweit ich weiß, gibt es dort immer noch Taschengeld!) Ich denke, das ist ein ganz wichtiger Teil, ein ganz wichtiger Beitrag, weil gerade auch für Menschen mit Behinderungen die Teilhabe am Arbeitsmarkt besonders wertvoll ist, weil dadurch Selbstbestimmung gewährleistet werden kann, geschätzte Damen und Herren!
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Zum Zweiten möchte ich noch sagen, dass natürlich auch bei der Behindertenpolitik noch viele Dinge zu erledigen sind. Ich bin aber sehr zuversichtlich, weil wir den Nationalen Aktionsplan auf den Weg geschickt haben und dieser Nationale Aktionsplan – davon bin ich wirklich überzeugt – dazu beitragen wird, dass die Behindertenpolitik weg von der Sozialpolitik kommt und dass ins Bewusstsein gerückt wird, dass alle Lebensbereiche davon umfasst sind. Ich bin daher sehr froh, dass unser Sozialminister die Arbeitsgruppe für die Persönliche Assistenz in allen Lebensbereichen weiterführt und dass das auch bei den Finanzausgleichsverhandlungen Einzug finden wird. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Königsberger-Ludwig: Ist Behinderung eine Krankheit? – Bundesminister Hundstorfer: Keine Krankheit!
Jetzt möchte ich den Kreis schließen und frage noch einmal: Ist Behinderung heilbar? (Abg. Königsberger-Ludwig: Ist Behinderung eine Krankheit? – Bundesminister Hundstorfer: Keine Krankheit!) – Behinderungen sind nicht heilbar, das ist richtig, aber was man „heilen“ kann, sind Barrieren. Es gibt ganz tolle Werbeeinschaltungen von den Deutschen, etwa im „Spiegel“: „Behindern ist heilbar!“ In Deutschland ist das bereits eine Kampagne gewesen für Menschen mit Behinderungen. Es ist ganz klar abgedruckt: Was behindert, sind Gedanken in den Köpfen der Gesellschaft. Die ganz klare Message ist, dass wir gemeinsam diese Aufgabe bewältigen müssen, um Menschen mit Behinderungen ein selbstbestimmtes Leben geben zu können. Der Satz ist wunderschön, man möchte es den Menschen so einfach wie möglich machen. – Im Sinne dieser Philosophie möchte ich jetzt an Sie, Herr Minister, appellieren, auch daran zu denken! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Jetzt möchte ich den Kreis schließen und frage noch einmal: Ist Behinderung heilbar? (Abg. Königsberger-Ludwig: Ist Behinderung eine Krankheit? – Bundesminister Hundstorfer: Keine Krankheit!) – Behinderungen sind nicht heilbar, das ist richtig, aber was man „heilen“ kann, sind Barrieren. Es gibt ganz tolle Werbeeinschaltungen von den Deutschen, etwa im „Spiegel“: „Behindern ist heilbar!“ In Deutschland ist das bereits eine Kampagne gewesen für Menschen mit Behinderungen. Es ist ganz klar abgedruckt: Was behindert, sind Gedanken in den Köpfen der Gesellschaft. Die ganz klare Message ist, dass wir gemeinsam diese Aufgabe bewältigen müssen, um Menschen mit Behinderungen ein selbstbestimmtes Leben geben zu können. Der Satz ist wunderschön, man möchte es den Menschen so einfach wie möglich machen. – Im Sinne dieser Philosophie möchte ich jetzt an Sie, Herr Minister, appellieren, auch daran zu denken! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Abgeordneter Karl Donabauer (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren zu Hause vor den Fernsehschirmen und hier auf der Galerie! Hohes Haus! Ich verfolge die Diskussionen über das Budget mit großem Interesse, vor allem jene im Bereich Sozialpolitik. Sowohl im Budgethearing als auch hier im Plenum haben wir viele Beiträge vonseiten der Opposition und auch von anderen gehört, und ich muss sagen, ich bin eigentlich froh, dass wir diesen Sozialminister haben. Ich sage das aus Überzeugung, weil ich schon viele Jahre hier bin und auch viele Sozialminister erlebt habe. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Grundlage dafür sind, wie ich meine, eine funktionierende Wirtschaft und die Erträge der Volkswirtschaft. Herr Minister Hundstorfer hat schon erwähnt, dass wir zurzeit etwa 3,9 Millionen Menschen in Beschäftigung haben. Das sind Unselbständige, das sind Selbständige in allen Bereichen, ob Handwerker, Bauer oder Unternehmer, und sie alle stellen einen Arbeitsplatz dar, und diese müssen wir halten. Wir müssen den Wirtschaftsstandort dadurch sichern, dass wir auch den Unternehmungen keine unüberbrückbaren Hürden auferlegen. Wir müssen den Stand halten, indem wir die Arbeitnehmer gut ausbilden und gut weiterbilden, denn dann wird auch unser Sozialsystem in Ordnung sein. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Viele Menschen – und das wissen Sie alle – schaffen die Veränderung der Zeit nicht mehr, ob wirtschaftlich oder technisch, deshalb ist allzu früh die große Sehnsucht da, in Pension zu gehen. Das müssen wir sehen, und wir müssen darauf hinarbeiten, dahin gehend planen, einen Grundsatz zu vermitteln, nämlich: Länger arbeiten lohnt sich! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Es kann nicht sein, dass alle zum erstmöglichen Zeitpunkt aus dem Arbeitsleben austreten und dass das alles der Staat übernehmen soll. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.
Viele Menschen – und das wissen Sie alle – schaffen die Veränderung der Zeit nicht mehr, ob wirtschaftlich oder technisch, deshalb ist allzu früh die große Sehnsucht da, in Pension zu gehen. Das müssen wir sehen, und wir müssen darauf hinarbeiten, dahin gehend planen, einen Grundsatz zu vermitteln, nämlich: Länger arbeiten lohnt sich! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Es kann nicht sein, dass alle zum erstmöglichen Zeitpunkt aus dem Arbeitsleben austreten und dass das alles der Staat übernehmen soll. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Es ist heute schon mehrmals über die Pensionsanpassung gesprochen worden, und ich muss sagen, ich kenne mich nicht ganz aus. Einmal ist es zu viel, einmal ist es zu wenig, Pensionistenpreisindex und vieles mehr. Ich persönlich meine, dass diese Anpassung vertretbar ist. Vor allem möchte ich lobend erwähnen, dass der Alleinverdienerabsetzbetrag bis 1 750 € wieder eingeführt ist. Das ist eine enorme Leistung für alle jene mit niedrigen Pensionen. Das, meine Damen und Herren, ist Sozialpolitik, das hat soziale Symmetrie! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Sozialpolitik geht uns alle an, muss sich an den Menschen orientieren. Eine gute Sozialpolitik ist etwas, was jeder Staat braucht. Damit ist die Glaubwürdigkeit gesichert und auch der demokratische Grundsatz für alle Zeiten gewährleistet! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Gerhard Huber (BZÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Mein Vorredner, Herr Präsident Donabauer, hat soeben gesagt, die Bevölkerung kann sich den Veränderungen in der Wirtschaft nicht anpassen und geht deswegen viel früher in Pension. Ich glaube, die Bevölkerung kann sich sehr wohl anpassen, aber diese Bundesregierung kann sich an nichts anpassen und verschläft jede Reform! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir reden heute über die Sozialversicherungen. Schauen wir uns einmal an, wie viele Sozialversicherungsträger wir nach wie vor haben! Zur Zeit unserer Regierungsbeteiligung sind wenigstens die Arbeiter- und Angestelltenbelange zusammengeführt worden. Bis heute aber habt ihr es verabsäumt, dass endlich auch einmal die gewerbliche Wirtschaft und die Bauern-Sozialversicherung zusammengeführt werden. Ich weiß schon, Herr Präsident Donabauer wird um seinen Job kämpfen, denn es ist schön, einen so gut dotierten Job mit Dienstwagen zu haben, aber à la longue wird nichts daran vorbeiführen, dass man die Hunderttausenden Bauern, die 365 Tage im Jahr arbeiten, auch zu Weihnachten und zu Ostern, endlich von dieser Politik befreit, dass es da endlich zu Reformen kommt, denn wenn nicht die Politik die Rahmenbedingungen dafür schafft, dass der Bauer endlich einmal ein freier Unternehmer wird, dann wird es weiterhin so sein, dass der Bauer als Bittsteller der ÖVP-Verbände und -Bünde antreten muss, und ich glaube, das wird niemand wollen. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Jakob Auer.
Wir haben uns dafür einzusetzen, dass der Landwirt die unternehmerischen Entgelte erwirtschaften kann, dass er auch einen Sozialversicherungsbeitrag leisten kann, der ihm eine gute Pension sicherstellt. Heute gibt es – wir in Österreich haben da sehr, sehr gute Systeme – Nebenerwerbslandwirte, und diese Nebenerwerbslandwirte zahlen in drei Pensionsversicherungen ein. Das kann nicht mehr der Sinn dieser Politik sein! (Zwischenruf des Abg. Jakob Auer.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Jakob Auer.
Und ganz global zu dieser Schuldenbremse: Die großen Schulden hat die letzten 25 Jahre über die ÖVP gemacht, und nun will sie mit einer Fahrradbremse diesen Jumbojet an Schulden bremsen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Jakob Auer.) Da wünsche ich euch auch viel Glück, denn wenn ihr nicht endlich bereit seid, dass man Reformen angeht, dass man eine Pensionsversicherung macht, dass man eine Krankenversicherung macht, dass man eine Unfallversicherung macht, dann werdet ihr kläglich scheitern. Und da seid ihr mehr als säumig. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Und ganz global zu dieser Schuldenbremse: Die großen Schulden hat die letzten 25 Jahre über die ÖVP gemacht, und nun will sie mit einer Fahrradbremse diesen Jumbojet an Schulden bremsen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Jakob Auer.) Da wünsche ich euch auch viel Glück, denn wenn ihr nicht endlich bereit seid, dass man Reformen angeht, dass man eine Pensionsversicherung macht, dass man eine Krankenversicherung macht, dass man eine Unfallversicherung macht, dann werdet ihr kläglich scheitern. Und da seid ihr mehr als säumig. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP – Ruf bei der SPÖ: Dann sind Sie der Erste, der nicht mehr da ist!
Oder dass man einmal ein Sparpaket macht – denn das kann ja niemand verstehen – bei den Politikern, dass man den Nationalrat halbiert (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP – Ruf bei der SPÖ: Dann sind Sie der Erste, der nicht mehr da ist!), dass man die Landtage sofort halbiert, dass man die Landesregierungen verkleinert, dass man das endlich angeht, dass man den Bundesrat komplett abschafft und dass man endlich einmal die Landes- und die Bezirksschulräte abschafft; das versteht ja überhaupt niemand mehr.
Abg. Dr. Cap: Generieren! „Regenerieren“ ist jetzt wirklich ein Blödsinn! – Abg. Csörgits: Oder reanimieren!
Das größte Potenzial, das ihr überhaupt verschweigt: Warum geht man nicht her und stopft endlich das Steuerschlupfloch, das die Banken nützen? Niemand versteht es, dass die Banken irgendwo auf irgendwelchen Inseln bilanzieren und dass dem österreichischen Steuerzahler dadurch 2 Milliarden € entgehen! Diese 2 Milliarden könnte man wirklich sofort regenerieren. (Abg. Dr. Cap: Generieren! „Regenerieren“ ist jetzt wirklich ein Blödsinn! – Abg. Csörgits: Oder reanimieren!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Cap: Wo ist denn das Abzeichen?
Dieses Budget ist so etwas von kopflos, dass ich wirklich ersuche: Tut das Budget zurück in die Ausschüsse! Verhandelt noch einmal darüber! Denkt einmal darüber nach, bevor man solche Maßnahmen einfach beschließt, ohne sich der Ergebnisse bewusst zu sein! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Cap: Wo ist denn das Abzeichen?)
Zwischenruf der Abg. Fürntrath-Moretti. – Abg. Ursula Haubner: Der arbeitet für die Regierung!
Abgeordneter Erwin Spindelberger (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Die Ausführungen von Kollegin Ridi Steibl haben mich dazu veranlasst, mich jetzt auch zum Thema Pension zu äußern, denn ich kann es wirklich schon nicht mehr hören, dass immer so oben drüber gesagt wird: Wir können uns unser Pensionssystem nicht mehr leisten! – und dann kommen sogenannte Pseudoexperten wie der Herr Marin daher und bezeichnen die Hacklerregelung sogar noch als „Privileg“! (Zwischenruf der Abg. Fürntrath-Moretti. – Abg. Ursula Haubner: Der arbeitet für die Regierung!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Donnerbauer und Steibl.
jetzt diese Gelegenheit wahrnehmen, das ein bisschen ins rechte Licht zu rücken. (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Donnerbauer und Steibl.)
Abg. Steibl: Statt mit 65!
Was mir nämlich fehlt bei dieser ganzen Debatte, ist: Immer wieder wird nur davon geredet – egal, ob auf nationaler oder internationaler Ebene –, dass sich Österreicher den „Luxus“ leisten, bereits mit 58,2 Jahren in Pension zu gehen. (Abg. Steibl: Statt mit 65!) Nur wird bei dieser Diskussion immer wieder vergessen, dass darin ja auch die Invaliditätspensionistinnen und -pensionisten mit beinhaltet sind. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Steibl.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Steibl.
Was mir nämlich fehlt bei dieser ganzen Debatte, ist: Immer wieder wird nur davon geredet – egal, ob auf nationaler oder internationaler Ebene –, dass sich Österreicher den „Luxus“ leisten, bereits mit 58,2 Jahren in Pension zu gehen. (Abg. Steibl: Statt mit 65!) Nur wird bei dieser Diskussion immer wieder vergessen, dass darin ja auch die Invaliditätspensionistinnen und -pensionisten mit beinhaltet sind. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Steibl.)
Zwischenruf der Abg. Steibl
Herr Bundesminister Hundstorfer hat heute ja relativ ausführlich dargelegt, dass es in der Zwischenzeit zahlreiche Maßnahmen gibt, mit denen psychosomatischen Krankheiten der Kampf angesagt werden soll, dass Projekte wie „Fit to work“ ins Leben gerufen wurden (Zwischenruf der Abg. Steibl), um eben das faktische Pensionsantrittsalter zu erhöhen. Kollege Donabauer hat das ja auch vorhin erwähnt.
Zwischenruf der Abg. Fürntrath-Moretti.
Ein Grund für die unzähligen Invaliditätspensionen mag vielleicht auch darin liegen, dass der Druck am Arbeitsplatz so groß geworden ist, denn für mich ist es ja wirklich unverständlich, so eine Studie der Arbeiterkammer, dass im Jahr 2009, als 400 000 Menschen in unserem Land arbeitslos waren, 314 Millionen Überstunden geleistet worden sind. (Zwischenruf der Abg. Fürntrath-Moretti.) Und da wundert man sich, dass die Leute krank und ausgepowert sind?! – Ich glaube, wir müssen alle miteinander mehr Wert legen auf den Ausbau des Arbeitnehmerschutzes, auf die ganzen arbeitsrechtlichen Bestimmungen.
Zwischenruf der Abg. Steibl
Wenn dann jemand im Zusammenhang mit der Hacklerregelung von „Privileg“, „Luxus“ oder gar von einem „Fünf-Sterne-Staat“ spricht (Zwischenruf der Abg. Steibl), dann ist, wie ich meine, diesen Menschen doch gar nicht bewusst, dass eine durchschnittliche ASVG-Pension zurzeit – Antrittsalter bei Männern 61,4 Jahre –, auch das muss einmal erwähnt werden, lediglich 1 099 € beträgt. – Und das soll „Luxus“ sein?!
Abg. Wöginger – neben den Bankreihen stehend –: Hier! – Abg. Steibl: Er ist schon da!
Kollege Wöginger ist leider nicht da, aber: Luxus ist für mich, (Abg. Wöginger – neben den Bankreihen stehend –: Hier! – Abg. Steibl: Er ist schon da!) – Entschuldigung, lieber Gustl! Luxus ist meiner Ansicht nach, dass wir uns nach wie vor die unterschiedlichsten Pensionssysteme leisten, dass wir uns Übergangszeiten bei Beamten, die eine dreifach so hohe Pension als die ASVGler haben, bis zum Jahre 2050 leisten.
Abg. Kickl: Wann wechselt denn der Herr Kollege Cap ins neue System?
Wenn dann der Herr Lopatka immer wieder hergeht und gegen die kleinen ÖBBler schimpft, kann ich nur sagen: Wir leisten uns auch noch den Luxus seiner Politikerpension, die sich in Höhe von mehreren tausend Euro darstellt. (Abg. Kickl: Wann wechselt denn der Herr Kollege Cap ins neue System?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Herr Spindelberger, wann wechselt denn der Herr Kollege Cap ins neue System?
Ich glaube, wir sollten hier darüber diskutieren, solche Privilegien endlich einmal abzuschaffen – und wir sollten darangehen, so rasch wie möglich, und zwar mit Stichtagsregelung, ein einheitliches Pensionssystem zu schaffen – und nicht Übergangszeiten von 45 Jahren, lieber Kollege Wöginger! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Herr Spindelberger, wann wechselt denn der Herr Kollege Cap ins neue System?)
Zwischenruf des Abg. Kickl.
„Dass die niedrige Arbeitslosenrate durch eine der höchsten Frühpensionsraten teuer erkauft ist, dass das AAA-Rating nur noch auf dem Papier besteht () und dass der aktuelle Wohlstand auf einem Geschäft zulasten Dritter (nämlich künftiger Generationen) beruht, wird ausgeblendet.“ (Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich glaube, dazu ist nichts weiter zu sagen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Zanger
Abgeordnete Adelheid Irina Fürntrath-Moretti (ÖVP): Herr Präsident! Hohes Haus! Wissen Sie, wann wir heute mit unserer Sitzung begonnen haben? – Die Frau Präsidentin hat genau um 9 Uhr die Sitzung eröffnet. Und wissen Sie, wie viele Minuten bisher vergangen sind? – 133 Minuten (Zwischenruf des Abg. Zanger), da habe ich jetzt schon einen Teil meiner Redezeit mitgerechnet.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Können Sie irgendetwas zum Sozialbudget auch sagen?
Und was glauben Sie: Wie viel an Zinsen für unsere Staatsschulden haben wir in diesen 133 Minuten verbraucht? (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Können Sie irgendetwas zum Sozialbudget auch sagen?) Damit es leichter zu rechnen ist für Sie und zum Verständnis: Pro Stunde zahlen wir 1 Million € an Zinsen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Und was glauben Sie: Wie viel an Zinsen für unsere Staatsschulden haben wir in diesen 133 Minuten verbraucht? (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Können Sie irgendetwas zum Sozialbudget auch sagen?) Damit es leichter zu rechnen ist für Sie und zum Verständnis: Pro Stunde zahlen wir 1 Million € an Zinsen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Kickl: Deshalb ist die Frau Finanzministerin gekommen: um Ihre Rede zu hören! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, das heißt, pro Minute zahlen wir 17 000 € nur an Zinsen, das sind für 133 Minuten 2 221 000 € – nur in dieser Zeit, die wir hier herinnen sitzen. (Abg. Kickl: Deshalb ist die Frau Finanzministerin gekommen: um Ihre Rede zu hören! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Aber deshalb heiße Luft! – Zwischenruf des Abg. Kickl.
Darüber, sehr geehrte Damen und Herren, sollten wir uns einmal unterhalten. Das ist ein Betrag, von dem viele Österreicherinnen und Österreicher nur träumen können. Der Durchschnittsverdienst, sehr geehrte Damen und Herren, der Österreicher liegt bei 30 100 € und bei den Österreicherinnen liegt er bei 18 100 € pro Jahr brutto – brutto, sehr geehrte Damen und Herren. Ein Viertel der Männer und etwas mehr als die Hälfte der Frauen haben in Österreich knapp über 17 000 € brutto zur Verfügung. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Aber deshalb heiße Luft! – Zwischenruf des Abg. Kickl.) Das, meine Damen und Herren, verbrauchen wir bereits in einer Minute nur für unsere Zinsendienste für unsere Staatsschulden.
Beifall bei der ÖVP.
Das heißt, der Weg, den unsere Finanzministerin vorgegeben hat, nämlich zu sparen, ist der einzig richtige Weg, und ich bin sehr, sehr froh darüber und gratuliere unserer Finanzministerin und unserem Vizekanzler dazu, dass sie auch unseren Koalitionspartner SPÖ dazu bewegen konnten, endlich der Schuldenbremse zuzustimmen. Das ist der einzig richtige Weg für uns. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kickl: Wer sitzt seit 25 Jahren ?
Das durchschnittliche Pensionsantrittsalter der Männer liegt bei 59 Jahren – und das ist immerhin 6 Jahre unter dem gesetzlichen Pensionsantrittsalter –, und die Frauen gehen im Durchschnitt mit 57 Jahren in Pension. (Abg. Kickl: Wer sitzt seit 25 Jahren ?) Das ist auch 3 Jahre zu früh. Und wir leben auch noch länger – Gott sei Dank! Frauen werden im Schnitt 83 Jahre alt und Männer 78 Jahre. In diesem Fall kann sich diese kurze Beitragszeit nicht ausgehen für diese langen Jahre der Pension, die wir dann konsumieren.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. List: Das war ja eine Oppositionsrede!
Ich denke, es ist Zeit: Bündeln wir unsere Kräfte, zum Wohl unserer Österreicherinnen und Österreicher. Es ist höchste Zeit! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. List: Das war ja eine Oppositionsrede!)
Abg. Fürntrath-Moretti: Der richtigen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Ing. Heinz-Peter Hackl (FPÖ): Herr Vorsitzender! Frau Bundesminister! Herr Bundesminister! Zwei Worte zu meiner Vorrednerin: Ich habe mich gefragt, welcher Fraktion Sie angehören. (Abg. Fürntrath-Moretti: Der richtigen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich denke doch, dass Sie in einer Regierungsfraktion sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Ing. Heinz-Peter Hackl (FPÖ): Herr Vorsitzender! Frau Bundesminister! Herr Bundesminister! Zwei Worte zu meiner Vorrednerin: Ich habe mich gefragt, welcher Fraktion Sie angehören. (Abg. Fürntrath-Moretti: Der richtigen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich denke doch, dass Sie in einer Regierungsfraktion sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abschließend möchte ich noch auf mein Lieblingsthema eingehen. Der Gütesiegel-Dschungel wächst täglich, ist unübersichtlich und vor allem für unsere älteren Mitbürger nicht mehr zumutbar. Ich fordere daher wirklich ein hoheitliches Gütesiegel, das Grundparameter beinhaltet – sprich: österreichisches Produkt, gentechnikfreies Produkt und ähnliche Dinge –, und nicht Gütesiegel, von denen jedes ein Spezialsiegel ist, wo man nicht mehr durchblickt. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Werte Damen und Herren, wenn hier immer wieder vom Sparen gesprochen wird und darüber, wie wir uns den Gürtel enger schnallen müssen, dann ist es auch wichtig, dass wir uns überlegen: Wie bekommen wir zusätzliche Einnahmen für den österreichischen Staat? Wo können wir zum Beispiel eine Millionärssteuer einheben, damit wir zu ein bisschen mehr Verteilungsgerechtigkeit kommen? Wir sollten uns nicht in die Richtung bewegen, dass nur jene Menschen, die arbeiten gehen, die für den Staat einzahlen, alle Beiträge leisten. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kickl: Haben Sie den Begriff „Wirtschaftsflüchtling“ noch nie gehört?
Werte Kolleginnen und Kollegen, ich möchte dezidiert darauf eingehen, weil es mich maßlos empört hat, genauso wie den Kollegen Öllinger, dass vonseiten der Freiheitlichen Partei solche Worte verwendet werden, dass Sie darüber sprechen, dass es Menschen gibt, die fortgegangen sind und die dageblieben sind. (Abg. Kickl: Haben Sie den Begriff „Wirtschaftsflüchtling“ noch nie gehört?) Diese Diktion zeigt wieder, dass Sie ewiggestrig sind und keinerlei Ansprüche haben. (Abg. Zanger: Jetzt waren Sie mir schon fast sympathisch!)
Abg. Zanger: Jetzt waren Sie mir schon fast sympathisch!
Werte Kolleginnen und Kollegen, ich möchte dezidiert darauf eingehen, weil es mich maßlos empört hat, genauso wie den Kollegen Öllinger, dass vonseiten der Freiheitlichen Partei solche Worte verwendet werden, dass Sie darüber sprechen, dass es Menschen gibt, die fortgegangen sind und die dageblieben sind. (Abg. Kickl: Haben Sie den Begriff „Wirtschaftsflüchtling“ noch nie gehört?) Diese Diktion zeigt wieder, dass Sie ewiggestrig sind und keinerlei Ansprüche haben. (Abg. Zanger: Jetzt waren Sie mir schon fast sympathisch!)
Abg. Zanger: Der Schmäh geht schon ...!
Dann kommt noch dazu, werte Kolleginnen und Kollegen von den Freiheitlichen, dass Sie heute einen Antrag zur Anhebung des Pensionistenpreisindexes einbringen, aber am Dienstag gegen die Erhöhung des Pensionistenabsetzbetrages gestimmt haben. (Abg. Zanger: Der Schmäh geht schon ...!)
Beifall bei der SPÖ.
Werte Kolleginnen und Kollegen von den Freiheitlichen! In sozialpolitischen Angelegenheiten haben Sie keine Ahnung und haben abgedankt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. List.
Zur Frau Abgeordneten Fürntrath-Moretti, die jetzt leider nicht hier ist, ist zu sagen: Also 25 Jahre Regierungsverantwortung zu tragen, den Finanzminister, die Finanzministerin zu stellen und dann uns vorzurechnen, was wir an Zinsen zu leisten haben, das ist ein starkes Stück. Hut ab, Frau Abgeordnete! (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. List.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir Freiheitlichen sagen auch ganz klar, der von Ihnen und von der Sozialdemokratie eingeschlagene Weg, aber auch mit der Unterstützung der ÖVP eingeschlagene Weg, die überbetriebliche Ausbildung immer über die betriebliche Ausbildung zu stellen, dort, wo wirklich qualifizierte Ausbildung stattfindet, ist falsch. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn wir hier nicht die richtigen Maßnahmen setzen, meine sehr geehrten Damen und Herren, dann werden wir von der geringen Jugendarbeitslosigkeit nichts mehr haben, denn dann haben wir irgendwann junge Menschen, die zwar eine Ausbildung haben, aber am Arbeitsmarkt trotzdem nicht vermittelbar sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Riepl: Genauso ist es!
Das ist nicht mein Thema. Ich brauche die ÜBA nur, weil die Betriebe Ausbildung nicht ausreichend für alle zur Verfügung stellen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Riepl: Genauso ist es!)
Abg. Bucher: Im Tourismus ist es umgekehrt!
Wobei ich noch einmal das Gleiche sage, was ich am Mittwoch gesagt habe. Wir haben ein Plus an betrieblichen Lehrstellen im ersten Lehrjahr gegenüber der Vergangenheit. (Abg. Bucher: Im Tourismus ist es umgekehrt!) – Es ist ein Plus der betrieblichen Lehrstellen im ersten Lehrjahr. Bitte immer zuhören! Das, was 2008 das Minus war, habe ich jetzt im dritten Lehrjahr, das kann ich ja nicht kompensieren. Ich kann immer nur Lehrjahr für Lehrjahr vorgehen. Aber das wollte ich gar nicht sagen.
Abg. Kickl: ... die Verfassung gebrochen!
Ich glaube, man sollte aus Polemik heraus nicht ein Regierungsmitglied zum Rechtsbruch auffordern und etwas nachvollziehen, wofür es keinen Rechtstitel gibt! (Abg. Kickl: ... die Verfassung gebrochen!) Und bis jetzt haben alle Ihre Anstrengungen, was das Pensionsrecht betrifft, beim Verfassungsgerichtshof im Nirwana geendet.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Aber vom EuGH!
Ich habe aber von dem Organ, das für Österreich eine Entscheidung treffen muss, keinerlei Antwort. Die habe ich nicht. Ich habe vom OGH kein Urteil. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Aber vom EuGH!) – Der EuGH ist hier nicht derjenige, der beurteilen darf. Lesen Sie doch bitte die österreichische Rechtsordnung und halten Sie sich an den Rechtsstaat! Blenden Sie doch die Leute nicht mit etwas, von dem Sie ganz genau wissen, dass es falsch ist! – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich habe aber von dem Organ, das für Österreich eine Entscheidung treffen muss, keinerlei Antwort. Die habe ich nicht. Ich habe vom OGH kein Urteil. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Aber vom EuGH!) – Der EuGH ist hier nicht derjenige, der beurteilen darf. Lesen Sie doch bitte die österreichische Rechtsordnung und halten Sie sich an den Rechtsstaat! Blenden Sie doch die Leute nicht mit etwas, von dem Sie ganz genau wissen, dass es falsch ist! – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Gütesiegelgesetz!
form. Auch wir könnten eine autorisierte Informationsplattform gebrauchen, wo sich die Konsumenten schlaumachen können. Jedenfalls ist da dringend mehr Klarheit notwendig. (Abg. Dr. Pirklhuber: Gütesiegelgesetz!)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Dr. Pirklhuber.
Ein ernstes, ein besonders schmerzliches Problem: Viele Nahrungsmittel landen im Müll. Waren, die auch nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum oft noch gut genießbar sind, landen in Österreich im Mist. Der Handel sollte diese Lebensmittel an soziale Einrichtungen abgeben. Da braucht es ein Umdenken. Unsere gute Nahrung gehört nicht in den Müll. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Noch ein letztes Wort zum Konsumentenschutz-Ausschuss. Da wird sehr sachlich und sehr konstruktiv gearbeitet. Dafür möchte ich mich bei allen Kollegen, die sich wirklich so intensiv einbringen, auch bedanken. Es ist auch schon vieles gelungen, wenn man sich den Bereich der Abzocke beim Telefonieren und im Internet anschaut. Da sind wir schon gemeinsam einen Schritt weitergekommen. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Mag. Schatz: Das war jetzt sehr wirr!
Abgeordneter Bernhard Vock (FPÖ): Herr Präsident! Frau Minister! Herr Minister! Hohes Haus! Kollegin Lapp, Kollege Öllinger! Ewiggestrige sind nicht die, sind nur die, die die Augen vor der Vergangenheit ... Sind nicht die, die die Augen vor der Gegenwart verschließen ... (Abg. Mag. Schatz: Das war jetzt sehr wirr!) – Ewiggestrige sind nur die, die die Augen vor der Gegenwart verschließen und permanent in der Vergangenheit zitieren. (Abg. Riepl: Jetzt hat es gestimmt!)
Abg. Riepl: Jetzt hat es gestimmt!
Abgeordneter Bernhard Vock (FPÖ): Herr Präsident! Frau Minister! Herr Minister! Hohes Haus! Kollegin Lapp, Kollege Öllinger! Ewiggestrige sind nicht die, sind nur die, die die Augen vor der Vergangenheit ... Sind nicht die, die die Augen vor der Gegenwart verschließen ... (Abg. Mag. Schatz: Das war jetzt sehr wirr!) – Ewiggestrige sind nur die, die die Augen vor der Gegenwart verschließen und permanent in der Vergangenheit zitieren. (Abg. Riepl: Jetzt hat es gestimmt!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Lapp: Bitte!
Heute erleben wir viele Wirtschaftsflüchtlinge, die nicht bereit sind, ihr Heimatland aufzubauen, sondern lieber in unser österreichisches Sozialsystem flüchten wollen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Lapp: Bitte!)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Minister, bevor wir künftig Banken und Spekulanten europaweit fördern, sollten wir zunächst darauf achten, dass sozial Schwache und Pflegebedürftige gefördert werden. Das ist soziale Gerechtigkeit, wie sie die FPÖ als soziale Heimatpartei sieht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die Politik und die Wirtschaft gemeinsam diese Herausforderungen sehr ernst und engagiert wahrgenommen haben, und gerade der europäische Vergleich bestätigt uns, dass wir hier sehr erfolgreich waren. 19 Monate hindurch sinkende Arbeitslosigkeit sind der beste Beweis für eine engagierte Arbeitsmarktpolitik, und ich gratuliere Ihnen recht herzlich dazu, Herr Bundesminister. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte noch kurz auf die Schuldenbremse eingehen, die derzeit zur Diskussion steht und mit der natürlich auch das Sparen verbunden ist. Ich glaube, Sparen ist mit Verteilungsgerechtigkeit untrennbar verbunden. Für uns ist diese Steuereinnahme, sprich die Millionärssteuer, ein wichtiger Teil, damit wir mehr soziale Gerechtigkeit herbeiführen können. Eine Diskussion darüber ist höchst an der Zeit. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dolinschek
Abgeordneter Johann Höfinger (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Herr Minister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sozialpolitik funktioniert nicht im Zickzackkurs. Sozialpolitik bedarf Kontinuität, bedarf Weiterentwicklung (Zwischenruf des Abg. Dolinschek), und wirtschaftliche Stabilität und wirtschaftlicher Erfolg müssen gegeben sein, denn nur wenn man wirtschaftlich erfolgreich ist, Herr Kollege, kann man auch etwas verteilen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dolinschek: Das könnte von mir sein!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dolinschek: Das könnte von mir sein!
Abgeordneter Johann Höfinger (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Herr Minister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sozialpolitik funktioniert nicht im Zickzackkurs. Sozialpolitik bedarf Kontinuität, bedarf Weiterentwicklung (Zwischenruf des Abg. Dolinschek), und wirtschaftliche Stabilität und wirtschaftlicher Erfolg müssen gegeben sein, denn nur wenn man wirtschaftlich erfolgreich ist, Herr Kollege, kann man auch etwas verteilen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dolinschek: Das könnte von mir sein!)
Beifall der Abg. Mag. Hakl.
Reagieren Sie auf die Pensionsprivilegien bei der Stadt Wien und auch bei den Österreichischen Bundesbahnen! (Beifall der Abg. Mag. Hakl.) Setzen Sie Taten, was die Flucht in die Frühpensionen betrifft, und verbessern Sie das Kontrollsystem, was die Mindestsicherung betrifft! 11 000 Mindestsicherungsbezieher in Niederösterreich, 82 000 in Wien bei nahezu gleicher Einwohnerzahl – da kann in Wien etwas nicht stimmen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Reagieren Sie auf die Pensionsprivilegien bei der Stadt Wien und auch bei den Österreichischen Bundesbahnen! (Beifall der Abg. Mag. Hakl.) Setzen Sie Taten, was die Flucht in die Frühpensionen betrifft, und verbessern Sie das Kontrollsystem, was die Mindestsicherung betrifft! 11 000 Mindestsicherungsbezieher in Niederösterreich, 82 000 in Wien bei nahezu gleicher Einwohnerzahl – da kann in Wien etwas nicht stimmen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Sehr geehrter Herr Sozialminister, ich weiß, wie engagiert Sie am Werk sind. Klären Sie diese Punkte ab, und ich bin überzeugt davon, dass der Sozialpolitik auch in den nächsten Jahren ein erfolgreicher Weg in Österreich beschieden sein wird! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten von ÖVP und BZÖ.
Die Hauptarbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besteht sicherlich im Bereich der Beratung und im Bereich der Intervention. Ich möchte die Gelegenheit wahrnehmen und mich für diese engagierte Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Verein für Konsumenteninformation namens meiner Fraktion recht herzlich bedanken. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten von ÖVP und BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister, sollte es zu diesem Rechtsakt kommen, wird die Rechtsunsicherheit in Europa weiter steigen. Belastet werden die Unternehmen sein, aber auch die Konsumenten. Ich darf Sie namens meiner Fraktion ersuchen, zu dieser Frage Gemeinsames Europäisches Kaufrecht eine ganz klare Position im Sinne der österreichischen Konsumenten, aber auch im Sinne der österreichischen Unternehmen einzunehmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Schön wär’s!
Verehrte Damen und Herren! Konsumentenschutz hat in Österreich einen wirklich sehr, sehr hohen Stellenwert. (Abg. Öllinger: Schön wär’s!) Wir müssen mit allen Kräften auch weiterhin daran arbeiten, dass dieser Stellenwert erhalten und gesichert bleibt und letztlich der Konsumentenschutz in Zukunft noch weiter verbessert wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Verehrte Damen und Herren! Konsumentenschutz hat in Österreich einen wirklich sehr, sehr hohen Stellenwert. (Abg. Öllinger: Schön wär’s!) Wir müssen mit allen Kräften auch weiterhin daran arbeiten, dass dieser Stellenwert erhalten und gesichert bleibt und letztlich der Konsumentenschutz in Zukunft noch weiter verbessert wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Es sei mir aber erlaubt, noch kurz einen Schritt zurück zur Sozialdebatte zu machen, denn hier in dieser Runde werden immer wieder bestimmte Berufsgruppen gegeneinander ausgespielt und an den Pranger gestellt. Wenn wir heute hier besonders oft von den ÖBBlern gehört haben, die ja ihre Arbeit machen, möchte ich zu Ihrer Information sagen, dass die ÖBBler um 43 Prozent höhere Pensionsbeiträge und um 50 Prozent höhere Pensionssicherungsbeiträge bezahlen. Dass wir einmal wissen, wovon wir hier herinnen reden! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir sollten hier nicht die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gegeneinander ausspielen, sondern wir sollten eigentlich darüber nachdenken, wie wir zu den Mitteln kommen. Wenn die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihren Beitrag in dieser Republik leisten, so fehlt mir das eigentlich im Bereich der Vermögenden. Und wir sollten über die Vorschläge unseres Bundeskanzlers nachdenken und darüber diskutieren, dass auch Vermögende ihren gerechten Anteil in dieser Republik leisten sollten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Nun zum eigentlichen Punkt meiner Wortmeldung, der mir auch als Jungen-Vertreter hier im Hohen Haus sehr, sehr wichtig ist. Es ist wichtig, dass gerechte Sozialpolitik in Österreich gemacht wird. Gerechtigkeit – vor allem Generationengerechtigkeit – muss Einzug halten, und es muss alles dafür getan werden, dass für kommende Generationen etwas übrigbleibt. Da sind wir uns, glaube ich, alle hier einig. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Damit das passiert – und da bin ich der Frau Bundesminister sehr dankbar –, wird und muss die Schuldenbremse kommen, denn diese Schuldenbremse wird Zukunft ermöglichen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Damit noch mehr Zukunft ermöglicht werden kann, müssen wir aber auch die Sonderpensionsregelungen, die es teilweise in unserem Land noch gibt – das ist heute schon des Öfteren erwähnt worden –, bei den ÖBB, beim Magistrat Wien, abschaffen – abschaffen im Sinne der Gerechtigkeit für alle anderen! Da sind auch Sie gefordert, Herr Minister! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Sind wir ja auch! – Abg. Kickl: Gut erkannt!
Zur Opposition generell, aber leider wieder einmal hauptsächlich zu den Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ. Ich habe die Debatte gestern und vorgestern sehr aufmerksam verfolgt. Da ist mir oft aufgefallen, dass ihr euch so gern als soziale Heimatpartei darstellt. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Sind wir ja auch! – Abg. Kickl: Gut erkannt!) Teilweise auch die Kollegen vom BZÖ. Und dann verweigert ihr die Zustimmung zur Schuldenbremse, die Zukunft ermöglicht! (Abg. Kickl: Die Katze im Sack, das spielt es vielleicht bei euch! Was ist denn da drinnen in der Schuldenbremse, Herr Kollege? Erklären Sie mir das einmal!) Das heißt, Sie sind weder Sozial- noch Zukunftspartei, Herr Kollege Kickl! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Sie wissen ja nicht einmal, was da drinnen sein soll!)
Abg. Kickl: Die Katze im Sack, das spielt es vielleicht bei euch! Was ist denn da drinnen in der Schuldenbremse, Herr Kollege? Erklären Sie mir das einmal!
Zur Opposition generell, aber leider wieder einmal hauptsächlich zu den Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ. Ich habe die Debatte gestern und vorgestern sehr aufmerksam verfolgt. Da ist mir oft aufgefallen, dass ihr euch so gern als soziale Heimatpartei darstellt. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Sind wir ja auch! – Abg. Kickl: Gut erkannt!) Teilweise auch die Kollegen vom BZÖ. Und dann verweigert ihr die Zustimmung zur Schuldenbremse, die Zukunft ermöglicht! (Abg. Kickl: Die Katze im Sack, das spielt es vielleicht bei euch! Was ist denn da drinnen in der Schuldenbremse, Herr Kollege? Erklären Sie mir das einmal!) Das heißt, Sie sind weder Sozial- noch Zukunftspartei, Herr Kollege Kickl! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Sie wissen ja nicht einmal, was da drinnen sein soll!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Sie wissen ja nicht einmal, was da drinnen sein soll!
Zur Opposition generell, aber leider wieder einmal hauptsächlich zu den Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ. Ich habe die Debatte gestern und vorgestern sehr aufmerksam verfolgt. Da ist mir oft aufgefallen, dass ihr euch so gern als soziale Heimatpartei darstellt. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Sind wir ja auch! – Abg. Kickl: Gut erkannt!) Teilweise auch die Kollegen vom BZÖ. Und dann verweigert ihr die Zustimmung zur Schuldenbremse, die Zukunft ermöglicht! (Abg. Kickl: Die Katze im Sack, das spielt es vielleicht bei euch! Was ist denn da drinnen in der Schuldenbremse, Herr Kollege? Erklären Sie mir das einmal!) Das heißt, Sie sind weder Sozial- noch Zukunftspartei, Herr Kollege Kickl! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Sie wissen ja nicht einmal, was da drinnen sein soll!)
Beifall bei der ÖVP.
Aber ich kann Ihnen versichern, dass wir von der ÖVP mit unserer Bundesministerin und unseren Regierungsmitgliedern soziale Zukunft schaffen werden! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Es gibt, wie wir wissen, zirka 80 000 Euro-Millionäre in Österreich, und diese können meiner Meinung nach auch einen entsprechenden Solidarbeitrag dafür leisten, dass sich das Budget auch nach 2012 entsprechend gut darstellt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Schluss noch ein großer Wunsch – ich bin zuversichtlich, dass du, Herr Minister, das machen wirst –: Mach weiter so! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dolinschek.
Sie waren es, die am 7. Juni 2002 eine Pensionsverschlechterungsreform beschlossen haben. (Zwischenruf des Abg. Dolinschek.) Warum haben Sie die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die Pensionistinnen und Pensionisten zur Kasse gebeten? Warum haben Sie Reiche reicher gemacht? Warum haben Sie Arme ärmer gemacht? Warum haben Sie Pensionsabschläge erhöht, wenn Sie jetzt wieder eine andere Meinung vertreten? (Abg. Dolinschek: Wir haben die Hacklerregelung eingeführt – ohne Abschläge!) Warum haben Sie Anspruchsvoraussetzungen verschärft? Sigi, du warst auch dabei, als Pensionen gekürzt worden sind, als nämlich dann die Berechnungsgrundlage für die Dauer ausgedehnt wurde. Warum? (Abg. Dolinschek: Du kennst dich nicht aus! Du bist damals noch gar nicht da herinnen gesessen!)
Abg. Dolinschek: Wir haben die Hacklerregelung eingeführt – ohne Abschläge!
Sie waren es, die am 7. Juni 2002 eine Pensionsverschlechterungsreform beschlossen haben. (Zwischenruf des Abg. Dolinschek.) Warum haben Sie die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die Pensionistinnen und Pensionisten zur Kasse gebeten? Warum haben Sie Reiche reicher gemacht? Warum haben Sie Arme ärmer gemacht? Warum haben Sie Pensionsabschläge erhöht, wenn Sie jetzt wieder eine andere Meinung vertreten? (Abg. Dolinschek: Wir haben die Hacklerregelung eingeführt – ohne Abschläge!) Warum haben Sie Anspruchsvoraussetzungen verschärft? Sigi, du warst auch dabei, als Pensionen gekürzt worden sind, als nämlich dann die Berechnungsgrundlage für die Dauer ausgedehnt wurde. Warum? (Abg. Dolinschek: Du kennst dich nicht aus! Du bist damals noch gar nicht da herinnen gesessen!)
Abg. Dolinschek: Du kennst dich nicht aus! Du bist damals noch gar nicht da herinnen gesessen!
Sie waren es, die am 7. Juni 2002 eine Pensionsverschlechterungsreform beschlossen haben. (Zwischenruf des Abg. Dolinschek.) Warum haben Sie die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die Pensionistinnen und Pensionisten zur Kasse gebeten? Warum haben Sie Reiche reicher gemacht? Warum haben Sie Arme ärmer gemacht? Warum haben Sie Pensionsabschläge erhöht, wenn Sie jetzt wieder eine andere Meinung vertreten? (Abg. Dolinschek: Wir haben die Hacklerregelung eingeführt – ohne Abschläge!) Warum haben Sie Anspruchsvoraussetzungen verschärft? Sigi, du warst auch dabei, als Pensionen gekürzt worden sind, als nämlich dann die Berechnungsgrundlage für die Dauer ausgedehnt wurde. Warum? (Abg. Dolinschek: Du kennst dich nicht aus! Du bist damals noch gar nicht da herinnen gesessen!)
Abg. Dolinschek: Ihr von der Gewerkschaft habt uns die Parallelrechnung beschert!
Und wenn der Kollege Kickl von den Freiheitlichen von Davonlaufen spricht: Kollege Kickl, deine Partei ist am 13. Mai 2003 davongelaufen, nämlich dort, wo 200 000 Menschen bei strömendem Regen gegen weitere Pensionsverschlechterungen demonstriert haben! Wir waren draußen bei diesen Menschen – ihr habt euch hier drinnen eingesperrt und habt weiterhin darüber beraten, wie ihr den Leuten das Geld aus den Taschen ziehen könnt! (Abg. Dolinschek: Ihr von der Gewerkschaft habt uns die Parallelrechnung beschert!) Das ist die Wahrheit, und das ist Geschichte, das kann man nicht wegreden, das kann man nicht schönreden; und das tut euch weh. (Abg. Kickl: Die ganze Gewerkschaft ist eine einzige Fluchtbewegung ...!)
Abg. Kickl: Die ganze Gewerkschaft ist eine einzige Fluchtbewegung ...!
Und wenn der Kollege Kickl von den Freiheitlichen von Davonlaufen spricht: Kollege Kickl, deine Partei ist am 13. Mai 2003 davongelaufen, nämlich dort, wo 200 000 Menschen bei strömendem Regen gegen weitere Pensionsverschlechterungen demonstriert haben! Wir waren draußen bei diesen Menschen – ihr habt euch hier drinnen eingesperrt und habt weiterhin darüber beraten, wie ihr den Leuten das Geld aus den Taschen ziehen könnt! (Abg. Dolinschek: Ihr von der Gewerkschaft habt uns die Parallelrechnung beschert!) Das ist die Wahrheit, und das ist Geschichte, das kann man nicht wegreden, das kann man nicht schönreden; und das tut euch weh. (Abg. Kickl: Die ganze Gewerkschaft ist eine einzige Fluchtbewegung ...!)
Abg. Dolinschek: Das ist eine Frechheit, was du da von dir gibst!
Da euch das so weh tut: Statt euch bei den Menschen zu entschuldigen, denen ihr damals diese Verschlechterungen gebracht habt, kritisiert ihr unseren Sozialminister mit einem Rundumschlag, der ungerechtfertigt ist, nur um von euren Sünden abzulenken. (Abg. Dolinschek: Das ist eine Frechheit, was du da von dir gibst!) Die Leute zuhause vor dem Fernsehschirm wissen gar nicht mehr, wem sie was glauben sollen. Faktum ist, wir haben den besten Sozialminister, den wir uns vorstellen können! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Da euch das so weh tut: Statt euch bei den Menschen zu entschuldigen, denen ihr damals diese Verschlechterungen gebracht habt, kritisiert ihr unseren Sozialminister mit einem Rundumschlag, der ungerechtfertigt ist, nur um von euren Sünden abzulenken. (Abg. Dolinschek: Das ist eine Frechheit, was du da von dir gibst!) Die Leute zuhause vor dem Fernsehschirm wissen gar nicht mehr, wem sie was glauben sollen. Faktum ist, wir haben den besten Sozialminister, den wir uns vorstellen können! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kickl: Ich habe immer geglaubt, ihr von der Gewerkschaft habt noch ein bisschen eine Bodenhaftung!
Bundesminister Rudolf Hundstorfer gelingt es, in wirtschaftlich angespannten Zeiten unser Sozialnetz in Österreich noch dichter zu machen: mit der Mindestsicherung, mit Pensionserhöhungen, mit dem Pflegefonds, mit der Reduzierung von Abschlägen bei Frühpensionen, bei I-Pensionen und Schwerarbeiterpensionen ab 1. Jänner 2012; die höheren Abschläge habt ihr seinerzeit eingeführt. (Abg. Kickl: Ich habe immer geglaubt, ihr von der Gewerkschaft habt noch ein bisschen eine Bodenhaftung!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kickl: Ich freue mich auf die Diskussion zur Schuldenbremse! Ich bin neugierig, was da der Beitrag des Sozialministers sein wird!
Das ist Sozialpolitik, das ist ein Sozialminister! Und eines abschließend zu Ihnen von FPÖ und BZÖ: Seine sozialen Verbesserungen, seine Errungenschaften und seine Sozialpolitik im Interesse der Menschen in Österreich lassen wir uns als Koalition von Ihnen nicht schlechtreden. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kickl: Ich freue mich auf die Diskussion zur Schuldenbremse! Ich bin neugierig, was da der Beitrag des Sozialministers sein wird!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Sagen Sie es konkret, was das heißen soll!
Meine Damen und Herren! Daher brauchen wir, um diesen Menschen helfen zu können, eine Vermögenssteuer, daher brauchen wir eine Millionärssteuer. Sparen darf nicht auf dem Rücken der Kranken ausgetragen werden in Österreich! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Sagen Sie es konkret, was das heißen soll!)
Beifall bei der FPÖ.
Was tun Sie denn da dagegen, Herr Bundesminister? – Gar nichts. Stattdessen schalten Sie Inserate: Ich habe die Zweiklassenmedizin abgeschafft. Herr Bundesminister, das können Sie gar nicht! Es gibt keine Zweiklassenmedizin in Österreich, es gibt zumindest eine Drei- bis Vierklassenmedizin. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Riepl: Sagen Sie bitte einmal ein bisschen etwas Gutes auch!
Herr Bundesminister, da müssen Sie sich schon ein bisschen mehr einfallen lassen. Es gibt nach wie vor Schulbuffets, wo es überhaupt keine gesunde Ernährung gibt, wo es die Leberkäsesemmel im Austausch mit der Schokolade gibt. Das sind in der Realität die Schulbuffets, wo der Coca-Cola-Automat steht und außer Softdrinks überhaupt nichts mehr für die Kinder zur Verfügung steht. Und da reden Sie großartig davon, was Sie geleistet haben im Bereich Ernährung, und Sie werden die Menschen gesünder machen. Dabei haben wir Statistiken, wonach Altersdiabetes jetzt auch schon zehnjährige Kinder haben. Was tun Sie hier? – Genau nichts tun Sie! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Riepl: Sagen Sie bitte einmal ein bisschen etwas Gutes auch!)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist schäbig, Herr Bundesminister, denn damit machen Sie in Wahrheit noch mehr kaputt, als ohnehin schon kaputt ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die ELGA – das wird mein Kollege Strutz später noch genauer ausführen – ist das größte finanzielle und auch organisatorische Desaster, das es im Gesundheitsbereich jemals gegeben hat. Ich würde Ihnen raten, Herr Bundesminister: Zurück an den Anfang bei der ELGA, und zwar von Anfang an! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Oberhauser: Das reicht meistens!
Frau Kollegin Oberhauser, Sie sind ja schon in Startposition. Ich hoffe, Sie haben gut mitgeschrieben, denn Sie haben es jetzt ein bisschen schwer in Ihrer Rede. Sie haben jetzt nur mich als Vorrednerin. (Abg. Dr. Oberhauser: Das reicht meistens!) Inhaltlich ist wahrscheinlich wie immer von Ihnen nichts zu erwarten. Das heißt, Sie werden das jetzt alles noch einmal wiederholen – und das ist auch gut so und das ist schön so, denn dadurch können die ZuseherInnen zu Hause noch einmal unsere Positionen hören. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Kollegin Oberhauser, Sie sind ja schon in Startposition. Ich hoffe, Sie haben gut mitgeschrieben, denn Sie haben es jetzt ein bisschen schwer in Ihrer Rede. Sie haben jetzt nur mich als Vorrednerin. (Abg. Dr. Oberhauser: Das reicht meistens!) Inhaltlich ist wahrscheinlich wie immer von Ihnen nichts zu erwarten. Das heißt, Sie werden das jetzt alles noch einmal wiederholen – und das ist auch gut so und das ist schön so, denn dadurch können die ZuseherInnen zu Hause noch einmal unsere Positionen hören. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: So weit sind wir ja Gott sei Dank noch nicht!
Und ich glaube auch, dass wir deutlich weiter sind, als es die Amerikaner zum Beispiel sind. Ich weiß nicht, ob Sie gestern eine Presseaussendung gelesen haben, wonach die US-Regierung den Kampf gegen Pizza und Pommes in den Schulen verloren hat. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: So weit sind wir ja Gott sei Dank noch nicht!) Dort hat man das versucht, was unser Minister mit der Unterrichtsministerin gemacht hat, nämlich gesunde Schulbuffetrichtlinien für gesunde Schulbuffets zu machen.
Beifall bei der SPÖ.
in Österreich. Wir haben einen Minister, der einerseits darauf schaut, dass das Gesundheitswesen für alle Menschen gleich erreichbar und weiter finanzierbar ist, dem andererseits auch Prävention wichtig ist und der vor allem für unsere Kinder, von denen wir alle sagen, dass sie unsere Zukunft sind, vorsorgt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Die Uni ist nicht für Medikamente und deren Einsatz zuständig. Da gibt es eine ärztliche Direktion. Und was sagt der Landessanitätsrat? – Jetzt höre ich schon auf. – Der Landessanitätsrat stellt fest, 48 Stunden ist die maximale Dauer dafür, dass ein Kind mit diesem Medikament sediert werden kann. Der Witz kommt jetzt erst – ein Witz ist es nicht, es ist eine Tragödie –: 48 Stunden ist genau jene Stundenzahl, die dieses Kind in Innsbruck sediert wurde, und das ist 20 Mal zu lang. Also, bitte, weg mit dem Föderalismus und die Länder in die Pflicht nehmen! – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und BZÖ.
Und da muss ich schon sagen: Wo liegen die Prioritäten in diesem Land, wenn wir in Zeiten wie diesen für Datenautobahnen 100 Millionen € lockermachen, während für das Kinderhospiz nicht einmal 100 000 € oder 200 000 € da sind. Und da krampft sich mir schon das Herz zusammen, und da entlasse ich Sie nicht aus der Pflicht. Prioritäten sind zu setzen! (Beifall bei ÖVP und BZÖ.)
Beifall bei ÖVP, FPÖ und BZÖ.
Ich komme zum Schluss. Sie können mit mir über alles reden, Herr Minister, aber eines muss ich schon von Ihnen einfordern, ich bin schon lange Gesundheitssprecher, aber eines geht mir ab, die Prioritätensetzung. Wenn ich höre, für Kinderrehabilitation ist kein Geld da, wenn ich höre, für Prävention ist kein Geld da, wenn ich höre, für die Lehrpraxis – 10 Millionen € – ist kein Geld da, für Kinderpsychiatrie ist kein Geld da, für das Kinderhospiz ist kein Geld da, für den Hausarzt ist kein Geld da, ich verweise nur auf Vorarlberg und Salzburg, und wenn ich jetzt höre, 100 Millionen € sind im Minimum für die ELGA da, dann muss ich ganz ehrlich sagen, da krampft es mir das Herz zusammen. (Beifall bei ÖVP, FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei ÖVP, FPÖ und BZÖ.
leicht ist es gescheiter, einmal einen Schritt zurückzugehen, nachzudenken und doch einmal die Prioritätenliste zu durchforsten. (Beifall bei ÖVP, FPÖ und BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Minister, ich möchte kurz auf Ihre Aussage in der „Pressestunde“ eingehen. Da haben Sie gesagt, Sie haben die größte Gesundheitsreform aller Zeiten durchgesetzt, Sie haben die Krankenkassen saniert. Herr Minister, Sie haben dafür bis jetzt 500 Millionen € Steuergeld verwendet. (Beifall beim BZÖ.) Das sind keine Reformen, das ist eine Verhöhnung jedes Steuerzahlers!
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Aber kommen wir einmal zum Budget selbst. 75 Millionen € mehr sind heuer budgetiert, davon entfallen 37 Millionen € auf Bezieher der Mindestsicherung, was mittlerweile 60 Millionen € ausmacht. 15 Millionen € mehr für die AGES, über 25 Millionen € nach dem Krankenanstalten- und Kuranstaltengesetz, aber keine Verbesserung für die Beitragszahler, Herr Minister. Da kann man nur sagen, das ist schändlich! (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Minister, es ist keine Frage: Doppelgleisigkeiten, Antagonismen von Medikamenten sind zu verhindern. Aber da gibt es doch einfachere Möglichkeiten. Nur ein Beispiel: Die e-card hat so viel Platz. Geben Sie jedem Arzt, jedem Mediziner, jedem Hausarzt ein Lese- und Schreibgerät. Der schreibt seine Therapie und seine Diagnose auf die e-card und gibt das dem e-card-Besitzer mit. Der nächste Arzt schiebt die e-card in das Gerät und hat nach Eingabe des Codes die Daten. Da brauche ich kein aufgeblasenes Internetsystem, das jederzeit jeder einschauen kann und wo die Datensicherheit nicht gegeben ist. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Mindestsicherungsbezieher müssen keinen Beitrag bezahlen und müssen auch keine Selbstbehalte bezahlen. Gut, soll so sein. Aber dann soll eine Alleinverdienerin, die ein Kind hat und von 800 € leben muss, auch keinen Selbstbehalt bezahlen! Das müsste doch möglich sein. Diese Ungleichbehandlung muss endlich aufhören! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Minister, es ist eine Schande, es ist wirklich eine Schande, dass für die Sicherung der Zukunft Österreichs, sprich für die Gesundheit unserer Kinder, kein Geld da ist, aber für die Sicherung der Zukunft Griechenlands genug Geld vorhanden ist. Und da sagen wir: Es ist genug gezahlt für Griechenland! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Minister, zum Abschluss: Sie werden als Ankündigungsminister in die Geschichte eingehen und auf gar keinen Fall als Reformminister. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Bundesminister für Gesundheit Alois Stöger, diplômé: Herr Präsident! Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Mit dem Gesundheitsbudget für das Jahr 2012 können wir echte Meilensteine in der Gesundheitspolitik setzen, Meilensteine, die uns in ganz Europa niemand nachgemacht hat, weil wir in Österreich es geschafft haben, auch in der Krise die Leistungen im Gesundheitsbereich auszubauen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich habe in Gesprächen mit den Gebietskrankenkassen, mit den Ländern, auch im Bereich der Versorgung von Kindern in der Psychotherapie, in der Jugendpsychiatrie schon die ersten Schritte gesetzt. Niederösterreich, Oberösterreich, Wien haben ihre Kontingente maßgeblich erweitert. Das ist Gesundheitspolitik, die nachhaltig ist, das ist Gesundheitspolitik, die bei den Kindern und Jugendlichen dann auch ankommt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage eines ganz deutlich auch zu Frau Abgeordneter Belakowitsch: Sie haben recht, wir werden mehr Information brauchen. Aber eines werden wir nicht tun: Wir werden nicht zurückkehren an den Start, wir werden auch nicht zurückkehren in die Steinzeit! Wir werden ein modernes Gesundheitssystem in Österreich haben, in dem Ärztinnen und Ärzte, in dem Gesundheitsdiensteanbieter miteinander vernünftig informiert sind und der Patient und die Patientin mit ihren Daten auch umgehen können. Das heißt solidarische Politik, das heißt Gesundheitspolitik, die nach vorne schaut, die die Instrumente auch nutzt, und in diesem Sinne ist dieses Budget erstellt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie der Abg. Dr. Lichtenecker.
Kollegin Belakowitsch ist leider nicht hier; ich halte ihr an dieser Stelle vor, dass sie sich in keiner Weise um Gesundheitsdaten kümmert, dass sie sich hinter dem Interpellationsrecht versteckt und Gesundheitsdaten, die die verunglückte ehemalige Innenministerin Liese Prokop betreffen, in einer parlamentarischen Anfrage breitmacht. Hohes Haus, man kann nicht akzeptieren, dass so mit Gesundheitsdaten von Menschen umgegangen wird! (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie der Abg. Dr. Lichtenecker.)
Abg. Strache: Das können Sie ja selbst nicht glauben!
Kollege Rasinger, Datenschutz beim Papier gibt es de facto überhaupt nicht. Wir können mit der Elektronischen Gesundheitsakte – und der Herr Bundesminister hat das bereits ausgeführt – ganz klare Regelungen dazu treffen, wer auf Daten, die dezentral gespeichert sind, zugreifen kann. Wir können regeln, wie Protokolle aussehen und die Menschen selbst erfahren, wer auf diese Daten zugegriffen hat. (Abg. Strache: Das können Sie ja selbst nicht glauben!)
Der Redner spricht in Richtung Bundesminister Stöger. – Abg. Neubauer: Ins Mikro!
Ich verstehe aber auch andere Ärzte nicht, wie die in Niederösterreich, die gestern beschlossen haben, sich gegen ELGA zu wenden. Hohes Haus, meine sehr verehrten Damen und Herren, gerade in Niederösterreich gibt es bereits ELGA! Ich zitiere Sobotka, der heuer in einer Aussendung mitgeteilt hat: „Elektronische Gesundheitsakte wird in allen Spitälern eingesetzt.“ (Der Redner spricht in Richtung Bundesminister Stöger. – Abg. Neubauer: Ins Mikro!)
Abg. Strache: Es geht ja nur mit einer zentralen Speicherung! Nur so hat man diesen Einblick!
Ich habe noch keine Kritik – von niemandem hier in diesem Haus – gehört, dass, wenn innerhalb eines Rechtsträgers Gesundheitsdaten elektronisch verarbeitet und übermittelt werden, dies schlecht sei und der Datenschutz gefährdet sei. (Abg. Strache: Es geht ja nur mit einer zentralen Speicherung! Nur so hat man diesen Einblick!) Hier machen einige Privatfirmen große Geschäfte. Wir haben hier einen unter uns, einen Abgeordneten der Freiheitlichen Partei, der als Lobbyist für eine deutsche Firma auftritt: Es ist der Abgeordnete Strutz. „Kronen Zeitung“ in Kärnten: „Strutz interveniert für Deutsche und beschimpft Kärntner Spitäler“. (Oh-Rufe bei der SPÖ. – Abg. Dr. Strutz: Vorsicht!)
Oh-Rufe bei der SPÖ. – Abg. Dr. Strutz: Vorsicht!
Ich habe noch keine Kritik – von niemandem hier in diesem Haus – gehört, dass, wenn innerhalb eines Rechtsträgers Gesundheitsdaten elektronisch verarbeitet und übermittelt werden, dies schlecht sei und der Datenschutz gefährdet sei. (Abg. Strache: Es geht ja nur mit einer zentralen Speicherung! Nur so hat man diesen Einblick!) Hier machen einige Privatfirmen große Geschäfte. Wir haben hier einen unter uns, einen Abgeordneten der Freiheitlichen Partei, der als Lobbyist für eine deutsche Firma auftritt: Es ist der Abgeordnete Strutz. „Kronen Zeitung“ in Kärnten: „Strutz interveniert für Deutsche und beschimpft Kärntner Spitäler“. (Oh-Rufe bei der SPÖ. – Abg. Dr. Strutz: Vorsicht!)
Neuerliche Oh-Rufe bei der SPÖ.
Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Herr Klubobmann Strache! VEPRO heißt die Firma, für die Herr Strutz als Lobbyist auftritt und sogar im Bundesministerium vorspricht. (Neuerliche Oh-Rufe bei der SPÖ.) Kollege Strutz, nehmen Sie die Worte „Datenschutz“ und „Lobbyismus“ nie mehr in den Mund! Ich freue mich auf das Lobbyistenregister, denn Sie werden darin aufscheinen müssen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Herr Klubobmann Strache! VEPRO heißt die Firma, für die Herr Strutz als Lobbyist auftritt und sogar im Bundesministerium vorspricht. (Neuerliche Oh-Rufe bei der SPÖ.) Kollege Strutz, nehmen Sie die Worte „Datenschutz“ und „Lobbyismus“ nie mehr in den Mund! Ich freue mich auf das Lobbyistenregister, denn Sie werden darin aufscheinen müssen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Andreas Karlsböck (FPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Meilensteine in der Gesundheit, Gesundheitsziele werden neu definiert – Herr Minister, „das Zielsteuerungsmodell ist für die Gesundheitsreform nicht sinnvoll, da die Vorschläge der Gesundheitsreferentenkonferenz nicht berücksichtigt worden sind“, „die Rolle des Bundes ist vollständig unklar“, „die formulierten Ziele gehen weit über Zuständigkeiten der Sozialversicherung hinaus“, „der von Bundesminister Stöger vorgelegte Vorschlag war so unvollständig und unausgegoren, dass selbst die SPÖ-geführten Länder das Papier nicht mitgetragen haben“, sagt Gesundheitslandesrat Sobotka in einer Stellungnahme zu Ihren Ankündigungen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sparen muss in Zeiten wie diesen offensichtlich sein. Aber meiner Meinung nach bewirken falsche Einsparungen eine Gefährdung der Qualität im Gesundheitsbereich, und falsche Sparmaßnahmen führen zu sozialen Rückschritten. (Beifall bei der FPÖ.)
Demonstrativer Beifall des Abg. Spindelberger.
Ich möchte Ihnen hier einen Fall, einen besonders dramatischen Fall schildern. Nach einem ärztlichen Kunstfehler sitzt eine Dame, die Sie alle kennen – eine Rollstuhlfahrerin, die auch einmal hier im Parlament anwesend war, eine junge Mutter –, im Rollstuhl und benötigt Schmerzmittel in hoher Dosierung. Der diesbezügliche vierjährige Verfahrensmarathon endet mit einem Vergleich, an dem – das muss ich auch anerkennen – Frau Kollegin Oberhauser positiv mitgewirkt hat. (Demonstrativer Beifall des Abg. Spindelberger.)
Abg. Strache: Auch die GIS-Daten sind gehackt worden! Auch Polizeidaten!
Der zweite Punkt ist der leidige Datenschutz. Es sind ja in der letzten Zeit die schlimmsten Befürchtungen in puncto Datenschutz Wahrheit geworden. Denken wir nur an die Tiroler Gebietskrankenkasse: Da sind – sogar legal, könnte man fast sagen – 600 000 Daten aus der Hand der Gebietskrankenkasse gekommen. (Abg. Strache: Auch die GIS-Daten sind gehackt worden! Auch Polizeidaten!) Diese sind hier tatsächlich schlicht und einfach abgeführt worden.
Beifall bei der FPÖ.
Das zweite Problem im Datenschutz ist, wie richtig gesagt wurde – wir haben ja in Deutschland diesen Bundestrojaner gehabt, wir wissen, was alles möglich ist –: Dort, wo Daten eingesetzt und gesammelt werden, werden sie auch gestohlen! Das ist ein Faktum. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Eine klare Lobbyismus-Botschaft!
Ja, Mundgesundheit ist gut, und auch das Ministerium soll sich dafür einsetzen. Aber es gibt da einen überbetrieblichen Verband, und da hätten Sie sich hinstellen müssen, nicht mit der Firma Colgate! Ich bin gespannt, wie die Fragen, die gestellt worden sind, beantwortet werden. Auf alle Fälle war es zumindest sehr ungeschickt, dies zu tun. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Eine klare Lobbyismus-Botschaft!)
Beifall bei der ÖVP.
Des Weiteren hat der Herr Minister die gar nicht leichte Aufgabe des Veterinärwesens und damit natürlich auch des Tierschutzes zu bewältigen. Hier merke ich, dass die Mittel zurückgehen. Ich nehme nicht an, Herr Minister, dass Sie dem Tierschutz weniger Beachtung beimessen. Sie wissen, ich weiß, wir wissen, dass eine Reihe von Fragen anstehen, und wir erwarten uns hier in den nächsten Wochen konstruktive Verhandlungen und brauchbare Ergebnisse. Vergessen wir nicht: Tierschutz ist uns allen ein ganz großes Anliegen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Herr Bundesminister, das sind viele Aufgaben. Wir werden uns bemühen, dass wir das alles in absehbarer Zeit abarbeiten. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Es ist schon einiges gesagt worden, was ich nur unterstützen kann, Herr Bundesminister. Mir fehlt auch nicht nur bei dem, was Sie im Budget darstellen, sondern auch bei dem, was Sie sagen, eine Prioritätensetzung. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Rasinger.
Wenn Sie jetzt sagen – und das haben Sie heute gesagt –, ELGA kann sogar Krankheiten einsparen, stellt es mir alle Haare auf. (Ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Rasinger.) Das ist wirklich eine Behauptung, die durch nichts beweisbar ist. Jetzt habe ich mir diesen Entwurf, den ich allerdings nicht von Ihnen bekommen habe, angesehen. Herr Bundesminister, ich sage es noch einmal, ich finde das ungehörig. Wir diskutieren über ELGA, bekommen aber vom Ministerium den Entwurf nicht. Wir diskutieren aber. Sie sagen ja, der Entwurf ist in Diskussion. Schmecks! Schmarren! Nicht in Diskussion, sondern in Durchführung ist er.
Beifall bei den Grünen.
Nein, Entschuldigung, Herr Bundesminister, so nicht mit uns! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Petzner – Schriftstücke in die Höhe haltend –: Nein! Das ist ja beweisbar!
Herr Kollege Petzner – die Sitzung gestern ist ja unterbrochen worden –, eine Frage hiezu an Sie: Sind Sie bereit, den Vorwurf dieser strafbaren Handlung zurückzunehmen? (Abg. Petzner – Schriftstücke in die Höhe haltend –: Nein! Das ist ja beweisbar!)
Abg. Riepl: Der braucht zwei Ordnungsrufe! Er hat es ja zweimal gesagt!
Stoisits einen Ordnungsruf. (Abg. Riepl: Der braucht zwei Ordnungsrufe! Er hat es ja zweimal gesagt!)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Jakob Auer. – Abg. Öllinger: Sie kennen ja den Vorwurf gar nicht!
Ich ersuche Sie, hier nicht Stenographische Protokolle zu verlesen. Das ist keine Geschäftsordnungsmeldung. Die Protokolle kann jeder bereits im Internet nachlesen. Wir haben zugesagt, dass das in der Präsidiale behandelt wird. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Jakob Auer. – Abg. Öllinger: Sie kennen ja den Vorwurf gar nicht!)
Abg. Öllinger: Aber Sie kennen den Vorwurf nicht!
Auch die Rede des Herrn Abgeordneten Kickl wird in der Präsidiale Behandlung finden. (Abg. Öllinger: Aber Sie kennen den Vorwurf nicht!) Herr Kollege Öllinger, ich will jetzt nicht mit Ihnen diskutieren über eine gehaltene Rede, sondern ich möchte, dass der Fortgang dieser Sitzung entsprechend sichergestellt ist. (Abg. Öllinger: Und ich möchte eine korrekte Verhandlungsführung!)
Abg. Öllinger: Und ich möchte eine korrekte Verhandlungsführung!
Auch die Rede des Herrn Abgeordneten Kickl wird in der Präsidiale Behandlung finden. (Abg. Öllinger: Aber Sie kennen den Vorwurf nicht!) Herr Kollege Öllinger, ich will jetzt nicht mit Ihnen diskutieren über eine gehaltene Rede, sondern ich möchte, dass der Fortgang dieser Sitzung entsprechend sichergestellt ist. (Abg. Öllinger: Und ich möchte eine korrekte Verhandlungsführung!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke mir, dass es ein guter, weiterer wichtiger Schritt ist, sehr bedürftigen Menschen in unserem Lande nicht nur die notwendige Unterstützung zu geben, sondern auch diskriminierende Dinge, die bis jetzt bestanden haben, zu beseitigen. Herzlichen Dank auch für diese Maßnahme und für Ihre Unterstützung in diesem Zusammenhang, Herr Bundesminister! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Dafür, glaube ich, gilt der Dank nicht nur unserem Sozialminister, unserem Gesundheitsminister, sondern auch den Kollegen und Kolleginnen der Selbstverwaltung, und mein ganz besonderer Dank und, wie ich glaube, auch Ihr besonderer Dank gilt den vielen, vielen Tausend Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen im Bereich der Krankenkassen, aber auch im Bereich der gesamten Sozialversicherung, die sehr viel dazu beitragen, dass dieses schöne Land Österreich auch mit so guten sozialen Leistungen die Bürger umsorgt und umhegt. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Abgeordneter Kurt List (BZÖ): Herr Präsident! Frau Finanzministerin! Herr Gesundheitsminister! Hohes Haus! Herr Bundesminister Stöger, Sie sind völlig ahnungslos. Sie haben keine Kenntnis der akuten Probleme im Gesundheitsbereich. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Sie verzetteln sich lieber in Kleinigkeiten, was Ihr schwacher Auftritt in der „Pressestunde“ auch beweist.
Beifall beim BZÖ.
Sie kennen auch die Statements dazu. Es ist ein Skandal, dass die Gesundheit den Politikern nichts mehr wert ist und sie bei uns, bei den Menschen, sparen! – So ein Patient, der im Krankenhaus Hilfe sucht. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Trotzdem blockieren Sie, Herr Bundesminister Stöger – und das als ehemaliger Chef einer Gebietskrankenkasse –, weiterhin jede große Reform im Gesundheitsbereich. Sie schützen die Privilegien in den maroden Kassen. Sie versuchen, diese mit Steuergeldern zu sanieren. Das ist eine völlig falsche Gesundheitspolitik, die Sie betreiben. Sie wird von uns abgelehnt. Wir sagen: Genug gezahlt vom Steuergeld für das Stopfen von Löchern in den defizitären Krankenkassen! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
uralte BZÖ-Forderung um! Nur damit kann das österreichische Gesundheitswesen nachhaltig saniert werden. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Sacher – in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. List –: Die sollen dir bessere Reden schreiben! – Ironische Heiterkeit beim BZÖ. – Abg. Grosz: Das sagt ausgerechnet der, der nie redet! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als nächste Rednerin zu Wort gelangt Frau Abgeordnete Durchschlag. 4 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Sacher – in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. List –: Die sollen dir bessere Reden schreiben! – Ironische Heiterkeit beim BZÖ. – Abg. Grosz: Das sagt ausgerechnet der, der nie redet! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Reformen sind notwendig. Dass diese auch gelingen können, zeigt unser gemeinsames Heimatbundesland Oberösterreich vor. Da können sich durchaus auch andere Bundesländer eine Scheibe davon abschneiden. Oberste Priorität bei der Reform, die der Landtag einstimmig beschlossen hat, war, kein Personal abzubauen und hohe Qualität aufrechtzuerhalten. Durch intelligente Schwerpunktsetzung wird es möglich sein, Kostensteigerungen – und nur um die geht es – in einem vertretbaren Rahmen zu halten und über die nächsten zehn Jahre 2,3 Milliarden € einzusparen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Zusammenfassend kann man sagen: Gesund sein und gesund bleiben – und da bin ich durchaus im Widerspruch zu manchen Vorrednern – wird in Österreich sehr gut unterstützt. Es gibt aber einige Lücken. Füllen wir diese Lücken im System! Wir werden Sie dabei unterstützen. – Danke sehr. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Martin Strutz (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Gesundheitsminister! Herr Kollege Maier, ich habe mir überlegt, ob ich auf Ihren Vorwurf eingehen soll, den Sie im Schutz der Immunität formuliert haben: Lobbyist. Ich werde es nicht tun. Ich möchte Sie nur warnen und meine, Sie sollten mit dem Vorwurf Lobbyismus sehr vorsichtig sein. Das, was ich zu hinterfragen gedenke, ist Ihre Rolle in der Causa ELGA. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Für wen betreibt er Lobbyismus? Für die Datensicherheit sicherlich nicht!
Sie sind Vorsitzender der Datenschutzkommission, die eine massiv negative Stellungnahme zum Projekt ELGA abgegeben hat, kommen hier heraus, machen dem Herrn Bundesminister die Mauer und behaupten einfach Dinge, die falsch sind. (Abg. Strache: Für wen betreibt er Lobbyismus? Für die Datensicherheit sicherlich nicht!)
Beifall bei der FPÖ.
ter: Auer sagt zu, den Begriff „jederzeit“ an den entsprechenden Gesetzesstellen zu streichen. Das heißt, das, was Sie hier am Rednerpult behauptet haben, ist die Unwahrheit. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Das alles hätte top secret bleiben sollen!
Liebe Abgeordnete, sprecht einmal mit euren Finanzreferenten, mit euren Landeshauptleuten, wie sie diese 53 Millionen € finanzieren wollen, zumal für etwas, das bis zum heutigen Tage nicht vorhanden ist! 17,2 Millionen € weitere Errichtungskosten, Finanzierung durch den Bund. 13,7 Millionen € Umsetzung des Betriebes des Projekts E-Medikation, das wegen Ergebnislosigkeit eingestellt worden ist. Kosten von 130 Millionen € – von Ihrem Sektionschef Auer, von Ihrer ELGA GmbH im Steuerungsgremium vorgelegt. Sie täuschen die Österreicher, nur um Ihr Prestigeprojekt durchzubringen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Das alles hätte top secret bleiben sollen!)
Beifall bei der FPÖ.
Und ich spreche jeden Abgeordneten, auch die Sozialdemokraten – die ÖVP hat in dieser Frage ja hoffentlich eine klare Linie – persönlich an: Wollen Sie wirklich, dass Ihre Gesundheitsdaten im Netz öffentlich für hundert Berufsgruppen – so steht es im Gesetz – zugänglich sind? Wenn Herr Maier hier sagt: Das Tolle ist, sie sind ja nicht zentral gespeichert, sondern sie liegen regional in den einzelnen Krankenhäusern und werden dort sozusagen sicher sein!, dann sage ich dazu nur: Schauen wir nach Tirol, dort sehen wir, wie schnell die Gesundheitsdaten angreifbar sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ganz entschieden möchte ich auch noch etwas dazu sagen: Herr Bundesminister! Verstehen Sie meinen Redebeitrag wirklich als Warnung vor diesem Projekt ELGA. Das ist der größte finanzielle, der größte organisatorische, aber auch, ich sage Ihnen das bewusst von diesem Rednerpult aus, der größte politische Skandal, der im Bereich des Gesundheitsministeriums stattfindet. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Ich möchte Sie fragen, wieso Sie sich so massiv für dieses Projekt einsetzen. Hat es damit zu tun, dass die Firma Siemens in Ihrem Ministerium interveniert hat? Hat es damit zu tun, dass die Firma Siemens als Sponsor und Finanzier der ELGA-Anwendertreffen auftritt? Hat es damit zu tun? – Jetzt wird die Sozialdemokratie ein bisschen nervös. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) – Hat das damit zu tun, dass der Hauptverband, Frau Kollegin, von einem österreichischen Gericht verurteilt worden ist, weil er die Vergabebestimmungen nicht eingehalten hat?
Abg. Strache: Welche Lobbyinginteressen stehen da wohl dahinter?
Der Hauptverband ist verurteilt worden, hat eine Strafe zahlen müssen, dies mit den Geldern aller Versicherten, weil er keine Ausschreibung gemacht hat. Und Ihre Mitarbeiter in den Ministerien sitzen schon wieder beieinander und überlegen, wie man die Ausschreibung umgehen könnte. (Abg. Strache: Welche Lobbyinginteressen stehen da wohl dahinter?)
Zwischenrufe
4. Sitzung der ELGA-Kommission, geleitet vom Kollegen Auer (Zwischenrufe) – ja, Kollege Maier hat mich wirklich gereizt –, da steht drinnen: Wir machen jetzt einmal eine Bietersuche, Juli bis August, und dann machen wir ein Verhandlungsverfahren, September bis Dezember. Und dann ergänzt Herr Eisl:
Abg. Strache: Da braucht es einen Untersuchungsausschuss!
Das heißt, da wird ausgeschrieben, da werden die Firmen, die sich bewerben, gepflanzt, während die schon vor drei Monaten wussten, dass sie einfach nach dem Beschluss des Gesetzes diese Verfahren abbrechen wollen, weil sie schon wissen, wer in Wirklichkeit diesen Auftrag bekommen wird. (Abg. Strache: Da braucht es einen Untersuchungsausschuss!)
Abg. Strache: Die lesen wir dann in der Zeitung, wenn es so weit ist!
Ich wiederhole mich: Herr Bundesminister, ich warne Sie! Schauen Sie sich wirklich einmal diese Protokolle an! Reden Sie mit den Leuten, die in den Kontrollgremien sitzen, ob dieses Projekt ELGA nicht doch einfach zu beenden wäre! Und an Sie, meine Damen und Herren Abgeordneten, appelliere ich wirklich, sich das Gesetz genau durchzulesen, die Stellungnahmen genau durchzulesen, denn Sie persönlich sind betroffen. Ihre Gesundheitsdaten stehen bei diesem Gesetzesbeschluss auf dem Prüfstand. (Abg. Strache: Die lesen wir dann in der Zeitung, wenn es so weit ist!)
Beifall bei der FPÖ.
Und an die ÖVP appelliere ich, in dieser Frage hart zu bleiben. Wir haben sehr wohl verstanden, warum der Gesundheitssprecher der ÖVP Rasinger, der bisher immer eine klare Linie gefahren hat, plötzlich von den Verhandlungen abgezogen und durch den aus der Wirtschaftskammer kommenden Herrn Wirtschaftsminister Mitterlehner ersetzt worden ist. Auch das hat einen guten Grund. Auch das ist dokumentiert. Über dieses Projekt ELGA werden wir im Hohen Haus noch viel zu diskutieren haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Bundesministerin Dr. Fekter: Da kennen sie sich nicht aus!
Ich berichtige: Ich bin Vorsitzender des Datenschutzrates – mit ganz anderen Aufgaben als die Datenschutzkommission. (Bundesministerin Dr. Fekter: Da kennen sie sich nicht aus!)
Abg. Ing. Westenthaler: Er sollte einmal an einem Geschäftsordnungsseminar teilnehmen, damit er das lernt!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Herr Kollege Maier, mit Verlaub: Das ist kein Sachverhalt, der tatsächlich berichtigt werden kann. Da müssten wir ja eigentlich in jeder Rede zwei Berichtigungen machen. (Abg. Ing. Westenthaler: Er sollte einmal an einem Geschäftsordnungsseminar teilnehmen, damit er das lernt!) Das ist eine politische Wertung, und diese entzieht sich einer tatsächlichen Berichtigung.
Beifall bei der SPÖ.
Oder aber der Zugang von uns von der SPÖ. Wir sagen, wir müssen künftig ähnlich wie bei den vergangenen Budgets einnahmen- und ausgabenseitig die Schuldenbremse einsetzen und beschließen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf.
In diesem Zusammenhang: Wenn alle Experten uns vorrechnen, dass nur 1,3 Prozent des gesamten Steueraufkommens vermögensbezogene Steuern sind und in der OECD der Durchschnitt bei 5,4 Prozent liegt, dann müsste letztendlich auch hier im Hohen Haus einmal, wenn es um die Budgetkonsolidierung geht (Zwischenruf.) Alle wissen, wo der Hebel anzusetzen wäre: Bei einer dem OECD-Durchschnitt von 5,4 Prozent entsprechenden Vermögensbesteuerung hätten wir 4 Milliarden € an Mehreinnahmen, mit denen wir unseren guten Sozial- und Wohlfahrtsstaat weiter finanzieren könnten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Zusammenhang: Wenn alle Experten uns vorrechnen, dass nur 1,3 Prozent des gesamten Steueraufkommens vermögensbezogene Steuern sind und in der OECD der Durchschnitt bei 5,4 Prozent liegt, dann müsste letztendlich auch hier im Hohen Haus einmal, wenn es um die Budgetkonsolidierung geht (Zwischenruf.) Alle wissen, wo der Hebel anzusetzen wäre: Bei einer dem OECD-Durchschnitt von 5,4 Prozent entsprechenden Vermögensbesteuerung hätten wir 4 Milliarden € an Mehreinnahmen, mit denen wir unseren guten Sozial- und Wohlfahrtsstaat weiter finanzieren könnten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordnete Ursula Haubner (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Finanzministerin! Sehr geehrter Herr Gesundheitsminister! ELGA ist, wie wir jetzt von vielen Vorrednern gehört haben, auch von unserem Gesundheitssprecher, nicht nur teuer, ist nicht nur im Hinblick auf den Datenschutz bedenklich, sondern ist auch von großer politischer Brisanz. Ich denke, hier muss noch vieles offengelegt werden. Das Einzige, was Sie hier haben, Herr Bundesminister, ist eine Strategie, die sonst im Gesundheitsbudget fehlt: Die Strategie mit dem Kopf durch die Wand, koste es, was es wolle, ELGA muss kommen. (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Sie nicht einmal an, darüber darf nicht einmal diskutiert werden. Wenn da zusammengelegt würde, dann könnte man viel an Verwaltung einsparen, aber dies würde natürlich auch viel Machtverlust für Rot und Schwarz angesichts all dieser eingefärbten Direktoren und Verwaltungsapparate bedeuten. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. List: Hört ja nicht einmal zu!
Wenn Sie, Herr Bundesminister Stöger (Abg. List: Hört ja nicht einmal zu!), immer sagen, Sie sind ein Kämpfer gegen die Zweiklassenmedizin, dann müssten Sie eigentlich dort anfangen, denn wenn man endlich einmal die Sozialversicherungssysteme vereinheitlicht und das in allen neun Bundesländern umsetzt, dass überall ein gleiches Leistungsangebot für die Versicherten da ist, dass gleiche Leistungshonorare an die behandelnden Ärzte und auch an die anderen Gesundheitsdienstleister gezahlt werden, und wenn sparsame Verwaltungsstrukturen da wären, dann wäre das ein Anfang im Kampf gegen die Zweiklassenmedizin, aber das nehmen Sie nicht in Angriff. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Donabauer.)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Donabauer.
Wenn Sie, Herr Bundesminister Stöger (Abg. List: Hört ja nicht einmal zu!), immer sagen, Sie sind ein Kämpfer gegen die Zweiklassenmedizin, dann müssten Sie eigentlich dort anfangen, denn wenn man endlich einmal die Sozialversicherungssysteme vereinheitlicht und das in allen neun Bundesländern umsetzt, dass überall ein gleiches Leistungsangebot für die Versicherten da ist, dass gleiche Leistungshonorare an die behandelnden Ärzte und auch an die anderen Gesundheitsdienstleister gezahlt werden, und wenn sparsame Verwaltungsstrukturen da wären, dann wäre das ein Anfang im Kampf gegen die Zweiklassenmedizin, aber das nehmen Sie nicht in Angriff. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Donabauer.)
Beifall beim BZÖ.
Ich würde Sie als verantwortungsvollen Gesundheitsminister, der sich auch seiner Verantwortung für die Zukunft bewusst ist, wirklich bitten, endlich einmal diese Beschwichtigungstouren zu beenden und mit Ihren Regierungskollegen ein ernstes Wort zu reden, dass gerade in Oberösterreich die dringend notwendige medizinische Universität errichtet wird. Das ist ein Anliegen von allen Parteien in Oberösterreich, und das sollte Auftrag genug sein. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Öllinger: Aber im Durchschnitt!
Abgeordnete Mag. Gertrude Aubauer (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Minister! Hohes Haus! Ich möchte mit einer guten Nachricht beginnen. Wer heute in Österreich auf die Welt kommt, hat eine Lebenserwartung von rund 80 Jahren. (Abg. Öllinger: Aber im Durchschnitt!) Wunderbar, aber wir wollen nicht nur länger leben, wir wollen auch länger und möglichst lange gesund und fit bleiben. Dieser Wunsch, das ist jetzt die schlechte Nachricht, geht in Österreich leider seltener in Erfüllung als anderswo. Tatsache ist, die Österreicher werden früher krank als die Bürger anderer EU-Staaten. Das ist doch ein Alarmzeichen. (Ruf: Weil es eine ungesunde Politik gibt! – Abg. Ing. Westenthaler: Bei der Regierung muss man ja krank werden!)
Ruf: Weil es eine ungesunde Politik gibt! – Abg. Ing. Westenthaler: Bei der Regierung muss man ja krank werden!
Abgeordnete Mag. Gertrude Aubauer (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Minister! Hohes Haus! Ich möchte mit einer guten Nachricht beginnen. Wer heute in Österreich auf die Welt kommt, hat eine Lebenserwartung von rund 80 Jahren. (Abg. Öllinger: Aber im Durchschnitt!) Wunderbar, aber wir wollen nicht nur länger leben, wir wollen auch länger und möglichst lange gesund und fit bleiben. Dieser Wunsch, das ist jetzt die schlechte Nachricht, geht in Österreich leider seltener in Erfüllung als anderswo. Tatsache ist, die Österreicher werden früher krank als die Bürger anderer EU-Staaten. Das ist doch ein Alarmzeichen. (Ruf: Weil es eine ungesunde Politik gibt! – Abg. Ing. Westenthaler: Bei der Regierung muss man ja krank werden!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Vorsorge! Sie sind doch von der Regierungsfraktion!
Die Schweden zum Beispiel bleiben zehn Jahre länger gesund als die Österreicher. Warum bleiben wir nicht so lange gesund? Woran liegt das? Liegt das am Geld? –Mitnichten. Unsere Gesundheitsausgaben sind überdurchschnittlich hoch. Für jeden Österreicher werden 3 400 € pro Jahr ausgegeben, im EU-Schnitt ist es um ein Drittel weniger. Da stimmt doch etwas nicht. (Abg. Dr. Pirklhuber: Vorsorge! Sie sind doch von der Regierungsfraktion!) Wo versickern unsere Millionen? – Sie gehen viel zu viel in die Reparatur von Krankheiten und viel zu wenig in die Vorsorge.
Beifall bei der ÖVP.
Das ist auch wichtig, denn Menschen sollen ja immer länger arbeiten, immer länger im Job bleiben. Dazu gehört aber auch die notwendige Gesundheit. Derzeit schaut es da ganz anders aus. Im Vorjahr sind 25 000 Menschen mit einer Invaliditätspension in den Ruhestand gegangen. Das ist jeder dritte Neuzugang in die Pension. Da ist für mich Feuer am Dach. Das sind alles menschliche Tragödien, da geht aber auch viel Arbeitskräftepotential verloren, das unsere Wirtschaft ganz dringend braucht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zu guter Letzt, Herr Minister, möchte ich Ihnen ein Anliegen der Senioren ganz besonders ans Herz legen. Die aktuelle Diskussion um das mögliche Aussterben von Hausärzten hat viele ältere Menschen enorm verunsichert. Da braucht es eine Stärkung und Absicherung der Rolle der Hausärzte. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Krainer und Dr. Pirklhuber.
Abgeordneter Bernhard Vock (FPÖ): Frau Aubauer, Sie haben gerade die Frage gestellt, warum die Bürger in Österreich früher krank werden als in anderen europäischen Staaten. Vielleicht müssen sich unsere Bürger mehr über unsere Regierung ärgern als Bürger in anderen europäischen Staaten. (Heiterkeit bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Krainer und Dr. Pirklhuber.)
Beifall bei der FPÖ.
Das würde nichts kosten, Herr Minister. Vielleicht kann man es bei der ÖVP auch endlich einmal durchbringen, dass das österreichische Tierschutzgesetz in den Verfassungsrang kommt. Das kostet nichts, das wäre nur eine Willenskundgebung. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Tadler.
Herr Minister, ich hoffe, Sie hören nicht auf den Koalitionspartner ÖVP, wie es der Kollege Donabauer hier gesagt hat, für den die EU-Mindeststandards das Maß aller Dinge sind, sondern Sie setzen sich auch künftig dafür ein, dass der Tierschutz in Österreich als Vorreiter für Europa gilt. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Tadler.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend halte ich fest, dass das Gesundheitsbudget 2012 ein sehr solides ist und dass es von guter Weiterentwicklung geprägt ist, worauf wir durchaus stolz sein können. – Respekt, Herr Bundesminister! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Dazu sind grundsätzliche Forschungen und Risikoanalysen notwendig. Ich gehe davon aus, dass wir mit entschiedenem Druck hier aus dem Haus auch dazu beitragen werden, dass diese Studien und diese Risikoanalysen durchgeführt werden. Aber leider liegt uns, wie gesagt, das Unternehmenskonzept derzeit nicht vor. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzter Herr Bundesminister, Sie haben schon mit der Finanzierung beziehungsweise Sanierung der Krankenkassen bewiesen, wie ernst Sie die Gesundheitsversorgung nehmen, und ich bin zuversichtlich, dass Ihnen das auch bei ELGA gelingen wird. Von uns haben Sie dazu eine hundertprozentige Unterstützung. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Ewald Sacher (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Die Gesundheitspolitik bewegt die Menschen, und Bundesminister Stöger bewegt die Gesundheitspolitik, und das bewegt ganz offensichtlich nervös gewordene Oppositionsabgeordnete heute so sehr in dieser Debatte. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Schluss kommend möchte ich noch sagen: Minister Stöger hat mit seiner Reformpolitik sehr vieles bewegt: Ärzte-GmbHs, verstärkte Gründung von Gemeinschaftspraxen, Jobsharingpraxen, Sicherstellung der Hausarztversorgung. Ich freue mich, lieber Herr Gesundheitsminister, dass wir nächste Woche in Krems gemeinsam den Spatenstich für ein neues Gesundheits- und Sozialzentrum machen können. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
In der Heftigkeit der Diskussion geht halt leider die Sachlichkeit verloren, und von Sachlichkeit kann man nicht sprechen, was den Inhalt der Inserate der Wiener Ärztekammer betrifft, denn da steht nichts außer Polemik. (Beifall bei der SPÖ.)
Die Abgeordneten Dr. Lichtenecker und Dr. Pirklhuber heben die Hand.
Und was die Angst vor Datenklau betrifft, möchte ich sagen: Wer von Ihnen macht nicht Electronic Banking? Der soll jetzt die Hand heben! Wer macht nicht die Steuererklärung auf FinanzOnline? – Alle wahrscheinlich! (Die Abgeordneten Dr. Lichtenecker und Dr. Pirklhuber heben die Hand.) Okay, es gibt ein paar. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Ja, ist okay, das mag sein. Aber niemand (Abg. Dr. Karlsböck: Wegen des Datenschutzes!) – Wegen des Datenschutzes, sagen Sie. Wahrscheinlich! Genau! Aber sehr viele tun es, und sehr viele tun es äußerst erfolgreich.
Zwischenrufe bei den Grünen.
Und was die Angst vor Datenklau betrifft, möchte ich sagen: Wer von Ihnen macht nicht Electronic Banking? Der soll jetzt die Hand heben! Wer macht nicht die Steuererklärung auf FinanzOnline? – Alle wahrscheinlich! (Die Abgeordneten Dr. Lichtenecker und Dr. Pirklhuber heben die Hand.) Okay, es gibt ein paar. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Ja, ist okay, das mag sein. Aber niemand (Abg. Dr. Karlsböck: Wegen des Datenschutzes!) – Wegen des Datenschutzes, sagen Sie. Wahrscheinlich! Genau! Aber sehr viele tun es, und sehr viele tun es äußerst erfolgreich.
Abg. Dr. Karlsböck: Wegen des Datenschutzes!
Und was die Angst vor Datenklau betrifft, möchte ich sagen: Wer von Ihnen macht nicht Electronic Banking? Der soll jetzt die Hand heben! Wer macht nicht die Steuererklärung auf FinanzOnline? – Alle wahrscheinlich! (Die Abgeordneten Dr. Lichtenecker und Dr. Pirklhuber heben die Hand.) Okay, es gibt ein paar. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Ja, ist okay, das mag sein. Aber niemand (Abg. Dr. Karlsböck: Wegen des Datenschutzes!) – Wegen des Datenschutzes, sagen Sie. Wahrscheinlich! Genau! Aber sehr viele tun es, und sehr viele tun es äußerst erfolgreich.
Beifall bei der SPÖ.
auch Folgendes angemerkt: Neben sinnvollem Sparen geht es auch darum, die Vermögenden zur Kasse zu bitten! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (FPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Wir haben bereits in der Generaldebatte über Bildung das eine oder andere gehört, insbesondere wurde der Ruf laut nach mehr Geld für die Bildung – grundsätzlich ein richtiges, ein hehres Anliegen! Nur: Es ist ja nicht so, dass in Österreich wenig Geld für die Bildung ausgegeben würde. Das sagt ja auch die OECD. Es wird sogar relativ viel Geld ausgegeben. Das Problem liegt nur darin, dass das Geld nicht im Klassenzimmer ankommt, weil es da einen Filter dazwischen gibt. Und ich würde einmal diese Grobfilter „Schulverwaltung“ nennen, wo das eine oder andere drinnen hängenbleibt, was viel besser direkt im Klassenzimmer aufgehoben wäre. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Daher ist der Ruf nach mehr Geld eigentlich erst das Zweite, denn mit mehr vom Gleichen schaffe ich keine Verbesserung, keine Veränderung, sondern zuerst muss ich schauen, wo die Struktur verändert werden kann. Dazu gibt es natürlich sehr, sehr viele Anregungen. Es gibt aufgrund von Anregungen, die der Rechnungshof mit dem IHS gemacht hat, sogar ein Regierungsübereinkommen in Richtung Verwaltungsreform. Es ist dieser Punkt auch im Bildungsvolksbegehren angesprochen worden, wo auch einige Punkte drinnen sind, die von der FPÖ einerseits ernst genommen werden und andererseits auch gewollt werden. Ich würde eher sagen, es sind dies Punkte, die man unter die Rubrik „No-na-net!-Forderungen“ stellen könnte. Andere Punkte wie „Gesamtschule mit verschränktem Unterricht“ oder „Ende des Sitzenbleibens“ sind Punkte, die ausdrücklich nicht unsere Zustimmung finden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das Unterrichtskonzept der Freiheitlichen ist nämlich eines – und das möchte ich zum Abschluss hier sagen –: Wir wollen den Leistungsgedanken und die Disziplin an den Schulen fördern und wir wollen auch eine familienfreundliche Schule haben! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Petzner: Macht es doch einmal!
Abgeordneter Elmar Mayer (SPÖ): Herr Präsident! Frauen Ministerinnen! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich kann in vielen Punkten dem Kollegen Rosenkranz zustimmen, besonders was die Abschaffung der Bezirksschulräte betrifft. Ich glaube, wir werden aber den diesbezüglichen Antrag nicht brauchen und es wird trotzdem dazu kommen. (Abg. Petzner: Macht es doch einmal!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich lade alle dazu ein, wirklich konstruktive Beiträge zu bringen, die helfen, die Schule weiterzuentwickeln. Das, was jetzt auf die Schiene gebracht wird, kann sich sehen lassen, und es ist nachhaltig. Ich weiß, dass nicht alles, was wir jetzt noch im heurigen Jahr und was wir im nächsten Jahr beschließen werden, übernächstes Jahr schon messbar ist. Denn: Diese Dinge sind nachhaltig, der Tanker Bildung bewegt sich nur langsam. Wir haben jetzt noch die Folgen von früher und müssen jetzt die Weichen anders stellen. Aber es lohnt sich, dafür zu kämpfen, und es wird sich auch lohnen, entsprechend für Motivation zu sorgen, denn die Schulen brauchen das. Sie brauchen Motivation und nicht laufend negative Stimmung. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Ich glaube, diese Bewegung in der ÖVP ist einen Applaus wert. (Beifall bei den Grünen.) Das steht heute auf der Homepage des ORF.
Abg. Dr. Rosenkranz: Ich kann es mir vorstellen! – Abg. Öllinger: Der Herr Rosenkranz!
Kollege Rosenkranz, es geht noch weiter. Wissen Sie, wer dieser Forderung der Grünen laut ORF-Homepage auch noch zugestimmt hat? (Abg. Dr. Rosenkranz: Ich kann es mir vorstellen! – Abg. Öllinger: Der Herr Rosenkranz!) Ich zitiere hier nur die ORF-Homepage. Zugestimmt hat auch der Bildungssprecher der FPÖ – diesen gibt es tatsächlich – in Lustenau; der ist für Bildung zuständig. (Abg. Mag. Stadler: Wie heißt der?)
Abg. Mag. Stadler: Wie heißt der?
Kollege Rosenkranz, es geht noch weiter. Wissen Sie, wer dieser Forderung der Grünen laut ORF-Homepage auch noch zugestimmt hat? (Abg. Dr. Rosenkranz: Ich kann es mir vorstellen! – Abg. Öllinger: Der Herr Rosenkranz!) Ich zitiere hier nur die ORF-Homepage. Zugestimmt hat auch der Bildungssprecher der FPÖ – diesen gibt es tatsächlich – in Lustenau; der ist für Bildung zuständig. (Abg. Mag. Stadler: Wie heißt der?)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Öllinger: Die Welt steht nicht mehr lange!
Frau Ministerin, das ist, glaube ich, ein positiver Beginn meiner Rede, und Sie sehen, grüne Beharrlichkeit, grüne Überzeugungsarbeit führt dazu, dass in diesem Land wirklich der Beton bröckelt, sogar der schwarze Bildungsbeton. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Öllinger: Die Welt steht nicht mehr lange!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.
Kollege Amon lacht schon. Ich merke, er sieht die Chance, dass er jetzt der große schwarze Bildungsreformer wird. Kollege Amon, ich lade Sie gerne zu weiteren Gesprächen ein, und ich bin sicher, ähnliche Meldungen wird es künftig auch von der ÖVP-Fraktion im Nationalrat geben. (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Öllinger: Die ÖVP denkt in Jahrtausenden!
Ich würde meinen, nach 90 Jahren, Kollege Amon, machen Sie den Schritt, ziehen Sie mit uns mit und wir verwirklichen die Gemeinsame Schule in den nächsten Jahren. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Öllinger: Die ÖVP denkt in Jahrtausenden!)
Abg. Elmar Mayer: Du musst dir die Schülerzahlen anschauen!
Kollege Mayer, von wegen mehr Dienstposten: Auch dann, wenn man eine Unwahrheit immer wieder wiederholt, wird es nicht richtig. Im nächsten Jahr sind exakt 307 BundeslehrerInnendienstposten weniger im Budget veranschlagt. Das ist, bitte, dieser Budgetvorschau zu entnehmen. Wenn man das ernst nimmt, was da drinsteht (Abg. Elmar Mayer: Du musst dir die Schülerzahlen anschauen!) – bei dieser Regierung bin ich mir nicht sicher, weil man ja selbst schon ankündigt, dass man ab Jänner ein neues Budget beschließen wird –, und das eintritt, dann werden wir da weniger und nicht mehr Dienstposten haben. Und im Bereich der PflichtschullehrerInnen schaut es nicht besser aus. Die Zahlen dafür sind notgedrungen nicht in diesem Budget enthalten, weil das Landesangelegenheit ist, aber wenn man das hochrechnet, haben wir auch dort ein erkleckliches Minus.
Beifall bei den Grünen.
Gehen Sie bitte endlich das große Thema an, gehen Sie endlich das Thema Schulverwaltung an. Da haben Sie uns an Ihrer Seite, da sind wir bereit, auch unpopuläre Forderungen und Maßnahmen mitzutragen. Aber Sie müssen den Mut haben, das Ihren Landeshauptleuten und den Landeshauptleuten der ÖVP in den Bundesländern klarzumachen: Da geht es nicht um Machtpositionen, sondern um eine einfache Struktur, eine Struktur, die unseren Kindern das Leben in der Schule erleichtert, die den Lehrkräften das Leben erleichtert und die es ermöglicht, dass wir in Österreich jenen Schritt nach vorne gehen, den wir im Bildungsbereich dringend gehen müssen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Elmar Mayer: Die größte Marktgemeinde!
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Bundesministerinnen! Meine Damen und Herren! Es ist ja verständlich, dass sich Herr Kollege Walser an Ereignisse klammert, die in kleinen Bezirken im kleinen Vorarlberg stattfinden (Abg. Elmar Mayer: Die größte Marktgemeinde!), anstatt sich mit uns über den großen Wurf der Neuen Mittelschule zu freuen. Alle Hauptschulen werden zu Neuen Mittelschulen weiterentwickelt, und die Gymnasien dürfen bleiben – ein schöner Erfolg der Regierungsparteien, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Bundesministerinnen! Meine Damen und Herren! Es ist ja verständlich, dass sich Herr Kollege Walser an Ereignisse klammert, die in kleinen Bezirken im kleinen Vorarlberg stattfinden (Abg. Elmar Mayer: Die größte Marktgemeinde!), anstatt sich mit uns über den großen Wurf der Neuen Mittelschule zu freuen. Alle Hauptschulen werden zu Neuen Mittelschulen weiterentwickelt, und die Gymnasien dürfen bleiben – ein schöner Erfolg der Regierungsparteien, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Hat er eh gesagt !
Eine tolle Weiterentwicklung, und ich hätte mich wirklich gefreut, Herr Kollege Walser, wenn es Ihnen einmal gelungen wäre, auch eine positive Bemerkung zu machen zu dem (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Hat er eh gesagt !), was an Reformmaß-
Beifall bei der ÖVP.
nahmen stattfindet, was wir in einem wunderbaren, ich muss wirklich sagen, in einem eigentlich beispielhaften koalitionären Klima im Bildungsbereich in konstruktiver Art und Weise zusammenbringen. Es wäre nett, wenn die Opposition ein Mal so etwas anerkennen würde, aber das ist nicht möglich. Sie bleiben beim Zeichnen apokalyptischer Bilder: Alles geht daneben, alles ist falsch, alles ist schlecht! – So ist es nicht, Herr Walser, die Wirklichkeit ist ein bisschen anders! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Dr. Walser: Budgettricks sind das, Herr Kollege!
Das gilt im Übrigen auch für das Budget. Ganz ehrlich, man kann ja über viele Dinge reden, aber es ist eben der Frau Bildungsministerin und der Frau Finanzministerin in ganz besonderer Weise dafür zu danken, dass sie gerade in einer Zeit, in der man sehr sorgsam budgetieren muss, in der es darum geht, Budgets nachhaltig weiterzuentwickeln, um 313 Millionen € mehr für das kommende Jahr für den Bildungsbereich, für den Unterrichtsbereich zur Verfügung stellen. Das ist ein gewaltiger Erfolg, eine gewaltige Zukunftsinvestition, und dafür gebührt den beiden Bundesministerinnen unser herzlicher Dank, meine Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Dr. Walser: Budgettricks sind das, Herr Kollege!)
Abg. Dr. Walser: Ich bin ja nicht destruktiv!
Es befinden sich, was die Bildung anlangt, sehr viele Offensivmaßnahmen im Regierungsprogramm. – Sie, Herr Kollege Walser, schütteln den Kopf. Ich verstehe da Ihr destruktives Verhalten nicht. (Abg. Dr. Walser: Ich bin ja nicht destruktiv!) Das Projekt „25“ ist doch ein wirklich tolles bildungspolitisches Projekt, das sich nicht nur auf die Mittelschulen bezieht, sondern selbstverständlich auch die AHS-Unterstufe. Es war immer ein erklärtes Bildungsziel, die Klassenschülerhöchstzahl auf 25 zu setzen. Wir setzen das um. Sie haben nur keine Freude damit, dass wir es umsetzen, das ist Ihr Problem, aber wir machen es.
Beifall bei der ÖVP.
Oder denken Sie an die Weiterentwicklung der Oberstufe, denken Sie an die Nachmittagsbetreuung: 80 Millionen € jährlich mehr hat noch Josef Pröll vereinbart! – Das setzen wir Jahr für Jahr um. Bis zum Jahr 2015 wird die Zahl der Nachmittagsbetreuungsplätze verdoppelt. Das ist eine offensive Bildungspolitik! Der Unterschied ist: Sie reden – und wir setzen es um, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Walser: Nur, weil Sie alle anderen runtergedrückt haben! Weil Sie noch nie eines ernst genommen haben, nehmen Sie das Bildungsvolksbegehren auch nicht ernst! Das ist eine Logik!
Es ist auch darauf einzugehen, weil das auch angesprochen worden ist, wie wir mit dem Bildungsvolksbegehren umgehen. Natürlich ist jede Unterschrift bei jedem Volksbegehren ernst zu nehmen, das sollte man seriös abhandeln, aber man muss auch feststellen, dass von den 35 Volksbegehren, die es bisher gegeben hat, dieses Bildungsvolksbegehren an 17. Stelle liegt mit etwa 6 Prozent der Wahlberechtigten, die da unterschrieben haben. Ich bin für eine ordentliche Behandlung dieses Volksbegehrens hier im Parlament, das soll ordentlich abgehandelt werden, aber ich bin gegen eine Sonderbehandlung, weil das auch unfair gegenüber anderen Volksbegehren wäre. (Abg. Dr. Walser: Nur, weil Sie alle anderen runtergedrückt haben! Weil Sie noch nie eines ernst genommen haben, nehmen Sie das Bildungsvolksbegehren auch nicht ernst! Das ist eine Logik!)
Abg. Dr. Walser: Das ist zynisch, was Sie da machen, Herr Kollege!
Oder das Volksbegehren zur Schaffung eines Bundestierschutzgesetzes: Da gab es die Unterstützung von 7,96 Prozent der Wahlberechtigten, einen Unterausschuss des Verfassungsausschusses, in dem man sich in drei Sitzungen damit beschäftigt hat. (Abg. Dr. Walser: Das ist zynisch, was Sie da machen, Herr Kollege!)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Sie sollten vorsichtig sein, es haben sehr viele ÖVP-Wähler das Volksbegehren unterschrieben!
Oder: Das Volksbegehren zur Sicherung der Neutralität wurde von ziemlich gleich vielen, nämlich 6,21 Prozent, unterstützt (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Sie sollten vorsichtig sein, es haben sehr viele ÖVP-Wähler das Volksbegehren unterschrieben!), und es gab dazu einen Unterausschuss des Außenpolitischen Ausschusses mit zwei Sitzungen.
Abg. Dr. Walser: Nehmen Sie sich ein Vorbild an Kurt Fischer, Bürgermeister von Lustenau!
Wir schlagen Ihnen jetzt vor, dass das ordentlich behandelt wird: Nicht nur eine Unterausschusssitzung, nein, natürlich Behandlung im Unterrichtsausschuss, Einsetzung eines Unterausschusses, ordentliche Behandlung des Wissenschaftsteiles, des Unterrichtsteiles, nochmalige Sitzung im Unterrichtsausschuss. (Abg. Dr. Walser: Nehmen Sie sich ein Vorbild an Kurt Fischer, Bürgermeister von Lustenau!) Also eine ordentliche Behandlung und ein Ernstnehmen – selbstverständlich – all jener, die das unterschrieben haben, eine ordentliche Abhandlung, aber keine Sonderbehandlung, denn das wäre wirklich unfair auch allen anderen Volksbegehren gegenüber! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir schlagen Ihnen jetzt vor, dass das ordentlich behandelt wird: Nicht nur eine Unterausschusssitzung, nein, natürlich Behandlung im Unterrichtsausschuss, Einsetzung eines Unterausschusses, ordentliche Behandlung des Wissenschaftsteiles, des Unterrichtsteiles, nochmalige Sitzung im Unterrichtsausschuss. (Abg. Dr. Walser: Nehmen Sie sich ein Vorbild an Kurt Fischer, Bürgermeister von Lustenau!) Also eine ordentliche Behandlung und ein Ernstnehmen – selbstverständlich – all jener, die das unterschrieben haben, eine ordentliche Abhandlung, aber keine Sonderbehandlung, denn das wäre wirklich unfair auch allen anderen Volksbegehren gegenüber! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Davon zu reden, dass sich im Bereich Bildung wenig ereignet, ist schlicht und einfach Demagogie. Es ist nicht wahr, es geschieht sehr, sehr viel. Wir entwickeln das österreichische Bildungssystem positiv weiter, und es wäre schön, wenn die Opposition hier nicht immer nur destruktiv wäre, indem sie nichts anerkennt, sondern wenn einmal auch von der Opposition hier positive Aussagen kämen. – Ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei BZÖ und Grünen.
Abgeordnete Ursula Haubner (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Kollege Amon hat von, glaube ich, apokalyptischen Bildern, die die Opposition zeichnet, gesprochen, von Destruktivität und Ähnlichem. Dazu muss ich sagen, auch wenn hier Kritik geübt wird, so arbeiten gerade im Bildungsbereich – das müssen Sie ehrlich zugeben – alle konstruktiv-kritisch mit. Ich denke, die Frau Bundesministerin wird das auch so sehen. (Beifall bei BZÖ und Grünen.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Schicken wir den Pilz in den Ausschuss!
Dass man, wenn man Kritik übt, gleich apokalyptische Vorstellungen hat, das finde ich schon weit hergeholt. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Schicken wir den Pilz in den Ausschuss!)
Abg. Amon: Tun Sie es doch!
Ich würde gerne zum Schulbudget sagen: Ein tolles Budget, weil es mehr Geld gibt! (Abg. Amon: Tun Sie es doch!), aber ich kann es nicht sagen, weil wir wissen, dass diese zusätzlichen 4 Prozent nicht vorwiegend für bildungspolitische Initiativen sind, sondern unter anderem auch für Rückzahlungen an die BIG und Ähnliches. Daher ist es wirklich schwer zu sagen, dass das ein Programm, ein Budget ist, das wirklich die Zeichen der Zeit und der Zukunft berücksichtigt.
Beifall beim BZÖ.
Herr Kollege Walser, da Sie sich so freuen, dass jetzt in Vorarlberg Schwarz mit Blau auf Grün-Initiativen einsteigt, darf ich Ihnen schon sagen, dass Kärnten unter BZÖ-Landeshauptmann Jörg Haider das erste Bundesland war, das eine gemeinsame Schule im Schulversuch oder einige Projekte eingeführt hat. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Walser: Dieselben Leute! Dieselben handelnden Personen aber!
Wieweit das jetzt unter freiheitlicher oder FPK-Führung wieder rückgängig gemacht wird, das entzieht sich derzeit meiner Kenntnis. (Abg. Dr. Walser: Dieselben Leute! Dieselben handelnden Personen aber!) – Werden wir sehen. (Abg. Mag. Stadler: Das ist „Part of the game“!) Hier sollten wir die Kirche im Dorf lassen.
Abg. Mag. Stadler: Das ist „Part of the game“!
Wieweit das jetzt unter freiheitlicher oder FPK-Führung wieder rückgängig gemacht wird, das entzieht sich derzeit meiner Kenntnis. (Abg. Dr. Walser: Dieselben Leute! Dieselben handelnden Personen aber!) – Werden wir sehen. (Abg. Mag. Stadler: Das ist „Part of the game“!) Hier sollten wir die Kirche im Dorf lassen.
Abg. Kopf: Was ist die Antwort auf Ineffizienz? Mehr Geld? – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Die Schuldenbremse!
Daher frage ich mich: Ist dieses Budget mit dieser geringen Erhöhung wirklich eines, das die richtigen Antworten auf ein System gibt, das nach wie vor sehr teuer ist, das nach wie vor ineffizient ist, auf ein Schulsystem, aus dem junge Menschen herauskommen – ich glaube, 15 Prozent sind es –, die keinen Pflichtschulabschluss haben (Abg. Kopf: Was ist die Antwort auf Ineffizienz? Mehr Geld? – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Die Schuldenbremse!), bei dem 28 Prozent große Leseschwächen haben? Wir sind nach wie vor Ferienweltmeister, haben nach wie vor die wenigsten Unterrichtsstunden. Ist das ein Budget, das der geänderten Arbeits- und Familienwelt Rechnung trägt? – Ich muss sagen, dieses Budget entspricht dem nicht, denn, ich habe das schon im Ausschuss gesagt, 90 Prozent dieses Budgets sind für Personalkosten verplant, und da frage ich mich: Wo bleibt der Gestaltungsspielraum? Ich habe es im Ausschuss als das Pflichtprogramm bezeichnet, aber für die Kür, die so notwendig ist, bleibt nichts übrig.
Beifall beim BZÖ.
Uns vom BZÖ sind drei Punkte für ein zukunftsfähiges Bildungssystem und ein gutes Programm sehr, sehr wichtig: rasch eine einheitliche PädagogInnenausbildung, eine Ausbildung, über die schon viel diskutiert wird, schaffen, denn wir brauchen in unserem Schulsystem von den Guten nur die Besten als Lehrerinnen und Lehrer. Es muss sozusagen eine Ehre sein, Lehrer werden zu dürfen. Es muss eine Auszeichnung sein. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Der dritte Punkt, dieses heiße Eisen, vor dem sich alle drücken – vor allem die, die jetzt Regierungsverantwortung haben –, ist die Schulverwaltungsreform. Frau Bundesministerin, da habe ich das Gefühl, Sie haben schon resigniert, Sie packen das nicht mehr an, Sie geben sich mit dem Status quo zufrieden. Geben Sie bitte nicht auf! Schauen Sie, dass wir in diesem Bereich, wo so viele finanzielle Ressourcen geparkt sind, diesen – ich möchte fast sagen – Schatz heben und die finanziellen Mittel dort einfließen lassen, wo wir sie brauchen: für die beste Ausbildung unserer Kinder und unserer jungen Menschen! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei BZÖ und Grünen.
Die Bezirksschulräte sind schon angesprochen worden. Da möchte ich die Landesschulräte nicht ausnehmen, denn da haben wir zum Beispiel Kollegien, die in einer Quantität besetzt sind, die wirklich aus der Monarchie – ich hätte fast gesagt: aus der Steinzeit – sein könnte. Wir brauchen nicht unterschiedliche Schulerhalter, nicht unterschiedliche Schulbehörden und Schulgemeindeverbände. Und was mir noch ganz wichtig ist: Die Politik muss aus den Schulen heraus. Parteipolitik hat in der Schule nichts zu tun! (Beifall bei BZÖ und Grünen.)
Beifall beim BZÖ sowie der Abgeordneten Mag. Josef Auer und Elmar Mayer.
Daher muss ich zum Schluss leider sagen: Dieses Programm, dieses Budget ist nicht ein Schulinvestitionsprogramm, sondern ein Schulsparprogramm. Aus diesem Grund habe ich auch als Abgeordnete das Bildungsvolksbegehren unterschrieben – ich hatte zuvor schon für dessen Einleitung unterschrieben –; weil man auf allen Ebenen Druck machen muss, dass Bildungsfortschritte nicht zu langsam gehen, dass wir in Bildungsfragen nicht stehen bleiben. Ich habe es auch als Vorsitzende des Petitionsausschusses gemacht, weil direkte Demokratie für mich in einer modernen Demokratie ausbaufähig sein muss. (Beifall beim BZÖ sowie der Abgeordneten Mag. Josef Auer und Elmar Mayer.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Erster Punkt – ich formuliere das jetzt bewusst sehr positiv, weil ich es auch positiv sehe –: Die gute Schulinfrastruktur im ländlichen Raum ist ein Ausgabenfaktor. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Zweiter Punkt: Die Altersstruktur der Lehrerinnen und Lehrer – und ich sage das jetzt auch sehr wertfrei, ich habe das erste Halbjahr 2009 miterlebt – in Verbindung mit der Lehrverpflichtung, ich bin nur in einer Ist-Aufnahme, ist Element der Ausgaben. Element der Ausgaben ist natürlich auch der hohe Anteil der berufsbildenden Schulen in der Sekundarstufe II, das weltweite Erfolgsmodell schlechthin und Mitgarant dafür, dass junge Menschen in Österreich auch Arbeit haben, Arbeitsplätze finden. Das sind die Ausgabenpositionen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Dr. Walser: sinnvoll! Die gesamte Opposition ist dafür!
Beispiel: Rechnungshofbericht, Abschaffung der Bezirksschulräte, Einsparung 5 Millionen €. Das ist wichtig, aber das sind bitte nicht die Milliarden, auf diese Feststellung lege ich Wert! (Abg. Dr. Walser: sinnvoll! Die gesamte Opposition ist dafür!) – Ich bin absolut bei Ihnen, wenn es um sinnvolle Maßnahmen geht, nur sollten wir das nicht unter dem Liquiditäts- und Ausgabenaspekt diskutieren. (Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.) – Darf ich bitte jetzt meine Punkte vortragen?
Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.
Beispiel: Rechnungshofbericht, Abschaffung der Bezirksschulräte, Einsparung 5 Millionen €. Das ist wichtig, aber das sind bitte nicht die Milliarden, auf diese Feststellung lege ich Wert! (Abg. Dr. Walser: sinnvoll! Die gesamte Opposition ist dafür!) – Ich bin absolut bei Ihnen, wenn es um sinnvolle Maßnahmen geht, nur sollten wir das nicht unter dem Liquiditäts- und Ausgabenaspekt diskutieren. (Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.) – Darf ich bitte jetzt meine Punkte vortragen?
Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Walser: Ja, Herr Amon! – Abg. Amon: Alles, was wir tun, tun wir bald!
dieser Leitspruch sollte für unsere Reformvorhaben gelten, was die Gesetzwerdung betrifft. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Walser: Ja, Herr Amon! – Abg. Amon: Alles, was wir tun, tun wir bald!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
In Summe darf ich noch einmal bekräftigen, was Abgeordneter Elmar Mayer gesagt hat: 10 000 Arbeitsplätze für Lehrer und Lehrerinnen, die mit diesen Maßnahmen geschaffen wurden – nennen Sie mir eine Branche, die derzeit in der Lage ist, so viele neue Arbeitsplätze nachhaltig zu sichern! Ich glaube, wir sollten gerade jetzt Bildungspolitik auch unter dem Aspekt der Wirtschaftspolitik und der Arbeitsmarktpolitik diskutieren. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Abschließend möchte ich betonen, dass ich die Impulse, die jetzt so stark von der Zivilgesellschaft kommen, sehr, sehr ernst nehme. Es liegen noch viele ambitionierte Vorhaben vor uns. Ich jedenfalls freue mich auf eine wertschätzende, respektvolle, zukunftsgerichtete Zusammenarbeit hier im Hohen Haus. – Vielen Dank. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich freue mich, dass zum ersten Mal seit 1962 eine neue Schulform flächendeckend zur Regelschule wird. Ich gratuliere Frau Ministerin Schmied zu dieser Entscheidung, denn Investitionen in unsere Kinder, in unsere Jugend sind sehr wohl gut angelegte Investitionen in die Zukunft. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Es geht darum, dass wir mit ohnedies sehr bescheidenen Mitteln in diesem Bereich zu kämpfen haben. Ich glaube, dass nicht nur die religiösen und konfessionellen Privatschulen, die das öffentliche Schulsystem in einer, wie ich glaube, wirklich hervorragenden Art und Weise entlasten, einen gesetzlichen Anspruch haben, die Lehrer beziehungsweise die finanziellen Aufwendungen für den Unterricht abgegolten zu bekommen, sondern dass auch die freien Privatschulen auf eine gesetzliche Basis gestellt werden, damit der Zustand, dass sie sozusagen zu Bittstellern degradiert werden und immer vom Wohlwollen des jeweiligen Bezirksschulinspektors abhängig sind, nicht weiter besteht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ein sehr sinnvoller Vorstoß des ÖVP-Ministers, den wir unterstützen. Und deshalb bringen wir diesen Entschließungsantrag auch ein. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Anna Franz (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Bundesministerinnen! Sehr geehrte Damen und Herren im Hohen Haus! Mehr Geld bei den Zukunftsinvestitionen in Bildung, Forschung und Wissenschaft, so hat es unsere Finanzministerin bei ihrer Budgetrede betont, und ich meine, so schaut verantwortungsvolle Politik aus. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Walser: Ob das die Position der ÖVP Vorarlberg ist? Ist die ÖVP Vorarlberg für die Gesamtschule oder nicht?
Niemand will bestreiten, dass die Bildung ein Schlüsselthema ist, geht es doch um die Zukunft unserer Kinder, um die Zukunft unseres Landes und um die Wettbewerbsfähigkeit. (Abg. Dr. Walser: Ob das die Position der ÖVP Vorarlberg ist? Ist die ÖVP Vorarlberg für die Gesamtschule oder nicht?) Und wenn da seit Jahren ein Bildungsnotstand auch von Ihnen, Herr Walser, herbeigeredet und herbeigeschrieben wird, so ist das ganz einfach nicht wahr. (Beifall bei der ÖVP. – Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Dr. Walser.)
Beifall bei der ÖVP. – Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Dr. Walser.
Niemand will bestreiten, dass die Bildung ein Schlüsselthema ist, geht es doch um die Zukunft unserer Kinder, um die Zukunft unseres Landes und um die Wettbewerbsfähigkeit. (Abg. Dr. Walser: Ob das die Position der ÖVP Vorarlberg ist? Ist die ÖVP Vorarlberg für die Gesamtschule oder nicht?) Und wenn da seit Jahren ein Bildungsnotstand auch von Ihnen, Herr Walser, herbeigeredet und herbeigeschrieben wird, so ist das ganz einfach nicht wahr. (Beifall bei der ÖVP. – Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Dr. Walser.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Reformschritt und natürlich auch die Neue Mittelschule. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Es gibt 300 Millionen € mehr für das kommende Budget. Das ist wahrhaft kein Pappenstiel. – Vielen Dank an unsere beiden Ministerinnen! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Walser: Weil Ihre Unterrichtsministerin das nicht ermöglicht hat!
Herr Walser, eine Frage würde mich schon interessieren, wenn Sie mir dauernd hineinreden: Sie waren Direktor eines Gymnasiums. Warum haben Sie zu Ihrer Zeit nicht die Chance wahrgenommen und dieses Gymnasium als Pilotprojekt in eine gemeinsame Schule umgewandelt? (Abg. Dr. Walser: Weil Ihre Unterrichtsministerin das nicht ermöglicht hat!) Sie hätten die Chance dazu gehabt! (Beifall und Oh-Rufe bei der ÖVP. – Abg. Prinz: Jetzt sind Sie aufgedeckt, Herr Walser!)
Beifall und Oh-Rufe bei der ÖVP. – Abg. Prinz: Jetzt sind Sie aufgedeckt, Herr Walser!
Herr Walser, eine Frage würde mich schon interessieren, wenn Sie mir dauernd hineinreden: Sie waren Direktor eines Gymnasiums. Warum haben Sie zu Ihrer Zeit nicht die Chance wahrgenommen und dieses Gymnasium als Pilotprojekt in eine gemeinsame Schule umgewandelt? (Abg. Dr. Walser: Weil Ihre Unterrichtsministerin das nicht ermöglicht hat!) Sie hätten die Chance dazu gehabt! (Beifall und Oh-Rufe bei der ÖVP. – Abg. Prinz: Jetzt sind Sie aufgedeckt, Herr Walser!)
Beifall bei der ÖVP.
Aber viel wichtiger ist natürlich, was innerhalb dieser Schulgebäude geschieht. Da müssen Leistung und Wettbewerb Platz haben, Kreativität und eigenständiges Denken müssen gefördert werden. Schule ist keine Sozialeinrichtung, die familiäre und private Beziehungen und Netzwerke ersetzen kann. Eine gute Schule beginnt bei den handelnden Personen. Das sind die Lehrerinnen und Lehrer, ganz klar. Und in diesem Fall gilt mein Dank auch allen engagierten Pädagoginnen und Pädagogen in Österreich. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ja, das ist die gemeinsame Schule von 6 bis 10, aber wir stellen auch dort fest, dass leider die großen Leistungsunterschiede nicht ausgebessert werden können. Kinder kommen aus unterschiedlichsten Lebenssituationen und mit unterschiedlichen Voraussetzungen in die Schule. Sie haben auch unterschiedliche Interessen und Stärken. Deshalb ist es nicht richtig, alle zur Matura zu trimmen, sondern ihnen nach ihren Neigungen und Interessen den Weg in ein erfülltes Berufsleben zu ermöglichen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Dann ist das Ziel nicht, dass jeder Akademiker sein muss. Deshalb halte ich auch nichts von vorgeschriebenen Akademikerquoten, sondern jeder und jede sollte den Beruf finden, für den er oder sie die besten Voraussetzungen hat. Da ist die Lehre ein genauso wichtiger Bildungsweg wie der Weg zur Matura. Und ich denke, das Land braucht neben guten Akademikern auch ausgezeichnete Facharbeiter. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Verlierer produzieren, aber Leistung und Wettbewerb müssen in der Bildungsdebatte ihren Platz haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und BZÖ
Man kann durchaus lobenswert erwähnen, dass sich die Bildungspolitik unter Ministerin Schmied gegenüber ihrer Vorgängerin deutlich verbessert hat – das ist einmal ein Lob (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und BZÖ) –, dass es sowohl bei den Bekenntnissen, und zwar insbesondere bezüglich der Frage, wie Schule ausschauen soll, eine ganz andere Form der Diskussion gibt – das ist auch anerkannt – als auch bei einzelnen Maßnahmen Verbesserungen gegeben hat. Es wird niemand abstreiten, dass es gewisse Ressourcenverbesserungen auch bei den Neuen Mittelschulen gibt. Es hilft nur dann nicht, so zu tun, als wäre damit das Ziel erreicht – das ist ein anderes Problem, dessen Lösung noch ansteht. (Abg. Mag. Josef Auer: Zwischenziele!) Naja, Teile. Sie haben es durchaus differenziert. Manchmal ist es unterschiedlich gut.
Abg. Mag. Josef Auer: Zwischenziele!
Man kann durchaus lobenswert erwähnen, dass sich die Bildungspolitik unter Ministerin Schmied gegenüber ihrer Vorgängerin deutlich verbessert hat – das ist einmal ein Lob (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und BZÖ) –, dass es sowohl bei den Bekenntnissen, und zwar insbesondere bezüglich der Frage, wie Schule ausschauen soll, eine ganz andere Form der Diskussion gibt – das ist auch anerkannt – als auch bei einzelnen Maßnahmen Verbesserungen gegeben hat. Es wird niemand abstreiten, dass es gewisse Ressourcenverbesserungen auch bei den Neuen Mittelschulen gibt. Es hilft nur dann nicht, so zu tun, als wäre damit das Ziel erreicht – das ist ein anderes Problem, dessen Lösung noch ansteht. (Abg. Mag. Josef Auer: Zwischenziele!) Naja, Teile. Sie haben es durchaus differenziert. Manchmal ist es unterschiedlich gut.
Abg. Amon: Die scheitern immer an der Opposition!
Es gibt aber Punkte, die bei Weitem nicht so positiv sind. Ich kann mich noch an die Unterausschüsse unter Ministerin Gehrer erinnern. Die haben darunter gelitten, dass die Ministerin nicht gekommen ist. Und die Unterausschüsse jetzt beim Unterrichtsausschuss, sofern sie stattgefunden haben – es ist irgendwie auch eine sehr dürftige Form (Abg. Amon: Die scheitern immer an der Opposition!) –, haben sich da nicht wirklich verbessert. Ich würde mir schon wünschen, dass eine Bildungsministerin, eine Unterrichtsministerin bei Unterausschüssen des Ausschusses auch anwesend ist und die Diskussionen dort so geführt werden können, dass man den Reformbedarf auch mit der Ministerin diskutieren kann. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Es gibt aber Punkte, die bei Weitem nicht so positiv sind. Ich kann mich noch an die Unterausschüsse unter Ministerin Gehrer erinnern. Die haben darunter gelitten, dass die Ministerin nicht gekommen ist. Und die Unterausschüsse jetzt beim Unterrichtsausschuss, sofern sie stattgefunden haben – es ist irgendwie auch eine sehr dürftige Form (Abg. Amon: Die scheitern immer an der Opposition!) –, haben sich da nicht wirklich verbessert. Ich würde mir schon wünschen, dass eine Bildungsministerin, eine Unterrichtsministerin bei Unterausschüssen des Ausschusses auch anwesend ist und die Diskussionen dort so geführt werden können, dass man den Reformbedarf auch mit der Ministerin diskutieren kann. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Amon: Das Finanzressort auch! Vier!
Damit kommen wir gleich zu dem Punkt, den ich überhaupt nicht verstehen kann, Kollege Amon: Volksbegehren. Wenn ich es richtig verstanden habe, haben Sie heute hier klargemacht, dass sich die ÖVP dagegen wehren wird, einen eigenen Ausschuss einzusetzen – bei einem Volksbegehren, das zumindest drei Ressorts betrifft, wenn man es real betrachtet: natürlich das Unterrichtsressort, natürlich das Wissenschaftsressort und, wenn man so will, von der Kompetenzzuständigkeit her natürlich auch das Familienressort, weil die den Kindergarten betreffenden Fragen mit umfasst sind. (Abg. Amon: Das Finanzressort auch! Vier!) – Ja, es ist ja wunderbar, wenn es mehr sind. Genau deswegen wurde ja dieser Vorschlag gemacht. Und ich halte auch das Interesse derer, die dieses Volksbegehren eingeleitet haben, einen gemeinsamen Ausschuss zu machen, für berechtigt, damit wir nicht die absurde Situation haben, im Unterrichtsausschuss – beziehungsweise im Unterausschuss des Unterrichtsausschusses – über Wissenschaftsfragen diskutieren zu müssen. Was soll das für einen Sinn machen? (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Damit kommen wir gleich zu dem Punkt, den ich überhaupt nicht verstehen kann, Kollege Amon: Volksbegehren. Wenn ich es richtig verstanden habe, haben Sie heute hier klargemacht, dass sich die ÖVP dagegen wehren wird, einen eigenen Ausschuss einzusetzen – bei einem Volksbegehren, das zumindest drei Ressorts betrifft, wenn man es real betrachtet: natürlich das Unterrichtsressort, natürlich das Wissenschaftsressort und, wenn man so will, von der Kompetenzzuständigkeit her natürlich auch das Familienressort, weil die den Kindergarten betreffenden Fragen mit umfasst sind. (Abg. Amon: Das Finanzressort auch! Vier!) – Ja, es ist ja wunderbar, wenn es mehr sind. Genau deswegen wurde ja dieser Vorschlag gemacht. Und ich halte auch das Interesse derer, die dieses Volksbegehren eingeleitet haben, einen gemeinsamen Ausschuss zu machen, für berechtigt, damit wir nicht die absurde Situation haben, im Unterrichtsausschuss – beziehungsweise im Unterausschuss des Unterrichtsausschusses – über Wissenschaftsfragen diskutieren zu müssen. Was soll das für einen Sinn machen? (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Amon: Sie haben hellseherische Fähigkeiten!
Wissen Sie, ich würde mir nämlich auch da wünschen, dass die zuständigen, verantwortlichen Minister in den Ausschuss kommen. Es wird ja genau das Gleiche passieren: Es wird weder der Familienminister auftreten noch der Wissenschaftsminister auftreten – ich hoffe, dass Sie dort relativ intensiv vertreten sind. (Abg. Amon: Sie haben hellseherische Fähigkeiten!) – Na gut, dann machen Sie eine Zusage, dass die Minister kommen! Sonst ist es doch umso absurder, einen Unterausschuss des Unterrichtsausschusses zu bilden und dort Themen zu diskutieren, die in ganz andere Ressorts fallen. Jede Form einer seriösen parlamentarischen Auseinandersetzung würde es gebieten, bei so einem fächerübergreifenden Thema auch einen eigenen
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer.
Ausschuss zu machen. Und diese Weigerung von Ihnen ist als reine Schikane zu werten und als sonst gar nichts. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer.)
Beifall bei den Grünen.
Vielleicht müssen wir jetzt noch zehn Jahre warten – beziehungsweise: Gehrer war bis 2006, so lang ist das noch gar nicht her, also gute fünf Jahre liegt der Wechsel jetzt zurück. Vielleicht gibt es noch Perspektiven, dass in den nächsten fünf bis zehn Jahren auch da noch einiges weiter aufbricht. Ich würde es mir wünschen. Das hätte sich die Schule in Österreich verdient. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Schenk.
Wir arbeiten daran, Chancengleichheit zu schaffen. Jedes Kind soll die gleiche Chance bekommen, nach seinen Talenten und nicht nach dem Einkommen seiner Eltern gefördert zu werden. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Schenk.)
Beifall bei der SPÖ.
Dank an Ministerin Schmied und an alle, die mit Konsequenz an der Reform des Bildungssystems arbeiten und den Weg der Neuen Mittelschule, einem möglichst breiten Angebot an ganztägig geführten Klassen und Schulen, bis hin zur gemeinsamen Schule eingeschlagen haben. Fast 400 000 ÖsterreicherInnen haben mit ihrer Stimme die Forderung nach Reformen in der Bildung unterstützt, und ich meine, diese sind auch ernst zu nehmen. Schlankere Schulverwaltung ja, wir werden aber auch entsprechende Investitionen in den Zukunftsbereich Bildung brauchen. Im Sinne von Verteilungsgerechtigkeit werden neue Einnahmen notwendig sein. Wir werden daher die Forderung nach einer Millionärssteuer weiter bekräftigen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ
40 Jahre Verhinderung der Neuen Mittelschule abfeiern lässt, dann ist das kein Grund zu gratulieren, kein Grund stolz zu sein, sondern da muss man sich eher schämen und die eigene Position hinterfragen (Beifall beim BZÖ): warum man heute etwas abfeiert und anpreist, was Sie, meine Damen und Herren von der Österreichischen Volkspartei, über 40 Jahre lang verhindert haben, und damit eine Reform des Bildungssystems verhindert haben, was vielen Schülerinnen und Schülern ihr Schulleben massiv erschwert hat.
Beifall beim BZÖ
Dieser Geldeinsatz muss verbessert werden, wie es schon angesprochen wurde. Es gilt endlich auch die Reform der Schulverwaltung anzugehen: die Abschaffung der Bezirksschulräte, das Abschlanken der Landesschulräte, die in dieser aufgeblähten Form auch nicht notwendig sind. Ich traue mich zu wetten, in 30 Jahren steht die ÖVP hier, nachdem sie es noch einmal 20 Jahre lang blockiert hat, und lässt sich dafür feiern, dass sie die Bezirksschulräte abgeschafft hat. Machen Sie es heute! Lassen Sie sich nicht wieder 30 Jahre lang Zeit, wie bei der Neuen Mittelschule! Österreich, das Bildungsland Österreich hat diese Zeit nicht mehr. Wir können nicht mehr auf die Österreichische Volkspartei warten, die Schülerinnen und Schüler können nicht mehr warten, sondern wir brauchen jetzt eine umfassende Reform (Beifall beim BZÖ), auch in der Schulverwaltung, im Bildungssystem. Schauen Sie auf die PISA-Studie, schauen Sie auf die Zahlen, dann erkennen Sie diesen Reformbedarf auch!
Beifall beim BZÖ.
Meine Damen und Herren von der ÖVP! Das heißt: Warten Sie nicht wieder 30 Jahre, sondern setzen Sie jetzt mit uns gemeinsam – das ist eine Einladung – und mit der Frau Ministerin die Reformen im Bildungsbereich für die Zukunft dieses Landes und vor allem der jungen Menschen dieses Landes fort! – Danke schön. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Brosz.
Kollege Brosz, ich glaube, Sie haben unseren Kollegen Amon nicht verstanden, denn selbstverständlich akzeptieren wir das Bildungsvolksbegehren. Wir werden aktiv mitarbeiten, und gemeinsam werden wir die positiven Dinge, die darin enthalten sind, auch umsetzen und weiterentwickeln können. Darüber diskutieren wir hier in diesem Haus. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Brosz.)
Beifall bei der ÖVP.
Österreichs Ausgaben pro Schüler liegen im Spitzenfeld. Unser Auftrag und unser Ziel muss es sein, dass wir dieses Geld gezielt einsetzen, gerade in Zeiten, in denen wir sparen und darauf achten müssen, wo wir das Geld einsetzen. Ich denke, wir brauchen Verbesserungen im Schulmanagement, in der Schulverwaltung, und in diesem Bereich gibt es viele Eckpunkte, die dieses Budget beinhaltet, so zum Beispiel den Ausbau der Tagesbetreuung, die Fortführung der Senkung der Klassenschülerhöchstzahlen, den Ausbau Migration/Integration und natürlich auch die Sprachförderung, die wichtig ist als Schlüssel für die Integration. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Josef Auer: Ist die Volksschule ein Einheitsbrei?
Die Hauptschulen sind eine gute Grundlage für uns alle, daher begrüße ich, dass wir diesen klaren Weg gehen. Wir haben eine Wahlmöglichkeit zwischen zwei Modellen, wir haben keine Gesamtschule und keinen Einheitsbrei, und ich glaube, viele Menschen wünschen sich diese Wahlfreiheit. (Abg. Mag. Josef Auer: Ist die Volksschule ein Einheitsbrei?) – Nein, die Volksschule ist kein Einheitsbrei.
Beifall bei der ÖVP.
Aus meiner Sicht kann ich sagen, wir haben einen guten Weg eingeschlagen. Es gibt noch viel zu tun, aber mit der Neuen Mittelschule haben wir, glaube ich, ein Modell, das uns weiterbringt und uns die Bildungsziele erreichen lässt. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Amon: Na geh!
Die Reform der Schulverwaltung haben fast alle meine Vorredner angesprochen. Ein einheitliches Dienst- und Besoldungsrecht, die einheitliche Lehrerausbildung, auch für KindergartenpädagogInnen, sind uns sehr wichtig, meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich kann daher nicht verstehen, zumal so große Einigkeit darin herrscht – auch Kollege Gahr von der ÖVP hat in seinen Ausführungen soeben erkennen lassen, dass er sich für die Inhalte des Bildungsvolksbegehrens beziehungsweise für deren Umsetzung einsetzen wird –, warum Sie von der ÖVP seit Jahren und Jahrzehnten in der Bildungspolitik einfach immer nur blockieren, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Amon: Na geh!) – Ja, es geht nichts weiter. Es ist nun einmal so, Sie blockieren und betonieren! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Die Reform der Schulverwaltung haben fast alle meine Vorredner angesprochen. Ein einheitliches Dienst- und Besoldungsrecht, die einheitliche Lehrerausbildung, auch für KindergartenpädagogInnen, sind uns sehr wichtig, meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich kann daher nicht verstehen, zumal so große Einigkeit darin herrscht – auch Kollege Gahr von der ÖVP hat in seinen Ausführungen soeben erkennen lassen, dass er sich für die Inhalte des Bildungsvolksbegehrens beziehungsweise für deren Umsetzung einsetzen wird –, warum Sie von der ÖVP seit Jahren und Jahrzehnten in der Bildungspolitik einfach immer nur blockieren, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Amon: Na geh!) – Ja, es geht nichts weiter. Es ist nun einmal so, Sie blockieren und betonieren! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
auch ein wichtiger Schritt in Richtung Modernisierung und in Richtung mehr direkte Demokratie, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Bartenstein: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!
Ich möchte mich abschließend den Worten von Frau Ministerin Schmied anschließen, die mir sehr gefallen haben, nämlich: Was immer du tun willst, tue es bald! – In diesem Sinne: Tun wir es bald, meine sehr geehrten Damen und Herren von der ÖVP! (Abg. Dr. Bartenstein: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!) Lieber Martin Bartenstein, schreite voran und tue es im Sinne der österreichischen Bildungspolitik! – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich möchte mich abschließend den Worten von Frau Ministerin Schmied anschließen, die mir sehr gefallen haben, nämlich: Was immer du tun willst, tue es bald! – In diesem Sinne: Tun wir es bald, meine sehr geehrten Damen und Herren von der ÖVP! (Abg. Dr. Bartenstein: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!) Lieber Martin Bartenstein, schreite voran und tue es im Sinne der österreichischen Bildungspolitik! – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Elmar Mayer.
Abgeordneter Franz Riepl (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Kollege Amon, es ist jetzt schon mehrmals in der Debatte der Vorwurf gekommen, du seist der Blockierer. Also ich kann das nicht unterschreiben, denn ich glaube, das, was heute in der Debatte schon alles gesagt worden ist, ist richtig. In vielen Bereichen findet man Kompromisse, findet man Lösungen, die man als Regierungspartei umzusetzen bereit ist. Ich denke, das ist auch ganz gut so. Der Vorwurf in deine Richtung, Kollege Amon, ist somit nach meinem Empfinden in der Form, wie er artikuliert worden ist, gar nicht richtig. – So viel dazu. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Elmar Mayer.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Der Reformzug ist in Bewegung. Es geht nun darum, dass wir ihn nicht nur in Bewegung halten, sondern nach Möglichkeit auch beschleunigen, und dafür steht auch die sozialdemokratische Fraktion dieses Hauses. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Mein letzter Wunsch – es ist ja bald Weihnachten, da darf man sich etwas wünschen – wäre, dass auch behinderte Lehrer unterrichten sowie die Pädagogische Hochschule besuchen dürfen. Es ist ein Gewinn, wenn ein Lehrer, der gehörlos ist, in seiner Sprache, in der Gebärdensprache, gehörlose Kinder unterrichtet. Das motiviert die Kinder, das stärkt sie, das gibt ihnen Zukunftsvisionen. Oder: Warum soll nicht auch ein Lehrer blind sein oder im Rollstuhl sitzen? In vielen Klassen gibt es auch schon zwei Lehrer, wie zum Beispiel in der Neuen Mittelschule. Das ist einfach ein Berufsfeld, das auch für behinderte Menschen offenstehen sollte. Das Schulsystem und die behinderten Kinder würden davon profitieren. – Danke. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, das ist ein wichtiger Punkt, um unserer Jugend in Zukunft den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
herauspicken und diese verbiegen, aber es wird Ihnen nicht gelingen, diesen Erfolg der Bundesregierung vor allem in diesem Bereich schlechtzureden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich darf Ihnen – speziell der Opposition – noch einmal näherbringen, was mit diesem Geld zusätzlich passieren wird: Wir bauen die Neue Mittelschule aus, wir senken die Klassenschülerhöchstzahl auf 25, die Sprachförderung wird ausgebaut, es wird die Ganztagesbetreuung ausgebaut und es wird auch die Neuordnung des Lehrerdienstrechtes angegangen. Dies alles – das gesamte Geld, das hier aufgewendet wird für unsere Kinder, für unsere Schüler, auch für die Lehrer, damit wir eine gute Ausbildung haben – ist ein sehr guter Beweis für die sehr gute Arbeit der Bundesregierung in diesem Bereich. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Da wäre eben mein Vorschlag, diesbezüglich eine verpflichtende Ausbildung absolvieren zu müssen, auch Pflichtpraktika in der Wirtschaft absolvieren zu müssen und auch das Fach Berufsorientierung als eigenes Unterrichtsfach im Stundenplan zu integrieren. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Erstens finde ich die 400 000 Unterschriften des Bildungsvolksbegehrens als große Unterstützung und als Rückenwind (Zwischenrufe bei der ÖVP) – und da geht es gar nicht um die Frage der Privilegierung oder nicht, sondern ich halte das allemal für einen Rückenwind.
Abg. Mag. Donnerbauer: Genau das ist das Problem!
Dass Sie ein Problem damit haben, Herr Kollege, wenn wir über die Gemeinsame Schule reden, das weiß ich schon, was sich meiner Logik allerdings nicht erschließt, das ist, dass, wie der Herr Kollege Gahr es gesagt hat, die Gemeinsame Schule ein Einheitsbrei sei, und damit aber nicht die Volksschule meint, die sei es nicht. Also die Schule für Kinder von sechs bis zehn Jahren ist kein Einheitsbrei, aber die Gemeinsame Schule für Kinder ab zehn Jahren beginnt plötzlich zu einem Einheitsbrei zu werden – das erschließt sich meiner Logik nicht! (Abg. Mag. Donnerbauer: Genau das ist das Problem!)
Abg. Mag. Donnerbauer: Darum geht es nicht! Das ist aber der falsche Weg!
Ich möchte nun auf etwas eingehen, was die Kollegin Anna Franz gesagt hat im Zusammenhang damit, dass Leistung und Wettbewerb in der Schule Platz haben müssen. Ich sage Ihnen jetzt etwas als Mutter eines schon erwachsenen Sohnes: Ich kann mich noch genau erinnern, wie das war in der dritten, vierten Volksschule, als es darum gegangen ist, dass mein Sohn ja lauter Einser hat – von sich aus wollte er das –, damit er ja ins Gymnasium gehen kann, weil das damals die Grenze war. (Abg. Mag. Donnerbauer: Darum geht es nicht! Das ist aber der falsche Weg!) – Das war aber so! Sie wissen, dass das genau so war und dass sich diese große Leistung auswirkt bei Kindern in Form von Stress, von Sorgen schon in so frühem Alter, und das nur, um ins Gymnasium gehen zu können. (Abg. Mag. Donnerbauer: Ja, das haben ihm dann !)
Abg. Mag. Donnerbauer: Ja, das haben ihm dann !
Ich möchte nun auf etwas eingehen, was die Kollegin Anna Franz gesagt hat im Zusammenhang damit, dass Leistung und Wettbewerb in der Schule Platz haben müssen. Ich sage Ihnen jetzt etwas als Mutter eines schon erwachsenen Sohnes: Ich kann mich noch genau erinnern, wie das war in der dritten, vierten Volksschule, als es darum gegangen ist, dass mein Sohn ja lauter Einser hat – von sich aus wollte er das –, damit er ja ins Gymnasium gehen kann, weil das damals die Grenze war. (Abg. Mag. Donnerbauer: Darum geht es nicht! Das ist aber der falsche Weg!) – Das war aber so! Sie wissen, dass das genau so war und dass sich diese große Leistung auswirkt bei Kindern in Form von Stress, von Sorgen schon in so frühem Alter, und das nur, um ins Gymnasium gehen zu können. (Abg. Mag. Donnerbauer: Ja, das haben ihm dann !)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Donnerbauer: Aber den Druck machen die Eltern, nicht die Kinder!
Insofern freue ich mich auf eine engagierte Diskussion im Jänner im Zusammenhang mit dem Bildungsvolksbegehren. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Donnerbauer: Aber den Druck machen die Eltern, nicht die Kinder!)
Beifall bei der ÖVP.
Verantwortungsbewusstsein gegenüber unseren Kindern zu danken. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Das alles ist nicht selbstverständlich, und es braucht einerseits eine Menge Wissen, aber auch Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl, um den Beruf einer Lehrerin oder eines Lehrers erfolgreich auszuüben. Daher: Danke schön dafür! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Erneuerungen im Schulsystem sind notwendig, um den Veränderungen in der Gesellschaft und den sich ändernden Bedürfnissen von Schülern, Lehrern und Eltern auch gerecht zu werden. Gerade im Bildungsbereich ist es wichtig, am Puls der Zeit zu sein. Und unser duales Bildungssystem kann sich – und das beweisen ja auch die OECD-Indikatoren 2011 – im Vergleich mit anderen Ländern durchaus sehen lassen, dann wir sind immer wieder im vorderen Drittel. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das differenzierte Schulsystem, das den Bedürfnissen und dem Bedarf des einzelnen Schülers, aber auch der Eltern angepasst ist, bleibt voll erhalten – und ich denke, das ist, wie das Abschneiden des Bildungsvolksbegehrens zeigt, auch ganz im Sinne der Österreicherinnen und Österreicher –, denn es geht um die Qualität in der Ausbildung und vor allem auch um die Wahlfreiheit und um die Durchlässigkeit im System. Das alles werden wir erhalten, und das ist auch gut so. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abschließend möchte ich durchaus an die Eltern appellieren, denn die Politik stellt verschiedene Werkzeuge – sprich: Möglichkeiten – zur Verfügung, aber letztlich kann die Schule nicht das ersetzen, wenn vielleicht im Elternhaus die entsprechende Unterstützung nicht gegeben ist. Wir brauchen Eltern, denen die Wünsche, Sehnsüchte, aber auch die Probleme ihrer Kinder Anliegen sind, und die bereit sind, diesen Ausbildungsweg und die Entwicklung ihrer Kinder hin zu selbständigen und reifen Erwachsenen auch entsprechend zu unterstützen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Hakel: Jetzt kommt einmal ein guter Redner!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nun gelangt Herr Abgeordneter Mayer zu Wort. – Bitte. (Abg. Hakel: Jetzt kommt einmal ein guter Redner!)
Beifall bei SPÖ und BZÖ.
Das, was wir da weitergeben, ist auch das, was der entscheidende Impuls ist. Daher möchte ich mich wirklich ganz ausdrücklich bei den BZÖ-Vertretern bedanken, besonders bei Ursula Haubner, aber auch bei Stefan Petzner, für die engagierte Anteilnahme, bei den Problemen, die da sind, mitzugehen. (Beifall bei SPÖ und BZÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Gerade der weiß, wie wichtig das ist!
meinsame Schule macht, weil sie wissen, wie wichtig das ist. (Abg. Mag. Stadler: Gerade der weiß, wie wichtig das ist!)
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Vorarlberg war das erste Bundesland – viele haben das ein bisschen kritisiert –, das flächendeckend die Neue Mittelschule eingeführt hat. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Und was entsteht aus dieser Pflanze Neue Mittelschule? – Plötzlich sagen rundum Bregenzerwäldergemeinden und jetzt ein Lustenauer ÖVP-Bürgermeister und -Landtagsabgeordnete: Wir wollen das zur Gemeinsamen Schule entwickeln!
Beifall bei SPÖ und BZÖ. – Abg. Wöginger: Das war jetzt wieder ein Plus, Frau Ministerin! – Abg. Hakel: Ja, da habt ihr noch keines gekriegt!
Aber die Schule braucht Optimismus. Krankreden ist verdammt ansteckend! Tun Sie das nicht laufend, wie ein paar müde AHS-Gewerkschafter, die glauben, dass sie sich auch um die Inhalte kümmern müssen! Tun Sie das nicht, denn Schule braucht Optimismus, und den müssen wir gemeinsam hinaustragen! Alles andere ist schlecht. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und BZÖ. – Abg. Wöginger: Das war jetzt wieder ein Plus, Frau Ministerin! – Abg. Hakel: Ja, da habt ihr noch keines gekriegt!)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Mag. Heidemarie Unterreiner (FPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin, jetzt als Kulturministerin! Kulturpolitik ist keine Verzierung, kein Ornament. Sie ist das Fundament, auf dem unsere Gesellschaf ruht. – Ich weiß, ich sage das immer wieder, aber ich finde das nun einmal wichtig, denn das ist von Bedeutung, weil man ja auch in dieser Hinsicht auf Werte setzen muss. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Kunst und Kultur leisten einen entscheidenden Beitrag zur Identität des Einzelnen und der Gemeinschaft. Wir Freiheitlichen sagen daher immer wieder: Die Bewahrung unserer Identität ist das Gewissensthema unserer Epoche! Und wenn ich mich jetzt so erinnere, was in den letzten drei Jahren hier zur Kulturpolitik gesagt wurde, dann darf ich wohl sagen, dass wir hier die einzige Partei sind, die darauf Wert legt, dass unser Kulturerbe geachtet wird: unsere Werte, Traditionen, Ideen, Sitten, Gebräuche, unsere Sprache und Religion – und wir wollen das auch unzerstört an spätere Generationen weitergeben! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es gibt arrivierte Staatskünstler, die jährlich – und Sie können das nachlesen – stolze Beträge bekommen, wie zum Beispiel Thomas Glavinic – Jahr für Jahr, bitte, 8 000 € –, damit seine Reisen nach Kuba und nach Rom finanziert werden, oder Egyd Gstättner, der jährlich für seine Werkstipendien und Computer – jährlich, bitte! – 4 000 € bekommt, oder Robert Menasse für seine Übersetzungstätigkeiten. Das sind arrivierte Künstler, das sind nicht junge Studenten, die das Geld brauchen! – Das lehnen wir ab! Und wir weisen seit Jahren darauf hin. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und seit Jahren weise ich auch auf die Problematik der Musikschulen hin. Ich weiß, es wird dann immer gesagt, dass das ja Ländersache ist, aber das kann ich nicht gelten lassen, denn Österreich ist das Musikland schlechthin. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und seit Jahren weise ich auf die mangelnde Pflege unserer Sprache hin. Gerade Sie als Unterrichtsministerin – in diesem Fall ist es ja sehr gut, dass Sie für beide Bereiche Verantwortung tragen, nämlich für Unterricht und Kunst und Kultur – müssten sich hier ganz besonders verantwortlich fühlen, denn es gilt, die Flut der Anglizismen in der Politik, in den Medien und in der Wirtschaft einzudämmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich habe schon oft im Ausschuss darüber gesprochen. Ich könnte hier stundenlang ein englisches Wort an das andere reihen, und ich finde, das ist ein Zeichen, dass man seine eigene Sprache missachtet. Diese Anglizismen gehören endlich einmal abgeschafft. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Öllinger – einen Laptop in die Höhe haltend –: Wie soll man denn zu dem Ding sagen?
(Abg. Öllinger – einen Laptop in die Höhe haltend –: Wie soll man denn zu dem Ding sagen?) – Ich sage nicht „Klapprechner“. Auf einzelne Worte möchte ich mich nicht einlassen. Sie wissen genau, was ich gemeint habe, also versuchen Sie nicht, mich hier jetzt herauszufordern! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Abg. Öllinger – einen Laptop in die Höhe haltend –: Wie soll man denn zu dem Ding sagen?) – Ich sage nicht „Klapprechner“. Auf einzelne Worte möchte ich mich nicht einlassen. Sie wissen genau, was ich gemeint habe, also versuchen Sie nicht, mich hier jetzt herauszufordern! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und mir ist auch noch der Satz in Erinnerung, den Sie gesagt haben – Sie haben Beethoven zitiert –: „Was du tun willst, tue es bald!“ – Das hat mir gut gefallen, und ich würde mich freuen, wenn Sie in diesem Sinne jetzt aktiv werden würden. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Zinggl ist auf dem Weg zum Rednerpult, als Abg. Ablinger aufgerufen wird, und kehrt wieder zu seinem Sitzplatz zurück.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Ablinger. – Bitte. (Abg. Dr. Zinggl ist auf dem Weg zum Rednerpult, als Abg. Ablinger aufgerufen wird, und kehrt wieder zu seinem Sitzplatz zurück.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn wir in der Kunst und Kultur eben weiterhin Akzente setzen wollen, dann brauchen wir mehr Mittel, und darüber müssen wir den Diskurs intensivieren, jetzt schon damit beginnen. Wenn wir der Freiheit der Kunst das Wort reden und die Freiheit der Kunst hochhalten, dann betonen wir damit, dass es da auch um Verantwortung und somit auch um ein Bekenntnis zur öffentlichen Finanzierung geht, dass es nicht so sein darf, als wären Künstlerinnen oder Künstler Bettler oder als wäre der Staat so etwas wie ein Mäzen. Es geht darum, dass wir uns dazu bekennen und uns mit Vehemenz für die ökonomische Unterstützung einsetzen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mag. Fuhrmann.
Sie sehen, das ist eine ganze Reihe von Projekten, die wir jetzt schon diskutieren sollten für neue Verhandlungen, denn in der Kunst geht uns allemal die Phantasie nicht aus. Die Wunschliste ist lang, und da wollen wir uns gar nicht bremsen lassen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mag. Fuhrmann.)
Beifall bei den Grünen.
Das ist nicht nur ungerecht, sondern es zentralisiert und ist nicht divers, das heißt, es ist gegen jede Art von kultureller Vielfalt. Ich hoffe, wir überlegen uns gemeinsam, wie wir das ändern können. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Sehr richtig! Sehr richtig!
Ich denke, das darf man nicht in ein schlechtes Licht rücken. Das möchte ich hier auch einmal gesagt haben. (Abg. Dr. Rosenkranz: Sehr richtig! Sehr richtig!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie des Abg. Petzner.
Dass du den Schwerpunkt eher auf Zweiteres legst, ist erkennbar, aber trotzdem würde ich meinen, dass wir Abstand davon nehmen sollten, die Kulturpolitik schlechtzureden, vor allem auch das Kulturbudget schlechtzureden, denn ein, wie du es gesagt hast, Nur-Fortschreiben des Kulturbudgets ist in Zeiten wie diesen eine großartige Leistung. Das muss man der Frau Bundesminister auch hoch anrechnen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie des Abg. Petzner.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich meine, dass wir sehr zufrieden sein können mit dem, was vorliegt. Ich würde darum bitten, dass wir auch den konstruktiven Dialog weiter pflegen. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Stefan Petzner (BZÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Ich darf vielleicht so anfangen: Wir gehören nicht zu jenen Kräften der Opposition wie manch andere, die Folgendes tun: Am Dienstag schimpfen sie darüber, dass die Staatsverschuldung immer weiter steigt, schreien nach der Schuldenbremse und reden das Ende der Welt herbei, nämlich das finanzielle Ende der Welt, um dann am Mittwoch, Donnerstag und Freitag in jedem Bereich zu jammern, dass zu wenig Geld da ist und sie mehr Geld wollen. Meine Damen und Herren, beides geht nicht! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wenn ich mir die Geschichte und auch das Schicksal – ja, Schicksal muss man fast sagen – vieler großer Künstler in den verschiedensten Bereichen ansehe, ob es Maler, Schriftsteller oder was auch immer sind, muss ich sagen, das waren immer Menschen, die nicht Teil des Systems waren, die nicht Teil des Establishments waren, die nicht die These, sondern die Antithese gebildet haben, die Widerstand geleistet haben, die auch Widerspruch geübt haben. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Öllinger: Von der FPÖ sind sie verschmäht worden!
Das sind die Künstlerinnen und Künstler gewesen, auf die wir heute so stolz sind. Nicht Staatskünstler, die sich dem System angepasst haben und wie die Maden im Speck vom System gelebt haben, sondern die auch angeprangert haben, die über ihren Ausdruck der Kunst und Kultur zum Fortschritt unserer Gesellschaft, zur Aufklärung beigetragen haben. Da gibt es viele Beispiele in der Geschichte, auch und gerade in Österreich: Thomas Bernhard zum Beispiel oder auch aktuell Elfriede Jelinek oder auch Künstler wie Falco oder andere, die in unserem Land verschmäht wurden und dann ins Ausland gehen mussten, um die Anerkennung zu bekommen, die sie in Österreich nicht bekommen haben. (Abg. Öllinger: Von der FPÖ sind sie verschmäht worden!)
Beifall beim BZÖ.
Unser Kunst- und Kulturverständnis ist keines von subventionierten Staatskünstlern, sondern unser Kulturverständnis besteht darin, dass wir sagen, dass wir mit den vorhandenen Kunst- und Kulturmitteln die Breite, die Vielfalt fördern müssen, nicht die Scheinwerfer, nicht den Glamour, nicht den Glanz, sondern den Wert, die Qualität der Kultur, meine Damen und Herren. Das ist uns ein Anliegen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Rädler.
Wir wollen auch nicht die kunst- und kulturpolitische Agitation finanzieren, denn auch das passiert sehr, sehr oft, dass ein Minister, nicht Sie, Frau Bundesminister, aber andere, dass Parteien oft auch Künstler finanzieren, um sie für ihre politische Agitation zu verwenden. Wir haben ja da einen Landeshauptmann, wenn ich hier in die Reihen der ÖVP schaue, wo sich immer auffallend viele Künstler tummeln, die großzügig mit Förderungen belohnt werden, damit sie dann im Wahlkampf eine Wahlempfehlung abgeben. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall beim BZÖ.
Meine Damen und Herren, in einem Satz zusammengefasst: weniger Lady Gaga und mehr Hubert von Goisern! – Danke sehr. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich bin daher sehr froh darüber, dass wir Schwerpunkte im Bereich Bildung, Kunst und Kultur setzen, und ich bin unter den gegebenen Rahmenbedingungen sehr froh, dass es gelungen ist, das Kunst- und Kulturbudget auch im Jahr 2012 stabil zu halten. Ich werte das unter den gegebenen Bedingungen als Erfolg und bedanke mich besonders auch bei Frau Abgeordneter Fuhrmann für die immer tatkräftige Unterstützung. Das war ja wirklich nicht leicht. Vielen Dank! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und BZÖ.
Im Kulturausschuss wurde sehr oft von Ihnen, Herr Abgeordneter Markowitz, das Thema PAM angesprochen: Pathologisch-anatomisches Museum. Ich würde sagen, jetzt ist es so weit, Ihre Forderung kann umgesetzt werden, wenn die Beschlussfassung in die Richtung geht: Das PAM soll und wird in das Naturhistorische Museum eingebracht werden. Ich halte das für sinnvoll und richtig. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, Grünen und BZÖ.
Ich bin froh darüber, dass das Film/Fernseh-Abkommen mit dem ORF gesetzlich verankert wurde, dass es aufgestockt wurde. Ich wünsche mir aber auch sehr klar formuliert bessere Sendezeiten im ORF für die österreichischen Filmproduktionen. Das muss zum Verständnis des österreichischen Films dazugehören. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, Grünen und BZÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich bedanke mich für die gute Zusammenarbeit, freue mich schon auf den nächsten Kulturausschuss und werde den von meiner Seite, Herr Abgeordneter Zinggl, ganz besonders gut vorbereiten. – Vielen Dank. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Rosenkranz: Jedes Jahr immer dieselben!?
Abgeordnete Elisabeth Hakel (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Ich möchte noch etwas zur Kollegin Unterreiner sagen und zu den „Staatskünstlern“: Seien wir doch stolz darauf, dass wir Künstler wie Glavinic und Menasse haben oder Hubert von Goisern, die über Österreich hinaus erfolgreich sind! Erfolgreich zu sein bedeutet auch, Recherchetätigkeiten zum Beispiel zu machen, und das kostet. Und selbstverständlich werden und sollen diese Künstler finanziell unterstützt werden in dieser Frage. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Rosenkranz: Jedes Jahr immer dieselben!?)
Abg. Dr. Rosenkranz: O ja! Schauen Sie sich das einmal genau an!
Es sind nicht immer dieselben und nicht jedes Jahr! (Abg. Dr. Rosenkranz: O ja! Schauen Sie sich das einmal genau an!) Recherchieren Sie das noch ein bisschen genauer, Herr Kollege! (Abg. Dr. Rosenkranz: Das sollten Sie tun!)
Abg. Dr. Rosenkranz: Das sollten Sie tun!
Es sind nicht immer dieselben und nicht jedes Jahr! (Abg. Dr. Rosenkranz: O ja! Schauen Sie sich das einmal genau an!) Recherchieren Sie das noch ein bisschen genauer, Herr Kollege! (Abg. Dr. Rosenkranz: Das sollten Sie tun!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte aber abschließend noch darauf hinweisen, dass Kinos nicht nur ein Kultur-, sondern auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor sind. Daher würde ich es mehr als bedauern, wenn Wirtschaftsminister Mitterlehner, der in der Vergangenheit durchaus sein Engagement für den österreichischen Film bewiesen hat, sich diesmal nur in geringem Ausmaß an der Kofinanzierung der Digitalisierung der Kinos, im Speziellen der Regionalkinos, beteiligen würde, und ich darf ihn bitten, hier noch einmal etwas tiefer in die Tasche zu greifen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Josef Jury (FPÖ): Frau Präsident! Sehr geehrte Frau Minister! Noch einen Satz zur Schulpolitik: Kärnten hat die höchste Quote an Maturanten und Kärnten ist Vorreiter bei der Lehre mit Matura. Das sind die Auswirkungen von zwölf Jahren freiheitlicher Bildungspolitik in Kärnten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Künstlerstadt Gmünd betreibt sieben Galerien, ein internationales Gastatelier, öffentliche Ateliers, Skulpturengärten, das „Haus des Staunens“, eine wunderbare Einrichtung unseres Manfred Tischitz für Schüler zur Kunst- und Kulturvermittlung. Es finden Kabaretts, Konzerte, das Alpe-Adria-Literatursymposium, Kunstseminare, Workshops, Kindermaltage statt, und es gibt eine öffentliche Vorzeigebibliothek und ein lebendiges Volkskulturleben. – Das in einer Stadt mit 2 500 Einwohnern. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Durch diese permanente Kunst- und Kulturarbeit die letzten 20 Jahre hindurch mit dem Schwerpunkt der zeitgenössischen bildenden Kunst, eigentlich das schwierigste Genre im Kunstbereich, ist es uns gelungen, zur Destination zu werden. Destination heißt, die Künstlerstadt Gmünd wird über die Sommersaison von über 500 000 Besuchern frequentiert, die in den Ateliers, in den Ausstellungen, in den Galerien tolle künstlerische Aktionen vorfinden. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Zinggl: Ein Wahnsinn!
Diese Arbeit hat auch dazu geführt, dass wir heuer den EDEN-Award gewonnen haben; das ist der höchste europäische Tourismuspreis. (Abg. Dr. Zinggl: Ein Wahnsinn!) EDEN steht für European Destinations of Excellence. – Herr Abgeordneter Zinggl, Sie sagen, es ist „ein Wahnsinn“. Ein Wahnsinn ist Ihre weinerliche Vorstellung und Beurteilung der Kultur- und Kunstpolitik in Österreich! Da wird man depressiv, wenn man so etwas hört von Ihnen. Das ist der eigentliche Wahnsinn der links-linken Rabauken hier im Plenarsaal. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Scheibner.
Diese Arbeit hat auch dazu geführt, dass wir heuer den EDEN-Award gewonnen haben; das ist der höchste europäische Tourismuspreis. (Abg. Dr. Zinggl: Ein Wahnsinn!) EDEN steht für European Destinations of Excellence. – Herr Abgeordneter Zinggl, Sie sagen, es ist „ein Wahnsinn“. Ein Wahnsinn ist Ihre weinerliche Vorstellung und Beurteilung der Kultur- und Kunstpolitik in Österreich! Da wird man depressiv, wenn man so etwas hört von Ihnen. Das ist der eigentliche Wahnsinn der links-linken Rabauken hier im Plenarsaal. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der FPÖ.
Natürlich liegt mir auch etwas am Herzen. Frau Ministerin, Sie wissen, das ist mein Steckenpferd: die soziale Absicherung auch unserer Kulturschaffenden. Herr Abgeordneter Zinggl! Da könnten Sie einmal Mut zeigen, bei einem Antrag von den Freiheitlichen mitzugehen. Dieser Antrag zielt darauf ab, dass zeitgenössische Ankäufe von Künstlern steuerlich absetzbar gemacht werden können. Das wäre für die soziale Lage der jungen Kultur- und Kunstschaffenden wirklich eine tolle Hilfe, weil dadurch Mittel frei werden für die entsprechenden Strukturen und die Unterstützung von Künstlern, die momentan auf der Strecke bleiben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Ministerin, ich weiß, dass dieser stete Tropfen irgendwann den Stein höhlen wird, und ich bin guter Dinge, dass diese Kulturpolitik für die Kunstschaffenden in Österreich und darüber hinaus auf einen fruchtbaren Boden fallen wird. – Danke sehr. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
In diesem Sinn gleich vorweg eine Gratulation an die Bundesministerin, der es gelungen ist, in Zeiten der Schuldenbremse die Geldmittel für Kunst und Kultur auf etwa demselben Stand zu halten. Bei einem Budgetansatz von 455,2 Millionen € kann man durchaus von einer fiskalisch ausgedrückten Wertschätzung der Kunst gegenüber sprechen, auch wenn es klarerweise auf der Wunschliste nach oben nicht wirklich eine Grenze gibt. Aber wenn Politik die Kunst des Machbaren ist, dann ist im Kunst- und Kulturbereich doch ein kleines Kunststück gelungen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Alles in allem kann man aber sagen, die weitgehende Fortschreibung des Budgets ist ein richtiger und guter Ansatz – noch einmal ein Dankeschön dafür! Es wird aber natürlich unsere Aufgabe als Abgeordnete sein, die gerechte Verteilung der Mittel im Auge zu behalten. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Und hier komme ich zu einem wichtigen Punkt. Ich finde, die Aktion für Jugendliche, der Gratis-Eintritt, ist super angekommen. Wir sollten uns für die Zukunft überlegen, ob es nicht sinnvoll wäre, eine Aktion zu starten, um Jugendliche, Schüler und Schulklassen vermehrt ins Theater zu bringen. Theaterkarten sind ja leider sehr teuer, auch wenn sie für Schüler reduziert sind, und ich möchte auf keinen Fall, dass wir in Zukunft eine Zweiklassengesellschaft haben und nur mehr Wohlhabende ins Theater gehen können. Diesbezüglich eine Aktion zu starten wäre sinnvoll, um Jugendliche, Schüler und Schulklassen vermehrt ins Theater zu bringen. Das sind und wären dann quasi auch die Konsumenten und Kunden von morgen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
lungen einmal überlegen, wie wir mit den österreichischen Steuergeldern diesbezüglich zukünftig umgehen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ihnen, Frau Minister, das hier einmal zu sagen, diese Gelegenheit wollte ich heute wahrnehmen. – Vielen Dank. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Und genau dieses Schüren der Flamme, Frau Kollegin Unterreiner, bedeutet gerade in der Kulturpolitik Vielfalt, bedeutet Innovation. Ich glaube nicht, dass es wirklich gescheit ist, in solchen Diskussionen sozusagen immer die einzelnen Kunstsparten gegeneinander aufzurechnen, denn: In der Kulturpolitik kann alles Platz haben – und ich meine, das stellt für unsere Gesellschaft eine ganz große Bereicherung dar. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Mit unserer Frau Kulturministerin Dr. Schmied und auch mit unserer Kultursprecherin Sonja Ablinger ist die Kultur in Österreich auf einem guten Weg, und die Kulturlandschaft in Österreich wird weiterhin gestärkt werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich bin jedenfalls stolz darauf, dass ich ein Mitglied des parlamentarischen Kulturausschusses sein darf und möchte zu den Ausführungen meiner Vorrednerin sagen: Alleine schon die unterschiedlichen Zugänge, die wir haben, sind gut, denn auch das ist ein Zeichen von Kunst und Kultur. In Bezug auf die Frage, wer im Besitz des wahren Begriffes von Kunst und Kultur ist, können ja geradezu ganze Bibliotheken gefüllt werden. Egal, in welche Richtung: Kunst entsteht immer aufs Neue – und das ist gut so. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dass sozusagen die Flaggschiffe der Kultur, die sogenannten Leitbetriebe, den größten Anteil der Mittel absahnen, ist irgendwo verständlich, dennoch teile ich die Ansicht von Dr. Zinggl: Es geht um das Sein oder Nichtsein von Kultur- und Kunstförderungen in unserem Lande. Und dazu auch: Außer in Wien oder in den Landeshauptstädten gibt es auch noch andere Gegenden in Österreich, wo sehr viele Menschen sozusagen den Boden dafür aufbereiten, dass die sogenannte Hochkultur in Wien oder Salzburg erhalten werden kann. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Natürlich ist die sogenannte Hochkultur etwas Wichtiges in Österreich – egal, ob es um Malerei, Musik, um zeitgenössische oder um ältere Literatur geht oder aber auch um Architektur. Und bitte in diesem Zusammenhang auch nicht das Genre Film zu vergessen. Bei all dem geht es um Sendboten Österreichs, all das bringt unserem Land eine ganze Menge an Wirtschaftskraft. Und da möchte ich nicht nur den Bereich Tourismus anführen, sondern ebenso auf die Gebiete Wissenschaft und Forschung hinweisen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Aber, meine Damen und Herren: Das Römermuseum Flavia Solva verfällt! Dieses Museum braucht dringend Geld! Die bestehenden Ausgrabungen müssen schleunigst saniert und wichtige archäologische Bereiche unter fachgerechter Anleitung freigelegt werden, denn sonst geht sozusagen die erste Landeshauptstadt der Steiermark verloren; das war nämlich Flavia Solva! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
reichischen Bundesregierung als zentrales Freilichtmuseum für ganz Österreich. Alle neun Landeshauptleute und fünf Bundesministerien haben die Verantwortung übernommen und dies später auch durch die Schaffung einer Stiftung bekräftigt. Bis heute nicht erfolgt ist die finanzielle Klärung, aber ich nehme an, es sind noch einige Jahre Zeit. Nächstes Jahr: 50 Jahre Stübing. Ich bitte auch nur zu sanieren. Der Holzwurm rast da drinnen herum – hier gehört einfach etwas unternommen, sonst geht ein Juwel verloren. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Dritter und letzter Punkt: 2012 ist ein wichtiges Jahr. Marburg ist 2012 Kulturhauptstadt Europas. Wir haben in diesem Rahmen die Chance, die altösterreichische Minderheit etwas zu unterstützen, dass sie ihre 800- oder 1 000-jährige Geschichte im grenznahen Raum – für uns auch völkerverbindenden, friedensstiftenden Raum – präsentieren dürfen. Es kann ja nicht sein, dass 30 Kilometer von Leibnitz entfernt plötzlich eine andere Welt ist. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Ruf bei der ÖVP: Slowenien! Unser Geld für unsere Leut’!
(Ruf bei der ÖVP: Slowenien! Unser Geld für unsere Leut’!) Damit sind wir wieder bei der Verteilung – Sein oder Nichtsein von Kulturförderungen. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.
(Ruf bei der ÖVP: Slowenien! Unser Geld für unsere Leut’!) Damit sind wir wieder bei der Verteilung – Sein oder Nichtsein von Kulturförderungen. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.)
Ruf bei der ÖVP: Unser Geld für unsere Leut’! – Bundesministerin Dr. Fekter: Über die Transparenzdatenbank können wir das eh alles! – Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP.
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Sacher. – Bitte. (Ruf bei der ÖVP: Unser Geld für unsere Leut’! – Bundesministerin Dr. Fekter: Über die Transparenzdatenbank können wir das eh alles! – Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP.)
Abg. Petzner: Wirklich?
Abgeordneter Ewald Sacher (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen der Bundesregierung! Hohes Haus! Ich bin in der Volkskultur aktiv und Sozialdemokrat – seit Jahrzehnten. Warum ich das so betone, liebe Frau Kollegin Unterreiner? – Ich betone das, weil aktives Eintreten für Bewahrung und Pflege kulturellen Erbes kein Widerspruch zu demokratischer, fortschrittlicher, sozialer Gesinnung ist (Abg. Petzner: Wirklich?), vor allem aber kein Privileg der FPÖ.
Abg. Petzner: Bei welchem Trachtenverein bist du denn genau?
Sehr geehrte Damen und Herren! Unsere Haltung zur Volkskultur kommt in diesem Budget, das von Frau Bundesminister Schmied geprägt ist, deutlich zum Ausdruck. (Abg. Petzner: Bei welchem Trachtenverein bist du denn genau?) Ich bin einerseits Obmann des Niederösterreichischen Kulturforums, das sich einer modernen, zeitgemäßen Förderung von Kunst- und Kulturschaffen und einer kritischen Sicht verschrieben hat, und andererseits Obmann eines Orchesters, das vor vielen Jahrzehnten als Arbeitermusikkapelle gegründet wurde, der Bergmannstradition verpflichtet ist und sich dennoch mit zeitgenössischer Musik auseinandersetzt. Also für mich ist das kein Widerspruch. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Unsere Haltung zur Volkskultur kommt in diesem Budget, das von Frau Bundesminister Schmied geprägt ist, deutlich zum Ausdruck. (Abg. Petzner: Bei welchem Trachtenverein bist du denn genau?) Ich bin einerseits Obmann des Niederösterreichischen Kulturforums, das sich einer modernen, zeitgemäßen Förderung von Kunst- und Kulturschaffen und einer kritischen Sicht verschrieben hat, und andererseits Obmann eines Orchesters, das vor vielen Jahrzehnten als Arbeitermusikkapelle gegründet wurde, der Bergmannstradition verpflichtet ist und sich dennoch mit zeitgenössischer Musik auseinandersetzt. Also für mich ist das kein Widerspruch. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Aus dieser Grundeinstellung heraus sehe ich als Sozialdemokrat die Arbeit in der Volkskultur aber auch als Arbeit der Vielfalt – das heißt auch, neue Formen zuzulassen, das heißt auch, progressive, kreative Auseinandersetzung mit der Tradition und hier vor allem auch mit jener von Minderheiten, von Volksgruppen, von zugewanderten Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Sehr geehrte Damen und Herren! Das ist ein klarer Gegensatz zur Ewiggestrigkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Bundesminister! Herzlichen Dank für dieses Budget – auch im Namen der Volkskultur. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Bundesminister! Ich nehme zur Kenntnis, Ihnen ist das 21er Haus das größte Anliegen. Das alles ist sehr schön. Eines sollten wir aber nicht vergessen, dass wir das Kulturerbe, das wir von unseren Ahnen übernommen haben, auch an die nächsten Generationen weitergeben sollten – und nicht mutwillig zerstören und Unwiederbringliches kaputt machen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.
Frau Bundesminister, diese Anlage ist derzeit sehr umkämpft, und Sie wissen das auch. Es ist in seiner Gesamtheit das großartigste Jugendstilareal, das wir in Österreich haben. Die Kirche am Steinhof ist neben der Secession das großartigste Jugendstilgebäude, das es in Österreich gibt. (Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.) Das Areal rundherum, das in seiner Gesamtheit unter Denkmalschutz steht, soll jetzt in Wirklichkeit mutwillig zerstört werden.
Beifall bei der FPÖ.
Daher bitte ich Sie, sich wirklich dafür einzusetzen, dass man dieses Jugendstilareal erhält. Es ist vergleichbar mit Anlagen wie beispielsweise Schönbrunn oder auch dem Schloss Belvedere. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zweitens ist es auch wichtig, dass die Arbeit an der Erstellung eines Masterplans zur Büchereientwicklung in Österreich im kommenden Jahr weitergeführt wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Bundesministerin Dr. Schmied: Danke!
Abschließend ist noch festzustellen, dass im Bereich der Bundesmuseen auch die Schwerpunkte des Regierungsprogramms – nämlich Partizipation, Vermittlung, Nachwuchsförderung, regionale Kulturaktivitäten und Internationalisierung der heimischen Kunst und Kultur – in vorbildlicher Weise umgesetzt werden. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Bundesministerin Dr. Schmied: Danke!)
Beifall bei der FPÖ
Nichtsdestotrotz sind Studiengebühren aus unserer Sicht absolut nicht vertretbar – zuerst muss das gesamte System der Universität verändert werden –, solange nicht garantiert werden kann, dass ein Österreicher das studieren kann, was er möchte (Beifall bei der FPÖ), und dass er das Studium – bei seinem ganzen Fleiß – in Mindestzeit abschließen kann. (Zwischenruf des Abg. Mag. Widmann.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Widmann.
Nichtsdestotrotz sind Studiengebühren aus unserer Sicht absolut nicht vertretbar – zuerst muss das gesamte System der Universität verändert werden –, solange nicht garantiert werden kann, dass ein Österreicher das studieren kann, was er möchte (Beifall bei der FPÖ), und dass er das Studium – bei seinem ganzen Fleiß – in Mindestzeit abschließen kann. (Zwischenruf des Abg. Mag. Widmann.)
Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ. – Demonstrativer Beifall und Bravoruf der Abg. Königsberger-Ludwig.
Solange das nicht gewährleistet ist, braucht man nicht darüber zu sprechen, ob es Studiengebühren geben soll oder nicht. Damit es auch andere verstehen und damit sich meine Kollegin Heidi Unterreiner jetzt vielleicht ein bisschen über mich ärgert, möchte ich sagen, das ist ein absolutes No-Go! (Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ. – Demonstrativer Beifall und Bravoruf der Abg. Königsberger-Ludwig.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Urteile und Erkenntnisse von europäischen Gerichtshöfen, die hier Klarheit und Rechtssicherheit schaffen würden, liegen ja bereits vor, die gibt es. Man sollte allerdings als das kleine, aber immer groß tuende Österreich, so wie es uns die Bundesregierung vorgibt, auch einmal in Brüssel ein bisschen stärkere Töne anschlagen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Katharina Cortolezis-Schlager (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Geschätzte Zuschauerinnen und Zuschauer! „Genug kann nie genügen“, singt Konstantin Wecker in einem seiner bekanntesten Lieder. Das gilt auch für Bildung, Forschung und Wissenschaft. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zahlreiche OECD-Studien belegen uns in Österreich, dass wir deutlich über dem Durchschnitt der reichsten Staaten der Welt liegen. Wir investieren mehr in Bildung, wir investieren mehr in Forschung, als der Durchschnitt ergibt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Schauen wir uns den Bildungsweg vom Kindergarten bis zum Abschluss eines Hochschulstudiums im Vergleich zu Deutschland an! Deutschland investiert 106 000 € vom Kindergarten bis zum fertigen Akademiker, zur fertigen Akademikerin. Wir investieren 149 000 €. Seien wir mit diesen Investitionen zufrieden! Genug kann nie genügen, selbstverständlich, aber wir investieren viel in die Zukunft unserer jungen Menschen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit Europas, die hohe Beschäftigungsquote unserer jungen Menschen gibt uns recht. Wir wollen keine spanischen Zustände, wo bis zu 46 Prozent der Jugendlichen arbeitslos sind. Wir wollen junge Menschen in Beschäftigung. Wir wollen gut ausgebildete junge Menschen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenecker.
Genug kann nie genügen, das gilt auch für Reformmaßnahmen. Erfolge bedeuten nicht, dass man sich darauf ausruhen kann, sondern wir müssen weiter daran arbeiten, unsere Spitzenposition auszubauen. Das heißt, wir brauchen einen international angemessenen privaten Beitrag zu den Studienkosten, wir brauchen die Weiterentwicklung unseres Stipendienwesens, wir brauchen das Töchterle-Modell, um unseren Studierenden und unseren Universitäten ein gutes Modell zu geben. (Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenecker.)
Beifall bei der ÖVP.
Frau Kollegin! Ich darf es Ihnen sagen: Wir haben ein fertiges Studienbeitragsmodell mit einem abgefederten sozialen Modell, in dem ganz klar internationale Kriterien auch in Österreich umgesetzt werden sollen. Ich war gerade erst wieder bei der EU. Sie sind doch EU-freundlich. Warum schließen Sie sich nicht diesem Modell an, wo mir ganz Brüssel gerade vorige Woche wieder gesagt hat, das sollte Österreich tun. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
fertig vorliegen. Wir haben hier im Hohen Haus dann die Gelegenheit, unseren Universitäten im kommenden Jahr einen nächsten Schritt zu mehr Planbarkeit zu ermöglichen. Hier ist Gemeinsamkeit gefordert, und ich hoffe, dass wir bis Jahresende diese Gemeinsamkeit noch herstellen können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Aber brauchen wir die größten Universitätskliniken Europas mit 200 Betten, 150 Betten, die es sonst nirgendwo gibt? Für Lehre und Forschung würde die Hälfte genügen. Das heißt, die Verhandlungsposition ist – wenn man nur halbwegs ethisch integer ist und halbwegs ökonomisch und argumentativ fit – im Prinzip, nicht zu verlieren. Und ich würde diese aufnehmen, denn sonst fährt alles in den Graben. Die Medizin braucht dieses Geld, das sage ich schon, nur zahlt es teilweise der Falsche. Und das hätte für mich eine Riesenpriorität neben der Publikationsförderung. So breit ist die Palette an den Unis. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir bekennen uns ausdrücklich zur öffentlichen Finanzierung unserer öffentlichen Universitäten. Wir haben in Österreich keine Universitäten, die über ein eigenes Vermögen verfügen, aus dem sie sich finanzieren können. Das heißt hier ein klares Bekenntnis von unserer Seite zur ausreichenden öffentlichen Finanzierung der öffentlichen Universitäten, um in wirtschaftlich schwierigen Zeiten in Bildung investieren zu können und nicht nur auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, sondern gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die richtigen und wichtigen Zukunftsinvestitionen setzen zu können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Dr. Grünewald.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das ist ja an Zynismus nicht mehr zu überbieten. Was glauben Sie denn, wie sich die Uni-Angehörigen, die Studenten, die Professoren gefrotzelt fühlen, wenn Sie sagen: Es gibt die Uni-Milliarde, aber in Schilling!? (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Dr. Grünewald.) Das ist eigentlich ein Zynismus, der schwer zu überbieten ist. (Abg. Strache: Ja, eine Frotzelei ist das!)
Abg. Strache: Ja, eine Frotzelei ist das!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das ist ja an Zynismus nicht mehr zu überbieten. Was glauben Sie denn, wie sich die Uni-Angehörigen, die Studenten, die Professoren gefrotzelt fühlen, wenn Sie sagen: Es gibt die Uni-Milliarde, aber in Schilling!? (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Dr. Grünewald.) Das ist eigentlich ein Zynismus, der schwer zu überbieten ist. (Abg. Strache: Ja, eine Frotzelei ist das!)
Beifall beim BZÖ.
Herr Minister, ich weiß schon, Sie müssen das Budget verteidigen. Aber die Fakten sprechen eine ganz andere Sprache als das, was Sie im koalitionären Schönsprechdeutsch verkünden wollen: dass Sie hier Schwerpunkte für die Zukunft setzen. Sie fahren die Zukunft zurück. Sie fahren bei der Bildungspolitik mit Vollgas in die Vergangenheit. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Bevor ich auf das Thema Studiengebühren zu sprechen komme – ich weiß schon, da gibt es unterschiedliche Ansätze –, einen Satz noch: Ich habe heute Nachmittag, so wie auch alle anderen Wissenschaftssprecher, einen Brief der Österreichischen Akademie der Wissenschaften bekommen; die ist sicher nicht BZÖ-nahe. Herr Minister, wenn dieses anerkannte Institut schreibt, dass aufgrund der Kürzung um 10 Millionen € die ÖAW der Meinung ist, dass diese Entwicklung das Vertrauen in den modernen Wissenschaftsstandort Österreich auf internationaler Ebene erschüttern wird – auf internationaler Ebene erschüttern wird! –, dann geben uns, glaube ich, Experten, die wissen, wovon sie sprechen, wirklich darin recht, dass diese Wissenschaftspolitik dieses Land völlig gegen die Wand fährt, weil einfach auch die Basis dafür, nämlich das Geld, nicht vorhanden sein wird, da es in anderen, schludrigen Kanälen der Verwaltung und der Politik versickert oder nach Brüssel übersandt wird. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Vielleicht schafft man das gemeinsam. Es gibt ja von allen Fraktionen – SPÖ, FPÖ, Grünen, zuletzt Van der Bellen, und ÖVP sowieso – in unterschiedlicher Ausführung das Bekenntnis zu Studiengebühren. Ich glaube, da ist ein Umdenkprozess im Gange. Das sollten wir dazu nutzen, da vielleicht noch eine gute Lösung herbeizuführen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich sage Ihnen eines: Der Stillstand, der im tertiären Bereich derzeit stattfindet, kostet unseren Kindern die Zukunft, und diese Regierung kostet daher auch das Land die Zukunft. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Grünewald: ... ist nicht neu!
Auch die Ausgaben, die wir jetzt Gott sei Dank in erhöhtem Maße den Universitäten zuführen können, Herr Widmann, dienen nicht allein dem Aufrechterhalten des Status quo, sondern 46 Prozent davon werden forschungswirksam. Das heißt, das ist Neues! Das ist Neues, was in unseren guten Universitäten entsteht und passiert (Abg. Dr. Grünewald: ... ist nicht neu!), und das ist die Grundlage für die Innovationen der nächsten Jahre, die wir dringend brauchen. (Beifall bei der ÖVP.) Dafür mein Dank der Finanzministerin und auch dem Herrn Bundesminister!
Beifall bei der ÖVP.
Auch die Ausgaben, die wir jetzt Gott sei Dank in erhöhtem Maße den Universitäten zuführen können, Herr Widmann, dienen nicht allein dem Aufrechterhalten des Status quo, sondern 46 Prozent davon werden forschungswirksam. Das heißt, das ist Neues! Das ist Neues, was in unseren guten Universitäten entsteht und passiert (Abg. Dr. Grünewald: ... ist nicht neu!), und das ist die Grundlage für die Innovationen der nächsten Jahre, die wir dringend brauchen. (Beifall bei der ÖVP.) Dafür mein Dank der Finanzministerin und auch dem Herrn Bundesminister!
Abg. Dr. Graf: Die Einzelmeinungen in der ÖVP wollen keine Studienbeiträge!
Ich sehe schon, dass hier die Fronten sehr bröckeln, weil die Einzelmeinungen in allen Parteien mittlerweile ja fast zu Mehrheitsmeinungen werden. (Abg. Dr. Graf: Die Einzelmeinungen in der ÖVP wollen keine Studienbeiträge!) Wenn zwei SPÖ-Landeshauptleute, Gabi Burgstaller und auch Michael Häupl, sagen, für sie ist es nachvollziehbar in einem sozial ausgewogenen Umfang, wenn bei den Grünen offenbar doch eine große Spaltung vorhanden ist, da der für die Wiener Universitäten noch einmal als Spezialexperte extra dotierte ehemalige Parteivorsitzende Van der Bellen sagt, für ihn wäre es nicht nur vorstellbar, sondern sinnvoll, dann sehe ich doch, dass auch namhafte Teile der grünen Partei – da scheint ein tiefer Riss durch die Partei zu gehen – mittlerweile bereits für diese Studienbeiträge gewonnen werden konnten.
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne hoffe ich, dass wir möglichst bald ein vernünftiges System einsetzen können und dass es so erfolgreich weitergeht mit unseren Universitäten, beispielsweise beim Einwerben von Mitteln der Europäischen Union, wo wir mittlerweile ein Netto-Empfängerland geworden sind: 126 Prozent Rückfluss aus dem, was wir an das Forschungsprogramm leisten, kommen nach Österreich zurück. Das ist weiter steigerbar. Darauf freuen wir uns, und wir freuen uns auf die Zusammenarbeit. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Grünewald.
Es ist natürlich auch richtig, dass uns der klinische Mehraufwand seit Jahren Probleme bereitet. Teile der Analyse des Abgeordneten Grünewald sind absolut stimmig, er ist ein Kenner dieser Situation. Ich muss einfach sagen, es sind natürlich alte Gesetze und neuere Verträge, auf denen das ruht. Es besteht da Gesprächsbedarf; und wir gehen ins Gespräch, und wir versuchen, das zu verbessern! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Grünewald.) – Danke.
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte appellieren, den Fehlschluss und die Anmutung nicht zuzulassen, die Nebenbemerkung der Frau Finanzministerin, dass 80 Millionen Offensivmittel in Schilling gerechnet 1 Milliarde pro Jahr bedeuten würden, so zu interpretieren, dass sie damit in irgendeiner Weise die in Verhandlung stehende Hochschul-Milliarde gemeint hätte. Ich habe diese Bemerkung selbst hier gehört und weiß sie sehr wohl in ihrem Rededuktus einzuordnen. Ich glaube, eine solche Interpretation ist unzulässig. Das ist wirklich unzulässig. Ich habe es selbst hier gehört und die Intention dieser Bemerkung verstanden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es braucht also zusätzliche Geldquellen für die Universitäten, und eine von mehreren Maßnahmen, eine von mehreren Quellen, die zu erschließen sind, sind Studienbeiträge. Ich habe ein Studienbeitragsmodell ausgearbeitet und vorgelegt, von dem ich fest überzeugt bin, dass es alle Bedenken, es sei sozial selektiv – die ich ernst nehme –, ausräumt. Es ist ein Modell, durch das kein junger Mensch nur aus finanziellen Gründen nicht studieren könnte. Das möchte ich ganz stark betonen – weil mir dieses Anliegen wichtig ist, wie wohl allen hier im Haus und weil Geld kein Grund dafür sein darf, eine Entscheidung für ein Studium zu fällen oder nicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
finanziert und ist so erstmals auf einem ganz sicheren und zukunftsträchtigen Weg, weil sie Planungssicherheit hat, weil man fokussiert, weil man auch einzelne Institute in ihr nicht mehr weiterführt, sondern an Universitäten andockt. Den Universitäten wird aber auch eine gewisse finanzielle Hilfe dafür gegeben, dass sie diese Institute aufnehmen. Im Großen und Ganzen ist das eine Straffung, eine Restrukturierung, eine Profilierung, die man absolut als Erfolg bezeichnen darf. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Graf: Dann muss man aber auch gemeinsam in den Dialog gehen!
Ich denke, dass das im Sinn von uns allen und natürlich auch im Sinn des Steuerzahlers und der Steuerzahlerin ist, die einen Großteil dieser Mittel bereitstellen. Wir sind dafür verantwortlich, damit sorgsam, effizient, aber auch zukunftsstark umzugehen. Ich kann meinen Appell nur wiederholen: Viribus unitis, versuchen wir das mit gemeinsamen Kräften, dann werden wir es schaffen! – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Graf: Dann muss man aber auch gemeinsam in den Dialog gehen!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz
Meine Damen und Herren, ein symbolisches Fazit über diese ganze Debatte: Die älteste Universität im deutschen Sprachraum (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz) – ich weiß, du sprichst immer von der in Prag, aber: im deutschen Sprachraum –, die Wiener Universität, ist gleichzeitig die kaputteste. Dort krachen die Stiegen herunter und Studenten werden verletzt, und renoviert wird aus dem Geldsackerl der Studenten.
Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei den Grünen: Kollege Graf, Sie müssen ihm Nachhilfe geben! – Abg. Dr. Lichtenecker: Der Kollege Graf macht das eh gerade!
Herr Bundesminister, ich weiß nicht, wer das Budget erstellt hat, wem Sie das zum Ausarbeiten gegeben haben. Ich hätte mir von Ihnen persönlich mehr erwartet. Das, was hier vorliegt, ist blinde Rotstiftpolitik, wie man sie von einem Cost-Cutter oder einem C-Beamten erwarten hätte können. (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei den Grünen: Kollege Graf, Sie müssen ihm Nachhilfe geben! – Abg. Dr. Lichtenecker: Der Kollege Graf macht das eh gerade!)
Abg. Dr. Rosenkranz: Und dafür auch noch Studiengebühren verlangen!
Abgeordneter Rosenkranz hat die Zustände an den Universitäten angesprochen. Ich bin davon auch im engsten Familienkreis betroffen und weiß, wie schwierig es in Fragen des Bologna-Prozesses mit einer gegenseitigen Anrechnung von Zeugnissen ist. Wir sind derzeit, glaube ich, bei knapp einem halben Jahr, wenn nicht bei einem Jahr, das mein Kind verloren hat, weil es einfach nicht gelungen ist, aus einem zweiten Land etwas zu bekommen. Der Professor hat dann nämlich gesagt: Für das geht es, aber für das geht es nicht. (Abg. Dr. Rosenkranz: Und dafür auch noch Studiengebühren verlangen!) Das ist ein ewiger Bürokratiekampf, und ich bin vollkommen bei Ihnen, wenn Sie kritisieren, dass man dafür noch Gebühren verlangt. (Abg. Dr. Rosenkranz: Das ist eine Frechheit!)
Abg. Dr. Rosenkranz: Das ist eine Frechheit!
Abgeordneter Rosenkranz hat die Zustände an den Universitäten angesprochen. Ich bin davon auch im engsten Familienkreis betroffen und weiß, wie schwierig es in Fragen des Bologna-Prozesses mit einer gegenseitigen Anrechnung von Zeugnissen ist. Wir sind derzeit, glaube ich, bei knapp einem halben Jahr, wenn nicht bei einem Jahr, das mein Kind verloren hat, weil es einfach nicht gelungen ist, aus einem zweiten Land etwas zu bekommen. Der Professor hat dann nämlich gesagt: Für das geht es, aber für das geht es nicht. (Abg. Dr. Rosenkranz: Und dafür auch noch Studiengebühren verlangen!) Das ist ein ewiger Bürokratiekampf, und ich bin vollkommen bei Ihnen, wenn Sie kritisieren, dass man dafür noch Gebühren verlangt. (Abg. Dr. Rosenkranz: Das ist eine Frechheit!)
Beifall bei der SPÖ.
Eines auch noch zur Kollegin Hakl: Weil Herr Landeshauptmann Pröll von Vermögenssteuern gesprochen hat, freue ich mich, dass hiermit in der ÖVP analog zu Burgstaller die Bereitschaft zu Vermögenssteuern gegeben ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Natürlich hat die UG-Novelle 2009 mit der Verankerung der 40-Prozent-Quote hier mit Sicherheit auch eine Verbesserung erreicht. Dennoch, Herr Minister, ist es eine Herausforderung für die nächsten Jahre und insbesondere für die nächsten Verhandlungen der Leistungsvereinbarung, die ins Haus stehen, denn ich denke, gerade dieses Thema Frauenförderung in der Forschung muss ein integraler Bestandteil bei den Verhandlungen zu den Leistungsvereinbarungen sein. (Beifall bei den Grünen.)
Ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Graf.
Abgeordneter Mag. Heribert Donnerbauer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Das Budget Wissenschaft, das wir heute diskutieren, liegt bekanntlich – das wurde schon mehrfach erwähnt – für das nächste Jahr um 66 Millionen € über dem Wert des Vorjahres. Das ist, wenn man noch dazu die Offensivmittel berücksichtigt – 80 Millionen € werden auch 2012 wieder für Universitäten und Fachhochschulen gesichert sein –, sicher ein schöner Erfolg für den Herrn Bundesminister und seine Verhandlungsstrategie. Ich kann nur ersuchen, dass wir ihn auch weiterhin dabei unterstützen, einerseits die Uni-Milliarde, von der in den letzten Wochen sehr viel gesprochen wurde, für die Universitäten auch wirklich zu sichern, und dass wir andererseits auch einen anderen Beitrag leisten – das ist ein Beitrag, den wir hier leisten können –, nämlich dass wir über Studienbeiträge einfach einmal wirklich nachdenken – ohne ideologische Schranken. (Ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Graf.)
Abg. Dr. Graf: Wir reden seit Jahren davon! Gegen die Ideologie der ÖVP!
Da gibt es natürlich Mitglieder dieses Hohen Hauses – der Herr Präsident Graf ist offensichtlich einer von ihnen –, die es nicht schaffen, ohne ideologische Schranken über Studienbeiträge nachzudenken. Aber ich rufe trotzdem alle anderen auf, die sich vielleicht damit irgendwie abfinden können, Ideologie auch einmal wegzulassen und zu sagen, macht es nicht Sinn, das einfach auf sachlicher Ebene zu diskutieren. (Abg. Dr. Graf: Wir reden seit Jahren davon! Gegen die Ideologie der ÖVP!)
Beifall bei der ÖVP.
bis 200 Millionen € im Jahr den Universitäten an zusätzlichen Mitteln zur Verfügung stellen könnte, wobei schon berücksichtigt ist, dass sozial Schwache keine Studienbeiträge bezahlen und ein Teil der Einnahmen vielleicht sogar noch zusätzlich für Studienbeihilfen verwendet wird, dann ist das doch ein Argument, das man nicht vom Tisch wischen kann, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Oberhauser: Dann reden wir auch über die Vermögenssteuer!
Und an unseren Koalitionspartner gewandt, zur Frau Kollegin Oberhauser: Nicht nur die Frau Landeshauptfrau Burgstaller, auch der Herr Landeshauptmann Voves zum Beispiel haben sich grundsätzlich schon positiv dazu geäußert, zumindest einmal darüber nachzudenken, darüber einmal zu verhandeln. Ich glaube, das sollte ein Appell sein an Sie hier im Hohen Haus, sich wirklich zu überlegen ... (Abg. Dr. Oberhauser: Dann reden wir auch über die Vermögenssteuer!) Zur Vermögenssteuer komme ich schon. Ich halte es nämlich für interessant, dass heute in der gesamten Budgetdebatte alle Redner der SPÖ die Vermögenssteuer, die Reichensteuer, die Millionärssteuer, wie Sie sie nennen, immer wieder zur Finanzierung aller Bereiche heranziehen. (Demonstrativer Beifall des Abg. Mag. Gaßner.)
Demonstrativer Beifall des Abg. Mag. Gaßner.
Und an unseren Koalitionspartner gewandt, zur Frau Kollegin Oberhauser: Nicht nur die Frau Landeshauptfrau Burgstaller, auch der Herr Landeshauptmann Voves zum Beispiel haben sich grundsätzlich schon positiv dazu geäußert, zumindest einmal darüber nachzudenken, darüber einmal zu verhandeln. Ich glaube, das sollte ein Appell sein an Sie hier im Hohen Haus, sich wirklich zu überlegen ... (Abg. Dr. Oberhauser: Dann reden wir auch über die Vermögenssteuer!) Zur Vermögenssteuer komme ich schon. Ich halte es nämlich für interessant, dass heute in der gesamten Budgetdebatte alle Redner der SPÖ die Vermögenssteuer, die Reichensteuer, die Millionärssteuer, wie Sie sie nennen, immer wieder zur Finanzierung aller Bereiche heranziehen. (Demonstrativer Beifall des Abg. Mag. Gaßner.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr verehrten Damen und Herren von der SPÖ! Wenn das funktionieren soll, dann müssen wir alle Österreicher aussiedeln und stattdessen 8 Millionen Millionäre ins Land holen. Dann können wir das ganze Budget mit der Millionärssteuer finanzieren. So wird es nicht funktionieren, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Graf: Ich finde es nur gut, dass der Häupl, der Voves und die Burgstaller entideologisiert sind!
Daher nochmals mein Appell: Bitte zurück zu einer sachlichen Diskussion. Denken wir nach über Studienbeiträge und damit über einen wesentlichen Beitrag zur Finanzierung unserer Universitäten. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Graf: Ich finde es nur gut, dass der Häupl, der Voves und die Burgstaller entideologisiert sind!)
Abg. Riepl: Nur für Sie! Nur für Sie sind die Tage gezählt!
Abgeordneter Kurt List (BZÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister Töchterle! Hohes Haus! Sind die Tage von Kanzler Faymann gezählt? Eine interessante Frage. Sind die Tage von Kanzler Faymann gezählt? (Abg. Riepl: Nur für Sie! Nur für Sie sind die Tage gezählt!) Solange er Kanzler ist, wird es keine Studiengebühren geben. Bekanntlich hat Faymann dieses Thema zur Chefsache erklärt.
Abg. Dr. Graf: Für Griechenland brauchen wir das!
Geschätzte Damen und Herren! Damit verweigert der Kanzler den Universitäten jährlich viel Geld, nämlich rund 150 Millionen jährlich. Das ist in drei Jahren bereits beinahe eine halbe Milliarde. In nochmals zwei Jahren werden es wieder 300 Millionen sein. Das sind große finanzielle Mittel, die für den universitären Betrieb dringend gebraucht werden. Die fehlen nachhaltig. (Abg. Dr. Graf: Für Griechenland brauchen wir das!) Es
Beifall beim BZÖ.
ist ein besonders stures und stupides Verhalten des Kanzlers zum Schaden der Universitäten. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Jetzt aber ermöglicht der Verfassungsgerichtshof die Wiedereinführung von Studiengebühren. Ab März des nächsten Jahres dürfen die Universitäten wieder Studiengebühren einheben. Wenn das geschieht, wird der Kanzler vermutlich den Hut nehmen müssen, wenn er zu seinem Wort steht. Wir bezweifeln das aber auf allen Ebenen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Geschätzte Damen und Herren! Der Verfassungsgerichtshof bringt die SPÖ in arge Turbulenzen. Ihr ständiges Nein zu Studiengebühren wackelt gewaltig trotz Gegengutachten und weiterer Gegengutachten. Auch 52 Prozent der SPÖ-Wähler und Sympathisanten Ihrer Partei sind bereits für Studiengebühren. 64 Prozent, eine satte Mehrheit der Bevölkerung, sind ohnehin für die Wiedereinführung von Studiengebühren. Wenn Sie von der SPÖ jetzt diesen Bürgerwillen, der sich in Meinungsumfragen zeigt, ernst nehmen und respektieren würden, müssten Sie sofort Ja zu den Studiengebühren sagen, ein klares Ja zu Studiengebühren. Studiengebühren führen dazu, dass ernsthafter und schneller studiert wird. Die Sozialdemokratie wäre gut beraten, die BZÖ-Forderung nach Studiengebühren zu übernehmen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Graf: Genug gezahlt! Aber neue Gebühren verlangen!
Wir verlangen: Genug gezahlt! Keinen Euro für Pleite-Griechen und Spekulanten in den Banken (Abg. Dr. Graf: Genug gezahlt! Aber neue Gebühren verlangen!), sondern einen Rettungsschirm für unsere Universitäten.
Abg. Kößl: Wo haben Sie denn das abgeschrieben?
Jetzt, geschätzte Damen und Herren, müssen wir feststellen, mit dem neuen Spardruck der gescheiterten Regierung wackelt die Uni-Milliarde ohnehin. Die Universitäten geraten weiterhin in arge Turbulenzen. Hier haben Sie akuten Handlungsbedarf, meine Damen und Herren. Übernehmen Sie sofort die BZÖ-Forderungen, die unser Wissenschaftssprecher vor Kurzem hier gebracht hat! (Abg. Kößl: Wo haben Sie denn das abgeschrieben?) Das Schwergewicht sind die Sofort-Milliarde für den Hochschulbereich, die Wiedereinführung von Studiengebühren und die Zugangsbeschränkungen. Kopieren ist erlaubt, auch für Sie, meine Kollegen von der Freiheitlichen. Sie als Kopierer können das ohneweiters übernehmen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Jetzt, geschätzte Damen und Herren, müssen wir feststellen, mit dem neuen Spardruck der gescheiterten Regierung wackelt die Uni-Milliarde ohnehin. Die Universitäten geraten weiterhin in arge Turbulenzen. Hier haben Sie akuten Handlungsbedarf, meine Damen und Herren. Übernehmen Sie sofort die BZÖ-Forderungen, die unser Wissenschaftssprecher vor Kurzem hier gebracht hat! (Abg. Kößl: Wo haben Sie denn das abgeschrieben?) Das Schwergewicht sind die Sofort-Milliarde für den Hochschulbereich, die Wiedereinführung von Studiengebühren und die Zugangsbeschränkungen. Kopieren ist erlaubt, auch für Sie, meine Kollegen von der Freiheitlichen. Sie als Kopierer können das ohneweiters übernehmen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Nur unsere Maßnahmen garantieren, dass die Universitäten Werkstätten der Zukunft bleiben. Geschätzte Damen und Herren und Herr Bundesminister Töchterle, setzen Sie diese um! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Graf: „Genug gezahlt!“ – Dafür ein paar Gebühren einführen!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Buchmayr. – Bitte. (Abg. Dr. Graf: „Genug gezahlt!“ – Dafür ein paar Gebühren einführen!)
Beifall bei der SPÖ.
Da würde ich mir im Ministerium, sich an den Notwendigkeiten der Regionen orientierend, auch mehr Bildungsmanagement erwarten. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Minister, ich glaube, da dürften Sie sich etwas verhört haben. Schauen Sie da nach, und Sie werden sehen, dass tatsächlich von der „alten“ Währung die Rede war. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Außerdem sprechen Sie auch immer wieder von der Reichensteuer. Es gibt viele Kinder aus reichem Haus, die studieren. Und da, sage ich Ihnen, ist es nur rechtens und fair, dass man dort Studienbeiträge einhebt. Es wird kein Weg daran vorbeigehen. Machen Sie sich Gedanken über ein sozial faires Modell mit sozialer Abfederung! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall und Bravorufe bei BZÖ und ÖVP.
Geschätzte Damen und Herren! Der Minister hat auch die Österreichische Akademie der Wissenschaften, das Österreichische Archäologische Institut und auch das Ludwig-Boltzmann-Institut angesprochen. In diesem Zusammenhang darf ich ein bisschen Niederösterreich-Patriotismus zeigen. Die Niederösterreichische Landesausstellung 2011 zum Thema „Erobern – Entdecken – Erleben“ hat am Dienstag geschlossen, und zwar mit einem Rekord von 556 000 Besuchern! (Beifall und Bravorufe bei BZÖ und ÖVP.)
Beifall bei BZÖ und ÖVP. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Carnuntum war dort das zentrale Thema. Und das Land Niederösterreich hat massiv investiert, enorm viel Geld in die Hand genommen, und es hat sich einmal mehr bestätigt, dass man da etwas zurückbekommt. (Beifall bei BZÖ und ÖVP. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
Da ich jetzt gerade einen Zwischenruf gehört habe: Da gibt es drei Standortbürgermeister, einer davon war ich. Es muss also nicht immer nur die ÖVP sein. Es tut dem Land gut, wenn es auch andere sind, die Verantwortung übernehmen. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Sie machen auf mich den Eindruck, als würde der neue österreichische Teamchef, Marcel Koller, bei einem Länderspiel die Aufstellung der Mannschaft bekannt geben, bestehend aus einem Tormann und zehn Verteidigern, und ankündigen, man werde jetzt ganz offensiv spielen. Herr Minister, denken Sie um! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Gesamtausgaben steigen im Bereich Wissenschaft und Forschung von 2011 auf 2012 um 66,4 Millionen €. Dazu kommt noch dieses Offensivprogramm in Höhe von 80 Millionen € für 2012. Dadurch können wir mit der angekündigten Hochschulmilliarde ab dem Jahr 2013 die 2 Prozent des BIP im Jahr 2020 erreichen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Dr. Haller spricht mir aus der Seele. Wir müssen da etwas tun! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Uns ist bewusst, dass Bildung, Wissenschaft und Forschung wichtige Zukunftsthemen sind, und das wird im vorgelegten Budget auch deutlich sichtbar. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Ich möchte Sie fragen, Herr Minister, ob das Ihre Auffassung davon ist, wie man mit dem Koalitionspartner in dieser Frage umgeht. Ich denke, es sollte nicht so sein, sondern man sollte schon im Vorfeld darüber informieren. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich stelle natürlich die Frage in den Raum: Wie soll diese verpflichtende Studienwahlberatung finanziert werden? (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich möchte Sie einladen: Herr Minister, nehmen Sie aktiv teil an der Verteilungsgerechtigkeitsdiskussion, die wir ins Treffen geführt haben! Unterstützen Sie uns in der Umsetzung der Millionärssteuer, und zwar insofern, als Teile dieser Millionärssteuer auch für die Finanzierung dieser verpflichtenden Studienwahlberatung herangezogen werden können!
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Kolleginnen und Kollegen, abschließend möchte ich auch noch – im Gegensatz zu meiner Vorrednerin – festhalten, dass ich persönlich hoffe, dass es auch in Zukunft zu keiner generellen und flächendeckenden Einführung von Studiengebühren weder im Fachhochschulbereich noch auf universitärer Ebene kommt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Das Burgenland geht diesbezüglich mit gutem Beispiel voran. Wir verlangen keine Studiengebühren im Fachhochschulbereich, und ich weiß natürlich sehr wohl, dass das in anderen Bundesländern nicht so der Fall ist. Ich lade Sie daher ein, Kollegen von der ÖVP, diesem burgenländischen Weg auf der gesamten Bundesebene zu folgen. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir alle haben beteuert, dass es bei Bildung, Wissenschaft und Forschung kein Sparen geben soll, wir brauchen da Planbarkeit und Verlässlichkeit. Wir haben gehört, es gibt in diesem Bereich Mehrausgaben gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 66 Millionen €, wir haben gehört von 80 Millionen € Offensivmitteln in diesem Bereich, beschlossen 2010, wo diese Mittel jährlich fließen sollen. Ich darf an 2010 erinnern: Loipersdorf, Sparprogramm. Trotzdem hat man sich in dieser Regierung schon damals zu einer Offensive in Wissenschaft und Forschung bekannt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ein wichtiger Baustein im Hochschulplan ist für mich ein Leistungs- und soziales Stipendiensystem, das garantiert, dass soziale Schwächere studieren können. Sie kennen mich und meine Beiträge zu den Studiengebühren und wissen, dass ich ein vehementer Verfechter von Studiengebühren bin. Wir brauchen sie, um Finanzierungs- und Lenkungseffekte zu erzielen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ein weiteres Argument: Wenn man weiß, dass ein ausgebildeter Akademiker damit rechnen kann, dass er, wenn er fertig ist, zu den Besserverdienenden in unserer Gesellschaft gehört, dann kann man, glaube ich, auch verlangen, dass jemand, der ein Master-Studium absolviert, für die vier Semester je 500 € an Studiengebühren zahlt – unter der Voraussetzung, dass er sich das angesichts seines sozialen Hintergrundes leisten kann. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Das sind auch Punkte, die, glaube ich, auch an den Unis Thema sind. Wenn ich daran denke, dass die Hörsäle zwar übervoll sind, wir aber im Vergleich eine sehr geringe Prüfungsaktivität haben, dann bin ich wieder bei dem Punkt, wo ich sage: Wir brauchen nicht mehr Studierende, sondern wir brauchen mehr Absolventen! (Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit des Abg. Dipl.-Ing. Deimek.
Abschließend noch ein Gedanke: Als Abgeordneter zum Nationalrat zähle ich mich eher zu den Besserverdienenden in unserer Gesellschaft. (Heiterkeit des Abg. Dipl.-Ing. Deimek.) Wenn meine drei Kinder einmal studieren, dann bin ich auch gerne bereit, einen Studienbeitrag zu zahlen, weil ich es mir leisten kann – vorausgesetzt, es wird auch die entsprechende Qualität geboten, die man somit verlangen kann. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abschließend noch ein Gedanke: Als Abgeordneter zum Nationalrat zähle ich mich eher zu den Besserverdienenden in unserer Gesellschaft. (Heiterkeit des Abg. Dipl.-Ing. Deimek.) Wenn meine drei Kinder einmal studieren, dann bin ich auch gerne bereit, einen Studienbeitrag zu zahlen, weil ich es mir leisten kann – vorausgesetzt, es wird auch die entsprechende Qualität geboten, die man somit verlangen kann. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Beitragsbefreite Studierende würden natürlich auch davon profitieren, wenn ich da meine Beiträge als Besserverdiener leiste, das ist nämlich echte soziale Gerechtigkeit. Wenn man so hört, dass es mittlerweile auch in den Reihen der SPÖ immer mehr Befürworter von Studiengebühren gibt, dann kann man festhalten: Die Allianz der Vernünftigen in diesem Land wird immer größer. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Deimek betritt soeben den Sitzungssaal und eilt zum Rednerpult.
Als Erster gelangt Herr Abgeordneter Dipl.-Ing. Deimek zu Wort. (Abg. Dipl.-Ing. Deimek betritt soeben den Sitzungssaal und eilt zum Rednerpult.) – Bitte, Herr Abgeordneter.
Beifall bei der FPÖ.
Weiter mit der Fliegerei: Gestern war in den Medien zu hören, dass eine gewisse Comtel Air in Wien stehen blieb und die Passagiere von ihrem Bargeld zahlen mussten, damit das Unternehmen weiterfliegen kann, damit vor allem der Flieger weiterfliegen kann. Ich weiß nicht, was der Eigentümer der Comtel, Herr Bhupinder Kandra – nach dem Motto: „Frag doch den Inder!“ – für Freunde hat – hat er sie im BMVIT und damit in der SPÖ, oder hat er sie im Justizressort und damit in der ÖVP? –, aber dieser Mann ist eine Schande für die österreichische Luftfahrt, dieser Mann schädigt den österreichischen Luftfahrtstandort, und es kann nicht sein, dass er weiterhin seine Lizenz behält, und es kann auch nicht sein, dass er weiterhin von der Justiz verschont wird, dass man ihn arbeiten lässt und angesichts der von ihm betriebenen Schädigung – und er hat bereits zum dritten Mal einen Millionenschaden hinterlassen! – nicht einschreitet. Das gehört sich nicht, das ist schändlich, da muss man einschreiten! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Bundesminister, ich weiß, wie in der Hektik des Ausschusses die Antworten zustande gekommen sind, ich nehme an, dass Sie wahrscheinlich einen im Kabinett vorbereiteten Zettel gekriegt haben, aber der oder die diesen Zettel vorbereitet hat, wollte Ihnen nichts Gutes tun, denn diese Antwort war dergestalt, dass sie entweder absolut ohne Wissen erstellt worden ist oder dass man Ihnen ein Ei legen wollte. Es ist nämlich nicht so, dass es keine Erhöhung der Flugfrequenzen gegeben hat. Vor einem Jahr ist die Emirates noch mit sieben Frequenzen gekommen, und mittlerweile ist sie auf 13. Das ist auch der Grund, dass sie am Schluss einen Gesprächstermin, den Verhandlungstermin abgesagt hat. Ich könnte mir vorstellen, dass man sehr wohl ab März die Emirates wieder auf sieben Flüge reduziert. Und dann wird man sehen, wie gesprächsbereit die Emirates sein wird und ob man das nicht im Vorhinein cancelt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
In der Zwischenzeit ist ja, bitte, auch bekannt, warum diese Nichtentscheidung gefallen ist. Die Nichtentscheidung ist ja nicht aus Ihrem Ressort gekommen, sondern – das muss man wirklich auf der Zunge zergehen lassen – da gab es einen Anruf aus dem Bundeskanzleramt. Das heißt, der Herr Faymann, der in seiner Zeit als Verkehrsminister zwei Jahre nichts zusammengebracht hat, rief im BMVIT an und ließ durchstellen, dass die Emirates jetzt 13 Mal fliegen soll. Das kann es, bitte, wirklich auch nicht sein! Da muss man wirklich einschreiten, das gehört geändert! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich glaube, ich mache etlichen Leuten nicht nur hier herinnen – zum Beispiel dem Herrn Präsidenten Graf oder dem Generalsekretär Vilimsky – eine Freude, wenn ich sage: Der Konkurrenzbetrieb hat Raucherabteile! Da sollte sich auch der Leitbetrieb überlegen, ob er nicht wieder Raucherabteile einführt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Bundesminister, es gibt einiges zu sparen, es gibt vor allem einiges zu tun und umzusetzen. Es gibt keinen Hinderungsgrund, es nicht zu tun. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Der Ausbau der Infrastruktur ist von entscheidender Bedeutung für die Zukunft unseres Landes. In Zeiten knapper finanzieller Mittel gilt es, das Geld besonders zielgerichtet zu verwenden. Oberste Priorität dabei müssen haben ein gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz und – was besonders wichtig ist – die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene. Denn: Davon profitiert nicht nur die Umwelt, sondern es werden dadurch auch nachhaltig, wie ich es schon angesprochen habe, Zigtausende Arbeitsplätze geschaffen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Stummvoll: Ich schreibe ganz was anderes! – Heiterkeit des Abg. Dr. Stummvoll.
Sie sehen in Orange die Vorhaben im Bereich der Infrastrukturinvestition – nur bei den ÖBB, muss ich noch hinzufügen – in einem Ausmaß von Annuitätenzuschüssen, die in den Jahren 2018, 2019 und 2020 jährlich, Herr Kollege Kopf, 1,8 Milliarden € ausmachen. – Kollege Stummvoll schreibt da glücklicherweise schon mit. (Abg. Dr. Stummvoll: Ich schreibe ganz was anderes! – Heiterkeit des Abg. Dr. Stummvoll.) – Das sind aber nur die 75 Prozent, die auf den Bund entfallen. Deshalb habe ich noch einen zweite, in der Farbe Violett vorgenommene Ergänzung angebracht, das sind die Rückzahlungen für die Infrastrukturinvestitionen der ÖBB, die aus dem Budget der ÖBB geleistet werden müssen. Und Sie alle wissen, wie es ausschaut mit dem Budget der ÖBB. Sie alle wissen, dass wir hier keine positiven, schwarzen Zahlen schreiben, sondern dass bei den ÖBB manche Teilfirmen gerade ausgeglichen budgetieren, manche stark im Minus sind und insgesamt die Ertragslage der ÖBB nicht so ist, dass man sich das leisten kann.
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Hübner.
endlich ordentlich lösen, denn nur, wie bisher, Beschlüsse, Aufträge und Spatenstiche, das führt uns ab den Jahren 2014, 2015 echt in die Schuldenfalle. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Hübner.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Deimek.
Frau Bundesministerin Bures, Sie als zuständige Verkehrsministerin sagen heute laut „Standard“, ein Verkauf an die Deutsche Bahn wäre absurd, ein AUA-Schicksal wollen Sie der ÖBB ersparen. – Gut, dann muss man aber rechtzeitig handeln, damit wir in einigen Jahren nicht vor dieser Situation stehen, und daher gibt es nur eines: Schuldenbremse, meine sehr verehrten Damen und Herren, nicht für den Staat allein, sondern auch Schuldenbremse, wenn schon nicht Notbremse, so zumindest Schuldenbremse, auch für die ÖBB, und zwar jetzt! Auch dort muss gespart werden. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Deimek.)
Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Nein, gar nicht!
Ist es erforderlich, ist es notwendig – ich weiß schon, dass Sie ein ÖBB-Protagonist und -Proponent sind (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Nein, gar nicht!) –, meine sehr verehrten Damen und Herren, dass wir in Österreich vier Mal so viel in die Infrastruktur der Bahn investieren wie die Deutschen? Fahren Sie einmal mit dem ICE von Frankfurt nach Berlin, fahren Sie einmal von Hamburg nach München, so viel schlechter sind die nicht. Und da lasse ich die Topographie allein nicht gelten. Ist es notwendig, dass wir in Österreich 230 € pro Kopf und Nase jährlich in die Bahn investieren, während die Deutschen mit 53 € auskommen? – Ich sage Nein! (Zwischenruf des Abg. Heinzl.)
Zwischenruf des Abg. Heinzl.
Ist es erforderlich, ist es notwendig – ich weiß schon, dass Sie ein ÖBB-Protagonist und -Proponent sind (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Nein, gar nicht!) –, meine sehr verehrten Damen und Herren, dass wir in Österreich vier Mal so viel in die Infrastruktur der Bahn investieren wie die Deutschen? Fahren Sie einmal mit dem ICE von Frankfurt nach Berlin, fahren Sie einmal von Hamburg nach München, so viel schlechter sind die nicht. Und da lasse ich die Topographie allein nicht gelten. Ist es notwendig, dass wir in Österreich 230 € pro Kopf und Nase jährlich in die Bahn investieren, während die Deutschen mit 53 € auskommen? – Ich sage Nein! (Zwischenruf des Abg. Heinzl.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Deimek.
Nicht umsonst, Herr Heinzl, sieht das Koalitionsübereinkommen vor, dass 10 Prozent in Sachen Infrastrukturausgaben einzusparen sind. Ich sage, die 10 Prozent haben Sie bis jetzt nicht gebracht, aber wenn wir jetzt die Schuldenbremse brauchen, damit wir das Triple A erhalten und nicht Milliarden € mehr für Zahlungen für unsere Zinsen leisten müssen, dann sollten wir nicht 10 Prozent, sondern zumindest 25 Prozent beim Infrastrukturinvestitionsbudget der ÖBB einsparen. Damit kann man kurzfristig Geld sparen, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Deimek.)
Abg. Haberzettl: Ein Steirer!
Zum Zweiten: Vielleicht ist das auch ein Zeitfenster, ein Mondfenster, dass Herr Haberzettl geht und Herr Hebenstreit kommt. (Abg. Haberzettl: Ein Steirer!) Vielleicht hat Herr Kern jetzt eine Chance auf Sozialpartnerebene, endlich ein vernünftiges Dienstrecht zu verhandeln, ein Dienstrecht, das zum Beispiel nicht 2 Milliarden € an Steuerzahlungen für ÖBB-Pensionisten erfordert, das nicht dafür Vorsorge trifft, dass 208 000 Personen – 208 000, meine sehr verehrten Damen und Herren – mit den ÖBB frei fahren können. Wo sonst gibt es noch so etwas, dass alle, die einmal irgendetwas mit den ÖBB zu tun gehabt haben, inklusive deren Familienangehörige Freifahrten haben? Wenigstens Steuern werden jetzt dafür gezahlt. Vielleicht erleben wir das noch gemeinsam, dass ÖBBler einmal ein Pensionsantrittsalter haben, das nicht um fünf, sechs Jahre unter dem aller Normalösterreicher liegt, nämlich bei 52 Jahren. Vielleicht gibt es ein modernes Dienstrecht, vielleicht besteht dazu jetzt die Chance.
Zwischenruf des Abg. Heinzl.
Ein dritter Bereich, wo gespart werden kann, meine sehr verehrten Damen und Herren: Wer sagt, dass gemeinwirtschaftliche Leistungen in einem Volumen von über 700 Millionen € praktisch nur den ÖBB zugutekommen müssen?! Ich bin überzeugt davon, wenn irgendjemand – das muss nicht Herr Haselsteiner sein – klagt, dann bekommt er von der Kommission und vom EuGH recht. Es ist kein Monopol, das da besteht, es ist nicht europarechtlich vorgegeben, dass das nur die ÖBB sein können. (Zwischenruf des Abg. Heinzl.) Das werden sehr oft die ÖBB sein, Herr Heinzl, aber nicht immer die ÖBB.
Zwischenruf des Abg. Dr. Walser.
Sehr geehrte Frau Ministerin Bures, Sie richten uns, nämlich der ÖVP, nicht sehr charmant heute über die Zeitung aus: „Denn sie wissen nicht“ – Sie sagen nicht, „was sie tun“, sondern Sie sagen –, „was sie wollen“, und Sie sprechen von der Notwendigkeit einer Kapitalerhöhung für die ÖBB. Wenn Sie als Eigentümervertreterin der ÖBB der Meinung sind, dass die ÖBB Eigenkapital brauchen, dann muss ich darauf hinweisen, dass es neben den beiden von Ihnen skizzierten Möglichkeiten noch eine dritte gibt. Das sage ich Ihnen auch aufgrund meines sonstigen Hintergrundwissens. Sie sagen, entweder der Eigentümer zahlt und die Mittel kommen aus dem Budget, oder man muss die ÖBB verkaufen. Es gibt auch noch eine dritte Möglichkeit, und das ist der Verkauf nicht betriebsnotwendigen Vermögens. (Zwischenruf des Abg. Dr. Walser.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Heinzl: Sie wissen nicht, was Sie tun!
Vielleicht sind es wir, die wissen, was wir wollen, während Sie, sehr geehrte Frau Bundesministerin, sich hinsichtlich Ihrer Willensbildung noch nicht ganz im Klaren sind. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Heinzl: Sie wissen nicht, was Sie tun!)
Abg. Heinzl: Richtig!
Abgeordneter Christoph Hagen (BZÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Hohes Haus! Herr Kollege Heinzl hat gemeint, es würde sich bei dem Budgetvoranschlag 2012 für den Verkehrsbereich um ein vorausschauendes Budget handeln. (Abg. Heinzl: Richtig!) Ich muss dem widersprechen. (Abg. Heinzl: Nein!) Es handelt sich um das Fortschreiben einer verfehlten Verkehrspolitik der letzten Jahrzehnte, das kann man einmal ganz offen sagen.
Abg. Heinzl: Nein!
Abgeordneter Christoph Hagen (BZÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Hohes Haus! Herr Kollege Heinzl hat gemeint, es würde sich bei dem Budgetvoranschlag 2012 für den Verkehrsbereich um ein vorausschauendes Budget handeln. (Abg. Heinzl: Richtig!) Ich muss dem widersprechen. (Abg. Heinzl: Nein!) Es handelt sich um das Fortschreiben einer verfehlten Verkehrspolitik der letzten Jahrzehnte, das kann man einmal ganz offen sagen.
Demonstrativer Beifall und Bravorufe der Abgeordneten Mag. Josef Auer und Haberzettl sowie Beifall des Abg. Neugebauer.
Ein weiterer Bereich, der nicht funktioniert, ist das Management bei den ÖBB. Das ist erstens viel zu teuer, zweitens sind dort viele Menschen beschäftigt, die alles andere im Sinn haben, als eine vernünftige Verkehrspolitik zu machen. Ich möchte an dieser Stelle bewusst die „kleinen“ ÖBB-Bediensteten in den unteren Bereichen ausnehmen, die arbeiten nämlich wirklich gut. Das muss man auch einmal sagen. (Demonstrativer Beifall und Bravorufe der Abgeordneten Mag. Josef Auer und Haberzettl sowie Beifall des Abg. Neugebauer.)
Beifall beim BZÖ.
Diese ÖBB-Bediensteten arbeiten gut und zuverlässig, haben aber, auf Deutsch gesagt, immer die „Butter am Kopf“, weil das Management nicht funktioniert. Und das Management ist schon auch etwas von der Gewerkschaft mit beeinflusst, Herr Kollege Haberzettl, auch wenn Sie mir Applaus spenden. Das ist einfach Fakt, es liegt vieles im Argen. Es gehört durchgegriffen, Frau Minister, und ich hoffe, dass es in Zukunft so sein wird, dass das viele Geld, das viele Steuergeld, das an die ÖBB fließt, auch entsprechend vernünftig für gute Projekte eingesetzt wird, von denen der Bürger, der Steuerzahler auch etwas hat, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Moser: Sie haben den Schuldenberg ausgelöst!
Frau Minister, Sie müssen aufräumen in Ihrem Ressort! Wie es funktioniert, haben Ihnen ehemalige BZÖ-Verkehrsminister schon vorgezeigt. Wir haben Weitblick gezeigt mit der Alpen-Adriatischen Achse (Abg. Dr. Moser: Sie haben den Schuldenberg ausgelöst!), die von der EU forciert wird. Projekte wie diese Alpen-Adriatische Achse, die den Koralmtunnel, den Sie immer – auf gut Vorarlbergerisch – beschumpfen haben, die den Semmering-Basistunnel, den Sie immer beschumpfen haben, umfasst, die notwendig sind, damit das Ganze funktioniert, werden von der EU favorisiert.
Allgemeine Heiterkeit sowie Beifall beim BZÖ.
Wir haben richtig entschieden, wir Freiheitlichen machen vernünftige Verkehrspolitik! (Allgemeine Heiterkeit sowie Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Dr. Moser.
Aber jetzt einige Dinge zum Dienstrecht. Die Frage der Pensionen ist eine äußerst interessante Frage, Herr Bartenstein. Wenn ich mich richtig erinnere, sind Sie ein Mitverfasser des Bundesbahn-Pensionsgesetzes. All das, was Sie hier vom Rednerpult aus bekrittelt haben, haben Sie selbst verfasst und in einer konservativen Regierungsphase auch beschlossen. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Dr. Moser.) Das Pensionsgesetz haben Sie geschaffen, aber Sie sagen nicht dazu, dass Sie auch gleichzeitig 50 Prozent höhere Pensionsbeiträge für Eisenbahnerinnen und Eisenbahner mit verfasst haben.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Zur Pensionsgesetzgebung noch eines, und ich muss sagen, ich bin jetzt ein bisschen verwundert und werde etwas tun, das ich nie tun wollte, aber Sie zwingen mich dazu: Reden wir einmal über die Bauern, reden wir einmal über die Landwirtschaft, reden wir einmal über die Steuerprivilegien der Landwirtschaft in Österreich! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Während Sie mit Ihrer Finanzministerin die Eisenbahner im Bereich der Sachbezüge piesacken, verschenken Sie gleichzeitig Steuerfreibeträge – anscheinend sogar rechtswidrig – an Ihre Landwirtschaft! (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) Während Sie die Pensionsprivilegien der Eisenbahnerinnen und Eisenbahner kritisieren, finanzieren Sie in ungeheurem Ausmaß die Pensionen in der Landwirtschaft! (Abg. Hornek: Dass die Pensionen der Eisenbahner vier Mal so hoch sind, müssen Sie auch dazusagen!) Während Sie von den Eisenbahnerinnen und Eisenbahnern fordern, Selbstbehalte einzuführen, gibt es im Bereich der Landwirtschaft in Wirklichkeit ein Krankenkassenprivileg, das sich gewaschen hat!
Abg. Hornek: Dass die Pensionen der Eisenbahner vier Mal so hoch sind, müssen Sie auch dazusagen!
Während Sie mit Ihrer Finanzministerin die Eisenbahner im Bereich der Sachbezüge piesacken, verschenken Sie gleichzeitig Steuerfreibeträge – anscheinend sogar rechtswidrig – an Ihre Landwirtschaft! (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) Während Sie die Pensionsprivilegien der Eisenbahnerinnen und Eisenbahner kritisieren, finanzieren Sie in ungeheurem Ausmaß die Pensionen in der Landwirtschaft! (Abg. Hornek: Dass die Pensionen der Eisenbahner vier Mal so hoch sind, müssen Sie auch dazusagen!) Während Sie von den Eisenbahnerinnen und Eisenbahnern fordern, Selbstbehalte einzuführen, gibt es im Bereich der Landwirtschaft in Wirklichkeit ein Krankenkassenprivileg, das sich gewaschen hat!
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hornek: Das ist letztklassig, Herr Haberzettl!
Ich würde euch sagen: Machen Sie endlich in Ihrer Hütte klar Schiff, bevor Sie andere Berufsgruppen kritisieren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hornek: Das ist letztklassig, Herr Haberzettl!) – Ja, auch von Ihnen.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hornek: Das ist wirklich letztklassig, Herr Haberzettl!
Es ist eigentlich schändlich, in welcher Form die ÖVP hier eine Berufsgruppe verfolgt. Das ist dieser Republik nicht würdig. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hornek: Das ist wirklich letztklassig, Herr Haberzettl!)
Beifall bei der FPÖ.
Für uns von der Opposition sind diese letzten Tage sehr unbefriedigend gewesen, weil wir gezwungen sind, in diesem Zug mitzufahren, wo die Regierung das Tempo bestimmt. Wir zeigen zwar auf, wo die roten Ampeln sind, wo die Stopp-Schilder stehen, aber Sie bestimmen das Tempo und fahren unbeirrt über all unsere Warnungen, unsere Vorschläge und auch über das Gedankengut der Bevölkerung hinweg. Sie meinen, der europäische Bundesstaat oder auch der Zentralismus sei Ihr Ziel. – Ich sage Ihnen, Sie haben gar nichts auf die Schiene gebracht. Solch ein Budget mit solch negativen und bedrohlichen Zukunftsaussichten hat sich Österreich nicht verdient. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Rädler: Für Eisenbahner spät!
Um noch auf die Hektik von vorhin zu kommen: In diesem Zusammenhang sitzt auch Herr Frühpensionist Haberzettl hier, ein Eisenbahnergewerkschafter, der nun mit 56 relativ vorzeitig in den Ruhestand geht (Abg. Rädler: Für Eisenbahner spät!) und die ÖBB-Belegschaft genau dann im Stich lässt, wenn sie ihn dringend braucht.
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer. – Abg. Mag. Josef Auer: Ruhig sein!
Ich möchte damit nur auf das Technikzentrum der ÖBB verweisen, wo 404 von 542 Leuten entlassen werden. Das, glaube ich, ist absolut nicht die richtige Politik. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer. – Abg. Mag. Josef Auer: Ruhig sein!)
Zwischenruf des Abg. Mag. Josef Auer.
Abgeordnete Mag. Karin Hakl (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Jeder zehnte – jeder zehnte! – Steuer-Euro des Bundes geht in die ÖBB. (Zwischenruf des Abg. Mag. Josef Auer.) Die Zuseher sollen selber ermessen, ob 4,8 Milliarden € jedes Jahr – cash, das ist nicht das, was noch zusätzlich an Haftungen für die ÖBB aufläuft –, das ist, was sie sich wünschen, meine Damen und Herren.
Abg. Mag. Josef Auer: Das stimmt nicht!
Jeder zehnte Euro – man kann da durchzählen – in die ÖBB. (Abg. Mag. Josef Auer: Das stimmt nicht!) Wer jetzt noch nicht verstanden hat, dass wir eine Schuldenbremse für die ÖBB brauchen (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Deimek), hat die Situation unseres Staates noch gar nicht verstanden und nicht ernst genommen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Das heißt auch, kein Brenner-Basistunnel, kein ... und kein Koralmtunnel! Was möchte die ÖVP nicht?)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Deimek
Jeder zehnte Euro – man kann da durchzählen – in die ÖBB. (Abg. Mag. Josef Auer: Das stimmt nicht!) Wer jetzt noch nicht verstanden hat, dass wir eine Schuldenbremse für die ÖBB brauchen (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Deimek), hat die Situation unseres Staates noch gar nicht verstanden und nicht ernst genommen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Das heißt auch, kein Brenner-Basistunnel, kein ... und kein Koralmtunnel! Was möchte die ÖVP nicht?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Das heißt auch, kein Brenner-Basistunnel, kein ... und kein Koralmtunnel! Was möchte die ÖVP nicht?
Jeder zehnte Euro – man kann da durchzählen – in die ÖBB. (Abg. Mag. Josef Auer: Das stimmt nicht!) Wer jetzt noch nicht verstanden hat, dass wir eine Schuldenbremse für die ÖBB brauchen (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Deimek), hat die Situation unseres Staates noch gar nicht verstanden und nicht ernst genommen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Das heißt auch, kein Brenner-Basistunnel, kein ... und kein Koralmtunnel! Was möchte die ÖVP nicht?)
Abg. Binder-Maier: Unglaublich! So ein ...! Unglaublich!
ÖBB hatten, nämlich die ÖBB-Pfründe zu schützen zum Schaden der Gesamtbevölkerung (Abg. Binder-Maier: Unglaublich! So ein ...! Unglaublich!), endlich ein Ende nehmen und dass auch Sie aus den Fehlern der Vergangenheit lernen. (Beifall bei der ÖVP. – Anhaltende Zwischenrufe der Abg. Binder-Maier.)
Beifall bei der ÖVP. – Anhaltende Zwischenrufe der Abg. Binder-Maier.
ÖBB hatten, nämlich die ÖBB-Pfründe zu schützen zum Schaden der Gesamtbevölkerung (Abg. Binder-Maier: Unglaublich! So ein ...! Unglaublich!), endlich ein Ende nehmen und dass auch Sie aus den Fehlern der Vergangenheit lernen. (Beifall bei der ÖVP. – Anhaltende Zwischenrufe der Abg. Binder-Maier.)
Abg. Binder-Maier: Schämen Sie sich!
Ich war noch nicht in der Politik, da hat uns der ehemalige Verkehrsminister Einem bei einem Treffen eines gesagt: Der geheime Chef der ÖBB war immer schon Haberzettl (Abg. Binder-Maier: Schämen Sie sich!), und es ist für mich unglaublich schwer, dort Reformen umzusetzen.
Zwischenrufe der Abgeordneten Binder-Maier und Königsberger-Ludwig.
Ich erinnere mich: Minister Einem wollte eine Lokführerausbildung einführen, damit auch für Privatbahnen Lokführer außerhalb der ÖBB ausgebildet werden, damit die Konkurrenz eine Chance hat, auf der österreichischen Schiene zu fahren. (Zwischenrufe der Abgeordneten Binder-Maier und Königsberger-Ludwig.) Denn neben den Verträgen über gemeinwirtschaftliche Leistungen, wie sie jetzt wieder abgeschlossen wurden und die für private Mitbieter ein völliges Hindernis darstellen, am österreichischen Markt erfolgreich und zum Nutzen der Benutzer tätig zu sein, ist es ja auch schon einmal schwierig – man muss sich das vorstellen! –, allein bei dem Pensionsrecht und all den Vergünstigungen der ÖBB einen Lokführer zu bekommen, wenn man die Ausbildungen nur innerhalb der ÖBB machen kann.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Passt! Weg mit dem Brenner-Basistunnel!
Frau Bundesminister Bures, auch wenn Sie jetzt auf zehn Jahre einen Vertrag über gemeinwirtschaftliche Leistungen mit den Österreichischen Bundesbahnen abgeschlossen haben, der Kostensteigerungen von 6 bis 8 Prozent im Jahr vorsieht, während im gleichen Zeitraum beispielsweise in Dänemark ein Leistungsvertrag auch eine Effizienzsteigerung von der Bahn verlangt, wo Einsparungen in Höhe von 30 Prozent möglich sind, dann wird doch, um Gottes Willen, eine 10-prozentige Einsparung, eine Schuldenbremse, auch bei den ÖBB möglich sein und wir werden es schaffen, Infrastrukturen zu modernisieren, ohne jede Schiene zu vergolden. – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Passt! Weg mit dem Brenner-Basistunnel!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.
Ich halte es in dieser Hinsicht mit der OECD, mit dem Wifo und mit dem IHS: Es geht nicht darum, dass ein Staat, ein Land, Europa mit dem Rasenmäher kaputtgespart werden soll, sondern es geht darum, dass wir sparen müssen, um die Konsolidierung durchzuführen, dass es aber auch um intelligente Investitionen in die Zukunftsthemen und in die Herausforderungen der Zukunft gehen muss. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.)
Abg. Dolinschek: Weil wir so viele Frühpensionisten haben!
Das hat damit zu tun (Abg. Dolinschek: Weil wir so viele Frühpensionisten haben!), dass wir in schwierigen Zeiten, in den Jahren 2008 und 2009, klar gesagt haben: Es geht darum, dass man in Forschung, in Technologieentwicklung investieren muss, dass man in den Ausbau einer modernen, umweltfreundlichen Infrastruktur investieren muss! Wir haben Konjunkturpakete geschnürt und Maßnahmen gesetzt, mit denen wir die Zukunftsthemen auch im Budget verankert haben, und das hat tatsächlich zum Erfolg geführt.
Abg. Mag. Donnerbauer – Beifall spendend –: Das stimmt ja!
Die Investitionen haben zu Beschäftigung, zur geringsten Arbeitslosigkeit in Europa geführt, und die Investitionen in Forschung und Technologieentwicklung haben bewirkt, dass wir in schwierigen Zeiten den Forschungsstandort Österreich massiv gestärkt haben und jene Unternehmen, die gemeinsam mit uns weiter in Forschung und Technologie investiert haben, auch jene sind, die keine Einbrüche bei der Beschäftigung haben und heute noch immer im Technologiebereich in vielen Segmenten die Nase vorn haben. (Abg. Mag. Donnerbauer – Beifall spendend –: Das stimmt ja!)
Abg. Strache: ... demnächst verlustig gehen!
Meine sehr geehrten Damen und Herren. Ich glaube, dass die Diskussion der Frage einer Schuldenbremse eine wichtige ist, weil es darum geht, dass wir auch weiter die höchste Bonität brauchen (Abg. Strache: ... demnächst verlustig gehen!), weil es keinen Sinn macht, dass Geld in Zinsen fließt. Vielmehr geht es darum, Handlungsspielräume zu haben, und Handlungsspielräume zu haben heißt eben, in die wichtigen Bereiche zu investieren und einen intelligenten Mix aus Investitionen und klugen Einsparungen zu erreichen.
Abg. Strache: Ist der Semmering-Basistunnel notwendig?
Wir können uns natürlich die Frage stellen: Ist es notwendig, dass die Bundesbahnen so viel investieren? Ist es notwendig, Herr Bartenstein, dass wir so viel Geld für den Ausbau der Infrastruktur ausgeben? – Das ist eine berechtigte Frage, aber dann müssen wir auch bei der Antwort ehrlich miteinander umgehen. (Abg. Strache: Ist der Semmering-Basistunnel notwendig?)
Beifall bei der SPÖ.
Mehr als jeder zweite Euro dieser Investitionen wird darauf verwendet, dass unser derzeitiges Schienennetz modernisiert wird und dort gezielte Investitionen getätigt werden. – Das ist wichtig, damit auch in Zukunft die Schülerinnen und Schüler, die Pendlerinnen und Pendler ein gutes Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dolinschek: Behindertengerecht!
Wir können uns natürlich bei der zweiten Hälfte der Investitionen die Frage stellen, ob wir so viele Neubauprojekte im Bereich der Schiene brauchen. – Wenn wir aber gemeinsam sagen – das sind auch immer gemeinsame Diskussionen –, ja, wir wollen 100 Bahnhöfe in Österreich modernisieren (Abg. Dolinschek: Behindertengerecht!), wir wollen, dass die Bahnhöfe in Österreich auch für Menschen mit Behinderungen zugänglich sind, wir wollen, dass die Bahnhöfe in Österreich auch energieeffizient sind
Abg. Dr. Moser: Ja, aber das erreichen Sie auch mit !
und wärmegedämmt werden!, dann müssen wir dort auch investieren. (Abg. Dr. Moser: Ja, aber das erreichen Sie auch mit !)
Abg. Mag. Donnerbauer: muss auch etwas dazu leisten, nicht nur der Staat!
Wenn wir sagen: Ja, wir wollen Tirol vom Transit entlasten, wir wollen in Tirol die Verlagerung von der Straße auf die Schiene!, und wir uns dazu entschließen, dass wir diesen Korridor und damit den Brenner-Basistunnel bauen, ja, dann sind das Investitionen, zu denen wir uns dann aber bekennen müssen. Das gilt auch für die Baltisch-Adriatische Achse, für europäische Korridore und was die Südbahn betrifft (Abg. Mag. Donnerbauer: muss auch etwas dazu leisten, nicht nur der Staat!), ob es der Semmering-Basistunnel oder der Koralmtunnel ist.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Moser: Ja, aber Sie müssen auch ein Finanzierungskonzept haben! – Abg. Grosz: Ja, aber da hat sie recht: Mit Erdäpfeln werden wir den Brenner-Basistunnel nicht zahlen können!
Was nicht geht, ist zu sagen: Ja, wir wollen den Brenner-Basistunnel, ja, wir wollen die Westbahn ausbauen, ja, wir wollen die Südbahn ausbauen, aber, nein, wir wollen nichts zahlen! – Das geht nicht, das weiß jeder! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Moser: Ja, aber Sie müssen auch ein Finanzierungskonzept haben! – Abg. Grosz: Ja, aber da hat sie recht: Mit Erdäpfeln werden wir den Brenner-Basistunnel nicht zahlen können!) – Also, meine sehr geehrten Damen und Herren, wer A sagt, muss auch B sagen.
Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer
Was den zweiten Bereich, der angesprochen wurde, betrifft, so ist immer wieder von jedem zehnte Euro des Budgets die Rede. – Also wenn man das Budgetheft aufmacht, dann gibt es 70 Milliarden € sozusagen an jährlichem Budget, und in unserem Bereich sind es 2,5 Milliarden. Viel Geld! Viel Geld für den öffentlichen Verkehr, wozu ich mich bekenne, aber 70 Milliarden und 2,5 Milliarden? Das ist nicht jeder zehnte Euro. (Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer)
Abg. Hornek: Das müssen Sie dem Herrn Haberzettl sagen!
Ich will wirklich, dass wir in dem Bereich, er ist nämlich zu wichtig, keine populistische Diskussion führen (Abg. Hornek: Das müssen Sie dem Herrn Haberzettl sagen!), sondern uns ernsthaft damit auseinandersetzen. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist nämlich diese Frage der Infrastrukturinvestitionen von ganz wesentlicher Bedeutung, was den Beschäftigungs- und Wirtschaftsstandort betrifft. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich will wirklich, dass wir in dem Bereich, er ist nämlich zu wichtig, keine populistische Diskussion führen (Abg. Hornek: Das müssen Sie dem Herrn Haberzettl sagen!), sondern uns ernsthaft damit auseinandersetzen. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist nämlich diese Frage der Infrastrukturinvestitionen von ganz wesentlicher Bedeutung, was den Beschäftigungs- und Wirtschaftsstandort betrifft. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Donnerbauer: Der Güterverkehr wird ja eingestellt von der Bahn! Den gibt es ja nicht mehr!
stauen. (Abg. Mag. Donnerbauer: Der Güterverkehr wird ja eingestellt von der Bahn! Den gibt es ja nicht mehr!)
Abg. Mag. Donnerbauer: Dann fahren Sie einmal mit mit einem Pendlerzug! Da waren Sie noch nie dabei!
Wenn wir wollen, dass dort gefahren wird, dann muss man sich auch dazu bekennen, dass wir mehr Bahnkilometer fahren denn je. Mit 95 Millionen Bahnkilometern jedes Jahr wird in Österreich so viel Bahn gefahren wie noch nie in der Zweiten Republik. Es fahren am heutigen Tag so viele – und immer mehr zufriedene – Menschen mit der Eisenbahn in Österreich (Abg. Mag. Donnerbauer: Dann fahren Sie einmal mit mit einem Pendlerzug! Da waren Sie noch nie dabei!) wie noch nie in der Zweiten Republik.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Warum wird dann keine Werbung gemacht? Das weiß ja keiner!
Wir haben Preise – was Seniorentarife, was Schülertarife, was Studententarife, was Familientarife, was Behindertentarife betrifft –, mit denen wir vorbildhaft in ganz Europa sind. Da muss man Geld in die Hand nehmen, aber das Geld ist gut investiert, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Warum wird dann keine Werbung gemacht? Das weiß ja keiner!) – Sie können sich ja noch zu Wort melden.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.
Während also heute in der Diskussion einige herausgekommen sind und gesagt haben, das sind Schulden – es steht jedem frei, wie man das benennt –, halte ich es da eher mit dem IHS, mit dem Wifo, mit der OECD, die sagen, das sind Investitionen in die Umwelt, in den Wirtschaftsstandort, in die Beschäftigung, in die Sicherheit und in die Lebensqualität des Landes. Und daher stehe ich auch als verantwortliche Ministerin für diese Investitionen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer.
Auch die Frage des Sparens ist natürlich ganz wesentlich, weil uns das alle angeht. (Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer.) Was das Infrastrukturministerium betrifft, haben wir bis zum Jahr 2015 Einsparungen von 555 Millionen, mehr als eine halbe Milliarde Euro, fixiert. Wir haben aufgrund des Budgets 2012 und auch des großen Konsolidierungsaufwandes zusätzlich noch einmal 250 Millionen € an Einsparungen budgetiert. Wir haben, auch was die Verwaltung im Haus betrifft, eine so schlanke Struktur, wie es sie noch nie gegeben hat: Ich habe die Sektionen verkleinert, wir haben auch im Bereich der Abteilungsleiter Rückgänge. (Abg. Grosz: Dafür inserieren Sie jetzt wieder fest! Dafür zahlen Sie jetzt wieder Inserate!)
Abg. Grosz: Dafür inserieren Sie jetzt wieder fest! Dafür zahlen Sie jetzt wieder Inserate!
Auch die Frage des Sparens ist natürlich ganz wesentlich, weil uns das alle angeht. (Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer.) Was das Infrastrukturministerium betrifft, haben wir bis zum Jahr 2015 Einsparungen von 555 Millionen, mehr als eine halbe Milliarde Euro, fixiert. Wir haben aufgrund des Budgets 2012 und auch des großen Konsolidierungsaufwandes zusätzlich noch einmal 250 Millionen € an Einsparungen budgetiert. Wir haben, auch was die Verwaltung im Haus betrifft, eine so schlanke Struktur, wie es sie noch nie gegeben hat: Ich habe die Sektionen verkleinert, wir haben auch im Bereich der Abteilungsleiter Rückgänge. (Abg. Grosz: Dafür inserieren Sie jetzt wieder fest! Dafür zahlen Sie jetzt wieder Inserate!)
Abg. Grosz: Und was ist mit inserieren? Öffentlichkeitsarbeit!
Das heißt, dort zu sparen, wo es um die Verwaltung geht, ohne dass die Qualität sinkt, halte ich für richtig bei – wie gesagt – über einer halben Milliarde Einsparungsbedarf bisher und im nächsten Jahr noch einmal einer viertel Milliarde Euro, die wir mit großem Engagement, aber auch der damit verbundenen großen Verantwortung übernehmen werden. (Abg. Grosz: Und was ist mit inserieren? Öffentlichkeitsarbeit!)
Abg. Grosz: Wird das auch inseriert?
Wir haben im Bereich der angewandten Forschung vier zentrale Herausforderungen festgelegt. (Abg. Grosz: Wird das auch inseriert?) Wir haben den Bereich der Umwelt- und Energietechnologien als einen Schwerpunkt der Förderung. Wir haben den Bereich der Mobilität – auch im Zusammenhang mit umweltfreundlicher Mobilität – als zweiten Schwerpunkt herausgegriffen. Wir haben moderne Produktionstechnologien, weil wir den Produktionsstandort auch mit neuen intelligenten Technologien in Österreich halten wollen, als dritten Schwerpunkt und natürlich das Thema Informations- und Kommunikationstechnologien als vierten Bereich definiert.
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben da also viele Bereiche, wo es in der Zusammenarbeit von Politik oder öffentlicher Hand und der Wirtschaft gelungen ist, dass österreichische Unternehmen Weltmarktführer sind und damit österreichische Unternehmen auch vielen Menschen einen hochqualitativen Arbeitsplatz und Beschäftigung bieten können. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Deimek
Deshalb, meine sehr geehrten Damen und Herren, würde ich bei allen Einzelmaßnahmen und Diskussionen, beispielsweise betreffend die Frage von Flugrechten – es war natürlich nicht ein Zettel, sondern es ist so, dass dieses Flugunternehmen im Sommerfahrplan genauso viele Flüge hatte, wie es sie jetzt im Winterfahrplan hat (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Deimek) –, also neben all diesen so wichtigen Themen, über die ich mich auch mit großer Leidenschaft mit allen Abgeordneten dieses Hauses unterhalte, würde ich meinen, dieses Budget für den Bereich Verkehr, Innovation und Technologie zeigt, dass es nicht um eine Schuldenbremse mit dem Rasenmäher geht, sondern dass es darum geht, klug zu sparen und klug zu investieren – und dieser Mix ist möglich. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Deshalb, meine sehr geehrten Damen und Herren, würde ich bei allen Einzelmaßnahmen und Diskussionen, beispielsweise betreffend die Frage von Flugrechten – es war natürlich nicht ein Zettel, sondern es ist so, dass dieses Flugunternehmen im Sommerfahrplan genauso viele Flüge hatte, wie es sie jetzt im Winterfahrplan hat (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Deimek) –, also neben all diesen so wichtigen Themen, über die ich mich auch mit großer Leidenschaft mit allen Abgeordneten dieses Hauses unterhalte, würde ich meinen, dieses Budget für den Bereich Verkehr, Innovation und Technologie zeigt, dass es nicht um eine Schuldenbremse mit dem Rasenmäher geht, sondern dass es darum geht, klug zu sparen und klug zu investieren – und dieser Mix ist möglich. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Abschließend kann ich Ihnen versichern, dass wir genau das, was diese Regierung angekündigt und beschlossen hat – nämlich ein Forschungsfinanzierungsgesetz zur Sicherung der Umsetzung der Forschungsstrategie –, auch einfordern werden. Wir werden heute einen entsprechenden Entschließungsantrag einbringen und auch die Nagelprobe machen, ob ÖVP und SPÖ das auch unterstützen, was ihre Regierung bereits beschlossen hat. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Johann Hell (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Geschätzte Frau Abgeordnete Hakl, Ihre persönlichen Angriffe und Unterstellungen gegen Abgeordneten Willi Haberzettl sind aufs Schärfste zurückzuweisen! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Ich finde es nicht richtig, wenn es keine sachlichen Argumente mehr gibt, hier zu solchen Worten zu greifen. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall bei der SPÖ.
Auch Ihr „Argument“ mit den Ausbildungsplätzen für Triebfahrzeugführer ist nicht richtig, und ich möchte das hier noch einmal richtig stellen: Es gibt sehr wohl in Österreich mehrere Möglichkeiten, Triebfahrzeugführer auszubilden. Es ist nur so, dass sich die meisten privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen in Richtung ÖBB wenden, weil es hier zu einer qualifizierten Ausbildung kommt, und das nehmen auch die privaten EVUs gerne in Anspruch, um ihre Mitarbeiter auszubilden zu lassen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer.
Auch ein Blick in das Budget zeigt, dass Mittel des Bundes auch für Investitionen der Privatbahnen vorgesehen sind. Die NÖVOG erhält für die niederösterreichischen Schmalspurbahnen 3,4 Millionen, die Steiermärkischen Landesbahnen erhalten 2,3 Millionen, die Pinzgaubahn erhält 2,5 Millionen, die Raab-Ödenburger-Bahn erhält 4,5 Millionen, die Wiener Lokalbahnen erhalten 4 Millionen, die Linzer Lokalbahn erhält 2,6 Millionen und die Raab-Ödenburger-Bahn noch einmal 10 Millionen €. In Summe sind das 43 Millionen €. Das ist eine Erhöhung um 11 Millionen € in diesem Budget zusätzlich zu den gemeinwirtschaftlichen Leistungen, die natürlich auch die privaten EVUs erhalten. (Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer.)
Abg. Dr. Bartenstein: Das stimmt ja nicht! Wer hat denn das gesagt?
In dieser Budgetdebatte wurde immer wieder die Forderung nach einer Teilung des Unternehmens ÖBB oder nach einem Teilverkauf des Unternehmens ÖBB ausgesprochen. Ich spreche mich (Abg. Dr. Bartenstein: Das stimmt ja nicht! Wer hat denn das gesagt?) – Der Verkauf von Kraftwerken betrifft einen Teil des Unternehmens ÖBB! – Ich spreche mich strikt gegen diese Überlegung aus! Es gibt bereits genügend Beispiele für solche Privatisierungen, die immer in einem Fiasko geendet haben und letztendlich auf Kosten des Steuerzahlers gegangen sind. (Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer.
In dieser Budgetdebatte wurde immer wieder die Forderung nach einer Teilung des Unternehmens ÖBB oder nach einem Teilverkauf des Unternehmens ÖBB ausgesprochen. Ich spreche mich (Abg. Dr. Bartenstein: Das stimmt ja nicht! Wer hat denn das gesagt?) – Der Verkauf von Kraftwerken betrifft einen Teil des Unternehmens ÖBB! – Ich spreche mich strikt gegen diese Überlegung aus! Es gibt bereits genügend Beispiele für solche Privatisierungen, die immer in einem Fiasko geendet haben und letztendlich auf Kosten des Steuerzahlers gegangen sind. (Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Der öffentliche Verkehr leistet einen enormen Beitrag zur Verkehrssicherheit, zur CO2-Reduzierung und auch für den Klimaschutz. Er gibt 170 000 Menschen Arbeit und Einkommen, und die Investitionen und Ausgaben, die in diesem Budget vorgesehen sind, sind Ausgaben für die Zukunft unseres Landes. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit des Redners.
Ich habe heute einen Artikel gelesen, ein Interview mit dem neuen Bauernbundpräsidenten, der sagt: Die Förderung bei der Landwirtschaft ist eine Ausgleichszahlung. (Heiterkeit des Redners.) – Ich verstehe noch, wenn Auer so etwas sagt, wenn es einen Bergbauern betrifft, aber nicht, wenn es um einen Großgrundbesitzer geht! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich habe heute einen Artikel gelesen, ein Interview mit dem neuen Bauernbundpräsidenten, der sagt: Die Förderung bei der Landwirtschaft ist eine Ausgleichszahlung. (Heiterkeit des Redners.) – Ich verstehe noch, wenn Auer so etwas sagt, wenn es einen Bergbauern betrifft, aber nicht, wenn es um einen Großgrundbesitzer geht! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Gaßner: Nicht alle!
Frau Bundesminister! Sie haben selbst im Budgetausschuss gesagt, dass es diesbezüglich eine gewisse Schieflage gegenüber jenen Angestellten gibt, die nach dem ASVG versichert sind. Ab 2014 gibt es bei den ÖBB nur mehr Angestellte, die nach dem ASVG versichert sind. Das ist nach dem neuen Sozialrechts-Änderungsgesetz so vorgesehen. Aber was glauben Sie, was sich jene Leute in Österreich denken, denen man sagt, dass sie länger arbeiten sollen, von mir aus bis 65 Jahre oder darüber, wenn sie feststellen, dass jene als Beamte bei den ÖBB Beschäftigten in den nächsten zwei Jahren mit zirka 53 Jahren in Pension gehen? (Abg. Mag. Gaßner: Nicht alle!) – Das versteht keiner! Und das ist das Problem dabei, nicht wahr? (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Frau Bundesminister! Sie haben selbst im Budgetausschuss gesagt, dass es diesbezüglich eine gewisse Schieflage gegenüber jenen Angestellten gibt, die nach dem ASVG versichert sind. Ab 2014 gibt es bei den ÖBB nur mehr Angestellte, die nach dem ASVG versichert sind. Das ist nach dem neuen Sozialrechts-Änderungsgesetz so vorgesehen. Aber was glauben Sie, was sich jene Leute in Österreich denken, denen man sagt, dass sie länger arbeiten sollen, von mir aus bis 65 Jahre oder darüber, wenn sie feststellen, dass jene als Beamte bei den ÖBB Beschäftigten in den nächsten zwei Jahren mit zirka 53 Jahren in Pension gehen? (Abg. Mag. Gaßner: Nicht alle!) – Das versteht keiner! Und das ist das Problem dabei, nicht wahr? (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Man kann nicht ganz einfach das Pensionsalter anheben und zugleich Schlupflöcher wie bei den Österreichischen Bundesbahnen offen lassen. Das wird nämlich als schlechter Scherz empfunden. Wenn man sich die Zuschüsse aller Pensionen in Österreich ansieht, dann kann man feststellen, dass die Zuschüsse bei jenen, die nach dem ASVG versichert sind, relativ gering sind. Diese sind nämlich zu 90 Prozent durch Beitragszahlungen gedeckt, bei der Bahn sind sie hingegen zu 100 Prozent vom Steuerzahler zu zahlen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Vieles ist heute schon angesprochen worden, aber ich darf noch einmal auf die Pensionen der ÖBB zurückkommen. Ja, es stimmt, Herr Kollege Haberzettl: Alle neu eintretenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden schon nach den neuen Pensionsbestimmungen abgerechnet. Entscheidend sind allerdings die jahrzehntelangen Übergangsfristen bei den bestehenden Pensionsrechten. Und aus den Gesprächen mit der Bevölkerung wissen wir alle, dass das Pensionsantrittsalter für alle gleich sein muss, denn nur dann werden Regelungen in diese Richtung von der Bevölkerung mitgetragen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren, das heißt: Runter mit den Schulden, damit wir die Steuerleistung der Bevölkerung nicht für Zinsen ausgeben müssen, sondern weiterhin noch Mittel für wichtige Aufgaben wie etwa für die Verkehrssicherheit haben! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Schauen Sie sich den vergleichsweise geringen Bereich an, den Sie den ÖBB aufbürden: Darin sind die mangelnden Sicherheitsvorkehrungen, die fehlenden Schaffnerinnen und Schaffner und die fehlenden Automaten an den Bahnsteigen enthalten, die wir zu beklagen haben. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Das sind Bereiche, die uns hinkünftig für Jahrzehnte belasten werden. Reden Sie daher nicht ständig von Ihrer Schuldenbremse, sondern reden Sie davon, wie Sie in Wirklichkeit die zukünftigen Generationen belasten, denn das ist problematisch und das wird den Spielraum für jede Regierung in den kommenden Jahrzehnten massiv einschränken! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Schauen Sie sich den vergleichsweise geringen Bereich an, den Sie den ÖBB aufbürden: Darin sind die mangelnden Sicherheitsvorkehrungen, die fehlenden Schaffnerinnen und Schaffner und die fehlenden Automaten an den Bahnsteigen enthalten, die wir zu beklagen haben. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Das sind Bereiche, die uns hinkünftig für Jahrzehnte belasten werden. Reden Sie daher nicht ständig von Ihrer Schuldenbremse, sondern reden Sie davon, wie Sie in Wirklichkeit die zukünftigen Generationen belasten, denn das ist problematisch und das wird den Spielraum für jede Regierung in den kommenden Jahrzehnten massiv einschränken! (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Wenn ich als Vorarlberger durch Wien spaziere, fallen mir ständig diese Riesenschlitten auf, diese SUVs, die Sie steuerlich fördern – Kollegin Moser hat schon darauf hingewiesen –: 1,6 Milliarden €, bitte! (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Das Ergebnis ist, dass die Hälfte aller Neuzulassungen inzwischen bereits von Firmen kommen, und die fördern und kaufen natürlich diese großen Schlitten, die eigentlich, speziell hier in der Großstadt, kein Mensch braucht.
Zwischenrufe bei der ÖVP
Was wir brauchen, um es auf den Punkt zu bringen (Zwischenrufe bei der ÖVP): Wir brauchen eine fahrleistungsabhängige Bemautung von Pkw, wir brauchen eine Offensive für Elektrofahrzeuge, wir brauchen natürlich auch wesentlich mehr Gerechtigkeit zwischen den einzelnen Verkehrsträgern und wir brauchen eine Belohnung von umweltschonender Mobilität. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Was wir brauchen, um es auf den Punkt zu bringen (Zwischenrufe bei der ÖVP): Wir brauchen eine fahrleistungsabhängige Bemautung von Pkw, wir brauchen eine Offensive für Elektrofahrzeuge, wir brauchen natürlich auch wesentlich mehr Gerechtigkeit zwischen den einzelnen Verkehrsträgern und wir brauchen eine Belohnung von umweltschonender Mobilität. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Demonstrativer Beifall des Abg. Mag. Stefan. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich möchte jetzt noch ganz kurz den Kollegen Deimek, der heute auch zu den ÖBB gesprochen hat, lobend erwähnen. Er ist ein Techniker und Experte. Ich will dir politisch überhaupt nicht schaden, lieber Kollege, aber deine problemorientierte Debatte zum Thema ÖBB hat wirklich gut getan im Vergleich zu den Aussagen des Kollegen Bartenstein, der das eigentlich nicht nötig hätte. Das muss ich wirklich sagen. (Demonstrativer Beifall des Abg. Mag. Stefan. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich verstehe das nicht.
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Deimek.
Ich bin selbst ein Eisenbahnerkind und habe auch genug Reformwünsche an die ÖBB. Aber ich sage euch eines, liebe Kollegen: Meine Nichte, die Tochter meines Bruders, Eisenbahnertochter, bekommt kein Stipendium. Ihre Schulfreundin, Landwirtstochter aus Sierning, bekommt eine Eigentumswohnung zu Beginn des Studiums in Wien und ein Höchststipendium. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Deimek.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir können über diese Dinge gerne diskutieren, da ist sicher im Rahmen der Schuldenbremse einiges möglich und sinnvoll zu gestalten. Vielleicht können wir diese falsch verwendeten Mittel für die Forschung und Innovationsentwicklung in Österreich verwenden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Josef Auer: Rädler muss reden!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nun gelangt Herr Abgeordneter Rädler zu Wort. – Bitte. (Abg. Mag. Josef Auer: Rädler muss reden!)
Abg. Grosz: Aber du warst der Grund! – Zwischenruf der Abg. Schönpass.
Abgeordneter Johann Rädler (ÖVP): Frau Bundesminister! Frau Präsident! Kollegen, Kolleginnen! Man wäre jetzt versucht, darauf hinzuweisen, warum dieses Bildungsvolksbegehren keinen Erfolg gehabt hat. (Abg. Grosz: Aber du warst der Grund! – Zwischenruf der Abg. Schönpass.) Wer den Redner der Grünen, den Kollegen Walser, gehört hat mit seiner oberlehrerhaften Art und Weise, und er war ja Proponent, kann sich ausrechnen, warum dieses Volksbegehren diesen Ausgang genommen hat. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Grosz.) – Du kommst eh noch dran, ja, aber aufzeigen!
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Grosz.
Abgeordneter Johann Rädler (ÖVP): Frau Bundesminister! Frau Präsident! Kollegen, Kolleginnen! Man wäre jetzt versucht, darauf hinzuweisen, warum dieses Bildungsvolksbegehren keinen Erfolg gehabt hat. (Abg. Grosz: Aber du warst der Grund! – Zwischenruf der Abg. Schönpass.) Wer den Redner der Grünen, den Kollegen Walser, gehört hat mit seiner oberlehrerhaften Art und Weise, und er war ja Proponent, kann sich ausrechnen, warum dieses Volksbegehren diesen Ausgang genommen hat. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Grosz.) – Du kommst eh noch dran, ja, aber aufzeigen!
Zwischenruf des Abg. Mag. Josef Auer.
Es ist ja heute scheinbar der Eisenbahnertag in dieser Budgetrede verankert, denn es waren lauter Eisenbahner, die da rausgegangen sind und sich zu Wort gemeldet haben. Auch der Herr Bürgermeister Auer wird noch kommen und die Eisenbahn in die Höhe heben. (Zwischenruf des Abg. Mag. Josef Auer.) Ich glaube, dass wir da völlig falsch liegen.
Abg. Schönpass: Zum Budget!
Ich erzähle euch jetzt eine Geschichte. Es ist keine Weihnachtsgeschichte, sondern eine wahre Geschichte. Ein guter Freund von mir – Eisenbahner, SPÖ-Obmann, mein Gegenüber, leider zur früh verstorben, muss ich sagen – hat es erlebt, dass er in seiner Dienstzeit, bevor er mit 49 Jahren in Pension gegangen ist, im 47. Lebensjahr noch einen neuen Berufstitel bekommen hat: vom Schaffner ist er auf einmal zum Zugbegleiter geworden. Das war für ihn ein großer Erfolg – soll auch so sein. (Abg. Schönpass: Zum Budget!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Lapp und Dipl.-Ing. Deimek.
Mir geht da irgendetwas ab. Einige Funktionen dürften wir da übersehen haben, als man diese Funktionsbezeichnungen bei den Bundesbahnen geändert hat. Wo sind die Bremser hingekommen? Wie heißen die jetzt? Welche Funktion haben die? Sie sind ja vorhanden, die Bremser, wenn man da so in die Reihen hineinschaut. Man kennt sie beim Namen. Es sind unscheinbare „Heinzl“-männchen, sie leuchten „Hell“, und der Herr Haberzettl, der ist überhaupt schon zurückgegangen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Lapp und Dipl.-Ing. Deimek.)
Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Ist das jetzt schon ein Verdächtigmachen?!
Das ist ein besonderer Fall, der Herr Haberzettl. Er geht da heraus mit seinen landwirtschaftlichen Sozialkenntnissen. Der sollte sich einmal damit auseinandersetzen: Da gibt es in Oberösterreich ein kleines „Ackerl“, der heute verkündet, dass er auch einer dieser Bremser ist. Das ist ja schon eine Seuche innerhalb der SPÖ, die Bremser. Die bremsen in der Eisenbahn, die bremsen jetzt auf einmal auch noch gegen die Schuldenbremse. (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Ist das jetzt schon ein Verdächtigmachen?!)
Abg. Mag. Wurm: Zum Budget!
Beim Herrn Ackerl, der sich da hervortut, da hätten wir etwas zu tun, Herr Haberzettl. Ich glaube, vom Kollegen Weninger habe ich das gehört, dass es innerhalb der SPÖ (Abg. Mag. Wurm: Zum Budget!) – ja, das gehört eh zum Budget! – eine Gruppe gibt, die sich damit beschäftigt, was man mit zurückgetretenen Politikern wie dem Herrn Haberzettl tun kann. (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.
Beim Herrn Ackerl, der sich da hervortut, da hätten wir etwas zu tun, Herr Haberzettl. Ich glaube, vom Kollegen Weninger habe ich das gehört, dass es innerhalb der SPÖ (Abg. Mag. Wurm: Zum Budget!) – ja, das gehört eh zum Budget! – eine Gruppe gibt, die sich damit beschäftigt, was man mit zurückgetretenen Politikern wie dem Herrn Haberzettl tun kann. (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Windholz.
In Niederösterreich haben wir 27, die aus der SPÖ ausgetreten, zurückgetreten sind. Und da gibt es eine Gruppe innerhalb der SPÖ, die sagt: Schau’ ma, das könnt’s werden, das könnt‘s werden. Und der Herr Haberzettl hat das auch gelesen und „Genossenschaft“ gesehen, hat aufgezeigt und gesagt: Das will ich werden! Dort geht er jetzt hin, unser Freund. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Windholz.)
Zwischenrufe des Abg. Heinzl.
Da frage ich mich wirklich: Was hat das alles noch mit einer Bahn- oder Infrastrukturpolitik zu tun, die die Frau Minister zu verantworten hat? Die Frau Minister muss sich jetzt herstellen und erklären, was diese 2 Milliarden € im Bereich der Infrastruktur sind. Sind das Investitionen in die Zukunft der Bahn, in den Forschungsbereich, oder ist es so, dass da eigentlich etwas vorgeschrieben wird, was die Gewerkschaft auf dem Teller präsentiert? (Zwischenrufe des Abg. Heinzl.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe des Abg. Heinzl.
Dagegen möchte ich mich verwahren; und das ist auch ein Beitrag zum Budget, über den Sie nachdenken sollten, Herr Heinzl, denn Sie sind, ohne einen Funktionstitel zu haben, einer dieser vereinigten Bremser! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe des Abg. Heinzl.)
Abg. Rädler: Wieso?
Abgeordnete Mag. Sonja Steßl-Mühlbacher (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Also, sehr geehrter Herr Kollege Rädler, bei allem Respekt, den wir untereinander eigentlich haben sollten, habe ich diesen bei Ihrer Rede vermisst. (Abg. Rädler: Wieso?) Gerade als Vertreter
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
der ÖVP von Bremsern zu reden, ist, glaube ich, das Falsche. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Heinzl und Mag. Stefan.
Ich könnte Ihnen einige Themen aufzählen, wo Sie auf der Bremse stehen, Herr Kollege! (Zwischenrufe der Abgeordneten Heinzl und Mag. Stefan.)
Abg. Grosz: Werden wir endlich Neuwahlen haben?
Und was ich noch vermisst habe bei der ÖVP, ist, dass Ihre Forschungssprecherin, die Frau Kollegin Hakl, keinen einzigen Satz über die Forschung verliert; denn gerade das Forschungsbudget (Abg. Grosz: Werden wir endlich Neuwahlen haben?) – Oh, Herr Kollege Grosz, guten Morgen, wie war es denn gestern im Grazer Gemeinderat? Wieder gut von Graz nach Wien gekommen? (Zwischenrufe der Abgeordneten Silhavy und Mag. Wurm. – Abg. Grosz: Wenn wir von der Qualität reden, die war um einiges besser!) – Na, bitte, Herr Kollege!
Zwischenrufe der Abgeordneten Silhavy und Mag. Wurm. – Abg. Grosz: Wenn wir von der Qualität reden, die war um einiges besser!
Und was ich noch vermisst habe bei der ÖVP, ist, dass Ihre Forschungssprecherin, die Frau Kollegin Hakl, keinen einzigen Satz über die Forschung verliert; denn gerade das Forschungsbudget (Abg. Grosz: Werden wir endlich Neuwahlen haben?) – Oh, Herr Kollege Grosz, guten Morgen, wie war es denn gestern im Grazer Gemeinderat? Wieder gut von Graz nach Wien gekommen? (Zwischenrufe der Abgeordneten Silhavy und Mag. Wurm. – Abg. Grosz: Wenn wir von der Qualität reden, die war um einiges besser!) – Na, bitte, Herr Kollege!
Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.
Auf jeden Fall möchte ich mich jetzt auf das Forschungsbudget und insbesondere darauf konzentrieren, welche Maßnahmen die Bundesregierung und insbesondere unsere Frau Bundesminister im Hinblick auf Humanressourcen setzt. Unsere Frau Bundesminister hat da Programme ins Leben gerufen, insbesondere möchte ich die Praktika für StudentInnen und auch für Schülerinnen und Schüler erwähnen. Herr Kollege Grosz, Sie sollten einmal die Schülerinnen und Schüler erleben, wenn sie in Forschungseinrichtungen kommen, wenn sie das Praktikum absolvieren. Wir haben da einen Mädchenanteil von 31,3 Prozent. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.)
ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ
Sehr geehrte Frau Bundesminister, Sie sind mit Ihren Programmen auf dem besten Weg (ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ), und insbesondere die Schwerpunkte ab 2012, wie etwa die Förderung von Dissertationen von Frauen, sind eine gute Sache.
Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan. – Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Forschung für Frauen!
Frau Kollegin Winter hat das Gender Budgeting angesprochen, darauf möchte ich auch noch kurz replizieren. Wir haben flächendeckende Gender-Kriterien bei BMVIT-Förderungen, alle FFG-Projekte sollen auch nach Gender-Kriterien beurteilt werden, und seit Oktober 2010 wurden über 500 Projekte nach Gender-Kriterien beurteilt. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan. – Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Forschung für Frauen!) Das ist nicht zum Lachen, denn es gibt verschiedene Dinge, Herr Kollege, die sich auf Männer und Frauen unterschiedlich auswirken. Erinnern Sie sich nur an die Diskussion im Budgetausschuss, nämlich an die Diskussion über den Airbag. Sie können sich erinnern? – Genau.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Im Grazer Gemeinderat ist die Qualität besser! – Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Wurm und Silhavy.
Also, Frau Bundesminister – bei aller Kritik, die heute auch gekommen ist –, ich gratuliere Ihnen zu dem von Ihnen eingeschlagenen Weg. Angewandte Forschung ist wichtig, und Sie sind auf dem besten Weg, diese zu unterstützen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Im Grazer Gemeinderat ist die Qualität besser! – Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Wurm und Silhavy.)
Beifall bei der ÖVP.
Für 2012 bis 2016 sind Investitionen von annähernd 12 Milliarden € geplant. Ich sage nur: Diese Investitionen sollen intelligent und zielgerichtet sein. Da darf ich auch durchaus auf einige Projekte verweisen, die mir wichtig sind. Es sind Umweltentlastungsmaßnahmen in Zederhaus geplant, ich lese aber relativ wenig vom Streckenabschnitt Golling-Stegenwald, der hochwasser- und lawinengefährdet ist, von der Strecke Seekirchen–Salzburg, von der Autobahnanbindung Altenmarkt und von der Erschließung Pinzgau, die für unser Bundesland sehr, sehr wichtig wären. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Markowitz: Jeder vierte Euro!
Ich darf aber doch auch auf die Ausführungen des Herrn Kollegen Haberzettl zu sprechen kommen, denn ich glaube, sein Vergleich ist sachlich absolut nicht fundiert. Uns sind die ÖBB wichtig. Die ÖBB sind ein Leitbetrieb, aber es steht außer Streit, dass jeder zehnte Euro in die ÖBB fließt (Abg. Markowitz: Jeder vierte Euro!), und das ist, glaube ich, nicht unbedingt notwendig. Das sind 4,8 Milliarden € und 2 Milliarden €. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Heinzl.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Heinzl.
Ich darf aber doch auch auf die Ausführungen des Herrn Kollegen Haberzettl zu sprechen kommen, denn ich glaube, sein Vergleich ist sachlich absolut nicht fundiert. Uns sind die ÖBB wichtig. Die ÖBB sind ein Leitbetrieb, aber es steht außer Streit, dass jeder zehnte Euro in die ÖBB fließt (Abg. Markowitz: Jeder vierte Euro!), und das ist, glaube ich, nicht unbedingt notwendig. Das sind 4,8 Milliarden € und 2 Milliarden €. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Heinzl.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Josef Auer und Grosz.
Und eines noch, lieber Herr Kollege Haberzettl, wenn man das Pensionssystem vergleicht, sieht man Folgendes: Wenn ein Bundesbahner das gesetzliche Pensionsantrittsalter erreicht, dann hat er den Bund bereits 200 000 € an Pensionszuschüssen gekostet, und dieser Betrag ist höher, als so mancher Bauer in seinem gesamten Pensionsleben ausbezahlt bekommt. Darum ist Ihr Vergleich absolut zurückzuweisen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Josef Auer und Grosz.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Matznetter und Dipl.-Ing. Deimek.
Es gibt noch einen zweiten Vergleich, der mir aufgefallen ist, nämlich die gemeinwirtschaftlichen Leistungen betreffend. Der Staat will Leistungen haben, und die Dienstleister erbringen diese. Im bäuerlichen Bereich – und der Herr Kollege Gaßner wird heute anschließend ja sicher wieder einige Kritik anbringen – löst der Bund mit 159 Millionen € weitere 371 Millionen € aus, die den Bauern dann für die Leistungen, die sie erbringen, zugutekommen. Bei der Bahn haben wir insgesamt 700 Millionen € an gemeinwirtschaftlichen Leistungen zu vergeben, und davon gehen allein 618,4 Millionen € zu den ÖBB, zu einem Unternehmen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Matznetter und Dipl.-Ing. Deimek.) Also so schaut es wirklich aus.
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Heinzl und Grosz.
Ich sage also, maßvolle Politik ist notwendig, ist gefordert, ohne Scheuklappen, Herr Haberzettl. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Heinzl und Grosz.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter. – Abg. Markowitz: Fahren Sie wieder einmal nach Loipersdorf!
Abgeordnete Mag. Rosa Lohfeyer (SPÖ): Frau Präsidentin! Werte Frau Ministerin! Herr Eßl und an die Kollegen von der ÖVP, ich glaube, wenn Sie Unwahrheiten mehrere hundert Mal wiederholen, dann werden sie auch nicht wahr. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter. – Abg. Markowitz: Fahren Sie wieder einmal nach Loipersdorf!)
Beifall bei der SPÖ. – Bravoruf des Abg. Heinzl.
Mehr Sicherheit auf unseren Straßen soll es aber auch durch verstärkte Forschung im Bereich neue, intelligente Verkehrstechnologien geben. Investitionen in unsere Infrastruktur bedeuten vor allem auch im ländlichen Raum Wachstum. Wichtige Arbeitsplätze stärken und sichern Österreich als Wirtschaftsstandort. Besonders in Krisenzeiten können wir keineswegs darauf verzichten und müssen in und für die Zukunft investieren. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist die Bautätigkeit der ASFINAG ein wichtiger Impuls für Beschäftigung und Konjunktur. (Beifall bei der SPÖ. – Bravoruf des Abg. Heinzl.)
Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Der sagt uns jetzt auch, dass wir den Brenner Basistunnel nicht mehr brauchen!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Hörl. – Bitte. (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Der sagt uns jetzt auch, dass wir den Brenner Basistunnel nicht mehr brauchen!)
Zwischenrufe bei ÖVP und BZÖ.
Ich darf aber darauf hinweisen, dass wir zu wenig Juristen haben, und ich hätte einen Tipp für Sie: Im Heeresministerium wären genug Juristen, die nichts zu tun haben. Vielleicht könnte man doch schauen, dass wir ein paar in die Seilbahnbehörde bekommen. (Zwischenrufe bei ÖVP und BZÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Markowitz und Dipl.-Ing. Deimek.
Vom Kollegen Deimek wurde heute bereits drastisch angesprochen, was sich gestern oder vorgestern am Wiener Flughafen abgespielt hat. Ich unterstelle Ihnen natürlich keine böse Absicht, aber unter den Augen der Weltpresse wurde die unseriöse Praxis einer Bedarfsfluggesellschaft mit österreichischer Lizenz, die seit Kurzem hier fliegt, ruchbar. Ich denke, dass es da schon noch einiges aufzuklären gibt, wobei die Linien-Charter-Kombination sehr ungewöhnlich ist. (Zwischenrufe der Abgeordneten Markowitz und Dipl.-Ing. Deimek.)
Abg. Markowitz: ... Herzensangelegenheit!
Frau Bundesminister, ich möchte auch einen Blick auf die Standortpolitik in unserem Land werfen, und ich denke, dass wir da ständig – aus verschiedenen Gründen, wegen Umweltschutz, Klimaschutz, Verbesserung der sozialen Netze – auf den Wirtschaftsstandort Österreich Belastungen drauflegen. (Abg. Markowitz: ... Herzensangelegenheit!) Ich darf das auch am Beispiel der AUA einmal kurz skizzieren. Am Flughafen Wien haben Sie vor wenigen Wochen für die arabische Fluglinie Emirates zusätzliche Frequenzen, Slots, aufgetan (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner), eine Fluglinie, die zumindest Betriebsmittel wie Kerosin, aber auch Kosten des Bodenpersonals, der Wartung und so weiter ungleich günstiger erwirtschaften kann.
Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner
Frau Bundesminister, ich möchte auch einen Blick auf die Standortpolitik in unserem Land werfen, und ich denke, dass wir da ständig – aus verschiedenen Gründen, wegen Umweltschutz, Klimaschutz, Verbesserung der sozialen Netze – auf den Wirtschaftsstandort Österreich Belastungen drauflegen. (Abg. Markowitz: ... Herzensangelegenheit!) Ich darf das auch am Beispiel der AUA einmal kurz skizzieren. Am Flughafen Wien haben Sie vor wenigen Wochen für die arabische Fluglinie Emirates zusätzliche Frequenzen, Slots, aufgetan (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner), eine Fluglinie, die zumindest Betriebsmittel wie Kerosin, aber auch Kosten des Bodenpersonals, der Wartung und so weiter ungleich günstiger erwirtschaften kann.
Abg. Markowitz: Scan! Scan! Scan!
Ich denke, ähnliche Kombinationen aus marktbedingten Vorgaben und hausgemachten Beschränkungen, egal, ob es fiskalisch ist oder ob es aufgrund internationaler und europäischer Vorgehen geschieht, gibt es auch in anderen Wirtschaftsbereichen. Ich glaube, wir brauchen nicht nur einen Generationen-Scan, sondern wir brauchen einen Arbeitsplätze- und Standort-Scan, einen Wohlstands-Scan (Abg. Markowitz: Scan! Scan! Scan!), denn sonst werden unsere Arbeitsplätze und damit der Wohlstand ganz schnell davonfliegen. (Abg. Ursula Haubner: Schulden-Scan!)
Abg. Ursula Haubner: Schulden-Scan!
Ich denke, ähnliche Kombinationen aus marktbedingten Vorgaben und hausgemachten Beschränkungen, egal, ob es fiskalisch ist oder ob es aufgrund internationaler und europäischer Vorgehen geschieht, gibt es auch in anderen Wirtschaftsbereichen. Ich glaube, wir brauchen nicht nur einen Generationen-Scan, sondern wir brauchen einen Arbeitsplätze- und Standort-Scan, einen Wohlstands-Scan (Abg. Markowitz: Scan! Scan! Scan!), denn sonst werden unsere Arbeitsplätze und damit der Wohlstand ganz schnell davonfliegen. (Abg. Ursula Haubner: Schulden-Scan!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bitte Sie, Frau Bundesminister, als einen wichtigen Repräsentanten des Koalitionspartners, überhaupt auch dafür Sorge zu tragen, das wir auf unsere Arbeitsplätze und auf den Wirtschaftsstandort Österreich Rücksicht nehmen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren von der ÖVP, wenn Sie – ich nehme jetzt Ihre ich muss schon bald sagen Scheinzahlen her – sagen, jeder zehnte Euro wird in die ÖBB investiert, dann muss man erwidern, mit diesen Investitionen werden Bauprojekte betrieben, die der Wirtschaft einen direkten Impuls geben. Und mit dem Ausbau und der Instandhaltung unserer Verkehrswege halten wir die Wirtschaft nicht nur im sprichwörtlichen Sinne, sondern auch im praktischen Sinne komplett am Laufen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Bartenstein: Das ist nicht leistbar!
Für den Ausbau und die Instandhaltung des hochrangingen Verkehrsnetzes werden 2012 825 Millionen € aufgewendet, das sind 825 Millionen € für unsere Wirtschaft, das sind 825 Millionen € für unsere Arbeitsplätze. (Abg. Dr. Bartenstein: Das ist nicht leistbar!)
Abg. Dr. Bartenstein: 230 €!
Lieber Kollege Bartenstein, zu Ihren Zahlen jetzt ganz kurz. Sie haben gesagt, im Vergleich zur Deutschen Bahn werden in Deutschland pro Kopf für die Infrastruktur 53 € aufgewendet, in Österreich für die ÖBB 253 €. (Abg. Dr. Bartenstein: 230 €!) – Dann 230 €, ein bisserl weniger, Gott sei Dank! Das hört sich natürlich so an, als ob Deutschland sehr sparsam wäre in der Infrastruktur und viel täte, aber da muss man hochrechnen: Diese 53 € mal 88 Millionen ergibt 4,664 Milliarden €. (Abg. Dr. Bartenstein hält ein Balkendiagramm in die Höhe.) Und wenn man diese 230 Millionen für Österreich umrechnet, ergibt das 2,024 Milliarden. Und wenn man bedenkt, dass Österreich in der Infrastruktur im Bahnnetz auch in viele Tunnel investieren muss, dann sind diese 2 Milliarden oder diese 230 € pro Kopf, die hier investiert werden, sehr wenig im Gegensatz zu unserem Nachbarn (Abg. Dr. Bartenstein – die Hände zusammenschlagend –: „Sehr wenig“?!), sehr verehrter Herr Kollege Bartenstein.
Abg. Dr. Bartenstein hält ein Balkendiagramm in die Höhe.
Lieber Kollege Bartenstein, zu Ihren Zahlen jetzt ganz kurz. Sie haben gesagt, im Vergleich zur Deutschen Bahn werden in Deutschland pro Kopf für die Infrastruktur 53 € aufgewendet, in Österreich für die ÖBB 253 €. (Abg. Dr. Bartenstein: 230 €!) – Dann 230 €, ein bisserl weniger, Gott sei Dank! Das hört sich natürlich so an, als ob Deutschland sehr sparsam wäre in der Infrastruktur und viel täte, aber da muss man hochrechnen: Diese 53 € mal 88 Millionen ergibt 4,664 Milliarden €. (Abg. Dr. Bartenstein hält ein Balkendiagramm in die Höhe.) Und wenn man diese 230 Millionen für Österreich umrechnet, ergibt das 2,024 Milliarden. Und wenn man bedenkt, dass Österreich in der Infrastruktur im Bahnnetz auch in viele Tunnel investieren muss, dann sind diese 2 Milliarden oder diese 230 € pro Kopf, die hier investiert werden, sehr wenig im Gegensatz zu unserem Nachbarn (Abg. Dr. Bartenstein – die Hände zusammenschlagend –: „Sehr wenig“?!), sehr verehrter Herr Kollege Bartenstein.
Abg. Dr. Bartenstein – die Hände zusammenschlagend –: „Sehr wenig“?!
Lieber Kollege Bartenstein, zu Ihren Zahlen jetzt ganz kurz. Sie haben gesagt, im Vergleich zur Deutschen Bahn werden in Deutschland pro Kopf für die Infrastruktur 53 € aufgewendet, in Österreich für die ÖBB 253 €. (Abg. Dr. Bartenstein: 230 €!) – Dann 230 €, ein bisserl weniger, Gott sei Dank! Das hört sich natürlich so an, als ob Deutschland sehr sparsam wäre in der Infrastruktur und viel täte, aber da muss man hochrechnen: Diese 53 € mal 88 Millionen ergibt 4,664 Milliarden €. (Abg. Dr. Bartenstein hält ein Balkendiagramm in die Höhe.) Und wenn man diese 230 Millionen für Österreich umrechnet, ergibt das 2,024 Milliarden. Und wenn man bedenkt, dass Österreich in der Infrastruktur im Bahnnetz auch in viele Tunnel investieren muss, dann sind diese 2 Milliarden oder diese 230 € pro Kopf, die hier investiert werden, sehr wenig im Gegensatz zu unserem Nachbarn (Abg. Dr. Bartenstein – die Hände zusammenschlagend –: „Sehr wenig“?!), sehr verehrter Herr Kollege Bartenstein.
Abg. Dr. Bartenstein: Euro!
Ich kann nur sagen, jeder Schilling, der in die ÖBB, jeder Schilling (Abg. Dr. Bartenstein: Euro!), jeder Euro, der in die ÖBB, jeder Euro, der in die ASFINAG investiert wird, ist ein richtig angelegter Euro, denn er belebt die Wirtschaft und sichert die Arbeitsplätze. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Bartenstein: Wenn die Voest so ...!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Bartenstein: Wenn die Voest so ...!
Ich kann nur sagen, jeder Schilling, der in die ÖBB, jeder Schilling (Abg. Dr. Bartenstein: Euro!), jeder Euro, der in die ÖBB, jeder Euro, der in die ASFINAG investiert wird, ist ein richtig angelegter Euro, denn er belebt die Wirtschaft und sichert die Arbeitsplätze. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Bartenstein: Wenn die Voest so ...!)
Abg. Markowitz – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Schmuckenschlager –: Schieß zurück!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Schmuckenschlager. – Bitte. (Abg. Markowitz – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Schmuckenschlager –: Schieß zurück!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Lapp: Wo haben Sie das her? – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
deutung der Land- und Forstwirtschaft in Österreich und auch ihr gutes Gespür für die Bevölkerung. Denn es sind nicht weniger als 80 Prozent der Bevölkerung, die sagen, ja, wir brauchen die Zuwendungen an die Landwirtschaft, an die Forstwirtschaft, um die Ernährungssicherheit in unserem Land in diesem Ausmaß, in dieser Qualität auch aufrechtzuerhalten. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Lapp: Wo haben Sie das her? – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Aber die Finanzentwicklung ist dramatisch. Wenn wir von den ÖBB-Verbindlichkeiten sprechen, dann haben wir 2010 17 Milliarden € gehabt, 2012 sind es bereits 21,8 Milliarden € und 2017 werden es schon 70 Milliarden € sein. Hier gilt es die Eigenkapitalquote zu verbessern, jedoch nicht durch öffentliche Zuwendungen, sondern da könnte man schon ein bisschen durchleuchten, welche Liegenschaften und vor allem auch Kraftwerke der ÖBB vorhanden sind. Das ist keine heilige Kuh, das sollte man schon aufgreifen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.) Gerade da könnte man die Profis hinlassen, um diese Kraftwerke zu modernisieren und damit auch die Entwicklung zu stärken.
Abg. Haberzettl: Wenn die Bauern so viele Reformen machen würden, wie die Eisenbahner gemacht haben ...!
Aber, Herr Haberzettl, Ihre Erregung besteht auch zu Recht, denn schließlich und endlich versteht sich die Gewerkschaft der Eisenbahner immer darauf, dass sie die ÖBB als ihr Steckenpferd sieht. (Abg. Haberzettl: Wenn die Bauern so viele Reformen machen würden, wie die Eisenbahner gemacht haben ...!) Das sind sie aber nicht, das ist die Bundesbahn und keine Spielzeugeisenbahn der Gewerkschaft, sonst werden die ÖBB noch ein Zug nach Nirgendwo mit Herrn Kern als Lokführer. (Abg. Haberzettl: Wir haben einen Lokführerschein eingeführt!) Und der Heizer ist dann leider Gottes die Bundesministerin, die dann mit Steuergeld anstatt mit Kohle heizen muss. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Haberzettl: Wir haben einen Lokführerschein eingeführt!
Aber, Herr Haberzettl, Ihre Erregung besteht auch zu Recht, denn schließlich und endlich versteht sich die Gewerkschaft der Eisenbahner immer darauf, dass sie die ÖBB als ihr Steckenpferd sieht. (Abg. Haberzettl: Wenn die Bauern so viele Reformen machen würden, wie die Eisenbahner gemacht haben ...!) Das sind sie aber nicht, das ist die Bundesbahn und keine Spielzeugeisenbahn der Gewerkschaft, sonst werden die ÖBB noch ein Zug nach Nirgendwo mit Herrn Kern als Lokführer. (Abg. Haberzettl: Wir haben einen Lokführerschein eingeführt!) Und der Heizer ist dann leider Gottes die Bundesministerin, die dann mit Steuergeld anstatt mit Kohle heizen muss. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Aber, Herr Haberzettl, Ihre Erregung besteht auch zu Recht, denn schließlich und endlich versteht sich die Gewerkschaft der Eisenbahner immer darauf, dass sie die ÖBB als ihr Steckenpferd sieht. (Abg. Haberzettl: Wenn die Bauern so viele Reformen machen würden, wie die Eisenbahner gemacht haben ...!) Das sind sie aber nicht, das ist die Bundesbahn und keine Spielzeugeisenbahn der Gewerkschaft, sonst werden die ÖBB noch ein Zug nach Nirgendwo mit Herrn Kern als Lokführer. (Abg. Haberzettl: Wir haben einen Lokführerschein eingeführt!) Und der Heizer ist dann leider Gottes die Bundesministerin, die dann mit Steuergeld anstatt mit Kohle heizen muss. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Rädler: Beispiele!
Was ich völlig ablehne, ist, dass immer wieder unrichtige Zahlen gebracht werden. Wir sind hier im Parlament dazu da, dass wir unsere Kritik anbringen, dass wir die Probleme erörtern, aber wir sollten hier nicht mit falschen Zahlen operieren. Das gefällt mir nicht. (Abg. Rädler: Beispiele!)
Beifall und Bravoruf bei der SPÖ. – Abgeordnete von der ÖVP zeigen in Richtung SPÖ.
Deshalb versuche ich jetzt, vielleicht ein paar Zahlen sachlich richtigzustellen; wenn Sie mir zuhörten, wäre das garantiert gut. Ich möchte auch für die ÖBB-Bediensteten eine Lanze brechen, wenn ich manche Zahlen richtigstelle, denn ich kenne sehr viele Bedienstete der ÖBB persönlich und auch sonst, von denen ich weiß, dass sie sehr fleißige Leute sind. Ich kenne auch sehr viele fleißige Bauern. Ich mag das überhaupt nicht, wenn man bestimmte Personengruppen immer wieder in Misskredit bringt. Das mag ich nicht! (Beifall und Bravoruf bei der SPÖ. – Abgeordnete von der ÖVP zeigen in Richtung SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Kollege Schmuckenschlager, die SPÖ ist nicht gegen die Bauern. Wir sind für die Bauern, aber wirklich für jene Bauern, die zum Beispiel Bergbauern sind, damit nicht andere Bergbauernförderung bekommen. Das ist nämlich eine zweckentfremdete Verwendung, und dagegen richten wir uns. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Bartenstein: Millionen!
Zu den ÖBB: Die 6,7 Milliarden € stimmen nicht. Frau Minister Bures hat versucht, es Ihnen zu erklären. Einige Kollegen haben versucht, es zu erklären. Nur ein Drittel davon ist wahr, und das ist eigentlich zu wenig. Dieses Drittel sind 1,43 Milliarden € für Infrastrukturinvestitionen, und 730 Milliarden € sind für gemeinwirtschaftliche Ausgaben. (Abg. Dr. Bartenstein: Millionen!) – Millionen, ja, danke.
Ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Bartenstein.
Da bin ich überhaupt nicht bei Ihnen, Herr Kollege Bartenstein. Sie wollen die Strecke Salzburg–Wien auch gemeinwirtschaftlich fördern. Das zeigt Ihr neoliberales Gesicht. (Ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Bartenstein.) Wir wollen die gemeinwirtschaftlichen Leistungen für den ländlichen Raum. Wir wollen, dass im ländlichen Raum Züge auch dort fahren, wo eine Zugstrecke nicht mit Profit betrieben werden kann.
Beifall und Bravoruf bei der SPÖ.
Frau Minister, lassen Sie sich nicht beirren, das Budget von Ihrer Seite ist sehr gut. – Danke schön. (Beifall und Bravoruf bei der SPÖ.)
Abg. Heinzl: Wieder einer, der die Wahrheit sagt! – Abg. Dr. Bartenstein: Die habt Gott sei Dank ihr gepachtet! Das ist so „schön“ bei der SPÖ!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Plessl. – Bitte. (Abg. Heinzl: Wieder einer, der die Wahrheit sagt! – Abg. Dr. Bartenstein: Die habt Gott sei Dank ihr gepachtet! Das ist so „schön“ bei der SPÖ!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Rudolf Plessl (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Frau Ministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Einen besonderen Gruß an die Pensionistenortsgruppe Untersiebenbrunn und ihren Obmann Rudolf Obermeier. Herzlich willkommen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Erfreulicherweise gibt es auch Kooperationen mit der Slowakei, wo auch ein gemeinsamer Hochwasserschutz betrieben wird. Es ist schwierig in einer Zeit, in der kein großes Budget vorhanden ist, präventive Maßnahmen so wie dieses Marchschutzdammprojekt zu unterstützen. Daher bedanke ich mich mit der Bevölkerung bei der Bundesministerin für ihre Unterstützung. (Beifall bei der SPÖ.)
Bundesminister Dr. Mitterlehner: Das haben Sie voriges Jahr auch schon gesagt!
Meine Damen und Herren! Herr Bundesminister! Ich habe es hier schon des Öfteren gesagt, es ist schwierig, mit Ihnen über das Wirtschaftsbudget zu diskutieren, denn wenn Sie aus Ihrem relativ großen Budgettopf den ganzen Bereich Familie, Jugend und anderes herausnehmen, dann bleibt für die Wirtschaft nicht mehr viel übrig. (Bundesminister Dr. Mitterlehner: Das haben Sie voriges Jahr auch schon gesagt!) – Ja, ich weiß. Ich habe Ihnen voriges Jahr noch etwas gesagt, das wiederhole ich jetzt auch.
Abg. Dr. Bartenstein spricht mit Bundesminister Dr. Mitterlehner.
Wissen Sie, die Wirtschaft ist mit sehr, sehr vielen Problemen konfrontiert. (Abg. Dr. Bartenstein spricht mit Bundesminister Dr. Mitterlehner.) – Sie können sich dann ja zu Wort melden, Herr Kollege Bartenstein. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wissen Sie, die Wirtschaft ist mit sehr, sehr vielen Problemen konfrontiert. (Abg. Dr. Bartenstein spricht mit Bundesminister Dr. Mitterlehner.) – Sie können sich dann ja zu Wort melden, Herr Kollege Bartenstein. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Riepl: Das ist kein Thema!
Die Wirtschaft ist ja mit sehr vielen Problemen konfrontiert, die eigentlich nicht immer Sie direkt betreffen, sondern Ihr Gegenüber oder Vis-à-vis, den Herrn Minister Hundstorfer. Ich habe schon des Öfteren hier im Haus betont, ich halte es für einen gravierenden Fehler, dass man die Bereiche Arbeit und Wirtschaft in zwei Ministerien getrennt hat. (Abg. Riepl: Das ist kein Thema!) Das ist falsch, selbstverständlich, weil Sie ganz genau wissen, Herr Kollege, dass Wirtschaft ohne Arbeit nicht funktioniert, und umgekehrt eine nicht funktionierende Wirtschaft keine Arbeitsplätze zur Verfügung stellt. Und da diese Ministerien zu trennen ist ein gravierender Fehler. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Wirtschaft ist ja mit sehr vielen Problemen konfrontiert, die eigentlich nicht immer Sie direkt betreffen, sondern Ihr Gegenüber oder Vis-à-vis, den Herrn Minister Hundstorfer. Ich habe schon des Öfteren hier im Haus betont, ich halte es für einen gravierenden Fehler, dass man die Bereiche Arbeit und Wirtschaft in zwei Ministerien getrennt hat. (Abg. Riepl: Das ist kein Thema!) Das ist falsch, selbstverständlich, weil Sie ganz genau wissen, Herr Kollege, dass Wirtschaft ohne Arbeit nicht funktioniert, und umgekehrt eine nicht funktionierende Wirtschaft keine Arbeitsplätze zur Verfügung stellt. Und da diese Ministerien zu trennen ist ein gravierender Fehler. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Deswegen ist es ein gravierender Fehler, etwas zu trennen, was unweigerlich zusammengehört. Da leuchtet mir noch eher der Streit zwischen Bauern und Eisenbahnern ein, als Arbeit und Wirtschaft zu trennen, weil das nicht trennbar ist. Wir können auch nicht Arbeitgeber und Arbeitnehmer trennen, sondern wir sprechen hier von Erwerbstätigen. Wir sitzen alle im gleichen Boot. (Beifall bei der FPÖ.)
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Was auch positiv ist, und da möchte ich mich persönlich bei Ihnen bedanken, ist, dass wir die Schwellenwertverordnung auf ein Jahr verlängert haben, weil ich glaube, dass die Erhöhung der Schwellenwertverordnung schon dazu geführt hat, dass die regionale Wirtschaft und vor allem Klein- und Mittelbetriebe sehr stark profitiert haben. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Sie wissen, wenn es uns nicht gelingt, gegenzusteuern, die Kreditklemme hintanzuhalten, dann müssen Sie zumindest die Möglichkeit schaffen, dass Betriebe wieder für sich selber Investitionsrücklagen bilden können, die natürlich steuerlich begünstigt sein müssen. Damit können Sie zumindest in kleinen Teilbereichen diesen bevorstehenden Basel-III-Vorstellungen beziehungsweise auch der bevorstehenden Kreditklemme für KMUs ein bisschen entgegenwirken. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
Vor allen Dingen eine Riesenaufgabe für Sie wird in nächster Zeit natürlich die Durchforstung der ganzen Förderungen sein. Sie wissen, dass wir nicht nur von der OECD, sondern auch von anderen Institutionen immer wieder darauf hingewiesen werden, dass das Förderunwesen in Österreich gravierend ist. Wenn wir wissen, dass wir doppelt so hohe Förderungen, wie der OECD-Schnitt ist, im Bereich der Wirtschaft vergeben, dann glaube ich, dass hier Handlungsbedarf gegeben ist. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir müssen sehr darauf achten, dass die Anleger weiter Vertrauen in Österreich haben, und da schaden Diskussionen über neue Steuern. Ich kann das nur betonen. Wir müssen daher mit diesen Steuerdiskussionen endlich aufhören. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Also abschließend: Das Kapitel Wirtschaft ist auf dem richtigen Weg. Ich freue mich darüber. (Beifall bei der ÖVP.)
Bundesminister Dr. Mitterlehner: Haben wir auch mehr!
Herr Minister, ich vermisse sehr wohl in diesem Budget 2012 einerseits die entsprechend großzügige Dotierung der Energieforschung und andererseits die entsprechende Unterstützung dieser tollen Unternehmen im Bereich der Ökowirtschaft, sich auf den internationalen Märkten zu bewegen, denn laut Anfragebeantwortung aus der letzten Ausschussrunde werden gerade einmal 1,3 Millionen € aus der Initiative „go international“ für den Bereich Umwelt- und Ökotechnik ausgegeben. Ich denke, das, Herr Minister, ist zu wenig für einen so tollen und großzügigen Bereich. (Bundesminister Dr. Mitterlehner: Haben wir auch mehr!)
Beifall bei den Grünen.
Wir haben die Situation, dass Ihr Ressort zusammengenommen mit dem Ressort von Ministerin Bures und dem von Minister Töchterle gerade einmal eine Steigerung von 1 Prozent aufweist. Wenn ich die Inflationsrate berücksichtige, dann bin ich bei einem realen Minus. Und das, Herr Minister, ist einfach zu wenig für die Herausforderungen, die wir in diesem Bereich haben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren, das wurde von der Bundesregierung bereits vor acht Monaten beschlossen. Wir fordern jetzt die Umsetzung ein. Sie sind herzlich dazu eingeladen, genau dieses unser Anliegen im gemeinsamen Sinne heute zu unterstützen. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Kurz zum Kollegen Themessl und zu seiner Forderung, man müsse die Bereiche Arbeit und Wirtschaft zusammenlegen. Ich gehe jetzt nicht auf die unsägliche Zeit ein, als es Österreich sieben Jahre nicht gegeben hat, wo das der Fall war. Dann hatten wir es ein zweites Mal, da ging es halt nicht anders. Da waren die Frau Sickl, der Herr Haupt und wie sie alle geheißen haben, die Frau Haubner tätig, da konnte man nicht so wesentliche Bereiche allein in ihre Verantwortung geben. Das ist aber einfacher zu lösen: FPÖ nicht an der Regierung – dann haben wir diese Probleme nicht! (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall und Bravoruf bei der SPÖ.
Diesen Erfolg verdanken wir der Fiskalpolitik, aber zu einem wesentlichen Teil der Arbeits- und Wirtschaftspolitik. In diesem Fall ist es auch einmal Zeit, beiden Ministern ein Dankeschön dafür zu sagen. (Beifall und Bravoruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Mitterlehner – funktioniert es wirklich. – Danke, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Wenn ich heute zum Budgetkapitel Wirtschaft spreche, so spreche ich in Wahrheit von Misswirtschaft, denn Sie, meine Damen und Herren von der Regierung, haben in den vergangenen Jahren das hart erarbeitete Geld der österreichischen Wirtschaftstreibenden verwirtschaftet. (Beifall beim BZÖ.) Sie haben nicht, wie es sich gehört, wie ein guter Kaufmann bilanziert, ganz im Gegenteil: Sie haben das Geld oft mit beiden Händen beim Fenster hinausgeworfen, und das vor allem in der Subkultur der Parteienpolitik von SPÖ und ÖVP.
Bundesminister Dr. Mitterlehner: Von was reden Sie?
Sie haben sogenannten Managern Bonuszahlungen ausbezahlt in einer Höhe, die jedem Normalbürger die Schamesröte ins Gesicht treibt, egal, ob sie Gewinne erwirtschaftet haben oder zum Teil sogar enorme Verluste. (Bundesminister Dr. Mitterlehner: Von was reden Sie?) Und wo, meine Damen und Herren von der ÖVP, bleibt der Aufschrei der Wirtschaftskammer, der Interessenvertretung unserer gewerblichen Wirtschaft? – Nichts hat man gehört, überhaupt nichts, ganz im Gegenteil: Die Wirtschaftskammer wirft ihren Zwangsmitgliedern noch Holz zwischen die Beine und verlangt Kammerumlagen in unwahrscheinlich hohem Ausmaß, um ihren schwarzen Funktionärsapparat bedienen zu können (Beifall beim BZÖ – Ruf bei der ÖVP: So ein Blödsinn!), und nicht, um den Unternehmen zu helfen, zum Beispiel die aktuelle Krise leichter zu überstehen. Das wäre eigentlich Sinn und Zweck einer Standesvertretung.
Beifall beim BZÖ – Ruf bei der ÖVP: So ein Blödsinn!
Sie haben sogenannten Managern Bonuszahlungen ausbezahlt in einer Höhe, die jedem Normalbürger die Schamesröte ins Gesicht treibt, egal, ob sie Gewinne erwirtschaftet haben oder zum Teil sogar enorme Verluste. (Bundesminister Dr. Mitterlehner: Von was reden Sie?) Und wo, meine Damen und Herren von der ÖVP, bleibt der Aufschrei der Wirtschaftskammer, der Interessenvertretung unserer gewerblichen Wirtschaft? – Nichts hat man gehört, überhaupt nichts, ganz im Gegenteil: Die Wirtschaftskammer wirft ihren Zwangsmitgliedern noch Holz zwischen die Beine und verlangt Kammerumlagen in unwahrscheinlich hohem Ausmaß, um ihren schwarzen Funktionärsapparat bedienen zu können (Beifall beim BZÖ – Ruf bei der ÖVP: So ein Blödsinn!), und nicht, um den Unternehmen zu helfen, zum Beispiel die aktuelle Krise leichter zu überstehen. Das wäre eigentlich Sinn und Zweck einer Standesvertretung.
Ruf bei der ÖVP: Sie haben keine Ahnung!
Da gibt es Unternehmen, die für fünf, sechs und mehr Bereiche zur Kasse gebeten werden, fünf, sechs und mehr Kammerumlagen zu bezahlen. Glauben Sie im Ernst, dass Sie damit auch nur einem einzigen Betrieb eine Hilfestellung sichern? (Ruf bei der ÖVP: Sie haben keine Ahnung!) Sie treiben unsere österreichischen Unternehmer noch mehr in die Schuldenfalle. Sogar für stillgelegte Betriebe ist zu bezahlen, bis zu 50 Prozent. Und wenn Sie sich die Berechnungsgrundlagen dafür ansehen, werden Sie feststellen, das ist eine Unübersichtlichkeit, die endlich reformiert gehört.
Beifall beim BZÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Ich habe auch einen entsprechenden Antrag bereits eingebracht, und seit vorgestern bin ich ja sehr optimistisch, dass Anträge des BZÖ hier auch aufgegriffen werden. Ich darf auf die Innenministerin verweisen, die plötzlich auch für einen schlanken Apparat ist, für weniger Häuptlinge und für mehr Indianer. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Grosz: Befreien Sie die Wirtschaft!
Hören Sie daher auf mit dieser Politik, beenden Sie diese Art der Politik! (Abg. Grosz: Befreien Sie die Wirtschaft!) Setzen Sie das um, was Sie sich in Ihrem Regierungsübereinkommen zum Ziel gesetzt haben. Unterstützen Sie die Wirtschaft, und verhindern Sie nicht eine positive Entwicklung. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Hören Sie daher auf mit dieser Politik, beenden Sie diese Art der Politik! (Abg. Grosz: Befreien Sie die Wirtschaft!) Setzen Sie das um, was Sie sich in Ihrem Regierungsübereinkommen zum Ziel gesetzt haben. Unterstützen Sie die Wirtschaft, und verhindern Sie nicht eine positive Entwicklung. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Sie haben jedenfalls mit dem BZÖ einen verlässlichen Partner, um hier sinnvolle Reformen durchzuführen. Beenden Sie den Reformstau! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Wirtschaftsminister! Viel Zeit bleibt Ihnen nicht mehr. Ich habe vorhin auch von Misswirtschaft gesprochen. Sie sind ja Wirtschaftsminister, ersparen Sie sich das „Miss-„ vor diesem Wort. Beenden Sie den Reformstau, setzen Sie in der Regierung endlich Zeichen und Aktivitäten, auf die die Wirtschaft seit Langem wartet! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Das sind ja nur zwei! – Abg. Dr. Lichtenecker: Das ist eine kleine Gruppe, Herr Kollege!
Abgeordneter Mag. Josef Lettenbichler (ÖVP): Sehr geehrter Herr Bundesminister! Herr Präsident! Hohes Haus! Ganz besonders möchte ich aber die Abordnung der Jungen Volkspartei Tirol begrüßen, die gestern und heute hier im Hohen Haus ist. Herzlich willkommen! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Das sind ja nur zwei! – Abg. Dr. Lichtenecker: Das ist eine kleine Gruppe, Herr Kollege!)
Beifall bei der ÖVP.
Schwächen wir unseren Industrie- und Wirtschaftsstandort nicht mit neuerlichen Belastungen, sondern helfen Sie mit, ihn zu stärken! Der Wirtschaftsminister leistet hier großartige Arbeit. Das vorliegende Budget gibt ihm die Möglichkeit, Prioritäten und Schwerpunkte zu setzen. Ich lade Sie ein: Stimmen Sie dem zu! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Roman Haider (FPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! „Die dreitägige Budgetdebatte geht am Freitag mit dem Beschluss des Staatshaushalts 2012 zu Ende. Es ist das erste Budget von Finanzministerin Maria Fekter und sieht ein Defizit von 3,2 Prozent und eine Staatsverschuldung von 74,6 Prozent des BIP vor – beides entspricht nicht den Maastricht-Kriterien.“ – Meldung der Austria Presse Agentur von gestern, 22 Uhr. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hörl
„Entspricht nicht den Kriterien.“ – Das kann sich jetzt auch die gar nicht anwesende, aber vom Kollegen Lettenbichler begrüßte Junge ÖVP-Ortsgruppe ausrechnen, was das für eine Note in der Schule gibt, wenn es heißt, beides entspricht nicht den Kriterien. Im Budgetausschuss hat ja die Frau Bundesminister auch nichts darauf zu antworten gewusst, wie sie ein offizielles Defizit von 219 Milliarden, plus Defizit aus ÖBB, BIG und ASFINAG von 36 Milliarden, plus 13 Milliarden (Zwischenruf des Abg. Hörl), Herr Bürgermeister, ausgelagerte Schulden der Gemeinden und der Länder, also insgesamt 268 Milliarden, auf 177 Milliarden reduzieren will, was den 60 Prozent der Maastricht-Kriterien entspricht.
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren von der ÖVP, das kann es ja nicht sein. Das kann wirklich nicht Ihr Ernst sein. Dafür werden Sie nicht ernsthaft unsere Zustimmung verlangen und sie natürlich auch nicht finden. (Beifall bei der FPÖ.) Da brauchen wir Maßnahmen, über die wir reden und die wir jetzt auch festlegen.
Abg. Dr. Matznetter: Für Millionäre!
Das machen die einen. – Und was machen die anderen? Die rufen ganz vehement nach Vermögensteuern. (Abg. Dr. Matznetter: Für Millionäre!) Ja, Vermögensteuern
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Lichtenecker: Stimmt ja überhaupt nicht! Sie waren nicht im Ausschuss! So ein Unsinn!
Aber auch bei diesem Thema ist die Katze aus dem Sack, denn Ihre Experten, Experte Marterbauer und Experte Rossmann von den Grünen, haben es uns ganz klar und deutlich gesagt im Budgetausschuss. Die beginnen ab einem Vermögen von 300 000 € zu rechnen. 300 000 € – das ist jeder Häuselbauer! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Lichtenecker: Stimmt ja überhaupt nicht! Sie waren nicht im Ausschuss! So ein Unsinn!) Der Mittelstand soll wieder einmal geschröpft werden, meine sehr geehrten Damen und Herren!
Abg. Dr. Matznetter: Die Millionäre! – Abg. Grosz: Die Steuern sind für Herrn Vranitzky und Herrn Androsch!
Wenn die SPÖ von Vermögensteuer oder Millionärsabgabe spricht, dann ist gemeint, den kleinen Hausbesitzer am Land, den kleinen Wohnungsbesitzer in der Stadt oder auch Omas zu schröpfen oder Omas Sparbuch zu besteuern. (Abg. Dr. Matznetter: Die Millionäre! – Abg. Grosz: Die Steuern sind für Herrn Vranitzky und Herrn Androsch!) Da könnt ihr ideologisch gar nicht anders. Von Ihnen erwarte ich da nichts anderes. Aber dass Sie von der ÖVP hier mitgehen, das ist völlig unverständlich. Das ist völlig unverständlich! Da wird es auf gar keinen Fall eine Zustimmung geben.
Abg. Dr. Matznetter: Die Millionäre sind die „kleinen Leute“?
Und da wundert es einen auch nicht, wenn Wirtschaftskammerpräsident Leitl via „Presse“ unter der Überschrift „Wenn Leitl ,das Geimpfte‘ aufgeht“ verkünden lässt: „Ja verdammt noch einmal, warum tut man es nicht!“ – Kammerpräsident Leitl. Also macht’s einmal! Macht wirklich etwas, aber schröpft nicht die kleinen Leute. (Abg. Dr. Matznetter: Die Millionäre sind die „kleinen Leute“?)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Dazu passt auch noch die Forderung der Industriellenvereinigung nach einer Verdoppelung der Hotelsteuern. Das passt wirklich wunderbar! (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Lieber Kollege Hörl, du weißt ja selbst ganz genau, die Bundesrepublik Deutschland hat voriges Jahr die Hotelsteuer gekürzt. Was war der Effekt? – 5 Prozent weniger deutsche Urlauber in Österreich. Die haben nämlich das genutzt, dass es in Deutschland billiger geworden ist, und sind zu Hause geblieben. Und für ein Land, dessen Tourismus zu 50 Prozent von der Bundesrepublik Deutschland abhängt, ist das eine Katastrophe, wenn hier von der ÖVP-Vorfeldorganisation Industriellenvereinigung gefordert wird, die österreichischen Steuern auf die Hotels nicht ebenfalls zu halbieren, sondern auch noch zu verdoppeln, lieber Kollege Hörl. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Dazu passt auch noch die Forderung der Industriellenvereinigung nach einer Verdoppelung der Hotelsteuern. Das passt wirklich wunderbar! (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Lieber Kollege Hörl, du weißt ja selbst ganz genau, die Bundesrepublik Deutschland hat voriges Jahr die Hotelsteuer gekürzt. Was war der Effekt? – 5 Prozent weniger deutsche Urlauber in Österreich. Die haben nämlich das genutzt, dass es in Deutschland billiger geworden ist, und sind zu Hause geblieben. Und für ein Land, dessen Tourismus zu 50 Prozent von der Bundesrepublik Deutschland abhängt, ist das eine Katastrophe, wenn hier von der ÖVP-Vorfeldorganisation Industriellenvereinigung gefordert wird, die österreichischen Steuern auf die Hotels nicht ebenfalls zu halbieren, sondern auch noch zu verdoppeln, lieber Kollege Hörl. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – BZÖ-Abgeordnete stehen zwischen den Bankreihen und sprechen miteinander.
(Beifall bei der FPÖ. – BZÖ-Abgeordnete stehen zwischen den Bankreihen und sprechen miteinander.)
Abg. Ing. Westenthaler: Danke, Herr Präsident, dass wir eine „Großgruppe“ sind!
Präsident Fritz Neugebauer: Darf ich die Kollegen bitten, diese Großgruppengespräche einzustellen, sie wirken schon sehr störend. (Abg. Ing. Westenthaler: Danke, Herr Präsident, dass wir eine „Großgruppe“ sind!) Da waren mehrere Kollegen beteiligt, aber es ist wirklich störend. (Abg. Grosz: Wir sind auch eine Großgruppe, Herr Präsident!)
Abg. Grosz: Wir sind auch eine Großgruppe, Herr Präsident!
Präsident Fritz Neugebauer: Darf ich die Kollegen bitten, diese Großgruppengespräche einzustellen, sie wirken schon sehr störend. (Abg. Ing. Westenthaler: Danke, Herr Präsident, dass wir eine „Großgruppe“ sind!) Da waren mehrere Kollegen beteiligt, aber es ist wirklich störend. (Abg. Grosz: Wir sind auch eine Großgruppe, Herr Präsident!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Grosz: Besteuern Sie den Herrn Vranitzky und den Herrn Androsch!
Abgeordneter Wolfgang Katzian (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich glaube, bei meinem Vorredner hat man jetzt wieder einmal sehr deutlich gemerkt, worum es einigen in der Freiheitlichen Partei wirklich geht, nämlich darum, die Millionäre und die großen Vermögenden zu beschützen und einen Beitrag dazu zu leisten, dass diejenigen geschnalzt werden, die in Wirklichkeit für die Krise nichts können, die sie nicht verursacht haben. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Grosz: Besteuern Sie den Herrn Vranitzky und den Herrn Androsch!)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben ganz klar gesagt: Ein Prozent der Bevölkerung besitzt ein Drittel des Vermögens, 10 Prozent der Bevölkerung besitzen zwei Drittel des Vermögens – und die leisten keinen Beitrag! Und Sie wollen, dass die Kleinen alle Beiträge zur notwendigen Sanierung des Staatshaushaltes leisten! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Der Redner spricht mit sehr lauter Stimme. – Abg. Grosz: Wie am 1. Mai! Ihr seid hier nicht am 1. Mai! – Rufe des Abg. Dr. Matznetter.
Das ist ungerecht, und dem werden wir ganz sicher nicht zustimmen. Es geht um eine Ausgewogenheit, und es geht darum, dass alle entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit ihren Beitrag leisten. (Beifall bei der SPÖ. – Der Redner spricht mit sehr lauter Stimme. – Abg. Grosz: Wie am 1. Mai! Ihr seid hier nicht am 1. Mai! – Rufe des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Ursula Haubner: Sie haben ein großes Problem!
Der Kollege Grosz hat offensichtlich ein kleines Problem (Abg. Ursula Haubner: Sie haben ein großes Problem!), weil er den Zwischenruf gemacht hat, wir seien hier nicht am 1. Mai. Lieber Herr Grosz, nicht böse sein: Der 1. Mai ist einer der wichtigsten Tage für die österreichischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer! Es ist der Internationale Kampftag der Arbeiterbewegung. Den lassen wir uns von Ihnen nicht besudeln! Das haben Sie nicht notwendig, dass Sie da so agieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Der Kollege Grosz hat offensichtlich ein kleines Problem (Abg. Ursula Haubner: Sie haben ein großes Problem!), weil er den Zwischenruf gemacht hat, wir seien hier nicht am 1. Mai. Lieber Herr Grosz, nicht böse sein: Der 1. Mai ist einer der wichtigsten Tage für die österreichischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer! Es ist der Internationale Kampftag der Arbeiterbewegung. Den lassen wir uns von Ihnen nicht besudeln! Das haben Sie nicht notwendig, dass Sie da so agieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grosz: Besteuern Sie den Herrn Vranitzky und den Herrn Androsch!
leitungsbau beschlossen. Wir haben energiepolitisch absolut sinnvolle Maßnahmen gesetzt, und ich glaube, wir können auch stolz sein, dass wir wieder 100 Millionen € für die thermische Sanierung sichergestellt haben und damit auch Arbeitsplätze in der Bauwirtschaft geschaffen haben, und diesmal nicht nur für Einfamilienhäuser, sondern auch für den mehrgeschossigen Wohnbau. Das ist etwas, worauf wir stolz sein sollen. Das werden wir auch in Zukunft weiter machen. (Abg. Grosz: Besteuern Sie den Herrn Vranitzky und den Herrn Androsch!)
Abg. Dr. Lichtenecker: Das ist längst überfällig, Herr Kollege!
Der nächste Schritt ist das Energieeffizienzgesetz (Abg. Dr. Lichtenecker: Das ist längst überfällig, Herr Kollege!), und da wäre es gut, wenn wir möglichst bald unseren einstimmig beschlossenen Entschließungsantrag umsetzen würden, damit wir nicht einen Fleckerlteppich kriegen, zumal ja die Niederösterreicher gestern ein Landesenergieeffizienzgesetz beschlossen haben. – Ich glaube, das brauchen wir nicht, und darum sollten wir da ordentlich Gas geben.
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister, arbeiten wir gemeinsam daran, dass das noch rascher geht als zum angepeilten Termin Ende Juni nächsten Jahres! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grosz: Besteuern Sie den Herrn Vranitzky und den Herrn Androsch! – Gegenrufe bei der SPÖ. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Dr. Grünewald. – Bitte. (Abg. Grosz: Besteuern Sie den Herrn Vranitzky und den Herrn Androsch! – Gegenrufe bei der SPÖ. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei Grünen und BZÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Kurt Grünewald (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Ich weiß, dass das Plenum nicht ein Ort der stillen Kontemplation ist, aber vielleicht sollten wir auch Gedanken spinnen können, ohne so zu schreien. (Beifall bei Grünen und BZÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Es steht auch drinnen, und Sie haben das unterzeichnet: Der Weg nach vorne führt über Forcierung von Bildung, Forschung, Innovation. – Bei Bildung haben Sie in Ihrer Partei nicht viele Freunde, wenn ich sehe, was hier betoniert wird, was hier verhindert wird, dass jährlich 20 000 Schülerinnen und Schüler leider die Schule verlassen, ohne sinnerfassend lesen zu können. Das sind nicht die Innovation Leader, sondern das sind die Arbeitslosen der Zukunft. Und da gehört investiert, da gehört wirklich investiert. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Was noch auffällt: Es gibt kein Forschungsgesetz, wo alle Forschungsthemen lesbar für Betriebe, die das interessiert, einmal nachzuschlagen sind. Zum Beispiel Fortpflanzungsmedizingesetz, Embryonenschutzgesetz, Stammzellforschung – da ist nichts geschehen. Hahn hat eine Arbeitsgruppe gegründet, die einmal getagt hat, und seither ist eigentlich – wie man so schön sagt – Sense. Also ich würde Sie bitten, dass dieses gute Papier irgendwo auch einmal mit dem Boden der Wirklichkeit Kontakt aufnimmt. Und Sie brauchen einen verbindlichen, fixen Finanzierungsplan, sonst ist es leider schade um diesen teuren und guten Druck. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Sprechen wir die Österreich Werbung und ihr Budget an. Wir wissen seit Jahren, der Mitgliedsbeitrag des Bundes beträgt konstant 24,9 Millionen €. Das Gesamtbudget der Österreich Werbung für das Jahr 2012 beträgt 51,8 Millionen €, um 1,4 Millionen € mehr als im Jahr 2011. (Beifall bei der ÖVP.) Warum ist das Budget höher? – Weil sich die Österreich Werbung Wirtschaftspartner, Kooperationspartner dazugeholt hat, um gemeinsam den Markt Österreichs zu bewerben.
Abg. Dr. Lichtenecker: Warum?
Wenn wir jetzt über ein paar Millionen reden, dann, muss ich sagen, ist das natürlich für jeden Wirtschaftszweig sehr, sehr viel Geld. In letzter Zeit hört man immer wieder von neuen Steuern, von Vermögensteuern – genau die möchte ich jetzt ansprechen. Wenn diese Steuer kommt, dann brauchen wir über Millionen für Förderung im Tourismus überhaupt nicht mehr zu reden. (Abg. Dr. Lichtenecker: Warum?)
Beifall bei der ÖVP. – Ruf: Da hast du recht!
Es wurde das erste Mal genau von Ihrer Fraktion beim Budgethearing eine Zahl genannt: Vermögensteuer ab 300 000 €. Wir wissen, wie viel die Tourismusbetriebe wert sind. Und sollte diese Vermögensteuer kommen, dann, sage ich ganz klar dazu, brauchen wir uns über Fördermillionen nicht mehr zu unterhalten. Und ich glaube, man sollte wirklich zu diesem alten Spruch zurückkehren, den die Wirtschaft immer wieder predigt: Belastet uns mit weniger Steuern und gebt uns weniger Förderung! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP. – Ruf: Da hast du recht!)
Beifall beim BZÖ.
Eines ist ganz klar: Wenn die Forschung schrumpft, dann schrumpft die Wirtschaft, dann schrumpft die Zahl der Arbeitsplätze, es schrumpfen die Steuereinnahmen und dann schrumpft letztlich auch der Sozialstaat. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Daher, Herr Minister oder Frau Minister, die Reformbremse müssen Sie lösen, denn erst dann, wenn Sie die Reformbremsen lösen, die ich aufgezeigt habe, kann die Schuldenbremse wirksam werden. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend Dr. Reinhold Mitterlehner: Herr Präsident! Frau Kollegin Fekter! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich kann mich erinnern, das letzte Mal beim Gaswirtschaftsgesetz habe ich irrtümlicherweise dem Kollegen Markowitz das Wort insofern abgeschnitten, als ich vorher geredet habe. Ich habe heute dementsprechend gewartet, habe also die zweite Runde abgewartet, was mir umso leichter gefallen ist, als ich, Herr Kollege Windholz, bei Ihnen leider keinen sachgerechten Ansatz beim Budget finden konnte – das im Gegensatz zum Kollegen Widmann. Ich frage mich, worauf Sie da Bezug genommen haben bei der Förderung, denn der Teil KMU kann es nicht gewesen sein, den Sie da aus dem Regierungsprogramm zitiert haben. Wir haben nämlich letztes Jahr 70 Prozent für Klein- und Mittelbetriebe gehabt bei AWS, dieses Jahr 80 Prozent, also eine ganz konkrete und punktgenaue Umsetzung des Mittelstandsprogramms. Aber sei’s drum, Sie können es nachvollziehen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Kollege Themessl, wir haben schon oft diskutiert über die Frage des Zusammenwirkens der Sektoren Arbeit auf der einen Seite und Wirtschaft auf der anderen Seite. Kollege Matznetter hat es auch schon erwähnt, im Endeffekt ist es egal; natürlich wäre es auch schön, wenn das in einem Bereich ist. Aber ich glaube, sachgerecht wird da wirklich bestens zusammengearbeitet Schauen Sie die Daten auf dem Arbeitsmarkt und im Wirtschaftsbereich an! Wir wollen uns da nicht selber in den Vordergrund heben mit den Rahmenbedingungen, aber grundsätzlich, glaube ich, sind wir richtig aufgestellt. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Die Frage ist: Können wir diese Förderungskoordination nicht auch mit den anderen Bundesländern machen? Wir werden sie in diese Richtung einladen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Lichtenecker: Probieren Sie es!
Dritter Punkt in diesem Zusammenhang: Wir haben festgestellt, in England und wo immer man schon dabei ist, die Förderungen zu durchforsten, gibt es ein Prinzip, das heißt: One in, one out. Wenn eine neue Förderschiene aufgemacht wird, wird im Endeffekt eine andere, die am wenigsten in Anspruch genommen wird, eingestellt. Ähnliches wollen wir auch bei uns machen. Nur, Frau Lichtenecker, wir haben gerade den Test im Tourismusbereich gemacht, 200 Förderungen kommen nicht aus 20. Also eine Null war zu viel. Aber auch das ist immer noch viel, kann man auch in dem Bereich (Abg. Dr. Lichtenecker: Probieren Sie es!) Bitte? – Ich habe es jetzt nicht persönlich probiert. Unsere Meinung war auf jeden Fall, ein Kollege hat es probiert, weniger. Sei’s drum.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich hoffe, dass wir die Unterstützung der Opposition in diesem Themenbereich haben, wenn wir die Förderungen reformieren, dass Sie hier mitgehen. Im Endeffekt, glaube ich, ist da wesentlich mehr drinnen. Und das Geheimnis der ganzen Schuldenbremse kann ja nicht sein, dass man jetzt überall weniger desselben macht, sondern es effizienter macht und die Leistung trotzdem steigert. Und genau daran werden wir arbeiten. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Zu Behauptungen, was den Forschungsbereich anlangt: Ich finde es richtig – weil Maria Fekter hier sitzt: ich glaube, das war die richtige Schwerpunktsetzung! –, wir müssen sparen und effizienter sein, aber zwei Bereiche sind nicht gekürzt worden: der Forschungs- und Entwicklungsbereich und der Familienbereich. (Beifall bei der ÖVP.) – Zum Familienbereich kommen wir nachher.
Abg. Mag. Widmann: 4 Prozent sind es!
Herr Kollege Widmann, zum Thema Forschung: Was unseren Budgetbereich – ich rede jetzt von meinem Budget und nicht auch von jenem all meiner Kollegen – anlangt, haben wir eine Steigerung der Mittel von 2009/2010/2011/2012 um insgesamt 26,3 Prozent, wenn Sie das mit den vorherigen Dotierungen vergleichen. Warum? – Weil in diesem Zeitraum ein Konjunkturpaket gelaufen ist, im Rahmen dessen wir in den Jahren 2009 und vor allem 2010 verstärkt Mittel in Forschung und Entwicklung gegeben haben. Im Jahr 2010 waren es 104,6 Millionen €, das war eine enorme Steigerung gegenüber 79,8 Millionen €. Wir konnten diese Steigerung erreichen. Sie aber vergleichen 2010 mit 2011 und sehen den Rückgang auf 96 Millionen €. Das ist so nicht richtig, man muss das wirklich gesamthaft betrachten. (Abg. Mag. Widmann: 4 Prozent sind es!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
könnten, gar nicht brauchen werden, sondern den Strukturwandel vorantreiben und damit auch den Erfolg. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Markowitz: , aber trotzdem könnte viel mehr passieren!
Noch einmal positiv hervorheben möchte ich, Herr Bundesminister, die von Ihnen initiierte Tourismusstrategie. Ich glaube, die bessere Koordinierung hat sich bereits bei der Effizienz der Österreich Werbung gezeigt, die mit gleichbleibenden Mitteln positive Ergebnisse hat (Abg. Markowitz: , aber trotzdem könnte viel mehr passieren!) – das werden Sie ja wohl nicht bestreiten, Herr Kollege.
Beifall bei der SPÖ.
Dennoch haben wir nach wie vor die Probleme der Bettenauslastung und der Saisonverlängerung, möglicherweise verstärkt sich das auch bei einem Konjunkturabschwung. Deshalb wird es notwendig sein, dass wir die Kaufkraft der Menschen erhalten. Dies sollten Sie bei all Ihren spar- und verteilungspolitischen Diskussionen berücksichtigen, denn allein von Millionären, die Sie so gerne schützen, wird die österreichische Tourismus- und Freizeitwirtschaft nicht überleben können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Wirtschaftsminister, Sie haben mit Ihrer Regierung in der Wirtschaftspolitik auf europäischer Ebene, aber auch auf österreichischer Ebene abgewirtschaftet. Das beweisen die Statistiken der KMUs, die immer weniger Gewinne erwirtschaften und immer mehr unter dem Joch von Normierungen und Zertifizierungen leiden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Wirtschaftsminister, Sie sprechen von notwendigen Strukturierungen. In welche Richtung geht denn die Strukturierung? Wohin führt die Strukturierung in der Wirtschaft oder im landwirtschaftlichen Bereich? Werden die letzten landwirtschaftlich produzierenden beziehungsweise erzeugenden Betriebe Monsanto oder Nestlé sein, oder werden es unsere Bauern sein? Werden die letzten produzierenden Betriebe Konzerne sein, oder wird es unsere kleinstrukturierte Wirtschaft sein, die von ÖVP- und SPÖ-Seite immer wieder in den Himmel gelobt wird, für die aber keine – null – Klientelpolitik betrieben wird? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Regierungskoalition ist 2008 angetreten, um notwendige Reformmaßnahmen einzuleiten, natürlich gegen sehr mächtige Sozialpartner. Heute schaut es allerdings so aus, dass ich sagen muss: Entweder ist die Regierung reformunwillig, oder sie ist schlicht und einfach reformunfähig. Dann aber soll sie den Weg frei machen für Neuwahlen, damit wieder freie Bürger, freie Länder, freie Staaten und freie Völker in einem wirtschaftlich prosperierenden Europa bestehen können! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Jury: Das ist ein Schreckensszenario!
Abgeordneter Konrad Steindl (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Frau Bundesminister! Geschätzter Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Lieber Kollege Jury, dieses Schreckensszenario, das Sie gerade hier losgelassen haben (Abg. Jury: Das ist ein Schreckensszenario!), stimmt überhaupt nicht. (Abg. Jury: Das kommt!) Schauen Sie die Eckdaten an: beste Beschäftigung in Österreich, höchste Beschäftigungs- und geringste Arbeitslosenquote. Wie kann das mit Ihren Aussagen, die Sie hier tätigen, zusammenstimmen? (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Jury: Das kommt!
Abgeordneter Konrad Steindl (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Frau Bundesminister! Geschätzter Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Lieber Kollege Jury, dieses Schreckensszenario, das Sie gerade hier losgelassen haben (Abg. Jury: Das ist ein Schreckensszenario!), stimmt überhaupt nicht. (Abg. Jury: Das kommt!) Schauen Sie die Eckdaten an: beste Beschäftigung in Österreich, höchste Beschäftigungs- und geringste Arbeitslosenquote. Wie kann das mit Ihren Aussagen, die Sie hier tätigen, zusammenstimmen? (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Konrad Steindl (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Frau Bundesminister! Geschätzter Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Lieber Kollege Jury, dieses Schreckensszenario, das Sie gerade hier losgelassen haben (Abg. Jury: Das ist ein Schreckensszenario!), stimmt überhaupt nicht. (Abg. Jury: Das kommt!) Schauen Sie die Eckdaten an: beste Beschäftigung in Österreich, höchste Beschäftigungs- und geringste Arbeitslosenquote. Wie kann das mit Ihren Aussagen, die Sie hier tätigen, zusammenstimmen? (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir konnten aber auch die steuerpolitischen Rahmenbedingungen für die Wirtschaft seit 2003/2004 entscheidend verbessern, und ich darf Ihnen berichten, dass beispielsweise die Gruppenbesteuerung eine wirkliche Erfolgsgeschichte ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, im Jahr 2003 waren 405 535 Menschen bei Gruppenträgern beschäftigt, im Jahr 2010 – dafür liegen die letzten Zahlen vor – waren 1 280 780 Menschen bei Gruppenträgern in Österreich beschäftigt, mit einem Lohnsteuer- und Steueraufkommen von über 6 Milliarden €. Das lassen wir uns auch in Zukunft nicht schlechtreden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Markowitz: Und das werden wir ändern, das ist zu wenig!
Ich darf abschließend dem Herrn Bundesminister noch dafür danken, dass er in nächster Zeit auch die jungen Meister und Meisterinnen zumindest mit einem symbolischen Betrag unterstützen wird. – Besten Dank. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Markowitz: Und das werden wir ändern, das ist zu wenig!)
Bundesministerin Dr. Fekter: Und von Oberösterreich!
Abgeordneter Stefan Markowitz (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Bundesregierung! Hohes Haus! Ich habe soeben den beiden Ministern gratuliert, weil sie optisch so perfekt zusammenpassen (Bundesministerin Dr. Fekter: Und von Oberösterreich!) – ja, deswegen wahrscheinlich –, aber ich muss die Herren Bundesminister hier auch gleich auffordern, danach zu trachten, dass in Zukunft mehr Geld für den österreichischen Tourismus bereitgestellt wird. Ich denke, da müssen wir den Hebel ansetzen.
Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Mitterlehner.
Österreich ist ein Tourismusland, das wissen wir. In diesem Bereich werden 7,9 Prozent des BIP erwirtschaftet. Wenn ich mir das Regierungsprogramm und das Budget 2012 anschaue, dann weiß ich – das wissen auch Sie, Herr Minister –, dass die Budgetmittel permanent zurückgegangen sind. Im Jahr 2007 waren es immerhin noch 46 Millionen €, 2011 sind es nur noch 30 Millionen €, 2012 werden es nur mehr 26,8 Millionen € sein. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Mitterlehner.) – Ja, ich weiß, ich habe das ganz genau gehört. Ja, Sie haben recht, aber wir müssen diesbezüglich etwas tun!
Beifall beim BZÖ.
Sie werden mir wahrscheinlich auch zustimmen, dass bei der Österreich Werbung Handlungsbedarf besteht. Da ist es ein Gebot der Stunde, zu agieren, denn in den letzten Jahren ist da nichts geschehen. Wir haben ja auch einen Fünf-Parteien-Antrag eingebracht, der vom BZÖ initiiert worden ist, in dem eine Anpassung der Mitgliedsbeiträge gefordert wird. Das sollten wir in einem nächsten Schritt endlich umsetzen! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Kärnten und für dich selbst, aber wir vom BZÖ versuchen, österreichweit Tourismuspolitik zu machen, damit in diesem Bereich etwas weitergeht. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Mitterlehner.
Was ich noch ansprechen möchte, ist die Situation die Lehrlinge. Sie haben klipp und klar gesagt, der Blum-Bonus interessiere Sie nicht. Anders formuliert, aber auf den Punkt gebracht, haben Sie gesagt, der Blum-Bonus bringt nichts, wir müssen ein anderes System erfinden. Ich sage Ihnen klipp und klar, meiner Fraktion und mir ist es egal, wie der Bonus heißt, ob er jetzt Blum-Bonus, Markowitz-Bonus, Bucher-Bonus oder Mitterlehner-Bonus heißt, ist völlig unerheblich. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Mitterlehner.) – Markowitz jederzeit, für die Zukunft, ja. (Heiterkeit und Beifall beim BZÖ.)
Heiterkeit und Beifall beim BZÖ.
Was ich noch ansprechen möchte, ist die Situation die Lehrlinge. Sie haben klipp und klar gesagt, der Blum-Bonus interessiere Sie nicht. Anders formuliert, aber auf den Punkt gebracht, haben Sie gesagt, der Blum-Bonus bringt nichts, wir müssen ein anderes System erfinden. Ich sage Ihnen klipp und klar, meiner Fraktion und mir ist es egal, wie der Bonus heißt, ob er jetzt Blum-Bonus, Markowitz-Bonus, Bucher-Bonus oder Mitterlehner-Bonus heißt, ist völlig unerheblich. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Mitterlehner.) – Markowitz jederzeit, für die Zukunft, ja. (Heiterkeit und Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wichtig ist, die Wirtschaft anzutreiben, damit junge Menschen wieder eine Chance bekommen, vor allem im Tourismus. Es wäre schön, wenn wir nächstes Mal hier stehen und sagen könnten: Wir haben nicht 1 400 offene Lehrstellen, sondern vielleicht nur noch 200, weil Sie endlich eine Kampagne machen, wie wir sie schon lange fordern, damit die jungen Menschen wieder im Tourismusbereich arbeiten. Dann haben wir alle etwas davon, nicht nur die jungen Menschen, sondern auch Österreich. – Vielen Dank. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Grundsätzlich denke ich, dass Gesprächsbereitschaft bei all den skizzierten Problembereichen da ist und dass unser Herr Bundesminister Mitterlehner auch für eine konstruktive, gemeinsame Lösung steht. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Riepl: Ein interessanter Vorschlag!
Daher müssen Sie überlegen, ob Sie vielleicht dem Lehrling direkt eine Förderung zahlen – das wäre eine neue Idee –, damit er nicht in die Schule, sondern in den Betrieb geht. (Abg. Riepl: Ein interessanter Vorschlag!) Aber ansonsten ist diese Blum-Geschichte von dazumal, die gerne auch aus anderen Bereichen kommt, einfach nicht mehr als Argument verwendbar. Ich hoffe, dass wir es damit einmal ausgeräumt haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher müssen Sie überlegen, ob Sie vielleicht dem Lehrling direkt eine Förderung zahlen – das wäre eine neue Idee –, damit er nicht in die Schule, sondern in den Betrieb geht. (Abg. Riepl: Ein interessanter Vorschlag!) Aber ansonsten ist diese Blum-Geschichte von dazumal, die gerne auch aus anderen Bereichen kommt, einfach nicht mehr als Argument verwendbar. Ich hoffe, dass wir es damit einmal ausgeräumt haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Bucher – in Richtung Bundesminister Dr. Mitterlehner –: Aber Sie könnten auch den Blum-Bonus ausschütten und die Lehrlingsinitiative ...!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Ing. Höbart. – Bitte. (Abg. Bucher – in Richtung Bundesminister Dr. Mitterlehner –: Aber Sie könnten auch den Blum-Bonus ausschütten und die Lehrlingsinitiative ...!)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Ing. Christian Höbart (FPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Frau Ministerin! Herr Minister! Hohes Haus! Kurz zum Blum-Bonus: Sie argumentieren da immer ganz geschickt, aber es wäre vielleicht nicht schlecht, sich mit Herrn Blum wieder einmal zusammenzusetzen. Wir werden das demnächst tun, denn da gibt es schon sehr interessante Ansätze, um vielleicht einen Blum-Bonus neu zu konzipieren und den Unternehmen anzubieten, um aktiv Lehrstellen zu schaffen. Das möchte ich an dieser Stelle schon einmal sagen. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: „Spaßnahmen“? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Herr Minister, jetzt zu einem anderen Thema, das in Ihr Ressort fällt, ein praktikabler oder ein Lösungsvorschlag von der Freiheitlichen Partei, der man ja immer vorwirft, nicht innovativ zu denken: Jetzt geht es darum, dass ich Ihnen eine Variante vorstelle, um letztendlich über Energiesparmaßnahmen die Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern voranzutreiben. Denn Energiespaßnahmen, Energiesparmaßnahmen sollten eigentlich noch vor erneuerbaren Energiequellen stehen. (Ruf bei der ÖVP: „Spaßnahmen“? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Jetzt komme ich zu Ihrem Ressort. Wir wissen natürlich, dass in Gemeinden, in ländereigenen Gebäuden, in Bundesgebäuden sowie in privaten und öffentlichen Unternehmen Millionen von Leuchtkörpern im Einsatz sind. Eine Umstellung auf LED-Lampen würde dort sofort die Kosten senken und die Umwelt in erheblichem Maße schonen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Moser: Endlich! Endlich sind Sie zu dieser Erkenntnis gekommen!
Insgesamt ist der Sanierungsscheck aus meiner Sicht eine Erfolgsgeschichte geworden. Er bietet Anreiz zum Energiesparen, er stärkt die Wohnqualität, und er bringt Aufträge für Klein- und Mittelbetriebe und schafft damit Arbeitsplätze. (Abg. Dr. Moser: Endlich! Endlich sind Sie zu dieser Erkenntnis gekommen!) Das heißt, die Bilanz 2011 kann sich sehen lassen.
Abg. Dr. Moser: Ich bin ja froh, dass die grüne Idee umgesetzt wird!
Sehr geehrte Damen und Herren, für mich ist der Sanierungsscheck ein Beweis für eine intelligente Investitionsförderung trotz leerer Kassen. (Abg. Dr. Moser: Ich bin ja froh, dass die grüne Idee umgesetzt wird!) Der Sanierungsscheck hilft, Energie zu sparen. Für mich ist er auch ein wichtiger Beitrag dazu, künftig ohne Atomstrom auszukommen. Daher ein herzliches Danke an Minister Berlakovich, an Minister Mitterlehner und auch an unsere Frau Finanzministerin Maria Fekter. – Herzlichen Dank dafür. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren, für mich ist der Sanierungsscheck ein Beweis für eine intelligente Investitionsförderung trotz leerer Kassen. (Abg. Dr. Moser: Ich bin ja froh, dass die grüne Idee umgesetzt wird!) Der Sanierungsscheck hilft, Energie zu sparen. Für mich ist er auch ein wichtiger Beitrag dazu, künftig ohne Atomstrom auszukommen. Daher ein herzliches Danke an Minister Berlakovich, an Minister Mitterlehner und auch an unsere Frau Finanzministerin Maria Fekter. – Herzlichen Dank dafür. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Also bitte!
Jetzt stellt sich die Frage: Was machen wir dagegen? – Der Staat kann nichts mehr machen. Eines ist auch sicher: Wenn wir nächstes Jahr die Vorboten beziehungsweise die beginnende Rezession erleben, kann der Staat nicht mehr gegensteuern. Wir sind am Limit, wir stehen mit heruntergelassenen Hosen da. (Abg. Öllinger: Also bitte!) Wir haben kein Geld mehr. Wir müssen sparen, wir können nicht zusätzliche Schulden aufnehmen. Wenn wir es doch tun, werden wir jeden Euro, den wir so zusätzlich in die Wirtschaft pumpen, mit 2 oder 3 € mehr an Zinszahlungen bezahlen, weil unsere Bonität entsprechend sinken wird, wenn wir von den Schulden nicht herunterkommen.
Abg. Öllinger: Aha!
Ein weiterer Punkt ist auch ganz wichtig. Ich weiß, es ist ein radikaler Schritt, aber wir stehen vor radikalen Problemen, und radikale Probleme brauchen radikale Schritte. Deshalb müssen wir endlich einmal die Macht der Gewerkschaft zurückdrängen! (Abg. Öllinger: Aha!) Die Gewerkschaft hat in sehr, sehr vielen Betrieben einen absolut destruktiven Einfluss. (Abg. Riepl: Das können Sie beurteilen?) Das heißt, die Gewerkschaft bremst, wo es geht, sie steht auf der Bremse und verhindert in vielen Betrieben – da spreche ich gar nicht von der ÖBB (Zwischenruf des Abg. Riepl), da ist es ohnehin eine Katastrophe, aber auch in vielen anderen Betrieben steht die Gewerkschaft permanent auf der Bremse – moderne Anpassungen, um wettbewerbsfähig zu sein. (Abg. Riepl: Sagen Sie eine!) All diese Dinge müssen wir angehen, wir brauchen diese radikalen Schritte! (Abg. Öllinger: Welche modernen Anpassungen? Welche modernen Anpassungen?)
Abg. Riepl: Das können Sie beurteilen?
Ein weiterer Punkt ist auch ganz wichtig. Ich weiß, es ist ein radikaler Schritt, aber wir stehen vor radikalen Problemen, und radikale Probleme brauchen radikale Schritte. Deshalb müssen wir endlich einmal die Macht der Gewerkschaft zurückdrängen! (Abg. Öllinger: Aha!) Die Gewerkschaft hat in sehr, sehr vielen Betrieben einen absolut destruktiven Einfluss. (Abg. Riepl: Das können Sie beurteilen?) Das heißt, die Gewerkschaft bremst, wo es geht, sie steht auf der Bremse und verhindert in vielen Betrieben – da spreche ich gar nicht von der ÖBB (Zwischenruf des Abg. Riepl), da ist es ohnehin eine Katastrophe, aber auch in vielen anderen Betrieben steht die Gewerkschaft permanent auf der Bremse – moderne Anpassungen, um wettbewerbsfähig zu sein. (Abg. Riepl: Sagen Sie eine!) All diese Dinge müssen wir angehen, wir brauchen diese radikalen Schritte! (Abg. Öllinger: Welche modernen Anpassungen? Welche modernen Anpassungen?)
Zwischenruf des Abg. Riepl
Ein weiterer Punkt ist auch ganz wichtig. Ich weiß, es ist ein radikaler Schritt, aber wir stehen vor radikalen Problemen, und radikale Probleme brauchen radikale Schritte. Deshalb müssen wir endlich einmal die Macht der Gewerkschaft zurückdrängen! (Abg. Öllinger: Aha!) Die Gewerkschaft hat in sehr, sehr vielen Betrieben einen absolut destruktiven Einfluss. (Abg. Riepl: Das können Sie beurteilen?) Das heißt, die Gewerkschaft bremst, wo es geht, sie steht auf der Bremse und verhindert in vielen Betrieben – da spreche ich gar nicht von der ÖBB (Zwischenruf des Abg. Riepl), da ist es ohnehin eine Katastrophe, aber auch in vielen anderen Betrieben steht die Gewerkschaft permanent auf der Bremse – moderne Anpassungen, um wettbewerbsfähig zu sein. (Abg. Riepl: Sagen Sie eine!) All diese Dinge müssen wir angehen, wir brauchen diese radikalen Schritte! (Abg. Öllinger: Welche modernen Anpassungen? Welche modernen Anpassungen?)
Abg. Riepl: Sagen Sie eine!
Ein weiterer Punkt ist auch ganz wichtig. Ich weiß, es ist ein radikaler Schritt, aber wir stehen vor radikalen Problemen, und radikale Probleme brauchen radikale Schritte. Deshalb müssen wir endlich einmal die Macht der Gewerkschaft zurückdrängen! (Abg. Öllinger: Aha!) Die Gewerkschaft hat in sehr, sehr vielen Betrieben einen absolut destruktiven Einfluss. (Abg. Riepl: Das können Sie beurteilen?) Das heißt, die Gewerkschaft bremst, wo es geht, sie steht auf der Bremse und verhindert in vielen Betrieben – da spreche ich gar nicht von der ÖBB (Zwischenruf des Abg. Riepl), da ist es ohnehin eine Katastrophe, aber auch in vielen anderen Betrieben steht die Gewerkschaft permanent auf der Bremse – moderne Anpassungen, um wettbewerbsfähig zu sein. (Abg. Riepl: Sagen Sie eine!) All diese Dinge müssen wir angehen, wir brauchen diese radikalen Schritte! (Abg. Öllinger: Welche modernen Anpassungen? Welche modernen Anpassungen?)
Abg. Öllinger: Welche modernen Anpassungen? Welche modernen Anpassungen?
Ein weiterer Punkt ist auch ganz wichtig. Ich weiß, es ist ein radikaler Schritt, aber wir stehen vor radikalen Problemen, und radikale Probleme brauchen radikale Schritte. Deshalb müssen wir endlich einmal die Macht der Gewerkschaft zurückdrängen! (Abg. Öllinger: Aha!) Die Gewerkschaft hat in sehr, sehr vielen Betrieben einen absolut destruktiven Einfluss. (Abg. Riepl: Das können Sie beurteilen?) Das heißt, die Gewerkschaft bremst, wo es geht, sie steht auf der Bremse und verhindert in vielen Betrieben – da spreche ich gar nicht von der ÖBB (Zwischenruf des Abg. Riepl), da ist es ohnehin eine Katastrophe, aber auch in vielen anderen Betrieben steht die Gewerkschaft permanent auf der Bremse – moderne Anpassungen, um wettbewerbsfähig zu sein. (Abg. Riepl: Sagen Sie eine!) All diese Dinge müssen wir angehen, wir brauchen diese radikalen Schritte! (Abg. Öllinger: Welche modernen Anpassungen? Welche modernen Anpassungen?)
Abg. Öllinger: Na, sagen Sie es doch einmal!
Wenn wir jetzt zum Beispiel auch noch den privaten Wohnbau anschauen (Abg. Öllinger: Na, sagen Sie es doch einmal!): Der private Wohnbau schwächelt. Warum tut er das? (Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.) – Weil die Grundstücke mittlerweile unfinanzierbar sind. Es gibt Regionen, wo wir für Grundstücke, für Einfamilienhäuser 200 000, 250 000, 300 000 € hinlegen müssen. (Abg. Huber: 3 Millionen!) Das heißt, da können wir etwas tun, durch konsequente Aufschließung, durch verordnete Maximalpreise (Abg. Öllinger: Wie?), dass wir dementsprechend wieder zu günstigem Wohnbau kommen und dass der private Wohnbau wieder anspringt. (Abg. Riepl: Gefährliche Ansicht!) Er schwächelt, und dementsprechend gehört da etwas gemacht.
Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.
Wenn wir jetzt zum Beispiel auch noch den privaten Wohnbau anschauen (Abg. Öllinger: Na, sagen Sie es doch einmal!): Der private Wohnbau schwächelt. Warum tut er das? (Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.) – Weil die Grundstücke mittlerweile unfinanzierbar sind. Es gibt Regionen, wo wir für Grundstücke, für Einfamilienhäuser 200 000, 250 000, 300 000 € hinlegen müssen. (Abg. Huber: 3 Millionen!) Das heißt, da können wir etwas tun, durch konsequente Aufschließung, durch verordnete Maximalpreise (Abg. Öllinger: Wie?), dass wir dementsprechend wieder zu günstigem Wohnbau kommen und dass der private Wohnbau wieder anspringt. (Abg. Riepl: Gefährliche Ansicht!) Er schwächelt, und dementsprechend gehört da etwas gemacht.
Abg. Huber: 3 Millionen!
Wenn wir jetzt zum Beispiel auch noch den privaten Wohnbau anschauen (Abg. Öllinger: Na, sagen Sie es doch einmal!): Der private Wohnbau schwächelt. Warum tut er das? (Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.) – Weil die Grundstücke mittlerweile unfinanzierbar sind. Es gibt Regionen, wo wir für Grundstücke, für Einfamilienhäuser 200 000, 250 000, 300 000 € hinlegen müssen. (Abg. Huber: 3 Millionen!) Das heißt, da können wir etwas tun, durch konsequente Aufschließung, durch verordnete Maximalpreise (Abg. Öllinger: Wie?), dass wir dementsprechend wieder zu günstigem Wohnbau kommen und dass der private Wohnbau wieder anspringt. (Abg. Riepl: Gefährliche Ansicht!) Er schwächelt, und dementsprechend gehört da etwas gemacht.
Abg. Öllinger: Wie?
Wenn wir jetzt zum Beispiel auch noch den privaten Wohnbau anschauen (Abg. Öllinger: Na, sagen Sie es doch einmal!): Der private Wohnbau schwächelt. Warum tut er das? (Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.) – Weil die Grundstücke mittlerweile unfinanzierbar sind. Es gibt Regionen, wo wir für Grundstücke, für Einfamilienhäuser 200 000, 250 000, 300 000 € hinlegen müssen. (Abg. Huber: 3 Millionen!) Das heißt, da können wir etwas tun, durch konsequente Aufschließung, durch verordnete Maximalpreise (Abg. Öllinger: Wie?), dass wir dementsprechend wieder zu günstigem Wohnbau kommen und dass der private Wohnbau wieder anspringt. (Abg. Riepl: Gefährliche Ansicht!) Er schwächelt, und dementsprechend gehört da etwas gemacht.
Abg. Riepl: Gefährliche Ansicht!
Wenn wir jetzt zum Beispiel auch noch den privaten Wohnbau anschauen (Abg. Öllinger: Na, sagen Sie es doch einmal!): Der private Wohnbau schwächelt. Warum tut er das? (Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.) – Weil die Grundstücke mittlerweile unfinanzierbar sind. Es gibt Regionen, wo wir für Grundstücke, für Einfamilienhäuser 200 000, 250 000, 300 000 € hinlegen müssen. (Abg. Huber: 3 Millionen!) Das heißt, da können wir etwas tun, durch konsequente Aufschließung, durch verordnete Maximalpreise (Abg. Öllinger: Wie?), dass wir dementsprechend wieder zu günstigem Wohnbau kommen und dass der private Wohnbau wieder anspringt. (Abg. Riepl: Gefährliche Ansicht!) Er schwächelt, und dementsprechend gehört da etwas gemacht.
Abg. Öllinger: Aber Sie auch!
Ein Punkt fehlt noch in der Auflistung, nämlich die Hausaufgaben. Jetzt habe ich Ihnen gesagt, was der private Sektor tun kann, aber auch der Staat muss seine Hausaufgaben machen. (Abg. Öllinger: Aber Sie auch!) Der Staat muss endlich bei sich selbst zu sparen beginnen, und zwar im Verwaltungsbereich, überall dort, wo unnötig Geld vernichtet wird!
Abg. Öllinger: Sie ist eh schon da!
Wenn die Krise kommt – und ich garantiere Ihnen, sie kommt und wird brutal – (Abg. Öllinger: Sie ist eh schon da!) und wir nicht unsere Hausaufgaben machen, stehen wir mit heruntergelassenen Hosen da und können dann überhaupt nicht gegensteuern. (Abg. Öllinger: Schon wieder !)
Abg. Öllinger: Schon wieder !
Wenn die Krise kommt – und ich garantiere Ihnen, sie kommt und wird brutal – (Abg. Öllinger: Sie ist eh schon da!) und wir nicht unsere Hausaufgaben machen, stehen wir mit heruntergelassenen Hosen da und können dann überhaupt nicht gegensteuern. (Abg. Öllinger: Schon wieder !)
Abg. Riepl: Seien Sie froh, dass es Gewerkschaften gibt! – Abg. Ing. Westenthaler: Oje: „Seien Sie froh, dass es Gewerkschaften gibt“! – Abg. Riepl: Klingt aber nicht sehr überzeugend!
Deshalb, Herr Minister, machen Sie Ihre Hausaufgaben und schauen Sie, dass der private Sektor sich stärker an Betrieben beteiligen kann, um eben Geld aufzustellen, das die Banken nicht mehr bereit sind, zu geben! – Vielen Dank. (Abg. Riepl: Seien Sie froh, dass es Gewerkschaften gibt! – Abg. Ing. Westenthaler: Oje: „Seien Sie froh, dass es Gewerkschaften gibt“! – Abg. Riepl: Klingt aber nicht sehr überzeugend!)
Beifall bei der SPÖ.
zu stärken, und vor allem die Tourismusbetriebe vielleicht einmal ein bisschen härter angreifen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein letzter Punkt noch: Eine wesentliche Stütze für die Kultur- und Kreativindustrie wäre auch die Entwicklung von szenenahen Inkubatoren, die Start-ups bei der Gründung, bei der Findung der Rechtsform, bei der Suche nach der Finanzierung oder ähnlichen Dingen unterstützen, denn viele Unternehmer brauchen keinen direkten finanziellen Zuschuss, sondern konkrete Hilfestellungen bei der Gründung von Unternehmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Moser: im europäischen Vergleich?
Herr Minister, was sich da in den letzten Monaten, fast schon Jahren, auf dem Spritpreissektor abspielt, ist ein einzigartiger Skandal! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Moser: im europäischen Vergleich?) Was aber ein noch größerer Skandal ist, ist, dass Sie, Herr Minister, dabei zuschauen, die Hände in den Schoß legen und nur dann und wann mit den Verantwortlichen irgendwelche Kaffeekränzchen abhalten, wo dann Null herauskommt!
Beifall beim BZÖ.
österreichischen Autofahrer unter einer Spritpreiserhöhung leiden, die zum größten Teil in Österreich hausgemacht ist! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Neubauer: Parkgebühren!
Das können wir nicht akzeptieren, weil der österreichische Autofahrer ohnehin bereits sieben unterschiedliche Steuern zahlt: von der Mehrwertsteuer bis zur Umsatzsteuer beim Autokauf, die Normverbrauchsabgabe, die motorbezogene Versicherungssteuer, die normale Versicherungssteuer, die Mineralölsteuer und zum Schluss auch noch die immer teurer werdende Vignette. Das ist Tatsache, Herr Minister! (Abg. Neubauer: Parkgebühren!)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Mayerhofer.
Der österreichische Autofahrer ist schon seit langem, seit vielen Jahren nicht nur Melkkuh, sondern einer der Hauptbeitragszahler. Daher sollten Sie sich endlich um ihn kümmern und sich schützend vor die österreichischen Autofahrer stellen, Herr Minister! Das ist die Aufgabe, die Sie hätten. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Mayerhofer.)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Neubauer.
Der Spritpreiswahnsinn hat mittlerweile System hier bei uns im Land. Vor jedem Wochenende schießen die Spritpreise in die Höhe, weil da die Österreicher ihre Freizeit mit dem Auto verbringen und eben mehr fahren. Am Wochenanfang geht der Preis ganz leicht zurück und vor Feiertagen, vor längeren Ferien schnellt er wieder in die Höhe. Ich sage Ihnen: Das ist inakzeptabel, was da passiert! Sie haben die Verpflichtung, endlich einmal mit dieser ganzen Mafia in der österreichischen Mineralölwirtschaft abzufahren, Herr Minister! (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Neubauer.)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Mayerhofer.
Das können wir nicht verstehen. Sie sollten sich endlich die Mineralölbosse von der OMV ins Ministerium holen und denen erklären, dass sie innerhalb der letzten vier Jahre 5 Milliarden € Nettogewinn gemacht haben. Daher ist es notwendig, dass Sie sie einmal an den Tisch holen und einmal eine Sonderdividende der OMV für die österreichischen Autofahrer herausverhandeln! (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Mayerhofer.)
Abg. Grosz: Seit 1999 !
Das wäre Ihre Aufgabe, Herr Minister, und gleichzeitig endlich eine Höchstpreisregelung einführen (Abg. Grosz: Seit 1999 !), nach dem Luxemburger Modell. Nicht eine sozusagen planwirtschaftliche, völlig undurchsichtige Höchstpreisregelung, sondern eine, bei der die Mineralölwirtschaft, die zuerst eine Sonderdividende zahlen muss, diese Sonderdividende nicht gleich wieder auf den Spritpreis draufschlägt. Wir brauchen eine Höchstpreisregelung, die sich durch eine Flexibilisierung der Mineralölsteuer ergibt. Das heißt, wenn die internationalen Preise steigen, soll die Mineralölsteuer sinken, und wenn sie hinaufgehen, dann kann sie gleich bleiben. Das ist das, was wir verlangen, Herr Minister! Das wäre eine kreative Politik! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das wäre Ihre Aufgabe, Herr Minister, und gleichzeitig endlich eine Höchstpreisregelung einführen (Abg. Grosz: Seit 1999 !), nach dem Luxemburger Modell. Nicht eine sozusagen planwirtschaftliche, völlig undurchsichtige Höchstpreisregelung, sondern eine, bei der die Mineralölwirtschaft, die zuerst eine Sonderdividende zahlen muss, diese Sonderdividende nicht gleich wieder auf den Spritpreis draufschlägt. Wir brauchen eine Höchstpreisregelung, die sich durch eine Flexibilisierung der Mineralölsteuer ergibt. Das heißt, wenn die internationalen Preise steigen, soll die Mineralölsteuer sinken, und wenn sie hinaufgehen, dann kann sie gleich bleiben. Das ist das, was wir verlangen, Herr Minister! Das wäre eine kreative Politik! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Moser: Das ist wirklich ein Skandal!
(Abg. Dr. Moser: Das ist wirklich ein Skandal!) Sie wissen genau – und da könnte einmal die Gewerkschaft etwas dazu sagen –, dass jeder zweite unter die 11 000 € fällt und daher keine Möglichkeit hat, die Pendlerpauschale zu beziehen. (Abg. Dr. Moser: Frechheit!) Deswegen ist da ein Fehler im System der Pendlerpauschale, die an das Einkommen beziehungsweise an die Steuererklärung gebunden ist! (Beifall beim BZÖ sowie der Abg. Dr. Moser.)
Abg. Dr. Moser: Frechheit!
(Abg. Dr. Moser: Das ist wirklich ein Skandal!) Sie wissen genau – und da könnte einmal die Gewerkschaft etwas dazu sagen –, dass jeder zweite unter die 11 000 € fällt und daher keine Möglichkeit hat, die Pendlerpauschale zu beziehen. (Abg. Dr. Moser: Frechheit!) Deswegen ist da ein Fehler im System der Pendlerpauschale, die an das Einkommen beziehungsweise an die Steuererklärung gebunden ist! (Beifall beim BZÖ sowie der Abg. Dr. Moser.)
Beifall beim BZÖ sowie der Abg. Dr. Moser.
(Abg. Dr. Moser: Das ist wirklich ein Skandal!) Sie wissen genau – und da könnte einmal die Gewerkschaft etwas dazu sagen –, dass jeder zweite unter die 11 000 € fällt und daher keine Möglichkeit hat, die Pendlerpauschale zu beziehen. (Abg. Dr. Moser: Frechheit!) Deswegen ist da ein Fehler im System der Pendlerpauschale, die an das Einkommen beziehungsweise an die Steuererklärung gebunden ist! (Beifall beim BZÖ sowie der Abg. Dr. Moser.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Markowitz: Genau!
Es ist ja geradezu ein krimineller Akt gegenüber den Konsumenten in Österreich, dass sie jedes Mal, wenn sie an die Tankstelle fahren, nicht wissen, nicht mehr berechnen können, was sie dort überhaupt werden zahlen müssen, und daher überhaupt keine Haushaltsplanung machen können. Mittlerweile ist das Autofahren vor allem am Land ein wesentlicher Haushaltsfaktor in den privaten Budgets der Familien! Das muss man auch einmal berücksichtigen, Herr Minister! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Markowitz: Genau!)
Beifall beim BZÖ.
Wir stellen uns auch hier schützend vor dieses historische Ensemble, damit dem Grundstückswucher beziehungsweise den Grundstücksspekulationen nicht freier Lauf gelassen wird. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Zufällig!
Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend Dr. Reinhold Mitterlehner: Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich habe nur ein paar Minuten, und das passt gerade sehr gut, Kollege Westenthaler, zu dem Thema, das Sie aufgeworfen haben. (Abg. Ing. Westenthaler: Zufällig!) Irgendwo habe ich schon den Eindruck, Sie haben die Diskussion jetzt mitverfolgt (Abg. Riepl: Gar nichts haben sie!), und eigentlich hat das BZÖ zum Thema Wirtschaftskompetenz doch recht wenig eingebracht.
Abg. Riepl: Gar nichts haben sie!
Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend Dr. Reinhold Mitterlehner: Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich habe nur ein paar Minuten, und das passt gerade sehr gut, Kollege Westenthaler, zu dem Thema, das Sie aufgeworfen haben. (Abg. Ing. Westenthaler: Zufällig!) Irgendwo habe ich schon den Eindruck, Sie haben die Diskussion jetzt mitverfolgt (Abg. Riepl: Gar nichts haben sie!), und eigentlich hat das BZÖ zum Thema Wirtschaftskompetenz doch recht wenig eingebracht.
Zwischenrufe beim BZÖ.
Die Herren Bucher und Scheibner, die dieses Thema sonst immer als Schwerpunktthema der Partei gesehen haben, haben sich nicht einmal gemeldet. (Zwischenrufe beim BZÖ.) – Das ist eine andere Frage. Was ich mich bei diesem Beitrag jetzt frage, ist, was die Budgetrelevanz anbelangt ... (Abg. Ing. Westenthaler: Herr Minister, 30 Milliarden an Steuern, ist das nicht relevant fürs Budget?!) – Diese Frage ist publikumsrelevant, aber nicht budgetrelevant.
Abg. Ing. Westenthaler: Herr Minister, 30 Milliarden an Steuern, ist das nicht relevant fürs Budget?!
Die Herren Bucher und Scheibner, die dieses Thema sonst immer als Schwerpunktthema der Partei gesehen haben, haben sich nicht einmal gemeldet. (Zwischenrufe beim BZÖ.) – Das ist eine andere Frage. Was ich mich bei diesem Beitrag jetzt frage, ist, was die Budgetrelevanz anbelangt ... (Abg. Ing. Westenthaler: Herr Minister, 30 Milliarden an Steuern, ist das nicht relevant fürs Budget?!) – Diese Frage ist publikumsrelevant, aber nicht budgetrelevant.
Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
Dennoch möchte ich mich nicht vor einer Stellungnahme drücken. Ich sage Ihnen ganz offen ... (Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.) – Darf ich das nur schnell sagen? Ich kann Ihnen beipflichten, dass die gesamte Preisentwicklung, was Treibstoffe anlangt, sehr unzufriedenstellend ist, weil sie nach oben geht. Die Gründe sind vielfältiger Natur, aber sie sind leider in ganz Europa spürbar. Wenn Sie die Preise in Österreich mit jenen in Gesamteuropa vergleichen, haben Sie überall dieselbe Kurve. (Abg. Grosz: Slowenien!)
Abg. Grosz: Slowenien!
Dennoch möchte ich mich nicht vor einer Stellungnahme drücken. Ich sage Ihnen ganz offen ... (Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.) – Darf ich das nur schnell sagen? Ich kann Ihnen beipflichten, dass die gesamte Preisentwicklung, was Treibstoffe anlangt, sehr unzufriedenstellend ist, weil sie nach oben geht. Die Gründe sind vielfältiger Natur, aber sie sind leider in ganz Europa spürbar. Wenn Sie die Preise in Österreich mit jenen in Gesamteuropa vergleichen, haben Sie überall dieselbe Kurve. (Abg. Grosz: Slowenien!)
Abg. Grosz: 1999 hat der Nationalrat eine Verordnungsberechtigung beschlossen!
Es ist auch unrichtig, dass wir jetzt in diesem Bereich hergehen könnten und eine Höchstpreisregelung machen müssten. Wissen Sie, warum? (Abg. Grosz: 1999 hat der Nationalrat eine Verordnungsberechtigung beschlossen!) – Ja, Herr Kollege Grosz, nicht so aufgeregt! – Ich habe nur dann dieses Recht, wenn wir feststellen (Abg. Grosz: Sie haben sie nicht genutzt! – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) – Vielleicht nutzen Sie einmal die Möglichkeit, mir zuzuhören, dann werden Sie es vielleicht nicht mehr wiederholen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Grosz: Sie haben sie nicht genutzt! – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Es ist auch unrichtig, dass wir jetzt in diesem Bereich hergehen könnten und eine Höchstpreisregelung machen müssten. Wissen Sie, warum? (Abg. Grosz: 1999 hat der Nationalrat eine Verordnungsberechtigung beschlossen!) – Ja, Herr Kollege Grosz, nicht so aufgeregt! – Ich habe nur dann dieses Recht, wenn wir feststellen (Abg. Grosz: Sie haben sie nicht genutzt! – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) – Vielleicht nutzen Sie einmal die Möglichkeit, mir zuzuhören, dann werden Sie es vielleicht nicht mehr wiederholen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Es ist auch unrichtig, dass wir jetzt in diesem Bereich hergehen könnten und eine Höchstpreisregelung machen müssten. Wissen Sie, warum? (Abg. Grosz: 1999 hat der Nationalrat eine Verordnungsberechtigung beschlossen!) – Ja, Herr Kollege Grosz, nicht so aufgeregt! – Ich habe nur dann dieses Recht, wenn wir feststellen (Abg. Grosz: Sie haben sie nicht genutzt! – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) – Vielleicht nutzen Sie einmal die Möglichkeit, mir zuzuhören, dann werden Sie es vielleicht nicht mehr wiederholen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Ein bisschen Mut, Herr Minister! – Abg. Grosz: Kartellbildung!
Ich sage Ihnen nämlich den Hintergrund: Sie können eine amtliche Preisregelung nur dann vornehmen, wenn ein europäisches Ungleichgewicht besteht, das heißt, wenn in Gesamteuropa die Preise anders sind als sie in Österreich sind und wenn dafür auch eine Missbrauchsentwicklung feststellbar ist. (Abg. Ing. Westenthaler: Ein bisschen Mut, Herr Minister! – Abg. Grosz: Kartellbildung!) – Eben nicht, wir haben das geprüft! Sie können vergleichen! Tun Sie es! Es ist überall in Europa so.
Abg. Ing. Westenthaler: Dann macht eine Sonderdividende!
Das Zweite, das Sie nicht bedenken und das eben Rechtsprechung ist, ist Folgendes: Wenn Sie eine amtliche Preisregelung machen, dann müssen Sie auch entsprechende Gewinne für die jeweiligen Anbieter vorsehen. (Abg. Ing. Westenthaler: Dann macht eine Sonderdividende!) Und jetzt möchte ich wissen: Die Margen sind ja offengelegt.
Abg. Ing. Westenthaler: Aber so ist es doch!
Also die großen Gewinne, die „Abzockermentalität“ dort Der Begriff „Mafia“, den Sie da gewählt haben, gefällt mir überhaupt nicht. Das haben Sie wahrscheinlich auch nicht so meint. (Abg. Ing. Westenthaler: Aber so ist es doch!) – Okay, das ist Ihre Sache. Aber im Endeffekt machen diese Firmen die Gewinne doch mit anderen Geschäftssparten. Die Margen und die Grundkonstellation der Kalkulation sind uns beziehungsweise der Wettbewerbsbehörde offengelegt worden.
Abg. Ing. Westenthaler: Landestankstellen!
Das Problem der Tankwirtschaft und des Tankstellensystems ist nicht, dass die Pächter alle so große Erträge erzielen, sondern das Problem ist, dass wir in Österreich relativ groß beziehungsweise flächig strukturiert sind und dort hohe Personalkosten haben. Keine Gemeinde hat eine Freude, wenn eine Tankstelle nach der anderen zugesperrt wird; dann wird sofort wieder das Argument der Flächenabdeckung erwähnt. (Abg. Ing. Westenthaler: Landestankstellen!)
Abg. Markowitz: Eine gute Idee!
Daher würde ich sagen, Herr Kollege Westenthaler, schön, dass Sie jetzt dritter Automobilfahrerklub werden (Abg. Markowitz: Eine gute Idee!), weil Sie dieses Thema im Budgetbereich ansprechen. Das ist ja möglicherweise eine Aufgabe für die Partei. Aber ich glaube, wenn man das auf die realen Gegebenheiten zurückführt, dann sage ich: Geben Sie mir, Herr Kollege Westenthaler, die Mittel in die Hand, mit denen ich internationale Märkte kontrollieren und dort Preise regeln kann! Geben Sie mir die Möglichkeit, Krisen zu reduzieren, was Libyen oder andere Lieferanten anbelangt!
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Last but not least, was Steinhof betrifft: Das ist ein Wiener Problem, das hat mit dem Bund an sich nichts zu tun. Das ist im Ausschuss auch dargestellt worden. Dort sollte man es auch lassen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Franz Glaser (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Wir haben soeben ganz klar mitbekommen, dass es einen Unterschied gibt zwischen Marktschreiern und Marktwirtschaft. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, wenn jemand für die Eindämmung der Benzinpreise in Österreich etwas getan hat, dann war es unser Wirtschaftsminister Mitterlehner, nicht zuletzt mit dem Spritpreisrechner. Ich glaube, dass sehr viele Schritte dazu getan wurden, die möglich waren, aber alles ist eben nicht möglich, und Planwirtschaft wollen wir nicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: ... Chance, sich zu profilieren! – Abg. Grosz: 1999!
Ich möchte aber gleich beim Spritpreisthema fortsetzen. (Abg. Ing. Westenthaler: ... Chance, sich zu profilieren! – Abg. Grosz: 1999!) Zu einer Wirtschaft mit Zukunfts-
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Noch skurriler wird dieses Argument, wenn man weiß, dass wir für die gesamte Bioethanolproduktion in Österreich gerade einmal 36 Prozent jener Fläche benötigen, die wir momentan bestellen, um jenes Drittel der Lebensmittel zu erzeugen, die wir dann wegwerfen. Ich glaube, da müssen sich jene, die derartige Kampagnen machen, wirklich fragen: Wo ist das Wissen, wo ist Ihr Gewissen und wo ist die Gesamtschau in diesem Zusammenhang? (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Kuzdas.
Wir wollen jedenfalls mit der Einführung des E10 die Umwelt schonen, den CO2-Ausstoß reduzieren und die Erderwärmung stoppen. Und ich persönlich bin überzeugt davon, dass der österreichische Wirtschaftsmotor mit E10 besser läuft, denn er bringt Wertschöpfung und Arbeitsplätze und er schont die Umwelt! – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Kuzdas.)
Abg. Grosz: Sie wissen schon, dass in Slowenien der Sprit um 20 Cent billiger ist!
Abgeordneter Dr. Harald Walser (Grüne): Herr Kollege Glaser, Sie wissen doch, dass wir mit dem Tanktourismus aus Italien und aus Deutschland ein großes Problem haben. (Abg. Grosz: Sie wissen schon, dass in Slowenien der Sprit um 20 Cent billiger ist!) Sie wissen doch, dass wir speziell, was die Spritpreise beim Diesel anlangt, deutlich weniger einheben als die Italiener – 12 Cent pro Liter beispielsweise – oder die Deutschen, dass das unsere Klimabilanz extrem belastet und wir dafür teuer zahlen werden.
Abg. Petzner: Sie sind eine Belastungspartei!
Sie wissen das schon, Herr Kollege Glaser. Also bitte halten Sie auch diese Fakten bereit und denken Sie daran, dass wir in unseren Städten heute kaum mehr frische Luft haben derzeit, bei einer Wetterlage wie jetzt. In allen großen Städten in Österreich ist die Feinstaubbelastung zu hoch. (Abg. Petzner: Sie sind eine Belastungspartei!) Bitte bedenken Sie das auch bei Ihren Maßnahmen!
Zwischenruf beim BZÖ.
Ich wollte aber eigentlich etwas zur vorherigen Diskussion, was den Blum-Bonus anlangt, sagen und einen Aspekt hinzufügen, den Sie nicht angeführt haben. (Zwischenruf beim BZÖ.)
Abg. Einwallner: Richtig!
Egon Blum hat an erster Stelle für die Lehrlingsproblematik, die wir derzeit haben, die Tatsache verantwortlich gemacht, dass wir zu wenig ausbildungsfähige Jugendliche haben. Bitte gehen Sie auf dieses Argument endlich einmal ein, Herr Minister! Es war die steirische Industriellenvereinigung, die darauf hingewiesen hat (Abg. Einwallner: Richtig!), dass bei 70 Prozent der Lehrlinge im ersten Lehrjahr die Basics fehlen (Abg. Einwallner: 70 Prozent?! Das stimmt jetzt nicht!), dass die Grundfertigkeiten nicht da sind, dass es am Leseverständnis mangelt, dass es an der Mathematik mangelt. Es ist die Wirtschaftskammer, die in mehreren Ländern Boni verteilt. In Vorarlberg beispielsweise habe ich auf der Homepage gelesen, dass es 1 000 € dafür gibt, dass man diese Aspekte nachholt, dass man die Lehrlinge nachschult in jenen Grundfertigkeiten, die in
Abg. Einwallner: 70 Prozent?! Das stimmt jetzt nicht!
Egon Blum hat an erster Stelle für die Lehrlingsproblematik, die wir derzeit haben, die Tatsache verantwortlich gemacht, dass wir zu wenig ausbildungsfähige Jugendliche haben. Bitte gehen Sie auf dieses Argument endlich einmal ein, Herr Minister! Es war die steirische Industriellenvereinigung, die darauf hingewiesen hat (Abg. Einwallner: Richtig!), dass bei 70 Prozent der Lehrlinge im ersten Lehrjahr die Basics fehlen (Abg. Einwallner: 70 Prozent?! Das stimmt jetzt nicht!), dass die Grundfertigkeiten nicht da sind, dass es am Leseverständnis mangelt, dass es an der Mathematik mangelt. Es ist die Wirtschaftskammer, die in mehreren Ländern Boni verteilt. In Vorarlberg beispielsweise habe ich auf der Homepage gelesen, dass es 1 000 € dafür gibt, dass man diese Aspekte nachholt, dass man die Lehrlinge nachschult in jenen Grundfertigkeiten, die in
Abg. Dr. Bartenstein: Was sagen Sie da zu den Lehrern?
der Schule vermittelt werden sollen. (Abg. Dr. Bartenstein: Was sagen Sie da zu den Lehrern?) Also nehmen Sie bitte diese Fakten zur Kenntnis!
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.
Wenn wir 10 000 Lehrlinge weniger haben als noch vor drei Jahren, dann ist das das Hauptproblem. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.) – Ich bin Lehrer. Ich kämpfe für ein besseres Schulsystem, Herr Kollege Bartenstein. Das ist Ihre Partei. Es war die Regierung, der Sie angehört haben, die dafür verantwortlich ist, dass wir diese Situation jetzt haben. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wenn wir 10 000 Lehrlinge weniger haben als noch vor drei Jahren, dann ist das das Hauptproblem. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.) – Ich bin Lehrer. Ich kämpfe für ein besseres Schulsystem, Herr Kollege Bartenstein. Das ist Ihre Partei. Es war die Regierung, der Sie angehört haben, die dafür verantwortlich ist, dass wir diese Situation jetzt haben. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Der Grünen-Messias!
Wir haben im Bildungsbereich in Österreich durchaus Vorzeigbares. Die duale Ausbildung zähle ich dazu, die berufsbildenden höheren und mittleren Schulen zähle ich dazu, nur müssten wir jetzt die entsprechenden Maßnahmen setzen. Und jammern Sie von der Wirtschaft bitte nicht, wenn Sie gleichzeitig diese Reformen verhindern, die wir so dringend benötigen. (Beifall bei den Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Der Grünen-Messias!)
Abg. Einwallner: Aha!
Kollege Steindl, ich bin nicht ganz deiner Meinung (Abg. Einwallner: Aha!), dass jede prozentuelle Senkung des Steuersatzes auch zu Mehreinnahmen führt, weil die Theorie über die Laffer-Kurve hält dem Falsifikationspostulat von Popper nicht stand. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Kollege Steindl, ich bin nicht ganz deiner Meinung (Abg. Einwallner: Aha!), dass jede prozentuelle Senkung des Steuersatzes auch zu Mehreinnahmen führt, weil die Theorie über die Laffer-Kurve hält dem Falsifikationspostulat von Popper nicht stand. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Wo sind sie? – Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Stadler und Grosz.
Abgeordneter Thomas Einwallner (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Frau Bundesminister! Geschätzter Herr Minister! Hohes Haus! Ich möchte zuerst die Bezirksgruppe Graz-Umgebung begrüßen, meine Freunde der Jungen ÖVP. Grüß euch! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Wo sind sie? – Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Stadler und Grosz.)
Beifall bei der ÖVP. – Abgeordnete des BZÖ gehen in die Mitte des Saales und blicken demonstrativ auf die Galerie. – Abg. Mag. Stadler: Auf der Galerie ist keiner! – Abg. Ing. Westenthaler: Wo sind sie denn? – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
Ihr erlebt wieder einmal eine spannende Sitzung zum Budget, und ich glaube, das kann man für alle in diesem Haus sagen, für alle Parteien in diesem Haus: Das sind junge Leute, die ehrenamtlich arbeiten für dieses Land, für die Politik, und ich glaube, es ist wichtig, dass sie hier sind. Und wenn sie eure Debattenbeiträge hören, dann muss ihnen die Lust vergehen, und das ist schade! (Beifall bei der ÖVP. – Abgeordnete des BZÖ gehen in die Mitte des Saales und blicken demonstrativ auf die Galerie. – Abg. Mag. Stadler: Auf der Galerie ist keiner! – Abg. Ing. Westenthaler: Wo sind sie denn? – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.) – Da oben sitzen sie. Winkt herunter! Da, habt ihr sie gesehen? Ja? Herr Grosz? (Abg. Grosz: Die schauen sehr „jugendlich“ aus! Das ist die Junge ÖVP? – Anhaltende Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Grosz: Die schauen sehr „jugendlich“ aus! Das ist die Junge ÖVP? – Anhaltende Zwischenrufe beim BZÖ.
Ihr erlebt wieder einmal eine spannende Sitzung zum Budget, und ich glaube, das kann man für alle in diesem Haus sagen, für alle Parteien in diesem Haus: Das sind junge Leute, die ehrenamtlich arbeiten für dieses Land, für die Politik, und ich glaube, es ist wichtig, dass sie hier sind. Und wenn sie eure Debattenbeiträge hören, dann muss ihnen die Lust vergehen, und das ist schade! (Beifall bei der ÖVP. – Abgeordnete des BZÖ gehen in die Mitte des Saales und blicken demonstrativ auf die Galerie. – Abg. Mag. Stadler: Auf der Galerie ist keiner! – Abg. Ing. Westenthaler: Wo sind sie denn? – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.) – Da oben sitzen sie. Winkt herunter! Da, habt ihr sie gesehen? Ja? Herr Grosz? (Abg. Grosz: Die schauen sehr „jugendlich“ aus! Das ist die Junge ÖVP? – Anhaltende Zwischenrufe beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Nun zum eigentlichen Thema: Ich als Lehrlingssprecher bin sehr froh über die qualifizierte Ausbildung in Österreich, über das duale System. Und ich habe es gestern schon gesagt, wir haben viel zu tun, weil jeder arbeitslose Jugendliche ein arbeitsloser Jugendlicher zu viel ist. Wir haben viel zu tun, aber wir sind auf einem guten Weg mit unserem Minister, weil er arbeitet und produziert nicht nur heiße Luft, so wie ihr! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Heiterkeit beim BZÖ.
Bei Frau Kollegin Hakel – ich habe ihr zugehört – sind sehr gute Ansätze dabei. (Beifall bei der SPÖ. – Heiterkeit beim BZÖ.) Ich würde auch sagen, jetzt müssen wir dann vom Reden zum Arbeiten kommen, Herr Minister. (Abg. Grosz: Das ist etwas für den Kleinkunstpreis!) Da werden wir Gespräche führen. (Abg. Markowitz: Da ist die FPÖ!) Wenn wir dürfen, werden wir uns da zusammensetzen und diese Themen aufarbeiten, aber was da von der FPÖ gekommen ist? – Da träumt ein Herr immer noch von Blumen. Der Blum-Bonus, den hat die ÖVP gemacht. Der war richtig damals, aber jetzt
Abg. Grosz: Das ist etwas für den Kleinkunstpreis!
Bei Frau Kollegin Hakel – ich habe ihr zugehört – sind sehr gute Ansätze dabei. (Beifall bei der SPÖ. – Heiterkeit beim BZÖ.) Ich würde auch sagen, jetzt müssen wir dann vom Reden zum Arbeiten kommen, Herr Minister. (Abg. Grosz: Das ist etwas für den Kleinkunstpreis!) Da werden wir Gespräche führen. (Abg. Markowitz: Da ist die FPÖ!) Wenn wir dürfen, werden wir uns da zusammensetzen und diese Themen aufarbeiten, aber was da von der FPÖ gekommen ist? – Da träumt ein Herr immer noch von Blumen. Der Blum-Bonus, den hat die ÖVP gemacht. Der war richtig damals, aber jetzt
Abg. Markowitz: Da ist die FPÖ!
Bei Frau Kollegin Hakel – ich habe ihr zugehört – sind sehr gute Ansätze dabei. (Beifall bei der SPÖ. – Heiterkeit beim BZÖ.) Ich würde auch sagen, jetzt müssen wir dann vom Reden zum Arbeiten kommen, Herr Minister. (Abg. Grosz: Das ist etwas für den Kleinkunstpreis!) Da werden wir Gespräche führen. (Abg. Markowitz: Da ist die FPÖ!) Wenn wir dürfen, werden wir uns da zusammensetzen und diese Themen aufarbeiten, aber was da von der FPÖ gekommen ist? – Da träumt ein Herr immer noch von Blumen. Der Blum-Bonus, den hat die ÖVP gemacht. Der war richtig damals, aber jetzt
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
gibt es acht weitere Förderungsschienen und jetzt brauchen wir den Blum-Bonus nicht mehr. So ist das. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Allgemein zum Budget und als Abschluss zu meiner Wortmeldung: Ich halte für meine Fraktion fest, dass es mit uns keine neuen Steuern, kein Mehr an Belastung für die Bevölkerung geben wird, das ist der Punkt! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner
Und wenn Sie jetzt immer davon reden – und auch gestern war das seitens der SPÖ ein bisschen so –, von dieser Reichensteuer, einer Mehrbelastung für die Bevölkerung (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner), dann muss ich Ihnen wirklich sagen: Sie wollen das ja gar nicht! Das ist ja eine politische Doppelgleisigkeit, die Sie da fahren. Sie reden nur darüber, um politisch zu punkten, aber in Wahrheit wollen Sie das nicht. Das muss man auch einmal festhalten. – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Markowitz: Eine Brandrede!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Markowitz: Eine Brandrede!
Und wenn Sie jetzt immer davon reden – und auch gestern war das seitens der SPÖ ein bisschen so –, von dieser Reichensteuer, einer Mehrbelastung für die Bevölkerung (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner), dann muss ich Ihnen wirklich sagen: Sie wollen das ja gar nicht! Das ist ja eine politische Doppelgleisigkeit, die Sie da fahren. Sie reden nur darüber, um politisch zu punkten, aber in Wahrheit wollen Sie das nicht. Das muss man auch einmal festhalten. – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Markowitz: Eine Brandrede!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Hannes Weninger (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Frau Finanzminister! Meine Damen und Herren! Ich möchte mich angesichts der öffentlichen Übertragung dieser Sitzung im Namen der Abgeordneten, die nicht dem BZÖ angehören, für die Kolleginnen und Kollegen des BZÖ entschuldigen. Es ist unerträglich! Ihr Benehmen in diesen vier Tagen ist beschämend. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Danke!
Ich lasse es mir ja noch einreden, dass so Jungkasperln wie der Kollege Petzner und der Kollege Grosz so herausgehen, aber da sind ja die Altkasperln Westenthaler (Abg. Ing. Westenthaler: Danke!) und Stadler genauso dabei, die nichts anderes im Kopf haben. (Abg. Ing. Westenthaler: Bist ein ganz ein G’scheiter!) Statt einer politischen Debatte machen sie hier nur Radau. (Abg. Markowitz: Ordnungsruf!) Ich kann und muss das leider von meinem Platz seit vier Tagen mit beobachten. (Abg. Markowitz: Er hat seit vier Tagen nix geredet?!) Es wird dann vor allem, wenn Damen hier am Rednerpult sind, ein Bild abgegeben, das leider auf uns alle zurückfällt. (Abg. Markowitz: Beim Thema bleiben! Budget!)
Abg. Ing. Westenthaler: Bist ein ganz ein G’scheiter!
Ich lasse es mir ja noch einreden, dass so Jungkasperln wie der Kollege Petzner und der Kollege Grosz so herausgehen, aber da sind ja die Altkasperln Westenthaler (Abg. Ing. Westenthaler: Danke!) und Stadler genauso dabei, die nichts anderes im Kopf haben. (Abg. Ing. Westenthaler: Bist ein ganz ein G’scheiter!) Statt einer politischen Debatte machen sie hier nur Radau. (Abg. Markowitz: Ordnungsruf!) Ich kann und muss das leider von meinem Platz seit vier Tagen mit beobachten. (Abg. Markowitz: Er hat seit vier Tagen nix geredet?!) Es wird dann vor allem, wenn Damen hier am Rednerpult sind, ein Bild abgegeben, das leider auf uns alle zurückfällt. (Abg. Markowitz: Beim Thema bleiben! Budget!)
Abg. Markowitz: Ordnungsruf!
Ich lasse es mir ja noch einreden, dass so Jungkasperln wie der Kollege Petzner und der Kollege Grosz so herausgehen, aber da sind ja die Altkasperln Westenthaler (Abg. Ing. Westenthaler: Danke!) und Stadler genauso dabei, die nichts anderes im Kopf haben. (Abg. Ing. Westenthaler: Bist ein ganz ein G’scheiter!) Statt einer politischen Debatte machen sie hier nur Radau. (Abg. Markowitz: Ordnungsruf!) Ich kann und muss das leider von meinem Platz seit vier Tagen mit beobachten. (Abg. Markowitz: Er hat seit vier Tagen nix geredet?!) Es wird dann vor allem, wenn Damen hier am Rednerpult sind, ein Bild abgegeben, das leider auf uns alle zurückfällt. (Abg. Markowitz: Beim Thema bleiben! Budget!)
Abg. Markowitz: Er hat seit vier Tagen nix geredet?!
Ich lasse es mir ja noch einreden, dass so Jungkasperln wie der Kollege Petzner und der Kollege Grosz so herausgehen, aber da sind ja die Altkasperln Westenthaler (Abg. Ing. Westenthaler: Danke!) und Stadler genauso dabei, die nichts anderes im Kopf haben. (Abg. Ing. Westenthaler: Bist ein ganz ein G’scheiter!) Statt einer politischen Debatte machen sie hier nur Radau. (Abg. Markowitz: Ordnungsruf!) Ich kann und muss das leider von meinem Platz seit vier Tagen mit beobachten. (Abg. Markowitz: Er hat seit vier Tagen nix geredet?!) Es wird dann vor allem, wenn Damen hier am Rednerpult sind, ein Bild abgegeben, das leider auf uns alle zurückfällt. (Abg. Markowitz: Beim Thema bleiben! Budget!)
Abg. Markowitz: Beim Thema bleiben! Budget!
Ich lasse es mir ja noch einreden, dass so Jungkasperln wie der Kollege Petzner und der Kollege Grosz so herausgehen, aber da sind ja die Altkasperln Westenthaler (Abg. Ing. Westenthaler: Danke!) und Stadler genauso dabei, die nichts anderes im Kopf haben. (Abg. Ing. Westenthaler: Bist ein ganz ein G’scheiter!) Statt einer politischen Debatte machen sie hier nur Radau. (Abg. Markowitz: Ordnungsruf!) Ich kann und muss das leider von meinem Platz seit vier Tagen mit beobachten. (Abg. Markowitz: Er hat seit vier Tagen nix geredet?!) Es wird dann vor allem, wenn Damen hier am Rednerpult sind, ein Bild abgegeben, das leider auf uns alle zurückfällt. (Abg. Markowitz: Beim Thema bleiben! Budget!)
Beifall und Bravorufe bei SPÖ und ÖVP.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir haben es nicht nötig, dass das öffentliche Bild der Politik von Abgeordneten des BZÖ geprägt wird! (Beifall und Bravorufe bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Mag. Stadler: Wer ist der, der das ... ?
Meine Damen und Herren! Ich wollte eigentlich zum Thema Jugendarbeitslosigkeit sprechen, aber ich glaube, mein Kollege Schopf wird darauf eingehen. Mir ist es wichtig in wirtschaftlich schwierigen Zeiten und in Zeiten, in denen das soziale Gefüge sehr angespannt ist, in denen immer mehr Menschen auch mit der Politik und der Demokratie in Zwiespalt geraten, dass wir als österreichischer Nationalrat, als Regierung, als Abgeordnete, alle, die sich in diesem Land politisch engagieren, der Bevölkerung (Abg. Mag. Stadler: Wer ist der, der das ... ?) und der Demokratie auch mit Respekt gegenübertreten. Das sei den Altrabauken und den Jungrabauken des BZÖ ins Stammbuch geschrieben. (Beifall bei der SPÖ. – Rufe beim BZÖ: Hui! – Abg. Grosz: Scheint, als wären wir beim vierten Ordnungsruf! – Zwischenruf des Abg. Markowitz.)
Beifall bei der SPÖ. – Rufe beim BZÖ: Hui! – Abg. Grosz: Scheint, als wären wir beim vierten Ordnungsruf! – Zwischenruf des Abg. Markowitz.
Meine Damen und Herren! Ich wollte eigentlich zum Thema Jugendarbeitslosigkeit sprechen, aber ich glaube, mein Kollege Schopf wird darauf eingehen. Mir ist es wichtig in wirtschaftlich schwierigen Zeiten und in Zeiten, in denen das soziale Gefüge sehr angespannt ist, in denen immer mehr Menschen auch mit der Politik und der Demokratie in Zwiespalt geraten, dass wir als österreichischer Nationalrat, als Regierung, als Abgeordnete, alle, die sich in diesem Land politisch engagieren, der Bevölkerung (Abg. Mag. Stadler: Wer ist der, der das ... ?) und der Demokratie auch mit Respekt gegenübertreten. Das sei den Altrabauken und den Jungrabauken des BZÖ ins Stammbuch geschrieben. (Beifall bei der SPÖ. – Rufe beim BZÖ: Hui! – Abg. Grosz: Scheint, als wären wir beim vierten Ordnungsruf! – Zwischenruf des Abg. Markowitz.)
Beifall beim BZÖ.
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Herr Abgeordneter Weninger, für die Verwendung der Begriffe „Jungkasperl“ und „Altkasperl“ gegenüber den Abgeordneten des BZÖ erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Abg Grosz: Zweimal nichts genützt! – Abg. Ing. Westenthaler: Geh nach Hause, Haare färben! – Gegenruf des Abg. Mag. Gaßner. – Abg. Grosz: Wir sind wenigstens anwesend! – Zwischenrufe beim BZÖ.
Ebenso einen Ordnungsruf erteile ich Ihnen, Herr Abgeordneter Weninger, für die Verwendung der Begriffe „Alt- und Jungrabauken“ in die gleiche Richtung. (Beifall beim BZÖ. – Abg Grosz: Zweimal nichts genützt! – Abg. Ing. Westenthaler: Geh nach Hause, Haare färben! – Gegenruf des Abg. Mag. Gaßner. – Abg. Grosz: Wir sind wenigstens anwesend! – Zwischenrufe beim BZÖ.)
Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen.
Nächster Redner: Herr Abgeordneter Schopf. 2 Minuten Redezeit. (Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen.) Ich bitte die Damen und Herren Abgeordneten, an sich eher die Herren des BZÖ, etwas den Geräuschpegel zu senken, damit auch das nur in geringer Zahl anwesende Publikum hier im Saal den Ausführungen des Redners folgen kann.
Beifall bei der SPÖ.
zu geben. Und das ist richtig und gut so. Ich ersuche die Bundesregierung, auch in Zukunft derartige Aktivitäten zu unterstützen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Abschließend möchte ich sagen, dass das Tourismusbudget für das Jahr 2012 genauso wie jenes für 2011 weiterhin ziel- und treffsicher eingesetzt wird. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Gestern hat uns die Frau Unterrichtsminister gesagt, das Budget ist eine Verteilungsfrage. Da stimme ich ihr voll und ganz zu. Es ist eine Frage der Gewichtung und der Prioritäten. Wenn ich mir die Verteilung dieses Budgets anschaue, sehe ich genau, dass die Familie, die Jugend einen sehr geringen Stellenwert hier haben. Und das, meine Damen und Herren, wird uns auf den Kopf fallen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Familien leisten eine sehr unbedankte und undankbare Arbeit für unser Heimatland. Die Steuern, die Pensionsbeiträge, die Zahlungen an den FLAF, der endlich einmal auf neue Beine gestellt gehört, die Beiträge an die Krankenkassen – all das zahlen die Familien. Die Familien sind das Rückgrat und das Kernstück der Gesellschaft. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Minister! Frau Minister! Wir Freiheitliche werden das so nicht zulassen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Ridi Maria Steibl (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Bundesminister! Werte Kollegin Kitzmüller, ich möchte Ihnen nur mit auf den Weg geben, dass Sie wahrscheinlich die falsche Vorlage gelesen haben und nicht die richtige, und möchte Ihnen nur sagen, dass das, was Sie gesagt haben, überhaupt nicht zusammenpasst. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kitzmüller: Das habe ich gerade erklärt!
Erstens gibt es beim Familienbudget trotz Budgetkonsolidierung keine Kürzung. Zweitens passt es nicht zusammen, dass Sie ein neues Steuermodell einbringen und Forderungen aufstellen, auf der anderen Seite aber sagen, wir müssen schauen, dass unsere Kinder keine Schulden übernehmen. Also können Sie rechnen? (Abg. Kitzmüller: Das habe ich gerade erklärt!) Lernen Sie bitte einfach wirklich rechnen, Frau Kollegin! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Erstens gibt es beim Familienbudget trotz Budgetkonsolidierung keine Kürzung. Zweitens passt es nicht zusammen, dass Sie ein neues Steuermodell einbringen und Forderungen aufstellen, auf der anderen Seite aber sagen, wir müssen schauen, dass unsere Kinder keine Schulden übernehmen. Also können Sie rechnen? (Abg. Kitzmüller: Das habe ich gerade erklärt!) Lernen Sie bitte einfach wirklich rechnen, Frau Kollegin! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn Sie wissen, dass zum Beispiel erst im Jahr 1954 der FLAF installiert wurde und die erste Förderung damals die Familienbeihilfe war, dann müssen Sie sich ansehen, was wir heute an Förderungen für Familien haben, damit Familie lebbar ist. Ich denke, Sie müssen einmal nachlesen und die Auflistung anschauen. Es ist nicht umsonst von Herrn Bundesminister Mitterlehner vorgesehen, dass es auch hier eine Datenbank gibt, wo einmal aufgezeigt wird, welche Leistungen kommen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kitzmüller: Nein, sicher nicht!
Sie tun den Familien überhaupt nichts Gutes, wenn Sie immer nur jammern. Arbeiten Sie mit, stimmen Sie dem Budget zu! (Abg. Kitzmüller: Nein, sicher nicht!) So helfen Sie Familien. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Sie tun den Familien überhaupt nichts Gutes, wenn Sie immer nur jammern. Arbeiten Sie mit, stimmen Sie dem Budget zu! (Abg. Kitzmüller: Nein, sicher nicht!) So helfen Sie Familien. (Beifall bei der ÖVP.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.
Man muss sich natürlich auch das Kinderbetreuungsgeld anschauen. Die Kurzvariante ist ein Erfolgsmodell, bei dem es auch darum geht, die Väterbeteiligung zu heben. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.) – Regen Sie sich nicht immer auf!
Beifall bei der ÖVP.
Ich denke, dass wir uns natürlich auch den FLAF anschauen müssen. Der Herr Bundesminister und weitere Kolleginnen und Kollegen von meiner Seite werden es in ihren Reden noch bringen, dass der Familienlastenausgleichsfonds ja der Grundpfeiler für die Familienförderung ist. Allein über den FLAF werden über 6,2 Milliarden € ausgeschüttet, um rund 708 Millionen € mehr als noch vor fünf Jahren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zusammenfassend kann ich nur sagen: Wir von der ÖVP mit unserer Finanzministerin, mit unserem Bundesminister, aber auch in der Regierung mit der SPÖ wissen, dass stabile Finanzen eine sichere Zukunft bedeuten und damit, wie ich gesagt habe, Familie lebbar machen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Mag. Daniela Musiol (Grüne): Frau Ministerin! Herr Minister! Kolleginnen und Kollegen! Ich muss Ihnen sagen, werte Vorrednerinnen, dass ich die leeren familienpolitischen Worthülsen, die Sie hier regelmäßig bei solchen Gelegenheiten von sich geben, schon nicht mehr hören kann, und ich nehme einmal an, es geht nicht nur mir so, sondern es geht auch allen Zuhörerinnen und Zuhörern so, für die es eigentlich bei der Frage Familienpolitik ums tägliche Überleben geht. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei der FPÖ
Wenn man in der gestern erschienenen Ausgabe von „NEWS“ liest, dass einer Ihrer Kollegen, nämlich Kollege Strutz, Zigtausende Euro Unterhaltsschulden gegenüber seinen vier Kindern hat – und das nicht das erste Mal, sondern auch schon vor zwei Jahren (Zwischenrufe bei der FPÖ) –, dann frage ich mich, wie es Herr Kollege Strutz den Familien und vor allem seiner eigenen Familie dankt, dass Familienpolitik so wichtig ist. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn man in der gestern erschienenen Ausgabe von „NEWS“ liest, dass einer Ihrer Kollegen, nämlich Kollege Strutz, Zigtausende Euro Unterhaltsschulden gegenüber seinen vier Kindern hat – und das nicht das erste Mal, sondern auch schon vor zwei Jahren (Zwischenrufe bei der FPÖ) –, dann frage ich mich, wie es Herr Kollege Strutz den Familien und vor allem seiner eigenen Familie dankt, dass Familienpolitik so wichtig ist. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.
Fangen Sie dort an, wo Sie wirklich etwas bewegen können! Und das wäre vielleicht bei den eigenen Kollegen, die Familienpolitik völlig anders leben, als Sie das hier darstellen. (Beifall bei den Grünen. – Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Steibl: Das stimmt doch nicht!
Was meine ich damit? – Es gibt viele Familienleistungen, in den Bundesländern, in den Gemeinden und auf Bundesebene. Allerdings hat kein Mensch – auch nicht Sie, Herr Minister, auch nicht Sie, Frau Ministerin – einen Überblick darüber, wo eine Familie was bekommen kann, und schon gar nicht die Familie. (Abg. Steibl: Das stimmt doch nicht!) Und das ist eines Zeitalters, in dem wir technologische Möglichkeiten haben, nicht würdig. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.)
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.
Was meine ich damit? – Es gibt viele Familienleistungen, in den Bundesländern, in den Gemeinden und auf Bundesebene. Allerdings hat kein Mensch – auch nicht Sie, Herr Minister, auch nicht Sie, Frau Ministerin – einen Überblick darüber, wo eine Familie was bekommen kann, und schon gar nicht die Familie. (Abg. Steibl: Das stimmt doch nicht!) Und das ist eines Zeitalters, in dem wir technologische Möglichkeiten haben, nicht würdig. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.)
neuerliche Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter
Das Zweite ist, dass Sie, Frau Ministerin, weil Sie mich gerade konkret ansprechen (neuerliche Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter) – das ist gerade Themenverfehlung –, ein Familienbudget vorlegen, das den Namen „sozial gerecht“ nicht verdient.
Beifall bei den Grünen.
Was meine ich mit „sozial gerecht“? – Das bedeutet, dass eben nicht Steuern eingeführt werden – bereits 2008 zugegebenermaßen, aber das wird jetzt fortgesetzt –, ein sogenanntes Familienentlastungspaket, das nur bestimmten Familien zugutekommt, nämlich den gut und besser verdienenden Familien, während andere Familien davon nicht profitieren. Das ist nicht sozial gerecht. Es ist nicht sozial gerecht, wenn nicht alle Familien von der Familienpolitik entsprechend umfasst sind. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Amon.
Das heißt, was muss geschehen? – Wir müssen unser familienpolitisches System ganz klar umgestalten. Das sage nicht nur ich und das sagen nicht nur meine KollegInnen von den Grünen, sondern das sagen zahlreiche ExpertInnen auch schon seit Jahren. Die familienpolitischen Leistungen müssen sich von Geldleistungen in Richtung Dienstleistungen und Sachleistungen bewegen. (Zwischenruf des Abg. Amon.) Das bedeutet nun einmal, Herr Kollege Amon, zu investieren in Bildung, und zwar in Bildung, die sozial gerecht ist und die allen zugutekommt.
Abg. Amon: Da gibt es die Absetzbarkeit!
Bildung bedeutet Kindergartenplätze, Krippenplätze ausbauen, Rechtsanspruch auf Plätze für alle Kinder ... (Abg. Amon: Da gibt es die Absetzbarkeit!) Sie wissen ganz genau, dass es ein Problem mit der Absetzbarkeit gibt, dass sich kein Mensch mehr auskennt, wie diese Absetzbarkeit denn zu verstehen ist. Man braucht auch erst einmal Plätze, für die man zahlen kann, um es überhaupt absetzbar zu machen. Und Sie wissen, wie viele Plätze fehlen. Wenn Sie es nicht wissen, dann fragen Sie Ihren Minister, denn der weiß das. (Abg. Einwallner: Ja, vor allem in Wien!) Der hat uns das schon im Budgetausschuss ganz klar dargelegt, dass wir das Barcelona-Ziel weit verfehlt haben und dass wir es auch weiter verfehlen werden, weil wir noch lange nicht dort hinkommen, wo wir eigentlich hinkommen sollten.
Abg. Einwallner: Ja, vor allem in Wien!
Bildung bedeutet Kindergartenplätze, Krippenplätze ausbauen, Rechtsanspruch auf Plätze für alle Kinder ... (Abg. Amon: Da gibt es die Absetzbarkeit!) Sie wissen ganz genau, dass es ein Problem mit der Absetzbarkeit gibt, dass sich kein Mensch mehr auskennt, wie diese Absetzbarkeit denn zu verstehen ist. Man braucht auch erst einmal Plätze, für die man zahlen kann, um es überhaupt absetzbar zu machen. Und Sie wissen, wie viele Plätze fehlen. Wenn Sie es nicht wissen, dann fragen Sie Ihren Minister, denn der weiß das. (Abg. Einwallner: Ja, vor allem in Wien!) Der hat uns das schon im Budgetausschuss ganz klar dargelegt, dass wir das Barcelona-Ziel weit verfehlt haben und dass wir es auch weiter verfehlen werden, weil wir noch lange nicht dort hinkommen, wo wir eigentlich hinkommen sollten.
Beifall bei den Grünen.
ausgeschüttete Gelder, von denen kein Mensch weiß, wem sie zugutekommen und wem sie helfen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Bundesminister Dr. Mitterlehner: Das war nicht ich, das war der Vizekanzler!
Herr Bundesminister, Sie haben uns Anfang des Jahres erklärt, Sie werden diese Themenbereiche zur Chefsache machen, und ich denke mir, das ist wichtig und notwendig nach dem Abgang der Frau Staatssekretärin, weil ich ... (Bundesminister Dr. Mitterlehner: Das war nicht ich, das war der Vizekanzler!) Okay, Sie haben recht, aber Sie sind jetzt der Zuständige, und ich würde bitten, da Sie ein Mitstreiter des Herrn Vizekanzlers sind, dass das wirklich zur Chefsache erklärt wird, auch wenn es die vom Herrn Vizekanzler ist, weil ich wirklich meine, dass es in der Familienpolitik tatsächlich – Frau Kollegin Musiol, ich glaube, wir waren heute in der Vorbereitung irgendwie mit den gleichen Themen beschäftigt – an der Zeit ist, dass wir eine Analyse machen und einen Ist-Zustand einmal festhalten, um die Konzepte und die Projekte, die wir für die Familien, Kinder und Jugendlichen vorhaben, zuerst umfassend aufzugliedern und dann zusammenzuführen.
Beifall bei der SPÖ.
Also wir hätten viele gute Ideen, viele gute Ideen von Kolleginnen und Kollegen. Volle Kraft voraus für die österreichischen Familien, Kinder und Jugendlichen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Was das Kinderbetreuungsgeld anlangt, ist das auch eine Leistung, die für die Eltern ganz, ganz wichtig ist, auch für ihre finanzielle Situation. Ich sehe allerdings das Kinderbetreuungsgeld nicht so sehr als eine Leistung zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie, sondern als eine einkommensunabhängige Familienleistung. Daher werden wir auch heute wieder einen Antrag bezüglich der Abschaffung der Zuverdienstgrenze einbringen, denn die Zuverdienstgrenze widerspricht der Wahlfreiheit. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Daher, glaube ich, sollte man, gerade was das Kinderbetreuungsgeld anlangt, wirklich auch einmal hinterfragen: Wäre es nicht besser, die Zuverdienstgrenze abzuschaffen, weniger Formen vorzusehen, dafür auch weniger Verwaltung zu benötigen – und das Geld kommt direkt dort an, wo es die Familien brauchen? (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
In einem nächsten Schritt wäre es notwendig, den FLAF auszugliedern und zu einem starken Familienleistungszentrum zu machen. Mich stört auch die Bezeichnung „Familienlastenausgleichsfonds“, das klingt so negativ. Wir brauchen ein Leistungszentrum für die Familien, wo Leistungen gesichert sind, wo sie ausbezahlt werden. Das sollte auch eine starke Vertretung und eine starke Lobby für die Familien sein. (Beifall beim BZÖ.)
Bundesministerin Dr. Fekter: Das ist eine Fehlentscheidung!
Heute hat mein Namenskollege Peter Haubner gesagt, wir brauchen eine Steuerbremse. Das kann ich nur unterstreichen. Wir brauchen eine Steuerbremse für die Familien. Die Familien bezahlen viel zu viel an Steuern, und hier, denke ich, ist auch das System zu durchforsten, Frau Bundesministerin. Es ist nicht mehr nachvollziehbar, siehe Alleinverdienerabsetzbeträge, Freibeträge und so weiter. Ich denke da auch an die absurde Diskussion, die jetzt über die Absetzung von Kinderbetreuungskosten geführt wird. Die einen sagen, nein, Großeltern, die nur eine achtstündige Ausbildung haben, sind nicht dafür geeignet, ihre Familie darf die Kinderbetreuungskosten nicht abschreiben. (Bundesministerin Dr. Fekter: Das ist eine Fehlentscheidung!) – Sie sagen: Fehlentscheidung. Aber gut, wenn ich gerade in Niederösterreich bin, und dieser unabhängige Finanzsenat sagt das so, was tue ich dann? Da nützt es mir auch nichts, wenn ich hingehe und sage: Fehlentscheidung! – Ich kann hier letztlich nichts lukrieren.
Beifall beim BZÖ.
Daher wäre es ehrlicher und besser, im Steuersystem einen jährlichen Freibetrag pro Kind anzugeben, und diesen jährlichen Freibetrag pro Kind kann jeder, der Kinder hat, für sich lukrieren. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Marek: Da gibt es punktgenaue Angebote!
Unverständlich in diesem Zusammenhang ist für mich auch, dass Sie im Bereich der Elternbildung eigentlich überhaupt nichts tun. Da bleiben seit Jahren die Mittel gleich. Auch hier könnte man eine Priorität setzen (Abg. Marek: Da gibt es punktgenaue Angebote!) und mehr investieren, um gerade dieses Signal zu geben, dass man angesichts dessen, dass sehr viele Eltern heute überfordert sind, dass sie wirklich Bildung brauchen, dass sie auch ein Handwerkszeug für die Erziehung ihrer Kinder brauchen, wirklich auch noch einiges tun kann.
Beifall beim BZÖ.
FLAF in Angriff nehmen und dass das eine sinnvolle Sanierung ist. Wir unterstützen Sie dabei gerne, wenn dabei etwas Gutes herauskommt, dass das, was Sie angekündigt haben, auch wirklich umgesetzt wird, dass ein Leistungszentrum daraus gemacht wird. Aber wir werden Sie sicher nicht unterstützen, wenn es zu Kürzungen von Leistungen für die Familien kommt, die sie dringend brauchen und die auch dort ankommen sollen, wo sie sein sollen, nämlich bei den Kindern. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Erstens: Die Jugendorganisationen haben im Voranschlag, im Budget um eine Million mehr zur Verfügung, als im Jahresabschluss ausgewiesen ist. Das heißt, die Jugendorganisationen bekommen in Österreich ausreichend budgetäre Mittel zur Verfügung gestellt, weil uns deren Arbeit auch wichtig ist und weil wir die Arbeit der verbandlichen Jugendorganisationen anerkennen. Und diese Wertschätzung möchten wir auch im Budget ausdrücken. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Und der zweite Punkt: Wenn es Ihnen um die Jugend in der Familie geht, dann sage ich Ihnen, die wichtigste Maßnahme, die wir vor einigen Tagen auf die Schiene gestellt, auf den Weg gebracht haben – und Sie haben hier im Parlament die Möglichkeit, das zu unterstützen –, ist der Generationen-Scan, der Generationen-Check aller Gesetze, der nämlich zum Ausdruck bringt, auch wenn wir Jugend heute im Familienkapitel diskutieren, dass Jugend eine Querschnittmaterie ist. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kitzmüller: Wie lange gäbe es schon die Möglichkeit, das alles zu machen? – „Wir werden!“ „Wir werden!“
Weitblick ist bei diesem Budget gefragt. Diesen haben die Regierungsmitglieder sichergestellt. Und jetzt geht es darum, dass auch die Opposition diesen Weitblick erkennt. Stimmen Sie zu! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kitzmüller: Wie lange gäbe es schon die Möglichkeit, das alles zu machen? – „Wir werden!“ „Wir werden!“)
Beifall bei der FPÖ.
Da gibt es Initiativen – das erkennen wir auch an, das ist auch kein Thema –, aber ich denke, dass hier noch viel mehr Verzahnung stattfinden muss, damit zumindest ein Großteil dieser Jugendlichen – ich erwähne es noch einmal: 65 000 bis 70 000 Jugendliche –zu Facharbeitskräften ausgebildet wird, damit die Wirtschaft von diesen Jugendlichen, von den sehr gut ausgebildeten – hoffentlich zukünftig ausgebildeten – Jugendlichen partizipieren kann. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Riepl: Das haben Sie eh schon einmal gesagt heute!
Die FPÖ fordert ja schon seit Jahren – ich weiß, da sind Sie nicht unserer Meinung – die Wiedereinführung des Blum-Bonus. Wir können uns darüber unterhalten, dass man den Blum-Bonus – das habe ich vorher schon erwähnt – vielleicht modifiziert, anders aufsetzt. Ich empfehle Ihnen, mit Herrn Blum auch wieder intensive Gespräche zu führen. (Abg. Riepl: Das haben Sie eh schon einmal gesagt heute!) – Naja, sicher habe ich das gesagt. Das muss man aber öfter wiederholen, damit das auch irgendwann einmal in Ihr Bewusstsein sickert. Setzen Sie das doch bitte auch einmal um!
Abg. Riepl: Zum Beispiel? Ein Beispiel!
Wir fordern die Gleichstellung von Lehrlingen mit Schülern und Studenten. Gerade vonseiten der Sozialdemokratie würde ich persönlich mir da viel mehr Initiative erwarten. Wie kann es sein, dass Schüler und Studenten von diversen Vorteilen profitieren, Lehrlinge aber nicht? (Abg. Riepl: Zum Beispiel? Ein Beispiel!) Sind damit der Lehrberuf und die Lehre minderwertiger? – Fragezeichen. Eine rhetorische Frage. Für Sie als Sozialdemokraten offensichtlich schon. Das ist nicht unsere Ansicht. (Abg. Riepl: Für die Ungleichheit sagen Sie ein Beispiel!)
Abg. Riepl: Für die Ungleichheit sagen Sie ein Beispiel!
Wir fordern die Gleichstellung von Lehrlingen mit Schülern und Studenten. Gerade vonseiten der Sozialdemokratie würde ich persönlich mir da viel mehr Initiative erwarten. Wie kann es sein, dass Schüler und Studenten von diversen Vorteilen profitieren, Lehrlinge aber nicht? (Abg. Riepl: Zum Beispiel? Ein Beispiel!) Sind damit der Lehrberuf und die Lehre minderwertiger? – Fragezeichen. Eine rhetorische Frage. Für Sie als Sozialdemokraten offensichtlich schon. Das ist nicht unsere Ansicht. (Abg. Riepl: Für die Ungleichheit sagen Sie ein Beispiel!)
Beifall bei der FPÖ.
sagen auch klipp und klar – und damit bringe ich jetzt eine aktuelle Kampagne des Ringes Freiheitlicher Jugend hier ins Plenum –: Unserer Jugend unser Geld! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Also langer Rede kurzer Sinn: Wir brauchen eine gut ausgebildete, leistungsbewusste, fleißige, motivierte Jugend in unserem Land. Und wir bitten Sie, alles zu unternehmen, was diese Dinge in der Zukunft unterstützt. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Steibl: Aber das war von eurer Seite gewünscht! Die SPÖ hat sich da quergelegt! Das muss man auch dazusagen! – Also man muss schon wissen, wovon man redet!
Und jetzt, wo es ja im Bundeshaushaltsgesetz drinnen ist, gibt es einen neuen Entwurf. Ich weiß zwar nicht mehr, warum es „Generationen-Scan“ heißt, denn es steht nur drinnen, dass die Auswirkungen auf Kinder und Jugend zu berücksichtigen sind. Von der Partizipation, vom Mitarbeiten steht nur mehr in den Erläuterungen etwas drinnen. Aber jeder von uns weiß, dass man sich auf die Erläuterungen nicht berufen kann. (Abg. Steibl: Aber das war von eurer Seite gewünscht! Die SPÖ hat sich da quergelegt! Das muss man auch dazusagen! – Also man muss schon wissen, wovon man redet!) Und das finde ich eigentlich schade. Das würde ich eher als kleine Blendgranate bezeichnen, um etwas schnell positiv verkaufen zu können. Das ist aber nicht die Art und Weise, wie wir von der Sozialdemokratie uns die Partizipation der Jugendlichen vorstellen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Hättet ihr nicht herumgeschnipselt an der ganzen Sache!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Hättet ihr nicht herumgeschnipselt an der ganzen Sache!
Und jetzt, wo es ja im Bundeshaushaltsgesetz drinnen ist, gibt es einen neuen Entwurf. Ich weiß zwar nicht mehr, warum es „Generationen-Scan“ heißt, denn es steht nur drinnen, dass die Auswirkungen auf Kinder und Jugend zu berücksichtigen sind. Von der Partizipation, vom Mitarbeiten steht nur mehr in den Erläuterungen etwas drinnen. Aber jeder von uns weiß, dass man sich auf die Erläuterungen nicht berufen kann. (Abg. Steibl: Aber das war von eurer Seite gewünscht! Die SPÖ hat sich da quergelegt! Das muss man auch dazusagen! – Also man muss schon wissen, wovon man redet!) Und das finde ich eigentlich schade. Das würde ich eher als kleine Blendgranate bezeichnen, um etwas schnell positiv verkaufen zu können. Das ist aber nicht die Art und Weise, wie wir von der Sozialdemokratie uns die Partizipation der Jugendlichen vorstellen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Hättet ihr nicht herumgeschnipselt an der ganzen Sache!)
Abg. Steibl: Ach, so was! So ein alter Hut!
Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten wollen keine kleinen Mogelpackungen. Wir würden uns wünschen, wirkliche Partizipation zu leben. Und damit wir auch in die Zukunft arbeiten, ist es nach wie vor notwendig, dass wir die Millionärssteuer einführen (Abg. Steibl: Ach, so was! So ein alter Hut!), denn dann haben wir auch wieder mehr Geld für unsere Jugend. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten wollen keine kleinen Mogelpackungen. Wir würden uns wünschen, wirkliche Partizipation zu leben. Und damit wir auch in die Zukunft arbeiten, ist es nach wie vor notwendig, dass wir die Millionärssteuer einführen (Abg. Steibl: Ach, so was! So ein alter Hut!), denn dann haben wir auch wieder mehr Geld für unsere Jugend. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Tanja Windbüchler-Souschill (Grüne): Meine sehr verehrten Damen und Herren! Bleiben wir beim Thema Gerechtigkeit – vielen Dank, Frau Kollegin Lueger, für diese Überleitung –, denn Gerechtigkeit ist genau das Thema, das jugendpolitisch und kinderpolitisch das brisanteste ist: Was ist gerecht für die Zukunft von Jugendlichen und Kindern? Was bedeutet Gerechtigkeit im jetzigen Schul- und Bildungssystem? Was bedeutet Gerechtigkeit im Ausbildungssystem, im Pensionssystem? – Deshalb ist Gerechtigkeit nicht einfach nur ein Schlagwort in der Jugendpolitik, sondern extrem ernst zu nehmen. Und ich würde auch den Jugendminister Mitterlehner bitten, das zu tun. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Begründung dafür: Die Kinderrechte in der Bundesverfassung müssen mit Leben erfüllt werden. Es braucht Begleitung, es braucht gerade im Zuge der furchtbaren Geschichten über Kindesmissbrauch, Gewalt an Kindern sexueller, physischer und psychischer Natur die Umsetzung der Kinderrechte. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Wöginger – in Richtung der Abg. Kitzmüller –: Dann ziehen Sie den Antrag zurück!
Ein Teil dieses Paketes – nicht des Konjunkturpakets, aber sehr zahlenintensiv – war die 13. Familienbeihilfe, die mehr als 250 Millionen € Kosten verursacht hat. Wir haben gesehen, dass wir, würden wir auf dieser Basis auch in den Folgejahren weiter agieren, ein Finanzierungsproblem bekommen würden. Und genau dieses Finanzierungsproblem ist es. Frau Kitzmüller, Sie sagen, unsere Kinder und Kindeskinder müssen alles, was wir tun oder nicht tun, mit Zinsen und Zinseszinsen zurückzahlen. Das stimmt. (Abg. Wöginger – in Richtung der Abg. Kitzmüller –: Dann ziehen Sie den Antrag zurück!)
Abg. Krainer: Nettolohnverzicht!
Ein Problem beim FLAF ist, dass auf der einen Seite die Konjunktur die Einnahmen bringt. Es ist daher auch nicht ganz richtig, dass, wie jemand gemeint hat, die Familien dafür zahlen. Das ist ein Streit zwischen SPÖ und ÖVP, ich weiß. Wer zahlt wirklich? An sich ist es von der Zahlungsvorgangsweise her ein Beitrag, 4,5 Prozent, den die Dienstgeber zahlen. Es ist damals um Lohnerhöhungen gegangen, ja oder nein, und man hat entschieden, diesen Fonds zu schaffen. (Abg. Krainer: Nettolohnverzicht!) – Nettolohnverzicht. Ich will aber gar nicht auf diese ideologische Fragestellung eingehen.
Beifall bei der ÖVP.
Nächster Punkt: Pensionsbereich. Warum sollen wir aus dem FLAF dafür 75, jetzt 72 Prozent zahlen? Bis zum Jahr 2008 lag das Verhältnis bei 50 : 50. Dort müssen wir ansetzen, und ich glaube, dass diese Studie sehr wesentlich war, um eine Neuorientierung der Leistungen vornehmen zu können. Ehrlich gesagt, meine Damen und Herren, sehe ich nicht ganz ein, dass für die Pensionisten gesetzlich vorgesehen ist, dass die Unkosten, die entstehen und die durch die Inflation bedingt sind, abgedeckt werden, während es das für die Familien, die für die weitere Entwicklung noch wichtiger sind, nicht gibt. Darin sehe ich einen Ansatzpunkt für die Zukunft, den wir dringend wahrnehmen sollten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zum Zweiten – und ich glaube, das hat sich sehr bewährt, ist im Budget auch wieder enthalten – sind die 70 Millionen €, die wir für alle Fünfjährigen als Beitrag zur Chancengleichheit, was den verpflichtenden Kindergarten anlangt, zahlen, eine Maßnahme, wo wir überlegen sollten, ob wir nicht noch weiter gehen könnten, weil dort im Endeffekt eine integrative, auch sozialisierende Wirkung im Sinne von Teamentwicklung stattfindet. Das ist auch ein bildungspolitischer Beitrag in Richtung mehr Chancengleichheit. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Wöginger: Ja freilich!
Sie, Frau Haubner, haben das Bundes-Kinder- und Jugendhilfegesetz angesprochen. Sie haben recht, ich hätte es gerne schon erledigt, trotzdem sollten wir jetzt nicht über Jahreszeiten streiten. Herbst, Advent? Der Herbst dauert bis zum 21. Dezember, oder? (Abg. Wöginger: Ja freilich!) Ja. Und Schnee haben wir auch keinen. Also ich würde schon sagen, angesichts dessen würde ich formal noch richtig und im Rahmen liegen. Ich gebe Ihnen aber in einem recht: Mir ist es auch schon unangenehm, dass sich die Missbrauchsfälle ständig häufen und wir noch keine Möglichkeit haben dagegenzusteuern. Daher sollten die Bundesländer – und hoffentlich hört jemand aus den beiden betroffenen Bundesländern zu – ihre Grundsatzbedenken wirklich über Bord werfen. Wir haben die Finanzierung bereits erhöht, und spätestens im Finanzausgleich sollte man das lösen.
Beifall bei der ÖVP.
Alles in allem glaube ich und schließe damit ab, dass wir in wirklich schwierigen Zeiten die richtigen Weichenstellungen beschlossen haben, die wir da und dort, natürlich gemeinsam mit Ihnen, auch noch nachschärfen werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Musiol: 2010 sollten 33 Prozent erreicht sein!
Abgeordnete Christine Marek (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf – der Herr Bundesminister hat das soeben angesprochen – für Mütter und Väter ist eine zentrale Herausforderung. Ich freue mich, dass in diesem Zusammenhang ganz wesentliche Schwerpunkte gesetzt werden. Es geht einerseits natürlich um den massiven Ausbau der Kinderbetreuung, und auch das hat der Herr Bundesminister angesprochen. Dafür wird seit Jahren wirklich Geld in die Hand genommen und investiert. Deshalb, Frau Kollegin Musiol, finde ich, ehrlich gesagt, dieses permanente Krankreden der Grünen und diese Realitätsverweigerung der Grünen mittlerweile unerträglich. Im Jahr 2014 – der Herr Bundesminister hat es angesprochen – liegen wir bei den Unterdreijährigen bei 28 Prozent. (Abg. Mag. Musiol: 2010 sollten 33 Prozent erreicht sein!) Es waren vor fünf Jahren 14 Prozent, jetzt liegen wir bei 19 Prozent. Also wenn das kein guter, kein erfolgreicher Weg ist, dann weiß ich nicht. Das ist Ihrerseits permanentes Krankreden und Realitätsverweigerung. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Christine Marek (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf – der Herr Bundesminister hat das soeben angesprochen – für Mütter und Väter ist eine zentrale Herausforderung. Ich freue mich, dass in diesem Zusammenhang ganz wesentliche Schwerpunkte gesetzt werden. Es geht einerseits natürlich um den massiven Ausbau der Kinderbetreuung, und auch das hat der Herr Bundesminister angesprochen. Dafür wird seit Jahren wirklich Geld in die Hand genommen und investiert. Deshalb, Frau Kollegin Musiol, finde ich, ehrlich gesagt, dieses permanente Krankreden der Grünen und diese Realitätsverweigerung der Grünen mittlerweile unerträglich. Im Jahr 2014 – der Herr Bundesminister hat es angesprochen – liegen wir bei den Unterdreijährigen bei 28 Prozent. (Abg. Mag. Musiol: 2010 sollten 33 Prozent erreicht sein!) Es waren vor fünf Jahren 14 Prozent, jetzt liegen wir bei 19 Prozent. Also wenn das kein guter, kein erfolgreicher Weg ist, dann weiß ich nicht. Das ist Ihrerseits permanentes Krankreden und Realitätsverweigerung. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das Audit Familie & Beruf setzt hier an, ein sehr bewährtes Instrument, dem sich mittlerweile mehr als 200 Unternehmen gestellt haben, und zwar sehr erfolgreich gestellt haben. Und auch das Audit Familienfreundliche Gemeinde möchte ich noch ansprechen, meine Damen und Herren, denn mittlerweile haben sich mehr als 200 Gemeinden – 220 konkret –, das sind etwa 10 Prozent aller Gemeinden, diesem Audit unterzogen. Diese sind sehr erfolgreich, und ich möchte mich daher beim Österreichischen Gemeindebund, bei den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern und bei allen Beteiligten bedanken. – Danke vielmals. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Stadler: Wahnsinn!
Ich habe mir im Zuge der Budgetberatungen Ihre Anfragebeantwortung durchgelesen, in der Sie zu den Familienberatungsstellen Stellung nehmen, die darin auch aufgelistet sind. Ich habe sie durchgezählt und komme auf 325. (Abg. Mag. Stadler: Wahnsinn!) Die Differenz beträgt 65, wenn man 390 als fixe Zahl annimmt, so wie das auch auf Ihrer Homepage vorgegeben ist. Jetzt hätte ich von Ihnen gerne gewusst, wie viele Familien- und Partnerberatungsstellen es denn nun tatsächlich gibt.
Beifall beim BZÖ
Es sind auf jeden Fall viel zu viele, wie diese Unterlagen aufzeigen, und deshalb haben wir im Sinne der Verwaltungsvereinfachung einen Antrag gestellt, diese Familien- und Frauenberatungsstellen zu Kompetenzzentren zusammenzufassen (Beifall beim BZÖ) und dazu auch ein Pilotprojekt in einem Bundesland durchzuführen, weil das aus verwaltungstechnischen Gründen und vor allem für die Hilfesuchenden von Vorteil ist, weil sie sich besser zurechtfinden und auch rasch zu einer Hilfestellung kommen, wenn sie in einer Notsituation sind und diese Hilfestellung brauchen, meine sehr geehrten Damen und Herren!
Beifall beim BZÖ.
Außerdem möchte ich Sie noch einmal ersuchen, zur Abschaffung der Zuverdienstgrenze Stellung zu nehmen. Ich habe diesbezüglich Ihren Ausführungen vorhin nicht ganz folgen können. Die fünf Varianten beim Kinderbetreuungsgeld verursachen einen Verwaltungsaufwand von 10 Millionen €. Das ist der Betrag, den die Frauenministerin für ihr gesamtes Ressort zur Verfügung hat. Diese Relation sollte man schon einmal sehen. 10 Millionen € für den Verwaltungsaufwand für das Kinderbetreuungsgeld : 10 Millionen € für die Frauenministerin fürs Frauenressort! Da könnte sehr wohl gespart werden, nämlich schon die Abschaffung der Zuverdienstgrenze würde im Verwaltungsbereich zu Einsparungen führen. (Beifall beim BZÖ.) Wenn man nicht ständig ausrechnen und umrechnen müsste, würden viel Arbeit und hohe Kosten wegfallen. Wir können mit Fug und Recht behaupten, „Genug gezahlt!“ für eine aufgeblähte Verwaltung mit 10 Millionen € Verwaltungskosten beim Kinderbetreuungsgeld! – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Außerdem möchte ich Sie noch einmal ersuchen, zur Abschaffung der Zuverdienstgrenze Stellung zu nehmen. Ich habe diesbezüglich Ihren Ausführungen vorhin nicht ganz folgen können. Die fünf Varianten beim Kinderbetreuungsgeld verursachen einen Verwaltungsaufwand von 10 Millionen €. Das ist der Betrag, den die Frauenministerin für ihr gesamtes Ressort zur Verfügung hat. Diese Relation sollte man schon einmal sehen. 10 Millionen € für den Verwaltungsaufwand für das Kinderbetreuungsgeld : 10 Millionen € für die Frauenministerin fürs Frauenressort! Da könnte sehr wohl gespart werden, nämlich schon die Abschaffung der Zuverdienstgrenze würde im Verwaltungsbereich zu Einsparungen führen. (Beifall beim BZÖ.) Wenn man nicht ständig ausrechnen und umrechnen müsste, würden viel Arbeit und hohe Kosten wegfallen. Wir können mit Fug und Recht behaupten, „Genug gezahlt!“ für eine aufgeblähte Verwaltung mit 10 Millionen € Verwaltungskosten beim Kinderbetreuungsgeld! – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Stefan: Ich glaube, ich weiß schon, was kommt!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Mag. Wurm. 3 Minuten Redezeit sind eingestellt. – Bitte. (Abg. Mag. Stefan: Ich glaube, ich weiß schon, was kommt!)
Zwischenruf der Abg. Mag. Musiol
Dass es noch schneller gehen könnte, Frau Kollegin Musiol, ist unbestritten (Zwischenruf der Abg. Mag. Musiol), und dass es teilweise auch „billiger“ sein könnte – unter Anführungszeichen –, kostengünstiger für die Familien oder für die Frauen, ist auch evident, denn es ist in den Bundesländern sehr unterschiedlich, was es kostet und ob es leistbar ist. Und es hängt auch davon ab, wo man wohnt: In Ballungszentren ist es nicht so schwierig, ein Betreuungsangebot zu finden, in ländlichen Gebieten wird es immer schwieriger.
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne hoffe ich, dass es eine gute Enquete wird und dass auch das Ergebnis entsprechend gut wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Betreffend weniger Ausgaben haben wir einen Vorschlag, wo man einsparen kann, und zwar bei der Familienbeihilfe, die ins Ausland fließt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es wäre doch sinnvoll, die Zahlung aus Österreich zumindest an das Niveau der Lebenshaltungskosten des dortigen Landes anzupassen! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Riepl: Was ist, wenn ein Kind da und eines dort lebt?
Somit wäre eine Anpassung der Familienbeihilfe an die tatsächlichen Lebenshaltungskosten einerseits sozial gerechtfertigt und würde andererseits Einsparungen in Höhe von mehr als 10 Millionen € im Jahr ermöglichen. (Abg. Riepl: Was ist, wenn ein Kind da und eines dort lebt?)
Beifall bei der FPÖ.
Danke vielmals. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich wünsche dem Herrn Bundesminister auch bei der Sanierung des FLAF viel Erfolg. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
reichischen Volkspartei, mit der kürzesten Amtszeit von nicht einmal fünf Monaten. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Steibl: Entschuldigung, das ist eine bodenlose Frechheit, was Sie da machen! Haben Sie überhaupt keine Manieren?
Wo ist denn die Frau Remler heute? – An der Stelle liebe Grüße nach Hause und die Botschaft an die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, an die Familien, dass diese nicht einmal fünfmonatige Amtszeit dieser Dame den Steuerzahler, die Familien 73 500 € gekostet hat. (Abg. Steibl: Entschuldigung, das ist eine bodenlose Frechheit, was Sie da machen! Haben Sie überhaupt keine Manieren?) Das ist Ihre Familienpolitik! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Steibl: Haben Sie überhaupt keine Manieren?) 73 500 € – 14 700 € pro Monat Gehalt bei null Leistung. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Steibl: Haben Sie überhaupt keine Manieren?
Wo ist denn die Frau Remler heute? – An der Stelle liebe Grüße nach Hause und die Botschaft an die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, an die Familien, dass diese nicht einmal fünfmonatige Amtszeit dieser Dame den Steuerzahler, die Familien 73 500 € gekostet hat. (Abg. Steibl: Entschuldigung, das ist eine bodenlose Frechheit, was Sie da machen! Haben Sie überhaupt keine Manieren?) Das ist Ihre Familienpolitik! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Steibl: Haben Sie überhaupt keine Manieren?) 73 500 € – 14 700 € pro Monat Gehalt bei null Leistung. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Wo ist denn die Frau Remler heute? – An der Stelle liebe Grüße nach Hause und die Botschaft an die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, an die Familien, dass diese nicht einmal fünfmonatige Amtszeit dieser Dame den Steuerzahler, die Familien 73 500 € gekostet hat. (Abg. Steibl: Entschuldigung, das ist eine bodenlose Frechheit, was Sie da machen! Haben Sie überhaupt keine Manieren?) Das ist Ihre Familienpolitik! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Steibl: Haben Sie überhaupt keine Manieren?) 73 500 € – 14 700 € pro Monat Gehalt bei null Leistung. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Abg. Kopf: Wo war Ihre Leistung bisher?
Ihr Motto ist ja, Leistung muss sich lohnen – Sie sagen das ja an jeder Stelle –, und anhand dieses Mottos der Volkspartei, an das sie sich selbst nicht hält, werden wir jetzt einmal die Leistungen dieser Frau Remler und den Kostenfaktor beleuchten. (Abg. Kopf: Wo war Ihre Leistung bisher?)
Abg. Wöginger: Ist das dein Beitrag?
Was hat der Herr Minister Mitterlehner über die Frau Remler am 12. November 2010 gesagt? – Die Frau Remler könne „aus ihrer Tätigkeit sowohl auf praktische als auch politische Erfahrungswerte verweisen“ (Abg. Wöginger: Ist das dein Beitrag?) „und das prädestiniert sie“ (Zwischenruf der Abg. Binder-Maier) „sowohl für eine bürgernahe Ausrichtung der Familienpolitik als auch für eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung.“ (Zwischenruf der Abg. Steibl. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Binder-Maier.) „Mit Verena Remler hat die Familienpolitik eine neue Vertreterin mit einem stimmigen Kompetenzprofil.“
Zwischenruf der Abg. Binder-Maier
Was hat der Herr Minister Mitterlehner über die Frau Remler am 12. November 2010 gesagt? – Die Frau Remler könne „aus ihrer Tätigkeit sowohl auf praktische als auch politische Erfahrungswerte verweisen“ (Abg. Wöginger: Ist das dein Beitrag?) „und das prädestiniert sie“ (Zwischenruf der Abg. Binder-Maier) „sowohl für eine bürgernahe Ausrichtung der Familienpolitik als auch für eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung.“ (Zwischenruf der Abg. Steibl. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Binder-Maier.) „Mit Verena Remler hat die Familienpolitik eine neue Vertreterin mit einem stimmigen Kompetenzprofil.“
Zwischenruf der Abg. Steibl. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Binder-Maier.
Was hat der Herr Minister Mitterlehner über die Frau Remler am 12. November 2010 gesagt? – Die Frau Remler könne „aus ihrer Tätigkeit sowohl auf praktische als auch politische Erfahrungswerte verweisen“ (Abg. Wöginger: Ist das dein Beitrag?) „und das prädestiniert sie“ (Zwischenruf der Abg. Binder-Maier) „sowohl für eine bürgernahe Ausrichtung der Familienpolitik als auch für eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung.“ (Zwischenruf der Abg. Steibl. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Binder-Maier.) „Mit Verena Remler hat die Familienpolitik eine neue Vertreterin mit einem stimmigen Kompetenzprofil.“
Abg. Ing. Westenthaler: Wo ist sie denn?
Das hat Herr Mitterlehner gesagt. (Abg. Ing. Westenthaler: Wo ist sie denn?)
neuerlicher Zwischenruf der Abg. Binder-Maier
Es gab heftige Kritik der Opposition damals, wo wir schon gesagt haben, Sie haben eine ahnungslose Person dort hingesetzt (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Binder-Maier), wo es ausschließlich darum gegangen ist, dass sie vom richtigen Bund kommt, nämlich vom ÖAAB, und aus dem richtigen Bundesland, aus dem Bundesland Tirol. Das war die einzige Kompetenz, die Frau Remler vorweisen konnte (Beifall beim BZÖ), und das zeigt sich auch in ihrer Nicht-Leistungsbilanz.
Beifall beim BZÖ
Es gab heftige Kritik der Opposition damals, wo wir schon gesagt haben, Sie haben eine ahnungslose Person dort hingesetzt (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Binder-Maier), wo es ausschließlich darum gegangen ist, dass sie vom richtigen Bund kommt, nämlich vom ÖAAB, und aus dem richtigen Bundesland, aus dem Bundesland Tirol. Das war die einzige Kompetenz, die Frau Remler vorweisen konnte (Beifall beim BZÖ), und das zeigt sich auch in ihrer Nicht-Leistungsbilanz.
Abg. Binder-Maier: Menschenhatz! Schämen Sie sich!
Aber was hat der Herr Mitterlehner damals – und wir sind heftig gescholten worden wegen unserer damals geäußerten Bedenken, bei der Bestellung (Abg. Binder-Maier: Menschenhatz! Schämen Sie sich!) – der Opposition, dem BZÖ, am 13. November ausgerichtet? – Man möge doch der Frau Remler eine Chance geben. (Abg. Steibl: Ist das Ihr Beitrag für die Familien? Ist das Ihre Leistung? Wo ist Ihre Rede?) – Zitat:
Abg. Steibl: Ist das Ihr Beitrag für die Familien? Ist das Ihre Leistung? Wo ist Ihre Rede?
Aber was hat der Herr Mitterlehner damals – und wir sind heftig gescholten worden wegen unserer damals geäußerten Bedenken, bei der Bestellung (Abg. Binder-Maier: Menschenhatz! Schämen Sie sich!) – der Opposition, dem BZÖ, am 13. November ausgerichtet? – Man möge doch der Frau Remler eine Chance geben. (Abg. Steibl: Ist das Ihr Beitrag für die Familien? Ist das Ihre Leistung? Wo ist Ihre Rede?) – Zitat:
Abg. Kopf steht bei Bundesminister Dr. Mitterlehner an der Regierungsbank
Ja wo ist jetzt diese Chance geblieben, Herr Mitterlehner, Herr Kopf (Abg. Kopf steht bei Bundesminister Dr. Mitterlehner an der Regierungsbank) – weil Sie gerade so schön zusammenstehen? Hat jetzt die Frau Remler ihre Chance genützt? Was hat sie denn gemacht in diesen fünf Monaten Amtszeit mit 73 000 € Kosten? (Abg. Kopf: Wo war denn Ihre Leistung bisher?) – Er kann mir keine Leistung nennen. Ich kann Ihnen auch zeigen, dass sie keine Leistung vorweisen kann. (Abg. Steibl: Wo ist Ihre Rede?)
Abg. Kopf: Wo war denn Ihre Leistung bisher?
Ja wo ist jetzt diese Chance geblieben, Herr Mitterlehner, Herr Kopf (Abg. Kopf steht bei Bundesminister Dr. Mitterlehner an der Regierungsbank) – weil Sie gerade so schön zusammenstehen? Hat jetzt die Frau Remler ihre Chance genützt? Was hat sie denn gemacht in diesen fünf Monaten Amtszeit mit 73 000 € Kosten? (Abg. Kopf: Wo war denn Ihre Leistung bisher?) – Er kann mir keine Leistung nennen. Ich kann Ihnen auch zeigen, dass sie keine Leistung vorweisen kann. (Abg. Steibl: Wo ist Ihre Rede?)
Abg. Steibl: Wo ist Ihre Rede?
Ja wo ist jetzt diese Chance geblieben, Herr Mitterlehner, Herr Kopf (Abg. Kopf steht bei Bundesminister Dr. Mitterlehner an der Regierungsbank) – weil Sie gerade so schön zusammenstehen? Hat jetzt die Frau Remler ihre Chance genützt? Was hat sie denn gemacht in diesen fünf Monaten Amtszeit mit 73 000 € Kosten? (Abg. Kopf: Wo war denn Ihre Leistung bisher?) – Er kann mir keine Leistung nennen. Ich kann Ihnen auch zeigen, dass sie keine Leistung vorweisen kann. (Abg. Steibl: Wo ist Ihre Rede?)
Beifall beim BZÖ.
Eine Novelle des Bundes-Kinder- und Jugendhilfegesetzes ist auch auf ihrer Liste gestanden. – Auch da hat sie nichts getan, sondern sie hat sich nach fünf Monaten mit 73 500 € Steuergeld mehr in der Tasche, von den Familien geklaut, wieder in ihr Land Tirol verabschiedet. Das ist die Familienpolitik der Österreichischen Volkspartei, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Rädler: Das ist unglaublich!
14.33.27Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Herr Kollege Petzner! Für den Vorwurf, dass die Staatssekretärin außer Dienst Remler von den Familien 73 000 € geklaut hat, erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Rädler: Das ist unglaublich!)
Abg. Riepl: Sagen Sie einmal etwas zum Budget!
Ich habe wirklich lange gesucht. Ich habe zwei Stunden lang gesucht, ob ich irgendeine politische Ansage der Frau Remler finde. Eine habe ich gefunden – eine einzige! – in der Sonntagsausgabe der „Presse“ vom 13. Februar 2011. Das war die einzige inhaltliche Aussage. (Abg. Riepl: Sagen Sie einmal etwas zum Budget!) – Zur Sache ist das deswegen, Herr Kollege, weil uns das im Budget mit 73 500 € belastet. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich habe wirklich lange gesucht. Ich habe zwei Stunden lang gesucht, ob ich irgendeine politische Ansage der Frau Remler finde. Eine habe ich gefunden – eine einzige! – in der Sonntagsausgabe der „Presse“ vom 13. Februar 2011. Das war die einzige inhaltliche Aussage. (Abg. Riepl: Sagen Sie einmal etwas zum Budget!) – Zur Sache ist das deswegen, Herr Kollege, weil uns das im Budget mit 73 500 € belastet. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Binder-Maier: Wie viel hat denn Ihr Kärnten gekostet?
Ihnen (in Richtung ÖVP) sind diese 73 000 € wurscht, mir nicht, weil Familien oft nur davon träumen können, so viel Geld in der Tasche zu haben. Die wissen teilweise gar nicht mehr, wie sie ihre Familien finanzieren sollen. (Abg. Binder-Maier: Wie viel hat denn Ihr Kärnten gekostet?)
Abg. Mag. Stadler: Wow! Na das ist doch etwas!
Die einzige politische Leistung war, dass sich die Frau Remler gegen Firmenmeetings – kein Scherz! – nach 17 Uhr ausgesprochen hat. (Abg. Mag. Stadler: Wow! Na das ist doch etwas!) Sie hat gesagt, wir müssen dafür sorgen, dass wir „eine gewisse Meeting-Kultur“ in Österreich haben. Wir müssen die Unternehmer dazu verpflichten, dass es nach 17 Uhr keine Besprechungen mehr gibt. Das war ihre einzige politische Ansage. – Auch die hat sie nicht umgesetzt, eh klar! (Abg. Ing. Westenthaler: Das war ihre Leistung!)
Abg. Ing. Westenthaler: Das war ihre Leistung!
Die einzige politische Leistung war, dass sich die Frau Remler gegen Firmenmeetings – kein Scherz! – nach 17 Uhr ausgesprochen hat. (Abg. Mag. Stadler: Wow! Na das ist doch etwas!) Sie hat gesagt, wir müssen dafür sorgen, dass wir „eine gewisse Meeting-Kultur“ in Österreich haben. Wir müssen die Unternehmer dazu verpflichten, dass es nach 17 Uhr keine Besprechungen mehr gibt. Das war ihre einzige politische Ansage. – Auch die hat sie nicht umgesetzt, eh klar! (Abg. Ing. Westenthaler: Das war ihre Leistung!)
Abg. Steibl: Gott sei Dank!
Und wie die ÖVP die Familienpolitik sieht – und damit komme ich zum Schluss (Abg. Steibl: Gott sei Dank!) –, sehen wir ja auch beim Ehemann von Frau Remler: ein Performance-Künstler, der ganz „tolle“ Projekte macht. Ich darf nur ein paar Titel nennen.
Abg. Gahr: Das ist ein Skandal! – Weitere anhaltende und lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP.
Herr Dieter Remler wird ja auch als der „Hermann Nitsch von Lienz“ bezeichnet. Er macht tolle Performances mit Titel wie „Berg Mythos oder Hure“. – Das ist Ihre Familienpolitik! (Abg. Gahr: Das ist ein Skandal! – Weitere anhaltende und lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Als Familienpartei haben Sie von der ÖVP die Verantwortung, auch durch ein einheitliches Jugendschutzgesetz dafür zu sorgen, dass wir Drogenmissbrauch verhindern, dass wir Alkoholmissbrauch verhindern. (Beifall beim BZÖ.) Ihre Anhänger protegieren das und machen Ausstellungen unter dem Titel: Wie Drogen und Alkohol das Unterbewusstsein verändern. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Sie von der ÖVP haben als Familienpartei nicht erst seit der Frau Remler abgedankt.
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Als Familienpartei haben Sie von der ÖVP die Verantwortung, auch durch ein einheitliches Jugendschutzgesetz dafür zu sorgen, dass wir Drogenmissbrauch verhindern, dass wir Alkoholmissbrauch verhindern. (Beifall beim BZÖ.) Ihre Anhänger protegieren das und machen Ausstellungen unter dem Titel: Wie Drogen und Alkohol das Unterbewusstsein verändern. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Sie von der ÖVP haben als Familienpartei nicht erst seit der Frau Remler abgedankt.
Beifall beim BZÖ.
Das Motto „Leistung muss sich lohnen“ plakatieren Sie zwar, leben es aber in den eigenen Reihen nicht. Und diese unglückselige Karriere der Frau Remler auf Kosten der Steuerzahler wird dazu beitragen, dass Sie auch von den Familien abgewählt und bei den nächsten Wahlen bei unter 20 Prozent landen werden. – Das prophezeie ich Ihnen! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Grosz – auf Abg. Steibl zeigend –: Herr Präsident! Kann man die Frau Abgeordnete beruhigen?
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Um allfälligen Aufregungen etwas vorzubeugen: Ich werde mir das Stenographische Protokoll dieser Rede kommen lassen und werde nachher beurteilen, ob es zu weiteren Beleidigungen gekommen ist. (Abg. Grosz – auf Abg. Steibl zeigend –: Herr Präsident! Kann man die Frau Abgeordnete beruhigen?)
Abg. Petzner – auf Abg. Steibl zeigend –: Die beschimpft mich da!
Ich bitte auch die ... (Abg. Petzner – auf Abg. Steibl zeigend –: Die beschimpft mich da!) Sie wissen, wir Präsidenten sind sehr, sehr vielseitig, aber wir können nicht bei jedem Gespräch, das Sie untereinander führen, beurteilen, ob da ein ordnungsrufverdächtiges Wort gesagt wurde. Ich bitte daher um Verständnis. (Abg. Grosz: Nein, nur beruhigen!) – Also Aufgeregtheit merke ich jetzt im Moment nicht.
Abg. Grosz: Nein, nur beruhigen!
Ich bitte auch die ... (Abg. Petzner – auf Abg. Steibl zeigend –: Die beschimpft mich da!) Sie wissen, wir Präsidenten sind sehr, sehr vielseitig, aber wir können nicht bei jedem Gespräch, das Sie untereinander führen, beurteilen, ob da ein ordnungsrufverdächtiges Wort gesagt wurde. Ich bitte daher um Verständnis. (Abg. Grosz: Nein, nur beruhigen!) – Also Aufgeregtheit merke ich jetzt im Moment nicht.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Hermann Lipitsch (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Sehr geehrter Herr Kollege Petzner, du hast das gemacht, was du und deine Fraktion am besten können: Menschen verunglimpfen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.) Ich kann von unserer Seite sagen: Das wird dezidiert abgelehnt!
Abg. Ing. Westenthaler: Was weißt du denn überhaupt?
Und wenn du schon in diese Richtung diskutierst ... – Herr Westenthaler, du brauchst nicht so herzuzeigen! Ich habe keine Vorstrafe so wie du! (Abg. Ing. Westenthaler: Was weißt du denn überhaupt?)
Abg. Petzner: Sind dir 73 000 € wurscht?
Der Unterschied ist, dass der Familienlastenausgleichsfonds 2002 im Endeffekt ausgeräumt war. (Abg. Petzner: Sind dir 73 000 € wurscht?) Und wer war der Minister? – Lieber Herr Petzner, nimm dich bei der Nase: Es war euer Grasser, der diesen Fonds ausgeräumt hat! (Abg. Petzner: Das stimmt überhaupt nicht!) Und heute müssen wir und die österreichischen Familien den dadurch entstandenen Rucksack tragen, weil ihr
Abg. Petzner: Das stimmt überhaupt nicht!
Der Unterschied ist, dass der Familienlastenausgleichsfonds 2002 im Endeffekt ausgeräumt war. (Abg. Petzner: Sind dir 73 000 € wurscht?) Und wer war der Minister? – Lieber Herr Petzner, nimm dich bei der Nase: Es war euer Grasser, der diesen Fonds ausgeräumt hat! (Abg. Petzner: Das stimmt überhaupt nicht!) Und heute müssen wir und die österreichischen Familien den dadurch entstandenen Rucksack tragen, weil ihr
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: ... wer du überhaupt bist! Ich kenne dich nicht! Wer ist das überhaupt? – Abg. Petzner: Das sagt der Konkursler vom ÖGB!
das verbockt habt. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: ... wer du überhaupt bist! Ich kenne dich nicht! Wer ist das überhaupt? – Abg. Petzner: Das sagt der Konkursler vom ÖGB!)
Abg. Ing. Westenthaler: Ist das ein Abgeordneter? Wer ist das?
Es wird aufgeräumt, das ist klar! Der Herr Bundesminister hat schon seine Vorstellungen dezidiert bekannt gegeben. (Abg. Ing. Westenthaler: Ist das ein Abgeordneter? Wer ist das?) – Lieber Herr Kollege Westenthaler, noch nicht gesehen? Seit 2002, falls du Statistiken nicht lesen kannst.
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Petzner: ÖGB-Konkursler! – Abg. Ing. Westenthaler: Kann man überprüfen, ob der überhaupt angelobt wurde?
Und: Wir halten nichts davon, Menschen zu verunglimpfen, sondern wir achten Menschen! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Petzner: ÖGB-Konkursler! – Abg. Ing. Westenthaler: Kann man überprüfen, ob der überhaupt angelobt wurde?)
Abg. Ing. Westenthaler: Herr Präsident, ist der Herr überhaupt angelobt? Es kennt ihn nämlich keiner!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als nächster Redner gelangt Herr Abgeordneter Venier zu Wort. 3 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Herr Präsident, ist der Herr überhaupt angelobt? Es kennt ihn nämlich keiner!) – Herr Kollege Westenthaler, ich höre Sie so schlecht, aber wir werden uns nach meiner Vorsitzzeit unterhalten. Dann kann ich Ihnen auf alle Fragen Antworten geben.
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ja der Nächste!
Bitte, Herr Abgeordneter Venier, Sie sind am Wort. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ja der Nächste!)
Beifall bei der FPÖ.
Insbesondere müssen wir aber darauf achten, dass wir auch investieren, nämlich nicht nur in die klassischen Bereiche wie Technologie, Wissenschaft, Infrastruktur, sondern in erster Linie in unsere Jugend. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Andererseits müssen wir auch immer mehr Geld in rein konsumative Ausgaben, insbesondere in Pensionen, stecken. Dadurch berauben wir nicht nur die in den letzten 20 Jahren Geborenen ihrer Lebensgrundlage, sondern erst recht alle nachfolgenden Generationen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
gehört habe, kann ich nur lachen. Sie haben da „grandios“ versagt, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das zweite Problem, ein anderes Problem ist, dass wir jene Gelder, die wir in die Jugend investieren, falsch investieren. So geschieht dies etwa im Schulbereich, wo völlig falsche Prioritäten gesetzt werden und man beispielsweise Bildungsstudien hat, die einem nicht ganz ins Konzept passen. Daraus ergeben sich Schnellschüsse, und wir haben die Neue Mittelschule. Meine Damen und Herren, Sie können sich sicher sein, diese Mittelschule wird nichts bringen außer einer Nivellierung des Bildungsniveaus nach unten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn wir auf der einen Seite die Erhöhung der Akademikerquote verlangen, auf der anderen Seite aber einen Facharbeitermangel zu beklagen haben, dann ist das in meinen Augen geradezu schizophren. Es ist richtig, dass wir Akademiker vor allem in den MINT-Fächern brauchen. Aber sonst, seien wir uns ehrlich: Ich muss mir nicht von arbeitslosen Juristen und Psychologen, die mich dann im Taxi chauffieren, die Welt erklären lassen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Tu felix Austria, lautet ein alter Spruch, doch glücklich kann in diesem Land vor allem die Jugend erst wieder dann sein, wenn die Regierung und die verfehlte Politik der Vergangenheit angehören. (Beifall bei der FPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Ich darf die Damen und Herren auf der Galerie begrüßen, sie repräsentieren den 40 000. Besucher unserer Demokratiewerkstatt. (Allgemeiner Beifall.) Ich denke, dass wir es zumindest in der Zeit schaffen sollten, Vorbilder zu sein. (Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Ich darf die Damen und Herren auf der Galerie begrüßen, sie repräsentieren den 40 000. Besucher unserer Demokratiewerkstatt. (Allgemeiner Beifall.) Ich denke, dass wir es zumindest in der Zeit schaffen sollten, Vorbilder zu sein. (Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Angesichts unserer jungen Gäste werde ich meinen Einstieg doch etwas anders gestalten. (Beifall bei der ÖVP.) Aber, Herr Kollege Petzner, dass du von Familienpolitik keine Ahnung hast, das haben wir längst gewusst, aber das, was du hier abgeführt hast, entspricht nicht der Würde dieses Hauses. Du solltest dich schämen, du solltest dich wirklich schämen! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Riepl. – Zwischenrufe des Abg. Petzner.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Riepl. – Zwischenrufe des Abg. Petzner.
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Angesichts unserer jungen Gäste werde ich meinen Einstieg doch etwas anders gestalten. (Beifall bei der ÖVP.) Aber, Herr Kollege Petzner, dass du von Familienpolitik keine Ahnung hast, das haben wir längst gewusst, aber das, was du hier abgeführt hast, entspricht nicht der Würde dieses Hauses. Du solltest dich schämen, du solltest dich wirklich schämen! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Riepl. – Zwischenrufe des Abg. Petzner.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Da musst du abwarten!
Dein Gehalt betrug rund 300 000 € in den letzten drei Jahren, da ist jeder Euro einer zu viel! Und erst wenn du dieses Haus verlassen hast, dann werden wir hier wieder eine ordentliche Politik machen und ordentliche Debatten durchführen können. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Da musst du abwarten!)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abg. Binder-Maier.
Meine Damen und Herren, einen Aspekt möchte ich in diesem Zusammenhang ansprechen, das ist die Anrechnung der Kindererziehungszeiten von vier Jahren pro Kind. Wir fordern eine echte Anrechnung von vier Jahren, aber in diesem Zusammenhang müssen wir auch über die vorzeitige Anhebung des Frauenpensionsantrittsalters reden. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abg. Binder-Maier.)
Abg. Binder-Maier: gehen mit 65!
Ich glaube, dass man diese beiden Punkte gut miteinander kombinieren kann. Echte vier Jahre pro Kind wirklich zu gewährleisten, das ist im Sinne unserer Familienpolitik, das ist im Sinne unserer Eltern, vor allem der Mütter, aber man muss in das Diskussionspaket eben die vorzeitige Anhebung des Pensionsantrittsalters von Frauen mit einbinden. (Abg. Binder-Maier: gehen mit 65!)
Beifall bei der ÖVP.
Als Letztes, Herr Bundesminister, herzlichen Dank für die Umsetzung des Freiwilligen Sozialen Jahres. Das ist ein Meilenstein in der Jugendpolitik und vor allem auch in der Freiwilligenarbeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ. – Abg. Kopf: Auch keine Ahnung!
Abgeordnete Rosemarie Schönpass (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Herr Wöginger, wenn Sie Herrn Petzner vorwerfen, dass er von Familienpolitik keine Ahnung hat, dann muss ich Ihnen sagen, Sie haben von den Frauenpensionen keine Ahnung. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ. – Abg. Kopf: Auch keine Ahnung!)
Abg. Kopf: Wird das jetzt eine Kritik am Sozialminister? – Abg. Grosz: kriegt jetzt die Jörg Haider Medaille!
Ich nehme jetzt Bezug auf die Familie & Beruf Management GmbH im Kapitel Familie. In Summe sind im Budget 2,1 Millionen € veranschlagt. Hievon sollen 700 000 € auf Projekte entfallen, laut Aussage von Ihnen, Herr Minister. Die von Anfang an umstrittene Familie & Beruf Management GmbH ist ja eine Gesellschaft des Bundes. Sie wird aus Mitteln des Familienministeriums finanziert und hat das Ziel, innovative Kinderbetreuungseinrichtungen zu fördern. (Abg. Kopf: Wird das jetzt eine Kritik am Sozialminister? – Abg. Grosz: kriegt jetzt die Jörg Haider Medaille!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ.
Familie & Beruf Management GmbH zu berücksichtigen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ.)
Abg. Krainer: Überweisen tun sie es, zahlen nicht!
Da einige Vorredner gesagt haben, der Familienlastenausgleichsfonds werde von den ArbeitnehmerInnen gespeist: Mitnichten! 83 Prozent zahlen die Unternehmen. (Abg. Krainer: Überweisen tun sie es, zahlen nicht!) Der Herr Minister hat das ja dann auch geradegerückt.
Beifall bei der ÖVP.
Der Durchschnitt der Arbeitnehmerinnen bekommt 41 € Wochengeld. Selbstständige bekommen nur 26,26 €; und das ist wirklich ein Betrag, der nicht gerecht ist, der ist nicht sozial gerecht. Unterstützen Sie meine Forderung, denn diese Kosten betragen maximal 15 Millionen €! Das ist in etwa ein Viertel der Kosten für Unterhaltsvorschüsse. Ich könnte es auch anders ausdrücken: Das ist der Betrag, den wir in 15 Stunden aufwenden müssen, damit wir die Zinsen unserer Staatsschulden zahlen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Gartelgruber.
Abgeordneter Franz Riepl (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Kollege Wöginger, der Appell, die Kindererziehungszeiten bei den KV-Verhandlungen zu berücksichtigen, ist natürlich vollkommen gerechtfertigt. (Zwischenruf der Abg. Gartelgruber.) Einigen wir uns darauf. Ich habe schon mit meinen Gewerkschaftsfreunden darüber geredet, die haben gesagt, das ist alles in Ordnung, das steht auf dem Forderungsprogramm. Du musst noch mit der Wirtschaftskammer reden. Ich würde vorschlagen, das machen wir uns jetzt aus und dann schauen wir, was bei den Verhandlungen herauskommt. Die Metaller haben das schon erledigt. Das noch dazu gesagt. (Abg. Wöginger: Auf der Prioritätenliste muss es oben stehen!)
Abg. Wöginger: Auf der Prioritätenliste muss es oben stehen!
Abgeordneter Franz Riepl (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Kollege Wöginger, der Appell, die Kindererziehungszeiten bei den KV-Verhandlungen zu berücksichtigen, ist natürlich vollkommen gerechtfertigt. (Zwischenruf der Abg. Gartelgruber.) Einigen wir uns darauf. Ich habe schon mit meinen Gewerkschaftsfreunden darüber geredet, die haben gesagt, das ist alles in Ordnung, das steht auf dem Forderungsprogramm. Du musst noch mit der Wirtschaftskammer reden. Ich würde vorschlagen, das machen wir uns jetzt aus und dann schauen wir, was bei den Verhandlungen herauskommt. Die Metaller haben das schon erledigt. Das noch dazu gesagt. (Abg. Wöginger: Auf der Prioritätenliste muss es oben stehen!)
Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Mitterlehner.
Eine Kleinigkeit noch: Familienbeihilfe wird dann zurückzuzahlen sein, wenn man die Zuverdienstgrenze von 10 000 € überschreitet. Was mich persönlich stört – und ich bitte Sie wirklich, Herr Bundesminister, vielleicht kann man darüber noch einmal nachdenken –, ist, dass es nicht in irgendeiner Weise eine Einschleifregelung gibt, wenn man diese Zuverdienstgrenze nur um ein paar Euro übersteigt. In diesem Fall muss man möglicherweise die gesamte Familienbeihilfe mitsamt dem Absetzbetrag für das ganze Jahr zurückzahlen. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Mitterlehner.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
In diesem Sinne können wir die Familienpolitik mit einem Plus im Budget abschließen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich darf auch gleich ankündigen: Wir werden uns auch die Schülerfreifahrt vornehmen, inwieweit da Weiterentwicklungen in Richtung elektronische Antragsstellungen und Ähnliches auch zu einer besseren Bürgernähe führen könnten. Im Endeffekt müssen wir, wenn wir von Förderungen sprechen, all diese Bereiche auch in Richtung Praxistauglichkeit und Effizienz überprüfen, und das wollen wir uns im nächsten Jahr vornehmen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Trotzdem muss es heißen: Ernährungsautonomie versus EU-Diktat, und ich fordere damit gleichzeitig auch eine Entideologisierung der Landwirtschaft in Österreich. Bauern sind keine Spielbälle, keine Förderungsbettler, sondern Leistungsträger und Garanten für gesunde Lebensmittel, gesunde Ernährung und Bewahrer des Kulturraums. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
Das wollen und müssen wir uns leisten, und es kann auch nicht immer unter dem Motto Technokratie gegen Lebensgrundlagen abgehandelt werden. Das kann es auch nicht sein, denn Betriebe brauchen Garantien, um sich zu entwickeln, und Menschen brauchen Perspektiven. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
Zweitens: Diskussion über vernichtete Lebensmittel. – 1 Million Kilogramm Tomaten wurden von einer kleinen Gemeinschaft im Bezirk Radkersburg vernichtet. Bitte, das kann nicht sein! Das ist Sünde. Das ist Frevel. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Nur damit einige Produzenten, einige Betriebe ihre Margen hochsetzen können, wurde das gemacht. Das geht nicht! 40 Cent bekommt der Bauer. Rechnen Sie sich das aus! 40 Cent mal 1 Million Kilogramm, das sind 400 000 €. Da fragt man sich: Wozu Fördermittel, wenn die Nahrungsmittel ohnehin vernichtet werden? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ein vernünftiger Weg und weniger ideologischer Streit zwischen ökologisch und biologisch, Lösungsansätze für die Symbiose von Produzenten und Bevölkerung, wie etwa neue Vertriebswege, müssen das Ziel für eine autonome Landwirtschaft, in die Zukunft gedacht als herausfordernde Grundsatzneudefinition, sein. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Zanger: Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel!
Es sind vor allem die jungen Menschen, die nicht bereit sind, die landwirtschaftlichen Betriebe weiterzuführen. (Abg. Zanger: Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel!) Sie sind aber in der Wirtschaft sehr gefragte Arbeitskräfte, weil sie bereit sind, Leistung zu erbringen. Bäuerinnen und Bauern wissen, dass für die Landwirtschaft eines zählt: eine fundierte Ausbildung, die sie in eine gedeihliche Zukunft bringt. Daher ist es auch gut und richtig, dass auch bei der Landwirtschaft im Bildungsbereich nicht gespart wird.
Beifall bei der ÖVP.
Ich bedanke mich bei Bundesminister Berlakovich, dass er die Frauenbildungsprojekte sehr prominent unterstützt. Das stärkt das agrarische Selbstbewusstsein der Bäuerinnen und Bauern und die Innovationskraft unserer Betriebe und auch des ländlichen Raumes. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Landwirtschaft ist Wirtschaft auf dem Land. Die Arbeit der Bäuerinnen und Bauern gibt dem Land sein Gesicht und den Menschen das, was sie täglich brauchen, nämlich Lebensmittel. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Ich habe gehört, unsere Schülerinnen und Schüler werden uns in den nächsten Minuten wieder verlassen. Sie sind schon sehr müde, denn sie haben in der „Demokratiewerkstatt“ intensiv gearbeitet. Wir wünschen euch alles Gute für die Zukunft! Schön, dass ihr da gewesen seid. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall des Abg. Huber.
und diese hier auch umsetzen. (Beifall des Abg. Huber.) Es gibt zum Beispiel eine wesentliche Kürzung bei den Mitteln für die ländliche Entwicklung im Vergleich zu 2010, nämlich um 26 Prozent weniger.
Zwischenruf der Abg. Höllerer
Sie haben den Landwirtschaftskammern die zugesprochenen Mittel gegeben (Zwischenruf der Abg. Höllerer), die 8,2 Millionen € plus, Frau Kollegin Höllerer, 10 Millionen €, wie aus Anfragebeantwortungen hervorgeht, für die INVEKOS-Abwicklung. (Bundesminister Dipl.-Ing. Berlakovich: Gekürzt zusammen!)
Beifall bei den Grünen.
Herr Bundesminister, ich erwarte mir von Ihnen, dass Sie bis zum Ende dieses Jahres beziehungsweise bis zum Anfang der nächsten Agrarministerräte hier eine neue Initiative starten, damit endlich das Gesetz für den gentechnikfreien Anbau, welches noch immer nicht beschlossen ist, umgesetzt wird. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Erster Punkt: ländliche Entwicklung. – Herr Bundesminister, im vorliegenden Budget wird das nationale Budget für die ländliche Entwicklung um 35 Millionen € gekürzt. Meine Befürchtung: Diese Kürzung geht zulasten regionalpolitischer Ansätze. Ich hoffe, dass dem nicht so ist, denn der ländliche Raum und die ländliche Entwicklung ist nicht nur eine Sache der Landwirtschaft, sondern auch eine Sache, die alle Menschen betrifft, die in diesem ländlichen Raum leben. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es gibt schon die Möglichkeit, gemeinsam Töpfe anzufassen, gemeinsam Töpfe zu öffnen, um da gemeinsame Projekte zu tätigen. Das wird die Zukunft für uns bedeuten. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Jakob Auer nickt.
Ich habe etwas im „Kurier“ gelesen, worüber ich sehr erfreut bin: Jakob Auer will nicht nur die Bauern vertreten, sondern den gesamten ländlichen Raum. (Abg. Jakob Auer nickt.) – Danke für diese Feststellung, die wird uns sicherlich helfen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich habe etwas im „Kurier“ gelesen, worüber ich sehr erfreut bin: Jakob Auer will nicht nur die Bauern vertreten, sondern den gesamten ländlichen Raum. (Abg. Jakob Auer nickt.) – Danke für diese Feststellung, die wird uns sicherlich helfen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall der Abg. Lueger.
schaftlichen beruflichen Fortbildung doppelt so viel wert wie ein Schüler in einer berufsbildenden Schule? Das ist unverständlich! (Beifall der Abg. Lueger.)
Beifall des Abg. Huber.
Apropos Privilegien: Wir reden vom Sparen, wir reden von der Schuldenbremse, und wenn wir das wirklich umsetzen wollen, dann ist auch zu überlegen, das Privileg, dass Bauern bei einem Einheitswert von 100 000 € immer noch Vorteile genießen, zu beseitigen. Ich meine, diese Pauschalierung bei einem Einheitswert von 100 000 € ist einfach nicht in Ordnung. Ich halte es da mit dem Herrn Hardegg – nicht mein Freund! –, ein Großbauer in Österreich, der da meint: „Eine Einnahmen-Ausgaben-Rechnung für Landwirte finde ich sinnvoll und richtig.“ (Beifall des Abg. Huber.)
Abg. Huber: Weniger!
Jetzt werden Sie gleich sagen: Wahnsinn, mehr Bürokratie! (Abg. Huber: Weniger!) – Ich weiß aus vielen Gesprächen, dass die Bauern und Bäuerinnen exakt und genau über ihre Betriebsführung Bescheid wissen, daher können sie durchaus auch eine Buchhaltung führen. Und dann haben wir endlich diese Streiterei weg: Sind sie bei der Besteuerung bevorzugt oder nicht? – Das wäre ein Vorschlag meinerseits. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Jetzt werden Sie gleich sagen: Wahnsinn, mehr Bürokratie! (Abg. Huber: Weniger!) – Ich weiß aus vielen Gesprächen, dass die Bauern und Bäuerinnen exakt und genau über ihre Betriebsführung Bescheid wissen, daher können sie durchaus auch eine Buchhaltung führen. Und dann haben wir endlich diese Streiterei weg: Sind sie bei der Besteuerung bevorzugt oder nicht? – Das wäre ein Vorschlag meinerseits. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend ein Satz zum Nachdenken für unsere Kolleginnen und Kollegen in der Koalition: Ich bin der Meinung, dass Millionäre ihren Beitrag zur Schuldenbremse gerecht und umfassend zu leisten haben. Erst dann können wir überhaupt über Einsparungen im Sozialbereich nachdenken! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Sacher.
Herr Abgeordneter Gaßner, Sie wissen, dass die Konsolidierungsmaßnahmen notwendig sind, und es ist nicht fair, hier zu sagen: Na ja, aber in der ländlichen Entwicklung wurde gespart! – Es war gerade Ihre Partei, die immer wieder darauf hingewiesen hat, dass wir vor allem in der ländlichen Entwicklung sparen sollen. Das waren sehr zähe und harte Verhandlungen. Es ist aber trotzdem ... (Zwischenruf des Abg. Sacher.) Ich war bei den Verhandlungen dabei, Sie waren nicht dabei! – Ich merke es nur an, dass immer wieder von der SPÖ der Vorschlag gekommen ist, dass die ländliche Entwicklung einzusparen ist. (Abg. Mag. Gaßner schüttelt verneinend den Kopf.) Wir
Abg. Mag. Gaßner schüttelt verneinend den Kopf.
Herr Abgeordneter Gaßner, Sie wissen, dass die Konsolidierungsmaßnahmen notwendig sind, und es ist nicht fair, hier zu sagen: Na ja, aber in der ländlichen Entwicklung wurde gespart! – Es war gerade Ihre Partei, die immer wieder darauf hingewiesen hat, dass wir vor allem in der ländlichen Entwicklung sparen sollen. Das waren sehr zähe und harte Verhandlungen. Es ist aber trotzdem ... (Zwischenruf des Abg. Sacher.) Ich war bei den Verhandlungen dabei, Sie waren nicht dabei! – Ich merke es nur an, dass immer wieder von der SPÖ der Vorschlag gekommen ist, dass die ländliche Entwicklung einzusparen ist. (Abg. Mag. Gaßner schüttelt verneinend den Kopf.) Wir
Abg. Dr. Pirklhuber: ... bis heute nicht!
Und wissen Sie, ich finde es eigentlich nicht fair, wenn Sie hier behaupten, dass Sie keine Informationen bekommen haben. Diese Information haben Sie sicher bekommen. (Abg. Dr. Pirklhuber: ... bis heute nicht!)
Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Sie haben das bekommen, wo drinnen steht: Die Beratungsinhalte für die Landwirtschaftskammer sind Produktionstechnik, unternehmerisches Handeln, artgerechte Tierhaltung, Tiergesundheit; also eine große Anzahl von Punkten – und Sie behaupten hier, dass Sie diese Informationen nicht bekommen haben?! Es ist nicht fair, wenn Sie hier die Öffentlichkeit falsch informieren. (Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Beifall bei der ÖVP.
Frau Abgeordnete Höllerer, ein herzlicher Dank an Sie als Bundesbäuerin für die wertvolle Tätigkeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Aber neue nicht!
Es ist auch hier nicht fair zu sagen, wir haben einen Biobauerneinstiegstopp, sie dürfen nicht mehr. Der Punkt ist, Biobauern, die solche sind, können Flächen, wenn sie zupachten, natürlich erweitern. (Abg. Dr. Pirklhuber: Aber neue nicht!) Die Fläche der Biobauern wächst und wir haben den Effekt, dass wir zwar im Fußball leider noch nicht so erfolgreich sind, aber in der biologischen Landwirtschaft sind wir Weltmeister! (Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner.) Kein Staat der Erde hat so viel biobewirtschaftet wie Österreich. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner.
Es ist auch hier nicht fair zu sagen, wir haben einen Biobauerneinstiegstopp, sie dürfen nicht mehr. Der Punkt ist, Biobauern, die solche sind, können Flächen, wenn sie zupachten, natürlich erweitern. (Abg. Dr. Pirklhuber: Aber neue nicht!) Die Fläche der Biobauern wächst und wir haben den Effekt, dass wir zwar im Fußball leider noch nicht so erfolgreich sind, aber in der biologischen Landwirtschaft sind wir Weltmeister! (Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner.) Kein Staat der Erde hat so viel biobewirtschaftet wie Österreich. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist auch hier nicht fair zu sagen, wir haben einen Biobauerneinstiegstopp, sie dürfen nicht mehr. Der Punkt ist, Biobauern, die solche sind, können Flächen, wenn sie zupachten, natürlich erweitern. (Abg. Dr. Pirklhuber: Aber neue nicht!) Die Fläche der Biobauern wächst und wir haben den Effekt, dass wir zwar im Fußball leider noch nicht so erfolgreich sind, aber in der biologischen Landwirtschaft sind wir Weltmeister! (Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner.) Kein Staat der Erde hat so viel biobewirtschaftet wie Österreich. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Die können ja gar nicht mehr!
Sie wissen genau, Herr Abgeordneter Pirklhuber, wenn ein Bauer heute sagt, ich steige ein ins Programm, dann muss er sich auf fünf Jahre verpflichten. (Abg. Dr. Pirklhuber: Die können ja gar nicht mehr!) Das Programm endet 2013, da können wir ihnen nicht mehr zusichern, dass sie die Prämie bekommen.
Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist absurd!
Daher ist es nur verantwortungsvoll zu sagen, wer neu einsteigt, hat dann nicht mehr die Garantie, dass er Gelder bekommt. Und das, haben wir gesagt, muten wir den Bauern nicht zu. Das kann man ihnen nicht zumuten, denn dann bleibt der Bauer übrig – und das lassen wir nicht zu. (Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist absurd!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Und der Erfolg war der Durchbruch. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) – Der Durchbruch war – wenn Sie das nicht verstehen, tut es mir leid –, dass die Kommission es in ihr Programm übernommen hat, gegen alle Erwartungen. Das war der politische Erfolg. Der Ball liegt nun bei der Europäischen Kommission. Gesundheitskommissar Dalli hat gesagt, ja, er will das Selbstbestimmungsrecht umsetzen, daher muss es die Kommission auch durchsetzen und Österreich wird das unterstützen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Und der Erfolg war der Durchbruch. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) – Der Durchbruch war – wenn Sie das nicht verstehen, tut es mir leid –, dass die Kommission es in ihr Programm übernommen hat, gegen alle Erwartungen. Das war der politische Erfolg. Der Ball liegt nun bei der Europäischen Kommission. Gesundheitskommissar Dalli hat gesagt, ja, er will das Selbstbestimmungsrecht umsetzen, daher muss es die Kommission auch durchsetzen und Österreich wird das unterstützen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Nichtsdestotrotz: In Sparzeiten habe ich das Bildungsbudget aufgestockt, weil gerade das die Zukunft ist, wo wir junge Leute ausbilden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Klar ist, dass wir die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe erhalten wollen. Daher ist die Pauschalierung ein wichtiger Punkt. Zu suggerieren, die Pauschalierung bedeutet, dass die Bauern keine Steuer zahlen, das ist nicht fair. In Österreich zahlen 2,5 Millionen Menschen keine Steuer, weil sie ein geringes Einkommen haben, Arbeiter, Angestellte und auch Bauern. Aber der Sinn der Pauschalierung ist, dass ich ein vereinfachtes, unbürokratisches System habe. Und ich unterstütze die Finanzministerin, weil sie sagt, sie denkt daran, das auf den gewerblichen Bereich auszudehnen. Es kann nicht sein, dass hinter jedem Misthaufen ein Kontrollor steht, sondern dass der Bauer am Feld, im Stall arbeitet und nicht in der Bürokratie erstickt. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist doch ...!
Was wir nicht unterstützen – Herr Abgeordneter Pirklhuber, Sie haben es wie immer überhört –, ist eine Vielzahl an Bürokratie. (Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist doch ...!) Ost-, Mittel- und Westeuropa sagen, das, was die Kommission vorgelegt hat, ist ein Bürokratiemonster, das wir nicht akzeptieren können. Da gibt es noch viel Verhandlungsbedarf. Wir werden das nutzen.
Abg. Mag. Gaßner: Wenn es die Landwirtschaft betrifft, ist es plötzlich ideologisch! Das ist wirklich unwahrscheinlich!
schem Wege machen, sondern auf vernünftigem Wege machen (Abg. Mag. Gaßner: Wenn es die Landwirtschaft betrifft, ist es plötzlich ideologisch! Das ist wirklich unwahrscheinlich!), wo es wirklich darum geht, Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft zu erhalten. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
schem Wege machen, sondern auf vernünftigem Wege machen (Abg. Mag. Gaßner: Wenn es die Landwirtschaft betrifft, ist es plötzlich ideologisch! Das ist wirklich unwahrscheinlich!), wo es wirklich darum geht, Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft zu erhalten. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Oh-Rufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Maximilian Linder (FPÖ): Frau Präsident! Herr Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuhörer hier im Haus und zuhause vor den Bildschirmen! Lieber Wolfgang Pirklhuber, was dein permanentes Nachfragen betreffend Greening der Landwirtschaft angeht: Es ist traurig, aber uns liegt gerade das Abstimmungsergebnis aus dem EU-Parlament dahingehend vor, dass deine Kollegen in Brüssel gegen den europaweiten Bienenschutz gestimmt haben. (Oh-Rufe bei der SPÖ.) – So viel zur Tatsache und – das trifft sehr oft auf die Grünen zu – zum Wasser-predigen-und-Wein-Trinken.
Zwischenruf des Abg. Eßl.
Geben wir doch diesen kleinen Betrieben die Sicherheit, dass sie auch nach 2014 einen gewissen Grundbetrag an Förderung erhalten werden! Nehmen wir von den 1,8 Prozent der Betriebe, die insgesamt 11,7 Prozent der Förderung bekommen, im Schnitt über 75 700 €, etwas und setzen wir für die kleinen Betriebe einen Fixbetrag an, sodass die jungen Leute, die überlegen, ob sie nach 2013 noch eine Landwirtschaft führen sollen, da eine Sicherheit bekommen. (Zwischenruf des Abg. Eßl.)
Abg. Jakob Auer: So wie in Oberösterreich! – Beifall bei FPÖ und SPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ
In einem, lieber Kollege Auer, kann ich dir recht geben, und da werde ich dahinter stehen, wenn es darum geht, dass die Landwirtschaft ihren Beitrag leistet: Ich kann mir vorstellen, dass man den Wertgewinn bei Umwidmungen besteuert, hätte aber da nur den einzigen Wunsch, dass dieses Geld den Gemeinden zur Verfügung gestellt wird, zweckgebunden für die Gemeinden verwendet wird (Abg. Jakob Auer: So wie in Oberösterreich! – Beifall bei FPÖ und SPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ), denn wir haben die Kosten mit der Infrastrukturschaffung, wir haben die Folgekosten mit diesen umgewidmeten Gründen.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Jakob Auer: In Oberösterreich ist das so!
Ich hoffe, dass wir uns da durchsetzen und dass wir da an einem Strang ziehen können. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Jakob Auer: In Oberösterreich ist das so!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Gaßner: Das Geld kommt von den Steuerzahlern!
Abgeordneter Franz Eßl (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine geschätzten Damen und Herren! Ich glaube, wir sollten ein gemeinsames Ziel vor Augen haben, nämlich dass es den Bauern und den Menschen insgesamt im ländlichen Raum gutgeht. Diesbezüglich bin ich nicht unbedingt der Meinung, Herr Kollege Gaßner, dass man deswegen alle Mittel, die aus der ländlichen Entwicklung kommen, plötzlich breit streut, sondern dass man alle möglichen Mechanismen aufmacht. Dieses Geld kommt aus dem Agrarsektor, kommt von der Gemeinsamen Agrarpolitik und soll man daher auch in erster Linie dort einsetzen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Gaßner: Das Geld kommt von den Steuerzahlern!) Es gibt zudem in Brüssel noch die Regionalpolitik. Da können wir gemeinsam nachdenken, wie wir davon Geld für die ländliche Entwicklung bekommen.
Beifall bei der ÖVP.
Menschen im ländlichen Raum aus – zum Wohle der gesamten Gesellschaft. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich darf mich bei den Bäuerinnen und Bauern für ihre Arbeit bedanken und denke, dass man diesem Budget durchaus zustimmen kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordnete Mag. Christiane Brunner (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Landwirtschaftsminister! Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher hier im Haus und auch zuhause! In Richtung FPÖ: Ich kann Ihnen versichern, dass sich die Grünen auf EU-Ebene, hier im Parlament und auf allen Ebenen immer für den Schutz der Bienen und auch für sehr, sehr strenge Maßnahmen und Kontrollen eingesetzt haben. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wir können Ihnen auch gerne unsere Vorschläge und Maßnahmenpakete zur Verfügung stellen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Mag. Christiane Brunner (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Landwirtschaftsminister! Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher hier im Haus und auch zuhause! In Richtung FPÖ: Ich kann Ihnen versichern, dass sich die Grünen auf EU-Ebene, hier im Parlament und auf allen Ebenen immer für den Schutz der Bienen und auch für sehr, sehr strenge Maßnahmen und Kontrollen eingesetzt haben. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wir können Ihnen auch gerne unsere Vorschläge und Maßnahmenpakete zur Verfügung stellen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
dere Aufgabe. Deswegen sind in Ihrem Budget ja auch Mittel für die ländliche Entwicklung vorgesehen. Leider wurden diese Mittel aber aufgeschoben und Projekte auf die lange Bank geschoben. Das verstehen wir nicht. Vielleicht erklären Sie uns und auch der ländlichen Bevölkerung, warum hier hinausgezögert wird. Ich denke, das wird der Bedeutung und dem Nutzen, den die Landwirtschaft auch bringen kann, und dem Mehrwert, den es für ländliche Regionen geben kann, leider nicht gerecht und schiebt dadurch viele positive Entwicklungen auf die lange Bank. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Höfinger: Geh bitte!
Die Landwirtschaft hat aber nicht nur eine große Bedeutung, sondern auch eine große Verantwortung im Umgang mit der Umwelt, im Umgang auch mit dem Tier. Was mir in Ihrem Budget fehlt – ich habe es nicht gefunden, vielleicht können Sie es noch erklären –: Wir haben, wie Sie wahrscheinlich wissen, in Österreich eine Situation, die nicht gesetzeskonform ist, nämlich im Bereich der Schweinehaltung. (Abg. Höfinger: Geh bitte!) Es ist immer noch laut einer Verordnung, die Sie gemeinsam mit Bundesminister Stöger zu treffen haben, der Kastenstand in der Schweinehaltung erlaubt. Das sind körperenge Käfige, in denen die Schweine ein Leben lang drinnen sind. Dass dies mit Tierschutz nichts zu tun hat, das ist, glaube ich, klar. (Abg. Höfinger: Das ist alles nicht wahr! – Abg. Gahr: Das stimmt ja nicht!)
Abg. Höfinger: Das ist alles nicht wahr! – Abg. Gahr: Das stimmt ja nicht!
Die Landwirtschaft hat aber nicht nur eine große Bedeutung, sondern auch eine große Verantwortung im Umgang mit der Umwelt, im Umgang auch mit dem Tier. Was mir in Ihrem Budget fehlt – ich habe es nicht gefunden, vielleicht können Sie es noch erklären –: Wir haben, wie Sie wahrscheinlich wissen, in Österreich eine Situation, die nicht gesetzeskonform ist, nämlich im Bereich der Schweinehaltung. (Abg. Höfinger: Geh bitte!) Es ist immer noch laut einer Verordnung, die Sie gemeinsam mit Bundesminister Stöger zu treffen haben, der Kastenstand in der Schweinehaltung erlaubt. Das sind körperenge Käfige, in denen die Schweine ein Leben lang drinnen sind. Dass dies mit Tierschutz nichts zu tun hat, das ist, glaube ich, klar. (Abg. Höfinger: Das ist alles nicht wahr! – Abg. Gahr: Das stimmt ja nicht!)
Beifall bei den Grünen.
Ich bin im Übrigen der Meinung, Österreich braucht ein eigenständiges, starkes und engagiertes Umweltministerium. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Dr. Lichtenecker.
Zum Schluss kommend: Herr Kollege Hörl, seien Sie ein Mann! Entschuldigen Sie sich bei den Mitarbeiterinnen des Landwirtschaftsministeriums für Ihre sehr unqualifizierte Aussage im Budgetausschuss! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Dr. Lichtenecker.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Rupert Doppler (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Minister! Frau Kollegin Brunner, ich muss Sie schon aufklären, denn Sie haben null Ahnung von der Schweinezucht: Die Schweine sind nicht das ganze Jahr im Kastenstand, sondern nur in der Abferkelphase! Ich bitte, das zur Kenntnis zu nehmen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir, liebe Freunde, sollten uns alle vorstellen, was, wenn es keine Bergbauern geben würde, die öffentliche Hand all die Maßnahmen kosten würden, die aufgrund von Naturkatastrophen, Hangrutschungen, Lawinen, Überschwemmungen notwendig wären. – Unfinanzierbar wäre das, meine sehr verehrten Damen und Herren! Unfinanzierbar! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Durch die Bewirtschaftung der Steilflächen leisten die Bauern und Bäuerinnen und auch die Jugend dort einen enormen Beitrag für die Sicherheit und den Schutz der Bevölkerung. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Jakob Auer (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist nicht mein politischer Stil, sich gegenseitig vorzuhalten, wer wie viel bekommt und so weiter, weil ich glaube, dass alle Berufsgruppen unseres Landes das Anrecht haben, dementsprechend am Wohlfahrtsstaat beteiligt zu werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Brunner: Was heißt „momentan“?
Frau Kollegin Brunner! Sie ist momentan da – danke dafür. (Abg. Mag. Brunner: Was heißt „momentan“?) Sie haben dem Herrn Bundesminister den Vorwurf gemacht, dass er für die neuen Aufstallungsformen kein Geld zur Verfügung stellen würde. Ich darf Sie aufklären und Ihnen ein bisschen helfen.
Beifall bei der ÖVP.
Daher: Nicht gegenseitig mit Steinen werden! Da haben Sie selber durchaus Handlungsbedarf! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Danke, Herr Bundesminister für Ihren Einsatz! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ.
Wir sind der Meinung, in diesem Bereich gehört effektiv gespart, und nicht nur bei den Bauern! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Denn wir müssen auch bedenken: Alle, die im Ministerium beschäftigt sind, sind Beamte, und für diese gilt das Beamtendienstrecht, folglich bekommen sie auch eine Beamtenpension. Und die durchschnittliche Beamtenpension macht laut Grünem Bericht 2 500 € aus. Eine durchschnittliche Bauernpension macht 754 € aus. Das ist ein Ungleichgewicht, und hier gehören Maßnahmen gesetzt! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das, damit man auch sieht, wo das Geld der Bauern hingeht. (Beifall bei der FPÖ.)
Ah-Rufe bei der FPÖ.
Ich habe hier einen BILLA-Prospekt: ITS-Billa-Reisen (der Redner hält diesen in die Höhe), finanziert über die GENUSS REGION, die aus dem Bereich ländliche Entwicklung finanziert wird. Aber es wird nicht nur diese Initiative beworben, sondern es gibt darin natürlich auch ein Interview und Bild vom Herrn Bundesminister. Unglaublich, was diese Dinge kosten! (Ah-Rufe bei der FPÖ.)
Der Redner zeigt die angesprochene Beilage. – Abg. Grosz: Da hat es eine Bio-Beilage auch gegeben!
Ein weiteres, viel schockierenderes Beispiel: Beilage im „News“, 52 Seiten. (Der Redner zeigt die angesprochene Beilage. – Abg. Grosz: Da hat es eine Bio-Beilage auch gegeben!) Hat es auch gegeben. Titel der Beilage: „Kulinarische Reise durch Österreich“. Wer inseriert, wer finanziert das? – AMA, Agrarmarkt Austria. (Ah-Ruf des Abg. Zanger.)
Ah-Ruf des Abg. Zanger.
Ein weiteres, viel schockierenderes Beispiel: Beilage im „News“, 52 Seiten. (Der Redner zeigt die angesprochene Beilage. – Abg. Grosz: Da hat es eine Bio-Beilage auch gegeben!) Hat es auch gegeben. Titel der Beilage: „Kulinarische Reise durch Österreich“. Wer inseriert, wer finanziert das? – AMA, Agrarmarkt Austria. (Ah-Ruf des Abg. Zanger.)
Ah-Rufe bei der FPÖ.
Nächstes Beispiel: die Zeitung „heute“ (der Redner hält diese in die Höhe), nur in Wien vertrieben: siebenseitige Beilage. Seite 2: der Herr Bundesminister. Seite 4: der Herr Bundesminister. (Ah-Rufe bei der FPÖ.) Ausschließlich zur persönlichen Beweihräucherung!
Beifall bei FPÖ und BZÖ sowie des Abg. Öllinger.
Wir sind der Meinung, hier müsste man sparen, anstatt bei den Bauern ständig die Leistungen zu kürzen! (Beifall bei FPÖ und BZÖ sowie des Abg. Öllinger.)
Zwischenruf des Abg. Mayerhofer.
Und was passiert heuer? Heuer kommt eine große Broschüre von McDonald’s Österreich heraus. (Der Redner zeigt die angesprochene Broschüre.) Und jetzt zeige ich Ihnen, was die AMA hier macht: so eine Werbung auf Kosten der Bauern! Es wird alles untergraben, was man im Bereich der Gesundheit für die Bevölkerung machen will. (Zwischenruf des Abg. Mayerhofer.)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist aber auch – und das ist selbstverständlich bei solchen Sachen; danke, Herr Mayerhofer – ein Interview mit dem Herrn Bundesminister drinnen. Ist doch klar, darauf kann man nicht verzichten. Das ist unserer Ansicht nach ein Skandal und nicht richtig. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Zanger: Mehr als nur eine Frechheit! – Bundesminister Dipl.-Ing. Berlakovich: Keine Polemik!
Und den Herren von der AMA möchte ich auch sagen: Eine Studie in Auftrag zu geben, die feststellt, dass Fastfood schlecht ist, und gleichzeitig diesen Betrieb, diesen weltweiten Konzern mit Bauerngeldern und Steuergeldern zu unterstützen, der genau das Gegenteil von dem macht, was wir eigentlich wollen, das ist eine echte Frechheit, Herr Bundesminister! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Zanger: Mehr als nur eine Frechheit! – Bundesminister Dipl.-Ing. Berlakovich: Keine Polemik!)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Eine kleine Pointe noch zum Abschluss für euch von der ÖVP: In der gestrigen Sitzung des Niederösterreichischen Landtages hat die ÖVP eine Resolution zum Führerscheingesetz beschlossen. Ich frage mich schön langsam, welches Spiel hier gespielt wird. In Niederösterreich wird eine Resolution zur Änderung des Führerscheingesetzes beschlossen – und hier lehnen Sie das in schäbiger Weise zu Lasten der Bauern ab! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Noch etwas möchte ich erwähnen: Kollege Auer, im Gegensatz zu Ihnen teile ich nicht die Ansicht, dass wir eine Umwidmungsabgabe für die Landwirte brauchen. Diese Umwidmungsabgabe belastet ausschließlich die Bauern. Wir haben seit 1995 50 000 Betriebe verloren, und eine Umwidmungsabgabe, wie Sie sie heute im Ö1-Journal verlangt haben, lehnen wir strikt ab! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundesminister, zum Abschluss: Wir fordern erstens mehr Transparenz in diesem Budget hinsichtlich der tatsächlichen Kosten der Öffentlichkeitsarbeit und zweitens, dass alle diese zwielichtigen Aktionen, vor allem diese ganzen Werbebroschüren, die nur der persönlichen Beweihräucherung dienen, entweder privat bezahlt oder eingestellt werden und Sie sich endlich der Arbeit für unsere Bauern widmen! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Jannach: Das habe ich ja gar nicht gesagt! – Weitere heftige Zwischenrufe bei der FPÖ.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Jannach, ich gebe Ihnen die Gelegenheit, den Vorwurf der Frechheit zurückzuziehen. (Abg. Jannach: Das habe ich ja gar nicht gesagt! – Weitere heftige Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich gebe Ihnen die Gelegenheit, das zurückzuziehen! (Abg. Jannach: Das habe ich ja gar nicht gesagt!) Sie haben den Herrn Bundesminister ... (Abg. Jannach: Selbstverständlich ziehe ich die Bezeichnung „Frechheit“ zurück!) – Gut, dann passt das so.
Abg. Jannach: Das habe ich ja gar nicht gesagt!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Jannach, ich gebe Ihnen die Gelegenheit, den Vorwurf der Frechheit zurückzuziehen. (Abg. Jannach: Das habe ich ja gar nicht gesagt! – Weitere heftige Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich gebe Ihnen die Gelegenheit, das zurückzuziehen! (Abg. Jannach: Das habe ich ja gar nicht gesagt!) Sie haben den Herrn Bundesminister ... (Abg. Jannach: Selbstverständlich ziehe ich die Bezeichnung „Frechheit“ zurück!) – Gut, dann passt das so.
Abg. Jannach: Selbstverständlich ziehe ich die Bezeichnung „Frechheit“ zurück!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Jannach, ich gebe Ihnen die Gelegenheit, den Vorwurf der Frechheit zurückzuziehen. (Abg. Jannach: Das habe ich ja gar nicht gesagt! – Weitere heftige Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich gebe Ihnen die Gelegenheit, das zurückzuziehen! (Abg. Jannach: Das habe ich ja gar nicht gesagt!) Sie haben den Herrn Bundesminister ... (Abg. Jannach: Selbstverständlich ziehe ich die Bezeichnung „Frechheit“ zurück!) – Gut, dann passt das so.
Beifall bei der SPÖ.
Und noch etwas: Es wäre überhaupt ein Akt der Steuergerechtigkeit gerade gegenüber Menschen in den benachteiligten Regionen im ländlichen Raum, wo ohnehin die Einkommen niedriger sind, wenn besonders die Reichen und die Millionäre endlich auch einen höheren Beitrag leisten würden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wieder zurück zum Konsens. – Ich darf diese Gelegenheit nützen, Herr Bundesminister, einmal sehr deutlich zu sagen – und das namens der Konsumentinnen und Konsumenten –, dass wir selbstverständlich allen Bauern dankbar sind, dass sie für uns gesunde Lebensmittel produzieren. Genauso dankbar sind wir aber auch allen anderen Berufsgruppen, die im ländlichen Raum durch ihre Tätigkeit die hohe Lebensqualität sichern und die garantieren, dass die Menschen auch dort gerne wohnen wollen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Noch ein Wort zu dem bereits erwähnten EU-Kommissar Hahn. Ich hatte kürzlich die Gelegenheit, bei einem Besuch in Brüssel ein Gespräch mit Hahn zu führen, und da haben wir die angesprochene Regionalförderung mit ihm diskutiert. Hahn ist auch der Meinung, sie sei derzeit nicht optimal, sie fördere allzu sehr die Landwirtschaft und vergesse zu sehr auf die nichtbäuerliche Bevölkerung. (Beifall bei der SPÖ.) Das hat Hahn so gesagt vor mindestens einem Dutzend Teilnehmern dieser Delegation. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Noch ein Wort zu dem bereits erwähnten EU-Kommissar Hahn. Ich hatte kürzlich die Gelegenheit, bei einem Besuch in Brüssel ein Gespräch mit Hahn zu führen, und da haben wir die angesprochene Regionalförderung mit ihm diskutiert. Hahn ist auch der Meinung, sie sei derzeit nicht optimal, sie fördere allzu sehr die Landwirtschaft und vergesse zu sehr auf die nichtbäuerliche Bevölkerung. (Beifall bei der SPÖ.) Das hat Hahn so gesagt vor mindestens einem Dutzend Teilnehmern dieser Delegation. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
ob sie auch zielgerichtet eingesetzt werden, und wenn nicht, dann denkt er auch über Rückforderungen nach. Es täte dem ländlichen Raum sehr gut, wenn die Mittel dort zielgerichteter eingesetzt würden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Gerhard Huber (BZÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Eingangs möchte ich bemerken, aufgrund des Bauernsterbens, das es in den letzten zehn Jahren gibt, müsste man wirklich einmal eine Nachdenkpause einlegen und dieses Budget zurück in den Ausschuss verweisen. Denken wir alle einmal gemeinsam nach, denn bei diesem Holzweg, den die ÖVP da eingeschlagen hat, ist es gescheiter, man dreht um, bevor die Brücke zusammenbricht. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ob die Präsidentenkonferenz international etwas vorbereitet oder nicht: Ich glaube, da könnten Sie mit den Zwangsmitgliedschaften wirklich auskommen. Was die ÖVP macht, ist reine Polemik. Warum gehen wir nicht her und machen wir aus der Landwirtschaftskammer einen Verein? (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Die Kontrolle gehört weg von den Kammern, die Kontrolle gehört weg von der AMA, die Kontrolle gehört ins Landwirtschaftsministerium! Die Landwirte wollen eine Förderstelle, die Landwirte wollen eine Kontrollstelle. Seid endlich bereit für wirkliche Reformen, damit das Bauernsterben endlich ein Ende hat! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Die Politik der Bauernvertreter sollte es sein, den Bauern endlich zu einem freien Unternehmer zu machen – und nicht zu einem Raiffeisen- oder ÖVP-Bittsteller, wozu ihr ihn abgestempelt habt! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das Schulsystem bei den Agrarschulen ist wirklich perfekt, nur gehört es endlich einmal dahin gehend erweitert, dass man aus dem Landwirt einen Unternehmer macht, dass das Unternehmertum gefördert wird. Der Landwirt fordert heute, dass er endlich eine Eingangs-Ausgangs-Rechnung machen kann, dass er nach seinem Einkommen besteuert wird – er will nicht den Einheitssteuersatz, den ihr heute habt, und nicht die Sozialversicherung vom Einheitswert. Das sind wir den Bauern schuldig. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Diese Aufregung in der ÖVP gibt mir recht. Bitte greift endlich einmal unsere Lösungen auf und reformieren wir die Landwirtschaft! Ihr habt es geschafft, dass von 1995 bis jetzt 50 000 Existenzen ruiniert worden sind. Wollt ihr diesen Weg weitergehen? (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Was den Konsumentenschutz angeht: Unser Landwirtschaftsminister braucht Knechte und Sklaven von Raiffeisen und Verbänden. Wir brauchen das nicht! Wir brauchen freie Bauern, die die Produktion sichern. Wir sind heute in Österreich nicht mehr autark. Dank dieser „hervorragenden“ Politik importieren wir jährlich 2 Millionen Schweine! Die Frau Kollegin Brunner regt sich zwar über die Kastenstände auf, aber wir importieren 2 Millionen Schweine jährlich (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Berlakovich), hauptsächlich gewünscht von den Bauernbündlern. Da müssten wir Taten setzen. Wir importieren auch hunderttausend Rinder – wir sind nicht mehr autark! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Noch einmal: Wenn Sie eine Bilanz haben, die zeigt, dass es einen Landwirt mehr gibt, dass eine Existenz gesichert ist, dann können Sie reden, aber solange Sie nur mit aller Gewalt Existenzen ruinieren, haben Sie kein Recht dazu. Und deswegen fordere ich Sie auf: Gehen Sie unseren Weg! Stoppen wir gemeinsam das Bauernsterben und vertreten wir endlich die Landwirtschaft – und nicht Raiffeisen! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe beim BZÖ.
Abgeordneter Nikolaus Prinz (ÖVP): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Wie heißt es so schön? – Der Huber war‘s vom 20er-Haus, der schaut mir so verdächtig aus. (Zwischenrufe beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Lieber Kollege Gerhard Huber, wenn jemand so lang eine so hochwissenschaftliche Arbeit abliefert und mit so viel Unwissenheit glänzt, tut es schon fast körperlich weh, wenn man sich das nebenbei anhören muss. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es wäre schade, sich damit inhaltlich auseinanderzusetzen. Ich habe nur eine Bitte: Du hast an uns appelliert, wir sollten uns zusammensetzen. Sinnvoller ist, wenn man sich vielleicht einmal mit dir zusammensetzt, damit du vielleicht bereit bist, manche Begriffe und Zusammenhänge, einfach das kleine Einmaleins der landwirtschaftlichen Zusammenhänge ein bisschen zu akzeptieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Landwirtschaft ist ein wesentlicher Investor im ländlichen Raum. Die Bauern legen ihr Geld nicht auf die hohe Kante, sondern investieren in ihre Betriebe. Ich möchte nur die Zahlen, die unser Kollege Jakob Auer bereits gebracht hat, unterstreichen, dass sehr viel wieder zum Beispiel durch die Mehrwertsteuer letztlich zurückgeht. Und wir dürfen nicht vergessen, dass in den vor- und nachgelagerten Bereichen der Landwirtschaft insgesamt rund 550 000 Menschen beschäftigt sind. Es geht also auch hier um Arbeitsplätze. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
sachliche Auseinandersetzung wäre da wünschenswert, denn auch die Nebenerwerbsbauern leisten einen wesentlichen Teil in der bäuerlichen Welt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, abschließend: Es wird wichtig sein, dass wir gemeinsam darüber nachdenken, wie wir die Herausforderungen der Zukunft bewältigen. Denken wir alleine an die Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik, an die nächste Förderperiode 2014 bis 2020. Ich glaube, es ist sinnvoll, wenn gemeinsam gearbeitet wird und nicht gegeneinander. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Michael Schickhofer (SPÖ): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich glaube, wir können gemeinsam darauf stolz sein, dass wir die niedrigste Arbeitslosigkeit in Europa haben. Wir können gemeinsam darauf stolz sein, dass wir weltweit eines der besten Sozial- und Gesundheitssystem haben, und wir können auch gemeinsam darauf stolz sein, dass wir Vorreiter in Europa im Sinne einer nachhaltigen ökologischen und biologischen Landwirtschaft sind. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, das ist klar, aber hier ein Danke an Jakob Auer, denn er hat als einer der Vertreter derer, die ein Durchschnittseinkommen von 22 000 € haben, gesagt: Diskutieren wir über Vermögensteuer! Ich hoffe, dass auch die anderen Bünde, wo das Durchschnittseinkommen wesentlich höher ist, bereit sind, über Vermögensteuern zu diskutieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Das zu Ihrer Feststellung, Herr Kollege Linder! Also wir haben eine weiterreichende Resolution im Europaparlament eingebracht und uns für den Schutz der Bienen ausgesprochen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Peter Mayer (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzter Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ich bedanke mich grundsätzlich für den konstruktiven Redebeitrag des Kollegen Schickhofer. Man sollte aber vielleicht nicht Einkommen mit Einnahmen verwechseln. Mein Kollege Jakob Auer hat, wie ich meine, hier nicht eine Vermögenssteuer gemeint, sondern eine Umwidmungsabgabe, die nämlich eine Gerechtigkeit herstellt gegenüber 95 Prozent der Bauern, die nicht die Chance haben, dass ihr Grund momentan über Nacht eine hohe Aufwertung erlangt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte aber gleichzeitig den Erzeugergemeinschaften danken, die den kleinstrukturierten Bauern, den Bäuerinnen und Bauern einen guten Marktauftritt ermöglichen. Es sind dies die Rinderbörse, die Schweinebörse, die Bioverbände, die das Angebot bündeln, eine entsprechende Marktstärke erreichen und den großen Konzernen auf dem internationalen Markt die Stirn bieten können. Und das sind natürlich auch unsere bäuerlichen Genossenschaften, die tolle Arbeit leisten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Und ich sage nochmals: Ein richtiger Mix an Maßnahmen bei den Ausgleichszahlungen, in der Verarbeitung und Vermarktung und in der Ausbildung der jungen Bäuerinnen und Bauern, das ist das Wichtigste. Und das wird auch entsprechend im Budget dargestellt. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich stelle daher die Frage, ob es nicht die Möglichkeit gibt, diese Schulform in das allgemeine Schulwesen einzugliedern. Ich denke, diese Möglichkeit existiert, und das wäre in diesem Fall auch richtig. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
denke, es ist wichtig, über die Landwirtschaft hinaus für den ländlichen Bereich aktiv zu sein. Es darf nicht sein, dass die Jugend vom Land in die Stadt abwandert. Daher benötigen wir bessere Rahmenbedingungen für Betriebsgründungen. Wir benötigen ein besseres öffentliches Verkehrsnetz. Wir müssen auch mehr für die Sicherheit im ländlichen Bereich tun und wir müssen ganz konkrete Projekte starten, dass es für Kolleginnen und Kollegen wieder Beschäftigung im ländlichen Raum gibt. Dann wird die Jugend, denke ich, vom ländlichen Raum nicht in die Stadt abwandern, und das müsste auch unser Ziel sein. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Daher auch eine Frage an Sie: Was passiert zum Beispiel mit den Zertifikaten von geförderten Programmen, wenn die Programme eingestellt werden, wenn diese Programme im Ausland abgebrochen werden? Verlieren dann die Zertifikate ihre Gültigkeit? Und anstatt, wie schon erwähnt, uns freizukaufen, wäre es wirklich sinnvoller, dieses Geld in Österreich zu investieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben hier im Parlament schon einige Anfragen an die Frau Präsidentin gestellt und gebeten, hier im Parlament eine Elektrotankstelle einzurichten. Dies wurde immer mit dem Hinweis abgelehnt, dass es zu kompliziert und aufwendig wäre und auch keine Nachfrage bestünde. Also ich würde mir jetzt von Ihnen wünschen, dass Sie uns erklären, wie weit das fortgeschritten ist, wenn jetzt auf internationaler Ebene versucht wird, da weiterzumachen. Und ich bin überzeugt, dass auch wir hier im Parlament gerade im Hinblick auf Elektromobilität ein Zeichen setzen sollten, und fordere Sie auf, da etwas zu tun. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Gartelgruber: Nein!
Frau Abgeordnete, Sie nehmen es nicht zurück? (Abg. Gartelgruber: Nein!) – Nein. Dann erteile ich einen Ordnungsruf.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Ing. Hermann Schultes (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Bundesminister! Geschätztes Hohes Haus! Also wenn heute Damen wie Frau Gartelgruber auch schon einen Ordnungsruf provozieren müssen, dann muss ich ehrlich sagen, es geht uns nicht gut. Es tut mir wirklich leid, dass wir schon so weit gekommen sind. Bei einigen Genossen und Kollegen macht mir das ja nichts, aber gerade bei Ihnen tut es mir weh. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, 1,5 Milliarden € Wertschöpfung, die in Österreich bleiben, weil wir bei der Biomasse wesentlich mehr zustande gebracht haben, weil wir Biosprit einsetzen, weil wir Erdöl und Diesel verdrängen, das ist Geld für Österreich. Es wäre gut, würde es uns in Zukunft gelingen, das Heizöl aus dem Keller zu verdrängen. Heizöl ist Diesel, und Diesel und Heizöl gemeinsam sind knapp, Heizöl und Diesel werden deshalb teuer. Jeder Autofahrer bezahlt dafür an der Dieseltankstelle, weil Heizöl im Keller knapp ist. Und wenn wir Heizöl im Keller durch andere Rohstoffe ersetzen, dann ergibt sich in Summe für unsere Autofahrer eine Verbilligung beim Diesel. Das wirkt alles zusammen. Das ist notwendig. Klimapolitik ist Umweltschutzpolitik, und Umweltschutzpolitik ist Wirtschaftspolitik. Wirtschaftspolitik ist Wertschöpfung. Und das alles ist unsere Politik, wie wir sie schätzen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Hornek: Das ist falsch!
Abgeordnete Mag. Christiane Brunner (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Landwirtschaftsminister! Von den Huldigungen an die letzten Umweltminister kommen wir jetzt zur tatsächlichen Bilanz der Umweltminister der ÖVP in den letzten Jahren. Eigentlich sollten wir hier das Umweltbudget besprechen, aber leider ist nicht mehr sehr viel Umweltbudget da, denn ein Drittel dieses Budgets geht allein für Verschmutzungsrechte drauf, das sind 275 Millionen €, die wir aufgrund der verfehlten Klimapolitik der Umweltminister, Landwirtschaftsminister der ÖVP bezahlen. Das zahlen die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Wir erreichen als einziges Land in der EU unsere Klimaziele nicht. Ich finde das höchstgradig peinlich. Das hat ein Land wie Österreich nicht notwendig. Und die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler kostet das über 1 Milliarde €. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Hornek: Das ist falsch!)
Beifall bei den Grünen.
Dazu kommen wir gleich! Sie haben es nämlich immer noch nicht verstanden. Nicht, wir investieren dort, sondern wir müssen einmal unseren CO2-Ausstoß reduzieren und – und, Herr Minister, nicht oder – den betroffenen Regionen bei der Anpassung an den Klimawandel und bei der CO2-Reduktion helfen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Also das Instrument der Umweltförderung ist, glaube ich, ein sehr, sehr wichtiges, das vor allem auch vielen Privaten in Österreich zum Beispiel bei der Umstellung von Heizsystemen, von Solaranlagen hilft. Da würden die Regionen profitieren, da würden sehr viele Private profitieren. Aber Ihre Politik setzt weiter darauf, hier weniger hineinzugeben und in Fragen des Klimaschutzes auf das Freikaufen zu fokussieren, wo nur sehr wenige österreichische Firmen – das ist auch aus Ihrem Bericht herauszulesen – wirklich davon profitieren. Das ist Geldverbrennung und klimapolitisch unverantwortlich. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Hornek.
Die Spirale dreht sich auch immer weiter, weil das natürlich dazu führt, dass wir da immer mehr investieren müssen, denn wenn wir unsere Ziele nicht erreichen, nachkaufen müssen, dann erreichen wir die nächsten Ziele wieder nicht, und das geht immer so weiter. Das spiegelt sich auch im Budget wider: 2010 waren für das Freikaufen 66 Millionen € veranschlagt, 2011 waren es 89 Millionen €, 2012 sind es bereits 183 Millionen €. (Zwischenruf des Abg. Hornek.) Das ist ein klimapolitisches Totalversagen und Finanzdebakel und wird auch in der Zukunft ein Finanzdebakel sein. (Abg. Hornek: Hat das der Anschober mit zu verantworten?)
Abg. Hornek: Hat das der Anschober mit zu verantworten?
Die Spirale dreht sich auch immer weiter, weil das natürlich dazu führt, dass wir da immer mehr investieren müssen, denn wenn wir unsere Ziele nicht erreichen, nachkaufen müssen, dann erreichen wir die nächsten Ziele wieder nicht, und das geht immer so weiter. Das spiegelt sich auch im Budget wider: 2010 waren für das Freikaufen 66 Millionen € veranschlagt, 2011 waren es 89 Millionen €, 2012 sind es bereits 183 Millionen €. (Zwischenruf des Abg. Hornek.) Das ist ein klimapolitisches Totalversagen und Finanzdebakel und wird auch in der Zukunft ein Finanzdebakel sein. (Abg. Hornek: Hat das der Anschober mit zu verantworten?)
Abg. Hornek: Erzählen Sie etwas zur Mitverantwortung des Herrn Anschober, einen Satz! Auch zu Wien!
Ich fordere Sie, Herr Landwirtschaftsminister, jetzt auf, in Ihren Wortmeldungen von der Ebene der Sprechblasen und der Überschriften wegzukommen. (Abg. Hornek: Erzählen Sie etwas zur Mitverantwortung des Herrn Anschober, einen Satz! Auch zu Wien!) – Über die Mitverantwortung des Herrn Anschober können wir gerne reden, denn in Oberösterreich haben sich Wirtschaftswachstum und CO2-Ausstoß entkoppelt. Diese Bilanz kann der Herr Minister nicht vorweisen. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Berlakovich.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Berlakovich.
Ich fordere Sie, Herr Landwirtschaftsminister, jetzt auf, in Ihren Wortmeldungen von der Ebene der Sprechblasen und der Überschriften wegzukommen. (Abg. Hornek: Erzählen Sie etwas zur Mitverantwortung des Herrn Anschober, einen Satz! Auch zu Wien!) – Über die Mitverantwortung des Herrn Anschober können wir gerne reden, denn in Oberösterreich haben sich Wirtschaftswachstum und CO2-Ausstoß entkoppelt. Diese Bilanz kann der Herr Minister nicht vorweisen. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Berlakovich.)
Abg. Hornek: Das ist ja warme Luft!
Ich fordere Sie auf, von Ihren PR-Geschichten und den Sprechblasen jetzt endlich wegzukommen, ernsthafte Klimapolitik zu betreiben – die Klimakonferenz in Durban steht vor der Tür, dort geht es um sehr, sehr viel (Abg. Hornek: Das ist ja warme Luft!) – und den Kurs in der österreichischen Klimaschutzpolitik zu ändern. Es braucht Vorreiterrollen im internationalen Klimaschutz. Österreich hätte diesbezüglich jedes Potenzial, und Österreich hat daher auch große Verantwortung. Ich fordere Sie daher auf, diese Verantwortung endlich wahrzunehmen. (Abg. Rädler: Ja, genau!)
Abg. Rädler: Ja, genau!
Ich fordere Sie auf, von Ihren PR-Geschichten und den Sprechblasen jetzt endlich wegzukommen, ernsthafte Klimapolitik zu betreiben – die Klimakonferenz in Durban steht vor der Tür, dort geht es um sehr, sehr viel (Abg. Hornek: Das ist ja warme Luft!) – und den Kurs in der österreichischen Klimaschutzpolitik zu ändern. Es braucht Vorreiterrollen im internationalen Klimaschutz. Österreich hätte diesbezüglich jedes Potenzial, und Österreich hat daher auch große Verantwortung. Ich fordere Sie daher auf, diese Verantwortung endlich wahrzunehmen. (Abg. Rädler: Ja, genau!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Pirklhuber: Und unabhängig muss es sein, vor allem von der Industrie!
Im Übrigen bin ich der Meinung, Österreich braucht ein eigenständiges, starkes und engagiertes Umweltministerium. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Pirklhuber: Und unabhängig muss es sein, vor allem von der Industrie!)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Mag. Lapp.
Abgeordneter Hannes Weninger (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Umweltminister! Frau Finanzministerin! Hohes Haus! Es kann ja nicht bestritten werden, dass Österreich ein Umweltmusterland ist. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Mag. Lapp.)
Abg. Mag. Brunner: Das ist aber schon eine Zeitlang her!
Das ist einerseits auf jahrzehntelange Umweltpolitik, die in Österreich betrieben wurde, zurückzuführen. Ich erinnere mich an die Zeit meiner Kindheit und Jugend (Abg. Mag. Brunner: Das ist aber schon eine Zeitlang her!) – es ist eine Zeitlang her, darum habe ich gesagt, jahrzehntelange Umweltpolitik –, damals wurde in der Ära Kreisky über die Wasserqualität der österreichischen Seen diskutiert.
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP
Jeder kann, wenn er nach dem Besuch von einem noch so schönen Land irgendwo auf der Welt zurückkommt, die österreichische Umwelt und deren Situation bewundern und bestaunen. Dafür gilt es aber auch dankzusagen, zum Beispiel den Kommunen (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), die sehr viel dazu beitragen, dass unsere Orte, Städte und Gemeinden sehr schön, gepflegt und umweltfreundlich sind.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Meine Damen und Herren! Der gemeinsame Anti-AKW-Kurs, der vom Hohen Haus getragen und von der österreichischen Bundesregierung umgesetzt wird, findet ebenso die volle Unterstützung der Sozialdemokratie wie ein engagiertes Eintreten für alle Bereiche der Energiewende, einerseits, um die Umwelt zu schützen, andererseits, um auch Österreichs internationale Rolle als ein Land, das die Möglichkeit hätte, im Umwelt- und Klimabereich nicht Schlusslicht, sondern Vorbild zu sein, zu stärken. Das ist unser Bemühen, und ich hoffe, dass wir diesbezüglich auch politischen Konsens erreichen können. – Herzlichen Dank. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Das heißt im Klartext: Wir werden auf der einen Seite für den Euro-Rettungsschirm, für Griechenland zahlen und auf der anderen Seite für Verschmutzungsrechte und auch für den Gap, für die Lücke, im Zusammenhang mit der Erreichung der Kyoto-Ziele. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
rechtsklage ist nie eingebracht worden! Was hat diese Regierung bei Mochovce, bei Krško getan? – Sie hat zugesehen, sie hat nichts getan! Bei der Laufzeit der deutschen Atomkraftwerke – das ist ja inzwischen obsolet – haben Sie auch nichts getan. All das sind Dinge, die Sie verschlafen haben. Denken Sie auch an die Frage der Haftungen bei Atomkraftwerken, wo sich diese Regierung in Brüssel auch nicht stark gemacht hat, dass man die endlich einführen muss, um Kostenwahrheit zu schaffen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Die Inserate sind heute bereits im Landwirtschaftsbereich angesprochen worden, ich könnte jetzt auch viele Beispiele für den Umweltbereich anführen. Herr Minister, wir brauchen keinen Bilderbuch-Minister, wo Sie via Bildern und Inseraten aus der Zeitung lachen, sondern wir brauchen Taten, wir brauchen konkrete Schritte für die Umwelt, um Österreich im Energiebereich und auch im Klimaschutz voranzubringen, und das erwarten wir von Ihnen! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Es wird in Zukunft neben diesen klassischen Themen Energie und Klimaschutz auch darum gehen, die Gentechnikfreiheit in der Landwirtschaft durchzusetzen, auch rechtlich zu verankern – aber auch da wurde nichts gemacht. Das Thema Bodenschutz ist noch gar nicht angesprochen worden; auch ein wichtiges Zukunftsthema. „Raus aus Atom“ habe ich angeführt. Und zum Schluss natürlich noch einmal die Aufforderung, über KLI.EN und viele weitere Maßnahmen die erneuerbaren Energien in Österreich massiv auszubauen. – Danke schön. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Johann Rädler (ÖVP): Frau Präsident! Herr Bundesminister! Kollege Widmann, wir sind stolz auf unseren „Bilderbuch-Minister“, auf die Bilderbuch-Umweltpolitik! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe beim BZÖ.
Kollegin Brunner ... (Zwischenrufe beim BZÖ.) – Jetzt ist Frau Kollegin Brunner dran. Kollegin Brunner ersuche ich, von der Umweltpolitik nicht nur zu reden, sondern sie auch zu praktizieren. Es wäre sehr schön, wenn Sie herauskommen und sagen könnten: Ja, ich habe in meinem Wohnhaus eine Solaranlage, eine Photovoltaik-Anlage! Das habe ich von Ihnen, Frau Kollegin, noch nie gehört. Praktizieren Sie das? – Vielleicht können Sie uns diese Frage in Ihrer nächsten Rede auch beantworten.
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Weninger.
Ich kann es Ihnen sagen: Ich habe eine Solaranlage, ich habe eine Photovoltaik-Anlage. Ich praktiziere den Umweltschutz und verlange von Ihnen, dass Sie diese Frage das nächste Mal beantworten. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Weninger.)
Abg. Bucher: Schuldenkaiser von Österreich!
Niederösterreich ist Vorreiter in der Umweltpolitik (Abg. Bucher: Schuldenkaiser von Österreich!), das müsstest du eigentlich wissen. Du hast zwar nichts dazu beigetragen, warst aber Klubobmann der SPÖ im Landtag, daher solltest du es noch wissen! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Niederösterreich ist Vorreiter in der Umweltpolitik (Abg. Bucher: Schuldenkaiser von Österreich!), das müsstest du eigentlich wissen. Du hast zwar nichts dazu beigetragen, warst aber Klubobmann der SPÖ im Landtag, daher solltest du es noch wissen! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Weninger: Das wird aber die ÖVP Niederösterreich !
In Niederösterreich erzeugen wir 90 Prozent unseres Stromes aus erneuerbarer Energie. 2015 werden es 100 Prozent sein. – Das weißt du alles nicht! 2025 werden wir 50 Prozent unserer Energie aus erneuerbarer Energie erzeugen! Und du stellst hier das rosarote Blattl vor, in dem nichts drinsteht. Was das war, weiß ich nicht, aber so ist halt die SPÖ Niederösterreich. (Abg. Weninger: Das wird aber die ÖVP Niederösterreich !)
Der Redner hat eines der Mikrofone zur Seite gedreht. – Abg. Grosz: Das ist ein Mikrofon!
Jetzt zur Umweltpolitik: 1 Milliarde im neuen Umweltbudget sind 4 Milliarden ... (Der Redner hat eines der Mikrofone zur Seite gedreht. – Abg. Grosz: Das ist ein Mikrofon!) – Ich brauche das nicht, hörst du mich nicht? Ich glaube, ihr hört mich eh, oder? (Abg. Ing. Westenthaler: Die Leute auf dieser Seite hören nichts!) – Die wissen, was ich sage!
Abg. Ing. Westenthaler: Die Leute auf dieser Seite hören nichts!
Jetzt zur Umweltpolitik: 1 Milliarde im neuen Umweltbudget sind 4 Milliarden ... (Der Redner hat eines der Mikrofone zur Seite gedreht. – Abg. Grosz: Das ist ein Mikrofon!) – Ich brauche das nicht, hörst du mich nicht? Ich glaube, ihr hört mich eh, oder? (Abg. Ing. Westenthaler: Die Leute auf dieser Seite hören nichts!) – Die wissen, was ich sage!
Ruf bei der SPÖ: Was jetzt?
Ich nehme nur die thermische Sanierung her: 5 Millionen, 100 Millionen im Jahr ... (Ruf bei der SPÖ: Was jetzt?) – 100 Millionen im Jahr für die thermische Sanierung bringen eigentlich 400 Millionen Investitionen im Jahr im Bereich der thermischen Sanierung. Wir haben allein in Niederösterreich 250 000 sanierungsbedürftige Altbauten, da werden wir mit der thermischen Sanierung etwas machen können. Wir haben die Wohnbauförderung umgestellt – Herr Kollege Weninger, das ist Ihnen auch entgangen. Das letzte Mal haben Sie noch gesagt, die Photovoltaik-Anlagen in Niederösterreich würden nicht mehr gefördert. Die thermische Sanierung ist völlig an Ihnen vorbeigegangen, das neue Wohnbauförderungsmodell! Das sind Investitionen in die Zukunft.
Beifall bei der ÖVP.
Niederösterreich ist ein Vorzeigemodell im Umweltbereich. (Beifall bei der ÖVP.) Und die Bundespolitik mit unserem Umweltminister, auf den wir stolz sein können, trägt das Ihre dazu bei. Und das Wort mit dem „Biber“ möchte ich heute nicht erwähnen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Niederösterreich ist ein Vorzeigemodell im Umweltbereich. (Beifall bei der ÖVP.) Und die Bundespolitik mit unserem Umweltminister, auf den wir stolz sein können, trägt das Ihre dazu bei. Und das Wort mit dem „Biber“ möchte ich heute nicht erwähnen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Brunner: Wo spiegelt sich das im Budget wider? – Abg. Rädler: So ist es!
baren Energien, aber auch in andere wichtige Bereiche, wie Wasserversorgung, Abwasserentsorgung, Abfallwirtschaft. (Abg. Mag. Brunner: Wo spiegelt sich das im Budget wider? – Abg. Rädler: So ist es!)
Abg. Mag. Brunner: Weil das Umweltbudget damit blockiert ist!
Frau Kollegin, wissen Sie, was Ihr Problem, was das Problem der Grünen ist? – Sie sind absolut eindimensional. Sie gehen hier heraus und reden nur über den Klimaschutz, als ob das Umweltpolitik wäre. Das ist ein Teil der Umweltpolitik, aber Umweltpolitik ist viel breiter, und Sie haben den Rest gar nicht angesprochen. Das verschweigen Sie, und es ist traurig, wenn Sie sich schämen. (Abg. Mag. Brunner: Weil das Umweltbudget damit blockiert ist!) Ich schäme mich nicht für das Umweltmusterland Österreich, im Gegenteil! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Frau Kollegin, wissen Sie, was Ihr Problem, was das Problem der Grünen ist? – Sie sind absolut eindimensional. Sie gehen hier heraus und reden nur über den Klimaschutz, als ob das Umweltpolitik wäre. Das ist ein Teil der Umweltpolitik, aber Umweltpolitik ist viel breiter, und Sie haben den Rest gar nicht angesprochen. Das verschweigen Sie, und es ist traurig, wenn Sie sich schämen. (Abg. Mag. Brunner: Weil das Umweltbudget damit blockiert ist!) Ich schäme mich nicht für das Umweltmusterland Österreich, im Gegenteil! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber
Dass wir Spitzenwerte haben in der Abwasserentsorgung, in der Wasserversorgung, aus Quell- und Grundwasser eine Wasserversorgung haben (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber), wenn Sie einen Wasserhahn aufdrehen, nicht nur auf dem Land, sondern auch in der Stadt, und dieses Wasser konsumieren können, in der Abfallwirtschaft Weltstatus haben, wo ein Großteil des Abfalls recycelt wird, und ähnliche Dinge – das ist ein Verdienst einer jahrzehntelangen Aufbauarbeit, auf die wir gemeinsam stolz sein können, Bund, Länder und Gemeinden –, lassen wir uns nicht schlechtreden! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Dass wir Spitzenwerte haben in der Abwasserentsorgung, in der Wasserversorgung, aus Quell- und Grundwasser eine Wasserversorgung haben (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber), wenn Sie einen Wasserhahn aufdrehen, nicht nur auf dem Land, sondern auch in der Stadt, und dieses Wasser konsumieren können, in der Abfallwirtschaft Weltstatus haben, wo ein Großteil des Abfalls recycelt wird, und ähnliche Dinge – das ist ein Verdienst einer jahrzehntelangen Aufbauarbeit, auf die wir gemeinsam stolz sein können, Bund, Länder und Gemeinden –, lassen wir uns nicht schlechtreden! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner.
Klassische Green Jobs entstehen durch die Sanierung von Wohnraum. 50 Millionen € stellt mein Haus zur Verfügung, 50 Millionen € das Wirtschaftsministerium. Wir machen das gemeinsam nach dem Motto: Wer mehr in die Umwelt investiert, bekommt mehr. Frau Kollegin! Es ist sehr wohl auch ein Heizkesseltausch umfasst. (Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner.)
Zwischenruf der Abg. Gartelgruber
Zum JI/CDM-Programm (Zwischenruf der Abg. Gartelgruber), das böse, böse Programm, im Rahmen dessen wir im bösen Ausland investieren: Dass es gerade von den Grünen so kritisiert wird, halte ich schon für sehr eigenartig. (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Brunner und Mag. Schwentner.) Wissen Sie, was ich beim JI/CDM-Programm mache? – Ich vollziehe den gesetzlichen Auftrag des Parlaments, indem wir in Klimaschutzprojekte investieren. Das ist Teil der österreichischen Strategie. (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Pirklhuber und Gartelgruber.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Brunner und Mag. Schwentner.
Zum JI/CDM-Programm (Zwischenruf der Abg. Gartelgruber), das böse, böse Programm, im Rahmen dessen wir im bösen Ausland investieren: Dass es gerade von den Grünen so kritisiert wird, halte ich schon für sehr eigenartig. (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Brunner und Mag. Schwentner.) Wissen Sie, was ich beim JI/CDM-Programm mache? – Ich vollziehe den gesetzlichen Auftrag des Parlaments, indem wir in Klimaschutzprojekte investieren. Das ist Teil der österreichischen Strategie. (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Pirklhuber und Gartelgruber.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Pirklhuber und Gartelgruber.
Zum JI/CDM-Programm (Zwischenruf der Abg. Gartelgruber), das böse, böse Programm, im Rahmen dessen wir im bösen Ausland investieren: Dass es gerade von den Grünen so kritisiert wird, halte ich schon für sehr eigenartig. (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Brunner und Mag. Schwentner.) Wissen Sie, was ich beim JI/CDM-Programm mache? – Ich vollziehe den gesetzlichen Auftrag des Parlaments, indem wir in Klimaschutzprojekte investieren. Das ist Teil der österreichischen Strategie. (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Pirklhuber und Gartelgruber.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Schwentner und Dr. Pirklhuber.
Natürlich wird der überwiegende Teil des Geldes in Österreich investiert – eindeutig –; in die mittelständische Wirtschaft, in den Tourismus. (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Schwentner und Dr. Pirklhuber.) Die thermische Sanierung kommt gerade der regionalen Wirtschaft zugute, aber im Rahmen des JI/CDM-Programms auch den Entwicklungsländern.
Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Brunner und Mag. Schwentner.
Sie stellen sich hierher und sagen, die Menschen in den Entwicklungsländern gehen zugrunde, Sie müssen etwas tun. (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Brunner und Mag. Schwentner.) Wenn wir dann in den Entwicklungsländern investieren, in erneuerbare Energie, ist das schlecht. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Sie müssen sich schon entscheiden, was Sie wollen. (Abg. Mag. Schwentner: Sie müssen sich entscheiden! – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Sie stellen sich hierher und sagen, die Menschen in den Entwicklungsländern gehen zugrunde, Sie müssen etwas tun. (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Brunner und Mag. Schwentner.) Wenn wir dann in den Entwicklungsländern investieren, in erneuerbare Energie, ist das schlecht. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Sie müssen sich schon entscheiden, was Sie wollen. (Abg. Mag. Schwentner: Sie müssen sich entscheiden! – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Schwentner: Sie müssen sich entscheiden! – Zwischenruf bei der ÖVP.
Sie stellen sich hierher und sagen, die Menschen in den Entwicklungsländern gehen zugrunde, Sie müssen etwas tun. (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Brunner und Mag. Schwentner.) Wenn wir dann in den Entwicklungsländern investieren, in erneuerbare Energie, ist das schlecht. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Sie müssen sich schon entscheiden, was Sie wollen. (Abg. Mag. Schwentner: Sie müssen sich entscheiden! – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Brunner: Nein, das ist Ihr ...!
Das JI/CDM-Programm ist ein internationales Programm, an dem auch andere Staaten teilnehmen und durch das wir dort auch Wirtschaftswachstum induzieren. Wir machen das aber nicht ausschließlich im Ausland. Noch einmal: Mich wundert es immer wieder, dass Sie nach wie vor auf diesem Thema herumreiten, dass wir im bösen Ausland investieren. (Abg. Mag. Brunner: Nein, das ist Ihr ...!) Von Ihnen hätte ich mir das nicht erwartet, vielleicht von anderer Seite. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das JI/CDM-Programm ist ein internationales Programm, an dem auch andere Staaten teilnehmen und durch das wir dort auch Wirtschaftswachstum induzieren. Wir machen das aber nicht ausschließlich im Ausland. Noch einmal: Mich wundert es immer wieder, dass Sie nach wie vor auf diesem Thema herumreiten, dass wir im bösen Ausland investieren. (Abg. Mag. Brunner: Nein, das ist Ihr ...!) Von Ihnen hätte ich mir das nicht erwartet, vielleicht von anderer Seite. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer
Die Elektromobilität wurde schon erwähnt. Wir arbeiten am Masterplan Elektromobilität. Das ist ein wichtiger Bereich, damit wir den Verkehr umweltfreundlicher machen, denn er ist nach wie vor das Hauptthema bei den schädlichen Treibhausgasen. Es gibt ein Programm zum Ausbau von Schnellladestationen im Elektromobilitätsbereich: 1 000 Schnellladestationen sollen es werden (Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer), über 380 wurden bereits beantragt.
Abg. Dr. Pirklhuber: Und was ist mit ...?
Ich habe das Programm der Klima- und Energiemodellregionen gestartet, von dem viele Städte und Gemeinden in Österreich unterschiedlichster politischer Couleur sagen, sie wollen – wie Güssing (Abg. Dr. Pirklhuber: Und was ist mit ...?) – in ihrer Region energieautark werden. An all jene, die sich am Wort stoßen: Natürlich ist das
Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer
Natürlich ist Österreich ein offenes System im europäischen Verbund, aber per saldo energieautark zu werden, schädliche Treibhausgase zu reduzieren (Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer), indem wir auf fossile Energieimporte verzichten und sie substituieren, durch heimische Energieträger ersetzen, dazu bekenne ich mich, und das macht auch Sinn.
Beifall bei der ÖVP.
66 Regionen mit 773 Gemeinden folgen bereits diesem Modell. Das Bestechende daran ist – zumindest höre ich das aus den Regionen –, dass es nicht nur um die Frage der Energiesicherung geht, sondern dass auch eine Regionalentwicklung in Gang kommt. Städte und Gemeinden arbeiten zusammen, wie wir es in der ländlichen Entwicklung, im Agrarbereich ja wollen und wie es hier auch vonstattengeht. Das bringt den Regionen viel. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Den Schutz vor Naturgefahren habe ich erwähnt; wir haben zum Beispiel im heurigen Jahr 1 900 Projekte umgesetzt, um die Lebensqualität der Menschen abzusichern. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Auch das ist ein Teil der Umweltpolitik, Frau Kollegin Brunner!
Zwischenruf bei den Grünen.
Ich möchte einen besonderen Teil herausnehmen. (Zwischenruf bei den Grünen.) Das Lebensministerium unterstützt den Film „Taste the Waste“, der zeigt, dass enorme Mengen an Lebensmitteln weggeschmissen werden. Es geht um Bewusstseinsbildung. Es geht nicht darum, mit dem Zeigefinger zu moralisieren, sondern darum, den Menschen bewusst zu machen, dass sie teilweise viel Geld für Lebensmittel ausgeben, die dann unverbraucht weggeschmissen werden – teilweise sind diese noch nicht einmal abgelaufen.
Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner.
Viele haben gesagt, das sei ohnehin nichts, das sei ein Persilschein für die Atomlobby und es gebe keine Unabhängigkeit. Es ist uns gelungen, zwei unabhängige österreichische Experten beizuziehen. (Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner.) Sie sind mit dabei, wenn die nationalen Berichte kontrolliert werden. Sie fahren auch mit unabhängigen Teams in die Länder und kontrollieren die AKWs dort. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner.) Das ist ein österreichischer Erfolg, an dem man sieht, wie wir Europa gestalten. (Beifall bei der ÖVP.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner.
Viele haben gesagt, das sei ohnehin nichts, das sei ein Persilschein für die Atomlobby und es gebe keine Unabhängigkeit. Es ist uns gelungen, zwei unabhängige österreichische Experten beizuziehen. (Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner.) Sie sind mit dabei, wenn die nationalen Berichte kontrolliert werden. Sie fahren auch mit unabhängigen Teams in die Länder und kontrollieren die AKWs dort. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner.) Das ist ein österreichischer Erfolg, an dem man sieht, wie wir Europa gestalten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Viele haben gesagt, das sei ohnehin nichts, das sei ein Persilschein für die Atomlobby und es gebe keine Unabhängigkeit. Es ist uns gelungen, zwei unabhängige österreichische Experten beizuziehen. (Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner.) Sie sind mit dabei, wenn die nationalen Berichte kontrolliert werden. Sie fahren auch mit unabhängigen Teams in die Länder und kontrollieren die AKWs dort. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner.) Das ist ein österreichischer Erfolg, an dem man sieht, wie wir Europa gestalten. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Abschließend – weil Sie es angesprochen haben – zur Gentechnik beziehungsweise Gentechnikfreiheit: Wir haben das vorher im Rahmen der Debatte zum Agrarbereich diskutiert. Die österreichische Position ist, in der Landwirtschaft gentechnikfrei zu bleiben. Das wollen auch die KonsumentInnen. Die Initiative für ein Selbstbestimmungsrecht betreffend Gentechnik habe ich auf der europäischen Ebene durchgesetzt, denn die Kommission hat das in ihr Programm übernommen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Es ist aber nicht ...!
Jetzt liegt es an Gesundheitskommissar Dalli, es auf der europäischen Ebene im EU-Recht zu verankern. (Abg. Dr. Pirklhuber: Es ist aber nicht ...!) Wir unterstützen den Kommissar, aber letztendlich ist es Aufgabe der Kommission, die anderen Mitgliedsländer zu überzeugen, das ins EU-Recht zu übernehmen. Österreich unterstützt das voll. Es gibt einige, die das nicht wollen, aber auch das ist ein Teil unserer Umweltpolitik.
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner.
Abschließend: Das Umweltbudget sichert uns den Weg zur Energieautarkie und zur Absicherung der Lebensqualität jetzt und für kommende Generationen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner.)
Ruf bei der SPÖ: Schaffst du das in einer Minute?
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Neubauer. – Bitte. (Ruf bei der SPÖ: Schaffst du das in einer Minute?)
Beifall bei der FPÖ.
Atomstrom wird durch Unterversicherung der Haftungen auf europäischer Ebene massiv gestützt und hat dadurch einen enormen Vorteil. Diese Ungleichbehandlung wird dadurch verschärft, dass wir über den Euratom-Vertrag auch noch dazu zahlen. Ich ersuche deshalb, sich zu überlegen, ob Österreich hier nicht eingreifen kann, denn in diesem Haus besteht doch der Grundkonsens, gegen Atomkraft aufzutreten. Spätestens seit Zwentendorf haben wir uns von dieser gefährlichen Energie ja verabschiedet. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, durch die europaweit einheitlichen und strengen Haftungsregeln für Atomkraftwerke kann diese Ungleichbehandlung beseitigt werden. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Geben Sie mir zum Abschluss meiner Ausführungen noch Gelegenheit, auf eine andere Situation einzugehen, die sich heute in den Medien abgespielt hat. Meine sehr geehrten Damen und Herren! Kollegin Rudas und Kollege Öllinger haben heute in einer unglaublichen Menschenhatz über die Medien unserem Kollegen Kickl unglaubliche Dinge vorgeworfen. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Das gesamte Hohe Haus war Zeuge seiner Aussagen, und auch das Protokoll hat bestätigt, dass Kollege Kickl keinerlei abfällige Äußerungen in irgendeiner Form getätigt hat. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Geben Sie mir zum Abschluss meiner Ausführungen noch Gelegenheit, auf eine andere Situation einzugehen, die sich heute in den Medien abgespielt hat. Meine sehr geehrten Damen und Herren! Kollegin Rudas und Kollege Öllinger haben heute in einer unglaublichen Menschenhatz über die Medien unserem Kollegen Kickl unglaubliche Dinge vorgeworfen. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Das gesamte Hohe Haus war Zeuge seiner Aussagen, und auch das Protokoll hat bestätigt, dass Kollege Kickl keinerlei abfällige Äußerungen in irgendeiner Form getätigt hat. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Diese Vorgehensweise – über die Medien – ist wirklich menschenverachtend. (Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.) Ich ersuche Sie, Frau Kollegin Rudas, falls Sie in diesen Tagen zumindest einmal im Hohen Haus sein sollten – und nicht nur in der Löwelstraße –, sich bei Herrn Kickl in aller Form zu entschuldigen. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Diese Vorgehensweise – über die Medien – ist wirklich menschenverachtend. (Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.) Ich ersuche Sie, Frau Kollegin Rudas, falls Sie in diesen Tagen zumindest einmal im Hohen Haus sein sollten – und nicht nur in der Löwelstraße –, sich bei Herrn Kickl in aller Form zu entschuldigen. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist unglaublich, was Sie hier im Schutze der Immunität von sich gegeben und welche Behauptungen Sie hier in Form von schäbigen Unwahrheiten aufgestellt haben. Wenn Sie nicht sinnerfassend, zusammenhängend nachvollziehen können, dann verlassen Sie dieses Hohe Haus, dann haben Sie hier nichts verloren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Unser primäres Ziel muss es sein, optimale Synergien von ökonomischen und ökologischen Vorteilen zu schaffen, um so eine lebenswerte Umwelt für unsere kommenden Generationen zu hinterlassen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Meine Damen und Herren! Der Herr Minister hat heute ein wirklich eigenartiges Schauspiel geboten, das muss ich schon feststellen. Es ist wirklich beschämend, wenn ein Umweltminister außer Worthülsen zu keiner Frage, die meine Kollegin Brunner aufgeworfen hat, eine sachlich nachvollziehbare Antwort gibt. Das muss ich leider mit Enttäuschung feststellen. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Er wirft uns vor – nämlich den Grünen pauschal –, dass wir in der Betrachtung der Umweltpolitik eindimensional sind. Herr Bundesminister! Das Sie haben hier vom Pult aus gesagt. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Wenn Sie glauben, dass Sie Klimaschutz damit umsetzen können, dass Sie Getreide, Lebensmittel verspriten, E10 einführen – dafür laufen Sie landauf, landab, dass wir 10 Prozent Getreidesprit im Auto haben; das wollen Sie, dafür stehen Sie; Sie haben kein Wort dazu gesagt, aber die Verhandlungen laufen derzeit, Sie setzen sich dafür ein –, dann sage ich Ihnen klipp und klar: Das ist keine Umweltpolitik, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen.) Und das ist auch alles andere als effizient. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Berlakovich.)
Beifall bei den Grünen.
Er wirft uns vor – nämlich den Grünen pauschal –, dass wir in der Betrachtung der Umweltpolitik eindimensional sind. Herr Bundesminister! Das Sie haben hier vom Pult aus gesagt. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Wenn Sie glauben, dass Sie Klimaschutz damit umsetzen können, dass Sie Getreide, Lebensmittel verspriten, E10 einführen – dafür laufen Sie landauf, landab, dass wir 10 Prozent Getreidesprit im Auto haben; das wollen Sie, dafür stehen Sie; Sie haben kein Wort dazu gesagt, aber die Verhandlungen laufen derzeit, Sie setzen sich dafür ein –, dann sage ich Ihnen klipp und klar: Das ist keine Umweltpolitik, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen.) Und das ist auch alles andere als effizient. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Berlakovich.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Eine englische Studie sagt ganz klar: Agrotreibstoffe haben sogar – nämlich auf Basis indirekter Landnutzungsänderungen – eine negative Klimaschutzbilanz zur Folge, führen zu 0,3 bis 0,5 Millionen Tonnen mehr CO2-Ausstoß pro Jahr – in Österreich. Das ist in einer englischen Studie dezidiert für jeden Mitgliedstaat der EU berechnet worden. Für Österreich führt das zu mehr CO2 und nicht zu weniger CO2. Das sei Ihnen einmal ins Stammbuch geschrieben! (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Dann legen
Ruf bei der ÖVP: Herr Dr. Pirklhuber! ... minus 50 Prozent!
Sie bitte die Fakten vor und berichten Sie konkret, worum es geht! (Ruf bei der ÖVP: Herr Dr. Pirklhuber! ... minus 50 Prozent!)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Werte Kolleginnen und Kollegen! Genau diese Strategie müssten wir fahren und nicht ein Drittel der Umweltförderungsmittel – in diesem Fall der Umweltbudgetmittel – letztlich für Freikauf verwenden, Freikauf, damit wir für die Industrie und für diverse andere Bereiche in Österreich mehr Verschmutzung zulassen können. Dafür investieren wir in diverse internationale Projekte. Manche dieser Projekte mögen gut sein. Wir sind ja nicht generell gegen Investitionen in Projekte im Ausland, aber wir sind dagegen, dass sie sozusagen als Ausgleich für eine negative Klimaarbeit, für eine negative Umweltpolitik, die wir nicht machen, gegengerechnet werden. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Dazu fordere ich Sie nachdrücklich noch einmal auf, dass Sie nicht herumjammern und auch nicht sagen, dass schon alles gelöst ist, sondern dass Sie die Probleme, wo sie sind, konkret anpacken und endlich dazu beitragen, dass dieser sozusagen steckengebliebene Ansatz für Gentechnikfreiheit in Europa endlich Gesetz wird. Das wollen wir, und das erwarten wir uns von einem Umweltminister! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Franz Hörl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Bundesminister! Ich gebe dem Herrn Kollegen Weninger recht: Wir sind ein Umweltmusterland. Wir haben fast 1 Milliarde an Umweltbudget – 17 Prozent mehr als letztes Jahr –, 147 Millionen für Investitionsförderungen im Umweltbereich, 84 Millionen für den KLI.EN, mehr als 200 000 Green Jobs. Den Schutz vor Naturgefahren fördern wir mit 154 Millionen; 100 Millionen gibt es für die thermische Sanierung und 350 Millionen € für den Siedlungswasserbau. (Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.
Was ich bräuchte, wäre Redezeit, und die ist schon vorbei. Schönen Abend! (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Martina Schenk (BZÖ): Herr Präsident! Herr Minister! „Herr Bilderbuchminister vom Umweltmusterland“ muss man ihn schon nennen, und auch den Märchenerzähler Hörl möchte ich noch erwähnen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Na, aber bitte! Vom „Umweltmusterland“ zu sprechen, meine sehr geehrten Damen und Herren, wenn Österreich nicht einmal die Kyoto-Ziele erreicht – das kann man wirklich nicht machen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Martina Schenk (BZÖ): Herr Präsident! Herr Minister! „Herr Bilderbuchminister vom Umweltmusterland“ muss man ihn schon nennen, und auch den Märchenerzähler Hörl möchte ich noch erwähnen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Na, aber bitte! Vom „Umweltmusterland“ zu sprechen, meine sehr geehrten Damen und Herren, wenn Österreich nicht einmal die Kyoto-Ziele erreicht – das kann man wirklich nicht machen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei Grünen und BZÖ.
Auf die österreichischen Steuerzahler kommen enorme Zahlungen zu! Kollegin Brunner hat das ja auch ausgeführt: Mit 1 Milliarde an Strafzahlungen wird zu rechnen sein, wenn wir die Ziele nicht erreichen. Den österreichischen SteuerzahlerInnen wird tiefer und tiefer in die Tasche gegriffen. Wenn ich hier auch noch einmal Euratom anführen darf: Mehr als 40 Millionen € werden für Euratom gezahlt. Dieses Geld könnte wesentlich besser in Österreich investiert werden für erneuerbare Energien, so wie wir es in Antragsform schon sehr, sehr oft gefordert haben, was wir auch weiter tun werden. – Danke schön. (Beifall bei Grünen und BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Im letzten Jahr wurden diese Aktivitäten, diese Umweltinitiativen mit einer Summe von insgesamt – ich habe danach gefragt – über 95 000 € unterstützt. Aufgrund meiner Anfrage bei der letzten Ausschusssitzung haben Sie gesagt, Herr Minister, in Zukunft ist pro Jahr ein Betrag von 85 000 € vorgesehen; das ist also eine Reduzierung von immerhin 10 Prozent. Vielleicht kann man diesen Punkt gemeinsam noch einmal überdenken. Ich denke, diese Organisationen, diese NGOs haben es sich wirklich verdient. Sie sind ehrenamtlich rund um die Uhr tätig, und wir benötigen auch diese Aktivitäten. Ich ersuche Sie daher wirklich, noch einmal darüber nachzudenken. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte diese Debatte zum Anlass nehmen, ein bisschen die Ernsthaftigkeit der Debatte der Grünen im Klimaschutz- und Umweltschutzbereich zu hinterfragen. Sie stellen sich permanent hier und im Ausschuss her, bringen populistische Forderungen, versteigen sich dazu, unseren erfolgreichen Bundesminister anzugreifen, und machen überzogene Vorschläge, die nur eines bewirken, nämlich im Zweifelsfall Arbeitsplätze zu gefährden. Ich glaube, darauf können wir wirklich verzichten! (Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.
Ich frage mich schon, wie Sie das Wort „Green Jobs“ verstehen. Ich glaube, die einzigen Green Jobs, die Sie zu sichern gedenken, sind Ihre grünen Sessel hier im Nationalrat, aber keine in der Wirtschaft, die im Umweltbereich lukriert werden. Das ist wirklich festzustellen. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
fest, ich bin selber aus Oberösterreich –, wie es ausschaut, wenn ein grüner Landesrat für den Umweltschutz zuständig ist. Da sind auch populistische PR-Maßnahmen gesetzt worden. Zum Beispiel bewirbt er – und da ist immer groß sein Gesicht drauf – den „Fleischfreitag“. Ich frage mich schon, was als Nächstes kommt; wahrscheinlich der Spinatknödelmontag! Da kann man nicht zuschauen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir setzen mit diesem Budget entscheidende Maßnahmen für den Ausbau der erneuerbaren Energie, die Steigerung der Energieeffizienz, die thermische Sanierung und den Klimaschutz. Dieses Budget ist ein gutes für die Umwelt, für den Klimaschutz, und wir sind stolz darauf, dass wir einen Minister haben, der mit den zur Verfügung stehenden Mitteln auch sinnvolle Maßnahmen setzt. Dafür herzlichen Dank! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Sehr geehrter Herr Minister! Meine Damen und Herren! Ja, es trifft sich gut, Herr Kollege Hammer, dass ich nach Ihnen sprechen kann, denn gerade Oberösterreich zeigt, wie gut Umweltpolitik in grüner Hand sozusagen beheimatet ist (Beifall bei den Grünen): was dort an Ökojobs geschaffen wurde – gemeinsam mit dem Herrn Landeshauptmann, gemeinsam auch mit der ÖVP-Fraktion –, was dort an Umwelttechnologie weitergetrieben wird, was dort in Richtung thermische Sanierung an Pilotprojekten entwickelt wurde.
Beifall bei den Grünen.
Herr Minister, was diese 100 Millionen angeht, waren mehrere grüne Anläufe dahinter. Jetzt bin ich froh darüber, dass sie wieder fortgesetzt werden, wieder fortgesetzt werden nach einer Pause. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ja, das ist auch eine Negativseite des Emissionshandels. Mir ist ganz klar, dass das ein EU-Modell ist – aber Sie sollten sich für ein besseres EU-Modell einsetzen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir können zum Schluss wirklich nur noch auffordern: Herr Minister, kommen Sie oft nach Oberösterreich, schauen Sie sich ein Stück ab! Auch die ÖVP ist dort kooperativ, es könnte auf Bundesebene auch einmal so sein. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Demonstrativer Beifall des Abg. Hornek.
Ja, Herr Bundesminister, ich bin bei Ihnen, wenn Sie sagen: Wir sind ein vorbildliches Musterland, vor allem in den ländlichen Regionen, in den Gemeinden. (Demonstrativer Beifall des Abg. Hornek.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Hornek.
Daher, sehr geschätzter Herr Minister, aber ganz besonders Frau Finanzministerin, wäre es wirklich an der Zeit, im nächsten Finanzausgleich die Gemeinden, die ländlichen Regionen verstärkt zu bedienen, damit wir auch in Zukunft in den Regionen lebenswerte Bedingungen schaffen können. Ich bitte darum! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Hornek.)
Abg. Rädler: Das hat der Bundesparteiobmann auch gesagt!
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (ohne Klubzugehörigkeit): Herr Präsident! Hohes Haus! Die Finanzkrise hat leider ein großes Problem in den Hintergrund gerückt. (Abg. Rädler: Das hat der Bundesparteiobmann auch gesagt!) Wir haben noch vor zirka einem Jahr in diesem Hohen Haus intensiv über den Klimawandel diskutiert. Leider ist seitdem viel passiert, auch im internationalen Finanzsystem (Abg. Riepl: Sagen Sie bitte einmal etwas Positives! Nur ein Mal!), und der Klimawandel ist etwas in den Hintergrund gerückt. Aber er bleibt trotzdem eine konkrete Bedrohung, und er bleibt deswegen eine konkrete Bedrohung, weil Experten sagen, dass es an und für sich noch schlimmer ist, als wir vermutet haben.
Abg. Riepl: Sagen Sie bitte einmal etwas Positives! Nur ein Mal!
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (ohne Klubzugehörigkeit): Herr Präsident! Hohes Haus! Die Finanzkrise hat leider ein großes Problem in den Hintergrund gerückt. (Abg. Rädler: Das hat der Bundesparteiobmann auch gesagt!) Wir haben noch vor zirka einem Jahr in diesem Hohen Haus intensiv über den Klimawandel diskutiert. Leider ist seitdem viel passiert, auch im internationalen Finanzsystem (Abg. Riepl: Sagen Sie bitte einmal etwas Positives! Nur ein Mal!), und der Klimawandel ist etwas in den Hintergrund gerückt. Aber er bleibt trotzdem eine konkrete Bedrohung, und er bleibt deswegen eine konkrete Bedrohung, weil Experten sagen, dass es an und für sich noch schlimmer ist, als wir vermutet haben.
Zwischenruf des Abg. Öllinger
Wenn Sie dann heute, Herr Minister, Ihre Jubelperser von der ÖVP und der SPÖ hier herausschicken (Zwischenruf des Abg. Öllinger), die einhellig alles ganz toll finden, dann kann ich nur eines sagen: Themaverfehlung! Wir sollten heute hier so ehrlich sein, offen zu sagen: Ja, es gibt ein Problem, und das Problem heißt, dass wir den CO2-Ausstoß nicht in den Griff bekommen. Das ist das Problem, so ehrlich sollten wir sein. Kommen Sie heraus! Ich hoffe, dass noch einer von der Regierung sich traut, das Problem einzugestehen und zu sagen: Ja, wir sind Schlusslicht, was die CO2-Bilanz betrifft, ja, wir haben zu wenig getan, und lasst uns jetzt alle hier gemeinsam etwas in die Wege leiten, dass wir es doch noch hinbekommen. – Aber leider passiert das nicht!
Abg. Mag. Josef Auer – mit einer Hand mit ausgestrecktem Daumen und Zeigefinger in Richtung Präsidium deutend –: Zwei Mal!
Aber auf der anderen Seite spricht er von der Energieautarkie. Jedes Mal, wenn der Herr Minister das Wort „Energieautarkie“ verwendet, komme ich mir verarscht vor. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber jedes Mal, wenn der Minister „Energieautarkie“ sagt, komme ich mir verarscht vor! (Abg. Mag. Josef Auer – mit einer Hand mit ausgestrecktem Daumen und Zeigefinger in Richtung Präsidium deutend –: Zwei Mal!)
Abg. Ing. Lugar: Welche Worte haben Sie speziell gemeint? Welche Worte waren speziell deftig? Kriege ich jetzt einen Ordnungsruf?
Präsident Fritz Neugebauer: Herr Kollege Lugar, wenn Sie schon dem Hohen Haus über Ihre Befindlichkeit Auskunft geben wollen, versuchen Sie es bitte mit weniger deftigen Wörtern, wenn ich bitten darf! (Abg. Ing. Lugar: Welche Worte haben Sie speziell gemeint? Welche Worte waren speziell deftig? Kriege ich jetzt einen Ordnungsruf?)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Hornek und Steindl.
Daher lade ich Sie alle dazu ein, eine gerechte Lastenaufteilung zwischen dem Bund, den Ländern und den Gemeinden zu schaffen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Hornek und Steindl.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Damit wäre ich jetzt bei Ihnen, Herr Minister. Die heutige Diskussion hat gezeigt beziehungsweise haben wir gehört: Sie machen gerne Werbung, Sie sind ein fotogener Mensch. Da wäre es doch eine Aufgabe für Sie, dass Sie noch mehr unter die Leute bringen, dass der Bezug zum Energieverbrauch ein besserer wird. Da darf dann auch ein Foto von Ihnen dabei sein, ich glaube, dann haben wir etwas Positives erreicht. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich kann in Richtung Regierungsbank nur eines sagen: Leiten Sie vorher entsprechende Maßnahmen ein! Verhandeln Sie mit Ihren Landeshauptleuten und Landesräten! Wenn ich mir den oberösterreichischen Landesrat Ackerl von der SPÖ anschaue, so spricht er sich jetzt schon gegen diese Schuldenbremse aus. Einigen Sie sich mit dem Gemeindebund und dem Städtebund! Dann sind wir zu Gesprächen bereit, aber sicher nicht vorher. Diese Regierung bekommt von uns sicher nicht einen Blankoscheck unterschrieben! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Riepl: Man kann ja was dagegen tun!
Da kann man sagen, das ist alles ungerecht; aber wir müssen es zur Kenntnis nehmen, das sind einfach die Fakten. (Abg. Riepl: Man kann ja was dagegen tun!) – Lieber Kollege Riepl! Wir müssen uns einfach auf den Finanzmärkten finanzieren. Wir haben eben leider ein Defizit, und das müssen wir finanzieren. Daher müssen wir zur Kenntnis nehmen, was sich auf den Finanzmärkten abspielt. Daher war es, so glaube ich, ein guter und rascher Entschluss, der von der Handlungsfähigkeit dieser Regierung zeugt, dass die Minister das beschlossen haben – obwohl wir hier ein Budget im Parlament diskutieren – und eine Schuldenbremse fixiert wurde, die wir hoffentlich noch vor Weihnachten hier im Parlament beschließen können. (Beifall der Abgeordneten Dr. Bartenstein und Kopf.)
Beifall der Abgeordneten Dr. Bartenstein und Kopf.
Da kann man sagen, das ist alles ungerecht; aber wir müssen es zur Kenntnis nehmen, das sind einfach die Fakten. (Abg. Riepl: Man kann ja was dagegen tun!) – Lieber Kollege Riepl! Wir müssen uns einfach auf den Finanzmärkten finanzieren. Wir haben eben leider ein Defizit, und das müssen wir finanzieren. Daher müssen wir zur Kenntnis nehmen, was sich auf den Finanzmärkten abspielt. Daher war es, so glaube ich, ein guter und rascher Entschluss, der von der Handlungsfähigkeit dieser Regierung zeugt, dass die Minister das beschlossen haben – obwohl wir hier ein Budget im Parlament diskutieren – und eine Schuldenbremse fixiert wurde, die wir hoffentlich noch vor Weihnachten hier im Parlament beschließen können. (Beifall der Abgeordneten Dr. Bartenstein und Kopf.)
Abg. Bucher: Bitte bleib dabei! Bleib bei dieser Ansicht!
Lassen Sie mich auch eines sagen: All jene, die immer für das Wachstum beziehungsweise für Wachstumsimpulse sind, aber gleichzeitig von Steuererhöhungen reden, nehmen offenbar nicht zur Kenntnis, dass jede Steuererhöhung Gift für Wachstum und Beschäftigung ist. (Abg. Bucher: Bitte bleib dabei! Bleib bei dieser Ansicht!) Wenn es eine Massensteuer ist, schädigt sie die Kaufkraft; wenn es eine Betriebssteuer ist, schädigt sie die Arbeitsplätze.
Beifall bei der ÖVP.
Also, meine Damen und Herren, entweder wollen wir Wachstumsstrategien – dann brauchen wir das, was Christoph Leitl gesagt hat, nämlich neben der Schuldenbremse auch eine Steuerbremse. Wenn wir das Wachstum fördern wollen, meine Damen und Herren, dann brauchen wir eine Schuldenbremse und eine Steuerbremse. (Beifall bei der ÖVP.) Denn zu sagen, einerseits wollen wir das Wachstum, andererseits wollen wir alle mit ständig neuen Steuervorschlägen verunsichern – das kann es nicht sein, meine Damen und Herren!
Zwischenruf des Abg. Riepl
Ich glaube, neben unseren internen Hausaufgaben, die wir machen müssen – also noch einmal: Ausgabenbremse, Strukturreformen, aber auch Impulse für Wachstum und Beschäftigung (Zwischenruf des Abg. Riepl) –, haben wir natürlich auch Aufgaben auf europäischer Ebene, Herr Kollege Riepl.
Beifall bei der ÖVP.
Da haben wir praktisch drei Hausaufgaben auf nationaler Ebene, aber auch drei wichtige Herausforderungen auf europäischer und internationaler Ebene. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir mit dieser Handlungsfähigkeit der Bundesregierung, die sehr rasch reagiert hat, bereit sind, diese Herausforderung anzunehmen und den Weg in der Zukunft erfolgreich bewältigen werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit im Saal. – Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Das hält man aus, Kollege Stadler setzt sich ohnehin ins vielgehasste Europa ab. Zitat Bundeskanzler Faymann: Sie fahren nach Europa. – Wissen Sie, wo das ist? Ja. (Heiterkeit im Saal. – Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Heiterkeit bei Grünen und FPÖ
Nur ist die ganze Geschichte nicht so witzig. Es ist ausgerechnet wieder ein Vorredner der ÖVP gewesen, der hier gesagt hat, jetzt muss alles ganz anders werden, und was weiß ich. Also es ist wirklich beeindruckend: 25 Jahre De-facto-Regierungsbeteiligung der ÖVP, gefühlte 125 Jahre, schon seit dem Kaiser (Heiterkeit bei Grünen und FPÖ), und Sie tun so, als ob Sie nicht dabei gewesen wären. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ja, das war doch so!
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Nur ist die ganze Geschichte nicht so witzig. Es ist ausgerechnet wieder ein Vorredner der ÖVP gewesen, der hier gesagt hat, jetzt muss alles ganz anders werden, und was weiß ich. Also es ist wirklich beeindruckend: 25 Jahre De-facto-Regierungsbeteiligung der ÖVP, gefühlte 125 Jahre, schon seit dem Kaiser (Heiterkeit bei Grünen und FPÖ), und Sie tun so, als ob Sie nicht dabei gewesen wären. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ja, das war doch so!
Beifall bei den Grünen.
Jetzt ist die Frage, was die richtige Antwort auf dieses Konzept ist. Es ist unausweichlich – da wende ich mich wieder an den Vorredner –, um auch krisenursachenbekämpfend zu wirken, dass wir in die Vermögensverteilung eingreifen. (Beifall bei den Grünen.) Daran wird kein Weg vorbeiführen. Das ist auch genau das richtige Kapitel dafür, die Einnahmen des Staates stehen jetzt zur Diskussion.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Stummvoll: Aber Arbeitsplätze ...! – Ruf bei der ÖVP: Kollege Kogler, Sie müssen ... investieren in die Gesellschaft! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sie können die Schuldenbremse hundertmal irgendwohin schreiben wollen, wenn Sie sich aber dieser Einsicht verschließen, sind Sie nichts anderes als Verteidiger dieser Privilegien der Superreichen, der Millionenerben, der besonders Begünstigten im Stiftungssteuerrecht, das es überhaupt nur in Österreich gibt – mit 3 400 Stiftungen. Wissen Sie, der Stiftungsverband hat stolz herausgegeben, dass das Stiftungsvermögen in den letzten Jahren, in der Krise, von 60 auf 70 Milliarden € gestiegen ist. Und Ihnen fällt nichts anderes ein, als eine Null in die Verfassung zu schreiben und nachher bei denen zu kürzen, die es am meisten brauchen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Stummvoll: Aber Arbeitsplätze ...! – Ruf bei der ÖVP: Kollege Kogler, Sie müssen ... investieren in die Gesellschaft! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie müssen zumindest einsehen, dass wir das anders verteilen müssen. Deshalb ist es vollkommen klar, dass Sie sich bei uns überhaupt nicht anzustellen brauchen, wenn Sie nicht bereit sind, diese Ungerechtigkeitsfrage überhaupt einmal als solche zu erkennen, wenn Sie nicht bereit sind, Antworten zu geben und das Wort „Vermögenssteuern“ endlich in Ihren Wortschatz aufzunehmen. Es kann es ja nicht sein ... (Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.) – Sie lachen immer nur! Sie tun ja nur so als ob. Das ist ja das Problem, wir haben das von der SPÖ heute ja wieder gesehen. In Wirklichkeit ist die SPÖ eine Plakatpartei und keine Regierungspartei.
Beifall bei den Grünen.
Deshalb ist jetzt ein historisch brauchbarer Moment, um endlich auf den Punkt der Sache zu kommen. Selbstverständlich Ja zum Sparen, wenn es sinnvoll und gerecht zugeht. Noch viel wichtiger ist in dieser Situation aber, dass wir die Vermögenden – ich sage es genau so, wie es ist – endlich auch einmal zur Kassa bitten. Die haben nämlich schon eine jahrelange Schonfrist unter Ihrer Ägide. – Deshalb bin ich auf die ÖVP gekommen. (Beifall bei den Grünen.)
Bundesministerin Dr. Fekter: Welche Vermögen? Welche Vermögen? Dann müssen Sie sagen, was!
Hätten wir die letzten vier Jahre, seit die Krise ausgebrochen ist, nur die Hälfte dessen, was die Lücke zur OECD ist – im Übrigen lauter westlich orientierte kapitalistische Länder –, genommen, was eine moderate Vermögensbesteuerung wäre, dieses Loch macht rund 4,5 Milliarden € aus, wenn wir also nur die Hälfte genommen hätten, wären das ein bisschen mehr als 2 Milliarden €, und wir hätten jetzt schon um 8 Milliarden € Schulden weniger. (Bundesministerin Dr. Fekter: Welche Vermögen? Welche Vermögen? Dann müssen Sie sagen, was!)
Beifall bei den Grünen. – Bundesministerin Dr. Fekter: Sie haben aber verschlafen, dass wir die Stiftungen schon besteuern! Haben Sie das verschlafen, dass wir die Stiftungen besteuern?
Entschuldigung, wir sind doch die, die sich sagen trauen, dass es eine Steuer auf Millionenerbschaften geben muss. Wir sind diejenigen, die sagen, dass diese Stiftungen, die in der Krise 10 Milliarden € zusätzlich angehäuft haben, ihren Beitrag leisten müssen. Das ist doch nichts Neues. Sie verweigern das ja nur unter tatkräftiger Mithilfe der SPÖ. (Beifall bei den Grünen. – Bundesministerin Dr. Fekter: Sie haben aber verschlafen, dass wir die Stiftungen schon besteuern! Haben Sie das verschlafen, dass wir die Stiftungen besteuern?)
Bundesministerin Dr. Fekter: 25 Prozent sind nicht homöopathisch!
Sie kitzeln die Reichen im homöopathischen Bereich, die sind noch nicht einmal munter geworden! (Bundesministerin Dr. Fekter: 25 Prozent sind nicht homöopathisch!) Sie können da jetzt hereinrufen, was Sie wollen! Das spürt ja kein Mensch. (Bundesministerin Dr. Fekter: 25 Prozent sind nicht homöopathisch!) – Aber wo denn! Der Stiftungsverband sendet ja aus, dass er die Geschichte von Loipersdorf super überlebt hat, weil nicht 70 Millionen €, sondern nur 20 Millionen € hereinkommen.
Bundesministerin Dr. Fekter: 25 Prozent sind nicht homöopathisch!
Sie kitzeln die Reichen im homöopathischen Bereich, die sind noch nicht einmal munter geworden! (Bundesministerin Dr. Fekter: 25 Prozent sind nicht homöopathisch!) Sie können da jetzt hereinrufen, was Sie wollen! Das spürt ja kein Mensch. (Bundesministerin Dr. Fekter: 25 Prozent sind nicht homöopathisch!) – Aber wo denn! Der Stiftungsverband sendet ja aus, dass er die Geschichte von Loipersdorf super überlebt hat, weil nicht 70 Millionen €, sondern nur 20 Millionen € hereinkommen.
Bundesministerin Dr. Fekter macht eine Handbewegung in Richtung des Redners.
Lesen Sie nach, wie die Ihnen alle auf der Nase herumtanzen! Aber das ist Ihnen ja wurscht, denn im Zweifel sind Sie eh für die Reichen. Aber genau das ist ja der Punkt. (Bundesministerin Dr. Fekter macht eine Handbewegung in Richtung des Redners.) – Da können Sie deuten, wie Sie wollen. Das wird es brauchen.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Kopf: Wir müssen gar nichts!
Nein! Wir nehmen euch in die Pflicht. Die ÖVP muss die Blockade bei den Vermögenssteuern aufgeben. Das ist das Einzige an dieser Stelle. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kopf: Wir müssen gar nichts!) – Ihr müsst nichts. Wir müssen auch nichts. Ihr habt ja die Panik ausgerufen, nicht wir!
Beifall bei den Grünen.
Es geht in Wirklichkeit um die Vermögenssteuern, es geht um den Beitrag der Reichen, es geht um gescheite Sparpakete, die dort ansetzen, wo man wirklich etwas holen kann – nämlich dort, wo in diesem Land genug verschwendet wird. Da können Sie sich jetzt umdrehen und verschließen, aber eine Zweidrittelmehrheit werden Sie so nicht zustande bringen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt kommt endlich ein Taferl!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Krainer. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt kommt endlich ein Taferl!)
Abg. Grosz: Ein Antrag ist aber keine Glaubensfrage!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Herr Präsident! Zunächst darf ich einen Abänderungsantrag einbringen, wobei ich jetzt nicht genau weiß, wer aller dabei ist, ich glaube, es sind Auer, Krainer, Kogler und Gradauer. (Abg. Grosz: Ein Antrag ist aber keine Glaubensfrage!) Es geht darum, dass die Fünf-Parteien-Einigung bezüglich der Einrichtung eines Budgetdienstes im Parlament weiter voranschreitet. Der Stellenplan soll dementsprechend geändert werden, dass zusätzlich zu den acht Stellen, die es geben soll, weitere sechs Stellen geschaffen werden. Die Finanzierung ist so, dass ein Teil aus dem laufenden Budget des Parlaments finanziert wird und ein Teil einstweilen aus der Rücklage für das Jahr 2012 kommen soll. In den Folgejahren soll es aber eine entsprechende Refundierung geben. Ich hoffe, ich habe den Antrag damit in den Eckpunkten ausreichend erläutert.
Bundesministerin Dr. Fekter: Ja, das hat der Kogler verschlafen!
Was haben wir vor einem Jahr gemacht, wo stehen wir heute? (Der Redner stellt eine weitere Tafel vor die bereits aufgestellte.) – Wir haben die Besteuerung bei den Stiftungen und auch bei Aktienspekulation deutlich verbessert. (Bundesministerin Dr. Fekter: Ja, das hat der Kogler verschlafen!) Man sieht relativ einfach, was hier noch fehlt. Es fehlen unter anderem Umwidmungen und Spekulation mit Immobilien. Es geht um Einkommensteuern, bei denen wir uns vielleicht auch einigen können. Es gibt noch andere Bereiche, die hier fehlen, zum Beispiel Erbschafts- und Schenkungssteuer. Das ist auch ein leistungsloses Einkommen, keine Substanzsteuer, sondern ein Einkommen für den Erben, worüber man reden kann. Ich glaube, dass der Prozentsatz 25 quer durch die Bank vielleicht ein bisschen hoch wäre, deswegen haben wir das hier weggelassen. Worüber wir aber durchaus reden können und worüber ich einlade zu reden, ist, Umwidmungen – ein warmer Regen, ein geschenktes Einkommen in Wirklichkeit – beziehungsweise Immobilienspekulation zumindest so zu besteuern, wie wir das bereits bei anderen Kapital- und Vermögenseinkommen machen.
Beifall bei der SPÖ. – Bundesministerin Dr. Fekter: Na schau! – Abg. Krainer zeigt Bundesministerin Dr. Fekter die Tafeln.
Das heißt, wenn wir über eine weitere Sanierung reden, müssen wir über einen guten Mix aus einnahmen- und ausgabenseitigen Maßnahmen reden. Wir müssen darüber reden, dass die einzelnen Maßnahmen eine möglichst geringe oder am besten keine negativen Auswirkungen auf Wachstum und Beschäftigung haben. Wir müssen vor allem auch darüber reden, wie wir auch in Zukunft Investitionen tätigen können und wie wir den Umbau des Sozialstaates, sprich weniger Transferleistungen, mehr Dienstleistungen, finanzieren können. Dann haben wir auch als Republik einen Mehrwert und eine positive Veränderung für unser Land. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Bundesministerin Dr. Fekter: Na schau! – Abg. Krainer zeigt Bundesministerin Dr. Fekter die Tafeln.)
Ruf bei der SPÖ: Wer? Wer?
Ihr erfindet neue Steuern, ihr wollt Steuern erhöhen, und das in einer Zeit, in der wir die höchste Steuerbelastung in der Geschichte erleben. (Ruf bei der SPÖ: Wer? Wer?) Die Steuereinnahmen sprudeln, sowohl was die Arbeitsbesteuerung anbelangt als auch was die Unternehmensbesteuerung anbelangt – 3,5 Milliarden € mehr aufgrund der Arbeit der tüchtigen und fleißigen Österreicherinnen und Österreicher, egal ob Arbeitgeber oder Arbeitnehmer. Der gesamten SPÖ-Fraktion fällt in vier Tagen Budgetdebatte nichts anderes ein, als neue Steuern einzuführen oder Steuern zu erhöhen. Damit sind wir nicht einverstanden, und da spielen wir nicht mit. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ihr erfindet neue Steuern, ihr wollt Steuern erhöhen, und das in einer Zeit, in der wir die höchste Steuerbelastung in der Geschichte erleben. (Ruf bei der SPÖ: Wer? Wer?) Die Steuereinnahmen sprudeln, sowohl was die Arbeitsbesteuerung anbelangt als auch was die Unternehmensbesteuerung anbelangt – 3,5 Milliarden € mehr aufgrund der Arbeit der tüchtigen und fleißigen Österreicherinnen und Österreicher, egal ob Arbeitgeber oder Arbeitnehmer. Der gesamten SPÖ-Fraktion fällt in vier Tagen Budgetdebatte nichts anderes ein, als neue Steuern einzuführen oder Steuern zu erhöhen. Damit sind wir nicht einverstanden, und da spielen wir nicht mit. (Beifall beim BZÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Wer!
Wir stellen aber der Ministerin noch einmal die entscheidende Frage. Frau Ministerin! Abgeordneter Stadler hat in diesen vier Tagen den entscheidenden Satz geprägt und auch die entscheidende Frage gestellt, die Sie bis jetzt nicht beantwortet haben und die auch keiner der Redner der Regierungsparteien beantwortet hat. Die entscheidende Frage ist nämlich: Was hindert euch daran, mit dem Schuldenmachen Schluss zu machen? (Ruf bei der FPÖ: Wer!)
Ruf bei der FPÖ: Pröll!
Welcher Geist – Kollege Stadler hat welcher Schurke gesagt –, welches Gesetz, welche physische Person, welches Unternehmen – definiert es doch einmal, sagt uns Namen! –, wer hindert euch daran, mit dem Schuldenmachen aufzuhören? (Ruf bei der FPÖ: Pröll!) Niemand, und zwar egal, ob mit oder ohne Schuldenbremse, Herr Kollege Stummvoll! Das ist doch nicht die Frage. Ihr müsst endlich zu der Erkenntnis kommen, dass euer Weg der falsche ist! Ihr müsst umdrehen, zurückgehen und mit dem Schuldenmachen aufhören! Da braucht ihr keine Bremse, ihr braucht einen Antrieb! Das ist die Wahrheit! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Welcher Geist – Kollege Stadler hat welcher Schurke gesagt –, welches Gesetz, welche physische Person, welches Unternehmen – definiert es doch einmal, sagt uns Namen! –, wer hindert euch daran, mit dem Schuldenmachen aufzuhören? (Ruf bei der FPÖ: Pröll!) Niemand, und zwar egal, ob mit oder ohne Schuldenbremse, Herr Kollege Stummvoll! Das ist doch nicht die Frage. Ihr müsst endlich zu der Erkenntnis kommen, dass euer Weg der falsche ist! Ihr müsst umdrehen, zurückgehen und mit dem Schuldenmachen aufhören! Da braucht ihr keine Bremse, ihr braucht einen Antrieb! Das ist die Wahrheit! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wenn Sie es wirklich ernst meinen – und ich bleibe dabei –, dann müssen Sie das verknüpfen, und das ist eine ganz klare Bedingung bei der Schuldenbremse. Sie müssen die Karten auf den Tisch legen: Was ist mit dem künftigen Steuersystem? Wollen Sie Steuern erhöhen? Wie schaut das Sparpaket aus? Das alles müssen Sie auf den Tisch legen, bevor wir überhaupt überlegen, bei der Schuldenbremse mit dabei zu sein. Herr Kollege Stummvoll! Das ist ein faires Angebot, und das ist ein Angebot, das wir Ihnen als Anwalt der Steuerzahler in Österreich machen. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.
Die Frau Finanzministerin war schon auf einem guten Weg, sie hat schon mehrfach in den Medien von der Flat-Tax gesprochen. Warum tun Sie es nicht? Warum sagen Sie nicht: Wir verbinden das Vorgehen betreffend Schuldenbremse mit der Einführung des Flat-Tax-Modells, das Josef Bucher vorgeschlagen hat? Das wäre eine Idee. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.) Das wäre eine gemeinsame gute Idee, mit der wir alle leben können und die die Menschen entlasten würde. Verbinden Sie das miteinander, seien Sie konstruktiv! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Die Frau Finanzministerin war schon auf einem guten Weg, sie hat schon mehrfach in den Medien von der Flat-Tax gesprochen. Warum tun Sie es nicht? Warum sagen Sie nicht: Wir verbinden das Vorgehen betreffend Schuldenbremse mit der Einführung des Flat-Tax-Modells, das Josef Bucher vorgeschlagen hat? Das wäre eine Idee. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.) Das wäre eine gemeinsame gute Idee, mit der wir alle leben können und die die Menschen entlasten würde. Verbinden Sie das miteinander, seien Sie konstruktiv! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Am Ende muss aufgrund der hohen Steuerbelastung bei den Arbeitskosten mehr Netto vom Brutto für die österreichischen Arbeitnehmer rausschauen. Am Ende muss es einfacher und transparenter sein: eine Steuer, eine Behörde, Stärkung des Wirtschaftsstandortes, Steuergerechtigkeit, Entlastung der KMUs und letztlich auch eine klare Verminderung des Verwaltungsaufwandes. Das sind die Kernpunkte dieses Antrages zur Einführung eines fairen Steuersystems, den ich hiermit auch erläutert habe. Wir sagen: Genug gezahlt – Schluss mit den hohen Steuern! Wir müssen runterkommen mit den Steuern und letztlich ein faires System schaffen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Es muss Schluss sein mit diesen Milliardenzahlungen an Pleiteländer der Europäischen Union, Frau Ministerin! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir haben die Kardinalfrage gestellt: Wer hindert Sie daran, Schluss zu machen mit den Schulden? Es fehlt allein Ihre Antwort und Ihre Einsicht, dass dieses Budget, so wie es heute beschlossen wird, falsch ist, gegen die Schuldenbremse spricht und letztlich nur den Druck auf die Menschen erhöht und die Schulden erhöht, und deswegen lehnen wir das Budget auch ab. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter
Herr Kollege Krainer, Ihre Argumentation in allen Ehren, die da von Steuern und dann ganz am Schluss auch vom Sparen handelt, aber das, was ich vom Koalitionspartner vermisse, ist, dass Sie zuerst einmal beim Sparen und beim Orten von Sparpotenzialen beginnen. Es ist unter Ökonomen vollkommen unbestritten (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter), dass das, was wir brauchen bis 2017, Herr Kollege Matznetter, insgesamt zirka 9 Milliarden € an zusätzlichem Sparvolumen sind. 9 Milliarden €! (Abg. Dr. Matznetter: Warum können nicht die Millionäre sparen?) Der Löwenanteil dieses Volumens – und ich spreche hier von drei Viertel oder auch mehr – muss aus dem Titel Kostenersparnis kommen, und da bedauere ich es und halte es für den falschen Ansatz, zuerst mit den Themen Steuern zu kommen, hier mit Taferln zu agieren und zu sagen, welche Steuern wollen wir wann wie wo holen.
Abg. Dr. Matznetter: Warum können nicht die Millionäre sparen?
Herr Kollege Krainer, Ihre Argumentation in allen Ehren, die da von Steuern und dann ganz am Schluss auch vom Sparen handelt, aber das, was ich vom Koalitionspartner vermisse, ist, dass Sie zuerst einmal beim Sparen und beim Orten von Sparpotenzialen beginnen. Es ist unter Ökonomen vollkommen unbestritten (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter), dass das, was wir brauchen bis 2017, Herr Kollege Matznetter, insgesamt zirka 9 Milliarden € an zusätzlichem Sparvolumen sind. 9 Milliarden €! (Abg. Dr. Matznetter: Warum können nicht die Millionäre sparen?) Der Löwenanteil dieses Volumens – und ich spreche hier von drei Viertel oder auch mehr – muss aus dem Titel Kostenersparnis kommen, und da bedauere ich es und halte es für den falschen Ansatz, zuerst mit den Themen Steuern zu kommen, hier mit Taferln zu agieren und zu sagen, welche Steuern wollen wir wann wie wo holen.
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Fangen wir mit dem Sparen an! Verankern wir die Schuldenbremse in der Verfassung! Anders geht es nicht. Und ich rufe insbesondere die Oppositionsparteien auf, hier diesen konstruktiven Weg mit uns mitzugehen, zuerst zu sparen und einmal über keine neuen Steuern oder Steuererhöhungen nachzudenken und das Triple A für Österreich zu sichern. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei der FPÖ
übermittelt bekommt. Es gibt kein geschlossenes Zahlenwerk, wo wir genau kontrollieren können, wie viele Schulden in den einzelnen Bundesländern bei den Gemeinden vorhanden sind. Ich glaube, das ist sehr bedenklich (Beifall bei der FPÖ), zumal auch der Rechnungshof schon über längere Zeit hinweg massivst einfordert, ein einheitliches Rechenwerk zu erstellen, damit man hier nicht im Blindflug unterwegs ist und man endlich weiß, wo die Belastungen im Bund sind, in welchen Bundesländern bei den Gemeinden die Schulden liegen.
Beifall bei der FPÖ.
Genau diese Grundlagen wären auch notwendig für den bevorstehenden Finanzausgleich. Liebe Frau Ministerin, ich glaube, mit diesem Finanzausgleich wäre es auch höchst an der Zeit, dass dieses ungerechte System des abgestuften Finanzschlüssels abgeschafft wird, denn es kann nicht sein, dass Ihnen die Bürger in den großen Gemeinden und in den Städten wesentlich mehr wert sind als in den kleinen Landgemeinden. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Da haben Sie aber den Falschen gefragt!
Vielleicht bringe ich ein kleines Beispiel. Ich habe jetzt anlässlich eines Besuches in Chile die Möglichkeit gehabt, mit den Vertretern des Städte- und Gemeindebundes in Chile zu reden. Santiago, eine Stadt mit 6 Millionen Einwohnern, besteht aus sage und schreibe 52 einzelnen Verwaltungseinheiten. Auf meine Überraschung und auf meine Nachfrage hin wurde mir bestätigt, dass man erkannt hat, dass genau diese 52 Verwaltungseinheiten effizienter, besser und direkter für den Bürger zur Verfügung stehen als eine große Verwaltungseinheit. (Ruf bei der SPÖ: Da haben Sie aber den Falschen gefragt!)
Beifall bei der FPÖ.
Und ich glaube, das alleine wäre Grund genug, auch hier bei uns die kleinen Einheiten weiterhin aufrechtzuerhalten und den ungerechten abgestuften Bevölkerungsschlüssel ad acta zu legen. Es wäre jetzt an der Zeit, sich auf die nächsten Finanzausgleichsverhandlungen vorzubereiten und in diese Richtung hinzuarbeiten. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Der Erwin Kaipel wird jetzt richtungsweisend!
Präsident Fritz Neugebauer: Herr Abgeordneter Ing. Kaipel gelangt nun zu Wort. – Bitte. (Ruf bei der SPÖ: Der Erwin Kaipel wird jetzt richtungsweisend!)
Beifall bei der SPÖ.
Die Gemeinden brauchen rasche Hilfe. Wir sind gefordert, diese auch zu gewähren – wir haben die Möglichkeit. Ich weise darauf hin, dass all jene, die nicht bereit sind, rasche Hilfe zu gewähren, regionale Beschäftigung, regionale Wirtschaft gefährden. Ich denke, das sollten wir uns gemeinsam nicht leisten. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
allgemeiner Beifall
Abgeordneter Alois Gradauer (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Seit der Budgetrede der Frau Bundesminister Fekter sind vier Wochen vergangen. In diesen vier Wochen hat sich viel getan in den Ausschüssen, im Plenum. Es gab tausende Wortmeldungen, viel Engagement, viele Anfragen, die gestellt wurden, die dann auch beantwortet wurden, Millionen Seiten bedrucktes Papier, emsige Mitarbeiter in den Klubs, in der Parlamentsdirektion – wo ich mich sehr herzlich für die Arbeit bedanken möchte (allgemeiner Beifall) –, Expertenmeinungen, Pressemeldungen, TV-Reportagen, ein riesiges Schauspiel in Summe. (Zwischenruf der Abg. Dr. Winter.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Winter.
Abgeordneter Alois Gradauer (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Seit der Budgetrede der Frau Bundesminister Fekter sind vier Wochen vergangen. In diesen vier Wochen hat sich viel getan in den Ausschüssen, im Plenum. Es gab tausende Wortmeldungen, viel Engagement, viele Anfragen, die gestellt wurden, die dann auch beantwortet wurden, Millionen Seiten bedrucktes Papier, emsige Mitarbeiter in den Klubs, in der Parlamentsdirektion – wo ich mich sehr herzlich für die Arbeit bedanken möchte (allgemeiner Beifall) –, Expertenmeinungen, Pressemeldungen, TV-Reportagen, ein riesiges Schauspiel in Summe. (Zwischenruf der Abg. Dr. Winter.)
Beifall bei der FPÖ.
Als Kaufmann würde ich sagen: Außer Spesen nichts gewesen. (Beifall bei der FPÖ.) Als Politiker muss ich sagen: leere Kilometer. Das vorgelegte Budget von Mitte Oktober hat sich in keiner Zahl, mit keinem Beistrich, mit keinem Satz, mit keinem Buchstaben geändert. Es ist schade um die Vergeudung von Wissen, von Energie und von Kosten. (Beifall bei der FPÖ.) Ich denke, meine Damen und Herren, dieser Budgetprozess könnte wesentlich effektiver gestaltet werden.
Beifall bei der FPÖ.
Als Kaufmann würde ich sagen: Außer Spesen nichts gewesen. (Beifall bei der FPÖ.) Als Politiker muss ich sagen: leere Kilometer. Das vorgelegte Budget von Mitte Oktober hat sich in keiner Zahl, mit keinem Beistrich, mit keinem Satz, mit keinem Buchstaben geändert. Es ist schade um die Vergeudung von Wissen, von Energie und von Kosten. (Beifall bei der FPÖ.) Ich denke, meine Damen und Herren, dieser Budgetprozess könnte wesentlich effektiver gestaltet werden.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Zur allgemeinen Situation: Die ist bedrohlich wie nie zuvor. Ein Euro-Rettungsschirm folgt dem anderen. Da muss doch etwas nicht stimmen. Gibt es auch Rettungsschirme für Dänische Kronen? Gibt es Rettungsschirme für Schweizer Franken? Gibt es Rettungsschirme für Norwegische Kronen? Hat es einen Rettungsschirm für den Schilling gegeben? (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Nein, meine Damen und Herren, nur der Euro muss gerettet werden. Da stimmt am System etwas nicht.
Beifall bei der FPÖ.
Der österreichische Staat hat Schulden in der Höhe von 268 Milliarden € angehäuft. Wir zahlen dafür Zinsen in der Höhe von 8 Milliarden € und machen neue Schulden im Jahre 2012 in der Höhe von 9,2 Milliarden €. Das sind 15 Prozent der Einnahmen. Und, Frau Bundesminister, ich habe es Ihnen schon ein paarmal gesagt: Das ist kein Sparpfad, das ist eine Schuldenautobahn, auf der wir zurzeit fahren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich bin Kaufmann und verstehe diese ganze Entwicklung nicht, dass die Regierung diese drei Jahre, die vergangen sind, und auch nicht die Chance genutzt hat, die Zukunft neu zu gestalten. Ich bin als Kaufmann und auch als Politiker mit den Ergebnissen des Budgets total unzufrieden. Ich bin mit der Abwicklung unzufrieden und ich verstehe nicht, warum die Koalition nicht einsieht, dass es hier ums Ganze geht, um die Österreicher, um unser Land und vor allen Dingen um die Jugend. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich habe immer das Gefühl, Parteiinteressen haben Vorrang gegenüber Gemeininteressen. Das ist sicher falsch. Es brennt der Hut, keiner löscht, und das wird so lange dauern, bis der Crash da ist. Das ist aus meiner Sicht unverantwortlich. Niemand versteht das. Unser aller Zukunft ist um 9,2 Milliarden € ärmer geworden. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Ich darf Ihnen, meine sehr geehrten Damen und Herren, dazu einige Fakten vollkommen wertfrei darlegen. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.)
Abg. Mag. Schickhofer: Wie viel Anteil am Vermögen haben denn die Reichsten?
Der nächste Punkt: Wer zahlt denn eigentlich die Steuern in Österreich? 11 Prozent der höchsten Einkommen haben 37 Prozent des österreichischen Einkommens und zahlen 65 Prozent der Steuern. Ich verstehe nicht, wo da noch gerechter Steuern verteilt werden sollten. (Abg. Mag. Schickhofer: Wie viel Anteil am Vermögen haben denn die Reichsten?) Wenn man dann weiter feststellt, dass 65 Prozent der Erwerbstätigen keine Steuern zahlen, dann ist das noch unverständlicher. Die Auswirkungen kennen wir seit Jahren. Wir haben trotz dieser großen Umverteilung doch immer wieder die größten Probleme im Staatshaushalt. Wir können aufgrund dieser enormen Umverteilungsquoten leider – und das auch bei bester Konjunktur – keine positiven Budgetzahlen erreichen.
Abg. Ing. Westenthaler: Noch weniger zahlen!
Wenn ich heute für die jungen Mitarbeiter, die ich habe, 3 500 € im Monat aufwende, und sie haben dann im Monat 1 500 € auf dem Konto, meine sehr geehrten Damen und Herren, ich glaube, das ist der falsche Ansatz. (Abg. Ing. Westenthaler: Noch weniger zahlen!) Wir sollten den jungen Menschen, vor allem den ÖsterreicherInnen, ihr Geld belassen. Sie können selber damit viel besser umgehen, als das der Staat jemals machen kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn ich heute für die jungen Mitarbeiter, die ich habe, 3 500 € im Monat aufwende, und sie haben dann im Monat 1 500 € auf dem Konto, meine sehr geehrten Damen und Herren, ich glaube, das ist der falsche Ansatz. (Abg. Ing. Westenthaler: Noch weniger zahlen!) Wir sollten den jungen Menschen, vor allem den ÖsterreicherInnen, ihr Geld belassen. Sie können selber damit viel besser umgehen, als das der Staat jemals machen kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Ein schwarz-blauer Erfolg!
Meine Damen und Herren! Ein kleines Beispiel im Justizministerium – eine Verdoppelung der Kosten im Millionenbereich durch eine Reform. 16 € für eine Buchungszeile bei der Buchhaltungsagentur! (Abg. Öllinger: Ein schwarz-blauer Erfolg!) – Das ist kein blauer Erfolg, Herr Kollege, nein, sondern da geht es darum, dass man durch eine grundsätzlich positive Idee, dass nicht jedes Ministerium das alles für sich alleine
Beifall beim BZÖ.
Meine Damen und Herren, da gibt es viele, viele dieser kleinen Posten, wodurch wir viele, viele Steuermillionen für den Steuerzahler einsparen könnten. Da gibt es keine Ausrede für Landeshauptleute, da gibt es keine Ausrede für Institutionen, da wären diese Institutionen, auch das Finanzministerium, gefragt, genau diese Millionen hereinzuholen, die uns dafür Steuererhöhungen ersparen würden. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Bartenstein: Heuer habe ich das nicht gesagt!
Abgeordneter Ing. Mag. Hubert Kuzdas (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Es ist in unserer Verantwortung, mit dem Vermögen der Republik sorgsam und verantwortungsvoll umzugehen. Zu den Unternehmen der Republik gehören natürlich auch die Österreichischen Bundesbahnen. Hier vermisse ich manches Mal den sorgsamen Umgang und auch die notwendige Seriosität, denn, Kollege Bartenstein, nie und nimmer kann man, wie Sie am 20. Oktober hier gesagt haben, von 6 Milliarden Zuschuss an die ÖBB sprechen, denn gerade Sie müssen ... (Abg. Dr. Bartenstein: Heuer habe ich das nicht gesagt!) – Natürlich, ich habe das Protokoll mit, und ich kann es Ihnen zeigen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.) – Nein, Zuschuss. (Abg. Dr. Bartenstein: Da reden wir noch darüber!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.
Abgeordneter Ing. Mag. Hubert Kuzdas (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Es ist in unserer Verantwortung, mit dem Vermögen der Republik sorgsam und verantwortungsvoll umzugehen. Zu den Unternehmen der Republik gehören natürlich auch die Österreichischen Bundesbahnen. Hier vermisse ich manches Mal den sorgsamen Umgang und auch die notwendige Seriosität, denn, Kollege Bartenstein, nie und nimmer kann man, wie Sie am 20. Oktober hier gesagt haben, von 6 Milliarden Zuschuss an die ÖBB sprechen, denn gerade Sie müssen ... (Abg. Dr. Bartenstein: Heuer habe ich das nicht gesagt!) – Natürlich, ich habe das Protokoll mit, und ich kann es Ihnen zeigen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.) – Nein, Zuschuss. (Abg. Dr. Bartenstein: Da reden wir noch darüber!)
Abg. Dr. Bartenstein: Da reden wir noch darüber!
Abgeordneter Ing. Mag. Hubert Kuzdas (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Es ist in unserer Verantwortung, mit dem Vermögen der Republik sorgsam und verantwortungsvoll umzugehen. Zu den Unternehmen der Republik gehören natürlich auch die Österreichischen Bundesbahnen. Hier vermisse ich manches Mal den sorgsamen Umgang und auch die notwendige Seriosität, denn, Kollege Bartenstein, nie und nimmer kann man, wie Sie am 20. Oktober hier gesagt haben, von 6 Milliarden Zuschuss an die ÖBB sprechen, denn gerade Sie müssen ... (Abg. Dr. Bartenstein: Heuer habe ich das nicht gesagt!) – Natürlich, ich habe das Protokoll mit, und ich kann es Ihnen zeigen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.) – Nein, Zuschuss. (Abg. Dr. Bartenstein: Da reden wir noch darüber!)
Abg. Ing. Westenthaler: Auch ein Hochsteuerland!
Ich bin ja mit dem Kollegen Steindl einer Meinung, wenn er meint, wir sind ein Hochsteuerland beim Faktor Arbeit, aber, Kollege Steindl, beim Vermögen – ich wiederhole das, was ich schon oft hier gesagt habe – sind wir – die OECD stellt das jedes Jahr fest – Schlusslicht. (Abg. Ing. Westenthaler: Auch ein Hochsteuerland!) Mexiko, Tschechien und die Slowakei haben niedrigere Steuern auf Vermögen, und da ist etwas zu tun.
Beifall bei der SPÖ.
Herr Kollege Westenthaler, weil Sie „Hochsteuerland“ sagen. Was wir wollen, ist – ich glaube, da sind wir gar nicht so weit auseinander –, die Arbeitskraft geringer zu besteuern und durch Vermögen gegenzufinanzieren. Das ist auch ein Stück mehr Gerechtigkeit. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Kollege Kogler! Das war keine Panikattacke, das war keine Panikreaktion, sondern es war notwendig, sorgsam überlegt und höchst angebracht, dass wir das getan haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Ist eine Schuldenbremse schon ein Erfolg?
Viele von Ihnen werden sich gefragt haben: Was ist denn da passiert? – Passiert, meine sehr verehrten Damen und Herren, ist es nicht Österreich, sondern rund um uns ist eine enorme Instabilität eingetreten, insbesondere in Italien und insbesondere auch in Ungarn. Diese Instabilität rund um uns hat dann viele vermuten lassen, wir würden uns anstecken. Immerhin ist Italien unser zweitgrößter Exportpartner, und dass wir mit Ungarn enge Beziehungen haben, ist auch jedem bekannt. Wir mussten daher signalisieren, dass keine Ansteckungsgefahr besteht, weil wir hier stabile Verhältnisse und stabile Finanzen haben. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Ist eine Schuldenbremse schon ein Erfolg?)
Beifall bei der ÖVP.
Am Mittwoch, nach der Beschlussfassung der Schuldenbremse, haben wir uns stabilisiert. Am Donnerstag sind wir bereits wieder nach unten gegangen, und heute liegen wir Gott sei Dank um drei Zehntel unterhalb von Dienstag. Wie richtig das war, können Sie daran erkennen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Ich ersuche daher auch die Oppositionsparteien, die Richtigkeit dieses Kurses zu erkennen und dazu beizutragen, dass wir die Schuldenbremse auch in die Verfassung bekommen. Sie tun es nicht für die Regierung, Sie tun es für Österreich, Sie tun es für unsere Bevölkerung, Sie tun es für eine sichere Zukunft. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Grosz: Warum machen Sie heute neue Schulden?
Ich hoffe, dass sich zumindest eine Fraktion findet, die dieses Signal für die Bevölkerung auch sendet im Hinblick auf die wirtschaftliche Situation. (Abg. Grosz: Warum machen Sie heute neue Schulden?) – Herr Grosz, Sie wissen ganz genau, wir haben
Abg. Ing. Westenthaler: Warum machen Sie dann neue Schulden im nächsten Budget?
im Hinblick auf die Prognosen unseres Wachstums eine enorme Delle vom Wifo prognostiziert bekommen, und es ist notwendig, dass man Wachstum nicht abwürgt, sondern stimuliert (Abg. Ing. Westenthaler: Warum machen Sie dann neue Schulden im nächsten Budget?), damit uns Wachstum und Beschäftigung jene Steuereinnahmen bringen, die wir brauchen, damit wir die Schulden abbauen können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
im Hinblick auf die Prognosen unseres Wachstums eine enorme Delle vom Wifo prognostiziert bekommen, und es ist notwendig, dass man Wachstum nicht abwürgt, sondern stimuliert (Abg. Ing. Westenthaler: Warum machen Sie dann neue Schulden im nächsten Budget?), damit uns Wachstum und Beschäftigung jene Steuereinnahmen bringen, die wir brauchen, damit wir die Schulden abbauen können. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Schuldenkaiserin!
Daher: Wenn man sorgsam budgetiert, dann muss man die investiven Ausgaben, die das Wachstum stimulieren, beibehalten, Strukturreformen ansetzen und bei den administrativen Ausgaben sparen. (Abg. Ing. Westenthaler: Schuldenkaiserin!) Aber wir wollen nicht, dass jenes Konjunkturpflänzchen, das uns noch prognostiziert wird, eher schwächer wird, wir wollen es stärken. (Abg. Strache: Wer hindert Sie daran, keine Schulden mehr zu machen?) Daher haben wir auch Offensivmaßnahmen gesetzt, und diese Offensivmaßnahmen führen dazu, dass wir noch nicht dort sind, wo wir gerne gewesen wären. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Strache: Wer hindert Sie daran, keine Schulden mehr zu machen?
Daher: Wenn man sorgsam budgetiert, dann muss man die investiven Ausgaben, die das Wachstum stimulieren, beibehalten, Strukturreformen ansetzen und bei den administrativen Ausgaben sparen. (Abg. Ing. Westenthaler: Schuldenkaiserin!) Aber wir wollen nicht, dass jenes Konjunkturpflänzchen, das uns noch prognostiziert wird, eher schwächer wird, wir wollen es stärken. (Abg. Strache: Wer hindert Sie daran, keine Schulden mehr zu machen?) Daher haben wir auch Offensivmaßnahmen gesetzt, und diese Offensivmaßnahmen führen dazu, dass wir noch nicht dort sind, wo wir gerne gewesen wären. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher: Wenn man sorgsam budgetiert, dann muss man die investiven Ausgaben, die das Wachstum stimulieren, beibehalten, Strukturreformen ansetzen und bei den administrativen Ausgaben sparen. (Abg. Ing. Westenthaler: Schuldenkaiserin!) Aber wir wollen nicht, dass jenes Konjunkturpflänzchen, das uns noch prognostiziert wird, eher schwächer wird, wir wollen es stärken. (Abg. Strache: Wer hindert Sie daran, keine Schulden mehr zu machen?) Daher haben wir auch Offensivmaßnahmen gesetzt, und diese Offensivmaßnahmen führen dazu, dass wir noch nicht dort sind, wo wir gerne gewesen wären. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Strache: Wer hindert Sie daran, keine Schulden mehr zu machen, Frau Fekter?
Auch mir wäre ein Nulldefizit lieber (Abg. Strache: Wer hindert Sie daran, keine Schulden mehr zu machen, Frau Fekter?), aber im Hinblick auf die Gesamtkonsolidierung gehen wir einen konsistenten Pfad. (Abg. Strache: Wann setzen Sie es um?) Wir haben ihn eingeschlagen mit Loipersdorf, und wir haben ihn nicht verlassen. (Abg. Strache: Setzen Sie es um!) Obwohl uns die Wirtschaftsforscher eine Konjunkturdelle prognostiziert haben – das heißt, die Konjunktur wird sich abschwächen –, haben wir trotzdem den Konsolidierungspfad eingehalten. Und das ist gut so. (Abg. Ing. Westenthaler: Waren die Griechen auch mit in der Therme? Haben die Griechen auch einen Vorschlag gemacht in Loipersdorf?)
Abg. Strache: Wann setzen Sie es um?
Auch mir wäre ein Nulldefizit lieber (Abg. Strache: Wer hindert Sie daran, keine Schulden mehr zu machen, Frau Fekter?), aber im Hinblick auf die Gesamtkonsolidierung gehen wir einen konsistenten Pfad. (Abg. Strache: Wann setzen Sie es um?) Wir haben ihn eingeschlagen mit Loipersdorf, und wir haben ihn nicht verlassen. (Abg. Strache: Setzen Sie es um!) Obwohl uns die Wirtschaftsforscher eine Konjunkturdelle prognostiziert haben – das heißt, die Konjunktur wird sich abschwächen –, haben wir trotzdem den Konsolidierungspfad eingehalten. Und das ist gut so. (Abg. Ing. Westenthaler: Waren die Griechen auch mit in der Therme? Haben die Griechen auch einen Vorschlag gemacht in Loipersdorf?)
Abg. Strache: Setzen Sie es um!
Auch mir wäre ein Nulldefizit lieber (Abg. Strache: Wer hindert Sie daran, keine Schulden mehr zu machen, Frau Fekter?), aber im Hinblick auf die Gesamtkonsolidierung gehen wir einen konsistenten Pfad. (Abg. Strache: Wann setzen Sie es um?) Wir haben ihn eingeschlagen mit Loipersdorf, und wir haben ihn nicht verlassen. (Abg. Strache: Setzen Sie es um!) Obwohl uns die Wirtschaftsforscher eine Konjunkturdelle prognostiziert haben – das heißt, die Konjunktur wird sich abschwächen –, haben wir trotzdem den Konsolidierungspfad eingehalten. Und das ist gut so. (Abg. Ing. Westenthaler: Waren die Griechen auch mit in der Therme? Haben die Griechen auch einen Vorschlag gemacht in Loipersdorf?)
Abg. Ing. Westenthaler: Waren die Griechen auch mit in der Therme? Haben die Griechen auch einen Vorschlag gemacht in Loipersdorf?
Auch mir wäre ein Nulldefizit lieber (Abg. Strache: Wer hindert Sie daran, keine Schulden mehr zu machen, Frau Fekter?), aber im Hinblick auf die Gesamtkonsolidierung gehen wir einen konsistenten Pfad. (Abg. Strache: Wann setzen Sie es um?) Wir haben ihn eingeschlagen mit Loipersdorf, und wir haben ihn nicht verlassen. (Abg. Strache: Setzen Sie es um!) Obwohl uns die Wirtschaftsforscher eine Konjunkturdelle prognostiziert haben – das heißt, die Konjunktur wird sich abschwächen –, haben wir trotzdem den Konsolidierungspfad eingehalten. Und das ist gut so. (Abg. Ing. Westenthaler: Waren die Griechen auch mit in der Therme? Haben die Griechen auch einen Vorschlag gemacht in Loipersdorf?)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Wir liegen insgesamt mit unseren Wirtschaftsdaten gut da. Mit der Schuldenbremse konnten wir auch unser Triple A retten. Das heißt, wir werden nächstes Jahr wahrscheinlich niedrige Zinsen zahlen und das Geld für Reformen verwenden, für die Konjunkturbelebung und für den Defizitabbau. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordnete Gabriele Tamandl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Wir haben von der Opposition in den letzten vier Tage allerhand gehört. Der Kollege Gradauer hat da ein bisschen eine Nacherzählung der letzten vier Tage gemacht. Da kann ich Ihnen nur sagen, die Opposition hat auf der einen Seite in einzelnen Bereichen Geld gefordert, und auf der anderen Seite trommelt die Opposition die ganze Zeit, wir müssen sparen. Ich glaube, Sie sollten sich einmal überlegen, welchen Kurs Sie jetzt einschlagen, entweder den, dass wir noch mehr Geld ausgeben, oder den anderen, dass wir sparen. Wir wollen sparen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Es gibt ja die ÖVP in Wien gar nicht mehr!
Abschließend möchte ich einmal an die FPÖ appellieren, die heute einen Antrag stellt, die Steinhofgründe zum Weltkulturerbe zu machen, und dazu eine namentliche Abstimmung fordert. Ich kann Ihnen sagen, Herr Kollege Strache, dort, wo es hingehört, nämlich im Wiener Gemeinderat, haben wir diesen Antrag gestellt. Das wurde von der Regierung in Wien abgelehnt. (Abg. Strache: Es gibt ja die ÖVP in Wien gar nicht mehr!)
Abg. Strache: Es gibt ja gar keine Wiener ÖVP mehr!
Wir Wiener Abgeordneten werden eine Petition im Hohen Haus einbringen. Da können Sie sich dann auch gerne anschließen. Wir machen es dort, wo es hingehört, und nicht hier. (Abg. Strache: Es gibt ja gar keine Wiener ÖVP mehr!) Und im Übrigen gehört es auch nicht zu den Budgetverhandlungen. Sie können die Politik dort machen, wo sie hingehört. Hier geht es um die Finanzen, und hier geht es um das Budget für die Zukunft unserer Kinder. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir Wiener Abgeordneten werden eine Petition im Hohen Haus einbringen. Da können Sie sich dann auch gerne anschließen. Wir machen es dort, wo es hingehört, und nicht hier. (Abg. Strache: Es gibt ja gar keine Wiener ÖVP mehr!) Und im Übrigen gehört es auch nicht zu den Budgetverhandlungen. Sie können die Politik dort machen, wo sie hingehört. Hier geht es um die Finanzen, und hier geht es um das Budget für die Zukunft unserer Kinder. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ
Abgeordneter Gerald Grosz (BZÖ): Hohes Haus! Frau Kollegin Tamandl, Sie sagen, die Schulden von heute sind die Steuern von morgen, und beschließen heute als Österreichische Volkspartei, als Wirtschaftspartei, die Erhöhung der Steuern für die Zukunft in der Höhe von 10 Milliarden €. Sie reden von einer Schuldenbremse, Frau Finanzministerin, in unehrlicher Art und Weise und verschulden heute einmal mehr Österreich bis zum Rekordschuldenstand von 270 Milliarden € (Beifall bei BZÖ und FPÖ) – auf dem Rücken aller künftigen Generationen, auf dem Rücken von Kindern, die noch nicht einmal geboren worden sind, auf dem Rücken von Banknoten, die diese Nationalbank nicht einmal mehr drucken kann.
Beifall beim BZÖ.
Sie von der Österreichischen Volkspartei sind die Steuer- und Belastungspartei Nummer eins, ohne dass Sie auf die Interessen der Bürgerinnen und Bürger schauen! Da machen wir nicht mehr mit. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt kommen die „guten“ und die „bösen“ Steuern!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Mag. Rudas. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt kommen die „guten“ und die „bösen“ Steuern!)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Und, ganz ehrlich, ich verstehe die Diskussion um die Schuldenbremse nicht ganz: Die Euroländer einigen sich darauf, dass man Regeln für Defizite schafft, und es ist ja auch in unserem Interesse, dass die anderen Länder diese Regeln einhalten. Wir müssen es aber auch und beschließen es daher und wollen es in die Verfassung heben. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Strache: Warum tun Sie das dann nicht? Warum halten Sie sich nicht an die Maastricht-Kriterien?
Deshalb verstehe ich nicht ganz, dass man hier mit parteipolitischem Kleingeld spielt, denn ich glaube, dafür ist das Thema zu ernst. Es ist in unser aller Interesse, dass sich alle Euro-Länder an Regeln halten (Abg. Strache: Warum tun Sie das dann nicht? Warum halten Sie sich nicht an die Maastricht-Kriterien?), weil uns ja die anderen Länder gefährden. Und dass Österreich hier vorbildlich ist, dass die Regierung schnell und verantwortungsvoll reagiert, damit die Finanzmärkte beruhigt und auch Vertrauen schafft, das halte ich für ein gutes Zeichen. (Abg. Strache: Wer hindert Sie, dass Sie sich seit Jahren nicht an die Maastricht-Kriterien halten?)
Abg. Strache: Wer hindert Sie, dass Sie sich seit Jahren nicht an die Maastricht-Kriterien halten?
Deshalb verstehe ich nicht ganz, dass man hier mit parteipolitischem Kleingeld spielt, denn ich glaube, dafür ist das Thema zu ernst. Es ist in unser aller Interesse, dass sich alle Euro-Länder an Regeln halten (Abg. Strache: Warum tun Sie das dann nicht? Warum halten Sie sich nicht an die Maastricht-Kriterien?), weil uns ja die anderen Länder gefährden. Und dass Österreich hier vorbildlich ist, dass die Regierung schnell und verantwortungsvoll reagiert, damit die Finanzmärkte beruhigt und auch Vertrauen schafft, das halte ich für ein gutes Zeichen. (Abg. Strache: Wer hindert Sie, dass Sie sich seit Jahren nicht an die Maastricht-Kriterien halten?)
Beifall bei der SPÖ.
Das heißt, auch für das nächste Budget wünsche ich mir einen Mix aus ausgabenseitigen Maßnahmen, aus gerechten Einnahmen und aus Investitionen in Zukunft und Arbeitsmarkt, und ich hoffe, dass wir so auch weiterhin in Europa das Land mit der geringsten Arbeitslosigkeit und dem größten sozialen Frieden sind. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Bucher: Die ist ja noch nicht beschlossen! – Die Abgeordneten Ing. Westenthaler und Ursula Haubner: Die gibt’s ja noch gar nicht!
Die APA hat um 13.43 Uhr heute informiert – ich zitiere –:„Schuldenkrise: Reding lobt Österreichs Schuldenbremse“ (Abg. Bucher: Die ist ja noch nicht beschlossen! – Die Abgeordneten Ing. Westenthaler und Ursula Haubner: Die gibt’s ja noch gar nicht!), und schreibt dann weiter:
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Wir wissen nicht, wie sie ausschaut, und loben sie schon! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
„EU-Justizkommissarin Viviane Reding hat Österreichs kürzlich vom Ministerrat beschlossene Einführung einer in der Verfassung verankerten Schuldenbremse als vorbildlich für Europa gelobt.“ (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Wir wissen nicht, wie sie ausschaut, und loben sie schon! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Durch die Ankündigung nicht!
Und deswegen ist es extrem erfreulich, wenn ein solches Urteil durch die EU bereits heute formuliert wird. Und – die Frau Ministerin hat es gesagt – die Spreads gehen ja bereits nach unten (Abg. Ing. Westenthaler: Durch die Ankündigung nicht!), und das erspart dem Steuerzahler sehr viel Geld. (Abg. Öllinger: Redebremse!)
Abg. Öllinger: Redebremse!
Und deswegen ist es extrem erfreulich, wenn ein solches Urteil durch die EU bereits heute formuliert wird. Und – die Frau Ministerin hat es gesagt – die Spreads gehen ja bereits nach unten (Abg. Ing. Westenthaler: Durch die Ankündigung nicht!), und das erspart dem Steuerzahler sehr viel Geld. (Abg. Öllinger: Redebremse!)
Abg. Ing. Westenthaler: Ich hab mir gedacht, die Finanzministerin sagt immer, das ist sicher, das Triple A?
Ich appelliere auch an die Kollegen von der Opposition, die Schuldenbremse rasch in der Verfassung zu verankern, weil es um die Erhaltung des Triple A geht. Und das ist ein Faktum, das gerade für die künftigen Belastungen und den Spielraum im Budget ungemein bedeutsam ist. (Abg. Ing. Westenthaler: Ich hab mir gedacht, die Finanzministerin sagt immer, das ist sicher, das Triple A?) – Kollege Westenthaler! Einfach einmal zuhören! Das schadet nicht. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie sagt, das ist nicht in Gefahr, das Triple A!) Einfach zuhören und an die Österreicher denken, ihre Belastungen, ihre Möglichkeiten, ihre Zukunft!
Abg. Ing. Westenthaler: Sie sagt, das ist nicht in Gefahr, das Triple A!
Ich appelliere auch an die Kollegen von der Opposition, die Schuldenbremse rasch in der Verfassung zu verankern, weil es um die Erhaltung des Triple A geht. Und das ist ein Faktum, das gerade für die künftigen Belastungen und den Spielraum im Budget ungemein bedeutsam ist. (Abg. Ing. Westenthaler: Ich hab mir gedacht, die Finanzministerin sagt immer, das ist sicher, das Triple A?) – Kollege Westenthaler! Einfach einmal zuhören! Das schadet nicht. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie sagt, das ist nicht in Gefahr, das Triple A!) Einfach zuhören und an die Österreicher denken, ihre Belastungen, ihre Möglichkeiten, ihre Zukunft!
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Steuerprivilegien!
Eine Anmerkung möchte ich noch zum Kollegen Kogler machen: Es gibt selbstverständlich, Herr Kollege Kogler, ein Vermögen in Stiftungen, aber das ist nicht das Vermögen des Onkel Dagobert, wo ein paar Reiche, Superreiche oder Millionäre, wie die Frau Rudas gesagt hat, täglich drinnen baden. Dieses Kapital ist zu 65 Prozent in Unternehmensbeteiligungen investiert. Diese Unternehmensbeteiligungen schaffen und sichern Arbeitsplätze. Wir wollten dieses Kapital nach Österreich holen, wir wollten, dass es produktiv in der Wirtschaft eingesetzt wird, wir wollten, dass es Wachstum und Beschäftigung erzeugt. Das tut es. Daher bitte ich, doch die andere Seite der Medaille auch zu beschreiben. Wir wollen auch künftig dieses Kapital in Österreich halten und im Sinne unserer Wirtschaft, unserer Arbeitsplätze produktiv nutzen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Steuerprivilegien!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, dass wir dieses entwicklungspolitische Ziel einer Transaktionssteuer nicht aus den Augen verlieren sollten, und ich freue mich, dass ich am Ende dieser Debatte zum Budget 2012 auch noch einmal den Gedanken der internationalen Solidarität hier vorbringen kann, weil ich glaube, dass das ein Gedanke ist, der uns helfen wird, jene Probleme, die wir alle gemeinsam auf diesem Globus vor Augen haben, besser lösen zu können. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Mit diesem Signal haben Sie natürlich auch am Finanzmarkt und gegenüber den Rating-Agenturen genau das verursacht, was heute Realität ist, nämlich dass alle Experten sagen, dass das Triple A gefährdet ist (Beifall bei der FPÖ) – weil Sie Milliarden in EU-Haftungspakete geworfen haben, Haftungen übernommen haben, wo alle Experten sagen, dass muss früher oder später schlagend werden und dafür werden unsere Landsleute geradestehen müssen. Das ist der Grund!
Beifall bei der FPÖ.
Sie reden von einer Schuldenbremse, die jetzt in der Verfassung so notwendig ist, weil Sie nur dann demnächst sparsam ein Budget vorlegen werden. – Ja bitte, wir haben eine aufrechte EU-Lage der Maastricht-Kriterien, die Sie daran bindet, und Sie halten sich trotzdem seit dem Jahr 2007 nicht daran und machen Schulden auf Teufel komm raus! Ja was ist denn das für eine Unglaubwürdigkeit?! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Was wir brauchen, sind ausgabenseitige Einsparungsmaßnahmen in Österreich und dass endlich – und das heißt es ja auch – nicht mehr unser Steuergeld für europäische Pleitestaaten und Bankspekulanten zum Fenster hinausgeworfen wird. Das ist doch das Geld, das uns heute fehlt, hier im Bildungssystem, hier im Sozialbereich, hier im Pflegebereich, an den Universitäten und für unsere Pensionisten. Das ist das Geld! – Und jetzt wollen Sie den Österreichern weismachen: Ha, wir brauchen eine Schuldenbremse!, um in Zukunft offenbar noch mehr Geld in EU-Haftungsschirme oder für den Europäischen Stabilitätsmechanismus aus dem Fenster zu werfen. Das ist alles nur mehr unverantwortlich, unehrlich, und da greift sich jeder Bürger in Österreich heute auf den Kopf, ich sage das in aller Offenheit. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Seien Sie ehrlich: In Wirklichkeit müssten wir heute einen Neuwahlbeschluss fassen! Heute müsste in Wirklichkeit ein Neuwahlbeschluss gefasst werden, denn Sie sind nicht mehr in der Lage, dieses Land im Interesse der Österreicher zu führen und letztlich aus der Krise herauszuführen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Rädler: Mit der FPÖ!
Genau das wäre notwendig! – Aber gut, das werden Sie wahrscheinlich nicht tun, keine Frage, denn da klammern Sie sich natürlich bis zum letzten Tag an die Macht, die Sie noch haben, die gar nicht mehr den aktuellen Umfragewerten entspricht. Aber es wird der Tag der nächsten Wahl kommen, und es wird natürlich auch der Tag der Abrechnung kommen (Abg. Rädler: Mit der FPÖ!), und es wird natürlich auch jener Tag kommen, wo Sie nicht so weiterwurschteln können wie bis jetzt. Aber bis dorthin werden wir dafür Sorge tragen, dass die Österreicher auch die Wahrheit hören.
Beifall bei der FPÖ.
Also ich denke, es ist Zeit für Ehrlichkeit, Zeit für Wahrheiten, Zeit einzugestehen, dass der Euro als Zwangswährung, die uns aufgebürdet wurde, bei unterschiedlichen Volkswirtschaften nicht funktionieren kann. Und es ist Zeit, endlich zu akzeptieren, dass man nicht gesundes Geld in ein kaputtes System, das zum Scheitern verurteilt ist, hineinzahlt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir hätten jene Länder, die den Euro-Kriterien nicht entsprochen haben, spätestens am Anfang dieser Krise aus der Euro-Zone entlassen müssen! Dazu war man leider Gottes nicht bereit, und jetzt bekommen wir die Rechnung präsentiert: Der Schaden wird von Woche zu Woche immer größer. Die Krisensitzungen häufen sich von Woche zu Woche, und alle paar Wochen gibt es wieder eine neue Krisensitzung in der Europäischen Union, wo nicht mehr und nicht weniger gemacht wird, als weiter gesundes Geld in ein bereits gescheitertes System zu pumpen. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen.
Ich sage, der Mut von Frank Stronach ist durchaus ein großer. (Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen.) – Ich komme schon zum Schlusssatz. – Stronach hat zu Recht in Bezug auf den Euro von einer Missgeburt gesprochen.
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage es anders. Ich sage: Der Euro ist eine Totgeburt! Der Euro ist zum Scheitern verurteilt – noch dazu mit den Managern, die uns heute leider Gottes nicht aus der Krise führen, sondern sogar weiter hinein. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Stefan: 51 Anträge haben wir hier!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Herr Kollege Strache, papierln Sie doch jemand anderen! Sie haben jetzt eine Woche lang Zeit gehabt, mit Vorschlägen hierher ans Pult zu treten. (Abg. Mag. Stefan: 51 Anträge haben wir hier!) Wahrscheinlich haben Sie aus tiefer Enttäuschung über die Ausführungen Ihrer eigenen Klubkollegen jetzt noch das Wort ergriffen, um nachzubessern. (Abg. Strache: Sie können bei unseren Anträgen mitstimmen!)
Abg. Strache: Sie können bei unseren Anträgen mitstimmen!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Herr Kollege Strache, papierln Sie doch jemand anderen! Sie haben jetzt eine Woche lang Zeit gehabt, mit Vorschlägen hierher ans Pult zu treten. (Abg. Mag. Stefan: 51 Anträge haben wir hier!) Wahrscheinlich haben Sie aus tiefer Enttäuschung über die Ausführungen Ihrer eigenen Klubkollegen jetzt noch das Wort ergriffen, um nachzubessern. (Abg. Strache: Sie können bei unseren Anträgen mitstimmen!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Herr Strache, Sie hätten sich in Wahrheit über sich selbst aufregen müssen. Hätte man von Beginn an all Ihre Forderungen, die Sie hier präsentiert haben, verwirklicht, wäre das Budget am Ende, wären die Schulden explodiert und wäre das Triple A schon längst weg. Das ist die Wahrheit! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage Ihnen noch etwas – ich weiß ja nicht, welche Interessen Sie da vertreten –: Wir haben in dieser Woche x-mal gesagt, aufgrund der Verteilung in Österreich, aufgrund dessen, dass 1 Prozent der Bevölkerung 27 Prozent des Geldvermögens haben, dass 10 Prozent der Bevölkerung 85 Prozent des Immobilienvermögens haben, muss man über eine Millionärssteuer nachdenken und sie auch verwirklichen. (Beifall bei der SPÖ.) – Das verabsäumen Sie! Sie sind zwar ein selbsternannter Vertreter der „Kleinen“ und „Mittleren“, aber Sie setzen das hier herinnen nicht um. Sie sind in Wahrheit in dem Sinn wortbrüchig. (Abg. Strache: Wo ist Ihr Antrag?) Ja, das sind Sie in Wahrheit.
Abg. Strache: Wo ist Ihr Antrag?
Ich sage Ihnen noch etwas – ich weiß ja nicht, welche Interessen Sie da vertreten –: Wir haben in dieser Woche x-mal gesagt, aufgrund der Verteilung in Österreich, aufgrund dessen, dass 1 Prozent der Bevölkerung 27 Prozent des Geldvermögens haben, dass 10 Prozent der Bevölkerung 85 Prozent des Immobilienvermögens haben, muss man über eine Millionärssteuer nachdenken und sie auch verwirklichen. (Beifall bei der SPÖ.) – Das verabsäumen Sie! Sie sind zwar ein selbsternannter Vertreter der „Kleinen“ und „Mittleren“, aber Sie setzen das hier herinnen nicht um. Sie sind in Wahrheit in dem Sinn wortbrüchig. (Abg. Strache: Wo ist Ihr Antrag?) Ja, das sind Sie in Wahrheit.
Abg. Strache: Formulieren wir doch gemeinsam einen Antrag! Bringen wir Anfang Dezember einen gemeinsamen Antrag ein!
Deshalb sage ich Ihnen – und da können Sie sich noch so aufregen! –: Das wird Ihre Situation nicht verbessern! (Abg. Strache: Formulieren wir doch gemeinsam einen Antrag! Bringen wir Anfang Dezember einen gemeinsamen Antrag ein!)
Beifall bei der SPÖ. – Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen.
Ein letzter Punkt: Wenn Sie wirklich dafür eintreten, aus der Euro-Zone auszutreten, dann sagen Sie das! Sagen Sie aber gleich dazu, was am Tag danach mit der österreichischen Wirtschaft geschehen soll, sagen Sie dazu, was mit den Beschäftigten geschehen soll, sagen Sie dazu, dass von den Exportarbeitsplätzen bis zu eine Million Österreicherinnen und Österreicher abhängig sind! Das heißt, wir brauchen den Euro, wir brauchen die Mitgliedschaft in der Euro-Zone, wir brauchen die Mitgliedschaft in der EU, um den Wohlstand in Österreich, die Pensionssysteme, die Gesundheitssysteme, die Sozialsysteme weiterhin abzusichern, damit wir eine dynamische Wirtschaft haben und wettbewerbsfähig sind. (Beifall bei der SPÖ. – Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen.)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ und Beifall bei der ÖVP.
Solange Sie nicht imstande sind, das auch wirklich auf den Tisch zu legen, so lange sind Sie abgrundtief unglaubwürdig, Herr Klubobmann! (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ und Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Hagen: Das einzig Vernünftige!
Ich bitte jene Damen und Herren, die diesem Rückverweisungsantrag zustimmen, um ein entsprechendes Zeichen. (Abg. Hagen: Das einzig Vernünftige!) – Das ist die Minderheit. Der Antrag ist abgelehnt.
Abg. Ing. Westenthaler: Schuldenmacher!
Ich bitte jene Damen und Herren, die dem zustimmen wollen, um ein entsprechendes Zeichen. (Abg. Ing. Westenthaler: Schuldenmacher!) – Das ist mit Mehrheit angenommen.
Abg. Strache: Kostet kein Geld, bringt Geld – aber wird auch abgelehnt!
Bei Zustimmung ersuche ich um ein Zeichen. – Das ist die Minderheit. Der Antrag ist abgelehnt. (Abg. Strache: Kostet kein Geld, bringt Geld – aber wird auch abgelehnt!)
Abg. Strache – in Richtung ÖVP –: Wo sind die Politmillionäre? Warum bleiben die Politmillionäre sitzen?
Wer hiefür eintritt, den bitte ich um ein Zeichen. (Abg. Strache – in Richtung ÖVP –: Wo sind die Politmillionäre? Warum bleiben die Politmillionäre sitzen?) – Das ist die Minderheit. Der Antrag ist abgelehnt.
Über Namensaufruf durch die Schriftführer Zanger beziehungsweise Jakob Auer werfen die Abgeordneten den Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführer Zanger beziehungsweise Jakob Auer werfen die Abgeordneten den Stimmzettel in die Urne.)
Abg. Strache: Die Einzigen, die wirklich arbeiten, ist die Opposition!
Wer hiefür eintritt, den bitte ich um ein Zeichen. – Das ist die Minderheit. Der Antrag ist abgelehnt. (Abg. Strache: Die Einzigen, die wirklich arbeiten, ist die Opposition!)
Abg. Strache: Wieder ein Sparantrag, der abgelehnt wurde!
Wer diesen Antrag unterstützt, den bitte ich um ein Zeichen. – Das ist die Minderheit. Der Antrag ist abgelehnt. (Abg. Strache: Wieder ein Sparantrag, der abgelehnt wurde!)
Abg. Strache: Das haben wir mit ELGA zehnmal herinnen!
Wer dem zustimmt, den bitte ich um ein Zeichen. – Auch das ist die Minderheit. Der Antrag ist abgelehnt. (Abg. Strache: Das haben wir mit ELGA zehnmal herinnen!)
Abg. Strache – in Richtung des Abg. Jakob Auer –: Was ist mit dem Bauernbund? – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ihr seid für Gen-Kartoffeln?
Wer diesen Antrag unterstützt, den bitte ich um ein Zeichen. – Auch das ist die Minderheit. Der Antrag ist abgelehnt. (Abg. Strache – in Richtung des Abg. Jakob Auer –: Was ist mit dem Bauernbund? – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ihr seid für Gen-Kartoffeln?)