Eckdaten:
Für die 104. Sitzung der 25. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 1740 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Beifall bei der FPÖ.
So wird der Schuldenweg wieder einmal konsequent fortgesetzt, und das auf Kosten letztlich auch der Gesellschaft, auf Kosten unserer Kinder und Kindeskinder. Und das ist schade, denn wieder einmal ist das Budget letztlich ambitionslos. Wir haben einen Ergebnishaushalt, wo am Ende 9,8 Milliarden € neue Schulden gemacht werden, und das ist eben nicht verantwortungsvoll. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wie sehr diese Regierung dahindilettiert, sieht man anhand der Steuerreform. Die ohnehin minimalen Entlastungen, die auf der einen oder anderen Seite sozusagen vorgenommen worden sind, werden von der kalten Progression und den unverschämten Gebühren- und Steuererhöhungen auf der anderen Seite wieder aufgefressen. Das ist keine nachhaltige Steuerersparnis oder Steuersenkung für die Bürger, wie wir sie bräuchten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Registrierkassenpflicht wiederum bringt realistisch gesehen vielleicht eine halbe Milliarde Euro, wenn überhaupt, und damit auch nur einen sehr kleinen Teil der Gegenfinanzierung. Gerade für kleinere Unternehmen sind diese Anschaffung und diese Verpflichtung der Registrierkasse etwas sehr Unangenehmes, nämlich eine große Belastung. Und viele Unternehmen klagen natürlich auch über diese Belastung. In unseren Augen ist sie nicht zweckdienlich. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Über 500 000 Menschen sind, wenn man so will, gesetzeswidrig oder illegal nach Österreich eingewandert, weil es keine Kontrollen gegeben hat, auch keine Registrierungen gibt. Wir wissen auch nicht, wie viele Menschen weitergereist und wie viele hier geblieben sind, weil ja die Zahl der hier Bleibenden immer nur daran gemessen wird, wer einen Asylantrag gestellt hat. Dass aber viele hier leben, die noch keinen Antrag gestellt haben, wird geflissentlich verschwiegen. Dass viele wahrscheinlich auch in die Illegalität abgetaucht sind, wird auch verschwiegen. Wir haben es mit einem sicherheitspolitischen Problem zu tun, das seit Monaten immer wieder evident ist, wo von unserer Seite auch darauf hingewiesen wurde, aber es bis heute keine Änderung gibt, die in die Richtung geht, diese ungeheuerliche Situation an den Grenzen Österreichs endlich abzustellen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage, wir haben eine Bundesregierung, die in völlig unverantwortlicher Weise die Grenzen vollständig geöffnet und damit auch einen Teil der hoheitlichen Befugnisse der Republik aufgegeben hat. Und es ist völlig unklar, und ich betone es noch einmal, wie viele Personen hereingelassen worden sind, und ob die Personen, die man hereingelassen hat, auch wirklich Flüchtlinge im Sinne der Genfer Konvention sind oder nicht. Denn ohne Kontrollen und Registrierung kann man diesen Unterschied nicht erkennen und diese Differenzierung gar nicht treffen. Es ist daher unredlich, zu sagen, es handelt sich ausschließlich um Schutzbedürftige, wenn man so vorgeht, wie Sie vorgegangen sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner
Ich sage und wir sagen das jedes Jahr (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner): keine Reformen in Sicht, kein Umdenken in Sicht, der Schuldenberg wird weiter angehäuft – um über 66 Milliarden € seit dem Jahr 2006 auf derzeit 285,8 Milliarden € oder 87 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung pro Jahr. Anders ausgedrückt: Jeder Österreicher, vom Baby bis zum Greis, ist mit stolzen 30 820 € verschuldet. Auf die Erwerbstätigen umgerechnet liegt die Verschuldung pro Kopf bei unglaublichen 68 525 €, und allein 8,3 Milliarden € mühsam erarbeitetes Steuergeld muss jährlich nur an Zinsen bezahlt werden und fällt natürlich für den Bau von Schulen, Spitälern und die Unterstützung von Mindestrentnern weg – und nicht zuletzt für eine wirksame Steuerreform, die diesen Namen auch wirklich verdient, die notwendig wäre, damit endlich
Beifall bei der FPÖ.
Was Österreich braucht, ist ein über den Konjunkturzyklus ausgeglichenes Budget, ein Ziel, das unter Rot-Schwarz leider Gottes nie in Angriff genommen wurde und auch in weite Ferne gerückt ist. Wir wollen für die nachfolgenden Generationen eben auch sicherstellen, dass sie nicht mit weiteren Schulden belastet werden, denn Sie werden irgendwann einmal in Pension sein, aber andere Generationen werden das, was Sie hinterlassen haben, auszubaden haben. Das ist nicht die Verantwortung, die wir uns wünschen und vorstellen. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: … Rede!
Ich sage, Sinn und Zweck des Staates ist es und sollte es sein, den Bürgern unter der Perspektive der Nachhaltigkeit optimale Lebensbedingungen zu ermöglichen. (Ruf bei der ÖVP: … Rede!) Auch die kalte Progression hat entschieden bekämpft zu werden –auch das ist nicht der Fall –, denn sie sorgt dafür, dass viele Arbeitnehmer und Pensionisten automatisch in höhere Steuerklassen rutschen und dadurch immer höhere Steuern zahlen, ohne real mehr zu verdienen. (Zwischenruf des Abg. Kirchgatterer.) Die Enteignung durch die kalte Progression muss eben durch eine umfassende, an die Inflation gekoppelte Tarifreform beendet werden. All das fordern wir seit Jahren, und das sind Sie auch jetzt wieder schuldig geblieben. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Kirchgatterer.
Ich sage, Sinn und Zweck des Staates ist es und sollte es sein, den Bürgern unter der Perspektive der Nachhaltigkeit optimale Lebensbedingungen zu ermöglichen. (Ruf bei der ÖVP: … Rede!) Auch die kalte Progression hat entschieden bekämpft zu werden –auch das ist nicht der Fall –, denn sie sorgt dafür, dass viele Arbeitnehmer und Pensionisten automatisch in höhere Steuerklassen rutschen und dadurch immer höhere Steuern zahlen, ohne real mehr zu verdienen. (Zwischenruf des Abg. Kirchgatterer.) Die Enteignung durch die kalte Progression muss eben durch eine umfassende, an die Inflation gekoppelte Tarifreform beendet werden. All das fordern wir seit Jahren, und das sind Sie auch jetzt wieder schuldig geblieben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage, Sinn und Zweck des Staates ist es und sollte es sein, den Bürgern unter der Perspektive der Nachhaltigkeit optimale Lebensbedingungen zu ermöglichen. (Ruf bei der ÖVP: … Rede!) Auch die kalte Progression hat entschieden bekämpft zu werden –auch das ist nicht der Fall –, denn sie sorgt dafür, dass viele Arbeitnehmer und Pensionisten automatisch in höhere Steuerklassen rutschen und dadurch immer höhere Steuern zahlen, ohne real mehr zu verdienen. (Zwischenruf des Abg. Kirchgatterer.) Die Enteignung durch die kalte Progression muss eben durch eine umfassende, an die Inflation gekoppelte Tarifreform beendet werden. All das fordern wir seit Jahren, und das sind Sie auch jetzt wieder schuldig geblieben. (Beifall bei der FPÖ.)
Vizekanzler Mitterlehner: Ja …!
Es ist schade und traurig, dass dem so ist, und es ist leider Gottes auch traurig, sich hier immer wiederholen zu müssen – aber ich habe die Hoffnung auch aufgegeben. (Vizekanzler Mitterlehner: Ja …!) Wir haben es mit einer Regierung zu tun, die weder lernfähig ist noch Selbstreflektion lebt, sondern einfach immer wieder dem gleichen Faden folgt.
Anhaltender Beifall bei der FPÖ.
Es ist schade, ich kann mir aber auch nicht vorstellen, dass Sie selbst Ihrem Weg noch irgendein Vertrauen oder einen Glauben schenken. Die Bevölkerung ist jedenfalls zu Recht enttäuscht, wenn man merkt, dass eine Regierung in der Art und Weise weitertut und eben nicht lernfähig ist. (Anhaltender Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn wir uns nur die Steuerreform anschauen, die ja auch für die Konsolidierung einen wichtigen Punkt darstellt, da nur durch Wachstum letztlich Budgetsanierung gelingen kann, dann ist eine Entlastung von 5 Milliarden € im Verhältnis zu einem BIP von über 300 Milliarden € eine sehr große und spürbare Entlastung. Sie kommt 6,4 Millionen Menschen zugute und wird ab 1. Jänner 2016 direkt in den Geldbörsen der Österreicherinnen und Österreicher positiv zu spüren sein. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Es ist aber auch so, dass das Budget der geänderten internationalen und nationalen Sicherheitslage Rechnung trägt. Es sind die Mittel auch für das erhöhte Aufkommen in der Grundversorgung für Asylwerber vorgesehen, und es ist auch vorgesehen, dass der Auslandskatastrophenfonds aufgestockt wird, also es werden auch die Kürzungen, die wir in den letzten Jahren im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit hatten, wieder zurückgenommen. Österreich leistet auch mit Geld seinen internationalen Beitrag für Sicherheit und Stabilität. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Das heißt, in Summe, sehr geehrte Damen und Herren, glaube ich, ist es ein Budget, das unter den strengen und schwierigen Rahmenbedingungen trotzdem das macht, was notwendig ist, nämlich in Beschäftigung, in Infrastruktur und in Wachstum zu investieren. Daher, glaube ich, zeigt sich auch, dass Österreichs Budgetkurs, der auf soziale Gerechtigkeit und gerechte Konsolidierung achtet, ein guter ist. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Strolz.
Zur großen und wichtigen Frage der Bildungspolitik, der Bildungsreform haben wir jetzt am 17. zwar ein Konzept von der Bundesregierung vorgelegt bekommen, aber budgetär ist die wahnsinnige Lücke von 340 Millionen € nach wie vor offen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie tatsächlich in ein Budgetjahr gehen wollen, wo die Sicherheit der Finanzierung des Bildungsbereiches in einem dermaßen großen Ausmaß unsicher ist. Ich appelliere an Sie noch einmal eindringlichst, jetzt in den nächsten Tagen dieses Loch nicht einfach so stehen zu lassen! Das bedeutet nicht nur für die Lehrerinnen und Lehrer eine massive Verunsicherung, sondern vor allem auch für die Schülerinnen und Schüler, die nicht sicher sein können, ob die Qualität, die ohnehin jetzt im Moment noch nicht ausreichend ist, auch gehalten werden kann. In diesem Sinne: Die Lücke im Bildungsbudget muss bis zur Beschlussfassung am Donnerstag geschlossen werden! (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Strolz.)
Abg. Kogler: Schande!
Allerdings, was passiert gleichzeitig im österreichischen Budget, was haben Sie hier vorgelegt? – Sie haben die wichtigsten Klimaschutzinstrumente der österreichischen Klimaschutzpolitik de facto drastisch zusammengekürzt – und das ist nicht nur klimapolitisch eine Schande (Abg. Kogler: Schande!), sondern es ist auch arbeitsmarktpolitisch sehr verheerend. Sie kürzen mit diesen Instrumenten in den nächsten Jahren eine halbe Milliarde Euro Investitionen, das bedeutet 8 000 Arbeitsplätze. Das kann nicht Ihr Ernst sein, angesichts dieser Arbeitsmarktsituation tatsächlich österreichische Investitionen zu behindern.
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Ich frage mich: Wie unvernünftig kann man sein? – das in diesen Zeiten, nicht nur wachstumspolitisch, arbeitsmarktpolitisch, sondern auch eine Woche vor der entscheidenden Klimakonferenz. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Ich glaube, auch Sie, Herr Finanzminister, haben Interesse daran, dass man in diesem sehr schwierigen Prozess, wo es um Vertrauen gegenüber Industrieländern geht, ein Zeichen von Österreich setzt, dass man zu einem Abschluss kommt. Ich bitte auch da um ernsthaftes Nachdenken und Nachbesserungen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich frage mich: Wie unvernünftig kann man sein? – das in diesen Zeiten, nicht nur wachstumspolitisch, arbeitsmarktpolitisch, sondern auch eine Woche vor der entscheidenden Klimakonferenz. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Ich glaube, auch Sie, Herr Finanzminister, haben Interesse daran, dass man in diesem sehr schwierigen Prozess, wo es um Vertrauen gegenüber Industrieländern geht, ein Zeichen von Österreich setzt, dass man zu einem Abschluss kommt. Ich bitte auch da um ernsthaftes Nachdenken und Nachbesserungen! (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der ÖVP: Seehofer …!
Der dritte Bereich – ich weiß nicht, wie oft wir es noch sagen müssen –, alle reden von folgender Frage: Wie geht man jetzt mit den Flüchtlingen um? Wie schafft man das? Was ist eine menschenwürdige Versorgungen an der Grenze? Was ist eine menschenwürdige Unterbringung? Wie geht man mit der Herausforderung europäisch um? (Ruf bei der ÖVP: Seehofer …!) Und alle reden auch davon, dass man internationale Organisationen, die sich vor Ort um die Aufnahme, die Versorgung, um die Ernährung von Flüchtlingen kümmern, unterstützen muss.
Beifall bei den Grünen.
chischen Beiträge versteckt sind. Unser Eindruck ist, es gibt keine Beiträge – und das kann nicht sein, und ich bitte auch hier noch einmal um Nachbesserung! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Rädler: Das stimmt ja nicht! – Vizekanzler Mitterlehner: Die Leistungen stehen im Gesetz! – Rufe bei der ÖVP: Wird weniger pro Jahr!
Das ist an und für sich gut, was nicht gut ist, ist, dass es vermutlich zulasten der Familien gehen wird. Es gibt keine Gegenfinanzierung. Sie kennen den Zustand des Familienlastenausgleichsfonds, er ist chronisch überschuldet, schon seit Längerem. Die Familienministerin konnte uns keine finanzielle Entwicklung über die nächsten Jahre darstellen. Ich frage Sie: Können Sie wirklich Leistungssicherheit für die österreichischen Familien hier und heute garantieren, wenn bis 2018 tatsächlich 1 Milliarde zusätzlich aus dem FLAF herausgenommen wird? (Abg. Rädler: Das stimmt ja nicht! – Vizekanzler Mitterlehner: Die Leistungen stehen im Gesetz! – Rufe bei der ÖVP: Wird weniger pro Jahr!)
Zwischenruf des Abg. Rädler
Geld vermehrt sich einfach nicht von selbst. Das ist ein Naturgesetz. Der FLAF ist kein Bankomat, der FLAF ist ein Fonds. Da gibt es bestimmte Mittel, die drinnen sind, aber hier sukzessive runterzugehen mit den Beiträgen, mit der Speisung hinunterzugehen und auf der anderen Seite keine Gegenfinanzierung bereitzustellen, sich überhaupt nicht zu überlegen (Zwischenruf des Abg. Rädler), wie man das für die Zukunft absichert, das ist extrem verantwortungslos gegenüber den österreichischen Familien. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner.
Geld vermehrt sich einfach nicht von selbst. Das ist ein Naturgesetz. Der FLAF ist kein Bankomat, der FLAF ist ein Fonds. Da gibt es bestimmte Mittel, die drinnen sind, aber hier sukzessive runterzugehen mit den Beiträgen, mit der Speisung hinunterzugehen und auf der anderen Seite keine Gegenfinanzierung bereitzustellen, sich überhaupt nicht zu überlegen (Zwischenruf des Abg. Rädler), wie man das für die Zukunft absichert, das ist extrem verantwortungslos gegenüber den österreichischen Familien. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner.)
Vizekanzler Mitterlehner: Das war 30 Jahre lang vorbereitet!
Was da dagegen spricht, weiß ich nicht. Warum muss man das jetzt überfallsartig über Abänderungsantrag im Ausschuss ohne Begutachtung …? (Vizekanzler Mitterlehner: Das war 30 Jahre lang vorbereitet!) – Sie haben das 30 Jahre lang vorbereitet? (Vizekanzler Mitterlehner: Ja, gefordert, ja!) Sie haben es 30 Jahre lang gefordert, das stimmt schon, aber gute Vorbereitung schaut anders aus, als einfach 1 Milliarde € mehr auf Pump sozusagen … (Abg. Fekter: Sie können nur alles schlechtreden! Haben Sie schon etwas Positives gesagt?) – Nein, nein, nein! Ich habe gesagt, das Ansinnen ist absolut gut, ich bin sehr dafür, im Rahmen einer vernünftigen, intelligenten Steuerreform auch die Beiträge für die Dienstgeber zu senken. Im Gegenteil, wir haben das schon seit 99 im Konzept „Anders steuern: die ökosoziale Steuerreform der Grünen“ (Beifall bei den Grünen), haben das ausgerechnet und seither Dutzende Male mit Ihnen diskutiert. Aber einfach 1 Milliarde € auszuräumen auf Kosten der Familien ist wirklich verantwortungslos! (Beifall bei den Grünen.)
Vizekanzler Mitterlehner: Ja, gefordert, ja!
Was da dagegen spricht, weiß ich nicht. Warum muss man das jetzt überfallsartig über Abänderungsantrag im Ausschuss ohne Begutachtung …? (Vizekanzler Mitterlehner: Das war 30 Jahre lang vorbereitet!) – Sie haben das 30 Jahre lang vorbereitet? (Vizekanzler Mitterlehner: Ja, gefordert, ja!) Sie haben es 30 Jahre lang gefordert, das stimmt schon, aber gute Vorbereitung schaut anders aus, als einfach 1 Milliarde € mehr auf Pump sozusagen … (Abg. Fekter: Sie können nur alles schlechtreden! Haben Sie schon etwas Positives gesagt?) – Nein, nein, nein! Ich habe gesagt, das Ansinnen ist absolut gut, ich bin sehr dafür, im Rahmen einer vernünftigen, intelligenten Steuerreform auch die Beiträge für die Dienstgeber zu senken. Im Gegenteil, wir haben das schon seit 99 im Konzept „Anders steuern: die ökosoziale Steuerreform der Grünen“ (Beifall bei den Grünen), haben das ausgerechnet und seither Dutzende Male mit Ihnen diskutiert. Aber einfach 1 Milliarde € auszuräumen auf Kosten der Familien ist wirklich verantwortungslos! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Fekter: Sie können nur alles schlechtreden! Haben Sie schon etwas Positives gesagt?
Was da dagegen spricht, weiß ich nicht. Warum muss man das jetzt überfallsartig über Abänderungsantrag im Ausschuss ohne Begutachtung …? (Vizekanzler Mitterlehner: Das war 30 Jahre lang vorbereitet!) – Sie haben das 30 Jahre lang vorbereitet? (Vizekanzler Mitterlehner: Ja, gefordert, ja!) Sie haben es 30 Jahre lang gefordert, das stimmt schon, aber gute Vorbereitung schaut anders aus, als einfach 1 Milliarde € mehr auf Pump sozusagen … (Abg. Fekter: Sie können nur alles schlechtreden! Haben Sie schon etwas Positives gesagt?) – Nein, nein, nein! Ich habe gesagt, das Ansinnen ist absolut gut, ich bin sehr dafür, im Rahmen einer vernünftigen, intelligenten Steuerreform auch die Beiträge für die Dienstgeber zu senken. Im Gegenteil, wir haben das schon seit 99 im Konzept „Anders steuern: die ökosoziale Steuerreform der Grünen“ (Beifall bei den Grünen), haben das ausgerechnet und seither Dutzende Male mit Ihnen diskutiert. Aber einfach 1 Milliarde € auszuräumen auf Kosten der Familien ist wirklich verantwortungslos! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen
Was da dagegen spricht, weiß ich nicht. Warum muss man das jetzt überfallsartig über Abänderungsantrag im Ausschuss ohne Begutachtung …? (Vizekanzler Mitterlehner: Das war 30 Jahre lang vorbereitet!) – Sie haben das 30 Jahre lang vorbereitet? (Vizekanzler Mitterlehner: Ja, gefordert, ja!) Sie haben es 30 Jahre lang gefordert, das stimmt schon, aber gute Vorbereitung schaut anders aus, als einfach 1 Milliarde € mehr auf Pump sozusagen … (Abg. Fekter: Sie können nur alles schlechtreden! Haben Sie schon etwas Positives gesagt?) – Nein, nein, nein! Ich habe gesagt, das Ansinnen ist absolut gut, ich bin sehr dafür, im Rahmen einer vernünftigen, intelligenten Steuerreform auch die Beiträge für die Dienstgeber zu senken. Im Gegenteil, wir haben das schon seit 99 im Konzept „Anders steuern: die ökosoziale Steuerreform der Grünen“ (Beifall bei den Grünen), haben das ausgerechnet und seither Dutzende Male mit Ihnen diskutiert. Aber einfach 1 Milliarde € auszuräumen auf Kosten der Familien ist wirklich verantwortungslos! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Was da dagegen spricht, weiß ich nicht. Warum muss man das jetzt überfallsartig über Abänderungsantrag im Ausschuss ohne Begutachtung …? (Vizekanzler Mitterlehner: Das war 30 Jahre lang vorbereitet!) – Sie haben das 30 Jahre lang vorbereitet? (Vizekanzler Mitterlehner: Ja, gefordert, ja!) Sie haben es 30 Jahre lang gefordert, das stimmt schon, aber gute Vorbereitung schaut anders aus, als einfach 1 Milliarde € mehr auf Pump sozusagen … (Abg. Fekter: Sie können nur alles schlechtreden! Haben Sie schon etwas Positives gesagt?) – Nein, nein, nein! Ich habe gesagt, das Ansinnen ist absolut gut, ich bin sehr dafür, im Rahmen einer vernünftigen, intelligenten Steuerreform auch die Beiträge für die Dienstgeber zu senken. Im Gegenteil, wir haben das schon seit 99 im Konzept „Anders steuern: die ökosoziale Steuerreform der Grünen“ (Beifall bei den Grünen), haben das ausgerechnet und seither Dutzende Male mit Ihnen diskutiert. Aber einfach 1 Milliarde € auszuräumen auf Kosten der Familien ist wirklich verantwortungslos! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Rechnungshofes! Die heurige dreitägige Budgetdebatte wird natürlich überschattet von der Flüchtlingswelle und den Terroranschlägen. Spätestens seit dem 13. November wissen wir, dass diese vermeintlich heile Welt, in der sich die Europäische Union gewähnt hat, in Wirklichkeit nicht existiert. Ja, wir brauchen mehr Geld für Sicherheit und wir werden mehr Geld für Sicherheit im nächsten Jahr ausgeben! Und wir brauchen auch mehr Geld für Flüchtlinge hier im Inland und vor allem, Kollegin Glawischnig, auch für Flüchtlinge in den Krisenregionen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Und weiterexportiert!
Noch eines darf ich Ihnen sehr deutlich sagen, weil wir nicht unnötig verunsichern sollten: Im Jahr 2016 werden die Familienleistungen erhöht. Es wird die Familienbeihilfe nicht gekürzt, sie wird um 1,9 Prozent erhöht und 2018 nochmals um 1,9 Prozent erhöht. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Und weiterexportiert!) Österreich ist bei den Familienleistungen mit mehr als 8 Milliarden europaweit an der Spitze! Nehmen Sie das bitte zur Kenntnis, Kollegin Glawischnig: Wir sind europaweit an der Spitze, wenn es um Leistungen für unsere Familien geht! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kitzmüller: Das ist ja nicht wahr! – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kitzmüller: Das ist ja nicht wahr! – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und Grünen.
Noch eines darf ich Ihnen sehr deutlich sagen, weil wir nicht unnötig verunsichern sollten: Im Jahr 2016 werden die Familienleistungen erhöht. Es wird die Familienbeihilfe nicht gekürzt, sie wird um 1,9 Prozent erhöht und 2018 nochmals um 1,9 Prozent erhöht. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Und weiterexportiert!) Österreich ist bei den Familienleistungen mit mehr als 8 Milliarden europaweit an der Spitze! Nehmen Sie das bitte zur Kenntnis, Kollegin Glawischnig: Wir sind europaweit an der Spitze, wenn es um Leistungen für unsere Familien geht! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kitzmüller: Das ist ja nicht wahr! – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und Grünen.)
Abg. Strache: Und 82 000 gehen wieder raus!
Wir haben kein Einnahmenproblem. Wir haben auch im Jahr 2015 das, was wir an Einnahmen budgetiert haben, erreicht. Ja, wir werden am Ende des Jahres sogar etwas besser sein. Und es wird auch 2016 so sein. 72 Milliarden €, 72 000 Millionen € kommen in die Staatskasse. (Abg. Strache: Und 82 000 gehen wieder raus!) Allerdings haben wir auf der Ausgabenseite mit 77 Milliarden ein Loch, und da müssen wir alles tun, um bei den großen Kostentreibern anzusetzen.
Beifall bei der ÖVP.
Zu den großen Kostentreibern gehören natürlich die Pensionsausgaben. Im Jahre 2000 hatten wir hier insgesamt Ausgaben aus dem Budget von 10 Milliarden €, jetzt haben wir hier Ausgaben von mehr als 20 Milliarden €, also eine Verdoppelung. Tun wir hier nichts, haben wir bis 2019 nochmals eine Steigerung um 4,5 Milliarden €. Da sind wir gefordert, etwas zu tun. – Kein Eingriff in bestehende Pensionen, überhaupt nicht! Aber wir haben alles zu tun, dass die Pensionen auch für nächste Generationen gesichert sind. Je früher wir damit beginnen, umso erfolgreicher werden wir hier auch unterwegs sein. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kassegger: Den Unternehmern nicht wirklich!
Meine Damen und Herren, diese Steuerreform – das möchte ich schon sagen, weil die Oppositionsredner das jetzt kleingeredet haben –, die bringt jedem Einzelnen etwas. (Abg. Kassegger: Den Unternehmern nicht wirklich!) Ich nenne Ihnen nur drei Bei-
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, das ist etwas! Das sollten auch die Oppositionsparteien so sehen! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kogler: Geh, bitte!
Und dass diese Steuerreform auch einen Impuls bringt für Wachstum – das Wifo hat errechnet: 20 000 zusätzliche Arbeitsplätze (Abg. Kogler: Geh, bitte!) –, hilft uns auch in dem Bereich, der von Klubobmann Strache angesprochen worden ist, der auch für uns Thema Nummer eins ist: bei der Schaffung von Arbeitsplätzen, und das gelingt uns nur durch Wirtschaftswachstum. Auch dazu leistet diese Steuerreform einen großen Beitrag.
Beifall bei der ÖVP.
Letzter Punkt, den ich ansprechen möchte: Zuletzt hat Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner diese Lohnnebenkostensenkung für die Unternehmer durchgesetzt, die bis zu 1 Milliarde € im Jahr ausmacht. Auch das ist etwas, was man in dieser Situation sehen muss. Es war nicht einfach, aber es ist durchgesetzt worden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Daher, meine Damen und Herren: Diese Bundesregierung mit Finanzminister Schelling ist auf einem guten Weg, das Budget 2016 leistet dazu einen guten Beitrag. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Abg. Kogler: Das Gute an der Rede war, dass sie so kurz war! – Abg. Rädler: Das war die beste Rede!
Präsidentin Doris Bures: Als Nächster zu Wort gemeldet: Herr Klubobmann Dr. Strolz. – Bitte. (Abg. Kogler: Das Gute an der Rede war, dass sie so kurz war! – Abg. Rädler: Das war die beste Rede!)
Rufe bei SPÖ und ÖVP: Ja! Ja! – Einige Abgeordnete der ÖVP zeigen auf.
Abgeordneter Mag. Dr. Matthias Strolz (NEOS): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Regierungsmitglieder! Herr Rechnungshofpräsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Bürgerinnen und Bürger! Wir verhandeln das Budget 2016, und hier gilt es, einige Fragen zu stellen: Glaubt wirklich jemand ernsthaft von den 183 Abgeordneten hier herinnen, von den Mitgliedern der Bundesregierung, dass dieses Budget enkelfit ist? Glaubt wirklich jemand, dass dieses Budget generationengerecht ist? Glaubt wirklich jemand, dass dieses Budget nachhaltig ist? – Dann möge er sich melden. (Rufe bei SPÖ und ÖVP: Ja! Ja! – Einige Abgeordnete der ÖVP zeigen auf.) – Dann fehlt es Ihnen an Durchblick oder Ernsthaftigkeit.
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Faktum ist, seit 54 Jahren machen Sie jedes Jahr verlässlich neue Schulden. Das nächste Jahr legen Sie im Ergebnishaushalt 9,8 Milliarden € weitere Schulden drauf! Das ist nicht okay! (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.) 9,8 Milliarden € weitere Schulden – das ist nicht okay, das ist nicht enkelfit, das ist nicht zukunftsfit.
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Sie fressen den Kindern und Enkeln im wahrsten Sinne des Wortes die Haare vom Kopf! So schaut’s aus! Sie fressen den Kindern und Enkeln die Haare vom Kopf. Und das sollte man nicht machen. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Vizekanzler Mitterlehner: Es sind keine Kinder da!
9,8 Milliarden € neue Schulden bekommen die jungen Menschen, die heute zuschauen, in ihre Rucksäcke hinein! 9,8 Milliarden € neue Schulden bekommt ihr in eure Rucksäcke hinein! – Nur um diese Dimension sichtbar zu machen. (Vizekanzler Mitterlehner: Es sind keine Kinder da!)
Abg. Krainer: Das ist total falsch, was Sie da sagen!
zusätzliche Schulden, auf den Rekordschuldenberg dieser Republik seit Kriegsende draufgelegt, als Sie für 1,1 Millionen Schülerinnen und Schüler ausgeben. Das sind immense Summen! Das sind immense Summen! Seit 54 Jahren machen Sie Schulden, und nächstes Jahr setzen Sie diesen Kurs fort. (Abg. Krainer: Das ist total falsch, was Sie da sagen!) Das ist, Herr Krainer, kein Naturgesetz, dass man neue Schulden drauflegt! (Abg. Kickl: Bei den Sozialisten schon! – Abg. Strache: Ist ja nicht das Geld der Sozialisten!) Die Schweiz hat ausgeglichene Haushalte. Oder Schweden: Dort haben sich die Sozialdemokraten verdient gemacht. Die sollten Sie sich als Vorbild nehmen! Die Schweden haben über Jahre ausgeglichene Budgets geliefert. Die Deutschen haben Budgetüberschüsse. Das sind keine Naturgesetze, diese Schuldenpolitik, die Sie machen! (Zwischenruf des Abg. Schieder.)
Abg. Kickl: Bei den Sozialisten schon! – Abg. Strache: Ist ja nicht das Geld der Sozialisten!
zusätzliche Schulden, auf den Rekordschuldenberg dieser Republik seit Kriegsende draufgelegt, als Sie für 1,1 Millionen Schülerinnen und Schüler ausgeben. Das sind immense Summen! Das sind immense Summen! Seit 54 Jahren machen Sie Schulden, und nächstes Jahr setzen Sie diesen Kurs fort. (Abg. Krainer: Das ist total falsch, was Sie da sagen!) Das ist, Herr Krainer, kein Naturgesetz, dass man neue Schulden drauflegt! (Abg. Kickl: Bei den Sozialisten schon! – Abg. Strache: Ist ja nicht das Geld der Sozialisten!) Die Schweiz hat ausgeglichene Haushalte. Oder Schweden: Dort haben sich die Sozialdemokraten verdient gemacht. Die sollten Sie sich als Vorbild nehmen! Die Schweden haben über Jahre ausgeglichene Budgets geliefert. Die Deutschen haben Budgetüberschüsse. Das sind keine Naturgesetze, diese Schuldenpolitik, die Sie machen! (Zwischenruf des Abg. Schieder.)
Zwischenruf des Abg. Schieder.
zusätzliche Schulden, auf den Rekordschuldenberg dieser Republik seit Kriegsende draufgelegt, als Sie für 1,1 Millionen Schülerinnen und Schüler ausgeben. Das sind immense Summen! Das sind immense Summen! Seit 54 Jahren machen Sie Schulden, und nächstes Jahr setzen Sie diesen Kurs fort. (Abg. Krainer: Das ist total falsch, was Sie da sagen!) Das ist, Herr Krainer, kein Naturgesetz, dass man neue Schulden drauflegt! (Abg. Kickl: Bei den Sozialisten schon! – Abg. Strache: Ist ja nicht das Geld der Sozialisten!) Die Schweiz hat ausgeglichene Haushalte. Oder Schweden: Dort haben sich die Sozialdemokraten verdient gemacht. Die sollten Sie sich als Vorbild nehmen! Die Schweden haben über Jahre ausgeglichene Budgets geliefert. Die Deutschen haben Budgetüberschüsse. Das sind keine Naturgesetze, diese Schuldenpolitik, die Sie machen! (Zwischenruf des Abg. Schieder.)
Ja-Rufe bei SPÖ und ÖVP.
Zweite Frage, Herr Schieder: Glaubt wirklich irgendjemand hier herinnen, dass mit diesem Budget im nächsten Jahr Arbeitsplätze geschaffen werden? (Ja-Rufe bei SPÖ und ÖVP.) – Wer das glaubt, dem fehlt ebenso die Ernsthaftigkeit. Sie wissen es haargenau, Herr Schieder, wir werden Anfang des nächsten Jahres zum ersten Mal die Schallmauer von 500 000 Arbeitslosen in dieser Republik durchbrechen – eine halbe Million Menschen ohne Arbeit. Und diese Regierung steht neben der Spur, ohne Konzepte, ohne Antworten; Sie kommen mit einer Steuerreform, mit der Sie die Arbeitslosigkeit weiter befördern werden.
Abg. Schieder: Ja!
Glaubt wirklich jemand hier herinnen, dass diese Bundesregierung im Auge hat, wo wir wirklich investieren sollten, in Forschung, in Bildung, in Innovation? (Abg. Schieder: Ja!) – Ja, wo machen Sie es denn, Herr Schieder? Sie machen es nicht! Sie machen es nicht! (Abg. Schieder: Wir machen es ja! Breitband, ÖBB, Straßenbau, Hochwasser, Bildungsreform!)
Abg. Schieder: Wir machen es ja! Breitband, ÖBB, Straßenbau, Hochwasser, Bildungsreform!
Glaubt wirklich jemand hier herinnen, dass diese Bundesregierung im Auge hat, wo wir wirklich investieren sollten, in Forschung, in Bildung, in Innovation? (Abg. Schieder: Ja!) – Ja, wo machen Sie es denn, Herr Schieder? Sie machen es nicht! Sie machen es nicht! (Abg. Schieder: Wir machen es ja! Breitband, ÖBB, Straßenbau, Hochwasser, Bildungsreform!)
Abg. Fekter: Sie brauchen nicht so schreien, wir verstehen Sie eh!
Herr Schieder, Sie präsentieren hier ein Budget, in dem Sie im Bildungsbereich einmal mehr, so wie heuer, ein Loch von 350 Millionen ausweisen, wo Sie von vornherein wissen … (Abg. Fekter: Sie brauchen nicht so schreien, wir verstehen Sie eh!) – Frau Fekter, Sie sollten es besser wissen, Sie haben das Finanzministerium betreut!
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Strache.
Sie präsentieren ein Budget, wo Sie von vornherein wissen, dass im Bildungsbereich Hunderte Millionen fehlen. Das ist verantwortungslos! So kann man das nicht machen! (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Strache.)
Vizekanzler Mitterlehner: Beruhig dich einmal ein bissel!
So können Sie auch mit dem Parlament nicht umgehen; ich habe das heuer schon reklamiert. Sie können nicht mit einem Budget hierherkommen, wo Sie schon von vornherein wissen, das geht sich nicht aus, das ist ein Schwindel. – Und den sollte man meines Erachtens so nicht durchziehen. (Vizekanzler Mitterlehner: Beruhig dich einmal ein bissel!) – Es fällt mir schwer, Herr Mitterlehner, mich zu beruhigen, wenn Sie solche Dinge vorlegen.
Abg. Rädler: Hallo!
Eine weitere Sache, die zum Himmel schreit, Herr Mitterlehner: 2009 hat Ihr Vorgänger als Parteichef, damals als Finanzminister, die Transparenzdatenbank präsentiert. Gute Idee, doch was ist seither passiert? – Seit 2009 sind Sie nicht in die Gänge gekommen, weil Ihre Landesfürsten hier einfach jede Zusammenarbeit verweigern. Wir haben im Jahr 2013 aufgeschlüsselt: 18 Milliarden € Förderungen in Österreich. Förderungen, das ist der Nährboden für strukturelle Korruption in Österreich. (Abg. Rädler: Hallo!) Warum? – Weil sie in Österreich grundsätzlich im Dunkeln durchgeführt wird: Doppelförderung hier, Dreifachförderung dort, Anfütterung Ihrer Klientel in großem Stil. (Abg. Wöginger: Na hallo, wo sind wir denn?!)
Abg. Wöginger: Na hallo, wo sind wir denn?!
Eine weitere Sache, die zum Himmel schreit, Herr Mitterlehner: 2009 hat Ihr Vorgänger als Parteichef, damals als Finanzminister, die Transparenzdatenbank präsentiert. Gute Idee, doch was ist seither passiert? – Seit 2009 sind Sie nicht in die Gänge gekommen, weil Ihre Landesfürsten hier einfach jede Zusammenarbeit verweigern. Wir haben im Jahr 2013 aufgeschlüsselt: 18 Milliarden € Förderungen in Österreich. Förderungen, das ist der Nährboden für strukturelle Korruption in Österreich. (Abg. Rädler: Hallo!) Warum? – Weil sie in Österreich grundsätzlich im Dunkeln durchgeführt wird: Doppelförderung hier, Dreifachförderung dort, Anfütterung Ihrer Klientel in großem Stil. (Abg. Wöginger: Na hallo, wo sind wir denn?!)
Abg. Strache: Nein!
Jetzt ist die Frage: Sind Sie bereit, den Fürsten der Finsternis die Stirn zu bieten und den Landesfürsten zu sagen: Jetzt Licht ins Dunkel! (Abg. Strache: Nein!) Nein, Sie
Beifall bei den NEOS. – Vizekanzler Mitterlehner: Wieso bist du so aufgeregt?
sind nicht bereit. Sie haben, Herr Finanzminister, sogar das Wirkungsziel „effizientes Förderwesen im Bundesstaat“ aus diesem Budget herausgestrichen. Herr Minister, Sie haben im Budgetausschuss versprochen, Sie werden Umwege suchen, aber Faktum ist doch, dass Sie hier kapitulieren müssen, Herr Finanzminister! Ich anerkenne den guten Willen von Hans Jörg Schelling. Das Problem ist, dass er hier gefesselt ist von einem Machtkartell der mutlosen Regierungsparteien, der egozentrischen Landesfürsten und der ignoranten Sozialpartner. (Beifall bei den NEOS. – Vizekanzler Mitterlehner: Wieso bist du so aufgeregt?)
Beifall bei den NEOS.
Ich bin aufgeregt, Herr Mitterlehner, ja! Ich bin aufgeregt über diese Schattenregierung der hemmungslosen Besitzstandswahrer, die Österreich im Würgegriff halten. Damit müssen wir abfahren, aber, liebe BürgerInnen, da sind Sie am Zug, das kann man nur durch Wahlen ändern. Das müssen die BürgerInnen in die Hand nehmen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Kollege Strolz, Sie sollten sich vielleicht ein Beispiel nehmen am Kollegen Loacker von Ihrer Fraktion, der einen guten Vorschlag beim Bonus-Malus-System gemacht hat, den die Regierungsparteien aufgenommen haben, den wir heute gemeinsam beschließen. Sie sollten vielleicht ein bisschen Sachpolitik machen und auch ein bisschen sachlich hier vom Rednerpult aus sein, anstatt derartig unsachlich und emotionell zu sein. Emotionell sein ist eh gut, aber es sollte auch ein bisschen etwas mit der Sache zu tun haben. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Dieses Budget ist natürlich enkelfit. Es ist aber nicht nur enkelfit, es ist auch omafit. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Es geht ja darum, dass wir hier ein Budget machen für alle Teile der Gesellschaft, nicht nur für einen Teil. Und wenn Sie sagen, es werden für die Schülerinnen und Schüler „nur“ 8 Milliarden € ausgegeben, dann vergessen Sie, dass wir zum Beispiel auch 3 Milliarden € für Familienbeihilfe ausgeben. Geld für die Familienpolitik kommt natürlich auch den Schülerinnen und Schülern zugute, nicht nur das Geld für die Bildungspolitik. Das heißt, wenn Sie sich das ernsthaft und sachlich ansehen, dann kommen Sie einfach zu ganz anderen Ergebnissen.
Zwischenruf des Abg. Steinbichler.
Es läuft diese Debatte überhaupt ein bisschen faktenbefreit ab, vor allem wenn Oppositionsredner hier am Pult sind; der Kollege Strache ist ja eines der besten Beispiele dafür. Wenn man sich die Fakten bei diesem Budget ansieht, ist es relativ klar: Erstens, die Budgets halten. Das heißt, wann immer gesagt wird, die Budgets halten nicht, es läuft aus dem Ruder, ist das vollkommen falsch. Ein einziges Budget hat „nicht“ – unter Anführungszeichen – gehalten, das war 2009, am Höhepunkt der Krise. 2010: besser als budgetiert, 2011: besser als budgetiert, 2012, 2013, 2014, 2015 ebenso. Insofern kann man davon ausgehen, wenn hier ein Budget vorgelegt wird, dass dieses Budget auch hält. (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) – Das ist ein Faktum, das kann man sagen: Ja, die Budgets, die vorgelegt werden, halten, auch wenn das Wirtschaftswachstum deutlich geringer ist als von den Wirtschaftsforschungsinstituten prognostiziert.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Das heißt also, wenn man sich die Fakten anschaut, kommt man drauf, das ist nicht eine kleine, sondern das ist eine sehr, sehr große Entlastung, und die Österreicherinnen und Österreicher werden das in wenigen Wochen auch merken. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Strache: Ist falsch! Nachweislich falsch!
Dann wird hier behauptet, die Steuer- und Abgabenquote wäre die höchste aller Zeiten. – Das ist auch falsch! Die höchste Steuer- und Abgabenquote hatten wir 2001 unter einem blauen Finanzminister. (Abg. Strache: Ist falsch! Nachweislich falsch!) Diese damalige Steuer- und Abgabenquote ist noch unerreicht, da kommen wir nicht einmal in die Nähe. (Abg. Strache: Sie sind ein bissel drüber heute!) Die Wahrheit ist, die Steuer- und Abgabenquote sinkt nächstes Jahr, sie steigt gar nicht, sie sinkt! (Abg. Kassegger: Was ist dann passiert bis 2007? Das müssen Sie auch dazusagen!) Wenn man sich mit den Fakten auseinandersetzt, dann kommt man halt auch zu dem richtigen Ergebnis. Wenn man natürlich faktenbefreit und sinnbefreit hier spricht, dann kann man halt behaupten, was man behaupten will. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Strache: Sie sind ein bissel drüber heute!
Dann wird hier behauptet, die Steuer- und Abgabenquote wäre die höchste aller Zeiten. – Das ist auch falsch! Die höchste Steuer- und Abgabenquote hatten wir 2001 unter einem blauen Finanzminister. (Abg. Strache: Ist falsch! Nachweislich falsch!) Diese damalige Steuer- und Abgabenquote ist noch unerreicht, da kommen wir nicht einmal in die Nähe. (Abg. Strache: Sie sind ein bissel drüber heute!) Die Wahrheit ist, die Steuer- und Abgabenquote sinkt nächstes Jahr, sie steigt gar nicht, sie sinkt! (Abg. Kassegger: Was ist dann passiert bis 2007? Das müssen Sie auch dazusagen!) Wenn man sich mit den Fakten auseinandersetzt, dann kommt man halt auch zu dem richtigen Ergebnis. Wenn man natürlich faktenbefreit und sinnbefreit hier spricht, dann kann man halt behaupten, was man behaupten will. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kassegger: Was ist dann passiert bis 2007? Das müssen Sie auch dazusagen!
Dann wird hier behauptet, die Steuer- und Abgabenquote wäre die höchste aller Zeiten. – Das ist auch falsch! Die höchste Steuer- und Abgabenquote hatten wir 2001 unter einem blauen Finanzminister. (Abg. Strache: Ist falsch! Nachweislich falsch!) Diese damalige Steuer- und Abgabenquote ist noch unerreicht, da kommen wir nicht einmal in die Nähe. (Abg. Strache: Sie sind ein bissel drüber heute!) Die Wahrheit ist, die Steuer- und Abgabenquote sinkt nächstes Jahr, sie steigt gar nicht, sie sinkt! (Abg. Kassegger: Was ist dann passiert bis 2007? Das müssen Sie auch dazusagen!) Wenn man sich mit den Fakten auseinandersetzt, dann kommt man halt auch zu dem richtigen Ergebnis. Wenn man natürlich faktenbefreit und sinnbefreit hier spricht, dann kann man halt behaupten, was man behaupten will. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Dann wird hier behauptet, die Steuer- und Abgabenquote wäre die höchste aller Zeiten. – Das ist auch falsch! Die höchste Steuer- und Abgabenquote hatten wir 2001 unter einem blauen Finanzminister. (Abg. Strache: Ist falsch! Nachweislich falsch!) Diese damalige Steuer- und Abgabenquote ist noch unerreicht, da kommen wir nicht einmal in die Nähe. (Abg. Strache: Sie sind ein bissel drüber heute!) Die Wahrheit ist, die Steuer- und Abgabenquote sinkt nächstes Jahr, sie steigt gar nicht, sie sinkt! (Abg. Kassegger: Was ist dann passiert bis 2007? Das müssen Sie auch dazusagen!) Wenn man sich mit den Fakten auseinandersetzt, dann kommt man halt auch zu dem richtigen Ergebnis. Wenn man natürlich faktenbefreit und sinnbefreit hier spricht, dann kann man halt behaupten, was man behaupten will. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kassegger: Das ist falsch! Die Quote sinkt, aber der Stand sinkt nicht!
Im Jahre 2016 sinken die Schulden erstmals wieder, das heißt, wir haben den Turnaround geschafft und der Schuldenstand der Republik sinkt. (Abg. Kassegger: Das ist falsch! Die Quote sinkt, aber der Stand sinkt nicht!) Natürlich sinkt der. Wir rechnen in Prozent zum BIP, das ist so etwas wie, wie viele Monatsgehälter man Schulden hat, und natürlich sinkt dieser Wert von zirka sieben Monatsgehältern auf sechseinhalb, und das ist ein guter Weg. Daher kommen Sie nicht heraus und reden von Rekordschulden, wenn sie in Wahrheit nächstes Jahr sinken! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Je nachdem, wie man es dreht!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Je nachdem, wie man es dreht!
Im Jahre 2016 sinken die Schulden erstmals wieder, das heißt, wir haben den Turnaround geschafft und der Schuldenstand der Republik sinkt. (Abg. Kassegger: Das ist falsch! Die Quote sinkt, aber der Stand sinkt nicht!) Natürlich sinkt der. Wir rechnen in Prozent zum BIP, das ist so etwas wie, wie viele Monatsgehälter man Schulden hat, und natürlich sinkt dieser Wert von zirka sieben Monatsgehältern auf sechseinhalb, und das ist ein guter Weg. Daher kommen Sie nicht heraus und reden von Rekordschulden, wenn sie in Wahrheit nächstes Jahr sinken! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Je nachdem, wie man es dreht!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Aber das, worum es sicher auch nächstes Jahr gehen wird und worauf der Fokus liegen muss, ist, dafür zu sorgen, dass die Arbeitslosigkeit sinkt. Das, glaube ich, muss der Kernpunkt sein, auf den diese Regierung hinarbeitet: dass wir es schaffen, dass die Arbeitslosigkeit sinkt. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Schieder: Der Stronach, oder?
Es mag sein, dass Sie damit recht haben, aber: Warum schauen Sie denn genau dort hin, wo diese Betriebe in einem Akt der Selbstverteidigung handeln – und nicht, um sich eine zweite Yacht zu kaufen? Das passiert nämlich auch in Österreich, aber bei den Großbetrieben, die legale Möglichkeiten der Steuervermeidung nützen, indem sie Schlupflöcher ausnützen, und zwar Steuerschlupflöcher. Das gibt es auch! (Abg. Schieder: Der Stronach, oder?) Die wirtschaften auch de facto am Finanzminister vorbei, aber legal, mit Möglichkeiten, die Sie ihnen geben. Aber jene Kleinbetriebe, die diese Milliarde anscheinend am Finanzminister vorbeiwirtschaften, die kaufen sich keine zweite Yacht irgendwo an der Côte d’Azur (Abg. Matznetter: Die dritte!), sondern die machen das, weil sie sonst nicht überleben. Die machen das, weil sie sonst zusperren!
Abg. Matznetter: Die dritte!
Es mag sein, dass Sie damit recht haben, aber: Warum schauen Sie denn genau dort hin, wo diese Betriebe in einem Akt der Selbstverteidigung handeln – und nicht, um sich eine zweite Yacht zu kaufen? Das passiert nämlich auch in Österreich, aber bei den Großbetrieben, die legale Möglichkeiten der Steuervermeidung nützen, indem sie Schlupflöcher ausnützen, und zwar Steuerschlupflöcher. Das gibt es auch! (Abg. Schieder: Der Stronach, oder?) Die wirtschaften auch de facto am Finanzminister vorbei, aber legal, mit Möglichkeiten, die Sie ihnen geben. Aber jene Kleinbetriebe, die diese Milliarde anscheinend am Finanzminister vorbeiwirtschaften, die kaufen sich keine zweite Yacht irgendwo an der Côte d’Azur (Abg. Matznetter: Die dritte!), sondern die machen das, weil sie sonst nicht überleben. Die machen das, weil sie sonst zusperren!
Abg. Schieder: Sagen Sie das einmal dem Stronach!
Jetzt bin ich natürlich auch der Meinung, alle müssen ihre Steuern zahlen – denn wenn alle ihre Steuern zahlen, zahlen alle weniger Steuern, das ist keine Frage. (Abg. Schieder: Sagen Sie das einmal dem Stronach!) Die Frage ist nur, ob wir hergehen und Tausende Kleinbetriebe umbringen, weil wir ihnen nicht eine Möglichkeit des legalen Überlebens geben. (Vizekanzler Mitterlehner: Wie schaut die aus?) Das ist ja das Problem! (Beifall beim Team Stronach.)
Vizekanzler Mitterlehner: Wie schaut die aus?
Jetzt bin ich natürlich auch der Meinung, alle müssen ihre Steuern zahlen – denn wenn alle ihre Steuern zahlen, zahlen alle weniger Steuern, das ist keine Frage. (Abg. Schieder: Sagen Sie das einmal dem Stronach!) Die Frage ist nur, ob wir hergehen und Tausende Kleinbetriebe umbringen, weil wir ihnen nicht eine Möglichkeit des legalen Überlebens geben. (Vizekanzler Mitterlehner: Wie schaut die aus?) Das ist ja das Problem! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Jetzt bin ich natürlich auch der Meinung, alle müssen ihre Steuern zahlen – denn wenn alle ihre Steuern zahlen, zahlen alle weniger Steuern, das ist keine Frage. (Abg. Schieder: Sagen Sie das einmal dem Stronach!) Die Frage ist nur, ob wir hergehen und Tausende Kleinbetriebe umbringen, weil wir ihnen nicht eine Möglichkeit des legalen Überlebens geben. (Vizekanzler Mitterlehner: Wie schaut die aus?) Das ist ja das Problem! (Beifall beim Team Stronach.)
Vizekanzler Mitterlehner: … keine Steuern, oder wie?
„Wie schaut die aus?“ – Na das ist ja überhaupt super: Der Herr Vizekanzler, der hier hinter mir sitzt, fragt mich, wie das ausschaut (Vizekanzler Mitterlehner: … keine Steuern, oder wie?), dass man Kleinbetrieben eine legale Möglichkeit, zu überleben, geben kann. Gehen Sie einmal raus in die kleinen Gastronomiebetriebe, dann sehen Sie es! Die leiden unter Ihrer Steuerlast (Vizekanzler Mitterlehner: Unter welcher Steuerlast?), die leiden unter Ihren bürokratischen Hemmnissen, die Sie aufgebaut haben, die leiden unter Ihren Gesetzen! Und wenn Sie denen nicht die Möglichkeit geben, zu atmen, wenn Sie denen nicht die Möglichkeit geben, auch legal zu überleben, wissen Sie, was dann passiert? – Die sperren zu!
Vizekanzler Mitterlehner: Unter welcher Steuerlast?
„Wie schaut die aus?“ – Na das ist ja überhaupt super: Der Herr Vizekanzler, der hier hinter mir sitzt, fragt mich, wie das ausschaut (Vizekanzler Mitterlehner: … keine Steuern, oder wie?), dass man Kleinbetrieben eine legale Möglichkeit, zu überleben, geben kann. Gehen Sie einmal raus in die kleinen Gastronomiebetriebe, dann sehen Sie es! Die leiden unter Ihrer Steuerlast (Vizekanzler Mitterlehner: Unter welcher Steuerlast?), die leiden unter Ihren bürokratischen Hemmnissen, die Sie aufgebaut haben, die leiden unter Ihren Gesetzen! Und wenn Sie denen nicht die Möglichkeit geben, zu atmen, wenn Sie denen nicht die Möglichkeit geben, auch legal zu überleben, wissen Sie, was dann passiert? – Die sperren zu!
Zwischenruf der Abg. Tamandl.
Ich habe mit einigen da draußen gesprochen. Die sagen: Ich bin ja nicht dumm, ich gehe doch nicht für den Finanzminister arbeiten! Wenn jetzt die Registrierkasse kommt, dann arbeite ich das ganze Jahr für null Euro! – Was glauben Sie, wie lange die das machen werden? (Zwischenruf der Abg. Tamandl.)
Abg. Matznetter: Wer ist das?
Das heißt, Sie müssen die Lohnnebenkosten gerade in der Gastronomie senken. (Abg. Matznetter: Wer ist das?) Sie müssen den Betrieben ermöglichen (Abg. Tamandl: Wovon sprechen Sie?), diese Milliarde, die Sie hier rauspressen wollen, auch legal zu erwirtschaften. Darum geht es ja! (Vizekanzler Mitterlehner: Rede von der Umsatzsteuer!) Und das machen Sie nicht! (Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie des Abg. Strolz.)
Abg. Tamandl: Wovon sprechen Sie?
Das heißt, Sie müssen die Lohnnebenkosten gerade in der Gastronomie senken. (Abg. Matznetter: Wer ist das?) Sie müssen den Betrieben ermöglichen (Abg. Tamandl: Wovon sprechen Sie?), diese Milliarde, die Sie hier rauspressen wollen, auch legal zu erwirtschaften. Darum geht es ja! (Vizekanzler Mitterlehner: Rede von der Umsatzsteuer!) Und das machen Sie nicht! (Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie des Abg. Strolz.)
Vizekanzler Mitterlehner: Rede von der Umsatzsteuer!
Das heißt, Sie müssen die Lohnnebenkosten gerade in der Gastronomie senken. (Abg. Matznetter: Wer ist das?) Sie müssen den Betrieben ermöglichen (Abg. Tamandl: Wovon sprechen Sie?), diese Milliarde, die Sie hier rauspressen wollen, auch legal zu erwirtschaften. Darum geht es ja! (Vizekanzler Mitterlehner: Rede von der Umsatzsteuer!) Und das machen Sie nicht! (Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie des Abg. Strolz.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie des Abg. Strolz.
Das heißt, Sie müssen die Lohnnebenkosten gerade in der Gastronomie senken. (Abg. Matznetter: Wer ist das?) Sie müssen den Betrieben ermöglichen (Abg. Tamandl: Wovon sprechen Sie?), diese Milliarde, die Sie hier rauspressen wollen, auch legal zu erwirtschaften. Darum geht es ja! (Vizekanzler Mitterlehner: Rede von der Umsatzsteuer!) Und das machen Sie nicht! (Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie des Abg. Strolz.)
Vizekanzler Mitterlehner: Das ist katastrophal, was Sie da …! … ahnungslos!
Wissen Sie, was passieren wird? (Vizekanzler Mitterlehner: Das ist katastrophal, was Sie da …! … ahnungslos!) – Reden wir in einem Jahr noch einmal darüber! Ich sage Ihnen jetzt, was passieren wird: Es werden Tausende Betriebe zusperren, ganz viele kleine Gastronomiebetriebe, gerade solche auf dem Land, die auch Nahversorger sind. Die werden ganz viele Mitarbeiter freisetzen, die dann arbeitslos sind, und diese Unternehmer werden selbst arbeitslos werden; und dann können Sie sie bei der Arbeiterkammer, bei der Gewerkschaft oder beim Wirtschaftsbund anstellen, denn woanders werden sie keine Arbeit mehr finden. (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner sowie Zwischenrufe der Abgeordneten Wöginger und Matznetter.) Das ist das Problem!
Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner sowie Zwischenrufe der Abgeordneten Wöginger und Matznetter.
Wissen Sie, was passieren wird? (Vizekanzler Mitterlehner: Das ist katastrophal, was Sie da …! … ahnungslos!) – Reden wir in einem Jahr noch einmal darüber! Ich sage Ihnen jetzt, was passieren wird: Es werden Tausende Betriebe zusperren, ganz viele kleine Gastronomiebetriebe, gerade solche auf dem Land, die auch Nahversorger sind. Die werden ganz viele Mitarbeiter freisetzen, die dann arbeitslos sind, und diese Unternehmer werden selbst arbeitslos werden; und dann können Sie sie bei der Arbeiterkammer, bei der Gewerkschaft oder beim Wirtschaftsbund anstellen, denn woanders werden sie keine Arbeit mehr finden. (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner sowie Zwischenrufe der Abgeordneten Wöginger und Matznetter.) Das ist das Problem!
Abg. Matznetter: Illegale …!
Deshalb: Schauen Sie, machen Sie doch Ihre Hausaufgaben! (Abg. Matznetter: Illegale …!) Wenn Sie schon wollen, dass alle ihre Steuern zahlen – ich bin da ganz dafür … (Abg. Tamandl: Sie sind für Steuerhinterziehung, Kollege Lugar!) – Verstehen Sie mich doch nicht falsch, Frau Tamandl! (Abg. Tamandl: Merken Sie das nicht?) Ich bin doch der Erste, der sagt, wenn alle ihre Steuern zahlen, zahlen alle weniger Steuern. Nur: Sie müssen ihnen auch die Möglichkeit geben, diese Steuern zu zahlen (Abg. Wöginger: Die haben sie eh!), und sie nicht umbringen. Sie bringen sie um! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz. – Vizekanzler Mitterlehner: Jetzt spricht ein Abgeordneter des österreichischen Parlaments, der für Steuerhinterziehung eintritt!)
Abg. Tamandl: Sie sind für Steuerhinterziehung, Kollege Lugar!
Deshalb: Schauen Sie, machen Sie doch Ihre Hausaufgaben! (Abg. Matznetter: Illegale …!) Wenn Sie schon wollen, dass alle ihre Steuern zahlen – ich bin da ganz dafür … (Abg. Tamandl: Sie sind für Steuerhinterziehung, Kollege Lugar!) – Verstehen Sie mich doch nicht falsch, Frau Tamandl! (Abg. Tamandl: Merken Sie das nicht?) Ich bin doch der Erste, der sagt, wenn alle ihre Steuern zahlen, zahlen alle weniger Steuern. Nur: Sie müssen ihnen auch die Möglichkeit geben, diese Steuern zu zahlen (Abg. Wöginger: Die haben sie eh!), und sie nicht umbringen. Sie bringen sie um! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz. – Vizekanzler Mitterlehner: Jetzt spricht ein Abgeordneter des österreichischen Parlaments, der für Steuerhinterziehung eintritt!)
Abg. Tamandl: Merken Sie das nicht?
Deshalb: Schauen Sie, machen Sie doch Ihre Hausaufgaben! (Abg. Matznetter: Illegale …!) Wenn Sie schon wollen, dass alle ihre Steuern zahlen – ich bin da ganz dafür … (Abg. Tamandl: Sie sind für Steuerhinterziehung, Kollege Lugar!) – Verstehen Sie mich doch nicht falsch, Frau Tamandl! (Abg. Tamandl: Merken Sie das nicht?) Ich bin doch der Erste, der sagt, wenn alle ihre Steuern zahlen, zahlen alle weniger Steuern. Nur: Sie müssen ihnen auch die Möglichkeit geben, diese Steuern zu zahlen (Abg. Wöginger: Die haben sie eh!), und sie nicht umbringen. Sie bringen sie um! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz. – Vizekanzler Mitterlehner: Jetzt spricht ein Abgeordneter des österreichischen Parlaments, der für Steuerhinterziehung eintritt!)
Abg. Wöginger: Die haben sie eh!
Deshalb: Schauen Sie, machen Sie doch Ihre Hausaufgaben! (Abg. Matznetter: Illegale …!) Wenn Sie schon wollen, dass alle ihre Steuern zahlen – ich bin da ganz dafür … (Abg. Tamandl: Sie sind für Steuerhinterziehung, Kollege Lugar!) – Verstehen Sie mich doch nicht falsch, Frau Tamandl! (Abg. Tamandl: Merken Sie das nicht?) Ich bin doch der Erste, der sagt, wenn alle ihre Steuern zahlen, zahlen alle weniger Steuern. Nur: Sie müssen ihnen auch die Möglichkeit geben, diese Steuern zu zahlen (Abg. Wöginger: Die haben sie eh!), und sie nicht umbringen. Sie bringen sie um! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz. – Vizekanzler Mitterlehner: Jetzt spricht ein Abgeordneter des österreichischen Parlaments, der für Steuerhinterziehung eintritt!)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz. – Vizekanzler Mitterlehner: Jetzt spricht ein Abgeordneter des österreichischen Parlaments, der für Steuerhinterziehung eintritt!
Deshalb: Schauen Sie, machen Sie doch Ihre Hausaufgaben! (Abg. Matznetter: Illegale …!) Wenn Sie schon wollen, dass alle ihre Steuern zahlen – ich bin da ganz dafür … (Abg. Tamandl: Sie sind für Steuerhinterziehung, Kollege Lugar!) – Verstehen Sie mich doch nicht falsch, Frau Tamandl! (Abg. Tamandl: Merken Sie das nicht?) Ich bin doch der Erste, der sagt, wenn alle ihre Steuern zahlen, zahlen alle weniger Steuern. Nur: Sie müssen ihnen auch die Möglichkeit geben, diese Steuern zu zahlen (Abg. Wöginger: Die haben sie eh!), und sie nicht umbringen. Sie bringen sie um! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz. – Vizekanzler Mitterlehner: Jetzt spricht ein Abgeordneter des österreichischen Parlaments, der für Steuerhinterziehung eintritt!)
Abg. Tamandl: Sie sind für Steuerhinterziehung! – Abg. Schönegger: Was ist das für eine Art?
Nein, hören Sie einmal zu, Herr Vizekanzler! (Abg. Tamandl: Sie sind für Steuerhinterziehung! – Abg. Schönegger: Was ist das für eine Art?) Ich sage Ihnen jetzt, was Sie tun sollten – hören Sie einfach zu! –: Setzen Sie diese Registrierkassenpflicht für zumindest zwei Jahre aus, und schaffen Sie für jene Betriebe durch massive Senkung der Lohnnebenkosten die Möglichkeit, auch legal zu überleben (Abg. Schieder: Dann reden Sie einmal mit dem Stronach, damit der auch Steuern in Österreich zahlt!) – und dann führen wir diese Registrierkassenpflicht ein. Da bin ich der Erste, der dafür ist. Aber was Sie jetzt machen, das ist: Sie produzieren Arbeitslose. Sie produzieren Betriebe, die in Konkurs gehen. Sie produzieren Betriebe, die einfach aufhören werden. Und das kann nicht gut sein.
Abg. Schieder: Dann reden Sie einmal mit dem Stronach, damit der auch Steuern in Österreich zahlt!
Nein, hören Sie einmal zu, Herr Vizekanzler! (Abg. Tamandl: Sie sind für Steuerhinterziehung! – Abg. Schönegger: Was ist das für eine Art?) Ich sage Ihnen jetzt, was Sie tun sollten – hören Sie einfach zu! –: Setzen Sie diese Registrierkassenpflicht für zumindest zwei Jahre aus, und schaffen Sie für jene Betriebe durch massive Senkung der Lohnnebenkosten die Möglichkeit, auch legal zu überleben (Abg. Schieder: Dann reden Sie einmal mit dem Stronach, damit der auch Steuern in Österreich zahlt!) – und dann führen wir diese Registrierkassenpflicht ein. Da bin ich der Erste, der dafür ist. Aber was Sie jetzt machen, das ist: Sie produzieren Arbeitslose. Sie produzieren Betriebe, die in Konkurs gehen. Sie produzieren Betriebe, die einfach aufhören werden. Und das kann nicht gut sein.
Beifall beim Team Stronach.
Der Finanzminister ist dazu offensichtlich nicht bereit; das hat er im Ausschuss auch gesagt. Er fühlt sich nicht zuständig dafür, dass in den anderen Ministerien eben nicht gespart wird, keine Reformen gemacht werden. Aber vielleicht fühlen Sie sich zuständig, Herr Kanzler? Vielleicht fühlen Sie sich als österreichischer Bundeskanzler zuständig dafür, endlich einmal für Reformen in diesem Land zu sorgen? Deshalb fordere ich Sie heute hier auf: Stehen Sie auf und sagen Sie uns, welche Reformen Sie planen, um endlich das Budget in Ordnung zu bringen! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Matznetter: Der Herr Bundeskanzler soll „in die Gänge kommen“ …?
Sie werden wahrscheinlich sagen, Sie sind nicht zuständig. Aber ich erwarte mir von Ihnen als Kanzler, dass Sie heute hier Rede und Antwort stehen und uns sagen, wann Sie endlich in die Gänge kommen und endlich das tun, was unser Budget auf lange Sicht saniert. Das erwarten wir uns von einem Bundeskanzler und von Ihnen ganz speziell. Also tauchen Sie nicht ab, sondern tauchen Sie auf! (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Matznetter: Der Herr Bundeskanzler soll „in die Gänge kommen“ …?)
Abg. Lugar: Schaut meine Haut so aus …?
Bundeskanzler Werner Faymann: Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Abgeordneter, Sie sehen, wie schnell das geht. Man braucht sich nur schon zu Wort gemeldet zu haben. Waren Sie auch in Ibiza, weil Sie mich in den letzten paar Wochen nicht gesehen haben? (Abg. Lugar: Schaut meine Haut so aus …?) – Ah, Sie waren da. Einer der wenigen von Ihrer Fraktion, die da waren. (Abg. Hagen: Ich bin immer da gewesen! – Abg. Kickl: Für die Sozialisten geht nur Mallorca!)
Abg. Hagen: Ich bin immer da gewesen! – Abg. Kickl: Für die Sozialisten geht nur Mallorca!
Bundeskanzler Werner Faymann: Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Abgeordneter, Sie sehen, wie schnell das geht. Man braucht sich nur schon zu Wort gemeldet zu haben. Waren Sie auch in Ibiza, weil Sie mich in den letzten paar Wochen nicht gesehen haben? (Abg. Lugar: Schaut meine Haut so aus …?) – Ah, Sie waren da. Einer der wenigen von Ihrer Fraktion, die da waren. (Abg. Hagen: Ich bin immer da gewesen! – Abg. Kickl: Für die Sozialisten geht nur Mallorca!)
Ruf bei der FPÖ: Die sind schon längst eine Minderheit!
und Steuern zahlen. Und es ist nur richtig, dafür zu sorgen, dass diejenigen, die Steuern zahlen, nicht das Gefühl haben, sie gehören irgendwann einer Minderheit an. Deshalb macht man Betrugsbekämpfung, um denen, die sich an Gesetze halten (Ruf bei der FPÖ: Die sind schon längst eine Minderheit!), zu beweisen, dass Gesetze etwas wert sind und dass Steuerbetrugsbekämpfung eine Frage der Anständigkeit ist, nämlich für die, die ihre Steuern auch in der Vergangenheit ordentlich bezahlt haben. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
und Steuern zahlen. Und es ist nur richtig, dafür zu sorgen, dass diejenigen, die Steuern zahlen, nicht das Gefühl haben, sie gehören irgendwann einer Minderheit an. Deshalb macht man Betrugsbekämpfung, um denen, die sich an Gesetze halten (Ruf bei der FPÖ: Die sind schon längst eine Minderheit!), zu beweisen, dass Gesetze etwas wert sind und dass Steuerbetrugsbekämpfung eine Frage der Anständigkeit ist, nämlich für die, die ihre Steuern auch in der Vergangenheit ordentlich bezahlt haben. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Nun gibt es hier neben den Lohnnebenkostendiskussionen, den Investitionen und Rahmenbedingungen für die Arbeit natürlich das große Ziel, auch Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmersteuern zu reduzieren. Diese Steuerreform wird für mehr als 90 Prozent der Klein- und Mittelverdiener in diesem Land, die unter 4 500 € brutto verdienen, eine Entlastung bedeuten. Das ist konkrete Wirtschaftsankurbelung! Das ist Reform, wie wir sie meinen! Wir wollen, dass den Menschen netto mehr bleibt. Das haben wir durchgesetzt, und das werden die Menschen ab 1. Jänner spüren. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das strukturelle Nulldefizit wird auch 2015 erreicht; das strukturelle Nulldefizit soll auch 2016 erreicht werden. – Das sind stabile Finanzen. Das unterscheidet sich von dem, was Sie uns immer vorzurechnen versuchen, dass wir in der Frage der stabilen Finanzen etwas nachzuholen hätten. Nein, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Budgets durchrechnen und nach unseren politischen Vorgaben vorlegen, sind verlässliche Mitarbeiter. Das wurde in den vergangenen Jahren belegt und hat sich bewiesen. Auch auf europäischer Ebene haben wir in den Diskussionen deshalb immer so gute Argumente, weil wir zeigen können, dass dieses strukturelle Nulldefizit in Österreich bereits seit dem Jahr 2014 erreicht wurde. Stabile Finanzen, die sich sehen lassen können! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Wir sind natürlich ein Magnet für jene, die sich fragen, wer in Europa es schafft, diese Aufgabe auch in schwierigen Zeiten besonders gut zu bewältigen. Arbeiten wir aber daran, dass dieser Magnet auch in Zukunft einer ist und dass wir in Europa ein Vorbild bleiben – bei der Steuersenkung, bei den Investitionen, bei den Beschäftigungspaketen und bei Schule und Wissenschaft, denn das sind die Stärken für die Zukunft unseres Landes! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Lugar: Geh, so ein Blödsinn! Sie wissen es doch besser, Frau Tamandl! Sie sind ja auch ein bisschen wirtschaftsnah!
Ich möchte noch auf zwei wesentliche Punkte zu sprechen kommen. Der eine ist die Steuerreform. Sie wurde heute schon angesprochen. Kollege Lugar, für meine Begriffe haben Sie dem Steuerbetrug heute das Wort geredet. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Lugar: Geh, so ein Blödsinn! Sie wissen es doch besser, Frau Tamandl! Sie sind ja auch ein bisschen wirtschaftsnah!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich finde es nicht in Ordnung, dass Sie da alle kleinen Unternehmer mit hineinziehen und sagen, die können nur überleben, wenn sie ihre Steuern nicht korrekt abführen. Das ist nicht in Ordnung, und das wird von uns auch nicht akzeptiert. Ich glaube, das kann von keinem Steuerzahler und von keiner Steuerzahlerin akzeptiert werden. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Kitzmüller. – Abg. Kogler: Wie garantieren Sie die Leistungen?
Man muss auseinanderhalten: Wie speist sich der Familienlastenausgleichsfonds?, und: Was wird vom Familienlastenausgleichsfonds wieder an die Familien weitergegeben? Wir bekennen uns dazu: Wir erhöhen die Familienbeihilfe mit 1. Jänner 2016 wieder um 80 Millionen €, das sind 1,9 Prozent. (Zwischenruf der Abg. Kitzmüller. – Abg. Kogler: Wie garantieren Sie die Leistungen?) Das ist ein wesentlicher Punkt. Wir liegen da in Europa an der Spitze, was die Familienleistungen betrifft, und ich möchte nicht, dass eine Debatte entsteht, die den Familien Angst macht, denn wir stehen dazu, dass wir für die Familien das Nötige tun – im Gegenteil, wir haben bei der Steuerreform den Familien auch den Kinderfreibetrag von 220 € auf 440 € erhöht, und unsere Forderung, das noch auszubauen, bleibt selbstverständlich erhalten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Man muss auseinanderhalten: Wie speist sich der Familienlastenausgleichsfonds?, und: Was wird vom Familienlastenausgleichsfonds wieder an die Familien weitergegeben? Wir bekennen uns dazu: Wir erhöhen die Familienbeihilfe mit 1. Jänner 2016 wieder um 80 Millionen €, das sind 1,9 Prozent. (Zwischenruf der Abg. Kitzmüller. – Abg. Kogler: Wie garantieren Sie die Leistungen?) Das ist ein wesentlicher Punkt. Wir liegen da in Europa an der Spitze, was die Familienleistungen betrifft, und ich möchte nicht, dass eine Debatte entsteht, die den Familien Angst macht, denn wir stehen dazu, dass wir für die Familien das Nötige tun – im Gegenteil, wir haben bei der Steuerreform den Familien auch den Kinderfreibetrag von 220 € auf 440 € erhöht, und unsere Forderung, das noch auszubauen, bleibt selbstverständlich erhalten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.
Folgendes muss man aber bei der Finanzierung des FLAF auch bedenken: Es kann nicht sein, dass der FLAF immer mehr Aufgaben bekommt wie beispielsweise Schulbuchaktion, gratis Schulbuch, Freifahrt für die Kinder oder beispielsweise auch die Pensionsbeiträge für Kindererziehungszeiten. (Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.) Da müssen wir etwas tun. Wenn mir dann Eltern erzählen, dass sie für einzelne Schulbücher noch zusätzlich Geld aufwenden müssen, dann muss ich sagen, da läuft etwas schief. Da müssen wir uns noch mehr den Kopf darüber zerbrechen, was wir beispielsweise bei einer Reform des Familienlastenausgleichsfonds machen können. (Abg. Lugar: Man muss es richtig machen, Frau Kollegin! Richtig muss man es machen!)
Abg. Lugar: Man muss es richtig machen, Frau Kollegin! Richtig muss man es machen!
Folgendes muss man aber bei der Finanzierung des FLAF auch bedenken: Es kann nicht sein, dass der FLAF immer mehr Aufgaben bekommt wie beispielsweise Schulbuchaktion, gratis Schulbuch, Freifahrt für die Kinder oder beispielsweise auch die Pensionsbeiträge für Kindererziehungszeiten. (Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.) Da müssen wir etwas tun. Wenn mir dann Eltern erzählen, dass sie für einzelne Schulbücher noch zusätzlich Geld aufwenden müssen, dann muss ich sagen, da läuft etwas schief. Da müssen wir uns noch mehr den Kopf darüber zerbrechen, was wir beispielsweise bei einer Reform des Familienlastenausgleichsfonds machen können. (Abg. Lugar: Man muss es richtig machen, Frau Kollegin! Richtig muss man es machen!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strolz bewegt die rechte Hand mit erhobenem Zeigefinger hin und her.
Also schüren Sie bitte keine Angst bei den Familien! Es ist notwendig, die Lohnnebenkosten zu senken. Wir brauchen Arbeitsplätze. Und, Herr Kollege Lugar: Betrugsbekämpfung und Steuergerechtigkeit sichern den Standort und werden allen, die immer brav ihre Steuern zahlen, sicherlich nicht die Existenz kosten. Sie reden ja gerade so, als profitierten die kleinen Unternehmer nicht von der Steuerreform. Sie sind auch einkommensteuerpflichtig und werden daher davon profitieren. Wir stehen dazu. Ich danke dem Herrn Finanzminister für die Vorlage. Herrn Kollegen Strolz sei ins Stammbuch geschrieben: Es ist ein nachhaltiges Budget, das wir da vorlegen. Vielleicht sollten Sie sich mehr an der sachlichen Debatte beteiligen, als sich hier ans Rednerpult zu stellen und immer alles nur madigzumachen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strolz bewegt die rechte Hand mit erhobenem Zeigefinger hin und her.)
Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kirchgatterer.
Wissen Sie, ich denke mir, dass ein paar Tage Urlaub vernünftiger sind als das Modell, das er seit Jahren betreibt, denn dieses heißt Pension am Arbeitsplatz. Das ist der Tiefschlaf am Ballhausplatz im Kanzleramt. Das ist Ihre Politik! (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kirchgatterer.) Gelegentlich wird das dann durch die eine oder andere Lustreise in Richtung Griechenland, zum Oberbankrotteur, unterbrochen, und wenn das nichts ist, dann schimpft man über Herrn Orbán in Ungarn; das ist die zweite Möglichkeit, wie man das unterbrechen kann. Das Dritte ist, dass Sie sich bei Frau Merkel irgendwie geistig angeschlossen haben und dort die Baumeister-Bob-Mentalität zur Rettung Europas ausgerufen haben: Ja, wir schaffen das!
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Strache: Ex-Präsident! Zitat!
zitiere! –, Sie sind der Clown Europas, Herr Bundeskanzler. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Strache: Ex-Präsident! Zitat!)
Ruf bei der ÖVP: Schüssel! – Abg. Lopatka: Na komm!
Wenn heute vonseiten der Regierungsbank davon die Rede ist, dass dieses Budget ein nachhaltiges sei, dann schauen wir uns einmal an, inwiefern es nachhaltig ist. Kollege Lugar hat das zu Recht angesprochen, das ist wirklich eine Meisterleistung: Wissen Sie, wann es zum letzten Mal der Fall gewesen ist, dass es in Österreich einen realen Budgetüberschuss gegeben hat? – Da müssen wir einige Zeit zurückblenden! (Ruf bei der ÖVP: Schüssel! – Abg. Lopatka: Na komm!) Da müssen wir zurückgehen in die Präsidentschaftsära Kennedy, dort werden wir dann fündig. Das sind die Jahre, bevor Herr Gusenbauer in die Sandkiste gestiegen ist, falls Sie sich nicht mehr erinnern können. Das waren die frühkindlichen Jahre des Herrn Gusenbauer (Vizekanzler Mitterlehner: Wer war da Finanzminister? ÖVP-Finanzminister!), desjenigen Gusenbauer, der jetzt in der Zwischenzeit beim Klassenfeind gelandet ist und dort wie all die Sozialisten – Frau Ederer et cetera – gutes Geld macht und offenbar seine wahre Bestimmung gefunden hat. (Vizekanzler Mitterlehner: ÖVP-Bundeskanzler, ÖVP-Finanzminister!)
Vizekanzler Mitterlehner: Wer war da Finanzminister? ÖVP-Finanzminister!
Wenn heute vonseiten der Regierungsbank davon die Rede ist, dass dieses Budget ein nachhaltiges sei, dann schauen wir uns einmal an, inwiefern es nachhaltig ist. Kollege Lugar hat das zu Recht angesprochen, das ist wirklich eine Meisterleistung: Wissen Sie, wann es zum letzten Mal der Fall gewesen ist, dass es in Österreich einen realen Budgetüberschuss gegeben hat? – Da müssen wir einige Zeit zurückblenden! (Ruf bei der ÖVP: Schüssel! – Abg. Lopatka: Na komm!) Da müssen wir zurückgehen in die Präsidentschaftsära Kennedy, dort werden wir dann fündig. Das sind die Jahre, bevor Herr Gusenbauer in die Sandkiste gestiegen ist, falls Sie sich nicht mehr erinnern können. Das waren die frühkindlichen Jahre des Herrn Gusenbauer (Vizekanzler Mitterlehner: Wer war da Finanzminister? ÖVP-Finanzminister!), desjenigen Gusenbauer, der jetzt in der Zwischenzeit beim Klassenfeind gelandet ist und dort wie all die Sozialisten – Frau Ederer et cetera – gutes Geld macht und offenbar seine wahre Bestimmung gefunden hat. (Vizekanzler Mitterlehner: ÖVP-Bundeskanzler, ÖVP-Finanzminister!)
Vizekanzler Mitterlehner: ÖVP-Bundeskanzler, ÖVP-Finanzminister!
Wenn heute vonseiten der Regierungsbank davon die Rede ist, dass dieses Budget ein nachhaltiges sei, dann schauen wir uns einmal an, inwiefern es nachhaltig ist. Kollege Lugar hat das zu Recht angesprochen, das ist wirklich eine Meisterleistung: Wissen Sie, wann es zum letzten Mal der Fall gewesen ist, dass es in Österreich einen realen Budgetüberschuss gegeben hat? – Da müssen wir einige Zeit zurückblenden! (Ruf bei der ÖVP: Schüssel! – Abg. Lopatka: Na komm!) Da müssen wir zurückgehen in die Präsidentschaftsära Kennedy, dort werden wir dann fündig. Das sind die Jahre, bevor Herr Gusenbauer in die Sandkiste gestiegen ist, falls Sie sich nicht mehr erinnern können. Das waren die frühkindlichen Jahre des Herrn Gusenbauer (Vizekanzler Mitterlehner: Wer war da Finanzminister? ÖVP-Finanzminister!), desjenigen Gusenbauer, der jetzt in der Zwischenzeit beim Klassenfeind gelandet ist und dort wie all die Sozialisten – Frau Ederer et cetera – gutes Geld macht und offenbar seine wahre Bestimmung gefunden hat. (Vizekanzler Mitterlehner: ÖVP-Bundeskanzler, ÖVP-Finanzminister!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Königsberger-Ludwig: Sagen Sie einen einzigen vernünftigen Satz! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
So lange ist das her, dass man schwarze Zahlen in diesem Land geschrieben hat! So lange ist das alles her! Das ist der Punkt – und seit damals werden in diesem Land nur rote Zahlen geschrieben. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Königsberger-Ludwig: Sagen Sie einen einzigen vernünftigen Satz! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Und Sie reden von einem einmaligen Ereignis aufgrund irgendwelcher äußerer Umstände! (Vizekanzler Mitterlehner: ÖVP-Bundeskanzler, ÖVP-Finanzminister!) Das hat bei Ihnen doch Methode, und dieses Budget 2016 klinkt sich nahtlos in diese Negativserie ein.
Vizekanzler Mitterlehner: ÖVP-Bundeskanzler, ÖVP-Finanzminister!
So lange ist das her, dass man schwarze Zahlen in diesem Land geschrieben hat! So lange ist das alles her! Das ist der Punkt – und seit damals werden in diesem Land nur rote Zahlen geschrieben. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Königsberger-Ludwig: Sagen Sie einen einzigen vernünftigen Satz! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Und Sie reden von einem einmaligen Ereignis aufgrund irgendwelcher äußerer Umstände! (Vizekanzler Mitterlehner: ÖVP-Bundeskanzler, ÖVP-Finanzminister!) Das hat bei Ihnen doch Methode, und dieses Budget 2016 klinkt sich nahtlos in diese Negativserie ein.
Beifall bei der FPÖ.
Das Interessante ist, wenn man sich dann die Erklärungen zu all diesen Dingen anschaut, auch 2016: Sie steigen mit dem Budget und mit den Erklärungen dazu, warum das alles so ist, wie es ist, nahtlos in die Fußstapfen Ihrer Vorgänger unseligen Angedenkens. Sie tun das! Die Erklärungen sind immer die gleichen: Dieses Defizit, diese Schuldenpolitik, dieses Belastungsmachen und gleichzeitig dieses Davongaloppieren der Ausgaben, das dient doch alles nur ganz, ganz vornehmen und hehren Zwecken! Immer die gleichen Ankündigungen, immer die gleichen Versprechen, immer die gleichen Absichtserklärungen – seit 55 Jahren in der Zwischenzeit –: Regts euch nicht auf, es geht doch um die Investitionen in die Zukunft! – Seit 55 Jahren dieselbe Leier: Regts euch doch nicht auf, es ist wegen der Sicherheit der kommenden Generationen, wegen der Enkerl!, wobei ich mich manchmal frage – und ich meine das sehr, sehr ernst! –, wenn ich mir Ihre Zuwanderungs- und Asylpolitik anschaue, von welchen kommenden Generationen auf österreichischem Boden Sie da überhaupt noch reden – von Österreicherinnen und Österreichern offenbar immer weniger! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Aber es heißt: Regts euch doch nicht auf, es geht ja nur um den Erhalt einer Spitzenposition oder um das Wiedererlangen einer Spitzenposition! Regts euch doch nicht auf, die Schulden und alles, was wir machen, das tun wir doch nur, um zu investieren, damit wir wieder etwas ankurbeln, dann holen wir uns wieder etwas herein, und mit dem zahlen wir dann die Schulden zurück! – Seit 55 Jahren dieselbe Leier, nur: Auf den zweiten Teil des Keynes-Modells, nämlich Schulden zurückzuzahlen, haben Sie immer vergessen – da sind Sie den Nachweis bis heute schuldig geblieben! –, und es war egal, ob es eine Wirtschaftskrise oder eine Hochkonjunktur gegeben hat: Das Modell war immer das gleiche. Und 2016 schließen Sie wieder an das Ganze an. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
das mit der Inflation gegenrechne, dann bleiben in Wirklichkeit ein paar Cent pro Kind und Monat über. Das ist der Familienimpuls der Volkspartei! Und wahrscheinlich deswegen, weil die Leute darüber so glücklich sind, findet vorm Haus gerade eine Demonstration des Katholischen Familienverbandes statt – weil die alle so zufrieden mit den Maßnahmen sind, die Sie gerade treffen, und weil das alles so nachhaltig bei den Menschen ankommt! (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner.
Oder: Sie haben zwar wieder einmal die größte Steuerreform aller Zeiten ausgerufen, aber von einer wirklichen Senkung der Steuer- und Abgabenquote kann überhaupt gar keine Rede sein, und das ist standortfeindlich. Es gibt keine Vereinfachung im Steuersystem. Und das Interessante ist, dass die Belastungen alle bleiben werden, während sich die sogenannten Entlastungen im Laufe der Jahre Schritt für Schritt in Luft auflösen werden. Das ist das berühmte Zuschlagen der kalten Progression. Herr Finanzminister, Sie sollten vorsichtig sein, wenn Sie da jetzt irgendetwas vom FLAF und von Entlastungen zum Abstellen der kalten Progression erzählen, die Sie in Angriff nehmen wollen! Das ist der nächste ungedeckte Scheck, den Sie ausstellen – im Übrigen auf Kosten der kommenden Generationen! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner.) – Ja, ja, ja!
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Einzementiert wurde in diesem Land einmal mehr die Bürokratie. Mein Gott, was ist das für eine Verwaltungsreform, für eine Strukturreform?! Die gibt es in Form von Arbeitskreisen und am Papierl, aber real existierend ist draußen die Bürokratie einzementiert! Da sind die Doppelgleisigkeiten, die Mehrgleisigkeiten einzementiert. Das, was Sie als Reform bezeichnen, hat Ihnen der Rechnungshofpräsident am Beispiel der Bildungsreform vor ein paar Tagen auseinandergenommen und auseinandergepflückt, und dabei ist er noch gar nicht auf die Absurditäten der Inhalte eingegangen, sondern das war nur ein Blick auf die Struktur, der gezeigt hat, wie fahrlässig und unverantwortlich Sie in diesen Bereichen agieren. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Abg. Kogler: He!
schon ganz schwarz vor Augen (Abg. Kogler: He!), wenn ich an die Millionen denke, die sich da noch in den Norden in Bewegung setzen werden –, wie man also in solchen Zeiten für sich in Anspruch nehmen kann, ein Zukunftsbudget auf den Weg zu bringen, wenn in diesem Bereich nicht einmal ein Funken von Kostenwahrheit herrscht! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner.
schon ganz schwarz vor Augen (Abg. Kogler: He!), wenn ich an die Millionen denke, die sich da noch in den Norden in Bewegung setzen werden –, wie man also in solchen Zeiten für sich in Anspruch nehmen kann, ein Zukunftsbudget auf den Weg zu bringen, wenn in diesem Bereich nicht einmal ein Funken von Kostenwahrheit herrscht! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner.)
Beifall bei der FPÖ. – Vizekanzler Mitterlehner: Das aber auch nicht!
Das ist doch der unglaubliche Vorgang: Nebelwerfer und Blendgranaten! Das kann doch keine Entschuldigung dafür sein, dass Sie in anderen Bereichen auch einen Blindflug machen wie in eine Nebelbank, zum Beispiel wenn es um Ihre Einnahmenbudgetierung aus der sogenannten Betrugsbekämpfung geht. Das ist ein Blindflug in die Nebelbank! Und es kann auch keine Ausrede sein, dass man sagt. Na ja, ist eh egal, denn wir sind euch ja bisher auch den Nachweis der Rechnung schuldig geblieben, dass die Zuwanderung insgesamt für Österreich ein Geschäft ist! – Das behaupten Sie ja immer nur dogmatisch, aber vorgerechnet haben Sie uns das noch nie. Das alles kann keine Entschuldigung sein. (Beifall bei der FPÖ. – Vizekanzler Mitterlehner: Das aber auch nicht!)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das ist alles ein Zickzackkurs, das ist alles eine Gleichung, die aus lauter Unbekannten besteht. Sicher ist bei Ihnen nur eines: Die Botschaft: Hereinspaziert, hollera und hopsasa!, am besten mit einer All-Inclusive-Mentalität, bleibt aufrecht! Das ist konkret, das haben wir! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Konkret ist auch, dass Zäune etwas ganz, ganz Furchtbares sind. Zäune sind etwas ganz Furchtbares, das ist quasifaschistisch – auch das konkret. Das war ja sozusagen das Ergebnis dessen, was Sie Herrn Orbán über eine Zeitung haben ausrichten lassen. Fest steht natürlich auch, dass der Islam nicht nur zu Deutschland und zu Europa, sondern natürlich auch zu Österreich gehört. Glauben Sie mir, das wird draußen in der Welt gehört! Sie brauchen sich also nicht zu wundern, wenn sich da der eine oder andere noch auf die Socken machen wird, um dort hinzukommen, wo er nach Ihrer Auskunft hingehört. Wundern Sie sich nicht über die Ereignisse! Mich wundert es, wie man sich von Dingen, die man selber anfeuert, dann auch noch überraschen lassen kann. – Das ist auch eine politische Kunst. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Steinbichler.
Aber wenn es um die Zahlen in diesem Zusammenhang geht, dann gibt es diese Nebelbank, dann gibt es ein Zahlenwirrwarr, das abenteuerlich ist. Nur ein paar Stationen: Einmal redet man von 600 Millionen, die es im Jahr kostet. Dann sind es 1,2 Milliarden – das war Professor Felderer. Dann schreit der Finanzminister: Zu viel, es ist nur 1 Milliarde! Dann kommt er drauf, möglicherweise ist die 1 Milliarde aber doch erst der Anfang, weil ja doch nicht alle so qualifiziert sind, also werden wir mehr brauchen. Dann gibt es ein Geheimpapier, das von etwa 3 Milliarden pro Jahr spricht. – Was ist denn das für eine Finanzpolitik, die in einer so wesentlichen Komponente nicht einmal weiß, mit welchen Zahlen sie operieren soll? Das ist doch wirklich abenteuerlich! (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Steinbichler.)
Beifall bei der FPÖ.
Nach außen hin erwecken Sie den Eindruck, dass das alles überhaupt nichts kostet. Das ist so in etwa das, was Sie der Bevölkerung vormachen. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Schelling.) – Ja, Sie! Sie, Herr Finanzminister, genau! Sie stellen sich hin, klopfen sich auf die Brust und sagen: Das ist großartig, regts euch nicht auf, wir können eh bei der Europäischen Union etwas gegenrechnen, und vielleicht kriegen wir sogar etwas zurück! (Neuerliche Zwischenbemerkung von Bundesminister Schelling.) Jetzt frage ich Sie: Sind wir noch Nettozahler, oder sind wir nicht mehr Nettozahler? (Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Keck: Das ist zutiefst …! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wenn Sie nicht mehr weiterkommen, dann rücken die Herrschaften der Oesterreichischen Nationalbank aus. Das ist eine besondere Institution. Das ist die Einrichtung zur Verleihung von Gütesiegeln an Institutionen mit Missständen. Das haben wir bei der Hypo gesehen, und jetzt funktioniert das bei Ihrer ganzen Zuwanderungsgeschichte. Die sind jetzt ausgerückt und haben gesagt: Freuts euch doch, liebe Österreicherinnen und Österreicher, dass so viele Flüchtlinge kommen, das ist ein Konjunkturimpuls! – Ich warte ja gerade noch, bis der Herr Gouverneur der Nationalbank einen Brief an den IS schreibt und sich dafür bedankt, dass er die Menschen vertreibt, so wie es uns immer erklärt wird! – Das würde ja gerade noch fehlen. (Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Keck: Das ist zutiefst …! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Eine unglaubliche Rede! – Vizekanzler Mitterlehner: Das ist viel zu viel, was Sie da Gas geben! Das sag’ ich Ihnen schon! Jeden Anstand verloren, wirklich wahr! Jeden Anstand!
Meine Damen und Herren, es gibt alles andere … (Zwischenbemerkung von Bundesminister Schelling.) – Sie brauchen nicht stolz zu sein auf Ihr Budget! (Ruf bei der SPÖ: Eine unglaubliche Rede! – Vizekanzler Mitterlehner: Das ist viel zu viel, was Sie da Gas geben! Das sag’ ich Ihnen schon! Jeden Anstand verloren, wirklich wahr! Jeden Anstand!) – Ich würde Ihnen eines raten: Sie können sich zu Wort melden, wenn es Ihnen passt. Wissen Sie, mir geht es darum, dass auch einmal das zur Sprache kommt, was sich die Bevölkerung draußen denkt. Das ist mir wichtiger, als ob Sie sich hinter mir wohlfühlen. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Lintl. – Vizekanzler Mitterlehner: Das ist voll daneben!)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Lintl. – Vizekanzler Mitterlehner: Das ist voll daneben!
Meine Damen und Herren, es gibt alles andere … (Zwischenbemerkung von Bundesminister Schelling.) – Sie brauchen nicht stolz zu sein auf Ihr Budget! (Ruf bei der SPÖ: Eine unglaubliche Rede! – Vizekanzler Mitterlehner: Das ist viel zu viel, was Sie da Gas geben! Das sag’ ich Ihnen schon! Jeden Anstand verloren, wirklich wahr! Jeden Anstand!) – Ich würde Ihnen eines raten: Sie können sich zu Wort melden, wenn es Ihnen passt. Wissen Sie, mir geht es darum, dass auch einmal das zur Sprache kommt, was sich die Bevölkerung draußen denkt. Das ist mir wichtiger, als ob Sie sich hinter mir wohlfühlen. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Lintl. – Vizekanzler Mitterlehner: Das ist voll daneben!)
Beifall bei der FPÖ.
Ich komme zum Schluss: Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der Herr Finanzminister hat ja in seiner Budgetrede gemeint, er kann sich mit einem Fußballtrainer vergleichen, der mit seiner Budgetstrategie dann quasi den Einzug in die Champions League zu verantworten hat. Ich habe ein Bild mitgebracht, das passender ist: Platzwart, würde ich sagen, Herr Finanzminister, Platzwart auf der rot-schwarzen Proporzspielwiese. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Schelling.) Das wäre die richtige Beschreibung. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Der rumänische Ex-Präsident ist ein Böser!
Ich wollte Ihnen dieses Prinzip, auf das wir uns geeinigt haben, nämlich auch bei Zitaten so vorzugehen, in Erinnerung rufen. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Der rumänische Ex-Präsident ist ein Böser!)
Rufe bei der FPÖ: Hervorragend!
Abgeordneter Wolfgang Katzian (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich glaube, das war wieder einmal eine typische Rede von Herrn Kickl (Rufe bei der FPÖ: Hervorragend!): Stakkatoartig vorgetragen (Beifall und Bravorufe bei der FPÖ), wie wir es gehört haben, ordentlich offensiv im Austeilen, gespickt mit sehr vielen weinerlichen Nebensächlichkeiten. Und die üblichen xenophoben Seitenhiebe durften auch nicht fehlen. Menschlichkeit und Anstand – absolute Fehlanzeige! – Damit kann man sich nicht einmal, wenn man will, sachlich auseinandersetzen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der FPÖ
Abgeordneter Wolfgang Katzian (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich glaube, das war wieder einmal eine typische Rede von Herrn Kickl (Rufe bei der FPÖ: Hervorragend!): Stakkatoartig vorgetragen (Beifall und Bravorufe bei der FPÖ), wie wir es gehört haben, ordentlich offensiv im Austeilen, gespickt mit sehr vielen weinerlichen Nebensächlichkeiten. Und die üblichen xenophoben Seitenhiebe durften auch nicht fehlen. Menschlichkeit und Anstand – absolute Fehlanzeige! – Damit kann man sich nicht einmal, wenn man will, sachlich auseinandersetzen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Wolfgang Katzian (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich glaube, das war wieder einmal eine typische Rede von Herrn Kickl (Rufe bei der FPÖ: Hervorragend!): Stakkatoartig vorgetragen (Beifall und Bravorufe bei der FPÖ), wie wir es gehört haben, ordentlich offensiv im Austeilen, gespickt mit sehr vielen weinerlichen Nebensächlichkeiten. Und die üblichen xenophoben Seitenhiebe durften auch nicht fehlen. Menschlichkeit und Anstand – absolute Fehlanzeige! – Damit kann man sich nicht einmal, wenn man will, sachlich auseinandersetzen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Weil es einige Stimmen gegeben hat, wo man meinte, das müsse man jetzt lang und breit diskutieren, bis man es umsetzen kann, möchte ich sagen: Ich erwarte mir, dass das genauso zügig umgesetzt wird wie andere Dinge, die gemeinsam vereinbart wurden, und das bedeutet für mich, dass dies in der Dezember-Sitzung des Plenums zu geschehen hat. Eine Verzögerung beziehungsweise eine Hinhaltetaktik kann da nicht akzeptiert werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kogler: Endlich wieder etwas Gescheites! – Ruf bei der ÖVP: Der nächste Obmann der Grünen!
Präsidentin Doris Bures: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Mag. Rossmann. (Abg. Kogler: Endlich wieder etwas Gescheites! – Ruf bei der ÖVP: Der nächste Obmann der Grünen!)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordneter Mag. Bruno Rossmann (Grüne): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Wer immer nur auf den Saldo schaut, wie das Frau Abgeordnete Tamandl und Herr Kollege Krainer tun, der muss natürlich verfehlte Budgetpolitik betreiben. Dieser „Salden-Fetischismus“ kann nur zu einer verfehlten Budgetpolitik führen, denn entscheidend ist doch: Wie ist die Struktur der Einnahmen und was passiert mit den Ausgaben im Budget? – Nicht der Saldo entscheidet, sondern die Zusammensetzung der Einnahmen und die Verwendung wofür: Das ist das Entscheidende! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Königsberger-Ludwig: Das hat er nicht gesagt!
Wenn der Herr Bundeskanzler hier davon gesprochen hat, dass Mittelverdiener 4 500 € verdienen, dann muss ich sagen: Er irrt gewaltig! (Abg. Königsberger-Ludwig: Das hat er nicht gesagt!) Das mittlere Einkommen liegt bei 1 900 € und nicht bei 4 500 €, für Frauen sogar noch darunter! – Das müssen Sie wirklich einmal zur Kenntnis nehmen, und dann können Sie nicht zu solchen Befunden in Bezug auf die durch die Steuerreform erfolgende Entlastung kommen. Ich finde das wirklich empörend! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Schieder: „Bis zu“ – das ist ein Unterschied!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Schieder: „Bis zu“ – das ist ein Unterschied!
Wenn der Herr Bundeskanzler hier davon gesprochen hat, dass Mittelverdiener 4 500 € verdienen, dann muss ich sagen: Er irrt gewaltig! (Abg. Königsberger-Ludwig: Das hat er nicht gesagt!) Das mittlere Einkommen liegt bei 1 900 € und nicht bei 4 500 €, für Frauen sogar noch darunter! – Das müssen Sie wirklich einmal zur Kenntnis nehmen, und dann können Sie nicht zu solchen Befunden in Bezug auf die durch die Steuerreform erfolgende Entlastung kommen. Ich finde das wirklich empörend! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Schieder: „Bis zu“ – das ist ein Unterschied!)
Abg. Kogler: Richtig!
Empörend ist das insbesondere deshalb, weil es sehr, sehr viele Frauen betrifft; empörend auch deshalb, weil sich die Einkommensschere weiter öffnet; empörend aber auch deshalb, weil extrem viel Geld ausgegeben wird, wo mit geringen Wachstums- und Beschäftigungseffekten zu rechnen ist. Das Österreichische Wirtschaftsforschungsinstitut sagt: Wenn die Gegenfinanzierung voll greift – was fraglich ist –, dann haben wir im nächsten Jahr einen Wachstumseffekt von 0,0 Prozent und einen Beschäftigungseffekt von 4 000 bis 6 000. (Abg. Kogler: Richtig!)
Beifall bei den Grünen.
Mit 5 Milliarden € kann man wesentlich mehr für die Beschäftigung machen – wenn man nämlich die unteren Einkommen besser und stärker entlastet und einen Teil dieser Gelder für Investitionen, etwa in die ökologische Umsteuerung der Wirtschaft, verwendet. (Beifall bei den Grünen.)
Neuerlicher Beifall bei den Grünen.
Aber das ist nicht passiert. Das alles wurde verpasst – ebenso wie es die Regierung verpasst hat, eine Erbschaftssteuer einzuführen. Millionen-Erben, Milliarden-Erben gehen nach wie vor ohne Erbschaftssteuer „spazieren“. (Neuerlicher Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Stellen Sie sich vor: Die zehn reichsten Österreicherinnen und Österreicher, die bequem hier in der ersten Reihe Platz finden würden, verfügen über ein Vermögen, das höher ist als das Volumen des Jahresbudgets, das am Donnerstag beschlossen werden soll. – Das ist wirklich ein Skandal! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das heißt, wir wollen diese Form der Lohnnebenkostenentlastung wieder rückgängig machen. Das heißt aber nicht, dass wir gegen eine Lohnnebenkostenentlastung sind. Ganz im Gegenteil: Wir wollen sie! Nur: Wir wollen sie anders machen. Und zwar haben wir im Frühjahr ein Konzept vorgelegt, wie wir das machen können, nämlich durch eine ökosoziale Steuerreform. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn Sie mehr Transparenz wollen und nicht weniger, dann ersuche ich Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordneten von allen Fraktionen, diesem Abänderungsantrag heute zuzustimmen. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Strache: Martinz und Kaiser!
Die Schuldenquote würde stärker sinken, hätten wir nicht die Hypo abzuarbeiten. Und bevor der Herr Kollege Kickl hier als Moralapostel auftritt, sollte er lieber darüber nachdenken, wer dieses Desaster in Kärnten zu verantworten hat (Abg. Strache: Martinz und Kaiser!), und bedenken, dass einer, der bei allen Beschlüssen mit dabei war, immer noch in der zweiten Kammer dieses Hauses sitzt, nämlich der Herr Landeshauptmann
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
außer Dienst Dörfler. Wenn man sich hier schon als Moralapostel aufspielt, dann sollte man wenigstens dafür sorgen, dass die politischen Mandatsträger auch zur Verantwortung gezogen werden. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Wenn man brutto 2 500 € verdient, meine Damen und Herren, dann ist das sicherlich ein Durchschnittsverdienst in Österreich, und aufgrund dieser Steuerreform hat man rund 1 000 € Entlastung pro Jahr, beginnend mit dem 1. Jänner 2016. Das darf man nicht kleinreden, das ist eine wichtige Entlastung für die Bürgerinnen und Bürger in diesem Lande. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Höbart: Der Katholische Familienverband steht schon vor der Tür!
Auch eine Anmerkung zum FLAF: Ich verstehe die Hysterie nicht, die hier verbreitet wird. Denn: Wir haben es hier mit einer Senkung von 4,5 auf 3,9 Prozent beim Dienstgeberbeitrag zu tun, und zwar in Schritten, meine Damen und Herren. Und die Familienleistungen werden nicht gekürzt. (Abg. Höbart: Der Katholische Familienverband steht schon vor der Tür!) Wenn Sie wollen, dann gebe ich hier eine Garantieerklärung ab, auch für die Österreichische Volkspartei: Wir kürzen keine Familienleistungen durch die Senkung des FLAF! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Auch eine Anmerkung zum FLAF: Ich verstehe die Hysterie nicht, die hier verbreitet wird. Denn: Wir haben es hier mit einer Senkung von 4,5 auf 3,9 Prozent beim Dienstgeberbeitrag zu tun, und zwar in Schritten, meine Damen und Herren. Und die Familienleistungen werden nicht gekürzt. (Abg. Höbart: Der Katholische Familienverband steht schon vor der Tür!) Wenn Sie wollen, dann gebe ich hier eine Garantieerklärung ab, auch für die Österreichische Volkspartei: Wir kürzen keine Familienleistungen durch die Senkung des FLAF! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Lopatka: Sehr gut!
Im Gegenteil: Wir heben die Familienbeihilfe an, mit 1. Jänner 2016 und mit 1. Jänner 2018 jeweils um 1,9 Prozent! Wir haben zusätzlich über 300 Millionen € in den Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen gesteckt, und mit der Steuerreform werden durch die Verdoppelung des Kinderfreibetrages zusätzlich 100 Millionen € den Familien zufließen. Wir heben die Familienleistungen auf einem hohen Niveau an, meine Damen und Herren, wir kürzen sie nicht. Das wird es mit der ÖVP nicht geben! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Lopatka: Sehr gut!)
Beifall bei der ÖVP.
Das sind die richtigen Antworten in schwierigen Zeiten! Wir haben ein gutes Budget hier zur Beschlussfassung vorliegen – ein Budget, das zukunftsfit ist, das für die Zukunft in diesem Lande und für die Menschen in Österreich ein wichtiges Signal ist! (Beifall bei der ÖVP.)
Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.
Und wie kommt man heutzutage, auch beim Budget 2016, auf ein ausgeglichenes Budget? – Na, indem man die erste Toleranzgrenze in Anspruch nimmt, indem man die zweite Toleranzgrenze in Anspruch nimmt und indem man die Banken, nämlich allen voran die Hypo Alpe-Adria, herausrechnet, weil es eben ein unvorhergesehenes und einmaliges Ereignis ist, wie wir hören. (Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Rädler: … Steuerreform …!
Warum ist das so? – Weil es bei den Reformen einen völligen Stillstand gibt: einen völligen Stillstand bei wesentlichen Reformen, die anzugehen wären. Und dabei wäre nur wichtig, dass diese Bundesregierung zumindest einmal ein Signal setzt, zumindest eine Reform angeht, zumindest die Bereitschaft zeigt und erkennen lässt, dass sie die Zeichen der Zeit erkannt hat (Abg. Rädler: … Steuerreform …!), dass sie die Reformnotwendigkeit erkannt hat und dass sie bereit ist, zu handeln. Nur ein Zeichen wäre einmal notwendig – aber weit und breit ist nichts zu sehen. (Abg. Rädler: Sie haben die Steuerreform verschlafen!)
Abg. Rädler: Sie haben die Steuerreform verschlafen!
Warum ist das so? – Weil es bei den Reformen einen völligen Stillstand gibt: einen völligen Stillstand bei wesentlichen Reformen, die anzugehen wären. Und dabei wäre nur wichtig, dass diese Bundesregierung zumindest einmal ein Signal setzt, zumindest eine Reform angeht, zumindest die Bereitschaft zeigt und erkennen lässt, dass sie die Zeichen der Zeit erkannt hat (Abg. Rädler: … Steuerreform …!), dass sie die Reformnotwendigkeit erkannt hat und dass sie bereit ist, zu handeln. Nur ein Zeichen wäre einmal notwendig – aber weit und breit ist nichts zu sehen. (Abg. Rädler: Sie haben die Steuerreform verschlafen!)
Abg. Matznetter: Das ist aber sehr dünn!
Hier (ein Heftchen mit der Überschrift „weniger – einfacher – generationengerecht“ in die Höhe haltend) steckt Zukunft drin, hier steckt Verantwortung drin, und diese Verantwortung müssten Sie übernehmen. (Abg. Matznetter: Das ist aber sehr dünn!)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Der Herr Bundeskanzler ist gerade nicht da, aber ich lasse es trotzdem nicht zu, dass er sich immer am Finanzminister abputzt. Der Bundeskanzler ist der Chef der Bundesregierung, der Bundeskanzler trägt die Gesamtverantwortung. Herr Bundeskanzler, ich richte es Ihnen in Abwesenheit aus: Wenn Sie diese Verantwortung nicht wahrnehmen wollen, wenn Sie diese Verantwortung nicht tragen wollen, dann geben Sie sie ab! – Danke. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Abg. Neubauer: Da brauchen wir nicht Sie dazu!
Meine Damen und Herren! Einer der ersten Redner zum Budget war Klubobmann Strache. Er hat darauf hingewiesen, dass es Probleme mit den Steuergruppen gibt. – Das Gegenteil ist der Fall: Die Steuerreform reduziert die Steuergruppen von fünf auf drei, das kommt vielen Österreicherinnen und Österreichern zugute. Es wäre sehr gut, wenn sich auch Herr Strache mit dieser Thematik wirklich beschäftigen würde. (Abg. Neubauer: Da brauchen wir nicht Sie dazu!)
Abg. Neubauer: Wer hat denn die Rede geschrieben?
70 Jahre nach dem Ende des NS-Regimes werden die Zeitzeugen der Naziverbrechen immer weniger. Daher ist es umso wichtiger, dass junge Österreicherinnen und Österreicher an den Gedenkstätten und zeithistorischen Forschungseinrichtungen arbeiten und über die Ursachen und Folgen der Verfolgungs- und Vernichtungspolitik informieren. (Abg. Neubauer: Wer hat denn die Rede geschrieben?) Unsere Forderung, den Gedenkdienst unter den Lehrlingen bekannter zu machen, wird auch umgesetzt und – ganz wichtig – der Zugang für die Frauen wesentlich erleichtert.
Abg. Kitzmüller: Wovon reden Sie?
Meine Damen und Herren, es werden rechtzeitig vor dem Ende des Gedenkjahres 2015 diese wesentlichen Punkte umgesetzt (Abg. Kitzmüller: Wovon reden Sie?) und – das ist gut für den Gedenkdienst, für die Gedenkdienstleistenden – damit eine wesentliche finanzielle Absicherung mit einem relativ kleinen Budgeteinsatz von 280 000 € erreicht. (Zwischenruf des Abg. Darmann.)
Zwischenruf des Abg. Darmann.
Meine Damen und Herren, es werden rechtzeitig vor dem Ende des Gedenkjahres 2015 diese wesentlichen Punkte umgesetzt (Abg. Kitzmüller: Wovon reden Sie?) und – das ist gut für den Gedenkdienst, für die Gedenkdienstleistenden – damit eine wesentliche finanzielle Absicherung mit einem relativ kleinen Budgeteinsatz von 280 000 € erreicht. (Zwischenruf des Abg. Darmann.)
Abg. Neubauer: Nehmen Sie das Wort „Pensionisten“ nicht in den Mund bei dem Budget!
Meine Damen und Herren! Vielen kommt das heutige Budget 2016, insbesondere die Steuerreform, zugute. Viele Österreicherinnen und Österreicher profitieren davon: Es sind die Arbeitnehmer, es ist der Mittelstand, es sind die Selbständigen, es sind die Pensionisten. (Abg. Neubauer: Nehmen Sie das Wort „Pensionisten“ nicht in den Mund bei dem Budget!) Es wird investiert werden, es wird die Kaufkraft gestärkt. – Es ist ein Budget für die positive Weiterentwicklung unserer Republik. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Vielen kommt das heutige Budget 2016, insbesondere die Steuerreform, zugute. Viele Österreicherinnen und Österreicher profitieren davon: Es sind die Arbeitnehmer, es ist der Mittelstand, es sind die Selbständigen, es sind die Pensionisten. (Abg. Neubauer: Nehmen Sie das Wort „Pensionisten“ nicht in den Mund bei dem Budget!) Es wird investiert werden, es wird die Kaufkraft gestärkt. – Es ist ein Budget für die positive Weiterentwicklung unserer Republik. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kogler: Aber ja!
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (STRONACH): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzte Regierungsmitglieder! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Österreich ist in einer sehr schwierigen Situation, und daran gibt es nichts schönzureden. Wir haben mehr als 500 000 Arbeitslose, wir haben Schulden, die enorm sind, die jährlich steigen, und wir haben eine Völkerwanderung in einem Ausmaß, wie sie sich keiner von uns jemals hätte vorstellen können. (Abg. Kogler: Aber ja!)
Ruf bei der FPÖ: Von wem?
Meine geschätzten Damen und Herren! Gerade in dieser Situation hätten wir uns Führungsqualitäten seitens der Bundesregierung gewünscht. (Ruf bei der FPÖ: Von wem?) Wir hätten uns gewünscht, dass uns die Bundesregierung Sicherheit und Stabilität gibt (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Da haben wir leider die falsche Regierung!), aber leider Gottes war alles andere als dies der Fall.
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Da haben wir leider die falsche Regierung!
Meine geschätzten Damen und Herren! Gerade in dieser Situation hätten wir uns Führungsqualitäten seitens der Bundesregierung gewünscht. (Ruf bei der FPÖ: Von wem?) Wir hätten uns gewünscht, dass uns die Bundesregierung Sicherheit und Stabilität gibt (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Da haben wir leider die falsche Regierung!), aber leider Gottes war alles andere als dies der Fall.
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Kickl. – Zwischenruf des Abg. Amon.
Und, meine geschätzten Damen und Herren, das, was Sie seitens der Regierung zum Thema Zaun, Türe mit Seitenteilen oder Sonstigem geliefert haben, das war wirk- lich erbärmlich! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Kickl. – Zwischenruf des Abg. Amon.)
Beifall beim Team Stronach – Zwischenruf des Abg. Neubauer
Meine geschätzten Damen und Herren, auch das Thema Obergrenze kann man nicht vom Tisch wischen. Das ist ein Thema, mit dem wir uns auseinandersetzen müssen! Wenn Landeshauptmann Schützenhöfer sagt, wir haben die Grenze erreicht, dann müssen wir diese Aussage ernst nehmen. Wir müssen, wenn wir den Sozialstaat erhalten wollen, eine Grenze des Machbaren definieren (Beifall beim Team Stronach – Zwischenruf des Abg. Neubauer), und ich sage Ihnen: Wir haben diese Grenze erreicht, darüber brauchen wir nicht mehr zu diskutieren!
Beifall beim Team Stronach.
Ein Thema, das uns gleichfalls alle, jeden Einzelnen betrifft, das ist die Wirtschaftspolitik, denn nur das, was erwirtschaftet wird, kann der Staat wieder ausgeben, und wir haben eine Wirtschaftspolitik, die ständig hinterherhinkt. Deutschland hatte 2005 eine doppelt so hohe Arbeitslosenzahl wie Österreich, und heute sind die Arbeitslosenzahlen niedriger, weil man eben Maßnahmen gesetzt hat, die die Wirtschaft ankurbeln. Was haben wir gemacht? – Wir haben die Bürokratie noch aufgebläht und stecken die ganze Energie in die Verwaltung von Arbeitslosen, anstatt zu schauen, Arbeitsplätze zu schaffen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn Wifo-Chef Aiginger meint, diese Krise ist hausgemacht, dann hat er absolut recht. Und um es nicht nur in das Eck zu stellen, dass eine Oppositionspartei alles schlechtredet: Auch der ehemalige Vizekanzler Dr. Androsch hat ganz klar gesagt, wenn wir so weitertun, fährt Österreich mit 200 km/h an die Wand. – Ich frage die Vertreter der Regierungsparteien: Wollen Sie das wirklich? – Ich sage Ihnen, wir wollen das nicht. Wir wollen eine Wirtschaftspolitik, die Arbeitsplätze schafft, die aber auch den Unternehmen die nötige Luft zum Atmen gibt. (Beifall beim Team Stronach.) Das heißt, wir wollen ein einfaches Steuersystem, und wir verwehren uns dagegen, dass Unternehmer ständig kriminalisiert werden. (Ruf bei der ÖVP: Wer ist „wir“?)
Ruf bei der ÖVP: Wer ist „wir“?
Wenn Wifo-Chef Aiginger meint, diese Krise ist hausgemacht, dann hat er absolut recht. Und um es nicht nur in das Eck zu stellen, dass eine Oppositionspartei alles schlechtredet: Auch der ehemalige Vizekanzler Dr. Androsch hat ganz klar gesagt, wenn wir so weitertun, fährt Österreich mit 200 km/h an die Wand. – Ich frage die Vertreter der Regierungsparteien: Wollen Sie das wirklich? – Ich sage Ihnen, wir wollen das nicht. Wir wollen eine Wirtschaftspolitik, die Arbeitsplätze schafft, die aber auch den Unternehmen die nötige Luft zum Atmen gibt. (Beifall beim Team Stronach.) Das heißt, wir wollen ein einfaches Steuersystem, und wir verwehren uns dagegen, dass Unternehmer ständig kriminalisiert werden. (Ruf bei der ÖVP: Wer ist „wir“?)
Beifall beim Team Stronach.
Zum Thema Registrierkassen: Ich habe unlängst mit einer Friseurmeisterin geredet, die gesagt hat, sie schafft jetzt eine Registrierkasse an, aber sie zahlt der Firma doppelt so viel, weil man ja noch nicht genau weiß, welches EDV-System kommen wird. Sie schließt jetzt gleich einen Vertrag ab, dass man das System noch im Nachhinein an die Notwendigkeiten anpassen kann. – Ich sage Ihnen, das ist eine Vorgangsweise seitens der Bundesregierung, die absolut nicht in Ordnung ist, weil sie verunsichert und weil sie vor allem erhöhte Kosten für die Unternehmer schafft. Das lehnen wir ab, das wollen wir nicht! (Beifall beim Team Stronach.)
Ruf bei der ÖVP: Zu Salzburg!
Ein Wort zum Sozialbereich (Ruf bei der ÖVP: Zu Salzburg!): Kollege Krainer hat gesagt, das System ist omafit. – Ich sage Ihnen, das System ist opafit: Es ist opafit bei den Pensionen, weil nämlich jene Opas, die Privilegien haben, es sich gerichtet haben, und sie werden diese Privilegien auch in die Zukunft mitnehmen können. Nur leider ist das System nicht enkelfit, weil den jüngeren Generationen nichts bleiben wird. Sie werden eine geringe Pension haben, weil eben das Geld für die eigene Lobby, für das eigene Netzwerk, für die Privilegien ausgegeben wird. Ich sage Ihnen von dieser Stelle,
Beifall beim Team Stronach. – Ruf bei der ÖVP: … Griechenland!
wir vom Team Stronach werden alles daran setzen, dass Privilegien im Pensionsbereich abgeschafft werden, weil sie nicht zeitgerecht sind und weil sie äußerst unfair sind. (Beifall beim Team Stronach. – Ruf bei der ÖVP: … Griechenland!)
Beifall beim Team Stronach.
In Griechenland hat man sehr wohl in die hohen Pensionen eingreifen können, und niemand kann mir erklären, dass das in Österreich nicht auch so sein kann. – Ich sage Ihnen, wir setzen uns dafür ein und wir werden in Richtung eines fairen, nachhaltigen, finanzierbaren Systems arbeiten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der ÖVP.
Der zweite Punkt ist: Ich habe in der Budgetrede klargestellt, und dazu bekenne ich mich auch, dass wir weitere Reformschritte brauchen, sonst wird das nicht funktionieren. (Beifall bei der ÖVP.) Und da bin ich völlig d’accord, da bin ich völlig einverstanden damit, dass wir hier das Reformtempo erhöhen müssen – auch das habe ich deutlich und klar gemacht.
Abg. Lugar spricht mit Abg. Kogler. – Abg. Kogler: Entschuldigung!
Was nun die Transparenz und die Zahlen anbelangt, lassen Sie mich zwei Beispiele bringen: Herr Abgeordneter Lugar, wenn Sie nun behaupten, die Steuerreform würde durch die 5,1 Milliarden … (Abg. Lugar spricht mit Abg. Kogler. – Abg. Kogler: Entschuldigung!) – Ich beginne noch einmal: Herr Abgeordneter Lugar, wenn Sie sagen, die Steuerreform wird mit 5,1 Milliarden neuen Schulden gegenfinanziert, dann würde ich Ihnen empfehlen, dass Sie sich das, was hier im Hohen Haus beschlossen wird, einmal anschauen.
Zwischenruf des Abg. Lugar.
Im Jahr 2014 hat der Bundesfinanzrahmen für das Jahr 2016 eine Neuverschuldung von 4,8 Milliarden vorgesehen; daher ist an der Erhöhung von 4,8 Milliarden € auf 5,1 Milliarden € nicht die Steuerreform schuld. Das sollten Sie bitte so zur Kenntnis nehmen, denn die Steuerreform wird solide gegenfinanziert. (Zwischenruf des Abg. Lugar.) Sie stellen sich hier heraus und behaupten, das sei ein Abtauschen von Schulden und Steuerreform. Das stimmt einfach nicht, weil die Steuerreform entsprechende Gegenfinanzierungsmaßnahmen inkludiert, die zwischenzeitlich übrigens auch von der Kommission anerkannt wurden.
Zwischenruf des Abg. Lugar
Sie behaupten aber in der Öffentlichkeit, wir hätten das nicht dargestellt (Zwischenruf des Abg. Lugar), und daher ersuche ich Sie um eines: Wenn Sie schon Transparenz einfordern, dann lesen Sie bitte das Budget und sagen Sie in der Öffentlichkeit, was wirklich eingestellt ist! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie behaupten aber in der Öffentlichkeit, wir hätten das nicht dargestellt (Zwischenruf des Abg. Lugar), und daher ersuche ich Sie um eines: Wenn Sie schon Transparenz einfordern, dann lesen Sie bitte das Budget und sagen Sie in der Öffentlichkeit, was wirklich eingestellt ist! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Kogler.
Es wird immer noch darauf hingewiesen, welches Problem die HETA darstellt. – Ja, natürlich ist die HETA, früher Hypo Alpe-Adria, ein budgetäres Problem; das bestreitet auch überhaupt niemand. (Zwischenruf des Abg. Kogler.) Aber wer packt es denn an, das Problem zu lösen? – Doch eher ich und nicht die Freiheitlichen in Kärnten, die ständig dagegen stimmen, dass das HETA-Problem gelöst wird! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.) Das ist doch die Ausgangssituation, die wir haben; und ich habe das Problem geerbt, nicht geschaffen; darüber können wir gerne diskutieren. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Es wird immer noch darauf hingewiesen, welches Problem die HETA darstellt. – Ja, natürlich ist die HETA, früher Hypo Alpe-Adria, ein budgetäres Problem; das bestreitet auch überhaupt niemand. (Zwischenruf des Abg. Kogler.) Aber wer packt es denn an, das Problem zu lösen? – Doch eher ich und nicht die Freiheitlichen in Kärnten, die ständig dagegen stimmen, dass das HETA-Problem gelöst wird! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.) Das ist doch die Ausgangssituation, die wir haben; und ich habe das Problem geerbt, nicht geschaffen; darüber können wir gerne diskutieren. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Es wird immer noch darauf hingewiesen, welches Problem die HETA darstellt. – Ja, natürlich ist die HETA, früher Hypo Alpe-Adria, ein budgetäres Problem; das bestreitet auch überhaupt niemand. (Zwischenruf des Abg. Kogler.) Aber wer packt es denn an, das Problem zu lösen? – Doch eher ich und nicht die Freiheitlichen in Kärnten, die ständig dagegen stimmen, dass das HETA-Problem gelöst wird! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.) Das ist doch die Ausgangssituation, die wir haben; und ich habe das Problem geerbt, nicht geschaffen; darüber können wir gerne diskutieren. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Kogler: So ist es auch!
Wenn Herr Hable Ausführungen zum strukturellen Defizit macht, dann bin ich tief beeindruckt, denn das strukturelle Budgetdefizit – glaube ich, sagen zu können –versteht niemand. Ich habe gestern eine heiße Diskussion im Rahmen der Euro-Gruppe in Brüssel gehabt betreffend die Fragestellung: Wie errechnet man eigentlich ein strukturelles Defizit, und ist diese Kennzahl die richtige Kennzahl? – Wir setzen uns dafür ein, dass das sauber wird, und ich habe gestern klargestellt: Das Verfahren für das strukturelle Defizit ist intransparent, nicht nachvollziehbar und führt zu einer Ungleichbehandlung der Mitgliedstaaten. (Abg. Kogler: So ist es auch!)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Cap und Matznetter.
Lassen Sie mich zwei Beispiele herausarbeiten: Wenn ein Mitgliedstaat 1,4 Prozent strukturelles Defizit macht und die Kommission feststellt, dass er trotzdem im Rahmen des Stabilitätspakts, wie es so schön heißt, fully compliant ist, also alle Voraussetzungen erfüllt, und wir ein deutlich niedrigeres strukturelles Defizit machen und auf risk gesetzt werden, wenn ein Land 2,4 Prozent strukturelles Defizit macht – nicht Maastricht, strukturell – und als weitestgehend in Ordnung eingeschätzt wird, dann werden hier unterschiedliche Maßstäbe angelegt. Ich bitte, auch das zu beachten, wenn wir diese Diskussion über das strukturelle Defizit führen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Cap und Matznetter.)
Abg. Lugar: Es geht um die Möglichkeit …!
durchaus auch so verstanden, dass es nicht richtig ist, wenn man die Betrugsbekämpfung jetzt angeht. Das ist, glaube ich, der Punkt, über den wir uns hier im Hohen Haus schon einig sein müssen. (Abg. Lugar: Es geht um die Möglichkeit …!)
Beifall bei der ÖVP.
Das ist, wie ich meine, ein Weg, den man nicht beschreiten sollte, und ich bitte Sie, auch in Zukunft zu beachten, dass ich ein Copyright auf die Aussage habe, wenn alle ihre Steuern zahlen, müssen alle weniger Steuern zahlen – daher bin ich bei Ihnen. (Beifall bei der ÖVP.) Aber dann tun wir doch auch etwas dafür, dass wir das erreichen, und reden wir nicht darüber, warum es nicht geht!
Zwischenruf bei der SPÖ
Nun zuletzt noch eine kleine Anmerkung zu den Ausführungen des abwesenden Herrn Kickl (Zwischenruf bei der SPÖ): Wenn er glaubt, dass ich anstelle des Fußballtrainers als Platzwart zu bezeichnen bin, dann möchte ich zuallererst einmal den Platzwarten dieser Republik meinen Dank aussprechen (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS), denn sie sorgen dafür, dass es ein gutes Spielfeld gibt, auf dem gute Spiele stattfinden, dass die Schuhe und die Leiberl sauber sind, sodass die Fußballer eine Freude damit haben (Abg. Brosz: Das ist der Zeugwart!); daher ein herzliches Dankeschön an die Platzwarte.
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS
Nun zuletzt noch eine kleine Anmerkung zu den Ausführungen des abwesenden Herrn Kickl (Zwischenruf bei der SPÖ): Wenn er glaubt, dass ich anstelle des Fußballtrainers als Platzwart zu bezeichnen bin, dann möchte ich zuallererst einmal den Platzwarten dieser Republik meinen Dank aussprechen (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS), denn sie sorgen dafür, dass es ein gutes Spielfeld gibt, auf dem gute Spiele stattfinden, dass die Schuhe und die Leiberl sauber sind, sodass die Fußballer eine Freude damit haben (Abg. Brosz: Das ist der Zeugwart!); daher ein herzliches Dankeschön an die Platzwarte.
Abg. Brosz: Das ist der Zeugwart!
Nun zuletzt noch eine kleine Anmerkung zu den Ausführungen des abwesenden Herrn Kickl (Zwischenruf bei der SPÖ): Wenn er glaubt, dass ich anstelle des Fußballtrainers als Platzwart zu bezeichnen bin, dann möchte ich zuallererst einmal den Platzwarten dieser Republik meinen Dank aussprechen (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS), denn sie sorgen dafür, dass es ein gutes Spielfeld gibt, auf dem gute Spiele stattfinden, dass die Schuhe und die Leiberl sauber sind, sodass die Fußballer eine Freude damit haben (Abg. Brosz: Das ist der Zeugwart!); daher ein herzliches Dankeschön an die Platzwarte.
Heiterkeit und Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Rufe bei der FPÖ: Wichtige Funktion! … passen auf die Leute auf! Ein Eigentor! – Zwischenrufe der Abgeordneten Fekter und Kogler. – Abg. Stefan: … Badewaschl, das ist ja wohl eine wichtige Funktion!
Wenn aber – und davon gehe ich aus – die Prognosen des Herrn Kickl baden gehen, dann geht er in Richtung Badewaschl! (Heiterkeit und Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Rufe bei der FPÖ: Wichtige Funktion! … passen auf die Leute auf! Ein Eigentor! – Zwischenrufe der Abgeordneten Fekter und Kogler. – Abg. Stefan: … Badewaschl, das ist ja wohl eine wichtige Funktion!)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Andreas Ottenschläger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Geschätzte Damen und Herren! Ich darf zu Beginn – damit wir uns beruhigen und ein Vorbild sind – die 6. Klasse des Gymnasiums Billrothstraße aus dem 19. Bezirk herzlich begrüßen. (Allgemeiner Beifall.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter
Das zu beschließende Budget 2016 und die bereits beschlossene Steuerreform bringen einige wichtige Impulse für unsere Wirtschaft und sollen uns Schwung auf diesem Weg geben. So werden durch die vorgesehenen Entlastungen – insgesamt etwa 5 Milliarden € – auch Unternehmer oder Freiberufler über die neuen Einkommensteuersätze profitieren. Darüber hinaus sollen die Lohnnebenkosten in den nächsten Jahren spürbar gesenkt werden. Diese beiden Maßnahmen zusammen können zum Beispiel für eine Unternehmerin mit etwa 20 Mitarbeitern eine Ersparnis von über 7 000 € pro Jahr bedeuten. – Das ist gut für die Unternehmer in diesem Land, für den Standort Österreich und wird für mehr Beschäftigung sorgen, denn, meine Damen und Herren, wir Unternehmer schaffen Arbeitsplätze, nicht der Staat! Wir Politiker sollen hier die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen (Zwischenruf des Abg. Matznetter), und diese werden mit diesem Paket besser. (Abg. Stefan: Deswegen auch die Registrierkassa! – Abg. Moser: Warum sagt dann der Finanzminister …?)
Abg. Stefan: Deswegen auch die Registrierkassa! – Abg. Moser: Warum sagt dann der Finanzminister …?
Das zu beschließende Budget 2016 und die bereits beschlossene Steuerreform bringen einige wichtige Impulse für unsere Wirtschaft und sollen uns Schwung auf diesem Weg geben. So werden durch die vorgesehenen Entlastungen – insgesamt etwa 5 Milliarden € – auch Unternehmer oder Freiberufler über die neuen Einkommensteuersätze profitieren. Darüber hinaus sollen die Lohnnebenkosten in den nächsten Jahren spürbar gesenkt werden. Diese beiden Maßnahmen zusammen können zum Beispiel für eine Unternehmerin mit etwa 20 Mitarbeitern eine Ersparnis von über 7 000 € pro Jahr bedeuten. – Das ist gut für die Unternehmer in diesem Land, für den Standort Österreich und wird für mehr Beschäftigung sorgen, denn, meine Damen und Herren, wir Unternehmer schaffen Arbeitsplätze, nicht der Staat! Wir Politiker sollen hier die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen (Zwischenruf des Abg. Matznetter), und diese werden mit diesem Paket besser. (Abg. Stefan: Deswegen auch die Registrierkassa! – Abg. Moser: Warum sagt dann der Finanzminister …?)
Abg. Moser: Es ist ein großes Paket …!
Ich möchte mich noch zu einem Punkt hier äußern, der bis jetzt noch nicht angesprochen wurde; Frau Kollegin Moser, das wird auch Sie sehr interessieren. Wir behandeln ja heute auch ein Bundesgesetz, das sogenannte Vorbelastungsgesetz, mit dem der Herr Verkehrsminister (Abg. Moser: Es ist ein großes Paket …!) – ja, es ist ein großes Paket – ermächtigt wird, bis 2021 über 14 Milliarden €, also mehr als 2 Milliarden € pro Jahr, in die Bahninfrastruktur zu investieren. (Zwischenruf der Abg. Moser.)
Zwischenruf der Abg. Moser.
Ich möchte mich noch zu einem Punkt hier äußern, der bis jetzt noch nicht angesprochen wurde; Frau Kollegin Moser, das wird auch Sie sehr interessieren. Wir behandeln ja heute auch ein Bundesgesetz, das sogenannte Vorbelastungsgesetz, mit dem der Herr Verkehrsminister (Abg. Moser: Es ist ein großes Paket …!) – ja, es ist ein großes Paket – ermächtigt wird, bis 2021 über 14 Milliarden €, also mehr als 2 Milliarden € pro Jahr, in die Bahninfrastruktur zu investieren. (Zwischenruf der Abg. Moser.)
Abg. Moser: Wie finanzieren Sie das?
Dieser Ausbau der Verkehrsinfrastruktur ist von und für Generationen, es ist ein Langzeitprojekt, wie Sie wissen, im Interesse unserer Gesellschaft, der Umwelt und auch der Wirtschaft, um eine attraktive Alternative zur Straße anbieten zu können. Die größten Projekte sind beispielsweise der Brenner Basistunnel, die Koralmbahn (Abg. Moser: Wie finanzieren Sie das?), der Semmering-Basistunnel oder der Ausbau der Weststrecke.
Zwischenruf der Abg. Moser
Wie wir das finanzieren, wissen Sie: mit dem Annuitätsprinzip. Man kann das durchaus auch kritisch hinterfragen, und das tue ich auch, aber, meine Damen und Herren, mir persönlich ist es lieber, wir investieren in solche Infrastrukturprojekte – und damit in die Zukunft –, als beispielsweise weitere Milliardenbeträge mit stark steigender Tendenz ins Pensionssystem zu pumpen. Ich bin der festen Überzeugung, da brauchen wir einen Turnaround, damit wir weiter an die Spitze kommen (Zwischenruf der Abg. Moser), und ich bin sehr zuversichtlich, dass der Herr Finanzminister das angeht und auch in diesem Bereich gute Reformen zustande bringen wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wie wir das finanzieren, wissen Sie: mit dem Annuitätsprinzip. Man kann das durchaus auch kritisch hinterfragen, und das tue ich auch, aber, meine Damen und Herren, mir persönlich ist es lieber, wir investieren in solche Infrastrukturprojekte – und damit in die Zukunft –, als beispielsweise weitere Milliardenbeträge mit stark steigender Tendenz ins Pensionssystem zu pumpen. Ich bin der festen Überzeugung, da brauchen wir einen Turnaround, damit wir weiter an die Spitze kommen (Zwischenruf der Abg. Moser), und ich bin sehr zuversichtlich, dass der Herr Finanzminister das angeht und auch in diesem Bereich gute Reformen zustande bringen wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Mag. Roman Haider (FPÖ): Herr Präsident! Herr Präsident des Rechnungshofes! Meine Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren Steuerzahlerinnen und Steuerzahler zu Hause vor den Bildschirmen! Vor allem aber liebe Schülerinnen und Schüler der HTL Villach, die ich hiermit sehr herzlich begrüße! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der FPÖ.
Zunächst einmal zwei Anmerkungen zur Rede des Herrn Bundeskanzlers: Wir haben in Österreich noch immer eine negative Handelsbilanz. Die Exporte sind 2014 um magere 1,8 Prozent gestiegen – zum Vergleich: im Jahr 2004 stiegen die Exporte um 13,9 Prozent –, und das ist auch eine Folge Ihrer Politik, meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zweite Bemerkung: Der Wirtschaftsstandort Österreich wird entgegen allen Beschwichtigungen und Beschwörungen der Bundesregierung immer unattraktiver. Österreich ist in den letzten elf Jahren, was die Wettbewerbsfähigkeit betrifft, um 15 Plätze – von Platz elf auf Platz 26 weltweit – zurückgefallen, und auch das ist eine Folge Ihrer Regierungspolitik! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Lugar
Das vorgelegte Budget lässt sich ganz einfach charakterisieren: Es wird weitergewurschtelt wie bisher, grundlegende Reformen werden weiterhin verschoben (Zwischenruf des Abg. Lugar), und eine nachhaltige Budgetsanierung rückt in weite Ferne.
Zwischenruf des Abg. Kirchgatterer
Es ist schon bezeichnend: Ich bin jetzt, inklusive der beiden Regierungsmitglieder, der 20. Redner, und bis auf die 9,8 Milliarden € Defizit aus dem Ergebnishaushalt, die Klubobmann Strache angesprochen hat (Zwischenruf des Abg. Kirchgatterer), und die 5 Milliarden € aus dem Finanzierungshaushalt, die Klubobmann Lugar angesprochen hat, sind hier bis jetzt noch überhaupt keine Eckzahlen aus diesem Budget genannt worden – darum werde ich das jetzt machen.
Beifall bei der FPÖ.
Interessanter und vor allem aussagekräftiger wird es, wenn man sich den Ergebnishaushalt anschaut, also – in die Sprache der Unternehmer, der doppelten Buchhaltung übersetzt – die GuV, die Gewinn- und Verlustrechnung dieser Republik, wo auch der tatsächliche Ressourcenverbrauch, Abschreibungen, Rückstellungen und dergleichen mit eingerechnet werden. Da schaut es dann so aus, dass Erträgen von 71,4 Milliarden € Aufwendungen in Höhe von 81,2 Milliarden € gegenüberstehen – macht ein Defizit von 9,8 Milliarden €. Das sind die wahren Zahlen, mit denen wir uns auseinanderzusetzen haben! (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Redezeit!
Einmaleffekte wie Sonderkosten für Flüchtlinge oder für völlig unnötig verstaatlichte Pleitebanken, Kollege Wöginger, werden dann einfach herausgerechnet (Ruf bei der ÖVP: Redezeit!), und dann hat man schon ein strukturelles Defizit von 0,5 Prozent; und weil das ohnehin schon so nahe bei null ist, sagt man gleich, das ist ein Nulldefizit. – So kann man sich auch in die eigene Tasche lügen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Einmaleffekte wie Sonderkosten für Flüchtlinge oder für völlig unnötig verstaatlichte Pleitebanken, Kollege Wöginger, werden dann einfach herausgerechnet (Ruf bei der ÖVP: Redezeit!), und dann hat man schon ein strukturelles Defizit von 0,5 Prozent; und weil das ohnehin schon so nahe bei null ist, sagt man gleich, das ist ein Nulldefizit. – So kann man sich auch in die eigene Tasche lügen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
So wird es nicht funktionieren; genau so argumentiert aber diese Bundesregierung! (Beifall bei der FPÖ.) Auf diese Art und Weise wird eben auch aus einem strukturellen Nulldefizit kein echtes Nulldefizit; das muss man sich immer wieder vor Augen halten.
Beifall bei der FPÖ.
her!) und wurde von der Bundesregierung durch diese völlig unverantwortliche Politik der offenen Grenzen auch noch massiv befeuert! Da brauchen Sie sich wirklich nicht zu wundern, wenn Ihnen nicht alles eingerechnet wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Rädler: Redezeit!
Bleibt also als Fazit: Solange Reformen zwar angekündigt, aber nicht umgesetzt werden, solange ein echtes Nulldefizit zwar angekündigt, aber nicht erreicht wird, solange die Staatsschulden weiter steigen, anstatt zu sinken (Abg. Rädler: Redezeit!), genau so lange wird der Standort Österreich weiter an Attraktivität verlieren, so lange werden die Bürger unter der steigenden Abgabenlast stöhnen, so lange wird jedes unserer Kinder mit 35 000 € Staatsschuldenrucksack ins Leben starten und so lange ist Österreich nicht fit für die Zukunft! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Bleibt also als Fazit: Solange Reformen zwar angekündigt, aber nicht umgesetzt werden, solange ein echtes Nulldefizit zwar angekündigt, aber nicht erreicht wird, solange die Staatsschulden weiter steigen, anstatt zu sinken (Abg. Rädler: Redezeit!), genau so lange wird der Standort Österreich weiter an Attraktivität verlieren, so lange werden die Bürger unter der steigenden Abgabenlast stöhnen, so lange wird jedes unserer Kinder mit 35 000 € Staatsschuldenrucksack ins Leben starten und so lange ist Österreich nicht fit für die Zukunft! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Haider. – Weiterer Ruf bei der FPÖ: GuV Neu!
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Herr Präsident! Damen und Herren Bundesminister! Hohes Haus! Herr Abgeordneter Haider, von Ihnen werde ich mich nicht beraten lassen, was Aktienkauf betrifft, wenn Sie dafür plädieren, dass außerordentliche und einmalige Ergebnisveränderungen in den Betriebsertrag reinzurechnen sind. (Zwischenruf des Abg. Haider. – Weiterer Ruf bei der FPÖ: GuV Neu!)
Rufe bei der FPÖ: … 70 Jahre!
Bleiben wir aber bei der Sache: Das reiht sich ja fugenlos in die Art, wie die Budgets vonseiten der Opposition hier behandelt werden, ein. Ich meine, wenn Herr Kickl von der alten „Leier“ spricht, von 55 Jahren verfehlter Budgetpolitik, dann sollte er einmal seine eigene Großmutter fragen, wie das Land 1945 ausgeschaut hat, was in diesen 55 Jahren aus dem Land geworden ist. (Rufe bei der FPÖ: … 70 Jahre!) Wenn das die alte „Leier“ ist, dann kann man nur zu Recht sagen: Bitte weiterspielen, Herr Finanzminister!
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Stefan: … 70 Jahre her! – Weiterer Ruf bei der FPÖ: 70 Jahre!
Dieses Land ist eines der blühendsten Länder dieser Welt und nicht eine alte „Leier“, die zu beenden ist – auch nicht mit Grenzen um alle Bundesländer! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Stefan: … 70 Jahre her! – Weiterer Ruf bei der FPÖ: 70 Jahre!)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Sie können mit den Unkenrufen weitermachen, Sie haben es heute schon vorgerechnet bekommen: Seit zehn Jahren wird behauptet, das Budget wird nicht halten – aber es hält, das Budget! (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Die Frage ist nur, wie die armen Unken dazukommen, dass man das als Unkenruf bezeichnet, denn die Gelbbauch- und die Rotbauchunken, die bei uns heimisch sind (neuerlicher Zwischenruf bei der FPÖ), sind ja schon fast ausgestorben, auf der Roten Liste. (Abg. Zanger: Schmäh-Budget!) Mir wäre es lieber, die anderen Unkenschreie würden nicht mehr da sein und die Rotbauch- und Gelbbauchunken würden unsere Biotope mehr bewohnen.
neuerlicher Zwischenruf bei der FPÖ
Sie können mit den Unkenrufen weitermachen, Sie haben es heute schon vorgerechnet bekommen: Seit zehn Jahren wird behauptet, das Budget wird nicht halten – aber es hält, das Budget! (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Die Frage ist nur, wie die armen Unken dazukommen, dass man das als Unkenruf bezeichnet, denn die Gelbbauch- und die Rotbauchunken, die bei uns heimisch sind (neuerlicher Zwischenruf bei der FPÖ), sind ja schon fast ausgestorben, auf der Roten Liste. (Abg. Zanger: Schmäh-Budget!) Mir wäre es lieber, die anderen Unkenschreie würden nicht mehr da sein und die Rotbauch- und Gelbbauchunken würden unsere Biotope mehr bewohnen.
Abg. Zanger: Schmäh-Budget!
Sie können mit den Unkenrufen weitermachen, Sie haben es heute schon vorgerechnet bekommen: Seit zehn Jahren wird behauptet, das Budget wird nicht halten – aber es hält, das Budget! (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Die Frage ist nur, wie die armen Unken dazukommen, dass man das als Unkenruf bezeichnet, denn die Gelbbauch- und die Rotbauchunken, die bei uns heimisch sind (neuerlicher Zwischenruf bei der FPÖ), sind ja schon fast ausgestorben, auf der Roten Liste. (Abg. Zanger: Schmäh-Budget!) Mir wäre es lieber, die anderen Unkenschreie würden nicht mehr da sein und die Rotbauch- und Gelbbauchunken würden unsere Biotope mehr bewohnen.
Beifall bei der SPÖ
Wie kommt der Wirt dazu, der seine Steuern voll zahlt, und der Nachbar ein Drittel oder die Hälfte schwarz macht?! Das ist keine Marktwirtschaft, das ist unfairer Wettbewerb (Beifall bei der SPÖ), und dagegen arbeitet die Regierung, zugunsten der Unternehmer, nicht zulasten der Unternehmer!
Abg. Hagen: Hat er ja gar nicht!
Es können nicht alle wie Frank Stronach ihren Hauptwohnsitz in der Schweiz haben. (Abg. Hagen: Hat er ja gar nicht!) – Wieso ist er dann dort gemeldet? Ist das vielleicht beim Team Stronach der Grund? Ist das ein Geständnis? (Heiterkeit bei den NEOS.)
Heiterkeit bei den NEOS.
Es können nicht alle wie Frank Stronach ihren Hauptwohnsitz in der Schweiz haben. (Abg. Hagen: Hat er ja gar nicht!) – Wieso ist er dann dort gemeldet? Ist das vielleicht beim Team Stronach der Grund? Ist das ein Geständnis? (Heiterkeit bei den NEOS.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Daher: Solche Parteien, die von solchen Leuten, von Milliardären hierher befördert worden sind, sollten sich zurückhalten, jene Maßnahmen zu kritisieren, wo sechs Millionen Menschen eine nachhaltige Steuerentlastung zulasten der Steuerhinterzieher bekommen. Das ist, glaube ich, ein guter Tag für die Mehrzahl der Menschen, vielleicht ein schlechter für manche Milliardäre. Das trifft halt manche Parteien hier. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Meine Herren Präsidenten! Frau Ministerin! Meine Herren Minister! Einige von uns – Frau Kollegin Karl, Frau Kollegin Jank, ich auch – waren gestern bei einem jährlich wiederkehrenden Ereignis, der Austria’s-Leading-Companies-Gala, einem Award für herausragende … (Zwischenruf des Abg. Rädler.) – Wer war noch? Bitte aufzeigen! (Abg. Rädler: Sie waren …!) – Mit diesen Schmähs wollen Sie immer durchkommen. Ich verstehe. Bei Kollegen Rädler ist das immer lustig. Da fragt man sich, wie man immer so mutig zwischenrufen kann, wenn man nachweislich so wenig von der Sache versteht. Das finde ich bewundernswert. (Heiterkeit und Beifall bei Grünen, FPÖ, NEOS und Team Stronach.)
Abg. Rädler: Sie waren …!
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Meine Herren Präsidenten! Frau Ministerin! Meine Herren Minister! Einige von uns – Frau Kollegin Karl, Frau Kollegin Jank, ich auch – waren gestern bei einem jährlich wiederkehrenden Ereignis, der Austria’s-Leading-Companies-Gala, einem Award für herausragende … (Zwischenruf des Abg. Rädler.) – Wer war noch? Bitte aufzeigen! (Abg. Rädler: Sie waren …!) – Mit diesen Schmähs wollen Sie immer durchkommen. Ich verstehe. Bei Kollegen Rädler ist das immer lustig. Da fragt man sich, wie man immer so mutig zwischenrufen kann, wenn man nachweislich so wenig von der Sache versteht. Das finde ich bewundernswert. (Heiterkeit und Beifall bei Grünen, FPÖ, NEOS und Team Stronach.)
Heiterkeit und Beifall bei Grünen, FPÖ, NEOS und Team Stronach.
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Meine Herren Präsidenten! Frau Ministerin! Meine Herren Minister! Einige von uns – Frau Kollegin Karl, Frau Kollegin Jank, ich auch – waren gestern bei einem jährlich wiederkehrenden Ereignis, der Austria’s-Leading-Companies-Gala, einem Award für herausragende … (Zwischenruf des Abg. Rädler.) – Wer war noch? Bitte aufzeigen! (Abg. Rädler: Sie waren …!) – Mit diesen Schmähs wollen Sie immer durchkommen. Ich verstehe. Bei Kollegen Rädler ist das immer lustig. Da fragt man sich, wie man immer so mutig zwischenrufen kann, wenn man nachweislich so wenig von der Sache versteht. Das finde ich bewundernswert. (Heiterkeit und Beifall bei Grünen, FPÖ, NEOS und Team Stronach.)
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Dort kommt man auch mit der UnternehmerInnenschaft zu reden. Es ist ja witzig: Manche sudern und jammern dort auch, viele nicht – man hat als Opposition da oder dort sogar die Regierung verteidigt –, und viele sehen schon klar: Grundsätzlich steht Österreich im Vergleich mit anderen Ländern immer noch sehr gut da. Das muss man irgendwann einmal sagen dürfen. Das ist ja bei dieser Debatte hier manchmal schon sehr skurril. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Schellhorn.
Ich finde das nach wie vor unerträglich, und es passiert viel zu wenig, aber es ist nicht nur eine österreichische Sache. Wenn wir die klingenden Namen Amazon, Starbucks, und wie sie alle heißen, hören: Wissen Sie was – das muss auch einmal benannt werden –, wer wird denn aller schon wegen organisierten Verbrechens verfolgt? – Viel, viel kleinere Gaunertruppen! Aber das ist groß angelegtes Steuerverbrechen mit Tat- und Fluchthilfe von europäischen Regierungen. Da gehört einmal gegen dieses organisierte Verbrechen der Steuerflucht reingefahren. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Schellhorn.)
Beifall bei Grünen und NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Die ganzen Aufführungen des Herrn Ministers Kurz, der da maßgeblich mitbeteiligt ist, halte ich noch für viel unerträglicher, wenn man sich dauernd hinstellt, alles Mögliche verkündet, über ungelegte Eier gackert, wie auch die Frau Innenministerin, anstatt dass sie einmal wirklich eine gescheite Sicherheitspolitik macht. – Alles völlig daneben! Das sind die Gesichter der Scheinheiligkeit in der österreichischen Bundesregierung. (Beifall bei Grünen und NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ja, so ist es aber.
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Schellhorn.
Wenn unsere Führungseliten wirklich welche wären, dann würde auch damit anders umgegangen werden. Wie Eva Glawischnig gesagt hat, in dieser ganzen Angelegenheit, in der es um ganz wenige Prozent, Promille von unseren Budgets geht, in der es gemessen an der Einwohnerzahl um ganz wenige Prozent und Promille an Menschen geht, die nach Europa kommen, wenn man es nicht zustande bringt, das zu lösen, dann macht man aus an sich lösbaren Herausforderungen unlösbare Probleme. Das ist das Schreckliche, das Sie hier mit anderen zusammen aufführen. Da gehört dagegengearbeitet. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Schellhorn.)
Beifall bei der ÖVP.
soll man fördern. Die ÖVP will Leistung und Eigentum fördern und stärken. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Noch eines: Entgegen den Behauptungen einiger wird den Familien dadurch nichts weggenommen. Im Gegenteil: Die Familienbeihilfe wird 2016 und auch später noch einmal, 2018, um jeweils 1,9 Prozent erhöht. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.
Österreich ist ein Land, in dem die Familien einen hohen Stellenwert haben. Die ÖVP wird die Familien auch in Zukunft kräftig unterstützen. (Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.) Herr Finanzminister, ein ambitioniertes Budget! Ich erwarte breite Zustimmung. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Österreich ist ein Land, in dem die Familien einen hohen Stellenwert haben. Die ÖVP wird die Familien auch in Zukunft kräftig unterstützen. (Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.) Herr Finanzminister, ein ambitioniertes Budget! Ich erwarte breite Zustimmung. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Ich glaube, wenn wir so weitermachen, haben wir mit dieser Regierung ein Jahrzehnt verloren und nicht nur einen Tag. – Danke vielmals. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bedanke mich diesbezüglich für die Berichte des Finanzministeriums, für die Berichte des Rechnungshofes, und ich hoffe, dass wir in Zukunft nicht nur wie der private Haushalt schauen, wie viel Geld wir gerade in der Tasche haben, sondern auch darauf, welches Vermögen wir haben, wie wir damit umgehen und wie wir es einsetzen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Schenk. – Bitte. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Abg. Wöginger: Das Gleiche!
Was sagen Sie denn, meine sehr geehrten Herren von der ÖVP, zu dem offenen Brief, den sieben Organisationen aus dem Familienbereich geschrieben haben, in dem sie ihre Bedenken zum Ausdruck gebracht haben, nämlich mit: Hände weg vom FLAF!? Was sagen Sie denen? (Abg. Wöginger: Das Gleiche!) Sind die mit dieser Ihrer Antwort zufriedengestellt? – Ich glaube nicht! (Beifall des Abg. Lugar.) Vielleicht können Sie mir oder uns Ihr Schreiben dann auch übermitteln, was Sie denen geantwortet haben. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall des Abg. Lugar.
Was sagen Sie denn, meine sehr geehrten Herren von der ÖVP, zu dem offenen Brief, den sieben Organisationen aus dem Familienbereich geschrieben haben, in dem sie ihre Bedenken zum Ausdruck gebracht haben, nämlich mit: Hände weg vom FLAF!? Was sagen Sie denen? (Abg. Wöginger: Das Gleiche!) Sind die mit dieser Ihrer Antwort zufriedengestellt? – Ich glaube nicht! (Beifall des Abg. Lugar.) Vielleicht können Sie mir oder uns Ihr Schreiben dann auch übermitteln, was Sie denen geantwortet haben. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Was sagen Sie denn, meine sehr geehrten Herren von der ÖVP, zu dem offenen Brief, den sieben Organisationen aus dem Familienbereich geschrieben haben, in dem sie ihre Bedenken zum Ausdruck gebracht haben, nämlich mit: Hände weg vom FLAF!? Was sagen Sie denen? (Abg. Wöginger: Das Gleiche!) Sind die mit dieser Ihrer Antwort zufriedengestellt? – Ich glaube nicht! (Beifall des Abg. Lugar.) Vielleicht können Sie mir oder uns Ihr Schreiben dann auch übermitteln, was Sie denen geantwortet haben. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler
Faktum ist, das Kinderbetreuungsgeld ist seit seiner Einführung vor 13 Jahren gleich hoch. Die Familienbeihilfe wurde im Vorjahr erstmals (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler) nach 14 Jahren mit 4 Prozent „wertangepasst“. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Im Vergleich dazu: Die Inflationsrate betrug in diesen 14 Jahren rund 38 Prozent, meine sehr geehrten Damen und Herren! Darauf brauchen Sie sich also nichts einzubilden, denn das ist keine wirklich sinnvolle Familienpolitik, die den Familien auch etwas bringt, da ja viele Familien, wie wir wissen, an der Armutsgrenze leben. (Beifall beim Team Stronach.) Vor allem Kinder und Jugendliche – 408 000 Kinder und Jugendliche – in Österreich sind von Armut betroffen.
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Faktum ist, das Kinderbetreuungsgeld ist seit seiner Einführung vor 13 Jahren gleich hoch. Die Familienbeihilfe wurde im Vorjahr erstmals (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler) nach 14 Jahren mit 4 Prozent „wertangepasst“. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Im Vergleich dazu: Die Inflationsrate betrug in diesen 14 Jahren rund 38 Prozent, meine sehr geehrten Damen und Herren! Darauf brauchen Sie sich also nichts einzubilden, denn das ist keine wirklich sinnvolle Familienpolitik, die den Familien auch etwas bringt, da ja viele Familien, wie wir wissen, an der Armutsgrenze leben. (Beifall beim Team Stronach.) Vor allem Kinder und Jugendliche – 408 000 Kinder und Jugendliche – in Österreich sind von Armut betroffen.
Beifall beim Team Stronach.
Faktum ist, das Kinderbetreuungsgeld ist seit seiner Einführung vor 13 Jahren gleich hoch. Die Familienbeihilfe wurde im Vorjahr erstmals (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler) nach 14 Jahren mit 4 Prozent „wertangepasst“. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Im Vergleich dazu: Die Inflationsrate betrug in diesen 14 Jahren rund 38 Prozent, meine sehr geehrten Damen und Herren! Darauf brauchen Sie sich also nichts einzubilden, denn das ist keine wirklich sinnvolle Familienpolitik, die den Familien auch etwas bringt, da ja viele Familien, wie wir wissen, an der Armutsgrenze leben. (Beifall beim Team Stronach.) Vor allem Kinder und Jugendliche – 408 000 Kinder und Jugendliche – in Österreich sind von Armut betroffen.
Beifall beim Team Stronach.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist eine Schande, dass es in einem Land wie Österreich so viele Obdachlose gibt, die nicht wissen, wo sie schlafen sollen, die nichts zu essen haben, und dass diese Regierung auf die Obdachlosen leider vergisst! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Hier von dieser Stelle aus möchte ich mich auch ausdrücklich bei allen Polizistinnen und Polizisten für ihren tagtäglichen Einsatz bedanken, der oft unter sehr schwierigen Voraussetzungen stattfindet und unter wenig Vorgabe, wie sie ihren Dienst verrichten sollen, vor allem im Flüchtlingsbereich. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Auf der einen Seite gibt es immer mehr Kriminalität, dem subjektiven Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung wird nicht entsprochen, die Menschen haben Angst, die fürchten sich, es gibt Überfälle, es gibt Wohnungseinbrüche, die Zahlen in den Statistiken steigen – und was wird von der EU-Kommission vorgeschlagen? – Die Waffengesetze sollen verschärft werden, der unbescholtene Bürger soll entwaffnet und entrechtet werden! Mit uns nicht, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Yilmaz.
Das Wohnbaupaket ist für mich eine Win-win-Situation: Wir stärken auf der einen Seite die Konjunktur und erhöhen andererseits das Wohnungsangebot. Damit steht für mich auch außer Zweifel: Wohnen wird nur dann leistbar bleiben, wenn wir der steigenden Nachfrage nach Wohnraum mit entsprechendem Angebot begegnen können. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Yilmaz.)
Allgemeiner Beifall.
Ich möchte in diesem Zusammenhang nur darauf hinweisen, dass der Rechnungshof die verfassungsrechtliche Aufgabe hat, so wie heute darauf hinzuweisen, wie die wahre finanzielle Situation ist, auch darauf hinzuweisen, wenn die Gefahr der Beeinträchtigung der finanziellen Nachhaltigkeit besteht, und natürlich auch so wie in der Vergangenheit als Partner mit seiner Expertise zur Verfügung steht, um die längst fälligen Reformen endlich in Angriff nehmen zu können. – Ich danke Ihnen. (Allgemeiner Beifall.)
Bundesminister Schelling: Eine alte Leier! – Abg. Rädler: Geh! Wer?
Als Negativbeispiel dafür, wie der Herr Finanzminister unser Steuersystem vereinfacht, dient die wahnwitzige Regelung zur Registrierkassenpflicht, mit der unsere Unternehmer kriminalisiert und gepflanzt werden. (Bundesminister Schelling: Eine alte Leier! – Abg. Rädler: Geh! Wer?) – Aufpassen! (Abg. Rädler: Wer? Nicht nur in den Raum stellen! Wer?) Ich bin noch nicht fertig mit meiner Rede, Herr Kollege!
Abg. Rädler: Wer? Nicht nur in den Raum stellen! Wer?
Als Negativbeispiel dafür, wie der Herr Finanzminister unser Steuersystem vereinfacht, dient die wahnwitzige Regelung zur Registrierkassenpflicht, mit der unsere Unternehmer kriminalisiert und gepflanzt werden. (Bundesminister Schelling: Eine alte Leier! – Abg. Rädler: Geh! Wer?) – Aufpassen! (Abg. Rädler: Wer? Nicht nur in den Raum stellen! Wer?) Ich bin noch nicht fertig mit meiner Rede, Herr Kollege!
Abg. Stefan: Das ist unglaublich!
Die Einführung der Registrierkassenpflicht erfolgte, wie bekannt, durch das Steuerreformgesetz 2015/2016, Präzisierungen des Gesetzestextes erfolgten mittlerweile durch zwei Verordnungen, von denen eine immer noch nicht im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurde, und weil weder der Gesetzestext noch die beiden Verordnungen die Registrierkassenpflicht so regeln, dass sich die Unternehmer auskennen, hat der Herr Finanzminister am 12. November 2015 einen 67-seitigen Erlass verfügt. (Abg. Stefan: Das ist unglaublich!) Sehr wirtschaftsfreundlich, Herr Kollege Rädler! (Abg. Stefan – in Richtung des Abg. Rädler –: Herr Rädler, was ist jetzt? Kennen Sie sich aus?) Diese Normenflut des Herrn Finanzministers zur Registrierkassenpflicht ist eine legistische Katastrophe. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Stefan – in Richtung des Abg. Rädler –: Herr Rädler, was ist jetzt? Kennen Sie sich aus?
Die Einführung der Registrierkassenpflicht erfolgte, wie bekannt, durch das Steuerreformgesetz 2015/2016, Präzisierungen des Gesetzestextes erfolgten mittlerweile durch zwei Verordnungen, von denen eine immer noch nicht im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurde, und weil weder der Gesetzestext noch die beiden Verordnungen die Registrierkassenpflicht so regeln, dass sich die Unternehmer auskennen, hat der Herr Finanzminister am 12. November 2015 einen 67-seitigen Erlass verfügt. (Abg. Stefan: Das ist unglaublich!) Sehr wirtschaftsfreundlich, Herr Kollege Rädler! (Abg. Stefan – in Richtung des Abg. Rädler –: Herr Rädler, was ist jetzt? Kennen Sie sich aus?) Diese Normenflut des Herrn Finanzministers zur Registrierkassenpflicht ist eine legistische Katastrophe. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Einführung der Registrierkassenpflicht erfolgte, wie bekannt, durch das Steuerreformgesetz 2015/2016, Präzisierungen des Gesetzestextes erfolgten mittlerweile durch zwei Verordnungen, von denen eine immer noch nicht im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurde, und weil weder der Gesetzestext noch die beiden Verordnungen die Registrierkassenpflicht so regeln, dass sich die Unternehmer auskennen, hat der Herr Finanzminister am 12. November 2015 einen 67-seitigen Erlass verfügt. (Abg. Stefan: Das ist unglaublich!) Sehr wirtschaftsfreundlich, Herr Kollege Rädler! (Abg. Stefan – in Richtung des Abg. Rädler –: Herr Rädler, was ist jetzt? Kennen Sie sich aus?) Diese Normenflut des Herrn Finanzministers zur Registrierkassenpflicht ist eine legistische Katastrophe. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Was, Herr Finanzminister, ist der Unterschied zwischen Bareinnahmen, Bargeschäfte, Bareingänge, Barzahlungen und Barumsatz? (Bundesminister Schelling: Für einen Steuerberater …!) Bareinnahmen, Bargeschäfte, Bareingänge, Bareinzahlungen und Barumsätze – der Registrierkassenerlass des Finanzministers gibt Antwort darauf. Das sind fünf unterschiedliche Begriffe, die im Erlass des Finanzministers definiert werden. Da wiehert wieder einmal der Amtsschimmel des Herrn Finanzministers. (Beifall bei der FPÖ.) Das ist keine Verwaltungsvereinfachung, Herr Finanzminister, sondern ein legistischer Murks und ein Begriffswirrwarr, wo sich keiner mehr auskennt. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.
Was, Herr Finanzminister, ist der Unterschied zwischen Bareinnahmen, Bargeschäfte, Bareingänge, Barzahlungen und Barumsatz? (Bundesminister Schelling: Für einen Steuerberater …!) Bareinnahmen, Bargeschäfte, Bareingänge, Bareinzahlungen und Barumsätze – der Registrierkassenerlass des Finanzministers gibt Antwort darauf. Das sind fünf unterschiedliche Begriffe, die im Erlass des Finanzministers definiert werden. Da wiehert wieder einmal der Amtsschimmel des Herrn Finanzministers. (Beifall bei der FPÖ.) Das ist keine Verwaltungsvereinfachung, Herr Finanzminister, sondern ein legistischer Murks und ein Begriffswirrwarr, wo sich keiner mehr auskennt. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Bundesminister Schelling: Was wollen Sie? Dass wir gleich strafen?
Herr Finanzminister, die Unternehmer werden für diese finanzstrafrechtliche Freistellung dankbar sein, aber ich darf Ihnen und Ihrer Legistik Folgendes mit auf den Weg geben: Auch ein Finanzminister hat sich an den Stufenbau der Rechtsordnung zu halten und auch ein Finanzminister kann nicht durch einen Erlass Strafgesetze außer Kraft setzen, welche wir hier beschlossen haben! (Beifall bei der FPÖ. – Bundesminister Schelling: Was wollen Sie? Dass wir gleich strafen?) – Auch Sie haben sich an Gesetze zu halten, Herr Finanzminister! (Bundesminister Schelling: Na was wollen Sie? Dass wir gleich strafen oder was?) Dass Sie sich an die Gesetze halten und nicht durch einen Erlass ein Gesetz wieder umdrehen. (Abg. Haider: Machen Sie g’scheite Verordnungen, dann brauchen wir keine Gesetze …!)
Abg. Haider: Machen Sie g’scheite Verordnungen, dann brauchen wir keine Gesetze …!
Herr Finanzminister, die Unternehmer werden für diese finanzstrafrechtliche Freistellung dankbar sein, aber ich darf Ihnen und Ihrer Legistik Folgendes mit auf den Weg geben: Auch ein Finanzminister hat sich an den Stufenbau der Rechtsordnung zu halten und auch ein Finanzminister kann nicht durch einen Erlass Strafgesetze außer Kraft setzen, welche wir hier beschlossen haben! (Beifall bei der FPÖ. – Bundesminister Schelling: Was wollen Sie? Dass wir gleich strafen?) – Auch Sie haben sich an Gesetze zu halten, Herr Finanzminister! (Bundesminister Schelling: Na was wollen Sie? Dass wir gleich strafen oder was?) Dass Sie sich an die Gesetze halten und nicht durch einen Erlass ein Gesetz wieder umdrehen. (Abg. Haider: Machen Sie g’scheite Verordnungen, dann brauchen wir keine Gesetze …!)
Beifall bei der FPÖ.
Diese Vorgangsweise schafft kein Vertrauen in die Legistik des Finanzministers. (Beifall bei der FPÖ.) Die Wirtschaft braucht Rechtssicherheit, aber keine Gesetze mit einer Halbwertszeit von wenigen Monaten.
Anhaltender Beifall bei der FPÖ.
Herr Finanzminister, verabschieden Sie sich von der unsinnigen Normenflut, die von Ihrem Ministerium produziert wird! Steuerentlastung und Steuervereinfachung dürfen keine Lippenbekenntnisse sein. Ihre Aufgabe wäre es, Sorge zu tragen, dass das Steuerrecht einfacher und gerechter wird. Leider bewirken Sie genau das Gegenteil. Die Abschaffung der kalten Progression wäre ein guter Anfang für ein gerechteres Steuersystem. (Anhaltender Beifall bei der FPÖ.)
in Bezug auf den noch nicht verklungenen Beifall bei der FPÖ
Abgeordnete Gabriele Tamandl (ÖVP): Danke (in Bezug auf den noch nicht verklungenen Beifall bei der FPÖ) für den Eingangsapplaus, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das haben Sie falsch verstanden!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das haben Sie falsch verstanden!
Abgeordnete Gabriele Tamandl (ÖVP): Danke (in Bezug auf den noch nicht verklungenen Beifall bei der FPÖ) für den Eingangsapplaus, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das haben Sie falsch verstanden!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Strolz.
Ich glaube, dass dieses Hohe Haus gut zusammenarbeitet, zeigt sich darin, dass sowohl die Grünen – Herr Kollege Rossmann hat seinen Antrag vorhin zurückgezogen – als auch die FPÖ und das Team von den NEOS gemeinsam mit dem Kollegen Krainer und mir diesen Abänderungsantrag einbringen. Danke für die gute Zusammenarbeit, und ich hoffe, dass das im Budgetausschuss auch weiterhin so gut funktioniert. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Strolz.)
Beifall bei den NEOS.
Der Bonus-Malus ist ein Schmarrn, wie man an dieser Formulierung hört! Es werden 30 Millionen Bonus kalkuliert und 18 Millionen Malus; 12 Millionen Entlastung bleiben übrig von einem bürokratischen Monster. Sie wissen noch gar nicht, wer das im Hauptverband überhaupt administrieren wird, diese Branchenquoten festzusetzen und den Unternehmen mitzuteilen. – Ein riesenbürokratischer Wahnsinn, und wenn niemand von der Opposition aufpassen würde, würden Sie ihn auch noch verfassungswidrig beschließen. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Steinbichler begibt sich zum Rednerpult und platziert dort eine Tafel, auf der die Entwicklung der mittleren Jahreseinkommen von Arbeitern – minus 14 –, Angestellten und Vertragsbediensteten – plus 1 – sowie von Beamten – plus 23 – graphisch dargestellt ist.
Präsident Karlheinz Kopf: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Steinbichler. – Bitte. (Abg. Steinbichler begibt sich zum Rednerpult und platziert dort eine Tafel, auf der die Entwicklung der mittleren Jahreseinkommen von Arbeitern – minus 14 –, Angestellten und Vertragsbediensteten – plus 1 – sowie von Beamten – plus 23 – graphisch dargestellt ist.)
Beifall beim Team Stronach.
An vorderster Stelle möchte ich den Dank an alle Steuerzahlerinnen und Steuerzahler richten, die dieses Geld erwirtschaften, und ganz besonders auch an die Unternehmerinnen und Unternehmer, damit wir diese Budgetdebatte überhaupt führen können. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich möchte ein aktuelles Beispiel nennen, weil immer vom Ausgleich geredet wird und darüber, was die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen und Unternehmer jetzt mehr verdienen. Wir reden aber nicht von dem Mehr, das sie bezahlen müssen, darüber, wo das Geld herkommt. Ich nenne das Beispiel der Autofahrer als Melkkuh. Haben wir, bitte sehr, bedacht, dass für alle jene, die im ländlichen Raum leben, die das Fortbewegungsmittel Auto für die Erziehung, für den Weg zur Arbeit brauchen, die motorbezogene Versicherungssteuer in den letzten zehn Jahren um 42 Prozent erhöht wurde? – Neben den extrem hohen Treibstoffkosten wird da bei den Bürgerinnen und Bürgern zugelangt, und dann wissen wir auch, wo ein Teil dieser Einkommen – über die man sagt, da besteht Steuergerechtigkeit – nicht so steuergerecht aufgebracht wird. (Beifall beim Team Stronach.)
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Kollege Wöginger! Wenn du hier heute eine Garantie Richtung Familien abgegeben hast, dann bin ich etwas skeptisch, weil ich gerade bei den letzten drei, vier Entscheidungen für die Familien die Familienpartei ÖVP mit ihrem klaren Standpunkt zur Familie sehr vermisst habe. Da möchte ich sagen: Nicht das Erzählte reicht, sondern das Erreichte zählt. Das muss auch in der Politik gelten. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Aber zum konkreten Vergleich Bayern/Oberösterreich: Bayern hat eine Staatsfläche von 70 549 Quadratkilometern, Oberösterreich hat 11 900 Quadratkilometer. Einwohner: Bayern hat 12,46 Millionen, Oberösterreich 1,4 Millionen Einwohner. Bezirke: Bayern hat sieben Bezirke, Oberösterreich das Zwölffache im Vergleich zu den Einwohnern, nämlich 15 Bezirke. Bei den Abgeordneten ist es nicht anders: Bayern hat 187 Landtagssitze und Oberösterreich 56. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Also Einsparungsmöglichkeiten ohne Ende – Herr Kollege Wöginger, das ist gerade für deine Arbeitnehmer wichtig, die du vertreten sollst! –, und das hat Herr Rechnungshofpräsident Moser angesprochen. (Beifall beim Team Stronach. – Weiterer Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Beifall beim Team Stronach. – Weiterer Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Aber zum konkreten Vergleich Bayern/Oberösterreich: Bayern hat eine Staatsfläche von 70 549 Quadratkilometern, Oberösterreich hat 11 900 Quadratkilometer. Einwohner: Bayern hat 12,46 Millionen, Oberösterreich 1,4 Millionen Einwohner. Bezirke: Bayern hat sieben Bezirke, Oberösterreich das Zwölffache im Vergleich zu den Einwohnern, nämlich 15 Bezirke. Bei den Abgeordneten ist es nicht anders: Bayern hat 187 Landtagssitze und Oberösterreich 56. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Also Einsparungsmöglichkeiten ohne Ende – Herr Kollege Wöginger, das ist gerade für deine Arbeitnehmer wichtig, die du vertreten sollst! –, und das hat Herr Rechnungshofpräsident Moser angesprochen. (Beifall beim Team Stronach. – Weiterer Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Abg. Wöginger: Kennst du Bayern wirklich?
Hörts einfach zu, da gibt es ja die guten Tipps! (Abg. Wöginger: Kennst du Bayern wirklich?) Er hat 560 Beispiele in der „Kronen Zeitung“ publiziert, wo die Bundesregierung sparen kann, und er will dem Finanzminister helfen. Man braucht ja nur die ehrlich gemeinten Ratschläge aufzugreifen und nicht immer schlechtzureden. (Abg. Fekter: … umgesetzt!) Die Vorschläge sind da.
Abg. Fekter: … umgesetzt!
Hörts einfach zu, da gibt es ja die guten Tipps! (Abg. Wöginger: Kennst du Bayern wirklich?) Er hat 560 Beispiele in der „Kronen Zeitung“ publiziert, wo die Bundesregierung sparen kann, und er will dem Finanzminister helfen. Man braucht ja nur die ehrlich gemeinten Ratschläge aufzugreifen und nicht immer schlechtzureden. (Abg. Fekter: … umgesetzt!) Die Vorschläge sind da.
Beifall beim Team Stronach.
Ich möchte zum Schluss kommen. Ich hätte noch jede Menge zu sagen, etwa zur McKinsey-Studie, weil Wirtschaftsminister Mitterlehner heute oder gestern in den Nachrichten geschrieben hat: 315 000 KMUs. – Ja, ganz wichtig, natürlich! Die Klein- und Mittelunternehmer tragen die Wirtschaft, tragen diese Nation. Aber warum hat man ihnen dann 500 Steuerprüfer aufgehalst? – So wird der Mut zum Unternehmertum genommen, so wird die Freude am Unternehmertum genommen, und das schlägt sich letztlich auf die Beschäftigung nieder. Wir brauchen bei den Unternehmen Entbürokratisierung statt Kriminalisierung. Das geht einfach nicht, dass man jeden Unternehmer als Steuerhinterzieher hinstellt. (Beifall beim Team Stronach.)
Ruf bei der ÖVP: Redezeit!
Heute wurde anfangs so kritisiert, dass hier auch die Flüchtlingsdebatte in die Budgetdebatte hineingetragen wird: Ja, natürlich, weil das budgetrelevant werden wird und weil wir endlich einmal zwischen Wirtschafts- und Kriegsflüchtlingen unterscheiden müssen. (Ruf bei der ÖVP: Redezeit!) Mit unserem unfairen Wirtschaftssystem nehmen wir diesen Leuten vor Ort die Lebensmöglichkeit, die Lebenschance, die Lebensexistenz, und sie kommen zu uns. Das ist genau das Thema, das wir jetzt haben, wir bekommen jetzt die Rechnung für die letzten 20 Jahre Konzernwirtschaft präsentiert.
Beifall beim Team Stronach.
Ich glaube, das sollten wir bedenken, und wir sollten uns dazu aufraffen, eine wirklich enkelgerechte, verantwortungsvolle Politik umzusetzen. Da sind wir alle gefordert, das ist für parteipolitisches Kleingeld zu wichtig, zu wertvoll. Wir bitten um Unterstützung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Neubauer.
Da wir vorhin von den stabilen Finanzen gesprochen haben: Die Kosten für die Flüchtlingskrise, für die moderne Völkerwanderung dürfen aus dem Budget herausgerechnet werden. Wer bezahlt das in Zukunft, liebe Freunde? – Ich glaube, schon wieder die fleißigen Menschen in Österreich und sonst niemand, und das hat mit stabil überhaupt nichts zu tun. – Herzlichen Dank. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Neubauer.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Abgeordnete Dr. Jessi Lintl (ohne Klubzugehörigkeit): Herr Präsident! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Herr Rechnungshofpräsident! Sehr geehrte Volksanwälte! In der bisherigen Debatte zum Budget wurde bereits viel gesagt, allerdings wenig Positives. Fakt ist: Das Budget ist falsch, realitätsverweigernd und ein Angriff auf die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder, eine Provokation für die fleißigen österreichischen Steuerzahler und Leistungsträger. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Loacker und Steinbichler.
Herr Finanzminister! Haben Sie kein schlechtes Gewissen, wenn Sie in der Budgetrede großspurig ankündigen, die Wahrheit wäre den Menschen zumutbar, und im gleichen Atemzug den Österreichern vorgaukeln, Sie würden im Rahmen Ihrer glorreichen Steuerreform ein Entlastungsvolumen von 5,2 Milliarden € erreichen? – Die Wahrheit ist, dass sich die Österreicher diese Entlastung selbst bezahlen. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Loacker und Steinbichler.)
Beifall bei der FPÖ.
Haben Sie kein schlechtes Gewissen, Herr Minister, wenn Sie angesichts der bedrohlichen Situation in Europa unser Bundesheer kaputtsparen? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Dietrich.
Ihnen geht es offensichtlich nur um die Optik. Sie versuchen, die vielleicht bewusst gering geschätzten zusätzlichen Kosten für die Flüchtlingskrise aus dem Budget herausrechnen zu lassen, um mit diesem Bilanzschmäh ein geringes strukturelles Defizit zu erreichen. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Dietrich.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Loacker und Lugar.
Auch nehmen Sie es mit der Wahrheit nicht so genau, wenn Sie behaupten, die Gegenfinanzierung für die Steuerreform würde auf soliden Beinen stehen. Gerade das Gegenteil ist der Fall: Sie werfen den Steuerzahlern und Leistungsträgern Prügel vor die Beine, allen voran diese unsäglichen Registrierkassen. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Loacker und Lugar.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Lugar und Dietrich.
Sie stellen damit die fleißigen Unternehmer unter den Generalverdacht des Steuerbetrugs. Diese Neuregelung ist technisch schlecht durchdacht und Ausdruck überbordender Bürokratie, die Sie ja laut Ihrer Budgetrede abbauen wollen, da sie den Betrieben die Luft nimmt. Selbst Ihre Einschätzung, mit den Registrierkassen 900 Millionen € einnehmen zu können, ist unrealistisch. Dafür ist die Steuerehrlichkeit in unserem Land einfach zu hoch. Wie sollen Ihnen die Österreicher vertrauen, Herr Minister, wenn Sie den Österreichern nicht vertrauen? (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Lugar und Dietrich.)
Abg. Matznetter: Das ist eine spannende Vorlesung!
Daher fordere ich Sie auf, mit Ihren Bilanztricks, Ihrer Schuldenpolitik und mit der Verleugnung der Kosten für den Flüchtlingsstrom aufzuhören. (Abg. Matznetter: Das ist eine spannende Vorlesung!) Denken Sie darüber nach, ob Sie und die gesamte Regierung wirklich noch im Dienste der Österreicher arbeiten! (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Lugar und Dietrich.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Lugar und Dietrich.
Daher fordere ich Sie auf, mit Ihren Bilanztricks, Ihrer Schuldenpolitik und mit der Verleugnung der Kosten für den Flüchtlingsstrom aufzuhören. (Abg. Matznetter: Das ist eine spannende Vorlesung!) Denken Sie darüber nach, ob Sie und die gesamte Regierung wirklich noch im Dienste der Österreicher arbeiten! (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Lugar und Dietrich.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführerin Lueger beziehungsweise den Schriftführer Gahr werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Wahlurne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführerin Lueger beziehungsweise den Schriftführer Gahr werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Wahlurne.)
Beifall bei der FPÖ.
nur, warum jetzt viele Notariats- und Rechtsanwaltskanzleien von Bürgern gestürmt werden, die Eigentum haben und sich vor einer geheimen Erbschafts- und Schenkungssteuer, die im nächsten Jahr gerade auf Familien zukommt, fürchten und daher noch unbedingt Güter übertragen wollen. Das passt nicht ganz zusammen; also Ihr Plädoyer geht ins Leere. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist ein großes Qualitätsmerkmal eines Rechtsstaates, wenn es qualitativ hochwertige Verfahren gibt und eine kurze Verfahrensdauer. Beides, das muss man konstatieren, gibt es in Österreich. Wir können also durchaus auch stolz darauf sein, dass das funktioniert. Es ist allerdings auch wichtig, dass das so bleibt und eben nicht durch falsch verstandene Maßnahmen geändert oder verschlechtert wird. Daher ist es tatsächlich notwendig, dass es Umschichtungen von der Präsidentschaftskanzlei, von den diversen Ministerien und Kabinetten hin zum Verfassungsgerichtshof, zum Verwaltungsgerichtshof, zum Bundesverwaltungsgericht gibt, damit es dort eine ausreichende personelle Ausstattung geben kann, damit die Qualität dieser Rechtsinstitute bestehen bleibt, damit die Verfahrensdauer entsprechend kurz bleiben kann und die Qualität gesichert ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das sind wesentliche Punkte, die wir nicht dadurch opfern dürfen, dass wir falsche Maßnahmen setzen, auf der falschen Seite das Geld ausgeben und für Repräsentation und so weiter überbordende Ausgaben haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Auer. – Abg. Moser: Mit Ausnahme des Rechnungshofes! – Zwischenruf des Abg. Weninger.
Im Wesentlichen ist das Budget der Obersten Organe ein vernünftiges Budget, ein nicht übertriebenes Budget, ein sparsames Budget, und letztendlich ermöglicht es auch, alle Aufgaben zu erfüllen, die damit zu erfüllen sind. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Auer. – Abg. Moser: Mit Ausnahme des Rechnungshofes! – Zwischenruf des Abg. Weninger.)
Beifall bei Grünen und NEOS.
Aber sowohl Sie von der SPÖ als auch Sie von der ÖVP, die Sie zusammen die Mehrheit in diesem Haus bilden, Sie prallen immer wieder ab. Sie laufen immer wieder gegen die Gummi- oder Betonwand der Ineffizienz, und diese Ineffizienz hat einen Namen: Im Gesundheitsbereich, im Bildungsbereich, im Pflegebereich, im Mindestsicherungsbereich heißt diese Ineffizienz Bundesländer und Landeshauptleute. (Beifall bei Grünen und NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Kogler.
Die Grafik zeigt Folgendes: In der blauen Linie ist die Inflation eingezeichnet, in der roten oder violetten Linie ist das Rechnungshofbudget eingezeichnet. Die dicke Linie zeigt das, was der Rechnungshof aus dem Budget bekommt, und die dünne, gestrichelte Linie das, was der Rechnungshof dann schließlich zur Verfügung hat, indem er nämlich seine Rücklagen auflöst. (Zwischenruf des Abg. Kogler.)
Zwischenruf des Abg. Pendl.
Ich sage ja immer, der Rechnungshof ist ja eigentlich die versteckte Goldgrube der Republik. (Zwischenruf des Abg. Pendl.) Wenn wir die Vorschläge ernst nehmen würden, wenn wir darangingen, endlich die Monsterreformprojekte offensiv im Sinne der Recherchen des Rechnungshofes in Gang zu setzen, dann hätten wir Einsparungen – Einsparungen in Milliardenhöhe.
Zwischenruf der Abg. Fekter
Der Rechnungshof hat seit Jahr und Tag Vorschläge gemacht, wie man diese Summe sehr wohl hätte einsparen können. Wenn man es gegenrechnet, jeder Erstklässler kann das: Wären wir den Vorschlägen des Rechnungshofs gefolgt, gäbe es gar kein so großes Defizit beziehungsweise könnten wir uns sogar positiv in Richtung Nulldefizit entwickeln. Sie haben jedoch offensichtlich taube Ohren oder blinde Augen (Zwischenruf der Abg. Fekter), ich weiß es nicht, oder Sie wollen nicht, oder Sie können nicht oder haben keine Macht gegenüber den Landeshauptleuten – es ist, wie es ist.
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Zanger.
Planstellen werden nicht nachbesetzt, der Druck auf die Prüfer, was Zeit und Einsatz anlangt, wird immer höher. Das will ich vermeiden, und darum: bitte nicht weniger Rechnungshof, sondern mehr Rechnungshof! Mehr Rechnungshof bedeutet weniger Staatsschulden, weniger Staatsausgaben, weniger Verschwendung und weniger Korruption. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Zanger.)
Abg. Moser: Das ist eine reine Metapher! – Zwischenrufe der Abgeordneten Pendl und Fekter.
derte Menschen kann das eine echte Kränkung sein, wenn man hier zuhört. (Abg. Moser: Das ist eine reine Metapher! – Zwischenrufe der Abgeordneten Pendl und Fekter.)
Abg. Kogler – mit ironischer Heiterkeit –: Was? Niemals!
Der zweite Punkt, den ich gerne ansprechen möchte, ist, dass wir uns in der Enquete-Kommission betreffend Stärkung der Demokratie vorgenommen haben, das Parlament entsprechend zu stärken. Woran denke ich da? – Wir haben unter anderem vorgeschlagen, dass sich die Menschen nicht erst am Ende eines Gesetzgebungsprozesses einbringen können, was dann durch Volksbegehren geschieht oder indem die Opposition hier ein Theater macht, ob dieses Gesetz passt oder nicht. (Abg. Kogler – mit ironischer Heiterkeit –: Was? Niemals!)
Zwischenruf des Abg. Brosz.
Die Menschen sollen sich stattdessen einbringen können, noch bevor wir ein solches Gesetz schaffen. Möglich sein soll das durch eine sogenannte Crowdsourcing-Plattform, wo wir Menschen, die Erfahrung in einem bestimmten Rechtsgebiet, in einer bestimmten Materie haben, schon vor einem Gesetzentwurf einladen, ihre Gedanken und ihre Vorschläge einzubringen. (Zwischenruf des Abg. Brosz.)
Abg. Pendl: Bravo!
Damit komme ich zum Bundeskanzleramt, da möchte ich meinen Dank besonders Frau Staatssekretärin Steßl aussprechen. (Abg. Pendl: Bravo!) Danke dafür, dass wir es in einer schwierigen Zeit rasch möglich machen konnten, dass die Polizei das nötige Personal bekommt, das sie braucht – sei es einerseits für die Verfahren im Asylwesen beim Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl, sei es auf der anderen Seite für mehr Grenzpolizisten. Dafür ein ganz, ganz herzliches Danke, Frau Staatssekretärin, für die unbürokratische Vorgangsweise und die rasche Zurverfügungstellung von mehr Personal. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Damit komme ich zum Bundeskanzleramt, da möchte ich meinen Dank besonders Frau Staatssekretärin Steßl aussprechen. (Abg. Pendl: Bravo!) Danke dafür, dass wir es in einer schwierigen Zeit rasch möglich machen konnten, dass die Polizei das nötige Personal bekommt, das sie braucht – sei es einerseits für die Verfahren im Asylwesen beim Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl, sei es auf der anderen Seite für mehr Grenzpolizisten. Dafür ein ganz, ganz herzliches Danke, Frau Staatssekretärin, für die unbürokratische Vorgangsweise und die rasche Zurverfügungstellung von mehr Personal. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Damit möchte ich zum Schluss kommen. Der Schluss gilt dem Herrn Finanzminister, dem ich besonders dafür danken möchte, dass er nicht müde wird, stets Reformen voranzutreiben, die für dieses Land notwendig sind. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Brosz.
Ich halte das für ganz essenziell, dass wir das machen. Es geht da nicht um viel Geld im Vergleich zum gesamten Budget. Stimmen Sie dem zu, dann ist gewährleistet, dass die großartige Arbeit, die der Verfassungsgerichtshof in Österreich leistet, auch weiterhin in schneller und effizienter Art und Weise gemacht werden kann. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Brosz.)
Abg. Kogler: Massen im Stadion!
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Meine Damen und Herren auf der Galerie und vor den Bildschirmen! (Abg. Kogler: Massen im Stadion!) Kollege Scherak, wenn man länger im Haus ist, wiederholt sich das ununterbrochen: Bei jeder Budgetdebatte ist der erste Sager: Wir machen keine Schulden – und dann wird in jedem einzelnen Kapitel mehr gefordert. Ich glaube, das wissen wir alle miteinander. (Abg. Brosz: … Regierungsinserate!)
Abg. Brosz: … Regierungsinserate!
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Meine Damen und Herren auf der Galerie und vor den Bildschirmen! (Abg. Kogler: Massen im Stadion!) Kollege Scherak, wenn man länger im Haus ist, wiederholt sich das ununterbrochen: Bei jeder Budgetdebatte ist der erste Sager: Wir machen keine Schulden – und dann wird in jedem einzelnen Kapitel mehr gefordert. Ich glaube, das wissen wir alle miteinander. (Abg. Brosz: … Regierungsinserate!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
sen Staat und seine Bürger hervorragende Dienstleistungen. Da sollte man zumindest bei der Budgetdebatte einmal Danke sagen, und ich mache das sehr gerne. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich meine, das vorliegende Budget ist, bei allen Wünschen, die es im einen oder anderen Bereich gibt, trotz Steuerreform ein ausgezeichnetes Budget, und ich bin überzeugt davon, dass mit diesem Budget alle ihre Arbeit ordentlich und korrekt im Interesse der Österreicherinnen und Österreicher abwickeln können. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Der Rechnungshof hat in den letzten Jahren sparsam gewirtschaftet. Er hat Rücklagen gebildet. Diese Rücklagen werden jetzt sukzessive aufgelöst, um den Betrieb aufrechterhalten zu können und um auch dem verfassungsmäßigen Auftrag nachkommen und ins Parlament Berichte liefern zu können. 2017 ist es aber aus. 2017 fehlen dem Rechnungshof 3 Millionen €. Dann kann die Kernaufgabe nicht mehr erledigt werden, nicht mehr in dem gleichen Ausmaß wie derzeit geprüft werden, meine sehr geehrten Damen und Herren. Das halte ich schon für bedenklich. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abschließend möchte ich mich auch ganz herzlich bedanken. Wir haben im Budgetausschuss nicht alle Fragen von uns aus klären können, aber die Mitarbeiter der Volksanwaltschaft haben die Antworten nachgeliefert. Das war bestens, herzlichen Dank dafür! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wir Österreicherinnen und Österreicher verlangen von den Muslimen keine Assimilation. Sie können ihre Traditionen pflegen. Wir fordern aber von den Muslimen die Einhaltung unserer Verfassung und unserer Gesetze sowie die Akzeptanz der Prinzipien unserer Verfassung, insbesondere dass Frau und Mann gleichberechtigt sind, dass die Würde und die Rechte von Mädchen durch unsere Verfassung geschützt sind. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Nur, wenn unser „Verfassungsbogen“, unsere Leitkultur auch von den Muslimen akzeptiert wird, ist ein friedliches Zusammenleben in Österreich möglich. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Aber was macht Republik? – Das genaue Gegenteil! Das finde ich sehr bedenklich und nicht in Ordnung! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
4 Millionen Aufrufe bei help.gv.at zeigen, wie wichtig dieser Dienst ist, und wie gut es ist, dass er weiter ausgebaut werden soll. Dafür ein herzliches Dankeschön. Wir sind auf einem guten Weg. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Es wäre ja nicht so, dass man immer nur mehr fordert, wir als Opposition fordern auch, dass man sorgsam mit dem Steuergeld umgeht, und allein, wenn man den Bericht anschaut, findet man eine ganze Latte an Vorschlägen, wie es zu Einsparungen kommen könnte, es deutlich besser gehen würde. Also ist es nicht so, dass es immer nur darum geht, mehr zu fordern, sondern ein vernünftiger Umgang mit Steuergeld würde durchaus helfen und würde andere Ressourcen freimachen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, Grünen und NEOS.
Wir alle von der ÖVP sind fest entschlossen, gerade in der heutigen internationalen Situation, diese Werte zu verteidigen, denn klar ist, dass Extremismus, Rassismus und Hetze in einer Gesellschaft des 21. Jahrhunderts nichts verloren haben. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, Grünen und NEOS.)
Beifall bei NEOS und Grünen.
Danke. (Beifall bei NEOS und Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Scherak.
Abgeordneter Dr. Johannes Jarolim (SPÖ): Herr Präsident! Frau Ministerin! Frau Staatssekretärin! Herr Rechnungshofpräsident! Meine Damen und Herren von der Volksanwaltschaft! Frau Kollegin, ich glaube, dass wir alle den Rechnungshof und seine Berichte außerordentlich wertschätzen, das ist etwas, was uns immer wieder auch den Spiegel vorhält. Es ist halt so, dass wir die Dinge, die einen finanziellen Aufwand mit sich bringen, nur in unterschiedlicher Form umsetzen können. Wir haben heute auch das Thema, dass der Verfassungsgerichtshofpräsident anlässlich des Hearings mehrfach mitgeteilt hat, dass er Verstärkung braucht. Ich glaube, jeder von uns versteht auch, dass er Verstärkung braucht, aber es ist aufgrund der budgetmäßigen Situation halt nicht so, dass wir ihm jetzt sofort mit der gesamten von ihm gewünschten Unterstützung helfen können. (Zwischenruf des Abg. Scherak.)
Zwischenruf des Abg. Steinbichler.
Wenn es darum geht, dass man kleine Küken, Hendln, Fasane zusammenfängt und in Schachteln hineinsetzt, diese dann mit einem Hund auftreibt, die zahm sind und teilweise zu den Leuten hinlaufen, und dann schießt man mit Schrot hinein, so hat das mit Jägertum überhaupt nichts mehr zu tun. Ich glaube, es ist ein Anliegen, dass man das endlich beendet. (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Steinbichler und Rasinger. – Abg. Amon: Geh nicht auf die Jäger los!
Ich begrüße daher den Vorschlag, dass man zukünftig im Schadenersatzrecht die Kosten, die wir … (Zwischenrufe der Abgeordneten Steinbichler und Rasinger. – Abg. Amon: Geh nicht auf die Jäger los!) – Das sind ja nicht die Jäger! Ich glaube, man muss einfach unterscheiden! Man muss unterscheiden zwischen denen, die Jagd und Hege und all das machen, und denen, die sagen: Es ist mir egal, dass wir eine Luchspopulation aufziehen, die legen wir jetzt einfach um! – Die Dame aus Linz ist, glaube ich, achtzigjährig; da muss man vielleicht nicht mehr unbedingt jagen gehen.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Aber es ist wichtig, dass man in Zukunft die Kosten, die wir alle zahlen, nämlich für das Aufzuchtprogramm, im Rahmen des Schadenersatzes dann auch entsprechend geltend machen kann. Dafür danke ich herzlich den hier genannten Vertretern, und wir werden dieses Problem in Zukunft gemeinsam lösen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich möchte mich dann eigentlich mit dem Budget der Volksanwaltschaft beschäftigen, möchte aber vorab noch einen kurzen Kommentar zur Kollegin Fekter abgeben – jetzt ist sie leider nicht mehr im Plenarsaal. Frau Kollegin, ich verstehe die Empörung der ÖVP-Frauen über die Aussagen des Vorsitzenden der Islamischen Religionsgemeinschaft in Österreich, Murat Baser, wirklich voll und stehe auch inhaltlich dazu. Aber diese Aufregung Ihrerseits kommt um Jahre zu spät! (Beifall bei der FPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.
Wir haben vor dieser Entwicklung schon vor Jahren gewarnt. Das ist kein Einzelfall, sondern Grundtenor in einer islamisch geprägten Gesellschaft. Und jetzt zu sagen, es ist ein Wahnsinn, was da gesagt wird, kommt zu spät. Ich glaube, Sie müssten da viel mehr auch auf die jetzige Entwicklung Augenmerk legen und nicht hier mit einzelnen Aussagen jetzt versuchen, eine Hysterie zu entwickeln. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
hier mutiger vorgehen, denn sonst sind die Budgetmittel 2017/2018 auch da erschöpft. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei FPÖ, ÖVP, NEOS und Team Stronach.
In Summe erlaube ich mir als derzeitiger Vorsitzender der Volksanwaltschaft, dem Parlament für die ausgesprochen positive Kooperationsebene zu danken. Ich bedanke mich zudem sehr, dass das Parlament auch Mitträger der positiven Akzeptanz der Tätigkeit der Volksanwaltschaft in der Bevölkerung ist. Ich darf bitten, im Zuge der Beschlussfassungen bezüglich des Kapitels Oberste Organe/Volksanwaltschaft, das derzeit zur Debatte steht, Ihre Zustimmung zu geben. – Danke. (Beifall bei FPÖ, ÖVP, NEOS und Team Stronach.)
Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.
Ich bin zwar kein aktiver Jäger, aber immerhin ein geprüfter Jäger. (Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.) Ich habe auch sehr viele Freunde, die Waidmänner und Waidfrauen sind und die wirklich den Gedanken des Hegens in das Zentrum ihrer Tätigkeit stellen. Ich bin der Meinung, man sollte diese Tätigkeit auch als wichtige Tätigkeit anerkennen. Man muss da sehr aufpassen, denn es ist ein schmaler Grat, wenn man da ein bisschen sehr leger in der Kritik vorgeht. Ich glaube, da würde mir sogar Frau Dr. Moser von den Grünen recht geben, die ja, wie ich weiß, auch eine Jägerin ist. (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: Waidmannsheil!)
Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: Waidmannsheil!
Ich bin zwar kein aktiver Jäger, aber immerhin ein geprüfter Jäger. (Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.) Ich habe auch sehr viele Freunde, die Waidmänner und Waidfrauen sind und die wirklich den Gedanken des Hegens in das Zentrum ihrer Tätigkeit stellen. Ich bin der Meinung, man sollte diese Tätigkeit auch als wichtige Tätigkeit anerkennen. Man muss da sehr aufpassen, denn es ist ein schmaler Grat, wenn man da ein bisschen sehr leger in der Kritik vorgeht. Ich glaube, da würde mir sogar Frau Dr. Moser von den Grünen recht geben, die ja, wie ich weiß, auch eine Jägerin ist. (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: Waidmannsheil!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, dass dieses Budget absolut unterstützenswert ist, und ersuche alle Kolleginnen und Kollegen, das auch zu tun. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Auf welcher Seite sind eigentlich die Abgeordneten der Regierungsfraktionen, auf der Seite der Bürgerinnen und Bürger oder auf der Seite einer Regierung, die möglicherweise Angst davor hat, dass mit zu viel Transparenz Missstände aufgedeckt werden könnten? Denken Sie einmal darüber nach! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Präsident Moser, in diesem Zusammenhang auch noch herzlichen Dank für Ihren Brief an die Mitglieder des Unterausschusses Entwicklungszusammenarbeit mit der Aufforderung, wirklich darauf zu schauen, dass wir deren Umsetzung auch parlamentarisch richtig verfolgen und kontrollieren. Ihre beiden Institutionen sind ganz wichtige Hilfsorgane für uns als Kontrollinstitution auch der Regierung. Ich hoffe, dass wir nicht nur als Unterausschuss Entwicklungszusammenarbeit, sondern viel weiter darüber hinaus sehr viele Ausschüsse involvierend es auch in Österreich schaffen werden, bis 2030 diese Agenda hier, aber auch anderswo umzusetzen. – Vielen lieben Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und FPÖ.
Meine Damen und Herren, abschließend möchte ich mich sehr dafür bedanken, dass Sie wiederum ein Budget der Volksanwaltschaft auch im internationalen Bereich sicherstellen, weil wir mit relativ überschaubarem Aufwand doch einiges im globalen Bereich leisten können. Es sind ja rund 100 Staaten in unserer Organisation zusammengefasst. Da können wir doch zur Demokratieentwicklung und Rechtsstaatlichkeit beitragen, und wir können auch, wenn so dringende Notlagen wie aktuell im Zusammenhang mit den Fluchtbewegungen entstehen, unseren Beitrag leisten. – Vielen Dank. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Damit kann die Datenschutzbehörde ihren gesetzlichen Aufgaben nicht nachkommen! – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall der Abg. Wurm.
Abgeordnete Mag. Gertrude Aubauer (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Ich darf zur wichtigen Arbeit der Volksanwälte zurückführen. In dreierlei Hinsicht gilt ihr besondere Wertschätzung: Die Volksanwaltschaft ist in einem Haus angesiedelt, das vorbildhaft barrierefrei umgebaut wurde, auch um vielen älteren Hilfesuchenden leichteren Zugang zu gewähren. Zweitens: Der Frauenanteil unter den Mitarbeitern liegt bei nahezu 70 Prozent, das ist beispielhaft. (Beifall der Abg. Wurm.)
Beifall bei der ÖVP.
Da geht es um Menschen, die vielfach ganz auf sich alleine gestellt und von der digitalen Welt völlig überfordert sind. Da leistet die Volksanwaltschaft wertvolle und ganz wichtige Arbeit. Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Wurm.
Was kostet das alles? – Wir sprechen da von 0,01 Prozent der Gesamtauszahlungen des Bundes. Meine Damen und Herren, 0,01 Prozent der Gesamtauszahlungen: Das ist gut angelegtes Geld, wie ich meine. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Wurm.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Jarolim: Man kann sagen: Elitetruppe des Nationalrates!
Ich hoffe, dass wir auch mit Ihrem Nachfolger/Ihrer Nachfolgerin ähnlich gut zusammenarbeiten können, wie wir es bisher getan haben. – Vielen Dank. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Jarolim: Man kann sagen: Elitetruppe des Nationalrates!)
Zwischenruf der Abg. Moser.
Wie wir im Ausschuss in Erfahrung bringen konnten, werden 2016 die Planstellen von 304 auf 310 leicht angehoben. (Zwischenruf der Abg. Moser.) Insgesamt kann dieses Budget den Zweck und den Auftrag erfüllen und die Aufgaben der öffentlichen Finanzkontrolle sowie die Anforderungen und Erwartungen, die an diese gestellt werden, abdecken. (Abg. Moser: Dann haben Sie das Budget nicht gelesen!) In puncto Sparsamkeit und Effizienz ist der Rechnungshof ein Vorbild.
Abg. Moser: Dann haben Sie das Budget nicht gelesen!
Wie wir im Ausschuss in Erfahrung bringen konnten, werden 2016 die Planstellen von 304 auf 310 leicht angehoben. (Zwischenruf der Abg. Moser.) Insgesamt kann dieses Budget den Zweck und den Auftrag erfüllen und die Aufgaben der öffentlichen Finanzkontrolle sowie die Anforderungen und Erwartungen, die an diese gestellt werden, abdecken. (Abg. Moser: Dann haben Sie das Budget nicht gelesen!) In puncto Sparsamkeit und Effizienz ist der Rechnungshof ein Vorbild.
Beifall bei der ÖVP.
Klar ist: Es wird ein Budget, das trotzdem einen gewissen Überschuss hat, übergeben, und wir werden uns dann im Rahmen der nächsten Budgets darüber unterhalten müssen, wie wir die umfassenden Aufgaben abdecken und erfüllen können. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich möchte in diesem Zusammenhang der Volksanwaltschaft zu ihren Leistungen recht herzlich gratulieren, zu den Leistungen im Haus, aber auch außerhalb des Hauses, und ich möchte sagen, dass wir sehr, sehr stolz sind. Ich wünsche der Volksanwaltschaft für die Zukunft alles Gute. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Moser: Die wesentlichen nicht!
Sehr geehrte Damen und Herren, die Arbeit des Rechnungshofes wirkt: Rund 80 Prozent der Empfehlungen und Verbesserungsvorschläge wurden umgesetzt, beziehungsweise deren Umsetzung wurde entsprechend zugesagt. (Abg. Moser: Die wesentlichen nicht!)
Allgemeiner Beifall.
Sehr geehrte Damen und Herren, ich möchte nicht schließen, ohne Dank an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rechnungshofes für ihre Arbeit zum Ausdruck zu bringen. Herzlichen Dank. (Allgemeiner Beifall.)
Präsidentin Bures übernimmt wieder den Vorsitz.
Präsident des Rechnungshofes Dr. Josef Moser: Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Staatssekretärin! Sehr geehrte Frau Volksanwältin! Sehr geehrte Herren Volksanwälte! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich möchte mich einleitend sehr herzlich für die positiven Rückmeldungen bedanken, die ich von Ihrer Seite erhalten habe, und für die Anerkennung der Arbeit des Rechnungshofes. (Präsidentin Bures übernimmt wieder den Vorsitz.)
Allgemeiner Beifall.
Wir haben eine Struktur- und Organisationsreform im Rechnungshof durchgeführt, wir haben unsere Prüfungs- und Beratungsleistung sukzessive ausgebaut, und wir haben in den letzten Jahren immer wieder sämtliche Einsparungsziele – auch die der Bundesregierung – mitgetragen und sogar übererfüllt. Wir haben den Output gegenüber dem Input trotz Budgetrestriktionen ausgebaut. Dafür möchte ich mich bei dieser Gelegenheit bei meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf das Herzlichste bedanken! (Allgemeiner Beifall.)
Allgemeiner Beifall.
Dieser Dank ist aber auch an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rechnungshofes weiterzugeben, die all meine Reformen und die Weiterentwicklung auch so mitgetragen haben. Dafür herzlichen Dank. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Norbert Sieber (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Staatssekretärin! Dame und Herren von der Volksanwaltschaft! Herr Präsident des Rechnungshofes! Hohes Haus! Nun, die gute Botschaft zuerst: Das Budget für die Volksanwaltschaft konnte um 0,8 Prozent gesteigert werden, und mit diesem Gesamtbudget von 10,6 Millionen €, das die Auflösung eines Teils der Rücklagen beinhaltet, kann die Volksanwaltschaft ihre Tätigkeit auch im kommenden Jahr in vollem Umfang garantieren. An dieser Stelle möchte ich es nicht verabsäumen, beiden Institutionen für ihren bewussten und sparsamen Umgang mit den Budgetmitteln zu danken, auch wenn wir wissen, dass in diesem Bereich die Fahnenstange nicht mehr allzu lang ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir sind zu dieser Debatte gerne bereit. (Beifall bei der ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Ich bedanke mich und bitte um Ihre Zustimmung zum Budget. (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Zanger: Sie haben ein Interpretationsgeschick!
Dabei tut sich eine Zeitung hervor, die von der Freiheitlichen Partei herausgegeben wird, bei der Ihr Kollege Wendelin Mölzer Herausgeber ist und verantwortlich ist dafür, dass Rassismus, dass Antisemitismus in Österreich wieder hoffähig gemacht werden sollen. (Abg. Zanger: Sie haben ein Interpretationsgeschick!) Da gibt es eine ganze Reihe von Beanstandungen, wenn Sie sich anschauen, was beispielsweise das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes ständig berichtet, was da dokumentiert wird an Grauslichkeiten, die in dieser Zeitung drinstehen, und da muss ich sagen, das ist für die gesamte Republik ein Riesenproblem.
Ruf bei der ÖVP – in Richtung FPÖ –: Das lasst ihr euch gefallen?
Anlass für eine Initiative unsererseits ist jetzt die letzte Ausgabe von „Zur Zeit“ (Ruf bei der ÖVP – in Richtung FPÖ –: Das lasst ihr euch gefallen?), in der ein Foto abgedruckt wurde, ein Foto mit Kindern aus einem Kindergarten. Es geht um die 100-Jahr-Feier des Kindergartens in der Vorgartenstraße. Der Originalbilduntertitel lautet:
Der Redner hält den Antrag in die Höhe, auf dem eine Schwarz-Weiß-Fotografie zu sehen ist. – Ruf bei der FPÖ: Die gibt es nicht einmal in Farbe! – Abg. Peter Wurm: Eure Parallelgesellschaft ist gescheitert!
„Die Kinder feierten mit Stadtrat Christian Oxonitsch und Bezirksvorsteher Derfler das runde Geburtstagsfest ihres Kindergartens.“ (Der Redner hält den Antrag in die Höhe, auf dem eine Schwarz-Weiß-Fotografie zu sehen ist. – Ruf bei der FPÖ: Die gibt es nicht einmal in Farbe! – Abg. Peter Wurm: Eure Parallelgesellschaft ist gescheitert!)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Grünen und FPÖ.
Da sind sehr, sehr viele Kinder zu sehen. Diese Kinder drücken die Buntheit der österreichischen Gesellschaft aus. Und was fällt der Freiheitlichen Partei dazu ein, was fällt Ihrem Chefredakteur – ich weiß nicht, ob er selbst verantwortlich ist – dazu ein, was fällt zumindest dem entsprechenden Redakteur ein? – Ich zitiere: „Kindergarten in Wien: Die rassische Durchmischung ist unübersehbar“. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Grünen und FPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Deimek: Ah, darum geht es! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Grünen und FPÖ.
Das Problem ist, diese Zeitschrift „Zur Zeit“ bekommt auch eine enorme Presseförderung, fast 50 000 €, und ich glaube, es steht an, dass wir uns dazu bekennen, dass wir solche Zeitungen in Österreich nicht gefördert haben wollen. Das ist, glaube ich, ein Punkt. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Deimek: Ah, darum geht es! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Grünen und FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Ich ersuche, diesen Antrag zu unterstützen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Daher braucht es im Gesundheitsbereich – das ist ganz, ganz wichtig – endlich eine echte Verwaltungsreform und eine Verwaltungsvereinfachung, um das auch transparent abbilden zu können, damit wir in Zukunft hier auch eine wirklich ordentliche Diskussion über hinkünftige Budgets führen können und uns nicht immer nur damit abspeisen lassen müssen, dass das nicht in der Kompetenz des Bundesministeriums für Gesundheit liegt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber für die Umsetzung all dieser ehrgeizigen Ziele brauchen wir eines: die volle Unterstützung aller, die Verantwortung im Gesundheitsbereich tragen und die ich hiermit auch ganz konkret einfordere. Ich denke mir, bei den geplanten Reformen sollten in Zukunft die Patientinnen und Patienten in den Mittelpunkt gerückt werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Rädler: Ja!
Abgeordnete Dr. Eva Mückstein (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Ich kann nicht umhin, ich möchte zuerst einmal auf die Bemerkung des Herrn Kollegen Rädler von der ÖVP eingehen, der mit seinem Zwischenruf „linke Hetze“ offenbar bekunden möchte, dass er mit solch einem Artikel und mit solch einer Überschrift einverstanden ist. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Rädler: Ja!)
Beifall bei den Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.
Wissen Sie, Ihre Zwischenrufe sind manchmal ganz witzig, aber das ist unerträglich, das ist wirklich unfassbar, und das braucht eine Erklärung und eine Entschuldigung! (Beifall bei den Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall bei den Grünen. – Weitere Zwischenrufe des Abg. Rädler.
Ich glaube, solch ein Thema hat absolute Priorität, auch wenn über das Budget diskutiert wird. Dieser Zwischenruf war absolut daneben. (Beifall bei den Grünen. – Weitere Zwischenrufe des Abg. Rädler.)
Neuerlicher Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Jetzt zum Gesundheitsbudget. Wir verhandeln hier ja nur ein ganz kleines Teilbudget der Gesundheitsausgaben, nämlich 1 Milliarde €. Herr Rädler, können Sie sich wenigstens jetzt auf die Gesundheitsdebatte konzentrieren? – Danke. (Neuerlicher Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Er wollte es nicht anders, oder? (Abg. Lausch: Frau Oberlehrer!) Gut.
Abg. Lausch: Frau Oberlehrer!
Jetzt zum Gesundheitsbudget. Wir verhandeln hier ja nur ein ganz kleines Teilbudget der Gesundheitsausgaben, nämlich 1 Milliarde €. Herr Rädler, können Sie sich wenigstens jetzt auf die Gesundheitsdebatte konzentrieren? – Danke. (Neuerlicher Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Er wollte es nicht anders, oder? (Abg. Lausch: Frau Oberlehrer!) Gut.
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Loacker.
Ich erwarte mir, dass es wirklich zu einer mutigen Verwaltungsreform und einer entschlossenen Strukturbereinigung kommt, andernfalls wird, glaube ich – und bin mittlerweile wirklich überzeugt davon –, eine effiziente Steuerung des Gesundheitswesens nicht möglich sein. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Loacker.)
Heiterkeit
Abgeordneter Dr. Erwin Rasinger (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Hohes Haus! Ich möchte einmal die Rede ein bisschen anders halten, nicht mit dem üblichen Satz, dass ich 33 Jahre Erfahrung als Arzt habe, beginnen (Heiterkeit), sondern ich möchte einmal das Gesundheitswesen loben, vielleicht auch ein bisschen etwas Kritisches sagen.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich habe mich letzten Freitag in Vorbereitung auf diese Sitzung hingesetzt und den ganzen Abend zwei Studien durchgeackert – ich verlange nicht, dass ihr das auch durchlest. Das eine sind die berühmten OECD-Zahlen, und das andere ist eine hochinteressante Studie des Gesundheitsministeriums, 220 Seiten dick. Wenn man das genau durchliest, wird man schärfer in seiner Beurteilung des Gesundheitswesens. Und man muss eigentlich sagen, im OECD-Vergleich stehen wir hervorragend da, ganz hervorragend. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich bleibe dabei, es ist ein Traumberuf. Die Gesundheitszahlen sind traumhaft gut, aber trotzdem gibt es Wolken am Himmel, und wir sollten uns bemühen, diese ein bisschen kleiner zu machen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Regierungsmitglieder! Hohes Haus! Herr Kollege Rasinger, wenn wir so gesund so alt werden, dann frage ich mich: Warum gehen wir dann so früh in Pension? (Zwischenruf bei der FPÖ.) Also irgendwo tut sich da eine Schere auf.
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ja eh nicht!
Die Kolleginnen Belakowitsch-Jenewein und Mückstein haben es richtig gesagt: Die Gesundheitsministerin ist über weite Strecken eine „Königin ohne Land“, weil die großen Geldbeträge von den Ländern als Spitalerhalter und natürlich auch von den Kassen hin- und hergeschoben werden; und wenn wir hier an dieser Stelle oft über den Föderalismus herziehen, dann muss man schon auch sagen, im Gesundheitsbereich dürfen wir die Kassen nicht außen vor lassen (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ja eh nicht!), denn die sind da natürlich auch ein mächtiger Player. Das hören die Roten und Schwarzen nicht so gerne, weil sich das in ihrem Einflussbereich abspielt, was da in den Kassen passiert, aber die machen es auch kompliziert und ineffizient.
Beifall bei den NEOS.
Also wenn wir bei der Gesundheitsreform nicht ins Tun kommen, wenn wir hoffen, dass sich die Dinge von selber erledigen, dann werden die Menschen auf ihrem Lohn- und Gehaltszettel immer höhere Abzüge sehen und dafür immer geringere Leistungen bekommen. Das kann es nicht sein! Da ist unseres Erachtens etwas mehr Schwung gefragt. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, Sie sehen, der Bereich Tierschutz genießt in der Bundesregierung sehr hohes Ansehen, und ich möchte mich bei der Frau Bundesminister recht herzlich dafür bedanken, dass dieses Budget nicht gekürzt wurde, sondern weiterhin zum Wohle der Tiere so fortgeführt wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Die langfristige Finanzierbarkeit der österreichischen Gesundheitsvorsorge ist derzeit, so wie sie besteht, nachhaltig fast nicht sicherzustellen. Das Gesundheitsministerium ist leider ein Verwaltungsministerium ohne die Möglichkeit der Durchgriffsrechte in den Strukturen. Das, was hier fehlt, sind unseres Erachtens klare, griffige Reformen. Die Frage ist: Wann kommt endlich eine Gesundheitsreform, die ihren Namen auch wirklich verdient? (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das ist im Vergleich zum Netz des gesamten Gesundheitsbudgets eine Tendenz, die ich mir für den Tierschutz eigentlich anders gewünscht hätte. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
tem für seine Menschen bietet. Deswegen noch einmal: Erwin, du hast völlig recht, Hausärztinnen, Hausärzte, alle Menschen, die im Sinne der Patientinnen und Patienten tätig sind, auch der Prävention, denen gebührt einmal prinzipiell ein Dank dafür, dass dieses System so ist, wie es ist. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Schittenhelm und Ofenauer.
Das sind Dinge – und da sind wir bei der Diskussion, wer was steuern kann –, die die Sozialversicherung im Rahmen der Verträge mit den Ärztinnen und Ärzten steuern muss, und das ist etwas, wo ich jetzt mehrfach nachgehakt habe und mir auch durchaus überlege, was man weiter machen kann, um dieses System zu bereinigen. Das halte ich nämlich – von dem, was ich momentan mitkriege – für den am deutlichsten gefühlten Fall von Zweiklassenmedizin, den mir Patientinnen und Patienten heute berichten. Das heißt, das ist etwas, wo ich ganz sicher den Finger in die Wunde legen werde, denn viel mehr kann ich nicht. Aber da werde ich dranbleiben, weil ich glaube, dass man ganz dringend etwas machen muss. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Schittenhelm und Ofenauer.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich glaube, es ist gelungen, ein ausgewogenes Budget zu machen. Wir hoffen, dass wir für die Gesundheit der Österreicherinnen und Österreicher mit diesem Budget auch im nächsten Jahr das Beste erreichen können. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ihnen, Frau Ministerin, ein herzliches Dankeschön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben die Antworten, wir sagen das oft. Wir fordern eine Entlastung der Spitalsambulanzen. Eine Entlastung des Systems könnte dadurch erfolgen, dass man tatsächlich echte Gruppenpraxen, echte GesmbHs schafft, dass man endlich die Möglichkeit einräumt, wie hunderttausendmal schon erwähnt, dass Ärzte Ärzte anstellen dürfen, und vieles mehr. Damit hätten wir zumindest das Problem der Erreichbarkeit und Verfügbarkeit der medizinischen Leistung im niedergelassenen Bereich gelöst. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich mache mir Sorgen um unser Gesundheitssystem. Es ist genug Geld im System, es wird nur falsch verwendet. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Schluss möchte ich aber schon klar festhalten, dass die Blauzungenkrankheit, die in diesem Fall Rinder betroffen hat, für den Menschen keine Gefahr darstellt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Mölzer, distanzieren Sie sich von dieser Aussage, und zwar unmittelbar und noch heute! (Beifall bei den Grünen.) Es ist eine Notwendigkeit. Meine Damen und Herren! Das kann dieses Parlament nicht unwidersprochen stehen lassen. Kein Steuergeld für die Verbreitung rassistischen Gedankengutes! Und wenn ein Abgeordneter in irgendeiner Form involviert ist, dann hat er hier die moralische Pflicht und die Möglichkeit, das hier eindeutig klarzustellen.
Zwischenruf des Abg. Mölzer.
Noch einmal an Sie, Herr Kollege Mölzer: Gehen Sie an dieses Rednerpult, und stellen Sie diese Sachlage klar! (Zwischenruf des Abg. Mölzer.) Darum möchte ich Sie persönlich unbedingt ersuchen. (Abg. Deimek: Wir haben keine grüne Diktatur in Österreich! Auch wenn ihr eine wollt!)
Abg. Deimek: Wir haben keine grüne Diktatur in Österreich! Auch wenn ihr eine wollt!
Noch einmal an Sie, Herr Kollege Mölzer: Gehen Sie an dieses Rednerpult, und stellen Sie diese Sachlage klar! (Zwischenruf des Abg. Mölzer.) Darum möchte ich Sie persönlich unbedingt ersuchen. (Abg. Deimek: Wir haben keine grüne Diktatur in Österreich! Auch wenn ihr eine wollt!)
Bundesministerin Oberhauser schüttelt den Kopf.
Sie haben gesagt, 235 000 € werden wir für Gentechnik, Risikoforschung, im Bereich Sicherheit und so weiter einsetzen. 235 000 € sind ein Tropfen auf den heißen Stein. Für die Personalkosten gibt es im selben Zeitraum, innerhalb von zwei Jahren um 3,2 Millionen € mehr, nämlich einen Anstieg von 26,6 auf 29,8. Das sind plus 12 Prozent; die Kollegin Mückstein hat das auch schon erwähnt. Das ist nicht von Ihnen erläutert worden. Das ist eine Erhöhung, die in keinem Bereich in dieser Dimension ausgefallen ist, und das bei gleichen Planstellen. (Bundesministerin Oberhauser schüttelt den Kopf.)
Beifall bei den Grünen.
Das würde ich mir auf jeden Fall für das nächste Jahr erwarten, dass wir hier wieder einen gemeinsamen Anstoß und eine gemeinsame Initiative starten. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Allgemeiner Beifall. – Bundesministerin Oberhauser: Danke!
Abgeordneter Dr. Marcus Franz (ÖVP): Frau Präsident! Frau Minister! Herr Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Zunächst einmal: Uns geht es noch immer gut in Österreich mit unserem Gesundheitssystem, und ich freue mich, dass es auch der Frau Minister wieder gut geht, und möchte ihr für die Zukunft alles Gute wünschen. Toi, toi, toi! (Allgemeiner Beifall. – Bundesministerin Oberhauser: Danke!)
Beifall bei der ÖVP.
Daher möchte ich mit einem Appell schließen an uns alle und speziell an die Frau Minister, weil ich glaube, da kann man seitens des Gesundheitsministeriums etwas tun: Wir müssen und sollen den Ärztestand wieder dorthin bringen, wo er früher war. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir hoffen, Sie nehmen unsere Unterstützung an. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Rasinger: Wie immer!
Abgeordneter Ing. Markus Vogl (SPÖ): Herr Kollege Rasinger, ich habe die Rede eigentlich auch als sehr angenehm und positiv empfunden (Abg. Rasinger: Wie immer!) – fast wie immer.
Beifall bei der SPÖ.
Und ja, es ist eine Umstellung eines Systems, wir verlassen hier Dinge, die uns bekannt sind, die uns vertraut sind, und das erzeugt natürlich bei den Patientinnen und Patienten Ängste. Aber diese sollten wir nicht schüren, sondern wir sollten die Patientinnen und Patienten dabei begleiten und Ihnen erklären, was der Vorteil an diesen neuen Systemen ist – anstatt hier die vorhandenen Ängste auch noch zu schüren und dafür zu sorgen, dass Reformen schlechtgeredet werden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Rupert Doppler (ohne Klubzugehörigkeit): Frau Präsidentin! Herr Minister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau Ministerin, ich darf mich zuerst auch einmal herzlich dafür bedanken, dass Sie immer wieder unsere Anfragen so ausführlich beantworten. Ein herzliches Dankeschön! Und zweitens freue ich mich, dass es Ihnen wieder gut geht. Ich glaube, das ist ein wesentlicher Aspekt und etwas ganz Notwendiges im Leben, dass es jemandem nach einer schweren Krankheit wieder einigermaßen gut geht. (Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall des Abg. Steinbichler.
Zum Zweiten darf ich sehr positiv anmerken, Frau Minister, dass Sie einen Rahmenvertrag mit den Pharmakonzernen vereinbart haben und einen Rabatt von 125 Millionen € erreicht haben. Ich glaube, das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. – Danke schön. (Beifall des Abg. Steinbichler.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Schittenhelm.
In Österreich hat die Medizin eine lange Tradition und wir können stolz darauf sein, dass unsere Ärzte und unser Gesundheitssystem zu den besten der Welt zählen – das sagt uns ja auch die OECD-Studie. Wir können uns auch glücklich schätzen, dass bei uns jeder, egal, über welches finanzielle Einkommen er verfügt und wie alt er ist, die beste medizinische Betreuung bekommt. Das zeigt sich auch darin, dass wir wesentlich größere Therapieerfolge als in anderen Ländern haben, und darauf sind wir stolz. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Schittenhelm.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Zum Schluss möchte ich nur noch festhalten: Es ist notwendig, eine flächendeckende Gesundheitsversorgung für unsere Bürgerinnen und Bürger in Zukunft auch gewährleisten zu können. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Unser Krankenversicherungssystem ist spitze! Und wenn wir nur in das Jahr 2004 zurückblicken, so gab es damals einen Artikel im „Standard“ – ich habe mir den heute angesehen –, in dem noch geschrieben worden ist, es gibt 160 000 Menschen in Österreich, die keinen Schutz im Bereich der Krankenversicherung haben. Liebe Kolleginnen und liebe Kollegen, das ist heute ebenfalls anders. Das ist anders, weil es diesbezüglich Initiativen gegeben hat, Initiativen unterstützt vom Kollegen Stöger als Gesundheitsminister und jetzt von der Ministerin Sabine Oberhauser. Es ist heute so, dass all jene Menschen, die in Österreich ihren ordentlichen Wohnsitz haben, krankenversichert sind. Und, wie gesagt, das ist einzigartig, und darauf sollten wir stolz sein. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Diesner-Wais.
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen! Uns Sozialdemokraten ist es daher wichtig, dass wir diese Krankenscheine nicht mehr haben, dass wir heute in diesem Lande, das ebenfalls einzigartig ist, eine e-card haben. Diese e-card ist für alle gleich. Und wenn im Budget diese e-card wieder mit einer Summe von 44,5 Millionen budgetiert ist, so ist das eine ganz tolle, eine super Leistung. Liebe Frau Ministerin, das ist eine tolle Sache! Ein herzliches Dankeschön im Namen aller Versicherten für diese e-card und dafür, dass diese auch in Zukunft existiert. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Diesner-Wais.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
In diesem Sinne bitte ich alle hier im Haus vertretenen Parteien um eine intensive Arbeit, damit wir dieses Problem in Zukunft besser bewältigen können, und darf Sie auch um Ihre Zustimmung zu diesem Budget bitten. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Den Herrn Pilz hast du vergessen! – Abg. Pilz steht an der Regierungsbank und spricht mit Bundesminister Brandstetter.
Abgeordneter Wolfgang Knes (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Herr Minister! Hohes Haus! (Ruf bei der SPÖ: Den Herrn Pilz hast du vergessen! – Abg. Pilz steht an der Regierungsbank und spricht mit Bundesminister Brandstetter.) – Den Herrn
Ruf bei der SPÖ: Herr Pilz, sehr unhöflich! – Abg. Pilz begibt sich zu seinem Sitzplatz.
Pilz habe ich vergessen, Entschuldigung. (Ruf bei der SPÖ: Herr Pilz, sehr unhöflich! – Abg. Pilz begibt sich zu seinem Sitzplatz.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, das ist unser Ziel, für das wir auch gemeinsam eintreten sollen. In diesem Zusammenhang ein herzliches Danke an unsere Ministerin, die immer ein offenes Ohr hat und uns auch bei dieser Präventivmaßnahme unterstützt, aber, noch einmal, ohne viel Geld einzusetzen, nämlich bei der Präventivmaßnahme betriebliche Gesundheitsförderung. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne freut es mich aus sozial- und gesundheitspolitischen Gründen sehr, dass die Regelung betreffend die Gratis-Zahnspange gelungen ist. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Mölzer. – Abg. Jarolim: Das war schon gut, dass das gesagt worden ist!
Sehr geehrte Damen und Herren, ich möchte auch Folgendes nicht unerwähnt lassen: Herr Abgeordneter Mölzer, das, was Sie sich in Ihrer Zeitung geleistet haben, ist kein Kavaliersdelikt! Sie haben Tausende Kinder und Eltern beleidigt. Haben Sie den Mut, sich herzustellen und sich zu entschuldigen, und verschanzen Sie sich nicht hinter Ihrer Immunität! Erbärmlich war das! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Mölzer. – Abg. Jarolim: Das war schon gut, dass das gesagt worden ist!)
Abg. Angerer: Es wird pauschal gekürzt!
Das heißt, die Wirkungsziele, die Sie angesprochen haben, nämlich zu schauen, wie wir hinsichtlich der Zahl der Spitalsbetten herunterkommen, wie wir die Betten qualitätsgesichert legen, das ist das, was Sie jetzt betrifft, wenn Sie sagen, das Krankenhaus in Spittal/Drau falle dieser Qualitätssicherung möglicherweise zum Opfer. (Abg. Angerer: Es wird pauschal gekürzt!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Pirklhuber – Beifall spendend –: Zu Letzterem kann ich applaudieren!
Noch abschließend zu den Ausführungen des Kollegen Franz, der sehr darauf gedrungen hat, das Ansehen der Ärztinnen und Ärzte nicht zu schmälern und hochzuhalten: Lieber Kollege Franz, wenn du die Umfragewerte von uns Politikerinnen und Politikern anschaust und mit jenen der ÄrztInnen vergleichst, dann kann ich dir sagen: Es wäre uns, selbst wenn wir es gewollt hätten – was natürlich nicht der Fall ist –, nicht gelungen, das Ansehen von Ärztinnen und Ärzten oder sämtlicher Gesundheitsberufe zu schmälern; sie liegen weiterhin absolut on top, während wir Politikerinnen und Politiker uns ganz am unteren Ende der Skala befinden. Vielleicht sollten wir darüber einmal nachdenken. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Pirklhuber – Beifall spendend –: Zu Letzterem kann ich applaudieren!)
Zwischenruf des Abg. Walser.
Abgeordneter Mag. Harald Stefan (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Bevor ich mit meinen Ausführungen zum Justizbudget beginne, nehme ich noch kurz zum Antrag des Kollegen Walser zur Streichung der Presseförderung für die Zeitschrift „Zur Zeit“ Stellung, weil das für mich geradezu ein Lehrstück grüner Gesinnung ist. (Zwischenruf des Abg. Walser.)
Abg. Walser: Rassistische Hetze gehört nicht zu den Grundrechten! – Zwischenruf des Abg. Steinhauser.
Unter dem Deckmantel „Anti-Rassismus“ wird die Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit, also der Grundrechte, betrieben. (Abg. Walser: Rassistische Hetze gehört nicht zu den Grundrechten! – Zwischenruf des Abg. Steinhauser.) Es gibt nämlich ganz klare gesetzliche Regelungen im Presseförderungsgesetz und im Publizistikförderungsgesetz, wann derartige Förderungen abzuerkennen sind. (Abg. Walser: Entschuldigen Sie sich für das Foto und für diesen Text!)
Abg. Walser: Entschuldigen Sie sich für das Foto und für diesen Text!
Unter dem Deckmantel „Anti-Rassismus“ wird die Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit, also der Grundrechte, betrieben. (Abg. Walser: Rassistische Hetze gehört nicht zu den Grundrechten! – Zwischenruf des Abg. Steinhauser.) Es gibt nämlich ganz klare gesetzliche Regelungen im Presseförderungsgesetz und im Publizistikförderungsgesetz, wann derartige Förderungen abzuerkennen sind. (Abg. Walser: Entschuldigen Sie sich für das Foto und für diesen Text!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Walser: Das Foto …! – Abg. Brosz: Lehnen Sie das von Mölzer auch ab, was er da fabriziert hat? – Zwischenruf der Abg. Schwentner.
dass „offenkundig“ ein willkürlicher Begriff ist. Und wir wissen wiederum auch alle, dass Willkür das Gegenteil von Rechtsstaatlichkeit ist. Das wollen Sie aber offensichtlich, Herr Kollege Walser. Wir wollen das aber nicht, wir lehnen das ab. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Walser: Das Foto …! – Abg. Brosz: Lehnen Sie das von Mölzer auch ab, was er da fabriziert hat? – Zwischenruf der Abg. Schwentner.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich weiß schon, jetzt wird das Gegenargument kommen: Wir brauchen ja Geld, das Budget ist sowieso schon überlastet!, aber das kann meines Erachtens trotzdem nicht der richtige Ansatz sein, eine versteckte Steuer einzuführen und von Menschen abzukassieren, anstatt Steuerehrlichkeit einzuführen und zu sagen: Gut, das ist in Wirklichkeit eine Steuer! – Eine Gebühr ist eine Gegenleistung für eine Leistung und darf eben keine versteckte Steuer sein, was hier aber der Fall ist. Diese Diskussion sollten wir führen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Der Zugang zum Recht muss also leicht bleiben, und Gerichtsgebühren sind zu überarbeiten, weil das wichtig für die Qualität des Rechtsstaats und damit auch für die Lebensqualität der Österreicher ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Ziele sind gesetzt, die Weichen sind gestellt – Herr Minister, es geht weiter ans Umsetzen! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter Mag. Albert Steinhauser (Grüne): Sehr geehrter Herr Justizminister! Wir haben es ja schon im Ausschuss diskutiert: Es stellt sich die Frage, wie sinnvoll diese Budgetdebatte überhaupt ist. Sie haben es ja auch zugegeben: Die Zahlen, die Sie im Budget vorlegen, haben nichts mit jenen Zahlen zu tun, die die Einzahlungen und die Auszahlungen dieses Jahres dann tatsächlich ausmachen. (Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Justizminister, ich muss Ihnen eines sagen: Sie sind jemand, der durchaus für vieles Verständnis zeigt und Sensibilität für Probleme in der Justiz und auch im Strafvollzug mitbringt. Ich verstehe aber nicht, dass man am Ende dem Finanzminister 40 Millionen € überlässt und gleichzeitig im eigenen Ressort die Probleme nicht lösen kann. Dafür fehlt mir jedes Verständnis. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Scherak.
Da müssen Sie härter verhandeln. Ich weiß schon, Sie haben in der ÖVP vielleicht nicht die Lobby hinter sich, die andere hinter sich haben, Sie haben aber eine Kompetenz. Werfen Sie sie in die Waagschale, die Argumente sind auf Ihrer Seite! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Scherak.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Zu den Sammelklagen ist zu sagen: Es gibt eine weitere Möglichkeit der Einsparung in der Justiz. Das Thema Sammelklagen wird im Jänner angegangen. Ich hoffe, dass wir alle das so ernsthaft verfolgen, dass da wirklich bald ein gutes Ziel erreicht ist. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Zinggl.
Das haben Sie gestern wieder gemacht, anstatt einfach irgendwelche grundrechtswidrigen Maßnahmen vorzuschlagen. Da bin ich froh, dass Sie da sind. Beim Budget werden wir zwei nicht mehr zusammenkommen. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Zinggl.)
Beifall bei der ÖVP.
Für die Verwirklichung dieses Leitbilds wünsche ich Ihnen viel Erfolg, Herr Justizminister! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Daher: Eine solche Regelung wäre sicherlich sehr wünschenswert. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinn wünsche ich uns für die Justiz, für den Zugang zum Recht, sehr, sehr großen weiteren Erfolg und auch, dass das Gleichstellungsziel entsprechend behandelt wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Schmuckenschlager: Mein Gott, ganz schwach! – Zwischenruf des Abg. Loacker.
Ich denke mir, auch wenn man jetzt außer Acht lässt, dass hier sehr viel vom Justizbudget ins Finanzbudget einfließt, wäre aber trotzdem, wenn man gewisse Vorgaben, die der Rechnungshof richtigerweise aufgezeigt hat, nämlich wenn man bei gewissen Sachen den Sparstift ansetzen würde, für die Reformen, die Sie, Herr Bundesminister, geplant haben, Geld vorhanden. Allzu viel Zeit haben Sie nicht mehr – Sie müssen bis 2018 handeln, dann gibt es Neuwahlen –, sonst gehen Sie als größter Ankündigungsminister in die Geschichte ein, aber es fehlt dann halt leider in der Umsetzung. (Abg. Schmuckenschlager: Mein Gott, ganz schwach! – Zwischenruf des Abg. Loacker.) Bis jetzt kündigen Sie zwar Reformen im Jugendstrafvollzug an, Reformen im Maßnahmenvollzug, aber leider ist diesbezüglich noch relativ wenig passiert.
Beifall bei der FPÖ.
Ich denke mir, es ist in Zeiten wie diesen einfach nicht mehr möglich, dass man gut bezahlte und gut geschaffene Posten für ehemalige Kabinettchefs Ihrer Vorgängerin unterhält, so eigentlich eine Justizbetreuungsagentur unterhält und dort noch dazu Personalkosten aus dem Sachaufwand bezahlt. Das halte ich nicht für richtig! (Beifall bei der FPÖ.)
Hallo-Rufe bei der ÖVP.
Eines muss ich Ihnen nämlich schon sagen: Sie haben den Personalstand dort aufgeblasen und Sie haben Controllingpunkte in dieser Generaldirektion zulasten der Bediensteten im Strafvollzug vermehrt. Hätten Sie dort eingespart, wie die Republik überall einsparen muss, und hätten Sie die Generaldirektion personell nicht unnötigerweise aufgeblasen und Controllingpunkte dort vermehrt, dann – und das muss ich Ihnen schon sagen – hätten Sie schon lange 100 Justizwachebeamte mehr, wo Sie immer noch mit 27 bis 35 mehr sozusagen herumeiern. (Hallo-Rufe bei der ÖVP.) Das muss ich Ihnen schon sagen, Herr Bundesminister.
Abg. Jarolim: Völliger Blödsinn!
Und eines noch zum Kollegen Jarolim, der ja wieder von einer Zerschlagung des Jugendgerichtshofs durch Böhmdorfer geredet hat. – Eines muss man schon feststellen: Der Jugendgerichtshof war, als er geschlossen wurde, schwer sanierungsbedürftig, ist in die Jahre gekommen. Man hatte damals nicht das Geld, ihn zu sanieren (Abg. Jarolim: Völliger Blödsinn!) und hat den Jugendgerichtshof in die Justizanstalt Josefstadt eingegliedert. Sie tun ja so, als ob es in Österreich kein Jugendgerichtsgesetz und kei-
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Jarolim.
nen Jugendstrafvollzug mehr geben würde, so dramatisieren Sie das hier am Rednerpult. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Jarolim.) Das ist ja nicht redlich, Herr Kollege Jarolim!
Beifall bei der FPÖ – Zwischenruf des Abg. Matznetter
Ich weiß, Sie sind Vertreter eines eigenen Jugendgerichtshofes, das wollen Sie sich auf die Fahnen schreiben. Das war immer ein Anliegen der SPÖ, aber ob das leistbar ist, ob das notwendig ist, wenn man in Wien, sage ich jetzt einmal, 40 Jugendliche in Haft hat, das wage ich zu bezweifeln. Das ist Ihr Steckenpferd, das gestehe ich Ihnen zu, aber die Wahrheit ist es nicht, was Sie da gesagt haben (Beifall bei der FPÖ – Zwischenruf des Abg. Matznetter), denn man hat damals nur den sanierungsbedürftigen Jugendgerichtshof geschlossen – und nicht das Jugendgerichtsgesetz außer Kraft gesetzt.
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, Herr Bundesminister, trotzdem viel Erfolg mit diesem Budget, und hoffe, dass Sie die eine oder andere Reform in Ihrer Amtszeit noch umsetzen können. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich möchte mich an dieser Stelle ganz bewusst und zu Beginn meiner Wortmeldung bei all jenen Damen und Herren bedanken, die im Bereich der österreichischen Justiz dafür Sorge tragen, dass Justitia tatsächlich im Sinne einer ausgleichenden Gerechtigkeit tätig sein kann. An dieser Stelle ein herzlicher Dank an die Tausenden Mitarbeiter in der Justiz, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Zum Beispiel wird gerne gesagt, Frankreich habe die strengsten Antiterrorgesetze. Ein Blick über den Tellerrand hilft manches Mal weiter, und man sieht, wie in anderen Ländern die Diskussion geführt wird. Frankreich hat die strengsten Antiterrorgesetze. Manche sagen: Und trotzdem ist es passiert! – Ich sage: Ja, Frankreich hat die strengsten Antiterrorgesetze, und deswegen konnte viel verhindert werden – und nicht: Trotzdem ist es passiert! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich danke dem Minister für seine umsichtige, verbindende Amtsführung und wünsche ihm und dem Ressort alles Gute. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Zum anderen, Herr Bundesminister, trifft die Lage die Gerichte. Die Personalsituation bei den Gerichten ist angespannt, bei den Richtern genauso wie beim nichtrichterlichen Personal. Dort gibt es zwar keinen Aufnahmestopp, aber wir wissen auch, dass jeder Richter, jeder Staatsanwalt mindestens zwei bis drei Kanzleikräfte bindet. Die fehlen eben dann, wenn man zwar Richterplanstellen nachbesetzt, aber nichtrichterliches Personal einspart (Beifall bei der FPÖ), und nur mit Strukturreformen im IT-Bereich, Herr Minister, wie der Einführung des Elektronischen Aktes oder dem Einsatz von Spracherkennungsprogrammen als Ersatz für Schreibkräfte, wird diese Lücke nicht zu schließen sein.
Beifall bei der FPÖ.
Das wäre wirtschaftlich, da könnte man durchaus auch Geld sparen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn diese Entwicklung, Herr Bundesminister, so anhält, ist das bedenklich und stimmt das nachdenklich, denn die Kürzungen von Geldern im Bereich des Strafvollzuges führen zu weniger Sicherheit, die Kürzungen von Finanzmitteln im Bereich der Rechtsprechung werden auf Dauer gesehen auf die Qualität der Rechtsprechung Einfluss nehmen und bedeuten natürlich auch längere Verfahren und weniger Rechtssicherheit. Das wäre aus unserer Sicht der falsche Weg. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Unser Personal im Sicherheitswesen und im Justizwesen ist höchsten Anforderungen ausgesetzt und braucht deswegen auch die bestmögliche Vorbereitung und natürlich auch die bestmögliche Unterstützung. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Lugar
Ich sage Ihnen ganz offen: Steuergeld ist kostbar (Zwischenruf des Abg. Lugar), damit muss man sorgsam umgehen, und dazu stehe ich auch. Daher ist es wichtig, dass man Rücklagen, wenn man welche hat, auflöst. Wir haben – Sie können es im Entwurf nachlesen – immerhin noch rund 160 Millionen € Rücklagen. Das kann sich bis Jahresende vielleicht noch etwas reduzieren, das mag sein, aber grundsätzlich würde ich als Finanzminister auch sagen: Wenn ein Ressort Rücklagen hat, dann soll es diese einmal auflösen, bevor es um frisches Steuergeld ansucht – völlig richtig, dazu stehe
Zwischenruf des Abg. Lausch.
ich auch. Dass die Zustimmung des Finanzministers für die Auflösung von Rücklagen erforderlich ist, das betrifft nicht nur mich. Das ist eine der Vorgaben des Bundeshaushaltsrechts, und das ist nun einmal so. Ich kann Ihnen aber versichern: Alles, was bisher an Rücklagenauflösung notwendig war, konnten wir gemeinsam mit dem Finanzminister regeln und auch beschließen. (Zwischenruf des Abg. Lausch.)
Zwischenruf des Abg. Lausch
Wir haben durch entsprechende Finanzierung des Finanzministeriums mit Rücklagenauflösung (Zwischenruf des Abg. Lausch) die Ausbauten in der Anstalt Simmering sowie den Ausbau in Hirtenberg sichergestellt, und wir werden auch – je nachdem, wie sich das Jugendgerichtsgesetz nach der Novelle im Jänner auswirken wird – die Kapazitäten im Jugendhaftkompetenzzentrum in Gerasdorf erweitern können.
Heiterkeit bei ÖVP und SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Lausch. – Abg. Lugar: Als Häftling oder als Besucher?
Jawohl, das ist das, was ich unter Umsetzung verstehe; nur wir schauen uns halt vorher immer sehr genau an, was man wirklich braucht, daher war ich auch in vielen Haftanstalten. Es gibt in Österreich wahrscheinlich kaum jemanden, der in so vielen Gefängnissen war wie ich, aber das ist wichtig. (Heiterkeit bei ÖVP und SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Lausch. – Abg. Lugar: Als Häftling oder als Besucher?) Man muss sich vor Ort anschauen, was wirklich notwendig ist und was gebraucht wird.
Zwischenruf des Abg. Lausch
Da immer wieder das Argument mit der Justizbetreuungsagentur kommt: Meine Damen und Herren Abgeordneten, die Justizbetreuungsagentur agiert höchst wirtschaftlich – höchst wirtschaftlich! – und höchst erfolgreich auf der Basis eines Gesetzes, das hier im Hause beschlossen wurde, nämlich das Justizbetreuungsagentur-Gesetz. Das ist eine gesetzliche Grundlage, an diese halte ich mich (Zwischenruf des Abg. Lausch), diese Möglichkeit haben wir, und wir nützen sie, und das ist auch gut so. Das erfolgt alles auf entsprechend sauberer gesetzlicher Grundlage und wurde auch deshalb gemacht, weil es wirtschaftlich ist, über eine solche privatrechtlich organisierte Institution viele Leistungen zu erbringen, die im Bereich des Hoheitsrechts wahrscheinlich gar nicht mehr leistbar wären. Das ist so.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie können also sicher sein, da ist schon einiges im Gange, und wir werden – so wie bisher – vieles umsetzen können, was letztlich auch dazu führt, dass der Straf- und Maßnahmenvollzug in Österreich inhaltlich entsprechend verbessert wird, dass er wieder dort hinkommt, wo er hingehört, der Strafvollzug in Österreich, nämlich an die europäische Spitze. Dort wollen wir hin, und da werden wir auch hinkommen! – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Was soll das?
Der Sicherheitsbericht vermittelt den Eindruck einer heilen Welt, die Realität zeichnet ein anderes Bild. Es ist unverständlich, dass Übergriffe und Straftaten von Fremden, teilweise Flüchtlingen, durch die Exekutive nicht veröffentlicht werden dürfen und der Geheimhaltung unterliegen. (Ruf bei der SPÖ: Was soll das?)
Beifall bei der ÖVP.
Letzter Punkt: Ich kann mir heute mein Ceterum censeo sparen, da der Rechtsanwaltstarif angehoben worden ist. – Danke, Herr Minister! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Bei einer Gesamtbetrachtung des Justizbereichs kann man feststellen, dass das Ressort mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln seine Aufgaben sehr gut umzusetzen vermag und daneben einige begrüßenswerte Reformschritte weiter zur Umsetzung bringen wird. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Resozialisierung ist auch vorbeugender Opferschutz, und ich wünsche den MitarbeiterInnen des Vereins NEUSTART in unser aller Interesse auch weiterhin viel Erfolg bei der Arbeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Korun.
Budget, auch aus dem Justizbereich, für diese Zusammenarbeit, aber auch für Schulungsmaßnahmen einzusetzen ist, denke ich, ein wichtiger Schritt, der forciert werden sollte. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Korun.)
Abg. Lausch: Böhmdorfer! Sie wissen nicht einmal den Namen!
Erlauben Sie mir noch eine Äußerung zur Rede des Abgeordneten Lausch von der FPÖ zum Thema Jugendgerichtshof! Ich halte Ihre Äußerungen für bedenklich, nämlich das blinde Verteidigen der Abschaffung des Jugendgerichtshofes unter FPÖ-Minister Böhm. (Abg. Lausch: Böhmdorfer! Sie wissen nicht einmal den Namen!) Ich kann zu Ihrer Ignoranz nur sagen: Sollte Ignoranz wehtun, dann müssten Sie vor Schmerzen schreien. (Beifall bei der SPÖ.) Dieser Jugendgerichtshof war eine unglaubliche Erfolgsgeschichte der fortschrittlichen Justiz ab den siebziger Jahren. Dessen Abschaffung blind zu verteidigen, das halte ich für falsch und sehr bedenklich.
Beifall bei der SPÖ.
Erlauben Sie mir noch eine Äußerung zur Rede des Abgeordneten Lausch von der FPÖ zum Thema Jugendgerichtshof! Ich halte Ihre Äußerungen für bedenklich, nämlich das blinde Verteidigen der Abschaffung des Jugendgerichtshofes unter FPÖ-Minister Böhm. (Abg. Lausch: Böhmdorfer! Sie wissen nicht einmal den Namen!) Ich kann zu Ihrer Ignoranz nur sagen: Sollte Ignoranz wehtun, dann müssten Sie vor Schmerzen schreien. (Beifall bei der SPÖ.) Dieser Jugendgerichtshof war eine unglaubliche Erfolgsgeschichte der fortschrittlichen Justiz ab den siebziger Jahren. Dessen Abschaffung blind zu verteidigen, das halte ich für falsch und sehr bedenklich.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Lausch: Das ist Ihr Steckenpferd, ohne Begründung …!
Zum Thema Jugendgerichtshof kann ich nur sagen, die Position der SPÖ ist klar: Wir brauchen einen Jugendgerichtshof. Ich ersuche daher den Justizausschuss und den Herrn Bundesminister, hier weiter mit uns im Dialog zu bleiben. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Lausch: Das ist Ihr Steckenpferd, ohne Begründung …!)
Abg. Lopatka spricht an der Regierungsbank mit Bundesminister Kurz.
Das Zweite sind die internationalen Organisationen. Da tritt ja eine Versteinerung ein, die wir jedes Jahr schon andiskutiert haben, beziehungsweise wir haben versucht, mit dem Minister zu diskutieren, dass Organisationen Jahre und Jahrzehnte aufrechterhalten werden, nachdem die Krisen schon gelöst sind. Nach wie vor fließen Millionen österreichischer Beiträge … (Abg. Lopatka spricht an der Regierungsbank mit Bundesminister Kurz.) – Gut, es muss ja niemand zuhören, es gibt ja keine Zuhörverpflichtung. Das ist hier Gott sei Dank freiwillig, auch für die Minister.
Beifall bei der FPÖ.
nesisch-israelischen und der syrisch-israelischen Grenze. Da ist dringender Handlungsbedarf gegeben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Entwicklungshilfe sollte letztlich auch im Interesse des eigenen Landes verwendet werden, deshalb verstehe ich nicht – auch der Herr Minister versteht das nicht ganz und teilt hier meine Bedenken –, dass wir für die Gewährung von Entwicklungszusammenarbeitsgeldern und -projekten nicht verlangen, dass diese Länder 100 Prozent kooperativ bei der Rückführung illegaler Einwanderer, vor allem abgewiesener Asylwerber sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Darmann: Herr Klubobmann Lopatka, stimmen Sie zu!
Präsident Karlheinz Kopf: Nächster Redner: Herr Klubobmann Dr. Lopatka. – Bitte. (Abg. Darmann: Herr Klubobmann Lopatka, stimmen Sie zu!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Pilz: Reinhold, er hört dir nicht zu!
Daher – meine Redezeit ist limitiert – sage ich, das Außenamt mit Außenminister Kurz an der Spitze ist auf einem guten Weg. Wenn wir budgetär noch etwas machen können: Dieses Ressort verdient es sich. Jetzt kommt es aber auch mit diesen wenigen Mitteln, die es hat, sehr gut aus. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Pilz: Reinhold, er hört dir nicht zu!)
Beifall bei den Grünen.
Herr Minister, Sie wissen, schon einmal wurde in diesem Jahrtausend der Krieg gegen den Terror ausgerufen – vonseiten der USA nach 9/11. Aus diesem Krieg müssen wir auch unsere Lehren ziehen, denn diesen Krieg hat niemand gewonnen. Es wurde mehr verloren als gewonnen. Wir dürfen die gleichen Fehler nicht noch einmal machen, die in den letzten Jahren geschehen sind. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Nach den Waffenembargos sind auch Wirtschaftssanktionen eine ganz klare Ausrichtung der österreichischen Außenpolitik. Dazu gehört die Austrocknung der Finanzquellen, aber auch die Boykottforderung ist jetzt wieder aufrecht, was Katar und die Fußball-WM 2022 anbelangt. Eine Fußball-WM in einem Land zu veranstalten, das ganz offensichtlich mit den Terror kooperiert oder diesen auch finanziert, ist letztklassig und muss auf jeden Fall verhindert werden. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Mehr Außenpolitik und nicht weniger! (Beifall bei den Grünen.)
Bundesminister Kurz spricht mit einem Mitarbeiter
Zum Budget nur Folgendes: Es war völlig klar, dass Sie, Herr Bundesminister, auch bei Vertretungen Einsparungen vornehmen müssen. Die Einsparungen bei den drei baltischen Ländern sind für mich nachvollziehbar. Ich erinnere mich an die Aussagen der Vertreter dieser baltischen Länder damals in Rom, die mit Kriegsrhetorik ausgestattet waren, dass ich nur so den Kopf schütteln konnte. Das soll jetzt nicht in Verbindung mit den Botschaftsschließungen gesehen werden, aber ich kann nachvollziehen, dass man da durchaus konzentrierter vorgehen möchte, und ich denke, dass man da durchaus am richtigen Ort Einsparungen durchführt. Sie werden mir sicher recht geben (Bundesminister Kurz spricht mit einem Mitarbeiter), auch Ihr Einflüsterer wird mir recht geben, vielleicht ist er sogar der Erfinder dieses Gedankens.
Beifall bei der SPÖ.
Herr Minister! Ich hoffe, dass Sie und dass wir diesen Weg hier fortsetzen können – im Interesse Österreichs und einer aktiven Außen- und Europapolitik von Ihnen und von der gesamten Bundesregierung. (Beifall bei der SPÖ.)
Bundesminister Kurz: … die SPÖ blockiert!
Sie haben mir auch gesagt, Herr Bundesminister, es gebe den Dreijahresplan, an diesen solle ich mich anlehnen. Ich muss Ihnen sagen, den Dreijahresplan gibt es noch nicht, heute um 9 Uhr in der Früh war er noch nicht auf der Webseite des Außenministeriums. (Bundesminister Kurz: … die SPÖ blockiert!) – Die SPÖ blockiert. Okay, reden wir darüber, wer blockiert! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Ah, die SPÖ blockiert! Na wir werden sehen, wer blockiert.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Sie haben mir auch gesagt, Herr Bundesminister, es gebe den Dreijahresplan, an diesen solle ich mich anlehnen. Ich muss Ihnen sagen, den Dreijahresplan gibt es noch nicht, heute um 9 Uhr in der Früh war er noch nicht auf der Webseite des Außenministeriums. (Bundesminister Kurz: … die SPÖ blockiert!) – Die SPÖ blockiert. Okay, reden wir darüber, wer blockiert! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Ah, die SPÖ blockiert! Na wir werden sehen, wer blockiert.
Abg. Lopatka: Kollege Vavrik, Sie haben nie mit mir darüber geredet!
Jetzt ist die Frage, Sie haben noch eine letzte Chance … (Abg. Lopatka: Kollege Vavrik, Sie haben nie mit mir darüber geredet!) – Nein, ich habe mit dem EZA-Sprecher darüber gesprochen, mit Kollegen Huainigg, der als Nächster reden wird. Er hat die Gelegenheit, das abzustreiten, aber mir hat er gesagt, er müsse im Ministerium anrufen, und als Antwort kam: Njet. Vielleicht kann man das noch kurzfristig korrigieren; ich glaube, das wäre eine schöne Sache.
Beifall bei den NEOS.
Der Antrag ist eigentlich harmlos, keine Zahlen, nur das, was Sie brauchen, Herr Bundesminister, damit dieser Plan ein bisschen aufgefettet wird und wir vielleicht in die Gänge kommen und einen ersten guten Schritt in diese Richtung machen. – Danke vielmals. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
In diesem Sinne glaube ich, dass Minister Kurz im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit gute und engagierte Arbeit leistet. Man muss auch sehen, dass viele Menschen zu uns kommen, zu uns flüchten und dass hier humanitäre Hilfe in sehr großem Ausmaß gewährt wird, durchgeführt wird, die sich im Bereich der ODA dann auch widerspiegeln wird. Wir dürfen aber das Ziel nicht aus den Augen lassen, den Menschen vor Ort zu helfen und durch Entwicklungszusammenarbeit Perspektiven und neue Zielsetzungen zu geben, und da helfen vor allem die Wirtschaftspartnerschaften, die die Austrian Development Agency durchführt. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
gehe davon aus, dass wir das bald im Ministerrat werden beschließen können. Ich hoffe zumindest darauf. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Korun: Was ist mit Ihrem Rassismus gegenüber Kindern? Wollen Sie dazu auch etwas sagen?!
Abgeordneter Wendelin Mölzer (FPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Herr Minister, Sie haben jetzt in Ihren Ausführungen zum wiederholten Male davon gesprochen, dass Sie auch dafür eintreten, dass Entwicklungshilfe- oder EZA-Gelder unter Umständen an Rückübernahmeabkommen gekoppelt werden sollten. – Ich hoffe, dass diesen Worten auch Taten folgen werden. (Abg. Korun: Was ist mit Ihrem Rassismus gegenüber Kindern? Wollen Sie dazu auch etwas sagen?!) – Ich werde zur Sache sprechen und mich nicht von den Grünen auf die Anklagebank setzen lassen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Wendelin Mölzer (FPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Herr Minister, Sie haben jetzt in Ihren Ausführungen zum wiederholten Male davon gesprochen, dass Sie auch dafür eintreten, dass Entwicklungshilfe- oder EZA-Gelder unter Umständen an Rückübernahmeabkommen gekoppelt werden sollten. – Ich hoffe, dass diesen Worten auch Taten folgen werden. (Abg. Korun: Was ist mit Ihrem Rassismus gegenüber Kindern? Wollen Sie dazu auch etwas sagen?!) – Ich werde zur Sache sprechen und mich nicht von den Grünen auf die Anklagebank setzen lassen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir hoffen auf Ihre Zustimmung. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Anhebung der Mittel für die Außenpolitik um knapp 19 Millionen €, die Aufstockung des Auslandskatastrophenfonds und der Stopp der Mittelkürzungen bei der EZA sind erste Schritte, die wichtig sind. In der EZA müssen wir weiter vorankommen, und wir verlassen uns auf Ihr Wort, Herr Außenminister, dass die Gelder dann auch tatsächlich vor Ort eingesetzt und nicht etwa umgeschichtet werden wie eben zum Beispiel in den Bereich der Integrationsmaßnahmen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Rädler
Wir haben ja einige lustige oder halblustige Minuten mit Ihnen im Budgetausschuss erlebt (Zwischenruf des Abg. Rädler), wo Sie zum Beispiel auf die wiederholte Frage, wie viele Deutschkursplätze Sie mit Ihrem Budget 2016 schaffen wollen, keine Antwort geben wollten oder konnten. Sie haben sich nach mehrmaligen Fragen meinerseits dann auf die halblustige Antwort „je nach Bedarf“ festgelegt und diese „Je-nach-Bedarf“-Antwort auch auf mehrere Anfragen gegeben.
Beifall bei den Grünen.
In diesem Sinne, in der Hoffnung auf eine echte, nachhaltige Politik für Zusammenleben und Gleichstellung – danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Korun: Das sagen die Zahlen aus!
Frau Abgeordnete Korun, wenn Sie dem Außenminister unterstellen, nicht ernsthaft hinsichtlich dieses Themas tätig zu sein, dann ist das ein schlechter Scherz (Abg. Korun: Das sagen die Zahlen aus!), nicht nur deshalb, weil Sebastian Kurz einen 50-Punkte-Integrationsplan vorgelegt hat, der das Thema sehr umfassend behandelt. Man kann sich über alles lustig machen, das steht Ihnen als Opposition zu, aber alles im Vorhinein schlechtzureden, ist nicht fair. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Korun: Es ist sehr ernst, leider! – Zwischenrufe der Abgeordneten Lichtenecker und Walser.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Korun: Es ist sehr ernst, leider! – Zwischenrufe der Abgeordneten Lichtenecker und Walser.
Frau Abgeordnete Korun, wenn Sie dem Außenminister unterstellen, nicht ernsthaft hinsichtlich dieses Themas tätig zu sein, dann ist das ein schlechter Scherz (Abg. Korun: Das sagen die Zahlen aus!), nicht nur deshalb, weil Sebastian Kurz einen 50-Punkte-Integrationsplan vorgelegt hat, der das Thema sehr umfassend behandelt. Man kann sich über alles lustig machen, das steht Ihnen als Opposition zu, aber alles im Vorhinein schlechtzureden, ist nicht fair. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Korun: Es ist sehr ernst, leider! – Zwischenrufe der Abgeordneten Lichtenecker und Walser.)
Abg. Korun: Je nach Bedarf!
Wenn nicht nur der Außenminister sagt, sondern auch zu Beginn der Finanzminister erklärt, dass jedem in Österreich und auch in Europa klar ist, dass man Gelder für die Integration dieser Menschen und für die Bewältigung dieses Themas, für die Versorgung der Menschen aufstellen muss (Abg. Korun: Je nach Bedarf!), dann können Sie sich nicht hier herstellen und sagen, da passiert nichts; und die genauen Zahlen stehen nicht fest, da permanent neue Menschen in unser Land kommen. (Abg. Korun: Je nach Bedarf!)
Abg. Korun: Je nach Bedarf!
Wenn nicht nur der Außenminister sagt, sondern auch zu Beginn der Finanzminister erklärt, dass jedem in Österreich und auch in Europa klar ist, dass man Gelder für die Integration dieser Menschen und für die Bewältigung dieses Themas, für die Versorgung der Menschen aufstellen muss (Abg. Korun: Je nach Bedarf!), dann können Sie sich nicht hier herstellen und sagen, da passiert nichts; und die genauen Zahlen stehen nicht fest, da permanent neue Menschen in unser Land kommen. (Abg. Korun: Je nach Bedarf!)
Beifall bei der ÖVP.
Abschließend ist noch zu sagen: Aus regionalpolitischer Sicht stehen die Fonds, der Europäische Regionalfonds, der Landwirtschaftsfonds und auch der Sozialfonds, zur Verfügung, um Arbeitsplätze zu schaffen, um Wirtschaftsprojekte in Gang zu setzen – für Österreicherinnen und Österreicher, aber auch für Menschen, die Asylstatus haben, die man integrieren will. Diese regionalpolitischen Programme stehen für mehr Wachstum und mehr Beschäftigung. Auch das ist ein Aspekt, dem man Rechnung tragen kann und den man nutzen kann, der Bund gemeinsam im Konzert mit den Bundesländern, um Menschen eine Perspektive zu geben. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
wenn der Fluchtgrund weggefallen sein wird, in ihre Heimat zurückkehren können. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundesminister, Ihre Partei und Sie haben den Begriff „Asyl auf Zeit“ formuliert, was ich begrüße. Sie haben so getan, als hätten Sie es erfunden. Sie haben es nicht erfunden. Es ist aktueller Rechtsbestand, dass Asyl ein Recht auf Zeit ist und dass jene Staaten, die das Asyl gewähren, auch bestimmen, wem und wie lange dieses Recht gewährt wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie sind aber, Herr Bundesminister, auf europäischer Ebene für die europäische Position im Rat der Außenminister, für die Sicherung der EU-Außengrenze zuständig, und neben der Sicherung und der Schließung der österreichischen Staatsgrenze muss es gelingen, die EU-Außengrenze zu sichern und in dieser Phase, in der wir uns derzeit befinden, vollkommen abzudichten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie haben auch als ein Wirkungsziel in Ihrem Budget festgehalten, dass Ihr Ziel die Sicherstellung der außen-, sicherheits-, europa- und wirtschaftspolitischen Interessen Österreichs in Europa ist, und das, Herr Bundesminister, ist genau dieser Punkt. Sie sollten im Europäischen Rat – dort können Sie Einfluss nehmen –, aber vor allem auch im Rat der Außenminister diese Position vertreten. Vielleicht können Sie heute im Rahmen der Debatte – es ist ja noch nicht so spät – erklären, welche Maßnahmen Sie im Namen der Republik Österreich im Rat der Außenminister setzen werden, damit es gelingt, die EU-Außengrenze zu sichern. – Danke sehr. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und Grünen sowie der Abgeordneten Schittenhelm und Schimanek.
In diesem Sinne, Herr Minister: Setzen Sie Ihr Geld gut ein, auch im Sinne der Frauen! (Beifall bei SPÖ und Grünen sowie der Abgeordneten Schittenhelm und Schimanek.)
Beifall bei der FPÖ.
Da können wir im Rahmen einer aktiven Entwicklungspolitik helfen. Dort, wo ein Dollar ein Vielfaches an Wert besitzt, ist er auch hilfebringend einzusetzen. Wir dürfen nicht China und Asien diesen Markt – ich sage absichtlich auch Markt – überlassen. Sie haben seit einigen Jahrzehnten erkannt, wie es funktioniert, und sind dort aktiv. Wenn schon nicht aus humanitären Gründen, so sollte man aus wirtschaftlichem Kalkül und auch aus sicherheitspolitischen Erwägungen dort ein Engagement eingehen, denn sämtliche für unsere Industrieproduktion wichtigen Rohrstoffe kommen letztlich aus diesem Erdteil. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Minister, es freut mich, dass Sie so konstruktiv mit der Wirtschaft zusammenarbeiten – im Gegensatz zu anderen. Ich bin sehr enttäuscht von der aggressiven Selbstinszenierung des Kollegen Pilz im Ausschuss. So zu diskutieren ist wirklich old school und oberlehrerhaft, und ich glaube, unsere Steuerzahlerinnen und Steuerzahler haben es sich verdient, dass eine sachliche und konstruktive Diskussion geführt wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Korun: Was sagt das …?
Zu den Ausführungen der Kollegin Korun möchte ich noch anmerken: Sie fordern eine Politik für Zusammenleben und Gleichstellung. Ja, das fordern wir auch, aber wenn ich heute das Interview mit Ihrem türkischen Landsmann, dem Vorsitzenden der oberösterreichischen Muslime lese, so steht da: Frauen sind psychisch und physisch schwach, und Männer haben die Entscheidungsgewalt, dann sehe ich, dass die Integration nur auf der einen Seite erfolgt, aber nicht auf der anderen Seite. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Korun: Was sagt das …?)
Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Abgeordnete Dr. Jessi Lintl (ohne Klubzugehörigkeit): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Diesmal möchte ich mit einem Lob beginnen. Ich möchte wirklich hervorheben, dass sich unser Außenminister dafür einsetzt, dass internationale Konferenzen wieder in Wien stattfinden, die Irankonferenz und jetzt auch die wichtige Syrienkonferenz. Danke dafür! (Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Außerdem hast du als einer der wenigen das Abhängigmachen Europas von der Türkei in der Flüchtlingsfrage kritisiert und willst dich für finanzielle Konsequenzen für jene Länder einsetzen, welche die EU-Außengrenzen nur mangelhaft sichern, vor allem Griechenland. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Innerhalb der EU trägt Österreich wie ein Vorzugsschüler äußerst umstrittene Beschlüsse mit. Ich erinnere in dem Zusammenhang an die Griechenlandhilfe und auch an die Sanktionen gegen Russland. Österreich hätte die für unsere Wirtschaft so schädlichen Sanktionen nicht mittragen müssen, sondern mutig dagegen auftreten oder sie im Alleingang nicht mittragen können. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Weiters muss muslimischen Asylwerbern klargemacht werden, dass hierzulande wohl Religionsfreiheit besteht, dass jedoch lediglich die Ritenpraxis gelebt werden kann, nicht aber das islamische Recht. Hier gilt die Verfassung. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Auf dem Gebiet sind Verbesserungen unbedingt nötig, und Österreich könnte sich im Sinne einer aktiven Außen- und Sicherheitspolitik verstärkt dafür einsetzen. (Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Die ständigen Ethnisierungsversuche und der Rassismus der ÖVP sind schlicht unerträglich. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn Kollege Huainigg meint, das sei Aufgabe des Bundeskanzlers, dann akzeptiere ich diese abermalige entwicklungspolitische Kindesweglegung sehr gerne, aber dann machen wir es glatt und gliedern wir die Sektion VII, die sich im BMEIA mit Entwicklungspolitik befasst, wieder ins Bundeskanzleramt ein. Wenn Sie offensichtlich nicht gewillt, nicht in der Lage, nicht fähig, ich weiß nicht was, sind, sich um Entwicklungszusammenarbeit zu kümmern, dann tun wir sie zurück ins Bundeskanzleramt. Da war sie schon einmal über viele Jahre gut aufgehoben; das könnte die bessere Alternative sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Außenminister, ich fordere Sie hiermit auf, auf europäischer Ebene entsprechend Druck auszuüben, um diese Registrierungen wirklich durchzuführen, dass also Griechenland am Krawattl gepackt und ihnen gezeigt wird, wie europäisches Recht zu vollziehen ist, statt nur die europäischen Gelder zu kassieren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In der heutigen Situation, in der wir genau wissen, dass die Menschen dort unten eine Perspektive haben müssen, damit sie nicht flüchten müssen, setzen Sie solche Schritte. Ich finde das falsch. Deswegen – leider ist meine Redezeit schon aufgebraucht – fordere ich Sie auf, den richtigen Weg einzuschlagen, für Europa, für Österreich die richtigen Schritte zu setzen und unser Land gut zu vertreten, nicht so, wie Sie das bisher gemacht haben. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ.
Gut, im nächsten Ausschuss werden wir nachfragen. Es gibt genügend Themen, die entweder abschließend behandelt gehören oder aktuell zur Beratung anstehen. – Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bin somit sehr froh, dass sich unser Verteidigungsminister Klug deutlich für eine Fortsetzung der Beteiligung an der UNO-Mission in Mali ausgesprochen hat, um dort vor Ort für Stabilität und Sicherheit zu sorgen, denn nur eine Lösung vor Ort kann auf Dauer auch die Frage der Flüchtlinge klären. Das gilt für Mali genauso wie für Syrien. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die SPÖ wird Sie daran sicher nicht hindern, ganz im Gegenteil, wir nehmen Sie gerne an der Hand. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es gibt Auswüchse dieser modernen Völkerwanderung, die da wären: einerseits religiös und ideologisch motivierter Terrorismus, auf der anderen Seite aber auch realpolitisch importierte soziale und ethnische Konflikte, die auf uns zukommen, werte Kolleginnen und Kollegen. Dafür ist im Ressort für Inneres auch budgetär Vorsorge zu treffen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dies ist nicht gegeben. Und da, Frau Innenminister und geschätzte Damen und Herren, insbesondere der Bundesregierung, sind Sie gefordert, auch endlich Maßnahmen zu setzen. Sie sind gefordert, nicht alles nur herbeizureden, sondern endlich zu handeln und auch Vorsorge dafür zu treffen, dass endlich die notwendigen zusätzlichen Planstellen im Bereich des Exekutivdienstes geschaffen werden. Nicht nur davon sprechen, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, insbesondere jene der Regierungsfraktionen SPÖ und ÖVP, werden auch Sie Ihrer Verantwortung im Sinne der Steuerzahler gerecht! – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Pendl – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Amon –: Jetzt sag was Gscheit’s, Werner!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Amon. – Bitte. (Abg. Pendl – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Amon –: Jetzt sag was Gscheit’s, Werner!)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Kollege Darmann, es ist natürlich die Aufgabe der Opposition zu kritisieren. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.) Allerdings wäre es ganz nett, wenn man auch einmal ein bisschen differenziert an das vorliegende Budget heranginge. Wenn man nämlich den Ausführungen der freiheitlichen Redner im Laufe des Tages folgt, dann stellt man eigentlich fest, dass gar nichts in diesem Budget passt. Es ist ja alles schlecht. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ sowie der Abg. Tamandl.) – Dieser Applaus geht wirklich ins Leere, weil es eben nicht so ist, insbesondere nicht im Sicherheitsbudget. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.)
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ sowie der Abg. Tamandl.
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Kollege Darmann, es ist natürlich die Aufgabe der Opposition zu kritisieren. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.) Allerdings wäre es ganz nett, wenn man auch einmal ein bisschen differenziert an das vorliegende Budget heranginge. Wenn man nämlich den Ausführungen der freiheitlichen Redner im Laufe des Tages folgt, dann stellt man eigentlich fest, dass gar nichts in diesem Budget passt. Es ist ja alles schlecht. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ sowie der Abg. Tamandl.) – Dieser Applaus geht wirklich ins Leere, weil es eben nicht so ist, insbesondere nicht im Sicherheitsbudget. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Kollege Darmann, es ist natürlich die Aufgabe der Opposition zu kritisieren. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.) Allerdings wäre es ganz nett, wenn man auch einmal ein bisschen differenziert an das vorliegende Budget heranginge. Wenn man nämlich den Ausführungen der freiheitlichen Redner im Laufe des Tages folgt, dann stellt man eigentlich fest, dass gar nichts in diesem Budget passt. Es ist ja alles schlecht. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ sowie der Abg. Tamandl.) – Dieser Applaus geht wirklich ins Leere, weil es eben nicht so ist, insbesondere nicht im Sicherheitsbudget. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Darmann.
Der Finanzvoranschlag für 2016 sieht um rund 498 Millionen € mehr vor als der Voranschlag 2015, und das ist noch nicht alles, denn Sie, Herr Kollege Darmann, wissen ganz genau um das Paket, das wir zusätzlich vereinbart haben. Frau Bundesministerin, das ist ein ganz, ganz großer Erfolg Ihrer Verhandlungen. Ich möchte Ihnen dazu ausdrücklich gratulieren. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Darmann.)
Abg. Darmann: … für nächstes Jahr versprochen!
Dass wir in den nächsten Jahren um 2 000 Polizistinnen und Polizisten mehr bekommen … (Abg. Darmann: … für nächstes Jahr versprochen!) – Ich weiß nicht, warum Sie das nicht anerkennen können. Seien Sie mir nicht böse, es war doch die absolut richtige Reaktion, in einer krisenhaften Situation zu sagen, wir brauchen für unsere Polizistinnen und Polizisten nicht nur eine zusätzliche … (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch-Jenewein und Darmann.) – Sie wissen es doch ganz genau, Herr Kollege Darmann, dass diese Vereinbarung getroffen wurde, nachdem das Budget vorgelegt worden war. (Abg. Darmann – ein Schriftstück in die Höhe haltend –: 99 sind budgetiert!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch-Jenewein und Darmann.
Dass wir in den nächsten Jahren um 2 000 Polizistinnen und Polizisten mehr bekommen … (Abg. Darmann: … für nächstes Jahr versprochen!) – Ich weiß nicht, warum Sie das nicht anerkennen können. Seien Sie mir nicht böse, es war doch die absolut richtige Reaktion, in einer krisenhaften Situation zu sagen, wir brauchen für unsere Polizistinnen und Polizisten nicht nur eine zusätzliche … (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch-Jenewein und Darmann.) – Sie wissen es doch ganz genau, Herr Kollege Darmann, dass diese Vereinbarung getroffen wurde, nachdem das Budget vorgelegt worden war. (Abg. Darmann – ein Schriftstück in die Höhe haltend –: 99 sind budgetiert!)
Abg. Darmann – ein Schriftstück in die Höhe haltend –: 99 sind budgetiert!
Dass wir in den nächsten Jahren um 2 000 Polizistinnen und Polizisten mehr bekommen … (Abg. Darmann: … für nächstes Jahr versprochen!) – Ich weiß nicht, warum Sie das nicht anerkennen können. Seien Sie mir nicht böse, es war doch die absolut richtige Reaktion, in einer krisenhaften Situation zu sagen, wir brauchen für unsere Polizistinnen und Polizisten nicht nur eine zusätzliche … (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch-Jenewein und Darmann.) – Sie wissen es doch ganz genau, Herr Kollege Darmann, dass diese Vereinbarung getroffen wurde, nachdem das Budget vorgelegt worden war. (Abg. Darmann – ein Schriftstück in die Höhe haltend –: 99 sind budgetiert!)
Zwischenruf bei der ÖVP sowie der Abg. Belakowitsch-Jenewein.
Das haben Sie auch im Ausschuss gehört, dass das in einem Nachtragsbudget gemacht wird. Da braucht man doch hier im Plenum nicht so zu tun, als ob man davon keine Ahnung hätte. (Zwischenruf bei der ÖVP sowie der Abg. Belakowitsch-Jenewein.) Sie wissen es ganz genau, und das ist und bleibt ein großer Erfolg unserer Bundesministerin. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Dass wir jetzt schon wissen, dass wir ein falsches Budget haben?!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Dass wir jetzt schon wissen, dass wir ein falsches Budget haben?!
Das haben Sie auch im Ausschuss gehört, dass das in einem Nachtragsbudget gemacht wird. Da braucht man doch hier im Plenum nicht so zu tun, als ob man davon keine Ahnung hätte. (Zwischenruf bei der ÖVP sowie der Abg. Belakowitsch-Jenewein.) Sie wissen es ganz genau, und das ist und bleibt ein großer Erfolg unserer Bundesministerin. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Dass wir jetzt schon wissen, dass wir ein falsches Budget haben?!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Bitte ein konkretes Beispiel!
Im Übrigen möchte ich Sie von der FPÖ gern einladen, denn Sie stellen sich ja ganz gern als Sicherheitspartei dar. Immer dann, wenn es um die Frage geht, ob Sie hier Maßnahmen zustimmen, die mehr Sicherheit bringen, verabschieden Sie sich aber gerne, denn Verantwortung übernehmen Sie eher nicht so gerne hier im Haus. Das ist eigentlich bedauerlich. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Bitte ein konkretes Beispiel!)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Wir diskutieren jetzt in sehr intensiver und ernsthafter Weise ein neues Staatsschutzgesetz. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Ich bin sehr gespannt, wirklich sehr gespannt, ob Sie bereit sein werden, unserem Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung jene Mittel in die Hand zu geben, die es in einer sehr heiklen und schwierigen Zeit braucht, damit es die Österreicherinnen und Österreicher sicher schützen kann. (Beifall des Abg. Rädler. – Abg. Kassegger: Den Bürger noch weiter ausspionieren! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und ÖVP.)
Beifall des Abg. Rädler. – Abg. Kassegger: Den Bürger noch weiter ausspionieren! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und ÖVP.
Wir diskutieren jetzt in sehr intensiver und ernsthafter Weise ein neues Staatsschutzgesetz. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Ich bin sehr gespannt, wirklich sehr gespannt, ob Sie bereit sein werden, unserem Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung jene Mittel in die Hand zu geben, die es in einer sehr heiklen und schwierigen Zeit braucht, damit es die Österreicherinnen und Österreicher sicher schützen kann. (Beifall des Abg. Rädler. – Abg. Kassegger: Den Bürger noch weiter ausspionieren! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und ÖVP.)
Ruf bei der FPÖ: SPÖ!
Da bin ich sehr gespannt, ob die FPÖ bereit ist, da mitzugehen. (Ruf bei der FPÖ: SPÖ!) – Wir reden mit der SPÖ, wir haben sehr gute Gespräche. Machen Sie sich keine Sorgen darüber, ob wir innerhalb der Regierungsfraktionen da zusammenkommen. (Abg. Lausch: … Regierungsparteien! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Lausch: … Regierungsparteien! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Da bin ich sehr gespannt, ob die FPÖ bereit ist, da mitzugehen. (Ruf bei der FPÖ: SPÖ!) – Wir reden mit der SPÖ, wir haben sehr gute Gespräche. Machen Sie sich keine Sorgen darüber, ob wir innerhalb der Regierungsfraktionen da zusammenkommen. (Abg. Lausch: … Regierungsparteien! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Pendl. – Zwischenruf des Abg. Rädler. – Abg. Darmann: Die Opfer werden ausspioniert und die Täter hereingelassen!
Ich bin sehr gespannt, ob Sie von der FPÖ bereit sind, diese Verantwortung mitzutragen, denn es geht nicht, dass Sie ständig alles kritisieren, Sie müssen manchmal auch bereit sein, Verantwortung zu übernehmen. Ich lade Sie herzlich dazu ein, meine Damen und Herren von der FPÖ. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Pendl. – Zwischenruf des Abg. Rädler. – Abg. Darmann: Die Opfer werden ausspioniert und die Täter hereingelassen!)
Beifall bei Grünen und SPÖ. – Heiterkeit bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Der Otto macht es besser!
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Frau Bundesministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Nach mir wird Otto Pendl sprechen, und ich möchte mich jetzt schon dem Dank, den er den Beamtinnen und Beamten aussprechen wird, anschließen. (Beifall bei Grünen und SPÖ. – Heiterkeit bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Der Otto macht es besser!)
Abg. Rädler: … überwacht sie!
Ich fange einmal bei der Fußfessel an. Die Fußfessel hat einen Sinn im Strafvollzug, damit man jederzeit feststellen kann, wo sich eine Person befindet und ob sie von den Auflagen des Strafvollzugs abweicht. Was wollen Sie mit einer Fußfessel für nicht verfolgte, aber von Ihnen verdächtigte Personen anfangen? Die haben ja keine Einschränkung, sich irgendwo zu bewegen. (Abg. Rädler: … überwacht sie!) – Überwachen?
Heiterkeit bei Grünen und SPÖ.
Sie stellen sich das offensichtlich so vor: Wenn sich der Terrorist den Sprengstoffgürtel umschnallt und zum Ort seines Anschlages geht, dann schaut er hinunter und sagt: Jessas, ich habe ja eine Fußfessel, dann mache ich es nicht! (Heiterkeit bei Grünen und SPÖ.) – Diese Art, Terrorismus zu bekämpfen, Frau Bundesministerin, ist technisch nicht einleuchtend. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Sie stellen sich das offensichtlich so vor: Wenn sich der Terrorist den Sprengstoffgürtel umschnallt und zum Ort seines Anschlages geht, dann schaut er hinunter und sagt: Jessas, ich habe ja eine Fußfessel, dann mache ich es nicht! (Heiterkeit bei Grünen und SPÖ.) – Diese Art, Terrorismus zu bekämpfen, Frau Bundesministerin, ist technisch nicht einleuchtend. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.
Bitte überlegen Sie das noch einmal! Bitte überlegen Sie, ob das wirklich eine sinnvolle Maßnahme ist, nur boulevardorientiert zu lizitieren und immer dann, wenn die Freiheitliche Partei einen unsinnigen Vorschlag macht, zu sagen: Mir wird ja noch etwas Unsinnigeres einfallen, da kann ich doch mithalten! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.) Frau Bundesministerin, das ist ein politischer Wettbewerb, der eines Regierungsmitgliedes nicht würdig ist. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Bitte überlegen Sie das noch einmal! Bitte überlegen Sie, ob das wirklich eine sinnvolle Maßnahme ist, nur boulevardorientiert zu lizitieren und immer dann, wenn die Freiheitliche Partei einen unsinnigen Vorschlag macht, zu sagen: Mir wird ja noch etwas Unsinnigeres einfallen, da kann ich doch mithalten! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.) Frau Bundesministerin, das ist ein politischer Wettbewerb, der eines Regierungsmitgliedes nicht würdig ist. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Für wesentlich problematischer halte ich die Forderung nach Hausarrest für Verdächtige. Sie haben schon jetzt sehr weitgehende und im Grunde vernünftige gesetzliche Möglichkeiten. Dort, wo etwa eine terroristische Vereinigung gebildet oder für sie geworben wird, kann die Strafjustiz wegen Tatbegehungsgefahr jederzeit Untersuchungshaft verhängen. Da gibt es alle gesetzlichen Voraussetzungen. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Sie kennen die Europäische Menschenrechtskonvention. Dieser Vorschlag, willkürlich Hausarrest zu verhängen, widerspricht eindeutig dem Artikel 5 der Europäischen Menschenrechtskonvention. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Sie kennen das Bundesverfassungsgesetz über den Schutz der persönlichen Freiheit und Sie wissen ganz genau, dass Ihr Vorschlag jenseits des Strafverfahrens und der Strafprozessordnung auch diesem Verfassungsgesetz widerspricht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.
Sie kennen die Europäische Menschenrechtskonvention. Dieser Vorschlag, willkürlich Hausarrest zu verhängen, widerspricht eindeutig dem Artikel 5 der Europäischen Menschenrechtskonvention. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Sie kennen das Bundesverfassungsgesetz über den Schutz der persönlichen Freiheit und Sie wissen ganz genau, dass Ihr Vorschlag jenseits des Strafverfahrens und der Strafprozessordnung auch diesem Verfassungsgesetz widerspricht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Abg. Rädler: Lesen Sie etwas von Ihren Vorfahren!
Jetzt lese ich Ihnen etwas aus einem Gesetz vor, das Ihre politischen Vor-Vor-Vor-Vor-Vorfahren in diesem Sinne einmal verhängt haben. (Abg. Rädler: Lesen Sie etwas von Ihren Vorfahren!) Es handelt sich in diesem Fall um eine Verordnung, also eine gesetzesartige Bestimmung. Ich zitiere:
Zwischenruf des Abg. Rädler.
„Um dies deutlich zu dokumentieren, sei gesagt, daß ich erst gestern die neue Notverordnung unterschrieben habe, wonach man Personen nicht erst nach vollbrachter Tat, sondern schon vorher hinter Schloss und Riegel setzen kann, wenn anzunehmen ist, dass das Wirken dieser Personen nicht einwandfrei ist. (Stürmische Zustimmung.)“ (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Abg. Rädler: Ewiggestriger!
Damals hat man in Richtung Sozialdemokratie gesagt: Das richtet sich ausschließlich gegen die Nationalsozialisten, macht euch keine Sorgen, das ist nur gegen die Nationalsozialisten, und ohne das geht es nicht. (Abg. Rädler: Ewiggestriger!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS. – Zwischenruf des Abg. Rädler.
Ich ersuche Sie, Frau Bundesministerin, auch bei Ihren öffentlichen Äußerungen und Gesetzesvorhaben dieses Augenmaß und diese Verfassungsmäßigkeit zu bewahren. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS. – Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, NEOS und Team Stronach.
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Auch wenn du, Peter Pilz, mit dem Dank angefangen hast, meine ich, dass in einer sicherheitspolitisch sehr bedrängten Zeit der Dank nicht nur den Polizistinnen und Polizisten, sondern auch all den NGOs und all jenen Österreicherinnen und Österreichern auszusprechen ist, die in dieser schwierigen Zeit mitgeholfen haben, die Herausforderungen zu bewältigen. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein
Umso verwunderter bin ich eigentlich (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein) – ihr braucht euch eh nicht zu bedanken, ihr könnt ja auch über alles lachen –, umso verwunderter bin ich, Kollege Darmann: Wir haben ja oft schon sehr sachliche und gute Diskussionen hinter uns gebracht, aber das ist nicht in Ordnung, das ist undifferenziert, wenn man da alle NGOs ausschließen will.
Zwischenruf des Abg. Darmann.
Was sich die NGOs denken werden, das überlasse ich jetzt eurer Beurteilung. Aber es ist ein Bärendienst, wenn man in so einer heiklen, sehr sensiblen Diskussion ganz einfach einen Antrag einbringt, in dem man fordert, dass man die NGOs pauschal ausschließt. Ich glaube, das hat man nicht notwendig, und das habt ihr auch nicht notwendig, würde ich einmal meinen. (Zwischenruf des Abg. Darmann.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen. – Abg. Gerstl macht sich auf den Weg zum Rednerpult.
Ich lade dazu ein, jetzt dafür Sorge zu tragen, dass wir alle Maßnahmen, die wir uns gemeinsam vorgenommen haben, umsetzen. Die Österreicherinnen und Österreicher werden es brauchen. Ich lade wirklich dazu ein, dass wir diese sensiblen Bereiche mit einer breiten Mehrheit und mit großer Zustimmung auch umsetzen können. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen. – Abg. Gerstl macht sich auf den Weg zum Rednerpult.)
Abg. Gerstl begibt sich wieder zu seinem Sitzplatz.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Als Nächster gelangt Herr Abgeordneter Mag. Alm zu Wort. – Bitte. (Abg. Gerstl begibt sich wieder zu seinem Sitzplatz.)
Abg. Pendl: Schau vielleicht die Restzahlen auch an!
Es sind damit natürlich auch noch nicht alle erwartbaren Ausgaben abgedeckt. Wir wissen ja, dass die Frau Bundesministerin schon beim sogenannten Integrationstopf angeklopft hat, um hier 15 Millionen € – letztens habe ich gehört, 30 Millionen € – diesem Gebinde entnehmen zu wollen. Andere Ministerien haben sich auch schon gemeldet. In Summe sind diese 75 Millionen € offensichtlich nicht ausreichend. (Abg. Pendl: Schau vielleicht die Restzahlen auch an!) Es werden auf jeden Fall spannende Verhandlungen, wie Sie selbst sagen, und ich wünsche Ihnen in diesem Sinne auch viel Glück dazu.
Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen.
Warum diskutieren wir nicht über Quick-Freeze? Ich bin kein großer Fan von Quick-Freeze, aber die Idee, anlassbezogen eine Record-Taste zu drücken und mitzuspeichern, wäre ein großer Fortschritt im Diskurs um die Vorratsdaten. (Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen.) – Ich nehme an, dass ich noch einen Satz zur Verfügung habe, daher zurück zum Budget.
Beifall bei NEOS und Grünen.
Sicherheit kostet etwas. Berücksichtigen wir das auch in Zukunft in den Kosten moderner Entwicklungsmethoden: Bitte grundrechtsschonend, fokussiert – und nicht massenhaft und anlasslos. – Danke. (Beifall bei NEOS und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Erstens, das Budget des Innenministeriums beträgt erstmals über 3 Milliarden €. Dafür ein herzliches Danke an die Innenministerin, ein herzliches Danke an den Finanzminister und ein herzliches Danke vor allem an die Staatssekretärin im Bundeskanzleramt, die die nötigen Planstellen dafür auch zur Verfügung stellt. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, drittens glaube ich, dass weitere gesetzliche Maßnahmen notwendig sind – ein Notfallgesetz –, damit wir in solchen Situationen wie jenen, in denen wir uns derzeit befinden, nicht mit der heutigen Verfassung das Auslangen finden müssen, wo eine Generalkompetenz zu den Ländern geht und nicht für Notfallmaßnahmen zum Bund. Ich glaube, dass auch da stetig und rasch nachgeschärft werden muss. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsident Hofer gibt leise das Glockenzeichen
Ich möchte vielleicht auf die derzeitige politische Situation im Allgemeinen eingehen. Es ist von einigen Kollegen schon angesprochen worden: Die Kosten im Budget für den Aufwand mit Asylwerbern – ja, sie sind gestiegen. Das Innenministerium hat wirklich ein höheres Budget, aber es sind auch die Kosten für Asylwerber gestiegen, und das hat seinen Grund, den ich Ihnen erklären kann. Es heißt immer: Mehr Polizisten. Das ist nur bedingt der Fall, denn es ist eine Frage der Bezeichnung. Verwaltungsbeamte sind vielleicht auch Polizisten – es stimmt, sie machen auch Tätigkeiten für Polizisten –, aber sie sind keine exekutiven Außendienstbeamten, die für die Sicherheit der Bevölkerung draußen vor Ort da sind. Da mangelt es gewaltig. Da werden die Beamten abgezogen und (Präsident Hofer gibt leise das Glockenzeichen) – sind wir schon fertig? (Zwischenrufe bei Abgeordneten der ÖVP), die Lampe ist noch dunkel – in den Innendienst verlagert.
Zwischenrufe bei Abgeordneten der ÖVP
Ich möchte vielleicht auf die derzeitige politische Situation im Allgemeinen eingehen. Es ist von einigen Kollegen schon angesprochen worden: Die Kosten im Budget für den Aufwand mit Asylwerbern – ja, sie sind gestiegen. Das Innenministerium hat wirklich ein höheres Budget, aber es sind auch die Kosten für Asylwerber gestiegen, und das hat seinen Grund, den ich Ihnen erklären kann. Es heißt immer: Mehr Polizisten. Das ist nur bedingt der Fall, denn es ist eine Frage der Bezeichnung. Verwaltungsbeamte sind vielleicht auch Polizisten – es stimmt, sie machen auch Tätigkeiten für Polizisten –, aber sie sind keine exekutiven Außendienstbeamten, die für die Sicherheit der Bevölkerung draußen vor Ort da sind. Da mangelt es gewaltig. Da werden die Beamten abgezogen und (Präsident Hofer gibt leise das Glockenzeichen) – sind wir schon fertig? (Zwischenrufe bei Abgeordneten der ÖVP), die Lampe ist noch dunkel – in den Innendienst verlagert.
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Pilz: Zur Geschäftsbehandlung!
Das heißt, da müsste man nachsetzen. Wir brauchen also mehr Exekutivbeamte im Außendienst, weniger in der Verwaltung. Ich meine, das Problem liegt nicht nur an Ihnen, das Problem liegt daran, dass wir die Beamten mit diesen Asylaufgaben innen binden, sie aber eigentlich für die Sicherheit vor Ort draußen haben sollten, damit die Menschen wieder ruhig schlafen können. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Pilz: Zur Geschäftsbehandlung!)
Beifall bei den Grünen.
Aber ich halte nur fest, dass ich es durchaus für sinnvoll halte, in der nächsten Präsidiale darüber zu reden, wie man auch bei anderen Fraktionen auf derartig flexible Art und Weise mit der täglichen Blockredezeit umgeht und hier Ausnahmen macht, falls das Bedürfnis von Abgeordneten besteht, obwohl es nicht mehr zulässig wäre, zu sprechen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
im Keim zu ersticken und erst dann aufzuwachen, wenn bereits etwas in dieser Republik passiert ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Darüber hinaus geht es auch um Transitquartiere. An die 20 000 Transitquartiere sind mittlerweile geschaffen worden, um vor allem jene Menschen zu versorgen, die weiter nach Deutschland ziehen wollen. Das war primär eine riesige organisatorische Herausforderung, wobei ich allen Beteiligten ein herzliches Danke sagen möchte: der Polizei, dem Bundesheer, den NGOs, der gesamten Zivilbevölkerung, weil hier Großartiges geleistet worden ist und ich hier nicht anstehe, nicht nur Danke zu sagen, sondern vor allem auch Bitte zu sagen für die nächsten Wochen und für die nächsten Monate. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wo ist die Sensibilität? – Abg. Darmann: Noch immer keine Grenzkontrollen!
fach eingestehen, der Terror ist mitten in Europa, mitten im Herzen Europas angekommen. Und da gilt es äußerst sensibel zu sein, da gilt es vor allem auch, die Gefahren ernst zu nehmen. Und gerade diese Bundesregierung nimmt diese Gefahren, die von Terroristen ausgehen, schon lange sehr ernst und hat diesbezüglich auch bereits Maßnahmen gesetzt (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wo ist die Sensibilität? – Abg. Darmann: Noch immer keine Grenzkontrollen!), Maßnahmen vor allem im Bereich der Spezialisierung, nicht nur im operativen Bereich, sondern vor allem auch im gesetzlichen Bereich. Ich denke hier an Maßnahmen im Bereich des Staatsschutzes, im Bereich des Bundeskriminalamtes oder auch in der Spezialeinheit.
Zwischenruf des Abg. Kumpitsch.
Darüber hinaus wurden unmittelbar nach den Anschlägen in Paris seitens der Generaldirektion einige Sofortmaßnahmen veranlasst. Ich denke hier an die Schleierfahndungen, an die verstärkten Observationsmaßnahmen, an die verstärkten Strukturermittlungen und vor allem an die Stärkung unserer Analyseabteilung im Verfassungsschutz. (Zwischenruf des Abg. Kumpitsch.) Das heißt, es sind viele Maßnahmen, die wir hier angesichts der erhöhten Gefährdungslage verstärkt haben.
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne darf ich auch meinem Haus und generell dem gesamten Team des BMI, sei es in der Zentrale oder draußen vor Ort, ein herzliches Danke sagen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Und die zweite Frage betrifft diese 72 Millionen €, die auch im Budget aufgetaucht sind, zu denen Sie uns auch im Ausschuss noch nicht sagen konnten, wofür sie verwendet werden. In der Aussendung für morgen steht drinnen, dass Sie die Spezialbereiche aufrüsten wollen. Das wäre für mich eine spannende Frage, die diesbezüglich noch zu klären wäre. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Plessl: Zusammenlegung, bitte! Zusammenlegung!
Wie sehr man solchen Ankündigungen trauen kann, habe ich im Jahr 2010 – es waren gerade Landtagswahlen in der Steiermark – erlebt. Damals hat die ehemalige Frau Bundesminister Fekter mit unserem jetzigen Landeshauptmann Schützenhöfer einen Sicherheitspakt geschlossen, der uns 300 zusätzliche Planstellen versprach. Was davon übrig geblieben ist? – Ein sicherheitspolitischer Kahlschlag. Statt 300 Polizisten mehr haben wir ein neues Sicherheitskonzept erhalten, nämlich die Schließung von 23 Polizeidienststellen. (Abg. Plessl: Zusammenlegung, bitte! Zusammenlegung!)
Beifall bei der FPÖ.
Was bleibt, ist: Polizisten an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit werden ohne Weiteres von einem Ort zum anderen verschoben, ohne dass sie gefragt werden, ohne dass auf ihre sozialen Verhältnisse oder ihre Gesundheit eingegangen wird. Polizisten, die an der Grenze eingesetzt werden, müssen hilflos und ohne ausreichende Unterstützung zusehen, wie illegale Migranten die Grenze überschreiten. Ja ich gehe sogar so weit, zu sagen, dass sie zum Amtsmissbrauch angehalten werden, weil sie gar nicht einschreiten dürfen. (Beifall bei der FPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.
Ich fordere Sie daher auf, sehr geehrte Frau Minister, den Ernst der Lage zu erkennen und unsere Exekutive in allen Belangen zu unterstützen, damit sie nämlich ihrem Auftrag, die Bevölkerung zu schützen, nachkommen kann, aber auch selbst nicht auf der Strecke bleibt. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich appelliere an alle Kolleginnen und Kollegen im Haus, denen die Polizei wirklich am Herzen liegt, diesen Entschließungsantrag zu unterstützen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Wie gut das Budget eingesetzt ist, zeigt auch die Sicherheitssituation: Die Kriminalitätsentwicklung in Tirol ist rückläufig. Also man sieht, das Budget wird zielgerichtet eingesetzt, sei es im Asylbereich, sei es im Antiterrorbereich, sei es in der klassischen Kriminalitätsbekämpfung. Dazu kann man der Ministerin und allen ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen nur gratulieren. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.
Abgeordnete Mag. Alev Korun (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Auf die Gefahr hin, von sogenannten Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP an vermeintliche Landsmänner von mir erinnert zu werden, die wahrscheinlich das Frauenbild von Herrn Kollegen Franz – inzwischen ÖVP-Parlamentsklub – teilen, werde ich mir erlauben, auch ein ÖVP-Regierungsmitglied meine Meinung wissen zu lassen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich!
Ja, sehr geehrte Damen und Herren, die Unterbringung von Schutzsuchenden ist derzeit eine Herausforderung, nicht nur für Österreich, sondern auch für andere Länder. Man darf aber nie vergessen, darauf hinzuweisen, dass es in der Geschichte dieser Republik durchaus herausforderndere Zeiten gegeben hat, zum Beispiel 1956, 1957, als 180 000 Ungarnflüchtlinge gekommen sind, oder ein paar Jahre später 162 000 Flüchtlinge aus der Tschechoslowakei. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wenn Sie sich nicht auskennen, können Sie es nachlesen!
Frau Belakowitsch-Jenewein, ich weiß, auch das mit dem Lumpenproletariat können Sie gerne hier wiederholen. Ich finde es übrigens auch interessant, dass die meisten Ihrer Wähler und Wählerinnen aus dem Proletariat kommen, nämlich Arbeiter und Arbeiterinnen sind. Die werden wahrscheinlich sehr großes Interesse haben, zu hören, was Sie über Ihre Wählerschaft sagen. – So viel auch zu Ihren Werten. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wenn Sie sich nicht auskennen, können Sie es nachlesen!) – Ja, reden Sie einfach weiter, reden Sie nur weiter! Ich weiß, die Zwischenrufe sind die Spezialität der FPÖ. (Abg. Darmann: Das gehört zum Parlamentarismus!)
Abg. Darmann: Das gehört zum Parlamentarismus!
Frau Belakowitsch-Jenewein, ich weiß, auch das mit dem Lumpenproletariat können Sie gerne hier wiederholen. Ich finde es übrigens auch interessant, dass die meisten Ihrer Wähler und Wählerinnen aus dem Proletariat kommen, nämlich Arbeiter und Arbeiterinnen sind. Die werden wahrscheinlich sehr großes Interesse haben, zu hören, was Sie über Ihre Wählerschaft sagen. – So viel auch zu Ihren Werten. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wenn Sie sich nicht auskennen, können Sie es nachlesen!) – Ja, reden Sie einfach weiter, reden Sie nur weiter! Ich weiß, die Zwischenrufe sind die Spezialität der FPÖ. (Abg. Darmann: Das gehört zum Parlamentarismus!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Die sind schon im Mai gestiegen!
Worauf ich hinweisen wollte, ist eine interessante Kehrtwende in unseren politischen Diskussionen im Parlament. Bevor ab September die Asylwerberzahlen auch in unserem Land so massiv gestiegen sind (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Die sind schon im Mai gestiegen!), hat vor allem die ÖVP, aber auch die FPÖ immer wieder gesagt, man müsse die Bereiche Asyl, also Flucht, und Migration ganz streng trennen, man darf das nicht miteinander vermengen, denn das eine ist eben das Menschenrecht auf Schutz
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das hat immer noch Gültigkeit!
vor Verfolgung, das Menschenrecht auf Asyl, und das andere ist zum Beispiel Arbeitsmigration. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das hat immer noch Gültigkeit!)
Abg. Höbart: Das sagen Sie ja immer!
Das Interessante ist, dass seit September in sämtlichen Debattenbeiträgen von ÖVP – inklusive der Frau Innenministerin –, aber auch von den Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ ständig Asyl und Migration in einem Atemzug genannt werden. Jetzt bilde ich mir natürlich nicht ein, dass dieser Hinweis irgendetwas … (Abg. Höbart: Das sagen Sie ja immer!) – Ja, schreien Sie einfach nur rein, Herr Höbart. Wie war das mit den Erd- und Höhlenmenschen? (Abg. Höbart: Das ist ein alter Hut!) – Ein alter Hut, genau! Wir warten auf neue Hüte von Ihnen, denn die werden ganz sicher ziemlich bald kommen. (Ruf bei der FPÖ: Waren Sie schon in Traiskirchen? – Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Schreien Sie bitte, schreien Sie ruhig rein, damit auch alle hören, wie Sie sich im Parlament benehmen. (Abg. Rädler: Linke Hetze!)
Abg. Höbart: Das ist ein alter Hut!
Das Interessante ist, dass seit September in sämtlichen Debattenbeiträgen von ÖVP – inklusive der Frau Innenministerin –, aber auch von den Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ ständig Asyl und Migration in einem Atemzug genannt werden. Jetzt bilde ich mir natürlich nicht ein, dass dieser Hinweis irgendetwas … (Abg. Höbart: Das sagen Sie ja immer!) – Ja, schreien Sie einfach nur rein, Herr Höbart. Wie war das mit den Erd- und Höhlenmenschen? (Abg. Höbart: Das ist ein alter Hut!) – Ein alter Hut, genau! Wir warten auf neue Hüte von Ihnen, denn die werden ganz sicher ziemlich bald kommen. (Ruf bei der FPÖ: Waren Sie schon in Traiskirchen? – Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Schreien Sie bitte, schreien Sie ruhig rein, damit auch alle hören, wie Sie sich im Parlament benehmen. (Abg. Rädler: Linke Hetze!)
Ruf bei der FPÖ: Waren Sie schon in Traiskirchen? – Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.
Das Interessante ist, dass seit September in sämtlichen Debattenbeiträgen von ÖVP – inklusive der Frau Innenministerin –, aber auch von den Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ ständig Asyl und Migration in einem Atemzug genannt werden. Jetzt bilde ich mir natürlich nicht ein, dass dieser Hinweis irgendetwas … (Abg. Höbart: Das sagen Sie ja immer!) – Ja, schreien Sie einfach nur rein, Herr Höbart. Wie war das mit den Erd- und Höhlenmenschen? (Abg. Höbart: Das ist ein alter Hut!) – Ein alter Hut, genau! Wir warten auf neue Hüte von Ihnen, denn die werden ganz sicher ziemlich bald kommen. (Ruf bei der FPÖ: Waren Sie schon in Traiskirchen? – Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Schreien Sie bitte, schreien Sie ruhig rein, damit auch alle hören, wie Sie sich im Parlament benehmen. (Abg. Rädler: Linke Hetze!)
Abg. Rädler: Linke Hetze!
Das Interessante ist, dass seit September in sämtlichen Debattenbeiträgen von ÖVP – inklusive der Frau Innenministerin –, aber auch von den Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ ständig Asyl und Migration in einem Atemzug genannt werden. Jetzt bilde ich mir natürlich nicht ein, dass dieser Hinweis irgendetwas … (Abg. Höbart: Das sagen Sie ja immer!) – Ja, schreien Sie einfach nur rein, Herr Höbart. Wie war das mit den Erd- und Höhlenmenschen? (Abg. Höbart: Das ist ein alter Hut!) – Ein alter Hut, genau! Wir warten auf neue Hüte von Ihnen, denn die werden ganz sicher ziemlich bald kommen. (Ruf bei der FPÖ: Waren Sie schon in Traiskirchen? – Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Schreien Sie bitte, schreien Sie ruhig rein, damit auch alle hören, wie Sie sich im Parlament benehmen. (Abg. Rädler: Linke Hetze!)
Abg. Rädler: Was haben Sie für Komplexe!
Es scheint so zu sein, dass der Ahnenpass offensichtlich zu diesen Werten gehört. Frau Kollegin Winzig ist jetzt Gott sei Dank wieder da, und wir könnten uns dann ja auch austauschen, welche Landsmänner zu wem gehören. (Abg. Rädler: Was haben Sie für Komplexe!) Und leider haben Sie die Frage von mir auch nicht beantwortet, wie das Ihr Landsmann Dr. Marcus Franz sieht, der ja von Frauenrechten auch nicht sehr viel zu halten scheint. (Abg. Höbart: Was hat das mit dem Budget zu tun?) Ich weiß, die Wahrheit ist den Menschen zumutbar, aber die Wahrheit ist unangenehm. (Abg. Rädler: Ihre Rede ist das Unangenehme! – Abg. Höbart: Ja, genau!) – Genau, meine Rede ist sehr unangenehm, vor allem für Sie, Herr Rädler. (Abg. Höbart: Bitte zur Sache kommen! – Abg. Schultes: … Ahnenpass! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.)
Abg. Höbart: Was hat das mit dem Budget zu tun?
Es scheint so zu sein, dass der Ahnenpass offensichtlich zu diesen Werten gehört. Frau Kollegin Winzig ist jetzt Gott sei Dank wieder da, und wir könnten uns dann ja auch austauschen, welche Landsmänner zu wem gehören. (Abg. Rädler: Was haben Sie für Komplexe!) Und leider haben Sie die Frage von mir auch nicht beantwortet, wie das Ihr Landsmann Dr. Marcus Franz sieht, der ja von Frauenrechten auch nicht sehr viel zu halten scheint. (Abg. Höbart: Was hat das mit dem Budget zu tun?) Ich weiß, die Wahrheit ist den Menschen zumutbar, aber die Wahrheit ist unangenehm. (Abg. Rädler: Ihre Rede ist das Unangenehme! – Abg. Höbart: Ja, genau!) – Genau, meine Rede ist sehr unangenehm, vor allem für Sie, Herr Rädler. (Abg. Höbart: Bitte zur Sache kommen! – Abg. Schultes: … Ahnenpass! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.)
Abg. Rädler: Ihre Rede ist das Unangenehme! – Abg. Höbart: Ja, genau!
Es scheint so zu sein, dass der Ahnenpass offensichtlich zu diesen Werten gehört. Frau Kollegin Winzig ist jetzt Gott sei Dank wieder da, und wir könnten uns dann ja auch austauschen, welche Landsmänner zu wem gehören. (Abg. Rädler: Was haben Sie für Komplexe!) Und leider haben Sie die Frage von mir auch nicht beantwortet, wie das Ihr Landsmann Dr. Marcus Franz sieht, der ja von Frauenrechten auch nicht sehr viel zu halten scheint. (Abg. Höbart: Was hat das mit dem Budget zu tun?) Ich weiß, die Wahrheit ist den Menschen zumutbar, aber die Wahrheit ist unangenehm. (Abg. Rädler: Ihre Rede ist das Unangenehme! – Abg. Höbart: Ja, genau!) – Genau, meine Rede ist sehr unangenehm, vor allem für Sie, Herr Rädler. (Abg. Höbart: Bitte zur Sache kommen! – Abg. Schultes: … Ahnenpass! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.)
Abg. Höbart: Bitte zur Sache kommen! – Abg. Schultes: … Ahnenpass! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.
Es scheint so zu sein, dass der Ahnenpass offensichtlich zu diesen Werten gehört. Frau Kollegin Winzig ist jetzt Gott sei Dank wieder da, und wir könnten uns dann ja auch austauschen, welche Landsmänner zu wem gehören. (Abg. Rädler: Was haben Sie für Komplexe!) Und leider haben Sie die Frage von mir auch nicht beantwortet, wie das Ihr Landsmann Dr. Marcus Franz sieht, der ja von Frauenrechten auch nicht sehr viel zu halten scheint. (Abg. Höbart: Was hat das mit dem Budget zu tun?) Ich weiß, die Wahrheit ist den Menschen zumutbar, aber die Wahrheit ist unangenehm. (Abg. Rädler: Ihre Rede ist das Unangenehme! – Abg. Höbart: Ja, genau!) – Genau, meine Rede ist sehr unangenehm, vor allem für Sie, Herr Rädler. (Abg. Höbart: Bitte zur Sache kommen! – Abg. Schultes: … Ahnenpass! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.
Herr Kollege, nicht alle haben Ihren Zwischenruf gehört, deshalb wiederhole ich ihn. Sie haben gesagt: Jetzt kommt die Entschuldigung für den Ahnenpass. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.) – Ich warte noch auf die Entschuldigung für den Ethnisierungsversuch aus Ihren Reihen, der nicht zum ersten Mal hier passiert. (Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen.
Herr Kollege, nicht alle haben Ihren Zwischenruf gehört, deshalb wiederhole ich ihn. Sie haben gesagt: Jetzt kommt die Entschuldigung für den Ahnenpass. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.) – Ich warte noch auf die Entschuldigung für den Ethnisierungsversuch aus Ihren Reihen, der nicht zum ersten Mal hier passiert. (Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Darmann: Völkerwanderung …!
Ich glaube, es macht Sinn (Abg. Darmann: Völkerwanderung …!), seriös über Flucht (Präsident Hofer gibt neuerlich das Glockenzeichen), aber auch über Migration zu sprechen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Präsident Hofer gibt neuerlich das Glockenzeichen
Ich glaube, es macht Sinn (Abg. Darmann: Völkerwanderung …!), seriös über Flucht (Präsident Hofer gibt neuerlich das Glockenzeichen), aber auch über Migration zu sprechen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Ich glaube, es macht Sinn (Abg. Darmann: Völkerwanderung …!), seriös über Flucht (Präsident Hofer gibt neuerlich das Glockenzeichen), aber auch über Migration zu sprechen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei den Grünen für die sich zu ihrem Platz begebende Abg. Korun.
(Beifall bei den Grünen für die sich zu ihrem Platz begebende Abg. Korun.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
Als Nächster gelangt Herr Abgeordneter Plessl zu Wort. – Bitte. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich habe auch schon mehrmals festgehalten: Die Beamten brauchen entsprechendes Rüstwerkzeug, aber gleichzeitig müssen wir auch die parlamentarische Kontrolle im Rechtsschutzbereich – der auch sehr kritisch ist – entsprechend stärken, damit Transparenz in diesem Bereich gewährleistet ist. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Lopatka steht an der Regierungsbank und spricht mit Bundesministerin Mikl-Leitner.
Abgeordneter Christian Lausch (FPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Ja, Frau Bundesministerin, das Budget 2016: 1 000 Polizisten mehr, das haben Ihre Vorgängerinnen beziehungsweise Ihre Vorgängerin – jetzt sitzt sie eh auch hier im Nationalrat – auch immer gesagt. Das hören wir schon lange. Eines muss man halt sagen … (Abg. Lopatka steht an der Regierungsbank und spricht mit Bundesministerin Mikl-Leitner.)
Abg. Lopatka: Das war ein Lausch-Angriff! – Heiterkeit bei der ÖVP.
Abgeordneter Christian Lausch (fortsetzend): Das ist in Ordnung, Herr Klubobmann, wenn Sie das doch mit Ihrer Innenministerin bereden. (Abg. Lopatka: Das war ein Lausch-Angriff! – Heiterkeit bei der ÖVP.)
Bundesministerin Mikl-Leitner: „Lausch-Angriff“!
Also ich muss heute schon sagen: Das muss sehr lustig sein, das Budget, Frau Bundesministerin, Sie wären wahrscheinlich … (Bundesministerin Mikl-Leitner: „Lausch-Angriff“!) – Der „Lausch-Angriff“, um Gottes Himmels willen, Sie sollen sich lieber mit dem Budget befassen, liebe Frau Bundesministerin, und nicht mit meinem Namen! (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.
Also ich muss heute schon sagen: Das muss sehr lustig sein, das Budget, Frau Bundesministerin, Sie wären wahrscheinlich … (Bundesministerin Mikl-Leitner: „Lausch-Angriff“!) – Der „Lausch-Angriff“, um Gottes Himmels willen, Sie sollen sich lieber mit dem Budget befassen, liebe Frau Bundesministerin, und nicht mit meinem Namen! (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Bei aller Liebe, schauen Sie lieber, wie es in Ihrem Ressort ausschaut und was Sie machen können und nicht machen können! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wenn man sich das Budget anschaut, können Sie eigentlich sehr wenig machen. (He-Rufe bei der ÖVP.) Wenn Sie heute draufkommen,1 000 Polizisten mehr: Das hätte Ihnen 2013 einfallen müssen, denn Sie wissen ja ganz genau, dass die Ausbildungszeit schon zwei Jahre dauert. (Beifall bei der FPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
He-Rufe bei der ÖVP.
Bei aller Liebe, schauen Sie lieber, wie es in Ihrem Ressort ausschaut und was Sie machen können und nicht machen können! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wenn man sich das Budget anschaut, können Sie eigentlich sehr wenig machen. (He-Rufe bei der ÖVP.) Wenn Sie heute draufkommen,1 000 Polizisten mehr: Das hätte Ihnen 2013 einfallen müssen, denn Sie wissen ja ganz genau, dass die Ausbildungszeit schon zwei Jahre dauert. (Beifall bei der FPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Bei aller Liebe, schauen Sie lieber, wie es in Ihrem Ressort ausschaut und was Sie machen können und nicht machen können! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wenn man sich das Budget anschaut, können Sie eigentlich sehr wenig machen. (He-Rufe bei der ÖVP.) Wenn Sie heute draufkommen,1 000 Polizisten mehr: Das hätte Ihnen 2013 einfallen müssen, denn Sie wissen ja ganz genau, dass die Ausbildungszeit schon zwei Jahre dauert. (Beifall bei der FPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Wenn Sie 2016 draufkommen, 1 000 Polizisten mehr, dann haben Sie diese 2018. Wie Sie die ganze Sicherheitspolitik in Österreich bis 2018 gestalten werden, das sei dahingestellt. Aber wahrscheinlich finden Sie das auch lustig. Das ist aber leider nicht so lustig, und die Österreicherinnen und Österreicher finden das auch nicht lustig, weil die Polizisten, die jetzt ihren Dienst an der Grenze versehen, im Kernland fehlen. Da würde ich an Ihrer Stelle nicht lachen, denn Sie haben kein Ressort und kein Budget zum Lachen! (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Gerhard Schmid.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen alles Gute. – Danke. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Gerhard Schmid.)
Abg. Matznetter: Seit wann ist Spielfeld kein Teil des Kernlands?
Präsident Ing. Norbert Hofer: Als Nächster gelangt Herr Abgeordneter Mag. Hammer zu Wort. – Bitte. (Abg. Matznetter: Seit wann ist Spielfeld kein Teil des Kernlands?)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Michael Hammer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Liebe Kollegin Korun, bevor Sie sich hier herstellen und permanent moralisierend und belehrend Richtung ÖVP-Fraktion sprechen, würde ich an Ihrer Stelle ein bisschen mehr Selbstreflexion betreiben. Und ich empfehle Ihnen, Ihre realitätsferne Flüchtlingsthematikspolitik zu hinterfragen und mit Ihrem Kollegen Pilz einmal das Gespräch zu suchen, denn der hat in den Medien ziemlich deutlich kundgetan, wie er diese Sache sieht. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.
Ich glaube, gerade in Zeiten wie diesen, wo die gesamte Weltpolitik von Unsicherheit gekennzeichnet ist, muss die Politik entsprechend das Sicherheitsgefühl geben. (Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.) Ich bin der Frau Innenministerin wirklich außerordentlich dankbar, dass Sie immer wieder bei den derzeit brennenden Fragen wie Asyl mit Maßnahmen wie Asyl auf Zeit, Maßnahmen beim Familiennachzug, beim Fremdenrecht und vor allem auch mit Maßnahmen, was die Terrorabwehr, das Terrorpaket betrifft, Vorschläge bringt und die Dinge immer wieder beim Namen nennt.
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, das ist in Summe ein Budget, mit dem man sehr zufrieden sein kann, und daher stimmen wir ihm gerne zu. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Rädler: Lauter!
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein (FPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Gleich zu meinem Vorredner, Kollegen Hammer: Sie haben jetzt genau dasselbe gesagt, wie letzten Endes auch im Budget der Frau Bundesminister steht, nämlich dass Sie das subjektive Sicherheitsgefühl stärken wollen. (Abg. Rädler: Lauter!)
Beifall bei der FPÖ.
Wissen Sie, mir wäre es viel lieber, wenn wir einmal den Anspruch hätten, die Sicherheit objektiv zu erhöhen, weil dann automatisch das subjektive Sicherheitsgefühl steigt, anstatt irgendwelche Scheinmaßnahmen zu setzen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Lichtenecker
Wenn wir gleich beim subjektiven Sicherheitsgefühl bleiben: Frau Bundesminister, Sie haben sich für das Jahr 2016 ein Ziel gesetzt (Zwischenruf der Abg. Lichtenecker), und zwar wollen Sie, dass 90 Prozent der Bevölkerung ein subjektives Sicherheitsgefühl haben. – Der Ist-Zustand liegt aber bei 92 Prozent. Das heißt, Sie sind bereits mit einer Verschlechterung zufrieden. Sie setzen sich ein Wirkungsziel, das schlechter als der Ist-Zustand ist. – Das, Frau Bundesminister, ist in Wirklichkeit eine Bankrotterklärung! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Wenn wir gleich beim subjektiven Sicherheitsgefühl bleiben: Frau Bundesminister, Sie haben sich für das Jahr 2016 ein Ziel gesetzt (Zwischenruf der Abg. Lichtenecker), und zwar wollen Sie, dass 90 Prozent der Bevölkerung ein subjektives Sicherheitsgefühl haben. – Der Ist-Zustand liegt aber bei 92 Prozent. Das heißt, Sie sind bereits mit einer Verschlechterung zufrieden. Sie setzen sich ein Wirkungsziel, das schlechter als der Ist-Zustand ist. – Das, Frau Bundesminister, ist in Wirklichkeit eine Bankrotterklärung! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Amon.
Nach den Attentaten in Paris haben wir erfahren, dass beispielsweise ein Mazedonier, der über die Balkanroute gekommen ist, in Rosenheim gestoppt wurde und dass dessen Auto voll mit automatischen Waffen war. Der hat unbehelligt durch Österreich durchfahren können. Die Schleierfahndung hat überhaupt nicht funktioniert. Die Grenzkontrollen funktionieren überhaupt nicht, Frau Bundesminister! (Zwischenruf des Abg. Amon.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Amon.
schärfen möchten. Das heißt, die potenziellen Opfer des Terrors sollen stärker überwacht werden. Wenn das Ihre Antwort ist, Frau Bundesminister, dann haben Sie irgendetwas nicht verstanden! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Amon.)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Amon
Nein, nicht die potenziellen Opfer, Herr Kollege Amon. Wieso muss denn die Bevölkerung wieder verstärkt überwacht werden (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Amon), während gleichzeitig die Terroristen weiter durch unser Land durchgeschleust werden? Das ist doch der Wahnsinn! Das sind doch nicht die potenziellen Täter, wenn Sie alle überwachen.
Abg. Amon: Eine ist wieder zurückgekehrt!
Im Übrigen, Kollege Amon, erinnern Sie sich: Im Frühjahr 2014 sind zwei Mädchen aus Wien in den Dschihad gezogen. Die sind jetzt tot oder nicht, das weiß man nicht ganz genau. (Abg. Amon: Eine ist wieder zurückgekehrt!) Damals gab es noch, bitte schön, die Vorratsdatenspeicherung, und die hat genau gar nichts gebracht. (Abg. Rädler: Dummes Argument!) Diese Mädchen sind trotzdem in den Heiligen Krieg gezogen. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Abg. Rädler: Dummes Argument!
Im Übrigen, Kollege Amon, erinnern Sie sich: Im Frühjahr 2014 sind zwei Mädchen aus Wien in den Dschihad gezogen. Die sind jetzt tot oder nicht, das weiß man nicht ganz genau. (Abg. Amon: Eine ist wieder zurückgekehrt!) Damals gab es noch, bitte schön, die Vorratsdatenspeicherung, und die hat genau gar nichts gebracht. (Abg. Rädler: Dummes Argument!) Diese Mädchen sind trotzdem in den Heiligen Krieg gezogen. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Im Übrigen, Kollege Amon, erinnern Sie sich: Im Frühjahr 2014 sind zwei Mädchen aus Wien in den Dschihad gezogen. Die sind jetzt tot oder nicht, das weiß man nicht ganz genau. (Abg. Amon: Eine ist wieder zurückgekehrt!) Damals gab es noch, bitte schön, die Vorratsdatenspeicherung, und die hat genau gar nichts gebracht. (Abg. Rädler: Dummes Argument!) Diese Mädchen sind trotzdem in den Heiligen Krieg gezogen. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall und Zwischenrufe bei der FPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
Daher, Frau Bundesminister, ist es der falsche Weg. Nicht die unschuldigen Opfer, nicht die Bevölkerung gehört weiter überwacht, sondern die Terroristen gehören an den Grenzen kontrolliert! (Beifall und Zwischenrufe bei der FPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir wissen – wir haben es schon gehört –, dass 420 Millionen € in der Grundversorgung aufgestockt werden. Es werden auch Mittel für die NGOs, die aus meiner Sicht im Bereich der Flüchtlingsbetreuung eine sehr wertvolle Arbeit leisten, mit einem guten Budget dotiert werden. Ich bin sehr froh darüber, dass das auch tatsächlich gemacht wird, weil ich der Meinung bin, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, dass man somit seiner Verpflichtung, die Menschenrechte zu beachten, auch mit diesem Budget nachkommt. – Das ist der eine Teil. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte mich an dieser Stelle bei all diesen Menschen bedanken, weil ich wirklich weiß, dass der Dienst an der Grenze für die Beamtinnen und Beamten, Polizistinnen und Polizisten ein doch sehr fordernder und anstrengender ist. Ich denke mir, es ist wirklich auch eine Verpflichtung von uns Abgeordneten, sich einmal bei ihnen zu bedanken. Das möchte ich von dieser Stelle aus gerne tun. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Darüber hinaus möchte ich sagen, dass es neben diesen Maßnahmen natürlich auch an Bewusstseinsbildung braucht. Da möchte ich alle einladen, sich an den Aktionen zu beteiligen, die morgen beginnen, an den 16 Tagen gegen Gewalt, denn ich bin der Meinung, man muss Gewalt aus den Wohnzimmern herausholen und sie aufzeigen, sie in der Mitte der Gesellschaft bewusst machen, damit man darauf aufmerksam macht, damit Frauen, Mädchen und Kinder sich mehr wehren, wenn sie Opfer von Gewalt werden. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall des Abg. Gerhard Schmid. – Ruf bei der ÖVP: Gar kein Applaus?!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, bei diesen Summen und Kosten verstehe ich, dass man diese Kosten vom Budget herausrechnet, weil die Bevölkerung dafür wenig Verständnis hat. – Herzlichen Dank. (Beifall des Abg. Gerhard Schmid. – Ruf bei der ÖVP: Gar kein Applaus?!)
Abg. Schönegger – in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Doppler –: Jetzt ist gar kein Applaus?! – Abg. Doppler: Das ist nicht so schlecht! – Demonstrativer Beifall des Abg. Eßl.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Als Nächster gelangt Herr Abgeordneter Obernosterer zu Wort. – Bitte. (Abg. Schönegger – in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Doppler –: Jetzt ist gar kein Applaus?! – Abg. Doppler: Das ist nicht so schlecht! – Demonstrativer Beifall des Abg. Eßl.)
Beifall bei der ÖVP.
Außerdem wissen wir als Tourismusland, wie wichtig es ist, dass wir uns auch in der Werbung als sicheres Land präsentieren können. Ich hoffe, dass es auch so bleibt, mag es hier noch so sehr von einzelnen Fraktionen kritisiert werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Hannes Fazekas (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Meine geschätzten Kolleginnen und Kollegen! Es ist wichtig und es besteht Konsens darüber, dass wir alle miteinander der Meinung sind, dass das Geld, das in die Sicherheitsoffensive investiert wird, gut angelegt ist, dass es notwendig ist, den Polizistinnen und Polizisten Schutzausrüstung zur Verfügung zu stellen, in die Informationstechnologie und in diverse Ausrüstungen zu investieren, die einfach benötigt werden, um die tägliche beschwerliche Arbeit bewältigen zu können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
geben wollen. Das muss oberste Prämisse sein, wenn wir über weitere gesetzliche Rahmenbedingungen nachdenken. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Schieder: Sollen wir alle Kontakte melden, oder differenzieren wir auch?
Ich denke da an die Vorratsdatenspeicherung oder auch an Maßnahmen, um zu kontrollieren, wer mit wem Kontakt hat. Auf jeden Fall muss es eine Balance zwischen Eingriffen in die Freiheit und Herstellen der Sicherheit geben, denn eines darf sicherlich passieren: dass wir uns durch derartige Anschläge in die Unfreiheit zwingen lassen. (Abg. Schieder: Sollen wir alle Kontakte melden, oder differenzieren wir auch?)
Beifall bei der ÖVP.
Unsere Innenministerin Frau Mikl-Leitner leistet gute Arbeit, genauso wie die Polizistinnen und Polizisten. Herzlichen Dank dafür. Und dieses Budget bietet Gewähr dafür, dass weiterhin gute Arbeit geleistet werden kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Jürgen Schabhüttl (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Hohes Haus! Sicherheit hat nun und hat schon in der Vergangenheit einen sehr hohen Stellenwert in unserer Bevölkerung gehabt. (Beifall bei der SPÖ.) Nicht nur seit den Anschlägen in Paris ist das Thema bei allen Umfragen und Untersuchungen ganz oben auf der Skala zu finden. Speziell in den letzten Wochen und Monaten hat es sich gezeigt, dass in sehr schwierigen Verhältnissen, unter sehr schwierigen Rahmenbedingungen auf eine Berufsgruppe ganz großer Verlass ist, nämlich auf die Polizei.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
mal Dank ausgesprochen worden, auch ich möchte euch von hier aus herzlich danken. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Höbart: Ihr habt ja mitgestimmt!
Längst fällig, Frau Bundesminister, wäre die Umsetzung des gemeinsamen Digitalfunks, den es ja bis dato noch immer nicht gibt. Ich fordere an dieser Stelle auch, dass es zukünftig keine weiteren Dienststellenschließungen oder Zusammenlegungen gibt, denn eine wohnortnahe Dienststelle schafft persönlichen Kontakt zur Bevölkerung. (Abg. Höbart: Ihr habt ja mitgestimmt!) Dieser persönliche Kontakt zur Bevölkerung schafft nicht nur zusätzliches Vertrauen in die Polizei, sondern auch in den Staat, und dieses Vertrauen würden natürlich auch Entscheidungsträger in der Politik, also wir alle hier, gut nützen können. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Längst fällig, Frau Bundesminister, wäre die Umsetzung des gemeinsamen Digitalfunks, den es ja bis dato noch immer nicht gibt. Ich fordere an dieser Stelle auch, dass es zukünftig keine weiteren Dienststellenschließungen oder Zusammenlegungen gibt, denn eine wohnortnahe Dienststelle schafft persönlichen Kontakt zur Bevölkerung. (Abg. Höbart: Ihr habt ja mitgestimmt!) Dieser persönliche Kontakt zur Bevölkerung schafft nicht nur zusätzliches Vertrauen in die Polizei, sondern auch in den Staat, und dieses Vertrauen würden natürlich auch Entscheidungsträger in der Politik, also wir alle hier, gut nützen können. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ – Zwischenruf des Abg. Schieder
Abgeordneter Mag. Gernot Darmann (FPÖ): Herr Präsident! Werte Frau Bundesminister! Hohes Haus! Zu Herrn Schabhüttl von der SPÖ muss ich schon sagen: Das ist ein starkes Stück, sich hier herzustellen, seinerzeit mit der Fraktion der SPÖ und mit der ÖVP die Dienststellenschließungen quer durch Österreich beschlossen zu haben und der Bevölkerung ein großes Stück Sicherheit weggenommen zu haben (Beifall bei der FPÖ – Zwischenruf des Abg. Schieder), jetzt aber zu fordern, dass es keine weiteren Schließungen geben darf.
Zwischenruf des Abg. Schabhüttl
Das ist ein starkes Stück, aber die Bevölkerung kann sich schon ein Bild davon machen, denn sie erlebt es tagtäglich (Zwischenruf des Abg. Schabhüttl), inwieweit ihre Sicherheit in ihren Heimatgemeinden quer durchs Land, quer durch Österreich gesunken ist, werte Damen und Herren. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Loacker.
Das ist ein starkes Stück, aber die Bevölkerung kann sich schon ein Bild davon machen, denn sie erlebt es tagtäglich (Zwischenruf des Abg. Schabhüttl), inwieweit ihre Sicherheit in ihren Heimatgemeinden quer durchs Land, quer durch Österreich gesunken ist, werte Damen und Herren. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Beifall bei der FPÖ.
Zwei Punkte zum Schluss, um auf das Staatsschutzgesetz sprechen zu kommen: Frau Innenminister Mikl-Leitner, werte Kollegen, Sie werden mir hoffentlich zustimmen, dass es nur einen Staatsschutz und auch nur ein Staatsschutzgesetz geben kann, wo im Sinne der österreichischen Bevölkerung handelt – und nicht gegen die österreichische Bevölkerung. Das hat oberste Priorität! (Beifall bei der FPÖ.)
Bundesministerin Mikl-Leitner macht eine verneinende Kopfbewegung.
Deswegen ist es schlichtweg nicht der Weisheit letzter Schluss, die Freiheits- und Bürgerrechte in Österreich immer wieder dann einzuschränken und eine Ausweitung des Überwachungsstaates zu fordern, wenn es da und dort quer durch Europa Terroranschläge gibt. (Bundesministerin Mikl-Leitner macht eine verneinende Kopfbewegung.)
Abg. Rädler: So ein Blödsinn!
Es ist schlimm genug, dass es das gibt. Aber Frankreich ist das beste Beispiel dafür, denn es zeigt uns, dass die Vorratsdatenspeicherung nichts, leider absolut nichts gebracht hat. (Abg. Rädler: So ein Blödsinn!) Und wiederum wird insbesondere vonseiten der ÖVP gefordert, eine Ausweitung des Überwachungsstaates durchzuführen. (Zwischenrufe bei FPÖ und SPÖ.)
Zwischenrufe bei FPÖ und SPÖ.
Es ist schlimm genug, dass es das gibt. Aber Frankreich ist das beste Beispiel dafür, denn es zeigt uns, dass die Vorratsdatenspeicherung nichts, leider absolut nichts gebracht hat. (Abg. Rädler: So ein Blödsinn!) Und wiederum wird insbesondere vonseiten der ÖVP gefordert, eine Ausweitung des Überwachungsstaates durchzuführen. (Zwischenrufe bei FPÖ und SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Rädler
Werte Kollegen, ich weiß auch nicht, was dagegen spricht – hören Sie mir zu, ein Angebot (Unruhe im Sitzungssaal) –: Es wäre viel gescheiter, würden wir – wenn es Ihnen tatsächlich um eine Qualität bei diesem Staatsschutzgesetz geht – einen Unterausschuss des Innenausschusses einrichten (Zwischenruf des Abg. Rädler), uns die Zeit nehmen, in entsprechender Qualität gemeinsam, parteiübergreifend und im Sinne der österreichischen Bevölkerung mit voller Kraft des Rechtsschutzes ein Staatsschutzgesetz erarbeiten.
Beifall bei der FPÖ.
Darum geht es doch: nicht gegen die Bürger zu arbeiten, nicht gegen die potenziellen Opfer von Terrorismus in Österreich zu arbeiten, sondern gegen jene, die unsere Grenzen bis dato aufgrund der Politik dieser Regierung ungehindert überschreiten können. (Beifall bei der FPÖ.) Und Sie wollen irgendwelche Terroristen beobachten, Sie wollen sie abhören, wissen aber nicht einmal, wer bis dato in unser Land hereingekommen ist.
Ruf bei der FPÖ: Das ist der Punkt!
Seit heute ist wieder bekannt: Drei Terroristen der Anschläge von Paris sind über die Balkanroute bis nach Paris gekommen. Das hat alles stattgefunden, unkontrolliert ist das vor sich gegangen. Und Sie wollen der Bevölkerung vorgaukeln, dass mit einem Staatsschutzgesetz mehr Sicherheit zu erzielen wäre (Ruf bei der FPÖ: Das ist der Punkt!), verzichten aber auf die wesentliche Information.
Beifall bei der FPÖ.
Zu wissen, wer unsere Grenzen überschreitet, wer sich unter uns befindet, wer bei uns Wohnsitz nimmt, wer bei uns untertaucht, wer kriminell gegen die österreichische Bevölkerung vorgehen will: Das wäre einmal ein Ansatz, sich endlich dazu hinreißen zu lassen – ich muss ja schon dieses Wort verwenden, Frau Innenministerin –, strikte, effektive Grenzkontrollen durchzuziehen, die auch tatsächlich diesen Begriff ausfüllen und im Sinne der österreichischen Bevölkerung die Sicherheit gewährleisten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Ich sage, Frau Innenminister: Denken Sie nicht darüber nach, sondern handeln Sie! Es ist längst überfällig, in Österreich eine Obergrenze einzuziehen, denn die Kapazitätsgrenzen sind nicht nur für die Bevölkerung seit Langem erreicht und überschritten (Beifall bei der FPÖ), sondern auch – und das wissen Sie genau – für den Exekutivdienst sind sie seit Langem überschritten. Bei allen, die in diesem Asylwesen zur Bearbeitung und zur Abarbeitung dieser Völkerwanderung abgestellt sind, sind die Kapazitäten längst ausgeschöpft. (Anhaltende Zwischenrufe.)
Anhaltende Zwischenrufe.
Ich sage, Frau Innenminister: Denken Sie nicht darüber nach, sondern handeln Sie! Es ist längst überfällig, in Österreich eine Obergrenze einzuziehen, denn die Kapazitätsgrenzen sind nicht nur für die Bevölkerung seit Langem erreicht und überschritten (Beifall bei der FPÖ), sondern auch – und das wissen Sie genau – für den Exekutivdienst sind sie seit Langem überschritten. Bei allen, die in diesem Asylwesen zur Bearbeitung und zur Abarbeitung dieser Völkerwanderung abgestellt sind, sind die Kapazitäten längst ausgeschöpft. (Anhaltende Zwischenrufe.)
Zwischenruf des Abg. Krainer
Die österreichische Bevölkerung, die Steuerzahler haben es seit Langem verdient, eine verantwortungsvolle Politik vorgelebt zu bekommen (Zwischenruf des Abg. Krainer), dass entsprechende Entscheidungen getroffen werden.
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Scherak.
Werte Kollegen, Sie wissen es selber, mit Ihren Zwischenrufen reden Sie gegen die Meinung der österreichischen Bevölkerung. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Scherak.)
Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen. – Anhaltende Zwischenrufe.
Frau Innenminister, Ihnen und der Bundesregierung sage ich es noch einmal: Setzen Sie endlich diese Obergrenzen um! (Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen. – Anhaltende Zwischenrufe.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Werden Sie aktiv, was die Zurückschiebung, die Abschiebung von jenen Menschen betrifft, die in Österreich nichts verloren haben, dann werden Sie keine Probleme haben, Unterkünfte für tatsächlich Schutzsuchende zu finden. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Abg. Lausch: Bis hierher war es gut!
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin Mikl-Leitner! Meine Damen und Herren! Lieber und geschätzter Herr Kollege Darmann (Abg. Lausch: Bis hierher war es gut!), mit bloßer Polemik können Sie keine Sicherheitspolitik machen. Das geht nicht! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. –Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Hören Sie einmal zu, ich rede zwei Minuten, Sie können sich noch einmal zu Wort melden!
Beifall bei ÖVP und SPÖ. –Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin Mikl-Leitner! Meine Damen und Herren! Lieber und geschätzter Herr Kollege Darmann (Abg. Lausch: Bis hierher war es gut!), mit bloßer Polemik können Sie keine Sicherheitspolitik machen. Das geht nicht! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. –Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Hören Sie einmal zu, ich rede zwei Minuten, Sie können sich noch einmal zu Wort melden!
Abg. Darmann: Ich habe auch Verbindungen zur Bevölkerung!
Erstens zur Kritik an der Zusammenlegung von Polizeiinspektionen: Da Sie immer behaupten, dass Sie so gute Verbindungen zur Exekutive haben (Abg. Darmann: Ich habe auch Verbindungen zur Bevölkerung!), sollten Sie wissen, dass die Vorschläge für die Zusammenlegung von Polizeiinspektionen direkt aus der Polizei gekommen sind, von den Polizistinnen und Polizisten, meine Damen und Herren! (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das alles deshalb, damit wir größere Einheiten bekommen, denn das bedeutet mehr Sicherheit für die einzelne Beamtin und für den einzelnen Beamten. Das ist die Wahrheit! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Darmann: Wo ist die Sicherheit?)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Erstens zur Kritik an der Zusammenlegung von Polizeiinspektionen: Da Sie immer behaupten, dass Sie so gute Verbindungen zur Exekutive haben (Abg. Darmann: Ich habe auch Verbindungen zur Bevölkerung!), sollten Sie wissen, dass die Vorschläge für die Zusammenlegung von Polizeiinspektionen direkt aus der Polizei gekommen sind, von den Polizistinnen und Polizisten, meine Damen und Herren! (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das alles deshalb, damit wir größere Einheiten bekommen, denn das bedeutet mehr Sicherheit für die einzelne Beamtin und für den einzelnen Beamten. Das ist die Wahrheit! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Darmann: Wo ist die Sicherheit?)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Darmann: Wo ist die Sicherheit?
Erstens zur Kritik an der Zusammenlegung von Polizeiinspektionen: Da Sie immer behaupten, dass Sie so gute Verbindungen zur Exekutive haben (Abg. Darmann: Ich habe auch Verbindungen zur Bevölkerung!), sollten Sie wissen, dass die Vorschläge für die Zusammenlegung von Polizeiinspektionen direkt aus der Polizei gekommen sind, von den Polizistinnen und Polizisten, meine Damen und Herren! (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das alles deshalb, damit wir größere Einheiten bekommen, denn das bedeutet mehr Sicherheit für die einzelne Beamtin und für den einzelnen Beamten. Das ist die Wahrheit! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Darmann: Wo ist die Sicherheit?)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Herr Kollege Darmann, wenn Sie sich den Sicherheitsbericht genau angesehen haben, dann konnten Sie auch feststellen, dass wir zum dritten Mal in Folge den niedrigsten Wert bei der Kriminalität haben. – Das ist auch ein Erfolg dieser neuen Struktur, meine Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Kitzmüller und Belakowitsch-Jenewein.
Herr Kollege Darmann, zum Staatsschutzgesetz: Sie sagen, es sei ein Gesetz, das sich gegen die Bevölkerung richtet. Nur: Es ist bemerkenswert, dass derzeit alle Umfragen besagen, dass 70 Prozent der Bevölkerung für strengere Maßnahmen sind. Die Bevölkerung denkt nämlich weiter als die FPÖ. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kitzmüller und Belakowitsch-Jenewein.) Die Bevölkerung denkt weiter als die FPÖ, die Menschen wissen nämlich, dass das kein Gesetz ist, das sich gegen die Bevölkerung richtet. (Abg. Darmann: Lies dir einmal den Gesetzestext durch!) Es ist doch völlig absurd, eine derartige Behauptung aufzustellen! Warum soll man denn so etwas wollen?
Abg. Darmann: Lies dir einmal den Gesetzestext durch!
Herr Kollege Darmann, zum Staatsschutzgesetz: Sie sagen, es sei ein Gesetz, das sich gegen die Bevölkerung richtet. Nur: Es ist bemerkenswert, dass derzeit alle Umfragen besagen, dass 70 Prozent der Bevölkerung für strengere Maßnahmen sind. Die Bevölkerung denkt nämlich weiter als die FPÖ. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kitzmüller und Belakowitsch-Jenewein.) Die Bevölkerung denkt weiter als die FPÖ, die Menschen wissen nämlich, dass das kein Gesetz ist, das sich gegen die Bevölkerung richtet. (Abg. Darmann: Lies dir einmal den Gesetzestext durch!) Es ist doch völlig absurd, eine derartige Behauptung aufzustellen! Warum soll man denn so etwas wollen?
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Darmann.
Worum geht es beim Staatsschutzgesetz? – Es geht darum, dass man klar abgrenzt, dass sich das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung gegen radikale Strömungen wenden kann, gegen Rechtsradikale ebenso wie gegen Linksradikale, und gegen den Terrorismus. – Darum geht es, Herr Darmann, und nicht um ein Gesetz, das sich gegen die Bevölkerung richtet! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Darmann.)
Abg. Darmann: Das ist ein Detail! Sag einen anderen Punkt!
Zum Argument, die Überwachung werde ausgeweitet: Was soll ausgeweitet werden? – In Fällen, in denen es über eine terrorverdächtige Person Daten gibt, sollen diese Daten länger gespeichert werden können, als das bisher der Fall war. (Abg. Darmann: Das ist ein Detail! Sag einen anderen Punkt!) Warum soll sich eine solche Maßnahme
Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen.
gegen die österreichische Bevölkerung richten? Das müssen Sie mir erklären! (Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Jarolim: Jetzt schaut er alt aus, der Kollege Darmann!
Mit bloßer Polemik, Herr Kollege Darmann, können Sie keine Sicherheitspolitik machen! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Jarolim: Jetzt schaut er alt aus, der Kollege Darmann!)
Beifall bei der FPÖ.
Aber es hat sich tatsächlich solch eine Sendung ins Programm verirrt, wahrscheinlich weil Weihnachten vor der Tür steht. Ich kann Ihnen nur sagen, meine Damen und Herren, es ist erschütternd, was es an Armut im eigenen Land gibt, wie viel Aufholbedarf und wie viel Nachholbedarf es trotz Milliardeninvestitionen in diesem Bereich immer noch gibt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Also diesbezüglich gibt es eine ordentliche Schieflage, und wir Freiheitlichen sind diejenigen, die nicht müde werden, darauf hinzuweisen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Jetzt, jetzt, jetzt dann gleich, aber jetzt dann. – Das ist sozusagen diese Geschichte, die wir vom Herrn Bundesminister immer und immer wieder gehört haben. Das Problem ist halt nur, dass sich die Wirklichkeit nicht dazu herablässt, Ihren Ankündigungen zu folgen. Deswegen ist der österreichische Arbeitsmarkt auf einer Dauertalfahrt, und es geht immer weiter nach unten, selbst über Punkte hinaus, wo wir alle gehofft und uns gewünscht haben, dass wir sie niemals unterschreiten werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Bevölkerungsgruppen geben. – Auch das verbuchen Sie als Erfolg. Das ist doch abenteuerlich! Eine Verschlechterung des schon schlechten Zustandes wird von Ihnen als Erfolg ins Budget hineingeschrieben. So kann es ja wohl bitte nicht weitergehen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Gar nichts geht sich aus, Herr Bundesminister! Sie können davon ausgehen, dass diese Entwicklung in den nächsten Jahren immer dramatischer werden wird. Sie stecken also Milliarden hinein, und trotzdem schaffen Sie die Trendumkehr nicht, und deshalb muss man die Zahlen, die sozusagen das Fundament einer jeden seriösen Arbeitsmarktpolitik sein müssten, einmal genauer anschauen. Ich weiß, dass insbesondere die Linken in diesem Haus das nicht gerne tun. Deswegen muss man es Ihnen ja schon fast als Medizin gegen Ihre gutmenschlichen Traumtänzereien verordnen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn man sich diese Zahlen genauer anschaut, dann zeigt sich nämlich, dass diese sogenannte Willkommenskultur sehr, sehr schnell zu einer Willkommensunkultur wird, wenn es nämlich um den Schutz der österreichischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geht. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Loacker: … noch ein bisschen tiefer vielleicht!
Jetzt werden Sie wahrscheinlich sagen, das waren ja noch nicht die Flüchtlinge aus Syrien. (Abg. Loacker: … noch ein bisschen tiefer vielleicht!) Aber dort hält das ja auch nicht einer Prüfung stand. Sie müssen sich jetzt irgendwann einmal entscheiden: Ist dieser Mensch, der in Syrien regiert, ein blutrünstiger Diktator, oder ist er es nicht? Denn blutrünstige Diktatoren sind nicht dafür bekannt (Abg. Rädler: Das sagen Sie dem Putin, eurem russischen Freund!), dass sie sich darum bemühen, in ihren Folterkellern für ein besonders hohes Ausbildungsniveau ihrer Untertanen zu sorgen. Das passt nicht zusammen! (Beifall bei der FPÖ.) Irgendwann einmal werden Sie sich da jetzt entscheiden müssen. Das ist ein Märchen.
Abg. Rädler: Das sagen Sie dem Putin, eurem russischen Freund!
Jetzt werden Sie wahrscheinlich sagen, das waren ja noch nicht die Flüchtlinge aus Syrien. (Abg. Loacker: … noch ein bisschen tiefer vielleicht!) Aber dort hält das ja auch nicht einer Prüfung stand. Sie müssen sich jetzt irgendwann einmal entscheiden: Ist dieser Mensch, der in Syrien regiert, ein blutrünstiger Diktator, oder ist er es nicht? Denn blutrünstige Diktatoren sind nicht dafür bekannt (Abg. Rädler: Das sagen Sie dem Putin, eurem russischen Freund!), dass sie sich darum bemühen, in ihren Folterkellern für ein besonders hohes Ausbildungsniveau ihrer Untertanen zu sorgen. Das passt nicht zusammen! (Beifall bei der FPÖ.) Irgendwann einmal werden Sie sich da jetzt entscheiden müssen. Das ist ein Märchen.
Beifall bei der FPÖ.
Jetzt werden Sie wahrscheinlich sagen, das waren ja noch nicht die Flüchtlinge aus Syrien. (Abg. Loacker: … noch ein bisschen tiefer vielleicht!) Aber dort hält das ja auch nicht einer Prüfung stand. Sie müssen sich jetzt irgendwann einmal entscheiden: Ist dieser Mensch, der in Syrien regiert, ein blutrünstiger Diktator, oder ist er es nicht? Denn blutrünstige Diktatoren sind nicht dafür bekannt (Abg. Rädler: Das sagen Sie dem Putin, eurem russischen Freund!), dass sie sich darum bemühen, in ihren Folterkellern für ein besonders hohes Ausbildungsniveau ihrer Untertanen zu sorgen. Das passt nicht zusammen! (Beifall bei der FPÖ.) Irgendwann einmal werden Sie sich da jetzt entscheiden müssen. Das ist ein Märchen.
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Das ist jetzt die Ausgangssituation, das ist das, was sozusagen an Problembereichen da liegt. Und was wird jetzt auf der anderen Seite angeboten? Das muss man sich ja immer anschauen. Also 410 000 Arbeitslose, und dem stehen 32 000 offene Stellen gegenüber. 32 000 offene Stellen! (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall bei der FPÖ.
Sagen Sie mir, wohin Sie mit diesen Menschen auf dem österreichischen Arbeitsmarkt wollen, wie das alles vonstattengehen soll angesichts der Zahlen, die ich Ihnen genannt habe! Stellen Sie sich einmal hierher, ich fordere Sie auf, erklären Sie das heute der österreichischen Bevölkerung, wie das gehen soll! Ich bin neugierig. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Vogl
Ich muss mir manchmal an den Kopf greifen, wenn dann Experten aufmarschieren, allesamt im Sold dieser Bundesregierung (Zwischenruf des Abg. Vogl), und den Österreicherinnen und Österreichern erklären: Alles kein Problem, der Arbeitsmarkt kann das schon verkraften! – 500 000 Arbeitslose, 50 000 offene Stellen! (Abg. Schwentner: Sie haben die Rezepte!) Und die Alternative zu einer Beschäftigung, Herr Bundesminister, ist immer noch das Landen im Sozialsystem. Es gibt ja nur diese zwei Möglichkeiten: Wenn ich keine Beschäftigung finde, dann lande ich im Sozialsystem. Aber auch dort entstehen Kosten.
Abg. Schwentner: Sie haben die Rezepte!
Ich muss mir manchmal an den Kopf greifen, wenn dann Experten aufmarschieren, allesamt im Sold dieser Bundesregierung (Zwischenruf des Abg. Vogl), und den Österreicherinnen und Österreichern erklären: Alles kein Problem, der Arbeitsmarkt kann das schon verkraften! – 500 000 Arbeitslose, 50 000 offene Stellen! (Abg. Schwentner: Sie haben die Rezepte!) Und die Alternative zu einer Beschäftigung, Herr Bundesminister, ist immer noch das Landen im Sozialsystem. Es gibt ja nur diese zwei Möglichkeiten: Wenn ich keine Beschäftigung finde, dann lande ich im Sozialsystem. Aber auch dort entstehen Kosten.
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Doppler.
Jetzt würde ich gerne wissen, wie Sie das alles finanzieren wollen, wo Sie doch wissen, dass das keine einmalige Entwicklung ist, sondern ich sage Ihnen jetzt einmal: Afrika ante portas! Das sind Dinge, die noch weitergehen werden in den nächsten Jahren, und da wünsche ich Ihnen viel Spaß mit Ihrer Schönfärberei. Aber den Österreicherinnen und Österreichern ist das Lachen in dem Zusammenhang schon vergangen. Für wen arbeiten Sie eigentlich, Herr Bundesminister? (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Doppler.)
Anhaltender Beifall bei der FPÖ.
Vor diesem Hintergrund kann ich verstehen, dass Sie schon den einen oder anderen Flucht- oder Absetzgedanken in Richtung Hofburg haben. Aber eines sage ich Ihnen auch dazu: Ihre Arbeitsmarktpolitik ist kein Empfehlungsschreiben dafür! (Anhaltender Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS sowie der Abg. Schatz – Ruf bei der FPÖ: Für die Regierung!
Abgeordneter Josef Muchitsch (SPÖ): Sehr geschätzte Frau Präsidentin! Sehr geschätzter Herr Minister! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Kein guter Start am zweiten Tag für die Beratungen beziehungsweise Beschlussfassungen des Budgets (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS sowie der Abg. Schatz – Ruf bei der FPÖ: Für die Regierung!), weil der Kollege Kickl hier etwas ganz Einfaches macht: Er stellt sich hier heraus, magaziniert so richtig auf und gibt Dinge von sich, die eigentlich nicht sehr fair sind, operiert mit Zahlen (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Die alle wahr sind!), die teilweise nicht stimmen und die letztendlich die Menschen in diesem Land verunsichern. (Abg. Hübner: Was ist da falsch bitte?! Fakten!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Die alle wahr sind!
Abgeordneter Josef Muchitsch (SPÖ): Sehr geschätzte Frau Präsidentin! Sehr geschätzter Herr Minister! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Kein guter Start am zweiten Tag für die Beratungen beziehungsweise Beschlussfassungen des Budgets (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS sowie der Abg. Schatz – Ruf bei der FPÖ: Für die Regierung!), weil der Kollege Kickl hier etwas ganz Einfaches macht: Er stellt sich hier heraus, magaziniert so richtig auf und gibt Dinge von sich, die eigentlich nicht sehr fair sind, operiert mit Zahlen (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Die alle wahr sind!), die teilweise nicht stimmen und die letztendlich die Menschen in diesem Land verunsichern. (Abg. Hübner: Was ist da falsch bitte?! Fakten!)
Abg. Hübner: Was ist da falsch bitte?! Fakten!
Abgeordneter Josef Muchitsch (SPÖ): Sehr geschätzte Frau Präsidentin! Sehr geschätzter Herr Minister! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Kein guter Start am zweiten Tag für die Beratungen beziehungsweise Beschlussfassungen des Budgets (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS sowie der Abg. Schatz – Ruf bei der FPÖ: Für die Regierung!), weil der Kollege Kickl hier etwas ganz Einfaches macht: Er stellt sich hier heraus, magaziniert so richtig auf und gibt Dinge von sich, die eigentlich nicht sehr fair sind, operiert mit Zahlen (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Die alle wahr sind!), die teilweise nicht stimmen und die letztendlich die Menschen in diesem Land verunsichern. (Abg. Hübner: Was ist da falsch bitte?! Fakten!)
Abg. Kickl: Und Sie sind gegen alles, was Opposition ist!
Ich habe seit gestern bei all diesen Redebeiträgen der Oppositionsparteien zugehört, und eines ist offensichtlich und ganz klar sichtbar: Egal, welche Partei in diesem Land Verantwortung übernimmt, ob das auf Gemeindeebene, Landesebene oder Bundesebene ist, die Oppositionsparteien sind einmal sowieso gegen alles (Abg. Kickl: Und Sie sind gegen alles, was Opposition ist!), sind kritisch und reden alles schlecht, was hier an Verantwortung übernommen wird. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Das ist Fakt, das ist eigentlich nicht fair und das ist eigentlich nicht richtig. (Abg. Walter Rosenkranz: Jetzt gehen wir zu den Zahlen!)
Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Ich habe seit gestern bei all diesen Redebeiträgen der Oppositionsparteien zugehört, und eines ist offensichtlich und ganz klar sichtbar: Egal, welche Partei in diesem Land Verantwortung übernimmt, ob das auf Gemeindeebene, Landesebene oder Bundesebene ist, die Oppositionsparteien sind einmal sowieso gegen alles (Abg. Kickl: Und Sie sind gegen alles, was Opposition ist!), sind kritisch und reden alles schlecht, was hier an Verantwortung übernommen wird. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Das ist Fakt, das ist eigentlich nicht fair und das ist eigentlich nicht richtig. (Abg. Walter Rosenkranz: Jetzt gehen wir zu den Zahlen!)
Abg. Walter Rosenkranz: Jetzt gehen wir zu den Zahlen!
Ich habe seit gestern bei all diesen Redebeiträgen der Oppositionsparteien zugehört, und eines ist offensichtlich und ganz klar sichtbar: Egal, welche Partei in diesem Land Verantwortung übernimmt, ob das auf Gemeindeebene, Landesebene oder Bundesebene ist, die Oppositionsparteien sind einmal sowieso gegen alles (Abg. Kickl: Und Sie sind gegen alles, was Opposition ist!), sind kritisch und reden alles schlecht, was hier an Verantwortung übernommen wird. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Das ist Fakt, das ist eigentlich nicht fair und das ist eigentlich nicht richtig. (Abg. Walter Rosenkranz: Jetzt gehen wir zu den Zahlen!)
Abg. Walter Rosenkranz: Danke!
Jetzt gehen wir zu den Zahlen, ja. (Abg. Walter Rosenkranz: Danke!) Ich kann mich nicht damit anfreunden, wenn es dann in den Medien heißt, die Opposition zerfetzt ein Budget. Kann man sich nicht hier herstellen und sagen (Ruf bei der FPÖ: Wo denn sonst hin?): Das ist gut gelöst, da sehen wir eine Chance, aber hier haben wir eine andere Meinung? – Kann man das nicht machen, wie wir es im Gemeinderat vielleicht noch besser leben als hier im Hohen Haus (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein – Abg. Kickl: Sagen Sie einmal etwas zu diesem Loch!), wo ein bisschen gegenseitiger Respekt vorhanden ist und wirklich konstruktive Politik gemacht wird?
Ruf bei der FPÖ: Wo denn sonst hin?
Jetzt gehen wir zu den Zahlen, ja. (Abg. Walter Rosenkranz: Danke!) Ich kann mich nicht damit anfreunden, wenn es dann in den Medien heißt, die Opposition zerfetzt ein Budget. Kann man sich nicht hier herstellen und sagen (Ruf bei der FPÖ: Wo denn sonst hin?): Das ist gut gelöst, da sehen wir eine Chance, aber hier haben wir eine andere Meinung? – Kann man das nicht machen, wie wir es im Gemeinderat vielleicht noch besser leben als hier im Hohen Haus (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein – Abg. Kickl: Sagen Sie einmal etwas zu diesem Loch!), wo ein bisschen gegenseitiger Respekt vorhanden ist und wirklich konstruktive Politik gemacht wird?
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein – Abg. Kickl: Sagen Sie einmal etwas zu diesem Loch!
Jetzt gehen wir zu den Zahlen, ja. (Abg. Walter Rosenkranz: Danke!) Ich kann mich nicht damit anfreunden, wenn es dann in den Medien heißt, die Opposition zerfetzt ein Budget. Kann man sich nicht hier herstellen und sagen (Ruf bei der FPÖ: Wo denn sonst hin?): Das ist gut gelöst, da sehen wir eine Chance, aber hier haben wir eine andere Meinung? – Kann man das nicht machen, wie wir es im Gemeinderat vielleicht noch besser leben als hier im Hohen Haus (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein – Abg. Kickl: Sagen Sie einmal etwas zu diesem Loch!), wo ein bisschen gegenseitiger Respekt vorhanden ist und wirklich konstruktive Politik gemacht wird?
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das ist eine Ansage!
Wir werden nicht und wir machen es auch nicht, Dinge schönzureden, was das Budget 2016 betrifft. Wir stehen vor großen Herausforderungen, wir reden diese Herausforderungen aber nicht schlecht, sondern wir versuchen, Lösungen zu finden. Und wir werden nicht alles an Lösungen schaffen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das ist eine Ansage!) Wir werden es auch nicht schaffen, 2016 alle Probleme zu lösen. (Abg. Kickl: Dann hören Sie wenigstens auf, die Probleme zu verschärfen!) Aber Fakt ist, was wir machen: Wir nehmen uns dieser Herausforderungen an. Wir versuchen, Lösungen zu finden.
Abg. Kickl: Dann hören Sie wenigstens auf, die Probleme zu verschärfen!
Wir werden nicht und wir machen es auch nicht, Dinge schönzureden, was das Budget 2016 betrifft. Wir stehen vor großen Herausforderungen, wir reden diese Herausforderungen aber nicht schlecht, sondern wir versuchen, Lösungen zu finden. Und wir werden nicht alles an Lösungen schaffen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das ist eine Ansage!) Wir werden es auch nicht schaffen, 2016 alle Probleme zu lösen. (Abg. Kickl: Dann hören Sie wenigstens auf, die Probleme zu verschärfen!) Aber Fakt ist, was wir machen: Wir nehmen uns dieser Herausforderungen an. Wir versuchen, Lösungen zu finden.
Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.
weisen Einführung des Bonus-Malus-Systems, wo wir nicht am Ende sind, zugegeben, aber wir beginnen damit. Wir beginnen mit einer Bewusstseinsbildung, ältere Menschen länger in Beschäftigung zu halten. (Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.)
Beifall bei SPÖ und NEOS sowie der Abg. Korun. – Abg. Kickl: Ein Asylant ist ein Asylberechtigter, der andere ist ein Asylwerber! – Zwischenruf des Abg. Zanger.
Der größte Bereich und die größte Herausforderung für 2016 – da gebe ich Ihnen recht, Kollege Kickl – ist der Arbeitsmarkt. Das ist die größte Herausforderung. Und diese Herausforderung stellt uns natürlich vor Probleme. Wenn Sie schon hier herkommen, sich hier herstellen und von 19 000 Asylanten sprechen – nehmen wir bitte die richtigen Begriffe! Es sind Asylberechtigte; Asylberechtigte, die einen Status haben, die ein Recht haben, dementsprechend am Arbeitsmarkt vermittelt zu werden. Vermischen Sie nicht Asylanten mit Asylwerbern und Asylberechtigten! (Beifall bei SPÖ und NEOS sowie der Abg. Korun. – Abg. Kickl: Ein Asylant ist ein Asylberechtigter, der andere ist ein Asylwerber! – Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Abg. Neubauer: Und du bist ein Gewerkschafter und tust nichts!
Jetzt kann man eines machen, jetzt kann man das machen, was Sie von der FPÖ machen: Sie stellen sich hier her und heulen mit den Wölfen – oder Sie bringen wirklich Punkte ein, die konstruktiv sind und die uns dabei helfen. (Abg. Neubauer: Und du bist ein Gewerkschafter und tust nichts!)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Das ist ein schöner Einwurf! Dann müsst ihr mir einmal sagen, was eure Leistungen sind; was eure Leistungen sind im Bereich Arbeitsmarkt (Zwischenrufe bei der SPÖ); was eure Leistungen sind, wo ihr Verantwortung übernehmt – wo ihr Wohnbaugelder in Oberösterreich kürzt, überall dort, wo ihr in politischer Verantwortung seid. (Abg. Kickl: Ihr habt nicht einmal das Vergabegesetz durchgebracht! Dein Kind! – Abg. Neubauer: Bei den Gehaltsverhandlungen seid ihr stark, …!)
Abg. Kickl: Ihr habt nicht einmal das Vergabegesetz durchgebracht! Dein Kind! – Abg. Neubauer: Bei den Gehaltsverhandlungen seid ihr stark, …!
Das ist ein schöner Einwurf! Dann müsst ihr mir einmal sagen, was eure Leistungen sind; was eure Leistungen sind im Bereich Arbeitsmarkt (Zwischenrufe bei der SPÖ); was eure Leistungen sind, wo ihr Verantwortung übernehmt – wo ihr Wohnbaugelder in Oberösterreich kürzt, überall dort, wo ihr in politischer Verantwortung seid. (Abg. Kickl: Ihr habt nicht einmal das Vergabegesetz durchgebracht! Dein Kind! – Abg. Neubauer: Bei den Gehaltsverhandlungen seid ihr stark, …!)
Abg. Kickl: Ja, ja!
Fakt ist, das Vergabegesetz ist im Fluss und mit der Unterstützung aller Parteien werden wir dieses Vergabegesetz auch zustande bringen. Davon bin ich überzeugt. (Abg. Kickl: Ja, ja!)
Abg. Kickl: Sagen Sie einmal etwas zu den Zahlen …!
Wissen Sie, der Unterschied ist: Wir stehen zu diesem Budget. Wir stehen zu diesem Sozialminister, weil er Verantwortung übernimmt, weil er von den insgesamt 77 Milliarden Budgetansatz den größten Bereich übernimmt. (Abg. Kickl: Sagen Sie einmal etwas zu den Zahlen …!) Und dieses Budget zeigt ganz klar in den Bereichen Arbeitsmarkt mit 8 Milliarden, Pensionen mit 11 Milliarden, Pflege mit 2,76 Milliarden eine soziale Kompetenz und eine soziale Gerechtigkeit. Dazu stehen wir. (Abg. Kassegger: … nur hohe Ausgaben!)
Abg. Kassegger: … nur hohe Ausgaben!
Wissen Sie, der Unterschied ist: Wir stehen zu diesem Budget. Wir stehen zu diesem Sozialminister, weil er Verantwortung übernimmt, weil er von den insgesamt 77 Milliarden Budgetansatz den größten Bereich übernimmt. (Abg. Kickl: Sagen Sie einmal etwas zu den Zahlen …!) Und dieses Budget zeigt ganz klar in den Bereichen Arbeitsmarkt mit 8 Milliarden, Pensionen mit 11 Milliarden, Pflege mit 2,76 Milliarden eine soziale Kompetenz und eine soziale Gerechtigkeit. Dazu stehen wir. (Abg. Kassegger: … nur hohe Ausgaben!)
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Loacker. – Abg. Heinzl – in Richtung FPÖ –: Das tut gut, wenn es einmal nicht eine Hetzrede gibt! Hassprediger!
Abschließend an die Adresse der Opposition: Nur mit Kritik und Polemik werden wir es nicht schaffen, die Probleme in diesem Land zu lösen! Deswegen ersuche ich Sie: Kommen Sie herunter auf die konstruktive und sachliche Ebene! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Loacker. – Abg. Heinzl – in Richtung FPÖ –: Das tut gut, wenn es einmal nicht eine Hetzrede gibt! Hassprediger!)
Abg. Kickl: Wissen Sie, was den Menschen Angst macht? – Die Politik dieser Bundesregierung!
Abgeordnete Mag. Judith Schwentner (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer! Herr Kickl, wie haben wir Sie vermisst! Eine Zeit lang waren wir verschont von Ihren Kapriolen-Reden, die Angst schüren ohne Ende und wo danach eigentlich nur Verunsicherung übrig bleibt. (Abg. Kickl: Wissen Sie, was den Menschen Angst macht? – Die Politik dieser Bundesregierung!) Der Herr Kickl war lange Zeit weg aus dem Parlament, aus den Ausschüssen, weil er offensichtlich in dubiose Geldflüsse einer Kärntner Werbeagentur involviert war – und es hat uns nichts gefehlt, muss ich dazusagen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der NEOS. – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der NEOS. – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.
Abgeordnete Mag. Judith Schwentner (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer! Herr Kickl, wie haben wir Sie vermisst! Eine Zeit lang waren wir verschont von Ihren Kapriolen-Reden, die Angst schüren ohne Ende und wo danach eigentlich nur Verunsicherung übrig bleibt. (Abg. Kickl: Wissen Sie, was den Menschen Angst macht? – Die Politik dieser Bundesregierung!) Der Herr Kickl war lange Zeit weg aus dem Parlament, aus den Ausschüssen, weil er offensichtlich in dubiose Geldflüsse einer Kärntner Werbeagentur involviert war – und es hat uns nichts gefehlt, muss ich dazusagen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der NEOS. – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Abg. Kickl: Ihre Naivität!
Sie machen den Menschen Angst und schlagen keine Lösungen vor. (Abg. Kickl: Ihre Naivität!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Krainer: Haben wir gerade gestern gemacht!
Aber eines möchte ich auch in Richtung des Kollegen Muchitsch sagen: Wir sind als Abgeordnete der Oppositionsparteien nicht hier, um jetzt drei Tage lang schönzureden, was im Budget steht, sondern sehr wohl die Finger auf die Wunden im Budget zu legen, darauf, wo wir finden, dass es andere Lösungen braucht – und auch Lösungsvorschläge zu machen. Es wäre gut getan, wenn auch die Regierungsparteien des Öfteren auf Vorschläge der Oppositionsparteien eingehen würden, diese hören und aufgreifen würden. Ich glaube, dann hätten wir ein lebendigeres Parlament und einen gelebteren Parlamentarismus. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Krainer: Haben wir gerade gestern gemacht!)
Beifall bei den Grünen.
Der Bereich Pflege ist nicht das größte Budget in Ihrem Ressort und ich freue mich, dass es ein bisschen aufgestockt wurde, nämlich um 50 Millionen €. Ich glaube nur, dass die Herausforderungen noch viel, viel größere sind und das derzeitige Budget weit überschreiten. Und da fehlt mir der politische Weitblick, nämlich der Weitblick, dafür zu sorgen – jetzt auch in Richtung Pflegefonds, der demnächst zwischen den Bundesländern ausgehandelt wird in der Artikel-15a-Vereinbarung und im Finanzausgleich –, dass Pflege von Bregenz bis Eisenstadt, von West nach Ost überall gleich gewährleistet wird, dass wir überall ähnliche Qualitätsstandards haben, dass wir Richtlinien haben, wie Menschen untergebracht werden, wie Menschen Betreuung in Anspruch nehmen können und so weiter. Das fehlt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Also ein bisschen mehr Einsatz über die Regierungsperiode hinaus, nicht nur in finanzieller Hinsicht, sondern auch in dem, was wir uns vorstellen, wie Menschen in diesem Land, die altern – und das tun wir alle –, im Alter dann auch gut gepflegt und versorgt sind! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Neubauer: … ÖVP! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.
Eines sei eingangs erwähnt: Es helfen uns hier weder rechte noch linke Parolen, um die Herausforderungen, die wir in diesem Bereich haben, zu bewältigen. (Abg. Neubauer: … ÖVP! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.) Es kann nur die Kraft der Mitte sein, meine Damen und Herren, die hier die richtigen Ansätze bringt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neubauer: Die Mitte ist aber da!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neubauer: Die Mitte ist aber da!
Eines sei eingangs erwähnt: Es helfen uns hier weder rechte noch linke Parolen, um die Herausforderungen, die wir in diesem Bereich haben, zu bewältigen. (Abg. Neubauer: … ÖVP! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.) Es kann nur die Kraft der Mitte sein, meine Damen und Herren, die hier die richtigen Ansätze bringt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neubauer: Die Mitte ist aber da!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Na wenn das so ist …!
Diese Bundesregierung hat in den letzten Monaten sehr wohl gezeigt, dass man hier die richtigen Maßstäbe setzt, gerade wenn man die Entwicklungen im Arbeitsmarktbereich hernimmt. Wir haben ungefähr eine Beschäftigungssteigerung um 30 000 Personen, wenn man das mit dem Vorjahr vergleicht; wir haben aber auch eine steigende Arbeitslosenzahl, und das jetzt seit Monaten, auch in etwa um 30 000 Personen. Wir haben jetzt einen Hoffnungsschimmer, wenn man die westlichen Bundesländer hernimmt, dort, wo jetzt der Anstieg bei der Arbeitslosigkeit stagniert, sogar leicht zurückgeht, sozusagen eine Trendumkehr eingeleitet ist. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Na wenn das so ist …!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Na nichts habt ihr gemacht!
Was hat die Regierung in den letzten Monaten gemacht, was wir auch mit dem Budget mitbeschließen? (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Na nichts habt ihr gemacht!) – Oh doch, wir haben ein Arbeitsmarktpaket beschlossen, gestern haben wir es beschlossen mit den Budgetbegleitgesetzen, wir haben eine Lohnnebenkostensenkung durchgeführt (Zwischenruf des Abg. Peter Wurm), es ist die Steuerreform beschlossen worden (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wunderwuzzi Steuerreform!), die das Wachstum ankurbeln wird in unserem Lande, die Wohnbauoffensive, auf die man sich geeinigt und verständigt hat.
Zwischenruf des Abg. Peter Wurm
Was hat die Regierung in den letzten Monaten gemacht, was wir auch mit dem Budget mitbeschließen? (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Na nichts habt ihr gemacht!) – Oh doch, wir haben ein Arbeitsmarktpaket beschlossen, gestern haben wir es beschlossen mit den Budgetbegleitgesetzen, wir haben eine Lohnnebenkostensenkung durchgeführt (Zwischenruf des Abg. Peter Wurm), es ist die Steuerreform beschlossen worden (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wunderwuzzi Steuerreform!), die das Wachstum ankurbeln wird in unserem Lande, die Wohnbauoffensive, auf die man sich geeinigt und verständigt hat.
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wunderwuzzi Steuerreform!
Was hat die Regierung in den letzten Monaten gemacht, was wir auch mit dem Budget mitbeschließen? (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Na nichts habt ihr gemacht!) – Oh doch, wir haben ein Arbeitsmarktpaket beschlossen, gestern haben wir es beschlossen mit den Budgetbegleitgesetzen, wir haben eine Lohnnebenkostensenkung durchgeführt (Zwischenruf des Abg. Peter Wurm), es ist die Steuerreform beschlossen worden (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wunderwuzzi Steuerreform!), die das Wachstum ankurbeln wird in unserem Lande, die Wohnbauoffensive, auf die man sich geeinigt und verständigt hat.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das ist alles in allem ein Paket mit einem ungefähren Plus von 60 000 Arbeitsplätzen in Österreich, und da kann man nicht davon sprechen, dass nichts gemacht wird. Ich möchte das hervorheben, meine Damen und Herren, es sind aus meiner Sicht die richtigen Maßnahmen, die hier im Parlament beschlossen werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Kassegger und Belakowitsch-Jenewein.
Die Frage bei den Pensionen ist, wie die langfristige Entwicklung des Bundesbeitrages ist. Das heißt, wie viel müssen wir vom Steuertopf für das Pensionssystem dazuzahlen? (Zwischenrufe der Abgeordneten Kassegger und Belakowitsch-Jenewein.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben einen Paragrafen im ASVG, nämlich den § 108e, wo fünf Parameter angesprochen werden, nämlich der Beitragssatz, der Steigerungsprozentsatz, das Antrittsalter, der Bundesbeitrag und die jährliche Pensionsanpassung. Und diese fünf Faktoren werden es aus meiner Sicht sein müssen, um das System wirklich auch nachhaltig gestalten zu können. Damit vor allem auch die Pensionen der nachkommenden Generationen, die ja das System mit ihren Beiträgen nach dem Umlageprinzip unterstützen, ausbezahlt werden können, muss es sein, dass eine zusätzliche Nachhaltigkeit in das System hineinkommt. Ich will das nicht schlechtreden, aber es wird notwendig sein, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Insgesamt aber ein gutes Budget, was den Bereich Arbeit und Soziales anlangt, das auch für die Zukunft entsprechend ausgestaltet ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Neubauer: Das ist ein falscher Schluss!
Anteil dessen steigen, was wir aus Steuermitteln zuschießen müssen. (Abg. Neubauer: Das ist ein falscher Schluss!)
Beifall bei den NEOS.
Das ist genau richtig, Kollege Neubauer! Ihre Pensionsmathematik, die ist wesentlich ärger als die vom Bundesminister, denn wenn man Ihre Vorschläge umsetzen würde, dann könnten wir jedes Jahr noch einmal 9 Milliarden € hineinbuttern. (Beifall bei den NEOS.) Ich würde den Finanzpolitikern in der FPÖ raten, sie sollen einmal mit ihren Sozialpolitikern reden. In Ihrer Fraktion weiß nämlich die Linke nicht, was die Rechte tut. Herrschaftszeiten!
Beifall bei den NEOS.
Abschließend möchte ich summieren: Die Sozialsysteme bei uns sind nicht nachhaltig ausgerichtet, weder in der Arbeitslosenversicherung noch in der Pensionsversicherung noch im Pflegebereich. Und das ist das Traurige an diesem Budget. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. Schatz.
Abgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Geschätzter Herr Kollege Loacker, ich denke, die beste Sozialpolitik ist auch eine gute Lohnpolitik, und deswegen müssen wir auch schauen, dass die Menschen gut verdienen. Wenn die Menschen gut verdienen, kommen auch mehr Beiträge in das System herein, und dann sind unsere Sozialsysteme auch nachhaltiger abgesichert. In diese Richtung, denke ich, müssen wir alle gemeinsam arbeiten. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. Schatz.)
Beifall und Bravoruf bei der SPÖ. – Abg. Neubauer – in Richtung der Abg. Königsberger-Ludwig –: Im Fernsehen haben Sie gesagt, Sie stimmen dagegen – dann haben Sie dafür gestimmt! – Abg. Königsberger-Ludwig: Das habe ich nicht gesagt!
Ich finde es auch wichtig und richtig, dass das Pflegegeld im Jahr 2016 um 2 Prozent für alle Pflegegeldbezieherinnen und -bezieher angehoben wird. Ein kleiner Beitrag, um das Pflegegeld wieder dahin zu bringen, dass sich Menschen ihre qualitätsvolle Pflege auch leisten können. Und im Budget – das ist mir auch ganz wichtig zu betonen – sind natürlich auch wieder Budgetposten für die Unterstützung der pflegenden Angehörigen enthalten. Wir haben den Unterstützungsfonds für pflegende Angehörige mit 12 Millionen € dotiert, wir haben für die 24-Stunden-Betreuung rund 80 Millionen € im Budget dotiert. Also ich denke, dass Bundesminister Hundstorfer mit diesem Budget wirklich beweist, dass ihm Pflege wichtig ist. Den Weitblick, den Sie ihm absprechen, spreche ich ihm auf jeden Fall zu. (Beifall und Bravoruf bei der SPÖ. – Abg. Neubauer – in Richtung der Abg. Königsberger-Ludwig –: Im Fernsehen haben Sie gesagt, Sie stimmen dagegen – dann haben Sie dafür gestimmt! – Abg. Königsberger-Ludwig: Das habe ich nicht gesagt!)
Beifall beim Team Stronach.
nister, es ist wichtig, auch für die österreichische Bevölkerung das Herz auf dem rechten Fleck zu haben und diesen Menschen zu helfen und für diese Menschen etwas zu machen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir vom Team Stronach haben einen völlig anderen Zugang. Wir würden es uns wünschen, dass das, wovon der ehemalige Vizekanzler der ÖVP gesprochen hat, von der „Entfesselung der Wirtschaft“, dass das tatsächlich endlich einmal stattfindet. Aber, meine geschätzten Damen und Herren, was ist anstelle der Entfesselung gekommen? Eine Knebelung, eine Kriminalisierung. Und dagegen verwahren wir uns! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Der Sozialstaat kostet aber auch Geld, Geld, das jeder einzelne Steuerzahler mit seinen vielen Steuern und Abgaben bezahlt. Aus diesem Grund, glaube ich, ist es legitim, dass wir sagen, dieser Sozialstaat hat Grenzen der Finanzierbarkeit und er braucht auch Grenzen. Wir können die Leute nicht unendlich mit Steuern und Abgaben belasten und dieses Geld wie in der Lotterie verteilen! (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Wöginger: Da ist auch der Dienstgeberbeitrag dabei!
Meine geschätzten Damen und Herren! Zu den Pensionen. Auch ein ganz wesentliches Element: Wie geht es den Menschen, die ein Leben lang hart gearbeitet haben, dann, wenn sie älter sind? Bei den Pensionen haben wir eine Schieflage, die so nicht zu akzeptieren ist! Während bei einem ASVG-Pensionisten der Staat rund 100 000 € zuschießt, sind es bei den Beamten noch immer 400 000 €, gerechnet auf die Zeitspanne, in der man in Pension ist. (Abg. Wöginger: Da ist auch der Dienstgeberbeitrag dabei!)
Beifall beim Team Stronach.
Griechenland hat uns gezeigt, dass es sehr wohl möglich ist, in hohe Pensionen einzugreifen, und ich möchte nicht, dass wir in Österreich mit Reformen so lange warten, so lange dahindümpeln, bis der Spargürtel dann für alle wirklich so eng geschnallt werden muss, dass die gesamte Bevölkerung darunter leidet. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In diesem Sinne ein Glückauf für die Menschen, die Pflege brauchen! Achten wir alle darauf, dass die Rahmenbedingungen passen, damit es diesen Menschen gut geht! (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Walter Rosenkranz: Das kennen wir schon! – Abg. Neubauer: Diesen Satz kennen wir schon seit fünf Jahren!
Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer: Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich habe zeitweise in der Debatte geglaubt, manche hier leben in einem anderen Land. (Abg. Walter Rosenkranz: Das kennen wir schon! – Abg. Neubauer: Diesen Satz kennen wir schon seit fünf Jahren!) Lassen Sie mich daher ein paar Dinge etwas zurechtrücken.
Abg. Auer: Das ist ein kleiner Unterschied!
Sehr geehrte Frau Abgeordnete Ing. Dietrich, es sind nicht 47 000 Obdachlose, es sind 14 600! Damit wir nur die gleiche Relation haben. (Abg. Auer: Das ist ein kleiner Unterschied!) Das ist ein kleiner Unterschied. Viele Firmen hätten das als Steigerungsraten ganz gern. (Abg. Lugar: „37 000“ hat sie gesagt!) Schauen Sie, es sind 14 600, die gemeldet sind, die registriert sind und die auch im Winter ihren Platz haben werden. Punkt, aus, Schluss, basta! Und es muss in Österreich kein Obdachloser sein Leben auf der Straße verbringen, außer er will es. (Abg. Lugar: Dann gehen Sie einmal in den Stadtpark und schauen Sie sich das an!)
Abg. Lugar: „37 000“ hat sie gesagt!
Sehr geehrte Frau Abgeordnete Ing. Dietrich, es sind nicht 47 000 Obdachlose, es sind 14 600! Damit wir nur die gleiche Relation haben. (Abg. Auer: Das ist ein kleiner Unterschied!) Das ist ein kleiner Unterschied. Viele Firmen hätten das als Steigerungsraten ganz gern. (Abg. Lugar: „37 000“ hat sie gesagt!) Schauen Sie, es sind 14 600, die gemeldet sind, die registriert sind und die auch im Winter ihren Platz haben werden. Punkt, aus, Schluss, basta! Und es muss in Österreich kein Obdachloser sein Leben auf der Straße verbringen, außer er will es. (Abg. Lugar: Dann gehen Sie einmal in den Stadtpark und schauen Sie sich das an!)
Abg. Lugar: Dann gehen Sie einmal in den Stadtpark und schauen Sie sich das an!
Sehr geehrte Frau Abgeordnete Ing. Dietrich, es sind nicht 47 000 Obdachlose, es sind 14 600! Damit wir nur die gleiche Relation haben. (Abg. Auer: Das ist ein kleiner Unterschied!) Das ist ein kleiner Unterschied. Viele Firmen hätten das als Steigerungsraten ganz gern. (Abg. Lugar: „37 000“ hat sie gesagt!) Schauen Sie, es sind 14 600, die gemeldet sind, die registriert sind und die auch im Winter ihren Platz haben werden. Punkt, aus, Schluss, basta! Und es muss in Österreich kein Obdachloser sein Leben auf der Straße verbringen, außer er will es. (Abg. Lugar: Dann gehen Sie einmal in den Stadtpark und schauen Sie sich das an!)
Abg. Lugar: Und das bei minus 5 Grad heute!
meisten wehtun können? Wenn Sie ihm einen Wohnungsschlüssel in die Hand drücken! Das ist auch ein Teil der Realität unseres Lebens. (Abg. Lugar: Und das bei minus 5 Grad heute!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Ja, aber ich war dort. Es ist eben ein bisschen ein Unterschied, ob man Sozialpolitik lebt, indem man falsche Zahlen behauptet oder indem man mit den Menschen auch unmittelbar spricht und arbeitet. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Peter Wurm: Ja, und dann fängt ihr neu an zu zählen, …!
Die BMS in Österreich wird im Durchschnitt 9,1 Monate bezogen. – Punkt. Diese Zahlen können Sie von allen Bezirkshauptmannschaften bekommen. Die Statistik Austria hat das endlich einmal alles zusammengeholt. 9,1 Monate ist der Durchschnittsbezug in Österreich. – Das ist einmal Punkt eins. (Abg. Peter Wurm: Ja, und dann fängt ihr neu an zu zählen, …!)
Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.
Es gibt auch die Kürzungen: Das Bundesland Wien hat voriges Jahr 9 300 Mal gekürzt, davon in über 1 000 Fällen auf null. Es wird schon hingeschaut! Es ist nicht so, dass man da wegschaut. (Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.) Natürlich gibt es Menschen, die in diesem System meinen, sie wollen es sich ein bisschen richten. (Abg. Katzian – in Richtung FPÖ –: Nachschauen! Da brauchst du keinen Zwischenruf machen! Ihr habt genug Unterlagen! Schaut nach!) Ja, ihr braucht euch ja nur anzuschauen, … (Abg. Krainer: Zuhören und lernen! – Abg. Katzian: Lesen! Dann braucht man nicht hineinschreien! – Abg. Walter Rosenkranz: Das ist aber zunehmend schwierig bei dieser Bildungspolitik! – Abg. Heinzl: Der Wichtige! Der Wichtige aus Krems! – Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen FPÖ und SPÖ.)
Abg. Katzian – in Richtung FPÖ –: Nachschauen! Da brauchst du keinen Zwischenruf machen! Ihr habt genug Unterlagen! Schaut nach!
Es gibt auch die Kürzungen: Das Bundesland Wien hat voriges Jahr 9 300 Mal gekürzt, davon in über 1 000 Fällen auf null. Es wird schon hingeschaut! Es ist nicht so, dass man da wegschaut. (Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.) Natürlich gibt es Menschen, die in diesem System meinen, sie wollen es sich ein bisschen richten. (Abg. Katzian – in Richtung FPÖ –: Nachschauen! Da brauchst du keinen Zwischenruf machen! Ihr habt genug Unterlagen! Schaut nach!) Ja, ihr braucht euch ja nur anzuschauen, … (Abg. Krainer: Zuhören und lernen! – Abg. Katzian: Lesen! Dann braucht man nicht hineinschreien! – Abg. Walter Rosenkranz: Das ist aber zunehmend schwierig bei dieser Bildungspolitik! – Abg. Heinzl: Der Wichtige! Der Wichtige aus Krems! – Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen FPÖ und SPÖ.)
Abg. Krainer: Zuhören und lernen! – Abg. Katzian: Lesen! Dann braucht man nicht hineinschreien! – Abg. Walter Rosenkranz: Das ist aber zunehmend schwierig bei dieser Bildungspolitik! – Abg. Heinzl: Der Wichtige! Der Wichtige aus Krems! – Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen FPÖ und SPÖ.
Es gibt auch die Kürzungen: Das Bundesland Wien hat voriges Jahr 9 300 Mal gekürzt, davon in über 1 000 Fällen auf null. Es wird schon hingeschaut! Es ist nicht so, dass man da wegschaut. (Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.) Natürlich gibt es Menschen, die in diesem System meinen, sie wollen es sich ein bisschen richten. (Abg. Katzian – in Richtung FPÖ –: Nachschauen! Da brauchst du keinen Zwischenruf machen! Ihr habt genug Unterlagen! Schaut nach!) Ja, ihr braucht euch ja nur anzuschauen, … (Abg. Krainer: Zuhören und lernen! – Abg. Katzian: Lesen! Dann braucht man nicht hineinschreien! – Abg. Walter Rosenkranz: Das ist aber zunehmend schwierig bei dieser Bildungspolitik! – Abg. Heinzl: Der Wichtige! Der Wichtige aus Krems! – Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen FPÖ und SPÖ.)
Weitere anhaltende Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
Meine Damen und Herren, schauen Sie, Sie können sich all diese Aussendungen ja anschauen. Es ist ja alles transparent, Sie können das alles selber nachlesen. Die Bezirksverwaltungsbehörden können alles tun. Aber ich nehme an, meine Damen und Herren, es … (Weitere anhaltende Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das ist eine gefährliche Drohung!
Punkt eins: Die Bezirksverwaltungsbehörden können also alles tun. Sie können auch heute schon – wir brauchen nichts zu ändern – Sachleistungen vergeben. Es ist alles möglich! Man muss nur die Artikel-15a-Vereinbarung richtig leben. Natürlich, nachdem sie ausläuft, werden wir sie weitergestalten, werden noch besser werden (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das ist eine gefährliche Drohung!), so wie wir uns auch bemühen, die Leute in den Arbeitsmarkt zu reintegrieren. Seitdem es die BMS gibt, haben wir immerhin 100 000 Menschen in den Arbeitsmarkt hineingebracht. Es sind genau 101 000.
Abg. Steinbichler: Im produktiven Bereich oder …?
Jetzt komme ich auch gleich zum Thema Asyl und asylberechtigte Asylwerber. – Ja, der österreichische Arbeitsmarkt steht vor einer massiven Herausforderung, gar keine Frage. Der österreichische Arbeitsmarkt steht deshalb vor einer massiven Herausforderung, weil ein paar Dinge gleichzeitig stattfinden. Wir haben 34 000 Jobs mehr in diesem Land als im Oktober des Vorjahres. 34 000 Jobs mehr! Wir haben den höchsten Beschäftigtenstand, seitdem es dieses Land gibt. – Ich sage es gleich dazu: eine Million Teilzeit; damit wir uns nicht missverstehen. (Abg. Steinbichler: Im produktiven Bereich oder …?)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Das, Herr Abgeordneter, ist genau das Niveau, das ich hier meine. Denn: Es wird jeder Mensch, der einen produktiven Job hat, als Beschäftigter gezählt. Und das sind immerhin 3,6 Millionen Menschen in diesem Land, die ihr Geld hier bekommen! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Kickl: Ja, so sind sie!
Wir sind hier also vollkommen transparent, und das führt natürlich zu Zahlen, die so sind, wie sie sind. (Abg. Kickl: Ja, so sind sie!)
Abg. Kickl: Man kann auch ein Populist sein, wenn man sagt, wir schaffen eh alles! Das ist auch Populismus!
Punkt drei: Erklären Sie den 300 000 Österreicherinnen und Österreichern, die im Ausland beschäftigt sind: Go home! Für die heißt es nämlich dann auch: Retour! Das sollten Sie, glaube ich, auch etwas mitbedenken. Ich gebe ja zu, Populisten haben es immer einfach. Populisten können sich hinstellen und sagen: Sektorale Schließung, und alles ist gut!, ganz genau wissend, dass mit der sektoralen Schließung das … (Abg. Kickl: Man kann auch ein Populist sein, wenn man sagt, wir schaffen eh alles! Das ist auch Populismus!)
Abg. Kickl: Aber wie wäre es denn, den Zulauf einmal zu bremsen oder zu stoppen? Kommt das in Ihren Überlegungen überhaupt vor?
die Integration zu ermöglichen. Das ist eine Herausforderung, das ist gar keine Frage, und zwar eine, die nicht von einem Tag auf den anderen zu bewältigen sein wird. (Abg. Kickl: Aber wie wäre es denn, den Zulauf einmal zu bremsen oder zu stoppen? Kommt das in Ihren Überlegungen überhaupt vor?)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wo denn?
Sie wissen doch selber ganz genau, dass durch die diversesten Aktivitäten an der EU-Außengrenze der Zuzug sich soundso stoppt. Das wissen Sie doch. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wo denn?) Und Sie wissen doch auch, dass wir zur Stunde viel weniger Anträge haben als noch vorige Woche. Das wissen Sie doch auch. (Abg. Kickl: Wie viele werden es heuer insgesamt sein?) Nach meiner Schätzung 80 000 Anträge. Anträge! – Da habe ich Ihnen keine neue Zahl genannt. Die Frau Innenministerin erzählt das jeden zweiten Tag. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: … 95 000, aber es macht nichts! Das sind alles Kinder!)
Abg. Kickl: Wie viele werden es heuer insgesamt sein?
Sie wissen doch selber ganz genau, dass durch die diversesten Aktivitäten an der EU-Außengrenze der Zuzug sich soundso stoppt. Das wissen Sie doch. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wo denn?) Und Sie wissen doch auch, dass wir zur Stunde viel weniger Anträge haben als noch vorige Woche. Das wissen Sie doch auch. (Abg. Kickl: Wie viele werden es heuer insgesamt sein?) Nach meiner Schätzung 80 000 Anträge. Anträge! – Da habe ich Ihnen keine neue Zahl genannt. Die Frau Innenministerin erzählt das jeden zweiten Tag. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: … 95 000, aber es macht nichts! Das sind alles Kinder!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: … 95 000, aber es macht nichts! Das sind alles Kinder!
Sie wissen doch selber ganz genau, dass durch die diversesten Aktivitäten an der EU-Außengrenze der Zuzug sich soundso stoppt. Das wissen Sie doch. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wo denn?) Und Sie wissen doch auch, dass wir zur Stunde viel weniger Anträge haben als noch vorige Woche. Das wissen Sie doch auch. (Abg. Kickl: Wie viele werden es heuer insgesamt sein?) Nach meiner Schätzung 80 000 Anträge. Anträge! – Da habe ich Ihnen keine neue Zahl genannt. Die Frau Innenministerin erzählt das jeden zweiten Tag. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: … 95 000, aber es macht nichts! Das sind alles Kinder!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: … einmal mit der Innenministerin reden!
Jetzt kommen wir zu den nächsten Zahlen. Von diesen Antragstellern sind 25 Prozent zwischen 0 und 15 Jahren. – Punkt eins. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: … einmal mit der Innenministerin reden!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wie viele?
Punkt zwei: Ja, es gibt natürlich eine gewisse Zahl von Menschen, die da sein werden, und diese Zahl wird lauten: im Laufe des Jahres 30 000. Und diese 30 000 bilden die Herausforderung. Diese 30 000 – die ja nicht auf einmal auftauchen, sondern so schnell eben die Verfahren gehen – sind unsere Challenge. Da gilt es, dass wir alle gemeinsam zusammenrücken. Das heißt, dass wir schauen: Wo können noch zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden?, denn ich habe zur Stunde, wo wir hier zusammensitzen und darüber diskutieren, in Westösterreich 3 700 freie Lehrstellen, und dies schon seit Langem. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wie viele?) 3 700 freie Lehrstellen, die schon lange frei sind! Deshalb haben wir ja auch zusätzlich im Konjunkturpaket versucht, Mittel zu gestalten, um für diese Lehrstellen auch Menschen dorthin zu bringen.
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Die sind nicht einmal pensionsversichert!
staltet für eine aktivierende Arbeitsmarktpolitik für die Asylberechtigten. Und wir haben auch noch ein Zusatzprogramm entwickelt. Dieses Zusatzprogramm ist ein sogenanntes freiwilliges Integrationsjahr, wofür ja auch die Rahmenbedingungen schon beschlossen worden sind. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Die sind nicht einmal pensionsversichert!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Stimmt ja!
Schauen Sie, jetzt kommt schon wieder „nicht einmal pensionsversichert“! (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Stimmt ja!) – Es geht doch hier darum, Menschen in einem freiwilligen Integrationsjahr eine Chance zu geben, sich zu integrieren! Genauso ist ja auch jemand, der das freiwillige Sozialjahr macht, nicht pensionsversichert. Aber für diese Personengruppen – und das werden wir umsetzen, das werden 1 000 Menschen sein, die in dieses freiwillige Integrationsjahr hineingehen – versuchen wir ganz einfach durch diese aktivierenden Maßnahmen die Integration zu beschleunigen.
Ironische Heiterkeit der Abgeordneten Loacker und Scherak.
Ich möchte, bevor ich zum Schluss komme, Folgendes noch einmal klarstellen: Bei den Pensionen, meine Damen und Herren, ist das System krisensicher, das System ist finanzierbar, wenn das eintritt, was immer schon notwendig war. – Und, Herr Abgeordneter Loacker, was Ihre Rede betrifft, die Sie hier gehalten haben, so würde ich Sie bitten, im Archiv nachzuschauen: Als die Beschlussfassung des ASVG 1955 erfolgte, ist von irgendjemandem aus diesem Plenum die gleiche Rede gehalten worden. – Nichts Neues! (Ironische Heiterkeit der Abgeordneten Loacker und Scherak.)
Abg. Pirklhuber: Das kann sich nicht ausgehen, wenn 1 400 …!
Dass natürlich bei zwei Gruppen von Pensionsversicherten eine spezielle Situation gegeben ist, ist klar: Die Bauern haben keine Chance, auf 100 Prozent Deckungsquote zu kommen (Abg. Pirklhuber: Das kann sich nicht ausgehen, wenn 1 400 …!) – nicht, weil sie nicht wollen, sondern, weil sich das von den Zahlen her ganz einfach nicht ausgehen kann, weil wir viel mehr pensionierte Bauern als noch aktive Bauern haben.
Abg. Pirklhuber: Aber die Höhe nicht!
1851/52 anders aufgebaut worden. Wir sind in einer Übergangsphase, und wir leben es in Wahrheit in dieser Übergangsphase aus, denn die Berechnungsmethode der Beamtenpensionen ist die gleiche wie im ASVG, ganz genau die gleiche. (Abg. Pirklhuber: Aber die Höhe nicht!) Demzufolge kommen auch in Zukunft bei den Beamtenpensionen die gleichen Höhen heraus wie im ASVG, ganz genau die gleichen, weil es die gleiche Berechnungsmethode ist. Aber wir leben in einem Übergangsmodell, und in diesem Übergangsmodell dauert es.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich war der einzige Minister, der sich getraut hat, Ihnen ein Sonderpensionsgesetz vorzulegen. Und mir zu unterstellen, ich habe nicht eingegriffen: Ich schicke Ihnen die Protestschreiben der Betroffenen! – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Gertrude Aubauer (ÖVP): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Ich nehme sehr gerne Ihren Appell auf. Wir werden die Herausforderungen der Zukunft nur dann bewältigen, wenn wir hier gemeinsam zusammenstehen. Das ist, glaube ich, eine wichtige Aussage. Wir sind da sehr gerne dabei. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die EU- und OECD-Experten sagen ja unisono, wir brauchen eine frühere Angleichung des Pensionsalters der Frauen an das der Männer, damit nämlich auch Frauen einmal eine eigenständige und höhere Pension bekommen können, sowie eine Koppelung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters an die Lebenserwartung, sodass wir, wenn wir länger leben, auch einen Teil davon länger arbeiten. Das wäre gerecht gegenüber den Jungen – ein Gerechtigkeitsmechanismus, das wäre fair. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Was sagt der Herr Finanzminister dazu?
Viele private Firmen bemühen sich sehr um ihre älteren Arbeitnehmer – sie schulen sie um, sie bilden sie weiter –, aber nicht alle. Es gibt etwa die Post, die zum Beispiel nicht versucht, Menschen länger im Betrieb zu halten: Nein, es werden erhöhte Abfertigungen angeboten (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Was sagt der Herr Finanzminister dazu?), und diese Golden Handshakes sind offensichtlich gar nicht so golden. – Ich zitiere aus der Austria Presse Agentur, eine Postlerin sagt: „Gesunde und leistungswillige Mitarbeiter werden zur Untätigkeit genötigt.“ (Abg. Kickl: Gibt es beim ORF auch!)
Abg. Kickl: Gibt es beim ORF auch!
Viele private Firmen bemühen sich sehr um ihre älteren Arbeitnehmer – sie schulen sie um, sie bilden sie weiter –, aber nicht alle. Es gibt etwa die Post, die zum Beispiel nicht versucht, Menschen länger im Betrieb zu halten: Nein, es werden erhöhte Abfertigungen angeboten (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Was sagt der Herr Finanzminister dazu?), und diese Golden Handshakes sind offensichtlich gar nicht so golden. – Ich zitiere aus der Austria Presse Agentur, eine Postlerin sagt: „Gesunde und leistungswillige Mitarbeiter werden zur Untätigkeit genötigt.“ (Abg. Kickl: Gibt es beim ORF auch!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Nicht schauen, sondern der Finanzminister …!
Meine Damen und Herren, wir werden mit Argusaugen schauen, ob auch wirklich keine einzige Person genötigt wird, diese Frühpension anzunehmen (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Nicht schauen, sondern der Finanzminister …!), denn es ist ja in der heutigen Zeit wirklich ein verheerendes Signal, dass wir ältere Mitarbeiter in die Frühpension drängen, da das ja letztendlich dann einmal die Allgemeinheit bezahlt. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Schatz.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Schatz.
Meine Damen und Herren, wir werden mit Argusaugen schauen, ob auch wirklich keine einzige Person genötigt wird, diese Frühpension anzunehmen (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Nicht schauen, sondern der Finanzminister …!), denn es ist ja in der heutigen Zeit wirklich ein verheerendes Signal, dass wir ältere Mitarbeiter in die Frühpension drängen, da das ja letztendlich dann einmal die Allgemeinheit bezahlt. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Schatz.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Sagen Sie das dem Finanzminister!
An die Adresse der Post: Ich fordere die Post auf, dieses unmoralische Angebot an ältere Mitarbeiter zurückzunehmen! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Sagen Sie das dem Finanzminister!)
Beifall bei der ÖVP.
Mein letzter Satz: In diesem Budget steckt sehr viel Positives drinnen: weniger Steuern zahlen, gute Aussichten. Wenn wir noch einige Reformen schaffen, dann bringen wir dieses unser Österreich wieder ganz an die Spitze. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Bundesminister Hundstorfer: Habe ich nicht gesagt!
Herr Bundesminister Hundstorfer, Sie haben sich heute hier hergestellt und haben uns erzählt, wie großartig nicht alles ist: Es wurden im letzten Jahr 34 000 zusätzliche Jobs geschaffen, die Arbeitslosigkeit geht, haben Sie, glaube ich, gesagt, spätestens im Jänner in Salzburg zurück. Nächsten Monat geht sie dann schon in Vorarlberg und Tirol zurück – also eigentlich alles wundervoll. (Bundesminister Hundstorfer: Habe ich nicht gesagt!) – Haben Sie nicht gesagt? (Bundesminister Hundstorfer: Habe ich nicht gesagt, nein!) – Dann habe ich mich verhört. Aber Sie haben gesagt, es geht zurück. (Bundesminister Hundstorfer: Ja, in den drei Ländern, aber nicht im Rest! Habe ich nicht gesagt!) – Habe ich eh gesagt: die drei Länder! Habe ich ja gesagt. (Bundesminister Hundstorfer: Hören Sie zu, bevor Sie …!) – Horchen Sie zu! Ich habe gerade gesagt, Sie haben gesagt, in Salzburg im Jänner und in Vorarlberg und Tirol demnächst, also im Dezember wahrscheinlich schon; also es ist eigentlich alles wundervoll, was Sie hier erzählen.
Bundesminister Hundstorfer: Habe ich nicht gesagt, nein!
Herr Bundesminister Hundstorfer, Sie haben sich heute hier hergestellt und haben uns erzählt, wie großartig nicht alles ist: Es wurden im letzten Jahr 34 000 zusätzliche Jobs geschaffen, die Arbeitslosigkeit geht, haben Sie, glaube ich, gesagt, spätestens im Jänner in Salzburg zurück. Nächsten Monat geht sie dann schon in Vorarlberg und Tirol zurück – also eigentlich alles wundervoll. (Bundesminister Hundstorfer: Habe ich nicht gesagt!) – Haben Sie nicht gesagt? (Bundesminister Hundstorfer: Habe ich nicht gesagt, nein!) – Dann habe ich mich verhört. Aber Sie haben gesagt, es geht zurück. (Bundesminister Hundstorfer: Ja, in den drei Ländern, aber nicht im Rest! Habe ich nicht gesagt!) – Habe ich eh gesagt: die drei Länder! Habe ich ja gesagt. (Bundesminister Hundstorfer: Hören Sie zu, bevor Sie …!) – Horchen Sie zu! Ich habe gerade gesagt, Sie haben gesagt, in Salzburg im Jänner und in Vorarlberg und Tirol demnächst, also im Dezember wahrscheinlich schon; also es ist eigentlich alles wundervoll, was Sie hier erzählen.
Bundesminister Hundstorfer: Ja, in den drei Ländern, aber nicht im Rest! Habe ich nicht gesagt!
Herr Bundesminister Hundstorfer, Sie haben sich heute hier hergestellt und haben uns erzählt, wie großartig nicht alles ist: Es wurden im letzten Jahr 34 000 zusätzliche Jobs geschaffen, die Arbeitslosigkeit geht, haben Sie, glaube ich, gesagt, spätestens im Jänner in Salzburg zurück. Nächsten Monat geht sie dann schon in Vorarlberg und Tirol zurück – also eigentlich alles wundervoll. (Bundesminister Hundstorfer: Habe ich nicht gesagt!) – Haben Sie nicht gesagt? (Bundesminister Hundstorfer: Habe ich nicht gesagt, nein!) – Dann habe ich mich verhört. Aber Sie haben gesagt, es geht zurück. (Bundesminister Hundstorfer: Ja, in den drei Ländern, aber nicht im Rest! Habe ich nicht gesagt!) – Habe ich eh gesagt: die drei Länder! Habe ich ja gesagt. (Bundesminister Hundstorfer: Hören Sie zu, bevor Sie …!) – Horchen Sie zu! Ich habe gerade gesagt, Sie haben gesagt, in Salzburg im Jänner und in Vorarlberg und Tirol demnächst, also im Dezember wahrscheinlich schon; also es ist eigentlich alles wundervoll, was Sie hier erzählen.
Bundesminister Hundstorfer: Hören Sie zu, bevor Sie …!
Herr Bundesminister Hundstorfer, Sie haben sich heute hier hergestellt und haben uns erzählt, wie großartig nicht alles ist: Es wurden im letzten Jahr 34 000 zusätzliche Jobs geschaffen, die Arbeitslosigkeit geht, haben Sie, glaube ich, gesagt, spätestens im Jänner in Salzburg zurück. Nächsten Monat geht sie dann schon in Vorarlberg und Tirol zurück – also eigentlich alles wundervoll. (Bundesminister Hundstorfer: Habe ich nicht gesagt!) – Haben Sie nicht gesagt? (Bundesminister Hundstorfer: Habe ich nicht gesagt, nein!) – Dann habe ich mich verhört. Aber Sie haben gesagt, es geht zurück. (Bundesminister Hundstorfer: Ja, in den drei Ländern, aber nicht im Rest! Habe ich nicht gesagt!) – Habe ich eh gesagt: die drei Länder! Habe ich ja gesagt. (Bundesminister Hundstorfer: Hören Sie zu, bevor Sie …!) – Horchen Sie zu! Ich habe gerade gesagt, Sie haben gesagt, in Salzburg im Jänner und in Vorarlberg und Tirol demnächst, also im Dezember wahrscheinlich schon; also es ist eigentlich alles wundervoll, was Sie hier erzählen.
Beifall bei der FPÖ.
Gleichzeitig haben Sie gesagt, in diesen drei Ländern, von denen Sie hier sprechen, gibt es 3 700 offene Lehrstellen. Da werden Sie jetzt dann die Asylwerber hinschicken, die werden das dann alles machen! Ein wundervolles System! Das haben Sie schon 2012 eingeführt. Seit dem Jahr 2012 können Asylwerber im Alter von bis zu 25 Jahren eine Lehre absolvieren. Ein „unheimlich“ erfolgreiches Modell, Herr Bundesminister! Bis zum heutigen Tag haben das 245 Personen gewesen in Anspruch genommen, und mehr als die Hälfte hat vorzeitig aufgehört. Also mit denen werden Sie diese 3 700 Lehrstellen nicht besetzen können, das wissen Sie ganz genau, aber Sie sagen halt einmal, wie großartig Sie da diese Leistung bringen werden! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Loacker: Wir sind bei Sozialpolitik, nicht …!
Einen Satz von Ihnen habe ich auch so ein bisschen im Hinterkopf: Sie haben von mannigfachen Tätigkeiten an den EU-Außengrenzen gesprochen. – Was da passieren soll – mannigfach –, ist mir nicht ganz klar. Außerdem sind diese Woche weniger Asylwerber nach Österreich gekommen als noch vor einer Woche. (Abg. Loacker: Wir sind bei Sozialpolitik, nicht …!) Ja, das wissen wir schon, dass das immer in Wellenbewegungen kommt.
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundesminister, ich werde jetzt mit Ihnen hier nicht darüber diskutieren, aber die Frau Innenministerin hat auch gestern wieder gesagt, sie erwartet, dass im heurigen Jahr insgesamt 95 000 Personen um Asyl ansuchen werden. 80 Prozent davon sind junge Männer, das heißt, Ihre Rechnung mit den 25 Prozent Kindern kann sich schon einmal gar nicht mehr ausgehen. Das heißt, es strömt eine ganz große Masse auf einen Arbeitsmarkt, auf dem es aber gar keine Arbeitsplätze gibt. Und Sie erzählen uns jetzt in Ihrem Budget etwas von irgendwelchen Phantomzahlen, die schieben Sie einmal hin, dann schieben Sie sie zurück, dann nehmen wir dort 50 Millionen, und wenn das nicht reicht, nehmen wir denen eben noch zusätzlich 20 Millionen weg, dann haben wir da 70 Millionen. – Da geht es hin und her! Dieses ganze Budget ist in keiner Weise irgendwie übersichtlich. Sie erzählen hier irgendetwas, schmeißen mit Millionenbeträgen herum: Das funktioniert nicht, Herr Bundesminister, und das wissen Sie ganz genau! Es klafft hier eine Lücke. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Krist.
Ich weiß schon, dass Sie natürlich hoffen, dass wir recht viele dieser Asylwerber nach Deutschland weiterschicken. Das ist ja sozusagen das Ziel unserer österreichischen Bundesregierung. Nur, auch dort wird es nicht machbar sein. Deutschland hat derzeit 3 Millionen Arbeitslose und 600 000 offene Stellen. Also wenn Sie sich erhoffen und erwarten, dass wir von dort die große Hilfe bekommen, Herr Bundesminister, dann liegen Sie falsch. Auch dort ist die Situation ähnlich. Es ist also nicht so, dass die Arbeitsplätze wie die Schwammerl aus dem Boden sprießen. (Zwischenruf des Abg. Krist.)
Beifall bei der FPÖ.
Und jetzt stellen Sie sich hier her und sagen, das geht alles nicht. Ich habe es Ihnen schon einmal gesagt: Mit diesem Schmäh brauchen Sie nicht mehr zu kommen, denn das EU-Gesetz wird jeden Tag gebrochen, und Sie sind Teil dieser Bundesregierung. Sie brechen mit. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dann geht es noch weiter – Ihre ganze Rede war so etwas von wirr –, dann haben Sie gesagt, wir stehen vor gesamteuropäischen Herausforderungen. Wer ist denn dieses Gesamteuropa? Wer gehört denn dazu? Das ist ja keine homogene Einheit! Wie schaut es denn in Polen aus? Die machen das doch ganz anders als wir! Warum muss Österreich immer auf der falschen Seite sein? Herr Bundesminister, warum können wir nicht auch einmal sagen: Nein, es geht nicht mehr, es ist dicht!? – Keine Chance! (Beifall bei der FPÖ.)
Bundesminister Hundstorfer: Nein, falsch!
Wissen Sie, dann kommen Sie immer mit Ihren traurig-rührseligen Geschichten daher, wenn wir jetzt die sektorale Arbeitsmarktschließung haben, dann müssen sämtliche Arbeitnehmer aus Österreich, die jetzt in irgendeinem anderen EU-Land arbeiten, sofort ihren Job aufgeben und zurück nach Österreich. – Wie kommen Sie denn eigentlich darauf? Austausch hat es schon früher gegeben, vor der Arbeitnehmerfreizügigkeit. Sie haben, glaube ich, gesagt – nicht dass Sie mir jetzt gleich wieder sagen, ich muss zuhören! –, 30 000 Österreicher arbeiten in Deutschland. Habe ich das jetzt richtig gesagt? (Bundesminister Hundstorfer: Nein, falsch!) – Falsch? Na dann sagen Sie es noch einmal! (Bundesminister Hundstorfer: Nein danke! Die Nachhilfestunde kriegen Sie heute nicht!) – Gut. Sehen Sie, genau so ist es. (Rufe bei der FPÖ: 60 000!) – 60 000 waren es.
Bundesminister Hundstorfer: Nein danke! Die Nachhilfestunde kriegen Sie heute nicht!
Wissen Sie, dann kommen Sie immer mit Ihren traurig-rührseligen Geschichten daher, wenn wir jetzt die sektorale Arbeitsmarktschließung haben, dann müssen sämtliche Arbeitnehmer aus Österreich, die jetzt in irgendeinem anderen EU-Land arbeiten, sofort ihren Job aufgeben und zurück nach Österreich. – Wie kommen Sie denn eigentlich darauf? Austausch hat es schon früher gegeben, vor der Arbeitnehmerfreizügigkeit. Sie haben, glaube ich, gesagt – nicht dass Sie mir jetzt gleich wieder sagen, ich muss zuhören! –, 30 000 Österreicher arbeiten in Deutschland. Habe ich das jetzt richtig gesagt? (Bundesminister Hundstorfer: Nein, falsch!) – Falsch? Na dann sagen Sie es noch einmal! (Bundesminister Hundstorfer: Nein danke! Die Nachhilfestunde kriegen Sie heute nicht!) – Gut. Sehen Sie, genau so ist es. (Rufe bei der FPÖ: 60 000!) – 60 000 waren es.
Rufe bei der FPÖ: 60 000!
Wissen Sie, dann kommen Sie immer mit Ihren traurig-rührseligen Geschichten daher, wenn wir jetzt die sektorale Arbeitsmarktschließung haben, dann müssen sämtliche Arbeitnehmer aus Österreich, die jetzt in irgendeinem anderen EU-Land arbeiten, sofort ihren Job aufgeben und zurück nach Österreich. – Wie kommen Sie denn eigentlich darauf? Austausch hat es schon früher gegeben, vor der Arbeitnehmerfreizügigkeit. Sie haben, glaube ich, gesagt – nicht dass Sie mir jetzt gleich wieder sagen, ich muss zuhören! –, 30 000 Österreicher arbeiten in Deutschland. Habe ich das jetzt richtig gesagt? (Bundesminister Hundstorfer: Nein, falsch!) – Falsch? Na dann sagen Sie es noch einmal! (Bundesminister Hundstorfer: Nein danke! Die Nachhilfestunde kriegen Sie heute nicht!) – Gut. Sehen Sie, genau so ist es. (Rufe bei der FPÖ: 60 000!) – 60 000 waren es.
Ruf bei der SPÖ: Das tun Sie!
Herr Bundesminister, wissen Sie, in Deutschland haben Menschen aus Österreich schon gearbeitet, da waren wir noch lange nicht bei der EU! Sie vermischen permanent Äpfel mit Birnen. (Ruf bei der SPÖ: Das tun Sie!) In Wirklichkeit ist dieses Budget eine Bankrotterklärung. Sie haben überhaupt keinen Ansatz für diesen Arbeitsmarkt. Die Arbeits-
Abg. Lueger: Wovon reden Sie? Das versteht kein Mensch!
Wenn wir uns das AMS anschauen: Die Kurse sind Sie jetzt heruntergefahren, aber in dem ganzen AMS haben Sie nur Häuptlinge, aber keine Indianer mehr. Wenn man sich anschaut, wie viele Geschäftsleiter es da gibt: in jedem Bundesland natürlich paritätisch besetzt einen Roten und einen Schwarzen, die alle enorme Einkünfte haben. Da ist Geld da. Da braucht man sich keine Sorgen zu machen. (Abg. Lueger: Wovon reden Sie? Das versteht kein Mensch!) – Wovon ich rede? Horchen Sie zu, Frau Kollegin Lueger, ich weiß schon, in Ihrer kleinen roten Welt ist alles in Ordnung. Die halbe Million an Beschäftigungslosen interessiert Sie nicht. Das haben wir auch schon beim Herrn Bundesminister bemerkt. Wir haben eine halbe Million Arbeitslose!
Abg. Lueger: Wer sagt das? Wer sagt, dass das nicht funktioniert?
Herr Bundesminister, Sie geben selbst Antworten in schriftlichen Anfragebeantwortungen und stellen sich dann hier her und reden etwas ganz anderes! Das ist das Problem, genau das ist es! Sie reden von Lehrstellen, die Sie besetzen wollen. – Das funktioniert nicht. Sie reden von den hoch qualifizierten Asylwerbern. – Das funktioniert nicht. (Abg. Lueger: Wer sagt das? Wer sagt, dass das nicht funktioniert?) Und Sie reden von den AMS-Schulungen. – Dafür ist kein Geld mehr da. (Abg. Krist: In Ihrer kleinen Welt funktioniert das vielleicht nicht!)
Abg. Krist: In Ihrer kleinen Welt funktioniert das vielleicht nicht!
Herr Bundesminister, Sie geben selbst Antworten in schriftlichen Anfragebeantwortungen und stellen sich dann hier her und reden etwas ganz anderes! Das ist das Problem, genau das ist es! Sie reden von Lehrstellen, die Sie besetzen wollen. – Das funktioniert nicht. Sie reden von den hoch qualifizierten Asylwerbern. – Das funktioniert nicht. (Abg. Lueger: Wer sagt das? Wer sagt, dass das nicht funktioniert?) Und Sie reden von den AMS-Schulungen. – Dafür ist kein Geld mehr da. (Abg. Krist: In Ihrer kleinen Welt funktioniert das vielleicht nicht!)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundesminister, dieses Budget ist in keiner Weise durchdacht. Da ist überhaupt kein Plan dahinter. Ich sage es Ihnen ganz ehrlich: Damit haben Sie sich in Wirklichkeit selbst disqualifiziert. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kickl: Warum heizen Sie es dann zusätzlich an? Sie heizen es zusätzlich an! Das ist das Problem! Sie verstehen es nicht!
Abgeordneter Erwin Spindelberger (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Kollegin Belakowitsch-Jenewein, ich finde es beschämend, mit welchem Zynismus, mit welcher Polemik Sie dieses heikle Thema angegangen sind, denn wir brauchen niemandem zu erklären, wie schwierig die arbeitsmarktpolitische Situation in Österreich ist, und das hat niemand, auch nicht der Herr Minister, schöngeredet. (Abg. Kickl: Warum heizen Sie es dann zusätzlich an? Sie heizen es zusätzlich an! Das ist das Problem! Sie verstehen es nicht!) Das ist ja genau der Punkt: Sie reden nur immer blöd daher. Im Gegensatz zu Ihnen hat die Bundesregierung viele arbeitsmarktpolitische Akzente gesetzt, um dieses Problems überhaupt Herr zu werden. (Abg. Kickl: Was heißt „Herr werden“? Sie sind ja nur ein Passagier!) – Quatschen Sie nicht immer blöd dazwischen! (Beifall bei der SPÖ. – He-Rufe bei der FPÖ.)
Abg. Kickl: Was heißt „Herr werden“? Sie sind ja nur ein Passagier!
Abgeordneter Erwin Spindelberger (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Kollegin Belakowitsch-Jenewein, ich finde es beschämend, mit welchem Zynismus, mit welcher Polemik Sie dieses heikle Thema angegangen sind, denn wir brauchen niemandem zu erklären, wie schwierig die arbeitsmarktpolitische Situation in Österreich ist, und das hat niemand, auch nicht der Herr Minister, schöngeredet. (Abg. Kickl: Warum heizen Sie es dann zusätzlich an? Sie heizen es zusätzlich an! Das ist das Problem! Sie verstehen es nicht!) Das ist ja genau der Punkt: Sie reden nur immer blöd daher. Im Gegensatz zu Ihnen hat die Bundesregierung viele arbeitsmarktpolitische Akzente gesetzt, um dieses Problems überhaupt Herr zu werden. (Abg. Kickl: Was heißt „Herr werden“? Sie sind ja nur ein Passagier!) – Quatschen Sie nicht immer blöd dazwischen! (Beifall bei der SPÖ. – He-Rufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – He-Rufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Erwin Spindelberger (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Kollegin Belakowitsch-Jenewein, ich finde es beschämend, mit welchem Zynismus, mit welcher Polemik Sie dieses heikle Thema angegangen sind, denn wir brauchen niemandem zu erklären, wie schwierig die arbeitsmarktpolitische Situation in Österreich ist, und das hat niemand, auch nicht der Herr Minister, schöngeredet. (Abg. Kickl: Warum heizen Sie es dann zusätzlich an? Sie heizen es zusätzlich an! Das ist das Problem! Sie verstehen es nicht!) Das ist ja genau der Punkt: Sie reden nur immer blöd daher. Im Gegensatz zu Ihnen hat die Bundesregierung viele arbeitsmarktpolitische Akzente gesetzt, um dieses Problems überhaupt Herr zu werden. (Abg. Kickl: Was heißt „Herr werden“? Sie sind ja nur ein Passagier!) – Quatschen Sie nicht immer blöd dazwischen! (Beifall bei der SPÖ. – He-Rufe bei der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Aber was machen wir dagegen? – Zwischenruf des Abg. Kickl.
Für mich ist bei dieser ganzen Entwicklung etwas ganz anderes bedenklich – Kollege Wöginger hat es ja auch angeschnitten –, nämlich dass bereits in mehr als 30 Prozent der Betriebe kein einziger Arbeitnehmer/keine einzige Arbeitnehmerin mehr beschäftigt wird, die über 55 Jahre alt ist. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Aber was machen wir dagegen? – Zwischenruf des Abg. Kickl.) Das kann es doch nicht sein! Zuerst rackern sich die Beschäftigten bis zum Umfallen dort ab, machen Überstunden noch und nöcher – im Vorjahr wurden 270 Millionen Überstunden geleistet –, und wenn sie nicht mehr die volle Leistung bringen können, bekommen sie den berühmten Tritt in den Hintern. Das kann es nicht sein. Das ist nicht das Wahrnehmen jener Verantwortung, die die Unternehmer als sogenannte Sozialpartner innehaben.
Beifall bei der SPÖ.
Ich weiß, dass wir, was die Beschäftigung anlangt, nach wie vor vor enormen Herausforderungen stehen, aber da müssen wir gemeinsam die Ärmel aufkrempeln, und wir dürfen auch nicht so tun, als ob das Budget die alleinige Ursache für das Übel wäre. – Das ist es nicht! Reden wir ohne Tabu darüber – dich, Kollege Wöginger, möchte ich konkret ansprechen –, wie wir die Finanzierung des Gesundheits- und Sozialsystems auf neue Beine stellen können! Da müssen wir über innovative Arbeitszeitverkürzungsmodelle genauso reden wie über Wertschöpfungsabgaben und über Vermögenssteuern. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
Ständig nur davon zu reden, dass man wieder die Daumenschrauben bei den ASVG-PensionistInnen ansetzen will, während für die Beamten – Herr Minister, das ist auch an dich gerichtet! – hier in diesem Saal eine 45-jährige Übergangsfrist beschlossen wurde, das kann es auch nicht sein. Ich habe nämlich persönlich kein Verständnis dafür, dass ein Hackler, der 47 Jahre lang brav arbeitet und 47 Jahre lang brav seine Beiträge zahlt, jetzt wiederum zum Handkuss kommen soll. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Abg. Heinzl: Ja!
In Anbetracht dieser Situation frage ich Sie, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien: Sind Sie wirklich der Meinung, dass Sie alles getan haben, was Sie tun können, um diese Arbeitslosigkeit zu bekämpfen (Abg. Heinzl: Ja!) und um die Arbeitssuchenden bestmöglich zu unterstützen? (Abg. Heinzl: Ja!) Sind Sie der Meinung, dass Sie alles getan haben, was Ihnen möglich ist? (Beifall bei den Grünen. – Abg. Heinzl: Was haben Sie dazu beigetragen?)
Abg. Heinzl: Ja!
In Anbetracht dieser Situation frage ich Sie, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien: Sind Sie wirklich der Meinung, dass Sie alles getan haben, was Sie tun können, um diese Arbeitslosigkeit zu bekämpfen (Abg. Heinzl: Ja!) und um die Arbeitssuchenden bestmöglich zu unterstützen? (Abg. Heinzl: Ja!) Sind Sie der Meinung, dass Sie alles getan haben, was Ihnen möglich ist? (Beifall bei den Grünen. – Abg. Heinzl: Was haben Sie dazu beigetragen?)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Heinzl: Was haben Sie dazu beigetragen?
In Anbetracht dieser Situation frage ich Sie, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien: Sind Sie wirklich der Meinung, dass Sie alles getan haben, was Sie tun können, um diese Arbeitslosigkeit zu bekämpfen (Abg. Heinzl: Ja!) und um die Arbeitssuchenden bestmöglich zu unterstützen? (Abg. Heinzl: Ja!) Sind Sie der Meinung, dass Sie alles getan haben, was Ihnen möglich ist? (Beifall bei den Grünen. – Abg. Heinzl: Was haben Sie dazu beigetragen?)
Abg. Bösch: Die Grenzen schließen zum Beispiel!
Auch da muss ich Sie wieder fragen: Tut diese Regierung, tun Sie von den Regierungsparteien alles, was Ihnen möglich ist, um für mehr Arbeitsplätze zu sorgen? (Abg. Bösch: Die Grenzen schließen zum Beispiel!) Wie beantworten Sie diese Frage, meine Damen und Herren? (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Auch da muss ich Sie wieder fragen: Tut diese Regierung, tun Sie von den Regierungsparteien alles, was Ihnen möglich ist, um für mehr Arbeitsplätze zu sorgen? (Abg. Bösch: Die Grenzen schließen zum Beispiel!) Wie beantworten Sie diese Frage, meine Damen und Herren? (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wie entstehen Arbeitsplätze? – Erster Punkt: durch Investitionen, durch öffentliche Investitionen. Sie werden auf das Wohnbaupaket verweisen. Ich hoffe, es kommt, nachdem es drei Jahre versprochen war. Aber wenn Sie die Kommentare der Experten und Expertinnen ernst nehmen: Was sagen die? – Natürlich brauchen wir die Wohnungen, das Wohnbaupaket ist gut, aber diese Arbeitsplätze poppen auf, und wenn die Baustelle weg ist, sind sie auch wieder weg. Wir brauchen Arbeitsplätze, die nachhaltig existieren. Wir brauchen Investitionen für Jobs im Bereich der Pflege und Betreuung. Da gibt es einen hohen Bedarf, und diese Investitionen sind arbeitsplatzwirksam. Wir brauchen Investitionen im Bereich der Energiewende. Und was machen Sie? – Sie kürzen bei der thermischen Sanierung! Dadurch gehen Tausende Arbeitsplätze wieder verloren. Das kann es doch nicht sein, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Neubauer: Noch mehr Steuern? Super!
Es ist völlig klar: Der Faktor Arbeit muss entlastet werden, aber nicht so, wie Sie das angehen, sondern mit einer wirklichen Steuerstrukturreform: Faktor Arbeit entlasten, gegenfinanzieren mit Ökosteuern und vermögensbezogenen Steuern. – So gehört das gemacht, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neubauer: Noch mehr Steuern? Super!)
Abg. Neubauer: Bei der Bank Austria wäre es gut momentan!
Sie am meisten? Wer profitiert am meisten von dieser Steuerreform? – Die, die am meisten verdienen in diesem Land! Und was werden die mit dem zusätzlichen Geld tun? – Entweder sie bringen es auf die Sparkasse, oder sie investieren es in Auslandsreisen. Na, das wirkt super auf unsere Konjunktur! (Abg. Neubauer: Bei der Bank Austria wäre es gut momentan!)
Abg. Tamandl: Die Negativsteuer wurde um 300 € erhöht! Wie das zu wenig ist, das weiß ich nicht!
Stattdessen wäre es notwendig gewesen, den untersten Einkommen mehr zu geben. Wir alle wissen, dort gibt es ein hohes Konsumbedürfnis. Das da investierte Geld fließt eins zu eins in den Konsum und damit in die Konjunktur. (Abg. Tamandl: Die Negativsteuer wurde um 300 € erhöht! Wie das zu wenig ist, das weiß ich nicht!)
Beifall bei den Grünen.
Herr Abgeordneter Muchitsch – jetzt ist er nicht mehr da –, wir sagen nicht, es ist alles schlecht, aber Sie machen einfach zu kleine Schritte! Mit diesem Tempo stehlen Sie uns Zeit. Sie stehlen unserem Land Zeit auf einem wichtigen Weg, und dieses Budget, das Sie hier vorlegen, ist leider im Wesentlichen wieder eines der verpassten Chancen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Minister, falls Sie doch zur Bundespräsidentschaftswahl antreten wollen und dann in der Hofburg regieren: Vergessen Sie bitte nicht diese Rede, und treten Sie dann als oberster Verfassungshüter bitte auch dafür ein, dass die Menschenwürde in der Verfassung verankert wird! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kickl: Wie wäre es überhaupt mit einem Flüchtlingsstopp!
Abgeordneter Dr. Nikolaus Scherak (NEOS): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Herr Kollege Kickl, was mir so schwerfällt, ist, zu verstehen, warum Sie bei dem, was Sie sagen, immer so widersprüchlich sind. Sie sagen einerseits, Sie wollen nicht, dass die Flüchtlinge zu uns kommen – das ist eine legitime Ansicht, die kann man ja haben –, aber umgekehrt sind Sie damit, dass wir sie durch Österreich Richtung Deutschland durchlassen, auch nicht zufrieden. Sie sagen immer, Sie wollen nicht, dass Flüchtlinge Österreichern den Arbeitsplatz wegnehmen – das kann man auch glauben und wollen –, wenn sie dann aber Sozialleistungen kriegen, finden Sie das auch nicht okay. Das heißt, es geht sich wieder nicht aus! (Abg. Kickl: Wie wäre es überhaupt mit einem Flüchtlingsstopp!)
Abg. Kickl: Weil Sie es nicht verstehen!
Ihre Kollegin Belakowitsch-Jenewein hat vorhin – das fand ich auch sehr „lustig“ –, obwohl Sie in der Regel dagegen sind, Lehrstellen für junge Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen, bedauert, dass nur so wenige Lehrstellenangebote von diesen in Anspruch genommen werden. Also das geht sich wieder nicht aus! (Abg. Kickl: Weil Sie es nicht verstehen!) Sie sind immer widersprüchlich bei dem, was Sie sagen. Sie können eine Meinung haben, das ist ja okay, aber Sie müssen sich für eine entscheiden, denn beide gemeinsam zu vertreten, das geht sich irgendwie nicht aus. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Kickl: Weil Sie es nicht verstehen!)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Kickl: Weil Sie es nicht verstehen!
Ihre Kollegin Belakowitsch-Jenewein hat vorhin – das fand ich auch sehr „lustig“ –, obwohl Sie in der Regel dagegen sind, Lehrstellen für junge Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen, bedauert, dass nur so wenige Lehrstellenangebote von diesen in Anspruch genommen werden. Also das geht sich wieder nicht aus! (Abg. Kickl: Weil Sie es nicht verstehen!) Sie sind immer widersprüchlich bei dem, was Sie sagen. Sie können eine Meinung haben, das ist ja okay, aber Sie müssen sich für eine entscheiden, denn beide gemeinsam zu vertreten, das geht sich irgendwie nicht aus. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Kickl: Weil Sie es nicht verstehen!)
Abg. Walter Rosenkranz: Der Kollege Rosenkranz sagt: Jeden Euro, den wir sinnvoll in Bildung investieren!
den. Kollege Rosenkranz kann Ihnen das bestätigen, das ist nämlich im Bildungsbereich genau das Gleiche: Jeden Euro, den wir im Bildungsbereich nicht ausgeben, haben wir nachher aufgrund der Folgekosten doppelt und dreifach aufzubringen, weil dauerhafte Arbeitslosigkeit wesentlich mehr kostet als das, was wir vorher in die Bildung und in den Arbeitsmarkt investieren. (Abg. Walter Rosenkranz: Der Kollege Rosenkranz sagt: Jeden Euro, den wir sinnvoll in Bildung investieren!) – „Sinnvoll“, ist eh klar, aber in diesem Zusammenhang geht es auch um sinnvolle Investitionen.
Beifall bei den NEOS.
Herr Bundesminister, wir NEOS sind der Meinung, dass für Asylwerber auch während des Asylverfahrens nach einer entsprechenden Wartefrist von sechs Monaten der Arbeitsmarkt geöffnet werden sollte. Wenn Sie, Herr Minister, das schon nicht machen, dann setzen Sie so früh wie möglich bei der Ausbildung an! Wichtig ist, dass wir in Deutschkurse investieren, dass wir schauen, welche Qualifikationen die Menschen mitbringen, und dass wir diejenigen, die nicht die entsprechenden Qualifikationen mitbringen, qualifizieren, weil uns jede Investition, die wir am Anfang tätigen, wesentlich billiger kommt als die Folgekosten, die wir nachher dann haben werden. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.
Zur nachhaltigen Finanzierung möchte ich sagen, dass ich sehr froh bin, dass uns der Herr Minister im Ausschuss zugesagt hat, dass er sich dafür einsetzen wird, dass der VKI durch einen prozentmäßigen Anteil an den Bußgeldern zusätzlich finanziert wird. Es soll ab dem Frühjahr nächsten Jahres gemeinsam mit dem Herrn Justizminister Verhandlungen über die Finanzierung geben, wobei man sich eine Unter- und eine Obergrenze von ein bis vier Millionen durchaus vorstellen kann. (Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.) Für diese Verhandlungen wünsche ich Ihnen, Herr Minister, wirklich alles Gute, und ich hoffe, dass der Herr Justizminister darauf einsteigt.
Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.
Zum Privatkonkurs wäre mir noch wichtig zu sagen, dass es die Zusage des Ministers gibt, dass er mit dem Herrn Justizminister gleichfalls nächstes Jahr im Frühjahr sprechen wird, um es zu schaffen, diese zehnprozentige Einstiegshürde zu senken und eine Verkürzungsdauer dieser sieben Jahre zu erreichen. (Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.)
Beifall bei der SPÖ.
Einen Satz noch in Richtung ÖVP: Ich bitte Sie im Zusammenhang mit dem Privatkonkurs, an dieser der Senkung mitzuarbeiten, denn man soll das nicht unterschätzen: Ein Drittel aller Privatkonkurse betreffen Ein-Personen-Unternehmen, und wenn Sie unternehmerisches Wagnis fördern wollen, dann würden wir auch Ihre Unterstützung brauchen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steinbichler begibt sich zum Rednerpult und stellt dort eine Tafel auf, auf welcher in Diagrammen die Entwicklung des mittleren Jahreseinkommens der Arbeiter, der Angestellten und Vertragsbediensteten sowie der Beamten in den Jahren 1998 bis 2013 veranschaulicht wird. – Abg. Obernosterer: Das ist aber das Taferl von gestern!
Präsidentin Doris Bures: Als Nächster gelangt Herr Abgeordneter Steinbichler zu Wort. – Bitte. (Abg. Steinbichler begibt sich zum Rednerpult und stellt dort eine Tafel auf, auf welcher in Diagrammen die Entwicklung des mittleren Jahreseinkommens der Arbeiter, der Angestellten und Vertragsbediensteten sowie der Beamten in den Jahren 1998 bis 2013 veranschaulicht wird. – Abg. Obernosterer: Das ist aber das Taferl von gestern!)
Beifall beim Team Stronach.
bei Nebel und Gegenwind mit 200 km/h fahren würde und nicht wüsste, wo das Ziel ist. Ich glaube, man sollte sich am deutschen Nachbarn ein Beispiel nehmen, vor allem aufgrund der aktuellen erfolgreichen Zahlen, die Deutschland aufzuweisen hat. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall der Abgeordneten Peter Wurm und Belakowitsch-Jenewein.
Ich habe mir heute Früh die Wiederholung der Sendung „Bürgerforum“ angeschaut und war begeistert, weil ich bei der Regierung ein Einlenken bemerkt habe. Auch Bundeskanzler Faymann legt jetzt alle zwei Monate 20 Prozent bei den Wirtschaftsflüchtlingen dazu, jetzt ist er schon bei 40 Prozent, und in vier Monaten ist er dann bei den realistischen 80 Prozent. Und Vizekanzler Mitterlehner hat das Ermächtigungsgesetz dieser Bundesregierung kritisiert, indem er gesagt hat, es sei nicht gescheit, wenn wir die Leute nicht konzentriert unterbringen, denn sie seien, wie man es am Beispiel des Flughafens sehen könne, viel einfacher zu kontrollieren, wenn man es geordnet macht. Also auch da ist eine Verbesserung der Situation zu erwarten. (Beifall der Abgeordneten Peter Wurm und Belakowitsch-Jenewein.)
Beifall beim Team Stronach.
Auch dazu ein Beispiel: Wir haben beim Zuschuss zu den Pensionen dieselben Kosten für 300 000 Beamte wie für 2,2 Millionen ASVG-Pensionisten. Da ist eindeutig die soziale Ausgewogenheit nicht gegeben. Ich darf das mit der aktuellen Pensionshöhe belegen. Es hat der Herr Minister dankenswerterweise heute schon auf den Zusammenbruch der Landwirtschaft, die man am Altar der Globalisierung opfert, hingewiesen, und ich muss leider feststellen: In der Landwirtschaft beträgt die durchschnittliche Pensionshöhe 780 € monatlich – ich werde das beim Grünen Bericht und beim Kapitel Landwirtschaft noch einmal herausarbeiten –, bei den ASVG-Versicherten beträgt die monatliche Durchschnittspension 1 270 € und bei den Beamten – ohne Ministerialräte und führende Beamte – beträgt diese 2 950 €. Das ist endlich einmal aktuell zu diskutieren – und nicht seit 1780 und bis 2100! Das passt nicht zusammen, das müssen wir endlich auf einer fairen Ebene zusammenführen. (Beifall beim Team Stronach.).
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb bitte ich Sie, Herr Minister, und auch die Gesundheitsministerin Oberhauser um Unterstützung, dass endlich das notwendige Qualitätsgütesiegel-Gesetz geschaffen wird. Dann kann der VKI noch besser prüfen. Dieser gehört zusätzlich mit einem Anteil aus den Bußgeldern ausgestattet, denn er leistet saubere Arbeit und hat auch Erfolg, daher soll er auch daran teilhaben können. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.
Österreich ist ja in Bezug auf den Schutz der Konsumentinnen und Konsumenten ein Vorreiter nicht nur auf europäischer Ebene, sondern auch global gesehen. Durch ständige Anstrengung vieler involvierter Personen, die in den Ministerien und Ämtern arbeiten, gelingt es immer wieder, gewisse Gefahren zu minimieren, Herausforderungen konstruktiv zu diskutieren und einer Lösung zuzuführen, auch auftretende Streitfälle beizulegen und immer wieder Lehren daraus zu ziehen. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle bei allen Beteiligten einmal herzlich bedanken, dass es immer wieder gelingt, konstruktive Gespräche zu führen – letzten Endes geht uns Konsumentenschutz alle an. (Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Peter Wurm: Was sagt Ihnen das, Frau Kollegin?
Budgetär gesehen ist dies in der Untergruppe Konsumentenschutz im Vergleich zu allen anderen Punkten ja ein relativ geringer Posten. (Abg. Peter Wurm: Was sagt Ihnen das, Frau Kollegin?) – Herr Kollege Wurm, Sie kommen dann gleich dran und können etwas dazu sagen. (Abg. Neubauer: Wird er auch!) – Daher ist es umso wichtiger, effizient und budgetschonend zu arbeiten, um beste Ergebnisse zu erzielen.
Abg. Neubauer: Wird er auch!
Budgetär gesehen ist dies in der Untergruppe Konsumentenschutz im Vergleich zu allen anderen Punkten ja ein relativ geringer Posten. (Abg. Peter Wurm: Was sagt Ihnen das, Frau Kollegin?) – Herr Kollege Wurm, Sie kommen dann gleich dran und können etwas dazu sagen. (Abg. Neubauer: Wird er auch!) – Daher ist es umso wichtiger, effizient und budgetschonend zu arbeiten, um beste Ergebnisse zu erzielen.
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Insgesamt ist zu sehen, dass das von Finanzminister Schelling vorgelegte Budget in seiner Gesamtheit für uns alle eine Herausforderung ist. Arbeitsmarktstabilisierung, Pensionssicherung, Senkung der Lohnnebenkosten, Abbau von Bürokratie: Das sind Schlagworte, die große Reformen bedeuten – Reformen, die notwendig sind, um unser schönes Land weiterhin lebenswert zu erhalten. Ich denke, wir alle sollten bereit sein, dafür zu arbeiten und einen Beitrag dazu leisten. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundesminister, wenn man Ihnen zuhört, dann würden die Menschen in Österreich denken, sie leben in einem anderen Land. (Beifall bei der FPÖ.) Diesen wird jeden Tag erklärt, dass wir ein so reiches Land sind, deswegen halte ich Ihnen das heutige Budget vor. Wir haben eine Staatsverschuldung von 87 Prozent, und wir haben eine Pro-Kopf-Verschuldung, die höher ist als die Pro-Kopf-Verschuldung in Griechenland. Das sind die wahren und realistischen Zahlen, mit denen wir hier uns auseinandersetzen müssen.
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben uns auch mit der Tatsache auseinanderzusetzen, dass wir den höchsten Stand der Arbeitslosigkeit seit 1945 haben und auch die höchste Ratlosigkeit einer Bundesregierung, dieser Arbeitslosigkeit zu begegnen. Wir haben auch die höchste Langzeitarbeitslosigkeit, und wir haben dadurch auch einen unglaublichen Frust in der Bevölkerung, der sich breitmacht. Dadurch ist auch die Angst begründet, dass immer mehr in die Armutsfalle tappen, wodurch auch – als Ausdruck des „Reichtums“ Österreichs – immer mehr Sozialmärkte boomen. – Das ist das, was wir als Freiheitliche nicht wollen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Lueger.
Warum ist das so? – Weil immer mehr – und das haben Sie auch selbst gesagt, Herr Bundesminister – Ausländer auf unseren Arbeitsmarkt drängen. Sie haben von maximal 5 000 gesprochen, die kommen; mittlerweile sind es über 30 000 bis 40 000, die auf unseren Arbeitsmarkt gedrängt sind, also ein Vielfaches von dem, was Sie mit Ihren Prognosen vorausgesagt haben. Das bringt ein verstärktes Lohndumping, weil diese Menschen oft viel günstiger arbeiten als das, was in Österreich mit Verträgen vorgesehen ist. (Zwischenruf der Abg. Lueger.) Das wiederum spült viel weniger Geld ins Pen-
Beifall bei der FPÖ.
Wenn Sie jetzt sagen, da kann man nichts tun, dann zeigt das die Ratlosigkeit dieser Bundesregierung. – Natürlich hätten Sie schon längst etwas dagegen tun können! Überall dort, wo die Republik Mehrheitseigentümer ist, hätte der Finanzminister per Weisung schon längst die Möglichkeit gehabt, diesem Unfug und dieser eigentlich Unmenschlichkeit den Menschen im Alter von 50+ gegenüber endlich Einhalt zu gebieten, nur hat er es bis heute nicht getan. (Beifall bei der FPÖ.) Wir fordern ihn von dieser Stelle aus auf, hier endlich tätig zu werden, um diesen Unfug endlich abzustellen.
Beifall bei der FPÖ.
Es ist doch nicht einsehbar, dass heute jemand mit 55 Jahren mit drei Jahresgehältern in die Frühpension geschickt wird – damit ist er zehn Jahre vor dem gesetzlichen Pensionsantrittsalter –, und dann fordern genau jene Abgeordneten auf meiner rechten Seite, nämlich die von der ÖVP, eine Pensionsautomatik ein. – Ja, was würde denn das bedeuten? Wie sollen wir denn diese zehn Jahre selbst mit einer Pensionsautomatik je einholen können? Da müssten Leute dann ja zwei oder drei Jahre länger arbeiten für die, die mit einem golden Handshake in die Pension geschickt werden! – Bitte, so kann es in Österreich in Zukunft nicht mehr sein, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Keck: Der Applaus war früher auch schon … bei dir! – Abg. Neubauer – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Du redest ja nie!
Wir Freiheitlichen werden diesem Budget in dieser Form natürlich nicht zustimmen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Keck: Der Applaus war früher auch schon … bei dir! – Abg. Neubauer – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Du redest ja nie!)
Abg. Neubauer: Das habt ihr gerade auch …! – Zwischenruf der Abg. Schimanek.
Abgeordneter Rainer Wimmer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Wir finden eigentlich immer dasselbe Schema vor bei den Kolleginnen und Kollegen der Freiheitlichen Partei: Sie spalten die Gesellschaft und dividieren die Menschengruppen auseinander. (Abg. Neubauer: Das habt ihr gerade auch …! – Zwischenruf der Abg. Schimanek.) Meine sehr geschätzten Damen und Herren, das ist in Wirklichkeit verwerflich, denn Sie bieten keine Lösungsansätze, Sie dividieren die Leute auseinander, Herr Kollege Neubauer. (Abg. Neubauer: … bei den Gehaltsverhandlungen! – Abg. Schimanek: Die Wahrheit ist zumutbar, fast allen!)
Abg. Neubauer: … bei den Gehaltsverhandlungen! – Abg. Schimanek: Die Wahrheit ist zumutbar, fast allen!
Abgeordneter Rainer Wimmer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Wir finden eigentlich immer dasselbe Schema vor bei den Kolleginnen und Kollegen der Freiheitlichen Partei: Sie spalten die Gesellschaft und dividieren die Menschengruppen auseinander. (Abg. Neubauer: Das habt ihr gerade auch …! – Zwischenruf der Abg. Schimanek.) Meine sehr geschätzten Damen und Herren, das ist in Wirklichkeit verwerflich, denn Sie bieten keine Lösungsansätze, Sie dividieren die Leute auseinander, Herr Kollege Neubauer. (Abg. Neubauer: … bei den Gehaltsverhandlungen! – Abg. Schimanek: Die Wahrheit ist zumutbar, fast allen!)
Abg. Schimanek: Na, dann hören Sie halt einmal zu! Da liegen ja … Anträge im Ausschuss!
Meine sehr geschätzten Damen und Herren, natürlich haben wir ein Problem auf dem Arbeitsmarkt, das ist ja nicht abstreitbar. Genau bei diesem Thema, das so viele Menschen betrifft, wäre es notwendig, dass wir einen Schulterschluss machen und dass wir uns dieser Problematik gemeinsam annähern könnten. Vonseiten der Opposition gibt es aber nicht wirklich Lösungsvorschläge, meine Damen und Herren (Abg. Schimanek: Na, dann hören Sie halt einmal zu! Da liegen ja … Anträge im Ausschuss!), daher bin ich dankbar, dass unser Bundesminister diese Ansätze bietet.
Abg. Neubauer: Jetzt hast du wieder ein Jahr Nichtstun vor dir!
Der Arbeitsmarkt, liebe Kolleginnen und Kollegen, ist natürlich unmittelbar mit Konjunktur, mit Wirtschaftswachstum und mit Kaufkraft verbunden, und in diesem Zusammenhang sind Lohnverhandlungen sehr notwendig. Und, Herr Neubauer, weil Sie vorhin bei der Wortmeldung des Kollegen Muchitsch so klein eingeworfen haben, wir als Gewerkschafter seien ja nur bei Lohnverhandlungen da. – Jawohl! Das ist nämlich ganz wichtig, denn die Menschen brauchen die Lohnerhöhungen. Auch wenn es keine riesigen Erhöhungen sind, aber die 1,5 Prozent, die die Handelsangestellten bekommen haben, die 1,5 Prozent, die die Metallarbeiterinnen und Metallarbeiter und Angestellten bekommen haben, und auch die 1,3 Prozent, die der öffentliche Dienst bekommen hat, sind ganz, ganz wichtig (Abg. Neubauer: Jetzt hast du wieder ein Jahr Nichtstun vor dir!), denn das sind Gelder, die unmittelbar in den Konsum gehen und die wir für die Konjunktur ganz, ganz dringend brauchen.
Abg. Neubauer: Die zahlen wir ja selber!
Machen Sie diese Lohnsteuerreform nicht schlecht! 5 Milliarden € stehen zur Verfügung (Abg. Neubauer: Die zahlen wir ja selber!), meine sehr geschätzten Damen und Herren, und die Menschen werden das tatsächlich spüren. Ein Beispiel: Bei einem Einkommen von 2 000 € bis 2 500 € brutto werden die Menschen im Jahr um zirka 1 000 € weniger Lohnsteuer bezahlen. (Abg. Schatz: Wo ist denn das Medianeinkommen? – Abg. Neubauer: Wie hoch ist das Medianeinkommen?)
Abg. Schatz: Wo ist denn das Medianeinkommen? – Abg. Neubauer: Wie hoch ist das Medianeinkommen?
Machen Sie diese Lohnsteuerreform nicht schlecht! 5 Milliarden € stehen zur Verfügung (Abg. Neubauer: Die zahlen wir ja selber!), meine sehr geschätzten Damen und Herren, und die Menschen werden das tatsächlich spüren. Ein Beispiel: Bei einem Einkommen von 2 000 € bis 2 500 € brutto werden die Menschen im Jahr um zirka 1 000 € weniger Lohnsteuer bezahlen. (Abg. Schatz: Wo ist denn das Medianeinkommen? – Abg. Neubauer: Wie hoch ist das Medianeinkommen?)
Abg. Schatz: Mehr als die Hälfte der Einkommen …!
Ich sage daher zum Abschluss eines: Das Budget 2016 ist ein gutes Budget! Vor allen Dingen ist es ein gutes Budget für die Arbeitnehmerinnen und für die Arbeitnehmer (Abg. Schatz: Mehr als die Hälfte der Einkommen …!) und gerade auch für die Pensionistinnen und Pensionisten, und darauf sind wir stolz. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage daher zum Abschluss eines: Das Budget 2016 ist ein gutes Budget! Vor allen Dingen ist es ein gutes Budget für die Arbeitnehmerinnen und für die Arbeitnehmer (Abg. Schatz: Mehr als die Hälfte der Einkommen …!) und gerade auch für die Pensionistinnen und Pensionisten, und darauf sind wir stolz. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Das Budget zeigt einen Rückgang, keine Entwicklung nach vorne, sondern eine Entwicklung nach hinten. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Peter Wurm – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Obernosterer –: Registrierkassa!
Präsident Karlheinz Kopf: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Obernosterer. – Bitte. (Abg. Peter Wurm – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Obernosterer –: Registrierkassa!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: … Kraft der Mitte!
Abgeordneter Gabriel Obernosterer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr verehrten Damen und Herren auf der Galerie und zu Hause vor den Fernsehschirmen! Wenn man bei der Diskussion so zuhört, gibt es anscheinend nur Schwarz oder Weiß, das heißt, entweder es ist schlecht oder es ist alles super. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: … Kraft der Mitte!)
Abg. Peter Wurm: Ha!
Ich glaube, die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte. (Abg. Peter Wurm: Ha!) Ich glaube, wir Österreicher brauchen uns international nicht zu verstecken, egal, in welchem Bereich. Seien wir stolz, dass wir Österreicher so dastehen! Das heißt aber auch, dass viel zu machen ist, um das weiterhin so zu erhalten, und das hat sich die Regierung auch vorgenommen.
Abg. Peter Wurm: Registrierkassa!
Wir wissen, dass wir von der Belastung her und von der Bürokratie her an der Grenze angelangt sind, und es wurden eigentlich alle Weichen gestellt, um in Zukunft zu entlasten und zu entbürokratisieren. (Abg. Peter Wurm: Registrierkassa!)
Abg. Peter Wurm: Allergenverordnung! Allergenverordnung!
Die Entbürokratisierung wurde eingeleitet. Im Mittelpunkt sollte stehen, zu durchforsten, zu streichen, was nicht mehr gebraucht wird (Abg. Peter Wurm: Allergenverordnung! Allergenverordnung!), und an zweiter Stelle, nicht sofort zu strafen, sondern zuerst zu beraten und erst in weiterer Folge zu bestrafen. (Abg. Peter Wurm: Rauchverbot!)
Abg. Peter Wurm: Rauchverbot!
Die Entbürokratisierung wurde eingeleitet. Im Mittelpunkt sollte stehen, zu durchforsten, zu streichen, was nicht mehr gebraucht wird (Abg. Peter Wurm: Allergenverordnung! Allergenverordnung!), und an zweiter Stelle, nicht sofort zu strafen, sondern zuerst zu beraten und erst in weiterer Folge zu bestrafen. (Abg. Peter Wurm: Rauchverbot!)
Beifall bei der ÖVP.
Was mir sehr am Herzen liegt, das ist eine klare Regelung betreffend die freiwillige Mithilfe der engsten Familienmitglieder im Familienverband in der kleingewerblichen Wirtschaft, sprich: zum Beispiel in der Gastronomie. Das Thema wurde schon zum x-ten Mal in den Ausschüssen behandelt. Es gibt dort unter den Abgeordneten quer durch alle Fraktionen schon fast Einstimmigkeit. Ich hoffe, dass wir das so bald wie möglich im Sozialausschuss enderledigen können. Es gibt aber inzwischen schon ein Merkblatt, abgeschlossen zwischen den Sozialpartnern und dem Sozialministerium, damit die Familienangehörigen, sofern sie in Pension sind oder im Arbeitsmarkt oder die Kinder in Ausbildung sind und zeitweise zu Hause im Familienbetrieb einspringen, Rechtssicherheit haben. Dafür müssen wir das in Gesetzesform gießen, und ich hoffe, dass wir das bald zum Abschluss bringen. – Danke vielmals. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
bei der Wirtschaftskammer schon zu funktionieren: dass die mehr Mitarbeiter aufbauen, dass sie eine Zwangsberatung von der Zwangsvertretung bekommen. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Obernosterer.
Nächstes Beispiel: All-in-Verträge. – Das wurde von Kollegen Wimmer, glaube ich, gestern ganz gut beleuchtet. Wohin führt das Ganze? Du weißt ganz genau, dass Verträge vor allem für wintertouristisch extensive Betriebe entsprechend früh abgeschlossen werden. Ja, bei Führungspositionen wurden All-in-Verträge abgeschlossen. Das wurde im Ministerrat offensichtlich gestern durchgewunken, was zur Folge hat, dass sich alle diese Unternehmer mit eurer Zustimmung auf saftige Strafen einstellen können, weil alle All-in-Verträge ja sozusagen sofort gelten, ab dem Winter. Das heißt, sie können nicht mehr rückabgewickelt werden. Das kann eine besorgniserregende Einstellung einer Unternehmervertretungspartei, wie ihr euch positioniert, sein. (Zwischenruf des Abg. Obernosterer.)
Beifall bei den NEOS.
Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Kickl: … am Taferl g’habt!
Ich denke, meine Damen und Herren, gerade diese Kollektivvertragsverhandlungen, gerade die Ergebnisse, die bei diesen Kollektivvertragsverhandlungen ausgehandelt werden, beleben die österreichische Wirtschaft, weil das Geld, das dort ausgehandelt wird, wieder eins zu eins in die Wirtschaft marschiert – und gerade dieses Geld sichert Arbeitsplätze oder schafft Arbeitsplätze. Ich denke, die Arbeit der Gewerkschaft ist eine gute Arbeit, und das hier hinzustellen, als wäre es nichts, ist, glaube ich, wirklich zutiefst abzulehnen. (Abg. Kickl: … am Taferl g’habt!)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, diese Zahlen sprechen für sich und zeigen die ausgezeichnete Arbeit unseres Sozialministers. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Noch eine kurze Replik zur Gewerkschaft: Die existierenden Reallohnverluste der Arbeitnehmer hat bitte schon die Gewerkschaft zu verantworten, und das sollte sie ihren Mitgliedern auch einmal ganz offen kommunizieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Lueger.
Kommen wir zum Konsumentenschutz: Herr Minister, ich glaube, Sie werden es wahrscheinlich schon vergessen haben, aber Sie sind auch Konsumentenschutzminister – welche Überraschung! Ich nenne Ihnen ein Datum, und zwar den 27. Mai 2014. Was war da? – Ich weiß nicht, ob Sie es wissen, das war das letzte Mal, dass Sie als zuständiger Konsumentenschutzminister im Ausschuss aufgetaucht sind. (Zwischenruf der Abg. Lueger.) 27. Mai 2014 – das heißt, seit eineinhalb Jahren sind Sie als Minister im Ausschuss nicht mehr aufgetaucht. (Abg. Loacker: … nichts versäumt!) Herr Minister, da sage ich schon einmal, da haben Sie auch Ihre Unfähigkeit in diesem Bereich, in diesem unserer Meinung nach ganz wichtigen Bereich des Konsumentenschutzes eindeutig unter Beweis gestellt.
Abg. Loacker: … nichts versäumt!
Kommen wir zum Konsumentenschutz: Herr Minister, ich glaube, Sie werden es wahrscheinlich schon vergessen haben, aber Sie sind auch Konsumentenschutzminister – welche Überraschung! Ich nenne Ihnen ein Datum, und zwar den 27. Mai 2014. Was war da? – Ich weiß nicht, ob Sie es wissen, das war das letzte Mal, dass Sie als zuständiger Konsumentenschutzminister im Ausschuss aufgetaucht sind. (Zwischenruf der Abg. Lueger.) 27. Mai 2014 – das heißt, seit eineinhalb Jahren sind Sie als Minister im Ausschuss nicht mehr aufgetaucht. (Abg. Loacker: … nichts versäumt!) Herr Minister, da sage ich schon einmal, da haben Sie auch Ihre Unfähigkeit in diesem Bereich, in diesem unserer Meinung nach ganz wichtigen Bereich des Konsumentenschutzes eindeutig unter Beweis gestellt.
Abg. Loacker: … Arbeiterkammer … Milliarden …!
Frau Kollegin Lueger hat es kurz gesagt. Mir ist aber nicht klar, worin die Leistung Ihres Ministeriums und Ihrer Person im Konsumentenschutz besteht. Man sieht es ja auch anhand des Budgets: Wir sprechen hier von 3 Millionen € Budget für den Konsumentenschutz. Ich habe es mir kurz durchgerechnet: Das sind 0,03 Promille des Gesamtbudgets. Eines ist schon klar: Wo das Geld ist, da spielt die Musik, wie man bei uns sagt. Das heißt, wenn das Budget für den Konsumentenschutz mit 3 Millionen € dotiert ist, dann kann man sich ungefähr den Stellenwert des Konsumentenschutzes ausrechnen. (Abg. Loacker: … Arbeiterkammer … Milliarden …!) Frau Abgeordnete Lueger, Sie als zuständige Konsumentenschutzsprecherin der SPÖ müsste das eigentlich schon krank machen.
Zwischenruf der Abg. Lueger.
Es ist ja generell so: Herr Minister Hundstorfer ist nie zuständig, er kann nie etwas machen. 25 Anträge, Anfragen haben wir eingebracht, und die Antwort war immer dieselbe: betrifft ihn nicht, weiß er nicht, kann er nichts machen. (Zwischenruf der Abg. Lueger.) Das heißt, ein nie zuständiger Minister sitzt hier und vertritt den Konsumentenschutz.
Zwischenruf der Abg. Lueger
By the way, Herr Minister: Eine Homepage zu betreiben ist noch keine aktive Konsumentenschutzpolitik. Da müssten sich eigentlich die Sozialdemokratie, Ihre Vormänner und Vorfrauen im Grabe umdrehen (Zwischenruf der Abg. Lueger), denn Konsumentenschutz war einmal ein ganz zentrales soziales, sozialdemokratisches Herzensanliegen. Davon haben Sie sich schon ganz lange verabschiedet.
Zwischenruf des Abg. Loacker
Ganz kurz, Negativbilanz Hundstorfer: Überziehungszinsen bei den Girokonten, ein altes Thema, unanständige Spannen für die Banken – Sie machen nichts; dazu passend: EU-Einlagensicherung, das heißt, die Staatshaftung für Einlagen bis 100 000 € fällt weg – Sie machen nichts, Sie reagieren darauf überhaupt nicht, man könnte Sie fast als Bankenlobbyisten bezeichnen; Mietobergrenzen und Wohnkostensenkung – keine Aktivität Ihrerseits; Privatkonkurs – heute schon einmal angesprochen –: 95 Prozent der Menschen in Österreich, die finanzielle Probleme haben (Zwischenruf des Abg. Loacker), schaffen es nicht, den Privatkonkurs abzuschließen.
Zwischenruf der Abg. Lueger.
Wir wissen das alles, Sie sollten irgendwann einmal realisieren, Herr Minister, dass man da helfen muss, denn die Leute verbleiben in der Armutsspirale und es hilft niemand – auch hier keinerlei konkrete Maßnahmen, null, nichts passiert. (Zwischenruf der Abg. Lueger.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Lueger.
etwas Konkretes wissen, können Sie es mir nachher sagen; ich habe in den letzten zwei Jahren aufgepasst: Es ist in dem Bereich genau null passiert. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Lueger.)
Zwischenruf der Abg. Lueger
Ganz, ganz wichtig: TTIP und CETA. Da passiert überhaupt nichts, da ist im Konsumentenschutz auch kein Budget vorgesehen; überhaupt keine Reaktion, das läuft dahin. Genlachs, Genäpfel – alles Dinge, die die Konsumenten in Österreich betreffen. Ein einheitliches Konsumentenschutzrecht – auch auf die lange Bank geschoben (Zwischenruf der Abg. Lueger); Sammelklagen – auf die lange Bank geschoben.
Abg. Loacker: Gott sei Dank! – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich bin schon am Ende der Rede, meine Redezeit läuft leider ab; man könnte noch vieles ausführen. (Abg. Loacker: Gott sei Dank! – Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Ja, Gott sei Dank – weil es eben keine konkreten Maßnahmen im Konsumentenschutz gibt, gar nichts passiert für die Konsumenten in Österreich, überhaupt nichts; und das objektive und subjektive Gefühl der Konsumenten ist, dass sie immer weniger Rechte in diesem internationalen Wettbewerb haben. Der Konsument bleibt auf der Strecke.
Beifall bei der FPÖ.
Abschließend: Herr Minister, Sie machen sich ja auf den Weg in die Hofburg. Ich muss sagen, wenn Sie es in die Hofburg schaffen sollten, dann wird mir schon ein bisschen schwummrig, denn wenn Sie dort dieselbe Aktivität für die Österreicher als Bundespräsident einsetzen wie als Konsumentenschutzminister, dann ist da wenig zu erwarten. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und NEOS. – Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.
Abgeordneter Mag. Michael Hammer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Geschätzter Herr Kollege Wurm, Sie haben offensichtlich wie im Ausschuss noch immer dieselbe Kassette eingelegt. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und NEOS. – Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Steinbichler: So ein Blödsinn!
Bei einem Punkt möchte ich den Herrn Bundesminister ausdrücklich in Schutz nehmen. Sie haben im Ausschuss schon mehrmals urgiert, dass eine Sitzung des Konsumentenschutzausschusses einberufen wird. Bitte wenden Sie sich an den Kollegen Steinbichler, der hier immer große Töne spuckt, aber nicht in der Lage ist, einen solchen Ausschuss zu koordinieren! Dort liegt nämlich das Problem. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Steinbichler: So ein Blödsinn!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
In Summe ist das ein gutes Sozialbudget, dem wir natürlich gerne zustimmen können. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Peter Wurm – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Steinbichler –: Erzähl die Wahrheit, Leo!
Präsident Karlheinz Kopf: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Steinbichler zu Wort gemeldet. Sie kennen die Bestimmungen der Geschäftsordnung: Wiederholen Sie bitte zuerst den zu korrigierenden Sachverhalt, dann bringen Sie Ihre Anmerkungen an. – Bitte. (Abg. Peter Wurm – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Steinbichler –: Erzähl die Wahrheit, Leo!)
Zwischenruf des Abg. Kickl.
ter Wurm: Der Minister hat das gemacht!) Da müssen Sie schon die Mitte finden, wo Sie eben wirklich … (Zwischenruf des Abg. Kickl.) – Sie sind nicht glaubwürdig. (Beifall bei den Grünen.) Aber dieser Separatismus, der immer wieder, auf jeder Ebene kommt, ist einfach verachtend.
Beifall bei den Grünen.
ter Wurm: Der Minister hat das gemacht!) Da müssen Sie schon die Mitte finden, wo Sie eben wirklich … (Zwischenruf des Abg. Kickl.) – Sie sind nicht glaubwürdig. (Beifall bei den Grünen.) Aber dieser Separatismus, der immer wieder, auf jeder Ebene kommt, ist einfach verachtend.
Beifall bei den Grünen.
Deswegen appelliere ich nochmals an die Regierungsparteien, dass sie eben eine finanziell nachhaltige Lösung für einen unabhängigen Konsumentenschutz suchen sollen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Kollege Wöginger, deshalb: Wo funktioniert die Umverteilung nicht? (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Schwentner: Was genau wollen Sie?
Außerdem haben Sie gesagt, wir verwenden die gleichen Zahlen wie das Finanzministerium. – Morgen werden wir einen Bundeszuschuss von 11 Milliarden € beschließen, übermorgen wird dann gesagt, es sind 240 Millionen € weniger, aber im selben Kalenderjahr. Das ist nicht besonders vertrauensfördernd. (Abg. Schwentner: Was genau wollen Sie?)
Beifall bei den NEOS.
Deshalb möchte ich abschließend auch noch sagen: Was von dieser Regierung zurückgelassen wird, ist, dass wir als nächste Generation, als Junge, dies später in der Zukunft einmal ausbaden werden müssen. Da kann man nur sagen: Die Pensionen sind nicht sicher. Aber was uns Jungen sicher sein wird, sind die Schulden. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher appelliere ich auch an Sie, Herr Bundesminister, dass wir für den Februar in der Pensionsreform für unsere junge Generation wirklich einen guten Guss zusammenbringen. Es ist schon bemerkenswert, wenn jeder siebente Euro unserer Steuereinnahmen für diese Pensionszuzahlungen verwendet wird. Ich glaube, wir sind es der Bevölkerung schuldig, hier einzuschreiten und unser Pensionssystem zukunftsfit für unsere Enkel zu machen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Rupert Doppler (ohne Klubzugehörigkeit)|: Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Kollege Muchitsch – ja, du bist im Saal –, lieber Josef, du hast zur Rede des Herrn Kollegen Kickl gesagt, dass es nicht ganz richtig ist, dass da immer alles vermischt wird, Flüchtlinge, Asylanten und dergleichen mehr. Ich frage dich: Glaubst du, dass unser Arbeitsmarkt noch mehr Asylberechtigte verträgt? – Ich glaube das nicht, meine Damen und Herren! Ich glaube, das Maß ist voll. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Lugar und Lintl.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der Konsument hat ein Recht auf Schutz, und genau diesen Schutz nehme auch ich als Konsument in Anspruch, wenn es um den sogenannten Genlachs geht. Ich lehne diesen sogenannten Genlachs ab, denn ich glaube, das ist der Vorbote für das Freihandelsabkommen, und das will ich nicht haben. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Lugar und Lintl.)
Beifall bei der SPÖ.
Das Pensionssystem abzusichern verlangt: hohes Beschäftigungswachstum, angemessene Löhne, Wirtschaftswachstum, arbeitsgerechte Arbeitsplätze und die Bereitschaft der Wirtschaft, ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch zu beschäftigen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall des Abg. Doppler.
Investieren wir unser Geld in unser bewährtes Sozialsystem zugunsten unserer Bevölkerung, ihrer Gesundheit, Pflege und Pensionen. – Danke. (Beifall des Abg. Doppler.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Diesner-Wais.
Der Grund für die Studie ist ganz einfach: Wir haben derzeit einen Förderanteil bei den Frauen im AMS-Förderbudget von 41,8 Prozent. Wir haben einen Frauenanteil bei den begünstigten Behinderten von 41,8 Prozent, und wir wollen beim Förderanteil besser werden. Darum machen wir gemeinsam diese Studie, um zu sehen, wie das ausschaut, und dann darüber nachzudenken, wie wir besser werden können. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Diesner-Wais.)
Beifall bei der ÖVP.
Interessant wird sicherlich sein, wie diese Schlichtungsstellen arbeiten werden, wie sich das auf die Arbeit und auch auf die Klagstätigkeit des VKI auswirken wird, wie es sich auf die Produktgestaltung, auf die Informationen und so weiter auswirken wird. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend möchte ich noch anmerken, dass mithilfe der alternativen Streitbeilegung zukünftig sämtliche vertragsrechtliche Streitigkeiten einer raschen, unkomplizierten und sachgerechten Lösung zugeführt werden können. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Schwentner: Dann muss man schauen, dass die Leute eine Arbeit haben!
Dies lässt sich mit einem klaren Fünf-Punkte-Programm umsetzen, dem ich eine Präambel voranstellen möchte. Die Präambel lautet schlicht und einfach, dass es sehr, sehr wichtig wäre, bei uns in Österreich wieder bewusst zu machen, dass Arbeiten keine Schande ist und auch länger Arbeiten keine Schande ist (Abg. Schwentner: Dann muss man schauen, dass die Leute eine Arbeit haben!); sonst beginnt der eine oder andere Radiosender am Montag in der Früh darauf hinzuweisen, dass das nächste Wochenende ja bereits in viereinhalb Tagen auf uns zukommt. Das erhöht die Moral nicht unbedingt – aber das nur am Rande. (Abg. Neubauer: Der Häupl ist schon im Wochenende!)
Abg. Neubauer: Der Häupl ist schon im Wochenende!
Dies lässt sich mit einem klaren Fünf-Punkte-Programm umsetzen, dem ich eine Präambel voranstellen möchte. Die Präambel lautet schlicht und einfach, dass es sehr, sehr wichtig wäre, bei uns in Österreich wieder bewusst zu machen, dass Arbeiten keine Schande ist und auch länger Arbeiten keine Schande ist (Abg. Schwentner: Dann muss man schauen, dass die Leute eine Arbeit haben!); sonst beginnt der eine oder andere Radiosender am Montag in der Früh darauf hinzuweisen, dass das nächste Wochenende ja bereits in viereinhalb Tagen auf uns zukommt. Das erhöht die Moral nicht unbedingt – aber das nur am Rande. (Abg. Neubauer: Der Häupl ist schon im Wochenende!)
Zwischenruf der Abg. Schwentner.
Fünfter und letzter Punkt: Ausbau der zweiten und dritten Säule der Pensionsvorsorge. Durch den Ausbau der betrieblichen und individuellen Vorsorge soll es tatsächlich jedem Österreicher und jeder Österreicherin ermöglicht werden, zur staatlichen Pen- sion eine Ergänzung zu bekommen, sozusagen die Wurst aufs Brot. (Zwischenruf der Abg. Schwentner.)
Beifall bei der ÖVP.
reicht, und wir können nicht immer auf die Rapid-Viertelstunde warten. Für das Thema Pensionen gilt wohl mehr als für jedes andere bei uns im Lande: Die Reformen müssen umgesetzt werden, dann – und dann tatsächlich – besteht die Möglichkeit der Sicherung der Pensionen auch für die nächsten Generationen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Bundesminister Hundstorfer: Voriges Jahr!
Abgeordneter Peter Wurm (FPÖ): Herr Präsident! Bundespräsident in spe Hundstorfer hat behauptet, die Migrantenbildung im Konsumentenschutz hat 14 000 € gekostet. (Bundesminister Hundstorfer: Voriges Jahr!)
Beifall bei der FPÖ. – Oh-Ruf des Abg. Neubauer. – Bundesminister Hundstorfer: Bitte sagen Sie dazu, bei welchem Zeitrahmen! Zeitrahmen! Zeitrahmen!
Ich berichtige tatsächlich: In einer Anfragebeantwortung seinerseits vom 23. Juni 2015 nannte er auf meine Frage den Betrag von 273 138,24 €. – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Oh-Ruf des Abg. Neubauer. – Bundesminister Hundstorfer: Bitte sagen Sie dazu, bei welchem Zeitrahmen! Zeitrahmen! Zeitrahmen!)
Bundesminister Hundstorfer: Ja, ich bin schon ruhig!
Präsident Karlheinz Kopf: Herr Bundesminister! (Bundesminister Hundstorfer: Ja, ich bin schon ruhig!)
Beifall bei der FPÖ.
Nun, es wird nicht nur ein Haus werden, sondern, wie es bei einer ordentlichen Koalitionsregierung zwischen Rot und Schwarz ist, Sie werden zwei Häuser bauen; das Haus der Geschichte für die SPÖ – offensichtlich die Partei, die nur mehr mit der eigenen Geschichte etwas zu tun haben will –, und für die ÖVP das Haus der Zukunft. Wenn diese Regierung in Österreich allerdings noch lange weiterarbeitet, kann dieses Haus wenigstens ein wenig kleiner ausfallen, so wie sie die Zukunft dieses Landes angesichts dieser Budgetdebatte anlegt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Der Herr Bundesminister hat gesagt, diese Sammlung alter Musikinstrumente sei gar nicht interessant, das Publikum interessiere diese Sammlung überhaupt nicht, darum müsse man etwas machen. – Das ist ja das Perfide daran: Zuerst gibt man der Sammlung kein Geld, damit sie modern ausgestattet werden kann, dann sagt man, jetzt ist sie unmodern, und jetzt haben wir 8,5 Millionen € übrig, um sie neu aufzustellen. Das geht halt nur nicht so einfach, denn die Sammlung alter Musikinstrumente besteht nicht nur aus kleinen Piccoloflöten und Maultrommeln, die man auf Stiegen und in Vorräumen ausstellen kann, sondern es sind auch große Klaviere, Flügel, dabei. Sollen diese Flügel – im wahrsten Sinn des Wortes – vielleicht so wie die Flugzeuge im Technischen Museum an die Decke gehängt werden? Dann braucht man nur mehr einen fliegenden Pianisten, der im Rahmen eines Konzerts dann darauf spielen wird. – Nein! Das ist absolut unausgegoren, was hier mit der Sammlung alter Musikinstrumente passiert. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundesminister, das Projekt Haus der Geschichte und das Koalitionszugeständnis Haus der Zukunft werden nachhaltigen budgetären, aber auch imagemäßigen Schaden für die Reputation der Republik Österreich in der Welt als Fremdenverkehrs-, als Tourismus- und als Forschungsstandort mit sich bringen. Schauen Sie, dass wir durch baldige Neuwahlen die Möglichkeit haben, diesen Unfug zu stoppen! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Neubauer: Ja welche denn?
Ein Bereich, der mir sehr wichtig ist und der noch nicht so sehr in unserem Fokus steht, wie es eigentlich sein sollte, ist die Digitalisierung. Die digitale Transformation schreitet voran, sie verändert unsere Gesellschaft, und sie verändert natürlich auch die Möglichkeiten im Bereich Kunst und Kultur, daher müssen wir uns jetzt mit folgenden Fragen auseinandersetzen: Welche Strategien gibt es, um in der Kulturpolitik der umfassenden Ökonomisierung entgegenzuwirken? Welche konkreten Herausforderungen entstehen durch die Digitalisierung? Welche Chancen, aber auch Gefahren gibt es durch die digitale Revolution? Welche Rahmenbedingungen braucht es vonseiten der Politik? (Abg. Neubauer: Ja welche denn?)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Diese Fragen zu beantworten muss ganz sicher eine der zentralen Aufgaben vonseiten der Politik im kommenden Jahr sein. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Neubauer: Der wird jetzt die Antwort haben!
Präsident Karlheinz Kopf: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Dr. Zinggl. – Bitte. (Abg. Neubauer: Der wird jetzt die Antwort haben!)
Beifall bei den Grünen.
Herr Minister Ostermayer, ich ersuche Sie ganz dringend, die Entwicklung zu erkennen und gegenzusteuern! Wir wissen, dass das Haus der Geschichte – auch wieder der laufende Betrieb, gar nicht die Inbetriebnahme, gar nicht die Errichtungskosten – 3,6 Millionen € im Jahr kosten wird; wiederum als Teil der Bundesmuseen. Das ist eine Entwicklung, die mir Sorgen macht! Ich darf Ihnen, Herr Minister, noch einmal meine beiden Tafeln zeigen, die zum einen die Entwicklung des Anteils der Kulturausgaben am Gesamtbudget und zum anderen die Entwicklung der bundeseigenen Institutionen im Vergleich zu allen anderen aufzeigen. – Danke sehr. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich komme jetzt noch abschließend zu einem Punkt, der das Kulturbudget nicht direkt betrifft. Es geht mir um die Förderung für Filmschaffende im ORF. Der Herr Minister hat uns im Ausschuss berichtet, dass mit dem ORF eine Vereinbarung getroffen worden ist, dass dieser die nächsten drei Jahre 95 Millionen €, 100 Millionen € und 105 Millionen € in die österreichische Filmwirtschaft investieren wird. Das ist natürlich insgesamt sehr erfreulich, es wurde aber leider kein bestimmter Prozentsatz für Frauen ausverhandelt. In diesem Sinne möchte ich Sie und auch den Herrn Staatssekretär Mahrer bitten, bei den Gesprächen darauf hinzuweisen, dass es eine möglichst gerechte Aufteilung gibt. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Rädler: Sie leben in einer Traumwelt!
Das Budget für Kultur findet auch keine Antworten auf diese Herausforderung. Es fördert Steine und es fördert Beton. Neuere repräsentative Museen und Preise sind natürlich super, aber es ist ja nicht so, dass es bisher keine Museen und Theater gegeben hätte, in die die zornigen, jungen, weißen Männer aus den Vorstädten gehen können oder die Einwanderer, die kriegstraumatisiert sind. (Abg. Rädler: Sie leben in einer Traumwelt!) Sie gehen nur nicht hin. – So, wie junge Menschen heutzutage auch keine ORF-Programme mehr konsumieren, so, wie junge Menschen heutzutage keine Zeitung mehr lesen, sondern sich ihre nichtlinearen TV-Beiträge aus dem Internet holen oder vielleicht bestenfalls tageszeitungsähnliche U-Bahn-Medien konsumieren. Warum glauben Sie denn, dass Heinz Christian Strache so erfolgreich ist in den sozialen Medien? (Abg. Rosenkranz: Er ist nicht nur dort erfolgreich!)
Abg. Rosenkranz: Er ist nicht nur dort erfolgreich!
Das Budget für Kultur findet auch keine Antworten auf diese Herausforderung. Es fördert Steine und es fördert Beton. Neuere repräsentative Museen und Preise sind natürlich super, aber es ist ja nicht so, dass es bisher keine Museen und Theater gegeben hätte, in die die zornigen, jungen, weißen Männer aus den Vorstädten gehen können oder die Einwanderer, die kriegstraumatisiert sind. (Abg. Rädler: Sie leben in einer Traumwelt!) Sie gehen nur nicht hin. – So, wie junge Menschen heutzutage auch keine ORF-Programme mehr konsumieren, so, wie junge Menschen heutzutage keine Zeitung mehr lesen, sondern sich ihre nichtlinearen TV-Beiträge aus dem Internet holen oder vielleicht bestenfalls tageszeitungsähnliche U-Bahn-Medien konsumieren. Warum glauben Sie denn, dass Heinz Christian Strache so erfolgreich ist in den sozialen Medien? (Abg. Rosenkranz: Er ist nicht nur dort erfolgreich!)
Abg. Rädler: Schwachsinn!
Eine Kulturpolitik, die keine Perspektive auf Diskurse erzeugt, wird für kommende Generationen überhaupt keine Relevanz haben. Mit diesen neuen schicken Preisen und neuen unterfinanzierten Institutionen werden wir nichts gewinnen. Es wird für eine immer kleinere Elite vielleicht noch leistbar, sich kulturell zu unterhalten, aber einen immer größeren Teil der Gesellschaft werden wir damit verlieren. (Abg. Rädler: Schwachsinn!)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Lugar: Herr Präsident, er hat „Schwachsinn“ gesagt, da muss ein Ordnungsruf her! – Abg. Katzian: Vielleicht hat er „Scharfsinn“ gesagt?!
Alles, was wir machen, ist so Bergmoney. Aber für ein Budget, das breite Anschlussfähigkeit bieten soll, ist das eindeutig zu wenig. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Lugar: Herr Präsident, er hat „Schwachsinn“ gesagt, da muss ein Ordnungsruf her! – Abg. Katzian: Vielleicht hat er „Scharfsinn“ gesagt?!)
Beifall bei der SPÖ.
„Die ganze Energie, die der Konflikt freisetzt, muss aufgefangen werden. Vor allem bei den Jungen (…). Und wir wollen, dass diese Energie in Kreativität umgewandelt wird: in Trommeln, Wände bemalen, Festivals organisieren. Das ist auch eine Art Selbstverständigung der Gesellschaft und nimmt den Stress, den die Leute fühlen.“ – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP, FPÖ und Team Stronach.
Präsident Karlheinz Kopf: Herr Abgeordneter Rädler, es wird sich im Stenographischen Protokoll besagter Begriff von Ihnen finden. Ich muss Ihnen dafür leider einen Ordnungsruf erteilen. (Beifall bei ÖVP, FPÖ und Team Stronach.) – Ich bitte, von Applaus und ähnlichen Kundgebungen bei Ordnungsrufen abzusehen!
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Ulrike Weigerstorfer (STRONACH): Ja, auch die Komödie ist Teil der Kunst- und Kulturabteilung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich hoffe also und gehe davon aus, dass diese Änderung hier im Parlament demnächst auch positiv beschlossen werden wird oder werden kann. Das ist ein sehr, sehr schönes Zeichen für Kunst und Kultur, und – als kleiner Nebensatz – ich würde mir dieses Gesetz auch noch für den Tierschutz und für den Sport wünschen. – Danke sehr. (Beifall beim Team Stronach.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Wir haben sehr intensiv diskutiert, wie wir das konstruieren können, sodass es auch für die Finanzbehörden praktikabel und für die Bürger und Bürgerinnen nachvollziehbar ist, bei welchen Institutionen man, wenn man spendet, diese Spende auch absetzen kann. Da wir nicht wollen und wollten, dass dann die Finanzbehörden darüber entscheiden müssen, ob eine bestimmte Institution Kunst und Kultur betreibt, haben wir gesagt: Wir knüpfen dort an, wo es schon entsprechende Expertise gibt, nämlich bei den Förderstellen des Bundes und den Förderstellen der Länder beziehungsweise, aufgrund der verfassungsmäßigen Sondersituation, bei der Gemeinde Wien. Wenn man ein neues Instrument schafft, dann geht es ja darum, dass dieses auch – ökonomisch oder verwaltungsökonomisch gesehen – halbwegs bewältigbar ist, deshalb haben wir uns für diese Vorgangsweise entschieden. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Nochmals, Herr Finanzminister, vielen herzlichen Dank! – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Rädler: … NEOS!
Österreich ist also offensichtlich kein Land, in dem es von privaten Wohltätern nur so wimmelt. (Abg. Rädler: … NEOS!) Warum ist das so? Warum spenden Amerikaner,
Abg. Rädler: … Haselsteiner!
Macht der gefräßige Staat uns also geizig? Warum boomt anderswo die Wohltätigkeit, während bei uns im Allgemeinen, aber insbesondere auch von den Reichen, mit einigen wenigen lobenswerten Ausnahmen, so wenig gespendet wird? (Abg. Rädler: … Haselsteiner!) Es gibt zwei Gründe dafür: Der erste ist die hohe Steuerlast, und zweitens ist das eine Frage der Macht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.
Macht der gefräßige Staat uns also geizig? Warum boomt anderswo die Wohltätigkeit, während bei uns im Allgemeinen, aber insbesondere auch von den Reichen, mit einigen wenigen lobenswerten Ausnahmen, so wenig gespendet wird? (Abg. Rädler: … Haselsteiner!) Es gibt zwei Gründe dafür: Der erste ist die hohe Steuerlast, und zweitens ist das eine Frage der Macht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall bei der ÖVP.
Zur Steuerlast: Den österreichischen Steuerzahlern bleibt viel zu wenig im Geldtascherl, somit ist es verständlich, wenn sich dann die Leute denken: Was, spenden soll ich jetzt auch noch? – Daher begrüße ich die steuerliche Entlastung insbesondere bei niedrigeren Einkommen durch die Steuerreform sehr, aber wir sind noch lange nicht am Ziel. Die Staatsquote muss jedenfalls langfristig unter 40 Prozent gesenkt werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Königsberger-Ludwig: Wo ist …? – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wir wissen das, die Steuerquote muss gesenkt werden (in Richtung SPÖ), sehr geehrte Genossen! Deutschland hat mit einer 40-prozentigen Staatsquote einen nicht nur ausgeglichenen Haushalt, sondern erwirtschaftet sogar einen milliardenschweren Budgetüberschuss. (Abg. Königsberger-Ludwig: Wo ist …? – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Da täten sich die Russen freuen!
Der zweite Grund, warum bei uns so wenig gespendet wird: Verteilung bedeutet Macht. (Ruf bei der SPÖ: Da täten sich die Russen freuen!) Dazu eine kurze Geschichte: Ein gemeinnütziger Verein errichtete ein Spital. Der Landeshauptmann kam natürlich zur feierlichen Eröffnung und genoss sichtlich das Blitzlichtgewitter. Später beim Essen sagte ein Vertreter dieses gemeinnützigen Vereins zum Landeshauptmann, dass sich die öffentliche Hand den Zuschuss eigentlich hätte ersparen können, wenn Spenden besser absetzbar wären. Dieser Landeshauptmann wies dies natürlich erbost zurück und sagte: Ja, wofür bin ich denn dann da?
Abg. Gisela Wurm: … so viel Zeit müsst’ schon sein!
Verteilen, sehr geehrte Damen und Herren, bedeutet Macht. Das sieht man insbesondere auch im roten Wien (Abg. Gisela Wurm: … so viel Zeit müsst’ schon sein!), wo die Stadt mit über 220 000 Wohnungen der größte Immobilienbesitzer Europas ist, und gleichzeitig ist Wohnen in Wien so teuer wie kaum irgendwo anders (Abg. Steinhauser: Das ist kompletter Unsinn! – Zwischenrufe bei der SPÖ), aber wenn die Bürger auf das staatliche Verteilen angewiesen sind, dann befinden sie sich in Abhängigkeit, und das gefällt so manchem Politiker.
Abg. Steinhauser: Das ist kompletter Unsinn! – Zwischenrufe bei der SPÖ
Verteilen, sehr geehrte Damen und Herren, bedeutet Macht. Das sieht man insbesondere auch im roten Wien (Abg. Gisela Wurm: … so viel Zeit müsst’ schon sein!), wo die Stadt mit über 220 000 Wohnungen der größte Immobilienbesitzer Europas ist, und gleichzeitig ist Wohnen in Wien so teuer wie kaum irgendwo anders (Abg. Steinhauser: Das ist kompletter Unsinn! – Zwischenrufe bei der SPÖ), aber wenn die Bürger auf das staatliche Verteilen angewiesen sind, dann befinden sie sich in Abhängigkeit, und das gefällt so manchem Politiker.
Hallo-Rufe bei der SPÖ. – Abg. Königsberger-Ludwig: Ja, genau, her mit der Reichensteuer!
Wir brauchen aber weniger Abhängigkeit vom Staat, dafür mehr privates Engagement durch die Zivilgesellschaft und ganz besonders durch die Wohlhabenden. Anstelle von „eat the rich“ bräuchten wir mehr „generous rich“, also mehr Reiche, die spendabel sind und die gerne geben. (Hallo-Rufe bei der SPÖ. – Abg. Königsberger-Ludwig: Ja, genau, her mit der Reichensteuer!)
Beifall bei der ÖVP.
Wirtschaftliche Freiheit macht eher großzügig als staatliche Bevormundung. Gott sei Dank hat Staatssekretär Mahrer dies richtig erkannt, ich gratuliere ihm daher sehr herzlich zum neuen Gesetz zur gemeinnützigen Stiftung, womit nun Spenden unter anderem an Kunst- und Kultureinrichtungen erstmals steuerlich geltend gemacht werden können. – Bravo, Herr Mahrer! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Natürlich hoffe ich, dass da nicht nur die linken Staatskünstler profitieren. – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Würde man das machen oder zumindest einen Teil davon realisieren, dann wäre das meiner Meinung nach sehr schön, da man dann tatsächlich in das Kulturangebot investieren könnte. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Rädler: Kann man gleich …!
Dazu liegt auch ein Antrag im Kulturausschuss, genauso wie zur Transparenzdatenbank, wobei ich hoffe, dass in Zukunft die Vertreter der Regierungsparteien diese Anträge nicht bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag vertagen, sondern diese, glaube ich, durchaus wertvollen und sinnvollen Maßnahmen im Kulturbereich gemeinsam mit uns umsetzen werden. – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Rädler: Kann man gleich …!)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Da die Kollegin Nachbaur nicht im Saal ist, kann ich ja der ÖVP einen Tipp geben: Seien Sie wachsam! Passen Sie auf! Sie hat schon: Liebe Genossen!, zu uns gesagt. Das könnte bereits der erste Schritt zu uns sein. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.) Ein Platzerl hätten wir noch, das könnten wir noch zur Verfügung stellen, also: Vorsicht! (Ruf bei der SPÖ: Eine Drohung!)
Ruf bei der SPÖ: Eine Drohung!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Da die Kollegin Nachbaur nicht im Saal ist, kann ich ja der ÖVP einen Tipp geben: Seien Sie wachsam! Passen Sie auf! Sie hat schon: Liebe Genossen!, zu uns gesagt. Das könnte bereits der erste Schritt zu uns sein. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.) Ein Platzerl hätten wir noch, das könnten wir noch zur Verfügung stellen, also: Vorsicht! (Ruf bei der SPÖ: Eine Drohung!)
Abg. Rädler: … Österreich!
Da muss man gemeinsam darüber nachdenken, wie man garantiert – vor allem auch unter Berücksichtigung der Konkurrenz mit großen Konzernen, mit Google, mit anderen –, dass es auch einen Qualitätsjournalismus, auch einen unabhängigen Journalismus gibt. Daran müsste man die zu diskutierenden Förderungskriterien ausrichten. Das wäre etwas, was … (Abg. Rädler: … Österreich!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Willi. – Zwischenruf des Abg. Rädler.
Na, haben wir wieder einen Zwischenruf, einen scharfen? Lassen Sie doch endlich einmal alles heraus! Sagen Sie es einfach einmal! Sagen Sie es doch endlich! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Willi. – Zwischenruf des Abg. Rädler.) Oder ist nichts drinnen? Das weiß ich jetzt nicht, das weiß nur er! (Heiterkeit bei SPÖ und Grünen. – Abg. Rädler: Das wollen Sie nicht hören!) Sie können noch immer nicht genug haben, was? (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Wir können uns auch unterhalten. Kommen Sie heraus, machen wir eine Doppelconférence! Ich habe nichts dagegen, Sie wirken sicher gut. (Abg. Rädler: … wollen Sie nicht hören, …!) Trotzdem, jetzt muss ich weiterreden, es hilft ja nichts. (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) Auch wenn Sie mir so leidenschaftlich gerne zuhören, muss ich trotzdem weiterreden.
Heiterkeit bei SPÖ und Grünen. – Abg. Rädler: Das wollen Sie nicht hören!
Na, haben wir wieder einen Zwischenruf, einen scharfen? Lassen Sie doch endlich einmal alles heraus! Sagen Sie es einfach einmal! Sagen Sie es doch endlich! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Willi. – Zwischenruf des Abg. Rädler.) Oder ist nichts drinnen? Das weiß ich jetzt nicht, das weiß nur er! (Heiterkeit bei SPÖ und Grünen. – Abg. Rädler: Das wollen Sie nicht hören!) Sie können noch immer nicht genug haben, was? (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Wir können uns auch unterhalten. Kommen Sie heraus, machen wir eine Doppelconférence! Ich habe nichts dagegen, Sie wirken sicher gut. (Abg. Rädler: … wollen Sie nicht hören, …!) Trotzdem, jetzt muss ich weiterreden, es hilft ja nichts. (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) Auch wenn Sie mir so leidenschaftlich gerne zuhören, muss ich trotzdem weiterreden.
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Na, haben wir wieder einen Zwischenruf, einen scharfen? Lassen Sie doch endlich einmal alles heraus! Sagen Sie es einfach einmal! Sagen Sie es doch endlich! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Willi. – Zwischenruf des Abg. Rädler.) Oder ist nichts drinnen? Das weiß ich jetzt nicht, das weiß nur er! (Heiterkeit bei SPÖ und Grünen. – Abg. Rädler: Das wollen Sie nicht hören!) Sie können noch immer nicht genug haben, was? (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Wir können uns auch unterhalten. Kommen Sie heraus, machen wir eine Doppelconférence! Ich habe nichts dagegen, Sie wirken sicher gut. (Abg. Rädler: … wollen Sie nicht hören, …!) Trotzdem, jetzt muss ich weiterreden, es hilft ja nichts. (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) Auch wenn Sie mir so leidenschaftlich gerne zuhören, muss ich trotzdem weiterreden.
Abg. Rädler: … wollen Sie nicht hören, …!
Na, haben wir wieder einen Zwischenruf, einen scharfen? Lassen Sie doch endlich einmal alles heraus! Sagen Sie es einfach einmal! Sagen Sie es doch endlich! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Willi. – Zwischenruf des Abg. Rädler.) Oder ist nichts drinnen? Das weiß ich jetzt nicht, das weiß nur er! (Heiterkeit bei SPÖ und Grünen. – Abg. Rädler: Das wollen Sie nicht hören!) Sie können noch immer nicht genug haben, was? (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Wir können uns auch unterhalten. Kommen Sie heraus, machen wir eine Doppelconférence! Ich habe nichts dagegen, Sie wirken sicher gut. (Abg. Rädler: … wollen Sie nicht hören, …!) Trotzdem, jetzt muss ich weiterreden, es hilft ja nichts. (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) Auch wenn Sie mir so leidenschaftlich gerne zuhören, muss ich trotzdem weiterreden.
Zwischenruf des Abg. Steinbichler.
Na, haben wir wieder einen Zwischenruf, einen scharfen? Lassen Sie doch endlich einmal alles heraus! Sagen Sie es einfach einmal! Sagen Sie es doch endlich! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Willi. – Zwischenruf des Abg. Rädler.) Oder ist nichts drinnen? Das weiß ich jetzt nicht, das weiß nur er! (Heiterkeit bei SPÖ und Grünen. – Abg. Rädler: Das wollen Sie nicht hören!) Sie können noch immer nicht genug haben, was? (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Wir können uns auch unterhalten. Kommen Sie heraus, machen wir eine Doppelconférence! Ich habe nichts dagegen, Sie wirken sicher gut. (Abg. Rädler: … wollen Sie nicht hören, …!) Trotzdem, jetzt muss ich weiterreden, es hilft ja nichts. (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) Auch wenn Sie mir so leidenschaftlich gerne zuhören, muss ich trotzdem weiterreden.
in Richtung des Abg. Rädler
Ansonsten, wenn Sie wollen (in Richtung des Abg. Rädler), gehen wir noch auf einen Kaffee, ich habe nichts dagegen. Sie haben wieder etwas in petto (Abg. Rädler: Ja!), ich spüre es. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen. – Abg. Rädler: … Förderung der Printmedien!)
Abg. Rädler: Ja!
Ansonsten, wenn Sie wollen (in Richtung des Abg. Rädler), gehen wir noch auf einen Kaffee, ich habe nichts dagegen. Sie haben wieder etwas in petto (Abg. Rädler: Ja!), ich spüre es. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen. – Abg. Rädler: … Förderung der Printmedien!)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen. – Abg. Rädler: … Förderung der Printmedien!
Ansonsten, wenn Sie wollen (in Richtung des Abg. Rädler), gehen wir noch auf einen Kaffee, ich habe nichts dagegen. Sie haben wieder etwas in petto (Abg. Rädler: Ja!), ich spüre es. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen. – Abg. Rädler: … Förderung der Printmedien!)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundesminister, wir würden uns wünschen – so wie viele Landeskonservatoren, mit denen ich in den letzten Wochen und Monaten gesprochen habe, die auch an Universitäten unterrichten und sich dort beklagen –, dass Sie als Bundesminister endlich Rahmenbedingungen schaffen, die diesen Landeskonservatoren auch tatsächlich wieder die Durchführung ihrer Arbeit ermöglichen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es wäre wirklich an der Zeit! Wir warten schon seit mindestens fünf Jahren auf die entsprechenden Rahmenbedingungen, um den Landeskonservatoren die Möglichkeit zu geben, dem Denkmalschutz wieder seine ureigenste Bestimmung erlangen zu lassen. (Beifall bei der FPÖ.)
in Richtung Regierungsbank weisend, wo Abg. Willi mit Bundesminister Ostermayer spricht
Präsident Ing. Norbert Hofer: Entschuldigen Sie, Herr Abgeordneter! Ich darf bitten, während ein Redner spricht, wenn irgendwie möglich, diesen Bereich hier (in Richtung Regierungsbank weisend, wo Abg. Willi mit Bundesminister Ostermayer spricht) freizulassen. – Bitte, Herr Abgeordneter Troch.
Beifall bei der SPÖ.
Ein ständiger Ort für Zeitgeschichte soll allerdings mehr ein Ort des Bedenkens werden als des Gedenkens. Bleibt noch die Frage: Kann man aus der Geschichte lernen? – Ich glaube, einen Versuch ist es allemal wert. Daher: Ja zum Projekt „Haus der Geschichte“! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
All das zeigt, dass das Kulturbudget in Sparzeiten sehr gut ist. Es sichert dieses Angebot, und es ermöglicht auch noch eine Erweiterung. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn wir das Budget von Kunst und Kultur diskutieren, dann geht es natürlich auch darum, sichtbar zu machen. Bei Kunst und Kultur sollte man Frauen auch sichtbar machen. Frauen sind sehr oft nicht im Vordergrund, im Rampenlicht. Frauen vor den Vorhang zu bringen, ist in diesem Zusammenhang ein wichtiges Signal, ja, mehr als ein Signal! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Dies ist wichtig und gut eingesetztes Kapital, das können wir – Bundesminister Rupprechter nickt – als Tiroler Ihnen versichern, und ich als Tirolerin sage ein Dankeschön dafür. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir sagen konsequent und strikt: Wir lehnen diesen Emissionszertifikatehandel ab, denn dieser Zertifikatehandel schützt nicht die Umwelt, in keinem einzigen Bereich. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Allein dass die Veranschlagung der Mittel für die thermische Sanierung und den Klima- und Energiefonds in unterschiedlichen UGs gegliedert ist, ist für die Übersicht beim Budget und die Transparenz der Fördermittel bedenklich. Das sagt sogar der Budgetdienst dieses Hauses. Die Kompetenzaufteilung zwischen Umweltressort und Wirtschaftsressort im Bereich der erneuerbaren Energie gehört endlich geregelt! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Lichtenecker.
Wenn man den 31. Dezember hernimmt, gibt es jedes Jahr das gleiche Spiel: Am 31. Dezember um 24 Uhr sitzen die Damen und Herren, die sich um eine Förderung bewerben, vor ihrem PC, drücken auf den Knopf. Was passiert? – 5 Minuten später bricht das ganze Netz zusammen. (Zwischenruf der Abg. Lichtenecker.) Insgesamt gehört das Förderwesen vereinheitlicht und transparent gemacht! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn man den 31. Dezember hernimmt, gibt es jedes Jahr das gleiche Spiel: Am 31. Dezember um 24 Uhr sitzen die Damen und Herren, die sich um eine Förderung bewerben, vor ihrem PC, drücken auf den Knopf. Was passiert? – 5 Minuten später bricht das ganze Netz zusammen. (Zwischenruf der Abg. Lichtenecker.) Insgesamt gehört das Förderwesen vereinheitlicht und transparent gemacht! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zum Abschluss noch: Kein Handel von Zertifikaten und Fördermitteln wie auf einem türkischen Basar! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Jakob Auer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Mit Genehmigung des Präsidenten begrüße ich auch ganz besonders eine Schülergruppe des abz Lambach, einer hervorragenden landwirtschaftlichen Ausbildungsstätte. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich widme mich dem Kapitel Land- und Forstwirtschaft und darf dazu festhalten, dass gerade die Landwirtschaft ein bedeutender Faktor in der Wertschöpfung und Wertschätzung der ländlichen Räume ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Pirklhuber: Auch in der Nacht!
Landwirtschaft ist mehr als nur Produktion. Bauern und Bäuerinnen arbeiten täglich für jeden Bürger unseres Landes, denn jeden Tag haben wir Menschen zu ernähren. Jeder, der isst, profitiert von dieser Produktion, von der Hände Arbeit der Bauern und der Bäuerinnen. Und jeden Tag muss man mehr produzieren. Stichwort: Die Weltbevölkerung wächst, auch die Bevölkerung Österreichs. Immer bessere Qualität ist notwendig, da gerade auch in jenen Ländern, wo der Wohlstand gewachsen ist, alle natürlich die bessere Qualität wollen. Gerade die Bauern und Bäuerinnen sind eine Berufsgruppe, die viel arbeitet, auch an Sonn- und Feiertagen, in der Früh und am Abend. (Abg. Pirklhuber: Auch in der Nacht!) Das sollte man bei manchen Diskussionen nicht vergessen.
Beifall bei der ÖVP.
Daher frage ich mich manches Mal, wo denn die Wertschätzung für die erzeugten Produkte bleibt. Ich bin ja ganz begeistert, wenn es ein bäuerliches Manifest einer großen Handelskette gibt, auf schönem Papier, aber leider beschränkt. Das beste bäuerliche Manifest, ich wiederhole mich hier, wären entsprechende Preise, wenn diese Handelskette das auch umsetzen würde. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Doppler und Schmid.
Es ist ja spannend, dass es bei uns keine Rolle spielt, wenn Katzenmilch, Hundefutter und so weiter pro Kilo 4, 5 € kosten, aber ein Liter Milch im Geschäft nicht einmal 1 € kosten darf. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Doppler und Schmid.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, ich darf mich bei dieser Gelegenheit, da wir das Budget behandeln, beim Herrn Bundesminister für seine Initiativen bedanken: Erstens: Dass das Programm für Ländliche Entwicklung als erstes Programm in Europa fertig wurde, sei anerkennend festgehalten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Drittens, Herr Bundesminister, danke für die Möglichkeit, dass in Zukunft der Export erleichtert werden soll, indem man eine Exportservicestelle einrichtet. Wir haben leider erleben müssen, dass das dringend notwendig ist. Denn es ist ja immer interessant – ich weiß, ich wiederhole mich hier –, wenn die Wirtschaft exportiert, ist das auf die besondere Leistungsfähigkeit der österreichischen Betriebe zurückzuführen. Wir sind stolz auf die Betriebe, wir sind stolz auf die dort Beschäftigten. Wenn die Bauernschaft etwas exportieren müsste und soll, dann ist das Überschussproduktion. Daher bitte ich auch hier um etwas mehr Wertschätzung. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Grünen und FPÖ.
Ich möchte vorweg anmerken, dass wir auch schriftliche Anfragen in den Ausschusssitzungen gestellt haben. Die Antworten darauf sind noch nicht da. Das ist jetzt kein konkreter Vorwurf an Sie, Herr Minister, da es noch innerhalb der Frist ist, aber ich finde es trotzdem relativ ungünstig, wenn wir die Debatte hier führen, ohne die Antworten auf Fragen zu haben, die wir Abgeordnete – und da kann ich, glaube ich, für alle sprechen – gestellt haben. Es wäre für die Debatte sicher interessanter gewesen, auch für Sie, wenn wir bereits über die Antworten des Herrn Ministers diskutieren hätten können. (Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Abg. Lichtenecker: Oh, oh! – Abg. Höfinger: Das muss an den Analysen liegen! – Abg. Lichtenecker: Das glaub’ ich nicht!
Ich komme jetzt zu meiner Analyse des Umweltbudgets und muss feststellen: Da ist so ziemlich alles verkehrt. (Abg. Lichtenecker: Oh, oh! – Abg. Höfinger: Das muss an den Analysen liegen! – Abg. Lichtenecker: Das glaub’ ich nicht!)
Abg. Rädler: Das ist nicht Weninger! Sie haben ja schon mit den Personen ein Problem! Kollege Höfinger ist das!
Wir können unsere Analysen dann gerne abgleichen, Herr Kollege Weninger, aber das Praktische beim Budget ist ja, dass da ziemlich konkrete Zahlen drinnen sind und es relativ objektiv bewertbar ist. Aber warum ist es verkehrt? (Abg. Rädler: Das ist nicht Weninger! Sie haben ja schon mit den Personen ein Problem! Kollege Höfinger ist das!)
Abg. Lichtenecker: Kollege Rädler, jetzt lassen Sie einmal die Kollegin Brunner!
Vielleicht hören Sie mir einmal zu und versuchen zu verstehen, und dann können wir darüber diskutieren – ich habe noch gar nichts gesagt. (Abg. Lichtenecker: Kollege Rädler, jetzt lassen Sie einmal die Kollegin Brunner!)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.
Im Umweltbudget ist ziemlich alles verkehrt, zum Ersten die Prioritätensetzung. Wir verhandeln ja hier parallel das Landwirtschaftsbudget und das Umweltbudget, und wenn man das jetzt so ein bisschen vergleicht, dann sieht man, dass das Landwirtschaftsbudget relativ konstant bleibt, das Umweltbudget aber gekürzt wird. Also, Herr Minister, … (Bundesminister Rupprechter: Es steigt!) – Ja, ich weiß nicht, wie Sie es mit Plus und Minus haben, aber die Zahlen, die wir haben, sinken im Umweltbudget. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Im österreichischen Budget, im Budget der österreichischen Bundesregierung ist das nicht so vorgesehen, da versanden die Einnahmen im allgemeinen Budget. Das ist also wieder ein verkehrter Zugang. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Lichtenecker: Na unglaublich!
dass die österreichischen Klimaziele nur unter Beibehaltung der bestehenden Maßnahmen erreicht werden können, andererseits die Maßnahmen jetzt gestrichen werden, wie geht sich das aus? – Gar nicht, denn Ihr Budget bedeutet 2,5 Millionen Tonnen mehr CO2-Ausstoß, 200 Gigawattstunden weniger Energieeinsparung, fast eine halbe Millionen weniger Investitionen in die Ökowirtschaft, fast 8 000 Arbeitsplätze weniger. (Abg. Lichtenecker: Na unglaublich!)
Beifall bei den Grünen.
Also ich bin der Überzeugung, wir können uns das nicht leisten, weder aus Klimaschutzsicht noch aus Wirtschaftssicht. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das, was hier vorliegt, ist leider ein ganz, ganz schlechtes Signal für die Klimakonferenz, davon bin ich überzeugt, und deswegen werden wir nach Paris ganz sicher weiterkämpfen. Mir ist bei Weitem nicht egal, was in Paris herauskommen wird. Aber was immer dort herauskommt, wir müssen die österreichische Klimaschutzpolitik auf völlig neue Beine stellen. Und darum wird es nach der Konferenz in Paris hier im Haus gehen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Minister, was ich daran eigentlich verkehrt finde, ist, dass wir zwei uns über diese Frage unterhalten müssen. Ich gestehe Ihnen ja zu, dass man mit Ihnen wenigstens darüber reden kann. Zuständig wäre eigentlich der Finanzminister, der hier völlig blockiert, denn das sind auch keine Umweltschutzgelder. Das sind Mittel, die wir aus unserer Verantwortung heraus bezahlen müssen, und dazu braucht es einen eigenen Budgetpfad, einen langfristigen Budgetpfad, damit Österreich seinen Beitrag auch langfristig sichern kann. Diesen Pfad finden wir im Budget allerdings nicht. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Weninger: Na selbstverständlich!
Bundeskanzler, gerade von einem Bundeskanzler von der Sozialdemokratischen Partei, dass er sein Versprechen gegenüber den Entwicklungsländern einlöst und 100 Millionen Dollar frisches, zusätzliches Geld für Österreich zusagen wird. (Abg. Weninger: Na selbstverständlich!)
Beifall bei den Grünen.
Deswegen bin ich der Überzeugung, Österreich braucht ein eigenständiges, starkes und engagiertes Umweltministerium. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Höfinger: Falsch zitiert!
Abschließend möchte ich noch auf die Aussage eines ÖVP-Kollegen in der letzten Sitzung am 12. November verweisen, Agrarpolitik könne keine Sozialpolitik sein. (Abg. Höfinger: Falsch zitiert!) Aus der Sicht der Sozialdemokratie ist natürlich eines klar: Agrarpolitik muss auch immer Sozialpolitik sein, zur Stärkung des ländlichen Raumes, zur Stärkung der bäuerlichen Familienbetriebe, zur Stärkung der biologischen Landwirtschaft. Dafür steht die SPÖ.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Höfinger: Falsch zitiert! – Abg. Preiner – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Nein, es war nicht falsch zitiert!
Geschätzte Damen und Herren, ich danke für Ihre Aufmerksamkeit! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Höfinger: Falsch zitiert! – Abg. Preiner – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Nein, es war nicht falsch zitiert!)
Abg. Steinbichler: Ins Eck!
„Weitere Faktoren sind der Bekanntheitsgrad Österreichs als nachhaltiges Produktionsland mit hoher Umweltqualität und großer Affinität zu natürlich und traditionell hergestellten Lebensmitteln“. – Zitatende. Das ist genau der Punkt: In welche Richtung soll sich das Agrarland Österreich als Erzeuger hochwertiger Lebensmittel eigentlich bewegen? (Abg. Steinbichler: Ins Eck!)
Zwischenruf des Abg. Steinbichler
Wir haben bei Milch, das haben wir auch letzte Woche im Unterausschuss besprochen, eine hohe Eigenversorgungsquote, die uns auf der anderen Seite wiederum dazu zwingt, nach Absatzmärkten zu suchen. Dabei geraten wir naturgemäß unter starken Preisdruck, denn wir konkurrieren mit Ländern, in denen wesentlich größere Betriebe kostengünstiger und effizienter produzieren können. Wir haben das bereits in allen Details debattiert. Aber eines ist Fakt: Wir sind in der Agrarpolitik und vor allem auf dem Agrarmarkt Passagier. Die Preisbildung erfolgt am Weltmarkt (Zwischenruf des Abg. Steinbichler), der nicht irgendwo ist, nein, lieber Kollege, der Weltmarkt befindet sich in den heimischen Supermarktregalen. Und das ist Fakt.
Beifall bei den NEOS sowie der Abgeordneten Willi und Köchl.
Es geht auch um die Entscheidung, ob wir uns noch stärker von Exportmärkten abhängig machen. Wie wir bei der Russland-Krise erkannt haben, kann das durchaus unangenehme Folgen für unsere Landwirte haben. Aber es sollte doch in eine andere Richtung gehen: dass wir jetzt an diesem Punkt beim Budget erkennen, dass eine bessere Verzahnung für eine bessere Vermarktung für speziellere Produkte die einzige Überlebenschance ist, um einen besseren Ertrag zu erzielen, und danach sollten wir gemeinsam trachten. – Danke vielmals. (Beifall bei den NEOS sowie der Abgeordneten Willi und Köchl.)
Zwischenruf des Abg. Preiner.
Wenn ich seit gestern, seit der Generaldebatte, immer wieder höre, Budgets sind eingeschränkt, gekürzt worden, dann muss ich sagen, dass man das in einem Gesamtkontext sehen und auch verstehen muss. Ich würde Sie bitten, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, auch hier die Fakten auf den Tisch zu legen. Herr Kollege Preiner, Sie haben gesagt, dass ein Kollege von der ÖVP gesagt hat, Agrarpolitik sei keine Sozialpolitik, und da muss ich Sie korrigieren. (Zwischenruf des Abg. Preiner.) Das ist falsch zitiert, das wurde so nie gesagt. Der Kollege hat gesagt, dass Ausgleichszahlungen im Rahmen der Landwirtschaft keine Sozialleistungen sind, und da hat er recht, denn hinter diesen Ausgleichszahlungen stehen Leistungen, da steht Arbeit, da steht Investition, da wurden Geld, Mühe und Arbeit eingesetzt. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Preiner.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Preiner.
Wenn ich seit gestern, seit der Generaldebatte, immer wieder höre, Budgets sind eingeschränkt, gekürzt worden, dann muss ich sagen, dass man das in einem Gesamtkontext sehen und auch verstehen muss. Ich würde Sie bitten, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, auch hier die Fakten auf den Tisch zu legen. Herr Kollege Preiner, Sie haben gesagt, dass ein Kollege von der ÖVP gesagt hat, Agrarpolitik sei keine Sozialpolitik, und da muss ich Sie korrigieren. (Zwischenruf des Abg. Preiner.) Das ist falsch zitiert, das wurde so nie gesagt. Der Kollege hat gesagt, dass Ausgleichszahlungen im Rahmen der Landwirtschaft keine Sozialleistungen sind, und da hat er recht, denn hinter diesen Ausgleichszahlungen stehen Leistungen, da steht Arbeit, da steht Investition, da wurden Geld, Mühe und Arbeit eingesetzt. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Preiner.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Preiner.
Das ist keine Sozialleistung, da hat jemand etwas dafür getan. Das sind Leistungen, die einfach abgegolten werden. – Soweit zur Klarstellung. Ich bitte darum, das nicht zu vermischen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Preiner.)
Abg. Brunner: Was hat man damit gemacht?
Frau Kollegin Glawischnig, Sie sind jetzt hier, auch Sie haben das gestern betont. Sie waren im Ausschuss nicht dabei, und ich nehme nicht an, dass Ihre Kollegen, die im Ausschuss dabei waren, Sie nicht näher informiert haben. Der Herr Bundesminister hat informiert, dass es zwar insgesamt 16 Millionen € weniger sind, aber durch EU-Förderungen aus dem Bereich Landwirtschaft heraus, die zusätzlich fließen werden, 24,5 Millionen € zusätzlich in diesen Bereich kommen werden. Er hat das auf Nachfrage aufgegliedert. (Abg. Brunner: Was hat man damit gemacht?) Der Herr Bundesminister hat in den Ausschussberatungen festgehalten, von diesen zusätzlichen 24,5 Millionen € flie-
Abg. Brunner: In welche?
ßen 22 Millionen € in Klimaschutzmaßnahmen (Abg. Brunner: In welche?), 17,1 Millionen € in die Umweltförderung, 5 Millionen € in den Klima- und Energiefonds und davon 2,5 Millionen € in Naturschutz und Nationalparks.
Beifall bei der ÖVP.
Vergessen Sie das in der Gesamtdarstellung bitte nicht, wenn es um den Haushalt und das Umweltbudget geht. Ich kann Sie wirklich nur mehr um Ihre Unterstützung bitten, damit wir in diesem wichtigen Ressortbereich auch weitere Maßnahmen festlegen können. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Brunner: Nicht am Gesetz, an der Verordnung!
Das haben wir vor allem beim Energieeffizienzgesetz gesehen, bei dem jetzt selbst die Grünen, die damals Mehrheitsbeschaffer waren, schon einige Kritikpunkte haben. (Abg. Brunner: Nicht am Gesetz, an der Verordnung!) Das Gesetz ist seit Jahresbeginn in Kraft, und die Wirtschaftskammer zog bereits eine ernüchternde Zwischenbilanz.
Zwischenruf der Abg. Brunner.
der sich verpflichtet hat, seine Kunden zum Energiesparen anzuhalten. Was passiert, wenn das Ziel von minus 0,6 Prozent pro Jahr nicht erreicht wird? – Dann sind Strafzahlungen fällig. Wer bezahlt sie letztendlich? – Der Konsument bezahlt. (Zwischenruf der Abg. Brunner.) Sie sehen also, bei diesem Energieeffizienzgesetz ist auch einiges falsch gelaufen. Ich glaube, da gehören auch einige Schritte in die richtige Richtung gesetzt.
Abg. Brunner: Das hat mit Umwelt-Vorreiter auch nichts zu tun!
Österreich wird immer sehr gerne als Vorreiterland hervorgehoben. Das ist leider nicht mehr so. Man sieht das einmal mehr anhand der Dotierung des Green Climate Fund. (Abg. Brunner: Das hat mit Umwelt-Vorreiter auch nichts zu tun!) Dafür haben wir 25 Millionen US-Dollar gegeben. Das ist im internationalen Vergleich ein ganz minimaler Betrag. Das sind pro Kopf 2,9 US-Dollar.
Beifall beim Team Stronach.
Ich darf ein paar Vergleichszahlen bringen: Schweden hat 60,5 US-Dollar pro Kopf gegeben, Deutschland 12,1 US-Dollar, Spanien sogar 3,4 US-Dollar pro Kopf. Ich darf wiederholen: Österreich war das Ganze 2,9 US-Dollar pro Kopf wert. Aber es gibt nichts Negatives ohne etwas Positives – und damit darf ich abschließen –: Zumindest haben wir das schon bezahlt. Das ist also auch etwas, worauf man stolz sein kann. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Brunner: Die Europäische Union, nicht Österreich!
Österreich und die Europäische Union haben ihre Positionen klar auf den Tisch gelegt. Ein Reduktionspfad bis 2030 von minus 40 Prozent (Abg. Brunner: Die Europäische Union, nicht Österreich!), Österreich und die Europäische Union bis 2050 minus 50 Prozent, und spätestens bis zum Ende dieses Jahrhunderts wollen wir eine völlig dekarbonisierte Wirtschaft.
Zwischenruf der Abg. Brunner.
Voraussichtlich werden die Verhandlungen in Paris ein Poker bis zur letzten Minute. Es wird nicht nur um die politischen Inhalte gehen, sondern auch um die Finanzierung. (Zwischenruf der Abg. Brunner.)
Abg. Brunner: Nein, ich habe ganz andere …!
Liebe Frau Kollegin Brunner! Von mir haben Sie immer gehört, dass wir bis zum letzten Moment versuchen werden, den österreichischen Beitrag so hoch hinaufzuschrauben (Abg. Brunner: Nein, ich habe ganz andere …!), wie das nicht nur würdig für Österreich ist, sondern wie es auch in den Verhandlungen sinnvoll ist.
Abg. Brunner: Haben Sie irgendetwas verstanden bei der Klimakonferenz?!
Ich sage Ihnen ganz deutlich: Es gibt auch Länder, die berechtigterweise finanzielle Mittel für den Klimaschutz einfordern, aber gleichzeitig bereit sind, viele Milliarden US-Dollar für Rüstungspolitik auszugeben. Diese Diskrepanz muss man auch offen diskutieren. (Abg. Brunner: Haben Sie irgendetwas verstanden bei der Klimakonferenz?!) Wir können das jetzt am Beispiel von Indien, China oder Russland diskutieren. (Abg. Brunner: Klimakonferenzen sind kein Pokerspiel!)
Abg. Brunner: Klimakonferenzen sind kein Pokerspiel!
Ich sage Ihnen ganz deutlich: Es gibt auch Länder, die berechtigterweise finanzielle Mittel für den Klimaschutz einfordern, aber gleichzeitig bereit sind, viele Milliarden US-Dollar für Rüstungspolitik auszugeben. Diese Diskrepanz muss man auch offen diskutieren. (Abg. Brunner: Haben Sie irgendetwas verstanden bei der Klimakonferenz?!) Wir können das jetzt am Beispiel von Indien, China oder Russland diskutieren. (Abg. Brunner: Klimakonferenzen sind kein Pokerspiel!)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Wir werden das Weltklimaproblem nicht durch Zwischenrufe lösen können, sondern durch ganz konkrete und wirklich beinharte politische Verhandlungen, bei denen es uns gelingen muss, alle Player an den Tisch zu bringen. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Da Europa weniger als 10 Prozent zur weltweiten Treibhausgasemission beiträgt (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Brunner), nutzt es uns nichts, wenn es uns nicht gelingt, alle – von den USA bis China – an einen Tisch zu bringen. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
neuerlicher Zwischenruf der Abg. Brunner
Wir werden das Weltklimaproblem nicht durch Zwischenrufe lösen können, sondern durch ganz konkrete und wirklich beinharte politische Verhandlungen, bei denen es uns gelingen muss, alle Player an den Tisch zu bringen. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Da Europa weniger als 10 Prozent zur weltweiten Treibhausgasemission beiträgt (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Brunner), nutzt es uns nichts, wenn es uns nicht gelingt, alle – von den USA bis China – an einen Tisch zu bringen. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Wir werden das Weltklimaproblem nicht durch Zwischenrufe lösen können, sondern durch ganz konkrete und wirklich beinharte politische Verhandlungen, bei denen es uns gelingen muss, alle Player an den Tisch zu bringen. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Da Europa weniger als 10 Prozent zur weltweiten Treibhausgasemission beiträgt (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Brunner), nutzt es uns nichts, wenn es uns nicht gelingt, alle – von den USA bis China – an einen Tisch zu bringen. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend will ich festhalten, liebe Kolleginnen und Kollegen, dass eine erfolgreiche Klimakonferenz – auch über das eigentliche Thema hinaus und gerade in Paris – ein starkes Zeichen der Weltgemeinschaft wäre, dass wir fähig und imstande sind, globale Probleme gemeinsam zu lösen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Es wurden heute Nebenerwerbsbauern erwähnt. Nebenerwerbsbauern machen 55,1 Prozent aus, und nur mehr 37 Prozent sind im Haupterwerb. Dieses Budget enthält nichts, um da gegenzusteuern. Was tun wir denn mit den Nebenerwerbsbauern? Wo ist das Angebot für sie? – Zum Beispiel könnte man die Arbeiterkammerbeiträge ein wenig reduzieren (Beifall bei der FPÖ) oder vielleicht bei der Beitragspflicht ab einem gewissen Einheitswert etwas tun, weil eine Pflichtversicherung besteht. Niemand hindert Sie daran, etwas zu tun. Wir wissen, dass die österreichischen Bauern nicht nur im Bereich der Umwelt sehr viel tun müssen, sondern auch im Bereich des Tierschutzes.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
den Kasernen, in den Spitälern, in allen öffentlichen Einrichtungen mit Lebensmitteln aus österreichischer Produktion gearbeitet wird. Warum können wir das nicht machen? – Das ist eigentlich keine Frage. Er hat recht. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Auer.
Das kann es nicht sein. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Auer.)
Beifall bei der FPÖ.
Jeder Bauer, der bei uns zusperrt, kostet der Wirtschaft etwas, kostet der ländlichen Region etwas. Lassen Sie uns beim Budget nicht nur reden, sondern wirklich ein Wirkungsziel für die kleinbäuerliche Struktur festlegen! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.
Umso wichtiger ist es, dass mit dem Programm zur ländlichen Entwicklung sowie den Direktzahlungen, der ersten Säule für die Programmperioden 2014 bis 2020, ein stabiler und verlässlicher Rahmen besteht. Es ist unserem Minister und seinem Haus zu verdanken, dass durch sein rasches Handeln Rechts- und Planungssicherheit für die bäuerlichen Familienbetriebe gewährleistet ist, aber gemäß der EU-Verordnung 1306 wäre eine Auszahlung der Flächenprämie im Rahmen der GAP erst nach Fertigstellung der Verwaltungskontrolle möglich. (Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.)
Abg. Lausch: Stimmt!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich möchte es noch einmal betonen: Die Bäuerinnen und Bauern benötigen dieses Geld, benötigen diese Leistungsabgeltungen derzeit dringend! (Abg. Lausch: Stimmt!)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Herr Minister, ich danke Ihnen und Ihrem Haus dafür, dass Sie da zeitgerecht reagiert haben, dass Sie das Problem schnell erkannt haben und eine unbürokratische Lösung für die Landwirte in unserem Land erreicht haben. – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Sieber: Hey, das habe ich nicht gesagt!
Die Exporte zu steigern, gilt jedoch sehr wohl als Wirkungsziel in Ihrem Budget. Da sehen Sie: Das ist Ihre Strategie! Sie wollen mehr auf den Weltmärkten exportieren, und zwar um 10 Prozent, im Zeitraum 2015 bis 2020. Sehr vernünftig, sagen die Kollegen der ÖVP. Gut, das habe ich gehört, aber die Bauern und Bäuerinnen haben eine andere Meinung, Kollege Sieber, und zwar zu Recht. (Abg. Sieber: Hey, das habe ich nicht gesagt!)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Also du distanzierst dich von dieser Aussage der Kollegen? Ich finde, das ist ein positiver Hinweis, sehr gut. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Applaus für den Kollegen Sieber! Kollege Sieber distanziert sich von der Exportorientierung der österreichischen Agrarpolitik. Damit haben wir einen neuen Kollegen gefunden im Bündnis für mehr Gerechtigkeit, für mehr soziale Ausrichtung und für eine echte Kreislaufwirtschaft in der Landwirtschaft. Das werde ich mir merken, freut mich besonders.
Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, die Herausforderungen, die es aber gibt, kann man auch KollegInnen … (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Offensichtlich ein neuer agrarpolitischer Disput in der ÖVP. Sie sind sich offensichtlich nicht ganz einig, wohin Sie gehen wollen. Wir werden im Ausschuss, im Unterausschuss darüber weiter diskutieren, werte Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP, Sie haben noch genug Zeit, dort Ihre Stellungnahmen abzugeben.
Beifall bei den Grünen. – Der Redner überreicht Bundesminister Rupprechter die Broschüre der genannten Initiative.
Ich fordere Sie hier und jetzt auf, diese Petition online zu unterstützen. Sie haben schon alles Mögliche unterstützt, aber das wäre einmal Agrarpolitik ernst genommen. Stellen Sie sich auf die Seite jener, die für die Zukunft der bäuerlichen Landwirtschaft kämpfen und nicht für die Exportindustrie sozusagen ihre Politik betreiben! Stellen Sie sich auf die Seite der Bergbäuerinnen und Bergbauern! (Beifall bei den Grünen. – Der Redner überreicht Bundesminister Rupprechter die Broschüre der genannten Initiative.)
Abg. Jannach: Zweite Wortmeldung! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Unterrainer. – Ah, Sie sind noch gar nicht fertig? Gut, dann geht es weiter. – Bitte schön. (Abg. Jannach: Zweite Wortmeldung! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das ist Ihr Vorschlag, das ist Ihr Budget, das Sie vorgelegt haben! Und das ist einfach eine Schande, meine Damen und Herren, eine Schande für diese Politik, die es nicht verdient, sozial oder ökologisch genannt zu werden. Eine echte Schande! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Das ist ein Gebot der Stunde, meine Damen und Herren, und ich erwarte mir, dass Sie diesem Antrag zustimmen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kogler – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Unterrainer –: Kommen Sie heraus aus Ihrem Herrgottswinkel der Scheinheiligkeit! – Heiterkeit bei den Grünen.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Mag. Unterrainer. – Bitte. (Abg. Kogler – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Unterrainer –: Kommen Sie heraus aus Ihrem Herrgottswinkel der Scheinheiligkeit! – Heiterkeit bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Herr Abgeordneter Kogler, für diesen Zwischenruf erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Vielleicht an den Anfang zurück, zur aufgerufenen Frage von mir, was wir denn ohne Bergbauern wären: Diese Frage ist, glaube ich, ganz, ganz schwer zu beantworten, aber eines ist sicher: Erst mit den Bergbauern und den Bergbäuerinnen sind wir das, was wir sind, nämlich ein wunderschönes lebens- und liebenswertes Land. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Abgeordneter Pirklhuber, mit 1 280 Millionen € sind tatsächlich sehr viele EU-Mittel da vorgesehen, und Ihre Kritik ist nicht ganz nachvollziehbar, denn im Gegenteil: Wir haben es erreicht, dass wir in der ersten und zweiten Säule gemeinsam in der Zwischenzeit Netto-Empfänger aus den Agrartöpfen sind. Und ich lasse mir gerne den Vorwurf gefallen, dass wir in Brüssel erfolgreich darüber verhandelt haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Abgeordneter Pirklhuber, zum World Food Programme, das Sie angesprochen haben: Heute noch werden 5 Millionen € an das World Food Programme von mir überwiesen, die Mittel sind zwischenzeitig vom Finanzressort freigestellt, und wir werden selbstverständlich auch in Zukunft dieser Verpflichtung, auch dem gemeinsamen Entschließungsantrag dieses Hohen Hauses entsprechend, nachkommen. Die österreichische Bundesregierung wird den Auftrag mit Nachdruck umsetzen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Brunner: Zum Beispiel beim Klimaschutz!
Der Bundesvoranschlag ist zwar gegenüber dem Vorjahr um 16 Millionen € geringer, die Budgetkürzungen sind aber nicht linear vorgenommen, sondern in unterschiedlichen Teilbereichen (Abg. Brunner: Zum Beispiel beim Klimaschutz!) und orientiert nach den Auszahlungsnotwendigkeiten.
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Brunner.
Es wurde schon richtiggestellt, und zwar vom Herrn Abgeordneten Höfinger, dem ich dafür ausdrücklich danken möchte, dass es mir gelungen ist, die Budgetkürzung durch die Zurverfügungstellung von EU-Mitteln mehr als wettzumachen. So stehen im Jahr 2016 25 Millionen € zusätzlich zur Verfügung, die sich zwar nicht im Umweltbudget wiederfinden, aber insgesamt für die erfolgreiche Umweltpolitik bereitstehen. Es sind also tatsächlich, Frau Abgeordnete Brunner, mehr Mittel als bisher verfügbar. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Brunner.)
Beifall bei der ÖVP.
Reden Sie hier die Leistungen der österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler nicht klein! Das ist ein starker Beitrag, den wir hier für die internationale Klimafinanzierung erbringen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Brunner: … nicht besonders nachhaltig!
Was den Klima- und Energiefonds anbelangt, so stehen mit den 37,5 Millionen € und 5,5 Millionen € an EU-Mitteln also Mittel zur Verfügung, die den Mitteln des Jahresprogramms 2015 entsprechen. Wir werden nach der Verabschiedung des Jahresprogramms sicherstellen können – nach dem Budgetabschluss –, wie hoch auch der Liquiditätsbedarf im Klima- und Energiefonds ist. Aber die Mittel können in der gleichen Größenordnung bereitgestellt werden. (Abg. Brunner: … nicht besonders nachhaltig!)
Beifall bei der ÖVP.
Sie sehen also, die Umweltpolitik der Bundesregierung ist eine erfolgreiche, ambitionierte und zielgerichtete. Ich hoffe, dass Sie es sich noch einmal überlegen und diesem sehr ambitionierten Haushalt vielleicht doch zustimmen werden. – Vielen Dank, Hohes Haus. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das kann man so darstellen, wenn man möchte. (Bundesminister Rupprechter: Nein, das ist so!) Es ist aber unrichtig. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Frische und zusätzliche Gelder aus Österreich (Bundesminister Rupprechter: Habe ich gerade dargelegt!) sind lediglich die 20 Millionen € über vier Jahre plus die einmaligen 12 Millionen, wie wir es im Budgetausschuss erörtert haben, im nächsten Jahr. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Im Vergleich mit anderen Ländern ist das ungenügend. (Beifall bei den Grünen. – Rufe bei der ÖVP: Keine Berichtigung!)
Beifall bei den Grünen. – Rufe bei der ÖVP: Keine Berichtigung!
Frische und zusätzliche Gelder aus Österreich (Bundesminister Rupprechter: Habe ich gerade dargelegt!) sind lediglich die 20 Millionen € über vier Jahre plus die einmaligen 12 Millionen, wie wir es im Budgetausschuss erörtert haben, im nächsten Jahr. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Im Vergleich mit anderen Ländern ist das ungenügend. (Beifall bei den Grünen. – Rufe bei der ÖVP: Keine Berichtigung!)
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Das war schon eine. Nur war die Einleitung etwas ungeschickt gewählt, würde ich sagen. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Heiterkeit und demonstrativer Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Michael Pock (NEOS): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher! Geschätzte „PaMis“! Ich möchte, bevor ich auf das Budget eingehe, auch ganz kurz auf die Richtigstellung von Frau Kollegin Brunner eingehen. Es war insofern keine richtige Richtigstellung, weil der Inhalt falsch war. (Heiterkeit und demonstrativer Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Brunner: Ich habe alles doppelt und dreifach …!
Der Green Climate Fund ist eines von mehreren Werkzeugen, um den Klimawandel zu stoppen. Nur beim Green Climate Fund betrifft es diese 100 Milliarden US-Dollar, wo es um frische Mittel geht. Bei allen anderen Maßnahmen können Entwicklungszusammenarbeit und viele andere Maßnahmen hineingerechnet werden. Ob das richtig oder falsch ist; aber das wäre einmal der Fakt, und den hätte ich mir gewünscht. (Abg. Brunner: Ich habe alles doppelt und dreifach …!)
Beifall bei den NEOS.
Meine Redezeit geht dem Ende zu, ich möchte noch einen Punkt mitgeben. Dort, wo wir bei den Zielwerten auf Kooperation mit den Bundesländern tatsächlich angewiesen sind, scheitern wir bravourös, egal, ob es bei den Flächenwidmungen ist, ob es bei der Ressourcenproduktivität ist – das heißt, Produktivität entkoppelt vom tatsächlichen Ressourcenverbrauch –, und auch bei der Biodiversität, wo es darum geht, unsere Umwelt unseren Nachfahren zu erhalten. Da erwarte ich ebenfalls deutlich mehr als bisher. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Pirklhuber: … nicht widersprochen! Es geht um die Wirkungsziele!
Es ist schon angesprochen worden: Selbstverständlich ist dabei der Heimmarkt das Wichtigste. Aber ich behaupte, Herr Kollege Pirklhuber, auch Export ist von Bedeutung. (Abg. Pirklhuber: … nicht widersprochen! Es geht um die Wirkungsziele!) – Eigentlich widersprichst du dir ja selbst. Wir wissen genau, dass 40 Prozent der Biomilch, die in Österreich erzeugt wird, exportiert werden. Das heißt als Alternative: Wenn du willst, dass es noch mehr Biobauern werden, muss jeder Liter zusätzlich erzeugte Biomilch exportiert werden (Abg. Pirklhuber: Diese Zahlen sind nicht durch die Statistik belegt!) oder im Inland zu konventionellen Preisen verkauft werden. Das solltest du bedenken, wenn du dich gegen die Initiative des Ministers auf Export aussprichst.
Abg. Pirklhuber: Diese Zahlen sind nicht durch die Statistik belegt!
Es ist schon angesprochen worden: Selbstverständlich ist dabei der Heimmarkt das Wichtigste. Aber ich behaupte, Herr Kollege Pirklhuber, auch Export ist von Bedeutung. (Abg. Pirklhuber: … nicht widersprochen! Es geht um die Wirkungsziele!) – Eigentlich widersprichst du dir ja selbst. Wir wissen genau, dass 40 Prozent der Biomilch, die in Österreich erzeugt wird, exportiert werden. Das heißt als Alternative: Wenn du willst, dass es noch mehr Biobauern werden, muss jeder Liter zusätzlich erzeugte Biomilch exportiert werden (Abg. Pirklhuber: Diese Zahlen sind nicht durch die Statistik belegt!) oder im Inland zu konventionellen Preisen verkauft werden. Das solltest du bedenken, wenn du dich gegen die Initiative des Ministers auf Export aussprichst.
Beifall bei der ÖVP.
Darum brauchen wir ein gut dotiertes Agrarbudget. 2,135 Milliarden € sind für 2016 vorgesehen, der Großteil davon kommt auch direkt zu den Bäuerinnen und Bauern. 2,135 Milliarden €, das mag im ersten Moment viel erscheinen, wir wissen allerdings, dass 1,28 Milliarden € davon aus Brüssel kommen, 290 Millionen € vom Bund. Wenn wir die 190 Millionen €, die von den Ländern kommen, hinzurechnen, dann müssen wir sagen, dass, ausgehend von 290 Millionen € an Bundesmitteln, 1,76 Milliarden € pro Jahr zu den Bäuerinnen und Bauern kommen! Das ist, glaube ich, eine Leistung, die wir nicht zu verstecken brauchen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Im Gegensatz dazu können sich unsere Bäuerinnen und Bauern in Österreich immer darauf verlassen, dass tatsächlich das ganze Geld kommt. Ich darf mich bei dir, sehr geschätzter Herr Minister, recht herzlich dafür bedanken, dass wir hier besser unterwegs sind als ganz Europa! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich möchte an vorderster Stelle den Dank an die Bäuerinnen und Bauern richten, die trotz dieser miesen Preissituation in allen Sparten, vom Holz bis zum Obst, bis zur Milch, bis zum Fleisch, bereit sind, ihre Arbeit zu machen. Ich möchte hier appellieren, dass wir uns bewusst werden, wie ernst die Situation ist. Es tut wirklich weh, wenn man hört, wie hier krampfhaft versucht wird, die Situation schönzureden. Da brennt aber der sprichwörtliche Hut! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
wieder darüber gesprochen, dass man Maßnahmen bekämpfen muss. So wie beim Klimaschutz: Viel Geld verwenden, aber nichts erreichen! Das Entscheidende ist ja das: Wir haben beim Klimaschutz – und die „Grüne Krone“ hat es auf den Punkt gebracht – viel warme Luft. Seit 1978 finden ständig Umweltkonferenzen statt – ich glaube, das ist für die Teilnehmer sicherlich sehr amüsant –, aber es reicht nicht das Erzählte, es zählt das Erreichte – und das ist null! Wir fallen zurück, die Umweltsituation verschlimmert sich. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Heinzl: Das kennen wir schon!
Wenn man sich die Wochenendbeilage der „Salzburger Nachrichten“ angesehen hat, dann weiß man, was los ist: dieses furchtbare Bild mit dem ausgetrockneten, zerrissenen Boden, mit dem armen Ureinwohner, der da bloßfüßig draufsteht (Abg. Heinzl: Das kennen wir schon!) und dann leider zum Wirtschaftsflüchtling wird. Er wird nicht zum Kriegsflüchtling, er wird zum Wirtschaftsflüchtling.
Beifall beim Team Stronach.
Freunde, das ist die Wirtschaft, die wir betreiben! Das brauchen wir nicht schönzureden: Damit bringen wir jegliche regionale Produktion um. Da hat niemand eine Chance, außer jenen, die hier spekulieren, außer jenen, die damit wirklich viel Geld verdienen. Und die sollen dann auch schön langsam einmal – diese Konzerne, die hier auf dem Rücken der Praktiker spekulieren – zur Kasse gebeten werden! Bei den Steuermodellen haben sie es ohnehin immer geschafft, dass sie rauskommen. Sie sollen aber einmal für diese Kosten, die entstehen, zur Kasse gebeten werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das ist ja ein Universal-Gütesiegel, glaube ich. Das werden wir dann auch für die TTIP-Produkte nehmen. – Das ist ja unerträglich! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Rädler.
Herr Minister, wenn ich mir diese Karte so anschaue: Da gibt es dann ein Bio-Cola, einen Bio-Almdudler, ein Bio-Red-Bull, eine Bio-Römerquelle, ein Bio-Sodawasser. Aber von 45 Getränken sind nur vier wirklich Bio. Auf dieser Seite hat dieses Siegel also nichts verloren! (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Präsidentin Bures übernimmt wieder den Vorsitz.
Also bitte, Herr Minister, fahr nicht so viel ins Ausland. Mir hat es heute Präsident Auer erklärt. Mir wird jetzt schön langsam deine Reiselust bewusst. Du hast mit deinen Reisen zirka 890 000 € an Kosten verursacht. Die Erfolge sind sehr dürftig. In der Beantwortung haben wir durch Frau Oberhauser erfahren, dass noch kein Kilo nach China exportiert worden ist, aber du hast dich für die großartigen Erfolge feiern lassen mit dem Herrn Staatspräsidenten. (Präsidentin Bures übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Obernosterer: Die Redezeit ist aus, das Licht blinkt …!
Natürlich ist es schön, wenn man als Landwirtschaftsminister sieht, dass in Japan die Milch 2 € kostet. Das ist wunderbar, und jetzt, glaube ich, ist die Arbeit auch in Auftrag gegeben: Wir müssen schauen, dass wir in Österreich faire Preise bekommen. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Obernosterer: Die Redezeit ist aus, das Licht blinkt …!)
Zwischenruf des Abg. Obernosterer.
Herr Kollege Obernosterer, du hast dich ganz genau zum richtigen Zeitpunkt gemeldet. Du hast natürlich gewusst, was jetzt kommt. Das (eine Tafel, auf der drei Siegel abgebildet sind: Geschützte Geografische Angabe, Geschützte Ursprungsbezeichnung, Garantiert Traditionelle Spezialität, in die Höhe haltend) ist keine Lebensmittelkennzeichnung. Das gehört abgeschafft! (Zwischenruf des Abg. Obernosterer.)
in Richtung des Abg. Obernosterer
Wir haben einen Antrag eingebracht, da dieses „g.g.A.“-Zeichen zur Täuschung der Konsumenten führt, weil das Produkt nicht aus der Region kommt. Es ist ausreichend, wenn es in der Region verarbeitet wird, und das ist ganz schlecht für die Gastronomie. Stell dir vor (in Richtung des Abg. Obernosterer), wie du da getäuscht wirst, und dann wirst du von einem Gast zur Rechenschaft gezogen.
Abg. Rädler: … China Restaurant!
Das gehört geändert, und zwar in eine nachvollziehbare Lebensmittelkennzeichnung; und das im Zuge der TTIP-Diskussion, im Zuge der internationalen Diskussionen, Herr Minister. (Abg. Rädler: … China Restaurant!)
Abg. Rädler: Wie war das in deinem China-Restaurant?
Die Quintessenz aus der ganzen Geschichte ist … (Abg. Rädler: Wie war das in deinem China-Restaurant?) – Herr Kollege Rädler, vielleicht gehst du einmal in den Agrarausschuss. Wir werden beim nächsten Mal das österreichische Qualitätsgütesiegel-Gesetz diskutieren. Das ist die einzige Möglichkeit, dass wir alle heute hier aufgezeigten Probleme, insbesondere die auf der Konsumentenseite, endlich fair behandeln (Zwischenruf des Abg. Rädler), dass dort, wo Österreich draufsteht, Österreich drin ist und wir dieses Qualitäts-Gütesiegel umsetzen. (Beifall beim Team Stronach.)
Zwischenruf des Abg. Rädler
Die Quintessenz aus der ganzen Geschichte ist … (Abg. Rädler: Wie war das in deinem China-Restaurant?) – Herr Kollege Rädler, vielleicht gehst du einmal in den Agrarausschuss. Wir werden beim nächsten Mal das österreichische Qualitätsgütesiegel-Gesetz diskutieren. Das ist die einzige Möglichkeit, dass wir alle heute hier aufgezeigten Probleme, insbesondere die auf der Konsumentenseite, endlich fair behandeln (Zwischenruf des Abg. Rädler), dass dort, wo Österreich draufsteht, Österreich drin ist und wir dieses Qualitäts-Gütesiegel umsetzen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Quintessenz aus der ganzen Geschichte ist … (Abg. Rädler: Wie war das in deinem China-Restaurant?) – Herr Kollege Rädler, vielleicht gehst du einmal in den Agrarausschuss. Wir werden beim nächsten Mal das österreichische Qualitätsgütesiegel-Gesetz diskutieren. Das ist die einzige Möglichkeit, dass wir alle heute hier aufgezeigten Probleme, insbesondere die auf der Konsumentenseite, endlich fair behandeln (Zwischenruf des Abg. Rädler), dass dort, wo Österreich draufsteht, Österreich drin ist und wir dieses Qualitäts-Gütesiegel umsetzen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Minister, abschließend darf ich noch einen Entschließungsantrag einbringen zum Bericht über Importe von Ölen und Fetten. Das ist interessant: Für einen Bauernhof wird, wenn eine Kuh nicht zwei Ohrmarken hat, eine Betriebssperre verhängt, und auf dem freien Handelsmarkt darf alles passieren, deshalb der Entschließungsantrag. (Beifall beim Team Stronach.) Ich bin überzeugt davon, es werden alle Redner und auch die anderen Kolleginnen und Kollegen heute zustimmen.
Abg. Eßl: Aber geh!
Damit wir im Bereich Ernährung, im Bereich Klima, im Bereich Umwelt, im Bereich Gesundheit, im Bereich Arbeitsplätze endlich zur enkerltauglichen Politik kommen. (Abg. Eßl: Aber geh!)
Beifall beim Team Stronach.
Wir bitten um Unterstützung. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Steinbichler – beim Verlassen des Rednerpultes eine Tafel, auf der Maden in einem Kübel abgebildet sind, in die Höhe haltend –: Das ist der Geschmack der …! – Abg. Rädler: Das sind deine Currynudeln!
Präsidentin Doris Bures: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Ecker. (Abg. Steinbichler – beim Verlassen des Rednerpultes eine Tafel, auf der Maden in einem Kübel abgebildet sind, in die Höhe haltend –: Das ist der Geschmack der …! – Abg. Rädler: Das sind deine Currynudeln!)
Beifall des Abg. Jannach.
Den überwiegenden Teil der Betriebe findet man in den Berggebieten. Diese können bei der Produktion niemals mit einem Großbetrieb mithalten. Gerade für diese Bergbäuerinnen und Bergbauern wünsche ich mir hier mehr Unterstützung. (Beifall des Abg. Jannach.) Es ist zwar schon vieles geschehen und hier erkennt man auch ganz klar die sozialdemokratische Handschrift, aber wir sind noch lange nicht am Zenit.
Beifall bei der SPÖ.
sen. Die Biobauern produzieren tolle Nischenprodukte und ganz, ganz tolle, hoch qualitative Produkte. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Insgesamt sehe ich einige negative Punkte, aber auch Verbesserungspotenzial, und ich freue mich natürlich über die Verbesserungen im Budget. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Der Herr Minister ist ja auch für den Bereich Schutz vor Naturgefahren wesentlich zuständig, und ich möchte zu diesem Bereich ein paar Anmerkungen machen. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP
Es wurde heute schon richtigerweise festgestellt, dass unsere Bauern, unsere Bergbauern, einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung der Kulturlandschaft leisten und damit die Voraussetzungen schaffen, dass in vielen Bereichen Katastrophen, Umweltkatastrophen, verhindert werden können. Dafür gebührt unseren Bauern und Bäuerinnen ein großes Dankeschön (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP), weil damit der ländliche Raum auch erhalten werden kann.
Beifall bei der FPÖ.
Sehr geehrter Herr Minister, das ist im Eigenverlag erschienen. Dieser Satz bedeutet für mich: Man denkt ernsthaft darüber nach, in jenen ländlichen Räumen, die einen Bevölkerungsschwund aufzuweisen haben und wo es ärmere Bevölkerung gibt, diese Gebiete nicht mehr zu verbauen, und das dürfen wir nicht tun. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.
Sehr geehrter Herr Minister, stoppen Sie diese Überlegungen, und investieren wir weiterhin massiv in die Verbauung, in Schutzmaßnahmen des ländlichen Raumes. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich als Tiroler darf heute auch einmal Danke sagen. Es hat im Jahr 2015 zwei große Katastrophen in Tirol – in Paznaun und im Sellraintal – gegeben, und dort wird derzeit alles wiederhergestellt. Das sind auch Täler, die nicht unbedingt touristisch ausgestattet sind, und trotzdem wird den Menschen aktiv und nachhaltig geholfen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das Agrarbudget 2016 hat aus meiner Sicht drei Schwerpunkte: Es ist möglich, dass wir in Österreich flächendeckend und ressourcenschonend Lebensmittel produzieren. Es ist möglich, dass wir unseren ländlichen Raum nachhaltig entwickeln. Und es ist möglich, dass wir der Umwelt dienen, indem wir Umwelt, Boden, Wasser, Luft und Landschaft schützen und damit lebenswert erhalten. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Rädler
Wir stehen kurz vor der Klimakonferenz in Paris (Zwischenruf des Abg. Rädler), und da könnten Sie hingehen und endlich klare und wirkungsvolle Ansagen und Zusagen machen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.) Sie könnten darstellen und ankündigen, dass Österreich wieder zu einem Umweltmusterland wird. Wir haben sehr gute Voraussetzungen. (Beifall bei den Grünen.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.
Wir stehen kurz vor der Klimakonferenz in Paris (Zwischenruf des Abg. Rädler), und da könnten Sie hingehen und endlich klare und wirkungsvolle Ansagen und Zusagen machen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.) Sie könnten darstellen und ankündigen, dass Österreich wieder zu einem Umweltmusterland wird. Wir haben sehr gute Voraussetzungen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir stehen kurz vor der Klimakonferenz in Paris (Zwischenruf des Abg. Rädler), und da könnten Sie hingehen und endlich klare und wirkungsvolle Ansagen und Zusagen machen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.) Sie könnten darstellen und ankündigen, dass Österreich wieder zu einem Umweltmusterland wird. Wir haben sehr gute Voraussetzungen. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Herr Minister, Sie haben im Umweltausschuss gesagt, das Diesel-Privileg ist nicht zu halten. (Bundesminister Rupprechter nickt zustimmend.) – Danke, Sie bestätigen es wieder. Diesel hat einen höheren Energiegehalt als Benzin. Das ist ein Grund, dass man Diesel höher besteuert als Benzin. In Österreich ist das nicht der Fall. Diesel sorgt für höhere Stickoxid-Ausstöße, für höhere CO2-Ausstöße und für mehr Feinstaub – ein guter Grund, Diesel höher zu besteuern als Benzin. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Österreich tut es nicht. Diesel ist geringer besteuert als Benzin.
Beifall bei den Grünen.
Herr Minister, es liegt in Ihren Händen, in die österreichische Geschichte berühmter Landwirtschafts- und Umweltminister einzugehen. Machen Sie endlich etwas gegen das Diesel-Privileg! Sie leisten damit einen riesigen Beitrag zum Umweltschutz in Österreich. Machen Sie endlich den Zug zum Tor, lochen Sie den Ball, der am Elfmeterpunkt liegt, ein, damit Österreich in Sachen Umweltschutz wieder in Richtung Umweltmusterland in Europa kommt! – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.
Wie wir dem Leitbild, das ja im Bundesvoranschlag 2016 in der Untergliederung 42 enthalten ist, entnehmen können, ist einer der wichtigsten Punkte die nachhaltige Produktion sicherer und vor allem hochwertiger Lebensmittel. Dabei ist uns eine ausgewogene Berücksichtigung der sozialen, ökologischen und ökonomischen Interessen besonders wichtig. Für uns bedeutet dies eine besondere Förderung des Biolandbaus, der Bergbauernbetriebe, insbesondere jener mit hoher und extremer Erschwernis, aber auch der kleineren Betriebe. (Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister, abgesehen davon ist mir ein Punkt im Detailbudget zum Budgetvoranschlag 2016 aufgefallen, was den Bereich Forschung und sonstige Maßnahmen betrifft. Die Maßnahmen im Bereich der sonstigen Maßnahmen sind für mich relativ klar ersichtlich, aber der Bereich der Forschung geht für mich als Budgetposten darin nicht ganz klar hervor. Vielleicht kann man diesen Bereich in Zukunft noch ein wenig nachschärfen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben dann das Thema, das uns seit den Nachkriegsjahren beschäftigt, zu besprechen, nämlich die Frage: Was ist denn der Ursprung und die Geißel all dessen, dass wir heute der Atomkraft noch immer anhängen oder dass das sehr viele Länder noch tun? – Das ist und bleibt der EURATOM-Vertrag. Er ist die Geißel Europas, die uns hindert, tatsächlich auf alternative Energien umzusteigen, meine sehr geehrten Damen und Herren! Und dieser EURATOM-Vertrag ist – damit es die Menschen an den Fernsehgeräten und hier im Saal besser verstehen können – dafür verantwortlich, dass Atomkraftwerke nicht nur errichtet werden können, sondern diese mit diesem Geld auch noch saniert werden können, womit die Laufzeitverlängerung von so manchem Schrottreaktor auch noch durchgesetzt werden kann, nämlich von bis zu 22 Jahren, wie wir jetzt wieder erleben mussten. Damit besteht eine massive Potenzierung des Gefährdungspotenzials bei diesen Atomkraftwerken, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich ersuche Sie deshalb von hier aus, noch einmal in sich zu gehen, noch einmal mit Ihren Verfassungsjuristen zu sprechen. Wenn es bereits fünf universitäre Gutachten gibt, die meinen, dass ein Ausstieg aus dem EURATOM-Vertrag möglich ist, dann versteht niemand in Österreich, warum Sie sich so sträuben, dass Österreich aus diesem unseligen Vertrag endlich tatsächlich aussteigt. Ich verweise hier auf die Bestimmungen des Artikels 50 des EU-Vertrages in Verbindung mit dem Lissabon-Vertrag und in Verbindung auch mit dem EURATOM-Vertrag selbst: gegenseitiges Einverständnis bei dieser Möglichkeit des Ausstiegs, ohne aus der EU austreten zu müssen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es wird interessant sein, ob Sie mit Ihrem Partner in der Regierung der Abhaltung einer Enquete – den Vorschlag hat eine Bürgerinitiative eingebracht – zustimmen werden, denn auch bei dieser Enquete könnte man diese Rechtsfragen einer endgültigen Klärung zuführen und einem Austritt aus diesem unseligen Vertrag dann zustimmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Walser.
Abgeordneter Johann Rädler (ÖVP): Frau Präsident! Herr Bundesminister! Kollege Willi – er ist noch da –, 85 Prozent – das ist in diesem Fall kein Ergebnis einer Obmann-Wahl – jener Vorhaben, die Sie im Energiebereich angesprochen haben, kann ich unterstreichen. Es sei nur darauf hingewiesen, dass bei den restlichen 15 Prozent, sei es jetzt Wasserkraft oder Windkraft, rund 20 Projekte in Österreich von Bürgerinitiativen boykottiert werden, zumeist von Vertretern der Grünen angeführt. (Zwischenruf des Abg. Walser.) Daher würde ich mir hier mehr Engagement als leere Worte erwarten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Johann Rädler (ÖVP): Frau Präsident! Herr Bundesminister! Kollege Willi – er ist noch da –, 85 Prozent – das ist in diesem Fall kein Ergebnis einer Obmann-Wahl – jener Vorhaben, die Sie im Energiebereich angesprochen haben, kann ich unterstreichen. Es sei nur darauf hingewiesen, dass bei den restlichen 15 Prozent, sei es jetzt Wasserkraft oder Windkraft, rund 20 Projekte in Österreich von Bürgerinitiativen boykottiert werden, zumeist von Vertretern der Grünen angeführt. (Zwischenruf des Abg. Walser.) Daher würde ich mir hier mehr Engagement als leere Worte erwarten. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Da kommt von Frau Glawischnig, wir brauchen mehr Geld für die Flüchtlinge, vom Herrn Zinggl, wir brauchen mehr Geld für die Kultur. Was Kollege Pirklhuber alles gefordert hat, will ich gar nicht sagen. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Kollegin Brunner, Sie kommen einerseits mit dem Budget aus, Sie sagen, wenn wir gleich viel Budget im Umweltbereich haben wie bisher, werden wir im Jahr 2030 unsere Klimaziele erreichen. Auf der anderen Seite sagen Sie wieder, es ist viel zu wenig und die Zahlen stimmen überhaupt nicht.
Zwischenruf des Abg. Steinbichler.
Das würde bis dato 2 Milliarden € mehr allein in diesen zwei Tagen ergeben, die wir budgetär veranschlagen müssten. Das zeigt schon die Divergenz in den Aussagen und auch, dass manche hier wirklich von Wunschbudgets sprechen. (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.)
Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.
Wir können zufrieden sein mit jenen Zahlen, die uns der Herr Bundesminister vorgelegt hat. Ich denke nur daran, dass im Umweltbereich jährlich 20 000 Green Jobs geschaffen werden können. Und als Bürgermeister sage ich zum Budget und zu den veranschlagten Zahlen im Siedlungswasserbau, dass das für die Gemeinden sehr wichtig ist. (Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Steinbichler.
In Niederösterreich erzeugen wir den Strom zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie. Und bis 2030 werden wir 50 Prozent des Gesamtenergiebedarfs in Niederösterreich aus erneuerbarer Energie beziehen. Ich würde mir wünschen, dass dort, wo die Grünen mitregieren, jetzt einer herauskommt, Herr Pirklhuber, und sagt, wie viel Strom in diesen Bundesländern aus erneuerbarer Energie erzeugt wird. Dann können wir weiterreden über aktive Umweltpolitik anstatt über leere Worthülsen, die Sie immer wieder produzieren. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Steinbichler.)
Beifall bei den Grünen.
Ich sitze tatsächlich seit 1999 für die Grünen in der Kommission für Wasserwirtschaft in Österreich und habe alle Projekte mitgetragen, die den Ausbau der Wasserversorgung und die Abwasserentsorgung in Österreich betreffen, und habe mich in diesem Bereich sehr engagiert. Da können Sie in der Kommunalkredit nachfragen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Rupert Doppler (ohne Klubzugehörigkeit)|: Frau Präsidentin! Herr Minister! Hohes Haus! Lieber Herr Kollege Rädler, es wäre vielleicht auch interessant gewesen, wenn du eine Antwort darauf gegeben hättest, wie viel Atomstrom nach Niederösterreich importiert wird. Das wäre vielleicht auch eine Antwort gewesen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Steinbichler.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, es ist einfach eine Tatsache – das ist auch schon angesprochen worden –, dass ohne unsere Bauern und Bäuerinnen gar nichts geht, das muss man ganz ehrlich sagen. Es ist ganz, ganz wichtig, dass man hier der ländlichen Bevölkerung einfach ein Dankeschön ausspricht, ein Dankeschön für ihren Fleiß, für ihren Einsatz und für ihr Engagement. Das steht außer Frage. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Steinbichler.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Steinbichler.
Da Harald Jannach da hinten bereits in den Startlöchern steht: Lieber Kollege, ich nehme an, dass du wieder die Förderungen ansprechen wirst, und zwar mit Recht ansprechen wirst. Ich glaube, dass wir auch bei den Förderungen eine gerechte Verteilung brauchen, was für die Zukunft wichtig ist, denn ich weiß, dass Förderungen manchmal dorthin kommen, wo sie nicht hin sollten. Ich glaube, dass wir einfach die ländliche Struktur, wie sie der Herr Minister angesprochen hat, generell weiter ausbauen müssen und das auch entsprechend unterstützen müssen, damit auch die Landschaft, die ländliche Struktur in unseren Bundesländern erhalten bleibt. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Steinbichler.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister, Sie haben im Ausschuss gemeint, dass sich die Höhe der Finanzierungshilfen in diesem Bereich nach den konjunkturellen Gegebenheiten richtet, zusätzliche Impulse für diesen Sektor vonseiten der Regierung aber von der geplanten Schaffung einer Wohnbauinvestitionsbank ausgehen werden. Es ist zu hoffen, dass wir in diesem Punkt baldigst zu einer Umsetzung kommen. Sie haben den entsprechenden Regierungsbeschluss ja schon angesprochen. Die von Ihnen bei der Förderabwicklung im Wohnbau gewünschte bessere Kooperation mit den Bundesländern würden wir im Hinblick auf einen wirtschaftlichen und effizienten Mitteleinsatz jedenfalls begrüßen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen
Ich möchte zum Resümee kommen und sagen: Herr Minister, es tut mir leid, aber ich finde, Ihre Umweltpolitik ist ganz einfach eine verfehlte. Und etwas, das ich jetzt als freie Abgeordnete natürlich in diesem Zusammenhang fein sagen darf, ist: Da wäre mir noch das Zehn-Punkte-Programm für grünes Wirtschaften lieber, denn darin sind zum Beispiel die Forderungen für 20 000 Biobetriebe enthalten (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen) – letzter Satz! – und für 100 Prozent bio in sämtlichen Kindergärten, Krankenhäusern und anderen öffentlichen Anstalten.
Abg. Neubauer: Die Politik ist ein schlechter Partner für die Bauern!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Georg Strasser (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Frau Bundesminister! Geschätzter Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Wir österreichischen Bäuerinnen und Bauern sind ein verlässlicher Partner in der österreichischen Volkswirtschaft. (Abg. Neubauer: Die Politik ist ein schlechter Partner für die Bauern!) 166 000 Betriebe, 414 000 Personen sind wir. Ein Drittel der Betriebe wird von Frauen geführt, und wir sind für 1,4 Prozent des österreichischen BIP mitverantwortlich. In den vor- und nachgelagerten Betrieben arbeiten 120 000 Beschäftigte.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Steinbichler: … welcher Form!
Ich darf mich beim Herrn Bundesminister herzlich für die finanziellen Zuwendungen bedanken, die immens wichtig für die Organisationen, aber noch viel wichtiger für die österreichischen Bäuerinnen und Bauern sind. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Steinbichler: … welcher Form!)
Abg. Steinbichler: Wollen die Position vom Minister wissen!
Jetzt ein Wort zu ein paar aktuellen Dingen, denn es werden immer TTIP, bio und auch der Export auf relativ unsachliche Art und Weise miteinander vermischt. Zum einen ist die Position von BIO AUSTRIA, also von der größten österreichischen Biobauernorganisation, dass man unter derzeitigen Voraussetzungen Nein zu TTIP sagt. Das ist ein Zeichen, und das stärkt die österreichische Position und stärkt auch in Wirklichkeit die europäische Position (Abg. Steinbichler: Wollen die Position vom Minister wissen!), denn wenn ich in das ÖVP-Programm oder in das Programm der niederösterreichischen BäuerInnen hineinschaue, dann deckt sich die Haltung von BIO AUSTRIA mit
Abg. Pirklhuber: Sind Sie auch gegen TTIP? – Zwischenruf des Abg. Steinbichler.
jener der ÖVP und mit der der niederösterreichischen BäuerInnen, denn wir wollen einheitliche und hohe Produktstandards, für die wir alle gekämpft haben. (Abg. Pirklhuber: Sind Sie auch gegen TTIP? – Zwischenruf des Abg. Steinbichler.)
Abg. Neubauer: Die da wäre? Welche Forderungen sind denn das?
Wir wollen Sozialstandards, und wir wollen erst dann Ja sagen, wenn wir glauben, dass unsere Forderungen erfüllt sind. Das ist unsere Position. (Abg. Neubauer: Die da wäre? Welche Forderungen sind denn das?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Steinbichler: … Warenaustausch! … neue Agrarpolitik …! – Ruf bei der FPÖ: Gott schütze Österreich! – Abg. Steinbichler: Ja genau!
In diesem Sinne wünsche ich den österreichischen Bäuerinnen und Bauern gutes Gelingen, und wir werden weiterhin für die Interessen der österreichischen Landwirtschaft kämpfen. – Danke schön und alles Gute. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Steinbichler: … Warenaustausch! … neue Agrarpolitik …! – Ruf bei der FPÖ: Gott schütze Österreich! – Abg. Steinbichler: Ja genau!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
wandt worden. Wir benötigen das Leitungsinformationssystem, damit wir auch den Überblick über den vorhandenen Zustand der Leitungen bekommen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Landwirtschaft ist für Ernährungssicherheit, Unabhängigkeit und natürlich die Versorgung der Bevölkerung mit gesunden, hochwertigen und regionalen Nahrungsmitteln da. Sie ist aber auch für die Erhaltung der Natur da, der Ressourcen wie Boden, Luft und Umwelt. Das erledigen nur die Bauern ganz allein. Sie sind Garant für eine gute Lebensqualität für unsere Bürger und Bürgerinnen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Was mich auch freut, ist, dass die Mittel für die Bildung erhöht werden konnten, denn damit wird ein Grundstein für die Professionalisierung in der Landwirtschaft gelegt. Österreichs Bauern und Bäuerinnen haben wirklich jeden Grund, selbstbewusst und stolz zu sein, denn sie sind ein Eckpfeiler unserer Gesellschaft und ein wesentlicher Faktor für die Existenzsicherung im ländlichen Raum. Dafür möchte ich unseren Bauern und Bäuerinnen wirklich herzlichen Dank aussprechen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Es hat auch zur Folge, dass die Menschen vor allem auf dem Land das Glück haben, wieder mehr Arbeitsplätze in ihrer Region vorzufinden. Auf dem Land sind wir darauf angewiesen, dass Natur und Umwelt intakt sind, und jeder Schritt in die Richtung, die natürlichen Ressourcen unseres Landes zu schonen, ist ein wichtiger Schritt, auch im Hinblick auf Arbeitsplätze. Ich denke mir, das Umweltbudget spiegelt dieses Ziel wider. Wir dürfen es jedoch nicht aus den Augen verlieren. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Ja, es ist so! – Abg. Rosenkranz: Stimmt das leicht nicht?
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Frau Präsident! Herr Bundesminister! Frau Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die Agrardebatte ist immer eine zweigeteilte. Alle sagen, wie wertvoll, wie wichtig die Bäuerinnen und Bauern sind, wie schön dieses Land Österreich ist, welch tolle Mehrwertlandwirtschaft wir in Österreich haben, die eine Grundlage für den Tourismus liefert, die Arbeitsplätze im ländlichen Raum schafft, die jeden Tag den Menschen den Tisch sicher deckt, wo die Menschen wissen, wer wie wo produziert. (Ruf bei der FPÖ: Ja, es ist so! – Abg. Rosenkranz: Stimmt das leicht nicht?)
Abg. Jannach: Der Erste, der das sagt!
Die Realität im täglichen Leben der Bäuerinnen und Bauern ist aber leider eine andere, wie hier gesagt wird. (Abg. Jannach: Der Erste, der das sagt!) – Ja, haben Sie das noch nicht gesagt, Herr Kollege Jannach?! Das wundert mich, denn Sie sprechen hier eh immer die Wahrheit an. Das wundert mich, dass Sie das heute nicht getan haben. (Abg. Jannach: Ich komme schon noch!) Die Realität ist wirklich eine andere, wir haben große Herausforderungen: Weltmarktdiskussionen, Globalisierung, sinkende Preise, Marktpreise, Konzentrationen im Handel, drei Handelsketten haben in Österreich einen Marktanteil von 85 Prozent. Wir reden von Klimakatastrophen, unsere Lebensgrundlagen sind gefährdet. Die Bäuerinnen und Bauern haben ihre Werkstätte in der freien Natur, sind tagtäglich von solchen Klimakatastrophen, Wetterkatastrophen, Wetterkapriolen betroffen.
Abg. Jannach: Ich komme schon noch!
Die Realität im täglichen Leben der Bäuerinnen und Bauern ist aber leider eine andere, wie hier gesagt wird. (Abg. Jannach: Der Erste, der das sagt!) – Ja, haben Sie das noch nicht gesagt, Herr Kollege Jannach?! Das wundert mich, denn Sie sprechen hier eh immer die Wahrheit an. Das wundert mich, dass Sie das heute nicht getan haben. (Abg. Jannach: Ich komme schon noch!) Die Realität ist wirklich eine andere, wir haben große Herausforderungen: Weltmarktdiskussionen, Globalisierung, sinkende Preise, Marktpreise, Konzentrationen im Handel, drei Handelsketten haben in Österreich einen Marktanteil von 85 Prozent. Wir reden von Klimakatastrophen, unsere Lebensgrundlagen sind gefährdet. Die Bäuerinnen und Bauern haben ihre Werkstätte in der freien Natur, sind tagtäglich von solchen Klimakatastrophen, Wetterkatastrophen, Wetterkapriolen betroffen.
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Steinbichler.
die Mittel für die Bäuerinnen und Bauern nur mit den Kofinanzierungsmitteln von Brüssel zur Verfügung stellen können, für unsere Bergbäuerinnen und -bauern, für unser Umweltprogramm, für unsere Umweltleistungen. Und das stellen Sie hier alles infrage, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Steinbichler.)
Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.
Hand aufs Herz: Meinen Sie es ehrlich mit den Bäuerinnen und Bauern, dann sorgen Sie dafür, dass sie in Zukunft auch Sicherheit haben, in der täglichen Produktion, in der Sicherstellung der Umweltleistungen, in der Sicherstellung von Lebensmitteln, die Sie täglich am Tisch haben wollen! (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.) Wenn Sie das nicht tun, dann gefährden Sie dieses Anforderungsprofil.
Zwischenrufe der Abgeordneten Pirklhuber und Riemer
Daher, Herr Bundesminister: Du bist der wahre Lebensminister (Zwischenrufe der Abgeordneten Pirklhuber und Riemer), denn da ist ein Ministerium, das Verantwortung für sichere Lebensmittel hat (Abg. Steinbichler: Ist der Regenwaldminister!), das Schutz gegen Naturkatastrophen mit Wildbach- und Lawinenverbauungen in Österreich gibt, was auch das Umweltressort betrifft, wo es darum geht, neue Strategien in der Nutzung von alternativen Energieträgern einzuleiten. (Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Abg. Steinbichler: Ist der Regenwaldminister!
Daher, Herr Bundesminister: Du bist der wahre Lebensminister (Zwischenrufe der Abgeordneten Pirklhuber und Riemer), denn da ist ein Ministerium, das Verantwortung für sichere Lebensmittel hat (Abg. Steinbichler: Ist der Regenwaldminister!), das Schutz gegen Naturkatastrophen mit Wildbach- und Lawinenverbauungen in Österreich gibt, was auch das Umweltressort betrifft, wo es darum geht, neue Strategien in der Nutzung von alternativen Energieträgern einzuleiten. (Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Daher, Herr Bundesminister: Du bist der wahre Lebensminister (Zwischenrufe der Abgeordneten Pirklhuber und Riemer), denn da ist ein Ministerium, das Verantwortung für sichere Lebensmittel hat (Abg. Steinbichler: Ist der Regenwaldminister!), das Schutz gegen Naturkatastrophen mit Wildbach- und Lawinenverbauungen in Österreich gibt, was auch das Umweltressort betrifft, wo es darum geht, neue Strategien in der Nutzung von alternativen Energieträgern einzuleiten. (Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Beifall bei der ÖVP
Auch hier sollten wir uns, gerade vor Paris, mit einer Klimastrategie aus Österreich beschäftigen, um als Vorbildland für Europa auch entsprechend aktiv zu werden und nicht zu warten, bis irgendetwas von Brüssel kommt – sondern da erwarte ich mir auch vom Parlament eine entsprechende Initiative, meine Damen und Herren (Beifall bei der ÖVP), denn letztlich geht es darum: Wie können wir in Zukunft nicht nur in Österreich, sondern auch in Europa unsere Lebensgrundlagen entsprechend sichern? (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Steinbichler: Mit einem österreichischen Qualitätsgütesiegelgesetz!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Steinbichler: Mit einem österreichischen Qualitätsgütesiegelgesetz!
Auch hier sollten wir uns, gerade vor Paris, mit einer Klimastrategie aus Österreich beschäftigen, um als Vorbildland für Europa auch entsprechend aktiv zu werden und nicht zu warten, bis irgendetwas von Brüssel kommt – sondern da erwarte ich mir auch vom Parlament eine entsprechende Initiative, meine Damen und Herren (Beifall bei der ÖVP), denn letztlich geht es darum: Wie können wir in Zukunft nicht nur in Österreich, sondern auch in Europa unsere Lebensgrundlagen entsprechend sichern? (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Steinbichler: Mit einem österreichischen Qualitätsgütesiegelgesetz!)
Abg. Steinbichler: Täglich zehn!
Abgeordneter Harald Jannach (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Ja, die Agrardebatte im Budget geht zu Ende. Wir als Freiheitliche sind mit dem Agrarbudget nicht zufrieden. Das macht sich an einem Punkt fest: Wir sind uns alle einig, dass in den letzten 15 Jahren sehr viele landwirtschaftliche Betriebe die Hoftüre für immer geschlossen haben. (Abg. Steinbichler: Täglich zehn!) – Täglich zehn? Vielleicht waren es täglich acht, vielleicht waren es nur fünf. Ganz gleich, die Anzahl der landwirtschaftlichen … (Zwischenbemerkung von Bundesminister Rupprechter.) – 1,5 Prozent Abwanderung, mag sein. Auf jeden Fall sind wir uns einig, es werden immer weniger Betriebe.
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Steinbichler.
Unserer Ansicht nach müsste es so sein: Wir müssten auch das Verwaltungspersonal der Landwirtschaft an die Zahl der bäuerlichen Betriebe koppeln. Es kann nicht so ein, dass es immer weniger Betriebe werden – es haben in den letzten 15 Jahren 30 Prozent der Betriebe aufgehört –, und in der Verwaltung ist das Personal nicht einmal um 3 Prozent zurückgegangen. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Steinbichler.) Da fordern wir eine Gleichheit und eine Anpassung, denn die Personalkosten, und das haben Sie hier im Budget herinnen, entgegen … (Bundesminister Rupprechter: Minus zehn Abteilungen!)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Rufe bei der ÖVP: Hallo!
Kollege Plessl hat es ja angesprochen, man soll sagen, wo man Ausgaben kürzen kann. Ökosoziales Forum, Ökosoziales Forum Europa und in allen Landesgruppen: 700 000 € pro Jahr! Das können Sie streichen, das braucht kein Mensch! Sagen Sie mir einen Landwirt, der irgendwie vom Ökosozialen Forum profitiert hat! Das ist ein Versorgungsverein, wo ausschließlich ÖVP-Politiker drinnen sitzen – 700 000 € hinausgeschmissen! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Rufe bei der ÖVP: Hallo!)
Abg. Strasser: Vorträge und Kurse!
Oder: LFI, eine ganz spezielle Organisation. (Abg. Strasser: Vorträge und Kurse!) – Ja, Vorträge und Kurse, genau, dazu kommen wir jetzt! – LFI, das sind diese Ländlichen Fortbildungsinstitute, und die bekommen seitens des Ministeriums 7,5 Millionen € im Jahr. (Abg. Strasser: Das ist das Bildungsbudget! – Weitere Rufe bei der ÖVP: Bildung!) Das ist das Bildungsbudget, passt, da gebe ich Ihnen recht.
Abg. Strasser: Das ist das Bildungsbudget! – Weitere Rufe bei der ÖVP: Bildung!
Oder: LFI, eine ganz spezielle Organisation. (Abg. Strasser: Vorträge und Kurse!) – Ja, Vorträge und Kurse, genau, dazu kommen wir jetzt! – LFI, das sind diese Ländlichen Fortbildungsinstitute, und die bekommen seitens des Ministeriums 7,5 Millionen € im Jahr. (Abg. Strasser: Das ist das Bildungsbudget! – Weitere Rufe bei der ÖVP: Bildung!) Das ist das Bildungsbudget, passt, da gebe ich Ihnen recht.
Heiterkeit bei der FPÖ.
Und jetzt lese ich euch einmal vor, was das LFI gemeinsam mit dem Bund, mit der EU und mit den Ländern fördert. Einen „Grundkochkurs für Studenten und Lehrlinge“, das bietet das Fortbildungsinstitut an. Oder: „Indian Balance“ bietet das Institut an. „Das ist eine Bewegungsform aus dem indianischen Kulturkreis. Die Kombination aus fließenden Bewegungen und bewusster Atmung setzt die innere Energie frei und schärft die Körperwahrnehmung.“ (Heiterkeit bei der FPÖ.) Gefördert von Bund, Land und EU, veranstaltet vom Ländlichen Fortbildungsinstitut. (Beifall bei FPÖ und NEOS sowie des Abg. Steinbichler.) Das können Sie streichen, und niemand hat ein Problem damit.
Beifall bei FPÖ und NEOS sowie des Abg. Steinbichler.
Und jetzt lese ich euch einmal vor, was das LFI gemeinsam mit dem Bund, mit der EU und mit den Ländern fördert. Einen „Grundkochkurs für Studenten und Lehrlinge“, das bietet das Fortbildungsinstitut an. Oder: „Indian Balance“ bietet das Institut an. „Das ist eine Bewegungsform aus dem indianischen Kulturkreis. Die Kombination aus fließenden Bewegungen und bewusster Atmung setzt die innere Energie frei und schärft die Körperwahrnehmung.“ (Heiterkeit bei der FPÖ.) Gefördert von Bund, Land und EU, veranstaltet vom Ländlichen Fortbildungsinstitut. (Beifall bei FPÖ und NEOS sowie des Abg. Steinbichler.) Das können Sie streichen, und niemand hat ein Problem damit.
Heiterkeit bei der FPÖ
Wir haben das schon einmal kritisiert bei dem LFI. Ihr Vorgänger hat ja Flirtkurse für Bauern finanziert, das ist dann groß in der Zeitung gestanden. Sie haben das abgeschafft, herzlichen Dank dafür. Flirtkurse für Bauern haben Sie abgeschafft, dafür werden jetzt andere Kurse vom LFI angeboten, wie etwa „Grüne Aphrodisiaka – die Liebesmedizin der Natur“ (Heiterkeit bei der FPÖ), gefördert von Bund, Land, Gemeinden und Landwirtschaftsministerium. „Grüne Aphrodisiaka“ – veranstaltet vom LFI, Landwirtschaftlichen Fortbildungsinstitut. (Abg. Steinbichler: Bravo! – Beifall bei FPÖ und NEOS sowie des Abg. Steinbichler.)
Abg. Steinbichler: Bravo! – Beifall bei FPÖ und NEOS sowie des Abg. Steinbichler.
Wir haben das schon einmal kritisiert bei dem LFI. Ihr Vorgänger hat ja Flirtkurse für Bauern finanziert, das ist dann groß in der Zeitung gestanden. Sie haben das abgeschafft, herzlichen Dank dafür. Flirtkurse für Bauern haben Sie abgeschafft, dafür werden jetzt andere Kurse vom LFI angeboten, wie etwa „Grüne Aphrodisiaka – die Liebesmedizin der Natur“ (Heiterkeit bei der FPÖ), gefördert von Bund, Land, Gemeinden und Landwirtschaftsministerium. „Grüne Aphrodisiaka“ – veranstaltet vom LFI, Landwirtschaftlichen Fortbildungsinstitut. (Abg. Steinbichler: Bravo! – Beifall bei FPÖ und NEOS sowie des Abg. Steinbichler.)
Abg. Steinbichler: Bravo!
Herr Minister, ich muss Ihnen noch einen Kurs vorlesen, angeboten vom LFI, Ländlichen Fortbildungsinstitut, wo die Bauern ausgebildet werden in „Kumihimo – Japanische Flechtkunst“, gefördert von Bund, Land und EU. (Abg. Steinbichler: Bravo!) Hier geht es um „Persönlichkeit und Kreativität“, Kursbeitrag: 35 €, gefördert vom Ministerium. – Abg. Darmann: Da muss der Minister schon selber lachen!)
Abg. Steinbichler: Bravo! – Lebhafte Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten von FPÖ, NEOS und Team Stronach.
Einen besonders interessanten Kurs, Herr Minister, habe ich noch, vom Ländlichen Fortbildungsinstitut Steiermark: „LQB – Wie umarme ich einen Kaktus?“, gefördert von Bund, Land und EU. (Abg. Steinbichler: Bravo! – Lebhafte Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten von FPÖ, NEOS und Team Stronach.) Kursdauer: 4 Unterrichtseinheiten; Zielgruppe: Alle interessierten Bäuerinnen und Bauern, die sich mit dem Thema Puber-
Lebhafte Heiterkeit bei der FPÖ sowie Heiterkeit bei Abgeordneten von NEOS, Grünen und Team Stronach.
tät auseinandersetzen wollen; gefördert von Bund, Land und EU. Wenn Sie Landwirt sind, bezahlen Sie 17 €, sind Sie kein Landwirt, zahlen Sie 94 €. Also hier wird mit fast 80 € von Bund, Land und EU gefördert für „Wie umarme ich einen Kaktus?“ (Lebhafte Heiterkeit bei der FPÖ sowie Heiterkeit bei Abgeordneten von NEOS, Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ, NEOS und Team Stronach.
Herr Minister, das ist ja Kabarett, was Sie hier machen! Sparen Sie hier ein! Das ist Geldverschwendung zum Quadrat, das können Sie auch niemandem mehr draußen von der nichtbäuerlichen Bevölkerung erklären. Da gibt es einiges an Einsparungspotenzial. (Beifall bei FPÖ, NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ, NEOS und Team Stronach.
Besser diese „Kaktusförderung“ einsparen und im Gegenzug dazu den Landwirten wieder ihren Agrardiesel zurückgeben, besser bei den Sozialversicherungen etwas einsparen, eine Zusammenlegung machen und den Landwirten wieder direkt das Geld geben. Solche Projekte zu finanzieren, das ist nicht zu rechtfertigen und das ist lupenreine Geldverschwendung! (Beifall bei FPÖ, NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Steinbichler: Wenn du nichts sagen würdest, wäre es gut!
Abgeordneter Nikolaus Prinz (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! Es ist wirklich weit gekommen mit der Agrarpolitik der FPÖ, wenn der Agrarsprecher nichts zur Agrarpolitik sagt, sondern sich nur mit Randprogrammen im LFI beschäftigt. Eine Armut, eine wirkliche Armut! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Steinbichler: Wenn du nichts sagen würdest, wäre es gut!)
Ruf bei der FPÖ: Das haben wir gemacht! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Lieber Herr Kollege Jannach! Zum Programm des Ländlichen Fortbildungsinstitutes. Schau dir bitte einmal das LFI-Programm an, welche Kurse da jetzt angeboten werden! (Ruf bei der FPÖ: Das haben wir gemacht! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Nein, nein, ein bissel ernsthafter! Es gibt auch Kurse für den ländlichen Raum. 99 Prozent der Kurse beschäftigen sich mit Tierhaltung, Pflanzenproduktion, Pflanzenschutz, Tierschutz und solchen Dingen, aber Sie nehmen sich dann natürlich dieses eine Prozent heraus.
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Steinbichler.
Wer besucht denn Kurse beim LFI? In erster Linie Bauern, die produzieren, und nicht jene, die ihren Grund verpachtet haben, wie Sie Kollege Jannach! Praktizierende Bauern sollten da reden und nicht einer, der den Grund verpachtet hat. Sie wissen ja aus der Praxis gar nicht mehr, wovon Sie reden, Sie sind realitätsfern. Das ist doch lächerlich! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Steinbichler.)
Abg. Weninger: In Oberösterreich auch!
Zurück zur Realität: Wir als Bauern wirtschaften unter freiem Himmel, das heißt, wir sind der Natur ausgesetzt, und es gibt leider immer wieder solche Jahre wie 2015. Denken wir an die Dürresituation! Ich bin froh, dass im Budget des Landwirtschaftsministeriums 5 Millionen € für Ernteversicherungen drinnen sind. Oberösterreich zum Beispiel hat schon im September 2015 für die Zukunft 2,5 Millionen € pro Jahr für entsprechende Risikoversicherungen fixiert. Im Burgenländischen Landtag gibt es ja, glaube ich, eine Koalition zwischen SPÖ und – ah ja, FPÖ, genau. Die FPÖ ist ja auch dabei. (Abg. Weninger: In Oberösterreich auch!) Zu einem entsprechenden Antrag der ÖVP hat man im Burgenland nein gesagt, die FPÖ interessiert das nicht. Diese Liste ließe sich fortsetzen. Nicht nur Sonntagsreden halten, sondern Taten folgen lassen für die bäuerliche Landwirtschaft! (Beifall und Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall und Zwischenrufe bei der FPÖ.
Zurück zur Realität: Wir als Bauern wirtschaften unter freiem Himmel, das heißt, wir sind der Natur ausgesetzt, und es gibt leider immer wieder solche Jahre wie 2015. Denken wir an die Dürresituation! Ich bin froh, dass im Budget des Landwirtschaftsministeriums 5 Millionen € für Ernteversicherungen drinnen sind. Oberösterreich zum Beispiel hat schon im September 2015 für die Zukunft 2,5 Millionen € pro Jahr für entsprechende Risikoversicherungen fixiert. Im Burgenländischen Landtag gibt es ja, glaube ich, eine Koalition zwischen SPÖ und – ah ja, FPÖ, genau. Die FPÖ ist ja auch dabei. (Abg. Weninger: In Oberösterreich auch!) Zu einem entsprechenden Antrag der ÖVP hat man im Burgenland nein gesagt, die FPÖ interessiert das nicht. Diese Liste ließe sich fortsetzen. Nicht nur Sonntagsreden halten, sondern Taten folgen lassen für die bäuerliche Landwirtschaft! (Beifall und Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Steinbichler: Die Bauernpensionisten mit ihren fetten Pensionen!
Ein Satz noch zur Steuerreform. Von der Tarifreform profitieren in Wirklichkeit alle, auch die 96 000 Nebenerwerbsbauern. (Abg. Steinbichler: Die Bauernpensionisten mit ihren fetten Pensionen!) Ich bin froh, dass es gelungen ist, die Vermögensteuer auf Grund und Boden und Betriebsgebäude zu verhindern. Ich glaube, dass man nüchtern sagen darf, dass die Agrarpolitik wirklich in keiner einfachen Situation ist, aber letztlich bei denen, die derzeit die Verantwortung tragen, wirklich am besten aufgehoben ist. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Ein Satz noch zur Steuerreform. Von der Tarifreform profitieren in Wirklichkeit alle, auch die 96 000 Nebenerwerbsbauern. (Abg. Steinbichler: Die Bauernpensionisten mit ihren fetten Pensionen!) Ich bin froh, dass es gelungen ist, die Vermögensteuer auf Grund und Boden und Betriebsgebäude zu verhindern. Ich glaube, dass man nüchtern sagen darf, dass die Agrarpolitik wirklich in keiner einfachen Situation ist, aber letztlich bei denen, die derzeit die Verantwortung tragen, wirklich am besten aufgehoben ist. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.
Abgeordneter Harald Jannach (fortsetzend): mit diesen sehr originellen Kursen, sagen wir es so, die ja überhaupt nicht zu fördern sind! Wir haben früher schon viele Dinge in der Agrarpolitik kritisiert, auch die Höhe der Förderung für einzelne große Stiftungen, aber diese Beispiele sind exemplarisch dafür, wo man Geld in der Verwaltung, wo man Geld im Ministerium einsparen könnte, ohne dass es einen Landwirt irgendetwas kostet. Dieses Geld fällt ja nicht vom Himmel! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.)
Abg. Steinbichler: Einen Agrardiesel brauchen wir!
Was braucht man, lieber Kollege Prinz, einen Lachyoga-Kurs fördern, was braucht man einen „Miniwickelrock aus zarter Wolle“-Kurs fördern?! Solche Dinge brauchen wir nicht! Schaffen wir das ab! (Abg. Steinbichler: Einen Agrardiesel brauchen wir!)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Steinbichler.
Wir brauchen einen Agrardiesel, wir brauchen eine Senkung der Sozialversicherungsbeiträge, wir brauchen endlich einmal Klarheit, wie es mit den Einheitswerten weitergeht. Wir brauchen – die Frau Kollegin Ecker hat es auch heute schon gesagt – eine gerechte Verteilung der Förderungen, denn es ist ja nicht nachvollziehbar, dass einzelne Betriebe wie die Stiftung Fürst Liechtenstein 1,5 Millionen € Förderung pro Jahr bekommen, während 70 000 Kleinbauern nur 5 000 € bekommen! (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Steinbichler.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Steinbichler.
Das, was ich hier vorgebracht habe, das sind ja kleine Beispiele, aber sie sind symptomatisch für die Agrarpolitik. Sie betreiben hier nur Klientelpolitik! Hier gehört aufgeräumt! Dieses Geld kann man einsparen, ohne dass ein Landwirt irgendwie finanziell zu Schaden kommt. Das ist reine Geldverschwendung! (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Steinbichler.)
Abg. Zanger: Das hilft nichts! – Weitere Rufe bei der FPÖ: Das wird nicht besser! Das wird nichts mehr!
Präsidentin Doris Bures: Noch einmal zu Wort gemeldet: Herr Abgeordneter Prinz. – Bitte. (Abg. Zanger: Das hilft nichts! – Weitere Rufe bei der FPÖ: Das wird nicht besser! Das wird nichts mehr!)
Beifall bei der ÖVP.
Tun wir nicht so, als hätten wir im ländlichen Bereich und in den bäuerlichen Familien keine Probleme! Ich glaube, das sollte man nicht lächerlich machen, sondern wir sollten die Familien unterstützen und ihnen helfen. Um das geht es! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Anneliese Kitzmüller (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Minister! Sehr geehrte Abgeordnete! Liebe Damen und Herren zu Hause vor den Bildschirmen! Das war ein sehr lebhaftes Beispiel, wie Verschwendung passieren kann. Trotz alledem muss ich sagen, auch wenn ich mit dem Familienbudget nicht zufrieden bin, dass ich da die Frau Minister loben muss, denn solche Sachen haben wir hier nicht gefunden! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Obwohl ich ihr sagen muss, die automatische Valorisierung der Familienbeihilfe ist wieder auf der Strecke geblieben. Und warum ist sie auf der Strecke geblieben? – Weil sich die Kürzung der Dienstgeberbeiträge im Familienlastenausgleichsfonds massiv niederschlägt. Mitterlehner hat beim letzten Mal versprochen, es wird valorisiert, wenn der Familienlastenausgleichsfonds ausgeglichen ist. Das kann natürlich nicht passieren, wenn wir jetzt wieder Defizite einfahren, wobei wir es natürlich wichtig finden, dass es zu einer Senkung der Lohnnebenkosten kommt. Aber nicht auf Kosten der Familien! Und nicht auf dem Rücken unserer Kinder! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
In diesem Zusammenhang haben wir auch schon einen Antrag eingebracht, um diese artfremden Leistungen zu reduzieren. Was ist passiert? Man hat gesagt, man vertagt, weil es wird ja schon verhandelt. Aber nichts ist passiert! Wir haben in diesem Budget nichts, das uns zeigt, dass diesbezüglich etwas geschehen wäre. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich bitte Sie, diesmal das auch ernst zu nehmen und tatsächlich endlich etwas zu machen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Die ÖVP agiert gegen Familien. Das sagen nicht wir, das hat der ÖVP-Landeshauptmann Haslauer gesagt! Also wie weit ist es bei Ihnen schon gekommen, wenn die eigenen Landeshauptleute das schon sagen?! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Schönegger: Über der Inflationsrate!
Es ist so groß von der jährlichen Valorisierung der Familienbeihilfe gesprochen worden. 2014 wurde sie um 4 Prozent angehoben, nachdem wir aber vorher schon 34 Prozent verloren haben! Und was ist jetzt, 2016? – Um 1,9 Prozent erhöht. Wir haben aber eine Inflationsrate von 1,7 Prozent. Was heißt das? – 1,9 minus 1,7 sind 0,2 plus, das sind nicht einmal 30 Cent! (Abg. Schönegger: Über der Inflationsrate!) Na ja, und? Wie viel ist das? 30 Cent! Da wird ja nicht ausgeglichen, haben wir doch schon 30 Prozent verloren in den letzten Jahren!
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren der ÖVP, Sie verabschieden sich gänzlich von der Familienpolitik! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Unsere Unterstützung haben Sie, wenn endlich etwas für die Familien geschieht. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.
Herren! Kollegin Kitzmüller, es geschieht viel. Es geschieht wirklich viel. (Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.) Die Frau Bundesminister hat in den letzten zwei Jahren viel bewegt (Abg. Zanger: Wo?), und sie wird mit uns auch in den nächsten Jahren viel bewegen. Nur ein paar Beispiele: die Erhöhung der Familienbeihilfe in drei Tranchen, die Einführung der antragslosen Familienbeihilfe – wir wurden in den Wahlkreisen gelobt dafür! –, der Ausbau der Kinderbildungs- und ‑betreuungsangebote … (Abg. Neubauer: Das hat sich aber in den Wahlen nicht niedergeschlagen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ) Wir werden gelobt bei den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern. Wir werden gelobt bei den Familien im städtischen und im ländlichen Raum. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Zanger: Wo?
Herren! Kollegin Kitzmüller, es geschieht viel. Es geschieht wirklich viel. (Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.) Die Frau Bundesminister hat in den letzten zwei Jahren viel bewegt (Abg. Zanger: Wo?), und sie wird mit uns auch in den nächsten Jahren viel bewegen. Nur ein paar Beispiele: die Erhöhung der Familienbeihilfe in drei Tranchen, die Einführung der antragslosen Familienbeihilfe – wir wurden in den Wahlkreisen gelobt dafür! –, der Ausbau der Kinderbildungs- und ‑betreuungsangebote … (Abg. Neubauer: Das hat sich aber in den Wahlen nicht niedergeschlagen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ) Wir werden gelobt bei den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern. Wir werden gelobt bei den Familien im städtischen und im ländlichen Raum. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Neubauer: Das hat sich aber in den Wahlen nicht niedergeschlagen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ
Herren! Kollegin Kitzmüller, es geschieht viel. Es geschieht wirklich viel. (Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.) Die Frau Bundesminister hat in den letzten zwei Jahren viel bewegt (Abg. Zanger: Wo?), und sie wird mit uns auch in den nächsten Jahren viel bewegen. Nur ein paar Beispiele: die Erhöhung der Familienbeihilfe in drei Tranchen, die Einführung der antragslosen Familienbeihilfe – wir wurden in den Wahlkreisen gelobt dafür! –, der Ausbau der Kinderbildungs- und ‑betreuungsangebote … (Abg. Neubauer: Das hat sich aber in den Wahlen nicht niedergeschlagen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ) Wir werden gelobt bei den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern. Wir werden gelobt bei den Familien im städtischen und im ländlichen Raum. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Herren! Kollegin Kitzmüller, es geschieht viel. Es geschieht wirklich viel. (Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.) Die Frau Bundesminister hat in den letzten zwei Jahren viel bewegt (Abg. Zanger: Wo?), und sie wird mit uns auch in den nächsten Jahren viel bewegen. Nur ein paar Beispiele: die Erhöhung der Familienbeihilfe in drei Tranchen, die Einführung der antragslosen Familienbeihilfe – wir wurden in den Wahlkreisen gelobt dafür! –, der Ausbau der Kinderbildungs- und ‑betreuungsangebote … (Abg. Neubauer: Das hat sich aber in den Wahlen nicht niedergeschlagen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ) Wir werden gelobt bei den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern. Wir werden gelobt bei den Familien im städtischen und im ländlichen Raum. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der FPÖ.
Und weil Sie immer so negativ über die Steuerreform reden: Auch von der Steuerreform profitieren Familien überproportional mit rund 1 600 € pro Jahr. (Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Zanger: Das ist ganz besonders wichtig!
Ich mache es jetzt ein bisschen grundsätzlicher, weil wir jetzt schon so populistisch unterwegs sind: Lebensnahe Familienpolitik basiert für uns von der ÖVP – und ich sehe da auch in der Bundesregierung einen großen Konsens – auf drei Säulen. Das eine sind die direkten Geldleistungen. Hier sind wir auf internationalem Niveau, auf sehr hohem Niveau. Das Zweite ist der Ausbau der Kinderbildungs- und ‑betreuungseinrichtungen. (Abg. Zanger: Das ist ganz besonders wichtig!) Auch hier hat uns die Frau Bundesministerin gemeinsam mit der Bundesregierung auf einen guten Weg gebracht. (Abg. Neubauer: Sie haben wirklich keine Ahnung! – Weiterer Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.) – Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ, ich ersuche Sie um Aufmerksamkeit!
Abg. Neubauer: Sie haben wirklich keine Ahnung! – Weiterer Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.
Ich mache es jetzt ein bisschen grundsätzlicher, weil wir jetzt schon so populistisch unterwegs sind: Lebensnahe Familienpolitik basiert für uns von der ÖVP – und ich sehe da auch in der Bundesregierung einen großen Konsens – auf drei Säulen. Das eine sind die direkten Geldleistungen. Hier sind wir auf internationalem Niveau, auf sehr hohem Niveau. Das Zweite ist der Ausbau der Kinderbildungs- und ‑betreuungseinrichtungen. (Abg. Zanger: Das ist ganz besonders wichtig!) Auch hier hat uns die Frau Bundesministerin gemeinsam mit der Bundesregierung auf einen guten Weg gebracht. (Abg. Neubauer: Sie haben wirklich keine Ahnung! – Weiterer Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.) – Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ, ich ersuche Sie um Aufmerksamkeit!
Zwischenruf des Abg. Zanger.
Die dritte Säule sind Maßnahmen im Bereich Wirtschaft und Arbeitsplätze, und ich bin durchaus erfreut darüber, dass es zu dieser Senkung der Lohnnebenkosten gekommen ist, weil damit auch wieder viele Arbeitsplätze geschaffen werden, die unseren Müttern und Vätern zugutekommen werden. (Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Abg. Kitzmüller: Na was ist denn da positiv?
Wir haben in Österreich so diesen Brauch – er ist besonders stark in der FPÖ manifestiert –, alles sehr negativ zu sehen. (Abg. Kitzmüller: Na was ist denn da positiv?) Es gibt da dieses Bild vom halb vollen Glas, und Sie können sich aussuchen, Frau Kitzmüller, ob Sie das halb voll oder halb leer sehen. Aber ich möchte das Bild weiterentwickeln, denn mein Freundeskreis, die Menschen in meinem Wahlkreis sagen mir von der Stimmung her, das Glas ist nicht halb voll, sondern zu 80 Prozent voll. Und ich wünsche vor allem Ihnen, Frau Kollegin Kitzmüller, oder uns allen, dass wir aus diesen 80 Prozent – wo wir sagen, da läuft es gut, da haben wir Zuversicht, da haben wir Hoffnung – die Kraft schöpfen, um die restlichen 20 Prozent der Projekte, die uns irgendwie stören, die wir verbessern wollen, zu verändern.
Abg. Deimek: Darum haben die protestiert!
Wissen Sie, wer diese Botschaft schon aufgegriffen hat? – Es sind die Österreicherinnen und Österreicher, die in einem Familienverband leben (Abg. Deimek: Darum haben die protestiert!), denn wir sind in diesem Europaranking bereits … (Abg. Kitzmüller: Aber der Katholische Familienverband …! – Zwischenruf der Abg. Schimanek.) – Frau Schimanek, Sie haben halt nicht diese Zuversicht. Die österreichische Bevölkerung sagt mittlerweile zu 60 Prozent, dass wir ein familienfreundliches Land sind. Also 60 Prozent in Österreich haben die Botschaft der Frau Bundesministerin bereits verstanden, und das ist auch unsere Botschaft. (Zwischenrufe der Abg. Kitzmüller und Barbara Rosenkranz.)
Abg. Kitzmüller: Aber der Katholische Familienverband …! – Zwischenruf der Abg. Schimanek.
Wissen Sie, wer diese Botschaft schon aufgegriffen hat? – Es sind die Österreicherinnen und Österreicher, die in einem Familienverband leben (Abg. Deimek: Darum haben die protestiert!), denn wir sind in diesem Europaranking bereits … (Abg. Kitzmüller: Aber der Katholische Familienverband …! – Zwischenruf der Abg. Schimanek.) – Frau Schimanek, Sie haben halt nicht diese Zuversicht. Die österreichische Bevölkerung sagt mittlerweile zu 60 Prozent, dass wir ein familienfreundliches Land sind. Also 60 Prozent in Österreich haben die Botschaft der Frau Bundesministerin bereits verstanden, und das ist auch unsere Botschaft. (Zwischenrufe der Abg. Kitzmüller und Barbara Rosenkranz.)
Zwischenrufe der Abg. Kitzmüller und Barbara Rosenkranz.
Wissen Sie, wer diese Botschaft schon aufgegriffen hat? – Es sind die Österreicherinnen und Österreicher, die in einem Familienverband leben (Abg. Deimek: Darum haben die protestiert!), denn wir sind in diesem Europaranking bereits … (Abg. Kitzmüller: Aber der Katholische Familienverband …! – Zwischenruf der Abg. Schimanek.) – Frau Schimanek, Sie haben halt nicht diese Zuversicht. Die österreichische Bevölkerung sagt mittlerweile zu 60 Prozent, dass wir ein familienfreundliches Land sind. Also 60 Prozent in Österreich haben die Botschaft der Frau Bundesministerin bereits verstanden, und das ist auch unsere Botschaft. (Zwischenrufe der Abg. Kitzmüller und Barbara Rosenkranz.)
Abg. Steinbichler: Heimische?
Das Zweite: 2014 sind in Österreich um 3 Prozent mehr Kinder zur Welt gekommen als in den vergangenen Jahren. (Abg. Steinbichler: Heimische?) Das sind Ergebnisse und
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Hübner. – Abg. Hübner: Das war „super“ jetzt! – Abg. Neubauer: Das war konsequente Inkonsequenz! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und ÖVP.
Ereignisse, die wir durchaus feiern können. Ich bedanke mich bei der Frau Bundesministerin und bei der Bundesregierung. Wir sind auf einem guten Weg. Danke schön und alles Gute! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Hübner. – Abg. Hübner: Das war „super“ jetzt! – Abg. Neubauer: Das war konsequente Inkonsequenz! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und FPÖ.
Abgeordnete Mag. Judith Schwentner (Grüne): Frau Präsidentin! Werte Frau Ministerin! Liebe Zuschauer und Zuschauerinnen! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Nachdem ich die Debatte jetzt und die vorhergehende verfolgt habe, würde ich meinen, dass in den Reihen der sogenannten und selbsternannten Familienpartei ÖVP die Lobby in der Landwirtschaft und im Bauernbund größer ist als die für die Familie. (Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Sie verstehen das einfach nicht!
Sonst müssten wir hier auch jetzt nicht noch einmal über eine wirklich unfassbare Geschichte reden, die schon angesprochen wurde, nämlich was den Familienlastenausgleichsfonds, den FLAF, betrifft. Wir haben jetzt auf Wunsch der ÖVP eine eigene Familienministerin, und ich würde auch sagen, dass dieser FLAF, dieser Ausgleichsfonds, das wichtigste familienpolitische Instrument überhaupt ist. Wenn dann beschlossen wird – noch dazu für 2017 und 2018, das ist also nicht einmal relevant für das Budget, das wir jetzt diskutieren, aber es musste offensichtlich in einer Nacht-und-Nebel-Aktion ganz schnell beschlossen werden –, dass aus dem FLAF Millionen abgezogen werden für die Senkung der Dienstgeberbeiträge – und ich habe nichts dagegen, es ist gut, wenn wir den Faktor Arbeit entlasten, aber nicht über den FLAF, ohne zu sagen, wie das gegenfinanziert wird –, und dann in dieser ganzen Debatte kein einziges Wort von der Familienministerin dazu zu hören ist, dann finde ich das tatsächlich sehr bemerkenswert. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Sie verstehen das einfach nicht!)
Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich verstehe das ganz gut! Ich glaube, Sie haben es nicht verstanden als Familienpartei. Aus diesem FLAF werden ganz relevante Leistungen gezahlt, um Armut in Familien in Österreich zu vermeiden: die Familienbeihilfe, die Schulbuchaktion – alles Mögliche, was für Familien wesentlich ist. Es ist auch ein wichtiges Ausgleichsinstrument zwischen jenen … (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. El Habbassi: Das stimmt überhaupt nicht!
Was regen Sie sich so auf? Sie hätten Möglichkeiten ohne Ende gehabt, sich da einzuschalten, dagegenzureden und zu verhindern, dass der FLAF in den nächsten Jahren ausgeplündert wird. Das wird der Fall sein! (Abg. El Habbassi: Das stimmt überhaupt nicht!)
Demonstrativer Beifall und Bravorufe bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte Sie an etwas erinnern: Herr Klubobmann Lopatka – er ist leider jetzt nicht da – hat gestern einen ach so aufklärenden offenen Brief an den Katholischen Familienverband und die anderen Familienverbände geschrieben und hat behauptet, nein, Familienleistungen seien in den nächsten Jahren gar nicht in Gefahr. (Demonstrativer Beifall und Bravorufe bei Abgeordneten der ÖVP.) – Schön, dass Sie mir applaudieren.
Oh-Rufe und neuerlicher demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Okay, die nächsten beiden Jahre wahrscheinlich nicht, weil wir wissen, da gibt es ein kleines Plus. (Oh-Rufe und neuerlicher demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Rädler: … nicht erklären, weil es sinnlos ist!
Aber erstens: Seien Sie so ehrlich und sagen Sie, dass dahinter ein riesengroßes Milliardenloch ist! Im Reservefonds des FLAF fehlen 3 Milliarden €! Und jetzt erklären Sie mir einmal, werte Familienpartei ÖVP, wie Sie dieses Milliardenloch in den nächsten Jahren wieder stopfen wollen! (Abg. Rädler: … nicht erklären, weil es sinnlos ist!)
Abg. Grillitsch: Wo ist die Frau Glawischnig? – Abg. Prinz: Ja, wo ist die Frau Glawischnig? – Abg. Grillitsch: Interessiert das die Frau Klubobfrau nicht?
Ich erinnere den Herrn Lopatka – vielleicht erinnern Sie ihn, weil er jetzt nicht da ist (Abg. Grillitsch: Wo ist die Frau Glawischnig? – Abg. Prinz: Ja, wo ist die Frau Glawischnig? – Abg. Grillitsch: Interessiert das die Frau Klubobfrau nicht?) –: 2010 haben Sie auch gesagt, wir müssen den FLAF retten, im FLAF gibt es zu wenig Geld. Und was ist passiert? – Es wurden sehr wohl familienbezogene Leistungen gekürzt, nämlich die Familienbeihilfe von 26 auf 24 Jahre – dank ÖVP, um den FLAF, um quasi das Defizit im FLAF zu retten. (Abg. Obernosterer: Sind 26-Jährige noch Kinder?) Ich schaue mir in zwei Jahren an, wie die große Familienpartei ÖVP dann wieder einmal Familienleistungen kürzen müssen wird, um in irgendeiner Form das aufrechtzuerhalten, wofür hinten und vorne das Geld fehlt.
Abg. Obernosterer: Sind 26-Jährige noch Kinder?
Ich erinnere den Herrn Lopatka – vielleicht erinnern Sie ihn, weil er jetzt nicht da ist (Abg. Grillitsch: Wo ist die Frau Glawischnig? – Abg. Prinz: Ja, wo ist die Frau Glawischnig? – Abg. Grillitsch: Interessiert das die Frau Klubobfrau nicht?) –: 2010 haben Sie auch gesagt, wir müssen den FLAF retten, im FLAF gibt es zu wenig Geld. Und was ist passiert? – Es wurden sehr wohl familienbezogene Leistungen gekürzt, nämlich die Familienbeihilfe von 26 auf 24 Jahre – dank ÖVP, um den FLAF, um quasi das Defizit im FLAF zu retten. (Abg. Obernosterer: Sind 26-Jährige noch Kinder?) Ich schaue mir in zwei Jahren an, wie die große Familienpartei ÖVP dann wieder einmal Familienleistungen kürzen müssen wird, um in irgendeiner Form das aufrechtzuerhalten, wofür hinten und vorne das Geld fehlt.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Wenn wir über den FLAF reden, dann können wir auch darüber reden, dass es da Leistungen gibt, die vielleicht andere Ressorts betreffen. Aber dann lassen Sie uns auch, Kollege von den NEOS, wie das auch vorgeschlagen ist, ganz offen darüber reden, welche Leistungen aus dem FLAF bezahlt werden sollen und welche aus anderen Ressorts – aber offen und transparent, und nicht übers Hintertürl, wie Sie es machen und dabei den Familien Geld wegnehmen, so wie es jetzt passiert. „Danke“, ÖVP! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Kitzmüller: Wie soll denn das gehen?
Abgeordnete Katharina Kucharowits (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren vor den TV-Geräten! Ich würde gerne eine Überleitung machen. Ich verstehe die Diskussion über den FLAF, die wir auch weiterhin führen werden. Wir werden auch da, und wir haben das auch im Ausschuss schon diskutiert, ganz genau darauf achten, dass es keine Kürzungen im Bereich der Familienleistungen gibt. (Abg. Kitzmüller: Wie soll denn das gehen?) Das sei nur eingangs gesagt, und auch diesbezüglich hat sich die Ministerin bereits im Ausschuss geäußert. (Abg. Kitzmüller: Wie wollen Sie denn das machen?)
Abg. Kitzmüller: Wie wollen Sie denn das machen?
Abgeordnete Katharina Kucharowits (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren vor den TV-Geräten! Ich würde gerne eine Überleitung machen. Ich verstehe die Diskussion über den FLAF, die wir auch weiterhin führen werden. Wir werden auch da, und wir haben das auch im Ausschuss schon diskutiert, ganz genau darauf achten, dass es keine Kürzungen im Bereich der Familienleistungen gibt. (Abg. Kitzmüller: Wie soll denn das gehen?) Das sei nur eingangs gesagt, und auch diesbezüglich hat sich die Ministerin bereits im Ausschuss geäußert. (Abg. Kitzmüller: Wie wollen Sie denn das machen?)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Durchschlag.
Ich möchte deshalb die ganz, ganz aktuelle Kampagne – gestern präsentiert – der Bundesjugendvertretung erwähnen, die ich persönlich für sehr, sehr unterstützenswert halte, nämlich #mehralsnurflüchtig. Ich würde Sie wirklich bitten, diese Anliegen, nämlich eine extrem berechtigte Kritik an den geplanten Erschwernissen des Familiennachzugs, ernst zu nehmen und auch hier als Verbündete dieser Kampagne aufzutreten. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Durchschlag.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Fakt ist: Das Budget ist inakzeptabel. Das Ressort hat nicht einmal nachgerechnet, was das in den nächsten Jahren für den FLAF bedeutet. Die Familien werden von den beiden Regierungsparteien an den Pranger gestellt. Und alle Reformen, die man machen könnte, finden nicht statt. – Danke. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Der Familienfreundlichkeits-Monitor 2015, den Sie ja vor Kurzem vorgestellt haben, zeigt, dass die Sicht der Österreicherinnen und Österreicher das auch widerspiegelt, denn die Zufriedenheit ist von 31 auf 63 Prozent gestiegen. Frau Bundesministerin, das ist eine Bilanz, die sich durchaus sehen lassen kann. Herzliche Gratulation dazu! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kitzmüller: Das ist eine Zwangsverordnung! Das ist keine freiwillige Leistung!
Noch ein Wort zum zweiten verpflichtenden Kindergartenjahr, das wir ja im Ausschuss durchaus intensiv diskutiert haben. (Abg. Kitzmüller: Das ist eine Zwangsverordnung! Das ist keine freiwillige Leistung!) Wir haben in Oberösterreich bei den Vierjährigen eine fast 98-prozentige Betreuungsquote. (Abg. Strasser: 98 Prozent! – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Kitzmüller. – Abg. Strasser: Das ist doch keine Zwangsverordnung!) Und die knapp 2 bis 2,5 Prozent, die nicht in den Kindergarten gehen, das sind meistens Kinder mit Migrationshintergrund. (Abg. Walter Rosenkranz: Das ist genau der geistige Ansatz, …!)
Abg. Strasser: 98 Prozent! – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Kitzmüller. – Abg. Strasser: Das ist doch keine Zwangsverordnung!
Noch ein Wort zum zweiten verpflichtenden Kindergartenjahr, das wir ja im Ausschuss durchaus intensiv diskutiert haben. (Abg. Kitzmüller: Das ist eine Zwangsverordnung! Das ist keine freiwillige Leistung!) Wir haben in Oberösterreich bei den Vierjährigen eine fast 98-prozentige Betreuungsquote. (Abg. Strasser: 98 Prozent! – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Kitzmüller. – Abg. Strasser: Das ist doch keine Zwangsverordnung!) Und die knapp 2 bis 2,5 Prozent, die nicht in den Kindergarten gehen, das sind meistens Kinder mit Migrationshintergrund. (Abg. Walter Rosenkranz: Das ist genau der geistige Ansatz, …!)
Abg. Walter Rosenkranz: Das ist genau der geistige Ansatz, …!
Noch ein Wort zum zweiten verpflichtenden Kindergartenjahr, das wir ja im Ausschuss durchaus intensiv diskutiert haben. (Abg. Kitzmüller: Das ist eine Zwangsverordnung! Das ist keine freiwillige Leistung!) Wir haben in Oberösterreich bei den Vierjährigen eine fast 98-prozentige Betreuungsquote. (Abg. Strasser: 98 Prozent! – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Kitzmüller. – Abg. Strasser: Das ist doch keine Zwangsverordnung!) Und die knapp 2 bis 2,5 Prozent, die nicht in den Kindergarten gehen, das sind meistens Kinder mit Migrationshintergrund. (Abg. Walter Rosenkranz: Das ist genau der geistige Ansatz, …!)
Beifall bei der ÖVP.
Daher, Frau Ministerin, ein herzliches Dankeschön für Ihren Weitblick, für Ihre Offenheit und für die Maßnahmen, die Sie gesetzt haben und die Sie auch noch setzen werden. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Der Redner stellt eine Tafel mit einem Foto vor sich auf das Rednerpult, auf dem ein Bub in Lederhosen und kariertem Hemd abgebildet ist, der auf einer Blumenwiese steht und lacht. – Rufe bei der ÖVP: Leo, ist das ein Jugendfoto? Der kleine Leo?
Abgeordneter Leopold Steinbichler (STRONACH): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Ministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! (Der Redner stellt eine Tafel mit einem Foto vor sich auf das Rednerpult, auf dem ein Bub in Lederhosen und kariertem Hemd abgebildet ist, der auf einer Blumenwiese steht und lacht. – Rufe bei der ÖVP: Leo, ist das ein Jugendfoto? Der kleine Leo?) Gerade bei diesem wichtigen Thema möchte ich etwas zum Ausdruck bringen, das noch viel wichtiger ist als die finanzielle Grundlage, die natürlich auch sehr wesentlich ist: Diese Zuversicht, diese Hoffnung, die aus so einem Kind strahlt, müssen wir erhalten bis zur Pension.
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ. – Rufe bei der ÖVP: Und die Väter? – Abg. Strolz: Leo, du hast mich vergessen!
Wir müssen es schaffen, dass wir den Leuten in unserem Staat ein menschenwürdiges Leben bieten, und das beginnt natürlich bei der Familie. Ich möchte hier an allererster Stelle allen erziehenden Familien, allen Müttern, verheiratet oder alleinerziehend, meinen Dank aussprechen, denn was sie für die Gesellschaft leisten, was sie für den Staat leisten, ist unbezahlbar. – Herzlichen Dank. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ. – Rufe bei der ÖVP: Und die Väter? – Abg. Strolz: Leo, du hast mich vergessen!)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich denke, auch da ist der Spruch des deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble hinsichtlich des Fahrens auf Sicht angebracht, besonders in der Familienpolitik. Alles, was wir in diesem Haus gestern, heute und morgen diskutiert haben beziehungsweise diskutieren, entscheidet über diese Zuversicht unserer Kinder – von der Umwelt bis zum Klima, von der Gesundheit bis zu den Arbeitsplätzen. Deshalb, glaube ich, sollte man die Familienpolitik besonders Richtung Enkerlgerechtigkeit, Richtung Nachhaltigkeit ausrichten, und da sind wir alle gefordert. – Danke. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und Team Stronach. – Abg. Steinbichler macht eine Verbeugung und zieht dabei einen virtuellen Hut.
Abgeordnete Daniela Holzinger-Vogtenhuber, BA (SPÖ): Frau Präsidentin! Kurz noch zu meinem Vorredner, Leopold Steinbichler: Er scheint ein recht traditionelles Familienbild zu haben. Unser Dank gilt auch den Vätern, die großartige Erziehungsarbeit leisten. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und Team Stronach. – Abg. Steinbichler macht eine Verbeugung und zieht dabei einen virtuellen Hut.)
Beifall bei SPÖ und Grünen.
Ich möchte dann bei zukünftigen Projekten, bei denen es eben genau um den Ausbau des Gratiskindergartens oder um die Ausweitung des Top-Jugendtickets für Studierende geht, nicht hören, dass das aufgrund von Finanzierungsvorbehalten nicht möglich wird. – Danke. (Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Immer wieder wird in der politischen Debatte auch von Ihnen vorgebracht, dass Jugendpolitik eine Querschnittsmaterie ist. Ja, Frau Minister, da gebe ich Ihnen vollkommen recht, und budgetär gibt es für Sie tatsächlich nicht viele Möglichkeiten, außer zum Beispiel Projekte, aber auch die Förderung von Jugendorganisationen. Genau in diesem Bereich sollten Sie aber einmal genauer hinschauen, wofür diese Gelder eigentlich verwendet werden. Sie sollten darauf achten, dass keine Jugendorganisation Geld aus Ihrem Ministerium bekommt, die solch hetzerische Flyer produziert, wie das die Sozialistische Jugend tut. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Yilmaz.
Da stehen Sprüche drauf wie zum Beispiel: Wer das Kreuz bei H.-C. Strache macht, muss wissen, dass es einen Haken hat. – Und auf der Rückseite ist groß das Logo Ihres Ministeriums zu finden. Das nenne ich Politik der untersten Schublade! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Yilmaz.) Das sind schändliche und skandalöse Diffamierungsversuche, und ich würde mir auch erwarten, dass Abgeordnete der SPÖ einmal hier herunterkommen würden, einmal aufschreien würden und sich vielleicht einmal davon distanzieren würden. Das ist Ihre Jugendorganisation! – Oder entspricht das etwa Ihrer Vorstellung von niveauvoller Politik? (Abg. Yilmaz: Der Herr Mölzer!) Ich hoffe zumindest einmal nicht.
Abg. Yilmaz: Der Herr Mölzer!
Da stehen Sprüche drauf wie zum Beispiel: Wer das Kreuz bei H.-C. Strache macht, muss wissen, dass es einen Haken hat. – Und auf der Rückseite ist groß das Logo Ihres Ministeriums zu finden. Das nenne ich Politik der untersten Schublade! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Yilmaz.) Das sind schändliche und skandalöse Diffamierungsversuche, und ich würde mir auch erwarten, dass Abgeordnete der SPÖ einmal hier herunterkommen würden, einmal aufschreien würden und sich vielleicht einmal davon distanzieren würden. Das ist Ihre Jugendorganisation! – Oder entspricht das etwa Ihrer Vorstellung von niveauvoller Politik? (Abg. Yilmaz: Der Herr Mölzer!) Ich hoffe zumindest einmal nicht.
Rufe bei der SPÖ: Ah ja!
Es sollte bei den Förderungen politischer Jugendorganisationen um die Vermittlung eines demokratischen Grundverständnisses gehen (Rufe bei der SPÖ: Ah ja!), und nicht
Beifall bei der FPÖ.
darum, dass irgendwelche Institutionen gefördert werden, die sich vornehmlich dadurch auszeichnen, dass sie bei Veranstaltungen anderer demokratisch legitimierter Parteien in Form von Gegenveranstaltungen auftreten und dort demonstrieren, agieren oder vielleicht sogar randalieren. Das sollte es nicht geben! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Was haben wir noch? – 408 000 Jugendliche und Kinder, die armutsgefährdet sind, und, und, und. Das sind nur ein paar Bereiche, in denen dringend Handlungsbedarf besteht, in die dringend investiert werden muss und für die in diesem Budget wieder einmal viel zu wenig oder gar nichts zu finden ist. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Schwentner: „Ein bisschen“!
Abgeordneter Nikolaus Prinz (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Meine Damen und Herren! In Österreich leben rund 1,125 Millionen Familien mit Kindern. Es ist von meinen Vorrednern bereits einige Male der Familienlastenausgleichsfonds und die Lohnnebenkostensenkung angesprochen worden, die beim letzten Arbeitsmarktgipfel ausgemacht wurde. In diesem Sinne, Frau Kollegin Holzinger, werden wir natürlich auch Herrn Klubobmann Schieder und Herrn Bundeskanzler Faymann dahin gehend genau beobachten, wie in der Zukunft damit umgegangen wird. In der Realität sollte man aber festhalten: Die Familienleistungen werden deswegen nicht sinken, sondern sie bleiben gleich. Das Einzige, was sich verzögert, ist die Entschuldung des Familienlastenausgleichsfonds; die wird sich ein bisschen nach hinten verschieben. (Abg. Schwentner: „Ein bisschen“!)
Abg. Kitzmüller: Ja und, was ist das gegen die 30 Prozent …!
Allein im Rahmen der Familienbeihilfe werden im nächsten Jahr rund 3,4 Milliarden € ausbezahlt. Wir alle haben wahrscheinlich schon wieder vergessen, dass sie voriges Jahr um 4 Prozent erhöht wurde, und mit 1. Jänner 2016 sowie mit 1. Jänner 2018 erfolgen weitere Erhöhungen um jeweils 1,9 Prozent. (Abg. Kitzmüller: Ja und, was ist das gegen die 30 Prozent …!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Schwentner: … Sie glauben das, was Sie sagen! – Abg. Strasser: Unabhängige Institute!
Mein Kollege Strasser hat es schon angesprochen: Die Steuerreform wird ab Jänner 2016 für die Familien Verbesserungen bringen. Die Berechnungen gehen davon aus, dass das pro Familie und Jahr rund 1 600 € ausmachen wird. Das ist nicht gerade wenig, das ist ein ordentlicher Betrag. Der Kinderfreibetrag zum Beispiel wird mit 440 € mehr als verdoppelt – auch das sind klare Leistungen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Schwentner: … Sie glauben das, was Sie sagen! – Abg. Strasser: Unabhängige Institute!)
Abg. Walser: Zu wenig …! – Abg. Schwentner: Väterkarenz, Papa-Monat …! – Abg. Kitzmüller: Steuerreform!
Meine Damen und Herren, auch wenn Österreich in den Familienleistungen, in der Unterstützung für Familien in Wirklichkeit Europaspitze ist, müssen wir trotzdem darüber nachdenken, warum wir im Durchschnitt eigentlich bei rund 1,4 oder 1,5 Geburten pro Frau liegen. Wenn ein Volk, eine Nation im Durchschnitt nur 1,4 oder 1,5 Geburten hat, heißt das, wir werden weniger. (Abg. Walser: Zu wenig …! – Abg. Schwentner: Väterkarenz, Papa-Monat …! – Abg. Kitzmüller: Steuerreform!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich denke, dass der Plan von Bundesminister Kurz, in dem es um die Fragen der Integration geht und in dem viele Maßnahmen beschrieben sind, ein sehr guter ist. Frau Bundesminister, ich denke, auch im Familienministerium muss man überlegen, wo man unterstützend eingreifen kann, damit das auch umgesetzt werden kann. Diese 50 Maßnahmen kann man kurz zusammenfassen: Wer nach Österreich kommt, muss erstens die Sprache lernen, zweitens hier arbeiten wollen und sich einbringen sowie drittens unsere Lebensordnung und unsere Werteordnung anerkennen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kitzmüller: Wir sind nicht in Bedrängnis! Wer ist in Bedrängnis?
Abgeordneter Julian Schmid, BA (Grüne): So! Als Erstes: Frau Abgeordnete Steger, das ist immer so ein Trick von der FPÖ! Wenn Sie selbst in Bedrängnis sind, dann stellt sich jemand von Ihnen heraus und greift irgendeinen Vergleich mit einer anderen Organisation heraus. (Abg. Kitzmüller: Wir sind nicht in Bedrängnis! Wer ist in Bedrängnis?)
Ruf bei der FPÖ: Doch, er war schon da! – Abg. Walter Rosenkranz: Waren Sie nicht herinnen, wie er gesprochen hat? – Abg. Darmann: Kollege Mölzer hat sogar vom Rednerpult aus gesprochen! Waren Sie nicht da?
Die SJ ist nicht unsere Jugendorganisation, aber die nehme ich da wirklich in Schutz, weil die FPÖ momentan ein ganz anderes Problem hat, nämlich das, was der Herr Mölzer in seiner Zeitung veröffentlicht hat. – Er ist übrigens heute den ganzen Tag nicht da, wahrscheinlich aus gutem Grund. (Ruf bei der FPÖ: Doch, er war schon da! – Abg. Walter Rosenkranz: Waren Sie nicht herinnen, wie er gesprochen hat? – Abg. Darmann: Kollege Mölzer hat sogar vom Rednerpult aus gesprochen! Waren Sie nicht da?)
Beifall bei den Grünen.
Herr Mölzer hat sich nämlich in seiner Zeitung „Zur Zeit“ über die „rassische Durchmischung“ – Zitat – in den Wiener Kindergärten aufgeregt. Ich sage Ihnen: Die Zeiten sind vorbei, dass so etwas öffentlich gefördert wird! Das sind die öffentlichen Förderungen, die in Österreich abgeschafft werden müssen. (Beifall bei den Grünen.)
Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.
Zum ersten Punkt, zum Klimaschutz: Es hat eine Studie vom Umweltministerium zusammen mit dem Klimafonds gegeben, und dabei ist herausgekommen, dass in den nächsten 30 Jahren die Klimakosten für Österreich jährlich bis zu 9 Milliarden € betragen werden. Das bedeutet für meine Generation Ausgaben von 9 Milliarden €, die wir Jungen in den nächsten 30 Jahren für die Folgen des Klimawandels bestreiten müssen werden, wenn wir jetzt nichts gegen den Klimawandel tun. (Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen.
Andererseits ist das Geld in eine Steuerreform gegangen, aufgrund welcher ein 59-jähriger Vizekanzler 2 157 € im Jahr mehr verdient, während eine 23-jährige Sekretärin dadurch nur 370 € im Jahr mehr hat. Das zeigt, dass junge Menschen kaum etwas von dem Geld haben, das Sie ausgeben. Dazu kommt noch, dass wirklich Raubbau an unserer Zukunft – beim Umweltschutz, bei der Bildungspolitik – betrieben wird. Daher braucht es, finde ich, unbedingt einen Kurswechsel, denn so wird es nicht weitergehen können. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Angesprochen auf die Senkung der Lohnnebenkosten über den FLAF möchte ich sagen: Ja, wir mussten da etwas tun, weil die Lohnnebenkosten in Österreich im Vergleich zu anderen Ländern auf dem höchsten Niveau sind. Das ist natürlich etwas, was die Wirtschaft klarerweise einfordert. Aber ich rede hier jetzt gar nicht über die Wirtschaft, sondern vielmehr über die Familien. Es geht da um neue Arbeitsplätze, um zirka 60 000 neue Arbeitsplätze. Und wenn wir hier über Kinderarmut sprechen, so ist natürlich ein ganz wichtiger Angriffspunkt, dass wir Arbeitsplätze fördern, dass wir motivieren und die Wirtschaft auch entsprechend unterstützen, um neue Arbeitsplätze zu entwickeln. 60 000 mögliche neue Arbeitsplätze sind natürlich etwas, wovon auch die Familien in Zukunft profitieren werden. Das ist eine ganz wichtige Entscheidung gewesen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.
Das heißt, dass es auch in Zukunft nicht darauf ankommt, ob der FLAF positiv oder negativ aufgestellt ist, sondern es geht um ein gemeinsames Commitment der Bundesregierung, dass die Mittel im FLAF jedenfalls bis 2018 gesichert sind und dass ich als Garant dafür stehe, dass wir die Familienleistungen sicher um keinen Euro kürzen werden. Das ist, wie gesagt, einmal sicher! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.
Wir werden selbstverständlich daran arbeiten, dass wir entsprechende Mittel auch für die nächste Periode bekommen werden. Aber seien wir einmal zufrieden mit diesen Maßnahmen! (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.)
Beifall bei der ÖVP.
anbieten werden – mit dem Partnerschaftsbonus, mit einem erhöhten Väteranteil, um wiederum die Väter in Richtung Vereinbarkeit mehr einzubeziehen –, zum anderen gilt es das Netzwerk „Unternehmen für Familien“, das sich sehr gut entwickelt, noch zu stärken, um die Vereinbarkeitsangebote der Wirtschaft zu fördern und noch stärker herauszuheben; und zum Dritten ist es das zweite Gratiskindergartenjahr, das wir in intensiven Verhandlungen ab nächstem Jahr entsprechend verhandeln werden, wie es ja auch schon in der Artikel-15a-Vereinbarung festgeschrieben ist. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Mein Schlusssatz, Frau Ministerin: Ich würde Sie, so wie meine Kollegin Kucharowits schon angesprochen hat, wirklich bitten, dass Sie sich in Ihrer Partei dafür einsetzen, dass Familie für alle Menschen lebbar ist, nämlich auch für Menschen, die aus Kriegs- und Krisengebieten zu uns flüchten, sodass auch diese Menschen in einer Familie leben können. Bitte überlegen Sie sich die Änderungen bei der Familienzusammenführung noch einmal und wirken Sie auf Ihre Partei ein wenig ein! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Schittenhelm: Das stimmt schlicht und ergreifend nicht! Das ist falsch!
Abgeordneter MMMag. Dr. Axel Kassegger (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Hohes Haus! Als Wirtschaftssprecher der FPÖ melde ich mich zu diesem Tagesordnungspunkt zu Wort, weil ich gleich einmal Folgendes klarstellen möchte: Wir haben gegen diese Senkung der Lohnnebenkosten gestimmt, obwohl wir grundsätzlich natürlich für eine Senkung der Lohnnebenkosten sind – aber bitte nicht in diesem Bereich, nicht auf dem Rücken unserer Familien, nicht auf dem Rücken unserer Kinder, nicht auf dem Rücken unserer Zukunft! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Schittenhelm: Das stimmt schlicht und ergreifend nicht! Das ist falsch!) – Ich rechne es Ihnen gleich vor.
Beifall bei der FPÖ.
Schauen wir uns die Zahlen an! Der FLAF ist mit ungefähr 6 Milliarden € ausgestattet. Mit der Kürzung, die Sie ab 2017 vorhaben, haben wir im FLAF nur mehr 5 Milliarden €. Sie nehmen also ungefähr 1 Milliarde € weg. Der FLAF macht heuer ein Plus von 300 Millionen €. Wenn ich jetzt 1 Milliarde € wegnehme, dann brauchen wir – und da muss ich jetzt kein großer Mathematiker sein – nicht von der Rückzahlung von Schulden in den Reservefonds zu reden, sondern die Schulden werden entweder steigen oder, was zu erwarten ist, die Leistungen aus dem FLAF werden gekürzt werden. – Aber nicht mit uns! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
von 1,3 Milliarden €. Sie haben in Ihrem Ministerium bei den Wirkungszielen in den Budgets mit identischem Wortlaut für 2013, 2014, 2015, 2016, und zwar nach dem System Copy-and-paste, folgendes Wirkungsziel drinnen: Wir werden jetzt mit dem Sozialministerium verhandeln, damit aus dem FLAF eben nicht FLAF-bezogene Leistungen in diesem Ausmaß bezahlt werden müssen. – Geschehen ist genau nichts! (Bundesministerin Karmasin: Das wissen Sie ja gar nicht, was passiert ist!) – Wenn Sie es im Wirkungsziel für 2016 drinnen haben, dann ist zumindest bis dato nichts geschehen. (Bundesministerin Karmasin: Verhandlungen sind …!) – Ja, dann fordere ich Sie auf oder ersuche Sie, sich im interministeriellen Kampf mit dem Kollegen Hundstorfer endlich einmal durchzusetzen! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Tamandl: Das ist ja ungeheuerlich!
Die Österreichische Volkspartei behauptet ja immer von sich, eine Familienpartei zu sein. – Jetzt haben wir den glänzenden Beweis, den Sie hier erbracht haben, dass Sie eben keine Familienpartei sind! (Abg. Tamandl: Das ist ja ungeheuerlich!)
Beifall bei der FPÖ.
Die Österreichische Volkspartei behauptet ja immer von sich, eine Volkspartei zu sein. – Sie erbringen tagtäglich mit Ihrem Nichtstun angesichts der Migrationsströme den Beweis, dass Sie eben keine Volkspartei sind! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.
Abgeordneter Dr. Marcus Franz (ÖVP): Herr Präsident! Frau Minister! Hohes Haus! Ich muss Ihnen widersprechen – ungern, aber doch! Wir sind eine Familienpartei, denn man muss das Gesamtpaket sehen. (Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.) Man muss bitte das Gesamtpaket sehen, das unterm Strich herauskommt! (Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.)
Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.
Abgeordneter Dr. Marcus Franz (ÖVP): Herr Präsident! Frau Minister! Hohes Haus! Ich muss Ihnen widersprechen – ungern, aber doch! Wir sind eine Familienpartei, denn man muss das Gesamtpaket sehen. (Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.) Man muss bitte das Gesamtpaket sehen, das unterm Strich herauskommt! (Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.)
Zwischenruf der Abg. Schwentner.
Wenn ich in der Lage bin, die Lohnnebenkosten durch den Dienstgeberbeitrag, der reduziert wird, zu senken – das ist eines der wesentlichsten Ziele, die in diesem Hohen Hause seit ewigen Zeiten von allen Fraktionen gefordert werden –, dann ist das ein sinnvolles Ziel. Damit werden Arbeitsplätze geschaffen. (Zwischenruf der Abg. Schwentner.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.
Wenn wir uns die Gesamtsummen anschauen, die im Gesamtpaket lukriert werden, dann sehen wir, dass die Familienbeihilfe um 830 Millionen € erhöht wird, dass es zu einer Verdoppelung des Kinderfreibetrages kommt. Es geht bei der neuen Steuerreform insgesamt um eine Entlastung von 1,6 Milliarden €, sodass die Familien im Schnitt 1 550 € bis 1 600 € bekommen. Ich glaube, das ist nicht nichts, sondern im Gegenteil: Das ist sehr viel! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir könnten überhaupt grundsätzliche Geschichten und Werte gemeinsam überlegen, nämlich beispielsweise diese: Wir führen ja jetzt die Debatte über die Flüchtlinge, die neue Kultur, den Kulturwandel, der auf uns zukommt. Man kann dem kritisch gegenüberstehen – das soll man, denke ich, auch –, aber eines haben uns die Moslems voraus: Der Wert der Familie und der Wert des Kinderkriegens ist ungleich höher als bei uns. Diesbezüglich müssen wir uns in ganz Europa die Frage stellen, ob wir nicht hinsichtlich der Liberalisierung der Abtreibung zu viel Energie auf Kosten der Familien und des Kinderkriegens verschwendet haben. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Schwentner – in Richtung des das Rednerpult verlassenden Abg. Franz –: Das haben Sie jetzt aber nicht ernst gemeint?! – Abg. Franz: O ja!
Präsident Karlheinz Kopf: Als Nächster gelangt Herr Abgeordneter Dr. Walser zu Wort. – Bitte. (Abg. Schwentner – in Richtung des das Rednerpult verlassenden Abg. Franz –: Das haben Sie jetzt aber nicht ernst gemeint?! – Abg. Franz: O ja!)
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Gamon.
Abgeordneter Dr. Harald Walser (Grüne): Herr Präsident! Frau Ministerin! Hohes Haus! Herr Kollege Franz, Sie haben jetzt Erfahrung in mehreren Parteien und reproduzieren hier dementsprechende Inhalte, aber bezüglich der letzten Bemerkung betreffend Abtreibung kann ich nur sagen: Ich meine, überlegen Sie sich das bitte, und überlegen Sie sich, wie Ihre Partei, die ÖVP, und auch die engagierten Frauen, die es in Ihrer Partei gibt, dazu stehen, und dass diese eigentlich die jetzige Regelung als akzeptabel ansehen, wie sie sie bestätigt haben – jedenfalls größtenteils. Ich höre zwar schon gegenteilige Äußerungen, aber das ist einfach jenseitig, das passt nicht ins 21. Jahrhundert. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Gamon.)
Zwischenruf des Abg. Strasser.
Nehmen Sie – Sie haben es angesprochen, davor hat es schon Ihr Kollege Prinz angesprochen – auch die Kinderquote her: Ja, wir sind da nicht ganz am Ende, aber relativ am Schluss der europäischen Staaten. Und warum sind wir dort? – Schauen wir uns die Länder an! Sie haben Frankreich erwähnt. Schauen wir uns die skandinavischen Länder an, wo wir Betreuungsquoten bei den zwei-, drei-, vierjährigen Kindern haben, die deutlich über 50 Prozent liegen, bis zu 80 Prozent. Warum? – Weil es alleinerziehenden Frauen oder Männern möglich ist, Beruf und Familie zu vereinen, weil es entsprechende Kinderbetreuungseinrichtungen gibt, weil es Krippen gibt. In Norwegen beispielsweise ist die Kinderkrippe gratis, in Frankreich ist dieses System ausgebaut. Reden Sie doch davon und legen Sie Ihr Engagement in die Richtung, dass wir diese Einrichtungen ausbauen! (Zwischenruf des Abg. Strasser.)
Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren, ich komme zum Schluss: Ich würde sagen, es wäre Zeit, sich der Realität zu stellen, es wäre Zeit, realistische Budgets vorzustellen. – Dieses hier ist keines. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Wichtig ist auf alle Fälle, dass wir den Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen forcieren, damit die Menschen Beruf und Familie entsprechend vereinbaren können. Ich denke, dieses Budget zeigt einen klaren Weg im Bereich des Ausbaus, aber auch finanzielle Hilfe für die Familie. Ich glaube, hier stärken wir die Familien; wir sollten diesen Weg fortsetzen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, sinnvoll wäre es, die Zahlungen aus Österreich an das Niveau der Lebenshaltungskosten des jeweiligen Landes anzupassen. (Beifall bei der FPÖ.) Eine Anpassung der Familienbeihilfe an die tatsächlichen Lebenshaltungskosten wäre einerseits sozial gerechtfertigt und würde andererseits Einsparungen in Millionenhöhe bringen.
Abg. Kitzmüller: Sehr vernünftig war das!
Jetzt muss ich aber zur ÖVP kommen: Bereits im Jahr 2010 hat der damalige Staatssekretär und nunmehrige Klubobmann Lopatka vorgeschlagen, die Bemessung der Zahlungen, die von Österreich erfolgen, an die Lebenshaltungskosten in jenem Land, in dem das Kind lebt, zu binden. (Abg. Kitzmüller: Sehr vernünftig war das!)
Abg. Kitzmüller: Ja!
Der Herr Außenminister spricht von Sofortmaßnahmen (Abg. Kitzmüller: Ja!), und er sagt:
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kitzmüller: Eben!
„Wir sehen das wie die Briten: Großbritannien will Reformen innerhalb der EU, und das muss (…) rasch gelingen.“ (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kitzmüller: Eben!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kitzmüller: Antrag! – Abg. Haider: Das gefällt ihnen nur …!
Herr Klubobmann Lopatka wird noch deutlicher, wenn er in diesem Interview klarstellt, dass Österreich „nicht auf eine Lösung dieser Frage auf europäischer Ebene warten“ soll. „Vielmehr müssten auch im Alleingang alle Änderungen, die gemäß EU-Recht möglich seien, umgesetzt werden. Auch wenn dabei riskiert werde, dass eine derartige Neuregelung dann auf EU-Ebene aufgehoben werde.“ (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kitzmüller: Antrag! – Abg. Haider: Das gefällt ihnen nur …!)
Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Schönegger, Haider und Schimanek
Nun, Abgeordnete der ÖVP, jetzt können Sie beweisen, ob Sie zu dem stehen, wovon Sie sprechen. Deshalb bringe ich jetzt auch einen Antrag ein (Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Schönegger, Haider und Schimanek):
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kitzmüller: Das werden wir machen müssen! Das wird die Nagelprobe!
Ich bitte um Ihre Unterstützung. – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kitzmüller: Das werden wir machen müssen! Das wird die Nagelprobe!)
Zwischenruf der Abg. Kitzmüller
Und weil die monatliche Auszahlung der Familienbeihilfe so belächelt wird und Sie sagen, die ÖVP sei keine Volkspartei (Zwischenruf der Abg. Kitzmüller) – ich selber bin Bürgermeisterin –: Wir haben das Auge und das Ohr sehr wohl beim Bürger und wir hören selbst, wie dankbar und froh die Frauen oder die Kleinfamilien sind, dass zum Beispiel die Familienbeihilfe monatlich ausbezahlt wird (Abg. Kitzmüller: Ein „toller“ Schritt, ja, aber …!) oder dass die antragslose Familienbeihilfe jetzt wirklich so unkompliziert funktioniert. (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das sind alles gute Dinge. (Abg. Kitzmüller: Das wird nicht mehr! Auch wenn sie monatlich ausbezahlt wird, wird es um keinen Groschen mehr!) – Ja, aber es ist trotzdem eine Erleichterung! Es wird einfach nur alles schlechtgeredet. Man kann über alles sagen, das ist nichts – und trotzdem sind es positive Dinge!
Abg. Kitzmüller: Ein „toller“ Schritt, ja, aber …!
Und weil die monatliche Auszahlung der Familienbeihilfe so belächelt wird und Sie sagen, die ÖVP sei keine Volkspartei (Zwischenruf der Abg. Kitzmüller) – ich selber bin Bürgermeisterin –: Wir haben das Auge und das Ohr sehr wohl beim Bürger und wir hören selbst, wie dankbar und froh die Frauen oder die Kleinfamilien sind, dass zum Beispiel die Familienbeihilfe monatlich ausbezahlt wird (Abg. Kitzmüller: Ein „toller“ Schritt, ja, aber …!) oder dass die antragslose Familienbeihilfe jetzt wirklich so unkompliziert funktioniert. (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das sind alles gute Dinge. (Abg. Kitzmüller: Das wird nicht mehr! Auch wenn sie monatlich ausbezahlt wird, wird es um keinen Groschen mehr!) – Ja, aber es ist trotzdem eine Erleichterung! Es wird einfach nur alles schlechtgeredet. Man kann über alles sagen, das ist nichts – und trotzdem sind es positive Dinge!
Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Und weil die monatliche Auszahlung der Familienbeihilfe so belächelt wird und Sie sagen, die ÖVP sei keine Volkspartei (Zwischenruf der Abg. Kitzmüller) – ich selber bin Bürgermeisterin –: Wir haben das Auge und das Ohr sehr wohl beim Bürger und wir hören selbst, wie dankbar und froh die Frauen oder die Kleinfamilien sind, dass zum Beispiel die Familienbeihilfe monatlich ausbezahlt wird (Abg. Kitzmüller: Ein „toller“ Schritt, ja, aber …!) oder dass die antragslose Familienbeihilfe jetzt wirklich so unkompliziert funktioniert. (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das sind alles gute Dinge. (Abg. Kitzmüller: Das wird nicht mehr! Auch wenn sie monatlich ausbezahlt wird, wird es um keinen Groschen mehr!) – Ja, aber es ist trotzdem eine Erleichterung! Es wird einfach nur alles schlechtgeredet. Man kann über alles sagen, das ist nichts – und trotzdem sind es positive Dinge!
Abg. Kitzmüller: Das wird nicht mehr! Auch wenn sie monatlich ausbezahlt wird, wird es um keinen Groschen mehr!
Und weil die monatliche Auszahlung der Familienbeihilfe so belächelt wird und Sie sagen, die ÖVP sei keine Volkspartei (Zwischenruf der Abg. Kitzmüller) – ich selber bin Bürgermeisterin –: Wir haben das Auge und das Ohr sehr wohl beim Bürger und wir hören selbst, wie dankbar und froh die Frauen oder die Kleinfamilien sind, dass zum Beispiel die Familienbeihilfe monatlich ausbezahlt wird (Abg. Kitzmüller: Ein „toller“ Schritt, ja, aber …!) oder dass die antragslose Familienbeihilfe jetzt wirklich so unkompliziert funktioniert. (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das sind alles gute Dinge. (Abg. Kitzmüller: Das wird nicht mehr! Auch wenn sie monatlich ausbezahlt wird, wird es um keinen Groschen mehr!) – Ja, aber es ist trotzdem eine Erleichterung! Es wird einfach nur alles schlechtgeredet. Man kann über alles sagen, das ist nichts – und trotzdem sind es positive Dinge!
Beifall bei der ÖVP.
Es wird für die Familien sehr viel getan. Das beginnt beim Kinderspielplatz, der für die Familien auch wichtig ist, und geht bis zur Möglichkeit der Kinderbetreuung, damit man – und das betrifft in erster Linie immer noch Frauen – Familie und Beruf gut vereinbaren kann. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Mölzer.
Österreich hat bekanntlich kein Einnahmen- sondern ein Ausgabenproblem. Zugunsten der Bereiche Bildung, Jugend und Familie sind diese Ausgaben gerade hinsichtlich einiger Vorgaben der EU, zum Beispiel milliardenschwere Zahlungen an Griechenland beziehungsweise dessen marode Banken, neu zu prüfen und die Gelder im eigenen Land sinnvoll einzusetzen. – Danke. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Mölzer.)
Abg. Doppler – auf dem Weg zum Rednerpult zu dem das Rednerpult verlassenden Abg. Gerhard Schmid –: Bravo, Gerhard!
Präsident Karlheinz Kopf: Als nächster Redner gelangt Herr Abgeordneter Doppler zu Wort. – Bitte. (Abg. Doppler – auf dem Weg zum Rednerpult zu dem das Rednerpult verlassenden Abg. Gerhard Schmid –: Bravo, Gerhard!)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Gerhard Schmid.
Zuwächse, Frau Ministerin, ergaben sich auch bei den Familienbeihilfen – von Frau Kollegin Mühlberghuber angesprochen –: plus 80,5 Millionen €. Frau Ministerin, ich glaube, es ist schon notwendig, dass man genau hinsieht, wohin die Familienbeihilfen fließen. Ich glaube, die Familienbeihilfe brauchen wir in unserem Staat für unsere Familien und für sonst niemanden! – Herzlichen Dank. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Gerhard Schmid.)
Beifall bei den NEOS.
Etwas Ähnliches steht bereits im Regierungsprogramm, Frau Ministerin, Sie haben es auch vor; es ist Eile geboten. – Herzlichen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Strasser
Abgeordnete Barbara Rosenkranz (FPÖ): Herr Präsident! Frau Ministerin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Vor allem aber liebe Zuseherinnen und Zuseher an den Fernsehschirmen! Man muss da etwas aufklären. Sie verteidigen sich – Sie müssen sich verteidigen, das ist ganz klar (Zwischenruf des Abg. Strasser) –, aber: Qui s’excuse, s’accuse, wer sich verteidigt, klagt sich an; das haben Sie jetzt gut bewiesen.
Beifall bei der FPÖ.
Sie verteidigen sich mit der Behauptung, dass die Opposition nur ein wenig stänkere. Sie alle, wie Sie hier sitzen, haben aber auch den Brief der Familienverbände bekommen, und zwar all jener, die bei Ihrem Ressort sozusagen akkreditiert sind. Alle sieben Verbände, auch der ÖVP-Familienbund und die roten Kinderfreunde, haben gegen diese Maßnahme jetzt protestiert und haben sie mit ganz klaren Worten als familienfeindlich und politisch kurzsichtig bezeichnet – dem kann man sich übrigens nur vollinhaltlich anschließen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zur Rede von Frau Abgeordneter Holzinger: Es gibt viele Gründe für diese niedrige Geburtenrate. Es ist ein Wandel in der Werthaltung, ein Wandel in den Lebensformen, aber es hat auch materielle Gründe. Frau Ministerin, Sie wissen vielleicht – oder wissen nicht, was bedauerlich wäre –, dass seit drei Wochen in Frankreich eine massive familienpolitische Debatte geführt wird. In Paris wird über Gründe für die gesunkene Geburtenrate gestritten, und die Opposition und die Familienverbände führen diesen drastischen Einbruch ganz eindeutig auf eine Kürzung der Familienleistungen zurück – also keine Rede davon, dass da nur Sachleistungen etwas verbessern würden, sondern da ist einmal eindeutig der Zusammenhang beschrieben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Gerhard Schmid.
Ich kenne so viele von Ihnen, von der ÖVP, ich kann es ja nicht glauben, und natürlich glaube ich es nicht, dass Sie die Zusammenhänge nicht verstehen. Sie nehmen nur die Sachen nie ganz ernst. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Gerhard Schmid.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
(In Richtung SPÖ-Bankreihen weisend:) Da erwarte ich mir ja gar nichts! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Na, Sie haben ein Konzept: starker Staat, Individuen drunter, und Familie ist eigentlich ein historisch überholtes Relikt. (Abg. Königsberger-Ludwig: Wer sagt das? – Abg. Gisela Wurm: Wo haben Sie das her? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Königsberger-Ludwig: Wer sagt das? – Abg. Gisela Wurm: Wo haben Sie das her? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
(In Richtung SPÖ-Bankreihen weisend:) Da erwarte ich mir ja gar nichts! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Na, Sie haben ein Konzept: starker Staat, Individuen drunter, und Familie ist eigentlich ein historisch überholtes Relikt. (Abg. Königsberger-Ludwig: Wer sagt das? – Abg. Gisela Wurm: Wo haben Sie das her? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Anhaltender Beifall bei der FPÖ sowie Beifall des Abg. Gerhard Schmid.
(Sich in Richtung ÖVP-Bankreihen wendend:) Aber Sie sehen es nicht so, ich weiß es, Sie können es nicht so sehen, und ich fordere Sie auf, da wirklich umzudenken und sich auch selbst klarzumachen, dass es da um den Kern geht – eigentlich um den Kern auch Ihrer Weltanschauung, aber auch um den Kern unseres Landes! (Anhaltender Beifall bei der FPÖ sowie Beifall des Abg. Gerhard Schmid.)
Zwischenruf der Abg. Moser.
Und dann schafft man etwas ganz Neues – und ich habe es eigentlich nicht glauben können, als die Frau Ministerin mir das im Budgetausschuss gesagt hat; ich wollte wissen, was das ist, unmittelbare oder mittelbare Bundesverwaltung –: eine gemeinsame Behörde von Bund und Ländern; da wird man jetzt die gesamte Bundesverfassung ändern müssen. (Zwischenruf der Abg. Moser.) Was passiert damit? – Es ist eine Bundesbehörde. Frage: Wer wird denn dann die Kosten tragen? Es kommen ja die Landesbediensteten dort hinein, aber es ist eine Bundesbehörde. Das muss im Detail erst alles verhandelt werden.
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage da nur eines: Allein an diesem Beispiel der Verwaltungsreform in den Schulbehörden sieht man, dass in Wirklichkeit überhaupt nichts passiert ist. Man hat Etikettenschwindel gemacht, und das Ganze auch noch in einem verfassungsmäßigen Bereich, der komplettes Neuland ist; es wird jegliche Tradition über Bord geworfen, und das Ganze mit ungewissem Ausgang – also nichts anderes als reine Überschriften. Man kann nur hoffen, dass das Papier, auf das diese ganze Schulreform gedruckt ist, Altpapier ist, denn wenn dafür ein Baum hätte sterben müssen, wäre das wirklich schade, angesichts dessen, was auf diesem Reformpapier draufsteht. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strolz: Man muss es tun …! Weiße Elefanten …! Weiße Elefanten …! Das geht gar nicht!
Es gibt einige Entschließungsanträge von Oppositionsparteien, die uns bereits avisiert worden sind; nur ein Wort dazu: Diese werden wir ablehnen, denn in Wirklichkeit ist bei diesen Anträgen – ich denke da vor allem an die Anträge der NEOS – genauso wie beim Reformpapier auch nur die Überschrift gut. Der Entschließung selbst ist einfach nicht zuzustimmen, denn das sind auch nur Worthülsen – also dass die Regierung und die Parteien sich jetzt zusammensetzen müssen, um wieder ein Papier gegen den Postenschacher zu entwerfen. Man muss da nicht so kompliziert sein, man muss einfach nur sagen: Wir wollen den Postenschacher, wir wollen die Parteipolitik draußen haben!, aber nicht schon wieder mit irgendwelchen Worthülsen kommen genauso wie die Regierung. (Abg. Strolz: Man muss es tun …! Weiße Elefanten …! Weiße Elefanten …! Das geht gar nicht!)
Beifall bei der FPÖ.
Lieber Kollege Strolz, pass dich nicht mit deinem Stil der Regierung an, denn sonst kann man nämlich nicht zustimmen! Und man muss sich auch nicht künstlich aufregen, Kollege Strolz, das ist der Gesundheit abträglich! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.
Abgeordnete Mag. Elisabeth Grossmann (SPÖ): Herr Präsident! Frau Ministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ja, wir haben der Rede des Herrn Abgeordneten Rosenkranz eindeutig entnehmen können: Er ist gegen alles und für nichts, vor allem möchte er an der Politisierung des Schulwesens festhalten. (Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. El Habbassi.
Jeder Euro, jeder Cent, der in die Bildung investiert wird, ist gut angelegtes Geld, ist eine Investition in die Zukunft. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. El Habbassi.)
Abg. Walter Rosenkranz: … vier Minuten!
Eines möchte ich aber dazusagen, Herr Kollege Rosenkranz: Ein bisschen differenzierter darf man in einer Bildungsdebatte schon auf die Vorschläge der Regierung eingehen (Abg. Walter Rosenkranz: … vier Minuten!), denn ein paar Dinge sind ja da durchaus drinnen, die wir akzeptieren können und müssen, wo wir, glaube ich, gut beraten sind, alle mitzuarbeiten – auch daran, dass wir im Sinne eines besseren Schulsystems wirklich zu Reformen kommen. Mit einer Totalverweigerung, so wie Sie das machen, werden wir das nicht weiterbringen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.
Eines möchte ich aber dazusagen, Herr Kollege Rosenkranz: Ein bisschen differenzierter darf man in einer Bildungsdebatte schon auf die Vorschläge der Regierung eingehen (Abg. Walter Rosenkranz: … vier Minuten!), denn ein paar Dinge sind ja da durchaus drinnen, die wir akzeptieren können und müssen, wo wir, glaube ich, gut beraten sind, alle mitzuarbeiten – auch daran, dass wir im Sinne eines besseren Schulsystems wirklich zu Reformen kommen. Mit einer Totalverweigerung, so wie Sie das machen, werden wir das nicht weiterbringen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.)
Abg. Walter Rosenkranz: Lesen Sie die Entschließung vor! Lesen Sie den Text vor!
ordneten, wollen, dass der parteipolitische Einfluss auf das Schulwesen minimiert wird, eigentlich abgeschafft werden soll. (Abg. Walter Rosenkranz: Lesen Sie die Entschließung vor! Lesen Sie den Text vor!) Wie man da dagegen sein kann, das müssen Sie mir erklären. Das ist für mich völlig unverständlich. (Beifall bei Grünen und NEOS.)
Beifall bei Grünen und NEOS.
ordneten, wollen, dass der parteipolitische Einfluss auf das Schulwesen minimiert wird, eigentlich abgeschafft werden soll. (Abg. Walter Rosenkranz: Lesen Sie die Entschließung vor! Lesen Sie den Text vor!) Wie man da dagegen sein kann, das müssen Sie mir erklären. Das ist für mich völlig unverständlich. (Beifall bei Grünen und NEOS.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Strolz.
Meine Damen und Herren! Es ist viel zu tun. In diesem Budget sind auch einige Fallen, einige Bereiche enthalten, die wir uns sehr genau anschauen werden, beispielsweise die Kürzung bei den Alternativschulen um 46 000 €. Ich kann das nicht verstehen. Das ist kein großer Betrag. Aber da müssten wir mehr Geld hergeben, denn diese Schulen leisten Großartiges. Sie sind das Salz in der pädagogischen Suppe, die wir in Österreich haben. Diese Schulen brauchen Unterstützung und keine Kürzung. Also da, glaube ich, müssen wir genauer dazuschauen. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Strolz.)
Beifall bei Grünen und NEOS.
Ich erinnere abschließend noch einmal an Robert Jungk. „Denn sie wissen nicht, was sie tun“ war einmal. Wenn wir das nicht machen, gilt heute: „Sie tun nicht, was sie wissen.“ (Beifall bei Grünen und NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte aber ein paar Anmerkungen zur Schule an sich und dann zum Reformprozess machen. Schule ist eine Bildungseinrichtung, aber Schule ist auch ein Dienstleister. Schule erbringt Dienstleistung an Schülerinnen und Schülern und gibt das Versprechen ab, dass diese Schülerinnen und Schüler zu einem bestimmten Zeitpunkt bestimmte Kompetenzen erworben haben. Das heißt, es muss einen Wettbewerb zwischen den Schulen geben, und dieser Wettbewerbsgedanke ist zu stärken. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich lade alle ein – auch die Kolleginnen und Kollegen von der Opposition, auch wenn mir bewusst ist, dass sie nicht mit allem mitgehen können, auch wenn uns selber bewusst ist, auch innerhalb der Regierungsparteien, dass es Kompromisse braucht. Reden wir uns diese Bildungsreform bitte nicht schlecht, noch bevor sie begonnen hat! – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Walter Rosenkranz: Lies doch die Entschließung vor!
Deswegen, auch an die Adresse der FPÖ, muss wohl die Zustimmung zu diesem Antrag von Harald Walser und mir selbstverständlich sein. Ich verstehe nicht, Herr Rosenkranz, dass Sie sagen, Sie können da nicht mit. (Abg. Walter Rosenkranz: Lies doch die Entschließung vor!)
Beifall bei den NEOS.
Das wäre wichtig, gerade angesichts der nicht zufriedenstellenden Modellregionen, wie sie avisiert wurden. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Strolz: Es fehlt eine halbe Milliarde!
Das Budget, so wie es vorliegt, ist ein Budget, das aufgestockt worden ist, und das in einer angespannten Budgetsituation. (Abg. Strolz: Es fehlt eine halbe Milliarde!) Dieses Budget gewährleistet, dass die Umsetzung der gesetzlich fixierten Schwerpunkte in den nächsten Jahren fortgesetzt werden kann.
Abg. Strolz: 11 000 Lehrer!
Was die von Ihnen angesprochene strukturelle Lücke betrifft (Abg. Strolz: 11 000 Lehrer!), so ist die Frau Bundesministerin mit dem Finanzminister in intensivsten Gesprächen. Es hat in den letzten Jahren noch immer eine Lösung gegeben, und ich bin optimistisch und glaube, dass es auch dieses Jahr wieder eine entsprechende Lösung geben wird, weil uns allen natürlich das Problem bewusst ist und niemand einfach zuschauen wird, wie die Schulen in ein Problem hineinschlittern. Das heißt, Katastrophenstimmung ist bei Weitem nicht angebracht, es wird gemeinsam an einer entsprechenden Lösung gearbeitet.
Beifall bei der SPÖ.
Ich verstehe alle – wirklich! –, die sagen, die Schritte sind langsam, wir hätten uns auch schnellere Schritte gewünscht, das ist keine Frage, aber es sind wichtige Schritte und es sind Schritte in die richtige Richtung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.
Ebenso wenig kann man die Bildungsreform positiv erwähnen. Man kann sie als nicht wirklich gelungen bezeichnen, man kann sie auch als gescheitert bezeichnen, denn da wurde eine Chance vertan. Die Frau Ministerin hat sich sehr eingesetzt, das möchte ich ihr nicht absprechen, aber sie konnte sich gegenüber den Ländern, gegenüber den Landeshauptleuten nicht durchsetzen. Wie in vielen Bereichen krankt es da am Widerstand der Länder, scheitert vieles am Widerstand der Länder und der Landeshauptleute, und das war eben auch bei der Bildungsreform der Fall. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.)
Beifall beim Team Stronach.
Faktum ist, dass ein geringer Teil, ein verschwindender Teil an Kindergärtnern vorhanden ist. Laut Statistik Austria gibt es 482 männliche und 36 610 weibliche Kindergärtner. Ich glaube, da gibt es schon Handlungsbedarf, und da muss auch etwas gemacht werden. Hier sind auch Sie, Frau Ministerin, als Bildungs- und Frauenministerin sehr gefordert. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wie gesagt: Nicht viel Neues im Budget, was Frauen betrifft, aber es bleibt gleich, und das ist ja positiv. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Wir wissen aber auch, geschätzte Damen und Herren, dass es mit finanziellen Mitteln allein nicht getan ist, den Frauen Schutz und Sicherheit zu geben. Es braucht vor allem auch ein starkes Selbstbewusstsein der betroffenen Frauen und es braucht vor allem die Sensibilisierung der Öffentlichkeit und der Medien, und daran sollten wir alle gemeinsam arbeiten. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es gehen jetzt schon beinahe alle vierjährigen Kinder in den Kindergarten – aber eben nicht verpflichtend. Und das ist schon ein Unterschied. Es gibt bestimmte Lebensphasen, es kommt ein Geschwisterkind oder es gibt einen Todesfall in der Familie oder vielleicht eine längere Krankheit, die Nachwirkungen hat, da muss man ein Kind, das ohnehin gerade erst die Kindergartenreife erreicht, nicht in den Kindergarten geben. Das ist durchaus vernünftig so. Warum also verpflichtend? – Eben weil Sie das als Integrationsmaßnahme sehen. Aber, meine sehr verehrten Damen und Herren von der ÖVP, um Ihrer Klientel ein wenig entgegenzukommen, haben Sie ein sogenanntes Opt-out frühestens nach drei Monaten beschlossen. Und das ist nun wirklich ein absoluter Pfusch, der außerdem zeigt, dass jene, die da verhandelt haben, von Kindern nichts verstehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zum Zweiten: Wenn ein Kind entwicklungsbedingt noch nicht diese Gruppenreife hat – und es sind hier ja viele Väter, Mütter und auch Großväter und Großmütter –, und das kann mit vier Jahren durchaus der Fall sein, und wenn man sagt, dieses Korsett eines verpflichtenden regelmäßigen Kindergartenaufenthalts tut dem Kind jedenfalls jetzt nicht gut, dann muss es dennoch erst einmal drei Monate dorthin. Und genau das ist die ganz sensible Phase. Wir wissen übrigens auch, dass die Kinder, die sich quasi eingewöhnen, die Kinder sind, die aufgegeben haben. Das können Sie aus allen Untersuchungen sehen. Also auch wenn ein Kind nicht reif ist, muss es zuerst einmal drei Monate im Kindergarten sein, dann darf es wieder fernbleiben, wenn die Kindergartenpädagogin festgestellt hat, dass es keinen Entwicklungsrückstand gibt. Also das ist doch eine ganz unglaublich seltsame und vor allem für Kinder schädliche Regelung. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich muss es einfach noch einmal betonen: Abgesehen davon, dass wir Verpflichtungen, die in die Familie eingreifen, immer für schlecht halten – Freiwilligkeit ist auf jeden Fall besser –, muss ich sagen, wer dieses Opt-out verhandelt hat, versteht nichts von Kindern! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strolz: Aber das ist auch beklemmend!
Das sind entscheidende Schritte, die jetzt gesetzt werden. Es ist noch nicht das Endziel formuliert, das ist schon richtig, aber es ist für eine Koalition – das sage ich jetzt ganz offen, weil ich mich schon einige Jahre damit auseinandersetze – ein großer Fortschritt, der jetzt erzielt wird. Es ist kein Reformpapier einer SPÖ-Alleinregierung, auch nicht einer rot-grünen Regierung oder Rot/Grün mit NEOS, die sich in bildungspolitischen Bereichen viel einiger sind, aber es sind entscheidende Schritte, die hier gesetzt werden. Daher tut es mir auch leid, dass Sie, Herr Kollege Strolz, heute nur negativ argumentiert haben (Abg. Strolz: Aber das ist auch beklemmend!), nur negativ, und nicht sehen, was die wichtigen Dinge sind. Sie wissen ganz genau, wie wichtig die Schulautonomie ist. Sie wissen ganz genau, wie wichtig es ist – wir haben das erst gestern mit dem Rechnungshofpräsidenten diskutiert –, dass bei der Bezahlung endlich einmal alle Lehrer einheitlich erfasst werden, dass das Ministerium, dass wir, die das auch bezahlen müssen, die das im Budget beschließen, wissen, wo denn die einzelnen Lehrpersonen sind, die wir zu bezahlen haben. Das haben wir bisher gar nicht gewusst, weil es die Länder nicht gesagt haben. Jetzt wird das alles über das Bundesrechenzentrum abgewickelt, das heißt, das kann nicht mehr vorkommen.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.
Letzter Punkt – weil das rote Licht leider schon aufleuchtet –, und das muss ich ganz einfach sagen, Herr Kollege Rosenkranz, weil hinter Ihnen der Kollege Themessl sitzt, und der weiß, was ich meine: Wenn im Land ganz anders geredet wird als hier, wenn man hier nicht redet oder vielleicht nicht reden darf oder genau das Gegenteil sagt, was haben wir dann von einem Föderalismus? Was haben wir davon, wenn es in einem Land, wo alle Parteien – inklusive der Freiheitlichen Partei, sogar noch stärker als viele andere – das fordern, nicht möglich ist, dass man solche Modellregionen schafft, dass man Modelle erprobt? (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Jarolim: Eigentlich wäre das das Minimum, das absolute Minimum!
Die Öffentlichkeit, alle Parteien, alle, die sich wissenschaftlich, die sich breit damit auseinandergesetzt haben, inklusive die Eltern, wollen, dass man so einen Versuch machen kann. 4 Prozent der Bevölkerung Österreichs, ein kleines Bundesland, wo sich alle einig sind, wo es keinen politischen Disput gibt, wo nicht einer auf den anderen schaut und nicht einer dem anderen das Zahnweh noch neidig ist, nein, wo sich alle einig sind – also ich meine, ein moderner Föderalismus müsste es ermöglichen, dass man das auch in dieser Region erproben kann. Das wäre wohl ein höchstes Gebot der Stunde! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Jarolim: Eigentlich wäre das das Minimum, das absolute Minimum!)
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Schittenhelm.
Gelebtes Gender Budgeting ist ein Zeichen gelebter Demokratie, und diese gelebte Demokratie sollte jetzt stattfinden und nicht erst in drei oder fünf Jahren. – Danke sehr. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Schittenhelm.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bitte Sie daher, dass wir konstruktiv diesen Weg voranschreiten, der in den letzten Tagen und Wochen von der Bundesregierung angegangen worden ist. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Moser: Die haben überhaupt nichts von Bildungsdirektionen! Die Bildungsdirektionen sind eine Sackgasse!
Zusätzlich sind wir innovativ, wir bringen quasi Breitband zur Schule und schauen in Abstimmung mit den Ländern – denn das gehört den Kommunen –, dass auch in den Schulen die Versorgung mit WLAN und anderen elektronischen Möglichkeiten gegeben ist. Insofern glaube ich, dass Sie dieses Gesamtpaket nicht vorverurteilen sollten, bevor wir es nicht hier im Detail mit Ihnen diskutiert haben. Es ist im Sinne der Kinder – und die Kinder wurden von allen Rednerinnen und Rednern erwähnt (Abg. Moser: Die haben überhaupt nichts von Bildungsdirektionen! Die Bildungsdirektionen sind eine Sackgasse!) –, was die Schule der Zukunft, die Schule im Aufbruch beziehungsweise das Bildungssystem insgesamt, denn es beginnt ja schon im vorschulischen Bereich, leisten werden können. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Zusätzlich sind wir innovativ, wir bringen quasi Breitband zur Schule und schauen in Abstimmung mit den Ländern – denn das gehört den Kommunen –, dass auch in den Schulen die Versorgung mit WLAN und anderen elektronischen Möglichkeiten gegeben ist. Insofern glaube ich, dass Sie dieses Gesamtpaket nicht vorverurteilen sollten, bevor wir es nicht hier im Detail mit Ihnen diskutiert haben. Es ist im Sinne der Kinder – und die Kinder wurden von allen Rednerinnen und Rednern erwähnt (Abg. Moser: Die haben überhaupt nichts von Bildungsdirektionen! Die Bildungsdirektionen sind eine Sackgasse!) –, was die Schule der Zukunft, die Schule im Aufbruch beziehungsweise das Bildungssystem insgesamt, denn es beginnt ja schon im vorschulischen Bereich, leisten werden können. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Abgeordnete Claudia Angela Gamon, MSc (WU) (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Ich möchte noch einmal kurz auf das Thema Bildungsbudget eingehen, da es mir schon wichtig ist, auch einmal anzusprechen, wie da budgetiert wird: Ich halte es für höchst unseriös, dass einfach ein Budget vorgelegt wird, in dem mehr als eine halbe Milliarde € nicht drinnen ist! Das kann kein Budget sein, das wäre ein glatter Fleck in der ersten Prüfung „Accounting & Management Control“ an der WU. So kommt man da nicht durch! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Heiterkeit der Bundesministerin Heinisch-Hosek. – Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Gisela Wurm (SPÖ): Herr Präsident! Immer wieder freut es mich, wenn ich Sie höre und Sie so wunderbar die unterschiedlichen Namen von uns Abgeordneten gendern. – Herzlichen Dank! (Heiterkeit der Bundesministerin Heinisch-Hosek. – Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.) Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Präsident! Frau Ministerin! Frauenbudget: Seit einigen Jahren die gleiche Summe ist eine gute Leistung in Zeiten des Sparens. Was kann die Frauenministerin mit 10 Millionen € machen? Sie kann vor allen Dingen Anstoßfinanzierung gewähren, sie kann Bewusstsein schaffen, und das tut sie auch in vielen Bereichen, das macht sie. Wir haben heute schon von Kollegin Aslan gehört: Seit 2009 ist Gender Budgeting eine Staatszielbestimmung. Was heißt denn Gender Budgeting? – Wie werden Gelder ausgegeben für Frauen, für Männer, und gibt es da Gerechtigkeit? Gibt es da Gleichstellung? Gleichstellung – das ist das Ziel!
Abg. Loacker: Das macht doch jeder Betrieb freiwillig und ohne Gesetz!
Ein weiteres Beispiel ist das neu ausverhandelte Arbeitsmarktpaket. Wie schaut denn das aus? – Dort ist das verankert, was wir immer wieder betont haben, dass nämlich Frauen, die in Teilzeit beschäftigt sind, auch die Möglichkeit haben sollen, im eigenen Betrieb wieder zu einer Vollzeitbeschäftigung zu kommen! Das ist eine wichtige Maßnahme für die Frauen. (Abg. Loacker: Das macht doch jeder Betrieb freiwillig und ohne Gesetz!) Auch da wurden vom Sozialministerium in Gemeinsamkeit mit dem Frauenministerium Maßnahmen gesetzt, und das wird dann Gesetz. Das nützt den Frauen.
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Herren, in diesem Zusammenhang möchte ich gerne Bertolt Brecht zitieren: „Der starke Mann ist stärker ohne Gewalt.“ (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
„… kritisierte Heinisch-Hosek, die abschließend nochmals die Verantwortung der Frauenministerin betonte, die sich die Frage gefallen müsse“ – richtig müsste es heißen: gefallen lassen müsse –„, warum sie sich nicht für ein anderes“ – nämlich höheres – „Budget eingesetzt hat.“ – Diese Frage, Frau Minister, kann ich nur an Sie weitergeben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Deshalb bin ich überzeugt davon, dass wir eine solche Studie brauchen. Ich halte es da auch mit Alice Schwarzer, die nicht im Verdacht steht, ein Mitglied der Freiheitlichen Partei zu sein, aber schon vor Monaten ihr Unbehagen gegenüber den islamischen Agitationen kundgetan hat. Sie haben jetzt mit dem Antrag die Möglichkeit, in Österreich Farbe zu bekennen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne wünsche ich uns, dass die Bildungsreform bei den Kindern gut ankommt und ihre Wirkung nicht verfehlt. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Das ist aus meiner Sicht ein Ausdruck kompletter Resignation, und – Harald Walser hat es schon öfter gesagt – so werden wir vonseiten der Grünen das ganz sicher nicht unterstützen. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall bei den Grünen.
Das alles ist keine solide Budgetierung und keine solide Politik und vor allem keine ambitionierte Politik. Sie haben recht, wir werden dann sehen, was in der weiteren Diskussion der Bildungsreform herauskommen wird, aber eines ist klar: Die Debatte muss dringend an Fahrt und dringend an Schwung aufnehmen, sonst wird das nichts mehr. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir werden uns auch weiterhin dafür einsetzen, dass diese Lücke geschlossen wird, denn Einsparungen oder Gelder, die nicht für Kinder ausgegeben werden, werden uns in Zukunft noch einmal teuer zu stehen kommen. Wir werden uns auch weiterhin dafür einsetzen, dass diese Lücke geschlossen wird. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rädler.
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (FPÖ): Sehr geehrte Frau Minister! Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Es wird das Kapitel Frauen und Bildung unter einem diskutiert. Wir Freiheitlichen handeln da immer: Ich habe eine Minute meiner Redezeit für die Frauen abgetreten. Machen Sie das nach! Bei uns geht es darum, dass wir nicht über gelebte Frauenpolitik reden, wir machen sie, wir handeln. Und das ist das Entscheidende. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.
Ich glaube, da muss man wirklich wesentlich nachbessern. Es kann einfach nicht sein, dass diese wichtige bildungspolitische Einrichtung für Osttirols Kinder und Schüler nicht zur Verfügung steht, zumal die Kosten pro Schüler in Gymnasien am günstigsten sind – 4 600 €, in Relation zur Neuen Mittelschule mit 7 200 € – und die Ergebnisse, der bildungspolitische Output der Gymnasien hervorragend ist. (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.)
Zwischenruf der Abg. Fekter.
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (fortsetzend): Danke, Herr Präsident. – Diese Fragen sind schon zu beantworten, wer zukünftig die Entscheidungen trifft, ob jetzt eine Region eine Modellregion wird und ein Schulversuch gestartet wird oder nicht. (Zwischenruf der Abg. Fekter.)
Beifall bei der FPÖ.
Sehr geehrte Frau Minister, bitte beantworten Sie mir diese Frage, denn bei uns im Bezirk herrscht wirklich hellste Aufregung darüber, dass man diese wichtige bildungspolitische Einrichtung zukünftig nicht mehr haben wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Mit diesem Modell wurde ein weiterer Schritt für ein zeitgemäßes Bildungssystem gesetzt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Aktuell wird dieser hohe Stellenwert durch das bemerkenswerte Budget von 8 Milliarden € ausgedrückt. Danke an unsere Frau Bundesministerin für diesen Budgeterfolg! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die budgetäre und bildungspolitische Entwicklung sehr positiv ist und dass zu erwarten ist, dass alle Schülerinnen und Schüler, alle Kinder und alle Pädagoginnen und Pädagogen sehr davon profitieren werden. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Als Weltbetriebsrat eines Papierkonzerns mit weltweit über 30 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist es mir gelungen, in Abstimmung mit der Frau Ministerin ein Pilotprojekt für 2016 zu starten. Das heißt, dass wir bei Mondi auf der neuen Intranetseite dieses Thema behandeln und genau abbilden, was die Einkommensschere zwischen Damen und Herren in den Betrieben ausmacht. Das möchte nur ein Beispiel sein, wie man mit diesem Thema in Zukunft auch präventiv umgehen kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir werden gemeinsam mit dem Ministerium, aber auch mit der Gewerkschaft PRO-GE Seite an Seite kämpfen, und in unserem Unternehmen zeigen, dass wir Genderpolitik nicht nur vorleben wollen, sondern sehr wohl auch zeigen können, wie es weitergeht. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir alle haben die Pflicht, den Frauen zu helfen, vor Gewalt zu fliehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen und allen Fernsehzusehern zu Hause noch einen schönen Abend. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Minister, Sie sollten sich schon ein bisschen auf die Füße stellen, das fordere ich zum Schluss jetzt noch von Ihnen, anstatt zu sagen, wir haben Verträge einzuhalten. Ja, das weiß ich auch, dass wir Verträge abgeschlossen haben. In Zeiten wie diesen zeigt uns aber Großbritannien vor, gerade im Bereich der Europäischen Union, wie man Geld zurückbekommen kann. 600 Millionen liegen im Pot, 600 Millionen sind abzuholen. Ich fordere Sie auf, Herr Minister, tun Sie etwas für die Zukunft unserer Studierenden! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Abgeordneter Dr. Karlheinz Töchterle (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Hohes Haus! Es ist ein Glück für die Wissenschaft, dass inzwischen alle Welt erkennt, dass ihre Förderung auch ökonomisch nützlich ist. Dadurch werden Appelle, sie höher zu finanzieren, meistens mit diesem Wohlstands- und ökonomischen Argument verbunden, dagegen habe ich auch nichts. Man sollte aber schon daran erinnern, dass die Pflege der Wissenschaften eine Fülle anderer Vorteile und Stärken für die sie pflegenden Länder bringt. Die Geisteswissenschaften, die Rechtswissenschaften, die Theologie, die Kulturwissenschaften, die Philosophie, die Ethik: All diese Disziplinen tragen wesentlich zu den heute viel beschworenen europäischen Werten bei. Sie sind das Fundament der Aufklärung, und sie sind auch deswegen wichtig und zu finanzieren und eine wichtige Aufgabe des Staates. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.) – Danke.
Zwischenruf der Abg. Moser.
Dieser Aufgabe kommt Österreich in ausreichendem Maße nach. (Zwischenruf der Abg. Moser.) Natürlich – ich weiß es auch als Universitätsangehöriger – ist es immer zu wenig, könnte es immer mehr sein, und so sind auch die entsprechenden Klagen zu interpretieren. Fest steht allerdings, dass wir in allen wesentlichen Bereichen entgegen sonstiger Sparnotwendigkeiten und Sparkurse seit Jahren Steigerungen aufweisen können, und zwar Steigerungen, die deutlich über den Inflationsraten liegen. Konkret bekommen
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie der Abg. Gamon.
Zusammenfassend: Ja, es könnte mehr sein, aber es ist entgegen dem Trend des allgemeinen Sparens ein deutliches Plus da, und zwar in allen Bereichen. Und damit, glaube ich, können unsere wissenschaftlichen Einrichtungen weiterhin erfolgreich arbeiten. (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie der Abg. Gamon.)
Zwischenruf des Abg. Schönegger – Abg. Wöginger: Was hat das mit dem Budget zu tun?
Ein weiteres Symbol dafür, wie unbedeutend die Wissenschaft in Ihrem Ressort ist, ist die Homepage des BMWFW. Wenn man diese aufruft und im Ministerium anrufen möchte, dann gibt es da die Seite Kontakt. Da ist einmal auf einer Landkarte eingezeichnet, wo das Wirtschaftsministerium ist, und dann steht dort die Vermittlung. Wenn man dort anruft, landet man bei der Vermittlung im Wirtschaftsverwaltungsbereich, und wenn man dann sagt, man würde gerne mit Menschen aus dem Wissenschaftsministerium reden, wird man dort angepflaumt (Zwischenruf des Abg. Schönegger – Abg. Wöginger: Was hat das mit dem Budget zu tun?), dass man bei der Vermittlung anruft und nicht bei der Vermittlung des Wissenschaftsministeriums. Die Nummer der Vermittlung des Wissenschaftsverwaltungsbereichs des Ministeriums steht aber nicht einmal … (Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Schönegger: „Angepflaumt“ wird niemand!) – Lassen Sie mich einmal ausreden, werte Kollegen!
Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Schönegger: „Angepflaumt“ wird niemand!
Ein weiteres Symbol dafür, wie unbedeutend die Wissenschaft in Ihrem Ressort ist, ist die Homepage des BMWFW. Wenn man diese aufruft und im Ministerium anrufen möchte, dann gibt es da die Seite Kontakt. Da ist einmal auf einer Landkarte eingezeichnet, wo das Wirtschaftsministerium ist, und dann steht dort die Vermittlung. Wenn man dort anruft, landet man bei der Vermittlung im Wirtschaftsverwaltungsbereich, und wenn man dann sagt, man würde gerne mit Menschen aus dem Wissenschaftsministerium reden, wird man dort angepflaumt (Zwischenruf des Abg. Schönegger – Abg. Wöginger: Was hat das mit dem Budget zu tun?), dass man bei der Vermittlung anruft und nicht bei der Vermittlung des Wissenschaftsministeriums. Die Nummer der Vermittlung des Wissenschaftsverwaltungsbereichs des Ministeriums steht aber nicht einmal … (Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Schönegger: „Angepflaumt“ wird niemand!) – Lassen Sie mich einmal ausreden, werte Kollegen!
Beifall bei den Grünen. – Abg. Neubauer: Schmeißen Sie lieber Flugzettel von der Galerie!
Die Vermittlung für den Verwaltungsbereich Wissenschaft ist auf Ihrer Homepage, Herr Bundesminister, nicht einmal zu finden. Das ist ein weiteres Symbol dafür, welchen Stellenwert Wissenschaft in Ihrem Ressort hat. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neubauer: Schmeißen Sie lieber Flugzettel von der Galerie!)
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Leistungs- und Performancekontrolle … (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Sie fragen: Was ist mit dem Budget? – Das kommt noch. (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ganz ruhig! Es kommt.
Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Leistungs- und Performancekontrolle … (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Sie fragen: Was ist mit dem Budget? – Das kommt noch. (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ganz ruhig! Es kommt.
Abg. Neubauer: … Journalist!
Wir sind jetzt schon am Ende des zweiten Jahres Ihrer Zuständigkeit für die Wissenschaft und Forschung, Herr Minister, und es gibt immer noch nichts von Ihnen in diese Richtung. Es gibt ein paar findige Journalistinnen und Journalisten, die sehr wohl wissen, dass Sie auch Wissenschaft in Ihrem Portfolio haben, die dann ab und zu eine Frage stellen zu Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen (Abg. Neubauer: … Journalist!), aber ansonsten gibt es gar nichts von Ihnen in diesem Bereich. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Wir sind jetzt schon am Ende des zweiten Jahres Ihrer Zuständigkeit für die Wissenschaft und Forschung, Herr Minister, und es gibt immer noch nichts von Ihnen in diese Richtung. Es gibt ein paar findige Journalistinnen und Journalisten, die sehr wohl wissen, dass Sie auch Wissenschaft in Ihrem Portfolio haben, die dann ab und zu eine Frage stellen zu Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen (Abg. Neubauer: … Journalist!), aber ansonsten gibt es gar nichts von Ihnen in diesem Bereich. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Jetzt möchte ich auf das Budget zu sprechen kommen. – Herr Minister, Sie haben ja bei der Sicherstellung der Finanzen für die Universitäten versagt. Sie haben ursprünglich 1,6 Milliarden € gefordert, die bereits zitierten 615 Millionen € sind es geworden. Das entspricht dem Ausgleich der Inflation und der Bezugsanpassungen. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Wenn man sich das aber genauer anschaut, sieht man, dass es viel weniger ist, denn in den kommenden drei Jahren erweitert sich das Portfolio der Universitäten, das sie übernehmen müssen, stark, weil in anderen Bereichen gekürzt wird und weil aus dem Universitätsbudget Dinge gezahlt werden müssen, die dort eigentlich gar nichts verloren haben.
He-Rufe bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und NEOS.
Herr Mitterlehner, ich muss Ihnen ehrlich sagen: Als Abgeordnete kommt man sich da ein bisschen verarscht vor. Sie hätten genügend Zeit gehabt, das in den letzten Jahren auszubessern und tatsächlich daran zu arbeiten. Man sieht an diesen Zielen, dass Ihnen die Wissenschaft wirklich scheißegal ist. (He-Rufe bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und NEOS.) Sie kümmern sich überhaupt …
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Präsidentin Doris Bures: Frau Abgeordnete Maurer, ich erteile Ihnen dafür einen Ordnungsruf. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Wöginger: Zuerst die ganze Zeit über Telefonleitungen reden und dann …!
Abgeordnete Sigrid Maurer (fortsetzend): Den nehme ich entgegen. (Abg. Wöginger: Zuerst die ganze Zeit über Telefonleitungen reden und dann …!)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Keck. – Rufe bei der ÖVP: Ihre Rede! Niveaulos! – Abg. Lopatka: Peinlich!
Zur Leistungs- und Performancekontrolle, die ich am Anfang angesprochen habe: Herr Minister, es ist absolut „Nicht genügend“! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Keck. – Rufe bei der ÖVP: Ihre Rede! Niveaulos! – Abg. Lopatka: Peinlich!)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ sowie bei der ÖVP – Ruf: Ja genau!
der Wissenschaftspolitik nicht an Telefonverbindungen messen sollte (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ sowie bei der ÖVP – Ruf: Ja genau!), sondern an der budgetären Ausstattung der Hochschulen. Ich denke, dass die Hochschulen selber das auch so sehen und bewerten.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
So bekommen in dem Budget, das wir heute diskutieren, auch die Hochschulen zusätzliche Mittel, knappe 190 für das kommende Jahr, für die kommende Leistungsperiode gibt es ein Plus von über 600 Millionen €. Das ist ein wichtiger Schritt, wo viele Maßnahmen gesetzt werden können und sollen. Ich möchte eine hervorheben, auf die wir sehr setzen, die uns sehr wichtig ist, nämlich dass auch aus den zusätzlichen Mitteln zusätzliche Professorenstellen geschaffen werden können, um so die Betreuungsverhältnisse an den Universitäten und damit die Situation für die Lehrenden und die Studierenden zu verbessern. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Der dritte Punkt – und hier müssen wir einen Wermutstropfen aus unserer Sicht anführen – ist der Bereich der Studienförderung. Da haben wir kleine Schritte setzen können, schon gemeinsam in dieser Legislaturperiode. Trotzdem muss man feststellen, dass der Ansatz nicht wirklich ausgeweitet werden konnte, was aber dringend notwendig wäre, denn die letzte Anpassung der Studienförderung hat im Jahr 2007 stattgefunden. Da hat der Herr Bundesminister auch im Budgetausschuss signalisiert, dass er findet, dass das schon sehr lange her ist. Daher hoffe ich, dass wir in den nächsten Jahren hier gemeinsame Anstrengungen beziehungsweise die entsprechenden Schritte setzen können, um die soziale Situation der Studierenden zu verbessern. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Wir haben ja in Österreich Drittmittel, aber diese Drittmittel sind wieder staatliche Mittel, die aus einem anderen, wenn auch kompetitiven Topf, ausgezahlt werden. Ich glaube, es braucht hier wirklich ein Bekenntnis auch zu privater Finanzierung in der Forschung. Es muss nicht alles der Staat regeln, weil dass, wie wir wissen, vielerorts nicht so gut funktioniert. Mehr privat, weniger Staat: Das würde auch im Forschungsbereich sicher nicht schlecht sein. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Abschließend: Für den Hochschulraum und das Geld, das ihm fehlt: Mehr Mut zu privat! – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Verhandlungen, die wir mit den 22 Universitäten, inklusive der Universität Krems, führen, konnten schon mit 21 Universitäten abgeschlossen werden. Wir haben das nur mit der Medizinuniversität Wien aus strukturellen Gründen noch nicht tun können. Aber im Endeffekt beweist alleine die Tatsache, dass wir diese Verhandlungen schon mit 21 Universitäten abgeschlossen haben, dass wir eine sehr solide Angebotslinie gelegt haben, die auf der anderen Seite auch akzeptiert wird. Damit erreichen wir die Sicherstellung des Lehr- und Forschungsbetriebs der Universitäten, aber natürlich auch die Sicherstellung der österreichischen Gesundheitsversorgung, was die Medizinuniversitäten als Grundfaktor für den Bereich anbelangt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben, was die Fachhochschulen anlangt, einen ziemlich großen Schritt nach vorne gemacht, auch dort steigern wir das Budget um 6 Prozent im Jahr 2016. Da geht ein Teil in den Bereich Ausbau der Fachhochschulplätze, es ist uns aber auch gelungen, seit sieben Jahren das erste Mal eine Erhöhung der Fördersätze um durchschnittlich 8,57 Prozent von 7 000 € auf 7 605 € zu erreichen. Das bedeutet, dass wir da nicht nur die Quantität, sondern auch die entsprechende Qualität sicherstellen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kassegger: Nein, das stimmt einfach nicht!
Das eine ist die Fragestellung: Können wir das 2-Prozent-Ziel bis zum Jahr 2020 erreichen? Wir liegen, für alle, die es nicht wissen, derzeit bei 1,5 Prozent. Das Ziel zu erreichen würde natürlich entsprechende Geldmittel erfordern, aber nicht vom Bund. Was die Finanzierung anbelangt, machen wir vom Bund schon sehr viel. Die betreffenden Ausgaben vom öffentlichen Bereich sind hier mit 1,7 Prozent überdurchschnittlich hoch, wir liegen da klar über dem OECD-Schnitt und auch über dem EU-Schnitt. Was uns hier fehlt, sind die privaten Mittel der Unternehmungen – Herr Kollege, das sagt die OECD; wenn Sie milde lächeln, lesen Sie es bitte nach! (Abg. Kassegger: Nein, das stimmt einfach nicht!) –, die wir jetzt mit dem Gemeinnützigkeitsgesetz entsprechend steigern werden. Wir haben jetzt auch diese Möglichkeit wie die Schweiz oder Deutschland. Die Schweiz hat etwa 1,2 Milliarden für Kultur, Wissenschaft und anderes. Wir haben diese Möglichkeit, dieses Feld bisher nicht genützt. Das wird uns auch dabei entsprechend helfen.
Abg. Rädler: Nein, lieber nicht!
Ich komme jetzt zu Ihnen, Frau Maurer. Ich weiß, Sie würden da gerne mehr Bewegung haben und zündeln gerne und rufen überall an und sagen: Das und das ist ein Riesenproblem! Es wäre vielleicht gut, wenn Sie bei uns anrufen würden. Ich habe schon überlegt, wenn Sie nicht zu uns finden, ich gebe Ihnen meine Handynummer. (Abg. Rädler: Nein, lieber nicht!) Aber es ist besser, Sie rufen mich nicht an (Heiterkeit bei ÖVP und FPÖ), denn Sie wollen es, glaube ich, gar nicht verstehen. (Abg. Rädler: Nein, die versteht es auch nicht!) Sie bringen immer dieselbe Leier. Ich gebe Ihnen gerne auch die Presseberichte, die wir als Abdrucke haben. Aber das ist auch nicht der entscheidende Faktor.
Heiterkeit bei ÖVP und FPÖ
Ich komme jetzt zu Ihnen, Frau Maurer. Ich weiß, Sie würden da gerne mehr Bewegung haben und zündeln gerne und rufen überall an und sagen: Das und das ist ein Riesenproblem! Es wäre vielleicht gut, wenn Sie bei uns anrufen würden. Ich habe schon überlegt, wenn Sie nicht zu uns finden, ich gebe Ihnen meine Handynummer. (Abg. Rädler: Nein, lieber nicht!) Aber es ist besser, Sie rufen mich nicht an (Heiterkeit bei ÖVP und FPÖ), denn Sie wollen es, glaube ich, gar nicht verstehen. (Abg. Rädler: Nein, die versteht es auch nicht!) Sie bringen immer dieselbe Leier. Ich gebe Ihnen gerne auch die Presseberichte, die wir als Abdrucke haben. Aber das ist auch nicht der entscheidende Faktor.
Abg. Rädler: Nein, die versteht es auch nicht!
Ich komme jetzt zu Ihnen, Frau Maurer. Ich weiß, Sie würden da gerne mehr Bewegung haben und zündeln gerne und rufen überall an und sagen: Das und das ist ein Riesenproblem! Es wäre vielleicht gut, wenn Sie bei uns anrufen würden. Ich habe schon überlegt, wenn Sie nicht zu uns finden, ich gebe Ihnen meine Handynummer. (Abg. Rädler: Nein, lieber nicht!) Aber es ist besser, Sie rufen mich nicht an (Heiterkeit bei ÖVP und FPÖ), denn Sie wollen es, glaube ich, gar nicht verstehen. (Abg. Rädler: Nein, die versteht es auch nicht!) Sie bringen immer dieselbe Leier. Ich gebe Ihnen gerne auch die Presseberichte, die wir als Abdrucke haben. Aber das ist auch nicht der entscheidende Faktor.
Beifall bei der ÖVP.
Der entscheidende Faktor ist – und das sehen Sie nicht gerne –, dass wir im Bereich der Wissenschaft und im Bereich der Forschung eine sehr sachliche Arbeit haben. Die ist nicht von einer Auseinandersetzung an den Universitäten oder mit der Hochschülerschaft geprägt. Sie hätten das gerne, „Uni brennt“ und anderes, aber ich kann Ihnen damit nicht dienen. Ich glaube auch, den Forschenden, den Studierenden ist mehr damit gedient, dass wir gute Voraussetzungen haben. Vielleicht könnten Sie hier auch einmal diesen Weg sehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Maurer: Das ist nicht Aufgabe des Wissenschaftsministeriums!
Das ist jetzt eine neue Regelung. Stellen Sie sich vor, es passiert dort etwas im Rahmen von Überschreitungen! Damit würden Sie eigentlich die Patienten gefährden. Daher gibt es dort eine neue Regelung. (Abg. Maurer: Das ist nicht Aufgabe des Wissenschaftsministeriums!) Das Problem ist, dass natürlich auch die Ärztegehälter Teil des jeweiligen Budgets sind. Und da dort größere Steigerungen waren, da wir Forschung in den anderen Bereich bringen konnten, nämlich budgetär abgesichert, nicht auf Rücklagen greifen müssen, werden wir einen Teil mit Rücklagenunterstützung machen.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
se beträgt 3 Prozent. Sie wollen es nicht gerne hören, aber wir liegen mit dieser an vierter Stelle in der Europäischen Union und sind damit im Spitzenfeld. Natürlich können wir, gerade was den Bereich Innovation Follower und Innovation Leader anbelangt, unsere Effizienz noch verbessern. Für Potenzial und Aktivitäten in der Zukunft haben wir gesorgt. Ich glaube aber, dass wir mit der Finanzierung, mit dem Gemeinnützigkeitsgesetz, mit der neuen Novelle zum Universitätsgesetz eine Verjüngung, bessere Karrieremöglichkeiten und eine insgesamt steigende Qualität sichergestellt haben. Ich hoffe, dass Sie das alle auch so sehen und diesem Bereich zustimmen können. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich möchte nicht anstehen, Herr Vizekanzler, Ihnen an dieser Stelle auch persönlich zu danken. Ich weiß um Ihren Einsatz, dass im Bereich der Bildungsreform erste entscheidende Schritte gelungen sind. Ich glaube, wichtige Schritte, besonders was den Unterbau betrifft, was die Frühpädagogik betrifft, was neue Chancen im Bereich der Schule der 6- bis 14-Jährigen betrifft. Ich glaube, das sind ganz entscheidende, wichtige Schritte. Und ich weiß, dass Sie einen wichtigen Beitrag dazu geleistet haben, und möchte auch nicht anstehen, Ihnen dafür zu danken. Ich hoffe, dass Sie auch bei der Umsetzung entsprechenden Rückenwind geben. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Herr Minister, Herr Vizekanzler, unsere Unterstützung dazu haben Sie auf alle Fälle! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Eine Bündelung all dieser Bildungs-, Forschungs- und Entwicklungsagenden unter einem Dach würde auf der anderen Seite auch eine durchaus transparente und überschaubare Zuordnung der finanziellen Mittel bedeuten. Und ich denke, dass das in Zeiten wie diesen etwas durchaus sehr, sehr Positives wäre. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Also unseres Erachtens ist dieser Umstand kontraproduktiv und verhindert vor allem eine transparente und überschaubare Darstellung. Wir müssen alle relevanten Inhalte bündeln und diese in einem Ministerium zusammenfassen und diesem unterstellen. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der ÖVP.
Selbstverständlich wollen wir auch noch besser werden. Wir haben uns hohe Ziele gesteckt, was die Forschungsquote betrifft, die Beschäftigungszahlen oder die Standortattraktivität. Abgeordneter Dr. Töchterle hat es schon angesprochen: Was den finanziellen Bereich betrifft, würden wir uns natürlich noch mehr wünschen, aber trotz der budgetären Restriktionen sind wir mit diesem Budget auf einem guten Weg. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn wir das erreichen wollen, was wir vorgeben, erreichen zu wollen, wenn wir dort mitspielen wollen, wo wir vorgeben, mitspielen zu wollen, nämlich bei den Innovation Leaders, wenn wir uns vergleichen wollen mit Ländern, mit denen wir uns vergleichen sollten, nämlich Schweiz, Schweden, Deutschland et cetera, dann ist völlig klar und evident, dass dieses Budget im Bereich Wissenschaft und Forschung bei Weitem nicht ausreichen wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Im Übrigen finanziert sich natürlich aus den Arbeitsplätzen unser Sozial- und Wohlfahrtsstaat. Das heißt, ein Investment in Forschung, Innovation und in die Hochschulen hat natürlich einen unmittelbaren Zusammenhang mit der Intensität der Ausprägung des Sozial- und Wohlfahrtsstaates. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das heißt, nötig wäre hier aus unserer Sicht eine deutliche Aufstockung im FWF im Bereich von 60, 70, 80 Millionen € – das ist auch die Forderung der Wissenschaft – und eine jährliche Aufstockung um etwa 7 bis 8 Prozent, um diese gute Entwicklung eben nicht zu gefährden und nicht abzustechen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Gamon.
Ganz kurz noch ein Wort zum Entschließungsantrag der Kollegin Gamon und der NEOS. – Dem werden wir nicht zustimmen. Ich glaube nicht, dass das ernsthaft so gemeint ist, dass Sie die Bewilligungsquoten beim FWF nicht unter 15 Prozent fallen lassen wollen. Laut den Ist-Zahlen 2014 liegen die Bewilligungsquoten – je nachdem, wie wir es betrachten, entweder summenmäßig oder zahlenmäßig – summenmäßig ungefähr bei 20 Prozent, zahlenmäßig bei knapp 26 Prozent. Das hieße, Sie wollen mit Ihrem Antrag sozusagen sicherstellen, dass die Antragsquote nicht halbiert wird. Da können wir nicht mit. Ein Ziel, gemäß dem zumindest ein Halten der Antragsquote sichergestellt werden soll – das heißt, im Bereich 26, 28 Prozent –, wäre das, was wir jedenfalls einfordern würden. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Gamon.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein Wort noch, bitte – das wird Sie nicht überraschen –: StudentInnenwohnheime. Wir haben uns auf eine Wiedereinführung der Heimförderung festgelegt. Die StudentInnen brauchen das dringend, denn ein Zimmer kostet zum Teil 500 €, und das kann sich kein Mensch mehr leisten. Arbeiten wir wirklich gemeinsam daran, dass wir das bald hinbekommen! (Beifall bei der SPÖ.)
Vizekanzler Mitterlehner: Es sind 15 000 € … OECD! Ruperta, schau dir einmal OECD-… an!
Wenn ich Bayern betrachte, so hat man dort gerade einmal 242 000 Studierende, gibt dafür aber 6,3 Milliarden € aus, oder umgerechnet 26 000 € pro Studierenden. Österreich hat mit 304 000 ein klein wenig mehr Studierende und gibt gerade einmal 3,8 Milliarden € aus, das sind 12 000 €. (Vizekanzler Mitterlehner: Es sind 15 000 € … OECD! Ruperta, schau dir einmal OECD-… an!) Sie sehen da wirklich ein Missverhältnis im Vergleich zu dem, was wir eigentlich benötigen würden.
Abg. Lettenbichler: … die Studenten selbst zahlen müssen an Studiengebühren! Wollen Sie das?
Ähnlich ist es, wenn wir uns ganz konkrete Universitäten anschauen. Herr Minister, du weißt, wie die Situation der Technischen Universität in Wien ist im Vergleich zur ETH Zürich und zur TU München. (Abg. Lettenbichler: … die Studenten selbst zahlen müssen an Studiengebühren! Wollen Sie das?) Ich möchte mit der ETH Zürich anfangen. Die geben 78 000 pro Studierenden aus, gefolgt von der TU München mit 33 000, und bei der TU Wien sind es gerade einmal 11 000 €.
Ruf bei der ÖVP: Alles zu wenig! Alles zu wenig!
Natürlich schlägt sich das nieder. Wo schlägt sich das nieder? – Einerseits in den Rankings und vor allem, meine Damen und Herren, was noch wesentlich wichtiger ist, im Anteil jener Studierenden, die ihr Studium auch tatsächlich abschließen. Wir haben sehr hohe Abbruchquoten, und das hängt mit der Betreuung an den Universitäten zusammen, damit, dass es zu wenige Ressourcen gibt, zu wenige Lehrende, zu wenige Professorinnen und Professoren. (Ruf bei der ÖVP: Alles zu wenig! Alles zu wenig!) Und das müssen wir ändern! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Natürlich schlägt sich das nieder. Wo schlägt sich das nieder? – Einerseits in den Rankings und vor allem, meine Damen und Herren, was noch wesentlich wichtiger ist, im Anteil jener Studierenden, die ihr Studium auch tatsächlich abschließen. Wir haben sehr hohe Abbruchquoten, und das hängt mit der Betreuung an den Universitäten zusammen, damit, dass es zu wenige Ressourcen gibt, zu wenige Lehrende, zu wenige Professorinnen und Professoren. (Ruf bei der ÖVP: Alles zu wenig! Alles zu wenig!) Und das müssen wir ändern! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Insofern: Weg mit der rosa Brille, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien, hin zu einem klaren Blick, zu Transparenz und zur Schaffung eines entsprechenden Forschungsfinanzierungsgesetzes! Das gewährleistet mehr Planbarkeit und Rechtssicherheit. Und darüber hinaus braucht es natürlich eine massive Aufstockung der Budgets für Universitäten und vor allem für Wissenschaft und Forschung. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Zusammenfassend: Es ist der Bundesregierung mit dem vorliegenden Budget gelungen, den gegebenen Herausforderungen des Forschungsstandorts Rechnung zu tragen. Es werden die Hebel richtig angesetzt bei jenen Stellen, welche für den Forschungs- und Industriestandort langfristig besonders wichtig sind. Es ist daher vor allem dem Wissenschaftsminister für seinen Einsatz zu danken, dass trotz der gegebenen Rahmenbedingungen das Budget um 160 Millionen € angehoben werden kann und die richtigen Eckpfeiler eingeschlagen wurden. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Gerhard Deimek (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Ja, Kollege Lettenbichler, man kann mit der ganzen Thematik schon so seriös umgehen, wie du es gesagt hast, so seriös und staatstragend, dass man sich letztendlich so weit vom Volk weg bewegt, dass man unter 20 Prozent landet. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker.) Das denke ich mir immer, wenn ich in diesen Sektor hineinschaue. Immer vor Wahlen, kommt mir vor, heißt es: Ave, Minister, morituri te salutant!, denn jedes Mal wird es ein bisschen weniger. (Ruf bei der ÖVP: Ha, ha! – Gegenruf bei der FPÖ: Es ist ja so!) – Gut. (Abg. Lopatka: Das war aber eigentlich eine Beleidigung!)
Ruf bei der ÖVP: Ha, ha! – Gegenruf bei der FPÖ: Es ist ja so!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Gerhard Deimek (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Ja, Kollege Lettenbichler, man kann mit der ganzen Thematik schon so seriös umgehen, wie du es gesagt hast, so seriös und staatstragend, dass man sich letztendlich so weit vom Volk weg bewegt, dass man unter 20 Prozent landet. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker.) Das denke ich mir immer, wenn ich in diesen Sektor hineinschaue. Immer vor Wahlen, kommt mir vor, heißt es: Ave, Minister, morituri te salutant!, denn jedes Mal wird es ein bisschen weniger. (Ruf bei der ÖVP: Ha, ha! – Gegenruf bei der FPÖ: Es ist ja so!) – Gut. (Abg. Lopatka: Das war aber eigentlich eine Beleidigung!)
Abg. Lopatka: Das war aber eigentlich eine Beleidigung!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Gerhard Deimek (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Ja, Kollege Lettenbichler, man kann mit der ganzen Thematik schon so seriös umgehen, wie du es gesagt hast, so seriös und staatstragend, dass man sich letztendlich so weit vom Volk weg bewegt, dass man unter 20 Prozent landet. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker.) Das denke ich mir immer, wenn ich in diesen Sektor hineinschaue. Immer vor Wahlen, kommt mir vor, heißt es: Ave, Minister, morituri te salutant!, denn jedes Mal wird es ein bisschen weniger. (Ruf bei der ÖVP: Ha, ha! – Gegenruf bei der FPÖ: Es ist ja so!) – Gut. (Abg. Lopatka: Das war aber eigentlich eine Beleidigung!)
Abg. Lopatka: Das war aber eigentlich eine Beleidigung! Wissen Sie, was „morituri te salutant“ heißt?
Zum Wissenschaftsbudget: Ein Punkt, den wir kritisieren, und zwar seit Langem, ist die Studienplatzbeschränkung. Mit etlichen Mitteln und mit etlichen Millionen … (Abg. Lopatka: Das war aber eigentlich eine Beleidigung! Wissen Sie, was „morituri te salutant“ heißt?) – Machen wir nachher einen Lateinkurs! Jetzt kümmern wir uns um das Budget. (Abg. Lopatka: Wissen Sie, was Sie gesagt haben?)
Abg. Lopatka: Wissen Sie, was Sie gesagt haben?
Zum Wissenschaftsbudget: Ein Punkt, den wir kritisieren, und zwar seit Langem, ist die Studienplatzbeschränkung. Mit etlichen Mitteln und mit etlichen Millionen … (Abg. Lopatka: Das war aber eigentlich eine Beleidigung! Wissen Sie, was „morituri te salutant“ heißt?) – Machen wir nachher einen Lateinkurs! Jetzt kümmern wir uns um das Budget. (Abg. Lopatka: Wissen Sie, was Sie gesagt haben?)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kuntzl: Darum gibt es ja die Zentralmatura!
Und: Der Kern wäre, auch einmal die Matura zu überdenken. Die Matura ist doch der klassische Einstieg in das Hochschulstudium. Wir sollten davon wegkommen, die Matura immer weiter nach unten, hin zu einer sogenannten neuen Mitte zu nivellieren, sondern sollten sie bewusst als Vorbereitung für das Hochschulstudium verwenden. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kuntzl: Darum gibt es ja die Zentralmatura!)
Beifall bei der FPÖ.
Zum Abschluss noch eine kleine Bemerkung: Herr Bundesminister, Sie wissen ja, für ausgelagerte Firmen, die sich im weitesten Sinne mit Forschung, Technologie und Wissenschaft beschäftigen, ist es immer gut, wenn sie internationale Beziehungen haben. Wenn aber dann die Geschäftsführer nur mehr als „Reiseingenieure“ – unter Anführungszeichen – tätig sind, keinerlei – wie Ihr Staatssekretär gesagt hat –internationale Beziehungen zusammenbringen, sondern das zur Pflege des eigenen Egos machen, weil die Herrschaften nicht Minister geworden sind, dann sollte man doch einmal darüber nachdenken, ob es wirklich sinnvoll ist, jeden Geschäftsführer in der Weltgeschichte umherfahren zu lassen – und sei es auch nur, weil es eine Frau ist. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist noch einiges zu tun, vor allem, wenn es darum geht, junge Forscherinnen und Forscher zusätzlich zu unterstützen und ihnen die notwendigen Rahmenbedingungen in Österreich zu geben. Da geht es um zusätzliche Doktorrats- und Postdoc-Stellen. Es braucht auch Verbesserungen bei der Forschungsinfrastruktur und zusätzliche Offensivmittel für unsere Universitäten. Immerhin haben wir uns im Regierungsprogramm ja auch ganz klar zum Forschungs- und Wirtschaftsstandort Österreich bekannt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Rädler: Keine Ahnung von der Arbeitswelt! – Ruf bei der ÖVP: Wer soll das zahlen? – Zwischenruf der Abg. Kucharowits.
Abgeordnete Brigitte Jank (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Schülerinnen und Schüler auf der Galerie! Für Sie habe ich heute vielleicht auch etwas Interessantes, aber vorher noch an Kollegin Kucharowits und auch an Kollegin Lichtenecker: Also wie abgehoben sind Sie denn eigentlich? 900 € Lebenshaltungskosten für Studenten, und die sollen zur Gänze abgefedert werden?! Irgendwie habe ich den Eindruck – man kann Anleihe bei Margaret Thatcher nehmen –, Sie fürchten offensichtlich, dass Ihnen das Geld der anderen ausgeht. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Rädler: Keine Ahnung von der Arbeitswelt! – Ruf bei der ÖVP: Wer soll das zahlen? – Zwischenruf der Abg. Kucharowits.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Rädler: Linke Träumereien! – Abg. Lichtenecker: Was wollten Sie mir sagen? – Abg. Krainer: …! Zuhören!
Ich glaube, dass es notwendig ist, festzuhalten, dass Ausbildung und Bildung dem Einzelnen auch etwas wert sein muss, und wer bedürftig ist, der wird in diesem Lande ausreichend unterstützt. Das muss man schon einmal festhalten. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Rädler: Linke Träumereien! – Abg. Lichtenecker: Was wollten Sie mir sagen? – Abg. Krainer: …! Zuhören!)
Zwischenruf der Abg. Lichtenecker.
lerin und Schüler aus, und es sind 34 000 junge Menschen, die wir im Schnitt jährlich mit diesem Projekt erreichen. (Zwischenruf der Abg. Lichtenecker.) Diesen Kindern ermöglichen wir die Teilnahme an Vorlesungen, Camps, Workshops und vielem mehr. Es bereitet den Wissenschaftern Spaß und Freude und ebenso den Kindern.
Beifall bei der ÖVP.
Abschließend: Ich freue mich sehr, dass es dieses Gemeinnützigkeitsgesetz geben wird, weil es die Möglichkeit schafft, mehr Mittel für Forschung zu lukrieren. Vergessen wir aber nicht, welche Mittel bereits betrieblich aufgebracht werden! Allein in Wien machen die privaten Forschungsmittel, also das, was die Firmen für Forschung und Entwicklung einsetzen, fast 50 Prozent des gesamten Forschungsbudgets aus. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Krainer – in Richtung ÖVP –: Nicht nur sinnerfassendes Lesen, sondern auch sinnerfassendes Zuhören!
Richtig ist, dass ich von durchschnittlichen Lebenshaltungskosten gesprochen habe, die in dieser Höhe liegen. Ich habe nie davon gesprochen, diese zur Gänze abzudecken, sondern ich habe die Lebensrealitäten von Studierenden aufgezeigt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Krainer – in Richtung ÖVP –: Nicht nur sinnerfassendes Lesen, sondern auch sinnerfassendes Zuhören!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Tamandl. – Rufe bei der FPÖ: Hallo! – Abg. Lausch: Neuwahlen!
Abgeordneter Harry Buchmayr (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Jetzt hatte ich für meine Rede einen solch positiven Einstieg gewählt, aber, Frau Kollegin Jank, ich möchte schon bemerken: Offensichtlich sind Sie sehr abgehoben. Sie wissen offensichtlich überhaupt nicht, was das Leben heutzutage kostet. Ich würde mir einmal die Frage stellen, warum es so viele Studenten gibt, die nebenbei arbeiten gehen müssen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Tamandl. – Rufe bei der FPÖ: Hallo! – Abg. Lausch: Neuwahlen!)
Beifall bei der SPÖ.
In Summe ist das also eine sehr positive Entwicklung in Anbetracht dessen, dass in vielen Budgetkapiteln das Sparen im Vordergrund steht. Frau Abgeordnete Maurer, wenn Sie das alles als absolutes Versagen bezeichnen, würde ich mir an Ihrer Stelle auch einmal die Frage nach dem Realitätsbezug stellen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Lugar: Bleibt es gleich oder steigt es? Was jetzt? Bleibt es gleich oder steigt es?
Abgeordneter Rouven Ertlschweiger, MSc (ÖVP): Frau Präsidentin! Werter Herr Vizekanzler! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ich glaube, man kann die gesamte Debatte hier leicht zusammenfassen: Das Wissenschaftsbudget, das Budget für Wissenschaft und Forschung, steigt nicht nur, es bleibt in gewissen Bereichen gleich, das ist klar, aber es ist von den notwendigen Sparmaßnahmen ausgenommen. (Abg. Lugar: Bleibt es gleich oder steigt es? Was jetzt? Bleibt es gleich oder steigt es?) Meine Damen und Herren, das ist das, was zählt, und das lassen wir uns hier sicherlich nicht schlechtreden. Das kann man auch nicht schlechtreden, denn das sind Fakten und Zahlen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Köchl: Was hast du da voriges Jahr gesagt?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Köchl: Was hast du da voriges Jahr gesagt?
Abgeordneter Rouven Ertlschweiger, MSc (ÖVP): Frau Präsidentin! Werter Herr Vizekanzler! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ich glaube, man kann die gesamte Debatte hier leicht zusammenfassen: Das Wissenschaftsbudget, das Budget für Wissenschaft und Forschung, steigt nicht nur, es bleibt in gewissen Bereichen gleich, das ist klar, aber es ist von den notwendigen Sparmaßnahmen ausgenommen. (Abg. Lugar: Bleibt es gleich oder steigt es? Was jetzt? Bleibt es gleich oder steigt es?) Meine Damen und Herren, das ist das, was zählt, und das lassen wir uns hier sicherlich nicht schlechtreden. Das kann man auch nicht schlechtreden, denn das sind Fakten und Zahlen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Köchl: Was hast du da voriges Jahr gesagt?)
Abg. Köchl: Vor einem Jahr hast du dir aber was ganz anderes gewünscht!
Meine Damen und Herren, das sind die Fakten, und das kann man nicht schlechtreden, auch wenn man sich noch so gerne hier herstellt und das tut. Wünschen kann man sich immer etwas, nur, ein Budget ist kein Wunschkonzert. (Abg. Köchl: Vor einem Jahr hast du dir aber was ganz anderes gewünscht!) Wissenschaft und Forschung werden im Budget 2016 mit insgesamt 4,3 Milliarden € dotiert – 4,3 Milliarden €, das ist so hoch wie nie zuvor!
Abg. Lugar: Wer ist „wir“?
Die Forschungsausgaben werden 3 Prozent des BIP erreichen. Nächstes Jahr wird die Forschungsprämie 12 Prozent erreichen. Ich sage Ihnen: Wir setzen hier die richtigen Akzente, die dazu beitragen, die Zukunft des Standortes abzusichern und unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter auszubauen (Abg. Lugar: Wer ist „wir“?), und das ist schlussendlich das, was zählt, Kollege Lugar. – Das ist das, was zählt. Sie sind ein Mann der Wirtschaft. Damit stärken wir die Wirtschaft. (Abg. Lugar: Wer ist „wir“ und was stimmt?)
Abg. Lugar: Wer ist „wir“ und was stimmt?
Die Forschungsausgaben werden 3 Prozent des BIP erreichen. Nächstes Jahr wird die Forschungsprämie 12 Prozent erreichen. Ich sage Ihnen: Wir setzen hier die richtigen Akzente, die dazu beitragen, die Zukunft des Standortes abzusichern und unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter auszubauen (Abg. Lugar: Wer ist „wir“?), und das ist schlussendlich das, was zählt, Kollege Lugar. – Das ist das, was zählt. Sie sind ein Mann der Wirtschaft. Damit stärken wir die Wirtschaft. (Abg. Lugar: Wer ist „wir“ und was stimmt?)
Beifall bei der ÖVP.
Eines möchte ich Frau Kollegin Maurer noch mit auf den Weg geben – sie ist Gott sei Dank noch im Saal –: Frau Kollegin Maurer, Bruno Kreisky hat einmal gesagt: Herr Kollege, lernen Sie Geschichte! Ich sage: Frau Kollegin, lernen Sie telefonieren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Auch in Zukunft wollen und werden unsere Universitäten ein zielgerichtetes schnelles und erfolgreiches Studium, ein modernes, innovatives Arbeiten und ein Leben in Wohlstand ermöglichen. Ich kann es nur noch einmal wiederholen: Das Geld, das unsere Universitäten bekommen, ist sehr, sehr gut investiert. Daran besteht für mich kein Zweifel. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Deimek: Schau ma mal!
Solche Auseinandersetzungen sehe ich einfach sachlich, aber, Herr Kollege Deimek, das, was Sie da von sich gegeben haben, ist etwas anderes. Ich meine, erstens einmal, man merkt, Ihnen geht es persönlich gut, aber Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen, wie gut es uns geht. – Warten wir es einmal ab! (Abg. Deimek: Schau ma mal!)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abgeordneten Lichtenecker.
Forschung ist internationalisiert, das wissen Sie auch, und daher kann man nicht alles vom Standort, von hier aus betreiben. Alles andere ist aufgeklärt. Bringen Sie es nicht so, als wäre da irgendetwas nicht in Ordnung, was die Vorgangsweise anbelangt! Das ist auch gegenüber der sehr gut arbeitenden Geschäftsführerin eine nicht notwendige und aus meiner Sicht zu kritisierende Argumentation. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abgeordneten Lichtenecker.)
Abg. Lichtenecker: Sie verwechseln schon wieder Äpfel mit Birnen!
Zum Zweiten: Liebe Ruperta, wir haben im Ausschuss schon darüber diskutiert. Wenn wir ein Budget mit Ausgaben von 77 Milliarden € haben, dann kann nicht ein Betrag unter 7 Milliarden € in der Weise, in der das da immer angesprochen wird, so wenig sein. (Abg. Lichtenecker: Sie verwechseln schon wieder Äpfel mit Birnen!) Da fehlt einiges. Wir haben 9,7 Milliarden das gesamte Budget, und in dem Zusammenhang sind das natürlich gemessen an 77 Milliarden mehr als 10 Prozent. (Abg. Lichtenecker: Das stimmt ja nicht! Auf drei Jahre!)
Abg. Lichtenecker: Das stimmt ja nicht! Auf drei Jahre!
Zum Zweiten: Liebe Ruperta, wir haben im Ausschuss schon darüber diskutiert. Wenn wir ein Budget mit Ausgaben von 77 Milliarden € haben, dann kann nicht ein Betrag unter 7 Milliarden € in der Weise, in der das da immer angesprochen wird, so wenig sein. (Abg. Lichtenecker: Sie verwechseln schon wieder Äpfel mit Birnen!) Da fehlt einiges. Wir haben 9,7 Milliarden das gesamte Budget, und in dem Zusammenhang sind das natürlich gemessen an 77 Milliarden mehr als 10 Prozent. (Abg. Lichtenecker: Das stimmt ja nicht! Auf drei Jahre!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Bleiben wir bei den Fakten! Es ist genug zu tun, aber so schlecht, wie es manche gerne hätten, liegen wir nicht, und das Schlechtmachen nützt weder der Wissenschaft noch einem Studenten, das nützt gar niemandem in Österreich. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben in diesem Bereich ein Budget von ungefähr 364 Millionen €, jetzt gekürzt auf 322 Millionen €. Das ist ein Minus von rund 41 Millionen €, wobei insbesondere die Kürzung im Bereich der thermischen Sanierung kein Signal ist, dieses Budget zu unterstützen. Die Förderungen für die thermische Sanierung werden von 45 Millionen € auf 13,5 Millionen € gekürzt. Das ist weder wirtschaftspolitisch noch umweltpolitisch ein richtiges Signal. (Beifall bei der FPÖ.)
Vizekanzler Mitterlehner: Für das Negative auf jeden Fall!
Der Herr Wirtschaftsminister sitzt heute hier im Nationalrat, und zwar unter anderem auch deshalb, weil er sozusagen verantwortlich ist für den Zustand der Wirtschaft beziehungsweise die Rahmenbedingungen, innerhalb welcher sich die Wirtschaft bestmöglich entwickeln kann. Ich werde das aber abschwächen und sage: Der Herr Minister ist nicht für alles zuständig, aber wir haben, und das ist ja bekannt, eine Steuer- und Abgabenquote, die enorm ist (Vizekanzler Mitterlehner: Für das Negative auf jeden Fall!) – nein! –, ein komplexes Steuerrecht, enorme Arbeitslosigkeit und enorme Staatsschulden.
Beifall bei der FPÖ.
Wofür Sie, Herr Vizekanzler, aber sehr wohl verantwortlich sind, ist das Thema Transparenzdatenbank, von der schon seit Jahren geredet wird – zusammen mit Kollegen Schelling. Es gelingt aber nicht, diese Transparenzdatenbank ins Laufen zu bringen. Gleichzeitig wissen wir, dass wir in Österreich, was den Förderungsbereich betrifft, im Vergleich zu wettbewerbsfähigen Ländern katastrophale Quoten in dem Sinne haben, dass wir viel zu ineffizient fördern. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich möchte meine Ausführungen mit einem Detailbereich schließen, der die österreichische Wirtschaft besonders schädigt oder dieser Schaden zufügt, nämlich die unsäglichen Russlandsanktionen. Mir ist schon klar, dass die enormen dramatischen Rückgänge, was Import und Export mit Russland betrifft, nicht ausschließlich auf die Sanktionen zurückzuführen sind, sondern auch mit der allgemeinen wirtschaftlichen Situation der Russischen Föderation zu tun haben. Aber: Das ist ja gerade ein Punkt, wo wir jetzt nicht noch zusätzlich mit Sanktionen sozusagen draufhauen müssen. Wir Freiheitliche sind überhaupt nicht davon überzeugt, dass diese Sanktionen Sinn ergeben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und weil immer das Argument vorgebracht wird: Ja, das wird auf europäischer Ebene entschieden, wir müssen das mittragen!, möchte ich sagen: Wir stellen jetzt im Rahmen der EU fest, es entschließen sich dazu größere Länder wie Deutschland oder England – wobei es in Frankreich schon massive Kritik an diesen Russlandsanktionen gibt, daran, diesen Unfug zu machen –, und die Kleinen müssen mitgehen. Dem ist nicht so, wir müssen nicht jeden Blödsinn der Europäischen Union mitmachen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Österreich ist mit diesen Maßnahmen für den Wirtschaftsstandort auf einem guten Weg, und wir können optimistisch in die Zukunft gehen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Lichtenecker spricht kurz mit Vizekanzler Mitterlehner.
Präsidentin Doris Bures: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Dr. Lichtenecker. – Bitte. (Abg. Lichtenecker spricht kurz mit Vizekanzler Mitterlehner.)
Beifall bei den Grünen.
Wir sind vorhin mit einer tatsächlichen Berichtigung zur UG 31 leider etwas zu spät gewesen, ich muss das aber richtigstellen. Und zwar: Für Wissenschaft und Forschung sind, wie im Bundesvoranschlag nachzulesen ist, 4,2 Milliarden € für kommendes Jahr geplant. In der UG 33 sind es 101 Millionen €, in der UG 34 sind es 428 Millionen €, und das ergibt zusammen eine Summe von 4,8 Milliarden €. Das sind von der Gesamtbudgetsumme von 77 Milliarden € ganze 6,2 Prozent. – Das als Klar- und Richtigstellung des vorhin Gesagten. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Summa summarum also ein Budget, das sich bei den Förderungen nach der Decke streckt. Bei aller Notwendigkeit der Effizienzsteigerung glauben wir, dass es dringend notwendig gewesen wäre, einerseits die Mittel im Forschungsbereich zu erhöhen und andererseits einen klaren Schwerpunkt auf die Zukunft der klein- und mittelständischen Unternehmungen zu legen und insbesondere zur Förderung des Klimaschutzes die thermische Sanierung voranzutreiben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Aufgrund dessen kann man sagen: Unsere Wirtschaft ist voll konkurrenzfähig! Hören Sie daher auf mit dem Schlechtreden in diesem Bereich! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Höbart.
Einer der Gründe dafür ist die gute Wirtschaftspolitik, die diese Bundesregierung macht. (Zwischenruf des Abg. Höbart.)
Abg. Höbart: Bleiben Sie in der Wirtschaftskammer!
Und was das eine Kapitel, das Ruperta Lichtenecker vorhin angesprochen hat, betrifft, nämlich Forschung und Entwicklung: Schauen wir uns doch die F&E-Quote an! (Abg. Höbart: Bleiben Sie in der Wirtschaftskammer!) Wir sind von 2,43 Prozent im Jahr 2007 inzwischen bei 2,99 Prozent im Jahr 2014. Heuer werden wir bei über 3 Prozent sein und sind auf Platz vier in Europa. Das ist vorausschauende Wirtschaftspolitik und kein Grund, den Standort und die Rahmenbedingungen schlechtzureden. (Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.
Und was das eine Kapitel, das Ruperta Lichtenecker vorhin angesprochen hat, betrifft, nämlich Forschung und Entwicklung: Schauen wir uns doch die F&E-Quote an! (Abg. Höbart: Bleiben Sie in der Wirtschaftskammer!) Wir sind von 2,43 Prozent im Jahr 2007 inzwischen bei 2,99 Prozent im Jahr 2014. Heuer werden wir bei über 3 Prozent sein und sind auf Platz vier in Europa. Das ist vorausschauende Wirtschaftspolitik und kein Grund, den Standort und die Rahmenbedingungen schlechtzureden. (Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Höbart: Das reden sie Ihnen in der Wirtschaftskammer ein!
Dieses Land hat eine gute Wirtschaft. (Abg. Höbart: Das reden sie Ihnen in der Wirtschaftskammer ein!) Wir sind gut platziert und wir haben eine Bundesregierung, die die Rahmenbedingungen vernünftig gestaltet hat. Zum Glück ist die FPÖ nicht mehr dabei – damals war es nämlich deutlich schlechter, Herr Kollege! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Höbart: Das glauben Sie aber selbst nicht! Wirtschaftskammerfunktionär! – Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Höbart: Das glauben Sie aber selbst nicht! Wirtschaftskammerfunktionär! – Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.
Dieses Land hat eine gute Wirtschaft. (Abg. Höbart: Das reden sie Ihnen in der Wirtschaftskammer ein!) Wir sind gut platziert und wir haben eine Bundesregierung, die die Rahmenbedingungen vernünftig gestaltet hat. Zum Glück ist die FPÖ nicht mehr dabei – damals war es nämlich deutlich schlechter, Herr Kollege! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Höbart: Das glauben Sie aber selbst nicht! Wirtschaftskammerfunktionär! – Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.)
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Und wenn dann auch noch Wirtschaftsbund-Generalsekretär Haubner davon spricht, dass – ich freue mich für den Tourismus! – die richtigen Schritte eingeleitet wurden, dann darf ich auch daran erinnern, dass selbst der jetzige Herr Vizekanzler und damalige Wirtschaftsminister davon gesprochen hat, dass die Stärkung der KMU und Tourismusunternehmen im Budget 2014 verankert wurde, dass die Stärkung des Standortes verankert werden musste. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Und in diesem Budget sprechen Sie von: Stärkung der KMU und Tourismusunternehmen, Stärkung des Standortes. – Das sind wirkliche Storys, das muss man sagen. Hut ab!
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Was ist betreffend Bürokratieabbau geschehen? – Sie wissen ganz genau, dass da überhaupt noch nichts geschehen ist! (Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Beifall bei den NEOS.
Wenn man das potenziert mit Ihrer Betrugsbekämpfungsbudgetierung, will ich mir nicht vorstellen, dass das auch nicht eintritt, denn dann wären wir ganz schön am „Semmerl“. Dann wissen wir gar nicht mehr, wie es weitergeht. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Zur Modernisierung der Gewerbeordnung: Der Antrag wurde sogar von den Kollegen Matznetter und Haubner eingebracht, aber das ist, glaube ich, wieder schubladisiert worden. – Sie schaffen keine Arbeitsplätze, obwohl es das einfachste und schnellste Instrument wäre, Arbeitsplätze zu schaffen, wenn Sie die Gewerbeordnung endlich reformieren würden. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Lieber Herr Vizekanzler, lieber Herr Parteichef! Sie sollten nicht nur verhindern, sondern Sie sollten Unternehmertum ermöglichen. Das sollte Ihr Ziel sein. – Danke vielmals. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Peter Wurm: Wer sagt das?
Ja, ich habe es schon gesagt, es gibt Einsparungen im Budget, aber es werden gleichzeitig auch die richtigen Hebel betätigt, um die Wirtschaft zu beleben. Mit der Wohnbauoffensive, dem Ausbau der Straßen-, Eisenbahn- und Breitbandinfrastruktur, einer aktiven Arbeitsmarktpolitik, einer umfassenden Steuerreform sowie der Lohnnebenkostensenkung werden entscheidende Entlastungen und Wachstumsimpulse gesetzt. Dies wird einen deutlichen Einfluss auf die Konjunktur ausüben und zusätzliche Investitionen und Arbeitsplätze schaffen – was auch führende Wirtschaftsforscher bestätigen. (Abg. Peter Wurm: Wer sagt das?)
Abg. Peter Wurm: Das war jetzt aber schön formuliert, die Rede!
Wie Sie sehen, agiert die Bundesregierung in diesen schwierigen Zeiten umsichtig und sehr verantwortungsvoll im Sinne unserer Unternehmerinnen und Unternehmer, aber auch im Sinne unserer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. (Abg. Peter Wurm: Das war jetzt aber schön formuliert, die Rede!) Das sollten auch Sie anerkennen und dementsprechend unterstützen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wie Sie sehen, agiert die Bundesregierung in diesen schwierigen Zeiten umsichtig und sehr verantwortungsvoll im Sinne unserer Unternehmerinnen und Unternehmer, aber auch im Sinne unserer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. (Abg. Peter Wurm: Das war jetzt aber schön formuliert, die Rede!) Das sollten auch Sie anerkennen und dementsprechend unterstützen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Steinbichler begibt sich zum Rednerpult und deponiert dort ein Bild eines Schiffes. – Abg. Wöginger: Schon wieder das Schiff? – Abg. Steinbichler: Herr Kollege Wöginger, natürlich das Schiff!
Präsident Karlheinz Kopf: Die nächste Wortmeldung kommt von Herrn Abgeordnetem Steinbichler. – Bitte. (Abg. Steinbichler begibt sich zum Rednerpult und deponiert dort ein Bild eines Schiffes. – Abg. Wöginger: Schon wieder das Schiff? – Abg. Steinbichler: Herr Kollege Wöginger, natürlich das Schiff!)
Abg. Cap – auf das Bild weisend –: Das ist verkehrt!
Abgeordneter Leopold Steinbichler (STRONACH): Sehr geehrter Herr Präsident, danke für die Worterteilung! Sehr geehrter Herr Minister! Frank Stronach würde sagen, er ist der wichtigste Minister in diesem Land. (Abg. Cap – auf das Bild weisend –: Das ist verkehrt!) Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, liebe junge Zuhörerinnen und Zuhörer auf der Galerie – es geht um eure Zukunft – und
Abg. Cap: Leo, das Bild ist verkehrt! – Abg. Rädler: Das ist das falsche Taferl! – Abg. Obernosterer: Das war schon gestern da!
vor den Fernsehgeräten! Das Budget ist die Grundlage … (Abg. Cap: Leo, das Bild ist verkehrt! – Abg. Rädler: Das ist das falsche Taferl! – Abg. Obernosterer: Das war schon gestern da!) – Was ist da verkehrt? (Der Redner kontrolliert das Bild des Schiffes, das korrekt aufgestellt ist.) – Bei manchen Kollegen ist anscheinend nicht die ganze Realität da, aber danke für den Hinweis! Ich bin froh, wenn sich jemand um mich sorgt.
Beifall beim Team Stronach.
Das Budget ist die Grundlage für die Wirtschaft, aber ich denke, noch viel wesentlicher als das Budget ist die Stimmung, die Grundstimmung in der Bevölkerung. Ich meine, es ist ganz wesentlich, dass wir draußen bei der Bevölkerung eine unternehmerfreundliche, eine arbeitnehmerfreundliche Stimmung erzeugen, weil das das wichtigste Umfeld ist: Optimismus, positive Stimmung, dass Wirtschaft stattfindet, dass Wirtschaft gemacht wird, dass produziert wird und dass Löhne und Steuern gezahlt werden können. Ich glaube, das ist das Wesentliche. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Diese 50 Millionen € werden von den Bäuerinnen und Bauern nicht investiert, weil sie das Geld nicht kriegen, und damit können sie es nicht investieren und stellen Investitionen zurück. So ist das beim Tourismus, so ist das in allen anderen Bereichen, leider ganz besonders auch bei der Gastronomie und bei der Hotellerie. Dort stöhnt man sowieso unter der Kriminalisierung, angefangen bei der Registrierkassenpflicht bis zum Rauchverbot, und den ständigen neuen Auflagen, den ständigen neuen Erschwernissen. Wir brauchen dort positive Unterstützung! Das ist der beste Boden für ein positives Wirtschaftsfeld. (Beifall beim Team Stronach.)
Vizekanzler Mitterlehner: Der heißt Wallentin!
Ich habe als kleines Beispiel den Handel mit der Umwelt mitgebracht. Es ist ja ganz interessant, dass gerade der heutige „Standard“ (einen Teil der Zeitungsausgabe in die Höhe haltend) über die Brandrodungen in Indonesien berichtet, und Dr. Tassilo (Vizekanzler Mitterlehner: Der heißt Wallentin!) hat bereits auf die Flüchtlingsproblematik hingewiesen. Man hätte heute hier auch das Bild von dem Boot mit den Flüchtlingen, nämlich mit den Wirtschaftsflüchtlingen, herstellen können. Ich sage, das bringt überhaupt nichts. (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner.)
Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner.
Ich habe als kleines Beispiel den Handel mit der Umwelt mitgebracht. Es ist ja ganz interessant, dass gerade der heutige „Standard“ (einen Teil der Zeitungsausgabe in die Höhe haltend) über die Brandrodungen in Indonesien berichtet, und Dr. Tassilo (Vizekanzler Mitterlehner: Der heißt Wallentin!) hat bereits auf die Flüchtlingsproblematik hingewiesen. Man hätte heute hier auch das Bild von dem Boot mit den Flüchtlingen, nämlich mit den Wirtschaftsflüchtlingen, herstellen können. Ich sage, das bringt überhaupt nichts. (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner.)
Abg. Rädler: Da kann auch die Regierung etwas dafür, nicht?
Das aktuellste Beispiel findet sich wiederum im heutigen „Standard“ (den entsprechenden Artikel in die Höhe haltend): die Zielpunkt-Pleite. Betroffen sind 2 500 Arbeitnehmer und 230 Standorte. Ich denke, das ist ganz wesentlich … (Abg. Rädler: Da kann auch die Regierung etwas dafür, nicht?) – Jawohl, Herr Kollege Rädler, du als Bürgermeister wirst vielleicht betroffen sein, weil du dann eine neue leere Halle hast, die keine Kommunalsteuer bringt. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.
Das aktuellste Beispiel findet sich wiederum im heutigen „Standard“ (den entsprechenden Artikel in die Höhe haltend): die Zielpunkt-Pleite. Betroffen sind 2 500 Arbeitnehmer und 230 Standorte. Ich denke, das ist ganz wesentlich … (Abg. Rädler: Da kann auch die Regierung etwas dafür, nicht?) – Jawohl, Herr Kollege Rädler, du als Bürgermeister wirst vielleicht betroffen sein, weil du dann eine neue leere Halle hast, die keine Kommunalsteuer bringt. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wir sollten das Wirtschaftssystem grundlegend überdenken. Ich darf – etwas ganz Positives zum Abschluss – auf die Studie von McKinsey verweisen, Herr Minister, wo der Autor darauf hinweist, dass wir eine wesentlich bessere Koordination und Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Politik brauchen. Wir haben allein in diesem wunderbaren Österreich – diesen Standort dürfen wir nicht schlechtreden, und deshalb ein herzliches Dankeschön an alle, die bereit sind, sich einzubringen – ein Potenzial von 35 Milliarden €: 35 Milliarden € im Bereich schlauer Fabrik – schwerpunktmäßig: Industrie 4.0 –, im Bereich gut betreutes Altern, im Bereich neue Energien und ganz besonders natürlich im wesentlichsten Bereich, der uns von der Geburt bis zur Wiege begleitet: im Bereich Gesundheit. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Wöginger: Das haben wir ja gerade gemacht! – Zwischenruf des Abg. Rädler.
(Abg. Wöginger: Das haben wir ja gerade gemacht! – Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Rädler – auf das Bild am Rednerpult weisend –: Vergiss nicht das Taferl! Und kein Wort zum Palmöl! – Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Wir bitten, die Anträge zu unterstützen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Rädler – auf das Bild am Rednerpult weisend –: Vergiss nicht das Taferl! Und kein Wort zum Palmöl! – Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Cornelia Ecker (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Zuseher auf den Galerien! Als sozialdemokratische Wirtschaftssprecherin für kleinere und mittlere Unternehmen begrüße ich das vorliegende Budget für 2016; doch vorher möchte ich mich bei Ihnen, Herr Minister, für die neue Normenstrategie bedanken. Auch ich habe mich intensiv um eine Minderung der Normenflut bemüht und freue mich, dass die Regierungszusammenarbeit da so gut funktioniert hat – auch wenn es ein bisschen gedauert hat. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Insgesamt liegt mit dem Bundesvoranschlag ein Paket vor, das die Wirtschaft in unserem Land stärken wird, und deshalb ein klares Ja zum ausgewogenen Budget 2016. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Themessl –: Bernhard, sprich die Wahrheit!
Präsident Karlheinz Kopf: Nun gelangt Herr Abgeordneter Themessl zu Wort. – Bitte. (Ruf – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Themessl –: Bernhard, sprich die Wahrheit!)
Abg. Matznetter: 170 Staaten auf der Welt!
Abgeordneter Bernhard Themessl (FPÖ): Herr Präsident! Herr Vizekanzler und Wirtschaftsminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Kollege Matznetter hat hier gesagt, dass der Finanzminister heute früh in der Wirtschaftskammer darauf hingewiesen hat, dass unsere Wirtschaft immer noch spitze ist. – Es kommt darauf an, Herr Kollege Matznetter, wie Sie „spitze“ definieren! Wenn Sie die Top 20 meinen, können Sie vielleicht recht haben. Ich verstehe unter Spitze ganz oben oder zumindest die Top 3 (Abg. Matznetter: 170 Staaten auf der Welt!), und da sind wir in keinem der internationalen Rankings vertreten. Im Gegenteil: Wir fallen von Jahr zu Jahr zurück. (Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Herr Kollege Matznetter, wir fallen in allen Rankings von Jahr zu Jahr zurück! (Abg. Matznetter: 170 Staaten!)
Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Abgeordneter Bernhard Themessl (FPÖ): Herr Präsident! Herr Vizekanzler und Wirtschaftsminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Kollege Matznetter hat hier gesagt, dass der Finanzminister heute früh in der Wirtschaftskammer darauf hingewiesen hat, dass unsere Wirtschaft immer noch spitze ist. – Es kommt darauf an, Herr Kollege Matznetter, wie Sie „spitze“ definieren! Wenn Sie die Top 20 meinen, können Sie vielleicht recht haben. Ich verstehe unter Spitze ganz oben oder zumindest die Top 3 (Abg. Matznetter: 170 Staaten auf der Welt!), und da sind wir in keinem der internationalen Rankings vertreten. Im Gegenteil: Wir fallen von Jahr zu Jahr zurück. (Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Herr Kollege Matznetter, wir fallen in allen Rankings von Jahr zu Jahr zurück! (Abg. Matznetter: 170 Staaten!)
Abg. Matznetter: 170 Staaten!
Abgeordneter Bernhard Themessl (FPÖ): Herr Präsident! Herr Vizekanzler und Wirtschaftsminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Kollege Matznetter hat hier gesagt, dass der Finanzminister heute früh in der Wirtschaftskammer darauf hingewiesen hat, dass unsere Wirtschaft immer noch spitze ist. – Es kommt darauf an, Herr Kollege Matznetter, wie Sie „spitze“ definieren! Wenn Sie die Top 20 meinen, können Sie vielleicht recht haben. Ich verstehe unter Spitze ganz oben oder zumindest die Top 3 (Abg. Matznetter: 170 Staaten auf der Welt!), und da sind wir in keinem der internationalen Rankings vertreten. Im Gegenteil: Wir fallen von Jahr zu Jahr zurück. (Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Herr Kollege Matznetter, wir fallen in allen Rankings von Jahr zu Jahr zurück! (Abg. Matznetter: 170 Staaten!)
Abg. Rädler: Alles schlecht!
Meine Damen und Herren, wir diskutieren in dieser Budgetdebatte hier herinnen drei Tage lang (Abg. Rädler: Alles schlecht!), was wir und wo wir – teilweise sinnvoll, teilweise weniger sinnvoll – Milliarden von Euro ausgeben. Alles, was Sie ausgeben, wenn Sie dann die Beschlüsse fassen (Abg. Rädler: … was Positives!), muss ja zuerst erwirtschaftet werden – deswegen sind wir jetzt beim Thema Wirtschaft.
Abg. Rädler: … was Positives!
Meine Damen und Herren, wir diskutieren in dieser Budgetdebatte hier herinnen drei Tage lang (Abg. Rädler: Alles schlecht!), was wir und wo wir – teilweise sinnvoll, teilweise weniger sinnvoll – Milliarden von Euro ausgeben. Alles, was Sie ausgeben, wenn Sie dann die Beschlüsse fassen (Abg. Rädler: … was Positives!), muss ja zuerst erwirtschaftet werden – deswegen sind wir jetzt beim Thema Wirtschaft.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP – Abg. Rädler: Endlich einmal etwas Positives!
Mein Dank gilt hier nicht dem Vizekanzler, dem Bundesminister, und auch nicht Ihnen, mein Dank gilt von hier aus einmal allen Unternehmerinnen und Unternehmern im Lande (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP – Abg. Rädler: Endlich einmal etwas Positives!), mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die es trotz schlechter Rahmenbedingungen, trotz bürokratischer Hürden, trotz Verordnungsflut und Reformflut dieser Bundesregierung und der EU immer wieder schaffen, sich den sich laufend ändernden Rahmenbedingungen der Wirtschaft anzupassen, das zu meistern und für Einnah-
Beifall bei der FPÖ.
men zu sorgen, die Sie mit dem heutigen Beschluss – teilweise unbedacht, teilweise auch unvernünftig – wieder ausgeben. – So viel zur Wirtschaft. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dann sage ich Ihnen aber, dass es, unabhängig von der budgetären Ausstattung dieses Bereichs, sehr, sehr viele Reformen brauchen würde – die Sie eigentlich seit Jahren versprechen, aber nicht umsetzen –, die kein Geld kosten. Dazu fällt mir ein Spruch des kürzlich verstorbenen ehemaligen deutschen Bundeskanzlers Helmut Schmidt ein, der gesagt hat: „Nicht alle Reformen kosten Geld, und nicht alles, was Geld kostet, ist deshalb schon eine Reform.“ (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP
Herr Bundesminister, ich würde Sie schon ersuchen, dass Sie – und da haben Sie jederzeit unsere Unterstützung – endlich Reformen angehen, die kein Geld kosten, die aber die Rahmenbedingungen für die österreichischen Unternehmerinnen und Unternehmer wesentlich verbessern. Das sind, wie üblich, die bekannten Argumente der letzten Jahre, die sich ja nach wie vor nicht geändert haben: Erleichterung bei Betriebsübergaben, endlich einmal die Gewerbeordnung entrümpeln, endlich einen Stopp der EU-Vorschriften- und -Verordnungsflut verhängen, die Bürokratie endlich abbauen und nicht aufbauen – siehe Registrierkassenverordnung (Zwischenruf bei der ÖVP) – und nicht generell alle Unternehmerinnen und Unternehmer dieses Landes unter einen Generalverdacht stellen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rädler.
Herr Bundesminister, ich würde Sie schon ersuchen, dass Sie – und da haben Sie jederzeit unsere Unterstützung – endlich Reformen angehen, die kein Geld kosten, die aber die Rahmenbedingungen für die österreichischen Unternehmerinnen und Unternehmer wesentlich verbessern. Das sind, wie üblich, die bekannten Argumente der letzten Jahre, die sich ja nach wie vor nicht geändert haben: Erleichterung bei Betriebsübergaben, endlich einmal die Gewerbeordnung entrümpeln, endlich einen Stopp der EU-Vorschriften- und -Verordnungsflut verhängen, die Bürokratie endlich abbauen und nicht aufbauen – siehe Registrierkassenverordnung (Zwischenruf bei der ÖVP) – und nicht generell alle Unternehmerinnen und Unternehmer dieses Landes unter einen Generalverdacht stellen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Abg. Hagen – in Richtung des mit Vizekanzler Mitterlehner sprechenden Abg. Haubner –: … Instruktionen!
Präsident Karlheinz Kopf: Nun gelangt Herr Vizekanzler Dr. Mitterlehner zu Wort. – Bitte. (Abg. Hagen – in Richtung des mit Vizekanzler Mitterlehner sprechenden Abg. Haubner –: … Instruktionen!)
Zwischenruf des Abg. Darmann.
Ich würde schon sagen, einiges in diese Richtung liegt auch in der eigenen Verantwortung. Sie können die Stimmung relativ leicht drehen, wenn Sie die Fakten anschauen, denn, Herr Kollege Themessl, nicht trotz der Wirtschaftsrahmenbedingungen, sondern – würde ich sagen – in vielen Bereichen wegen der Rahmenbedingungen haben wir eine ganz gute Entwicklung. Ich darf Ihnen jetzt nur ein paar dieser Rahmenbedingungen kurz skizzieren. (Zwischenruf des Abg. Darmann.)
Beifall bei der ÖVP.
Gestern wurden die Lohnnebenkosten angesprochen – diese wurden gesenkt –, und auch da hat man eine irgendwie gespaltene Meinung im Haus. Jeder sagt: Lohnnebenkostensenkung, wunderbar!, und im nächsten Moment: Aber die Familienbeihilfen dürfen ja nicht gekürzt werden! – Werden sie auch nicht, aber Sie haben die Diskussion geführt. Trennen Sie das eine vom anderen, und überlegen Sie einmal, was 1 Milliarde € an Lohnnebenkosten bedeutet! Wissen Sie, was dem brutto entspricht? – Das ist eine jährliche Lohnerhöhung, die sich die Wirtschaft dadurch erspart. Das sehe ich insgesamt als ausgesprochen gute und auch ermutigende Grundlage. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP
Glauben Sie mir, ich weiß, die Steuerreform wird – jeder schaut nach, vier Millionen haben sich informiert, was denn die positiven Auswirkungen auf ihre eigene Einkommenssituation sind – nicht subjektiv gelobt werden; jeder sagt, das war der andere. Makroökonomisch wird sich die Steuerreform aber positiv auswirken. Es wird das Weihnachtsgeschäft gut verlaufen, es wird der Konsum steigen, und es werden die Investitionen steigen. Und wenn die Investitionen steigen, können Sie damit rechnen, dass wir nächstes Jahr, auch was das Wachstum und die Arbeitsplätze anlangt, positive Auswirkungen haben werden – es sei denn, lieber Kollege Schellhorn als Hüter der unternehmerischen Weisheit, dass Ihre Kollegen in der Hoteliervereinigung weiter empfehlen (Zwischenruf bei der ÖVP): Es ist alles so schlecht, furchtbar, bitte nicht investieren! Da würde ich schon sagen, das ist genau jene selbsterfüllende Prophezeiung, die wir nicht brauchen.
Zwischenruf der Abg. Moser.
Wir werden daher sehen, auch im Baubereich und im Baunebengewerbe, ob das stimmt, was wir hier als These vorgeben, oder falsch ist. Ich behaupte, es ist richtig, und es wird auch richtig sein, dass die ARE, Tochtergesellschaft der BIG, die schon letztes Jahr mit entsprechenden Planungen und Umsetzungen begonnen hat, mit ihren 2 Milliarden € den Wohnungsmarkt entsprechend belebt. Wir werden das auch im Zusammenhang mit anderen Themenstellungen brauchen. (Zwischenruf der Abg. Moser.)
Abg. Moser: Zwei Jahre …!
Daher: Das, was momentan bedrohlich klingt, ist in der Langfristwirkung mit weniger Budgeteinsatz genau das, was Sie immer fordern (Abg. Moser: Zwei Jahre …!): nicht Förderungen, nicht anderes, sondern wirtschaftliche Rahmenbedingungen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Daher: Das, was momentan bedrohlich klingt, ist in der Langfristwirkung mit weniger Budgeteinsatz genau das, was Sie immer fordern (Abg. Moser: Zwei Jahre …!): nicht Förderungen, nicht anderes, sondern wirtschaftliche Rahmenbedingungen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Rädler: Nachholbedarf!
Ich glaube, im Endeffekt tragen wir alle, alle Ressorts, mit Kürzungen von rund 500 Millionen € im Rahmen der Förderungen dazu bei, dass die Steuerreform finanziert wird. Aber was ist das? – Im Endeffekt genau das, was Sie immer sagen: Nicht wir sollen entscheiden, was für den Bürger gut ist, sondern der Bürger soll seine Ausgaben, soll seine Dispositionsfähigkeit erhöhen. Ich gehe davon aus, wenn Sie weiter gute Stimmung verbreiten, wird er es tun. Also es ist noch einiges machbar. (Abg. Rädler: Nachholbedarf!)
Zwischenruf des Abg. Darmann.
Herr Kassegger, ich stimme Ihnen zu, ich bin dafür, wenn es irgendwie geht: Minsker Prozess, Sanktionen weg!, aber das ist halt eine gemeinschaftliche Vorgangsweise der EU. Im Tourismusbereich haben wir die Delle, die dadurch entstanden ist, dass russische Gäste nicht gekommen sind, sogar mehr als ausgeglichen. (Zwischenruf des Abg. Darmann.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Messen können Sie es. Da sage ich Ihnen nur eine Einschränkung: Wenn nicht wieder irgendetwas weltweit passiert, können Sie es an der Wirtschaftsentwicklung nächstes Jahr sehen. Ich hoffe, wenn alle ein wenig mittun, wird sie genau so eintreten, vielleicht sogar noch besser sein. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Loacker. – Abg. Schellhorn: Was jetzt?
Wir wissen auch, dass die Entbürokratisierung angegangen wurde, dass durchforstet wird, was nicht mehr notwendig ist, dass das gestrichen wird. Dasselbe gilt auch für die Kontrollen. Wir wissen, dass das auf dem Weg ist und dass dies auch gemacht wird. (Zwischenruf des Abg. Loacker. – Abg. Schellhorn: Was jetzt?)
Abg. Hauser: Wo ist die? – Abg. Loacker: Wie bürokratisch …?
sen, dass sich die Regierung mit unserer Mithilfe und unser Bundesminister für Wirtschaft die Entbürokratisierung zur Aufgabe gemacht haben (Abg. Hauser: Wo ist die? – Abg. Loacker: Wie bürokratisch …?), weil uns Unternehmern die Bürokratie zum Teil mehr wehtut als manchmal die steuerlichen Lasten, die überall zu tragen sind. Wenn wir bei der Bürokratisierung, bei den Vorschriften ordentlich entrümpeln und das dem heutigen Zeitgeist anpassen, dann, glaube ich, ist der Tourismuswirtschaft und der Wirtschaft insgesamt am meisten gedient.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Gisela Wurm. – Abg. Loacker: Bescheidener Applaus!
Wie gesagt: Kritisieren gehört dazu, aufzeigen gehört dazu, das ist überhaupt keine Frage. Das mache ich auch. Aber man soll auch ganz klar aufzeigen, was im positiven Sinne gemacht wird. Hier, glaube ich, sind wir auf einem guten Weg, damit Österreich nach wie vor auch in Zukunft Tourismusweltmeister bleibt. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Gisela Wurm. – Abg. Loacker: Bescheidener Applaus!)
Abg. Lopatka: Sie haben ja keine Ahnung!
Team, Teamarbeit. – Na, Teamarbeit zwischen Rot und Schwarz?! Was soll ich dazu noch anmerken? Verschiedenheit und Querdenken erlauben, das funktioniert überhaupt nicht. Bei der SPÖ ist alles ziemlich gleichgeschaltet, bei der ÖVP ist ganz klar, welche Klientel vertreten wird. Da wird nicht gerade Teamarbeit betrieben. Das nennt sich zwar Koalition, ist aber eigentlich eher ein Kompromiss, oft ein fauler Kompromiss. (Abg. Lopatka: Sie haben ja keine Ahnung!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Lopatka: Schlechter Schluss!
Die Atmosphäre, die man hier verbreitet, ist zu berücksichtigen. Eine Atmosphäre von Aufbruch statt Frust, eine Atmosphäre von Leidenschaft für Ideen, das sehe ich überhaupt nicht. Das ist eher eine Regierung, die Leiden schafft, aber nicht eine Regierung, die mit Leidenschaft agiert. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Lopatka: Schlechter Schluss!)
Beifall bei der SPÖ.
Der österreichische Tourismus ist sehr gut aufgestellt. Das Budget 2016 hat hier auch wichtige Akzente gesetzt. Gerade wenn wir weitere Reformen beschließen, wird der Tourismus in Österreich das bleiben, was er ist, nämlich Weltklasse. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Wir sollten den Wandel, der sich abspielt, vielmehr als Chance begreifen. Wir sollten Dinge wie Sharing Economy, Start-ups, Innovation als Chance begreifen und die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass wir diesen Wandel auch für uns nützen können. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Kogler: Was vorher die Tierfabrik war, ist nachher auch ein Schnitzel!
Wir wissen, dass alle von der Landwirtschaft profitieren, es ist nur oft nicht so im Bewusstsein. Was für den Bauern die Alm ist, ist für Sie heute die Schipiste. Was für den Bauern der Acker ist, ist für Sie dann vielleicht der Kornspitz oder das Schnitzel. Was für den Bauern die Wiese ist, ist für Sie dann der Käse oder das Müsli oder vielleicht auch das Steak. (Abg. Kogler: Was vorher die Tierfabrik war, ist nachher auch ein Schnitzel!) Was für den Bauern der Wald ist, ist für Sie die Erholung, ist für Sie der Grundwasserschutz oder überhaupt der Wasserrückhalt, ist für Sie der Schutz vor
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben viele Schulen, wir haben Universitäten, wir haben höhere Lehranstalten. Wir brauchen eine Fachhochschule. Aber was wir wirklich brauchen, das ist die Begeisterung der Jungen, und die wird dann kommen, wenn Sie der Landwirtschaft Respekt entgegenbringen, Respekt und Anerkennung für unsere Bäuerinnen und Bauern, die ihre Leistungen in einer schwierigen Zeit erbringen, aber der allgemeinen Wirtschaft damit den Wohlstand ermöglichen. – Danke an unsere Bauern. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Abgeordneter Ing. Christian Höbart (FPÖ): Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Hohes Haus! Budget Untergruppe 40: Wirtschaft. Wie erwartet gibt es auch hier nichts Großartiges zu berichten. Herr Kollege Matznetter – doch, hier ist er wieder, eben hereingekommen –, ich habe mir schon gedacht, Sie sind wieder in die Wirtschaftskammer abgedampft, weil Sie vorher so enthusiastisch von der so großartigen Stimmung in der Wirtschaft berichtet haben. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Die haben vielleicht Sie in der Wirtschaftskammer, Herr Vizepräsident, aber draußen in der Wirtschaft herrscht eine gute Stimmung schon lange nicht mehr. (Beifall bei der FPÖ.) Herr Vizepräsident der Wirtschaftskammer, Sie sollten sich in Ihren Dienstwagen setzen und einmal Betriebe abfahren! (Abg. Matznetter: Mache ich!)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Ing. Christian Höbart (FPÖ): Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Hohes Haus! Budget Untergruppe 40: Wirtschaft. Wie erwartet gibt es auch hier nichts Großartiges zu berichten. Herr Kollege Matznetter – doch, hier ist er wieder, eben hereingekommen –, ich habe mir schon gedacht, Sie sind wieder in die Wirtschaftskammer abgedampft, weil Sie vorher so enthusiastisch von der so großartigen Stimmung in der Wirtschaft berichtet haben. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Die haben vielleicht Sie in der Wirtschaftskammer, Herr Vizepräsident, aber draußen in der Wirtschaft herrscht eine gute Stimmung schon lange nicht mehr. (Beifall bei der FPÖ.) Herr Vizepräsident der Wirtschaftskammer, Sie sollten sich in Ihren Dienstwagen setzen und einmal Betriebe abfahren! (Abg. Matznetter: Mache ich!)
Abg. Matznetter: Mache ich!
Abgeordneter Ing. Christian Höbart (FPÖ): Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Hohes Haus! Budget Untergruppe 40: Wirtschaft. Wie erwartet gibt es auch hier nichts Großartiges zu berichten. Herr Kollege Matznetter – doch, hier ist er wieder, eben hereingekommen –, ich habe mir schon gedacht, Sie sind wieder in die Wirtschaftskammer abgedampft, weil Sie vorher so enthusiastisch von der so großartigen Stimmung in der Wirtschaft berichtet haben. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Die haben vielleicht Sie in der Wirtschaftskammer, Herr Vizepräsident, aber draußen in der Wirtschaft herrscht eine gute Stimmung schon lange nicht mehr. (Beifall bei der FPÖ.) Herr Vizepräsident der Wirtschaftskammer, Sie sollten sich in Ihren Dienstwagen setzen und einmal Betriebe abfahren! (Abg. Matznetter: Mache ich!)
Beifall bei der FPÖ.
Ich bin erst gestern mit einem Geschäftsführer und Eigentümer aus dem Industriezentrum Niederösterreich Süd zusammengesessen. Ich muss Ihnen sagen – und das ist die einhellige Meinung in der Wirtschaft –, die Stimmung ist sehr, sehr schlecht und bedrückt. Und das hat einen Hintergrund. Es sind nicht die bösen Freiheitlichen, die immer alles schlechtreden wollen, sondern das ist letztendlich die Regierungspolitik der letzten Jahre, die zu dieser schlechten Stimmung in der Wirtschaft führt und geführt hat. Das muss man hier klipp und klar und deutlich sagen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Die Steuerbelastung ist viel zu hoch. Wir wissen, dass die Steuer- und Abgabenquote trotz der Steuerreform, die nächstes Jahr kommen wird, noch immer bei rund 43 Prozent sein wird. Sie ist letztendlich noch immer viel zu hoch. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Matznetter: … Millionäre! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Es fehlen Reformen. Das Steuersystem gehört ja längst vereinfacht. Auch die Unternehmensbesteuerung ist in Wirklichkeit zu hoch. Wenn die SPÖ wieder einmal was von sogenannten Reichensteuern fabuliert, dann frage ich: Was meint man denn damit? – Dass man Stiftungen höher besteuert? Wissen Sie, was in Stiftungen meistens geparkt ist? – Unternehmensbeteiligungen. Wollen Sie wirklich dafür sorgen, liebe Damen und Herren von der Sozialdemokratie, dass noch mehr Unternehmen zum Beispiel den Weg ins Ausland suchen? Versuchen Sie doch bitte einmal nachzudenken oder nachhaltige Wirtschaftspolitik zu leben in diesem Land! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Matznetter: … Millionäre! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Kogler: Welches KMU ist in einer Stiftung?
Ja, Millionäre, das ist immer dieselbe Leier. Das hört man von Ihnen eh schon lang. Gehören Sie vielleicht auch dazu, Herr Vizekanzler – nein, der Vizekanzler sitzt hinter mir –, Herr Vizepräsident? (Abg. Kogler: Welches KMU ist in einer Stiftung?)
Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner.
Nehmen wir nur zwei Punkte des Budgets her, die letztendlich … (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner.) – Ich habe ohnehin Sie als Vizekanzler lieber, das sage ich ganz offen.
Abg. Jarolim: Bitte eine geordnete Rede!
Die Wirtschaftsförderung dämmt man ein, nämlich um ein Viertel. Man geht von 150 Millionen auf 110 Millionen, was die Wirtschaftsförderung betrifft, hinunter. (Abg. Jarolim: Bitte eine geordnete Rede!)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Höbart: Milliardärsvertreter?
Abgeordneter Rainer Wimmer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Herr Höbart, Sie hätten es ja nicht besser auf den Punkt bringen können. Sie haben sich jetzt dargestellt als Milliardärsvertreter. (Abg. Höbart: Milliardärsvertreter?) Und das ist der wahre Grund, warum Sie gegen Erbschaftssteuern, warum Sie gegen vermögensbezogene Steuern auftreten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Rainer Wimmer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Herr Höbart, Sie hätten es ja nicht besser auf den Punkt bringen können. Sie haben sich jetzt dargestellt als Milliardärsvertreter. (Abg. Höbart: Milliardärsvertreter?) Und das ist der wahre Grund, warum Sie gegen Erbschaftssteuern, warum Sie gegen vermögensbezogene Steuern auftreten. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Loacker: Steigen laufend!
Nicht so gut ist die Diskussion über unser aktuelles Pensionssystem, die zurzeit geführt wird. Faktum ist, dass das Pensionsantrittsalter steigt und dass die Aufwendungen niedriger ausfallen, als sie im Budget festgehalten sind. (Abg. Loacker: Steigen laufend!) Das heißt, dass die Reformen, die die Bundesregierung jetzt umsetzt, auch tatsächlich wirken.
Abg. Gisela Wurm: Und Gemeinheit!
Kolleginnen und Kollegen, so etwas Dummes zu veröffentlichen, da gehört sehr viel Selbstvertrauen dazu. (Abg. Gisela Wurm: Und Gemeinheit!) Aber offensichtlich ist sich das Institut dafür nicht zu schade.
Abg. Loacker: Das stimmt so nicht!
Und wenn man schon über Pensionszuschüsse redet, dann muss man ehrlich sein. Wir stehen auch dazu. Und da ist es halt einmal so, dass die ASVG-Pensionisten den geringsten Zuschuss brauchen, nämlich nur 20 Prozent, 80 Prozent werden selbst finanziert. Das heißt, da gibt es einen durchschnittlichen Zuschuss von rund 300 € pro Monat. (Abg. Loacker: Das stimmt so nicht!)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Bei den Selbständigen, Herr Kollege Loacker, ist es schon ein wenig blöder. Da muss der Staat ein bisschen mehr berappen, nämlich 50 Prozent, also 750 € pro Pension. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Loacker: Verstehen statt nur stehen!
Aber, Kolleginnen und Kollegen, das ist solidarisch, das hat mit dem solidarischen Umlagesystem zu tun. Und zu dem müssen wir auch stehen. Wir stehen dazu, meine sehr geschätzten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Loacker: Verstehen statt nur stehen!)
Beifall bei der SPÖ.
Einige sprechen hier im Hohen Haus sehr oft vom Versagen des Staates, vom Versagen der Verwaltung. Ganz klar ist, dass es bei diesem Konkurs oder bei dieser Insolvenz um ein ganz klares Unternehmensversagen geht, meine Damen und Herren. Und da müssen wir in Zukunft dann schon auch über mehr Demokratie in Betrieben sprechen, denn so etwas soll uns eine Lehre sein. So etwas sollte in dieser Form und mit diesem Vorgehen nicht mehr passieren! (Beifall bei der SPÖ.) Die Leidtragenden sind nämlich die Kolleginnen und Kollegen, die jetzt vor Weihnachten nach Hause geschickt werden.
Abg. Höbart: Dann können Sie ja zustimmen! Danke! – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Zur Aufforderung der FPÖ im Entschließungsantrag, dass die Bundesregierung in Vorleistung treten sollte, das Weihnachtsgeld gehört jetzt ausgezahlt, da sollte sich die Bundesregierung bemühen: Ich habe heute schon in den Nachrichten um 6 Uhr in der Früh unseren Bundesminister Hundstorfer gehört, der gesagt hat, dass alles in die Wege geleitet ist. (Abg. Höbart: Dann können Sie ja zustimmen! Danke! – Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich weiß auch, dass die Ansprüche auf Sonderzahlungen beim Insolvenz-Entgelt-Fonds eingereicht werden. Wir hoffen, dass wir das alles für die Kolleginnen und Kollegen noch vor Weihnachten erledigen können. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zur Aufforderung der FPÖ im Entschließungsantrag, dass die Bundesregierung in Vorleistung treten sollte, das Weihnachtsgeld gehört jetzt ausgezahlt, da sollte sich die Bundesregierung bemühen: Ich habe heute schon in den Nachrichten um 6 Uhr in der Früh unseren Bundesminister Hundstorfer gehört, der gesagt hat, dass alles in die Wege geleitet ist. (Abg. Höbart: Dann können Sie ja zustimmen! Danke! – Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich weiß auch, dass die Ansprüche auf Sonderzahlungen beim Insolvenz-Entgelt-Fonds eingereicht werden. Wir hoffen, dass wir das alles für die Kolleginnen und Kollegen noch vor Weihnachten erledigen können. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Höbart – in Richtung SPÖ –: Danke, FPÖ!
Präsident Karlheinz Kopf: Als Nächster gelangt Herr Abgeordneter Mag. Kogler zu Wort. – Bitte. (Abg. Höbart – in Richtung SPÖ –: Danke, FPÖ!)
Beifall bei den Grünen.
Die Transparenzoffensive werden Sie erleben. Es ist das Wesen von Transparenz, dass die Abgeordneten dann mehr erfahren sollen, und Sie werden sich wundern, was dort alles passiert. (Beifall bei den Grünen.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordnete Dr. Angelika Winzig (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Es freut mich ganz besonders, dass die Schülerinnen und Schüler, die Pädagoginnen und Pädagogen meiner ehemaligen Schule, der HLW Bad Ischl, heute hier zu Gast sind. Herzlich willkommen! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Herr Vizekanzler, ich weiß, dass Ihnen die Berufsausbildung unserer Jugendlichen sehr am Herzen liegt, und ich bin überzeugt, dass Sie mit Ihren Maßnahmen und auch mit der jetzt in Arbeit befindlichen Evaluierung des dualen Ausbildungssystems den richtigen Weg beschreiten, um unsere duale Ausbildung zukunftsfit zu machen. Den falschen Weg hingegen beschritten haben in den letzten zwei Wochen die Arbeiterkammer und der ÖGB, wo in populistischer Manier Unternehmen-Bashing erfolgte. Für uns Unternehmerinnen und Unternehmer ist ein so undifferenzierter Rundumschlag sicherlich keine Motivation, Arbeitsplätze und Ausbildungsplätze zu schaffen. Ganz im Gegenteil! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Noch einmal: Ein funktionierender Tourismus ist genau das, was wir benötigen, aber wenn man sich die letzten Aktivitäten der Regierung anschaut – Registrierkassenpflicht, Mehrwertsteuererhöhung, die Diskussion um das Rauchverbot, die Allergenverordnung, die Erhöhung der Grunderwerbsteuer et cetera –, dann muss man sagen: Angesichts dessen kann keine gute Stimmung aufkommen! Die Stimmung, die die Unternehmen im Tourismus wiedergeben, ist: Wir sind die Melkkühe der Nation! (Beifall bei der FPÖ.) Wir können im wahrsten Sinne des Wortes Selbständige sein, nämlich selbst und ständig arbeiten, und das 24 Stunden, damit wir tatsächlich diese Einkommen schaffen. – Das ist derzeit die Stimmung im Tourismus, und das ist nicht erstaunlich.
Beifall bei der FPÖ.
Schauen wir uns das im Detail an! Schauen wir uns zum Beispiel die Mehrwertsteuererhöhung von 10 Prozent auf 13 Prozent an! Allein die Umsetzung, die Ermittlung dieser Mehrwertsteuererhöhung von 10 Prozent auf 13 Prozent, diese drei Prozent mehr, ist – unter Anführungszeichen – „kaum bis nicht nachvollziehbar“. Ich habe das nicht verstanden, die Unternehmer verstehen das nicht, die Einzigen, die das verstehen, sind die Programmierer und die Steuerberater, die damit wieder unglaublich viel Geld verdienen – der Unternehmer aber nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Moser: Und die massiv gekürzt wurde!
Aus diesem WBIB-Topf stehen auch Mittel für die thermisch-energetische Sanierung zur Verfügung, die ökologisch sehr wichtig ist. (Abg. Moser: Und die massiv gekürzt wurde!) Die Wertschöpfung … (Zwischenruf des Abg. Höbart.) – Es wird dort auch saniert. Der Herr Vizekanzler hat erklärt, dass in diesem Bereich umgeschichtet wird.
Zwischenruf des Abg. Höbart.
Aus diesem WBIB-Topf stehen auch Mittel für die thermisch-energetische Sanierung zur Verfügung, die ökologisch sehr wichtig ist. (Abg. Moser: Und die massiv gekürzt wurde!) Die Wertschöpfung … (Zwischenruf des Abg. Höbart.) – Es wird dort auch saniert. Der Herr Vizekanzler hat erklärt, dass in diesem Bereich umgeschichtet wird.
Beifall bei der SPÖ.
Insgesamt ist es ein sparsames Budget, es macht aber aus meiner Sicht Österreich reicher – reich an zusätzlichem qualitätsvollen Wohnraum, reich an einem Angebot, das insgesamt kostendämpfend wirkt, und auch reich an internationaler Anerkennung für dieses Erfolgsmodell des österreichischen Wohnbaus. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
98 Prozent aller Lehrlinge schaffen einen positiven Abschluss in der Berufsschule, aber 25 Prozent schaffen die Lehrabschlussprüfung nicht. Es liegt also nicht am Engagement der jungen Menschen, dass sie diesen Lehrabschluss nicht schaffen, das würde sich ja widersprechen, sondern definitiv auch an der Qualität der betrieblichen Ausbildung, und da müssen wir ansetzen. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Der Herr Minister ist diesen Ansatz ja bereits angegangen, Herr Abgeordneter Loacker! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
98 Prozent aller Lehrlinge schaffen einen positiven Abschluss in der Berufsschule, aber 25 Prozent schaffen die Lehrabschlussprüfung nicht. Es liegt also nicht am Engagement der jungen Menschen, dass sie diesen Lehrabschluss nicht schaffen, das würde sich ja widersprechen, sondern definitiv auch an der Qualität der betrieblichen Ausbildung, und da müssen wir ansetzen. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Der Herr Minister ist diesen Ansatz ja bereits angegangen, Herr Abgeordneter Loacker! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Dann sind wir plötzlich nicht mehr bei 38 Stunden, sondern bei 44 Stunden in der Woche, die der Sechzehnjährige in der Schule Unterricht haben muss. Würden Sie das einfach so passieren lassen, ohne dass irgendjemand etwas dazu sagt? Oder stellen Sie sich vor, der Mathematikprofessor würde sich entscheiden, dass er jetzt nicht mehr Mathematik unterrichtet, sondern dass jede Woche in der Mathematikstunde der Turnsaal geputzt wird. Würden Sie das durchgehen lassen? – Nein, das würden Sie nicht! Und ich erwarte von Ihnen allen – und auch von Ihnen, Herr Minister –, dass Sie den Lehrlingen dasselbe Engagement und dieselbe Aufmerksamkeit entgegenbringen wie Schülern und Schülerinnen oder allen jungen Menschen in unserem Land. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Wöginger: Das hat sie nicht gesagt!
Meine Damen und Herren, ich hoffe, das Wirkungsziel Attraktivierung, qualitative Verbesserung der Lehrlingsausbildung wird ernst genommen, es geht etwas weiter. Ich höre jetzt von einer geplanten Evaluierung, vielleicht könnten Sie das noch etwas konkretisieren. Es ist sicher gut, wenn Daten und Fakten Basis für eine Weiterentwicklung sind. Aber das, was Abgeordnete Winzig sagt, dass es lächerlich ist, die Einschätzung und Meinung von Lehrlingen dazu heranzuziehen – das, was sie selbst über ihre Ausbildung sagen –, finde ich wirklich absolut inakzeptabel. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Wöginger: Das hat sie nicht gesagt!)
Abg. Kickl: Die Gewerkschafter sitzen in ihren Luxuslimousinen!
Abgeordnete Dr. Kathrin Nachbaur (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrte Steuerzahler! Sehr geehrte zukünftige Steuerzahler! Wir haben heute schon öfter über den Zielpunkt-Konkurs gesprochen, wo 2 500 Mitarbeiter sowohl um ihr November-Gehalt als auch um ihr Weihnachtsgeld zittern müssen. Wir Abgeordnete sitzen hier herinnen im Warmen, und so mancher hier erscheint mir weit entfernt von den Menschen, die möglicherweise Zukunftsängste haben. (Abg. Kickl: Die Gewerkschafter sitzen in ihren Luxuslimousinen!) Ich sage das deshalb, weil wir ziemlich sicher sind, dass die Arbeitslosenzahlen seit Jahren geschönt sind. (Zwischenruf des Abg. Weninger.)
Zwischenruf des Abg. Weninger.
Abgeordnete Dr. Kathrin Nachbaur (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrte Steuerzahler! Sehr geehrte zukünftige Steuerzahler! Wir haben heute schon öfter über den Zielpunkt-Konkurs gesprochen, wo 2 500 Mitarbeiter sowohl um ihr November-Gehalt als auch um ihr Weihnachtsgeld zittern müssen. Wir Abgeordnete sitzen hier herinnen im Warmen, und so mancher hier erscheint mir weit entfernt von den Menschen, die möglicherweise Zukunftsängste haben. (Abg. Kickl: Die Gewerkschafter sitzen in ihren Luxuslimousinen!) Ich sage das deshalb, weil wir ziemlich sicher sind, dass die Arbeitslosenzahlen seit Jahren geschönt sind. (Zwischenruf des Abg. Weninger.)
Zwischenruf des Abg. Schellhorn.
zen Auflagen und Vorschriften gelten nämlich für diese globalen Multis nicht, weil die sonst vielleicht eh schon hin wären. (Zwischenruf des Abg. Schellhorn.)
Zwischenruf des Abg. Steinhauser.
Das ist komplett verkehrt. Wir müssen schauen, dass wir diese wettbewerbsverzerrenden globalen Multis in die Steuerpflicht bringen und dass wir gleichzeitig unseren Leistungsträgern den Rücken stärken, sie nicht schröpfen und über Arbeitszeitverkürzungen, Überstunden-Euro und Sonstiges nachdenken, während die globalen Multis immer dicker und dicker werden. (Zwischenruf des Abg. Steinhauser.)
Beifall bei der ÖVP.
Erfreulich ist, dass wir jetzt aber mit einer Entlastung für die KMUs begonnen haben. Ich möchte drei Beispiele dafür nennen. Erstens: Wenn man in der Buchhaltung einen Fehler macht, ist man nun nicht mehr strafbar. Die leichte Fahrlässigkeit wurde abgeschafft. Bei allen Einnahmen- und Ausgabenrechnern sind die Verluste nun unbeschränkt vortragsfähig, und an der Börse meist im Mid-Market-Segment gelistete KMUs sind nicht mehr vierteljährlich berichtspflichtig, sondern nur noch einmal im Jahr. Das ist ein guter Beginn. In diesem Sinne müssen wir weitermachen, denn die KMUs sind das Rückgrat unserer Wirtschaft. Meine Unterstützung dafür haben Sie, sehr geehrter Herr Wirtschaftsminister! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Knes: Doppler, das darfst du dir nicht gefallen lassen!
Präsident Karlheinz Kopf: Nächste Wortmeldung: Herr Abgeordneter Doppler. – Bitte. (Abg. Knes: Doppler, das darfst du dir nicht gefallen lassen!)
Abg. Knes: Bravo, Doppler!
Um eines, Herr Minister, möchte ich noch bitten: Ich glaube, dass es ganz, ganz wichtig ist, dass wir auch die Kleinwasserkraftwerke unterstützen, die sind einem enormen Preisdruck ausgesetzt. Ich glaube, das wäre ein wichtiger Ansatz. – Herzlichen Dank. (Abg. Knes: Bravo, Doppler!) – Klatschen bitte auch!
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Ein weiterer Punkt, der vor allem für junge Mädchen sehr wichtig ist, da bei den weiblichen Jugendlichen die Konzentration im Bereich der Lehrlingsausbildung zurzeit in drei Bereichen erfolgt: in den Lehrberufen Einzelhandel, Bürokauffrau und Friseurin. Ich denke, dass es wichtig ist, auch in anderen Berufssparten, insbesondere im technischen Bereich, zu versuchen, Maßnahmen zu setzen, dass es für weibliche Jugendliche attraktiver und interessanter wird, auch in anderen Bereichen einen Lehrberuf zu erlernen. Wir unterstützen diese Ziele natürlich. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Loacker: Glauben Sie, Sie finden mehr Lehrlinge, wenn Sie das sagen?
Vor wenigen Tagen ist vom Institut für Berufsbildungsforschung erstmals ein Lehrlingsmonitoring durchgeführt und präsentiert worden. 6 500 Lehrlinge wurden diesbezüglich befragt, und das Ergebnis ist einigermaßen ernüchternd: Vier von zehn Lehrlingen sagen, sie haben mangelnden oder keinen Kontakt zum Ausbildner oder zur Ausbildnerin. (Abg. Loacker: Glauben Sie, Sie finden mehr Lehrlinge, wenn Sie das sagen?) Sie wissen zum Teil gar nicht, wer im Unternehmen, wer im Betrieb für die Lehrlingsausbildung zuständig ist. Ein Drittel der Lehrlinge, das hat Kollegin Schatz ebenfalls gesagt, wird quasi ständig zu berufsfremden Tätigkeiten herangezogen. Das ist die Realität! Jeder zweite Lehrling sagt mittlerweile, würde er nochmals vor der Entscheidung stehen, diesen Lehrberuf zu erlernen, würde er sagen: Nein, den würde ich nicht mehr erlernen! (Abg. Schellhorn: So ein Blödsinn! – Abg. Loacker: 90 Prozent der Lehrlinge sind mit ihren Ausbildnern zufrieden! Sie machen die Lehre schlecht, unglaublich!)
Abg. Schellhorn: So ein Blödsinn! – Abg. Loacker: 90 Prozent der Lehrlinge sind mit ihren Ausbildnern zufrieden! Sie machen die Lehre schlecht, unglaublich!
Vor wenigen Tagen ist vom Institut für Berufsbildungsforschung erstmals ein Lehrlingsmonitoring durchgeführt und präsentiert worden. 6 500 Lehrlinge wurden diesbezüglich befragt, und das Ergebnis ist einigermaßen ernüchternd: Vier von zehn Lehrlingen sagen, sie haben mangelnden oder keinen Kontakt zum Ausbildner oder zur Ausbildnerin. (Abg. Loacker: Glauben Sie, Sie finden mehr Lehrlinge, wenn Sie das sagen?) Sie wissen zum Teil gar nicht, wer im Unternehmen, wer im Betrieb für die Lehrlingsausbildung zuständig ist. Ein Drittel der Lehrlinge, das hat Kollegin Schatz ebenfalls gesagt, wird quasi ständig zu berufsfremden Tätigkeiten herangezogen. Das ist die Realität! Jeder zweite Lehrling sagt mittlerweile, würde er nochmals vor der Entscheidung stehen, diesen Lehrberuf zu erlernen, würde er sagen: Nein, den würde ich nicht mehr erlernen! (Abg. Schellhorn: So ein Blödsinn! – Abg. Loacker: 90 Prozent der Lehrlinge sind mit ihren Ausbildnern zufrieden! Sie machen die Lehre schlecht, unglaublich!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Loacker: Das ist Imageschädigung, was Sie da machen! – Abg. Rädler: Das war jetzt wieder typisch Gewerkschaft!
Jugendliche in dieser Republik haben, die wieder bereit sind, einen Lehrberuf zu erlernen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Loacker: Das ist Imageschädigung, was Sie da machen! – Abg. Rädler: Das war jetzt wieder typisch Gewerkschaft!)
Ruf bei der ÖVP: Wer hat dir das aufgeschrieben?
Zusammenfassend stellt diese hochgelobte Steuerreform für die heimische mittelständische Wirtschaft ein gefährliches Belastungspaket dar, welches zu überdenken ist. – Danke. (Ruf bei der ÖVP: Wer hat dir das aufgeschrieben?)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS.
Abgeordneter Mag. Andreas Hanger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Werte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Ich möchte einleitend auf zwei Vorredner replizieren, in deren Rede es um die Lehrlingsausbildung gegangen ist. Ich möchte ganz klar feststellen, dass die Lehrlingsausbildung auch im internationalen Vergleich ein Vorzeigemodell ist. Viele, viele österreichische Unternehmer und Lehrlingsausbildner leisten hier hervorragende Arbeit. Das ist insgesamt einmal festzustellen. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Entscheidend aber ist natürlich die Wettbewerbsfähigkeit, und deshalb ist auch die Initiative unseres Herrn Vizekanzlers und der Bundesregierung zu begrüßen, die Lohnnebenkosten zu senken. Nur dann, wenn wir auch in Zukunft wettbewerbsfähig sind, werden wir diesen Standard halten können. Die Senkung der Lohnnebenkosten ist ein erster großer Schritt, schafft Arbeitsplätze und führt uns wieder einen Schritt weiter auf dem Weg, Österreich wieder an die Spitze zu bringen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Abgeordneter Josef Schellhorn (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Wirtschaftsminister! Ich habe auf der einen Seite durchaus Verständnis für Ihre Aussagen, aber ich muss dazu schon bemerken – um sachlich zu bleiben, wie der Kollege Obernosterer eingemahnt hat –, dass diese Aussagen Ihrer nicht würdig sind. Ich denke, das darf nicht unwidersprochen bleiben. Ihre Aussagen zeigen, dass Sie noch nie Unternehmer waren. Ihre Aussagen zeigen, dass Sie in Kammerwindeln auf die Welt gekommen sind, in Kammergehschulen gegangen sind und heute noch die Vertretung der „Kammer der gewerblichen Verhinderung“ sind, weil die keinen Wettbewerb kennt. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Abschließend sei mir noch gestattet, darauf hinzuweisen, wenn er bemerkt, dass die Gewinne steigen: Einen Unterschied gibt es schon noch zwischen Gewinn und Wertschöpfung, und es würde einem Wirtschaftsminister besser anstehen, wenn er die Realität betrachtet und nicht seine Storys hier erzählt. Das sollte nicht unwidersprochen bleiben. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
mals über 3 Prozent liegen. Das ist eine Leistung von ganz vielen Menschen, die sich in Forschungseinrichtungen und Unternehmen in diesem Bereich engagieren. Ich glaube, das sind Entwicklungen, auf die wir alle sehr stolz sein können. (Beifall bei der SPÖ.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Ja, wir müssen uns in diesen Bereichen weiter anstrengen, wenn wir zu den Innovation Leaders dazugehören wollen, nämlich zu jenen Ländern, die an der Wissensgrenze forschen, die an der technologischen Grenze auch produzieren. Da gehört noch ein wichtiger Schritt gesetzt, viele kleine Schritte gesetzt, und ich glaube, dass wir genau diese Schritte gemeinsam angehen. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Alles in allem sind wir im Bereich der angewandten Forschung gut unterwegs. Auf dem Weg zur Weltspitze fehlt uns noch einiges, diese Maßnahmen müssen und werden noch folgen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Zweiter Punkt: Ich weiß nicht, warum Sie dauernd darauf so herumreiten, ob jemand selbst unternehmerisch tätig gewesen ist oder nicht. Ich sage Ihnen, ich habe beispielsweise im Wirtschaftsbund – Peter Haubner hat eine ähnliche Tätigkeit – das gesamte Unternehmen geführt. Das ist wie ein Mittelstandsbetrieb, wo Sie ja auch die ganzen Managementaufgaben übernehmen müssen. Ehrlich gesagt, die These, dass der Bauer mit den größten Erdäpfeln der beste Landwirtschaftsminister ist, kommt mir irgendwie komisch vor. Deswegen würde ich auch sagen, es geht nicht darum, was Sie jetzt glauben, sondern es geht einfach darum, wie die ganze Konstellation makroökonomisch ist. Und dass ich Umsatz und Gewinn unterscheiden kann, das nehmen Sie bitte mit, selbst wenn ich in der Kammer beschäftigt war. – Nur so viel und danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Moser.
Jetzt haben wir uns geeinigt, und wir haben drei große Tunnelbauten. Darüber kann man diskutieren. Wir haben sie, wir wollen sie fertigstellen. (Zwischenruf der Abg. Moser.) Wenn man aber einen Großteil des Infrastrukturbudgets für diese großen Bauvorhaben verwendet, umso sorgfältiger muss man dann – bin ich der Überzeugung – mit dem restlichen Geld beziehungsweise vor allem mit den restlichen Investitionsvorhaben umgehen. Da sind es die großen sogenannten TEN-Strecken – die, die es schon gibt, und die, die noch kommen –, auf die ich das Augenmerk lenken möchte.
Zwischenruf der Abg. Moser.
Wir gingen bis dato immer davon aus, dass die West-Achse, das heißt die Salzburg–Wien-Verbindung, plus die Süd-Achse eine entsprechende Wichtigkeit haben. Vor Kurzem habe ich die Information erhalten, dass von der Tschechei kommend über die Summerauer Strecke die Schober-Achse weiter nach Koper zumindest einmal von der Tschechei ausgebaut wird, und zwar mit einer gewissen Schnelligkeit, von der ich fürchte, dass Österreich das nicht schaffen wird. (Zwischenruf der Abg. Moser.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Pock.
Ich bin mir sicher, wenn die SPÖ das unterstützt, wird es auch die ÖVP zusammenbringen. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Pock.)
Abg. Höbart: Süd- oder Nordkorea?
verstärkt in den Ausbau der Infrastruktur investieren. Insgesamt hat für das Jahr 2016 das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie 3,83 Milliarden € zur Verfügung, und das sind – das ist ganz wichtig zu betonen – um 481 Millionen € mehr als 2015. Auch in den kommenden Jahren wird in den Ausbau der Schiene investiert. Der Ausbau der Schiene wird im Mittelpunkt der Investitionen bis 2021 stehen. Bis zum Jahr 2021 werden rund 14 Milliarden €, also jährlich 2 Milliarden €, in den Ausbau der Eisenbahninfrastruktur investiert. (Abg. Höbart: Süd- oder Nordkorea?) Das schafft und sichert Zehntausende Arbeitsplätze.
Abg. Höbart: Und das ist der Erfolg vom Kollegen Heinzl! – Abg. Kickl: In letzter Zeit waren die Züge ein bisschen voll!
Sehr geehrte Damen und Herren, auch die ständig steigende Zahl der Fahrgäste gibt der Politik des Bahnausbaus recht. Österreich ist, wie Sie wissen, mittlerweile das Bahnfahrerland Numero eins in der Europäischen Union. Im Konkreten fährt jede Österreicherin, jeder Österreicher im Jahresschnitt 1 425 Kilometer mit der Bahn, und das sind um 45 Prozent mehr als der Durchschnittseuropäer. (Abg. Höbart: Und das ist der Erfolg vom Kollegen Heinzl! – Abg. Kickl: In letzter Zeit waren die Züge ein bisschen voll!) Ein Grund dafür ist – Herr Kickl, ich hoffe, Sie fahren auch mit dem Zug – neben der gut ausgebauten Infrastruktur sicher auch der sehr günstige Fahrpreis bei uns. Zu erwähnen ist: Ein Zugkilometer kostet den Fahrgast in Österreich im Schnitt 5,9 Cent, im Vergleich dazu kostet der Kilometer im völlig privatisierten, liberalisierten Bahnverkehr in England im Schnitt 15,2 Cent.
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Das Budget 2016 spricht im Verkehrsbereich eine klare Sprache, und zwar wird sichergestellt, dass die Investitionen in eine sichere und leistungsfähige Infrastruktur weiter fortgesetzt werden. Davon profitieren nicht nur die Menschen und die Umwelt, sondern vor allem auch die Wirtschaft. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Das war die Sonntagsrede am Donnerstag! – Abg. Heinzl: Herr Kickl, sind Sie auch wieder einmal da? – Ruf bei der FPÖ: Ich war das! – Heiterkeit. – Abg. Heinzl: Sie? – Sie beschäftigen sich beim Verkehr nur mit der Schifffahrt! – Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Willi. – Bitte. (Ruf bei der FPÖ: Das war die Sonntagsrede am Donnerstag! – Abg. Heinzl: Herr Kickl, sind Sie auch wieder einmal da? – Ruf bei der FPÖ: Ich war das! – Heiterkeit. – Abg. Heinzl: Sie? – Sie beschäftigen sich beim Verkehr nur mit der Schifffahrt! – Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Abg. Heinzl: Da kannst du dir denken, was Sie Ihrer Partei an Schwarzgeld bringen! – Abg. Kickl: Geh, bitte! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Herr Abgeordneter, bitte, Sie haben das Mikrofon, Sie sind lauter! (Abg. Heinzl: Da kannst du dir denken, was Sie Ihrer Partei an Schwarzgeld bringen! – Abg. Kickl: Geh, bitte! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Minister, werden Sie endlich tätig in dieser Sache! (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.
Nun zur Bahn. Es ist sehr interessant – ich erlebe das immer wieder –: Wenn es um die ganz großen Summen geht, dann werden diese sehr schnell und ohne große Diskussion im Parlament durchgewunken. Vor zwei Tagen hatten wir hier eine Regierungsvorlage mit dem Titel: Bundesgesetz, mit dem die Begründung von Vorbelastungen durch den Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie genehmigt wird. Dieses Gesetz schaut so aus (der Redner hält ein Blatt Papier in die Höhe, auf dem der Text der Regierungsvorlage steht): drei Paragrafen. Vor zwei Tagen wurde es von der Mehrheit im Hause durchgewunken, und wissen Sie, worum es da geht? – Es geht um 42 Milliarden €. (Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.) Zehn Zeilen Gesetz für 42 Milliarden €, keine große Diskussion, durchgewunken.
Abg. Moser: … verantwortungsvoller Umgang mit Steuergeld!
Das sind die Summen, die Sie, Herr Minister, in die Bahn investieren dürfen. Wenn wir alle schon unter der Erde liegen, nämlich bis zum Jahr 2070, werden die Österreicherinnen und Österreicher diese Schulden noch zurückzahlen! Jetzt kann man sagen – gerade als Grüner –: Super, es wird in die Bahn investiert. (Abg. Moser: … verantwortungsvoller Umgang mit Steuergeld!) Dieser Meinung kann man sein, nur wir von den Grünen werden für vieles getadelt, aber für eines nicht: dass wir nicht verantwortungsvoll mit Steuergeldern umgehen würden. Wir gelten als die Partei, die ihre eigenen Parteikassen sehr transparent und für jeden einsehbar führt. Bei uns gibt es keine Abkassierer, keine Nehmer, uns kann in Sachen Geld und Verwendung von Steuergeld niemand etwas Schlechtes nachsagen.
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Pock.
Ich finde, wenn es um solche Beträge geht, eben um 42 Milliarden €, dann muss man schon genauer hinschauen, ob diese hohen Beträge sinnvoll, nämlich sinnvoll im Sinne einer möglichst großen Wohlfahrtswirkung eingesetzt werden. Ich würde mich ja freuen, wenn wir einmal ein Gesetz hätten – zehn Zeilen –, mit dem für die Bildung 42 Milliarden € auch so einfach lockergemacht werden. Da würde wirklich etwas weitergehen in Österreich. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Pock.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Pock.
Herr Minister, wir beide haben ein spannendes Jahr 2016 vor uns. Ich erwarte mir von Ihnen Engagement im Zusammenhang mit dem Abgas-Skandal, damit wir, was die Schadstoffe des Autoverkehrs angeht, endlich zugunsten der Umwelt weiterkommen, und zweitens eine vernünftige Investition in die Bahninfrastruktur, denn 42 Milliarden € müssten besser investiert werden, als Sie das derzeit tun. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Pock.)
Abg. Moser: Das erste Mal!
Darüber kann man trefflich streiten, welche Maßnahmen hier sinnvoll sind. Ich möchte dazu nur sagen, Kollege Willi, weil du vorher die drei kurzen Paragraphen gezeigt hast, das ist das Gesetz, aber wir haben sehr wohl, und das zum ersten Mal, im Ausschuss den Hintergrund dieses Gesetzes diskutiert, und der Rahmenplan wurde transparent dargestellt. Das ist ja nichts anderes als eine Liste … (Abg. Moser: Das erste Mal!) – Ja, das hefte ich auch durchaus auf unsere Fahne, dass wir hier Druck gemacht haben,
Abg. Moser: Ich habe das schon voriges Jahr gesagt!
dass wir (Abg. Moser: Ich habe das schon voriges Jahr gesagt!) – ja, jetzt ist es aber gelungen –, dass wir das im Ausschuss diskutiert haben. Also bitte nicht so darstellen, dass das jetzt nur ein einfaches Gesetz ist, sondern es gibt hier sehr wohl die Möglichkeit, transparent zu schauen, in welche Projekte investiert wird.
Demonstrativer Beifall der Abgeordneten Moser und Willi.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich bin auch der Meinung, dass die kleineren und mittleren Projekte durchaus wichtig sind und vor allem auch einen Beschäftigungseffekt für die kleine und regionale Bauwirtschaft haben können. Das ist selbstverständlich richtig. (Demonstrativer Beifall der Abgeordneten Moser und Willi.)
Ruf bei der ÖVP: Redezeit!
Auch da gilt es, darüber nachzudenken, wie wir die Effizienz steigern können. So sollten wir beispielsweise über eine Kompetenzstelle nachdenken, die die Ausschreibungen von Verkehrsdienstleistungen organisieren könnte, nämlich nicht nur für den Bund, sondern auch für die Länder; vielleicht im ersten Schritt auf freiwilliger Basis. Das würde eine bessere Koordinierung, eine engere Kooperation bedeuten, dadurch möglicherweise auch wirtschaftlich bessere Konditionen und insgesamt eine Entlastung der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler bedeuten können. (Ruf bei der ÖVP: Redezeit!)
Beifall bei der ÖVP.
Zum Abschluss, Herr Bundesminister, noch eine Bitte: Setzen Sie sich bitte bei Ihren Kolleginnen und Kollegen in der Wiener Stadtregierung dafür ein, dass die beiden wichtigen Projekte, Ausbau der U5, aber auch der Lobau-Tunnel, endlich angegangen werden, da gerade der Lobau-Tunnel nicht nur für die Wienerinnen und Wiener von entscheidender Bedeutung ist, sondern für die gesamte Ostregion, auch für die Pendler aus Niederösterreich, aus dem Burgenland und aus der Steiermark, und da müssen wir endlich in die Gänge kommen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Moser: Eine Tunnelbohrmaschine bringt ja keine Arbeitsplätze!
Wir reden aber auch über die Investitionspolitik der Regierung. Wir reden darüber, dass wir in den nächsten fünf Jahren knapp 14,6 Milliarden € in Infrastrukturprojekte investieren wollen, konkret in Bahnprojekte. Da hat die eine Seite der Regierung, nämlich die schwarze, zur Gänze versagt, und die rote, da kann man nur gratulieren, hat zur Gänze gewonnen. Ich weiß, das ist Ihre Politik, Sie wollen auf Schulden Arbeitsplätze bauen; diese Politik hat bisher auch versagt, aber das zeugt zumindest von inhaltlicher Durchsetzungsstärke. (Abg. Moser: Eine Tunnelbohrmaschine bringt ja keine Arbeitsplätze!)
Beifall bei den NEOS sowie der Abgeordneten Moser und Willi.
Die zweite Frage ist: Welche Arbeitsplätze fördern wir, und wie werden sie in Zukunft gestaltet sein? Wir wissen jetzt, dass sich die Jobs in den nächsten 20, 30 Jahren massiv verändern werden, und wir müssen in neue Industrien, wir müssen in neue Dienstleistungen und in neue Gewerbe investieren, damit wir nachhaltig unsere Wirtschaft absichern – und nicht so, wie das seit den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts gemacht wurde. Das geht doch auf keine Kuhhaut! – Danke. (Beifall bei den NEOS sowie der Abgeordneten Moser und Willi.)
Abg. Kucher unterschreibt dieses Schriftstück, welches dann zum Präsidium gebracht wird. – Allgemeine Heiterkeit.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Herr Abgeordneter, ich darf nur erinnern, dass Sie möglicherweise einen Antrag einbringen werden. – Bitte. (Abg. Kucher unterschreibt dieses Schriftstück, welches dann zum Präsidium gebracht wird. – Allgemeine Heiterkeit.)
Beifall bei der SPÖ.
Alles in allem sind wir im Bereich der angewandten Forschung in Österreich auf einem guten Weg. Viele Maßnahmen müssen noch folgen, da sind wir dran, damit wir unsere hochgesteckten Ziele im internationalen Bereich umsetzen können. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Königsberger-Ludwig: Wir fahren gerne Bahn!
Herr Minister, ich möchte Sie auffordern, bei künftigen Budgets stärker in diese Richtung zu schauen, um hier wettbewerbsfähiger zu werden. Ich würde auch gerne ab und zu mit dem Zug fahren, wenn ich schneller vorwärtskäme, aber das ist leider derzeit noch nicht der Fall. Das ist für mich nur eine Option, wenn ich keine andere Möglichkeit mehr habe, dann muss ich die Fahrt mit dem Zug wählen, was ich aber sehr ungern mache, das muss ich ganz ehrlich sagen. Wenn das Angebot stimmen würde, würde ich es viel lieber machen und mehr mit der Bahn fahren. – Also eine Aufgabe für Sie, Herr Minister! (Abg. Königsberger-Ludwig: Wir fahren gerne Bahn!) – Ja, Sie haben vielleicht eine bessere Strecke im Osten Österreichs. Wir im Westen sind ein bissel benachteiligt. Das habe ich gerade versucht zu erklären, wenn Sie mir zugehört hätten.
Abg. Willi: Fahr einmal in Italien!
Ein großes Problem sehe ich bei den Autofahrern, die ja die Melkkuh der Nation sind, Herr Bundesminister. Ich werde dazu einen Antrag – ich habe ihn heute nicht mehr fertiggebracht – im Verkehrsausschuss einbringen. Wieder stehen wir vor einem Jahreswechsel, mit nächstem Monat kommt die neue Vignette. Wir wissen es alle, ihr Preis hat sich wieder automatisch erhöht, und das ist ein großes Problem, finde ich. (Abg. Willi: Fahr einmal in Italien!) Wir benützen die Autobahn, wir zahlen Maut dafür, das ist ganz klar. Wir haben im Bereich der ASFINAG Überschüsse, wie wir wissen, Herr Kollege von den Grünen. Das ist alles ein Thema, über das man sicher reden kann. Aber ich glaube, dass es notwendig ist, einmal diese Melkkuh der Nation etwas zu entlasten, und da geht es schon einmal bei den Mautgebühren los. Wir zahlen Maut für gewisse Straßen, also eine Sondermaut; wenn ich durch den Arlberg fahre, wenn ich die Brennerstrecke fahre, muss ich Maut zahlen – und trotzdem zusätzlich noch für die Vignette zahlen! Das ist schon eine gewisse Ungerechtigkeit, und das sollten wir uns genauer anschauen, um hier vielleicht eine fairere Lösung zu finden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ein großes Problem sehe ich bei den Autofahrern, die ja die Melkkuh der Nation sind, Herr Bundesminister. Ich werde dazu einen Antrag – ich habe ihn heute nicht mehr fertiggebracht – im Verkehrsausschuss einbringen. Wieder stehen wir vor einem Jahreswechsel, mit nächstem Monat kommt die neue Vignette. Wir wissen es alle, ihr Preis hat sich wieder automatisch erhöht, und das ist ein großes Problem, finde ich. (Abg. Willi: Fahr einmal in Italien!) Wir benützen die Autobahn, wir zahlen Maut dafür, das ist ganz klar. Wir haben im Bereich der ASFINAG Überschüsse, wie wir wissen, Herr Kollege von den Grünen. Das ist alles ein Thema, über das man sicher reden kann. Aber ich glaube, dass es notwendig ist, einmal diese Melkkuh der Nation etwas zu entlasten, und da geht es schon einmal bei den Mautgebühren los. Wir zahlen Maut für gewisse Straßen, also eine Sondermaut; wenn ich durch den Arlberg fahre, wenn ich die Brennerstrecke fahre, muss ich Maut zahlen – und trotzdem zusätzlich noch für die Vignette zahlen! Das ist schon eine gewisse Ungerechtigkeit, und das sollten wir uns genauer anschauen, um hier vielleicht eine fairere Lösung zu finden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Willi: Autofahrerpartei seid ihr? Richtungswechsel! – Abg. Brosz: „Geisterfahrerpartei“ hätte ich gesagt! – Abg. Pirklhuber: Autozuliefererpartei!
Wir als Autofahrerpartei Team Stronach machen uns für die Autofahrer stark. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Willi: Autofahrerpartei seid ihr? Richtungswechsel! – Abg. Brosz: „Geisterfahrerpartei“ hätte ich gesagt! – Abg. Pirklhuber: Autozuliefererpartei!) Es kann nicht sein, meine Damen und Herren, dass nur die Autofahrer für alle budgetären Probleme, die diese Regierung verursacht hat, aufkommen müssen.
ironische Heiterkeit bei SPÖ und Grünen
Meine Damen und Herren, Sie sollten etwas mehr auf das Budget schauen, Sie sollten einmal die Autofahrer entlasten. Wie gesagt, meinen Antrag habe ich Ihnen ja angekündigt, den werden Sie noch von mir bekommen. Eines kann ich Ihnen versichern: Wenn das Team Stronach in der Regierung für Verkehr zuständig wäre (ironische Heiterkeit bei SPÖ und Grünen), dann ginge es den Autofahrern wesentlich besser. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine Damen und Herren, Sie sollten etwas mehr auf das Budget schauen, Sie sollten einmal die Autofahrer entlasten. Wie gesagt, meinen Antrag habe ich Ihnen ja angekündigt, den werden Sie noch von mir bekommen. Eines kann ich Ihnen versichern: Wenn das Team Stronach in der Regierung für Verkehr zuständig wäre (ironische Heiterkeit bei SPÖ und Grünen), dann ginge es den Autofahrern wesentlich besser. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher auch mein Appell: Legen wir hier einen Gang zu! Ich glaube, es ist auch bei Ihnen in guten Händen. Und ich sage jetzt schon Danke dafür. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Für Durchschnittliches zwei Zahlen zum Schluss: ETH Zürich: Aufwendungen pro Studierenden 78 000 €, TU-Wien: Aufwendungen pro Studierenden 11 000 €. Mir ist schon bewusst, beim Kostensatz der ETH Zürich werden auch Pensionen und ähnliche Dinge bezahlt, aber es besteht ein deutliches Missverhältnis. Das heißt, die Schweiz investiert da wesentlich mehr. Wo liegt die Schweiz im Innovationsranking? – An erster Stelle. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Im Ausschuss wurde auch darüber berichtet, dass es in diesem Budget auch die finanzielle Unterstützung für die Ausbildung von jungen Menschen bei den Österreichischen Bundesbahnen geben wird. Ich darf vielleicht daran erinnern: Die Österreichischen Bundesbahnen sind mit 1 800 Lehrlingen in elf Lehrwerkstätten der größte Lehrlingsausbildner im technischen Bereich. 86 Prozent aller Lehrlinge sowie die Hälfte der rund 300 weiblichen Lehrlinge gehen hier einem technischen Beruf nach. Eine gute Investition in die Zukunft Österreichs und in die Zukunft unserer Jugend. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Heinzl: Sie sind aus dem Burgenland!
Abgeordnete Dr. Ruperta Lichtenecker (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Werte Damen und Herren! Ein herzliches Willkommen der Gruppe der Jungen und Kinder, die gerade vorhin gekommen sind! So junge Gäste haben wir ganz selten. Aber das ist ein spannender Bereich, jetzt geht es um Forschung, jetzt geht es um Zukunft. (Abg. Heinzl: Sie sind aus dem Burgenland!) – Bitte? (Abg. Heinzl: Aus dem Burgenland!) – Aus dem Burgenland, ein herzliches Willkommen! (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Heinzl: Aus dem Burgenland!
Abgeordnete Dr. Ruperta Lichtenecker (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Werte Damen und Herren! Ein herzliches Willkommen der Gruppe der Jungen und Kinder, die gerade vorhin gekommen sind! So junge Gäste haben wir ganz selten. Aber das ist ein spannender Bereich, jetzt geht es um Forschung, jetzt geht es um Zukunft. (Abg. Heinzl: Sie sind aus dem Burgenland!) – Bitte? (Abg. Heinzl: Aus dem Burgenland!) – Aus dem Burgenland, ein herzliches Willkommen! (Allgemeiner Beifall.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordnete Dr. Ruperta Lichtenecker (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Werte Damen und Herren! Ein herzliches Willkommen der Gruppe der Jungen und Kinder, die gerade vorhin gekommen sind! So junge Gäste haben wir ganz selten. Aber das ist ein spannender Bereich, jetzt geht es um Forschung, jetzt geht es um Zukunft. (Abg. Heinzl: Sie sind aus dem Burgenland!) – Bitte? (Abg. Heinzl: Aus dem Burgenland!) – Aus dem Burgenland, ein herzliches Willkommen! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Minister, für ein fatales und wirklich schlechtes Signal halte ich die Kürzung der Mittel für den Klima- und Energiefonds. Gerade dieser Bereich, von dem wir wissen, dass das so ein dynamischer Markt ist, von dem wir wissen, dass daraus großartige und tolle Projekte Unterstützung finden, braucht wesentlich mehr Augenmerk. Aber hier wird genau das Gegenteil gemacht. Das halten wir für einen schweren Fehler, insbesondere weil wir auch überzeugt davon sind, dass die vielen Unternehmen, die im Bereich Energie- und Umwelttechnik in Österreich arbeiten, die vielen Gemeinden, die da großartige Arbeit leisten, genau dazu beitragen könnten, für Österreich ein entsprechendes Ziel zu setzen, nämlich: Österreich soll das Umwelt- und Energietechnikland Nummer eins in Europa werden! (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Pock.
Ich komme zum Thema Infrastruktur, Verkehr und Innovation. Wir haben in diesem Bereich Ausgaben von über 3 Milliarden € für Investitionen zur Verfügung. Danke dafür, Herr Abgeordneter Pock hat es anerkannt. Die Sozialdemokratie steht für Investitionen. Wir wollen investieren und wir wollen in das Richtige investieren, nämlich in die Freiheit der Menschen. (Zwischenruf des Abg. Pock.) Wenn wir in Mobilität investieren, investieren wir in die Möglichkeit und in die Freiheit der Menschen, ihre Mobilität umzusetzen.
Abg. Moser: Nur, wie wir das bezahlen, möchte ich endlich einmal wissen!
2 Milliarden € investieren wir in den Ausbau der Schiene. Ich kann es noch einmal deutlich sagen: Da geht es nicht um Tunnels, da geht es darum, dass wir das Gesamtsystem der Schiene aufrechterhalten. (Abg. Moser: Nur, wie wir das bezahlen, möchte ich endlich einmal wissen!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich war vor ein paar Monaten in Lienz, das ist ja nicht im Zentrum Österreichs. Dort hat man mir gesagt, Lienz lebt davon, dass es an die Südbahn angeschlossen ist. Die haben sich gefreut, dass wir jetzt den Semmering-Basistunnel bauen, denn damit sind ihre Möglichkeiten besser geworden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Willi: Wieso hat die dann weniger Züge?
Und wissen Sie, was das Schönste ist? – Die Menschen unterstützen das! Österreich ist das Bahnfahrerland Nummer eins geworden. Warum? – Wir haben die Westbahn gut ausgebaut, wir fahren von Salzburg bis Wien in 2 Stunden 22 Minuten! (Abg. Willi: Wieso hat die dann weniger Züge?) Da sind wir besser als die Straße, da sind wir besser als das Auto! Wir haben die Anbindung zum Flughafen Wien-Schwechat zuwege gebracht. (Abg. Willi: Weil Sie den regionalen Verkehr nicht ausgebaut haben!) Damit verbinden wir die Verkehrsmittel und haben neue Möglichkeiten für die Menschen geschaffen.
Abg. Willi: Weil Sie den regionalen Verkehr nicht ausgebaut haben!
Und wissen Sie, was das Schönste ist? – Die Menschen unterstützen das! Österreich ist das Bahnfahrerland Nummer eins geworden. Warum? – Wir haben die Westbahn gut ausgebaut, wir fahren von Salzburg bis Wien in 2 Stunden 22 Minuten! (Abg. Willi: Wieso hat die dann weniger Züge?) Da sind wir besser als die Straße, da sind wir besser als das Auto! Wir haben die Anbindung zum Flughafen Wien-Schwechat zuwege gebracht. (Abg. Willi: Weil Sie den regionalen Verkehr nicht ausgebaut haben!) Damit verbinden wir die Verkehrsmittel und haben neue Möglichkeiten für die Menschen geschaffen.
Abg. Moser: Vor allem die Finanzierungssicherheit ist das Problem!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Planungssicherheit und verantwortungsvolles Wirtschaften – das ist die Devise, die ich mir gesetzt habe. Es geht darum, Planungssicherheit zu haben. (Abg. Moser: Vor allem die Finanzierungssicherheit ist das Problem!) Es ist für die Bevölkerung, für die Wirtschaft, aber, ich glaube, auch für das Hohe Haus wichtig, dass wir sagen: Diese Investitionen, die wir tätigen, können wir planen, da entwickeln wir uns weiter, da organisieren wir Qualität, und es wird verantwortungsvoll gewirtschaftet. (Abg. Moser: Wir bauen Schulden!)
Abg. Moser: Wir bauen Schulden!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Planungssicherheit und verantwortungsvolles Wirtschaften – das ist die Devise, die ich mir gesetzt habe. Es geht darum, Planungssicherheit zu haben. (Abg. Moser: Vor allem die Finanzierungssicherheit ist das Problem!) Es ist für die Bevölkerung, für die Wirtschaft, aber, ich glaube, auch für das Hohe Haus wichtig, dass wir sagen: Diese Investitionen, die wir tätigen, können wir planen, da entwickeln wir uns weiter, da organisieren wir Qualität, und es wird verantwortungsvoll gewirtschaftet. (Abg. Moser: Wir bauen Schulden!)
Abg. Moser: Bitte den Abgeordneten Deimek zu beachten!
Ich sage Ihnen, was ganz entscheidend ist: Gemessen an anderen europäischen Ländern, in denen Investitionen oft mit Schwierigkeiten und Problemen behaftet sind, sind seit 2007 alle Großprojekte in Österreich nach Plan abgewickelt worden, und wir haben sogar einiges an Kostenunterschreitungen zustande gebracht. Ich bedanke mich ausdrücklich bei allen Projektmanagern, die in diesem Feld gearbeitet haben. Sie haben da eine tolle Leistung erbracht. Es ist uns zum Beispiel beim Hauptbahnhof in Wien, beim Lainzer Tunnel und bei vielen Straßenprojekten gelungen. (Abg. Moser: Bitte den Abgeordneten Deimek zu beachten!)
Abg. Moser: Wie bitte? Da sind drei Stufen! – Abg. Willi: Sind Sie schon einmal mit einem Kinderwagen eingestiegen?
Sie sind auch eingebunden worden, wenn es darum geht, bei der ÖBB barrierefrei einzukaufen. Ich kann Ihnen sagen, wir werden bei der Bahn 101 Züge, jetzt auch den Railjet, zur Verfügung haben. Das ist ein barrierefreies Verkehrsmittel. Das ist mir wichtig. (Abg. Moser: Wie bitte? Da sind drei Stufen! – Abg. Willi: Sind Sie schon einmal mit einem Kinderwagen eingestiegen?)
Zwischenruf des Abg. Pock.
Auf die Ausführungen des Abgeordneten Pock habe ich reagiert. Danke noch einmal dafür, auch für die Einschätzung. Das hat mich besonders gefreut. (Zwischenruf des Abg. Pock.)
Abg. Brosz: Apropos Beitrag: Wann kriegen wir die Dokumente?
Eines ist wichtig, Herr Abgeordneter Kassegger: Wir haben klar gesagt, wir wollen die Forschungsausgaben erhöhen, das ist wichtig, dazu braucht es das Engagement der Industrie. Ich war vor Kurzem bei der Bahnindustrie, die investieren 9 Prozent ihres Umsatzes in Forschung. Da sind sie gut dabei. Die Industrie investiert durchschnittlich 7 Prozent in Forschung. Dort, wo man in Forschung investiert, sind die erfolgreicheren Betriebe. Insofern wünsche ich mir, dass Industrieklein- und ‑mittelbetriebe auch sehr viel auf dem Gebiet der Forschung tun. Ich möchte das unterstützen und denke, dass wir einen guten Beitrag dazu leisten. (Abg. Brosz: Apropos Beitrag: Wann kriegen wir die Dokumente?)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Brosz: Leider haben Sie nichts zu den Ausschussdokumenten gesagt!
Ich ersuche Sie, diesem Budget die Zustimmung zu geben. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Brosz: Leider haben Sie nichts zu den Ausschussdokumenten gesagt!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Dr. Karlheinz Töchterle (ÖVP): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Trotz knapper Redezeit drängt es mich zu zwei Repliken. Herr Kollege Hagen, auch ich wohne im Westen. Ich fahre immer mit der Bahn und erlebe sie als pünktlich, komfortabel und schnell. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der NEOS.
wirken. Wenn wir da etwas Neues machen – und wir müssen hier etwas Neues machen, um ähnlich erfolgreich wie unsere Nachbarn Schweiz oder Deutschland zu sein –, dann muss das ein gutes Instrument sein. Ich bitte sehr, dass wir da wirklich ein stimmiges Paket schnüren. Dann, glaube ich, zapfen wir eine Quelle an, die wir noch viel zu wenig angezapft haben, nämlich private Mittel für die Forschung. Dann kann auch unser öffentliches Budget, das, wie gesagt, über dem EU-Schnitt liegt, weiterwachsen. Das wünsche ich mir im Sinne einer guten Zukunft für Österreich. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Ich finde es sehr schön, dass Sie das ansprechen. Es sollte ja auch ein Ziel der gesamten Regierung sein, dass sich da etwas tut. Sie können auch alle miteinander reden, denn es soll ja in nächster Zeit auch etwas zum Thema Venture Capital kommen. Wir hoffen da ja auch auf Unterstützung Ihrer Seite, damit wir den Realwirtschaftsinvestitionsfreibetrag zustande bekommen, denn der ist unter anderem auch in diesem Bereich extrem wichtig. Sie haben ja die Durchführung von gezielten Maßnahmen mit starker Hebelwirkung auch als Ziel für Ihr Ressort beschrieben, um damit höhere private Forschungsinvestitionen auszulösen. Ich hoffe darauf, dass wir mehrere Maßnahmen in diesem Parlament auf den Weg bringen, damit auch für die Forschung und Entwicklung mehr private Gelder da sind. – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Hagen.
Ich habe das nämlich gerade geklärt. Offensichtlich ist das aber bei Ihnen noch nicht angekommen, dass der Zug auch schon sehr gut auf der Westbahn fährt. (Zwischenruf des Abg. Hagen.) Ich bin aus der Steiermark, die Südstrecke ist noch nicht so gut ausgebaut. Aber der Zug fährt zwischen Wien – Innsbruck gut 4 Stunden 20 Minuten, also das ist überhaupt keine Zeit (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hagen), nach Bregenz fährt man zirka 6 Stunden 30 Minuten. Fährt man in die Steiermark ins Ennstal, ist man noch 3 Stunden 30 Minuten unterwegs oder 3 Stunden 40 Minuten, also das ist schon eine deutliche Besserstellung der Weststrecke.
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hagen
Ich habe das nämlich gerade geklärt. Offensichtlich ist das aber bei Ihnen noch nicht angekommen, dass der Zug auch schon sehr gut auf der Westbahn fährt. (Zwischenruf des Abg. Hagen.) Ich bin aus der Steiermark, die Südstrecke ist noch nicht so gut ausgebaut. Aber der Zug fährt zwischen Wien – Innsbruck gut 4 Stunden 20 Minuten, also das ist überhaupt keine Zeit (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hagen), nach Bregenz fährt man zirka 6 Stunden 30 Minuten. Fährt man in die Steiermark ins Ennstal, ist man noch 3 Stunden 30 Minuten unterwegs oder 3 Stunden 40 Minuten, also das ist schon eine deutliche Besserstellung der Weststrecke.
Zwischenrufe der Abgeordneten Rädler und Hagen.
Ich kann mich noch gut erinnern: Im Oktober 1998 bin ich nach Wien gekommen und habe in der Bundespolitik zu arbeiten begonnen. Eine meiner ersten Aktionen war damals, in Spital am Semmering für den Bau des Semmeringtunnels zu demonstrieren, nämlich darauf hinzuweisen, wie notwendig er ist. (Zwischenrufe der Abgeordneten Rädler und Hagen.) Jetzt kommt er endlich. Danke, Herr Minister! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich kann mich noch gut erinnern: Im Oktober 1998 bin ich nach Wien gekommen und habe in der Bundespolitik zu arbeiten begonnen. Eine meiner ersten Aktionen war damals, in Spital am Semmering für den Bau des Semmeringtunnels zu demonstrieren, nämlich darauf hinzuweisen, wie notwendig er ist. (Zwischenrufe der Abgeordneten Rädler und Hagen.) Jetzt kommt er endlich. Danke, Herr Minister! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Rädler: Bezahlte Demonstrantin! – Abg. Hakel: Ja, wie ist es bei Ihnen?
Präsident Ing. Norbert Hofer: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Hafenecker. – Bitte. (Abg. Rädler: Bezahlte Demonstrantin! – Abg. Hakel: Ja, wie ist es bei Ihnen?)
Beifall bei der FPÖ.
Auch hinsichtlich einer Waldviertler Autobahn, die wir Freiheitlichen immer wieder fordern, gibt es keine Initiativen. Ich glaube, es ist höchst an der Zeit, dass man auch den Bürgern im Waldviertel signalisiert, dass sie eben nicht Bürger zweiter Klasse sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Rädler und Schmuckenschlager.
Sie haben vorhin gesagt, Österreich sei das Bahnfahrerland Nummer eins. – Ich kann das nur nicht nachvollziehen. Sie kennen es: 28 Nebenbahnen wurden im Jahr 2010 vom Land Niederösterreich übernommen. Damals hat sich Herr Pröll als Retter der Bahnen feiern lassen, um kurz danach 26 dieser Bahnen zuzusperren. Ich weiß nicht, wo die Leute mit der Eisenbahn fahren, die Sie hier immer wieder bemühen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Rädler und Schmuckenschlager.)
Abg. Rädler: … blaue Pläne!
Das Ganze ist also an die NÖVOG weitergegeben worden. (Abg. Rädler: … blaue Pläne!) – Herr Kollege Rädler, Sie wissen, was die NÖVOG jetzt macht! – (Zwischenrufe bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.) Die NÖVOG verschachert diese Bahnen jetzt an die Gemeinden, hängt ihnen das – samt der Erhaltung der ganzen Baulichkeiten, die dranhängen – um, mit einem Risiko, dessen Ausmaß man gar nicht kennt, wie etwa, wie es mit den Grundstücken ausschaut, ob die vielleicht verseucht sind und so weiter. Also man hängt es den Gemeindebürgern um, die dann mit ihren Kanal-, Wasser- und Müllgebühren diesen Politikschrott, der in Niederösterreich gemacht wird, auch noch finanzieren können.
Zwischenrufe bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
Das Ganze ist also an die NÖVOG weitergegeben worden. (Abg. Rädler: … blaue Pläne!) – Herr Kollege Rädler, Sie wissen, was die NÖVOG jetzt macht! – (Zwischenrufe bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.) Die NÖVOG verschachert diese Bahnen jetzt an die Gemeinden, hängt ihnen das – samt der Erhaltung der ganzen Baulichkeiten, die dranhängen – um, mit einem Risiko, dessen Ausmaß man gar nicht kennt, wie etwa, wie es mit den Grundstücken ausschaut, ob die vielleicht verseucht sind und so weiter. Also man hängt es den Gemeindebürgern um, die dann mit ihren Kanal-, Wasser- und Müllgebühren diesen Politikschrott, der in Niederösterreich gemacht wird, auch noch finanzieren können.
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, heute früh bin ich durch die Feuerwehrsirene in meiner Heimatortschaft Kaumberg geweckt worden. Jedes Jahr ist es so, dass es, wenn der Wintereinbruch kommt, Schwierigkeiten am Gerichtsberg gibt und Lkw hängen bleiben. Das war aber nicht das, was mich schockiert hat. – Ich möchte mich übrigens bei den Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr und Straßenmeisterei bedanken, die das auch heuer wieder bestens gelöst haben. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Der Redner überreicht Bundesminister Stöger 1 €. – Heiterkeit des Bundesministers Stöger.
Sehr geehrter Herr Bundesminister, hier mein Appell an Sie: Man muss wirklich ganz dringend den Fehler, den man damals gemacht hat, rückgängig machen. Die FPÖ wird sich hier beteiligen. Herr Bundesminister, ich habe Ihnen hier einen Euro mitgebracht, den möchte ich Ihnen jetzt übergeben. (Der Redner überreicht Bundesminister Stöger 1 €. – Heiterkeit des Bundesministers Stöger.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Auer.
Diese Blödheit, die hier begangen worden ist, ist rückgängig zu machen. Und wenn Sie gegen diesen Antrag stimmen, dann gehen Sie mit dem Gewissen ins Bett, das der Gedanke an den Burschen, der heute früh durch den Schneematsch in die Arbeit gefahren ist, auslöst. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Auer.)
Abg. Rädler: Ich werde Sie namentlich zitieren! In meiner Rede werde ich Sie namentlich zitieren!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Heinzl zu Wort gemeldet. – Bitte. (Abg. Rädler: Ich werde Sie namentlich zitieren! In meiner Rede werde ich Sie namentlich zitieren!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hafenecker: Das sagen Sie jetzt vor der Gemeinderatswahl! Den Schmäh kenn i eh!
Hafenecker: Wie lang schon!) und dem Baubeginn 2017 nichts im Wege steht. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hafenecker: Das sagen Sie jetzt vor der Gemeinderatswahl! Den Schmäh kenn i eh!)
Zwischenrufe bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
Abgeordneter Johann Singer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Herren Minister! Herr Kollege Hafenecker, in meiner Heimatgemeinde gibt es keine Eisenbahn, es hat auch noch nie eine gegeben, und die Lehrlinge in meiner Heimatgemeinde sind in der Vergangenheit mit dem Moped zur Arbeitsstelle gefahren und werden das wohl auch in Zukunft tun müssen. (Zwischenrufe bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Man muss klar sagen: Ein langsames Internet bedeutet für die Menschen im ländlichen Raum einen enormen Nachteil. Der Ausbau des schnellen Breitbandes ist daher für den ländlichen Raum eine existenzielle Frage, eine große Chance auch für die heimische Wirtschaft und damit auch für die Arbeitsplatzsituation. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Mittel sind veranschlagt, sehr geehrter Herr Bundesminister. Es muss aber alles veranlasst werden, dass sie entsprechend leicht abgeholt werden können, damit sie auch wirksam werden können. Der Ausbau des Hochgeschwindigkeitsinternets ist für mich genauso wichtig wie alle anderen Infrastrukturmaßnahmen. Schauen wir, dass wir in diesem Bereich auch europäische Spitze werden. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Hell.
Wenn Sie sich die Fahrt von Salzburg nach Bregenz anschauen und umgekehrt, da, muss ich sagen, schaut es leider nicht ganz so gut aus. Ein Beispiel: Vor über einem Vierteljahrhundert brauchte der Symphoniker von Bregenz nach Salzburg 4 Stunden und 9 Minuten. Man staunt, wenn man sich die derzeitige Fahrtzeit des Railjets anschaut: Wenn Sie zu Mittag wegfahren, fahren Sie 4 Stunden 23 Minuten. Wir brauchen heute länger. Der schnellste Railjet – da müssen Sie aber morgens um 5.47 Uhr in Bregenz einsteigen – fährt 4 Stunden und 16 Minuten; auch der ist noch deutlich langsamer als früher der Symphoniker. Ich glaube, das zeigt schon sehr deutlich, dass da enormer Nachholbedarf herrscht, Herr Minister! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Hell.)
Abg. Darmann: Sie haben überhaupt keinen Plan!
Also wenn wir investieren, dann bitte nicht in gigantische Großprojekte, deren Nutzen – Stichwort Semmering-Basistunnel, Stichwort Jörg-Haider-Gedächtnis-Tunnel, also der Koralmtunnel, zwischen der Steiermark und Kärnten (Abg. Darmann: Sie haben überhaupt keinen Plan!), Riesenprojekte, Milliardenprojekte –, deren verkehrspolitische Effizienz alles andere als klar ist.
Beifall bei den Grünen.
Bitte schauen Sie sich unsere Vorstellungen an und schauen Sie sich auch das ehemalige Zielnetz 2025 an! Da war einiges drin, was jetzt leider nicht mehr drin ist. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Moser: Ja, das ist auch ein Problem, …! – Zwischenruf des Abg. Walser.
Abgeordneter Hermann Lipitsch (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrten Herren Bundesminister Stöger und Schelling! Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen! Kollege Walser, du weißt ja, dass wir, wenn wir vom Westen kommend Österreich verlassen, 150 Kilometer auf deutschem Bundesgebiet fahren, wo die Ausbaumaßnahmen nicht so vorhanden sind. Im Unterinntal wird dementsprechend investiert und ausgebaut, auf deutscher Bahnlinie können wir das allerdings nicht machen. (Abg. Moser: Ja, das ist auch ein Problem, …! – Zwischenruf des Abg. Walser.)
Abg. Moser: Ja, aber was hat das für einen Sinn!
Es muss dementsprechend investiert werden, denn die Investitionen sind auf Jahrzehnte hinaus geplant. (Abg. Moser: Ja, aber was hat das für einen Sinn!) Es ist ja auch angesprochen worden, Kollege Hell hat es gesagt. Ich erinnere nur daran, wie es, als die Westbahn zu fahren angefangen hat, um die Trassen gegangen ist: 1980 geplant, heute umgesetzt, und wir können darauf fahren, und es können auch andere Anbieter darauf fahren und bekommen ihre Trassen. Ich glaube, wir müssen hier in Jahrzehnten denken.
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Schmuckenschlager.
Ich bin sicherlich nicht der Verteidiger der Freiheitlichen Partei, aber ich möchte dem Kollegen Walser, der vom „Haider-Gedenktunnel“ gesprochen hat, schon eines sagen: In Kärnten und in der Steiermark waren die Wirtschaft und die Bevölkerung klar und deutlich dafür, dass dieser Ausbau stattfindet, damit Kärnten und die Steiermark angebunden werden. Ich bin nicht euer Verteidiger, aber das ist die Wahrheit dahinter. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Schmuckenschlager.)
Zwischenruf der Abg. Moser.
Danke, Herr Minister, dass Sie diesen Weg gehen, dass Sie entsprechend investieren, denn das sind Arbeitsplätze. (Zwischenruf der Abg. Moser.)
Beifall bei der SPÖ.
Eines möchte ich auch noch anmerken: Kollege Hell hat gesagt, 1 800 Lehrlinge sind bei den Österreichischen Bundesbahnen beschäftigt. Das sind viel, viel mehr, als die Österreichischen Bundesbahnen selbst brauchen können. Wir bilden für die Wirtschaft aus, denn die Wirtschaft lässt immer mehr aus in dieser Richtung. Wir bilden im Bereich der ÖBB hervorragende Arbeitskräfte aus, die dann in der Wirtschaft auch zum Einsatz kommen. Danke, Herr Minister, dass Sie die nötigen Mittel zur Verfügung stellen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Walser.
Abgeordneter Erwin Angerer (FPÖ): Herr Präsident! Herr Verkehrsminister Stöger! Herr Finanzminister Schelling! Herr Verkehrsminister, Sie haben gerade vorhin eine nette Geschichte erzählt, nämlich dass Sie in Lienz waren und dort von den Menschen darauf aufmerksam gemacht worden sind, dass der Ausbau der Südbahnstrecke positive Auswirkungen für die Wirtschaft im Osttiroler Raum haben wird. Also wenn Ihnen das hilft, dass Sie transeuropäische Verkehrsstrecken als wirtschaftlich positive Entwicklungen erkennen und Sie das in Lienz erkennen, dann fahren Sie bitte öfter nach Lienz. Und bitte nehmen Sie auch den Kollegen Walser mit, damit er vielleicht endlich einmal erkennt, was solche Strecken, solche Transeuropäischen Netze wirtschaftlich bringen können. Dann lebt er nicht mehr in der Vergangenheit, sondern vielleicht auch einmal in der Zukunft. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Walser.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich möchte zum Thema Transeuropäische Netze noch ein paar Worte sagen: Verkehrsnetze, und das war in der Geschichte immer schon so, sind wirtschaftliche Verkehrsadern und bringen wirtschaftliche Impulse mit sich, die auch entsprechend genutzt werden müssen. Es hilft nicht nur, diese Strecken zu bauen, sondern es müssen auch entsprechende zusätzliche Maßnahmen gesetzt werden, damit auch die Wirtschaft davon profitiert. Ich gehe nicht davon aus, dass Sie Ihr Budget noch einmal aufschnüren werden, Herr Minister, aber Sie könnten die Mittel vielleicht nicht nur effizient verbrauchen, sondern auch effektiv einsetzen. Ich glaube, um das geht es. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Bundesminister Schelling: Welches Bundesland meinen Sie?
Herr Finanzminister, das wäre auch eine gute Gelegenheit, einmal für ein Bundesland, das Sie ja sträflich vernachlässigen, etwas Positives zu tun und nicht Milliarden umzuhängen, die Ihre Vorgänger zu verantworten haben. – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Bundesminister Schelling: Welches Bundesland meinen Sie?)
Beifall bei der ÖVP.
Das heißt letztendlich, die Einkünfte kommen den Kommunen und damit der österreichischen Bevölkerung und nicht mexikanischen oder sonstigen Investoren zugute. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Gemeinsam mit den Ländern und Gemeinden gilt es, für die zukünftigen Generationen nachhaltig zu arbeiten, um auch weiter österreichisches Steuergeld nicht in den Rachen internationaler Investorengruppen zu werfen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Rädler. – Abg. Hagen: Keine Redezeit mehr, der Rädler! Du hast deine Redezeit schon mit Zwischenrufen verbraucht!
Abgeordnete Sigrid Maurer (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Herren Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir befinden uns im Forschungsteil des Infrastrukturministeriums, wo auch der Rat für Forschung und Technologieentwicklung betreut wird. Dieser Rat schreibt jedes Jahr einen sehr guten Bericht, in dem jedes Jahr wieder ähnliche Dinge drinnen stehen, nämlich vor allem … (Zwischenruf des Abg. Rädler. – Abg. Hagen: Keine Redezeit mehr, der Rädler! Du hast deine Redezeit schon mit Zwischenrufen verbraucht!) – Vielleicht lassen Sie mich ausreden, Herr Rädler. Vielleicht probieren Sie einmal, für gewisse Zeit einfach still zu sein.
Abg. Rädler: Da sind wir schon …!
Also: Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung gibt jedes Jahr einen Bericht heraus, wo er eine Einschätzung trifft über die Finanzierung von Forschung in Österreich, und dort kommt jedes Mal wieder ein zentraler Aspekt heraus, nämlich dass die Grundlagenforschung im Vergleich zur angewandten, zur betriebsnahen Forschung zu niedrig dotiert ist (Abg. Rädler: Da sind wir schon …!) – Könnten Sie jetzt bitte einmal still sein! Also ich meine, das ist echt eine …
Neuerliche Zwischenrufe.
Abgeordnete Sigrid Maurer (fortsetzend): Also, ich versuche es noch einmal. (Neuerliche Zwischenrufe.) Zum Beispiel, Herr Präsident! (Abg. Glawischnig-Piesczek: Vielleicht für ein bisschen Ruhe im Saal sorgen?!)
Abg. Glawischnig-Piesczek: Vielleicht für ein bisschen Ruhe im Saal sorgen?!
Abgeordnete Sigrid Maurer (fortsetzend): Also, ich versuche es noch einmal. (Neuerliche Zwischenrufe.) Zum Beispiel, Herr Präsident! (Abg. Glawischnig-Piesczek: Vielleicht für ein bisschen Ruhe im Saal sorgen?!)
Abg. Rädler: Überall zu wenig Mittel! Ein Wahnsinn!
Ich möchte aber auf einen anderen Aspekt eingehen, der eben in Ihrem Ministerium beheimatet ist, wofür es nämlich aus meiner Sicht zu wenig Mittel gibt. (Abg. Rädler: Überall zu wenig Mittel! Ein Wahnsinn!) Das ist nämlich genau der Zwischenbereich, die sogenannte translationale Forschung, also jene Forschung, die Grundlagenforschungsergebnisse so aufbereitet, dass sie für Anwendungen aufbereitet werden können, also an dieser Schnittstelle. Dafür sollte deutlich mehr Geld zur Verfügung stehen als für die rein betriebsnahe Forschung, die bei Ihnen einen großen Teil ausmacht, und auch die Forschungsprämie, meine Kollegin Ruperta Lichtenecker hat das heute bereits thematisiert. Da ist nach wie vor nicht klar, inwiefern die Wissenschaft von dieser Prämie profitiert. Es kommt dann doch eher in allererster Linie den Unternehmen zugute und nicht Forschung und Wissenschaft.
Beifall bei den Grünen.
Das möchte ich Ihnen mitgeben: in diesem Bereich der translationalen Forschung vielleicht doch wieder ein Programm zu finanzieren wie jenes, das der FWF in der Vergangenheit gehabt hat. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Heiterkeit. – Abg. Schimanek: Der war gut!
Abgeordneter Mag. Maximilian Unterrainer (SPÖ): Ich finde es relativ spannend, wenn Kollege Hagen als Vertreter der Autofahrerpartei über quasi fremden Verkehr spricht, nämlich den Eisenbahnverkehr, aber man sieht … (Heiterkeit. – Abg. Schimanek: Der war gut!) – Dazu muss ich als Tiroler auch noch etwas sagen: Es ist recht interessant, wie die Bahn da gescholten wird, wie lange sie nach Vorarlberg braucht.
Zwischenruf des Abg. Hagen
Die 300-Kilometer-Strecke Wien–Salzburg dauert etwa 2 Stunden und 22 Minuten, und von Salzburg nach Innsbruck, knapp 200 Kilometer, brauchen wir auch fast 2 Stunden. Das ist einfach die Deutsche Bahn (Zwischenruf des Abg. Hagen), da kann die österreichische Bahn nichts dafür; nur so viel dazu. Wir wären ja sehr viel schneller, sodass man quasi schon einen Autozug machen könnte, dass du auch mit dem Auto nach Vorarlberg fahren könntest.
Zwischenruf
Aber nun zurück zum Budget 2016. Eine kurze Frage: Was haben die Großglockner Hochalpenstraße (Zwischenruf) und die Wiener Höhenstraße gemeinsam? – Ich habe nur 2 Minuten Redezeit. (Abg. Moser: Schneller reden!) – Ganz einfach: Die Großglockner Hochalpenstraße und die Wiener Höhenstraße sind Infrastrukturprojekte, die nach der großen Depression wieder Investitionen mit sich brachten und die Massenarbeitslosigkeit in dieser Zeit effektiv bekämpften.
Abg. Moser: Schneller reden!
Aber nun zurück zum Budget 2016. Eine kurze Frage: Was haben die Großglockner Hochalpenstraße (Zwischenruf) und die Wiener Höhenstraße gemeinsam? – Ich habe nur 2 Minuten Redezeit. (Abg. Moser: Schneller reden!) – Ganz einfach: Die Großglockner Hochalpenstraße und die Wiener Höhenstraße sind Infrastrukturprojekte, die nach der großen Depression wieder Investitionen mit sich brachten und die Massenarbeitslosigkeit in dieser Zeit effektiv bekämpften.
Abg. Moser: Aber damals gab’s keine Tunnel!
Wir machen es heute nicht anders. Wenn ich nach Tirol schaue: Der Brenner Basistunnel, der mit 55 Kilometern der zweitlängste Tunnel der Welt sein wird, bedeutet nichts anderes, als dass Tirol und Südtirol, eigentlich Österreich und Italien, miteinander auf dem kürzesten Weg durch die Schiene verbunden werden und das Inntal und das Wipptal vom Güterverkehr befreit werden, wodurch Gesundheit und nachhaltige Entwicklung gefördert werden. (Abg. Moser: Aber damals gab’s keine Tunnel!)
Abg. Schimanek: Na, nicht schon wieder!
Das schaffen wir alles, obwohl wir in einer Wirtschaftskrise sind und trotz der Hypo Alpe-Adria. (Abg. Schimanek: Na, nicht schon wieder!) – Carmen, ich habe jetzt darauf gewartet, dass du das sagst. Ich wollte es nicht sagen, aber das ist ein Stichwort, das passt: Hypo Alpe-Adria – zu verantworten hat das die FPÖ, nämlich deine Kollegen in Kärnten. Wir haben heute schon gehört, dass wir wirklich mehr investieren könnten. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Schimanek.) Die Milliarden, die uns fehlen, den Ruck-
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Schimanek.
Das schaffen wir alles, obwohl wir in einer Wirtschaftskrise sind und trotz der Hypo Alpe-Adria. (Abg. Schimanek: Na, nicht schon wieder!) – Carmen, ich habe jetzt darauf gewartet, dass du das sagst. Ich wollte es nicht sagen, aber das ist ein Stichwort, das passt: Hypo Alpe-Adria – zu verantworten hat das die FPÖ, nämlich deine Kollegen in Kärnten. Wir haben heute schon gehört, dass wir wirklich mehr investieren könnten. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Schimanek.) Die Milliarden, die uns fehlen, den Ruck-
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Darmann: Frag einmal deinen Landeshauptmann, den Peter Kaiser!
sack, den wir mittragen, den habt ihr in Kärnten verursacht, nämlich die Hypo-Alpe-Adria-Pleite. So viel dazu. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Darmann: Frag einmal deinen Landeshauptmann, den Peter Kaiser!)
Beifall bei der SPÖ.
Insgesamt würde ich das gesamte Paket, das gesamte Budget 2016 als ein gelungenes, als ein kompaktes Budget betrachten, vor allem, was die Bereiche Verkehr und Innovation betrifft, und unter den vorherrschenden Rahmenbedingungen, muss ich sagen: eigentlich eine tadellose Leistung. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Des Weiteren gibt es, sehr geehrter Herr Minister, ein Problem bei den Vergaben. Sie haben die Investitionen angesprochen: 2015: 1 Milliarde, 2016: 1,1 Milliarden, insgesamt 3 Milliarden Investitionen. Und aus meiner Sicht werden diese Investitionen ausschließlich in den Rachen großer Firmen, der Konzerne und der Baufirmen geschmissen, weil die KMUs und die Firmen als Subunternehmer arbeiten müssen. Man müsste viel stärker dagegen vorgehen, sodass es möglich ist, dass durch kleinere Baulose, durch kleinere Projekte, die für die KMUs auch wirtschaftlich leistbar sind, diese tatsächlich zu Aufträgen kommen. Daher meine Bitte in diesem Zusammenhang: Steuern Sie gegen, dann werden diese Investitionen auch tatsächlich Investitionen in die kleinsten, kleinen und mittleren Betriebe sein. Und das belebt die Wirtschaft wirklich. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
cke könnte ebenfalls für die ASFINAG und für Privatfirmen lukrativ sein. Daher lautet meine Bitte, in dieser Richtung etwas zu tun. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bedanke mich jetzt schon für Ihr Bemühen, Herr Bundesminister! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall der Abgeordneten Barbara Rosenkranz und Hafenecker. – Abg. Rädler: Das war gut!
Diese Verordnung bezüglich 80 km/h bringt überhaupt nichts. Das ist eine sechsspurige Autobahn, meine sehr geehrten Damen und Herren, und da mit 80 km/h zu fahren, das ist eine Gefahrenquelle – und sonst nichts. Das brauchen wir nicht! – Herzlichen Dank. (Beifall der Abgeordneten Barbara Rosenkranz und Hafenecker. – Abg. Rädler: Das war gut!)
Beifall bei der SPÖ.
Da wurden die Aufgaben gut gemacht, und ich denke, mit diesem guten Budget unter solch schwierigen Umständen hat Herr Minister Stöger Augenmaß für die Zukunft bewiesen, und es ist ihm dafür zu danken. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Weninger: Jetzt aber keine Zwischenrufe, bitte!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Rädler. – Bitte. (Abg. Weninger: Jetzt aber keine Zwischenrufe, bitte!)
Zwischenruf der Abg. Lichtenecker.
Abgeordneter Johann Rädler (ÖVP): Herr Präsident! Meine Herren Bundesminister! Wir haben gehört, die Grünen haben es so an sich, die Bäume und den Wald zu lieben, in den Wald hineinzuschreien, und erwarten dann, dass aus diesen Zwischenräumen kein Echo kommt. Da kommen aber Zwischenrufe, Frau Kollegin Maurer. (Zwischenruf der Abg. Lichtenecker.)
Präsidentin Bures übernimmt wieder den Vorsitz.
mit den Forderungen, heute sind wir bereits bei 3 Milliarden. Die NÖVOG leistet jährlich 30 Millionen in Niederösterreich für die Strecken, die wir angekauft haben. (Präsidentin Bures übernimmt wieder den Vorsitz.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Hafenecker.
Ich bringe Ihnen jetzt ein Beispiel aus meiner Region – die Effizienzsteigerung wäre das Wichtigste –: Vor 20 Jahren hat die NÖVOG die Schneebergbahn übernommen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Hafenecker.) Die Schneebergbahn wurde damals von den ÖBB aufgegeben – mit 43 Beschäftigten. Sie war nicht mehr zu führen, sie sollte eingestellt werden. Heute hat die Schneebergbahn 21 Beschäftigte und hat im heurigen Jahr – obwohl dieses Jahr noch nicht zu Ende ist – 170 000 Fahrgäste befördert; das ist eine Steigerung von plus 20 Prozent. Das wäre mit einer Effizienzsteigerung sicherlich auch den ÖBB gelungen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Ich bringe Ihnen jetzt ein Beispiel aus meiner Region – die Effizienzsteigerung wäre das Wichtigste –: Vor 20 Jahren hat die NÖVOG die Schneebergbahn übernommen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Hafenecker.) Die Schneebergbahn wurde damals von den ÖBB aufgegeben – mit 43 Beschäftigten. Sie war nicht mehr zu führen, sie sollte eingestellt werden. Heute hat die Schneebergbahn 21 Beschäftigte und hat im heurigen Jahr – obwohl dieses Jahr noch nicht zu Ende ist – 170 000 Fahrgäste befördert; das ist eine Steigerung von plus 20 Prozent. Das wäre mit einer Effizienzsteigerung sicherlich auch den ÖBB gelungen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Beifall bei der SPÖ.
Wichtig ist selbstverständlich, dass die Budgetmittel des Ministeriums für die Forschung langfristig abgesichert sind. 3,76 Prozent des Bruttoinlandsprodukts bleiben weiterhin das Ziel. Wir sind auf dem richtigen Weg. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
ten und zu Hause sein. Sie wollen dort zu Hause sein, wo andere gerne Urlaub machen. Daher ist, glaube ich, die Schlüsseltechnologie für diese ländlichen Räume absolut die Breitbandtechnologie. Dabei hat der ländliche Raum den gleichen Anspruch wie die Stadt, nämlich entsprechend mit neuen Datenautobahnen angeschlossen zu werden – in gleicher Rasanz und Schnelligkeit, wie das in der Stadt möglich ist, Herr Bundesminister. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben dafür zu sorgen, dass wir das möglichst rasch zur Verfügung haben, weil damit ein Effekt einhergeht – das weiß ich aus Erfahrung –, beispielsweise gäbe es im Bezirk Murau keine IBS, gäbe es dort in der Holzverarbeitung keine KLH, wenn sie dort nicht entsprechendes Breitbandinternet vor Ort hätten. Damit sichert man aber in diesem Bezirk rund 1 000 Arbeitsplätze – Beschäftigung, Einkommen und Kaufkraft vor Ort, das ist Wertschöpfung in den Regionen. Das wollen wir für die Zukunft haben. Ich erwarte mir, Herr Bundesminister, dass Sie für diese Fairness auch für den ländlichen Raum eintreten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
dieser Initiative die heimische Hightechwirtschaft gestärkt werden. – Herr Minister, danke für Ihre Bemühungen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
auch der Wettbewerb sichergestellt ist, damit wirklich alle Österreicherinnen und Österreicher Breitbandinternet zu leistbaren Konditionen haben können. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Dieses Eingehen des Risikos ist aber wichtig, denn nur so können wir garantieren, dass die Weiterentwicklungen, die guten Ideen, die es in unserem Land gibt, und diese guten Entwickler und Forscher da sind. Man darf nicht übersehen, Österreich ist wirklich ein Land – man muss nach einer ähnlichen Situation in einem anderen Land suchen –, das eine ausgeprägte Kultur von Menschen hat, die sich für Forschung und Entwicklung begeistern. Wir schaffen es mit dieser Prämie, dass jene eine Möglichkeit haben, ihre Aufgaben wirklich umzusetzen im Sinne dessen, dass wir damit dann auch Arbeitsplätze generieren können. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hanger.
Beide Parteien sehen die großen Tunnelbauten in Österreich sehr kritisch. (Zwischenruf des Abg. Hanger.) Ich kann ihrer Argumentation zum Teil folgen. Ich komme auch aus dem ländlichen Bereich, ich komme aus Westösterreich, aus Westtirol, das an Vorarlberg angrenzt, und verstehe das schon. Es geht uns nicht anders, wir hätten im ländlichen Raum auch gerne die eine oder andere Investition mehr.
Zwischenruf der Abg. Schimanek
Wir alle sind Anhänger der EU, wir alle sind für den freien Waren- und Reiseverkehr (Zwischenruf der Abg. Schimanek) und wir alle möchten für den Wirtschaftsstandort Österreich etwas Gutes tun. Aus diesem Grund, denke ich, sind diese Tunnelbauten auch sehr wichtig und nach wie vor vertretbar.
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Meine Redezeit ist um, ich höre auf. Ich hätte noch gerne dem Kollegen Deimek etwas gesagt, aber das sage ich ihm privat. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid.
in Deutschland mit einer gültigen TÜV-Plakette versehen war, mit einer gültigen Zulassungsplakette und mit einer Nummerntafel – im Jahr 2015, in Zeiten der EU –, noch zur Einzelgenehmigung durch die Landesprüfstelle. Meiner Meinung nach ist da höchster Handlungsbedarf gegeben. Da gibt es noch gewaltiges Einsparungspotenzial. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir bitten um Zustimmung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich bedanke mich für alle positiven Stellungnahmen und kann Sie nur noch einmal auffordern: Dieses Budget unterstützt den Wirtschaftsstandort Österreich, es schafft Arbeitsplätze, wir schaffen mehr Lebensqualität, und ich ersuche Sie um die Zustimmung zu diesem Budget! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
wa hundertprozentigen Verlust, und das können Sie einfach nicht wegreden! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Niemand von uns erwartet, dass Grundwehrdiener auf dem Ballhausplatz Wache stehen oder an den Brennpunkten an der Grenze in Spielfeld oder in Nickelsdorf vorne in der Mitte an der Front stehen, aber Grundwehrdiener können selbstverständlich nach einer gediegenen Ausbildung und nach einer Überprüfung des Ausbildungsstandes auch für sicherheitspolizeiliche Dienste eingesetzt werden, so wie Sie es in Ihrem Papier zur Attraktivierung des Grundwehrdienstes auch festgehalten haben, Herr Bundesminister! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie haben im Lichte dieser neuen Lageentwicklung sämtliche Strukturkürzungen von ÖBH 2018 sofort einzustellen und neu zu beurteilen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundesminister, Sie haben auch auf europäischer Ebene tätig zu werden! Sie sitzen ja im Rat der Verteidigungsminister. (Beifall bei der FPÖ.) Die Europäische Union unterhält EU Battlegroups für einen Haufen Geld, und auch Österreich beteiligt sich an diesen Battlegroups. Diese sind sofort zum Schutz der EU-Außengrenzen einzusetzen, sonst ist der österreichische Beitrag an diesen Battlegroups einzustellen, Herr Bundesminister, denn dann sind diese Elemente sinnlos. Setzen Sie sich auf europäischer Ebene dafür ein, dass diese Kräfte, die vorhanden sind, auch wirkungsvoll verwendet werden! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundesminister, Sie haben auch auf europäischer Ebene tätig zu werden! Sie sitzen ja im Rat der Verteidigungsminister. (Beifall bei der FPÖ.) Die Europäische Union unterhält EU Battlegroups für einen Haufen Geld, und auch Österreich beteiligt sich an diesen Battlegroups. Diese sind sofort zum Schutz der EU-Außengrenzen einzusetzen, sonst ist der österreichische Beitrag an diesen Battlegroups einzustellen, Herr Bundesminister, denn dann sind diese Elemente sinnlos. Setzen Sie sich auf europäischer Ebene dafür ein, dass diese Kräfte, die vorhanden sind, auch wirkungsvoll verwendet werden! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Gerhard Schmid.
Meine Damen und Herren, es ist eine dringende Notwendigkeit gegeben, dass wir die Politik in Bezug auf das österreichische Bundesheer ändern. Sie, Herr Bundesminister, sind hier der politische Träger der Bundesregierung. Ändern Sie Ihre Politik! Kämpfen Sie endlich für die Armee und damit auch für die Sicherheit unserer Republik! (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Gerhard Schmid.)
Abg. Lugar: Bedanken!
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine Herren auf der Regierungsbank! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Meine Damen und Herren auf der Galerie und vor den Bildschirmen! Eingangs möchte ich mich (Abg. Lugar: Bedanken!) bei allen hier vorgenommenen kritischen Bemerkungen (Abg. Lugar: Bedanken!) bei den Soldatinnen und Soldaten bedanken. (Allgemeiner Beifall.) Kollege Lugar! Auch wenn es euch nicht die Mühe wert ist, euch zu bedanken, uns ist es die Mühe wert!
Abg. Lugar: Bedanken!
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine Herren auf der Regierungsbank! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Meine Damen und Herren auf der Galerie und vor den Bildschirmen! Eingangs möchte ich mich (Abg. Lugar: Bedanken!) bei allen hier vorgenommenen kritischen Bemerkungen (Abg. Lugar: Bedanken!) bei den Soldatinnen und Soldaten bedanken. (Allgemeiner Beifall.) Kollege Lugar! Auch wenn es euch nicht die Mühe wert ist, euch zu bedanken, uns ist es die Mühe wert!
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine Herren auf der Regierungsbank! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Meine Damen und Herren auf der Galerie und vor den Bildschirmen! Eingangs möchte ich mich (Abg. Lugar: Bedanken!) bei allen hier vorgenommenen kritischen Bemerkungen (Abg. Lugar: Bedanken!) bei den Soldatinnen und Soldaten bedanken. (Allgemeiner Beifall.) Kollege Lugar! Auch wenn es euch nicht die Mühe wert ist, euch zu bedanken, uns ist es die Mühe wert!
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Aber auch ich gehöre zu jenen, meine Herren auf der Regierungsbank, die sagen: Wenn wir uns zu einer offenen Gesellschaft bekennen, wenn wir uns zur Demokratie bekennen, wenn wir uns zu all unseren Werten bekennen, dann setzt das Sicherheit voraus, und Sicherheit kostet Geld, das ist so. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie des Abg. Pilz.
Ich bedanke mich noch einmal bei allen Fraktionen dafür, dass sie bereit waren, diesen Entschließungsantrag mitzutragen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie des Abg. Pilz.)
Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Frau Präsidentin! Meine Herren Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich kann mich dem Dank von Otto Pendl voll anschließen, und zwar aus einem ganz besonderen Grund: Ich bedanke mich in aller Form und aus tiefster Überzeugung bei den Soldatinnen und Soldaten, die ausgezeichnete und nicht ersetzbare Arbeit bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise an der österreichischen Grenze leisten. (Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP.)
Abg. Schimanek: Das stimmt ja gar nicht! Das ist eine Unterstellung!
Da sieht man, wie Integration funktioniert und wie das geht. Ginge es nach den Kolleginnen und Kollegen der Freiheitlichen Partei, würde der eine mit dem Lautsprecher allein dastehen. (Abg. Schimanek: Das stimmt ja gar nicht! Das ist eine Unterstellung!) Da sieht man, wie wichtig Integration ist, wie wichtig unterschiedliche Sprachen sind und wie wichtig genau diese Zugänge auch für die Sicherheit – in diesem Fall an der österreichischen Grenze – sind.
Ruf bei der FPÖ: Das wundert mich nicht!
Mein zweiter Dank gilt dem Verteidigungsminister persönlich. Das ist mein persönlicher Dank für die große Leistung, Feldküchen an die südsteirische Grenze zu bringen. Ich habe es selbst drei Wochen lang probiert – ich bin gescheitert. Der Generalstabschef und der Generalstab haben es probiert – sie sind alle gescheitert. Der Bundeskanzler hat es persönlich versucht – er ist auch gescheitert. (Ruf bei der FPÖ: Das wundert mich nicht!) Einzig der Verteidigungsminister persönlich war in der Lage, eine Feldküche in Richtung südsteirische Grenze in Gang zu setzen, und so nicht akuter Benzin-
Beifall des Abg. Weninger.
mangel eintritt, gehe ich davon aus, dass die Feldküchen dort auch ankommen. – Dafür danke ich. (Beifall des Abg. Weninger.)
Demonstrativer Beifall des Abg. El Habbassi.
Aber ich frage: Warum bedarf es dazu eines persönlichen Befehls des Verteidigungsministers? (Demonstrativer Beifall des Abg. El Habbassi.)
Abg. Moser: Oder in der Früh!
Luftraumüberwachung – das heißt Abfangjäger – nur während der Dienststunden zwischen 8 Uhr und 18 Uhr. Wenn der sogenannte Feind weiß – und spätestens heute erfährt er es –, dass es zwischen 18 Uhr am Abend und 8 Uhr in der Früh ohnehin keine Luftraumüberwachung gibt, zumindest keine aktive Komponente, dann wird er wahrscheinlich in der Nacht fliegen, und dann bleibt alles am Boden. (Abg. Moser: Oder in der Früh!)
Zwischenruf des Abg. Steinbichler
Wenn ohnehin schon die meiste Zeit alles am Boden ist, weil Sie zum Teil gar nicht fliegen können, weil Sie zum Teil einen Klarstand von exakt null Eurofightern in Zeltweg haben (Zwischenruf des Abg. Steinbichler), mache ich Ihnen einen Vorschlag: Setzen wir uns einmal im Landesverteidigungsausschuss zusammen und machen wir das größte und vernünftigste Sparprogramm der Sicherheitspolitik in Österreich! Stellen wir endlich das System Eurofighter ein! Machen wir Schluss mit einer unfassbaren und unverantwortlichen Geldverschwendung und sanieren wir das Budget dort, wo es am besten geht, nämlich bei den Eurofightern!
Beifall bei den Grünen.
Dazu, Herr Bundesminister – trotz allem, was bei Ihnen im Ressort nicht funktioniert und wofür Sie teilweise sehr wohl persönlich die Verantwortung haben –, biete ich Ihnen die Mitarbeit von uns Grünen gerne an. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Pilz: Und Feldküchen!
Damit unsere Soldatinnen und Soldaten diesem Leitsatz gerecht werden und auch helfen können, wo andere nicht mehr können, braucht es eine funktionierende Ausrüstung. Es braucht die richtigen Strukturen. Es braucht entsprechende Infrastruktur, die wir unseren Soldatinnen und unseren Soldaten, unserem Bundesheer zur Verfügung stellen müssen. (Abg. Pilz: Und Feldküchen!) Und es braucht die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit. Dazu braucht es politischen Mut und politisches Können an der Spitze der Landesverteidigung.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Österreich hat mit seinen 0,6 oder 0,8 Prozent des BIP – egal, wie man es berechnet – trotzdem eines der geringsten Verteidigungsbudgets Europas. Das ist ein Faktum, und das Bundesheer darf sich heuer – und das muss man auch klar zum Ausdruck bringen – über eine wirklich wesentliche Finanzspritze im Rahmen der Sonderinvestitionsmittel freuen. An dieser Stelle möchte ich dem Finanzminister, dem Verteidigungsminister und all jenen danken, die beteiligt waren, dass diese Finanzspritze möglich war. – Herzlichen Dank dafür. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Schimanek.
brauchen wir Sicherheit, brauchen wir ein starkes Bundesheer, das die Staatsbürgerinnen und Staatsbürger auch wirklich schützen kann. (Zwischenruf der Abg. Schimanek.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Pendl und Weninger.
Wir hier im Hohen Haus müssen uns eine andere Frage stellen, offen und ehrlich, ohne Scheuklappen, ohne parteiideologische Grenzen: Wie viel ist uns Sicherheit in unserem Land wert? – Deshalb bedanke ich mich. Ich bedanke mich bei Otto Pendl und bei allen Parteien für diesen Allparteienantrag – einen Entschließungsantrag, mit dem wir den Bundesminister beauftragen, noch einmal jene Entscheidungen, die unter der Strukturreform ÖBH 2018 im letzten Jahr unter gänzlich anderen Lagebeurteilungen und Rahmenbedingungen gefällt worden sind, klar zu hinterfragen. Es ist mehr als das. Wir stellen auch fest, dass sich die Lage geändert hat, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Pendl und Weninger.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Pendl, Riemer und Fuchs.
Ich danke kurz und bündig den Soldatinnen und Soldaten, die trotz der Umstände so viel für dieses Land leisten, die das, was sie gelobt haben, nämlich mit der Waffe in der Hand ihr Heimatland zu verteidigen, auch wirklich leben. Auch ich habe das gelobt und auch ich werde das tun, wenn es notwendig ist. – Danke vielmals. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Pendl, Riemer und Fuchs.)
Abg. Krainer: Zwei Inseln! Mit Österreich drei!
Das heißt, wir sind da auf einer Ebene, in einer Kategorie mit zwei Kleinstaaten und einer Insel. Auf dieser Ebene handelt Österreich, auf dieser Ebene des Budgets wird Geld für die Landesverteidigung ausgegeben – weniger als 1 Prozent des BIP. (Abg. Krainer: Zwei Inseln! Mit Österreich drei!)
Abg. Krainer: Da sehen Sie, wie effizient wir sind!
Herr Bundesminister, nicht nur, dass dieses Landesverteidigungsbudget historisch gesehen schon seit langer Zeit im europäischen Vergleich ganz am unteren Ende liegt (Abg. Krainer: Da sehen Sie, wie effizient wir sind!), ist es auch bemerkenswert, dass ein besonderer Sinkflug eingesetzt hat, seitdem Sie das Amt übernommen haben.
Bundesminister Klug: Nein, auf den Erfolg!
Ich weiß jetzt schon, was Sie dagegenhalten werden: Sie werden auf das berühmt-berüchtigte Sonderinvestitionspaket verweisen. (Bundesminister Klug: Nein, auf den Erfolg!) – 600 Millionen € sollen dem Bundesheer zur Verfügung gestellt werden. – Ja, wenn es nur so wäre, denn eigentlich sind es nicht 600 Millionen, sondern bis zum Jahr 2019 nur 350 Millionen – die restlichen Millionen fließen dann ab dem Jahr 2020. Das heißt, Sie machen hier Versprechungen für einen Zeitraum nach der nächsten Nationalratswahl, für einen Zeitraum außerhalb jeglicher Bundesfinanzrahmengesetze – etwas, was Sie nie und nimmer versprechen können! In Wirklichkeit reden wir von 350 Millionen €, aber natürlich nicht jährlich, sondern einmalig.
Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Königsberger-Ludwig.
Insgesamt sind das sehr schwierige budgetäre Bedingungen, unter denen das österreichische Bundesheer noch funktionieren muss. Daher möchte ich auch diese Gelegenheit nützen, um allen Soldatinnen und Soldaten des österreichischen Bundesheeres zu danken, dass Sie trotz dieser schwierigen Bedingungen ihren Dienst versehen und zum Schutz unseres Landes tätig sind. – Vielen Dank dafür. (Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Königsberger-Ludwig.)
Rufe: Ihre Rede ist ein Irrtum!
Der dritte Irrtum: Sie wollen jedem Schutzobjekt eine Milizkompanie zuordnen. Es gibt in Österreich mindestens 400 Objekte, die zur kritischen Infrastruktur gehören. Haben wir wirklich 400 Milizkompanien? – Also ich weiß nichts davon! Das heißt, Sie täuschen hier etwas vor, was es gar nicht gibt. Die vorhandenen Kräfte reichen dafür überhaupt nicht aus. Das ist der dritte Irrtum. (Rufe: Ihre Rede ist ein Irrtum!)
Beifall bei NEOS und FPÖ.
Sie setzen die Sicherheit unserer Bevölkerung aufs Spiel, Herr Bundesminister! Das ist verantwortungslos und eine sicherheitspolitische Bankrotterklärung, die Sie abliefern. – Danke. (Beifall bei NEOS und FPÖ.)
Ruf: Es lebe der Sport!
Präsidentin Doris Bures: Als Nächster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Krist. – Bitte. (Ruf: Es lebe der Sport!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Somit von mir ein sportliches Danke an den Minister und sein Team für die gute Zusammenarbeit. Dem Budget stimmen wir natürlich zu, auch wenn wir uns deutlich mehr wünschen würden. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Steinbichler begibt sich zum Rednerpult und deponiert dort ein Foto, auf dem eine Militärkapelle zu sehen ist. – Abg. Pendl: Was hast du denn da schon wieder für ein Taferl? – Abg. Steinbichler: Das Richtige zum richtigen Thema, Herr Kollege!
Präsidentin Doris Bures: Als Nächster gelangt Herr Abgeordneter Steinbichler zu Wort. – Bitte. (Abg. Steinbichler begibt sich zum Rednerpult und deponiert dort ein Foto, auf dem eine Militärkapelle zu sehen ist. – Abg. Pendl: Was hast du denn da schon wieder für ein Taferl? – Abg. Steinbichler: Das Richtige zum richtigen Thema, Herr Kollege!)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der Grünen.
dieser schwierigen Zeit beim Grenzeinsatz, bei der Flüchtlingsthematik und auch unter dieser erhöhten Terrorangst hervorragende Leistung erbringen, aufrichtig ein herzlicher Dank. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall beim Team Stronach.
Sehr geehrter Herr Minister, es gibt darüber hinaus einen Brief vom 4. November an dich persönlich von den Militärmusikfreunden unter Obmann Baldauf. Ich würde wirklich bitten, dass man diese lapidaren Kosten von 0,59 Prozent des Heeresbudgets – von dem reden wir letztlich – auch durch eine Sonderposition aus dem Kulturbudget erreicht, um den Erhalt dieser Öffentlichkeitsarbeit, dieses wertvollen Werbeträgers für das Bundesheer zu sichern. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe.
Wir bitten um Unterstützung und Zustimmung. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abschließend möchte ich mich beim Herrn Bundesminister für die gute Zusammenarbeit bedanken und ganz speziell natürlich bei den vielen ehrenamtlich arbeitenden Funktionären in den Verbänden und Vereinen, vor allem im Sport. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Petra Steger (FPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Herren Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! Es ist mal wieder so weit. Heute ist eine der seltenen Gelegenheiten, bei der wir im Plenum über Sport diskutieren können. Offenbar braucht es dafür erst eine Budgetdebatte, denn im Ausschuss wird von Rot und Schwarz alles vertagt, vertagt und noch einmal vertagt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Aber kommen wir zurück zum Budget. Es ist mal wieder so weit, das Budget wird beschlossen, und wieder haben Sie im Bereich des Sports den Rotstift angesetzt. Nachdem 2014 bereits 3 Millionen € gekürzt wurden, wird dieses Jahr sogar um 5 Millionen € gekürzt. 5 Millionen in einem Bereich, wo es an allen Ecken und Enden fehlt – aber nicht, weil es insgesamt so wenig Sportförderung in ganz Österreich gibt, sondern weil es nicht dort ankommt, wo es ankommen soll, nämlich bei den Sportlern, bei den Vereinen und bei der Infrastruktur. (Beifall bei der FPÖ.)
He-Rufe bei der FPÖ.
Da wären wir schon bei den Dachverbänden: Zu aufgebläht, zu unkoordiniert und in dreifacher Ausführung – „absolut überflüssig“ ist das generelle Fazit, wenn man österreichische Sportler, Vereine oder Fachverbände fragt. Da gibt es zum Beispiel eine schwarze SPORTUNION, und da gibt es eine rote ASKÖ. Allein 6 Millionen € fließen gesetzlich verpflichtend jährlich an die ASKÖ. Ich frage Sie, Herr Minister: Ist das dann wirklich im Sinne der Sportförderung, dass die ASKÖ, wie im Wiener Wahlkampf, Briefe an ihre Mitglieder schickt und dazu aufruft, die SPÖ zu wählen? (He-Rufe bei der FPÖ.) Können Sie mir einmal erklären, was genau das mit sportlicher Betätigung zu tun hat? Sehen Sie, und das meine ich mit dieser katastrophalen Verparteipolitisierung des Sports. Das darf es im österreichischen Sport nicht geben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Da wären wir schon bei den Dachverbänden: Zu aufgebläht, zu unkoordiniert und in dreifacher Ausführung – „absolut überflüssig“ ist das generelle Fazit, wenn man österreichische Sportler, Vereine oder Fachverbände fragt. Da gibt es zum Beispiel eine schwarze SPORTUNION, und da gibt es eine rote ASKÖ. Allein 6 Millionen € fließen gesetzlich verpflichtend jährlich an die ASKÖ. Ich frage Sie, Herr Minister: Ist das dann wirklich im Sinne der Sportförderung, dass die ASKÖ, wie im Wiener Wahlkampf, Briefe an ihre Mitglieder schickt und dazu aufruft, die SPÖ zu wählen? (He-Rufe bei der FPÖ.) Können Sie mir einmal erklären, was genau das mit sportlicher Betätigung zu tun hat? Sehen Sie, und das meine ich mit dieser katastrophalen Verparteipolitisierung des Sports. Das darf es im österreichischen Sport nicht geben. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Haubner: Alle waren dort …! – Zwischenruf des Abg. Amon.
Wie wichtig Transparenz bei den Förderungen ist, konnten wir allerdings erst vor Kurzem wieder sehen, als der Rechnungshof seinen Bericht zur WM in Schladming veröffentlicht hat, in dem das Land Steiermark – aber auch Sie, Herr Minister – ein vernichtendes Urteil bekommen haben. 248 Millionen € hat die öffentliche Hand bezahlt, und davon Ihr Ministerium 24 Millionen €. Bei solchen Beträgen sollte man meinen, dass Interesse besteht, was tatsächlich mit diesen Geldern geschieht. (Abg. Haubner: Alle waren dort …! – Zwischenruf des Abg. Amon.) Aber nein – ich zitiere den Rechnungshofbericht: Fehlende Kontrollen, mangelnde Transparenz, Doppelförderungen und zweifelhafte Zweckmäßigkeit einzelner Investitionen – um nur ein paar Punkte aufzuzählen. Das kann Ihnen doch nicht gleichgültig sein, Herr Minister, als Ressortminister und gleichzeitig als Steirer!
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Nächste Baustelle: Seit Jahren werden den Sportlern unter dem Begriff Sportstätten-Masterplan attraktive und auf internationalem Niveau befindliche Sportstätten versprochen. Abgesehen von ein paar Denkmälern für Landesfürsten sieht die Wahrheit jedoch so aus, dass die wenigen, die zur Verfügung stehen, auch noch den Sportlern weggenommen werden durch Ihre katastrophale Flüchtlingspolitik. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) So geschehen beim Multiversum, so geschehen beim Ferry-Dusika-Stadion.
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker.
Ich fasse zusammen: In der österreichischen Sportpolitik braucht es dringend ein Umdenken. Weg mit der rot-schwarzen Machtaufteilung, her mit einem gesamtösterreichischen Sportkonzept! Vor allem braucht es in diesem Haus rot-schwarze Politiker, die sich endlich nicht mehr vor einer sportpolitischen Debatte verstecken. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker.)
Abg. Rädler: Ja, dann passt es eh!
Abgeordnete Andrea Gessl-Ranftl (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Herren Minister! Hohes Haus! Ich komme nun wieder vom Sportbudget zurück zum Landesverteidigungsbudget. Mit knapp 2 Milliarden € steigt das Budget der Landesverteidigung erstmalig wieder spürbar an. Zusätzlich dazu wurde ein Sonderinvestitionspaket mit einem Volumen von 660 Millionen € beschlossen. Davon sind im Budgetrahmen 2016 bis 2019 bereits 350 Millionen € abgebildet. (Abg. Rädler: Ja, dann passt es eh!) Mit diesem Sonderinvestitionspaket kann das Bundesheer wichtige Investitionen insbesondere in die Ausrüstung und Ausbildung für die Truppe tätigen.
Zwischenruf bei der ÖVP.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, durch die positive Budgetentwicklung und die Ausrichtung auf die militärisch einsatzwahrscheinlichen Aufgaben sowie die Umsetzung des Strukturpaketes ÖBH 2018 wird sichergestellt, dass das österreichische Bundesheer auch zukünftig zum Schutz aller Österreicherinnen und Österreicher bereitsteht. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Abg. Amon: Die FPÖ hat da …!
Gestatten Sie mir als steirische Abgeordnete nun noch zwei Sätze zur Ski-WM Schladming. Kollege Brosz, Sie sprechen ja nach mir, Sie werden sicher dieses Thema auch so wie im Sportausschuss ansprechen. (Abg. Amon: Die FPÖ hat da …!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Die alpine Ski-WM in Schladming ist ein großer Erfolg gewesen. Mit acht Medaillen für Österreich zählt die Ski-WM zu den erfolgreichsten Großsportveranstaltungen. Die Werbung für das Sportland Österreich war einmalig. Für unsere Steiermark hat die Ski-WM einen dringend notwendigen Investitionsschub gebracht, und daher war es wichtig und richtig, da zu investieren. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Steger hält ein Schriftstück in die Höhe.
Das betrifft unter anderem die massive Kritik an den Dachverbänden. Ich als Grüner spiele bei einem ASKÖ-Verein Tennis, bei einem UNION-Verein Fußball, habe aber noch nie eine Aufforderung gekriegt, dort jetzt jemanden zu wählen, was vielleicht noch stattfinden wird. (Abg. Steger hält ein Schriftstück in die Höhe.)
Abg. Yilmaz: Wieso hab’ ich keinen Brief gekriegt?
Ja, ich glaube es ja, dass dort ein Brief gekommen ist (Abg. Yilmaz: Wieso hab’ ich keinen Brief gekriegt?), ich glaube nur trotzdem, dass man insbesondere die Arbeit der
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Würde man die Dachverbände auflösen, wie das die FPÖ mehrfach gefordert hat, dann wäre meiner Meinung nach das Angebot an sportlichen Einrichtungen in Österreich dramatisch reduziert. Daher sehe ich das deutlich differenziert. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Krist begibt sich gerade zu seinem Sitzplatz.
Meiner Meinung nach haben wir also im Sportausschuss auch einen dringenden Aufarbeitungsbedarf. Ich wiederhole die Forderung: Keine Gelder mehr ohne eine Aufschlüsselung dessen, was mit den Einnahmen auch geschieht! (Abg. Krist begibt sich gerade zu seinem Sitzplatz.)
Beifall bei den Grünen.
Da ich jetzt gerade Hermann Krist sehe: Der Werbewert ist unbestritten, keine Frage! Ich würde eine Ski-WM beim nächsten Mal auch wieder fördern, aber ich möchte wissen, was gefördert wird, wer die Gewinne kassiert, was damit passiert, und ich möchte vor allem sicherstellen – und da sind wir uns vielleicht einig –, dass kein Sportgroßfunktionär, in dem Fall der ÖSV, hergehen kann und dieselben Rechnungen auf der einen Seite an den Minister Klug und auf der anderen Seite der FIS schickt und von beiden für dieselbe Rechnung Geld erhält. Wenn wir diese Einigung haben, dann wäre schon einiges erreicht. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ – Abg. Rädler: Genau!
Abgeordneter Peter Haubner (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsident! Sehr geehrte Herren Minister! Der Sport ist eine sehr wichtige Materie. Ich möchte dabei zunächst in Richtung der Frau Kollegin Steger sagen: Was täten wir ohne die Ehrenamtlichen, die im Sport tätig sind – ob das bei der UNION ist, ob das beim ASKÖ ist oder beim ASVÖ. Das sind 70 000 bis 100 000. Herzlichen Dank dafür (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ – Abg. Rädler: Genau!), dass ihr mit eurer täglichen Arbeit unsere Kinder und die Jugendlichen bewegt!
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Amon und Prinz.
Zur Ski-WM in Schladming ist fast alles gesagt worden, nur noch nicht von mir, daher noch eines: Man kann sagen, dass alle Beschlüsse, die die Ski-WM betroffen haben, von der Landesregierung gemeinsam gefasst worden sind. Da sind auch Ihre Kollegen, Frau Kollegin Steger, dabei gewesen. Alles andere ist gesagt. In diesem Sinne: Es lebe der Sport! – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Amon und Prinz.)
Beifall der Abgeordneten Dietrich und Schenk.
Abgeordnete Ulrike Weigerstorfer (STRONACH): Frau Präsidentin! Herr Minister! Herr Finanzminister! Es lebe der Sport! – genauso sehe ich es auch. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an unsere großartigen österreichischen Sportler, die eine unglaubliche Vorbildwirkung haben, nicht nur auf die Jugendlichen, und zudem eine tolle Visitenkarte für Österreich im Ausland sind. (Beifall der Abgeordneten Dietrich und Schenk.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Ebenso wurde vom Rechnungshof die fehlende Datenbank bemängelt, die unseres Erachtens sehr wichtig wäre, um endlich einmal vom Beginn bis zum Ende durchgängige Transparenz zu schaffen. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Bundesminister Klug ansprechend
Das ist ein ganz toller Ansatz von Ihnen, ich frage mich nur (Bundesminister Klug ansprechend): Warum dauert es so lange, welche Hilfe brauchen Sie noch? Ich glaube, zwei Jahre sind eh schon eine relativ lange Zeit, also bitte ich Sie jetzt im Sinne des Sports, da endlich ein bisschen Gas zu geben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das ist ein ganz toller Ansatz von Ihnen, ich frage mich nur (Bundesminister Klug ansprechend): Warum dauert es so lange, welche Hilfe brauchen Sie noch? Ich glaube, zwei Jahre sind eh schon eine relativ lange Zeit, also bitte ich Sie jetzt im Sinne des Sports, da endlich ein bisschen Gas zu geben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Ich glaube auch, dass die Steuerzahler ein Recht darauf haben, es jeweils nachvollziehen zu können. Ich glaube, es wäre auch für Sie wesentlich einfacher, wenn es möglich wäre, vom Beginn bis zum Ende alles transparent durchschauen zu können. Und ich glaube, der Steuerzahler würde das Geld gerne direkter in den Sport vergeben und ein bisschen weniger in den Funktionärsapparat. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall der Abg. Yilmaz.
Ich möchte mich an dieser Stelle auch bei meinem Kollegen in der Bundesregierung, Finanzminister Hans-Jörg Schelling, sehr herzlich bedanken. (Beifall der Abg. Yilmaz.) Es waren intensive Gespräche – Budgetgespräche sind nicht die einfachsten –, aber wir haben das auf eine sehr kollegiale Art und Weise ins Ziel gebracht. Da man nie weiß, ob es in diesem Zusammenhang die letzten waren, sage ich vielen herzlichen Dank. (Zwischenrufe der Abgeordneten Rädler und Prinz.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Rädler und Prinz.
Ich möchte mich an dieser Stelle auch bei meinem Kollegen in der Bundesregierung, Finanzminister Hans-Jörg Schelling, sehr herzlich bedanken. (Beifall der Abg. Yilmaz.) Es waren intensive Gespräche – Budgetgespräche sind nicht die einfachsten –, aber wir haben das auf eine sehr kollegiale Art und Weise ins Ziel gebracht. Da man nie weiß, ob es in diesem Zusammenhang die letzten waren, sage ich vielen herzlichen Dank. (Zwischenrufe der Abgeordneten Rädler und Prinz.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Die dargestellten Umsetzungsmaßnahmen stellen große Herausforderungen an alle Beteiligten. Ich möchte daher diese Gelegenheit nutzen, um mich bei allen unseren Soldatinnen und Soldaten und allen Bediensteten meines Hauses sehr herzlich zu bedanken. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: Genau!
Darüber hinaus stehen derzeit rund 1 600 Soldatinnen und Soldaten im sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz, um in enger Zusammenarbeit mit der Polizei einen kontrollierten und geordneten, aber auch einen gesicherten Ablauf der Flüchtlingsbewegungen in Österreich sicherzustellen. Ich habe mir selbst in Salzburg, in Nickelsdorf und in Spielfeld ein Bild davon gemacht, wie professionell und umsichtig die Soldatinnen und Soldaten unseres Heeres im Einsatz sind. Das ist eine mehr als beachtliche Leistung, die ich mir von niemandem kleinreden lasse! (Ruf bei der SPÖ: Genau!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Mit großem persönlichen Stolz und ehrlich empfundener Anerkennung kann ich Ihnen sagen: Auf unser Bundesheer ist Verlass! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Neubauer: Da ist es schlechter worden!
Sehr geehrter Herr Dr. Rainer Hable, seit meinem Amtsantritt im März 2013 (Abg. Neubauer: Da ist es schlechter worden!) gab es im Bereich der Landesverteidigung im Vergleich zum Bundesvoranschlag einen höheren Erfolg im Ausmaß von 255,5 Millionen €.
in Richtung des Abg. Hable
Ich sage in diesem Zusammenhang: Die Budgetangelegenheiten sind inhaltlich anspruchsvoll, herausfordernd und kompliziert. Aber es gilt in diesem Zusammenhang auch – wenn Sie (in Richtung des Abg. Hable) die Zahlen seit meinem Amtsantritt reflektieren –, dass man sich die Zahlen ganz genau anschauen muss. Es gilt in diesem Zusammenhang der alte Grundsatz: Trauen Sie keinen Zahlen, die Sie nicht selbst geprüft haben! (Abg. Hable: … Zahlen des Budgetdienstes!)
Abg. Hable: … Zahlen des Budgetdienstes!
Ich sage in diesem Zusammenhang: Die Budgetangelegenheiten sind inhaltlich anspruchsvoll, herausfordernd und kompliziert. Aber es gilt in diesem Zusammenhang auch – wenn Sie (in Richtung des Abg. Hable) die Zahlen seit meinem Amtsantritt reflektieren –, dass man sich die Zahlen ganz genau anschauen muss. Es gilt in diesem Zusammenhang der alte Grundsatz: Trauen Sie keinen Zahlen, die Sie nicht selbst geprüft haben! (Abg. Hable: … Zahlen des Budgetdienstes!)
Rufe bei der ÖVP: Frau Präsidentin! Frau Präsidentin! Das geht ja nicht! Das kann ja nicht sein!
Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete, wie Sie meinen bisherigen Ausführungen entnehmen können, stelle ich das österreichische Bundesheer strukturell neu auf. Damit sind wir effektiver und effizienter denn je, wir schaffen Spielräume, die wir auch in den strukturell und sicherheitspolitisch herausfordernden Zeiten brauchen. Dieser Aufwärtstrend wird durch den Ihnen vorliegenden Bundesvoranschlag auch unterlegt. (Rufe bei der ÖVP: Frau Präsidentin! Frau Präsidentin! Das geht ja nicht! Das kann ja nicht sein!)
Abg. Rädler – in Richtung Galerie –: Das ist ja eine Frechheit, so etwas!
Herr Bundesminister, Sie sind jetzt wieder am Wort. (Abg. Rädler – in Richtung Galerie –: Das ist ja eine Frechheit, so etwas!)
Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.
Bundesminister für Landesverteidigung und Sport Mag. Gerald Klug| (fortsetzend): Vielen herzlichen Dank. – Möglich ist diese gesamte Arbeit aber nur durch die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ressorts, die mich täglich unermüdlich dabei unterstützen. Ich weiß diese herausragenden Leistungen unserer Damen und Herren, der Zivilbediensteten sowie aller Soldatinnen und Soldaten zu würdigen. Herzlichen Dank dafür. (Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Fekter – in Richtung SPÖ –: … der stiehlt euch die Redezeit! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das Projekt Rio fördert insgesamt 94 österreichische Top-Athletinnen und -Athleten und Medaillenkandidaten. (Abg. Fekter – in Richtung SPÖ –: … der stiehlt euch die Redezeit! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das Geld steht für Trainingsmaßnahmen, für die sportwissenschaftliche Begleitung und für den Ausbau der Infrastruktur zur Verfügung.
Ruf bei der ÖVP: Redezeit!
Sehr geehrte Damen und Herren! (Ruf bei der ÖVP: Redezeit!) Mit diesem Sportbudget stellen wir das Sportjahr 2016 auf eine solide Basis. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! (Ruf bei der ÖVP: Redezeit!) Mit diesem Sportbudget stellen wir das Sportjahr 2016 auf eine solide Basis. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Rädler: Bei der Abstimmung habt ihr das auch gewusst?
Abgeordneter Wolfgang Knes (SPÖ): Herr Präsident! Meine Herren Minister! Hohes Haus! Zunächst einmal eine wichtige Botschaft meinerseits: Das österreichische Bundesheer ist nach der neuen geopolitischen Lage wichtiger denn je! Keiner von uns – und ich glaube, da spreche ich für alle – könnte auf unser Bundesheer verzichten. (Abg. Rädler: Bei der Abstimmung habt ihr das auch gewusst?) – Ja, selbstverständlich! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Wolfgang Knes (SPÖ): Herr Präsident! Meine Herren Minister! Hohes Haus! Zunächst einmal eine wichtige Botschaft meinerseits: Das österreichische Bundesheer ist nach der neuen geopolitischen Lage wichtiger denn je! Keiner von uns – und ich glaube, da spreche ich für alle – könnte auf unser Bundesheer verzichten. (Abg. Rädler: Bei der Abstimmung habt ihr das auch gewusst?) – Ja, selbstverständlich! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS.
Von meiner Seite – und ich glaube, da darf ich für das ganze Haus sprechen – ein recht herzliches Dankeschön an alle Soldatinnen und Soldaten für ihren wirklich unermüdlichen Einsatz für unsere Sicherheit in Österreich. Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine geschätzten Damen und Herren! Herzlichen Dank, und dir, lieber Minister, danke für deinen Einsatz! Ein „Glück auf“ für unser Österreich, für unsere Sicherheit! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Geld hat kein Mascherl, Herr Verteidigungsminister! Wenn ich mein ganzes Vermögen in zwei Kaffeedosen bunkere, und es nimmt mir jemand aus der ersten Dose 10 000 € heraus und gibt mir in die zweite Dose 3 000 € hinein, habe ich dann 3 000 € mehr oder 7 000 € weniger, Herr Verteidigungsminister in meinen Kaffeedosen? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Verteidigungsminister, ich hoffe, Sie sind sich dessen bewusst, dass wir uns in einer sehr instabilen Lage befinden, die sich jederzeit von ruhig auf gewaltbereit verändern kann. Sorgen Sie endlich dafür, dass unser hochgeschätztes Bundesheer die Mittel erhält, die es für die Erfüllung seines Auftrages benötigt! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Johannes Schmuckenschlager (ÖVP): Herr Präsident! Herr Minister! Der Sport lebt von Sportgeist und letztendlich auch von Spielregeln und Teamgeist. Wir hier herinnen haben auch unsere Spielregeln, diese werden durch die Geschäftsordnung und natürlich auch die Redezeit definiert. Man fragt sich bei Ministern öfter, wann sie ihre Zeit überschritten haben – aber bei der Redezeit, Herr Minister, haben Sie das auf jeden Fall getan! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
in Bundeshoheit nehmen könnten, denn Bundesgeld steckt über die verschiedensten Förderkanäle drin, die auch schon Gegenstand der Staatsanwaltschaft waren oder sind. Wir müssen diese Sportstätte auch wieder für den Sport aktivieren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter MMMag. Dr. Axel Kassegger (FPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Ich greife jetzt aus dem Bereich Landesverteidigung beziehungsweise Landesverteidigung/Sport einen kleinen Punkt heraus, der mir völlig unverständlich ist und der mich traurig macht. Es ist die Schließung des Bundesoberstufenrealgymnasiums an der Theresianischen Militärakademie, die unter Ihrer Verantwortung stattfindet. Ich verstehe das nicht. Wie gesagt, es macht mich traurig, wenn eine Top-Schule mit Internat für Kinder und Jugendliche aus ganz Österreich geschlossen wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Da stimmt ja die Relation überhaupt nicht beziehungsweise wissen wir wenigstens, wo Sie Ihre Prioritäten setzen: mit Sicherheit nicht bei der Jugend und beim Sport! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Neubauer: Das glauben Sie ja wohl selber nicht!
Abgeordneter Dr. Harald Troch (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Herren Bundesminister! In der Volksbefragung 2013 haben die Österreicherinnen und Österreicher klar entschieden, dass die allgemeine Wehrpflicht weiterhin ein unverzichtbarer Grundpfeiler der österreichischen Landesverteidigung bleiben soll. Dieser politische Auftrag des österreichischen Volkes kommt auch im Budget 2016 klar zum Ausdruck. (Abg. Neubauer: Das glauben Sie ja wohl selber nicht!)
Beifall bei der SPÖ.
Diese Reform ist ein klares Bekenntnis zum österreichischen Bundesheer und zu dessen Zukunft. Worum es geht, ist eben der Schutz der Republik, und dafür brauchen wir hochmotiviertes Personal beim Bundesheer, bestens ausgebildet und gut ausgerüstet. SPÖ und ÖVP arbeiten daran. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das Investitionsbudget reicht nicht ansatzweise an jenes vergleichbarer Länder heran. Herr Bundesminister, es wäre Ihre Aufgabe, es wäre die Aufgabe der gesamten Bundesregierung, dafür zu sorgen, dass unsere Armee die Sicherheit unserer Heimat dadurch gewährleisten kann, dass man mehr finanzielle Mittel zur Verfügung stellt, gerade in schwierigen Zeiten. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Höbart.
Herr Bundesminister, es hat den Anschein, als würden Sie uns jetzt diese Erhöhung von 1,8 Milliarden auf 1,9 Milliarden € als Erfolg zu verkaufen versuchen. Tatsache ist aber, dass damit in Wirklichkeit das Leiden nur verlängert wird. Das kommt mir so vor, Herr Bundesminister, als würden Sie jemanden, der ohnehin schon spärlich bekleidet ist, bis auf die Unterwäsche ausziehen, und dann, wenn es kalt wird, geben Sie ihm einen Schal, damit er nicht erfriert. Ich kann Ihnen garantieren, er wird erfrieren. (Zwischenruf des Abg. Höbart.)
Abg. Schönegger: Ja!
Die Heranziehung von Grundwehrdienern haben Sie, Herr Bundesminister, ebenfalls dezidiert ausgeschlossen. Aber nicht nur wir Freiheitliche fordern den Grenzeinsatz von Grundwehrdienern, auch die Österreichische Volkspartei tut das. Sie hat durch ihren Wehrsprecher, Abgeordneten Kollegen Schönegger, in der OTS 168 vom 29. Oktober 2015 erklärt (Abg. Schönegger: Ja!), dass der Verteidigungsminister und der Herr Generalstabschef einer bemerkenswerten Fehleinschätzung unterliegen. Ich zitiere aus dieser Presseaussendung:
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Schönegger: Schön zitiert!
„Selbstverständlich sind sowohl Grundwehrdiener, welche nach einer gewissen Zeit als solche über die notwendige Ausbildung verfügen, als auch die Miliz … beim aktuellen Assistenzeinsatz zur Grenzsicherung (bzw. humanitären Hilfe) aufzubieten, alles andere ist absurd und stellt das System der Wehrpflicht massiv in Frage!“ (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Schönegger: Schön zitiert!)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. El Habbassi.
Herr Bundesminister, wenn Ihnen unser Bundesheer, wenn Ihnen unsere Soldaten, wenn Ihnen unsere Heimat und wenn Ihnen unsere Bürger am Herzen liegen, dann werden Sie dafür sorgen, dass endlich wieder mehr Mittel für die Landesverteidigung und damit auch für die Sicherheit zur Verfügung stehen. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. El Habbassi.)
Beifall bei der FPÖ.
Das wäre der einzig gangbare Weg, Herr Bundesminister – alles andere halten wir, mit Verlaub, für nicht sehr gescheit. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Frage, die sich einem insbesondere auch angesichts der diversen Bedrohungsszenarien aufdrängt, ist: Wie halten wir, Politik und Bevölkerung, es eigentlich mit der Landesverteidigung? Ist sie uns etwas wert, und wäre nicht gerade jetzt die Zeit, uns zumindest dem international üblichen Finanzierungsniveau langsam anzunähern? (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bin auch nicht so vermessen, das Budget unseres ebenfalls neutralen Nachbarstaates Schweiz als Messlatte zu nehmen, aber der vorletzte Platz im EU-Vergleich ist aus meiner Sicht nicht der Platz, auf dem ich Österreich in diesem Zusammenhang sehen möchte. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krainer: Immer diese Kritik am Finanzminister! Jetzt reicht’s aber langsam!
Daher mein Appell an Sie, Herr Bundesminister – das österreichische Bundesheer ist Ihnen, das haben Sie schon öfter gesagt, das glaube ich Ihnen auch, ein Anliegen –: Kämpfen Sie bitte dafür, dass sich die Leistungsfähigkeit und -willigkeit der Bundesheerangehörigen auch in einem ordentlichen Budget widerspiegeln. Die Unterstützung der Österreicherinnen und Österreicher ist Ihnen sicher. – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krainer: Immer diese Kritik am Finanzminister! Jetzt reicht’s aber langsam!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Schönegger.
Als positives Beispiel darf ich hier auch noch die Einführung der täglichen Turnstunde anführen. Auch hierfür noch Dank an unsere Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek! – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Schönegger.)
Beifall der Abgeordneten Lugar und Schellenbacher.
Herr Minister, ich habe eine Bitte an Sie: Hungern Sie unsere Landesverteidigung nicht ganz aus! Wir brauchen unser Heer, vor allem brauchen wir auch unseren Kulturträger, die Militärmusik. Ich darf hier aber schon feststellen: Es geht nicht nur um die Militärmusik als Kulturträger, sondern die Soldatinnen und Soldaten sind auch in Katastropheneinsätzen eingesetzt. Das muss auch einmal erwähnt werden, denn, Herr Minister, wir haben es ja von Ihren Vorgängern schon einmal gehört, auch wenn diesbezüglich alles in Stein gemeißelt ist, hält das meistens nicht sehr lange. – Herzlichen Dank. (Beifall der Abgeordneten Lugar und Schellenbacher.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schellenbacher. – Abg. Krainer: Die ganze Zeit gibt es diese Unter-dem-Gürtel-Kritik am Finanzminister!
Herr Minister, mit Verlaub: Der Entschließungsantrag aller Parteien hier besagt unter anderem, dass im Dezember 2014 das Strukturpaket der österreichischen Bundesregierung auf die damaligen einsatzwahrscheinlichen Aufgaben des Bundesheers abgestellt war, und er fordert, weil sich die sicherheitspolitische Lage seither massiv geändert hat, ein, dass diese Änderungen eingearbeitet werden und dass neue Strategien vorgelegt werden, und nicht, dass man diesen Weg genauso fortführt, wie man es bisher getan hat. Ich bitte Sie, das auch ernst zu nehmen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schellenbacher. – Abg. Krainer: Die ganze Zeit gibt es diese Unter-dem-Gürtel-Kritik am Finanzminister!)
Beifall.
Sie setzen sich nicht ausreichend für die eigene Truppe ein. Ich sehe ein falsches Amtsverständnis, wenn Sie angesichts der aktuellen Bedrohungslage nicht mehr Budget für das Bundesheer fordern. (Beifall.) Das Heer kann seine ureigenen Aufgaben fast nicht mehr erfüllen. Natürlich will der Finanzminister angesichts der galoppierenden Kosten für die Flüchtlinge sparen und hungert das Bundesheer finanziell aus, und Sie lassen das zu.
Beifall bei der FPÖ.
Sparen Sie nicht bei unserem Bundesheer, der strategischen Reserve der Republik, sondern sichern Sie die Österreicher und die Grenzen unseres Landes! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass auch rund 1,7 Millionen € in ein Judo-Dojo und eine barrierefreie Leichtathletik-Indooranlage im Bundessport- und Freizeitzentrum Südstadt investiert wurden. Die Südstadt ist bekanntlich Österreichs größtes Leistungssportzentrum für den Sommersport. Ziel ist es dort, den heimischen Nachwuchstalenten, den Heeressportlern und den Spitzensportlern ein Trainingsumfeld auf internationalem Niveau zu bieten. Erfreulicherweise können sich dort jetzt unsere Athletinnen und Athleten mit und ohne Behinderung gemeinsam auf Rio 2016 vorbereiten. Alles Gute unseren Sportlern! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie Beifall und Bravoruf der Abg. Yilmaz.
Herr Bundesminister, Sie haben im heurigen Jahr diese Mittel um 5 Millionen € aufgestockt. Das bedeutet, dass wir im nächsten Jahr sage und schreibe über 100 000 Sportstunden zusätzlich in unseren Bildungseinrichtungen haben werden. Ich glaube, das ist wirklich einen Applaus wert. – Danke vielmals. (Beifall bei der ÖVP sowie Beifall und Bravoruf der Abg. Yilmaz.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine Damen und Herren! „Fit mach mit“, wir bewegen Menschen – unser Ziel als Politiker für unsere Bürger. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Zakostelsky.
In diesem Sinne bedanke ich mich. Die Weltmeisterschaft in Schladming war wirklich ein voller Erfolg. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Zakostelsky.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir müssen auch beim Heer Ausrüstung und Kapazitätsverteilung prüfen und die richtigen, zeitgemäßen Schlüsse ziehen. Denn die Bezeichnung „Operetten-Armee“ tut mir als Staatsbürger weh. Und eines schafft sie ganz bestimmt nicht: Vertrauen in der Bevölkerung. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Lintl und Vavrik.
Auf der Basis des heutigen Entschließungsantrages fordere ich insbesondere die beiden Herren hinter mir auf, über ein erhöhtes Budget für die Landesverteidigung nachzudenken. Ich fordere uns alle auf, nachzudenken über ein verstärktes Bundesheer und vielleicht auch über eine moderne Spannocchi-Doktrin, die adäquate Antworten auf die Herausforderungen, Bedrohungen des 21. Jahrhunderts findet. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Lintl und Vavrik.)
Beifall bei der FPÖ.
Die FPÖ tritt deshalb für eine grundlegende Änderung des Umsatzsteuersystems ein. Wir fordern die Einführung eines umfassenden Reverse Charge Systems für Unternehmer, also im B2B-Bereich, zur Bekämpfung des Umsatzsteuerbetruges. Mit den Steuermehreinnahmen könnten wir die Abschaffung der kalten Progression gegenfinanzieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Genau! – Abg. Hübner: Dann schau’ ich mir auch die rechtlichen Sanktionen an!
In Wirklichkeit nutzen einige EU-Staaten das Mehrwertsteuersystem, um bestimmten Großkonzernen ungerechtfertigte Steuervorteile zukommen zu lassen. Das ist der wahre Grund, warum das Reverse Charge System nicht eingeführt werden soll. Wenn es der EU-Kommission mit der Betrugsbekämpfung nicht ernst ist, dann führen wir eben das Reverse Charge System ohne Zustimmung der EU-Kommission ein. Das schaue ich mir an, ob die EU-Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Österreich einleiten wird, weil wir hier den Umsatzsteuerbetrug bekämpfen wollen. (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Genau! – Abg. Hübner: Dann schau’ ich mir auch die rechtlichen Sanktionen an!)
Beifall bei der FPÖ.
komplizierter. Denken Sie nur an den Registrierkassenwahnsinn mit dem 67-seitigen Schelling-Erlass. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Krainer: Das dritte Mal!
Wenn wir das Budget sachlich bewerten wollen, sind bekanntermaßen klare Kriterien der beste Gradmesser, und wir ziehen üblicherweise auch wirtschaftlich sehr anerkannte Kriterien, die Kriterien von Maastricht, dazu heran. Gemessen an diesen Kriterien verbessern sich die Werte des Budgets 2016 ganz klar gegenüber dem Jahr 2015. Sie wissen, die Neuverschuldung sinkt von 1,9 Prozent des BIP im Jahr 2015 auf 1,4 Prozent im Jahr 2016. Und die Gesamtverschuldung des Staates, die ich vorhin bereits angesprochen habe, sinkt – wiederum in Prozent des Bruttoinlandsproduktes – von 86,5 Prozent im Jahr 2015 auf 85,1 Prozent in 2016. Darüber hinaus werden wir 2016 immerhin das zweite Mal hintereinander auch das sogenannte strukturelle Nulldefizit erreichen. (Abg. Krainer: Das dritte Mal!) – Umso schöner.
Beifall bei der ÖVP.
Das Motto, meine sehr verehrten Damen und Herren, muss daher lauten, Reformen nicht nur anzukündigen, sondern Reformen umzusetzen! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Denn, meine Damen und Herren, die wirklich teuren Flüchtlinge sind die Steuerflüchtlinge! – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Etwas darf ich noch erwähnen, das ganz wesentlich ist: Was die Entwicklung am Arbeitsmarkt anlangt, wollen wir alles tun, um die Arbeitslosigkeit zu senken. Die kommende Steuerreform mit 1. Jänner wird ihren Beitrag dazu leisten. Wir sind sehr optimistisch, dass die Steuerreform vielen Menschen, aber auch der Wirtschaft hilft. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Herr Finanzminister, ich weiß ja auch, dass Sie da grundsätzlich der falsche Adressat sind, aber ich glaube, dass da das Grundproblem auch in der Kompetenzverteilung liegt, da die Finanzierungs- und Ausgabenverantwortung nicht in der gleichen Hand ist. Und eine Pensionsreform kann nicht nur auf dem Rücken der versicherten Normalsterblichen erledigt werden, sondern die muss alle etwas angehen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kogler: So ein Unsinn! Was ist denn beim Erben die Leistung? Erklären Sie das einmal!
Tatsache ist, dass Kollege Rossmann mit seinen Prophezeiungen bisher immer falsch gelegen ist, aber das ist sein Problem. Es gibt ja auch Leute, die leben einfach von der negativen Einstellung – und da zeichnet er sich ganz besonders aus. Für unsere Klientel sei festgehalten, er fordert wie das Amen im Gebet eine Vermögenssteuer, eine Erbschaftssteuer, weil man damit quasi jene, die Leistung erbringen, bestrafen könnte. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kogler: So ein Unsinn! Was ist denn beim Erben die Leistung? Erklären Sie das einmal!)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, dazu sei festgehalten, dass solide Staatsfinanzen eine unverzichtbare Grundlage für eine wirtschaftliche Entwicklung sind. Und eines halte ich auch fest: dass mir Finanzminister Schelling wirklich ungleich lieber ist als ein Finanzminister, der Rossmann heißen würde. Das wäre ein existenzielles Risiko für dieses Land, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rossmann. – Abg. Rädler: Professor Rossmann als Finanzminister!
Letztlich sollte 70 Jahre nach Ende des Krieges die Begründung, dass zur Behebung von Kriegsschäden unterschiedliche Einwohnergleichwerte bestehen, nicht mehr gelten. Dieses Argument hat hier nichts mehr verloren. Wir müssen wirklich versuchen, im Sinne eines aufgabenorientierten Finanzausgleiches einen Ausgleich zu finden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rossmann. – Abg. Rädler: Professor Rossmann als Finanzminister!)
Abg. Kogler: Ja eh, die Länder! Es müssen alle sparen!
Wie ist denn die Situation der Gemeinden? – Im Jahre 2013 haben 45 Prozent aller Gemeinden in Österreich im ordentlichen Haushalt einen Abgang erzielt. 45 Prozent der Gemeinden waren also nicht in der Lage, ihre Ausgaben durch die Einnahmen abzudecken. Die Situation wird sich nächstes Jahr noch verschärfen, da wegen der Steuerreform 400 bis 500 Millionen € weniger zur Verteilung kommen – weniger Geld für die Länder, weniger Geld für Gemeinden. (Abg. Kogler: Ja eh, die Länder! Es müssen alle sparen!)
Beifall bei der FPÖ.
Dazu kommt jetzt die Situation, speziell auch im ländlichen Bereich, dass die Kosten für Wegenetze, Wasser- und Abwasserversorgung – wenn ich mir die Diskussion zur Bildung hernehme: wir sind Schulerhalter –, Mindestsicherung, Gesundheit, Pflege et cetera explodieren. Die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben geht unglaublich auseinander. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Krainer: Anfrage kannst du keine bekommen haben! Eine Beantwortung!
gen ist es sehr, sehr wichtig, diesen abgestuften Bevölkerungsschlüssel abzuändern. Ich habe jetzt erst eine Anfrage, sehr geehrter Herr Minister, von Ihnen erhalten. (Abg. Krainer: Anfrage kannst du keine bekommen haben! Eine Beantwortung!)
Abg. Rädler: Das ist Unausgewogenheit!
Wenn man sich diese Zahlen anschaut – natürlich wissend, dass Wien gleichzeitig Stadt und Land ist –, sieht man, dass zum Beispiel jeder Gemeindebürger in Wien pro Kopf 3 019 € bekommt, während der Bürger beispielsweise in meiner Heimatgemeinde 886 € bekommt. (Abg. Rädler: Das ist Unausgewogenheit!)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Rädler: Endlich einer, der die Bürgermeister versteht!
Dieses Ungleichgewicht, das durch nichts zu rechtfertigen ist, muss zumindest abgemildert werden! Es bedarf eines Finanzausgleiches zur Stärkung des ländlichen Raumes, darum bitten wir. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Rädler: Endlich einer, der die Bürgermeister versteht!)
Abg. Tamandl: Das sollte der Herr Fuchs aber wissen! – Abg. Walter Rosenkranz: Der kennt sich gut aus! Das liest der Herr Finanzminister aus seinen Büchern vor!
Ich meine nur, dass wir jetzt bereits einige Zeit mit der Kommission verhandeln und dass wir mit diesen Verhandlungen auf gutem Wege sind, und die Kommission hat zugesagt, dass sie unseren Antrag prüft. (Abg. Tamandl: Das sollte der Herr Fuchs aber wissen! – Abg. Walter Rosenkranz: Der kennt sich gut aus! Das liest der Herr Finanzminister aus seinen Büchern vor!)
Abg. Walter Rosenkranz: Ich habe nur mit Frau Tamandl diskutiert!
Wenn Sie mir einfach sagen, worüber Sie diskutieren, gebe ich Ihnen gerne eine Antwort, aber sonst macht es nichts. Nein, es ist ja nicht so wichtig. (Abg. Walter Rosenkranz: Ich habe nur mit Frau Tamandl diskutiert!)
Abg. Rädler: Nicht seit heute erst!
Herr Abgeordneter Rossmann, ich muss es so sagen: Sie haben irgendwie eine Art von selektiver Wahrnehmung. (Abg. Rädler: Nicht seit heute erst!) Bei der Lektüre des Berichtes der Kommission bis zum Ende sind zwei Dinge zu beachten: Erstens haben Sie einmal in einer Sitzung des Budgetausschusses behauptet, wir würden es nicht schaffen, die Flüchtlingskosten herauszurechnen. Ich habe gesagt: Verhandeln tue ich, nicht Sie. Das Ergebnis ist, dass die Flüchtlingskosten ex post berechnet werden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Rossmann: Das habe ich nicht gesagt! Ich habe gesagt, das war nicht vereinbart!) – Ich sage dazu, dass ich gemeint habe: Ich verhandle das, und ich garantiere Ihnen, dass wir da zu einer Lösung kommen. Sie ist auch da.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Rossmann: Das habe ich nicht gesagt! Ich habe gesagt, das war nicht vereinbart!
Herr Abgeordneter Rossmann, ich muss es so sagen: Sie haben irgendwie eine Art von selektiver Wahrnehmung. (Abg. Rädler: Nicht seit heute erst!) Bei der Lektüre des Berichtes der Kommission bis zum Ende sind zwei Dinge zu beachten: Erstens haben Sie einmal in einer Sitzung des Budgetausschusses behauptet, wir würden es nicht schaffen, die Flüchtlingskosten herauszurechnen. Ich habe gesagt: Verhandeln tue ich, nicht Sie. Das Ergebnis ist, dass die Flüchtlingskosten ex post berechnet werden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Rossmann: Das habe ich nicht gesagt! Ich habe gesagt, das war nicht vereinbart!) – Ich sage dazu, dass ich gemeint habe: Ich verhandle das, und ich garantiere Ihnen, dass wir da zu einer Lösung kommen. Sie ist auch da.
Abg. Rossmann: Das steht unter der Überschrift „Austria“!
Die Antwort auf Ihre Frage, welche Maßnahmen besprochen wurden, lautet: Keine, denn dieser Satz bezieht sich, wenn Sie das auch aufmerksam gelesen hätten, auf alle Länder. (Abg. Rossmann: Das steht unter der Überschrift „Austria“!) Sie können es ja gerne wieder selektiv lesen, so wie Sie es für Ihre Argumentation brauchen. Feststeht, dass ich im Gegensatz zu Ihnen bei der Sitzung anwesend war und weiß, was dort gesprochen wurde. (Abg. Kogler: Aber gelesen hat er es!)
Abg. Kogler: Aber gelesen hat er es!
Die Antwort auf Ihre Frage, welche Maßnahmen besprochen wurden, lautet: Keine, denn dieser Satz bezieht sich, wenn Sie das auch aufmerksam gelesen hätten, auf alle Länder. (Abg. Rossmann: Das steht unter der Überschrift „Austria“!) Sie können es ja gerne wieder selektiv lesen, so wie Sie es für Ihre Argumentation brauchen. Feststeht, dass ich im Gegensatz zu Ihnen bei der Sitzung anwesend war und weiß, was dort gesprochen wurde. (Abg. Kogler: Aber gelesen hat er es!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Die Schreiben, die uns die Kommission übersandt hat, haben genauso kritische Anmerkungen. Die sind berechtigt, gehen aber hauptsächlich in die Richtung zweier Maßnahmen: erstens die Höhe der Staatsschulden und zweitens in Richtung des zu langsamen Prozesses bei den strukturellen Reformen. Diesbezüglich habe ich ja angekündigt, dass wir dort mehr Mut, mehr Tempo brauchen, um schlussendlich die Budgets der nächsten und der darauf folgenden Jahre entsprechend darstellen zu können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich wünsche mir ein gutes Leben für alle dort, wo sie leben, damit Menschen erst gar nicht zu uns flüchten müssen. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Rädler: Warum ist sie nicht da?
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Ich möchte einige wenige Minuten dafür verwenden, im Namen unserer Kollegin Christiane Brunner einen Entschließungsantrag einzubringen, der ja fast mit dem Anliegen der Vorrednerin korrespondiert. (Abg. Rädler: Warum ist sie nicht da?) – Ja, die ist hoffentlich in Paris zur Klimakonferenz gut gelandet.
Beifall bei den Grünen.
Auch das scheint mir logisch. Damit ist das hoffentlich begründet und eingebracht, und wir erwarten uns hier schon ein bisschen eine andere Umgangsweise als bisher, denn Sonntagsreden haben wir schon genug gehört. Dafür gibt es ein paar Spezialisten! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben viele Umständlichkeiten, die beseitigt gehören, und Ihnen, Herr Finanzminister, trauen wir das zu. Es geht nicht darum, dass irgendjemand Zuständigkeiten verteidigt, es geht darum, dass wir Leben ermöglichen und Bewegung in die Wirtschaft bringen. Und da, glaube ich, sind wir mit Ihnen auf einem guten Weg. – Ich wünsche dabei alles Gute. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
sich die Informationen! Besorgen Sie im Interesse der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler die Informationen über diese Verwertungsprozesse für das Parlament! – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Kitzmüller: Ausreden findet man immer!
Es wurde am Vormittag schon ein Entschließungsantrag der freiheitlichen Fraktion eingebracht, und bereits mein Kollege Wimmer ist darauf eingegangen, warum das, was im Antrag gefordert wurde, nämlich dass die Bundesregierung betreffend die Auszahlung von Gehältern in Vorleistung treten solle, nicht möglich ist. (Abg. Kitzmüller: Ausreden findet man immer!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Höbart.
Aber – und das ist jetzt die wesentliche Botschaft, meine sehr geehrten Damen und Herren, denn ich glaube, wir hier im Hohen Haus haben alle miteinander das Interesse, dass diesen Menschen rasch und unkompliziert geholfen wird – Sozialminister Rudolf Hundstorfer und die Gewerkschaft mit Wolfgang Katzian an der Spitze haben mittlerweile in permanenter Verhandlung mit den Banken erreicht, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von „Zielpunkt“ auf jeden Fall bei ihren Banken ihr Geld abheben können, ohne dass Zinsen verrechnet werden, sodass sie jetzt vor Weihnachten nicht vor diese schwierige Situation gestellt werden. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Höbart.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, wir sollten das anerkennen im Sinne dieser Menschen, für die es nicht einfach wird, und ich wünsche den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dass sie Erfolg haben, gemeinsam mit der Gewerkschaft, mit dem Sozialministerium, dass das beste Ergebnis für sie alle und für ihre Familien herauskommen wird. – Ich danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zu diesem Zweck werden wir auch namentliche Abstimmung beantragen, damit wir genau sehen, wer hier in Wien so abstimmt, wie es seine Kollegen in den Bundesländern auch getan haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich wünsche mir, dass die Gerechtigkeit wirklich auch einmal nicht nur dort Einzug hält, wo es einem passt, sondern Gerechtigkeit bedeutet, dass alle gleich sind, und auch die Bevölkerung des ländlichen Raumes ist gleich viel wert wie der Rest. – Danke für die Unterstützung. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundesminister, für Sie ist es ein kleiner Schritt, für den Tierschutz und für engagierte Tierschützer und Vereine eine große Meile und eine weite Strecke. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich kann zu diesem Budget nur eines sagen: Es ist ein Budget mit Augenmaß, und entgegen allen Unkenrufen glaube ich auch, dass dieses Budget halten wird, so wie alle anderen Budgets vorher. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Bitte kurz fassen!
Präsident Karlheinz Kopf: Herr Klubobmann Ing. Lugar gelangt als Nächster zu Wort. – Bitte. (Ruf bei der SPÖ: Bitte kurz fassen!)
Allgemeine Heiterkeit.
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (STRONACH): Herr Präsident! Hohes Haus! Da ja schon praktisch alles gesagt wurde nach zwei Wochen Budgetmarathon, ist es sicher vernünftig, einmal darüber nachzudenken, ob es überhaupt gescheit ist, was wir hier machen. (Allgemeine Heiterkeit.) – Ja, das ist schon einmal einen Gedanken wert. Wir haben zwei Wochen damit verbracht, ein Budget zu diskutieren, das auf Punkt und Beistrich bis auf wenige Abstriche von der Mehrheit heute hier beschlossen wird.
Beifall beim Team Stronach.
Ich glaube, dass Sie für Österreich eine Riesenchance gewesen wären – wenn Sie das gemacht hätten, was wir von Ihnen erwarten, nämlich: Da Sie unabhängig und sicherlich nicht von der ÖVP abhängig sind, hätten Sie die Reformen machen können, die wir in diesem Land so dringend brauchen. (Beifall beim Team Stronach.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Wissen Sie, wie das geht? – Das geht, indem Sie den Ländern beim Finanzausgleich die Stopptafel zeigen, indem Sie den Ländern sagen: Entweder machen wir heute Reformen oder ich drehe euch den Geldhahn zu. Genau dort kann man sie nämlich treffen, sonst nirgends. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Kogler: Er legt sich eh an!
Erwin aus Niederösterreich, der der Oberblockierer in dieser Republik ist –, dann kann oder muss ich Ihnen leider sagen, dass Sie ohnehin ausgetauscht werden bei der nächsten Gelegenheit. (Abg. Kogler: Er legt sich eh an!) Es kann sein, dass es noch ein paar Jahre dauert, bis diese Gelegenheit kommt, aber Sie werden ausgetauscht werden, weil das, was Sie schon gegen die Länder getan haben, war bereits genug für die Länder, um Sie auszutauschen. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Erwin aus Niederösterreich, der der Oberblockierer in dieser Republik ist –, dann kann oder muss ich Ihnen leider sagen, dass Sie ohnehin ausgetauscht werden bei der nächsten Gelegenheit. (Abg. Kogler: Er legt sich eh an!) Es kann sein, dass es noch ein paar Jahre dauert, bis diese Gelegenheit kommt, aber Sie werden ausgetauscht werden, weil das, was Sie schon gegen die Länder getan haben, war bereits genug für die Länder, um Sie auszutauschen. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Das heißt, Sie hätten jetzt die Möglichkeit, endlich das zu tun, was notwendig ist, was auch der Rechnungshof schon seit Jahrzehnten sagt, nämlich endlich die Länder in die Schranken zu weisen. Diese Möglichkeit hätten Sie. Dann könnten Sie in die Geschichte eingehen als erster Finanzminister, der tatsächlich etwas bewegt hat, der tatsächlich Reformen gemacht hat. Diese Chance hätten Sie, Herr Finanzminister! Ich hoffe, Sie ergreifen sie. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Also, Herr Finanzminister, fassen Sie sich ein Herz! Werden Sie der Finanzminister, den wir uns erwarten, dem wir am Anfang diese Vorschusslorbeeren gegeben haben – nicht nur wir, auch andere Fraktionen –, weil wir geglaubt haben, dass Sie ein mutiger Finanzminister sind. Ich hoffe, dass Sie noch rechtzeitig draufkommen, dass in Österreich eine Reform nur gegen die Länder gemacht werden kann. Sie sind der Einzige, der das umsetzen kann. All die anderen können das nicht, das sind alles Parteisoldaten; Sie wären der Einzige, der das tun kann. Deshalb – und da bald Weihnachten ist – wünsche ich mir etwas, und zwar als Steuerzahler und als Bürger. Ich hoffe auf ein Weihnachtswunder und darauf, dass Sie da endlich anpacken. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Lugar: Viel Erfahrung!
Abgeordnete Gabriele Tamandl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Finanzminister! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Werte Damen und Herren! Herr Kollege Lugar, Sie haben gesagt, Sie sind schon lange hier im Hohen Haus. Ja, Sie waren in drei verschiedenen Parteien – und einmal sogar „wilder“ Abgeordneter. (Abg. Lugar: Viel Erfahrung!) Das sieht man an Ihrer politischen Linie, die Sie hier im Haus haben.
Abg. Lugar: Wirklich?! Wo?
Zum Thema Finanzminister: Der Herr Finanzminister ist ein mutiger Mann, und der Herr Finanzminister ist ein selbstbewusster Finanzminister. (Abg. Lugar: Wirklich?! Wo?) Das hat er schon bei den Reformen gezeigt, die er gemacht hat, das hat er bei der Abwicklung der HETA gezeigt, und das hat er auch bei der Steuerreform gezeigt. Er hat mit den Ländern sehr wohl harte Verhandlungen geführt, Herr Kollege Lugar, aber wenn man sich nur für Populismus interessiert, dann hat man natürlich für wahre Fakten überhaupt nichts über. (Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Lugar.)
Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Lugar.
Zum Thema Finanzminister: Der Herr Finanzminister ist ein mutiger Mann, und der Herr Finanzminister ist ein selbstbewusster Finanzminister. (Abg. Lugar: Wirklich?! Wo?) Das hat er schon bei den Reformen gezeigt, die er gemacht hat, das hat er bei der Abwicklung der HETA gezeigt, und das hat er auch bei der Steuerreform gezeigt. Er hat mit den Ländern sehr wohl harte Verhandlungen geführt, Herr Kollege Lugar, aber wenn man sich nur für Populismus interessiert, dann hat man natürlich für wahre Fakten überhaupt nichts über. (Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Lugar.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Rossmann.
ins Stammbuch geschrieben – und das möchte ich jetzt noch einmal in Erinnerung rufen –, dass es eine Steuerreform ist, die 5,4 Milliarden € umfasst, die eine Lohnsteuersenkung und Einkommensteuersenkung von fast 5 Milliarden € umfasst, die kleine und mittlere Einkommen durchschnittlich mit 1 000 € entlastet und die eine Erhöhung der Negativsteuer von 110 € auf 400 € umfasst. Das sind also die kleinen Einkommen, von denen Kollege Rossmann immer sagt, die haben von der Steuerreform nichts. Wenn das also nichts ist, dass jemand, der keine Lohnsteuer bezahlt, durch einen automatischen Steuerausgleich 400 € zurückbekommt, Kollege Rossmann, dann weiß ich nicht, wovon Sie träumen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Rossmann.)
Beifall bei der ÖVP.
Anschließend komme ich gleich zum Thema Träumen: Wenn die Umverteilungsträumer hier im Hohen Haus und auch außerhalb dieses Hauses glauben, dass man etwas umverteilen kann, bevor man etwas einnimmt, dann haben Sie sich getäuscht, denn wenn keiner mehr in das Steuersystem einzahlt, dann kann man auch nichts herausnehmen. Wir stehen zu denen, die tagtäglich arbeiten, die auch ihre Steuern brav zahlen. Die müssen wir entlasten und auf die müssen wir schauen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kogler: Oje, oje!
Ich glaube, wenn wir heute eine fast zweiwöchige Phase der Budgetdebatte Revue passieren lassen, dann können wir mit Fug und Recht behaupten, dass es im Ausschuss immer sehr konstruktive und sehr gute Debatten gibt, weil da die Öffentlichkeit nicht dabei ist und die Opposition da keinen Populismus braucht. Bei der Plenarsitzung im Hohen Haus schlägt dann halt der Populismus durch, und da tritt dann halt das konstruktive politische Interesse leider Gottes in den Hintergrund. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kogler: Oje, oje!)
Abg. Kogler: Da sagt sogar die ÖVP am Rednerpult, dass Erben eine Leistung ist!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Kogler: Da sagt sogar die ÖVP am Rednerpult, dass Erben eine Leistung ist!) – Kollege Kogler, willst du noch etwas mit der Kollegin Tamandl ausmachen? Ich glaube, es geht um das Erben und darum, ob das eine Leistung ist.
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Auer.
Abschließend wollte ich mich auch noch bedanken, und zwar nicht nur bei den Bediensteten des Bundesministeriums für Finanzen für deren Arbeit, für deren Unterstützung, beim Budgetdienst im Haus sowie bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Parlamentsdirektion, sondern natürlich auch bei unseren Mitarbeitern in den Klubs, in den Fraktionen und bei unseren parlamentarischen Mitarbeitern, die uns hier unterstützen, um diese schwierige Arbeit zu machen, die wir in den letzten vier Wochen gemacht haben. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Auer.)
Beifall und Bravorufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (FPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Ich komme zum Antrag, den Kollege Haider betreffend Registrierkassen und andere Schikanen der Wirtschaft eingebracht hat. Ich bin der Meinung, diese Maßnahme sollte eher ins „Haus der Geschichte“ als ins Haus der Zukunft gehören. Daher bitten wir darum, dass Sie diesem Antrag zustimmen. Vor allem richtet sich dieser Appell an jene Abgeordneten in der ÖVP, die aus Niederösterreich kommen, weil es sich um einen Antrag handelt, der wortgleich mit einem Antrag der ÖVP aus dem Niederösterreichischen Landtag ist, der dort mit großer Mehrheit angenommen wurde. Natürlich hat man die niederösterreichischen Nationalratsabgeordneten der ÖVP auf einem schönen Foto in einer sehr bedeutenden niederösterreichischen Wochenzeitung gesehen; sie haben dazu gesagt, dass sie diese Initiative der ÖVP Niederösterreich und des Niederösterreichischen Landtags unterstützen. Nur: So wertvoll diese Wochenzeitung, mit einem Foto drinnen, auch ist, abgestimmt wird hier im Parlament und nicht in der Zeitung. (Beifall und Bravorufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
bei 30 000 € ein mittelständisches Unternehmen ansiedelt, dann ist es wahrscheinlich mit der Kompetenz einer ehemaligen Wirtschaftspartei ÖVP wirklich nicht sehr weit her. Wir machen es Ihnen aber leicht: Wir übernehmen einen ÖVP-Antrag wörtlich und bringen ihn in die Debatte ein. Ich bedanke mich schon jetzt für die Zustimmung. (Beifall bei der FPÖ.)
Oh-Rufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Johann Rädler (ÖVP): Herr Präsident! (Oh-Rufe bei der FPÖ.) Herr Bundesminister! Lieber Abgeordneter Rosenkranz aus Niederösterreich, ich muss eine tatsächliche Berichtigung machen.
Abg. Neubauer: Du warst auch am Foto!
Es ist nicht richtig, … (Abg. Neubauer: Du warst auch am Foto!) Ich war nicht am Foto, ich bin nicht im Niederösterreichischen Landtag, sondern wir haben darüber diskutiert. (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wir haben auch unsere eigene Meinung dazu, und die werden wir rechtzeitig noch kundtun. (Abg. Kogler: Was ist die Tatsache? Wer ist wir?)
Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Es ist nicht richtig, … (Abg. Neubauer: Du warst auch am Foto!) Ich war nicht am Foto, ich bin nicht im Niederösterreichischen Landtag, sondern wir haben darüber diskutiert. (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wir haben auch unsere eigene Meinung dazu, und die werden wir rechtzeitig noch kundtun. (Abg. Kogler: Was ist die Tatsache? Wer ist wir?)
Abg. Kogler: Was ist die Tatsache? Wer ist wir?
Es ist nicht richtig, … (Abg. Neubauer: Du warst auch am Foto!) Ich war nicht am Foto, ich bin nicht im Niederösterreichischen Landtag, sondern wir haben darüber diskutiert. (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wir haben auch unsere eigene Meinung dazu, und die werden wir rechtzeitig noch kundtun. (Abg. Kogler: Was ist die Tatsache? Wer ist wir?)
Ironische Heiterkeit bei der FPÖ.
Die tatsächliche Berichtigung ist, dass wir mit dieser Resolution im Landtag nicht das beschlossen haben, was die FPÖ will, nämlich dass alle mittelständischen Unternehmen von der Registrierkassenpflicht ausgenommen werden. (Ironische Heiterkeit bei der FPÖ.) Das stimmt nicht! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kogler: Das war eine tatsächliche Verwirrung! – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kogler: Das war eine tatsächliche Verwirrung! – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Die tatsächliche Berichtigung ist, dass wir mit dieser Resolution im Landtag nicht das beschlossen haben, was die FPÖ will, nämlich dass alle mittelständischen Unternehmen von der Registrierkassenpflicht ausgenommen werden. (Ironische Heiterkeit bei der FPÖ.) Das stimmt nicht! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kogler: Das war eine tatsächliche Verwirrung! – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach
Frau Kollegin Tamandl, ich glaube, es geziemt sich überhaupt nicht, der Opposition Populismus vorzuwerfen (Beifall beim Team Stronach), weil, glaube ich, gerade die Opposition immer wieder andere Ideen bringt, die für diesen Staat, für dieses Österreich, auf das wir sehr stolz sind, sehr zielführend wären (Abg. Prinz: Da redet der Richtige!), wenn man sie nicht so lange hinhalten würde, und die auch von der Wirkung her für die Bevölkerung vor Ort spürbar wären.
Abg. Prinz: Da redet der Richtige!
Frau Kollegin Tamandl, ich glaube, es geziemt sich überhaupt nicht, der Opposition Populismus vorzuwerfen (Beifall beim Team Stronach), weil, glaube ich, gerade die Opposition immer wieder andere Ideen bringt, die für diesen Staat, für dieses Österreich, auf das wir sehr stolz sind, sehr zielführend wären (Abg. Prinz: Da redet der Richtige!), wenn man sie nicht so lange hinhalten würde, und die auch von der Wirkung her für die Bevölkerung vor Ort spürbar wären.
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
gen, was wir hier bestimmen, was wir hier beschließen. Wir sollten uns die Frage stellen, ob es um politisches Kleingeld geht, ob es um die Regierungslinie geht oder ob wir gemeinsam für das Wohl der Bürgerinnen und Bürger arbeiten. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Das ist, glaube ich, sehr wesentlich, und deshalb werde ich in aller Kürze weiter ausführen.
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Heute wurde von Hard Facts und Soft Facts gesprochen. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Jawohl, Herr Kollege Rädler, du kannst dann zur Berichtigung herunterkommen. Herr Minister, wir haben schon darüber gesprochen, dass eine schnelle, wirksame Maßnahme die Wiedereinführung der Mineralölsteuerrückvergütung beim Agrardiesel wäre.
Beifall beim Team Stronach.
Herr Minister, ich habe Ihnen das Wort gegeben, dass wir, wenn wir das bekommen, dann die Militärmusik retten. Das treten wir ab. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Kickl: A bissl rauf mit dem Mikro! Man hört nichts!
Es gibt ein paar ganz große Fragen für die Zukunft. (Abg. Kickl: A bissl rauf mit dem Mikro! Man hört nichts!) Danke schön. – Das war die Umweltthematik. Da haben wir schon gesagt, wo die Versäumnisse liegen. Es ist mit Sicherheit die Bildungsthematik und dann – man kann es in diesen Tagen und Wochen nicht auslassen – die große Frage der womöglich globalen Gerechtigkeit und danach, wie wir mit Kriegsflüchtlingen umgehen.
Beifall bei den Grünen.
Zu einer anderen Sache: Die Frage der Dotierung des World Food Programme hat immer wieder eine Rolle gespielt. Das ist ursprünglich ein minimaler Betrag gewesen und jetzt ist es auch kein großartiger. Die Beratungen im Ausschuss waren ein Fiasko. Man kommt nicht einmal dahinter, wie es läuft. Alle Minister, die zuständig sind, schieben das untereinander herum wie eine heiße Kartoffel. Das ist doch eine Schande bei so einem Thema! (Beifall bei den Grünen.) Es ist immer noch nicht genau geklärt.
Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen.
Sie wissen – nur damit es klar ist, wenn wir über die Beträge reden –, dass jetzt beim Gipfel mit der Türkei mit Beträgen von 2 bis 3 Milliarden € herumjongliert wird – mit welchem Hintergrund und Zweck auch immer. (Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Hofer gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Herr Präsident! Ich bin am Schluss. Wenn es 50 Milliarden € wären – wissen Sie, was Sie vor Ort damit machen könnten, wenn es um Leben und Tod geht? –, dann wären es 25 Cent pro Europäerin und Europäer pro Tag. (Präsident Hofer gibt neuerlich das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen.
Das sage ich nur, damit Sie das wissen, aber schauen wir, was mit Ihrem Gewissen los ist. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir werden uns natürlich erlauben, das zu veröffentlichen. Sollte es ein Problem darstellen, dass das irgendwo im Bereich der EDV abgerufen, heruntergeladen wird, angeschaut wird, denn es haben nicht alle die Fertigkeiten dazu: Ich nehme an, dass die eine oder andere Tageszeitung oder Wochenzeitung das als Inserat vergleichbar und druckreif machen kann, wo man es dann lesen kann. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
Meine Damen und Herren, bevor wir zur Abstimmung kommen, erlauben Sie mir, auch einen Dank an die Mandatare auszusprechen für die große Disziplin in den letzten Tagen und auch für die von in weiten Teilen von großer Sachkompetenz geprägte Debatte. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Mein Dank gilt auch den Mitarbeitern des Hauses und insbesondere Herrn Dr. Berger und den Mitarbeitern des Budgetdienstes. (Allgemeiner Beifall.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführerin Lueger beziehungsweise den Schriftführer Gahr werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Wahlurne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführerin Lueger beziehungsweise den Schriftführer Gahr werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Wahlurne.)
Abg. Neubauer: Grillitsch war dafür!
Wer hiefür eintritt, den bitte ich um ein Zeichen. – Das ist die Minderheit und somit abgelehnt. (Abg. Neubauer: Grillitsch war dafür!) – Es ist trotzdem abgelehnt! (Allgemeine Heiterkeit.)
Allgemeine Heiterkeit.
Wer hiefür eintritt, den bitte ich um ein Zeichen. – Das ist die Minderheit und somit abgelehnt. (Abg. Neubauer: Grillitsch war dafür!) – Es ist trotzdem abgelehnt! (Allgemeine Heiterkeit.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführerin Lueger beziehungsweise den Schriftführer Gahr werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Wahlurne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführerin Lueger beziehungsweise den Schriftführer Gahr werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Wahlurne.)
Ruf bei der FPÖ: Ja! Das ist wichtig!
Ferner kommen wir zur Abstimmung über den Entschließungsantrag der Abgeordneten Mag. Wurm, Schittenhelm, Kolleginnen und Kollegen betreffend „Genderatlas als Ressource für Gender Budgeting“. (Ruf bei der FPÖ: Ja! Das ist wichtig!)
Über Namensaufruf durch die Schriftführerin Lueger beziehungsweise den Schriftführer Gahr werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Wahlurne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführerin Lueger beziehungsweise den Schriftführer Gahr werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Wahlurne.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführerin Lueger beziehungsweise den Schriftführer Gahr werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Wahlurne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführerin Lueger beziehungsweise den Schriftführer Gahr werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Wahlurne.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführerin Lueger beziehungsweise den Schriftführer Gahr werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Wahlurne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführerin Lueger beziehungsweise den Schriftführer Gahr werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Wahlurne.)