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Gesetzgebungsperiode 25
Sitzung Nr. 1
Beifall bei ÖVP und SPÖ, bei Abgeordneten von Grünen und Team Stronach sowie des Abg. Dr. Strolz.
So wünsche ich uns allen in der heutigen Debatte, am heutigen Tag, am Beginn einer Legislaturperiode einen guten Anfang, den wir alle im Interesse der Bevölkerung auch brauchen, denn letztlich hat niemand Verständnis, wenn die Auseinandersetzung im Zentrum steht, sondern alle wollen in diesem Land, dass die Lösung im Zentrum steht. Und darum ersuche ich Sie nachdrücklich! – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und SPÖ, bei Abgeordneten von Grünen und Team Stronach sowie des Abg. Dr. Strolz.)
Beifall bei FPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach. – Abg. Mag. Kogler hält neuerlich die Tafel in die Höhe mit der Aufschrift „Vereinbarung U-Ausschuss als Minderheitsrecht. Unterschrieben von Cap & Kopf“ sowie mit einer Kopie der besagten Vereinbarung.
Wenn man etwa den Parlamentarismus der letzten Jahre betrachtet, so muss man leider Gottes kritisch anmerken, dass es in vielen Bereichen Stillstand gegeben hat. Und ich sage ganz bewusst: Das Minderheitsrecht für Untersuchungsausschüsse wäre etwas, das man noch vor der Regierungsbildung gemeinsam in diesem Hohen Haus sicherstellen sollte. (Beifall bei FPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach. – Abg. Mag. Kogler hält neuerlich die Tafel in die Höhe mit der Aufschrift „Vereinbarung U-Ausschuss als Minderheitsrecht. Unterschrieben von Cap & Kopf“ sowie mit einer Kopie der besagten Vereinbarung.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
zu sein, die Sorgen und Nöte der Menschen ernst zu nehmen und auch in vielen Bereichen sozialpolitisch zu lindern und die Leistungsträger zu entlasten. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS-LIF sowie des Abg. Kickl.
Ich erzähle das deswegen, weil das ein so ganz anderer Zugang zu Parlamentarismus ist, als es in Österreich der Fall ist. In Österreich haben wir nur einen wesentlichen Unterschied: In Österreich hat die große Koalition zusammen nicht mehr 80 Prozent der Sitze, sondern bedeutend weniger, also wäre eine Diskussion über die Stärkung der Minderheitsrechte im Parlament absolut angebracht. Ich habe dazu heute noch sehr wenig gehört. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS-LIF sowie des Abg. Kickl.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten von FPÖ, Team Stronach und NEOS-LIF.
Das ist nicht nur Aufgabe der Oppositionsabgeordneten, sondern aller Abgeordneten in diesem Haus. In diesem Sinn auch ein Appell an Sie, als neue Abgeordnete der Regierungsparteien: Helfen Sie uns dabei, die Verwaltung und die Regierung zu kontrollieren! Kontrolle erhöht die Qualität der Entscheidungen, Kontrolle führt zu mehr Transparenz, und Kontrolle verhindert Steuergeldvernichtung! Das ist unsere Aufgabe! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten von FPÖ, Team Stronach und NEOS-LIF.)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS-LIF.
Und an die Regierung gerichtet, die es jetzt noch nicht gibt, die verhandelt wird, möchte ich Folgendes sagen: Finger weg von der parlamentarischen Kontrolle! Es darf nie wieder passieren, dass Untersuchungsarbeit verhindert wird, abgedreht wird, Untersuchungsausschüsse abgedreht werden! Es muss das Untersuchungsrecht, das Einsetzen eines Untersuchungsausschusses endlich Minderheitsrecht werden! (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS-LIF.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Dr. Kathrin Nachbaur (STRONACH): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundespräsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Verehrte Abgeordnete, Gäste auf den Galerien, Vertreter der Medien! Es war mir eine große Ehre, vorhin zu schwören, der Republik Österreich und dem österreichischen Volk zu dienen. Das ist nicht nur eine große Ehre, sondern ich sehe das auch als sehr große Verantwortung, insbesondere wenn man sich die Wahlbeteiligung ansieht. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und ÖVP sowie des Abg. Mag. Schieder.
Jetzt bin ich wieder in Österreich, in meiner geliebten Heimat, und frage mich manchmal: Wo ist unser Stolz? Wo ist unsere Weltoffenheit? Und sagen auch wir aus tiefstem Herzen, wir leben im besten Land der Welt? Ich bin mir nicht sicher, möchte aber einen Beitrag dazu leisten, dass wir alle stolz sein können auf unser wunderschönes Land und dass wir ein Vorbild sein können für die ganze Welt, wo jeder Mensch eine faire Chance bekommt. (Beifall bei Team Stronach und ÖVP sowie des Abg. Mag. Schieder.)
Beifall beim Team Stronach.
Ein friedliches Nebeneinander und Miteinander, geprägt von Wettbewerb, Unternehmertum, Eigenverantwortung und einem großen sozialen Herz für die Schwachen in unserer Gesellschaft – das ist das Mandat des Team Stronach. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
macht haben, aber ich sage Ihnen, meine Damen und Herren: Das Motiv war ein durch und durch ehrliches. – Danke, Frank! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Es sollte doch umgekehrt sein: Das System sollte uns Bürgern dienen, nicht wir müssen dem System dienen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Was Europa anlangt: Was wurde denn aus dem Subsidiaritätsprinzip? Wir begrüßen natürlich den Binnenmarkt und die Offenheit der Grenzen, aber viele Gesetzgebungskompetenzen sollte man wieder den nationalen Parlamenten zutrauen. Bei Bedarf können ja auch die sich mit Glühbirnen beschäftigen. (Beifall des Abg. Dr. Hübner.) Aber ich glaube, wir sollten nicht die große europäische Idee von Politikern und Bürokraten durch zentralistische Planwirtschaft und Regulierungswut beleidigen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wir haben viel Arbeit vor uns, um Österreich wieder wettbewerbsfähig zu machen und für Wirtschaftswachstum zu sorgen. Die Wirtschaft kann aber nur wachsen, wenn wir unternehmerfreundlicher werden und auch, wenn es wieder mehr Kinder in Österreich gibt. Wir fordern daher auch, dass Österreich kinder- und mütterfreundlicher wird. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine Vision für Österreich: Ich möchte aus dem American Dream den österreichischen Traum machen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Ich halte es für einen schlechten Stil – lassen Sie mich Ihnen das sagen, wobei ich nicht belehrend wirken möchte! –, dass man jemandem, bevor er eine neue Aufgabe übertragen bekommt, schon pro futuro das Misstrauen ausspricht. Das hat sich Karlheinz Kopf auch nicht verdient! (Beifall bei ÖVP, SPÖ und FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Team Stronach.
Meine Damen und Herren, die entscheidende Frage wird sein, ob es uns gelingt, durch vernünftige Gespräche trotz aller Gegensätzlichkeiten das Miteinander zu finden. (Abg. Brosz: Ihr habt blockiert!) Dazu sind wir aufgerufen, denn die Staatsbürger, die Österreicherinnen und Österreicher, werden uns in Zukunft nicht fragen, wer den besseren Vorschlag gemacht hat, sondern sie werden schauen, ob wir gemeinsam für dieses Land etwas Positives weitergebracht haben. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und Team Stronach.
Abgeordneter Herbert Kickl (FPÖ): Herr Bundespräsident! Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! In Debatten wie der heutigen am Beginn einer Gesetzgebungsperiode gibt es wiederkehrende Muster und wiederkehrende Inhalte. Man könnte vielleicht auch von rhetorischen Usancen sprechen, ohne dass das in irgendeinem abwertenden Sinn gemeint ist. Ich rede jetzt aber nicht von der wiederkehrenden Skepsis der Grünen, auf die ich jedoch zu Beginn kurz eingehen möchte, meine Damen und Herren. Ihnen, Frau Glawischnig, und Ihren Kolleginnen und Kollegen wünsche ich nur, dass sich diese Skepsis, die Sie manchmal in einer fast schon penetranten und grenzenlosen Art gegenüber allen anderen zur Anwendung bringen, auch einmal skeptisch gegen Ihre eigene Skepsis richtet, denn sonst wird sie für immer unvollendet, unvollständig und in Wirklichkeit peinlich bleiben. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Es wird auch um die Frage gehen, ob wir hier im Parlament die Kraft haben, die österreichische Verfassung, unsere Souveränität, die Freiheit und unsere Selbstbestimmung auch gegen jene Anmaßungen zu verteidigen – bewusst und konsequent! –, die oft unter sehr schönfärberischem Namen meistens aus Europa daherkommen. Auch da geht es um das, was Hegel gesagt hat: Die Wahrheit der Absicht ist die Tat! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.
Meine Damen und Herren, Sie wissen so gut wie ich: Es ist nicht das Amt, das eine Person ausmacht und ihr den Wert verleiht, sondern es ist umgekehrt. Es ist die Person, die ein Amt ausmacht und diesem Amt den Wert verleiht. Ich bin überzeugt davon, meine Damen und Herren, dass unser Kandidat Norbert Hofer in seiner Amtsführung den Wahrheitsbeweis für diese beiden Sätze antreten wird. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS-LIF.
Das alles hat doch einen Nutzen für die Bürgerinnern und Bürger, für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern. Beispiel: Wäre der Untersuchungsausschuss Banken im Jahre 2007 nicht von Ihnen von Rot und Schwarz, am Höhepunkt der Aufklärung sozusagen, abgedreht und abgewürgt worden, dann wäre das Hypo-Desaster in diesem Ausmaß gar nicht möglich gewesen! Da geht es um mehrere Milliarden Euro; rechnen Sie sich das durch! Da soll doch bitte niemand behaupten, es gehe bei einem Untersuchungsausschuss irgendwie um einen Politik-Zirkus hier im Hause (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner), sondern da geht es um die Interessen der Bürger und Bürgerinnen, auch der sozial Schwachen, denn für die braucht man Geld, Geld, das Sie woanders einfach hinausgeschmissen haben – wider besseres Wissen! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS-LIF.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS-LIF.
Deshalb appelliere ich an alle, gemeinsam einen Neustart zu wagen. Und das manifestiert sich eben auch darin, dass dieses Untersuchungsinstrument ein Minderheitsrecht wird und nicht von der Mehrheit missbraucht werden kann. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS-LIF.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und NEOS-LIF.
Es freut mich und es ehrt mich, heute hier in diesem ehrenhaften Parlament zu sein. Wir sind alle durch harte Wahlen gegangen, es war sehr emotional, aber ich versuche immer, nicht persönlich zu werden. Sollte das in diesen Diskussionen und Debatten trotzdem der Fall gewesen sein, möchte ich mich hier persönlich entschuldigen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und NEOS-LIF.)
Beifall beim Team Stronach
Erstens: In Österreich sollten wir ein ausgeglichenes Budget haben – mit einem kleinen Überschuss (Beifall beim Team Stronach), damit wir endlich einmal die Schulden
Beifall beim Team Stronach.
Zweitens: Wir leben in einer globalen Wirtschaftswelt – egal, ob das gutgeheißen wird oder nicht –, das ist die Realität, und in einer solchen Wirtschaftswelt muss man konkurrenzfähig sein. Meine Beobachtung ist: Österreich ist überverwaltet! Ich glaube, wir können die Verwaltung sozusagen zivilisiert abbauen: 5 Prozent jedes Jahr, fünf Jahre lang. Das ist möglich, und zwar muss und kann das in zivilisierter Form erfolgen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Natürlich werden sich da viele fragen, wie denn der Staat da überhaupt ein Budget erstellen könne, wie er dann zu seinem Geld komme. – Wir alle wissen, die Arbeitnehmer zahlen den größten Teil der Steuereinnahmen. Erstens haben die Arbeitnehmer ein moralisches Recht, einen Teil des Profites zu bekommen, den sie durch ihren Fleiß miterwirtschaftet haben. Und das heißt weiters: Wenn die Arbeiter mehr Geld bekommen, so belebt das den Konsum, die Wirtschaft wird dadurch angekurbelt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Ein ganz wichtiger Punkt ist auch: Firmen, die ihren Profit im Ausland investieren, müssen die volle Steuer zahlen, und sie können die Verluste nicht mehr gegenüber ihren Gewinnen und Profiten in Österreich abschreiben. (Beifall des Abg. Strache.) Jetzt besteht ein Ansporn für österreichische Firmen, ins Ausland abzuwandern, und das ist ein Verrat gegenüber den österreichischen Arbeitern. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
Noch einmal vielen Dank fürs Zuhören! Und auch allen Bürgerinnen und Bürgern, die im Fernsehen mitgeschaut haben, das Beste! Seid mit dabei und hört genau zu! – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.)
Sitzung Nr. 3
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen, Team Stronach und NEOS-LIF.
Was mir natürlich auch Sorgen macht, ist der Rückgang an Lehrstellen im ersten Lehrjahr. Dieser ist teilweise demographisch begründet, weil wir gleichzeitig keinen Anstieg der Arbeitslosigkeit bei den 15- bis 19-Jährigen zu verzeichnen haben, sondern im Gegenteil ein Sinken. Ein weiterer Grund ist der Einstieg in Schulen. Das zeigt, dass es auch notwendig ist, gemeinsam mit der Wirtschaft immer wieder aufzuzeigen: Lehrling zu sein ist etwas Tolles, das ist genauso toll, wie die AHS-Oberstufe, eine HAK oder eine HTL zu besuchen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen, Team Stronach und NEOS-LIF.)
Beifall beim Team Stronach.
Und in diesem Zusammenhang gleich meine erste Kritik: Die EU und der Euro in ihrer derzeitigen Form tragen, glaube ich, maßgeblich zu diesem Problem bei. Es gibt eine zentralplanerische Bürokratie in Europa, und auch der Euro, diese gemeinsame Währung, die da zwangsweise geschaffen wurde für Länder, die eigentlich gar nicht zusammenpassen, das ist wie ein Anzug, der keinem passt: Den einen Ländern ist er zu klein und den anderen Ländern ist er zu groß. Der Euro in seiner derzeitigen Form raubt den vermögenden Ländern ihr Vermögen und den schwachen Ländern ihre Wettbewerbsfähigkeit. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Der zweite Punkt, auf den ich eingehen möchte, ist die überbordende Bürokratie. In Brüssel werden ungefähr 80 Prozent aller unserer Gesetze, die wir hier umsetzen, zuerst einmal gestaltet. Das ist ein gewaltiger Kostenaufwand, und die Lasten liegen vor allem auf unseren Klein- und Mittelbetrieben, die dann tagtäglich damit kämpfen müssen. Ich meine, man muss die Leistungsträger in unserer Gesellschaft entlasten und nicht noch mehr belasten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Brosz: Das ist keine Aktuelle Stunde, das ist eine Bunte Stunde heute!
Ich meine, dass die Kammern und diese ganze Bürokratie die Wirtschaft hemmen. Von diesem Umstand spannt sich für mich der Bogen hin zur Jugendarbeitslosigkeit. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Brosz: Das ist keine Aktuelle Stunde, das ist eine Bunte Stunde heute!)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Dr. Pilz: Wo haben Sie diese Rede gefunden?
Das sind die Rahmenbedingungen, die Sie geschaffen haben! Die Unternehmer trauen dem Frieden in Österreich nicht mehr. Wir haben überhaupt ein Problem, was die politische Kultur in Österreich betrifft. Viele Regierungsverantwortliche haben nicht die Kompetenz, das Land ordentlich zu managen, und kompensieren das dann durch Rhetorik. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Dr. Pilz: Wo haben Sie diese Rede gefunden?) – Die habe ich in meinem Kopf gefunden.
Beifall beim Team Stronach. – Rufe bei der ÖVP: Schwach! Ganz schwach!
Wir brauchen ein unternehmerfreundliches Klima – jetzt komme ich schon zum Schluss –, das Investoren anlockt und das die Leistungsträger in unserem Land stärkt. Nur so können wir sicherstellen, dass es auch in Zukunft Arbeitsplätze und Ausbildungsplätze für die Jugend gibt, aber das wollen anscheinend manche Leute hier nicht hören. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Rufe bei der ÖVP: Schwach! Ganz schwach!)
Beifall beim Team Stronach.
Ich darf unseren Parteigründer Frank Stronach zitieren. (Rufe bei der ÖVP: Wo ist er denn? – Abg. Strache: Arbeitsverweigerung nennt man das!) – Diese Frage könnte ich betreffend andere Kolleginnen und Kollegen auch stellen. – Aber, Kollege Wöginger, eine Antwort: Der Hauptpunkt seiner Aussagen war, Betriebe, Konzerne und Firmen – und wir haben gerade im Bezirk Vöcklabruck bei der Lenzing AG diesen Fall; das ist zu ernst, um zu blödeln –, die mit ihren Gewinnen ins Ausland abwandern, gehören besteuert. Wer in den Standort investiert, wer regionale Arbeitsplätze sichert, wer regionale Kaufkraft sichert, der sichert Jugendarbeitsplätze. Das ist das Thema, Kolleginnen und Kollegen! Dazu müssen wir einmal ganz ehrlich stehen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir müssen neben der nötigen Entlohnung auch die nötige Wertschätzung, auch gesellschaftlich, aber besonders von der Politik, aufbringen. Das ist ganz, ganz wesentlich. Ich bin wirklich, sage ich einmal, betroffen darüber, was jetzt gerade an unserem Wirtschaftsstandort Oberösterreich passiert; ich glaube, das kann man auch auf ganz Österreich beziehen. Es sind keine schönen Weihnachten, die auf diese Leute warten; das hat durchaus auch mit Jugendarbeitslosigkeit zu tun. Wenn diese Betriebe abwandern, haben wir dort letztlich auch keine Lehrstellen mehr, sehr wertvolle Lehrstellen, die wir bisher gehabt haben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In diesem Sinne darf ich am Tag der Kinderrechte appellieren: Geben wir den Familien und damit den Jugendlichen und den Lehrlingen eine Chance! Unser Ziel sollte es sein, dass wir Geld aus aktiver, attraktiver Wirtschaft verdienen und ausgeben können, als Steuergeld für Arbeitslose verwenden zu müssen. In diesem Sinne bitte ich um gute Zusammenarbeit. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine Damen und Herren, solche Dinge, wie sie hier passiert sind, löst man nicht mit dem Strafrecht. Das löst man auf diplomatischem Weg, das löst man auf internationaler Ebene. Da zitiert man den Botschafter, aber das löst man nicht auf diese Weise. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Es sind allerdings auch etliche offen geblieben. Ich möchte insbesondere wissen, warum die Handlungen unserer Geheimdienste eigentlich nicht unter einer parlamentarischen Kontrolle stehen, die auch tatsächlich gelebt wird. Meine Kollegen aus dem Verteidigungsausschuss sagen mir nämlich, dass sie, obwohl sie vereidigt sind und der völligen Schweigepflicht unterliegen, nie richtig Auskunft bekommen. Es ist ein wichtiges Grundrecht in der Demokratie, dass man Antworten auf seine Fragen bekommt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Da bin ich mir jedoch nicht so sicher. Viele heimische Unternehmer denken anders; wir haben sehr viele Weltmarktführer in Österreich und allgemein in Europa. In dieser Debatte geht es also nicht nur um Sicherheitsinteressen, sondern auch um wirtschaftliche Interessen. Der faire Wettbewerb darf keinesfalls ausgehöhlt werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Es soll nach wie vor die Leistung den wirtschaftlichen Erfolg bestimmen und nicht unlauterer Wettbewerb und Wirtschaftsspionage. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ja, Sie kennen sich aus beim Spionieren, das weiß ich. Aber der Punkt ist, dass hier meiner Ansicht nach die Hausaufgaben zu machen sind. Das heißt, diese Geheimdienste gehören etwas durchleuchtet, und zwar in den richtigen Ausschüssen, wie das hier schon angesprochen worden ist. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir werden sehen, wer die neue Bundesregierung stellt, aber ich möchte den zukünftigen Ministern für diesen Bereich – wenn Sie, Herr Klug, es wieder sind oder Frau Mikl-Leitner – die Aufgabe mitgeben, hier einen anderen Stil walten zu lassen und uns als Kontrollorgan, als Volksvertreter in diesem Parlament korrekt und ausführlich zu informieren. Damit würden Sie, denke ich, der österreichischen Bevölkerung etwas Gutes tun. Sie sollten aber nicht unsere Daten, die Sie da ausspioniert haben, an fremde Länder weitergeben; das ist der falsche Weg. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Dr. Marcus Franz (STRONACH): Herr Präsident! Hohes Haus! Danke schön und grüß Gott! Kein Wunder, dass die Leute in diesem Land keine Kinder mehr kriegen, wenn man sich anschaut, was sich in der Steiermark abspielt. (Abg. Bayr: Der moralische ... wird nicht erfüllt! – Abg. Mag. Steßl: Ah, das ist der Herr Kollege!) Das ist Sippenhaftung in Reinkultur – zumindest in finanzieller Art und Weise. Da werden Familien bestraft, Familien, die kleine Kinder haben – wir haben jetzt schon Beispiele gehört –, werden bestraft. Sie müssen finanziell für ihre Altvorderen aufkommen, die sie aufgezogen haben. Denen fehlt das Geld hinten und vorne. Es wird auf die Schwächsten losgedroschen – in einem Land, das sich immer der großen sozialen Gerechtigkeit rühmt. Das ist bei uns in der Politik ein Schlagwort, „soziale Gerechtigkeit“. Ich sehe in der Steiermark: Wenn die Decke weggerissen wird und es ums blanke Geld geht, dann ist die soziale Gerechtigkeit weg – aus und vorbei! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Um aus diesem Dilemma herauszukommen, nämlich dass der Staat die Familien bestraft, dass der Bedarf von Pflegebedürftige über private Zuzahlungen finanziert wird, dass Pflegebedürftige überhaupt in Situationen geraten, in denen es ihnen gar nicht mehr gut geht und damit ihre Familien bestraft werden – nämlich finanziell –, muss man das Ganze auf Bundesebene heben. Es kann nicht sein, dass in einzelnen Bundesländern Familien mit Kindern, Pflegebedürftige, Alte oder Kranke anders behandelt werden als in anderen Bundesländern. Das ist eines Staates wie Österreich unwürdig. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Aus unserer Sicht, aus Sicht des Teams Stronach, ist es ganz, ganz wichtig, dass die Sozialfinanzierung und die Gesundheitsfinanzierung in Zukunft integrativ betrachtet werden. Es ist Aufgabe des Nationalrats und der Regierung, in Zukunft ein neues Modell zu entwickeln, weg von den beitragsfinanzierten Systemen, weg von der Trennung der Sozialtöpfe und der Gesundheitstöpfe hin zu einem gemeinsamen integrierten Finanzierungsmodell, in dem die Gesundheit und die Pflege zusammengeführt werden. Es kann nicht sein, dass das aus verschiedenen Töpfen bezahlt wird und dann einzelne Landesregierungen hergehen und sich das von den Privaten einfach so holen. Das ist aus meiner Sicht unzulässig. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir müssen auch weg von diesem zersplitterten, föderalistischen, kammergesteuerten, selbstverwaltungsgemanagten, merkwürdigen, extrem teuren System hin zu einer zentralen – und mir ist dabei die Unterscheidung zwischen zentral und zentralistisch wichtig – Steuerung der Grundversorgung der Österreicher. Nur das ist gerecht, nur das ist – ich mag das Wort nicht besonders – sozial gerecht: Wenn alle gleich behandelt werden, vom Staat und vom Gesetzgeber. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
zu nehmen, sich auch als Einzelner überlegt, wenn man noch jung ist, in private Vorsorgemodelle zu gehen und sich nicht alles vom Staat finanzieren zu lassen. Das ist ein weiterer wichtiger Punkt. Diese beiden Punkte lassen sich sehr gut kombinieren, wenn wir in einer Republik von freien und denkenden Bürgern weiterleben wollen. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS-LIF.
Wir müssen anders verteilen und uns fragen: Wo fangen wir mit der Verteilung des Budgets an? Wo geben wir mehr in einen Topf hinein? Es ist eben immer der Topf für die Familien, der ausgehöhlt wird, wo nichts passiert. Da müssen wir ansetzen! Gerade am Tag der Kinderrechte hoffe ich doch, dass Sie endlich einmal beginnen, ein Umdenken zumindest in Betracht zu ziehen und darangehen, die Familien zu unterstützen, die Familienbeihilfe zumindest jährlich zu valorisieren, denn wenn das schon nicht geschieht, dann sind die Familien bei dieser Regierung, wie wir wissen, schlecht aufgehoben und schlecht beraten. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS-LIF.)
Beifall beim Team Stronach.
Noch eine weitere Geschichte bestätigt, wie die Familien, die Mütter tatsächlich behandelt werden: In der Hacklerregelung wird die wertvollste Tätigkeit einer Mutter, die Kindererziehung, mit 50 Prozent gerechnet, Kolleginnen und Kollegen – damit wir wissen, der alte Spruch: An den Taten werdet ihr gemessen!, hat auch hier seine Bedeutung. Ich glaube, da gehört einmal ein ganz ordentlicher Schritt in die richtige Richtung gemacht. Es reicht nicht, immer nur schöne Worte und Absichtserklärungen von sich zu geben, und wenn es dann um die Umsetzung geht, dann nennt man Budgetgründe, dann hat man andere Dinge, die wichtig sind. Die wichtigste Zelle im Staat ist die Familie! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich würde bei dieser Diskussion dahin gehend um Unterstützung bitten, dass man diesen Schritt, die Inflationsabgeltung, jetzt endlich umsetzt und vielleicht in Anbetracht der in den letzten Jahren nicht erbrachten Leistungen und dieser Problematik, dieser Thematik Familie allen Müttern mit Kindern eine Einmalzahlung pro Kind gibt, damit man sieht, dass diese Leistung als solche anerkannt wird. Das ist eine der grundlegenden Leistungen für diesen Staat! – Ich danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Also wie gesagt, wir brauchen hier ordentliche Verfahrensregeln, und das sind die drei Punkte, die uns wichtig sind. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wirklichkeit Amtsmissbrauch gewesen ist. Also da müssen wir uns ganz genau überlegen, was wir aufnehmen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS-LIF.
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig-Piesczek (Grüne): Frau Präsidentin! Meine geschätzten Damen und Herren Abgeordneten! Frau Finanzministerin! Herr Staatssekretär! Ich denke, dass die Bevölkerung, die diese Debatte jetzt vor den Fernsehschirmen mitverfolgt, neuerlich fassungslos ist. (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS-LIF.)
Beifall beim Team Stronach.
vor bei 40 Milliarden €, ohne diese bei 30 Milliarden € und mit Hilfe der neuen Buchhaltungsregeln eben bei 18,5 Milliarden €. Die Regierungsverantwortlichen sagen, das war ein großes Kommunikationsproblem. Meiner Meinung nach hat die Regierung aber kein Kommunikationsproblem, sondern ein Ausgabenproblem. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In Österreich haben wir überhaupt – das habe ich schon am Vormittag gesagt – ein Problem der politischen Kultur. Es hat den Anschein, dass viele Regierungsverantwortliche nicht die nötige Kompetenz haben und dies dann durch rhetorisches Geschick wettzumachen versuchen. Transparenz sieht anders aus. Ich sage, alle Zahlen müssen auf den Tisch, und zwar die richtigen, denn mit falschen Zahlen hat es schon in Griechenland begonnen bergabzugehen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Mein Vorschlag ist: Der neue Finanzminister soll niemand aus der SPÖ sein, soll auch niemand aus der ÖVP sein, soll auch niemand aus einer Bank sein, die von Staatsgeld lebt und mit Staatsgeld gerettet wurde und dadurch in Abhängigkeit ist. (Beifall beim Team Stronach.)
Ruf bei der ÖVP: Frank Stronach!
Wir müssen endlich Experten ranlassen, wir brauchen offensichtlich mehr Sachkompetenz. (Ruf bei der ÖVP: Frank Stronach!) – Ja. Danke für die gute Idee!
Beifall beim Team Stronach.
Auch was die FIMBAG anlangt, auch dort gehören Spezialisten hin, nicht ein Herr Wala mit einer Megaluxuspension von 32 000 € im Monat und auch nicht ein Herr Liebscher, der ehemalige Raiffeisen- und Nationalbankchef. Das sind sicherlich sehr nette Leute, das ist nicht der Punkt, aber diese Herren Pensionisten haben schon in den vergangenen Jahren bewiesen, dass sie mit der FIMBAG nichts erreicht haben, dass überhaupt nichts weiterging. Wir brauchen Topleute, die wissen, wie man saniert und wie man eine Bank führt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich fordere einfach mehr Kompetenz in der Regierung, mehr Sachverstand, weniger Rhetorikkünstler, sondern echte Sanierer und Manager. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Also forsch voran in Sachen Erhöhung der Familienbeihilfen und Indexierung der Familienbeihilfen in den Jahren danach! – Danke sehr. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Zu Ihrem selbst auferlegten Schweigen: Auch wenn das Sprichwort „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ in vielen Fällen zutrifft – in diesem Fall war es nicht zutreffend. Da haben Sie sich selbst dadurch einen Bärendienst erwiesen, dass Sie den Verhandlungsteams so quasi ein Redeverbot zu dem Thema auferlegt haben, wie es denn nun mit dem Budget stehe, wie die offiziellen Zahlen denn nun aussähen. So wird man unglaubwürdig, meine sehr geehrten Damen und Herren! Eine Vorrednerin hat es heute schon angesprochen: Die Wahrheit ist zumutbar! – Dem schließe ich mich an. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Mag. Loacker.
Es gibt noch ein gutes Sprichwort: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. – Das hat hier aber keinen Eingang gefunden, denn sonst wären schon einige der Blockierer unter den roten und schwarzen Landeshauptleuten gegangen. Leider sind sie immer noch da und blockieren munter weiter. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Mag. Loacker.)
Beifall beim Team Stronach.
Es freut mich ja, dass sich die Frau Bundesministerin, obwohl sie aus der Regierung ausscheiden wird, heute dazu bekannt hat, dass sie eine große Verfechterin eines einheitlichen Haushaltsrechts sei. Nun gut, am Abend wird der Faule fleißig! Denn: Was ist in den letzten fünf Jahren passiert? Warum ist denn nichts weitergegangen? Jetzt haben Sie heute in Aussicht gestellt, dass Mitte nächsten Jahres vielleicht eine Lösung kommen und es vielleicht ein einheitliches Haushaltsrecht geben wird. (Bundesministerin Dr. Fekter: Auf Bundesebene habe ich umgestellt! ...!) – Ich rede von den Ländern. Sie können hier auch einwirken, meine sehr geehrte Frau Ministerin! (Abg. Mag. Kogler: Das tut sie ja! Das tut sie eh!) So viel dazu. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Weiters möchte ich auf ein Thema eingehen, das ich besonders perfide finde, nämlich die Vorstellungen und die sogenannten Lösungsvorschläge des IWF im Hinblick auf die Schuldenreduktion der EU-Staaten. Genau genommen geht es um 15 EU-Staaten, und diese abstrusen Vorstellungen wurden als theoretisches Gedankenspiel getarnt. Worum geht es? – Um eine einmalige Abgabe in der Höhe von 10 Prozent für alle Haushalte – eben für diese 15 EU-Staaten. Was heißt das? – Das heißt, dass es ans Eingemachte geht, dass es an die Spareinlagen geht, dass es ums Sparbuch geht und dass es um eine Enteignung der Österreicherinnen und Österreicher geht, meine sehr geehrten Damen und Herren! Dazu sagen wir ganz klar Nein. Hände weg vom Sparbuch der Österreicherinnen und Österreicher! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Dr. Strolz.
Ich bitte um Unterstützung. – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Dr. Strolz.)
Beifall beim Team Stronach.
Was heißt das, meine geschätzten Damen und Herren? – Die Regierung, die Verhandler haben sehr wohl schöngefärbt. Das heißt, die Zahlen, die uns geliefert wurden, waren geschönt, waren gefärbt, wenn sogar Ihr eigener Kollege dies bestätigt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren! Wenn Sie sich jetzt auf ein Budgetloch von 24 Milliarden einigen, dann frage ich: Wie glaubwürdig ist das? Wie glaubwürdig ist das, wenn sich Leute, die im September noch nicht gewusst haben, dass es ein Budgetloch geben wird – „angeblich“, unter Anführungszeichen –, plötzlich im November darauf einigen, es werden 24 Milliarden sein? – Ich sage Ihnen ehrlich, wir glauben Ihnen nicht! Es ist höchst an der Zeit, dass endlich einmal Experten hinschauen, dass endlich einmal Experten analysieren und sich dem Budget widmen, denn Sie haben aus unserer Sicht jegliche Kompetenz verloren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich bin schon sehr gespannt – da Sie jetzt vom Nulldefizit sprechen –, ab wann wir dieses Nulldefizit tatsächlich erreichen können. Ich glaube nicht, dass die Prognosen der Regierenden jene Werthaltigkeit haben, die sie haben sollten. Ich glaube, dass es höchst an der Zeit ist, dass unsere Regierungsverantwortlichen mit mehr Kompetenz und vor allem mit mehr Ehrlichkeit ausgestattet werden. Ich würde mir – und das fordern wir ein – Mut zur Wahrheit wünschen. Das wurde heute schon mehrfach erwähnt: Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar. Ich glaube, es ist der falsche Weg, schönzufärben, schönzureden und die Leute zur Kassa zu bitten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Ruf bei der FPÖ: Wer zahlt denn diese Berater ?
Wir ersuchen um Annahme des Antrages, denn aus unserer Sicht ist das der einzige Weg, Österreich wieder in eine gesicherte Zukunft zu bringen. (Beifall beim Team Stronach. – Ruf bei der FPÖ: Wer zahlt denn diese Berater ?)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Dr. Mlinar.
Es hat einfach unabsehbare Folgen gehabt, dass man diese Banken verstaatlicht hat. Und was diese Banken wirklich kosten, das weiß man schlicht und einfach nicht, und mit jeder Prognose kommen höhere Zahlen heraus. Die Lehre aus diesen drei Verstaatlichungen muss einfach sein: Nie wieder eine Bank verstaatlichen! – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Dr. Mlinar.)
Ruf bei der ÖVP: Stronach!
Abgeordneter Dr. Georg Vetter (STRONACH): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Prinzipiell kann ich dem Gedanken, dass die Parteien weniger tief in die Staatskasse greifen, durchaus etwas abgewinnen. Wenn man aber als Altparteien so tut, als ob dieser Griff in die Staatskasse das allein Seligmachende ist, dann möchte ich Sie schon daran erinnern, dass das Ihre Parteien nicht nur über den Weg der Parteienfinanzierung per Gesetz, sondern auch über Interessenvertretungen gemacht haben und sich in der letzten Legislaturperiode auch über ganz andere Wege der Parteienfinanzierung – ich möchte ein großes Telekommunikationsunternehmen nicht unbedingt beim Namen nennen – finanziert haben. (Ruf bei der ÖVP: Stronach!) Wenn hier von einigen Abgeordneten mehr oder weniger spaßhalber eine Oligarchenklausel gefordert worden ist im Zusammenhang (Abg. Rädler: Nicht spaßhalber!) – Nicht spaßhalber, sondern ernst gemeint?!
Beifall beim Team Stronach. – Ruf: Ja eh! – Zwischenruf des Abg. Brosz.
Geld verdient haben. (Beifall beim Team Stronach. – Ruf: Ja eh! – Zwischenruf des Abg. Brosz.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Vilimsky: Wo ist er denn? – Zwischenruf bei der ÖVP.
Wenn wir vor zwei Jahren mithilfe der Grünen endlich dieses Habsburgergesetz losgeworden sind und eine Gleichheit hergestellt haben, dann muss das Gleiche auch für Leute gelten, die ihr Geld investiert haben, um im demokratischen Wettbewerb mitzumachen und vielleicht auch erfolgreich gewesen sind. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Vilimsky: Wo ist er denn? – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir freuen uns auf die Verhandlungen und hoffen, dass wir mehr Effizienz, ein klareres System hineinbringen, dass die Ausschüsse besser arbeiten können, dass tatsächlich die Zeiträume im Vorhinein besser eingeteilt werden können. In diesem Sinne wollen wir uns nicht heute schon irgendwo bei einer halbguten Lösung einzementieren, sondern wir freuen uns auf eine optimale Lösung, die wir hoffentlich gemeinsam erzielen werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Aber ich sage Ihnen ganz genau, wo wir eine Abklärung und einen Untersuchungsausschuss haben wollen: Das ist im Bereich der Hypo. Wir wollen wissen: Wer waren die Nutznießer? Warum ist diese Verstaatlichung vorgenommen worden? Und: Wie ist das Ganze zustande gekommen? Und da werden wir hartnäckig dranbleiben, da werden wir hartnäckig schauen, wo die Verantwortung liegt. In diesem Sinne werden wir auch einen entsprechenden Antrag einbringen. (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 6
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Frank Stronach (STRONACH): Werte Frau Präsidentin! Werte Abgeordnete! Ich bin heute hier (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP), möchte aber nicht als Politiker sprechen, sondern ich möchte gute Ideen vorbringen, denn ich mache mir große Sorgen um die Wirtschaft in Österreich. Ich sage immer: Wenn die Wirtschaft nicht funktioniert, funktioniert gar nichts! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Aber auf alle Fälle ist es wichtig, dass wir in die Zukunft schauen. Wie können wir ein ausbalanciertes Budget, einen Überschuss erreichen, um die Schulden langsam zurückbezahlen zu können? – Ich glaube, wir könnten schon Maßnahmen setzen, um ein ausbalanciertes Budget zu erzielen. Wir alle sagen, es ist ganz wichtig, dass wir die Verwaltung reduzieren. (Beifall beim Team Stronach.)
Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.
Ich möchte aber noch mehr vorschlagen. Vielleicht könnten wir zum Beispiel die Pflichtbeiträge der verschiedensten Kammern um 20 Prozent pro Jahr reduzieren. (Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Dann ist auch ganz wichtig, dass wir auf unsere Steuergesetze schauen. Für mich ist es sehr verwunderlich, dass wir keinen Unterschied machen zwischen Firmen, die in Österreich investieren, und Firmen, die im Ausland investieren. Sie zahlen alle die gleichen Steuern. Mein Vorschlag würde sein, dass Firmen, die ihren Profit in Österreich investieren, nur 10 Prozent Steuern zahlen, und die anderen 10 Prozent könnten sie an die Arbeiter weitergeben. (Beifall beim Team Stronach.)
Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.
Die Firmen, die ihren Profit im Ausland investieren, sollen voll Steuern zahlen und ihre Verluste im Ausland nicht mehr gegen Profite hier in Österreich abschreiben können. (Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das würde mehrere Folgen haben. Erstens, wenn wir das Kammernsystem vereinfachen, würde das für die Wirtschaft sehr nützlich sein. Wir alle wissen, das ist sehr kompliziert in Österreich. Wenn wir die Arbeiter mit diesem Steueranreiz motivieren, sind wir konkurrenzfähiger. Wir könnten die Importe reduzieren, die Exporte steigern, und ich glaube, dann könnten wir beweisen, dass Österreich ein guter Platz auf dieser Welt zum Investieren ist. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Noch einmal auf die Zahlen verweisend: das BIP, das Bruttoinlandsprodukt, 2012: 307 Milliarden; die Schulden: total 234 Milliarden €; das Budget: 74 Milliarden Ausgaben, 67 Milliarden Einnahmen, ein Defizit von 7 Milliarden; Verpflichtungen der Länder und Gemeinden: ungefähr 10 Milliarden; Verpflichtungen der Banken: 20 Milliarden und unsere Nettobeiträge zur EU: ungefähr 500 Millionen €. – Das muss uns zu denken geben! Wir sollen das sehr sachlich bearbeiten und müssen Maßnahmen festsetzen. Ich habe bereits Vorschläge gemacht: Die Firmen, die ihren Profit in Österreich investieren, könnten nur 10 Prozent Steuern zahlen, den anderen Teil könnte man an die Arbeiter weitergeben, dann hätten die Arbeiter mehr Geld, dadurch würde der Konsum stimuliert werden, und das Ganze würde die Wirtschaft ankurbeln. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Dr. Strolz und Podgorschek.
Im Gegenteil: Die Inflation hat den Familien eigentlich das Geld weggefressen. Die haben einen Verlust von minus 25 Prozent hinzunehmen. Das ist ein klares und eigentlich ein trauriges Zeichen, was die Familien hierzulande wert sind. Und die Familie als Keimzelle der Gesellschaft, sagen wir, muss wieder einen höheren Stellenwert in der Gesellschaft genießen! (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Dr. Strolz und Podgorschek.)
Beifall beim Team Stronach.
Erinnern Sie sich: Auch in Griechenland hat alles mit falschen Zahlen begonnen. Wenn unser Land weiterhin so schlecht geführt wird, brauchen wir uns vielleicht dann gar keine Gedanken mehr darüber zu machen, ob sich SPÖ und ÖVP wieder zu einer Koalition zusammenraufen, denn vielleicht kommt gleich eine Troika und übernimmt den Laden. Worauf ich hinaus möchte: Das tatsächliche Defizit kann man jedenfalls nicht durch kreative Rhetorik und auch nicht durch kreative Buchhaltung beseitigen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Wenn Herr Bundeskanzler Faymann sagt, dass er den Betrag von 24 Milliarden schmerzfrei einsparen kann, also ohne dass die Bürger das wirklich spüren, frage ich mich natürlich: Wenn das so leicht ist, warum haben Sie das dann nicht die letzten fünf Jahre gemacht? (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Rädler: in Niederösterreich!
Wir fordern eine sofortige Vereinheitlichung des Haushaltsrechts aller Gebietskörperschaften und haben das auch im Parlament schon beantragt. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Beim Finanzausschuss habe ich Frau Ministerin Fekter gefragt, ob wir nicht ein einheitliches Rechnungswesen haben können. Und Frau Ministerin Fekter sagte, sie stehe dafür ein, allerdings blockieren die Länder. Und nun, Frau Finanzministerin, verlange ich Leadership von Ihnen, denn Sie haben nach dem Finanzverfassungsgesetz die Möglichkeit, eine einheitliche Rechnungslegung einzufordern. Sie können eine Verordnung erlassen und diese Heiligenbluter Vereinbarung einfach außer Kraft setzen, denn sonst blockieren die Länder. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Rädler: in Niederösterreich!)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Mag. Loacker.
Ich bin in der derzeitigen Situation etwas EU-kritisch, aber es gibt auch etwas Erfreuliches aus der EU zu berichten, und zwar gibt es neue Statistikregeln. Ab 2014 müssen nämlich alle ausgelagerten Schulden miteingerechnet werden, also in Bereichen wie ÖBB, Bundesimmobiliengesellschaft, alle Verbindlichkeiten ausgelagerter Unternehmen des öffentlichen Sektors. Das betrifft vor allem die Gemeinden, und endlich hat die Trickserei ein Ende. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Mag. Loacker.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Mag. Loacker.
Vor der Wahl jedenfalls sprach man von Steuerreform und Familienleistungen, nach der Wahl gibt es ein Sparpaket. Aber daran hat man sich anscheinend schon gewöhnt in einem Land, wo die rot-schwarze Koalition praktisch schon Denkmalschutz genießt. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Mag. Loacker.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von NEOS-LIF.
Wir müssen wieder raus aus diesem Kreislauf von Missmanagement, Budgetdefizit und weiteren Schuldenaufnahmen, denn Schulden bedeuten auch immer einen Verlust von Freiheit und Souveränität. Wir müssen wieder frei werden, dürfen nicht so staatsgläubig sein und müssen schauen, dass wir Maßnahmen setzen, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Nur ein freier Staat kann auch ein sozialer Staat sein, der sich dann um die Schwächsten in unserer Gesellschaft kümmert. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von NEOS-LIF.)
Beifall bei NEOS-LIF sowie bei Abgeordneten von Grünen und Team Stronach.
Vielen Dank. (Beifall bei NEOS-LIF sowie bei Abgeordneten von Grünen und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich habe unter Verweis auf die Laffer-Kurve eine Steuerreform gefordert. Nicht deshalb, weil wir so viel Geld haben, sondern ganz im Gegenteil, weil sich eine solche Steuerreform selbst finanziert und letztlich zu Steuermehreinnahmen führt, weil die Steuerschraube schlicht und einfach viel zu fest angezogen ist. Mehr dazu ein anderes Mal. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das wirkliche Problem liegt darin, dass der Gesetzgeber mit dem Bundeshaushaltsgesetz gezwungen ist, ein Bundesfinanzrahmengesetz für vier Jahre mit Bindungswirkung zu erlassen. Das kann praktisch nie der Wirklichkeit entsprechen, da die finanzpolitische Zukunft im Allgemeinen nicht Erkenntnisgegenstand der Wahrheit sein kann. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich fasse zusammen: Erstens haben die Regierungsparteien sich verspekuliert. Und zweitens sind sie Opfer ihrer eigenen Regulierungstätigkeit geworden. Denken Sie daran, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien, wenn sich das nächste Mal Ihre Politik, insbesondere Ihre Steuerpolitik, gegen die eigene Bevölkerung richtet! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Bundesminister Hundstorfer hat es vorhin angesprochen: Mehr Verantwortungsbewusstsein ist gefordert. Hier könnten Sie mehr Verantwortungsbewusstsein zeigen, anstatt wieder einmal neue Steuern zu produzieren, wie es in den Köpfen hinter mir auf der Regierungsbank immer so herumschwebt. Gehen Sie her, schauen Sie den Leuten in die Augen und helfen Sie ihnen, damit sie ihr hart verdientes Geld in der Tasche behalten können, meine Damen und Herren! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine Damen und Herren! Wir vom Team Stronach leihen Ihnen unsere Ideen, wir leihen Ihnen unseren Verstand. (Heiterkeit bei ÖVP und FPÖ.) Sie brauchen nur zuzugreifen, und Sie werden besser damit fahren. Gehen wir es gemeinsam an, meine Damen und Herren! Hierzu haben Sie jetzt die Chance, wir reichen Ihnen die Hand! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS-LIF.
Aufgabe wäre, und zwar nicht nur der Oppositionsabgeordneten (Abg. Rädler: Die Lösungen!), sondern eigentlich auch der Regierungsabgeordneten. (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS-LIF.)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS-LIF.
Leich’ soll es noch sein –, und Sie jetzt nichts tun, dann braucht keiner mehr im EU-Hauptausschuss zu kommen, Sie selbst auch nicht, und zu erklären, wie wichtig das ist. Es fehlt jeder Nachweis Ihrer Initiative! Vor Weihnachten ist der nächste Gipfel, und da ist es so weit, da muss etwas geschehen, oder Sie sind auch in dieser Frage unglaubwürdig! (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS-LIF.)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS-LIF.
So haben wir eigentlich bis Weihnachten schon sehr viel zu tun. Sie bringen hoffentlich eine Regierung zusammen, aber kommen Sie nicht daher, ohne diese Punkte saniert zu haben! (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS-LIF.)
Beifall bei Team Stronach, Grünen und NEOS-LIF.
Das Team Stronach möchte einerseits die Vorgänge rund um die Notverstaatlichung der Hypo Alpe-Adria und der anderen Banken durchleuchten und andererseits – und das ist jetzt eigentlich noch viel wichtiger – die Zukunftsoptionen für diese Bank und genauso für die anderen betroffenen Banken erörtern. (Anhaltende Zwischenrufe der Abgeordneten Höfinger und Mag. Schönegger.) – Entschuldigen Sie, ich finde das so unhöflich! Es geht hier um Milliarden, und Sie interessieren sich für den Herrn Gabmann. (Beifall bei Team Stronach, Grünen und NEOS-LIF.) – Danke.
Beifall beim Team Stronach.
Zuerst möchte ich auf die Vergangenheit zum Thema Hypo eingehen. Das Team Stronach wird einen Hypo Alpe-Adria-Untersuchungsausschuss beantragen, denn es braucht eine lückenlose Aufklärung der politischen und rechtlichen Verantwortung im Zusammenhang mit dieser Notverstaatlichung im Jahr 2009. Es geht hier immerhin um bis zu 17 Milliarden € Steuergeld. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Bei dieser umfassenden Aussprache, die wir im Finanzausschuss fordern, müssen alle Möglichkeiten erörtert werden. Und noch einmal möchte ich sagen: Wir brauchen eine vernünftige Föderalismusreform. Obwohl ich dem Antrag der NEOS jetzt nicht zugestimmt habe, finde ich, dieser ist ein ganz wichtiger Denkanstoß, um über ein ordentliches Insolvenzrecht der Gebietskörperschaften nachzudenken. Es gibt viele Juristen, die in letzter Zeit sehr gute Papiere zu diesem Thema entwickelt haben, und es darf nichts tabu bleiben, wenn es darum geht, für die Steuerzahler die besten Lösungen zu finden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Dr. Strolz.
Was ist seit der Notverstaatlichung passiert? – Es wurde immer schlimmer. Wer trägt dafür die politische Verantwortung? – Die Republik führt diese Bank nunmehr seit fünf Jahren. Die vormaligen Manager müssen sich jetzt – ich denke an das Gericht in Klagenfurt – strafrechtlich verantworten. Müsste man da nicht analog sagen, dass sich nun, nachdem alles unter Führung der Republik beziehungsweise der von der Regierung eingesetzten Manager noch schlimmer geworden ist, auch diese rechtlich zu verantworten haben? (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Dr. Strolz.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Dr. Strolz.
Ich habe schon gesagt, auf die Verwertung derartiger Assets konzentrieren sich Banken, Hedgefonds, Private-Equity-Fonds und andere Investment-Boutiquen und Investment-Häuser. Schade, dass Sie keine kennen. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Dr. Strolz.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Dr. Strolz.
Und meine letzte und wichtigste Forderung lautet: Ich will eine Vergabe von Verkaufsmandaten zur Privatisierung der drei zwangsverstaatlichten Banken. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Dr. Strolz.)
Beifall bei NEOS-LIF, Grünen und Team Stronach.
Wir hoffen, dass diese Entscheidung noch bis Ende des Jahres fällt, aber wir verlangen lückenlose Aufklärung. Die Wahrheit ist den Menschen und auch diesem Nationalrat zumutbar. – Danke. (Beifall bei NEOS-LIF, Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei Grünen und FPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS-LIF und Team Stronach.
Diese Verantwortungen gehören doch geklärt! Und das hat mit dem, was Sie hier behaupten, überhaupt nichts zu tun, denn auch dort gibt es keine Anklagen. Und im Übrigen: Der Untersuchungsausschuss – auch das sollten Sie wissen – könnte ja gar nicht für die Zeit davor, über welche jetzt die Verfahren laufen, in die Bankgeschäfte hineinschauen, denn das war ja damals eine private Bank, und das ist daher gar nicht organisierbar für uns. Daher wäre es viel gescheiter für das Haus hier, die Verantwortung für die öffentliche Aufsicht zu klären, der wir ja vorstehen, wofür wir die Gesetze machen. (Beifall bei Grünen und FPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS-LIF und Team Stronach.)
Beifall bei Grünen und FPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS-LIF und Team Stronach.
Und das waren und sind die Notenbank und die FMA und die FIMBAG. Es geht sich zeitlich gar nicht alles aus. Die FIMBAG, mit dem Bankenpaket hier mitbeschlossen, sollte darauf schauen, wie unser Steuergeld bei diesem Bankenpaket verwaltet wird. Was tun die? – Nichts! Wir mussten anlässlich einer Zweidrittel-Materie einen Rechnungshofbericht durchsetzen. Dieser Bericht ist verheerend – ein Bericht, den Sie nicht verhandeln wollen, weil die Herren Liebscher und Wala nichts tun, außer Plausibilitätsgespräche mit den Verantwortlichen von den Banken zu führen. Wissen Sie wo? – Da ist dann nur mehr die Frage, in welchem Nobelrestaurant von Wien. Das ist die Arbeit, die diese Herrschaften leisten und was weiß ich wie viel Geld dafür kassieren! (Beifall bei Grünen und FPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS-LIF und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren! Was ist in der Zwischenzeit da passiert? – Die Bayerische Landesbank ist ein völlig unkontrolliertes Wachstum mit vollem Risiko gefahren. Das ist ein Faktum! Und da braucht sich die österreichische Regierung, sprich: der Herr Finanzminister, von der Verantwortung nicht zu verabschieden, denn es war ein Regierungskommissär mit Vetorecht im Aufsichtsrat. Und da frage ich mich wirklich: Wenn dort so Furchtbares passiert ist, warum hat der dann kein Veto eingelegt? (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Und die Bayerische Landesbank ist einen Expansionskurs ohne Wenn und Aber gefahren. Sie hat die Bilanzsumme von 24 Milliarden auf 41 Milliarden erhöht, die Kundenkredite von 10,9 Milliarden auf 19 Milliarden nahezu verdoppelt und die Leasingfinanzierungen von 2,9 Milliarden auf 8 Milliarden erhöht – also Expansion, koste es, was es wolle! Und unser Kommissär hat dazu geschwiegen. Entweder war er unfähig, oder er konnte das Risiko nicht einschätzen. Auf jeden Fall war es eine politische Entscheidung, diesen Menschen dorthin zu setzen, der nicht in der Lage war, seiner Verantwortung gerecht zu werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Faktum ist: Die österreichischen Steuerzahler müssen nun für diese Misswirtschaft unseres damaligen Finanzministers bezahlen. Und der Herr Staatssekretär Schieder hat vor Gericht zu Protokoll gegeben, dass er über Details nicht Bescheid wusste. Ich finde es ehrlich gesagt blamabel, wenn sich Verantwortliche in der Regierung nur auf sogenannte Experten verlassen, Entscheidungen über Milliarden treffen und im Detail nicht Bescheid wissen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich würde mir wünschen (Präsident Ing. Hofer gibt das Glockenzeichen), dass es in der nächsten Regierung einen Finanzminister gibt, der wirklich weiß, was er tut, und der gerecht und mit Verantwortung entscheidet. – Glück auf! (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 7
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Ich möchte mich bei Dr. Claudia Schmied, bei Dr. Maria Theresia Fekter, bei Dipl.-Ing. Nikolaus Berlakovich, bei Univ.-Prof. Dr. Beatrix Karl, bei Univ.-Prof. Dr. Karlheinz Töchterle, bei Mag. Andreas Schieder und bei Dr. Reinhold Lopatka auf das Herzlichste bedanken. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn man auch diese Absichtserklärungen ernst nimmt, so muss man doch feststellen, dass diese Regierung wirtschaftspolitisch gesehen schon vor ihrer Angelobung gescheitert ist. Denn: Viele Vorschläge sind eine Strafe für alle Leistungsträger in unserem Land, für die Wirtschaft und für alle arbeitenden Menschen. Es hat fast den Anschein, als ob in Österreich fast nichts so gefährlich geworden wäre wie Leistung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Dieses Regierungsprogramm hat wenig Herz, und es hat fast den Anschein, als ob der arbeitende Mensch zum Bankomaten geworden wäre, um Budgetlöcher zu füllen. (Beifall beim Team Stronach.) Anstatt Unternehmergeist herrscht hier Steuergeist. Ich meine, bei einer der weltweit höchsten Abgabenbelastungen an noch weitere Steuern zu denken, anstatt endlich an der Ausgabenseite Veränderungen durchzuführen, die längst schon überfällig sind, ist eigentlich grob fahrlässig und ein Anschlag auf den Wirtschaftsstandort Österreich. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Dr. Strolz.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Dr. Strolz.
Dieses Regierungsprogramm hat wenig Herz, und es hat fast den Anschein, als ob der arbeitende Mensch zum Bankomaten geworden wäre, um Budgetlöcher zu füllen. (Beifall beim Team Stronach.) Anstatt Unternehmergeist herrscht hier Steuergeist. Ich meine, bei einer der weltweit höchsten Abgabenbelastungen an noch weitere Steuern zu denken, anstatt endlich an der Ausgabenseite Veränderungen durchzuführen, die längst schon überfällig sind, ist eigentlich grob fahrlässig und ein Anschlag auf den Wirtschaftsstandort Österreich. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Dr. Strolz.)
Beifall beim Team Stronach.
Zur ÖIAG: Ich mache mir Sorgen, dass die Repolitisierung nach dem Proporzsystem ein sehr großer Nachteil für dieses Unternehmen sein wird. Welcher Aktionär soll denn Aktien in einem Unternehmen kaufen, wo oben ein roter und ein schwarzer Manager sitzen? (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
mir doch Sorgen, denn Schulden bedeuten auch immer einen Verlust der Souveränität und bringen Österreich in Abhängigkeit unserer Geldgeber. Das schwächt den österreichischen Markt und verunsichert die österreichischen Sparer. Das Sparbuch verliert – das Parteibuch gewinnt! (Beifall beim Team Stronach.)
Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.
Nun zur Auflösung des Wissenschaftsministeriums: Das ist eine klare Absage an den Bildungs- und Wissenschaftsstandort Österreich! Es ist eigentlich eine Absage an den gesamten Wirtschaftsstandort, denn unsere Wirtschaftskraft beruht weitgehend auf einer Wissensgesellschaft. (Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und NEOS-LIF.
Was die Justiz anlangt, so ist es gerade aktuell, wieder über die Abschaffung des Weisungsrechts nachzudenken. Und an dieser Stelle plädiere ich auch für die Wiedereinführung der unabhängigen Untersuchungsrichter. (Beifall bei Team Stronach und NEOS-LIF.) Die Justiz darf weder in gewöhnlichen und schon gar nicht in brisanten Fällen durch die Politik beeinflussbar sein.
Beifall beim Team Stronach.
Aber ich möchte auch konstruktiv sein. Bei allem, was gut ist für unser Land und für die Bürger, wird das Team Stronach selbstverständlich positiv mitwirken. Wir sind zwar in Opposition und auch nicht so stark, wie ich es mir gewünscht hätte, aber dennoch: Sie werden die Unterstützung der anderen Parteien brauchen – so auch unsere. Ich habe in den letzten Wochen einige Leute aus den anderen Parteien kennengelernt – bei den Grünen, bei den Freiheitlichen, bei den NEOS. Da gibt es überall Leute, mit denen man durchaus arbeiten kann. (Ironische Heiterkeit und Ruf bei der ÖVP: Super!) Dafür braucht es aber ein gewisses Grundvertrauen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Daher meine Bitte und Aufforderung an die Regierungsverantwortlichen: Spielen Sie nicht mit gezinkten Karten! Wir erwarten uns, dass Sie ehrlich sind, dass Sie menschlich korrekt agieren, und ich glaube, das ist auch die letzte Chance für dieses Land unter Rot-Schwarz – das sage ich nicht selbst, sondern das sagt der Souverän. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
An dieser Stelle erlaube ich mir die Bemerkung, dass die Politik sich selbst nicht so wichtig nehmen darf. Wir sind nur dazu da, den Bürgern zu dienen. Politik ist kein Selbstzweck. Am Ende entscheidet immer noch der Souverän. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und NEOS-LIF.
Ich wünsche nun viel Mut, viel Energie – auch zur Selbstreflexion – und ein steirisches Glückauf! – Danke. (Beifall bei Team Stronach und NEOS-LIF.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Daran sehen wir, und das ist doch das Ergebnis, dass Bürger dann – und in diesem Fall Väter und Mütter; das ist ja ein besonders sensibler Bereich – unter Umständen, weil sie es sich nicht leisten können, den Antrag nicht stellen. Das sind die Schieflagen in unserem System, die abgeschafft werden müssen, worüber ich in diesem Regierungsprogramm aber kein Wort finde. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren! Es ist ein großer Unterschied im Leben, ob man etwas will oder ob man etwas macht. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Hätten Sie gesagt, wir werden, dann wäre es für uns glaubwürdig gewesen, aber vom Wollen allein hat niemand etwas. So ist dieses Regierungsprogramm aus unserer Sicht nicht mehr als ein Brief an das Christkind – ohne klare Zielvorgaben, ohne klare Zeitpunkte, bis wann was umgesetzt wird, und vor allem ohne Verbindlichkeiten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Sie haben auch gesagt: Wir wollen eine Entlastung der Arbeit. – Meine geschätzten Damen und Herren, schon in der Bibel steht geschrieben: „An ihren Taten sollt ihr sie erkennen.“ – Umgesetzt haben Sie gar nichts! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
jeder Betrieb wäre schon längst pleite und würde nichts mehr bekommen. (Abg. Mag. Kogler: Geh, Frau Kollegin, vergreifen Sie sich nicht an diesem Vergleich! Das werden Ihnen die Enkelkinder noch vorhalten!) Daher ist auch dieses Land unter rot-schwarzer Regierung schlecht geführt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Sie haben uns auch gezeigt, wie unabhängig unabhängige Meinungsforscher in einem unabhängigen ORF sind. Auch dafür ein recht herzliches Dankeschön. Das ist ein sehr, sehr tiefer Einblick, leider Gottes, so etwas dürfte es in einer Demokratie nicht geben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In diesem Sinne ein Glückauf für Österreich. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ein wohleingerichtetes Finanzwesen? – Wenn dieses Regierungsprogramm im Hochsteuerland Österreich die Steuern weiter erhöht, wenn es wirtschafts- und wachstumsfeindliche Maßnahmen setzt, wenn es die Menschen weiter in die Schattenwirtschaft drängt, dann entfernt sich die Politik weiter von einem ordentlichen Finanzwesen. (Beifall beim Team Stronach.) Die Finanzpolitik entkoppelt sich weiter von der Realwirtschaft, der Spalt zwischen Regierung und Bevölkerung wird mit diesem Regierungsprogramm weiterwachsen.
Beifall beim Team Stronach.
Ein wohlbestelltes Militär? – Sicherheitspolitik, Außenpolitik, das erscheint in Österreich irrelevant, das Bundesheer wird weiter beschnitten. Ich sage Ihnen: Auch als kleines Land haben wir einen Beitrag zum Weltfrieden zu leisten, andernfalls wird uns das irgendwann einmal auf den Kopf fallen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Neubauer.
Meine Damen und Herren, bei allem Koalitionsoptimismus: Dieses Regierungsprogramm ist ein Wolkenkuckucksheim, eine Illusion! Es ist genauso falsch, hochstaplerische Träumerei wie den imaginären Stammtisch zum Maßstab seines politischen Handelns und Denkens zu machen. Irgendwann wird dieser Glaspalast zusammenbrechen, und wir werden die Scherben aufzukehren haben. Hier wird alles versprochen und nichts gehalten. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Neubauer.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Neubauer. – Ruf bei der ÖVP: Das ist aber eine super Einstellung!
In Wirklichkeit muss man als Verantwortlicher in diesem Land sagen: Wir können euch nichts unter den Weihnachtsbaum legen, liebe Österreicher, glaubt nicht an diesen Staat, glaubt an euch selbst! – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Neubauer. – Ruf bei der ÖVP: Das ist aber eine super Einstellung!)
Beifall bei NEOS-LIF und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Das Programm ist blutleer, und es fehlt diesem Programm vor allem eines – das wurde auch schon erwähnt –: die Vision. Es fehlt der Gestaltungswille, und damit fehlt – und das finde ich besonders bedauerlich und eigentlich beschämend – diesem Regierungsprogramm die Politik. Das ist kein politisches Programm. (Beifall bei NEOS-LIF und bei Abgeordneten des Teams Stronach.) Sie haben keinen Gestaltungswillen, Sie haben einen Verwaltungswillen, und den bringen Sie deutlich zum Ausdruck.
Beifall bei NEOS-LIF sowie bei Abgeordneten von Grünen und Team Stronach.
Ich wollte noch einen Aspekt zum Schluss ansprechen. Es wurde auch gesagt: Wir wollen gemeinsam Verantwortung übernehmen! „Gemeinsam Verantwortung übernehmen“ hieße in diesem Hohen Haus, den Oppositionsparteien auch die Rechte und die Möglichkeit einzuräumen, wirklich mitzugestalten. Und da rede ich von den Minderheitsrechten. Ich glaube, ich spreche da für alle Oppositionsparteien, wenn ich sage, dass wir bereit wären, Verantwortung zu übernehmen, wenn Sie es nur zuließen, dass diesem Parlament, diesem Hohen Haus endlich wieder Leben eingehaucht wird im Sinne eines echten, lebendigen Parlamentarismus. – Danke schön. (Beifall bei NEOS-LIF sowie bei Abgeordneten von Grünen und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
aus der Wirtschaft kommt und weiß, wovon er redet. Dann hätten Sie es ehrlich gemeint, dann hätte ich es Ihnen abgenommen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Es ist das Problem, dass hier nicht Ersatz geschaffen wird. Dadurch sind die übrig bleibenden Beamten mehr belastet, diese powern sich aus. Das Problem sehen wir dann auf den Dienststellen. Die Lösung, wie Sie sie jetzt vorhaben mit der Schließung von hundert Polizeidienststellen, ist der falsche Weg, dass man die Leute dann anders aufteilt, sondern da müssen Sie eine ordentliche Sicherheitsstruktur machen. Das gebe ich Ihnen mit auf den Weg. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn ich die jetzige Regierung anschaue, dann muss ich sagen, dass sie sehr ostlastig ist und einen einzigen Minister aus Tirol hat, der hier den Westen vertreten muss. Von Schützenhauptmann zu Schützenkameraden darf ich Ihnen Folgendes mitgeben, Herr Minister Rupprechter: Vertreten Sie Westösterreich gut! (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.) Vertreten Sie es so, wie wir Vorarlberger uns das auch wünschen! Vergessen Sie nicht, wo Sie herkommen! Sie sind der Einzige in der Regierung, der Westösterreich vertritt! Das gebe ich Ihnen, bitte, gerne mit. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
für die Zukunft der Enkel und nicht zu Lasten der Enkel gemacht wird. Dabei möchten wir Sie gerne unterstützen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ebenso brauchen wir die angesprochene Entlastung der Klein- und Mittelbetriebe. Wir wollen freie Bürger und Bürgerinnen. Wir wollen freie Unternehmer – auch bei den Wirten. Wir wissen, dass diese Raucherdiskussion äußerst unfair läuft. Tausende Wirte haben Tausende Euro investiert, und jetzt wird diese Regelung wieder in Frage gestellt. Die Leute sollen selbst entscheiden können! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Abwesenheit von Frank Stronach wurde heute schon angesprochen. (Ruf bei der ÖVP: Wo ist er eigentlich?) Ich erinnere noch einmal an seinen Vorschlag – den er auch im Wahlkampf gemacht hat –, die Konzerne, Banken und Firmen, die mit ihren Gewinnen ins Ausland gehen, stärker zu besteuern und regional zu investieren, weil wir regional Arbeitsplätze brauchen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Jetzt aber zur Umwelt und zur Landwirtschaft und damit auch zur Gesundheits- und Umweltpolitik: Leider ist wiederum ein Armutszeugnis auszustellen. Die erfolgreichen Agrarpolitiker der vergangenen Periode sind leider nicht im Saal; aber wenn man die Ergebnisse sieht, dann muss man in aller Klarheit sagen: Geschätzter neuer Minister! Man hat die Bauern zu Almosenempfängern degradiert. Man hat ihnen beim EU-Beitritt 50 Prozent der Einkommen genommen, und heute werden die damals versprochenen Ausgleichszahlungen als Förderungen hingestellt. Das ist die unfairste Art und Weise, einen Berufsstand zu behandeln, der heute das Dreifache arbeiten muss, damit er dasselbe verdient wie vor 40 Jahren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Geschätzte Damen und Herren, ich wünsche jedem hier herinnen, der glaubt, die Bauern schwimmen in Geld, einmal in diesen Teich hineinzuspringen. Ihr werdet eine Bruchlandung erleben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Dann werben noch Konzerne seitenweise damit und verkaufen Honig, wo kein Dekagramm österreichischer Honig drinnen ist (der Redner hält ein Flugblatt in die Höhe): Wir kümmern uns um die Bienen, Bienenkonvention 2020, ganz Österreich schwärmt von der Biene. – Da brauche ich nicht zu sagen, wer da den Bock zum Gärtner macht. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich habe dazu auch einen brauchbaren Vorschlag vom Team Stronach: Wir nehmen von den österreichischen Bauern und Bäuerinnen ungerechtfertigt 36 Millionen € Milchüberschussabgabe und liefern das nach Brüssel. EU-weit wird um 8,2 Prozent unterliefert. Der Vorschlag ist: Wir halten uns diese Millionen in Österreich und lösen damit sofort die Almbauernthematik, damit diese wertvollsten Betriebe, die wir für den Tourismus und unsere Ausflugsziele brauchen, davon profitieren können. Nicht umsonst steht auf jeder Alm ein Kreuz, wir sollten dort auch gleich einmal einen Schritt setzen. Ich bitte dich darum. – Danke sehr. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Jetzt frage ich mich wirklich: Wir haben neun Landeslandwirtschaftskammern, wir haben neun Agrarreferenten in den Bundesländern, wir haben eine AMA, wir haben eine Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern Österreichs, und wir haben ein Bundesministerium. Warum brauchen wir jetzt noch eine Bundeslandwirtschaftskammer zur Vertretung der Interessen der Landwirte? (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, der Rechnungshof kann seine Kernaufgaben dann nicht mehr erfüllen, und das, glaube ich, ist für die Demokratie wirklich nicht tolerierbar, und wir müssen alle daran arbeiten und nachdenken, dass wir der Forderung des Rechnungshofs auch nachkommen, diese Mittel aufzustocken! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Dr. Moser.
Ich darf in diesem Zusammenhang auch den ehemaligen Rechnungshofpräsidenten Fiedler zitieren, der unlängst gesagt hat, dass es zu keinem Durchforsten des Förderungsdschungels gekommen ist, dass dies verabsäumt wurde. Wenn man sich die Förderungen von Bund, Ländern und Gemeinden ansieht, sieht er ein Einsparungspotenzial von 5 Milliarden €, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Regierungsparteien. Da hätten Sie auch Anleihe nehmen können, und da hätten Sie auch etwas sofort umsetzen können, bevor Sie die Bevölkerung wieder belasten und zur Kasse bitten. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Dr. Moser.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir werden uns aber mit aller Kraft daran beteiligen, gut mitzuarbeiten, und ich hoffe, dass Sie unsere Vorschläge auch aufnehmen und in Ihre Arbeit mit einbeziehen! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Weiters haben wir im Wahlkampf von der „sicheren Hand“ gehört, die Österreich steuern wird. Ich empfinde es nach Durcharbeiten des Regierungsprogramms so, dass mit sicherer Hand der Stillstand verwaltet wird. Es gibt keine Neuerungen. Es gibt keine Visionen. Es gibt keine Optionen für den österreichischen Bürger außer kleine Dinge, die man am Rande vielleicht so miterledigen kann. Insgesamt ist das Programm geeignet, trotz aller Schönrednerei, eine gewisse Depression beim Bürger hervorzurufen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Dr. Strolz.
Aus meiner Sicht traut sich die Regierung nicht. Ich glaube, hier ist eine große und wirklich das Land durchziehende Mutlosigkeit zu beobachten, die sehr schade ist, denn in ihrer letzten Regierungsperiode hätten die beiden Parteien fünf Jahre Zeit, gemeinsam etwas Neues zu riskieren für Österreich. Das geschieht leider nicht, denn die großen Brocken, wie die Pensionsreform, eine wirklich konsistente Pensionsreform, wie es uns die nordischen Länder schon lange vorgemacht haben, das wird nicht einmal angegangen. Wir sind schon froh, wenn wir fünf Jahre unterhalb des gesetzlichen Pensionsalters bleiben. Meine Damen und Herren, das halte ich für eine Veräppelung der jüngeren Bürger in diesem Land. Das ist nicht in Ordnung. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Dr. Strolz.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von NEOS-LIF.
Wir haben heute gehört, es wird so weitergehen. Meine Damen und Herren, ich finde das sehr traurig! – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von NEOS-LIF.)
Beifall beim Team Stronach.
Unserer Ansicht nach geht es vor allem darum, Schulautonomie einzuführen und im Rahmen einer Schulautonomie flexible Lösungen mit allen Betroffenen – Lehrern, Eltern und Schülern – zu finden. Das wäre unsere Idee für eine zukünftige Schule und ein zukünftiges Dienstrecht. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Deshalb stellt sich eben die Frage: Ist es entscheidend, was wir hier verdienen, oder ist es entscheidend, dass wir gute Arbeit leisten? Wir brauchen keine billigen Abgeordneten, wir brauchen mutige und gute Abgeordnete – das brauchen wir! Aber was wir nicht brauchen, sind Abgeordnete, die hier all das, was von der Regierung kommt, einfach durchwinken, denn dann können wir uns die Übung hier sparen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.) Dann können wir uns den Tag hier sparen. Dann können wir uns das ganze Parlament sparen, wenn es nur darum geht, das, was von der Regierung kommt, durchzuwinken. (Abg. Königsberger-Ludwig: Aber Sie wissen schon, dass es ...? Sie sind schon in Ausschüssen?!)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Pendl, Sie haben ja ohnehin eine sehr unrühmliche Vergangenheit: Sie waren ja derjenige, der damals hier im Parlament so wortreich den Untersuchungsausschuss abgedreht hat. (Abg. Kickl: ... dem Faymann!) Sie haben ihn damals abgedreht und haben auch wortreich erklärt, warum er abgedreht wurde. – Normalerweise müssten Sie genau das Umgekehrte tun. Sie müssten heute hier aufstehen, sich herausstellen und sagen: Ich fordere einen Untersuchungsausschuss, was die Hypo betrifft!, dann würden Sie eine Gehaltserhöhung verdienen – aber so nicht. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb sage ich Ihnen: Das Parlament darf nicht länger der Steigbügelhalter für eine Regierung sein, die nur an der Macht bleiben will. (Bravoruf bei der FPÖ.) Es geht der Regierung nicht darum, Österreich weiterzubringen. Uns sollte es darum gehen, und deshalb sollten wir als Abgeordnete endlich ein bisschen mehr Mut an den Tag legen. Dann haben wir uns auch eine Gehaltserhöhung verdient, und dann wäre ich auch der Erste, der hier zustimmen würde. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Weiters geht es um die Dürrehilfe. Wir wissen, was die Dürre für die betroffenen Bauern bedeutet hat. Sie haben bereits im Sommer die Wintervorräte verfüttern müssen und haben jetzt ganz teure Futtermittel nachkaufen müssen, bei um 10 bis 15 Prozent gefallenen Rinder- und auch Schweinepreisen. Da wissen wir, dass die Kostenschere dann natürlich doppelt zuschlägt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir werden beide Vorlagen unterstützen. Ich bedanke mich auch für die Solidarität. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Zwei Dinge aus dem Jahr 2012 möchte ich noch erwähnen. Erstens war es das Jahr, in dem Österreich im Jänner 2012 von Standard & Poor’s downgegradet worden ist. Zweitens ist das 1. Stabilitätsgesetz, das damals in Kraft getreten ist, in einer Hektik, in einer Eile verabschiedet worden, die ihresgleichen sucht und die es in diesem Haus nie wieder geben sollte. Als ich damals – unter Anführungszeichen – „nur Gesetznehmer“ gewesen bin, musste ich dieses Gesetz am Samstagabend, am 31. März lesen. Da hat am Vormittag der Bundespräsident unterschrieben, am Nachmittag ist es im Internet veröffentlicht worden, und am nächsten Tag, am Sonntag, ist es um 0 Uhr in Kraft gesetzt worden, und am Montag, den 2. April, gab es noch nicht einmal eine konsolidierte Fassung. Also dieser Rechnungsabschluss soll uns mahnen, dass solche Husch-Pfusch-Aktionen nie wieder erfolgen sollten. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Grünen und Team Stronach.
Ich werde zur alten Praxis zurückkehren: Zwischenrufe während Abstimmungen werden mit Ordnungsruf geahndet. (Beifall bei Grünen und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sicher ist jedenfalls, was Unsinn ist und was nicht, wird man in Zukunft besser diagnostizieren können, nämlich dank Ludwig Wittgenstein und dank der neuen Redezeitbegrenzung. In diesem Sinne: Danke schön, frohe Weihnachten, guten Rutsch! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Sitzung Nr. 9
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Stronach.
Die Neuorganisation und Anhebung der Familienbeihilfe und die Reform des Kinderbetreuungsgeldes werden unseren Familien Halt und Zuversicht geben. Kinder haben das Recht auf stabile familiäre Verhältnisse. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Stronach.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Stronach.
Aber auch jenen Eltern, die sich entscheiden, etwas länger bei den Kindern zu bleiben, gilt unsere volle Wertschätzung. Auch diese Leistungen müssen anerkannt und honoriert werden. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Stronach.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, Team Stronach und NEOS-LIF.
Die Arbeitswelt ist so wie die Realität der Familien von ständiger Veränderung betroffen. Beide Bereiche sind oft anstrengend und fordernd, oft wiederum jedoch ganz leicht zu bewältigen und sinngebend. Ein Abgleich der Interessen der Familien mit jenen der Arbeitswelt wird notwendig sein, um letztendlich die Menschen in unserem Land und auch die österreichische Volkswirtschaft fit zu halten. Kinder haben ein Recht auf eine familiengerechte Arbeitswelt. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, Team Stronach und NEOS-LIF.)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten von SPÖ, Team Stronach und NEOS-LIF sowie des Abg. Dr. Hübner.
Ich ersuche alle: Arbeiten wir in diesem Haus zusammen, finden wir gemeinsame Wege für die Kinder, für die Familien, denn alle Bürgerinnen und Bürger erwarten das von uns! – Alles Gute! (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten von SPÖ, Team Stronach und NEOS-LIF sowie des Abg. Dr. Hübner.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Mayer und Stronach.
Ich sehe es als meinen Auftrag, Österreich familienfreundlicher zu entwickeln und letztendlich dafür zu sorgen, dass die Kinder, die wir uns wünschen, auch geboren werden. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Mayer und Stronach.)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Stronach.
Wir erhöhen mit 1. Juli um 4 Prozent und dann, 2016 und 2018, jeweils um 1,9 Prozent. Das heißt, wir haben einerseits eine Erhöhung und gleichzeitig den Weg bereitet für eine längerfristige Anpassung der Familienbeihilfe. Das ist noch keine Garantie für die nächsten zehn Jahre, aber es ist das erste Mal, dass die Familienbeihilfe regelmäßig angepasst wird. Und das sehe ich schon als einen besonders großen Erfolg, wenn wir hier in Begutachtung gehen. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Stronach.)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Stronach.
Zweites großes Thema: Kinderbetreuungsgeldkonto. Hier gibt es ja fünf Varianten. Die einkommensabhängige Variante steht im Moment nicht zur Diskussion, aber die vier weiteren sind relativ starr gestaltet. Wenn man sich einmal entschieden hat, kann das nicht mehr individuell geändert werden. Unser Ziel ist es, diese Modelle ab Herbst zu diskutieren und neue Konzepte vorzulegen, um das ganze System individueller gestalten zu können, flexibler einsetzbar zu machen, vielleicht auch mit einer längeren Periode – Stichwort Schulstart –, und vor allem natürlich um die Männerbeteiligung zu erhöhen. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Stronach.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, Grünen, NEOS-LIF und Team Stronach.
Abschließend lassen Sie mich noch eines sagen: Ich freue mich sehr auf diese Aufgabe und würde mir wünschen, dass die Familien- und Jugendsprecher aller Fraktionen mit mir gemeinsam an diesen wichtigen Zukunftsthemen für Österreich arbeiten und sich ideologiefrei und wertschätzend für ein familienfreundlicheres Österreich einbringen. Erste Termine sind schon festgelegt, und ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit, die hoffentlich konstruktive Ergebnisse nach sich zieht. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, Grünen, NEOS-LIF und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Familie hat eine Friedensfunktion. – Wenn ein Klient zu mir kommt und sagt, er will den anderen vernichten, dann sage ich immer: Wir verhandeln hart, aber wenn ich an der nächsten Ecke einen Unfall habe, dann möchte ich, dass mir der andere Hilfe leistet. Und das möchte ich auch hier in diesem Saal, nämlich wenn einer von uns einen Unfall hat, dass ihm draußen jeder Erste Hilfe leistet. Und diese ganz wesentliche Friedensfunktion erfüllt zuerst einmal die Familie. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Rädler: Wikipedia lässt grüßen!
Sie sagt das ihrem Bruder Kreon. Und damit sind wir wieder bei der Familie (Abg. Rädler: Wikipedia!), bei der Familie, die es zu fördern gilt – und ich sage das gerade heute –: auch im Sinne des gesellschaftlichen Friedens. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Rädler: Wikipedia lässt grüßen!)
Beifall bei NEOS-LIF, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Stronach.
Ich glaube, das wäre ein schönes Bild, das wäre mein Bild, aber dieses Bild ist bei Weitem nicht ideologiefrei. Das propagiert schon ein Familienbild, über das wir uns einmal einigen müssen. Ich wäre sehr froh, wenn wir uns darauf einigen könnten. Das muss ich auch ganz deutlich sagen. (Beifall bei NEOS-LIF, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Stronach.)
Beifall bei NEOS-LIF, Team Stronach und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir freuen uns insbesondere über den Ausbau der Kinderbetreuung. Ich sehe, dass auch mit diesem Ausbau der Kinderbetreuung natürlich ein gewisses Druckmittel da ist. Und da bitte ich Sie ganz herzlich, das auch gegenüber den Ländern einzusetzen, um tatsächlich zu einem einheitlichen Qualitätsrahmen zu kommen. Unserer Meinung nach gehört Kinderbetreuung nicht in die Kompetenz der Länder, sondern in Bundeskompetenz. Und da müssen ein einheitlicher Rahmen her, einheitliche Qualitätsstandards und einheitliche Ausbildungsstandards. (Beifall bei NEOS-LIF, Team Stronach und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Und ich darf mich an dieser Stelle auch bei allen Hörerinnen und Hörern des gestrigen „Report“ entschuldigen: Wenn man einen international erfolgreichen Österreicher, der insgesamt 120 000 Arbeitsplätze geschaffen hat, 100 000 im Ausland und 20 000 in Österreich, und vielen Familien, vielen Müttern und Vätern Löhne gezahlt hat, lächerlich darstellt, dann ist das, glaube ich, auch eines öffentlichen staatlichen Fernsehens unwürdig. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir denken, das trifft die gesamte Wirtschaft, denn das durch die fehlende Anpassung nicht vorhandene Geld fehlt der regionalen Wirtschaft, fehlt für die regionale Bildung, fehlt für die Arbeitsplätze. Daher muss man das schnellstens ändern und aufholen! Eine Ankündigungspolitik und Verschiebung auf Jahre hinaus hilft jenen, die bereits an der Armutsgrenze leben, nicht. Was können sie sich davon kaufen? In diesem Bereich müssen Sofortmaßnahmen gesetzt werden, Maßnahmen, die sofort wirksam sind, damit die Familien einigermaßen mit der Teuerung zurechtkommen. Ich glaube, das ist das Wesentliche. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Frank Stronach hat immer gesagt, wir alle haben gesagt, es muss ausgabenseitig gespart werden, eine Entbürokratisierung muss stattfinden, es muss zu einer Zusammenlegung der Sozialversicherungen und der Gewerkschaften kommen, sodass dort gespart wird, und dann könnte man das ersparte Geld für wirksame Maßnahmen verwenden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir vom Team Stronach sagen klipp und klar und bekennen uns dazu: Das einzige funktionierende und nachhaltig erfolgreiche Zukunftsmodell für diesen Staat Österreich ist eine intakte Familie. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das, was Sie da produziert haben, ist ein Einstellungshindernis für Frauen im Alter zwischen 25 und 35 Jahren, und das, was Sie als Schutz gedacht hatten, geht als Schuss nach hinten los. Das kommt daher, dass Sie die Unternehmen und die Unternehmer nicht verstehen – ich sage das ganz gezielt in diese Richtung –, und die Familien, das sieht man am Steuerdschungel, verstehen Sie auch nicht. (Beifall beim Team Stronach.)
Heiterkeit und Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Dr. Lopatka. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Mehr als eines!
Abgeordneter Frank Stronach (STRONACH): Wertes Hohes Haus! Werte Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuschauer hier und zu Hause! Werter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Ich möchte kurz eine Klarstellung machen: Herr Lopatka hat gesagt, ich bin im Boot, in einem fremden Boot. – Ich bin in keinem fremden Boot, ich habe mein eigenes Boot, danke. (Heiterkeit und Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Dr. Lopatka. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Mehr als eines!)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP, FPÖ und NEOS-LIF.
Ich möchte auch erwähnen – ich bin sehr stolz darauf –, in meinem letzten Akt als Chairman von Magna habe ich veranlasst, dass die Batterietechnologie hier in Österreich gebaut werden muss. Darauf habe ich bestanden, und darauf bin ich stolz. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP, FPÖ und NEOS-LIF.) Das sind viele Arbeitsplätze und eine große, große Zukunft, denn wir sind einigermaßen führend bei Elektroautos.
Allgemeiner, von den Abgeordneten des Teams Stronach stehend dargebrachter Beifall. – Abg. Stronach reicht Bundeskanzler Faymann, Bundesminister Hundstorfer und Staatssekretärin Mag. Steßl die Hand.
Noch einmal: vielen Dank! Das war heute meine letzte Rede, respektvoll, ich ziehe mich zurück, und ich habe Ihnen die Gründe gesagt, warum und weshalb. Danke, dass ich hier sein durfte! (Allgemeiner, von den Abgeordneten des Teams Stronach stehend dargebrachter Beifall. – Abg. Stronach reicht Bundeskanzler Faymann, Bundesminister Hundstorfer und Staatssekretärin Mag. Steßl die Hand.)
Beifall bei NEOS-LIF sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP, FPÖ und Team Stronach.
Abgeordneter Mag. Dr. Matthias Strolz (NEOS-LIF): Lieber Frank Stronach! Ein Farewell auch vonseiten der NEOS, alles Gute für Ihre nächste Etappe! Ich glaube, Sie haben die Republik oft zum Nachdenken gebracht, ab und zu auch zum Schmunzeln, und ich ziehe jedenfalls den Hut vor Ihrer unternehmerischen Lebensleistung. (Beifall bei NEOS-LIF sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP, FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Andererseits wissen wir, die duale Ausbildung, so gut sie auch ist und einmal funktioniert hat, ist so, wie sie funktioniert, heutzutage nicht mehr zeitgemäß. Das weiß ich auch aus der Magna-Zeit, denn unter Frank haben wir eigene Trainingszentren und Schulungseinrichtungen errichten müssen, weil einfach die Qualität der Absolventen auf dem freien Markt nicht gepasst hat. Wie wir alle wissen, haben die größte Karriere bei Magna die Werkzeugmacher und die Techniker gemacht. Und da braucht es einfach ein gewisses technisches Talent, aber auch ein Können. Da sind die Schulen aber leider nicht mehr ganz zeitgemäß. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Was die Garantie seitens der Regierung betrifft, bin ich ein bisschen skeptisch, denn ich bin immer skeptisch, wenn die Regierung Garantien abgibt, ob das für Arbeitsplätze oder für Ausbildungsplätze der Fall ist. Die Politik kann nur Rahmenbedingungen schaffen. Ob die dann wettbewerbsfähig sind, das wird allein der freie Markt zeigen, und nur daran kann man die Politik dann messen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine Diagnose lautet somit: Wir haben in Österreich eine völlig verfehlte Bildungspolitik und eine verfehlte Wirtschaftspolitik. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Zur Bildungspolitik sage ich ganz klar: Politik raus aus der Schule! Wir brauchen Schulautonomie. Die Eltern brauchen Einfluss darauf, wer der Schuldirektor wird. Der muss seine Lehrer einstellen können, nicht vorgeschrieben wie in der Planwirtschaft. Ich bin auch für Vielfalt und Wettbewerb der Schultypen unter sich. Wettbewerb ist immer gut und steigert die Qualität. Ich bin stolze Absolventin eines Gymnasiums und kann Ihnen sagen, als ich als 22-Jährige nach Kanada kam, konnte mir, was Allgemeinbildung betrifft, da drüben keiner das Wasser reichen. Die Gymnasien sind gut, aber wir brauchen Wettbewerb. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Und was die Wirtschaftspolitik anlangt: Die Unternehmer müssen entlastet werden. Wir vom Team Stronach sehen uns als die Wächter der sozialen Marktwirtschaft und des freien Unternehmertums. Allein das ist der Garant für Arbeits- und Ausbildungsplätze, nicht die Regierung! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS-LIF.
Matthias, du hast vorhin einen Antrag erwähnt, den du da einbringen wirst. Ich bin ein Teamplayer und würde gerne betonen, dass wir diesen gemeinsam einbringen und erfreulicherweise auch mit den Stimmen der FPÖ für eine namentliche Abstimmung sorgen werden, was den Gewinnsteuerfreibetrag anlangt, damit wir dann auch sehen, wer da aller mitstimmt. Und ich freue mich, gemeinsam mit euch Neos, gemeinsam mit den Freiheitlichen und, ich gehe davon aus, gemeinsam mit den Vertretern des Wirtschaftsbundes dafür zu stimmen, dass die Unternehmer ihren Gewinnsteuerfreibetrag selbstverständlich behalten dürfen. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS-LIF.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Das wäre nicht nur für das Unternehmertum in unserem Land gut, sondern wäre auch ein gutes Zeichen für eine funktionierende Demokratie. Dieser Schulterschluss kann Vorbildwirkung haben. – Danke. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
sogar versucht, Schlupflöcher im Gesetz auszunützen, um Studiengebühren zu ermöglichen. Es geht dabei um die Frage, wie die Ausbildung möglichst gut ist, wie man von den Universitäten den Druck nimmt, dass sie selbst am Anfang die Selektion machen müssen, damit es entsprechend kleine Lehreinheiten gibt, wenn es keine Zugangsbeschränkungen gibt. Das sind große Themen, wo es besser ist, wenn sich nicht sozusagen ein Sektionschef mit den Rektoren zusammensetzt, sondern man die Bedeutung dadurch unterstreicht, dass ein eigener Minister in diesen Angelegenheiten zuständig ist. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das ist ja wohl eine besonders interessante Begründung. (Beifall des Abg. Mag. Loacker.) Wir sind doch alle dem freien Mandat unterworfen, und dass in einer Regierungsfraktion persönliche Betroffenheit sozusagen eine Rechtfertigung, eine Entschuldigung für ein anderes Stimmverhalten sein soll, ist eine wirklich interessante, vielleicht zukunftsweisende Perspektive. Denken Sie, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien, darüber nach, ob Sie nicht vielleicht bei jeder Abstimmung irgendwo auch persönlich betroffen sind und in Zukunft etwas mehr von der Möglichkeit des freien Mandates Gebrauch machen möchten! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Christoph Hagen (STRONACH): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Herr Bundesminister, Sie haben schon recht beziehungsweise gebe ich Ihnen recht, wenn Sie sagen: Sparen ist richtig und wichtig. Richtig sparen an den richtigen Stellen wäre jedoch noch besser. In dem Fall haben Sie am falschen Ort gespart, indem Sie das Wissenschaftsministerium eingespart haben, aber auch bei der Polizeireform, wenn ich diese ansprechen darf. Wenn Sie 122 Polizeidienststellen einsparen, dann ist das der falsche Weg. Sie müssten zuerst Strukturreformen machen und dann einsparen. Das wäre der richtige Weg. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine Damen und Herren, unterstützen Sie diesen Antrag! Sie tun Österreich etwas Gutes damit. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Christoph Hagen (STRONACH): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Ich werde es gleich vorwegnehmen: Wir werden zustimmen, und zwar weil die Beamten etwas dazubekommen haben. Die haben 2013 schon eine Nulllohnrunde gehabt und leiden natürlich das ganze Dienstleben darunter. Wir dürfen nicht vergessen, es gibt nicht nur Beamte mit hohen Gehältern, wie man es im Durchschnitt sieht, sondern es gibt auch die kleinen Vertragsbediensteten, die teilweise nicht einmal 1 000 € verdienen. Meine Damen und Herren, das ist grob fahrlässig, wenn wir hier nichts tun. Das muss man einmal ganz klar sagen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Zum Schluss möchte ich Ihnen das an einem Beispiel eines Exekutivbeamten veranschaulichen: Hier in Wien hat er gestern um 13 Uhr seinen Dienst begonnen. Heute um 7 Uhr in der Früh hatte er Dienstschluss, und um 8 Uhr muss er da draußen stehen, bis wir fertig debattiert haben. Wenn das um 24 Uhr ist, dann steht er bis 24 Uhr draußen – und morgen um 7 Uhr in der Früh hat er wieder Dienst. – Ist das gerecht? Ist das menschlich? Ist das gerechtfertigt, dass wir diese Leute ausbeuten? – Ich sage: nein! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Was kommt als Nächstes? Eines ist jedenfalls sicher: Es kommen ungeheure Kosten auf die Wirte zu, und es besteht leider Gottes hier keine Rechtssicherheit. Es gibt so viele Vorschriften – und jetzt bin ich wieder bei meinem Thema der Bürokratie und der Überregulierung aller Lebensbereiche bei uns –, und die treffen, glaube ich, vor allem die Wirte. Da gibt es nicht nur die Vorschriften von den verschiedenen österreichischen Ebenen, sondern auch von der EU-Ebene. Da droht ja bald schon eine EU-Speisekarte über unsere Wirte hereinzubrechen, die dann auflisten müssen, was alles im europäischen Einheitsgulasch zu finden ist. Ich meine, das ist der falsche Weg. Mit so viel Bürokratie kann man einfach nicht wettbewerbsfähig sein. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Was das Tabakthema anlangt, so möchte ich einfach sagen: Die Zeche für diverse Schnapsideen zahlen garantiert die Wirte, und die tun mir leid. Aber der eigentliche Hauptgrund meiner Rede in diesem Fall ist ein Plädoyer für Bürokratieabbau und Rechtssicherheit. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Dass uns das Rauchen nicht guttut, wissen wir alle seit vielen Jahrzehnten. Das wissen die mündigen Bürger, das wissen die Patienten. Ich glaube, da braucht man nicht so betulich in Parlamentssitzungen oder in sonstigen Foren Verbote auszuhecken oder Zonen einzurichten und zu deklarieren, wo geraucht werden darf und wo nicht. Ich denke, man sollte speziell bei den Jugendlichen auf das Wissen und auf die Bildung der Einzelnen setzen und dort viel mehr bewirken, als bis jetzt getan wird. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Eine gute Entwicklung wäre es, den Leuten zu sagen und zu erklären, was gesund ist, was weniger gesund ist und was schädlich ist. Ich glaube, die Entscheidung, zu rauchen oder nicht zu rauchen, soll jeder Einzelne selbst treffen. Und wenn die Bildung, die Haltung der Einzelnen so weit fortgeschritten ist, dass sie wissen, was gut für sie ist, dann werden sie auch dementsprechend entscheiden. Dann brauchen wir keinen Staat, der mit erhobenem Zeigefinger jedem alles vorschreibt. Das ist eine ganz schlechte Entwicklung! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Viel einfacher ist es, wenn man sich hinstellt und sagt, wir machen klare Gesetze in den Bereichen, wo wir sie brauchen. Wir brauchen in vielen Bereichen keine Gesetze, sondern mehr Bildung, mehr Haltung, mehr Selbstbestimmung des Einzelnen. Das ist aus unserer Sicht das Wichtigste. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Grünen und Team Stronach.
Jetzt erklären Sie mir einmal, warum das nicht möglich ist, eine aus dem Steuertopf finanzierte Studie offenzulegen und öffentlich zu diskutieren. Warum wird die versteckt? – Ich habe gedacht, diese Dinge gehören ins letzte Jahrhundert, dass man die Bürgerinnen und Bürger einfach nicht auf Augenhöhe behandelt. (Beifall bei Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von NEOS-LIF und Team Stronach.
Und der zweite zentrale Punkt für mich ist: Machen Sie endlich den Weg frei für eine ordentliche Finanzierung unseres Bildungssystems und auch für Innovation im Bildungsbereich! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von NEOS-LIF und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und NEOS-LIF sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Herr Kollege Schieder und Herr Kollege Lopatka, ich weiß – denn ich höre das alles jetzt schon seit Jahren –, Sie bauen sich halt Ihre eigene Welt. (Abg. Dr. Lopatka: Sie! Sie leben in Ihrer Welt!) Nein, ich baue mir keine, ich lebe nicht in meiner Welt. (Abg. Dr. Lopatka: In welcher leben Sie dann?) Ich kann dazu dann einiges zitieren, aber wir werden dann noch darauf zurückkommen. Es gibt eine einzige Möglichkeit, Herr Kollege Lopatka: Machen wir einen Untersuchungsausschuss! Schauen wir, wie was gelaufen ist – und dann werden wir feststellen, wer Schuld hat! (Beifall bei FPÖ und NEOS-LIF sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach sowie bei Abgeordneten von NEOS-LIF.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich kann nur sagen: Nach wie vor stinkt diese ganze Angelegenheit. Ich kann nur immer wieder wiederholen – und das werde ich nicht aufgeben, solange ich in diesem Haus sitze –: Wir brauchen einen Untersuchungsausschuss, der diese Vorgänge restlos aufklärt. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach sowie bei Abgeordneten von NEOS-LIF.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS-LIF.
Ich wünsche mir von der Regierung, dass nicht nur die Opposition miteinbezogen wird, sondern endlich auch Fachleute – und zwar nicht dieselben Leute aus der FIMBAG, aus der Oesterreichischen Nationalbank und aus der FMA, die in ihrer Aufsichtsrolle bei der Hypo Alpe Adria alles verschlafen haben oder, stärker formuliert, ihre Pflichten durch grobe Fahrlässigkeit verletzt haben. Wenn ich auch den Herrn Vizekanzler sehr schätze, so liegt er absolut nicht richtig, wenn er den Grünen hier Polemik vorwirft, denn die Grünen sprechen nicht zu Unrecht von Konkursverschleppung. Es wird hier eine verantwortungsvolle Lösung bewusst verschleppt. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS-LIF.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.
Und selbstverständlich muss die Wyman-Studie veröffentlicht werden, das habe ich schon am „Runden Tisch“ im ORF am Tag nach der Regierungsbildung verlangt. Das ist wohl das Logischste. Aber die wird wahrscheinlich nicht veröffentlicht werden, weil da nämlich drinnen steht, dass die Bank durch eine Bad Bank abgewickelt werden muss und dass wir nicht darum herumkommen. Aber das will man hier nicht zugeben. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Damen und Herren! Wir haben in Österreich das Aktiengesetz. Man kann nicht einfach ein Gesetz außer Kraft setzen – das ist ein klarer Gesetzesbruch –, und noch dazu durch höchst unfähige Personen! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall beim Team Stronach.
Es ist kein Wunder, dass der Aufsichtsratsvorsitzende zurückgetreten ist. Und der einzige Grund, warum man das nicht ins Budget nehmen wollte, ist wegen der Maastricht-Kriterien, denn wenn die Hypo hineingenommen wird, sind wir sofort über 80 Prozent Staatsverschuldung, und das heißt dann natürlich höhere Zinsen, eine schlechtere Bonität, und wir sind damit eines der am schlechtesten geführten Länder mit der schlechtesten Regierung (Abg. Mag. Schieder: Geh! Jetzt sind wir wieder !), und das kann es ja nicht sein. Das ist ein klarer Fall von Bilanzfälschung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.
men? – Beide sollen laut ihren Satzungen Banken analysieren, prüfen und genau das vermeiden, was in der Hypo passiert ist. Die haben nichts gehört, nichts gesehen, nichts gesagt. Also wir steuern blind, taub und stumm auf ein Milliardendesaster zu, das noch viele Steuererhöhungen für uns bedeuten wird. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich glaube, das hat noch niemand wirklich bemerkt (Abg. Krainer: Oh ja! Das ist ja Absicht!) oder zumindest öffentlich kritisiert: Die Bemessungsgrundlage hat sich verändert, und das spekulative Element ist ausgenommen! – Meine Damen und Herren, auf der ganzen Welt versucht man, Spekulationen einzudämmen, bei uns aber tut man alles, um der Realwirtschaft zu schaden und die Spekulationen zu fördern. Die weiteren Pläne sind dann wahrscheinlich, dass man diese neue Bankensteuer gegen Beteiligungen an der Hypo Alpe Adria für Banken eintauscht, die daran überhaupt nicht beteiligt sein wollen. Das kann ja nicht funktionieren, das sagt einem ja der Hausverstand. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir müssen das Hypo-Alpe-Adria-Problem endlich ehrlich und mutig lösen. Ich bitte Sie, sehr geehrte Regierungsvertreter: Beziehen Sie bitte die Opposition und Fachleute mit ein und stehen Sie zu Ihrer politischen Verantwortung! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei NEOS-LIF und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Diskutieren Sie das offen mit uns! Schützen Sie nicht die Anleihegläubiger, schützen Sie die Steuerzahler in diesem Land! – Vielen Dank. (Beifall bei NEOS-LIF und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (STRONACH): Geschätzte Frau Präsident! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Die Situation der Regierung hat jemand ganz klar beschrieben: beispiellos, einfallslos. Und das hat jetzt nicht jemand gesagt, der von Wirtschaft keine Ahnung hat, sondern das war Professor Schneider, Wirtschaftsprofessor in Linz. Die Maßnahmen, die gesetzt wurden, sind einfallslos, sind Belastungen und sind das, was die Bürger sich in diesem Land nicht erwartet haben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren! Das, was dieser Regierung fehlt, das ist Mut zur Veränderung, Mut, endlich anstehende Verwaltungsreformen durchzuziehen. (Abg. Dr. Lopatka: Und unterstützt ihr die Innenministerin?) Wir unterstützen das. Die Frau Innenminister Herr Kollege Lopatka, was ich dieser Regierung auch vorwerfe, ist, dass sie die Dinge zu wenig durchdenkt. (Abg. Dr. Lopatka: Frage!) Würde man im Sicherheitsbereich die Bürokratie abbauen, dann hätten unsere Sicherheitsbeamten wieder mehr Zeit, draußen bei der Bevölkerung zu sein. Und gerade das ist es, was die Bevölkerung wünscht. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Dr. Lopatka: Unterstützt das Team Stronach jetzt die Innenministerin?
Sie wollen keine Bürokraten, die drinnen sitzen, Akten verwalten. (Abg. Dr. Lopatka: Unterstützt das Team Stronach jetzt die Innenministerin?) Wir sind für vernünftige Vorschläge. Aber Kollege Lopatka, wenn vor einigen Jahren jemand einen Führerschein verloren hat und in zwei Minuten ein Formular ausgefüllt wurde, so sind heute vier Schritte notwendig und der fünffache Zeitaufwand. (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) Und da frage ich mich schon, wo die Sinnhaftigkeit ist. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Sie wollen keine Bürokraten, die drinnen sitzen, Akten verwalten. (Abg. Dr. Lopatka: Unterstützt das Team Stronach jetzt die Innenministerin?) Wir sind für vernünftige Vorschläge. Aber Kollege Lopatka, wenn vor einigen Jahren jemand einen Führerschein verloren hat und in zwei Minuten ein Formular ausgefüllt wurde, so sind heute vier Schritte notwendig und der fünffache Zeitaufwand. (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) Und da frage ich mich schon, wo die Sinnhaftigkeit ist. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Es gibt aber einen Bereich, Kollege Lopatka, wo ihr wirklich Weltmeister seid, wo die Regierung der letzten Jahrzehnte stark im Vordergrund ist und wo wir in allen Statistiken oben sind (Abg. Dr. Lopatka: Niedrigste Arbeitslosigkeit!), nämlich was die Abgabenquote betrifft. Ich habe mir eine Statistik angeschaut: 45,1 Prozent ist sie mittlerweile. Und ich sage Ihnen ehrlich, das ist zu viel! Das ist viel zu viel, das können wir den Bürgern nicht zumuten, und da müssen endlich Reformen stattfinden! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Und wenn Sie nun fordern, die Kinder am liebsten drei Jahre in den Kindergarten zu geben, dann sage ich Ihnen eines: Wichtig wäre, wenn wir die Kinder im Kindergarten haben, dass die Qualität der Betreuung passt, dass das Verhältnis von Betreuungspersonen zu den Kindern passt. Das passt nämlich auch vorne und hinten nicht. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren! Heute haben wir uns mit dem griechischen Botschafter getroffen, und der hat gemeint, die ganze Misere sei ein Fehlmanagement der Politik. Wenn ich mir anschaue, was bei uns passiert, was die Regierungsparteien in den letzten Jahren produziert haben und wo sie jetzt beim Weiterwursteln wieder dabei sind, dann befürchte ich, dass Österreich auf dem Weg von Griechenland ist. Und ich fordere Sie auf, endlich Mut zu zeigen, dringend notwendige Reformen anzugehen! Mit uns werden Sie einen Partner haben, um diese Reformen durchzuziehen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Krainer: Bei den Managergehältern?
Succus: Auch hier hätte das Insolvenzrecht angewendet werden müssen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Krainer: Bei den Managergehältern?)
Beifall beim Team Stronach.
Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Die Wahrheit ist, dass die Bürger ohne Ende belastet werden. (Abg. Königsberger-Ludwig: Die Wahrheit in der „Kronen Zeitung“!) Ursprünglich wurde seitens der SPÖ versprochen: Wir schenken 1 100 € pro Jahr für die mittleren Einkommen. (Ruf bei der SPÖ: Von „schenken“ kann keine Rede sein!) Das hat Herr Bundeskanzler Faymann gesagt. Außerdem weiß man seit Eugen Freund nicht mehr, was bei der SPÖ unter mittleren Einkommen zu verstehen ist. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir vom Team Stronach wollen eine Wirtschaftsoffensive. Wir wollen, dass die Wirtschaft gestärkt wird. Wir wollen eine Steuerreform und dass der Wirtschaftsmotor und der Konsum angekurbelt werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Ruf bei der ÖVP: Wo ist er denn?
Und was fällt Ihnen zu dieser Thematik ein? – Ihnen fallen neue Steuern ein. Sogar der Wirtschaftskammerpräsident Leitl sagt: „Wer für neue Steuern ist, vertreibt Investoren und vermindert Arbeitsplätze“. Geschätzte Kollegen von der ÖVP! Auf wen hören Sie eigentlich? – Ich denke einmal, dass er als Ihr großer Wirtschaftsboss doch Gewicht haben wird. Sie können doch seine (Ruf bei der ÖVP: Auf den Frank!) – Ja, das wäre toll, Herr Kollege. Wenn Sie auf den Frank hören würden, würde Österreich toll dastehen. Wir wären dann eine Vorbildregion, ein Vorbildstaat. (Beifall beim Team Stronach. – Ruf bei der ÖVP: Wo ist er denn?)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren! Sie sagen: Kein Problem, da gibt es dann einen Knopf bei der Gemeinde, auf den man drücken kann. Eigenartigerweise wird in der Steiermark – Kollegin Martina Schenk wird das bestätigen – eine Gemeinde nach der anderen zugesperrt, zugedreht. Da wird drübergefahren. Wo bitte sollte dann noch ein Knopf angebracht sein, wenn nicht einmal mehr das Gemeindeamt in Funktion ist? (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Sicherheit ist ein Grundbedürfnis. Es ist unsere Aufgabe und unsere Verantwortung, dafür zu sorgen, dass sich die Menschen in diesem Land sicher fühlen. (Abg. Dr. Lopatka: Glück auf fehlt noch!) – Glück auf! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei NEOS-LIF, FPÖ und Grünen sowie beim Team Stronach.
Geschätzte Wirtschaftsbund-Abgeordnete, wenn Sie heute da sitzen bleiben, dann möch- te ich nie mehr von der ÖVP „Entfesselung der Wirtschaft“ hören. Dann brauchen wir eine Entfaselung der ÖVP! Denn dann ist es ein reines Gefasel, was da die ganze Zeit läuft. (Beifall bei NEOS-LIF, FPÖ und Grünen sowie beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Weninger.
Und jetzt würde es mich interessieren, wie die Kollegen Bösch und Themessl von der FPÖ Vorarlberg hier zu ihrem eigenen Entschließungsantrag abstimmen, in dem es um genau diese Dienststellen geht, deren Schließung Egger akzeptabel findet. Ich bin gespannt, wie sie dann abstimmen werden. Ich werde mir das genau anschauen, meine Damen und Herren! Das ist Doppelmoral, was Sie da machen! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Weninger.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Kickl: Sprach einer, der inzwischen bei der wie vielten Partei ist? – Ruf bei der ÖVP: Bei der dritten!
Meine Damen und Herren an den Bildschirmen und hier herinnen! Machen Sie sich selbst ein Bild! Das ist Doppelmoral. So können Sie ÖVP und FPÖ glauben! – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Kickl: Sprach einer, der inzwischen bei der wie vielten Partei ist? – Ruf bei der ÖVP: Bei der dritten!)
Beifall beim Team Stronach.
Ich glaube, man sollte sich wegbewegen von dem Klein-Klein und Nachjustieren in einzelnen sozialen Fragen hin zu einer grundsätzlichen und auch mutigen Debatte dahin gehend: Was ist ein guter Sozialstaat, was ist eine soziale Marktwirtschaft im dritten Jahrtausend? Da lügen wir uns selber immer gerne in den Sack und kommen mit Argumentationen daher, die aus den siebziger Jahren stammen, wo es noch viel mehr Geld gegeben hat. Jetzt haben wir Sozialbudgets, die ausufern, die sehr groß sind und die zum Teil in die falschen Richtungen verwirtschaftet werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Mag. Schwentner: Es geht nicht um Hilfe, es geht um Rechtsanspruch!
Ich glaube, wir sollten alle mitsammen den Mut finden, uns wirklich dazu zu bekennen: Wir wollen den Schwachen und den Bedürftigen helfen, aber wir wollen nicht einen zu Missbrauch einladenden Sozialstaat noch weiter ausbauen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Mag. Schwentner: Es geht nicht um Hilfe, es geht um Rechtsanspruch!)
Beifall beim Team Stronach.
Man muss sich das sicher sehr genau anschauen. Also wir sind da eher kritisch eingestellt, wobei das Team Stronach natürlich ganz klar für Zuwanderung ist, aber für die Zuwanderung von qualifizierten Arbeitskräften, die die Wirtschaft braucht. Ich glaube, in diese Richtung müssen wir schauen und vielleicht auch eine Lösung andenken. Aber in einer Enquete, wie du, lieber Otto, sie angesprochen hast, kann man mit uns darüber reden. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Daher müssen wir andere Wege finden, den Künstlern zu helfen. Ich denke, es wäre zum Beispiel der zinsenfreie Kredit, den man über den Staat lukrieren kann, ein Weg. Es ist sicher auch ein guter Weg, regelmäßige Kunstpreise zu haben, die von einer unabhängigen Jury zugesprochen werden, Künstlern, die schöne, gute Sachen machen, die etwas darstellen. Ich denke, in diese Richtung sollte man argumentieren und debattieren – und nicht jetzt schon von vornherein ein Fixum festlegen, das dann der Staat berappen muss. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Zum Bereich Bioförderung. Da gehen wir verstärkt auch Richtung Kreislaufförderung. Die Kreislaufwirtschaft, die regionale Kreislaufwirtschaft ist das Wesentlichste. Wir wollen diesen Kreislauf Pflanze–Tier–Dünger forcieren. Und ein Schritt darüber hinaus – und jetzt wird es ganz wichtig –: Beim WTO-Freihandelsabkommen, das jetzt diskutiert wird, sind wir dafür, dass die Grundnahrungsmittel Milch, Fleisch, Getreide und Mais nach dem kanadischen Muster ausgenommen werden. – Danke sehr. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Ruf: Seid’s neidisch?!
einen substanziellen Teil der Parteigebarung ausmachen, einen Teil der politischen Landschaft quasi kaufen können. (Abg. Dr. Strolz: Haben wir heute eingebracht!) – Ja, schön! – Diesen Eindruck könnte man ja derzeit sowohl bei den Neos als auch beim Team Stronach haben. Auch heute wurde ja wieder eine Spende im Umfang von 1,3 Millionen € an das Team Stronach über die Medien bekannt. (Beifall beim Team Stronach. – Ruf: Seid’s neidisch?!) Ich denke mir einmal, das war vielleicht auch ein Stück Trostpflaster für die Kollegen vom Team Stronach, da sie ja jetzt von ihrem Parteiführer verlassen worden sind.
Sitzung Nr. 11
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.
Die FPÖ leugnet es zwar, aber der Urknall hat in Kärnten stattgefunden. Das ist unbestreitbar. Es gab Kontakte selbst mit kriminellen Vereinigungen, der kroatischen Mafia et cetera. Und dieser immense Schaden, der dann weiter kumuliert wurde, braucht Aufklärung. Wir wollen all das genau wissen, und Sie werden jetzt nicht Ihren nationalen Schulterschluss bekommen, aber Sie bekommen Ihren parlamentarischen Untersuchungsausschuss, wenn Sie endlich Ihre Kontrollverweigerung aufgeben. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Vielleicht überrasche ich Sie aber an diesem Punkt und sage, dass meine Intention und die Intention des Teams Stronach nicht eine solche ist. Wir sind angetreten, sachliche Lösungen zu erarbeiten und zu unterstützen. Die Zitatensammlung am Beginn sollte einfach als Begründung ausreichen, einen Untersuchungsausschuss zu unterstützen, um die politische Verantwortung seit 2009 aufzuklären, insbesondere die Haftungsthemen, wenn ein und dieselbe Handlung in der Privatwirtschaft bestraft, aber im politischen Alltag anscheinend durch Immunität geschützt wird. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Dr. Strolz.
Problempunkt eins sind die Kredite der Bayern in der Hypo Alpe-Adria. Führen Sie die Verhandlungen oder klagen Sie, aber holen Sie die an die Bayern gemachten Milliardengeschenke wieder zurück! Gute Geschäftsleute werden das auch in München verstehen. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Dr. Strolz.)
Beifall beim Team Stronach.
Gleiches gilt für den Beitrag des Landes Kärnten. Der Bund hat keine rechtliche Verpflichtung, das Land aus der Pleite zu befreien – nur eine moralische. Und ein Zukunftsfonds, der aus den Verkaufserlösen der Hypo Alpe-Adria gespeist ist, muss selbstverständlich dazu beitragen und einen Mindestbeitrag der Kärntner darstellen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Glauben Sie mir, die Harvard-Professoren würden sofort nach Österreich kommen und ihre Bücher umschreiben. Ich meine das auch gar nicht zynisch, sondern ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass das für unser Land gelingen möge. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei NEOS, Grünen, FPÖ und Team Stronach.
Ich wünsche mir eine Föderalismusreform. Nehmen wir doch diesen Punkt zum Anlass, dass wir sagen, ordnen wir den Föderalismus neu! Geben wir den Ländern entweder Steuerverantwortung! Wenn sie die nicht übernehmen wollen, dann brauchen wir keine Landtage. Wenn Sie wollen, dass wir eine konstruktive Opposition sind, dann lassen Sie uns bitte unseren Job machen, nämlich Kontrolle. Geben Sie uns einen Untersuchungsausschuss! (Beifall bei NEOS, Grünen, FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Dr. Strolz.
Wir wollen, dass der Schaden dort hinkommt, wo er hingehört, nämlich zu jenen, die in den Jahren vor 2008 gut verdient haben. (Abg. Mag. Kogler: Richtig!) Das ist auch international endlich einmal angebracht. Wir müssen doch endlich damit aufhören, dass sich in guten Zeiten wenige gesundstoßen und in schlechten Zeiten immer jene zahlen, die ohnehin hinten und vorne nicht wissen, wie sie mit ihrem Geld auskommen sollen, nämlich die Bürger da draußen! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Dr. Strolz.)
Beifall beim Team Stronach.
Letztlich werden wir wie ein Löwe darum kämpfen, und ich hoffe, dass auch die Bürger mit dabei sind, das zu verhindern. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie Beifall und Bravoruf bei Abgeordneten der FPÖ.
mehr den Journalistenfragen und schickt sogenannte Spiegelminister vor. (Ruf: Das stimmt!) Lassen wir uns nicht vorspiegeln, dass eine Insolvenz unvorhersehbare Folgen hätte! (Beifall beim Team Stronach sowie Beifall und Bravoruf bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich bitte Sie: Nehmen Sie davon Abstand! Noch ist Sagunt, um zum Eingangsstatement zurückzukommen, nicht verloren. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei NEOS und Team Stronach.
Danke sehr. (Beifall bei NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Aber das war zu einem Zeitpunkt – und Sie haben es ja selber gesagt, Herr Klubobmann Lopatka, und jetzt werden wir wieder einmal gemeinsam rechnen –, wo es so war: 24 Milliarden am Höchststand, das war mehr als das Zwölffache des Landesbudgets. Das ist so etwas von absurd! Die sind ja niemals gutgläubig, die sind unseriös, diese Anleihezeichner, wirtschaftlich unvernünftig; da passt überhaupt nichts mehr zusammen. – Das muss ein Grund sein, dass wir uns auch dort schadlos halten, bevor Sie sich am Steuerzahler vergreifen! (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Grünen und Team Stronach.
Ich verstehe die Leute immer besser. Es ist gerade so weit, nach dem Ausbruch der Finanzkrise jetzt auch in Österreich, dass sich immer mehr BürgerInnen zusammenschließen und sagen: Wir zahlen nicht für eure Krise! – Recht haben sie! Sie sagen: Wir zahlen nicht für eure Plünderbanken! – Recht haben sie! (Beifall bei Grünen und Team Stronach.) Sie sagen: Wir zahlen nicht für eure Misswirtschaft! – Recht haben sie! Und sie sagen: Wir zahlen nicht für dieses Finanzverbrechen! – Recht haben sie!
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Wie wollen Sie denn das aushalten? – Sie sind in drei Monaten rücktrittsreif, ich sage Ihnen das. Sie werden das nicht aushalten. Machen Sie jetzt sauberen Tisch! Machen Sie jetzt auch schon den Weg frei für die Untersuchungen. Sonst sind Sie in einem halben Jahr ja gar nicht mehr da! (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Sie sollten das wissen: Das ganze Kontrollversagen haben Liebscher und Nowotny zu verantworten. Und das ist Ihre Spitze der Taskforce! Und deshalb kommt auch die Insolvenzlösung nicht wirklich ins Spiel, denn dann würde das alles viel stärker auf den Tisch kommen. (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Anhaltender Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Was ist da los? Legen Sie Ihre Parteispenden offen! (Präsident Ing. Hofer gibt das Glockenzeichen.) Wie viel bekommen Sie von Raiffeisen? Wie viel bekommen Sie von der Grazer Wechselseitigen? Sie müssen es ja wissen in der Steiermark! Das sind die Zusammenhänge! Das ist der Filz! Und der gehört weg. (Anhaltender Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Anhaltender Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Wenn wir das schaffen, wenn wir es gleichzeitig und gemeinsam angehen, dass diese Aufarbeitung passiert und dass die Großgläubiger und die nicht Schützenswerten drankommen, dann haben Sie unsere Hand für die gemeinsame Lösung. Aber einen Schulterschluss für diese Versager-Koalition gibt es nicht, da machen wir selber eine neue. Geben Sie uns das Finanzministerium, wir zeigen Ihnen, wie das geht! (Anhaltender Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Antworten auf diese Fragen zu bekommen. (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Zwischenrufe beim Team Stronach.
Trotz dieses Riesenproblems wird dieser Schaden jeden Tag größer. Jede Schlagzeile, jeder Bericht, ob beim ORF oder in anderen Medien, verschlimmert die Situation. Auch diese Dringliche heute trägt nicht zur Schadensminimierung bei, aber schon gar nicht. Denn die Kunden dieser Bank werden täglich verunsichert, meine Damen und Herren! (Zwischenrufe beim Team Stronach.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei Team Stronach und Grünen. – Abg. Mag. Kogler: Deswegen wollen wir einen Untersuchungsausschuss, der ab Herbst arbeitet!
Und dann, Herr Kollege Kogler, bin ich bei Ihnen. Dann steht, wenn notwendig, einer politischen und auch juristischen Aufklärung und auch einer entsprechenden Prüfung nichts entgegen. Dann müssen alle Verantwortlichen, unabhängig vom Ansehen, sozusagen vor den Vorhang! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei Team Stronach und Grünen. – Abg. Mag. Kogler: Deswegen wollen wir einen Untersuchungsausschuss, der ab Herbst arbeitet!)
Beifall beim Team Stronach.
Ich sage, wir brauchen außerdem eine klare Gewaltentrennung, aber nicht nur zwischen Legislative, Exekutive und Judikatur, sondern auch zwischen den Regierungsverantwortlichen und diversen Interessenvertretungen und Kontrollorganen. (Beifall beim Team Stronach.) Das ist ganz wichtig, denn schließlich gibt es abgesehen von der Hypo Alpe-Adria noch zwei weitere Problemfälle zu lösen. Die ÖVAG und die Kommunalkredit stehen uns auch noch bevor. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich sage, wir brauchen außerdem eine klare Gewaltentrennung, aber nicht nur zwischen Legislative, Exekutive und Judikatur, sondern auch zwischen den Regierungsverantwortlichen und diversen Interessenvertretungen und Kontrollorganen. (Beifall beim Team Stronach.) Das ist ganz wichtig, denn schließlich gibt es abgesehen von der Hypo Alpe-Adria noch zwei weitere Problemfälle zu lösen. Die ÖVAG und die Kommunalkredit stehen uns auch noch bevor. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich ende hier mit einem abgewandelten Zitat, sofern ich es richtig im Kopf habe, von Karl Kraus: Mehr Staat ist genau jene Krankheit, für deren Therapie sie sich hält. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Eine Tatsache ist, meine sehr verehrten Damen und Herren, dass jeder, der bei dieser Hypo-Pleite Dreck am Stecken hat, in die Pflicht genommen werden muss – und auch die Konsequenzen tragen muss, ohne Wenn und Aber: die Bayern, die Kärntner, die Alteigentümer, die Großinvestoren, die ganzen Abzocker, die jetzt mit unserem Steuergeld aufgefangen werden sollen. Mir persönlich fehlt das Verständnis dafür, dass wir das bezahlen sollen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Eines möchte ich noch zum Schluss sagen: Ein Untersuchungsausschuss ist dringend notwendig, um hier wirklich Licht ins Dunkel zu bringen und alles lückenlos aufzuklären. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Um das alles bestmöglich beleuchten zu können, braucht es einen Untersuchungsausschuss. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Ein Element, ein Beitrag dazu, Licht in diesen Filz zu bringen und das österreichische politische System auf einen besseren Weg zu bringen, wird ein Untersuchungsausschuss sein. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir müssen unser erstes Augenmerk darauf richten, was mit der Hypo Alpe-Adria jetzt passiert, und dann unsere gesamte Aufmerksamkeit auf die Aufklärung dieses Falles richten! Daher bin ich für die Unterstützung dieses Untersuchungsausschusses. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei NEOS, Team Stronach, Grünen und FPÖ.
Von wem kommt das? – Von NEOS, von den Grünen, von der FPÖ, vom Team Stronach? – Nein, das kommt von Daniela Holzinger, SPÖ, und sie empfiehlt heute auch auf ihrer Blogseite einen Untersuchungsausschuss. Wir sagen: Danke schön! (Beifall bei NEOS, Team Stronach, Grünen und FPÖ.)
Sitzung Nr. 12
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Christoph Hagen (fortsetzend): Danke, Frau Präsidentin! Frau Bundesminister, sagt Ihnen der Name eines Bürgermeisters aus Oberösterreich etwas, und zwar von Bürgermeister Jakob Auer? Sagt Ihnen der etwas? Das ist der Bürgermeister von Steinerkirchen an der Traun. (Abg. Wöginger: Johann!) Johann. Das ist der Bruder vom Jakob, und deswegen sitzt der Jakob nicht da, denn dieser Bürgermeister hat aufgrund der Postenschließung in seinem Ort seinen Rücktritt erklärt. Frau Bundesminister, also jetzt sehen Sie, das ist ein ÖVP-Bürgermeister, nicht einmal Ihre eigenen Parteikollegen sind mit Ihrer Vorgangsweise einverstanden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich nehme es Ihnen nicht ab, Frau Bundesminister, dass da kein Cent eingespart wird, denn wenn ich Dienststellen schließe und diese nicht mehr betreiben muss, dann spare ich. Und das ist der Punkt. Bei der Sicherheit sollte man eigentlich nicht sparen, und das darf mich auch etwas kosten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Der richtige Weg wäre, dass Sie zuerst einmal bei der Verwaltung einsparen. Das heißt, die Verwaltungstätigkeiten wurden in den letzten Jahren so extrem aufgebläht, dass die Polizei nicht mehr auf der Straße, sondern in der Schreibstube ist und dort die Verwaltungsaufgaben abarbeiten muss. Und dem gehört entgegengewirkt. Und dann können wir einmal diskutieren, wo es vielleicht vernünftig ist, eine Dienststelle zu schließen oder manche zusammenzulegen. Das wäre der richtige Weg. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Frau Bundesminister! Eine Frage: Wissen Sie, was das grundeigenste Bedürfnis der Bevölkerung ist? – Nämlich die Sicherheit. Und die grundeigenste Aufgabe des Staates ist es, für die Sicherheit der Bevölkerung zu sorgen. Der Steuerzahler zahlt ja das Geld dafür. Sie nehmen das Geld, Sie nehmen die Steuern, aber in der Realität überlassen Sie die Bevölkerung in Sicherheitsfragen ihrem Schicksal. Und das ist sicher zu reparieren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Und ich gebe Ihnen eines mit auf den Weg: Wir brauchen ein eigenes Exekutivdienstgesetz mit gut ausgebildeten Beamten, die dann auch ordentlich bezahlt werden und motiviert sind. Dann können sie für Sicherheit sorgen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
cherheit unserer Bürgerinnen und Bürger in unserem Land zu sparen, das macht keinen Sinn. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Lassen Sie mich das als zweifacher Familienvater sagen, der das tagtäglich sieht, wenn er seine beiden Kinder in den Kindergarten bringt: Ob Sie mir jetzt glauben oder nicht, ich habe ein besseres Gefühl, wenn ich den Beamten sehe. Ich habe ein besseres Gefühl, wenn ich sehe, wie die Polizei auch in abgelegenen Gassen auf Patrouille geht. Warum? – Weil diese Beamten nicht nur für mich sichtbar sind, sondern auch für alle Ganoven, Raser et cetera. (Heiterkeit der Abgeordneten Dr. Mlinar und Dr. Zinggl.) Sollte diese geplante Polizeipostenschließung in der Art und Weise umgesetzt werden, dann wird die Zahl der Delikte in meiner Heimatgemeinde steigen, das traue ich mich hier und heute zu behaupten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das glaube nicht nur ich, sondern das glauben viele Menschen. Eine von mir initiierte Unterschriftenaktion gegen die Schließung des Polizeipostens in meiner Heimatgemeinde zeigt, wie sehr den Menschen dieses Thema unter den Fingernägeln brennt. Ich bin von Haus zu Haus gepilgert und habe mir die Sorgen und Ängste der Menschen angehört. Und lassen Sie sich eines sagen: Die Sorgen und Ängste der Menschen sind groß. Man kann hier nicht alles über einen Kamm scheren, lassen Sie mich das nochmals betonen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Für mich als Burgenländer ist das nicht nachvollziehbar! Rot, Schwarz, Grün und NEOS haben das getan. Ich frage daher jetzt explizit meine burgenländischen Kollegen: Warum kann man als burgenländischer Abgeordneter in so einer heiklen Frage nicht über seinen Parteischatten springen und zum Wohle der Menschen im Burgenland abstimmen?! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
haltend): Stoppen Sie diese Polizeidienstpostenschließungen! (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Bitte belehren Sie mich in dieser Frage eines Besseren! Jetzt halte ich es wie Goethe: Die Botschaft hör’ ich wohl, allein mir fehlt der Glaube! – Danke schön für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Wir haben mittlerweile recherchiert und erfahren, dass Bundesminister Kurz auch morgen im Haus wäre. Ich weiß nicht, was so dringend ist, dass diese Erklärung heute stattfinden muss, dass man deswegen die Debatte und die Beschlussfassung gerade über die so wichtigen österreichischen Themen wie Steuer- und Gebührenerhöhungen nach Möglichkeit weit weg von der Medienöffentlichkeit nach hinten schiebt. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei FPÖ, Grünen und Team Stronach
Wir sehen uns daran erinnert, dass man generell Dinge, die diese Regierung angehen, möglichst wenig vor den Vorhang zerrt und dass man verhindert, dass möglichst ungefiltert und direkt die Menschen in Österreich – vor allem an den Fernsehschirmen – von Debatten und Debattenbeiträgen Kenntnis erlangen können. Es ist zwar eine Tatsache, dass auf ORF III – wobei ich sagen muss, dass dieser Sender ganz hervorragende Aufklärungsarbeit leistet (Beifall bei FPÖ, Grünen und Team Stronach); das sei hier auch einmal gesagt – diese Zeit gesendet wird, aber wir wissen auch ganz genau, dass viele Österreicherinnen und Österreicher diesen Sender noch nicht schätzen gelernt haben. Vielleicht ändert sich das; derzeit ist es noch nicht so.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Wir stehen nicht an, das in der Sache anzuerkennen, aber der Haupthintergrund ist ein ganz anderer. Die Abgabenänderung war erstens die Möglichkeit, die Budgetsituation noch einmal zu diskutieren, und damit diverse Löcher – vom Budget bis zur Hypo und wieder retour. Das soll, wenn es nach Ihnen geht, spät stattfinden, aber morgen wird es Sie ohnehin wieder einholen. Der zweite Punkt ist die Sache mit den kreativen Unternehmerinnen und Unternehmern, mit den Gründerinnen und Gründern. Genau darum geht es, und das war das Hauptmotiv, warum das verramscht worden ist. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS. – Abg. Krainer: Wir haben einen Bürgerkrieg angezettelt, oder was?
Da haben Sie etwas versprochen, das Sie nicht halten können. Sie haben gesagt, das, was Sie in diesem Entwurf stehen hatten, werde saniert. – Gar nichts ist saniert worden! Es bleibt alles gleich schlecht. Dieser Schwindel soll vertuscht werden, und das möglichst spät. (Abg. Tamandl: Das stimmt überhaupt nicht!) Deshalb kommt Herr Kurz jetzt und nicht morgen Früh, wo es besser passen würde. (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS. – Abg. Krainer: Wir haben einen Bürgerkrieg angezettelt, oder was?)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Abgeordnete Dr. Kathrin Nachbaur (STRONACH): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Steuerzahlerinnen und Steuerzahler! Ich bin auch nicht damit einverstanden, dass die Tagesordnung geändert wurde, um die Ukraine vor 13 Uhr zu thematisieren (Abg. Mag. Schönegger: Geht sich eh nicht aus! Wie spät ist es jetzt?), weil ich glaube, dass so wertvolle Sendezeit verbraucht wird, die man eigentlich brauchen würde, um die Bürger über dieses gewaltige Steuerpaket aufzuklären. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Dr. Kathrin Nachbaur (fortsetzend): Danke, dass Sie das zulassen. Es ist mir nämlich wichtig, zu sagen: Wir sollten über die Ukraine sprechen, aber am Nachmittag. Wir stehen nämlich derzeit vor dem größten Bankenraub oder Volksvermögensraub der Zweiten Republik. (Beifall beim Team Stronach.)
Neuerlicher Beifall beim Team Stronach. – Abg. Mag. Schieder: Stimmt ja nicht!
Sie nehmen uns, der gesamten Opposition, die Gelegenheit, dass wir uns zu diesen Horrorsteuern äußern können. (Neuerlicher Beifall beim Team Stronach. – Abg. Mag. Schieder: Stimmt ja nicht!)
Beifall beim Team Stronach.
Jetzt kommt der EuGH – neues Urteil Februar – und sagt, Landeshaftungen sind völlig irrelevant. Die hätten die Bank lieber an die Klujew-Brüder verkauft, weil die einen besseren Preis geboten haben – mit dem Argument, der Kaufpreis zählt und die Landeshaftungen sind völlig wurscht. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Dr. Wittmann: Reden Sie zur Geschäftsordnung!
Vor Kurzem hat Staatssekretärin Steßl in einem Interview gesagt, man solle die Konten von Oligarchen einfrieren. – Das sind genau diese Leute! Ich frage mich nur, wie die Frau Staatssekretärin dies erkennen will. Die haben ja nicht „Oligarch“ auf die Stirn tätowiert. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Dr. Wittmann: Reden Sie zur Geschäftsordnung!)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Das ist ein komplett unsinniges Urteil, genauso wie es unsinnig ist, jetzt die wertvolle Fernsehzeit vor 13 Uhr mit dem Ukraine-Thema zu blockieren, anstatt über die Steuerlawine zu sprechen. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Dr. Wittmann: Themenverfehlung!
Mein Schlusssatz noch: Der ausgabensüchtige Staat kommt mit dem Steuergeld der Bürger nie aus. Jedes Jahr gibt es ganz verlässlich ein Budgetloch. Aber höhere Einnahmen haben hierzulande noch nie zu einem ausbalancierten Budget geführt, sondern immer zu noch höheren Ausgaben. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Dr. Wittmann: Themenverfehlung!)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Krainer: Kann man jetzt alles sagen, was man will? – Abg. Dr. Wittmann: Falscher Ort, falsche Rede!
Wir brauchen endlich eine Schuldenbremse in der Verfassung, gepaart mit einer Steuermaximalquote. (Abg. Dr. Wittmann: Falsche Rede!) Eigentlich wundert es mich nicht, dass immer mehr Bürger darüber nachdenken und sogar in seriösen Tageszeitungen die Frage gestellt wird, ob nicht die Steuerzahler die von ihnen nicht verursachten Schulden vielleicht von ihrer Einkommensteuer absetzen sollten. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Krainer: Kann man jetzt alles sagen, was man will? – Abg. Dr. Wittmann: Falscher Ort, falsche Rede!)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Weil ich gerade von der Volkspartei rede: Meine Güte, Herr Lopatka! Die Wirtschaft, haben Sie versprochen, werden Sie entfesseln. Wissen Sie, was Sie jetzt entfesseln? (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.) Jetzt entfesseln Sie die Wiener Großbanken von ihren Spekulationsgeschichten. Das entfesseln Sie! (Abg. Dr. Lopatka: Ihre Zeit ist abgelaufen!) Und das ist ebenfalls eine Art von Lüge und Manipulation, und es ist Ihnen nicht recht, dass das im Fernsehen diskutiert wird. Deshalb das ganze Theater. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei Grünen und Team Stronach.
Darauf möchte ich von Herrn Kurz eine Antwort haben. Daher bin ich der Ansicht, dass ihm Zeit gegeben werden muss, darüber nachzudenken und zu ermitteln, was die Finanzmarktaufsicht seit dem Eingang dieses Schreibens gegen diese Oligarchen und gegen diese Menschen, die hier in Österreich vermutlich versuchen, ihr Geld weißzuwaschen, unternommen hat. Das wüsste ich gerne. – Vielen Dank. (Beifall bei Grünen und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Dr. Lopatka: Fürchten Sie sich nicht!
Wenn man heute die Steuern nicht unwesentlich erhöht, dann wird es wohl der weiteste Sprung sein, den Sie derzeit in Angriff nehmen wollen. Aber, Herr Lopatka, wenn Sie mich hier unterbrechen, dann machen Sie mir Angst, denn wenn Sie noch größere Sprünge hinsichtlich einer Steuererhöhung vorhaben als diesen, dann ist das schon eine gewisse Angstmacherei. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Dr. Lopatka: Fürchten Sie sich nicht!)
Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Was mich auch stört, sage ich Ihnen (Abg. Dr. Lopatka: Wir haben eine Einwendungsdebatte!) – Ja, es ist ein Beispiel dafür, dass die gesamte Debatte auf Sparflamme gehalten werden soll. (Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach.) Wenn wir hier 25 Gesetze, mindestens 25, wenn ich mich nicht verzählt habe, wie das Einkommensteuergesetz, Körperschaftsteuergesetz und andere Gesetze, unter TOP 3 diskutieren sollen und dafür nur ungefähr eine halbe Stunde Zeit haben, dann kommt pro Gesetz eine Minute Redezeit für jede Fraktion in Frage.
Beifall beim Team Stronach.
Meine Damen und Herren! Ich sehe hier schon System von Ihnen dahin gehend, dass Sie diese Diskussion betreffend die Erhöhung um eine Milliarde Euro möglichst geringhalten wollen – noch einmal –, auf Sparflamme halten wollen. Es geht hier in Wirklichkeit um die Auswirkungen auf sehr viele Menschen. Es geht um Tausende, wenn nicht Zehntausende Arbeitsplätze. Ich bin da ganz anderer Ansicht (in Richtung des Abg. Krainer) als der Vorredner von der SPÖ. Ich wäre nicht stolz darauf, dass die Steuern erhöht werden. Ich sage, schade, dass die Steuern erhöht werden. Ich wäre stolz darauf, wenn die Steuern heute gesenkt werden würden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn man hier eine Verbindung zur Ukraine herstellt, dann halte ich es für schade, dass sie geschäftsordnungsmäßig dahin geht, dass man die Debatte um diese wichtige fiskalpolitische Maßnahme nach hinten reiht. Wenn es eine Konsequenz zwischen der Debatte über die Abgaben und jener zur Ukraine geben sollte, dann würde ich mir in meiner Eigenschaft als Landesverteidigungssprecher unserer Fraktion wünschen, dass die Regierung das Thema Ukraine zum Anlass dafür nimmt, darüber nachzudenken, ob sie das Landesverteidigungsbudget wirklich senken möchte oder ob es nicht besser wäre, dass man es nicht senkt. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Abgeordneter Dr. Johannes Hübner (FPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Herr Minister, ich muss sagen, ich bin enttäuscht – um Ihre Worte zu verwenden –, fast sogar betroffen, dass Sie sich hergeben, die Debatte im österreichischen Nationalrat über relevante, wesentliche Steuergesetze in den Nachmittag zu verstecken, und dann so einen Auftritt hier abliefern. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach
Dem Herrn Außenminister – um auf Ihre Frage einzugehen, Herr Klubobmann – werfe ich vor, dass er hier nichts gesagt hat außer Allgemeinplätze (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach), dass er Dinge wiederholt hat, die alle seit Tagen und Wochen den Medien entnommen haben, und dass er hier Ankündigungen gemacht hat vom Gratisvisum für drei Monate für Journalisten bis zur Verstärkung des Erasmus-Programms, und dies angesichts der Probleme in der Ukraine, der Ernsthaftigkeit der Situation, des drohenden Zerfalls des Landes, des drohenden Umstandes, dass da eine Hälfte des Landes über die andere Hälfte triumphiert hat – und nicht die Pro-Europäer über die finsteren Mächte, sondern eine Hälfte über die andere. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Kurz.) – Das werde ich Ihnen gleich sagen.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Viel mehr ist dazu nicht zu sagen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.
Abgeordnete Dr. Jessi Lintl (STRONACH): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Ja, leider haben wir dem Bericht des Herrn Bundesministers nicht mehr entnehmen können als den Medien übers Wochenende. (Abg. Mag. Steinhauser: Teilweise sogar weniger!) Wir sind alle geschockt über die Bilder, die uns in den letzten Tagen aus der Ukraine erreicht haben. Unsere Solidarität gilt jenen, die im Kampf um Freiheit und Demokratie ihr Leben verloren haben. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Köchl.
Wir wissen nicht, wie die Entwicklung in den nächsten Tagen weitergehen wird. Positiv ist die Entlassung von Julia Timoschenko aus der Haft und die Wahl des Übergangspräsidenten zu bemerken. Wir hoffen auf eine friedliche Entwicklung in Richtung Demokratie, Meinungsfreiheit und unabhängige Presse. Der Schutz der Menschenrechte hat oberste Priorität, die politischen Strukturen müssen unbedingt aufgebaut werden. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Köchl.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Willi.
Ich glaube auch, dass der Westen einen Denkfehler macht. Wenn ein Regime in einem Land gestürzt wird, können nicht automatisch demokratische Strukturen mit einem Parteiensystem, das unserem vergleichbar ist, übergestülpt werden. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Willi.) Wir können nicht davon ausgehen, dass oppositionelle Kräfte in der Ukraine automatisch demokratische Ziele verfolgen. Das politische Spektrum der Opposition ist sehr breit und reicht auch in antidemokratische Strukturen hinein.
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Köchl.
Meine Damen und Herren, wir können zum derzeitigen Zeitpunkt das Spiel der Mächte in der Ukraine noch nicht abschätzen, aber eines ist sicher: Ost und West darf keinen Gegensatz mehr bilden! Wir müssen aufhören, in dem Schema „Kalter Krieg“ zu denken, Europa, USA und Russland müssen positiven Einfluss ausüben und gemeinsam unterstützen – mit dem Ziel, dass die Ukraine einen selbstbestimmten Weg in eine marktwirtschaftlich-demokratische Ordnung gehen kann! – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Köchl.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Abgeordnete Dr. Kathrin Nachbaur (STRONACH): Sehr geehrte Vertreter auf der Regierungsbank! Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Steuerzahlerinnen und Steuerzahler! Ich möchte zu Beginn kurz anmerken, dass ich, auch wenn ich die Erste bin, die sich für Frauen einsetzt, in meinen Reden weitgehend auf dieses Gendering verzichten werde, weil ich nicht glaube, dass das Frauen wirklich etwas bringt – und zweitens meine ich, dass das auch meine, aber eigentlich jede Rede verkompliziert. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
In jeder Gesetzgebungsperiode werden auf ungefähr 60 000 Seiten neue Gesetzestexte produziert. Das ist oft nicht gerade praxisnahe, und es wird jedes kleinste Detail vorgeschrieben. Bei uns ist alles total überreguliert. Ich fordere, dass für jedes neue Gesetz, das hier beschlossen wird, zumindest zwei alte Gesetze sozusagen ausrangiert werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Der Staat sollte eigentlich nur dort eingreifen, wo auch wirklich eine klare und verbindliche Regelung notwendig ist. Das würde uns viel Bürokratie ersparen und auch unsere Unternehmer wieder wettbewerbsfähig machen. Die Bürger brauchen keine dauernde Bevormundung und Regulierungen, sondern – im Gegenteil! – mehr Freiheit und Möglichkeiten, sich zu entfalten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In Österreich werden die Gelder der öffentlichen Hand in mehr als 5 000 verschiedenen Budgets verwaltet. Durch diese vielen verschiedenen Budgets und ausgegliederten Zahlungsströme gibt es eigentlich immer weniger Menschen, die einen Überblick haben, aber dafür immer mehr Politiker, die sich in die Angelegenheiten einmischen. Daher sage ich: Es ist höchste Zeit für ein einheitliches Budgetrecht, mit dem die Zahl der Budgets drastisch reduziert wird. Es muss eine Verrechnungsmethode geben, die für alle Budgets gleich ist. Nur so kann man Transparenz und auch das Vertrauen der Menschen wiederherstellen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Schweiz hat im Vergleich eine Abgabenquote von rund 35 Prozent, und als ich das letzte Mal in der Schweiz war, ist mir nicht aufgefallen, dass es dort soziale Verelendung und gewaltige Sozialprobleme gibt. Also irgendetwas stimmt da bei uns nicht; da werden wohl Unmengen von Geld in der Verwaltung verschwendet, der Staat mästet sich mit dem hart erarbeiteten Geld der Bürger. (Beifall beim Team Stronach.)
Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.
Wir haben ja eine Chance, wieder auf einen guten Weg zu kommen – und mit „wir“ meine ich nicht nur das Team Stronach, sondern die Politiker aller Parteien. Ich glaube, wir müssen auf die vielen Unternehmer und Selbstständigen in unserem Land setzen, die eines machen, nämlich Arbeitsplätze und Wohlstand schaffen. (Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
ob er einer Kammer beitreten will oder nicht, und jeder weiß selber, wann er seinen Laden aufmachen möchte und wann nicht. Der Staat soll nicht immer alles bevormunden und Vorschriften machen, die Hälfte oder mehr vom Geld noch wegbesteuern, um dann almosenartig wieder umzuverteilen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Außerdem hoffe ich, dass wir eines Tages das Trennbankensystem einführen. Luftgeschäften muss Einhalt geboten werden, auf der anderen Seite muss die Realwirtschaft gestärkt werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn die Rahmenbedingungen in Österreich attraktiver und unkomplizierter wären und man sich vorstellt, dass dadurch jede kleine österreichische Firma auch nur einen Mitarbeiter mehr einstellen könnte, hätten wir praktisch keine Arbeitslosigkeit. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach
Wem nützt das? – Das nützt natürlich wieder nur der ÖVP-Klientel, die sich solche Autos leisten kann (Beifall beim Team Stronach); aber nicht denen, die sich ein Familienauto kaufen müssen, einen Familien-Van, wenn sie vielleicht fünf Kinder haben. Die werden zur Kassa gebeten, und zwar ordentlich, weil solche Autos natürlich einen höheren CO2-Ausstoß haben. Ist ja gar nicht anders möglich aufgrund der größeren Stirnfläche. Das heißt, diese Autos werden auch noch zusätzlich belastet, obwohl sich die Familien ohnehin schon schwertun!
Beifall beim Team Stronach.
Das Problem ist, dass in Wahrheit die Beamten regieren und nicht der Finanzminister. Der Herr Leitl hat das ja gesagt, und der Herr Leitl weiß, wovon er spricht. Über diesen Punkt müssen Sie jetzt endgültig einmal drüberkommen. Wenn Sie als Minister wirklich etwas bewegen wollen, dann müssen Sie auch Ihre Beamten in die Schranken weisen und nicht immer die Steuern erhöhen. Strukturreformen – das ist angesagt, das brauchen wir in diesem Land! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das wäre im Sinne des Umweltschutzes gut. Unterstützen Sie deshalb diesen Abänderungsantrag! Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei NEOS und Team Stronach.
Vor dieser Entscheidung sind tagtäglich 400 000 Menschen in Österreich: Hole ich neue Menschen an Bord in meinem Unternehmen oder nicht? Mit diesem Regierungspaket ist die Antwort klar: Bitte macht es nicht!, denn eines ist klar: Wir werden euch weiter rupfen wie die Weihnachtsgans. (Beifall bei NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei NEOS und Team Stronach.
Ich bitte um Ihre Zustimmung für ein unternehmerisches Österreich. Um das geht es, und um Arbeitsplätze. Dafür kämpfen wir. (Beifall bei NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Und der zweite Punkt, den ich dazu sagen will, ist: Privatpatienten subventionieren ganz klar das öffentliche System. Jeder Arzt, jedes Spital, jeder Spitalsträger, alle Bundesländer, die Gemeinde Wien können dankbar sein, dass es Privatpatienten gibt. Aus diesem Grund hat auch Frau Stadträtin Wehsely, Chefin des größten österreichischen Krankenanstaltenverbundes, unlängst in einem Interview gesagt, nachzulesen im „Standard“: Ich will mehr Privatpatienten. – So viel zu diesem Vorwurf. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine Damen und Herren, das sind Symptome von Verfilzung, Parteibuchwirtschaft, Verhaberung und letztendlich vom augenzwinkernden Stoßen gegeneinander und ein Achterl beim Heurigen Trinken – und Sagen: Wir werden keinen Richter brauchen! Das alles steckt da drinnen in dieser Burgtheater-Geschichte und in der Hypo-Alpe-Adria-Geschichte – ich bringe es gar nicht raus, so hässlich ist das Wort – sowieso. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Und all das verursacht die Verdrossenheit beim Bürger. Der Bürger ist der Zahler; er muss all diese Missstände letztendlich begleichen. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Wir sagen immer, der Staat muss das bezahlen. Meine Damen und Herren, jeder, der hier sitzt, und jede, die hier sitzt, weiß: Der Staat, das sind wir alle, das sind die Bürger. Und wir alle, die wir hier sitzen, werden von diesen Bürgern bezahlt. Und da, glaube ich, haben wir eine ganz große Verantwortung, die von der Politik zum Teil nicht wahrgenommen wird. Und genau das schafft den Verdruss bei den Zahlern, bei den Bürgern. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Mein Vorredner hat das schon angesprochen: Wenn mir als Chef eines Hauses von drei Vierteln der Belegschaft das Misstrauen ausgesprochen wird, dann nehme ich dankend meinen Hut – und bin sehr schnell weg. Da vermisse ich jede Art von Anstand; die gibt es offenbar in unserem Land nicht mehr. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Daher fordere ich: Wir müssen jetzt etwas tun, damit das in Zukunft nicht mehr passieren kann. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In Oberösterreich haben wir eine interessante Entwicklung zu verzeichnen. Da gibt es jetzt den Vorschlag der Landesregierung in Richtung einer Kultur GmbH. Ich denke, das wäre auch auf Bundesebene ein Denkansatz, dass man hier bessere Kontrollorgane errichtet beziehungsweise einführt und zusätzlich (Abg. Dr. Fekter: Das gibt es ja schon! Die Bundestheater-Holding!), liebe Frau Kollegin Fekter, bessere Kontrollsysteme bekommt, vor allem auch in Richtung persönliche Bündnisse, die da, wie man gesehen hat, entstehen, wo eventuell Vorteile – auch politisch motivierte Vorteile – ins Spiel kommen. Wichtig wäre, dass von Haus aus mehr Objektivität vorherrscht. Ich glaube, das wäre sehr wesentlich, das über das Burgtheater hinaus zu erweitern, auf Bundesebene. (Abg. Dr. Fekter: Das gibt es ja schon! Die Bundestheater-Holding!) – Ja, und warum hat es dann nicht besser funktioniert? Dann ist die Frage berechtigt gewesen, die heute schon an dich gestellt wurde. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich darf dazu noch ganz kurz Zahlen erwähnen: Denken wir an die 1 467 Theater- und Laienspielgruppen, die wir in Österreich haben. Das ist auch Kulturgut, und auch der Otto Normalverbraucher, der Bürger draußen am Land kann sich diesen Kulturgenuss geben. Eines haben wir nämlich vergessen: Es wurde zwar erwähnt, dass das Burgtheater eine touristische Bedeutung hat – aber natürlich für eine ganz kleine Bevölkerungsschicht, die sich dann auch diese Besuche leisten kann. Das muss man einmal in aller Deutlichkeit sagen. Ich darf bei dieser Gelegenheit auch die Tausenden Musikkapellen erwähnen. Wir haben über 3 300 Musikkapellen, in denen Funktionäre, aktive Musikerinnen und Musiker bis hin zu den Jugendmusikgruppen ehrenamtlich hervorragende Arbeit leisten. Und die hören dann diese Diskussionen. Wenn die, die heute, morgen oder übermorgen bei der Probe, bei der Theaterprobe sitzen, diese Diskussion mitverfolgen, dann führt das zu Demotivation. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Also auch aus diesem Grund: restlose Aufklärung! Es gehört Licht ins Dunkel, besonders in der Causa Burgtheater. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Pendl: Der war gut!
nannten Gratis-Zahnspangen noch ein weiteres Ausgabenfeld eröffnet, so kann ich nur sagen: Es wird dieser Regierung nicht gelingen, das Scheitern des Bankensozialismus durch die Einführung eines „Zahnspangen-Sozialismus“ zu kaschieren. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Pendl: Der war gut!)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Krainer.
Die Diskriminierung hoher Gehälter schreit geradezu nach einer Anrufung des Verfassungsgerichtshofes, die dank der jüngst geschaffenen Beschwerdemöglichkeit bei unmittelbarer Betroffenheit bereits nächste Woche wird erfolgen können. Sie ist nicht nur gleichheitswidrig, sondern auch ökonomischer Unsinn, denn wir wissen, dass die Lohnnebenkosten in Österreich überhöht sind und es bekanntlich schon jetzt schwierig ist, äußerst schwierig ist, internationale Spitzenmanager in unseren Konzernen anzustellen, weil jeder weiß, dass wir einen Spitzensteuersatz von 50 Prozent haben. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Neuerlicher Beifall beim Team Stronach. – Abg. Krainer: Das spielt überhaupt keine Rolle!
In Zukunft werden diese Leute, wenn überhaupt, bei ausländischen Tochterunternehmen beschäftigt werden, womit dem österreichischen Fiskus in Wirklichkeit Steuereinnahmen entgehen werden. Das ist das Ergebnis Ihrer Politik. (Neuerlicher Beifall beim Team Stronach. – Abg. Krainer: Das spielt überhaupt keine Rolle!)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn Sie von einer Anti-Profit-Strategie sprechen, dann wird es hier eine „Anti-Profit-Regierung“ geben. Das Problem unserer Kapitalgesellschaften ist nämlich in Wirklichkeit, dass sie zu wenig Profit machen und nicht genug. Genau deshalb gibt es nämlich eine Mindest-KöSt für Aktiengesellschaften und GmbHs: weil in diesem Land zu wenig Profit gemacht wird. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Hohes Haus! Steuererhöhungen im Hochsteuerland Österreich sind schlicht und einfach der falsche Weg. Der Steuerstaat ist an seinen Grenzen angelangt. Es ist nicht alles politisch machbar. Wir müssen die Steuern senken, um die Steuerakzeptanz und damit die Steuereinnahmen zu erhöhen. Wer den Blick von der zunehmenden Parallelwirtschaft abwendet, betrügt sich selbst. Wer den „Wohlstand der Nationen“, um mit Adam Smith zu reden, steigern will, muss sich vom Sozialismus ab- und der Marktwirtschaft zuwenden. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Also die Realität wird wohl so aussehen, dass sich die Studierenden in Österreich eine exzellente Ausbildung aneignen und nach ihrem Abschluss wieder in ihre Heimat zurückkehren. Da frage ich mich: Wo ist der Vorteil für die österreichische Bevölkerung, die diese exzellente Ausbildung bezahlt? (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Mein Zugang zu der ganzen Thematik ist daher folgender: Bauen wir nicht um sündteures Geld eine weitere Medizin-Uni, die von deutschen Studierenden überschwemmt wird, sondern stärken wir doch unsere bestehenden Standorte! Stärken wir doch unsere Medizinstandorte Wien, Graz, Innsbruck sowie die Paracelsus Universität Salzburg und bauen wir diese Standorte wirklich zu echten Top-Standorten von Innovation und Forschung weiter aus! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Wöginger: Keine Ahnung haben Sie!
Genau das ist es, was Österreich braucht: kein sündteures Denkmal auf Steuerzahlerkosten für den Landeshauptmann, sondern attraktive Forschungsmöglichkeiten und Innovation und die damit verbundene Stärkung des Wirtschaftsstandortes! (Abg. Dr. Pirklhuber: Aber Oberösterreich ist innovativ!) Qualität vor Quantität, meine sehr verehrten Damen und Herren! – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Wöginger: Keine Ahnung haben Sie!)
Beifall beim Team Stronach.
Oberösterreich ist ein ausgezeichneter Standort und bietet in vielen anderen Varianten, in vielen anderen Bereichen großartige Möglichkeiten. Stärken wir die dort! Aber Kosteneffizienz darf erlaubt sein. Ich glaube, gerade in angespannten Budgetsituationen muss man die Kritik des Bundesrechnungshofes ernst nehmen, muss man die Bedenken, die öffentlich geäußert werden, auch in der „Kronen Zeitung“ vom 13. Februar, nämlich hinsichtlich der hohen Kosten, berücksichtigen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Nein, keine Bewegungen, und da jetzt nicht Oberösterreich! Reden Sie mit Ihrem eigenen Klub! Zu diesen Presseaussendungen, Kolleginnen und Kollegen, in denen ihr uns in Oberösterreich Landesverrat unterstellt, meine ich Folgendes: Dann müsst ihr euch in den Landtag hineinsetzen, da sollt ihr hier nicht Bundespolitik spielen. Sondern wenn ihr Landeshüter spielen wollt, dann müsst ihr im Land Oberösterreich oder im Bundesrat, in der Länderkammer, bleiben. Das wäre nämlich auch ein Entspannungsvorschlag. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb sind wir skeptisch und stimmen derzeit, in dieser Situation, der MedUni nicht zu. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Zwischenruf beim Team Stronach.
Vorbildlich ist dieses Projekt in zwei Bereichen: Erstens die Kooperation mit anderen Universitäten, insbesondere mit Graz. Das war nicht immer so. Danke dem vormaligen Wissenschaftsminister, dass er diese Kooperation unter den Universitäten durch eine Gesetzesnovelle im Vorjahr ermöglicht hat. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Neubauer.) Der zweite Bereich ist die Kooperation innerhalb der JKU mit der technischen Fakultät. (Zwischenruf beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Da geht es nicht um Geldgeschenke. Es geht nur darum, dass der zusätzliche Aufwand, den wir hier definiert haben, abgegolten wird. Darum geht es und um sonst gar nichts. Und wenn mir jemand erzählt, es ist kein Geld im Haus, dann, kann ich nur sagen, ist das ein durchsichtiger Versuch, den Rechnungshof in die Schranken zu weisen. Darunter leidet letztlich das Parlament. Es ist eines aufrechten Parlaments nicht würdig, das hier mitanzusehen. Deshalb unterstützen Sie bitte diesen Antrag! Es geht wirklich nur darum, tatsächliche Aufwendungen abzugelten. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Eigentlich habe ich vorgehabt, hier noch ein bisschen mehr anzusprechen, aber das mache ich dann in meiner nächsten Rede. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ, NEOS und Team Stronach.
Abgeordnete Mag. Judith Schwentner (Grüne): Herr Präsident! Herr Rechnungshofpräsident, ich möchte mich auch dem Dank und der Anerkennung meiner VorrednerInnen anschließen. Danke auch für den umfangreichen und sehr aufschlussreichen Bericht im Rechnungshofausschuss über den Einkommensbericht. Umso mehr würde ich mir wünschen, dass die Diskussion der Rechnungshofberichte nicht zum spätabendlichen Ritual wird, so wie ich es erlebe – ich bin nicht ständiges Mitglied des Rechnungshofausschusses, aber zumindest ständiges Mitglied dieser Versammlung hier –, dass es ein Commitment und Übereinstimmung darüber gibt, dass wir die Rechnungshofberichte in der Tagesordnung so verankern, dass wir sie früher diskutieren. Da geht es um eine der ureigensten Aufgaben des Parlaments, und es sollte früher Zeit sein, das zu diskutieren. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ, NEOS und Team Stronach.) – Wenn es diesbezüglich Einigkeit gibt, dann sollten wir das ja schaffen.
Sitzung Nr. 14
Beifall beim Team Stronach.
(Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Heißt das jetzt, Sie werden ein Programm vorlegen, wo die Matura als abschließender Leistungsnachweis zur Disposition gestellt wird oder nicht? (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.
Anders ist es mit dem Hospizgedanken. Der Hospizgedanke und die Begleitung von Menschen in diesen schwierigen Stunden ist etwas, das wir, auch wenn das überwiegend in Landeskompetenz ist, gemeinsam zu stärken haben. Da leisten viele Mitarbeiter und Ehrenamtliche großartige Arbeit. Es ist eine Aufgabe der Republik, ihnen dafür zu danken und sie dabei zu unterstützen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen, Team Stronach und NEOS.
Abgeordneter Jakob Auer (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren vor den Fernsehschirmen und hier im Haus! Liebe Besuchergruppe aus meiner Heimatgemeinde! Meine Damen und Herren, es ist wohl eine besondere Freude, dass der Grüne Bericht, der eine der entscheidenden Unterlagen, ein sehr wertvolles Instrument ist, heute in einer fernsehgerechten Zeit debattiert wird. Ich glaube, dass die Bäuerinnen und Bauern Österreichs, dass die Landwirtschaft diese Wertschätzung auch verdient haben. Es war selten der Fall, dass die Probleme und die Situation der Landwirtschaft in einer Direktübertragung diskutiert werden konnten. (Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen, Team Stronach und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
An vorderster Stelle der Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die am Grünen Bericht mitgearbeitet haben, aber ganz besonders natürlich auch an die Mitarbeiter im Ministerium, aber auch an die Bäuerinnen und Bauern, die letztlich die Grundlage dafür sind, dass so ein Bericht überhaupt erstellt werden kann. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach
Ein weiterer Sündenfall der letzten Bundesregierung: Dass unter diesen Voraussetzungen den Bauern und Bäuerinnen der Agrardiesel aberkannt wurde, der klar und deutlich als internationale Gleichstellung zugesagt war, hat die Bauern und Bäuerinnen weitere 55 Millionen € gekostet. Auch dieses Geld fehlt der Wirtschaft, liebe Kolleginnen und Kollegen. Wenn gleichzeitig noch eine Einheitswerterhöhung beschlossen wird, dann ist das wirklich skandalös (Beifall beim Team Stronach), eine Einheitswerterhöhung, die sich nicht nur auf Einheitswerte bezieht, sondern die Arbeit besteuert und genau im Gegensatz zum Regierungsziel Entsteuerung der Arbeit die Milch- und Fleischproduktion mit 4 Prozent belastet. Das sind die Fakten, geschätzte Kolleginnen und Kollegen. (Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.)
Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.
Ein weiterer Sündenfall der letzten Bundesregierung: Dass unter diesen Voraussetzungen den Bauern und Bäuerinnen der Agrardiesel aberkannt wurde, der klar und deutlich als internationale Gleichstellung zugesagt war, hat die Bauern und Bäuerinnen weitere 55 Millionen € gekostet. Auch dieses Geld fehlt der Wirtschaft, liebe Kolleginnen und Kollegen. Wenn gleichzeitig noch eine Einheitswerterhöhung beschlossen wird, dann ist das wirklich skandalös (Beifall beim Team Stronach), eine Einheitswerterhöhung, die sich nicht nur auf Einheitswerte bezieht, sondern die Arbeit besteuert und genau im Gegensatz zum Regierungsziel Entsteuerung der Arbeit die Milch- und Fleischproduktion mit 4 Prozent belastet. Das sind die Fakten, geschätzte Kolleginnen und Kollegen. (Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Bauern und Bäuerinnen wurden in eine Schuldenfalle gelockt. Die Interessenvertretung hat ihnen geraten, modernste Ställe zu bauen, sie sollen mehr produzieren, günstiger produzieren. Jetzt nimmt man ihnen die Investitionsprämie, jetzt nimmt man ihnen das Milchkontingent, das eine ganz wesentliche Forderung von uns ist: Beibehaltung der Milchquote zum Schutz der Konsumentinnen und Konsumenten. Gott sei Dank sitzen so viele Konsumentinnen und Konsumenten im Agrarausschuss. Letztlich sind wir alle Konsumenten. Diese wertvolle, gentechnikfreie österreichische Milch, die auf Dauergrünland, Kleegras produziert wird, ist ein Juwel. Die muss man mit der nationalen Quote wie die Rübenquote, Herr Kollege Schultes, bis zum Jahr 2018 schützen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich schließe mich dem Kollegen Auer an, wir brauchen eine Fachhochschule. Ich erwarte mir da dieselbe Unterstützung durch die oberösterreichischen Kollegen und dieselbe Euphorie wie bei der MedUni. Und wir haben da ganz gezielte Denkansätze, das ist sicherlich ein Zukunftsbereich, den man aber gleich koppeln sollte mit einer Lebensmittelschule, das sollte Hand in Hand gehen, nicht so, wie es jetzt läuft. Ich darf ein aktuelles Beispiel bringen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Plakat hervor, das dasselbe Sujet trägt wie das eingangs auf das Rednerpult gestellte Plakat, aber viel größer ist.) Herr Minister, du weißt, wovon wir sprechen. Frau Kollegin (in Richtung der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein), dieses Thema ist zu ernst zum Lachen. Kommen Sie bitte herunter, erklären Sie es mir! Wissen Sie, wo das Schwein her ist? Kommen Sie bitte, kommen Sie runter! Da steht nämlich „AT“ drauf. Na bitte sehr, nicht lachen! Ich bin davon nicht so begeistert, wenn es um Lebensmittel geht, um die Lebensgrundlage. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir können auch diskutieren, wie viel Oktan der Pkw braucht und welches Leichtlauföl, aber da geht es um den Körper, da geht es um die Gesundheit. Da geht es um die billigste Gesundheitsvorsorge. Das sind ehrliche, anständige österreichische Lebensmittel. Und wo Österreich draufsteht, muss Österreich drinnen sein. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir haben im Landwirtschaftsausschuss vorige Woche das Problem gehabt, dass sämtliche Anträge vertagt wurden. Wenn wir das weiter vertagen, haben wir dort dieselben Zustände wie bei der Hypo Alpe-Adria. Wir müssen handeln. In diesem Sinne bitte ich alle Fraktionen um Unterstützung. – Danke sehr. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
mich – und nicht nur für mich – eigentlich sehr, sehr schwer nachzuvollziehen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Zum einen ist es eine Ungleichbehandlung, denn die Haltung von Pferden ist ähnlich jener der Kühe. Sie fressen dasselbe Heu, sie haben denselben Platzanspruch, und zum anderen bestraft man die Jugend, den privaten Reitsport und die Tierhaltung, weil diese Steuer ja letztendlich an die Pferdehalter weitergegeben werden muss. Da frage ich mich: Warum? Es läge doch viel mehr im öffentlichen Interesse, Sport, tierfreundliche Pferdehaltung und vernünftige Jugendtätigkeit in Österreich zu fördern. Mit dieser Regelung geschieht aber leider genau das Gegenteil. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Alles in allem handelt es sich hierbei offensichtlich um ein geballtes Maßnahmenpaket nicht nur gegen die Bauern, sondern auch gegen die Reitsportfreunde. Herr Minister, wir haben im Vorfeld über dieses Thema schon sprechen dürfen. Ich weiß, Sie sind genauso pferdeaffin wie ich und viele, viele andere. Wir setzen ganz große Stücke auf Sie und hoffen, dass Sie die Fehler Ihrer Vorgänger reparieren und im Sinne der Bauern und der Pferdesportfreunde etwas Gutes bewirken. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Pah! Das hören Sie sicher nicht ganz so gern, aber das ist wichtig! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Daher abschließend: Nachdenken, nachdenken und wieder nachdenken – für einen stolzen Bauern, für ein stolzes Bauerntum! – Danke. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Herr Minister, Sie haben sich in der Ausschusssitzung wirklich, das muss ich betonen, sehr viel Zeit genommen. Sie haben auch sehr viel Verständnis für die Argumente der anderen Parteien gezeigt, und ich denke mir, Sie haben auch viel Verständnis für die Situation der Bergbauern, der Biobauern und der kleinbäuerlichen Betriebe. Vielleicht können wir gemeinsam in diese Richtung arbeiten, damit wir einerseits das Bauernsterben ein Stück weit hintanhalten und andererseits natürlich die Bäuerinnen und Bauern in unserem Land weiter unterstützen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Herr Minister, Sie sind der Verwalter eines schrumpfenden Sektors. (Abg. Ing. Schultes: Wertschätzung ist das keine!) Wir haben in Österreich in den Jahren 1995 bis 2010, also seit dem EU-Beitritt, jeden vierten landwirtschaftlichen Betrieb verloren. Die Bruttowertschöpfung der Landwirtschaft beträgt nur 1,6 Prozent, und trotzdem ist die Landwirtschaft enorm wichtig. Sie entscheidet, wie unsere Landschaft aussieht, wie fruchtbar unsere Böden sind, wie sauber unser Wasser, wie gut unsere Luft ist. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Wir haben es in der Hand! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
so viele Zusatzstoffe in den Lebensmitteln. Auch das gehört durchleuchtet! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Gurkerl aus China, Maiskolben aus Indien oder umgekehrt, Teiglinge ebenfalls aus China, Hendl – in Chlor gebadet – aus China, das ist die Realität. Natürlich wunderbar eingepackt, aber das Problem ist: Nicht die Verpackung zählt, sondern der Inhalt. Das ist, glaube ich, die Leitlinie der neuen Politik, die wir machen sollten. Deshalb brauchen wir wesentlich mehr Geld für die Bauernhöfe. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In diesem Sinne bin ich davon überzeugt, dass wir vor einer großartigen Periode stehen, dass wir einen Riesenschritt weiterkommen bei Themen, über die man bisher 20 Jahre diskutiert hat. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Grünen, Team Stronach und NEOS.
Deswegen unterstützen wir auch den Rückverweisungsantrag, gemeinsam mit den NEOS und dem Team Stronach. Ich denke, es ist das Mindeste, dass wir dieses Thema noch einmal behandeln und einem Vertreter oder einer Vertreterin der Umweltanwaltschaften auch die Möglichkeit geben, ihre Bedenken hier im Haus zu artikulieren und das ernsthaft noch einmal zu thematisieren. (Beifall bei Grünen, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Team Stronach, Grünen und NEOS.
Sie haben es angesprochen, Frau Kollegin Brunner: Natürlich haben die Umweltanwälte aller Bundesländer auch uns geschrieben. Das ist ein ganz, ganz klares Zeichen, das sie dafür gesetzt haben, dass hier tatsächlich dringender Handlungsbedarf besteht. Spätestens dann sollte man wirklich aufmerksam werden. (Beifall bei Team Stronach, Grünen und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Es gibt für uns noch sehr viel sachlichen Handlungsbedarf, weshalb wir eine Rückverweisung an den Ausschuss unterstützen, um eine so wichtige und weitreichende Weichenstellung für das UVP-Verfahren im Bereich Bundesstraße und Schiene zu beschließen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Auch ich freue mich schon auf die Diskussion im Verkehrsausschuss. Ich glaube, das ist eine wichtige Diskussion, und meine Unterstützung werden Sie haben. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und NEOS, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Podgorschek.
Abgeordnete Dr. Kathrin Nachbaur (STRONACH): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Vertreter auf der Regierungsbank! Sehr geehrte Abgeordnete! Und – besonders wichtig – sehr geehrte Steuerzahler! Ich spreche mich für einen Untersuchungsausschuss aus. Dieser soll so früh wie möglich stattfinden, nachdem die politische Entscheidung, wie es mit der Hypo Alpe-Adria nun weitergehen soll, getroffen ist. (Beifall bei Team Stronach und NEOS, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Podgorschek.)
Beifall beim Team Stronach.
Länder und Gemeinden müssen gezwungen werden, ihre Haftungen und auch ihre Schulden selbstverständlich offenzulegen, und es muss auch strenge Haftungsobergrenzen geben, und wenn die nicht eingehalten werden sollten, dann selbstverständlich auf eigenes Insolvenzrisiko. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das Beste daran ist, die Kärntner haben dafür noch vom Bund eine Haftungsprovision kassiert und kassieren immer noch. Diese liegt im Promillebereich der Haftungen – wahrscheinlich haben die Promille da irgendwie die Sinne getrübt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Aber die Weigerung, nun zur Schadensminderung den Zukunftsfonds herauszurücken, der aus den Verkaufserlösen der Hypo-Alpe-Adria-Bank gespeist ist, und das Abkassieren der Haftungsprovisionen sind eine wahre Chuzpe! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meiner Meinung nach liegt der EuGH hier in seiner Rechtsmeinung völlig daneben, und die EU schützt da anscheinend mutmaßliche Geldwäscher mehr. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Mag. Kogler und Dr. Strolz.
Der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende Ditz hat im Jänner in einem Interview gesagt, dass Nicht-Organe den Vorstand und den Aufsichtsrat einfach beiseitegeschoben und Weisungen erteilt haben, und damit wurde praktisch das Aktiengesetz außer Kraft gesetzt. Das kann ja nicht sein! (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Mag. Kogler und Dr. Strolz.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der NEOS.
mit diesen Papieren. Sehr geehrte Damen und Herren! Ich gehe davon aus, dass die FMA hier diese Vorgänge selbstverständlich auf Kursmanipulation und Insiderhandel prüft. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der NEOS sowie des Abg. Podgorschek.
Ich finde es daher moralisch total verwerflich, qualifizierte Gläubiger zu schützen und den Steuerzahlern die Rechnung dafür zu präsentieren! (Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der NEOS sowie des Abg. Podgorschek.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Bemerkenswert finde ich in diesem Zusammenhang auch, dass der Herr Bundeskanzler in der Früh in der Fragestunde gesagt hat, dass er sich auf europäischer Ebene ganz besonders für die Finanztransaktionssteuer einsetzen möchte. Die Begründung dafür war das Interessante: Es geht ihm um den politischen Lenkungseffekt gegen die Derivate. Im eigenen Land, wo die Möglichkeit besteht, genau das zu tun, gegen die Derivate und für die Realwirtschaft einzutreten, wo er die Möglichkeit hat, Vorsorge zu treffen, wird genau das Gegenteil gemacht. Es wird die Bemessungsgrundlage der Bankensteuer derart verändert, dass die Derivate, die Spekulationen begünstigt werden, während die Realwirtschaft geschädigt wird. Das versteht kein Mensch. Das ist unlogisch und schädlich für die Realwirtschaft! (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei Team Stronach und NEOS.
Selbstverständlich sollte die Bankensteuer wie im Übrigen grundsätzlich Steuern zweckgewidmet sein und nicht dazu verwendet werden, willkürlich irgendwelche Budgetlöcher zu stopfen. (Beifall bei Team Stronach und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn ich auch großteils die Ansicht der Grünen beim Thema Hypo Alpe-Adria und auch sonst in vielerlei Hinsicht teile, so ist mir trotzdem völlig unverständlich, warum hier einem ähnlichen Szenario mit gewaltig größeren Ausmaßen zugestimmt wurde. Es darf weder Bundesländerhaftungen für marode Landesbanken noch Staatshaftungen für marode sonstige Staatsbanken geben! Weder in Österreich noch auf europäischer Ebene. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich habe mir diesbezüglich den aktuellen Vorschlag der EU-Kommission zum Trennbankensystem durchgesehen und glaube, dass dieser Vorschlag, weil die Aufsicht da Einzelfallentscheidungen treffen kann und wird und weil es so viele Ausnahmeregelungen gibt, leider danebengehen wird. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Mag. Kogler und Dr. Strolz.
tauschangebot, wo Sie über Laufzeit und Zinssatz eine Barwertbeteiligung erhalten. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Mag. Kogler und Dr. Strolz.)
Beifall bei Team Stronach und NEOS sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.
„Die Zeit“ schreibt auch – und da hat sie recht –: „In einer funktionierenden Demokratie ist ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss – der natürlich auch ein Minderheitenrecht zu sein hat – das einzig geeignete Mittel, Licht in die trüben Graubereiche des öffentlichen Sektors zu bringen.“ Der Untersuchungsausschuss soll nicht „als Bühne zur inquisitorischen Selbstinszenierung zweckentfremdet werden“ (Ruf bei der ÖVP: Überhaupt nicht!), sondern seine Aufgabe ist es, Fakten auszugraben, die sich unter dem Schutt der Ausreden befinden. (Beifall bei Team Stronach und NEOS sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.)
Beifall bei Team Stronach und NEOS sowie des Abg. Podgorschek.
Sehr geehrte Regierungsvertreter! Die Aufklärung liegt meiner Meinung nach auch zutiefst in Ihrem eigenen Interesse, denn nichts eignet sich mehr zur Legendenbildung als eine Mischung aus Halbwahrheiten und Halbinformationen. – Danke. (Beifall bei Team Stronach und NEOS sowie des Abg. Podgorschek.)
Heiterkeit und Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (STRONACH): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Ja, es stimmt, Sie haben in einer achtseitigen Dringlichen einen Fehler gefunden. – Wir haben ein falsches Wort auf diesen acht Seiten versteckt, um zu schauen, ob Sie auch aufmerksam lesen. (Heiterkeit und Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und Grünen.
Letztlich gebe ich zu, jeder von uns macht Fehler. Es könnte auch sein, dass damals Josef Pröll einen Fehler begangen hat. Das könnte ja sein. (Beifall bei Team Stronach und Grünen.)
Beifall beim Team Stronach.
kann. Dann sind sie gekommen und haben dem Herrn Pröll und somit auch uns das Messer angesetzt. Sie haben uns das Messer an der Kehle angesetzt, indem sie die Bank mutwillig in die Pleite geführt haben, indem sie Kapital abgezogen haben, und zwar bis zu 2 Milliarden €. Das hält keine Bank aus. Nicht einmal eine gesunde Bank hält das aus. Das haben die Bayern gemacht. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Jetzt haben Sie schon gesagt, es gibt vier verschiedene Anstaltslösungen. Es mag sein, dass es dann für den Steuerzahler nicht ganz so teuer wird. Aber es geht doch um die grundsätzliche Entscheidung. Wollen wir jene, die uns das alles eingebrockt haben, auch mitbeteiligen? Und da gehören die Bayern auch dazu. Die gehören da einfach dazu. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Sie haben keine Angst vor dem Steuerzahler, ganz egal, was Sie ihm heute hier zumuten. Wovor Sie Angst haben, das sind ganz andere, das sind die Landeshäuptlinge, die da auch ein Wort mitreden und hier möglichst nicht zur Kasse gebeten werden wollen. Dann ist es die Raiffeisenbank, die auch ein Wörtchen mitredet. Vor denen haben Sie Angst, aber nicht vor dem Steuerzahler. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Und ich appelliere an alle, die heute hier zuschauen: Wir sollten der Regierung ganz gehörig Angst einjagen. Der Steuerzahler muss sein Instrument, sein mächtiges Instrument, nämlich die Wahl, dazu nützen, all jenen einen Denkzettel zu verpassen, die das tun, was Sie gerade machen, nämlich den Steuerzahler als wehrloses Opfer hier zu missbrauchen und all jene, die es verdient haben, leer ausgehen zu lassen. Das ist das, was Sie versuchen, und das ist nicht redlich. Deshalb ersuche ich wirklich alle Österreicher, sich das nicht länger gefallen zu lassen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Das ist mein Appell an die Opposition: Wir müssen gemeinsam gegen diese Anstaltslösung kämpfen, wir alle von der Opposition. Die Regierung hat sich schon auf die Anstaltslösung eingeschworen, aber wir von der Opposition, wenn wir das gemeinsam tun und somit stark sind, dann können wir diesen Super-GAU für die Bevölkerung verhindern. Das ist unsere Pflicht als Opposition. Dazu rufe ich Sie alle auf, und ich hoffe, dass uns die Bevölkerung dabei unterstützt. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei FPÖ, Grünen, Team Stronach und NEOS.
Sie sollten auch die Gläubiger zur Verantwortung ziehen! Auch das gehört einmal geprüft. Warum wird das nicht geprüft? (Ruf bei der ÖVP: Das ist ja alles so leicht!) Sie posaunen hier ja so groß, das Ganze wäre ein sogenannter freiheitlicher Skandal. Was hält Sie eigentlich davon ab, liebe Kolleginnen und Kollegen von SPÖ und ÖVP, endlich einem Untersuchungsausschuss zuzustimmen? Legen wir doch die Karten auf den Tisch, dann können wir diese Dinge aufklären! (Beifall bei FPÖ, Grünen, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Herr ÖVP-Klubobmann Lopatka hat ja in Richtung der Fraktion des Teams Stronach ausgerichtet, jeden zweiten Tag eine Dringliche Anfrage werde jetzt auch nicht zur Lösung beitragen. Na, schauen Sie (Abg. Dr. Lopatka: Vereinigte Opposition!) Gott sei Dank haben wir einen Vier-Parteien-Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses eingebracht. Darauf werden wir ja noch kommen. (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Ich darf Sie darauf aufmerksam machen, falls Sie das den Medien noch nicht entnommen haben, dass mit Sicherheit ein Antrag auf namentliche Abstimmung kommt. Also ich würde schon einmal mit der Gewissenserforschung beginnen in den jeweiligen Reihen. Suchen Sie sich einen richtigen Nachbarn aus! Suchen Sie sich nicht den Klubobmann Schieder aus! Suchen Sie sich nicht den Klubobmann Lopatka aus! (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS. – Abg. Dr. Lopatka: Na bravo!
Herr Klubobmann Lopatka! Wenn Sie der vereinigten Opposition, wie Sie mich jetzt korrigiert haben, ausrichten, dass jeden zweiten Tag eine Dringliche Anfrage nichts helfe, dann sage ich Ihnen: Na da werden wir sehen, was hilft! Wahrscheinlich hilft jeden Tag eine mehr. Das glaube ich mittlerweile auch. (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS. – Abg. Dr. Lopatka: Na bravo!)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Kommen wir aber zu den Untersuchungsfragen von heute, weil es ja immer noch genug zu untersuchen geben wird. Ich werde Ihnen gleich ein paar Beispiele nachtragen – im doppelten Sinn des Wortes. Das dürfen Sie dann ruhig so nehmen. Aber was soll dieser Weisenrat? Es ist ja eh nett, nice to have, aber das kann doch in einer aufgeklärten parlamentarischen Demokratie niemals einen Untersuchungsausschuss ersetzen! (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Wir bräuchten ja als Parlament gar nicht primär den Auftrag der Untersuchung der Regierung, wir haben ihn aber natürlich ohnehin per Verfassung. In der Verfassung steht nichts von einem Weisenrat, schon gar nichts von einem Weisenrat, den die Regierung einsetzt. Diese Verfassungsbestimmung zeigen Sie uns einmal! Selbst in Argentinien oder in Albanien – oder welches Land auch immer im Alphabet ganz vorne steht – ist doch völlig klar, dass in einer entwickelten Demokratie die Untersuchungshoheit hinsichtlich politischer Verantwortung beim Parlament liegt. (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Was hat sie dort gemacht? Welche Berichte hat sie vorgelegt? Welche Instrumente hat sie gezogen? Das ist eine zentrale Institution der staatlichen Aufsicht! Vermutlich hat sie gar nichts gemacht! Legen Sie das endlich vor! Wenn Sie sagen, dass das nicht zu untersuchen ist, dass es dazu kommen kann, dass dieses ganze Gebilde von Staatskommissären, FMA, Notenbank, das angeblich eines der tollsten Aufsichtssysteme der Welt darstellt, dann auf diese Art und Weise versagt, dann weiß ich nicht! Das soll nicht Untersuchungsgegenstand sein? Das haben wir alle unterschrieben. Das liegt vor. Da brauchen Sie nicht auf die FPÖ hinzuzeigen, die sieht das ein, dass das untersucht werden muss, und Sie speziell von der ÖVP sollten das auch einsehen, Sie haben ja diese tollen Ankündigungen gemacht! (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS. – Abg. Rädler: Freispruch für Haider!
Frau Präsidentin, wir werden ja dann bei der Debatte zum Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses Gelegenheit haben, fortzusetzen. Ich darf noch dazusagen: Da werden wir auch auf die Verstaatlichungsfrage zu sprechen kommen. Ich bringe nur ein allerletztes Zitat. Gutachter Kleiner hat zur Hypo Alpe-Adria gesagt, bei dieser Notverstaatlichung haben die Bayern gut gepokert. Sie seien nach Wien gefahren, „um Ösis zu schrecken“. – Das wäre mir nie eingefallen, sondern das ist ein Zitat des Gutachters Kleiner. Dort werden wir fortsetzen. (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS. – Abg. Rädler: Freispruch für Haider!)
Beifall bei NEOS und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Tamandl und Schittenhelm.
Erstens: Schuldenbremse in den Verfassungsrang. Warum? – Diese Skandale entspringen einem Haltungsfehler, und den Haltungsfehler haben Sie von ÖVP und SPÖ seit 50 Jahren, dass Sie Budgets auf Pump machen. Das geht so nicht! Sie können dieses Land nicht weitere 50 Jahre auf Pump finanzieren! (Beifall bei NEOS und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Tamandl und Schittenhelm.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von Grünen und Team Stronach.
Etwas von den zehn Punkten werden wir doch ins Leben bringen! Wir müssen doch aus den Fehlern der Vergangenheit lernen. Das ist unser Job, dafür sind wir da! Allzeit bereit – Ihre Opposition. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von Grünen und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn wir die Anstaltslösung als solche in Betracht ziehen – da habe ich noch die Worte des Finanzministers von letzter Woche im Ohr –, dann können wir Kärnten nicht zwingen, einen Beitrag, Stichwort Zukunftsfonds, zu leisten. Es würde der Anstand gebieten, dass sie es tun. Diese Worte können nur fallen, weil man sich selbst schon des Handlungsspielraums beraubt hat. Wenn wir offenlassen, dass es auch die Möglichkeit einer Insolvenz gibt, dann ist es nicht nur eine Frage des Anstandes für die Gläubiger, für diejenigen, die haften, sich zu beteiligen, sondern auch des wirklichen eigenen Interesses. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Tun Sie als Regierung nicht so, als hätten Sie Angst vor dem eigenen Recht, nämlich vor dem Insolvenzrecht! Machen Sie es so, dass Sie das Insolvenzrecht, jetzt über-treibe ich vielleicht ein bisschen, als Waffe in dieser Auseinandersetzung einsetzen! – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Abge-ordneten von NEOS und Team Stronach
Ich persönlich bin durchaus für einen vernünftigen Ausschuss (Beifall bei Abge-ordneten von NEOS und Team Stronach), aber für keine Showveranstaltung und keine Handschellen und all diese Dinge. Daher begrüße ich natürlich die Überlegungen zur Einrichtung einer Untersuchung mittels internationaler Persönlichkeiten und Experten, wie Werner Kogler es bereits angesprochen hat, die über unserem parteipolitischen Hickhack, der uns dann alle miteinander doch auch immer wieder ergreift, stehen. (Abg. Brosz: Vermutlich auch ohne Wahrheitspflicht, oder?) Und ob wir dieses Gremium dann Weisenrat nennen oder Untersuchungsausschuss, das sei dahingestellt.
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Das, was wir brauchen, sind Weisen, sind Experten, die nicht im österreichischen Bankensystem verhaftet sind – internationale Experten, die nicht rot-schwarz sind, sondern die das Ganze wirklich neutral beobachten und beurteilen und letzten Endes auch einem Untersuchungsausschuss Rede und Antwort stehen. Eines darf nämlich nie mehr wieder geschehen: dass solche Fehler, wie sie bei der Hypo Alpe-Adria vorgekommen sind, in Zukunft nochmal passieren, denn der Steuerzahler kann und darf nie mehr zur Verantwortung herangezogen werden! (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei Grünen und Team Stronach.
Ich frage mich, Herr Finanzminister: Warum rücken Sie nicht die Bilanz des Jahres 2013 heraus? Die Rohfassung müsste ja vorliegen. Da müssen ja interessante Erkenntnisse im Hinblick auf die Wertberichtigungen des vergangenen Jahres drinnen stehen. Da müssen aber auch interessante Dinge über die Höhe der sogenannten Non-Performing Loans drinnen stehen, denn es kann ja nicht sein, dass wir im Stundentakt von selbsternannten Experten Schätzungen darüber erfahren, wie viel uns denn die Hypo Alpe-Adria kosten wird. Wir hier in diesem Hohen Haus wollen uns selbst darüber ein Bild machen, wie viel uns das kosten kann. Und da müssen Sie uns einmal reinen Wein einschenken. (Beifall bei Grünen und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Mag. Kogler: Genau!
Ich frage mich nur: Wovor haben Sie so viel Angst? Warum sträuben sich SPÖ und ÖVP mit Händen und Füßen gegen einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss und damit gegen eine vollständige Aufklärung des gesamten Hypo-Debakels? Es versteht doch kein Steuerzahler in diesem Land, dass er für die Hypo brennen soll wie ein Luster, aber die Regierung die politische Verantwortung für dieses Desaster nicht vollständig aufklären möchte. Die Menschen verdienen die Wahrheit! (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Mag. Kogler: Genau!)
Beifall beim Team Stronach.
Aber trotz dieser Mauertaktik habe ich die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben. Gott sei Dank gibt es auch in den Reihen von SPÖ und ÖVP noch immer Politiker, die sich über den Klub- und über den Parteizwang hinweg den Luxus einer eigenen Meinung leisten und sich auch trauen, diese Meinung zu artikulieren. Das finde ich großartig! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Auch in den Bundesländern können die immer lauter werdenden Schreie der Bevölkerung nach völliger Aufklärung nicht mehr überhört werden. Salzburgs SPÖ-Chef Walter Steidl zum Beispiel hält einen U-Ausschuss mittlerweile für – ich zitiere den „Kurier“ – „demokratiepolitisch sinnvoll“. Oberösterreichs SPÖ-Geschäftsführer Christian Horner äußerte sich ähnlich, genauso wie Vorarlbergs SPÖ-Chef Michael Ritsch. Respekt, meine Herren! Nicht zu vergessen natürlich der burgenländische Landeshauptmann, mein Landeshauptmann Hans Niessl von der SPÖ, der ebenfalls über seinen Parteischatten gesprungen ist und einen parlamentarischen U-Ausschuss befürwortet. Ich würde mir übrigens wünschen, dass er so ein Engagement auch bei der Polizeipostendebatte an den Tag legen würde. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Auch wenn sich viele Abgeordnete in den Reihen von SPÖ und ÖVP bis dato von der Forderung nach einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss noch relativ unbeeindruckt zeigen, sei ihnen eines mit auf den Weg gegeben: Gehen Sie bitte hinaus zu den Menschen und erklären Sie ihnen, warum Sie auf diesem Standpunkt stehen! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Sobald diese Lösung auf Schiene ist, muss ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss eingesetzt werden. Alles andere versteht kein Mensch in diesem Land. Zocken und dann auch noch Vertuschen geht gar nicht! Und glauben Sie es mir: Die Menschen werden Ihnen dankbar sein, denn die Wahrheit ist den Menschen zumutbar. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ, Grünen und Team Stronach.
Das ist die Wahrheit, meine Damen und Herren, das soll die Bevölkerung auch wissen. Und deswegen erneuern wir nach wie vor und fortgesetzt unseren Antrag, unser Ersuchen, diese Vorfälle in einem Untersuchungsausschuss aufzuklären. – Danke schön. (Beifall bei FPÖ, Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei NEOS, Grünen und Team Stronach sowie des Abg. Podgorschek.
Ich danke euch da draußen und ich hoffe, ihr kommt wieder und werdet diesen Druck aufrechterhalten. Danke schön! (Beifall bei NEOS, Grünen und Team Stronach sowie des Abg. Podgorschek.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Dr. Kathrin Nachbaur (STRONACH): Sehr geehrter Herr Präsident! (Zwischenrufe. – Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.) Sehr geehrte Vertreter auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Sehr geehrte Steuerzahler! Herr Finanzminister, Sie hatten vorhin natürlich recht mit Ihrer Kritik an meiner Dringlichen Anfrage, dass wir irrtümlich Privatisierung anstatt Verstaatlichung geschrieben haben. Das ist ein Irrtum, und ich bedanke mich an dieser Stelle, dass Sie sich dennoch bemüht haben, die Frage einigermaßen zu beantworten. Vielen Dank! Zweitens kann ich mir das eigentlich nur so erklären, dass die Gedanken des Teams Stronach eigentlich schon bei einer möglichen Lösung waren. Ich glaube, wenn die Regierung auch manchmal so schnell denken beziehungsweise handeln würde, dann wären wir auch in dieser Hypo-Alpe-Adria-Frage schon etwas weiter. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
die Regierung: Sorgen Sie dafür, dass Kärnten einen Beitrag leistet! Sorgen Sie dafür, dass die Bayern einen Beitrag leisten! Sorgen Sie dafür, dass die Gebietskörperschaften keine solch exorbitanten Haftungen mehr übernehmen können! Sorgen Sie dafür, dass die Länder und die Gemeinden ihre Schulden und ihre Haftungen offenlegen müssen! Sorgen Sie dafür, dass der Rechnungshof mehr Budget hat, mehr Kontrollrechte beziehungsweise -pflichten bekommt! Sorgen Sie auch dafür, dass wir aus dem ESM aussteigen! Wir wollen weder für eine marode Kärntner Bank haften noch für eine marode griechische Bank, für eine marode spanische Bank oder sonst irgendeine marode Bank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Dr. Strolz.
Und letztendlich zum Untersuchungsausschuss: Ich appelliere an Sie, sehr geehrte Regierungsvertreter, lassen Sie ihn zu, um die politische Verantwortung zu klären, auch im eigenen Interesse! Und geben Sie uns und auch den Menschen wieder Grund, Ihnen zu vertrauen! – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Dr. Strolz.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Das ist Zuwanderung!
Aber gehen wir jetzt einmal weiter, Frau Korun. Schauen wir, was da abgeht! Sie wollen, dass wirklich jeder, der nach Österreich hereinkommt Wir kennen die Masche, und es sind sehr viele Schlepperbanden daran beteiligt. Ich bin Polizist, ich kenne mich mit der Materie aus, das können Sie mir glauben. Da sind sehr viele Schlepperbanden beteiligt. Das Erste, das den Flüchtlingen eingeimpft wird, ist, dass sie ihren Pass vernichten. Sie sollen sagen, sie haben sich nicht ausgekannt, sie wissen nicht, wo sie herkommen, sie wissen nicht, wie sie nach Österreich gekommen sind. Dann dürfen sie hierbleiben, da wir ein sehr gutes Sozialsystem und ein tolles Asylwesen haben. Das heißt, die Leute bekommen in Österreich wirklich sehr viel geboten. Das ist auch in Deutschland, in Schweden und in Frankreich so. Genau deswegen sind das die Hauptasylländer. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Das ist Zuwanderung!) Das ist einmal der Punkt. Darüber muss man nachdenken.
Beifall beim Team Stronach.
Frau Minister, ich würde mir wünschen, dass Sie auch mir solch tolle Beantwortungen wie Frau Korun geben, mit so vielen schönen Antworten. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn 130 deutsche Ökonomen dieser Meinung sind, dann glaube ich, hat das einiges Gewicht. (Beifall beim Team Stronach.) Darunter befinden sich die Professoren Burda, Wiegard, Schnabel et cetera – also aus allen verschiedenen politischen Farbschattierungen findet man da Herren und Damen, die dieser Meinung sind.
Beifall beim Team Stronach.
Das ist unsere Sicht der Dinge. (Beifall beim Team Stronach.) Bei 130 deutschen Ökonomen kann man ja nicht sagen, dass das alles Dodeln sind – Entschuldigung.
Beifall beim Team Stronach.
Wenn wir das so belassen, ist es gut, und wenn wir das wegmachen, dann kriegen wir nur scheinbar mehr Demokratie, aber gerade die Löhne werden dann ein Spielball von demagogischen Entscheidungen. Daher ist das aus unserer Sicht nicht zu unterstützen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Frau Kollegin Schatz, ich wollte Sie nicht persönlich angreifen, aber jetzt, wenn Sie zwischenrufen, tue ich es doch: Mit Ihrem Ausmaß an privatwirtschaftlicher Erfahrung könnten Sie auf der Regierungsbank Platz nehmen, ohne aufzufallen; deswegen wäre ich an Ihrer Stelle ein bisschen ruhiger. (Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Dr. Marcus Franz (STRONACH): Wertes Präsidium! Hohes Haus! Ich möchte hier eine Lanze für die Lehrer brechen, denn die Berufsgruppe der Lehrer ist in den letzten Monaten und Jahren ein Opfer von extremem medialem und auch politischem Bashing geworden. Das ist nicht okay, denn immerhin sind die Lehrer mitverantwortlich für die Zukunft unserer Kinder. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir müssen den Lehrern helfen und dürfen nicht immer auf die Lehrer hinhauen. Wir müssen konstruktiv etwas Neues entwickeln und mit den Lehrern gemeinsam ein neues Dienstzeitmodell, ein neues Ferienmodell, neue Schulmodelle et cetera entwickeln. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Jetzt nicken Sie noch, Kollege Wöginger, Sie können das damit aber nicht verteidigen. Sie können jetzt nur Einsicht üben, und wenn Sie das ernst gemeint haben, nehmen Sie jetzt bitte Folgendes zur Kenntnis: Die Oesterreichische Nationalbank, die FMA, in wessen Auftrag immer, wahrscheinlich wieder des Finanzministeriums, haben sich geweigert, die Akten nach Kärnten zu liefern. Die haben nicht einmal die Akten bekommen! Nicht wahr, Kollege Darmann? Sie sind zwar auf der anderen Seite gesessen in dieser Untersuchung, aber das können Sie bestätigen. (Abg. Mag. Darmann nickt zustimmend.) Das ist die Wahrheit. Unsere Bundesbehörden haben nicht einmal die Akten nach Kärnten geschickt! Das ist doch ein Skandal, was da abgelaufen ist! (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Deshalb werden Sie hier nicht aus der Verantwortung kommen, die Sachen liegen völlig klar auf dem Tisch. Es gibt eigentlich keine Ausflucht mehr, es gibt nur noch den Klubzwang. Geben Sie es doch zu, es gibt nur noch den Klubzwang, der Sie daran hindert, bei der jetzt anschließenden namentlichen Abstimmung so abzustimmen, wie Sie wollen und gerne können würden! Aber wir werden Mittel und Wege finden, Sie weiterhin einzuladen, diesem Weg zu folgen, Sie werden sonst politisch ohnehin nicht überleben. So viel Kraft hat die repräsentative Demokratie gerade schon noch, dass Sie das nicht aushalten werden, wenn Sie gegen den Mehrheitswillen der Bevölkerung weiterhin als Regierungsbüttel die Untersuchung unterdrücken wollen. (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Glauben Sie nicht auch, dass es genug politische Verantwortung in dieser Sache gibt, wenn sogar der Herr Nowotny sagt, dass bei der Notverstaatlichung einiges schiefgelaufen ist? Fast alle Experten sagen das. Alle Experten sagen, da ist etwas schiefgelaufen. Na wollen wir nicht herausfinden, wie es tatsächlich war: Ist es dem Herrn Pröll aus Zeitmangel, aus welchem Grund auch immer, aufgrund von Druck oder auch aus gesundheitlichen Gründen einfach passiert? (Ironische Heiterkeit des Abg. Mag. Kogler.) Wer weiß das? Oder gibt es im Hintergrund Raiffeisen, die Landes-Hypos oder auch die Bayern, die hier die Fäden gezogen haben? (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Dr. Pirklhuber und Dr. Strolz.
Vielleicht ist es so, wie der Herr Leitl es behauptet hat: dass nicht der Herr Spindelegger regiert, sondern seine Beamten! Und sollen es die Leute da draußen nicht auch wissen, wer tatsächlich regiert? Und wenn tatsächlich Erwin Pröll regiert, dann wollen wir das wissen. Oder wenn Raiffeisen hier mitgemischt hat oder die Bayern oder wer auch immer, ich weiß es nicht, dann wollen wir das erfahren. Aber dafür brauchen wir einen Untersuchungsausschuss! (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Dr. Pirklhuber und Dr. Strolz.)
Beifall bei Team Stronach, Grünen und NEOS. – Abg. Mag. Kogler: Jawohl! Bravo!
Es gibt ja viele, viele Dinge, die wir in den nächsten Jahren noch angehen müssen, und deshalb ist es besser, dass wir das Thema Hypo ein für alle Mal transparent machen und abschließen – dann können wir zur Tagesordnung übergehen! – Vielen Dank. (Beifall bei Team Stronach, Grünen und NEOS. – Abg. Mag. Kogler: Jawohl! Bravo!)
Beifall bei NEOS, FPÖ, Grünen und Team Stronach. – Bravoruf des Abg. Mag. Kogler.
Ich möchte mich daher auch ausdrücklich bei den Kollegen vom Team Stronach, bei den Grünen und bei der FPÖ bedanken, dass wir diese gemeinsame Aktion geschafft haben, diesen Antrag gemeinsam erarbeitet haben und ihn gemeinsam hier stellen. Vielen Dank dafür! (Beifall bei NEOS, FPÖ, Grünen und Team Stronach. – Bravoruf des Abg. Mag. Kogler.)
Beifall bei NEOS, FPÖ, Grünen und Team Stronach.
Ein Wort noch zum Weisenrat: Das war, soweit ich es richtig mitverfolgt habe, ursprünglich nicht eine Idee der Regierung, sondern eine Idee des Herrn Nowotny, des Gouverneurs der Notenbank. (Abg. Mag. Kogler: Ausgerechnet! Ja!) Schon mysteriös, dass der Gouverneur der Notenbank dem Parlament ausrichtet, dass es keinen Untersuchungsausschuss braucht, sondern einen Weisenrat. (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Der kennt sich nicht einmal mit den Währungsreserven aus!) Daher möchte ich dem Herrn Gouverneur Nowotny ausrichten, dass er sich besser um die Notenbank kümmern soll, dass er sich lieber um seine Aufgabe der Hypo-Taskforce kümmern soll, als über die Medien dem Parlament auszurichten, welche Aufgaben es zu übernehmen hat. Das ist unsere Aufgabe! (Beifall bei NEOS, FPÖ, Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei NEOS, FPÖ, Grünen und Team Stronach. – Abg. Mag. Kogler: Jawohl! – Abg. Mag. Schieder: Ja und?! Da haben Sie lange gebraucht, bis Sie zu dieser Erkenntnis gelangt sind!
Daher richte ich, liebe Kolleginnen und Kollegen von SPÖ und ÖVP, einen Appell an Sie – und ich sage dabei bewusst nicht „Abgeordnete der Regierungsparteien“. Denn ich sage Ihnen eines: Die Unwörter in diesem Haus, die für mich persönlich größten Unwörter in diesem Haus sind „Abgeordnete der Opposition“ und „Abgeordnete der Regierung“. (Abg. Mag. Kogler: Genau!) Nach unserer Bundesverfassungsurkunde sind wir Abgeordnete des Nationalrates. (Beifall bei NEOS, FPÖ, Grünen und Team Stronach. – Abg. Mag. Kogler: Jawohl! – Abg. Mag. Schieder: Ja und?! Da haben Sie lange gebraucht, bis Sie zu dieser Erkenntnis gelangt sind!)
Beifall bei NEOS, FPÖ, Grünen und Team Stronach.
Ich fordere Sie auf (Präsident Ing. Hofer gibt das Glockenzeichen) – damit bin ich schon am Ende meiner Rede, Herr Präsident – und lade Sie ein, liebe Kolleginnen und Kollegen von SPÖ und ÖVP: Tragen Sie diesen unseren Antrag mit! Unterstützen Sie heute diesen Untersuchungsausschuss! Sie werden ihn sowieso nicht vermeiden können. – Danke schön. (Beifall bei NEOS, FPÖ, Grünen und Team Stronach.)
Sitzung Nr. 16
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Die Roten und die Schwarzen sind im Kärntner Landtag gesessen und haben mit einem Hurra-Geschrei mitgestimmt. – So viel zur Redlichkeit. Es gab ja damals eine absolute Mehrheit im Kärntner Landtag. Gegen Ausfallshaftungen hätten SPÖ, ÖVP und Grüne gemeinsam stimmen können. Sie haben es nur nicht getan. Sie haben mitgestimmt! Und dann stellen Sie sich hier her und sagen, der Haider hätte die alleinige Schuld, wo Sie doch Mittäter waren!? Das ist ja schäbig, was Sie hier betreiben, bei aller Wertschätzung! Das ist unehrlich, unredlich und auch nicht korrekt. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach. – Abg. Schieder: Eine Insolvenz wäre gerade ein Flächenbrand! – Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig. – Abg. Schieder: Eine Insolvenz ist keine Lösung, das ist ein Flächenbrand!
schung betrifft wirklich die SPÖ. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach. – Abg. Schieder: Eine Insolvenz wäre gerade ein Flächenbrand! – Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig. – Abg. Schieder: Eine Insolvenz ist keine Lösung, das ist ein Flächenbrand!)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Dr. Kathrin Nachbaur (STRONACH): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kollegen im Hohen Haus! Sehr geehrte Regierungsvertreter! Sehr geehrte Steuerzahler! Dass es in der Wirtschaft Unternehmen gibt, die gut gehen, und solche, die nicht gut gehen, das ist nun einmal so. Wenn ein Unternehmen zahlungsunfähig wird, dann muss es in Insolvenz gehen. Meiner Meinung nach wäre die Insolvenz aus marktwirtschaftlicher Sicht die richtige Lösung gewesen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn Sie Bankmanager fragen, dann werden die Ihnen sagen, dass die österreichische Aufsicht als eine der strengsten der ganzen Welt gilt. Gleichzeitig gibt es kaum ein Land auf der Welt, in dem derart viel Steuergeld in Banken geflossen ist wie in Österreich. Irgendetwas scheint hier also nicht zu stimmen, und der Punkt, den ich jetzt machen möchte, ist, dass sich die Bürokratie offenbar immer im Detail verliert, anstatt sich auf die wichtigen materiellen Dinge zu konzentrieren. Und jetzt gibt es wieder 1 000 neue Gesetze! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Hier beginnt das Problem schon einmal. International gibt es die Diskussion um „too big to fail“ – das heißt auf Deutsch übersetzt, dass manche Banken als so groß gelten, dass man sie nicht in Insolvenz schicken kann. In Österreich wurde das noch gar nicht diskutiert. Man muss einmal überlegen, warum. Ob das nicht vielleicht ein Indiz dafür ist, dass die großen Banken und die Regierung offenbar gut zusammenarbeiten? Systemrelevante Banken haben in Österreich offensichtlich sehr viel mitzureden, und daher unsere Forderung: Es darf keine systemrelevanten Banken mehr geben! Keine Bank darf so groß sein, dass der Steuerzahler für sie erpressbar wird. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Der Bund hätte meiner Meinung nach nie durchblicken lassen dürfen, dass er für die Kärntner Haftungen geradesteht. Jeder vernünftige Gläubiger hätte dasselbe getan: nämlich alles darangesetzt, zu verhandeln und zu schauen, ob er durch einen Teilverzicht auf seine Forderungen irgendetwas bekommt, anstatt in einen Riesenkonkurs zu rennen. Der Bund, das habe ich immer gesagt, hätte ein Umtauschangebot machen sollen, womit er über die Laufzeit und den Zinssatz einen Schuldenschnitt auf Barwertbasis erreicht hätte, und die Bank hätte mehrheitlich an den besten privaten Bieter verkauft werden sollen. Es ist schade, dass der Vorschlag nicht angenommen wurde. Da hätten wir uns sehr viel Geld erspart. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Bezüglich der geplanten Abbaugesellschaft lautet die wichtigste Frage: Wer wird sie führen? Entscheidend wird sein, ob diese proporzmäßig nach dem rot-schwarzen Muster organisiert wird oder ob hier endlich parteipolitisch unabhängige Experten eingesetzt werden, die wirklich auf Bankenabwicklung spezialisiert sind. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach, FPÖ und NEOS.
Ich bin erfreut, dass Herr Spindelegger meine und auch die Idee der anderen Oppositionsparteien aufgegriffen hat, endlich mit Bayern zu reden und auch die Kärntner zur Verantwortung zu ziehen. Selbstverständlich sollte der „Zukunftsfonds“ die Steuerzahler entlasten, da bin ich bei Ihnen, Herr Dr. Spindelegger. Aber ansonsten kann man das Problem nicht nur in Kärnten suchen, denn bis zum Zeitpunkt der Notverstaatlichung war die Hypo Alpe-Adria ein Problem der Gläubiger. Erst nach der Notverstaatlichung durch Rot-Schwarz wurde die Hypo-Alpe-Adria-Bank zu einem Problem der Steuerzahler. (Beifall bei Team Stronach, FPÖ und NEOS.)
Beifall bei Team Stronach, FPÖ und NEOS.
Es muss auch aufgeklärt werden, warum man nicht schon vor Jahren eine Bad Bank installiert hat. Warum ist das jetzt erst Finanzminister Spindelegger gelungen? Statt eine Bad Bank zu errichten, hat man eine Taskforce errichtet. Aber es gab überhaupt keine Notwendigkeit für eine Taskforce: Meine Damen und Herren, eine Bank hat einen Vorstand und einen Aufsichtsrat. Und Organe von Vorstand und Aufsichtsrat haben in Interviews gesagt, diese Taskforce kam, hätte sie einfach beiseite geschoben und hier anscheinend Entscheidungen vorgegeben. – Das wäre ein klarer Verstoß gegen das Aktienrecht. (Beifall bei Team Stronach, FPÖ und NEOS.) Die politische Verantwortung ist bis dato ungeklärt.
Beifall beim Team Stronach.
Das ganze Chaos hat durch unseren typischen Wischiwaschi-Föderalismus in Österreich begonnen, würde ich meinen. Wir brauchen eine Staatsreform, die Kompetenzen zwischen Bund, Ländern und Gemeinden klar regelt. (Beifall beim Team Stronach.) Zudem brauchen wir ein Bankeninsolvenzrecht und ein Insolvenzrecht für Gebietskörperschaften.
Beifall bei Team Stronach und NEOS.
Was die Aufsicht anlangt, muss sich diese bei ihren Prüfungen auf inhaltliche Themen konzentrieren, anstatt ihre und auch die Energie der zu Prüfenden in detaillistischen Formalismen zu ersticken. Wir haben viel zu viele und viel zu komplizierte Regeln, im Bankenbereich sowieso, aber das gilt für die gesamte Wirtschaft. Ich fordere auch, dass wir endlich von diesem unglücklichen Proporzsystem abgehen. – Ein alter Satz von Frank Stronach lautet: Das Parteibuch darf auf dem Arbeitsplatz keine Rolle spielen. (Beifall bei Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Team Stronach und NEOS.
Die Moral von der Geschichte ist ganz klar: Der Staat hat in der Wirtschaft als Eigentümer und als Manager nichts verloren. (Beifall bei Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Ja, es sind da ein paar Dinge zusammenzuräumen, da haben Sie mit Sicherheit recht, wie meistens die qualifizierten Zwischenrufer von der ÖVP. Wo beginnen? – Zunächst, glaube ich, sollten wir das Motto nicht vergessen, und da möge man sich treffen, auch wenn die Einschätzungen unterschiedlich sind: Retten, was zu retten ist! – Sie haben diesen Weg gewählt –, aber auch: Untersuchen, was zu untersuchen ist! Und tun Sie das ja nicht trennen, denn wenn Sie schon dauernd von der Zukunft reden, dass das nie wieder passieren darf, dann ist die erste und unumgängliche Voraussetzung dafür, dass das untersucht wird – aber nicht von einem Wischiwaschi-Weisenrat, sondern von einem Untersuchungsausschuss, wie in jeder halbwegs entwickelten parlamentarischen Demokratie der Welt, nämlich hier im Haus von diesen Abgeordneten. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Grünen und FPÖ sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS.
In Ungarn ist die Regierung, kaum hat man sie dabei erwischt, schon längst zurückgetreten. Das sollten Sie sich auch einmal überlegen. Sie haben sich nämlich Ihre minimale Mehrheit hier im Haus – ein paar Tickets sind da nicht mehr legitim, ich sage es Ihnen, wie es ist –, Ihre Mehrheit hier erschlichen. Die paar Mandate Mehrheit, die Sie haben, hätten Sie längst nicht mehr, hätten Sie korrekterweise im Zwölfer- und im Dreizehnerjahr die Karten auf den Tisch gelegt. Wir haben immer darauf hingewiesen! (Beifall bei Grünen und FPÖ sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Grünen und FPÖ sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS.
Sie haben zugedeckt! Sie haben geschwiegen! Deshalb sind Sie aus unserer Sicht gar nicht mehr legitimiert. Sie haben eigentlich keinen Auftrag mehr. Würde jetzt gewählt werden, Sie hätten 45 oder 40 Prozent. So schaut es aus! Dann – und jetzt komme ich zum Punkt zurück – halten Sie bitte mit Ihrer erschlichenen Mehrheit wenigstens die Untersuchungen nicht auf! Wäre korrekt informiert und entsprechend auf dieser Basis gewählt worden, dann hätten Sie hier herinnen gar nicht mehr die Möglichkeit, die Untersuchungen zu blockieren! So schaut es nämlich aus! Also geben Sie den Weg frei für die Untersuchungen, und dann reden wir wieder über die gemeinsamen Lösungen im Sinne von „Retten, was zu retten ist!“. (Beifall bei Grünen und FPÖ sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Team Stronach und NEOS. – Abg. Lopatka: Das dürfen nur Sie! Das dürfen nur die Grünen! Das ist das Vorrecht der Grünen! Oberlehrer!
Sie waren damals Finanzstaatssekretär (in Richtung Abg. Lopatka), als wir uns völlig unnotwendigerweise dieses Milliardenpackel von den Bayern importiert haben. Und jetzt wollen Sie hier herinnen Zensuren verteilen! Das ist ja unglaublich! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Team Stronach und NEOS. – Abg. Lopatka: Das dürfen nur Sie! Das dürfen nur die Grünen! Das ist das Vorrecht der Grünen! Oberlehrer!)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Nein, es ist nicht einfach! Das sagt ja niemand. Aber Sie probieren es ja nicht einmal! Und das ist ja das Ärgerliche, weil Sie immer wieder plakatieren und in Ihre Grundsatzprogramme reinschreiben: Alles für die Menschen, nichts für die Banken! – So würde ich das selber gar nicht formulieren, denn ich halte nichts von diesem Banken-Bashing. Es gibt auch bessere Banken in Österreich. Sie von der SPÖ haben das nie so gehalten. Aber wenn es dann einmal darauf ankommt, dann sind Sie aufseiten der Banken und Spekulanten und nicht aufseiten der Bevölkerung! Das ist doch eine Abdankungserklärung der Sozialdemokratie! (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.
So, ich komme zum Schluss. In der Abwägung hätte man auch etwas anderes probieren können. Leugnen Sie das nicht weg! 5 Milliarden € sind schon versenkt. Und jetzt wäre es darum gegangen, von den nächsten 5 bis 6 Milliarden €, die mindestens zu zahlen sind – diskutieren Sie das nicht weg! –, wenigstens die Hälfte herinnen zu behalten. Diesen Unterschied macht es: ob mit weiteren Milliarden jetzt die Großgläubiger bedient werden oder ob das Geld beim Steuerzahler geblieben wäre. Das ist es, nicht mehr, aber auch nicht weniger! Und um den Untersuchungsausschuss werden Sie nicht umhinkommen. Das können Sie sich in die Haare schmieren! (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Gefahr bei der ganzen Geschichte ist, dass man letztlich genauso in eine Vollhaftung hineinschlittert, wie sie das Land Kärnten seinerzeit übernommen hat, mit anderen Worten, man macht schließlich genau den Fehler, den man der anderen Partei vorwirft, wodurch man in diesen ganzen Schlamassel hineingekommen ist. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn ich heute eine Art Transaktion mache, eine M&A-Transaktion und sage, ich kaufe etwas und verpflichte mich dazu, und am nächsten Tag sage ich, ich möchte eigentlich wissen, was das kostet, dann wird es eine Menge Leute geben, die mir wahrscheinlich den Kopf abreißen werden. Also mit Privatwirtschaft hat das überhaupt nichts zu tun! (Beifall beim Team Stronach.)
Neuerlicher Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lopatka: Ihrer Partei noch nicht?
Team Stronach. – Abg. Lopatka: Sachlich bleiben! – Zwischenruf des Abg. Schieder.) – Sie wissen, da hat Hayek ein Buch geschrieben, das „den Sozialisten in allen Parteien“ gewidmet ist. Das ist auch Ihrer Partei gewidmet, das sage ich Ihnen! (Neuerlicher Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lopatka: Ihrer Partei noch nicht?)
Beifall beim Team Stronach.
Der große Fehler, den Sie machen, ist: Sie schimpfen überall über den Kapitalismus und glauben, Sie müssen Arzt am Krankenbett des Kapitalismus sein, aber mit Ihrer Rettungspolitik, mit Ihrer Haftungspolitik sind Sie in Wirklichkeit die Totengräber der Marktwirtschaft. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine Damen und Herren von den Regierungsparteien! Für diesen Pfusch, den Sie sich in der Causa Hypo in den letzten Jahren geleistet haben, gibt es keine Erklärung. Dafür gibt es wirklich keine Erklärung, meine Damen und Herren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Warum haben Sie die Hypo von Bayern zurückgekauft? Diese Frage muss man sich berechtigterweise stellen. Warum haben Sie damit die Belastungen von den Bayern nach Österreich abgezogen? Meine Damen und Herren, das sollten Sie einmal aufklären! (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach. – Ruf bei der SPÖ: Aber geh, Herr Kollege!
Uns Polizisten – ich bin Polizeibeamter – sagt man nach, wir hätten einen gewissen „Riecher“, einen Instinkt, wenn etwas faul ist und etwas stinkt. (Zwischenruf bei der SPÖ.) – Meine Damen und Herren, ich kann kaum mehr atmen, so stinkt es hier. (Beifall beim Team Stronach. – Ruf bei der SPÖ: Aber geh, Herr Kollege!)
Beifall beim Team Stronach.
Es braucht eine Differenzierung, auch in der Klasse. Das wollen Sie aber nicht. Sie haben das ja im Ausschuss extra ausgeschlossen. Sie haben im Ausschuss gesagt, dass, wenn es in der Klasse unterschiedlich begabte Kinder gibt – das heißt, die einen kommen mit, die anderen nicht –, zwar ein zweiter Lehrer zur Verfügung steht, aber die dürfen nicht in ein anderes Klassenzimmer wechseln, um Ruhe zu haben, sondern die müssen in der gleichen Klasse bleiben, denn hier kommt die Ideologie zum Tragen – und das haben Sie auch im Ausschuss gesagt –, dass die Schlechten von den Guten lernen. Jetzt erklären Sie mir einmal, wie das funktionieren soll! Wie soll der schlechte Mathematiker in der Klasse vom guten lernen? Wird er in der Pause zur Seite genommen und der Gute erklärt es dem Schlechten? Soll das so sein? Wollen Sie das? Oder ist die Pause dazu da, dass die Kinder sich erholen und regenerieren? (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Und wenn die von Ihnen gepriesene Neue Mittelschule, die ja vom Rechnungshof ein vernichtendes Urteil bekommt hat, wo der Unterricht gemeinsam stattfindet, dann auf Schikurs fährt, ist das Erste, was man am ersten Tag macht, man differenziert, ein, zwei, drei, vier Leistungsklassen. Na selbstverständlich lässt man nicht den schlechten Schifahrer mit dem guten Schifahrer in einer Gruppe fahren, denn der schlechte behindert den guten. Das heißt, da hat keiner etwas davon. Der schlechte Schifahrer ist deprimiert und frustriert, und der gute Schifahrer muss permanent auf den schlechten warten und kann auch nichts lernen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Frau Ministerin! Wenn Sie dann dagegen sind, dass man intern differenziert und jene dort abholt, wo sie stehen, dann haben Sie das Schulsystem nicht verstanden. Und deshalb sage ich: Politik raus aus der Schule! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach
Wir brauchen keine Frau Ministerin, die sich besonders geriert und zu wissen glaubt, was in jeder Schule notwendig ist. Sie wissen es nämlich nicht! Genauso wenig, wie das Zentralkomitee in Russland wusste, wer welche Schuhe braucht und vor allem welche Größen (Beifall beim Team Stronach), genauso wenig wissen Sie, was in der Schule in Perchtoldsdorf, in der Südsteiermark, in Tirol oder in Wien vonnöten ist. Das wissen Sie nicht!
Beifall beim Team Stronach.
Und hier sind wir genau bei dem, was die Sozialisten schon lange vergessen haben, beim sozialen Aspekt. Wenn ich es mir leisten kann, wird mein Kind eine gute Ausbildung bekommen, weil ich da nachhelfen kann mit Geld und mit Nachhilfe. Wenn ich es mir nicht leisten kann, dann wird das Kind letztlich zu jenen 78 000 zählen, die in diesem Land keine Perspektive haben, und das ist wirklich eine Schande, vor allem für die Sozialdemokratie. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Tatsächlich steht der Bildungssektor auch wegen der Hypo Alpe-Adria-Bank vor drastischen Einschnitten. Wegen dieser hohen Schulden kann die Regierung leider nicht mehr dafür sorgen, dass die zukünftige Generation eine gute Ausbildung bekommt. Die rot-grünen deutschen Bundesländer – Berlin, Bremen und Nordrhein-Westfalen – lassen herzlich grüßen. Es zeigt sich, dass die Schuldnergesellschaft knallhart auf Kosten der Kinder, der jungen Leute und der noch Ungeborenen lebt, die sich am allerwenigsten wehren können. Für das Datenleck ist natürlich das BIFIE verantwortlich, und die politische Verantwortung trägt die Ministerin. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Krainer: Der Applaus war der Rede angemessen!
Wir brauchen nationale und internationale Bildungsmindeststandards, und das schaffen wir nur durch autonome Schulen, die miteinander im Wettbewerb stehen. Was zählen soll, ist Leistung und nicht Gleichmacherei. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Krainer: Der Applaus war der Rede angemessen!)
Beifall beim Team Stronach.
Den Datenschutz haben Sie angesprochen, Frau Ministerin, und dass er Ihnen ein wichtiges Anliegen sei. Jetzt frage ich Sie aber: Warum wird vonseiten der Bundesregierung kein Statement zum geplanten Freihandelsabkommen abgegeben? (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Im Vergleich dazu, was da auf uns zukommt, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist das angebliche Datenleck beim BIFIE nichts dagegen. Da liegt viel im Argen und das wäre vor allem vor dem Hintergrund der NSA-Affäre ein wichtiger Bereich, ein Knackpunkt, wo Sie, Frau Ministerin, für Aufklärung sorgen und uns hier im Parlament und auch die österreichische Bevölkerung darüber informieren sollten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Sehr geehrte Frau Ministerin, ich möchte Sie gerne um eine Antwort bitten, warum Sie hier nicht tätig wirken. Denn hier könnten Sie es umsetzen. Wie schaut es hier mit einer Quote aus? Führen Sie doch eine Quote im Kindergarten oder bei den VolksschullehrerInnen ein! Da wäre den ÖsterreicherInnen, vor allem den Kindern, die unsere Zukunft sind – das sagen immer alle so gerne –, sicher geholfen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, vor allem von den Parteien ÖVP und SPÖ, ich darf Sie um Zustimmung zu diesem Antrag bitten – und natürlich geht die Einladung auch an alle Oppositionsparteien. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Dass dieser Weg falsch ist, das zeigt sich auch bei den Universitäten. Es kann doch für niemanden hier befriedigend sein, dass keine Universität mehr unter den Top 100 ist. (Beifall beim Team Stronach.) Die Uni Wien ist abgesackt auf Platz 110 bis 120, die TU Wien ist überhaupt nur mehr auf Platz 160 bis 170.
Beifall beim Team Stronach.
Welche Antworten gibt die Regierung auf dieses Dilemma? Eine Antwort ist die Neue Mittelschule. Und das, meine geschätzten Damen und Herren, ist ja wohl mehr als eine Fehlgeburt. Wenn man sich anschaut, wie die SchülerInnen dort bei den Tests abschneiden, dann muss man sagen: Dieses Projekt ist gescheitert. Das ist eindeutig der falsche Weg. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren! Bildung ist das Fundament der Volkswirtschaft, und mit dieser Regierung zerbröselt unser Fundament. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Grünen, Team Stronach und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
In diesem Zusammenhang lese ich in einer früheren OTS, dass ein „Sonderfinanzausschuss mit seminaristischem Charakter“ einberufen werden soll, der sich „mit volkswirtschaftlichen Auswirkungen eines Insolvenzszenarios beschäftigen“ soll, und zwar vom studierten Volkswirten, dem Vorsitzenden des Finanzausschusses, Herrn Zakostelsky und offensichtlich auch vom studierten Volkswirten – beide sind im Übrigen nicht studierte Volkswirte – Jan Krainer. Auf dieses Seminar bin ich schon gespannt. (Beifall bei Grünen, Team Stronach und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Dr. Kathrin Nachbaur (STRONACH): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren im Hohen Haus! Sehr geehrte Steuerzahler! Die Hypo Alpe-Adria ist nicht nur die größte Bankenpleite der Zweiten Republik, die unsere gar nicht hätte sein müssen, weil wir sie nicht hätten notverstaatlichen sollen, sondern sie ist auch ein ziemlich großer grenzüberschreitender Kriminalfall, der selbstverständlich in einem Untersuchungsausschuss hinsichtlich der politischen Verantwortung aufzuarbeiten ist. Ich hoffe natürlich, dass diese geplante Abbaugesellschaft, wenngleich ich mich auch darüber freue, dass sie privatrechtlich organisiert werden soll – es ist noch relativ offen, was das tatsächlich bedeutet –, nicht dazu dient, alles möglichst zu verdecken und zu verschleiern. Neben dem Strafrecht ist natürlich ein U-Ausschuss das einzige Mittel, um Licht ins Dunkel zu bringen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Vielleicht ist deshalb das Bayern-Problem bis dato nicht gelöst. Die Bayerische Landesbank hat die Bundesgarantie der Republik. Das muss man sich einmal vorstellen! Zur gleichen Zeit gab es in Deutschland sogar Nachhaftungen der Eigentümer von Landesbanken, das heißt sogar eine Nachschusspflicht mittels Eigenkapital. Davor kommt in der Hierarchie Nachrangkapital, und davor kommen unbesicherte und nicht garantierte Verbindlichkeiten. Und wiederum davor, also ganz an der Spitze der Ranghierarchie, kommen staatsgarantierte Verbindlichkeiten. Das ist jetzt offenbar der Rang der Bayern, die haben sich um vier, fünf, sechs Ränge verbessert. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Man wirft jetzt Kärnten vor, Haftungen zu begeben, die der Bund aber anscheinend selbst begeben hat. Die Bayerische Landesbank hat eine Bundesgarantie Österreichs. Ich frage mich: Wie will man unter diesen Vorzeichen die Bayern beteiligen? Die Bayern haben uns anscheinend über den Tisch gezogen. (Abg. Höbart: Ganz sicher! Die waren immer schon clever, die Bayern!) In Anbetracht dessen wünsche ich dem Herrn Finanzminister viel Erfolg beim Verhandeln, ich frage mich nur, was sein Hebel ist. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei NEOS, Grünen und Team Stronach.
ein, hierher ans Rednerpult zu kommen, Sie müssen das nicht mir sagen, sondern Sie müssen das den Bürgerinnen und Bürgern erklären, die sind sprachlos. (Beifall bei NEOS, Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei NEOS, FPÖ, Grünen und Team Stronach.
Das war Ihre Antwort. – Ich sage Ihnen, Herr Staatssekretär, und sagen Sie das bitte auch dem Finanzminister, es ist eine Missachtung des Parlaments, diese Fragen so zu beantworten! (Beifall bei NEOS, FPÖ, Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei NEOS, Grünen und Team Stronach für den das Rednerpult verlassenden Abg. Hable.
(Beifall bei NEOS, Grünen und Team Stronach für den das Rednerpult verlassenden Abg. Hable.)
Beifall beim Team Stronach.
Wissen Sie, wo sie heute stehen? Bei 98 Prozent. Weil nämlich Sie hier eine Garantie abgeben. Und da frage ich mich: Warum hat man nicht damals – und das ist noch gar nicht so lange her, das ist ja nicht einmal zwei Wochen her – ein Umtauschangebot gemacht? Nur mit diesem Umtauschangebot hätten wir uns 2 Milliarden € gespart. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Viele sagen: Wie kann das nur sein, dass die Regierung auf die Steuerzahler vergisst? Ich verrate Ihnen jetzt ein Geheimnis. Der Steuerzahler spielt überhaupt keine Rolle im politischen Alltag. Der Steuerzahler ist jedem egal. Wissen Sie, warum? Weil der Steuerzahler nur zwei Aufgaben hat: Die eine Aufgabe ist wählen. Das darf er alle fünf Jahre, da ist es noch lange hin. Und die zweite Aufgabe ist zahlen. Nur diese zwei Aufgaben hat der Steuerzahler, die Sie ihm zugedacht haben! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Dann ist eben die Frage: Warum ist das so? Warum spielt der Steuerzahler keine Rolle und warum hat er nur diese zwei Aufgaben? Nämlich auf der einen Seite zu wählen – das vergisst er leider manchmal – und zu zahlen auf der anderen Seite. Dafür brauchen wir einen Untersuchungsausschuss und dafür werden wir kämpfen! – Vielen Dank. (Beifall bei Team Stronach und NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei NEOS, Grünen und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Es ist auch unsere gemeinsame parlamentarische Petition, die wir eingebracht haben, ein Symbol für einen historischen Schulterschluss. Diese Petition ist schon von über 40 000 Bürgerinnen und Bürgern unterzeichnet worden. Man kann sie online unterstützen. Meine Einladung: Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger vor den Bildschirmen draußen! Machen Sie mit! Unterstützen Sie online unsere Petition für einen Untersuchungsausschuss! (Beifall bei NEOS, Grünen und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei NEOS, FPÖ, Grünen und Team Stronach. – Abg. Kogler: Hören Sie Ihr Gewissen heraus!
Wenn Sie auf Ihr Parlamentarierherz hören, dann müssen Sie zustimmen. Jeder Parlamentarier weiß, dass bei dem größten Finanzdebakel, das dieses Land gesehen hat, ein Untersuchungsausschuss notwendig ist. Wenn in Ihrer Brust zwei Herzen schlagen, nämlich jenes des Parlamentariers und jenes des Parteimitglieds, dann empfehle ich Ihnen: Hören Sie nicht auf das Herz des Parteimitglieds, sondern auf das Herz des Parlamentariers! Dann bekommen wir auch diesen Untersuchungsausschuss. – Danke schön. (Beifall bei NEOS, FPÖ, Grünen und Team Stronach. – Abg. Kogler: Hören Sie Ihr Gewissen heraus!)
Sitzung Nr. 17
Beifall bei Team Stronach und Grünen
Ich finde den Begriff „Freihandelsabkommen“ unglaublich irreführend (Beifall bei Team Stronach und Grünen), denn es geht hier nicht mehr um Zölle. Es geht um viel, viel mehr. Es geht um Macht, um Regularien und um Standards. Und wir haben hier in Europa Gott sei Dank einige Standards, die wir unbedingt halten müssen. Wir haben schon einige Fakten gehört; ich möchte Ihnen noch ein bisschen einen Gusto machen.
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Es wurde heute zum Beispiel das Chlorhendl angesprochen. Es stimmt, die USA sind der größte Geflügelproduzent der Welt, und dieses Chlor ist stark genug, Beton zu zerfressen. Ich sage Ihnen ganz ehrlich: Ich möchte es nicht essen, und ich werde mich hüten, es meinen Kindern zu geben! (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall beim Team Stronach.
Was bei diesem TTIP das Störende ist: Es fehlt an Information, es fehlt an Trans-parenz, und das nicht nur auf EU-, sondern auch auf USA-Seite. Es ist auch ein Anschlag auf die Grundprinzipien unserer Demokratie: Und dagegen wehre ich mich! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Pock.
sprechungen zu bilden. Deshalb möchte ich anregen, eine Enquete zu diesem Thema abzuhalten – dafür müssen natürlich alle Parteien zustimmen, aber insgesamt gesehen sind wir ja, wenn es um Umwelt- und Verbraucherstandards geht, einer Ansicht. – Danke. (Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Pock.)
Beifall bei Grünen und Team Stronach.
Meine Damen und Herren, diese Art und Weise der Türöffnerpolitik, die für Klonfleisch, Chlorhühner und Gentechnik betrieben wird, ist abzulehnen, und wir lehnen diese ab! So kann man nicht arbeiten! (Beifall bei Grünen und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Freunde, das sind ein bisschen die Fakten und die Realität. Wenn wir davor die Augen verschließen, begehen wir einen ganz großen Betrug an unseren Wählerinnen und Wählern. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Pirklhuber.
Kolleginnen und Kollegen, das sind die Fakten. Erkundigen Sie sich einmal, bevor Sie der grenzenlosen Freiheit das Wort reden und gar nicht wissen, was Sie da wirklich verursachen! Das ist das Wesentliche. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Pirklhuber.)
Beifall beim Team Stronach.
Wer glaubt, dass man mit internationalen Märkten Lohnstandards erhöht, hat keine Ahnung von internationalen Märkten. Reden Sie einmal mit den Konzernchefs, reden Sie einmal mit den Firmenchefs, wie die vor der internationalen Konkurrenz zittern! Und dort wollen wir nicht hin. Genau dort wollen wir nicht hin. Das gefährdet unseren österreichischen Standort. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Pirklhuber.
Das ganz Wesentliche ist, dass man die Grundnahrungsmittel aus diesem Abkommen ausnimmt. Herr Kanzler, du hast gesagt, wenn das nicht den österreichischen Standards entspricht, wirst du dagegen sein. Ich bitte darum, dass man die Grundnahrungsmittel aus diesen Verhandlungen ausnimmt, damit wir unsere Ernährungssicherheit, diese Ernährungssouveränität in Österreich nicht gefährden. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Pirklhuber.)
Beifall bei Grünen und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der NEOS
Dazu hätte ich gerne einmal ein grundsätzliches Bekenntnis, dass wir gemeinsam hier sagen: Der Rechnungshof ist uns wichtig, die Kontrollberichte sind uns wichtig und wir stellen grundsätzlich wichtige Berichte an die Spitze der Tagesordnung (Beifall bei Grünen und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der NEOS), wie auch die Meldungen der Minister und der Ministerinnen, wenn sie eine Erklärung abgeben.
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Ich muss Ihnen ehrlich sagen: Geht es noch? Also wirklich! Da hört bei mir jegliches Verständnis auf. (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei FPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Abgeordneter Elmar Podgorschek (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Galerie und vor den Fernsehschirmen! (Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Glawischnig-Piesczek und Lopatka.) Herr Kollege Schieder, ja, die politische Verantwortung soll aufgezeigt werden, da gebe ich Ihnen vollkommen recht; aber dann verstehe ich nicht, warum Sie nicht der Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zustimmen, dann kann die politische Verantwortung ja geklärt werden. (Beifall bei FPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Ruf beim Team Stronach: Übernehmen Sie Verantwortung für Ihr Desaster!
Aus dem Mailverkehr, den wir jetzt Gott sei Dank lesen können, der an die Öffentlichkeit gelangt ist, ist es ja ganz klar ersichtlich, dass die Bayern uns mehr oder weniger diese Krot anhängen wollten. Leider ist damals die Regierung – und da waren Sie dabei, Herr Ex-Staatssekretär Schieder (Abg. Schieder: Es geht bergauf! – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Für wen?), und haben mitverstaatlicht –auf die Bayern hereingefallen, die doch nur geblufft haben. (Ruf beim Team Stronach: Übernehmen Sie Verantwortung für Ihr Desaster!)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Lopatka.
Abgeordnete Martina Schenk (STRONACH): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich darf da anschließen, wo mein Vorredner aufgehört hat, nämlich sachlich etwas beizutragen, und sachlich etwas beigetragen haben die beiden Vertreter der Regierungsparteien zu dieser Einwendungsdebatte nicht, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Lopatka.)
Beifall beim Team Stronach.
Sie haben eine Debatte anzuzetteln versucht, was den EU-Wahlkampf und einen Kandidaten der FPÖ betrifft. – Das, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist nicht redlich, und das ist auch nicht in Ordnung, das haben sich die Österreicherinnen und Österreicher, die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler nicht verdient. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Diese drei Petitionen, die zur Einsetzung eines Hypo-Untersuchungsausschusses laufen, haben mittlerweile über 120 000 Unterstützer, meine sehr geehrten Damen und Herren. Das sollte Ihnen schon zu denken geben, denn hier können Sie über die Österreicherinnen und Österreicher, über die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler nicht so einfach drüberfahren, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich möchte Sie alle abschließend noch einmal auffordern und Sie daran erinnern, wofür Sie da sind, wofür wir alle da sind, nämlich Politik für die Österreicherinnen und Österreicher zu machen, für jene Menschen, die uns gewählt haben, und für Aufklärung zu sorgen, denn es geht ja nicht um Ihr Taschengeld, sondern es geht um Steuerzahlergeld, das massiv verschwendet wurde – und so kann es nicht sein, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Grünen, FPÖ und Team Stronach.
Da wird es auch einen Denkzettel geben bei der EU-Wahl. Es wird sich auch bei der nächsten Parlamentswahl sehr wohl zeigen, dass diese Kontrollhaltung, die Sie immer einnehmen und dokumentieren, von den WählerInnen auf das Schärfste verurteilt wird. Deswegen ist es, bitte, notwendig, dass Sie jetzt endlich einmal einen Untersuchungsausschuss einsetzen, weil schon die normale Kontrolle in Form einer Mitternachtseinlage durchgeführt wird. (Beifall bei Grünen, FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (STRONACH): Geschätzter Herr Präsident! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Zurückkommend zur Präsidiale: Selbstverständlich hat sich Frau Klubobfrau Glawischnig eine Einwendungsdebatte vorbehalten. Das steht außer Frage, und das ist auch so im Protokoll vermerkt. (Abg. Lopatka: Sie hat die Vorreihung begrüßt!) Sie hat die Vorreihung begrüßt. Ich denke, es war der richtige Schritt in die richtige Richtung, aber wir sind als Oppositionsparteien noch immer nicht damit einverstanden, dass Kontrolle in dieser Republik an letzter Stelle irgendwo hinten behandelt wird. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren, wenn ich hier die Debatte so verfolge, dann muss ich sagen, von Kontrolle haben wir als Oppositionspartei ein anderes Verständnis als die Regierungsparteien und messen ihr auch eine andere Wertigkeit zu. Das heißt, wir wollen, dass Kontrolle frei ist, wir wollen Kontrolle durch einen Untersuchungsausschuss oder durch den Rechnungshof. Aber das, was Sie, geschätzte Vertreter der Regierungsparteien, in den letzten Wochen und Monaten an Vorschlägen gebracht haben, ist kontrollierte Kontrolle, wie sie vielleicht in Nordkorea für richtig gehalten wird, aber nicht in einem demokratischen System. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Steinbichler: Wünsch dir was!
Sie haben im Bereich der Hypo die Einsetzung eines Weisenrates vorgeschlagen, wobei man sich die Weisen selbst aussucht, wahrscheinlich auch das Ergebnis, das die Weisen dann vorlegen sollen, in weiterer Folge die Einsetzung einer Untersuchungskommission, wo man sich auch den Untersucher aussucht. Meine geschätzten Damen und Herren, das hat überhaupt nichts mit Kontrolle zu tun! Das, was sich die Regierungsparteien vorstellen, ist kontrollierte Kontrolle, wie es in Nordkorea üblich ist. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Steinbichler: Wünsch dir was!)
Beifall beim Team Stronach.
Aber ich sage Ihnen auch, der Druck wächst. Mit Ihrer Methode verschleiern, verschleppen, vertuschen werden Sie nicht weiterkommen, da die Bevölkerung die Nase voll hat. Und die Bevölkerung will Aufklärung. Die Bevölkerung, viele Menschen, die mit ihrem Einkommen nicht mehr auskommen, verstehen es nicht, wenn sie tagtäglich lesen, für die Hypo werden 19, 20 oder wie viele Milliarden auch immer aufgewendet. Aber niemand in der Regierung hat offensichtlich ernsthaft Interesse daran zu fragen: Wer ist denn dafür verantwortlich? (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.
Meine geschätzten Damen und Herren! Kein Weg wird in diesem Land daran vorbeiführen, dass ein Untersuchungsausschuss eingesetzt wird. Wenn Sie die Bevölkerung und das, was die Bevölkerung will, ernst nehmen und endlich einmal als Vertreter der Bevölkerung in diesem Haus agieren, dann können Sie der Einsetzung eines Untersuchungsausschusses nur zustimmen. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.)
Beifall beim Team Stronach.
Haben Sie doch den Mut! Machen Sie einen Schritt nach vorne! Setzen Sie selber Schritte! Sagen Sie: Dann, wenn das Schiff Hypo im sicheren Hafen ist, wird ein Untersuchungsausschuss eingesetzt! – Stellen Sie Rahmenbedingungen, wann dieser Untersuchungsausschuss einberufen wird! Aber wir garantieren Ihnen: Es geht kein Weg daran vorbei. Dafür werden wir sorgen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.
hat zu Recht unterbrochen. Er hat Ihnen, Herr Schieder, erst die Möglichkeit gegeben, dass Sie den Fehler seitens der Regierung korrigieren konnten. Und ich würde mir auch von der Präsidentin des Nationalrates erwarten (Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen) und würde es mir wünschen, dass sie mit diesen direktdemokratischen Mitteln ein bisschen fürsorglicher umgeht. Dem Vorsitzenden der NEOS (Präsident Hofer gibt neuerlich das Glockenzeichen) gebührt Anerkennung und nicht Schimpfe, wie Sie das betreiben, nur weil Sie zudecken wollen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Und wer, wenn nicht der Rechnungshof, kann uns Hinweise darauf geben, ob das tatsächlich so ist, denn darum geht es ja letztlich? Es geht nicht darum, dass die Opposition das, was die Regierung macht, schlecht findet. Ich glaube, es können sich viele ausmalen, dass das in den meisten Fällen so sein wird. Aber der Rechnungshof ist unabhängig, der Rechnungshof steht über dem Ganzen, und der Rechnungshof gibt uns und vor allem den Bürgern da draußen Hinweise darauf, ob diese Regierung gut arbeitet oder nicht. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In diesem Land wird gegen die Interessen der Bürger regiert. Das ist eine Tatsache! Und das wollen wir aufklären. Nur dann schaffen wir neue Mehrheiten! – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
dieser Regierung, wenn es um Aufklärung geht. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.
Meine Damen und Herren von SPÖ und ÖVP! Nun ein Wort speziell an die Roten gerichtet: Sie setzen sich bei jeder Gelegenheit für Minderheitenrechte ein, seien es religiöse Minderheiten, seien es kulturelle Minderheiten, seien es andere Bevölkerungsgruppen. Das ist völlig in Ordnung, das ist recht so. Aber dort, wo die Minderheitsrechte am wichtigsten wären, nämlich hier im Parlament, treten Sie sie permanent mit Füßen und wollen nichts davon wissen. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach. – Abg. Kogler: Nehmt euch ein Beispiel!
Und jetzt halten Sie sich einmal fest – vielleicht wissen Sie es gar nicht, aber Sie können es jederzeit nachlesen –: Es gibt jetzt im Deutschen Bundestag einen Antrag von den Regierungsparteien CDU, CSU und SPD, der da lautet, dass dann, wenn alle Abgeordneten der Oppositionsparteien einen Untersuchungsausschuss wünschen, dieser eingesetzt zu werden hat – und das mit einem Fünftel aller Abgeordneten! Das heißt: 20 Prozent aller Abgeordneten können im Deutschen Bundestag einen Untersuchungsausschuss beantragen. Hier in diesem Parlament hingegen hat die Opposition in der Zwischenzeit fast die Hälfte der Sitze, das Verhältnis ist 84 : 99 Abgeordnete, aber Sie verweigern dieser starken Opposition nach wie vor das Recht, einen Untersuchungsausschuss einzusetzen. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach. – Abg. Kogler: Nehmt euch ein Beispiel!)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Marcus Franz (STRONACH): Wertes Präsidium! Hohes Haus! Ich möchte zunächst einmal kurz auf die Ausführungen des Kollegen Spindelberger replizieren, der Sachlichkeit in der Debatte eingefordert hat – dafür bin ich auch, dafür sind wir alle –, es aber trotzdem nicht lassen kann, immer ein bisschen Ärzte-Bashing und Diffamierung zu betreiben, so wie auch wieder mit seiner Aussage betreffend die 150 e-cards oder 200 e-cards, die durchgezogen werden. Das halte ich nicht für sinnvoll und nicht für korrekt, damit kommen wir in der Debatte nicht weiter. Bitte unterlassen wir alle das – ich habe es schon im Gesundheitsausschuss gesagt! (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Zum Thema Zahnspange: Wir vom Team Stronach sind eine Wirtschaftspartei, aber wir sind auch – und zum Teil vor allem – eine Familienpartei und eine Partei der Kinder. (Zwischenruf des Abg. Kucher.) Die Kindergesundheit ist eines unserer prioritären Ziele in der Gesundheitspolitik, und alles, was dort hilft und was die Kinder dabei unterstützt, gesund zu werden und vor allem gesund zu bleiben, das unterstützen wir. Daher unterstützen wir auch die Einführung der sogenannten Gratis-Zahnspange, wobei wir einschränkend zu bedenken geben: Gratis ist nichts auf dieser Welt! Das muss natürlich auch bezahlt werden, das wissen wir alle. Es ist also ein bisschen ein Euphemismus, von Gratis-Zahnspange zu reden, wenn es etwas kostet. Aber wir sind dafür, dass das vom Staat für die Kinder zur Verfügung gestellt wird. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Riemer.
Meine Damen und Herren, das ist im neuen Gesundheitsreformprogramm in der Zielsteuerung nicht einmal erwähnt! Da kommt etwas auf uns zu, das beim einzelnen Betroffenen Leid und insgesamt enorme volkswirtschaftliche Kosten verursacht, das aber leider in keiner Weise irgendwo in einem Regierungsprogramm konkret zu finden ist und auch in der kommenden beziehungsweise schon begonnenen Gesundheitsreform nicht angegangen wird. Das halte ich für eine sozialpolitische und gesundheitspolitische Katastrophe. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Riemer.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Wie man das rechtfertigt, darauf bin ich gespannt. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Dr. Marcus Franz (STRONACH): Wertes Präsidium! Hohes Haus! Danke für den Intelligenztest, ich hoffe ich werde ihn jetzt besser bestehen als in deiner Rede. Ich weiß, das ist ein altes Thema, das uns nicht zusammenführt, sondern entzweit – die Dramatisierung der Englischifizierung des österreichischen Gesundheitssystems, die da im Raume schwebt, denn in England ist alles so furchtbar in den Systemen, und in Ländern, die staatliche oder nationale Systeme haben, ist alles grauslich und furchtbar und da sterben die Leute in den Ambulanzen. – Das ist alles nur eine Panikmache, die hatten wir heute schon, sie ist nicht gut. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Was tun wir aber in Österreich? – Wir reparieren ständig die Oberfläche. Gäbe es einen „Oscar“ für kosmetische Medizin in der Politik, dann würden wir den jedes Jahr gewinnen, mit diesen Maßnahmen, die wir treffen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Nur damit kann man in Österreich einheitliche Leistungskataloge schaffen und mit diesen auch arbeiten. Nur damit haben wir dann die Vergleichbarkeit der Leistungen, und nur damit schaffen wir die Transparenz. Dann sind wir genau beim Punkt: Nicht die Reduktion der Verwaltung wird uns die Kosten ersparen, sondern diese Sekundäreffekte. Dann können wir wirklich erst beobachten: Wo bleibt Geld liegen, wo verbrauchen wir zu viel, wo müssen wir vielleicht mehr investieren? Letztendlich können wir dann wesentlich besser eine klare Abrechnung machen. Und es wird nicht nur besser für den Patienten, sondern es wird insgesamt auch billiger. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.
Das ist Irreführung, und daher brauchen wir, Herr Bundesminister, ein bundeseinheitliches Gütesiegelgesetz. Das ist es. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die jetzige Diskussion hat eigentlich ganz eindeutig bewiesen, welche Falschinformationen den Kolleginnen und Kollegen vorliegen. Herr Kollege Höglinger! Ich bin sehr dankbar dafür, dass du das jetzt noch bestärkt hast, denn genau das AMA-Gütesiegel ist der Beweis dafür, dass es Betrug gibt. Wo Österreich draufsteht, muss Österreich drinnen sein. Dafür brauche ich kein zusätzliches Gütesiegel. Oder hast du dir schon einmal einen VW Golf gekauft, der ein Gütesiegel dafür hatte, dass es ein echter VW Golf ist? Das beweist ja den Betrug. Das ist ja herrlich. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Beim selben Schlachthof, den ich vorhin erwähnt habe, werden 60 Prozent ausländische Schweine quasi zu Österreichern. Jetzt darf ich ganz kurz sagen, worum es geht: Wir und auch die Veterinäre wissen, welcher Schlachthof welche Schweine schlachtet. Warum hat der Schlachthof im Innviertel nicht einen zweiten Genusstauglichkeitsstempel, wo natürlich die österreichische Registrierungsnummer wie beim AT-Stempel drauf ist, aber bitte nicht AT, weil es in Österreich beschaut worden ist, sondern CZ oder NL für das Herkunftsland? – Dann hätten wir nämlich die Grundlage für den Betrug verhindert. Das ist das Wesentliche. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Pirklhuber.
Genau das ist Umweltpolitik, das ist Klimapolitik, das ist in erster Linie Gesundheitspolitik. Ehrliche Politik beginnt bei gesundem regionalem Essen, das nicht kreuz und quer durch die Welt transportiert wird, so lange, bis das richtige Gütesiegel drauf ist. Ich bitte um Unterstützung. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Pirklhuber.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach sowie des Abg. Pirklhuber.
Es ist wirklich an der Zeit, dass man diesem – ich würde schon sagen Konsumentenbetrug – endlich den Riegel vorschiebt. Produkte, die aus Österreich kommen, sollen rot-weiß-rot markiert sein. Andere sollen irgendwie gekennzeichnet sein, aber bitte nicht den Konsumenten unter dem Deckmantel österreichischer Qualität angedreht werden. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach sowie des Abg. Pirklhuber.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe der Abgeordneten Schittenhelm und Tamandl.
Abgeordneter Leopold Steinbichler (STRONACH): Herr Präsident! Herr Minister! Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege Höglinger (Ruf bei der ÖVP: Er heißt Höfinger!), genau diese Verunsicherung, die derzeit berechtigt ist, wollen wir verhindern. Ihr müsst ja nur der Realität ins Auge schauen. (Abg. Fekter: Verunsicherung ist nie berechtigt!) – Frau Kollegin, du sollest dich lieber bei der Hypo melden, nicht bei den Lebensmitteln, denn du verhinderst, dass dein Metzger daheim abstechen kann. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe der Abgeordneten Schittenhelm und Tamandl.) Ich wollte das nicht in die Diskussion einbringen, aber die ehemalige Frau Finanzminister verhindert, dass der örtliche Metzger daheim schlachten darf. Er ist zum Kauf von Importprodukten gezwungen. Aber es macht nichts. Ich wollte das nicht sagen, aber du hast das herausgefordert. (Abg. Fekter: Die höchstgerichtliche Entscheidung musst auch du anerkennen!)
Beifall beim Team Stronach.
Folgende Geschichte, und das bitte an die Konsumentinnen und Konsumenten: Die Nervosität beim richtigen Sektor zeigt, was da läuft. Die Reaktion bestätigt alles. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Höfinger: Wer ist „wir“?
Gehen wir einen ehrlichen Weg! Gehen wir eine Partnerschaft mit den Konsumenten ein! Wir sind bereit dazu. Wir geben unsere fachliche Unterstützung. Wir geben Sicherheit und nicht Unsicherheit. Das ist der richtige Weg. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Höfinger: Wer ist „wir“?)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Mayer: Sie waren da gar nicht mehr anwesend! Man hat mit Ihnen also gar nichts mehr besprechen können!
Na und dann, als wir weiterdiskutiert haben, warf er uns, den Oppositionsabgeordneten, vor, wir betrieben Verschleppung, weil wir den Bericht nicht enderledigen wollten, sondern, wie eigentlich vorher auch mit den Abgeordneten der Regierungsparteien vereinbart, weitere Auskunftspersonen laden wollten. Also wo hier eine Verschleppung sein soll, lieber Kollege Mayer, das kannst du vielleicht auch noch einmal so energisch erklären, wie du vorhin die Wahrheit der Hypo-Verantwortung erklärt hast. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Mayer: Sie waren da gar nicht mehr anwesend! Man hat mit Ihnen also gar nichts mehr besprechen können!)
Beifall beim Team Stronach.
Es ist klar, und das hat der Verlauf der Ausschusssitzung auch bewiesen, dass viele Fragen offen geblieben sind. Die Auskunftspersonen haben diese nicht ausreichend beantworten können. Ich bedanke mich an dieser Stelle auch dafür, dass sich der jetzige Finanzminister Spindelegger bereit erklärt hat, in den Ausschuss zu kommen. Da sollte sich der ehemalige Finanzminister Pröll vielleicht ein Beispiel an seinem Parteikollegen nehmen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
auf Aufklärung, und da sollten wir alle Möglichkeiten ausnutzen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Kogler: Warum wird der Minister Pröll immer versteckt? Wo ist sein Versteck?
Da in diesem Bericht brisantes Material drinnen ist, da wir noch nicht alle Auskunftspersonen, die wir wollten, bekommen haben, stelle ich den Rückverweisungsantrag dieses Rechnungshofberichtes an den Rechnungshofausschuss, weil Kontrolle und Aufklärung erfolgen müssen und das nur zu einem kleinen Bruchteil im letzten Ausschuss geschehen ist. Sie haben jetzt die Möglichkeit, klüger zu werden und diesem unserem Antrag auf Rückverweisung in den Rechnungshofausschuss zuzustimmen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Kogler: Warum wird der Minister Pröll immer versteckt? Wo ist sein Versteck?)
Beifall beim Team Stronach.
Auf der einen Seite werden da – mit der Haftung im Hintergrund – Projekte umgesetzt und auf der anderen Seite zeigen Sie mit dem Finger nach Kärnten (Zwischenruf des Abg. Strasser) und sagen, dass das nicht geht. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Und was ist passiert? – Man hat ihn kalt abgesägt. So schaut es aus! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Jetzt werden Sie plötzlich stark. Die Kärntner sind die Bösen, und die müssen jetzt zahlen. Aber vorher, als es um die Bayern und die ganzen Spekulanten ging, die diese hochspekulativen Anleihen der Hypo gekauft haben, da hat man von Ihnen nichts gehört. Die müssen jetzt auch nicht zahlen. Niemand muss zahlen (Abg. Wöginger: Die Lugar-Philosophie!), außer die Steuerzahler. Und dabei ist es egal, ob es ein Kärntner Steuerzahler, ein niederösterreichischer, ein oberösterreichischer oder ein anderer Steuerzahler ist. Aber da sind Sie plötzlich stark. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lopatka: Mein Gott!
Letztendlich hat das ganze Haus gebrannt. Und jetzt treten Sie auf den Plan: Als das ganze Haus bereits gebrannt hat, haben Sie es wieder zurückgekauft. Wer macht denn so etwas? Wer kauft denn ein Haus, das er verkauft hat, als der Brand noch zu löschen gewesen wäre, aber beim Kauf im Vollbrand steht? Wer nimmt denn so ein Haus zurück? Das nimmt nur dann jemand zurück, wenn er auf der anderen Seite Interessen hat. Und diese Interessen waren ganz einfach: Erwin Pröll wollte nicht, dass diese Bank in Konkurs geht. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lopatka: Mein Gott!)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Das ist auch der Grund, warum Sie keinen Untersuchungsausschuss wollen, sondern eine Pseudokommission einsetzen, die zahnlos ist und wo Sie auch die Hand darauf haben, was dabei herauskommt. Bei einem Untersuchungsausschuss können Sie nicht wissen, was dabei herauskommt. Bei Ihrer Kommission wissen Sie es, und da können Sie auch steuernd eingreifen – bei einem Untersuchungsausschuss nicht. (Abg. Darmann: Die sogenannte Feigenblatt-Kommission!) Das ist die Angst, die Sie vor einem Untersuchungsausschuss haben, und deshalb kommt er auch nicht. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Aber ob Sie das aushalten, das ist die Frage, denn in dem Moment, wo die Bürger da draußen begreifen werden, dass sie jetzt eine Steuererhöhung nach der anderen zu erwarten haben, in dem Moment werden sich das die Bürger nicht länger gefallen lassen – und ich ersuche wirklich jeden Bürger, unsere Petition zu unterschreiben, damit wir endlich einen Untersuchungsausschuss bekommen! – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.
Stellen Sie sich doch dieser Verantwortung und stimmen Sie der Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zu! (Beifall bei FPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Da meine Vorrednerin gesagt hat, der eine steht auf der Landesliste und hier und dort. Man hat wirklich das Gefühl, da gibt es einen Landeshauptmann, der hält sich eine Bundesregierung, gewisse Ministerien haben offensichtlich eine Erbpacht von gewis-sen Ländern. Wenn ich an das Innenministerium denke, dann muss ich sagen: In den letzten zehn Jahren war das immer jemand von der niederösterreichischen ÖVP! Und Ähnliches. Da gibt es offensichtlich gepachtete Machtverhältnisse, die einfach nicht geändert werden. Es geht ungefähr so zu: Wenn die Katze aus dem Haus ist, dann haben die Mäuse Kirtag. Und wenn wir eine schwache Regierung haben – und das haben wir jetzt offensichtlich schon die letzten Jahre –, dann bekommen die Landeshauptleute einfach immer mehr Macht und können immer mehr das tun, was ihnen gefällt. Das ist ein Problem, das die Republik Österreich als Ganzes hat! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn Sie mir jetzt sagen, das geht bei Gebietskörperschaften nicht, dann muss ich Sie fragen: Warum soll das bei Gebietskörperschaften nicht gehen? Bei jedem Betrieb geht es. Bei der Alpine geht es. Bei Ihnen würde es genauso gehen! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In der österreichischen Geschichte war es natürlich immer wieder so, dass man, sagen wir einmal, schwache Regierungen gehabt hat. Das Erste, was ich gelernt habe, betraf Rudolf I., der von den Kurfürsten gewählt worden ist – heute sagt man Landesfürsten – und dann eigentlich überraschend stark gewesen ist. Er hat aber nicht nur politisch eine Einigung herbeigeführt, sondern er hat auch das im Interregnum verlorene Reichsvermögen wieder zurückgeholt. Das hat man die sogenannte Revindikationspolitik genannt. Rei vindicatio: die Eigentumsklage aus dem Römischen Recht. Und wenn ich jetzt höre, dass sich der Finanzminister von Kärnten die 500 Millionen €, die man sich im Namen der Haftungsprovision genommen hat, zurückholen möchte, dann kann ich nur sagen: Ich wünsche dieser Regierung im 21. Jahrhundert eine erfolgreiche Revindikationspolitik der neuen Art. Alles Gute! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von Grünen und Team Stronach.
Jetzt eine Bemerkung zum Redebeitrag von vorhin als Replik zu Matthias Strolz: Herr Kollege Auer ist jetzt leider nicht da. Er hat gesagt, wir NEOS wären heute mit unserer Dringlichen Anfrage und mit den Anträgen, die wir gestellt haben, spät dran. Ich weiß jetzt nicht ganz genau, wie lange Herr Kollege Auer schon im Nationalrat sitzt, es kommt mir aber so vor, wie wenn Sie alle hier, vor allem Sie von der ÖVP und Sie von der SPÖ, spät dran wären, wenn es um die Frage der Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern geht. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von Grünen und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Was hier als Föderalismus gelebt wird, dass die einen Schulden machen, als gäbe es kein Morgen, ohne irgendein Verantwortungsgefühl, nämlich die Länder zum Teil, und der Bund dafür geradestehen und zahlen soll, das ist nicht der Föderalismus, den wir uns vorstellen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das ist der Weg, den wir uns vorstellen: gelebte Demokratie – und nicht Drüberfahren! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach
Wir wissen, dass wir in den Bereichen Soziales, Gesundheit, Pensionen in den nächsten Jahren sehr, sehr viel Geld brauchen werden, und wir müssen irgendwo einsparen, wir müssen dringend einsparen dort, wo es um Verwaltung geht. Verwaltung darf niemals Selbstzweck sein (Beifall beim Team Stronach), sondern Verwaltung ist ausschließlich Service für die Bevölkerung, Service für die Bürger.
Beifall beim Team Stronach.
Ich ersuche um Zustimmung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Grünen, Team Stronach und NEOS.
zum Weiterfuhrwerken war. Nur deshalb, weil Sie sich gegen Ihre Landeshauptleute nicht durchsetzen. Damit muss Schluss sein! (Beifall bei Grünen, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Grünen, Team Stronach und NEOS.
Das ist die österreichische Realverfassung: Die Landesfürsten reiten Ihnen vorne davon, zwar überheblich, aber sie sind weiter vorne als Sie. Packen Sie also Ihr Lasso aus, dann haben Sie uns dabei, damit man endlich auf freiem Feld ordentlich zwischen vernünftigen Verhandlungspartnern verhandeln kann. Dann sollte es irgendwann einmal keine Rolle spielen, ob jemand vom Bund oder vom Land ist, weil man endlich einmal der Sache dienen will, die Sie hier immer predigen. Aber dann tun Sie das! – Wir sind jedenfalls dabei. (Beifall bei Grünen, Team Stronach und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Pirklhuber.
Ich glaube, besonders bei den Almen muss die Natur im Vordergrund stehen, muss die praktische Lösung im Vordergrund stehen, und diese möchte ich auch von dir einfordern. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Pirklhuber.)
Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten des Teams Stronach sowie des Abg. Pirklhuber.
Ich hätte mir im Namen der Almbauern erwartet, dass irgendjemand von der Landwirtschaftskammer – oder Sie als Minister – herausgeht und sich für diesen eklatanten Systemfehler, von dem zwei Drittel der Almbauern betroffen sind, entschuldigt und die Verantwortung übernimmt. Das ist es, was wir uns erwartet hätten! (Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten des Teams Stronach sowie des Abg. Pirklhuber.)
Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS sowie des Abg. Pirklhuber.
Meine geschätzten Damen und Herren, die ÖVP kann sich da nicht aus der Verantwortung stehlen, auch nicht das Ministerium und nicht die AMA. Ich war einmal mit dabei, ich hatte das zweifelhafte Vergnügen, als ein Kontrollor der AMA mit seinem Kontrollor vom Ministerium Almflächen kontrolliert hat. Die beiden haben definiert und gestritten, um wieviel Prozent da genau reduziert werden muss. Ich glaube, ein System, bei dem sich die Kontrollore uneinig sind, wie man es anzuwenden hat, ist gänzlich untauglich, um die Bauern die Fläche einschätzen zu lassen. (Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS sowie des Abg. Pirklhuber.)
Beifall beim Team Stronach.
und Herren, schaut im Mai, im Juni völlig anders aus als im September, da ergibt sich ein völlig anderes Bild. Je nach Jahreszeit gibt es unterschiedliche Ergebnisse. Ich frage mich: Wie kann jemand, der nur einen Funken Ahnung von der Materie hat, nach bestem Wissen und Gewissen solch ein System aufstellen? (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich gehe aufgrund dieses Fehlers sogar so weit, zu sagen: Normalerweise wäre eine Amtshaftungsklage für all jene, die das verbrochen haben, fällig. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordneter Rouven Ertlschweiger, MSc (STRONACH): Geschätzter Herr Präsident! Werter Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Grundsätzlich ist bei der Debatte um die Anerkennung der deutschsprachigen Minderheit in Slowenien einmal festzuhalten, dass das Team Stronach lieber von Volksgruppen als von Minderheiten spricht. (Abg. Podgorschek: Was ist der Unterschied, bitte?) – Der Begriff „Minderheit“ wird nämlich sehr oft in den Nahbereich der Minderwertigkeit gerückt, daher ist so eine Bezeichnung unserer Meinung nach in dieser Diskussion nicht zielführend. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Fast 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sollten doch auch die politisch Verantwortlichen in Slowenien endlich erkennen, dass gerade Nachbarländer und deren Volksgruppen gegenseitige Wertschätzung in einem steten Prozess aktiv vorleben müssen. Deswegen spreche ich mich hier dezidiert für eine Anerkennung der deutschsprachigen Minderheit in Slowenien aus und hoffe, dass das auch umgesetzt wird. – Hvala lepa! (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen, NEOS und Team Stronach.
Oftmals freut man sich über Lob. Manchmal freut man sich aber auch über Kritik, wie zum Beispiel im aktuellen Fall betreffend unsere Botschaft im Iran, als sich am Internationalen Frauentag die Hohe Vertreterin Catherine Ashton in der österreichischen Botschaft im Iran mit Frauenrechtsvertreterinnen und Menschenrechtsaktivistinnen getroffen hat und wir uns prompt eine scharfe Kritik der iranischen Regierung eingehandelt haben. In diesem Fall kann ich nur sagen: Seien wir froh über diese Kritik! Wir nehmen sie an, stehen aber natürlich voll und ganz zu dieser Veranstaltung und sind auch froh darüber, dass Catherine Ashton unsere Veranstaltungsräumlichkeiten an der österreichischen Botschaft genutzt hat. (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Rouven Ertlschweiger, MSc (STRONACH): Geschätzte Frau Präsidentin! Werter Herr Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Der ORF gehört neu aufgesetzt und endlich aus den Klauen der Parteisekretariate befreit. (Beifall beim Team Stronach.) Das ist ein Faktum.
Beifall beim Team Stronach.
Für das Team Stronach sind zwei Dinge in puncto ORF zentral. Erstens: Wann haben die Regierungsparteien endlich den Mut, eine Entpolitisierung zu betreiben? Und zweitens: Wann werden endlich die Zwangsgebühren abgeschafft? Jeder Österreicher, der einen Fernseher besitzt, muss, egal, ob er ORF-Programme konsumiert oder nicht, 350 € jährlich an Zwangsgebühren bezahlen. Das sind rund 600 Millionen € im Jahr. Und dafür werden wir mit amerikanischen Serien berieselt. Das ist heute schon erwähnt worden. Das kann nicht im Sinne von Gebühren sein. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich sage: Gehen wir es an! Ändern wir etwas zum Besseren! Packen wir es an! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das hätten Sie auch machen können. Hätten Sie das Gesetz in Begutachtung geschickt, dann hätten Ihnen auch viele Experten genau das Gleiche geraten, aber es geht Ihnen halt nur um einen PR-Gag, um hier Aktivität vorzutäuschen. Letztlich wird dabei nichts herauskommen, außer hohe Kosten. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS. – Abg. Rädler: Sie waren beim BZÖ! – Zwischenruf der Abg. Fekter. – Weitere Rufe bei der ÖVP: BZÖ! BZÖ!
Ich kann Ihnen versprechen, das wird kommen, denn Sie werden den Druck nicht aushalten. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS. – Abg. Rädler: Sie waren beim BZÖ! – Zwischenruf der Abg. Fekter. – Weitere Rufe bei der ÖVP: BZÖ! BZÖ!)
Sitzung Nr. 18
Beifall beim Team Stronach.
Ich freue mich, wenn der Herr Minister sagt, dass wir nun nur mehr 400 000 Arbeitslose haben (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Stimmt ja nicht!), aber auch da gilt: Jeder einzelne ist zu viel, und wir müssen alles daransetzen, diese Menschen wieder in den Arbeitsprozess integrieren zu können. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ein Weg für diese Integration sind die Kurse. Es werden vom AMS Kurse zur Aus- und Weiterbildung angeboten, und betreffend diese Kurse – wahrscheinlich sind einige toll, sehr erfolgreich – gibt es eine riesige Kritik seitens der Teilnehmer. Viele Teilnehmer kritisieren, dass sie erstens zu falschen Kursen eingeteilt wurden, dass der Kurs kein entsprechendes Niveau hatte, dass er kein Ziel verfolgte und dass sie bei diesem Kurs nichts lernten. Da gibt es Kurseinteilungen, dass zum Beispiel jemand, der ausgebildeter Computerfachmann ist, einen Basiskurs für Computer machen muss. Der ist da eindeutig fehl am Platz! Oder auch: Wenn jemand, der drei Jahre in New York einen Job gemacht hat, zu einem Basiskurs für Englisch eingeteilt wird. Aber es gibt nicht nur das, sondern: Wenn jemand kurz vor der Pensionierung noch einen Kurs über Karriereplanung besuchen sollte, so ist das Ziel eindeutig verfehlt – und auch da geht es um eine Verschwendung von Steuermitteln. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Es ist unsere Verantwortung, zu schauen, dass die Leute wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden. Unser Ansatz geht auch in die Richtung, den Wirtschaftsstandort Österreich fit zu machen, Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass die Wirtschaft floriert und die Menschen wieder einen Job bekommen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das, was jetzt geschieht, ist für uns nur Kosmetik. Damit sind wir nicht zufrieden. Es besteht, wie ich meine, akuter Handlungsbedarf im Bereich des Sozialsystems. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Und jetzt sagt die Bevölkerung völlig zu Recht, unabhängig davon, ob das Hypo-Drama in Kärnten seinen Ausgang genommen hat oder nicht – wir alle werden in dieser Frage übereinstimmen, aber es geht auch um die Frage, was auch diese Bundesregierung dann getan oder unterlassen hat; nicht mehr und nicht weniger ist das Thema –, jetzt kommt die Bevölkerung oder kommen viele, viele wahlberechtigte Menschen und sagen: Wir wollen das untersucht haben! Nachdem gerettet wird, was zu retten ist – darüber kann man diskutieren –, soll auf jeden Fall untersucht werden, was zu untersuchen ist! (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall und Bravorufe bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Und dieser Wille, dieser mittlerweile unbändige Wille in der Bevölkerung und in der WählerInnenschaft hat dazu geführt, dass die Petition der Oppositionsparteien – das ist überparteilich insofern, als sich einmal vier Parteien gefunden haben; da sieht man schon, was da für ein Druck dahinter ist, dass man überhaupt zu solch einem Mittel greift –, dass dieses Anliegen jetzt vor einer Stunde von über 100 000 Wahlberechtigten unterschrieben war. (Beifall und Bravorufe bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS. – Abg. Rädler: Hast du kein anderes Thema?
Schauen Sie, der Landeshauptmann von Vorarlberg wird einen Beschluss, eine Resolution vorschlagen für seinen Landtag, dass wir hier – Sie von der ÖVP auch; aufpassen, Sie auch! – diesem Anliegen nach Untersuchung nachkommen, weil er weiß, dass eine Regierungskommission, die Sie jetzt vorschieben, nur ein Fluchtversuch nach vorne sein kann, mit dem Sie aber hinten herunterhängen werden. Das wird alles nichts nützen. Die Bevölkerung hat ein ganz klares Gefühl dafür – Gott sei Dank –, dass in einer halbwegs ernstzunehmenden parlamentarischen Demokratie diese Aufklärungen, diese notwendigen Untersuchungen ausschließlich Sache eines Parlamentsausschusses sind. Na selbstverständlich! (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS. – Abg. Rädler: Hast du kein anderes Thema?) Ja, das ist es schon.
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Und es wird nichts nützen, wenn sich der Herr Vizekanzler und Finanzminister nach einer Phase luzider Momente jetzt hinstellt und sagt: Das kostet Unsummen! – Das ist ja die größte Verhöhnung. Wir haben ja schon viele Verhöhnungen erlebt, aber das ist auch eine Verhöhnung der Bevölkerung – wenn man nämlich weiß, dass jede Untersuchung prophylaktisch für die Zukunft, so wie in diesem Fall, Milliarden sparen kann. Und hätten Sie nicht den Untersuchungsausschuss zu den Banken abgedreht, hätten wir uns auch viel Geld erspart. (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS. – Die Abgeordneten dieser Fraktionen erheben sich von ihren Sitzen und halten jeweils ein Schild mit dem Aufdruck „HYPO-PETITION 100.000“ in die Höhe. – Ruf bei der SPÖ: Das ist eine „tolle“ Koalition mit den Brandstiftern der FPÖ!
Die Wahrheit wird ans Licht kommen. Die Fürsten der Finsternis haben abzudanken. (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS. – Die Abgeordneten dieser Fraktionen erheben sich von ihren Sitzen und halten jeweils ein Schild mit dem Aufdruck „HYPO-PETITION 100.000“ in die Höhe. – Ruf bei der SPÖ: Das ist eine „tolle“ Koalition mit den Brandstiftern der FPÖ!)
Beifall beim Team Stronach.
Wir leben in einem Sozialstaat, und, meine Damen und Herren, das Grundethos eines Sozialstaates und einer Gesellschaft überhaupt misst sich daran, wie wir mit den Schwächsten – mit den Behinderten, mit den Alten, mit den Kranken, mit den Kindern und mit den Ungeborenen – umgehen. Wenn wir sagen, wir wollen diesen Umgang im Sozialstaat konsensuell und gut regeln – und nicht über Privatinitiativen und Charity oder Goodwillaktionen für Behinderte und Almosengaben –, dann muss der Staat hier wirklich eine explizite Vorreiterrolle einnehmen und Verantwortung übernehmen. Das ist eine der wenigen wirklichen und echten Kernaufgaben des Staates. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir wollen zielgerichtet Menschen helfen, und zwar durch sinnvolle Maßnahmen, und ich glaube, daher ist es gescheit, den Antrag zu unterstützen. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Wie gesagt: Ich verstehe Ihren Unmut, und ich bin auch der Meinung, dass da massiv gehandelt und viel getan werden muss. Klar, der Bund hat eine Vorbildwirkung, und dieser Vorbildwirkung muss der Bund auch gerecht werden, aber in gewissen Bereichen geht es einfach nicht. Ich glaube daher, dass diese Maßnahme, die Sie hier vorschlagen, keinen Sinn macht, wir werden diesem Antrag deswegen nicht zustimmen; wiewohl ich – ich wiederhole es noch einmal – den Unmut verstehe und glaube, da muss viel getan werden. Ich glaube, die Maßnahmen, die aus dem Ministerium kommen, sind sehr gut und dahin gehend muss noch etwas kommen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Hier passiert das, was eigentlich immer schon passiert: Es wird versucht, über stückweise, flickwerkartige Reförmchen Dinge zu verbessern, die schon längst verbessert gehörten, nämlich im Sinne eines immer wieder, seit vielen Jahren geforderten großen Wurfs. Das ist das, was die Menschen erwarten! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine Damen und Herren, das wird nicht gelingen. Ich lade Sie ein, ich fordere Sie auf: Haben Sie Mut und machen wir endlich gemeinsam den großen Wurf! – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Widerspruch bei Grünen, NEOS und Team Stronach.
Da sind Sie, meine Damen und Herren von NEOS, ja fast schon so unsozial wie jene Abgeordneten vom Team Stronach, die da noch eins draufsetzen, indem sie nämlich eine einheitliche österreichische Gesundheitsversicherung fordern, an der sich jeder Bürger beteiligen soll. Darüber hinaus verlangen die Jünger von Frank Stronach auch noch, dass diese Gesundheitsversicherung weder Ambulatorien noch Spitäler oder Reha-Zentren besitzen darf, denn diese Leistungen könnten, geht es nach dem vorliegenden Antrag, künftig auf dem freien Markt zugekauft werden. Es ist meiner Ansicht nach Wahnsinn, solchen Ideen nachzurennen. (Widerspruch bei Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Widerspruch bei Grünen, NEOS und Team Stronach.
Alle internationalen Vergleiche zeigen, dass Länder gleicher Größenordnung bis zu 100 Krankenkassen haben. (Abg. Schwentner: Erklären Sie einmal den Menschen, warum das so ist!) Und unsere Krankenkassen – das muss auch gesagt werden – leisten bei einem Verwaltungsaufwand von knapp 2 Prozent gute Arbeit, die vor allem auch den regionalen Bedürfnissen Rechnung trägt. (Widerspruch bei Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Widerspruch beim Team Stronach.
Denn was machen denn die privaten Versicherungen? – Das sehen wir ja in Deutschland ganz klar: Sie erhöhen, wenn sich am Jahresende das Budget nicht ausgeht, die Krankenversicherungsbeiträge oder kürzen ganz einfach die Leistungen. (Anhaltende Zwischenrufe des Abg. Steinbichler.) – Herr Kollege, reden Sie von den Sachen, von denen Sie etwas verstehen! Dann hätten Sie da herinnen überhaupt nichts mehr zum Plaudern. (Widerspruch beim Team Stronach.)
Beifall bei Grünen, NEOS und Team Stronach. – Widerspruch bei der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Judith Schwentner (Grüne): Herr Präsident! Werte Zuschauerinnen und Zuschauer! Mein Vorredner war wohl das beste Beispiel dafür, dass man wirklich sagen muss: Raus mit den Interessenvertretern aus diesem System! (Beifall bei Grünen, NEOS und Team Stronach. – Widerspruch bei der ÖVP.)
Beifall bei Grünen, NEOS und Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
Wir haben in Österreich 40 Sozialversicherungsträger. Und bitte, Herr Kollege, erzählen Sie einmal jemandem, der Anspruch auf eine Leistung hat – beispielsweise bei einem gebrochenen Fuß nach einem Unfall –, was es für einen Unterschied macht, ob er den Anspruch in Bregenz oder in Eisenstadt hat. Es gibt keine regionalen Bedürfnisse bei Krankheiten, bei Verletzungen oder sonstigen Ansprüchen! Es gibt einfach nur das Bedürfnis eines verletzten, kranken Menschen, entsprechend behandelt zu werden. (Beifall bei Grünen, NEOS und Team Stronach sowie des Abg. Doppler.) Wurscht, wo er ist, wo er lebt und welche Postleitzahl er hat. Das ist das Ansinnen dieses Antrags.
Beifall bei Grünen, NEOS und Team Stronach.
Ich habe im Ausschuss auch nicht verstanden, warum Kollege Rasinger, der heute leider nicht da ist, das so nonchalant abtut und sagt: Ma, wie oft haben wir diesen Antrag schon gehabt?! Jetzt haben wir ihn schon wieder. – Nicht umsonst. Ich finde diesen Antrag absolut unterstützenswert. (Abg. Doppler: Genau so ist es!) Wir brauchen nicht 40 Sozialversicherungsträger, sondern wir brauchen eine Krankenversicherung, eine Pensionsversicherung und eine Unfallversicherung mit den gleichen Beiträgen, mit den gleichen Leistungen für alle in Österreich. (Beifall bei Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei Grünen, NEOS und Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
chen das! Dadurch sparen wir nicht nur viel Geld, wir sorgen dadurch auch für viel mehr Gerechtigkeit in diesem Land. – Danke. (Beifall bei Grünen, NEOS und Team Stronach sowie des Abg. Doppler.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Leopold Steinbichler (STRONACH): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Sehr verehrte Zuhörerinnen und Zuhörer auf der Galerie und vor den Fernsehgeräten! Die Diskussion zeigt, aus welcher Position jemand spricht: Der Standort bestimmt den Standpunkt. Herr Kollege Spindelberger! Deine Wortwahl sei dir überlassen, aber ich glaube, du hast dich selber entlarvt. Man weiß, wo du herkommst, und man weiß, was du verteidigst, und das ist nicht im Sinne der Republik Österreich. Das ist nicht im Sinne unserer Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, die jetzt vor den Fernsehgeräten sitzen. Wir treten für eine langfristige, finanzierbare Gesundheitsversorgung ein, die für alle Österreicherinnen und Österreicher gleich ist. Das muss doch erlaubt sein. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ein Punkt, den ich noch aus Sicht des Teams Stronach ergänzen darf: Wir sind auch für die Prävention. Ich glaube, alle Kolleginnen und Kollegen, auch die der Oppositionsparteien, werden sich hier anschließen. Das ist doch der wesentliche billigere und günstigere Ansatz als die Reparatur. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger: Wir haben 19 Sozialversicherungen. Ich selber zahle bei drei Sozialversicherungsträgern ein. Das ist ein Staat im Staat. Das braucht bitte keiner! Wir brauchen eine schlanke, effiziente Verwaltung. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.)
Beifall beim Team Stronach.
Abschließend darf ich erwähnen – das ist eines unserer Grundprinzipien und in unserem Parteiprogramm verankert –: Wir wollen die Verwaltung abspecken. Wir wollen das Geld für Projekte haben. Wir wollen das Geld für die Wirtschaft haben, damit es allen Österreicherinnen und Österreichern zum Vorteil gereicht. In diesem Sinne bitten wir um Unterstützung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ein weiterer Schritt ist, dass dieses Gesetz auch Ausnahmeregelungen für Lenker von Fahrzeugen des öffentlichen Sicherheitsdienstes, des Entminungsdienstes, von Militärstreifen und so weiter enthält. Auch das ist richtig. Das sind Einsatzfahrzeuge, und Einsatzfahrzeuge unterliegen besonderen Richtlinien im Rahmen der Straßenverkehrsordnung. Man sollte sie in gewissen Bereichen der Polizei gleichstellen, denn das sind natürlich Einsatzfahrzeuge, und Einsatzfahrzeuge müssen einfach mehr Rechte als der normale Verkehrsteilnehmer haben. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine Damen und Herren! Die Autofahrer sind wirklich die Melkkuh der Nation. Das ist der falsche Weg, Frau Minister, und deswegen hatte ich auch so Bauchweh. Ich werde mir jetzt aber einen Ruck geben und diesem Gesetz zustimmen, auch wenn es vielleicht für den einen oder anderen ein Nachteil ist; insgesamt ist es aber ein Vorteil. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Jarolim: Was ist das für ein Auto? Ist das ein Kabinenroller?
Aber ich werde hier sehr gerne zustimmen, weil diese Umfahrung eine vernünftige Umfahrung ist, und das kann man nur forcieren. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Jarolim: Was ist das für ein Auto? Ist das ein Kabinenroller?)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Julian Schmid.
Abgeordneter Rouven Ertlschweiger, MSc (STRONACH): Geschätzter Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Wenn ich Ihnen zuhöre, wird mir kalt! – Sie reden von Untersuchungen, Sie reden von Geld. – Meine Damen und Herren, es geht um unsere Kinder! Es geht um die Kinder in Österreich, um die Zukunft dieses Landes! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Julian Schmid.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Beendigung von Maßnahmen der Jugendhilfe darf meines Erachtens nicht an das Alter geknüpft sein, sondern muss sich ausschließlich an Kriterien der Selbsterhaltungsfähigkeit jedes einzelnen Jugendlichen orientieren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich appelliere daher an Sie: Retten wir doch bitte einmal zur Abwechslung keine Banken oder Finanzinvestoren, sondern retten wir Jugendliche und Kinder und geben wir ihnen mit der Gewährung von Unterstützungsleistungen die Chance, dass sie ein normales Leben führen können. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit bei Grünen, NEOS, Team Stronach und FPÖ.
österreich, glaube ich. Er sollte einmal darüber nachdenken, warum es dort keinen Untersuchungsausschuss gibt. – Weil es keine Anlässe gibt, das haben Sie noch nicht bemerkt. (Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit bei Grünen, NEOS, Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Was wird das Ergebnis sein? – Wir werden in der Parteienförderung immer noch klar Europameister sein, also wir werden absolute Spitzenklasse sein. Es muss keine Partei Angst haben, dass sie am Hungertuch nagt. Und eines auch zur Beruhigung: Parteien werden immer zu wenig Geld haben. Also wenn wir alle ein bisschen weniger haben, haben wir alle trotzdem Schulden, aber es wäre im Sinne der Sache ein guter Zug, und ich glaube, es ist auch angesichts der Lage der Nation und ihrer Finanzen mehr als angemessen. – Ich bitte um Zustimmung. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei Team Stronach, FPÖ, Grünen und NEOS.
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (STRONACH): Herr Präsident! Hohes Haus! Wir haben es heute schon gehört, wir sind in der glücklichen Lage, dass 100 000 Bürger in dieser relativ kurzen Zeit eine Petition unterstützt haben, in der ein Untersuchungsausschuss gefordert wird. Natürlich ist es ein sehr erfreuliches Signal, dass sich, in so kurzer Zeit, so viele Menschen bereiterklärt haben, dieses Verlangen zu unterstützen, das ja auch sinnvoll ist. Betrachtet man es jedoch ganz genau, so ist es eigentlich eine Schande, dass sich das Parlament bei der Bevölkerung Unterstützung organisieren muss, um etwas zu tun, was eine Selbstverständlichkeit in diesem Haus sein sollte, und zwar dass das Parlament das macht, was auch in der Verfassung steht: nämlich die Regierung mit einem Untersuchungsausschuss zu kontrollieren! (Beifall bei Team Stronach, FPÖ, Grünen und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.
lassen Sie sich dazu hinreißen, etwas zu tun, was selbstverständlich sein sollte und wofür wir nicht die Bevölkerung brauchen sollten, um es hier durchzusetzen! Ein Parlament, das sich ernst nimmt, muss einen Untersuchungsausschuss zu etwas so Wichtigem auch zulassen. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.)
Ruf bei der ÖVP: Stronach 2 Prozent!
Die allergrößte Frechheit ist ja der Herr Finanzminister. (Ruf bei der ÖVP: Stronach 2 Prozent!) Der Herr Finanzminister sollte von einem Untersuchungsausschuss kontrolliert werden. Das ist ja die Idee dahinter. Das heißt, wir wollen Folgendes wissen: Hat der Finanzminister, hat das Finanzministerium, hat sein Amtsvorgänger alles richtig gemacht oder gibt es im Hintergrund Vorgänge, die aufgeklärt werden müssen? Das wollen wir wissen.
Beifall beim Team Stronach.
So, und jetzt kommt der Herr Finanzminister her und installiert eine eigene Kommission, die er selbst ins Leben ruft, eine Regierungskommission, und lässt sich nicht vom Parlament kontrollieren, so, wie das in der Verfassung steht. Ich kann ab jetzt nur jedem Unternehmer, der da draußen heute zusieht, Folgendes empfehlen: Wenn Sie das nächste Mal eine Steuerprüfung haben, dann gründen Sie eine eigene Kommission, die Sie prüft, und nicht das Finanzministerium – denn das wäre komplett das Gleiche. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
cherweise noch 2 Milliarden € extra haben wollen, einen Dienst erwiesen – und das als SPÖ. Da kann man nur sagen: Schämen Sie sich! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir wollen wieder zu dieser alten Stärke, die wir einmal hatten, zurückkehren. Das Parlament muss wieder stark werden und muss wieder der Anwalt der Menschen, der Bürger da draußen sein und all das, was nicht gepasst hat, aufzeigen! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS.
Letztlich, und das verwechseln viele ganz absichtlich, hat der Private, wenn er in Konkurs geht, ein Problem. Wenn der Staat oder das Land in Konkurs geht, haben die Gläubiger ein Problem. – So schaut es aus! (Abg. Schieder: Sieht man auch in Argentinien!) Und wer waren die Gläubiger der Hypo? – Die Banken, die Versicherungen, die Bayern natürlich, die BayernLB, die Raiffeisen, die Landes-Hypo, alle Ihre Freunde. Das ist ja das Problem, das war der Grund dafür, warum verstaatlicht wurde, und das muss in einem Untersuchungsausschuss aufgearbeitet werden! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei Team Stronach, NEOS, Grünen und FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Katzian.
Ich kann Ihnen nur eines sagen: Nützen Sie heute die Gelegenheit und machen Sie das Richtige, stimmen Sie zu und wir können das endgültig vom Tisch bringen! – Vielen Dank. (Beifall bei Team Stronach, NEOS, Grünen und FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Katzian.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Während Sie hier netterweise die Taferln in die Höhe halten – ich sage auch: Danke FPÖ!, nämlich dass wir darauf bestehen, dass es einen Untersuchungsausschuss gibt –, haben wir schon über 104 000 Unterschriften gesammelt. Das ist die erfolgreichste Petition, die jemals gestartet wurde, und es werden noch mehr, denn es bröckelt bei Ihnen schon. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten von FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Es wird jedenfalls schwierig werden, dass diese Klubobleute dem Hohen Haus erklären, dass Expertinnen und Experten zuständig sind, während bereits 100 000 beziehungsweise mittlerweile schon 104 000 Bürgerinnen und Bürger diesen Untersuchungsausschuss wollen. Und recht haben sie! Die Untersuchung dieser Missstände ist keine Frage der „Expertokratie“! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten von FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten von FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Wir haben es ja im Banken-Untersuchungsausschuss erlebt, dass wir über die Prüfberichte, die diese Behörden ausgestellt haben, sehr wohl zu den Banken gekommen sind, und das wäre jetzt genau so. Das war auch der Grund, warum Sie beide den Banken-Untersuchungsausschuss abgedreht haben, weil nämlich die Berichte dramatisch schlecht waren! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten von FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten von FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Als wir, Gabi Moser, Peter Pilz, dazu kamen, das Schwarzgeldkontensystem der ÖVP aufzudecken – nachdem Sie die Orangen im Ausschuss vorgeführt haben und die Orangen auch bei Gericht schon einmal sozusagen zu ihrem Auftritt gekommen sind, alles richtig! –, als es also um die ÖVP ging, wo die Dimension eine wesentlich größere ist, haben Sie und mit Ihrer Unterstützung wieder einmal diesen Ausschuss abgedreht! Das ist der Missstand in der Republik, mit dem jetzt abgefahren wird! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten von FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten von FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Und wenn wir jetzt am Schluss feststellen, dass 104 000 unterschrieben haben – und es werden noch viel mehr werden –, dann sollten Sie das zeitgeschichtlich nicht vergessen. (Der Redner schüttelt einen Schlüsselbund.) Lesen Sie nach in der jüngeren Zeitgeschichte Mitteleuropas, was das bedeutet, und meditieren Sie bis zum nächsten Mal, falls Sie heute noch nicht zustimmen! Denken Sie daran: schlafen, träumen, aufwachen, neue Motivation, neues Gewissen, freie Mandate. – Das hat Österreich verdient! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten von FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Der Redner zeigt eine Tafel mit der Aufschrift: „Hypo-Petition: 100.000“, auf welcher „100.000“ mit Rotstift auf „104.000“ ausgebessert wurde. – Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen und Team Stronach.
Abgeordneter Dr. Rainer Hable (NEOS): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hohes Haus! (Der Redner zeigt eine Tafel mit der Aufschrift: „Hypo-Petition: 100.000“, auf welcher „100.000“ mit Rotstift auf „104.000“ ausgebessert wurde. – Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen und Team Stronach.
Ja, die Zahlen schreiten munter voran. 100 000 waren es heute am Vormittag, jetzt am Nachmittag sind es schon 104 000. Der Gegenwind, geehrte Kolleginnen und Kollegen von ÖVP und SPÖ, kommt nicht nur von den vier Oppositionsparteien, sondern dieser kommt ganz massiv aus dem Volk. Und sie werden diesen, wenn Sie heute nicht zustimmen, in Zukunft noch viel massiver spüren! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen und Team Stronach. – Abg. Schittenhelm: Das stimmt nicht!
Ich erinnere Sie daran: In Niederösterreich gibt es Spekulationsverluste von 1 Milliarde € beziehungsweise in Wirklichkeit viel mehr. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen und Team Stronach. – Abg. Schittenhelm: Das stimmt nicht!) Ganz genau wissen wir es nicht, weil die Länderfinanzen intransparent sind, das ist richtig! Niederösterreich folgt Linz und hat jetzt auch den eigenen Swap-Skandal.
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen und Team Stronach.
Außerdem wurde die unabhängige Regierungskommission genannt. (Abg. Kickl: Das ist ein Widerspruch in sich!) Diese Regierungskommission hat überhaupt keine entsprechenden Instrumente. Sie kann keine Zeugen laden. Die Leute, die freiwillig kommen, stehen nicht unter Wahrheitspflicht. Und es gibt überhaupt kein rechtliches Instrument, dass dieser Regierungskommission Akten vorgelegt werden. Das kann diese nicht veranlassen! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen und Team Stronach. – Bravoruf des Abg. Kogler.
Diese Instrumente kommen nämlich – und das ist natürlich im Sinn der Sache und im Sinne des Parlaments – nur dem Parlament beziehungsweise einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu. Daher gehört der Untersuchungsausschuss dorthin, wo er eben hingehört, nämlich hier ins Parlament! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen und Team Stronach. – Bravoruf des Abg. Kogler.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen und Team Stronach.
Zu guter Letzt möchte ich mich bei den mittlerweile 104 000 Bürgerinnen und Bürgern bedanken. Helfen Sie uns weiter mit! Unterstützen Sie unseren Antrag! Gemeinsam werden wir den Druck aufrechterhalten, und gemeinsam werden wir es schaffen, dass dieser Untersuchungsausschuss kommt! – Danke schön. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen und Team Stronach.)
Sitzung Nr. 20
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS.
Ich bin eineinhalb Jahre im sogenannten Österreich-Konvent gesessen, wo genau diese Themen Länge mal Breite diskutiert worden sind. Es hat immer wieder Vorschläge und Versuche einer Verwaltungsreform gegeben – Dutzende! –, und der Spardruck ist seit dem Jahr 2008 wirklich extrem hoch. Es wäre längst an der Zeit gewesen, jeden Cent umzudrehen und auch im Bereich der Schulverwaltung die Beseitigung der Doppelgleisigkeiten anzugehen. Warum erst jetzt?! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS.
Die Kürzungen werden als alternativlos dargestellt. Das Wort muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen: alternativlos! (Abg. Kickl: Das Unwort des Jahres!) „There is no alternative!“ – Margaret Thatcher war das damals. Ich halte das für eine absolute Anspruchslosigkeit und Phantasielosigkeit, Kürzungen im Bereich Bildung, Wissenschaft und Forschung als alternativlos zu bezeichnen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS.
Ich finde, das sollte man ernst nehmen, wenn solche Hilfeschreie kommen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Heinzl: Namen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Jene, die es sich leisten können, schicken ihre Kinder in eine Privatschule – sehr viele Politiker, die ich hier sehe, tun übrigens genau das, auch von der SPÖ (Abg. Königsberger-Ludwig: Wer denn? Sagen Sie, wer! – Weitere Rufe bei der SPÖ: Wer?) –, zahlen dafür, weil sie es sich leisten können, und alle anderen gehen in die öffentlichen Schulen und haben das Problem. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Heinzl: Namen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
wir so auch nicht lösen, Herr Kanzler und liebe Frau Minister! Sie wollen das Problem ja auch gar nicht lösen. (Abg. Königsberger-Ludwig: Haben Sie der Frau Ministerin nicht zugehört?) Sie wollen letztlich nichts anderes tun, als den Einfluss der Politik weiter zu bewahren und das Schulsystem zu missbrauchen, um für Ihre Parteifunktionäre, für Ihre Günstlinge und für Ihre Freunde Versorgungsposten zu haben. So funktioniert das nämlich! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.)
Beifall beim Team Stronach.
Wissen Sie, wer es weiß? (Abg. Königsberger-Ludwig: Haben Sie heute nicht zugehört?) – Die Lehrer vor Ort wissen es, und deshalb brauchen wir eine Autonomie. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb: Gehen wir weg von der Kostendiskussion hin zu einer Qualitätsdiskussion! Das haben sich unsere Kinder verdient, und das hat sich ganz Österreich verdient. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Der Staat nimmt und nimmt und nimmt. Und jetzt ist noch zu befürchten, dass er sich bei der Zukunft der jungen Leute in unserem Land, beim Bildungssystem auch noch bedient. Ihr heute angedeutetes Umdenken wäre äußerst wünschenswert und ist positiv zu bewerten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das löst aber nicht das Grundproblem, nämlich die Schuldenmacherei. (Abg. Rädler: Arbeiterparteischlager! – Abg. Walter Rosenkranz: Auch Geld arbeitet!) Der Schuldendienst braucht bald schon mehr Geld, als für Bildung ausgegeben wird. Sie geben bald mehr Geld für Zinszahlungen aus als für die Bildung unserer jungen Leute. Und selbst bei dieser Summe muss jetzt anscheinend gekürzt werden, weil diese Regierung nicht wirtschaften kann. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich erlaube mir, an dieser Stelle Frank Stronach zu zitieren. Jeder hat es oft genug gehört: Jeder, der einen Haushalt führt, weiß, er kann nicht mehr ausgeben als einnehmen, sonst hat die Familie kein Geld zum Leben. Jeder Gewerbetreibende weiß, er kann nicht mehr ausgeben als einnehmen, sonst muss die Firma in Konkurs gehen. Jeder weiß das, nur diese Regierung offenbar nicht. Die Schuldenmacherei muss endlich aufhören. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich sage, ja, selbstverständlich muss gespart werden – leider! –, weil wir eine Regierung haben, die seit den siebziger Jahren immer ein Defizit produziert, weil wir eine Regierung haben, die seit den siebziger Jahren immer mehr Geld ausgibt als einnimmt, weil wir eine Regierung haben, die nicht wirtschaften kann. Diese Regierung hat kein Einnahmenproblem, sie hat ein Ausgabenproblem. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir wollen nicht dafür mitverantwortlich sein, dass die nächsten Generationen nichts mehr haben außer einem gewaltigen Schuldenberg. Selbstverständlich sind wir fürs Sparen, auch im Bildungsbereich. Aber mein Appell an die Regierung: Sparen Sie nicht bei den Kindern, nicht bei den Lehrern und nicht in den Schulen, sondern sparen Sie endlich dort, wo Ihre eigenen Leute betroffen sind, dort, wo Sie mit unzähligen Landes- und Bezirksschulräten Ihre Leute sitzen haben, wo Sie im Proporzsystem die Posten an Verwalter vergeben! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Schaffen Sie nicht noch mehr Verwalter! Bürokratie führt immer zu noch mehr Bürokratie. Seit wann verbessert Verwaltung die Qualität des Unterrichts? Fragen Sie doch die Lehrer selber, wie viel Verwaltung sie brauchen! Sie werden im Handumdrehen Hunderte gute Vorschlägen bekommen. Trauen Sie den Lehrern und auch den Schuldirektoren mehr zu! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. El Habbassi.
Noch einmal zu Frank Stronach, denn er war der Erste, der das gesagt hat, und jeder hat es wiederum hundertmal gehört: Es ist ihm völlig unverständlich, dass der Schuldirektor nicht seine eigenen Lehrer aussuchen kann. – Recht hat er! Und es freut mich besonders, dass es hier seitens der ÖVP Signale Richtung Schulautonomie gibt. Sehr erfreulich! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. El Habbassi.)
Beifall beim Team Stronach.
ein Bewerbungsschreiben verfasst. Das ist ein Unterschied, ein Umdenken. Unsere Jugend braucht eine Perspektive. Voraussetzung dafür sind Bildung, Ausbildung, die Stärkung der Schwachen und auch ganz besonders die Förderung der Eliten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Fazit: Sparen Sie endlich in der Verwaltung bei Ihren eigenen Leuten und seien Sie großzügig zu den Kindern! Die Zukunft des Landes hängt von den Kindern ab und nicht von den Verwaltern. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Mit der Zukunft unserer Jugend stopft man keine Budgetlöcher! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Gehen Sie bitte hinaus ins echte Leben und sprechen Sie mit den Vertretern der Wirtschaft, von der Autowerkstatt bis hin zu Produzenten von High-Tech-Produkten. Der Großteil dieser Wirtschaftstreibenden, dieser Unternehmer wird sich bei Ihnen darüber beklagen, dass der ausbildungsfähige und der ausbildungswillige Nachwuchs Mangelware ist. Das ist eine Tatsache, und der soll man ins Auge schauen, meine Damen und Herren! (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
(Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das wäre ein einfacher, schnell umsetzbarer und guter Beitrag, den wir hier und jetzt beschließen könnten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
rungen am falschen Platz, dann wird das Leitl’sche Wort vom „Absandeln“ Österreichs als Standort auch in der Bildung schlagend. Dann haben wir nämlich lauter Doofe und nicht mehr in der Lage seiende Mitbürger, die Grundrechnungsarten, das Lesen und das Schreiben zu beherrschen. Und das ist insgesamt ein weiterer trauriger Befund. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich glaube, es fehlen einfach die notwendigen Strukturmaßnahmen, sonst verschulden wir uns und belasten die Zukunft unserer Kinder und Enkel. Sämtliche Spielräume werden uns genommen, da brauchen wir dann nicht mehr Bildungspolitik zu diskutieren, sondern dann müssen wir darüber diskutieren, ob sich unsere Nachkommen die Rückzahlungsraten überhaupt noch leisten können. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Frauen Ministerinnen! Das Verlangen auf Einberufung dieser Sondersitzung wurde von der grünen Fraktion zu einem Zeitpunkt eingebracht, als Maßnahmen am Tisch gelegen sind, die jetzt Gott sei Dank wieder weg sind. Insofern ist dies der beste Beweis dafür, dass man als Opposition etwas durchsetzen kann, wenn man rechtzeitig darauf hinweist, dass Fehler passieren. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei NEOS, FPÖ, Grünen und Team Stronach.
Es ist dies der vierte, aber nicht, und das kann ich Ihnen versprechen, der letzte Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zur Hypo Alpe-Adria – außer Sie stimmen heute zu und machen aus diesen vier Fraktionen fünf oder vielleicht sechs, dann würden wir uns das ersparen. Diese Einladung ist nach wie vor aufrecht. Aber wir wissen: Wir müssen den Druck weiter hochhalten, den Druck auf die Bundesregierung, denn sonst geschieht in diesem Land nichts! (Beifall bei NEOS, FPÖ, Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von Team Stronach, Grünen und FPÖ.
Das ist eine Missachtung des Parlaments! Das ist eine Missachtung der Demokratie! Und ich kann allen, Gouverneur Nowotny und allen anderen, die auf diese Art und Weise mit dem Hohen Haus verfahren, ausrichten: Das wird es in Zukunft nicht mehr spielen! Der Wind, der Ihnen aus diesem Haus entgegenwehen wird, wird so stark sein, dass Sie das nicht mehr aushalten werden! Diese Missachtung des Parlaments werden wir uns nicht gefallen lassen! (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von Team Stronach, Grünen und FPÖ.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von Team Stronach, Grünen und FPÖ.
Überlegen Sie sich: Sind Sie Abgeordnete des Nationalrates oder Abgeordnete der Regierung? Als Abgeordnete des Nationalrates müssen Sie hier mitgehen. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von Team Stronach, Grünen und FPÖ.)
Beifall bei Grünen und FPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.
All das wird kommen. Wir werden das untersuchen, und es wird sich noch herausstellen, wer hier die Hauptverantwortung trägt. Und mit Ihren Mätzchen werden Sie das nicht verhindern. Und ich gebe Ihnen einen guten Rat, wenn wir jetzt Gott sei Dank die Reform der U-Ausschüsse diskutieren: keine Mätzchen, keine Fluchtversuche durch die Seitentür! – Es ist völlig klar: im Wesentlichen das Modell des Deutschen Bundestags. Dann kann man noch schauen, wo es Kompromisse gibt. Aber eines wird nicht gehen: dass wir über das Jahr hinaus die Untersuchungen zur Hypo hier nicht beginnen, weil es nämlich – und da komme ich zum letzten Punkt – in jeder entwickelten parlamentarischen Demokratie selbstverständlich ist, dass so etwas ein U-Ausschuss untersucht und nicht eine bestellte Regierungskommission. (Beifall bei Grünen und FPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei Grünen und FPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach. – Ah- und Öh-Rufe bei der FPÖ.
Zu dieser Regierungskommission möchte ich Ihnen schon noch sagen: Was hat die überhaupt für einen Auftrag? Und von wem? Legen Sie den Ministerratsvortrag vor, in dem drinnen steht, was Sache ist! Ich habe der Frau Griss wenigstens den Antrag zum Untersuchungsausschuss gegeben, da hat sie wenigstens einen Untersuchungsplan. Was die Regierung beauftragt hat, wissen wir nicht. Legen Sie das offen! Legen Sie das offen, sonst ist das Ganze von vornherein zum Scheitern verurteilt, insbesondere weil ein Mitglied dieser Kommission bis vor Kurzem Chef der Deutschen Bank Luxemburg war, deren Tochter 320 Millionen Hypo-Anleihen hält! Gratuliere! (Beifall bei Grünen und FPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach. – Ah- und Öh-Rufe bei der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Es kann einfach nicht sein – und ich wiederhole mich hier wahrscheinlich –, dass dieselben Handlungen oder auch Nichthandlungen von Politikern und Privaten völlig unterschiedliche Rechtsfolgen haben. Das kann in einem Rechtsstaat nicht sein. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In diesem Zusammenhang zur Aufsicht. Die FMA erstellt einen sehr professionellen und äußerst umfangreichen Jahresbericht, und da fällt auf, dass sie auch sehr ausführlich über die vielen Organstrafen berichtet, die sie jedes Jahr austeilt. Das zeigt, dass sie formal besonders streng ist. Ich verstehe nicht, warum man formal so streng ist und damit eigentlich das Geschäft der Banken, was die Realwirtschaft anlangt, die Unterstützung der Unternehmer, Vergabe von Krediten et cetera, so wahnsinnig bürokratisch und langsam gestaltet, anstatt dass man sich mehr auf die materiellen Prüfungen konzentriert, darauf, ob eine Bank vielleicht ein zu riskantes Geschäftsmodell hat. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.
Was die Kommission von Frau Dr. Griss anlangt: Das sind sicher großartige Experten, und auch sie genießt einen Ruf als großartige Juristin. Das unterstütze ich sehr, aber ich meine nur, das nützt alles nichts, wenn sie keine Mittel zur Verfügung hat. Es gibt keine Wahrheitspflicht. Wenn Zeugen nicht auftauchen, dann tauchen sie eben nicht auf. Das ist ein, leider Gottes, völlig zahnloser Apparat, und auch dieser Weg wird nicht am Untersuchungsausschuss vorbeiführen. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen und NEOS.
Vor lauter zahnlosen Apparaten hier noch einmal ein Appell von mir an die Regierungsparteien: Bitte geben Sie sich einen Ruck, stimmen Sie dem Untersuchungsausschuss zu! Und glauben Sie mir, wenn alles ohnehin so ist, wie Sie es darstellen, dann kann das Ihrer Reputation und der Reputation der Politik im Allgemeinen nur guttun, wenn Sie für Aufklärung sorgen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen und NEOS.)
Sitzung Nr. 21
Abg. Wöginger: Was ist denn das für ein Schnuller? Das ist ja ein Stronach-Schnuller, wenn der 5 € kostet!
Bei allem Respekt, Sie können einfach nicht wirtschaften und Sie verhöhnen die Familien: 4 € mehr pro Kind, und das nicht inflationsangepasst! Sie lassen Milliarden in der Verwaltung versickern. Die Vorschläge des Rechnungshofs bleiben zu einem Großteil unangetastet. Sie verweigern jegliche Reform und haben jetzt den Mut, sich hier herzustellen und stolz zu verkünden, dass die Familien um 4 € mehr bekommen?! Da kann eine Mutter ihrem Butzi einen Silikon-Schnuller kaufen. Der Latex-Schnuller kostet 5 €, der wird sich nicht ausgehen. (Abg. Wöginger: Was ist denn das für ein Schnuller? Das ist ja ein Stronach-Schnuller, wenn der 5 € kostet!)
Beifall beim Team Stronach.
Laut Rechnungshof bringt eine Reduktion der Verwaltung von nur 5 Prozent 7 Milliarden € ein, und das jedes Jahr. In Ihrem Paket werden den Familien in den nächsten Jahren knapp über 800 Millionen € an Transferzahlungen übermittelt. Ich frage mich: Wie sinnvoll ist denn so eine Maßnahme, die über 800 Millionen € kostet, wobei eine Familie pro Kind 4 € bekommt? (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach
Ich kritisiere dieses sozialistische Umverteilungsmodell. Die Steuerzahler werden ausgepresst wie eine Zitrone, damit der Staat dann in Form von Transferleistungen umverteilen kann. Dabei verschlingt die Verwaltung einen beachtlichen Teil des Geldes; aber Umverteilung bedeutet Macht (Beifall beim Team Stronach), und um der Macht willen will die Politik jedenfalls weiterhin besteuern und umverteilen.
Beifall beim Team Stronach.
Offensichtlich will man keine unabhängigen Bürger. Es wäre doch viel besser, wenn die Familien mehr Geld in ihren Geldtaschen hätten und selbst bestimmen könnten, wie sie ihre Kinder betreuen möchten – eine Art Open Society. Ich traue jeder Mutter und jeder Familie zu, dass sie selbst am besten weiß, wie ihr Kind zu betreuen und was gut für ihr Kind ist. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir schlagen vor, dass Familien ab zwei Kindern in die Familienbesteuerung wechseln können, um so die Steuerlast zu senken. Kindererziehung darf nicht zu einer Armutsfalle werden, und es muss einfach für jede Frau leistbar sein, dass sie beim Kind zu Hause bleiben kann, wenn sie das möchte. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der ÖVP.
und dankbar, dass meine Mutter zu Hause geblieben ist und sich um mich gekümmert hat. Der beste Pädagoge kann ein Mutterherz nicht aufwiegen. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Viele Mütter arbeiten, und auch diesen Müttern gebührt selbstverständlich der größte Respekt. Es ist nicht einfach, alles unter einen Hut zu bringen. Für ihre Unterstützung und ganz besonders für Alleinerziehende brauchen wir flexible Kinderbetreuungseinrichtungen mit einem umfassenden Lern- und Sportangebot, wo es gesundes Essen für die Kinder gibt und wo sie sich an der frischen Luft austoben können, Spaß haben können, lernen können, vielleicht ein Instrument lernen können. Es braucht solche Einrichtungen, und da plädiere ich dafür, dass man den Unternehmern einen Steueranreiz gibt, dass sie Betriebskindergärten einrichten, damit es für die arbeitenden Frauen eine Möglichkeit gibt, ihre Kinder optimal unterzubringen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Mein Vorschlag dazu: Jedes Organ der ÖIAG soll im Verhältnis zu seinem Einkommen Aktien der ÖIAG-Firmen kaufen müssen. So würde jeder lernen, was Verantwortung ist, und mit dem Steuerzahler endlich im selben Boot sitzen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abschließend: Da in unserem System die private Vermögensbildung durch die gewaltigen Steuern sowieso praktisch unmöglich geworden ist, sollte man dankbar sein, dass ein Investor kommt, Geld in die Hand nimmt, Arbeitsplätze sichert und im Idealfall neue schafft – noch dazu wo die ÖIAG sich aus der Telekom heraus jahrelang fette Dividenden ausgezahlt hat und dabei das Unternehmen praktisch ausgeblutet hat. Und jetzt gibt die Regierung möglicherweise frisches Kapital, um Einzelne nicht dem Machtverlust hinzugeben, während es für Familien 4 € gibt und die Bildungsministerin ein Sparpaket verkaufen muss?! – Das ist ein eklatantes Missverhältnis und zeigt ganz klar das mangelnde Verständnis dieser Regierung, was für die Familien und für die Bürger in diesem Land wirklich wichtig ist. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich sage ganz klar: Die Familien und insbesondere die Frauen sind die Basis unserer Gesellschaft, die Basis für alles, trauen wir ihnen mehr zu! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Es ist so, dass ÖVP und SPÖ langsam zu verstehen beginnen, wie das John Maynard Keynes damals gemeint hat, nämlich: in schlechten Zeiten zuschießen und investieren, um die Nachfrage zu beflügeln. Die zweite Hälfte haben sie aber nie verstanden oder ignoriert: in guten Zeiten auf die Seite legen. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) Ich kann Ihnen sagen, Herr Krainer, in den letzten 52 Jahren waren echt fette Jahre dabei, echt saufette Jahre! Und Sie haben es nicht einmal geschafft, einen Cent auf die Seite zu legen, nicht ein Mal! (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Sie haben über Jahre und Jahrzehnte versucht, die Wählerschaft damit anzufüttern und strukturell zu korrumpieren – und das ist nicht in Ordnung! (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.) Das ist nicht in Ordnung! (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich möchte diesen Schuldenberg auf „Regierungsberg“ umtaufen. Bitte, heute so zu tun, als ob der vom Himmel gefallen wäre, ist eine billige Ausrede. Es ist schlimm genug mit der Hypo Alpe-Adria. Das ist ein „Nuancerl“ gegen die versäumten Reformen, die notwendigen Reformen im Bereich Entbürokratisierung, die notwendigen Reformen im Bereich Zusammenlegung der Sozialversicherungen. – Nein, die Klientelpolitik wird weiterbetrieben und alles wird auf die Hypo Alpe-Adria geschoben, weil es tagesaktuell ist. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Praxis! Wir wissen, was Kinder auf dem Land kosten. Wir wissen, wie wichtig Kinder für die Zukunft dieses Landes sind. Also geben wir den Kindern eine Chance! – Das ist das Hauptproblem: dass etwas anderes gesagt wird, als in Wirklichkeit getan wird! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir laden Sie ein, ein familien- und kinderfreundliches Umfeld für eine gute Zukunft zu schaffen, für das Wichtigste in unserer Gesellschaft, für die wichtigste Zelle in unserem Staat: Kinder und Familien. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei NEOS und Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Es ist von oben herab. Ich muss Ihnen schon sagen, liebe ÖVP, dass Ihre Angriffe derart niveaulos sind, dass man sich ja schon fast Sorgen machen muss, in welcher Situation Sie eigentlich sind. Das ist scheinheilig. (Beifall bei NEOS und Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Beifall bei NEOS und Team Stronach. – Abg. Lopatka: Was ist das: „der Reis“?
kann man ruhig einmal sachlich ansprechen, und dass Sie das auf einem derartigen Niveau verwenden, zeigt eigentlich, dass es stimmt, was die Kommentatoren auch heute wieder in der Zeitung schreiben: Es geht Ihnen ziemlich „der Reis“, offensichtlich. Gut so! (Beifall bei NEOS und Team Stronach. – Abg. Lopatka: Was ist das: „der Reis“?)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.
Abgeordneter Rupert Doppler (FPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Ich darf zunächst die Delegation aus dem Salzburger Landtag ganz, ganz herzlich begrüßen. Es ehrt mich sehr, dass ihr heute hier bei uns auf Besuch seid. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.
Natürlich ist eine EU-Richtlinie umzusetzen, no na. Das muss eine Regierung machen, sonst gibt es die entsprechenden Sanktionen. Das heißt aber nicht, dass man zu jedem Punkt Ja sagen und jede EU-Richtlinie kritiklos übernehmen muss. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.)
Beifall beim Team Stronach.
Hier haben wir einen Anlassfall, wo wir dieses Thema einmal in die Hand nehmen sollten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.
Viertens: Dem Festgenommenen auf Papier eine Bestätigung des geschlossenen Mandatsvertrages übergeben. – Sie können sich vorstellen, wie sich die Polizisten daneben freuen werden, die gerade eine Straftat aufklären wollen, wenn diese bürokratischen Dinge bei der Auftragserteilung irgendwann um Mitternacht in der Verdachtslage bei einem Kommissariat vorgenommen werden sollen. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine Damen und Herren, in diesem Sinne unterstütze ich den Antrag auf Rückverweisung und verweise auch auf den Ergänzungsantrag, den ich gemeinsam mit der Kollegin Meinl-Reisinger einbringe, den sie dann erklären wird. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei NEOS und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Da ich das Gesetz mangelhaft finde, stimme ich dem Antrag der FPÖ zur Rückverweisung an den Ausschuss zu, auch wenn ich weiß, dass natürlich die Frist für die Umsetzung schon knapp wird. – Danke. (Beifall bei NEOS und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Abgeordneter Dr. Marcus Franz (STRONACH): Wertes Präsidium! Hohes Haus! Werte Minister! Grüß Gott! Ich sage zuerst einmal: Danke, Frau Minister, dass Sie das gestoppt haben. Ich sage nicht aus Gründen der Datensicherheit danke, sondern ich sage: Danke, das gibt uns eine Verschnaufpause und wir können darüber nachdenken, was das überhaupt bedeutet, dieser ganze PISA-Wahn, dieser ganze Ranking-Wahn, dieser Standardisierungswahn und dieser Wahn der Gleichmacherei im Bildungs- und Universitätssektor, der Europa erfasst hat. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.) – Danke.
Beifall beim Team Stronach.
Ich halte das für eine ganz schlechte und bedenkliche Entwicklung. Frau Minister, ich sage noch einmal danke! Ich denke, wir sollten das zum Anlass nehmen, darüber nachzudenken, ob es nicht gescheitere Methoden, bessere Methoden, individuellere Methoden, bürgernähere Methoden gibt, um Bildung zu erfassen und den Sinn oder auch den Unsinn von Bildungsinstituten wirklich vergleichbar zu machen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei NEOS und Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.
Wir müssen das noch einmal besprechen. (Beifall bei NEOS und Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Bravoruf des Abg. Pendl.
zeibeamten, die diese dann bewachen müssen – alles in allem eine gute Sache. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach. – Bravoruf des Abg. Pendl.)
Beifall bei Grünen und Team Stronach.
Nehmen Sie die Kürzungen im EZA-Bereich so schnell wie möglich zurück, setzen Sie das Regierungsübereinkommen um und sagen Sie Ja zu Ihrem eigenen Antrag! (Beifall bei Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und Grünen.
Natürlich steigt durch den Sitz zahlreicher internationaler Organisationen in Wien das internationale Ansehen Österreichs, und überdies beinhaltet es auch eine interessante wirtschaftliche Komponente. Österreich ist traditionell ein Land des Dialogs. Ich bitte den Herrn Außenminister, Österreich auch weiterhin als Gastland für internationale Organisationen und Konferenzen zu promoten. – Danke schön. (Beifall bei Team Stronach und Grünen.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Amon.
Jetzt haben wir aber diese schrecklichen Nachrichten bekommen, dass OSZE-Beobachter festgehalten wurden, angeblich von einer kleinen Gruppe Radikaler einer russischen Minderheit. Und das geht so nicht! Wenn sich schon Menschen für eine Beobachtermission zur Verfügung stellen, hochmotiviert sind und ihr Leben aufs Spiel setzen, um die Bildung demokratischer Standards zu unterstützen, dann muss auch de- ren Sicherheit unbedingt gewährleistet sein. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Amon.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich glaube, wir alle halten es für inakzeptabel, dass Beobachter um ihr Leben fürchten müssen. Ich gehe davon aus und ersuche dich, Herr Außenminister, dass du dich an maßgeblicher Stelle wirklich dafür einsetzt, dass so etwas nicht mehr passiert. – Danke schön! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, Team Stronach und NEOS.
In diesem Sinne bin ich froh, dass dieser Antrag von Frau Kollegin Windbüchler-Souschill initiiert und gemeinsam angenommen wurde. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, Team Stronach und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Walser.
Österreich ist sich der Verantwortung bewusst und unterstützt selbstverständlich alle internationalen Initiativen, die sich im Kampf gegen Harmful Practices richten. In den Ländern, in denen sich derlei abspielt, können wir nicht viel tun, aber in unserem Kulturkreis darf das nicht passieren. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Walser.)
Beifall beim Team Stronach.
Wichtig ist auch, den Kontakt zwischen den Anlaufstellen für die gefährdeten Frauen und Familien unkompliziert und offen anzubieten. Wir wollen uns dafür stark machen, die potentiellen Opfer zu schützen, denn unsere Gesellschaft darf hier nicht zuschauen. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ, Grünen, Team Stronach und NEOS.
Es unterscheidet sich halt ein Bericht des Rechnungshofes vom Wesen her ganz klar von einer Sonntagsrede in der Politik. Daher war es für mich absolut unverständlich, dass auf die Kritik des Rechnungshofpräsidenten die Frau Bundesministerin im Ausschuss derartig heftig reagiert hat und sogar dem Herrn Präsidenten vorgeworfen hat, er agiere im Stile eines Oppositionspolitikers. Da muss ich sagen: Das hat sich der Rechnungshof insgesamt als Hilfsorgan des Parlaments nicht verdient, dass er so abqualifiziert wird! (Beifall bei FPÖ, Grünen, Team Stronach und NEOS.) Ich glaube, die Frau Bundesminister hat es auch in der Sitzung selbst eingesehen, dass sie da über das Ziel hinausgeschossen hat.
Beifall beim Team Stronach.
Es wurde schon angesprochen, wie die Replik der Frau Ministerin im Rechnungshofausschuss war. Wir wissen, der Rechnungshof leistet gute und wertvolle Arbeit als Kontroll- und Hilfsorgan des Nationalrates. Es ist die Aufgabe des Rechnungshofes, die Regierung und die untergeordneten Unternehmungen zu kontrollieren, und das macht er auch. Er macht es gut, er hat diese Berichte gemacht und auch im Rechnungshofausschuss dementsprechend präsentiert und vorgestellt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
So etwas ist, wie ich meine, einer Ministerin nicht würdig. Vielleicht kann man ihr das hier auch auf den Weg mitgeben. Hier im Bildungsbereich so zu agieren und generell so zu agieren, meine sehr geehrten Damen und Herren, macht meines Erachtens kein gutes Bild! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Es ist verständlich, dass die Politikverdrossenheit immer mehr zunimmt, immer größer wird, wenn Ergebnisse, die durch den Einsatz direktdemokratischer Instrumente gewonnen werden, hier schubladisiert werden beziehungsweise irgendwo in der Versenkung verschwinden. Das kann es nicht sein, meine sehr geehrten Damen und Herren! Da müssen wir wirklich die Bevölkerung miteinbinden, Ergebnisse von Volksbegehren akzeptieren und hier im Hohen Haus auch umsetzen. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei NEOS und Team Stronach. – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Ja, Sie schenken sich ja nichts. Das ist ja das Dumpfe, was Sie da machen. Sie schenken sich nichts, denn wenn ich fünf Kilometer weitergehe über die niederösterreichische Grenze, dann sehe ich, dass es in Niederösterreich natürlich genau umgekehrt ist. Dort wirst du eben nichts, wenn du nicht beim ÖAAB absalutierst. Das ist Schwachsinn! Stellen Sie das endlich ab! (Beifall bei NEOS und Team Stronach. – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.) – Aber es ist so!
Beifall bei NEOS und Team Stronach. – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Sie haben ein schlechtes Gewissen! Natürlich hat das Parteibuch einen Platz im Schulwesen wie sonst nirgendwo auf diesem Kontinent. Wir haben noch Landesschulräte, bei denen, wenn sie im ORF gesendet werden, in Klammern die Parteizugehörigkeit dazugeschrieben wird! Was ist denn das für ein Topfen, halleluja! Das ist eine Verwaltungsebene, da brauchen wir doch keine Parteimitgliedschaft einzublenden! Kruzifix (der Redner schlägt mit der Faust auf das Rednerpult) noch einmal! (Beifall bei NEOS und Team Stronach. – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei NEOS und Team Stronach.
An diesem Tag beginnt das Blühen der Talente in diesem Land. An diesen Tag werden wir noch lange zurückdenken, wenn er irgendwann kommt. Ich freue mich heute schon darauf. (Beifall bei NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Zweitens möchte ich an die Kosten erinnern, die durch den Hin- und Hertransport der EU-Abgeordneten zwölf Mal im Jahr vom einen Sitz des Europäischen Parlaments zum anderen entstehen, denn dadurch, dass die Abgeordneten und ihre Mitarbeiter vom einen Sitz in Brüssel zum anderen Sitz nach Straßburg reisen, fallen 200 Millionen € an. Das, meine sehr geehrten Damen und Herren, wäre gerade jetzt im Vorfeld der EU-Wahl, die ja Ende Mai stattfindet, zu diskutieren und zu durchleuchten und in weiterer Folge auch von den zukünftigen EU-Parlamentariern anzugehen und zu behandeln! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Es muss gewährleistet sein, dass der Rechnungshof die zusätzlichen Aufgaben, die wir ihm seitens des Nationalrates zukommen lassen, erfüllen kann, und es muss auch gewährleistet sein, dass die Verwendung des Steuergeldes kontrolliert wird. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das Wichtigste ist: mehr Kontrolle, mehr Transparenz, weniger Bürokratie – nicht nur hier im Hohen Haus, sondern auch im EU-Parlament. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Jetzt machen wir den Umkehrschluss: Wir haben dem Antrag der Regierungsparteien sehr wohl zugestimmt, obwohl das ein Antrag ist, der umformuliert das enthält, was ohnehin im Regierungsprogramm steht. (Zwischenruf der Abg. Gisela Wurm.) Sie haben aber alle anderen Oppositionsanträge mit fadenscheinigen Argumenten abgelehnt, meine sehr geehrten Damen und Herren. Das muss man hier auch klar ansprechen, damit die Leute sollen wissen, wie mit Anträgen der Oppositionsparteien im Ausschuss umgegangen wird. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Gisela Wurm.
Weiters sind wichtige Faktoren der gesellschaftliche Druck, der Arbeitsplatz, das Einkommen. Die Selbständigkeit und die Unabhängigkeit müssen gestärkt werden. Wir müssen Rahmenbedingungen schaffen, damit genügend Arbeitsplätze vorhanden sind, damit man mit dem Einkommen auskommen kann, Frauen auch selbstbestimmt leben können und ein eigenes Einkommen haben, denn je eigenständiger sie sind, je unabhängiger sie sind, desto seltener werden sie Opfer von Gewalt, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim Team Stronach. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Gisela Wurm.)
Beifall beim Team Stronach.
Es gibt noch viel zu tun, das ist wahr, ich hoffe aber, dass wir auf einem guten Weg sind, auf einen guten Weg kommen und hier auch die besten Lösungen finden werden. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Gisela Wurm.
Abgeordnete Martina Schenk (STRONACH): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Ministerin! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Ja, liebe Gisela Wurm, zu deiner emotionalen Rede. Ich gebe dir recht, wenn du sagst: Wir brauchen keine zusätzliche Statistik. Da bin ich ganz bei dir, wir brauchen auch keine zusätzliche Statistik. Worum es geht und worum es in diesem Antrag geht, ist die Vergleichbarkeit, meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Gisela! Wir haben keine Vergleichbarkeit, wir können nicht vergleichen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Gisela Wurm.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Wir haben hier Unterschiede, was die Gehaltsschere betrifft, die von 5,6 bis 38 Prozent gehen. Na wo ist sie denn jetzt, die Gehaltsschere? – Nein, das haben wir nicht! Wir haben verschiedene Statistiken. Die Statistik Austria spricht von 23,4 Prozent, das WIFO von 13,5 Prozent, die Arbeiterkammer von 12,6 Prozent, die OECD von 19,4 Prozent, die WKO von 5,6 Prozent, der Rechnungshof von 18 Prozent. Na was? Welche Statistik stimmt jetzt, und wie können wir vergleichen? (Abg. Neubauer: Nur die, die ich selber gefälscht habe!) – Genau. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ. – Abg. Gisela Wurm: Aber das ist ...!
Wir müssen, meine sehr geehrten Damen und Herren – und da darf ich auch alle bitten, hier nicht politisches Kleingeld zu wechseln –, wirklich daran arbeiten, dass die Gehaltsschere, die ja niemand bestreitet, die ja da ist, geschlossen wird, gemeinsam mit der Frau Ministerin, mit allen Parteien im Ausschuss. Aber dazu brauchen wir eben vergleichbare Daten, um die Arbeit hier auch fortsetzen zu können. Dieser Antrag findet unsere Unterstützung. Er wurde im Gleichbehandlungsausschuss leider abgelehnt, aber die Periode ist ja noch lang; aufgeben tut man nur einen Brief! – Danke. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ. – Abg. Gisela Wurm: Aber das ist ...!)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Grillitsch: Wo? Wie viel ist das?
Es wurde bereits vom Kollegen Preiner und auch vom Kollegen Pirklhuber angesprochen, aber vielleicht darf ich vorher noch etwas zum Kollegen Grillitsch sagen: Fritz, ihr verwechselt hier die Freie Milch und die faire Milch. Da gibt es zwei Marken: Die faire Milch zahlt tatsächlich diesen Fairnesszuschlag. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Grillitsch: Wo? Wie viel ist das?)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Pirklhuber.
Ich bitte darum, dass diese angesprochene Arbeitsgruppe Milch wirklich konstruk- tiv zusammenarbeitet. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Pirklhuber.)
Ruf bei der ÖVP: Ich habe geglaubt, der Stronach steht für den freien Markt!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Eßl. – Bitte. (Ruf bei der ÖVP: Ich habe geglaubt, der Stronach steht für den freien Markt!)
Beifall bei Team Stronach und ÖVP.
Nun ganz kurz, Herr Minister, zu dem Ansatz mit den Supermärkten: Ich glaube, das ist das Wesentlichste. Wir müssen es schaffen, dass die Supermärkte mit den Grundnahrungsmittel-Lockangeboten – am Wochenende minus 25 Prozent auf alle Milchprodukte, minus 25 Prozent auf alle Fleischprodukte – aufhören. Das muss eingestellt werden, das kann nicht sein! (Beifall bei Team Stronach und ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Ein letzter Punkt: Herr Minister, es muss irgendein nationales Recht geben, weil wir sonst das Bundestierschutzgesetz novellieren müssen. Wir haben es doch auch geschafft, dass es ausschließlich in Österreich als einzigem EU-Land das Anbindehaltungsverbot gibt, und ich glaube nicht, dass das EU-konform ist. Also, es muss nationale Spielräume geben, und da würde ich appellieren, dass wir diese auch voll ausschöpfen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich denke, dass wir hier im Sinne des Vorsorgeprinzips agieren und den bestehenden EU-Richtwert hinterfragen sollten. Meines Erachtens ist er zu hoch. Ich würde mir wünschen, dass hier wirklich genau untersucht wird, wie viel BPA die Menschen im täglichen Kontakt beeinträchtigt, und vor allem, welche Arten der Beeinträchtigung es mit sich bringt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich würde mir wünschen, dass wir zum Beispiel einmal die Lebensmittelverpackungen hernehmen und sagen, da gehört das BPA raus, und grundsätzlich die tolerierbare Aufnahmemenge ein bisschen herabsetzen. Aber wie gesagt, Evaluierungsarbeit sehe ich auf nationaler Ebene als dringenden Handlungsbedarf. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.
Ich kann Ihnen versichern, dass Österreich zum Schutz von Walen und Delfinen auf internationaler Ebene weiterhin eine aktive und führende Rolle einnehmen wird, und dieser Fünf-Parteien-Antrag ist eine sehr gute Basis dafür. – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, Team Stronach und NEOS in Richtung FPÖ.
(Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, Team Stronach und NEOS in Richtung FPÖ.)
Sitzung Nr. 23
Beifall beim Team Stronach.
Die ÖVP, die die Rolle des ersten Komplizen eingenommen hat, sollte sich daran erinnern, dass sie bis 1970 eine andere Politik verfolgt hat. Aber vielleicht ist das schon zu lange her, als dass man sich daran erinnern könnte. (Beifall beim Team Stronach.) Oder man macht das bewusst, um sich Wählerstimmen zu kaufen, wohl wissend, dass man sich vieles, das da angeboten wird, überhaupt nicht leisten kann.
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Was jeder Bürger mit freiem Auge oder, anders ausgedrückt, mit einem kurzen Blick in sein Geldbörserl erkennen kann, hat nun auch die OECD offiziell bestätigt: Österreich hat von allen Industrieländern weltweit die drittgrößte Abgabenbelastung auf Einkommen. Wir sind ein absolutes Hochsteuerland und stehen vor einem Rekordschuldenberg. In anderen Worten: Der gierige Staat, der seine Ausgaben nicht zügeln kann, frisst uns alles weg. Von etwaigen Reallohnsteigerungen bleibt nichts übrig. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Wir brauchen wieder Arbeit, von der man auch leben kann. Arbeiten muss sich wieder lohnen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Das geht aber nur, wenn der gefräßige Staat auch seine Ausgaben drosselt. Wir sollten ein Gesetz in die Verfassung aufnehmen, nach dem der Staat beispielsweise nicht mehr als ein Drittel des Einkommens der Leute wegnehmen darf. Dann muss er sparen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Selbstverständlich geht das. Fragen Sie einen Unternehmer! Aber viele Politiker kommen aus dem geschützten Bereich. Die haben vielleicht nicht das Verständnis dafür. Also erkundigen Sie sich! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Also wenn zum Beispiel der Auftrag an das Bildungsministerium lautet, 0,75 Prozent des gesamten Bildungsbudgets einzusparen, dann darf man nicht beim Produkt sparen und einfach die Klassen zusammenlegen, sondern man muss in der Verwaltung sparen. Das ist ein aufgeblasener Verwaltungsapparat. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Unter sozialdemokratischer Führung hat es noch nie einen ausgeglichenen Haushalt gegeben. Sozialtransfers boomen. Und ich bin mir sicher, die Sozialdemokraten meinen es gut mit den Leuten (Abg. Strache: Da bin ich mir nicht sicher!), aber die Realität ist, dass die junge Generation für diese Schuldenorgie noch teuer bezahlen wird müssen. (Beifall beim Team Stronach.) Sie werden eines Tages wahrscheinlich nicht mehr in einem sozialen Leistungsstaat leben, sondern in einem Sozialleistungsstaat, wo die Mächtigsten im Land die Bürokraten sind. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Unter sozialdemokratischer Führung hat es noch nie einen ausgeglichenen Haushalt gegeben. Sozialtransfers boomen. Und ich bin mir sicher, die Sozialdemokraten meinen es gut mit den Leuten (Abg. Strache: Da bin ich mir nicht sicher!), aber die Realität ist, dass die junge Generation für diese Schuldenorgie noch teuer bezahlen wird müssen. (Beifall beim Team Stronach.) Sie werden eines Tages wahrscheinlich nicht mehr in einem sozialen Leistungsstaat leben, sondern in einem Sozialleistungsstaat, wo die Mächtigsten im Land die Bürokraten sind. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir müssen uns wieder auf die soziale Marktwirtschaft besinnen, mit der wir vor allem in Österreich und in Deutschland jahrzehntelang gut gefahren sind. Die Ikone des deutschen Wirtschaftswunders, Ludwig Erhard, hat dies so schön formuliert: Preisstabilität und Sparwille, Wohlstand durch Wettbewerb, erwirtschaften vor umverteilen, ein selbst sorgender Bürger anstatt eines sozialen Untertanen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Produktivität ist der Schlüssel für den Aufbau von Sozialkapital. Und wir müssen wieder mehr sparen als ausgeben. Es ist doch ganz logisch, ich kenne niemanden, der durch Geldausgeben reich geworden ist. Man kann sich nicht reichkonsumieren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb erlaube ich mir, an dieser Stelle noch einmal Frank Stronach zu zitieren: Wenn die Wirtschaft nicht funktioniert, dann funktioniert gar nichts. (Beifall beim Team Stronach.) Die Wirtschaft ist der Motor unseres Wohlstandes. Und nur dann, wenn es der Wirtschaft gut geht, wenn die Unternehmer und ihre fleißigen Mitarbeiter gut verdienen, gibt es Geld zum Verteilen, damit man den Schwachen in der Gesellschaft helfen kann.
Beifall beim Team Stronach
Apropos, Herr Finanzminister: Sie kündigen die Einsetzung von 550 neuen Steuerprüfern an. Im Sinne des Bürokratieabbaus streichen Sie doch lieber 550 Steuergesetze mit Grauzonen, Privilegien, wo sich kein Mensch auskennt (Beifall beim Team Stronach), anstatt den Unternehmen 550 neue Steuerprüfer auf den Hals zu hetzen! Die Menschen fühlen sich doch von der Bürokratie schikaniert. Und ich bin mir sicher, das ist nicht Ihr Ziel. Also bitte, tun Sie etwas dagegen! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Apropos, Herr Finanzminister: Sie kündigen die Einsetzung von 550 neuen Steuerprüfern an. Im Sinne des Bürokratieabbaus streichen Sie doch lieber 550 Steuergesetze mit Grauzonen, Privilegien, wo sich kein Mensch auskennt (Beifall beim Team Stronach), anstatt den Unternehmen 550 neue Steuerprüfer auf den Hals zu hetzen! Die Menschen fühlen sich doch von der Bürokratie schikaniert. Und ich bin mir sicher, das ist nicht Ihr Ziel. Also bitte, tun Sie etwas dagegen! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Wir stehen für Leistungsgerechtigkeit. Arbeit muss sich wieder lohnen – und zwischen Arbeiten und Nichtarbeiten muss auch ein Unterschied sein! (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.
Ich plädiere daher – zum wiederholten Male – dafür: Runter mit den Verwaltungskosten, weniger Verwalter, weniger Gesetze, mehr Geld in die Taschen der arbeitenden Menschen, runter mit den Steuern! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.)
Beifall beim Team Stronach.
Sehr geehrter Herr und sehr geehrte Frau Unternehmer, hat Ihnen schon einmal jemand beim Finanzamt Danke gesagt? – Wahrscheinlich nicht, wahrscheinlich war das Gegenteil der Fall. Nach einem guten Geschäftsjahr mussten Sie sich wahrscheinlich noch rechtfertigen, als hätten Sie das Geld jemand anderem weggenommen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.
betriebe, vor allem die Familienunternehmen, denn die haben es besonders schwer, und für alle arbeitenden Menschen in unserem Land. Das Geld, das wir für Soziales ausgeben können, kommt von genau diesen Menschen, die Risiken eingehen, die arbeiten und die sich nicht entmutigen lassen. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.) Auf diese Menschen zählt die gesamte Gesellschaft.
Beifall bei Team Stronach und FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Aber ihr auch!
Ich bedanke mich ausdrücklich bei Ihnen. Und: Halten Sie durch, eines Tages wird diese Regierung abgewählt! (Beifall bei Team Stronach und FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Aber ihr auch!)
Beifall bei NEOS und Team Stronach.
Ich wünsche jedem Kind in Österreich, das schiefe Zähne hat, dass man das macht. Aber solange wir Zahnspangen auf Pump finanzieren, nämlich unter Aufnahme neuer Schulden, sage ich Ihnen ganz klar: Bei den Kindern von Herrn Faymann, bei den Kindern von Herrn Spindelegger, bei den Kindern von Herrn Strolz oder von Frau Strolz und von allen, die ähnlich gut verdienen, muss das nicht der Staat zahlen. Da sollen die Eltern diese Zahnspangen zahlen. Okay? (Beifall bei NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Die Zuversicht, dass wir diesen Visionen Tag für Tag einen kleinen Schritt näher kommen, leitet unser Handeln. Deswegen sind wir da. Und diese Zuversicht wird uns auch Tag für Tag die Energie geben, weiterzumachen. Das geht ja Ihnen allen so, glaube ich. Sie haben ja den Beruf des Politikers nicht gewählt, weil er so lustig ist. Der ist nicht jeden Tag lustig, nicht einmal jeden fünften Tag. Ich glaube, dass in jedem von uns etwas brennt. Wir haben vielleicht unterschiedliche Ideen, aber ich glaube, dass uns in den Bereichen Pensionen und Föderalismus zumindest die Erkenntnis verbindet, dass wir so wie bisher nicht weitertun sollten. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strache.
Wir haben das größte Defizit, das es in der Geschichte je gab. Wir haben in Österreich einen Nettofinanzierungsbedarf von 3,5 Milliarden €, und wir haben einen Zinsendienst von mehr als dem Doppelten. Meine Damen und Herren, wenn wir diesen Zinsendienst nicht hätten, was Sie sich alles finanzieren könnten! Die Schuldenmacherei, die jahrzehntelange Schuldenmacherei hat in Wirklichkeit den Spielraum der Regierung und auch des Hohen Hauses als Budgetgesetzgeber stark eingeschränkt. Wenn wir keine Schulden gemacht hätten, dann hätten wir einen großen Spielraum. Wenn wir jetzt keine Schulden mehr machen würden, dann hätte die nächste Generation einen großen Spielraum. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strache.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strache.
Ähnlich kommt mir auch diese Bundesregierung vor, in ihrer Illusion, nächstes Jahr, übernächstes Jahr werde alles gut werden. – Nie ist das passiert! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strache.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.
Ich habe mir gestern das Klatschverhalten der beiden Regierungsparteien angeschaut und konnte etwas Interessantes beobachten: Wenn es ums Sparen gegangen ist, dann hat ausschließlich die ÖVP geklatscht; wenn es ums Ausgeben gegangen ist, dann haben vor allem Sie von der SPÖ geklatscht. (Zwischenruf des Abg. Schieder.) Sie haben wirklich eine interessante Arbeitsteilung – auf gut Wienerisch: Ein rares Paar hat sich hier zusammengefunden. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Abg. Wöginger: Da müssen Sie sich beim Kollegen Alm informieren, was die Bibel anbelangt!
Nehmen Sie es mir nicht übel, wenn ich in diesem Zusammenhang die Bibel zitiere! (Zwischenruf des Abg. Lopatka.) In der Bibel steht: „Du sollst nicht Ochse und Esel zusammen vor den Pflug spannen.“ (Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Lopatka: Aufpassen, was Sie sagen!) – Wie dieses Gespann (in Richtung SPÖ- und ÖVP-Bankreihen weisend) zusammengehen soll, ist mir ein großes Rätsel, meine Damen und Herren! (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Abg. Wöginger: Da müssen Sie sich beim Kollegen Alm informieren, was die Bibel anbelangt!)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Lopatka: Na komm! Absurd! – Abg. Strache – in Richtung des Abg. Lopatka –: Gehen wir wieder zur Bibel zurück!
Unternehmens abgebt! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Lopatka: Na komm! Absurd! – Abg. Strache – in Richtung des Abg. Lopatka –: Gehen wir wieder zur Bibel zurück!)
Beifall beim Team Stronach.
Ich habe vorhin die Wiener Börse angesprochen. Kennen Sie irgendwelche Aktivitäten der Wiener Börse der letzten sechs Jahre? Soll ich Ihnen sagen, wo die Leute heute hingehen? – Die Leute schauen sich an, was die Börse in Singapur macht, was die Börse in Shanghai macht, was die Börse in Hongkong macht und was wir hier machen, damit das Klima für die Unternehmungen verbessert wird. Das frage ich mich: Was machen wir hier? (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Was wir heute hier haben, ist ein Ansporn zur Steuervermeidung, dass man in in- und ausländische GesmbHs geht und dass man in die Schwarzarbeit geht. Die Frage ist nicht: Können wir uns die Steuerreform leisten? Der Punkt ist einzig und allein: Wir müssen sie uns leisten! Sie müssen sich die Steuerreform leisten, in beiden Regierungsparteien, und zwar je schneller, desto besser! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Strache und Kickl. – Abg. Strache: abgewandelt! – Abg. Lopatka: Aber der Ochs und der Esel, das ist eigentlich ein Ordnungsruf!
Zusammengefasst, meine Damen und Herren: Verbessern Sie das Klima für die Unternehmungen! Machen Sie eine Steuerreform! Ich werde das sehr genau beobachten. Überwinden Sie den Stillstand! Ich werde Sie jedenfalls weiter drängen, und ich sage Ihnen eines: Sind Sie nicht willig, so brauche ich Geduld. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Strache und Kickl. – Abg. Strache: abgewandelt! – Abg. Lopatka: Aber der Ochs und der Esel, das ist eigentlich ein Ordnungsruf!)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Ich habe schon gestern in meiner Rede gesagt, dass wir teilweise antiquierte Staatsstrukturen haben. Wir haben neun Bundesländer, die mittlerweile mehr oder weniger über diesen Staat bestimmen. Die Landeshauptleutekonferenz ist ja schon fast mit der EU-Kommission vergleichbar (Abg. Kogler: Ärger!): demokratisch nicht legitimiert, aber sie bestimmt letzten Endes, was zu tun ist. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten des Teams Stronach sowie des Abg. Kogler. – Abg. Rädler: Das hat der Haider eh gemacht!
Ich warte jetzt nur noch auf die Finanzausgleichsverhandlungen, darauf, dass es wieder zu einem Feilschen um die Gelder, die zu verteilen sind, kommt. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Das ließe sich zum Teil ganz leicht lösen: Ich gebe den Landeshauptleuten Steuerhoheit, und sie sollen das Geld, das sie in ihren Ländern ausschütten, den Menschen auch selbst aus der Tasche nehmen. Dann schaut das nämlich gleich ganz anders aus. (Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten des Teams Stronach sowie des Abg. Kogler. – Abg. Rädler: Das hat der Haider eh gemacht!)
Beifall bei Grünen, FPÖ und Team Stronach.
Ich möchte dem jetzt jedenfalls gegenüberstellen: Österreich – Sie wissen, wir sind „overbanked“, wir haben zu viele Banken – ist mit Sicherheit auch das Land der Banken. Und Österreich hat eine Bank zu viel, nämlich die, die Sie zurückgekauft haben, und zwar ohne Not. Darauf werde ich noch kurz eingehen. (Beifall bei Grünen, FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Vizekanzler und Finanzminister! Wenn Sie hier meinen, wir seien immerhin noch gleichauf mit Deutschland, dann möchte ich schon darauf hinweisen, dass Deutschland einen riesigen Klotz am Bein hatte, nämlich die Wiedervereinigung. (Beifall beim Team Stronach.) Und ich frage mich: Wo ist unser Klotz? (Abg. Lopatka: In Kärnten! Die Hypo!) – Ich kann es Ihnen sagen: Es ist diese Regierung, die nicht in der Lage ist, Reformen durchzuziehen, die nicht in der Lage ist, einen zukunftsorientierten Weg zu beschreiten. Die ist der Klotz der Steuerzahler in diesem Lande. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS.
Herr Vizekanzler und Finanzminister! Wenn Sie hier meinen, wir seien immerhin noch gleichauf mit Deutschland, dann möchte ich schon darauf hinweisen, dass Deutschland einen riesigen Klotz am Bein hatte, nämlich die Wiedervereinigung. (Beifall beim Team Stronach.) Und ich frage mich: Wo ist unser Klotz? (Abg. Lopatka: In Kärnten! Die Hypo!) – Ich kann es Ihnen sagen: Es ist diese Regierung, die nicht in der Lage ist, Reformen durchzuziehen, die nicht in der Lage ist, einen zukunftsorientierten Weg zu beschreiten. Die ist der Klotz der Steuerzahler in diesem Lande. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren, Sie haben angesichts dieses desaströsen Budgets von einer „Trendwende“ gesprochen. Ich habe mir überlegt, was die grundlegende Änderung ist. Wo ist diese Trendänderung in Österreich bemerkbar? – Ich sage Ihnen, der Trend ist folgender: Wir gehen von Österreich zu „Österarm“. Das ist Ihre Politik. Die haben Sie zu verantworten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS.
Meine geschätzten Damen und Herren, unterschätzen Sie die Steuerzahler nicht! Entweder Sie ändern Ihren Trend, nämlich den Trend, immer mehr ins Geldbörserl zu greifen, oder der Steuerzahler wird bei den nächsten Wahlen den Trend der rot-schwarzen Regierung, der rot-schwarzen Koalition stoppen – und andere werden auf der Regierungsbank sitzen. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei NEOS, Team Stronach und Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Und sagen Sie bitte nicht, es kommen keine konkreten Vorschläge von der Opposition. – Ich habe es mir ausheben lassen: Seit Beginn dieser Gesetzgebungsperiode gab es 88 parlamentarische Initiativen, die Rot und Schwarz in den Ausschüssen vertagt haben. Die Vorschläge kommen, hören Sie bitte einfach zu! (Beifall bei NEOS, Team Stronach und Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Noch etwas ist enttäuschend: Wir haben eine sehr bewährte und gut eingeführte parlamentarische Hilfsorganisation, also einen Bergrettungsdienst für unsere politischen Schuldenbergsteiger, und das ist der Rechnungshof. Der Rechnungshof ist ein Organ des Nationalrates, der uns mit einer Unzahl von validen Vorschlägen in den letzten Jahren schon einiges Produktives hingelegt hat, das man verwenden kann, das die Regierung verwenden kann. Leider Gottes ist von diesen 599 Vorschlägen, die das letzte Rechnungshofpaket enthält, meines Wissens noch kaum etwas umgesetzt worden. Wenn ja, dann vielleicht nur in kleinen Teilbereichen, die uns allen nicht wirklich zur Kenntnis gebracht worden sind. Das finde ich sehr schade. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Nicht einmal ein Euro ist aus meiner Sicht bei den Subventionen und Förderungen eingespart worden! Da wird die Klientel in Ruhe gelassen. Da wird niemand angetastet. Da wird alles beim Alten gelassen. – Das finde ich ebenfalls sehr schade. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Lopatka: Das ist ein Irrtum! Das ist ein falscher Vergleich!
Bei „Apollo 13“ gibt es eine Basis, nämlich das Cape Canaveral, und das Cape Canaveral, das ist, bitte sehr (Abg. Lopatka: Die Regierung!), der Rechnungshof und die Opposition – und nicht die Regierung, denn die Regierung sitzt in der Rakete! (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Lopatka: Das ist ein Irrtum! Das ist ein falscher Vergleich!)
Beifall beim Team Stronach.
Daher halte ich die Vorwürfe, die heute von der Regierungsbank aus geäußert wurden, dass die Opposition immer nur herumkrakele und kritisiere, für ganz falsch, denn wir sind die Retter der Nation! Wir weisen darauf hin, was gut und richtig ist. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Bitte, fahren wir doch alle miteinander nach Schweden und bringen wir ein Stück Schweden nach Österreich! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Christoph Hagen (STRONACH): Herr Präsident! Hohes Haus! Kollege Auer ist hier vorhin ganz breitbeinig dagestanden und hat Kollegin Dietrich gemaßregelt, die sich dagegen ausgesprochen hat, dass viele Exekutivbeamte auf der Straße sind. Wenn er ihr genau zugehört hätte, dann wüsste er, dass Kollegin Dietrich Wien angesprochen hat, wo Polizeibeamte angewiesen werden, auf die Straße zu gehen, um gewisse Summen an Strafbeträgen für das Budget hereinzupressen, auf Deutsch gesagt. Das kann es nicht sein! Und da hat sie recht, dass man sich da dagegen auflehnt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Im Gegenzug sind wir natürlich schon der Meinung, dass wir sehr viel Exekutive brauchen, aber nicht, um die Autofahrer abzukassieren, wie Sie es am liebsten machen, meine Damen und Herren, in allen möglichen Bereichen. Sie sind die Anti-Autofahrer-Regierung, denn Sie quälen sie und pressen sie wie Zitronen aus. Und das ist der falsche Weg! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Im Sozialbereich hat sich noch nie jemand getraut, einmal nur nachzudenken, wo man dort einsparen könnte, wo Geld verschwendet wird und wo wir es vielleicht vernünftiger einsetzen könnten. Das wäre meine Empfehlung, Herr Bundesminister (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen), dort können Sie ansetzen. Packen Sie es an! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mlinar: Jederzeit! – Zwischenrufe beim Team Stronach.
Ich habe daher eine Vision, dass in Zukunft Abgeordnete von den NEOS, Abgeordnete von den Grünen, Abgeordnete von den freiheitlichen Parteien einem Antrag der Regierungsparteien zustimmen, in dem es um Strukturreformen geht, meine Damen und Herren. Ich würde mir das von Ihnen wünschen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mlinar: Jederzeit! – Zwischenrufe beim Team Stronach.) – Ich würde mir das wünschen, meine Damen und Herren von der Opposition.
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen, NEOS und Team Stronach.
Na, gratuliere, die Länder haben mittlerweile erkannt, dass das aufgeklärt werden muss. Und ich weiß nicht, warum diese Regierungsparteien hier immer noch mauern. Wir können den Beschluss fassen, wir können das im Herbst in Ruhe aufklären. Die Bevölkerung hat ein Recht auf Wahrheit und auf die Aufklärung der tatsächlichen Vorkommnisse. Sie werden sehen, der Ausschuss wird früher oder später kommen. Und da können Sie weder dem Kogler noch mir oder sonst irgendwem vorwerfen, dass wir da etwas vertuschen wollen. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Also mit solchen Anwürfen werden wir da nicht weiterkommen, Herr Kollege Krainer und Herr Kollege Schieder, sondern was wir brauchen – und daran führt kein Weg vorbei, auch nicht, wenn Herr Wöginger hier lautstark verkündet, er wird da nicht zustimmen –, das ist schlicht und einfach ein Untersuchungsausschuss. Und je früher er kommt, umso besser ist es. (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Ich sage Ihnen, meine Damen und Herren von der SPÖ und von der ÖVP, die Menschen haben es wirklich satt, die Menschen erwarten sich in dieser Angelegenheit dringend eine Aufklärung. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Bei uns wird nur Murks betrieben, und dieser Murks muss dringend aufgeklärt werden – durch einen Untersuchungsausschuss! Je früher, desto besser! (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich frage mich wirklich immer öfter: Was haben Sie zu verbergen? (Abg. Fekter: Diffamieren Sie nicht eine ganze Branche!) Wovor fürchten Sie sich? Was stimmt mit dieser Baustelle nicht? Welche Leichen haben Sie im Keller versteckt? (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Es muss doch im Sinne jeder Regierungspartei sein, dass die Verantwortung für die Hypopleite restlos aufgeklärt wird. Also drehen Sie doch bitte endlich Ihre Taschenlampen auf und bringen Sie Licht in dieses große Dunkel! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.
Machen Sie diese Baustelle zu Ihrem Projekt, bitte! Oder haben Sie Angst, dass Ihnen etwas auf den Kopf fallen könnte? (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.) Haben Sie Angst, dass Ihnen etwas auf den Kopf fallen könnte?
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Kollege Podgorschek hat es heute schon gesagt: Der Vorarlberger Landtag hat den Antrag gestellt und einstimmig die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses gefordert. Dann haben die Steirer nachgezogen und einen entsprechenden Antrag eingebracht. Danach wurde im Kärntner Landtag ein Dringlichkeitsantrag eingebracht. Und gestern – was mich als stolzen Burgenländer natürlich besonders freut – haben die burgenländischen Kolleginnen und Kollegen im Landtag einen U-Ausschuss gefordert, auf Initiative der SPÖ, unterstützt von den Grünen. Bravo! (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe bei Team Stronach, SPÖ, Grünen und NEOS.
Eines sollten die Damen und Herren Abgeordneten bei ihrer Entscheidungsfindung aber nicht vergessen: Vergessen Sie bitte nicht, woher Sie kommen! Vergessen Sie bitte nicht, welche Menschen Sie vertreten! Vergessen Sie bitte nicht, wem Sie es zu verdanken haben, dass Sie hier im Hohen Haus überhaupt einen so gemütlichen Sessel haben! (Zwischenrufe bei Team Stronach, SPÖ, Grünen und NEOS.) Und vergessen Sie nicht Ihre Basis und vergessen Sie nicht Ihre Wurzeln! (Beifall bei Team Stronach und NEOS sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.)
Beifall bei Team Stronach und NEOS sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.
Eines sollten die Damen und Herren Abgeordneten bei ihrer Entscheidungsfindung aber nicht vergessen: Vergessen Sie bitte nicht, woher Sie kommen! Vergessen Sie bitte nicht, welche Menschen Sie vertreten! Vergessen Sie bitte nicht, wem Sie es zu verdanken haben, dass Sie hier im Hohen Haus überhaupt einen so gemütlichen Sessel haben! (Zwischenrufe bei Team Stronach, SPÖ, Grünen und NEOS.) Und vergessen Sie nicht Ihre Basis und vergessen Sie nicht Ihre Wurzeln! (Beifall bei Team Stronach und NEOS sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.)
Beifall bei Team Stronach, NEOS und Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Was Sie jedoch vergessen können, liebe Bauarbeiter von SPÖ und ÖVP, ist diese Blockadepolitik des Mauerns und des Betonierens. So werden Sie diese Baustelle nicht auf Schiene bringen. Es tut mir leid, das wird nicht funktionieren. Leben Sie das freie Mandat und stimmen Sie heute der Einsetzung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses zu. Warum? Warum, Herr Kollege Rädler? – Weil es eine Sternstunde des gelebten Parlamentarismus wäre. Auch Sie dürfen aufstehen! Und es würde vielen Menschen in Österreich zumindest einen Schuss Vertrauen in die Politik und in die Politiker zurückgeben. – Bitte. (Beifall bei Team Stronach, NEOS und Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Sitzung Nr. 25
Beifall beim Team Stronach.
In der Gesundheitspolitik und im Gesundheitsmanagement ist es in Österreich leider Gottes gang und gäbe, dass Nichtspezialisten – in diesem Fall Politiker, Gesundheitspolitiker; genauso wie die Vorstände und Verkäufer bei VW – als Planer auftreten und die Gesundheitspolitik beziehungsweise die Gesundheitsversorgung der Österreicher planen. Es ist eigentlich traurig und wirklich enttäuschend, dass kein Arzt, keine Krankenschwester, kein Physiotherapeut, kein Apotheker, keine Professionisten und schon gar keine Patienten eingebunden sind, wenn in Österreich eine Gesundheitsreform durchgeführt wird. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf bei der FPÖ.
Ich persönlich und das Team Stronach, wir hätten uns eine Fachleutegruppe gewünscht, denn die Probleme sind drängend. Wir wissen von den explodierenden Kosten im Gesundheitssystem, wir kennen die Probleme, wir kennen die Versorgungsnotstände im ländlichen Bereich. Ich hätte mir gewünscht, dass man sich vielleicht doch einmal durchringt und – wie es bei der Pensionsreform zum Teil schon geschehen ist – endlich einmal eine Spezialistengruppe zusammentrommelt und sagt: Bitte entwerft eine gescheite Gesundheitsreform für Österreich! (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf bei der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
die Gesundheit ausgeben kann. Das ist nicht geschehen. Am besten geht so etwas natürlich in einem einheitlichen System, in einem konformen Gesundheitssystem, das zentral entworfen und gesteuert wird, so wie es wir vom Team Stronach schon mehrfach vorgeschlagen haben, mit der Zusammenlegung der Krankenkassen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Fakt ist: Wir haben ein paternalistisches Zwangssystem, in dem das Parlament kaum Mitsprache hat. – Das kann man nicht oft genug wiederholen. Das ist in Zeiten, in denen Demokratiepolitik so wichtig ist und die Demokratie an sich als einer der höchsten Werte gilt, wirklich eine bedenkliche Situation. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abschließend darf ich noch die Bürger zitieren, wie sie sich selber sehen: 30 Prozent der österreichischen Bürger halten sich für krank; in Schweden sind es nur 17 Prozent (Ruf bei der SPÖ: Es hat schon geläutet!) und in England nur 20 Prozent – bei einem System, das 25 Prozent billiger ist. (Abg. Katzian: Es hat geläutet!) Ich glaube, das sollte uns allen zu denken geben. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir haben zweifellos ein gutes, aber ein sehr teures Gesundheitssystem, für das wir ungefähr 11 Prozent unseres BIP bezahlen; vergleichbare Länder zahlen ungefähr 9 Prozent. Jedes Prozent mehr heißt 3 Milliarden € mehr. Gleichzeitig haben unsere Ärzte oft wirklich fürchterliche Arbeitszeiten, sind teilweise völlig überfordert und oft – das muss man auch sagen – unterbezahlt für ihre Leistung. Deshalb wandern auch viele aus, gehen nach Deutschland oder sonst wohin. Man darf sich also nicht wundern, dass viele junge Ärzte weggehen und nicht mehr zurückkommen. Angesichts der langen Arbeitszeiten darf man sich auch nicht wundern, wenn sich oft ganz tragische Vorfälle ereignen, denn es ist für die Patienten wirklich gefährlich, wenn der Arzt nicht ausgeruht ist. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.
Wir müssen das wuchernde Spitalswesen zugunsten der niedergelassenen Ärzte in den Griff bekommen. Es wird ständig von Bettenabbau gesprochen, tatsächlich werden laut jüngsten Studien neue Betten aufgebaut. Stationäre Medizin ist aber sehr teuer und überhaupt nicht darauf ausgerichtet, dass ständig ambulante Leistungen angeboten werden. Jeder kennt das Beispiel in Niederösterreich mit den beiden Spitälern in Nachbarsorten. – Daher sagen wir: Die Gesundheit muss Bundeskompetenz sein! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.) Wie der Rechnungshof richtig sagt: Einnahmen, Aufgaben und Ausgaben müssen aus einer Hand kommen. (Neuerlicher Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.)
Neuerlicher Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.
Wir müssen das wuchernde Spitalswesen zugunsten der niedergelassenen Ärzte in den Griff bekommen. Es wird ständig von Bettenabbau gesprochen, tatsächlich werden laut jüngsten Studien neue Betten aufgebaut. Stationäre Medizin ist aber sehr teuer und überhaupt nicht darauf ausgerichtet, dass ständig ambulante Leistungen angeboten werden. Jeder kennt das Beispiel in Niederösterreich mit den beiden Spitälern in Nachbarsorten. – Daher sagen wir: Die Gesundheit muss Bundeskompetenz sein! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.) Wie der Rechnungshof richtig sagt: Einnahmen, Aufgaben und Ausgaben müssen aus einer Hand kommen. (Neuerlicher Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Karlsböck.
Den Ärzten muss selbstverständlich erlaubt werden, dass sie für ihre Praxis die beste Rechtsform wählen, möglicherweise auch in Form einer GmbH. Jeder Arzt muss sich seine Mitarbeiter selbst aussuchen können, und wenn er möchte, soll er sich auch einen Geschäftsführer einstellen können. Das muss möglich sein, und das wäre sogar klüger, weil sich der Arzt dann mehr auf seine medizinischen Kompetenzen konzentrieren könnte. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Karlsböck.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker.
Ich war ganz überrascht, als ich erfahren habe, dass es nicht möglich ist, dass der Arzt für seine Praxis die beste Rechtsform wählt. Das ist völlig absurd. Ich habe das lange recherchiert, bis ich draufgekommen bin, dass es in Wirklichkeit darum geht, dass eine GmbH bei der Wirtschaftskammer Gebühren zahlen muss – im Gegensatz zu jetzt; jetzt zahlen die Praxen Gebühren bei der Ärztekammer. Es darf aber doch nicht sein, dass dieses starre Kammerwesen der Effizienz und letztlich auch dem Wohl des Patienten im Wege steht. Das ist völlig absurd. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker.) Man muss sich das einmal vorstellen. Wir alle erwarten, dass Ärzte Leben retten, die Politik aber traut ihnen nicht einmal zu, dass sie für ihre Praxis die beste Rechtsform wählen. Sie dürfen das nicht, denn die Pfründe der Kammern stehen ihnen im Wege.
Beifall beim Team Stronach.
Nur diese Freiheit garantiert individuelle Therapie und gute Medizin. Nur in Freiheit gibt es Wettbewerb, und nur durch Wettbewerb haben wir die beste Qualität. (Beifall beim Team Stronach.) Daher auch unsere Forderung: Freiheit vom Kammerzwang! Wir schlagen vor, dass die Zwangsgebühren jedes Jahr um 20 Prozent reduziert werden, außer das Mitglied zahlt gerne höhere Gebühren.
Beifall beim Team Stronach. – Präsidentin Prammer gibt das Glockenzeichen.
Auch hat es den Anschein, dass die aktuelle Medizin dazu tendiert, alles in Leitlinien und Schemata einzuordnen. Jede Person, also jeder Arzt, jeder Patient, wird hineingepresst, und das Persönliche, das Menschliche, das gerade in der Medizin enorm wichtig ist, gehen verloren. Deshalb sagen wir: Der niedergelassene Arzt muss als voll verantwortlicher Mediziner anerkannt werden. Er kennt seine Patienten und soll sich nicht vom Chefarzt der Krankenkasse vorschreiben lassen müssen, wie er seine Patienten zu behandeln hat, zumal dieser den Patienten noch nicht einmal gesehen hat. (Beifall beim Team Stronach. – Präsidentin Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall beim Team Stronach.
Das System muss effizienter werden, wir müssen kostengünstiger arbeiten und danach trachten, dass die Menschen länger gesund leben. Der Fokus liegt auf Vorsorge, und das – letzter Satz – geht nur durch weniger Bürokratie, mehr Freiheit, mehr Vertrauen in die Menschen, im Gesundheitswesen und überhaupt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei NEOS und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Sie verkennen aber die Tatsache. Wissen Sie, was wir wollen? Sie haben nie zugehört, was wir wollen. Beim ersten Wort, das wir gesagt haben, haben Sie sich auf die Schenkel geklopft und gesagt: So, jetzt haben wir sie beim Schlawittel, die NEOS! – Faktum ist, dass von 267 Spitälern in Österreich 113 private Trägerschaften haben. (Abg. Pirklhuber: Gemeinnützig!) 113 – und Sie verteufeln das. Das finde ich nicht okay. (Abg. Pirklhuber: Gemeinnützig! Das ist die Wahrheit!) Ja, ich bin auch für gemeinnützige, das ist sehr okay. Das ist sehr okay! Ich will von Ihnen nur einmal das Bekenntnis haben, ich will, dass Sie auch zugeben, liebe grüne Kolleginnen und Kollegen, dass auch private Trägerschaften, Gemeinnützigkeit zu ordentlicher Arbeit führen können. (Beifall bei NEOS und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der ÖVP.) Sie rufen immer nach dem Staat, und Sie sind Komplizen einer Schuldenpolitik! – Das ist nicht okay! Das ist das Einzige, das ich sagen will.
Beifall beim Team Stronach.
Die einen sagen mehr oder weniger, Geld darf keine Rolle spielen, es ist die Aussage gefallen, dass ein Betriebswirt in Spitälern oder in der Gesundheitspolitik überhaupt – das weiß ich nicht mehr so genau – eigentlich nichts verloren hat. Auf der anderen Seite gibt es ein modernes Forschungsfeld, das Gesundheitsökonomie heißt, und natürlich, meine Damen und Herren, ist es so, dass auch Gesundheit etwas kostet. Davor kann auch die Politik nicht die Augen verschließen. Und natürlich geht es bei der Gesundheit auch ums Geld. Herr Rasinger hat heute ein sehr eindringliches Beispiel gebracht, dass ein Arzt eine Behandlung empfiehlt, der Patient möchte sie haben, aber der Chefarzt, der in Wirklichkeit den Staat vertritt, hat nein gesagt. – So etwas darf es nicht geben. (Beifall beim Team Stronach.)
Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.
Dieses System, das wir hier haben, meine Damen und Herren, ist ein System, das den Staat stärkt, das den Staat, das die Sozialversicherungen in den Vordergrund stellt und nicht den Patienten. (Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS.
Die Aufgabe, die Sie hätten, ist zu sagen: Leute, ihr seid in erster Linie für eure Gesundheit selbst verantwortlich! Ihr müsst für euch schauen, was ihr könnt! – und nicht, dass der Staat von oben sagt, so geht es. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich habe das letzte Mal hier die Bibel zitiert, dieses Mal darf ich die Mao-Bibel zitieren. (Abg. Walter Rosenkranz: Was Sie alles lesen! – Zwischenruf des Abg. Steinhauser.) Da steht auch schon drinnen: Leute, wascht euch die Hände, bevor ihr essen geht! – Das ist sicher eine gute Idee, aber das ist nicht das, wofür wir die Politik haben, das ist nicht das, wofür wir den Staat haben. Sie wecken damit eine Mentalität, dass die Leute nicht mehr für sich verantwortlich sind. Warum funktioniert die Planwirtschaft nicht und die Marktwirtschaft schon? (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und NEOS.
doch die Frage klären, wie gesund wir mit weniger Staat wären! – Danke. (Beifall bei Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Das wird möglicherweise der Europawahl geschuldet sein, das mag schon sein, aber man muss schon auf Folgendes hinweisen: Hier wird immer vom Wachstumsmotor ländlicher Raum gesprochen. Wenn wir auf die Bauern Rücksicht nehmen und uns die Entwicklung in den letzten 20 Jahren seit 1995 ansehen, dann wissen wir, 30 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe haben zugesperrt. Das ist keine Erfindung der Freiheitlichen, das ist eine Feststellung der Statistik Austria. 30 Prozent! Wie können Sie da von einem Erfolgsmodell reden, das Sie weiterführen wollen? Wir müssen andere, gravierendere Maßnahmen setzen, um den ländlichen Raum zu stärken. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Hier wurde dafür geworben, dass die Familien 4 € pro Monat mehr an Kinderbeihilfe kriegen, und das bei einer Ausgangslage von minus 33 Prozent, weil die Familienbeihilfe zehn Jahre lang nicht inflationsbereinigt wurde, und das trifft halt auch ganz besonders den ländlichen Raum. Gleichzeitig muss eine Mutter – und die braucht bei uns im ländlichen Raum ein Auto – für ein Auto mit 70 PS Motorleistung 4,20 € mehr an motorbezogener Versicherungssteuer bezahlen. Das Geld wird in die rechte Tasche hineingegeben und aus der linken Tasche wieder herausgenommen, und gesagt wird, man habe sehr viel erreicht. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Ruf bei der ÖVP: ... bei dir im Wirtshaus!
Wenn wir schon vom ländlichen Raum reden: Ich möchte, dass die Tourismusbetriebe, die Hotelbetriebe, die Gastronomiebetriebe auch unsere Produkte anbieten. Der Gast, der zu uns kommt, will nicht nur die Landschaft genießen, der will auch unsere Spezialitäten genießen. (Beifall beim Team Stronach. – Ruf bei der ÖVP: ... bei dir im Wirtshaus!)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Rädler: Das gibt’s bei dir im Wirtshaus!
Ein letztes Beispiel von einem Großkonzern, der jetzt inseriert bei dem TTIP-Abkommen, wo wir natürlich dafür sind, die Lebensmittel auszunehmen. Bei demselben Konzern habe ich indische Weintrauben gekauft. Die waren so bestrahlt, dass sie am Bauernhof ungekühlt drei Wochen am Tisch gestanden sind und gleich dunkelgrün und giftgrün geblieben sind. Meine 13 Enkerl haben sie nicht gegessen. Beim selben Konzern gibt es zum jetzigen Zeitpunkt ägyptische Heurige. (Der Redner hält die Verpackungen der genannten Produkte in die Höhe.) Freunde, was da draufsteht, das sagt alles über unser derzeitiges Konsumverhalten. Da sind wir alle gefordert! (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Rädler: Das gibt’s bei dir im Wirtshaus!)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Leopold Steinbichler (fortsetzend): Ich glaube, es ist der Sache genug. Es sind in diesem Bauernbudget sehr viele falsche Gelder drinnen. Die hätten wir lieber im Wirtschaftsbudget, die hätten wir lieber bei den ÖBB oder woanders. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Bitte um Zusammenarbeit! Der ländliche Raum ist Lebensraum, ist Erholungsraum, ist Tourismusraum, ist Wirtschaftsraum. Wir müssen uns gemeinsam anstrengen, diese wertvolle Zelle zu beleben. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren! Die Antwort, die die Politik auf diese Probleme in den letzten Jahren gegeben hat, war: Schließung der Postämter, der Bezirkshauptmannschaften, der Gerichte, Schließung der Polizeidienststellen bis hin zur Schließung der Gemeinden. Das heißt, der ländliche Raum wurde entleert, entvölkert. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Geschätzte Damen und Herren, die Bevölkerung im ländlichen Raum zahlt die gleichen Steuern wie jene in der Stadt, aber über den Finanzausgleich kommen nur die halben Mittel zurück. Da darf es einen doch nicht wundern, wenn die ländlichen Regionen sich nicht so entwickeln können wie die städtischen Regionen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In der Schweiz hat man, meine Damen und Herren, sehr früh erkannt: Es gibt zwei Steuerungselemente: erstens die Raumordnung und zweitens die Steuerpolitik. Das heißt, über die Steuerpolitik könnte man Wettbewerbsverhältnisse in den Regionen schaffen, könnte man die einzelnen Regionen gegeneinander antreten lassen, aber auch schauen, wie sie sich Standortvorteile für künftige Unternehmer herausverhandeln können. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren, das ist eine Entmündigung der Bevölkerung des ländlichen Raums. Das ist ein Drüberfahren, das diese Menschen nicht verdient haben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich ersuche Sie, mehr Ehrlichkeit an den Tag zu legen, die Probleme ehrlich anzusprechen, den ländlichen Raum als Sorgenkind ernst zu nehmen und im Rahmen des Finanzausgleichs die entsprechenden Maßnahmen zu seiner Stärkung einzuleiten. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Lopatka: Woher kommt denn die? Die kommt ja von dort! – Ein so ein Blödsinn! – weitere Zwischenrufe bei ÖVP, FPÖ und Team Stronach
Und jetzt ist die Frage: Wo haben wir die Probleme? – Diese sind zahlreich. Es gibt genügend Untersuchungen. Was beispielsweise die Steiermark betrifft, so besagt eine im Auftrag der steiermärkischen Landesregierung durch die Boku erstellte Studie, dass wir ein Problem im Hinblick auf das Thema der Überalterung, auch im Hinblick auf das Geschlechterverhältnis haben. Besonders die jungen Frauen verlassen gleichsam fluchtartig diese Regionen. Wir haben in manchen Bezirken einen Überhang von Männern in einem Ausmaß von zwei Dritteln. Das ist natürlich nicht nachhaltig. Ich würde mir wünschen, dass eine Conchita Wurst auch in ländlichen Regionen zu Hause ist (Abg. Lopatka: Woher kommt denn die? Die kommt ja von dort! – Ein so ein Blödsinn! – weitere Zwischenrufe bei ÖVP, FPÖ und Team Stronach) und dass sie nicht das Gefühl hat, sie muss in die Stadt ziehen. (Abg. Wöginger: Du kennst dich vielleicht in Südtirol aus, aber daheim nicht! – Abg. Lopatka: Wo ist denn Bad Mitterndorf? Wo ist Bad Mitterndorf, Kollege Strolz?)
Beifall beim Team Stronach.
Einfachheit – ganz besonders wichtig! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Schieder: Na ja!
Meine Damen und Herren, die Vermögensverringerung durch Vermögensbesteuerung kann doch nicht wirklich das Ziel in diesem Lande sein! (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Schieder: Na ja!) Warten Sie! Ich komme schon zu Ihnen, Herr Schieder.
Beifall beim Team Stronach.
Wir haben zwei wesentliche Unternehmen, die in ausländische Hand gegangen sind. Das eine ist die BAWAG, die Ihnen sicher etwas sagt, und das andere ist die Telekom, die in ausländische Hand gegangen ist. Mir wäre es viel lieber, wenn ein österreichischer Fonds entsprechendes Geld gehabt hätte, um diese Bank oder die Telekom zu kaufen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Daher gebe ich Ihnen mit auf den Weg: Überlegen Sie, ob es nicht besser wäre, nicht an die Vermögensverringerung zu denken, sondern an den Vermögensaufbau in diesem Land zu denken, an den Vermögensaufbau in privater Hand (Abg. Schieder: Für alle!), da etwas zu tun, da auch steuerlich etwas zu tun, zum Beispiel durch KESt-Befreiungen, die es in anderen Ländern gibt, damit Österreich einen Fonds errichten kann (Abg. Schieder: Für alle!), wo wir uns an diesen Unternehmen beteiligen können. (Beifall beim Team Stronach.)
Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.
Ihre Politik hat dazu geführt, dass Unternehmen wie die BAWAG oder die Telekom jetzt in ausländische Hände gekommen sind. Die richtige Politik ist nicht die Vermögensverringerung, sondern der Vermögensaufbau! (Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Botschaft ist: Die Leute sind bei Gott nicht so neidig, wie die Politik tut. Und daher mein Appell: Verzichten Sie auf die Vermögensverringerung! Schauen Sie, dass es in diesem Land einen ordentlichen Vermögensaufbau geben kann – auch zum Wohle dieses Landes! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Neuerlicher Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe beim Team Stronach.
Wenn wir wissen, dass jede Umfrage sagt, dass die Krisengewinner die Vermögenden sind, und zwar nicht nur in Österreich, sondern überall, dass sich die Vermögen während der Krise exponentiell gesteigert haben, dann müssen wir sagen: Es haben Herr und Frau Österreicher ein gutes Empfinden dafür, wer seinen gerechten Anteil an dem, was Österreich leistet, zahlen soll. Und das sind nun einmal die Vermögenden! (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe beim Team Stronach.)
Beifall bei NEOS und Team Stronach.
Das kann so nicht weitergehen, diese Unverfrorenheit, ständig den Menschen vorzutäuschen, dass sie mehr verdienen, obwohl ihnen aber in Wirklichkeit immer weniger übrig bleibt. Das gehört beendet! Und das machen wir heute mit unserem Antrag. Das wäre auch gut für dieses Budget, ich muss leider sagen: gut gewesen für dieses Budget. – Danke. (Beifall bei NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten von Grünen und Team Stronach.
Da besteht auch eine große Gesundheitsgefährdung, eine wirkliche Gefahr für Leib und Leben, und daher ist es erstens notwendig, dass unsere Zöllnerinnen und Zöllner diese wichtige Arbeit tun – dafür ein herzliches Dankeschön auch von dieser Stelle an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Zoll. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten von Grünen und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich frage mich: Warum sind uns da die Hände gebunden? – Nur deshalb, weil wir in China Interessen haben, weil viele Firmen glauben, einen Absatzmarkt von einer Milliarde Menschen nicht umgehen zu können? Das hat sich doch auch als Bumerang herausgestellt. Man hat sich für China entschieden, um dort zu produzieren, um die Menschen dort zu versorgen und Absatz zu generieren. Aber jetzt produzieren die Chinesen gleich alles selbst und unsere Firmen schauen wieder durch die Finger. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
nur die Chinesen! Warum spricht das niemand an, warum sprechen wir das nicht an? Es mag schon sein, dass wir ein kleines Land sind und nicht viel bewegen können, aber das ist bei den Menschenrechten auch nicht anders, und die werden immer wieder angesprochen. Also warum sprechen wir nicht die ganze lange Liste derjenigen Punkte an, die wir uns von einem verlässlichen, von einem fairen Handelspartner erwarten? (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb ein kleiner Tipp von mir an die Regierung: Es würde Ihnen gut anstehen, gerade jetzt vor der Europawahl noch einmal darauf hinzuweisen, auch öffentlich, dass man, wenn man mit uns gemeinsam spielen will, auch die Spielregeln einhalten muss. (Abg. Steinhauser: Die Frage stellt sich für China wahrscheinlich nicht so!) Nur dann können wir uns auf Augenhöhe bewegen und auch begegnen, und nur dann können wir faire Bedingungen für unsere heimischen Unternehmen herstellen, denn letztlich geht es darum, dass wir verlieren und die anderen gewinnen, weil sie mit falschen Karten spielen. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Zwischenruf beim Team Stronach
Es wurde schon angesprochen: Der größte Teil der beschlagnahmten Produkte stammt aus dem asiatischen Raum. Es ist auch richtig, dass China mit 72 Prozent leider Spitzenreiter ist. Herr Abgeordneter Lugar, ich darf Sie aber beruhigen: Natürlich wird dieses Thema angesprochen. Immer, wenn ein österreichischer Politiker einen chinesischen trifft, ist das natürlich ein Thema (Zwischenruf beim Team Stronach) – nicht hinter verschlossenen Türen –, natürlich wird es bei jedem offiziellen Kontakt angesprochen, und auch die Europäische Union spricht hier mit einer Stimme.
Beifall bei SPÖ, ÖVP, FPÖ, NEOS und Team Stronach. – Abg. Strache: Ein bisschen mehr Budget wäre angebracht!
Es ist mir ein persönliches Anliegen, besonders auch vor dem Hintergrund der großen Herausforderungen, denen sich das österreichische Bundesheer gegenübersieht, an dieser Stelle unseren Soldatinnen und Soldaten aus ganzem Herzen für ihren unermüdlichen Einsatz und die hervorragenden Leistungen zu danken und ihnen meinen persönlichen Respekt auszusprechen. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, FPÖ, NEOS und Team Stronach. – Abg. Strache: Ein bisschen mehr Budget wäre angebracht!)
Beifall beim Team Stronach.
Im Jahre 1792 hat ganz Europa gedacht: Was brauchen wir noch eine Armee? Schaut euch die Franzosen an, die sind mit ihrer Revolution selbst beschäftigt! Uns wird nichts passieren! – Und ein paar Jahre später hat die französische Armee ganz Europa überzogen. Es war immer in der Geschichte falsch, meine Damen und Herren, wenn man die militärische Landesverteidigung vernachlässigt hat! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Etwas kann der österreichische Soldat wirklich gut, meine Damen und Herren, nämlich improvisieren. Das können wir in Österreich! Das haben wir am Golan gemacht. Das haben wir oben auf dem Berg gemacht, überall auf der Welt. Diesbezüglich sind wir wirklich Weltklasse. Wir haben wirklich gute Soldaten, die originell sind und wissen, was sie zu tun haben. Das gibt es. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir haben heute Ordnung, aber Ordnung ist nie etwas Selbstverständliches, und oft und sehr schnell kann es geschehen, dass wir das Bundesheer auch zum Schutz der demokratischen Einrichtung und auch für die militärische Landesverteidigung brauchen, die wir nie vernachlässigen dürfen. In Wirklichkeit ist Letzteres die erste Aufgabe des Bundesheeres. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Am 20. Jänner 2013 gab es eine beeindruckende Entscheidung von 60 Prozent der Österreicher für die Wehrpflicht und für das Bundesheer. Und es ist auch unsere Aufgabe als Parlament, diese Rückendeckung für das Bundesheer durchzusetzen und auch die entsprechenden Mittel, meine Damen und Herren, zur Verfügung zu stellen. Das halte ich für ganz besonders wichtig! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Schönegger: Das ist ja wie eine Literaturvorlesung! – Ruf bei der FPÖ: Es gibt halt gebildete Menschen auch im Parlament!
Herr Minister, solange Sie die Kühnheit aufbringen, trotz der derzeitigen Situation voll zu diesem Bundesheer zu stehen und für dieses Bundesheer kämpfen, solange Sie dies tun, habe offensichtlich nicht nur ich Ihre Unterstützung, sondern Sie auch meine. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Schönegger: Das ist ja wie eine Literaturvorlesung! – Ruf bei der FPÖ: Es gibt halt gebildete Menschen auch im Parlament!)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Rouven Ertlschweiger, MSc (STRONACH): Meine geschätzten Damen und Herren! Werter Herr Bundesminister! Werte Frau Präsidentin! Liebe ZuseherInnen zu Hause vor dem Fernsehapparat! Heute wurde schon öfters die Frage nach der Strategie aufgeworfen. In Wirklichkeit ist die ganze Thematik ganz einfach: Österreich muss sich darüber klar werden, was es will: Wollen wir ein gut ausgestattetes, professionelles und effizient geführtes Bundesheer mit motivierten Mitarbeitern und Soldaten oder wollen wir das nicht? – Im Moment ist es so, dass das österreichische Bundesheer am Stock geht. Musste in der Vergangenheit gespart werden, hat der jeweilige Verteidigungsminister stets als Erster „Hier!“ geschrien. Kein Wunder, dass unser Bundesheer heute so desolat dasteht. Das ist ein Faktum, meine Damen und Herren, es ist das Resultat eines jahrelangen Prozesses. Das Heer wurde schlicht und einfach kaputtgespart und kontinuierlich ausgehungert. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Es ist ein Faktum, dass wir als Ersatz für unsere Pinzgauer, sehr geehrter Herr Minister, Mitsubishi L200 Pick-ups angeschafft haben, für die es für unsere Alpinverbände gar keine Schneeketten gibt. Auch ein Faktum ist, dass wir gar keine leistungsfähige Katastrophenhilfe mehr anbieten können, weil Pionierbataillone kein Geld mehr bekommen, um Hallen für neues Pioniergerät zu bauen – so rostet das Zeug schön langsam vor sich hin. Meine Damen und Herren, das ist eine Tatsache, das ist ein Faktum! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich möchte mir jetzt hier an dieser Stelle nicht ausmalen, was unsere Soldaten machen müssen, wenn sie nach Ungarn, Schweden oder Spanien fahren. Da kann man sich wahrscheinlich im Heeresspital stationär aufnehmen lassen, denn das wird dauern. Das bedarf einer gewissen Zeit. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn Sie diese Frage für sich selbst beantwortet haben, dann können Sie in jede Verhandlung gehen und dann werden Sie auch, glaube ich, das Wesentliche für das Bundesheer herausholen. Aber wenn wir so weitermachen wie jetzt, dann brauchen wir uns nicht zu wundern, dass hier immer wieder debattiert wird. Meine Damen und Herren! So wie das Bundesheer jetzt aufgestellt wird, ist das leider ein Häkel, ein Wischiwaschi. Das ist nichts, tut mir leid. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn wir das aber nicht abdecken können mit dem Eigenpersonal – sagen wir einmal so –, dann müssen wir natürlich über die Grenzen hinausschauen und dort das Land Österreich attraktiv machen. Wir vom Team Stronach sind für eine kontrollierte Zuwanderung von Fachkräften; das heißt, wir wollen eine Fachkräftezuwanderung. Was die nichtqualifizierte Zuwanderung betrifft, haben wir genug davon, und ich glaube, dort muss man mit restriktiven Maßnahmen schauen, dass Österreich nicht zu einem unqualifizierten Zuwanderungsland wird, sodass nur hier das Sozialsystem ausgenutzt wird. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine Damen und Herren, ich glaube, wir sollten schauen, dass wir unsere Jugend so gut ausbilden, dass wir diese Berufe mit unseren eigenen Jugendlichen, mit unseren eigenen Fachkräften abdecken können. Wir müssen hier im Schulsystem anpacken, weil es dort hapert. Wenn Sie heute mit einem Lehrbetrieb sprechen, wenn der Lehrherr sagt, er stellt keine Lehrlinge mehr ein, weil diese gar nicht Deutsch schreiben oder lesen oder rechnen können, dann hapert es gewaltig am System, meine Damen und Herren! Wenn wir dort die Hausaufgaben machen, dann brauchen wir diese Rot-Weiß-Rot-Karte in Zukunft gar nicht mehr groß zu beäugen oder zu diskutieren, weil sich dann das Thema von selbst erledigt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Es geht nicht nur um die Novelle zur Versicherungswirtschaft, es ist nicht nur die Novelle, die jetzt beschlossen wird, das gilt auch für alle anderen Bereiche, bitte sehr. Es ist wesentlich, dass wir mehr das Gesamte sehen, natürlich anhand von solchen Einzelsparten, von solchen Novellen in kleineren Bereichen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In dem Sinn darf ich bitten, dass wir auch bei weiteren Novellen, die auf uns zukommen, ebenfalls im Sinne unserer Bürgerinnen und Bürger entscheiden. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ, FPÖ und Team Stronach.
Somit wäre es eigentlich an der Zeit, dass sich die Grünen entschuldigen und diese Vorwürfe zurücknehmen. (Beifall bei ÖVP, SPÖ, FPÖ und Team Stronach.) Das ist doch wirklich ungeheuerlich – und ich habe für die Demonstranten, die da aus einer bestimmten Ecke kommen, keine Sympathie, aber was da an Gewaltbereitschaft ausging, das kam aus der anderen Ecke, meine Damen und Herren, das kam aus der an-
Beifall bei ÖVP, SPÖ, FPÖ und Team Stronach.
deren Ecke. (Abg. Höbart: So ist es!) Es muss in diesem Haus einen Konsens darüber geben, dass wir jede Form von Gewalt ablehnen, gemeinsam, meine Damen und Herren. (Beifall bei ÖVP, SPÖ, FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ, FPÖ und Team Stronach.
Ich finde es enttäuschend, dass man vonseiten der grünen Fraktion nicht imstande ist, über den eigenen Schatten zu springen und hier auch einmal ganz klar sagt, das war eine falsche Aussage, wir nehmen sie zurück und wir entschuldigen uns in diesem Zusammenhang auch bei der Polizei, meine Damen und Herren. Ich halte es für unglaublich, dass Beamtinnen und Beamte im Interesse unserer Verfassung tagtäglich im wahrsten Sinne des Wortes den Kopf für uns hinhalten und dann von Parlamentariern aus dem Wiener Parlament derart behandelt werden. Das ist inakzeptabel! (Beifall bei ÖVP, SPÖ, FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ein weiteres Thema, das ich ansprechen möchte, ist das Vorgehen bei rassistisch motiviertem Verhalten bei Sportgroßveranstaltungen. Ich möchte das vielleicht nur ganz kurz anschneiden. Es ist ein Thema, über das man klar diskutieren kann. Jegliche Art von Extremismus ist abzulehnen, und wenn Sportveranstaltungen dazu missbraucht werden, dann ist alles zu tun, um den Missbrauch der Spielwiese für rechten, linken oder welchen auch immer Extremismus zu unterbinden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Fakt ist, dass es bei den kurdischen Demonstrationen oft zu Übergriffen gekommen ist, aber auch bei den linken Demonstrationen. Und bei den linken Demonstrationen darf ich eines ansprechen. Wenn dort eine Kundgebung zu Ende war, dann musste danach die Müllabfuhr auffahren, so haben sich diese Leute aufgeführt. Da hat es ausgeschaut! Das hat Kosten verursacht. Und da habe ich schon damals vorgeschlagen, dass diese Kosten in Rechnung gestellt werden, dass nicht die Allgemeinheit für die chaotischen Zustände aufkommen muss. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren, das sind Ihre linken Chaoten! Das sind Ihre Chaoten, die wir nicht unterstützen werden! Der Polizei gebührt jeglicher Schutz, den wir ihr bieten können, meine Damen und Herren! (Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.) Ich glaube, da sollten wir, das Parlament, zusammenstehen.
Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Gerstl.
Zum Schluss, meine Damen und Herren: Wir wissen, dass es die Polizei schwer hat, dass wir total unterbesetzt sind, dass es mit den finanziellen Dingen nicht ganz stimmt. Deswegen nehme ich etwas von den Grünen auf, aber nicht das, was Sie, Herr Steinhauser, haben wollen, sondern ich nehme Folgendes auf: Frau Bundesminister, mein Appell: Sie kennen meinen Aufruf, meinen Antrag: Wir brauchen dringend ein eigenes Exekutivdienstgesetz, dass der Bevölkerung wirklich Sicherheit bietet. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Gerstl.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
nach Hause kommen, dass jede Demonstration friedlich abläuft. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und Team Stronach
Abgeordneter Mag. Wolfgang Gerstl (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Einige Reden von heute bringen mich dazu, zu sagen, es wäre an der Zeit, dass wir die Opfer-Täter-Umkehr beenden. Ich glaube, dass es auch eine Aufgabe dieses Hauses wäre, unseren Polizistinnen und Polizisten hier einmal ein ganz deutliches Danke zu sagen, die die Gesundheit, das Leben und das Eigentum unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger schützen (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und Team Stronach) – ein Danke an unsere Polizisten, die ihr Leben einsetzen, ein Danke dafür, dass sie da sind, wenn alle politischen Gruppierungen Demonstrationen machen, ein Danke auch dafür, dass sie da sind, wenn sie wissen, dass es gefährlich werden kann.
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren! Wir stehen natürlich im internationalen Wettbewerb. Unsere Industrie steht mit den Arbeitskräften im internationalen Wettbewerb, und wenn wir uns da die durchschnittlichen Lohnkosten anschauen, dann sind diese bei uns um 36 Prozent höher als im EU-Schnitt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb ist es aus unserer Sicht absolut wichtig, dass wir im öffentlichen Bereich bei den Ausschreibungen einen Weg finden, dass nicht der Billigstbieter, sondern der Bestbieter zum Zug kommt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und Grünen.
Ich finde, das ist für ein Land, das sich Sozialstaat nennt und das auch ein solcher ist, wirklich ein Armutszeugnis, und daher ersuche ich Sie, diesem Antrag zuzustimmen. – Danke. (Beifall bei Team Stronach und Grünen.)
Beifall bei FPÖ, Grünen, Team Stronach und NEOS.
Abgeordneter Elmar Podgorschek (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Auch wenn Sie es nicht wahrhaben wollen und einige hier Anwesende das Thema schon nicht mehr hören können, sage ich trotzdem: Es ist heute das 19. Mal, dass dieser Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses gestellt wird! (Beifall bei FPÖ, Grünen, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei FPÖ, Grünen, Team Stronach und NEOS.
Und jetzt kommt eine Diskussion darüber auf, dass wir jetzt noch einmal zurückstecken und zuwarten sollten, weil jetzt über neue Verfahrensregeln im Untersuchungsausschuss verhandelt wird, es dann zu einem Minderheitenrecht kommen könnte und die Opposition dann allein imstande wäre, das durchzusetzen. (Abg. Lopatka: Nicht, dann wäre sie imstande, sondern dann wird sie!) – Das werden wir sehen, Herr Kollege Lopatka! So lange ich diesen Beschluss nicht hier miterlebe, glaube ich nämlich noch nicht daran! (Beifall bei FPÖ, Grünen, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Grünen, FPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach. – Abg. Lopatka: Wenn die Grünen eine Namentliche verlangen, ist es okay, oder?
Dafür werden Sie ja jetzt heute hier angehalten, namentlich abzustimmen. (Abg. Lopatka: Herr Kogler, eine private Geschäftsordnung für die Grünen gibt es noch nicht!) Das ist eh okay, sehr okay. (Abg. Strache: Ich verstehe die Furcht vor der geheimen Abstimmung!) Es bedeutet ja nur, dass die Regierungsfraktionen die geheime Abstimmung fürchten. Also nur, um es auch für Sie zu übersetzen: Sie fürchten sich vor sich selbst! (Beifall bei Grünen, FPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach. – Abg. Lopatka: Wenn die Grünen eine Namentliche verlangen, ist es okay, oder?)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS. – Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Lopatka: Das ist ja das Beste! – Abg. Strache: Die eigenen Abgeordneten werden geknebelt!
Die Klubobleute von Rot und Schwarz haben natürlich allen Grund, das zu fürchten (Ruf bei der ÖVP: Fürchtet euch nicht! – Abg. Lopatka: Was heißt „fürchten“?), denn ich sage Ihnen eines: Würden wir hier geheim abstimmen, würde es in einer halben Stunde eine Mehrheit für den Untersuchungsausschuss gegeben – mit Sicherheit! (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS. – Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Lopatka: Das ist ja das Beste! – Abg. Strache: Die eigenen Abgeordneten werden geknebelt!)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Und das Ganze orchestrieren zwei Klubobleute, die damals, als 2009 der größte Fehler – der größte, jawohl, da war Haider schon tot – bei der Hypo Alpe-Adria passiert ist, Staatssekretäre waren, nämlich Herr Lopatka – der war nicht unmittelbar an den Verhandlungen beteiligt, das muss man korrekterweise dazusagen, aber Staatssekretär (Abg. Strache: Der war sicher voll informiert vom Herrn Bundesminister! Der wird in alles eingebunden worden sein!) – und Herr Schieder, Staatssekretär und Verhandler mit Minister Pröll. Zumindest einen Hypo-Klubobmann und einen assistierenden Hypo-Klubobmann haben wir mittlerweile hier, und die verhindern auch diese geheime Abstimmung. (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Heiterkeit bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS. – Abg. Strache: Das ist ein Wahnsinn! – Abg. Hammer – in Richtung FPÖ –: Versteht nichts, aber lacht!
Die machen eine Presseaussendung, Zitat Spindelegger – das wird er ja wohl nicht selbst gesagt haben! –: „Nun bricht die Hypo zu neuen Ufern auf.“ – Wörtliches Zitat! (Heiterkeit bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS. – Abg. Strache: Das ist ein Wahnsinn! – Abg. Hammer – in Richtung FPÖ –: Versteht nichts, aber lacht!) Wissen Sie was? – Da kann sich der Herr Finanzminister an die Seite dieses Flusses setzen und schauen, wie die Leichen vorbeitreiben, die in erster Linie schwarze Finanzminister verursacht haben. (Beifall bei Grünen, FPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei Grünen, FPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Die machen eine Presseaussendung, Zitat Spindelegger – das wird er ja wohl nicht selbst gesagt haben! –: „Nun bricht die Hypo zu neuen Ufern auf.“ – Wörtliches Zitat! (Heiterkeit bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS. – Abg. Strache: Das ist ein Wahnsinn! – Abg. Hammer – in Richtung FPÖ –: Versteht nichts, aber lacht!) Wissen Sie was? – Da kann sich der Herr Finanzminister an die Seite dieses Flusses setzen und schauen, wie die Leichen vorbeitreiben, die in erster Linie schwarze Finanzminister verursacht haben. (Beifall bei Grünen, FPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei Grünen, FPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
So weit haben Sie es gebracht, und das alles ist vom heutigen Tag, alles neu, alles frisch. (Präsidentin Prammer gibt das Glockenzeichen.) Nicht frisch ist Ihre Regierungskommission. (Ruf bei der ÖVP: Was ist neu?) Und da hat – letzter Satz – der Vorstand der Finanzmarktaufsicht im Finanzausschuss auf unsere Frage hin, welche Rechtsgrundlagen es gibt, etwas sehr Bezeichnendes gesagt: Einstweilen keine, aber man bemühe sich um einen Weg. – Das ist der Weg Ihrer Aufklärung: am Gesetz vorbei! Wir brauchen den Untersuchungsausschuss, und er wird kommen! (Beifall bei Grünen, FPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ – Abg. Krainer: Der Harald Ettl ist schon lange in Pension!
Pribil habe es allein der ÖVP zu verdanken, dass er in der Notenbank sitze, ohne Partei wäre er „nichts“. Pribil stand auf, um Pröll zu beruhigen, was diesen allerdings noch mehr aufbrachte. Pröll drohte: Er werde dafür sorgen, dass Pribil nicht mehr lange in der Notenbank sitze; und überhaupt werde er dafür sorgen, dass Pribil und Harald Ettl in diesem Land keinen Job mehr bekämen. – Zitatende. (Abg. Schittenhelm: Was soll das?) Meine Damen und Herren! Wenn dem so ist ... (Abg. Krainer: Der Harald Ettl ist schon lange in Pension!) – Ja, wieso reagieren Sie denn auf das? Ich hätte gedacht, dass wenn, dann die da (in Richtung ÖVP) laut sind, aber vielleicht fühlen Sie sich da auch angesprochen (Beifall bei Team Stronach und FPÖ – Abg. Krainer: Der Harald Ettl ist schon lange in Pension!), denn es kann ja durchaus sein, dass man sich in der Notenbank von diesen beiden Parteien – wenn ich dem Artikel glauben darf – die Notenbankdirektoren aussucht und dass dann Ihre Landeshauptleute auch noch die Notenbankdirektoren beim Abendessen so unter Druck setzen können, dass man das in einer Zeitung veröffentlicht.
Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS. – Abg. Vetter – das Rednerpult verlassend, zu Abg. Krainer –: Helmut Ettl heißt der! – Abg. Krainer: Das war nur ein Zwischenruf, weil Sie ...!
Also, meine Damen und Herren, wenn das nur ansatzweise wahr ist, was da im „profil“ steht, dann bin ich ja überhaupt nicht überrascht, wenn dort irgendwann einmal steht: Not distressed. – Danke schön. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS. – Abg. Vetter – das Rednerpult verlassend, zu Abg. Krainer –: Helmut Ettl heißt der! – Abg. Krainer: Das war nur ein Zwischenruf, weil Sie ...!)
Beifall bei NEOS und Team Stronach sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.
Das ist der Betrag, den wir – die Steuerzahler – alleine im Jahr 2013 hineingesteckt haben. Da fragt man sich auch: Warum haben Sie denn diese panische Angst vor einer Insolvenz? Die Antwort liegt, glaube ich, auf der Hand: Sie wollen den U-Ausschuss nicht, Sie wollen die Insolvenz nicht, weil es dann mit dem Tarnen und Täuschen vorbei ist. Und genau deswegen werden wir auf dem U-Ausschuss so lange oben bleiben und auch die Insolvenzlösung auf dem Tisch halten – damit es endlich mit dem Tarnen und Täuschen vorbei ist. – Danke schön. (Beifall bei NEOS und Team Stronach sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.)
Sitzung Nr. 26
Beifall bei FPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach. – Abg. Lopatka: Sie sind noch im Bild! Da oben!
wenn es für die Regierung unangenehm wird. (Beifall bei FPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach. – Abg. Lopatka: Sie sind noch im Bild! Da oben!)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS. – Abg. Wöginger: Wir reden schon mit dir, Elmar!
Ich bin fest davon überzeugt, dass die Regierungsfraktionen keinen guten Stand dabei haben werden. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS. – Abg. Wöginger: Wir reden schon mit dir, Elmar!)
Abg. Prinz: Mich wundert nicht, dass der Stronach , bei solchen Kollegen!
Dabei: Was hat er denn getan? – Er hat in einem Konditionalsatz das Wort „Ehre“ im Zusammenhang mit einem allfälligen Abstimmungsverhalten anderer Parteien verwendet. (Abg. Prinz: Mich wundert nicht, dass der Stronach , bei solchen Kollegen!)
Heiterkeit und Beifall bei Team Stronach, FPÖ und NEOS.
Wenn Sie daraus, e contrario, auf Ihr eigenes unehrenhaftes Verhalten schließen, dann gehen Sie sehr weit und offenbaren ein offensichtlich schlechtes Gewissen, das nämlich mit der Sache selbst zu tun hat, meine Damen und Herren! (Heiterkeit und Beifall bei Team Stronach, FPÖ und NEOS.)
Beifall bei Team Stronach, FPÖ und NEOS. – Abg. Strache: Dann haben wir bald Überschüsse im Budget! – Abg. Tamandl: Aber Sie haben schon mitgekriegt, dass der Vollzug besser war als der Voranschlag?
Meine Damen und Herren, wenn wir noch ein Wochenende warten, dann sind langsam unsere Budgetprobleme gelöst! (Beifall bei Team Stronach, FPÖ und NEOS. – Abg. Strache: Dann haben wir bald Überschüsse im Budget! – Abg. Tamandl: Aber Sie haben schon mitgekriegt, dass der Vollzug besser war als der Voranschlag?)
Beifall bei Team Stronach, FPÖ und NEOS sowie des Abg. Köchl.
Wir haben uns schon bemüht mit diesem Berg. Sie erinnern sich, es war etwa ein Meter an Papier, den wir bekommen haben. Wir haben das studiert, haben uns das angeschaut (Abg. Wöginger: Ja, wir tun das schon länger!), haben das Ganze ernst genommen. Und dann haben wir plötzlich nach dem Wochenende gehört: Das ist alles ganz anders! Da kann es schon einmal sein, dass man sich da seine eigenen Gedanken macht. (Abg. Wöginger: Das habt ihr euch anders vorgestellt!) Daher finde ich es gar nicht so schlecht, das ein bisschen neu aufzurollen, und unterstütze den Antrag. – Danke. (Beifall bei Team Stronach, FPÖ und NEOS sowie des Abg. Köchl.)
Sitzung Nr. 27
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS.
Meine Damen und Herren von den Regierungsparteien! Ja, gestern wurde große Kritik geübt, weil der Begriff „Ehre“ verwendet wurde. Ich hätte das in diesem Fall nicht gemacht, aber ich frage: Haben Sie überhaupt noch Selbstachtung bei diesem Umgang mit dem Hohen Haus, bei all Ihren Verhaltensmustern auch in der Frage von Untersuchungsausschüssen, wo Sie gestern zum 19. Mal die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zur Hypo abgelehnt haben, weil Sie anscheinend ein schlechtes Gewissen haben, dass da einige Schweinereien zum Vorschein kommen könnten? (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Grünen und Team Stronach.
Ich gehe nur kurz auf den Zwischenruf ein: Der Kollege Schieder verteidigt gerade das Unmöglichmachen einer geheimen Abstimmung dadurch, dass Sie eine namentliche beantragt haben. Also ich denke, das spricht für sich. Warum lassen Sie Ihre Abgeordneten nicht einmal (Abg. Lopatka: Die Geschäftsordnung gilt für alle, nicht nur für die Grünen!) Die Geschäftsordnung gilt selbstverständlich für alle, aber dass Sie aktiv das verhindert haben (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Lopatka.) Sie haben ja nicht von sich aus eine namentliche Abstimmung beantragt, sondern Sie haben erst dann, nachdem wir eine geheime Abstimmung beantragt haben, das mit der namentlichen unmöglich gemacht. Und das spricht für sich! Die Absicht ist absolut durchschaubar: Sie wollten sie unmöglich machen! (Beifall bei Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS.
Eines möchte ich noch sagen: Was können die Schulen dafür, was können die Universitäten dafür? – Das sind für mich die Zukunftsbereiche, und dieses Budget ist in einer ganz entscheidenden Frage blind, nämlich in jener, die die Zukunft betrifft. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker.
ein paar neue Schulden machen, und man kauft sich ein paar Stimmen – Machterhalt auf Kredit! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker.)
Beifall beim Team Stronach.
Jahr für Jahr macht diese Regierung mehr Schulden, Jahr für Jahr gibt diese Regierung mehr Geld aus, als sie hat – und dann erhöht sie einfach die Steuern. Nur, eines vergisst die Regierung: Man kann auf Dauer nie mehr ausgeben, als man hat; das weiß jeder normale Mensch, der einen Haushalt führt. (Beifall beim Team Stronach.) Ihre Rechnung geht sich ja nicht einmal mehr mit Steuererhöhungen aus, und auch nicht mit dieser neuen Wundermilliarde, die Sie in diesem Brief an Brüssel angekündigt haben, ohne uns alle damit zu befassen.
Beifall beim Team Stronach.
Sie schreiben in diesem Geheimbrief etwas von „Better economic developments“, das heißt also bessere wirtschaftliche Entwicklung, und von „increased income in social security insurance and in income tax“. – Wie soll das bitte gehen? Zuerst würgen Sie die Wirtschaft ab, manche drohen offen damit, auszuwandern, und Sie glauben, mehr Geld durch die angekurbelte Wirtschaft wieder hereinzubringen? Wissen Sie, was das ist? – Das ist Luftballonökonomie! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker.
Ob das wirklich so ist und SPÖ und ÖVP in Wirklichkeit gar nicht zusammenpassen, das weiß ich nicht so genau, aber eines weiß ich: Die Rechnung für diese permanente Schuldenmacherei muss irgendwann bezahlt werden, und zwar von den jungen Leuten und von den Sparern, die sich trotz dieser Regierung und der Steuerbelastung mühsam etwas erspart und zur Seite gelegt haben. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker.)
Beifall beim Team Stronach.
Apropos Erspartes: Das Team Stronach steht für Leistungsgerechtigkeit. Wir wollen die fleißigen und hart arbeitenden Menschen in unserem Land unterstützen, die sich auch noch etwas ersparen konnten, trotz der Steuerbelastung durch diese Regierung; deshalb ganz klar: Nein zur Vermögensteuer! Das wäre der endgültige Raubzug am Vermögen der Österreicher. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Österreicher sind sehr gescheite und fleißige Leute, die gute Arbeit leisten. Das wird aber überhaupt nicht belohnt, ganz im Gegenteil, den Menschen bleibt nichts übrig zum Leben. Die arbeitenden Menschen haben aber ein Recht darauf, von ihrem Einkommen zu leben. Lassen Sie also die Menschen endlich in Ruhe arbeiten und gut verdienen! Das würde nämlich auch bewirken, dass man viel weniger Geld für den Wohlfahrtsstaat ausgeben müsste. (Beifall beim Team Stronach.) Die Regierungsvertreter sehen das vielleicht anders, denn solange die Menschen von ihnen abhängig sind, vom Wohlfahrtsstaat abhängig sind, können sie sich ihrer Stimmen relativ sicher sein – relativ, wohlgemerkt; siehe das Ergebnis der letzten Wahl.
Beifall beim Team Stronach.
entlohnt werden, fair besteuert werden. Die Österreicher wollen ein selbstbestimmtes Leben führen, und das haben sie auch verdient! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker.
Unterschätzen Sie die Österreicher nicht, sehr geehrte Regierungsvertreter! Die Leute sind gescheit genug und sie wissen, dass die Regierung ein Leben auf Pump finanziert und dass die Verwaltung in ihrer Ineffizienz das meiste Geld in dieser Umverteilung verschlingt. Es gibt nur eine vernünftige Lösung für die Zukunft: Der Verwaltungsapparat muss abgebaut werden, die Schuldenmacherei muss endlich aufhören. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker.)
Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach. – Zwischenruf bei der SPÖ.
Die Einnahmen aus der sogenannten Betrugsbekämpfung werden dazu nicht reichen. Da muss ich fragen: Was verstehen Sie überhaupt unter Betrugsbekämpfung? Meinen Sie damit, wenn der kleine Unternehmer über die hochkomplexen Steuergesetze in Grauzonen geführt und dadurch einfach kriminalisiert wird? Meinen Sie das mit Betrugsbekämpfung? (Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker.
Eines ist wirklich auch bemerkenswert: Die Regierung ist verantwortlich für Rekordarbeitslosigkeit, Rekordschulden, Rekordsteuern. Und die Regierung weiß das und will jetzt gegensteuern, und zwar indem sie noch mehr Schulden macht, den Sozialstaat ausbaut und die Verwaltung weiter aufbläst. Das ist doch völlig absurd! Sie verwenden Benzin zum Feuerlöschen, genau so wie Sie es bei der Hypo-Alpe-Adria-Bank gemacht haben. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker. – Zwischenruf bei der SPÖ.
Schauen Sie einmal in die Geschichtsbücher: Sozialismus führt über kurz oder lang alle in die Armut, auch wenn er gut gemeint war – gut gemeint arm ist auch arm. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir müssen wieder zurück zur sozialen Marktwirtschaft. Nur wenn es gelingt, die Wirtschaft anzukurbeln, die Unternehmer zum Investieren zu ermutigen, die Mitarbeiter zu motivieren, fleißig zu arbeiten, weil sich das Arbeiten finanziell auch auszahlt, die Menschen zu ermutigen, Unternehmer zu werden, dann – und nur dann – kann der Wohlstand in unserem Land wieder wachsen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wohlstand für breite Bevölkerungsschichten hat es in der Geschichte immer nur gegeben, wenn der Staat Rahmenbedingungen geschaffen hat, wo die Wirtschaft arbeiten konnte, wo die Gesetze des Marktes respektiert wurden. Die Schmerzgrenze für steuerliche Belastungen und Bürokratie ist in Österreich längst erreicht. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Denken Sie an die jungen Leute, und hören Sie sofort auf mit der Schuldenmacherei! Durchforsten Sie systematisch die Gesetzbücher, streichen Sie überflüssige Vorschriften! Es kennt sich ja kein Mensch mehr aus. Ich schlage vor, für jedes neue Gesetz streichen Sie drei alte. (Beifall beim Team Stronach.) Und passen Sie auch die Steuerstufen an die Inflation an, damit den arbeitenden Menschen etwas in ihrem Geldbörsel bleibt! Wenn Sie das nicht bald machen, dann sehe ich schwarz für dieses Land unter dieser Regierung.
Beifall beim Team Stronach.
Dass man so keinen Wohlstand schaffen kann, ist den Regierungsverantwortlichen scheinbar wurscht. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
In diesem Zusammenhang finde ich es übrigens äußerst lobenswert, dass die Regierung hier so viel Toleranz zeigt. Aber zeigen Sie doch auch einmal Toleranz gegenüber den hart arbeitenden Menschen in diesem Land! Mir scheint, die einzige ungeschützte Minderheit in unserem Land sind die Steuerzahler. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Grünen, FPÖ und Team Stronach.
Zeigen Sie nicht immer auf die anderen! Schauen Sie, das kann man halten und interpretieren, wie man will. Ich mag mich da nicht einmischen, ich sage nur, die Frage, was Arbeitsverweigerung ist, ist an anderer Stelle zu klären, denn wenn ich mir anschaue, wie Sie als Regierungsverantwortliche das Hypo-Problem jahrelang verschleppt haben, na, das ist Arbeitsverweigerung, das kostet Milliarden! (Beifall bei Grünen, FPÖ und Team Stronach.) Zeigen Sie doch nicht immer auf die anderen! (Abg. Wittmann: Da ... Gesetz, da gehört das GOG auch dazu!)
Beifall bei Grünen, FPÖ und Team Stronach.
Zweimal drüber schlafen am Wochenende, per Verordnung eine Milliarde; „Wochenend und Sonnenschein“, das neue Regierungsprinzip – ein Wahnsinn! (Heiterkeit bei Grünen und FPÖ.) Das lassen wir uns nicht bieten, das muss Ihnen klar sein. (Beifall bei Grünen, FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wissen Sie, wie weit das ständige Einsetzen der Steuerbehörde in der Zwischenzeit geht? – Inzwischen schickt das Firmenbuch schon vor der Eintragung einer GmbH den Akt an die Steuerbehörde, um diejenigen stichprobenartig zu überprüfen. Ja, was sollen die denn vor Gründung überhaupt haben? Das ist überhaupt das Neueste: die Steuerprüfung vor Gründung eines Unternehmens, was es in diesem Land tatsächlich schon gibt! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Bundeskanzler, das ist ja sehr richtig, was Sie sagen: sparen und investieren! – Das steht in jedem Lehrbuch. Nur, in welche Kategorie fällt denn die Bankensanierung? In welche Kategorie fällt denn die Hypo Alpe-Adria? Ist das sparen oder ist das investieren? Die Leute zahlen ja nicht ungern Steuern, wenn sie etwas dafür bekommen. Wenn es Autobahnen gibt, wenn es ein Sozialsystem gibt, wenn es ein Schulsystem gibt, dann zahlen die Leute ja Steuern. Wenn sie aber eine Regierung haben, die eine Bank nach der anderen verstaatlicht und wo das Geld irgendwohin fließt, dann denken sich die Leute: Was mache ich hier? Nochmal: Das Kapital ist sehr sensibel, das Geld ist sensibel! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lopatka: Das Defizit sinkt ja! Das Defizit geht ja zurück! – Zwischenruf des Abg. Auer.
Herr Klubobmann Lopatka, wir haben das größte Defizit, und Sie sagen uns hier, das sei der Beweis des Sparens, denn in ein, zwei Jahren werden wir zum strukturellen Nulldefizit kommen. – Vor ein paar Wochen habe ich hier von Sozialdemokratie und gemäßigter Sozialdemokratie gesprochen. Bitte, das ist doch pure marxistische Dialektik (Abg. Lopatka: Was?!): Je mehr Geld man ausgibt, je größer das Defizit hier ist, desto mehr ist das der Beweis für das Sparen? – Das kann es ja nicht sein! Je mehr Schulden man macht, desto mehr spart man. So ungefähr ist die Logik, die Sie hier haben. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lopatka: Das Defizit sinkt ja! Das Defizit geht ja zurück! – Zwischenruf des Abg. Auer.)
Beifall beim Team Stronach.
So werden Sie nicht zusammenkommen! Sie schaffen es nur über eine abgestufte Steuerreform, die Sie unbedingt brauchen, und seien es 3 Prozent über fünf Jahre, dann schaffen Sie es. – Und wenn Sie es alleine nicht schaffen, meine Damen und Herren, wir von der Opposition helfen Ihnen gerne. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
gegeben hat. Das muss hier auch einmal gesagt werden. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich darf daran erinnern, dass heute eine Umfrage einer großen österreichischen Tageszeitung zum Thema Budgetzahlen stattgefunden hat. Die Frage lautete: Glauben Sie noch den Aussagen des Finanzministers? – Was glauben Sie, ist das Ergebnis dieser Online-Umfrage? – 2 Prozent glauben den Aussagen des Finanzministers, und 97,5 Prozent glauben den Aussagen nicht, meine sehr geehrten Damen und Herren! Und das sind nicht wir hier im Hohen Haus, die „bösen“ Abgeordneten der Opposition, sondern das sind die Österreicherinnen und Österreicher, die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler! (Beifall beim Team Stronach.)
Demonstrativer Beifall beim Team Stronach.
Anstatt dem Rechnungshof mehr Mittel zu geben, wenn man ihm immer mehr Kompetenzen gibt, ist das Gegenteil der Fall! Wir wissen, durch das Medientransparenzgesetz und das Parteiengesetz kommen weitere Kompetenzen dazu, auch die Prüfung der Gemeinden über 10 000 € ist dazugekommen. (Abg. Auer: 10 000 Einwohner, nicht Euro!) – 10 000 Einwohner, ja, danke; einmal etwas Gescheites vonseiten der ÖVP. (Demonstrativer Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.
Der Rechnungshofpräsident hat das auch im Strategiebericht angeführt. Und was ist geschehen? – Der Rechnungshofpräsident hat konkret gesagt, „dass der Rechnungshof wegen des Widerspruchs zwischen Ressourcen und Mehraufgaben Gefahr laufe, Kernaufgaben einschränken zu müssen.“ – Dieser Hinweis, meine sehr geehrten Damen und Herren, wurde seitens des Finanzministeriums aus dem Strategiebericht herausgestrichen, sozusagen zensuriert. Das kann es ja wirklich nicht sein! Der Rechnungshof wird finanziell beschnitten und wird dann auch noch zensuriert, wenn er darauf hinweist, dass die Kernaufgaben mit diesem Budget nicht mehr ausreichend zu erfüllen sind. Das kann es wirklich nicht sein! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.
Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall beim Team Stronach.
gewirtschaftet wie Deutschland, müssten wir heute wesentlich besser dastehen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren! Österreich hat auch eine riesige Belastung, und diese riesige Belastung sitzt hinter mir auf der Regierungsbank. (Beifall beim Team Stronach.) Diese Regierung hat es über Jahre hinweg verabsäumt, Reformen durchzuführen, Reformen, die modern sind, die zukunftsträchtig sind, und Reformen, die vor allem für die jungen Generationen eine Vision haben. (Zwischenbemerkung von der Regierungsbank.) – Es kommen dann schon noch Detailbeispiele, Herr Minister. Eigentlich hätte ich mir erwartet, dass Sie, wenn Sie da oben sitzen, gute Beispiele haben, auch eine Vision haben, einen Weg beschreiten, der zukunftsträchtig ist.
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren! Wir müssen Reformen angehen, denn wenn der Stillstand, der jetzt herrscht, weitergeht, dann wird es in Zukunft zu einer enormen Belastungslawine für die Menschen, für die Bevölkerung in diesem Land kommen. Viele spüren auch jetzt schon den schleichenden Wohlstandsverlust. 400 000 Menschen, die nach Arbeit suchen, sind, glaube ich, ein sehr klares Signal, das ernst genommen werden muss, das ernst genommen werden muss von der Regierung, die alles daransetzen muss, jene Menschen, die Arbeit schaffen, nämlich die Unternehmer, zu unterstützen und Rahmenbedingungen zu schaffen, die sicherstellen, dass Unternehmersein in Österreich Sinn macht und auch Gewinne bringen kann. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich merke jetzt auch, dass innerhalb der Koalitionspartner eine gewisse Verwirrung herrscht. Ursprünglich haben wir gehört, es kommen 700 neue Prüfer dazu. Dann hat der Herr Finanzminister gesagt, nein. Dann hat der Herr Klubobmann Lopatka wieder gesagt, ja. Ich glaube, der Herr Klubobmann Schieder hat auch gesagt, ja, es kommen 700 dazu. Also bitte lösen Sie doch diesen Dschungel, dieses diffuse Zahlenwerk endlich einmal auf und reden Sie Klartext mit uns! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich sage noch einmal: Beim Rechnungshof, wo es um öffentliche Ausgaben geht, da wird gespart, und den Privaten wird auf die Zehen gestiegen. Wir wollen, dass die Gelder für den Rechnungshof verwendet werden und damit der öffentliche Bereich so genau wie möglich kontrolliert wird – da geht es um Steuermittel – und dass endlich einmal Reformen durchgezogen werden und dieser Reformstillstand beendet wird. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In diesem Sinne herzlichen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.
Meine Damen und Herren! Die Volksanwaltschaft leistet für die Bürgerinnen und Bürger in diesem Lande hervorragende Arbeit. Ich möchte mich an dieser Stelle bei der Volksanwaltschaft recht herzlich bedanken. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ, Grünen und Team Stronach.
Ich danke Ihnen, dass sehr viele von Ihnen Verständnis dafür haben, und ich freue mich auch in Zukunft auf eine sehr gute und auch sehr prosperierende Arbeit für Österreich. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei FPÖ, Grünen und Team Stronach.)
Rufe bei der SPÖ: Stronach! Stronach!
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Herren auf der Regierungsbank! Sehr geehrte Herren Präsidenten! Sehr geehrte Mitglieder der Volksanwaltschaft! Vorhin hat die Vertreterin des BZÖ, Frau Abgeordnete Schenk, gesagt, da gebe es eine Online-Umfrage, warum der Finanzminister so unglaubwürdig sei (Rufe bei der SPÖ: Stronach! Stronach!) – Pardon, diese Wechsel, das ist halt immer so eine Schwierigkeit! (Zwischenruf der Abg. Schenk) –, warum der Finanzminister mit über 97 Prozent, die seinen Aussagen nicht glauben, so ein schlechtes Standing hat.
Beifall beim Team Stronach.
warum nicht viel effizientere gemeinsame Botschaften für alle EU-Länder eingerichtet werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.
In einer Zeit, in der die UNRWA fünf Millionen Palästinenser versorgt, halbiert Österreich die Entwicklungshilfe auf 300 000 €. In den nächsten Monaten werden vier Millionen Syrer auf der Flucht sein. Viele verzweifelte Menschen werden versuchen, nach Europa zu kommen, entweder über die Türkei oder über das Mittelmeer. Wie gefährlich das ist, wissen wir alle. Ich frage mich: Warum tut Europa nicht alles, um die Nachbarländer zu unterstützen, dass die Flüchtlinge in ihrer Umgebung bleiben und nach Beendigung des Krieges in ihre Heimatländer zurückkehren können? Auch da wäre ein akkordiertes Vorgehen aller EU-Länder sinnvoll. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall beim Team Stronach.
Sehr geehrte Damen und Herren, die österreichische Außenpolitik ist seit 1945 ein Erfolgsmodell. Viele bedeutende Persönlichkeiten haben dazu beigetragen, dass unser kleines Land einen international hervorragenden Ruf hat. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, dass das so bleibt! – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Aber wie treffen wir den sudanesischen Staat? – Und dann ist mir etwas aufgefallen, nämlich dass Österreich einen Schuldenschnitt für den Sudan machen möchte und dass das noch ausständig ist. Ich glaube, dort könnten wir ein Zeichen setzen, um so den Sudan in die Knie zu zwingen, sodass er die Menschenrechte einhält. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf der Abg. Windbüchler-Souschill.
Meine Damen und Herren, setzen Sie ein Zeichen für Menschenrechte! Das soll besonders ein Appell an die viel zitierten Gutmenschen, die wir ja auch hier im Haus haben, sein. Machen Sie den richtigen Schritt! Stimmen Sie für diesen Antrag! – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf der Abg. Windbüchler-Souschill.)
Beifall beim Team Stronach.
Sie wissen, ich habe Ihnen vorgeschlagen, und das schon mehrfach, ein eigenes Exekutivdienstgesetz zu machen. Dieser Antrag liegt im Verfassungsausschuss. Ich habe auch auf Anregung des Herrn Beamtenministers Ostermayer einen Finanzierungsvorschlag im Innenausschuss eingebracht. Dieser wurde beim letzten Innenausschuss vertagt. Und hier bräuchte es eigentlich nur die Zustimmung der Regierungsparteien, denn durch dieses Exekutivdienstgesetz könnten wir die Exekutive entlasten, wir könnten sie motivieren und wir hätten ausgeruhte, motivierte Beamte draußen, die die Arbeit wesentlich leichter machen könnten als unter den jetzigen Zuständen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Jetzt muss man sich nur mehr fragen, was der Regierung Sicherheit wert ist. Meine Damen und Herren, das können Sie dann selbst beurteilen. Ich habe leider nicht so viel Zeit, das weiter auszuführen, aber ich kann Ihnen eines mit auf den Weg geben: Frau Minister, liebe Damen und Herren der Regierungsparteien, die Polizei braucht dringend ein eigenes Exekutivdienstgesetz! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das ist die harte Realität, und deshalb noch einmal die Bitte, Herr Minister und Kolleginnen und Kollegen: Wir brauchen eine klare Herkunftskennzeichnung, sonst wird dieses Bild schlagend. Das wird dann das Genussland, das wird alles mit dem Schiff transportiert werden. Da reden wir nicht vom Chlorhendl, wir reden von den Sachen, die in den letzten Tagen diskutiert worden sind. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Glawischnig-Piesczek: Was ist mit der Fertigsahne? – Der Redner hält die Dose nochmals in die Höhe.
natürlich nicht mit Milch produzieren kann. Das hat der Konsument nicht verdient. Da ist Regenwald drinnen. Da sind Muscheltiere drinnen. (Zwischenruf des Abg. Wittmann.) Da sind Schnecken drinnen, Herr Kollege. Ich werde einmal die Zutatenliste liefern, und Sie werden sich dafür interessieren, was ein guter Käse ist. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Glawischnig-Piesczek: Was ist mit der Fertigsahne? – Der Redner hält die Dose nochmals in die Höhe.) – Bitte sehr.
Beifall beim Team Stronach.
Herr Kollege, melde dich bitte zu Wort, es geht um die Konsumenten, das ist ein ganz wichtiger Punkt. Ich will ja eine faire Partnerschaft mit den Konsumenten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In diesem Sinne bitte ich um gute Zusammenarbeit, dass wir im Sinne der regionalen bäuerlichen Landwirtschaft, zum Schutz unserer Konsumentinnen und Konsumenten, unseren wichtigsten Partnern, erfolgreich arbeiten. – Danke sehr. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Minister Rupprechter, ich halte Sie für sehr innovativ, daher ein Lösungsvorschlag, um diese Fehlinterpretationen in Zukunft ein bisschen zu minimieren: Vielleicht könnte man das vor der Budgetwoche, vor den Ausschüssen noch einmal gemeinsam durchbesprechen. Ich glaube, es werden trotzdem einige Fragezeichen übrig bleiben, aber man könnte diese Interpretation in Zukunft etwas minimieren und dadurch dann besser arbeiten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Minister, ich halte Sie für innovativ. Arbeiten wir gemeinsam! Es sind sehr, sehr viele Fakten am Tisch. Ich glaube, in Richtung Transparenz kann noch einiges passieren, aber gemeinsam können wir das schaffen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Unser Staatssystem ist auf Beitragszahlern aufgebaut. Wir brauchen eine entsprechende Kinderrate, damit unser Steuersystem weiterhin funktioniert. Das betrifft sowohl die Jugend mit den Bereichen Erziehung und Bildung, aber natürlich auch die Senioren. Das sind die Familienthemen, die so unterschätzt werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Diese Leistung der Mütter ist aufzuzeigen, und es sind neue Modelle in den Schulen aufzubauen, bis zum Unterrichtspflichtfach Kochen, Ernährung. Da sind wieder völlig neue Fundamente aufzubauen. Ich glaube, es wäre für die Zukunft ganz wesentlich, diese wichtige, oftmals unterschätzte Leistung der Familien, der Mütter wieder in den Mittelpunkt zu stellen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ein wesentlicher Bestandteil dabei ist, dass man auch die Leistung der pflegenden beziehungsweise erziehenden Familienmitglieder belohnt. In Sinne einer Gleichstellung mit den staatlichen Einrichtungen müssen auch die Leistungen der Mütter oder Großmütter, die in der Erziehung beziehungsweise auch in der Altenbetreuung – ich glaube, auch das ist ein ganz wesentlicher Lebensabschnitt, und es ist zu begrüßen, wenn man in Würde im Kreise der eigenen Angehörigen altern kann – tätig sind, abgegolten werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir werden uns voll einsetzen für eine gute Zukunft für die wichtigste Zelle im Staat, die Familie, und werden für diese und für die Kinder arbeiten. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir leben in einer demografischen Zeitwende, und wir haben so etwas wie eine Revolution auf leisen Sohlen. Das heißt, nicht nur in Österreich werden die Menschen erfreulicherweise immer älter, sondern in der gesamten EU. Daher müssen wir damit rechnen, dass in zwanzig Jahren 40 Prozent der Bevölkerung älter als 50 Jahre sind. Aus unserer Sicht, geschätzte Damen und Herren, ist es sehr wohl staatliche Aufgabe, dafür zu sorgen, dass wir ein Pensionssystem haben, das die Versorgung der älteren Generation garantiert, aber es kann nicht und niemals staatliche Aufgabe sein, Privilegien, die zu Unrecht erworben sind, einzuzementieren und weiterhin beizubehalten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Aus unserer Sicht ist es moralisch nicht vertretbar, dass zum Beispiel eine Bäuerin mit acht Kindern 384 € Pension hat, während irgendjemand in der Nationalbank mit mehr als 30 000 € in Pension geht. Das ist moralisch nicht vertretbar, und wir werden dagegen mit aller Kraft vorgehen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir wissen, wir alle müssen länger arbeiten, wir müssen länger einzahlen, damit wir, wenn wir Glück haben, vielleicht die gleichen Pensionen bekommen wie jene, die vor einigen Jahren in Pension gegangen sind. An dieser Stelle, Herr Minister: Es ist der richtige Schritt, ein Pensionskonto einzurichten. Es ist der richtige Schritt, mit diesem Pensionskonto für Transparenz zu sorgen, und es ist auch der richtige Schritt, die Systeme zu harmonisieren. Was uns jetzt noch abgeht, ist, dass jene, die jetzt schon die gleichen Rahmenbedingungen haben, nicht auch noch gleich verwaltet werden. Wir fordern, dass es eine einheitliche gemeinsame Verwaltung in diesem Bereich gibt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir bitten alle Kolleginnen und Kollegen um Unterstützung, ganz besonders bei den bevorstehenden Verhandlungen. – Danke sehr. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
40 000 österreichischen Ärzte ihre jungen Kollegen ausbilden?! Das ist nicht einmal ein Tropfen auf dem heißen Stein. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Aus diesen Fakten kann man schon ableiten, dass die Basisversorgung in Österreich den Bach hinuntergeht. Das ist ein Fakt! Was aber sehen wir, wenn wir über die Grenzen blicken, in die Schweiz? Die Schweizer haben am 18. Mai, also vor einigen Tagen, eine Volksabstimmung gehabt, bei der über 90 Prozent der Bevölkerung für eine Verankerung der Hausarztmedizin in der Verfassung gestimmt haben. Also die Schweizer wissen schon, wo es langgeht. Die kennen sich nicht nur beim Käse, beim Geld und bei den Uhren gut aus, sondern auch in der Medizin. 90 Prozent Zustimmung für eine in der Verfassung verankerte Hausarztmedizin! Das sollte uns zu denken geben! Vielleicht sollten wir auch daran denken, eine Volksabstimmung in diese Richtung einmal zu organisieren oder einzuleiten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Sie reden jetzt von Primary Health Care – ein tolles neues, altes Wort! Da werden Anglizismen in die Versorgungsüberlegungen eingeführt, und man glaubt, damit Probleme zu lösen. Bitte, wenn ich das Wort „Primary Health Care“ google, dann komme ich zurück ins Jahr 1920 zu einem Engländer, zu Lord Dawson, der sich als Erster intensiv mit Primary-Health-Care-Fragen beschäftigt hat. Das war vor fast 100 Jahren; Sie können das alle nachlesen, es ist ganz interessant. Der Dawson-Report aus dem Jahre 1920 hat sich intensiv mit einer guten Basisversorgung beschäftigt. Österreich, im besten Gesundheitssystem der Welt, beschäftigt sich jetzt mit den Fragen der Basisversorgung. Ich frage Sie: Wo waren wir die letzten 90 Jahre? Was ist da geschehen? (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich möchte jetzt gar nicht auf die ELGA-Pannen und auf den Mammographie-Rohrkrepierer eingehen, auch nicht auf das Forschungsdesaster, das sich im AKH und in den anderen Med-Unis abspielt. Darüber ist sowieso schon genug gesprochen worden; es sollte uns aber immer wieder auch zu denken geben. Ich möchte darauf zurückkommen, warum das aus unserer Sicht so ein Problem ist. Ich glaube, dass das alles passiert, weil wir keine professionelle zentrale Planung haben, weil föderalistische Strukturen, Kassenstrukturen uns an einem gescheiten, modernen Gesundheitssystem hindern. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir haben eine Zig-Klassen-Medizin durch die Zig-Kassen-Medizin! Das ist im dritten Jahrtausend ein unhaltbarer Zustand. Wir sollten uns nicht immer rekurrierend auf die alten, einmal gut funktionierenden Strukturen berufen, sondern wir sollten endlich etwas Neues machen, das den Menschen dient. Aus meiner Sicht ist es leider so, dass die rot-schwarze Verfilzung jede Reform unmöglich macht. Wir wollen das verbessern! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
muss es nicht von heute auf morgen übers Knie brechen. Aber das kann man tun, weil wir wissen, dass es funktioniert! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das Gleiche gilt für die Gesundheitspolitik: Gesundheitspolitik ist nicht alles, aber ohne eine gescheite Gesundheitspolitik ist alles nichts! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (STRONACH): Herr Präsident! Hohes Haus! Bevor ich zur Bildungsdebatte komme, möchte ich über etwas, was heute in der Früh passiert ist, sprechen, und zwar hat heute in der Früh Präsidentin Prammer etwas gesagt, was mich sehr schockiert hat. Heute schreiben alle Zeitungen „Kasperltheater“, „Affentheater“; in „Österreich“ steht: „Trotz brisantem Thema“ kam „Ferienstimmung“ im Parlament auf. – Trotz dieser pauschalen Verunglimpfung des Parlaments hat die Präsidentin kein einziges Wort des Schutzes für das Parlament gefunden, hat sich nicht schützend vor uns gestellt – ich sehe nämlich hier keine Affen, auch keine Kasperln –, sondern sie hat ganz undifferenziert von irgendwelchen Mails gesprochen, die angeblich zu ihr gelangt seien. Sie hat weder darüber gesprochen, wie viele Mails das waren, noch über den Inhalt dieser Mails. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Strache: Fühlen Sie sich nicht angesprochen!
Und wenn wir schon darüber diskutieren, was in diesem Haus schiefläuft, dann soll das intern passieren und nicht dieses Bild, das sie auch selbst immer wieder beklagt, nach außen vermitteln, dass wir alle Affen und Kasperln sind – denn letztlich ist es nichts anderes, wenn man das unwidersprochen lässt. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Strache: Fühlen Sie sich nicht angesprochen!) – Ich fühle mich aber angesprochen. (Abg. Strache: Wirklich?) Wenn in „Österreich“ und in der „Kronen Zeitung“ steht, dass wir Kasperln und Affen sind, dann fühle ich mich angesprochen (Abg. Walter Rosenkranz: Wir nicht! – Ruf bei der FPÖ: In der „Kronen Zeitung“ steht viel!) – und das Ganze nur deshalb, weil eine Fraktion eine Maßnahme gesetzt hat, über die man diskutieren kann, keine Frage.
Beifall beim Team Stronach.
Wir haben das ja jetzt jahrelang so erlebt, auch in den Verhandlungen zum Budget: Was wurde denn am Budget letztlich substanziell verändert, weil wir als Oppositionsabgeordnete da mitdiskutiert haben? (Zwischenruf des Abg. Walser.) Da ist nicht viel geschehen, außer ein paar Änderungen an Formalsachen. Und genau das ist der Punkt. Das heißt, wenn wir uns schon ernst nehmen hier als Abgeordnete, dann muss auch die Regierung uns ernst nehmen und tatsächlich in einen Dialog eintreten. Um das geht es. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wie gesagt, eines erwarte ich mir von der Frau Präsidentin, wenn von außen Pauschalverurteilungen hier hereinkommen, dass sie sich schützend vor uns stellt und differenziert, denn wenn es hier Affen gibt, dann sind sicher nicht alles Affen hier im Hohen Haus. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das Einzige, was Sie zusammenbringen, ist einsparen, weil Ihnen das der Herr Finanzminister so gesagt hat. Ganz egal, ob das zum Schaden der Schüler ist: Es wird eingespart, weil der Finanzminister von Ihnen gefordert hat, Milliarden einzusparen. Aus. Punkt. Und alles andere, was vernünftig wäre, wird von Ihnen nicht einmal diskutiert. So im Ausschuss passiert, als ich Ihnen einige Punkte vorgestellt habe, die aus meiner Sicht sinnvoll wären: Sie haben es einfach weggewischt und nicht einmal darüber gesprochen, weil Sie wissen, dass Sie nicht die Möglichkeit haben, es umzusetzen, weil Ihre Grenzen dort liegen, wo die Landeshäuptlinge und die Lehrergewerkschaft sagen: Bis hierher und nicht weiter! Und das ist traurig. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Daher: Wenn sich ein Parlament ernst nimmt, dann muss tabulos diskutiert werden, und dazu fordere ich Sie auf, Frau Minister. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Sie haben uns auch Ihre Nationalen Aktionspläne vorgestellt. Es gibt jetzt einen Aktionsplan für Gewaltschutz, der nächste Woche vorgestellt wird, im Herbst wird es einen Nationalen Aktionsplan „Frauengesundheit“ geben, den Sie gemeinsam mit dem Herrn Gesundheitsminister erarbeiten werden. Ich bin schon sehr gespannt darauf, denn dabei geht es ja auch um sehr wichtige Bereiche. Wir haben im Ausschuss schon über diese Mobbing-, Burn-out-Geschichten et cetera diskutiert, die vor allem Frauen betreffen, wovon großteils Frauen betroffen sind, was dann, wenn die Frauen beruflich ausfallen, auch der Volkswirtschaft großen Schaden zufügt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Gibt es schon Änderungen? Sind die Zahlen nach oben revidiert worden? – Ich glaube, nicht. Das wäre aber ein wichtiger Punkt, vor allem auch deshalb, Frau Ministerin, weil Sie gesagt haben, Sie haben nicht die budgetären Mittel für eine Extrakampagne, um den Männeranteil in pädagogischen Berufen zu steigern. Es wäre wichtig, dass Sie vielleicht auch in Ihrer Funktion als Bildungsministerin etwas machen, damit wir in nächster Zeit darüber sprechen können, wenn sich der Männeranteil in pädagogischen Berufen wirklich erhöht hat. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Katzian: Bla, bla! Aber konkret etwas!
Im Bereich der öffentlich finanzierten direkten FTI-Förderung müssen wir die Mittel endlich auf die für Österreich – und jetzt, Herr Katzian, wird es interessant – volkswirtschaftlich wichtigen und zukunftsträchtigen Themengebiete konzentrieren. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Katzian: Bla, bla! Aber konkret etwas!)
Beifall beim Team Stronach.
Konkret: Medizintechnik, Lebensmittelbereich, Innovationsbereich, Technikbereich und Umweltbereich. Das ist konkret, Herr Kollege Katzian! (Abg. Katzian: Das sind keine Maßnahmen! Welche Maßnahmen?) Diese Konzentration muss in einem engen Dialog mit der Wirtschaft erfolgen, in einem ganz engen Dialog. Wir müssen fragen: Was braucht unsere Wirtschaft, um längerfristig kompetitiv zu bleiben? Welche Rahmenbedingungen benötigt unsere Wirtschaft, um sich optimal entfalten zu können? – Das sind zentrale Fragen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Danke sehr. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.
In diesem Zusammenhang danke ich allen Vorrednern, insbesondere Karlheinz Töchterle, aber auch Frau Kuntzl sowie einigen Oppositionsabgeordneten, Herrn Ertlschweiger, aber auch dem nicht anwesenden Herrn Scherak oder Herrn Karlsböck, die in differenzierter Weise, wie es halt auch Sache der Opposition ist, bestimmte Argumente und Kritik einbringen, was uns weiterführt. Das bezieht sich jedoch nicht auf Frau Maurer, die wahrscheinlich jetzt gerade ihre Aussendung machen muss, um das zu untermauern, was sie schon vorher ausgesendet hat, aber ich werde ihr noch ein bisserl Gelegenheit dazu geben, zurückzukommen. Vielleicht kann sie jemand holen, denn wenn man hier austeilt, sollte man dann auch die Rückantwort einholen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Heute ist es so, dass unsere Ärzte in die ganze Welt gehen, weil das AKH am Boden liegt und das Personal aus ressourcentechnischen Gründen ausgehungert wird. Das halte ich für eine gefährliche Situation, weil damit in weiterer Linie auch der Wirtschaftsstandort Österreich gefährdet wird. Das Chaos im AKH, das hauptsächlich durch eine verfehlte Personalpolitik und auch durch eine verfehlte Budgetpolitik verursacht wird, färbt, so denke ich, auch auf die ganze österreichische Ärzteschaft ab, denn, wie eingangs bereits erwähnt, stellt das AKH Wien unser medizinisches Flaggschiff dar.Man muss auch wissen, dass ein Drittel der gesamten österreichischen Wissenschaftsleistung aus der Medizin kommt. Wenn man da die führende Institution wesentlich, willentlich aushungert, an die Wand fahren lässt, sodass heute die Ärzte des AKH einen Misstrauensantrag gegen ihren Rektor gestellt haben, dann, bitte, ist etwas faul nicht nur in Wien, sondern in der Republik. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Und auch der Ansatz mit der täglichen Bewegungseinheit in den Schulen ist ein ganz, ganz wichtiger Schritt. Also: Bitte weiter so, vielleicht auch in Richtung Strukturreform! – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Bundesminister, Sie haben zwar bei der Dringlichen Anfrage bestritten, dass die Tauglichkeitskriterien für die Rekruten erhöht und damit weniger Grundwehrdiener pro Jahr einberufen und ausgebildet werden, aber gerade diese Ausbildung ist so notwendig, denn wenn es die Ausbildung nicht gibt, geht auch Wissen über die Handhabung von Waffensystemen unwiederbringlich verloren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach
Die Beteiligung Österreichs an UN-Missionen hat eine lange Tradition. Unsere Soldaten sind bekannt für hochprofessionelle Einsätze, aber nicht, wenn zu Hause nicht einmal mehr der Treibstoff für die wenigen noch intakten Lkw bezahlt werden kann, und auch nicht, wenn Eurofighter-Piloten ihre Fluglizenz verlieren, weil sie zu wenige Flugstunden haben (Beifall beim Team Stronach), und auch nicht, wenn die Black Hawk Hubschrauber bald nicht mehr verwendet werden können, weil das Update der Elektronik zu teuer ist. Diese Hubschrauber wurden nach der Katastrophe in Galtür angeschafft. Wir brauchen sie dringend notwendig!
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb bitte ich Sie, Herr Minister, und appelliere dringend an Sie, sich um das Wohl unserer Truppe zu bemühen. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Zwischenrufe bei FPÖ, ÖVP und Team Stronach.
„Macht keinen Sinn“, aha, okay, gut. Wir nehmen zur Kenntnis: Ein Sportförderzentrum wird umgemünzt, die Förderung bekommt nicht mehr der Sport, sondern die Mehrzweckhalle eines SPÖ-Bürgermeisters. (Zwischenrufe bei FPÖ, ÖVP und Team Stronach.) Sie machen eine Förderstruktur, wo der Skiverbandspräsident sämtliche Sommersportförderungen koordiniert, setzen ein Beratungsgremien dazu, wo Personen involviert sind, die massive persönliche Interessen haben, dass gewisse Sportler und Strukturen eine Förderung bekommen und andere nicht.
Beifall beim Team Stronach.
Noch schlimmer schaut das Ganze beim Spritpreis aus, obwohl meiner Ansicht nach von einem sehr niedrigen Spritpreis ausgegangen worden ist, denn je näher man in den Westen kommt, desto höher wird auch der Spritpreis, weil in der Schweiz der Diesel sehr teuer ist und in Deutschland die Spritpreise ohnehin sehr hoch sind. Vom Spritpreis macht dieser Anteil 53 Prozent aus. Meine Damen und Herren, bei jedem Liter, den Sie in Ihren Tank füllen, kassiert mehr als die Hälfte der Staat, und das ist meiner Ansicht nach massiv zu viel! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine Damen und Herren, die Autofahrer sind die Melkkuh der Nation, und das kann man so nicht belassen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Wer kann das jetzt beurteilen, ob das stimmt oder nicht?!
Das, meine Damen und Herren, nennt man laut Strafgesetzbuch Sachbeschädigung, § 125! Das gefährdet die Verkehrssicherheit, weil die Autofahrer und die Fußgänger abgelenkt werden, und das verursacht Kosten, Kosten für Sie, liebe Steuerzahler, weil das im Sinne der Sicherheit wieder übersprüht werden muss. Das sollten Sie von den NEOS berappen! Ich hoffe, dass Ihnen das die Stadt Wien auch wirklich in Rechnung stellt und nicht den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern! – Danke. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Wer kann das jetzt beurteilen, ob das stimmt oder nicht?!)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Aber nicht in diesem Haus, Frau Abgeordnete, weil jeder zu 100 Prozent immun ist, wenn er hier beim Rednerpult steht. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Rouven Ertlschweiger, MSc (STRONACH): Geschätzte Frau Präsidentin! Werte Frau Ministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Die Klein- und Mittelbetriebe in diesem Land stöhnen unter der hohen Abgabenlast, dabei sind es aber gerade die KMUs, die das Rückgrat der Wirtschaft in Österreich und in der gesamten Europäischen Union bilden und die es daher meiner Meinung nach ganz besonders zu stärken gilt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Mir gefällt der konkrete Ansatz des IHS, des Instituts für Höhere Studien, sehr gut, der besagt, die Forschungsprämie zugunsten jüngerer und kleinerer Unternehmen zu differenzieren und von derzeit 10 Prozent auf 12 Prozent anzuheben, also zu steigern. Das wäre doch ein Anreiz für die Unternehmen, mehr in Forschung und Entwicklung zu investieren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Neben diesem Anreiz wären auch innovative Finanzierungs- beziehungsweise Investitionsformen für KMUs und besonders auch für Start-ups wie zum Beispiel Venture Capital, Private Equity, Crowdfunding durchaus zu forcieren. Aber ganz entscheidend ist es doch, die bürokratischen Hindernisse in diesem Land abzubauen beziehungsweise den Unternehmen und den KMUs endlich die Prügel aus dem Weg zu räumen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich habe das Beispiel Schweiz auch gestern schon gebracht bei Minister Mitterlehner. Nehmen wir uns doch bitte ein Beispiel an unserem Nachbarn! Nehmen wir uns doch bitte ein Beispiel an der Schweiz! Die machen es nicht so schlecht. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Schweiz, meine sehr verehrten Damen und Herren, hat eine Einwohnerzahl, die in etwa mit der Österreichs identisch ist, und erwirtschaftet ein Bruttoinlandsprodukt von knapp 500 Milliarden €, Österreich knapp 300 Milliarden. Ein Hauptgrund dafür, warum uns die um Längen voraus sind und hochinnovative Unternehmen haben, wie, ich nenne sie noch einmal, Nestle, Novartis, Roche und ABB, ist, dass sie eine effektive FTI-Politik haben und von der Politik unterstützt werden. Es werden ihnen nicht Prügel vor die Füße geworfen, sondern sie werden unterstützt! Und das ist meiner Meinung nach doch auch die Aufgabe dieses Hohen Hauses: die Menschen in diesem Land zu unterstützen, zu motivieren. Ich glaube, wir haben sehr viele tüchtige Arbeiter und Arbeitnehmer in diesem Land und auch sehr viele tüchtige Unternehmer, und die gilt es quasi zu motivieren und zu unterstützen. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Wahrheit ist aber Folgendes: Die aktuellen Tiefstände bei den Renditen von Staatsanleihen sind die Folge eines langjährigen Abwärtstrends der Wirtschaft. Die EZB druckt Geld wie verrückt, weil es der Wirtschaft so schlecht geht. Mit Leitzinsen bei oder nahe null versuchen die Zentralbanken, die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen, und es schaut so aus, als ob die EZB den Leitzinssatz noch einmal senkt, und zwar von 0,25 Prozent auf 0,1 Prozent. Und ich bitte Sie, hören Sie auf, sich mit diesen Federn zu schmücken! Das stimmt einfach nicht. Der Grund ist nicht die großartige Bonität und auch nicht die Politik, sondern einzig und allein die Gelddruckmaschine EZB. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Etwas enttäuscht, aber immer noch voller Zuversicht machen Sie sich auf den Weg zu Ihren Freunden und Bekannten, um die alle abzuklappern und um zu schauen, ob Sie vielleicht via Crowdfunding Geld auf die Beine stellen können. Gute Idee! Aber ich warne sie: Sammeln Sie nicht zu viel, denn ab 250 000 € werden Sie prospektpflichtig! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Versuchen wir die Reglementierung damit zu begründen, dass es um Qualitätssicherung für Ihre zukünftigen Kunden geht! Aber ich denke, man kann dem Bürger durchaus zutrauen, dass er, wenn der Schuh von einem Schuster binnen kürzester Zeit auseinanderfällt, dort keine weiteren Schuhe mehr kauft. Lassen Sie die Menschen da ein bisserl eigenverantwortlich denken. Aber das geht nicht, es ist alles reglementiert. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Sollten Sie übrigens die Idee haben, Ihren Mitarbeitern einen Obstkorb anbieten zu wollen, dann muss ich Sie darauf aufmerksam machen, dass es sein könnte, dass jemand kommt und kontrolliert, ob einer der Äpfel, die da in dem Obstkorb liegen, vielleicht einen Bienenstich hat und beginnt, ein bisserl faulig zu werden. Sollte dies zufällig zutreffen, wird man Ihnen die Frage stellen: Wer kontrolliert den Obstkorb? – Das ist kein Witz, das ist einem Freund von mir passiert! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Zum Schluss – wenn Sie meinen, Sie machen endlich alles richtig – kommt einer der 550 neuen Steuerprüfer und schaut, ob Sie sich im Rahmen Ihrer Geschäftsaktivitäten mangels ausgefuchster Steuerberaterkenntnisse womöglich in den Bereich einer Grauzone der Gesetzesflut begeben haben. Und dann finden Sie sich womöglich plötzlich wegen falsch gesetzter i-Punkte als kriminalisierter Mensch wieder und wünschen sich nichts mehr, als dass Sie wieder in die Politik oder in einen geschützten Bereich der Politik zurückkommen können. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Es wurde vor Kurzem ausgerechnet: Die gesamte Regierung hat durchschnittlich eine Wirtschaftserfahrung von 3,5 Jahren, und diesen Schnitt verdanken Sie der Frau Minister Karmasin. Es sind hier wirklich sehr nette Personen am Werk, aber fachlich, zumindest was die Wirtschaft anlangt, gibt es nicht die Erfahrung, die es braucht, und ich glaube, das wird daher nicht funktionieren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Arbeitsplätze sind das Allerwichtigste in einer Gesellschaft, und damit es auch Arbeitsplätze geben kann, muss man die Unternehmer arbeiten lassen. Dafür muss die Bürokratie auf ein vernünftiges Level zurückgefahren werden. Während die Konzerne und die Großen einfach auswandern können, wie sie es bereits androhen, haben die Kleinen diese Möglichkeit nicht, und denen muss man daher das Leben erleichtern. Wenn man ihnen mehr Netto vom Brutto vergönnen würde, endlich die Gewerbeordnung entrümpeln würde, sie von den Kammerzwängen befreien würde, dann würden Sie es sich vielleicht sogar überlegen, jemanden einzustellen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Rossmann: Das stimmt aber so nicht, Frau Kollegin!
eigentlich den Unternehmer kostet und warum ihm so wenig im Tascherl bleibt. Ich glaube, das würde bei vielen das Bewusstsein schärfen. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Rossmann: Das stimmt aber so nicht, Frau Kollegin!)
Beifall beim Team Stronach.
Und was die Steuern anlangt: Österreich ist Weltspitze bei Steuern und Abgaben, das wissen wir. Daher mein Appell an Sie, sehr geehrte Regierungsvertreter: Holen Sie sich nicht, was Ihnen nicht zusteht, sondern lassen Sie das Ersparte der Menschen in Ruhe! Von uns kommt ein klares Nein zur Vermögensteuer. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In diesem Zusammenhang spreche ich mich klar gegen das geplante Freihandelsabkommen der EU mit den USA aus – abgesehen davon, dass man da kaum an Informationen herankommt, weil die „lästige“ Öffentlichkeit darüber seitens der EU wenig informiert werden soll. Da kann allerdings unsere Regierung auch nichts dafür. Es ist ganz klar ersichtlich: Das ist ein Abkommen von multinationalen Konzernen für multinationale Konzerne, wo die KMUs und die Bauernschaft wahrscheinlich wirklich leiden, wenn nicht dabei untergehen werden – und das sage ich als wirtschaftsliberaler Mensch! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich hoffe, sehr geehrte Regierungsvertreter, Sie lehnen nicht reflexartig alles ab, was wir hier vorschlagen, sondern greifen den einen oder anderen Vorschlag auch auf. Die Unternehmer und die arbeitenden Menschen in diesem Land werden es Ihnen danken. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und NEOS.
Also: mehr Eigenverantwortung für die Bürger, ihnen ist wirklich zuzutrauen, sich selbst ein Bild zu machen! – Danke. (Beifall bei Team Stronach und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Was ich daran eigentlich problematisch finde, wenn man das ins ordentliche Budget einstellt, ist, dass der Staat ja damit rechnet, dass es genug Verbrecher oder Steuersünder gibt, damit er sein eigenes Budget erfüllen kann. Der Sinn der Strafe muss ja sein, dass man sich ordentlich verhält! Wenn allerdings der Staat jetzt selbst sozusagen Profiteur ist vom Bruch des Rechts, das ins ordentliche Budget einstellt und damit sozusagen nicht als Butter aufs Brot behandelt, dann habe ich in gewisser Weise ein flaues Gefühl bei der Angelegenheit, meine Damen und Herren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
So möchte ich vielleicht zusammenfassend eine fiskalpolitische Maxime aufstellen. Der Gesetzgeber muss genug Geld zur Verfügung stellen, damit das Recht, insbesondere auch die Grundrechte, durchgesetzt werden können, auf der anderen Seite darf der Gesetzgeber nicht die Grundrechte beugen, um genau dieses Geld aufzubringen. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Herr Kollege Steinhauser, Sie können jetzt noch so oft „Tschetschenien“ rufen, Sie kommen aber nicht weg. Sie beteiligen sich wie andere Kollegen in Ihrer Fraktion auch systematisch an der Unterdrückung der Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit – mit Gewalt, in weiten Fällen mit Gewalt. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Kollege Steinhauser, Sie persönlich spreche ich da an. Das entschuldige ich gar nicht. Damit verletzen Sie die Grundlagen unserer Rechtsordnung und verlassen in Wirklichkeit den demokratischen Grundkonsens, von dem hier so viel geredet wird. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Sager wie zum Beispiel: Freiheit ist immer die Freiheit der anderen, und so weiter, gibt es dort nicht, weil Freiheit immer die Freiheit ist, dem anderen eine reinzuhauen, wenn es einem nicht passt. Das ist aber nicht die Freiheit, von der wir reden, und das ist auch nicht die Freiheit, von der wir in diesem Parlament ausgehen sollten. – Danke. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Hier schließt sich wieder der Kreis: bei dem Vorfall bei der Demo mit der angeblich schwangeren Frau, die ihr Kind verloren hat, aber gar nicht schwanger war. Ich denke, das sind Anwürfe, die sich unser Sicherheitssystem nicht verdient hat, und da brauchen wir mehr Objektivität. Und das eignet sich nicht, wie mein Vorredner soeben gesagt hat, für politische Diskussionen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
In diesem Sinne, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, darf ich euch um eure Unterstützung bitten, damit die wichtigste Musik im Staat, nämlich fröhliche Kinderstimmen, nicht verstummt. – Danke. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und Team Stronach. – Abg. Jarolim – in Richtung des Abg. Pendl –: Ich glaube, Otto, da hast du Konkurrenz!
Zum Abschluss wollte ich mich noch bei den Damen und Herren des Finanzministeriums bedanken, die sich dann immer in der Ecke des Saales verstecken. Danke für die gute Zusammenarbeit hier beim Budget. Es war eine Menge Arbeit. Danke an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Budgetdienstes und auch bei allen Klubs und bei unseren Mitarbeitern für dieses erfolgreiche Budget. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und Team Stronach. – Abg. Jarolim – in Richtung des Abg. Pendl –: Ich glaube, Otto, da hast du Konkurrenz!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS.
Aber dass Sie, Herr Kollege Pendl, diesen Antrag jetzt einbringen – ganz zum Schluss der Budgetdebatte, nach einem bereits erfolgten Abänderungsantrag im Budgetausschuss, so dass man jetzt die Sitzung noch unterbrechen muss, damit man rechtzeitig ein Croquis erstellen kann, um diese Abänderungsanträge abstimmen zu können –, ist weder demokratiepolitisch sinnvoll noch ist es meiner Meinung nach politisch sinnvoll, das sage ich Ihnen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Katzian.
Glauben Sie, dass dem Herrn Finanzminister entsprechende Worte über die Lippen gekommen sind? – Nein, die SPÖ musste einspringen. Herr Krainer musste einspringen, musste sich schützend vor die FMA stellen, weil in diesem Land in Wirklichkeit Pröll bei der ÖVP und Häupl und die Gewerkschaft bei der SPÖ regieren. Das ist eine Tatsache, und deshalb werden wir hier herinnen niemals seriös diskutieren können! (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Katzian.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.
Eines noch am Schluss: Wir haben heute gehört, die Trendwende sei eingeleitet, der Schuldenberg werde abgetragen. – Das stimmt nicht, das ist die Unwahrheit. Der Schuldenberg wird auch 2014 und 2015 weiter wachsen. Es kommen neue Schulden oben drauf, weil man in diesem Land nicht bereit ist, gegen die Bundesländer zu regieren. Und solange das Parlament beziehungsweise solange vor allem die Abgeordneten von den Regierungsfraktionen nicht endlich mutig werden, wir das Parlament nicht wieder aufwerten und hier nicht tatsächlich über Reformen diskutieren, so lange werden in diesem Land immer nur die Steuern erhöht, und sonst passiert nichts. Das ist traurig! Das ist eines starken Parlaments unwürdig! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.)
Beifall beim Team Stronach.
Unter anderem möchte ich jetzt über zwei Dinge reflektieren: Herr Minister Mitterlehner hat in seiner Rede in Aussicht gestellt, die Bürokratie zu vereinfachen, um den Standort Österreich attraktiv zu machen. Das finde ich sehr, sehr erfreulich. Herr Minister, nach Ihrer Erfahrung als Generalsekretär in der Wirtschaftskammer sind Sie nun in einer großartigen Position, wo Sie für die Unternehmer auch tatsächlich etwas umsetzen können – das wünsche ich Ihnen, und das wünsche ich den Unternehmern, und für Ihre Pläne wünsche ich Ihnen viel Glück! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach, ÖVP, FPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ – Abg. Matznetter: Assistentin!
Heute sagten Sie hier abwertend, ich sei ja nur die Sekretärin vom Milliardär gewesen. – Wissen Sie was: Eine Sekretärin hat erstens eine Schlüsselfunktion in jeder Organisation – Hut ab vor jeder Sekretärin! (Beifall bei Team Stronach, ÖVP, FPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ – Abg. Matznetter: Assistentin!) –, und zweitens ist es faktisch falsch, weil ich gar nicht die Sekretärin war; das ist aber nicht der Punkt. Der Punkt, den ich hier vorbringen möchte, ist folgender: So eine Frauenfeindlichkeit habe ich in Nordamerika nicht erlebt (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter), und das hat hier im Hohen Haus keinen Platz! (Anhaltender Beifall bei Team Stronach, ÖVP, FPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS. – Unruhe im Saal.)
Anhaltender Beifall bei Team Stronach, ÖVP, FPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS. – Unruhe im Saal.
Heute sagten Sie hier abwertend, ich sei ja nur die Sekretärin vom Milliardär gewesen. – Wissen Sie was: Eine Sekretärin hat erstens eine Schlüsselfunktion in jeder Organisation – Hut ab vor jeder Sekretärin! (Beifall bei Team Stronach, ÖVP, FPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ – Abg. Matznetter: Assistentin!) –, und zweitens ist es faktisch falsch, weil ich gar nicht die Sekretärin war; das ist aber nicht der Punkt. Der Punkt, den ich hier vorbringen möchte, ist folgender: So eine Frauenfeindlichkeit habe ich in Nordamerika nicht erlebt (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter), und das hat hier im Hohen Haus keinen Platz! (Anhaltender Beifall bei Team Stronach, ÖVP, FPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS. – Unruhe im Saal.)
Beifall bei Team Stronach und Grünen, bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ sowie der Abgeordneten Prammer und Gisela Wurm.
Frauen tragen die allergrößte Last in unserer Gesellschaft, und ich habe mich immer für sie eingesetzt. Während des Studiums habe ich mich für Frauen eingesetzt, in der Firma habe ich mich für Frauen eingesetzt, und ich setze mich auch in der Politik für Frauen ein. Ich unterstütze jede Frau, die wirklich etwas leistet, und ich bin für Chancengleichheit. Ich unterstütze auch jede Frau, die hier im Raum sitzt, egal, in welcher Funktion, und ganz besonders – das möchte ich auch noch sagen – bewundere ich Frau Dr. Glawischnig. Sie ist Parteichefin, Klubobfrau, Mutter zweier Kinder und schafft es, das alles unter einen Hut zu bringen! (Beifall bei Team Stronach und Grünen, bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ sowie der Abgeordneten Prammer und Gisela Wurm.)
Anhaltender Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grünen und NEOS.
We are unstoppable! (Anhaltender Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grünen und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, Team Stronach und NEOS.
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Herr Präsident! Frau Dr. Nachbaur, ich habe Sie nicht als Sekretärin von Herrn Stronach bezeichnet. (Zwischenruf der Abg. Glawischnig-Piesczek.) Tatsächlich habe ich Sie aufgrund Ihrer Assistenzleistung für Frank Stronach als Assistentin bezeichnet. Sollte Sie das getroffen haben: Es war keine Abwertung von meiner Seite, ich weiß, Sie machen eine tolle Arbeit. – Danke, Frau Kollegin. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, Team Stronach und NEOS.)
Sitzung Nr. 30
Beifall beim Team Stronach
Meine geschätzten Damen und Herren, wahrscheinlich bin ich eine der wenigen in diesem Saal, die wirklich die Möglichkeit gehabt hat, zwischen einem privilegierten System und dem normalen ASVG-System zu wählen. Ich war nämlich zu der Zeit im Steirischen Landtag, als die Politiker sich entscheiden konnten, ob sie im privilegierten System bleiben, und genau diese Sonderpensionen konsumieren wollen, oder ob sie freiwillig in jenes System wechseln, wo sie sagen: Nein danke, das ist unverantwortlich! Selbstverständlich habe ich mich für das neue System entschieden (Beifall beim Team Stronach), weil ich der Meinung bin, dass es unverantwortlich ist und man sich nicht auf Kosten der nächsten Generationen selbst bereichern darf. (Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.)
Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren, wahrscheinlich bin ich eine der wenigen in diesem Saal, die wirklich die Möglichkeit gehabt hat, zwischen einem privilegierten System und dem normalen ASVG-System zu wählen. Ich war nämlich zu der Zeit im Steirischen Landtag, als die Politiker sich entscheiden konnten, ob sie im privilegierten System bleiben, und genau diese Sonderpensionen konsumieren wollen, oder ob sie freiwillig in jenes System wechseln, wo sie sagen: Nein danke, das ist unverantwortlich! Selbstverständlich habe ich mich für das neue System entschieden (Beifall beim Team Stronach), weil ich der Meinung bin, dass es unverantwortlich ist und man sich nicht auf Kosten der nächsten Generationen selbst bereichern darf. (Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich persönlich bin für ein ehrliches und faires System, für ein System, das transparent und nachvollziehbar ist. Auch wenn wir mit dieser Reform bei den Sonderpensionen nur einen kleinen Schritt schaffen, so bin ich trotzdem froh, dass einmal etwas in Bewegung kommt, dass sich dieser Moloch, der uns alle erdrückt, endlich bewegt. Wir können nicht zuschauen, wie sich Menschen weiterhin privilegierte Systeme auf Kosten der Masse finanzieren lassen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren, unser Pensionssystem basiert auf dem Generationenvertrag. Zur Zeit Adenauers hat es den sogenannten Schreiber-Plan gegeben, wo genau festgelegt wurde, wie wichtig eben drei Generationen zur Erhaltung des Systems sind. Schauen wir uns jetzt die Geburtenquote in unserem Land an, besteht Grund zur Sorge, denn wir haben immer weniger Kinder. Jene, die auch einmal in den Nutzen einer Pension kommen sollen, jene, die das System finanzieren sollen, sind einfach nicht mehr da. Wir sind gut beraten, darüber nachzudenken, ob das Umlageverfahren allein ausreichend sein wird. Ich glaube nicht. Ich glaube, dass wir in Zukunft verstärkt auf eine zweite und dritte Säule werden setzen müssen. Wir werden auch das System neu aufstellen müssen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Voraussetzung dafür muss eine Familienpolitik sein, wo sich die jungen Frauen und jungen Leute bewusst für Kinder entscheiden können, ohne dass sie Angst haben müssen, dadurch in die Armutsfalle zu geraten. Wir brauchen eine Familienpolitik, die wieder für die jungen Leute da ist, die die Familien unterstützt und nicht hemmt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Wöginger.
Unser Weg ist eine Pensionskasse für alle, unser Ziel ist die ASVG-Obergrenze als maximaler Deckel und die Pensionsmultimillionäre in Zukunft nicht mehr in Österreich zu haben. Wir tragen Verantwortung für die Zukunft, und mit der heutigen Regelung, so glaube ich, haben wir den ersten Schritt gesetzt. (Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Wöginger.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir sollten eine totale Harmonisierung des Systems forcieren und sollten uns schon auch selber um die Vorsorge kümmern. Das ist ein ganz wichtiger Punkt. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir vom Team Stronach sprechen uns generell gegen Zwangsmitgliedschaften aus! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meiner Meinung nach hätte nichts dagegen gesprochen, eine eigene Regelung für die Privatuniversitäten zu schaffen und die positiven Grundzüge, die dieses Gesetz hat, zu übernehmen. Es würde die Welt nicht untergehen. Es würde beweisen, dass wir im 21. Jahrhundert flexibel reagieren können und auf geänderte Rahmenbedingungen auch die richtigen Antworten finden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Deswegen appelliere ich an Sie, denn es wäre fahrlässig, dieses Ziel mit einem unausgegorenen ÖH-Gesetzesvorschlag zu gefährden: Bitte überdenken Sie diese Entscheidung noch einmal und treffen Sie eine richtige Entscheidung! – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.
Präsident Karlheinz Kopf: Bevor ich dem Herrn Abgeordneten Kassegger das Wort erteile, gebe ich bekannt, dass die Abgeordneten Podgorschek, Mag. Kogler, Dr. Nachbaur, Dr. Hable, Kolleginnen und Kollegen gemäß § 33 Abs. 1 der Geschäftsordnung beantragt haben, einen Untersuchungsausschuss zur Untersuchung der politischen Verantwortung für die Vorgänge rund um die Hypo Group Alpe-Adria einzusetzen. (Beifall bei FPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Glawischnig-Piesczek. – Abg. Rädler: Was lernen wir daraus? Einen gescheiten Geschäftsführer!
Wir alle, wie wir hier sind, wollen zu jeder Tages- und Nachtzeit bestens bedient werden, und selbstverständlich muss alles zur Verfügung stehen. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Glawischnig-Piesczek. – Abg. Rädler: Was lernen wir daraus? Einen gescheiten Geschäftsführer!)
Beifall beim Team Stronach.
Ich darf Ihnen Folgendes sagen – und das traut sich ein Wirtesprecher nicht zu sagen, sonst ist er es nicht lange –: Meinen besten Koch habe ich an ein Supermarktrestaurant verloren. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Die Möbelhäuser, die Supermärkte können selbstverständlich dem Koch am Wochenende frei geben, aber was tun denn die Wirte? Wir wollen am Sonntag essen gehen, wir wollen am Sonntag bestens bedient werden. Reden wir von der Realität, reden wir über das Leben und nicht darüber, was wir uns wünschen. Das war Dietmar Schönherr, der die Sendung „Wünsch Dir was“ gemacht hat. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich bin dafür, Herr Minister, dass wir diese Erfolgsgeschichte unterstützen, dass wir diese Erfolgsgeschichte fortführen, aber mit allen Beteiligten. Und da müssen wir doch ehrlich sein: Warum kommen die Gäste, insbesondere auch unsere eigenen Bürger, die Tagesgäste oder Wochenendgäste, in unsere Regionen? – Wegen der guten Luft, wegen des guten Wassers, wegen der schönen, gepflegten Kulturlandschaft – und dafür braucht es die Landwirtschaft. Die Landwirtschaft aber braucht faire Partner, die ihre Produkte verkosten und verkochen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Bundesminister Mitterlehner: Was hat das jetzt mit dem Thema zu tun?
Ich darf noch einmal darauf hinweisen – das ist das ganz Entscheidende, und ich habe mir die Mühe gemacht, das darzustellen (der Redner zeigt eine Tafel) –: Wir können doch von einem Veterinär verlangen, dass er, wenn er in einem Schlachthof beschaut – ich habe hier ein Muster hergenommen, Herr Minister, für einen Schlachthof, in dem polnische Schweine, holländische Schweine und österreichische Schweine geschlachtet werden –, dort, wo „PL“ auf der Ohrmarke oder am lebenden Körper des Schweins mit dem Schlagstempel angebracht ist oder „NL“ für Holland, eben „PL“ oder „NL“ dazustempelt. Das ist auch genusstauglich. (Bundesminister Mitterlehner: Aber was hat das mit dem Ganzjahresarbeitszeitmodell zu tun?) – Nein, das ist ja der Fehlansatz. Es wird immer gesagt, es bestätigt nur die Genusstauglichkeit, und ich sage, es ist das Betrugstauglichkeitskennzeichen. (Beifall beim Team Stronach. – Bundesminister Mitterlehner: Was hat das jetzt mit dem Thema zu tun?)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb appelliere ich, meine Herren Minister – ich bitte beide Regierungsparteien, sowohl die konservative Hälfte, die sagt, sie schützt den ländlichen Raum und die Bauern, als auch insbesondere die Vertreter der Konsumenten und des Konsumentenschutzes –: Beenden wir diesen Missstand! Machen wir eine saubere Herkunftskennzeichnung, denn wo Österreich draufsteht, muss Österreich drin sein, denn das ist mit eine wesentliche Grundlage dafür, dass wir dieses Erfolgsmodell Tourismus ausbauen können, stärken können. Helfen wir zusammen, das ist für Österreich die beste Werbung. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Hätten nämlich diese Vertreter in den Gremien Gewinne erzeugt, positiv gearbeitet, Überschüsse produziert, dann hätte wohl niemand etwas gegen hohe Pensionen. Aber da diese Personen vielfach vom Staat Geld gefordert haben – auf der einen Seite den Steuerzahler zur Kasse gebeten haben und auf der anderen Seite den eigenen Wohlstand aufgebaut haben –, ist das ein System, das wir auf keinen Fall mittragen können. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach, SPÖ und ÖVP.
Wenn wir von der Deckelung sprechen, dann gebe ich Ihnen recht, Herr Kollege Kickl, eine Sonderpension von über 9 000 € ist ein Wahnsinn, das kann kein einzelner ASVG-Pensionist nachvollziehen. Da bin ich voll Ihrer Meinung. Aber wenn wir es aus verfassungsrechtlichen Gründen jetzt noch nicht schaffen, größere Schritte zu machen, dann müssen wir doch einmal den kleinen Schritt gehen. (Beifall bei Team Stronach, SPÖ und ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
ches Pensionssystem aufzubauen, das wirklich transparent und fair ist und alle gleich behandelt, ohne jegliche Privilegien. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich ersuche um Annahme. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Was die Mindestsicherung nach dem Herkunftslandprinzip betrifft, möchte ich sagen: Im letzten Sozialausschuss haben wir darüber diskutiert, und da hat der Herr Minister gemeint, dass auch viele Österreicher Mindestsicherung in anderen EU-Ländern beziehen. Würde man das nach der Höhe des Herkunftslandes berechnen, so könnte es, in Summe gesehen, sogar für die Österreicher teurer werden. Wir haben diesbezüglich eine Anfrage an den Herrn Minister gestellt, in der wir das alles abgefragt haben. Wir warten darauf, wie die Antwort ausschaut, und dann wird unsere Entscheidung gefällt. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wer ist eigentlich Millionär? – Jeder, der ein Gesamtvermögen von 1 Million € hat, so lautet die technische Antwort. Also schauen wir einmal, und schon ist es vorbei mit der Sozialromantik. Da ist nämlich jeder betroffen, der entweder eine Wohnung oder ein Haus hat, ein Auto, womöglich eine Lebensversicherung, vielleicht eine Pension, womöglich ein paar Aktien und vielleicht ein bisschen Schmuck. Der ist jedenfalls klarerweise Millionär, und, sehr geehrte Damen und Herren, Österreich ist voller Millionäre, zumindest jetzt noch, bevor die Regierung womöglich eine sogenannte Millionärssteuer beschließt, denn es wird ja an vielen Ecken und Enden am Geldbeutel der Österreicher gezerrt, in Österreich insbesondere von der linken Reichshälfte und auf europäischer Ebene natürlich genauso. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das heißt, die Sparer leiden schon längst unter einer Vermögensteuer. Und auch ohne Mathematik oder gar Bankwesen studiert zu haben, ist es möglich, relativ einfach und schnell auszurechnen, dass einem durch die Inflation von knapp unter 2 Prozent – offiziell; inoffiziell wahrscheinlich eher 4 oder 5 Prozent –, die mickrigen Zinsen wohl dazugerechnet, minus KESt, am Schluss ein Verlustgeschäft von wahrscheinlich minus 1 oder minus 2 Prozent des Ersparten bleibt, und das über viele Jahre. So komme ich auf 16 Milliarden Verlust seit 2008. Das darf nicht sein! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Genauso unverschämt wie die Behauptung mancher Politiker, dass die Inflation hier so schön niedrig ist, während die Sparer ihr Geld verlieren, ist auch die Behauptung, Österreich sei so günstig refinanziert, weil durch die tolle Politik unsere Bonität so gut sei. In Wahrheit wissen wir, die EZB druckt Geld, und deshalb sind die Zinsen so niedrig – und nicht wegen der großartigen Politik. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Begünstigt werden also jene, die schlecht wirtschaften, und bestraft werden die Sparsamen und Tüchtigen. Dabei ist das wahre Problem in Österreich, dass die Bürger ständig an Kaufkraft verlieren. Und das wissen Sie am allerbesten, sehr geehrte Steuerzahler. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Neben den Sparern werden auch die arbeitenden Menschen ausgepresst wie Zitronen. Von Reallohnsteigerungen bleibt nichts übrig. Die kalte Progression tut das Übrige. Und jetzt sollen noch die sogenannten Millionäre drankommen. Das wird ein versteckter Angriff auf den Mittelstand, und den gilt es auf jeden Fall zu verhindern! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Insbesondere die Steuervorschläge der SPÖ leisten hier meiner Meinung nach einen ganz gewichtigen Beitrag, denn die SPÖ-Vorschläge zielen darauf ab, das bereits ziemlich undurchsichtige Steuersystem durch völlig undurchsichtige Steuerregeln noch weiter zu ergänzen. Denn jeder potenzielle Millionär soll in Zukunft nach den Vorstellungen der SPÖ selbst deklarieren, welche Werte er besitzt. Der alte Perserteppich, ist der jetzt 100 € wert, 1 000 €, 10 000 €? Und wie ist das mit den Bildern? Ist der Künstler schon tot, oder lebt er noch? Der teure Gutachterstreit ist jedenfalls vorprogrammiert. Die Bürger werden kriminalisiert. Die Einzigen, die mit diesem Steuervorschlag der SPÖ eine Freude haben können, sind die Gutachter. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das alles erinnert an die Vermögensteuer, die es in Österreich schon einmal gab und die lobenswerterweise unter einem sehr klugen SPÖ-Mann 1993 abgeschafft wurde, weil er richtigerweise erkannt hat, die Vermögensteuer hat keinen Sinn und spült zu wenig Geld in die Kassen. (Beifall beim Team Stronach.) Allein die Administration hat bald so viel gekostet! Kein Unternehmer rechnet nur die Einnahmen. Man muss selbstverständlich auch die damit verbundenen Kosten und Ausgaben berücksichtigen und die Kosten mitkalkulieren. Aber viele Politiker kommen aus dem geschützten Bereich, und da spielt es bei der Kostenkalkulation nicht so eine große Rolle, ob es sich unterm Strich dann ausgeht. Wenn es sich nicht ausgeht, werden einfach die Steuern erhöht.
Beifall beim Team Stronach.
Wie seriös finden Sie das, liebe Steuerzahler? – Meiner Meinung nach ein ziemlich befremdlicher Umgang mit der Finanzplanung unseres Landes. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Frau Staatssekretärin! Es wäre vielleicht interessant, sich auch damit zu beschäftigen und nicht nur Frankreich zu nennen. Frankreich ist ein schönes Land mit charismatischen Menschen, aber als wirtschaftliches Vorbild würde ich Frankreich sicher nicht wählen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Frankreich ist der neue kranke Mann Europas. Was soll das in wirtschaftlicher Hinsicht für ein Vorbild für uns sein? (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Erfahrungen aus der Geschichte zeigen, dass der Sozialismus und die zu starke Umverteilung nicht funktionieren. Wo es keine materiellen Anreize gibt, Leistung zu erbringen, wird keine erbracht! Ganz einfach! (Beifall beim Team Stronach.) Der Ostblock hat das auch ziemlich anschaulich bewiesen.
Beifall beim Team Stronach.
So wird Österreich im Wettbewerb der Volkswirtschaften nicht mehr lange mithalten können. Was jetzt für das endgültige Aus unseres Wirtschaftsstandortes noch fehlt, sind Vermögensteuern. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
lich auch aus Nordamerika, dort ist das ja gang und gäbe. Meine Damen und Herren, das liegt einerseits daran, dass die Steuerlast dort sehr viel niedriger ist, und andererseits daran, dass es dort eine viel schönere Kultur des Gebens und Sponserns gibt, natürlich auch deshalb, weil Spenden zur Gänze steuerlich absetzbar sind. Das sollte auch in Österreich so sein. Spenden sollten nicht nur bis zu 10 Prozent des Betriebsergebnisses steuerlich absetzbar sein, sondern zur Gänze. Sie werden sehen, wenn Sie die Steuerlast senken, wie großzügig die Besserverdiener dann sein werden. Aber solange wir dem Diktat dieser Neidgesellschaft unterliegen, wird das Kapital fliehen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Derzeit ist es in unserem Land steuerlich gesehen für Firmen einfach nicht interessant genug zu spenden. Privatpersonen spenden in Österreich sehr viel, das finde ich wirklich schön, aber Firmen im internationalen Vergleich eher weniger, mit einigen Ausnahmen, darunter auch Frank Stronach. Hier könnten Sie aktiv werden, Herr Finanzminister! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Also noch einmal zur Zielgruppe: Die Superreichen werden nicht erwischt, sondern der Mittelstand und in letzter Konsequenz die sogenannten kleinen Leute. All jene, die jetzt am allerlautesten nach der Millionärssteuer rufen, wird es wirklich am allerhärtesten treffen. (Abg. Rossmann: Mythos!) Sobald die Grundsteuer erhöht wird, werden nämlich die Mieten in die Höhe schnellen, weil die höheren Kosten natürlich sofort an die Mieter weitergereicht werden. Augenblicklich haben wir eine neue Massensteuer, die unter dem Titel der sozialen Gerechtigkeit mit dem Etikett der Millionärssteuer behaftet ist. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Also frage ich Sie, sehr geehrte Regierungsvertreter: Wollen Sie mit einer höheren Besteuerung des Vermögens und des Grundes hier eine Immobilienkrise auslösen? – Das darf nicht sein! Die Menschen müssen sich das leisten können, zu leben, zu wohnen, sie müssen von ihrem Gehalt, von ihrem Lohn auch tatsächlich leben können. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Schieder: Das ist aber eine Bagatellisierung von Steuerhinterziehung, was Sie da sagen!
Liebe Vertreter der SPÖ! Die kleinen Unternehmer und die Wirte sind nicht Ihre Feinde! (Beifall des Abg. Groiß.) Das sind nicht die großen reichen Millionäre, denen man jetzt ihr Vermögen wegsteuern muss, sondern das sind hart arbeitende Leute, die oft Tag und Nacht im Familienbetrieb im Einsatz sind. Und dass nun auch noch die Selbstanzeigen mit bis zu 30 Prozent auf die Abgabenschuld sanktioniert werden sollen, das kriminalisiert endgültig jeden Unternehmer, der sich einmal verrechnet hat. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Schieder: Das ist aber eine Bagatellisierung von Steuerhinterziehung, was Sie da sagen!)
Beifall beim Team Stronach.
Jetzt wissen wir auch, warum 550 neue Steuerprüfer eingestellt werden, die dann auf die Unternehmer losgelassen werden sollen. Das ist der falsche Ansatz, sehr geehrte Kollegen! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ. – Bravorufe bei der FPÖ.
Erstens: Es gibt völlig ungeklärte, massive Risken bei der Hypo-Alpe-Adria-Bank, auch bei der ÖVAG, und es muss die alleroberste Priorität sein, dies zu klären. Erklären Sie auch, warum Dokumente auftauchen, die jetzt darlegen, dass die Hypo-Alpe-Adria-Bank überhaupt nicht hätte notverstaatlicht werden müssen! Das ist ein Skandal! Lassen Sie endlich den Untersuchungsausschuss arbeiten! (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ. – Bravorufe bei der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Und sagen Sie uns: Wer waren zum Zeitpunkt der Notverstaatlichung die größten Gläubiger? Wer wurde da geschützt? (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach für die das Rednerpult verlassende Abg. Nachbaur.
(Beifall beim Team Stronach für die das Rednerpult verlassende Abg. Nachbaur.)
Beifall bei ÖVP, FPÖ und Team Stronach. – Bravorufe bei der FPÖ.
Bundesminister für Finanzen Vizekanzler Dr. Michael Spindelegger: Frau Präsidentin! Meine sehr geschätzten Damen und Herren, auch auf der Regierungsbank! Frau Abgeordnete und Klubobfrau Nachbaur, für mich ist eines ganz klar: Die Steuer- und Abgabenlast in Österreich ist zu hoch. Da brauche ich keine Umfrage und da brauche ich keine Abstimmung: Sie ist zu hoch! (Beifall bei ÖVP, FPÖ und Team Stronach. – Bravorufe bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach. – Bravorufe bei der FPÖ.
Ich sage noch eines gleich dazu: Wenn wir von Leistungsträgern reden, dann müssen wir auch die als Leistungsträger bezeichnen, die nicht nur im Hinblick auf das Einkommen Besonderes leisten, auch die Familien sind besondere Leistungsträger, und auch sie gehören entlastet, bin ich fest davon überzeugt. (Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach. – Bravorufe bei der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Schieder: Das ist aber keine Berichtigung! Das ist ja nicht berichtigbar, was sich ein anderer wünscht!
Ich berichtige tatsächlich: Leider kommt es durch die Neufeststellung der Einheitswerte zu wesentlichen steuerlichen Mehrbelastungen (Abg. Schieder: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!), das heißt in der Folge auch zu höheren Sozialversicherungsbeiträgen, das heißt in der Folge zu höheren Kammerpflichtmitgliedsbeiträgen und – im Gegensatz zum Regierungsziel Entlastung der Arbeit – durch die Einführung eines Vieh- und Fleischzuschlages zu einer gewaltigen Besteuerung der Arbeit. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Schieder: Das ist aber keine Berichtigung! Das ist ja nicht berichtigbar, was sich ein anderer wünscht!)
Beifall beim Team Stronach.
Es ist auch nicht geschickt, die Leute, die man besteuern möchte, zu kriminalisieren. Es ist nicht geschickt, bestimmten ausländischen Restaurants zu unterstellen, dass sie als solche nur Geldwäsche betreiben. Es ist nicht geschickt, jenen, die Geld haben, zu unterstellen, dass sie mafiöse Methoden anwenden. Es ist nicht geschickt, jenen, die Geld haben, zu unterstellen, dass dies nur durch Verbrechen und Korruption zustande gekommen sein kann. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn heute ganz allgemein der Ruf nach einer Tarifreform, nach einer Steuerreform da ist, dann muss man sagen: Ja, es ist richtig, eine Steuerreform zu machen. Wenn heute der Eingangssteuersatz – und ich sage noch einmal, alle Steuersätze sind zu hoch –, wenn heute der Eingangssteuersatz in Österreich bei 36 Prozent und in den Vereinigten Staaten der Spitzensteuersatz bei 38 Prozent liegt, dann ist ganz klar etwas faul. Da gebe ich, so ungern ich das tue, ausnahmsweise einmal den Mitgliedern der SPÖ recht. Das ist einfach zu hoch! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Glauben Sie denn wirklich, dass es bei der Vermögensteuer anders sein würde, wo Sie jetzt den Fuß in die Tür reinbringen wollen und sagen: Es sind ja nur ein paar Zehntausend!? Es gibt keine Institution, die, was Geld anbelangt, so gierig ist wie der Staat. Das sehen Sie genau an der Trägheit bei der Reform des Lohnsteuersystems. Genauso würde es bei der Vermögensteuer sein, wo man einfach mit der Zeit die Masse erreichen würde. Genau deshalb muss man heute ganz klar hier dagegen sein, meine Damen und Herren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Dann meinten diese Wirte: Ist es eigentlich erlaubt, dass eine Partei einer bestimmten Berufsgruppe unterstellt, durch Steuerhinterziehung den Staat in dieser Höhe geschädigt zu haben? – Darauf musste ich ihnen schon sagen, dass diese Anti-Diskriminierungsbestimmungen für die Religion gelten, für eine bestimmte Weltanschauung gelten, aber für eine bestimmte Berufsgruppe, wie zum Beispiel die Wirte, keine Gültigkeit haben. Im Gegenteil: Der indirekte Vorwurf der kollektiven Steuerhinterziehung gegenüber einer bestimmten Berufsgruppe stellt schlicht und einfach die sublimierte Form des Klassenkampfes dar! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Schieder: Wahnsinn!
Es gab dann noch einen Wirt, der aufgestanden ist. Wissen Sie, was er gesagt hat? – Er hat gesagt: Registrierkassenpflicht bei allen Staatsbetrieben! – Stellen Sie sich das vor! (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Schieder: Wahnsinn!)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Heiterkeit des Abg. Podgorschek.
Partei Österreichs, die SPÖ! – Freundschaft! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Heiterkeit des Abg. Podgorschek.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Und was glauben Sie, wie viel davon auf die Lohnsteuer beziehungsweise auf die Sozialversicherung entfällt? – Die Lohnsteuer beträgt lediglich 85 €, aber die Sozialversicherung schlägt hier mit 256 € zu. Die Sozialversicherung ist in diesem Beispiel dreimal so hoch wie die Lohnsteuer. Diesen Arbeitnehmern können Sie mit einer Lohnsteuersenkung sicher nicht helfen, diesen Arbeitnehmern nützt nur eine Entlastung bei den Sozialabgaben. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das heißt, was kann man als Einziges anstreben? – Nur eine Steuerreform ohne Gegenfinanzierung und natürlich nur eine Steuerreform ohne Vermögensteuern, Reichensteuern, Substanzsteuern. Das kommt alles für uns überhaupt nicht in Frage. Wir wollen die Ausgaben des Staates dämmen – und nicht die Einnahmen des Staates erhöhen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. El Habbassi.
Ich möchte hiermit – bei aller persönlichen Wertschätzung für die Abgeordneten der Sozialdemokratie – warnen vor diesem sozialistischen Gedankengut. Die SPÖ will mit ihren Plänen Betriebsvermögen besteuern. Das ist investorfeindlich, das ist standortschädlich, und das ist nicht gut für Österreich. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. El Habbassi.)
Beifall beim Team Stronach. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Krainer.
Ich glaube, auch das sollte uns im Hinterkopf zumindest präsent bleiben. (Beifall beim Team Stronach. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Beifall beim Team Stronach.
Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf der Abg. Moser.
Meine sehr verehrten Damen und Herren von den Regierungsparteien, würden Sie sich einmal draußen bei den Menschen bewegen, dann wüssten Sie, dass der österreichische Häuslbauer zum Beispiel jetzt schwitzt, aber nicht aufgrund der derzeitigen tropischen Temperaturen, sondern aufgrund der unglaublichen Steuerbelastung, die er zu stemmen hat. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf der Abg. Moser.)
Beifall beim Team Stronach.
Heute ist ja all das – ich weiß nicht, wovon wir sprechen – nicht mehr realistisch. Schauen Sie sich die Realität an, sprechen Sie mit den Menschen draußen! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir haben einen Eingangssteuersatz von 36,5 Prozent und sprechen die ganze Zeit davon, dass wir ihn endlich senken müssen. Nur: Es tut sich nichts! Senken wir den Eingangssteuersatz doch, wie unsere Klubobfrau Dr. Nachbaur gesagt hat, auf 21,5 Prozent und entlasten wir so die arbeitende Bevölkerung in diesem Land! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Menschen in diesem Land können noch so fleißig arbeiten, es bleibt unter dem Strich zu wenig Netto vom Brutto übrig. Wir müssen endlich die Steuern senken und den Menschen wieder Luft zum Atmen geben! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das bewirkt die jetzige Politik, in diese Richtung gehen wir im Moment. Und wenn wir nicht gegensteuern und nicht endlich damit aufhören, nur zu reden, sondern endlich auch konkrete Maßnahmen beschließen, werden wir längerfristig ein Problem haben! – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Ich bitte daher, eine Steuerreform in die richtige Richtung zu machen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP, Grünen und Team Stronach.
In diesem Sinne: So sehen wir NEOS Europapolitik; Europapolitik ist Innenpolitik, und ich kann nur eines sagen: Hvala lepa und auf Wiedersehen! (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP, Grünen und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir vom Team Stronach sagen ganz klar: Wir sind keine Millionärspartei, gegen Privilegien, absolut für Fairness beim Einkommen, bei der Besteuerung. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Arbeiten muss sich wieder lohnen! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Haubner. – Abg. Schieder: Den Herrn Stronach haben wir nicht sehr gut angelockt, oder?
teil: Wir müssen sie anlocken. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Haubner. – Abg. Schieder: Den Herrn Stronach haben wir nicht sehr gut angelockt, oder?)
Beifall beim Team Stronach.
Der IWF hat ungefähr vor einem Jahr schon das Schreckensszenario angekündigt, dass man sogar auf bis zu 10 Prozent der Ersparnisse der Leute zugreifen kann. Das befürchte ich ganz stark, und deshalb spreche ich mich gegen Ihr Modell aus. Der Staat sollte helfen beziehungsweise den Bürgern ermöglichen, Vermögen aufzubauen, und nicht danach trachten, es ihnen möglichst rasch abzuknöpfen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Viele Leute in Österreich können nicht mehr von ihrem Lohn leben, und darum sagen wir: Runter mit den Steuern, sofortiges Abschaffen der kalten Progression! – Das wäre gerecht, sehr geehrte Kollegen aus der linken Reichshälfte! (Beifall beim Team Stronach.) Das wäre gerecht, nicht die rot-grünen Umverteilungsphantasien, die sind ungerecht. Schaffen Sie die kalte Progression ab! So helfen Sie vor allem den Empfängern kleinerer Einkommen, und ich glaube, in Wirklichkeit ist das genau das, was auch Sie wollen. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Rossmann: Finanzieren ...!)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Rossmann: Finanzieren ...!
Viele Leute in Österreich können nicht mehr von ihrem Lohn leben, und darum sagen wir: Runter mit den Steuern, sofortiges Abschaffen der kalten Progression! – Das wäre gerecht, sehr geehrte Kollegen aus der linken Reichshälfte! (Beifall beim Team Stronach.) Das wäre gerecht, nicht die rot-grünen Umverteilungsphantasien, die sind ungerecht. Schaffen Sie die kalte Progression ab! So helfen Sie vor allem den Empfängern kleinerer Einkommen, und ich glaube, in Wirklichkeit ist das genau das, was auch Sie wollen. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Rossmann: Finanzieren ...!)
Beifall beim Team Stronach.
Wir vom Team Stronach – das möchte ich einmal ganz klar sagen – stehen für Leistungsgerechtigkeit. Soziale Gerechtigkeit ist für Sie einfach ein Codewort für Steuererhöhung. Wir stehen für Leistungsgerechtigkeit. Für jeden Menschen, der etwas leistet – ob das eine Hausfrau ist, ob das eine Mutter ist, ob das ein Arbeiter ist, ob das ein Manager ist –, muss es sich auszahlen, dass er etwas leistet. Leistung muss sich einfach wieder lohnen, sonst wird nicht so viel geleistet – das ist ja ganz logisch! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.
Natürlich ist eines ganz wichtig: Wir brauchen ein soziales Netz für die Schwachen in unserer Gesellschaft. Da muss man aber einmal verstehen, dass dieses Netz nur finanzierbar ist, wenn der Staat Einnahmen hat, und langfristig wird er diese nur haben (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig), wenn es erstens einmal endlich Strukturreformen gibt und wenn zweitens genug Arbeitgeber und damit Arbeit im Land sind. Wir müssen also schauen, dass die Unternehmer in Österreich investieren und nicht wegen Ihrer bedrohlichen Vermögensteuerpläne ihr Geld zusammenpacken und über alle sieben Berge sind. (Beifall beim Team Stronach. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb sagen wir: 10 Prozent für Unternehmen, die in unserem Land investieren, und selbst diese 10 Prozent können sie an die Mitarbeiter weitergeben. Wir stehen für Mitarbeiterbeteiligung. Das habe ich bei der Magna gelernt, das funktioniert, das ist gut für alle Arbeiter. Lassen Sie die Arbeiter am Erfolg der Firma teilhaben! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir wollen den Mittelstand, die kleinen Leute unterstützen. Wenn Sie die Vermögensteuer einführen, haut das Kapital ab, der Wirtschaftsstandort wird geschädigt, dann gibt es noch weniger Arbeitsplätze, und wir haben jetzt schon viel zu viele Arbeitslose in unserem Land – das ist wirklich absurd! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.
Es gibt da ein Lied, das mir immer wieder einfällt – ich kann leider nicht Gitarre spielen, sonst würde ich es vorspielen (Ruf bei der SPÖ: Vorsingen!), für die Sozialromantiker –: „Volle Fahrt voraus und Kurs auf’s Riff.“ – Das ist „Das Narrenschiff“ von Reinhard Mey. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.)
Beifall beim Team Stronach.
Da wären wir, glaube ich, als Hohes Haus, als Parlamentarier wirklich dankbar, wenn seitens des zuständigen Ministers einfach regelmäßig ein Update käme, über welches wir uns gut, sachlich und ausreichend informieren könnten. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das heißt, aus unserer Sicht ist das der erste Schritt zu einer integrierten österreichischen Gesundheitsversicherung. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich bitte, nicht missverstanden zu werden. Uns geht es um die Unterstützung, uns geht es um das Leben, und uns geht es nicht um die Kriminalisierung von Frauen. Daher haben wir diesen Antrag eingebracht, und ich denke, dass man dem zustimmen kann, weil sich die Qualität der gesamten Situation und deren Diskutierbarkeit durch Fakten wesentlich verbessern würde. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Abgeordneter Leopold Steinbichler (STRONACH): Sehr geehrter Herr Minister! Herr Präsident! Kolleginnen und Kollegen! Zuseher auf der Galerie und an den Fernsehgeräten! Wir haben von Kollegin Beatrix Karl soeben gehört, je mehr Paragraphen man in der Praxis anwendet, desto weiter kommt man von der Praxis weg. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Machen wir lieber eine zielführende Politik der kleinen Schritte, als dass wir immer vertagen und auf den Sankt-Nimmerleins-Tag vertrösten. Das bringt nichts. Wir müssen bei dieser Thematik Wirte, Tourismus schauen, dass wir die Praxis berücksichtigen und wirklich etwas für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tun, denen ich an dieser Stelle danken will und die einen Job haben, der ständige Bereitschaft erfordert. – Danke. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
In diesem Sinne ersuche ich um Unterstützung. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.)
Beifall und Oh-Rufe bei FPÖ, Grünen und Team Stronach.
Ich bitte jene Damen und Herren, die hiefür eintreten, um ein Zeichen der Zustimmung. (Beifall und Oh-Rufe bei FPÖ, Grünen und Team Stronach.) – Das ist einstimmig angenommen. (E 25.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Es passiert nichts, Frau Minister, und deshalb erwarte ich mir von Ihnen, dass Sie ein bisschen mehr Mut zeigen und endlich das tun, was notwendig ist. Und wenn Sie nicht wissen, was zu tun ist, dann fragen Sie einmal den Rechnungshof! (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der Grünen.) Der Rechnungshof sagt es seit Jahrzehnten, dass im Bildungsbereich endlich etwas getan werden muss.
Beifall beim Team Stronach.
Sie haben heute gesagt, wir sollen Vorschläge bringen. Die werden wir Ihnen bringen! Aber dann erwarten wir auch, dass Sie diese Vorschläge auch gegen die Landeshäuptlinge durchsetzen, Frau Minister. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
weiter den Stillstand moderieren, um hier den Eindruck zu erwecken, es passiert eh etwas, die Bevölkerung kann eh zufrieden sein. Aber unser Schulsystem ist das teuerste und eines der ineffizientesten. Wir haben immer noch ein Viertel der Pflichtschulabgänger, das nicht ordentlich lesen und schreiben kann. Das ist eine Tatsache! Da müssen Sie endlich aktiv werden, und da reicht das nicht aus, was Sie heute hier vorlegen. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
vermeiden und Effizienzlöcher zu stopfen, denn das ist dringend notwendig im Sinne der österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS.
Abgeordnete Martina Schenk (STRONACH): Frau Präsidentin! Frau Volksanwältin! Sehr geehrte Volksanwälte! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! 19 249 Beschwerden, 8 003 Prüfverfahren, 1 444 festgestellte Missstände, 530 Präventivkontrollen. Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich glaube, dass sich diese Zahlen sehen lassen können, und auch ich bedanke mich hier bei den Volksanwälten für die gute, wichtige und richtige Arbeit, die sie für die Österreicherinnen und Österreicher leisten. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich bin guten Mutes und neugierig auf diesen Gesetzesvorschlag, wenn wir ihn dann hier diskutieren können und hoffentlich auch noch im heurigen Jahr im Sinne der Volksanwaltschaft und im Sinne der Österreicherinnen und Österreicher positiv darüber abstimmen können. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und Grünen.
Das haben wir am Vormittag, glaube ich, schon einmal gehabt, auch beim Tourismus. Ich möchte mich an der Stelle, so wie ich mich am Vormittag bei den Tourismusbetrieben und bei den Gastwirten bedankt habe, bei den Bäuerinnen und Bauern bedanken, die momentan, bei diesen Temperaturen, in den Stallungen tätig sind, Kolleginnen und Kollegen! (Beifall bei Team Stronach und Grünen.) Einmal reingehen bei 40 Grad zu Tieren, einmal arbeiten bei 40 Grad, wenn die Fliegen ein bisschen lästig sind – im Gegensatz zum Kältestress im Winter ist es jetzt der Hitzestress! Ich würde jeden, der sich zur Tierhaltung äußert, bitten, auch einmal darüber nachzudenken, wer es macht: 365 Tage im Jahr, zweimal am Tag, in der Früh und am Abend!
Beifall bei Team Stronach und Grünen.
Herr Minister, ich habe es heute schon einmal gesagt: Das Betrugstauglichkeitskennzeichen muss ein für alle Mal weg! Und du, Hermann Schultes, hast als Präsident der österreichischen Landwirtschaftskammern den Auftrag der Bäuerinnen und Bauern, hier für Ordnung zu sorgen. (Beifall bei Team Stronach und Grünen.) Ich denke einfach, das besagt ja nur die Genusstauglichkeit. Das sagt die Nummer in der Mitte. Die kann ich auch beim polnischen und beim holländischen Zeichen haben, dann weiß ich, das ist in Österreich im Schlachthof geschlachtet worden. Aber alles andere ... (Abg. Eßl: Da versteht man genauso viel ...!)
Beifall beim Team Stronach.
Die Ernährungssouveränität ist längst nicht mehr gegeben. Die Lügen vom Überschuss sind uralt, die Milchseen, die Butterberge und die Fleischberge sind Schnee von gestern. Schauen wir, bitte schön, mit einer ehrlichen Politik, mit einer guten Interessenvertretung, mit einem starken Ministerium, gemeinsam mit unseren Bäuerinnen und Bauern, aber ganz besonders auch mit unseren geschätzten Partnern, unseren Konsumenten, und mit internationalen Partnern, dass wir hier zu einer sauberen Wirtschaftsweise, zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise kommen. Dann kann ich nämlich von einer Betriebssicherung reden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.
In diesem Sinne werden wir ebenfalls die Anträge von Kollegen unterstützen. Das Ideale wäre – und darum würde ich in Zukunft bitten, Herr Minister, wenn wir ernst genommen werden sollten, wenn wir wirklich von Partnerschaft reden –, dass wir das auch partnerschaftlich diskutieren! Dass wir die Entscheidungen nicht nach einer Pressekonferenz mitgeteilt bekommen, dass wir nicht wie der Hund an der kurzen Leine geführt werden, sondern wirklich auch eine faire Partnerschaft pflegen. – Danke sehr. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.
Jetzt, da endlich die politische Lösung da ist und die Dinge auch tatsächlich in Gang kommen, müssen wir uns an die Aufklärung der politischen Verantwortung machen. Ich begrüße natürlich sehr, wenn die nachrangigen Gläubiger an der Lösung beteiligt werden und nicht nur die Steuerzahler zum Handkuss kommen. Das finde ich wirklich begrüßenswert. Das ist gut. Und ich hoffe natürlich auch, dass das rechtlich hält, das wird sich erst zeigen im Laufe der Zeit. Viele haben ja schon angekündigt, dass sie in diesem Zusammenhang Klagen einbringen werden. Also wir werden sehen, bis das ausgefochten ist. Ich hoffe, das hält. Es handelt sich hier eben um ein wirklich sonderbares Sondergesetz. Aber alles, was die Last der Steuerzahler verringert, ist gut, wurscht wie sonderbar. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.)
Beifall bei Team Stronach, FPÖ und Grünen.
Ich hoffe, dass wir also hier bald einen Vorschlag sehen, aber ich hoffe, dass wir noch viel, viel früher etwas anderes sehen, nämlich die Zustimmung zur Einsetzung eines Untersuchungsausschusses. (Beifall bei Team Stronach, FPÖ und Grünen.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.
Es gibt völlig ungeklärte massive Risken bei der Hypo Group Alpe-Adria und nun auch bei der ÖVAG. Es muss unsere oberste Priorität sein, diese Probleme jetzt zu klären, die ganze verstaatlichte Bankenproblematik, aber fangen wir mit der Hypo-Alpe-Adria-Bank an. Erklären Sie beispielsweise, warum heute in einem Magazin Dokumente auftauchen, die darlegen oder vielleicht sogar beweisen, dass die österreichischen Verhandler völlig einem Bluff erlegen sind, die jedenfalls einfach beweisen, dass die Notverstaatlichung gar nicht notwendig gewesen ist! Lassen Sie dafür endlich den Untersuchungsausschuss zu! Das Wichtigste für uns ist jetzt, wirklich zu erfahren, wer die größten Gläubiger zum Zeitpunkt der Notverstaatlichung waren. Diese Antwort schuldet man den Steuerzahlern! Wer wurde von der Politik geschützt, wer wurde auf Kosten der Steuerzahler gerettet? (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich bitte die Regierungsparteien, stimmen Sie dem Untersuchungsausschuss endlich zu, aber einem Untersuchungsausschuss, der noch Zähne hat! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.
Wenn Sie keinen Untersuchungsausschuss zulassen, dann beweisen Sie einmal mehr, sehr geehrte Vertreter der Regierungsparteien, wie weit weg Sie von der Realität sind, wie abgehoben Sie sind von den normalen Leuten. Ich empfehle Ihnen, fragen Sie einmal Ihren Friseur, fragen Sie einmal die Verkäuferin, wenn Sie einkaufen gehen, fragen Sie vielleicht den Lehrer Ihrer Kinder, und Sie werden sehen, alle wollen in der Causa Hypo-Alpe-Adria-Bank eine Auflösung, eine Erklärung. Sie wollen verständlicherweise Aufklärung, und zwar lückenlos und jetzt. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Team Stronach, Grünen und NEOS.
Sehr geehrte Damen und Herren! Glauben Sie mir, wenn wirklich alles so ist, wie Sie es darstellen, haben Sie nichts zu befürchten. Und das wird Ihrer Reputation und der Reputation der Politik im Allgemeinen nur gut tun. – Danke. (Beifall bei Team Stronach, Grünen und NEOS.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Ich denke, wir werden diesen Untersuchungsausschuss bekommen, ob Sie das wollen oder nicht, weil der öffentliche Druck immer größer wird und die Bevölkerung das von Ihnen verlangt. Und letzten Endes handelt es sich auch um das Recht des Abgeordneten auf Aufklärung. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei Grünen, FPÖ und Team Stronach.
Was glauben Sie denn? In jeder vernünftigen parlamentarischen Demokratie der Welt wäre das schon längst Untersuchungsgegenstand, nur Sie mauern noch! Hören Sie doch auf mit Ihren komischen Zwischenrufen! (Beifall bei Grünen, FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei Grünen, FPÖ und Team Stronach. – Abg. Schieder: Das ist jetzt aber ein Missverständnis!
Im Übrigen: Hören Sie auf, hier mit den Fingern auf die Minderheiten zu zeigen! Es waren immer die Mehrheiten, die den Ausschuss abgedreht haben, wenn er am Höhepunkt der Untersuchungen war. Und hätten Sie – Kollege Cap, Sie waren damals maßgeblich beteiligt – den Banken-Ausschuss am Höhepunkt der Untersuchungen nicht abgedreht, dann hätten wir uns Milliardenschäden erspart, und jetzt stellen Sie sich da her und verteilen Zensuren an die Oppositionsabgeordneten. Das ist doch jämmerlich und lächerlich! Das können wir nicht durchgehen lassen. (Beifall bei Grünen, FPÖ und Team Stronach. – Abg. Schieder: Das ist jetzt aber ein Missverständnis!)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.
im Nachhinein eine Not konstruiert, um Ihr Versagen zu verschleiern. Das geht aus allen Dokumenten hervor. (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Das werden Sie erklären müssen! (Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen.) Völlig egal, ob Sie jetzt bei der Minderheitsrechtsfrage einsichtig sind oder nicht: Sie werden sich erklären müssen, je früher desto besser! (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Dass Sie noch immer keiner geheimen Abstimmung zustimmen, ist wirklich schade, aber bezeichnend. Da meine Kollegin Nachbaur heute diverse Berufsgruppen genannt hat – Friseure, Verkäuferinnen –, die sich darüber wundern, möchte ich noch eine anfügen: meine Freunde, die Wirte, mit den Registrierkassen. (Beifall beim Team Stronach.) Sie haben nämlich auch noch darüber geredet, dass es doch höchst seltsam ist, dass dieses Untersuchungsrecht nach wie vor ein Mehrheitsrecht ist und nicht ein Minderheitsrecht, denn es läge doch eigentlich in der Natur der Sache, das so auszugestalten. Klären Sie auf! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Dass Sie noch immer keiner geheimen Abstimmung zustimmen, ist wirklich schade, aber bezeichnend. Da meine Kollegin Nachbaur heute diverse Berufsgruppen genannt hat – Friseure, Verkäuferinnen –, die sich darüber wundern, möchte ich noch eine anfügen: meine Freunde, die Wirte, mit den Registrierkassen. (Beifall beim Team Stronach.) Sie haben nämlich auch noch darüber geredet, dass es doch höchst seltsam ist, dass dieses Untersuchungsrecht nach wie vor ein Mehrheitsrecht ist und nicht ein Minderheitsrecht, denn es läge doch eigentlich in der Natur der Sache, das so auszugestalten. Klären Sie auf! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei NEOS, FPÖ, Grünen und Team Stronach.
Das ist heute der 20. Antrag, es ist schon gesagt worden, es ist ein Jubiläum. (Präsident Hofer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Aber sorgen Sie bitte dafür, dass es nicht nur ein Jubiläum, sondern auch kein parlamentarisches Trauerspiel ist (Rufe bei der ÖVP: Schlusssatz!), denn jede reife parlamentarische Demokratie hätte diesen Untersuchungsausschuss schon längst eingesetzt! – Danke. (Beifall bei NEOS, FPÖ, Grünen und Team Stronach.)
Sitzung Nr. 32
Beifall bei NEOS, FPÖ, Grünen und Team Stronach.
Daher sage ich Ihnen, das ist mein Appell an Sie, Herr Finanzminister, aber auch ein Appell an den Herrn Bundeskanzler, der in dieser Debatte immer abtaucht: Hören Sie auf, weiter Insolvenz ohne Insolvenzrecht zu spielen! Hören Sie auf, weiter Milliarden an Steuergeld zu verbrennen, und schicken Sie endlich dieses Drama Hypo Alpe-Adria in die Insolvenz! – Danke schön. (Beifall bei NEOS, FPÖ, Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei NEOS, FPÖ und Team Stronach.
Einmal mehr: Die Mutter des Könnens ist das Wollen. – Das fehlt Ihnen völlig; beim Können bin ich mir auch nicht sicher. (Beifall bei NEOS, FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Wir sprechen uns klar für eine geordnete Insolvenz aus – ich komme zum Schluss –, aber ich sage, Sie haben leider kein Interesse an einer besten Lösung für den Steuerzahler. Ich frage mich, welche Interessen Sie bedienen. – Auch das wird in Zukunft Aufklärung im Untersuchungsausschuss finden müssen. (Beifall bei FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Grünen, Team Stronach und NEOS.
Es ist auch richtig, dass die Anleihegläubiger, die vor zehn, vor 15 Jahren investiert haben, je nach Laufzeit, von jetzt weg betrachtet damals schon wissen mussten, dass sie in keine regionale brave Bank, sondern einfach in ein Pyramidenspiel, in die Mafia-Kiste investieren. (Beifall bei Grünen, Team Stronach und NEOS.) Und das ist das Problem: dass jetzt der Steuerzahler dazu herangezogen wird, der Balkan-Mafia Milliarden aus dem eigenen Säckel hinterherzutragen. Die sind nicht seriös und gutgläubig, die damals investiert haben, Haftungen hin oder her!
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Fekter: Der Beihilfenbescheid war vor der Wahl!
Diese Nichtauskunft vor der Wahl schrammt in Wirklichkeit ganz nahe am Wählerbetrug vorbei. Das ist so ähnlich wie mit dem Budgetloch, auch dieses ist eigenartigerweise erst kurz nach der Wahl aufgetaucht. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Fekter: Der Beihilfenbescheid war vor der Wahl!)
Beifall bei Team Stronach, FPÖ, Grünen und NEOS.
All diese skandalösen Vorgänge und diese vielen Milliarden zeigen eines auf: Es wäre demokratiepolitischer Mindestanstand, jetzt einen Untersuchungsausschuss zuzulassen. (Beifall bei Team Stronach, FPÖ, Grünen und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.
Die Anstaltslösung, die es jetzt gibt – so sagen die eigenen Aufsichtsräte der Hypo Alpe-Adria-Bank –, wurde von der Politik über Jahre verschleppt. Es ist dadurch ein Milliardenschaden entstanden (Abg. Fekter: Stimmt nicht!), der ausschließlich von Rot und Schwarz, die auch heute die Regierung bilden, wenn auch mit einer anderen Besetzung, zu verantworten ist. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.) Jetzt hat man dieselbe Lösung, die man schon vor Jahren hätte haben können, nur ist sie jetzt eben um Milliarden teurer.
Beifall beim Team Stronach.
In ähnlich gelagerten Fällen müssen sich „normale“ Bürger vor Gericht wahrscheinlich wegen Konkursverschleppung und Vergehen gegen das Insolvenzrecht und Aktiengesetz verantworten. Das ist eben der Unterschied zwischen Politikern im geschützten Bereich und ganz normalen Leuten. Diese stünden vielleicht schon vor Gericht, wohingegen es für die Politiker keine Konsequenzen gibt. – Sehr geehrte Steuerzahler, Sie müssen wissen, für Sie gelten ganz andere Regeln als für die Regierungspolitiker! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Alles in allem: Die jetzige Situation ist sehr unbefriedigend. Es gibt jetzt eine sehr unkonventionelle Lösung, verpackt in ein wirklich sonderbares Sondergesetz. Dass Gläubiger am Schaden beteiligt werden sollen, ist grundsätzlich sehr gut, sehr geehrter Herr Finanzminister! Wenn Sie die Steuerzahler in ihrem Schaden noch im Bereich des Möglichen begrenzen wollen, wenn Sie das mit diesem Sondergesetz erreichen wollen, dann begrüße ich das grundsätzlich, dann haben Sie meine Unterstützung, aber es kann niemand nachvollziehen, was Sie jetzt dazu bewegt, auch noch dem Finanzplatz Österreich Schaden zuzufügen. Möglicherweise orientieren Sie sich am Imageschaden des Wirtschaftsstandortes Österreich, der sich schon manifestiert hat, man kennt Österreich nämlich auf der ganzen Welt als Hochsteuerland, in dem sich Arbeiten kaum noch lohnt, in dem kaum ein Unterschied ist zwischen Arbeiten und Nichtarbeiten. Das einzig Attraktive am österreichischen Wirtschaftsstandort sind die tüchtigen Unternehmer und die tüchtigen Arbeiter. (Beifall beim Team Stronach.) Das sind Sie, sehr geehrte Steuerzahler, aber dass Sie so fleißig arbeiten, dafür können die Regierungspolitiker Gott sei Dank nichts.
Beifall bei Team Stronach, FPÖ, Grünen und NEOS.
Von wegen: Wir wurden gut durch die Krise geführt!, wie man das regelmäßig hört. – Sehr geehrte Wähler und Steuerzahler, Sie müssen wissen, Österreich ist das einzige Land auf der Welt, das das Problem mit den verstaatlichten Banken aus der Finanzkrise bis heute nicht aufgearbeitet hat. Die Hypo Alpe-Adria-Bank ist nicht das einzige Problem, da kommt noch mehr, und das wird uns noch viel Geld kosten. (Beifall bei Team Stronach, FPÖ, Grünen und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Warum werden Eigenmittel, die eine höhere Verzinsung und dafür auch ein höheres Risiko bringen – das heißt, sie müssen am potenziellen Verlust teilnehmen –, überhaupt von der öffentlichen Hand garantiert? Das ist so, als ob der Staat am Roulettetisch Haftungen übernimmt, und wenn Rot oder Schwarz kommt, dann heißt es zahlen. Was für ein Bild: Rot oder Schwarz heißt zahlen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Rädler: Sind Sie Politikerin?
Die Rechtsanwälte reiben sich schon die Hände in Hinblick auf diese Geschäfte, die sie da jetzt machen können. Aber auch die Hedgefonds kaufen jetzt schon, wahrscheinlich um 10 Prozent, zu wirklich guten Preisen diese Papiere mit der Landeshaftung auf, um dann fette Gewinne auf Kosten der Steuerzahler zu machen. Die Hedgefonds und die Spekulanten, die internationalen Investoren sind nämlich aus einem anderen Holz geschnitzt als die Politiker – die halten sich an die Gesetze, die die meisten österreichischen Politiker gar nicht kennen. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Rädler: Sind Sie Politikerin?)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen und NEOS.
Und letztlich: Der Staat soll den Unternehmern und den arbeitenden Menschen in unserem Land den roten Teppich ausrollen – und nicht den Hedgefonds und Spekulanten! – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen und NEOS.)
Beifall bei Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Es ist in rechtsstaatlicher Hinsicht problematisch, betreffend die Enteignung. Es ist in demokratiepolitischer Hinsicht natürlich auch in diesem Zusammenhang problematisch. Es ist aber auch verfassungsrechtlich problematisch, weil ja nicht klar ist, ob dieses Gesetz vor dem Verfassungsgerichtshof beziehungsweise vor dem EuGH halten würde. Da gibt es nicht nur das Gutachten von Bernd Raschauer, im Übrigen habe ich gestern den Herrn Finanzminister gebeten, er möge uns das zur Verfügung stellen. Er hat es nicht getan, die NEOS haben heute nachgefragt, er rückt es wieder nicht heraus. – Also heraus damit, Herr Staatssekretär! (Beifall bei Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Und was glauben Sie, wie die Regierung das zustande gebracht hätte, die Hypo Niederösterreich zu retten? Glauben Sie, dass das irgendjemand da draußen verstanden hätte? – So ist man den Umweg gegangen über die hundertprozentige Einbeziehung der Steuerzahler, um die Hypo Niederösterreich zu retten und die Raiffeisen zu entlasten und dem Erwin, dem Onkel Erwin – der ja die Bundesregierung berufen hat, zumindest den Finanzminister – sein Spielzeug Landesbank zu lassen. Darum ist es gegangen! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Aber genau das musste verhindert werden. Es musste auch verhindert werden, dass die anderen Länder folgen und auch keine Kredite mehr aufnehmen können, weil das in Ihrer Welt gar nicht existiert: ein Land, das ordentlich wirtschaftet und eben keine zusätzlichen Kredite auf Kosten der nachfolgenden Generationen aufnimmt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Solange sich das nicht ändert, wird es in Österreich auch keine Reformen geben und nichts, was dem Steuerzahler nützt, denn entscheiden tun letztlich Raiffeisen und der Onkel Erwin aus Niederösterreich. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ein Sondergesetz versucht, Sondergerechtigkeit zu schaffen, was immer problematisch ist und wobei die Leute immer ein schlechtes Gefühl haben werden. Je mehr Sondergesetze wir in diesem Haus beschließen oder zu beschließen haben, desto unguter ist das Gefühl, das man hier hat. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Beim Staat gibt es all diese Fragen offensichtlich nicht, sondern nur Ungleichbehandlung, und daher fühlen sich so viele Menschen ungerecht behandelt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Erinnern Sie sich an das Wort Haftungsprovisionsvorauszahlung. – Das ist ja auch so ein Kunstwort in diesem Zusammenhang. – 50 Millionen pro Jahr, kapitalisiert, vorausgezahlt für zehn Jahre, ergeben die berühmten 500 Millionen € für den sogenannten Zukunftsfonds. Eine Haftung, die gar nichts wert war, für die man 500 Millionen € kassiert hat, die müsste sofort, noch bevor irgendeine Gläubigerbeteiligung angesprochen wird, mit Zins und Zinseszinsen zurückgezahlt werden, meine Damen und Herren! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Auf diese Art und Weise fahren Sie diesen Staat an die Wand. Sie verlieren völlig an Glaubwürdigkeit – und so kann ich nur sagen: Wenn die Sonne der Politik tief steht, dann werfen alle Beteiligten lange Schatten. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Abgeordneter MMMag. Dr. Axel Kassegger (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Wir haben heute viele Details über Nachranggläubiger und ähnliche Dinge gehört, ich möchte versuchen, die ganze Komplexität herauszunehmen und einmal den Hausverstand zu befragen. Der Hausverstand sagt mir, nur wer etwas zu verheimlichen hat, verhindert, dass durch eine unabhängige Stelle untersucht wird. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Wenn wir einen Bundeskanzler haben, und diesen haben wir – um auf das Thema zurückzukommen, das die Frau Präsident vorhin ja abgewimmelt hat –, dann würde ich mir schon erwarten, dass sich der Bundeskanzler, der Leadership zu zeigen hat und eigentlich auch in der Leaderposition ist, bei einer solch gewaltigen Malaise (Zwischenruf der Abg. Prammer), die es endlich zu lösen gilt, hier hersetzt und auch ein Statement abgibt. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Es wurden von meinen Vorrednern gerade zwei Argumente gebracht. Sie haben zum Ersten gemeint, es müsse gewährleistet sein, dass keine Haftungen oder zumindest keine hohen Haftungen mehr eingegangen werden. – Das kann ich wirklich voll unterstreichen; ich wundere mich nur, dass wir auf Bundesebene mit dem ESM genau das gemacht haben. Wir haben gerade wieder Haftungen auf dem Rücken der Steuerzahler beschlossen. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Ja sicher, das haben wir getan! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten des Teams Stronach sowie der Abgeordneten Strolz und Köchl.
Auch das, was der Herr Minister gesagt hat, ist richtig, dass der Insolvenzentgeltsicherungsfonds da nicht greift. Es wird sicherlich sehr viele Dinge zu bedenken geben, auch verfassungsrechtliche Probleme. Das ist nicht so einfach zu lösen, das ist vollkommen klar. Die Frage ist nur, ob man den Willen dazu hat, ob man sagt: Die derzeitige Situation ist unbefriedigend, ich will als Gesetzgeber eine Lösung finden, die besser ist, um eben diese Probleme, die aufgeworfen wurden und auf dem Tisch liegen, anzugehen. Ich meine, Sie diskutieren die ganze Zeit über Kärnten und darüber, was dort Furchtbares passiert ist, sind aber nicht bereit, die Konsequenzen zu ziehen und zu sagen: Gut, dann reden wir doch darüber, wie wir es in Zukunft besser machen können! (Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten des Teams Stronach sowie der Abgeordneten Strolz und Köchl.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS.
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (STRONACH): Bevor ich zur Sache spreche, möchte ich kurz auf die Ausführungen von Frau Kollegin Tamandl eingehen, die den Umstand, dass ein Klubobmann abgelöst wird, als Unfähigkeitsbeweis bezeichnet hat. Da will ich Herrn Kollegen Kopf von der ÖVP in Schutz nehmen, er hat sich diese unflätigen Beschimpfungen nicht verdient (Zwischenrufe der Abgeordneten Schönegger, Schmuckenschlager und weiterer Abgeordneter der ÖVP), ich habe ihn als sehr guten Klubobmann in Erinnerung. – Das einmal dazu. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
So war es auch bei Griechenland. Griechenland hätte ganz einfach in die Pleite gehen können, und gezahlt hätten die französischen und die deutschen Banken. Deshalb hat man Griechenland nicht gehen lassen. (Beifall beim Team Stronach.) Und deshalb hat der österreichische Steuerzahler Geld hinuntergeschickt, damit die französischen und deutschen Banken von Verlusten befreit werden, um das ist es gegangen.
Beifall beim Team Stronach.
Und ein Jahr vor der Wahl, wenn alles schon lange vergessen ist, gibt es dann ein Steuerzuckerl. Das wird dann dem Bürger gleich aus der eigenen Tasche gezogen, dafür kann er dann gleich selbst aufkommen, weil es ja auf Schulden finanziert ist. Und mit diesem Steuerzuckerl und netten Plakaten „Stürmische Zeiten. Sichere Hand“ wird dann wieder geworben. Und die Bürger wählen hundertprozentig wieder den gleichen Schwachsinn. Das ist der Punkt, und so funktioniert das System. Solange das System so funktioniert, werden immer die Steuerzahler zur Kasse gebeten. Ich hoffe, das bemerkt letztlich bald einmal jemand und es kommt endlich einmal zu einer Änderung in diesem Land. (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 34
Beifall beim Team Stronach.
Wenn Herr Finanzminister Spindelegger die versprochene Breitband-Milliarde noch länger zurückhält, dann können sehr viele Menschen in diesem Land von einer schnellen Internetverbindung auch weiterhin leider nur träumen. Das ist traurig und für den Wirtschaftsstandort Österreich ein Armutszeugnis der Sonderklasse. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Man muss sich ja nur selbst bei der Nase nehmen. Wie nervös wird man denn, wenn man sich über längere Zeit in so einer Internet-Versorgungswüste befindet und weder Mails lesen noch schreiben kann? Das ist kein gutes Gefühl, oder? (Abg. Kickl: Manchmal ist es ganz angenehm!) Ob man das jetzt gut findet oder nicht, die Arbeitswelt hat sich massiv verändert. Wer heute nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit. Und ein Land, das seinen Menschen und vor allem seinen Unternehmen keine ordentliche und vor allem zeitgemäße Infrastruktur zur Verfügung stellt, wird im internationalen Wettbewerb über kurz oder lang nicht konkurrenzfähig bleiben. Meine sehr verehrten Damen und Herren, das ist eine Tatsache! (Beifall beim Team Stronach.) Es geht um die Konkurrenzfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Österreich.
Beifall beim Team Stronach.
Wir dürfen in dieser Frage nicht auf Zeit spielen, sondern müssen aktiv werden. Alles andere hilft weder den Menschen noch den Unternehmen in Österreich. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.
angesprochen worden – mit klar definierten Datengeschwindigkeiten als Standard. Nur so werden Unternehmen und Private in den Regionen Planungssicherheit und eine Zukunftsperspektive haben. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.)
Beifall beim Team Stronach.
Das Einzige, das Sie beabsichtigen, ist: Sie pressen über die Versteigerung der LD-Frequenzen den Mobilfunkern zunächst 2 Milliarden ab, verhindern damit einen sinnvollen Ausbau dieser Zukunftstechnologie, und dann können sich die Mobilfunker bei Ihnen anstellen, um die Hälfte dessen, was Sie ihnen abgepresst haben, von Ihnen zurückzubekommen, weil die Gefahr besteht, dass Sie es der Telekom hinten reinschieben. Das ist das Problem. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Das, Frau Minister, heißt, wir brauchen eine ordentliche Strategie. Sich hier zu generieren mit diesem Tagesordnungspunkt beweist ja nur eines: Sie glauben mit einer Wischiwaschi-Diskussion, jeder in Österreich braucht Breitband, politisches Kleingeld schlagen zu können, weil Sie in der guten Hoffnung sind, dass sich kein Mensch auskennt. (Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach.) Aber ich kann Ihnen sagen, es kennen sich einige aus.
Beifall beim Team Stronach.
Was Sie da machen, ist einfach unredlich. Wenn Sie dieses Geld tatsächlich der Telekom geben, um zu jedem Haus ein Glasfaserkabel zu legen, dann kann ich Ihnen sagen, dass Sie einzelne Anschlüsse mit Hunderttausenden Euro finanzieren werden. Haben Sie eine Vorstellung, was das kostet? Es haben heute schon viele gesagt, dass die Gemeinden so schlau waren, im Zuge von Grabungsarbeiten eine Leerverrohrung oder gleich ein Glasfaserkabel zu legen. Das ist schlau, aber wenn Sie jetzt extra aufgraben lassen, um bis 2020 wirklich alles abzudecken, all die weißen Flecken auszumerzen, dann ist das eine Geldvernichtung, die ohne Strategie erfolgt. Und genau das ist das Problem, das wir bei Ihnen schon seit Jahren sehen, im Speziellen auch bei den ÖBB, die Sie wenig erfolgreich leiten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb, Frau Minister: Breitband für alle ja, ist verfügbar, kostet für manche nur etwas mehr, aber Breitbandglasfaser nur dort, wo es auch Sinn macht – nicht überall und nicht flächendeckend und vor allem nicht so populistisch, wie Sie das heute hier aufziehen! – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Offenbar ist deshalb dieses Problem noch nicht gelöst: Die Bayerische Landesbank hat die Bundesgarantie der Republik. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Zur gleichen Zeit, als das vereinbart wurde – das muss man auch sagen –, gab es in Deutschland Nachhaftungen der Eigentümer von Landesbanken, das heißt, eine Nachschusspflicht mittels Eigenkapital, bei uns war es genau umgekehrt. Wie kann man derart verhandeln? Das fragt sich, glaube ich, jeder Steuerzahler. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Und wie ist das mit diesem Herrn Pinkl? – Ein Polizeibericht erhebt massive Vorwürfe gegen führende Mitglieder der BayernLB und Herrn Pinkl, den damaligen Chef der Bank. Sie sollen schon lange von dieser miserablen Lage der Hypo gewusst haben, und deshalb planten sie auch, die Bank möglichst rasch an Österreich loszuwerden. Herr Pinkl kassierte anscheinend dafür einen Bonus von 1,8 Millionen € Prämie – ein Bankenmanager, der im Übrigen sein Können schon unter Beweis gestellt hat: Er war ja auch in der ÖVAG und in der Kommunalkredit sehr aktiv, und auch diese wurden, wie wir wissen, notverstaatlicht. Nicht nur deshalb wiederhole ich meine Forderung: Her mit dem Untersuchungsausschuss! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die größte Chuzpe dabei ist im Übrigen, dass die Kärntner Politiker noch Haftungsprovisionen in Millionenhöhe kassiert haben für eine Haftung, für die sie im Normalfall niemals geradestehen können. Da frage ich, vielleicht findet sich auch der eine oder andere in unserem Parlament, der sich bereit erklärt, für die Schulden der gesamten Republik zu haften? Oder vielleicht gibt es unter Ihnen, sehr geehrte Steuerzahler vor dem Fernseher oder hier im Haus, den einen oder anderen, der bereit ist, zu haften – wohl wissend, dass er ohnehin nicht haften muss. (Abg. Rädler: Wahnsinn!) Bitte geben Sie Ihre Bankverbindung der Regierung bekannt, Sie bekommen womöglich eine Haftungsprovision. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.
Außerdem, ich wiederhole mich hier, müssen Sie doch irgendetwas aus diesem Hypo-Alpe-Adria-Albtraum lernen! Diesbezüglich vermisse ich jegliches Signal seitens der Regierung. Wir brauchen ein Bankeninsolvenzrecht, wir brauchen ein Insolvenzrecht für Gebietskörperschaften, und „too big to fail“ muss endlich auch in Österreich angegangen werden: Keine Bank darf so groß werden, dass der Staat und damit die Steuerzahler für sie erpressbar werden. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.)
Beifall beim Team Stronach.
Auf der ganzen Welt gibt es die Diskussion bezüglich „too big to fail“, nur in Österreich nicht. Warum lehnen Sie jeden Antrag der Opposition dazu ab? Wenn man Fehler macht, muss man daraus lernen! Herr Krainer hat vorhin kritisiert, es gibt den Oppositionsreflex: Wir seien immer dagegen. – Das stimmt ja nicht! Wenn es ein gescheiter Vorschlag war, hat die Opposition und mit ihr auch das Team Stronach bereits mit der Regierung mitgestimmt; es kommt auf die Sache und auf den Inhalt an. Es ist genau umgekehrt: Die Regierung hat den Reflex, alles abzulehnen, was von der Opposition kommt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich versuche immer, auch in der größten Finsternis ein helles Lichtlein zu sehen (Abg. Eßl – auf die Lampe am Rednerpult weisend –: Es blinkt schon!), und vielleicht gibt es hier einen unbeabsichtigten Nebeneffekt bei dieser unverantwortlichen Vorgehensweise, was die Hypo anlangt, nämlich dass unsere Bonität leidet und sich dadurch das Schuldenmachen verteuert. Vielleicht ist das der Wake-up-Call, den es braucht. Vielleicht wachen Sie dann auf und kommen drauf, dass Sie mit dieser Schuldenmacherei aufhören müssen. Das ist ein Raubzug an der Jugend. Hören Sie auf mit dem Schuldenmachen! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Da sagen wir aber ganz klar: Wir vertreten die fleißigen und hart arbeitenden Menschen in unserem Land. Es ist ja praktisch unmöglich geworden, sich in Österreich ein Vermögen zu erwirtschaften (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler), aber wenn das jemandem gelingt, dann: Finger weg von diesem Geld! Lassen Sie die Menschen arbeiten, lassen Sie sie etwas verdienen und schröpfen Sie sie nicht, sie werden ohnehin schon ausgepresst wie Zitronen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.
Lassen Sie die Menschen frei sein, lassen Sie sie arbeiten! Kümmern Sie sich lieber um die wirklich Schwachen in unserer Gesellschaft, da gibt es großen Handlungsbedarf, denken Sie an die Altersarmut, insbesondere bei Frauen! Da sollten Sie handeln, darum sollten Sie sich kümmern – anstatt Banken zu verstaatlichen, was Sie nicht sollen, und zu managen, was Sie nicht können! – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.)
Beifall bei NEOS, FPÖ, Grünen und Team Stronach.
und vor den Bildschirmen! Wir haben jetzt wieder sehr viel Polemik und Schuldvorwürfe gehört. Ja, es waren auch Sachbeiträge dabei, aber aus meiner Sicht viel zu wenige. Daher möchte ich vorschlagen: Ersparen wir uns die Polemik überhaupt in dieser Sache und verlagern wir die Schuldvorwürfe dorthin, wohin sie gehören, nämlich in den Untersuchungsausschuss! (Beifall bei NEOS, FPÖ, Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Was ist die Folge davon? – Diese Haftungen sind ungültig! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei NEOS, FPÖ, Grünen und Team Stronach.
Herr Finanzminister – und das ist auch ein Appell an Herrn Bundeskanzler Faymann, der sich immer hinter Ihren Schultern versteckt –, es ist nie zu spät, den richtigen Weg einzuschlagen! – Danke schön. (Beifall bei NEOS, FPÖ, Grünen und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Ruf bei der ÖVP: Das ist das System Strohsack! Da weiß nicht einmal die eigene Fraktion, ob sie applaudieren soll!
Abschließend, Herr Finanzminister: Streuen Sie uns nicht Sand in die Augen! Sagen Sie die Wahrheit! Die Wahrheit lautet ganz einfach: Um sich ganz geringe Verluste zu ersparen, werden dem Steuerzahler die maximalen Verluste umgehängt. Vor der nächsten Wahl gibt es ein Wahlzuckerl, das natürlich auch auf Pump finanziert wird – das ist eh klar, so funktioniert das bei Ihnen –, und dann werden alle wieder Rot und Schwarz wählen. Hurra, alles geht so weiter wie bisher! – Das ist Ihr Kalkül, und ich hoffe, dass es dieses Mal nicht aufgeht. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach. – Ruf bei der ÖVP: Das ist das System Strohsack! Da weiß nicht einmal die eigene Fraktion, ob sie applaudieren soll!)
Beifall beim Team Stronach.
Der Absatz 3 des ersten Bundesgesetzes endet mit einem Beistrich, also mitten im Satz. Wenn der § 2 Abs. 4 des Finanzmarktstabilitätsgesetzes insofern geändert wird, als die Zahl 15 auf 22 geändert wird, dann mag das der geltenden Gesetzestechnik entsprechen. Dass es dabei um Milliarden geht, nämlich von 15 auf 22 Milliarden € geändert wird, ist diesem Gesetz allein nicht zu entnehmen. Da muss man im Finanzmarktstabilitätsgesetz nachschauen, um zu sehen, dass damit kein Paragraph gemeint ist, dass damit keine Unterziffer genannt wird, sondern schlicht und einfach eine Differenz von 7 Milliarden €. Daher kommt man natürlich auch leicht auf die 12 Milliarden €, wie einer meiner Vorredner gesagt hat; wenn schon 5 Milliarden € ausgegeben worden sind und der Finanzminister nun ein um 7 Milliarden € erhöhtes Pouvoir hat, kommt man logischerweise auf 12 Milliarden €. Ein bisschen ein Sudoku ist das aber schon, das man in diesem Gesetz machen muss, um da draufzukommen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
In Wirklichkeit gibt es natürlich auch Interessenkonflikte. Das ist ungefähr so, als wollten Sie sagen: In einem Kaffeehaus hat der Kaffee heiß zu sein, dafür ist in der Küche zu sorgen, und wenn er serviert ist, soll er auch heiß sein; wenn er nicht heiß ist, ist das zu vermeiden, und wenn er kalt ist, entscheidet der Oberkellner. – Ungefähr so eine Bestimmung gibt es in diesem Gesetz. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Ganz wesentlich ist der Haftungsentfall, über den heute schon viel gesagt worden ist und der sicherlich zum Verfassungsgerichtshof kommen wird. Die Botschaft des Haftungsentfalls ist allerdings ganz klar: Wenn das Wort des Landes Kärntens nicht gilt, warum soll denn dann das Wort eines anderen Bundeslandes gelten? Als Landeshauptmann eines anderen Bundeslandes hätte ich mich dagegen gewehrt. Was werden die Finanzmärkte sagen? – Die werden sagen: Herr Landeshauptmann Niessl, Ihre Haftungszusagen sind nichts wert, schauen Sie sich das Gesetz vom 8. Juli 2014 an! Herr Pühringer, Ihre Haftungen sind nichts wert, schauen Sie sich dieses Gesetz an! Herr Häupl, Ihre Haftungen sind nichts wert, schauen Sie sich dieses Gesetz an! Herr Pröll, schauen Sie sich dieses Gesetz an, Ihre Haftungen sind nichts wert! – So reagieren die Finanzmärkte auf ein derartiges Gesetz. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strache.
Drei Punkte möchte ich zusammenfassen, erstens: Für den Staat gelten völlig andere Regeln. Zweitens: Niemand ist gieriger als der Staat, unverschämter als der Staat, wenn man sich den Haftungsentfall bei den Anleihen anschaut. Und: Dieses Gesetz ist das Ende der Glaubwürdigkeit dieses Staates; es ist der Beginn des Endes der Regierung Faymann. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strache.)
Beifall beim Team Stronach.
Aber eigentlich verstehen die Verantwortlichen in der Regierung überhaupt sehr wenig vom Geld, wie man jetzt auch bei dieser Novelle zum Alternative Investmentfonds Manager-Gesetz sieht. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Aus diesem Grund brauchen wir Crowdfunding, das es erlaubt, ohne Prospektpflicht ab 250 000 € Gelder einzusammeln. Die Unternehmer brauchen Geld, um zu investieren, um zu überleben, um Arbeitsplätze schaffen zu können, aber mit Ihren Ideen, bei allem Respekt, wird das nichts. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Eßl.
Nachdem ich dieses Gesetz durchgelesen habe, muss ich schon sagen, dass mir Folgendes in unserer Demokratie Sorgen bereitet: Sie auf der Regierungsbank und wir, die wir hier im Nationalrat sitzen, beschließen regelmäßig Gesetze, von deren Inhalt die meisten hier überhaupt keine Ahnung haben. Hier wird etwas in einer Geschwindigkeit ähnlich wie beim ESM durchgewunken, das keiner durchschaut, der nicht vom Fach ist. Es regieren eigentlich die Beamten, beeinflusst von diversen Lobby-Gruppen, von diversen Interessenvertretern, und viele von uns – ich behaupte einmal, die große Mehrheit – verstehen den Inhalt nicht einmal. Wenn mir hier mehr als fünf Leute sagen können, was „managed futures“ überhaupt sind, dann bin ich bereit, einen Besen zu verspeisen. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Eßl.)
Beifall beim Team Stronach.
Mit seiner Kritik hat Havranek vollkommen recht. Sie wissen ja oft gar nicht, was Sie tun, wie gesagt, man denke an den ESM. – Das ist der wahre Jammer in unserer Demokratie. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Noch ganz kurz ein weiteres Thema. Dass Selbstanzeigen jetzt strafbar sein sollen, das ist meiner Meinung nach sehr problematisch, denn das ist eine reine Anlassgesetzgebung, ein legislativer „overkill“. Für jeden Fehler soll man nun bis zu 30 Prozent per annum bezahlen. Ich meine, man sollte eher froh sein, wenn die Leute einen Fehler eingestehen, sich vielleicht verrechnet haben und das jetzt nachmelden. Warum soll man die Leute alle kriminalisieren? – Man sollte eher darüber nachdenken, eine Strafe für Politiker einzuführen, die völlig unverantwortliche Gesetze beschließen, die die Steuerzahler Milliarden kosten. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und ÖVP.
Die jetzige Lösung hatte im vorigen Jahrtausend eine Vorgeschichte von Defiziten, Pleiten und Fehlentwicklungen in der verstaatlichten Industrie. Meine Damen und Herren! Es war eine Zeit, in der die Politiker hineinregiert haben, in der Bürgermeister hineinregiert haben, in der Betriebsräte die ganze Gesellschaft in der Hand gehabt haben. Und damit war Anfang dieses Jahrtausends endlich einmal Schluss. Wenn es etwas Gutes, auch wenn es wenig war, unter der Regierung Schwarz-Blau gegeben hat, dann war es diese Selbsterneuerung des Aufsichtsrates der ÖIAG. Das hat Österreich viel gebracht, meine Damen und Herren, sehr viel! (Beifall bei Team Stronach und ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Und genau da soll es heute einen Wendepunkt geben, die Politik soll wieder in die Konzerne, in die ÖIAG, in die Telekom, in die Post und in die OMV hineinreden können. Da ist die Gier des Staates wieder unendlich. Ähnlich wie bei den Steuern will sie hier zugreifen und mitreden können. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ja, es gibt dort einen Stillstand, mangelnde Strategie. Aber wer ist denn daran schuld? – Es ist diese Bundesregierung aus Schwarz und Rot, die seit 2007 keinen Privatisierungsauftrag mehr zustande gebracht hat, meine Damen und Herren! (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Hier ist der Stillstand. Kein Privatisierungsauftrag.
Beifall beim Team Stronach.
kennen Leute, die Erfahrung haben, wie auch Sigi Wolf. Und diese Menschenjagd, diese Dämonisierung eines Einzelnen hat überhaupt nichts mit dem zu tun, was Sie hier wollen. Sie wollen den Staatseinfluss. Sie wollen einfach mitreden. Und hier muss man einen Damm bauen, damit Ihre Parteien, Ihre Parteisekretariate hier nichts mehr mitzureden haben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Und daher befürworte ich diese Möglichkeit der Selbsterneuerung. Lassen wir es dabei, es hat sich bewährt, im Interesse dieser Unternehmen! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Pirklhuber.
Das heißt, die Menschen wollen gehört werden. Das sind Steuerzahler. Das sind Leute, die persönlich betroffen sind – betroffen von den Sparmaßnahmen, sei es in der Schule, im Unterricht bei ihren Kindern, sei es als Pensionisten, die immer weniger bekommen. Viele spüren eine persönliche Betroffenheit, und sie können es nicht verstehen, dass auf der anderen Seite Steuermittel verschwendet, vergeudet, beim Fenster hinausgeschmissen werden. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Pirklhuber.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Pock.
Meine geschätzten Damen und Herren! Seien wir dankbar, seien wir jedem einzelnen dieser Bürger dankbar, dass er Mut zeigt und nicht Wut, dass er mit diesem Mut die Petition unterstützt und den Weg sucht, etwas tatsächlich zu bewegen und zu verändern. Und wir hier herinnen sind gewählt von diesen Personen. Wir haben die Verpflichtung, diese Menschen ernst zu nehmen. Wir haben die Verpflichtung, das, was die Bürger draußen wollen, umzusetzen. Wir sind hier kein Gremium, das selbst entscheiden kann, was wir wollen. Wir haben Verantwortung den Menschen draußen gegenüber, und diese sollten wir endlich wahrnehmen. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Pock.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Meine geschätzten Damen und Herren! Ich glaube, wir alle tragen Verantwortung. Wir müssen aufklären, wo es etwas aufzuklären gibt. Wir müssen handeln, endlich handeln, wo es ums Handeln geht. Und wir müssen schauen, dass jene, die diese Misere zu verantworten haben, endlich vor ein Gericht kommen. – Glück auf! (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten von NEOS, Grünen und Team Stronach.
das wurde im Haus teilweise auch anders gesehen – tatsächlich eine sehr gute Zusammenarbeit im Petitionsausschuss begonnen hat. Man muss hier schon auch erwähnen, dass die Initiative für das Hearing nicht von den Oppositionsparteien ausgegangen ist, sondern von allen sechs Fraktionen, und dass insbesondere auch die Abgeordneten Lipitsch von der SPÖ und Gahr von der ÖVP sich sowohl für das Hearing eingesetzt als auch den Vorschlag eingebracht haben, einen eigenen Bericht zu erstellen. (Beifall bei Abgeordneten von NEOS, Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei NEOS, Grünen und Team Stronach.
Das bedeutet: Wir haben hier eine Initiative des Kollegen Pirklhuber von den Grünen, wonach wir auch auf Basis der Geschäftsordnung einen weiteren Vorstoß unternehmen wollen. Und ich bitte Sie und ich wünsche mir auch für diese Legislaturperiode, dass wir tatsächlich daran arbeiten, aus dem Petitionsausschuss einen Ausschuss für Bürgerinnen und Bürger zu machen. Das ist jetzt kein Schlagwort, sondern dieser ist die einzige Stelle, abgesehen von der Wahlkreisbetreuung, wo sich Menschen hinwenden können, wenn sie auf der Bundesebene ein Problem haben. Das heißt, genau hier könnten wir, alle sechs Fraktionen, von der SPÖ über die ÖVP bis hin zu den Oppositionsparteien, gemeinsam zeigen, dass wir auch ein Stück weit voranschreiten abseits der Tagespolitik. Ich wünsche mir das tatsächlich. – Herzlichen Dank. (Beifall bei NEOS, Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei Grünen und Team Stronach sowie des Abg. Podgorschek.
Jetzt helfen die Wählerinnen und Wähler nach. Sie werden sich eben dem Druck beugen müssen. Aus welchen Motiven jetzt auch immer das Richtige geschieht, Hauptsache, es geschieht das Richtige. (Beifall bei Grünen und Team Stronach sowie des Abg. Podgorschek.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Pock.
Also meine Bitte ist, da nicht stillzustehen, sondern zu evaluieren, zu agieren. Und ich möchte noch einmal betonen, Gesundheit ist unser wichtigstes, unser wertvollstes Gut, das wir haben. Ich bitte daher nicht nur das Umweltministerium, sondern auch das Gesundheitsministerium, da aktiv zu werden. Und auch aus der Sicht der Kosten ist zu sagen, Prävention ist auf jeden Fall immer günstiger als Reparatur. – Danke vielmals. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Pock.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Pirklhuber.
Eines ist ganz entscheidend, und das ist auch schon gesagt worden: Wo „Österreich“ draufsteht, muss Österreich drinnen sein. Das darf keine Frage der Etikettierung sein, das darf keine Frage der angegebenen Rezepturen sein, sondern das muss ein unumstößlicher Grundsatz sein. Dort, wo „Österreich“ draufsteht, muss österreichische Ware drinnen sein. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Pirklhuber.)
Beifall beim Team Stronach.
In diesem Sinne bitte ich wirklich um Unterstützung aller hier anwesenden Parteien, egal, ob Regierungspartei oder Opposition, dass wir diese 15 bis 20 Jahre alten Diskussionen endlich beenden, dass wir endlich zur Wirklichkeit kommen und zu Österreich. Wo „Österreich“ draufsteht, muss Österreich drinnen sein! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Pirklhuber.
Soja aus 400 000 Hektar Fläche und Erzeugnisse aus 250 000 Hektar Palmenhainfläche werden quasi aus dem Regenwald importiert. Auch darüber ist zu reden. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Pirklhuber.)
Sitzung Nr. 36
Beifall beim Team Stronach.
Sicherheit für unsere Kinder, Sicherheit für unsere Schulkinder: Das ist der erste und wichtigste Aspekt, und da gibt es keine politischen taktischen Spielchen, die man machen sollte. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Punkt 3: Antrag der Grünen betreffend Handynutzung am Steuer. – Sie wissen, im Ausschuss habe ich mich sehr positiv über diesen Punkt geäußert, was Handytelefonieren betrifft. In diesem Antrag sind natürlich mehrere Dinge enthalten, unter anderem auch 20 beziehungsweise 30 km/h zu schnell fahren. Aber auch das ins Vormerksystem aufzunehmen, da bin ich absolut dagegen. (Beifall beim Team Stronach.) Beim Handytelefonieren könnte ich mir das vorstellen, wenn Sie das in einem eigenen Antrag machen, das kann man diskutieren.
Beifall beim Team Stronach.
Und vernünftige Maßnahmen, wie Sie heute schon richtig gesagt haben, kann man durchwegs miteinander umsetzen. Hier hätten Sie eine super Gelegenheit, zu glänzen, Frau Bundesminister. Meine Unterstützung haben Sie auf jeden Fall in diesem Punkt. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Letzter Punkt. Wir werden beim Antrag des Kollegen Hagen mitgehen, da es tatsächlich Sinn macht, den Motorradfahrern auch die Busspur zur Verfügung zu stellen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (STRONACH): Geschätzter Herr Präsident! Herr Minister! Ich möchte zum Thema Pflegelehre Stellung nehmen. Wir alle sind uns, glaube ich, dessen bewusst, dass Pflege eines der wesentlichen Themen der Zukunft sein wird. Wir haben leider Gottes eine demographische Entwicklung, die in diese Richtung geht, wir haben eine Überalterung, die uns im sozialen Bereich vor viele Herausforderungen stellen wird. Ich glaube, es wird wichtig sein, dass wir neue Wege andenken, neue Pfade beschreiten, dass wir flexibler sind, wenn es darum geht, Kurzzeitpflege zu installieren, Tagesbetreuungen flexibler zu gestalten oder auch neue Formen des betreuten Wohnens ähnlich den Alten-WGs, die es jetzt schon gibt, zu entwickeln. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
In Österreich sind derzeit zwischen 30 000 und 50 000 Menschen in der Pflege tätig, und diese Menschen leisten Hervorragendes. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an jeden Einzelnen, der sich diesem Beruf mit großer Aufopferung widmet. Danke von uns allen! (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Geschätzte Damen und Herren, angesichts dieser Situation sind wir gut beraten, neue Wege anzudenken. Es gibt auf der einen Seite seit 1999 dankenswerterweise die Möglichkeit, Pflegewissenschaften an der Uni Wien als Studium zu absolvieren, aber wir sollten auch niederschwelligere Angebote einrichten. Und da bin ich schon bei dem Antrag, und deswegen unterstützen wir auch diesen Antrag, Pflegelehre endlich möglich zu machen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich möchte mich auch bei allen Fraktionen bedanken, die unseren Antrag auf Ratifizierung des Vertrages von Marrakesch unterstützen. Das ist der richtige Weg, blinden Menschen zu helfen, ihren Alltag leichter zu gestalten. In diesem Sinne ein Dankeschön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei ÖVP, NEOS und Team Stronach.
Meine Damen und Herren, Behindertenpolitik ist Menschenpolitik und auch Politik im Sinne der Menschenwürde, wie wir es hier in diesem Gesetz auch sehen. Deshalb, finde ich, spricht nichts dagegen, dass wir die Menschenwürde endlich auch in der österreichischen Verfassung verankern. Daher möchte ich abschließend fordern, dass ich im Übrigen dafür bin, dass die Menschenwürde in der Verfassung verankert wird. – Danke. (Beifall bei ÖVP, NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (STRONACH): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Herr Kollege Obernosterer, wir haben einen völlig unterschiedlichen Zugang zum Parlamentarismus. Wir vom Team Stronach verwehren uns dagegen, nur Handaufheber zu sein. Wir wollen mitgestalten! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Als Parlamentarier ist es mir absolut zu wenig, und da bin ich nicht Ihrer Meinung, wenn wir fertige Gesetze auf den Tisch geknallt bekommen und es dann heißt: Abstimmen! Wir wollen, wenn wir darüber abstimmen sollen, mitgestalten und die volle Information. Das ist das Mindeste, was man sich als Parlamentarier erwarten kann. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Aus diesem Grunde unterstützen wir auch den Antrag der Freiheitlichen, weil es Sinn macht, in dem Punkt gesetzliche Änderungen vorzunehmen, nämlich dahin gehend, dass nicht der Billigstbieter, sondern der Bestbieter zum Zug kommt. Damit können wir auf lange Sicht gewährleisten, dass es weiter Steuereinnahmen gibt, dass die Abgaben stimmen. In diesem Sinn, meine geschätzten Damen und Herren: Private Auftraggeber können ohnehin machen, was sie wollen, aber dort, wo Steuermittel im Spiel sind, dort tragen wir die Verantwortung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir haben auch einen Antrag eingebracht betreffend „Fairness beim sozialen Wohnbau“. Kollege Obernosterer, Sie sagen, dass uns das nichts angeht. – Wir wissen schon, dass die Kompetenz vielfach bei den Ländern, bei den Gemeinden liegt, aber auch dabei geht es um Steuermittel, und der Bund weist ja den Ländern die Steuermittel zu. Deswegen haben wir sehr wohl die Aufgabe, mitzugestalten und zu schauen, dass die Steuermittel so verwendet werden, dass sie dort landen, wo sie hingehören. Im sozialen Wohnbau wollen wir, dass nur jene darin vergünstigt wohnen, die das tatsächlich auch brauchen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Peter Wurm.
vergrößern und die Möglichkeit zur Schaffung von Eigenkapital und von Eigentum fördern. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Peter Wurm.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (STRONACH): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Frau Kollegin Schatz, vielleicht habe ich einen etwas anderen Zugang als Sie. Ich habe vier Kinder, und meine Kinder haben Praktika gemacht. Ich kenne viele Jugendliche, die gemeinsam die Ausbildung gemacht haben, und ich sage Ihnen etwas: Es ist nichts trauriger, als in die Augen von jungen Menschen zu schauen, die eine tolle Ausbildung gemacht haben und dann 10, 15 oder 20 Bewerbungsschreiben schicken und keinen Praktikumsplatz bekommen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Schatz: Aber Sie sagen ja, dass sie jetzt schon keine Plätze kriegen!
Unsere Aufgabe kann es nicht sein, Hürden aufzubauen, Hürden über Hürden, dass die jungen Menschen gar keine Chance mehr auf ein Praktikum haben. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Schatz: Aber Sie sagen ja, dass sie jetzt schon keine Plätze kriegen!)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Schatz: Dann schaffen wir gleich das Arbeitsrecht ab, weil es Hürden schafft, jemanden zu beschäftigen!
Man darf nicht das Kind mit dem Bade ausschütten. Man kann nicht wegen einiger Unternehmer, die vielleicht die Situation ausnützen, für alle die Maßnahmen so verschärfen, dass niemand mehr einen Praktikanten nimmt. Ich glaube, das ist absolut der falsche Weg. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Schatz: Dann schaffen wir gleich das Arbeitsrecht ab, weil es Hürden schafft, jemanden zu beschäftigen!)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Viele Kollektivverträge – das wurde auch schon gesagt – sehen darüber hinaus vor, dass auch für die Pflichtpraktika Mindestentgelte zu zahlen sind, und das regeln mit Fug und Recht die Sozialpartner in ihrer Tarifautonomie. Aber wenn Kollege Hechtl sagt, es gibt Menschen, die nach dem Studium ein Praktikum absolvieren, und deswegen sind sie arm, dann ist das genau ein Ergebnis dieser Begriffsverwirrung. Nach dem Studium mache ich kein Praktikum, weil es nicht in der Studienordnung vorgesehen ist. Dann ist es ein Arbeitsverhältnis und dementsprechend zu entlohnen. Dazu brauche ich aber kein neues Gesetz, das gilt jetzt schon. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Die gute Absicht will ich den Antragstellerinnen und Antragstellern nicht absprechen, aber sie übersehen einen wesentlichen Faktor, der für Volontariate und für Praktika gleichermaßen gilt. Starten Sie doch einmal einen Rundruf bei NGOs, um sich ein Bild zu machen! Überzogene gesetzliche Regulierungen wie zum Beispiel die Einführung eines Mindestlohnmodells werden zur Folge haben, dass viele dieser Organisationen es sich nicht mehr leisten können, Praktika anzubieten. Das, was Sie erreichen würden, ist ein Ergebnis des berühmten Zusammenhangs zwischen Angebot, Nachfrage und Preis. Wenn Sie den Preis künstlich hinaufschrauben, dann wird automatisch das Angebot an Praktika zurückgehen, und die Nachfrage nach Praktikanten wird sinken. Was Sie mit Ihren Vorschlägen schaffen, ist, dass es weniger Praktikumsstellen gibt. Dass das in Ihren beiden Fraktionen niemand überlauert, das wundert mich allerdings. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach. – Zwischenrufe bei den Grünen.
Peter Haubner, ich bin auch maßlos enttäuscht von den Abgeordneten des Wirtschaftsbundes, die immer wieder so tun, als ob sie sich für die Wirtschaft in Österreich einsetzen, auch für die Klein- und Mittelbetriebe. Hier tun Sie genau das Gegenteil! (Abg. Haubner: Die sind gar nicht dabei!) Sie gefährden nicht nur die Leitbetriebe in Österreich, Sie gefährden auch alle Klein- und Mittelbetriebe in Österreich, und das ist einfach schändlich. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach. – Abg. Glawischnig-Piesczek: Lesen!
einen eigenen Wirtschaftsflügel, das ist ja nichts Neues. Das können Sie gerne machen, aber in der ÖVP haben Sie mit wirtschaftspolitischen Ideen vollkommen abgedankt. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach. – Abg. Glawischnig-Piesczek: Lesen!)
Beifall beim Team Stronach
Abgeordnete Ulrike Weigerstorfer (STRONACH): Herr Präsident! Herr Minister! Meines Erachtens ist das Energieeffizienzgesetz eines der wichtigsten Gesetze, die wir im Umweltsektor haben, weshalb ich gleich vorab auch eine Kritik äußern möchte. Seit Monaten sprechen wir über dieses Gesetz, eigentlich ist es sogar schon vor der Nationalratswahl zu den ersten Entwürfen gekommen, also seit Monaten wird darüber gesprochen, und genau heute um drei viertel zwölf haben wir einen sehr, sehr umfangreichen Abänderungsantrag bekommen, der in so kurzer Zeit einfach nicht durchzuarbeiten ist (Beifall beim Team Stronach), wenn man ihn wirklich von allen Seiten beleuchten will. Ich glaube, in Zukunft muss die Umwelt Hand in Hand mit der Wirtschaft gehen. Es ist nicht möglich, in wenigen Minuten, in wenigen Augenblicken das Thema wirklich so zu beleuchten, dass man eine optimale Lösung findet. Es ist wirklich schade und meines Erachtens nach sehr, sehr unprofessionell, dass so gearbeitet wird. Vor allem geht es ja dabei nicht um die eine oder andere Person, die betroffen ist, sondern es geht um sämtliche Haushalte, es geht um sehr, sehr viele Unternehmen, die von diesem Energieeffizienzgesetz betroffen sind. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Ulrike Weigerstorfer (STRONACH): Herr Präsident! Herr Minister! Meines Erachtens ist das Energieeffizienzgesetz eines der wichtigsten Gesetze, die wir im Umweltsektor haben, weshalb ich gleich vorab auch eine Kritik äußern möchte. Seit Monaten sprechen wir über dieses Gesetz, eigentlich ist es sogar schon vor der Nationalratswahl zu den ersten Entwürfen gekommen, also seit Monaten wird darüber gesprochen, und genau heute um drei viertel zwölf haben wir einen sehr, sehr umfangreichen Abänderungsantrag bekommen, der in so kurzer Zeit einfach nicht durchzuarbeiten ist (Beifall beim Team Stronach), wenn man ihn wirklich von allen Seiten beleuchten will. Ich glaube, in Zukunft muss die Umwelt Hand in Hand mit der Wirtschaft gehen. Es ist nicht möglich, in wenigen Minuten, in wenigen Augenblicken das Thema wirklich so zu beleuchten, dass man eine optimale Lösung findet. Es ist wirklich schade und meines Erachtens nach sehr, sehr unprofessionell, dass so gearbeitet wird. Vor allem geht es ja dabei nicht um die eine oder andere Person, die betroffen ist, sondern es geht um sämtliche Haushalte, es geht um sehr, sehr viele Unternehmen, die von diesem Energieeffizienzgesetz betroffen sind. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und Grünen.
Das sind im Hinblick auf Energiewende ganz, ganz wichtige Punkte, wofür ich mich bei euch sehr bedanken möchte. (Beifall bei Team Stronach und Grünen.)
Beifall beim Team Stronach.
Auch sehe ich nach erster Durchsicht die Gefahr von höheren Spritpreisen. Das kann man der Bevölkerung derzeit definitiv nicht zumuten. (Beifall beim Team Stronach.) Um die im Gesetz geforderten Sparmaßnahmen zu finanzieren, um für mögliche Strafzahlungen vorzusorgen oder um schlicht sinkende Umsätze auszugleichen, können die Tankstellenbetreiber nämlich die Preise erhöhen.
Beifall beim Team Stronach.
Es sind unserer Meinung nach leider noch sehr, sehr viele Fragezeichen in diesem Energieeffizienzgesetz enthalten. Der Weg ist der richtige, der erste Schritt ist getan, aber es müssen noch sehr, sehr viele folgen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und Grünen.
Der Landwirtschaftsminister antwortet: Bouvet gehört zum Königreich Norwegen, und deswegen sind das norwegische Schweine. Das heißt, es hat einen Tippfehler bei der Statistik Austria gegeben. Jetzt ist dann allerdings das nächste Problem aufgetaucht: Auch Norwegen ist nicht Mitglied der Europäischen Union, das kann also hier nicht angewendet werden. Jetzt hat man kurzerhand bei der Statistik Austria einfach „Dänemark“ hingeschrieben. – Das kann doch, bitte, nicht sein, dass man einfach Schweine umetikettiert und letztendlich niemand weiß, woher die kommen! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Herr Gesundheitsminister! Sie können nicht zur Tagesordnung übergehen und sagen, das darf nicht sein, weil es laut gesetzlichen Vorgaben nicht sein darf. Die Zahlen werden ja nicht falsch sein. Und Sie können das auch nicht, so wie es der Landwirtschaftsminister gerne macht, mit Tippfehlern der Statistik Austria erklären. Das funktioniert einfach nicht! Da haben wir akuten Handlungsbedarf, und ich fordere Sie auf, hier für Aufklärung zu sorgen! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach sowie des Abg. Pirklhuber.
Angesichts dessen kann man nicht zur Tagesordnung übergehen! Wir überlegen uns, ob wir nicht eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft machen, ob wir nicht diese Vorgänge, die da im großen Stil seit Jahren und Jahrzehnten im Bereich der österreichischen und europäischen Fleischmafia stattfinden, zur Anzeige bringen, denn das muss zweifellos aufgeklärt werden. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach sowie des Abg. Pirklhuber.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Der oberste Baron dieser österreichischen Schweinebörse – so nenne ich es einmal –, Herr Schlederer, hat eine ganz lustige Erklärung abgegeben. (Abg. Steinbichler: „Schleuderer“!) – Schleuderer? – Schlederer. – Er hat erklärt, Touristen hätten diese Importe mitgebracht. – Das ist durchaus möglich, aber nur sehr schwer möglich, denn: Wie importieren Sie 300 000 Kilogramm Schweinefleisch aus Korea zurück nach Österreich rein über die Touristen? Wie importieren Sie 70 000 Kilogramm im Jahr 2013 vom Libanon, wo gar keine Schweine produziert werden, zurück nach Österreich? – Das kann nicht sein, Herr Gesundheitsminister. Wir fordern Sie auf, hier tätig zu werden! (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Wo ist dieser Schwund hingekommen? Wo ist dieses Fleisch gelandet, Herr Gesundheitsminister? – Sie sagen, Sie sind nicht zuständig, die Statistik Austria geht Sie nichts an. Aber es geht Sie sehr wohl die Gesundheit der Menschen in diesem Land etwas an! (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei Grünen, FPÖ und Team Stronach.
Ja, Herr Bundesminister, wenn das nicht erlaubt ist, dann haben Sie Handlungsbedarf, wenn Sie davon Kenntnis erhalten! (Beifall bei Grünen, FPÖ und Team Stronach.) Sie haben akuten Handlungsbedarf, weil Sie dafür – zumindest für die veterinärrechtlichen Fragen – zuständig sind. Sie haben unmittelbaren Handlungsbedarf!
Beifall bei Team Stronach, FPÖ und NEOS.
Ich bin wirklich erschüttert, wenn es um den Pass des Ministers Rupprechter geht, der schreibt, dass er die Fragen des Kollegen Jannach nicht beantworten kann, weil das dem Statistikgeheimnis unterliegt. Wir haben eine ganz neue Form: Da gibt es Statistiken, die nicht veröffentlicht werden dürfen. Wofür machen wir sie dann? (Beifall bei Team Stronach, FPÖ und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
im Haus – schade, dass die nicht arbeiten, andernfalls hätten wir auch Freizeit. Und umgekehrt sehe ich dann: Bei der Meldung ist es dann nicht mehr so genau. Da gibt es eine Firma, die bei der Kennzeichnung nicht zu unterscheiden weiß, ob es Hongkong, HK, oder Ungarn, HU, ist. Super! Prima genau! Und wenn bei uns auch nur eine Kuh nicht alle zwei Ohrmarken drinnen hat, haben wir eine Betriebssperre! So wird bei uns mit den Besitzern der Tiere verfahren, mit jenen Personen, die sich 365 Tage im Jahr um die Gesundheit, um die Fütterung, um die Verpflegung der Tiere sorgen! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Sie müssen einmal wissen, woher die Ware kommt. Und dort gibt es eine industrielle Haltung, Massen von 40 000, 50 000 Stück. Alles, was aufgrund von Verboten bei uns nicht produziert wird – Hendl, Schweine, Rinder, Milch –, wird aus industrieller Haltung kommen. Und deshalb ist China heute der größte Schweinemäster der Welt. Und das ist unser Problem. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Leopold Steinbichler (fortsetzend): zum Wohl der Konsumenten und für die Gesundheit der Bürger. – Danke. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei NEOS und Team Stronach.
Erwerbstätige, die sowohl unselbständig als auch selbständig tätig sind und dann bei mehreren SV-Trägern versichert sind, zahlen ihre Beiträge an diese unterschiedlichen SV-Systeme. Spannend wird es, wenn die Betreffenden dann auch noch in unterschiedlichen Bundesländern tätig sind, wo dann die Gebietskrankenkassen ausreiten und selbständig Erwerbstätige in einzelnen Bundesländern mit einem Teil ihrer Tätigkeit zu Arbeitnehmern erklären, sodass sie noch in ein zusätzliches System hineinkommen. Inzwischen wurde das Problem so weit erkannt, dass es eine Schlichtungsstelle beim Hauptverband für solche Fälle gibt, wo sich Sozialversicherungsträger um die Beitragsgelder der Versicherten streiten. Aber was die Schlichtungsstelle in diesen Fällen bringt und wie lange diese Verfahren dauern, das steht auf einem anderen Blatt. Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Menschen in ihrer beruflichen Existenz bereits am Ende sind, wenn die Schlichtungsstelle endlich eine Lösung gefunden hat. Und diesen Zirkus gibt es nur, weil es so viele verschiedene Sozialversicherungsträger gibt. (Beifall bei NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei Grünen, NEOS und bei Abgeordneten des Teams Stronach. – Abg. Wöginger: Aufpassen!
Abgeordnete Mag. Judith Schwentner (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Werte Zuschauerinnen und Zuschauer! Vielleicht eine Anmerkung zu den Ausführungen von Kollegin Karl, die jetzt nicht mehr im Saal ist. Wir sind ja nicht hier im Parlament, um uns gegenseitig zu erklären, wie es ist und wie die Gesetze ausschauen, sondern wir sind eigentlich hier, um gemeinsam zu besprechen, was wir ändern können, wenn etwas nicht passt. – Das nur als Anmerkung. Also ich respektiere die langen Ausführungen und Erklärungen, aber ich kann das nicht nachvollziehen. (Beifall bei Grünen, NEOS und bei Abgeordneten des Teams Stronach. – Abg. Wöginger: Aufpassen!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS.
Ich weiß nicht, warum wir nicht endlich anfangen können, darüber zu reden – wahrscheinlich deswegen, weil die Interessenvertreter beziehungsweise Versicherungsfunktionäre einfach ein zu großes Interesse daran haben, das System so aufrechtzuerhalten, wie es ist. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine Damen und Herren, Sie wissen, wir vom Team Stronach fordern schon lange das Zusammenlegen der Sozialversicherungsanstalten, weil es einfach kostengünstiger wäre (Abg. Belakowitsch-Jenewein: So lange gibt’s euch gar nicht! – weitere Zwischenrufe bei FPÖ und Grünen), das ist eine klare Sache. Ich weiß, Sie wollen das nicht, ich habe Frau Belakowitsch-Jenewein vorhin zugehört; die FPÖ ist dagegen. (Beifall beim Team Stronach.) Das ist ein neuer Schwenk, das ist interessant – aber egal.
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Rädler.
ich bitte, diese Aktivitäten einzustellen und dem Redner aufmerksam zuzuhören! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Rädler.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker.
Wie gesagt: Er ist doppelt versichert, kann sich aber nur einmal verletzen. Und jetzt müssen Sie mir erklären, warum wir dieses System mit diesen vielen Sozialversicherungsanstalten, das sich zwischen Schwarz und Rot aufteilt, beibehalten müssen und die Leute doppelt Versicherung zahlen müssen, obwohl sie nur einmal krank werden können! Das müssen Sie mir einmal erklären, und dann können wir weiterdiskutieren! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker. – Zwischenruf des Abg. Rädler.
Mit uns vom Team Stronach haben Sie die Garantie (Zwischenruf bei der ÖVP), dass Fairness einzieht und dass Gerechtigkeit einzieht, meine Damen und Herren! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker. – Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren! Wenn die Jugend wirklich keine Chance mehr hat, dann ist unser gesamtes System gefährdet! Deshalb sind wir gefordert, alles zu tun, dass die Jugendlichen einen Job haben, eine gute Ausbildung haben und eine Chance im Leben haben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Defizite bei den Kulturtechniken sind festzustellen. Viele, die aus der Schule herauskommen, können weder richtig lesen und schreiben noch rechnen. Auch das beklagen viele Unternehmer. Sie sagen, sie müssen die Lehrlinge noch einmal ausbilden, diese müssen quasi noch rechnen, schreiben und lesen lernen. Ich glaube, diesbezüglich sind wir sehr gut beraten, nicht die Schulpflicht als Linie zu nehmen, sondern das, was der Schüler am Ende der Ausbildung kann. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das heißt, wir müssen schauen, dass die jungen Menschen eine qualitativ hochwertige Ausbildung haben, denn, meine geschätzten Damen und Herren, die Jugend braucht eine Chance, wenn Europa eine Zukunft haben will! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Team Stronach.
Ich freue mich jedenfalls, dass wir es angehen, und ich freue mich aufs Ausziehen und dann aufs Wiedereinziehen ins neue Haus. Alles Gute uns! (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Pirklhuber.
Ich finde es eigentlich auch ein bisschen makaber. Auf der einen Seite müssen wir Allergene kennzeichnen, auf der anderen Seite müssen wir Gentechnik, Klonfleisch und Nachfolge von Klonfleisch nicht kennzeichnen. Das ist für mich mit ein bisschen Hausverstand eigentlich ein komisches Ding. Bitte denken Sie darüber nach! – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Pirklhuber.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir haben keine optimale Regelung zur Adoptionsfreigabe, zum Beispiel die vertrauliche Geburt, wie sie jetzt in Deutschland eingeführt worden ist und wie wir sie auch für Österreich vorschlagen. Wir wissen global gesehen überhaupt nichts. Wir haben nach wie vor Abtreibungen im stillen Kämmerlein. Ich finde, das ist einer aufgeklärten, zivilisierten Nation nicht würdig. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf der Abg. Oberhauser.
Das hat natürlich nicht nur mit der katastrophalen Abtreibungspolitik zu tun, sondern auch mit der gesellschaftlichen Haltung. Noch einmal: Es ist auch eine Aufgabe der Politik, der Familienpolitik, der Gesellschaftspolitik, hier etwas zu unternehmen. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf der Abg. Oberhauser.)
Beifall beim Team Stronach.
Was wir wollen, sind seriöse Zahlen, sind Statistiken, um seriöse Forschung zu betreiben und dem nachzugehen, warum jemand abtreiben geht. Was wir nicht wollen, ist, Frauen unter Druck zu setzen, Frauen irgendwie in die Enge zu treiben, sondern wir wollen Optionen geben – den Lebenden und den noch Ungeborenen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Cap: Ein ... der Inkompetenz!
Meine Damen und Herren, wir haben in Österreich pro Tag 100 bis 150 Abtreibungen. Tun wir endlich etwas dagegen, setzen wir Maßnahmen, um diese Zahl zu reduzieren, führen wir wenigstens die vertrauliche Geburt ein! – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Cap: Ein ... der Inkompetenz!)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn Sie sagen, dass einheitliche Gesundheitssysteme schlecht sind, dann kennen Sie sich nicht aus in Europa. Es gibt sehr gut funktionierende Systeme in Skandinavien, Dänemark zum Beispiel, die haben die beste Patientenzufriedenheit, den besten Outcome. Da kann man sich sehr viel abschauen, wenn man interessiert daran ist. Wenn man natürlich in der österreichischen Suppe weiter herumlöffeln will auf alle Zeiten, na bitte, dann sagt man, alles andere ist schlecht und macht auch die Leute schlecht, die ins Gesundheitswesen moderne Ansätze hereinbringen wollen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker. – Abg. Matznetter: nichts mit Maserati zu tun!
Ich glaube, dass Österreich da auf einem guten Weg ist, denn wir haben jetzt ein Zig-Kassensystem, wo die Leute, die Bürger nicht gleich behandelt werden. Wir wissen, dass der BVA-Versicherte, wie wir alle, beim Arzt lieber gesehen ist als der Gebietskrankenkassenpatient und dass wir versteckte Selbstbehalte haben bei Ihrer hochgelobten Gebietskasse. Davon sagt Herr Spindelberger nichts, dass die versteckten Selbstbehalte bei der Gebietskrankenkasse höher sind als bei der BVA. Davon sagt er nie etwas. Er redet lieber vom Maserati – finde ich nicht gut, Herr Kollege, bei allem Respekt. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker. – Abg. Matznetter: nichts mit Maserati zu tun!)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Ich bin der Überzeugung, dass wir damit einer sachlichen Annäherung an das Thema näherkommen. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Sitzung Nr. 37
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Dr. Jessi Lintl (STRONACH): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! Die in diesem Antrag genannten Bemühungen um die Abrüstung und die Nichtverbreitung von Kernwaffen sind vorbehaltlos zu unterstützen. Früher waren es zwei Großmächte, die einander gegenüberstanden, heute haben wir eine beachtliche Anzahl von Gruppierungen mit unterschiedlichen Motiven, von denen eine aktuelle Bedrohung ausgeht. Sie alle versuchen, in den Besitz von Kernwaffen beziehungsweise Kernwaffentechnologie zu gelangen. Wir müssen verhindern, dass Kernwaffen in die Hände von Terroristen oder religiösen Fanatikern gelangen. Das kann nur durch die konsequente Umsetzung und die damit verbundene Kontrolle durch die Internationale Atomenergiebehörde geschehen. Das Entstehen neuer Atommächte muss um jeden Preis verhindert werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Heinzl.
Aus diesen Aspekten unterstützen wir den Antrag und sind zuversichtlich, dass so wie im Ausschuss auch alle anderen Parteien hier im Hause das Gleiche tun. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Heinzl.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ und Team Stronach.
Dieser Satz lautet folgendermaßen: „Der Nutzen von Atomwaffen steht damit in keinem Verhältnis zu den enormen Gefahren und Risiken.“ Dieser Satz ist ein Satz, der gemeint hat, dass der sogenannte militärische Nutzen in keinem Verhältnis dazu steht – in einer zugegeben etwas populären Formulierung. Man hätte das mit Sicherheit anders formulieren können, aber es ist garantiert nicht so gemeint, dass Nuklearwaffen überhaupt irgendeinen Nutzen haben, sondern das ist ein behaupteter Nutzen von Militärs, gemeinsam mit der Nuklearindustrie, die das wollen, aus den verschiedensten Motiven und Gründen – die von uns natürlich abzulehnen sind, das ist ja überhaupt keine Frage. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie der Abgeordneten Rädler und Schönegger.
Ich könnte übrigens auch ein negatives Beispiel geben: Wir könnten dem ORF auch verbieten, dass er gewisse Dinge macht. Ein völlig abstruses, aus der Luft gegriffenes Beispiel wäre zum Beispiel, wenn man dem ORF verbieten würde, irgendwelche Neonazis zu bezahlen und diese zu Parteiveranstaltungen mitzunehmen. Diesbezüglich könnte man auch ein extra Gesetz machen, meine Damen und Herren! (Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie der Abgeordneten Rädler und Schönegger.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Lausch.
In diese Richtung muss es gehen. Konsequent gedacht muss man daher gegen das heutige Gesetz stimmen, für einen unabhängigen ORF. Die gleichen Marktbedingungen, wie sie alle anderen Medienunternehmen haben, sollten auch für den ORF gelten. Beginnen wir hier bei diesem Punkt! – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Lausch.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn ich das lese, so möchte ich Ihnen eines sagen: Ich bin im Zivilberuf Polizeibeamter, und ich kann Ihnen mitteilen, dass wir sehr wohl sensibilisiert werden. Das findet schon statt, also braucht es da diese Forderung nicht wirklich. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Wenn ich das jetzt umlege – bleiben wir wieder beim Polizeiberuf! –, wenn ich Migranten habe und die einfach die Aufnahmeprüfung nicht schaffen, dann kann ich, wenn ich 20 Prozent Migranten in meinem Bundesland habe, nicht hergehen und 20 Prozent migrantische Polizisten aufnehmen, denn das wäre dann eine Bevorzugung gegenüber denjenigen, die diese Prüfung bestehen oder die Chance haben, in den Polizeidienst hineinzukommen. Und die würden diese von diesen Plätzen verdrängen, die sie sich erarbeitet haben und die sie auch zu Recht bekommen würden. Dieser Punkt geht absolut zu weit. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich kann diese Bürgerinitiative leider nicht unterstützen, weil viel zu viele Punkte drinnen sind, die für mich nicht nachvollziehbar sind. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Hübner.
Aber, wie gesagt, diese Bürgerinitiative geht zu weit, diese können wir nur ablehnen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Hübner.)
Beifall beim Team Stronach.
Aber zunächst – aufgrund der Vorrede von Frau Kollegin Musiol –: 17 Jahre lang war ich in Aurach am Hongar Kindergarten-, Schul- und Sportreferent. Das ist vielleicht der Unterschied, und deshalb habe ich mir erlaubt, dir auch Feindbilder zu unterstellen. Wenn wir wissen – und ich möchte hier ganz gezielt und dezidiert den Dank an alle KindergartenpädagogInnen, an alle KinderkrippenmitarbeiterInnen und -pädagogInnen, aber ganz besonders auch an alle Eltern und Bürgermeister aussprechen –, mit welcher Innigkeit und mit welcher Zähigkeit da für das Wohl der Kinder gearbeitet wird, mit welchem Nachdruck, dann sollten wir hier nicht ein Feindbild zeichnen oder eine Situation darstellen, die es vielleicht in Einzelfällen gibt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf der Abg. Musiol.
Das Problem trifft uns natürlich auch jetzt bei der Kinderbetreuung, und umso schwieriger ist es mit diesen ganzen Gleitzeitregelungen. Wie soll man denn da öffentliche Institutionen betreiben? Welche Öffnungszeiten müssen denn diese haben, um allen Wünschen gerecht zu werden? Das eine ist der Wunsch, und das andere ist die Realität. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf der Abg. Musiol.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Schatz: Ich verstehe Sie inhaltlich nicht! Wenn beschlossen , zwischen was und was kann ich wählen?
lange nicht ausreichend dafür, dass die Familien wirklich den Spielraum haben, sich zu einem weiteren oder zumindest einem Kind zu entschließen. Das ist die Realität. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Schatz: Ich verstehe Sie inhaltlich nicht! Wenn beschlossen , zwischen was und was kann ich wählen?)
Beifall beim Team Stronach.
Ich kann Folgendes sagen: Wir sehen an den vergangenen Regelungen, zum Beispiel bezüglich Anrechnung der Kindererziehungszeiten, dass für die Familien nicht alles optimal gelaufen ist. Deshalb haben wir da Nachholbedarf, und deshalb sind wir alle gefordert, zum Wohle unserer Kinder und nicht für einzelne Meinungen, wobei jedes Schicksal wichtig ist, die größtmögliche Trefferquote zu erzielen. Dafür bitte ich um Zusammenarbeit. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach. – Abg. Matznetter: Jetzt haben wir schon beide kennengelernt !
Noch einmal: Kehren Sie bitte wieder zur Wahlfreiheit zurück! Das macht Ihre Vorschläge realistisch, das gibt aber auch den Eltern, also vor allem jenen, die davon betroffen sind, und auch den Kindern die Möglichkeit, ein Modell zu wählen, das ihnen entspricht. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach. – Abg. Matznetter: Jetzt haben wir schon beide kennengelernt !)
Beifall beim Team Stronach
Aber jetzt zum vorliegenden Tagesordnungspunkt. Das ist zu unterstützen. Wir wissen auch um diese wertvolle Arbeit, die vor Ort geleistet wird. Es ist von den Vorrednern zum Teil schon angesprochen worden: vom Hilfswerk, von der Lebenshilfe, wo wir uns täglich überzeugen können, wenn die Busse die Betroffenen von zu Hause abholen, wie die umsorgt werden, wie die ordentlich unterstützt werden. Ich darf an dieser Stelle auch einen Dank richten an die vielen ehrenamtlichen Vereine und Organisationen und Clubs (Beifall beim Team Stronach), die besonders viel Geld aus Erlösen ihrer Veranstaltungen für Einrichtungen im Behindertenbereich, für Projekte im Behindertenbereich spenden. Ich bin da selber auch beteiligt. Ich darf als Beispiele nennen, neben den ehrenamtlichen, die Kiwanis-Clubs, die Lions-Clubs, die Rotarier, die auch sehr viel Geld in diesen Bereich investiere
Beifall beim Team Stronach.
Einen ganz besonderen Dank auch an die vielen Firmen, die Aufträge an diese geschützten Werkstätten vergeben, damit diese Werkstätten auch eine Sinnhaftigkeit, eine Wirtschaftlichkeit kriegen, an die Firmen, die immer wieder, wie es gerade von meiner Vorrednerin angesprochen wurde, in die Produktion investieren, Aufträge, Fertigungsaufträge an diese Werkstätten vergeben. Ich glaube, das ist so wesentlich, so wichtig, dass wir diesen Leuten auch das Gefühl der Wertschätzung in Form von Gebraucht-Werden geben. Dafür auch ein aufrichtiges Dankeschön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Selbstverständlich wird auch das Team Stronach diesem Antrag zustimmen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich als Anwalt habe natürlich auch schon viele Prozesse verloren, meine Damen und Herren. (Abg. Auer: Das ist aber schlecht!) Ich habe mich deshalb aber nicht gedemütigt gefühlt, und meine auch nicht, jedes Mal eine schallende Ohrfeige bekommen zu haben. Das gehört einfach dazu, meine Damen und Herren! In diesem Sinne möchte ich Sie auch bitten, da ein bisschen weniger Leidenschaften hineinzulegen, auch wenn die Regierung beim Verfassungsgerichtshof halt einmal nicht gewonnen hat! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Walter Rosenkranz: Das stellt Richtern ein schlechtes Zeugnis aus!
Ceterum censeo, also ich bin der Meinung, dass die Regelung betreffend Sachverständige zu überdenken und auch der Rechtsanwaltstarif zu erhöhen ist. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Walter Rosenkranz: Das stellt Richtern ein schlechtes Zeugnis aus!)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, Team Stronach und NEOS.
Ich möchte mich, bevor ich einen Abänderungsantrag einbringe, ganz ehrlich, ohne Polemik, Herr Kollege Stefan (Abg. Höbart: Sachlich!), bei unseren parlamentarischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedanken! Ich mache das ehrlich. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, Team Stronach und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Glauben Sie wirklich, dass die ÖVP, die jetzt mit einem Untersuchungsausschuss rechnen muss, sich diebisch darüber freut, dass es hier eine Einigung gibt, wenn sie doch Aufklärung befürchten muss? Genau so ist diese Einigung auch ausgestaltet, dass es eben keine Aufklärung geben wird. Wie gesagt, ich hoffe, ich irre mich, aber ich glaube nicht, dass ich mich irre. Wir werden es sehen. Dieser Ausschuss wird kommen, und dann werden wir sehen, ob Licht in die Sache kommt. – Ich glaube es nicht. (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 39
Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ, Grünen, Team Stronach und NEOS.
So darf auch ich zunächst ein Danke sagen – Präsident Karlheinz Kopf, aber auch Präsident Norbert Hofer von der drittstärksten Fraktion, die hier vertreten ist – dafür, dass wir gemeinsam diese Übergangsphase so gut bewältigt haben. Ein herzliches Dankeschön, Herr Präsident Kopf, aber auch Kollege Hofer! (Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ, Grünen, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ, Team Stronach und NEOS.
folgt. Ich denke, der Wert einer Demokratie misst sich daran, wie mit Minderheiten umgegangen wird. Das betrifft die Frage unserer Gesellschaft, das betrifft aber auch die Frage des Parlaments – und in diesem Sinne hoffe ich auf gute Zusammenarbeit! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und FPÖ.
Ich gehe davon aus, dass der Wahlvorschlag der SPÖ angenommen wird, und deshalb wünsche ich Ihnen, Frau Bures, schon jetzt alles Gute für die Ausübung dieses Amtes. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg, Sie werden das bestimmt gut machen. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. El Habbassi.
Es ist eine sehr ehrenvolle Aufgabe, seinem Land zu dienen, und das trifft auf uns alle hier zu. In diesem Sinne wünsche ich mir im Allgemeinen mehr Überparteilichkeit und mehr Konzentration auf die Sache. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. El Habbassi.)
Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten von Grünen und NEOS sowie des Abg. El Habbassi.
Sie wissen, das ist mein erstes Jahr in der Politik, und es war eine relativ große Enttäuschung für mich, zu sehen, dass, egal, was wir vorschlagen – und da geht es den Freiheitlichen, den Grünen und den NEOS sicher genauso –, ein prinzipielles Nein seitens der Regierung kommt. Ich denke, wir sollten doch über jede gute Idee, die da beigetragen wird, froh sein, egal, von wem sie kommt. (Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten von Grünen und NEOS sowie des Abg. El Habbassi.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Wir brauchen gerade jetzt die besten Köpfe und vor allem auch Ideen, wie man die Wirtschaft wieder in Gang setzen könnte, damit es genug Arbeitsplätze gibt. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Was ich aber wirklich enttäuschend finde, ist, dass auf das Mandat von unserer verstorbenen Präsidentin nicht Frau Ablinger nachrückt, so wie es die Statuten der SPÖ vorsehen. Ich setze mich für Frauen ein, und Frau Ablinger scheint mir eine sehr kluge Frau und eine kritische Denkerin zu sein, aber vielleicht ist genau das das Problem in der SPÖ. Vielleicht wird manchen Herren in der SPÖ gleich angst und bange, wenn eine kritische Denkerin nachfolgt. Ich bedaure es, dass man sie statutenwidrig durch einen Gewerkschafter ersetzt hat. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Team Stronach und Grünen.
Aber Organisationen, die vom Steuergeld leben, müssen Frauen eine verstärkte Chance bieten. Deshalb sage ich ganz klar: Her mit der Frauenquote in Parteien und in den Aufsichtsräten von Institutionen, die rein von Steuergeld leben! (Beifall bei Team Stronach und Grünen.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Schieder.
Ich begrüße es in dieser Hinsicht ganz besonders, dass wir eine Nationalratspräsidentin haben werden. Frau Bures! Noch einmal: Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen viel Erfolg! Wir werden Sie unterstützen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Schieder.)
Beifall bei NEOS und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich wünsche mir, dass wir diese gut nützen, miteinander gut nützen. Ich wünsche Ihnen alles Gute für Ihre Verantwortung. (Beifall bei NEOS und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und Team Stronach.
In diesem Sinne, liebe Weggefährtin Doris Bures, wünsche ich dir und uns viel Erfolg für die neue Tätigkeit, ich gehe davon aus, dass du gewählt wirst. Ich wünsche dir alles Gute, herzlich willkommen im Parlament und auf eine gute Zusammenarbeit! Glück auf! (Beifall bei SPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei Grünen und Team Stronach.
Jetzt kann man sagen, das sei ein Problem der SPÖ und der Schaden mag für die SPÖ enorm sein, aber es geht um etwas mehr, nämlich um die Frage, wie glaubwürdig Forderungen nach Aufwertungen von Frauen in Funktionen sind, wenn jene Partei, die das immer an die Spitze ihrer Fahnen heftet, in der Praxis so agiert. Wir Grüne brauchen starke PartnerInnen, die in dieser Frage ernst genommen werden, aber dahin gehend haben Sie mit dieser Nachnominierung keinen Beitrag geleistet! (Beifall bei Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei Grünen und Team Stronach.
Frau Bures, man liest zwei Dinge über Sie: zum einen Sie seien ehrgeizig, zum anderen Sie seien loyal. – Das Parlament braucht eine ehrgeizige Präsidentin, und es braucht auch eine loyale Präsidentin. Aber das ist zentral, und daher ist jetzt ein Rollenwechsel gefordert. Die Loyalität gilt künftig nicht mehr dem Bundeskanzler und dem SPÖ-Parteivorsitzenden, sondern Ihre Loyalität – so hoffe ich – gilt zukünftig dem Parlament, seinen Abgeordneten und dem österreichischen Parlamentarismus. (Beifall bei Grünen und Team Stronach.) Ich hoffe, dass dieser Rollenwechsel gelingt.
Beifall bei Grünen und Team Stronach.
Wir wünschen uns und hoffen, dass Ihnen dieser Rollenwechsel gelingt. Wir wollen eine eigenständige Präsidentin eines starken Parlaments. Es wäre gut für das österreichische Parlament und – ich hoffe – auch für Sie, wenn Ihnen dieser Rollenwechsel gelingt. – Danke schön. (Beifall bei Grünen und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn nun weitere populistische Forderungen nach Steuererhöhungen laut werden, so ist die Furcht vor einer Kapitalflucht aus Österreich nur berechtigt. Zur Ehrenrettung der Sozialdemokratie möchte ich an dieser Stelle aber auch anführen: Alfred Gusenbauer dichtete einmal: Steuern runter macht Bürger munter. Und auch Hannes Androsch lässt kaum ein Interview aus, in dem er nicht vor den schädlichen Folgen von neuen Steuern, insbesondere Vermögenssteuern, warnt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn wir heute Frau Kollegin Bures als neue Präsidentin des Nationalrates wählen, so kommen mir unwillkürlich die von mir nicht geteilten Bemerkungen Lenins über die Fähigkeiten einer Köchin in den Sinn. Unabhängig davon wünsche ich Ihnen, Frau Kollegin Bures, für die Ausübung Ihres Amtes alles, alles Gute, hoffe, dass Sie mit diesem Amt ähnlich wachsen mögen, wie es Ihre Vorgängerin getan hat, und gebe Ihnen in guter demokratischer Tradition jedenfalls meine Stimme. – Alles Gute. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei NEOS und Team Stronach.
Es gibt aber auch ganz viele andere Bereiche, die wir NEOS uns wünschen würden. Wir würden uns die Aufwertung des Petitionsausschusses wünschen, dass mehr finanzielle Mittel dafür zur Verfügung gestellt werden und dass die Bürger und die Anliegen der Bürger noch mehr gehört werden. (Beifall bei NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei NEOS und Team Stronach.
In diesem Sinne möchte ich mich noch einmal dafür bedanken, dass Sie gestern bei uns im Klub waren und mit uns über Ihre Pläne diskutiert haben, und wünsche Ihnen für Ihre neue Funktion alles Gute. (Beifall bei NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei NEOS und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Somit ist Mag. Gerald Loacker zum Ordner gewählt. (Beifall bei NEOS und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Team Stronach sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.
Ich möchte zuallererst Michael Spindelegger und Jochen Danninger für ihre Arbeit im Interesse der Österreicherinnen und Österreicher ein Dankeschön sagen. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Team Stronach sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Team Stronach.
Und ich bitte auch Sie als Parlamentarierinnen und Parlamentarier, die Sie ja heute – ich habe Ihnen ja wie auch in der Vergangenheit aufmerksam zugehört – zu Recht die konstruktive Kritik so oft angesprochen haben, dieser neuen Regierungsmannschaft, diesem Team, auch jenen, die neu dabei sind, und damit der gesamten Mannschaft die nötige Chance einzuräumen, sie hart zu kontrollieren, aber fair zu unterstützen. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Team Stronach.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Wir haben die Infrastruktur auch in diesen schwierigen Zeiten, in denen an allen Ecken und Enden ein Euro fehlt, den man noch für eine weitere gute Initiative ausgeben möchte, finanziell ausgestattet. Wir haben die Bereiche Bahn, Infrastruktur finanziell entsprechend ausgestattet und damit zu deren Attraktivität beigetragen, aber auch Forschung, Entwicklung und Breitband mit den nötigen finanziellen Mitteln ausgestattet. Ich bedanke mich hier für die Arbeit in diesem Bereich. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Team Stronach sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.
Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft Vizekanzler Dr. Reinhold Mitterlehner: Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Liebe Regierungskolleginnen und -kollegen! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Auch ich möchte zuallererst persönlich, aber auch im Namen unserer Partei Frau Präsidentin Doris Bures zu ihrer überzeugenden Wahl herzlich gratulieren und wünsche ihr eine verantwortungsorientierte, überparteiliche, objektive Amtsführung. Wir werden Sie dabei, soweit das in diesem Bereich möglich ist, sehr gerne unterstützen. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Team Stronach sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Ich möchte zuallererst meinem Vorgänger als Vizekanzler Michael Spindelegger, auch in seiner Funktion als Finanzminister, und ebenso seinem Staatssekretär Jochen Danninger für die geleistete Arbeit herzlich danken. (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und Team Stronach.
Ich denke, wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass wir mit Hans Jörg Schelling einen Finanzminister haben, der nicht nur im Wirtschaftsleben Kompetenz bewiesen hat, sondern auch Kompetenz bewiesen hat, wenn es um Institutionen ging und darum, diese weiterzuentwickeln. Es war ihm aber auch möglich, neben der Kompetenz auch Kenntnis einzubringen und damit umzugehen, was Organisationen, was Institutionen anlangt. Er versteht es auch, Reformprozesse zu führen beziehungsweise zu begleiten, das haben wir im Bereich des Hauptverbandes und im Bereich der Gesundheitsreform gesehen. Es geht darum, Engpasssituationen kompetent und verhandlungssicher zu bestehen, und genau dafür ist er der richtige Mann in einer schwierigen Zeit. Wir werden sicher gut zusammenarbeiten. Alles Gute! (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und Team Stronach.
Zweitens darf ich Ihnen Harald Mahrer vorstellen, einen noch jüngeren Staatssekretär. Er steht aus seiner persönlichen Tätigkeit heraus für Venture-Capital, für Jungunternehmer, er steht aber auch für eine Quer- und Vordenkerrolle im Bereich der Julius Raab Stiftung. Meine Damen und Herren, er verkörpert das, was wir heute vielleicht die Neugier der Wissensgesellschaft nennen können. Und ich glaube, er wird auch hier für uns sehr viel einbringen können. Im gemeinsamen Interesse: Alles Gute, auf gute Zusammenarbeit! (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei ÖVP und Team Stronach.
Aber im Asylbereich, meine Damen und Herren – Stichworte: Jihadisten und Radikalisten, was Islam anbelangt –, müssen wir unser System überprüfen. Es kann nicht sein – da müssen wir auch trennen zwischen denjenigen, die Schutz wirklich brauchen, und den anderen –, also es kann nicht sein, dass jemand vor dem Krieg flüchtend in Österreich die Solidarität der Gesellschaft erfährt und dann wieder in den Krieg zieht, um teilweise auch gegen uns Stellung zu nehmen. Hier haben wir auch ein Interesse im Sinne der Gemeinschaft der Bürger, hier haben wir auch ein Interesse im Sinne des Staatsschutzes. Das werden wir auch entsprechend auszuloten haben mit der Innenministerin und mit dem Außenminister. Ich glaube, auch dort gibt es bestimmte, differenzierte Vorgangsweisen. (Beifall bei ÖVP und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich möchte jetzt in die Zukunft blicken und wünsche dem neuen ÖVP-Obmann und den neuen Ministern das Allerbeste im Interesse unseres Landes. Ich hoffe, Sie haben die menschliche, aber auch die politische Kraft und auch das nötige Verständnis für die wirklichen Bedürfnisse der Bürger, der vielen arbeitenden Menschen und der vielen Unternehmer in diesem Land, um gute Politik für unser Land zu machen. (Beifall beim Team Stronach.)
Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.
Schaffen Sie Rahmenbedingungen, damit die Unternehmer unternehmerisch tätig sein können und damit die arbeitenden Menschen tatsächlich arbeiten können und die Arbeit suchenden Menschen Arbeit finden! (Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir sind schon jetzt, wie wir alle wissen, bei der Steuer- und Abgabenquote Weltspitze, und wenn Sie die angestrebte Steuersenkung mit einer neuen Steuer gegenfinanzieren, dann sinkt ja nicht die Quote. Im Gegenteil: Ich glaube, für manche hier in diesem Hohen Haus und auf der Regierungsbank wäre es sogar gut, wenn die Quote noch weiter steigen würde. Wenn es nach so manchen ginge, dann würde so lange umverteilt, bis zum Umverteilen nichts mehr da wäre. Und das ist der falsche Weg! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.
Anstatt das Kapital zu vertreiben, sollten Sie vielmehr schauen: Wie kann ich es anlocken? Wie kann ich es anziehen? Wie kann ich schauen, dass Unternehmer in Österreich investieren? – Also runter mit den Steuern, nicht rauf mit den Steuern! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn Sie, Herr Vizekanzler, in Ihrer Rede vorhin gesagt haben, die Entscheidung über eine neue Steuer müsse erst am Schluss ihres Prozesses fallen, so muss ich Ihnen erwidern: Nein, es muss von vornherein klar sein: Österreich braucht keine neue Steuer! Österreich hat kein Einnahmenproblem, sondern ein Ausgabenproblem! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Es braucht Unternehmer in diesem Land, die Wohlstand erwirtschaften und die Arbeitsplätze schaffen. (Beifall beim Team Stronach.) Nur Arbeitsplätze in der freien Wirtschaft bringen Steuereinnahmen. Arbeitsplätze beim Staat kosten hingegen Steuergeld. (Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.)
Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.
Es braucht Unternehmer in diesem Land, die Wohlstand erwirtschaften und die Arbeitsplätze schaffen. (Beifall beim Team Stronach.) Nur Arbeitsplätze in der freien Wirtschaft bringen Steuereinnahmen. Arbeitsplätze beim Staat kosten hingegen Steuergeld. (Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
nicht immer nur die Upsides sehen, so als wäre einem Unternehmer ein Gewinn garantiert! Ganz im Gegenteil: Die gehen ein gewaltiges Risiko ein. Es ist überhaupt nicht garantiert, dass die einen Gewinn machen. Das muss man auch einmal anerkennen. Also ein Danke an alle Unternehmer, dass sie unternehmerisches Risiko eingehen und dass sie Arbeitsplätze schaffen. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
So scheint es auch hierzulande zu sein. Wir kennen das Ergebnis, die Konjunkturdaten sind am Freitag bekanntgegeben worden: Die Konjunktur bricht ein, anstatt eines Wirtschaftswachstums von 1,7 Prozent haben wir eines von 0,9 Prozent. Und wissen Sie, was das bedeutet? – Das bedeutet: Die Arbeitslosigkeit wird leider Gottes steigen! Deshalb müssen wir endlich über alle Parteigrenzen hinweg erkennen, dass wir die Wirtschaft atmen lassen müssen. Nur so kann es auch Arbeitsplätze geben! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die heimische Industrie schafft schon jetzt mehr Arbeitsplätze im Ausland als im Inland. Das ist doch ein ganz klarer Indikator, dass der Standort Österreich nicht mehr attraktiv genug ist. Bei uns können Unternehmer nur schwer wettbewerbsfähig sein. Deshalb muss diese leistungsfeindliche Politik, diese Überregulierung, diese Überbesteuerung endlich aufhören. Wir sagen ganz klar: Leistung und Arbeit müssen sich wieder lohnen! Und der fette Staat gehört auf Diät gesetzt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Sehr geehrte Regierungsvertreter! Sehr geehrter Herr Finanzminister, ich bin optimistisch, Sie sind ein Mann aus der Wirtschaft. Nutzen Sie die Gelegenheit der Budgetknappheit, um endlich Reformen anzupacken! Wenn man neue Löcher jetzt einfach mit neuen Steuern stopft, dann gibt es keinen Reformdruck mehr, dann wird auch nichts passieren. Bitte nutzen Sie diesen Druck! Gehen Sie endlich die seit Jahren anstehenden Themen an! Und wenn Ihnen das gelungen ist, dann lassen Sie sich feiern und lassen Sie sich ohne Wahlzuckerl und Budgetschmähs wieder wählen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Das rote Karussell brummt entlang eines Refrains, der heißt „Macht erhalten, Macht erhalten, Stillstand verwalten“. Das ist Ihr gemeinsamer Refrain! Für mehr reicht es nicht mehr. Aber das ist zu wenig für Österreich! (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Heiterkeit und Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach. – Abg. Strolz: viel zu lange in diesem Hohen Haus!
Darum geht es mir! Und ich finde, die Chance (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Strolz.) Hören Sie auf mit den Zwischenrufen! (In Richtung Bundesminister Rupprechter:) Könnten Sie ihm nicht einen Apfel geben? Das wäre für seine Gesundheit gut, und ich könnte in Ruhe weiterreden. (Heiterkeit und Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach. – Abg. Strolz: viel zu lange in diesem Hohen Haus!)
Beifall bei Grünen, FPÖ und Team Stronach.
Also wenn das die österreichische Linie in dieser Frage ist, dann sage ich gute Nacht. (Beifall bei Grünen, FPÖ und Team Stronach.)
Heiterkeit und Beifall bei Team Stronach, FPÖ und NEOS.
Also wenn Sie dieses Bild ein bisschen auf die Goldwaage legen, dann kommen Sie zu Schlüssen, die vielleicht nur für eine Fraktion gelten und nicht für beide. (Heiterkeit und Beifall bei Team Stronach, FPÖ und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Eine dritte Überraschung ist es, dass jemand, der als Finanzminister nominiert worden ist, der Ruf vorauseilt, dass er wirtschaftlichen Verstand und Saniererqualitäten hat. Solche Qualitäten sind gerade in der jetzigen Situation wichtig, denn die Aufgaben sind bekanntlich vielfältig. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Insofern wünsche ich Ihnen, Herr Finanzminister, alles Gute und hoffe, wenn Sie die Erwartungen, die in Sie gesetzt werden, erfüllen, auf eine gute Zusammenarbeit. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Knes.
Ich bin froh, dass wir eine Ärztin an der Spitze des Gesundheitssystems haben, denn ich glaube, das, was wir brauchen, sind Menschen mit Engagement, Menschen, die das System kennen, Menschen, die aber auch wissen, wovon sie reden. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Knes.) Und ich habe große Hoffnung, dass bei Ihnen
Beifall beim Team Stronach.
nicht die Gewerkschafterin durchkommt, sondern die Ärztin, nämlich dann, wenn es um den Patienten geht, dann, wenn es darum geht, dieses System zu reformieren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Es wurde eine Gesundheitsreform beschlossen, die unzureichend ist, weil die notwendigen Maßnahmen, wie eine verbesserte Standortabstimmung im Spitalsbereich, Bereinigung der Leistungsunterschiede bei den Krankenversicherungen, eine einheitliche Leistungsverrechnung im Ambulanzbereich, eine einheitliche Dotierung der Landesgesundheitsfonds, nicht umgesetzt wurden. Wir haben 22 Sozialversicherungsträger; 19 davon sind im Gesundheitsbereich mit eingebunden. Das ist einfach zu viel, da brauchen wir dringend eine Reform. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich ersuche um Annahme. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Team Stronach.
Daher glaube ich, dass es ein guter Tag ist, wenn alle – mit unterschiedlichen Nuancierungen – diese Auffassung vertreten. Das ist eine gute Voraussetzung dafür, dass wir in Zukunft das, was wir uns vorgenommen haben, nämlich einen stabilen Budgetkurs zu fahren, tatsächlich auch realisieren können. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei ÖVP und Team Stronach sowie des Abg. Feichtinger.
Wir alle haben eine gemeinsame Verantwortung, nämlich den Bürgerinnen und Bürgern gegenüber, denn wir müssen uns immer wieder bewusst machen, dass das Geld, das wir ausgeben, die Bürgerinnen und Bürger als Quelle hat. Sie zahlen Steuern, sie zahlen Sozialversicherungsbeiträge, und ich glaube, wir sind sowohl von der Regierungsbank aus als auch vom Parlament aus, aber ganz besonders ich als Finanzminister aufgefordert, mit diesem Geld der Bürgerinnen und Bürger sorgsam umzugehen. (Beifall bei ÖVP und Team Stronach sowie des Abg. Feichtinger.)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten von SPÖ und Team Stronach sowie des Abg. Scherak.
Wir brauchen einen schlankeren Staat, wir brauchen einen effizienteren Staat, und ein schlankerer und effizienterer Staat wird jedenfalls auch bürgernäher. Ich glaube, das muss man als gemeinsame Zielsetzung ebenso mitnehmen. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten von SPÖ und Team Stronach sowie des Abg. Scherak.)
Beifall bei ÖVP, Team Stronach und NEOS.
Diese Bundesregierung und dieses Parlament haben ja schon früher Offensivmaßnahmen beschlossen, mit denen wir jetzt in die Umsetzung kommen. Da sind Milliarden in Bewegung. Ich denke nur an den Ausbau der Kinderbetreuung, an den Hochwasserschutz, die Grundlagenforschung, aber auch an den Breitbandausbau und andere Offensivmaßnahmen. Ich stehe dafür und setze mich mit ganzer Kraft dafür ein, dass wir das, was seit vielen Jahren – um nicht zu sagen: Jahrzehnten – den Bürgerinnen und Bürgern versprochen wird, nämlich eine Verwaltungsreform, in Angriff nehmen werden. (Beifall bei ÖVP, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, Team Stronach und NEOS.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich glaube, dass gute Voraussetzungen geschaffen sind, wenn wir gemeinsam daran arbeiten. Ich spreche diese Einladung aktiv aus, und ich möchte Herrn Kickl, der gerade nicht im Saal anwesend ist, noch mit auf den Weg geben: Für ihn mache ich ein Privatissimum, damit er aus seinem Wissenszölibat herauskommt. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Abg. Wittmann: Wie geht es denn Ihnen mit Stronach?
Und es ist nicht so, wie Frau Mikl-Leitner behauptet hat, nämlich dass er kein Experte ist. Ich glaube, unser neuer Finanzminister ist genau dort Experte, wo wir es brauchen, er hat nämlich Durchsetzungskraft gegenüber Erwin Pröll – das hat er bewiesen (Vizekanzler Mitterlehner: Mit ihm!) –, er ist jemand, der genug Geld auf der Seite hat, um unabhängig zu sein, und ist nicht abhängig von dieser Partei und deshalb auch nicht korrumpierbar. (Abg. Wittmann: Wie geht es denn Ihnen mit Stronach?) Das heißt, ich sage: Wenn es jemand schafft, hier gegenzusteuern (Abg. Wittmann: Und wie geht es Ihnen mit Stronach?) und gegen die Begehrlichkeiten der SPÖ aufzutreten, dann ist es ein Finanzminister Schelling, der weiß, dass man Geld erst erwirtschaften muss, bevor man es verteilen kann. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Wittmann: Und wie geht es Ihnen mit Stronach?
Und es ist nicht so, wie Frau Mikl-Leitner behauptet hat, nämlich dass er kein Experte ist. Ich glaube, unser neuer Finanzminister ist genau dort Experte, wo wir es brauchen, er hat nämlich Durchsetzungskraft gegenüber Erwin Pröll – das hat er bewiesen (Vizekanzler Mitterlehner: Mit ihm!) –, er ist jemand, der genug Geld auf der Seite hat, um unabhängig zu sein, und ist nicht abhängig von dieser Partei und deshalb auch nicht korrumpierbar. (Abg. Wittmann: Wie geht es denn Ihnen mit Stronach?) Das heißt, ich sage: Wenn es jemand schafft, hier gegenzusteuern (Abg. Wittmann: Und wie geht es Ihnen mit Stronach?) und gegen die Begehrlichkeiten der SPÖ aufzutreten, dann ist es ein Finanzminister Schelling, der weiß, dass man Geld erst erwirtschaften muss, bevor man es verteilen kann. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Und es ist nicht so, wie Frau Mikl-Leitner behauptet hat, nämlich dass er kein Experte ist. Ich glaube, unser neuer Finanzminister ist genau dort Experte, wo wir es brauchen, er hat nämlich Durchsetzungskraft gegenüber Erwin Pröll – das hat er bewiesen (Vizekanzler Mitterlehner: Mit ihm!) –, er ist jemand, der genug Geld auf der Seite hat, um unabhängig zu sein, und ist nicht abhängig von dieser Partei und deshalb auch nicht korrumpierbar. (Abg. Wittmann: Wie geht es denn Ihnen mit Stronach?) Das heißt, ich sage: Wenn es jemand schafft, hier gegenzusteuern (Abg. Wittmann: Und wie geht es Ihnen mit Stronach?) und gegen die Begehrlichkeiten der SPÖ aufzutreten, dann ist es ein Finanzminister Schelling, der weiß, dass man Geld erst erwirtschaften muss, bevor man es verteilen kann. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das hat die SPÖ aber leider schon vergessen, denn bei der SPÖ tummeln sich all jene, die immer mehr Begehrlichkeiten an den Tag legen und immer mehr wollen von jenen, die zahlen. Das ist ja das Problem, das wir in dieser Republik haben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Ich sehe hier einen ersten Schritt, weil ich weiß, wie schwer es war, den neuen Finanzminister bei Erwin Pröll durchzusetzen. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Ich sehe hier Morgenluft, dass sich die ÖVP endgültig aus dieser furchtbaren Umklammerung befreien kann und endlich das tut, was ich mir als Staatsbürger wünsche und was sich ganz Österreich wünscht, nämlich endlich wirtschaftliches Denken in diese Regierung zu bringen. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Beifall beim Team Stronach.
Aber nichtsdestotrotz, Herr Minister, will auch ich Ihnen eine Chance geben. Sie können mich auf Ihre Seite ziehen, indem Sie mich wirklich davon überzeugen, dass Sie das Ressort im Griff haben, dass Sie an diesen Schwachstellen ansetzen und dort Verbesserungen bringen, und zwar deutliche Verbesserungen bringen. Dann werden Sie mich im Boot haben, dann haben Sie mich als Unterstützer und das ganze Team Stronach, das sehr wirtschaftlich denkt, als Unterstützer. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das Problem ist: Es nützt nichts, wenn in der Schweiz teure Tunnel gebaut werden, wenn dort oder im anderen europäischen Umland von Österreich tolle Hochgeschwindigkeitsstrecken gebaut werden, und in Österreich verschlafen wir das Ganze. Herr Minister, da gibt es viel Arbeit, da gibt es viel zu tun. Ich kann Ihnen nur empfehlen: Krempeln Sie einmal die Ärmel auf, und packen Sie dieses Thema an! Die Güterverkehrsschiene ist ein wichtiges Thema. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich werde später noch einen Antrag einbringen, der Ihnen hilft, diese Maßnahmen umzusetzen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach sowie des Abg. Willi.
Ich glaube, dass gerade auch das Amt der Bundesregierung eines der Leitprojekte dieser Bundesregierung ist, neben der Steuerreform, neben der Neuordnung Bund/Länder/Gemeinden und neben der Budgetstrategie, die sich die österreichische Bundesregierung selbst gesetzt hat. Daher wünsche ich mir, wie bereits zuvor, eine gute Zusammenarbeit mit dem Hohen Haus. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach sowie des Abg. Willi.)
Beifall beim Team Stronach.
Nun möchte ich zur Frau Staatssekretärin Steßl kommen, die ja für Verwaltung und Beamte zuständig ist. Ich bin bei uns der Sprecher für die Beamten und möchte jetzt einmal auf ein paar Kleinigkeiten eingehen. Die Kollegin Moser hat sich vorhin gefragt, was die Aufgaben der Frau Staatssekretärin sind. Ich möchte es ein bisschen anders formulieren: Die Aufgaben der Frau Staatssekretärin haben wir gehört, die sind ganz klar, auch die vom Kanzleramtsminister Ostermayer kennen wir. Aber ich frage mich, was für Aufgaben hat der Bundeskanzler überhaupt noch? Herr Bundeskanzler, wenn Sie alles delegieren, wenn Sie alles abgeben, was arbeiten Sie noch? – Meine Damen und Herren, das ist sicher eine berechtigte Frage. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich biete Ihnen das an und wünsche Ihnen alles Gute in Ihrem Amt. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Dass im Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft mit Harald Mahrer nun ein eigener Staatssekretär installiert wurde, ist meines Erachtens als positiv zu bewerten, da dies eine Aufwertung des neben dem Finanzministerium strategisch wichtigsten Ministeriums ist. Trotzdem wäre es meiner Meinung nach enorm hilfreich, wenn durch die Eingliederung des Wissenschaftsressorts in das Wirtschaftsministerium nun endlich auch die Ziel- und die Output-Orientierung der Wissenschaft und Forschung gestärkt würden. Darum geht es, das haben wir heute schon öfter gehört: Wir müssen endlich Output orientierter agieren und ergebniseffizienter werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die in den vergangenen Tagen immer wieder laut gewordene Forderung nach mehr Geld für die Forschung kann ich nur bedingt nachvollziehen, und ich teile sie auch nur bedingt. In Zeiten eines Sparpakets, in Zeiten eines Belastungspakets, in Zeiten, in denen die Menschen nicht wissen, wie sie ihre Miete bezahlen sollen, brauchen wir nicht mehr Geld für die Forschung, meine Damen und Herren, sondern wir brauchen mehr Forschung für unser Geld! Das ist entscheidend: Wir brauchen mehr Ergebnisse. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Gerade der Ausbau des Forschungsstandortes Österreich ist heute dringender notwendig denn je. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Kollege Rädler, ich weiß, Sie wollen nach Hause, trotzdem müssen Sie sich noch ein bisschen gedulden, ich hab‘s gleich. Vor allem die Klein- und Mittelbetriebe, das sogenannte Kernklientel der ÖVP, die das Rückgrat der Wirtschaft in Österreich und auch der Europäischen Union bilden, sind bei diesem Aufbau des Forschungsstandortes Österreich ganz besonders zu berücksichtigen. Warum? – Weil von der Wirtschaft entwickelte innovative Produkte und Dienstleistungen die Hauptquellen der Wertschöpfung und somit des Wohlstands der Bevölkerung sind, meine Damen und Herren! Wir müssen das Rad doch nicht neu erfinden, wir müssen nur endlich etwas tun! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich möchte abschließend sagen, ich glaube, dass wir eine große Chance haben, dass auch die Bundesregierung eine sehr große Chance hat, den Karren in Bewegung zu bringen, endlich den Stillstand zu beenden und notwendige Reformen anzugehen. Deswegen bekommen alle neuen Staatssekretäre und Minister Vorschusslorbeeren. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit! Ich sehe es differenziert, liebe Kolleginnen und Kollegen, es ist nicht alles schwarz und weiß. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 40
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Schieder: Aber von Ihrer Schlechtrederei auch nicht! Was nützt es einem Arbeitslosen, wenn Sie alles schlechtreden?
An dieser Stelle möchte ich sagen: Sehr geehrte Regierungsvertreter, hören Sie auf, sich ständig damit zu schmücken, dass Österreich im europäischen Vergleich so gut dastehe (Abg. Schieder: Warum? Wenn es stimmt!), denn erstens sind diese Zahlen nicht korrekt gerechnet und zweitens kann sich kein Arbeitsloser etwas von Ihrer Schönrederei abbeißen! (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Schieder: Aber von Ihrer Schlechtrederei auch nicht! Was nützt es einem Arbeitslosen, wenn Sie alles schlechtreden?)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Unsere Politiker sollten sich unseren Arbeitnehmern und unseren Unternehmen verpflichtet fühlen und nicht Wirtschaftskriege führen, die wir nur verlieren können. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Dazu passt auch dieses permanente Schlechtreden der Privatwirtschaft. Wissen Sie, die Privatwirtschaft, das sind jene Teile der Gesellschaft, die eigenverantwortlich handeln und arbeiten, die Geld in die Hand nehmen, die Risiken eingehen, die mit ihrem Geld etwas aufbauen. Das sind die Leute, die dann die hohen Steuern zahlen, von denen Sie alle leben – die Politiker und die Funktionäre, die öffentlichen Institutionen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Daher appelliere ich an Sie, sehr geehrte Damen und Herren Gewerkschafter: Setzen Sie sich wirklich für die Arbeiter ein! Machen Sie Druck, dass die Wirtschaftssanktionen ein Ende haben, denn die gefährden Tausende von Arbeitsplätzen! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach. – Ruf bei der ÖVP: Das gilt aber auch für den Putin, oder?
Nachbarn gut auskommt. (Beifall beim Team Stronach. – Ruf bei der ÖVP: Das gilt aber auch für den Putin, oder?)
Beifall beim Team Stronach.
Schließlich noch ein finanzielles, ein wirtschaftliches Argument: Die Ukraine ist praktisch pleite. Bis zur Krise war das in erster Linie Putins Problem. Jetzt ist es das Problem der EU geworden, aber die EU ist ja selbst praktisch pleite. Die EZB macht aus der EU die Vereinigten Schuldengemeinschaften von Europa. Wie sollen die österreichischen und auch die deutschen und anderen Nettosteuerzahler das auf ewig finanzieren? – Das ist gar nicht möglich. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Bei den Sanktionen gegen Russland geht es meiner Meinung nach gar nicht so sehr um die Menschenrechte und um den Rechtsstaat, denn man hätte sich international stark für die Menschenrechte einsetzen müssen, als Putin diese diskriminierenden Gesetze gegen die Homosexuellen erlassen hat oder als die Medienfreiheit sukzessive immer weiter eingeschränkt wurde. Da gab es diesen großen Wirbel jedoch nicht, denn anscheinend geht es dem Westen gar nicht darum (Abg. Schieder: Oja!), sondern es geht vielmehr darum, amerikanische Interessen in Europa durchzusetzen. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Österreich wird immer mehr fremdbestimmt. Die EU schreibt uns alles vor, von den Glühbirnen über die Staubsaugerwattstärken bis zu den Speisekarten für unsere heimischen Wirte. Das ist absurd geworden. Ich glaube an das Selbstbestimmungsrecht der Völker und daher auch an jenes unseres Landes. Deshalb lautet unsere Forderung: Es ist Zeit, dass sich die österreichische Regierung ein Herz fasst und mutig für die Interessen unseres Landes kämpft. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir sind kein Spielball. Wir wollen Frieden, Handel, Wohlstand und sagen daher, was den Osten anlangt: Österreich darf sich nicht an den Wirtschaftssanktionen beteiligen und muss sich für einen sofortigen Friedensgipfel in Wien einsetzen. (Beifall beim Team Stronach.)
Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.
Was den Westen anlangt: Die Österreicher müssen über die TTIP-Geheimverhandlungen informiert werden. Es muss eine öffentliche Meinungsbildung geben, und dann muss gut verhandelt werden. Wir müssen mitverhandeln. Das ist ein demokratisches Prinzip. (Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn man sich die Studien zum Wirtschaftsfreiheitsindex ansieht, dann sieht man ganz klar: Je größer die Wirtschaftsfreiheit, desto größer der Wohlstand. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Auch wenn argumentiert wird, das TTIP sei ein gemischtes Abkommen, heißt das noch lange nicht, dass die nationalen Parlamente irgendetwas mitzureden hätten. Es geht nur darum: Ratifizieren wir oder ratifizieren wir nicht? Eine Diskussion oder gar ein Aufschnüren ist nicht vorgesehen. Das ist eine reine Etikettenschwindelangelegenheit, um den Bürgern vorzugaukeln, dass es hier Mitbestimmungsrechte gäbe. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Herr Bundeskanzler und Herr Vizekanzler, ich bitte Sie, bringen Sie sich aktiv im Rat in diese Verhandlungen ein! Sie können nicht akzeptieren, dass über die Vermögenswerte der Österreicher in dunklen Räumen von Lobbyisten und Interessenvertretern verhandelt wird. Geben Sie unsere Souveränität nicht so einfach auf! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
schaft einem geheimen Freihandelsabkommen mit ungeklärten Folgen ausgeliefert, und man schaut tatenlos zu, wie die EU unseren Wirten das Kochen vorschreibt und andere völlig absurde bürokratische Hürden aufgebaut werden. Diese Selbstaufgabe unserer heimischen Politik, unserer Wirtschaftspolitik, unserer Außenpolitik ist beschämend! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Das höchste Ziel in der österreichischen Politik muss sein, Frieden zu sichern, fairen Handel zu sichern und damit Arbeitsplätze und Wohlstand zu schaffen. Gute Arbeitsplätze sind das Allerallerwichtigste in einer Gesellschaft. Nur so kann es sozialen Frieden geben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Schieder – in Richtung des Abg. Strache –: Hat der Kollege Kickl da mitgeschrieben? Das war nicht schlecht!
An die linken Umverteilungspolitiker hier im Hohen Haus gerichtet: Alle, die jetzt die letzten privaten Arbeitgeber noch mit einer Vermögensteuer außer Landes jagen wollen, die sollte man lieber mit einer Unvermögensteuer belegen. (Beifall beim Team Stronach. – Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Schieder – in Richtung des Abg. Strache –: Hat der Kollege Kickl da mitgeschrieben? Das war nicht schlecht!)
Beifall beim Team Stronach.
In Österreich auf Brüssel und dessen Vorgaben zu schimpfen, aber alles in Brüssel dann brav mit abzunicken, das ist keine Option! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir fordern Arbeitsplätze statt Wirtschaftskrieg, Transparenz statt TTIP und statt Geheimverhandlungen, weiters: Wirtschaft stärken, anstatt die Unternehmen mit Bürokratie und einer riesigen Steuerlast zu ersticken. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb kann ich nur alle aufrufen – alle, die hier sitzen, und vor allem alle draußen vor den Fernsehgeräten –: Kämpfen wir gemeinsam dagegen, dass internationale Konzerne, unterstützt von den USA, ihre Profitinteressen über die Interessen der Österreicher und Österreicherinnen stellen! Dagegen müssen wir ankämpfen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das ist die Herausforderung der Stunde, anderenfalls wird das gemacht, was auch Herr Faymann anscheinend nicht verhindern will, nämlich: Profitgier und Profitinteressen werden über die Interessen der Bevölkerung, über Umweltinteressen, über die Interessen des gesunden Menschenverstands gestellt. Und das darf nicht geschehen, dafür müssen wir kämpfen. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
in Richtung Team Stronach
Ich habe (in Richtung Team Stronach) Ihren Beiträgen sehr genau zugehört, euren Beiträgen, Katrin Nachbaur und Robert Lugar. Für mich ist nicht ganz konsistent, was ihr hier serviert: Einerseits sagt Robert Lugar, „die USA versuchen seit über zwanzig Jahren all die Blödheiten, die sie im eigenen Land machen, bei uns durchzusetzen“, andererseits war der Abschlusssatz der Antrittsrede von Kathrin Nachbaur am 29. Oktober 2013: „Meine Vision für Österreich: Ich möchte aus dem American Dream den österreichischen Traum machen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)“ – (Abg. Nachbaur: Das heißt, Unternehmertum bringen, Eigenverantwortung, Selbständigkeit!) – Ja, okay.
Beifall beim Team Stronach.
Ich habe (in Richtung Team Stronach) Ihren Beiträgen sehr genau zugehört, euren Beiträgen, Katrin Nachbaur und Robert Lugar. Für mich ist nicht ganz konsistent, was ihr hier serviert: Einerseits sagt Robert Lugar, „die USA versuchen seit über zwanzig Jahren all die Blödheiten, die sie im eigenen Land machen, bei uns durchzusetzen“, andererseits war der Abschlusssatz der Antrittsrede von Kathrin Nachbaur am 29. Oktober 2013: „Meine Vision für Österreich: Ich möchte aus dem American Dream den österreichischen Traum machen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)“ – (Abg. Nachbaur: Das heißt, Unternehmertum bringen, Eigenverantwortung, Selbständigkeit!) – Ja, okay.
Beifall beim Team Stronach.
Handel vermehrt den Wohlstand und bringt Frieden. Diese beiden Punkte sollten wir in dieser Diskussion nicht aus den Augen verlieren. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei SPÖ und FPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und Team Stronach.
NATO-Manöver in der Ukraine, was soll das? (Die Abgeordneten Kogler und Podgorschek: Richtig!) Überlegte, diskutierte Waffenlieferungen in die Ukraine, was soll das? – Das kann doch wirklich keiner hier nachvollziehen, und daher verstehe ich das nicht. (Beifall bei SPÖ und FPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Welche Geschäfte da auf dem Rücken der Konsumenten mit Falschdeklarationen gemacht werden, ist einfach nicht auszuhalten! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Im ländlichen Raum wurden in den letzten 20 Jahren 150 000 wertvolle kleine Bauernhöfe geschlossen. Das sind genau die 450 000 Arbeitslosen, die wir haben, weil jeder Bauernhof einen Arbeitsplatz im vor- und im nachgelagerten Bereich sichert. Das ist die Ausdünnung des ländlichen Raums. Das ist der Verlust der Wirtschaftskraft im ländlichen Raum und das ist ein hoher Verlust an Lebensqualität. Dort, wo junge Leute eine tolle Jugend erleben, dort, wo ältere Menschen günstigst und billigst in Würde alt werden können, dort, wo sie immer gewirkt haben, da wird zugesperrt. Das sind die Auswirkungen von solchen Abkommen, von solchen Freihandelsabkommen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich bitte alle Fraktionen, weil alle von diesen Entwicklungen betroffen sind, um Unterstützung und darum, dass wir endlich eine nachvollziehbare Lebensmittelkennzeichnung bekommen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Krainer: Das war die beste Wortmeldung seit Langem! – Zwischenruf beim Team Stronach.
Ja, wir wollen eine friedliche Lösung, und ja, wir brauchen Hilfe für unsere Kolleginnen und Kollegen in den Werken. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Krainer: Das war die beste Wortmeldung seit Langem! – Zwischenruf beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Dr. Kathrin Nachbaur (STRONACH): Herr Präsident! Sehr geehrte Vertreter auf der Regierungsbank! Liebe Kollegen im Hohen Haus! Sehr geehrte Steuerzahler! Ich fand es schade, dass heute manche in diesem Hohen Haus nicht ganz verstanden haben, worum es in dieser Sondersitzung geht. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Deshalb erlaube ich mir, das noch einmal für alle zu erklären.
Beifall beim Team Stronach.
Die österreichischen Unternehmer und Arbeitnehmer sind das Rückgrat unserer Gesellschaft und unseres Wohlstands. (Beifall beim Team Stronach.) Ihnen gebühren ganz großer Dank und Anerkennung dafür, dass sie so hart und so fleißig arbeiten. Diese Leistung erbringen sie aber nicht wegen dieser großartigen Politik von SPÖ und ÖVP, sondern trotz dieser Politik. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die österreichischen Unternehmer und Arbeitnehmer sind das Rückgrat unserer Gesellschaft und unseres Wohlstands. (Beifall beim Team Stronach.) Ihnen gebühren ganz großer Dank und Anerkennung dafür, dass sie so hart und so fleißig arbeiten. Diese Leistung erbringen sie aber nicht wegen dieser großartigen Politik von SPÖ und ÖVP, sondern trotz dieser Politik. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
hier Arbeitsplätze geben kann! Und wir wollen eine Beteiligung der Mitarbeiter am wirtschaftlichen Erfolg der Firma, den sie schließlich helfen zu erwirtschaften. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Aber so etwas wollen unsere sozialistischen Freunde ja nicht hören, denn dann stoßen sie mit ihren klassenkämpferischen Parolen an ihre Grenzen. (Beifall beim Team Stronach.) Sie wollen ja keine unabhängigen und mündigen Bürger, sondern sie wollen möglichst viele Menschen, die von ihren Almosen abhängig sind. So hat etwa Herr Bundeskanzler Faymann gestern im TV eine Dame, eine Friseurin, die sich berechtigterweise Sorgen macht, dass die Pension zu gering ist und dass sie die Miete nicht zahlen kann, einfach vertröstet und gesagt: Es gibt ohnehin einen Mietzuschuss, es gibt ohnehin eine Wohnbeihilfe.
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das ist nicht der Punkt, sehr geehrte Damen und Herren! Wir müssen schauen, dass den Menschen genug im Geldtascherl bleibt. Daher sagen wir: Runter mit den Steuern! Anerkennen wir die Leistung der Arbeiter! Beteiligen wir sie am Erfolg! (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach
Herr Vogl sagte da, wir setzen uns für die Arbeitgeber ein und nicht für die Arbeitnehmer. – Also so etwas Absurdes habe ich wirklich noch nie gehört! Da besteht doch ein Zusammenhang, Herr Vogl. Jeder Arbeitnehmer braucht auch einen Arbeitgeber, sonst ist er ja kein Arbeitnehmer (Beifall beim Team Stronach), außer Sie wünschen sich, dass möglichst alle Österreicher in der Gewerkschaft und in der Arbeiterkammer angestellt sind. Das ist natürlich etwas anderes, aber das kostet Steuergeld. Wir wollen Arbeitsplätze, die Steuergeld bringen. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe des Abg. Krainer.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe des Abg. Krainer.
Herr Vogl sagte da, wir setzen uns für die Arbeitgeber ein und nicht für die Arbeitnehmer. – Also so etwas Absurdes habe ich wirklich noch nie gehört! Da besteht doch ein Zusammenhang, Herr Vogl. Jeder Arbeitnehmer braucht auch einen Arbeitgeber, sonst ist er ja kein Arbeitnehmer (Beifall beim Team Stronach), außer Sie wünschen sich, dass möglichst alle Österreicher in der Gewerkschaft und in der Arbeiterkammer angestellt sind. Das ist natürlich etwas anderes, aber das kostet Steuergeld. Wir wollen Arbeitsplätze, die Steuergeld bringen. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe des Abg. Krainer.)
Beifall beim Team Stronach.
Man braucht so viele private Arbeitgeber wie möglich, damit es Arbeitsplätze gibt, die Steuergeld bringen und nicht Steuergeld kosten, so wie die meisten Berufspolitiker und Staatsbediensteten eben den Steuerzahler viel kosten und nicht immer so viel bringen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 41
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, Grünen und Team Stronach.
Wir haben zu viel Radikalisierung in diesem Land, wir haben auch zu viel Gewalt auf der Straße. Für mich hängt das zusammen, und wir müssen wirklich auf breiter Front alles tun, um dem entgegenzuwirken. – Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, Grünen und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich muss allerdings sagen, es geht nicht nur um die Hintermänner des Terrorismus, es geht natürlich auch um die Vordermänner des Terrorismus, und ich halte es für falsch, zu sagen, es sei nur die Gesellschaft schuld daran, die armen Jugendlichen seien verführt worden. Wir haben ein Schuldstrafrecht, das besagt, dass der Einzelne schuld ist, der Einzelne Verantwortung trägt. Auch wenn jemand erst 15 oder 16 Jahre alt ist, meine Damen und Herren, ist er selbst dafür verantwortlich, wenn er in den Krieg geht. Es ist nicht die Gesellschaft, die zu wenig Deeskalierungs-Hotlines eingerichtet, zu wenig Burger und zu wenig Coca-Cola zur Verfügung gestellt hat, sondern es sind die einzelnen Leute, die in den Krieg gehen. Diese Individualverantwortung ist etwas ganz Wichtiges im Strafrecht, das sollten wir nicht kleinreden, meine Damen und Herren! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
der Hass ist bald da. Die Frage ist, ob man den Hass als solchen bestrafen kann, meine Damen und Herren! Erst wenn er mit Gewalt verbunden ist, wenn er wirklich mit Gewalt verbunden ist, zu Gewalt aufruft, dann sind wir alle aufgerufen, mit aller Härte zu bestrafen. – Das ist der eine Punkt, den ich ansprechen wollte. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
Der andere ist der in den Medien auch immer wieder diskutierte Punkt des Landfriedensbruchs, meine Damen und Herren! Gerade jetzt, wenn wir über Terrorismus sprechen, sollten wir uns auch andere Möglichkeiten, die wir vielleicht bisher nicht vor Augen gehabt haben, vor Augen führen. Wenn wir eine mutmaßlich friedlich angemeldete islamische Demonstration hätten, die dann dschihadistisch gewaltsam ausartet, eine demokratische Institution angreift, ein jüdisches Zentrum angreift oder Ähnliches, dann weiß ich nicht, meine Damen und Herren, ob wir nicht sehr froh wären, wenn wir den Landfriedensbruchparagrafen hätten. Ich rufe also all jene, die dem kritisch gegenüberstehen, auf, ihre Kritik an diesem Paragrafen zu überdenken, ob es nicht auch Konstellationen gibt – wie eben aufgezeigt –, in denen auch sie sagen würden: Ja, die Demokratie muss wehrhaft sein, und dieser Paragraf hilft uns, auch terroristische Gewalttaten zu bekämpfen und so zu bestrafen, wie wir es wirklich wollen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Und deshalb: Keine Novellierung des Islamgesetzes, keine weiteren Zugeständnisse an eine Glaubensgemeinschaft, die ihre eigenen Bekenner nicht im Griff hat! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Und zur Rückkehr der ausgebildeten Kämpfer ist klar zu sagen: Wenn jemand unter Verdacht steht, dass er sich einer Terrorgruppe angeschlossen hat, muss dies Grund genug sein dafür, dass man ihm die Staatsbürgerschaft entzieht und dass ein Verbot für die Wiedereinreise ausgesprochen wird. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Daher zusammenfassend: Die Islamische Glaubensgemeinschaft müssen wir zur Verantwortung rufen. Wir müssen unsere Kinder und Jugendlichen so sorgfältig erziehen und sie mit einem humanistischen Wertekanon versorgen, dass sie nicht anfällig für radikale Strömungen sind. Wir müssen international intensiv mit Antiterrororganisationen zusammenarbeiten und das bestehende rechtliche Instrumentarium voll ausschöpfen und, wenn nötig, Rechtsgrundlagen überprüfen und verschärfen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Die langfristige Zerstörung des friedlichen Zusammenlebens in Europa ist auch eine traurige Folge dieser Wirtschaftssanktionen. Die Annäherung zwischen Russland und Europa war die größte Errungenschaft in Europa seit dem Fall der Mauer. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Die direkten Kosten der Sanktionen müssen wir auch noch betrachten. Allein die Landwirtschaft muss jetzt in der EU aufgrund der Umsatzausfälle durch die russischen Gegensanktionen mit 180 Millionen € gestützt werden, denn Sanktionen führen immer zu Gegensanktionen. Dieses Geld muss erst einmal von den österreichischen und anderen Steuerzahlern verdient werden! Die EU plant, auch mit europäischen Steuergeldern die Gazprom-Rechnungen zu bezahlen; Geld, das die korrupte ukrainische Führung den Russen schuldet. Wie kommen unsere Steuerzahler dazu, diese Rechnungen zu übernehmen? (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Natürlich führen die Sanktionen auch dazu, dass es neue Bankenrettungen wird geben müssen. Sie haben vielleicht gestern den Aktienkurs der Raiffeisen gesehen, als sie die Verluste aufgrund der Ukraine-Situation bekannt geben mussten. Sollten weitere Bankenrettungen oder Bankenunterstützungen notwendig werden, wer wird das dann, glauben Sie, zahlen? – Wieder die österreichischen Steuerzahler. Und das ist nicht in Ordnung! (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ. – Abg. Strache: Es sind zwei Parteien, Herr Schieder, nicht eine! Da haben Sie sich wieder verzählt! – Abg. Krainer: Ist das jetzt der neue Standard für den Schlusssatz? – Weitere Zwischenrufe.
Die österreichische Regierung sollte den Mut haben, den Österreichern die Wahrheit zu sagen: Seit dem EU-Beitritt existiert die Neutralität nicht einmal mehr auf dem Papier! (Ruf bei der SPÖ: War er das?) Das ist traurig, denn Österreich ist mit seiner Neutralität gut gefahren, und es wäre schön, wenn sie wirklich gelebt würde. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ. – Abg. Strache: Es sind zwei Parteien, Herr Schieder, nicht eine! Da haben Sie sich wieder verzählt! – Abg. Krainer: Ist das jetzt der neue Standard für den Schlusssatz? – Weitere Zwischenrufe.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn man sich noch einmal genau anschaut, was dann passiert ist, so war es so: Zuerst kommt die EU, setzt Janukowitsch das Messer an und sagt: Verzichte auf Russland oder verzichte auf uns! Da er nicht verzichten wollte, hat man den Maidan, die Maidan-Bewegung unterstützt, die ja eine faschistische Bewegung war. Man hat sie unterstützt, hat Janukowitsch letztlich weggeputscht und hat im Nachhinein diesen Putsch – und das war ein Putsch, denn Janukowitsch, man kann von ihm halten, was man will, war demokratisch gewählt –, viele EU-Politiker haben im Nachhinein diesen Putsch auch noch gutgeheißen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich bin nicht USA-feindlich! Es gibt viele Dinge, die mir an den USA gefallen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Brosz.) Aber: Wenn etwas passiert, das zu kritisieren ist, dann ist das gefälligst zu kritisieren! Auch das ist Neutralität. (Beifall beim Team Stronach.) Neutralität heißt nicht, dass man sich auf die Seite jener schlägt, die einem gerade passen, sondern Neutralität heißt, dass man zwischen den Partnern vermittelt. Und genau das Gleiche hätten wir bei Russland und der Ukraine tun sollen, denn die Ukraine war immer eine Brücke zwischen der EU und Russland. Das hat gut funktioniert.
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Und was tun Sie? – Sie schlagen sich auf die Seite jener, die Unrecht getan haben, und Sie unterstützen Wirtschaftssanktionen, die letztlich allen schaden werden. Das ist nicht im Interesse Österreichs! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Helfen Sie alle mit, damit wir öffentlich Druck machen gegen diese Misswirtschaft, die der Kollege im Detail aufgezeigt hat. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir alle wissen, dass der Rechnungshof in den letzten Jahren eine Reihe von Aufgaben dazubekommen hat, Stichwort Medientransparenzgesetz, Parteiengesetz, neue Verantwortungen auf europäischer Ebene infolge der Haushaltsrechtsreform, die Prüfungen der Gemeinden mit über 10 000 Einwohnern, wobei wir der Meinung sind, dass auch Gemeinden mit weniger als 10 000 Einwohnern vom Rechnungshof geprüft werden sollen. Wir wissen ja, wie die Gemeinden finanziell dastehen und dass der Rechnungshof ein guter Berater ist; er sollte meines Erachtens auch die Gemeinden mit weniger als 10 000 Einwohnern prüfen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich darf Sie um Zustimmung zu diesem Antrag bitten, denn wir alle wissen, wie wichtig der Rechnungshof ist, welch gute und richtige Arbeit er macht. Die Redner werden auch nicht müde, ihn immer zu loben und auf den Rechnungshof zu verweisen, aber wenn es dann wirklich ans Eingemachte geht, wenn es um die finanziellen Mittel geht, dann passiert nichts. Das ist meines Erachtens zu wenig, bitte stimmen Sie diesem Antrag zu! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ein Paradebeispiel oder ein typisches Beispiel ist dieser Digitalfunk meines Erachtens dafür, wie Geld verschwendet wird, wie Geld vernichtet wird, das dem Ministerium auf der anderen Seite fehlt. Wir brauchen uns nur die Schließungen der Polizeiinspektionen vor Augen zu führen, die vor einigen Monaten angestanden sind und die nicht mehr Sicherheit, sondern weniger Sicherheit bringen. Wir sehen ja die aktuelle Problematik jetzt auch im Bereich der Asylwerber und der Flüchtlinge, vor allem auch in Spital am Semmering. Das war ja auch medial jetzt sehr präsent und wird auch beim nächsten Tagesordnungspunkt noch extra besprochen werden. Also da zuzusperren, da zu sparen und zu argumentieren, dass durch die Schließung von Polizeiinspektionen mehr Sicherheit gegeben ist, das ist sicherlich der falsche Weg, und dem können wir sicherlich nicht zustimmen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Zanger.
Wir arbeiten sehr gut mit dem Rechnungshofpräsidenten zusammen und der Rechnungshof mit dem Parlament. Ich glaube, das ist jetzt genug Lob. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Zanger.)
Beifall beim Team Stronach.
2013 gab es in Österreich 17 500 Asylanträge. 2014 wird mit 26 000 Asylanträgen gerechnet, meine sehr geehrten Damen und Herren! Das Problem ist die Unterbringung, die wir ja vorhin schon diskutiert haben (Zwischenruf des Abg. Rädler) und die wir in den letzten Wochen auch diskutiert haben, vor allem auch das Problem der Nicht-Kommunikation der Frau Bundesminister. Diesen Vorwurf muss sie sich gefallen lassen, denn man kann nicht über Nacht einen Mietvertrag mit einem Hotel abschließen und dann Asylanten dort unterbringen, ohne mit dem Bürgermeister zu sprechen, ohne mit der Bevölkerung zu sprechen, ohne hier Aufklärungsarbeit zu leisten, und einfach über die Menschen drüberfahren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ein weiterer Punkt, der ebenfalls wichtig und wo die Ministerin natürlich auch gefordert ist, ist, sich auf EU-Ebene einzusetzen, wenn es um die Aufteilung der Flüchtlinge und um die Flüchtlingsquoten geht. Wenn man sich vor Augen führt, dass nur zehn von den 28 EU-Ländern 90 Prozent der Asylanträge abzuwickeln haben, dann ist das auch keine Relation. Im Vergleich zum Nachbarland Italien: Dort kommen auf 1 000 Einwohner 0,2 Asylanten, in Österreich kommen auf 1 000 Einwohner 2 Asylanten! Hier passt also die Relation auch nicht, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das kann es nicht sein! Hier liegt eine verfehlte Sicherheitspolitik vor, und hier muss die Ministerin wirklich etwas tun. Diesen Appell darf ich auch an Sie von den Regierungsparteien, vor allem auf der Seite der ÖVP, richten. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Laut Medienberichten liegt der Inhalt den EU-Parlamentariern derzeit ausschließlich in 1 500 Seiten Juristenenglisch vor, und ich unterstelle jetzt einmal, dass die meisten Abgeordneten den Inhalt nicht wirklich verstehen werden. Da wird es ihnen nicht anders gehen als den Abgeordneten in diesem Hohen Haus, als sie seinerzeit den ESM verabschiedet haben. Da haben ja, wie wir wissen, Rot, Schwarz und Grün im Eilzugstempo die Vorgabe aus Brüssel erfüllt und mitgestimmt und in Wirklichkeit die österreichischen Steuerzahler den Schulden Griechenlands und anderer Länder sowie diverser Großbanken ausgeliefert, und das war eine fatale Entscheidung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich gehe außerdem davon aus, dass unsere Regierungspolitiker sowieso wie immer das tun, was von ihnen in Brüssel erwartet wird, dass sie also das Freihandelsabkommen abnicken, ohne vorher das Verhandlungsergebnis für die Unternehmer, insbesondere die kleineren und mittleren, für die Arbeitnehmer, für die Bauern und für uns alle als Konsumenten optimiert zu haben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das darf nicht die Art und Weise sein, wie unser Land jetzt verpflichtet wird! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Aber das ist auch für uns relevant, denn wir müssen dann wiederum mit Kanada konkurrieren können, daher fordern wir Folgendes, um überhaupt hier mitverhandeln zu können: Wir müssen selbstverständlich informiert werden. Wir müssen klare Verhandlungspositionen entwickeln, die gut sind für unsere Unternehmer, gut sind für unsere Arbeitnehmer, gut sind für unsere Bauern und gut sind für uns alle als Konsumenten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir dürfen uns hier keinesfalls übervorteilen lassen! Wir wollen weder unsere Arbeits- noch unsere Lebensmittel- oder Umweltstandards untergraben lassen. Das heißt, wir sagen: Freihandel ist gut, aber zu fairen Bedingungen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Als Jurist kann ich Ihnen sagen, ein Verfahren vor einem Schiedsgericht hat relativ wenig mit den üblichen rechtsstaatlichen Standards zu tun. Das ist ein ad hoc besetztes Gremium, das unter Ausschluss der Öffentlichkeit tagt, keine Berufung zulässt und über Milliarden entscheiden kann, die dann die Steuerzahler berappen müssen. Ich sehe in diesem Instrument eine klare Aushebelung unserer Souveränität und Rechtsstaatlichkeit und sage daher Nein zum Investitionsschutzabkommen für Österreich. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Hübner.
Tatsächlich informieren die Regierungen nämlich die Konzerne, die schließlich auch mitverhandeln, aber lassen die Parlamente außen vor. Das ist eine völlige Umkehr des Prinzips der Rechenschaftspflicht gegenüber dem Steuerzahler. CETA und TTIP sind große Schritte in Richtung einer Lobbyistengesellschaft, dabei sind wir Politiker und alle Abkommen, die wir beschließen, doch eigentlich ausschließlich für die Bürger da. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Hübner.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Riemer. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.
Ich glaube, dass die Menschen sehr wohl das Bedürfnis haben, informiert zu werden, in Inzenhof und im Parlament. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Riemer. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall beim Team Stronach.
leugnen – gemeinsam mit dem Ratspräsidenten den Auftrag erteilt, dieses Abkommen zu verhandeln. Deshalb hat er eine Verantwortung und kann sich nicht aus der Verantwortung stehlen. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Zwischenruf beim Team Stronach.
Es ist ja nicht so, dass ich immer den Äußerungen, die von der NEOS-Seite kommen, zustimmen kann, aber jetzt zum ernsthaften Teil: Ja, gerade diese Zeitung (der Redner hält eine Zeitung in die Höhe) polemisiert in einem sehr starken populistischen Ansatz gegen das Freihandelsabkommen. (Zwischenruf beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Dieses Parlament ist handlungsfähig. Ich bitte um Unterstützung unseres Antrages auf das Qualitätsgütesiegel-Gesetz. Die Opposition hat ihn gestern dankenswerterweise unterstützt. Nun geht es darum, dass auch die Regierungsparteien mitgehen. Das ist der beste und ehrlichste Schutz. Ich bitte um Ehrlichkeit. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Strolz: Wir liegen nicht so weit auseinander!
Wenn Sie aber jetzt eine akademische Ausbildung fordern, dann machen Sie die Einstiegshürde noch höher (Abg. Strolz: Stufenplan!), es kommen noch weniger. Und letztlich werden diese Assistenzkräfte, die jetzt schon angestellt werden, nach einem Crashkurs mit praktisch keiner Ausbildung auf unsere Kinder losgelassen. – Das ist wahrscheinlich auch nicht das, was Sie haben wollen. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Strolz: Wir liegen nicht so weit auseinander!)
Beifall beim Team Stronach. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Heinzl.
Wir alle kennen das Sprichwort: Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast! – Die Zahlen sprechen für sich, also das ist ein Schönen von Zahlen. Das möchte ich etwas kritisieren, und vielleicht könnte man das beim nächsten Bericht etwas anders machen. (Abg. Heinzl: pünktlichste Bahn in ganz Europa!) – Darum sind wir die pünktlichste Bahn, weil wir die Züge, die gar nicht fahren, einfach streichen. Da müssten wir die volle Zeit rechnen. Das ist der eine Punkt. (Beifall beim Team Stronach. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Heinzl.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Willi. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Im Großen und Ganzen ist es ein übersichtlicher Bericht, aber bitte nehmen Sie auch die Kritik und die Forderungen und die Tatsachenberichte mit, die wir als Parlamentarier draußen aufnehmen. Ich gebe Sie Ihnen gerne mit und lade Sie ein: Verbessern Sie das Ganze, Sie werden mehr Kundschaft bekommen! Sie werden nicht nur die Besten im Westen, sondern die Besten in Europa unter den Bahnfahrern sein, ja, Sie werden die Überbesten sein, wenn Sie das Angebot dementsprechend machen, dass es auch gut für die Bevölkerung ist, die ihr Steuergeld in die Bahn investiert. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Willi. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Sitzung Nr. 43
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.
Ich freue mich besonders darüber, dass heute 35 Schüler der 5. Klasse des Militärrealgymnasiums in Wiener Neustadt hier auf der Zuschauergalerie sitzen, und möchte sie begrüßen, denn diese Jugendlichen, Herr Minister, erwarten, dass Sie ihre Zukunft nicht verbauen! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, nicht nur die Schülerinnen und Schüler des Militärrealgymnasiums leiden unter Ihrer Politik, es sind auch unsere Soldaten, unsere Heeresbediensteten, welche zum Teil unter schwierigsten Bedingungen und mangelnder Ausrüstung zu leiden haben, und zwar aufgrund fehlender finanzieller Mittel. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und Team Stronach.
Ich möchte diese Gelegenheit auch dazu nutzen, mich bei unserem Generalstabschef General Commenda, stellvertretend für das gesamte Projektteam, für die äußerst professionelle Arbeit herzlich zu bedanken. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und Grünen.
Abgeordnete Dr. Kathrin Nachbaur (STRONACH): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Regierungsvertreter! Liebe Kollegen im Hohen Haus! Gäste auf der Galerie! Sehr geehrte Steuerzahler! Ich begrüße sehr herzlich die Salzburger Delegation des Salzburger Blasmusikverbandes mit ihrem Obmann, Herrn Rieger, und den Landesobmann des Blasmusikverbandes Vorarlberg, Herrn Baldauf. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Beifall beim Team Stronach.
Die erste Frage lässt sich leichter beantworten: Wir sind klar nicht in der Lage, unserer verfassungsgemäßen Aufgabe der Erhaltung unserer bewaffneten Neutralität nachzukommen. Kasernen werden reihenweise zugesperrt. Flugzeuge können kaum noch fliegen. Für Heeres-Lkw gibt es keinen Sprit. Für Soldaten gibt es kaum genug Bekleidung, und Katastrophen dürfen nur nach Vorankündigung stattfinden, sofern die Hilfe des Bundesheeres erwünscht ist. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Österreich hat aber seine Neutralität nie sehr ernst genommen, weder was die Landesgrenzen noch was den Luftraum anlangt. Endgültig außer Kraft gesetzt worden ist die bestehende Restneutralität mit dem Beitritt zur EU. Und daher sage ich, die österreichische Regierung sollte einmal den Mut haben, den österreichischen Bürgern die Wahrheit zu sagen: Eure Neutralität existiert nicht mehr! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Aber zurück zum Bundesheer. Laut § 2 Wehrgesetz sind die Aufgaben ganz klar definiert, und ich möchte an dieser Stelle unseren Soldaten ein ganz großes Lob aussprechen. Sie leisten trotz der lausigen Bedingungen großartige Arbeit. Vielen Dank! (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
In Anbetracht der heutigen Hochrisikolage in Osteuropa, im Nahen Osten, in Anbetracht des IS-Terrors und möglicher terroristischer Akte und Aufstände, auch innerhalb unserer eigenen Landesgrenzen, müssen wir uns wehren können. Ich sage auch, dass die völlig verfehlte Einwanderungspolitik, die Österreich in den letzten Jahren und Jahrzehnten betrieben hat, Straßenschlachten und kriegerische Auseinandersetzungen von Kulturen anderer Länder genauso nach Österreich gebracht hat wie einen beängstigend aufsteigenden Antisemitismus. Das dürfen wir nicht zulassen! Wir müssen uns wehren können! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Österreich soll sich auch in internationalen Konflikten verstärkt einbringen und vermitteln. Das haben bisher ja die Blauhelme gemacht, aber die Vereinten Nationen sind stark gelähmt durch einander widersprechende Interessen im Sicherheitsrat. Wenn die Österreicher nach wie vor von der Neutralität überzeugt sind, kann Österreich eine ganz wichtige Rolle darin spielen, zu verhindern, dass die EU der politische Arm der NATO wird. Es ist zu befürchten, dass die Militarisierung der Politik in Europa vorangetrieben wird. Und wenn Österreich hier keine klare Position bezieht, dann wird es sich mittendrin wiederfinden, so ähnlich wie bei diesen schrecklichen Wirtschaftssanktionen jetzt in Osteuropa, wofür letztendlich unsere Unternehmer und unsere Arbeiter die Zeche zahlen müssen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Aber die Politik kann nicht erwarten, dass die Soldaten unser Land mit bloßen Händen verteidigen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Lange Friedensperioden machen immer unvorsichtig, ungefähr nach dem Motto: Wenn ich kein Feuer sehe, dann brauche ich keine Feuerwehr. Wir haben zu unserem großen Glück viele Jahrzehnte des Friedens hinter uns. Das bedeutet aber nicht, dass das auf alle Zeiten so sein wird. (Abg. Rädler: Staatstragend!) Kant hat einmal ein Buch über den ewigen Frieden geschrieben, und bei uns ist es heute ungefähr so, dass wir den Traum vom ewigen Gratisfrieden zu träumen glauben können. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn in Österreich mehrere Anschläge an verschiedenen Orten geschehen, sind die Kapazitäten der Polizei bald an ihrem Ende, und wir brauchen die Masse des Bundesheeres, eine Milizkomponente, eine Bundesheerkomponente, die eingreift, um allfällige Katastrophen hintanzuhalten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Zum Auslandseinsatz noch ein Wort – etwas, das auch angesprochen wurde –: Es sind diese 1 100 Mann akkordiert. Wir leben in einer Zeit, die immer unsicherer wird. Hier jetzt Verlässlichkeit nicht zu zeigen und internationales Engagement zurückzufahren, das wäre gerade in der jetzigen Zeit, meine Damen und Herren, das falsche Signal. Wie viele wissen, gehöre ich zu jenen, die auch aus Gewissensgründen geschworen haben, dieses Land mit der Waffe in der Hand zu verteidigen. Die Regierung kann jetzt nicht erwarten, dass die Soldaten diese Republik mit bloßen Fäusten verteidigen. Sie hat ihnen alle Mittel zur Verfügung zu stellen, damit sie ihrem Auftrag nachkommen. (Beifall beim Team Stronach.)
Heiterkeit und Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der NEOS
Meine Damen und Herren! Ich sage auch ganz offen, dass ich glaube, dass der Rücktritt oder die Forderung nach dem Rücktritt des Ministers nicht die richtige Lösung ist. Kann sich irgendjemand vorstellen, dass in der jetzigen Konstellation etwas Besseres, jemand Besserer nachkommt? (Abg. Kickl: Aber das müsste er einmal laut sagen, dass er das erfüllen kann!) Es ist die Verantwortung der gesamten Regierung, dass das Budget so ausschaut, wie es ausschaut. Ja, es ist die Verantwortung der Regierungsfraktionen, der Sozialdemokratie und der gemäßigten Sozialdemokratie (Heiterkeit und Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der NEOS), dass das Budget so ausschaut, wie es ausschaut, meine Damen und Herren.
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS.
Es lebe das österreichische Bundesheer! Es lebe die Republik Österreich! – Danke. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Laut Bundesverfassung obliegt die militärische Landesverteidigung dem Bundesheer. Unser Land ist ganz klar mit Waffen zu verteidigen, und dafür fordern wir umgehend eine ausreichende Budgetierung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn wir uns fragen, wann die Souveränität Österreichs seit Abschluss des Staatsvertrages bedroht war, so erinnern wir uns an die Ungarnkrise 1956, an die Tschechienkrise 1968 und auch an den Jugoslawienkrieg 1991, in welchem jugoslawische MiG 21 mit Überschallgeschwindigkeit über den österreichischen Luftraum, über Graz gedonnert sind. Auch damals hatte unser Bundesheer eine hohe Akzeptanz bei der Bevölkerung. Alle waren froh, dass gut ausgebildete Soldaten mit einem ordentlichen Gerät unsere Grenzen verteidigt haben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Auch heute kann keiner garantieren, dass es nicht wieder zu militärischen Auseinandersetzungen in unserer geographischen Nachbarschaft kommt. Deshalb müssen die Basis, das Wissen und die Technologie für militärisches Handeln unbedingt erhalten bleiben, denn sollte Österreich eine unzureichende Landesverteidigung haben, müssten entweder Nachbarstaaten Teile der Aufgaben übernehmen, oder Österreich könnte versuchen, der NATO beizutreten. Das würde allerdings bedeuten, dass die Kosten dafür der österreichische Steuerzahler tragen müsste. In jedem Fall wäre es eine Einschränkung der Souveränität und hätte den Verlust der immerwährenden Neutralität zur Folge. Und das wollen wir ganz sicher nicht! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Und dieser Schutz muss sichergestellt werden! – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das Problem löst man damit aber nicht – im Gegenteil. Das Problem ist, dass Verteidigungsminister Klug das Pferd von hinten aufzäumt. Und ohne zu wissen, welche konkreten Aufgaben das Bundesheer in Zukunft überhaupt erfüllen soll, werden bestehende Strukturen zerstört und der Abverkauf der Armee eingeleitet. Das ist traurig. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Anstatt unsere Armee zu Tode zu sparen, müssen endlich Prioritäten gesetzt und das Budget zumindest auf 1 Prozent des BIP erhöht werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir müssen das Rad nicht neu erfinden, meine sehr verehrten Damen und Herren. Wir müssen nur endlich verantwortungsvoll agieren. Wenn das Bundesheer seine in der Bundesverfassung verankerten Aufgaben erfüllen soll, dann braucht es die entsprechenden Mittel. Punkt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Österreich hat noch nie so viele Steuern eingenommen wie jetzt. Unser Bundesheer verdient sich gar keine außergewöhnlich mutige Politik. Es verdient sich nur eine Politik, die sich an die Gesetze hält. Und das darf man sich als Bürger in einer entwickelten Demokratie wohl durchaus erwarten. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich darf vielleicht – weil Kollege Weninger von Nebensächlichkeiten geredet hat und nachdem heute bereits genug der eigentliche Zweck des Bundesheeres gewürdigt und dargestellt wurde – eine ganz wichtige Nebensache, nämlich die Blasmusik, erwähnen. Da ich selber 25 Jahre aktiver Musiker war, kann ich bestätigen, welche Qualität von der Militärmusik herauskommt, sowohl an Kapellmeistern, die ehrenamtlich draußen hochwertigste Kapellen führen, als auch an diversen Satzführerinnen und Satzführern auf den verschiedenen Registern. (Beifall beim Team Stronach.)
Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.
Dasselbe gilt natürlich auch für den HSV, den Heeressportverein. Da gibt es tolle internationale und nationale Erfolge in den verschiedensten Sportarten, weil dort beste Arbeit geleistet wird. (Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.) Wir sollten das nicht geringschätzig als Nebensächlichkeiten abtun, sondern ich glaube, das sind ganz wesentliche Zusatzleistungen, die getätigt werden.
Beifall beim Team Stronach.
Ich war verwundert bei der Diskussion in der Sendung „Im Zentrum“, als ein erfahrener Politiker von der Volkspartei gesagt hat, wir brauchen das Bundesheer eigentlich ohnehin nicht mehr wirklich, denn die Grenzen rücken immer weiter weg. Das mag zwar stimmen, aber die Krisenherde rücken immer näher. Und was die Bevölkerung braucht, ist Schutz und Sicherheit, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, aber auch die regionale Sicherheit, den Katastropheneinsatz. (Beifall beim Team Stronach.)
Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.
Jedem, der sagt, wir brauchen kein Bundesheer, muss ich entgegnen: Bei der ersten Überschwemmung – und wir haben leider sehr viele Überschwemmungen gehabt – kommt die Forderung nach Feuerwehr und Bundesheer. Und was da geleistet wird, auch von den freiwilligen Feuerwehren in hervorragender Zusammenarbeit mit dem Bundesheer, ist wirklich hervorragend und auszeichnungswürdig. (Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abschließend, Herr Kollege Hauser, darf ich schon eines erwähnen: Auch das Team Stronach steht geschlossen hinter dem österreichischen Bundesheer! Und wir wünschen für die Zukunft alles Gute zur Sicherheit der Bevölkerung! (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 44
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Es reicht daher nicht, mutmaßliche Terrorkämpfer an der Ausreise zu hindern, sondern wir müssen alles tun, um diese Terroristen an der Einreise zu hindern und das zu verunmöglichen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Eines muss uns auch klar sein: Ein friedliches Zusammenleben in der großen europäischen Völkerfamilie ist natürlich notwendig, und dazu braucht es auch ein Mindestmaß an gegenseitigem Respekt, Achtung und Anerkennung und letztlich auch ein Mindestmaß der kulturellen Gemeinsamkeiten, die man bereit ist, zu akzeptieren – und eine Anbiederung an andere Kulturen, ganz gleich, ob aus falsch verstandener Toleranz oder Feigheit, lehnen wir ab. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
dern auch alles, was mit der Struktur und natürlich auch mit der Unterdrückung von Frauen zu tun hat. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.) Das gehört untersagt, gehört verboten, und wir haben dem sehr, sehr wehrhaft auch entgegenzutreten.
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Es darf nicht sein, dass Menschen aus anderen Kulturen ihre kriegerischen Auseinandersetzungen nach Österreich bringen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.) Solche Leute gehören sofort des Landes verwiesen. Sie werfen ein schlechtes Licht auf alle Asylanten und eigentlich auf alle Fremden in unserem Land, die oft die Ärmsten der Armen sind und unseren Schutz verdient haben, aber nicht verdient haben, mit solch gewalttätigen Menschen in einen Topf geworfen zu werden. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Es darf nicht sein, dass Menschen aus anderen Kulturen ihre kriegerischen Auseinandersetzungen nach Österreich bringen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.) Solche Leute gehören sofort des Landes verwiesen. Sie werfen ein schlechtes Licht auf alle Asylanten und eigentlich auf alle Fremden in unserem Land, die oft die Ärmsten der Armen sind und unseren Schutz verdient haben, aber nicht verdient haben, mit solch gewalttätigen Menschen in einen Topf geworfen zu werden. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Unser Land ist klein und hat auch beschränkte Ressourcen. Wir sind die Nummer drei in der EU, wenn es darauf ankommt, wie viele Flüchtlinge in Europa aufgenommen werden, und natürlich wollen wir doch alle aus dem Gebot der Menschlichkeit heraus die ganze Welt retten, aber das geht nun einmal nicht. Wir fordern daher eine fixe Verteilung innerhalb Europas nach Bevölkerungszahl und nach Wirtschaftskraft, damit man die Betroffenen optimal unterstützen kann, aber gleichzeitig das eigene Land nicht aus der Balance bringt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Völlig unverständlich ist mir in diesem Zusammenhang die Forderung der Gewerkschaft, in Zeiten der Rekordarbeitslosigkeit den Asylanten jetzt auch noch eine Arbeitserlaubnis zu gewähren. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Katzian.
Die Gewerkschaft sollte sich lieber dafür einsetzen, dass die Mitarbeiter ein Recht bekommen, am Gewinn des Unternehmens, bei dem sie arbeiten, beteiligt zu sein – aber das will sie wahrscheinlich nicht, denn wenn aus den Mitarbeitern Mitunternehmer werden, wäre die Gewerkschaft wahrscheinlich überflüssig. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Katzian.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
gessen haben, wofür wir in Österreich überhaupt stehen. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Österreich ist ein wunderschönes Land, mit vielen tüchtigen und fleißigen Menschen, die hier friedlich zusammenleben, und das soll auch so bleiben. – Danke. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – He-Ruf des Abg. Pendl.
Meine Damen und Herren, wenn jetzt Kollege Scherak von den NEOS hergeht und die Genfer Flüchtlingskonvention anspricht, muss man sich schon die Frage stellen, ob Österreich anders entscheidet als andere Staaten. Es ist ein Europa! Wir berufen uns immer auf ein vereintes Europa, auf die EU, und da frage ich mich schon, warum wir solche Zahlen haben. Ich kann es Ihnen sagen: Weil diese rot-schwarze Bundesregierung, deren Vertreter hinter mir auf der Regierungsbank sitzen, versagt hat, meine Damen und Herren! Das sind die Fakten. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – He-Ruf des Abg. Pendl.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie viele Menschen in Bulgarien oder Rumänien um Asyl ansuchen? Warum alle in Österreich oder in Deutschland oder in vergleichbaren Staaten ansuchen? – Meine Damen und Herren, das ist ganz klar: Weil sie glauben, hier ist das gelobte Land, hier fließen Milch und Honig. (Rufe bei der FPÖ: Richtig!) Und Sie fördern mit dieser Asylpolitik die Schleppertätigkeit. Wenn man sich anschaut, was da abgeht und wie viele Menschen um ihr Geld betrogen werden, weil ihnen ein Land versprochen wird, in dem Milch und Honig fließen, und dann werden sie über das Mittelmeer verschifft und dort versenkt, dann muss man sagen: Da trägt diese Bundesregierung, die hier tatenlos zuschaut, Mitverantwortung. Sie haben still und nickend diesen Asylmissbrauch zugelassen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Rädler – in Richtung FPÖ –: Er ist halt doch einer von euch!
Wenn ich dann höre, dass Asylwerber, die aus dem Syrienkrieg zurückkommen, die dort gebrandmarkt, gemordet, geschändet, vergewaltigt haben, hier frei herumlaufen, dann frage ich mich: Was geschieht hier in diesem Staat? Ist hier wirklich Tür und Tor offen für alle, die das Gesetz mit Füßen treten, meine Damen und Herren? Hier muss man ganz klar sagen: sofort ab in deren Heimatland! Da gibt es kein Pardon und kein Zurück! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Rädler – in Richtung FPÖ –: Er ist halt doch einer von euch!)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Schießerei in Wien, vier Schwerverletzte, Fehde zwischen Tschetschenen, acht Personen festgenommen. (Abg. Strache: Lauter verfolgte ...!) Meine Damen und Herren, da fragt man sich doch, was hier abgeht in diesem Staat! Diese Regierung hat in der Asylpolitik versagt, das kann man ganz klar sagen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ. – Abg. Matznetter: In seiner Wohnung ist das aber nicht ...!
Ich als Nationalratsabgeordneter putze meine Wohnung und mein Häusel auch selber. Das ist von denen auch zu verlangen, und die können auch in gewissen Arbeitsdiensten eingeteilt werden, dass sie einmal mithelfen, den Wald wieder aufzuforsten, einen Lawinenschutz zu machen oder Wege zu pflegen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ. – Abg. Matznetter: In seiner Wohnung ist das aber nicht ...!) Da gibt es genug Tätigkeiten. Da können sie sich solidarisch einbringen, dann haben wir auch ein offenes Ohr für diese Menschen. Meine Damen und Herren, das wäre die richtige Asylpolitik! Ich glaube, dass wir dann nicht mehr so viele Asylwerber hätten, die das Asylsystem missbrauchen, wie das jetzt der Fall ist. – Danke. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Ich als Nationalratsabgeordneter putze meine Wohnung und mein Häusel auch selber. Das ist von denen auch zu verlangen, und die können auch in gewissen Arbeitsdiensten eingeteilt werden, dass sie einmal mithelfen, den Wald wieder aufzuforsten, einen Lawinenschutz zu machen oder Wege zu pflegen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ. – Abg. Matznetter: In seiner Wohnung ist das aber nicht ...!) Da gibt es genug Tätigkeiten. Da können sie sich solidarisch einbringen, dann haben wir auch ein offenes Ohr für diese Menschen. Meine Damen und Herren, das wäre die richtige Asylpolitik! Ich glaube, dass wir dann nicht mehr so viele Asylwerber hätten, die das Asylsystem missbrauchen, wie das jetzt der Fall ist. – Danke. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Das ist ein großes Problem, Herr Bundesminister, weshalb ich Sie hier auffordern möchte, darüber nachzudenken und die gesetzlichen Möglichkeiten für die ermittelnden Beamten zu verbessern, sodass man da besser rankommt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strache.
Und zum Schluss, weil es so schön ist: Wir brauchen dringend ein eigenes Exekutivdienstgesetz. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strache.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Martina Schenk (STRONACH): Herr Präsident! Frau Ministerin! Herr Minister! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Man kann den Sicherheitsbericht, wenn man ihn so durchliest, so und so bewerten, und meine Vorredner haben das auch gemacht. Ich für mich kann im Zusammenhang damit schon von einer verfehlten Sicherheitspolitik der Ministerin, dieser Regierung sprechen. Wenn die Anzahl der Anzeigen um 0,3 Prozent zurückgeht, so heißt das ja nicht, dass es weniger Verbrechen gibt. Das heißt, dass viele schon aufgegeben haben (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Richtig!), resigniert haben (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Richtig!) und keine Anzeigen mehr machen, und das auch deshalb, weil die Polizeiinspektionen zuhauf geschlossen worden sind. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Behördenwillkür in Bezug auf die Ausstellung von Waffenpässen möchte ich auch noch ansprechen. Es gibt eine aktuelle Petition, die wir im nächsten Innenausschuss auch behandeln werden, denn es geht auch darum, dass Exekutivbeamte außer Dienst nicht einmal mehr den Rechtsanspruch auf einen Waffenpass haben. Wenn ein Exekutivbeamter verlässlich genug ist, im Dienst eine Waffe zu tragen, dann soll er das auch danach machen dürfen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Auf europäischer Ebene ist das Problem der Quotenzuteilung, was die Asylanten betrifft, auch noch nicht geklärt, Frau Minister, das haben Sie heute angesprochen. Können Sie uns aber vielleicht doch sagen, bis wann ein Schritt dahin gehend gesetzt werden wird, dass die Quotenaufteilung auf alle 28 EU-Länder gleich erfolgt und nicht die kleineren Länder und da im Speziellen auch Österreich einen großen Brocken zu tragen haben? (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Bundesministerin Mikl-Leitner: Nur zur Information: Das macht die Justiz! – Abg. Schenk – in Richtung Bundesministerin Mikl-Leitner –: Sie wissen aber schon, was eine Polizei ist und wie da oft mit Beamten umgegangen wird?! Informieren Sie sich einmal! – Bundesministerin Mikl-Leitner: Frau Kollegin, ich glaube, Sie vergreifen sich im Ton!
In diesem Zusammenhang, Frau Ministerin, ist großer Aufklärungsbedarf gegeben, und ich würde Sie wirklich bitten, zu zeigen, dass Sie hinter den Polizistinnen und Polizisten stehen, und nicht nur davon zu reden. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Bundesministerin Mikl-Leitner: Nur zur Information: Das macht die Justiz! – Abg. Schenk – in Richtung Bundesministerin Mikl-Leitner –: Sie wissen aber schon, was eine Polizei ist und wie da oft mit Beamten umgegangen wird?! Informieren Sie sich einmal! – Bundesministerin Mikl-Leitner: Frau Kollegin, ich glaube, Sie vergreifen sich im Ton!)
Beifall beim Team Stronach.
Im Übrigen bin ich der Ansicht, dass der Rechtsanwaltstarif angepasst und die Sachverständigenregelung neu geregelt gehört. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Glawischnig-Piesczek.
Sie müssen sich vorstellen: Diese unglaubliche Menge an Wasser, die man da hineinpumpt, bewirkt natürlich etwas. Das heißt, da ist mit ganz, ganz enormen Folgen zu rechnen. Es gibt auch bereits eine Studie in Richtung Erdbeben, denn dieser Druck hat natürlich auch Auswirkungen. In den USA, in Oklahoma, hat man herausgefunden, dass in den Gebieten, wo Fracking passiert, die Erdbeben nicht verdoppelt wurden, sondern vervierzigfacht wurden. Sie sehen also, da gibt es einige Dinge, die man zusätzlich miteinrechnen muss. Darum kommt für mich „umweltfreundliches“ Fracking nicht in Frage. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Glawischnig-Piesczek.)
Beifall bei Team Stronach, Grünen und NEOS.
Das heißt: Pressen wir nicht die letzten Reserven aus unserer Erde heraus, sondern: Volle Kraft voraus in die Ressourcen, die wir viel leichter haben, nämlich erneuerbare Energien! Eine vernünftige Energiepolitik kommt ohne Schiefergas aus. – Danke schön. (Beifall bei Team Stronach, Grünen und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach
Wertes Präsidium! Hohes Haus! Sehr geehrte Frau Minister! Ich glaube, der erste Schritt zu einer konsistenten und hoffentlich guten Gesundheitsreform ist getan. Wir haben nämlich eine Ärztin als Gesundheitsministerin. Dazu möchte ich noch einmal herzlich gratulieren und meine Freude darüber zum Ausdruck bringen. Ich glaube, das ist ein ganz wichtiger Schritt (Beifall beim Team Stronach), der uns in Zukunft viele Dinge einfacher besprechen und diese Dinge dann auch einfacher in die Mühen der Ebene bringen lässt, der uns diese Dinge einfacher verwirklichen lässt.
Beifall beim Team Stronach.
heitssystems, weil ich das als einzige Möglichkeit sehe, dass man langfristig wirklich einen gerechten, fairen Zugang für alle Österreicher und Österreicherinnen haben kann. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich halte es für keine gute Entwicklung, wenn man das jetzt seitens der Sozialversicherungsträger anpreist, dass das so toll sei und uns so sehr helfen werde, eine effizientere Medizin zu betreiben. – Ich glaube das nicht, ich glaube, das Gegenteil wird der Fall sein, denn es wird zu Verzögerungen, zu Irritationen und zu einem erst recht vermehrten Zustrom zu den ohnehin überfüllten Ambulanzen kommen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Niemand braucht Angst zu haben, dass das in eine gesundheitsüberwachungsstaatliche Monstergeschichte ausartet. Überhaupt nicht! Ich glaube, das wird im Sinne des Patienten sein. Ich selbst kann aus der Praxis berichten: Ein Patient, der über eine Handyortung gefunden wurde, hat aufgrund dieser, die über einen Chip sehr schnell funktioniert hat, überlebt; sonst wäre er gestorben. Also: In medizinischen Chips und in Informationstechnologie, die wesentlich weiter fortgeschritten sind, als ELGA uns das bieten kann, steckt Überleben drin. Das sollten wir bedenken und diesen Entwicklungen gegenüber offen sein. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Letzter Punkt. Wir müssen uns noch eingehender um die Formen der ärztlichen Versorgung kümmern. Ich denke, dass es notwendig ist, den Markt zu liberalisieren. Es darf und soll machbar sein, dass Ärzte Ärzte anstellen, dass Ärzte GesmbHs gründen und dass Ärzte auch Zentren auf dem Land errichten können, wo sie dahin gehend frei sind, wie sie diese gestalten. Sonst erleben wir Zustände wie vor 15 Jahren in Sachsen. Sachsen war nach der Wende völlig von Ärzten befreit. Sachsen hat jedem Arzt, der im Jahr 1999 dorthin gegangen ist, für einen Fünfjahresvertrag 100 000 € Handgeld bezahlt, weil einfach niemand mehr dort war. Die haben dann verstehen müssen, dass man eine andere Politik betreiben muss, weil sonst das System zugrunde geht. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Hable.
Die Gesundheit muss Bundeskompetenz sein, und, wie der Rechnungshof richtigerweise gesagt hat, Einnahmen und Ausgaben müssen aus einer Hand kommen. Das gilt grundsätzlich für unsere ausgabefreudigen Länder – nicht nur im Gesundheitswesen –, denn die Länder greifen immer in die Taschen des Bundes, die sich von magischer Hand zu füllen scheinen. Diese Magie, sehr geehrte Steuerzahler, heißt aber nichts anderes, als dass die Steuerzahler wie immer zur Kasse gebeten werden. Deshalb sagen wir, diese eigenartige Mischung von einem Einnahmenzentralismus und Ausgabenföderalismus muss endlich bereinigt werden! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Hable.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Hable.
Die Einnahmen und die Ausgaben und die damit zusammenhängende Verantwortung, das darf nicht völlig voneinander entkoppelt sein. Die Länder müssen gewisse Steuern selbst einnehmen können – und dann schauen wir einmal, in welchen Kilometerabständen sie dann ihre Krankenhäuser nebeneinander hinbauen. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Hable.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich habe mich sehr gewundert, als ich bei den Recherchen gemerkt habe, dass Ärzte beispielsweise nicht die Rechtsform einer GmbH für ihre Praxis wählen können. Der Grund, sehr geehrte Damen und Herren, ist ganz einfach – nämlich typisch österreichisch –: Wenn sie die Rechtsform der GmbH wählen, sind Sie automatisch Mitglied in der Wirtschaftskammer, sonst sind sie in der Ärztekammer. Das heißt, dieses starre Kammersystem bedeutet eigentlich (Abg. Obernosterer: Das ist aber ein gutes System!), dass zum Nachteil der Patienten und zum Nachteil der Bevölkerung gehandelt wird (Abg. Obernosterer: Das ist aber ein gutes System!) – und das ist kein gutes System. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir müssen dafür sorgen, dass unser Gesundheitssystem langfristig finanzierbar bleibt, dass für die Menschen die optimale Versorgung sichergestellt werden kann – und zwar auch und insbesondere am Land. Das System muss viel effizienter werden, wir müssen kostengünstiger arbeiten und wir müssen schauen, dass die Menschen länger gesund leben. (Ruf bei der FPÖ: Ja, genau!) Das geht nur durch weniger Bürokratie, durch mehr Freiheit und durch mehr Vertrauen in die Eigenverantwortung der Menschen. Das gilt im Übrigen nicht nur für unser Gesundheitssystem, sondern für das ganze Land. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei NEOS und Team Stronach.
Es wurde erwähnt, man müsse auf regionale Bedingungen und Besonderheiten Rücksicht nehmen. – Ja, sicher, aber es kann doch nicht sein, dass die regionale Besonderheit darin liegt, dass beispielsweise Blutabnahmen bei Ärzten in Vorarlberg anders abgegolten werden als in Wien. Das kann es wirklich nicht sein und das ist auch falsch verstandener Föderalismus. (Beifall bei NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Meine geschätzten Damen und Herren! Was wir brauchen, ist eine ganz enge Verflechtung zwischen Gesundheitssystem und Pflegebereich. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren! Das sind genau elf Monate zu viel. Hier haben wir Handlungsbedarf! Wir müssen schauen, dass es im ländlichen Bereich mehr Fachärzte gibt, und wir müssen schauen, dass die Landärzte erhalten bleiben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das Problem des Föderalismus wurde heute schon sehr oft angesprochen. Wir können uns diesen Föderalismus nicht mehr leisten. Nicht nur, dass wir ihn uns nicht leisten können, er macht auch keinen Sinn! Oder gibt es irgendjemanden hier im Raum, der mir erklären kann, warum im Pflegebereich zum Beispiel ein Wiener nur 14 Quadratmeter Fläche braucht, ein Kärntner 18 Quadratmeter? Das sind doch Unsinnigkeiten, das ist nicht mehr zeitgemäß, wir müssen das System ändern! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der NEOS.
An dieser Stelle: All jenen, die Pflege ausüben, von unserer Fraktion ein herzliches Dankeschön! (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der NEOS.) Sie leisten Großartiges! Was wäre unsere Gesellschaft ohne jene Menschen, die bereit sind, anderen Menschen zu helfen, und zwar gerade in einer Situation zu helfen, in der es den Pflegebedürftigen schlecht geht? Herzlichen Dank. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der NEOS.
An dieser Stelle: All jenen, die Pflege ausüben, von unserer Fraktion ein herzliches Dankeschön! (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der NEOS.) Sie leisten Großartiges! Was wäre unsere Gesellschaft ohne jene Menschen, die bereit sind, anderen Menschen zu helfen, und zwar gerade in einer Situation zu helfen, in der es den Pflegebedürftigen schlecht geht? Herzlichen Dank. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der NEOS.
In diesem Sinne: Wir alle haben sehr, sehr viel zu tun, dass die Gesellschaft solidarisiert bleibt, und wir haben höchsten Handlungsbedarf. Packen wir es an! Reformieren wir den Staat! Überlegen wir den Föderalismus noch einmal genau! Und überlegen wir vor allem, in welchen Bereichen er sinnvoll ist und in welchen Bereichen wir ihn so rasch wie möglich abschaffen sollten! – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Zunächst möchte ich einmal allgemein sagen, dass ich es sehr, sehr begrüße und es für sehr vorbildlich halte, dass das Hohe Haus hier geschlossen gegen Atomkraft auftritt und mit der Klage gegen Hinkley Point vor dem Europäischen Gerichtshof auch Taten folgen lässt. Das, finde ich, ist ein sehr, sehr schönes Zeichen, das auch im Sinne aller Österreicherinnen und Österreicher ist. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und Grünen.
heitlichen Meinung, die wir hier haben, nicht anders agiert hat. (Beifall bei Team Stronach und Grünen.)
Beifall bei Team Stronach und Grünen.
Die EU-Entscheidung zu Hinkley Point ist – das kann ich nur noch einmal erwähnen – für mich ein absolutes Armutszeugnis für unsere Energiewende! (Beifall bei Team Stronach und Grünen.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Team Stronach.
Lassen Sie mich zum Abschluss meine Einschätzung zum Ausdruck bringen, dass es aus meiner Sicht wichtig ist, dass auch das Europäische Parlament hier klar Flagge zeigt. Wir sollten alle in unseren Fraktionen darauf hinwirken, dass auch das Europäische Parlament nicht zur Kenntnis nehmen kann, dass sozusagen die alte Kommission ein Präjudiz für die wichtige Frage der Schaffung einer Energieunion setzt, die eine der Hauptaufgaben der künftigen Legislative und Exekutive auf europäischer Ebene sein muss. Eine solche Entscheidung darf durch diese eklatante Fehlentscheidung nicht quasi vorweggenommen werden. Daher muss aus meiner Sicht auch das Europäische Parlament in Form eines Initiativantrags eine klare Entscheidung gegen diese Beihilfe treffen. – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Team Stronach.)
Demonstrativer Beifall beim Team Stronach. – Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Was sagt Österreich dazu? – Sofort nach Vorliegen der Entscheidung hat Österreich diese Entscheidung als völlig inakzeptabel bewertet und wird auch Klage beim Europäischen Gerichtshof einbringen. Energie ist zu subventionieren, ja, sofern es sich um erneuerbare Energien handelt! Aber Subventionen für Atomkraft sind striktest abzulehnen, zumal dies Subventionen wären für ein Risiko, das unkalkulierbar, unbeherrschbar und vor allem unzumutbar ist für Mensch, Tier und Umwelt. (Demonstrativer Beifall beim Team Stronach. – Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Team Stronach.
Sehr geehrte Damen und Herren! Viele haben offensichtlich nichts gelernt aus Tschernobyl, aus Fukushima. Aber wir alle wissen es: Wir wollen keine strahlende Zukunft, weder in Österreich noch in Europa, noch weltweit! – Danke schön. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Dr. Kathrin Nachbaur (STRONACH): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Liebe Kollegen im Hohen Haus! Sehr geehrte Steuerzahler! Wie wir wissen, haben wir in Österreich leider eine traurige Rekordarbeitslosigkeit. Es sind so viele Menschen ohne Arbeit wie noch nie. Gute Arbeitsplätze in der Privatwirtschaft sind das Allerwichtigste im Land. Der Staat kann nicht für alle sorgen und alle auf Steuerzahlerkosten beschäftigen. Der Staat muss Rahmenbedingungen schaffen, damit es das Unternehmertum gibt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Peter Wurm.
Jetzt gibt es erfreulicherweise ein Bürokratieabbaupaket. Es könnte ambitionierter sein, aber in der Not frisst der Teufel Fliegen, und wir werden das selbstverständlich unterstützen. Es geht eben noch lange nicht weit genug. Man denke an die Gewerbeordnung, an die Lohnverrechnung, an den Kammer-Zwangsmitglied-Staat. Man denke, das ist besonders aktuell, auch an unsere Gastwirte, denen die EU-Kochtopf-Inspektoren jetzt gemeinsam mit der österreichischen Bundesregierung die Suppe ordentlich versalzen. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Peter Wurm.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS.
Wer wirklich glaubt, dass es die Banken sind, die die Bankensteuer zahlen, glaubt wahrscheinlich auch, dass die Versicherungen die Versicherungssteuer und Brauereien die Alkoholsteuer zahlen. Nein, sehr geehrte Damen und Herren, wir wissen, dass letztendlich alles selbstverständlich der Steuerzahler zahlt. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker.
Dieses brachliegende, ständig an Kaufkraft verlierende Kapital auf den Sparbüchern, das sollte besser genützt werden. Da sollte es eine Alternative geben. Deshalb sagen wir: Es muss begünstigt werden, wenn es in nicht börsennotierte Unternehmen investiert wird. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker.)
Beifall beim Team Stronach.
Bei der Finanzierung von Unternehmen sieht man, wie absurd unsere Regierung hier eigentlich denkt, denn Schuldenmacherei wird steuerlich belohnt. Das heißt, wenn man Kapital aufnimmt, Schulden macht, dann kann man das von der Steuer selbstverständlich absetzen, während der Aufbau von Eigenkapital steuerlich bestraft wird. Daher unsere Forderung: Wir brauchen einen funktionierenden Eigenkapitalmarkt in Österreich! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe der Abgeordneten Pirklhuber, Brunner und Matznetter.
Am umweltfreundlichsten wäre es wahrscheinlich, wenn man überhaupt die ganze EU zusperrt (Abg. Lichtenecker: Aber geh!), den Betrieb der gesamten Industrie einstellt, den Verkehr abschafft, dann wären die aus der EU kommenden 10 Prozent an weltweiten CO2-Emissionen wahrscheinlich weg. (Abg. Lichtenecker: Wir haben da modernere Ideen!) Aber wenn unsere Firmen dann anderswo produzieren, weil sie müssen, würde damit in Summe mehr CO2-Ausstoß in die Welt gepufft werden, und das ist wenig zielführend. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe der Abgeordneten Pirklhuber, Brunner und Matznetter.)
Beifall bei FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Das wird nicht von einer FPÖ-nahen Institution gefordert, sondern von der Kammer der Wirtschaftstreuhänder, die, wie gesagt, nahe an den klein- und mittelständischen Unternehmen ist und die sehr wohl weiß, wo der Schuh drückt. Was tun Sie? – Sie tun einfach nichts, Sie kündigen an, Sie fordern sich selbst auf. Es tut mir leid, mehr ist da nicht, und das ist zu wenig. (Beifall bei FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Grünen, NEOS und Team Stronach.
Abgeordneter Matthias Köchl (Grüne): Geschätzte Damen! Geschätzte Herren! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher und Menschen vor den Fernsehapparaten! Geschätzte Bürokraten! Geschätzte Bürokratinnen! Es ist irgendwie schon bezeichnend, dass sich diejenigen, die die Bürokratie in Österreich in den letzten Jahrzehnten aufgebaut haben, jetzt selbst auffordern, diese Bürokratie zu beseitigen. (Beifall bei Grünen, NEOS und Team Stronach.) Ich glaube, Sie haben das Wort „Selbstverwaltung“ falsch verstanden, das Wort „Selbstverwaltung“ bedeutet eigentlich etwas anderes.
Beifall bei Grünen, NEOS und Team Stronach.
Und um der ganzen Bürokratie und dem, was die Wirtschaftskammer vorgibt, auch ein bisschen das i-Tüpferl aufzusetzen, muss sie für einige Monate im Jahr den Gewerbeschein für die Friedhofsgärtnerei lösen, weil der andere Gewerbeschein ihr zwar Blumen zu verkaufen und zu setzen erlaubt, nicht aber sie sozusagen auch zu gießen. Das heißt, Frau Windsteig braucht zusätzlich, damit sie die Blumen auch gießen darf, einen weiteren, einen vierten Gewerbeschein. – ÖVP-Wirtschaftskammerstruktur sage ich nur dazu. Viel mehr möchte ich gar nicht ausführen. (Beifall bei Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei Grünen, NEOS und Team Stronach.
Da möchte ich anregen, dass man sich etwas einfallen lässt, vielleicht so etwas Ähnliches wie den leicht vermurksten Dienstleistungsscheck. Hier muss man sich etwas einfallen lassen. (Anhaltende Zwischenrufe der Abgeordneten Amon und Schönegger.) – Bitte nicht immer dazwischen hineinreden! Wir sind nicht im ÖVP-Klub, darauf habe ich Sie schon einmal aufmerksam gemacht, geschätzte ÖVP! (Beifall bei Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Willi.
Diesbezüglich hat der Herr Minister Zusagen für eine fällige Novellierung gemacht, und wir hoffen, dass er diese auch rasch umsetzt und nicht noch länger zuwartet. Ich hoffe, dass wir hier anlässlich eines Prüfberichts des Rechnungshofes bald auch über andere Bundesländer diskutieren können und dass wir schlussendlich auch zu einer Lösung kommen, was die Mittel des Rechnungshofes betrifft. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Willi.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das ist ein viel zu langer Zeitraum! Hier muss rascher etwas passieren, zumal wir ja auch hier eine Fünf-Parteien-Entschließung beschlossen haben. Wir sollten uns schon an unsere eigenen Beschlüsse halten und diese auch umsetzen – das vor allem an die Abgeordneten der Regierungsparteien gerichtet. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich hoffe, dass das nächste Mal die Rechnungshofberichte wie beim letzten Mal wieder früher auf der Tagesordnung sind, denn dann hat der Rechnungshof mehr davon, wir könnten die Berichte ausführlich diskutieren, und es wäre auch gut für meine Redezeit, denn ich habe jetzt keine mehr und kann mich zu den nächsten zwei Tagesordnungspunkten nicht mehr zu Wort melden. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 46
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Ich möchte mich sehr herzlich bedanken, ich möchte mich auch bei der Bevölkerung bedanken, weil ich glaube, ohne die 250 000 Unterschriften für die Petition betreffend U-Ausschuss zur Hypo wäre der Druck niemals so stark gewesen, auch in den eigenen Reihen, dieses Minderheitsrecht jetzt tatsächlich einzuführen. Das hatte in der Bevölkerung auch wirklich eine hohe Emotionalität. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle, die sich damals für diese Unterschriften engagiert haben! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strache.
Abgeordnete Dr. Kathrin Nachbaur (STRONACH): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kollegen im Hohen Haus! Sehr geehrte Gäste auf der Galerie! Sehr geehrte Steuerzahler! Dass der Untersuchungsausschuss ein Minderheitsrecht ist, ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit in einer modernen Demokratie. (Abg. Kogler: Na ja!) Es ist ja völlig absurd, dass die Regierung bisher immer selbst entscheiden konnte, ob sie sich kontrollieren lässt oder nicht, denn: Wer lässt sich schon gerne öffentlich anprangern, wenn er Mist gebaut hat?! Das sieht man auch ganz klar daran, dass bisher jeder Untersuchungsausschuss genau dann abgedreht wurde, wenn es besonders spannend geworden ist. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strache.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Brosz: einen neuen Ausschuss! – Zwischenrufe der Abgeordneten Strache und Schieder.
Wir Oppositionelle dürfen einen Zeugen nur zwei Mal laden, während es aber so ist – das sieht man doch auch in jedem strafrechtlichen Verfahren –, dass man eine Person selbstverständlich ein weiteres Mal befragen können muss und eine weitere Ladung notwendig wäre, wenn die Faktenfindung neue Erkenntnisse zutage fördert. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Brosz: einen neuen Ausschuss! – Zwischenrufe der Abgeordneten Strache und Schieder. )
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strache.
Kurz nach der Verstaatlichung der Bank – daran kann ich mich noch gut erinnern – hat der damalige Vorstand der Bank gesagt, dass nach dem ersten Zuschuss noch ein zweiter notwendig wird, dass die Bank aber spätestens ab 2011 Gewinne abwerfen wird. Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen! Auch die zuständige damalige Finanzministerin hat in Aussicht gestellt, dass die Bankenrettung genauso wie die Rettung Griechenlands möglicherweise ein gutes Geschäft für Österreich werden könnte. In Wirklichkeit hat das Milliarden Steuergeld verschlungen. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strache.)
Beifall beim Team Stronach.
Angesichts dessen ist ein Untersuchungsausschuss als absolutes Mindestmaß politischer Verantwortung notwendig. Diese „Sternstunde“ des Parlamentarismus, von der die Regierung jetzt spricht (Abg. Kogler: Wir auch!), ist in Wirklichkeit der selbstverständliche Schritt aus der demokratischen Steinzeit heraus. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Vom Untersuchungsausschuss erhoffen wir uns natürlich trotz seiner ausgehöhlten Ausgestaltung viele Antworten und werden selbstverständlich im Sinne der Bürger konstruktiv und hart in der Sache mitarbeiten, denn die Steuerzahler verdienen Antworten. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Kollege Hagenauer von den Grünen als Vorsitzender hat hervorragende Arbeit geleistet, auch deshalb, weil es ihm als Oppositionsabgeordneten wichtig war, Dinge aufzudecken. Ich sage Ihnen, wäre der Vorsitzende jemand von den Regierungsparteien gewesen, dann hätten wir, glaube ich, nicht wirklich etwas bewegen können. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.
Ich habe erlebt, wie gelebte Demokratie sein kann. Ich habe erlebt, welche Rolle die Oppositionsparteien spielen können. Aber zu dem, verzeihen Sie mir, was wir heute beschließen, muss ich sagen: Das ist vielleicht für die Regierung ein Jubeltag. Ich gratuliere Kollegen Lopatka, ich gratuliere Kollegen Schieder, hervorragend, Sie haben es geschafft, dass die Opposition in weiten Bereichen ausgeschaltet wird und dass die Mächtigen in diesem Land noch mehr Macht erhalten! (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.)
Beifall beim Team Stronach
Das ist nicht meine Meinung, sondern das ist das, was ein Politikwissenschaftler aus Innsbruck gemeint hat (Beifall beim Team Stronach), aber es bestärkt uns in der Ansicht, dass die Mächtigen in diesem Land es sich richten und sich selbst schützen. (Zwischenruf des Abg. Brosz.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn der Verfahrensrichter auch durch die Mehrheit bestimmt wird (Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz), also wieder durch die Mächtigen, und der Verfahrensrichter im Verfahren mit dem Vorsitzenden entscheiden kann über die Zulassung der Fragen und die Erstbefragung vornimmt, dann ist das wieder eine Stärkung der Mächtigen in diesem Land. Ich verstehe die Opposition nicht. Ich sage Ihnen, Herr Kollege Lugar und ich haben uns das ganz genau überlegt (Abg. Rädler: Oje!), und wir wollen, dass alles durchleuchtet wird. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Walter Rosenkranz: Dann gehe ich davon aus, dass Sie keine Mitglieder für den Untersuchungsausschuss stellen!
In diesem Sinne: Es mag für die Regierungsparteien ein Tag der Freude sein – davon gehe ich aus –, für uns als Opposition ist er das mit Sicherheit nicht, denn die Mächtigen haben es sich wieder einmal gerichtet, unter Applaus der Opposition. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Walter Rosenkranz: Dann gehe ich davon aus, dass Sie keine Mitglieder für den Untersuchungsausschuss stellen!)
Abg. Walter Rosenkranz – in Richtung Team Stronach –: Dann darf man davon ausgehen, dass das Team Stronach keine Mitglieder in den nächsten Untersuchungsausschuss entsendet?!
Präsident Karlheinz Kopf: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Dr. Hable. – Bitte. (Abg. Walter Rosenkranz – in Richtung Team Stronach –: Dann darf man davon ausgehen, dass das Team Stronach keine Mitglieder in den nächsten Untersuchungsausschuss entsendet?!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Zwischenrufe bei Grünen und Team Stronach.
Gesundheitspolitik entwickelt sich in kleinen Schritten, das muss man einmal verstehen. Das fällt nicht vom Himmel runter. Auch wenn immer wieder von Gesundheitsreform, von Primary Health Care gesprochen wird – das sind alles kleine, kleine Schritte, und heute machen wir einen kleinen Schritt. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Zwischenrufe bei Grünen und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Was zu kritisieren ist, sind mehrere Dinge. Ich halte die festgelegten Fristen für zu lange; daher werden wir auch den Antrag der Grünen unterstützen, das muss verkürzt werden, ich glaube, dass das schneller umgesetzt werden kann. Was vor allem ganz hart zu kritisieren ist, ist der Punkt betreffend Lehrpraxis, nämlich die Finanzierung derselben. Die Lehrpraxis an sich ist etwas sehr Gescheites. Die muss im Sinne der Patienten und der Ärzte umgesetzt werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
Bitte, trauen wir uns auch, die Wörter „Verantwortung“ und „Arzt“ wieder in den Mund zu nehmen und nicht immer von „Augenhöhe“ zu reden! Ich kann es schon nicht mehr hören, dass alle im Gesundheitssystem gleich verantwortlich sind. Das ist nicht der Fall! Die Hauptverantwortung tragen die Ärzte, und daher müssen wir die Ärzte in jeder Hinsicht unterstützen und auch die Ausbildung weiter fördern. Das ist mir ein ganz wichtiges Anliegen. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
kann, und die Patienten bekommen das beim Wahlarzt dann zurückerstattet. Ich glaube, die Allgemeinheit hat ein Recht darauf, auch hier unterstützt zu werden. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Ruf beim Team Stronach: Doch, erklären Sie ein bisserl was!
punkt Orthopädie, und so weiter. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich brauche Ihnen das jetzt nicht zu erklären. (Ruf beim Team Stronach: Doch, erklären Sie ein bisserl was!) Wenn Sie ans Rednerpult gehen, dann informieren Sie sich vorher. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei FPÖ und Team Stronach.
punkt Orthopädie, und so weiter. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich brauche Ihnen das jetzt nicht zu erklären. (Ruf beim Team Stronach: Doch, erklären Sie ein bisserl was!) Wenn Sie ans Rednerpult gehen, dann informieren Sie sich vorher. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und Team Stronach. – Abg. Rädler: Sie haben 30 Jahre lang geschlafen! Schauen Sie sich das in Deutschland an!
Abgeordneter Philip Kucher (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Frau Ministerin! Herr Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege Rädler, bei allem Verständnis für kommunalpolitische Interessenslagen: Ich glaube, wir sollten alle froh sein, dass gerade im wichtigen Bereich der Kinder-Reha etwas weitergeht, dass es da gemeinsame Ziele gibt. Und bei allem Verständnis, dass man da kommunalpolitisch als Bürgermeister andere Ansichten hat: Es ist meiner Meinung nach schon wichtig, dass wir in diesem Bereich die Interessen der Kinder in den Vordergrund stellen und nicht irgendwelche kommunalpolitischen Interessen. Darauf sollten wir uns doch einigen können. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und Team Stronach. – Abg. Rädler: Sie haben 30 Jahre lang geschlafen! Schauen Sie sich das in Deutschland an!)
Beifall beim Team Stronach.
Das ist eigentlich ein unhaltbarer Zustand. Das stammt aus grauer Vorzeit, wo es noch möglich war, die Nacht durchzuschlafen. Warum? – Weil es keine 24-Stunden-Betriebe gegeben hat, kein 24-Stunden-Röntgen, keinen 24-Stunden-OP-Betrieb et cetera, et cetera. Das stammt eigentlich aus den fünfziger Jahre, da waren zum Beispiel im AKH Wien sogar Dienstzeiten von einer Woche, 14 Tage gang und gäbe. Es war 1955 möglich, 14 Tage am Stück Dienst zu machen – aber unter völlig anderen Voraussetzungen und unter völlig anderen Bedingungen. Das kann man in der heutigen Zeit überhaupt nicht mehr tolerieren, daher ist es wirklich jetzt dankenswerterweise so weit gekommen und höchste Zeit gewesen, dieses Gesetz zu ändern. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Und noch ein Punkt zum Notarztwesen: Ich glaube, das ist flächendeckend noch nicht so wirklich gut eingeführt, wie der Kollege Wöginger gesagt hat. Es gibt, wie ich weiß, zum Beispiel in Vorarlberg durchaus Regionen, wo man sich ein bisschen fürchtet, wenn man einen Unfall oder einen Notfall hat. Ich denke, auch da muss man nachbessern. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich habe mir eine IFES-Umfrage unter den Spitalsärzten angeschaut, wonach sie angeben, dass sie nur 63 Prozent ihrer Arbeitszeit tatsächlich für die Patienten aufwenden können. 42 Prozent beklagen die Belastung in diesem Beruf, sie sagen, der Druck ist einfach zu groß. Es gibt auch Studien, wonach 50 Prozent der Spitalsärzte Burn-out gefährdet sind, und zwei Drittel der Ärzte beklagen den enormen Zeitdruck. Das heißt, wir als politische Vertreter können sehr wohl etwas machen, nämlich die Bürokratie, die Sie gestern alle abbauen wollten hier in diesem Raum, tatsächlich einmal konstruktiv zurücknehmen, nämlich dort, wo es Sinn macht, Sinn für den Patienten und Sinn für die Ärzte. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich ersuche um Annahme. Dieses Ansinnen ist nämlich der Wunsch der Ärzteschaft, endlich von Bürokratie entlastet zu werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Fekter.
Ganz frei!), und bei uns regelt der Markt vieles. Das ist zur Kenntnis zu nehmen! (Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Fekter.)
Beifall beim Team Stronach.
Aber wenn wir die Mindestlohndebatte unter dem Faktor Gerechtigkeit aufziehen, dann hinterfrage ich mich schon (Abg. Steinhauser: Hinterfragen Sie sich!): Wie sehen Sie es zum Beispiel, dass viele Einzelhandelsunternehmen laut Kollegen Matznetter „krachen wie die Kaisersemmeln“? Die wären wahrscheinlich froh, wenn sie 1 500 € hätten, so viel werden sie gar nicht verdienen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Steinhauser: Das ist sehr zynisch!
Lohn sollte anständig sein, aber ökonomisch gesehen ist Lohn immer ein Preis für eine Leistung. Lohn ist keine Sozialleistung, Lohn ist keine Transferleistung. Das ist, glaube ich, eine ganz wesentliche Feststellung. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Steinhauser: Das ist sehr zynisch!)
Beifall beim Team Stronach.
Wir wollen Bildung unterstützen. Wir wollen die jungen Menschen motivieren, eine vernünftige Ausbildung zu machen und weiterzukommen. Bildung statt Mindestlohn, das ist unser Ansatz. Dafür werden wir uns einsetzen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Und was ist eigentlich die Konsequenz dieses ganzen absurden Chaos? Wo bleibt bis heute ein spezielles Bankeninsolvenzrecht? Und wo bleibt bis heute ein Insolvenzrecht für Gebietskörperschaften? All das brauchen wir ganz dringend in unserem Land! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die interessanteste Frage im Zusammenhang mit der Hypo Alpe-Adria – vielleicht bekommen wir eines Tages die Antwort darauf; spätestens im U-Ausschuss, so hoffe ich – ist: Wer waren zum Zeitpunkt der Notverstaatlichung eigentlich die größten Gläubiger? Wer wurde da von der Politik wirklich gerettet (Abg. Krainer: Kärnten!), und wer wurde auf Steuerzahlerkosten in Milliardenhöhe geschützt? (Abg. Krainer: Kärnten!) Diese Antworten (Abg. Krainer: Kärnten!) schulden Sie den Steuerzahlern! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall des Teams Stronach
sage: Gut, dass es die Ausschüsse gibt, schade, dass sie nicht übertragen werden, denn erstens ist in den Ausschüssen die Gesprächskultur eine ganz andere (Beifall des Teams Stronach) und zweitens geht es dort wesentlich sachlicher zu. Andernfalls würden wir nicht zu den Gesetzesvorlagen und zu den Punkten kommen, die wir hier diskutieren, in einer Art, wie sie sicherlich die Zuseher nicht immer wünschen.
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP, Grünen und Team Stronach.
Das ist sehr wichtig, daher dürfen wir uns in dieser Form bei allen Freiwilligen für ihren Einsatz, für ihr Engagement und für ihre Tätigkeit einmal ganz, ganz herzlich bedanken. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP, Grünen und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Interessant im Kulturbericht – Seite 85 – ist auch, dass der Jahresüberschuss im MUMOK mit 1,21 Millionen € ausgewiesen ist. Er resultiert aus hohen einmaligen Rückstellungsauflösungen, was wahrscheinlich für einen Betriebswirtschaftler gleich erklärbar ist, für mich aber nicht so gleich. Daher haben wir den Minister im Ausschuss gefragt, ob diese Auflösungen der Rückstellungen in diesem Ausmaß auch erforderlich waren und, wenn ja, warum diese erforderlich waren, da sie aus meiner Sicht nicht nachvollziehbar sind. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Einige weitere Fragen stellen sich beim Kapitel MAK. Wenn man die Jahre 2010 bis 2013 bei den Besucherzahlen vergleicht – es ist zwar eine andere Zählweise, ein anderer Zählmodus zur Anwendung gekommen –, gab es im Jahr 2010 190 000, im Jahr 2012 aber nur noch 139 000 Besucher. Das kann aus meiner Sicht nicht alleine durch den Zählmodus erklärt werden. Hier gibt es eine Diskrepanz. Weiters ist beim MAK die Tatsache hinterfragenswert, dass die Umsatzerlöse von 2010 bis 2013 nur geringfügig gestiegen sind, dass sich der Jahresüberschuss von 2010 bis 2013 aber fast halbiert hat. Auch das wäre aus meiner Sicht eine Antwort wert. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (STRONACH): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Hohes Haus! Mein Vorredner hat ja schon die Gemeindestrukturreform, das Thema in der Steiermark, angesprochen. Und wir sehen es nicht ein, wenn ständig, Stunde für Stunde, über direkte Demokratie gesprochen wird – Ausbau der direkten Demokratie, die Leute sollen eingebunden werden, sollen mitbestimmen –, dass dann, wenn das Volk einmal abstimmt und für etwas ist, von oben mit dem Rasenmäher drübergefahren wird, so quasi: Wir wissen, was für euch da unten passt! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Unruhe im Sitzungssaal.
Da sieht man, wie ernst die ÖVP dieses Thema nimmt. Ich glaube, Sie sind noch nicht beim Bürger angekommen. Sie sind da oben in der Etage und Sie spüren gar nicht, was die Bevölkerung unten will. Und ich würde Ihnen raten, einmal mit den Leuten zu reden. Die haben es nämlich satt, dass drübergefahren wird. (Beifall beim Team Stronach. – Unruhe im Sitzungssaal.) Wie überhaupt der ländliche Raum ausgehungert wird und ein gänzlicher Kahlschlag stattfindet. Aber offensichtlich bewegt auch dieses Thema niemanden hier herinnen.
Beifall beim Team Stronach.
Ich ersuche um Annahme und sage noch einmal: Es würde auch anders gehen. Es würde freiwillig gehen. In Oberösterreich macht man das freiwillig, denn die Leute vor Ort wissen selbst, was für sie das Beste ist. Drüberfahren sollte der Vergangenheit angehören. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die EU-Bürokraten in Brüssel mischen sich mittlerweile in alles ein. Das geht von der Größe der WC-Spülkästen bis zur Staubsauger-Wattstärke und bis zu unserer heimischen Küche, wo in Zukunft wahrscheinlich telefonbuchartige Speisekarten ausgeteilt werden müssen, bis ihnen endlich das Kochen zu mühsam ist und die Fertiglebensmittelindustrie mit ihrer Lobby obsiegt hat und dann eigentlich nur mehr ein Packerlgulasch serviert wird. Das ist eine traurige Perspektive – dank EU! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Und jetzt soll also nachträglich legalisiert werden, was im Falle Spaniens entweder ein glatter Rechtsbruch war oder das schamlose Ausnutzen einer Grauzone. Auffallend ist das legendäre Wort von Angela Merkel, die sogenannte Alternativlosigkeit, die findet sich sogar im Text zum Gesetzentwurf wieder. Dabei ist völlig klar, dass es sehr wohl eine Alternative gäbe, nämlich dass eine Bank, wenn sie pleitegeht, tatsächlich pleitegeht. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Wie kommen die Steuerzahler dazu, dass sie die Großbanken retten müssen, die sich verspekuliert haben, und dann künstlich am Leben erhalten? Das ist nicht einzusehen. Die Steuerzahler sollen nicht ständig für Pleitebanken und schon gar nicht für Pleitebanken anderer Länder haften müssen! (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Wohlstand schaffen kann man nur durch fairen Wettbewerb, durch Unternehmertum, durch Bildung, aber nicht durch diese sozialistische almosenartige Umverteilungspolitik, die noch dazu nicht einmal den Bürgern, sondern den Spekulationsbanken dient. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Die direkte Bankenrettung durch den ESM widerspricht den EU-Regelungen, weil die EU mit der Haftungskaskade eigentlich eine Richtlinie festgelegt hat, die Bail-in lautet. Das bedeutet, jetzt haben wir eine dreifache Rettungsstruktur geschaffen: zuerst den einheitlichen Abwicklungsmechanismus, dann die EZB, die Schrottanleihen aufkauft, und letztlich noch den ESM. Wie will die Regierung diesen Mechanismus, diese drei Ebenen überhaupt kontrollieren? Wer bestimmt, welche greift? Das ist ein komplett bürokratischer und undurchsichtiger Wahnsinn ohne jegliche demokratische Kontrolle und gehört daher verboten. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Was die Transparenz anlangt: In Spanien wurden die faulen Kredite in einer Bad Bank gelagert. Welchen Kenntnisstand hat die Regierung über die Werthaltigkeit dieser Papiere? Die Bad Bank hat nämlich während des Prozesses beklagt, dass es für diese Papiere überhaupt keinen Markt mehr gibt. Was geschieht jetzt mit diesen Papieren? Muss da wieder der Steuerzahler ran?, denn sonst kauft es ja keiner, nur der depperte Steuerzahler wird immer zur Kasse gebeten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Zusammenfassend kann man sagen, dass diese ganze europäische Bankenrettung und dieser Rettungsmechanismus ein großer Fehler ist. Es sollte vielmehr das marktwirtschaftliche Prinzip gelten: Wenn eine Bank pleite ist, dann ist sie eben pleite. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Es ist unverständlich, wenn den fleißig arbeitenden Menschen in unserem Land erklärt wird, dass sie ihr Geld ständig für die Rettung von Großbanken hergeben müssen. Frank Stronach hat schon immer gesagt: Als Rot und Schwarz mit der Unterstützung durch die Grünen dem ESM zugestimmt haben, haben sie die Arbeiter an die Banken verraten. Und so ist es! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Schon nach dem Crash von Lehman Brothers 2008 hat der damalige Chef der Notenbank Ben Bernanke gesagt, dass Banken, die too big to fail sind, zu den wesentlichen Verursachern der Krise gehören. Bis heute führen wir diese Diskussion in Österreich nicht. Das Team Stronach sagt ganz klar: Keine Bank darf jemals so groß werden, dass der Steuerzahler für sie erpressbar wird! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir wollen eine Restrukturierung des österreichischen Bankensektors, damit die Bürger zwischen Spekulationsbanken und normalen Geschäftsbanken, die die Realwirtschaft und die Unternehmer stützen, unterscheiden können. Das Wichtigste ist: Banken müssen den Bürgern dienen, nicht sich selbst und nicht machtgierigen Machthabern! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (STRONACH): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Ich möchte mit einem Spruch, der wahrscheinlich jedem geläufig ist, beginnen, und zwar: Nur die dümmsten Kälber wählen ihren Schlächter selber. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb mein Appell an die Menschen draußen: Probieren Sie einmal eine andere Regierung aus, dann werden Sie sehen, dass Sie nicht immer dann zur Kasse gebeten werden, wenn irgendwelche Banken irgendwo irgendwelche Blödheiten machen! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn Sie sagen, Herr Frank Stronach macht sich keine Sorgen um die Spareinlagen, so entgegne ich Ihnen: Er macht sich Sorgen, und zwar um die Spareinlagen von uns Österreichern, denn die sind wirklich in Gefahr. Die sind wirklich in Gefahr, wenn wir so weitermachen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Letztlich wird uns das allen auf den Kopf fallen. Da fragt sich der Normalsterbliche: Warum machen wir denn das? Da könnte doch der Staat gleich in den Keller gehen und selbst Geld drucken. Der Umweg über die Banken, über die Anleihen macht ja nur dann Sinn, wenn eben nicht die EZB diese Anleihen kauft, sondern die privaten Bürger und dann auch Zinsen dafür bekommen. Dann macht das Sinn. Wenn das die EZB macht, machen wir nichts anderes als Politik mit der Druckerpresse. Und das ist abzulehnen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Hübner.
Schauen Sie sich Griechenland an, schauen Sie sich alles an, was da passiert ist! Letztlich haben wir mit einer Billion, mit mehreren Billionen Euro verhindert, dass sich das System selbst heilt. Wir haben es bei Griechenland verhindert. Wir haben es bei Spanien verhindert. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Hübner.)
Beifall beim Team Stronach.
Aber ich kann dem Steuerzahler Folgendes sagen: Wenn es nach mir geht, müssten all jene, die Rot und Schwarz wählen, diese Suppe auslöffeln, und alle anderen sollten nicht zur Kasse gebeten werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 48
Beifall beim Team Stronach.
Aber es ist unerlässlich, dass jeder, der zu uns kommt, selbstverständlich unsere Verfassung, unsere Gesetze akzeptiert, unsere Werte respektiert, unsere Sprache erlernt und sich hier integriert, egal, ob er einwandert oder hier auf Zeit Asylrecht genießt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Gartelgruber und Pock.
Es gibt in Österreich weit mehr als 100 private islamische Kindergärten und Schulen, und davon sind angeblich viele in der Hand von Salafisten. Auch ich möchte heute den Islamtheologen Ednan Aslan zitieren, der kürzlich in einem Interview sagte, dass er sich Sorgen macht, was in diesen Kindergärten gelehrt wird. Er sagt, dass dort Volksschulmädchen von fundamentalistischen Koranlehrern eingetrichtert wird, dass sie später den Niqap tragen müssen, denn sonst landen sie in den Fängen des Teufels. Er sagt auch, dass einige der offiziell anerkannten Islamlehrer für ihre politischen Führer in Ägypten werben, welche zur Scharia aufrufen und alle Verfassungen, außer natürlich den Koran, ablehnen und auch aufrufen, jüdische Produkte zu boykottieren. Das hat in unserer Gesellschaft nichts verloren! (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Gartelgruber und Pock.)
Beifall beim Team Stronach.
Solche gefährlichen und totalitären Tendenzen müssen wir mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln des Rechtsstaats bekämpfen! Wenn es um unsere Freiheit und unsere Demokratie geht, dann gibt es kein Wenn und Aber und keine Kompromisse! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir dürfen nicht zulassen, dass so etwas in unserem Land unterrichtet wird und junge Menschen verführt werden. Frau Innenminister, Sie haben schon gesagt, dass bereits 150 junge Österreicher nach Syrien aufgebrochen sind, um dem Islamischen Staat dort zu dienen und möglicherweise ihr Leben zu opfern. Österreich liegt da im traurigen europäischen Spitzenfeld. Das ist aber nur die Spitze des Eisberges, denn Dschihadismus entwickelt sich immer mehr auch zu einem jugendkulturellen Phänomen. Aktuelle Zahlen aus Großbritannien sind äußerst alarmierend, denn dort ist bereits jeder siebente Jugendliche ein Sympathisant des Islamischen Staates. Diese besorgniserregenden Entwicklungen bedrohen unsere Freiheit, bedrohen unsere demokratische Grundordnung. In Österreich darf es keine Hassprediger geben, radikale und extremistische Entwicklungen dürfen nicht verharmlost und toleriert werden! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Österreich soll ein aufgeklärtes und friedliches Land bleiben, das Menschen aus dem Ausland mit guten Absichten selbstverständlich willkommen heißt, sofern das unser heimischer Arbeitsmarkt auch zulässt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
keine Homosexuellen steinigen, die nicht antisemitisch sind. Für Menschen, die unsere Gesetze und unsere Werte ablehnen, hat Österreich keinen Platz. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Unser kleines Land nimmt am drittmeisten Leute auf, in der ganzen EU. Natürlich wollen wir aus dem Gebot der Menschlichkeit heraus alle Menschen der Welt retten, aber da muss man schon realistisch sein. Daher fordern wir eine fixe Verteilung innerhalb der EU nach Bevölkerungsgröße und Wirtschaftsstärke, damit man die Betroffenen unterstützen kann, aber das eigene Land nicht aus der Balance bringt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Deimek.
Auch das Dublin-Abkommen muss zur Anwendung kommen, viele der Flüchtlinge sollten in Österreich nämlich erst gar nicht einreisen. Und wenn wir dann Flüchtlinge aufnehmen und unterbringen, dann muss selbstverständlich im Vorhinein Einvernehmen mit den Bürgermeistern hergestellt werden. Es geht nicht, wenn ich an den Semmering denke, dass man dann aus Wien ganz einfach über den Bürgermeister und über die dort ansässige Bevölkerung drüberfährt. Das ist selbstverständlich etwas, was Widerstand hervorruft. Das kann nicht gut gehen. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Beifall beim Team Stronach.
Auch ist interessant, dass jegliche ausländische Intervention, die bis jetzt in den betroffenen Ländern angeblich zur vermeintlichen Demokratisierung und Befreiung der Völker gedient haben soll, bisher vor allem Anarchie, Chaos, Vertreibung und fürchterliche Flüchtlingsströme gebracht hat. Es sollte Österreichs Rolle sein, als Friedensvermittler aufzutreten. Wir sollen auf Hilfe zur Selbsthilfe fokussiert sein, auf Friedensvermittlung setzen und nicht kriegerische Auseinandersetzungen nach Österreich importieren! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Der Islamismus bedroht unsere Freiheit und den Frieden in unserem Land. Und Freiheit und Frieden sind das höchste Gut, für das wir jahrhundertelang gekämpft haben. Das dürfen wir durch falsch verstandene Toleranz nicht aufs Spiel setzen! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wer so über die Menschen drüberfährt, darf sich nicht wundern, wenn er dann die Rechnung präsentiert bekommt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Verantwortung punkto Flüchtlingsaufteilung in Europa muss endlich gerecht verteilt werden! Solidarität ist keine Einbahnstraße! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Nochmals: Verträge sind einzuhalten, und jedes EU-Land muss entsprechend den EU-Regeln Asylwerber aufnehmen; das wäre fair, und so steht es auch geschrieben. Aber solange dieser Schulterschluss in der europäischen Asyl- und Flüchtlingspolitik nicht gelingt und andere EU-Staaten nicht endlich ihren Asylverpflichtungen nachkommen, spreche ich mich hier ganz klar und deutlich dafür aus, dass in Österreich wieder temporäre Grenzkontrollen eingeführt werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb habe ich auch an die Frau Bundesministerin für Inneres eine nach Bezirken aufgeschlüsselte Anfrage betreffend Grenzraumüberwachung im Burgenland gestellt. Ich freue mich auf Ihre Antwort, Frau Bundesministerin, denn genau anhand dieser Erkenntnisse wird man temporäre Grenzkontrollen nicht nur wieder einführen müssen, meine sehr verehrten Damen und Herren, sondern wird diese in weiterer Folge klar rechtfertigen können. – Danke sehr. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strache.
Wenn sie aber als Vorwand für die Verbreitung einer totalitären Ideologie verwendet werden, wird auch dieser demokratische Grundkonsens negiert. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strache.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
In diesem Sinne ist es berechtigt, das Bekenntnis eines jeden Asylwerbers zu unserem Rechtsstaat verstärkt zu hinterfragen: wird die Demokratie wirklich bejaht, oder werden demokratische Spielregeln am Ende ausgenutzt? Humanitäre Hilfe steht außer Frage. Diese steht jedem Flüchtling zu. Da hat Österreich seit jeher einen großzügigen Beitrag geleistet. Aber angesichts der Radikalisierung ist große Vorsicht geboten, und es ist genau zu dokumentieren, wen wir aufnehmen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Eines frage ich mich schon: Warum nehmen die sagenhaft reichen Ölscheichtümer und Königreiche kaum Flüchtlinge auf? – Anstatt Glaubensbrüdern aus der Nachbarschaft zu helfen, werden offensichtlich lieber radikale Moscheevereine finanziert oder dieses skurrile Dialogzentrum hier in Wien. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Die Opfer des Terrors werden durch die protektionistische Asylpolitik mancher Nachbarstaaten gezwungen, Tausende Kilometer weiter nach Europa zu flüchten. Wir müssen uns dessen bewusst sein, dass ein vielleicht nicht unbeträchtlicher Teil jener, die wir hier aufnehmen, ebenso für eine islamische Gesellschaftsordnung eintritt. Die Hoffnung, dass sich radikale Muslime in Europa deradikalisieren lassen, geht nicht auf, wie das Beispiel von Tausenden aus Europa kommenden Dschihad-Kämpfern zeigt. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Daher: Wir wollen hier in Österreich und in Europa – und das betone ich besonders, meine Damen und Herren – gemeinsam mit unseren muslimischen Mitbürgern in Frieden leben. Aber wir setzen auch voraus, dass diese muslimischen Mitbürger die Werte der westlichen Demokratien und des säkularen Staates anerkennen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Aber: Sicherheit ist das oberste Gebot! Deshalb müssen wir alle Anstrengungen unternehmen, die innere und äußere Sicherheit unseres Staates zu gewährleisten. Ich möchte nicht von meinen Kindern einmal den Vorwurf hören, wir hätten zu spät auf eine klare Bedrohung reagiert! – Danke schön. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Ich würde Ihnen dringend empfehlen, nämlich vor allem den Abgeordneten von SPÖ und ÖVP, einmal Ihre geschützten Wohnbereiche, Ihre Luxuswohngegenden auch einmal zu verlassen, in Graz am Rosenhain oder in Wien in Hietzing oder in anderen Bereichen, und auch mit den Menschen zu sprechen. Da lade ich Sie sehr herzlich zu mir in die Steiermark nach Graz ein. Ich lade Sie ein, dort einmal nach Einbruch der Dunkelheit den Volksgarten zu durchschreiten. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Aufgrund des Schengener Abkommens darf die Polizei aber an den Grenzen direkt nicht mehr kontrollieren, sondern nur noch im Hinterland. Und dort sind die Verkehrswege natürlich wesentlich weiter auseinander. Ich kann das also nicht mehr so zentral kontrollieren; was natürlich den Straftätern, die unser Land verlassen wollen, entgegenkommt, weil die Polizei nicht überall sein kann. Das heißt, ich kann es komprimieren mit temporären Grenzkontrollen. Deswegen ist der Antrag der Freiheitlichen völlig richtig und zu unterstützen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Meine Damen und Herren, das sollte uns zu denken geben, und wir sollten uns Gedanken darüber machen, ob es nicht sinnvoll wäre, im Asylbereich europaweit gleiche Standards zu schaffen, sodass die Last etwas gerechter aufgeteilt wird. Ich bin schon für einen guten Rechtsschutz in Österreich, aber es kann nicht sein, dass wir die Hauptbelastung tragen und die anderen Länder sich die Hände reiben. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Sitzung Nr. 49
Beifall beim Team Stronach.
Österreich ist Gott sei Dank immer noch ein ganz starker Industriestandort, wenngleich leider immer mehr Firmen, insbesondere die großen, die es sich leisten können, anderswohin gehen, weil hier erstens die Arbeitskosten einfach viel zu hoch sind, zweitens auch die Umweltauflagen immer höher und komplizierter werden und auch die Energiekosten zu hoch sind. Unsere Industriellen fürchten sicherlich zu Recht, durch zu ambitionierte Klimaziele der EU und Österreichs im weltweiten Wettbewerb auf der Strecke zu bleiben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strache.
Österreich ist hier Vorreiter. Immer wenn es um Vorschriften seitens der EU geht, sind wir richtige Musterschüler mit Übereifer, die alle Vorschriften der EU erfüllen. Ich glaube, es ist wichtig, sich bewusst zu werden, dass unsere Regierung in erster Linie das österreichische Volk repräsentiert und wir erst in zweiter Linie EU-Mitglieder sind. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strache.)
Beifall beim Team Stronach.
Dabei ist gerade unsere heimische Industrie so vorbildlich. Viele der Betriebe sind Hightech und geradezu ein Motor für umweltfreundliches Wachstum und modernste, saubere Technologien. Die Entwicklungen, die aus unserem Land kommen, von unseren Industriellen, helfen auch Firmen in anderen Ländern, umweltfreundlich und nachhaltig zu produzieren, und darauf können wir in Österreich sehr, sehr stolz sein. (Beifall beim Team Stronach.)
Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.
Ich möchte diese Gelegenheit auch dazu nützen, den vielen Industriellen zu danken, die hier investieren, die hier umweltfreundlich produzieren, die hier nachhaltige Lösungen entwickeln und so vorbildlich agieren. Danke! (Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
um 10 Prozent weniger CO2 geben – nämlich um jene 10 Prozent, die aus Europa kommen –, aber mit großer Sicherheit ist es dann letztendlich viel mehr, wenn anderswo produziert wird. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich komme gerne zum Schlusssatz: Umweltverschmutzung ist ein globales Problem, das muss global gelöst werden. Was niemandem hilft, ist, die Produktion nach China oder anderswohin zu verlagern, wo sie noch viel umweltschädlicher weitergeführt wird. Wo produziert wird, fallen Späne: In Österreich sind diese Gott sei Dank sehr sauber – das weiß jeder, der etwas von Wirtschaft versteht, Herr Kogler, auch der Herr Wolf. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und Grünen.
Herr Minister, vielleicht auch kurz ein paar Worte zu Ihnen. Sie haben es angesprochen: Sie haben sich dem Wunsch der Bevölkerung ein bisschen gebeugt und sagen, Fracking ist jetzt kein Thema mehr. Aber Sie schwenken jetzt zu Clean Fracking um. Auch Clean Fracking ist keine Möglichkeit für die Zukunft, denn wo liegt der Sinn darin, die letzten Ressourcen aus der Erde herauszuquetschen? Es gibt viele, viele andere Möglichkeiten, die eigentlich auf der Hand liegen. Clean Fracking ist demnach absolut abzulehnen. (Beifall bei Team Stronach und Grünen.)
Beifall beim Team Stronach.
Also: Der Schulterschluss von Wirtschaft und Umwelt muss die Herausforderung sein. Das heißt für die Regierung, dafür passende Rahmenbedingungen ambitioniert zu fördern. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Um die Wirtschaft jetzt anzukurbeln, gibt es neue Programme seitens der EZB, nämlich Ramschpapiere anzukaufen. Es handelt sich um sogenannte Asset Backed Securities, das sind genau diese kompliziert verpackten Giftpapiere, die die Finanzkrise 2008 ausgelöst haben. Da frage ich mich schon: Haben die Verantwortlichen überhaupt nichts gelernt? – Die gießen jetzt Öl ins Feuer. Das Ärgste dabei ist, mit dem Ankauf dieser Schrottpapiere werden die Großbanken zulasten der Steuerzahler von Risiken befreit. Das ist untragbar! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Neuerlicher Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Der Ankauf solch dubioser Papiere ist nichts anderes als die nächste Eskalationsstufe einer völlig verfehlten Geldpolitik. Dies ist nicht Aufgabe der EZB. Sie mutiert mit solchen Maßnahmen zur Bad Bank. (Neuerlicher Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Alle unverkäuflichen Kredite und Schrottpapiere der Immobilienblase in Südeuropa und anderswo werden jetzt der EZB umgehängt, das heißt uns Steuerzahlern. Die EZB darf nicht auf Kosten der Steuerzahler Ramschpapiere kaufen! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Der nächste skurrile Vorschlag, den ich hier zitieren möchte, stammt von Christine Lagarde vom IWF. Sie schlägt vor, die Höchstgrenze der Staatsverschuldung, die jetzt bei 60 Prozent festgeschrieben ist, einfach an die Realität anzupassen und auf 95 Prozent anzuheben. Was für eine geniale Idee ist das? – Man hebe einfach den vertraglich festgelegten maximalen Schuldenstand an die tatsächlichen Gegebenheiten an. Das ist doch völlig absurd! Das geht doch nicht! Man kann doch auch nicht für jeden Europäer 100 000 € drucken und ihm diese dann überreichen, ohne dass das Geld gleichzeitig an Wert verliert. Wir dürfen unser hart erarbeitetes Geld nicht einfach so entwerten lassen! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Der dritte skurrile Plan stammt von Emmanuel Macron, das ist der französische Wirtschaftsminister. Macron sagt, 50 Milliarden € an Budgeteinsparungen in Frankreich und dafür soll es 50 Milliarden € an Investitionen seitens der Deutschen geben. – Das ist jetzt wohl so zu verstehen, dass die Franzosen dann gerne sparen, wenn ihnen die Deutschen dafür ihre Autos abkaufen oder so ähnlich. Aber wieso sollten sie? Die meisten Leute, glaube ich, mögen französischen Käse und französischen Wein. Aber ganz ehrlich, das hat schon einen Grund, warum sich Peugeot und Renault wesentlich schlechter verkaufen als deutsche Autos. Und auch ein französischer Wirtschaftspolitiker kann die Gesetze des Marktes nicht austricksen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Jetzt gibt es diesen unerschütterlichen Glauben innerhalb der EU, dass billiges Geld zu höherer Kreditvergabe der Banken führt, dann zu höheren Investitionen, zu mehr Arbeitsplätzen, zu mehr Ausgaben – dieses altbekannte keynesianische Geschwurbel. Aber genau dieser Zirkelschluss ist ja das Problem. Wenn man es nicht besser weiß, macht man einfach immer weiter. Aber nur mit einer stabilen Haushaltpolitik schafft man ein Umfeld, in dem Investitionen und Beschäftigung entstehen können. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Auf Pump kann man keinen Wohlstand erwirtschaften und auf Pump kann man keine Arbeitsplätze schaffen. Wenn das ginge, dann bräuchten wir ja nur zu schauen, dass möglichst in jeder Stadt in Österreich ein Skylink-Flughafen errichtet wird – und schwuppdiwupp sind bald sehr viele Menschen beschäftigt. Aber jeder vernünftige Mensch weiß, dass das nicht funktioniert. Wir brauchen mehr Markt und weniger staatliche Intervention! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Strache.
Ich frage mich schon: Soll mit diesem neuen Investitionsprogramm hier ein neuer Steuertopf finanziert, ein Topf nach dem Vorbild des ESM errichtet werden, und wenn ja, welche Mitwirkungen wird der Nationalrat haben, oder werden wir da außen vor gelassen? – Das würde mich eigentlich nicht wundern, denn das scheint das Schicksal des österreichischen Steuerzahlers geworden zu sein: Hände falten, Gosch’n halten und zahlen! (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Strache.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wir brauchen in Österreich endlich die Diskussion über „too big to fail“. Wir sagen, dass keine Bank jemals so groß werden darf, dass der Steuerzahler für sie erpressbar wird. Es ist nicht Aufgabe des Steuerzahlers, marode Banken zu retten. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strache.
Auch müssen die Bürger zwischen Spekulations- und Geschäftsbanken, die die Realwirtschaft unterstützen, unterscheiden können. Spekulationsbanken sollten ihr Geschäft mit viel mehr Eigenkapital unterlegen müssen und sollten keinesfalls, egal, wie groß sie sind, vom Steuerzahler gerettet werden. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strache.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
unser noch friedliches Europa in sich. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenrufe beim Team Stronach.
Kollegin Nachbaur nimmt ihre Aktuelle Europastunde so ernst, dass sie den Saal noch nicht ganz verlassen hat, aber sie zieht sich schon zurück zu ihrem Wirtschafts- und Finanzexperten Lugar. (Zwischenrufe beim Team Stronach.) Würden wir den Wirtschafts- und Finanzexperten Lugar und Kickl folgen, dann wären wir wirklich dem Untergang nahe. (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) Daher möchte ich Ihnen schon noch eines mitgeben: Sie haben ja nach diesen Irrlichtern hinsichtlich „Nord-Euro“ und „Alpen-Euro“, die da von Frank Stronach in die Welt gesetzt wurden, in der Sendung „Im Zentrum“ – übrigens eins zu eins wie die Freiheitlichen – gemeint, die Frage sei nicht, wie man diese Währung nennt, ob das dann ein österreichischer Euro oder der Schilling sei. – So Ihre Formulierung am 22. September 2013. (Abg. Nachbaur: Hauptsache, es ist eine harte Währung!)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn wir heute schon bei der Wahrheit sind, Herr Minister, dann sagen Sie, woran das liegt! Es liegt an der Inflation. Jetzt werden viele sagen, die Inflation ist wie eine Krankheit, die fängt man sich ein. Da hat man keine große Freude, aber da kann man nichts machen, da muss man einfach durch. – Das stimmt schon, die Inflation ist eine Krankheit, aber sie ist eine bewusst gemachte Krankheit. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Genau das ist der Punkt, warum heute immer wieder gesagt wird, die Inflation sei ja gut, sie sei für alle gut. Aber für wen ist das gut? Erklären Sie mir das einmal! Für wen ist die Inflation gut? Für die Bürger? Glauben Sie, dass ein Bürger ein Problem damit hätte, wenn einmal ausnahmsweise Obst und Gemüse billiger werden? – Man erzählt ja immer wieder, man soll fünf Mal am Tag Obst und Gemüse essen. Wenn das endlich einmal billiger werden würde, dann könnte man vielleicht fünf Mal am Tag Obst und Gemüse essen. Aber es wird nicht billiger. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
zu stecken. Darum geht es! Das ist der Hintergrund, und das traut sich niemand zu sagen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn wir heute schon bei der Wahrheit sind, dann sollten wir diese Wahrheit endlich einmal ansprechen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
lem von den Regierungsparteien, eingehen. Denn wenn man diesen zuhört – hier genannt: Krainer und Lopatka –, dann kann man den Eindruck gewinnen, dass die sich schon im vorzeitigen Winterschlaf befinden, wenn sie hier so quasi heraustaumeln. Der eine sagt: Es gibt gar keine Krise, es ist alles super und wunderbar. Und beide erlauben sich dann auch, Frank Stronach zu kritisieren, der hier in Österreich viel investiert hat, viele Arbeitsplätze geschaffen hat und auch Verantwortung trägt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Diese Verantwortung würde ich mir von den Abgeordneten der Regierungsparteien und auch von den Mitgliedern der Bundesregierung erwarten. Denn: Wir wären sicher besser dran in Österreich, wenn wir mehr Unternehmer und mehr Wirtschaftsfachleute wie Frank Stronach hätten und weniger politische Sesselkleber, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Worum geht es hier? – Der Ankauf wurde gestartet, meine Vorredner haben das auch schon ausgeführt, die Laufzeit ist jetzt einmal auf zwei Jahre festgelegt. Das Volumen dieses Ankaufs wurde heute aber auch noch nicht erwähnt. Es handelt sich hier um eine Billion Euro. Diese Summe muss man sich einmal vor Augen halten, wie viel Geld hier von der EZB in die Hand genommen wird, um unter anderem auch Ramsch-Papiere anzukaufen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Bundesminister Schelling: kann ja unabhängig agieren, und !
Ich möchte auf die zwei deutschen Experten eingehen, die ich eingangs schon erwähnt habe, nämlich den Chef der Deutschen Bundesbank, Weidmann, und Hans-Werner Sinn, den Chef des ifo Institutes, die sich beide gegen diese EZB-Ankaufspläne aussprechen. Der Präsident der Deutschen Bundesbank Weidmann hat auch gemeinsam mit dem Präsidenten der Oesterreichischen Nationalbank Nowotny gegen dieses Ankaufsvorhaben der EZB gestimmt. Herr Minister, Sie sind in Ihrer Stellungnahme aber mit keinem Wort darauf eingegangen, dass Herr Nowotny und Herr Weidmann gegen dieses EZB-Vorhaben gestimmt haben. (Beifall beim Team Stronach. – Bundesminister Schelling: kann ja unabhängig agieren, und !)
Beifall beim Team Stronach.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der Ankauf dieser Ramsch-Papiere ist aus unserer Sicht wirklich das Schlechteste, was gemacht werden kann, und wir werden da weiterhin auf der Seite der österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler bleiben. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Jarolim.
Was ich auch gerne sage: Wir müssen, bei aller Liebe zur Transparenz, ebenfalls bedenken, dass zur Freiheit eben auch Intimität gehört. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Jarolim.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ, FPÖ und Team Stronach.
Eine Preisschleuderei im Lebensmittelhandel mit diesen Aktionen (im Verlauf der folgenden Ausführungen hält der Redner nacheinander mehrere Schilder in die Höhe, auf denen Lebensmittelpreise angegeben sind): Ich frage mich: Welche Wertschätzung, welche Akzeptanz und Einstellung bringt man einer hart arbeitenden Bevölkerungsgruppe entgegen, die an jedem Sonn- und Feiertag das Tier zu betreuen hat? Hier sehe ich eine Schweinefleischaktion: Schnitzel minus 50 Prozent, € 4,99. € 4,99, meine Damen und Herren, und gleichzeitig Katzenfutter um € 5,33! Da frage ich mich schön langsam: Welche Wertschätzung bringt man der wirklich professionell, nachhaltig, in sorgsamem Umgang mit Tieren wirtschaftenden Berufsgruppe der Bauern entgegen? (Beifall bei ÖVP, SPÖ, FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei NEOS, Grünen und Team Stronach.
Ihr habt auf das falsche Pferd beziehungsweise auf die falsche Kuh gesetzt. Ihr wolltet mit den Großen mitspielen und stattdessen habt ihr vergessen, die Fokussierung auf den Feinkostenladen Österreich zu setzen. Das betrifft auch die Bioproduktion und die kleine Strukturiertheit. Auch ihr habt völlig auf das falsche Pferd beziehungsweise auf die falsche Kuh gesetzt. (Beifall bei NEOS, Grünen und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.
sive für die Landwirtschaft bedeutet, dann würde ich einmal fragen, ob deine Kollegen wie der Herr Minister Mitterlehner, der heute Vormittag hier gesessen ist, dich da nicht unterstützen können. (Abg. Pirklhuber: Richtig!) Das ist nämlich genau die Fehlentscheidung. Zuerst brauchen wir ein Einkommen für die Bäuerinnen und Bauern, damit sie überhaupt leben können. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall beim Team Stronach.
Das sind die neuen Verteilerzentren! Die größte Kühllogistik wird gerate in Sattledt am Voralpenkreuz eröffnet. Je mehr wir von „regional“ reden, desto weiter werden die Transportwege. Ich habe es mir ausdrucken lassen. (Der Redner zeigt eine Karte, die den Weg von Argentinien nach Europa darstellt.) Argentinien ist ja gleich ums Eck, 12 800 Kilometer – herrlich! Also mehr wird nirgendwo gelogen. Da ist die Hypo Alpe-Adria ein Lercherlschas gegen den Betrug, der da bei den Lebensmitteln abgeht. Auch das darf man in aller Deutlichkeit sagen! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der Grünen.
logramm 56 Packungen! Das Kilogramm Katzenkabanossi kostet 56 €! Das ist eine halbe Sau, Freunde, und wir reden über die Lebensmittelkosten! Das ist ein Skandal! Wir müssen über die Wahrheit reden, das ist das Entscheidende. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich sage immer, wenn die Leute glauben, es muss überall so gut riechen wie am Golfplatz, dann müssen sie sich überlegen, wo da der Dünger herkommt. Und wenn es noch stinkt, dann haben wir, Gott sei Dank, noch eine Kreislaufwirtschaft. Dort gibt es noch den Kreislauf Pflanze – Tier – Dünger. Wir müssen auch da wieder ein bisschen die Normalität in die Diskussionsrunden zurückholen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Deshalb bringe ich einen Entschließungsantrag ein, damit wir diese Missstände zum Schutz der Konsumentinnen und Konsumenten, zum Schutz der bäuerlichen Landwirtschaft beenden, nämlich mit einem Qualitätsgütesiegel-Gesetz. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Schaut, das ist euer Problem, dass ihr nämlich immer am Nebenschauplatz unterwegs seid, und dann wisst ihr wieder nicht, was diskutiert und geredet worden ist. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist das Problem.
Beifall beim Team Stronach.
Ich bitte um Unterstützung und Zustimmung. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Wir bitten darum – ich glaube, da können wir gemeinsam gehen, Herr Präsident Schultes und alle Landwirtschaftskammerpräsidenten –, dass dort, wo Österreich draufsteht, endlich Österreich drinnen ist. – Danke sehr. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und Team Stronach.
Abgeordneter Walter Rauch (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Zu Beginn möchte ich ganz besonders die Besuchergruppe aus meinem Heimatbezirk Südoststeiermark begrüßen. – Danke für euer Kommen, und ich wünsche euch noch einen schönen Aufenthalt hier in Wien! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Da haben wir also dieses Schweinefleisch mit Sojaschrot, gentechnisch verändert, aus Brasilien produziert und exportieren es dann dank unseres Ministers nach China und Korea. Das ergibt einen ökologischen Fußabdruck, das ist ein Wahnsinn! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und Team Stronach.
Das gibt mir Gelegenheit, noch einmal zum Ausdruck zu bringen, wie wichtig die Bildung in den ländlichen Regionen ist und wie wichtig mir diese unterschiedlichen Schulen sind, und deswegen formuliere ich auch ein klares Bekenntnis zur Ausfinanzierung des landwirtschaftlichen Schulwesens, gemeinsam mit den Bundesländern – dazu stehe ich und das ist mir sehr wichtig für die Zukunft. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Regierung ist das Management-Team eines Landes, das hat Frank Stronach sehr oft betont. Und dieses Team muss die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass die Wirtschaft floriert, Arbeitsplätze entstehen und mehr Wohlstand im Land geschaffen werden kann. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Unternehmer und Selbständige stehen unter Generalverdacht, während der Vater, der seine kleine Tochter zu Tode verbrüht hat, immer noch frei herumläuft. (Zwischenrufe.) Das ist jetzt eine Bemerkung ganz abseits des Hauptthemas, aber die Strafgesetzgebung ist höchst reformbedürftig. Delikte gegen Leib und Leben werden im Vergleich zu Vermögensdelikten unverhältnismäßig sanft bestraft. Jeder normale Mensch ballt die Hand im Hosensack, wenn er an diese Geschichte denkt. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Die echte Grenzbelastung von Arbeitseinkommen – wenn man nämlich Steuern, Abgaben und auch die sogenannten Arbeitgeberbeiträge mit einkalkuliert – beträgt schon über 60 Prozent des Bruttolohns, und dazu kommt noch die Gebührenorgie. Den Menschen so viel wegzunehmen, das ist eigentlich schon unmoralisch. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Dass bei den Menschen zu wenig ankommt, haben mittlerweile sogar die dafür verantwortlichen Linksparteien erkannt und rufen einmal mehr lautstark nach sozialer Gerechtigkeit. Das ist meiner Meinung nach eine gefährliche Drohung, denn es ist ein ideologischer Kampfbegriff geworden, der beliebig einsetzbar ist und einfach Menschen gegeneinander aufwiegelt. Er lenkt davon ab, dass es ja sie selbst waren, die unser Land derart heruntergewirtschaftet haben, dass Österreich ein Höchststeuerland werden musste, damit sich das Budget irgendwie ausgeht. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Dabei ist die Schuldenpolitik das wirklich Ungerechte. Der deutsche Vizekanzler Sigmar Gabriel von der SPD gibt das sogar mittlerweile zu. Er sagt wortwörtlich: „An hohen Staatsschulden verdienen nur große Banken. Staatsverschuldung ist unsozial.“ (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Dieses Uraltkonzept, Arbeitsplätze auf Pump zu schaffen, hat versagt. Wir haben einen gewaltigen Schuldenberg und so viele Arbeitslose wie noch nie. Die Regierung ist hier klar auf dem Holzweg. Wir brauchen weniger und nicht mehr Steuern. Wir brauchen keine neuen Steuern. Wir brauchen ein ganz einfaches Steuersystem ohne Schlupflöcher, ohne Privilegien, einen schlanken Staat mit einer effizienten Verwaltung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Was die Verteilungsgerechtigkeit anlangt, wissen wir: Vermögen sind ungleicher verteilt als Einkommen. Daher fordert das Team Stronach: Die Arbeitnehmer müssen am Erfolg des Unternehmens beteiligt werden! Mitarbeiterbeteiligung am Gewinn! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Es muss in diesem Land einfach wieder möglich werden, dass man durch Fleiß und durch harte Arbeit ein kleines Vermögen aufbaut. Dann gibt es auch mehr Leute, die ein kleines Vermögen haben, und das ist dann nicht so ungerecht verteilt, wie Sie sagen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Aber dagegen wehren sich ja genau Sie, vor allem die Damen und Herren aus der Gewerkschaft, die in der SPÖ mittlerweile den Ton angeben, mit Händen und Füßen. Es ist ja kein Wunder, da fürchten Sie um Ihre Daseinsberechtigung. Wenn die Mitarbeiter zu Mitunternehmern werden und unternehmerisch denken, welche Rechtfertigung haben Sie dann noch, als dritte Partei zu kommen und die Arbeiter gegen das Management oder die Eigentümer aufzuwiegeln? (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS.
Jetzt möchte ich einmal vorrechnen: Wenn jemand, der ziemlich gut verdient, es schafft, im Monat 800 € auf die Seite zu legen, dann spart er im Jahr knapp 10 000 €. Da es ja – dank der verfehlten Zinspolitik der EZB – keine Zinsen gibt, braucht er zehn Jahre, bis er 100 000 € angespart hat. Das wäre die Anzahlung für ein kleines Haus. Danach braucht er wahrscheinlich weitere 25 Jahre, bis er den Kredit abgestottert hat, und dann kommen Sie daher und wollen ihm aus Gründen der sozialen Gerechtigkeit noch sein Hab und Gut besteuern. Fragen Sie einmal den Häuslbauer, wie gerecht das ist! Der findet das sicher nicht gerecht. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall beim Team Stronach. – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
muss jeder Politiker wieder hinaus in die freie Wirtschaft (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP) und mit den Gesetzen, die er mit beschlossen hat, die er gemacht hat, leben. Österreich braucht weniger Umverteiler, weniger Ideologen mit den gleichen falschen Rezepten. Wir brauchen weniger Berufspolitiker wie Sie, sondern wir brauchen mehr Hausverstand in der Politik. (Beifall beim Team Stronach. – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Regierung sollte sich auch fragen, ob die richtigen Anreizsysteme da sind, damit die Menschen intensiv nach Arbeit suchen. Derzeit gibt es bei den Geringverdienern kaum einen Unterschied zwischen Arbeiten und Nicht-Arbeiten. Gerade im Bereich der niedrig Qualifizierten ist der Unterschied zwischen Grundsicherung und Arbeitseinkommen wirklich zu wenig motivierend. Da kommen viele Leute in Österreich mit Grundsicherung und Pfuschen schon weiter als mit Arbeiten. Das ist nicht richtig, aber wenn die Regierung keine Anreize bietet, dass sich Arbeiten auch lohnt, dann braucht man sich auch nicht zu wundern, dass die Leute in ihrer Not erfinderisch werden. Es gilt zu verhindern, dass es überhaupt so weit kommt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Unternehmer, die in Österreich investieren, die hier Arbeitsplätze schaffen, die hier aktiv sind, sollen deutlich weniger Steuern zahlen, und selbst die sollen sie an die Mitarbeiter ausschütten. Wir wollen Mitarbeiterbeteiligung am Gewinn. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lopatka: Schwacher Applaus!
Wir müssen schauen, dass wir möglichst viele Investoren anlocken, die hier in Österreich Firmen aufbauen, die hier investieren, anstatt sie durch neue Besteuerungsideen zu vertreiben. Die Devise muss ganz einfach sein: Wohlstand schaffen!, und nicht: Wohlstand umverteilen und verwässern. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lopatka: Schwacher Applaus!)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.
Wir haben es durchrechnen lassen: Man könnte über fünf Jahre eine schrittweise Senkung jeder Progressionsstufe um jährlich 3 Prozent vornehmen, ohne dass dadurch das Sozialsystem leiden würde. Das würde bis 2019 eine Gesamtentlastung von 15 Milliarden € ausmachen – eine echte Entlastung für arbeitende Menschen, deren Familien und Unternehmer. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lopatka: Jetzt haben Sie es schon sehr oft gesagt!
Auch was die Ladenöffnungszeiten anlangt: Das, was wir hier derzeit haben, ist überhaupt nicht zeitgemäß. Die Familienunternehmen müssen doch selbst wissen, wie sie ihre Ladenöffnungszeiten gestalten wollen, die können doch eigenverantwortlich sagen, wann sie aufsperren und wann sie zusperren. (Ruf bei der SPÖ: Aber jetzt ist es genug!) Trauen Sie den Menschen etwas zu! (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lopatka: Jetzt haben Sie es schon sehr oft gesagt!)
Beifall beim Team Stronach.
Die Gewerkschaften haben traditionell und historisch gesehen ganz große Verdienste, aber es ist einfach nicht zeitgemäß, eine Gewerkschaft zu sein, die aufwiegelt, anstatt eine Gewerkschaft zu sein, die sich dafür einsetzt, dass die Mitarbeiter am Gewinn beteiligt sind. (Abg. Krainer: Und wer beurteilt das? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Aber Sie wollen das ja nicht, das kratzt an Ihrem Machtgefüge. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.
Die Zusammenfassung ist ganz klar: Der fette Staat muss auf Diät gesetzt werden, dafür sollen aber die Geldtascherln der Menschen wieder schön dick werden, aber nicht durch Inflation, sondern dadurch, dass sich fleißiges Arbeiten bezahlt macht. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach. – Oh-Rufe bei der SPÖ.
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (STRONACH): Geschätzte Frau Präsident! Geschätzter Herr Bundeskanzler! Meine geschätzten Damen und Herren! Hohes Haus! Herr Bundeskanzler! Sie haben vollkommen recht. Wir vom Team Stronach haben keine historischen Verdienste, aber wir haben sehr wohl Verdienste um die Zukunft Österreichs, wenn es uns gelingt, unser Programm hier umzusetzen und den Stillstand zu beenden. (Beifall beim Team Stronach. – Oh-Rufe bei der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir stehen für ein Ende der Schuldenpolitik, für Verwaltungs- und Bürokratieabbau und für ein faires Pensionssystem. Herr Bundeskanzler, Ihr Vergleich mit Deutschland, muss ich Ihnen ehrlich sagen, hinkt. Ständig sagen Sie, wir sind ja gleichauf mit Deutschland. Aber Sie haben Folgendes vergessen: Deutschland hat die Wiedervereinigung hinter sich, und die hat 2 Billionen € gekostet. Für uns wäre das umgerechnet eine Mehrbelastung von 200 Milliarden €. Und diese Mehrbelastung hat Ihre Regierung, die rot-schwarze Regierung, verursacht. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren, Sie haben auch recht, wenn Sie meinen, die Gewerkschaft hat historische Verdienste errungen. – Sicherlich, das wird niemand bezweifeln. Aber ich glaube, in wirtschaftlich so schwierigen Zeiten, in denen viele Unternehmer keinen Nachfolger mehr haben, kann das Motto nicht gegeneinander, sondern nur miteinander lauten. Es geht darum, miteinander einen Weg zu finden, sodass die Unternehmen und die Mitarbeiter eine Zukunft haben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
schaftspolitik verabsäumt worden, rechtzeitig Maßnahmen dafür zu setzen, dass Unternehmen existieren können, dass Industrien nicht abwandern. Auch für die hohe Arbeitslosigkeit hat die Regierung maßgeblich Verantwortung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Schieder: Nur fürs Protokoll: Es wird immer weniger Applaus! Nur, dass das protokolliert wird!
Deshalb ist diese Arbeitslosigkeit aus meiner Sicht hausgemacht, und der Verursacher ist eine rot-schwarze Regierung, eine rot-schwarze Regierungskoalition, die den Stillstand der letzten Zeit verlängert hat. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Schieder: Nur fürs Protokoll: Es wird immer weniger Applaus! Nur, dass das protokolliert wird!)
Beifall beim Team Stronach.
Ich glaube, es ist höchste Zeit, dass wir in diesem Land endlich Reformen angehen, dass wir ein einfaches Steuersystem schaffen, dass wir für Betriebe Anreize schaffen, hier im Inland zu investieren, dass wir Arbeitsplätze absichern und dass wir – heute ist dieser Terminus schon gefallen – eine Reindustrialisierung herbeiführen und den Industriestandort wieder stärken. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In diesem Sinne, glaube ich, haben wir sehr viel zu tun. Bitte krempeln Sie die Ärmel nicht nur am Parteitag auf, sondern auch danach, um für die Leute in diesem Lande etwas weiterzubringen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei ÖVP und Team Stronach.
Was ich schon anmerken möchte: Dieser Schmäh von der Millionärssteuer, der da immer herumgeistert, glaube ich, bewegt sich auf ziemlich dünnem Eis. Die Millionäre gehen beziehungsweise fliegen, wie wir wissen, und zurück bleibt der Mittelstand, der diese neuen Steuern zahlen muss. Deshalb sage ich gleich: Keine neuen Steuern! – Da sind wir sicher auch einer Meinung, denn neue Steuern sind Gift für den Standort, für die Arbeitsplätze und für die Unternehmer, meine Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und Team Stronach.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie beim Team Stronach.
Faktum ist, in der EU ist es genauso: Die Wachstumsprognosen gehen nach unten, die Arbeitslosenzahlen gehen nach oben. Deshalb müssen wir Folgendes machen: Der Schlüssel zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit kann nur die Stärkung der Unternehmen sein, denn die Unternehmen schaffen Arbeitsplätze und nicht die Politik. Damit wir Arbeitsplätze schaffen können, brauchen wir hier Impulsmaßnahmen und vor allem keine neuen Steuern. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie beim Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP, Team Stronach und NEOS
Abgeordneter Elmar Podgorschek (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Ich glaube, über eines sind wir uns hier im Hohen Haus alle sehr einig: dass die Steuerbelastung für die Bevölkerung viel zu hoch ist (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP, Team Stronach und NEOS), nämlich die Steuerbelastung für alle Teile der Bevölkerung, für die Arbeitnehmer, für die Gewerbetreibenden und auch für die Bauern – wie wir heute schon in der Diskussion gehört haben.
Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach sowie des Abg. Scherak.
Aber in einem gebe ich Bundesminister Schelling recht: Wir haben kein Einnahmenproblem, sondern ein ausgesprochenes Ausgabenproblem. (Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach sowie des Abg. Scherak.)
Demonstrativer Beifall beim Team Stronach. – Abg. Franz: Stimmt! – Staatssekretärin Steßl: Das ist ja unglaublich!
Alles, was ich höre, ist ein Wischiwaschi. Jetzt kam einmal etwas vom Herrn Bundeskanzler, der übrigens schon wieder weg ist, der beim vierten Redner geht, wenn es um die Arbeitsmarktkrise geht. Ich finde die Präsenz der SPÖ und überhaupt der Regierungsparteien bei so einem wichtigen Thema ziemlich peinlich. (Demonstrativer Beifall beim Team Stronach. – Abg. Franz: Stimmt! – Staatssekretärin Steßl: Das ist ja unglaublich!) – Das ist nicht unglaublich! Das ist eine Dringliche Anfrage an den Herrn Bundeskanzler und nach dem vierten Redner geht er. (Staatssekretärin Steßl: Haben Sie bei Ihnen auch schon abgezählt, Frau Kollegin!?) – Na proportional sind mehr Grüne hier.
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Rouven Ertlschweiger, MSc (STRONACH): Geschätzte Frau Präsidentin! Werte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Liebe Kolleginnen und Kollegen hier im Plenum und liebe Zuschauer und Zuschauerinnen zu Hause vor den TV-Geräten! Wir haben es heute schon gehört: öffentliche Schuldenquote: 86,5 Prozent. Wir haben real sinkende Gehälter und Konsumausgaben. Wir haben einen Mangel an Fachkräften und einen schwindenden Mittelstand, und wir haben die höchste Arbeitslosenquote in der Zweiten Republik. Das heißt de facto, 400 000 Menschen haben heuer zu Weihnachten keinen Job. Ihnen wird der Braten nicht so sehr schmecken, denn sie werden nicht wissen, wie es 2015 weitergeht. Das ist eine Tatsache, das ist Realität, und da müssen wir gegensteuern. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir müssen Arbeitskräfte ausbilden – Kollege Rädler, auch in Ihre Richtung –, die auf dem Arbeitsmarkt auch nachgefragt sind. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Klassen zuvor, sondern in ganz jungen Jahren gehören die Kinder schon sensibilisiert. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Hier müssen wir gegenlenken. Wir müssen nicht nur in der Bildungspolitik umdenken, sondern wir müssen auch die Wirtschaft ankurbeln. Wir müssen für die Wirtschaft, die Unternehmen, die Klein- und Mittelbetriebe und die Start-ups endlich entsprechende Rahmenbedingungen schaffen, die sie wieder ermutigen, in Österreich zu investieren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Steigerung der Innovationskraft in der Realwirtschaft hat oberste Priorität. Alleroberste Priorität! Was wir brauchen, meine sehr verehrten Damen und Herren, sind Jobs für die Menschen in unserem Land und endlich eine spürbare Steuerentlastung und Gebührensenkung, um die Kaufkraft der Menschen wieder zu stärken. Alles andere ist irrelevant. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Kollege, ich habe gestern – und jetzt bist wirklich du gefragt – eine ganz interessante Begebenheit in Vöcklabruck erlebt. Da war ein Unternehmer, in dessen Betrieb es 180 Arbeitsplätze und keinen Betriebsrat und keinen Gewerkschafter gibt. (Ruf bei der ÖVP: Ja, und?) Da hat ein Funktionär der Gewerkschaft geglaubt, er muss ihn überzeugen, wie notwendig eine Gewerkschaft ist. Wisst ihr, was die Antwort des Unternehmers war? – Er hat gesagt: Dein Gehalt zahle ich lieber meinen Mitarbeitern, denn die verdienen mir in der Firma mit ihrer Leistung mein Einkommen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Glawischnig-Piesczek.
Ich verstehe es heute noch nicht, warum damals der Landwirtschaftsminister Berlakovich ... (Abg. Glawischnig-Piesczek: Wir waren nie für Mais-Monokultur!) – Nicht?! Aber für Biogasanlagen! Dann haben Sie aber noch nicht begriffen, womit Biogasanlagen betrieben werden, Frau Kollegin. (Beifall beim Team Stronach. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Glawischnig-Piesczek.) Macht überhaupt nichts, kein Problem! Super! Es ist ja überhaupt kein Problem, man kann ja einfach gescheiter werden. Ich glaube, es war der berühmte Bundeskanzler Kreisky, der gesagt hat: Man darf ja dazulernen! – Lernen Sie also einfach dazu!
Beifall beim Team Stronach.
Das sind die Fakten, und deshalb würde ich bitten, dass wir das breiter diskutieren (Zwischenruf des Abg. Rädler), deshalb würde ich bitten, dass unsere Hotellerie und unsere Gastronomie – Gott sei Dank haben wir ja den Punkt morgen – endlich auch faire Partner werden, sodass wir nicht nur eine gesunde, gepflegte Landschaft herzeigen, sondern auch das, was in dieser Landschaft produziert wird, genießen können und die Produkte nicht 12 800 Kilometer weit transportieren. (Beifall beim Team Stronach.) Deshalb ist diese Thematik wichtig.
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Weninger: Zugabe! – Ruf bei der ÖVP: Ein großer Österreicher! – Abg. Rädler: Ein großer Österreicher war das!
In diesem Sinne, Herr Kanzler, würde ich bitten, auch noch einmal über dieses Qualitätsgütesiegel-Gesetz nachzudenken, es auch aus Sicht der Arbeitsplätze zu bedenken, denn hier geht es um Arbeitsplätze in der Region. Hier geht es um die Verarbeitung, hier geht es um die Veredlung, hier geht es um den Verkauf und hier geht es um die Gesundheit und die Umwelt. In diesem Sinne bitte ich um Unterstützung. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Weninger: Zugabe! – Ruf bei der ÖVP: Ein großer Österreicher! – Abg. Rädler: Ein großer Österreicher war das!)
Beifall beim Team Stronach.
Europa befindet sich also im Wettbewerb mit Schwellenländern, im Wettbewerb mit den USA. Dieser Wettbewerb wird täglich härter. Wir vom Team Stronach wollen nicht, dass der Wirtschaftsstandort Österreich geschwächt wird. Wir wollen eine Stärkung der produzierenden Industrie. (Beifall beim Team Stronach.) Das ist nur durch die Schaffung industriefreundlicher Rahmenbedingungen möglich. Daher bitte ich um die Schaffung dieser Rahmenbedingungen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Europa befindet sich also im Wettbewerb mit Schwellenländern, im Wettbewerb mit den USA. Dieser Wettbewerb wird täglich härter. Wir vom Team Stronach wollen nicht, dass der Wirtschaftsstandort Österreich geschwächt wird. Wir wollen eine Stärkung der produzierenden Industrie. (Beifall beim Team Stronach.) Das ist nur durch die Schaffung industriefreundlicher Rahmenbedingungen möglich. Daher bitte ich um die Schaffung dieser Rahmenbedingungen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Hable. – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Dr. Georg Vetter (STRONACH): Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Wenn ich mir das periodische Kanada- und Stronach-Bashing der Regierungsparteien hier so anhöre (Widerspruch bei SPÖ und ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Also bitte!), dann fühle ich mich darin bestärkt, dass es letztes Jahr zwei Parteien gegeben hat, die es ohne Parteienförderung in dieses Haus hier geschafft haben. Zwei Parteien ohne Parteienförderung! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Hable. – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn wir heute von einer hohen Arbeitslosigkeit sprechen, dann hat das auch seinen Grund darin, dass die Regierung glaubt: Die Leute sollen von uns abhängig sein, sie sollen Förderungen und Ähnliches bekommen und dann sagen: Danke, dass ihr das gemacht habt, danke dafür, dass ihr Geld von einer Tasche in die andere gegeben habt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Hable. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Auch wenn die vielleicht manchmal einen Blödsinn machen, aber so viel Blödsinn wie die Regierung macht, so viele sinnlose Bankenfinanzierungen und Ähnliches, das machen die Menschen nicht. Das Geld ist bei den Menschen einfach besser aufgehoben! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Hable. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Das sind nur ein paar hundert Millionen im ersten Jahr. Und dann kommen Sie bis zum Jahr 2019 zu einer zusätzlichen Ankurbelung der Wirtschaft über Investitionen und Konsum, meine Damen und Herren, und haben einen Zusatz von 130 000 Arbeitsplätzen, die wir ausrechnen haben lassen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS.
Seien Sie einfach viel mutiger! Machen Sie das, eine ordentliche Steuerreform für die Menschen! – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei SPÖ und Team Stronach, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Pock. – Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ sowie der Abg. Glawischnig-Piesczek.
Ich weiß jetzt nicht, wer der Rudi ist. Liebe Eva, herzlichen Dank für diese Information! (Abg. Glawischnig-Piesczek: wollten sie uns beitreten! – Zwischenrufe der Abgeordneten Brosz und Neubauer.) Ich möchte nur sagen: Im Sinne des Konsenses, den wir in dieser politischen Frage haben und der von so großer umweltpolitischer Bedeutung ist, halte ich es nicht für besonders fair, wenn die Kollegin Weigerstorfer vom Team Stronach einen Antrag einbringt, wir diesen im Umweltausschuss diskutieren, einstimmig beschließen, und dann kommen die Grünen irgendwann am Tag der Sitzung drauf, da müssen wir eigentlich auch noch einen Antrag mit einbringen, damit wir auch mit dabei sind. – Wir sind alle dabei, wir beschließen das einstimmig! Liebe Grüße Eva, und liebe Grüße an den Rudi. (Beifall bei SPÖ und Team Stronach, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Pock. – Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ sowie der Abg. Glawischnig-Piesczek.)
Beifall beim Team Stronach.
Darum finde ich es auch sehr, sehr wichtig, dass wir hier aktiv werden. Auch wenn man ihn noch so gut vergräbt, den Atommüll für eine lange Zeit in einem Endlager sicher von allem Leben abzuschirmen ist eine nahezu unlösbare Aufgabe. Wir alle wissen: Es ist möglich, dass durch Wasseradern radioaktive Stoffe an die Oberfläche gelangen. Es ist möglich, dass Erdbeben diesen radioaktiven Stoff freigeben. Daher dazu ein klares Nein. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Fazit der ganzen Geschichte ist, im Sinne der Bürger: Wir Österreicher wollen keine Atomkraft, und wir wollen auch den Müll von Atomkraftwerken nicht in unmittelbarer Nähe Österreichs. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn es zu einem Follow-up-Bericht über die Justizbetreuungsagentur kommt, werden wir sehen, wie es dann aussieht – ich hoffe besser, als es in dem jetzt vorliegenden Bericht des Rechnungshofes dokumentiert ist, für den ich mich an dieser Stelle herzlich bedanke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Was die Länder und die Uneinigkeit bezüglich Rechnungswesen betrifft – das hat der Rechnungshof hier auch festgestellt, und es wurde heute auch schon debattiert –: Wir brauchen, um vergleichbare Ergebnisse und Transparenz zu haben, um die Budgets vergleichen zu können, ein einheitliches Rechnungswesen, und es gibt auch diesbezügliche Anstrengungen und Gespräche mit den Bundesländern. Aber auch das ist ein Punkt, wo einfach nichts geschieht, wo es zu keinen Änderungen kommt und wo immer nur geredet wird, geredet wird und geredet wird. Aber tatsächlich kommt nichts heraus, es wird nichts beschlossen, es wird nichts verändert, es geht nichts weiter, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Weiters hat uns Präsident Dr. Moser auch informiert, alle neun Bundesländer hinsichtlich der Einhaltung der Haftungsobergrenzen umfassend geprüft zu haben. Dieser Bericht wird demnächst erscheinen und dem Hohen Haus auch vorgelegt. Ich bin wirklich sehr neugierig darauf und gespannt und hoffe, dass er wesentlich besser und nicht so negativ ausfällt – was auch fast nicht möglich ist – wie dieser Bericht zu Salzburg. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Grünen, Team Stronach und NEOS.
Wissen Sie, was der Herr Landeshauptmann von Niederösterreich in Einheit mit seinem Finanzlandesrat macht? Er zeigt auf den Herrn Präsidenten des Rechnungshofes und sagt: Die Erbsenzähler am Donaukanal verstehen nichts! – Das ist die politische Kultur in dem Land, die von einem der letzten Landesfürsten gelebt wird! Viele sind ja schon relativ bekehrt – das ist ein Begriff, mit dem Sie immer sehr viel anfangen können; weil sich vielleicht auch die Regierungskonstellationen geändert haben –, aber einen Landesfürsten gibt es noch verlässlich! Das gallische Dorf der schwarzen Landesfürsten ist St. Pölten. Und von dort geht nichts Gutes aus, wenn Sie so weitertun. (Beifall bei Grünen, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Grünen, Team Stronach und NEOS.
Am besten ist das erkennbar in der Auseinandersetzung mit dem Rechnungshof. Herr Präsident, seien Sie gewiss, die meisten Abgeordneten dieses Hauses sind auf Ihrer Seite! (Beifall bei Grünen, Team Stronach und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Dies ist notwendig, denn ohne Unterstützung der Wirtschaft ist Sport heutzutage fast nicht mehr möglich. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 51
Beifall beim Team Stronach.
Das heißt, der Industriestandort, der Produktionsstandort wurde im Laufe der letzten Jahre sukzessiv geschwächt, und die Regierung hat nicht die richtigen Maßnahmen ergriffen, um dem entgegenzuwirken. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren, es gibt jedoch noch andere Schlupflöcher. Wir wissen, es gibt zum Beispiel Zimmermädchen, die selbständig in einem Hotel arbeiten, also nicht dort angestellt sind, sondern als selbständige Einzelunternehmer gelten. Es gibt Friseurinnen, die Einzelunternehmer sind, die in einem Friseursalon arbeiten, aber nicht angestellt sind. Wir haben noch immer ein System, das unseren Kollektivvertrag unterlaufen kann, sodass unsere Arbeitsplätze, nämlich die Arbeitsplätze unserer heimischen Arbeiter und Arbeiterinnen, stark gefährdet sind. Auch da müssen wir ansetzen, da haben wir Handlungsbedarf. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Frau Kollegin Schatz, wogegen wir jedoch in Zeiten wie diesen vehement sind, ist, dass Arbeitslose einen bezahlten Urlaubsanspruch haben. Ich kann Ihnen sagen, das polarisiert zu stark. Das bringt die Menschen zu stark gegeneinander auf – jene, die heute schon um sehr wenig Geld hart arbeiten müssen, jene, die zum Beispiel Unternehmer sind, die, wie man weiß, maximal zwei Wochen oder zehn Tage Urlaub im Jahr haben, die hart ums Überleben kämpfen, und die Arbeitslosen, wenn man dann sagt, dass sie Urlaubsanspruch haben und Urlaubsgeld bekommen sollen. Da werden wir auf keinen Fall mit dabei sein, denn wir wollen nicht auf Schulden Urlaub finanzieren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Noch dazu gibt es ja jetzt schon viele Möglichkeiten. Arbeitslose können sogar ins Ausland auf Urlaub fahren, aber es wird ihnen nicht bezahlt. Ich glaube, das ist in einer Zeit, die wirtschaftlich so schwierig ist, der richtige Weg, die Schraube nicht noch mehr anzuziehen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP, Grünen, Team Stronach und NEOS.
Freunde! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP, Grünen, Team Stronach und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach. – Anhaltende Zwischenrufe der Abgeordneten Schatz und Schwentner.
Wenn Sie sagen, er braucht eine Pause von dieser Verpflichtung, dann sage ich, dass auch die Gesellschaft eine Pause von der Verpflichtung, denjenigen zu erhalten, braucht. (Abg. Schatz: Er hat für die Versicherung Geld bezahlt!) Es gibt genug Menschen da draußen, die um 6 Uhr in der Früh aufstehen, in die Arbeit gehen und am Ende des Tages nicht viel mehr bekommen als jene, die von der Mindestsicherung leben. (Beifall beim Team Stronach. – Anhaltende Zwischenrufe der Abgeordneten Schatz und Schwentner.)
Beifall beim Team Stronach.
Man verlangt von einem Arbeitslosen, dass er sich bemüht, wieder Arbeit zu finden. Davon braucht er keinen Urlaub. (Beifall beim Team Stronach.) Wenn er davon Urlaub braucht, dann soll er sich das von seinem eigenen Geld bezahlen (Abg. Schatz: Er hat in die Versicherung einbezahlt und ein Recht darauf!), und die Gesellschaft macht genau die gleiche Pause, die er sich von seinen Verpflichtungen nimmt. Genau die gleiche Pause nimmt sich auch die Gesellschaft von ihren Verpflichtungen. (Anhaltende Zwischenrufe der Abg. Schatz.)
Beifall bei Team Stronach und ÖVP sowie des Abg. Lausch.
Wenn wir so weitertun – das kann ich Ihnen versprechen –, wenn es immer mehr Leute gibt, die nur fragen, was man bekommen kann, dann wird sich der Staat irgendwann einmal gewisse Dinge nicht mehr leisten können. Dann haben wir genau die sozialen Unruhen, die Sie vorgeben, mit Ihrer Politik zu beseitigen. – Vielen Dank. (Beifall bei Team Stronach und ÖVP sowie des Abg. Lausch.)
Beifall bei Grünen, FPÖ und Team Stronach.
Das ist ein Mensch, er lebt nur ein Mal, er kann nur ein Mal krank werden und er kann nur ein Mal in Pension gehen – versuchen Sie, irgendjemandem in diesem Land zu erklären, welchen Sinn dieses System eigentlich macht! (Beifall bei Grünen, FPÖ und Team Stronach.) Bitte lassen Sie uns ernsthaft darüber diskutieren! – Danke. (Beifall bei Grünen, FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei Grünen, FPÖ und Team Stronach.
Das ist ein Mensch, er lebt nur ein Mal, er kann nur ein Mal krank werden und er kann nur ein Mal in Pension gehen – versuchen Sie, irgendjemandem in diesem Land zu erklären, welchen Sinn dieses System eigentlich macht! (Beifall bei Grünen, FPÖ und Team Stronach.) Bitte lassen Sie uns ernsthaft darüber diskutieren! – Danke. (Beifall bei Grünen, FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich hoffe, Herr Minister, dass man dabei nicht vergisst, dass Österreich die höchste Verschuldungsquote hat, die wir jemals hatten, nämlich mehr als 90 Prozent des BIP. Ich hoffe, dass Sie nicht vergessen, dass wir mehr als 400 000 Arbeitslose haben, wenn wir jene mitberücksichtigen, die in Schulung und Umschulung sind. Und ich hoffe, dass Sie bei Ihrer Bilanz nicht vergessen, dass es 1,5 Millionen Menschen gibt, die armutsgefährdet sind. Bitte auch darauf einmal hinzuweisen! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Peter Wurm
Meine geschätzten Damen und Herren! Die SPÖ trägt nun schon jahrzehntelang Verantwortung in diesem Land. Wie kann es da sein, dass wir ein System haben, das voll ist von Privilegien, ein System, wo es sich die Mächtigen gerichtet haben auf Kosten der anderen (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Peter Wurm), auf
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Peter Wurm.
Kosten der Beitragszahler, auf Kosten der Pflichtbeitragszahler – nämlich jener, die in die AK einzahlen müssen, damit ihr Präsident eine fette Pension von sage und schreibe 15 000 € kassieren kann? – Meine geschätzten Damen und Herren, diese Zeit sollte wohl schon längst vorbei sein! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Peter Wurm.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Peter Wurm.
Ich finde es überhaupt arg, von Privilegienpensionen zu reden – nämlich Privilegien deshalb, weil man dafür nie eingezahlt hat, sondern nur aus dem System herausnimmt – in Zeiten, in denen 2,3 Millionen ASVG-Pensionisten eine Durchschnittspension von sage und schreibe 987 € kassieren. (Abg. Doppler: Wahnsinn!) Also wie es so etwas geben kann in einer Sozialdemokratie, die sich das Wort „sozial“ noch in den Namen schreibt, das ist mir mehr als ein Rätsel! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Peter Wurm.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Peter Wurm.
Und was die Zusammenlegung der 22 Sozialversicherungsanstalten betrifft, so weiß ich schon, dass da niemand hingreifen will, weil dort die Funktionäre sitzen, weil dort das Netzwerk ist, das diese Großparteien sich aufgebaut haben, aber, Herr Kollege Hammer, wenn Sie es nicht als ineffizient bezeichnen, dass Tausende Tarife verhandelt werden müssen, reden Sie mit meinem Kollegen Franz! Der hat solche (die Rednerin zeigt die Stärke der Ordner mit Daumen und Zeigefinger) Ordner, wo je nachdem, welcher Versicherung der Patient angehört, die unterschiedlichsten Tarife bezahlt werden. Für uns ist das ineffizient! Wir wollen ein System, in dem jeder Österreicher gleich behandelt wird. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Peter Wurm.)
Beifall beim Team Stronach.
In diesem Sinne werden wir mit Sicherheit nicht müde werden, so wie die anderen Oppositionsparteien für ein gerechtes System zu kämpfen: für eine Versicherung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei NEOS, FPÖ, Grünen und Team Stronach.
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Die Kollegen Spindelberger, Hechtl und Hammer haben jetzt wortreich das Sonderpensionenbegrenzungsgesetz – oder wie es der Kollege Hechtl genannt hat, das Superpensionenbegrenzungsgesetz – verteidigt, und das ist mutig. Diese lächerliche Pensionsbegrenzung, die bei diesen Bonzen im Schnitt mit 74 € zu Buche schlägt – 74 €! –, hier jetzt auch noch verkaufen zu wollen, ist wirklich absolut lächerlich! (Beifall bei NEOS, FPÖ, Grünen und Team Stronach.)
Heiterkeit und Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, Team Stronach und NEOS. – Abg. Strolz: Das war lustig! – Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.
Meine Damen und Herren auf der Galerie! Sie bemerken, teilweise müssen wir auch etwas heiter sein, denn von Zeit zu Zeit brauchen wir gruppendynamische Übungen. (Heiterkeit und Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, Team Stronach und NEOS. – Abg. Strolz: Das war lustig! – Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Königsberger-Ludwig.
Abgeordneter Dr. Marcus Franz (STRONACH): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Ich glaube, Missbrauch an Behinderten und an Schutzbefohlenen gehört zu den widerwärtigsten und abscheulichsten Dingen im Leben, und dem muss man entgegentreten, wo immer man kann. Ich halte diese Maßnahme, die jetzt von uns allen hier beschlossen wird, für eine absolut sinnvolle. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Königsberger-Ludwig.)
Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. Königsberger-Ludwig.
Als Arzt ist man in der Lage, auch einmal in den Institutionen tätig sein zu können oder auch zu müssen. Wenn man die einmal kennengelernt hat, dann sieht man, wie schwer diese Aufgabe ist und wie fordernd dieser Beruf sein kann. Ich möchte hier an dieser Stelle im Namen des Teams Stronach allen, die in der Behindertenbetreuung und Pflege tätig sind, einmal Dank und Anerkennung aussprechen. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. Königsberger-Ludwig.)
Beifall bei Team Stronach und SPÖ.
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (STRONACH): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Meine geschätzten Damen und Herren! Sexismus im Alltag ist abzulehnen, ist widerwärtig. Ich glaube, wir alle sind dieser Meinung. (Beifall bei Team Stronach und SPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und ÖVP.
Selbstverständlich ist es der Auftrag jedes Einzelnen, wachsam zu schauen: Wo findet so etwas statt?, und die Verantwortlichen darauf hinzuweisen, dass das einfach nicht geht. Aber ich glaube, der Plenarsaal ist nicht der richtige Ort, um über jede Getränkebezeichnung in Österreich zu diskutieren. Ich glaube, das gehört woanders hin. Wir haben Wichtigeres zu erledigen, nämlich zu schauen, dass wir dieses Land wieder flottmachen, zu schauen, dass wir ein faires System aufbauen, um diesem Land eine Zukunft zu geben. – Glück auf! (Beifall bei Team Stronach und ÖVP.)
Beifall bei Grünen, SPÖ und Team Stronach.
Ich sage nur zwei, drei Sachen. Erstens: Wir waren uns alle einig, nicht nur im Ausschuss, sondern auch hier im Hohen Haus, dass es da um eine widerliche Sache geht, die wir zutiefst ablehnen. Zweitens, jetzt an Sie, Frau Kollegin Belakowitsch-Jenewein, weil es im Antrag vorkommt: Es gibt keinen sozialistischen Sexismus, es gibt keinen wie auch immer konservativen oder sonstigen Sexismus, es gibt nur Sexismus. (Beifall bei Grünen, SPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach
Um diese Spirale unterbrechen zu können, ist es wichtig, dass wir bereits bei den Kindern darauf achten, Zivilcourage zu stärken (Beifall beim Team Stronach), dass Eltern ein achtsames Auge auf Mitschüler haben, dass Lehrer genau hinschauen, was zu Hause stattfindet, denn diese kleinen Kinderseelen werden verletzt, wenn sie mitansehen müssen, was ihrer Mutter daheim passiert. Und wenn wir das nicht aufarbeiten und unterbrechen, dann werden sie die nächste Generation sein, die wiederum Gewalt weitergibt.
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir Frauen hier im Haus sind aufgefordert, unsere Geschlechtskolleginnen zu stärken, ihnen Mut zu machen, dass sie wirklich das erzählen, was ihnen widerfährt. So können wir die Spirale unterbrechen. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten von Team Stronach, NEOS und Grünen sowie der Abg. Schimanek.
Ich möchte in diesem Zusammenhang aber vor allem jenen – es sind in erster Linie Frauen – danken, die sehr engagiert, mit viel Einfühlungsvermögen und Kompetenz in Gewaltschutzeinrichtungen, Frauenhäusern und Beratungseinrichtungen tätig sind. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten von Team Stronach, NEOS und Grünen sowie der Abg. Schimanek.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
gen oder herstellen kann. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren! Wir können hier alles beschließen, aber wir müssen auch auf die Realität schauen. (Beifall beim Team Stronach.) Wir müssen schauen, ob es für die Frauen noch einen Job in diesem Bereich gibt.
Beifall beim Team Stronach.
Zur Frage der Asylanten möchte ich ganz kurz sagen: Wir sind auch der Meinung, gemeinnützige Arbeit, das ist okay. Uns ist aber eine rasche Abwicklung der Asylverfahren wichtig, damit wirklich rasch abgeklärt werden kann, wer wirklich Asylant ist und wer es nicht ist. Und wir fordern die Bundesregierung auf, auch international zu verhandeln, dass jene Länder in Verantwortung treten, die bisher keine Asylanten aufgenommen haben, wie Großbritannien, sodass sie wirklich fair in der EU aufgeteilt werden und nicht Österreich wiederum als Musterschüler die meisten Lasten trägt. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Fekter: Das ist die Philosophie vom Stronach!
Und jetzt haben wir eine große Chance mit dem neuen Finanzminister, der, wie ich glaube, nicht abhängig ist – weder von Landeshäuptlingen noch von Parteien noch von sonst etwas. Und das ist die einmalige große Chance, endlich etwas in Angriff zu nehmen und sich gegen die Länder durchzusetzen, denn der Kern wird sein, dass wir die Länder entmachten müssen. Das wird der Kern sein! (Abg. Rädler: Hallo!) Das heißt, wir müssen den Ländern ihr Spielzeug wegnehmen, und das Spielzeug heißt Geld. Und mit diesem Spielzeug kaufen sie sich die Wähler. (Abg. Fekter: Das ist die Philosophie vom Stronach!) Sie bestechen die Wähler mit dem Geld, das sie über den Finanzausgleich bekommen, wo dann zusätzlich noch ein Drittel an Automatismus drinnen steckt, dass immer dann, wenn die Regierung aus Reformverweigerung die Steuern erhöht, die Länder ihren Anteil bekommen. (Beifall beim Team Stronach. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Und jetzt haben wir eine große Chance mit dem neuen Finanzminister, der, wie ich glaube, nicht abhängig ist – weder von Landeshäuptlingen noch von Parteien noch von sonst etwas. Und das ist die einmalige große Chance, endlich etwas in Angriff zu nehmen und sich gegen die Länder durchzusetzen, denn der Kern wird sein, dass wir die Länder entmachten müssen. Das wird der Kern sein! (Abg. Rädler: Hallo!) Das heißt, wir müssen den Ländern ihr Spielzeug wegnehmen, und das Spielzeug heißt Geld. Und mit diesem Spielzeug kaufen sie sich die Wähler. (Abg. Fekter: Das ist die Philosophie vom Stronach!) Sie bestechen die Wähler mit dem Geld, das sie über den Finanzausgleich bekommen, wo dann zusätzlich noch ein Drittel an Automatismus drinnen steckt, dass immer dann, wenn die Regierung aus Reformverweigerung die Steuern erhöht, die Länder ihren Anteil bekommen. (Beifall beim Team Stronach. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Rädler: Ihr habt euch vom Stronach kaufen lassen! Wie viel Geld haben Sie gekriegt vom Stronach?
Und da geht es überhaupt nicht darum, dass die Länder deshalb das Geld brauchen, damit sie ihre Aufgaben erfüllen können. (Abg. Rädler: Ihr habt euch vom Stronach kaufen lassen! Wie viel Geld haben Sie gekriegt vom Stronach?) Die Länder wollen ja auch keine Transparenz, denn wenn es Transparenz gäbe, dann würde man einmal sehen, wie ineffizient die Länder arbeiten. Da geht es nicht um Effizienz, da geht es darum, dass man die Steuerzahler und die Bürger bei Laune hält und sie dazu nötigt, wieder die „richtige“ Partei zu wählen. Darum geht es! Und das will man sich nicht wegnehmen lassen. (Abg. Rädler: Entschuldigen Sie sich!)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb haben wir jetzt eine einmalige Gelegenheit. Ich halte viel auf Sie, Herr Finanzminister, und ich setze auch viele Hoffnungen in Sie, dass Sie endlich den Mut haben und vor allem auch die Unabhängigkeit, die bisher gefehlt hat, sich hinzustellen, besonders vor Herrn Erwin Pröll aus Niederösterreich, und zu sagen: Lieber Freund, bis hierher und nicht weiter! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir haben eine gesamtstaatliche Verantwortung. Wir haben eine Verantwortung für dieses Land. Und die Landeshäuptlinge haben nicht das Recht, sich den Bund in Geiselhaft zu halten! (Beifall beim Team Stronach.) Genau das ist nämlich passiert in der Vergangenheit! Und das wollen wir abstellen.
Beifall beim Team Stronach.
Ich setze große Hoffnungen auf Sie, Herr Finanzminister, und sage Ihnen: Setzen Sie sich Ihre Ziele nicht allzu klein! Versuchen Sie gleich den großen Wurf durchzubringen, denn Sie werden von allen Seiten angefeindet werden! Und je schneller Sie das machen, desto besser für Österreich. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
das nicht! Wenn Sie schon vor Ort Hearings ermöglichen, Abstimmungen abhalten lassen, wenn Sie vor Ort Demokratie vortäuschen, dann haben Sie sich an diese demokratischen Entscheidungen gefälligst auch zu halten. (Beifall beim Team Stronach.) Wenn Sie das nicht wollen, dann müssen Sie vorher sagen, dass das alles nur ein Spiel ist. Da geht es nicht darum, dass wir die Lehrer, die Eltern, alle vor Ort mitentscheiden lassen, es geht darum, was Sie letztlich wollen. – So kann man nicht Politik machen, vor allem keine Bildungspolitik, und deshalb sage ich: Politik raus aus der Schule, Politik hat in der Schule nichts verloren! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
das nicht! Wenn Sie schon vor Ort Hearings ermöglichen, Abstimmungen abhalten lassen, wenn Sie vor Ort Demokratie vortäuschen, dann haben Sie sich an diese demokratischen Entscheidungen gefälligst auch zu halten. (Beifall beim Team Stronach.) Wenn Sie das nicht wollen, dann müssen Sie vorher sagen, dass das alles nur ein Spiel ist. Da geht es nicht darum, dass wir die Lehrer, die Eltern, alle vor Ort mitentscheiden lassen, es geht darum, was Sie letztlich wollen. – So kann man nicht Politik machen, vor allem keine Bildungspolitik, und deshalb sage ich: Politik raus aus der Schule, Politik hat in der Schule nichts verloren! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Es gibt vor Ort Menschen, die wissen, was zu tun ist. Wir haben hoch motivierte Lehrer, wir haben sehr, sehr gute Direktoren – wenn sie nicht von der Politik ausgesucht werden –, die motiviert sind und die hoffentlich gemeinsam mit den Lehrern, die sie sich auch aussuchen können, die richtigen Entscheidungen treffen. Das Einzige, das Sie machen sollten, ist, die Bildungsziele vorzugeben. Das können Sie machen, aber da hapert es ja auch in letzter Zeit, wenn man sich die Vorgänge rund um das BIFIE und so weiter ansieht. Das wäre Ihre Aufgabe: zu definieren, was jemand können soll, und dann zu entscheiden: Wir lassen niemanden zurück! Das wäre Ihre Aufgabe und nicht, sich politisch in Dinge einzumischen, wo Sie nicht wissen, was das Beste vor Ort ist, weil Sie nicht vor Ort sind. Deshalb: Lassen Sie jene vor Ort entscheiden, ermöglichen Sie Autonomie! Nehmen Sie erst dann wieder das Wort „Autonomie“ in den Mund, wenn Sie es auch wirklich ehrlich meinen! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei NEOS und Team Stronach. – Abg. Wöginger: Rückstand in Betätigung! – Zwischenruf des Abg. Rädler.
Gestehen Sie doch ein, dass Sie gescheitert sind mit dieser Politik, und zwar absolut gescheitert! Und lesen Sie die sechs Seiten in der „Zeit“, und schämen Sie sich! – Danke. (Beifall bei NEOS und Team Stronach. – Abg. Wöginger: Rückstand in Betätigung! – Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Abg. Darabos: Ich habe gerade gesagt, dass Eltern sozusagen ...! – Ruf beim Team Stronach: Geh, macht das in der Cafeteria!
Das Problem ist einfach, dass im Grunde so viele Talente von Schülerinnen und Schülern jedes Jahr in diesem Schulsystem vernichtet werden, und deswegen finde ich, dass wir eine ein bisschen bessere Lehrerausbildung brauchen und kleinere Klassen, sodass es wirklich um das Individuum geht (Zwischenruf des Abg. Darabos), denn dann wird keiner mehr herausfallen. – Wie bitte? (Abg. Darabos: ... ein Talent mit den Lehrern ...!) – Ich weiß nicht, ich glaube, dass jedes Kind Talente hat, aber eigenartigerweise ... (Abg. Darabos: Ich habe gerade gesagt, dass Eltern sozusagen ...! – Ruf beim Team Stronach: Geh, macht das in der Cafeteria!)
Beifall beim Team Stronach.
Obwohl im Bericht über die Einigung aller noch ausstehenden Rechtsakte des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems berichtet wird, gibt es hier massive Missstände. Europa darf nicht weiterhin humanitäre Schuld auf sich laden und Hunderttausenden die Hoffnung vermitteln, sie hätten hier in der EU Aussicht, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Die EU hat seit Jahren verabsäumt, eine konsequente und menschliche Flüchtlings- und Migrationspolitik zu machen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Daher ist es undenkbar, Hunderttausende Afrikaner in Europa zu integrieren. Mit der Öffnung des Weges nach Sizilien und Lampedusa hat Italien den verbrecherischen Schlepperbanden erst richtig eine Chance eröffnet, sie profitieren von der feigen und unklaren EU-Politik. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Statt die EU-Außengrenzen zu schützen, hat Italien mit viel EU-Geld mit der Aktion „Mare Nostrum“ das Geschäft der Schlepper noch angeheizt. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Deshalb frage ich: Wann wird man vonseiten der EU endlich konsequent gegen Schlepper vorgehen? Wann wird endlich die Entwicklungszusammenarbeit so gehandhabt, dass der Aufbau tragfähiger wirtschaftlicher Strukturen in notleidenden Ländern unterstützt wird und somit die Arbeitsmigration vermindert werden kann? – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, Team Stronach und NEOS.
Der Bericht versucht, auch den breit gestreuten Kreis an Interessenten aus Verwaltung, Wissenschaft, Diplomatie, Wirtschaft, Medien und Politik zu erreichen, und ich darf mich ganz herzlich an dieser Stelle bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedanken, nicht nur für die Arbeit, die im Jahr 2013 geleistet worden ist, sondern auch für die Arbeit, die solch ein Bericht mit sich bringt. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, Team Stronach und NEOS.
Insofern kann ich nur sagen, wir unterstützen den Antrag voll und ganz, und nachdem Menschenrechte ein ganz wichtiger Bereich unserer Außenpolitik sind, bin ich froh, dass es hier auch einen Schulterschluss im Parlament gibt. – Vielen Dank. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, Team Stronach und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Gebühren, die Pendlerpauschalen werden nicht angehoben, aber der Spritpreis ist eine Zeit lang extrem teuer gewesen. Jetzt fällt er ein wenig, aber die Kosten für den Autofahrer sind trotzdem enorm hoch. Das fängt bei den Steuern auf Sprit an, geht weiter bei den Kfz-Steuern, bei der Versicherung, bei der Vignette und, und, und. Sie können sich erinnern, ich habe den Antrag gestellt, um für Wechselkennzeichen nur noch eine Vignette zu haben. Das ist zum Beispiel ein wichtiger Punkt. Aber die Autofahrer werden nur abkassiert, und das ist der falsche Weg. Herr Minister, hier hätten Sie viele Aufgaben, die Sie machen könnten. Und dabei würden wir Sie auch gerne unterstützen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ, Team Stronach und NEOS. – Abg. Matznetter: Das kann man aber ändern! – Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.
Es ist nur leider unter seinen Möglichkeiten regiert. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ, Team Stronach und NEOS. – Abg. Matznetter: Das kann man aber ändern! – Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.) – Genau, das kann man ändern. (Abg. Rädler: Ihr probiert das schon 17 Jahre! – Abg. Wöginger: Der war auch gut!)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen, Team Stronach und NEOS.
Ich darf dir nur sagen, falls du das nicht mehr genau weißt, die Sozialdemokratie hat bei der letzten Nationalratswahl vor einem Jahr in Niederösterreich 280 000 Stimmen erreicht. (Abg. Rädler: Bei der Landtagswahl!) Deine Partei hat 310 000 Stimmen erreicht. Wir haben 27 Prozent, ihr habt 30 Prozent. Wenn wir Mindestsicherung haben, dann habt ihr mit dem Erwin Pröll die Ausgleichszulage. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach und der FPÖ.
Wir haben ein gut ausgebautes Verkehrsnetz, wir haben nirgends in Europa so gute Straßen wie in Österreich, die auf eine höhere Geschwindigkeit ausgelegt sind. Das müsste man vielleicht einmal überdenken. Und da ärgert es mich schon, wenn ich höre, dass dieses Tempo-100-Limit, das in meinen Augen nur ein Abkassieren ist, in Tirol flächendeckend eingeführt wird. (Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach und der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach und der FPÖ.
Wir als Autofahrerpartei vom Team Stronach wehren uns absolut dagegen. Wir werden viele Maßnahmen setzen, dass dieses Abkassieren ein Ende findet. (Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach und der FPÖ.)
Sitzung Nr. 53
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Dr. Kathrin Nachbaur (STRONACH): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Staatssekretärin! Hohes Haus! Sehr geehrte Steuerzahler! Die Griss-Kommission hat großartige Arbeit geleistet. Der Prüfbericht zeigt das rot-schwarze Totalversagen schonungslos auf genauso wie die unverzeihlichen Fehler der OeNB, der FMA und der Finanzprokuratur. Wir machen aber den allergrößten Fehler, wenn wir diesen Untersuchungsbericht nur als Faktenbericht über das Dilemma der Hypo Group Alpe-Adria betrachten, denn er ist weit mehr als das. Der Bericht ist ein Sittenbild der österreichischen Politik und der Machtstrukturen in diesem Land. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf bei der SPÖ.
Wenn neue Parteien auftreten, die dieses Machtgefüge möglicherweise stören könnten, dann wirken die systemrelevanten Medien dieses Landes zusammen, um diese Parteien zu demontieren. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Die NEOS werden in wochenlangen Diskussionen um Cannabis demontiert, einer der erfolgreichsten Unternehmer dieses Landes, Frank Stronach, wird respektlos angeschüttet (ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP), und sogar mir unterstellt die Tochterzeitung einer systemrelevanten Bank, irgendwelche absurde Beträge auszudealen. – Alles erstunken und erlogen! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Jetzt liegen die Fakten aber auf dem Tisch. Es gibt einen Hoffnungsschimmer für dieses Land und für eine verbesserte Demokratie, ich spreche jetzt vor allem die Oppositionsparteien an, aber auch die vernünftigen Leute in den Regierungsparteien, dass wir über alle ideologischen Grenzen hinweg einen Schulterschluss schaffen, um diese ausgediente Dinosaurierpolitik der obersten Machterhalter auszuhebeln. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Die Untersuchungskommission stellt unzweifelhaft fest: „Dem Bund kann () nicht zugebilligt werden, dass er seine Entscheidungen als Alleineigentümer“ der Hypo „zum Wohle der Bank und der Allgemeinheit getroffen hat.“ – Das sitzt. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Ein Großteil des Milliardenschadens geht also nicht auf das Konto von Haider, sondern auf das der dilettantisch agierenden Regierung. Die Einzeltätertheorie hat endgültig ausgedient. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Abg. Kickl: Der Bundeskanzler soll uns das dann sagen!
Steuerzahler wirklich gerettet? Die Vermutung liegt nahe, dass es sich um die systemrelevanten Banken unseres Landes handelt. Aber, sehr geehrte Aufsicht, lassen Sie uns nicht spekulieren, sondern sagen Sie uns einfach, wer die größten Gläubiger zum Zeitpunkt der Notverstaatlichung waren, damit die Steuerzahler wenigstens wissen, für wen sie jetzt bluten müssen! (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Abg. Kickl: Der Bundeskanzler soll uns das dann sagen!)
Beifall beim Team Stronach.
Was auch ganz klar aus dem Griss-Bericht hervorgeht, ist, dass von allen Fehlern, die gemacht wurden, die Verstaatlichung der allergrößte Fehler war. Der Hauptschaden für die österreichischen Steuerzahler entstand durch die Verstaatlichung und nach der Verstaatlichung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das Instrument der Landeshaftungen für Anleihen mit Risikoaufschlag ist im Übrigen an sich völlig absurd. Kulterer ging ins Gefängnis für Put-Optionen, die besichert waren und für die Investoren in Wirklichkeit überhaupt kein Risiko darstellten. Im Falle Hypo Alpe-Adria vergibt man Anleihen, die Landeshaftungen haben, das heißt, für die Investoren besteht wiederum überhaupt kein Risiko, aber den erhöhten Zinsaufschlag bekommen sie sehr wohl. – Was ist das überhaupt für ein Instrument? Wo war denn da die Aufsicht? (Beifall beim Team Stronach.) Jedenfalls war sie offenbar halb blind, genauso wie bei ihrem Urteil „not distressed“.
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Brosz.
Noch blinder waren damals allerdings Herr Pröll und Herr Schieder mit Kanzler Faymann. Wie kann man auf jede Gewährleistung verzichten, noch dazu wo das Gesamtrisikovolumen der BayernLB zwischen 6 und 8,2 Milliarden € lag, was die Verhandlungsposition Österreichs ungemein gestärkt hätte?! Es gibt kein krasseres Beispiel, das zeigt, warum unser Land nicht von lauter Berufspolitikern geführt werden darf. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Brosz.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Kickl: Genossen!
preist. Sie täuschen sich nur selbst und auch die Wähler. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Kickl: Genossen!)
Beifall beim Team Stronach.
Sämtliche Akteure aus dem Land Kärnten, der Bundesregierung, Abschlussprüfer, OeNB und Bankenaufsicht sind zur Verantwortung zu ziehen. Der Filz hat hierzulande ausgedient! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS.
Abgeordneter Heinz-Christian Strache (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Dass die Opposition in diesem Haus natürlich skeptisch war, und zwar berechtigterweise skeptisch war, Herr Klubobmann Lopatka, nachdem SPÖ und ÖVP über 21 Anträge der Opposition auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses abgelehnt haben, ist klar, denn Sie haben ja alles dazu beigetragen, dass nicht aufgeklärt werden kann. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Team Stronach und NEOS
Ja, es hat sich auch bewährt, dass mit sehr vielen Unterlagen gearbeitet wurde, die Dokumentendichte ist enorm, Sie müssen sich nur die Fußnoten anschauen, weniger im Übrigen mit Ergebnissen aus Gesprächen, denn Zeugenaussagen waren es ja keine, diese werden wir dann im Untersuchungsausschuss haben. Das sagt die Frau Dr. Griss auch. Insofern war es einmal ein Gutes, was diese Arbeitsgrundlage betrifft, mit Sicherheit. Aber wenn wir uns jetzt schon wieder gegenseitig die gelben und roten Karten zeigen wollen, dann muss man wenigstens schon das zurechtrücken: Ohne den Druck der einzelnen Abgeordneten, hier der gesamten Opposition, dann der Öffentlichkeit und der Medien hätte es diese Kommission nie gegeben (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Team Stronach und NEOS), denn am Anfang war natürlich völlig klar, dass sie deshalb eingesetzt wurde, weil ein Untersuchungsausschuss – und das war im März – verhindert werden sollte.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Und das geht überhaupt nicht bei einem sich abzeichnenden 15-Milliarden-Loch. Das muss man sich einmal vorstellen: 2 Milliarden, 8 000 € pro österreichischer Familie werden hier der Schaden sein, wenn wir jetzt nicht endlich etwas anderes unternehmen, dazu kommen wir ja, spätestens morgen. In jeder vernünftigen und halbwegs entwickelten Demokratie der Welt ist es völlig logisch, dass das ein Untersuchungsausschuss untersuchen muss, sonst können wir das Parlament und die Volksvertretung zusperren. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.
was eh verdienstvoll ist, weil wir das als Abgeordnete in manchen Punkten so fundiert gar nicht herbekommen hätten, nicht in allen, das muss ich noch nachtragen. Bestimmte Dinge sind nicht untersucht worden, erstens, weil sie im Auftrag nicht drinnen waren, zweitens, weil die Vorsitzende der Kommission selber gesagt hat, dass sie Motive und Interessenlagen ausdrücklich nicht betrachtet und eingearbeitet hat. Es ist eine Faktensammlung und eine Bewertung auf diese Fakten hin, aber wer warum was gemacht hat, wurde nicht eruiert. Das ist aber im Kontext politischer Verantwortung entscheidend. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb hat man den Josef Pröll, der jetzt bestens versorgt ist im Raiffeisenkonzern, ausgeschickt, natürlich ohne Berater, denn die hätten nur gestört. Die hätten ja gesagt: Wie kann man so etwas machen?! Wie kann man, um dem Raiffeisen-Sektor bis zu 2 Milliarden € an Verlust zu ersparen, dem Steuerzahler bis zu 20 Milliarden € umhängen?! Das hätten die Berater ja gesagt: Wer macht denn so was? (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Mag schon sein, dass man die Tragweite gar nicht so überblickt hat. Aber dann wäre es besonders interessant, wenn nicht der Herr Obernosterer herauskommen würde, sondern Sie, Frau Fekter, und hier einmal Rede und Antwort stehen würden, anstatt irgendjemanden vorzuschicken. Das wäre einmal angebracht, denn letztlich haben es auch Sie mitverbockt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Weil ein Parteienvertreter eben der Partei und all jenen, wie Raiffeisen, wie dem Onkel Erwin aus Niederösterreich, den Gewerkschaften und so weiter, im Hintergrund verantwortlich ist. Das heißt, was wir brauchen, sind ordentliche Bürgervertreter. Aber Sie wehren sich dagegen. (Abg. Krainer: Was sind denn Sie?) Ganz besonders Sie, Herr Krainer, Sie wehren sich dagegen, denn Sie haben nicht die Interessen der Bürger im Auge, sondern die Eigeninteressen, und das ist das Problem. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Was wir wollen, sind ordentliche Bürgervertreter im Hohen Haus, denn dann werden die Entscheidungen auch wieder besser werden. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und NEOS.
Liebe Mitglieder des Verhandlungsteams, ist Ihnen das nie seltsam vorgekommen, dass die Bayern vor Ihnen mit der Insolvenz drohen und von hinten die Telefonanrufe kommen: Keinesfalls eine Insolvenz!? In diese Situation haben Sie sich gebracht, indem Sie nicht die richtigen Berater gesucht und nicht die richtige Strategie angewandt haben. Jetzt mit einer Irrtumsanfechtung das Weite zu suchen, nachdem Ihnen das Gegenüber gesagt hat, das ist eine Pleite, nachdem Sie von der FMA und der OeNB beraten waren, scheint mir ein ähnliches Professionalitätsniveau wie jene Strategie, die Sie dort verfolgten, zu haben. – Danke schön. (Beifall bei Team Stronach und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn man es genau betrachtet, so haben ja auch die Grünen im Ausschuss, nachdem die Einigung erzielt war, gesagt: Ja, es war halt eine Kompromisslösung, wir hätten uns auch mehr erwartet; es war halt ein Zeitfenster, das aufgegangen ist, und wir hatten die Angst, dass die Regierung dieses Fenster wieder zumacht, und deshalb haben wir genommen, was wir kriegen konnten! – Ich aber sage: Wir hätten da viel mehr herausholen können! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach
Wenn die Regierung sagt, nein, der Erwin Pröll hat damit nichts zu tun, dann kann der Verfassungsgerichtshof auch nichts machen. Und das ist das Problem! – Also wenn wir schon ein Minderheitsrecht einführen, dann wäre es doch notwendig, es so zu regeln, dass die Minderheit im Ausschuss alles entscheiden kann (Beifall beim Team Stronach): wer kommt, welche Akten angefordert werden, wer die Erstbefragung macht, wer der Vorsitzführende ist.
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Wöginger: Setzen’s Ihna nieder!
Das wäre ein Minderheitsrecht! Aber das will natürlich die Regierung nicht, weil die Regierung natürlich dann, wenn es wichtig ist, den Deckel draufhalten will. Man ist nicht an Aufklärung interessiert, sonst hätte man bei den 20 Gelegenheiten, einen Ausschuss einzusetzen, die es hier schon gegeben hat, Ja gesagt. (Abg. Wöginger: Das ist eine Frechheit! – Heiterkeit der Abgeordneten Brosz und Belakowitsch-Jenewein.) Aber man will es nicht, man will keine Aufklärung! Man hat jetzt ein Instrument geschaffen, um wieder zuzudecken (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Wöginger: Setzen’s Ihna nieder!) – Sie kommen dann schon noch zu Wort.
Beifall beim Team Stronach. – Die Abgeordneten Lopatka und Wöginger: Ein Wahnsinn! – Abg. Lopatka: Der größte Schaden für das Team Stronach! Schade ums Team Stronach! Arme Frau Nachbaur!
keit der Regierung, die Dinge zuzudecken und nicht aufzudecken. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach. – Die Abgeordneten Lopatka und Wöginger: Ein Wahnsinn! – Abg. Lopatka: Der größte Schaden für das Team Stronach! Schade ums Team Stronach! Arme Frau Nachbaur!)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lopatka: Da haben Sie wieder etwas verwechselt!
Schauen Sie sich das einmal genau an! – Die Erstbefragung durch einen Abgeordneten ist immens wichtig, denn mit der Erstbefragung kann man auch steuern. Es steht im Gesetz drinnen, dass die Auskunftspersonen mit einem vierstufigen Verfahren geschützt werden. Und der Herr Kopf hat ja auch gesagt, dass man versucht, die Auskunftspersonen maximal zu schützen. – Was soll da genau geschützt werden? Es soll die Auskunftsperson davor geschützt werden, etwas zu sagen, was letztlich vielleicht für die Regierung unangenehm sein könnte. Darum geht es! (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lopatka: Da haben Sie wieder etwas verwechselt!)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lopatka: Sie schaden Ihrer Partei!
Herr Strache, Sie haben der Hypo und dem Staat Österreich vorgeworfen, dass sie sich von den Bayern über den Tisch ziehen haben lassen. Ich sage: Die meisten Oppositionsparteien haben sich von der Regierung über den Tisch ziehen lassen, haben sich dieses Minderheitenrecht aufs Auge drücken lassen. (Abg. Lopatka: Na geh!) Sie haben damit letztlich einen großen Schaden angerichtet, der auf Jahrzehnte nicht wiedergutzumachen ist. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lopatka: Sie schaden Ihrer Partei!)
Zwischenrufe beim Team Stronach.
Kollegin Nachbaur, vielleicht überlegen Sie es sich noch, und vielleicht stimmt der Rest Ihrer Fraktion doch diesem Gesetz zu! (Zwischenrufe beim Team Stronach.) Denn ansonsten müsste ich – frei nach dem Lukas-Evangelium – sagen: Herr vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun! (Beifall bei der ÖVP. – Oh-Rufe beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Lugar.)
Beifall bei der ÖVP. – Oh-Rufe beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Lugar.
Kollegin Nachbaur, vielleicht überlegen Sie es sich noch, und vielleicht stimmt der Rest Ihrer Fraktion doch diesem Gesetz zu! (Zwischenrufe beim Team Stronach.) Denn ansonsten müsste ich – frei nach dem Lukas-Evangelium – sagen: Herr vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun! (Beifall bei der ÖVP. – Oh-Rufe beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Lugar.)
Beifall beim Team Stronach.
Zur Valorisierung 2016: Meine geschätzten Damen und Herren! Die Stufen 1 und 2 bezahlen die Valorisierung der Stufen 3 bis 7. Das kann es doch nicht sein! Das ist aus unserer Sicht der absolut falsche Zugang. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Unser Weg ist, wie gesagt, die Menschen in den Pflegestufen 1 und 2 so lange wie möglich zu unterstützen, zu stärken und zu fördern, ihre Selbständigkeit und Selbstbestimmtheit zu erhalten und mittel- und langfristig ein System zu finden, das ganz klar definiert, wofür das Geld in der Pflege verwendet wird, woher das Geld kommt, wohin es geht. Wir treten für eine staatliche Pflegeversicherung ein, für klare, transparente Wege des Geldes, denn nur damit wird die Finanzierbarkeit auch in Zukunft möglich sein. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Da kann ich mich nur bei der FPÖ bedanken, beim Kollegen Norbert Hofer, meinem burgenländischen Abgeordnetenkollegen, der die Weitsichtigkeit gehabt, mit seinen Fraktionskollegen auch mitgestimmt und gesagt hat: Ja, das ist uns wichtig! Wir begnügen uns nicht damit, nur zu reden, die Politik schafft wirklich Rahmenbedingungen und erkennt die Leistung der ehrenamtlich tätigen Menschen an. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Im Sozialausschuss hat Kollege Wöginger argumentiert, dass eine Abgrenzung schwierig ist und nur zu Unmut bei anderen Vereinen führt – vollkommen richtig. Kollege Vogl hat vorhin auch vollkommen richtig gesagt, dass man während der Absolvierung des Freiwilligen Sozialen Jahres auch pensionsversichert ist – das stimmt alles, ist vollkommen richtig. Aber ich frage mich eines: Wir sind doch hier im Hohen Haus dafür verantwortlich, die Rahmenbedingungen zu schaffen, mit denen die Menschen in Österreich in diesem Land zu leben haben. Hier hätten wir wirklich die Möglichkeit, etwas Gutes zu tun, etwas Sinnvolles zu tun und diesen ehrenamtlich tätigen Menschen zu sagen: Ja, eure Arbeit ist uns wichtig, wir zeigen Anerkennung dafür, und das soll auch entsprechend honoriert werden! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich glaube, das wäre eine sinnvolle Sache, eine nachhaltige Sache, und es wäre auch ein gutes Zeichen für die Menschen in diesem Land dafür, dass sich die Politiker wirklich Gedanken machen, wie man ihnen das Leben erleichtert, und nicht, wie man ihnen das Leben erschwert, mit noch mehr Steuern, mit noch mehr Druck, mit noch mehr, noch mehr, noch mehr. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Grünen, Team Stronach und NEOS.
Es geht beim Thema Sozialversicherungsträger nämlich nicht nur um Einsparungen, sondern wirklich um die Beseitigung von Ungerechtigkeiten im System. Jeder oder jede – und ich kann es in diesem Zusammenhang nicht oft genug sagen – weiß, dass man, je nachdem, bei welcher Versicherung man krankenversichert ist, unterschiedliche Leistungen bekommt – teilweise auch in den verschiedensten GKKs. Wäre ich bei der GKK Steiermark versichert, hätte ich andere Ansprüche, als wenn ich bei der GKK Oberösterreich versichert wäre. Niemandem kann man mehr erklären, was das soll und wofür das gut ist – außer um bestimmte Jobs zu behalten und auf Posten sitzen zu bleiben. Sagen Sie den Leuten, was sie davon haben! – Für mich ist das nicht nachvollziehbar! (Beifall bei Grünen, Team Stronach und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Das wäre die erste Pflicht eines wirklichen Staatsmannes beziehungsweise einer Staatsfrau! Und darauf, dass man das in Zukunft so einhält, möchte ich pochen. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach, FPÖ und NEOS.
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (STRONACH): Geschätzte Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Minister! Meine Damen und Herren! Es freut mich, dass alle Oppositionsparteien mittlerweile wirklich einer Meinung sind: Wir brauchen ein System, ein Versicherungssystem, ein Pensionssystem und ein Ende dieser unendlichen Privilegien und Sonderbehandlungen. (Beifall bei Team Stronach, FPÖ und NEOS.)
Beifall bei Team Stronach, FPÖ und NEOS.
Ich bin zuversichtlich, so wie wir bei der Hypo den Untersuchungsausschuss in die Gänge bringen, so wird es uns auch gelingen, in diesem Bereich etwas weiterzubringen. Denn: Es wird kein Mensch in Österreich verstehen, dass ein eingezahlter Euro im System am Ende des Tages völlig unterschiedliche Beträge aus dem System heraus bedeutet. Ich denke, 80 Prozent Eigenleistung bei ASVG, 50 Prozent Eigenleistung für Beamte, das sind Zustände, die wir einfach nicht mehr so hinnehmen wollen. (Beifall bei Team Stronach, FPÖ und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
In diesem Sinn ist unser Weg: Steuerlicher Anreiz, schauen, dass der weniger Steuern bezahlt, aber nicht, dass er keine Versicherung mehr bezahlt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren! Es ist höchste Zeit, dass wir einmal genau hinterfragen, wie diese Kosten zustande kommen, wie diese Unterschiedlichkeiten zustande kommen. Es kann nicht weiter so sein, dass sich ein System auf Kosten der Versicherten erhält. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Geschätzter Vertreter der Regierung! Sie sind gefordert! Sie tragen Verantwortung! Schauen Sie endlich, dass in der Nationalbank aufgeräumt wird! Schauen Sie endlich, dass diese Privilegien abgebaut werden! Niemand in Österreich hat dafür Verständnis. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren! Dieses unfaire System ist das System, das Rot und Schwarz in den letzten Jahrzehnten aufgebaut haben. Und als Oppositionspartei ist man gefordert, dagegen aufzutreten und dieses System zu verändern. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Was immer wieder ein Thema ist: das Frauenpensionsalter. Das Frauenpensionsalter ist in Zeiten, in denen 400 000 Menschen auf der Straße stehen, eine schwierige Thematik. Es ist fraglich, ob es richtig ist, in Zeiten, in denen viele einen Job möchten, in denen gerade die Generation 50 plus keinen Job hat, zu fordern, jetzt sollen die Frauen stante pede länger arbeiten. Ich glaube, das ist eine schlechte Entscheidung für die Frauen. Diese Entscheidung werden wir auf keinen Fall mittragen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das, was aber nicht geht, ist, jetzt gesetzlich vorzuschreiben, dass Frauen länger arbeiten müssen, wenn wir nicht die Rahmenbedingungen geschaffen haben, dass die Wirtschaft funktioniert und dass Arbeitsplätze vorhanden sind. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei NEOS und Team Stronach.
Auch das Problem ist noch nie angegangen worden, ob jemand nur einen Gewerbeschein braucht, wenn er Herrenschneider und Damenschneider sein will, oder Pediküre und Maniküre betreiben will. Da braucht man auch noch immer verschiedene Gewerbescheine wie beim Gärtner und Floristen. Das alles wird nicht angegangen. Wissen Sie, wer mir leid tut? – Mir tun die 400 000 Arbeitslosen leid, über die hat heute noch niemand gesprochen. Denen geben ÖVP und SPÖ ein „schönes“ Weihnachtsgeschenk. Sie haben keine Arbeit. Sie behindern mit diesem Stillstandsgehabe die Reformen, denn bei Ihnen geht es nur um klein und klein und nicht um große Würfe. Sie behindern Arbeitsplätze, Sie behindern den großen Wurf. Um diese Menschen tut es mir leid – angesichts dessen, was Sie in den letzten zehn Jahren gemacht haben! (Beifall bei NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Dr. Kathrin Nachbaur (STRONACH): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Vertreter der Regierung! Hohes Haus! Sehr geehrte Steuerzahler! Sehr geehrte Zwangsgebührenzahler! In der Nachkriegszeit galt die österreichische Sozialpartnerschaft als ein Musterbeispiel für die Beziehungen zwischen Unternehmen und Gewerkschaften. Es gab kaum Streiks, und das war sehr, sehr wichtig für den Aufbau nach dem Krieg. Dafür sind wir sehr dankbar, und darauf sind wir auch sehr stolz. (Beifall beim Team Stronach.)
Heiterkeit. – Beifall bei Team Stronach und ÖVP.
Herr Minister Mitterlehner! Es gibt sicher sehr gute Mitarbeiter bei den Kammern; Sie waren bestimmt einer der allerbesten. (Heiterkeit. – Beifall bei Team Stronach und ÖVP.) Aber warum beraubt man uns der Freiheit, selbst zu entscheiden, ob wir Mitglied sein wollen oder nicht? – In der derzeitigen Struktur nehmen uns die Kammern diese Freiheit und vor allem, automatisch und ganz selbstverständlich, unser Geld weg, das sowohl die Arbeitnehmer als auch die Unternehmer möglicherweise anders oder vielleicht sogar besser investieren würden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Minister Mitterlehner! Es gibt sicher sehr gute Mitarbeiter bei den Kammern; Sie waren bestimmt einer der allerbesten. (Heiterkeit. – Beifall bei Team Stronach und ÖVP.) Aber warum beraubt man uns der Freiheit, selbst zu entscheiden, ob wir Mitglied sein wollen oder nicht? – In der derzeitigen Struktur nehmen uns die Kammern diese Freiheit und vor allem, automatisch und ganz selbstverständlich, unser Geld weg, das sowohl die Arbeitnehmer als auch die Unternehmer möglicherweise anders oder vielleicht sogar besser investieren würden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In Wirklichkeit sind die Kammern ganz wichtige Vorfeldorganisationen von SPÖ und ÖVP, haben gewaltige Personalkosten, Fuhrparks und residieren in prunkvollen Gebäuden. (Widerspruch bei der ÖVP.) Für alle diese Kammern gilt die Zwangsmitgliedschaft. Aber in einer Demokratie sollte doch jeder Mensch, jede Firma, jeder Unternehmer selbst entscheiden können, wo er Mitglied sein will und wo nicht! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Oder wie sehen Sie das mit dem freien Willen der Bürger dieses Landes? – Wer den Kammerzwang für nicht mehr zeitgemäß hält, wird von den Verbänden sofort zum Gegner der institutionellen Interessenvertretungen erklärt. Das stimmt so aber nicht. Aber zwingen Sie doch die Bürger nicht zu ihrem Glück! In allen EU-Ländern entscheiden allein die Arbeitnehmer, ob und von wem sie sich vertreten lassen wollen – ausgenommen hier in Österreich: Da ist man bei der Arbeiterkammer, durch eine automatische, gesetzlich vorgeschriebene Zwangsbeglückung. Das ist nicht richtig! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
die Wirtschaftswachstum fördern, sodass sowohl die Unternehmer als auch die Arbeitnehmer Wohlstand schaffen können und damit weniger auf staatliche Obsorge und Umverteilungspolitik, sozialistische Umverteilungspolitik (Ruf bei der SPÖ: Sozialdemokratische!) angewiesen sind. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Vizekanzler Mitterlehner: Ich mache mir eh keine, aber es ist trotzdem ...!
Wir schlagen vor, die Mitgliedsbeiträge jährlich um 20 Prozent zu reduzieren, wobei aber jeder nach wie vor selbstverständlich freiwillig mehr einzahlen kann. Nach wenigen Jahren wird man sehen, wie viele freiwillige Mitglieder es in den Organisationen gibt. Herr Vizekanzler, da die Kammern sicher sehr, sehr gute Arbeit leisten, brauchen Sie sich dann bestimmt keine Sorgen zu machen! – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Vizekanzler Mitterlehner: Ich mache mir eh keine, aber es ist trotzdem ...!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe beim Team Stronach.
Ich rate Ihnen, wenn Sie das so stört: Es gibt kein zwangsweises Antreten bei der Wirtschaftskammerwahl. Sie brauchen dort nur nicht anzutreten, dann sind Sie ohnehin nicht vertreten. Das ist freiwillig! Da brauchen Sie keine Angst zu haben. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe beim Team Stronach.)
Beifall bei NEOS und Team Stronach.
Als Vizepräsident, Herr Matznetter, scheuen Sie sich auch davor, noch eine Urabstimmung über die Zwangsmitgliedschaft zu machen. Lassen Sie die Unternehmer frei wählen, genauso wie sie frei wählen dürfen, ob sie am Sonntag aufsperren dürfen oder nicht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Lassen Sie sie abstimmen! Lassen Sie sie wählen! (Beifall bei NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei NEOS und Team Stronach.
schaft hat zweifelsohne ihre Errungenschaft, nur: Sie ist abgehalftert, sie ist nur mehr eine Schattenregierung, und sie ist das, was sie ist: ein Apparat im Stillstand, drinnen im Sumpf. Das wollen wir nicht mehr, darum wollen wir unsere Mitglieder darüber entscheiden lassen. (Beifall bei NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei NEOS und Team Stronach.
Ich will jetzt nicht damit anfangen, weil ich ein Wirt und ein Gastronom bin, was ich von Ihrer Tochterorganisation Veranstalterverband halte, wo Sie Kickbacks an die Wirtschaftskammer zurückzahlen. Das sind alles Sauereien, die aufgedeckt gehören, und die können nur von innen aufgedeckt werden. Dann lassen Sie uns darüber reden, wie viel die Wirtschaftskammer an Parteienförderung jährlich ausgibt. Das gehört alles weg! Dann brauchen wir über Herrn Haselsteiner überhaupt nicht mehr zu reden, denn dann können wir über Arbeiterkammerbeiträge an die SPÖ und Wirtschaftskammerbeiträge an die ÖVP reden, und dann schaut die Welt ganz anders aus! – Danke vielmals. (Beifall bei NEOS und Team Stronach.)
Zwischenrufe bei FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Zum Antrag selbst: Dieser ist ein Frontalanschlag – und ich wiederhole mich – auf die Sozialpartnerschaft. Die Frau Nachbaur und auch die NEOS wollen dieses System in Österreich einfach nicht mehr haben, und zwar deswegen, weil ganz Europa auf Österreich, genau auf dieses System schaut und auf unser System in Österreich stolz ist. (Zwischenrufe bei FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach – Heiterkeit bei Abg. Podgorschek
Aber ich darf sagen, und das aus Erfahrung, warum ich aus dieser Kammerfunktion in gewählter Funktion entfernt wurde: weil ich mich getraut habe, damals als der Praktiker aufzutreten, der ich heute noch bin, und aufzuzeigen, welch praxisfremdes Bundestierschutzgesetz in diesem Hause – übrigens unter Beratung eines Zoodirektors – beschlossen wurde (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner) – bitte, genau zuhören, Herr Vizekanzler! –, weil ich mich getraut habe, diesen Wahnsinn der Errichtung von Biogasanlagen aufzuzeigen – in einem Land, wo wir 48 Prozent Waldfläche, eine Menge Seen und Gebirgsfläche haben, von Überschüssen zu sprechen und zu sagen, wir brauchen Biogasanlagen zur Entfernung, zur Vernichtung der Überschussflächen, ist ein Frevel, und sich dann in die Kirche setzen und beten: Unser tägliches Brot gibt uns heute! (Beifall beim Team Stronach – Heiterkeit bei Abg. Podgorschek) –, und weil ich mich getraut habe, diese überbordende Bürokratie anzugreifen. Schön langsam ist es so, dass – und ich bin auch zahlendes Wirtschaftsbundmitglied – hinter jedem, der arbeitet, fünf Kontrolleure stehen, die mehr verdienen als der, der arbeitet, aber nie das gemacht haben, was der tut. (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner.)
Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Vavrik. – Abg. Wöginger: So ein Blödsinn! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich bin auf jeden Fall dafür, dass so wie bei der Wirtschaftskammer, so wie in jedem Betrieb der aktive Arbeitnehmer wahlberechtigt ist und nicht jener, der sagt, der Betrieb habe ihm vor 35 Jahren irgendwann einmal gehört. (Abg. Wöginger: Der Grund!) Da muss man reformieren, dann haben wir faire Wahlergebnisse, dann haben wir auch eine bessere Politik; dann haben wir eine Politik für die aktiven Bauern (Abg. Wöginger: Grund und Boden!) und nicht eine Politik für die Lobbyisten. Genau das ist das Ziel, und das wünschen wir uns. (Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Vavrik. – Abg. Wöginger: So ein Blödsinn! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei NEOS und Team Stronach sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.
Ich korrigiere: Sie steht unter sozialdemokratischer Führung, und da besteht ein Unterschied, hoffe ich. (Beifall bei NEOS und Team Stronach sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Wir sagen daher ganz deutlich, dass es noch nie so dringend war, das Herkunftslandprinzip wieder einzuführen. Ich möchte Frau Kollegin Beatrix Karl – ich darf Ihnen gratulieren, Sie haben heute Geburtstag – ein Geschenk machen. Sie haben natürlich recht, wenn Sie sagen, dass es mit den derzeitigen Regelungen nicht möglich ist. Aber wir sind ja Politiker, und ich sage, wir wollen die Gesetze ändern; und wir könnten mit einem gewissen Druck auch in Europa die Gesetze ändern. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Was meine ich damit? – Unser Problem liegt derzeit darin, dass Studenten sich lediglich Prüfungsleistungen anerkennen lassen, die sie bereits in der Vergangenheit erbracht haben, und zwar egal, ob im Ausland oder im Inland. Diese erbrachten Leistungen reichen zum jetzigen Stand der Dinge für die Beihilfenstelle als Leistungsnachweis aus. Unser Problem ist, dass wir diesen Prüfungstourismus endlich abschaffen und ihm Einhalt gebieten müssen. Deswegen spreche ich mich ganz klar für qualitative, zeitnahe Zugangsbeschränkungen für alle Studierenden aus. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Faktum ist, ein Studienplatz für einen ausländischen Studenten kostet mehr, als er an Steuern bringt. Und langfristig können wir von diesen ausländischen Studierenden nur dann profitieren, wenn sie nach dem Studienabschluss auch im Land bleiben. Dann bringen sie nicht nur ihr bei uns erworbenes Know-how ein, sondern auch eine entsprechende Steuerleistung. Darum dreht es sich, und da müssen wir an den Schrauben drehen, damit sich das ändert. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Es gibt keinen Anlass, hier etwas abzutauschen oder jemandem zu unterstellen, dass er gezahlt worden ist, indem er einen Posten bekommt oder Ähnliches. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.) Um jeden Verdacht auszuräumen: Auch wir haben dafür nichts bekommen.
Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich meine daher, dass man aus guter demokratischer Usance dem durchaus zustimmen kann. Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Bundesheer zu gering dotiert ist. – Danke. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Deswegen ist diese Gesetzesvorlage abzulehnen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 55
Beifall bei ÖVP und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Bundesminister für Finanzen Dr. Johann Georg Schelling: Frau Präsidentin! Hohes Haus! Herr Abgeordneter, ich habe zuerst bei Ihrer Frage überlegt, ob sie darauf abzielt, dass Sie beabsichtigen, die Arbeitseinkommen so zu besteuern wie jetzt das Kapital. (Beifall bei ÖVP und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.) Die Erläuterungen, die Sie nun gegeben haben, zeigen natürlich das Gegenteil, und das habe ich in Wirklichkeit auch nicht anders erwartet.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Bundesminister für Finanzen Dr. Johann Georg Schelling: Herr Abgeordneter, sollten Sie das Schweizer Modell machen, bin ich bei Ihnen. Sollte der Steuersatz 30 Prozent erreichen, können wir über alles reden. Worüber ich nicht reden möchte, ist, dass wir in einem Hochsteuerland, das ein Ausgabenproblem hat, neue Steuern einführen, die zu einer zusätzlichen Belastung des Standortes führen würden. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei ÖVP und Team Stronach sowie der Abgeordneten Loacker und Vavrik.
Bundesminister für Finanzen Dr. Johann Georg Schelling: Frau Abgeordnete, wenn Sie sich die vorgestellten Konzepte der einzelnen Parteien anschauen, werden Sie feststellen, dass in dem von mir vorgestellten ÖVP-Konzept die Frage von Erbschafts-, Schenkungs- und Vermögensteuer nicht vorkommt. (Beifall bei ÖVP und Team Stronach sowie der Abgeordneten Loacker und Vavrik.)
Beifall bei ÖVP und Team Stronach.
Daher glaube ich, dass es der richtige Weg ist, zuerst zu fragen: Wie gehen wir diesen Weg mit den Ausgabensenkungen an? Die Diskussion darüber ist im Gange. Es liegen mehrere Konzepte vor, die jetzt zu verhandeln sind. (Beifall bei ÖVP und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn sich ein Zigarettenraucher entwöhnen will und zu einer E-Zigarette greift, dann können wir das nur begrüßen. Es gibt auch keine einzige Studie, die besagt, dass jemand, wenn er eine E-Zigarette raucht, später plötzlich zum Tabakraucher wird. Auch das gibt es nicht. Das heißt, letztlich wäre die E-Zigarette eine gute Sache, um vielen die Möglichkeit zu geben, endlich dieses Laster, diese wirklich gesundheitsschädliche Sache, nämlich das Rauchen, zu beenden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das Einzige, was Sie hier machen, ist – und das machen Sie ja in vielen Bereichen, auch mit der nicht mehr zeitgemäßen verhinderten Sonntagsöffnung –: Sie treiben die Leute ins Internet. Sie können ja heute auch schon E-Zigaretten im Internet kaufen (Abg. Podgorschek: Viagra!), bei Amazon und vielen anderen Vertriebspartnern. Also wem fällt so etwas ein? Sie zerstören einen aufstrebenden Gewerbezweig, der sich auf diese E-Zigaretten spezialisiert hat und eine Möglichkeit bietet, von der normalen Zigarette loszukommen. Was machen Sie? Sie verhindern das, Sie untergraben diese Betriebe und drängen die Leute ins Internet, wo dann das Geld wieder ins Ausland fließt. Also das ist typisch österreichisch und das muss sich aufhören! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei NEOS und Team Stronach.
Hören Sie bitte damit auf, Menschen und Unternehmen mit Ihrer Regulierungswut zu bevormunden! (Beifall bei NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf der Abg. Gisela Wurm.
Ich sage immer, wenn die SPÖ von Gerechtigkeit spricht, dann, bitte, meine Damen und Herren, halten Sie Ihre Geldtasche fest, denn dann wird es teuer. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf der Abg. Gisela Wurm.) Das ist die SPÖ-Politik. Und genau das Gleiche wird hier bei den Trafikanten gemacht.
Beifall beim Team Stronach.
Wenn die Trafikanten ein Problem haben – und die haben ein Problem, aber das haben sie wegen der Bundesregierung und auch wegen der SPÖ –, dann tun Sie etwas für die Trafikanten und gehen Sie nicht her und beuten nach Raubrittermethode einen funktionierenden Zweig des Gewerbes aus, um den Trafikanten etwas Gutes zu tun! – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Menschenwürde gehört, wie ich es auch bei anderen Dingen immer sage, auch in der österreichischen Verfassung dringend verankert. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Obernosterer: Das ist aber nicht gut!
Es sind in rund 15 000 Sparvereinen über eine Million Leute als Mitglieder organisiert. Da gibt es dann auch einmal im Jahr diese gemütliche Sparvereinsauszahlung, bei der die Leute wieder zusammensitzen und sich unterhalten. Bei einem eventuellen gemeinsamen Sparvereinsausflug, der wieder der regionalen Wirtschaft nutzt, werden in ganz Österreich historische Orte, von der Kulturhauptstadt bis zu ländlichen Destinationen, besucht. Ich denke, hier soll man nicht das Kind mit dem Bade ausschütten. Deshalb werden wir bei Punkt 7 nicht zustimmen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Obernosterer: Das ist aber nicht gut!)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Krainer.
Stellen Sie sich einmal vor, wenn das Management einer Firma den Eigentümern solche Zahlen vorlegen würde: Die würden am nächsten Tag wegen völliger Unfähigkeit alle fristlos entlassen werden! (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Krainer.) Politiker hingegen haben nichts zu befürchten: keine Verantwortung, keine Rechenschaft, keine Konsequenzen – und wenig überraschend steigt unter diesem Management der Staatsschuldenberg heuer auf 86 Prozent. Wenig überraschend erhöht sich auch das Defizit des österreichischen Haushalts auf 2,4 Prozent des BIP.
Beifall beim Team Stronach.
Aber anstatt darüber nachzudenken, wie man in Österreich wieder wettbewerbsfähig werden kann, wie man die Staatsausgaben verringern kann – ohne den Ärmsten etwas wegzunehmen, sondern indem man Ineffizienzen beseitigt, Doppelgleisigkeiten entfernt und den Speck in der Verwaltung endlich abbaut –, denken tatsächlich einige Leute in diesem Hohen Haus darüber nach, wie die von ihnen selbst verursachten Budgetlöcher jetzt durch neue Steuern gestopft werden können! Angesichts der weltrekordverdächtigen Steuer- und Abgabenlast in diesem Land ist das natürlich der völlig falsche Weg; das Steueroptimum ist längst überschritten. Daher: Keine neuen Steuern! Keine höheren Steuern! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Anstatt ständig auf dem Neidklavier zu spielen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rossmann) und den Klassenkampf zu schüren, wäre es in unser aller Interesse, möglichst viele Investoren in unser Land zu locken, die hier investieren, die hier Arbeitsplätze schaffen und die hier Steuerleistung erbringen. (Beifall beim Team Stronach.) Dann
Beifall beim Team Stronach.
gibt es auch mehr Geld im Haushalt für die Armen; das wäre wirklich sozial! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Interessant ist auch die Frage zur Zukunft des ländlichen Raums. Wir wollen nämlich, dass auch die auf dem Land lebenden Menschen eine gute Zukunft haben werden, wir wollen nicht, dass dort die Infrastruktur völlig ausgehungert wird und der ländliche Raum einen schleichenden Tod stirbt, sodass alle in die Städte abwandern müssen. Der Bürger auf dem Land muss gleich viel wert sein wie der Bürger in der Stadt. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ, Grünen, Team Stronach und NEOS. – Abg. Kogler: Richtig, immer!
Alles an Diskussion hat man hier abgelehnt! Wieder war Alternativlosigkeit das Thema – es gibt immer Alternativlosigkeit bei Ihnen! Also, ich denke mir, wenn ein Politiker alles als alternativlos sieht, dann hat er doch den falschen Job gewählt! Es gibt immer Alternativen! (Beifall bei FPÖ, Grünen, Team Stronach und NEOS. – Abg. Kogler: Richtig, immer!)
Beifall beim Team Stronach.
Ein solches Desaster hätte anderswo selbstverständlich drastische Konsequenzen und hätte zu sofortigen Rücktritten geführt – aber nicht so in Österreich! Wo bleibt hier eigentlich der Aufschrei der Medien, der Aufschrei der sogenannten vierten Gewalt, die die Kontrollfunktion in einer Demokratie auszuüben hat?! Bei uns sitzen alle Verantwortlichen nach wie vor bequem auf ihren Stühlen. In Wirklichkeit ist diese ganze Sache eine demokratiepolitische Bankrotterklärung des rot-schwarzen Systems, das sich in alle relevanten Lebensbereiche der Gesellschaft hineingedrängt und dort festgesaugt hat. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Nein, ich verteidige den Herrn Haider nicht, der hat wirklich genug Unsinn gebaut. Aber Frau Dr. Griss hat ganz klar herausgearbeitet, die Einzeltätertheorie ist hinfällig. Jetzt alles in den Sarg hineinzuschieben, sehr geehrte Kollegen von der SPÖ, das ist zu billig, das können Sie jetzt nicht mehr machen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
In Wirklichkeit müssen wir aber unser demokratisches System als Ganzes hinterfragen, wenn eine politische Klasse für ihr Tun, selbst wenn es noch so fahrlässig oder sogar vielleicht kriminell ist, nicht zur Verantwortung gezogen wird, während man als ganz normaler Bürger und vor allem als Unternehmer aufgrund unklarer Gesetze ganz leicht mit einem Fuß im Kriminal steht. Da ist das Vertrauensverhältnis zwischen Bevölkerung und Regierung schwer gestört und Politikverdrossenheit nur eine der harmloseren Folgen. Da müssen wir sehr wachsam sein, denn politische Willkür gibt es in Diktaturen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Ganz wichtig, ja in Wirklichkeit überlebenswichtig für unsere Demokratie ist, dass wir endlich ein Qualitätsnetz in unsere Politik einbauen, das die Machtnetzwerke zurückdrängt. Auch dem Rechtsstaat und der Medienwelt kommt hier eine ganz zentrale Rolle zu. Der Filz muss in diesem Land endlich aufgelöst werden! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Und dieses Ammenmärchen von den zusperrenden Kindergärten und Krankenhäusern, das ist reine Panikmache, das hält einer Realitätsprüfung nicht stand und zeigt wieder, wie ahnungslos so mancher Berufspolitiker ist: keine Ahnung von der Wirtschaft, vom Insolvenzrecht, aber groß die polemische Klappe offen! (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Sämtliche Akteure aus dem Land Kärnten, von der Bundesregierung, Abschlussprüfer, OeNB, Bankenaufsicht sind zur Verantwortung zu ziehen, und ich hoffe, dass die fleißigen und anständigen österreichischen Bürger bald das bekommen, was sie verdienen, nämlich eine fleißige und anständige Regierung, deren Interesse das Beste für das Land ist und nicht ihre eigene Machterhaltung, eine Regierung, die nicht ausschließlich an sich selbst denkt, sondern die den Mut hat, diesen widerlichen Filz aufzulösen, Menschen, die sich bereit erklären, eine Zeit lang ihrem Land zu dienen ohne Eigeninteressen, aus Patriotismus und aus Liebe zu diesem Land. – Danke. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten von Team Stronach und FPÖ. –Ruf: Von wem ausgeräumt?
Und deswegen sage ich es immer wieder und höre nicht auf, es zu wiederholen und zu betonen: Die Ursachen sind nicht mangelhaftes Risikomanagement oder ein verfehltes Geschäftsmodell und auch nicht die Finanzkrise 2008, die immer wieder dafür herangezogen wird, nein, die Hypo Alpe-Adria ist deswegen in Schieflage geraten, weil es kriminelle Machenschaften gegeben hat, weil diese Bank systematisch ausgeräumt worden ist. (Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten von Team Stronach und FPÖ. –Ruf: Von wem ausgeräumt?)
Beifall bei Grünen und Team Stronach – Abg. Kogler: Jawohl!
Ich komme noch einmal darauf zurück: Es muss rechtzeitig kontrolliert werden, und es muss rechtzeitig die Kontrollreißleine gezogen werden. Der Rechnungshof kontrollierte die Hypo-Bank. Der Rechnungshofbericht lag zwei bis drei Jahre in diesem Parlament und konnte nicht in Verhandlung genommen werden, weil Sie als Abgeordnete der Mehrheitsparteien die Ladung von Auskunftspersonen verweigerten (Beifall bei Grünen und Team Stronach – Abg. Kogler: Jawohl!), Auskunftspersonen, die damals Entscheidungen trafen, die uns als Milliarden-Steuerschuld um den Hals gehängt wurden.
Beifall bei Grünen, Team Stronach und NEOS.
Darum: Aufklären, was aufzuklären ist! Retten, was zu retten ist! Und bitte, merken Sie sich: Rechtzeitig kontrollieren, was kontrolliert werden muss! (Beifall bei Grünen, Team Stronach und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Der Herr Finanzminister hat vorhin gesagt, so etwas, was jetzt passiert ist, soll es nie wieder geben. Ja, „wie in den anderen Bundesländern auch“, dort gibt es ja nach wie vor die Hypos und die Haftungen! Ich finde es hochinteressant, wenn ein Landeshauptmann jetzt auf die Idee kommt, eine seiner Hypos umzubenennen, als würde die Umbenennung aus den Haftungen herausführen. Das hat man früher gemacht, bevor man eine Firma in Konkurs geschickt hat: Da hat man sie schnell noch umbenannt, damit keiner weiß, dass sie in Konkurs gegangen ist. Ähnlich kommt mir das jetzt vor, wenn ein Landeshauptmann seine Hypo umbenennt. Das ändert natürlich nichts an den Haftungen, die es gibt, auch wenn man da ein bisschen heraus möchte. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ziemlich vergessen wird auch – und das tut der Griss-Bericht nicht –, dass all diese Beschlüsse in den Dezembertagen in Abstimmung mit dem Bundeskanzleramt gefällt worden sind. Das darf man auch nicht vergessen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Da meine Redezeit heute schon vorbei ist, spare ich mir den Rest für die nächste Debatte über die Hypo, die es sicher bald geben wird. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Rädler.
Das heißt, der rote Faden, der rot-schwarze Faden in dieser Bundesregierung lautet: Die Interessen von wenigen, in dem Fall von Onkel Erwin und Raiffeisen, sind genau zehnmal so viel wert wie die Interessen der Österreicher. Das ist wirklich ein Skandal! (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Ihre Verteidigungslinie ist, dass es zur damaligen Verstaatlichung keine Alternative gegeben hätte und alles richtig gemacht worden sei. Und das zu einem Zeitpunkt, zu dem der geschätzte Herr Bundesminister tatsächlich nachvollziehbar und auch für uns schlüssig überlegt, Klage gegen die BayernLB im Sinne von Irrtumsanfechtung und Rückabwicklung dieser Verstaatlichung zu führen. – Das heißt, die Linie der Parlamentsfraktionen SPÖ und ÖVP passt absolut nicht mit der Linie des Finanzministeriums zusammen, sondern sie ist kontraproduktiv und praktisch ohne Nutzen, sondern vielmehr zum Schaden der Republik Österreich, werte Kolleginnen und Kollegen! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine Damen und Herren, Herr Kollege Strasser, wir würden jetzt einen großen Applaus bringen, damit diese zwei Herrschaften hier von diesem Rednerpult aus die Wahrheit sagen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ziel muss es sein, die Nummer eins zu werden. Arbeiten wir in diesem Sinne zusammen, damit wir Österreich auf diesen Platz bringen, auf den es gehört. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.
Ich sehe sogar die Gefahr eines totalitären Prinzips am Horizont herandräuen, wenn man die Kunst zu sehr in die staatliche Obsorge nimmt. Ich bin daher ein Gegner davon, dass man zu viel Staatseinfluss in die Kunst hineinnimmt. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.)
Beifall beim Team Stronach.
Daher werden wir jetzt die Regierungsvorlage unterstützen und hoffen auf eine weitere Arbeit vom Kollegen Zinggl im Kulturausschuss, den ich sehr unterstützen werde. Aber diesen Antrag, in der gegenwärtigen Fassung können wir nicht unterstützen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie Beifall und Bravoruf des Abg. Pendl.
Im Übrigen bin ich der Ansicht, dass der Strafvollzug entsprechend dotiert gehört. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie Beifall und Bravoruf des Abg. Pendl.)
Beifall beim Team Stronach.
Im Übrigen bin ich der Ansicht, dass der Rechtsanwaltstarif anzupassen ist und die Sachverständigenregelungen der StPO neu zu regeln sind. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Ruf bei der ÖVP: Das weiß ich aber nicht mehr!
Im Übrigen verweise ich auf meine Meinungen, die ich bisher geäußert habe. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Ruf bei der ÖVP: Das weiß ich aber nicht mehr!)
Beifall beim Team Stronach.
scheiden können, welche Seite jetzt dafür verantwortlich ist? (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich weiß, dass das für ideologisch gefestigte Menschen vielleicht etwas schwieriger ist zu verstehen (Abg. Steinhauser: „Ideologisch gefestigt“!), aber treten Sie dem Gedanken näher, wenn Sie wirklich einen niedrigeren Mietzins haben wollen. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei NEOS und Team Stronach.
Noch einen Satz zum Antrag der FPÖ. Da haben sich Leute an Regelungen gehalten und haben deswegen kleiner gebaut und Förderungen bekommen. Und die, die größer gebaut haben und jetzt Strafen bekommen, wollen Sie schützen und machen damit alle, die sich an die Gesetze gehalten haben, zu Idioten. (Beifall bei NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Auer und Doppler.
Zumal möchte ich noch anmerken: Was haben denn die Bauern, die Landwirte für eine durchschnittliche Pension? – Die haben im Monat rund 880 €. Aufs Jahr gesehen, kann man sich dann ausrechnen, sind es vielleicht 12 000 €. Und was leisten sie? Was haben sie für einen Aufwand, für eine körperliche Anstrengung? – Sie sind am Ende ihres Lebens fertig vor lauter Arbeit. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Auer und Doppler.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Auer.
Der Rechnungshof hat auch gesagt, dass die gesetzlichen Bestimmungen, die wir hier im Nationalrat beschlossen haben (Zwischenruf der Abg. Gisela Wurm), nicht ausreichend sind. Hier muss es ein gerechtes System geben. Die Nationalbank muss noch Änderungen vornehmen, damit der ASVG-Bereich, der Beamtenbereich und auch der Bereich der Nationalbank näher zusammenkommen und es nicht so große, gravierende und ungerechte Unterschiede gibt. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Auer.)
Beifall bei Team Stronach, SPÖ und ÖVP.
Ich darf aber die Gelegenheit nützen, im Namen des Teams Stronach allen Kolleginnen und Kollegen besinnliche und frohe Weihnachten im Kreise der Familie und einen guten Rutsch ins neue Jahr zu wünschen. – Danke. (Beifall bei Team Stronach, SPÖ und ÖVP.)
Sitzung Nr. 57
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS.
Da ich eben davon überzeugt bin, dass politisch klare und unmissverständliche Maßnahmen – ohne Wenn und Aber, Hintertürchen und leicht versteckte Andeutungen –, jede klare Ablehnung von Gewalt, jede klare Ablehnung von Verhetzung und erst recht jede klare Ablehnung von Verbrechen und Terror uns stark genug machen werden – in Europa, in Österreich –, den Terror zu bekämpfen, weiß ich: Die Demokratie ist stärker. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen, Team Stronach und NEOS.
Ich darf aber nicht nur den Einsatzkräften ein ganz großes und herzliches Danke sagen, dass sie Tag für Tag mit großem Engagement im Einsatz sind. Sie sind Tag für Tag großen Gefahren ausgesetzt, und natürlich ist jetzt die Sensibilität gerade im Einsatz für unsere Sicherheit noch eine wesentlich größere, weshalb wir hier vor allem auch für die Sicherheit der Einsatzkräfte sorgen müssen. Ich darf auch Ihnen ein herzliches Danke für dieses Zeichen der Entschlossenheit und Geschlossenheit sagen. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Demokratie einen längeren Atem als der Terror hat. (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Grünen und SPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
passieren können, was sich diese islamistischen Terroristen auch gewünscht hätten. Wir dürfen genau diesen Fehler nicht machen, jetzt Hass mit Hass zu begegnen. Diese Solidarität, die mit dieser Aktion des „Je suis Charlie“, „Je suis juif“, „Je suis Bathily“ gezeigt wurde, das ist der Kern der europäischen Wertegemeinschaft, und den werden und wollen wir mit aller Kraft verteidigen. (Beifall bei Grünen und SPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei Grünen und FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Deswegen sind manche Reaktionen für mich nicht nachvollziehbar. Man muss natürlich mit dem Schutzbedürfnis, mit der Frage, was jetzt auf politischer Ebene geschieht, umgehen, man muss damit aber sehr sensibel und sehr vorsichtig umgehen. Eine der ersten Reaktionen aber war die Wiedereinführung der Massenüberwachung. In Frankreich gab es übrigens Vorratsdatenspeicherung in einem sehr großen Ausmaß. Frankreich hat sehr, sehr gut ausgebaute Überwachungssysteme, im französischen Innenministerium kann man ohne richterlichen Befehl Internetseiten sperren und alles Mögliche machen, aber es hat auch dort nicht gefruchtet. Die Reaktion, jetzt genau damit anzufangen und wieder mit dieser Aushöhlung von Rechtsstaatlichkeit auf diese Akte zu reagieren, ist aus meiner Sicht falsch. (Beifall bei Grünen und FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Trotz Anschlägen und trotz Todesdrohung sind sie ihren Weg kompromisslos weitergegangen. Sie haben sich nicht einschüchtern lassen und haben letztendlich den Preis, den höchsten Preis, den ein Mensch zahlen kann, nämlich den Preis des eigenen Lebens, bezahlt. Dafür gebührt ihnen unser höchster Respekt, dafür gebührt ihnen unsere höchste Anerkennung. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Beifall beim Team Stronach und der Abgeordneten Strache und Hofer.
Wenn sich heute eine Bewegung wie PEGIDA bildet, wo Menschen ihre Angst artikulieren und auf die Straße gehen, um zu demonstrieren, dann ist es der falsche Weg, diese Bewegung zu stigmatisieren. Es gibt nur einen Weg: die Anliegen ernst zu nehmen, in Diskussion zu treten! Damit kann man verhindern, dass à la longue Tausende, Zehntausende Österreicher auf der Straße sein werden. (Beifall beim Team Stronach und der Abgeordneten Strache und Hofer.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Meine geschätzten Damen und Herren! Das ist das, was die Islamisten von uns wollen! Gehen wir doch diesen Weg nicht, seien wir mutig und stehen wir zu unseren Werten, stehen wir zur Meinungsfreiheit als wesentlicher Säule der Demokratie! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Meine geschätzten Damen und Herren, da gibt es kein Aber, da gibt es kein Zugeständnis! Demokratie und Meinungsfreiheit dürfen nicht verhandelbar sein! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie des Abg. Rädler.
Jedoch, meine Damen und Herren: Demokratie und Meinungsfreiheit gibt es nicht umsonst, wie wir Österreicher aus schmerzlicher Erfahrung in der Vergangenheit wissen. Jetzt ist der Zeitpunkt, tatsächlich und kompromisslos für westliche und demokratische Werte einzustehen! Wer aber ruft: Ich bin Charlie!, und gleichzeitig gegen die besorgten und friedlich demonstrierenden Anhänger der PEGIDA-Bewegung hetzt, der hat von Meinungsfreiheit und Demokratie wirklich nichts verstanden. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie des Abg. Rädler.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.
Abgeordnete Dr. Kathrin Nachbaur (STRONACH): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Regierungsmitglieder! Liebe Kollegen des Hohen Hauses und sehr geehrte Steuerzahler! Wir wissen nach dem fundierten Bericht der Griss-Kommission, dass die Anteilsübernahme der Krisenbank 2009 keineswegs alternativlos war. Wir wissen auch, dass die Entscheidung über eine Bad Bank aus sachfremden Motiven hinausgeschoben wurde. Man hat wohl eher auf die Ratschläge der PR-Berater gehört, dass man als Politiker eine gute Figur machen muss, als dass man einen Experten in die Nähe gelassen hätte. Aufgabe des Untersuchungsausschusses, den wir selbstverständlich konstruktiv unterstützen werden, wird es sein, vor allem die Namen einzusetzen, damit endlich die politische Verantwortung geklärt werden kann, und andererseits endlich herauszufinden, wer die größten Gläubiger zum Zeitpunkt der sogenannten Notverstaatlichung waren, denn die Steuerzahler haben ein Recht darauf, zu wissen, für wen sie tatsächlich bluten müssen. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Das Problem aber, dem wir uns stellen müssen, ist ein umfassenderes als bloß die Aufarbeitung des Hypo Alpe-Adria-Skandals. Das ist ja alles nur der Auswuchs eines kranken Systems. Genauso wie es der Auswuchs eines kranken Systems ist, dass Österreich in allen wichtigen Rankings ständig abfällt, dass die Konjunktur trotz gegenteiliger Phantasiebewertungen der Regierung immer schlechter wird, dass die Arbeitslosenquote ständig steigt, dass unsere Universitäten – vielleicht mit einer Ausnahme – nicht einmal mehr unter die Top 200 der Welt fallen, dass wir die höchste Inflationsrate in der Eurozone haben und sich viele Menschen das tägliche Leben kaum noch leisten können. All das ist Ausfluss eines kranken Systems, genauso wie es Ausfluss eines kranken Systems ist, dass das Bundesheer kaputtgespart wird, die Militärmusik wurde ja erhalten. Das heißt, die schweren Waffen werden abgebaut und die Soldaten können im Rhythmus marschieren, aber mit „hinigen“ Stiefeln. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir müssen also unser gesamtes politisches System in Frage stellen. Politiker und besonders Minister müssen Manager sein, müssen Fachwissen haben, Kompetenz haben und bereit sein, ihrem Land ein oder zwei Perioden lang zu dienen. Für brave Parteisoldaten, die immer loyal gegenüber der Partei sind, die die Fahnen hochhalten, soll es auch eine Anerkennung geben, einen Parteiorden beispielsweise, aber nicht einen Ministerposten, den sie dann nicht imstande sind auszuüben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Diagnose Systemversagen in Österreich bezieht sich nicht nur auf das Hypo Alpe-Adria-Desaster, sondern trifft auf die wesentlichen Bereiche der österreichischen Regierungspolitik zu. Es wird nicht korrekt mit Geld umgegangen. Der Staatshaushalt ist zum 52. Mal hintereinander ohne Unterbrechung im Minus. Und wieder denkt man über neue Steuern nach, aber neue Steuern haben noch nie zu einer Verbesserung geführt oder gar zu einem ausgeglichenen Budget, sondern immer zu noch mehr Staatsausgaben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach
Und letztlich ist die Schweiz viel kleinteiliger organisiert als Österreich, aber die Verwaltung um rund ein Drittel billiger. Der Hauptgrund dafür ist der Steuerwettbewerb. Wir brauchen weniger Zentralismus und Macht im Wasserkopf Wien, aber wir brauchen auch Verantwortung in den Ländern (Beifall beim Team Stronach), diese müssen fürs Geldeinnehmen und fürs Geldausgeben geradestehen.
Beifall beim Team Stronach.
Nehmen wir das Hypo-Desaster also zum Anlass, festzuhalten, dass unser Recht auch für die politische Klasse gelten muss, für grob fahrlässiges und schuldhaftes Handeln braucht es eine Politikerhaftung. (Beifall beim Team Stronach.) Es kann nicht sein, dass der Rechtsstaat für das Volk gilt, aber für die Politiker nicht.
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Wöginger: Bürgernähe muss man leben!
Wir brauchen Politiker mit Kompetenz und Rückgrat. Dieses ganze Hypo-Desaster birgt auch eine Chance. Ich möchte hier die wirklich verdachtsfreie „NZZ“ zitieren, deren Meinung ich mich hier anschließe: „Österreich braucht einen personellen, moralischen und institutionellen Befreiungsschlag “ – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Wöginger: Bürgernähe muss man leben!)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Brosz: Der legt das immer noch als eine Beleidigung aus!
Wir haben – und das muss man sich einmal vorstellen! – auf etwas beharrt, was auch die Grünen wollten. Die Grünen sind in die Verhandlungen gegangen und haben gesagt, die Erstbefragung muss von einem Abgeordneten gemacht werden. Da die Abgeordneten die Regierung kontrollieren, muss auch ein Abgeordneter die Erstbefragung machen. – Das war die Position der Grünen. Der Unterschied war nur der, dass wir auf dieser Position bis zum Schluss beharrt haben und die Grünen eben nicht. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Brosz: Der legt das immer noch als eine Beleidigung aus!)
Beifall beim Team Stronach.
Und auch jetzt war es so, dass in Wahrheit die FPÖ das mit den Grünen (Abg. Strolz: Du warst ja gar nicht dabei!) ausverhandelt hat und die NEOS dann dabei sein durften. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Strolz.) – Schauen Sie, wenn Sie schon immer von Meinungsfreiheit sprechen – gerade bei den Grünen wird immer von Meinungsfreiheit gesprochen –, dann heißt das ja nichts anderes als: Solange alle Ihrer Meinung sind, ist es kein Problem, und sonst wird ausgegrenzt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Brosz: Ich bitte darum!
Und ich kann Ihnen sagen, ich werde in diesen Ausschuss gehen und ich werde für Aufklärung sorgen, ob Ihnen das passt oder nicht. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Brosz: Ich bitte darum!)
Sitzung Nr. 59
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Daher unsere Aufforderung an Sie, Herr Bundesminister: Schützen Sie nicht länger die Verschwender in den Gemeinden und vor allem in den Ländern, schützen Sie die Steuerzahler und Steuerzahlerinnen! Werden Sie aktiv und geben Sie den Ländern und Gemeinden die Macht in die Hand, selbst Steuern einzuheben – mehr Steuern und weniger Steuern –, und geben Sie damit den Bürgerinnen und Bürgern die Macht, ihre Verantwortungsträger heranzuziehen, wenn Misswirtschaft betrieben wird, und diese zu belohnen, wenn sie gut wirtschaften! – Danke. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ, Team Stronach und NEOS. – Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.
Ich halte auch in der jetzigen Diskussion betreffend die verschiedensten Bereiche der Ressorts nichts davon, dass einer bestellt und der andere bezahlt. Daher bin ich für diese Diskussion durchaus offen. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ, Team Stronach und NEOS. – Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, Team Stronach und NEOS sowie der Abg. Moser. – Abg. Kickl: Die ÖVP muss nicht !
Ich möchte aber auch dazusagen, dass sie mir zwei Botschaften mitgegeben hat: Erstens, in der Schweiz ist das alles mit der direkten Demokratie gekoppelt, und da müssen wir auch die Kultur in diesem Bereich ändern. Ich habe immer folgendes Beispiel gebracht: Wenn in der Schweiz darüber abgestimmt wird, ob die Urlaubswochen verlängert werden sollen, dann stimmen die Schweizer mit Nein; bei uns würde man noch eine Woche drauflegen, und das neben dem, was gefordert wird. (Abg. Kickl: Testen wir’s einmal!) Das heißt, wir brauchen eine Kultur, in der jeder begreift, dass das, was wir entscheiden, auch etwas kostet. Wenn wir das schaffen, ist es gut so. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, Team Stronach und NEOS sowie der Abg. Moser. – Abg. Kickl: Die ÖVP muss nicht !)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS sowie der Abgeordneten Moser und Weninger.
Ich gehe davon aus, dass wir im Rahmen der Verhandlungen, die wir im April beginnen werden, zu einem Ergebnis kommen werden, dass wir das Richtige entscheiden und nicht nur das Populistische weiterverfolgen werden. (Abg. Moser: So soll es sein!) Unsere Aufgabe als Politiker ist es, das Richtige populär zu machen und nicht das Populistische zum Richtigen zu erklären. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS sowie der Abgeordneten Moser und Weninger.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS.
Gäbe es in Österreich dieselbe Steuer- und Abgabenlast wie in Deutschland, blieben jedem Österreicher jedes Jahr rund 1 700 € mehr im Geldbörsel, aber der Staat Österreich müsste mit 23 Milliarden € weniger auskommen, und das tut weh, wenn der Staat einmal selbst sparen muss, bei sich und nicht bei den Bürgern. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Außerdem ist der gefräßige Staat auch schuld, weil er den Leuten durch die kalte Progression fast 3 Milliarden € jährlich an Geld wegnimmt. Das ist eine nicht demokratisch legitimierte jährliche Steuererhöhung. Diese gehört selbstverständlich sofort abgeschafft. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Hable.
Die Verantwortung für das Geldeinnehmen und -ausgeben gehört aber selbstverständlich zusammen, denn die Bürger brauchen einen unmittelbaren Bezug: Wofür wird ihr hart erarbeitetes Steuergeld ausgegeben? – Wenn es für etwas Sinnvolles ausgegeben wird, dann steigt natürlich auch die Steuermoral. Sehr geehrter Herr Finanzminister Schelling, Sie haben es schon angesprochen, die Schweiz ist ein gutes Vorbild, die Verwaltungskosten sind dort um ein Drittel niedriger als in Österreich. Aber Sie bezweifeln, dass die Österreicher reif für mehr Eigenverantwortung sind, und da widerspreche ich Ihnen. Trauen wir den Österreichern mehr zu! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Hable.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS.
Das Gleiche gilt für das Hypo-Alpe-Adria-Desaster und die damit verbundenen horrenden Landeshaftungen, die es nicht nur in Kärnten durch diesen Vier-Parteien-Beschluss, sondern auch in vielen anderen Bundesländern gibt. Da komme ich wiederum zur Stadt Wien: 2001 betrugen die Haftungen der Stadt Wien für die damalige Zentralsparkasse 122 Milliarden €. Und trotz des Verkaufs der Bank Austria an die HVB 2006 haftet die Stadt Wien heute noch mit rund 6 Milliarden €. Auch dem hätten die Wiener sicher nicht zugestimmt. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS.
Und letztlich: Trauen wir den Bürgern mehr zu! Diese würden sicher nicht so viel Geld für diverse Unsinnigkeiten ausgeben wie Politiker, die wiedergewählt werden wollen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Nur, Sie haben recht. Sie wollen alles über einen Kamm scheren, Herr Matznetter, das haben wir schon einmal probiert. (Abg. Matznetter: Hans Peter Haselsteiner ! Das ist eine Millionärspartei!) Alle sind gleich, nur ein paar sind ein bisschen gleicher. Das haben wir tausendfach auf diesem Planeten probiert. Das nennt man Kommunismus, was Sie wollen! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Das ist aber nicht Marktwirtschaft. Marktwirtschaft braucht klare Regeln, da bin ich bei Ihnen – klare Regeln! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.
Als flankierende Maßnahme zur höheren Abgabenautonomie sollte es auch ein verbindliches Mitbestimmungsrecht der Bürger geben. Überschreitet ein öffentliches Investitionsprojekt, wie zum Beispiel ein neues Krankenhaus, ein bestimmtes Kostenvolumen, so wird automatisch eine Volksabstimmung einberufen. Direkte Demokratie hält nämlich den Staat schlank, wie eine Schweizer Studie beweist. In dieser Studie wurde die Entwicklung der Staatsfinanzen aller 25 Schweizer Kantone in den vergangenen 110 Jahren untersucht, und dabei wurde festgestellt: Je mehr die Einwohner in einem Kanton selbst bei den Staatsausgaben mitreden können, desto besser ist es dort um die öffentlichen Finanzen bestellt. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.
Diese Studie bestätigt die freiheitliche Forderung nach einer Ausweitung der direkten Demokratie. Eine Ausweitung der direkten Demokratie ist nicht nur aus demokratiepolitischen Gründen zu begrüßen, sondern zeigt auch positive Auswirkungen auf den Staatshaushalt. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Rädler.
von ihren Landeshäuptlingen gewählt wurden, hier eine Reform zustande bringen sollen, na, glauben Sie, dass das funktioniert, noch dazu, wenn diese Reform auf Kosten der Länder geht? Das sagt ja der Rechnungshof auch, na, selbstverständlich: Die Länder schmeißen ja das Geld mit vollen Händen raus! (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Rädler.) Den Ländern ist es ja egal, wie es dem Bund geht. Die Länder halten sich den Bund. Unsere Bundesländer halten sich den Bund!
Abg. Rädler: Und Sie vom Frank Stronach!
Das heißt, wir alle, wie wir hier sitzen, vor allem die von der Regierung, sind ja letztlich Hampelmänner der Landeshäuptlinge. (Abg. Rädler: Und Sie vom Frank Stronach!) Aber nicht nur die Abgeordneten der Regierung machen das, was ihre Landeshäuptlinge wollen, nein, auch die Minister machen das. Machen Sie einen Blick zurück in die Geschichte! Schauen Sie sich einen Herrn Pröll an! Schauen Sie sich einen Herrn Spindelegger an! Schauen Sie sich eine Maria Fekter an! – Alle abhängig in ihrem Ressort!
Abg. Rädler: Hoffentlich schaut Stronach nicht zu, sonst geht es dir wie der Nachbaur!
Aber wie dem auch sei. Wir haben jetzt eine einmalige Chance, nämlich mit einem Finanzminister, der nicht abhängig ist von der ÖVP, endlich Druck auf die Länder auszuüben. Und wie geht das, Herr Finanzminister? Sie wissen das ja auch. – Über das Geld! Über das Geld! Der einzige Weg. (Abg. Rädler: Hoffentlich schaut Stronach nicht zu, sonst geht es dir wie der Nachbaur!)
Beifall beim Team Stronach.
Sie brauchen nicht mit irgendwelchen Vorschlägen zu kommen, wie wir es besser machen können. Das interessiert keinen Menschen, vor allem nicht die Landeshäuptlinge. Das Einzige, was die Landeshäuptlinge verstehen, ist, wenn man ihnen den Geldhahn zudreht, und zwar massiv! Und genau das geht. Das geht über den Finanzausgleich. Und wenn Sie jetzt diesen bis 2016 verlängern, hoffe ich, dass Sie das nur deshalb machen, weil Sie Energie sammeln wollen, eigene Courage aufbauen wollen, um dann 2016 den Ländern den Geldhahn zuzudrehen, und dass Sie über dieses Zudrehen endlich Reformen erzwingen. Erzwingen, um das geht es! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Rädler: Nachbaur, Lugar, !
Wir können nicht mit guten Vorschlägen zum Herrn Pröll gehen oder zum Herrn Häupl und wie sie alle heißen. Das ist eine Hydra! Da können Sie einen Kopf abschlagen, wächst der nächste nach! Das funktioniert nicht. Das heißt, Sie müssen mit Druck arbeiten. Es geht nur mit Druck. Und ich wünsche Ihnen dabei alles Gute, ich wünsche Ihnen viel Glück – Sie sind die letzte Chance, die wir haben. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Rädler: Nachbaur, Lugar, !)
Beifall bei Grünen und FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Das ist eine ganz perfide Taktik, deswegen haben wir das auch hier hereingebracht, und da müssen Sie auch dagegen auftreten. Das wird uns die nächsten Wochen und Monate beschäftigen. Diese vorläufige Anerkennung ist nämlich nur möglich, wenn die Mitgliedstaaten vorher zustimmen. Deshalb, Herr Bundeskanzler, wirken Sie auf den Herrn Wirtschaftsminister ein, damit er im Rat nicht zustimmt, dass das vorläufig anerkannt wird! Sonst wird mehrfach das Parlament umgangen, und alle sind jahrelang angelogen worden. Das kann niemand brauchen, nicht einmal die Befürworter, die sich immer blöder benehmen! (Beifall bei Grünen und FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, Grünen und Team Stronach.
Es ist die Frage der sozialen und ökologischen Mindeststandards, die in Ihrem Antrag angesprochen werden, genauso deutlich formuliert wie die Transparenz der Verhandlungen. Es ist genauso klar formuliert, dass dieses Freihandelsabkommen von den Parlamenten zu ratifizieren sein soll. Hier sind wir schon bei einem entscheidenden Punkt: Wird sich Österreich auf allen Ebenen dafür einsetzen, dass sowohl bei CETA als auch bei TTIP die Entscheidung über dieses Abkommen als gemischtes Abkommen in den nationalen Parlamenten zu treffen sein wird? – Ich bin dieser Überzeugung, Sie haben das beschlossen, und ich sehe das persönlich auch als Auftrag und wünsche mir, dass alle, die Österreich vertreten, das auch als Auftrag sehen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, Grünen und Team Stronach. – Abg. Darabos: Kollege Pirklhuber, da ist aber ein Lob angebracht! – Abg. Kogler – demonstrativ Beifall spendend –: Wir haben eh!
Kurz gefasst: Ob und in welcher Form es diese Klauseln und damit Sonderklagerechte gibt, entscheidet sich in der Debatte jetzt. Es entscheidet sich die Frage, ob die nationalen Parlamente das letzte Wort haben, und es entscheidet sich die Frage, um welche Standards es geht. Diese Fragen sind so wichtig, und deshalb appelliere ich an Sie, dass wir jetzt in der politischen Diskussion eine Rolle spielen und nicht erst zum Schluss, wenn dann der letzte Federstrich zu setzen ist oder wir uns gemeinsam über irgendeine Umgehung empören. Empören wir uns jetzt und sagen wir klar und deutlich, was wir wollen! Ich werde das tun. Wenn wir das gemeinsam tun, sind wir stärker. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, Grünen und Team Stronach. – Abg. Darabos: Kollege Pirklhuber, da ist aber ein Lob angebracht! – Abg. Kogler – demonstrativ Beifall spendend –: Wir haben eh!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen und Team Stronach.
Aber der Höhepunkt kommt dann bei der nächsten Frage, ich zitiere wieder aus dem „Standard“: „Muss TTIP in allen EU-Staaten ratifiziert werden?“ Was antwortet die Frau Kommissarin? – „Erst wenn es eine Vereinbarung gibt (...), werden unsere Rechtsexperten sagen, ob es ein gemischtes Abkommen ist (...).“ – Auf gut Deutsch: Wissts was, lasst euch mit den Parlamenten alle runter, bei uns werden die Rechtsexperten entscheiden, ob es ein gemischtes Abkommen ist. Irgendwie liest man da schon zwischen den Zeilen heraus: Es ist natürlich kein gemischtes Abkommen, weil den Weg werden wir nicht einschlagen, dass man in den nationalen Parlamenten ... (Abg. Berlakovich: Lustig!) – Na Sie sollten dafür sein, dass es ins nationale Parlament kommt! Sie sitzen ja hier herinnen, eigentlich sollten Sie sagen, Sie wollen mitbestimmen. Da können Sie nicht dagegen sein. Da kann überhaupt niemand dagegen sein, dass wir das hier behandeln wollen. Das möchte ich schon einmal sagen! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen und Team Stronach. – Abg. Kickl: Das wird noch eine Hetz!
Ich finde, das gilt es zu verteidigen. Daher war dieser Entschließungsantrag völlig richtig, und er hat auch nach wie vor noch seine Richtigkeit und seine Bedeutung. Es gilt, von diesem Entschließungsantrag keinen Millimeter abzurücken. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen und Team Stronach. – Abg. Kickl: Das wird noch eine Hetz!)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Wenn Sie das, was Sie sagen – dass wir hier prüfen und dann zustimmen, ob es gut oder schlecht ist –, ernst meinen, dann müssen Sie das Verhandlungsmandat, das wir leider ohne Wenn und Aber der Kommission gegeben haben, jetzt klarstellen und/oder einschränken. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.) Das heißt, dass Österreich jetzt vor die europäischen Instanzen treten und sagen muss, dass wir, wenn das kommt, was jetzt verhandelt ist und was wir aus dem CETA-Abkommen, das ja weitgehend bekannt ist, herauslesen können, nicht zustimmen werden. Das heißt, wir erklären schon jetzt, dass unser Mandat für den Abschluss eines solchen Vertrages nicht besteht.
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Wollen wir so etwas haben oder nicht? – Ich glaube, da muss es ein ganz klares Nein geben. Solche Abkommen brauchen wir nicht und wollen wir nicht. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.) Das hat mit Handel und Freihandel nichts zu tun. (Präsident Hofer
Beifall bei Grünen, FPÖ und Team Stronach.
Herr Bundeskanzler, der innereuropäische Handel ist das Zehnfache vom Austausch zwischen den USA und Europa, und ich meine, es wäre klug, eine europäische Arbeitsmarktpolitik voranzustellen, die wirtschaftliche Integration in Europa voranzutreiben, vor allem zur Stärkung von Arbeitsplätzen. Wir haben die größte Krise am Arbeitsmarkt in Europa nach 1945 – dafür brauchen wir Lösungen! Das ist die Aufgabe der Europäischen Kommission und nicht, sich von den Konzernen einspannen zu lassen, um die Standards runterzufahren – auf Kosten unserer Landwirtschaft, auf Kosten unserer Konsumentinnen und Konsumenten. (Beifall bei Grünen, FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Was heißt „beispiellos“? Was heißt „so viel Transparenz wie noch nie“? – Da muss man als mündiger Bürger ja geradezu hellhörig und stutzig werden. Irgendwie wird man in dieser gesamten TTIP-Debatte das Gefühl nicht los, dass es ein Paradebeispiel für die kollektive Entmündigung von Bürgern und Politikern ist, meine Damen und Herren! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Was die Menschen jedoch spüren, ist – und das ist ein Faktum –, dass hohe Umwelt-, Sozial- und Lebensmittelstandards gefährdet sind und dass Partikularinteressen eben dieser Eliten, dieser Konzerne und dieser Lobbyisten mehr zählen als Transparenz und Aufklärung für den Rest. Das kann es nicht sein, meine Damen und Herren. Das ist sehr gefährlich! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Strache: Das ist keine Verschwörungstheorie! – Abg. Rädler: Was sagt Magna Kanada?
Konzerne, Eliten und Lobbyisten nicht gerne hören. Das ist ein Faktum! Das ist die Tatsache! – Danke sehr. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Strache: Das ist keine Verschwörungstheorie! – Abg. Rädler: Was sagt Magna Kanada?)
Beifall beim Team Stronach.
Kommen wir zur österreichischen Position zu TTIP. – Da gibt es auch einige konträre Aussagen. Zum einen sagt Faymann etwas anderes als Mitterlehner: Faymann braucht keine Investorenschutzklausel, Mitterlehner hingegen ist dafür, und auch bei den österreichischen Positionen zu GVO gibt es unterschiedliche Aussagen. Die Wirtschaftskammer spricht sich – nämlich im Namen Österreichs – für GVO aus. Sie sehen also, hier sind doch einige Sachen sehr, sehr zwiespältig, und ich glaube, es ist Zeit, hier endlich ein bisschen Licht in das Ganze zu bringen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Zusätzlich fordere ich eine persönliche Haftung der Politiker, die hier federführend für TTIP sind, sie sollen dann auch dafür haftbar gemacht werden. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein (FPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Werte Damen und Herren hier im Haus und zu Hause an den Bildschirmen! Wir haben jetzt das neue Fortpflanzungsmedizinrechtsgesetz zu debattieren, und ich muss ehrlicherweise sagen, ich glaube, es ist ein sehr schwarzer Tag für diese Republik Österreich – ein schwarzer Tag für die Familien und die zukünftigen Kinder in dieser Republik Österreich! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Jetzt zu etwas, was wirklich ein Novum ist: Dieses Gesetz lässt in Österreich keinen kalt. Wir haben – und es gibt viele Gesetzesmaterien, die eine bestimmte Berufsgruppe betreffen, wo wir als Abgeordnete viele E-Mails bekommen – über 700 000 E-Mails bekommen von Menschen aus Österreich, die sich gegen dieses Gesetz ausgesprochen haben, und das ist nicht der rechte Rand, das ist nicht der rechts-konservative Rand, sondern das sind Menschen aus der Mitte der Gesellschaft, die Angst haben vor diesem Gesetz, weil hier die Büchse der Pandora geöffnet wird, die wir dann überhaupt nicht mehr werden handeln können. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Ich möchte schon auch an das Gewissen jedes einzelnen Abgeordneten hier herinnen appellieren – wirklich an das Gewissen jedes einzelnen Abgeordneten! –, bei der Abstimmung nicht hinauszugehen und zu sagen: Na ja, ich war da eh nicht dabei!, sondern dagegen zu stimmen, denn nur dann ist es eine Stimme, die wirklich dagegen ist. Hinausgehen ist ein feiger Akt! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.) Hinausgehen kann ich dann, wenn ich nicht genau weiß: Soll ich, soll ich nicht?
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Bei der Eizellenspende ist ja noch ein zweiter Faktor ganz wesentlich, das ist nämlich die Überstimulierung. Das können Sie bei diesem Gesetz gar nicht ausschließen, Sie können überhaupt nicht sehen, wie weit Frauen stimuliert werden. Auch da hätte man eine Grenze einziehen können, indem man gesagt hätte: Pro Stimulierung dürfen einer Frau maximal fünf oder sechs Eizellen entnommen werden! Dann gibt es nämlich keinen Grund mehr, Frauen zu überstimulieren. All das ist unterblieben! Dazu hätte ich mir von Ihnen als Gesundheitsministerin schon etwas erwartet im Sinne der Frauen, die Eizellen spenden werden. Das muss ich Ihnen, Frau Bundesministerin, schon sagen! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Wenn Sie wissen, welche Folgen das alles hat, dann sollten Sie doch einmal überlegen, ob es sinnvoll ist, ein solches Gesetz zu beschließen, wenn Sie jetzt schon sagen, diese Probleme werden auf uns zukommen! Also das ist doch bitte ein Widerspruch in sich! Ich kann doch nicht einem Gesetz die Zustimmung geben, wissend, dass es einerseits keine psychologische Beratung diesbezüglich gibt und andererseits die Probleme auf uns zukommen werden. Das ist meines Erachtens unverantwortlich, wenn Sie, Frau Kollegin Mückstein, sich dessen ohnehin bewusst sind. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Also ich muss Ihnen schon sagen, Frau Bundesminister: Das ist ein Umgang mit dem Leben, da wird einem schon ein bisschen schwummrig! Da gehen wir in eine Richtung, wo wir irgendwann das nicht mehr werden handeln können. Und wenn man nach England schaut, wo über eine Million Embryonen eingefroren liegen, die irgendwann vernichtet werden, muss man sich fragen: Wo endet denn das? Wollen wir das denn eigentlich wirklich? (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Noch etwas möchte ich sagen, und zwar in Ihre Richtung, Herr Justizminister Brandstetter, und in Richtung der ÖVP: Jedes Gerichtsurteil eröffnet zwei Möglichkeiten. Wir können entweder alles öffnen – sowohl für Homosexuelle als auch alle anderen –, oder wir verschärfen die Gesetze für die Heterosexuellen. Ich sage das jetzt auch im Hinblick auf das Urteil zum Adoptionsrecht, das vorige Woche ergangen ist: Auch da muss man nicht sofort das Adoptionsrecht für alle öffnen, man könnte es auch für verheiratete Paare verschärfen. Überlegen Sie sich das gut! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Im vorliegenden Gesetz werden die Kinder nicht einbezogen, es geht vorrangig um die Wünsche potenzieller Eltern. Weiters wird eine Kraut- und Rüben-Elternschaft propagiert, genetische Eltern werden mit sozialen Eltern vermischt und so fort. Wir gehen hier in die Richtung einer Beliebigkeit, die sich liberal nennt, aber am Ende nur ein Chaos und enttäuschte Menschen hinterlässt. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Das Hauptproblem der PID ist, neben dem bisher Genannten: Wir unterscheiden hier ganz klar zwischen wertem und unwertem Leben! Das unwerte Leben darf getötet werden, und, meine Damen und Herren, das ist die schwerste Diskriminierung, die es überhaupt auf dieser Welt gibt! Was ist das, bitte schön, für ein Signal für die Eltern von Behinderten, für die behinderten Menschen auf dieser Welt, wenn wir hergehen und sagen: Okay, das ist in Ordnung, macht alles, was behindert ist, weg!? – Das ist aus meiner Sicht verabscheuungswürdig. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Was tun wir mit den Embryonen? In England gibt es Millionen von Embryonen. Niemand weiß, was wir mit diesen Embryonen machen sollen. Sie werden dann verworfen, und das, bitte schön, sagt eh schon alles: Das ist verwerflich! Und so etwas wollen wir jetzt in Österreich einführen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Ich wundere mich generell über das geringe Ausmaß dieser Debatte, die überhaupt keine wirkliche Qualität erreicht hat. Wir reden tage-, wochen-, monatelang, jahrelang über Frauenquoten, aber über so etwas, über die wirklich heiklen Grundfragen des Lebens verlieren wir nicht einmal ein Wort. Da machen wir da und dort eine kleine Diskussion, Ende, ad acta – Gesetz wird durchgepeitscht. Das halte ich für höchst problematisch. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Danke. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.
Meine Damen und Herren, für mich ist die Menschenwürde – die unantastbar ist – der Gradmesser der Politik und aus meiner Sicht gilt sie auch für Menschen, die scheinbar nicht perfekt sind. Diesen fühle ich mich verpflichtet, weswegen ich diesem Gesetz persönlich nicht zustimmen kann. Aber streichen wir die eugenische Indikation und schreiben wir die Menschenwürde in die Verfassung! – Danke. (Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, NEOS und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Bundesministerin für Gesundheit Dr. Sabine Oberhauser, MAS: Herr Präsident! Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe BesucherInnen und ZuhörerInnen auf der Galerie und vor den Fernsehgeräten! Lassen Sie mich vorweg sagen, dass ich tiefen Respekt vor den Ansichten, die Abgeordneter Huainigg als Vertreter der Behinderten und als Behinderter selbst hier in seiner Rede geäußert hat, habe. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, NEOS und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
und das muss man ganz, ganz deutlich hervorheben –, leider die Mehrheit sein, der das Recht auf ein Kind in den Mittelpunkt stellt, und es gibt die FPÖ, die sagt, dass das Recht auf ein Kind vernünftigerweise nicht begründet werden kann. Im Gegenteil: Die FPÖ ist der Ansicht, dass dieses Recht auf ein Kind auch in Widerspruch zum Recht des Kindes geraten kann. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Ich sage nur eines: Realitäten suchen und erkennen wir; Sie leben in Utopien. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.) Vor Kurzem bin ich wieder auf ein Zitat gestoßen, aus einer Zeit, als die Linke noch jung war und frei von der Leber weg gesprochen hat – vor Kurzem ist es wieder im Spiegel aufgetaucht –, und da habe ich mir gedacht: So hybrid, so überheblich muss man sein.
Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten des Teams Stronach sowie des Abg. Vavrik.
Heucheln Sie nicht! Sie müssen es gewusst haben, wir haben es hier diskutiert. Und ich meine, Sie haben es ja auch gewusst, aber es ist eine Taktik, eine Taktik, die man immer wieder beobachtet. (Abg. Glawischnig-Piesczek: Was haben Sie gegen Gleichstellung?) – Gleichstellung von Gleichen, und nicht Gleichstellung von Ungleichen, das ist ja wohl klar! (Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten des Teams Stronach sowie des Abg. Vavrik.)
Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten des Teams Stronach sowie des Abg. Vavrik.
Es ist eine Taktik. Bei Angelegenheiten, von denen Sie glauben (Zwischenruf des Abg. Schieder), dass Sie der Wählerschaft etwas nicht wirklich zumuten können, wo Sie nicht genau wissen, ob alle Ihre Abgeordneten mitmachen – darüber muss man sich wahrscheinlich weniger Sorgen machen –, wo es für Ihre Abgeordneten jedenfalls schwierig ist, das daheim im Wahlkreis, in einer konservativen Landgemeinde, in einer Bauernfamilie zu vertreten, da machen Sie es sich ganz einfach. Da bestellen Sie es sich quasi beim Gerichtshof, haben aber vorher schon durch die Legalisierung der Partnerschaften die Weichen in diese Richtung gestellt (Abg. Lopatka: gar nichts beim Gerichtshof! – Abg. Strache: Weichen gestellt!); dann kommt das Urteil, und dann machen Sie das. (Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten des Teams Stronach sowie des Abg. Vavrik.)
Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten des Teams Stronach sowie des Abg. Vavrik.
An diesem Gesetz scheiden sich die Geister, denn es ist ein Gesetz, das darüber Auskunft gibt, wie man zum Leben überhaupt steht, was man über seine Machbarkeit, seine Manipulierbarkeit und seine Verfügbarkeit denkt. Und Sie, meine sehr verehrten Damen und Herren von der ÖVP, werden diesem Gesetz hier zu einer Mehrheit verhelfen. Sie sind es, und Sie sitzen da mit Sicherheit im falschen Boot. (Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten des Teams Stronach sowie des Abg. Vavrik.)
Beifall beim Team Stronach.
Vernünftige Wirtschaftspolitik kann also theoretisch von jeder Partei gemacht werden, wenn sie nur ihren Hausverstand einsetzt und auch bereit ist, eine gewisse Courage an den Tag zu legen und den Sparstift möglicherweise bei der eigenen Klientel anzusetzen. Aber diese Regierung hat in erster Linie ihren eigenen Machterhalt und ihre eigene Klientelpolitik im Auge, und insbesondere für die SPÖ heißt das: mehr Umverteilung. Wir haben aber die Grenzen der Umverteilung in unserem Land bereits überschritten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die OECD sagt, nirgendwo auf der Welt wird so stark umverteilt wie in Österreich. Es gibt hier nur 1,9 Millionen Netto-Steuerzahler, dafür gibt es 3,6 Millionen Netto-Steuerempfänger. Dennoch wird hier der Klassenkampf ausgerufen. Aber der Klassenkampf führt nicht zu mehr Wohlstand, sondern nur zu mehr Neid. Das, was wir brauchen, ist vielmehr die Freiheit, Wohlstand schaffen zu können, und zwar nicht nur die oberen Zehntausend, sondern die breite Masse der österreichischen Bevölkerung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Der Staat nimmt den Menschen aber leider fast alles weg. Es ist hierzulande schier unmöglich geworden, sich durch fleißiges Arbeiten einen kleinen Wohlstand aufzubauen und sich damit aus der Abhängigkeit dieses staatlichen Systems mit den Zuwendungen zu befreien. In Österreich ist es viel leichter geworden, Leistung einzufordern als Leistung zu erbringen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Stadt Wien ist mit 220 000 Gemeindewohnungen der größte Immobilienbesitzer Österreichs und hält damit eine halbe Million Menschen in Abhängigkeit. (Abg. Rossmann: Besser als in Abhängigkeit der Immobilienhaie!) – und in kostspieliger Abhängigkeit noch dazu, denn nirgends ist das Wohnen so teuer wie in Wien. Man zockt die Mieter ab und verhindert das Schaffen von Eigentum. (Beifall beim Team Stronach.) Eigentum wird hierzulande bestraft, es grüßt schon die höhere Grundsteuer.
Beifall beim Team Stronach.
Daher einmal ein Danke an jeden, der einen privaten Arbeitsplatz schafft, und an die fleißigen Mitarbeiter dieser Unternehmer. Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich finde auch die Rechenmodelle aus Richtung Gewerkschaft und der Arbeiterkammer höchst unseriös und unfair, denn staatliche Pensionsanwartschaften werden in ihren Modellen gar nicht mit eingerechnet. Wenn sich ein Selbständiger also im Laufe von Jahrzehnten 1 Million € anspart, um Geld für seinen Ruhestand zu haben, dann soll ihn die Reichensteuer-Keule voll treffen, während ein Staatsbediensteter oder Gewerkschaftsfunktionär seine Pensionsmillion oder -millionen in monatliche Teilbeträge aufgeteilt ausbezahlt bekommen soll, wo selbstverständlich keine Reichensteuer anfällt. Das ist wirklich hochgradig unfair. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Soziale Gerechtigkeit ist leider ein ideologischer Kampfbegriff geworden, um Wahlen zu gewinnen. Das ist ein Rechenmodell – ganz einfach: Zwei Millionen zahlen für vier Millionen, also setzen Sie auf die vier Millionen. Es wird nach Ihren Vorstellungen so lange umverteilt, bis nichts mehr vorhanden ist, das man verteilen könnte. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Und das Allerwichtigste dabei: Wir sagen, die Mitarbeiter sollen am Gewinn, den zu erwirtschaften sie mithelfen, beteiligt sein. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der ÖVP
Noch ein Schlusswort an die Vertreter der linken Reichshälfte: Lassen Sie bitte Ihre Finger vom hart erarbeiteten Geld der österreichischen Bürger (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der ÖVP) und schauen Sie lieber, dass Sie endlich den dicken Staat auf Diät setzen, auch wenn es Ihre Wählerklientel womöglich nicht goutiert!
Beifall beim Team Stronach. – Ruf bei der ÖVP: Gute Passagen! – Abg. Jarolim: Wie der Kollege Amon aufgeblüht ist!
Und mein Schlusssatz: Bitte denken Sie nicht an sich und die nächste Wahl, sondern an Ihre Kinder und alle unsere Kinder, die auch noch hier leben wollen, möglichst in einem wirtschaftlich florierenden Land, das Eigentum respektiert, nicht in Schulden untergeht und vor allem auch ein gutes Sozialsystem hat für jene Leute, die es wirklich brauchen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Ruf bei der ÖVP: Gute Passagen! – Abg. Jarolim: Wie der Kollege Amon aufgeblüht ist!)
Beifall beim Team Stronach.
Wir brauchen eine Verringerung der Belastung durch Bürokratie. (Beifall beim Team Stronach.) Gerade auch für die vielen Klein- und Mittelbetriebe, für die Ein-Personen-Unternehmen ist das wichtig. Deren Start in der freien Wirtschaft wird zwar allgemein
Beifall beim Team Stronach.
Es müssen die Verwaltung reduziert, die Gesetze vereinfacht und die hohe Steuerbelastung gesenkt werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Dringender Handlungsbedarf, meine Damen und Herren, besteht übrigens ganz aktuell auch aufgrund der dramatischen Folgen der Währungskreditsituation mit dem Schweizer Franken. Rund 6 000 der insgesamt 150 000 österreichischen Haushalte sind noch heuer durch die Auswirkungen der Frankenaufwertung betroffen. Im Schnitt werden sie für ihren Frankenkredit 33 000 € mehr bezahlen müssen. Hier wäre eine einmalige Unterstützung des Finanzministers in Form von Steuervorteilen für Betroffene, die ihren Frankenkredit in einen Eurokredit konvertieren, gefragt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Aber zurück zum Wirtschaftsstandort. Ich appelliere dringend an Sie, Frau Staatssekretärin Steßl, und an die gesamte Bundesregierung: Machen Sie endlich Schluss mit dieser Politik der Erschwernisse für Unternehmer und Investoren und optimieren Sie die Rahmenbedingungen für den Wirtschaftsstandort Österreich! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Hier ist uns, glaube ich, der Herr Minister – Herr Kanzler, ich bitte hier auch Sie um Unterstützung – eine Antwort schuldig. Haben wir in letzter Zeit wirklich zu viel, ich sage einmal, Etikettenschwindel in diese Lebensmittel- und Ernährungspolitik hineingebracht? (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
ist, glaube ich, sollten wir wirklich unsere Spezialitäten sehen, für die wir auch bekannt sind. Wenn Minister Rupprechter in Berlin von „The Taste of Austria“ gesprochen hat, dann wollen wir unseren heimischen Konsumenten, aber auch unseren geschätzten Geschäftspartnern im Ausland wirklich auch den „Taste of Austria“ anbieten. Aber das muss fair sein, und da darf es nicht zu einer wunderbaren Vermehrung kommen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir bitten um Unterstützung im Sinne unserer Volkswirtschaft, im Sinne einer regionalen, prosperierenden Wirtschaft und keiner spekulativen, damit solche Bilder (der Redner hält die entsprechende Abbildung in die Höhe): „Geschlossen wegen US-Konkurrenz“, wie es bei uns ein regionaler Landwirtschaftsartikelhändler auf der Internetseite stehen hat, nicht die Zukunft sind. – Danke und bitte um Unterstützung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und NEOS.
Nächster Schritt: Niederlassungsfreiheit, Kassenverträge, weg von dem restriktiven System, das wir haben. Das alles würde uns sehr viel Geld bringen, würde dem Einzelnen Freiheit bringen und würde in Summe der Wirtschaft helfen, weil es die Gesundheit der Menschen stärken würde. (Beifall bei Team Stronach und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Das heißt, wir tun mit den Sanktionen, die wir da angerichtet haben, nicht nur den Russen etwas Schlechtes, sondern sehr wohl auch den österreichischen Betrieben. Und ich betone noch einmal, da geht es nicht um Luxusprobleme oder um Luxusbetriebe, sondern da geht es ganz klar um die Angestellten, um einen Schaden für die österreichische Wirtschaft. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Kollegin Schwentner, Sie schütteln den Kopf. Ich sage Ihnen, ich lebe jetzt 30 Jahre in Kobenz, das ist in der Steiermark, in einer dörflichen Region. Seit zwei, drei Jahren gibt es da Einbrüche direkt in der Nachbarschaft. Das hat es früher nicht gegeben. Bei einem Reifenhändler, wenige hundert Meter entfernt, ist viermal hintereinander eingebrochen worden. Das können wir nicht wegdiskutieren! Wir haben immer mehr Kriminalität in diesem Lande. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Frau Minister! Wir haben Sie gefragt, ob Sie daran denken, mehr Personal einzustellen. Sehen Sie nicht die Notwendigkeit, dass da etwas geschehen muss? Da kommt eine schlichte Antwort: Nein. – Das ist nicht unser Weg! Wir glauben, bei der Polizei dürfen wir nicht sparen. Da geht es um die Sicherheit der Bürger. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir haben noch ein Problem, nämlich dass viele dieser illegalen Einwanderer eine sehr dubiose Vergangenheit haben. Wir wissen aus Berichten, dass ungefähr 3 000 Menschen aus Europa in den heiligen Krieg gezogen sind. Dort haben sie gefoltert, gemordet, vergewaltigt, und ein Teil davon kommt wieder zurück nach Österreich. Selbst der US-Geheimdienst hat Europa gewarnt. Er hat gesagt, ihr müsst aufpassen, da kommen Leute zurück, die Kriegserfahrung haben. Ihr müsst schauen, dass euer System sicherer wird. Was hat die österreichische Bundesregierung gemacht? – Den Kopf in den Sand gesteckt, das Problem weggedrängt und bei der Polizei gespart und das Bundesheer totgespart. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren! Ich glaube, dass wir akuten Handlungsbedarf haben. Wir haben auf der einen Seite immer mehr illegale Einwanderer, auf der anderen Seite sagt uns die Anfragebeantwortung, dass immer weniger Personen bei Grenzkontrollen geschnappt werden, dass immer weniger Personen auf Flughäfen geschnappt werden. Was bedeutet denn das? – Das heißt, dass wir immer weniger Personal haben, immer weniger Leute bei der Polizei, die für die Sicherheit der Menschen arbeiten, denn würde tatsächlich genügend Personal vorhanden sein, dann würde sich die steigende Zahl illegaler Einwanderer auch in der Anzahl der gefassten Personen an Grenzübergängen und auf Flughäfen widerspiegeln. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren! Ich glaube, hier haben wir Handlungsbedarf. Wir müssen hier wirklich genau schauen und unterscheiden zwischen Flüchtlingen, die humanitäre Hilfe brauchen – und die bekommen unsere Unterstützung –, und all jenen, die wirklich nur aus wirtschaftlichen Gründen nach Europa kommen wollen, weil sie glauben, dass hier Milch und Honig fließen. Die müssen wir ganz strikt und korrekt wieder in das Heimatland zurückliefern. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Geschätzte Frau Minister! Hier trägt die Regierung wirklich Verantwortung. Sie müssen den Menschen Sicherheit geben. Sie müssen entsprechende Maßnahmen setzen. Sie müssen schauen, dass wir genügend Personal bei der Polizei haben. Sie müssen aber auch dafür Sorge tragen, Sie und Ihr Kollege in der Regierung, dass das Bundesheer nicht kaputtgespart wird. Nur wenn Österreich wirklich Fachkräfte in diesem Bereich hat, wenn wir kriminelle Elemente wieder zurückliefern, dann (Ruf bei der SPÖ: Das ist die Landesverteidigung!) – Ich weiß, Herr Kollege! Deswegen habe ich ja gesagt: „und Ihr Kollege in der Regierung“. Das ist mir schon bewusst. – Nur wenn wir genügend Ressourcen haben und nicht dort sparen, wo es direkt die Sicherheit der Menschen betrifft, gehen wir Österreicher in eine sichere Zukunft. In diesem Sinne: Glück auf! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Martina Schenk (STRONACH): Herr Präsident! Frau Ministerin! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Lieber Kollege Amon, ich möchte eingangs nur feststellen, dass euer Sektor auch nicht gerade gut besetzt ist, wenn man sich das anschaut. (Abg. Rädler: Die Debatte ist aber wegen euch erst notwendig!) Die Kollegin Dietrich war gerade vorhin in der Sitzung des Immunitätsausschusses. Diesen Immunitätsausschuss haben die Regierungsparteien extra vorverlegt, damit er dann nicht irgendwann nach der Sitzung um Mitternacht oder zu später Stunde stattfindet. – So viel dazu. Das sollten die Damen und Herren vor den Fernsehschirmen auch wissen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Nun zur gegenständlichen Anfragebeantwortung: Die Frau Ministerin hat auf die Fragen 4 und 5 geantwortet, dass es da keine entsprechende Statistik gibt, dass keine entsprechenden Statistiken im Ministerium geführt werden. Sehr verehrte Frau Ministerin, das finde ich schon verwunderlich, und das ist auch nicht gerade zu rechtfertigen, vor allem, wenn man sich vor Augen führt, dass Sie das mit einem zu hohen Verwaltungsaufwand und finanziellen Aufwand begründen. Wenn man sich vor Augen führt, dass sich kürzlich – vor einer Woche, glaube ich, war es – Ihr Klubobmann Lopatka die Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung vorstellen konnte, dann finde ich das umso bedenklicher. Die Vorratsdatenspeicherung öffnet dem Datenmissbrauch Tür und Tor, meine sehr geehrten Damen und Herren. Sie ist nicht umsonst vom Verfassungsgerichtshof als verfassungswidrig gekippt worden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Sicherheit und das Sicherheitsbedürfnis der Österreicherinnen und Österreicher stehen ja bei der Frau Ministerin auf der Prioritätenliste ganz oben, wie sie immer sagt. Aber haben Sie sich einmal damit auseinandergesetzt, welches Sicherheitsgefühl, welches Sicherheitsbedürfnis die Österreicherinnen und Österreicher haben? – Gut, wenn Sie mir nicht zuhören, dann können Sie wahrscheinlich auch nicht antworten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Nun möchte ich noch das Sicherheitspaket ansprechen. Es wurde von einigen Vorrednern schon erwähnt. 260 Millionen € bis 290 Millionen € sollen da zur Verfügung gestellt werden. Jetzt frage ich Sie aber: Wäre es in diesem Zusammenhang nicht besser, mehr Vertrauen in die Exekutivbeamten zu setzen, nämlich wenn es darum geht, dass sie ihre Waffe auch außer Dienst tragen können? Wir wissen, dass es für Exekutivbeamte heute so gut wie unmöglich ist, einen Waffenpass zu bekommen, damit sie die Waffe mit sich führen können. Jetzt frage ich mich: Sind die Polizisten, die Exekutivbeamten nicht verlässlich genug? Warum können sie, wenn sie im Dienst die Waffe tragen, diese nicht auch außerhalb des Dienstes tragen? Warum ist das nicht möglich? Ein Ansatz wäre hier, dass Polizisten „nur“ – unter Anführungszeichen – mit dem Dienstausweis auch die Berechtigung haben, die Waffe außer Dienst zu tragen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ein weiterer Punkt, den ich noch ansprechen möchte, ist, dass Ihnen anscheinend die Polizisten nicht wirklich alle gleich viel wert sind oder, genauer gesagt, der Schutz dieser Polizisten nicht gleich viel wert ist. Warum haben Sie nicht bei diesem hohen Budget dafür gesorgt, dass für alle 25 000 Polizistinnen und Polizisten Schutzwesten angeschafft werden? – Ich meine die ballistischen Unterziehschutzwesten, die Schutzwesten leicht, eine kostet 700 €. Wenn man da vielleicht dann aufgrund der großen Zahl einen Rabatt herausschlagen könnte, wären es um die 12 bis 13 Millionen Euro. Das müsste drinnen sein, weil der Schutz der Polizistinnen und Polizisten gegeben sein muss, und zwar für alle gleich. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Steinbichler: Das kann man in der Volksschule vorlesen! – Heiterkeit beim Team Stronach.
In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass durch die Kennzeichnung mit dem AMA-Gütesiegel sichergestellt ist, dass Österreich drin ist, wo Österreich draufsteht. (Abg. Steinbichler: Das kann man in der Volksschule vorlesen! – Heiterkeit beim Team Stronach.) Es ist trotzdem so. Ich glaube, dass man sich da auf jeden Fall darauf verlassen kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Wer die Verpackungen anschaut, der sieht unendlich viele E-Nummern. Ich glaube, niemand hier in diesem Haus macht sich die Mühe und schaut nach, was sich hinter diesen E-Nummern versteckt. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass es eine unabhängige Prüfstelle oder eine Kontrollstelle gibt, die die Qualität permanent kontrolliert und dem Konsumenten dadurch Sicherheit gibt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Gefahrenpotenziale haben sich in den letzten Jahrzehnten verändert; das ist ein dynamischer Prozess. Stoffe, die einst als unbedenklich angesehen wurden, sind es nun nicht mehr. Ich erinnere auch an DDT, ich weiß, über 20 Jahre lang wurden Unmengen davon für die verschiedensten Zwecke verwendet. Das hat plötzlich bei näherer Betrachtung ein riesiges Gefahrenpotenzial dargestellt. Wir haben vor einigen Jahren noch Plastik als unbedenklich eingeschätzt, wir wissen heute, dass die Weichmacher darin nicht unbedenklich sind, was unsere Gesundheit betrifft. Wer den HCB-Skandal in Kärnten mitverfolgt, weiß, wie drastisch so ein Umweltskandal für die ganze Region sein kann (Abg. Rädler: Ein grüner Umweltskandal! – Ruf: Blödsinn!), wie viele Existenzen, wie viele Bauern, wie viele Produzenten da dranhängen. Da gibt es eine hervorragende Molkerei, die in ihrer Existenz bedroht ist. Also das sind riesige Skandale. Ich bin froh und dankbar, dass da genau untersucht wird, dass genau hingeschaut wird, denn das Wohl des Konsumenten steht an oberster Stelle. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Pirklhuber.
Meine geschätzten Damen und Herren! Bei Tierversuchen geht es leicht, da kann man leicht Dinge nachweisen. Da wissen wir heute, dass von diesen hormonähnlichen Stoffen Verhaltensänderungen, Unfruchtbarkeit, bestimmte Krebsarten und so weiter ausgehen. Bei Menschen ist das natürlich schwieriger nachzuweisen. Deswegen brauchen wir in diesem Bereich Vorsicht, Kontrolle und auf jeden Fall eine breite Information der Konsumenten, denn – und das, glaube ich, ist das Gefährliche daran – diese Stoffe sind in unseren alltäglichen Gebrauchsgütern. Sie sind im Lippenstift, sie sind im Haarshampoo, sie sind in den Cremes, sie sind in den Produkten, die wir täglich verwenden. Eine Studie besagt, dass jedes dritte Produkt eine hormonähnliche Substanz beinhaltet, jedes fünfte Produkt sogar zwei hormonähnliche Substanzen. Ich glaube, da brauchen wir Aufklärung. Wir müssen offensiv nach vorne gehen – zum Schutze unserer Konsumenten! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Pirklhuber.)
Beifall bei ÖVP und Team Stronach.
Das heißt: Ja, wir brauchen eine bessere Risikokommunikation! Das Dilemma ist Folgendes: Einerseits gibt es viel zu viel Information, andererseits gibt es aber oft nicht die entscheidende Information, und man sieht durch diesen ganzen Info-Wald gar nicht durch. Was heißt das? Brauchen wir noch mehr kleine Beschriftungen? – Eher nicht. Die Info muss verständlich sein, etwa eine Positivkennzeichnung: Wo österreichische Qualität draufsteht, muss auch österreichische Qualität drinnen sein. Darauf wollen wir uns verlassen können! (Beifall bei ÖVP und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Heinzl.
Ich bedanke mich beim VKI, beim Verein für Konsumenteninformation, der sich mit dem frischen Fischspieß beschäftigt hat, frisch serviert in österreichischen Geschäften. (Der Redner hält eine Packung Fischfilet in die Höhe.) Man sieht schon an der Farbe, der Fisch dürfte nicht ganz so frisch sein. Wenn man das Kleingedruckte liest, dann wird es spannend. Da steht zu lesen: Tiefgekühlt im Ursprungsland, aufgetaut in Österreich. – Leute, das hat doch bitte mit Fairness nichts zu tun! (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Heinzl.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Pirklhuber und Schellhorn.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ich bedanke mich bei allen, bei der Kollegin Aubauer, die sich heute so klar dazu geäußert hat, bei der Kollegin Fichtinger, bei der Kollegin Holzinger. Frau Kollegin Fichtinger, wenn man immer nur darauf verweist, dass es für einen mündigen Konsumenten ohnehin das AMA-Gütesiegel gibt, dann muss ich sagen, das ist so ein Minibruchteil vom aktuellen Ernährungsanteil. Reden wir lieber nicht über die Unmengen an Leberkäse, Fleischkäse, Verarbeitungsprodukten, wo alles hineingemanscht wird, aber zum Schluss ist ein rot-weiß-rotes Wappen drauf. (Abg. Pirklhuber: So ist es!) Das geht doch nicht! Wir müssen vom Gesamten reden. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Pirklhuber und Schellhorn.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Heinzl – auf die noch am Rednerpult stehende Tafel weisend –: Kollege, vergiss die Wurstsemmel nicht!
Frau Minister! Ich bitte auch um die Umsetzung des schon lange ausständigen Qualitätsgütesiegel-Gesetzes. Ich glaube, das wäre eine großartige Ehre für Sie als Ministerin, wenn wir das in dieser Legislaturperiode umsetzen könnten. – Danke sehr. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Heinzl – auf die noch am Rednerpult stehende Tafel weisend –: Kollege, vergiss die Wurstsemmel nicht!)
Beifall beim Team Stronach.
Ich sage Ihnen eines, meine sehr verehrten Damen und Herren, auch als Vater von zwei Kindern: Das sind wir unseren Kindern und künftigen Generationen schuldig und nichts anderes. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ
Abgeordnete Martina Schenk (STRONACH): Herr Präsident! Frau Ministerin! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Das Binnen-I beschäftigt uns wieder einmal. Ich bin der Meinung, dass das Binnen-I und die Verwendung des Binnen-I keiner Frau in Österreich mehr bringt (Beifall bei Team Stronach und FPÖ), weder mehr Lohn noch mehr Anerkennung, noch mehr Gleichstellung. Ganz im Gegenteil, es führt dazu, dass Damen und Herren, Burschen und Mädchen bestraft werden, wenn sie in ihren Arbeiten das Binnen-I nicht verwenden.
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
die ein Schreiben an Sie, Frau Ministerin, und an Ihren Kollegen Mitterlehner gerichtet haben, in dem sie wieder die Rückkehr zur sprachlichen Normalität fordern. Dieser Forderung, meine sehr geehrten Damen und Herren, kann ich mich vollinhaltlich anschließen. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Und wenn man sich hier vor Augen führt, dass jeder vierte Jugendliche nicht sinnerfassend lesen kann und das Binnen-I zu einer weiteren Verschlechterung der Lesequalität führt, dann, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist hier ein großer Aufklärungsbedarf vorhanden. Und da würde ich Sie bitten, dass Sie hier herauskommen und uns das erklären. Und nicht nur uns, denn Sie müssen ja nicht uns überzeugen, sondern Sie müssen die Wählerinnen und Wähler draußen überzeugen, von denen Sie ja wieder gewählt werden wollen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie des Abg. Loacker.
Abgeordnete Martina Schenk (STRONACH): Herr Präsident! Frau Ministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Die Ausführungen der Kollegin Durchschlag haben mich dazu veranlasst, mich noch einmal zu Wort zu melden, denn ich möchte Ihnen und auch den Zuseherinnen und Zusehern nicht vorenthalten, dass in der Stadt Wels die ÖVP gemeinsam mit der FPÖ im Gemeinderat einen Antrag beschlossen hat, der das Binnen-I aus dem dienstlichen Sprachgebrauch verbannen soll. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie des Abg. Loacker.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie des Abg. Loacker.
Vielleicht können sich die Zuseherinnen und Zuseher heute auch ein Bild davon machen, dass die ÖVP Wasser predigt und Wein trinkt. – Danke. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie des Abg. Loacker.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach
Niemand verbietet jemandem das Binnen-I (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach), sondern wir wollen, dass die Verwaltungspraxis und die Gesetzgebung wieder zu einer vernünftigen Schreibweise zurückkehren.
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Noch einmal zur Lesbarkeit: Ist Ihnen übrigens aufgefallen – aber ich schimpfe immer nur Sie von der SPÖ, ich muss auch zu den Kolleginnen von der ÖVP hinüberreden –, dass in der Werbung nicht gegendert wird? Warum? – Dort will man klare Botschaften senden, die den Menschen erreichen – den Mann oder die Frau –, weil es um Geld geht, und da wird natürlich nicht gegendert. Können wir, bitte, dieselbe Regel, dass wir das, was wir sagen und schreiben, auch wirklich vermitteln wollen, auch für unsere Schulbücher festhalten?! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Und zum Letzten: Sie halten sich – auch das im Gegensatz zu der von Ihnen immer wieder prononcierten Ideologie, eben nicht europazentriert zu denken – ständig für den Nabel der Welt. Fällt Ihnen nicht auf, welch kleiner Teil der Welt sich mit diesem Problem beschäftigt? – 1,3 Milliarden Chinesen, 1,4 Milliarden Inder würden sich auf den Kopf greifen, wenn sie diese Debatte hier mitverfolgen könnten. (Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.) Lassen Sie einfach diesen Unfug bleiben! Setzen Sie auf das Vernünftige, nämlich auf die Verständlichkeit von Sprache, und ansonsten versuchen Sie, die Stellung der Frau in Österreich zu einer wirklich gleichberechtigten zu machen! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Spätestens dann, wenn dieses Gesetz wieder aufgehoben wird, werden wir wieder am Anfang stehen, und dann müssen Sie uns vorhüpfen, wie Sie es schaffen, eine Ungerechtigkeit zu beseitigen, ohne dass das für den Steuerzahler zu Mehrkosten führt. Darauf bin ich schon gespannt. (Beifall beim Team Stronach.)
demonstrativer Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach
Abgeordneter Christian Lausch (FPÖ): Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Geschätzte öffentlich Bedienstete, man muss sich fast bei euch entschuldigen für das, was hier abgeht, denn das ist eigentlich einer Berufsgruppe unwürdig (demonstrativer Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach), die tagein, tagaus ihr Leben für diese Republik riskiert.
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Wenn der Vorrückungsstichtag nicht eindeutig ist und jemand nicht vorrücken kann, bleiben ja die Ansprüche aufrecht. Das ist ja jetzt auch so. Mit der Aufhebung des Gesetzes bleiben die Ansprüche erhalten. Das heißt, es ist komplett egal, ob wir das in fünf Wochen oder in drei Monaten hier im Parlament beschließen, entscheidend ist, dass die Regelung gut ist, dass sie unter Einbeziehung der Gewerkschaft und unter Einbeziehung der Mitarbeiter erfolgt, denn dann ist sie tragfähig – sonst ist sie zum Scheitern verurteilt. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Die gewählte Vorgangsweise ist aber absolut unzulässig. Und ich hoffe, Kollege Lopatka und Kollege Schieder, ihr nehmt das mit, denn das zwingt uns, in Zukunft anders damit umzugehen. Wir haben in vielen Gesprächen in der Präsidiale ein Vertrauensverhältnis aufgebaut, wo wir uns auf das, was zugesagt wird, verlassen können, bei allen politischen Differenzen. Und das wurde von euch, von beiden Seiten, gebrochen. (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.
dass das nicht hält. Und ich weiß nicht, ob sich das ausgezahlt hat. Die Frage, ob es das wert war, müsst ihr selbst beantworten. (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Mein Vorredner hat es schon angesprochen: Wir haben uns im Ausschuss darauf geeinigt, dass am 27. Jänner, nächste Woche, eine Anhörung stattfindet, wo wir zwei Petitionen und vier Bürgerinitiativen behandeln und diese mit Experten besprechen. Wir haben dafür ausreichend Zeit. Ich bedanke mich auch beim Ausschussvorsitzenden und bei allen Fraktionen, dass hier Einvernehmen hergestellt werden konnte und wir diese Anhörung durchführen können. Ich freue mich auf eine spannende und konstruktive Diskussion zu diesem und natürlich auch zu vielen anderen wichtigen Themen. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 61
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (STRONACH): Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Minister! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Zuerst recht herzlichen Dank für die Glückwünsche. Ich werde mich, soweit ich kann, mit meiner Persönlichkeit für die Bürgerinnen und Bürger einbringen und mein Bestmögliches tun, um die Situation für den Staat Österreich und für jeden Einzelnen zu verbessern. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Es kann nicht sein, dass in Österreich eine Zweiklassengesellschaft herrscht, in der die einen bis 65 – viele Selbständige bis 67 und länger – arbeiten müssen, und auf der anderen Seite eine privilegierte Schicht nach wie vor mit 54 Jahren in Pension geht. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Geschätzter Herr Minister, wenn wir heute zu Recht die Arbeitsmarktsituation beklagen, dann muss man auch sagen, das sind nur Symptome einer verfehlten Standortpolitik. Die Ursache für diese Situation ist – und darin geben uns Statistiken recht –, dass wir zwischen 2008 und 2012 mehr als 70 000 Arbeitsplätze aufgrund der verfehlten Standortpolitik verloren haben – Arbeitsplätze, die ins Ausland abgewandert sind. Drehen Sie das Radio auf: Firma Voith, St. Pölten – wieder 150 Arbeitsplätze weniger, und so geht es Tag für Tag. Das, was wir brauchen, ist eine Standortpolitik, die es Unternehmen ermöglicht, Arbeitskräfte anzustellen, und die Wirtschaft ankurbelt – und nicht so wie bisher eine Regierung, die nur darauf abzielt, neue Belastungen und neue Steuern zu kreieren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Vergessen wir auch nicht: Rund 66 000 Menschen sind derzeit in Umschulung. Das klingt nach wenig, aber das ist so viel wie die Einwohner von Wiener Neustadt und Baden zusammen, das ist enorm viel. Diese Umschulungsmaßnahmen sind – und auch dazu gibt es Statistiken – nicht immer die zielführendsten. Auch da ist anzusetzen und darauf zu schauen, dass im AMS mehr Qualität vermittelt wird. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir haben heute zum Thema 50+ schon vielfach gehört, dass das jener Bereich ist, in dem viele für den Arbeitsmarkt zu alt, aber für die Pension noch zu jung sind. Trotzdem hätte ich mir gerade von Wirtschaftskammerpräsident Leitl, der ja jetzt im Zuge der Wirtschaftskammerwahlen oft spricht, erwartet, dass er seine Mitarbeiter, die mehr als 25 Jahre im Unternehmen sind, nicht mit einem „Golden Handshake“ nach Hause schickt. Ich hätte mir von den Sozialpartnern erwartet, dass sie im Bereich der Beschäftigung von älteren Personen ein Vorbild sind. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Minister Hundstorfer, Sie vergleichen immer Österreich mit der EU und sagen, wir sind die Vorzeigeschüler. Vergleichen wir uns doch nicht mit der EU, vergleichen wir Österreich mit Österreich! Und da sage ich Ihnen: Wir haben die höchste Arbeitslosigkeit seit 60 Jahren, und darauf können Sie bei Gott nicht stolz sein! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Rechnung wird uns jetzt präsentiert, wir haben es heute schon gehört: 500 000 Arbeitslose, alleine 55 000 Jugendliche, die ohne Job dastehen. Jetzt werden Sie sagen: Wir haben eine Wirtschaftskrise! – Natürlich haben wir eine Wirtschaftskrise, aber diese Wirtschaftskrise hat nur als Brandbeschleuniger gewirkt und war nicht ursprünglich ausschlaggebend dafür, dass wir jetzt vor diesen Problemen stehen. Die Probleme wären sowieso gekommen. Entscheidend ist, dass wir endlich beginnen, die Ursache zu bekämpfen und nicht immer nur die Auswirkungen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Zweitens müssen wir dem Arbeitsmarkt endlich jenes Humankapital zur Verfügung stellen, das so dringend nachgefragt wird. Wir müssen Menschen ausbilden, deren Qualifikation am Arbeitsmarkt auch gefragt ist. (Beifall beim Team Stronach.) Nur so können wir den Fachkräftemangel kompensieren, und nur die Kreativität und die Schaffenskraft qualifizierter Fachkräfte ist der Schlüssel für Innovation.
Beifall beim Team Stronach.
Unser Bildungssystem ist – damit spanne ich den Bogen zur Bildungspolitik – auf Mittelmäßigkeit ausgerichtet. Da wird nach unten anstatt nach oben nivelliert. Wenn wir am Arbeitsmarkt reüssieren wollen, meine Damen und Herren, dann müssen wir aber den Hebel in der Bildungspolitik ansetzen. Nur Innovation schafft hochwertige Jobs. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir müssen allen Akteuren – sowohl im Bildungs- als auch im Forschungs- und im Unternehmenssektor – die Chance geben, ihr Potenzial voll und ganz zu entfalten. Wir müssen endlich wieder das Leistungsprinzip in den Vordergrund stellen. Die Leistung muss über Erfolg und Misserfolg entscheiden. Für das Können, meine sehr verehrten Damen und Herren, gibt es nur einen Beweis: das Tun. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Ja, sie wollen arbeiten. Viele dürfen aber nicht mehr arbeiten, weil sie zu teuer werden. Da liegt das grundsätzliche Problem. Dazu muss ich Herrn Kollegen Muchitsch etwas ausrichten: Du verlierst das Vertrauen in die Unternehmen. – Die Bürger und die Unternehmen verlieren das Vertrauen in die Regierung. Das ist ein gravierender Unterschied! (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Dr. Kathrin Nachbaur (STRONACH): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Hohes Haus! Sehr geehrte Steuerzahler! Die Rekordarbeitslosigkeit in unserem Land auf die europäische und die internationale Konjunktur zu schieben ist einfach viel zu billig, weil in den vergleichbaren Ländern Europas die Arbeitslosigkeit gesunken ist, während sie in Österreich von Monat zu Monat leider ansteigt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich wage zu behaupten, dass sich die Voraussagen im Wahljahr dann abrupt ändern werden. 2018 werden die Prognosen dank großartiger Versprechen – wie das in Wahlkämpfen so üblich ist – sensationell gut aussehen. Der Minister wird ja den Wählern eindringlich vermitteln wollen, dass nur durch die rote Wiederwahl Arbeits-plätze und Wohlstand für alle gesichert sind. Aber, sehr geehrte Damen und Herren, Sozialismus hat noch nie funktioniert. Im Gegenteil! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Missverstandene staatliche Fürsorge führt in den sozialen und in den finanziellen Ruin. Der reale Sozialismus des 20. Jahrhunderts hat das genauso gezeigt wie die österreichische Verstaatlichte Industrie der achtziger Jahre. Auch in Südamerika, besonders in Venezuela, kann man tatsächlich beobachten, was Sozialismus anrichtet. (Abg. Steinhauser: Dort war es vorher so gut! – Abg. Kickl: Wir haben kein Öl!) Hoffentlich fallen die Menschen nicht auf diese roten, Neid-basierten Umverteilungsphantasien herein. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
An dieser Stelle danke ich allen Unternehmern, die in Österreich trotz dieser standortfeindlichen Politik der viel zu hohen Steuern und der zum Teil unerträglichen Bürokratie aktiv sind. Danke, dass Sie trotzdem hier Arbeitsplätze schaffen! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der NEOS.
werden, gleichzeitig jedes Jahr weniger lang arbeiten. Jeder Politiker, der so etwas behauptet und so ein Regime errichtet, enteignet in Wirklichkeit die hart arbeitenden Menschen und vor allem die Jugend – so ehrlich muss man sein! (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Katzian.
Als liberaler Mensch bevorzuge ich aber Anreize anstatt Zwang. Das heißt: Wenn jemand freiwillig länger arbeitet, dann soll er auch davon profitieren. Es soll eine Steuervergünstigung geben für die länger arbeitenden Menschen und auf der anderen Seite auch eine Kürzung bei den Lohnnebenkosten für den Arbeitgeber. Leistung muss sich einfach lohnen! (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Katzian.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Katzian: Das haben wir schon gehört!
Was die Arbeitslosigkeit von Ausländern anlangt, da ist es jetzt höchst an der Zeit, die verfehlte Einwanderungspolitik zu korrigieren, die Österreich betrieben hat. Österreich muss schauen, dass die bestqualifizierten und tüchtigsten Leute einwandern, nicht die unqualifiziertesten. Österreich ist ja zu einem Magneten für unqualifizierte Einwanderer geworden, und da kann man sich ruhig an Kanada ein Beispiel nehmen, dort habe ich das erlebt. Wenn jemand einwandern will und er bringt dem Land was: gerne – sonst nicht! (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Katzian: Das haben wir schon gehört!)
Beifall beim Team Stronach.
Sozialismus und das süße Gift der staatlichen Fürsorge funktionieren eben nicht. Wir sollten uns wieder auf die soziale Marktwirtschaft besinnen. Damit sind wir gut gefahren, und breite Bevölkerungsschichten konnten Wohlstand aufbauen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (STRONACH): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Liebe Frau Kollegin Königsberger-Ludwig, meine Kollegin Dr. Nachbaur hat sich nie auf das Thema Asyl bezogen. Was sie wollte, ist eine strenge Einwanderungspolitik; dafür stehen wir. Wir wollen analog dem kanadischen System selbst entscheiden können, wer nach Österreich kommt, wen der Staat braucht. Asyl ist für uns ein Thema, wo wir eine rasche Abwicklung wollen, aber selbstverständlich dahinterstehen, dass Menschen in Not geholfen wird. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn man dann genau in den Bericht hineinschaut und fragt, was armutsgefährdet denn heißt, welche Kriterien man da erfüllen muss, dann sieht man Folgendes: Das sind jene, die ihre Wohnung nicht ausreichend warmhalten können, denen es nicht möglich ist, jeden zweiten Tag Fleisch, Fisch oder ein vergleichbares vegetarisches Gericht zu essen, die keinen Pkw haben können, die keine Waschmaschine haben können, kein Telefon, kein Handy. Wenn jemand drei dieser Kriterien erfüllt, dann ist er armutsgefährdet. Denken wir einmal darüber nach: keine Waschmaschine, keine ausreichende Wärme, kein Fleisch! – Das ist wirklich besorgniserregend, und das ist eigentlich eine Schande für dieses Land, dass es so viele Menschen gibt, die in Armut leben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Ruf bei der ÖVP: Das stimmt ja nicht!
Zur Staatsbürgerschaft: Woher kommen jene, die besonders gefährdet sind? – Das sind nur 12 Prozent der Österreicher, aber 33 Prozent jener, die aus EU- oder EFTA-Staaten kommen, und 32 Prozent jener, die aus dem sonstigen Ausland kommen. Das, Herr Minister, ist der Beweis, dass die Integrationspolitik in Österreich nicht funktioniert. (Beifall beim Team Stronach. – Ruf bei der ÖVP: Das stimmt ja nicht!) Zahlen und Fakten – da kann man zehnmal schreien: Stimmt nicht! – muss man zur Kenntnis nehmen!
Beifall beim Team Stronach.
Ich ersuche um Annahme. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
jetzt gerade in Amerika erzielt haben. Das sind Werbeträger für Österreich! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich bin wirklich froh, dass Fritz Neugebauer kein Wintersportler ist, Herr Kollege! Wenn nämlich Neugebauer Bobfahrer wäre und im Viererbob bei der österreichischen Nationalmannschaft fahren würde, dann würde dieser Bob seit vierzig Jahren im Starthaus stehen, weil Fritz schon die Bremsen anzieht, bevor er überhaupt in Bewegung kommt! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.) Freunde, das ist dieses Österreich, das ist diese Regierung, die Stillstand verordnet!
Beifall beim Team Stronach.
Das ist das Spiegelbild dieser Regierung! Wenn diese Maßnahmen nicht angegangen werden, haben wir keine Chance für soziale Gleichheit, dann haben wir keine Chance für ein soziales Österreich, weil diese Klientelpolitik weiter betrieben wird: Da wird Klientelpolitik im Bereich der Kammern und der Sozialversicherungen betrieben (Abg. Haubner: Welche?), da werden die Freunde und die Verwandtschaft versorgt, da werden die Jobs nur so herumgereicht. Und das ist das Problem. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Rädler.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, Herr Minister und besonders auch die Kollegen von den Regierungsparteien, wir sollten nicht über neue Steuern diskutieren. Der Präsident des Rechnungshofes Josef Moser hat 595 Vorschläge präsentiert, wie man ausgabenseitig sparen kann. (Abg. Fekter: 460 sind umgesetzt!) Ich bin überzeugt davon, dass Herr Präsident Moser die Regierung nicht nur kritisieren, sondern sie beraten will. Ich bin für schnelle Gespräche, dafür, dass zielführende Gespräche geführt werden, um bei den Strukturen und der Verwaltung zu sparen, Entbürokratisierung zu erreichen und nicht die fleißigen Leute zu besteuern. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (STRONACH): Herr Präsident! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Ich möchte eine tatsächliche Berichtigung machen. Herr Abgeordneter Knes hat gesagt, das Team Stronach wäre für eine sofortige Anhebung des Frauenpensionsantrittsalters auf 65 Jahre. – Das stimmt nicht! Ich möchte den Herrn Abgeordneten ersuchen, die Ohren aufzumachen und zuzuhören; dann wüsste er, wovon wir reden, und dann wüsste er auch, dass wir dagegen sind. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir fordern daher, dass künftig alle Finanzierungen ausländischer Organisationen und Staaten für Moscheen und Religionsgemeinschaften in Österreich ausgeschlossen sind. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Derzeit prüft der Verfassungsgerichtshof sogar, ob diese IGGiÖ überhaupt eine Rechtsgrundlage hat. Wir sind der Meinung, dass die rechtliche Grundlage der IGGiÖ vom Verfassungsgerichtshof nachgewiesen werden muss, bevor man im Gesetz weitere Kompetenzen für die IGGiÖ einräumt. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Auch wir wollen, dass dieses Gesetz in den entsprechenden Gremien noch einmal diskutiert wird, und deshalb verlangen wir die Rückverweisung in den Verfassungsausschuss. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wir widersprechen auch hier. Das soll unserer Meinung nach nur dann möglich sein, wenn ein entsprechender Gewerbeschein dafür vorliegt und wenn österreichische Gesetze eingehalten werden, nämlich die Gewerbeordnung, Hygienevorschriften und Tierschutz. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich bitte um Annahme. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das alles spricht gegen die Legitimation von Politik und Staat. Wenn wir hier Gesetze machen wollen, die die Bürger ernst nehmen, dann müssen wir bei uns selber anfangen. (Beifall beim Team Stronach.) Daher appelliere ich an alle, schon bei der Machtverteilung beispielsweise das Prinzip „one man, one vote“ oder, sagen wir, „one man/one woman, one vote“ ernst zu nehmen.
Beifall bei Team Stronach und NEOS.
Wenn hier getrickst wird, dann wird kein Bürger die Gesetze so ernst nehmen, wie wir es gerne hätten. Damit wir als Staat, als Politik auch die entsprechende Legitimation haben und die Legitimierungsfunktion erfüllen können, sollten wir – da appelliere ich an Sie alle – Sonderregelungen abschaffen, Diskriminierungen bei der Aufteilung der Macht abschaffen. Und da müssen wir bei diesem Punkt hier beginnen. – Danke. (Beifall bei Team Stronach und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Leider haben wir jetzt schon einen kleinen Vorgeschmack bekommen, was die Ernennung des Verfahrensrichters betrifft. Da waren wir uns ja nicht so einig, wie es dann letztlich ausgesehen hat. Man hat versucht, uns jemanden aufs Aug zu drücken, der, außer dass er ein Parteisoldat war und ist, aus meiner Sicht zu diesem Untersuchungsausschuss nicht wirklich viel beitragen könnte. Letztlich hat es dann unter Druck der Oppositionsparteien doch noch gereicht, um einen ordentlichen Verfahrensrichter zu ermöglichen. Ich bin sehr froh darüber, dass der neue Verfahrensrichter heute hier ist, und hoffe, dass er im Sinne einer objektiven Aufklärung dann das tut, was notwendig ist. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Nein, ich glaube, das ist es nicht. Da hat jemand verdient. Und ich kann mir gut vorstellen, dass da auch Politiker mitverdient haben. Und das wollen wir wissen. (Abg. Schönegger: Sind Sie Staatsanwalt? Wer?) – Sie fragen, wer! Das wollen wir im Ausschuss herausfinden. Genau das wollen wir herausfinden, und dann ist es auch strafrechtlich relevant. Deshalb kann man das nicht trennen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das werden wir versuchen, herauszufinden, dafür sind wir angetreten. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Nach den neuen düsteren WIFO-Prognosen müsste eigentlich das nächste Sparpaket geschnürt werden, und dennoch wird immer wieder in Aussicht gestellt, dass es zu einer Steuerreform kommt, die den Menschen wirklich eine Erleichterung bringen soll – die ist auch dringend notwendig, denn der gefräßige Staat nimmt den österreichischen Bürgern ja immer mehr weg, und seit Jahrzehnten ist keine der beiden ehemaligen Großparteien bereit, der eigenen wohlbehüteten Klientel auch nur einen Euro wegzunehmen oder gar bei sich selber zu sparen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
„Angesichts des engen budgetären Korsetts durch den auch national umgesetzten Fiskalpakt schwimmen der Regierung die Felle davon. Die Angst vor dem Anpacken großer Strukturbrocken rächt sich jetzt, weil jeglicher Spielraum für eine Steuersenkung fehlt.“ – Außer natürlich, man hat den Mut, die wirklich großen Strukturprobleme anzugehen, nämlich die Föderalismusreform, Pensionsreform, Gesundheitsreform, Verwaltungsreform! Aber sehr zuversichtlich bin ich da nicht, weil es den Regierungsparteien in erster Linie um den eigenen Machterhalt und um Klientelpolitik geht. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Staat ist meist ein schlechter Eigentümer und ganz sicher ein schlechter Manager. Deshalb sorgt mich auch die Renaissance des Proporzes. Es darf keine Renaissance des Proporzes bei Postenbesetzungen geben! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Man darf sich nicht wundern, dass die Menschen immer politikverdrossener werden, wenn für gewisse privilegierte Gruppen immer Extrawürste existieren. Es darf keine Extrawürste geben! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Hoffen wir, dass das diesmal nicht so sein wird, aber lieber wäre mir und wahrscheinlich den meisten Steuerzahlern in diesem Land, dass der Staat vernünftige Rahmenbedingungen schafft für die Wirtschaft, damit private Arbeitsplätze geschaffen werden können, damit Wohlstand entsteht, und nicht dass so lang umverteilt wird, bis nichts mehr zum Umverteilen da ist. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Der Staat sollte sich besser auf seine Kernaufgaben konzentrieren, wie zum Beispiel die Herstellung und Wahrung der inneren und äußeren Sicherheit, die die Menschen wirklich sorgt, oder die Schaffung eines schlanken und verlässlichen Rechtsstaates, in dem auch wirklich Rechtssicherheit herrscht. (Zwischenruf des Abg. Rossmann.) Aber der Staat soll sich bitte nicht als Wirtschaftskapitän versuchen. Das hat erwiesenermaßen noch nie funktioniert, zudem der Staat in dem Fall ja nicht einmal die Bürger sind, sondern die rote und die schwarze Partei. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei NEOS und Team Stronach sowie der Abg. Lichtenecker.
Sollen wir Ihnen dazu gratulieren, dass Sie ein wirkliches Comeback einer Repolitisierung geschafft haben? Was denken die Bürger wohl von Ihnen, wenn Sie zwei Staatssekretäre nominieren und diese wieder zwei parteinahe Berater installieren? Welche Optik hat das? Wie transparent ist das? – Das ist wahnsinnig intransparent. Stellen Sie sich vor, Sie wären Unternehmer und keine Unterlasser! Stellen Sie sich vor, wir würden gemeinsam die ÖIAG aufwerten, wir würden gemeinsam ein nachhaltiges Konzept für alle österreichischen Beteiligungen entwerfen! Stellen Sie sich vor, wir würden diesen Standort wirklich revitalisieren! Mehr privat, weniger Staat! Stellen Sie sich vor, wir würden mit diesen Erlösen die Forschung und die Bildung finanzieren und einen Teil unserer Staatsschulden zurückzahlen! Das wäre das große Bild. (Beifall bei NEOS und Team Stronach sowie der Abg. Lichtenecker.)
Beifall bei NEOS und Team Stronach sowie der Abg. Lichtenecker.
Ich kann daher abschließend noch sagen: Wir gehen beim Antrag von Ruperta Lichtenecker mit. Wir finden, es ist ein vernünftiger Ansatz, das nachhaltiger zu denken, das auch im großen Ganzen zu denken, und nicht nur bis zur nächsten Wahl. – Danke. (Beifall bei NEOS und Team Stronach sowie der Abg. Lichtenecker.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Lassen Sie mich allerdings die Gelegenheit nutzen, um zu sagen, dass ich – nachdem die Regierung zu diesen Vorfällen praktisch überhaupt keine Stellungnahme abgegeben hat – es doch etwas seltsam finde, dass im Ergebnis die extreme Linke der FPÖ schlicht und einfach eine Wahlkampfhilfe leistet, denn die wenigsten Österreicher sind in der Hofburg oder außerhalb, sondern auf der Seite der Polizei und zahlen das Ganze und finden das in Wirklichkeit nicht in Ordnung. Da sollte es auch entsprechende Meinungsäußerungen von der Regierung geben. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich möchte Ihnen die Anregung geben, darüber nachzudenken, ob es hier vielleicht auch im Rahmen eines Untersuchungsausschusses einen Bedarf an Arbeit für das Parlament geben könnte. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Und der andere ist: der Stimme der Zu- oder Abneigung kein Gehör zu geben. Das ist eine schwere Bürde, die wir den Leuten auferlegen, und das sollten wir uns anlässlich dieses Tagesordnungspunktes wieder einmal zu Gemüte führen. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Rasinger: Was sagt Stronach dazu?
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (STRONACH): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Die Gesetzesvorlage, über die wir jetzt sprechen (Abg. Rasinger: Was sagt Stronach dazu?), fußt ja sozusagen auf einem historischen Antrag (Abg. Rasinger: Was sagt Stronach?), und zwar war das der erste Sechs-Parteien-Antrag im österreichischen Parlament. (Abg. Rasinger: Ich will wissen: Was sagt Stronach?) Und in diesem ersten Sechs-Parteien-Antrag wurde eine tägliche Turnstunde an unseren Schulen gefordert.
Abg. Rasinger: Was sagt Stronach?
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (STRONACH): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Die Gesetzesvorlage, über die wir jetzt sprechen (Abg. Rasinger: Was sagt Stronach dazu?), fußt ja sozusagen auf einem historischen Antrag (Abg. Rasinger: Was sagt Stronach?), und zwar war das der erste Sechs-Parteien-Antrag im österreichischen Parlament. (Abg. Rasinger: Ich will wissen: Was sagt Stronach?) Und in diesem ersten Sechs-Parteien-Antrag wurde eine tägliche Turnstunde an unseren Schulen gefordert.
Abg. Rasinger: Ich will wissen: Was sagt Stronach?
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (STRONACH): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Die Gesetzesvorlage, über die wir jetzt sprechen (Abg. Rasinger: Was sagt Stronach dazu?), fußt ja sozusagen auf einem historischen Antrag (Abg. Rasinger: Was sagt Stronach?), und zwar war das der erste Sechs-Parteien-Antrag im österreichischen Parlament. (Abg. Rasinger: Ich will wissen: Was sagt Stronach?) Und in diesem ersten Sechs-Parteien-Antrag wurde eine tägliche Turnstunde an unseren Schulen gefordert.
Beifall beim Team Stronach.
Da sollten Sie, Frau Minister, endlich einmal in die Gänge kommen. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Explizit möchte ich auch die unglückliche Aussage des Ministers im Ausschuss vorbringen, wo er gesagt hat, dass die Klärung der Schuldfrage nicht relevant sei. Es mag schon sein, dass diese für ihn nicht relevant ist, aber ich glaube schon, dass es für die Bäuerinnen und Bauern sehr relevant ist, wer an dieser misslichen Lage schuld ist. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Diesbezüglich wäre es daher sinnvoll, darüber nachzudenken, das Budget des Rechnungshofes dementsprechend anzupassen respektive aufzustocken, zumal es sich ja um keine Unsummen handelt. Ich richte daher einen Appell an alle Abgeordnetenkollegen – auch im Ausschuss, wo es grundsätzlich eine gute Zusammenarbeit mit allen Fraktionen gibt –, dass wir zukünftig den Rechnungshof wirklich unterstützen, nicht nur mit schönen Worten und mit schönen Reden, sondern auch mit Taten. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 63
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (STRONACH): Geschätzte Frau Präsident! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Ich kann Ihnen versichern: Seitens des Teams Stronach werden wir alles daransetzen, Aufklärung und Licht in dieses Dunkel zu bringen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir müssen uns aber auch bewusst sein, Österreich spielt auf der internationalen Bühne. Ganz Europa wird schauen: Wie verhält sich Österreich? Wie werden wir diese Bank abwickeln? – Und was wir nicht brauchen, ist eine Laiendarstellergruppe, eine mittelmäßige Laiendarstellergruppe, die in der Vergangenheit das Thema Hypo bearbeitet hat. Wir brauchen eine professionelle Abwicklung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Oder: Klaus Liebscher, ehemaliger Raiffeisen-Banker, Vorstand der RZB, ab 2007 in der Nationalbank, dann Vorstand der FIMBAG, dann doch wieder Aufsichtsratschef der Hypo. – So geht es hin und her. Das Netzwerk bildet sich immer mehr, also einige Personen switchen hin und her. Da brauchen wir uns nicht zu wundern, dass wir in Österreich einen derartigen Filz haben. Und dieser Filz, meine geschätzten Damen und Herren, gehört endlich aufgerissen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (fortsetzend): Frau Präsident! Ich ziehe den Ausdruck „Bananenrepublik“ zurück, aber ich zitiere Medien, die uns schon als „Klein-Griechenland“ bezeichnen. Das ist meiner Meinung nach noch schlimmer. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Bundesminister Mitterlehner: Da müsste er ja eine Leuchte sein!
Herr Kollege Lugar wird so viel Licht in diese Causa bringen (ironische Heiterkeit), ich sage es Ihnen, es wird Sie noch blenden. (Beifall beim Team Stronach. – Bundesminister Mitterlehner: Da müsste er ja eine Leuchte sein!)
Beifall beim Team Stronach.
Wir Österreicher haben selbst genügend Aufgaben, wir müssen nicht die Hausaufgaben der Deutschen machen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Uns würde es sehr interessieren, was im Bereich der Provisionen bei der Hypo (Vizekanzler Mitterlehner: Frau Dietrich, wie heißt die? Bruckberger?) – Bruckberger gehört nicht mehr zu uns, schon länger, seit 2013. (Ironische Heiterkeit.) Ich nehme an, dass Sie, Herr Minister, darüber informiert sind und das eigentlich wissen müssten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach für die das Rednerpult verlassende Abg. Dietrich. – Abg. Heinzl: Das soll der Lugar machen!
(Beifall beim Team Stronach für die das Rednerpult verlassende Abg. Dietrich. – Abg. Heinzl: Das soll der Lugar machen!)
Beifall beim Team Stronach.
was ihm seine Wiederwahl sichert, abzuhalten. Darum ist es gegangen! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn der Herr Sobotka den Finanzminister bedroht, ihm die Rute ins Fenster stellt und sagt: Sie werde ich auch noch überleben!, dann heißt das ja nichts anderes, als dass er etwas getan hat, das vorher undenkbar war. Ein Finanzminister der ÖVP stellt sich vor die Steuerzahler und nicht hinter den Erwin Pröll. Das ist ja der Frevel, der begangen wurde, das, was der Erwin Pröll will, gehört gemacht in dieser Republik! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn Sie jetzt den Mut haben, sich gegen ihn zu stellen und für die Steuerzahler einzutreten, was ja ohnehin für einen Finanzminister ganz selbstverständlich sein sollte, dann sage ich Ihnen: Ja, das ist gut, und Sie können es sich leisten. Sie sind der erste Unabhängige. Und wir unterstützen das. Wir unterstützen Sie gegen Erwin Pröll und gegen all jene, die den Steuerzahler missbrauchen, um selbst Vorteile aus der Sache zu ziehen! – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn es wirklich Steuerhinterziehungen in dieser Höhe geben würde, wenn es wirklich wahr wäre, dass österreichische Unternehmen so korrupt sind, wie das offensichtlich im Steuerreformkonzept steht, dann müssten Hunderte Unternehmer wegen Steuerhinterziehung ins Gefängnis wandern, und der Herr Justizminister müsste schon längst einen Antrag gestellt haben, dass ein neues Großgefängnis gebaut wird. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine Damen und Herren! Es ist in Österreich einfach so, dass sich da ein paar Landeshauptleute eine Bundesregierung halten, dass in diesem Land der Schwanz mit dem Hund wedelt. Wenn Sie es schaffen, die Relation zwischen Bund und Ländern wiederherzustellen, wenn Sie es schaffen, dass der Hund wieder mit dem Schwanz wedeln kann, dann hat das alles wirklich einen Sinn gehabt, und dafür drücke ich Ihnen die Daumen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich unterstelle den handelnden Akteurinnen und Akteuren in der Regierung gar nicht Ambitionslosigkeit – das unterstelle ich ihnen gar nicht! –, weil ich glaube, dass sie durchaus gute Ansätze haben und auch etwas weiterbringen wollen. Nur: Sie scheitern halt mit Reformen immer wieder in ihren Parteiapparaten und beißen sich dort die Zähne aus, wenn sie das Wort „Reform“ auch nur in den Mund nehmen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Krist.
Zum Schluss noch eine Bemerkung, meine Damen und Herren: Wenn die Registrierkassenpflicht wirklich die größte Sorge in diesem Land ist und man in der Sekkiererei unserer Wirte wirklich das größte Potenzial ortet, dann wissen wir, wie viel es geschlagen hat. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Krist.)
Sitzung Nr. 64
Beifall bei ÖVP, SPÖ, FPÖ und Team Stronach.
Es gilt selbstverständlich auch für jeden Polizisten und jede Polizistin in jedem Verdachtsfall zunächst einmal die Unschuldsvermutung. Es ist schwer, anhand solcher Bilder zu beurteilen, ob Recht oder Unrecht geschehen ist. Bei über 40 000 Festnahmen, die wir im Jahr haben, soll man keinen Stab über Polizistinnen und Polizisten brechen, sondern es ist Aufgabe der unabhängigen Justiz, derartige Entscheidungen zu treffen. Verhältnismäßigkeit muss geboten sein, Gewalteinsatz gilt immer nach dem Grundsatz der Ultima Ratio, aber zuallererst haben Polizistinnen und Polizisten unsere Solidarität verdient, und die möchte ich heute auch sehr bewusst einfordern. (Beifall bei ÖVP, SPÖ, FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Daher ist es höchst an der Zeit, dass SPÖ und ÖVP auch unsere Forderungen ernst nehmen und diese auch umsetzen, nämlich österreichischen Staatsbürgern, die sich für eine Terrormiliz Islamischer Staat gemeldet haben und in den Krieg gezogen sind, sofort die Staatsbürgerschaft zu entziehen, und nicht nur dann, wenn sie Doppelstaatsbürger sind. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.) Man hat dafür Sorge zu tragen, dass jemand, der zurückkommt und unter Verdacht steht, dort terroristisch tätig gewesen zu sein, in Schutzverwahrung genommen wird, bis letztlich alles restlos aufgeklärt ist. Da ist viel zu tun.
Beifall beim Team Stronach.
Meine Damen und Herren, Sie können sich vielleicht noch erinnern: Vor einem knappen Dreivierteljahr habe ich hier die Forderung gestellt, dass ehemaligen IS-Kämpfern mit österreichischer Staatsbürgerschaft diese entzogen wird, da ich nicht einsehe, dass diese noch das österreichische Wahlrecht ausüben dürfen und die Sozialleistungen des Sozialstaates Österreich erhalten. Das ist der richtige Weg, da haben Sie unsere Unterstützung, das sollten wir gemeinsam angehen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich glaube, das sollten wir uns zu Herzen nehmen, Frau Bundesminister, und ich werde bei einem anderen Tagesordnungspunkt noch einen Antrag zu diesem Thema einbringen, dass wir nicht nur die Finanzpolizei – um unsere Steuerzahler zu schröpfen – um 500 Beamte aufstocken, sondern dass wir auch die Bundespolizei, die für Sicherheit und Recht in diesem Staat sorgt, aufstocken. Ich glaube, das ist notwendig, wir haben eine Personalknappheit bei der Bundespolizei, da können Sie sagen, was Sie wollen, das ist Tatsache. Ich komme aus diesem Bereich, und ich weiß das am besten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Und da schaffen wir im Zusammenhang mit dem Familiennachzug auch gleich klare Verhältnisse, denn ich sehe nicht ein, dass diese Verbrecher, die dort brandmarken, vergewaltigen, morden, dass diese Menschen ihre Familien in Österreich durch unser Sozialsystem ernähren lassen, sich hier in Sicherheit wiegen – dann gehen alle mit, dann machen wir die Familienzusammenführung auch in diese Richtung und nicht nur in Richtung Österreich, ins feine Sozialsystem, meine Damen und Herren! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei den NEOS. – Ruf beim Team Stronach: Zwei! – Zwischenruf des Abg. Steinbichler.
Abgeordneter Mag. Nikolaus Alm (NEOS): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Hohes Haus! Ich wollte mich ja schon fast zu einer tatsächlichen Berichtigung melden, als Kollege Pilz gemeint hat, die ÖVP sei eine Unternehmerpartei. Ich möchte an dieser Stelle sagen, dass spätestens seit Oktober 2013 eine andere Unternehmerpartei hier im Parlament sitzt. (Beifall bei den NEOS. – Ruf beim Team Stronach: Zwei! – Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) – Aber zum Ernst der Sache. (Abg. Walter Rosenkranz: Richtig, genau, das kann ja nur als Scherz gemeint gewesen sein! – Weitere Zwischenrufe.) – Ich habe nicht das Team Stronach gemeint, ich habe schon die NEOS-Partei gemeint. (Heiterkeit.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und Team Stronach.
Wenn die USA heute sagen: Wir sind die Repräsentanten der Demokratie, der Menschenrechte!, muss ich sagen: Noch immer gibt es Guantánamo, und Abu Ghraib war auch ein Signal, das ganz, ganz schädlich war. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Rouven Ertlschweiger, MSc (STRONACH): Frau Präsidentin! Werte Frau Bundesministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Dschihadisten sind Staatsfeinde Österreichs – Punkt. Es ist kein Geheimnis, dass radikalislamistische Gruppierungen bereits in ganz Europa Fuß gefasst haben und auch Österreich schon lange keine Insel der Seligen mehr ist. Das ist ein Faktum, und dementsprechend müssen wir auch Maßnahmen setzen, um uns im Kampf gegen den Terror entsprechend zu rüsten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
An den Außengrenzen der Europäischen Union können Fahnder seit geraumer Zeit potenzielle Dschihadisten mit europäischem Pass leichter an der Ein- und Ausreise hindern. Das ist ein notwendiger und richtiger Schritt. Ich sage es auch heute: Das wird nicht der letzte Schritt sein. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wieder temporäre Grenzkontrollen eingeführt werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Deswegen verstehe ich auch die Diskussion über die Frage nicht, ob man die Staatsbürgerschaft aberkennen soll oder nicht. Darüber gibt es keine Diskussion! (Beifall beim Team Stronach.) Jedem, der für den Islamischen Staat in diesen Heiligen Krieg zieht und Österreich den Rücken kehrt, gehört die Staatsbürgerschaft sofort aberkannt! Mein Zugang zu der ganzen Thematik ist: Prävention auf allen Ebenen, statt Reaktion und – schlimmstenfalls – Trauer! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Deswegen verstehe ich auch die Diskussion über die Frage nicht, ob man die Staatsbürgerschaft aberkennen soll oder nicht. Darüber gibt es keine Diskussion! (Beifall beim Team Stronach.) Jedem, der für den Islamischen Staat in diesen Heiligen Krieg zieht und Österreich den Rücken kehrt, gehört die Staatsbürgerschaft sofort aberkannt! Mein Zugang zu der ganzen Thematik ist: Prävention auf allen Ebenen, statt Reaktion und – schlimmstenfalls – Trauer! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Aber absolut problematisch sehen wir die Finanzierung der Steuerreform. Und wenn der Herr Vizekanzler gemeint hat, man müsse im Bereich des Steuerbetrugs nach einer mathematischen Formel vorgehen, da kann ich Ihnen sagen: Österreich ist nicht Griechenland! Wir haben anständige, ehrliche Unternehmer, und bei uns gibt es keine Steuerhinterziehung in dem Ausmaß wie in anderen Ländern. (Beifall beim Team Stronach.) Und die Formel, die Sie angewandt haben, war wahrscheinlich Pi mal Daumen, weil alle Experten sagen, dass die Finanzierung der Steuerreform auf Sand gebaut ist.
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.
Meine geschätzten Damen und Herren! Es ist höchst an der Zeit, endlich Reformen im Verwaltungsbereich durchzuführen. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.)
Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.
Wenn Sie sich im Bereich des Zuwachses bei der Verwaltung einen Deckel von 1,7 Prozent als Ziel setzen, dann sage ich Ihnen: Das ist kein ambitioniertes Ziel! Wir fordern einen Verwaltungsabbau, der jährlich 5 Prozent der Kosten reduziert. Das wäre eine Reform, die den Namen auch verdienen würde! (Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
meine geschätzten Damen und Herren, ist ein Wirtschaftsaufschwung. Das werden wir nur schaffen, wenn wir ein unternehmerfreundliches Umfeld haben; das heißt, wenn wir alles tun, dass junge Menschen bereit sind, selbständig zu werden, und nicht nur die Schikanen und die Kriminalisierung fürchten. Unser Ziel ist es, den Wirtschaftsstandort Österreich zu stärken. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
(Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn man es sich genau anschaut, dann ist es ja kein Zufall. Dass wir jetzt eine Steuersenkung haben, ist kein Zufall: Die Regierung betreibt Wählerkauf auf Wählerkosten! Genau so funktioniert das. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Ruf bei der SPÖ: Wann würden Sie es machen?
Das heißt, wenn wir sagen, der Bürger hat sich eine Steuersenkung verdient – und das hat er sich, um Gottes willen ja, das hat er sich, und zwar wirklich ... (Abg. Schieder: Jetzt kommt sie!) Genau! Nur muss sie zuerst verdient werden, und das wäre Ihre Aufgabe. Wenn Sie sagen: Jetzt kommt sie!, dann kommt sie zu früh, weil Sie normalerweise zuerst die Hausaufgaben machen müssten. Sie müssten all die Einsparungen machen, die diese Steuersenkung auch legitimieren, und zwar ohne neue Schulden, ohne neue Schulden! (Beifall beim Team Stronach. – Ruf bei der SPÖ: Wann würden Sie es machen?)
Beifall beim Team Stronach.
Es wird deshalb nicht besser, aber Sie müssen ihm eine Möglichkeit schaffen, in diesem Land überhaupt legal zu überleben, mit diesen Steuern, mit diesen Gesetzen, mit diesen bürokratischen Hemmnissen, gerade bei den Wirten! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach
Schauen Sie auch nicht auf die Konten der privaten Leute, wo vielleicht der Handwerker am Wochenende einmal aushilft, sondern schauen Sie dorthin, wo Sie auch wirklich hinschauen sollten, nämlich unter die eigene Bettdecke, denn dort tummeln sich die Leute, die tatsächlich reingreifen (Beifall beim Team Stronach), nicht nur in die Hosentasche der Bürger, sondern mittlerweile schon in die Unterhose der Bürger! So schaut es nämlich aus. (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn man sich anschaut, dass gerade die Arbeiter in den letzten 15 Jahren 17 Prozent an Kaufkraft verloren haben, dann sieht man: Da müssen wir tatsächlich etwas tun, und nicht auf Pump, sondern substanziell. Wie gesagt: Belästigen Sie nicht die Bürger, machen Sie in Ihrem Bereich endlich Ihre Hausübungen! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Dr. Georg Vetter (STRONACH): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine Herren Minister! Hohes Haus! Der demokratische Umbau der Republik in einen spätmarxistischen Arbeiter- und Bauernstaat geht munter weiter. (Beifall beim Team Stronach.) So könnte man diese Tarifreform bezeichnen, wenn man nicht der Regierung, nicht deren Propaganda und nicht den Ihnen nahestehenden Massenmedien folgen möchte.
Beifall beim Team Stronach.
lüftet werden. Und da das auch nicht fruchten wird, bleibt noch die Möglichkeit, bei der übernächsten Steuerreform alle Kundenkarten bei den Baumärkten unseres Landes für die Finanz einsehbar zu machen. Es soll sich niemand täuschen, diese Tarifkorrektur geht nur vordergründig gegen die Unternehmer, in Wirklichkeit aber gegen alle Bürger dieses Landes. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn diese als Steuerreform getarnten Umverteilungsmaßnahmen einen volkswirtschaftlichen Effekt haben werden, dann jenen, dass die Parallelwirtschaft weiter angekurbelt wird. Wenn die Regierung Faymann diesem Effekt mit der Einführung des Finanzpolizeistaates – Stichwort Registrierkasse, Abschaffung des Bankgeheimnisses, Perfektionierung der Überwachung – begegnen möchte, dann setzt der Hypo- und HETA-Staat einen weiteren großen Schritt im Kampf gegen das Eigentum seiner Bürger. (Beifall beim Team Stronach.) Richtig wäre es, sowohl die Steuern als auch die Abgaben massiv zu senken, den Hypo-Staat massiv zu verschlanken und den Bürgern mehr Freiheit zu geben. Mit dieser Steuerumverteilung ist die Chance vertan worden, die Steuer- und Abgabenquote signifikant zu senken.
Beifall beim Team Stronach.
Wir vom Team Stronach haben mit unserem 15 Milliarden-Steuersenkungskonzept die entsprechende Vorarbeit für eine echte Steuerreform gemacht. Das, was die Regierung Faymann hier als Steuerreform propagiert, ist in Wirklichkeit unbrauchbar. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Loacker und Strolz.
Wir, das ist ja kein Geheimnis, stehen der Zwangsmitgliedschaft sehr kritisch gegenüber. Wir glauben nicht, dass diese notwendig ist. Wir leben in einem Land, wo die Zwangsbeglückung sehr hohe Tradition hat. Als ich angefangen habe zu studieren, musste ich in der Österreichischen Hochschülerschaft Zwangsmitglied werden. Dann bin ich in der Kammer Mitglied geworden. Dann musste ich Sozialversicherung zahlen. Dann musste ich doppelt Sozialversicherung zahlen, obwohl ich nur einmal krank sein kann. Ich muss die ORF-Gebühren zahlen, und so weiter und so fort. Es ist schlicht und einfach eine natürliche Reaktion, eigentlich etwas, was jedem Demokraten inne sein sollte, diese Zwangsbeglückungen jedes Mal einzeln infrage zu stellen. Wer es ernst meint mit den Grund- und Freiheitsrechten, sollte sich immer wieder die Frage stellen: Brauchen wir das denn wirklich? (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Loacker und Strolz.)
Beifall bei Team Stronach und NEOS.
Apropos Zwangsmitglieder und Umlage: Es ist auch bezeichnend, dass die Beiträge für die Arbeiterkammer zum Beispiel nie auf dem Lohnzettel ausgewiesen werden, dass die immer bei den Sozialversicherungsbeiträgen irgendwie mitschwimmen. Es sind jeden Monat nur ein paar Euro, aber der Arbeitnehmer sieht es nicht. Im Sinne der Transparenz wäre es endlich an der Zeit, das extra auszuweisen. (Beifall bei Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Team Stronach und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich bin schon neugierig, ob wir, wenn das ähnlich weiter steigt wie von 700 Millionen € auf 1,9 Milliarden €, beim nächsten Mal dann bei 4 Milliarden € angelangt sind. – Danke. (Beifall bei Team Stronach und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten des Teams Stronach sowie des Abg. Schellhorn. – Zwischenrufe der Abgeordneten Peter Wurm, Obernosterer und Prinz.
Wir diskutieren ein Thema – das Thema Tourismus –, und der zuständige Minister, Herr Vizekanzler Mitterlehner, verlässt bei dieser Diskussion den Saal! Das zeigt eine nicht vorhandene Wertschätzung für eine Branche, die Arbeitsplätze sichert. (Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten des Teams Stronach sowie des Abg. Schellhorn. – Zwischenrufe der Abgeordneten Peter Wurm, Obernosterer und Prinz.) – Du kannst dich ja zu Wort melden, bitte! – Es geht um eine Branche, die für den ländlichen Raum von unglaublicher Bedeutung ist, und man ignoriert deren Ängste. (Abg. Obernosterer: Hast du mir nicht zugehört?)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Wöginger: So ein Blödsinn!
Das Ganze hat ein Limit. Der Baum braucht bis zur Hiebreife (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) – Herr Kollege, dir darf ich heute bei den Kinderthemen noch ein bisschen etwas zu den 4 000-€-Arbeitereinkommen erklären, aber jetzt sind wir bei der ökologischen Steuerreform. Das Ganze hat eine Grenze, denn in hundert Jahren ist dieser Baum hiebreif, und ich hoffe, dass eine Bundesregierung kommt, die noch bevor dieser Baum hiebreif ist, die ökologische Steuerreform umsetzt. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Wöginger: So ein Blödsinn!)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
In diesem Sinne bitte ich Sie wirklich, aus der Gesamtsicht des Tourismusstandortes Österreich diesen Fristsetzungsantrag zu unterstützen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Rädler.
Und wenn Sie dann hergehen und das Verhalten dieser Polizisten noch anprangern wollen, dass diese ihre Befugnisse überschritten hätten, dann ist das schamlos. Das ist abzulehnen. (Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Rädler.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Mein Cousin wohnt seit Längerem in Wien. Er hat mich vor ein paar Tagen angesprochen und sagte, er verstehe gar nicht, dass die Polizei noch Personalnachwuchs bekommt, wenn man von der Politik her so mit der Exekutive umgeht. Er hat gesagt, er wundere sich, dass sich das die jungen Leute noch antun. Ich möchte allen jungen Polizistinnen und Polizisten und angehenden Polizistinnen und Polizisten, aber auch den aktiven Polizistinnen und Polizisten meinen Dank aussprechen, dass sie sich diese „Hacken“ unter solch widrigen Bedingungen wirklich noch antun. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich möchte auch noch daran erinnern, dass ich einen Antrag für ein Exekutivdienstgesetz im Parlament liegen habe, für ein eigenes Exekutivdienstgesetz, das der Exekutive die Befugnisse und die finanziellen Möglichkeiten gibt, dass ihre Bediensteten mit dem Gehalt, das sie für diesen Job bekommen, den sie machen und wofür sie den Kopf hinhalten müssen, wie wir es hier gehört haben, auch anständig bezahlt werden. Das wäre das Mindeste, was wir hier alle miteinander für die Polizei und für unsere Sicherheit tun könnten. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ein weiterer Punkt, den ich ansprechen möchte und der auch den Waffenbereich und das Waffengesetz betrifft: Meines Erachtens wurde leider die Chance vertan, das Waffengesetz allgemein zu reformieren, also zu vereinfachen und zu verbessern, meine sehr geehrten Damen und Herren! Denn es liegt noch viel im Argen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Der zweite Punkt meiner Petition, die ich schon angesprochen habe, die übrigens sehr erfolgreich ist und schon über 6 000 Unterstützer hat – sie läuft noch bis 14. April und ist auf der Parlamentshomepage zu unterstützen –, beschäftigt sich eben mit dem leichteren Zugang zum Waffenpass, sodass jeder unbescholtene Bürger auch das Recht hat, einen Waffenpass zu bekommen. Selbstverteidigung muss ein Bedarfsgrund werden und einen Rechtsanspruch auf einen Waffenpass begründen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Weninger: Lass den Rudi Plessl in Ruhe!
Deswegen hat ja mein Antrag tatsächlich eine Berechtigung, denn ich habe sicher auch die Unterstützung der Exekutivbeamten draußen auf der Straße und in den Polizeiinspektionen, und deswegen bin ich sehr enttäuscht von dir, dass du diesem Antrag nicht zugestimmt hast. – Danke. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Weninger: Lass den Rudi Plessl in Ruhe!)
Beifall beim Team Stronach.
Frau Minister, wenn laut Sozialbericht die Familiengelder um 59 Prozent weniger als die anderen Sozialgelder gestiegen sind, dann kann man diesen Reformgeist bei Gott noch nicht spüren, und ich glaube, da gilt es unbedingt anzusetzen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich glaube, hier gilt es anzusetzen, um ordentliche Rahmenbedingungen zu schaffen, weil die Familie die wichtigste Zelle in unserem Staat ist. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich lade Sie alle ein: Gehen wir diesen Weg doch über alle Parteigrenzen hinweg gemeinsam! Genau so wie im Rahmen der Parlamentarischen Enquete, wo wirklich sachlich diskutiert wurde. Ich glaube, das ist die Aufgabe einer verantwortungsvollen Politik, und das ist das, was sich unsere Kinder und Jugendlichen von uns erwarten können und müssen! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Zum Antrag zur Valorisierung von Kinderbetreuungsgeldern: Wir wissen, wie weit wir hier und bei der Familienbeihilfe zurückhängen, obwohl es bei den Pensionen gemacht wird. Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, wir reden beim Kinderbetreuungsgeld von einem Rückstand von 18 Prozent und bei der Familienbeihilfe von 13 Prozent. Wenn wir dem gegenüber die laut Berechnungen des WIFO tatsächlichen Kosten eines Kindes pro Monat von 500 € gegenüberstellen, dann wissen wir, was hier geleistet wird: Je nach Kinderzahl und Erwerbstätigkeit der erziehenden Mutter sind das bis zum 17. Lebensjahr 110 000 bis 220 000 €. Dieses Geld, egal in welcher Form wir es in die Familien bringen, ist für den Staat immer ein positives Geld, es ist Geld für die Zukunft, für die wichtigste Zelle in unserem Staat. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir bitten um geschlossene Unterstützung. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 66
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Der Beginn des Lebens, speziell die frühe Schwangerschaft, ist heute in größter Gefahr. Wenn wir die Tendenzen der EU mit wachen Augen beobachten – den Estrela-Report, den Tarabella-Bericht –, sehen wir, dass die Abtreibung ein Menschenrecht werden soll. Das sind Dinge, die werden klar und offen im Europäischen Parlament diskutiert. Aus meiner Sicht ist das eine absurde und zynische Politik, die mit Menschenwürde und einer ethischen Tragbarkeit nichts mehr zu tun hat. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Gleichzeitig erfassen wir politisch völlig banale Daten, zum Beispiel wird an der Wiener Stadtgrenze durch Leuchttafeln den Pendlern die Radfahreranzahl pro Tag mitgeteilt. Das ist für den einen oder anderen eine sehr sinnvolle Geschichte, aber im Vergleich ist es aus meiner Sicht untragbar, wenn man diese Zahlen propagiert und andere Zahlen verschweigt. (Zwischenruf der Abg. Schwentner.) Das entspricht der österreichischen Kellermentalität: Alles, was uns nicht passt, drücken wir irgendwie weg, und irgendwann landen wir dann beim Herrn Fritzl in Amstetten! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Herr Abgeordneter, bitte, dieses Thema ist es wert, dass wir uns so darüber unterhalten, dass erstens die Zuseher uns folgen können und zweitens wir nicht die Würde des Hauses verletzen. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Danke schön. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Kolleginnen und Kollegen! Ich als Betroffener, der mit sechs Jahren am Schulanfang erleben musste, dass die Mutter zur Totalamputation der Brust ins Krankenhaus eingeliefert wurde, der weiß, was es heißt, keine gesunde Mutter zu kennen, der mit 49 Jahren die Schwester verloren hat, glaube: Wir sollten dieses Thema ein bisschen ernsthafter diskutieren und in keinster Weise daraus politisches Kapital schlagen! Da geht es tatsächlich um das Leben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Zu den Finanzausgleichen – Kollege Loacker hat es angesprochen –: Um im ländlichen Raum – das ist ganz wesentlich, wir haben dort die schlechteren Strukturen, weil der ländliche Raum durch die Entwicklung der letzten Zeit ausgedünnt wurde – die Mittel bereitzustellen, Kollege Auer greift das Thema immer wieder auf, muss im Vergleich zum urbanen Raum ein gerechter Finanzausgleich kommen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb, Frau Präsident, darf ich auch darum bitten, die Meinungsfreiheit der Redner gelten zu lassen, da es nur mit einer möglichst breiten Diskussion möglich ist, neue und faire Lösungen zu finden. Ich bitte um diese würdige Diskussion über die Würde des Lebens! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Es muss doch das Ziel eines Staates sein, gerade diese hoch qualifizierten Absolventen im Land zu behalten. (Beifall beim Team Stronach.) Diese Leute, diese Studierenden – egal, woher sie kommen – haben großes Potenzial, aber sie haben auch die Verpflichtung, nachdem sie eine exzellente Ausbildung in Österreich bekommen haben, einen Teil an den Staat zurückzugeben, in Form einer Steuerleistung und auch in Form von erworbenem Wissen. Deswegen appelliere ich, dass wir endlich gesetzliche Rahmenbedingungen schaffen, von denen beide Seiten profitieren, sowohl die Absolventen als auch der Staat.
Beifall beim Team Stronach.
Ausländische Studierende bekommen in Österreich eine exzellente Ausbildung, aber sie müssen, nachdem diese Ausbildung absolviert ist, auch einen Beitrag leisten, von dem der Staat einen Nutzen hat – und das ist im Moment nicht der Fall! (Beifall beim Team Stronach.) Im Moment sehe ich keinen Vorteil für Österreich. Im Gegenteil: Laut Wirtschaftsforschungsinstitut, WIFO, müsste zumindest die Hälfte der ausländischen Studierenden in Österreich bleiben, damit sich ihre Ausbildung für den Staat rentiert, und das ist, wie wir aus der Anfragebeantwortung gehört haben, nicht der Fall.
Beifall beim Team Stronach.
Langfristig werden wir aber nur dann profitieren, wenn diese Leute, diese hoch qualifizierten, gut ausgebildeten Absolventen, in Österreich bleiben, ihre Steuerleistung erbringen, ihr erworbenes Know-how einbringen und so für eine gute Versorgung der Menschen sorgen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Grillitsch: Wo hast du denn den Baum her?
Schauen wir lieber, dass wir die nationalen Stärken viel mehr herausarbeiten, die nationalen Chancen, und ich bin überzeugt, das wird in Ordnung gehen. – Danke und alles Gute! (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Grillitsch: Wo hast du denn den Baum her?)
Beifall beim Team Stronach.
Leichter lesbar wurde dieses Gesetz keinesfalls. Wenn mein Vorredner gemeint hat, dass die heutige Bestimmung wirklich leicht lesbar ist, dann glaube ich gerade ihm dies nicht. Ich meine nicht, dass er viel komplizierter denkt als ich, aber wenn ein Satz fünf Unterpunkte hat und in einem Punkt drei Schachtelsätze drinnen sind, müssen Sie den fünfmal lesen, um überhaupt zu verstehen, was da wirklich drinnen steht. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
zen, sehen wir es als Anlass, in Zukunft bessere Gesetze zu machen! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ, FPÖ und Team Stronach.
Selbstverständlich gibt es auch bei der Polizei Entlassungen – Entlassungen, wenn kein korrektes Verhalten vorliegt. Ja, selbstverständlich gibt es das bei der Polizei, denn auch bei der Polizei passieren Fehler. Aber selbstverständlich – und darum bitte ich – sollte jedem Politiker und jeder Politikerin klar sein, dass auch für diese Menschen die Unschuldsvermutung gilt wie für jeden anderen Bürger in Österreich – nicht mehr und nicht weniger. (Beifall bei ÖVP, SPÖ, FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, FPÖ und Team Stronach sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.
Ich wünsche Ihnen, liebe angehende Polizistinnen und Polizisten, nicht nur einen erfolgreichen Verlauf Ihrer Ausbildung, sondern auch, dass Sie in Ihrem schweren Beruf, den Sie nach der Ausbildung zu leisten haben, vor allem immer unbeschadet wieder vom Dienst nach Hause gehen können. – Herzlich willkommen! (Beifall bei SPÖ, ÖVP, FPÖ und Team Stronach sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen, Team Stronach und NEOS.
Aber ich glaube, dass wir gemeinsam froh sind, dass wir eine gut ausgebildete Exekutive, eine gut ausgebildete Polizei haben, auf die wir stolz sein können, und ich glaube, wir sind alle froh und glücklich, wenn die Angehörigen der Exekutive in ihrem Dienst unbeschadet bleiben, denn sie riskieren ihr Leben und ihre Gesundheit für die Öffentlichkeit, auch für uns, wie wir da sitzen, ganz abgesehen von der hohen zeitlichen Belastung. Daher steht es uns auch an, dass wir uns in so einer Diskussion auch bei der Exekutive bedanken. Ich tue es persönlich und namens meiner Fraktion. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP, FPÖ und Team Stronach. – Abg. Walter Rosenkranz: Das ist keine grüne Willkommenskultur! Da muss man sie vorher auf einen Kaffee einladen!
Wir müssen also aufpassen, dass wir in dieser sehr heiklen Diskussion nicht immer das Kind mit dem Bade ausschütten. Ich sage das in aller Klarheit. (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP, FPÖ und Team Stronach. – Abg. Walter Rosenkranz: Das ist keine grüne Willkommenskultur! Da muss man sie vorher auf einen Kaffee einladen!)
Beifall bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP, FPÖ und Team Stronach.
Aber die Schritte waren die richtigen, und ich glaube, wenn wir das mit Leben erfüllen, wenn wir hier eine saubere Kultur zustande bringen – und momentan glaube ich daran –, wenn das abläuft, dann ist das geregelt, rechtsstaatlich, menschlich und auch im Sinne unserer Polizistinnen und Polizisten. Ich möchte wirklich nicht den Eindruck erwecken, dass man eine Berufsgruppe ununterbrochen an den Pranger stellt. (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP, FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP, FPÖ und Team Stronach.
Ich möchte noch kurz und sachlich etwas zu euren Anträgen sagen. Wer die Praxis kennt, auch bei der Justiz, der wird mir da beipflichten: Mir sind verschiedene Behörden lieber als eine, denn bei einer läuft man wieder Gefahr, dass das passiert, was man jetzt zweimal versucht hat, uns zu unterstellen. Ich erinnere dich daran, Peter, dass du gesagt hast – zu Recht, und ich war auf deiner Seite –, was sich auf unseren Sportplätzen abspielt und dass es mittlerweile so ist, dass sich die Leute von den privaten Sicherheitsdiensten fürchten, weil ihnen die Randalierer sagen: Ich weiß, wo du wohnst, ich hole mir schon dich mit deinen Kindern und deiner Frau! Jetzt schreibe ich das drauf (der Redner zeigt auf seine Brust), und jeder weiß, wo er wohnt, welche Familie er hat (Abg. Brosz: Mit der Nummer?!) – und ich sage, die Familien unserer Polizistinnen und Polizisten haben genauso ein Recht, in Ruhe und sicher daheim wohnen zu dürfen. Das ist der Grund, weshalb ich dagegen bin und weshalb ich immer dagegen war. (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP, FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei ÖVP, FPÖ und Team Stronach.
Ich halte es, Herr Kollege Steinhauser, eben für falsch, dass man hier zu Generalverurteilungen der gesamten Polizei übergeht. Seien Sie mir nicht böse: Dass es bei 40 000 Festnahmen im Jahr, die unsere Polizistinnen und Polizisten in ganz unterschiedlichen, teils sehr gefährlichen Situationen für sie selbst vorzunehmen haben (Abg. Moser: Es gibt eh keine Generalverurteilung!), da und dort vielleicht unverhältnismäßig zugeht, das mag vorkommen, und das ist auch zu untersuchen. Das will weder jemand vertuschen, noch will jemand Untersuchungen hintanstellen, aber die zuständige Behörde ist dann eben nicht die Polizei, nicht das BMI, sondern sind die Staatsanwaltschaft und die Gerichte. Und wenn diese dann in vielen Fällen, meine Damen und Herren von den Grünen, zum Schluss kommen, dass eben keine Unverhältnismäßigkeit vorlag, sondern dass der Grundsatz der Ultima Ratio eingehalten worden ist, dann, meine lieben Damen und Herren von den Grünen, müssen Sie das in einem Rechtsstaat halt auch zur Kenntnis nehmen! (Beifall bei ÖVP, FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.
Prinzipien einfach zur Kenntnis zu nehmen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei ÖVP, FPÖ und Team Stronach.
Herr Kollege Pilz, ich habe das auch schon im Ausschuss zitiert, weil das für mich schon ein interessantes Indiz dafür ist, dass das ausreicht, dass das Einsehen der Dienstpläne samt Zeugenaussagen ausreichend ist, um Feststellungen vorzunehmen. Aber ich würde mir diese deutliche Position der Grünen einmal wünschen, wenn es um ein generelles Vermummungsverbot bei Demonstrationen geht. (Beifall bei ÖVP, FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ, FPÖ und Team Stronach.
Diesen Einsatz würde ich mir wirklich wünschen, denn irgendwie muss man bei der Entscheidung zwischen Gewalttätern und Rechtsstaatlichkeit schon auf der Seite des Rechts stehen und nicht auf der falschen Seite der Rechtsordnung. (Beifall bei ÖVP, SPÖ, FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei ÖVP, FPÖ und Team Stronach. – Abg. Brosz: Und über die anderen Fälle sollte man gar nicht reden!
Schade, dass es in dieser Debatte nicht ausschließlich bei diesem Satz geblieben ist. (Beifall bei ÖVP, FPÖ und Team Stronach. – Abg. Brosz: Und über die anderen Fälle sollte man gar nicht reden!)
Beifall bei FPÖ, ÖVP und Team Stronach.
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (FPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Eingangs: Herr Kollege Pilz, wir leben in einem demokratischen Rechtsstaat – und nicht in einem Pilz’schen Linksstaat, und darum haben wir uns auch keinem Pilz-Gericht in irgendeiner Form zu unterwerfen. (Beifall bei FPÖ, ÖVP und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ, ÖVP und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich als Kremser bin dafür dankbar, dass solchen Dingen ein Ende gemacht wird an dieser Adresse, in der Nähe des Bahnhofs, wo täglich Hunderte Menschen vorbeigehen, auch viele Kinder auf ihrem Schulweg. (Beifall bei FPÖ, ÖVP und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei FPÖ, ÖVP und Team Stronach.
Eines muss man auch sagen: Die Frau Innenminister hat gesagt, die Polizisten sind diejenigen, die den Kopf hinhalten, wenn das andere schon längst nicht mehr tun. Kollege Pilz ist derjenige, der für seine Äußerungen den Kopf nie hinhält (Abg. Rädler: Genau!), weil er sich immer hinter seiner Immunität verschanzt und versteckt! (Beifall bei FPÖ, ÖVP und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ, ÖVP und Team Stronach.
Herr Kollege Pilz, Sie haben zuerst den Generaldirektor für öffentliche Sicherheit zu einer Entschuldigung aufgefordert und gemeint, er hätte das nicht gemacht, aber Sie sind der Generalverdachtsdirektor der österreichischen Verunsicherung und der österreichischen Unsicherheit! (Beifall bei FPÖ, ÖVP und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ, ÖVP und Team Stronach.
Mich wundert ja, dass Sie in Ihrer billigen Gemeindewohnung überhaupt noch schlafen können, bei solch terroristischen Übergriffen der Polizei! Sie können ja gar kein Auge mehr zutun. Es wundert mich ja, dass Sie nicht überhaupt irgendwo anders Asyl begehren, wenn wir ein derartiger Polizeiterrorstaat sind, wo der Rechtsstaat versagt. Sie müssten ja auswandern, Sie müssten ja anderswo Asyl begehren, so wie Sie sich hier gebärden und so wie Sie hier Anschuldigungen in den Raum stellen! (Beifall bei FPÖ, ÖVP und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ, ÖVP und Team Stronach.
Ihre demonstrierenden Freunde dürfen vermummt sein – das ist die gleiche Behandlung, die Sie haben wollen. (Beifall bei FPÖ, ÖVP und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ, ÖVP und Team Stronach.
Und noch einmal bezüglich Krems: Justizanstalt Stein – die Vorwürfe sind alle haltlos gewesen, alle Verfahren sind eingestellt worden. Der Gefängnisarzt hat ein bisschen ein Problem gehabt, der ist mittlerweile schon entlassen worden, und da würde ich mir vielleicht anschauen, ob der tatsächlich vernachlässigt hat. Aber alle anderen, die Justizwachebeamten, die bei uns genauso eine harte Arbeit verrichten wie die Polizisten, denen Ihre Freunde mit Steinschleudern und Ähnlichem auf den Kopf schießen – bei Ihren Demonstrationen, zu denen Sie aufrufen –, die machen einen harten Job, und den machen sie für uns alle! (Beifall bei FPÖ, ÖVP und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine Damen und Herren, Herr Kollege Pilz hat ja auch hier geäußert (Abg. Schieder: Für das Protokoll: Innendienst!), dass er keine Pauschalverurteilungen machen möchte. Was macht er? – Er hat Pauschalverurteilungen gemacht, wir haben sie hier en masse gehört. (Abg. Moser: Da haben Sie nicht zugehört!) Es ist auch so, dass der Vertrauensindex betreffend die Exekutive sehr hoch ist – einer der höchsten – und betreffend die Politiker einer der niedrigsten, was auch mit Ihnen, Herr Pilz, zu tun hat. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach, ÖVP und FPÖ.
Herr Steinhauser hat hier gesagt, die Leute werden wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt angezeigt. – Ja, logisch. Wenn ich gegen die Staatsgewalt vorgehe und wenn ich die Polizisten mit Füßen trete, beiße oder schlage, dann ist es ja logisch, dass ich eine entsprechende Anzeige bekomme. Oder was sollen wir machen, sollen wir diese Personen streicheln und uns entschuldigen, Herr Pilz? Ich glaube, so kann es nicht gehen. (Beifall bei Team Stronach, ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Welche Alternative haben wir? – Den Pfefferspray, den Teaser, der sicher nicht angenehm ist, oder die Schusswaffe. Das wären die Alternativen. Wenn Sie das lieber haben, dann sagen Sie es! (Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.
Denn im Ausschuss und anderswo, beispielsweise auch in Aussendungen, gibt es eben permanent diesen Generalverdacht. Man hat schon fast den Eindruck, dass es bei Ihnen notorisch ist, permanent auf die Polizei loszugehen, Polizeibeschimpfungen zum Besten zu geben, untergriffig zu sein und einen Generalverdacht auszusprechen. Jeder, der eine Uniform anhat, ist automatisch ein Gewalttäter. Dieser Hass, der da offenbar von Ihnen gegenüber Polizeibeamten so oft zum Ausdruck kommt, nimmt fast schon pathologische Züge an. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.
Polizeibeamten, dann gibt es den Rechtsstaat, der die Ermittlungen vornimmt. Es gibt die Staatsanwaltschaft und die unabhängigen Gerichte, die das dann auch einem unabhängigen Rechtsstaat entsprechend zu bewerten haben und ihre Entscheidungen treffen. Aber akzeptieren Sie dann bitte diese unabhängigen Gerichtsentscheidungen, und tun Sie nicht so, als wären Sie der Staatsanwalt und Richter in einem, der dann versucht, das außer Kraft zu setzen! Das ist die Ungeheuerlichkeit. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Genau dort, wo es Widerstand gegen die Staatsgewalt gibt, muss sich der Polizeibeamte auch schützen und eben gewalttätig gegen Verbrecher, gegen Kriminelle vorgehen. Ja, das ist seine Aufgabe, damit nicht auch andere verletzt werden und niemand zu Schaden kommt. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Gerade bei Demonstrationen, wo viele Ihrer Kollegen und auch Sie zugegen sind, gibt es Vermummte und auch Gewalttätigkeiten gegen Polizeibeamte, wo ich oftmals vermisse, dass diese auf das Schärfste verurteilt werden. Ich vermisse auch, dass man sich von Ihrer Seite auch für ein Vermummungsverbot ausspricht, wie es heute auch zu Recht angesprochen wurde. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Dann haben zuerst einmal zwei, dann drei, dann vier, dann fünf Beamte den am Boden festgehalten, um den Gewalttäter eben zu beruhigen, damit es nicht zu Verletzungen kommt, bis es dann auch zu einer geordneten Festnahme kommen konnte. Das wird dann immer so dargestellt, als wäre das übermäßige Gewalt gewesen, et cetera. – Nein, da ist keine übermäßige Gewalt angewandt worden, sondern das war ein mutmaßlicher Täter, der fürchterliche Dinge gemacht hat und vielleicht noch weiteres Fürchterliche gemacht hätte, wäre er nicht daran gehindert worden. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Und ich kann es nur immer wieder betonen: Das ist nicht korrekt! Das ist teilweise echt schäbig! Denn ich sage, im Zweifel sollte man immer aufseiten der Exekutivbeamten sein, die tagtäglich ihr Leben, ihre Gesundheit für uns alle riskieren, um letztlich unsere Sicherheit zu gewährleisten, und das nicht unter tollen Rahmenbedingungen. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
So gesehen denke ich, die Polizei hat Besseres verdient als einen Peter Pilz, der dann noch vorgaukelt, hinter ihr zu stehen, obwohl er genau das Gegenteil zum Ausdruck bringen will. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Und wenn man dann noch hört, dass man so im Stich gelassen wird, dann ist das nicht unbedingt die Motivation im Kampf gegen das Verbrechen, wobei gerade Wien ein Hot Spot ist mit Rekordkriminalitätsentwicklungen, wo Kinder und Jugendliche oftmals von Jugendbanden mit Messern bedroht werden, von Gewalttätigen niedergeschlagen werden, was heute in der Stadt leider an vielen Ecken und Enden gang und gäbe ist, auch vor Diskotheken vorkommt. Ja, das ist leider so. Schauen Sie sich einmal die Realität an! Schauen Sie sich einmal an, wie viele Jugendliche grundlos niedergeschlagen werden, einen Nasenbeinbruch, Kieferbruch haben oder niedergestochen werden, weil Handys gefladert werden. Das müssen Junge schon miterleben, und Exekutivbeamte müssen so etwas in Zukunft verhindern. Ich sage, größten Respekt, wir stehen hinter der Exekutive! (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Abgeordneter Rouven Ertlschweiger, MSc (STRONACH): Geschätzte Frau Präsidentin! Werte Frau Bundesministerin! Ich kann mich den Worten meines Vorredners HC Strache nur anschließen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.) Strache hat die Dinge wirklich auf den Punkt gebracht und gesagt, was schon viel, viel früher hätte gesagt werden können.
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Meine Damen und Herren, ich beneide unsere Beamten nicht um ihren Job! Wir haben es heute gehört: Sie müssen ihren Kopf tagtäglich hinhalten, sie bekommen die Schläge, nicht wir. Wir sitzen erste Reihe fußfrei, Kollege Pilz, und Sie stellen sich hierher und diffamieren einen ganzen Berufsstand. Das ist nicht in Ordnung! (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach sowie des Abg. Hofinger.
Was mir heute schon ein bisschen gefehlt hat – wenn Sie es ehrlich meinen würden, dann müssten Sie auch beide Seiten der Medaille ein bisschen betrachten –: Es kann wohl sein, dass es Übergriffe vonseiten der Polizei gibt. Aber wie viele Übergriffe müssen sich denn die Polizisten gefallen lassen? – Das haben Sie nämlich heute überhaupt nicht zur Sprache gebracht! (Beifall bei FPÖ und Team Stronach sowie des Abg. Hofinger.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Rädler: Ja, Herr Pilz!
Oder reden wir darüber, wie viele Beamte bei diesen Einsätzen verletzt werden! Reden wir darüber, dass es beispielsweise einen Beamten gegeben hat, der im Zuge des Einsatzes im Zusammenhang mit dem letzten Akademikerball im Jänner 2015 von Ihren linken Freunden so schwer verletzt wurde, dass er jetzt dienstunfähig ist! Darüber sollten wir auch reden! (Beifall bei FPÖ und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Rädler: Ja, Herr Pilz!)
Beifall bei FPÖ, ÖVP und Team Stronach.
In diesem Sinne kann ich Ihre Kritik an der Frau Innenminister überhaupt nicht verstehen, dass Sie gesagt haben: Sie stellen sich vor Ihre Beamten! – Frau Kollegin Korun, ich wäre entsetzt, würde die Innenministerin nicht hinter ihren Beamten stehen. Das ist nämlich ihre Aufgabe als Ministerin! (Beifall bei FPÖ, ÖVP und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Marcus Franz (STRONACH): Herr Präsident! Frau Minister! Hohes Haus! Herr Kollege Pilz, ich kann Ihnen den Vorwurf nicht ersparen: Mit Ihrer Dringlichen Anfrage betreiben Sie eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.) Was Sie machen: Mit dem Generalverdacht und mit dieser pauschalen Abqualifizierung – die Sie euphemistisch nur als Einzelfallkritik darstellen – schwächen Sie die Polizei!
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Das ist genau der Weg der Aushöhlung der Staatsgewalt – indem man sublim oder auch offen, mit hetzerischem Verweis auf Einzelfälle, mit Pauschalverunglimpfungen agiert, die man dann wieder reduziert und zurücknimmt, immer hin und her, eine Wasch-mich-und-mach-mich-nicht-nass-Taktik. Indem man so vorgeht, betreibt man das Schlimmste, was es gibt, nämlich Reputationsschädigung und Rufmord. Und das, glaube ich, ist der Weg, den Sie eingeschlagen haben. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie des Abg. Rädler.
Man muss die Kirche im Dorf lassen, wenn man schon diese Fälle kritisiert. Es gibt Fälle, die kritikwürdig sind, das ist überhaupt keine Frage, das gibt auch jeder Polizist, der sich ein bisschen auskennt – und die meisten kennen sich sehr gut aus –, sofort zu; es gibt diese Fälle. Nur, wir haben 23 000 Polizeibeamte im Land und Sie haben jetzt zehn Fälle hervorgezogen, das sind ungefähr 20 betroffene Polizisten, das ist nicht einmal ein Promille der gesamten Polizei. Das heißt, 999 Polizisten von 1 000 machen ihren Job sehr gut, und Sie greifen alle an. Das halte ich für extrem unfair. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie des Abg. Rädler.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Wenn Sie schon etwas tun wollen für die Polizei, dann müssen Sie hier gemeinsam mit uns daran arbeiten, dass wir die Arbeitsbedingungen der Polizisten verbessern, und nicht auf die Polizisten hinhauen, die draußen ihren Kopf für uns hinhalten. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie des Abg. Rädler und Oh!-Rufe bei der FPÖ.
Es ist, glaube ich, die Aufgabe des Nationalrates, sich in aller Ruhe – Beate Meinl-Reisinger hat es schon gesagt – sachlich anzuschauen, worum es wirklich geht, worin die Problematik liegt, und dann zu handeln, und nicht in einer populistischen Art und Weise, die offenbar Ihrer anarchistisch-marxistischen Grundtendenz entspricht, die Polizei allgemein zu verunglimpfen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie des Abg. Rädler und Oh!-Rufe bei der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Hafenecker: So ist er! – Abg. Plessl: Das sind ja keine Dienststellen! Die Dienststellen, wer die geschlossen hat, das wissen wir eh!
Noch ein letztes Wort – um nicht zu lang zu werden zu dieser vorgeschrittenen Stunde – zum Kollegen Plessl: Alles richtig, was Sie sagen, oder fast alles richtig. Aber ich habe gerade vernommen, gestern waren Sie gegen eine Vermehrung der Polizeidienststellen, heute stellen Sie sich hierher und verlangen eine Vermehrung der Polizeidienststellen! Da hätte ich auch gerne eine Klarstellung. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Hafenecker: So ist er! – Abg. Plessl: Das sind ja keine Dienststellen! Die Dienststellen, wer die geschlossen hat, das wissen wir eh!)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
Das, was der Kollege Pilz soeben gemacht hat, ist eine Vernaderung. Das hat der gesamte Sicherheitsapparat nicht verdient! (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Weninger.
In diesem Sinne bitte ich um Coolness und wirkliche Abkühlung dieser überhitzten Diskussion, in der Sie versuchen, die Sicherheit und die Sicherheitsbeamten zu diskreditieren. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Weninger.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Team Stronach. – Zwischenruf der Abg. Moser.
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Kollege Pilz! Nett, dass Sie mich heute gelobt haben! Ich befürchte, es war heute Lob von der falschen Seite, meine Damen und Herren. Denn, Herr Kollege Pilz: Man kann diese Debatte dann führen, wenn man sie differenziert führt. So, wie die Grünen diese Debatte heute geführt haben, kann man sie nicht führen. Das möchte ich Ihnen sehr klar sagen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Team Stronach. – Zwischenruf der Abg. Moser.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Team Stronach.
Nehmen Sie den Rechtsstaat zur Kenntnis, Herr Dr. Pilz! (Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.
und klar alle Fakten auf den Tisch gelegt zu bekommen, um nicht in Zukunft immer und immer wieder von Herrn Pilz anhand von Einzelfällen herausgezerrt und vorgeführt zu werden, obwohl es keine Ansätze irgendeiner gerechtfertigten Verdächtigung gibt. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.
Ich erlaube mir auch, zu sagen, wie ich Herrn Abgeordneten Pilz in den letzten Jahren hier kennengelernt habe. Sie versuchten hier auch heute, auf die Tränendrüse zu drücken, bei möglicherweise auch – wie Sie schildern – harten Einzelfällen. Aber es nimmt Ihnen doch hier und auch zu Hause vor den Bildschirmgeräten kein Mensch ab, dass Sie sich mit dem Schicksal dieser Personen, die auch heute anwesend waren, auseinandergesetzt haben. Sie benutzen doch diese Menschen und diese Fälle nur dazu, um die Exekutive als Ganzes schlechtzureden und schlechtzumachen. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach. – Anhaltende Zwischenrufe der Abg. Musiol.
Und das sind auch die Personen, die hier heute herauskommen und nichts Besseres zu tun haben, als pauschal gegen die Sicherheitsexekutive zu wettern. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach. – Anhaltende Zwischenrufe der Abg. Musiol.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach. – Abg. Strache: Wo ist die Entschuldigung?
Diese Verfahren sind alle eingestellt worden, gegen diese Personen liegt nichts vor. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach. – Abg. Strache: Wo ist die Entschuldigung?)
Neuerlicher Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Rädler.
Bis heute ist Herr Abgeordneter Pilz hier nicht herausgekommen und hat nicht die Größe gezeigt – wundert mich ja nicht –, sich hier bei diesen Personen, bei ihrem familiären Umfeld und bei ihren Freunden dafür zu entschuldigen, dass er eine Rufschädigung versucht hat. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Rädler.) Und das tut Pilz – wie immer! – unter dem Deckmantel der Immunität. Unter dem Deckmantel der Immunität lässt es sich im Klub der Grünen locker leben.
Beifall bei FPÖ, ÖVP und Team Stronach.
Was bleibt von der heutigen Dringlichen Anfrage des Herrn Abgeordneten Pilz übrig? (Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.) – Dass die Grünen sicherlich nicht die Fraktion sind, sicherlich nicht die Partei sind, die für die Sicherheitsinteressen in dieser Republik steht. – Danke schön. (Beifall bei FPÖ, ÖVP und Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach, ÖVP und FPÖ.
Abgeordneter Dr. Georg Vetter (STRONACH): Herr Präsident! Frau Minister! Hohes Haus! Es ist natürlich die Aufgabe der Opposition, Fehler aufzuzeigen. Aber es ist nicht die Aufgabe der Opposition, Fehler von anderen auszunützen, um die eigene Staatsskepsis auszuleben und die Regierung pauschal anzuschütten. (Beifall bei Team Stronach, ÖVP und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Die Polizei schützt uns alle. Sie schützt uns auch gerade jetzt vor den Toren dieses Parlaments, damit wir genau diese Diskussion in Freiheit führen können, auch wenn es um die Leute geht, die uns dort draußen schützen. Wenn wir hier pauschal den Eindruck erwecken, dass wir nicht zur Polizei stehen (Abg. Moser: Das stimmt ja nicht!), dann schaden wir uns allen, denn wir alle sind der Staat und die Polizei verkörpert dieses Zwangsmonopol, das wir ihr gegeben haben, damit wir nicht die Mafia auf den Straßen haben, damit dieser Staat geordnet ist, damit wir in Frieden leben können. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach, ÖVP und FPÖ.
wenn sie Fehler macht – die wir genauso machen, meine Damen und Herren! – Danke schön. (Beifall bei Team Stronach, ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Team Stronach.
Auch wenn wir nicht einer Meinung sind, auch wenn nicht immer sachlich diskutiert worden ist, aber endlich ist einmal Stellung bezogen worden, indem wir sagen: Es ist unsere Polizei. – Und wir stehen zu dieser Polizei, liebe Kolleginnen und Kollegen! Geben wir der Polizei das Gefühl, dass wir ein Ganzes sind! Ich glaube, sie hat es sich verdient. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Team Stronach.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, FPÖ und Team Stronach. – Rufe bei der SPÖ: Genau! Bravo!
Ich meine, dass wir ausgehend von dieser Diskussion, bei allem Verständnis – aber ich will mich nicht wiederholen, jeder einzelne Fall, der passiert, ist zu viel –, sagen können, wir alle – wir sind, wie gesagt, ein Teil des Rechtsstaates, wir haben ein Disziplinarrecht, wir haben ein Verwaltungsstrafrecht, wir haben das Strafrecht – haben uns an diese demokratischen Grundprinzipien zu halten, und wir stehen gemeinsam – und ich glaube, hier für die Mehrheit des Hauses zu sprechen – zu unseren Polizistinnen und Polizisten! (Beifall bei SPÖ, ÖVP, FPÖ und Team Stronach. – Rufe bei der SPÖ: Genau! Bravo!)
Sitzung Nr. 68
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (fortsetzend): Ich sage Ihnen auch das Ergebnis dieser Diskussionen: Wir wissen, dass Rauchen ungesund ist, das steht außer Frage, aber wir stehen für Eigenverantwortung und Selbstverantwortung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir sind für Selbstbestimmung und Selbstverantwortung der Bürger! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren, ich weiß schon, Nichtraucherschutz ist ein ganz wichtiger Aspekt. Aber wenn geraucht wird, dann sind in vielen Fällen ganz automatisch auch Nichtraucher betroffen. Das heißt, wenn ich in der Gastronomie das Rauchen verbiete und der Raucher hinausgeht und draußen raucht und darüber liegend eine Wohnung ist, dann sind die Bewohner halt dort oben davon betroffen. Tun wir doch nicht so, als würden wir das Problem mit Verboten aus der Welt schaffen! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Geschätzte Kollegin, natürlich wissen wir, Rauchen ist ungesund, aber ich möchte gerne wissen, wie viele Bürger wegen Fettleibigkeit sterben, Bluthochdrucks (Abg. Strache: Abgase!), Abgase und Sonstigen. Wir können das Thema „ungesundes Leben“ doch nicht auf einen einzigen Punkt reduzieren. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.) Die Freiheit der Bürger muss im Vordergrund stehen, die Selbstbestimmung – und nicht die Entmündigung durch die Regierungsparteien!
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Es kann nicht sein, dass derjenige, der die Auflagen ausführen muss, Tausende Euro investieren muss, am Ende des Tages aber auf diesen Investitionen sitzenbleibt und der Staat frei nach dem Motto: „Außer Spesen, nichts gewesen!“ reagiert. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Meine geschätzten Damen und Herren! Wir wollen Rechtssicherheit, wir wollen Selbstbestimmung der Bürger und die Wahlfreiheit der Bürger. Das ist uns vom Team Stronach wichtig. – Ich danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.
Als liberaler Mensch und als Unternehmer muss ich eine liberale Gesinnung an den Tag legen, auch wenn mir bewusst ist, dass das gesundheitspolitisch nicht wahnsinnig klug ist: Es ist noch immer die freie Entscheidung eines Unternehmers, ob sein Lokal ein Raucherlokal sein soll oder nicht. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Vavrik.
Kollege Matznetter stellt sich her, hält eine Anti-Raucher-Rede, und das Erste, was er danach macht, ist, ins Raucherzimmer nach hinten zu stürmen. Meine Damen und Herren, hinten im Raucherkammerl stehen die Abgeordneten Krainer, Kucher, Weninger und rauchen selber. Was ist das für eine Diskussion? (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.) Da müssen wir es auch verbieten, dass wir im Parlament rauchen, meine Damen und Herren, nicht nur in den Lokalen! (Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Vavrik.) Da müssen wir es auch im Parlament verbieten und mit gutem Beispiel vorangehen. (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.) – Sie können sich nachher gerne melden.
Beifall beim Team Stronach.
Um jetzt zur Sache zu kommen: Ich glaube, dass die alte Regelung sinnvoll war. Die Wirte haben die Auflagen erfüllt – wir haben heute gehört, über 100 Millionen € wurden in die Umbaumaßnahmen investiert –, und das funktioniert. Ich muss sagen, ich persönlich bin ein Nichtraucher, und ich fühle mich in einem Lokal auch wohl, wenn nicht geraucht wird. Ich habe aber kein Problem damit, wenn geraucht wird, denn es obliegt ja mir, ob ich dieses Lokal besuche oder ob ich es nicht besuche. So gesehen glaube ich, dass man es den Wirten freistellen muss, ob sie ihr Lokal als Raucherlokal deklarieren oder als Nichtraucherlokal. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Vavrik.
Weil wir schon bei der Scheinheiligkeit waren: Es ist doch tatsächlich eine Diskussion über die Legalisierung von Cannabis entbrannt! Es gibt eine Diskussion über die Legalisierung von Cannabis, und in den Lokalen verbieten wir das Rauchen! – Was müssen sich die Leute da denken? Was ist das für ein Zeichen für die Jugend? Was denken sich Jugendliche? Auf der einen Seite wird Cannabis vielleicht legalisiert, und auf der anderen Seite darf ich nicht rauchen, wenn ich in ein Lokal gehe! – Also ich finde das echt scheinheilig. (Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Vavrik.)
Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Vavrik.
Also ich glaube, diese Bevormundungspolitik bringt uns nicht weiter. Wir müssen die Menschen zu mehr Eigenverantwortung animieren, und dann, glaube ich, kann man diese Diskussion auch sachlich führen – aber bitte führen wir sie sachlich und nicht so scheinheilig! Deswegen wäre ein Rauchverbot im Parlament ein gutes Zeichen, dass man mit gutem Beispiel vorangeht. – Danke sehr. (Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Vavrik.)
Beifall beim Team Stronach.
Ihre Strategie ist ganz einfach: Sie machen Oppositionspolitik hier am Rednerpult, damit die Leute glauben, die ÖVP, die haben das eh verstanden, die wissen eh, was zu tun ist. Aber Sie blockieren und verhindern und betreiben letztlich Wählerkauf auf Wählerkosten. (Beifall der Abg. Dietrich.) Das machen Sie! Sie kaufen die Wähler auf Wählerkosten (Rufe bei der ÖVP: Von Wählerkauf brauchst du nicht zu reden! Das machen Sie!), indem Sie alles lassen, wie es ist, das Geld sozusagen umverteilen, um dann mit Zuckerln die Leute davon zu überzeugen, dass man Sie wählt, dass man euch wählt. (Abg. Auer: Bei euch sind die Mandatare gekauft worden! – Abg. Wöginger: Wer hat denn dich gekauft?) Genau das ist das Problem! Das heißt, Sie machen – und ich sage es noch einmal; man kann es nicht oft genug sagen – Wählerkauf auf Wählerkosten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Und ich sage Ihnen: Das entscheiden wir aufseiten des Ausschusses! Wir, der Ausschuss, sagen Ihnen, was wir sehen wollen, und nicht umgekehrt! (Beifall beim Team Stronach.) Genauso soll es nämlich laufen. Und wenn es Ihnen ernst ist mit der Aufklärung und wenn Sie es wirklich ehrlich meinen, damit die Schuldigen dingfest zu machen – auch wenn es vielleicht bei den Eigenen einige trifft, aber wenn Sie es wirklich ehrlich meinen –, dann schicken Sie uns ordentliche Akten, wo wir auch schauen können, wer Verantwortung trägt! Dann können wir auch die politische Verantwortung klären, und dann meinen Sie es ehrlich mit Aufklärung und mit Transparenz.
Beifall beim Team Stronach.
Diesen Mut, den wünsche ich mir, und ich hoffe, Sie haben ihn auch. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Jakob Auer, was hier aber passiert, ist – und das ist ein Faktum –, dass Sie seit 53 Jahren – und du bist seit 30 Jahren in diesem Parlament, glaube ich, du machst dabei seit 30 Jahren mit – Steine in den Rucksack dieser Leute legen. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei ÖVP, Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS.
Bundesminister für Finanzen Dr. Johann Georg Schelling: Herr Präsident! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der Ministerrat hat gestern diesen Finanzrahmen beschlossen. Er ist heute bereits zur Diskussion im Parlament. Ich danke allen Vorrednern für die wunderbaren Vorschläge, selbst dem Herrn Rossmann – das habe ich von Ihnen als sehr geschätztem Wirtschaftsforscher eigentlich nicht erwartet, dass Sie auch von Unfug reden, denn Sie sind offensichtlich der Einzige, der bereit ist, in eine Retropolitik einzusteigen, nämlich nach dem Motto: Gebt mehr Geld aus, ist eh wurscht! – Ich glaube daher, das ist kein Zugang. (Beifall bei ÖVP, Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
für die Kriegsflüchtlinge, die nach Österreich kommen, deutlich erhöhen. Das ist so, und es ist unsere Pflicht, dass wir uns auch dazu bekennen. Darüber gibt es überhaupt keine Diskussion. Wir haben das eingetaktet. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Wissen Sie, warum ich Ihnen das erzählen kann? – Weil dieselbe FIMBAG, die das Managementgespräch geführt hat, uns den ganz gleichen Akt öffentlich geschickt hat, also nicht öffentlich, sogar vertraulich. Das kann ich hier (der Redner hält einige Seiten eines Ausdruckes in die Höhe) lesen: was Ihre Beamten geschwärzt haben! Ich sage Ihnen: Das ist wirklich ein Skandal! Ich verwende diesen Begriff in letzter Zeit ja seltener, aber das ist wirklich ein Skandal. So geht es nicht! (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Heiterkeit bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Deshalb werden wir diese schwarze Rückfallstäterei nicht mehr zulassen! Wie bei Grasser, wie bei Molterer: Es geht immer gleich weiter. Oder von wem wollen Sie denn erklären, dass er es war? – Die (in Richtung FPÖ weisend) waren doch immer schuld, die Brandstifter. Der Haider hat die Akten geschwärzt – auf diese Antwort warte ich noch! (Heiterkeit bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.) – Es waren Ihre Beamten, Herr Bundesminister! Es hilft Ihnen nichts, wenn Sie behaupten, Sie haben diese weisungsfrei gestellt. Sie müssen eine Weisung erteilen, dass sie korrekt vorgehen – so wie im Übrigen der Herr Justizminister. (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Deshalb werden wir diese schwarze Rückfallstäterei nicht mehr zulassen! Wie bei Grasser, wie bei Molterer: Es geht immer gleich weiter. Oder von wem wollen Sie denn erklären, dass er es war? – Die (in Richtung FPÖ weisend) waren doch immer schuld, die Brandstifter. Der Haider hat die Akten geschwärzt – auf diese Antwort warte ich noch! (Heiterkeit bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.) – Es waren Ihre Beamten, Herr Bundesminister! Es hilft Ihnen nichts, wenn Sie behaupten, Sie haben diese weisungsfrei gestellt. Sie müssen eine Weisung erteilen, dass sie korrekt vorgehen – so wie im Übrigen der Herr Justizminister. (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Grünen und Team Stronach
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (fortsetzend): Das ist überhaupt nicht richtig! Das ist genau der Tagesordnungspunkt (Beifall bei Grünen und Team Stronach), weil nämlich die Aufklärung der Umgänge mit dieser Bank in den nächsten Jahren dazu führen soll, dass sich unsere Banken nicht wieder so schnell um unser Steuergeld anstellen müssen – das ist doch der ganze Untersuchungsgegenstand! Was glauben Sie denn? (Zwischenruf des Abg. Hammer.)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Im Übrigen: Die „kleine“ Beamtin unten ist beauftragt worden, die Akten zu übermitteln. Wir haben ja schon recherchiert, wie es in Ihrem Ministerium zugeht! Machen Sie dort Ordnung, denn es ist jedenfalls gegen jeden Geist der Reform, wie Sie das angegangen sind. (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Heiterkeit und Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS. – Abg. Neubauer: Als Parteiprogramm!
Herr Mitterlehner kann daher gleich in die Präambel Ihres neuen Parteiprogramms schreiben, und zwar 100 Mal: Ich darf die Akten nicht schwärzen. – Das wäre doch ein Vorschlag. Da können Sie es sogar 99 Mal schwarz durchstreichen, dann steht es noch immer ein Mal da! (Heiterkeit und Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS. – Abg. Neubauer: Als Parteiprogramm!)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS. – Abg. Rädler: Eine Angst könnte man kriegen! – Ruf bei der ÖVP: War das das Finanzrahmengesetz?
Ich darf Ihnen versichern, dass es gleichzeitig sehr viele Akten aus dem Finanzministerium gibt, die auch das Bankgeheimnis betreffen, die nicht geschwärzt sind. Machen Sie sich also einmal eine gescheite Regel! (Abg. Eßl: ... Bundesfinanzrahmengesetz?!) Machen Sie das Vernünftige und Richtige! Sie haben Zeit bis morgen Abend, andernfalls sehen wir uns im Untersuchungsausschuss. (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS. – Abg. Rädler: Eine Angst könnte man kriegen! – Ruf bei der ÖVP: War das das Finanzrahmengesetz?)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.
Ich sage immer wieder – die gemäßigte Sozialdemokratie ist da bei der ÖVP zu Hause –: Es geht nicht darum, dass die Regierung mehr Geld hat, wenn man spart, sondern dass den Leuten mehr Geld bleibt! Das ist das Wichtige am Sparen. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.) Wenn ich es etwas lyrisch formulieren darf und vor dem Hintergrund einer bereits stattgefundenen Metamorphose eines Jungmarxisten zum Neokapitalisten: Steuern runter macht Bürger munter. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich sage immer wieder – die gemäßigte Sozialdemokratie ist da bei der ÖVP zu Hause –: Es geht nicht darum, dass die Regierung mehr Geld hat, wenn man spart, sondern dass den Leuten mehr Geld bleibt! Das ist das Wichtige am Sparen. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.) Wenn ich es etwas lyrisch formulieren darf und vor dem Hintergrund einer bereits stattgefundenen Metamorphose eines Jungmarxisten zum Neokapitalisten: Steuern runter macht Bürger munter. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Allerdings kann den interkontinentalen Migrationsströmen des 21. Jahrhunderts aktuell angesichts der Katastrophe im Mittelmeer durch wissenschaftliche Analysen wenig entgegengesetzt werden. Die internationale humanitäre Krise in Afrika, die Kriege in Libyen, Irak und Syrien, die grauenhaften Schicksale verzweifelter Flüchtlinge nehmen seit Jahren an Dramatik zu. Es kann nicht mehr damit getan sein, nur zu diskutieren, zu verhandeln und legislativ zu steuern zu versuchen, wir müssen vielmehr rasch all jene Aktionen setzen und die dafür erforderlichen politischen Beschlüsse fassen, um das beinahe schon tägliche Ertrinken von Bootsflüchtlingen im Mittelmeer zu unterbinden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich habe das schon in einer früheren Rede erwähnt: Absolut bemerkenswert ist die Politik Australiens. „NO WAY“ signalisiert allen von vorneherein deutlich, dass nur legal beantragte Aufnahme möglich ist. Erfolg der Kampagne ist, dass der gesamte australische Kontinent keine ertrunkenen Flüchtlinge zu beklagen hat. Das ist ein offener, klarer Weg, sicher nicht von allen unterstützt, aber er schont Menschenleben. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Cap und Karlsböck.
Diese beiden Maßnahmen halten wir für die wichtigsten und die effizientesten Lösungsansätze in Anbetracht dieser humanitären Katastrophe. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Cap und Karlsböck.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie des Abg. Prinz.
Menschen draußen auch einmal wissen! – Danke. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie des Abg. Prinz.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Kitzmüller.
Wir sind auch dafür, dass Sonderberichterstatter des UN-Menschenrechtsrates Zugang erhalten und die Menschenrechtssituation in den betreffenden Gebieten überwachen. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Kitzmüller.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, Grünen und Team Stronach.
Ich habe allerdings den Eindruck, dass einige meiner Vorredner die Situation in dieser schwierigen Region Nordafrikas nicht genau kennen oder, so wie es Kollege Hübner gemacht hat, die Situation von über hunderttausend Flüchtlingen, die, von den marokkanischen Besatzungsmächten vertrieben, seit mehr als 35 Jahren in der prallen Sonne mitten in der Sahara in Flüchtlingslagern leben, relativieren. Menschliches Leid ist nicht relativierbar, liebe Kolleginnen und Kollegen! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, Grünen und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Ruf bei der SPÖ: Glühbirne!
Bei der Steuerreform haben wir gerade 4,9 Milliarden € für eine Steuersenkung verschenkt, die bei manchen nur 40, 50, 60 € im Monat ausmacht. Es wäre viel gescheiter gewesen, ein paar hundert Millionen auf die Seite zu nehmen und in die Bildung zu stecken, denn dort wäre das Geld wirklich gut aufgehoben. (Beifall beim Team Stronach. – Ruf bei der SPÖ: Glühbirne!)
Beifall beim Team Stronach.
Das wollen Sie aber anscheinend nicht. Sie sagen immer: Ja, irgendwann einmal wird es für 30 Prozent eine Ganztagsschule geben! Aber das ist zu wenig. Stellen Sie sich einmal auf die Hinterbeine und schauen Sie einmal, ob Sie den Finanzminister nicht motivieren, endlich dort Geld in die Hand zu nehmen, wo es auch wirklich etwas bringt und keine Steuerzuckerln zu verteilen, weil wir in verschiedenen Bundesländern gerade Wahlen haben! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Sehen Sie, etwas überlegen müssen sie sich, sie müssen besser werden! Genau das hat in den Niederlanden funktioniert und würde auch bei uns funktionieren, wenn wir die privaten Schulen wie die öffentlichen fördern würden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Genau das ist das Problem! Sie können das nicht gegen die Länder durchsetzen. Sie sind in Wirklichkeit ohnmächtig. Sie sind ohnmächtig, Sie haben keine Macht als Ministerin. Ich glaube, das ist Ihnen in diesen Jahren schon aufgefallen, und auch Ihre Vorgängerin hatte keine Macht, weil in Österreich im Bildungsbereich leider die Landeshäuptlinge die Macht haben. Aber Sie könnten etwas tun, indem Sie eine Parallelstruktur aufbauen und den öffentlichen Schulen eine Konkurrenz gegenüberstellen, nämlich die privaten Schulen. Dann wird es auch bei den öffentlichen Schulen besser, und die Landeshäuptlinge haben dann nichts mehr mitzureden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das müssten Sie machen! Dazu bräuchten Sie einiges an Mut. Ich glaube, der fehlt Ihnen, aber vielleicht wird es ja noch. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Und da sind wir gleich bei der Politik: Warum muss der Landeshauptmann der Präsident des Landesschulrates sein? Was weiß der Herr Landeshauptmann mehr als Pädagogen, als Direktoren? Was hat die Politik in der Schule verloren? – Gar nichts! (Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Kitzmüller.
Entscheidend ist, dass wir die Bildung gemeinsam voranbringen, dass wir die Bildung zur Chefsache erklären. Es muss ein nationaler Schulterschluss sein, weil wir es unseren Kindern schuldig sind, dass sie die beste Bildung erhalten, denn nur so werden wir international konkurrenzfähig bleiben. Alles andere ist nicht möglich. Nur Innovation schafft hochwertige Jobs. Das ist es, was wir für die Zukunft brauchen, und das ist es, was sich unsere Kinder auch verdient haben. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Kitzmüller.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.
Aber was bedeutet das? – In Österreich haben wir ein doppelgleisiges System mit Sonderschulen und Integrationsschulen. Frau Unterrichtsministerin, Sie wissen, das ist teuer – und dann fehlt das Geld und dann läuft nichts! Natürlich, es gibt Modellregionen, schön und gut, aber wer weiß denn überhaupt, dass es die gibt? Die Regierungsparteien hier rechts und links, Sie müssen weitermachen, Sie entscheiden hier, was Bildung ist! Also tun Sie doch auch etwas! – Bis dato ist nichts passiert. Es kann so nicht weitergehen! Nein! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich unterstelle und diagnostiziere: Da läuft etwas, das in eine ganz andere Richtung als in Richtung Bildung läuft. Hier soll eine Volksverdummung stattfinden, denn nur der dumme, ungebildete Bürger ist leicht steuerbar. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine Damen und Herren, das ist eine Katastrophe der Bildung und der Ausbildung! (Abg. Peter Wurm: Das ist die Realität in Österreich! – Abg. Königsberger-Ludwig: Das ist international! Bei uns ist das nicht so schlecht!) Das ist die Realität, und diese Realität ist eine Katastrophe. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Ein ganz wichtiger Punkt – auch der wurde heute schon angesprochen – ist der Mut zur Leistung, der Mut zur Elite. Wir müssen uns wieder sagen trauen: Wir wollen Leute, Bürger, Bürgerinnen in Österreich haben, die etwas werden wollen, die etwas leisten wollen, die im Leben etwas darstellen wollen und die sich nicht auf die säugende Brust des Staates verlassen. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Deswegen können wir diesem Antrag nicht die Zustimmung geben; den anderen Anträgen werden wir zustimmen. Ich freue mich auf die Abstimmung. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich nehme an, dass das in Österreich nicht anders ist. Ich habe deswegen auch schon entsprechende Anfragen eingereicht; die Beantwortungen stehen aus, aber das wird man dann nachrechnen können. Ich werde es Ihnen dann mitteilen. Ich gehe jedenfalls davon aus, dass das bei uns ähnlich ist: Es wäre genug Geld da, das den Autofahrern abgeknöpft wird, um die Straßen gut zu bauen; man könnte diese teilweise sogar vergolden, das kann ich Ihnen garantieren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Da sollte auch eine Jahresvignette möglich sein. Die ist ja im Fahrtenbuch drinnen, man kann sie nicht anders verwenden. Es ist ja dort genormt, es ist eine klare Sache. Also wieder nur Geldmacherei zu Ungunsten der Unternehmer. Das sollte aufhören. Deswegen dieser Antrag. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich ersuche Sie, stimmen Sie diesem Antrag guten Gewissens zu. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Es geht ihm um den Umweltgedanken, es geht um mehr Sicherheit und, und, und. Lesen Sie einmal den Pressedienst von Ihrem Kollegen, dann werden Sie dem Antrag zustimmen! (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Das ist also ein von Grund auf vernünftiger Antrag. Dem muss man die Zustimmung geben, denn sonst muss ich mich fragen, was wir hier herinnen noch beschließen sollen. Wenn es vernünftige Ideen gibt, sollte man ihnen zustimmen, auch wenn sie von der Opposition kommen. Da muss die Regierung auch einmal über ihren Schatten springen; ich glaube, das wäre vernünftig. Packen Sie sich am Schlawittel, nehmen Sie sich ein Herz – und stimmen Sie diesen beiden Anträgen zu! Der Bürger und der Wähler draußen wird es Ihnen danken. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich möchte hier auch anmerken, dass das Institut für Wirtschaftsforschung 2009 die gesamtwirtschaftlichen Kosten ausgerechnet hat, die durch psychische Belastungen und die Krankenstände entstehen, und es ist dabei auf eine Summe von 3,3 Milliarden € gekommen, meine sehr geehrten Damen und Herren. Das ist wieder ein Grund mehr dafür, in die Prävention zu investieren, denn dann erspart man sich die Reparatur. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Dem Rechnungshof danke ich sehr herzlich für diesen sehr ausführlichen und guten Bericht, und ich hoffe, dass wir diese Grundlage auch zum Anlass nehmen und hier wirklich etwas verändern und gemeinsam daran arbeiten, dass es in diesem Bereich besser wird. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Gerade deshalb, weil wir am Anfang dieser Sitzung unser Erschrecken vor Massenmord und den Vorkommnissen im Mittelmeer eindrucksvoll zum Ausdruck gebracht haben, wäre es richtig, daraus auch die richtige Lehre zu ziehen, und zwar das Bundesheer entsprechend zu dotieren. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Klarer Schluss, klare Verhältnisse, das Bundesheer atmet auf, die Republik atmet auf, und Sie alle hätten endlich eine gute Tat heute vollendet. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Also ich glaube nicht, dass man das mit einem Ordnungsruf versehen darf (Ruf bei der FPÖ: Ganz genau!), denn sonst macht sich das Parlament lächerlich. Ich glaube, das ist auch nicht im Sinne dessen, dass die Würde des Hohen Hauses gewahrt bleibt, ganz im Gegenteil. Ich glaube, dass wir genau das Gegenteil damit erreichen. Ich bitte Sie also, in Zukunft nicht so rigoros vorzugehen und solche Dinge nicht zu ahnden. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Wie gesagt, wir haben im letzten Rechnungshofausschuss darüber gesprochen, auch andere Minister zur Diskussion dieses Berichtes einzuladen. Es wurden schon der Arbeits- und Sozialminister und natürlich auch die Frauenministerin genannt, weil es da auch um die Problematik zwischen Frauen und Männern, die Gehaltsschere betreffend, geht. Dann können wir auch die Probleme, die der Kollege Zanger vorhin angesprochen hat, mit dem Kollegen Kucher, ausführlich besprechen. Ich glaube, das wäre für uns alle sehr gut und wichtig – und nicht nur für uns, denn viel wichtiger ist es ja, dass es für die Bevölkerung richtig und wichtig ist. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Und ich hoffe doch, dass wir in zwei Jahren, wenn wir wieder den Einkommensbericht hier diskutieren, Besseres zu diskutieren und zu berichten haben und dass sich endlich etwas gebessert hat, dass sich die Gehaltsschere verringert zwischen Frauen und Männern und zwischen Arm und Reich. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 70
Beifall beim Team Stronach.
Es freut mich, dass jetzt 45 Fälle eine Anerkennung bekommen haben. (Beifall beim Team Stronach.) Fünf weitere Fälle, die vor dieser 1954er-Frist liegen, die aber auch aus medizinischer Sicht – das weiß jeder, der sich damit befasst – unter diese Kategorie fallen würden, sind noch offen, Herr Minister. Sie haben jetzt zwar gesagt, okay, das kann man angehen, die sollen noch einmal vorsprechen, aber ich appelliere jetzt an Sie, das Team Stronach appelliert an Sie, ich glaube, das ganze Parlament appelliert an Sie, Herr Bundesminister: Geben Sie sich einen Ruck, schauen Sie sich diese fünf Fälle noch einmal an, und erledigen Sie sie positiv! Ich glaube, dadurch wird die Republik auch nicht untergehen; ich hoffe auf eine positive Erledigung. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Es freut mich, dass jetzt 45 Fälle eine Anerkennung bekommen haben. (Beifall beim Team Stronach.) Fünf weitere Fälle, die vor dieser 1954er-Frist liegen, die aber auch aus medizinischer Sicht – das weiß jeder, der sich damit befasst – unter diese Kategorie fallen würden, sind noch offen, Herr Minister. Sie haben jetzt zwar gesagt, okay, das kann man angehen, die sollen noch einmal vorsprechen, aber ich appelliere jetzt an Sie, das Team Stronach appelliert an Sie, ich glaube, das ganze Parlament appelliert an Sie, Herr Bundesminister: Geben Sie sich einen Ruck, schauen Sie sich diese fünf Fälle noch einmal an, und erledigen Sie sie positiv! Ich glaube, dadurch wird die Republik auch nicht untergehen; ich hoffe auf eine positive Erledigung. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wahrscheinlich sind alle noch nicht wirklich gemobbt worden!
Die Problematik ist eben diese: Es wird darauf nicht reagiert, und das ist für die Mobbing-Betroffenen wirklich ein Schlag ins Gesicht. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wahrscheinlich sind alle noch nicht wirklich gemobbt worden!)
Beifall beim Team Stronach.
wir hier eine Hilfestellung für Betroffene ermöglichen und ihnen echte Rechtssicherheit geben können. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Es ist auch eine extreme emotionale Armut zu beobachten, und gerade in diesem Bereich steht es Politikern gut an, mehr zu tun, um zum Beispiel auch die kollektivvertragliche Situation für Eltern, deren Kindern etwas zugestoßen ist – ein tödlicher Unfall zum Beispiel, wenn das Kind zu Tode gekommen ist –, zu verbessern und für diese bedauernswerten Menschen etwas zu tun. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und NEOS.
Und, Herr Kollege Wimmer, wenn die AK so toll ist, so professionell arbeitet, dann bräuchten Sie ja keine Angst zu haben, wenn dieser Zwang aufgehoben würde, denn alle Arbeitnehmer würden selbstverständlich gerne bei der Arbeiterkammer dabei sein und sich von der Arbeiterkammer vertreten lassen. (Beifall bei Team Stronach und NEOS.)
Abg. Schopf: Nur der Herr Stronach! Ja, genau! – Abg. Ehmann: Der Herr Stronach!
Ich kann Ihre Ängste nicht verstehen. Gute Arbeit, qualitätvolle Arbeit würde dafür sorgen, dass die Arbeitnehmer gerne bei Ihnen wären. Aber Sie wollen die Leute durch Zwang dabei halten. Sie wollen sogar, dass der Arbeitgeber den Beitrag einbehält – und wir reden da, meine geschätzten Damen und Herren, von 390 Millionen € im Jahr! –, dass die Arbeitnehmer gar nicht wissen, wie viel Geld in diese Institution fließt. Ich sage Ihnen: Wir wollen Bewusstseinsbildung als mittleren Schritt und als Endschritt alle Zwänge weg, Selbstbestimmung! (Abg. Schopf: Nur der Herr Stronach! Ja, genau! – Abg. Ehmann: Der Herr Stronach!)
Beifall beim Team Stronach.
Ja, wir reden von mündigen Bürgern. Wir wollen keine Leute, die zwangsbeglückt werden! Wir trauen es den Bürgern zu, dass sie selbst entscheiden können. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich ersuche um Annahme. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei NEOS und Team Stronach.
Natürlich brauchen wir Transparenz! Wenn allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern 0,5 Prozent ihres Einkommens einfach weggeschnitten werden, dann ist es doch nur fair, dass wir das auf dem Lohnzettel ausweisen. (Beifall bei NEOS und Team Stronach.) Es ist ja grotesk, dass man da unter Zwang Leuten etwas wegschneidet und das nicht einmal ausweist. Also wie man so etwas ablehnen kann, das kriege ich irgendwie intellektuell nicht hin – außer, natürlich, wenn man sagt: Ich will meine Pfründe schützen! (Abg. Neubauer: Genau!)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Karlsböck.
Wir brauchen ein klares Bekenntnis zum Menschsein. Ich halte das für überaus wichtig, daher habe ich auch, gemeinsam mit der FPÖ, diese Abstimmung zu einer namentlichen Abstimmung gemacht. In dieser Frage muss man Farbe bekennen, sich eben zu etwas bekennen, statt immer diese heiklen Fragen des Lebens zu umschiffen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Karlsböck.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich ersuche daher alle, hier zuzustimmen. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Heiterkeit und Beifall bei Grünen, SPÖ, ÖVP, Team Stronach und NEOS.
„Unsere Hausordnug“, das könnten Sie im FPÖ-Klub aufhängen – Sprache lernen steht da als Erstes. Es war auch falsch geschrieben, „Sprache lernern“, aber trotzdem (In Richtung des sich zum Präsidium begebenden Abg. Walter Rosenkranz.) – Herr Kollege, wollen Sie es mitnehmen in den FPÖ-Klub? Gerne! (Heiterkeit und Beifall bei Grünen, SPÖ, ÖVP, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Grünen, SPÖ, ÖVP, Team Stronach und NEOS. – Abg. Jarolim: Ich glaube, man kann das nicht besser auf den Punkt bringen!
Ich würde sagen: Deutsche Sprache, schwere Sprache. Seien Sie gnädig mit den Zuwanderinnen und Zuwanderern! Sie haben mehr als genug eigene Probleme. (Beifall bei Grünen, SPÖ, ÖVP, Team Stronach und NEOS. – Abg. Jarolim: Ich glaube, man kann das nicht besser auf den Punkt bringen!)
Beifall beim Team Stronach.
Was die Zuwanderung betrifft, haben wir eine ganz klare Vorstellung, und zwar: Wir wollen eine verantwortungsvolle Einwanderungspolitik. Wir wollen, dass jene Menschen, die in Österreich gebraucht werden, nach Österreich kommen können und sie hier auch eine Chance auf einen Job haben. Wir wollen nicht, dass quasi eine Zuwanderung ins soziale Netz stattfindet. Dagegen verwahren wir uns. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Walter Rosenkranz.
Das heißt, Ihre Aussage, der durchschnittliche Zuwanderer sei gebildeter als der durchschnittliche Österreicher, bedeutet, wir haben eine verfehlte Bildungspolitik und wir haben auch eine massiv verfehlte Integrationspolitik. Und da, Herr Minister, wären Sie gefordert! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Walter Rosenkranz.) Sie wären gefordert, endlich eine Integrationspolitik zu machen, die diesen Namen auch verdient. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das heißt, Ihre Aussage, der durchschnittliche Zuwanderer sei gebildeter als der durchschnittliche Österreicher, bedeutet, wir haben eine verfehlte Bildungspolitik und wir haben auch eine massiv verfehlte Integrationspolitik. Und da, Herr Minister, wären Sie gefordert! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Walter Rosenkranz.) Sie wären gefordert, endlich eine Integrationspolitik zu machen, die diesen Namen auch verdient. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Wenn es darum geht, sich über einen möglichen Regelverstoß zu echauffieren, dann muss ich Ihnen sagen, dass ich das gar nicht beurteilen kann, denn soweit ich weiß, war der Minister dienstlich in der Schweiz, und das wird er wohl mit seinem Dienstwagen sein dürfen. Über die Frage, ob er dann noch in das freiheitsliebende Frankreich einen kleinen Ausflug machen darf, können wir juristisch diskutieren, dazu wird es unterschiedliche Meinungen geben, aber, meine Damen und Herren, es spricht Bände, dass wir uns über eine solche Dienstreise eine halbe, eine dreiviertel Stunde lang derart erregen können. (Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach
Jetzt haben wir endlich einen Minister, dessen Herz für dieses Bundesheer schlägt, im Gegensatz zu vielen seiner Vorgänger, meine Damen und Herren (Beifall beim Team Stronach), und das ist in Wirklichkeit, wenn Sie so wollen, sein großes Vergehen: dass er sich für das Bundesheer einsetzt. Er bekommt kaum Geld, er bekommt immer weniger Geld, er muss sparen, verteilen, Schnitte vornehmen, Menschen unglücklich machen. Natürlich führt das zu diesem Klima im Bundesheer, das heute vorherrscht, aber dafür dürfen Sie nicht ihn verantwortlich machen. Wir als Bundesfinanzgeber müssten eigentlich mehr Geld zur Verfügung stellen, würden wir diese Lippenbekenntnisse wirklich ernst nehmen. Die stiefmütterliche Behandlung des Bundesheers ist die Schuld der Gesamtpolitik. Den Minister jetzt stellvertretend zu schlagen dafür, dass dieses Bundesheer seit Jahren totgespart wird, ist völlig scheinheilig. (Abg. Lopatka: Warum gibt es dafür keinen Ordnungsruf?)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lopatka: Ich habe dafür einen Ordnungsruf bekommen!
Ich, meine Damen und Herren, werde heute nicht die Brille des Staatsanwaltes aufsetzen, um ihn anzuschauen. Das, meine Damen und Herren, halte ich – falls es erlaubt ist, das zu sagen – für scheinheilig. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lopatka: Ich habe dafür einen Ordnungsruf bekommen!)
Beifall bei Team Stronach und SPÖ.
Der Beweis liegt auf der Hand: 2013 gab es 603 Anzeigen wegen Tierquälerei, im Jahr 2014 waren es insgesamt schon 802. Wir haben es kurz gehört vom Kollegen Riemer, besonders dramatisch war der Vorfall, wo Jugendliche aus reiner Langeweile Wildschweinjunge zu Tode gequält haben. Wir alle können uns erinnern, wie ein Schwan einfach aus Spaß gesteinigt worden ist und so zu Tode kam. Ich glaube, wir alle sind uns einig, dass das in der heutigen Gesellschaft definitiv keinen Platz hat. (Beifall bei Team Stronach und SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Riemer.
Danke fürs kurz Nachdenken! (Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Riemer.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Team Stronach.
Wir sollten hinterfragen, ob es wirklich sinnvoll, richtig ist, in Ballungsräumen, in kleinen Wohnungen große Hunde zu halten, die kaum Platz und Auslauf haben und sich nicht artgerecht verhalten können. Auch das gehört einmal gesagt und ist mir wichtig. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Team Stronach.) Kolleginnen und Kollegen, die soziale Funktion, die Tiere für uns Menschen haben, sollte nicht dazu führen, dass wir artgerechtes Verhalten unterbinden. Das sollte es nicht sein.
Beifall beim Team Stronach.
Aber der Punkt ist, dass es hier darum geht, ein Gesetz zu beschließen beziehungsweise einen Antrag zu beschließen, der meiner Ansicht nach nicht ausgereift ist. Und deswegen ersuche ich, dieses Vorhaben abzulehnen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
lich Brot“, die sich jeder ansehen kann. Seien wir also froh und bedanken wir uns bei unseren Bäuerinnen und Bauern und bei unseren Konsumenten und Konsumentinnen für diese hervorragende Qualität, die auf der einen Seite produziert wird und auf der anderen Seite genossen werden kann. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Loacker.
„g.g.A.“ ist ja, glaube ich, ein eindeutiges Zeichen. Da heißt es immer, da weiß man, dass das Produkt aus der Region kommt, das zeugt angeblich hundertprozentig von der Verbindung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse und Lebensmittel mit dem Herkunftsgebiet. Mindestens eine Produktionsstufe, also die Erzeugung, die Verarbeitung oder Herstellung wird im Herkunftsgebiet durchgeführt. – Das ist ja wirklich eine hundertprozentige Sache! Leutln, da haben wir Handlungsbedarf! (Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Loacker.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
chen, was die Bäuerinnen und Bauern für ihre Arbeit bekommen, und das ist etwas anderes als das, was hier genannt wird. – Danke. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Es geht bei diesem Punkt um eine Gesetzesänderung betreffend die Ausstellung des Waffenpasses. Wir wissen, dass der Zugang zum Waffenpass mittlerweile fast unmöglich ist, weil die Vergabe durch die Ausnützung des behördlichen Ermessens stark eingeschränkt wird. Die Behörden entscheiden dabei unter Angabe fadenscheiniger Gründe. Unlängst wurde auch einem Jäger ein Waffenpass verwehrt. Das, meine Damen und Herren, kann man so nicht akzeptieren und auch nicht hinnehmen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich werde auf jeden Fall an diesem Thema dranbleiben und auch per Antrag mein Begehren, mein Verlangen einbringen, damit das im Innenausschuss behandelt wird und diesbezüglich endlich eine vernünftige Lösung gefunden wird. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei NEOS und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
der Gnade des Parlaments ein Anrecht der Bürgerinnen und Bürger machen. – Danke schön. (Beifall bei NEOS und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei FPÖ, Grünen, Team Stronach und NEOS.
Abgeordnete Dr. Susanne Winter (FPÖ): Herr Präsident! Werte Kollegen und Kolleginnen! Ich habe den allgemeinen Seufzer der Erleichterung gehört, dass wir an den letzten Tagesordnungspunkt herangekommen sind. Ich habe mitgeseufzt, und ich habe volles Verständnis dafür, ja – aber wenn ich dann so nachdenke, muss ich wohl einstimmen in den Chor meiner Vorredner, die sagen, es handelt sich um einen absolut wichtigen, wertvollen Ausschuss. Ich würde mich unendlich freuen, würde das einmal in einem früheren Tagesordnungspunkt, zu einem früheren Zeitpunkt abgehandelt werden. (Beifall bei FPÖ, Grünen, Team Stronach und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Schieder: Aber es war nicht gelesen! Es war gesprochen!
Sinnerfassend lesen wäre angebracht, auch bei Abgeordneten, lieber Kollege! – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Schieder: Aber es war nicht gelesen! Es war gesprochen!)
Sitzung Nr. 72
Beifall beim Team Stronach.
Europa braucht dringend eine Gesamtstrategie. Wir als Österreicher oder einzelne Länder werden dieses Thema nicht lösen können. Und es ist schon gut und richtig, dass es einen Regierungsgipfel gibt, dass man sich zusammensetzt und schaut: Was kann man an humanitärer Unterstützung machen? Wie kann man Menschen vor Ort helfen? Wie kann man die Situation, die wir jetzt haben, verhindern? (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.
Herr Bundeskanzler, wenn Sie von der Quote sprechen, so können wir das voll und ganz unterstützen. In Österreich leben 1,6 Prozent der Bürger der gesamten Europäischen Union, und wir bewerkstelligen jetzt schon 4,4 Prozent der Asylanträge. Wir würden uns eine faire Aufteilung der Flüchtlinge über ganz Europa wünschen. Ich glaube, nur dann funktioniert Europa, wenn wir gerecht und fair zueinander sind. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.) Jetzt erfüllen wir unsere Quote zu 269 Prozent.
Beifall bei Team Stronach, FPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Dabei geht es nicht nur um eine verfehlte Umweltpolitik, sondern auch um eine verfehlte Agrarpolitik. Wenn nämlich Europa die subventionierten Überschüsse wie Hühnerflügel, Innereien, gefrorenes Fleisch zu Spottpreisen nach Afrika liefert, die Leute dort dann nicht mehr konkurrenzfähig sind und die lokale Fleischproduktion nicht mehr leben kann, dann sind wir Teil der Ursache dieses Problems. (Beifall bei Team Stronach, FPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.
Zusammenfassend möchte ich sagen: Europa kann es sich nicht so leicht machen. Wir müssen versuchen, den Menschen dort vor Ort eine Lebensgrundlage zu geben; wir müssen verantwortungsvoll mit den Ressourcen auch dort umgehen. Es ist nicht unser Recht, Afrika auszubeuten. Wir müssen schauen, dass kriminelle Schlepperorganisationen bekämpft werden und dass im Notfall, wenn Menschen sich in ihrer Verzweiflung ins Boot setzen und sich auf den Weg nach Europa begeben, Menschenleben gerettet werden. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.)
Beifall bei NEOS, Grünen und Team Stronach.
Das ist nicht irgendwer! Wir müssen nicht auf Europa schimpfen oder auf sonst jemanden. Das sind 28 Regierungschefs, die nicht bereit waren, für ein Menschenleben 800 € in die Hand zu nehmen. Das ist das Faktum und das ist das Unerhörte! (Beifall bei NEOS, Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP, Team Stronach und NEOS.
Abgeordnete Mag. Christine Muttonen (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! In einem Punkt, Herr Kickl, gebe ich Ihnen recht (Abg. Belakowitsch-Jenewein: In allen können Sie ihm recht geben!), in genau einem Punkt: Sie haben gesagt, uns trennen Welten, und das kann ich nur unterstreichen. (Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP, Team Stronach und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Ein Aspekt ist sicher die Schlepperkriminalität, auch wenn es für viele hier nicht entscheidend ist. Ich glaube allerdings schon, dass man die Schlepperkriminalität massiv eindämmen muss. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Ich sage, dass jeder Tote einer zu viel ist. Das Problem werden wir nicht damit lösen, dass wir uns komplett abschotten. Wir haben aber auch eine Verpflichtung unseren Menschen gegenüber. Kollege Kickl hat es heute gesagt: Wir haben auch eine Verpflichtung den Österreicherinnen und Österreichern gegenüber. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Ich glaube, das ist ein weiterer Mosaikstein für die Problemlösung. Es gibt jetzt nicht nur eine Möglichkeit, das Problem zu lösen, es sind viele Puzzlesteine, die hier notwendig sind, die hier zusammenpassen müssen. Ich glaube, dass Österreich eine große Verantwortung innerhalb der Europäischen Union hat und dass wir diese Verantwortung auch von den anderen Mitgliedstaaten einfordern können und sogar einfordern müssen. Das sind wir unserer eigenen Bevölkerung einfach schuldig. – Danke schön. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich darf mit Kollegin Dietrich und Frau Kollegin Korun fortfahren, die auch unsere Lebensweise als Teil dieses Problems dargestellt haben. Leider ist ja Herr Minister Rupprechter schon gegangen – wahrscheinlich bucht er die nächste China-Reise. Ich denke, das sind die Probleme: was auf diesem Markt neben den industriellen Gütern hin und her exportiert, importiert und gehandelt wird – „getradet“, sagt man natürlich heute –, dass Lebensmittel, Getreide zum Teil 55-mal an den Warenterminbörsen gehandelt werden, dass spekuliert wird. Das bringt jede produzierende Landwirtschaft, egal ob in Österreich, in Ägypten oder in China, um. (Beifall beim Team Stronach.) Das müssen wir mit aller Deutlichkeit sagen.
Beifall beim Team Stronach.
Diese traurigen Tragödien werden durch unser Handeln mitverursacht. Täglich sind wir Mittäter. Halten wir hier nicht schöne Gedenkminuten ab, sondern stehen wir drüber und bekennen wir auch die eigene Schuld. Ich denke, das wäre ganz wesentlich. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich darf abschließend an Kollegen Ertlschweiger erinnern, der berechtigterweise dieses Puzzle mit den vielen Teilen erwähnt hat, die als Gesamtes, glaube ich, wichtige Maßnahmen und eine wichtige Abhilfe darstellen. Überlegen wir, wo wir im Bereich des täglichen Handels, im Bereich des täglichen Konsums, aber ganz besonders im Bereich der täglichen politischen Arbeit glaubwürdig ansetzen können, damit endlich wirksam Abhilfe geschaffen wird. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 73
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.
Vielleicht kann man aber auch den Eindruck bekommen, dass es sich hier um eine große Ablenkungsaktion handelt. Erst gestern ist ein Gesetzentwurf aus dem Finanzministerium hinausgegangen, der das Ende des Bankgeheimnisses bedeutet. Wenn ich das Ende des Bankgeheimnisses mit dem Thema vergleiche, über das wir heute reden, dann wird mir viel unwohler, wenn ich weiß, dass der Staat in Zukunft in alle Konten Einsicht nehmen möchte. Dazu gibt es ja, wie wir wissen, bereits Verhandlungen zwischen SPÖ, ÖVP und den Grünen. Die Öffnung der Bankkonten ist der größte Angriff auf die Privatsphäre in diesem Land in der Zweiten Republik. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ
Alles, was wir hier diskutieren, sind in Wirklichkeit Peanuts. Das ist eine große, große Ablenkungsaktion! Erst vor ungefähr einem Monat, als wir die Pläne der Regierung über die Steuerreform präsentiert bekommen haben, hat es noch geheißen, dass nur die Konten der Unternehmer eingesehen werden sollen. Ich habe dazu noch gemeint, bei der nächsten Steuerreform werden es dann alle Konten sein. – Nein, es ist schon diese Steuerreform, bei der in alle Konten eingesehen werden soll! Das ist etwas, was den Leuten Angst macht (Beifall bei Team Stronach und FPÖ) – und nicht ein ausländischer Geheimdienst, der zwei österreichische Regierungsmitglieder dabei belauscht, wie sie den Angriff auf das österreichische Bankgeheimnis zu bewerkstelligen planen. Das ist es nicht, meine Damen und Herren! (Abg. Podgorschek: Naja, auch das gehört nicht! Das geht trotzdem nicht!)
Beifall beim Team Stronach.
Da sind wir auch in Österreich darauf angewiesen, falls es terroristische Meldungen über einen Anschlag gäbe, dass wir diese bekommen und dass wir keinen Sand ins Getriebe der internationalen Beziehungen streuen. Wir müssen wirklich aufpassen, dass wir kein Ort der selektiven Selbstgerechtigkeit werden, was uns letztlich auf den Kopf fallen könnte. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir brauchen Informationen, um uns gegen verbrecherische Organisationen und Terror zu schützen. Europa will das aber offensichtlich nicht selbst organisieren und vor allem nicht selbst bezahlen, weshalb es in diesem Punkt den USA ausgeliefert ist. Zusammenarbeit und Partnerschaft bedeuten aber gegenseitigen Respekt und Vertrauen – und das Vertrauen wurde eindeutig gebrochen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Sehr geehrte Damen und Herren, wir wollen mehr Sicherheit! Dafür braucht es ein klares und ehrliches Bekenntnis zur Datenüberwachung – und nicht eine verschämte, unehrliche Ausrede hinsichtlich des Schutzes persönlicher Daten. Wir sind bedroht, der Cyberwar hat längst begonnen! Wir benötigen mehr Mittel für die Landesverteidigung und für nachrichtendienstliche Tätigkeiten sowie eine klare Unterstützung und Anerkennung dieser Dienste. (Beifall beim Team Stronach.) Aber es muss auch sichergestellt sein, dass sich die Nachrichtendienste nicht verselbständigen und ihre eigenen Ziele verfolgen. Kontrolle muss sein. Wir müssen wissen, was sie hier treiben, und aufpassen, dass sie nicht nationale Eigeninteressen vertreten.
Beifall beim Team Stronach.
Ich denke, dem können wir alle nur zustimmen. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach
Also das, was hier jetzt unter dem Titel „Konkursordnung europäischer Staaten“ geredet wird, ist ja nur eine Vernebelungstaktik dafür, dass man sich den Dingen nicht stellen will (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach), dass man nicht endlich zugeben will, dass wir durch diese Solidaritätsgemeinschaft, wie Kollege Strolz richtigerweise sagt, unfreiwillig und nicht ausgemacht in einen Haftungsverbund hineingekommen sind, der für uns und unsere Nachkommen unabsehbare Risiken beinhaltet und der für die Empfänger gar nichts gebracht hat und Europa seit dem Jahr 2008 – seit dem Ausbruch der Krise – in die größte Dauerkrise seit dem Zweiten Weltkrieg geführt hat. Die einzigen Länder, die die Krise von 2008, die erste große Krise seit der Existenz der Europäischen Union, nicht bewältigt haben, waren die Mitglieder der Europäischen Union. Und unter denen waren es die Mitglieder der Eurozone, die sie am schlechtesten bewältigt haben.
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Daher die Forderung im Strolz’schen Sinne, welcher dankenswerterweise diese Debatte initiiert und möglich gemacht hat: Seien wir mutig! Sehen wir den Tatsachen ins Auge! Weichen wir von religiösen oder pseudoreligiösen Argumentationen ab! Erkennen wir, dass wir nicht in einem Katechismus, sondern in einer vernunftmäßigen Debatte stehen, und beenden wir die Transfer- und Bail-out-Union! – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Großbanken haben längst großartig abgezockt. Das Kreditrisiko bleibt wie immer bei den Steuerzahlern hängen, und die üblen Folgen dieser aufoktroyierten Rettungspolitik tragen die armen Griechen. Die sogenannte Rettungspolitik hat die Bevölkerung in Armut, Krankheit und Abhängigkeit gedrängt. Somit ist es kein Wunder, dass sie Neomarxisten und Sozialisten wählen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Politik der Eurozone handelt eigentlich wie eine riesige Bank, die Geld umverteilt. Die EZB ist zum wahren Machthaber in der Europäischen Union geworden. Das heißt aber leider auch, dass es nicht weit her ist mit der Demokratie in der EU. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die größten Förderer der Spekulanten sind also in Wirklichkeit europäische Kanzler und Premierminister genauso wie unser Bundeskanzler Werner Faymann, die eben nicht in der Lage sind, eine gescheite Wirtschaftspolitik zu betreiben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Für Griechenland gibt es in Wirklichkeit nur eine Lösung: Das Land scheidet aus der Eurozone aus, wertet drastisch ab und gewinnt nach einer heilsamen harten Zeit wieder an Wettbewerbsfähigkeit. – Das will man aber politisch nicht zulassen. Es gibt auch nicht einmal eine Ausstiegsmöglichkeit, und das ist natürlich völlig falsch. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.
Daher auch unser Appell: Wir brauchen dringend Regeln für Staatspleiten und ebenso für Bundesländer-Pleiten. Es braucht ein Insolvenzrecht für Gebietskörperschaften, damit pleitegehen kann, was pleitegehen muss. Nur so kann das Land wieder gesund werden. (Beifall beim Team Stronach. – Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.)
Beifall beim Team Stronach.
Der Markt – ich komme schon zum Schlusssatz – ist oft gerechter und menschlicher als diese falsch verstandene Solidarität, die aufgezwungene Solidarität, die in Wirklichkeit zu einem neuen Hass unter den Völkern Europas geführt hat. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Sagt niemand, das gibt es schon? – Na selbstverständlich gibt es das. Das nennt man Konvergenzkriterien. Das gab es und das gibt es! Nur pfeift sich niemand darum, das ist das Problem! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das ist der Grund dafür, dass man Griechenland nicht in die Pleite gehen lässt. Es geht letztlich nur darum, niedrige Zinssätze zu bekommen, um sich weiter verschulden zu können, und insbesondere darum, dem Steuerzahler die Rechnung umzuhängen. Das machen Sie bei der Hypo – und jetzt auch bei den Staaten. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Darmann: …, dass sie im Fernsehen sind!
Bereits jetzt hätten europäische Parlamentarier die Möglichkeit, sich aktiv in die Gesetzwerdung, sich aktiv in die politische Diskussion einzubringen. Wir haben diese Möglichkeit im § 31c der Geschäftsordnung geregelt. Das heißt, sie hätten – ich spreche von der Möglichkeit, welche ja nicht wahrgenommen wurde (Zwischenruf des Abg. Schönegger), und ich kann mich nicht erinnern, dass irgendwann einmal einer meiner Kollegen gesagt hätte, dass ein Parlamentarier vom Europäischen Parlament hier beratend dabei war –, also sie hätten theoretisch die Möglichkeit gehabt, aber sie haben sie nicht genutzt. Und da frage ich mich schon: Wie groß ist der Wunsch dieser Abgeordneten, sich hier in unsere Entscheidungsprozesse einzubringen? (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Darmann: …, dass sie im Fernsehen sind!)
Beifall beim Team Stronach.
Aus unserer Sicht ist das ein populistischer Zugang, der nur wenig durchdacht ist, und deshalb stimmen wir dem auch nicht zu. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb braucht man ein faires Pensionskonto, bei dem jeder Bürger eigenverantwortlich entscheiden kann, wann er es sich leisten will und kann, in Pension zu gehen. Immer älter werden, aber immer kürzer arbeiten, das funktioniert nicht. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Aber es wird weiter umverteilt, und ich sehe leider keine konjunkturbelebenden Maßnahmen, im Gegenteil. Die sogenannte Steuerreform enthält gewaltige Mehrbelastungen für die Unternehmer und für die Topmanager. Man setzt auf einen Überwachungsstaat anstatt auf Menschen, die bereit sind, in diesem Land unternehmerisches Risiko einzugehen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Weninger.
sich dann an Sie erinnern, aber nicht so, wie Sie sich das vorgestellt haben. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Weninger.)
Beifall beim Team Stronach.
Liebe Kollegen von der SPÖ, Schulden bringen uns in Abhängigkeit der Finanzmärkte, die Sie immer so geißeln. Das sind genau jene Haie, vor denen gerade Sie so inbrünstig warnen. Dabei arbeiten gerade Sie diesen direkt in die Hände. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Abschließend darf ich noch Herrn Dr. Andreas Unterberger zitieren: Das Bankgeheimnis ist ein Refugium der Freiheit und Privatheit gegenüber der staatlichen Allmacht. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach
Ich will da gar keine Berufsgruppe diffamieren, aber das geht auf Kosten der Zukunft, und das geht auf Kosten von notwendigen Maßnahmen, Herr Minister, die nicht zur Verfügung stehen. Diese Verweigerung der Regierung von nötigen Strukturreformen, diese Verweigerung der Entbürokratisierung lähmt diesen Staat (Beifall beim Team Stronach), lähmt die Vorbereitung der höchst notwendigen Maßnahmen, die wir für unsere Kinder und für unsere Enkerl brauchen. Wir brauchen eine enkerltaugliche Politik! Mir wird jedes Mal ganz schlecht (Zwischenruf bei der ÖVP) – warten wir ein bisschen, bis der Herr Kollege Obernosterer fertig ist –, wenn ich mir den Staatsschuldenzähler anschaue.
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Wenn ich mir den Staatsschuldenzähler ansehe, erinnert mich das an eine Tankstelle, wo der Tank ist voll und ich die Dieselpumpe nicht anstellen kann – das ist elendig. Und der Staatsschuldenzähler läuft und läuft und läuft und die Vertreter der Regierung stellen sich her und sagen: Heile Welt! Tut nicht jammern, tut nichts krankreden, das schadet uns! Nur: Die internationale Bewertung ist halt nicht ganz so heil; wir müssen uns das Ranking anschauen, wo sich Österreich derzeit befindet. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Das ist die Suppe, die wir jetzt auslöffeln müssen. Wir fallen ständig zurück, die Deutschen ziehen uns davon, na klar. Da brauchen wir uns nur den kleinen Strukturvergleich Oberösterreich – Bayern zu geben, dann wissen wir, was läuft. In Österreich werden kriminalisiert die Fleißigen, die Tüchtigen, die Unternehmer, die Arbeitnehmer, und jetzt wird geschimpft über diejenigen, die, weil sie sich mit ihrem Lohn die Familie nicht mehr leisten können, Überstunden machen. Der macht ja nicht Überstunden, weil ihm fad ist, sondern der macht Überstunden, damit er durchkommt, damit er seine Familie ernähren und sein Haus erhalten kann, damit er Gebühren und Abgaben zahlen kann! Und dann ist der auch noch der Schlimme! Das ist schlichtweg unerträglich! (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir brauchen wir ein unternehmerfreundliches und arbeitnehmerfreundliches Umfeld; das muss man gestalten. Herr Minister, ich stelle nicht in Abrede, dass du bemüht bist, ehrliche Rechnungen auf den Tisch zu legen, und natürlich kann man nicht alles auf den Kopf stellen, aber es gäbe noch sehr viel Reformbedarf, der schnellstens umzusetzen ist. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren! 4,6 Millionen Österreicher wohnen im ländlichen Raum, und jeder, der in den letzten 20 Jahren mit offenen Augen durch den ländlichen Raum gegangen ist, hat gesehen, wie ein Gasthaus nach dem anderen zugesperrt hat. Es gibt bereits Orte, in denen, wenn eine Taufe, eine Hochzeit, ein Begräbnis stattfindet, kein Wirtshaus mehr da ist. Die Maßnahmen, die die Bundesregierung jetzt setzt, sind jene Maßnahmen, die dieses Wirte-Sterben vorantreiben, und dagegen verwahren wir uns. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Darabos.
Wirtshäuser sind auch ein wichtiger Teil des gesellschaftlichen Lebens. Wenn jetzt ständig seitens der Regierung gerade die Wirte und Gastronomen kriminalisiert werden – so quasi Steuerbetrug unterstellt wird, in der Art, dass sich die noch mehr unter den Nagel reißen wollen –, dann, Herr Kollege (in Richtung des Abg. Matznetter weisend), habe ich eine Zahl für Sie als Steuerberater: 2014 war die Gastronomie an der Spitze der Insolvenzen in der Steiermark. Das heißt, so gut geht es den Wirten nicht, dass wir sie noch mehr schröpfen und noch mehr auf sie drauftreten können. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Darabos.)
Beifall beim Team Stronach.
Uns geht es darum, dass der ländliche Raum nicht noch mehr ausgehöhlt wird. Nach der Schließung von Post, Gendarmerie und Schulen ist der Wirt die letzte verbleibende Infrastruktur, und wenn wir jetzt nicht alles tun, um diese Wirte im ländlichen Raum zu halten, dann stirbt der ländliche Raum. Aus diesem Grund müssen wir alles tun, um Gastronomie, um gesellschaftliches Leben, um Wirte am Leben zu erhalten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich sage Ihnen an dieser Stelle seitens des Teams Stronach: Wir legen ein klares Bekenntnis zum ländlichen Raum ab, und wir legen dieses Bekenntnis deswegen ab, weil wir wollen, dass die Menschen die Möglichkeit haben, Lebensbedingungen im ländlichen Raum zu finden, und dass die Abwanderung in Ballungszentren endlich gestoppt wird. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Aber was geschieht auf Regierungsebene? – Belastungen, Belastungen, Belastungen. Ein Schildbürgerstreich nach dem anderen, eine Auflage nach der anderen: Allergenverordnung, Investitionen in Nichtraucherschutz – 100 Millionen € haben die Wirte investiert, meine geschätzten Damen und Herren, 100 Millionen €, und sie haben nicht einmal die Rechtssicherheit, dass diese Regelungen in den nächsten Jahren noch gelten. Das heißt, mit einem Federstreich ist das dann alles ungültig und die Wirte bleiben auf ihren Investitionen sitzen. Das ist ein Weg, den wir auf keinen Fall mittragen. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Meine geschätzten Damen und Herren, ich bin schon bei Ihnen, dass Rauchen nicht gesund ist, dass es negative gesundheitliche Aspekte hat – ich bin selbst überzeugte Nichtraucherin –, aber wir wollen Selbstbestimmung. Wir wollen Selbstbestimmung, der Wirt soll bestimmen können, ob er ein Raucherlokal, die bisherige Regelung oder ein Nichtraucherlokal will, und wir wollen Selbstbestimmung für den Konsumenten. Jeder muss sich entscheiden können, ob er in ein Lokal, in dem geraucht wird, oder in ein Nichtraucherlokal geht. Selbstbestimmung, nicht Zwangsregulierung! (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Schieder: Wofür sind Sie dann?
Der nächste Schildbürgerstreich ist die Registrierkassenpflicht ab 15 000 € Nettoumsatz im Jahr, das sind gerade einmal 1 250 € Nettoumsatz im Monat. Stellen Sie sich einmal vor, jemand macht 1 250 € Nettoumsatz, muss den Wareneinsatz abziehen, muss Miete, Heizung, Strom et cetera abziehen. Was bleibt demjenigen? – Wollen Sie so jemanden wirklich mit gutem Gewissen mit dem Betrag von 4 000 € für eine Registrierkasse belasten? Wollen Sie diesen Menschen wirklich mit Kosten von 800 € für Hardware und Software belasten? Ich sage Ihnen: Wir nicht! Wir sind gegen diese Registrierkassenpflicht bei dieser Höhe. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Schieder: Wofür sind Sie dann?)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Vor zwei Tagen – oder war es gestern? – kam der letzte Streich: Jeder Kunde muss den Kassabon mitnehmen. – Auch das ist ein Eingriff in die Privatsphäre, und dagegen verwahren wir uns auf das Schärfste. Wir werden diesen Kassabon mit Sicherheit nicht mitnehmen! Wir sind gegen einen Bespitzelungsstaat. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Meine geschätzten Damen und Herren, vielleicht lächeln Sie, weil das Thema Wirte für Sie zu klein ist, aber ich sage Ihnen: Das hat niemand verdient. Keine Berufsgruppe hat es verdient, von der Regierung so kriminalisiert zu werden. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.) Das sind Menschen, die Steuern zahlen, das sind Menschen, die Arbeitsplätze schaffen, und das sind Menschen, die zu unserem gesellschaftlichen Leben sehr viel beitragen.
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Wir brauchen ein Umfeld, das unternehmensfreundlich ist, wir brauchen ein Umfeld, das Unternehmen stärkt und den jungen Menschen wieder Mut macht, selbstständig zu werden. – Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Nach außen wird sich diese Steuerreform negativ bemerkbar machen wegen der noch unattraktiver gewordenen Standortbedingungen des Wirtschaftsstandortes Österreich. Ansonsten kann man nicht wirklich von Reform reden. Die ernsthaften Themen, wie die Pensionen, das Gesundheitswesen oder der Föderalismus, wurden erst gar nicht angetastet. Dafür tasten sich aber die Sozialisten in beiden Regierungsparteien umso schneller an das rechtmäßig erworbene und versteuerte Hab und Gut der Österreicher heran. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Rechtmäßig erworbenes Einkommen und Vermögen sind in unserem sogenannten Rechtsstaat nämlich keineswegs geschützt. Der Staat verspricht zwar einen gewissen Schutz vor Raub und Diebstahl, das allerdings mit viel zu wenig Polizei und einem ausgehungerten Bundesheer. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.) Doch die Besteuerung, mit der sich der nimmersatte Staat gnadenlos an den Bürgern – und das meist gegen ihren Willen – bedient, hat ein ungesundes Ausmaß bereits überschritten. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall beim Team Stronach.
Anstatt dafür zu sorgen, dass es in unserem Land ein möglichst unternehmerfreundliches Klima mit einer niedrigen Staatsquote, niedrigen Lohnnebenkosten und Steueranreizen für Investoren gibt, trachtet der österreichische Leviathan – in Gestalt des Herrn Bundeskanzlers Faymann und seiner Genossen in der SPÖ und ÖVP – danach, die Steuerkühe zu Tode zu melken, und vergeudet viel zu viel Energie beim Aufbau eines Überwachungsstaates, der einmal grundsätzlich jeden, insbesondere die Gastwirte, unter Generalverdacht stellt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
durch den finanziellen Nacktscanner. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Es würde mich nicht überraschen, wenn es bald einen neuen Bestseller gäbe, eine Wiederauflage – George Orwell: „2015“. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Der Redner hält die Studie der Team Stronach Akademie „Stimmungsbild bei Hotellerie und Gastronomie in der Steiermark 2015“ in die Höhe.
Es ist ja nicht so, dass das Team Stronach untätig wäre. Frau Ing. Dietrich hat uns eine Zahl aus der sogenannten Studie ihrer eigenen Team Stronach Akademie genannt, allerdings nur die Zahl betreffend die Wünsche der Eltern für ihre Kinder, wozu sie ihnen raten. (Der Redner hält die Studie der Team Stronach Akademie „Stimmungsbild bei Hotellerie und Gastronomie in der Steiermark 2015“ in die Höhe.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Abgeordneter Bernhard Themessl (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Herr Justizminister! Frau Staatssekretärin! Meine Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Herr Kollege Haubner, du hast dich doch gerade bei den Wirten dafür bedankt, dass sie Wirte sind. Ich bedanke mich bei allen Gastronomen und Tourismusbetrieben, dass sie trotz dieser laufenden, immer wiederkehrenden und neuen zusätzlichen Belastungen auch jetzt noch die Gnade haben, in diesem Bereich tätig zu sein. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.) Sie hoffen natürlich unter anderem auch auf uns, dass sie Hilfe aus dem Parlament bekommen.
Beifall bei NEOS und Team Stronach. – Abg. Yilmaz: Na geh!
Abgeordneter Josef Schellhorn (NEOS): Sehr geehrte Frau Präsident! Geschätzter Herr Bundeskanzler! Lieber Minister! Liebe Frau Staatssekretär! Kollege Matznetter hat gesagt, dass es so ernst ist. Wenn ich die Wortspende vom Herrn Kollegen Willi, dass es um Signale geht, auch in Betracht ziehe, dann bin ich schon etwas erschüttert – auch mit allem Respekt vor dem Antrag der Kollegin Dietrich. Zum Kudern und zum Lachen ist auf der Regierungsbank in dieser ernsten Sache wirklich nichts. (Beifall bei NEOS und Team Stronach. – Abg. Yilmaz: Na geh!)
Beifall bei NEOS und Team Stronach.
Lassen Sie mich weiter ausführen: Ich finde es gut, dass Kollege Willi kritisiert, dass der Wirtschaftsminister nicht da ist. Ich finde es aber auch gut, dass der Bundeskanzler da ist (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Naja!), denn ich kann mich in der Causa, die die Belastungen und die Konteneinsichtnahme betrifft, noch klar an die Worte des Herrn Bundeskanzlers erinnern. Er hat gesagt, dass, solange er quasi der Chef ist, das Bankgeheimnis sicher nicht gelüftet wird. In dieser Hinsicht weiß ich jetzt nicht, wie ernst ich Sie nehmen soll und ob ich auch darüber lachen soll. Mir ist eher zum Weinen zumute, weil wir uns nicht auf Sie verlassen können, weil es auch hier keine Rechtssicherheit gibt. (Beifall bei NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und NEOS.
Es geht auch um diese Signale, wie Kollege Willi gesagt hat, um diesen stabilen Wirtschaftsfaktor, um diesen stabilen Arbeitsplatzmotor, der nämlich Arbeitsplätze geschaffen hat. Das haben Sie schon richtig gesagt. Aber weiterwachsen wird er unter diesem Belastungspaket nicht mehr. Aus diesen Gründen muss ich schon sagen, dass Sie diese Sachlage als Chef dieser Bundesregierung endlich einmal ernst nehmen und nicht eine Branche lächerlich machen sollten, indem Sie auf der Regierungsbank dahinkudern. (Beifall bei Team Stronach und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Da sind wir gleich beim springenden Punkt oder beim Kern der ganzen Sache, worum es sich eigentlich dreht: In Wirklichkeit erleben wir nichts anderes als eine komplette Entmündigung, einerseits der Wirte und andererseits der Konsumenten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Wirte, geschätzte Damen und Herren, werden entmündigt, indem man ihnen einmal vorschreibt abzutrennen, dann müssen sie wieder nicht abtrennen, dann gibt es eine Übergangsfrist. Darauf kann sich ja kein Mensch einstellen! Die Konsumenten werden entmündigt, da man ihnen vorschreibt, ob sie rauchen dürfen oder nicht. Die können sich ja gar nicht selber entscheiden. Wo bleibt da die Entscheidungsfreiheit? Warum kann ich mich als Konsument nicht frei entscheiden, zu einem Wirt zu gehen, der ein Raucherlokal hat, oder eben nicht? Das ist ja sowieso das unternehmerische Risiko der Wirte, ob sie dann weniger Umsatz machen oder nicht. (Beifall beim Team Stronach.) Lassen wir ihnen doch diese Freiheit! Warum schreiben wir ihnen das vor?
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe bei der FPÖ sowie des Abg. Matznetter.
Kollege Matznetter, Sie rauchen?! Sie gehen dann wegen der Gemütlichkeit, weil es einfach nett ist, in ein Beisel, wo geraucht wird, oder? (Abg. Zanger: … kann in Zukunft mit dir gehen! – Abg. Matznetter: Was ist mit den Bediensteten?) Jemand, der nicht raucht – wie ich, ich bin ein Nichtraucher –, geht dorthin, wo nicht geraucht wird. Lassen wir den Menschen doch die Wahlfreiheit, meine Damen und Herren, schreiben wir nicht alles vor! (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe bei der FPÖ sowie des Abg. Matznetter.)
Beifall beim Team Stronach.
Es wird ja alles vorgeschrieben, auch von der EU. Gehen Sie in ein Gasthaus, essen Sie ein normales Gulasch: A, B, C, D, E! – Ich frage mich, wie ich 38 Jahre alt werden konnte und so lange überlebt habe, ohne zu wissen, was ich esse. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Wir müssen doch Rahmenbedingungen schaffen, die es den Menschen erleichtern, in der Wirtschaft erfolgreich zu sein, Arbeitsplätze zu schaffen und Leute in Beschäftigung zu bringen, die in weiterer Folge wieder den Konsum ankurbeln. Menschen sollen ins Gasthaus gehen können, Kollege Matznetter, sich ein Gulasch und ein Seidel Bier kaufen und dort glücklich sein können und vielleicht eine rauchen oder auch nicht. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Kitzmüller.
Aber bitte: Mehr Eigenverantwortung! Das wäre doch einmal ein richtiger Auftrag und auch eine schöne Sache. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Kitzmüller.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Für mich als selbst noch praktizierenden Wirt hat dieses Thema viel Inhalt. Es wurde zuvor gesagt, dass es eigentlich schade ist, dass wir drei Stunden damit verbringen. Gemeint war damit vielleicht nicht der Inhalt, denn es hat sehr wohl Sinn und auch Berechtigung, das Thema Wirtshauskultur und Wirte, so wie in der Überschrift des Antrages formuliert, hier im Parlament zu behandeln. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
Dasselbe gilt für die Kinder. Diese Bürokratie und diese Hindernisse müssen wir abbauen, um dem Wirten auf dem Land das Überleben zu sichern! (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei NEOS und Team Stronach. – Abg. Peter Wurm: Ich auch nicht! – Zwischenruf des Abg. Darabos.
Herr Bundeskanzler, ich habe noch keinen Unternehmer/keine Unternehmerin in diesem Land getroffen, die gesagt haben: Jawohl, ich fühle mich durch diese Steuerreform bestätigt. Ich fühle mich ermutigt, ich schaffe Arbeitsplätze. – Die habe ich noch nicht getroffen! (Beifall bei NEOS und Team Stronach. – Abg. Peter Wurm: Ich auch nicht! – Zwischenruf des Abg. Darabos.)
Beifall bei NEOS und Team Stronach
Der Staat mauert an jeder Ecke, wo es um Transparenz geht, aber uns wollen Sie die Hosen herunterziehen (Beifall bei NEOS und Team Stronach), diese Kamera in jedem Wohnzimmer installieren – in jedem Wohnzimmer! Das ist ungehörig! Sie wollen in Konten Einblick nehmen – und dass dabei die Grünen mithüpfen, ist für mich ungeheuerlich – ohne richterlichen Beschluss. (Zwischenruf des Abg. Brosz.)
Beifall bei NEOS und Team Stronach.
Das, liebe Grüne, ist auch ein Lackmustest. Wenn ihr hier den Steigbügelhalter für die Zweidrittelmehrheit in dieser Angelegenheit macht, dann verstehe ich die Welt nicht mehr. (Beifall bei NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei NEOS und Team Stronach.
Der Rechtsstaat soll Konten öffnen können, aber nur mit richterlichem Beschluss. Wir sind freie Bürger eines freien Landes, und dafür werde ich kämpfen. (Beifall bei NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Punkt vier: 46 Prozent der steirischen Hoteliers und Gastronomen fühlen sich durch das Vorgehen der Finanzpolizei kriminalisiert (Abg. Königsberger-Ludwig: 44 Prozent nicht!), meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim Team Stronach.) – Das kann man hier herauslesen, und wenn man sinnerfassend lesen kann, dann kann man mit dieser Studie auch dementsprechend umgehen.
Beifall beim Team Stronach.
Eine weitere Aussage von Ihrem Landeshauptmann Niessl darf ich Ihnen zur Kenntnis bringen, in der er von „großen Fehlern“ bei der Gegenfinanzierung spricht, wobei er sich auf die Registrierkassenpflicht und die Mehrwertsteuererhöhung im Tourismus-Bereich bezog. Vielleicht sollten Sie einmal parteiintern Gespräche führen und uns dann die Ergebnisse hier zur Kenntnis bringen. Ich wäre sehr neugierig darauf. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Leute gehen auch auf die Straße: Ich war bei der Demonstration vor dem Parlament dabei. Es gibt nicht nur diese Studie, den Aufstand der Wirte, sondern ich würde Ihnen auch empfehlen, Zeitungen zu lesen. Dazu verweise ich noch auf den „Standard“, wo zu lesen ist, dass sich viele Schausteller in ihrer Existenz bedroht fühlen. Die Schausteller trifft das nämlich besonders. Die Markthändler, die Leute, die mit den Kinderkarussellen durch die Gegend fahren, sind stark betroffen. Ich würde gerne wissen und eine wirkliche Antwort bekommen, was Sie diesen Menschen sagen und wie Sie mit deren Problemen umgehen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Demonstrativer Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Dorothea Schittenhelm (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Geschätzter Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Mir ist der Titel dieses Antrages ein wenig suspekt: „Stirbt der Wirt, stirbt das Dorf.“ – Ich hoffe sehr, dass weder der Wirt noch die Wirtin stirbt, ich persönlich wünsche ihnen ein langes und vor allem ein gesundes Leben. Das ist ganz, ganz wesentlich und wichtig. Aber Tatsache ist schon, das ist richtig – vieles, was heute hier gesagt wurde, ist richtig –, dass die Belastungen für die Unternehmerinnen und Unternehmer in den letzten Jahren immer mehr geworden sind. Das gilt auch für die Wirte, zu spüren vor allem im ländlichen Raum. (Demonstrativer Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Das mag sein, aber diese Regierung fügt unserer Bevölkerung einen viel größeren Schaden zu! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Kuzdas.
Abgeordneter Leopold Steinbichler (STRONACH): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Herr Minister! Frau Staatssekretär! Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseher auf der Galerie und vor den Fernsehgeräten! Vorweg darf ich mir eine Bemerkung zur Vorsitzführung der Frau Präsidentin erlauben, weil ich eigentlich sehr enttäuscht war, dass sie, als der Herr Kollege Matznetter hier sehr diffamierend die Frau Klubobfrau Dietrich und ihren Antrag kritisiert hat, keine Wortspende abgegeben hat, aber die Frau Kollegin Schenk sehr wohl unterbrochen hat. Ich glaube, da muss besonders von der Präsidentin Objektivität verlangt werden. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Kuzdas.)
Beifall beim Team Stronach.
Der Dringliche Antrag heißt bescheiden: „Stirbt der Wirt, stirbt das Dorf“. Spinnen wir gleich weiter, was das für Folgen hat! Dann stirbt das Gewerbe, dann stirbt vor Ort die Landwirtschaft, dann stirbt dort das Genussland und dann stirbt die Kultur. Ich berichte aus der Bezirksstadt Klimabündnis-Gemeinde Vöcklabruck. (Abg. Rädler: Warst du nicht auch Wirt?) – Jawohl, Herr Kollege! Und deshalb weiß ich, wovon ich rede. Das ist der Unterschied. Siehst du! Außer blöde Meldungen bringen weiß ich, wovon ich rede. Und das unterscheidet uns. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Das ist genau dieses Thema, das zu wichtig ist, als dass man darüber blödelt, sondern dass man einmal die Ernsthaftigkeit sieht. Dich lade ich ein, Herr Kollege Rädler, du fährst mit mir nach Vöcklabruck und dann zählen wir die Kebab-Stände und Pizzerias. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.) Und wenn du das Kultur nennst, dann ist das deine Kultur, aber nicht unsere. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. )
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, wir wollen freie Wirte. Wir wollen freie Bürger. Wir wollen freie Unternehmen. Sie sollen entscheiden, was nach ihren wirtschaftlichen Grundsätzen, was nach ihren persönlichen Grundsätzen für sie wichtig ist. Ich glaube, das nennt man dann Demokratie. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Da wollen wir wirklich endlich etwas bewegen und nicht weiter – seit 2008 – vertagen, vertagen, vertagen. Das ist das Problem dieser Regierung: Das heißt Stillstand, wenn man Themen, wenn man eine Arbeit einfach nicht aufgreift, sondern vertagt. Wir wollen bewegen. Heute hat ein Kollege gefragt: Was hat das Team Stronach schon bewegt? – Na, für die paar Monate, die wir in diesem Haus sind, glaube ich, haben wir gemeinsam mit den anderen Oppositionsparteien schon ganz wichtige Themen eingebracht und andiskutiert. Sie wurden leider vertagt. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Brosz: Hat der Stronach …?
Ich berichtige tatsächlich: Das ist keine Dringliche Anfrage, sondern ein Dringlicher Antrag. – Danke. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Brosz: Hat der Stronach …?)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach
Da ist die steuerliche Entlastung – und da sucht man die Gegenfinanzierung. Und wo kann man da noch etwas finden? – Da schaut man bei den letzten Zitronen, die man in Österreich noch auspressen kann, und dafür ist der Wirt ein Synonym. Lassen wir nicht nur – um es mit einem Sprichwort zu sagen – die Kirche im Dorf, sondern lassen wir bitte auch den Wirt im Dorf (Beifall bei FPÖ und Team Stronach), denn er gehört eben,
Beifall bei NEOS und Team Stronach sowie des Abg. Zanger.
Also auf Ihrem Bankkonto bewegt sich ganz vieles, was die Privatsphäre betrifft. Wenn ich Ihr Konto kenne, dann kann ich Ihnen ganz viel über Ihr Leben sagen, und deswegen gehören diese Daten geschützt. Wenn Sie da gleich mit Steuerhinterziehung daherkommen, zeigt das, dass Sie gar nicht verstanden haben, worum es beim Bankgeheimnis wirklich geht. (Beifall bei NEOS und Team Stronach sowie des Abg. Zanger.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach sowie des Abg. Vavrik.
Abgeordneter Peter Wurm (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzter Bundeskanzler! Werte Regierungsmitglieder! Ich habe heute gelernt, dass das Gasthaus der Sozialdemokraten DO & CO am Stephansplatz ist. Das war für mich jetzt auch neu. Aber wenn ich den Bundeskanzler richtig verstanden habe, war das seine Referenz. Vielleicht zur Erklärung für die Sozialdemokraten: Die normale Bevölkerung verkehrt nicht im DO & CO, sondern im ganz normalen Beisl ums Eck, im Wirtshaus, beim Aboessen um 6 € (Zwischenruf des Abg. Podgorschek), und da sollten Sie einmal nachfragen, wovon wir heute hier reden. Das wollte ich nur einmal anmerken. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach sowie des Abg. Vavrik.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Wenn das kommt – und das schaue ich mir an; ich wünsche es und drücke der Unternehmerschaft, der Wirtschaft die Daumen, dass es nicht kommt (Zwischenbemerkung von Bundesminister Schelling) –, dann schaut es ganz schwarz und duster für unsere Unternehmer aus. – Danke. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir bitten um Unterstützung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ
Meine Damen und Herren! Die FPÖ und wir vom Team Stronach haben Anträge dahin gehend eingebracht, die Orchestergröße beizubehalten (Beifall bei Team Stronach und FPÖ), um vernünftig spielen zu können, und sie nicht von 47 auf 20 Musikanten zu reduzieren. Darüber wird eine namentliche Abstimmung durchgeführt werden.
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Haben Sie, meine Herrschaften, die Sie gestern dabei waren, den Mut dazu! Das wäre Handschlagqualität. – Ich werde mir das anschauen, Herr Kollege Sieber. – Danke. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Kogler und Strolz. – Bravoruf des Abg. Kogler.
Sie haben jetzt die Möglichkeit, das zu verbessern: Werten Sie die Staatskommissäre auf oder schaffen Sie sie ab – denn so, wie sie im Moment aufgestellt sind, täuschen sie Aufsicht vor, und das ist dem Steuerzahler nicht zumutbar. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Kogler und Strolz. – Bravoruf des Abg. Kogler.)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.
So war es dann auch. – Und da sagen Sie mir, dass der Untersuchungsausschuss nicht nützlich und notwendig ist! (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.) Da hätten sie im Übrigen schon längst Argumente finden können, um sich gegen die Bayern besser aufzustellen. Da sieht man doch, dass diese Untersuchungsausschüsse immer etwas helfen und wert sind.
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Diese Chuzpe, dass Sie sich hinstellen und sagen: „Alles neu, alles transparent!“, aber an jeder Stelle, wo Sie können, den Ausschuss behindern – dann werden wir uns hier öfter über diese Art und Weise unterhalten müssen, nämlich diese Ihre Art und Weise! Aber wir sagen, wir werden saubere Akten durchsetzen und saubere Untersuchungen machen. Deshalb: Halten Sie sich jetzt an das Motto „Saubere Akten, saubere Politik“! (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Scherak.
Dieser Kampagne, wie gesagt, diesem Antrag werden wir unsere Zustimmung geben. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Scherak.)
Beifall beim Team Stronach.
Zum Gesundheitsbereich Frauen: Wir haben im Ausschuss auch über die Medikamentenverschreibung gesprochen – dieser Antrag ist leider vertagt worden –, und da gibt es natürlich große Unterschiede. Es gibt Dinge, auf die man spezifisch eingehen muss, und dazu ist eine Studie am Laufen beziehungsweise gibt es, wie uns im Ausschuss berichtet wurde, dazu Beratungen, weshalb dieser Antrag vertagt wurde. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse, und ich hoffe, dass wir uns zukünftig, liebe Vorsitzende Gisela Wurm, vielleicht auch darauf verständigen können, dass wir mehr im Ausschuss behandeln können, wie ich es eingangs schon erwähnt habe, und auch Einigkeit dahin gehend finden können, über die Parteigrenzen hinweg Initiativen für Frauen zu setzen. Dazu lade ich alle im Ausschuss Vertretenen ein und würde dich bitten, dich dieser Sache anzunehmen, sodass wir mehr gemeinsam machen und mehr im Ausschuss behandeln, um diesen Ausschuss aufzuwerten und nicht alles an andere Ausschüsse weiterzuleiten. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 75
Beifall beim Team Stronach.
Ein Großteil dieser halben Milliarde geht auch gar nicht in die Sicherheitsbelange, sondern in die Produktion von Atomstrom und den Ausbau von weiteren Schrottreaktoren – und das sollen, müssen und wollen wir ganz klar ablehnen! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir haben im Hearing des Umweltausschusses gehört, dass es verschiedene Rechtsmeinungen über einen möglichen Ausstieg aus EURATOM gibt. Ich frage mich: Warum sind wir nicht ein bisschen mutiger und versuchen, diesen Weg zu gehen? Eine Möglichkeit, Ausnahme- und Übergangsregelungen auszuverhandeln, gibt es meines Erachtens nämlich immer. Ein Experte meinte sogar, dass eine simple diplomatische Note durchaus ausreiche, um genügend Druck zu erzeugen. Fakt ist, es gibt sehr viele Beschlüsse sämtlicher Landtage, vieler Gemeinden – und vor allem 80 Prozent der Bevölkerung wollen einen Ausstieg aus EURATOM. Diesen ist es meines Erachtens die Bundesregierung schuldig, wirklich nichts unversucht zu lassen, um einen Ausstieg zu erreichen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Österreich hat zwar mit anderen Staaten – das waren Ungarn, Schweden, Deutschland und Irland – zur EU-Fassung eine Erklärung abgegeben, in der festgehalten wird, dass die zentralen Bestimmungen des EURATOM-Vertrages veraltert seien und aktualisiert werden müssen, aber es gibt nach wie vor keinen Konsens der EU-Mitgliedstaaten über die Atomenergienutzung. Die Einigung von 1957 liegt doch schon einige Zeit zurück und gilt meines Erachtens nicht mehr, und eine Zwangsmitgliedschaft bei EURATOM ist nach unserem und dem Ermessen der Bevölkerung ganz klar abzulehnen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Forschung um die Risiken steht leider noch am Beginn, die ersten Ergebnisse zeigen aber, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht. Ich würde mir sehr wünschen, dass wir auf nationaler Ebene ein Stückchen weiter gehen als in der vorliegenden Initiative der Koalitionsfraktionen und dass wir beim Verbot von Mikroplastik, das der Minister auf EU-Ebene dankenswerterweise bereits gefordert hat, eine Vorreiterrolle übernehmen und national ein klares Zeichen setzen. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Es ist in Zeiten wie diesen nicht möglich, dass wir hier eine klare Gesetzeslage schaffen. Ich weiß, der Antrag wird heute leider abgelehnt. Aber vielleicht können wir uns gemeinsam noch einmal hinsetzen und hier einfach versuchen, zu einer Initiative zu gelangen, dass wir gemeinsam das Blei aus dem Trinkwasser bekommen, nämlich nicht zulasten irgendwelcher Hauseigentümer, sondern zum Schutz der Bevölkerung. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Steinbichler.
Retten Sie den Uhudler! Retten wir den Uhudler! – Das ist ja vollkommen richtig, wichtig und auch super, nur: Im Burgenland ist Landtagswahl, meine Damen und Herren. Nächste Woche wird der Landtag gewählt. Und der Erste, der einen Entschließungsantrag eingebracht hat betreffend Maßnahmen zur Sicherung des Uhudler-Weinbaus im Burgenland (Ruf bei der SPÖ: Wer war das?), das war weder einer von der roten Fraktion noch einer von der schwarzen Fraktion, meine Damen und Herren, das war der Deutschkreutzer Bürgermeister, Landtagsabgeordneter Manfred Kölly. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Steinbichler.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
nämlich gar keine Rede mehr davon, wer das als Erster eingebracht hat oder nicht oder wer sich für die Menschen einsetzt, sondern da geht es darum, dass die Regierungsparteien ins rechte Licht gerückt werden und ihre Plattform bekommen. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Wasser predigen und Wein trinken, das spielt es nicht! – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Wenn diese Geschlossenheit, die ich hier gehört habe, gegeben ist, dann wäre eigentlich sofort das Logische gewesen, mit einem gemeinsamen Fünfparteienantrag zu kommen. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, deshalb ist es höchste Zeit, dass wir, wenn diese Regierung – und das gestehe ich ihr zu – echt etwas lösen will, von der Vertagungspolitik zum Handeln kommen, dass diese Anträge entweder abgelehnt werden, damit sie hier im Plenum diskutiert werden können, oder fachlich kritisiert werden, indem man sagt, das oder jenes ist unrichtig. Aber die Zeit, zu der man sagt, das ist ein super Antrag, aber ich stelle den Antrag auf Vertagung, muss beendet sein. Herr Minister, es ist höchste Zeit: Lass dir das in deinem Ausschuss nicht bieten, sprich mit deinem Ausschussvorsitzenden Auer, damit wir hier zur Arbeit kommen! – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
insbesondere die Fraktion der Grünen an. Sagen Sie: Wir Österreicher wollen einfach alle, die nach Österreich kommen wollen, bei uns aufnehmen! Asylregelungen und Flüchtlingskonvention haben bei uns keine Geltung, wir wollen alle dahaben. Stellen Sie diesen Antrag, dann können wir endlich eine redliche Debatte mit den entsprechenden Begrifflichkeiten führen! Aber das tun Sie nicht. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Generalsekretär Kickl hat hier eine wirkliche Win-win-Situation angesprochen. Nehmen wir doch die Landkarte von Österreich, schauen wir uns an, in welchen Wahlsprengeln die Grünen, die NEOS ganz besonders gute Ergebnisse haben. Dort wird nämlich das, was Sie verlangen, besonders unterstützt. Das heißt, die Win-win-Situation bedeutet, dass man genau dort, wo Sie Ihre Anhänger haben, die Ihre Ideale, die Ihre Ziele vertreten, wo die zu Hause sind, diese Menschen unterbringt. Dann gibt es diese unwürdigen Spektakel nicht, wo die Frau Ministerin sagt, es wird immer nur nach dem Floriani-Prinzip gehandelt, es wird nur schön geredet. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Nein, nein, nein zu dieser Politik, Genosse Darabos! Und erklären Sie das auch gleich Ihren burgenländischen Freunden im Wahlkampf! Denn die leben nämlich an einer solchen grünen Grenze und müssen tagtäglich erleben, wie dort geschleust, geschleppt wird, und Sie schauen dort zu mit Ihrer Sicherheitspolitik, die Sie ja schon längst beim Bundesheer gezeigt haben! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Mit dem vorliegenden Fremdenrechtsänderungspaket werden wir bessere Regelungen für dieses wichtige Thema finden. Ich möchte noch einmal der Frau Bundesminister für ihren Einsatz danken. Gemeinsam werden wir auch diese Herausforderung meistern. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
der Menschenschmuggler zu verbessern. Europa muss vielmehr Hilfe zur Selbsthilfe gewähren, denn Europa sendet mit seiner teils wirklich lockeren Asylpolitik tödliche Signale aus. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Man muss sich auch die Dimensionen ansehen. In Europa leben rund 800 Millionen Menschen und laut EU-Präsident Schulz streben rund 500 Millionen Afrikaner nach Europa. Wer dem moralischen Größenwahn erliegt, allen armen Menschen bei uns Zuflucht gewähren zu können, zerstört in Wirklichkeit die eigenen Lebensgrundlagen. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Ein ganz anderes Thema ist die Einwanderung. Ich befürworte die Einwanderung der besten Köpfe aus aller Herren Länder, die in Österreich wirtschaftlich etwas bringen (Abg. Brosz: Das schadet dann nicht?!), die unser Land voranbringen können. Ich befürworte selbstverständlich auch die Einhaltung der Genfer Flüchtlingskonvention, wo sich Österreich verpflichtet, den Ärmsten der Armen Asyl zu gewähren, und das muss ordentlich gemacht werden und mit Herz. Viele Österreicher helfen und arbeiten mit anerkannten Asylwerbern und Asylanten hier in Österreich mit sehr, sehr viel Herz. Bei ihnen möchte ich mich sehr herzlich bedanken. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich befürworte aber nicht den zunehmenden Migrationssturm auf Europa aus zumeist wirtschaftlichen Motiven. – So viele Menschen können weder ökonomisch noch sozial hier integriert werden. (Zwischenruf der Abg. Maurer.) Die Aufnahme zu vieler Menschen wird den sozialen Frieden in Europa zerstören. Weder die Regierung, noch linke Medien und auch nicht die lieben Kollegen aus der grünen Fraktion dürfen diese Tatsache mit der Rassismuskeule einfach wegknüppeln. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die einzige Lösung besteht darin, humanitäre Infrastrukturen zu schaffen, und zwar im Umfeld der Konfliktherde, und mit den betroffenen Ländern in Handelsbeziehungen zu treten. Ziel muss die Rettung der tatsächlich Verfolgten vor Ort sein sowie Hilfe zur Selbsthilfe. Better trade than aid. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Asyl-Vorschriften entsprechen, zügig abgeschoben werden. Selbstverständlich muss sie auch die heimische Bevölkerung mit Ihren Ängsten ernst nehmen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Sehr geehrte Regierungspolitiker, senden Sie mit einer zu herzlichen Offenheit, die nicht funktioniert, keine tödlichen Signale aus, sondern setzen Sie die Asylpolitik, wie sie derzeit existiert, genauso diszipliniert und konsequent um wie beispielsweise ihre Steuerpolitik! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Eine Asylpolitik, die ihren eigenen Missbrauch duldet, schafft sich ab. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Warum sage ich das, meine sehr verehrten Damen und Herren? – Ich sage das nicht deshalb, weil ich will, dass wir in Europa die Rollbalken herunterfahren und uns abschotten – das ist nicht Sinn und Zweck des vereinten Europa, und ich bin ein überzeugter Europäer. Ich sage das, weil wir die Ängste und Sorgen der Bevölkerung ernst nehmen müssen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach
Deswegen bin ich auch schon gespannt – es gibt auch eine namentliche Abstimmung –, wie meine burgenländischen Kollegen hier bei dem Entschließungsantrag abstimmen werden, denn das ist ein Thema bei uns. Nicht nur, weil nächste Woche Landtagswahlkampf ist, sondern weil es die Menschen im Burgenland bewegt, weil wir das tagtäglich sehen und weil wir auch als seriöse Politiker die Aufgabe haben, einer überbordenden Schlepperkriminalität das Handwerk zu legen (Beifall beim Team Stronach), dabei auch die Polizei zu unterstützen und noch mehr Mittel für die Polizei zur Verfügung zu stellen, weil wir uns mehr Präsenz der Polizisten auf der Straße wünschen. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Deswegen bin ich auch schon gespannt – es gibt auch eine namentliche Abstimmung –, wie meine burgenländischen Kollegen hier bei dem Entschließungsantrag abstimmen werden, denn das ist ein Thema bei uns. Nicht nur, weil nächste Woche Landtagswahlkampf ist, sondern weil es die Menschen im Burgenland bewegt, weil wir das tagtäglich sehen und weil wir auch als seriöse Politiker die Aufgabe haben, einer überbordenden Schlepperkriminalität das Handwerk zu legen (Beifall beim Team Stronach), dabei auch die Polizei zu unterstützen und noch mehr Mittel für die Polizei zur Verfügung zu stellen, weil wir uns mehr Präsenz der Polizisten auf der Straße wünschen. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
den. Es sind 30 Prozent, ich habe es noch einmal kontrolliert. Wir haben es alle im Innenausschuss mitgeschrieben, es wurde so vom Innenministerium mitgeteilt: 30 Prozent berechtigte Asylanträge, 70 Prozent Ablehnung. Ich werde darauf später noch einmal zurückkommen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, Otto Pendl hat recht, wenn er der Polizei, den Polizisten und den Behörden, die von dieser Asylmenge wirklich überwälzt werden, einmal für ihre Leistungen dankt. Was diese Leute leisten, weiß ich als Polizeibeamter, der in einer Abteilung Dienst macht, die auch diesen Bereich zu betreuen hat, sehr wohl zu schätzen. Daher wünsche ich einmal herzlich euch alles Gute und sage vielen Dank für eure Arbeit. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Meine Damen und Herren, das sind die Illusionen, die die Schlepper da unten bei den Menschen wecken und wofür sie irrsinnig viel Geld kassieren. Das ist ein Verbrechen, dagegen gehört angekämpft, und zwar europaweit, weltweit, meine Damen und Herren! (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Meine Damen und Herren, der erste Punkt ist: Wo kriegen die das Geld her? Und das Zweite ist: Mit zwölf Jahren habe ich nicht einfach so 1 000 € eingesteckt. Zumindest mein Sohn hatte das nicht. Daher muss man sich schon fragen, was da dahintersteckt, wie da die Jugendlichen bewusst hergeschickt werden, um dann die Eltern nachzuholen. Das ist das neue System. Die jungen Menschen werden als junge Flüchtlinge betreut und dürfen dann einen Betreuer nachholen. So funktioniert das System. Das gehört sofort abgestellt, meine Damen und Herren. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich möchte Sie auffordern, in diesem Bereich die Hausaufgaben zu machen. Es sind viele Flüchtlinge zu Recht hierhergekommen, für die sollte man Platz haben, und nicht für die, die nur aus wirtschaftlichen Gründen hier sind. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Natürlich sind die Außengrenzen der Union ein Problem, so leck, wie sie sind. Aber wir haben es selbst in der Hand, auch die österreichischen Grenzen temporär hochzuziehen – das ist unser Recht, aber auch Ihre Verantwortung, Frau Bundesminister, die Sie im Sinne der inneren Sicherheit und der österreichischen Bevölkerung wahrzunehmen haben. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Das ist nichts anderes als eine praktische Geld-zurück-Garantie der Schlepper für die geschleppten Personen. Sie können nämlich mittlerweile sagen und sich sicher sein: Wenn ihr mit Booten in Richtung Europa übersetzt, wird euch zumindest irgendwo im Mittelmeer, wenn ihr es nicht selbst schafft, ein Schiff der Europäischen Union aufgreifen und in die Europäische Union bringen. – Damit unterstützt die Union das Geschäft der Schlepper. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Die Politik tut sich leicht, das von oben nach unten zu bestimmen – wenn Sie das machen, Frau Bundesminister, und wenn das ein Landeshauptmann macht. Aber die Bevölkerung hat das zu tragen, und deswegen ist sie auch einzubinden. Diese überhebliche Politik von oben herab, von der Bundesregierung gegenüber der österreichischen Bevölkerung, hat sich aufzuhören! – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schönegger.
Ich kenne Multikulti aus Kanada wirklich gut und fand das unglaublich bereichernd. Es leben in Toronto Menschen aus über 100 Nationen friedlich zusammen, aber die Kanadier machen das anders. Sie respektieren selbstverständlich die Genfer Flüchtlingskonvention, aber ansonsten darf nur kommen, wer das Land weiterbringt – und das sollten wir uns zum Vorbild nehmen. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schönegger.)
Abg. Brosz – zuerst nach rechts, in Richtung Sitzplätze der Abgeordneten des Teams Stronach, dann nach links, in Richtung Sitzplätze der FPÖ-Abgeordneten deutend –: Sind Sie sicher, dass Sie da drüben sitzen und nicht da?
Anstatt dass gutmeinende Politiker mit Unterstützung von so manchen Medien und Künstlern gegenüber der besorgten heimischen Bevölkerung einfach die Rassismuskeule auspacken und schwingen, sollten wir uns besser Gedanken darüber machen, warum überhaupt so viele Menschen aus ihrer Heimat fliehen. (Abg. Brosz – zuerst nach rechts, in Richtung Sitzplätze der Abgeordneten des Teams Stronach, dann nach links, in Richtung Sitzplätze der FPÖ-Abgeordneten deutend –: Sind Sie sicher, dass Sie da drüben sitzen und nicht da?)
Beifall beim Team Stronach.
Die herrschenden Klassen in vielen afrikanischen Ländern, im Nahen und im Fernen Osten sind ja oftmals korrupt und unterdrücken ihre Bevölkerung körperlich und seelisch. Man muss hier auch kritisch hinterfragen, ob nicht der Westen einen Beitrag dazu geleistet hat und immer noch leistet, dass diese Menschen dort überhaupt an der Macht sind. Seit wann besteht denn dieses unfassbare Leid und Chaos in Syrien, in Libyen, im Irak? Hat nicht die westliche Interventionspolitik da auch etwas beigetragen? Oft werden ja Konfliktherde mit Waffen und Geld aus dem Westen am Leben erhalten, zuerst wird die eine Seite unterstützt und dann die andere. Es hat jedenfalls den Anschein, dass die Interventionspolitik mehr Chaos hinterlassen hat, als sie Positives beigetragen hat. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Es ist wirklich höchst an der Zeit, dass sich ganz Europa dessen bewusst wird, dass wir ein begehrter Einwanderungskontinent geworden sind. Wir müssen daher einen Blick in Länder werfen, in denen es funktioniert: nach Kanada, nach Neuseeland, nach Australien; dort kann man sich vielleicht etwas abschauen. Wir brauchen klare und strenge Kriterien, die offen kommuniziert werden müssen (Zwischenruf bei der ÖVP), die gerecht sind, die fair sind und die vor allem auch eingehalten werden müssen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Diese Utopie der Neosozialisten, dass wir Tür und Tor weit öffnen müssen und dann wird alles gut, würde über kurz oder lang anstelle dessen zu Chaos und Bürgerkrieg in Europa führen. In Wirklichkeit führt diese gut gemeinte – davon bin ich überzeugt, dass Sie es gut meinen – Politik der offenen Tür gerade zu Rassismus und Fremdenhass, und das gilt es auf jeden Fall zu vermeiden. (Beifall beim Team Stronach.) Im Gegenteil: Wir wollen keinen Rassismus, wir wollen keinen Fremdenhass. Ich sage sogar: Wir brauchen Einwanderung, aber g’scheit g’macht! – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Amon.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Amon.
Diese Utopie der Neosozialisten, dass wir Tür und Tor weit öffnen müssen und dann wird alles gut, würde über kurz oder lang anstelle dessen zu Chaos und Bürgerkrieg in Europa führen. In Wirklichkeit führt diese gut gemeinte – davon bin ich überzeugt, dass Sie es gut meinen – Politik der offenen Tür gerade zu Rassismus und Fremdenhass, und das gilt es auf jeden Fall zu vermeiden. (Beifall beim Team Stronach.) Im Gegenteil: Wir wollen keinen Rassismus, wir wollen keinen Fremdenhass. Ich sage sogar: Wir brauchen Einwanderung, aber g’scheit g’macht! – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Amon.)
Beifall beim Team Stronach.
Das Problem sind diejenigen Menschen, die vielleicht nur wenig oder kaum Beschwerden haben und die Ressourcen den anderen, die sie dringend benötigen, wegnehmen. Darüber muss man ganz offen reden können und dürfen, sonst tun wir denen, die wirklich Hilfe brauchen, nichts Gutes. Und das vermisse ich in dieser Debatte, weil hier immer wieder Ideologien hineinfließen und man so einfach nicht auf einen grünen Zweig kommen kann, wenn man das zu aufgeheizt und zu antagonistisch betrachtet. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ
Aus meiner Sicht kann man mit einem falschen Altruismus die Sache immer nur noch schlechter machen. Es wird immer schlechter, es wird immer aufgeheizter, und wir helfen in Wirklichkeit niemandem. Wenn wir mit Werbemaßnahmen wie „Offene Grenzen“ und „Der Sozialstaat ist für alle da“ et cetera diese Botschaften in die Welt hinaustragen – wir wissen, die Welt ist vernetzt; sogar die Dritte Welt ist mittlerweile gut vernetzt, dort kommen Botschaften an, sonst würden die Schlepperringe nicht funktionieren –, wenn wir das weiter propagieren, dann tun wir denen, die wirklich Hilfe brauchen, nichts Gutes (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ), wenn wir damit nämlich Leute einladen, hierher zu kommen, die vielleicht auf ihrem Kontinent, in ihrem Land bessere Arbeit leisten können.
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Diesen Mut muss man haben, sich dazu zu bekennen! Deshalb danke ich auch der FPÖ, dass Sie sich heute dieses Themas angenommen hat. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Aus meiner Sicht hat Australien, dem immer wieder vorgeworfen worden ist, es sei unmenschlich, hier wirklich etwas Bahnbrechendes geleistet. Vor Australien ertrinkt niemand mehr, niemand muss mehr vor der australischen Küste sterben! Die Australier haben eine ganz klare Politik gefahren – und fahren sie noch immer. Australiens Premierminister Tony Abbott wurde am Anfang zwar massiv angefeindet, aber er ist bei seiner Linie geblieben, und mittlerweile hat man es geschafft, hat man das Problem im menschlichen Sinn in den Griff bekommen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Das kann ich der EU nur empfehlen. Wir sollten uns in den Begriffen wirklich zu mehr Ehrlichkeit durchringen, denn nur über die Ehrlichkeit kommen wir auch zu einer echten Menschlichkeit. – Danke schön. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Wenn dann von Zahlen die Rede ist, Frau Korun – Sie kommen immer mit irgendwelchen komischen Hirngespinsten daher; Tatsache ist, wir hatten einen Ausschuss, und Sie waren anwesend, sie wollten ein Expertenhearing, das haben die Grünen gefordert –, würde ich mir erwarten, dass Sie zuhören, wenn die Experten etwas sagen. Mag. Taucher vom Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl war dort anwesend und hat gesagt, die Anerkennungsquote liege bei 30 Prozent. Also man muss auch zuhören, wenn man schon ein Expertenhearing verlangt. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Das heißt aber, Frau Korun, im Rückkehrschluss, 70 Prozent werden nicht anerkannt. – Und jetzt, Frau Bundesminister, bin ich bei Ihnen. Was passiert denn mit den 70 Prozent? Warum gibt es denn keine Statistiken darüber, wie viele wirklich abgeschoben werden? Ist es denn nicht so, dass von diesen 70 Prozent nahezu alle restlos hier in Österreich irgendwo in die Illegalität abdriften? Wie hoch sind denn die Abschiebungsquoten? Es kommt doch nicht von ungefähr, dass Sie uns darauf antworten: Keine Statistik vorhanden! – Das ist doch der Wahnsinn, Frau Bundesminister! Es wäre alles viel einfacher, würde man hier konsequent vorgehen, würde man einfach nur die von Ihnen beschlossenen Gesetze auch wirklich einhalten. Würden Sie die Leute abschieben, dann hätten Sie auch wieder Platz. Das tun Sie aber nicht. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Da müssen wir auch einmal ansetzen, denn das ist ein massiver Missbrauch auf dem Rücken kleiner Kinder! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich darf aber Folgendes sagen: Wenn – so wie die Medien heute berichten – auch IS-Attentäter unter diesen Flüchtlingen sind, wenn der Attentäter, der angeblich mit drei Kollegen im Nationalmuseum in Tunis 22 Menschen getötet hat, in der Nähe von Mailand aufgegriffen wurde, dann muss man auch das sehen, Frau Kollegin Korun, und kann das Ganze nicht nur von dieser fürchterlichen, menschlich tragischen Seite sehen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Diese Menschen kommen oft im guten Glauben als Testperson und wollen später ihre Familienmitglieder nachholen, aber das ist ein Irrglaube. Es werden ihnen bis zu 5 000 US-Dollar pro Person abgenommen, damit kriminelle Schlepper gutes Geld verdienen. Und das gehört abgestellt! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Steinbichler – in Richtung Präsident Hofer –: Danke, Herr Präsident!
Da gilt es seitens der UNO, seitens der Europäischen Union, seitens der westlichen Staaten anzusetzen, damit wir die Probleme vor Ort lösen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Steinbichler – in Richtung Präsident Hofer –: Danke, Herr Präsident!)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Marcus Franz (STRONACH): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Werte Kollegen! Zur Einleitung etwas Positives: Ich finde die Zusammenkünfte mit Herrn Minister Ostermayer persönlich immer sehr in Ordnung und wertschätzend. Ich glaube, das muss man auch einmal sagen. Das ist nicht immer so bei politischen Terminen. Danke! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Dem nächsten Tagesordnungspunkt, dem Übereinkommen über Maßnahmen zum Verbot und zur Verhütung der unzulässigen Einfuhr, Ausfuhr und Übereignung von Kulturgut, stimmen wir natürlich zu, auch wenn die Zeit dafür schon ein bisschen spät ist. Aber besser spät als gar nicht. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Dann habe ich den Julius K. Der hat maturiert, ist mit 18 Jahren zum Bundesheer, hat dann bei der Post gejobbt, bis er 20 war, und ist dann in die Gendarmerieschule gegangen. (Abg. Mayer: Was macht der jetzt?!) Der kann nach 42 Arbeitsjahren mit 60 Jahren in Pension gehen. Jetzt erklären Sie mir, ob wir hier nicht wieder eine Altersdiskriminierung haben und ob dieses Gesetz dann wirklich vor dem Europäischen Gerichtshof hält, wenn man es wieder beeinsprucht. Deswegen können wir nicht zustimmen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Jetzt kann ich Sie nur noch ersuchen, meinem Entschließungsantrag zuzustimmen und die Gesetzesvorlage abzulehnen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Demonstratives Gähnen und Heiterkeit bei Abgeordneten von SPÖ und Team Stronach.
Es gibt unendlich viele engagierte Pädagoginnen und Pädagogen, Sie alle kennen die sicherlich auch – junge Lehrer, die beherzt in diesen Beruf hineinstarten. Doch dann muss man sich fragen: Ja, was ist denn los, dass sie nach vier, fünf Jahren frustriert sind und sagen: Ich bin an meiner Grenze!, oft nach einigen Jahren schon? – Das hat natürlich zu tun mit bürokratischer Gängelung, das hat zu tun mit Parteibuchwirtschaft, die viele engagierte Geister an die Wand drückt, das hat natürlich zu tun (Demonstratives Gähnen und Heiterkeit bei Abgeordneten von SPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach. – Abg. Krainer: Ich glaube, das musst du noch einmal wiederholen!
Aber ich weiß schon, die schriftlichen Ermahnungen, das ist es, dass ihr hier mit euer Gnaden Dienststellenleiter drinnen habt, die unangenehme oder mit einer anderen Farbe behaftete Beamte disziplinieren wollen. Darum geht es, darum lehnt ihr diesen Antrag ab. Und das ist eigentlich das Traurige. Diesen kurzen Antrag nicht einmal zu lesen, ist eines Sicherheitssprechers eigentlich unwürdig. – Danke. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach. – Abg. Krainer: Ich glaube, das musst du noch einmal wiederholen!)
Sitzung Nr. 77
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.
Und, Peter Pilz, das ist natürlich auch für dich der Lackmustest. Du hast dich ja mehrere Male hin und her entschieden, wofür du bist. Du hast schlussendlich getwittert: Es gibt keine Kontenöffnung ohne richterlichen Beschluss. Und wir werden die Grünen hier beim Wort nehmen. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.)
Heiterkeit und Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.
Ich habe diesen Tweet gespeichert. Sie sind unter Beobachtung, Herr Pilz, in dieser Frage. Ich werde Sie dokumentieren. (Heiterkeit und Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.) Sie können nicht da heraußen stehen und hier auf Grundrechtsverfechter machen, durch Europa touren und Bürgerrechte – natürlich großartig – vertreten. Ich schätze Ihr Engagement, aber ich hoffe, dass Sie nicht einer Doppelbödigkeit unterliegen. (Abg. Pilz: Fingerabdrücke? Fingerabdrücke?) – Ja, die Fingerabdrücke, das wird das Nächste: Werden Sie Fingerabdrücke im Finanzbereich zulassen? (Abg. Brosz: Das wollt ja ihr! Das steht da drin!) Werden Sie das zulassen oder nicht? Vorratsdatenspeicherung – werden Sie hier mitgehen oder nicht?
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Sechstens: Es braucht eine effiziente und effektive Transfer- und Transparenzdatenbank. Das, was Sie sich vorgenommen haben vor Jahren, Herr Minister – bringen Sie das endlich zu Ende, und lassen Sie sich diese Pläne nicht von irgendwelchen Landesfürsten durchkreuzen, die natürlich weiterhin schamlos ihre Klientel anfüttern wollen, ohne beobachtet zu werden. Das müssen wir beobachten! Warum? – Da geht es um unser Geld. Gläserner Staat, nicht gläserne Bürger – da sollten Sie sich engagieren, da müssen wir Überwachungskameras aufstellen. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.) Wohin geht das Geld? Wohin wird es verteilt? Wer wird damit besonders wohlwollend beschenkt in der Art und Weise, wie Sie in den letzten Jahren Klientelpolitik machen?
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Achtens: klare Regeln für Ausgliederungen. Natürlich brauchen wir klare Regelungen bei Ausgliederungen im öffentlichen Bereich. Warum? – Der Herr Häupl ist da ja das Paradebeispiel, der versteckt ja noch einmal so viel, wie er Schulden hat, in ausgelagerten Bereichen. Beate Meinl-Reisinger hat das öfter aufgezeigt. Das ist unverschämt! Da brauchen wir Transparenz. Da brauchen wir eine Kamera (der Redner hält die Überwachungskamera wieder in die Höhe), die hinschaut, und zwar permanent. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
rinnen im Oktober eine Korrektur verpassen. Diese Haltung „Ich bin ich, und die anderen geht es nichts an“, die werden wir in Wien nicht akzeptieren. Warum? – Weil alle, von den Oberösterreichern, Steirern bis zu den Vorarlbergern, zum Beispiel die Sonderprivilegien bei den Pensionen mitzahlen. Solang wir das mitzahlen, dass bis 2042 die Wiener aus dem geschützten Bereich mit 55 und früher in Pension gehen, so lange haben alle Bürger aller Bundesländer den Anspruch, dass Herr Häupl seine Haftungen offenlegt. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Deswegen sagen wir: Völlige Umkehrung! Das Recht auf Privatsphäre, auf Familienleben ist ein Grundrecht. Wir sind freie Bürger eines freien Landes (Abg. Rädler: Ende!), und wir werden gegen diese Gläsernmachung der Bürger demonstrieren, wo immer wir können. Daher: Stopp dem Überwachungsstaat: Gläserner Staat statt gläserne Bürger! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei FPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach. – Ruf bei der FPÖ: Ordnungsruf!
Präsidentin Doris Bures: Herr Bundesminister, die Aufregung herrscht deshalb, weil es, als persönlicher Vorwurf formuliert, doch, was die Würde des Hauses betrifft, an die Grenzen stößt. (Beifall bei FPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach. – Ruf bei der FPÖ: Ordnungsruf!) Aber Sie haben jetzt das Wort.
Beifall bei Team Stronach und FPÖ. – Abg. Strache: Das ist gut!
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (STRONACH): Geschätzte Frau Präsident! Geschätzte Herren Minister! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Dass das Thema Aufhebung des Bankgeheimnisses ein Thema ist, das wirklich jeden Einzelnen betrifft, zeigt schon, dass diese Sondersitzung von drei Klubs unterstützt wurde: vom Team Stronach, von den NEOS und von zwei Parlamentariern von der ÖVP. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ. – Abg. Strache: Das ist gut!)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Wenn ich meinen Kollegen Vetter anschaue, dann fällt mir ein, wie wir noch gemeinsam eine Pressekonferenz gegeben haben und vehement gegen die Aufhebung des Bankgeheimnisses eingetreten sind. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.
Wir sind völlig anderer Meinung. Dann nämlich, wenn es darum geht, wirklich Skandale aufzuklären im staatsnahen, im politnahen Bereich, im Bereich der Hypo, wenn wir Informationen haben wollen, wie es dazu kommen kann, dass mehr als 20 Milliarden € irgendwo im Sand verschwinden, verhält sich der Staat so. (Die Rednerin hält eine entsprechende Tafel in die Höhe.) Dann wird nichts gezeigt, dann wird alles vertuscht und geschwärzt. Meine geschätzten Damen und Herren! Wir wollen den gläsernen Staat und nicht den gläsernen Bürger! (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Minister, Betrug muss auf jeden Fall bekämpft werden, aber Betrug sollte dort bekämpft werden, wo er entsteht. Wer voriges Wochenende die „Kronen-Zeitung“ gelesen hat, der hat darin lesen können, dass zum Beispiel Ikea bei 2 Milliarden € Reingewinn nur im Promillebereich Steuern zahlt. Dazu sage ich: Diese Betrugs- und Steueroasen sind endlich zu heben! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.
Meine geschätzten Damen und Herren, Sie sollen, ja müssen darüber nachdenken, was Sie da tun, denn: Sie kriminalisieren die Bürger! Diesen Weg kann man nicht unterstützten, und dieser Weg ist einfach wieder zu korrigieren. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.)
Beifall beim Team Stronach.
Den Grünen möchte ich sagen: Wenn Sie vom „Schurkenstaat“ sprechen, so tut mir das persönlich weh, denn ich kenne so viele Leute, die hart arbeiten, so viele Unternehmer, die am Ende des Monats nicht wissen, wie sie die Zahlungen berappen sollten. Und die alle pauschal als Schurken zu bezeichnen, das ist meiner Meinung nach absolut unfair. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Sturm des Vertrauensverlustes ernten. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.
Abgeordneter Heinz-Christian Strache (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Staatssekretärin! Herren Minister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich kenne mich jetzt nach der Rede des Klubobmanns Lopatka nicht mehr aus. Da gibt es den Gigl und den Gogl, und jeder in der ÖVP sagt etwas anderes. Sie vertreten heute hier diese Position, der Herr Schützenhöfer, Ihr Parteiobmann in der Steiermark, sagt etwas völlig anderes, nämlich dass das ja nicht kommen darf. (Abg. Neubauer: Ein gewisser Herr Amon auch!) Also offenbar ist es genau diese Konzeption der nicht geradlinigen Politik, immer wieder vor Wahlen etwas zu versprechen, was man nach der Wahl nicht hält. Genau das ist eine Kontinuität Ihrer Politik. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.
Das ist ein wichtiges Prinzip! Wir haben daher auch ein Volksbegehren dazu angekündigt, da es notwendig ist, hier Druck aufzubauen. So gesehen freue ich mich, dass das heute mit Unterstützung der Oppositionsparteien auch möglich geworden ist, und natürlich hat Klubobmann Strolz recht, wenn er heute durchaus berechtigterweise ein Sittenbild von Rot und Schwarz aufgezeigt hat, das wir ja mit Mobbing und Stalking auf Behördenebene, auf Ortsgruppenebene und auf Gemeindeebene gegen Andersdenkende erleben. Das ist kein Schmäh oder Verfolgungswahn des Herrn Klubobmann Strolz, nein, das ist brutale Realität in diesem Land, die wir gemeinsam abzustellen haben! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Wir haben den Missbrauch, wenn es um Daten geht, wir haben illegale Abhörungen durch Geheimdienste mit dem NSA-Skandal, wir haben Entwicklungen, dass Sie diese Daten natürlich speichern wollen, damit man dann wieder befürchten muss, das geht eh alles eins zu eins zu den diversen Geheimdiensten oder zumindest zur NSA. Wir haben illegale Abhörung, illegale Abspeicherungen bis hin zu der Registrierkassenverpflichtung, über die wir heute auch schon in der Debatte gehört haben, mit der Sie alle Unternehmer einmal sofort unter Generalverdacht stellen, Betrüger zu sein. Ich gratuliere Ihnen zu dieser tollen Vorgangsweise! Sie haben mit Griechenland und Italien wirklich die besten Beispiele ausgewählt, wo die Registrierkassenpflicht gar nichts nützt, aber dort seit Jahren praktiziert wird. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
neuerlicher Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach
Das sind genau diese Muster in unterschiedlichen Bereichen, wie sich der Staat Dinge anmaßt, die ihm nicht zustehen (neuerlicher Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach), bis hin zur Aufhebung des Bankgeheimnisses, das eine gute österreichische Tradition darstellt und wo unterschiedliche Vertreter der Sozialdemokratie und der Österreichischen Volkspartei, als man die erste Aufweichung vorgenommen hat, immer wieder versprochen haben, es wird nicht zu einer Aufhebung kommen, es betrifft nur nichtösterreichische Staatsbürger.
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Und wieder sieht man, dass Sie im Liegen umfallen und Dinge versprechen, die Sie dann nicht halten. Denn das ist natürlich der nächste Schritt in Richtung Aufhebung des guten österreichischen Bankgeheimnisses, wobei Sie ohne richterlichen Bescheid in Wirklichkeit den Rechtsstaat außer Kraft setzen. Und Sie holen sich vielleicht auch noch, wie schon so oft, die Grünen als Mitunterstützer für so etwas nach dem Motto an Bord: Na da setzen wir halt irgendein Gremium ein. Aber Hauptsache der Rechtsstaat wird außer Kraft gesetzt. Da wird man genau achten müssen, wie dann mit Bürgerrechten, wie mit Datenschutzrechten verfahren wird. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Bürger schauen, und wenn es Ersparnisse gibt, die er nicht gestohlen hat, sondern sich durch Lohn und harte Arbeit verdient hat und für die er Steuern gezahlt hat, dann muss er seine Ersparnisse ausgeben, bevor er Anspruch auf Arbeitslosengeld bekommt. Das ist asozial, aber genau in diese Richtung geht es für Sie offensichtlich, wieder einmal den Schutz und die Rechte der Bürger und der Arbeitnehmer mit Füßen zu treten. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Das heißt, das sind alles Entwicklungen in Richtung eines Staates, der die Bürger durchleuchten will, überwachen will, kontrollieren will und unter Kontrolle halten will. Da lacht man dann noch, wenn manche sogar schon darüber nachdenken, nach Abschaffung des Bargeldes vielleicht sogar noch jedem Menschen einen Chip zu implantieren, damit wir keine Pässe und Kreditkarten mehr brauchen, damit wir die totale Kontrolle haben und wissen, wann wer aufsteht und wo er sich bewegt. In Zukunft zahlt man mit dem Chip an der Kasse und hat immer auch gleich alle seine Ausweise dabei. Dann wird gesagt: Er hat ja nichts zu befürchten, weil der große Bruder bewacht einen eh, und wenn er nichts Böses macht, hat er ja nichts zu befürchten. Na gute Nacht! Das sind genau diese unredlichen Begründungen, Entwicklungen und Diskussionsrichtungen, die auf gar keinen Fall stattfinden dürfen. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Da geht es um Freiheit, um Bürgerrechte, um Selbstbestimmungsrechte gegen ein metternichsches Kontrollstaatssystem, das wir ja zum Glück in der Geschichte auch einmal überwunden haben. Aber Sie führen uns dort wieder hin! Genau das brauchen und wollen die Bürger nicht. Was wir brauchen – und das ist vollkommen richtig –, ist der gläserne Staat, dass nämlich alles, was mit öffentlichen Steuergeldern finanziert wird, na selbstverständlich gläsern und transparent zu sein hat und öffentlich gemacht werden muss. Aber nicht so, wie Sie in dem Bereich dann mit Aktenschwärzungen agieren, um alles zu vertuschen und alles zu verdecken, um in Wirklichkeit die eigentlichen Täter dieses Bankenverbrechens damit zu schützen. Das ist genau der falsche Weg, von dem sich die Bürger entsetzt und auch mit Grauen abwenden. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.
Ich habe in den letzten Wochen gerade von ehemaligen Sozialdemokraten und auch Unterstützern und Wählern der ÖVP erlebt, dass sie entsetzt sind, dass Sie sich in diese Richtung entwickeln und alle Ihre Grundsätze über Bord geworfen haben. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.
dem Sie einsparen, und als Erstes werden die Bürger unter Generalverdacht gestellt. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.
Frau Glawischnig, reden Sie bitte mit kleinen Standlern am Meiselmarkt oder bei Jahrmärkten, wie die die Registrierkasse finden! (Abg. Glawischnig-Piesczek: Da bin ich ja nicht dafür!) Und dann sagen Sie mir, ob das wirklich das ist, wo Sie sagen: Na ja, also Arbeitnehmer und Beamte nehmen wir selbstverständlich aus allem raus, aber bei Unternehmern, da schauen wir genauer hin. (Abg. Steinhauser: Das ist ein ganz anderes Thema!) Sie differenzieren nach Ihrer eigenen Moralvorstellung und haben in dieser Frage keine Haltung, und das ist das, was mich empört. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.
Sie werden sich wohl unwohl fühlen und Sie werden vielleicht zu ihm hingehen und sagen, also bitte, Entschuldigung, ich möchte ein bisschen Freiheit auch haben. Wieso kontrollierst du mich so? Und stellen Sie sich vor, Ihr Partner sagt dann, ja, wer nichts zu verbergen hat, hat nichts zu befürchten. Wie fühlen Sie sich dann? Das ist ein Generalverdacht, der hier ausgesprochen wird, und genau unter diesen Generalverdacht stellen Sie die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach. – Abg. Strache: Da ist kein Aufwand groß genug!
Das ist nämlich die jetzige Situation. Sie wollen die Daten der Bürgerinnen und Bürger, aber geben Ihre Daten in keiner Weise her, und das ist eine Imbalance. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach. – Abg. Strache: Da ist kein Aufwand groß genug!)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.
Worum es mir aber hier schon geht, ist noch einmal zu sagen: Für uns ist das eine Frage der Haltung. Herr Klubobmann Schieder hat gesagt, das ist kein Eingriff in die Privatsphäre, er hat, glaube ich, dann sogar gesagt, es ist das Gegenteil. Das ist selbstverständlich ein Eingriff in die Privatsphäre! Die Frage bei solchen Eingriffen in Grundrechte ist immer die Frage der Verhältnismäßigkeit, und aus unserer Sicht ist es hier nicht verhältnismäßig. Das ist eine grundlegende Haltung, die wir haben und die wir auch nicht verlassen werden, wenn es uns vielleicht einmal in unsere eigene Moralvorstellung passt. Und das ist der Appell an die Grünen. – Danke sehr. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Ruf bei der FPÖ: Richtig!
Sehr geehrte Regierungsvertreter, das klingt nach den allerletzten Geschützen. Mit der Abschaffung des Bankgeheimnisses wird den Bürgern die letzte Privatsphäre genommen. Die Erfassung aller Firmenkonten und privaten Konten in einem Register und Einblick ohne richterlichen Beschluss, das ist schlicht und ergreifend unzumutbar! (Beifall beim Team Stronach. – Ruf bei der FPÖ: Richtig!)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie des Abg. Strolz. – Ruf bei der FPÖ: Richtig!
Um Terrorismus- und Geldwäschebekämpfung geht es dabei gar nicht, denn wir haben schon gehört: In Deutschland gibt es seit 2005 ein Kontenregister, und die Zahlen der deutschen Aufsicht zeigen, dass nur 4 Prozent der knapp 300 000 Kontoabfragen für den Zweck der Terrorismus- und Geldwäschebekämpfung verwendet werden. Alles andere ist reine Schnüffelei im Steuerakt ohne richterliche Kontrolle. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie des Abg. Strolz. – Ruf bei der FPÖ: Richtig!)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie des Abg. Strolz. – Abg. Strache: Das ist absolut richtig!
Gerne zitiere ich in diesem Zusammenhang den ehemaligen ÖVP-Nationalrat Michael Ikrath. Er sagte: „Der gezielte Angriff auf das Bankgeheimnis ist Ausdruck des tiefen Misstrauens der Politik und weiter Teile der Gesellschaft gegen finanzielle Unabhängigkeit, Vermögensbildung und materielle Erfolge von Leistungsträgern.“ (Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie des Abg. Strolz. – Abg. Strache: Das ist absolut richtig!)
Beifall bei Team Stronach, FPÖ und NEOS.
Die Sozialisten in allen Parteien spielen hier auf dem Neidklavier, anstatt auf die Leistung der Bürger zu setzen. Apropos Sozialisten, ich zitiere auch sehr gerne Hannes Androsch. Auch er kritisiert die Abschaffung des Bankgeheimnisses scharf. Er sagt: „So landen wir in einem Überwachungs-, Bespitzelungs- und Vernaderungsstaat.“ (Beifall bei Team Stronach, FPÖ und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Liebe ÖVP, liebe SPÖ! Hört auf eure Weisen, die ihr in der Partei habt! Wo bleiben die Freiheit, die Leistungsgerechtigkeit und das Ideal der solidarischen Hochleistungsgesellschaft? (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Strache: Der fleißige Arbeiter ist grundsätzlich ein Verbrecher – oder wie?
Schaffen Sie nicht ein Klima, wo Besitz, Vermögen und Eigentum als etwas Anrüchiges gelten, seien Sie doch froh, dass es Menschen in unserem Land gibt, die fleißig arbeiten und sich etwas ansparen! Das ist durch diese Riesensteuerlast ohnehin praktisch unmöglich geworden. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Strache: Der fleißige Arbeiter ist grundsätzlich ein Verbrecher – oder wie?)
Beifall beim Team Stronach.
Noch ein Appell: Lassen Sie den Menschen die Nachbarschaftshilfe! Wir wissen alle, dass es da Grauzonen gibt. Ja, das ist so und das ist auch nicht korrekt. Aber seien wir ehrlich, ohne diese großzügige Nachbarschaftshilfe würde die Hälfte der Häuser in Österreich gar nicht stehen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker.
Es hat den Anschein, dass durch dieses Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetz die Großbanken ihre schlechten Kredite einfach an den Bund, sprich an die Steuerzahler, weitergereicht haben. Die Verluste sind also dem Steuerzahler zugeflossen, und es kann und darf nicht sein, dass die Steuerzahler für schlecht geführte Unternehmen, die dann pleitegehen, haften müssen! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn es um Steuergeld geht, sehr geehrte Regierung, dann darf es keinen Datenschutz geben, aber wenn es um das versteuerte Geld der Bürger geht, brauchen wir den Datenschutz. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Bei einer SPÖ ohne große Köpfe wie Androsch und Gusenbauer ist sowieso Hopfen und Malz verloren, aber, lieber Marcus Franz, lieber Georg Vetter, dreht mir die ÖVP um! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.
Abgeordneter Herbert Kickl (FPÖ): Frau Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Kollege Auer übt sich schon als Oppositioneller. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Es gibt ein Beispiel dafür: Wenn wir als Volksvertreter hier herinnen im Auftrag der Bevölkerung zum Beispiel wissen wollen, ob ein Regierungsmitglied, zum Beispiel der österreichische Bundeskanzler, zum Beispiel an einem Treffen wie zum Beispiel diesem Bilderberg-Treffen, das gegenwärtig in Tirol stattfindet und uns Millionen an Kosten für die Überwachung verursachen wird, teilnimmt, wenn wir wissen wollen, was dort geredet wird – vielleicht geht es um Umverteilung, Herr Kollege Schieder oder Herr Kollege Krainer, vielleicht bläst man dort sozusagen zum Kampf für Gerechtigkeit –, dann werden wir, Kontrollorgane dieser Regierungsmitglieder, abgeschasselt, indem man sagt, das geht euch nichts an, das ist privat. Also dort steht der Privatraum total im Mittelpunkt, dort beruft man sich auf jene Privatsphäre, die man den Menschen in diesem Land nicht geben will. Das ist ein interessanter Unterschied. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Meine Damen und Herren von ÖVP und von SPÖ, bitte, das war kein Lob, keine Anerkennung, die Rousseau da ausgesprochen hat, sondern das ist als Anklage zu verstehen für einen Zustand, der unhaltbar ist. Hören Sie also auf, die Menschen mit Ihren Spitzelmethoden, mit ihrem Hineingreifen in das Privateste des Privaten an die Kette zu legen! (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn wir jenen Leuten, die noch den Mut haben, ein Unternehmen zu führen, jenen Leuten, die noch die Bereitschaft haben, etwas zu unternehmen, etwas zu gestalten, unterstellen, dass sie Steuerhinterzieher sind, dann schadet das nachhaltig diesem Wirtschaftsstandort Österreich, dann ist niemand mehr bereit, etwas zu unternehmen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir lehnen diese Kriminalisierung der Bürger, wir lehnen diese Kriminalisierung der Unternehmer ganz deutlich ab! Wir wollen freie Bürger! Wir wollen freie Unternehmer! Wir wollen ein Land, in dem das Leben, das Wirtschaften, das Arbeiten Freude macht! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei NEOS und Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Herr Finanzminister, ich kann Ihnen zum Abschluss nur Folgendes mitgeben: Richten Sie diese Kameras bitte auf die Konten des Staates, denn die Konten des Staates brauchen Transparenz, nicht die Konten der Bürger. – Danke. (Beifall bei NEOS und Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei NEOS und Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Brosz.
Was bleibt übrig von diesem Tag? – Zum einen: Wir konnten die Grünen in den letzten drei Wochen bewegen und haben sie heute festgelegt: Keine Kontoeinschau ohne richterlichen Beschluss! Die Grünen sind festgelegt; wir nehmen euch beim Wort. (Beifall bei NEOS und Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Brosz.) Wir nehmen euch beim Wort, denn ihr wart nicht immer auf der Position. Ihr wart Flip-Flopper: 360-Grad-Wendung innerhalb von 24 Stunden und dann noch einmal zurück. Wir nehmen euch beim Wort.
Beifall bei NEOS und Team Stronach.
Eines noch an die Grünen: Ich hoffe, dass das, was ihr heute zumindest für euch festgelegt habt, auch für Freiberufler, EPUs, kleine und mittlere Unternehmen hält. Denn: Eva Glawischnig, was du gemacht hast, dass du sagst, na ja, bei den Unternehmern müssen wir vielleicht schon eine andere Regelung treffen, vielleicht ohne richterlichen Beschluss – das wird mit uns nicht möglich sein! (Abg. Glawischnig-Piesczek: ... Veranlagung!) Da werden wir natürlich den Finger in die Wunde legen, wann immer Sie hier durch diese Hintertür gehen. Wir werden Ihnen, wenn Sie den nächsten Flip-Flop hinlegen, die Schuhe nehmen, dann müssen Sie barfuß weitertanzen. (Beifall bei NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, das sind die Fakten, und das ist für mich nicht verständlich. Wenn ihr zur FPÖ gegangen wärt, hätte ich es verstanden – aber nicht zur ÖVP! (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Sitzung Nr. 79
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (STRONACH): Geschätzte Frau Präsident! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Wir nähern uns diesem Thema nicht, um politisches Kleingeld zu schlagen (Abg. Schwentner: Ha, ha, ha! Das ist der Scherz des Tages!), sondern um eine gegebene Problemsituation, eine Problemstellung offen und ehrlich anzudiskutieren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Rädler: Mit diesen Ansichten können Sie nicht überlaufen!
Meine geschätzten Damen und Herren, der Leiter des Zentrums hat auch gesagt, eine Asylindustrie, eine Schleppermafia sorgt dafür, dass die Menschen herkommen. Das heißt, kein Einziger würde von sich aus herkommen, gäbe es diese Schlepperindustrie nicht. Das ist Menschenhandel, das sind kriminelle Handlungen auf höchster Ebene, und ich sage Ihnen, dagegen kämpfen wir! Das wollen wir nicht, diese Kriminalität muss unterbunden werden. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Rädler: Mit diesen Ansichten können Sie nicht überlaufen!)
Beifall beim Team Stronach.
Frau Innenminister, Sie haben zu spät reagiert, Sie sehen diese Flut, diese Ströme nicht, Sie sehen nicht, dass Tag für Tag mehr Menschen nach Österreich kommen. Allein nach Traiskirchen kommen Tag für Tag 300 Menschen – 300 Menschen, für die man nicht einmal ein Quartier hat! Dort gibt es mit gestrigem Tag 2 952 Asylwerber, 1 820 feste Betten, 480 Personen sind im Zeltdorf untergebracht, und der Rest liegt auf der Wiese, der Rest geht dann, wenn es regnet, irgendwo in eine Garage. Ich glaube, das sind Zustände, mit denen niemand hier zufrieden sein kann. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren, wer das Asylrecht erhalten will, der muss dessen Missbrauch bekämpfen. Es handelt sich da um Schlepperkriminalität, und wir sind gefordert, etwas dagegen zu unternehmen. Frau Minister, es ist höchste Zeit, dass wir in Österreich temporär die Grenzen dichtmachen, dass wir strenge Kontrollen durchführen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Rädler – in Richtung Team Stronach –: Viele seids ihr nicht mehr!
Was macht die Regierung? Was machen Sie, anstelle zu schauen, dass die Menschen hier Arbeitsplätze vorfinden? – Sie als Regierung kriminalisieren die Leute, Sie kriminalisieren die Unternehmer, Sie machen den Bürger gläsern, Sie stellen jeden einzelnen Bürger unter Betrugsverdacht, Sie lüften das Bankgeheimnis mit einem einzigen Ziel, nämlich jenem, das Vermögen jedes Einzelnen zu erfassen, einen Vermögensschnitt vorzunehmen, eine Vermögensbesteuerung einzuführen und so weiterzuwurschteln, wie Sie es bisher gemacht haben. Dagegen wehren wir uns. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Rädler – in Richtung Team Stronach –: Viele seids ihr nicht mehr!)
Beifall beim Team Stronach. – Die Abgeordneten der ÖVP halten Tafeln mit der Aufschrift „EU-Quote jetzt!“ und „Solidarität jetzt!“ sowie mit dem ÖVP-Logo und der Aufschrift „ÖVP-Parlamentsklub“ in die Höhe. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Grünen, Team Stronach und ÖVP.
Ich nenne Ihnen unsere Sicht, unsere Positionen: ein klares Ja zur Asyltradition, ein klares Ja zur Hilfestellung für jene, die es wirklich brauchen, aber nur für Kriegsflüchtlinge, für Menschen, die verfolgt werden, für Menschen, deren Leben in Gefahr ist, und ein klares Nein zu Wirtschaftsflüchtlingen! (Abg. Lopatka: Aber europaweit!) – Aber europaweit! (Beifall beim Team Stronach. – Die Abgeordneten der ÖVP halten Tafeln mit der Aufschrift „EU-Quote jetzt!“ und „Solidarität jetzt!“ sowie mit dem ÖVP-Logo und der Aufschrift „ÖVP-Parlamentsklub“ in die Höhe. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Grünen, Team Stronach und ÖVP.)
Neuerliche Zwischenrufe bei Team Stronach und Grünen in Richtung der Abgeordneten der ÖVP, die nach wie vor Tafeln in die Höhe halten. – Abg. Schönegger: Wir haben neuen Schwung im Klub!
EU-Quote: ja, aber aufgeteilt nach der Personenanzahl – wir haben 1,6 Prozent der Bevölkerung, wir nehmen 1,6 Prozent der Flüchtlinge auf – und nicht nach Sozialstandards oder nach dem Bruttoinlandsprodukt! (Neuerliche Zwischenrufe bei Team Stronach und Grünen in Richtung der Abgeordneten der ÖVP, die nach wie vor Tafeln in die Höhe halten. – Abg. Schönegger: Wir haben neuen Schwung im Klub!) Bauen wir keine Zeltstädte in Österreich, sondern bauen wir Zeltstädte im Umfeld von Kriegsgebieten! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
EU-Quote: ja, aber aufgeteilt nach der Personenanzahl – wir haben 1,6 Prozent der Bevölkerung, wir nehmen 1,6 Prozent der Flüchtlinge auf – und nicht nach Sozialstandards oder nach dem Bruttoinlandsprodukt! (Neuerliche Zwischenrufe bei Team Stronach und Grünen in Richtung der Abgeordneten der ÖVP, die nach wie vor Tafeln in die Höhe halten. – Abg. Schönegger: Wir haben neuen Schwung im Klub!) Bauen wir keine Zeltstädte in Österreich, sondern bauen wir Zeltstädte im Umfeld von Kriegsgebieten! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wie gesagt, Herr Minister Hundstorfer spricht von einem EU-weiten Best-Practice-Beispiel; wir seien Best Practice. – Ich bitte um ein Best-Practice-Beispiel im Bereich der Beschäftigung – 400 000 Arbeitslose sind eindeutig zu viel! – und ebenso um ein Best-Practice-Beispiel im Umgang mit Asylwerbern, um den sozialen Frieden und die soziale Akzeptanz in Österreich auch weiterhin zu gewährleisten. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Gleichzeitig haben wir die Tatsache, dass 70 Prozent aller Flüchtlinge hier überhaupt keinen Asylstatus bekommen. 70 Prozent sind in Wirklichkeit Wirtschaftsflüchtlinge, sind Menschen, die einfach nach Österreich einwandern wollen. Das ist Tatsache, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.) – Und das sind nicht die Zahlen der „bösen“ FPÖ, das sind die Zahlen, die wir im letzten Innenausschuss von Herrn Mag. Taucher gehört haben; das ist der Chef – für die Zuseher – vom Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl. Das sind offizielle Zahlen der Bundesregierung. Nur 30 Prozent sind im Jahr 2015 überhaupt anerkennungswürdig.
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Rädler: Übernahmekandidat!
Abgeordnete Dr. Jessi Lintl (STRONACH): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Minister! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Ja, Frau Minister, alle Maßnahmen, die Sie vorhin genannt haben, hätten Sie während Ihrer Amtszeit schon längst umsetzen können. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Rädler: Übernahmekandidat!)
Beifall beim Team Stronach.
Das Schleppergeschäft funktioniert mittlerweile wie ein Reisebüro: Wer mehr bezahlt, bekommt einen bequemeren Weg nach Europa. (Ruf bei den Grünen: Bequem?! – Zwischenruf des Abg. Darmann.) Flüchtlingen, die den Kriegswirren in ihren Heimatländern entkommen sind, steht nach der Genfer Konvention Unterstützung zu – aber bitte, meine Damen und Herren, nach dem Dublin-Abkommen (Ruf bei der ÖVP: Gesinnung!) dürfte es gar keine Flüchtlinge in Österreich geben, denn alle waren vorher schon in einem sicheren Drittstaat. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Darmann.
Hier sind die Aufnahmezentren überfüllt, und die Bevölkerung zeigt leider nicht mehr viel Hilfsbereitschaft, weil illegale Migranten, großteils aus Afrika, und scharenweise junge Männer – und nicht Familien – bereits alles blockieren. Dabei sollten Kriegsflüchtlinge Priorität haben. Was hier geschieht, ist ein großräumig angelegter Missbrauch unseres Asylrechts durch illegale Wirtschaftsflüchtlinge. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Darmann.)
Beifall beim Team Stronach.
Frankreich kontrolliert die Grenze zu Italien, auch Großbritannien hat die Gangart verschärft. Und wie reagiert die EU? – Sie diskutiert über Quoten und wird auch beim nächsten Treffen wieder keinen Beschluss fassen. Das ist einfach lächerlich. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Apropos Abschiebungen verhindern: Im „Südwind-Magazin“ wird eine Anleitung zur Verhinderung rechtsstaatlich geprüfter, gesetzeskonformer Abschiebungen per Flugzeug gegeben. Die Leser werden dazu aufgerufen, eine Amtshandlung zu verunmöglichen, die Bürger sollen sozusagen als Hilfssheriffs agieren. Bemerkenswert dabei ist, dass das „Südwind-Magazin“ mit dem Steuergeld österreichischer Bürger aus dem Budget für österreichische Entwicklungszusammenarbeit gefördert wird. Es ist also ein doppelter Missbrauch, und ich werde dazu heute noch eine Anfrage einbringen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Rädler: Die nimmt nicht einmal der Karl Schnell!
Die Zahl Asylsuchender und illegaler Migranten wird über den Sommer zunehmen, das ist klar. (Abg. Rädler: Karl Schnell !) Ich fordere die Bundesregierung auf, politisch Verfolgten aus Kriegsgebieten die nötige Unterstützung zukommen zu lassen, aber so rasch wie möglich Maßnahmen zu setzen, die geeignet sind, die illegale Migration zu verhindern. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Rädler: Die nimmt nicht einmal der Karl Schnell!)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Anders kann man diese Entwicklung, die sich bei uns gerade abspielt, nicht nennen. 192 000 Asylanträge hat es in der Zeit von 2004 bis 2014 gegeben, und sage und schreibe 146 000 davon sind von österreichischen Gerichten rechtskräftig abgewiesen worden – 80 Prozent Abweisungsquote. Ich hoffe, dass wir doch eines außer Zweifel stellen können, nämlich die Integrität der österreichischen Gerichte, die mit Sicherheit unabhängig sind und auf Basis unserer Gesetzeslage prüfen, ob ein Verfolgungsgrund vorliegt oder nicht. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Steinhauser: Das ist Ihr Problem!
Abgeordneter Christoph Hagen (STRONACH): Frau Präsident! Frau Bundesminister! Hohes Haus! Ich bin vor ein paar Tagen bei der ÖVP-Zentrale vorbeigelaufen und da ist mir eine Fahne aufgefallen, auf der steht: „Zuhören. Verstehen. Umsetzen.“ – Frau Bundesminister, ich habe Ihnen vorhin zugehört, ich habe Sie nicht verstanden und habe nicht gesehen, wo Sie etwas umsetzen. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Steinhauser: Das ist Ihr Problem!)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Liebe Damen und Herren von den „GrünInnen“, wissen Sie, wer das gesagt hat? – Das hat Frau Katharina Wiesflecker, grüne Landesrätin in Vorarlberg, gesagt. Meine Damen und Herren, da haben Sie den Beweis! Frau Schwentner, weil Sie vorhin gesagt haben, dass das mit all dem nichts zu tun hat: Hier haben Sie den Beweis schwarz auf weiß! (Der Redner hält eine Kopie des erwähnten Artikels in die Höhe.) Ihre Landesrätin bestätigt das, was wir in unserer Aktuellen Stunde ansprechen möchten. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.) Nehmen Sie das zur Kenntnis! Dieses Doppelspiel der Grünen ist wirklich nicht mehr erträglich!
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Königsberger-Ludwig: Erbärmlich! – Abg. Steinhauser: Intellektueller Tiefflieger!
Wir brauchen niemanden sterben zu lassen, wir können die Leute natürlich betreuen, aber die Frage ist immer das Wie. Im Ausland Werbung zu machen, damit alle zu uns kommen, das ist der falsche Weg! (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Königsberger-Ludwig: Erbärmlich! – Abg. Steinhauser: Intellektueller Tiefflieger!)
Beifall bei Grünen, NEOS und Team Stronach. – Abg. Strolz: Letztklassig! Immer wieder letztklassig!
Ich habe mir das Stenographische Protokoll der Rede des Abgeordneten Dr. Scherak aus der Debatte der Aktuellen Stunde kommen lassen, weil ich einen Zwischenruf nicht eindeutig zuordnen konnte. Da mir aber jetzt das Protokoll dieser Debatte vorliegt, erteile ich Herrn Abgeordnetem Rädler für den Zwischenruf „Oligarchensöldner!“ einen Ordnungsruf. (Beifall bei Grünen, NEOS und Team Stronach. – Abg. Strolz: Letztklassig! Immer wieder letztklassig!)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (STRONACH): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Das Arbeitsmarktpolitik-Finanzierungsgesetz ist etwas Sinnvolles, dem wir selbstverständlich unsere Zustimmung geben werden. Es ist sinnvoll, in Zeiten, in denen es mehr als 400 000 Arbeitslose in Österreich gibt, die Gruppe 50 plus besonders zu unterstützen und diesen Menschen die Möglichkeit zu geben, am Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen. Daher unsere volle Unterstützung in diesem Bereich. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ansetzen müssen wir aber bei der Ursache, das heißt, wir müssen schauen, dass in Österreich wieder junge Menschen motiviert sind, Unternehmer zu werden. Wir brauchen eine Wirtschaft ohne Bürokratie! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Peter Wurm.
Die rot-schwarze Regierung geht in den letzten Jahren einen Weg – das zieht sich wie ein roter Faden durch –, dass jene, die arbeiten, bestraft werden – die haben immer weniger Geld im Geldbörsel –, dass die Unternehmer schikaniert werden und dass auch Pendler, das sind nämlich jene Personen, die bereit sind, Tag für Tag stundenlang zum Arbeitsplatz zu fahren, auch noch draufzahlen. Dagegen wehren wir uns. Wir wollen, dass Pendler solche Rahmenbedingungen haben, dass die Kilometer, die sie tatsächlich fahren, auch voll steuerlich absetzbar sind. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Peter Wurm.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Wir wollen dafür Sorge tragen, dass der ländliche Raum nicht nur eine große Vergangenheit hat, sondern auch eine Zukunft. Deshalb: Stärkung des ländlichen Raums! (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Daher: kilometerabhängiger Pendlerabsetzbetrag, volle Unterstützung für Pendler, damit der ländliche Raum eine Zukunft hat. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall und Bravoruf beim Team Stronach.
Aus diesem Grund unterstützen wir auch den Antrag, den unser einstiger Kollege Marcus Franz eingebracht hat, und ich bin mir ganz, ganz sicher, dass auch die ÖVP diesen sinnvollen Antrag unterstützen wird und Marcus Franz ausreichend Zeit finden wird, ihn hier zu begründen, damit wir gemeinsam diese sinnvolle Maßnahme beschließen können. (Beifall und Bravoruf beim Team Stronach.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Ich möchte auch noch sagen, dass wir dem Abänderungsantrag der Kollegin Lichtenecker, den sie, glaube ich, heute unter diesem Tagesordnungspunkt auch noch einbringen wird, natürlich beipflichten werden und unsere Zustimmung erteilen. Und ich bitte Sie, auch in dieser Hinsicht: Denken Sie einmal an diejenigen, die Arbeitsplätze schaffen! Es ist nicht die Regierung, es sind die Unternehmer. Und solange Sie die Unternehmer nicht entfesseln, solange Sie das System nicht endlich entbürokratisieren, wird es ihnen noch schwerer fallen, Arbeitsplätze zu schaffen. – Danke vielmals. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Bravorufe beim Team Stronach.
Jeder von uns weiß, dass wir viel zu tun haben, insbesondere im Sozialversicherungsbereich. Wir müssen ganz einfach auch hier im Hohen Haus eine offene Diskussion über die Struktur der Sozialversicherungen in Österreich führen. (Demonstrativer Beifall des Abg. Steinbichler.) Haben wir in Zeiten wie diesen mit 21 Sozialversicherungsträgern in Österreich nicht doch zu viele? Reichen ein paar wenige oder reicht überhaupt nur eine Krankenkasse für ganz Österreich? (Bravorufe beim Team Stronach.) – Darüber sollten wir offen diskutieren, denn ich glaube, dass da ein strukturelles und finanzielles Potenzial vorhanden ist.
Abg. Brosz: Im Team Stronach macht man Reanimation und in der ÖVP reicht Erste Hilfe!
Ich bin mir sicher, dass ich meine eigene Fraktion bald überzeugt haben werde, und ich glaube, wir werden dieses Projekt mit den bekannten guten freiwilligen Hilfsorganisationen – Rotes Kreuz zum Beispiel – umsetzen können. (Abg. Brosz: Im Team Stronach macht man Reanimation und in der ÖVP reicht Erste Hilfe!) Das Rote Kreuz steht bereit und will und wird diese Schulung mit uns machen.
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren, die Kosten im Sozialbereich explodieren. Wir haben nichts mehr zu verschenken. Wenn wir uns den Pensionsbereich anschauen, dann explodierten sie schon von 1995 bis 2013 von 18 auf 41 Milliarden. Und wenn wir uns die Alterspyramide vor Augen führen und sehen, dass immer weniger junge Menschen in das System einzahlen, dann ist es höchste Zeit für ein faires, transparentes System, das alle Menschen gleich behandelt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker.
In diesem Sinne: Ein klares Ja zum Pensionsmonitoring. – Ein herzliches Dankeschön für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Die können es nicht vererben, so schaut es aus!
Es ist nicht fair, wenn jemand vier Jahre Minister war und ungeachtet dessen, was er vorher gemacht hat, ungeachtet dessen, wie viel er vorher eingezahlt hat, 80 Prozent des Letztbezuges bekommt und das auch noch an seine Nachkommen beziehungsweise an seine Frau vererben kann. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Die können es nicht vererben, so schaut es aus!)
Beifall beim Team Stronach.
Diese Anpassungen, die Sie gemacht haben, Herr Minister, sind Makulatur. Da können Sie dem Bezieher einer Mindestpension nicht einmal aufrecht in die Augen schauen. Daher: Stehen Sie auf, sorgen Sie für Gerechtigkeit! Ich glaube, das ist von einer sozialistischen Partei zu erwarten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Katzian: Sagt jemand, der sich kaufen hat lassen von einem Millionär! – Rufe bei SPÖ und ÖVP: Genau! Genau!
Genau darum geht’s, um nichts anderes. Es geht um Fairness, darum, dass sich Einzelne aus dem System mehr herausholen, als Ihnen zusteht. Mir geht es nicht darum, zu sagen, 5 000 € an Pension ist zu viel. (Abg. Moser: Danke schön!) Wenn sich jemand die 5 000 € verdient hat, indem er in das System entsprechend eingezahlt hat, soll es so sein. (Abg. Moser: Das haben wir eh schon gehört! Bitte setzen Sie sich!) Aber wir sprechen von all jenen, die nicht einmal einen Bruchteil dessen eingezahlt haben, was sie sich herausholen. Über die wollen Sie aber nicht sprechen, denn das sind Ihre Freunde – von Ihnen von der SPÖ und vor allem von Ihnen von der ÖVP. Das sind Ihre Freunde, das sind jene, die wirklich mächtig sind in diesem Land, das sind die Spitzenpensionisten, und die wollen Sie natürlich nicht verlieren. Deshalb machen Sie ihnen die Mauer und verraten all jene, die die Mindestpension kassieren – und das ist schändlich! (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Katzian: Sagt jemand, der sich kaufen hat lassen von einem Millionär! – Rufe bei SPÖ und ÖVP: Genau! Genau!)
Beifall beim Team Stronach.
0,6 Prozent Energieeinsparung pro Jahr mal 15, mal 20 Jahre ergeben mehr als ein Zehntel Gesamtenergieeinsparung. Diese per Gesetz verordnete Einsparung ist so bereits laufend – ohne jegliches Zutun von Bürokraten – ohnehin im Gange. Man sollte lieber auf den technischen Fortschritt vertrauen als wiederum die Bürokratiekeule zu schwingen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Es braucht keine planwirtschaftlichen, bürokratischen Steuerungen oder zusätzliche Belastungen für die Unternehmer und auch nicht für die privaten Haushalte. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn wir also weniger Wirtschaftswachstum haben und weniger Bevölkerungswachstum haben, brauchen wir weniger Energie. Also hoffentlich ist das keine selbsterfüllende Prophezeiung – wir wollen mehr Wirtschaftswachstum, wir wollen mehr Bevölkerungswachstum. (Abg. Pirklhuber: Entkoppeln muss man es vom Energieverbrauch!) Wir brauchen Arbeitsplätze, gesunde Unternehmen, die selbstverständlich im eigenen Interesse energieeffizient produzieren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
müssen schließlich wettbewerbsfähig sein, und wir können genauso auf das Energiebewusstsein der Bürger, der Konsumenten, der Stromkunden vertrauen, denn die müssen die Rechnung am Ende des Tages bezahlen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS.
Die ÖVP hat unzählige Wahlversprechen einfach gebrochen. Wie hat sich das vor der Wahl noch angehört vom damaligen Vizekanzler Spindelegger: Keine neuen Steuern. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS. – Rufe bei der FPÖ: Richtig!
Ich sage Ihnen etwas: Ich bin froh, dass die NEOS diesen Neuwahlantrag der FPÖ wieder aufs Tapet gebracht haben. Es gibt hundert Gründe, warum er heute durchgehen sollte. Ich würde mich über Ihre Unterstützung freuen, denn ich denke schon, dass Neuwahlen Probleme lösen, und zwar den gordischen Knoten dieser Regierungsverweigerer. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS. – Rufe bei der FPÖ: Richtig!)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Was Spindelegger noch als „Entfesselung der Wirtschaft“ angesprochen hatte, wurde zu einer Knebelung. Wir haben, wenn ich an Finanzminister Schelling denke, ihm wirklich Vorschusslorbeeren gegeben. Wir waren der Meinung, das ist jetzt jemand aus der Wirtschaft, der etwas für Unternehmer tun wird – und ich sage Ihnen: Wir sind zutiefst enttäuscht, weil genau das Gegenteil eingetreten ist! (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Jetzt geht es in eine Richtung, die wir nicht unterstützen, wenn etwa das Bankgeheimnis fallen soll, wenn Unternehmer kriminalisiert werden sollten – Registrierkassenpflicht, vieles, was für Unternehmer absolut schädlich ist. Da bin ich bei Ihnen.
Beifall beim Team Stronach.
Ich freue mich schon darauf, wenn wir hier in diesem Plenum die Verantwortlichkeiten der unterschiedlichen Parteien diskutieren werden, und ich kann Ihnen heute schon sagen: Wir vom Team Stronach waren nirgends dabei, unsere Weste ist weiß! (Beifall beim Team Stronach.) Aber einige wollen wahrscheinlich, dass es hier nicht zur Aufklärung kommt. – Ich danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Höfinger: Das Mandat ist dann weg, aber die Weste ist weiß!)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Höfinger: Das Mandat ist dann weg, aber die Weste ist weiß!
Ich freue mich schon darauf, wenn wir hier in diesem Plenum die Verantwortlichkeiten der unterschiedlichen Parteien diskutieren werden, und ich kann Ihnen heute schon sagen: Wir vom Team Stronach waren nirgends dabei, unsere Weste ist weiß! (Beifall beim Team Stronach.) Aber einige wollen wahrscheinlich, dass es hier nicht zur Aufklärung kommt. – Ich danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Höfinger: Das Mandat ist dann weg, aber die Weste ist weiß!)
Beifall beim Team Stronach.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das sind Zahlen, Daten und Fakten aus dem Jahr 2015. Dies zeigt, dass wir hier vor einem großen Problem stehen und ein großes Problem haben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
den Tisch legen können, denn das, was hier zugemutet und gefordert und dort eben auch schon umgesetzt wird, ist wirklich haarsträubend. Das darf bei uns sicher nicht umgesetzt werden! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die mittlerweile hoch professionellen Schlepperorganisationen spielen eine Schlüsselrolle bei den Flüchtlingsdramen. Sie sind gnadenlose Ausbeuter, die die Menschen völlig ungeschützt und desorientiert aussetzen. Die maroden Boote werden teilweise gezielt versenkt oder von den sogenannten Besatzungen verlassen, und somit werden die Menschen ihrem Schicksal überlassen. Diese verantwortungslosen Schlepper sind mit schuld am Tod tausender Flüchtlinge. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP, NEOS und Team Stronach.
Das hat die Freiheitlichen nicht davon abgehalten, dort zu hetzen und dort so zu tun, als wären Flüchtlinge ein Sicherheitsproblem. Und ich sage Ihnen, dieses Foto, auf dem man sieht, wie die Freiheitlichen dort mit ihren Plakaten eine Flüchtlingsfamilie mit Kindern begrüßt haben, spricht mehr als tausend Worte über die Art und Weise, wie Sie hier agieren. Sie sollten sich wirklich schämen! (Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP, NEOS und Team Stronach.)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ sowie Beifall bei ÖVP, Grünen, NEOS und Team Stronach.
Anstatt sich zu entschuldigen für diese Art und in einer konstruktiven Art und Weise mit Flüchtlingen umzugehen, wo es überhaupt kein Problem gibt und wo darauf geachtet wird, dass das gut funktioniert, wo es von der Bevölkerung diese Hilfsbereitschaft gegeben hat – woher ist denn das Wintergewand für die Flüchtlinge gekommen, woher sind denn die Kinderspielsachen gekommen, außer von der Bevölkerung dort? –, anstatt hier für positive Stimmung zu sorgen, hetzen Sie gegen diese Menschen. Schämen Sie sich! (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ sowie Beifall bei ÖVP, Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Rufe bei den Grünen – in Richtung ÖVP –: Dort hinüber!
Aber, wie gesagt, der Misstrauensantrag ist nicht gerechtfertigt. Sie haben wenigstens jetzt Maßnahmen gesetzt. Sie haben reagiert. Mir wäre es lieber gewesen, Sie hätten schon früher agiert. Aber das ist immerhin etwas, und deswegen werden wir diesen Antrag nicht unterstützen. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach. – Rufe bei den Grünen – in Richtung ÖVP –: Dort hinüber!)
Sitzung Nr. 81
Beifall beim Team Stronach.
Das widerspricht auch nicht dem Gedankengut, dass man den öffentlichen Verkehr fördert. Herr Kollege Willi, Sie wissen selbst, in der Stadt ist es mit dem Motorrad oder mit dem Motorroller leichter: besserer Verkehrsfluss, weniger Schadstoffausstoß, man kommt schneller voran. Das alles sind Vorteile, wofür man vielleicht mit solchen Maßnahmen auch Weichen stellen könnte. Ich glaube, das wäre eine positive Sache. Vielleicht überlegen es sich die Regierungsparteien und die Grünen noch. Dieser Antrag ist sicher unterstützenswert, nicht nur deswegen – wie ich schon gesagt habe –, weil ich ihn vor ein paar Jahren schon einmal eingebracht habe, sondern weil das einfach Sinn macht. Und das sollte man auch so sehen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Grünen, FPÖ, NEOS und Team Stronach.
schränkt werden. Das halte ich für eine demokratiepolitisch wirklich verwerfliche Vorgangsweise. (Beifall bei Grünen, FPÖ, NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine Damen und Herren! Diese Frage stelle ich mir auch, selbst wenn, wie gesagt, der Gesetzentwurf beziehungsweise die Regierungsvorlage grundsätzlich in Ordnung wäre. Aber mit diesen Straferhöhungen und dieser Abkassiererei der Autofahrer und deren Begleiter können wir uns nicht identifizieren. Deswegen werden wir diese Regierungsvorlage leider ablehnen müssen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Man kann ja aus Fehlern lernen und in Zukunft die richtigen Schritte setzen, indem man dafür sorgt, dass diese Regionen wieder attraktiv werden, damit die Menschen wieder zurückkommen. Diese Initiative ist ein erster Schritt dazu, ich kann sie daher nur unterstützen. Wir werden diesem Antrag gerne zustimmen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das sind die Themen, und da kannst du deine Transparenz und deine Glaubwürdigkeit gleich beweisen, Herr Kollege Ottenschläger! Wo ist denn jetzt die ÖVP, die sich so um den ländlichen Raum kümmert, der Anwalt des ländlichen Raumes, der Anwalt der bäuerlichen Familien? Wenn Sie den ländlichen Raum ständig ausdünnen, wenn Sie ständig die Infrastruktur verschlechtern, wenn Sie ständig die Fundamente zertrümmern und dann den Kaufkraftverlust bejammern, sich aber in den Zeitungen – (in Richtung des Abg. Rädler) Medienspezialist! – mit großen Schlüsseln abbilden lassen: Wir kämpfen für einen fairen Finanzausgleich!, dann muss ich sagen: Das ist doch alles hausgemacht! Das sind ja die Ergebnisse dieser Regierung! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das ist die Transparenz, die ihr endlich einmal überdenken sollt, anstatt immer Schmäh zu führen! Das ist doch lächerlich, mit gekauften Zeitungsartikeln zu versuchen, Politiker anzupatzen. (Abg. Rädler: Für dich ... geben wir kein Geld aus! – Ruf bei der ÖVP: Nicht einmal eine Mitgift!) Wenn das die Politik ist, die du vertrittst, Herr Kollege Rädler, dann musst du einmal darüber nachdenken, ob das der richtige Platz ist in diesem Hause. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Da besteht Handlungsbedarf, und da kann die Regierung ihre Glaubwürdigkeit beweisen. Geht es ehrlich um den ländlichen Raum? Wollen wir eine Gleichbehandlung der Bevölkerung? Deshalb müssen wir diese Themen ernster nehmen! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Ich würde auch Sie von der Regierung dazu auffordern, vielleicht einmal darüber nachzudenken und einmal etwas für die Menschen zu tun, nicht nur für die Geldtasche der Regierung. Anstatt die Menschen auf der Straße nur mit Steuern und Strafen zu belasten, sollte man auch einmal etwas für sie machen. – Danke. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir müssen auch hinterfragen, ob es die richtigen Anreize dafür gibt, dass junge Leute überhaupt Arbeit suchen. Das soziale Netz, das es in Österreich gibt, muss für Menschen da sein, die nicht können, und nicht für Menschen, die einfach nicht wollen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich begrüße die Reform zur Berufsausbildung sehr und sehe sie als kleineren Teil in einem großen Ganzen, wie Österreich wieder wettbewerbsfähig werden kann. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das darf nicht sein! Wo wird hier das Maß angelegt? Wonach findet hier die Bewertung statt? Wie bewertet man den sozialen Status einer Familie? Wie erfolgt das bei Mehrkinderfamilien? Ich glaube, es ist ganz wesentlich, wie man in diesen Fragen vorgeht, und deshalb ist es ganz wichtig, Frau Minister, von der Regierung einzufordern, dass diese höchst notwendigen anstehenden Reformen durchgeführt werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich möchte mich aber ganz besonders bei den Eltern und Müttern bedanken, die die Zeit für den Arztbesuch ihrer Kinder aufbringen. Denn – und da möchte ich das wiederholen, was ich heute bereits zu den Postschließungen gesagt habe –: Auch das ist ein Thema des ländlichen Raumes. Es bedarf für manche Mütter eines gewaltigen Zeitaufwandes, ihre Kinder zur nötigen ärztlichen Versorgung, zum Beispiel zum Zahnarzt, zu bringen. Wir wissen, dass auch in Bezug auf die Hausärzte der ländliche Raum schlechter gestellt ist. Deshalb müssen wir insgesamt gesehen – und das merken wir am Beispiel dieser Zahnspangen – rasch die nötigen Reformen für unsere Familien, für unsere Kinder, für unsere Zukunft umsetzen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren, sieben Tage war Zeit, um eine Stellungnahme abzugeben, und 80 äußerst kritische Stellungnahmen folgten. Und ich sage Ihnen, wenn 80 kritische Stellungnahmen da sind, dann ist es höchste Zeit, dass wir uns als politisch Verantwortliche, als Vertreter des Volkes, die Zeit nehmen, ein Hearing im Ausschuss zu machen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Schieder: Die Frage ist ja: Wie haben sich die kennengelernt?
Wahrscheinlich will die ÖVP ihre Qualität erhöhen, und aus diesem Grund hat sie Mandatare von uns abgeworben. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Schieder: Die Frage ist ja: Wie haben sich die kennengelernt?)
Beifall beim Team Stronach.
Aber, meine geschätzten Damen und Herren, diese Gesetzesnovelle ist notwendig, weil neue Medien eine neue Rechtsgrundlage brauchen. Und auch die EuGH-Judikatur hat vorgegeben, dass Österreich diesen Bereich neu gestalten muss. Ich sage Ihnen nur: Wir werden diesem Fristsetzungsantrag nicht zustimmen, weil wir es nicht in Ordnung finden, dass er ohne Debatte eingebracht wurde, nach dem Motto: Drüberfahren! Speed kills! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Abgeordnete Martina Schenk (STRONACH): Frau Präsidentin! Frau Volksanwältin! Die Herren Volksanwälte! Sehr geehrte Damen und Herren! Wenn man den grünen Ausführungen sowohl im Ausschuss als auch heute hier folgt, dann kann man feststellen, dass der Abschied von der Macht schon schwerfällt oder wehtut, denn seit Sie von den Grünen keinen Volksanwalt mehr stellen, gibt es von Ihnen hier massenhaft Kritik an der Volkanwaltschaft. Damit entlarven Sie sich auch selbst, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Grünen! (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Dass Sie ein Problem mit der Polizei haben, steht ja auch fest. Ich erinnere an die Dringliche Anfrage des Kollegen Pilz, bei der er hier alle Polizisten pauschal kriminalisiert und negativ hingestellt hat, so quasi nach dem Motto, die Polizisten sollen sich von den Asylwerbern vermöbeln lassen, denn die haben ja immer recht, und die Polizei darf nie recht bekommen. Dass Sie hier nicht auf der Seite der Polizei stehen, ist eine Sache, aber dass Sie auf der anderen Seite verlangen, dass Ihnen die Volksanwaltschaft hier die Mauer macht, ist ja wirklich ein Hohn. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Das sind wirklich große Probleme, große Missstände. Hier geht es auch um die Verwandten, um die Angehörigen, die fast keine Möglichkeit auf Information haben. Und das muss schleunigst geändert werden! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Lassen Sie mich noch kurz auf den Pflegebereich eingehen, in dem es ja auch eine Reihe von Missständen gegeben hat; Stichworte: Fließbandpflege, Personalmangel, Sedierung, Ruhigstellung von Patienten – gerade da ist Österreich sehr weit vorne. Es gibt eine britische Studie, aus der hervorgeht, dass derartige Medikamente zur Ruhigstellung von Patienten in Österreich bei rund 74,6 Prozent zur Anwendung kommen und in Deutschland nur bei 51,8 Prozent. Das ist auch ein Faktum, auf das hingewiesen werden muss und dem wir sicher auch nachgehen werden müssen, denn es kann nicht sein, dass die Patienten, also die älteren Menschen, im Krankenhaus aus Personalmangel einfach mit Medikamenten abgefüllt und ruhiggestellt werden, damit das wenige Personal, das da ist, Ruhe hat. So kann es nicht sein! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Abschließend danke ich der Volksanwaltschaft, den Volksanwälten für ihre gute Arbeit – und ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.
Daher ist für diesen neu hinzugekommenen Bereich anerkannte menschenrechtliche Kompetenz von der Leitung abwärts bis zu den Mitarbeitern gefordert. Und es hat, wie schon die Abgeordnete Fichtinger gesagt hat, niemand in diesem Land ein Monopol auf die Frage und die Bestellung und die Bestimmung darauf, wer befugt ist, menschenrechtliche Kompetenz zu beurteilen. Es gibt kein Monopol auf diese Einschätzung. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ, SPÖ, ÖVP und Team Stronach.
bewährte System angreifen. Und in Wahrheit greifen Sie die Mitarbeiter der Volksanwaltschaft an, mich nicht. – Danke. (Beifall bei FPÖ, SPÖ, ÖVP und Team Stronach.)
Sitzung Nr. 83
Beifall beim Team Stronach.
Ja, die Situation ist drastisch. Ein kleiner Blick auf die Schlagzeilen: fast 7 Prozent mehr Arbeitslose, keine Entspannung auf dem Arbeitsmarkt, Ältere und Nichtösterreicher am stärksten betroffen, fast 24 Prozent plus in Wien, Arbeitnehmer über 50 haben es schwer, immer mehr Langzeitarbeitslose. Auch wenn Herr Sozialminister Hundstorfer versucht, die Situation schönzureden – es gibt da kein Schönreden, die Situation ist drastischer denn je! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.
Dass diese Steuerreform nicht das geeignete Mittel dafür ist und war, den Wirtschaftsmotor anzukurbeln, Arbeitsplätze zu schaffen, darin geben uns viele Experten recht, unter anderem auch AMS-Chef Johannes Kopf, der sagt, dass die Arbeitslosigkeit nicht reduziert, sondern maximal der Anstieg etwas gedämpft wird. Meine geschätzten Damen und Herren von der Bundesregierung, das sollte Ihnen doch zu denken geben, dass Sie hier auf dem Holzweg sind! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.
Meine geschätzten Damen und Herren! Eine Senkung der Lohnnebenkosten wäre wohl der erste Schritt gewesen, um mehr Arbeitsplätze zu schaffen. Was wir bräuchten, das wäre eine Steuerreform, die Arbeitsplätze schafft, die das Ziel hat, Arbeitsplätze zu schaffen, und das auch umsetzt, eine Steuerreform, die die Wirtschaft, den Wirtschaftsmotor ankurbelt und Investitionen im Inland belohnt. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.)
Beifall beim Team Stronach.
Noch ein wichtiger Punkt ist: Sie unterstützen Unternehmer nicht, Sie stärken Unternehmer nicht. Im Gegenteil, Sie kriminalisieren Unternehmer und Sie demoralisieren Unternehmer! Das ist ein Punkt, weshalb viele Experten, viele Banker sagen, es will ja keiner mehr investieren. Jeder, mit dem ich rede, viele Unternehmer sagen: Na ja, schauen wir, wie es weitergeht. Aber dieses Feuer, diesen Motor, diesen Willen, etwas zu investieren und damit Arbeitsplätze zu schaffen, das haben Sie den Unternehmern vergrault – durch Ihre Vorgangsweise der Kriminalisierung und Demoralisierung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach. – Hallo- und He-Rufe bei SPÖ und ÖVP.
Meine geschätzten Damen und Herren! Das, was Sie heute als Geschenk verpackt den Österreichern schenken wollen – ich höre 1 000 € im Schnitt pro Nase –, das ist das, was Sie den Österreichern in den letzten Jahren genommen haben. Das ist kein Geschenk, sondern das ist eine Zurückgabe des Gestohlenen. (Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach. – Hallo- und He-Rufe bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (fortsetzend): Frau Präsident, ich nehme das zur Kenntnis und nehme das Wort zurück. Ich weise aber noch einmal darauf hin: Das Geld wurde den Leuten vorher weggenommen und jetzt als Geschenk verpackt wieder überreicht, und dagegen wehren wir uns! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.
Experten haben errechnet, dass dieser Steuervorteil bereits 2017 wieder weg sein wird. (Ruf bei der SPÖ: Welche?) Ich sage Ihnen, meine geschätzten Damen und Herren, ich hätte mir von einer Bundesregierung in einer wirtschaftlich so schwierigen Zeit, in einer Zeit, in der 420 000 Menschen auf der Straße stehen, eine andere Reform gewünscht – eine Reform, die tatsächlich Arbeitsplätze schafft! In diesem Sinne danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Fitch hat die Wachstumsprognose für 2015 von 1,6 Prozent auf 0,8 Prozent reduziert. Wachstum halbiert! Fitch sagt auch, die Steuersenkung wird nicht ausreichen, um den Rückgang beim Wachstumspotenzial auszugleichen. Sehr geehrte SPÖ-geführte Regierung! Das wissen Sie offensichtlich selbst, denn sonst würden Sie sich nicht mit der SPÖ und mit den Gewerkschaften, die im Übrigen genauso in links-romantischen Milchmädchenrechnungen wie die Grünen spezialisiert zu sein scheinen, Gedanken über einen Überstunden-Euro und über Arbeitszeitverkürzung machen. Die 35-Stunden-Woche war nämlich für Frankreich der Turbo zum wirtschaftlichen Niedergang. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Seit die SPÖ wieder den Bundeskanzler stellt, steigt die Arbeitslosigkeit ständig – genauso wie die Schulden- und die Staatsquote. Seit die SPÖ wieder den Bundeskanzler stellt, scheint es eine immer größere Kluft zwischen den echten Problemen des Landes und dem, womit sich die Regierung zeitaufwendig beschäftigt, zu geben, nämlich Ampelpärchen, Bundeshymne, Binnen-I, Gendering, Uhudler, Song Contest, Registrierkassen und zuletzt Offenlegung von Konten und Sparbüchern. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Also, sehr geehrte Regierung, nehmen Sie die Russland-Sanktionen zurück, die Russland ohnehin nur weiter in die Militarisierung hineintreiben und gerade die autoritären Tendenzen noch verstärken anstatt bremsen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Horst Seehofer gab unlängst bei einem Besuch in der Steiermark das Rezept des deutschen Erfolgs preis, und zwar sagte er: Die Unternehmen in Bayern sind Vorbilder, nicht Feindbilder. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Sie gehen unter Rot-Schwarz her und verteuern die Betriebsübergaben durch die Erhöhung der Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer. Sind das die tollen Impulse durch die sogenannte ehemalige Wirtschaftspartei ÖVP? Sie haben abgedankt als Wirtschaftspartei, liebe ÖVP! Anders kann man das nicht bewerten. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Steinhauser: Komplett ahnungslos!
Das heißt, man hat jetzt die Transparenz, die man immer schon wollte, man weiß jetzt, was der Bürger auf dem Sparbuch hat beziehungsweise welche Konten dem Bürger zuzuordnen sind, und der nächste Schritt ist ja ganz natürlich. Sie sagen, ja, okay, jetzt gibt es Sicherungsmechanismen, aber wenn Sie diese Tür aufmachen, und Sie haben ja letztens bei der Diskussion das auch bestätigt, wenn diese Tür einmal offen ist, wenn das Bankgeheimnis einmal abgeschafft ist, dann geht diese Tür nicht mehr zu. Und dann sind wir genau dort, wo wir nicht hinwollen. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Steinhauser: Komplett ahnungslos!)
Beifall beim Team Stronach.
Dann sind wir dort, wo Sie wahrscheinlich hinwollen, aber wo ich nicht hinwill, und zwar beim gläsernen Bürger. Und was ich will, ist nicht der gläserne Bürger, sondern ich will den gläsernen Staat. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich misstraue dem Staat, und dieses Misstrauen ist auch berechtigt, solang es einen Finanzminister gibt, der hinter dem Rücken der Bürger Milliarden verteilt an Institutionen, die das bei Weitem nicht verdient haben. Und deshalb: Lassen wir die Finger von den Konten der Bürger und schaffen wir einen transparenten Staat! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Das heißt, es ist dieses tiefe Misstrauen der eigenen Bevölkerung gegenüber, was ich als den eigentlichen Skandal empfinde. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Zu dieser Maßnahme einer Registrierkassenpflicht: Mit Verlaub, bitte: Italien und Griechenland haben eine Registrierkassenpflicht. Also diese Maßnahme wird sicherlich nicht greifen, sie belastet nur die Kleinbetriebe und Kleingewerbetreibenden. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach
Meine sehr geehrten Damen und Herren von der ÖVP, ich kann keine liberalen Ansätze mehr in Ihren Reihen erkennen, ich kann nicht mehr erkennen, dass Sie noch eine Wirtschaftspartei sind. Die Wirtschaftstreibenden sind mittlerweile bei uns wesentlich besser aufgehoben. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach).
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.
Wenn wir heute gehört haben, dass das WIFO sagt, 5,2 Milliarden € Einsatz für 0,1 Prozent Wirtschaftswachstum, dann, Herr Kollege Haubner, kann ich beim besten Willen nicht verstehen, dass Sie von einem Wirtschaftsschub sprechen, von einem Wachstumsschub. Ich sage Ihnen ganz ehrlich, 0,1 Prozent als Wachstumsschub zu bezeichnen, ist absolut ungerechtfertigt. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.)
Beifall beim Team Stronach.
dass man eben die Tarifstufen inflationsbereinigt anpasst, damit die Menschen nicht von Jahr zu Jahr weniger an Kaufkraft haben. Das ist ein Weg, den wir auf jeden Fall gehen werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren! Aber der Preis für die Steuerreform, den die Regierung bezahlt, ist ein sehr, sehr hoher. Das ist der Preis der Kontenöffnung, und das ist der Preis der Registrierkassen. Diese Bundesregierung, Kollege Haubner, und nicht die Oppositionsparteien haben das Image, dass sie die Unternehmer kriminalisieren. Kriminalisiert werden sie ausschließlich von dieser rot-schwarzen Bundesregierung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Tamandl: Beschäftigen Sie sich einmal mit der Materie!
Sie sagen jetzt, Sie schauen nicht hinein, aber Sie ermöglichen damit, dass erstens durch das Kontenregister erfasst wird, wer wo Vermögen hat, und dass in weiterer Folge natürlich der erste Schritt zur Vermögensbesteuerung gesetzt wurde, bewusst oder unbewusst. Sie sind in Richtung Vermögensbesteuerung unterwegs, und das lehnen wir zutiefst ab. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Tamandl: Beschäftigen Sie sich einmal mit der Materie!)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Tamandl: Überhaupt nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Kollegin Tamandl, Ihr Kollege Schützenhöfer hat vor den Wahlen massiv gegen das Bankgeheimnis gesprochen, und wenn Sie jetzt der Meinung sind, es ist der richtige Weg, das Bankgeheimnis zu beenden und gläserne Bürger zu schaffen (Abg. Tamandl: im Abänderungsantrag drin!), dann sage ich Ihnen, dann kann ich die Aussage des Kollegen Schützenhöfer nur als seine eigene Wahlhilfe verstehen, und ihm war nie daran gelegen, den Bürger wirklich ernsthaft zu schützen. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Tamandl: Überhaupt nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir wollen aber einen Staat, der Unternehmen stärkt, der die jungen Menschen motiviert, dass sie endlich den Mut fassen, in die Selbständigkeit zu gehen, damit wir aus dieser Spirale der Arbeitslosigkeit herauskommen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In diesem Sinne: Wir werden dem Belastungspaket nicht zustimmen, weil es wirklich eine Belastung im Sinne von Kriminalisierung ist, die wir nicht mittragen. (Beifall beim Team Stronach.)
Zwischenruf beim Team Stronach.
Bei diesem Punkt will ich nicht lockerlassen, denn zwei Drittel aller EU-Staaten haben Erbschaftssteuern und Schenkungssteuern, nur Österreich nicht. (Zwischenruf beim Team Stronach.) Das halte ich für unerträglich! – 17 von 28, ich sage es Ihnen ganz genau. Da können Sie dann nachrechnen.
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Brosz: Das mit dem Abgeordnetenkauf war ja bei euch, oder?
Genau das ist das Problem, das wir hier haben: Keiner will solide wirtschaften, denn solide wirtschaften würde bedeuten, den Menschen draußen die Wahrheit zu sagen. Das will man nicht, ganz im Gegenteil, man betreibt weiterhin Wählerkauf auf Wählerkosten. Das funktioniert, das hat auch in der Vergangenheit funktioniert, und das funktioniert so lange, wie die Menschen da draußen das nicht begreifen. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Brosz: Das mit dem Abgeordnetenkauf war ja bei euch, oder?)
Beifall beim Team Stronach.
Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das Recht an sich ist ein Grundrecht. In Österreich haben sich unsere Vorfahren das erkämpft; das ist eigentlich das Erbe der bürgerlichen Revolution von 1848. Wir sollten das Recht respektieren, und vor allem braucht der Wirtschaftsstandort Rechtssicherheit. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Im Sozialismus wurde aber noch für niemanden Wohlstand geschaffen – außer für die Funktionäre. (Zwischenrufe der Abgeordneten Keck und Brosz.) Also sollte man eher diese Spezies unter Beobachtung stellen, nicht die Führungskräfte, deren Mut unser Wirtschaftsstandort dringend braucht. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Man muss sich das einmal durch den Kopf gehen lassen, was das für ein Wahnsinn ist! Und wir sind diejenigen, die dazu berufen wären, dieses Problem, diese Gefahr aus der Welt zu schaffen. Leider – bei allem persönlichen Respekt, Herr Bundesminister; wir haben die Debatte jetzt schon mehrfach im Ausschuss gehabt – ziehen Sie sich immer wieder auf die Argumentation zurück, dass man wegen eines gewissen Prozentsatzes an Rückfallstätern nicht den anderen, die keine Rückfallstäter sind, verbieten kann, in diesem Berufsfeld tätig zu werden. Das ist meiner Ansicht nach eine Argumentation, die hanebüchen ist, gerade wenn es um das Wohl unserer Kinder geht, werte Kolleginnen und Kollegen! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Präsident Karlheinz Kopf: Herr Abgeordneter Jarolim, ich erteile Ihnen für diesen Zwischenruf einen Ordnungsruf. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Deshalb ein erstes kleines Dankeschön an den Herrn Minister im Sinne aller Tiere. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Was die Änderungen im Sexualstrafrecht betrifft, so habe ich da schon eine andere Meinung als meine Vorrednerin und auch als einige andere VorrednerInnen. Ich finde, dass man da zu weit gegangen ist und dass diese Änderungen in diesen Bereichen eher eine überbordende Regulierung darstellen, dass sie fast das Ergebnis einer Regulierungswut sind. Wir haben bereits ausreichende gesetzliche, strafrechtliche Bestimmungen, und ich glaube, wir müssen nicht alles ins Strafrecht schreiben, was sich irgendwelche linken Frauenorganisationen ausdenken, die alles zu Tode gendern wollen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Die Grünen möchte ich auch ansprechen, weil hier eine Art Doppelmoral vorliegt. Das muss man aufzeigen und soll man den Menschen auch mitteilen. Auf der einen Seite setzen sie sich ja sehr für härtere Strafen ein – wir haben es ja schon gehört in den Ausführungen, es soll alles verschärft werden, Po-Grapschen et cetera, noch mehr Strafen, noch härtere Strafen, noch längere Strafen et cetera, et cetera –, wenn es aber dann um linke Krawalldemonstranten geht, wenn es darum geht, Leute, die friedlich zu einem Ball gehen, zu beschimpfen, zu beschütten, zu bewerfen, wenn es darum geht, Sachbeschädigung zu betreiben, dann wollen die Grünen auf einmal den Paragraphen „Landfriedensbruch“ abschaffen und streichen lassen. Das ist eine Doppelmoral, sehr geehrte Damen und Herren, die zum Himmel stinkt und die hier auch einmal angesprochen werden muss. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich bitte um Zustimmung und danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall beim Team Stronach.)
Die Abgeordneten des Teams Stronach bleiben zunächst sitzen. – Abg. Auer: Auf, auf, auf! – Die angesprochenen Abgeordneten stehen auf. – Beifall bei der SPÖ.
(Die Abgeordneten des Teams Stronach bleiben zunächst sitzen. – Abg. Auer: Auf, auf, auf! – Die angesprochenen Abgeordneten stehen auf. – Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
steuer für alle Österreicher, die aufgrund Ihrer Regierungsarbeit ohnehin schon mehr als genug mit Steuern und Abgaben belastet sind! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn man aber schon die Optik verbessern will – und da habe ich ein gewisses Verständnis für den Minister –, dann wäre meiner Meinung nach das Hinzuziehen eines unabhängigen Justizrates, der basisdemokratisch legitimiert ist, eine gute Lösung gewesen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Groiß.
Wir müssen endlich weg von diesen Ideen aus der linken Mottenkiste mit diesem Überstunden-Euro, der 35 Stunden-Woche et cetera – hin zu Maßnahmen, die wirklich etwas für die Realwirtschaft tun! Nur in der Realwirtschaft kann man Wohlstand schaffen – niemals durch diese Ideen, die am Ende des Tages nur die Staatsverschuldung in die Höhe treiben und damit die nächsten Generationen belasten. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Groiß.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn es jetzt auch noch gelingt, den bestehenden Förderdschungel zu straffen und effizienter zu gestalten, dann kann man wirklich stolz sein und auch frohen Mutes in die Zukunft blicken. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn wir die Rahmenbedingungen in den Griff bekommen und Österreich attraktiv machen für Unternehmen, die sich hier ansiedeln, die Innovation betreiben, dann glaube ich auch, dass in weiterer Folge nicht nur die Standortattraktivität gewinnen wird, sondern am Ende des Tages auch das herauskommt, was sich der Herr Staatssekretär wünscht, nämlich Jobs für die Menschen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 85
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Bitte, wo bleibt denn da die Vereins-, Versammlungs-, Veranstaltungsfreiheit? Gibt es denn das in Österreich noch? Was ist ein Gastrecht? Wo bin ich noch Herr im eigenen Haus? (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Peter Wurm.
Wenn man dann sagt: Na gut, es ist die persönliche Entscheidung jedes Einzelnen, ob er das mit seinem Körper macht, ja oder nein!, dann können wir den Bogen noch ein Stück weiter spannen. Feinstaub ist ein Thema, das uns speziell im Winter beschäftigt. Feinstaub wird hauptsächlich durch Heizen verursacht. Hören wir dann alle auf, zu heizen, weil die Feinstaubbelastung jeden Einzelnen betrifft? – Ich glaube, darüber sollten wir nachdenken. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Peter Wurm.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Meine geschätzten Damen und Herren, reden wir die Welt nicht schön! Schauen wir da hinauf zum Raucherkammerl: Da stehen Tag für Tag viele Menschen (Abg. Neubauer: Genau die, die das beschließen!), sie stehen dort zusammen, der eine oder andere geht mit, weil dort drinnen eine ordentliche Kommunikation stattfindet. Hören wir doch auf, die Welt schönzureden! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wo beginnt dieser Verbots- und Gebotsstaat, wo hört er auf? – Ich sage Ihnen, wir wollen einen freien Staat. Wir wollen nicht vom Staat dominiert werden mit Gesetzen, die uns ständig einschränken. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Neubauer und Themessl.
Meine geschätzten Damen und Herren, zusammenfassend: Selbstbestimmung ist ein sehr, sehr hoher Wert in der Demokratie, treten wir diesen Wert nicht mit Füßen! Lassen wir die Leute selbst entscheiden, ob sie rauchen wollen oder nicht! Aus diesem Grund werden wir diesem Gesetz nicht zustimmen. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Neubauer und Themessl.)
Beifall bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und Team Stronach.
Präsidentin Doris Bures: Herr Abgeordneter, mit dieser Debatte versuchen wir, gerade auch junge Menschen anzusprechen. Ich würde meinen – auch was die Würde des Hauses betrifft und noch dazu, weil das ein direkter persönlicher Vorwurf ist –, dass das nicht angebracht ist. – Bitte. (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Verbotsexzess der Regierung im Verbund mit der Europäischen Union. Und dass die Grünen natürlich mitspielen – sage ich einmal –, ist ja nichts Neues. Diese hängen sich ja mittlerweile bei beinahe jedem Gesetz an die beiden Altparteien an. Es wundert mich ja nicht, muss ich sagen. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach – Zwischenrufe bei der SPÖ
Aber es geht der Frau Ministerin ja überhaupt nicht um Nichtraucherschutz und um Gesundheit, es geht ihr um eine sozialistische Bevormundungspolitik – um das geht es (Beifall beim Team Stronach – Zwischenrufe bei der SPÖ) –, denn wenn man das tatsächlich ernst nimmt, was Sie sagen, und wenn Sie sich tatsächlich um die Gesundheit Sorgen machen, dann frage ich Sie, Frau Ministerin, ob Sie wissen, dass Übergewicht genauso ungesund ist wie Rauchen. (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.)
Beifall beim Team Stronach.
Schauen Sie, machen Sie eine ordentliche Aufklärung! Geben Sie den Menschen die Möglichkeit, vom Rauchen wegzukommen, aber hören Sie auf mit dieser sozialistischen Bevormundungspolitik! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Dann haben Sie mit Ihrem Nichtraucherschutz entgegen dem, was Sie immer sagen, gar nichts erreicht, sondern Sie haben nur bewirkt, dass jene Gastwirte, die jetzt investiert haben, die bis jetzt brav ihre Steuern abgeliefert haben und die Gäste gut bedient haben, zum Aufgeben gezwungen werden, und das ist der falsche Weg. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Brosz: Das glauben Sie ja selber nicht, dass ...!
Und wenn die Politik die Arbeitsplätze vernichtet, indem wir unsinnige Gesetze machen, dann haben nicht Sie das Risiko, sondern der Betrieb draußen. Wir, das Team Stronach, stehen hier als Wirtschaftspartei. Wir schauen auf unsere Gastwirte, auf unsere fleißigen Steuerzahler, und wir wollen, dass sich das nicht in die private und dunkle Stube verzieht. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Brosz: Das glauben Sie ja selber nicht, dass ...!)
Beifall beim Team Stronach.
Das Risiko hat der Wirt. Der hat entschieden, hat mich als Gast verloren; andere haben mich als Gast gewonnen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Brosz.) Lassen wir doch den Leuten selber die Entscheidung! Das wäre richtige Politik! Wir haben genug selbständige, gescheite Leute, die wissen, was sie tun. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei NEOS und Team Stronach.
Frau Bundesministerin, wenn Sie sagen, wir müssen auf die Umgehung achten, dann verstehe ich das aus Ihrer Intention heraus. Das kann man aber auch anders regeln, sodass der Arbeitnehmerschutz weiterhin klar gewährleistet ist. Aber wenn ich mit zwei anderen einen Zigarrenverein habe, zu einer Veranstaltung noch einen Vierten als Gast einlade und dort eine Zigarre rauchen will, und alle vier wollen das, dann geht Sie das nichts an. Sie können nicht willkürlich immer, wenn es Ihnen gerade einmal Spaß macht, die Freiheit des Einzelnen einschränken und so übers Ziel hinausschießen, wie Sie es hier schon wieder tun. (Beifall bei NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ebenso führt eine krankheitsbedingte Nichtausübung nicht mehr automatisch zur Streichung aus der Ärzteliste, denn auch Ärzte können zum Beispiel einen Unfall haben und eine längere Rehabilitation in Anspruch nehmen müssen, und das kann natürlich länger dauern. Wir gehen natürlich in diesem Fall davon aus, dass sich die Ärzte ihres Berufsstandes und ihrer Verantwortung voll bewusst sind und sich auch während der Karenz, während einer Auszeit weiterbilden. Deshalb befürworten wir diese Änderung natürlich sehr. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Grundsätzlich ist zu sagen, das Gesundheitssystem ist eines der wichtigsten Fundamente unseres Landes, und aus unserer Sicht ist es die Aufgabe des Staates, dafür zu sorgen, dass das Gesundheitssystem langfristig finanzierbar bleibt und für die Menschen die optimale Versorgung, die natürlich auch die Pflege inkludiert, sicherstellen kann. Das heißt: alles in allem sehr viele gute Punkte, wir können jedoch nicht allen zustimmen. Grundsätzlich sei gesagt: Wir müssen einfach versuchen, die Bürokratie ein bisschen von den Schultern der Ärzte zu nehmen, damit sich diese wieder um ihre Patienten kümmern können. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Immer, wenn es nämlich um den finanziellen Aspekt von GVO geht – wir haben es vorher auch schon gehört – scheren die sogenannten Sozialpartner aus. Gerade in Hinblick auf TTIP wäre es gut, ein klares Zeichen zu setzen. Ich glaube, es ist auch klar, die Österreicher haben es entschieden, sie wollen keine Atomkraft und sie wollen auch keine Gentechnik in Österreich haben. Ich glaube, das ist ein klares Zeichen, dass die Politik einfach diese Stimme wahrnehmen und stark nach außen hin auftreten soll. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Für mich, Frau Minister, ist die Kompetenzverteilung nicht ganz nachvollziehbar. Auch die Kollegin Weigerstorfer hat es angesprochen. Die EU gesteht uns hier Selbstbestimmungsrecht zu, das ist eine wichtige Entscheidung. Was macht diese Bundesregierung daraus? Wir machen zwei Bundesgesetze und neun Landesgesetze. Es wird immer wieder von Verwaltungsvereinfachung und Bürokratieabbau gesprochen, und das Gegenteil wird praktiziert. Ich glaube, es müsste bei diesem Selbstbestimmungsrecht, das uns von der EU zugestanden worden ist, doch möglich sein, dass es hier eine Zuständigkeit und einen Zuständigkeitsbereich gibt und nicht, wie auch von der Kollegin angesprochen wurde, zwei Bundesgesetze, neun Landesgesetze und ver-schiedene Beiräte. Ich glaube, es ist wichtig, dass wir hier eine Anlaufstelle haben. – Herzlichen Dank. (Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker.
Ich sage Ihnen: Machen wir endlich eine Politik, die Unternehmen stärkt, dann bräuchten wir nicht ständig darüber zu reden, wie wir Arbeitslose wieder integrieren können, welche Möglichkeiten wir haben, welche Möglichkeiten zur Teilzeitpension sich auftun! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich ersuche um Annahme. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich sage Ihnen: Die e-card muss so gestaltet werden, dass in Zukunft Missbrauch damit unmöglich ist! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach
Herr Kollege Rasinger, dem kann ich nichts hinzufügen. Ich glaube, es ist absolut unerhört und der völlig falsche Weg, wenn wir jetzt sogenannte Spitzel einsetzen, die unsere Ärzte bespitzeln sollen, die in einen Bereich nachschauen sollen, wo Vertrauen herrschen muss (Beifall beim Team Stronach), nämlich genau in jenem Bereich, in dem zwischen Patienten und Ärzten Vertrauen bestehen muss, damit die Behandlung in der Form erfolgen kann, wie sie richtig ist.
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren, überdenken Sie diesen Weg! Ich sage Ihnen: Das ist der absolut falsche Weg! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In diesem Sinne: danke für die Aufmerksamkeit! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Es ist nicht im Sinne Österreichs, als neutrales Land in eine mögliche militärische Auseinandersetzung der EU beziehungsweise in weiterer Folge der NATO hineingezogen zu werden. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Es liegt auch nicht im Interesse der österreichischen Wirtschaft, weiterhin unter Russlands Reaktionen auf die Wirtschaftssanktionen zu leiden. Vielmehr wäre es längst an der Zeit, diese Sanktionen sofort aufzuheben und Russland wieder als Partner an seiner Seite zu haben. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Weder Georgien noch Moldau und schon gar nicht die Ukraine sind wirtschaftlich und rechtsstaatlich in der Lage, in den nächsten Jahren auch nur annähernd eine Angleichung ihrer Standards zu leisten. Hinzu kommt, dass die Ukraine bekanntermaßen eines der korruptesten Länder ist und sich sogar erdreistet hat, Österreich kurzfristig auf eine schwarze Liste der Steueroasenländer zu setzen. Daher lehnt meine Fraktion alle drei Assoziierungsabkommen ab. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Für unsere Fraktion ist das insgesamt ein falsches Signal der österreichischen Außenpolitik. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Die Grundprinzipien des Selbstbestimmungsrechts werden nämlich durch die Bundesregierung – was wirklich weltweit einzigartig ist – dahin gehend interpretiert, dass das Recht der Südtiroler auf Selbstbestimmung durch die laufende, schon gehandhabte autonome Landesverwaltung bereits verwirklicht sei, meine sehr geehrten Damen und Herren. Nach dieser Auffassung ersetzen also in Zukunft Verwaltungsakte von Beamten jegliche Volksabstimmung über die eigene Zukunft – und das bei einem Land, das 1918 von Italien annektiert wurde, und zwar gegen den Willen der Bevölkerung! Das ist ein Skandal für eine Demokratie wie Österreich, so eine Rechtsauslegung überhaupt zuzulassen. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, die Rechtsfolgen, die sich daraus ergeben, sind nämlich gravierend. Österreich hat 1977 die UNO-Menschenrechtspakte hier im Parlament beschlossen. Wenn also dieses Parlament diesen Beschluss getätigt hat, die Bundesregierung heute aber in ihrer Rechtsansicht das Selbstbestimmungsrecht der Autonomie gleichsetzt und eine Neuinterpretation vornimmt, dann sage ich: Dieses Haus hier und sonst niemand hat eine Neuinterpretation zu beschließen. Ansonsten gilt das, was 1977 hier in diesem Haus beschlossen wurde. Diese Rechtsansicht vertreten nicht nur wir, sondern fast alle Völkerrechtsexperten in Österreich. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ. – Abg. Podgorschek: Es ist ja so!
Sie erinnern sich vielleicht an die Widerstandskämpfer in den früheren Jahren, der Name Georg Klotz wird Ihnen vielleicht bekannt sein, ein sehr bekannter Widerstandskämpfer. Der hat sich auch auf die ÖVP verlassen – und wurde verlassen. Das muss man einmal klar sagen. Meine Damen und Herren, das ist die Wahrheit, und deshalb bin ich auch vorsichtig, wenn von der ÖVP etwas kommt. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ. – Abg. Podgorschek: Es ist ja so!)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Meine Damen und Herren, das ist ein wichtiger Punkt, dass wir Österreicher auf die Südtiroler Bevölkerung schauen. Das sind wir ihnen schuldig! Wir haben es ihnen x-mal versprochen und leider auch in der Vergangenheit nicht oft gehalten. Das ist etwas, wo wir uns am Krawattl nehmen und für unsere Südtiroler kämpfen müssen! Sie wissen, wir haben es im Ausschuss diskutiert, wie dort nach wie vor Unrecht über dem Recht steht. Das gilt es zu reparieren. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Pendl.
Wir haben dann im Herbst sowieso eine gemeinsame Sitzung. Das wäre der richtige Weg, dann haben wir unsere Schutzmachtfunktion erfüllt und Italien gezeigt, wo der Bartl den Most holt. – Danke. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Pendl.)
Heiterkeit bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei FPÖ und Team Stronach.
Sie verlieren jegliche Glaubwürdigkeit in Fragen der Landwirtschaft. Nehmen Sie das zur Kenntnis! Sie stehen auf der falschen Seite, auf der Seite der Finsternis. (Heiterkeit bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei FPÖ und Team Stronach.) Das müssen Sie sich heute gefallen lassen, sehr geehrter Abgeordneter Jannach. Beim Team Stronach hat es mich nicht gewundert, da ist eigentlich schon alles verloren.
Beifall beim Team Stronach.
Ich darf Folgendes sagen: Wenn du davon ablenken willst, wofür wir in Österreich neun Landwirtschaftskammerpräsidenten brauchen, wofür wir in Österreich neun Pflanzenbaudirektoren brauchen, wofür wir in Österreich neun Agrarabteilungen brauchen und dann noch zwei Ministerien zuständig sind, dann wissen wir, warum bei einer Neubestellung des Bundesratspräsidenten die Säulenhalle mit Ehrengästen voll ist. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Das wollte ich nur dem Herrn Minister zum Thema Lebensmittel und Gentechnikfreiheit sagen. (Abg. Wöginger: Ja, und was willst jetzt damit sagen?) Machen wir da bitte nicht schon wieder denselben Schmäh wie mit dem „Genussland Österreich“: Die heile Welt vorgaukeln, die Schweine fliegen mit dem Ballon, die Ochsen reden mit dem Bauer, und in Wirklichkeit haben sie drinnen „No name“ – internationale Herkunft. – Danke. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Fekter.
Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Fekter.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Rupprechter.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, ich glaube, es ist wirklich Zeit, dass wir hier von der dunklen Seite her Licht ins Dunkel bringen, aber nicht nur rund um den Heiligen Abend im letzten Abschnitt des Jahres, sondern ich glaube, wir haben wirklich zwölf Monate zu arbeiten, um da etwas Helligkeit hineinzubringen – so dunkel ist es da. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Rupprechter.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir bitten um Unterstützung, sodass wir diesen Lebensmitteldschungel endlich durch-leuchten. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Zwischenrufe beim Team Stronach.
Landwirtschaft erwähnt wird, dann ist das schon bezeichnend und besonders traurig. Ich glaube, da können wir noch viel lernen und sollten in Zukunft sehr, sehr vorsichtig sein. (Zwischenrufe beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Zurück zur vorliegenden Novelle. Grundsätzlich begrüßen wir die Verkürzung der Entscheidungsfrist der Behörden, die mein Vorredner schon angesprochen hat, natürlich sehr, und zwar von sechs auf zwei Monate, und auch die Verbesserung des Rechtsschutzes gegenüber behördlicher Auskunftsverweigerung, können aber bei dieser Novelle dennoch nicht mitgehen. Denn: Zum einen fehlen uns diverse Klarstellungen im Hinblick auf Rechtssicherheit, und zum anderen ist die Tatsache, dass die Veröffentlichung von Umweltinformationen internationale Beziehungen nicht gefährden darf, generell für uns nicht tragbar. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Vielleicht auch ein Wort zum TOP 35, die Bienen betreffend: Das ist ein guter Antrag, den wir natürlich mittragen, für den wir uns bedanken, weil Prävention günstiger als Reparatur ist. Da ist eine Sensibilisierung betreffend Bienenschutz durchaus angebracht – wir haben es gehört und wir wissen das alle –, da geht es um weit, weit mehr als nur um Honig. Also dieser Antrag ist ein sehr, sehr guter, den wir natürlich voll mittragen werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei ÖVP, FPÖ und Team Stronach.
Präsidentin Doris Bures: Frau Abgeordnete, ich mache Sie darauf aufmerksam, dass die Tagesredezeit Ihrer Fraktion schon ausgeschöpft ist. (Beifall bei ÖVP, FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei ÖVP, FPÖ, Team Stronach und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich habe Ihnen im Ausschuss gesagt, dass ich das für unangebracht und für völlig überzogen halte, weil Grenzkontrollen per se nicht menschenverachtend sind. Wir haben am Flughafen Wien Grenzkontrollen, meine Damen und Herren. Und wir hatten das, solange wir nicht im Schengen-Raum waren. Und ich behaupte, wir waren trotzdem nicht menschenverachtend, und ich finde daher derartige Aussagen völlig deplatziert, Frau Kollegin Korun. (Beifall bei ÖVP, FPÖ, Team Stronach und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Sitzung Nr. 86
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Hagen: Die Idee hat der Frank Stronach gehabt!
Die Entwicklung in Griechenland zeigt aber auch, dass der Euro in seiner jetzigen Form und so, wie er sich letztlich weiter fortsetzt, auch mit dem ESM, eine Fehlkonstruktion darstellt. Das wird auf Dauer in der Form nicht aufrechtzuerhalten sein. Wir haben seit längerer Zeit darauf aufmerksam gemacht, dass es notwendig wäre, auch eine Teilung der Eurozone zu diskutieren. Es gibt viele EU-Mitglieder, die nicht Teil der Eurozone und trotzdem Teil der Europäischen Union sind. Das ist nicht unbedingt ein Widerspruch. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Hagen: Die Idee hat der Frank Stronach gehabt!)
Beifall beim Team Stronach.
Ich habe den Ausführungen einiger Kollegen ganz genau zugehört, und da habe ich unter anderem gehört: Unser Wunsch wäre eine Union der Kompromisse. – Da frage ich Sie, Herr Kollege Kogler: Ist es ein Kompromiss, wenn die einen zahlen und die anderen verbrauchen? (Abg. Strache: Das ist der Kompromiss: Der eine zahlt, der andere kassiert!) – Ich sage Ihnen, das ist mit uns nicht zu machen. Wir wollen ein faires System, wo jeder seinen Beitrag leistet! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ – Abg. Strache: So ist es! Aber das ist ja auf einmal nicht demokratisch!
Und Fairness bedeutet für uns auch, dass wir Volksabstimmungen ernst nehmen (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ – Abg. Strache: So ist es! Aber das ist ja auf einmal nicht demokratisch!), dass das, was ein Volk für sich als den richtigen Weg festlegt, von uns akzeptiert wird. Es wäre überheblich, wenn wir Österreicher sagen, wir wissen, was die Griechen zu machen haben. Die Griechen haben entschieden, sie haben das Volk befragt, und das ist die Basis, auf der wir vertrauen, das ist die Grundlage, zu der wir stehen und die wir akzeptieren.
Beifall beim Team Stronach.
Frank Stronach hat recht gehabt: Jedem Land seinen Euro und parallel dazu eine Verrechnungseinheit! – Das ist es nämlich, was die Griechen jetzt bräuchten! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Griechenland hat entschieden, das Volk von Griechenland hat eine Entscheidung getroffen. Und wir werden das akzeptieren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Was glauben Sie, warum er sechs Monate verhandelt und dann, wenn die Verhandlungen kurz vor dem Abschluss stehen, diese selbst mit einer Volksabstimmung torpediert und das eigene Volk dazu motiviert, dagegen zu stimmen? Na, was glauben Sie, warum? – Der will ja gar nicht! Der will ja gar nicht, dass dieses Hilfsprogramm weitergeht, denn dann müsste er Reformen machen, und das will er nicht. Denn das Einzige, was ihm gefährlich werden könnte, sind Reformen. Der Euro ist ihm egal, die Schulden sind ihm egal, das ist ihm alles egal. Das Einzige, was für ihn zählt, ist: Wenn ich im eigenen Land Reformen mache, dann werde ich nicht wiedergewählt!, weil das in Griechenland einfach so funktioniert. Die Griechen wollen keine Steuern zahlen, die haben sich da wunderbar eingerichtet in ihrem System, die leben so, und das ist auch gut so. Ich will auch aus den Griechen keinen besseren Deutschen machen. Das wird auch nicht funktionieren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn andere sagen, das ist nicht zu schaffen, dann stimmt das nicht. Lettland hatte – genauso wie Griechenland – 2009 die gleiche Situation. Lettland ist absolut vergleichbar mit Griechenland. Lettland hat genauso eine BIP-Schrumpfung von einem Viertel hinnehmen müssen, genauso viel Arbeitslosigkeit, ist also das absolut gleiche Beispiel. Der Unterschied ist nur der, dass Lettland damals, 2009, die richtigen Entscheidungen getroffen hat, nämlich harte Einschnitte zu machen, ein Sparprogramm zu fahren und die Verwaltung zu reduzieren – all das, was jetzt die Troika will und was so furchtbar ist in den Augen der Linken. All das hat Lettland gemacht, und Lettland steht heute gut da, weil sich die lettische Bevölkerung hinter ihre Regierung gestellt und gesagt hat: Ja, wir wollen aus eigener Kraft aus dieser Misere raus! Und die Griechen stellen sich hinter ihre Regierung und sagen gemeinsam mit ihrer Regierung: Nein, wir wollen das nicht! Gefälligst sollen die anderen für uns zahlen! – Es mag sein, dass das aus der Sicht der Griechen vernünftig ist, aber es ist nicht vernünftig, dafür zu zahlen! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine Damen und Herren, Solidarität ist aber auch unseren Mitbürgern, der österreichischen Bevölkerung gegenüber angesagt, denn: Wie viele Menschen leben hier an der Armutsgrenze? Wie viele Menschen sind hier arbeitslos? Wie viele Menschen brauchen hier eine nötige finanzielle Unterstützung? Gehen Sie hinaus auf die Straße, reden Sie mit den Menschen: Hier ist das Verständnis enden wollend, dass wir weiterhin Geld, Milliarden nach Griechenland pumpen, und die eigenen Leute haben kein Geld. Das versteht niemand! So kann es nicht sein! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Die griechische Linke ist eine Hoffnung für ganz Europa, haben vor der Wahl von Tsipras einige Abgeordnete behauptet. Die griechische Linke ist eine Hoffnung für ganz Europa. – Wenn so eine Hoffnung für Europa ausschaut, na dann gute Nacht! (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Europäische Union ist eine Union der Solidarität, aber, meine sehr verehrten Damen und Herren, in dieser Union muss jeder seine Hausaufgaben erfüllen – auch Griechenland! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
dass wir dagegenstimmen –, das ist genau das Problem, das wir mit Ihnen haben: Dort, wo Sie etwas bewegen könnten, machen Sie nichts, und dann, wenn Sie die Finger davon lassen sollten, nämlich bei dieser Genderschreibweise in Schulbüchern, sind Sie plötzlich aktiv! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Sie nützen das Bildungsressort aus, um sozusagen eine gute PR zu machen, und in Wirklichkeit geht es Ihnen um Frauenpolitik, die aber auch nicht den Frauen nützt, sondern nur Ihren Ansprüchen des Feminismus, und zwar eines sehr destruktiven Feminismus, Genüge tut. (Beifall des Abg. Haider.) Diesen Vorwurf, Frau Ministerin, müssen Sie sich gefallen lassen! Also hören Sie damit auf, linke Ideologie auf Kosten unserer Schüler zu verbreiten, und bewegen Sie endlich einmal etwas in den Bereichen, in denen Sie etwas bewegen können! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Oder: Wenn die Volksschule praktisch durchgehend weiblich ist (Heiterkeit) – warum machen Sie da nichts, wenn Sie schon 50 : 50 wollen?! Ich habe kein Problem damit, aber wenn Sie schon 50 : 50 fordern, dann bitte auch dort! Es geht nicht darum, dass wir in den Autowerkstätten oder bei den Maurern am Bau plötzlich 50 Prozent Frauen sehen wollen, das ist für mich auch verzichtbar, aber wenn Sie wollen, okay, aber wenn Sie schon in Ihrem eigenen Bereich, in Ihrem eigenen Ressort nichts bewegen, dann hören Sie auf, uns in anderen Bereichen zu belästigen, und machen Sie endlich einmal Ihre Hausaufgaben! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Keck: Eine ganz schlechte Rede!
Ein Punkt noch zum Schluss – der Herr Kanzler ist leider nicht mehr da, aber Sie können es ihm ausrichten –: Ich gratuliere ihm, ich gratuliere dem Herrn Bundeskanzler zu seiner Entscheidung – normalerweise bin ich nicht so begeistert über die Entscheidungen des Herrn Bundeskanzlers, auch was Griechenland und Sonstiges betrifft, aber in dem Fall muss ich ihm gratulieren –, Sie, Frau Ministerin, endlich abzuberufen, eine neue Ministerin vorzuschlagen. Ich glaube, das ist eine sehr, sehr gute Entscheidung, und ich glaube, dass Österreich und die Schüler sich das wirklich verdient haben. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Keck: Eine ganz schlechte Rede!)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach. – Abg. Rädler: Wo gibt es das? Wo?
Kollege Lugar hat das Gendern angesprochen und gemeint – als einzigen Punkt –: Das wissen wir schon, dass sich die Frau Bundesministerin in der Bildungspolitik nicht so wohlfühlt wie in der Frauenpolitik. – Aber sie bringt natürlich schon auch Dinge in den Bildungsbereich ein. Ich denke da – und das ist noch viel zu wenig hier im Haus diskutiert worden, dafür werden wir aber noch sorgen – an den Sexualkundeerlass. Wir haben die Beispiele aus Baden-Württemberg, aus Basel, aus Berlin, wir wissen, was dort tatsächlich passiert. Wir wollen diese frühe Sexualisierung von Kindern mit Rollenspielen, mit Betasten unter der Tuchent und Ähnlichem, Nachbildungen von Geschlechtsteilen schon in Kindergarten und Volksschule nicht. Nein, das wollen wir nicht haben! (Beifall bei FPÖ und Team Stronach. – Abg. Rädler: Wo gibt es das? Wo?) – In Berlin, in Basel, in Baden-Württemberg, die Beispiele sind schon alle bekannt. Ich gebe das dann gerne an alle weiter, man braucht nur ein bisschen nachzulesen und sich nur ein bisschen zu informieren, was hier tatsächlich passiert.
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Gessl-Ranftl: Themenverfehlung!
Deswegen, Frau Ministerin: Nehmen Sie sich von mir aus eine Extra-Million aus Ihrem Budget heraus! Lassen Sie sich ordentlich beraten – aber hoffentlich von Menschen, die davon eine Ahnung haben. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Gessl-Ranftl: Themenverfehlung!)
Beifall beim Team Stronach.
Für das Kulturland Österreich ist überhaupt zu hinterfragen, warum Oper und Theater nicht nach ökonomischen Gesichtspunkten zu führen sind. Ein bisschen mehr Fantasie, und die Schaffung neuer Modelle für privates Kultursponsoring sollte möglich sein. Auch Kultur verträgt Wettbewerb! (Beifall beim Team Stronach.)
Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.
Ein positives Beispiel dafür sind die neuen Säle im Musikverein, sie wurden zu einem maßgeblichen Teil durch private Sponsoren finanziert. Frank Stronach selbst hat mit seinem Magna-Konzern den gläsernen Saal mit fast 5 Millionen € unterstützt. (Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Aus diesen Gründen stimmt meine Fraktion dieser Gesetzesvorlage nicht zu. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Aber abgesehen von all diesen Kritikpunkten ist es in meinen Augen unbestritten und ein hoher kultureller Wert, dass das Burgtheater schlichtweg das beste deutschsprachige Theater ist. Es hat eine große Tradition, großartige Künstler und Publikumslieblinge hervorgebracht. Wir sind sehr stolz darauf. Gerade deshalb müssen wir gut darauf aufpassen. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wie gesagt, die Werbung habe ich angesprochen, mit etwas Sparsamkeit könnte man den ORF gut selbst erhalten. Aber was macht der ORF? – Der ORF und die Regierung verdoppeln die Chefposten im ORF, der Proporz wird nun etwas nach oben gehoben. Meine Damen und Herren, das ist der falsche Weg, und deswegen werden wir dem Ganzen nicht zustimmen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
TTIP und CETA sind keine gmahde Wiesn, wie man so schön sagt, und es wird noch viel Aufklärungsbedarf und vor allem Diskussionsbedarf geben. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Dieser Antrag wurde vertagt, und wir haben nun eben diese Bürgerinitiative, zu der wir drei Stellungnahmen – vom Gesundheitsministerium, vom Familienministerium und vom Frauenministerium – angefordert haben. Die Anforderung der Stellungnahmen wurde einstimmig beschlossen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das werden wir – wie eine Reihe anderer Dinge, die heute schon angesprochen wurden – in einer der nächsten Sitzungen oder in einer Fraktionsführerrunde zu besprechen haben, denn ich glaube, das wäre ein wichtiges Zeichen dafür, dass wir nicht nur reden, sondern handeln. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 88
Beifall beim Team Stronach.
weiteren Spar- und Reformmaßnahmen gestimmt hat? Dem griechischen Ministerpräsidenten, der im eigenen Parlament gegen die Vereinbarung mit der EU gesprochen und gesagt hat: Ich bin erpresst worden, ich habe keine andere Wahl gehabt!? Oder sollen wir einer griechischen Regierung vertrauen, die schon längst nicht mehr die Mehrheit hat? – Ich sage Ihnen: Wir haben kein Vertrauen mehr zu den griechischen Verhandlern. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Es gibt nur zwei Wege. Der erste Weg: Wir bewegen uns in Richtung Transferunion, in der der Norden auf Dauer den Süden finanziert – ein Weg, den wir auf keinen Fall mittragen werden. Der zweite Weg: Wir haben uns strenge Richtlinien auferlegt, und die muss jeder Mitgliedstaat einhalten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In diesem Zusammenhang wird sehr gerne das Wort „Solidarität“ strapaziert. Solidarität gilt aber nicht nur den Griechen gegenüber, Solidarität muss auch unserer Bevölkerung gegenüber gelten! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren! Wir fühlen uns den Österreichern verpflichtet – und damit ein klares Oxi, also ein klares Nein, vom Team Stronach zu weiteren Zahlungen nach Griechenland! (Beifall beim Team Stronach.)
Heiterkeit und Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, Team Stronach und NEOS. – Zwischenrufe der Abgeordneten Darmann, Stefan und Strache.
Sie (in Richtung des Abg. Darmann, welcher am Platz des Abg. Kickl sitzt) habe ich nicht im Verdacht gehabt, dass Sie Griechenland unterstützen oder den armen Menschen dort helfen wollen. Sie habe ich gar nicht gemeint. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.) Außerdem muss das mit dem Sessel zusammenhängen, denn dort sitzt immer der Herr Kickl, der solche Zwischenrufe macht; der fehlt aber heute. (Heiterkeit und Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, Team Stronach und NEOS. – Zwischenrufe der Abgeordneten Darmann, Stefan und Strache.)
Beifall beim Team Stronach.
Was haben Sie darauf gesagt, nachdem die Griechen Sie monatelang gebeten haben, bitte lasst uns in Ruhe? – Sie haben gesagt: Das kommt gar nicht infrage. Ihr wollt unser Geld nicht? Das wäre ja noch schöner! Ihr habt gefälligst unser Geld zu nehmen, denn wenn ihr unser Geld nicht nehmt, werden all die Kredite, die wir euch gegeben haben, nicht einmal mehr, was die Zinsen betrifft, bedient. Dann müsste ich meinen eigenen Steuerzahlern die Wahrheit sagen, nämlich: Ich habe einen großen Fehler gemacht. Ich habe den Griechen über Jahre, Jahrzehnte Geld gegeben, wobei ich wusste, dass es nicht zurückkommt; und jetzt gebe ich ihnen weiter Geld, damit sie zumindest die Zinsen bezahlen, damit ich die Illusion aufrechterhalten kann, es kommt ja etwas rein, das Geld ist nicht verloren. Nur um diese Illusion geht es. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach
Um das zu vertuschen, schicken wir ihnen jetzt wieder Geld. Auch gegen den Willen der Bevölkerung, gegen den Willen der Regierung wird Ihnen jetzt Geld aufs Auge gedrückt, nur damit es bei uns niemand merkt (Beifall beim Team Stronach), nur damit die heimische Bevölkerung mit der Illusion weiterleben kann, das griechische Geld ist nicht verloren, es kommt irgendwann zurück, und wenn es, wie Sie sagen, 2054 ist.
Beifall beim Team Stronach.
Das ist das Problem. Das Hauptproblem, das wir haben, ist, dass die Politik hier in Österreich und in ganz Europa nach einer Richtschnur funktioniert. Und diese Richtschnur ist die: Besser ein doppeltes, dreifaches, fünffaches Problem in einigen Jahren, als den Problemen heute ins Auge zu sehen. Das ist die Politik, wie sie in Europa gemacht wird, und das ist traurig und zutiefst abzulehnen! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Auf jeden Fall glaube ich, dass es der Würde des Hohen Hauses nicht entspricht, wenn man hier jemanden als hässlich bezeichnet. (Abg. Steinhauser: Diese Wortmeldung ... nicht der Würde des Hohen Hauses!) Ich glaube, dass sich das Herr Schäuble nicht verdient hat. Ich glaube, dass das einen Ordnungsruf wert wäre. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ, NEOS und Team Stronach.
Abgeordnete Mag. Dr. Maria Theresia Fekter (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Kollege Rossmann hat ein Zitat dahin gehend verwendet, dass Wolfgang Schäuble derzeit das Gesicht des hässlichen Deutschland darstellt, und genau das ist ein Vergleich zum Nationalsozialismus, der hier in diesem Hohen Haus nichts verloren hat. (Beifall bei ÖVP, SPÖ, NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.
Ich finde das absolut nicht lustig, meine Damen und Herren! Darf ich Sie jetzt bitte wirklich zur Ernsthaftigkeit ermahnen! Wir haben ein sehr, sehr ernstes Thema zu diskutieren mit – ich habe das vorhin schon gesagt – sehr kontroversiellen Meinungen und Positionen dazu. Das ist in Ordnung so, dazu ist dieses Haus da, aber bitte unterlassen Sie alle gemeinsam jetzt wirklich Äußerungen, die ins Persönliche gehen, die ins Beleidigende gehen, die Personen, ob in diesem Haus anwesend oder nicht, in irgendeiner Weise beleidigen oder beleidigen könnten. Das haben wir nicht notwendig, und das tut der Würde dieses Hauses nicht gut. (Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Darf man nicht dasselbe von Griechenland erwarten? – Nein, denn Griechenland hat bewiesen, dass es die Auflagen und Sparprogramme im Rahmen der Griechenland-Hilfe aus 2010 nicht erfüllt. Auch die jetzt durchgeführte Volksabstimmung hat gezeigt, dass die Mehrheit der Griechen Reformen ablehnt und keinerlei Willen zum Sparen besitzt. Premierminister Tsipras selbst hat gesagt, dass er nicht an das Programm glaubt. Die Griechen werden zwar die gewünschten Gesetze beschließen, aber fast nichts davon umsetzen und sie politisch abmildern, wie es offiziell heißt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ. – Abg. Matznetter: Sie sollten Geschichte lernen, Frau Kollegin!
Trotzdem sollen die Europäer zahlen – und das, ohne dass die Bevölkerung gefragt wird, ob sie das will! Die griechischen Wähler wurden gefragt, und sie wollen nicht sparen. Die österreichische Bevölkerung wird nicht gefragt, sie hat einfach Steuern abzuliefern. Deshalb: ein klares Nein zu weiteren Hilfsprogrammen auf Kosten der österreichischen Steuerzahler! – Danke schön. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ. – Abg. Matznetter: Sie sollten Geschichte lernen, Frau Kollegin!)
Sitzung Nr. 89
Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Ich bin überzeugt davon, dass dieses Land stark genug ist, zu sagen: Österreich wird beweisen, dass jedes Menschenleben etwas wert ist! Wir werden diese Quartiere schaffen. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Vielleicht könnte es daran liegen, dass Ungarn eine dermaßen fremdenfeindliche, eine asylfeindliche Politik fährt, seinen Aufgaben nicht nachkommt und die Probleme letztlich in die Nachbarländer „auslagert“. Vielleicht liegt es daran, dass diese Menschen gar keine andere Chance gesehen haben. Und wenn das so ist, dann frage ich mich, warum Sie hier keine Kritik anmelden. Warum spricht keiner über Ungarn? (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Deshalb: Lösen wir das Problem vor Ort! Machen wir Schutzzonen! Unterstützen wir die Schutzzonen, die schon existieren, mit Geld! Das Geld ist dort hundertmal besser angelegt als hier in irgendwelchen Zeltstädten. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich möchte zuerst einmal mit etwas Positivem beginnen. Herr Bundeskanzler, ich möch- te Ihnen gratulieren! Sie haben gestern im Sommergespräch – vier Wochen, nachdem Frank Stronach dies gefordert hat – auch Schutzzonen gefordert und haben unserem Frank Stronach recht gegeben. Schade, dass Sie vier Wochen dazu gebraucht haben. Sie hätten schon viel schneller und eher handeln können. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Ich glaube, auch die ÖVP ist da angehalten. Immerhin sind Sie Experten im Schleppen oder Sie kennen sich mit Schleppern aus, speziell Herr Klubobmann Lopatka, den ich als Schlepper-Experten bezeichnen möchte. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.) Immerhin ist es ihm gelungen, vier Wirtschaftsflüchtlinge des Teams Stronach erfolgreich zur ÖVP zu schleppen, meine Damen und Herren! Auch da sollten Sie endlich einmal handeln und etwas Richtiges tun.
Beifall beim Team Stronach.
Also wenn wir das schon wissen, meine Damen und Herren, dann können wir doch hergehen und diese 48-Stunden-Frist, wie sie die Schweiz hat, einführen und das schnell kontrollieren! Wir können dann dieses Asylverfahren in 48 Stunden abwickeln, wenn wir das im Vorhinein schon wissen. Wenn das Herr ÖVP-Landeshauptmann Wallner weiß, dann wird es wohl richtig sein, meine Damen und Herren! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
bringen wir die Leute in den jetzigen Unterkünften unter. Das wäre der richtige Weg, meine Damen und Herren! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Peter Wurm.
Das wären Maßnahmen, meine Damen und Herren, mit denen Sie sofort agieren können! Wir brauchen keinen Zaun, da gebe ich Ihnen recht, aber wir brauchen ein dichtes Netz, das auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen bestimmt. Mit diesen Möglichkeiten können Sie Sicherheit schaffen für die österreichische Bevölkerung, die das verdient hat, und nicht Verunsicherung, wie es oft gemacht wird. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Peter Wurm.)
Ruf beim Team Stronach: Auch ein Wirtschaftsflüchtling!
Präsident Karlheinz Kopf: Als Nächste gelangt Frau Abgeordnete Dr. Nachbaur zu Wort. – Bitte. (Ruf beim Team Stronach: Auch ein Wirtschaftsflüchtling!)
Beifall beim Team Stronach.
So schnelllebig ist die Zeit, und ich bin begeistert, dass der Kollege Wöginger, wahrscheinlich in Anbetracht der bevorstehenden Wahlniederlage in Oberösterreich (Zwischenruf des Abg. Prinz), ganzseitige Zeitungsinserate bringt, die die ÖVP mit Steuergeld bezahlt, um das Asylchaos zu erklären. Die ÖVP Oberösterreich kriegt 16,5 Millionen € Steuergeld jährlich, und dann den Wählern etwas zu erklären und es auch noch zu wagen, das hier im Hohen Haus mit Mitmenschlichkeit zu unterstreichen, das ist wohl sehr weit hergeholt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wie hat heute hier ein Redner gesagt, als er interviewt worden ist: Man möchte auch an dieser modernen Welt mit moderner Bildung teilnehmen. – Ich glaube, das ist genau der verkehrte Ansatz, wenn man dorthin flüchtet, wo es bereits funktioniert, anstatt in der eigenen Region am Aufbau mitzuarbeiten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach
Ich glaube, das sollten wir einmal grundsätzlich diskutieren: Entweder wir stehen zu unserem Staat, entweder wir stehen auch zu den Rechten unserer Bevölkerung (Beifall beim Team Stronach) – oder eben nicht. Ich bin überzeugt davon, die Österreicherinnen und Österreicher haben nicht erst einmal bewiesen, wie sie zu wirklichen Flüchtlingen stehen, denen man auch die Möglichkeit gibt, bei uns einen echten Asylstatus zuerkannt zu bekommen, wie die integriert werden, wie die unterstützt werden.
Beifall beim Team Stronach.
Da gilt es, vor Ort anzusetzen, vor Ort Lösungen zu finden, und dann können wir es gemeinsam schaffen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Jetzt bin ich gespannt, ob der Herr Bundeskanzler diesem Antrag zustimmt. Denn wenn er dem nicht zustimmt, dann wissen wir, dass das gestern wieder einmal nur eine Sonntagsrede war und er in Wahrheit das tun will, was ich heute schon gesagt habe, nämlich sich neue Wähler organisieren, die ihn dann auch brav wählen. Und die ÖVP will sich hier anscheinend billige Arbeitskräfte organisieren. Das ist der Hintergrund. Wenn das nicht stimmt, stimmen Sie diesem Antrag zu! (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 91
Beifall beim Team Stronach.
Was wir brauchen würden, wären also eigene Flüchtlingsklassen, um dort einmal die deutsche Sprache zu lehren, wobei das ja erst der zweite Schritt ist. Der erste Schritt wäre, einmal abzuklären, ob diese Flüchtlinge überhaupt bleiben dürfen. Das macht ja niemand! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In anderen Bundesländern werden Spesen einfach pauschal abgerechnet, ohne dass überhaupt jemand einen Beleg vorlegt, und all das ist in Ihrem System möglich. Und auf der anderen Seite, das haben wir heute auch schon gehört, haben Sie nicht einmal mehr Geld, um die Klassen zu heizen. (Abg. Gusenbauer-Jäger: Aber geh!) Und Sie haben auch nicht das Geld, um das zu tun, was notwendig ist, nämlich die Kinder tatsächlich zu fördern, und das alles nur deshalb, weil Sie Ihr „Spielzeug“ Schule nicht aus der Hand geben wollen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.
Das ist genau der Punkt: Wenn Sie von Autonomie sprechen, sprechen Sie von der Autonomie, zu entscheiden, ob die Glocke läutet oder nicht. Wenn wir von Autonomie sprechen, sprechen wir davon, dass wir den Direktoren und den Lehrern die Möglichkeit geben, vor Ort selbst zu entscheiden, was zu tun ist. Wissen Sie, warum? Weil sie es besser wissen als die Politiker. Und wissen Sie, warum sie es besser wissen? Weil sie vor Ort sind. Sie kennen ihre Schüler, sie kennen die Probleme, sie kennen die Probleme des Standortes, und deshalb wissen sie es besser. Deshalb: Politik raus aus der Schule! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.)
Beifall beim Team Stronach.
Und dann sagt er, dass er sich für Deutsch vor Schuleintritt ausspreche. – Lieber Kollege! Wenn Sie unserem Herrn Klubobmann zugehört hätten, dann hätten Sie mitbekommen, dass er genau das auch gefordert hat. Ich freue mich aber, dass die ÖVP da einer Meinung mit uns ist. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich glaube, das sind gute plakative Beispiele, Beispiele, wie es nicht gehen soll. Das zeigt auch auf, dass es da noch sehr viel Handlungsbedarf gibt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Und wo das hinführt, meine sehr geehrten Damen und Herren, haben wir bei den jüngsten Ereignissen in Paris leidvoll gesehen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn in Syrien und im Irak Krieg ist, dann sollten die Nachbarstaaten dort die Flüchtlinge aufnehmen. In der Kultur, die dort herrscht, fühlen sie sich wohl, sie sollen daher dort betreut werden, in sogenannten Auffanglagern, wie das Frank Stronach immer gefordert hat. Das wäre der richtige Weg, meine Damen und Herren: vor Ort helfen, diesen Nachbarstaaten helfen, dass sie das auch bewältigen können! Das wäre die Aufgabe der Europäischen Union, meine Damen und Herren, das wäre vernünftig! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Und da haben wir vom IS mit seinen Schergen noch gar nicht gesprochen, die mit dieser Masse mitkommen und bei uns eingeschleust werden. Was da noch alles kommen kann, das können wir uns dann anschauen! – Danke. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich sage das nicht abschätzig, ich weiß, Asyl ist ein Menschenrecht und jeder Einzelne, der hier herinnen sitzt, wird für diesen Schutz von verfolgten Menschen einstehen, aber wir sind dagegen – und hier die klare Abgrenzung –, dass sich Wirtschaftsflüchtlinge ein Land aussuchen und dort einfach zuwandern! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich sage Ihnen, wir haben nicht das Recht, Ungarn zu verurteilen (Ruf bei der SPÖ: Sondern?), denn wir wissen nicht, was in Zukunft kommen wird, wenn die Dimension dieses Themas immer größer wird, wenn die Flüchtlingsströme immer größer werden. Ich weiß nicht, wie viele Staaten in Europa denselben Weg beschreiten werden, den jetzt schon die Ungarn beschritten haben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie der Abg. Lintl.
Wir wollen, dass soziale Akzeptanz gegeben ist, dass die Gemeinden und die Länder dahinterstehen und dass jene Flüchtlinge, die aufgenommen werden, auch willkommen sind. Wir wollen kein Durchgriffsrecht! Wir wollen keine Bevormundung! Wir wollen das auch deshalb nicht, weil wir Sorge haben, dass das der erste Schritt in eine völlig andere Richtung ist, nämlich in die Richtung, die in Deutschland auch schon angedacht wird: dass man Privateigentum beschlagnahmt und dass dann über kurz oder lang die Zweitwohnung für Flüchtlinge zur Verfügung gestellt werden muss. Das wollen wir nicht, auf keinen Fall! (Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie der Abg. Lintl.)
Beifall beim Team Stronach.
Sie machen eine Tür auf, die nicht mehr zugeht. Wir werden diese Tür nicht öffnen! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ja, das stimmt, der Herr Bundeskanzler hat die Verantwortung. Er hat die Verantwortung dafür, dass wir sämtliche Gesetze, die wir haben, außer Kraft gesetzt haben, dass wir wider jede Vernunft jeden ins Land lassen, ohne ihn zu kontrollieren, ohne zu überprüfen, ob er überhaupt Fluchtgründe vorweisen kann, und ohne die geltenden Regeln in der EU einzuhalten, wofür wir jetzt auch verklagt werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich sage Ihnen eines: Es macht überhaupt keinen Sinn, zu verteilen. Was wir brauchen würden, sind Schutzzonen vor Ort; dann brauchen wir in Österreich gar nicht zu verteilen. Was Sie machen, ist: Sie verteilen Flüchtlinge, bei denen Sie nicht einmal wissen, ob sie überhaupt bleiben dürfen, und das ist das Problem. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Das sind alles Dinge, bei denen wir die Vernunft wieder einschalten müssen. Wir müssen dieses Problem vernünftig angehen, aber was ich jetzt sehe, ist nicht vernünftig. – Vielen Dank, Herr Cap, dass Sie das endlich einmal so angesprochen haben! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Sie werden sich erinnern, ich habe hier am 1. September auch davon gesprochen, wie die Praxis der Caritas ausschaut, wenn ein Kosovare, der ja keine Chance auf Asyl hat – also zu 99,99 Prozent –, freiwillig bereit ist, in den Kosovo zurückzukehren: Die Rechtsberater der Caritas schlagen ihm vor, er soll doch wieder ein Asylansuchen stellen und von dieser Rückkehr Abstand nehmen, da er doch die Chance auf ein humanitäres Bleiberecht hätte. Meine Damen und Herren, da wird der Missbrauch gefördert und deswegen haben wir diese Unterkunftsprobleme. Das ist schon etwas, das ehrlichkeitshalber einmal angesprochen werden muss! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Plessl: Das stimmt nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Und jetzt kommt´s: Sie haben auch gesagt, das Sozialsystem bei ihnen ist halt nicht so gut wie bei uns. Und die Flüchtlinge wollen dorthin, wo es ein gutes Sozialsystem gibt, an dem sie teilhaben können. (Abg. Plessl: Stimmt nicht, was Sie jetzt sagen!) Ich habe Sie heute schon einmal darauf hingewiesen: Lesen Sie den Artikel in den „Vorarlberger Nachrichten“ von Frau Kneissl – es wird Ihnen das Licht aufgehen! Und dann hätten wir diese ganzen Probleme nicht, wenn wir danach handeln würden. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Plessl: Das stimmt nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich möchte aber Folgendes sagen: Meine aufrichtige Anteilnahme gilt allen wirklichen Flüchtlingen und allen, die jetzt in diesem Massenstrom nach Österreich, nach Europa kommen. Der besondere Dank geht an die NGOs, aber auch ganz besonders an die Sicherheitskräfte, an die Polizei, an das Bundesheer. Das wird immer wieder vergessen, und ich wiederhole, hier haben wir schon oft über Einsparungspotenziale diskutiert und darüber, wie unnötig und überflüssig diese Sicherheitskräfte sind. Ich glaube, diese europaweite Situation – man möchte fast weltweite Situation sagen – zeigt auf, wie notwendig ein ordentlich funktionierender Rechtsstaat ist. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich darf hier Kurt Langbein zitieren, der davon spricht, dass 2014 internationale Konzerne mit der Weltbank 41 Millionen Hektar Agrarland erworben und die dort heimische Bevölkerung vertrieben haben und dass dort eine Mutter mit sieben Kindern 25 € im Monat bekommt; und wir stellen bei einer wunderbaren Diskussion in den Raum, dass das alles Kriegsflüchtlinge sind. Das sind zum Großteil Wirtschaftsflüchtlinge – von unserer Wirtschaftsweise, von unserem gewinnorientierten System verursacht. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ganz kurz zum Verfassungsgesetz. Geschätzte Damen und Herren! Kolleginnen und Kollegen! Den Bau- und Raumordnungsvorschriften der Länder muss grundsätzlich nicht Rechnung getragen werde. Wie geht man mit den Bürgerinnen und Bürgern in Österreich um, die nach diesen Gesetzen bisher bestraft wurden, die nach diesen Gesetzen bisher auch Maßnahmen angeordnet bekommen haben? Haben Sie in letzter Zeit einmal mit einem Unternehmer oder mit Eltern und Großeltern gesprochen, die bauen wollten und denen das versagt und verhindert wurde? Werden da die Strafen zurückgezahlt? Werden die Auflagen zurückerstattet? Werden die Gewinnausfälle honoriert, oder haben wir für diese Leute, für unsere Bürger kein Verständnis? – Das ist eine typische Zwei-Klassen-Gesetzgebung. Nicht umsonst spricht der Präsident des Gemeindebundes, ein sehr kompetenter Mann, von einem Ermächtigungsgesetz für die Bundesregierung. – So kann es nicht sein! Wir brauchen kein Gesetz des Drüberfahrens über die Bürger, über die Gemeinden und über die Länder! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Ruf bei der ÖVP: Das Team Stronach wurde eh schon eingespart!
Einen letzten Punkt möchte ich hier noch anmerken, da wir natürlich gegen dieses Gesetz stimmen. Wenn wir jetzt 1,5 Prozent als Quote festlegen, wie werden dann die weiteren Festlegungen sein? Wann erhöhen wir, wann verdoppeln wir auf 3 Prozent, wann gehen wir auf 5 Prozent? Wird noch jemand gefragt? Falls dem nicht Rechnung getragen wird, können wir nämlich die am Sonntag in Oberösterreich und in 14 Tagen in Wien stattfindenden Gemeinde- und Landtagswahlen gleich aussetzen. Wenn vom Bund weg regiert wird, dann können wir hier gleich die ersten Einsparungen schaffen und dann gehen wir davon weg, von einer Demokratie zu sprechen. Deshalb gibt es von unserer Seite ein klares Nein. (Beifall beim Team Stronach. – Ruf bei der ÖVP: Das Team Stronach wurde eh schon eingespart!)
Beifall beim Team Stronach.
Mir fällt bei diesem Punkt mit der Geschwindigkeit der Duracell-Hase ein. Ich will jetzt keine Werbung für irgendetwas machen, aber vielleicht wechseln Sie einmal die Batterie in Ihrer Uhr, dann geht es vielleicht schneller, und dann funktioniert das so, wie sich die Bürger das auch wirklich erwarten: dass mit ihrem Steuergeld vernünftig umgegangen wird, dass ihr Steuergeld sparsam eingesetzt wird. Da haben alle etwas davon. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
FPÖ, Grüne, NEOS und Team Stronach
Wie bereits eingangs erwähnt, haben die Oppositionsfraktionen (FPÖ, Grüne, NEOS und Team Stronach) mit viel Überzeugungsarbeit erreicht, dass acht Bürgerinnen und Bürger in die Enquete-Kommission eingebunden werden. Auch wenn sich die Opposition mehr Bürgerbeteiligung gewünscht hätte, war diese Minimalvariante zumindest ein erster Schritt in Richtung Öffnung des Parlaments für Bürgerinnen und Bürger.
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Wittmann: Ist es demokratisch, vom Frank vorgeschlagen zu werden?
mehr Bürgerbeteiligung hinein in das Haus, damit wir hier mehr Demokratie haben. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Wittmann: Ist es demokratisch, vom Frank vorgeschlagen zu werden?) Ich glaube, das kann man so nur unterschreiben. (Abg. Wittmann: Ist es demokratisch, wenn euch der Frank vorschlägt? – Abg. Cap: Ist Frank ein Demokrat?)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Wittmann: Ist es demokratisch, wenn der Frank jemanden vorschlägt?
Als Beispiel möchte ich Ihnen noch eines sagen. Wir haben jetzt die Wien-Wahl vor der Tür. Sie wissen alle, dass wir eine Plattform, die für mehr direkte Demokratie eintritt, mit unseren Unterschriften unterstützt haben, damit diese kandidieren kann. Das heißt, wir wollen mehr Wahlfreiheit. Wir haben diese Plattform unterstützt und die Unterschriften gegeben, damit sie kandidieren kann, damit mehr direkte Demokratie ins Wiener Rathaus kommt. Ich glaube, das wäre notwendig. Das wäre ein Zeichen, und deswegen haben wir auch diese Unterschriften geleistet. Das ist ein richtiger Schritt für eine demokratische Entscheidung in Wien, damit dieser Parteiproporz, den wir jetzt haben, nicht mehr Fuß fassen kann. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Wittmann: Ist es demokratisch, wenn der Frank jemanden vorschlägt?)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Strasser.
Aber ich denke, gerade das ist das Problem: dass es von der Politik zu wenig anerkannt wird (Abg. Lueger: Nein!), dass die Familie nicht nur die wichtigste Zelle im Staat ist, sondern auch die billigste Zelle im Staat. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Strasser.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir sind wirklich gefordert, Frau Minister, uns hier für die Familien einzusetzen. Wenn wir dieses hohe Ziel erreichen wollen, das familienfreundlichste Land in Europa zu sein, dann, denke ich, müssen wir gemeinsam alles unternehmen, um dieses Ziel auch zu erreichen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Ich denke, es ist wichtig für die Familien, für unsere Zukunft, dass hier einfach bestmögliche Unterstützung für die Familien vorhanden ist, denn sonst schaut es um die Zukunft in unserem Land sehr schlecht aus. – Herzlichen Dank. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das ist auch das Problem der Asyldebatte der letzten Wochen und Monate: dass man manches Mal das Gefühl hat, die Regierung ist direkt froh darüber, weil über die wesentlichen Maßnahmen, die angesprochenen Reformen, über die verschobenen und vertagten Reformen (Abg. Wöginger: Wir sind das familienfreundlichste Land der Welt! Familienfreundlichstes Land der Welt ist Österreich!), über die tägliche Neuverschuldung von 36 Millionen € nicht mehr gesprochen werden muss. Herr Kollege Wöginger, da sind ja deine Arbeitnehmer am meisten gefährdet, weil sie sich das tägliche Leben nicht mehr leisten können. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich bitte um rasche Umsetzung. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Da hört es sich aber auf, das ist doch unglaublich! Dem Präsidenten das hier zu unterstellen, das ist wirklich unglaublich, was sich Ihr Vizelandeschef da herausnimmt, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 93
Beifall bei Team Stronach, ÖVP und FPÖ. – Abg. Matznetter: Irgendwann wechselt er zurück, der Lugar!
Ich bitte Sie also, Frau Präsidentin, dass man diese Box vielleicht im Couloir aufstellt. Dann sind auch wir vom Team Stronach sehr gerne bereit, dazu einen sinnvollen Beitrag zu leisten – aber bitte keine Störaktion hier im Parlament, sodass der Abgeordnete nicht wirklich das Recht ausüben kann, hier dementsprechend zu sprechen. – Vielen Dank. (Beifall bei Team Stronach, ÖVP und FPÖ. – Abg. Matznetter: Irgendwann wechselt er zurück, der Lugar!)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Der Herr Bundeskanzler will immer Solidarität, und da frage ich mich: Warum sollen wir jetzt mit Syrien solidarisch sein? Das liegt erstens nicht in Europa, die sind in Asien zu Hause – wie Sie wahrscheinlich auch wissen, Herr Bundeskanzler –, die gehören nicht unserem Kulturkreis an, das Land grenzt auch nicht wirklich an die Europäische Union. Also ist die Frage, Herr Bundeskanzler: Warum sollen wir mit Syrien solidarisch sein? Ich würde doch eher etwas anderes vorschlagen, Herr Bundeskanzler: Seien wir doch einmal für einen Augenblick solidarisch mit den Österreicherinnen und Österreichern! (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Korun: Mit Solidarität können Sie nichts anfangen, das wissen wir eh! – Abg. Kogler: Gehen Sie doch zur PEGIDA-Demonstration!
Ich muss Ihnen eines sagen: Ich habe eine neunjährige Tochter, und ich will ihr nicht zumuten, dass wir plötzlich in einem Land leben – und da gibt es genug Beispiele, weil Sie sagen, das wird nie passieren … (Abg. Kogler: … PEGIDA!) Es gibt so viele Beispiele auf dieser Welt, wo genau das passiert ist (Abg. Korun: Die laufen vor der IS weg!), wo eine Kultur aufgrund von Migration ausgetauscht wurde und man letztlich nicht mehr Herr im eigenen Haus war. Und dann bin ich gespannt, was Sie dazu sagen, Frau Glawischnig, da Sie ja jetzt so offenherzig sind und nach Solidarität rufen, die leider in vielen Fällen eine Einbahnstraße ist. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Korun: Mit Solidarität können Sie nichts anfangen, das wissen wir eh! – Abg. Kogler: Gehen Sie doch zur PEGIDA-Demonstration!)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Und deshalb werden wir heute, Herr Bundeskanzler und liebe Regierung, bei diesem Antrag der FPÖ mitgehen, und zwar deshalb, weil es ein Wahnsinn ist, dass wir als Parlament einen Gesetzesbruch tolerieren. Es gibt Regeln, es gibt Gesetze, aber die Regierung hat diese Gesetze mit Füßen getreten. Deshalb ist dieser Antrag angebracht. Er ist angebracht, und deswegen wird er auch von uns unterstützt. Ein Parlament, das die eigenen Regeln nicht ernst nimmt, ist aus meiner Sicht ein Parlament, das sich schon lange abgemeldet hat. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Unbescholtenen Bürgern, meine sehr geehrten Damen und Herren, wird die Selbstverteidigung verwehrt. Es gibt so gut wie keinen Waffenpass mehr für einen unbescholtenen Bürger, nicht einmal mehr für Exekutivbeamte außer Dienst oder für Jäger, wie wir unlängst festgestellt haben. Mit diesem aktuellen Stand müssen wir leben (Zwischenruf des Abg. Rädler), wir werden aber weiter daran arbeiten, das zu ändern und bleiben hier sicher auch auf der Seite der unbescholtenen Bürgerinnen und Bürger. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Schwentner.
Na, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Grünen, wo bleibt denn Ihr Aufschrei? – Die linken GutmenschInnen sagen hiezu gar nichts. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Schwentner.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Brunner.
wir im österreichischen Biodiesel – hört, hört! – Palmöl aus einem Anbau auf 13 000 Hektar Fläche verfahren, dann wundert es mich, dass die Grünen immer noch Plastik-sackerln diskutieren und nicht längst die tatsächlichen Fakten aufzeigen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Brunner.)
Beifall beim Team Stronach.
Das sind die Auswirkungen unseres Konzernsystems. Das sind die Auswirkungen unserer gewinnträchtigen, gewinnsüchtigen Wirtschaftssysteme. Kurt Langbein hat es in seinem Buch beschrieben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir bitten um Unterstützung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
darum, dass man hier eine Lösung trifft, die für den österreichischen Steuerzahler schonend ist und wirklich die Spreu vom Weizen trennt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das zeigt den Unterschied im Niveau des Schulsystems von Liechtenstein und beim Herrn Walser im Gymnasium. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (STRONACH): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Die heutige Diskussion hat einmal mehr gezeigt, wie hilflos diese Bundesregierung ist. Meine geschätzten Damen und Herren, Sie dürfen sich nicht wundern, wenn am kommenden Sonntag immer mehr Wähler Alternativen suchen und nicht mehr eine Regierung, die nicht in der Lage ist, Probleme zu lösen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Bei all dieser Problematik rund um die Flüchtlinge, vergessen wir nicht die 37 000 Ob-dachlosen in Österreich (Ruf bei der SPÖ: Geh bitte, Frau Kollegin!), Menschen, die auf der Straße sind, die kein Bett haben und keine Möglichkeit haben, geschützt, gesichert, gewärmt zu wohnen! Die Vorkommnisse am Salzburger Hauptbahnhof, wo bereits Flüchtlinge mit Obdachlosen um das Essen raufen, sind eine Schande für Österreich. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Neuerlicher Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner.
Wir, meine geschätzten Damen und Herren, sind für die Österreicher da, und dafür werden wir uns auch in Zukunft einsetzen. (Neuerlicher Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach. – Abg. Pilz: Und eine Abgeordnete, die Ihre Rede nicht frei hält, auch!
Ein Staat, der seine Grenzen nicht schützen kann, verliert seine Souveränität, meine Damen und Herren. Eine Regierung, die die Interessen der eigenen Bevölkerung hinter die der Flüchtlinge stellt, verliert ihre Legitimität. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach. – Abg. Pilz: Und eine Abgeordnete, die Ihre Rede nicht frei hält, auch!)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Wir haben eine Innenministerin, die ankündigt, die Grenzen zu kontrollieren und weiterhin alle unkontrolliert durchlässt. Und wir haben einen Justizminister, der den Schutz der Grenzen mit Gewalt als inakzeptabel bezeichnet und den Rechtsbruch der Flüchtlinge, nämlich das Überrennen der Grenzen, als legitim. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei NEOS, ÖVP und Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Wenn wir zum Inhalt kommen – das ist ja der Hauptgrund der heutigen Debatte: Ja oder Nein zur dritten Piste. So leicht, wie es sich die Grünen machen, lässt sich diese Frage nämlich nicht beantworten. Und Sie – das muss man hier auch ganz klar sagen – betreiben mit der Umweltpolitik das, was die Freiheitlichen mit der Asylpolitik machen: Sie machen genau in diesem Punkt nichts anderes als reinen Populismus! (Beifall bei NEOS, ÖVP und Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Lintl.
Daher mache ich es kurz: Ich bin mit der Beantwortung zufrieden. Fluglärm ist ein Thema und das können wir diskutieren, aber die Grünen spielen da ein doppeltes Spiel und machen Wahlkampf auf Kosten der Steuerzahler. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Lintl.)
Sitzung Nr. 94
Beifall beim Team Stronach.
Ich kann Ihnen sagen, was wir von der Schule wollen – das ist gar nicht viel –: Wir wollen, dass jeder lesen und schreiben lernt. Ein Viertel kann das nach der Pflichtschule nicht! Nach neun Jahren Schule kann ein Viertel nicht lesen und schreiben! Ich sage: Wir wollen, dass alle lesen und schreiben lernen! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Und ich sage dazu: Ich will, dass einige von denen, die in die Schule gehen, herausragende Leistungen vollbringen und danach auch in der Wirtschaft und in anderen Bereichen herausragende Leistungen erbringen können, für uns alle. – Das ist das, was ich will. Das ist nicht viel. Das schafft aber die Schule nicht. Und warum schafft sie es nicht? – Weil Sie zentral von oben bis hinunter in jede kleinste Klasse regieren wollen und gemeinsam mit den Landeshäuptlingen da den Einfluss nicht aufgeben wollen. Sinn macht das überhaupt keinen, denn Sie haben überhaupt nichts beizutragen. Sie kommen mir vor wie in der DDR oder auch in der Sowjetunion, wo das Zentralkomitee entschieden hat, wie viele Schuhe und vor allem welche Größen produziert werden. Das hat das Zentralkomitee für das ganze Land entschieden. Wissen Sie, was dann passiert ist? – Die meisten sind entweder mit zu großen oder zu kleinen Schuhen herumgelaufen. Genau das Gleiche passiert in der Schule: Für die einen passt es nicht, ist es zu wenig, und für die anderen ist es eine Überforderung. Und das protegieren Sie mit Ihrem System. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Da gibt es Regeln, da gibt es ganz genaue Verfahren, nach denen man vorgeht, und dann passiert eben praktisch nichts. Und so sollte es auch im Schulbereich sein: Sie sollten ordentliche Regeln machen und vorgeben, was wir von der Schule haben wollen – wir wollen, dass jeder lesen und schreiben kann, wenn er die Schule verlässt, wir wollen auch herausragende Leistungen, wir wollen eine Förderung von besonderen Talenten, und wir wollen niemanden zurücklassen; das reicht an und für sich schon –, und ein Kontrollsystem machen, im Rahmen dessen Sie regelmäßig, zweimal im Jahr, überprüfen, ob die Schule das tut, was sie tun soll. Und der Rest liegt bei der Schule. Der Rest liegt bei der Schule! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das ist Hausverstand, aber diesen Hausverstand bringen Sie nicht mit, wenn es um den Schulbereich geht. (Beifall beim Team Stronach.) Sie bringen den Hausverstand nicht mit, der sagt, dass man so lange separieren muss, bis das Leistungsniveau in etwa gleich ist. Dann können Sie die Schüler wieder in eine gemeinsame Klasse geben, und dann funktioniert das auch. (Abg. Brosz: Ist das vor der Matura oder nach der Matura?)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb sage ich – ich kann es nicht oft genug sagen –: Politik raus aus der Schule! Die Politik hat in der Schule nichts verloren! Es gibt nichts, was Sie besser wissen als die Lehrer, die Eltern und die Direktoren vor Ort. Deshalb: Politik raus aus der Schule! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe bei den Grünen.
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (STRONACH): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Wir haben heute eine Sondersitzung der Grünen zum Thema Bildung. Wahrscheinlich wollen die Grünen mehr Licht in die Bildung, in die Bildungsreform bringen und davon ihre Zustimmung abhängig machen. Aber ich sage Ihnen, geschätzte Kollegen, jeder Einzelne hier in diesem Raum geht davon aus, dass Sie zustimmen werden, weil Sie bisher bei allem zugestimmt haben (Abg. Walser: Weil wir uns durchgesetzt haben! Ganz einfach!), sei es die Aufhebung des Bankgeheimnisses, sei es das Durchgriffsrecht, sei es die Registrierkassenpflicht. Alles haben Sie hingenommen, nur um an die Macht zu kommen. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall beim Team Stronach.
Und, Herr Kollege Walser, wenn Sie davon sprechen, dass diese Bildungsreform ein Geheimprojekt ist. Auch das wird Sie nicht daran hindern, einfach zuzustimmen. Wir wissen es und wir sehen es nach der Oberösterreich-Wahl: Es ist egal, wenn es nicht wie gewünscht ausgegangen ist. Wenn es sich zu zweit nicht ausgeht, dann wird es sich zu dritt ausgehen, Hauptsache, man ist bei der Macht dabei. (Abg. Walser: Das wird Ihnen nicht mehr passieren!) Ich würde mir von einer Oppositionspartei wünschen, die Dinge wirklich klar anzusprechen – unabhängig davon, ob man letzten Endes an der Macht teilhat, in der Regierung sitzt – und für den Bürger politisch zu arbeiten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren, wenn wir die nackten Zahlen anschauen – dass ein Fünftel der Schulabgänger sekundäre Analphabeten ist, dass jedes zehnte Kind bereits in eine Privatschule geht –, dann sage ich Ihnen: Das ist ein Hilfeschrei der Eltern. Die Eltern sind bereit, Hunderte Euro im Monat auszugeben, damit ihre Kinder eine ordentliche Schulausbildung haben, weil eben dieses staatliche System versagt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In diesem Sinne wünsche ich mir, dass die Schule in Zukunft entpolitisiert wird, dass die Bildungsreform wirklich im Sinne der SchülerInnen, der Eltern und der Lehrer stattfindet, denn die Kinder sind die Zukunft unseres Staates. Und wenn wir auf diese Zukunft nicht schauen, dann hat die gesamte Gesellschaft keine Zukunft. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Leopold Steinbichler (STRONACH): Herr Präsident! Frau Minister! Frau Staatssekretärin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Galerie und an den Fernsehgeräten! Ich habe hier ein Plakatsujet aus Oberösterreich mitgenommen (der Redner zeigt ein Plakat mit einem Zunge zeigenden Mädchen mit der Aufschrift: „Gscheite Bildung wär nicht blöd.“), da ich denke, dass das Wahlergebnis für die Grünen, die ja heute diese Sitzung zum Thema Bildung verlangt haben, sicherlich besser ausgefallen wäre, wenn man hier ein freundliches (Abg. Walser: Wolltest du nicht kandidieren in Oberösterreich? – weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Walser und Pirklhuber) – Herr Kollege Walser, wenn du nicht zuhörst, dann kriegst du die Lösung nicht! –, ein grüßendes, ein lächelndes Kind plakatiert hätte, denn solche Gesichter – ich gebe es schon wieder weg – wollen wir in Oberösterreich nicht plakatiert haben. Leider ist Frau Kollegin Glawischnig nicht da, die kommt auch vom Land, und am Land wird das noch ein bisschen anders gesehen, das hat auch mit Bildung zu tun. Das ist die erste Form der Bildung, geschätzte Kolleginnen und Kollegen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Frau Klubobfrau Glawischnig – sie ist leider jetzt nicht hier – hat nach meinem Dafürhalten heute mit ihrer Kategorisierung Schüler zweiter Klasse, wenn jemand nicht das Gymnasium macht und die Hauptschule besucht, Hunderttausende Facharbeiter, Arbeiterinnen und Arbeiter diskriminiert. Ich glaube, so eine Einteilung kann man nicht machen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ja, so sind sie, die Grünen!) Das ist wirklich eine intensive Beleidigung der vielen wertvollen Facharbeiter – von der Friseurin bis zur Köchin, vom Automechaniker bis zum Bauhandwerker –, die oftmals, alleine weil sie aus dem ländlichen Raum kommen, gar nicht die Möglichkeit gehabt haben, ein Gymnasium zu besuchen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich bin überzeugt, für die Wirtschaft, für einen funktionierenden Staat sind alle gleich wichtig, egal, in welchem Bereich sie arbeiten. Ich habe es so oft hier an dieser Stelle gehört: Mit Bildung kann man die Arbeitslosigkeit lösen. – Na, das können wir gleich ausprobieren! Fragt einmal meinen Sohn, was es ändert, wenn er den Kühen auf Lateinisch oder auf Russisch sagt – denn darin hat er maturiert –, dass die Milch zu billig ist und er davon nicht mehr leben kann! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Da muss man aufpassen, dass man nicht mit vordergründigen Argumenten eine Lösung in den Raum stellt, die gar keine Lösung ist, weil wir tatsächlich den Ursachen auf den Grund gehen müssen. Natürlich ist Bildung extrem wichtig, aber es müssen auch die Plätze dafür vorhanden sein. Wie oft erleben wir auf dem Arbeitsmarkt – reden Sie einmal mit Leuten vom AMS! –, dass gesagt wird: überqualifiziert, brauchen wir nicht, können wir nicht bezahlen, zu viele Kurse. Und wenn wir keinen Arbeitsplatz haben, dann schicken wir sie zur Umschulung. Das ist doch keine Arbeitsmarktpolitik! Das hat auch etwas mit Bildung zu tun, denn das ist die Fortsetzung der Schulbildung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir bitten um Unterstützung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich sage, das ist ein Kahlschlag für das gesamte Bildungssystem und stellt dieser Bundesregierung ein schlechtes Zeugnis aus. – Herzlichen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf bei der SPÖ.
Genau das ist der Punkt. Dieses Ansinnen hat nur einen Zweck, nämlich dass man verschleiert, dass man hier die Wahrheit nicht ans Licht kommen lässt, dass die Regierung weder in der Bildungsfrage noch in der Asylfrage den Durchblick hat. (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.) Das soll hier verschleiert werden, und das ist hier auch dementsprechend anzuprangern. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Sitzung Nr. 96
Beifall beim Team Stronach.
Aus diesem Grunde stelle ich den Antrag, hier eine Debatte darüber durchzuführen, dass das Parlament endlich seine Kontrollaufgaben wahrnehmen kann und das Ministerium nicht weiterhin den Budgetdienst daran hindert, uns Informationen weiterzugeben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
einmal einer Norm zu unterwerfen – sicherlich in Absprache mit den Erzeugern, aber ganz im Sinne der Umwelt, ganz im Sinne der Konsumenten und Konsumentinnen und natürlich auch der Kaufleute und Handelsmärkte vor Ort. Was da für eine Vielzahl auf dem Markt ist, das ist, glaube ich, wirklich weit weg von jeglicher Notwendigkeit. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich glaube, es ist notwendig, auch zur Information unserer Bürger und Bürgerinnen, dass sie die Diskussionen über diese wichtigen Themen, zum Teil ganz extrem wichtigen Themen tatsächlich hier im Plenum erleben dürfen, damit sie auch die Standpunkte der Oppositionsparteien hören. Das ist sehr wesentlich, denn sonst heißt es immer allgemein in der Öffentlichkeit: die Politiker! – Wir müssen das abschwächen und sagen: die Regierung! Deshalb kommt auch immer wieder seitens der Opposition und von unserer Seite der an die Regierung gerichtete Vorwurf des Stillstands und des Vertagens. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir werden den vorliegenden Tagesordnungspunkten, auch TOP 4 betreffend das Übereinkommen mit Kroatien, unsere Zustimmung erteilen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Köchl.
Ich würde mir Ähnliches hier in Österreich wünschen. Ich weiß, dieser Antrag wird dem Umweltausschuss zugewiesen. Trotzdem wäre ein gewisses Zeichen aus dem Gesundheitsausschuss in diese Richtung auch gut, weil die Menschen letztendlich die Leidtragenden sind und gesundheitliche Folgen zu erwarten haben. Der Salzburger Landtag hat zum Beispiel vor, Glyphosat in Salzburg vollständig zu verbieten. Ich hoffe also, dass wir uns in Sachen Glyphosat sehr schnell einig werden, egal, in welchem Ausschuss, und dass wir der Verwendung von Glyphosat klar einen Riegel vorschieben können. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Köchl.)
Beifall bei Grünen und Team Stronach.
Es ist ein Problemstoff, das ist uns bewusst; aber es gibt keine Information – und das möchte ich hier noch einmal explizit kritisieren –, keine kritische oder nicht ausreichend kritische Information in den Agrarmedien zu dieser Sache, und zwar explizit in den Kammermedien. Daher, Frau Bundesministerin, würde ich Sie ersuchen, Ihre Kompetenz als Gesundheitsministerin in diesem Punkt schon wahrzunehmen, beim Verbot von Glyphosat voranzuschreiten, Ihre Argumente aus dem Gesundheitsbereich, gerade was die Krebsvorsorge und -risiken betrifft, ins Treffen zu führen und auch Druck auf den Landwirtschaftsminister zu machen, damit wir bald zu einem Glyphosat-Verbot kommen! – Danke schön. (Beifall bei Grünen und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die geschützten Ursprungsbezeichnungen setzen nicht voraus, wie du, Herr Kollege Eßl, sagst, dass im steirischen Kernöl auch steirische Kürbiskerne enthalten sind. Nein! Wenn man chinesische Kerne in der Steiermark mahlt, dann ist das Steirisches Kürbiskernöl mit „g.g.A.“-Zeichen. Wer etwas anderes behauptet, möge sich am Markt erkundigen. Dasselbe gilt für Kollegen Jannach, der das mit dem Tiroler Speck erwähnt hat. (Zwischenruf des Abg. Jannach.) Nein, nicht nur der Handl; wir haben in Tirol ja fast mehr Speckerzeuger, als dort Schweine gehalten werden. Wir haben 29 Tiroler Speckerzeuger, und ich möchte diese Branche nicht beschmutzen, aber dazu einladen, das Fleisch österreichischer Schweine zu selchen – aber nicht mit tschechischem Holz, mit holländischen Schweinen und in Tiroler Luft Tiroler Speck zu erzeugen und dann mit „g.g.A.“ zu schützen. Diese Zeichen sind einfach nicht geeignet. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Höfinger: Das ist eine Falschmeldung!
Wir bitten um Unterstützung. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Höfinger: Das ist eine Falschmeldung!)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Hagen: Bravo, Leo!
Wir bitten um Unterstützung. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Hagen: Bravo, Leo!)
Beifall beim Team Stronach.
Zu diesem Fall an den Wiener Schulen, wo es TBC gegeben hat: Wäre ich dort Mutter oder mein Kind in dieser Schule gewesen, hätte ich mir selbstverständlich erwartet, dass ich informiert werde. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich glaube, jede Mutter erwartet sich, dass sie auf das Gefahrenpotenzial rundherum aufmerksam gemacht wird. Das hat nichts mit Stigmatisierung zu tun, das hat ausschließlich mit Verantwortung zu tun, dass man beim eigenen Kind genauer hinschaut, dass man genauer hinhört, ob alles in Ordnung ist. Diese Sicherheit erwarten sich Eltern, und die muss ihnen die Politik auch geben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In diesem Sinne stelle ich mich selbstverständlich hinter den Antrag der Kollegin Belakowitsch, es ist ein vernünftiger Antrag. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (STRONACH): Geschätzte Frau Präsident! Geschätzter Herr Minister! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Mehrfach diskutiert, immer angesprochen: Die Politik schafft keine Arbeitsplätze, wenngleich wir hier manchmal so tun, als wären wir diejenigen, die Arbeitsplätze schaffen. Arbeitsplätze schafft die Wirtschaft, und nur das, was die Wirtschaft erarbeitet, kann der Sozialstaat wieder ausgeben! Deshalb, meine geschätzten Damen und Herren: Wenn wir Arbeitsplätze schaffen wollen, dann müssen wir bei der Wirtschaft ansetzen. (Beifall beim Team Stronach.) Die Wirtschaft ist die Lokomotive, und diese Lokomotive zieht den Sozialstaat mit.
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Meine geschätzten Damen und Herren von der Regierung, Sie wurden gewählt, damit die Menschen Arbeit haben, damit sie eine Zukunft haben und damit sie Perspektiven haben. Werden Sie endlich dieser Herausforderung gerecht und schaffen Sie entsprechende Rahmenbedingungen! (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Kickl: Die Arbeiterkammer ...!
Dr. Eder von der Voest spricht sogar von einer De-Industrialisierung, und er sagt, wir haben einfach zu hohe Arbeitskosten und zu hohe Energiekosten. (Zwischenruf der Abg. Schatz.) – Ich sage an dieser Stelle: Es geht nicht um die Arbeitskosten, nicht um das, was der Einzelne bekommt – das ist absolut in Ordnung, die Arbeiter müssten mehr bekommen, mehr Netto vom Brutto –, sondern der gefräßige Staat muss sich endlich einmal zurücknehmen und die Lohnnebenkosten senken. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Kickl: Die Arbeiterkammer ...!)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Letztendlich: Wohl einer der größten Wirtschaftskapitäne, Frank Stronach, sagt: Österreich fährt an die Wand! Wenn wir so weitertun, fahren wir an die Wand. (Heiterkeit bei der SPÖ.) – Da gibt es überhaupt nichts zu lachen! Vor der Lebensleistung dieses Mannes sollte, glaube ich, jeder Einzelne Respekt haben. 150 000 Arbeitsplätze zu schaffen, das ist etwas, wovor man nur den Hut ziehen kann! (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall beim Team Stronach.
Was macht die Regierung? Welche Rezepte haben Sie angeboten? – 500 neue Steuerprüfer! 100 Steuerprüfer, die bereits in Pension sind, wurden wieder geholt, um die Unternehmer zu kriminalisieren, ihnen auf die Finger zu klopfen und ja jedem jungen Menschen zu sagen: Werde nie in deinem Leben Unternehmer! Werde Beamter oder Angestellter, geh zum ÖAAB, geh zur Gewerkschaft, geh zu irgendeiner Institution! (Ruf bei der FPÖ: So wirst du sogar Minister!) Geh nur nicht freiwillig den Weg in die Selbständigkeit, denn dann wirst du von vorn bis hinten bestraft und kriminalisiert. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Ich sage Ihnen: Das ist fahrlässig! Das ist absolut der falsche Weg, wie Sie mit den Bürgern, mit den Menschen umgehen, deren Stimmen und deren Vertrauen Sie bekommen haben. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall beim Team Stronach.
Da es in diesem Haus mehrfach angesprochen worden ist, Flüchtlinge mit in den Arbeitsprozess einzubinden: Schauen wir auf das Beispiel Schweden! Davon sollten wir lernen. Nach zehn Jahren sind 48 Prozent der Einwanderer noch immer nicht im Arbeitsprozess. Nach fünfzehn Jahren sind es 40 Prozent, die noch immer nicht im Arbeitsprozess sind, und bereits 58 Prozent der gesamten Sozialhilfe gehen an die Einwanderer. Ich glaube, Österreich braucht nicht nur Solidarität mit den Flüchtlingen – wir brauchen Solidarität mit den Österreichern! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Christoph Hagen (STRONACH): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Ich habe mich vorhin schon gefragt, warum der Herr Bundesminister heute eine rosa Brille auf hat. Spätestens nach seinen Ausführungen war mir dann klar, dass die Bundesregierung diese Arbeitsmarktsituation wirklich durch die rosa Brille anschaut und entsprechend handelt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine Vorrednerin vom Team Stronach, Frau Dietrich, hat hier schon ganz klar ausgeführt, wie das zu handlen wäre. Da müssten Sie sich im Prinzip nur das Programm des Teams Stronach besorgen, das gibt es im Internet, auch in Papierform. Da müssten Sie nur abschreiben und dann würden Sie eine gescheite Arbeitsmarktpolitik machen, Herr Bundesminister. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine Damen und Herren, ich glaube, da läuft im System wirklich etwas falsch und da sollte man anpacken, denn dann hätten wir vielleicht auch eine geringere Lehrlingsarbeitslosigkeit, und es gäbe ja genug Lehrstellen. AMS-Chef Kurt Steinbauer aus Niederösterreich sagt ganz klar, einige Lehrbetriebe suchen vergeblich nach Lehrlingen, weil es einfach keine Interessenten gibt. Und das bestätigt mir das. Wenn ich denen natürlich die Möglichkeit gebe, dass sie mehr Geld in der Tasche haben – und die jungen Leute denken halt ab und zu ein bisschen kurzfristig –, wenn sie nicht arbeiten und ohnehin alles bekommen, dann läuft im System etwas falsch. Da muss man einmal ansetzen, meine Damen und Herren! Ich glaube, das haben wir heute schon oft gehört: Leistung muss sich lohnen! Ja, das muss sich lohnen, meine Damen und Herren! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir müssen wieder für ein Umdenken in den Köpfen sorgen. Dann machen wir, wie ich meine, richtige und vernünftige Politik. Meine Damen und Herren! Ich glaube, dort sollte man ansetzen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine Damen und Herren! Wenn wir solche Politik machen, dann brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn wir die Arbeitsplätze nicht besetzen können, die wir sehr wohl haben, und die Wirtschaft braucht Leute. (Abg. Katzian: Ahnungslos!) – Nicht „ahnungslos“! Sie haben keine Ahnung! Das sind die Fakten. Meine Damen und Herren! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Katzian.) – Dann gehen Sie einmal zum Volk hinaus und Sie werden sehen, was die Leute sagen! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir haben zwar in gewissen Branchen Arbeitsplätze, aber der Anreiz zum Arbeiten ist vermutlich zu gering. Das wird auch auf diese zutreffen. Und das ist ein Problem, mit dem wir uns noch länger auseinandersetzen müssen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich habe letzthin bei der Debatte zu einem Familienthema gesagt, Kinder sind zukünftige Steuerzahler. Egal, in welchem Bildungssystem sie heranwachsen, in welchem Beruf sie arbeiten, sie zahlen! Und auch, wenn sie Lehrlinge sind – weil so oft darüber diskutiert wird oder argumentiert wird, es brauche mehr Bildung: Ein Lehrling zahlt vom ersten Tag an bereits wieder Steuer! Wir müssen wissen, das sind schon wieder Steuerzahler. Das sollte man viel mehr berücksichtigen, Herr Minister, auch wenn es um die Frage geht, wie lange man die Kinderbeihilfe zahlt. Da geht es auch um eine Gleichstellung mit jenen, die ein Studium absolvieren. Wir müssen die arbeitenden Berufe und die produktiven Berufe, die wir noch im Lande halten können, auch entsprechend entlohnen, sodass diese Menschen von diesem Einkommen auch leben können! (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Kickl.
Eines hat mir gefehlt – und der Grund dafür war wahrscheinlich, dass diese Dringliche von den NEOS heute eingebracht wurde –: die Diskussion dieser Thematiken, die wir jetzt besprochen haben, in Zusammenhang mit TTIP. Warum wurde diese Demonstration in Berlin von den Medien so sehr totgeschwiegen? 250 000 Bürgerinnen und Bürger haben ihre berechtigten Sorgen und Ängste dargestellt; in Österreich das-selbe. – Herr Kollege (in Richtung ÖVP), deine Handbewegung ist nicht gut, denn ich denke, es ist ganz, ganz wesentlich, dass wir das, was ganz besonders auch diese Sozialstandards auf dem Arbeitsmarkt und diese Auswirkungen bis hin zur Privatisierung des Wassers betrifft, ordentlich diskutieren. Ich denke, da gilt es anzusetzen: dass wir die berechtigten Ängste und Sorgen der Bürgerinnen und Bürger hier wesentlich ernsthafter diskutieren. Die Zeit des Drüberfahrens ist vorbei! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Kickl.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Kickl und Strache. – Abg. Kickl: Bravo! … eine Grundsatzrede!
Ich glaube, die wirtschaftliche Situation ist ernst genug, dass wir uns alle gemeinsam anstrengen – von der Landwirtschaft, von den KMUs bis zu den Industriekonzernen, bis zum Sozialbereich –, diese Problematik gemeinsam zu lösen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Kickl und Strache. – Abg. Kickl: Bravo! … eine Grundsatzrede!)
Beifall beim Team Stronach.
Der Antrag wird leider heute abgelehnt, aber, wie gesagt, Sie müssen das nicht mir erklären, erklären Sie es bitte der Bevölkerung draußen! Und reden Sie dann bitte nicht gleichzeitig davon, dass wir dringend etwas gegen den Klimawandel tun müssen! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.
Mein Schlusssatz: Der Herr Bundesminister meinte anlässlich der Präsentation des Österreichischen Sachstandsberichts Klimawandel: „Wenn wir eine weitere Erderwärmung verhindern wollen, ist eine grundlegende Veränderung des Zusammenspiels zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt erforderlich – alle müssen aktiv werden und einen Beitrag leisten.“ – Ja, da gebe ich Ihnen vollkommen recht, das stimmt, aber jetzt kommt der Nachsatz: Wenn vorliegender Gesetzentwurf unser Beitrag ist, dann ist das ein Beweis für die in Österreich übliche Schönwetterrederei – schade drum! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich weiß von einer Ernährungswissenschaftlerin, und das ist die Gefahr bei diesen wissenschaftlichen Rechnungen, auch bei den CO2-Zertifikaten, wenn man sagt, ein Liter Milch benötigt 1 000 Liter Wasser. Da sind solche Fehlannahmen zum Teil drinnen, die immer auf dem Rücken der Landwirtschaft ausgetragen werden. Jetzt hat richtigerweise mein Vorredner den Flugverkehr erwähnt, die Überflüge, alles, was aus der Luft kommt. Schauen Sie sich den Schadstoffeintrag im Gebirge an, dann wissen Sie, wer alles beteiligt ist! So breit müssen wir diese Diskussion führen! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
unserer Meinung, der Meinung der Kollegin Carmen Schimanek betreffend Berechnung des Pensionsanspruches angeschlossen, für jedes Kind vier Jahre zu berücksichtigen, und zwar volle vier Jahre, und die Berechnung nicht aufhören zu lassen, wenn ein weiteres Kind geboren wird. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Ich möchte Ihnen (in Richtung des Abg. Knes) noch einmal sagen, dass das wirklich schäbig war, was Sie im Ausschuss von sich gegeben haben, und dass Sie froh sein können, dass die Ausschusssitzung nicht von der Öffentlichkeit mitverfolgt wurde, denn sonst, glaube ich, wäre das Bild, dass die Öffentlichkeit von Politikern hat, durch Ihre unqualifizierte Wortmeldung noch negativer geworden. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Ja, wir haben noch viel zu tun. Es steht noch viel bevor. Ich hoffe, dass wir zukünftig abseits der Parteipolitik mehr Gemeinsamkeiten finden werden. Ich glaube, wir Frauensprecherinnen verstehen uns ganz gut, wir haben ein gutes Einvernehmen, auch mit der Vorsitzenden im Ausschuss. Nur leider hapert es eben an den Dingen, an den Problemen, die ich eingangs erwähnt habe. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe beim Team Stronach.
Es gibt ein eigenes Mobbinggesetz in Österreich, das wird dir wahrscheinlich entgangen sein, das kann ja wohl sein, vielleicht. Und dazu, dass du dich hier aufregst, dass ich mich schäbig verhalte, möchte nur eines sagen: Mobbing ist ein sehr sensibles Thema, speziell auch bei Frauen, aber das in der Öffentlichkeit zu diskutieren, da sind wir sicher nicht dabei. Dafür haben wir Gesetze, dafür haben wir den ÖGB und auch die Arbeiterkammer. – Recht herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren, wir haben sehr oft im Sozialausschuss gerade diese Problematik thematisiert, weil wir glauben, es ist höchst an der Zeit, einheitliche Mindeststandards seitens des Bundes festzulegen. Der richtige Zeitpunkt, um mit den Ländern Klartext zu reden, wäre jetzt im Zuge des Finanzausgleiches. Es kann nicht sein, dass die Länder nach eigenem Gutdünken schalten und walten, wie sie wollen – gerade im Pflegebereich, bei den Heimen, von der Subjektförderung bis zur Objektförderung. Es gibt auch Bundesländer, die eine gemischte Förderung haben. Das ganze System in einem so kleinen Land ist so kompliziert. Ich glaube, eine Verwaltungsreform wäre höchst an der Zeit. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In diesem Sinn werden wir beiden Anträgen der NEOS zustimmen, weil wir es für sinnvoll erachten, dass eine Evaluierung stattfindet, um festzustellen, wo es Einsparungsmöglichkeiten gibt, dass auch eine Evaluierung stattfindet, ob es sinnvoll ist, Akutbetten in Kurzzeitpflegebetten umzuwandeln, und dass man sich das ganze System genau anschaut, genau analysiert, um einen generationenverträglichen Weg zu beschreiten. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich gehe davon aus, dass nicht nur wir und die ÖVP diesen Antrag unterstützen werden, sondern dass auch andere Mandatare in diesem Saal zustimmen werden, zumal es ja wirklich darum geht, dass jemand, wenn er sehbeeinträchtigt ist, sehbehindert ist und nicht alle Fernsehprogramme konsumieren kann, nur für das bezahlt, was er tatsächlich in Anspruch nehmen kann. Das ist sinnvoll, das ist ein kluger Zugang, und dem werden wir auf jeden Fall unsere Zustimmung erteilen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In diesem Sinn: Von unserer Seite, vom Team Stronach, für alle drei Anträge ein klares Plus! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Heiterkeit.
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (STRONACH): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Der Kollege Muchitsch hat gesagt, man hat über dieses Bestbieterprinzip in der Südoststeiermark bei einem Glas Wein mit dem Kollegen Lopatka beraten. Ich nehme an, er wird wieder Abwerbungsversuche gestartet haben, so wie es ja bei ihm üblich ist. (Beifall beim Team Stronach. – Heiterkeit.)
Beifall beim Team Stronach.
Auch wir vom Team Stronach haben uns vehement für dieses Bestbieterprinzip eingesetzt, weil es aus unserer Sicht die richtige Antwort auf die Globalisierung ist. Wir wissen, dass Unternehmen über die Staatsgrenze hinweg wesentlich billiger anbieten, als wir das können, als es unsere Unternehmen können, und wir müssen uns einen Schutz überlegen, die heimische Wirtschaft zu schützen und zu stärken. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In diesem Sinn freue ich mich schon, wenn wir alle hier gemeinsam einen richtigen Schritt für die heimische Wirtschaft werden setzen können. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei NEOS, Grünen und Team Stronach.
Wir schlagen hier in diesem Zusammenhang vor, dass nur eine zweimalige Vertagung möglich sein sollte – und das immer nur für sechs Monate. Ich glaube, über Details kann man ohne Weiters diskutieren, an denen halte ich nicht fest. Das Wichtigste ist, dass diese Vertagungspraxis ein Ende hat. Wir haben das in der Demokratie-Enquete auch entsprechend diskutiert. Das ist ein absoluter Unzustand in diesem Hohen Haus, und das muss ein Ende haben! Ich glaube, dass es hier endlich an der Zeit ist, dass auch entsprechend etwas geschieht. (Beifall bei NEOS, Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei Grünen, NEOS und Team Stronach.
Okay, reden wir darüber. Hoffentlich finden wir eine Lösung. Und sollten wir keine Lösung finden, was machen wir dann mit diesem Antrag? – Wir vertagen ihn! (Beifall bei Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Sitzung Nr. 98
Beifall beim Team Stronach.
Genauso im Verwaltungsbereich: überhaupt keine Ansätze! Es geht nur darum, den Steuerzahler mit Geschenken einzukaufen. Wählerkauf auf Wählerkosten: Das ist Ihr Programm! Schauen Sie sich die Steuerreform an! Ich bin ja nicht gegen die Steuerreform, natürlich muss man die Menschen entlasten, aber wir müssen es uns leisten können, und deshalb brauchen wir Reformen – und nicht eine Unterschrift nach 41 Jahren, sondern substanzielle Reformen. (Beifall beim Team Stronach.)
Bundesminister Schelling: Das hat der Herr Stronach gemacht!
Was Sie machen, ist: Sie kaufen sich die Wähler ein oder versuchen es zumindest, ganz gelingt es ja nicht. (Bundesminister Schelling: Das hat der Herr Stronach gemacht!) Ganz gelingt es ja nicht, Herr Finanzminister, die Wähler einzukaufen. Aber wenn Sie, Herr Finanzminister, uns sagen, Sie schenken uns auf der einen Seite 5 Milliarden an Steuersenkungen, und auf der anderen Seite zahlen wir das mit 5 Milliarden neuen Schulden mit Zins und Zinseszins wieder zurück, dann ist das nicht redlich. Das ist keine Reform! Und das ist Ihrer auch nicht würdig. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.
Was Sie machen, ist: Sie kaufen sich die Wähler ein oder versuchen es zumindest, ganz gelingt es ja nicht. (Bundesminister Schelling: Das hat der Herr Stronach gemacht!) Ganz gelingt es ja nicht, Herr Finanzminister, die Wähler einzukaufen. Aber wenn Sie, Herr Finanzminister, uns sagen, Sie schenken uns auf der einen Seite 5 Milliarden an Steuersenkungen, und auf der anderen Seite zahlen wir das mit 5 Milliarden neuen Schulden mit Zins und Zinseszins wieder zurück, dann ist das nicht redlich. Das ist keine Reform! Und das ist Ihrer auch nicht würdig. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.)
Beifall beim Team Stronach.
Da gibt es übrigens noch jemanden, von dem man sich da etwas abschauen könnte. Kollege Krainer hat vorhin die Fußballmannschaft angesprochen, und da wir ja gestern sehr viel über Fußball gehört haben, muss ich noch einmal den Bogen dorthin spannen. Es gibt Spieler wie Alaba, Junuzović und so weiter. Herr Krainer, diese jungen Burschen sind alle in die Fußballakademie von Frank Stronach gegangen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Frank Stronach hat vorausschauend gewusst, wie man etwas Positives nach Österreich bringt. (Beifall beim Team Stronach.) Und da möchte ich dann weitergehen … (Abg. Scherak: Alles Flüchtlinge …! – Abg. Brosz: … war ein Flüchtlingskind, der Junuzović! – Abg. Krainer: …, Junuzović war beim GAK!) – Alaba war auf jeden Fall dort.
Beifall beim Team Stronach.
Jetzt möchte ich auf ein paar Details eingehen, weil zum Beispiel die Sicherheit in Österreich natürlich ein wichtiges Thema ist. In der Budgetrede hat der Herr Finanzminister gesagt, Österreich zähle zu den sichersten Ländern der Welt, und weiter: „Das ist der guten Arbeit unserer Polizistinnen und Polizisten zu verdanken, die gerade jetzt (…) wieder außergewöhnliche Leistungen erbringen.“ (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wie gesagt: Der Rechnungshof hat 600 Punkte vorgeschlagen, schauen Sie sich die an, dann müssen Sie nicht mehr viel machen – und unser Programm, bitte! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.
Aber eine Bitte habe ich schon: Wenn Sie sich als Sozialpartnerschaft Zurufe verbitten, dann müssen Sie auch akzeptieren, dass sich andere Einrichtungen oder auch die Regierung Ihre Zurufe verbittet. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.) Daher würde ich darum bitten, dass wir in gemeinsamer positiver Zusammenarbeit die Probleme lösen – sie sind groß genug. Aber noch einmal: Ich schätze die Sozialpartner.
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Abgeordneter Bernhard Themessl (FPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuschauer! Herr Klubobmann Schieder hat die Budgetrede des Herrn Finanzministers mit dem Bergsteigen verglichen (Abg. Moser: Nicht die Budgetrede, sondern die Arbeit am Budget!), aber was er vergessen hat: Das Erste, was man beim Bergsteigen wissen muss, ist, welchen Berg man besteigt. Wenn Herr Klubobmann Schieder jenen Berg meint, den die Bundesregierung im Laufe der letzten Jahre aufgrund der ganzen ungelösten Probleme angehäuft hat, dann braucht er die Sauerstoffflasche, die er Herrn Kollegen Kickl zugemutet hat, selber gut und gern. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Oder reden wir von einem kleinen Berg, vergleichbar mit dem burgenländischen Geschriebenstein, 884 Meter (Abg. Brunner: Das ist unser höchster Berg!) – das ist der höchste Berg dort, aber ein niedriger Berg aus steirischer Sicht –, von einem niedrigen Berg? – Davon reden wir, wenn es um Reformen geht, davon, dort hinzuschauen, wo wir tatsächlich Probleme haben, und einmal den Mut zu haben, diese Probleme aufzugreifen und Reformen anzugehen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren! Bei einer Bergtour muss man sich aber auch genau überlegen, welche Last man sich auflegt, denn auch die Last muss man abschätzen können, damit man das Ganze schafft. Und wenn wir jetzt die Flüchtlingsthematik, die wir haben, andiskutieren, dann müssen wir sagen: Wir sind nicht unendlich belastbar! Wir haben Grenzen als Sozialstaat und wir haben die Verpflichtung unseren Bürgern gegenüber, diese Grenzen auch wahrzunehmen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren! Nicht nur Wirtschaftskammer-Chef Leitl, auch Wirtschaftskammer-Chef Josef Herk aus der Steiermark sagt, das sei ein Registrierkassenlotto, weil die Unternehmer gar nicht wissen, ob sie das richtige Gerät gekauft haben oder ein neues kaufen oder nachrüsten müssen – eine Zumutung für die Unternehmer! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
einfachtem System?! Ich sage Ihnen: Bei mir haben Sie jegliche Glaubwürdigkeit verloren! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.
Sie werden nicht glauben, von wem dieses Zitat stammt?! – Es ist von Reinhold Mitterlehner. Man würde meinen, dass jemand, der in der Regierung sitzt, das, was er sagt, auch umsetzen möchte, aber das jetzige Budget zeigt uns, dass Worte und Taten meilenweit voneinander entfernt sind. Die Bibel zitiert zu Recht, an ihren Taten werdet ihr sie erkennen! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.)
Beifall bei FPÖ, NEOS und Team Stronach
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Minister! Geschätzter Herr Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Frau Dr. Nachbaur hat jetzt versucht, die gemeinsame Richtung der Regierung darzustellen (Beifall bei FPÖ, NEOS und Team Stronach), aber da merke ich eine riesengroße Kluft.
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.
Abgeordnete Barbara Rosenkranz (FPÖ): Herr Präsident! Sehr verehrte Frau Bundesministerin! Meine sehr verehrten Herren auf der Regierungsbank! Ich bin jetzt angesichts der koalitionären Verhältnisse in diesem Hause ein bisschen irre geworden. Man glaubt es gar nicht. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.) Herr Finanzminister, die Richtung stimmt, hat man mehrmals aus Ihrer Fraktion gehört. – Welche Richtung? Könnten Sie uns bitte auch darüber aufklären?
Beifall beim Team Stronach.
Die Bevölkerung wird dabei ganz niedrig entlohnt. Ich möchte hier wieder das vor Kurzem erschienene Buch „Landraub“ von Kurt Langbein zitieren – jetzt gibt es auch den gleichnamigen Film im Kino. Er sagt, und das hat mit der aktuellen Budgetdiskussion zu tun, wenn wir unsere westliche Wirtschaftsweise nicht ändern, werden weitere 50 Millionen Afrikaner nach Europa kommen. Wir verursachen mit unserer Wirtschaftsweise eine Völkerwanderung, und leider sind sehr viele dieser Asylanten keine Kriegsflüchtlinge, sondern zum Großteil Wirtschaftsflüchtlinge. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Auer.
Abgeordneter Leopold Steinbichler (fortsetzend): ... und den EU-Abgeordneten – Frau Präsidentin, das ist schon der Schlusssatz – als Kostprobe Insekten, Larven und Bohnen in Heuschreckensauce serviert werden, dann sage ich „Mahlzeit!“ und bitte darum, das zu verhindern. – Danke sehr. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Auer.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Leopold Steinbichler (STRONACH): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Herren Minister auf der Regierungsbank! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, Zuhörerinnen und Zuhörer auf der Tribüne und an den Fernsehgeräten! Herr Kollege Pock, danke sehr, das war ein äußerst guter Beitrag. Ich habe mich entschlossen, ich schenke dir nicht dieses Exemplar (ein Buch mit dem Titel „Landraub“ von Kurt Langbein in die Höhe haltend), weil ich das angeschrieben habe, das habe ich selber gelesen. Du kriegst von mir ein neues. Das ist, glaube ich, höchst notwendig, und ich überlasse dir dann selber – du bist ein super gebildeter Mensch – die Bewertung deiner Aussagen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Aus dieser Warte bitte ich die Diskussion zu sehen. Und ich bin überzeugt, wir tun der ganzen Bevölkerung – der ganzen Bevölkerung! – damit etwas nachhaltig Gutes. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Darüber redet hier keiner. Als Belohnung dafür gibt es jetzt einen Vergleich, und sie bekommen höchstwahrscheinlich mehr, als alle anderen Gläubiger bekommen. Da frage ich mich, was ein Pensionsfonds, der eine Anleihe gezeichnet hat, dafür kann, dass er jetzt weniger bekommt als die Bayern, die dieses ganze Debakel mitverursacht haben. Das ist nicht fair, deshalb ist das hier auch abzulehnen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Schönegger: Das war eher Pflichtapplaus jetzt!
ern noch etwas bekommen, und nicht, dass wir den Bayern noch einmal 2,4 Milliarden Steuergeld reinstecken müssen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Schönegger: Das war eher Pflichtapplaus jetzt!)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Herr Kollege Vorsitzender aus dem Familienausschuss, ich glaube, man sollte das nicht politisch kategorisieren. Es ist ja gut, wenn die Familienpartei – die ehemalige Familienpartei – ÖVP so viel Verantwortung in Form von Bürgermeistern hat. Davon erwarte ich mir, Herr Kollege Strasser, gerade im Familienbereich in Zukunft wesentlich klarere Abstimmungsverhältnisse von der Familienpartei ÖVP, denn bei den letzten Abstimmungen hat die ÖVP als Familienpartei sehr geschwächelt! – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Zu dem, was der Herr Kollege Knes bezüglich der Aussage „mit gutem Beispiel vorangehen“ gesagt hat: jederzeit gerne unterstützend! Aber auch nachweislich, lieber Kollege: 13 Enkel sind, glaube ich, ganz gut, und ich wünsche mir zu Weihnachten, es mögen 14 werden! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir werden diese beiden Anträge unterstützen. (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 100
Beifall beim Team Stronach.
Wir haben das Problem, dass die USA, China, Russland, Saudi-Arabien und diese Player in Wirklichkeit nicht wollen, dass sie ihr gutes Geschäft, das ihnen jedes Jahr Hunderte Milliarden an Gewinn bringt, einbüßen, und deshalb wird alles getan, um Konkurrenz auszuschalten – wir wissen ja, wie das funktioniert. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Ruf bei der ÖVP: Na, na, na!
Genau so funktioniert das in diesem Land: Die Regierung kümmert sich einen Dreck darum, was gut für Österreich und für die Menschen ist. (Beifall beim Team Stronach. – Ruf bei der ÖVP: Na, na, na!)
Beifall beim Team Stronach.
Das, was wir hierfür brauchen, ist ein wirklich fundierter Plan. Die Schritte, die bislang gesetzt wurden, sind gut, aber der Weg ist – wie gesagt – noch sehr, sehr lang. Ich bitte, im Hinblick auf die junge Bevölkerung wirklich sehr vorsichtig zu agieren, und ich wünsche uns allen eine erfolgreiche Klimakonferenz in Paris. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn man aber jetzt zum Beispiel Pakistan ansieht, dann frage ich mich, warum wir mit Pakistan solidarisch sein müssen. Ist Pakistan mit uns solidarisch? Hat Pakistan jemals etwas für uns gemacht? – Ganz im Gegenteil: Pakistan hat jetzt beschlossen, die Grenzen für all jene zuzumachen, die wir wieder dorthin zurückschicken wollen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Schieder und Kogler.) Das heißt, wenn Menschen aus Pakistan zu uns kommen, die bei uns ja keinen Asylgrund haben, und wir diese nach Pakistan zurückschicken, dann sagen die Pakistani Nein und schließen den Flughafen für Menschen, die in die Heimat zurückgebracht werden. Und da frage ich mich, Herr Bundeskanzler: Warum sprechen Sie da nicht die Solidarität an? (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach
Was wir tun müssen, ist, all jene, die wir aufgreifen, sofort zurückzuschicken, dorthin zurückzuschicken, wo sie bleiben können und bleiben sollen, nämlich in der Region. Das ist ja der Sinn der Genfer Flüchtlingskonvention. Der Sinn ist, dass all jene, die flüchten, ins Nachbarland flüchten, sofern das Nachbarland halbwegs stabil ist. Und das trifft auf die Türkei und auf viele andere Länder in der Region zu. Dorthin müssen wir sie zurückschicken, und genau dort haben sie auch ihren Platz (Beifall beim Team Stronach), damit sie letztlich dann wieder in ihre Heimat zurückkehren und Syrien und wie die Länder auch heißen mögen wieder aufbauen können. Wollen Sie allen Ernstes Syrien entvölkern und alle hier bei uns einquartieren? Welchen Sinn macht denn das? – Das macht überhaupt keinen Sinn!
Beifall beim Team Stronach.
Schauen Sie, Herr Bundeskanzler, wenn Sie schon jemanden suchen, dem gegenüber Sie solidarisch sein können und wollen, dann schlage ich Ihnen einfach einmal die 37 000 österreichischen Obdachlosen vor. Seien Sie da einmal solidarisch! Habe ich das von Ihnen gehört? 37 000 Menschen in Österreich sind obdachlos. Dazu habe ich von Ihnen noch nichts gehört. Es geht immer um die Flüchtlinge, es geht um Pakistani, es geht um Syrer, es geht um alle, die hier herwollen, aber um jene, die hier sind, kümmert sich niemand. Also seien Sie einmal mit denen solidarisch! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Man sieht jetzt, wie einfach das zu kontrollieren wäre: Die Fähren haben vier Tage gestreikt, und es sind kaum Flüchtlinge gekommen. Das heißt, es wäre ein Leichtes für die Griechen, diese Registrierungen beim Zutritt auf die Fähre durchzuführen. Wenn man das an einem Flughafen machen kann, ist es leicht machbar, meine Damen und Herren. (Beifall beim Team Stronach.) Ich glaube, das wäre der richtige Weg. Da geht es nur um den Willen.
Beifall beim Team Stronach.
Jetzt muss mir jemand erklären, wieso wir Geld nach Griechenland hinunterschicken, wenn die ihre Hausaufgaben nicht machen. (Ruf bei der ÖVP: Das ist Populismus!) – Nein, das ist nicht Populismus, sondern das sind Tatsachen, Herr Kollege, und die muss man den Menschen auch einmal sagen! Und von Griechenland muss man einfordern, dass sie die europäischen Regeln einhalten, bevor wir einen Haufen Geld hinunterschicken, uns alles aufbürden lassen und alles tun, nur damit sie ihre Aufgaben nicht erfüllen müssen. Das muss man sich schon anschauen, meine Damen und Herren. Ich glaube, das wäre der richtige Schritt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Christoph Hagen (fortsetzend): Schlusssatz: Der luxemburgische Außenminister hat es ja deutlich gesagt: Wenn wir das Problem nicht in den Griff bekommen, dann wird es militärische Konflikte am Balkan geben – und das mit unserem Bundesheer, das wir zu Tode gespart haben. Das möchte ich bitte nicht erleben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und Team Stronach
Nächster Punkt: Was mich verwundert, ist, dass zwei NATO-Länder wie Griechenland und die Türkei das nicht in den Griff kriegen. Da stimmt doch etwas nicht! Ich glaube, die Griechen wollen erreichen, dass man bei ihnen nachlässt, dass sie ihre Sparprogramme anders organisieren können. Die Türken wollen Geld dafür haben, dass sie überhaupt dafür sorgen, dass die Wanderungsbewegungen dort nicht so einsetzen, klar, und sie wollen möglichst rasch in die Europäische Union. Davor kann ich nur warnen! Die Türkei hat in der Europäischen Union gar nichts verloren! Das muss man einmal eindeutig feststellen (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und Team Stronach), weil wir dann urplötzlich neue Grenzen haben und urplötzlich jeder, der in die Türkei kommt, gleich in der Europäischen Union ist.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ und Team Stronach.
Ich sage das jetzt einmal zugespitzt – auch als Parlamentarier in dem Rahmen –, weil mich das so ärgert, dass sich die da herstellen und jetzt die Europäische Union und uns alle auch noch zu erpressen beginnen! Und da, finde ich, muss man auch eindeutig Kante zeigen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Abgeordneter Dr. Johannes Hübner (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Kollege Amon! (Abg. Schönegger: Das waren jetzt zwei sehr gute Reden!) – Da gebe ich Ihnen sogar recht. Eines war sehr gut beim Kollegen Amon: Er hat als Erster aus den Reihen der ÖVP in diesem Hause gesagt, dass auch die österreichische Bevölkerung ihre Interessen hat und dass auch diese Interessen zu wahren sind. Das habe ich bisher nie gehört. Und er hat erstmals in diesem Hause gesagt – auch das habe ich von der ÖVP bis jetzt nicht gehört –, dass ein gewaltiger Unterschied zwischen der jetzigen Masseneinwanderung aus der Dritten Welt und der Ungarn-, Tschechien- oder Polen-Krise besteht. Auch das habe ich bis jetzt nicht gehört. Insoweit war die Rede des Kollegen Amon tatsächlich gut, neu und erfrischend. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Wenn es von mir kommt oder wenn es Klubobmann Strache sagt, verstehe ich es. Wir sitzen nicht in der Regierung. Aber warum sagt sich die Regierung selbst, dass sie ihre Hausaufgaben machen muss? (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Schauen wir einmal, was die Regierung an Hausaufgaben gemacht hat oder nicht: Einwanderung – da gebe ich einigen Vorrednern recht – wird immer erfolgen, aber illegale Masseneinwanderung passiert nur dann und dort, wo man sie zulässt. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Wenn Sie die Interessen der Bevölkerung wahren wollen, wenn Sie das ernst meinen, was Sie heute gesagt haben, dann erwarten wir, dass Sie nicht in zwei Wochen, nicht in vier Wochen und nicht in einem Jahr, sondern sofort Maßnahmen ergreifen, um die illegale Masseneinwanderung nach Österreich zu stoppen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Wenn Österreich das nicht tut, wenn Österreich – so wie Ihr Klubobmann und Koalitionspartner Schieder in seinem Eingangsstatement – sich damit brüstet, dass es 440 000 Personen illegal durch Österreich in ein anderes Schengen-Land geschleust hat, und wenn das Ganze von einer Regierungspartei wortlos, schweigend hingenommen wird, dann erwarte ich, dass Sie deutlichere Worte finden als heute. Dann erwarte ich: Mea culpa! Dann erwarte ich zumindest, dass Sie sagen: Das war unsere Schuld, wir tragen hier Verantwortung, wir haben diese Katastrophe, wir haben diesen Zustand, wir haben diese Milliardenkosten, die auf uns zukommen, mit zu verantworten. – Das höre ich aber nicht. Und das erwarte, glaube ich, nicht nur ich, sondern das erwartet ein Großteil der Österreicher und auch ein Großteil Ihrer Wähler – so viel nur aufgrund der Aufforderung, Ihre Rede positiv zu bewerten. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Das kann man sich wünschen – aber das ist ein Wunsch für unsere Großenkelgeneration und nicht für uns. Deswegen erwarte ich auch von den Sozialdemokraten als Regierungspartei: Realismus, Beachtung der österreichischen Interessen und kein Sand-in-die-Augen-der-Zuschauer-und-Wähler-Streuen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein weiteres großes Problem ist der Einsatz der Polizei: Sie leistet Großartiges, nur sind die Tatsachen so, dass sie an ihrer Leistungsgrenze angelangt ist, meine sehr geehrten Damen und Herren. Ich denke, es ist wichtig – das ist auch angesprochen worden –, dass die EU-Außengrenzen gesichert werden müssen. Nur glaube ich, es ist genauso wichtig, dass die heimischen Grenzen sicher sind. Aber noch eines ist wichtig, meine sehr verehrten Damen und Herren: Asyl ist ein Schutz auf Zeit und nicht unbegrenzt. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wir haben den Sicherheitsbericht 2014 vorliegen – man kann mit Zahlen immer jonglieren, jeder Bericht ist so gut, wie man ihn gestaltet, man kann damit tricksen, das wissen wir alle –, aber die Sicherheit ist nicht wirklich so hoch, wie wir immer glauben, und die Beamten sind am Limit. Deswegen brauchen wir mehr Exekutivbedienstete und ein echtes Exekutivdienstgesetz, das den Beamten wirklich entgegenkommt, damit wir ausgeruhte, gut funktionierende Polizisten haben, die über unsere Sicherheit wachen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.
Die Einsatzkräfte sind derzeit zeittechnisch, physisch und emotional bis ans Limit gefordert. Dieser Missstand gehört sofort behoben. Ebenso wird das Sicherheitsgefühl nicht verstärkt, wenn die Österreicher mitansehen müssen, wie die Bundesregierung laufend Gesetze bricht – EU-Normen wie auch österreichische Gesetze und vor allem das Fremdenpolizeigesetz – beziehungsweise nicht vollzieht. Aus diesem Grund ist dem Entschließungsantrag der Kollegen Darmann und Strache, der verlangt, die Staatsgrenzen effizient zu schützen, zuzustimmen. (Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.)
Heiterkeit und Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Christoph Hagen (STRONACH): Frau Präsident! Frau Bundesminister! Hohes Haus! Nein, es ist eben im Ausschuss nicht alles so besprochen worden, Herr Kollege Obernosterer, dass die Punkte schlüssig sind. Ich möchte gleich einmal mit dem TOP 6 beginnen. Ich habe schon verzweifelt den Kollegen Rouven Ertlschweiger auf der Rednerliste gesucht, weil er ja der Antragsteller bei TOP 6 ist. Er ist ja bekanntlich Team Stronach-Wirtschaftsflüchtling zur ÖVP, der Schlepper sitzt da (in Richtung ÖVP blickend), aber ... (Heiterkeit und Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Auer: Zwei sind durchgeschleppt worden!
Ich muss das ganz klar sagen: Ich erwarte mir, dass Ertlschweiger seinem Antrag zustimmt. Herrn Kollegen Hammer, der vor einiger Zeit hier gesprochen hat und uns klarmachen wollte, dass die temporären Grenzkontrollen ja schon stattfinden, muss ich sagen: Herr Kollege Hammer, gar nichts findet statt. Wir wissen – wir haben es heute Vormittag diskutiert –: Die Polizisten, die Militärs werden an den Grenzen überrannt. (Zwischenruf des Abg. Auer.) Es gibt null Kontrolle, es wird bei keinem die Identität festgestellt, es wird keiner kontrolliert. Es sind also keine temporären Grenzkontrollen, sondern es ist ein Durchwinken. – Das ist der falsche Weg, meine Damen und Herren! (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Auer: Zwei sind durchgeschleppt worden!)
Beifall beim Team Stronach.
Das wissen wir, da wir die Abschiebezahlen sehen. Das ist Tatsache, und deswegen brauchen wir diese temporären Grenzkontrollen wirklich und wirkliche Kontrollen, bei denen diese Menschen auch kontrolliert werden: wie sie heißen, woher sie einreisen, und aus welchem Staat sie sind, und dann können wir schauen, welche Menschen wirklich Flüchtlinge sind. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall und Bravorufe beim Team Stronach. – Zwischenruf der Abg. Schwentner.
Ich kann Sie nur auffordern, Frau Bundesminister: Setzen Sie wirklich die richtigen Maßnahmen und schauen Sie, dass Ihre Fraktionen in der Regierung diesen Anträgen, die absolut ihre Berechtigung haben, auch wirklich zustimmen! – Danke. (Beifall und Bravorufe beim Team Stronach. – Zwischenruf der Abg. Schwentner.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich bin kein großer Freund des Zauns, aber bezüglich Sicherungsmaßnahmen werden wir irgendetwas machen müssen. Wenn wir tatsächlich alle an der Grenze registrieren wollen, werden wir etwas machen müssen. Ich bin kein großer Freund eines Grenzzauns, weil ich ihn für nicht sehr sinnvoll erachte, weil er immer umgangen werden kann. Man muss sich aber einmal vorstellen, dass sich dann einer hinstellt – und das ist der Kanzler unserer Republik! – und sagt: Nein, wir wollen eine „Tür mit Seitenteilen“. Wenn ihm das selbst nicht zu blöd ist, dann fragt man sich ja wirklich: Wo sind wir hier angekommen? (Beifall beim Team Stronach.)
Zwischenruf des Abg. Krist. – Ruf bei der SPÖ: Nur vom Stronach!
Sie haben ja auch eine „rühmliche“ Vergangenheit, gerade was zum Beispiel die Mitarbeiterbeteiligung betrifft. Die Gewerkschaft hat sich ja zehn Jahre gegen die Mitarbeiterbeteiligung bei der Voest gewehrt – so lange, bis sie sie nicht mehr verhindern konnte. Das ist das Problem. Schauen Sie sich die Voest jetzt an! Haben Sie gewusst, dass die Voest Österreich höchstwahrscheinlich verlassen wird? (Ruf bei der SPÖ: So ein Blödsinn!) 2018, wenn die Hochöfen erneuert werden müssen, wird die Voest Österreich höchstwahrscheinlich verlassen. Hört man da etwas von der SPÖ? Hört man da etwas? (Zwischenruf des Abg. Krist. – Ruf bei der SPÖ: Nur vom Stronach!)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Matznetter: ... Hochseehafen! Er versteht es nicht!
Das Problem ist nur, dass die SPÖ nicht frei ist. Die SPÖ ist von der Gewerkschaft in Geiselhaft genommen. Wenn die Gewerkschaft nicht will, stehen alle Räder still, wie wir wissen. Genau so funktioniert es bei der SPÖ. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Matznetter: ... Hochseehafen! Er versteht es nicht!) – Mag schon sein, dass Sie es schon begriffen haben, Herr Matznetter! Leider gilt das aber noch nicht für alle bei der SPÖ.
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Wöginger: Warum erzählst du die Unwahrheit?
Da schaffen wir es ja nicht einmal, den Rückstand abzubauen. Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass sich das nicht ausgeht? (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Wöginger: Warum erzählst du die Unwahrheit?) – Ich erzähle Ihnen genau das, was in Ihren Unterlagen steht. Ich hoffe, dass die stimmen. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn wir dann die deutschen Statistiken ansehen, dann sieht die Welt wieder ganz anders aus. Da sieht es dann so aus, dass drei Viertel von denen, die kommen, gar keinen Asylgrund haben. Deshalb dürften der ORF, wenn er es genau nimmt, und auch Sie nicht von Menschen sprechen, die Schutz brauchen, sondern Sie müssten davon sprechen, dass einige von denen, die kommen, Schutz brauchen. Das wäre ehrlich. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe der Abgeordneten Königsberger-Ludwig und Yilmaz.
Ich habe es heute schon einmal gesagt, wir haben heute schon eine Diskussion gehabt: Das Problem ist, bei den Sozialisten gibt es keine Grenzen. Für einen Sozialisten gibt es kein Österreich, kein Slowenien, kein Griechenland. Das gibt’s für einen Sozialisten nicht. Die Grenze im sozialistischen Kopf läuft zwischen Bourgeoisie und Proletariat, zwischen den Ausbeutern und den Ausgebeuteten – das heißt, ein Arbeitnehmer in Syrien ist Ihnen mehr wert als ein Unternehmer in Österreich. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe der Abgeordneten Königsberger-Ludwig und Yilmaz.)
Beifall beim Team Stronach. – Ruf bei der SPÖ: Faschingsbeginn! – Abg. Matznetter: Kurios war es allemal!
Herr Faymann ist ja nicht syrischer Kanzler oder griechischer Kanzler – oder was er sonst alles verzapft –, er ist österreichischer Kanzler. Und deshalb sollte sich Herr Faymann nicht weiter verstecken, sondern er soll endlich in die Gänge kommen, endlich das tun, was von ihm erwartet wird – oder er soll abtreten und für jemanden Platz machen, der dazu bereit ist. (Beifall beim Team Stronach. – Ruf bei der SPÖ: Faschingsbeginn! – Abg. Matznetter: Kurios war es allemal!)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
In diesem Artikel des Satiremagazins geht es noch weiter, und ich möchte einmal darauf hinweisen, liebe Kollegen von der SPÖ, was zum Beispiel auf Facebook steht: „Angebliche Beweise“ gibt es ja schon, dass der Bundeskanzler doch noch da ist. Eine Putzfrau hat die Inschrift gelesen: Sind die Flüchtlinge schon weg? Kann ich schon herauskommen? (Abg. Königsberger-Ludwig: Was ist das denn für ein Niveau?!) – Also denken Sie einmal darüber nach, was Künstler aufgrund der Beobachtung der Situation in der Bundesregierung schreiben! (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Lintl.
Ich sage Ihnen: Diese Antwort ist mir zu wenig! Das ist so, wie wenn ein Lkw-Unternehmer sagt: Na ja, lade einmal auf, so lange, bis der Lkw zusammenbricht. – Das kann es doch nicht sein! Von einem Bundeskanzler erwarte ich mir, dass er eine ganz klare Aussage trifft, diesen Themenbereich eingrenzen kann und vor allem den Schutz der eigenen Bevölkerung in den Vordergrund stellt. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Lintl.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren, die Bevölkerung liest im Internet, dass zum Beispiel in Bremen und in Hamburg Wohnungseigentum beschlagnahmt werden kann, und die Menschen fragen sich: Kommt das auch auf uns zu? – Und da gibt es keine Antwort von der Bundesregierung. Da würden wir uns eine klare Positionierung und eine klare Antwort auf die vielen, vielen Fragen erwarten, die die Menschen in diesem Land haben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Lintl.
In diesem Sinn wünsche ich mir von der Bundesregierung, dass sie sich in Zukunft besser verhält, dass sie die Interessen der eigenen Bürger in den Vordergrund stellt, denn nur so wird es gelingen, den sozialen Frieden in Österreich, der uns allen, jedem Einzelnen hier, so wichtig ist, aufrechtzuerhalten und diese Herausforderung, vor der wir gemeinsam stehen, auch zu lösen. – Glück auf! (Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Lintl.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe beim Team Stronach.
Hören Sie mit diesem Schwachsinn auf! Das brauchen wir nicht, das beschädigt den Wirtschaftsstandort Österreich. Das verunsichert alle Menschen, dementsprechend hier auch zu investieren. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe beim Team Stronach.)
Abg. Peter Wurm – in Richtung Team Stronach –: Er ist aber nicht illegal eingereist, oder?
Ja, und was ist er geworden? – Er ist ein erfolgreicher Unternehmer geworden in einem Land, Kanada (Abg. Peter Wurm – in Richtung Team Stronach –: Er ist aber nicht illegal eingereist, oder?), von dem wir wissen, dass es ein offenes Land ist, ein Land, das Chancen bietet. (Abg. Peter Wurm: Ist der Stronach illegal eingereist? – Abg. Lugar: Kanada war ein Einwanderungsland!)
Abg. Peter Wurm: Ist der Stronach illegal eingereist? – Abg. Lugar: Kanada war ein Einwanderungsland!
Ja, und was ist er geworden? – Er ist ein erfolgreicher Unternehmer geworden in einem Land, Kanada (Abg. Peter Wurm – in Richtung Team Stronach –: Er ist aber nicht illegal eingereist, oder?), von dem wir wissen, dass es ein offenes Land ist, ein Land, das Chancen bietet. (Abg. Peter Wurm: Ist der Stronach illegal eingereist? – Abg. Lugar: Kanada war ein Einwanderungsland!)
Oh-Rufe beim Team Stronach.
Abgeordnete Martina Schenk (STRONACH): Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich muss kurz auf die Ausführungen von zwei Vorrednern eingehen. Kollegen Muchitsch von der SPÖ muss man nachsehen, dass er sich mit „kleinen Leuten“, mit Leuten, die wenig verdienen, vielleicht nicht ganz so assoziieren kann, hat er doch lange in einem Sozialbau gelebt und als Abgeordneter 258,99 € für seine Wohnung bezahlt und auch in einem Interview gesagt, er habe eine Frau und drei Kinder, er bezahle nicht 1 000 € für eine Wohnung. (Oh-Rufe beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, jetzt sagen Sie das einmal Ihren Wählerinnen und Wählern und den Mindestverdienern, den Leuten in Österreich, die sehr wenig verdienen, die sich keine Wohnung leisten können, kein Abgeordnetengehalt zur Verfügung haben! So viel sei an Ihre Adresse gerichtet. Da sollte man die Kirche schon im Dorf lassen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Im Bildungssystem lässt eine Reform lange auf sich warten. Am 17. November wird jetzt, glaube ich, dieses Bildungsprogramm, die Bildungsreform präsentiert. Wenn man sich vor Augen führt, dass jetzt schon 25 Prozent der Schulabgänger nicht sinnerfassend lesen können und im Rechnen Probleme haben, dann, meine sehr geehrten Damen und Herren, kann man das nur als Versagen dieser Regierung und auch Ihrer Ministerin werten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Also, meine sehr geehrten Damen und Herren, wischen Sie diese Probleme nicht einfach vom Tisch! Setzen Sie sich damit auseinander und nehmen Sie die Probleme, die wir hier vorbringen und die nicht nur unsere sind, sondern die Probleme der Österreicherinnen und Österreicher, ernst, denn wir, Sie vertreten die Österreicherinnen und Österreicher. Dafür sind wir, sind Sie alle gewählt. (Beifall beim Team Stronach.) Und das ist Ihre Verantwortung, der Sie nicht nachkommen.
Beifall beim Team Stronach.
Die Österreicher fühlen sich nicht mehr sicher, die Einbruchszahlen steigen, das haben wir heute auch gehört bei der Debatte über den Sicherheitsbericht. Und das sind Fakten, die Sie nicht vom Tisch wischen können. Ihre Politik ist da gescheitert. Es muss an Lösungen gearbeitet werden, aber an wirklichen und richtigen und an keinen leeren Versprechungen und Plattitüden. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich glaube, wir müssen das viel kompakter sehen, und dann bekommen wir vielleicht wieder einmal eine Situation, wo die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und die Unternehmer gemeinsam eine gute Grundstimmung haben und bereit sind, wieder zu investieren, bereit sind, dieses Land Österreich – ich komme dann noch auf eine Studie zu sprechen – wieder vorwärtszubringen. Ich glaube, das wäre ganz wesentlich. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb, Kolleginnen und Kollegen: Gehen wir es wirklich gemeinsam an! Die Situation ist ernst, aber sehr hoffnungsvoll. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Heiterkeit und Beifall bei FPÖ und Team Stronach
Abgeordneter Bernhard Themessl (FPÖ): Herr Präsident! Meine Damen auf der Regierungsbank! Werte Kolleginnen und Kollegen! Frau Kollegin Nachbaur, Sie wissen aber schon, dass Sie in der Zwischenzeit einer Regierungspartei angehören (Heiterkeit und Beifall bei FPÖ und Team Stronach) und damit indirekt eigentlich mitverantwortlich sind für diesen Scherbenhaufen, den Sie hier hinterlassen haben?! Darüber müssen Sie sich schon im Klaren sein! (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Abgeordneter Bernhard Themessl (FPÖ): Herr Präsident! Meine Damen auf der Regierungsbank! Werte Kolleginnen und Kollegen! Frau Kollegin Nachbaur, Sie wissen aber schon, dass Sie in der Zwischenzeit einer Regierungspartei angehören (Heiterkeit und Beifall bei FPÖ und Team Stronach) und damit indirekt eigentlich mitverantwortlich sind für diesen Scherbenhaufen, den Sie hier hinterlassen haben?! Darüber müssen Sie sich schon im Klaren sein! (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Man muss ja auch noch dazusagen, dass sogar eine aus Ihren Reihen mittlerweile verstanden hat, dass diese Regierung nicht optimal arbeitet, dass noch viele Probleme da sind, die nicht gelöst werden. Dafür spreche ich auch herzlichen Dank an die mutige Abgeordnete aus Ihren Reihen aus, die das hier so mutig angesprochen und eben aufgezeigt hat, dass es sehr wohl riesige Probleme gibt und dass da eben nichts geschieht und dass wir deshalb auch nicht Applaus stiften können. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Matznetter: Die Funktionäre Ihrer Partei müssen sich fragen: Was woar mei’ Leistung?!
Wenn man uns vorwirft, das, was wir angesprochen haben, war Kraut und Rüben, es war viel zu breit angelegt, dann sage ich Ihnen, dass wir nicht mehr und nicht weniger getan haben, als all die Versäumnisse dieser Regierung anzusprechen. Mehr haben wir nicht getan. Wir haben einfach eine lange Auflistung all dessen gemacht, von dem wir erwarten, dass es diese Regierung in Angriff nimmt. Darum geht es. Und wenn Herr Faymann nicht endlich in die Gänge kommt (Präsident Hofer gibt das Glockenzeichen), dann muss er sich letztlich die Frage stellen lassen: Wo war seine Leistung? (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Matznetter: Die Funktionäre Ihrer Partei müssen sich fragen: Was woar mei’ Leistung?!)
Beifall beim Team Stronach.
Ich glaube, was da drinnen steht, ist ein wahres Wort. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Das ist ein guter Ansatz. Das wären dann 150 Abgeordnete hier im Nationalrat. Das ist auch eine Sparmaßnahme. Ich glaube, das ist eine vernünftige Aussage. Wenn Sie sich den Artikel von Dr. Wallentin anschauen und das Programm des Teams Stronach zur direkten Demokratie, dann können Sie das nur eins zu eins unterschreiben. Ich fordere Sie dazu auf, hier in diese Richtung zu gehen und für die Bürger, direkte Demokratie, direkte Politik zu machen. – Das wäre der richtige Schritt. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Beifall beim Team Stronach.
Bei Kanzler Faymann sehe ich das aber sehr wohl so, weshalb die Ministeranklage im Falle Kanzler Faymann in Ordnung geht. Im Falle der Innenministerin werden wir unsere Zustimmung nicht erteilen, weil das nicht mehr anders lösbar war. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich habe dem Herrn Minister im Ausschuss gesagt, er entwickelt sich langsam zu meinem Lieblingsminister, weil er viele Initialzündungen von uns übernimmt und umsetzt, und das ist eine positive Sache. Danke, Herr Minister, dass Sie hier den richtigen Schritt gesetzt haben. Ich freue mich sehr. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb kann ich Sie nur ersuchen: Stimmen Sie unserem Antrag zu! Diese Angelegenheit gehört in Bundeskompetenz, um nicht parteipolitische Verkehrsbehinderungen zu fördern. Deswegen kann ich Sie nur ersuchen: Stimmen Sie unseren Anträgen zu! Wir sind auf der richtigen Schiene, und die Bürger im Land draußen sehen das genauso, und die unterstützen uns. Und wenn Sie uns nicht unterstützen, dann wird irgendwann der Herr Bundesminister draufkommen, dass das eine gute Idee des Teams Stronach ist, und er wird diese Idee auch übernehmen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Kollege, ich denke, wir sollten nicht nur über den Schadstoffausstoß reden, sondern vielmehr auch darüber, was in den Tank hineinkommt. Wir haben heute schon darüber gesprochen, dass wir mit dem österreichischen Biodiesel 13 000 Hektar Regenwald verfahren. Ich glaube, auch da ist zu hinterfragen, ob diese Schlagwörter das halten, was sie versprechen. Und auch der Einsatz alternativer Energien bis hin zur Wasserstofftechnologie, beziehungsweise die Forschung in diesem Bereich, ist zu überlegen. Ich denke, da muss weiterhin geforscht werden und da muss man schauen, dass Lobbyismus hintangehalten wird. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Gerade im Sinne der Sicherheit unserer Jugend bitte ich um Unterstützung dieses Antrages. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 102
Beifall beim Team Stronach.
Ich darf mich an dieser Stelle bei allen Bäuerinnen und Bauern, egal, ob bio, konventionell, egal, ob Forstwirtschaft, Ackerbau, Urlaub am Bauernhof, Milchviehhaltung, Schweinezucht und Schweinemast, Gemüseproduktion oder Obstproduktion, auf das Allerherzlichste bedanken. (Zwischenruf der Abg. Fekter.) Sie leisten einen großartigen Einsatz, der aber nur einen Niederschlag findet in Plakaten, in Werbesprüchen, aber leider nicht beim notwendigen Preis. Ich glaube, das ist das Entscheidende. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf der Abg. Fekter.
Also wenn du die Bauern retten willst, dann gehörst du zu denen, die jeden Tag dafür verantwortlich sind, dass zehn Bauern – du als Präsident! – ihren Hof schließen, aber für immer schließen! (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf der Abg. Fekter.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Fekter: Das ist eine gefährliche Drohung, wenn du ihm hilfst!
Meine lieben Leute, da ist höchster Handlungsbedarf gegeben! Herr Minister, fahr nicht so viel nach Japan, fahr nicht so viel nach China! Räum bitte zu Hause einmal den Riesensaustall im Lebensmittelbereich auf! Ich helfe dir, aber fang endlich an! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Fekter: Das ist eine gefährliche Drohung, wenn du ihm hilfst!)
Beifall beim Team Stronach.
Ich habe eine Hoffnung. Der neue ÖVP-Generalsekretär hat meinen Spruch übernommen – wo Österreich draufsteht, muss Österreich drin sein – und gleich am Anfang gebeichtet: Wo ÖVP draufsteht, muss ÖVP drin sein! (Zwischenruf bei der SPÖ.) Er hat es selber zugegeben, dass das nicht mehr drin ist, was die ÖVP einmal war. Und das hat, glaube ich, mit zu diesen Entwicklungen geführt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir bitten um Unterstützung. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Eßl – in Richtung des Teams Stronach –: Drei Abgeordnete haben applaudiert!
Abgeordneter Josef Schellhorn (NEOS): Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! (Abg. Eßl – in Richtung des Teams Stronach –: Drei Abgeordnete haben applaudiert!) Ich möchte auch betonen, dass der Grüne Bericht im Gegensatz zu vielen anderen vorgelegten Jahresberichten tatsächlich eine umfassende und lesenswerte Zusammenfassung ist, die auch die Leistungen des Forst- und Agrarsektors sowie des angeschlossenen Lebensmittelsektors beinhaltet. Dafür möchte ich mich ausdrücklich beim Herrn Minister, beim Ministerium, bei seinen Mitarbeitern bedanken, dass dies verbessert wurde.
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Eßl: Das war eine Wortmeldung und keine tatsächliche Berichtigung!
Zu den Ausführungen des Kollegen Schultes melde ich mich später zu Wort. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Eßl: Das war eine Wortmeldung und keine tatsächliche Berichtigung!)
Beifall beim Team Stronach.
Bei der Flüchtlingsdiskussion wird nie darüber geredet, wie viele Wirtschaftsflüchtlinge und wie viele Kriegsflüchtlinge wir haben – und hier bei dieser Agrardebatte wird nie darüber geredet, wie viel wir an heimischer Produktion haben und wie viel Import ist. Und ich bin betroffen, wenn ein Abgeordneter der ÖVP, nämlich Kollege Hofinger, bei versprochenen Ausgleichszahlungen, die den Bauern versprochen und durch diese Regierung gekürzt wurden, von Vorauszahlungen spricht und diese nicht einmal in voller Höhe geleistet werden. Das ist Verrat an den Bauern! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine Kolleginnen und Kollegen! Was hier bejammert wird, ist ja das Ergebnis eurer Arbeit der letzten Jahre! (Beifall beim Team Stronach.) Ihr habt den Agrardiesel abgeschafft! Ihr habt den Bauern und Bäuerinnen 52 Millionen €, die sie in der Tasche gehabt haben, genommen! Und jetzt stellt ihr euch hierher und sagt, wir haben Wettbewerbsnachteile gegenüber den europäischen Kollegen.
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Hübner. – Zwischenruf der Abg. Fekter.
Deshalb, lieber Präsident Schultes: Du opferst hier mit deinen Reden die österreichische Landwirtschaft auf dem Altar der Globalisierung! (Wow-Rufe.) Stell bitte deine Funktion zur Verfügung! Du schadest den österreichischen Bäuerinnen und Bauern (Zwischenrufe bei der ÖVP) und noch viel mehr den Konsumentinnen und Konsumenten! Begreif das doch endlich! Du bist ein Lobbyist für TTIP, du bist ein Lobbyist für Globalisierung und kein Lobbyist – der du sein müsstest – für die heimische Produktion. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Hübner. – Zwischenruf der Abg. Fekter.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Fekter: Leo Steinbichler, du bringst ja auch nichts weiter! – Abg. Rädler – zu dem mit der Tafel und der Großpackung Margarine auf seinen Sitzplatz zurückkehrenden Abg. Steinbichler –: Verkaufst du das jetzt auf dem Naschmarkt?
gelgesetz dieses Gütesiegelgesetz zum Schutz der Konsumentinnen und Konsumenten, zum Schutz der heimischen Bäuerinnen und Bauern, zum Schutz der Umwelt, zum Schutz des Klimas, zum Schutz der Gesundheit umgesetzt wird. Seit fünf Jahren wird es vertagt. Setzen wir es um, und dann sehen wir, wie die Wirklichkeit ausschaut! – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Fekter: Leo Steinbichler, du bringst ja auch nichts weiter! – Abg. Rädler – zu dem mit der Tafel und der Großpackung Margarine auf seinen Sitzplatz zurückkehrenden Abg. Steinbichler –: Verkaufst du das jetzt auf dem Naschmarkt?)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Köchl.
Darum appelliere ich an Sie, sich insbesondere betreffend das Segment Verkehr noch einmal mit dem Verkehrsminister zusammenzusetzen und die Bemühungen zu intensivieren. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Köchl.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich glaube, das ist ein Thema, das man auch einmal ganz offen im Zusammenhang diskutieren muss. Gestern haben wir die Flüchtlingsthematik gehabt. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) All unser Tun und Handeln, Herr Kollege, hat Auswirkungen! Deshalb bitte ich, dass wir insbesondere bei den Klimazielen von diesem Farbkastendenken, vom politischen Kleingeld wegkommen. Wir haben eine Umwelt, wir haben ein Klima, wir haben eine Gesundheit, wir haben eine Zukunft! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich denke, wir sollten all unser Tun und Handeln in Blickrichtung Kinder und Enkel setzen, dann haben wir, glaube ich, das Beste für die Zukunft getan. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Für uns schaut verantwortungsvolle Politik dann doch ein bisschen anders aus, als abzuwarten, was die anderen wohl hier machen. (Beifall beim Team Stronach.)
Neuerlicher Beifall beim Team Stronach sowie Beifall des Abg. Neubauer.
Zusätzlich ermöglicht die Novelle sowohl den Import als auch den Export von eigenem schwach- und mittelradioaktiven Abfall. Das ist auch ein bisschen zwiespältig: einerseits abzuwarten, ob man seinen Abfall nicht exportieren kann, und andererseits aber gegen Endlagerpläne, zum Beispiel in Tschechien, zu protestieren. Das ist ein Spagat, der nicht zu schaffen ist. (Neuerlicher Beifall beim Team Stronach sowie Beifall des Abg. Neubauer.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Glawischnig-Piesczek.
Meiner Meinung nach hat die österreichische Bevölkerung ein klares Wort gesprochen: Nein zur Atomkraft! – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Glawischnig-Piesczek.)
Beifall beim Team Stronach.
Das hängt alles zusammen. Ich weiß, dass Sie von der ÖVP nicht verstehen, dass die maroden Banken in Österreich alle zusammenhängen. Die einzige Konstante, die all diese Banken – die Kommunalkredit, die ÖVAG, die Hypo – verbindet, wissen Sie, wer die einzige Konstante ist, die das alles verbindet? – Nicht die ÖVP! Mag sein, ja. (Abg. Kogler: Die maroden Banken halt!) Die einzige Konstante ist, dass der Steuerzahler zum Schluss die Rechnung bezahlen muss. Das ist die einzige Konstante, die das Ganze verbindet! Und deshalb hat der Steuerzahler das Recht und wir die Verpflichtung, das aufzuklären. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Grünen, FPÖ und Team Stronach.
Und dann schauen wir einmal hin, wo Sie mittäterisch dröhnend überall dazugeschnarcht haben, als das Geld in Zigmilliarden-Packerln in die Banken hineingetragen wurde: Und wer war immer dabei? – Die Sozialdemokratie! Und dann muss man sich das vom Herrn Krainer hier anhören, aber das sind wir ja schon gewohnt. (Beifall bei Grünen, FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.
Deshalb gehört auch das alles noch aufgerollt. In welcher Form, in welchen Ausschüssen, mit welchen Transparenzregeln werden wir noch schauen, aber seien Sie gewiss: Dieses (einen scheppernden Schlüsselbund in die Höhe haltend) ist Ihnen sicher. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb sehe ich heute einen Hoffnungsschimmer, dass das Parlament es endlich begriffen hat, dass wir nur dann das Vertrauen der Bevölkerung zurückgewinnen können, wenn wir Transparenz schaffen und wenn wir für alle Zeiten ausschließen, dass ein Fall Hypo jemals wieder vorkommt. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 104
Abg. Schieder: Der Stronach, oder?
Es mag sein, dass Sie damit recht haben, aber: Warum schauen Sie denn genau dort hin, wo diese Betriebe in einem Akt der Selbstverteidigung handeln – und nicht, um sich eine zweite Yacht zu kaufen? Das passiert nämlich auch in Österreich, aber bei den Großbetrieben, die legale Möglichkeiten der Steuervermeidung nützen, indem sie Schlupflöcher ausnützen, und zwar Steuerschlupflöcher. Das gibt es auch! (Abg. Schieder: Der Stronach, oder?) Die wirtschaften auch de facto am Finanzminister vorbei, aber legal, mit Möglichkeiten, die Sie ihnen geben. Aber jene Kleinbetriebe, die diese Milliarde anscheinend am Finanzminister vorbeiwirtschaften, die kaufen sich keine zweite Yacht irgendwo an der Côte d’Azur (Abg. Matznetter: Die dritte!), sondern die machen das, weil sie sonst nicht überleben. Die machen das, weil sie sonst zusperren!
Abg. Schieder: Sagen Sie das einmal dem Stronach!
Jetzt bin ich natürlich auch der Meinung, alle müssen ihre Steuern zahlen – denn wenn alle ihre Steuern zahlen, zahlen alle weniger Steuern, das ist keine Frage. (Abg. Schieder: Sagen Sie das einmal dem Stronach!) Die Frage ist nur, ob wir hergehen und Tausende Kleinbetriebe umbringen, weil wir ihnen nicht eine Möglichkeit des legalen Überlebens geben. (Vizekanzler Mitterlehner: Wie schaut die aus?) Das ist ja das Problem! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Jetzt bin ich natürlich auch der Meinung, alle müssen ihre Steuern zahlen – denn wenn alle ihre Steuern zahlen, zahlen alle weniger Steuern, das ist keine Frage. (Abg. Schieder: Sagen Sie das einmal dem Stronach!) Die Frage ist nur, ob wir hergehen und Tausende Kleinbetriebe umbringen, weil wir ihnen nicht eine Möglichkeit des legalen Überlebens geben. (Vizekanzler Mitterlehner: Wie schaut die aus?) Das ist ja das Problem! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie des Abg. Strolz.
Das heißt, Sie müssen die Lohnnebenkosten gerade in der Gastronomie senken. (Abg. Matznetter: Wer ist das?) Sie müssen den Betrieben ermöglichen (Abg. Tamandl: Wovon sprechen Sie?), diese Milliarde, die Sie hier rauspressen wollen, auch legal zu erwirtschaften. Darum geht es ja! (Vizekanzler Mitterlehner: Rede von der Umsatzsteuer!) Und das machen Sie nicht! (Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie des Abg. Strolz.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz. – Vizekanzler Mitterlehner: Jetzt spricht ein Abgeordneter des österreichischen Parlaments, der für Steuerhinterziehung eintritt!
Deshalb: Schauen Sie, machen Sie doch Ihre Hausaufgaben! (Abg. Matznetter: Illegale …!) Wenn Sie schon wollen, dass alle ihre Steuern zahlen – ich bin da ganz dafür … (Abg. Tamandl: Sie sind für Steuerhinterziehung, Kollege Lugar!) – Verstehen Sie mich doch nicht falsch, Frau Tamandl! (Abg. Tamandl: Merken Sie das nicht?) Ich bin doch der Erste, der sagt, wenn alle ihre Steuern zahlen, zahlen alle weniger Steuern. Nur: Sie müssen ihnen auch die Möglichkeit geben, diese Steuern zu zahlen (Abg. Wöginger: Die haben sie eh!), und sie nicht umbringen. Sie bringen sie um! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz. – Vizekanzler Mitterlehner: Jetzt spricht ein Abgeordneter des österreichischen Parlaments, der für Steuerhinterziehung eintritt!)
Abg. Schieder: Dann reden Sie einmal mit dem Stronach, damit der auch Steuern in Österreich zahlt!
Nein, hören Sie einmal zu, Herr Vizekanzler! (Abg. Tamandl: Sie sind für Steuerhinterziehung! – Abg. Schönegger: Was ist das für eine Art?) Ich sage Ihnen jetzt, was Sie tun sollten – hören Sie einfach zu! –: Setzen Sie diese Registrierkassenpflicht für zumindest zwei Jahre aus, und schaffen Sie für jene Betriebe durch massive Senkung der Lohnnebenkosten die Möglichkeit, auch legal zu überleben (Abg. Schieder: Dann reden Sie einmal mit dem Stronach, damit der auch Steuern in Österreich zahlt!) – und dann führen wir diese Registrierkassenpflicht ein. Da bin ich der Erste, der dafür ist. Aber was Sie jetzt machen, das ist: Sie produzieren Arbeitslose. Sie produzieren Betriebe, die in Konkurs gehen. Sie produzieren Betriebe, die einfach aufhören werden. Und das kann nicht gut sein.
Beifall beim Team Stronach.
Der Finanzminister ist dazu offensichtlich nicht bereit; das hat er im Ausschuss auch gesagt. Er fühlt sich nicht zuständig dafür, dass in den anderen Ministerien eben nicht gespart wird, keine Reformen gemacht werden. Aber vielleicht fühlen Sie sich zuständig, Herr Kanzler? Vielleicht fühlen Sie sich als österreichischer Bundeskanzler zuständig dafür, endlich einmal für Reformen in diesem Land zu sorgen? Deshalb fordere ich Sie heute hier auf: Stehen Sie auf und sagen Sie uns, welche Reformen Sie planen, um endlich das Budget in Ordnung zu bringen! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Matznetter: Der Herr Bundeskanzler soll „in die Gänge kommen“ …?
Sie werden wahrscheinlich sagen, Sie sind nicht zuständig. Aber ich erwarte mir von Ihnen als Kanzler, dass Sie heute hier Rede und Antwort stehen und uns sagen, wann Sie endlich in die Gänge kommen und endlich das tun, was unser Budget auf lange Sicht saniert. Das erwarten wir uns von einem Bundeskanzler und von Ihnen ganz speziell. Also tauchen Sie nicht ab, sondern tauchen Sie auf! (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Matznetter: Der Herr Bundeskanzler soll „in die Gänge kommen“ …?)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
das mit der Inflation gegenrechne, dann bleiben in Wirklichkeit ein paar Cent pro Kind und Monat über. Das ist der Familienimpuls der Volkspartei! Und wahrscheinlich deswegen, weil die Leute darüber so glücklich sind, findet vorm Haus gerade eine Demonstration des Katholischen Familienverbandes statt – weil die alle so zufrieden mit den Maßnahmen sind, die Sie gerade treffen, und weil das alles so nachhaltig bei den Menschen ankommt! (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Einzementiert wurde in diesem Land einmal mehr die Bürokratie. Mein Gott, was ist das für eine Verwaltungsreform, für eine Strukturreform?! Die gibt es in Form von Arbeitskreisen und am Papierl, aber real existierend ist draußen die Bürokratie einzementiert! Da sind die Doppelgleisigkeiten, die Mehrgleisigkeiten einzementiert. Das, was Sie als Reform bezeichnen, hat Ihnen der Rechnungshofpräsident am Beispiel der Bildungsreform vor ein paar Tagen auseinandergenommen und auseinandergepflückt, und dabei ist er noch gar nicht auf die Absurditäten der Inhalte eingegangen, sondern das war nur ein Blick auf die Struktur, der gezeigt hat, wie fahrlässig und unverantwortlich Sie in diesen Bereichen agieren. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Kickl. – Zwischenruf des Abg. Amon.
Und, meine geschätzten Damen und Herren, das, was Sie seitens der Regierung zum Thema Zaun, Türe mit Seitenteilen oder Sonstigem geliefert haben, das war wirk- lich erbärmlich! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Kickl. – Zwischenruf des Abg. Amon.)
Beifall beim Team Stronach – Zwischenruf des Abg. Neubauer
Meine geschätzten Damen und Herren, auch das Thema Obergrenze kann man nicht vom Tisch wischen. Das ist ein Thema, mit dem wir uns auseinandersetzen müssen! Wenn Landeshauptmann Schützenhöfer sagt, wir haben die Grenze erreicht, dann müssen wir diese Aussage ernst nehmen. Wir müssen, wenn wir den Sozialstaat erhalten wollen, eine Grenze des Machbaren definieren (Beifall beim Team Stronach – Zwischenruf des Abg. Neubauer), und ich sage Ihnen: Wir haben diese Grenze erreicht, darüber brauchen wir nicht mehr zu diskutieren!
Beifall beim Team Stronach.
Ein Thema, das uns gleichfalls alle, jeden Einzelnen betrifft, das ist die Wirtschaftspolitik, denn nur das, was erwirtschaftet wird, kann der Staat wieder ausgeben, und wir haben eine Wirtschaftspolitik, die ständig hinterherhinkt. Deutschland hatte 2005 eine doppelt so hohe Arbeitslosenzahl wie Österreich, und heute sind die Arbeitslosenzahlen niedriger, weil man eben Maßnahmen gesetzt hat, die die Wirtschaft ankurbeln. Was haben wir gemacht? – Wir haben die Bürokratie noch aufgebläht und stecken die ganze Energie in die Verwaltung von Arbeitslosen, anstatt zu schauen, Arbeitsplätze zu schaffen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn Wifo-Chef Aiginger meint, diese Krise ist hausgemacht, dann hat er absolut recht. Und um es nicht nur in das Eck zu stellen, dass eine Oppositionspartei alles schlechtredet: Auch der ehemalige Vizekanzler Dr. Androsch hat ganz klar gesagt, wenn wir so weitertun, fährt Österreich mit 200 km/h an die Wand. – Ich frage die Vertreter der Regierungsparteien: Wollen Sie das wirklich? – Ich sage Ihnen, wir wollen das nicht. Wir wollen eine Wirtschaftspolitik, die Arbeitsplätze schafft, die aber auch den Unternehmen die nötige Luft zum Atmen gibt. (Beifall beim Team Stronach.) Das heißt, wir wollen ein einfaches Steuersystem, und wir verwehren uns dagegen, dass Unternehmer ständig kriminalisiert werden. (Ruf bei der ÖVP: Wer ist „wir“?)
Beifall beim Team Stronach.
Zum Thema Registrierkassen: Ich habe unlängst mit einer Friseurmeisterin geredet, die gesagt hat, sie schafft jetzt eine Registrierkasse an, aber sie zahlt der Firma doppelt so viel, weil man ja noch nicht genau weiß, welches EDV-System kommen wird. Sie schließt jetzt gleich einen Vertrag ab, dass man das System noch im Nachhinein an die Notwendigkeiten anpassen kann. – Ich sage Ihnen, das ist eine Vorgangsweise seitens der Bundesregierung, die absolut nicht in Ordnung ist, weil sie verunsichert und weil sie vor allem erhöhte Kosten für die Unternehmer schafft. Das lehnen wir ab, das wollen wir nicht! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Ruf bei der ÖVP: … Griechenland!
wir vom Team Stronach werden alles daran setzen, dass Privilegien im Pensionsbereich abgeschafft werden, weil sie nicht zeitgerecht sind und weil sie äußerst unfair sind. (Beifall beim Team Stronach. – Ruf bei der ÖVP: … Griechenland!)
Beifall beim Team Stronach.
In Griechenland hat man sehr wohl in die hohen Pensionen eingreifen können, und niemand kann mir erklären, dass das in Österreich nicht auch so sein kann. – Ich sage Ihnen, wir setzen uns dafür ein und wir werden in Richtung eines fairen, nachhaltigen, finanzierbaren Systems arbeiten. (Beifall beim Team Stronach.)
Heiterkeit und Beifall bei Grünen, FPÖ, NEOS und Team Stronach.
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Meine Herren Präsidenten! Frau Ministerin! Meine Herren Minister! Einige von uns – Frau Kollegin Karl, Frau Kollegin Jank, ich auch – waren gestern bei einem jährlich wiederkehrenden Ereignis, der Austria’s-Leading-Companies-Gala, einem Award für herausragende … (Zwischenruf des Abg. Rädler.) – Wer war noch? Bitte aufzeigen! (Abg. Rädler: Sie waren …!) – Mit diesen Schmähs wollen Sie immer durchkommen. Ich verstehe. Bei Kollegen Rädler ist das immer lustig. Da fragt man sich, wie man immer so mutig zwischenrufen kann, wenn man nachweislich so wenig von der Sache versteht. Das finde ich bewundernswert. (Heiterkeit und Beifall bei Grünen, FPÖ, NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Faktum ist, das Kinderbetreuungsgeld ist seit seiner Einführung vor 13 Jahren gleich hoch. Die Familienbeihilfe wurde im Vorjahr erstmals (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler) nach 14 Jahren mit 4 Prozent „wertangepasst“. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Im Vergleich dazu: Die Inflationsrate betrug in diesen 14 Jahren rund 38 Prozent, meine sehr geehrten Damen und Herren! Darauf brauchen Sie sich also nichts einzubilden, denn das ist keine wirklich sinnvolle Familienpolitik, die den Familien auch etwas bringt, da ja viele Familien, wie wir wissen, an der Armutsgrenze leben. (Beifall beim Team Stronach.) Vor allem Kinder und Jugendliche – 408 000 Kinder und Jugendliche – in Österreich sind von Armut betroffen.
Beifall beim Team Stronach.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist eine Schande, dass es in einem Land wie Österreich so viele Obdachlose gibt, die nicht wissen, wo sie schlafen sollen, die nichts zu essen haben, und dass diese Regierung auf die Obdachlosen leider vergisst! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Hier von dieser Stelle aus möchte ich mich auch ausdrücklich bei allen Polizistinnen und Polizisten für ihren tagtäglichen Einsatz bedanken, der oft unter sehr schwierigen Voraussetzungen stattfindet und unter wenig Vorgabe, wie sie ihren Dienst verrichten sollen, vor allem im Flüchtlingsbereich. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Auf der einen Seite gibt es immer mehr Kriminalität, dem subjektiven Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung wird nicht entsprochen, die Menschen haben Angst, die fürchten sich, es gibt Überfälle, es gibt Wohnungseinbrüche, die Zahlen in den Statistiken steigen – und was wird von der EU-Kommission vorgeschlagen? – Die Waffengesetze sollen verschärft werden, der unbescholtene Bürger soll entwaffnet und entrechtet werden! Mit uns nicht, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
An vorderster Stelle möchte ich den Dank an alle Steuerzahlerinnen und Steuerzahler richten, die dieses Geld erwirtschaften, und ganz besonders auch an die Unternehmerinnen und Unternehmer, damit wir diese Budgetdebatte überhaupt führen können. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich möchte ein aktuelles Beispiel nennen, weil immer vom Ausgleich geredet wird und darüber, was die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen und Unternehmer jetzt mehr verdienen. Wir reden aber nicht von dem Mehr, das sie bezahlen müssen, darüber, wo das Geld herkommt. Ich nenne das Beispiel der Autofahrer als Melkkuh. Haben wir, bitte sehr, bedacht, dass für alle jene, die im ländlichen Raum leben, die das Fortbewegungsmittel Auto für die Erziehung, für den Weg zur Arbeit brauchen, die motorbezogene Versicherungssteuer in den letzten zehn Jahren um 42 Prozent erhöht wurde? – Neben den extrem hohen Treibstoffkosten wird da bei den Bürgerinnen und Bürgern zugelangt, und dann wissen wir auch, wo ein Teil dieser Einkommen – über die man sagt, da besteht Steuergerechtigkeit – nicht so steuergerecht aufgebracht wird. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Weiterer Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Aber zum konkreten Vergleich Bayern/Oberösterreich: Bayern hat eine Staatsfläche von 70 549 Quadratkilometern, Oberösterreich hat 11 900 Quadratkilometer. Einwohner: Bayern hat 12,46 Millionen, Oberösterreich 1,4 Millionen Einwohner. Bezirke: Bayern hat sieben Bezirke, Oberösterreich das Zwölffache im Vergleich zu den Einwohnern, nämlich 15 Bezirke. Bei den Abgeordneten ist es nicht anders: Bayern hat 187 Landtagssitze und Oberösterreich 56. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Also Einsparungsmöglichkeiten ohne Ende – Herr Kollege Wöginger, das ist gerade für deine Arbeitnehmer wichtig, die du vertreten sollst! –, und das hat Herr Rechnungshofpräsident Moser angesprochen. (Beifall beim Team Stronach. – Weiterer Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich möchte zum Schluss kommen. Ich hätte noch jede Menge zu sagen, etwa zur McKinsey-Studie, weil Wirtschaftsminister Mitterlehner heute oder gestern in den Nachrichten geschrieben hat: 315 000 KMUs. – Ja, ganz wichtig, natürlich! Die Klein- und Mittelunternehmer tragen die Wirtschaft, tragen diese Nation. Aber warum hat man ihnen dann 500 Steuerprüfer aufgehalst? – So wird der Mut zum Unternehmertum genommen, so wird die Freude am Unternehmertum genommen, und das schlägt sich letztlich auf die Beschäftigung nieder. Wir brauchen bei den Unternehmen Entbürokratisierung statt Kriminalisierung. Das geht einfach nicht, dass man jeden Unternehmer als Steuerhinterzieher hinstellt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich glaube, das sollten wir bedenken, und wir sollten uns dazu aufraffen, eine wirklich enkelgerechte, verantwortungsvolle Politik umzusetzen. Da sind wir alle gefordert, das ist für parteipolitisches Kleingeld zu wichtig, zu wertvoll. Wir bitten um Unterstützung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Neubauer.
Da wir vorhin von den stabilen Finanzen gesprochen haben: Die Kosten für die Flüchtlingskrise, für die moderne Völkerwanderung dürfen aus dem Budget herausgerechnet werden. Wer bezahlt das in Zukunft, liebe Freunde? – Ich glaube, schon wieder die fleißigen Menschen in Österreich und sonst niemand, und das hat mit stabil überhaupt nichts zu tun. – Herzlichen Dank. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Neubauer.)
Beifall beim Team Stronach.
Der Rechnungshof hat in den letzten Jahren sparsam gewirtschaftet. Er hat Rücklagen gebildet. Diese Rücklagen werden jetzt sukzessive aufgelöst, um den Betrieb aufrechterhalten zu können und um auch dem verfassungsmäßigen Auftrag nachkommen und ins Parlament Berichte liefern zu können. 2017 ist es aber aus. 2017 fehlen dem Rechnungshof 3 Millionen €. Dann kann die Kernaufgabe nicht mehr erledigt werden, nicht mehr in dem gleichen Ausmaß wie derzeit geprüft werden, meine sehr geehrten Damen und Herren. Das halte ich schon für bedenklich. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abschließend möchte ich mich auch ganz herzlich bedanken. Wir haben im Budgetausschuss nicht alle Fragen von uns aus klären können, aber die Mitarbeiter der Volksanwaltschaft haben die Antworten nachgeliefert. Das war bestens, herzlichen Dank dafür! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ, ÖVP, NEOS und Team Stronach.
In Summe erlaube ich mir als derzeitiger Vorsitzender der Volksanwaltschaft, dem Parlament für die ausgesprochen positive Kooperationsebene zu danken. Ich bedanke mich zudem sehr, dass das Parlament auch Mitträger der positiven Akzeptanz der Tätigkeit der Volksanwaltschaft in der Bevölkerung ist. Ich darf bitten, im Zuge der Beschlussfassungen bezüglich des Kapitels Oberste Organe/Volksanwaltschaft, das derzeit zur Debatte steht, Ihre Zustimmung zu geben. – Danke. (Beifall bei FPÖ, ÖVP, NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die langfristige Finanzierbarkeit der österreichischen Gesundheitsvorsorge ist derzeit, so wie sie besteht, nachhaltig fast nicht sicherzustellen. Das Gesundheitsministerium ist leider ein Verwaltungsministerium ohne die Möglichkeit der Durchgriffsrechte in den Strukturen. Das, was hier fehlt, sind unseres Erachtens klare, griffige Reformen. Die Frage ist: Wann kommt endlich eine Gesundheitsreform, die ihren Namen auch wirklich verdient? (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das ist im Vergleich zum Netz des gesamten Gesundheitsbudgets eine Tendenz, die ich mir für den Tierschutz eigentlich anders gewünscht hätte. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Daher: Eine solche Regelung wäre sicherlich sehr wünschenswert. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Abgeordnete Dr. Jessi Lintl (ohne Klubzugehörigkeit): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Diesmal möchte ich mit einem Lob beginnen. Ich möchte wirklich hervorheben, dass sich unser Außenminister dafür einsetzt, dass internationale Konferenzen wieder in Wien stattfinden, die Irankonferenz und jetzt auch die wichtige Syrienkonferenz. Danke dafür! (Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Innerhalb der EU trägt Österreich wie ein Vorzugsschüler äußerst umstrittene Beschlüsse mit. Ich erinnere in dem Zusammenhang an die Griechenlandhilfe und auch an die Sanktionen gegen Russland. Österreich hätte die für unsere Wirtschaft so schädlichen Sanktionen nicht mittragen müssen, sondern mutig dagegen auftreten oder sie im Alleingang nicht mittragen können. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Weiters muss muslimischen Asylwerbern klargemacht werden, dass hierzulande wohl Religionsfreiheit besteht, dass jedoch lediglich die Ritenpraxis gelebt werden kann, nicht aber das islamische Recht. Hier gilt die Verfassung. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Auf dem Gebiet sind Verbesserungen unbedingt nötig, und Österreich könnte sich im Sinne einer aktiven Außen- und Sicherheitspolitik verstärkt dafür einsetzen. (Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Außenminister, ich fordere Sie hiermit auf, auf europäischer Ebene entsprechend Druck auszuüben, um diese Registrierungen wirklich durchzuführen, dass also Griechenland am Krawattl gepackt und ihnen gezeigt wird, wie europäisches Recht zu vollziehen ist, statt nur die europäischen Gelder zu kassieren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In der heutigen Situation, in der wir genau wissen, dass die Menschen dort unten eine Perspektive haben müssen, damit sie nicht flüchten müssen, setzen Sie solche Schritte. Ich finde das falsch. Deswegen – leider ist meine Redezeit schon aufgebraucht – fordere ich Sie auf, den richtigen Weg einzuschlagen, für Europa, für Österreich die richtigen Schritte zu setzen und unser Land gut zu vertreten, nicht so, wie Sie das bisher gemacht haben. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, NEOS und Team Stronach.
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Auch wenn du, Peter Pilz, mit dem Dank angefangen hast, meine ich, dass in einer sicherheitspolitisch sehr bedrängten Zeit der Dank nicht nur den Polizistinnen und Polizisten, sondern auch all den NGOs und all jenen Österreicherinnen und Österreichern auszusprechen ist, die in dieser schwierigen Zeit mitgeholfen haben, die Herausforderungen zu bewältigen. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Pilz: Zur Geschäftsbehandlung!
Das heißt, da müsste man nachsetzen. Wir brauchen also mehr Exekutivbeamte im Außendienst, weniger in der Verwaltung. Ich meine, das Problem liegt nicht nur an Ihnen, das Problem liegt daran, dass wir die Beamten mit diesen Asylaufgaben innen binden, sie aber eigentlich für die Sicherheit vor Ort draußen haben sollten, damit die Menschen wieder ruhig schlafen können. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Pilz: Zur Geschäftsbehandlung!)
Beifall beim Team Stronach.
nister, es ist wichtig, auch für die österreichische Bevölkerung das Herz auf dem rechten Fleck zu haben und diesen Menschen zu helfen und für diese Menschen etwas zu machen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir vom Team Stronach haben einen völlig anderen Zugang. Wir würden es uns wünschen, dass das, wovon der ehemalige Vizekanzler der ÖVP gesprochen hat, von der „Entfesselung der Wirtschaft“, dass das tatsächlich endlich einmal stattfindet. Aber, meine geschätzten Damen und Herren, was ist anstelle der Entfesselung gekommen? Eine Knebelung, eine Kriminalisierung. Und dagegen verwahren wir uns! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Der Sozialstaat kostet aber auch Geld, Geld, das jeder einzelne Steuerzahler mit seinen vielen Steuern und Abgaben bezahlt. Aus diesem Grund, glaube ich, ist es legitim, dass wir sagen, dieser Sozialstaat hat Grenzen der Finanzierbarkeit und er braucht auch Grenzen. Wir können die Leute nicht unendlich mit Steuern und Abgaben belasten und dieses Geld wie in der Lotterie verteilen! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Griechenland hat uns gezeigt, dass es sehr wohl möglich ist, in hohe Pensionen einzugreifen, und ich möchte nicht, dass wir in Österreich mit Reformen so lange warten, so lange dahindümpeln, bis der Spargürtel dann für alle wirklich so eng geschnallt werden muss, dass die gesamte Bevölkerung darunter leidet. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In diesem Sinne ein Glückauf für die Menschen, die Pflege brauchen! Achten wir alle darauf, dass die Rahmenbedingungen passen, damit es diesen Menschen gut geht! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
bei Nebel und Gegenwind mit 200 km/h fahren würde und nicht wüsste, wo das Ziel ist. Ich glaube, man sollte sich am deutschen Nachbarn ein Beispiel nehmen, vor allem aufgrund der aktuellen erfolgreichen Zahlen, die Deutschland aufzuweisen hat. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Auch dazu ein Beispiel: Wir haben beim Zuschuss zu den Pensionen dieselben Kosten für 300 000 Beamte wie für 2,2 Millionen ASVG-Pensionisten. Da ist eindeutig die soziale Ausgewogenheit nicht gegeben. Ich darf das mit der aktuellen Pensionshöhe belegen. Es hat der Herr Minister dankenswerterweise heute schon auf den Zusammenbruch der Landwirtschaft, die man am Altar der Globalisierung opfert, hingewiesen, und ich muss leider feststellen: In der Landwirtschaft beträgt die durchschnittliche Pensionshöhe 780 € monatlich – ich werde das beim Grünen Bericht und beim Kapitel Landwirtschaft noch einmal herausarbeiten –, bei den ASVG-Versicherten beträgt die monatliche Durchschnittspension 1 270 € und bei den Beamten – ohne Ministerialräte und führende Beamte – beträgt diese 2 950 €. Das ist endlich einmal aktuell zu diskutieren – und nicht seit 1780 und bis 2100! Das passt nicht zusammen, das müssen wir endlich auf einer fairen Ebene zusammenführen. (Beifall beim Team Stronach.).
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb bitte ich Sie, Herr Minister, und auch die Gesundheitsministerin Oberhauser um Unterstützung, dass endlich das notwendige Qualitätsgütesiegel-Gesetz geschaffen wird. Dann kann der VKI noch besser prüfen. Dieser gehört zusätzlich mit einem Anteil aus den Bußgeldern ausgestattet, denn er leistet saubere Arbeit und hat auch Erfolg, daher soll er auch daran teilhaben können. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei ÖVP, FPÖ und Team Stronach.
Präsident Karlheinz Kopf: Herr Abgeordneter Rädler, es wird sich im Stenographischen Protokoll besagter Begriff von Ihnen finden. Ich muss Ihnen dafür leider einen Ordnungsruf erteilen. (Beifall bei ÖVP, FPÖ und Team Stronach.) – Ich bitte, von Applaus und ähnlichen Kundgebungen bei Ordnungsrufen abzusehen!
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Ulrike Weigerstorfer (STRONACH): Ja, auch die Komödie ist Teil der Kunst- und Kulturabteilung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich hoffe also und gehe davon aus, dass diese Änderung hier im Parlament demnächst auch positiv beschlossen werden wird oder werden kann. Das ist ein sehr, sehr schönes Zeichen für Kunst und Kultur, und – als kleiner Nebensatz – ich würde mir dieses Gesetz auch noch für den Tierschutz und für den Sport wünschen. – Danke sehr. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich darf ein paar Vergleichszahlen bringen: Schweden hat 60,5 US-Dollar pro Kopf gegeben, Deutschland 12,1 US-Dollar, Spanien sogar 3,4 US-Dollar pro Kopf. Ich darf wiederholen: Österreich war das Ganze 2,9 US-Dollar pro Kopf wert. Aber es gibt nichts Negatives ohne etwas Positives – und damit darf ich abschließen –: Zumindest haben wir das schon bezahlt. Das ist also auch etwas, worauf man stolz sein kann. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich möchte an vorderster Stelle den Dank an die Bäuerinnen und Bauern richten, die trotz dieser miesen Preissituation in allen Sparten, vom Holz bis zum Obst, bis zur Milch, bis zum Fleisch, bereit sind, ihre Arbeit zu machen. Ich möchte hier appellieren, dass wir uns bewusst werden, wie ernst die Situation ist. Es tut wirklich weh, wenn man hört, wie hier krampfhaft versucht wird, die Situation schönzureden. Da brennt aber der sprichwörtliche Hut! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
wieder darüber gesprochen, dass man Maßnahmen bekämpfen muss. So wie beim Klimaschutz: Viel Geld verwenden, aber nichts erreichen! Das Entscheidende ist ja das: Wir haben beim Klimaschutz – und die „Grüne Krone“ hat es auf den Punkt gebracht – viel warme Luft. Seit 1978 finden ständig Umweltkonferenzen statt – ich glaube, das ist für die Teilnehmer sicherlich sehr amüsant –, aber es reicht nicht das Erzählte, es zählt das Erreichte – und das ist null! Wir fallen zurück, die Umweltsituation verschlimmert sich. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Freunde, das ist die Wirtschaft, die wir betreiben! Das brauchen wir nicht schönzureden: Damit bringen wir jegliche regionale Produktion um. Da hat niemand eine Chance, außer jenen, die hier spekulieren, außer jenen, die damit wirklich viel Geld verdienen. Und die sollen dann auch schön langsam einmal – diese Konzerne, die hier auf dem Rücken der Praktiker spekulieren – zur Kasse gebeten werden! Bei den Steuermodellen haben sie es ohnehin immer geschafft, dass sie rauskommen. Sie sollen aber einmal für diese Kosten, die entstehen, zur Kasse gebeten werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das ist ja ein Universal-Gütesiegel, glaube ich. Das werden wir dann auch für die TTIP-Produkte nehmen. – Das ist ja unerträglich! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Rädler.
Herr Minister, wenn ich mir diese Karte so anschaue: Da gibt es dann ein Bio-Cola, einen Bio-Almdudler, ein Bio-Red-Bull, eine Bio-Römerquelle, ein Bio-Sodawasser. Aber von 45 Getränken sind nur vier wirklich Bio. Auf dieser Seite hat dieses Siegel also nichts verloren! (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Obernosterer: Die Redezeit ist aus, das Licht blinkt …!
Natürlich ist es schön, wenn man als Landwirtschaftsminister sieht, dass in Japan die Milch 2 € kostet. Das ist wunderbar, und jetzt, glaube ich, ist die Arbeit auch in Auftrag gegeben: Wir müssen schauen, dass wir in Österreich faire Preise bekommen. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Obernosterer: Die Redezeit ist aus, das Licht blinkt …!)
Beifall beim Team Stronach.
Die Quintessenz aus der ganzen Geschichte ist … (Abg. Rädler: Wie war das in deinem China-Restaurant?) – Herr Kollege Rädler, vielleicht gehst du einmal in den Agrarausschuss. Wir werden beim nächsten Mal das österreichische Qualitätsgütesiegel-Gesetz diskutieren. Das ist die einzige Möglichkeit, dass wir alle heute hier aufgezeigten Probleme, insbesondere die auf der Konsumentenseite, endlich fair behandeln (Zwischenruf des Abg. Rädler), dass dort, wo Österreich draufsteht, Österreich drin ist und wir dieses Qualitäts-Gütesiegel umsetzen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Minister, abschließend darf ich noch einen Entschließungsantrag einbringen zum Bericht über Importe von Ölen und Fetten. Das ist interessant: Für einen Bauernhof wird, wenn eine Kuh nicht zwei Ohrmarken hat, eine Betriebssperre verhängt, und auf dem freien Handelsmarkt darf alles passieren, deshalb der Entschließungsantrag. (Beifall beim Team Stronach.) Ich bin überzeugt davon, es werden alle Redner und auch die anderen Kolleginnen und Kollegen heute zustimmen.
Beifall beim Team Stronach.
Wir bitten um Unterstützung. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Steinbichler: Bravo! – Lebhafte Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten von FPÖ, NEOS und Team Stronach.
Einen besonders interessanten Kurs, Herr Minister, habe ich noch, vom Ländlichen Fortbildungsinstitut Steiermark: „LQB – Wie umarme ich einen Kaktus?“, gefördert von Bund, Land und EU. (Abg. Steinbichler: Bravo! – Lebhafte Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten von FPÖ, NEOS und Team Stronach.) Kursdauer: 4 Unterrichtseinheiten; Zielgruppe: Alle interessierten Bäuerinnen und Bauern, die sich mit dem Thema Puber-
Lebhafte Heiterkeit bei der FPÖ sowie Heiterkeit bei Abgeordneten von NEOS, Grünen und Team Stronach.
tät auseinandersetzen wollen; gefördert von Bund, Land und EU. Wenn Sie Landwirt sind, bezahlen Sie 17 €, sind Sie kein Landwirt, zahlen Sie 94 €. Also hier wird mit fast 80 € von Bund, Land und EU gefördert für „Wie umarme ich einen Kaktus?“ (Lebhafte Heiterkeit bei der FPÖ sowie Heiterkeit bei Abgeordneten von NEOS, Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ, NEOS und Team Stronach.
Herr Minister, das ist ja Kabarett, was Sie hier machen! Sparen Sie hier ein! Das ist Geldverschwendung zum Quadrat, das können Sie auch niemandem mehr draußen von der nichtbäuerlichen Bevölkerung erklären. Da gibt es einiges an Einsparungspotenzial. (Beifall bei FPÖ, NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ, NEOS und Team Stronach.
Besser diese „Kaktusförderung“ einsparen und im Gegenzug dazu den Landwirten wieder ihren Agrardiesel zurückgeben, besser bei den Sozialversicherungen etwas einsparen, eine Zusammenlegung machen und den Landwirten wieder direkt das Geld geben. Solche Projekte zu finanzieren, das ist nicht zu rechtfertigen und das ist lupenreine Geldverschwendung! (Beifall bei FPÖ, NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.
Abgeordneter Harald Jannach (fortsetzend): mit diesen sehr originellen Kursen, sagen wir es so, die ja überhaupt nicht zu fördern sind! Wir haben früher schon viele Dinge in der Agrarpolitik kritisiert, auch die Höhe der Förderung für einzelne große Stiftungen, aber diese Beispiele sind exemplarisch dafür, wo man Geld in der Verwaltung, wo man Geld im Ministerium einsparen könnte, ohne dass es einen Landwirt irgendetwas kostet. Dieses Geld fällt ja nicht vom Himmel! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ. – Rufe bei der ÖVP: Und die Väter? – Abg. Strolz: Leo, du hast mich vergessen!
Wir müssen es schaffen, dass wir den Leuten in unserem Staat ein menschenwürdiges Leben bieten, und das beginnt natürlich bei der Familie. Ich möchte hier an allererster Stelle allen erziehenden Familien, allen Müttern, verheiratet oder alleinerziehend, meinen Dank aussprechen, denn was sie für die Gesellschaft leisten, was sie für den Staat leisten, ist unbezahlbar. – Herzlichen Dank. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ. – Rufe bei der ÖVP: Und die Väter? – Abg. Strolz: Leo, du hast mich vergessen!)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich denke, auch da ist der Spruch des deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble hinsichtlich des Fahrens auf Sicht angebracht, besonders in der Familienpolitik. Alles, was wir in diesem Haus gestern, heute und morgen diskutiert haben beziehungsweise diskutieren, entscheidet über diese Zuversicht unserer Kinder – von der Umwelt bis zum Klima, von der Gesundheit bis zu den Arbeitsplätzen. Deshalb, glaube ich, sollte man die Familienpolitik besonders Richtung Enkerlgerechtigkeit, Richtung Nachhaltigkeit ausrichten, und da sind wir alle gefordert. – Danke. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und Team Stronach. – Abg. Steinbichler macht eine Verbeugung und zieht dabei einen virtuellen Hut.
Abgeordnete Daniela Holzinger-Vogtenhuber, BA (SPÖ): Frau Präsidentin! Kurz noch zu meinem Vorredner, Leopold Steinbichler: Er scheint ein recht traditionelles Familienbild zu haben. Unser Dank gilt auch den Vätern, die großartige Erziehungsarbeit leisten. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und Team Stronach. – Abg. Steinbichler macht eine Verbeugung und zieht dabei einen virtuellen Hut.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.
Ebenso wenig kann man die Bildungsreform positiv erwähnen. Man kann sie als nicht wirklich gelungen bezeichnen, man kann sie auch als gescheitert bezeichnen, denn da wurde eine Chance vertan. Die Frau Ministerin hat sich sehr eingesetzt, das möchte ich ihr nicht absprechen, aber sie konnte sich gegenüber den Ländern, gegenüber den Landeshauptleuten nicht durchsetzen. Wie in vielen Bereichen krankt es da am Widerstand der Länder, scheitert vieles am Widerstand der Länder und der Landeshauptleute, und das war eben auch bei der Bildungsreform der Fall. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.)
Beifall beim Team Stronach.
Faktum ist, dass ein geringer Teil, ein verschwindender Teil an Kindergärtnern vorhanden ist. Laut Statistik Austria gibt es 482 männliche und 36 610 weibliche Kindergärtner. Ich glaube, da gibt es schon Handlungsbedarf, und da muss auch etwas gemacht werden. Hier sind auch Sie, Frau Ministerin, als Bildungs- und Frauenministerin sehr gefordert. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wie gesagt: Nicht viel Neues im Budget, was Frauen betrifft, aber es bleibt gleich, und das ist ja positiv. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Eine Bündelung all dieser Bildungs-, Forschungs- und Entwicklungsagenden unter einem Dach würde auf der anderen Seite auch eine durchaus transparente und überschaubare Zuordnung der finanziellen Mittel bedeuten. Und ich denke, dass das in Zeiten wie diesen etwas durchaus sehr, sehr Positives wäre. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Also unseres Erachtens ist dieser Umstand kontraproduktiv und verhindert vor allem eine transparente und überschaubare Darstellung. Wir müssen alle relevanten Inhalte bündeln und diese in einem Ministerium zusammenfassen und diesem unterstellen. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das Budget ist die Grundlage für die Wirtschaft, aber ich denke, noch viel wesentlicher als das Budget ist die Stimmung, die Grundstimmung in der Bevölkerung. Ich meine, es ist ganz wesentlich, dass wir draußen bei der Bevölkerung eine unternehmerfreundliche, eine arbeitnehmerfreundliche Stimmung erzeugen, weil das das wichtigste Umfeld ist: Optimismus, positive Stimmung, dass Wirtschaft stattfindet, dass Wirtschaft gemacht wird, dass produziert wird und dass Löhne und Steuern gezahlt werden können. Ich glaube, das ist das Wesentliche. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Diese 50 Millionen € werden von den Bäuerinnen und Bauern nicht investiert, weil sie das Geld nicht kriegen, und damit können sie es nicht investieren und stellen Investitionen zurück. So ist das beim Tourismus, so ist das in allen anderen Bereichen, leider ganz besonders auch bei der Gastronomie und bei der Hotellerie. Dort stöhnt man sowieso unter der Kriminalisierung, angefangen bei der Registrierkassenpflicht bis zum Rauchverbot, und den ständigen neuen Auflagen, den ständigen neuen Erschwernissen. Wir brauchen dort positive Unterstützung! Das ist der beste Boden für ein positives Wirtschaftsfeld. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Rädler – auf das Bild am Rednerpult weisend –: Vergiss nicht das Taferl! Und kein Wort zum Palmöl! – Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Wir bitten, die Anträge zu unterstützen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Rädler – auf das Bild am Rednerpult weisend –: Vergiss nicht das Taferl! Und kein Wort zum Palmöl! – Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Beifall beim Team Stronach.
Ein großes Problem sehe ich bei den Autofahrern, die ja die Melkkuh der Nation sind, Herr Bundesminister. Ich werde dazu einen Antrag – ich habe ihn heute nicht mehr fertiggebracht – im Verkehrsausschuss einbringen. Wieder stehen wir vor einem Jahreswechsel, mit nächstem Monat kommt die neue Vignette. Wir wissen es alle, ihr Preis hat sich wieder automatisch erhöht, und das ist ein großes Problem, finde ich. (Abg. Willi: Fahr einmal in Italien!) Wir benützen die Autobahn, wir zahlen Maut dafür, das ist ganz klar. Wir haben im Bereich der ASFINAG Überschüsse, wie wir wissen, Herr Kollege von den Grünen. Das ist alles ein Thema, über das man sicher reden kann. Aber ich glaube, dass es notwendig ist, einmal diese Melkkuh der Nation etwas zu entlasten, und da geht es schon einmal bei den Mautgebühren los. Wir zahlen Maut für gewisse Straßen, also eine Sondermaut; wenn ich durch den Arlberg fahre, wenn ich die Brennerstrecke fahre, muss ich Maut zahlen – und trotzdem zusätzlich noch für die Vignette zahlen! Das ist schon eine gewisse Ungerechtigkeit, und das sollten wir uns genauer anschauen, um hier vielleicht eine fairere Lösung zu finden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Willi: Autofahrerpartei seid ihr? Richtungswechsel! – Abg. Brosz: „Geisterfahrerpartei“ hätte ich gesagt! – Abg. Pirklhuber: Autozuliefererpartei!
Wir als Autofahrerpartei Team Stronach machen uns für die Autofahrer stark. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Willi: Autofahrerpartei seid ihr? Richtungswechsel! – Abg. Brosz: „Geisterfahrerpartei“ hätte ich gesagt! – Abg. Pirklhuber: Autozuliefererpartei!) Es kann nicht sein, meine Damen und Herren, dass nur die Autofahrer für alle budgetären Probleme, die diese Regierung verursacht hat, aufkommen müssen.
Beifall beim Team Stronach.
Meine Damen und Herren, Sie sollten etwas mehr auf das Budget schauen, Sie sollten einmal die Autofahrer entlasten. Wie gesagt, meinen Antrag habe ich Ihnen ja angekündigt, den werden Sie noch von mir bekommen. Eines kann ich Ihnen versichern: Wenn das Team Stronach in der Regierung für Verkehr zuständig wäre (ironische Heiterkeit bei SPÖ und Grünen), dann ginge es den Autofahrern wesentlich besser. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid.
in Deutschland mit einer gültigen TÜV-Plakette versehen war, mit einer gültigen Zulassungsplakette und mit einer Nummerntafel – im Jahr 2015, in Zeiten der EU –, noch zur Einzelgenehmigung durch die Landesprüfstelle. Meiner Meinung nach ist da höchster Handlungsbedarf gegeben. Da gibt es noch gewaltiges Einsparungspotenzial. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir bitten um Zustimmung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der Grünen.
dieser schwierigen Zeit beim Grenzeinsatz, bei der Flüchtlingsthematik und auch unter dieser erhöhten Terrorangst hervorragende Leistung erbringen, aufrichtig ein herzlicher Dank. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall beim Team Stronach.
Sehr geehrter Herr Minister, es gibt darüber hinaus einen Brief vom 4. November an dich persönlich von den Militärmusikfreunden unter Obmann Baldauf. Ich würde wirklich bitten, dass man diese lapidaren Kosten von 0,59 Prozent des Heeresbudgets – von dem reden wir letztlich – auch durch eine Sonderposition aus dem Kulturbudget erreicht, um den Erhalt dieser Öffentlichkeitsarbeit, dieses wertvollen Werbeträgers für das Bundesheer zu sichern. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe.
Wir bitten um Unterstützung und Zustimmung. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe.)
Beifall beim Team Stronach.
Das ist ein ganz toller Ansatz von Ihnen, ich frage mich nur (Bundesminister Klug ansprechend): Warum dauert es so lange, welche Hilfe brauchen Sie noch? Ich glaube, zwei Jahre sind eh schon eine relativ lange Zeit, also bitte ich Sie jetzt im Sinne des Sports, da endlich ein bisschen Gas zu geben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Ich glaube auch, dass die Steuerzahler ein Recht darauf haben, es jeweils nachvollziehen zu können. Ich glaube, es wäre auch für Sie wesentlich einfacher, wenn es möglich wäre, vom Beginn bis zum Ende alles transparent durchschauen zu können. Und ich glaube, der Steuerzahler würde das Geld gerne direkter in den Sport vergeben und ein bisschen weniger in den Funktionärsapparat. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich glaube, dass Sie für Österreich eine Riesenchance gewesen wären – wenn Sie das gemacht hätten, was wir von Ihnen erwarten, nämlich: Da Sie unabhängig und sicherlich nicht von der ÖVP abhängig sind, hätten Sie die Reformen machen können, die wir in diesem Land so dringend brauchen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das heißt, Sie hätten jetzt die Möglichkeit, endlich das zu tun, was notwendig ist, was auch der Rechnungshof schon seit Jahrzehnten sagt, nämlich endlich die Länder in die Schranken zu weisen. Diese Möglichkeit hätten Sie. Dann könnten Sie in die Geschichte eingehen als erster Finanzminister, der tatsächlich etwas bewegt hat, der tatsächlich Reformen gemacht hat. Diese Chance hätten Sie, Herr Finanzminister! Ich hoffe, Sie ergreifen sie. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Also, Herr Finanzminister, fassen Sie sich ein Herz! Werden Sie der Finanzminister, den wir uns erwarten, dem wir am Anfang diese Vorschusslorbeeren gegeben haben – nicht nur wir, auch andere Fraktionen –, weil wir geglaubt haben, dass Sie ein mutiger Finanzminister sind. Ich hoffe, dass Sie noch rechtzeitig draufkommen, dass in Österreich eine Reform nur gegen die Länder gemacht werden kann. Sie sind der Einzige, der das umsetzen kann. All die anderen können das nicht, das sind alles Parteisoldaten; Sie wären der Einzige, der das tun kann. Deshalb – und da bald Weihnachten ist – wünsche ich mir etwas, und zwar als Steuerzahler und als Bürger. Ich hoffe auf ein Weihnachtswunder und darauf, dass Sie da endlich anpacken. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach
Frau Kollegin Tamandl, ich glaube, es geziemt sich überhaupt nicht, der Opposition Populismus vorzuwerfen (Beifall beim Team Stronach), weil, glaube ich, gerade die Opposition immer wieder andere Ideen bringt, die für diesen Staat, für dieses Österreich, auf das wir sehr stolz sind, sehr zielführend wären (Abg. Prinz: Da redet der Richtige!), wenn man sie nicht so lange hinhalten würde, und die auch von der Wirkung her für die Bevölkerung vor Ort spürbar wären.
Beifall beim Team Stronach.
Herr Minister, ich habe Ihnen das Wort gegeben, dass wir, wenn wir das bekommen, dann die Militärmusik retten. Das treten wir ab. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 107
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Deshalb: Schalten wir doch die Vernunft ein, Frau Minister! Sie sollten auf unsere Kultur schauen, auf unser Volk schauen und nicht das Volk austauschen! Mir ist es lieber, wir tauschen die Regierung aus, bevor die Regierung das Volk austauscht! (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
etwas, die ihr Leben retten wollen, die zu uns kommen wollen und dabei alles riskieren. Die Fehler, die passieren, werden von unserer Regierung gemacht, von den Politikern der Mehrheitsparteien, die zulassen, dass Menschen zu solchen Schritten überhaupt gedrängt und getrieben werden! (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Da gibt es keinen mehr, der verfolgt wird, denn: Kroatien ist ein Staat der Europäischen Union, Slowenien ist ein Staat der Europäischen Union, Griechenland ist ein Staat der Europäischen Union. Erklären Sie mir, warum sie nicht dort sesshaft werden und den Schutz in Anspruch nehmen, den sie unter dem Titel „Asyl“ haben wollen! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Daran sieht man, was für ein Geschäft das für NGOs, aber sogar auch für Investoren mittlerweile ist, und da muss man sich schon fragen: Hat da die Politik versagt, oder was passiert da mit uns? Das zahlt alles der Steuerzahler! Meine Damen und Herren, ich als Steuerzahler bin nicht bereit dazu, das sage ich Ihnen ganz offen! Und da hat sich etwas zu ändern! (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine Damen und Herren, Frank Stronach hat mit seiner Forderung nach Schutzzonen gewusst, wovon er spricht. Und jetzt haben es alle aufgenommen, dessen muss man sich auch einmal bewusst sein. Sie von den Freiheitlichen dürfen ruhig klatschen, Frank Stronach hat auch gute Ideen. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Rädler: Stronach braucht einen neuen Obmann!
Das sind keine Luftschlösser, was er sagt, sondern das hat System. Frank Stronach weiß, wovon er spricht. Schauen Sie sich unser Programm an! (Abg. Rädler: Stronach braucht einen neuen Obmann!)
Beifall beim Team Stronach.
Das wird passieren: Die wandern nämlich genau in jene Staaten, in die sie wollen. Und das ist zu unterbinden, meine Damen und Herren! Da ist die Politik gefordert, da ist die Regierung an erster Stelle gefordert, und da ist Europa gefordert! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Rädler: Stronach will neue Gesichter, Herr Lugar! – Abg. Lugar: Haben Sie sich schon beworben oder was? – Abg. Rädler: Nein, nein! Neue Gesichter!
Präsidentin Doris Bures: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Dr. Lintl. (Abg. Rädler: Stronach will neue Gesichter, Herr Lugar! – Abg. Lugar: Haben Sie sich schon beworben oder was? – Abg. Rädler: Nein, nein! Neue Gesichter!)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach
Ich fordere Sie daher auf: Regieren Sie nicht gegen die Österreicher! Sorgen Sie dafür, dass Österreichs Grenzen lückenlos und umfassend mit allen erforderlichen technischen Mitteln kontrolliert werden (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach), dass Flüchtlinge registriert werden, dass Asylobergrenzen eingeführt werden und dass Polizisten auch weiterhin Waffenpässe erhalten und nicht durch absurde Verwaltungsvorschriften schikaniert werden! (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
fühlen. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Österreich und die heimische Bevölkerung haben ein Recht auf Sicherheit. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (STRONACH): Hohes Haus! Das ist ja interessant, die ÖVP sagt: „Zeige mir, wie du wohnst, und ich sage dir, worauf du Wert legst.“ – Ich glaube nicht, dass es den meisten Menschen an Geschmack fehlt. Das Problem bei den meisten Menschen ist, dass sie sich das gar nicht leisten können, was sie sich geschmacklich alles vorstellen könnten. (Beifall beim Team Stronach.) Menschen, die auf 35 Quadratmetern leben, und zwar deshalb, weil sie mit 858 € im Monat auskommen müssen – wir haben gerade aus einer Anfragebeantwortung erfahren, dass 900 000 Menschen in Österreich maximal 858 € im Monat zur Verfügung haben –, fehlt es nicht an Geschmack, die würden lieber auf 100 Quadratmetern leben, mit schönen Möbeln und allem Möglichen, anstatt auf 34 Quadratmetern mit Second Hand-Möbeln. Das ist doch klar: Das machen diese Menschen nicht, weil es ihnen an Geschmack mangelt, sondern deshalb, weil ihnen einfach die Möglichkeiten fehlen.
Beifall beim Team Stronach.
Wenn Sie sagen, Sie können ein Loch von, sagen wir einmal, mindestens 70 000 bis 80 000 Wohnungen mit jährlich 5 000 stopfen, dann müssen Sie mir rechnerisch „vorhüpfen“, wie das gehen soll. Was Sie hier machen, ist nichts anderes, als dass Sie wieder ein Verwaltungsinstrument schaffen, wo Sie rote und schwarze Günstlinge hineinsetzen können, womit Sie nichts anderes tun, als Ihre Klientel zu versorgen, und dann entscheiden, welches Projekt umgesetzt wird oder nicht. Aber zusätzlichen Wohnbau wird es dadurch nicht geben! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Leistbares Wohnen können Sie nur dann erreichen, wenn Sie endlich die Hausaufgaben machen, nämlich mindestens 50 000 neue Wohnungen pro Jahr bauen. Dann können Sie leistbares Wohnen ermöglichen, aber sonst sicherlich nicht! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb bitten wir um Unterstützung. 2 000 KMUs haben es bereits begriffen, sie haben die Petition schon unterschrieben, damit klare Fakten auf den Tisch gelegt werden. Wir bitten um Unterstützung. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Da haben wir Bedenken, und wir sind überzeugt, da gilt es noch zu schärfen, da gilt es im Sinne unserer bodenständigen heimischen Unternehmerinnen und Unternehmer und Arbeitnehmer zu arbeiten. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Hätten Sie wirklich eine Reform machen wollen, dann hätten Sie das BIFIE auflösen müssen. Das, was das BIFIE macht, ist nicht nur ineffizient, wie der Rechnungshof sagt, sondern auch komplett unnötig, und zwar deshalb, weil wir in Österreich keine Bildungsforschung brauchen, denn wir wissen, dass Bildung in Österreich, so, wie Sie das aufgesetzt haben, nicht funktionieren kann. Das Problem in Österreich ist auch nicht dadurch zu lösen, dass man die Neue Mittelschule und auch Sonstiges beforscht, sondern das Problem ist nur dadurch zu lösen, dass man die Politik aus der Schule verbannt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Daher haben wir eben in diesen Schulen das Problem, dass dort ungeeignete Lehrer auf unsere Kinder losgelassen werden. Dieses Problem gibt es in der Privatschule nicht, denn in der Privatschule werden diese Lehrer freigesetzt, und das ist das Einzige, was sinnvoll ist. Man muss die Lehrer freisetzen, die für diesen Job nicht geeignet sind. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn Sie wirklich etwas tun wollen, dann ermöglichen Sie allen die Privatschule. Das heißt, die Eltern bekommen einen Bildungsscheck und wählen selbst zwischen Privatschule und öffentlicher Schule. Das kostet genauso viel wie das aktuelle System, keinen Cent mehr, nur haben wir dann die Gewissheit, dass wir bei 100 Prozent oder annähernd 100 Prozent der Kinder zumindest das schaffen, was Sie nicht schaffen, nämlich allen Lesen und Schreiben beizubringen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Jetzt möchte ich auf die österreichische Situation eingehen. Ich bin ja selbst Polizeibeamter und erlebe auch mit, dass bei uns viele Polizeibeamtinnen, vor allem junge Polizeibeamtinnen, von muslimischen Männern oft körperlich attackiert werden, massiv körperlich attackiert werden. Es hat ja auch schwere Körperverletzungen gegeben, also nicht nur nach dem Recht, sondern auch wirklich schwere Körperverletzungen. Ich weiß da selber ein paar Fälle. Das ist schon etwas, wo meiner Ansicht nach zu wenig geahndet wird. Die Polizei muss einen besonderen Schutz genießen, und da geht dieser Antrag in die absolut richtige Richtung. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Da muss man sich halt fragen, ob dieses Gesetz, wie es jetzt ist, mit den 18- bis 21-Jährigen, die dann geringer bestraft werden sollen, eigentlich in die richtige Richtung geht, oder ob die richtige Richtung die ist, in die es im Antrag des Kollegen Schrangl geht, dass wir die Polizei vor diesen Straftätern schützen. – Und das sind, wie betont und von der Polizeikollegin aus Bochum auch dargestellt, oft muslimische Jugendliche. Wollen wir die jetzt weniger bestrafen? – Ich glaube, das geht in die falsche Richtung. Das ist eben meine Antwort dazu. – Danke. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Diese Novelle geht in die richtige Richtung, und der Gerichtsgebührenrechner wäre richtig. Es würde mich freuen, wenn Sie dem Antrag zustimmen könnten. Wir werden beides gerne befürworten. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid.
Sie erinnern sich sicher, dass ich auch schon vor einigen Wochen hier darüber gesprochen habe, dass die Caritas bei der Vorarlberger Landesregierung auftritt und dort Rechnungen vorlegt, die etwas dubios sind – und das geht genau in diese Richtung –, aber man zahlt sie, damit man Ruhe hat. Und da muss man sich fragen, was man an Geld in diesem Bereich investieren will – das ist ja alles Steuergeld! Das alles zahlen ja die Steuerzahler und nicht wir Politiker hier – wir natürlich schon auch mit unseren Steuern, wie der Bürger draußen, der das, genauso wie wir auch, hart erarbeitet hat. Der Steuerzahler zahlt das, und man muss den Leuten auch einmal klar vor Augen führen, wie mit dem Steuergeld hier umgesprungen wird, nur damit man seine Ruhe hat. Das kann es nicht sein, meine Damen und Herren! (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich sage ja immer, ich unterscheide zwischen wirklichen Flüchtlingen und Wirtschaftsflüchtlingen, die hierherkommen, nur weil es ihnen hier jetzt so gut geht. Und es liegt auch an uns Politikern, entsprechende Gesetze zu machen, damit dem ein Riegel vorgeschoben wird, sodass wir hier Bedingungen haben, damit die, die Hilfe brauchen, Hilfe bekommen – nicht mehr und nicht weniger, sondern genau das und kein 5-Sterne-all-inclusive-Luxus-Programm. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Wir Freiheitliche sagen, das gehört zurück ins Ministerium. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.) Das hat sich der Steuerzahler verdient, und es sollte ja insbesondere im Sinne des Innenministeriums sein, unter Wahrung aller rechtsstaatlicher Prinzipien schnellste Verfahren zustande zu bringen.
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Sie selbst haben letzte Woche gesagt, dass eine Obergrenze anzudenken ist. Ich sage Ihnen namens der Freiheitlichen Partei – und ich glaube, da auch selbstbewusst im Namen des Großteils der österreichischen Bevölkerung zu sprechen –: Setzen Sie diese Obergrenze endlich um! (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.) Hören Sie auf, über die Gemeinden in Österreich drüberzufahren! Hören Sie auf, über die Gemeinden auch noch die Gemeindebürger dafür heranzuziehen, nur weil Sie es nicht schaffen, hier endlich zu einem Punkt zu kommen, zu einem verantwortungsvollen Punkt im Sinne aller Beteiligten! – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Lugar.)
Beifall beim Team Stronach.
Dem rechtstreuen, unbescholtenen Bürger wird auferlegt, rechtmäßig erworbene Waffen vielleicht abzugeben – so wie es der Vorschlag der EU-Kommission vorsieht, nämlich halbautomatische Waffen zu verbieten –, das wird dem unbescholtenen, rechtstreuen Bürger zugemutet. Das ist ein Angriff auf den unbescholtenen, rechtstreuen Bürger, meine sehr geehrten Damen und Herren, und das ist klar und eindeutig abzulehnen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, muss jemand halb tot oder schon tot sein, dass er einen Waffenpass ausgestellt bekommt? Da besteht Änderungsbedarf im Waffengesetz, und nur da! (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Rupert Doppler (ohne Klubzugehörigkeit): Herr Präsident! Frau Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! „Möglichkeit der Durchführung eines Gnadenschusses (Fangschusses) durch Organe des öffentlichen Sicherheitsdienstes“: Herr Kollege von der ÖVP, ich glaube, du kennst dich überhaupt nicht aus, das Tierschutzgesetz reicht da in keiner Weise aus. So schaut es aus! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Gerhard Schmid.
Sehr geschätzte Damen und Herren, was tun, wenn man zudem in einer Gegend unterwegs ist, wo man den zuständigen Jäger überhaupt nicht kennt, auch der Polizist den Jäger nicht kennt? Ich glaube, da wäre es angebracht, wenn der Polizist/die Polizistin das leidende Tier von den Qualen erlösen dürfte. – Herzlichen Dank. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Gerhard Schmid.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich hoffe, alle Unklarheiten sind beseitigt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Haubner: Drei sind noch da!
Jetzt erzählen Sie mir doch keine Märchen! Wir haben sechs Abgeordnete und schaffen es, den Untersuchungsausschuss zu besetzen, und Sie mit über 50 Abgeordneten schaffen das nicht. (Zwischenrufe der Abgeordneten Tamandl und Wöginger.) Das können Sie mir doch nicht weismachen, Frau Tamandl! Das können Sie mir doch nicht weismachen! (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Haubner: Drei sind noch da!)
Beifall beim Team Stronach.
das ein durchsichtiges Spiel, weil Sie eben ein schlechtes Gewissen haben, und zwar Sie beide. (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 109
Beifall beim Team Stronach.
Wenn wir das so wie bisher handhaben, dann laufen wir Gefahr, dass sich der Trend, der eh schon stattfindet, nämlich dass Firmen sagen: Wir nehmen keinen Lehrling mehr, weil wir ihn am Bau, dort, wo wir ihn brauchen, nicht einsetzen können!, weiter fortsetzt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der ÖVP.
In Summe gesehen sind die Änderungen, die hier vorgenommen werden, sinnvoll. Daher werden wir das auch mittragen und unterstützen. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, meiner Meinung nach enthält dieses Gesetz sehr gute Ansätze. Gute Ansätze sind auch bei den All-in-Verträgen zu erkennen. Ich glaube daher, dass sich dieses Gesetz in dieser Form durchaus sehen lassen kann. – Herzlichen Dank. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid.
Wahrscheinlich waren es auch Experten, die vor 16 Jahren die damalige Ministerin Gehrer dazu angehalten haben, einen Brief an alle Maturanten und Maturantinnen zu schreiben, in dem sie ihnen davon abgeraten hat, das Ärztestudium anzugehen. Man hat damals von einer Ärzteschwemme gesprochen, man hat davon gesprochen, dass es keine Chance gibt, diesen Beruf jemals auszuüben. Und damit, wie sehr sich diese Experten geirrt haben – und damit die Frau Minister –, sind wir heute konfrontiert. Wir haben ein Ärzteloch, und die Regierung tut aus meiner Sicht nicht das, was sie sollte, nämlich junge Menschen motivieren, Ärzte zu werden, sondern sie macht genau das Gegenteil: Sie schafft Rahmenbedingungen, dass es sich viele, auch schon fertige Ärzte, überlegen, ins Ausland zu gehen oder den Job zu wechseln. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Wöginger: Dann kommt aber niemand mehr!
Herr Minister, wir werden diesem Sozialrechts-Änderungsgesetz nicht zustimmen, weil wir der Meinung sind, der Patient und der Arzt haben ein Recht darauf, dass die Ärztearbeitszeit eingehalten wird und damit die Qualität für den Patienten gewährleistet ist. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Wöginger: Dann kommt aber niemand mehr!)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid.
Einen Deckel, meine geschätzten Damen und Herren, wollen wir endlich bei den Luxuspensionen, denn das, was da passiert, ist eine jährliche Vergoldung der Luxuspensionen, nämlich von Pensionen, für die nie eingezahlt wurde! (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid.)
Beifall beim Team Stronach.
In diesem Sinne fordere ich Sie auf, die Anträge anzunehmen und für mehr Transparenz und Fairness zu sorgen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
Im Zuge der Asylproblematik werden nur unbegleitete minderjährige Fremde mit einem Tagessatz von 95 € unterstützt. Die Fahrt- und Unterbringungskosten sind, bezogen auf die monatlichen Aufwendungen, weit vom angesprochenen Tagessatz entfernt, sodass eine monatliche Lehrlingsunterstützung für Fahrtkosten sowie Unterbringung zu befürworten ist. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.)
Beifall des Abg. Gerhard Schmid sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.
Noch einen Satz, meine sehr geehrten Damen und Herren, zu den Ärzten in den Spitälern und was das Notarzt-System betrifft. Die Ärztinnen und Ärzte in den Spitälern leisten Großartiges. Ich weiß das selbst als betroffener Betriebsrat vor Ort. Und auch das Notarzt-System, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist ein hervorragendes. Und jeder, der schon einmal einen Notarzt oder eine Notärztin gebraucht hat, das System in Anspruch genommen hat, weiß, dass wir dieses System mit allen Mitteln in dieser Form aufrechterhalten müssen. – Herzlichen Dank. (Beifall des Abg. Gerhard Schmid sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Vogl: Und zum VKI?
die gemästet werden. Diese Hirsche kommen dann als Wild auf die Teller. Wir sprechen da nicht von Wildpasteten, die dazukommen. Wir sprechen da nicht von Teilstücken. Ich sage immer: Wenn man in jedem Gasthof Hirschbeiried bekommt, dann muss es in Österreich irgendwo einen Hirsch geben, der 36 Kilometer lang ist. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Vogl: Und zum VKI?) – Jetzt komme ich zum VKI, Herr Kollege! Danke, das war zum richtigen Zeitpunkt, du hast offensichtlich mitgedacht.
Beifall beim Team Stronach.
Geschätzte Freunde, warum hat das etwas mit dem Klimagipfel in Paris zu tun? (Abg. Vogl: Und mit dem VKI?) Ist es notwendig, dass man alleine bei den Kartoffeln die fünffache Kilometerstrecke zurücklegt? Wien–Eferding sind 200 Kilometer, Wien–Holland sind 1 150. (Beifall beim Team Stronach.) Ist das notwendig? Ist das Klimaschutz? Kostet es Geld, wenn wir diesen Wahnsinn unterbinden? Kostet es Geld, oder ist das eine Sofortmaßnahme, die hilft? (Abg. Strolz: Wie löst man das dann?)
Beifall beim Team Stronach und der FPÖ.
Ich bitte alle um ehrliche, aufrichtige Unterstützung. – Danke. (Beifall beim Team Stronach und der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
Abgeordneter Leopold Steinbichler (STRONACH): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Herren Minister auf der Regierungsbank! Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte junge ZuseherInnen auf der Tribüne und vor den Fernsehgeräten zu Hause! Ja, ich denke, das ist ein ganz wichtiges Thema, wir haben es bei den Vorrednern gehört. Und wenn Herr Minister Rupprechter jetzt in Paris kämpft, dann hoffe ich, dass er auch mit Ergebnissen und nicht nur mit einem Bild mit Gouverneur Schwarzenegger nach Hause kommt. Wir werden dann bewerten, was herauskommt. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb, glaube ich, sollten wir auch diese Diskussion aus Sicht des Konsumentenschutzes, auch aus Sicht der Sicherheit führen, dass man in Zukunft eine faire Versicherungslösung einfordert. Ich glaube – weil gerade auch der Herr Finanzminister da ist –, das wäre eine gute Möglichkeit, bei den Finanzen ein faires System einzuführen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Zwischenruf beim Team Stronach.
Man muss schon sagen: Eine Intervention, wenn es um ein Geschäftsleiterenthebungsverfahren geht, und dann schaltet sich ein Finanzminister ein (Zwischenruf des Abg. Lugar), das ist einzigartig in der Geschichte und – und das darf ich jetzt auch an die Adresse der Freiheitlichen richten – ein politischer, ein blauer politischer Skandal. Das hat es vorher überhaupt noch nicht gegeben. (Zwischenruf beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und Grünen.
Die Frage ist jetzt, warum Sie da mitmachen, wenn Grasser sagt, er will das möglichst positiv darstellen und Sie sollen ihm helfen, das möglichst positiv darzustellen, was damals passiert ist. Das ist ja die zentrale Frage! Können Sie uns das beantworten? Können Sie uns beantworten, warum Sie da mitmachen, warum Sie Ihren Mitarbeiter etwas tun lassen, das aus meiner Sicht gegen jede Transparenz im Ausschuss gerichtet ist? Im Ausschuss wollen wir ja Daten und Fakten hören. Wir wollen Wahrnehmungen des Herrn Ministers darüber hören, wie das damals gewesen ist. Wir wollen aber nicht die Wertung oder die strategischen Überlegungen Ihres Mitarbeiters hören, um das möglichst positiv darzustellen. (Beifall bei Team Stronach und Grünen.)
Beifall bei Team Stronach und Grünen. – Abg. Rädler: Das war ja ein Schuss ins Knie!
Genau darum geht es, Herr Minister, und da bitte ich Sie, sich noch einmal zu erklären, denn das ist wirklich ein Skandal, und das hätten Sie abstellen müssen. (Beifall bei Team Stronach und Grünen. – Abg. Rädler: Das war ja ein Schuss ins Knie!)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Leopold Steinbichler (STRONACH): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Besucher auf der Galerie und vor den Fernsehgeräten! Wir haben heute im Plenum eine sehr positive Diskussion gehabt, was die Zukunft des VKI und die Zukunft des Konsumentenschutzausschusses betrifft, und, Herr Minister, vielleicht wollen wir das gleich positiv fortsetzen. Ich denke, wenn du mit Präsident Spenger vom VKI Gespräche führst, wird es Zustimmung finden, dass alle Kolleginnen und Kollegen hier im Haus das Magazin „Konsument“ bekommen. Ich glaube, das wäre ein brauchbarer Vorschlag, um die Informationen auf Augenhöhe zu bekommen und um die Kooperation zu verbessern. Ich würde daher darum bitten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Weil wir darüber gesprochen haben: Der Herr Minister hat richtigerweise gesagt, 13,25 Prozent ist bei uns die Deckelung – aber das ist ein immenser Zinssatz! Da gibt es sehr viele, die dann bei der Rahmenüberschreitung diese 13,25 Prozent verrechnet bekommen. Da gehört angesetzt! Wir brauchen da mehr Fairness und müssen für die Bürgerinnen und Bürger wirklich eintreten, damit sie nicht weiterhin in der Gefangenschaft der Banken sind. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.
Es stimmt schon, dass 2016 die Steuerreform in Kraft tritt, nur werden die kalte Progression und die massive Teuerung von dieser Steuerreform längerfristig nicht viel übrig lassen. Von dieser Sichtweise her wäre ein Gebührenstopp schon angebracht. Man müsste sich auch überlegen, ob man die kalte Progression nicht überhaupt abschafft, damit die Menschen mehr Geld zur Verfügung haben. – Herzlichen Dank. (Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.)
Heiterkeit bei ÖVP, SPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.
Ich sage Ihnen eines: Im Jahr 1998 hat einer Ihrer Vorgänger, der Herr Abgeordnete Haider, der damalige Oppositionsführer, maßgeblich gefordert, dass die Politikergehälter gekürzt werden. Es ist dann die Gehaltspyramide gekommen. (Abg. Neubauer: Manche verdienen eh zu viel!) Manche Kommentare damals in den Zeitungen haben sich mit den Auswirkungen beschäftigt – und heute kriegen wir sie anscheinend zu spüren. Damals hat es geheißen, man wird keine guten Leute mehr fürs Parlament finden, und das hat sich heute bei Ihrer Rede gezeigt. (Heiterkeit bei ÖVP, SPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.) Aber das ist halt so. Das haben die Freiheitlichen damals nicht bedacht, aber jetzt ist es so. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen, SPÖ, ÖVP, NEOS und Team Stronach sowie Bravoruf des Abg. Rädler.
Ich finde es einfach peinlich, dass Sie sich dann noch hierherstellen und von effektiver freiheitlicher Konsumentenschutzpolitik reden und uns mit derartigen Anträgen beschäftigen. Es ist, wie gesagt, schade um unsere Arbeitszeit, schade um unsere Lebenszeit, wenn wir uns dem widmen! (Beifall bei Grünen, SPÖ, ÖVP, NEOS und Team Stronach sowie Bravoruf des Abg. Rädler.)
Beifall beim Team Stronach.
Das sind alles Schritte, wo wir hinarbeiten können. Ich lade Sie ein, Frau Staatssekretärin, wir sind gerne dabei. Aber da werden wir jetzt zustimmen. Das sind Vorschusslorbeeren, aber ich würde bitte die Antwort auf meine Frage noch gerne hören. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Ich bin sehr, sehr froh darüber, dass wir diese Praxis mit dieser neuen Gesetzesmaterie abstellen können. Das ist der richtige Weg. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten von Team Stronach und SPÖ sowie des Abg. Doppler
Ich möchte mich an dieser Stelle auch beim Kollegen Muchitsch bedanken, weil er wirklich ein Kämpfer für die Bauwirtschaft ist (Beifall bei Abgeordneten von Team Stronach und SPÖ sowie des Abg. Doppler), ein Netzwerker, dem es gelungen ist, auch mit seiner Enquete, alle Betroffenen einzubinden und alle zu überzeugen.
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der SPÖ.
In diesem Sinne freue ich mich mit allen hier im Parlament, die diese Gesetzesmaterie mittragen, und auch mit den Arbeitnehmern und mit den österreichischen Unternehmen. – Glück auf! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach sowie der Abgeordneten Schmid und Doppler.
Ich möchte drei Punkte herausgreifen und wie immer die Sanktionen gegen Russland ansprechen. Im Vorwort des Ministers werden diese Sanktionen als notwendig bezeichnet. Aber ich würde hier lieber hören, Österreich blockiert die Verlängerung der EU-Sanktionen gegen Russland. Das wäre eine Schlagzeile im Interesse Österreichs gewesen! (Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach sowie der Abgeordneten Schmid und Doppler.)
Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.
Diese Kindergärten gibt es seit vielen Jahren. Tausende Kinder haben sie schon besucht, und nicht zuletzt dadurch wird die Bildung einer Parallelgesellschaft gefördert, die wir alle nicht wollen und die gefährlich ist. Diesbezüglich hat die Integrationspolitik massiv versagt. Ihr klares Aufzeigen dieser Problematik und vor allem das heutige Bemühen in Sachen Kindergärten nehme ich aber als ersten Schritt in die richtige Richtung zur Kenntnis. – Danke schön. (Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Im Speziellen im Bereich der Landwirtschaft haben wir dort sehr gute Geschäfte gemacht. Lassen wir es Revue passieren: Nachdem diese Wirtschaftssanktionen eingeführt wurden – wir waren ganz klar dagegen –, hat man den „Katzenjammer“ – unter Anführungszeichen – speziell der Bauern, ÖVP-Seite, gehört, als diese Exporte zurückgegangen sind und sie wirtschaftliche Probleme bekommen haben. Die öffentliche Hand, das heißt der Steuerzahler, musste wieder eingreifen, um den Landwirten das Überleben zu sichern. Also meiner Ansicht nach eine total verfehlte Außenpolitik. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Österreichs ist, ob das die gewollte Botschaft der österreichischen Bürgerinnen und Bürger ist, die wir ja vertreten sollen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
Damit sind wir beim Thema Schutzzonen, meine Damen und Herren. Ich glaube, um dieses Thema werden wir einfach nicht herumkommen. Wir werden dafür sorgen müssen, dass diese Leute in der Region bleiben. Sie wissen, wir vom Team Stronach fordern das seit Langem, dass die Menschen dort vor Ort bleiben, damit sie den Bezug zur Heimat nicht verlieren. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.)
Beifall beim Team Stronach.
Also, ich möchte sagen, die Anträge sind gut gemeint. Deswegen werden wir sie auch, wie gesagt, unterstützen. Aber die Außenpolitik ist gefordert, speziell Sie, Herr Außenminister, denn Schönreden alleine und nette Anträge zu schreiben, das wird zu wenig sein. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Grünen, SPÖ, ÖVP und NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach und der Abg. Lintl.
Der Kampf gegen den IS war nicht nur ein Kampf, es war nicht nur ein Widerstand der Kurdinnen und Kurden, sondern es war ein Kampf für Demokratie, Frauenrechte und Menschenrechte. (Beifall bei Grünen, SPÖ, ÖVP und NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach und der Abg. Lintl.)
Beifall bei Grünen, SPÖ, ÖVP, NEOS und Team Stronach sowie der Abg. Lintl.
Wir können wahrscheinlich mit diesem Antrag die offenen Wunden dieser Menschen nicht heilen, aber wir geben ihnen die Hoffnung zurück. Als österreichische Abgeordnete, die sich eben auch als „alpine Kurdin“ bezeichnet: Ich bedanke mich nochmals bei euch allen – dafür, dass ihr die ganze Zeit mit mir zusammen Solidarität gezeigt habt, dass ihr mitgefühlt habt, was unten geschehen ist, und dass ihr jetzt mitstimmt. Das ist für mich das schönste Weihnachtsgeschenk, das ihr mir je gegeben habt. – Vielen Dank. (Beifall bei Grünen, SPÖ, ÖVP, NEOS und Team Stronach sowie der Abg. Lintl.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Ich muss nicht zu allem was sagen!
Ich bin kein Hellseher, aber reden wir in ein oder zwei Jahren darüber – dann werden wir genau am gleichen Punkt stehen, wenn wir nicht endlich Assad unterstützen, und deshalb: Tun wir das Richtige! Mit reinen Absichtserklärungen werden wir dort sicher nichts bewegen. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Ich muss nicht zu allem was sagen!)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach. – Ruf bei der ÖVP: Das ist ja nicht wahr!
Erstens zur Idee, man muss schauen, dass die Asylgründe wegfallen, dann gibt es keine Einwanderung: Das ist ja wohl nur im Traumland so. Die Einwanderung, die sich jetzt abspielt, hat ja nichts mit Asylgründen zu tun, das ist ja zu 99,9 Prozent eine Wirtschaftseinwanderung. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach. – Ruf bei der ÖVP: Das ist ja nicht wahr!)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach sowie der Abg. Lintl.
Die Frage ist: Wollen wir das, dass jeder von diesen viereinhalb Milliarden, der einen Asylgrund hat, zur Botschaft gehen kann, nur „Asyl!“ schreien muss, um dann mit einem Visum nach Österreich geschickt zu werden, wo dann das Asylverfahren abgeführt wird? Das Asylverfahren wird positiv oder negativ erledigt – eine Ausreise gibt es nicht, weil es keine Ausschaffungs- oder Ausweisungs- oder Zurückschaffungskultur gibt. Es sind ja nur Dutzende oder allenfalls ein paar Hunderte, die in Österreich im Jahr ausgewiesen werden. (Abg. Pfurtscheller: Das stimmt auch nicht!) – Das stimmt. Die wenigen, die ausgewiesen werden oder zurückfahren, Frau Kollegin aus Tirol, die fahren nach Albanien oder in den Kosovo zurück, aber außereuropäisch gibt es so gut wie keine Abschiebung. Lesen Sie die Anfragebeantwortungen der Frau Innenministerin! (Beifall bei FPÖ und Team Stronach sowie der Abg. Lintl.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Wenn wir das wollen, dann kann ich nur sagen: eine Stimme bitte für die Grünen und für den Antrag der Kollegin! – Danke. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Wenn man diesen Antrag genauer anschaut, so sieht man, er ist eigentlich eine Einladung für zig Millionen Wirtschaftsflüchtlinge in das reiche Österreich. Das, meine Damen und Herren, ist klar abzulehnen! Punkt, fertig. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Wir erinnern uns, welche Hürden wir haben nehmen müssen, um zu diesem Hypo-Untersuchungsausschuss zu kommen. Wir haben hier im Plenum über zwanzig Mal Anträge der Opposition auf Einsetzung eines Hypo-Untersuchungsausschusses abgestimmt, und Rot und Schwarz haben über zwanzig Mal diesen Untersuchungsausschuss verhindert. (Abg. Krainer: Wie oft … aus dem Kärntner Landtag ausgezogen?) Das war die erste Hürde, werte Kollegen. Und Kollege Krainer macht hier nichts anderes wie im Hypo-Untersuchungsausschuss (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Krainer): Wenn er bei einer Aktivität erwischt wird, fängt er mit Zwischenrufen an und glänzt mit Niveaulosigkeit, die ihresgleichen sucht. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ, NEOS und Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Strache.
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (fortsetzend): Entschuldigung, jetzt gilt aber schon noch das freie Wort! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ, NEOS und Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Strache.) Jetzt gilt schon noch das freie Wort! Und es ist dem Steuerzahler das Geld gefladert worden, deswegen diskutieren wir hier, und sonst wegen gar nichts! Sie tragen dazu bei, dass wir nicht einmal alle Akten bekommen, um diese Fladerei endlich einmal endgültig aufzuklären. (Ruf bei der ÖVP: Hallo!) So ist es doch! (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und FPÖ, bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach sowie der Abgeordneten Lintl.
Das fügt sich ja in eine ganze Kette von Wahnsinnigkeiten: Schwärzungen, Vertraulichkeitsstufen werden unsinnig hoch hinaufgehoben, Zeugenlisten hätten geheim sein sollen – das wäre ja schlechter als bei den alten Regelungen gewesen. Dem werden wir entgegenwirken. (Abg. Rädler: Bei jedem Ausschuss …!) Beteiligen Sie sich, und blockieren Sie nicht! – Ende der Durchsage. (Beifall bei Grünen und FPÖ, bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach sowie der Abgeordneten Lintl.)
Sitzung Nr. 111
Beifall beim Team Stronach.
Wenn es darum geht, die Lippenbekenntnisse aus Paris durch konkrete Maßnahmen zu realisieren, dann sind wir gefordert, beziehungsweise stehen wir vor einer Bewährungsprobe, wo wir genau jetzt beweisen können, dass wir diesen klaren Auftrag aus Paris auch wirklich ernst nehmen. Wie gesagt, die Worte sind gesprochen worden, aber die Taten, muss ich leider sagen, entsprechen diesen Worten in den letzten Tagen nicht. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Köchl.
Ein weiteres Beispiel war: Vor wenigen Tagen fand eine Sitzung des Umweltausschusses statt. Dabei wurde auch annähernd eine Stunde über Paris gesprochen, und zwar durchaus sehr positiv, und im Anschluss daran standen 13 Anträge auf der Tagesordnung. Ich möchte einen herausgreifen, der eigentlich genau in diese Richtung gegangen ist, und zwar ging es darin um den Ausstieg aus der Kohleverstromung und parallel dazu um eine Aufhebung der Steuerbefreiung bei der Herstellung von Strom aus Kohle. Nur wenn wir aufhören, fossile Energie zu fördern, stoppen wir diese Emissionen, schützen wir die Gesundheit der Bevölkerung vor Auswirkungen wie Feinstaub und stärken die Konkurrenzfähigkeit der alternativen Energieträger, die wir ja vorantreiben wollen. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Köchl.)
Beifall beim Team Stronach.
Der klare Auftrag ist, den Worten bitte auch Taten folgen zu lassen. Über Planlosigkeit und Strategielosigkeit können die Bevölkerung und die Wirtschaft bereits ein Lied singen, Stichwort Bundes-Energieeffizienzgesetz, bis hin zu den Wirten, die von Registrierkassenpflicht, Nichtraucherschutzbestimmungen et cetera gebeutelt sind und sich damit herumschlagen müssen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lichtenecker: Aber da sind Sie völlig auf dem falschen Dampfer!
Ich bin eigentlich sehr verwundert über die derzeit laufende Diskussion, ganz besonders auch über die Kolleginnen und Kollegen von der grünen Fraktion, und ich orte große Abstimmungsprobleme beim Klub der Grünen. Es war Joschka Fischer, der deutsche Parade-Grüne, der Begleiter der Nabucco-Pipeline, der für die OMV als Berater aufgetreten ist, der in der Oberbank in Linz einen Pro-Vortrag gehalten hat, wie notwendig diese Pipeline für Österreich sei. Und ich denke, einer eurer Gründer und jetzt Kandidat für die Bundespräsidentenwahl wird wahrscheinlich auch nicht zufällig diesen Kopfstand gemacht haben, dass er sich jetzt im Zuge seiner Kandidatur als Grüner plötzlich klar für TTIP und für die Konzernpolitik ausspricht. (Abg. Brosz: Tut er überhaupt nicht!) – Na bitte! Lesen Sie die Zeitung, Herr Kollege, die „Presse“ vom 23. Dezember! Wenn Sie wollen, können Sie es schriftlich haben, ich habe den Artikel ausgeschnitten. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lichtenecker: Aber da sind Sie völlig auf dem falschen Dampfer!)
Beifall beim Team Stronach.
sagen, für klare Aussprüche und bitten vor allem auch die grüne Fraktion bei dieser Thematik um Unterstützung. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Keine Sorge, ich werde Miloš Zeman, den Präsidenten der Tschechischen Republik, nicht wortgetreu zitieren, das möchte ich gar nicht machen, aber er hat schon recht, wenn er sinngemäß sagt: Wenn Sie in einem Land leben, in dem Sie für das Fischen ohne Anglerschein bestraft werden, jedoch nicht für den illegalen Grenzübertritt ohne Pass belangt werden – das ergänze ich jetzt, um das ein bisschen anders zu zitieren –, dann ist zumindest sicher, dass mit der jeweiligen Regierung irgendetwas nicht stimmt. Und das muss man auch festhalten. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach
Das ist etwas, was die Bevölkerung natürlich auch zu Recht wütend macht, weil man zu Recht erwartet, dass hier endlich die Stopptaste gedrückt wird, dass hier endlich die Nottaste gedrückt wird (Beifall bei FPÖ und Team Stronach) und man sagt: Schluss mit dieser unverantwortlichen, schrankenlosen Zuwanderungspolitik! Das ist sie in Wahrheit.
Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und Team Stronach.
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Meine Damen und Herren auf der Galerie und vor den Bildschirmen! Wie immer bei sehr ernsten Themen wird versucht, verschiedene Materien zu vermischen. Ich möchte mich gleich zu Beginn meiner Ausführungen wie der Herr Bundeskanzler (Abg. Lugar: Danken!) – das ist so, Kollege Lugar, ihr braucht euch nicht zu bedanken, ich tue es gerne – bei allen Österreicherinnen und Österreichern, bei den NGOs, bei den Soldatinnen und Soldaten, bei der Polizei und bei den Gemeindemandataren sehr herzlich für die Anstrengung bedanken, die im letzten Jahr aus humanitären Gründen für Menschen in Not geleistet worden ist. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Aber das will man nicht, weil man gar nicht weiß, wie man Stopp sagen kann, und zwar deshalb, weil man die Wahrheit nicht hören will, und die Wahrheit ist: Es gibt kein Recht für diese Flüchtlinge, sich auszusuchen, in Österreich leben zu wollen. Das gibt es nicht. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich kann Ihnen gleich die Antwort darauf geben: weil Sie hoffen, mit diesen Menschen die Sozialsysteme zu retten, die Sie so katastrophal in die Misswirtschaft getrieben haben und letztlich gefährden. (Abg. Höbart: Das ist der Bankrott unserer Sozialsysteme! Das ist doch wohl logisch!) Sie wollen jetzt mit zusätzlichen Steuerzahlern die Sozialsysteme retten, aber Sie haben die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn diese Menschen werden keine Steuern zahlen. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Deshalb: Unterstützen wir die Flüchtlinge vor Ort! Unterstützen wir jene Länder, die ihre Pflicht als Nachbarländer erfüllen! Unterstützen wir jene Länder, die Solidarität mit ihren Brüdern leben! (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.) Unterstützen wir sie mit Geld – denn es ist hundertmal besser, die Flüchtlinge vor Ort zu halten, sie dort zu versorgen, als sie hierherzulocken, mit all den Auswirkungen, die wir alle kennen! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Jetzt müssen wir uns einmal überlegen, wie wir das ändern können, und dafür ist die Politik zuständig. Diesen Hilferuf können Sie auch in diesem Buch lesen, indem die Politik aufgefordert wird, Maßnahmen zu setzen, die auch diesem Rechtsstaat gerecht werden, sodass Gesetze wieder vollzogen werden, dass Polizeibeamte, die Staatsgewalt wieder Rechte haben, dass die Justiz wieder entsprechend urteilt, dass die Medien mittun und nicht irgendwelche Unwahrheiten verbreiten, dass die Sozialarbeiter an einem Strang ziehen – dann kann Integration funktionieren. Die Integration ist nämlich der Schlüssel, meine Damen und Herren! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wie ist ein Rechtsstaat zu deuten, wenn Gesetze da sind, die nicht vollzogen werden?! Dann haben wir das Problem, dass wir eine Parallelgesellschaft mit Friedensrichtern und anderen Einrichtungen aufbauen, die mit unserem Rechtsstaat nichts zu tun haben, meine Damen und Herren! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Deshalb werden wir heute diesem Ansinnen nicht zustimmen, aber die Volksbefragung ist eine gute Idee, da sind wir dabei. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (STRONACH): Geschätzter Herr Präsident! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Wir behandeln heute das EU-Austrittsvolksbegehren. Ein Volksbegehren, für das mehr als 261 000 Menschen, genau gesagt 261 157 Menschen, den Weg zur Gemeinde unternommen haben, um ihre Stimmung, das, was sie empfinden, dort auszudrücken, nämlich ihre EU-Skepsis. Ich sage, diese Menschen sind Demokraten, die Demokratie auch leben, und die das, was sie in ihrem Umfeld wahrnehmen, an die Politik weitertransportieren wollen. Wir hier, wir im Parlament als sogenannte Volksvertreter haben die Pflicht, das, was die Bevölkerung draußen will, was sie spürt, ernst zu nehmen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Bei einigen Kollegen ist es so angeklungen: Na ja, gerade einmal 4 Prozent. Meine geschätzten Damen und Herren! Die Rahmenbedingungen, unter denen dieses Volksbegehren gestanden ist, waren äußerst schlecht. Da hat es keine Lobby seitens der Medien gegeben, da hat es keine Berichterstattung gegeben. Im Gegenteil, dieses Volksbegehren wurde von den Medien mehr oder weniger totgeschwiegen. Umso größer ist der Erfolg, den diese Organisation zustande gebracht hat, daher gebührt ihr aus meiner Sicht recht herzliche Gratulation und ein Danke für ihren Einsatz. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ
Auch hier meine kritische Betrachtung: Obergrenzen ja, Obergrenzen des Machbaren. Wir haben die Grenze des Machbaren, was wir an Flüchtlingen aufnehmen können, bereits erreicht. Aber die Obergrenze ist wiederum nur eine Beruhigungspille für die Bevölkerung bis zur Präsidentenwahl. Spätestens dann, wenn man das Thema erfolgreich aus den Medien draußen hat, die Bevölkerung beruhigt hat, wird man erkennen, dass diese Obergrenze nicht halten kann (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ), weil sie keine gesetzlichen Rahmenbedingungen vorfindet, die auch tatsächlich dazu beitragen würden.
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Meine geschätzten Damen und Herren, 1994 hat eine Abstimmung über den Beitritt zur Europäischen Union stattgefunden, und seit 1994 hat sich sehr, sehr viel getan. Damals wurde der Bevölkerung versprochen, der Schilling wird bleiben, das Bankgeheimnis wird bleiben, die Neutralität bleibt erhalten und vieles andere mehr. Und heute? – Heute haben wir all diese Versprechen gebrochen. Da darf sich doch die Politik nicht wundern, wenn Menschen, die damals schon ein kritisches Auge auf diesen EU-Beitritt gehabt haben, sich hinstellen und sagen: Wir wollen das evaluiert haben, wir möchten einmal wissen, wo unsere Rechte als Österreicher geblieben sind. – Haben wir da nicht Handlungsbedarf? Ich sehe das sehr, sehr positiv, denn nur über ein Volksbegehren, über eine Volksbefragung kann man auf die EU Druck ausüben, so wie es David Cameron macht. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Das heißt, wenn wir Österreich etwas Gutes tun wollen, wenn wir Österreich und unsere Verhandlungsposition stärken wollen, dann sorgen wir doch dafür, dass dieses Thema EU – Beschneidung unserer Rechte, Situation im Allgemeinen – vermehrt diskutiert wird, dass wir gemeinsam Lösungen suchen und am Ende des Tages eine Volksbefragung durchführen. Wir vom Team Stronach werden selbstverständlich dem Antrag der FPÖ zustimmen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.
Die schmerzhaften Folgen der EU-Mitgliedschaft sind auch für jeden einzelnen Bürger zu spüren: Demokratieverlust, Sozialabbau, schrittweise Aufgabe der Neutralität, Verlust des Schillings zugunsten der maroden Währung und – das schmerzt ganz besonders, meine sehr geehrten Damen und Herren – massive Geldentwertung und kalte Enteignung des Volksvermögens, Transitwelle, grenzenlose Kriminalität – das haben wir heute schon gehört –, Entmündigung der eigenen Gesetzgebung, Masseneinwanderung, Asylchaos. Bei dieser Entwicklung wäre ein freier, selbständiger und wirklich neutraler Staat, ein freies, selbständiges und neutrales Österreich das Gebot der Stunde. – Herzlichen Dank. (Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Nehmen wir das zur Kenntnis und schauen wir trotzdem, dass wir gemeinsam die Situation im Sinne einer Vereinheitlichung verbessern können. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Auch die Zahlen in den Beantwortungen, die hier vorliegen, divergieren ja total. Wenn Sie in Ihrer Anfragebeantwortung von 13 Toten schreiben, die in den Heiligen Krieg gezogen und dann nicht mehr zurückgekehrt sind, sagt der Verfassungsschutz, dass es Ende 2014 30 Tote waren. Im Verfassungsschutzbericht 2014 waren es 39 Tote. – Ja, was stimmt denn jetzt, sehr geehrte Frau Ministerin? Das sind ja Zahlen, bei denen sich wirklich keiner auskennt! Und nicht nur wir hier als Abgeordnete haben bei so wichtigen Themen das Recht, Zahlen und Informationen zu bekommen, sondern – und das ist das Wichtigste – die Bevölkerung hat das Recht, diese Informationen zu bekommen. Die Österreicherinnen und Österreicher, die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler haben das Recht, hier richtige und konkrete Zahlen zu bekommen, und diese erfragen wir mit der Anfragebeantwortung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist sicher keine Politik, und hier fühlt sich die Bevölkerung auch nicht sicher, denn die Bevölkerung fühlt sich im Stich gelassen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn wir jetzt im Zuge des bevorstehenden Bundespräsidentenwahlkampfes – wir haben es heute schon gehört – von Rot und Schwarz Bekenntnisse bekommen, dass man hier die Notbremse zieht – Kollege Lugar, unser Klubobmann, hat es heute schon ausgeführt, dass das ja alles erst nach der Wahl wirksam wird –, dann sage ich auch: Warum macht man nicht jetzt einen Schlussstrich? Warum sagt man nicht: Wir machen das jetzt so und evaluieren dann – und nicht erst irgendwann nach der Wahl!? Das, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist für uns nicht nachvollziehbar und kann unsere Unterstützung nicht finden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich kritisiere in diesem Zusammenhang auch an der Statistik, dass bei Straftaten kein Unterschied zwischen Straftaten mit legal besessenen Waffen und Straftaten mit illegal besessenen Waffen gemacht wird. Hier kann man auch den Eindruck gewinnen, dass die legalen Waffenbesitzer wieder in ein schlechtes Licht gestellt werden sollen, und das, meine sehr geehrten Damen und Herren, Frau Ministerin, kann man so nicht stehen lassen! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In diesem Sinne bin ich schon neugierig auf Ihre Beantwortung. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Das muss man schon hinterfragen, das muss hier doch erlaubt sein! Auch höhere Mengen von Bargeld: Bitte, was ist mit diesen Sachen geschehen? (Zwischenrufe der Abgeordneten Darmann, Schimanek und Wöginger.) Was ist damit geschehen? Da kann man nicht sagen: Das ist zu viel Verwaltungsaufwand, das ist nicht zweckmäßig, nicht wirtschaftlich, und so weiter! – Wenn Sie diese Hebel in Ihrem eigenen Ministerium ansetzen bei den Inseratenschaltungen, dann ist das schon okay so, so sollen Sie auch arbeiten: sparsam, zweckmäßig und wirtschaftlich, aber bitte, wenn es um Waffenfunde geht, wenn es um Munitionsfunde an Grenzen geht, dann hört sich doch ein bissel der Spaß für die innere Sicherheit auf, Frau Präsidentin! (Zwischenruf des Abg. Schönegger.) Und dann braucht man nicht so aufgeregt sein, wenn hier am Rednerpult ein Abgeordneter fragt, was eigentlich mit den Sachen geschehen ist. Das muss schon erlaubt sein. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
sind wirklich Verfolgte und Flüchtlinge, aber es schleichen sich auch Kriminelle ein, die das dann ausnutzen und in Österreich solche Sachen planen. Darum muss diese Frage erlaubt sein, in Zeiten wie diesen, wo es viele Hinweise gibt von ausländischen Geheimdiensten, dass Österreich auch ein Ziel und ein Umschlagplatz von Waffen ist. Diese Frage ist erlaubt, die wurde nicht beantwortet, und das ist eigentlich gegen den Parlamentarismus. – Danke. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das wird mir nämlich immer wieder von Polizeibeamten zugesteckt, die mir sagen: Bitte tut etwas! Wir dürfen viele Sachen nicht berichten, um die Lage nicht zu beunruhigen. Frau Bundesminister, das sollte in einem Rechtsstaat nicht sein. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Weninger: Was war dein Beitrag? … zum Beispiel?
Ich möchte das jetzt einmal aus der Sicht eines Bürgers des Staates Österreich betrachten. Ergebnis dieser siebenjährigen Tätigkeit nach heutigem Stande: die höchste Arbeitslosenquote in der Zweiten Republik, von den ganzen Zuwanderern, die da jetzt gekommen sind – ich sage jetzt bewusst Zuwanderer, Flüchtlinge, Asylwerber, was auch immer –, ist der Großteil nicht auf einen Arbeitsplatz vermittelbar. Das wird diese Statistik noch weiter erhöhen. Meine Damen und Herren, so wunderbar ist das Ganze wirklich nicht. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Weninger: Was war dein Beitrag? … zum Beispiel?)
Beifall beim Team Stronach.
Aber ich möchte Ihnen weiterhin den Tipp geben, das Team Stronach hat sehr viele gute Anträge, diese auch weiterhin aufzunehmen und umzusetzen, wie es andere Parteien jetzt auch machen. Ich glaube, da wird Ihnen Erfolg beschieden sein. Österreich hat es notwendig, dass diese Maßnahmen umgesetzt werden. Herr Sozialminister, trauen Sie sich! Ich weiß, Sie sind jemand, der schon auch anpacken kann. Stehen Sie hier über Parteipolitik, stehen Sie darüber, schauen Sie, dass es den Österreicherinnen und Österreichern gut geht, dass die gute Politik hier im Haus ihren Lohn findet! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
auf mich zu, ich helfe Ihnen, gebe Ihnen Stützrädchen, wie man sagt, damit Sie hier nicht ins Schleudern kommen, Herr Minister. Das Angebot steht. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Hagen gratuliert den drei neuen Ministern per Handschlag.
Meine Damen und Herren, wenn Sie da Folge leisten, dann haben nicht nur Sie gewonnen, sondern auch Österreich in großem Sinne. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Hagen gratuliert den drei neuen Ministern per Handschlag.)
Beifall beim Team Stronach.
Im Großen und Ganzen sind wir auf einem guten Weg, Frau Bundesminister, aber geben Sie uns die Chance, dass wir uns so einigen, dass wir wirklich eine große Mehrheit dahinter haben und dass die Bevölkerung, die wir ja vertreten, großteils hinter dieser Maßnahme steht. 99,9 Prozent der Bürger draußen haben von diesem Gesetz nämlich sicherlich nichts Negatives zu erwarten, sondern nur diejenigen, die dem Staat und der Bevölkerung wirklich nichts Gutes wollen, denn die wollen wir ja erwischen. Und dafür brauchen wir natürlich ein entsprechendes Gesetz, aber im Moment ist es leider noch nicht beschlussreif. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Es ist eines der größten Verbrechen, das wir in den letzten Monaten erlebt haben, nämlich das Schleppen von Menschen, und genau diese Schlepper sind es ja auch, die Leben auf dem Gewissen haben. Wenn man sich das Strafausmaß anschaut zwischen sechs Monaten und fünf Jahren, dann sage ich Ihnen ehrlich: Die sechs Monate bei dem gewerblichen Schleppen, die sind schon sehr, sehr niedrig angesetzt. Da könnte man sehr wohl darüber nachdenken. Und ich werde halt ein bisschen den Verdacht nicht los, dass Sie gar kein großes Interesse daran haben, weil sich diese Republik in den letzten Monaten ja selbst auch als Schlepper betätigt hat, das sollte man natürlich auch nicht ganz außer Acht lassen. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Man muss schon einmal sagen: Das, was Sie da machen, das ist Vogel-Strauß-Politik! Einerseits die Schlepper hier augenzwinkernd quasi zur Kenntnis zu nehmen, dass es sie eben gibt, sich selbst als solcher auch noch zu betätigen, und auf der anderen Seite gleichzeitig keinerlei Möglichkeiten zu schaffen, dass es vielleicht Rückführabkommen geben könnte mit afrikanischen Staaten, aber auch mit anderen. Und da, Frau Bundesminister, ist diese Bundesregierung gefordert. Da sind Sie gefordert, aber auch der Außenminister, der hier wirklich säumig ist. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich habe heute Vormittag aus einem Buch einer Polizistin aus Deutschland zitiert, gewisse Passagen daraus. Diese Polizistin sagt ganz klar, es muss harte Strafen geben, abschreckende Strafen, damit wir das verhindern können, sonst kriegen wir das nicht in den Griff! Und dieser Antrag ist so eine Maßnahme. Meine Damen und Herren, setzen wir ein Zeichen als Politiker, als Volksvertreter, dass diesen mafiösen Strukturen dementsprechend entgegengetreten wird, dass wir solche Zustände nicht mehr haben! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Also, schauen wir über die Grenze! Frau Bundesminister, ich lade Sie ein, Sie werden meine Unterstützung haben. Bitte stimmen Sie diesem Antrag zu, dann tun Sie etwas Gutes für unsere Österreicher und die österreichischen Steuerzahler. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Diesen Schleppern, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist es egal, ob es bereits Straftatbestände gibt im Zusammenhang mit Schlepperei oder nicht. Diesen Herrschaften ist es auch egal, ob aus praktischen Gründen die Bestimmungen des Strafrechts ins Fremdenrecht übertragen wurden. Das Strafausmaß muss – wie der Kollege angesprochen hat – massiv erhöht werden, sodass es tatsächlich eine Abschreckung ist, sonst wird sich die Situation nicht bessern. (Beifall beim Team Stronach.) Das Mindeststrafausmaß von sechs Monaten gehört natürlich dringend erhöht.
Beifall beim Team Stronach.
Und wenn man dann in den Medien liest, „Schlepperei mit angemessenem Fuhrlohn bleibt straffrei“: Das kann es nicht sein, meine sehr geehrten Damen und Herren, und gehört dringend geändert. – Herzlichen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Alleine der Tatbestand der Schlepperei wird mit zahlreichen Gesetzesübertretungen in der Personenbeförderung – nicht ausreichende Lenkerbewilligungen, nicht zulässige Transportmittel – begangen, die Strafen hingegen werden lediglich in geringstem Ausmaß ausgesprochen. Dem Antrag, das Strafausmaß von derzeit sechs Monaten bis fünf Jahren auf zehn Jahre zu erhöhen, ist im Kampf gegen das Schlepperunwesen daher zuzustimmen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir sind, weil diese Auswirkungen und diese Forderungen zu wenig umgesetzt sind beziehungsweise weil zu wenig Zeit war, das zu diskutieren, zurzeit zu keiner Zustimmung bereit, weil die Folgen noch zu wenig abschätzbar sind. Ich darf den deutschen Finanzminister Schäuble zitieren, nämlich etwas, was er zwar im Zuge des Budgets gesagt hat, was man aber auch hier sagen kann: Da sind wir eher für Fahren auf Sicht, um klare Entscheidungen zu treffen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich hoffe, dass wir diesen Antrag noch einmal gemeinsam überdenken und im Sinne dieser Schmerzpatienten agieren. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall beim Team Stronach.
Was ich mit diesem Antrag auch bewirken will, ist eine gewisse Wertschätzung. Wie gesagt, Bauernopfer ist ein leider sehr schlechter Lösungsansatz, und Tiere dürfen vor allem keine Ware sein. Das muss eine klare Aussage in diese Richtung sein. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Keck: Sagen Sie mir jetzt eine Zoohandlung?
sicherlich größer sind – trotzdem wünschen. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Keck: Sagen Sie mir jetzt eine Zoohandlung?)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Doppler: Bravo, Leo!
Also was da in diesem Lebensbereich abgeht, da brauchen wir noch einige Klimagipfel, glaube ich, auf denen diese Irrwege aufgezeigt werden, damit wir wirklich mit den Bürgerinnen, mit den Bürgern, mit den Konsumentinnen und Konsumenten gemeinsam diesen Missstand abstellen können. Es geht natürlich um viel Geld. Das wird immer zu höchsten Kilopreisen verkauft; daran wird wirklich verdient. Das kostet die Konsumenten wirklich viel Geld, und natürlich stimmt es dann, wenn man sagt: Das Leben ist teuer geworden. Deshalb glaube ich: Wer sich regional ernährt, ernährt sich auch wesentlich günstiger. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Doppler: Bravo, Leo!)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Gerhard Schmid und Winter.
Wer kann das verstehen, meine sehr geehrten Damen und Herren, dass eine Lebensmittelbehörde wie die amerikanische ein solches Laborprodukt zulässt? – Ich nicht! Damit ist dieser Lachs weltweit das erste gentechnisch veränderte Tier, das für die menschliche Ernährung genutzt werden darf. Die Auswirkungen auf die Gesundheit, auf die Natur interessieren diese Herrschaften überhaupt nicht. Es steht nur die Profitgier im Vordergrund. Diese Zulassung ist nur ein Vorbote des Freihandelsabkommens, wie das auch Kollege Steinbichler angesprochen hat. Auf diese Mahlzeit können wir gerne verzichten. – Herzlichen Dank. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Gerhard Schmid und Winter.)
Beifall beim Team Stronach.
Es geht nämlich um folgende Sache: Wir haben vom Weinwunder gesprochen, und wir haben Anträge eingebracht betreffend den Uhudler. Wenn dann unsere Supermärkte in Österreich, die besonders mit CO2-Neutralität werben, die CO2-Abkommen 2020 verkaufen, dann zur Ehre und zur CO2-Neutralität kalifornischen Wein anbieten (der Redner hält eine Weinflasche in die Höhe), Herr Minister, auch wichtig für die Menschen im Burgenland, zu einem Preis von 2,90 €, dann sagt mir bitte schön, was aus dem Weinwunder Österreich geworden ist samt AMA-Marketing. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir bitten um Unterstützung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Und eine letzte Frage, Herr Minister: Wie kannst du mir für die AMA-Marketing erklären, dass österreichische Milchbauern, die Milch nach Bayern liefern, AMA-Marketing-Beitrag zahlen müssen? Wo ist da die Gerechtigkeit? Wo ist die Leistung? Wo ist da eine faire Behandlung? – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir sind nur deshalb zu keiner Zustimmung bereit, weil auch im Ausschuss nicht gesagt wurde, wer die Mehrkosten deckt – wir reden immerhin von Kosten von 55 000 bis 60 000 € –, und weil es bisher nicht möglich war, die Liste der invasiven gebietsfremden Arten vorzulegen. Ich glaube, das ist genau der Kritikpunkt. Solange man nicht weiß, worüber man abstimmt, kann man nicht zustimmen. Das bitten wir vorzulegen, und dann werden wir später wahrscheinlich auch die Zustimmung erteilen. Aber derzeit nicht. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 113
Beifall beim Team Stronach.
Jetzt schauen wir uns die Zahlen an! Ein Erwerbstätiger hat im Durchschnitt 28 000 € pro Jahr, brutto, und ein Pensionist bekommt 18 000 € brutto im Jahr im Schnitt. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Das ist der Schnitt, der Österreich-Schnitt. Es sind alles aktuelle Zahlen, alles auf der Statistik Austria-Seite nachzulesen. Das heißt, wenn ein Erwerbstätiger mit 28 000 € brutto einen Pensionisten mit 18 000 € brutto erhalten muss, dann kann sich jeder, der einen Taschenrechner bedienen kann, ausrechnen, dass sich das nicht ausgeht! Und das ist das Problem. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Einen Punkt noch am Schluss. (Das rote Lämpchen am Rednerpult leuchtet bereits.) Okay, die Zeit habe ich nicht mehr, deshalb: Schauen Sie, wenn wir unser Pensionssystem erhalten wollen, dann dürfen wir nicht so wie seit 1959, wie wir das heute gehört haben, den Kopf in den Sand stecken, weil einfach die Kosten steigen und steigen und steigen, sondern wir müssen die Menschen länger in Arbeit halten und verhindern, dass irgendwann ein Erwerbstätiger einen Pensionisten erhalten muss. Das muss gelingen! Auf keinen Fall dürfen wir den Kopf in den Sand stecken. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Pendl.
Meine geschätzten Damen und Herren, die ganze Pensionsthematik kann man nicht isoliert diskutieren! Wir können nicht fordern, dass Frauen ab sofort bis 65 arbeiten müssen oder dass das Pensionsalter ab sofort für alle erhöht wird, ohne gleichzeitig an der Schraube der Wirtschaftspolitik zu drehen. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Pendl.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir können nicht beklagen, dass es zu wenige Kinder gibt, dass der Generationenvertrag nicht erfüllt wird, ohne dafür Sorge zu tragen, dass Rahmenbedingungen für junge Frauen da sind, dass sie sich auch trauen, mehr Kinder in die Welt zu setzen. Meine geschätzten Damen und Herren, heute, und das werden Sie mir bestätigen, sagen nämlich viele junge Frauen: Ich traue mich einfach nicht, Kinder in die Welt zu setzen! Wie soll ich das finanzieren? Wie soll ich das mit dem Job schaffen? – Wir brauchen Rahmenbedingungen für Familien, durch die die Familien gestärkt werden und jungen Menschen Mut zu Familien gemacht wird. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren, schauen wir nicht weg, verschließen wir nicht die Augen vor der Altersarmut! Schauen wir in die Supermärkte, wo nach 18 Uhr alte Menschen stehen und schauen, dass sie das Brot, dessen Preis heruntergesetzt wurde, kaufen können! Wenn wir von Gerechtigkeit reden, dann schauen wir auf die andere Seite der Medaille: Es gibt noch immer Menschen, die trotz geringer Beiträge mehr als 30 000 € Pension haben, die im Wohlstand leben wie die Maden im Speck, und wir als Gesetzgeber tragen mit unserer prozentuellen Erhöhung noch dazu bei, dass diese Menschen mit jeder Erhöhung noch mehr und noch mehr und noch mehr haben. – Da gilt es anzusetzen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler
Wir müssen diese prozentuelle Erhöhung kritisch betrachten: Ist es wirklich gerecht, über die ASVG-Höchstgrenze hinaus die Privilegien, für die vielfach nicht eingezahlt wurde, noch zu vergolden? Ich sage Ihnen ganz klar: Nein! Wir vom Team Stronach wollen keine Vergoldung der Privilegien (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler), und aus diesem Grund werden wir auch einen diesbezüglichen Antrag ein-
Beifall beim Team Stronach.
bringen, in dem wir erstens einmal ein einheitliches System für alle fordern, denn nur das bringt Gerechtigkeit, und auf der anderen Seite eine prozentuelle Erhöhung nur bis zur ASVG-Höchstgrenze, denn damit ist gewährleistet, dass jene Menschen, die Rechte in Anspruch nehmen, die ihnen nicht zustehen, diese in Zukunft nicht auch noch vergolden können. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Es wäre höchste Zeit, Herr Klubobmann, dass man den vielen fleißigen Menschen in Österreich einmal einen Dank ausspricht und dass man sie nicht immer verunsichert. Ich glaube, das wäre angebracht. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.
Folgendes muss ich auch ansprechen: Herr Klubobmann, ich glaube, es waren nicht Sie, der die Luxuspensionen in der Nationalbank oder auch in staatlichen Unternehmen sowie die Sozialleistungen für Manager angesprochen hat, sondern es war Kollegin Belakowitsch. Ich glaube, da soll man einmal genau hinschauen; das ist dringend angebracht. – Herzlichen Dank. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb mein Appell an Sie – und ich hoffe, dass Sie das heute hier klarstellen –: Hören Sie auf, funktionierende Strukturen zu zerstören! Ich glaube, das haben im Speziellen die Kinder und auch die Eltern verdient, die ganz schwer – insbesondere in Kärnten, und bis 2020 wird es wahrscheinlich in ganz Österreich dazu kommen – unter Ihrer Politik leiden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb, Frau Ministerin: Ich will von Ihnen ein Bekenntnis dazu, dass die Sonderschulen bleiben, allein deshalb, weil sich unglaublich viele Eltern, die behinderte Kinder haben – vor allem geistig behinderte Kinder –, aktuell ganz große Sorgen machen. Was passiert, wenn Sie mit Ihren ideologischen Eskapaden es tatsächlich schaffen, alle Sonderschulen zu ruinieren? Was passiert dann mit den betroffenen Kindern und mit den Eltern? – Das ist die Frage, die Sie heute hier beantworten sollten. Ich glaube, das haben wir uns alle verdient. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich selbst könnte mich möglicherweise verteidigen, wenn mich drei, vier Marokkaner bedrängen. Ich will aber gar nicht. Ich habe überhaupt keine Lust, mich selbst zu verteidigen, weil der Staat das gefälligst zu erledigen hat. Wir zahlen Steuern, damit der Staat für unsere Sicherheit sorgt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
Erst nachher ist mir der Gedanke gekommen, dass ich in einer verkehrten Welt lebe. Anstatt dass der Staat etwas tut, um so etwas wirksam zu verhindern, bürdet er den Bürgern auf, sich zu vergittern, letztlich in einem Käfig zu wohnen, und auch noch viel Geld dafür auszugeben. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wie kann es denn sein, dass die Polizei manche Regionen aufgibt und einem normalen Bürger dann empfohlen wird, dort nicht hinzugehen? Es gibt auch in Wien eine solche Straße: Wenn Sie Ihr Auto dort hinstellen und es gestohlen wird, fragt die Polizei bei der Anzeige, warum man das Auto dort hinstellt, da man ja weiß, dass das Auto dort höchstwahrscheinlich gestohlen wird. Das ist wirklich abartig, und deshalb sollten wir einiges unternehmen! – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Wenn man sich die ganze Entwicklung vor Augen führt, dann muss man sagen: Diese Übergriffe, vor allem auf Kinder und Frauen, haben mit dieser zügellosen Zuwanderung massiv zugenommen. Das steht außer Frage. Daher ist dieser Antrag, dass Selbstverteidigungskurse im Rahmen des Turnunterrichtes stattzufinden hätten, vollkommen richtig. – Herzlichen Dank. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (FPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Ja, jetzt haben wir es bei der tatsächlichen Berichtigung gehört: Wenn Grüne Statistiken bei den Kriminellen führen, unterscheiden sie, ob es ein Asylwerber alt oder neu oder mittel oder zukünftig oder sonst etwas ist. – Ich gratuliere zu dieser feinen, differenzierten Betrachtung, weil wir sonst, Gott sei Dank, keine anderen Probleme haben. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach
Es ist die journalistische Wiedergabe der Wirklichkeit, vor der Sie die Augen verschließen – bewusst verschließen (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach), denn fahrlässig ist es nicht, was Sie unserer Bevölkerung mit Ihrem Denken zumuten. (Zwischenruf der Abg. Maurer.) Aber es ist Läuterung in Sicht:
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Sogar der Kollege Pilz erkennt mittlerweile, dass Ihre Reise in die falsche Richtung führt. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das wäre meine Vision für eine moderne Schule – und nicht das, was Sie hier machen. Letztlich mauern Sie und versuchen nur, das zu erhalten, was sich in der Vergangenheit nicht bewährt hat. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Besonders krass ist diese Differenz bei den ÖBB mit 43,6 Prozent zu 10,9 Prozent. Da besteht also großer Handlungsbedarf, und man muss auch vielleicht dem Bericht einmal nachgehen, ihn evaluieren, denn diesen Bericht hören wir ja nicht zum ersten Mal. Wir diskutieren immer diese Rechnungshofberichte – die sehr gut sind, und ich möchte dem Herrn Präsident an dieser Stelle natürlich auch danken, das darf nicht hintangehalten werden –, aber es gibt keine Konsequenzen daraus. Und wenn man sich ansieht, dass die Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer im Schnitt das Vierfache der Mitarbeiter, der normalen Bediensteten, verdienen, dann ist das auch ein Umstand, der nicht so hingenommen werden kann. Da müssen auch Änderungen vorgenommen werden, Änderungsbedarf ist hier gegeben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Moser.
Abschließend möchte ich nochmals zusammenfassen, was ich auch eingangs erwähnt habe, was die exorbitant hohen Gehälter betrifft: 2014 zahlten 31 Unternehmen und Einrichtungen 74 Personen ein Vollzeiteinkommen, das über dem des Bundeskanzlers lag. 2011 waren es 56 Personen aus 26 Unternehmen und Einrichtungen, also hier sieht man eindeutig, dass die Schere immer weiter auseinandergeht, und es ändert sich nichts, Sie tun nichts, das muss man Ihnen hier vorwerfen. Da besteht klarer Handlungsbedarf, und da würde ich mir mehr erwarten, damit wir im nächsten Rechnungshofbericht, wenn es um die Einkommen, um die Managergehälter, um die Spitzengehälter geht, andere Zahlen haben und wirklich eine Veränderung eintritt, ein Handeln und nicht nur ein Reden. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Moser.)
Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie der Abgeordneten Moser und Doppler.
Ich glaube, jeder Einzelne von Ihnen wird Kontakt zu seinem Postbeamten haben. Der wird auch bestätigen können, wie sehr die kleinen draußen unter Druck sind – die schaffen es schon gar nicht mehr. Und oben in der Führungsetage ist ein Eldorado, ein Selbstbedienungsladen, den es so rasch wie möglich aufzulösen gilt. (Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie der Abgeordneten Moser und Doppler.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler, Loacker, Moser und Gerhard Schmid.
Deshalb wollen wir, dass Privilegien so rasch wie möglich abgeschafft werden und dass es eine Pensionserhöhung nur mehr bis zur ASVG-Höchstgrenze gibt, denn dann wird sich à la longue im Laufe der Zeit selbst diese Pension einschleifen. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler, Loacker, Moser und Gerhard Schmid.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich ersuche um Annahme des Antrags. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Diese Entwicklung ist der falsche Weg. Dem müssen wir dringend Einhalt gebieten. – Herzlichen Dank für das Verständnis, Herr Kollege Mayer! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Es ist auch so, dass der Rechnungshof kaum Kompetenzen hat, wirklich Einschau zu nehmen und die korrekten Angaben der Rechenschaftsberichte nach dem Parteiengesetz wirklich zu prüfen. Wenn er Anhaltspunkte findet, dann darf der Rechnungshof nicht selbst prüfen, sondern – man höre und staune! – muss einen externen Wirtschaftsprüfer damit beauftragen und den auch noch dafür bezahlen. Das gehört wohl nicht zu den vordringlichen Aufgaben des Rechnungshofes. Da sind Änderungen notwendig. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Vor dem Untersuchungsausschuss ist es strafbar, vor Gerichten ist es strafbar, aber den Rechnungshof darf man anlügen – und indirekt dann uns, das Parlament, als Gesetzgeber! Ich glaube, wir können guten Gewissens sagen, dass wir damit nicht einverstanden sind. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich würde Ihnen raten, sich vielleicht mit Ihrer ausgeschiedenen, jetzt im Wiener Gemeinderat sitzenden Kollegin zu beraten, damit so etwas nicht mehr passiert, denn das finde ich eher peinlich für Sie. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Kumpitsch.
Sie sollten sich also schon ein bisschen mehr anstrengen, nicht nur bei den Anfragebeantwortungen. Das ist ein Witz, da komme ich mir wirklich verschaukelt vor, wenn Sie uns auf viele interessante Fragen einfach antworten, dazu gibt es keine Statistik. Das heißt ja nichts anderes, als dass Sie nicht wissen, wer in Österreich aufhältig ist. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Kumpitsch.)
Beifall beim Team Stronach.
Was Ihre Obergrenze betrifft: Ich war immer ein Freund der Obergrenze, aber bei mir ist die Obergrenze null, und zwar deshalb, weil die alle, wie sie da kommen, laut Genfer Flüchtlingskonvention kein Recht haben, in Österreich Asyl zu bekommen. Deshalb wäre eine Obergrenze von null absolut rechtskonform. Das, was Sie machen, ist aber nicht rechtskonform, Frau Minister. Sie sagen, bis 37 500 haben sie alle Rechte, und ab 37 501 haben sie keine Rechte mehr. Ein Jus-Praktikant kann Ihnen erklären, dass das nicht funktionieren wird. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das hat auch einen gewissen abschreckenden Charakter für all jene, die sich auf den Weg machen und das nicht tun, weil sie gefährdet sind, sondern weil sie sich ein besseres Leben erhoffen. Das kann ich verstehen, das würde ich auch machen, aber die Frage ist nicht, ob die das wollen, die Frage ist, ob wir es akzeptieren müssen. Ich sage Nein, ich bin für Hilfe vor Ort und nicht für eine zehnmal so teure Hilfe in Österreich. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Und das ist genau der Trugschluss, dem Sie da erliegen, Frau Minister, und deshalb: Bemühen Sie sich ein bisschen mehr bei den Anfragebeantwortungen und bemühen Sie sich vor allem mehr, wenn es darum geht, herauszufinden, wer tatsächlich in Österreich illegal aufhältig ist. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Gleich zu Beginn – da werden wieder gleich dieselben, die kritisieren, lachen – möchte ich mich bei allen Kolleginnen und Kollegen der Polizei, des Bundesheeres, der NGOs bedanken, weil der schwere Dienst, den sie seit Wochen und Monaten machen, von uns allen immer wieder als eine Selbstverständlichkeit gesehen wird. Deshalb gilt ihnen in aller Klarheit unser gemeinsamer Dank dafür. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein (FPÖ): Frau Präsident! Frau Bundesminister! Herr Kollege Amon, es geht auch nicht, dass Sie sich hier herstellen und behaupten, die Opposition habe keine Vorschläge – und Sie aber sämtliche Oppositionsanträge vertagen. Das kann ich genauso zurückgeben. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Am Montag sind 170 Asylanträge gestellt worden, denn die 80-Personen-Grenze gilt nur für Spielfeld. Und wenn irgendwann die anderen „Türln mit ihren Seitenteilen“ fertig sind, dann sollen sie entlang der Südgrenze gelten; aber wenn jemand im Landesinneren den Asylantrag stellt, dann zählt das auch nicht zu der Tagesobergrenze von 80 Anträgen. Wissen Sie, was Sie damit machen? – Sie machen das Geschäft der Schlepper, die dann nichts anderes tun werden, als die Personen wiederum irgendwo über die grüne Grenze in das Landesinnere zu schleppen, damit sie eben noch den Asylantrag stellen können. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.) Das ist doch der Wahnsinn, den Sie hier von sich geben, Frau Bundesminister!
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Sie erzählen seit Monaten Geschichten. Sie haben es von Anfang an gewusst, dass diese sogenannte Obergrenze eben nicht gilt – weder die 37 500 Anträge pro Jahr noch die 80 Anträge pro Tag gelten –; und es kann auch nicht gelten, denn Sie könnten es auch noch auf die Minutengrenze runterbrechen. An Skurrilitäten sind Sie nicht mehr zu überbieten. Sie, und mit Ihnen das gesamte Kabinett, Frau Minister, sind rücktrittsreif. Sie sind definitiv rücktrittsreif! (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Also das sind die Beweise. Sie haben hier richtig geantwortet, Frau Bundesminister, aber ich glaube, das ist ein großes Problem, dessen wir uns anzunehmen haben, und hier sollten Lösungen und nicht nur gute Erklärungen gemacht werden. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ. – Heiterkeit und Ah-Rufe bei ÖVP, FPÖ, Grünen und Team Stronach. – Abg. Lopatka: Überraschend!
All das sind Fakten, alles andere sind Spekulationen. Es ist lustig, über Spekulationen zu diskutieren, meine Damen und Herren, noch dazu, wenn man versucht, dem Rudi Hundstorfer etwas umzuhängen, der im Übrigen ein guter Bundespräsident für dieses Land sein wird. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Heiterkeit und Ah-Rufe bei ÖVP, FPÖ, Grünen und Team Stronach. – Abg. Lopatka: Überraschend!)
Beifall beim Team Stronach.
genannten Ministerien – vor allem das Wirtschaftsministerium – auch verabsäumen, müssen wir das übernehmen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich appelliere an die Regierungsvertreter, an die Abgeordneten der Regierungspar-teien, auf ihre Regierungsmitglieder dahin gehend einzuwirken, dass sie sich auf europäischer Ebene für Österreich einsetzen, für die österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler und keiner Abschaffung des Bargeldes zustimmen und auch keiner Verschärfung der Waffengesetze, wie ich eingangs erwähnt habe. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
An dieser Stelle lade ich auch die Vertreter der Regierungsparteien ein, an diesem Vorschlag mitzuwirken. Wie gesagt, wir sind es auch den Antragstellerinnen und Antragstellern schuldig, dass wir diese Anliegen gut und richtig behandeln und ihnen die Aufmerksamkeit zukommen lassen, die sie verdienen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Walter, ich denke, die haben euch nicht ganz ernst genommen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten des Teams Stronach sowie des Abg. Riemer.
Meine Damen und Herren! Um bei dieser Gelegenheit ein anderes Pestizid zu erwähnen, Glyphosat, ein wirklich absolut gefährliches, offensichtlich krebserregendes Pestizid: Die Kommission beabsichtigt – und das war der Grund, warum ich noch zum Drucker geeilt bin –, am 7. März dieses Pestizid bis zum Jahr 2031 wieder zuzulassen! Ich fordere von dieser Stelle aus die zuständigen Stellen Österreichs auf, sich gegen diese Verlängerung der Zulassung von Glyphosat auf europäischer Ebene auszusprechen! (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten des Teams Stronach sowie des Abg. Riemer.)
Beifall bei NEOS und Team Stronach. – Abg. Strolz: Das ist das schlechte Gewissen, glaube ich!
Gewundert hat mich auch die Begründung von Ihnen, die im Standard nachzulesen war: als Retter, glaube ich, oder Bewahrer der Freiheitsrechte. Das ist deswegen so spannend, weil es immer die ÖVP ist, die sonst Freiheitsrechte einschränkt: Vorratsdatenspeicherung, Konteneinsicht, Staatsschutzgesetz. Der Totengräber der Freiheitsrechte spielt sich plötzlich aus populistischen Gründen auf und sagt, er will das Bargeld und die Freiheitsrechte schützen. (Beifall bei NEOS und Team Stronach. – Abg. Strolz: Das ist das schlechte Gewissen, glaube ich!) – Offensichtlich. (Zwischenruf der Abgeordneten Lopatka und Auer.)
Beifall bei NEOS und Team Stronach.
Wenn Sie, Herr Klubobmann, schon so ein Wahrer der Freiheitsrechte sind, dann schauen wir, dass wir das in Zukunft seriös angehen (Zwischenruf bei den Grünen), dass wir die Freiheit nicht immer weiter einschränken und nicht nur für eine billige Schlagzeile – so wie Sie es gern haben – versuchen, sich als Wahrer der Freiheitrechte aufzuspielen. (Beifall bei NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Brosz: Der ist ja noch ärger als der Lopatka!
Ich bin froh über diese Diskussion, und wir werden aus den genannten Gründen auch zustimmen, dass Bargeld beibehalten werden muss, und das möglichst bis in alle Ewigkeit. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Brosz: Der ist ja noch ärger als der Lopatka!)
Sitzung Nr. 115
Beifall beim Team Stronach
Und deshalb: Hören Sie auf, Klientelpolitik zu machen über das Pensionssystem (Beifall beim Team Stronach), Ihre Klientel in Pension gehen zu lassen in der Hoffnung, dass man Sie dann auch wieder wählt! Hören Sie auf, die Familien zu schwächen, denn wenn wir es wieder schaffen, eine ordentliche Familienpolitik zu machen – und da stehen Sie ja ganz stark dagegen –, dann brauchen wir diese Zuwanderung gar nicht! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Und deshalb: Hören Sie auf, Klientelpolitik zu machen über das Pensionssystem (Beifall beim Team Stronach), Ihre Klientel in Pension gehen zu lassen in der Hoffnung, dass man Sie dann auch wieder wählt! Hören Sie auf, die Familien zu schwächen, denn wenn wir es wieder schaffen, eine ordentliche Familienpolitik zu machen – und da stehen Sie ja ganz stark dagegen –, dann brauchen wir diese Zuwanderung gar nicht! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Deshalb: Stärken wir die Familie! Drängen wir niemanden in Frühpension, der gar nicht will! Gerade bei den Beamten gibt es ja genug, die auch noch weit nach 65 arbeiten wollen. Das ist gut, das sollten wir unterstützen. Und hören Sie auf, auf dem Rücken der Familien Politik zu machen, um dann die Türen aufzumachen für Zuwanderer, die wir letztlich nicht integrieren können und die uns am Ende des Tages nur auf der Tasche liegen! – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Heute, meine geschätzten Damen und Herren, am Weltfrauentag, möchte ich auch den Fokus etwas genauer in Richtung Frauen lenken. Wir haben in Österreich noch immer 900 000 Frauen, Pensionistinnen, die eine Ausgleichszulage empfangen. Das heißt, sie haben in Summe 882 €, von denen sie leben müssen. Und bei all den Diskussionen in den vergangenen Tagen und Wochen, was für jene Leute genug ist, die zu uns kommen, was wir noch alles tun können, vergessen wir doch nicht, dass es sehr viele Pensionisten gibt, die an der Armutsgrenze leben! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
Es ist logisch, dass am Ende des Tages jene, die sich für die Familie, für die Gesellschaft aufopfern, weniger Pension bekommen, weil sie nicht egoistisch geschaut haben, dass sie genügend eingezahlt haben, dass sie nach vorne gekommen sind, dass ihre Karriere im Vordergrund gestanden ist, sondern das Augenmerk auf die Familie gelegt haben. An dieser Stelle mein Dank an alle Mütter, die sich für Kindererziehung eingesetzt haben, die den Mut gehabt haben, den Kindern Jahre zu widmen. Ihnen allen ein herzliches Dankeschön. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
SPÖ-Bundesrat, aufgezeigt hat: Eine Frau, die neun Kinder großgezogen hat, hat am Ende des Tages 247 € Pension. Meine geschätzten Damen und Herren, da gilt es hinzuschauen, und es gilt, als Gesellschaft dafür Sorge zu tragen, dass sich Frauen auch in Zukunft, weil wir entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen haben, dafür entscheiden können, Mütter zu werden, Familie zu haben und auf die Kinder zu schauen, ohne dass sie am Ende des Tages in der Armut landen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir haben sehr oft andiskutiert, das Frauenpensionsantrittsalter zu erhöhen, und da gibt es unterschiedliche Strömungen. Die einen wollen das sofort, denen geht es nicht rasch genug, und die anderen sagen: So rasch geht das nicht, wir brauchen eine Übergangszeit! Ich sage Ihnen ganz ehrlich: Jene, die die Möglichkeit haben, länger zu arbeiten, die sollen die Möglichkeit erhalten. Da gibt es überhaupt keine Einschränkung, dafür stehen wir. Aber wir sind aus einem einfachen Grund dagegen, dieses Pensionsantrittsalter sofort anzugleichen: Wir haben nicht die Arbeitsplätze! Wo sollen die Frauen einen Job finden? Wo soll eine 54-Jährige, die arbeitslos ist, mit der Perspektive, dass sie jetzt sofort bis 65 arbeiten muss, einen Job finden? Das wäre am Ende eine Pensionsreduzierung, und dagegen sprechen wir uns ganz klar aus! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Ruf: Die Seniorensprecherin haben wir da! – Bundesminister Schelling: Frau Korosec ist nicht Seniorensprecherin, sie ist nicht Mitglied im Parlament! – Ruf bei der ÖVP: Da gibt es ganz andere Aussagen vom Herrn Stronach!
Ich weiß nicht, Herr Minister, wie es Ihnen damit geht (Bundesminister Schelling: Ich halte das aus!), wenn die ÖVP-Pensionssprecherin, Seniorensprecherin solch eine Aussage tätigt. (Ruf: Die Seniorensprecherin haben wir da! – Bundesminister Schelling: Frau Korosec ist nicht Seniorensprecherin, sie ist nicht Mitglied im Parlament! – Ruf bei der ÖVP: Da gibt es ganz andere Aussagen vom Herrn Stronach!)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
Da kann man zehnmal sagen, na ja, das ist verfassungsrechtlich abgesichert. Wir sitzen hier im Parlament, wir haben jederzeit die Möglichkeit, Verfassungsmehrheiten zu bilden und diese in sinnvollen Bereichen einzusetzen, um bestehende Gesetze zu ändern. Und da würde ich mir mehr Reformfreudigkeit wünschen, um wirklich gemeinsam ein System aufzubauen, das gerecht ist, ein System, in dem es keine Privilegien mehr gibt. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.)
Beifall beim Team Stronach.
Pensionserhöhungen nur mehr bis zur ASVG-Höchstgrenze gibt. Dann würden sich automatisch die hohen Pensionen einschleifen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der SPÖ.
In diesem Sinne freue ich mich schon auf die nächsten konstruktiven Debatten und ich hoffe, dass wir bei diesem Punkt gemeinsam weiterkommen. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Kollege Julian Schmid hat jetzt die Sicht der Jugend dargestellt. Ich habe ein bisschen ein Problem, denn man unterstellt generell den Banken und den Versicherern, dass man ihnen nicht trauen kann. Das ist eine Pauschalverurteilung, die muss ich zurückweisen. Aber da möchte ich einmal die Sicht darstellen: Wie geht es denn jener Aufbaugeneration, die jetzt in Pension ist, die dieses Land mit viel Verzicht aufgebaut hat und zum Teil beschämende Pensionen bekommt? (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Manches Mal habe ich das Gefühl, wir diskutieren völlig am Thema, völlig an der Bevölkerung vorbei, und es wäre wirklich gut, wenn manche Politiker manches Mal zum Stammtisch, zu einer Musik- oder Feuerwehrversammlung oder einer Sportler- oder Imkerversammlung gehen und hören würden (Abg. Königsberger-Ludwig: Wir sitzen immer nur daheim!), was man von einer Registrierkassenpflicht hält, und hören würden, wie das ankommt, wenn die Politik auf der einen Seite hinausgeht und die Ehrenamtlichkeit lobt und sagt, wie wichtig das ist – das ist ja sehr wichtig, das steht außer Frage –, und gleichzeitig dann diese kleinen Erträge, die nur erzielt werden, weil wirklich alle ehrenamtlich und unentgeltlich arbeiten, der Mitglieder, der Angehörigen besteuert werden sollen, so nach dem Motto: Gebt uns einmal euer gutes Geld und seid brav, dann geben wir euch wieder ein bisschen etwas zurück! – Das ist keine Politik für das Volk, das ist Politik gegen das Volk! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
sterben die Beitragszahler weg, und gerade die Bäuerinnen, die auch wie andere Mütter die meisten Kinder erzogen haben, die meisten Beitragszahler, die natürlich heute in andere Berufsgruppen einzahlen, die die größte Leistung erbracht haben, sind jetzt mit 637 € die Abgefertigten in diesem System – und das am Weltfrauentag! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie der Abgeordneten Tamandl und Schittenhelm.
Vielleicht noch zu den Müttern: Wo ist denn, Kollege Wöginger, die ÖVP, die Familien-partei, wenn man in der Kindererziehung diese vier Jahre immer noch nicht voll anrechnet, wenn innerhalb dieser vier Jahre der Geburtenabstand bei Geschwistern kürzer war? – Diese Frau hat diese Arbeit geleistet – egal, ob sie alle zwei Jahre ein Kind gekriegt hat oder einmal in einem Jahr und einmal drei Jahre später oder sieben Jahre später –, sie hat drei Kinder erzogen. (Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie der Abgeordneten Tamandl und Schittenhelm.)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb, liebe Kollegin Wurm – weil du das angesprochen und dich so vehement für die Frauen eingesetzt hast –, auch ein Appell an die Sozialistische Partei: Nicht das Erzählte reicht, sondern das Erreichte zählt! Da gibt es solche Missstände, die wurden auch von der Sozialistischen Partei nicht bereinigt. Ihr habt das in der Hand gehabt. Warum macht ihr das nicht? – Das ist die Frage! Warum muss ich mich da in den Saal stellen und sagen: Da haben wir noch so viel Arbeit, und dafür setzen wir uns ein! – Das glaubt niemand. Denn: Ihr habt es bisher auch nicht geschafft. Das ist das Entscheidende! (Abg. Gisela Wurm: Eins nach dem anderen!) – Eben, aber bitte nicht in 100 Jahren, sondern, wenn es geht, in dieser Regierungsperiode. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid.
Deshalb, liebe Kolleginnen und Kollegen, sind wir alle aufgefordert, die nötigen Schritte einzuleiten, um für die Zukunft eine enkelgerechte Politik zu gestalten, die auch diesen eine möglichst angemessene Pension sichert. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid.)
Beifall bei Grünen und Team Stronach.
Meine Damen und Herren, der Skandal ist, dass die österreichische Vertretung in diesem Ausschuss gegen die Vertagung war. Die österreichische Vertretung dort wollte, dass es heute abgestimmt wird. Eine Abstimmung heute hätte bedeutet, dass die Gefahr einer Zulassung besteht. Das ist ein unglaublicher Affront gegen die Interessen der österreichischen Bevölkerung, der österreichischen Umweltbewegung und völlig inakzeptabel. (Beifall bei Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei Grünen und Team Stronach.
Meine Damen und Herren, schließen Sie sich unserer Entschließung an! Gehen wir gemeinsam diesen Weg! Kämpfen wir gemeinsam für ein Verbot von Glyphosat, nicht nur in Österreich, sondern auf EU-Ebene! – Danke schön. (Beifall bei Grünen und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich verlange und nehme als Bauer für mich in Anspruch, dass wir die Anwälte für gesunde Lebensmittel sind, dass wir die Partner für die Konsumentinnen und Konsumenten sind – und das sind wir zu hundert Prozent! –, denen wir garantieren, dass wir ordentliche, gesunde, regional produzierte Lebensmittel anbieten und dass sie diese genießen können. Das ist das das Genussland Österreich, das ist der Geschmack der Heimat, und das müssen wir zusammenbringen! Das darf nicht Etikettenschwindel sein, sondern das muss ehrlich und echt sein! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die heutige „Kronen Zeitung“ zeigt, wo das hinführt. Kalifornien will Glyphosat verbieten, deshalb wissen wir, wie gefährlich das ist (Präsident Hofer gibt neuerlich das Glockenzeichen), auch wenn dann versucht wird, sich darüber hinwegzumogeln. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Auch dort brauchen wir eine klare Linie, und deshalb, Kolleginnen und Kollegen, auch eine Enquete, im Zuge deren wir über das Thema beraten. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 117
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Scherak: Das stimmt überhaupt nicht!
Jetzt sage ich Ihnen einmal was, Frau Minister: Die Genfer Flüchtlingskonvention, die Sie immer so überstrapazieren, und vor allem Ihr Kollege, der Herr Kanzler, sagt ganz eindeutig: Wenn jemand illegal nach Österreich kommt und nicht augenblicklich um Asyl ansucht, sich nicht augenblicklich bei den Behörden meldet, dann hat er jegliches Recht auf Asyl verwirkt! So schaut das aus. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Scherak: Das stimmt überhaupt nicht!)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Wenn Sie nicht wissen, wohin mit ihnen, dann sperren Sie sie zumindest ein! Das haben wir uns doch verdient. Wir haben uns doch verdient, dass unsere Kinder von diesen nigerianischen Drogenhändlern unbehelligt bleiben. Sperren Sie sie ein! Ich glaube, das ist das Mindeste, was wir von Ihnen erwarten können, Frau Minister! (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Sagen Sie dazu einmal etwas! Erklären Sie uns einmal, warum wir unser sauer verdientes Steuergeld in die Türkei transferieren, für etwas, was die Türkei ohnehin tun sollte, nämlich ihre Nachbarn aufnehmen, denn das haben wir in der Flüchtlingskrise mit den Ungarn damals genauso gemacht, die haben wir auch nicht in die Türkei geschickt! Deshalb: Überweisen Sie kein Geld in die Türkei, und vor allem, nehmen Sie keine halbe Million Flüchtlinge aus der Türkei, die noch dazu von der Türkei handverlesen sind! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei ÖVP und Team Stronach.
Aufgabe der Politik ist es aber nicht, Angst zu machen, sondern Angst zu nehmen. (Abg. Höbart: … vertuschen, das ist wieder typisch!) Frau Kollegin Korun, die Sie kürzlich in Mazedonien waren und offenbar mitgeholfen haben, Informationen darüber zu verteilen, wie man denn am besten Grenzzäune umgehen und doch über die Balkanroute nach Europa kommen kann (Ah-Rufe bei der ÖVP): Das ist, glaube ich, nicht die Aufgabe einer österreichischen Abgeordneten, aber das müssen Sie selbst verantworten, wenn Sie solche Maßnahmen setzen. Ich halte das jedenfalls nicht für anständig, gerade im Lichte der Dinge, die sich in den letzten Tagen an der mazedonischen Grenze abgespielt haben. Auch das möchte ich Ihnen sagen. (Beifall bei ÖVP und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Abgeordneter Mag. Gernot Darmann (FPÖ): Frau Präsident! Werte Frau Bundesminister! Hohes Haus! Es war ja nicht anders zu erwarten: SPÖ und ÖVP scheinen nichts dazugelernt zu haben. Die Schönfärberei wird fortgeschrieben. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Das ist das reine Asylchaos zum Schaden unseres Staates Österreich, zum Schaden der österreichischen Bevölkerung, und das ist mit einigen Fakten ganz leicht zu untermauern: Sie werden sich daran erinnern können, dass mittlerweile rund eine Million Migranten illegal durch Österreich geschleppt wurden. Sie werden sich ebenso daran erinnern können, dass es dadurch eine steigende und von Ihnen in Kauf genommene Terrorgefahr gibt, werte Damen und Herren, einen anwachsenden Krieg der Kulturen, über hunderttausend Asylwerber bis dato, die Familiennachzüge noch nicht hinzugerechnet, unzählige Straftaten gegen Vermögen, Leib und Leben, aber insbesondere gegen die sexuelle Integrität unserer Frauen und Kinder. Die gelebte Willkommenskultur zieht zigtausend fehlende Asylquartiere nach sich, die alle der Steuerzahler zu finanzieren haben wird. Bei der eigenen Bevölkerung wird gespart, aber für die Asylindustrie scheint unendlich viel Steuergeld vorhanden zu sein. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach. – Abg. Obernosterer: Oje!
Werte Damen und Herren, das ist kein Zugang, um verantwortungsvolle Politik zu machen. Sicherheitspolitik verlangt mehr denn je nach einer hemdsärmeligen Politik, nach einer Politik mit Tatkraft und Handschlagqualität. Wir Freiheitlichen sind zu einer solchen Politik bereit! (Beifall bei FPÖ und Team Stronach. – Abg. Obernosterer: Oje!)
Abg. Lugar: Er hat aber nicht um Asyl angesucht! – weitere Zwischenrufe bei Team Stronach und FPÖ
aus Österreich nach Kanada gegangen ist und dort wirtschaftlich erfolgreich wurde (Abg. Lugar: Er hat aber nicht um Asyl angesucht! – weitere Zwischenrufe bei Team Stronach und FPÖ) – ich weiß, die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar, aber sie ist manchmal schwer auszuhalten; so viel Wahrheit muss jedoch im Parlament erlaubt sein –, Flüchtlinge schlechtmachen möchte, und zwar in Bausch und Bogen. (Abg. Lugar: Ich glaube nicht, dass er mit einem Bolzenschneider bewaffnet durch einen Zaun eingedrungen ist! Das ist Themenverfehlung! – Ruf bei der FPÖ: Sagen Sie etwas zu den Kriminalfällen!)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Unruhe im Sitzungssaal.
Abgeordneter Christoph Hagen (STRONACH): Frau Präsident! Frau Bundesminister! Hohes Haus! Herr Kollege Alm, das Nudelsieb auf Ihrem Kopf dürfte unten ein bisschen einen Wasserschaden verursacht haben. So kann ich Ihre Rede deuten, denn wenn ich mir das jetzt anhöre … (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Unruhe im Sitzungssaal.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Christoph Hagen (fortsetzend): Frau Präsident! Aber es ist für mich nicht nachvollziehbar, wenn der Kollege Alm auf der einen Seite in seiner eigenen Rede sagt, dass, je mehr Asylwerber gekommen sind, mehr Straftaten begangen wurden, und er auf der anderen Seite sagt, das habe gar nichts damit zu tun. (Abg. Scherak: Absolut, relativ!) – Also mehr Asylwerber rein, noch mehr Straftaten. Das ist die Logik daraus. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Sie werden nicht abgeschoben, Polizeikollegen von mir erzählen mir immer wieder, dass sie solche Individuen anhalten, dann klären sie das mit der Behörde ab, dann sagt man ihnen: Ja, sagen Sie ihnen, sie sollen ausreisen. – Am nächsten Tag haben sie dasselbe Individuum wieder. Also täglich grüßt das Murmeltier, meine Damen und Herren! Das ist, glaube ich, der falsche Weg, um Sicherheit in Österreich zu bewirken. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich sage Ihnen abschließend: Das Durchschleusen von Menschenmassen ohne jegliche Kontrolle, das war der Fehler, den diese Bundesregierung begangen hat. Die Rechnung haben wir präsentiert bekommen, jetzt müssen wir die Suppe auslöffeln. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
tatsächlich Schutz benötigen. Also hier hat ja eine Asylindustrie eingesetzt, die ihresgleichen sucht. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Martina Schenk (STRONACH): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Diese Debatte erinnert mich an die Asyldebatte, an die Flüchtlingsdebatte der vergangenen Wochen und Monate. Und man wird in naher Zukunft auch sehen, dass Sie hier auch unrecht haben, so wie Sie mit Ihrer Willkommenspolitik, meine sehr geehrten Damen und Herren von Rot, Schwarz, Grün und NEOS, unrecht gehabt haben. Jetzt versuchen Sie im Vorfeld der Präsidentschaftswahl – ein Schelm, der dabei denkt, dass das damit im Zusammenhang stehen könnte – einen Kurswechsel, wir haben es heute schon gehört. Und nach der Präsidentschaftswahl wird es wieder munter weitergehen, werden Sie wieder munter weitermachen, denn da sind die Wahlen geschlagen, und damit hoffen Sie, sich mit Ihren jetzigen Aktionen drüberzuschwindeln. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Frau Ministerin, Sie haben davon gesprochen, dass hier alles ganz wunderbar ist, dass wir kein Problem haben und dass Österreich das sicherste Land ist, die Anzeigen gehen zurück et cetera. Dann müssen wir aber erfahren, dass 92 000 Personen, die hier illegal sind, aufgegriffen worden sind. Was kommt dazu aus dem Innenministerium? – Die Daten werden statistisch nicht erfasst, der Verwaltungsaufwand wäre dafür zu hoch. Bei so wichtigen, essenziellen Themen, Punkten werden von Ihrem Ministerium keine Aufzeichnungen geführt, es werden keine Statistiken geführt, sonst ist Geld für alles vorhanden. Das, meine sehr geehrten Damen und Herren, Frau Ministerin, muss man Ihnen zum Vorwurf machen und das müssen Sie sich auch gefallen lassen, dass wir sagen, dass Sie hier nicht im Sinne der Bevölkerung arbeiten und nicht auf Seite der Österreicherinnen und Österreicher stehen. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn ich mir auch vor Augen führe, was unsere letzte parlamentarische Anfrage zutage gebracht hat, nämlich dass auch in Österreich zum Jahreswechsel 24 Fälle von strafbaren Handlungen gegen die sexuelle Integrität und Selbstbestimmung von Frauen von der Polizei registriert wurden und nicht einmal die Hälfte der Fälle öffentlich bekannt wurde, dann spricht das auch eine eindeutige Sprache, meine sehr geehrten Damen und Herren. Da wird die Bevölkerung bewusst nicht informiert, nur halb informiert, um quasi alles schön ruhig zu halten, nach dem Motto: Wir haben keine Probleme und es gibt gar keine Probleme. – Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau Ministerin! Das ist nicht die richtige Politik, denn da streuen Sie den Menschen Sand in die Augen, und das ist nicht zu akzeptieren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Zu den schrottreifen NEOS möchte ich noch kurz anmerken, obwohl es sich gar nicht lohnt, näher darauf einzugehen: Es ist schon ein starkes Stück, wenn ein Abgeordneter hier herausgeht und sagt, von den Flüchtlingen geht weniger Kriminalität aus als von den Österreichern, als von der österreichischen Bevölkerung. Na danke, da werden sich die Damen und Herren, die heute dieser Debatte folgen, die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler sehr herzlich bedanken bei der Truppe der schrottreifen NEOS. Das muss man hier auch einmal sagen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Martina Schenk (fortsetzend): , der Frauen, die diese Politik im Stich lässt, und wir werden das auch weiterhin tun. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Und wenn wir darauf warten, dass die anderen Länder sagen: Ja, wir teilen die Flüchtlinge den Quoten entsprechend europaweit auf!, so kann ich nur sagen: Seien wir doch ehrlich, diese Quotenaufteilung ist doch schon längst gestorben! Es sind nicht alle Länder bereit, Flüchtlinge aufzunehmen. Das ist Faktum, das müssen wir so akzeptieren! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Schimanek und Franz.
Ich möchte auch einen Punkt aufgreifen, von dem ich weiß, dass er ganz heikel ist: die Rolle der NGOs. Es gibt viele Hunderte, Tausende Menschen, die wirklich mit bester Gesinnung sich einsetzen und helfen wollen. Hut ab vor jedem Einzelnen! Aber es ist nicht in Ordnung, wenn Scheren in Mazedonien verteilt werden, damit der Grenzzaun durchschnitten werden kann. Es ist nicht in Ordnung, wenn Flugzettel verteilt werden, damit man den Zaun umgehen kann, dort schon Journalisten positioniert werden, damit man wirklich drastische Bilder erhaschen kann, und am Ende des Tages Menschen ums Leben kommen. Das verdient größte Verachtung, meine geschätzten Damen und Herren! (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Schimanek und Franz.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Franz.
Auch die Rolle Deutschlands ist zu hinterfragen. Mit dieser Willkommenspolitik hat man den Flüchtlingen ganz klar signalisiert: Kommt herbei, ihr seid willkommen! Und diese Rolle wollte man allen EU-Staaten aufzwingen und wundert sich jetzt, dass die anderen EU-Staaten sagen: Was haben wir damit zu tun? Wenn Frau Merkel die Flüchtlinge einlädt, so ist das ihr Problem, das ist nicht unseres! (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Franz.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Kollege Lopatka, es nützt Ihnen nichts, sich eine blaue Krawatte umzuhängen und dennoch schwarze Politik zu fahren! (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Abgeordneter Christoph Hagen (STRONACH): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Schade, dass der Herr Bundeskanzler nicht mehr da ist, aber ich nehme an, er ist unterwegs zum Bundespräsidenten und gibt die Auflösung der Bundesregierung bekannt. (Zwischenruf des Abg. Lopatka.) Nach dem Auftritt vom Kollegen Lopatka könnte ich mir das gut vorstellen. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Beifall beim Team Stronach.
und all das, was da auf den Steuerzahler zukommt. Trägt das der Herr Bundeskanzler, der ja offiziell eingeladen hat, die Frau Innenminister, die nicht abgeschoben hat, oder muss das wieder der „dumme“ – unter Anführungszeichen – Steuerzahler berappen? Meine Damen und Herren, ich hätte da schon gerne einmal Klarheit. (Beifall beim Team Stronach.)
Ruf beim Team Stronach: Einmal?
Da hat Kollege Lugar einmal etwas Richtiges gesagt, vor einigen Monaten schon. (Ruf beim Team Stronach: Einmal?) – Nicht einmal, sondern immer wieder. (Abg. Lugar: Immer wieder mal!) – Vor einigen Monaten hat er das erste Mal gesagt, dass Frau Merkel versucht, über diesen Flüchtlingsstrom billige Arbeitskräfte ins Land zu bringen. Aber die benötigten Fachkräfte sind nicht gekommen, sondern diese billigen Arbeitskräfte.
Beifall beim Team Stronach.
Wir wollen die qualifizierten Arbeitskräfte – für deren Zuwanderung sind wir absolut –, aber nicht die unqualifizierten. Wir haben in Österreich genug Schulabbrecher oder Menschen mit Migrationshintergrund in zweiter, dritter Generation, die keine oder eine schlechte Schulbildung haben und nicht auf dem Arbeitsmarkt vermittelt werden können. Die haben einmal den Vorzug, die soll man gut ausbilden, bevor man neue Leute ins Land lässt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Schutzzonen in den Regionen dort unten zu schaffen, das wäre der richtige Schritt. Das haben wir schon vor fast einem Jahr gefordert. Frank Stronach hat das immer wieder beteuert, auch wir hier im Nationalrat. Das wäre der richtige Weg. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Vielleicht haben wir etwas versäumt, vielleicht sollten wir einmal im Fernsehen durchzappen, möglicherweise läuft in dieser Sekunde eine Sondersendung für den Herrn Bundeskanzler, in der er einmal mehr eine Erklärung abgeben kann – ganz allein und nicht von irgendwelchen lästigen Zwischenrufen und Fragen der Opposition belästigt. Das scheint die neue Methode der politischen Auseinandersetzung in Österreich zu sein. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Kollege Scherak, ich darf dir das Angebot gleich zurückgeben: Wir werden dir und Kollegen Alm helfen, die Statistiken zu lesen, aus denen er herausliest, dass die heimische Bevölkerung krimineller ist als die Asylanten. (Abg. Schatz: Das stimmt ja nicht!) Diesen Sager, den er heute hier getätigt hat, habe nicht ausgehalten. Diese Statistik möchte ich sehen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Schwentner: Kann man bitte von „Asylwerbern“ sprechen?!
Ich denke, das ist das ganz Wesentliche: Wir müssen vielmehr das Gesamte im Auge haben, wir dürfen keinen politischen Kleinkrieg führen, kein fadenscheiniges Spiel spielen. Wenn wir der Sache dienen wollen, dann dürfen wir nicht pauschalieren, dann müssen wir der Sache auf den Grund gehen und die richtigen Schritte setzen, sonst haben diese Asylanten, die berechtigt einen Asylantrag stellen, überhaupt keine Chance. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Schwentner: Kann man bitte von „Asylwerbern“ sprechen?!)
Beifall beim Team Stronach.
In diesem Sinne, Kolleginnen und Kollegen: In dieser wichtigen Sachlage gemeinsame Zusammenarbeit, alle Argumente haben etwas ganz Wesentliches für sich – aber die Österreicherinnen und Österreicher zuerst! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach. – Abg. Brosz: Eine Schande sind Sie am Rednerpult! Sie sind die einzige Schande im Saal!
Für ihre ideologischen Grabenkämpfe, meine Damen und Herren, nehmen diese Leute sogar den Tod jener in Kauf, die sie zu schützen vorgeben. Das ist die wahre Schande, und dafür sollten Sie sich schämen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei FPÖ und Team Stronach. – Abg. Brosz: Eine Schande sind Sie am Rednerpult! Sie sind die einzige Schande im Saal!)
Beifall beim Team Stronach.
Was mich besonders stört: Dass Menschen, die Hilfe brauchen, Hilfe geboten werden muss, steht außer Frage, aber ich höre heute nicht – weder vom Herrn Bundeskanzler noch vom Herrn Vizekanzler –, dass die Verursacher in die Mangel genommen werden und die Zeche zahlen sollten, und nicht immer nur der fleißige Steuerzahler. – Herzlichen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Diskussion wird ja nicht ehrlich geführt, denn wenn wir den Menschen wirklich helfen wollten, dann helfen wir ihnen nicht in Österreich mit dem 20-fachen an Kosten, mit den ganzen kulturellen, religiösen Problemen, sondern wir helfen ihnen vor Ort. Aber das will man nicht! (Beifall beim Team Stronach.) Man will es nicht, weil Europa noch ein paar Arbeitskräfte abstauben will, in der Hoffnung, die Probleme, die wir aufgrund der Demographie haben, zu lösen. Das ist der Hintergrund.
Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach sowie der Abgeordneten Neubauer und Loacker.
Es wurden auch da Anpassungen vorgenommen – das stimmt –, aber bei Weitem nicht in dem Ausmaß, Herr Kollege (in Richtung ÖVP), wie bei den ASVG-Versicherten, und deshalb wäre es wichtig, notwendig, dringend und höchste Zeit, diese Luxuspensionen abzuschaffen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach sowie der Abgeordneten Neubauer und Loacker.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir haben ein Problem, das mir besonders am Herzen liegt – Robert Holzmann von der Weltbank hat es schon mehrfach angesprochen –: Die Kluft zwischen unten und oben ist zu groß. Es kann nicht Ziel des Gesetzgebers sein, und es kann nicht unser aller Sinn und Wille sein, dass es auf der oberen Seite Privilegien gibt – Privilegien, die durch nichts, durch keinen Beitrag begründet sind – und auf der anderen Seite im unteren Bereich sehr, sehr viele Pensionisten, die nicht wissen, wie sie heizen sollen, die nicht wissen, wie sie ihren Unterhalt finanzieren können. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb zum Antrag, den ich schon mehrfach eingebracht habe: Seien wir doch so ehrlich und sagen wir: Es kann nicht Aufgabe des Staats sein, Privilegien zu vergolden! Schauen wir doch, dass die Pensionserhöhung nur bis zur ASVG-Höchstgrenze stattfindet, dort ordentlich, damit können wir nämlich einer Masse von Menschen ein besseres Leben ermöglichen, und jenen, die eine extrem hohe Pension haben, vergolden wir die Pension nicht mehr durch ständige prozentuelle Aufwertung. Das wäre ein klarer Schnitt, das wäre eine klare Ansage in Richtung mehr Fairness und mehr Gerechtigkeit. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Zum zweiten Antrag, den ich eingebracht habe: Es gibt 900 000 Menschen, die weniger als 858 € im Monat haben. Stellen Sie sich das einmal vor: 858 €! Es gibt in Österreich 251 000 Menschen, die weniger als 143 € Pension im Monat haben. (Abg. Neubauer: Ganz Linz!) Und es gibt wirklich viele Leute, denen geholfen wäre, wenn das Urlaubs- und Weihnachtsgeld nicht halbjährlich, sondern vierteljährlich ausbezahlt würde. Seien wir uns doch ehrlich: Jene, die eh so wenig haben, brauchen das Geld dringend, und sie brauchen es sofort! Sie brauchen es nicht für einen Urlaub, denn den können sie sich ohnehin nicht leisten; sie brauchen das Geld, damit sie ihren täglichen Lebensunterhalt finanzieren können. Deshalb ersuche ich Sie alle, diesen Antrag zu unterstützen – es wäre ein Schritt zu mehr Fairness, zu mehr Gerechtigkeit. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich glaube, wir müssen alles daransetzen und uns mit vereinten Kräften darum bemühen, dass jene Menschen, die einen Asylstatus erhalten haben, integriert werden. Wir müssen schauen, dass diese Menschen einen Job finden und arbeiten. Zuwanderung ins Sozialsystem ist aus unserer Sicht der falsche Weg. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lopatka: Das habt ihr von mir abgeschrieben!
(Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lopatka: Das habt ihr von mir abgeschrieben!)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Kollege, wir haben deinen Leitfaden aufgegriffen, und ich bin schon neugierig, wie ernst es der ÖVP ist. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, NEOS und Team Stronach.
Daher würde es dem KAV und den Oberen dort sehr gut anstehen – sie könnten Größe beweisen –, wenn sie vor dem Gerichtsentscheid, der mit Sicherheit für Gernot Rainer ausgehen wird, diese Größe haben und diese Autorität in positivem Sinn zeigen, wenn sie sagen, okay, lieber Freund, du bist zwar ein Kritiker von uns, aber gerade deswegen lassen wir dich hier weiter bei uns arbeiten. – Danke schön. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei ÖVP, NEOS und Team Stronach.
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Frau Präsident! Herr Bundesminister! Erlauben Sie mir zuerst, dass ich die jungen Damen hier begrüße. Sie sind die Mitarbeiterinnen des Instituts für Arbeitsrecht der Uni Graz. Im Namen ihrer Chefin, unserer Beatrix Karl, darf ich sie recht herzlich begrüßen. (Beifall bei ÖVP, NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Frau Finanzminister, auf dieses Argument habe ich gewartet. Wenn ich einfacher Polizeibeamter bin und weniger verdiene, dann trifft es mich noch mehr, weil es mir dann noch mehr wehtut. Und das ist genau der Punkt, den wir diskutieren müssen. Und warum muss ich das zahlen? – Damit sich die schwarzen Bonzen in der Bauernsozialversicherung einen Dienstwagen leisten können, zusätzliches Personal leisten können, und so weiter und so weiter. Das ist der Grund. Und schon aus diesem Grunde gehören die Sozialversicherungen zusammengelegt. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine Damen und Herren, das ist skurril, das gehört abgeschafft! Eine Sozialversicherung für alle mit denselben Leistungen! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (STRONACH): Geschätzte Frau Präsident! Geschätzter Herr Minister! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Wir haben den Antrag eingebracht, dass es verpflichtende Mindestgeräusche für Kraftfahrzeuge geben sollte, und das aus einem guten Grund: weil Mindestgeräusche für Leute, die blind oder schwer sehbehindert sind, lebenswichtig sind. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir vom Team Stronach sind wachgerüttelt, und wir wollen für diese Gruppe von Personen eine Verbesserung erreichen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In diesem Sinne ersuche ich um Zustimmung zu diesem Antrag. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Franz und Gerhard Schmid.
Ich lehne TTIP in dieser Form ab. – Herzlichen Dank. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Franz und Gerhard Schmid.)
Beifall beim Team Stronach.
Der Kollege hat gesagt, dass wir ja – ganz interessant – keine Bananenrepublik sind, wofür Kollegin Dietrich in diesem Haus schon einmal einen Ordnungsruf bekommen hat. Niemand berühmterer als der Vorsitzende der KTM-Werke, Stefan Pierer, hat darauf hingewiesen, dass Österreich mit dieser Überbürokratisierung, dem Zunehmen der Vorschriften, zur Bananenrepublik verkommt. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Und er hat noch etwas Wesentliches gesagt, nämlich dass wir bei 52 Prozent nicht mehr von Lohnnebenkosten reden, sondern von Lohnhauptkosten. Das sind die Standortnachteile, die wir haben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Es hilft ja noch nichts, wenn sie zwar in Österreich produzieren, aber dann den Gewinn abziehen. Die Borealis zum Beispiel muss 450 Millionen € nach Dubai liefern. Ich glaube, da müssen wir viel mehr schauen, dass wir von diesen Gewinnen wirklich auch den nötigen Anteil am Produktionsstandort sichern. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich bin überzeugt, wir finden da eine breite Zustimmung. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Ruf bei der SPÖ: Du hast dein Taferl vergessen! – Abg. Steinbichler entfernt die Tafel vom Rednerpult.
Wenn wir eine Vorreiterrolle spielen wollen, sowohl in der Partnerschaft am Land als auch bei der Fairness mit den Konsumenten und unseren Gästen, dann sind wir die besten Werbeträger, das kann sich europaweit, international verkaufen lassen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Ruf bei der SPÖ: Du hast dein Taferl vergessen! – Abg. Steinbichler entfernt die Tafel vom Rednerpult.)
Beifall beim Team Stronach.
Man sieht einen kleinen und einen großen Behälter mit Kassenbelegen. Weil sie nicht nur ein Kaffeehaus hat, sondern auch Brot und Süßigkeiten verkauft, braucht sie zwei Registrierkassen, und damit sie nicht jeden Tag auf dem Gehsteig draußen eine Stunde lang Belege einsammeln muss, hat sie gleich neben der Kasse Behälter aufgestellt, wo man die Bons hineinschmeißen kann. Und das müssen wir überlegen, und ich glaube, das ist des Pudels Kern bei allen Themen (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen) – ich bin gleich fertig, Herr Präsident –, dass wir die Praktiker mehr in die Gesetzgebung einbinden müssen, sonst wird sie von diesen nicht mehr verstanden. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 119
Beifall beim Team Stronach.
Also illegaler Kulturhandel: nein, natürlich nicht! Aber bitte nicht schon wieder auf Kosten der Händler, der Wirtschaft Österreichs. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Diese offensichtlich verantwortungslose Vorgehensweise im Zusammenhang mit diesem Projekt können wir nicht unterstützen. Auch vonseiten des Rechnungshofes gibt es sehr, sehr viel Kritik, und ich möchte einfach Folgendes als Nachsatz zu bedenken geben: Hier in Österreich gibt es knapp 500 000 Arbeitslose, rund 1,2 Millionen Österreicher leben derzeit an der Armutsgrenze, sind armutsgefährdet. – Kultur ja, aber dieses Prestigeprojekt ist einfach zu teuer, und dafür haben wir kein Geld. Deshalb lehnen wir dieses Projekt derzeit vehement ab. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Deswegen könnten wir heute alle mit gutem Gewissen diesem Antrag zustimmen. Wir werden das gerne machen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Zwischenrufe beim Team Stronach.
Es gehört darüber diskutiert, wie viel und in welcher Form die Mindestsicherung in Form von Sachleistungen gewährt werden kann, damit die Leistung tatsächlich dort ankommt, wo sie hingehört. (Zwischenrufe beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Christoph Hagen (STRONACH): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Es freut mich schon, wenn hier eine Debatte über ein Thema geführt wird, für das ich noch vor eineinhalb Jahren gescholten wurde, weil ich gefordert habe, dass Sozialleistungen mit Gutscheinen von der Regierung geleistet werden, damit kein Missbrauch möglich ist. Ich habe damals ganz gut erklärt, warum und wieso. Heute geht die Regierung in diese Richtung, wir haben das auch schon von meinem Vorredner gehört. Also: Das Team Stronach hat gute Ansätze, die auch von der Regierung übernommen werden. Das freut mich ganz besonders. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich denke also, wir haben hier einen Antrag, mit dem wir ruhig mitgehen können, da er ein transparentes, gleiches System für alle anstrebt. Deswegen wird meine Fraktion zustimmen, auch wenn wir in anderen Bereichen andere Ansichten als die Grünen haben, aber dieser Antrag geht in Ordnung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Minister, da ist es notwendig, dass man andere Maßnahmen setzt. Sie kennen meinen Antrag – und diesen möchte ich Ihnen jetzt für die nächsten Verhandlungen in der EU mitgeben –, ein EU-Wartecamp in Afrika aufzubauen, in das diese Leute – jene, die hier straffällig geworden sind oder was auch immer, die keinen aufrechten Asylbescheid haben und hätten ausgewiesen werden müssen, die jetzt auf freien Fuß gesetzt und aufgefordert werden, das Land zu verlassen, was sie natürlich nicht tun und dann kreuz und quer durch Österreich und Europa reisen, Straftaten sind teilweise die Folge – gewiesen und in dem sie von der EU betreut werden, bis man herausfindet, aus welchem Land sie stammen, und diese Länder sie dann vielleicht doch wieder zurücknehmen. Das wäre ein erster Schritt, das könnte man auch ein bisschen an die Entwicklungshilfe anbinden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abschließend noch zu den Sanktionen gegenüber Russland: Meine Damen und Herren, wir wissen alle, wie wirtschaftlich belastend diese Sanktionen für Österreich sind. Wir hatten sehr viel Handel mit Russland. Jetzt mussten wir unsere Bauern stützen und einen Haufen Steuergeld hineinbuttern, denn die USA haben beim Export zugelegt und Österreich und die EU haben ein negatives Ergebnis in diesem Bereich – nur, um diese Befriedigung der USA unterstützen zu können. Das ist der falsche Weg. Schauen Sie auf Europa, schauen Sie auf Österreich, dann wären Sie der richtige Außenminister für Österreich! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Pendl.
Ebenso werden wir dem Entschließungsantrag der Kollegin Windbüchler-Souschill zustimmen, in dem vorgeschlagen wird, die Entwicklungsgelder nicht einzufrieren, sondern für humanitäre Zwecke zu verwenden; auch dieser hat seine Berechtigung. Also: viermal Zustimmung vom Team Stronach für vernünftige Lösungen. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Pendl.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Neubauer.
Meine Damen und Herren! Das hat eine Riesenorganisation gefordert, da stehen sehr viele Leute dahinter, und das ist Herzblut, das da drinsteckt. Deswegen hat das österreichische Parlament die verdammte Pflicht, das hier auch früher zu behandeln und richtig zu behandeln, meine Damen und Herren! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Neubauer.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
Die Südtiroler wurden nicht gefragt, da ist man drübergefahren; sie wurden gezwungen, italienische Staatsbürger zu werden, und ihnen wurde die österreichische Staatsbürgerschaft entzogen, meine Damen und Herren. Das macht einen deutlichen Unterschied. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Hafenecker und Neubauer.
Wieso ist das aber ein so großes Problem, wenn es um die Südtiroler geht, die die österreichische Staatsbürgerschaft ja nicht freiwillig abgegeben haben? Das frage ich mich immer wieder, und ich bekomme nie eine befriedigende Antwort. Also, meine Damen und Herren, diesen Beschluss könnten wir ganz einfach fassen. (Zwischenruf des Abg. Walser.) Wir würden uns nicht eine Zacke aus der Krone schlagen, sondern es wäre eine logische Sache: Wenn meine Enkeltochter heute die italienische Staatsbürgerschaft bekommt, dann wäre es überhaupt kein Problem, wenn diejenigen, die von Geburt an das Recht haben, nämlich ehemalige Österreicher, denen die Staatsbürgerschaft durch einen politischen Schlag – das muss ich sagen: einen weltpolitischen Schlag – entzogen worden ist, die österreichische Staatsbürgerschaft bekommen. Deswegen sollten wir diese doppelte Staatsbürgerschaft unterstützen und nicht lächerlich machen wie Herr Walser von den Grünen! (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Hafenecker und Neubauer.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Wer ist „wir“? – Abg. Doppler – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Gerhard und ich! – Abg. Schönegger: Die Frage ist: Wer ist wir?
Ich glaube, dieser Antrag des Kollegen Neubauer ist vollkommen richtig, und wir unterstützen diesen Antrag selbstverständlich. – Danke. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Wer ist „wir“? – Abg. Doppler – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Gerhard und ich! – Abg. Schönegger: Die Frage ist: Wer ist wir?)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Die Möglichkeit einer Doppelstaatsbürgerschaft stellt ein Bekenntnis zu Südtirol und dessen Stammbevölkerung dar. Diese gesetzliche Grundlage gilt es zu schaffen, und somit ist dem gegenständlichen Antrag zuzustimmen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
zu ihrem Nachteil erleiden muss, weil wir untätig bleiben. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Die Bevormundung des Bürgers darf nicht stattfinden. Das Ende des Bargeld-Zahlungsverkehrs würde der jeweiligen Regierung – nationalen Regierungen genauso wie jener auf Ebene der Europäischen Union – die Möglichkeit bieten, jede Kontobewegung, jeden Spargroschen, jedes Verhaltensmuster der Bürger genau zu durchforsten: Was hat er gekauft? Wann hat er wo was gezahlt? Wohin ist er auf Urlaub geflogen? – Das sind alles Mechanismen, angesichts derer man doch in Wirklichkeit als freiheitsliebender Mensch sofort jede Sicherheitsvorkehrung treffen müsste, etwa mit einem Verfassungsgesetz im Hohen Haus, damit eben so ein Zugriff auf die österreichische Bevölkerung überhaupt nie passieren kann! (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
eben nicht zulassen wollen, dass Entscheidungsfindungen ausschließlich in der Europäischen Union stattfinden, zum Nachteil unserer Bürger. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Abgeordneter MMag. DDr. Hubert Fuchs (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Zu den Ausführungen des Kollegen Feichtinger von der SPÖ möchte ich vorweg ein paar Anmerkungen machen: Wehret den Anfängen! (Abg. Feichtinger: Das sagen ausgerechnet Sie!) Beim EU-Beitritt hat man uns auch versprochen, dass das Bankgeheimnis unantastbar ist. Und was haben Sie gemacht, Herr Kollege Feichtinger von der SPÖ? – Letztes Jahr haben die Regierungsparteien das Bankgeheimnis abgeschafft. So schauen Versprechen Ihrer Partei aus, Herr Kollege! (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Zu Ihren verfassungsrechtlichen Ausführungen, Herr Kollege Feichtinger: Sie waren sich nicht zu schade, die Taxikonzessionen für einen gewissen Zeitraum in den Verfassungsrang zu erheben. (Abg. Feichtinger: Reden wir übers Bargeld!) Die Taxikonzessionen sind für Sie offenbar wichtiger als das Bargeld. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach. – Abg. Strache: Da sieht man jetzt, wie die Parteien sich verhalten!
Das Bargeld hat – wie wir heute schon gehört haben – eine extrem hohe Bedeutung für die österreichische Bevölkerung. Im Sinne einer Vertrauensbildung sollten weder auf österreichischer Ebene noch auf Ebene der Europäischen Union Maßnahmen gesetzt werden, die das Vertrauen der Bürger in die Bargeldbereitstellung und in das Recht auf Barzahlung erschüttern könnten. Daher hat unser Bundespräsidentschaftskandidat Norbert Hofer am 24. Februar 2016 einen Antrag betreffend ein Bundesverfassungsgesetz über die Freiheit zur unbeschränkten Verwendung von Bargeld im Zahlungsverkehr eingebracht. (Abg. Strache: Um … zu überprüfen! Das ist doch gut!) Das Recht auf Barzahlung soll damit als Staatszielbestimmung verfassungsrechtlich verankert werden. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach. – Abg. Strache: Da sieht man jetzt, wie die Parteien sich verhalten!)
Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie der Abgeordneten Gerhard Schmid und Doppler.
Das ist der Grund dafür, warum der IWF schon 2003 genau das wollte, nämlich eine Zwangsabgabe für Sparer. Und der IWF ist damals nur deshalb zurückgerudert, weil ihm Experten gesagt haben: Das funktioniert nicht, denn dann gehen die Leute zur Bank und heben ihr Geld ab. Und dann geht es nicht. (Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie der Abgeordneten Gerhard Schmid und Doppler.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie der Abgeordneten Gerhard Schmid und Doppler.
Es mag sein, dass das nicht viel bringt, weil die Mächtigen sowieso drüberfahren, auch über unsere Verfassung. Wir sind da leider nicht mehr souverän, das ist leider so. Mit der EU haben wir dieses Problem leider mitgeschluckt, dass wir nicht mehr souverän sind. Aber alles, was wir als Abgeordnete tun können, um genau solche Entwicklungen zu verhindern, all das sollten wir auch tun. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie der Abgeordneten Gerhard Schmid und Doppler.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie der Abgeordneten Gerhard Schmid und Doppler.
Deshalb verstehe ich Ihren Einwand nicht. Glauben Sie allen Ernstes, dass es wehtut, wenn in der Verfassung noch etwas drinsteht, noch etwas Zusätzliches, nachdem wir die Wirtschaftskammern und allen möglichen Blödsinn dort hineingeschrieben haben? – Schreiben wir einmal etwas Vernünftiges hinein! Schreiben wir einmal etwas hinein, was die Staatengemeinschaft möglicherweise – ich kann es ja auch nicht versprechen – davon abhält, den Bürgern wieder, wieder und immer wieder in die Tasche zu greifen, ohne dass sich die Bürger dagegen wehren können! (Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie der Abgeordneten Gerhard Schmid und Doppler.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
Es ist doch wichtig, dass wir alles tun, um unsere Bevölkerung vor Straftätern, vor Illegalen hier im Land, die nichts Gutes im Sinn haben, zu schützen. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.) Darum geht es in den Anträgen, und deswegen werden wir beiden zustimmen. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Es ist doch wichtig, dass wir alles tun, um unsere Bevölkerung vor Straftätern, vor Illegalen hier im Land, die nichts Gutes im Sinn haben, zu schützen. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.) Darum geht es in den Anträgen, und deswegen werden wir beiden zustimmen. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Teams Stronach.
Wir müssen hier ganz klar unterscheiden, was ein illegaler Migrant ist, was ein Auswanderer und ein Einwanderer ist und was ein Flüchtling ist, ein echter Flüchtling und ein GFK-Flüchtling, et cetera. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Teams Stronach.) – Danke.
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Teams Stronach.
Am Ende kann natürlich nur eine europäische Lösung stehen, in der wir alle miteinander, alle EU-Länder anstreben, dass wir zuerst einmal die Außengrenzen sichern und dass wir zweitens endlich die Hotspots kriegen, wo die Leute ihre Asylanträge stellen können, sodass diese gar nicht bis zu uns herauf kommen, wo alles abgewickelt wird: der Asylantrag, inklusive Rückführung oder auch Aufnahme, wenn der Asylantrag berechtigt ist. – Danke schön. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Teams Stronach.)
Rufe bei der FPÖ: Wer ist „uns“? – Abg. Hafenecker: Ist das jetzt Stronach oder ÖVP? – Abg. Korun: Sprechen Sie jetzt für Stronach oder für die ÖVP?
Ich konzediere, dass es nicht leicht war, diesen Weg zusammen zu finden, wobei ich die Häme der Grünen gegenüber der SPÖ nicht teile und nicht der Meinung bin, dass die Blauen an der nunmehrigen – meiner Ansicht nach eben realistischen – Linie der SPÖ schuld wären. Da kann man uns viel mehr Schuld daran geben als den Blauen. (Rufe bei der FPÖ: Wer ist „uns“? – Abg. Hafenecker: Ist das jetzt Stronach oder ÖVP? – Abg. Korun: Sprechen Sie jetzt für Stronach oder für die ÖVP?) Aber ich glaube eher, dass das einfach die Meinung der Bevölkerung ist, die da vollzogen worden ist.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.
Geschätzte Damen und Herren, ich freue mich ganz besonders, dass es uns – allen Frauensprecherinnen, über die Parteigrenzen hinweg – gelungen ist, diesen Antrag einzubringen und ihn heute zur Beschlussfassung vorzulegen. Mit diesem Konsens bekennen wir uns dazu, dass auch diese Frauen und Mädchen, die sich in sehr schwierigen Umständen befinden, ein Recht auf Leben in Schutz und Respekt haben. Wir in Österreich tragen wesentlich dazu bei. Aber es gilt auch, ihnen auf dem langen Weg zu einem sicheren Ort, den die Frauen vor sich haben, beizustehen. Und das hat uns auch in unserer Meinung geeint. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das kann es wirklich nicht sein! Darauf müssen wir unser Augenmerk legen. Ich hoffe, dass es in diesem Zusammenhang Einigkeit zwischen allen Frauensprecherinnen, zwischen allen Parteien in diesem Haus gibt, denn es kann nicht sein, dass der Sozialstaat hier auf diese Weise ausgenützt wird, wo es dann eben bis zu 3 000 € Sozialhilfe für Muslime mit Zweitfrauen oder mehr Frauen gibt. – Danke. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.
Abgeordneter Rupert Doppler (ohne Klubzugehörigkeit): Herr Präsident! Frau Minister! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau Minister, ich darf mich Ihnen anschließen. Ich glaube, dass wir alle von dieser Stelle aus der Polizei und den Einsatzkräften unseren Dank übermitteln möchten. Ich glaube, das hat sich die Polizei dringend verdient. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung soll gestärkt werden. Wollen wir es hoffen! – Danke schön. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Die Außengrenzen waren offen wie Scheunentore, die Zurückweisungen an den Grenzen gab es nicht. Ganz im Gegenteil: Die Regierung hat die Menschen an der Grenze sozusagen abgefangen und hat diese Personen so schnell wie möglich durch Österreich durchgeschleppt, sie an der Grenze zu Deutschland abgeliefert und gehofft, dass Deutschland sie aufnimmt. Und es war der Eindruck – und es ist auch tatsächlich so gewesen –, dass die Bundesregierung in dieser Situation völlig überfordert war. Und anstatt zu handeln, hat man immer von der europäischen Lösung gesprochen. Das tut man heute noch! Diese europäische Lösung gibt es nicht! (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Haben Sie nicht Ihre Mitglieder gefragt? Haben die nicht zu 90 Prozent gesagt, dass dieser Weg, den Sie gehen, ein Irrweg ist? Und haben Sie diesen Weg nicht deshalb verlassen, weil jetzt eine Bundespräsidentenwahl ansteht und Sie wissen, dass Ihr Kandidat keine Meter haben wird, wenn Sie nicht den Weg des Rechtsbruchs verlassen? So schaut es nämlich aus! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Also: Werden Sie vernünftig! Zeigen Sie, dass Sie die Gesetze einhalten wollen! Und dann sind wir auch bereit, darüber zu reden, ob wir das Volk mit einer Selbstverständlichkeit belästigen, nämlich mit der Frage, ob die Regierung Gesetze einzuhalten hat oder nicht. – Das ist eine Selbstverständlichkeit. (Abg. Weninger: Ziehen Sie den Antrag jetzt zurück?!) – Ich habe es Ihnen gerade erklärt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Kollege, Sie können den Kopf schütteln, soviel Sie wollen, das wird es nicht ändern, und Sie, Herr Kollege, werden diese Flüchtlingsproblematik alleine nicht lösen können. – Herzlichen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Weninger: Das war jetzt ein Rohrkrepierer!
Wenn die Bevölkerung als Souverän eine Entscheidung trifft, dann ist diese zu akzeptieren. – Ich sehe das so. Wenn Sie das anders sehen, dann ist das Ihr Problem. Ich sehe das so. – Und deshalb hat das Volk immer recht und Sie garantiert nicht, das kann ich Ihnen versprechen. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Weninger: Das war jetzt ein Rohrkrepierer!)
Beifall beim Team Stronach.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich nehme Stellung zur Petition 28: „Rettet unsere Traditionen und Bräuche“. – Ja, das ist richtig, wichtig und notwendig, Herr Kollege Weninger, denn durch die Globalisierung sind Brauchtum und Traditionen in Gefahr. Es wird immer wieder versucht, unsere Strukturen zu zerschlagen, das, was unser Brauchtum, was unsere Traditionen betrifft, abzuschaffen und zu zerschlagen. (Zwischenruf des Abg. Weninger.) – Herr Kollege, es ist so. Diese Entwicklung lehne ich ganz entschieden ab; du vielleicht nicht, ich schon. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der ÖVP.
Gerade in der jetzigen Zeit ist es umso wichtiger, dass unser Vereinsleben, unser Brauchtum betrieben, gelebt und auch praktiziert werden, meine sehr geehrten Damen und Herren. Unser Brauchtum und unsere Traditionen sind enorm wichtig für die Gesellschaft. Sie gehören dementsprechend gefördert und nicht ständig beschnitten. – Herzlichen Dank. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Anhaltender Beifall bei FPÖ und Team Stronach sowie der Abgeordneten Franz und Rädler.
Herr Kollege Deimek darf eines nicht, nämlich einen Kommentar, der im Titel der Meinungsfreiheit gemacht worden ist, weiterzusenden, vielleicht sogar zu empfehlen, den zu lesen – ohne zu sagen, dass er gut ist, dass er schlecht oder sonst etwas ist. Die Frage, was in dem Artikel steht, stellt sich aber gar nicht. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Mit dem heutigen Tag geben wir die Immunität als Prinzip auf und machen die Immunität zum Spielball von Mehrheitsbildungen. (Anhaltender Beifall bei FPÖ und Team Stronach sowie der Abgeordneten Franz und Rädler.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach sowie der Abgeordneten Franz und Rädler.
Schaffen wir die Immunität ab! Wir haben keinen absolutistischen Kaiser mehr, dem wir nachlaufen müssen. Ersparen wir uns dieses unwürdige Theater, das Sie nur aufgrund der Moralinsäure, die unsere Grünen hereinbringen, spielen! (Beifall bei FPÖ und Team Stronach sowie der Abgeordneten Franz und Rädler.)
Beifall bei ÖVP, FPÖ und Team Stronach.
Sie bestätigen jetzt das, was Abgeordneter Rosenkranz gesagt hat: Sittenwächter, die brauchen wir hier nicht! Wir haben das freie Mandat, Mandatare, die frei entscheiden, das möchte ich Ihnen sagen! (Beifall bei ÖVP, FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei ÖVP und Team Stronach sowie der Abg. Gamon. – Abg. Kogler: Ha, ha!
Manche von uns stimmen dem jetzt – das sage ich auch – nur mit Bauchweh zu. Für uns ist die Sache nicht so eindeutig wie für Sie, aber letztendlich haben wir uns für die Vorgangsweise entschieden, die unsere Fraktionsführerin im Ausschuss ohnehin zum Ausdruck gebracht hat. Spielen Sie aber bitte nicht ständig den Sittenrichter! (Beifall bei ÖVP und Team Stronach sowie der Abg. Gamon. – Abg. Kogler: Ha, ha!)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ein Gutachten wäre der richtige Weg – Zeit nehmen, vertagen und dann neu darüber diskutieren! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Sitzung Nr. 121
Beifall beim Team Stronach.
Die ÖVP hat heute auch einiges gesagt, was man tun könnte. Nämlich: Die Konsumenten könnten dieses Produkt boykottieren, wenn moralisch danebengegriffen wird. Ich sage Ihnen einmal eines: Wir könnten ohne Probleme diese Modelle schon bei der Veranlagung, bei der Prüfung der in Österreich anfallenden Steuern nicht mehr anerkennen. Nur: Das will man nicht, weil man Angst hat, dass diese Firmen dann nicht nach Österreich kommen. Das ist genau jenes Wirtschaftsförderungsprogramm, das in die komplett falsche Richtung läuft. Sie locken Firmen an, indem Sie ihnen die Hintertür aufmachen, um Steuern zu sparen, und konkurrenzieren damit die heimischen Firmen, die bis zu 50 Prozent Steuern zahlen. Das ist das Problem! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Bundesminister Schelling: Sie stimmen dann eh nicht zu, wenn wir es vorlegen! – Abg. Fekter: Wir sind für die Gesetze da, wir hier im Parlament!
das erwarte ich mir im Sinne der Steuergerechtigkeit. (Beifall beim Team Stronach. – Bundesminister Schelling: Sie stimmen dann eh nicht zu, wenn wir es vorlegen! – Abg. Fekter: Wir sind für die Gesetze da, wir hier im Parlament!)
Zwischenrufe bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.
Und wenn wir bei dem Punkt sind: Nach Ihnen sprach noch der Herr Ing. Lugar, von einer Liste mit dem Namen Stronach. Wo wohnt er denn, der Herr Stronach? Wo ist denn sein steuerlicher Wohnsitz? Wo befindet er sich denn immer? Wann muss er denn Österreich wieder verlassen, damit er ja nicht voll steuerpflichtig ist? Wann muss er denn das Mandat zurücklegen, um nicht voll steuerpflichtig zu sein? Wo erklärt er denn, wie viel an Steuern? (Zwischenrufe bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.) – Das sollten Sie einmal aufklären, wenn Sie heute die Liste STRONACH sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Leopold Steinbichler (STRONACH): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Herren Minister! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Zuhörerinnen und Zuhörer auf den Tribünen und vor den Fernsehgeräten! (Abg. Rasinger: Was ist das? Karl-May-Bilder?) Zu deiner Zwischenfrage (sich auf die Bildtafel beziehend, die der Redner vor sich auf das Rednerpult gestellt hat, auf der ein reitender Cowboy mit der Aufschrift „Konzernsteuer“ drei Rinder mit den Aufschriften „Ikea“, „Starbucks“ und „Google“ verfolgt): Das sind Bilder aus der „Kronen Zeitung“ von Dr. Tassilo Wallentin. Aber wenn du schon eine Zwischenfrage hast, dann habe ich auch eine: Hoffentlich hält eure rot-weiß-rote Farbe auch in Sachen TTIP. (Beifall beim Team Stronach.) Wenn man das Rot-Weiß-Rot schon so trägt, dann soll man auch dazu stehen – ich glaube, das wäre das Wichtigste –, und das kann man relativ bald, in den nächsten Monaten beweisen.
Beifall beim Team Stronach.
Ich denke, so ähnlich verhält es sich mit diesen Offshore-Geschäften, so ähnlich verhält es sich mit dieser Steuerhinterziehung. Denn es stimmt einen schon bedenklich – ich habe mir bewusst diese „Presse“ vom Samstag mitgenommen (eine Zeitung in die Höhe haltend) –, und ich bin überzeugt, dass der spanische Industrieminister überhaupt keine Bedenken gehabt hat, in keinster Weise, er hat mit Offshore-Geschäften nichts zu tun, denn er hat wahrscheinlich gar nicht gewusst, was das ist. Ganz im Gegensatz zum Kollegen Sieber, der nach seiner heutigen Darstellung scheinbar irgendeine Funktion bei der Vorarlberger Hypo bekommt. (Beifall beim Team Stronach.) Aber siehe da, ein paar Tage später ist der spanische Industrieminister Soria zurückgetreten.
Beifall beim Team Stronach.
Wer weiß es besser als der Finanzminister: Wenn die Unternehmen laufen, wenn die Beschäftigung läuft, wenn das tägliche Geld hereinkommt, dann kann der Finanzminister gestalten, dann kann der Finanzminister Politik für das Volk machen, Sozialpolitik machen, Wirtschaftspolitik machen, Gesundheitspolitik machen, wo wir überall schwächeln, da wir die Reformen nicht umsetzen, da angekündigte Reformen nicht umgesetzt werden, auf Kosten und zulasten der Bürgerinnen und Bürger in unserem Land. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abschließend möchte ich noch kurz auf Kollegen Matznetter eingehen. Lieber Kollege Matznetter, du solltest deine Recherchen etwas genauer machen, etwa beim Klubobmann Lugar, der war nämlich zu dem Zeitpunkt, für den du ihn beschuldigt hast, dass er mitgestimmt hat, nicht in diesem Hause. (Abg. Matznetter: Beim BZÖ!) War er auch nicht! Allerdings, mein lieber Kollege Matznetter, warst du Finanzstaatssekretär. Und wenn Frank Stronach irgendetwas in diesem Land nicht auf der Basis der österreichischen Steuergesetzgebung versteuert hat, bitte ich um Beispiele und keine anonymen Beschuldigungen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Leopold Steinbichler (fortsetzend): Wir sollten diese Thematik, diese Diskussion für einen Neustart nützen, für eine transparente, ehrliche Steuerdiskussion zum Wohle des Standortes Österreich. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Heiterkeit beim Team Stronach.
Da Sie das nun zum zweiten Mal nicht gemacht haben und Ihre Ausführungen einer tatsächlichen Berichtung nicht entsprechen, habe ich Ihnen das Mikrofon abgedreht, aber ich sehe, Sie können gut damit leben. (Heiterkeit beim Team Stronach.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ, NEOS und Team Stronach.
Wenn ein Kandidat sagt, er ist nicht bereit, auch wenn eine absolute Mehrheit eine Partei wählt, Mitglieder dieser Partei als Regierung anzugeloben, dann ist das für mich schon sehr nahe am Missbrauch dieser Verfassung. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ, NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Hagen: Rädler for president!
Das ist der Punkt, und deshalb hoffe ich sehr auf den jetzigen Bundespräsidenten Fischer – oder eben auf den zukünftigen, nämlich Norbert Hofer. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Hagen: Rädler for president!)
Sitzung Nr. 123
Beifall beim Team Stronach.
Ich darf Sie auf das „Grundsatzprogramm“ des Teams Stronach aufmerksam machen. Das (kurz eine Broschüre in die Höhe haltend) kann man im Internet herunterladen. Da gibt es ganz, ganz wichtige Hinweise und Unterstützungen in diesem Bereich für Unternehmer. Es gibt faire Steuern und klare Regeln. Es gibt für die Arbeitnehmer einen Steueranreiz bei Beteiligung von Mitarbeitern. Meine Damen und Herren! So müsste man die Politik richtig machen, sodass wir hier Arbeitsplätze haben, dass die Infrastruktur funktioniert, ja alles funktioniert. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich möchte Ihnen, Herr Bundesminister Klug – Herr Minister, Sie sollten mir jetzt genau zuhören! –, etwas mitgeben. Ich habe Ihnen bei Ihrer Rede zugehört. Ich habe etwas vernommen, das mich nicht sehr gefreut hat. Herr Minister! Sie haben zwar positiv vom Breitbandausbau gesprochen. Aber der eine Satz hat mich dann doch etwas erschüttert, als Sie sagten, da können dann die Leute schneller und besser den Urlaub übers Internet buchen und etwas bestellen. Meine Damen und Herren! Ich denke, es ist notwendig, dass wir Arbeitsplätze hier im Lande schaffen und nicht Amazon und weiß ich was alles unterstützen. Herr Minister, das war etwas unklug gewählt. Ich würde Sie bitten, das vielleicht wieder richtigzustellen und zu sagen, dass es Ihre Absicht ist, dass Sie Arbeitsplätze in Österreich schaffen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Minister, ich lade Sie ein, ich berate Sie gerne. Sie müssen nur auf mich zukommen. Ich helfe Ihnen gerne, damit wir da weiterkommen. Das wäre der richtige Weg. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
den regionale Betriebe geschlossen, regionale Arbeitsplätze vernichtet, und es wird internationalen Spekulanten die Tür geöffnet. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir müssen unseren Betrieben wirklich geeignete Lösungen anbieten. Die Behörde hat zu unterstützen und nicht zu verhindern! Das ist das Hauptproblem, das wir heute haben, wie Sie feststellen können, wenn Sie mit Unternehmerinnen und Unternehmern vor Ort sprechen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Ruf bei der SPÖ: … 56 Milliarden?!
Und auch da geht es um eine Frage der Struktur: Der Agrardiesel, der in Österreich den Bäuerinnen und Bauern im ländlichen Raum genommen wurde – 56 Milliarden €! –, den die europäischen Mitbewerber hingegen bekommen, fehlt dem ländlichen Raum. (Abg. Höfinger: 56 Milliarden?!) Wir bluten den ländlichen Raum aus! Wir werden das hier in einigen Monaten beim Finanzausgleich wieder diskutieren. (Beifall beim Team Stronach. – Ruf bei der SPÖ: … 56 Milliarden?!) – 56 Millionen €, Herr Kollege.
Beifall beim Team Stronach.
Ich darf abschließend Folgendes sagen: Wir reden hier, Herr Minister, von wertvollstem Steuergeld. Die angesprochenen 25 Milliarden €, die in den nächsten Jahren investiert werden sollen, sind wertvollstes Steuergeld, mit dem sorgsamst umgegangen werden muss. Dieses Geld muss ganz gezielt in die aktive Wirtschaft, in die KMUs, in die Industrie, in die Bildung – wie angesprochen – investiert werden, damit es auch tatsächlich für die Bevölkerung wirksam wird. Ich glaube, das ganz Entscheidende ist, dass wir alle diese Entscheidungen auf ihre Auswirkungen auf die Zukunft, auf unsere Kinder und unsere Enkerl hin prüfen, damit da positive Effekte entstehen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, deshalb ist es wichtig, dass neue Arbeitsplätze – das haben wir heute schon gehört – geschaffen werden, was Industrie betrifft, erneuerbare Energie, Forschung und so weiter. Und ganz, ganz wichtig ist, dass endlich die Sanktionen gegen Russland abgesetzt werden! (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach sowie des Abg. Strache.
Was wir dringend brauchen, ist auch – wie von Herrn Kollegen Themessl schon angesprochen – eine Unterstützung für unsere kleinen und mittleren Betriebe, denn diese Betriebe sind das Rückgrat der heimischen Wirtschaft, und sie gehören endlich entlastet und nicht ständig belastet! – Herzlichen Dank. (Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach sowie des Abg. Strache.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich glaube, das sind wir den Bürgerinnen und Bürgern schuldig, und ich hoffe, Sie als Innenminister leisten einen Beitrag dazu. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
von mir und von meiner Fraktion einige Anträge mit guten Tipps, wie wir dem Ganzen entgegentreten können, geben. Kollege Lugar hat es schon angesprochen, dass wir viele nicht wegbringen; Sie haben gestern in der „ZIB“ selbst gesagt, dass wir viele nicht abschieben können, die eigentlich nicht in unser Land gehören. Da gibt es einen tollen Antrag von mir, der kommt nachher, betreffend EU-Wartecamps in Nordafrika (Zwischenruf bei den Grünen), in die man genau diese Leute, die hier kein Asyl bekommen haben, die hier nichts mehr zu suchen haben, die hier straffällig geworden sind, einstweilen zum Warten hinschicken kann, bis sie dann wieder von ihrem Heimatstaat aufgenommen werden. Das ist ein wichtiger Schritt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Doppler.
Meine Damen und Herren, da läuft einiges falsch! Ich glaube, dass die vermutlich älter gewesen sind, und es gibt jeder an, dass er 17 Jahre alt ist, damit er ins Jugendstrafrecht hineinkommt, wenn man ihn erwischt. Das ist schon etwas, was wir uns einmal genauer anschauen müssen, Herr Minister, da gibt es viel zu tun. (Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Doppler.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Franz.
Es gibt viel zu tun. Sie haben gesagt, es gilt, zu handeln. Fangen wir an, Herr Minister, fangen Sie schnell an! Ich wünsche Ihnen viel Glück bei Ihren Regierungsspitzen, denn die werden Sie wirklich brauchen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Franz.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich habe auch noch einen Wunsch. Sie wissen ja selbst am besten, Herr Minister, die Tatsachen sind so, dass unsere Polizei auch entsprechenden Schutz braucht, denn die Polizei ist natürlich so manchen Angriffen ausgesetzt. Da braucht man einen besseren Schutz für unsere Sicherheit. – Herzlichen Dank. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
einer großen Mehrheit getragen wird, und deswegen wird meine Fraktion dem auch zustimmen. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Es wird nämlich aktiv geworben in diesen Ländern, indem man sagt: Wir bringen dich in eine bessere Welt! – Wir wissen aus vielen Berichten im Fernsehen und in anderen Medien, dass Menschen, die wieder zurückgehen, weil sie hier nicht das gelobte Land vorfinden, das sie hier vorzufinden erwartet hatten, dann sehr enttäuscht sind und ihre wirklichen Gründe nennen, warum sie hierher gekommen sind. Meine Damen und Herren, da müssen klare Signale gesetzt werden, dass sich Wirtschaftsflucht nicht lohnt, damit diese Menschen zu Hause bleiben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Franz.
Meine Damen und Herren, wir müssen ein klares Signal setzen, damit sich solche Tragödien wie vor knapp einem Jahr im Burgenland nicht wiederholen! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Franz.)
Beifall beim Team Stronach.
Das wäre ein wichtiger Schritt und ein richtiges Signal für die österreichische Bevölkerung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das gibt es bereits in Slowenien und das soll es auch in Österreich geben, damit jeder österreichische Staatsbürger nachschauen kann, wie viele Flüchtlinge wir jetzt wirklich in Österreich haben, wie viele von denen, die nicht hier sein dürfen, schon ausgewiesen wurden und wie viele trotzdem noch hier sind. Das wäre ein Schritt in die richtige Richtung. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Martina Schenk (STRONACH): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Wir werden dieser Gesetzesänderung heute zustimmen, mein Kollege Christoph Hagen hat das in seinem Redebeitrag auch schon begründet. Ich möchte an dieser Stelle auch noch einmal festhalten, dass es für uns nach wie vor nur ein erster Schritt in die richtige Richtung ist, dem noch viele weitere folgen müssen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Franz.
Wo sind wir denn?! Haben wir nicht bereits den Notstand, meine sehr geehrten Damen und Herren? Wie viele müssen noch vergewaltigt werden, was muss noch passieren, dass hier endlich etwas geschieht und dass vielleicht auch die Damen und Herren von den Grünen und den NEOS dazu kommen umdenken? (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Franz.)
Beifall beim Team Stronach.
(Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir werden demnächst auch wieder Initiativen in dieser Richtung einbringen und an diesem Thema auch dranbleiben. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach. – Abg. Lopatka: Er muss sich an Kennedy orientieren!
Da ich gerade den Klubobmann der ÖVP sehe, der mir das letzte Mal gesagt hat: Ja, jetzt haben wir den Schuldigen, der dieses Flüchtlingsproblem ausgelöst hat. Herr Präsident Obama war ja in Deutschland, Herr Klubobmann, und er hat eine wunderbare Aussage getätigt – ich habe es genau gehört –: Er hat gesagt, Europa soll in der Flüchtlingsfrage viel mehr tun. Ich sage ihm, er soll einmal schauen, wer die Hauptschuld an dieser massiven Flüchtlingsproblematik trägt. – Herzlichen Dank. (Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach. – Abg. Lopatka: Er muss sich an Kennedy orientieren!)
Beifall beim Team Stronach.
Die Bevölkerung hat ein Recht auf Schutz und Sicherheit. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren! Es ist das ein schwieriges Thema, weil es Gräben aufgerissen hat. Auf der einen Seite gibt es Mandatare, die glauben, wir können jeden, der zu uns kommen will, bestens versorgen, integrieren – alles ist möglich. Und auf der anderen Seite gibt es Realisten, die sagen, dass das angesichts der Zahl von 60 Millionen, die unterwegs sind, einfach nicht möglich ist. In dieser Diskussion befinden wir uns, in diesem Zwiespalt stehen wir. Da geht es nicht darum, dass der eine den anderen verurteilt, sondern darum, dass wir Verständnis füreinander aufbringen und dass wir als gewählte Mandatare der Österreicherinnen und Österreicher auch diese Verantwortung der österreichischen Bevölkerung gegenüber wahrnehmen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich möchte an dieser Stelle wirklich alle ersuchen, maßvoll miteinander umzugehen und nicht Hetze und Hass in den Vordergrund zu stellen, sondern Respekt füreinander, Respekt für die Position des Einzelnen, denn es gibt nicht nur Schwarz-Weiß, sondern es gibt viele Grautöne im Leben. Und ich glaube, keinem Einzigen hier herinnen ist es egal, wenn er Flüchtlingskinder sieht, wenn er Flüchtlingsfamilien sieht, und jeder Einzelne möchte helfen, aber der Rahmen der Möglichkeiten ist ein beschränkter, wenn wir nicht die eigene Bevölkerung gefährden wollen, wenn wir nicht unseren Wohlstand riskieren wollen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren! Wir haben viele Probleme in diesem Bereich. Wir haben Probleme, die wir nur gemeinsam und mit gegenseitigem Verständnis lösen können. Es hilft niemandem, zu polarisieren, rhetorisch aufeinander einzuschlagen, sondern wir müssen uns am Diskussionstisch finden und eine Lösung für die österreichische Bevölkerung treffen, denn die österreichische Bevölkerung sind die Menschen, die wir hier vertreten und die uns am Herzen liegen sollten. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Warum zitiere ich hier den Papst? – Wir haben in der sogenannten Flüchtlingsdebatte wirklich ein Problem mit der Wahrheit, denn die allermeisten Menschen, die zu uns kommen, das ist heute schon einige Male angeklungen, sind keine echten Flüchtlinge, sondern Migranten. Ich glaube, wir sollten daher in dieser ganzen Debatte auch ein neues Wording finden, wir sollten von einer „Migrationskrise“ und nicht von einer „Flüchtlingskrise“ und von einer „Migrationsdebatte“ und nicht von einer „Flüchtlingsdebatte“ sprechen. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Wir haben eine Situation, wo jetzt praktisch ein Jahr lang nichts getan wurde gegen eine Entwicklung, die so etwas von negativ war und wo wir immer wieder gefragt wurden – und vor allem die Grünen fragen das immer wieder –, wo die Rechte der Zuwanderer und der Migranten sind, sich leider aber bisher niemand die Frage gestellt hat: Wo sind denn die Rechte der Österreicher? (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Sie sollten das auch tun, wenn Sie noch eine gewisse Verantwortung für dieses Land leben wollen und wenn Sie nicht weiter in Ihrer utopischen Scheinwelt verharren wollen, denn das ist das Problem der Grünen. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Jetzt haben wir das Flüchtlingsproblem, das natürlich nicht Sie verursacht haben, das ist mir schon klar, aber da sind dann plötzlich 2 Milliarden € da. Da wird dann ganz locker Geld aufgetrieben, um eben die Flüchtlinge zu versorgen, die Sie zwar nicht ins Land geholt haben, aber in Bezug auf welche Sie sich anscheinend unglaublich bemüßigt fühlen, diese vorrangig zu behandeln. Da wird dann Geld hineingesteckt. Aber bei der Bildung heißt es einfach: Warten bis zum Ende des Jahres! Da geht man dann im Finanzrahmen so vor, dass man sagt: Bei der Bildung warten wir bis zum Ende des Jahres, und dann wird uns hoffentlich etwas einfallen! – Das ist aber nicht der richtige Weg, Herr Minister! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das hat Kollege Strolz schon vorhin gesagt: Wir haben ein Problem mit dem Föde-ralismus, mit den Landesfürsten. Wir haben das Problem, dass sich die Landesfürsten eine Regierung halten und auch einen Finanzminister. Nur beim Finanzausgleich haben Sie die Möglichkeit, da Stopp zu sagen. Sie haben auch die Möglichkeit, all die verkorksten Strukturen in den Ländern endlich aufzubrechen, um die 30 Milliarden €, die jedes Jahr in die Länder fließen, wo keiner weiß, was die Landesfürsten damit machen, endlich für sinnvolle Zwecke einzusetzen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Möglichkeit dazu hätten Sie, ich traue Ihnen das auch zu, ich traue Ihnen diesen Mut zu. Sie sind nicht abhängig von der Politik, Gott sei Dank, Sie sind der erste Minister, der von der Politik nicht abhängig ist. Also geben Sie sich einen Ruck und opfern Sie sich für die gute Sache! Versuchen Sie endlich beim Finanzausgleich etwas weiterzubringen! – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ein weiteres Beispiel – ich habe es am Vormittag schon genannt; das trifft aber den Kollegen Landwirtschaftsminister –: Durch die letzte Kürzung bei der Dieselrückvergütung beziehungsweise bei der Mutterkuhprämie fehlen im ländlichen Raum 100 Millionen €. Diese 100 Millionen € fehlen nicht den Bauern direkt, sondern indirekt der Landmaschinenindustrie und der ganzen Futtermittelindustrie. Da fehlt das Geld vor Ort. Das ist das Geld, das wirksam wird, das die Konzerne wegpacken. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abschließend: Zur McKinsey-Studie, die unlängst präsentiert wurde, die die großartigen Chancen Österreichs zeigt, wenn diese Reformen seitens der Wirtschaft umgesetzt werden, unterstützt von der Politik, ist zu sagen: Dann können wir dieses Österreich in den Mittelpunkt stellen. Dann kann dieses Österreich wirklich das oft zitierte Musterland für Europa, vielleicht sogar für die ganze Welt werden, wenn wieder Ethik und Moral in den Mittelpunkt gestellt und die Handels- und Wirtschaftskreisläufe regionalisiert anstatt ausgelagert werden. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach sowie des Abg. Gerhard Schmid.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ein großer Brocken in diesem Finanzrahmen bis 2020 sind die Flüchtlinge und die Integration. Dieser Finanzrahmen ist deutlich durch die Ereignisse der letzten Monate und der letzten Zeit geprägt. Auch die Mittel für die Arbeitsmarktpolitik sind deutlich aufgestockt worden. Die Frage ist nur: Für wen? Die Mittel für den Sondertopf für die Integration, die hier berücksichtigt werden, wären dringend für folgende Bereiche notwendig: für unsere Sicherheit, für unsere Gesundheit, für unsere Infrastruktur, für unsere Pensionen, für unsere Bauern, für unsere Betriebe und vor allem auch für unsere Familien. Dann wäre das ein richtiger Finanzrahmen für die richtige Zukunft. – Herzlichen Dank. (Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach sowie des Abg. Gerhard Schmid.)
Beifall beim Team Stronach.
Zum Abschluss noch ein Wort zum Thema Mystery Shopping: Meine Damen und Herren, ich halte das wirklich – so wie es auch die Ärztekammer kommuniziert hat und auch viele Kollegen hier und extern es immer wieder sagen – für einen ganz massiven Vertrauensbruch! Das ist eine Zäsur im österreichischen Gesundheitswesen. Das kann man so nicht stehen lassen, und das muss man mit allen zu Gebote stehenden Mitteln bekämpfen! – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 125
Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.
Meine Damen und Herren! Als Parlamentarier können Sie eine entscheidende Rolle dabei spielen, gefährlichen fremdenfeindlichen Diskursen zu begegnen und Vertrauen zwischen Bevölkerungsgruppen zu schaffen. Sie können auch einen Beitrag zur Stärkung der Frauen leisten. Das ist eine der obersten Prioritäten in meinem Amt als Generalsekretär sowie der UNO. Ohne dass wir 50 Prozent der Bevölkerung stärken, können wir nicht erwarten, dass wir unser Potenzial voll ausschöpfen können. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.
Ich bin hocherfreut, gerade am Töchtertag bei Ihnen zu sein – dem Tag, an dem Sie Ihre Töchter zur Arbeit mitbringen. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.) Ich habe eine Botschaft für die Mädchen in diesem Publikum und in aller Welt: Seid Weltbürgerinnen! Jede Einzelne von euch kann einen Unterschied bewirken. Also nochmals: Seid Weltbürgerinnen! Ich zähle auf euren Einsatz und euer Engagement. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.
Mister Secretary-General, I wish you personally all the best, but even more: I wish the United Nations all the best, because they are our tool. You said we should be global citizens. I think we are global citizens, and even more: I think we have to work hard also to be global politicians who make wise global decisions every day. Thank you for being here, Mister Secretary-General! (Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.
Herr UNO-Generalsekretär, Sie haben einmal gesagt: „Österreich ist mein zweites Heimatland geworden.“ „Ich habe mein halbes Herz in Wien gelassen und komme jetzt wieder nachschauen, ob es noch da ist.“ – Ich wünsche mir, dass Sie oft nachschauen kommen. Ihnen alles Gute! Thank you very much for your leadership! (Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei NEOS, SPÖ, ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach und des Abg. Haider.
ter wünsche ich dafür alles Gute. (Beifall bei NEOS, SPÖ, ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach und des Abg. Haider.)
Beifall bei Team Stronach, ÖVP, FPÖ und NEOS.
Deshalb: Die UNO ist wichtig, die UNO hat Großes geleistet, aber wir wollen mehr. Da wir alle Teil der UNO sind, da wir alle Teil dieser Weltgemeinschaft sind, müssen wir auch von uns mehr verlangen. Deshalb müssen auch wir Klartext sprechen, und wir müssen all jenen, die gegen die Regeln spielen, die ihre Interessen auf dem Rücken anderer umsetzen und ausüben, sagen: Bis hierher und nicht weiter! Wir wollen in einer Welt leben, wo Frieden herrscht und wo die Probleme, die wir alle gemeinsam haben, gelöst werden. Das erwarte ich mir von der UNO, das erwarte ich mir von uns allen. (Beifall bei Team Stronach, ÖVP, FPÖ und NEOS.)
Sitzung Nr. 126
Beifall beim Team Stronach.
Genau dieses Problem sehen wir beim Täterschutz, und genau deswegen sehen wir uns gezwungen, diese Verschlechterung beziehungsweise Behinderung bei der Aufklärung abzulehnen und hier ganz klar zu sagen, dass wir diese Maßnahme nicht mittragen können. Das geht unserer Meinung nach in die falsche Richtung. Daher: Opferschutz ja, aber Täterschutz nein! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ. – Abg. Fekter: Und wir sind keine Träumer!
Abgeordneter Christoph Hagen (STRONACH): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Bei uns gibt es einen kleinen Unterschied, Frau Kollegin Fekter: Wir vom Team Stronach wollen gar keine Drogendealer, und wir wollen rigoros verhindern, dass das passiert. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ. – Abg. Fekter: Und wir sind keine Träumer!)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Deswegen kann ich zum FPÖ-Antrag – zurück an den Start, zu den alten gesetzlichen Gegebenheiten – sagen: Das ist in diesem Fall der richtige Schritt, und nur diesem werden wir zustimmen. Diesem Gesetz in der Form, wie Sie es jetzt ändern werden, das zahnlos sein und wahrscheinlich sogar noch mehr Probleme bringen wird, können wir leider nicht zustimmen. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Bei diesen zwei Gesetzesänderungen sind wir natürlich gerne bereit zuzustimmen. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Auer.
Im vorgegebenen Fall ist, glaube ich, diese Lösung der beiden eingebrachten Anträge vertretbar. Es geht dabei nicht, wie gesagt, um das große Geld, da aufgrund dieser Vertragsbestände entscheidend ist, wie hoch der Provisionsanspruch ist. Und dann könnte ja der Versicherer sagen: Das sind lauter prolongierte Verträge, der Anspruch ist gesetzlich null beziehungsweise nur mehr für die Restlaufzeit. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Auer.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Tamandl: Weil ihr es nicht verstanden habt! – Zwischenruf des Abg. Haubner.
Wie er gesagt hat: Auf der einen Seite heißt es Umbenennung, auf der anderen Seite, dass die Prüfer die Prüfer überprüfen (Abg. Tamandl: … Prüfer überprüfen?!), und deshalb, Kollege Groiß, haben wir trotzdem Bedenken, und nicht nur, weil jetzt kurz vor Beschlussfassung im Plenum wieder eine Änderung erfolgt ist. Du hast zwar den Termindruck mit 26. Juni angesprochen, aber durch diese ständigen Änderungen auch nach den Ausschüssen bleibt immer wieder zu wenig Zeit, um sich ausgiebig damit zu beschäftigen, ob die Ziele dieser Regierung – angesprochen wurde ja auch das Golden Rating (Abg. Lichtenecker: Plating! Golden Plating! – Rufe bei der ÖVP: Golden Plating!) – in Bezug auf Entbürokratisierung und mehr Transparenz auch ausreichend erfüllt werden. Deshalb sind wir noch vorsichtig und werden dem Gesetz heute nicht zustimmen. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Tamandl: Weil ihr es nicht verstanden habt! – Zwischenruf des Abg. Haubner.)
Beifall beim Team Stronach.
Also, Herr Minister, ich glaube, das Team Stronach hat viele, viele gute Vorschläge. Wir bringen sie auch immer wieder mit Anträgen ein. Ich lade Sie ein, greifen Sie auf unsere Ideen zurück, Sie werden damit gut fahren! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Übrigens an dieser Stelle ein aufrichtiges Dankeschön an die Pannenhelfer, die Tag und Nacht im Einsatz sind. Wer einmal eine Autopanne erlebt hat, weiß, wie dankbar man ist, wenn diese Engel kommen und helfen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
Es ist ein Thema für den ländlichen Raum, wo die Straßen nicht so gut beleuchtet sind oder diese Übergangslichtstimmung oder Sonnenblendung auftreten, wo wir genau wissen, wie schwierig das oftmals ist, auch wenn es nur ganz kurze Zeiträume sind. Es gilt, alles zu unternehmen, damit die Verkehrsteilnehmer gut sichtbar sind. Auch die Sicherheitswesten wären meiner Meinung nach ein ganz einfacher Beitrag dazu – für beide: die Mopedfahrer und die Autofahrer –, um insgesamt diese fürchterlichen Unfälle zu verhindern, zu minimieren. Ich bitte wirklich um Unterstützung. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.)
Weitere Zwischenrufe beim Team Stronach.
Ich bin auch dafür, mehr auf vorbeugende Maßnahmen und auf Aufklärung zu setzen, den jungen Menschen noch deutlicher klarzumachen, welche Gefahren im Straßenverkehr auf sie zukommen. Deswegen werden wir auch diesen Antrag ablehnen. (Abg. Steinbichler: Die Familienpartei ÖVP!) Das hat mit Familie gar nichts zu tun! (Abg. Steinbichler: Doch!) Nein, nein! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) Das hat jetzt überhaupt nichts mit Familienpartei zu tun. Wir machen uns natürlich auch alle Sorgen um unsere Familienmitglieder, aber es gibt einfach Vorschläge, die überschießend sind, die keinen Sinn machen und die von den jungen Leuten auch nicht akzeptiert werden würden. Also da jetzt solche Verordnungen einzuführen … Da ist Bewusstseinsbildung wirklich wichtiger. (Weitere Zwischenrufe beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das ist aber nicht das Einzige, wenn es um Sicherheit geht, wenn man sich anhört, was Verkehrsexperten, ÖAMTC et cetera sagen. Der ORF macht eine Werbekampagne, dass Fußgänger in der Nacht gut sichtbar, mit reflektierenden Teilen ausgestattet sein sollen, dass sie Schutzwesten beziehungsweise reflektierende Westen tragen sollen, damit sie besser gesehen werden. Daher wäre das doch genau der richtige Schritt. Und wie ich vorhin schon gesagt habe: Gerade den pubertierenden Jugendlichen, die diese Westen sonst nicht tragen wollen, weil sie eitel sind – ich weiß, wie das ist, ich habe selbst Kinder, die mittlerweile aus dem pubertären Alter herausgewachsen sind; das ist nicht chic –, muss man es vorschreiben, um diese Jugendlichen, um diese Kinder zu schützen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Warum flüchten so viele Lkw-Unternehmen ins Ausland? Die fahren dann mit den neuen Lkws, das ist richtig, weil sie da günstiger fahren und der Lenker des Lkw halt auch weniger kostet. Also mit Ihren Maßnahmen machen Sie die österreichische Transportwirtschaft kaputt, das muss man auch einmal bedenken. Das sind viele Arbeitsplätze, die Sie da gefährden. Vielleicht müssen wir wieder einmal darüber nachdenken. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
derter. Das ist etwas, da fängt es bei mir in der Magengrube so richtig zum Kribbeln an, das ist etwas, was mich brutal stört. Da kommt es mir fast hoch. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Lintl. – Zwischenrufe bei den Grünen.
Aber es kommt noch besser, meine Damen und Herren. Weil ich gerade den Kollegen von den Grünen aus Vorarlberg sehe: Auch dort sitzen die Grünen in der Landesregierung. Nach dem Ambergtunnel gibt es ein Stück, das sind zwei Kilometer. Was haben wir dort? – Wieder einen Luft-Hunderter, und zwar fix, egal, was für ein Wetter ist; nur, um die Grünen zu beruhigen und um die Autofahrer abzukassieren! Das ist die Politik, die wir haben, meine Damen und Herren! (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Lintl. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Schmuckenschlager: Geh, bitte! Starker Tobak! – Zwischenrufe bei den Grünen.
Die Kamera ist eh schon auf die Grünen gerichtet: Da sitzen sie nämlich (in Richtung Grüne zeigend), die Sie abkassieren, liebe Autofahrer, das sind die Verräter dieses Staates! (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Schmuckenschlager: Geh, bitte! Starker Tobak! – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.
Da Sie offensichtlich bis jetzt für sich in Anspruch genommen haben, dass Ihre Verkehrspolitik die alleinig richtige ist, sind Sie jetzt wahrscheinlich politisch enttäuscht; aber so einfach geht das bei uns nicht. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Lintl.
und Betonfertigteile von Polen nach Deutschland fahren. (Zwischenruf bei den Grünen.) – Jawohl, Herr Kollege, danke für den Zwischenruf. – Schauen wir einmal, wie viele Lebendtiere sinnlos durch die Gegend gefahren werden, wie viel Fleisch sinnlos durch die Gegend gefahren wird, wie viel Gemüse sinnlos durch die Gegend gefahren wird! Schauen wir einmal, was alles sinnlos durch die Gegend gefahren wird! (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Lintl.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler. – Abg. Moser: Wegen dem Hunderter … Stau?!
Und dann wissen wir schön langsam, in welchem System wir uns befinden. Ich bin ja dankbar, dass darüber diskutiert wird, das ist ja sinnvoll. Ich darf noch darauf verweisen: Bevor wir über zusätzliche Lkw-Maut sprechen, sprechen wir über sinnlosen Verkehr! Und bevor wir über zusätzliche Geschwindigkeitsbeschränkungen sprechen, sollte man sich vor Augen halten – und da muss ich Kollegen Deimek unterstützen –: Wir haben in Linz vor diesem IG-Luft-Hunderter keine Staus gehabt, und seit wir diesen IG-Luft-Hunderter haben, haben wir in Linz Staus! Jetzt müssen mir Verkehrsexperten erklären, was für die Umwelt schlechter ist: ein zügiger, flotter Verkehr oder stundenlange Staus. Ich bin zwar kein Experte, aber ich setze auf die zweite Variante, dass sinnlose Staus mehr Umweltbelastung sind. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler. – Abg. Moser: Wegen dem Hunderter … Stau?!)
Beifall beim Team Stronach.
Kolleginnen und Kollegen, Arbeit haben wir genug! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Es ist notwendig, dass der Autobesitzer, die Autobesitzerin die Hoheit über das eigene Kfz hat und selbst entscheiden kann, wem welche Daten zu welchem Zweck zur Verfügung gestellt werden und nicht umgekehrt, Herr Kollege. – Danke schön. (Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb bitte auch hier ein klares Nein, und zu dieser Vorlage eine Zustimmung! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 128
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Team Stronach.
Als vierte Säule ist ganz wesentlich, dass die Verfahren beschleunigt werden, wofür wir auch einen klaren Ansprechpartner bei der Justiz brauchen. Sie kennen alle den tragischen Fall, wo ein Kenianer am Brunnenmarkt eine Straftat begangen hat, der bereits ein Register von Straftaten hatte, aber nie aus dem Verkehr gezogen, also quasi nie eingesperrt wurde. Somit hatten wir nicht mehr die Möglichkeit, das in der Prävention entsprechend zu erkennen. Die Nachschärfungen sind daher für uns auf gesetzlicher Basis ganz entscheidend, um vor allem zu einer schnelleren Abwicklung der Strafverfahren zu kommen, denn sehr viele, die in erster Instanz verurteilt werden und in Rekurs gehen, tauchen dann unter. Um das zu verhindern und straffällig Gewordene auch in Schubhaft nehmen zu können, soll das Fremdenpolizeigesetz im Herbst entsprechend adaptiert werden. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Wir alle wissen, dass man nicht alles verhindern kann; aber man muss, glaube ich, mit gutem Gewissen sagen können: Wir haben für die Arbeit der Polizei die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen. Ich möchte darauf hinweisen, dass die Deliktszahlen in den letzten zehn Jahren rückläufig waren, und mich bei den Polizistinnen und Polizisten für ihre erstklassige Arbeit bedanken. (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.) Wir sollten ihnen immer wieder danken, auch bei solchen Diskussionen; ich tue das wirklich sehr gerne. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In Richtung ÖVP sei Folgendes gesagt: Ja, es ist notwendig – und zwar dringend notwendig! –, dass wir einen Aktionsplan machen, denn Österreich ist schon lange nicht mehr so sicher, wie es uns vorgemacht wird. Kollege Amon hat hier vom subjektiven Sicherheitsgefühl gesprochen, das gestärkt werden soll. Meine Damen und Herren, nicht das Gefühl sollten wir stärken, sondern wir sollten die Sicherheit stärken! Wir sollten die Sicherheitsbeamten stärken, wir sollten schauen, dass die Exekutive wieder mehr Rechte hat, damit sie ihren Job auch ordentlich machen kann und dort auch von der Politik geschützt wird. Meine Damen und Herren, das wäre der richtige Weg! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Deswegen fordere ich schon lange Wartecamps in Nordafrika, wohin wir solche Leute, die nichts mehr in Österreich zu suchen haben, die hier straffällig geworden sind, bringen können, von wo sie dann selbständig nach Hause in ihr Heimatland gehen können oder wo sie verharren können, bis sie ihr Heimatstaat zurücknimmt – und das hat seinen Grund! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Minister, Sie haben vorhin angesprochen, dass wir Ihnen Tipps geben sollen. Ich gebe Ihnen einen Tipp. Marokko verhandelt seit 14 Jahren mit Österreich um die Rücknahme von aus Österreich Ausgewiesenen, in Libyen haben wir nicht einmal einen Ansprechpartner – das sind Aussagen des Herrn Außenministers –, also ich glaube, da wäre es notwendig, dass wir mit diesen Wartecamps genau diese Maßnahmen setzen. Das wäre ein richtiger Schritt, das können wir mit wenig finanziellen Mitteln günstig betreuen, und so wäre es möglich, dass wir diese Menschen wegbringen und die Österreicherinnen und Österreich vor ihnen schützen. Das wäre der richtige Weg. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Darmann: Im Team Stronach hat sich das aber noch ein bisschen anders angehört!
Das sind die Fakten, meine Damen und Herren, und diesen Fakten müssen wir mit allen Mitteln, die uns der Rechtsstaat gibt, entgegenwirken. Deswegen ist auch seitens der Justiz und seitens des Innenministeriums ein Bündel an Maßnahmen notwendig, sowohl in der Vollziehung als auch in der Gesetzgebung. (Abg. Darmann: Im Team Stronach hat sich das aber noch ein bisschen anders angehört!)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, NEOS und Team Stronach.
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister Sobotka – ich muss immer schauen, denn er sitzt so rechts außen! Zunächst darf ich die vierte Klasse der Mary-Ward-Volksschule aus Krems und die Schülerinnen und Schüler der Volksschule St. Thekla aus Wien-Wieden begrüßen – beide Volksschulklassen sind durch eine Brieffreundschaft verbunden und besuchen heute das Parlament. (Allgemeiner Beifall.) Ebenso begrüße ich eine Gruppe des Rings Freiheitlicher Jugend aus Eferding. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, NEOS und Team Stronach.) Herzlich willkommen – Politik live, man kann nicht früh genug damit beginnen, sich politisch zu interessieren, noch dazu bei einer so interessanten Debatte, nämlich zu Fragen der Sicherheit!
in Richtung des Teams Stronach weisend
Zunächst zu meinem Vorredner: Bei Kollegen Ertlschweiger sieht man, wie sehr sich der Standpunkt dem Standort annähert. Als er noch dort (in Richtung des Teams Stronach weisend) gesessen ist, ist es ihm nicht schnell genug gegangen. Jetzt ist alles bestens. Zu freiheitlichen Vorschlägen kann ich nur eines sagen: Das ist wie beim Fußball – wir Freiheitlichen liefern immer die Steilvorlage, und die anderen müssen laufen, damit sie in den Strafraum kommen und dort vielleicht ein Tor schießen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Da gibt es einen politischen Islam, der die Weltherrschaft an sich reißen will und dem alle Mittel recht sind: Mord, Totschlag, Vergewaltigung, alles. Und solche Menschen lassen Sie herein, unkontrolliert?! Haben Sie schon einmal nachgefragt? Gibt es einen Psychotest für Menschen, die hierbleiben wollen? Ich habe gerade einen Waffenschein für eine Waffenbesitzkarte machen müssen, weil ich mich auch selbst nicht mehr sicher fühle. Da wird man auf Herz und Nieren kontrolliert. Da muss man über Stunden einen Psychotest machen. Haben Sie das schon einmal bei Ihren Freunden gemacht, die da kommen? (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Prävention heißt, die Menschen, die hier nichts verloren haben, außer Landes zu bringen. Das wäre der erste Schritt, und den erwarte ich mir von der neuen Regierung. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Der Begriff Freihandelsabkommen ist, muss ich ehrlich zugeben, marketingtechnisch schon einmal sehr, sehr hochintelligent gewählt worden. Freier Handel, das wollen wir natürlich alle. Gerade in der momentanen Situation will natürlich jeder alles probieren, um die Wirtschaft anzukurbeln. Nur, was hinter diesen Freihandelsabkommen steht, ist leider doch eine Mogelpackung, bei der der Preis für die Bevölkerung sehr, sehr hoch sein könnte. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Durch NAFTA haben natürlich die Exporte zugenommen. Die Frage ist nur: Welche? – Klar ist, das Lohnniveau ist vor allem in Mexiko ganz stark gesunken. Der Anteil der an der Armutsgrenze Lebenden ist gestiegen, denn der hoch subventionierte US-Mais bedeutete den Ruin vieler, vieler Kleinbauern. Gewinner waren – dreimal dürfen Sie raten – die großen Konzerne, die da ihren Exportanteil ausbauen konnten. Also unter fairem Handel stellen wir uns hier in Österreich etwas anderes vor. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Und ein letzter Satz noch: Die deutsche „Welt“ hat unlängst über Untersuchungen berichtet, bei denen herausgekommen ist, dass es wirtschaftlich durchaus verkraftbar wäre, wenn wir TTIP klar ablehnen. Es wäre ein rein politischer Schaden. – Denken Sie darüber nach! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach, FPÖ, Grünen und NEOS.
Ich darf heute mit Freude eine Gruppe des Bauernmarktes Regau unter Obmann Schwarz begrüßen, die sich diese Diskussion auf der Galerie mit Interesse anhört. (Beifall bei Team Stronach, FPÖ, Grünen und NEOS.) Auf dem Regauer Bauernmarkt bieten über 40 Aussteller aus dieser Region ihre Produkte an. Nur: Hier sieht man (auf die auf dem Rednerpult stehende Tafel zeigend), wie aggressiv derzeit der Markt umworben wird. Hier auf dieser Preisliste mit der Überschrift „Steak-Weltmeister“ sind sieben Gebiete angeführt: Japan, Europa, Südamerika, Nordamerika, Afrika, Australien und Asien, und auf der Speisekarte steht dann meistens – Herr Präsident Schultes, du wirst ja heute noch zu diesem Thema sprechen –: Produkte aus der Region, erzeugt nach heimischen Grundsätzen, nachhaltig und im Einklang mit der Natur. – Das ist das Problem, das unsere Betriebe, unsere kleinen Gewerbebetriebe, unsere Arbeitnehmer haben!
Beifall bei Team Stronach, FPÖ und Grünen. – Abg. Schieder: Nein …!
Sind das die Arbeitnehmerstandards, die Sie in Österreich einführen wollen? Ist das die Politik, die wir unterstützen wollen? (Beifall bei Team Stronach, FPÖ und Grünen. – Abg. Schieder: Nein …!) – Danke, Herr Kollege Schieder.
Beifall beim Team Stronach.
Definiert bitte einmal, was die roten Linien sind! Wir wissen ja gar nicht, was da bei CETA, TTIP und Co verhandelt wird. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist ja das Problem! (Beifall beim Team Stronach.) Und dann heißt es: Gehts ins Wirtschaftsministerium und schauts euch die Akten an, aber aufschreiben dürft ihr nichts, fotografieren dürft ihr nichts!
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Und jetzt komme ich zu einem weiteren Punkt: Kommissar Hogan war hier in diesem Haus. (Zwischenruf des Abg. Eßl.) – Ja, Präsident Eßl, du bist ja der Beste: Du hast angeblich die Militärmusik gerettet, hast aber gar nicht gewusst, dass du dagegen gestimmt hast! Dir glaube ich besonders viel. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir gehen ungeschützt in diese Globalisierung. Wir gehen ungeschützt in diesen Markt. Wir dürfen unsere Landwirtschaft, unsere Konsumenten, unsere regionalen Arbeitsplätze, unsere Firmen nicht dieser Globalisierung opfern. Das ist das Entscheidende! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (STRONACH): Hohes Haus! Vielleicht am Anfang ganz kurz zu Frau Nachbaur: Frau Nachbaur, wenn Sie alles Mögliche ankreiden, haben Sie wahrscheinlich vergessen, dass Sie in der ÖVP sind und die ÖVP Teil einer Koalition, einer Regierung ist. (Beifall beim Team Stronach.) Und wenn Sie ein Problem mit dem Wirtschaftsminister haben, dann reden Sie doch persönlich mit dem Wirtschaftsminister oder mit dem Finanzminister oder vielleicht mit dem Kanzler von der SPÖ, wer auch immer das sein mag. (Zwischenruf der Abg. Nachbaur.) Dann reden Sie doch bitte intern und belästigen Sie uns hier nicht mit Ihrer Oppositionskritik aus der Regierungsarbeit heraus. (Zwischenruf der Abg. Fekter.)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb, Herr Finanzminister, seien Sie ein bisschen mutiger! Ich weiß, es ist schwierig bei der ÖVP, da gibt es ganz viele Einflüsterer, da gibt es viele Einflussbereiche, da gibt es unglaublich viel Beton, den man erst entfernen muss, bevor man etwas bewegen kann; das weiß ich natürlich. Sie sind auch schon seit einiger Zeit im Amt und es wird immer mühsamer, das weiß ich auch. Aber jetzt könnte es sein, dass ein neuer Kanzler Ihnen ein bisschen Mut einflößt. Ich hoffe, dass Herr Kern Ihnen den Enthusiasmus zurückbringt, den Sie am Anfang hatten, denn wir haben am Anfang viel von Ihnen gehalten – das tun wir mittlerweile immer noch –, aber leider ist in den Mühen der Ebenen einiges verloren gegangen. Deshalb: Finden Sie diesen Mut wieder! Ich hoffe, dass Ihnen der neue Kanzler ein bisschen Nachhilfe gibt. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das ist die Alternative, wenn wir immer billiger und günstiger sein wollen und wir verleugnen, wo das Produkt herkommt. (Abg. Obernosterer: Was hast du jetzt gesagt?!) – Wir können jederzeit zu dir nach Hause fahren, dann schauen wir uns an, wie viel Palmöl du in deinem Betrieb hast. Das ist die Realität. Wir müssen diskutieren, was Sache ist. Wir müssen von diesen Showthemen wegkommen, wir müssen von diesen Showbildern wegkommen, von dieser heilen Welt, die es in Wirklichkeit nicht gibt. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Herr Kollege Matznetter, warum wollen wir uns denn etwas vormachen, das es nicht gibt? (Abg. Matznetter: Wo ist das Palmöl?) – Es ist für dich ein wesentliches Thema! Wo das Palmöl ist? – In 70 Prozent aller Lebensmittel. Du als Vertreter der Konsumenten solltest dieses Thema viel wichtiger nehmen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Das ist wirklich auf das Strengste zurückzuweisen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Pirklhuber.
Ich möchte etwas zurückweisen, Kollege Loacker: Das ist keine Gefühlsdiskussion. Wenn du zwei nahe Familienangehörige an den Krebs verloren hast, dann weißt du, dass Gesundheit das höchste Gut ist, und wenn so ein Spritzmittel Krebs verursacht oder nur in den Nahbereich kommt, Krebs zu verursachen, dann ist es zu verbieten! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Pirklhuber.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Matznetter: Wir haben es verstanden! – Ruf bei der ÖVP: Taferl! Leo, nimm dein Taferl mit! – Abg. Obernosterer: Das war das falsche Taferl!
Abgeordneter Leopold Steinbichler (fortsetzend): Ich bin bereits am Ende meiner Ausführungen; ich möchte den Satz nur fertig ausführen. Glyphosat ist nicht wieder für 15 Jahre zuzulassen, sondern wie ein Versicherungsvertrag zu prolongieren: Es wird bis auf Weiteres, solange es kein Ersatzmittel gibt, zugelassen, aber sobald es vernünftige Ersatzlösungen gibt, verboten. Das wäre ein gangbarer Weg. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Matznetter: Wir haben es verstanden! – Ruf bei der ÖVP: Taferl! Leo, nimm dein Taferl mit! – Abg. Obernosterer: Das war das falsche Taferl!)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Rädler.
Stronach, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Auer.) Wir brauchen in allen Sparten kostendeckende Preise, damit unsere Bäuerinnen und Bauern produzieren können, damit wir die Produktion erhalten, sonst können wir gar nicht mehr darüber diskutieren, wie produziert wird, sondern nur mehr darüber, wie importiert wird. Und da haben wir auch keine Chance mehr, uns auszusuchen, ob es Qualität ist oder industrielle No-Name-Ware. Ich glaube, das ist das ganz Wesentliche. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Rädler.)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb ist jede Maßnahme gescheit, auch abseits des Handwerkerbonus, aber wenn die Rahmenbedingungen fehlen, dann ist das leider nur eine kosmetische Wirkung. Deshalb fordern wir auch die nötigen Rahmenbedingungen wie Bürokratieabbau und Senkung der Lohnnebenkosten ein. Wir haben immerhin 10 Prozent Nachteil gegenüber europäischen Mitbewerbern. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (STRONACH): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Am 15. Mai hatten wir in Österreich 424 697 Arbeitslose, und das ist, glaube ich, eine Zahl, die uns allen zu denken geben sollte. Es ist höchst an der Zeit, gemeinsam Maßnahmen zu setzen, damit diese arbeitslosen Menschen die Chance haben, wieder in den Arbeitsprozess hineinzukommen und Arbeit zu finden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Auch das ist eine Logik des Gesetzes: Wenn immer wieder billig angeboten wird und die einheimischen Firmen keine Aufträge mehr erhalten, dann werden sich die Sozialstandards nach unten bewegen. Ich glaube, wir alle wollen das nicht, und deshalb müssen wir Sorge tragen, dass fairer Wettbewerb herrscht und das jene Firmen, die fair und korrekt handeln, auch die Chance haben, Jobs zu erhalten und Aufträge zu bekommen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn ich die Registrierkassenverordnung, die angeblich 72 Seiten umfassen soll, hernehme, dann muss ich sagen: Wir reden zwar immer von Bürokratieabbau, aber in Wirklichkeit werden Unmengen von Bürokratie produziert. Wir müssen das, wozu wir uns verbal bekennen, auch umsetzen. Wir müssen wirklich bei der Bürokratie herunterfahren. Wir müssen die Lohnnebenkosten senken. Die Lohnnebenkosten sind mittlerweile schon zu Lohnhauptkosten geworden und vielfach der Grund, warum Unternehmen niemanden mehr einstellen. Das heißt, wir müssen alles unternehmen, um ein unternehmerfreundliches Klima zu schaffen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn es zur Aufstockung bei der Finanzpolizei käme, dann würden wir vom Team Stronach nur dann zustimmen, wenn es eine ganz klare Vorgabe gibt, nämlich dass die Finanzpolizei gezielt ausländische Firmen kontrolliert, denn wir sind der Meinung, dass unsere heimischen Firmen schon so viele Prügel zwischen den Beinen haben, dass unsere heimischen Firmen schon so in die Enge getrieben und kriminalisiert werden – Stichwort „Schurkenstaat“, das wir vonseiten der Grünen hören mussten –, dass man nicht mehr davon sprechen kann, dass unsere heimischen Firmen ein unternehmerfreundliches Umfeld vorfinden. Wir vom Team Stronach wollen jedoch ein unternehmerfreundliches Umfeld, damit eben Arbeitsplätze geschaffen werden und damit sich Österreich auf gutem Wege entwickeln kann. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir bitten im Sinne der Zukunft aller Sparten, Herr Kollege Schmuckenschlager, um Unterstützung, damit wir dieses wundervolle Land nachhaltig absichern. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Sieber.
Das ist die Zerstörung der Milchwirtschaft, lieber Kollege Sieber. Erkundige dich, bevor du dich da herstellst und glaubst, du kennst dich ein bisschen in der Milchwirtschaft aus! (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Sieber.) Und predige nicht scheinheilig, dass du so ein ganz ein Braver bist, der sich so beschränkt, denn ich gehe nicht um vier Uhr in der Früh in den Stall, damit ich mir dann da ein Märchen erzählen lasse!
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Köchl.
Jetzt haben wir dieses Preisniveau erreicht, obwohl das immer bestritten wurde. Ich habe immer darauf hingewiesen, dass wir dort landen werden: 2,69 € ein Kilogramm Käse! Jeder hier im Saal, der rechnen kann, möge sich das ausrechnen: Das bedeutet einen Milchpreis von 7 bis 8 Cent. Genau dort sind wir jetzt, und da braucht mir niemand etwas zu erklären. Weil Herr Kollege Prinz von Partnerschaften geredet hat: Ja, was haben denn die Milchbauern? – 99 Prozent bäuerliche Genossenschaften! Der liebe Gründer, Herr Raiffeisen, würde sich im Grab umdrehen, wenn er sehen würde, was aus seiner wertvollen Idee gemacht wurde. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Köchl.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich habe es mir bewusst bis zum Schluss aufgehoben: Das (eine Packung mit der Aufschrift „SENNA Linea Verde Bio Universal“ in Richtung ÖVP haltend) ist das Produkt. (Zwischenruf des Abg. Sieber.) – Bitte nicht, Herr Kollege Sieber! Ein bisschen auseinanderdividieren, und dann sind wir eh gute Heubauern, dann sind wir welche, die sich beschränken. – Ich sage dir eines: Dass dich halt nicht die Tierschützer packen, wenn du deine Kühe nicht gescheit fütterst, weil du ihnen kein Kraftfutter mehr gibst: Wenn du eine leistungsgerechte Kuh hast, musst du sie auch dementsprechend leistungsgerecht füttern, und wenn du willst, dann lerne ich dir das noch heute, das sage ich dir, weil ich tu es seit 47 Jahren. (Beifall beim Team Stronach.) Streuen wir den Leuten da herinnen nicht Sand in die Augen!
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Rädler.
Ich bitte, diesen Antrag endlich zu unterstützen. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich möchte mich ganz gezielt an den Abgeordneten und Präsidenten Eßl – ich nenne dich nicht beim Kosenamen – richten: Wenn du noch einmal versuchst, mir zu unterstellen, ich hätte im Entferntesten etwas mit der „Freien Milch“ zu tun, dann lerne Agrarpolitik. Wolfgang Pirklhuber hat das richtige Packerl mitgehabt, nämlich A faire Milch. (Abg. Eßl: Wie viel kostet jetzt die faire Milch?) Hör endlich auf, mit Unterstellungen bewusst zu verwechseln! Das ist doch deiner nicht würdig, was du da machst. Das musst du einmal deinen Salzburger Milchbauern und Milchbäuerinnen sagen. Mich wundert es nicht, dass die Salzburger immer öfter bei mir anrufen. Darüber musst du nachdenken, nicht ich. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Minister, bitte schau dir deine Exportpreise an. Du selber hast mir in einer schriftlichen Anfragebeantwortung mitgeteilt, dass wir beim Weltmeisterkäse Exportpreise von 1,73 € bis 3,80 € pro Kilogramm haben. (Abg. Eßl: Und wie viel zahlt ihr für die Milch? – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.) – Lauter, Herr Präsident Eßl, du hast gesagt, ich weiß es. Ich glaube, du weißt viel mehr, aber du bringst es hier vorne nie heraus. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Dafür sind wir zu haben, dafür treten wir ein: Für unsere Bürgerinnen und Bürger und für eine zukunftsträchtige Landwirtschaft! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Nochmals: Das ist ein Thema, wo wir sehr, sehr vorsichtig sein müssen, eben gerade im Hinblick auf TTIP und CETA. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Sitzung Nr. 130
Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Ich habe mein Berufsleben ja selbst als Journalist begonnen, wie Sie wissen, und ich weiß, dass es natürlich auch von dieser Seite viele Gesprächsbedürfnisse gibt, aber ich halte es für sinnvoll, nicht jedem Mikrofon gegenüber eine Wortspende abzugeben, weil ich fest davon überzeugt bin, dass sich dieses Land eine politische Führung, die sich keine Zeit zum Nachdenken nimmt, nicht leisten kann. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Politischer Inhalt wurde durch taktischen Opportunismus ersetzt, und ich denke, genau das ist es, womit wir brechen müssen. Wir brauchen eine klarere Akzentuierung, wir müssen klarmachen, wofür wir stehen, denn eines habe ich auch verstanden: Menschen brennen nicht für Kompromisse, sie brennen für Grundsätze und Haltungen. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
In dieses geistige Vakuum, in die Ritzen dieses Vakuums, dieses Gebäudes kriecht natürlich umso leichter das Vorurteil und die billige Pointe. Ich bin davon überzeugt, dass wir Visionen brauchen und den Mut dazu haben sollten, und zwar nicht unbedingt nur aus einem bestimmten Politikverständnis heraus, sondern weil das schlicht und einfach eine taktische Notwendigkeit ist. Im Jahr 2016 bedeutet keine Visionen zu haben, dass derjenige, der keine Visionen hat, tatsächlich einen Arzt braucht. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Fritz Stern, der große Historiker – er ist gestern verstorben, ich glaube, er war im 90. Lebensjahr –, hat eine große Formulierung gewählt, er hat gesagt: Menschen haben Ängste, aber es macht keinen Sinn, sie in diesen Ängsten zu bestärken. – Genau das ist ein Zugang, den ich hier auch vertreten möchte, weil es mir darum geht, ganz persönlich darum geht, Probleme zu lösen, die realen Ursachen für diese Ängste zu bekämpfen, ihnen aber ein positives Politikbild und ein positives Weltbild gegenüberzustellen. Wir wollen die Hoffnung nähren und nicht die Sorgen und die Ängste der Menschen. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Wenn Sie in der Historie zurückschauen, dann sehen Sie, dass dieser New Deal mehrere Elemente hatte, ein ganz entscheidendes ist aber gewesen, dass es darum geht, kurzfristig die Investitionsbereitschaft der privaten Investoren, Unternehmer und Unternehmerinnen zu stärken. Es ist vor diesem Hintergrund für uns ganz wesentlich, dass wir nicht nur die Bereitschaft formulieren, die Wirtschaft zu stimulieren, sondern dass wir auch von den Unternehmen erwarten, dass sie ihre soziale Verantwortung wahrnehmen. Jobs, Jobs, Jobs!, ist natürlich eine wichtige Formel, aber für uns ist mindestens ebenso wichtig, dass daraus Jobs resultieren, von denen die Menschen in unserem Land auch tatsächlich leben können. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Lang anhaltender Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Beifall bei Abgeordneten von Grünen, NEOS und Team Stronach.
In dem Sinn würde ich mir einen konstruktiven Dialog mit Ihnen hier im Hohen Haus wünschen, aber auch, dass es uns gelingt, Menschen dazu zu bewegen, sich wieder politisch zu engagieren. – Danke. (Lang anhaltender Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Beifall bei Abgeordneten von Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen, NEOS und Team Stronach.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich möchte, bevor ich auf ein paar Inhalte und auch Prinzipien aus meiner Sicht der Politik eingehe, es nicht verabsäumen, neben dem Willkommensgruß an den neuen Bundeskanzler auch Dankesworte an das scheidende Team, aber auch an Bundeskanzler Werner Faymann zu richten. Er hat in einer ganz schwierigen Zeit mit intensivem Einsatz Österreich vertreten. Er hat uns vor allem auch auf internationaler Ebene würdig und intensiv vertreten und mit uns, trotz mancher Unterschiede, gut zusammengearbeitet. Ich darf mich bei ihm, aber auch bei seinem Team dafür bedanken und ihm alles Gute wünschen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Ergreifen Sie deshalb die Gelegenheit, machen Sie das, was man von Ihnen erwartet, lösen Sie die Probleme, und vor allem die Probleme, die augenscheinlich sind! Wenn die Menschen den Fernseher aufdrehen und von Vergewaltigungen und Sonstigem hören, dann haben sie Angst. Da Sie ihnen mehr als 50 Prozent ihres Geldes wegnehmen, haben Sie verdammt nochmal die Pflicht, sich dieser Probleme anzunehmen. Das ist Ihre Pflicht! (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich kann Ihnen nur sagen, ich wünsche mir, dass Sie erfolgreich sind, auch wenn das für die Opposition nicht so gut aussieht, denn dann werden Sie auch in den Umfragen wieder besser dastehen. Aber als Staatsbürger und angesichts dessen, was wir zu erwarten haben, wenn Sie nicht reagieren, wünsche ich mir, und das aus tiefstem Herzen, dass Sie erfolgreich sind. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Bundeskanzler, meine Damen und Herren von der Bundesregierung, da müssen Sie anpacken! Das wäre ein klares Signal. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Alles Gute der Regierung! Nehmen Sie meine Worte ernst und nehmen Sie unser Angebot wahr, dann werden wir gut für die Österreicherinnen und Österreicher, für die Steuerzahler arbeiten. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP, NEOS und Team Stronach.
Die Antwort, geschätzte Damen und Herren, die ich darauf geben will, ist: ökologische Verkehrspolitik. (Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP, NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, NEOS und Team Stronach.
Ich möchte Ihnen das Angebot machen, über diese Dinge sehr intensiv zu diskutieren, andere Vorschläge anzuhören, zuzuhören, teilweise auch umzusetzen, denn ich denke, das ist die beste Art und Weise, Parlamentarismus zu leben. Ich bedanke mich schon jetzt für Ihre gute Zusammenarbeit. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Was mir auch gefallen hat, denn das habe ich in den letzten Jahren von der Regierungsbank noch nie gehört, war, dass Sie als Regierungsmitglied gesagt haben, dass die Menschen in den letzten fünf Jahren einen Reallohnverlust hatten. Jeder Einzelne hat es in seiner Brieftasche gespürt, dass er immer weniger Kaufkraft hatte, aber es hat sich niemand getraut, dieses heikle Thema anzusprechen. Es gibt mir Hoffnung, wenn seitens der Regierung zuerst einmal eine klare Analyse erfolgt, damit wir dann eben Schritte setzen können, um das System zu verbessern. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Und auch da meine Bitte an die Regierungsbank: Bitte überlegen Sie noch einmal diese Kriminalisierung der Unternehmer, die in den letzten Jahren stattgefunden hat – Stichwort Registrierkassenpflicht – und was wir unseren Wirten zugemutet haben, was wir den Kleinunternehmern zugemutet haben! Ich habe die große Befürchtung, und es wird Ihnen allen so gehen, wenn Sie mit Unternehmern, Selbständigen, mit Kleinstunternehmern reden, dass die sagen: Ich will nicht mehr, ich höre auf! Ich suche mir einen Job, ich will so nicht weitertun! Und dann werden auch noch diese Menschen auf den Arbeitsmarkt drängen. – Haben wir doch den Mut, für kleine Unternehmer Lockerungen zu schaffen, dass sie wirklich in der Selbständigkeit bleiben können. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In Summe gesehen gibt es ein riesiges Betätigungsfeld, auch in der Bildungspolitik, wo Eltern und Kinder im Moment wirklich sehr stark gefordert sind, sehr stark leiden, wenn ich das Stichwort Zentralmatura erwähnen darf, wo aus heiterem Himmel 60, 70 Prozent plötzlich nicht mehr entsprechen. Wenn Schülerinnen und Schüler in den letzten Jahren in diesem Gegenstand sehr gut waren und plötzlich mit einem Nicht genügend konfrontiert sind, dann stimmt doch das System nicht! Da wurde schlecht vorbereitet. Meine geschätzten Damen und Herren, nehmen wir uns dieser Thematik an und schauen wir endlich, dass wir diese Zentralmatura auf einem Niveau stattfinden lassen – mit Unterstützung der Schüler, mit Unterstützung der Lehrer –, damit das schaffbar und machbar ist! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
genutzt wird, sodass wir gemeinsam Erfolgsgeschichten schreiben können. – In diesem Sinne: Glück auf! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, NEOS und Team Stronach.
Ich möchte noch ein Wort zur Kultur sagen, weil das damit zu tun hat, wie man miteinander umgeht, und da habe ich heute in der Diskussion über weite Distanzen gesehen, dass dieser Umgang sehr in Ordnung ist. Ich muss nur leider auch feststellen, dass ich gleichfalls erlebt habe, wie eine Kollegin, die noch nicht einmal die Möglichkeit hatte, sich zu Wort zu melden, hier angegriffen wurde. Ich muss sagen: Das hat für mich mit Kultur zu tun, und ich finde das absolut nicht in Ordnung. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Peter Wurm: Da hat sie einmal etwas geschafft, die Regierung!
Ich darf vielleicht auch ein positives Beispiel nennen. Verteidigungsminister Doskozil hat in seiner kurzen Ministerzeit bewiesen, dass, wenn man mit Herz und Handschlagqualität Politik macht, etwas zu ändern ist. Ich habe dir damals in der Säulenhalle gesagt, du wirst bei vielen Blasmusikkonzerten auf die Bühne geholt und für deine schnelle Entscheidung sehr geschätzt werden, die du im Sinne dieses Landes getroffen hast. Das betrifft nicht nur die Sicherung der Kasernenstandorte, was in Richtung Sicherheit geht, sondern du hast verstanden, welcher wertvolle Dienst und welche wertvolle Leistung bei der Militärmusik erbracht werden, was dort für die vielen Blaskapellen landauf, landab erreicht wurde, dass die Musikerinnen und Musiker – neben den Landesmusikschulen – dort die Möglichkeit haben, ihr Können zu verfeinern. Ich glaube, das ist das wesentliche Beispiel, dass, wenn man will, etwas möglich ist. Ich gratuliere dir. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Peter Wurm: Da hat sie einmal etwas geschafft, die Regierung!)
Beifall beim Team Stronach.
Ich wollte dem Herrn Kanzler noch etwas sagen, ich werde es ihm dann auch noch persönlich sagen; natürlich hat er den ländlichen Raum in der Fülle der Themen heute nicht so erwähnt. Kollege Auer hat es versucht, hat auch die Probleme, die durch die Agrarpolitik entstanden sind, dargestellt. Dort besteht großer Handlungsbedarf. Der ländliche Raum mit seinen Gemeinden, der ländliche Raum mit seiner Bevölkerung ist eine gewaltige Investitionskraft. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) – Na, Herr Kollege Krainer, komm halt einmal mit nach Oberösterreich! Ich zeige dir diese 400 Gemeinden, was da draußen läuft, welche wertvollen Klein- und Mittelbetriebe es da gibt, und, was das Wichtigste ist, diese Ernährungssouveränität, damit wir unsere Bevölkerung weiterhin mit regionaler, guter Nahrung versorgen können. Das ist gut für die Gesundheit, das ist gut für unser Klima, das ist gut für unsere Zukunft – das Wesentlichste überhaupt – und für die Arbeitsplätze. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich denke, diese Chancen sind da. Wir werden das, wo es geht, wirklich unterstützen. Ich wünsche für die Zukunft alles, alles Gute. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei SPÖ, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.
Wie Sie sich vorstellen können, habe ich in den letzten Tagen sehr viele Glückwünsche erhalten. Am meisten hat es mich gefreut, dass mir meine Volksschullehrerin und meine AHS-Lehrerin gratuliert haben, denn es ist der Unterstützung meiner tollen österreichischen Lehrerinnen zu verdanken, dass ich als Migrantenkind in meiner Schule so erfolgreich sein konnte. (Beifall bei SPÖ, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.)
Beifall bei SPÖ, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.
Ich muss Ihnen sagen, dass ich eigentlich durch die mediale Berichterstattung der letzten Tage daran erinnert wurde, dass ich einen Migrationshintergrund habe. Ich muss, ehrlich gesagt, gestehen, dass ich mich gar nicht mehr so wahrgenommen habe, denn ich empfinde mich als Wienerin, als Österreicherin, als Europäerin und Weltbürgerin. (Beifall bei SPÖ, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.)
Beifall bei SPÖ, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.
Lassen Sie mich eines klarstellen: Ich verstehe sehr gut, warum viele Angst haben, zornig sind und manchmal auch Gefühle der Resignation empfinden. Ich kann es nachvollziehen, aber ich will hier ganz klar sagen: Ich will gegen die Angst arbeiten, und ich stehe für eine Politik, die Angst nimmt und Angst nicht nährt, für eine Politik, die etwas will, etwas macht und etwas tut. (Beifall bei SPÖ, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.)
Lang anhaltender Beifall bei SPÖ und Grünen sowie Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.
Ich werde Akzente setzen, die Hoffnung machen und die für Aufbruch stehen. Dafür hat mich der Herr Bundeskanzler geholt, und das erwartet man sich zu Recht von uns Politikerinnen und Politikern. Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich klare Meinungen und Positionen vertrete, und ich habe meine Grundsätze. Ich weiß von der demokratischen Verantwortung, Mehrheiten zu finden, zu erstreiten und gemeinsam zu vertreten. Ich freue mich daher auf einen regen Austausch mit Ihnen, sehr geehrte Damen und Herren, und ich danke Ihnen auch für Ihren Vertrauensvorschuss. – Ich danke Ihnen vielmals. (Lang anhaltender Beifall bei SPÖ und Grünen sowie Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.)
Beifall bei Grünen, SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.
ganz besonders ansprechen, weil ich Ihre Worte sehr berührend gefunden habe, und ich wünsche Ihnen alles Gute und Erfolg in der Bundesregierung. Ich bin mir sicher, unabhängig von Religion und Herkunft werden Sie eine Bereicherung für diese Bundesregierung sein. (Beifall bei Grünen, SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.)
Beifall bei Grünen, SPÖ, NEOS und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Danke sehr. (Beifall bei Grünen, SPÖ, NEOS und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ, FPÖ, NEOS und Team Stronach.
Das war alles sehr konstruktiv, weil allen klar ist: Wir haben es hier mit einem Problem zu tun. Es muss uns über mehrere Ministerien oder Behörden hinweg gemeinsam ein Anliegen sein, auf entsprechendes Gefährdungspotenzial so zu reagieren, dass solche furchtbaren Fälle in Zukunft nach menschlichem Ermessen möglichst ausgeschlossen werden können. (Beifall bei ÖVP, SPÖ, FPÖ, NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Einige Vorredner haben auch angesprochen oder den Vorwurf erhoben, dass nicht alle Fraktionen bei der Schärfung des Sexualstrafrechts, nämlich beim sogenannten Po-Grapsch-Paragraphen, mitgestimmt hätten. Dazu, meine sehr geehrten Damen und Herren, darf ich Ihnen sagen, dass man da schon unterscheiden muss, von wem diese Gewalt ausgeht. Wir konnten ja nicht damit rechnen, dass massive Ströme von Migranten, von Asylwerbern in unser Land kommen, die ein anderes Frauenbild haben, die Frauen als Freiwild sehen und von denen massive Gewalt ausgeht. Das sind zwei Paar Schuhe, das kann man nicht immer vermischen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Man erwartet ja von uns Politikern, und ich erwarte das auch von allen hier im Haus vertretenen Parteien, dass es Vorschläge gibt, wie man das Sicherheitsgefühl heben kann, wie man die Bevölkerung schützen kann, wie man vor allem Frauen vor sexuellen Übergriffen schützen kann. Wir haben uns etwas überlegt. Wir haben, auch wenn es von einigen Seiten kritisiert wurde, anlässlich des Internationalen Frauentages eine Pfefferspray-Verteilaktion organisiert, und diese Pfefferspray-Verteilaktion war ein sehr großer Erfolg, sehr, sehr viele Frauen haben davon Gebrauch gemacht. Wir werden diese Aktion demnächst wiederholen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Pfefferspray zum Beispiel schützen kann, dann ist das Ziel erreicht. Das sei ihnen auch hinter die Ohren geschrieben! (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Es wird hier auch immer – vor allem vonseiten der Grünen und der NEOS – die Deeskalation der Sprache ganz groß gepredigt. Dazu darf ich schon einmal eine kleine Anmerkung machen: Der Wahlkampf findet ja am Sonntag sein Ende, aber wenn eine Schauspielerin in Wien, Katharina Stemberger, namentlich genannt, bei einer Veranstaltung des grünen Kandidaten Van der Bellen sagt, der Gegenkandidat Hofer müsse mit allen Mitteln verhindert werden, der Kreativität seien keine Grenzen gesetzt – nur nicht kriminell werden, also nicht sehr, ein bisschen kriminell sei hingegen erlaubt –, dann muss ich sagen, meine sehr geehrten Damen und Herren: Es ist eine Schande, dass so etwas passiert und dass Sie sich davon nicht distanzieren. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie des Abg. Strolz.
Wo ist denn da die Deeskalation der Sprache? – Es wird aufgerufen, kriminelle Handlungen zu setzen! Aber das macht ja nichts. Auch Herr Van der Bellen meinte gestern im Fernsehen: Nein, das ist ja nicht ernst gemeint! Jeder, der Frau Stemberger kennt, weiß, dass das nicht ernst gemeint ist! Und wenn irgendjemand anderer etwas sagt, kommen gleich die Faschismuskeule und der Vorwurf der Wiederbetätigung oder was auch immer?! Das macht dann alles nichts? – Das ist ein Messen mit zweierlei Maß! Und das ist nicht in Ordnung! (Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie des Abg. Strolz.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Was jedenfalls von den Grünen gekommen ist, in mehrfacher Hinsicht, einmal vom Kollegen Pilz und einmal vom Kollegen Steinhauser, sind Anträge zur Verschärfung des Waffenrechtes. Das Waffenrecht soll verschärft werden. Und das, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist ein Schlag ins Gesicht aller rechtstreuen Waffenbesitzer und aller rechtstreuen Bürger! (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Die legalen Schusswaffen, meine sehr geehrten Damen und Herren, sind nicht deliktrelevant. Verbrechen werden hauptsächlich mit illegal besessenen Waffen und nicht mit legal besessenen Waffen ausgeübt. Es ist wirklich eine Schande, dass Sie die legalen Waffenbesitzer, die rechtstreuen Waffenbesitzer bestrafen, entwaffnen wollen und das Sicherheitsgefühl dadurch noch mehr senken wollen. (Neuerlicher Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Selbstverteidigung ist kein Privileg, Selbstverteidigung ist ein Grundrecht. Selbstverteidigung muss ein Bedarfsgrund werden und den Rechtsanspruch auf einen Waffenpass begründen – und das für jeden unbescholtenen Bürger, meine sehr geehrten Damen und Herren! – Das ist gerichtet ganz besonders an die Adresse der Grünen! (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Herr Justizminister, machen Sie von Ihrem Weisungsrecht Gebrauch und wirken Sie mit, Straftäter einem entsprechenden verhaltens- und tatbezogen erforderlichen Verfahren zuzuführen! – Danke. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Es geht um Sanktionen von Falschaussagen gegenüber dem Rechnungshof. Es geht weiter um die finanziellen Mittel des Rechnungshofes, der ja ausgehungert wird, wie wir es ja schon oft hier auch besprochen haben. Es geht um die Problematik im Parteiengesetz, wo der Rechnungshof nicht optimal arbeiten kann. Das Medientransparenzgesetz birgt viele Mängel in sich, die den Rechnungshof eigentlich vom verfassungsrechtlichen Auftrag abhalten und Prüfkompetenzen binden. Es werden eigentlich Prüfkompetenzen verschwendet, die für andere Prüfungen, für Follow-up-Prüfungen zum Beispiel, wesentlich besser, effektiver eingesetzt werden könnten. Das alles sind offene Punkte, die hier angesprochen werden müssen und die hoffentlich auch einer Lösung zugeführt werden. Denn wenn wir wieder warten, bis der nächste Rechnungshofpräsident oder die nächste Rechnungshofpräsidentin in weiteren zwölf Jahren aus dem Amt scheidet, dann wird das viel zu spät sein. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Zanger.
In diesem Sinne bin ich sehr zuversichtlich, dass wir hier etwas weiterbringen werden, alle Parteien zusammen, denn es geht um das Steuergeld, es geht um das hart verdiente Geld der Österreicherinnen und der Österreicher, der Rechnungshof ist ja auch Anwalt der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Wir Abgeordnete haben das ebenfalls zu vertreten. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Zanger.)
Beifall beim Team Stronach.
Aber das sind mehrere sehr gute Berichte. Ich hoffe, dass das in die zukünftige Arbeit auch mit der Gesundheitsministerin Eingang finden wird – einerseits Einbindung der Opposition, ihrer Vorschläge, Programme und Anträge, andererseits, wie erwähnt, die Umsetzung der Empfehlungen des Rechnungshofs. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Aber ich erwarte mir auch, dass die Regierung dann entsprechend auftritt und durchgreift. Dann haben wir ein klares Signal gesetzt, dass diese Zustände da unten so nicht mehr weitergehen können. – Danke. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Auge behalten, dazu habe ich aber noch keinen Antrag von den NEOS gesehen. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Lopatka.
Abschließend sei die Frage gestattet: Wer kommt dafür auf: die EU oder der heimische Steuerzahler? Sie dürfen raten. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Lopatka.)
Beifall beim Team Stronach.
Vielleicht ganz kurz: Der Antrag hat durchaus einen gewissen Sexappeal. Er ist in dem Punkt interessant, dass man gewisse Urteile veröffentlicht, dass man sich ein bisschen ein Bild in diese Richtung machen kann. Deswegen war ich zuerst lange nahe daran, zu sagen, okay, wir könnten dem doch zustimmen, aber bei genauerem Hinsehen und vor dem Hintergrund der Belastung der Gerichte, die wir jetzt schon im Verwaltungsbereich haben, bin ich dann zu der Ansicht gelangt, dass der Verwaltungsaufwand doch zu hoch ist. Deswegen, weil das Team Stronach eine Partei ist, die für eine geringe Verwaltung eintritt und dort sparsam umgehen will, können wir dem Antrag leider nicht zustimmen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 132
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Unterm Strich haben wir ein Sicherheitsproblem, und da ist es wichtig, dem gegenzusteuern und wirklich da oder dort auch einen neuen Stil zu leben und nicht alte, überholte, fehlerhafte politische Muster fortzusetzen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Aber was haben Sie gemacht? – Sie haben einfach all jene, die sich Sorgen um unsere Flüchtlingspolitik machen, hingestellt, als wären sie in einer Reihe mit jenen, die Flüchtlingsheime anzünden, beziehungsweise mit Ausländerfeinden. Ich glaube nicht, dass es jemand verdient hat, in einen solchen Kontext gebracht zu werden, wenn er sich einfach nur Sorgen darüber macht, wie Sie es denn nun mit der Flüchtlingsobergrenze oder generell mit den Flüchtlingen halten. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Was Sie wollen, ist, dass man nicht darüber spricht. Sie wollen in Wirklichkeit den Diskurs abdrehen. Wenn den Sozialisten nichts mehr einfällt, greifen sie in die Trickkiste, und dann geht es plötzlich nicht mehr um das Argument, das heute hier ja vorgebracht wurde und auch schlagend ist, nein, dann geht es um den Ton. Der Ton ist das Problem! – Ich weiß nicht, wie Ihnen mein Ton gefällt, ich weiß nicht, ob Sie Freude damit haben, was ich hier sage. Es könnte sein, dass Ihnen in dieser Frage ein anderer Ton gefallen würde, nämlich Stille. Das mag durchaus sein. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Aber nein, Sie wollen sie hier in Österreich haben! Der Grund dafür, dass Sie das wollen, ist, dass die Europäische Union beschlossen hat, 17 Millionen Arbeitskräfte nach Europa zu holen, und da sind Ihnen natürlich 80 Prozent junge Männer viel lieber als die tatsächlich verfolgten Frauen und Kinder. Das ist der Hintergrund! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Herr Bundeskanzler, wenn Sie sagen, die Zahlendiskussionen interessieren Sie im Grunde nicht besonders, dann, muss ich sagen, ist das schon ein sehr eigenartiges Amtsverständnis, das Sie hier an den Tag legen. Wie wollen Sie denn arbeiten, wie wollen Sie denn Lösungen finden, wie wollen Sie das Problem lösen, wenn Ihnen das Problem mehr oder weniger egal ist? Das kann ich nicht nachvollziehen! (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, Sie tragen damit wirklich zur Verunsicherung der Bevölkerung bei, und das ist nicht seriös! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Ich darf auch auf die Ausführungen des Kollegen Schieder eingehen, der vorhin gemeint hat, es finde eine Eskalation in der Sprache statt, die FPÖ betreibe Hetze et cetera, et cetera. Ich darf daran erinnern oder die Frage stellen: Wer hat denn im Präsidentschaftswahlkampf ein „Krüppellied“ ins Internet gestellt und dem Kandidaten Hofer gewidmet? – War das vielleicht der Mitarbeiter des Kollegen Hundstorfer? Herr Schieder, es wäre auch interessant, das zu wissen, denn Sie können nicht Öl ins Feuer gießen und dann mit der Feuerwehr ankommen und sagen: Ja, ich bin jetzt da zum Löschen! Ich meine, so geht das ja auch nicht! (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Es hat eine Reihe von Vorschlägen gegeben – unser Klubobmann hat es auch schon angesprochen –, was Wartezentren in Nordafrika betrifft, Rückführungen, Betreuung der Menschen vor Ort. Das würde eine Kostenreduzierung bei uns bedeuten, wenn wir vor Ort betreuten und nicht hier in Österreich. Diese Vorschläge der Opposition liegen auf dem Tisch, und ich bin mir sicher, dass nicht nur wir Vorschläge haben, sondern auch die anderen konstruktiven Oppositionsparteien, die sich für die Österreicherinnen und Österreicher einsetzen. In diesem Hohen Haus gibt es ja leider nur zwei, nämlich das Team Stronach und die Freiheitliche Partei, das muss man hier an dieser Stelle auch einmal ganz klar sagen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Hören Sie auf mit diesen Verunsicherungen! Hören Sie damit auf, falsche Zahlen zu nennen! Die Bevölkerung hat ein Recht darauf, von Ihnen richtig informiert zu werden, über richtige Zahlen informiert zu werden. Schließlich hat ja auch Ihr Kollege Verteidigungsminister Doskozil gesagt, wir müssen mit Zahlen sorgfältiger umgehen, sonst machen wir uns bei der Bevölkerung lächerlich. Nehmen Sie dieses Zitat mit, schreiben Sie es sich hinter die Ohren und handeln Sie auch danach! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, dass die Flüchtlingspolitik keine leichte Aufgabe ist, steht ohne Zweifel fest, dass diese EU, aber auch diese Bundesregierung in der Flüchtlingspolitik total versagt hat, steht auch außer Frage! – Herzlichen Dank. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das Ganze wird aber nur möglich sein, wenn das bestehende starre System ein bisschen aufgelockert wird. Da freuen wir uns natürlich besonders über die sehr erfreuliche Aussage unseres Wirtschaftsministers und Vizekanzlers Mitterlehner. Ende Mai war die Headline eines Interviews mit ihm: „Sozialpartner müssen sich komplett ändern“. – Dem pflichten wir natürlich sehr erfreut bei. Gerade im Bereich der Kammerwirtschaft könnte man meinen, dass die Wirtschaftskammer ihre Hauptaufgabe nur mehr in der Selbstverwaltung und Selbstversorgung sieht. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir sehen daher in diesem Bereich eine sehr große politische Aufgabe, und zwar gerade in Anbetracht der Tatsache, dass sehr viele junge Leute, die klügsten Köpfe, das Land verlassen, weil sie einfach international mehr Chancen haben. Die Leute wissen natürlich um ihren Marktwert. Das heißt, ein Land, das nicht in der Lage ist, die Besten einer jungen Generation zu fördern, wird diese Besten durch Abwanderung verlieren. Dazu darf es auf gar keinen Fall kommen. Also: Ändern wir diese Systeme, bevor es zu spät ist! – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Schau, das Problem ist ja folgendes: Wir haben eine Sitzungsunterbrechung gehabt, weil es nicht möglich war, dass die Väter und Mütter, die den Betrieb geführt haben, diesen 50 Jahre lang aufgebaut haben, mithelfen durften, wenn ein vollbesetzter Autobus oder eine größere Wandergruppe kam. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Jetzt ist das ein Erfolg. Also, wenn das der New Deal ist, dann ist es ein Uralt-Deal, aber macht nichts! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Willi.
Dem Herrn Vizekanzler sei Dank, das ist jetzt geschehen. Reden wir positiv: Herzlichen Dank an alle Hotellerie-, Gastronomie-, Beherbergungsbetriebe, „Urlaub am Bauernhof“, Privatzimmervermieter für das, was sie leisten, welche Bereitschaft, welchen Einsatz sie erbringen, herzlichen Dank, sonst wäre das nicht möglich, aber auch an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Willi.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Pendl – in Richtung des Abg. Steinbichler, der ein auf dem Weg zu seinem Sitzplatz hinuntergefallenes Margarinepaket aufhebt –: Na, das wird …!
Zum Thema Bürokratie: Herr Gabi Obernosterer, ich besorge jetzt eine Speisekarte aus der Schweiz: Wenn hinten aufgeführt wird, wer das Gemüse liefert, wer das Fleisch liefert, das Rindfleisch, das Schweinefleisch, und wer die Milchprodukte liefert, dann ist das nicht Bürokratie, sondern Fairness gegenüber unseren Kunden. (Abg. Obernosterer: Ah, das ist keine Bürokratie – okay!) Wir bitten um Zustimmung. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Pendl – in Richtung des Abg. Steinbichler, der ein auf dem Weg zu seinem Sitzplatz hinuntergefallenes Margarinepaket aufhebt –: Na, das wird …!)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.
Natürlich komme ich nicht umhin, eine große Enttäuschung hier auszuschildern, die ich letzte Woche im Rahmen der Wahl zum neuen Rechnungshofpräsidenten beziehungsweise zur neuen Rechnungshofpräsidentin erlebt habe. Herr Bundeskanzler, das war nicht neuer Stil, sondern das war ein altes, ich möchte sagen, ein elendes Spiel, das hier gespielt wurde. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.)
Heiterkeit beim Team Stronach
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (STRONACH): Geschätzte Frau Präsident! Geschätzter Herr Bundeskanzler! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Cap! Mit großem Staunen habe ich das Loblied auf den ORF, das Loblied auf Dr. Wrabetz vernommen. Ich frage mich, ob Dr. Wrabetz bei Ihrem Vorzugsstimmenwahlkampf auch so engagiert für Sie gekämpft hat (Heiterkeit beim Team Stronach), denn wie wir wissen, hat er das ja für Sie organisiert. – Nur um einmal klarzulegen, wie eng die Verflechtung zwischen Partei, SPÖ, und ORF ist. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (STRONACH): Geschätzte Frau Präsident! Geschätzter Herr Bundeskanzler! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Cap! Mit großem Staunen habe ich das Loblied auf den ORF, das Loblied auf Dr. Wrabetz vernommen. Ich frage mich, ob Dr. Wrabetz bei Ihrem Vorzugsstimmenwahlkampf auch so engagiert für Sie gekämpft hat (Heiterkeit beim Team Stronach), denn wie wir wissen, hat er das ja für Sie organisiert. – Nur um einmal klarzulegen, wie eng die Verflechtung zwischen Partei, SPÖ, und ORF ist. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Cap: Stimmt nicht!
Meine geschätzten Damen und Herren! Herr Bundeskanzler, Sie haben bei Ihrer Antrittsrede gemeint, Sie spüren die Erwartungshaltungen der Bevölkerung! Diese Erwartungshaltungen beziehen sich selbstverständlich darauf, dass erstens einmal der Stillstand beendet wird und dass zweitens die Packelei um Posten und Funktionen in diesem Land endlich ein Ende findet. – Wer in den letzten Tagen mit dabei war, hat hautnah miterlebt, wie dieser Postenschacher weitergeht. Ich sage Ihnen, schon allein in der Situation, als Sie Ihren Kandidaten vorgeschlagen haben, war für uns klar, dass es diesen Pakt gibt – ich glaube, sogar die SPÖ hat Frau Kraker vorgeschlagen –, der einerseits den Rechnungshof und andererseits den ORF betrifft, denn der ORF ist, und das wissen wir alle, die Spielwiese der SPÖ, die Spielwiese der Macht, die Spielwiese der Politik. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Cap: Stimmt nicht!)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Rädler.
Der Herr Bundeskanzler hat heute gemeint, es ist wichtig, dass das Unternehmen schwarze Zahlen schreibt. – Okay, da bin ich bei Ihnen, aber schwarze Zahlen sind das eine – eine rote Politik ist das andere, und dagegen verwahren wir uns! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Rädler.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.
Ich sage Ihnen, in den letzten Monaten haben wir sehr wohl Parteipolitik erlebt, etwa als Ihr Vorgänger, Herr Bundeskanzler Faymann, in der Sendung „Im Zentrum“ eine Stunde Zeit hatte, seine politische Position darzulegen, oder als einer von sechs Präsidentschaftskandidaten ausgeladen wurde, weil ein paar Journalisten der Meinung waren, der passt nicht so ins Konzept, den wollen sie nicht dabeihaben, oder als Präsidentschaftskandidat Hofer mit beabsichtigter oder nicht beabsichtigter schlechter Recherche ins Lügeneck gedrängt wurde. – Das sind Vorgänge, die wir nicht haben wollen! Wir wollen eine faire Berichterstattung! (Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Meine geschätzten Damen und Herren! Es ist höchst an der Zeit, den ORF neu aufzustellen. Es ist höchst an der Zeit, jene, die ihn finanzieren, in die Entscheidung miteinzubinden und ihnen mehr Macht zu geben. Wer zahlt, schafft an!, nicht: Wer packelt, kommt dran!, ist das Motto, für das wir stehen, und ich würde mir wünschen, dass wir das auch im ORF umsetzen können. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Jetzt kann man über Feinheiten diskutieren. Ich sage, die Wahl zwischen Pest und Cholera: Wird es ein SPÖ-Kandidat oder ein ÖVP-Kandidat? – Das ist in Wirklichkeit nicht das, was der Fall sein sollte. Es sollte eigentlich so sein, dass gerade die Regierungsparteien, wenn sie einen neuen Stil leben, dafür Sorge tragen hätten sollen, dass eine unabhängige Kandidatin, die ausdrücklich nicht von den Regierungsparteien kommt, als neue Rechnungshofpräsidentin möglich geworden wäre. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Abg. Rädler – mit der Hand zuerst in die eine, dann in die andere Richtung deutend –: Das Team Stronach: einmal so, einmal so!
Rot und Schwarz haben taktisch gespielt. (Abg. Rädler – mit der Hand zuerst in die eine, dann in die andere Richtung deutend –: Das Team Stronach: einmal so, einmal so!) Der Obertaktiker und Meistertrickser Lopatka spielt jetzt auch wieder vor sich hin.
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Sie haben mit dieser Aktion aber sich selbst, dem Parlamentarismus, der Demokratie und vor allem den österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern nichts Gutes getan. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lopatka: Jawohl!
Wie wir heute – und nicht nur heute, sondern auch in den vergangenen Tagen und Wochen – in der Debatte gehört haben, geht es um die Nachbesetzung in der ORF-Führung. Im August wird gewählt, und das ist ein Abtausch. Das, meine sehr geehrten Damen und Herren, muss man der Bevölkerung, den Zuseherinnen und Zusehern auch noch einmal sagen, weil man das so nicht unwidersprochen lassen kann; das muss man aufdecken. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lopatka: Jawohl!)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Weninger.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, da ist ein massiver Einschnitt seitens des ORF passiert, und das darf nie mehr geschehen! (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Weninger.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lugar: Genau so war das!
Da dazu laute Zwischenrufe kommen, lieber Kollege, darf ich dir Folgendes mitteilen: Diese Vorgehensweise war „demokratiepolitisch bedenklich“. – Von wem kam diese Aussage? – Vom Präsidentschaftskandidaten Hundstorfer! Er hat diese Vorgehensweise des ORF als „demokratiepolitisch bedenklich“ bezeichnet. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lugar: Genau so war das!)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Weninger: Herr Stronach war vorige Woche im Fernsehen …!
Ich bin neugierig, wann unser Klubobmann eine Stunde Belangsendung bekommt oder der Klubobmann der FPÖ oder vielleicht auch der Grünen oder vielleicht auch Matthias Strolz. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Weninger: Herr Stronach war vorige Woche im Fernsehen …!)
Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Doppler.
Bei dieser Gelegenheit darf ich allen Erziehenden, Vätern, Müttern, in Partnerschaft oder alleinerziehend, aufrichtigen Dank aussprechen, weil diese Leistung unersetzbar ist, weil dieses persönliche Engagement unbezahlbar ist. Das, was da für die Zukunft unserer Gesellschaft geleistet wird, muss viel mehr wertgeschätzt werden. (Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Doppler.)
Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Doppler.
Kolleginnen und Kollegen, es ist Faktum: Wir haben Familien, die hätten gern noch ein zweites, ein drittes Kind, Mütter, die hätten gern noch ein zweites, ein drittes Kind. Und es ist schlecht, wenn wir dann hören: Es geht sich nicht aus! Ich habe vorhin ganz frech gesagt: Das Kind kann nicht die Cashcow sein, sondern zuerst muss das Kind da sein, und dann haben wir alles dafür zu tun, damit die Kinder eine Zukunft haben, eine lebenswürdige Zukunft haben. Ich glaube, ohne Kinder, ohne die wichtigste Zelle im Staat, haben wir überhaupt keine Zukunft. (Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Doppler.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich habe ganz besonders die Mütter betont, und wenn es Väter gibt, die geboren haben, werden sie eingeschlossen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Hagen: Bravo, Leo!
Wir dürfen vor diesen Medien – Kollege Schmid, richtig! – die Augen nicht verschließen, wir brauchen aber einen ganz gezielten Umgang damit, einen sehr, sehr vernünftigen. Deshalb unterstützen wir diese Initiative; schauen wir, dass wir die richtige Dosis dafür finden. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Hagen: Bravo, Leo!)
Beifall beim Team Stronach.
Wir können dieser Gesetzesvorlage leider nicht zustimmen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb kommen Sie mir nicht mit Menschenrechten und mit den europäischen Werten, denn wenn es um den Mammon, um das Geld geht, dann sind die europäischen Werte nichts wert! – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Todesstrafe ist sicher der falsche Weg. (Zwischenruf der Abg. Korun.) – Nein, die Todesstrafe ist in allen Ländern abzuschaffen! Ich glaube, dass dieser Antrag ganz klar in die Richtung geht, ein Signal zu setzen, dass einmal klargestellt wird, dass das der falsche Weg ist und dass man im Sinne der Menschlichkeit niemanden töten sollte, aus welchen Gründen auch immer. Das ist der richtige Weg! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 134
Abg. Aslan: Warum gibt es das Team Stronach?
Wenn es ein Ministerium gibt, das angeblich die Frauenrechte durchsetzt und umsetzt und dann mit solchen Ideen wie Quoten daherkommt, dann frage ich mich: Was macht das für einen Sinn? Warum müssen auf der Baustelle, wo die Maurer zu 100 Prozent männlich sind, Frauen arbeiten? Das hat mir noch keiner erklären können. (Abg. Aslan: Warum gibt es das Team Stronach?) Auf der anderen Seite: Das Lehrpersonal in der Volksschule ist zu 100 Prozent weiblich. Dort würde es schon eher Sinn machen, dass mehr Männer in diesen Beruf kommen. Aber das mit einer Quote zu verordnen ist sicherlich der falsche Weg.
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Das wäre die Aufgabe eines starken Frauenministeriums: die Frauenrechte, die wir in Österreich haben, auch weiterhin zu bewahren und zu schützen vor jenen, die nach Österreich kommen, die Sie hereinlassen, Sie GrünInnen, und die die Errungenschaft, die wir in Österreich haben und auf die wir stolz sind, nämlich dass Männer und Frauen in Österreich gleichberechtigt sind, in Gefahr bringen. Diese Errungenschaft ist in Gefahr! Und da erwarte ich mir von Ihnen, Frau Minister, dass Sie in erster Linie darum kämpfen, dass Sie jenen, die nach Österreich kommen und die Frauenrechte mit Füßen treten, sagen, in Österreich haben sie mit dieser Ideologie nichts verloren. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Darmann: Das sagen sie ja selber! – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und Team Stronach.
Bundesministerin für Gesundheit Dr. Sabine Oberhauser, MAS: Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Abgeordneter Lugar! Ich komme meiner mahnenden Aufgabe als Frauenministerin gleich nach: „GrünInnen“ in der Form zu sagen, wie Sie das verwenden, ist extrem despektierlich und für eine Frauenministerin, für eine Frau, für einen Menschen nicht zu akzeptieren! (Beifall bei SPÖ, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Darmann: Das sagen sie ja selber! – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (STRONACH): Ich mache es ganz kurz. Ich möchte nur auf etwas hinweisen, was mir sehr, sehr wichtig ist, und zwar: Die Frau Ministerin hat es nicht mit einem Satz der Mühe wert gefunden, auf die aus meiner Sicht größte Bedrohung für die Frauenrechte in Österreich hinzuweisen, nämlich die von den „Kulturbereicherern“, die nach Österreich kommen und leider von Frauenrechten noch nie etwas gehört haben. Diese Bedrohung wurde leider nicht angesprochen, und das finde ich sehr, sehr schade. (Abg. Korun: Ihr Rassismus ist …!) Ich hoffe, dass Sie sie zumindest in die Politik, die Sie hoffentlich machen werden, implementieren (Beifall beim Team Stronach), dass wir endlich darüber sprechen, wie wir es schaffen, eine fremde Ideologie, die von Frauenrechten nichts hält, in Österreich zu vermeiden beziehungsweise abzuwehren. – Vielen Dank. (Beifall des Abg. Stefan. – Abg. Aslan: Packen Sie Ihren Rassismus – !)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, NEOS und Team Stronach. – Abg. Darmann: Wo sind die Konsequenzen?
Bundesministerin für Gesundheit Dr. Sabine Oberhauser, MAS: Sehr geehrter Herr Abgeordneter Lugar! Ganz egal, wer die Hand gegen Frauen erhebt oder verbale Gewalt gegen Frauen ausübt, ganz egal, wer, woher der kommt: Der wird hier mit Konsequenzen zu rechnen haben. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, NEOS und Team Stronach. – Abg. Darmann: Wo sind die Konsequenzen?)
Beifall bei SPÖ, Grünen, NEOS, Team Stronach und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sie wissen, dass in Österreich noch immer Gewalt in der Familie die häufigste Form der Gewaltausübung ist. Wenn Sie den „Falter“ dieser Woche gelesen haben, dann wissen Sie, wie verbale Gewalt gegen Frauen, gegen Journalistinnen im Netz stattfindet. Das sind nicht Menschen, die schutzsuchend hierherkommen, das sind Menschen, die hier leben. Und gegen diese Gewalt werde ich auch ganz massiv auftreten! (Beifall bei SPÖ, Grünen, NEOS, Team Stronach und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei NEOS, FPÖ und Team Stronach.
Seit damals begleiten Sie uns als Inspirationsquelle, weil wir einfach bei fast jedem Punkt sagen, dass der Rechnungshof recht hat, und fragen, warum es nicht geschieht. Wenn Sie jetzt, zum Abschluss Ihrer Amtszeit noch einmal ein Kompendium mit 1 007 Vorschlägen vorlegen, wie dieses Land zukunftsfit zu machen ist, wie Österreich zu erneuern ist, dann ist das noch einmal eine sehr eindrucksvolle Zusammenfassung Ihrer Arbeit. (Beifall bei NEOS, FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei NEOS, SPÖ, FPÖ und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Ich sage Ihnen einen herzlichen Dank für das, was Sie getan haben, und alles Gute für Ihren nächsten Schritt, wo immer er hinführt. (Beifall bei NEOS, SPÖ, FPÖ und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Team Stronach, FPÖ, Grünen und NEOS.
Herr Präsident Moser, zwölf Jahre waren Sie jetzt im Rechnungshof, und ich würde fast sagen, Sie sind das beste Beispiel dafür, wie man Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen kann, denn bei Ihrer Bestellung vor zwölf Jahren gab es auch nicht nur Einhelligkeit und Einstimmigkeit und Friede, Freude, Eierkuchen. Aber Sie haben – und das glaube ich nicht nur, sondern dessen bin ich mir sicher – Ihre Arbeit ob Ihrer Objektivität, überparteilich, rein für die Sache zu arbeiten, für den richtigen Einsatz der Mittel zu arbeiten, auch der Anwalt der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler zu sein, wirklich ausgezeichnet gemacht. Daher mein ganz besonderer Dank auch seitens unserer Fraktion an dieser Stelle für diese hervorragende Arbeit, die Sie geleistet haben. (Beifall bei Team Stronach, FPÖ, Grünen und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der ÖVP.
Für Ihre Zukunft alles, alles Gute, danke für die hervorragende Arbeit, auch natürlich an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rechnungshofes, denn ohne ein gutes Team funktioniert gar nichts, das wissen wir. Alles Gute, und ich freue mich auf ein baldiges Wiedersehen, wo auch immer! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei FPÖ, NEOS und Team Stronach.
Sie haben, wie gesagt, Weiterentwicklungsschritte für den Rechnungshof für die Zukunft erarbeitet und Sie haben uns mit diesem Bericht auch ein Vermächtnis für unsere politische Arbeit hinterlassen. Besonders möchte ich mich bei Ihnen persönlich dafür bedanken, dass wir im Rechnungshof immer gern gesehene Gäste waren und uns sozusagen dort auch wirklich die professionelle Unterstützung Ihrer Prüfer und Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort holen konnten. Dafür sage ich ganz einfach Danke. Was auch immer Sie in Ihrem Leben noch vorhaben, ich wünsche Ihnen dafür alles Gute. – Vielen Dank. (Beifall bei FPÖ, NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ, NEOS und Team Stronach.
Ich habe den Eindruck gehabt, dass es bei manchen in diesem Haus der Fall war, ich habe den Eindruck nicht beim Herrn Klubobmann Lopatka gehabt, das sage ich in aller Offenheit. Sätze, die gefallen sind, wie: Ihr werdet sehen, das wird eine von unseren Kandidatinnen!, halte ich bei so einem Prozedere wirklich für verzichtbar. Ich wünsche mir, dass Sie in Zukunft diese Spielereien und was sich hier abgespielt hat, auch wirklich ernsthaft überdenken. Ich glaube, dass es die österreichische Bevölkerung nicht verdient, dauernd parteipolitische Spiele vorgelebt zu bekommen, sondern dass es tatsächlich um Reformen und auch um die Bereitschaft geht, sich selbst da auch etwas zu bewegen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ, NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ, NEOS und Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.
Es gibt jetzt einige Zwischenrufe. Waren Sie eigentlich dort, Herr Rädler? – Nein, ich habe Sie nicht beim Hearing gesehen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.) Schauen Sie, ich denke, es ist noch einmal ein Unterschied. Jeder von uns darf eine politische Gesinnung haben, jeder von uns darf für seine politische Gesinnung auf die Straße gehen, jeder von uns darf sich einer Partei anschließen oder nicht. (Abg. Wöginger: Danke, das ist sehr nett!) Das entscheidende Kriterium ist, ob man mit einem Parteibuch Karriere macht, nämlich ausschließlich mit einem Parteibuch Karriere macht. Das ist der wesentliche Unterschied. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ, NEOS und Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ, NEOS und Team Stronach.
In diesem Sinne werden wir Frau Dr. Kraker nicht wählen. Wir haben dabei auch eindeutig sehr viel beobachtet, was uns selber in der Hoffnung und im Optimismus deutlich gedämpft hat, dass jetzt wirklich ein neuer Stil und ein neuer Wind Einzug halten werden. Ich hätte mir das gerne anders vorgestellt, anders gewünscht. (Ruf bei der ÖVP: Sie wollen keine Frau!) Aber, wie gesagt, die Hoffnung stirbt zuletzt, und man kann ja, wie Kollege Schieder gesagt hat, über Nacht auch noch klüger werden, zumindest im Verlauf der nächsten zwölf Jahre. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ, NEOS und Team Stronach.)
Allgemeine Heiterkeit. – Beifall beim Team Stronach.
Jetzt haben wir eine Präsidentin, die dieses Amt zwölf Jahre bekleiden wird. Ich sage ja nicht, dass sie es nicht schafft und dass sie für diesen Posten nicht geeignet wäre, aber sie ist eben nicht die Beste. Wenn man sich anschaut, wie erfolgreich die Regierung Herrn Moser über Jahre ignoriert hat, dann ist die Frage, ob es mit Frau Kraker nicht noch leichter wird, sie einfach über Jahre zu ignorieren. Da wäre mir jemand wie Frau Berger oder Herr Steger um einiges lieber gewesen, weil man sie nicht so leicht ignorieren kann. Wir werden sehen, ob Sie dazugelernt haben. Und der SPÖ kann ich nur eines sagen: Nächstes Mal, wenn die ÖVP euch ein Gschichtl druckt, dann ruft mich an und fragt, ob das stimmt! (Allgemeine Heiterkeit. – Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
bei der Frau Landeshauptmann, später dann Büroleiterin bei Landeshauptmann Schützenhöfer war, und ich habe sie immer als sehr nett, anständig, aber auch sehr systemgefällig erlebt –, dass sie aus ihrer eigenen Rolle herausschlüpft und, so sie heute gewählt werden sollte, wirklich zu einer starken Person wird, einer Person, die tatsächlich die Funktion des Rechnungshofpräsidenten ausfüllt und die Kontrolle in diesem Land ernst nimmt. In diesem Sinn: Glück auf! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Also ich glaube, dass das sehr wohl sinnvoll ist, und wir sollten uns deshalb an die Geschäftsordnung halten. Ich sehe jetzt auch nicht wirklich ein Problem, denn man kann sich ja enthalten, indem man draußen bleibt, und wenn man nicht rechtzeitig kommen kann, dann stimmt man einfach nicht ab. Wir sollten uns aber schon an die Geschäftsordnung halten. – Vielen Dank. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Abg. Strache: … Team Stronach … anders! Es waren bitte vier Fraktionen und nicht fünf! – Abg. Lugar: Ich auch nicht!
Wir haben in der Stehpräsidiale Folgendes besprochen – wobei fünf Fraktionen mit Ausnahme der Freiheitlichen dieser Interpretation folgen –: Das, was ich vorher ausgeführt habe – Aufruf, Wahlberechtigung –, bezieht sich auf den gesamten Zeitraum … (Abg. Strache: … Team Stronach … anders! Es waren bitte vier Fraktionen und nicht fünf! – Abg. Lugar: Ich auch nicht!) – Verzeihung! Ich komme dann gleich zum zweiten Thema.
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb, Frau Minister, doktern Sie nicht an diesem alten System herum! Sie brauchen nur eines zu tun: die Privatschulen genauso zu fördern wie die öffentlichen Schulen und dann den Eltern die Wahl zu lassen! Und in der Sekunde haben wir ein gutes Schulsystem. Und das Problem ist gelöst. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Eine Klubmitarbeiterin des Teams Stronach befindet sich während des Abstimmungsvorgangs in den Reihen des Teams Stronach.
Ich bitte jene Damen und Herren, die dafür sind, um ein Zeichen. – Das ist die Minderheit und somit abgelehnt. (Eine Klubmitarbeiterin des Teams Stronach befindet sich während des Abstimmungsvorgangs in den Reihen des Teams Stronach.)
Sitzung Nr. 136
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach. – Abg. Lugar: Man versteht nichts!
Frau Präsidentin! Vielleicht könnten Sie ein bisschen für Ruhe sorgen. Ich glaube, dass das Thema durchaus wichtig ist, ich glaube, dass wir uns durchaus ernsthafter mit der Zukunft unserer Jugendlichen und Kinder beschäftigen könnten. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach. – Abg. Lugar: Man versteht nichts!)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Walter Rosenkranz.
Dort haben wir das Problem bei den Lehrern! Dort sind die Lehrer das Problem, und solange wir es nicht schaffen, eine Vergleichbarkeit zwischen den Schulen herzustellen, solange wir es nicht schaffen, Lehrer, die ungeeignet sind, umzuschulen und woanders einzusetzen, so lange werden jene Kinder, die keine Eltern haben, die das kompensieren können, auf der Strecke bleiben. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Walter Rosenkranz.)
Beifall beim Team Stronach.
Wie gesagt: eine kostenlose Privatschule für alle! (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.) Dann haben wir ein Bildungssystem, das dementsprechend auch mit Konkurrenz unter den Schulen funktioniert. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Und was mir ganz besonders fehlt und was sich wie ein roter Faden durch diese Diskussion zieht: Ich höre nichts von der Mitarbeit und von der wichtigen Rolle der Eltern – egal, ob Vater oder Mutter oder die Alleinerziehenden. Kein Lehrer hat eine Chance, wenn die Eltern zu Hause im Elternhaus nicht mit unterstützen, mitarbeiten, das Schulsystem mittragen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Erziehenden, Vätern, Müttern und Alleinerziehenden, aber auch bei allen Lehrerinnen und Lehrern für deren Leistung bedanken, weil ich von meinem Grundverständnis her davon ausgehe, dass sich alle bestens bemühen. Und wenn seitens der Opposition Vorschläge vorgebracht werden, dann bitte ich, diese anzuerkennen und nicht abzuschmettern als einen Versuch, die Regierung beziehungsweise überhaupt die neue Ministerin anzupatzen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Franz.
männer. Ich glaube, so muss man das auch im Bildungssystem sehen und die Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler viel mehr fördern, dann kommen wir dem Ziel einer guten Ausbildung wesentlich näher, denn egal, mit welchem Bildungssystem diese Ausbildung endet, es ist die wichtigste Grundlage für ein erfolgreiches Berufsleben und für die Zukunft. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Franz.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, NEOS und Team Stronach.
Boris Johnson: davongelaufen, Nigel Farage – übrigens der Parteikollege der von der FPÖ so hofierten Frau Atkinson, die vor Kurzem hier in Vösendorf war –: davongelaufen. Zuerst agitieren sie, dann richten sie das Chaos an, und dann laufen sie feige davon. So mies agieren Europas Rechtspopulisten, und das ist der wahre Skandal dahinter! (Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Abg. Kickl – in Richtung ÖVP deutend –: Also bitte, wie oft ist denn das jetzt schon von dieser Seite gesagt worden? – Weitere Zwischenrufe bei Team Stronach und FPÖ. – Abg. Lugar: Also wenn ich davon spreche, dass hier Unwahrheiten gesprochen werden …!
Präsident Karlheinz Kopf: Herr Klubobmann, Sie wissen genau, dass Sie sich jetzt schon an der Grenze zu einem Ordnungsruf bewegen. (Abg. Kickl – in Richtung ÖVP deutend –: Also bitte, wie oft ist denn das jetzt schon von dieser Seite gesagt worden? – Weitere Zwischenrufe bei Team Stronach und FPÖ. – Abg. Lugar: Also wenn ich davon spreche, dass hier Unwahrheiten gesprochen werden …!) Ich habe das Wort „Unwahrheit“ gehört. Ich mache Sie nur auf den nächsten Schritt aufmerksam. Sie wissen, welche Begriffe wir jedenfalls nicht verwenden.
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Kickl: Geh, lassen Sie ihn reden!
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (fortsetzend): Herr Präsident! Wir haben uns hier im Hohen Haus darauf verständigt, dass wir nicht „Lügen“ sagen, sondern „Unwahrheit“. Es ist mir wichtig, zu betonen, dass ich extra den Begriff „Unwahrheit“ verwendet habe, weil ich weiß, dass der Begriff „Lüge“ zu einem Ordnungsruf führt. Also bitte mich nicht zu maßregeln, wenn ich ohnehin schon das tue, was hier im Hohes Haus beschlossen wurde. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Kickl: Geh, lassen Sie ihn reden!)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Franz und Doppler.
Deshalb: Führen wir die Wirtschaftsbeziehungen weiter und vergessen wir diese politische Union, die ja zum Problem geführt hat! Worüber abgestimmt wurde, waren ja nicht die Handelsbeziehungen und auch nicht die wirtschaftlichen Verflechtungen, sondern worüber die Briten abgestimmt haben, war diese Einmischung, diese unsägliche Einmischung der Europäischen Union in interne Angelegenheiten. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Franz und Doppler.)
Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Gerhard Schmid.
Und da ist ein gutes Beispiel zu nennen, und zwar die Flüchtlingsproblematik: Die europäischen Völker – und da gibt es ja auch in unserer Nachbarschaft genug, wie zum Beispiel Ungarn – wollen sich einfach nicht vorschreiben lassen, wen sie aufzunehmen haben und wen nicht. Das ist das Problem dieser Europäischen Union: Man sagt: Das wollen wir, das ist unser Weg, das ist europäisch – und wenn ihr das nicht wollt, seid ihr antieuropäisch, seid ihr Zerstörer, wollt ihr alles vernichten! – Das ist dieser Blödsinn, der uns in genau diese Gasse geführt hat. (Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Gerhard Schmid.)
Beifall beim Team Stronach.
Jetzt sagen wahrscheinlich viele, ich sei ein Zerstörer und wolle die Europäische Union zerstören. – Ganz im Gegenteil! Ich will sie erhalten, aber da hinten (auf die Regierungsbank deutend) sind die Zerstörer: Jene, die diese politische Einigung, diese Zentralregierung mit aller Gewalt durchdrücken wollen, zerstören die Europäische Union. Die Europäische Union ist für mich eine Wirtschaftsunion, die einem einzigen Zweck dienen soll, nämlich Frieden in Europa zu erhalten. Dafür wurde sie gegründet, und das ist unglaublich wertvoll. Es werden mich keine zehn Pferde davon abbringen, das immer wieder zu betonen. Was wir wollen ist Friede in Europa, und dafür brauchen wir wirtschaftliche Zusammenarbeit, aber wir brauchen keine Zentralregierung, die über die europäischen Völker drüberfährt und dann in Wirklichkeit Konflikte auf der nationalen beziehungsweise auf der Volksebene produziert. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Deshalb: Das Friedensprojekt ist das, was unglaublich wertvoll ist. Niemand will einen Krieg in Europa, darin sind wir uns, glaube ich, einig, aber die Frage ist, wie wir das erreichen können. Da reicht eine Wirtschaftsunion völlig aus. Wir brauchen keine Zentralregierung, die über die Nationalstaaten drüberfährt wie eine Dampfwalze und uns sagt, was wir zu denken haben, was wir zu glauben haben und wie wir uns zu verhalten haben. Das werden die europäischen Völker selbst entscheiden, da brauchen wir keine EU. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Alles wird billiger werden, haben wir gehört, einen Tausender ersparen wir uns. (Zwischenruf des Abg. Vetter.) Es wird keine Grenzkontrollen mehr geben. – Jetzt haben wir sie, weil Sie die Probleme nicht in den Griff bekommen. Die Arbeitsplätze werden mehr werden. – In Wirklichkeit haben wir Massenarbeitslosigkeit und so weiter und so fort. Also das war Populismus, den Sie da betrieben haben. Messen Sie doch nicht mit zweierlei Maß! Das ist doch unerhört! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid.
Die Briten haben nicht verstanden, dass zum Beispiel die Fischer Geld dafür erhalten haben, ihre Boote zu zerstören, und auf der anderen Seite andere Nationen in britischen Gewässern weitergefischt haben. Die Menschen haben nicht verstanden, warum man diese Migrationswelle nicht in den Griff bekommt, warum die Europäische Union nicht in der Lage ist, endlich ihre Außengrenzen zu sichern, glaubhaft ein Problem in Angriff zu nehmen und auch glaubhaft ein Problem zu lösen. Was die Menschen mit Sicherheit auch nicht verstanden haben, waren die Arroganz und Abgehobenheit, mit der europäische Vertreter uns ständig erklären: Sie wissen ja, was wir brauchen, was wir als kleines Volk brauchen. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Peter Wurm.
ren, dann müssen wir bürgernäher werden, dann müssen wir die besten Köpfe nach Brüssel schicken und nicht jene, die abgeschoben werden sollen, weil wir in Österreich beziehungsweise in den anderen Ländern keine Verwendung mehr für sie haben. Wir müssen die besten Köpfe hinausschicken und wir müssen schauen, dass wir die Europäische Union reformieren und bürgernäher machen, damit sie eine Zukunft hat. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Peter Wurm.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
werden, wir müssen die Bürger abholen –, und auf der anderen Seite wird gesagt: Nein, über künftige Änderungen der EU-Verträge möchte ich keine Volksabstimmung in Österreich und ich fühle mich nicht mehr an die bisher vorgegebene Linie von Gusenbauer und Faymann gebunden. – Das muss hier auch gesagt werden und sollte nicht unerwähnt bleiben. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.)
Beifall beim Team Stronach.
Was kommt von der EU noch? – Eine Abschaffung des Bargelds wird angedacht. Der gläserne Bürger wird angedacht. Die Entwaffnung der Gesellschaft, der rechtstreuen Bürger wird angedacht. Das alles sind Verschlechterungen. Damit werden die Bürger drangsaliert, meine sehr geehrten Damen und Herren, und das lassen sich viele zu Recht nicht mehr gefallen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das sollte Ihnen schon zu denken geben. Das ist auch symptomatisch dafür, was in der EU alles falsch läuft: Von oben herab wird irgendetwas vorgesetzt, ohne es genau zu überdenken, ohne Experten beizuziehen, nur um anzuschaffen und um den mündigen Bürgern irgendetwas vorzuschreiben. In diesem Fall sollen sie entwaffnet und entrechtet werden. Das kann es nicht sein, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Franz.
Ich schließe auch mit den Worten, die Klubobmann Strolz vorhin gesagt hat: Wenn sich nicht rasch etwas ändert, ist die EU mausetot. – Da bin ich ganz bei ihm. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Franz.)
Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.
Abschließend kann ich Ihnen noch sagen: Was die europäische Mehrheit sicher nicht will, sind die Vereinigten Staaten von Europa. Was wir wollen, was die europäische Mehrheit will, das ist ein Europa der partnerschaftlich tätigen Nationen, ein Europa der europäischen Kulturen und ein Europa der freien Wirtschaft. – Danke schön. (Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
ausschauen sollte, und dass die Zusammenarbeit mit den Betrieben besser funktioniert. Das wäre unser Weg. Wir wollen kein Reparatursystem, das von der Ursache ablenkt, wegschaut, sondern wir wollen die Kooperation mit den Betrieben verstärken. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich ersuche um Annahme. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
Da gibt es zwei Aspekte zu berücksichtigen: einerseits den sozialen Aspekt – ich glaube, jeder von uns würde gerne so viel wie möglich verteilen –, aber andererseits auch den finanziellen Aspekt. Wir können es uns schlichtweg nicht leisten! Die Gemeinden, die Länder sind am oberen Deckel angelangt. Wenn ich mir allein Graz anschaue, das in diesem Bereich von 2013 bis 2014 eine Steigerung um plus 22 Prozent hatte, Tendenz nach oben, dann, muss ich sagen, können wir uns dieses System nicht leisten. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
im Sinne der Österreicher über die Höhe der Mindestsicherung nachdenken. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Auf der anderen Seite haben wir jemanden, der gerade einmal 15 Jahre lang gearbeitet hat und eine Ausgleichszulage dazubekommt – im Schnitt sind das 300 € – und der als Ausgleichszulagenbezieher dann zahlreiche Vergünstigungen, wie zum Beispiel die Rundfunkgebührenbefreiung, eine Mietbeihilfe und viele andere Befreiungen, die von den Ländern gewährt werden, und dazu noch den Heizkostenzuschuss und vieles andere mehr, bekommt. Und am Ende des Tages hat derjenige, der sich durch Eigenleistung die Pension erwirtschaftet hat, um 100 oder 150 € weniger als derjenige, der eine Ausgleichszulage bezieht. Das ist nach meinem Verständnis unfair! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In diesem Sinne fordere ich Sie auf: Krempeln wir die Ärmel auf, denn es ist Not am Mann! Sorgen wir dafür, dass in diesem Bereich etwas geschieht! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und des Abg. Doppler.
Abgeordneter Christoph Hagen (STRONACH): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Ich möchte über meinen Antrag im Tagesordnungspunkt 7 sprechen, in welchem es darum geht, eine Erhöhung des nichtpfändbaren Grundbetrages von 857 € zu erwirken. Warum? – Mich hat ein Bürger angesprochen und mir erklärt, dass die 857 € ja weniger als die Mindestsicherung sind, und er sagte mir Folgendes: Ich wohne an der deutschen Grenze, in Deutschland liegt dieser nichtpfändbare Betrag bei 950 €. Jetzt weiß ich als Grenzbürger an der deutschen Grenze, dass in Deutschland das Einkaufen wesentlich günstiger ist und die Wohnungspreise etwas günstiger sind als in Vorarlberg oder in weiten Teilen Österreichs, und trotzdem ist dieser nichtpfändbare Betrag dort höher angesetzt. Und das hat auch einen Grund, und der ist: Arbeiten soll sich ja lohnen! Ich sollte mehr haben, wenn ich arbeite, als wenn ich nicht arbeite. (Beifall beim Team Stronach und des Abg. Doppler.)
Beifall beim Team Stronach
Meine Damen und Herren, wir müssen über das Unterhaltsrecht nachdenken (Beifall beim Team Stronach), denn das ist nämlich wirklich nicht mehr nachvollziehbar. Wir zerstören damit Fachkräften, die wir dringend auf dem Arbeitsmarkt brauchen würden, die Existenzgrundlage und drängen diese in die Mindestsicherung, denn dort kriegen sie all die Förderungen, die bei der vorigen Diskussion schon angesprochen wurden. Also da hat etwas zu geschehen.
Beifall beim Team Stronach.
Herr Sozialminister, auch Sie sind da am Zug! Es kann nicht sein, dass sich das Arbeiten nicht mehr lohnt, sodass man in die Mindestsicherung gedrängt wird, und man seine Arbeitskraft nicht mehr für diesen Staat oder für unsere Betriebe zur Verfügung stellen kann und quasi daran gehindert wird, mitzuarbeiten und in das soziale System einzuzahlen. Wir produzieren mit solchen Fällen Sozialfälle, und das lehnen wir vom Team Stronach ganz entschieden ab! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es gibt sogar Menschen, die sich mit einer Vollzeitbeschäftigung den Lebensunterhalt nicht mehr leisten können. Deshalb ist es unbedingt notwendig, diesen nichtpfändbaren Grundbetrag zu erhöhen und den Anforderungen der heutigen Zeit anzupassen. – Herzlichen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Im Sinne zunehmender Preissteigerungen ist es erforderlich, das Existenzminimum entsprechend anzupassen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
Es nützt nichts, wenn wir – zu Recht, lieber Otto – nur immer wieder lobende und gute Worte an die Polizisten und Polizistinnen richten und uns für deren Arbeit bedanken, denn es ist unsere Aufgabe, für deren bestmöglichen Schutz zu sorgen. Bitte stimmen Sie diesem Antrag zu! – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.
Abgeordnete Mag. Gisela Wurm (SPÖ): Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Schießereien im öffentlichen Raum, wie man sie eigentlich aus amerikanischen Filmen kennt, haben wir letzte Woche in Wien erlebt. Ein junger Polizist ist seinen Verletzungen erlegen, der zweite liegt mit schweren Verletzungen im Krankenhaus – mein tiefstes Beileid den Familien. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach.
In diesem Bericht steht auch, Österreich soll Abweichungen vom Haushaltsziel vermeiden, um den Faktor Arbeit zu entlasten, Herr Kollege Walter Schopf. Du hast Ja dazu gesagt, den Faktor Arbeit zu entlasten, aber soweit ich weiß, ist die SPÖ in der Regierung. Ich bitte Sie dringend, das zu machen, denn ich glaube, das ist ein ganz wichtiger Ansatz! Die Steuern auf Arbeit sind viel zu hoch und gehören dringend entlastet. Aber, Walter Schopf: Bitte dringend umsetzen! – Danke. (Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Genau dasselbe bei den Musikkapellen, bei den Sportvereinen. Da kann ich jetzt das Sportfest in Aurach vom vergangenen Wochenende nennen, da arbeiteten Hunderte fleißige Vereinsmitglieder, Familienmitglieder. Und, lieber Kollege Wöginger, wenn hier nicht die Opposition diese ehrenwerten Vereine unterstützt hätte, wäre die Regierung drübergefahren! Das ist ja wunderbar, wenn du das so unterstützt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich bin überzeugt, wir kriegen volle Unterstützung. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Also noch einmal: Auch aus unserer Sicht ist das eine Missachtung des Parlamentarismus. (Abg. Schieder: Sie haben ja keine Ahnung!) Und wenn Sie Ministerratsbeschlüsse machen wollen, dann machen Sie das, aber dann können wir uns das alles sparen. Wir beschließen hier Bundesgesetze mit Auswirkungen – Kollege Kogler hat es gesagt, 150 Millionen € –, und Sie erwarten von uns, dass wir den Sachverhalt in einer halben Minute beurteilen. Das ist unmöglich. (Beifall bei FPÖ, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Ich würde Sie bitten, dass Sie das möglicherweise beim nächsten Mal anders machen. – Vielen Dank. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Sitzung Nr. 138
Beifall beim Team Stronach.
Wir haben schon gehört, es soll sich dabei um ein Jahrhundertgesetz handeln. Ich muss mich meinem Vorredner anschließen, wir haben die Vorgangsweise auch sehr bedauert, nämlich dass kurz vor dem Ausschuss einfach versucht wird, dieses Gesetz durchzupeitschen, ohne die Opposition einzubeziehen. Gut, das werden wir jetzt einmal so hinnehmen, aber die Art und Weise ist es natürlich wert, sie zu hinterfragen, und einer Demokratie eigentlich nicht ganz würdig. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Auf der anderen Seite dürfen Pflegeassistenzen – die bisherigen Pflegehelfer – wesentlich mehr Tätigkeiten durchführen, und wir befürchten, dass es für Krankenanstalten eine einfache Rechenaufgabe wird, möglichst wenig akademisches, diplomiertes Personal einzustellen und dafür mehr Pflegehelfer, die dann Pflegeassistenzen heißen, mit an Bord zu nehmen. Das ist der Grund, warum wir diesem Gesetz, so wie es jetzt vorliegt, heute nicht zustimmen werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Sich auf die föderalen österreichischen Strukturen auszureden, finden wir, wenn es um den Einsatz von Beiträgen und Steuergeldern geht, einfach nicht mehr zeitgemäß. Das belastet vor allem das Zukunftskonto unserer jungen Mitmenschen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich bedanke mich für diesen Antrag. Dieses Beispiel sollte unserer Meinung nach Schule machen. Das ist vonseiten der EU endlich einmal ein Auftrag in die richtige Richtung. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und FPÖ.
meiner Meinung nach ein großer Dank. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Schwentner.
Mit dieser Novelle soll auch der Beruf der „Schwester“ abgeschafft werden, meine Damen und Herren. Ich glaube nicht, dass sich „Schwester“ im Volksmund so ohne Weiteres abschaffen lässt, denn ich glaube auch nicht, dass der Patient dann sagt, jetzt kann er nicht mehr die Schwester rufen, sondern muss die Pflegeassistenz oder sonst wen rufen. Der Beruf der Schwester wird, wie ich meine, weiterleben, wenn er auch im Gesetz nicht mehr verankert ist. – Herzlichen Dank. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Schwentner.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
Vorhin wurde die 365-Tage-Hilfe angesprochen: Jawohl, die Kranken sind auch an 365 Tagen im Jahr zu betreuen und zu pflegen, und deshalb eine aufrichtige Anerkennung und ein Dankeschön. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
Zum Thema Tierschutz ist es mir ein Anliegen, zu sagen: Wir reden nicht nur über die Qualzucht, wir reden nicht darüber, ob in der bäuerlichen Tierhaltung die Maße mit Zentimetern verordnet werden können, weil man sagt, mit 1,25 Metern Standbreite und 1,85 Metern Länge ist sowohl das Gesetz als auch das Tierwohl erfüllt. Na, in keinster Weise! Gott sei Dank haben wir einige Kühe zu Hause, die alle verschieden breit, verschieden hoch, verschieden lang sind, und wenn hier jemand glaubt, mit Zentimetern Lösungen anbieten zu können, dann muss ich sagen, das ist Theorie. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wenn wir reden, dann reden wir über die gesamte Breite! Dann ist es eine faire Diskussion, und darum möchte ich bitten. – Danke. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Daher gibt es keine Zustimmung von unserer Seite, denn wir sind der Meinung, dass das kein Klima sein kann, in dem eine freie Wirtschaft in Österreich gedeihen kann. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei ÖVP und Team Stronach.
In diesem Sinne möchte ich wieder dazu einladen und aufrufen: Bürokratieabbau sollte wirklich ein oberstes Ziel des Parlaments und der Regierung sein. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Daher ist es sehr, sehr wichtig, dass wir dieses Gesetz heute beschließen, und dafür möchte ich mich auch recht herzlich bedanken. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Auch da gab es eine Reihe von Tests, die leider gezeigt haben, dass diese Produkte keineswegs alle sehr gesundheitsfreundlich sind. Darum – meine Redezeit neigt sich leider schon dem Ende zu – auch die Bitte, auch bei veganen und vegetarischen Produkten präventiv die Informationsaufgabe wahrzunehmen. – Danke vielmals. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Und die Frau Minister sitzt da, und mein Appell an die Frau Minister: Setzen wir, Kolleginnen und Kollegen, endlich das seit 2009 vertagte Qualitätsgütesiegelgesetz um! Mit einem Gesetz lösen wir all diese Sorgen und Probleme, weil der Konsument weiß: Was draufsteht, ist auch drinnen! Und das ist, glaube ich, die Grundlage für eine vertrauensvolle Partnerschaft für die Zukunft. – Das ist doch fair für alle Beteiligten! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Und wenn ich sehe, dass beim Fisch nur 5 Prozent aus Österreich stammen, aus nachhaltiger, ordentlicher, freier Produktion, und der Rest aus brutalster Massentierhaltung, Aquakultur, dann muss ich sagen: Es ist dringendst notwendig, dass wir zu einer ordentlichen Lebensmittelkennzeichnung kommen, dass wir unsere Organisationen VKI und Bundeswettbewerbsbehörde mit den nötigen Gesetzesgrundlagen ausstatten und unterstützen. Darum bitte ich. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Der VKI braucht zusätzliches Geld, damit die Bevölkerung aufgeklärt werden kann, was mit TTIP, dem Freihandelsabkommen zwischen den USA und Europa, der EU, auf uns zukommt. Es birgt viele Gefahren. Und da ist es ganz wichtig, dass die Menschen, die Bevölkerung über die Gefahren dieses Handelsabkommens aufgeklärt werden, meine Damen und Herren, und der VKI muss das aufzeigen und einen Schutz gegenüber der Bevölkerung bilden, denn was da auf uns wartet und was da auf uns zukommen wird, das können wir jetzt noch nicht erahnen. Deshalb ist eine finanzielle Unterstützung für den VKI wichtig. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Deswegen – ich habe mit Otto Pendl schon gesprochen – werden wir uns einmal zusammensetzen und diskutieren, was wir für die Exekutivbeamten, die wirklich gute Arbeit leisten und den Kopf für uns alle hinhalten, damit wir ruhig schlafen können, tun, um diesen Beamten ein angemessenes Gehalt zuzuerkennen, sodass sie auch dann leben können, wenn sie einmal im Krankenstand sind und alle Zulagen wegfallen, oder um im Ruhestand eine ordentliche Pension zu beziehen, von der sie leben können, ohne dass sie zum Bittsteller werden müssen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Lugar: Ach so! – Heiterkeit bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Meine Damen und Herren auf der Galerie und vor den Bildschirmen! Ich schließe mich den Worten meines Vorredners an. Ich bin froh, dass diese Diskussion so geführt wird, denn dadurch kann ganz Österreich hören, wer für Rechtssicherheit steht. Es ist auch eine Frage, die den Wirtschaftsstandort Österreich berührt – das kann man sich auf der ganzen Welt anschauen – und gleichzeitig auch der Fairness zwischen den Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmergruppierungen. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Lugar: Ach so! – Heiterkeit bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Jetzt bin ich bei einem weiteren Thema. Und ich glaube, genau das, Herr Staatssekretär, verursacht ja die große Unsicherheit bei der Bevölkerung, und ich glaube, genau das fehlt ja manchen Kolleginnen und Kollegen, insbesondere von der Agrarseite, dass sie anscheinend zu wenig zur Bevölkerung kommen. Die große Unsicherheit bei den Bäuerinnen und Bauern besteht ja darin, dass sie keine klare Antwort bekommen und dass sie natürlich aufgrund der aktuellen Situation besonders verunsichert sind. Und angesichts dessen von roten Linien zu reden und davon, dass man da nachschärfen muss und dort verbessern muss, das ist halt keine Antwort. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
siert ihn auch nicht. – Also an Präpotenz und Abgehobenheit nicht zu überbieten! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich darf abschließend darauf verweisen: Ich glaube, eine ganz wichtige und ganz mächtige Organisation in Österreich ist die Landeshauptleutekonferenz, und auch die Landeshauptleutekonferenz hat sich in ihrer letzten Sitzung ganz klar mit einem eindeutigen Votum gegen TTIP und CETA ausgesprochen. Und ich glaube, es ist eine klare und auch eine berechtigte Forderung der Opposition an die Regierungsparteien, sich hier im Sinne unserer Bevölkerung ganz klar und deutlich zu positionieren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Lebensmittelsicherheit und Umweltstandards betreffen uns alle. Ich meine, sie sind das Fundament unserer Gesundheit. Eines ist klar: Solange im Raum steht, dass die Landwirtschaft für amerikanische Lebensmittel geöffnet wird, mit den aus europäischer Sicht völlig unzulänglichen Lebensmittelgesetzen, so lange werde ich als Sozialdemokratin gegen TTIP hier stimmen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei FPÖ, Grünen und Team Stronach.
Abgeordneter Harald Jannach (FPÖ): Frau Präsident! Herr Staatssekretär! Lieber Abgeordneter Schultes, ich gehe grundsätzlich davon aus, dass das österreichische Parlament ausschließlich die Interessen der heimischen Landwirtschaft vertritt und nicht nur die Interessen der europäischen oder gar der amerikanischen Landwirtschaft. (Beifall bei FPÖ, Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach. – Abg. Schultes: Das ist ein großer Irrtum!
Weiters muss man sagen: Die Kritik, dass Russland beziehungsweise Präsident Putin jetzt Palmöl importiert, um Milch zu ersetzen, mag berechtigt sein, aber auch das ist der Europäischen Union – gemeinsam mit euch – geschuldet, denn ihr habt die unsäglichen Russland-Sanktionen eingeführt, die wir von der FPÖ kategorisch abgelehnt haben. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach. – Abg. Schultes: Das ist ein großer Irrtum!)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Da wollen wir eine Änderung! Wir wollen, dass die geschützte geographische Angabe im Interesse der Konsumenten abgeschafft wird und nur mehr die Bezeichnung „geschützter geographischer Ursprung“ geführt wird, denn dann ist das tatsächlich ehrlich. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Schultes.
Sie haben da keine Möglichkeit … (Abg. Bayr: Wir haben seitenweise abgeschrieben!) Wir wünschen uns, dass alle diese Dokumente hier im Haus – das ist eine wesentliche Sache; nicht nur für uns Freiheitliche, sondern für ganz Österreich und für das ganze Parlament sollte das eine wesentliche Sache sein – in einem Ständigen Ausschuss diskutiert werden und die Abgeordneten wenigstens davon informiert werden, was der momentane Verhandlungsstand ist. Momentan herrscht trotz Veröffentlichung auf irgendwelchen europäischen Seiten Intransparenz in der Verhandlung (Abg. Schultes: Das stimmt überhaupt nicht!), und da wünschen wir uns absolute Offenheit in der Verhandlung. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Schultes.)
Beifall bei Grünen, FPÖ und Team Stronach.
Jetzt kommen wir einmal zu den Fakten. – Wir haben eine Agentur beauftragt, eine Umfrage unter den Bäuerinnen und Bauern zu machen, wie sie TTIP einschätzen, was für Perspektiven sie in TTIP sehen. Diese Umfrage ist vom Dezember 2015/Jänner 2016, also sie ist nicht drei Jahre alt, sondern ein gutes halbes Jahr, und die Bäuerinnen und Bauern haben mit 68 Prozent gesagt, sie haben große Sorgen und fürchten sich tatsächlich und wollen TTIP nicht haben. Aber nur 1 Prozent der Bäuerinnen und Bauern hat gesagt, sie sehen Chancen in TTIP. Hier sitzt einer: Kollege Schultes. 1 Prozent! (Beifall bei Grünen, FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und Grünen.
Es ist so, dass die US-Milchbauern durchschnittlich 32 000 Kühe haben; der EU-Durchschnitt liegt bei 17 Kühen – das kann sich nicht ausgehen! (Abg. Schultes: Das ist auch ein Blödsinn!) – Das ist kein Blödsinn, es kann sich nicht ausgehen! (Beifall bei Team Stronach und Grünen.) Es wird ein gnadenloser Preisdruck entstehen, weil wir mit dieser industriellen Massenproduktion auf der Kostenseite natürlich nicht mithalten können.
Beifall bei Team Stronach und Grünen.
Freier Handel: Ja, keine Frage, aber bitte nicht auf Kosten der Bürgerinnen und Bürger und vor allem der Umwelt- und Lebensmittelstandards, für die wir hier in Europa jahrelang gekämpft haben. – Danke. (Beifall bei Team Stronach und Grünen.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
Ich habe mir das Taferl mitgenommen, und ein Kollege hat gefragt, was für ein Gehalt da draufsteht. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Ganz einfach: Da steht das Teilzeitgehalt einer Büroangestellten drauf, Herr Kollege Rädler. Danke, dass du die Stimme wieder gefunden hast, du warst heute stundenlang sehr ruhig. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich muss die Aufgabenerfüllung der Regierung einfordern, denn wir müssen endlich zu den Maßnahmen kommen, ihr müsst endlich die Wahlversprechen in Form von Entbürokratisierung, in Form von Zusammenlegung der Sozialversicherungsträger einlösen – dort sind Kosten zu sparen, anstatt nach neuen Steuern und neuen Einnahmen zu suchen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Haubner.
Und ich glaube, das ist auch ganz wesentlich: Wir sollten nicht die Situation haben, Herr Kollege Haubner, dass führende Industrielle, Gewerbetreibende in Oberösterreich – ich darf hier den Chef von KTM, Stefan Pierer, nennen – beim Industrie-Empfang sagen, Österreich ist eine Bananen-Republik. Und wenn wir nicht von den Lohnnebenkosten, sondern von den Lohnhauptkosten reden, dann sind das nicht irgendwelche Inszenierungen vom Kollegen Strolz, der irgendwem etwas am Zeug flicken will, sondern dann ist das die Realität. Ich glaube, das ist das ganz Wesentliche, dass wir die Realität nicht verleugnen. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Das ist das Entscheidende, das darf man einfordern. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Haubner.)
Beifall beim Team Stronach.
Abschließend noch eines, und das ist das Entscheidende: Wir brauchen eine enkerlgerechte Politik, denn wir bezahlen mit der Scheckkarte unserer Enkerl. Alles, was wir denen in den Rucksack geben, müssen die einmal stemmen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir bitten um Unterstützung für diesen wichtigen Antrag. Wir unterstützen auch die vorliegende Regierungsvorlage. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich denke, bevor wir jene österreichischen Unternehmerinnen und Unternehmer höher besteuern, höher bemauten, sollten wir uns jene Betriebe anschauen, die nicht sauber sind, die nicht einer ordentlichen Geschäftstätigkeit, wie es sich gehört, nachgehen, sehr geehrter Herr Minister. Wir haben zu diesem Thema bereits eine Anfrage eingebracht. Ich meine, dass wir auch diesen Bereich durchleuchten sollten, nämlich jene Firmenbesitzer, die mit ausländischem Kennzeichen die Transporte durchführen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
Meine Damen und Herren, das gehört abgeschafft! Deswegen gehört diese Verantwortung in Bundeskompetenz, damit dieses Schindluder, das da getrieben wird, endlich zu Ende ist. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Minister Leichtfried, ich habe Ihren Vorgänger schon gebeten, dass man vielleicht darauf einwirken kann, dass dieser Lufthunderter in Salzburg abgeschafft wird. – Herzlichen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Verkehrsleiteinrichtungen sind, wie sich zeigt, sinnvoll einzusetzen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb ist es gescheit, wenn das vom Bund her verordnet wird. Deshalb haben Kollege Schmid und Kollege Doppler recht, die von Abzocke gesprochen haben. Ich bin der Meinung, man sollte solch künstliche Hürden so schnell wie möglich beseitigen. Man tut damit niemandem etwas Gutes. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich möchte mich vor allem auch bei den Bürgern bedanken. 6 000 Mails waren sehr, sehr viel, aber man hat einfach gesehen, es ist ein Anliegen. Ich freue mich, dass hier die Politik einmal wirklich auf die Bürger hört, und darf einen persönlichen Nachsatz sagen: 600 hätten auch gereicht, wir haben es verstanden. – Danke. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei FPÖ, ÖVP, NEOS und Team Stronach.
Auch ich möchte mich seitens meiner Fraktion recht herzlich bei der Volksanwaltschaft bedanken, ebenso bei ihren Mitarbeitern, denn diese Arbeit ist wirklich sehr hoch zu schätzen. (Beifall bei FPÖ, ÖVP, NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
von mir, und ich denke, das wäre auch im Sinne der Volksanwälte. (Beifall bei FPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lugar: Bravo, Leo!
Es gibt genug Arbeit im Umweltbereich! Ich denke an Palmöl, ich denke an das Unwesen in der Fischereiwirtschaft, Pangasius und Ähnliches, und würde Sie bitten, Herr Umweltanwalt, dass wir da für unsere Konsumentinnen und Konsumenten wirklich in Zukunft zusammenarbeiten. (Zwischenruf der Abg. Fekter.) Ich bitte um gute Zusammenarbeit. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lugar: Bravo, Leo!)
Sitzung Nr. 140
Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Brunner.
Wir alle waren heute am Vormittag bei der Verabschiedung von Bundespräsidenten Fischer, und er hat etwas gesagt, was, hoffe ich, nicht nur mir sehr zu denken gegeben hat, nämlich: Leben heißt Veränderung, und Veränderung ist nicht immer etwas sehr Angenehmes. – Das stimmt! Aber ich glaube, wir alle sind uns dessen bewusst, dass wir jetzt etwas verändern müssen, auch wenn es beim ersten, vielleicht auch beim zweiten Schritt nicht angenehm ist. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Brunner.)
Beifall beim Team Stronach.
schutz werden leider ad absurdum geführt, wenn der Investorenschutz Klagen aufgrund negativer UVP-Bescheide oder wasserschutzrechtlicher Auflagen ermöglicht. Abgesehen davon würde das vor lauter Vergleichszahlungen ein sehr, sehr teurer Spaß werden. Ich glaube und hoffe, dass wir uns darüber einig sind, dass dieses Geld woanders definitiv besser investiert wäre. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Kolleginnen und Kollegen! Da ich mich zum nächsten Punkt betreffend Atomkraftwerk Krško nicht zu Wort melde, ein Wunsch meinerseits: verpflichtende Haftpflichtversicherungen. Wir haben es gestern in der „FAZ“ gelesen: Die deutsche Kommission, die extra eingerichtet wurde, um für Gorleben eine Lagerstätte zu finden, hat wieder nichts zustande gebracht. Die Energie gehört fair besteuert, jedes Unternehmen braucht eine Haftpflichtversicherung – auch ein Atomkraftwerk, dann wird einmal mit gleichen Waffen gearbeitet. (Heiterkeit sowie Zwischenruf des Abg. Wöginger.) – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall des Bundesministers Rupprechter sowie Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, NEOS und Team Stronach.
Ich bitte jene Damen und Herren, die hiezu ihre Zustimmung geben, um ein entsprechendes Zeichen. – Das ist die Mehrheit und somit angenommen. (Beifall des Bundesministers Rupprechter sowie Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Glawischnig-Piesczek.
Abgesehen davon ist und bleibt eben die Atomkraft ein Risikothema, weswegen wir auch bei der EU betreffend die Mini-AKWs ein bisschen näher hinschauen müssen, die laut dem europäischen Strategieplan für Energietechnologie weiter forciert werden. Da überlegt man nämlich höhere Subventionen für Forschung, Errichtung und Ausbau für diese Art der Atomkraft. Das heißt, es wird vor allem auf EU-Ebene noch einiges zu diskutieren sein. Aber die österreichische Position hinsichtlich Atomkraft ist bekannt, und ich hoffe, dass sich der Herr Minister dafür weiterhin sehr stark einsetzen wird. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Glawischnig-Piesczek.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Endlagerung stattfinden soll, wie und wo diese Brennstäbe entsorgt werden sollen – vor allem so entsorgt, dass sie für die Bevölkerung in keinster Weise schädlich sind. Herr Minister, jeder Häuslbauer muss, wenn er ein Haus baut, die Vorschriften einhalten. Das ist auch richtig so. Aber bei der Errichtung von Kernkraftwerken ist nur die Profitgier im Vordergrund gestanden, in keinster Weise ist Rücksicht auf Mensch und Natur genommen worden. – Herzlichen Dank. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.
Mit Verweis auf das Ergebnis der Volksabstimmung in Österreich sind wir gut beraten, uns weder an derartigen Forschungsprogrammen noch an einem Ausbau der Kernenergie zu beteiligen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei NEOS und Team Stronach sowie des Abg. Walter Rauch.
der ÖVP sowie der Abgeordneten Walter Rauch und Hagen), in dem Finanzströme fließen, die leider, leider nicht transparent sind. Und da wüssten viele Landwirte gerne viel genauer, wo ihre Euros hinfließen. (Beifall bei NEOS und Team Stronach sowie des Abg. Walter Rauch.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich darf erwähnen, dass gutes Essen überhaupt nicht teuer ist. Billiges Essen ist teuer! Billiges Essen geht auf Kosten der Gesundheit. Billiges Essen geht auf Kosten des Klimas, der Umwelt und der regionalen Arbeitsplätze. (Beifall beim Team Stronach.) – Danke.
Beifall beim Team Stronach.
Da die Urlaubszeit, die bevorstehenden Ferien angesprochen worden sind: Wir freuen uns über viele Gäste am Attersee, in allen Ferienorten. Wir wissen, dass der Tourismus ein wichtiger Partner der Landwirtschaft ist. Und wir bitten um Verständnis, weil wir jetzt mit unseren Erntemaschinen ein Hindernis sind, weil wir mit den überbreiten, großen Maschinen manches Mal zu Verkehrsproblemen beitragen. Ich bedanke mich deshalb an dieser Stelle bei allen Touristinnen und Touristen, die uns besuchen, für das Verständnis, das uns entgegengebracht wird, aber besonders auch bei den Bäuerinnen und Bauern, die bei diesen sommerlichen Temperaturen ihre Erntearbeiten und Stallarbeiten erledigen müssen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich bitte um Unterstützung. – Danke sehr. (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 142
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Die SPÖ versucht Wahlbetrug mit den Wahlkarten. Es gibt unzählige Möglichkeiten für Betrügereien. Die SPÖ holt sich Stimmen aus der türkischen Community mit Geldgeschenken für die islamischen und türkischen Vereine und mit dem Wahlkartenbetrug bei den Demenzkranken. Wir Grüne gehen zum Staatsanwalt. – Sie sagen das, was wir Freiheitliche kritisieren, aber kaum sind Sie in der Regierungsposition drinnen, kaum glauben Sie, dass Sie sich irgendeinen Vorteil von irgendetwas versprechen können, sind Ihre ganzen Ankündigungen dahin. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Oder wie sieht es mit den Christen, die ja tatsächlich verfolgt werden, in jenen Ländern aus? – Auch denen gibt man keinen Schutz, sondern ganz im Gegenteil, wenn denn mit diesen Flüchtlingskarawanen auch Christen, die tatsächlich verfolgt werden, mitkommen, dann werden die weiterhin in den Flüchtlingslagern verfolgt, ohne dass die Staatsgewalt eingreift. Daran sieht man, dass die angeblich Schutzsuchenden, die angeblich Verfolgten auch oft selbst zu Verfolgern werden, ob sie jetzt in den Flüchtlingslagern die Christen drangsalieren oder ob sie Frauen vergewaltigen. Letztlich geht es also darum, genau hinzuschauen, wer da kommt. Ist das zu viel verlangt? (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strache.
Wir müssen aufwachen, wir müssen jeden, der über die Grenze kommt, genau kontrollieren und schauen: Wo kommt er her, was hat er für eine Überzeugung, und ist seine Überzeugung mit unseren Werten überhaupt kompatibel? (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strache.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Deshalb: Obergrenze ja, aber eindeutig bei null, und dann schauen wir einmal ganz genau, wer im Land ist. Nur dann schaffen wir das, was wir unseren Kindern schuldig sind, nämlich unser Land, unsere Werte auch für die nächste Generation zu bewahren. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Das wäre der richtige Weg für uns – und nicht jener, Hoffnungen zu wecken und zu sagen, dass sie hierbleiben können, und dass wir sie dann nicht wegbringen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Da ist die Regierung gefordert, klarzumachen: Wenn du in dieses Land kommst, dann gelten unsere Regeln, unsere Gesetze, und dann wird hier unsere Lebensweise angenommen! – Ich glaube, das wäre der richtige Schritt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Bundeskanzler, Sie sollten sich überlegen, ob Sie unterstützen, dass ein Mensch das höchste Amt im Staat annimmt, der gegen die Interessen der österreichischen Bevölkerung und der österreichischen Wirtschaft handelt. Ich glaube, mehr muss ich dazu nicht mehr sagen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Vom Innenministerium gibt es nicht einmal Statistiken dazu, ob die Menschen, die aufgegriffen worden sind, Sachen mithatten, ob sie Bomben mithatten, ob sie Waffen mithatten oder ob sie andere Sachen mithatten. Über solch wichtige Aspekte wird im Innenministerium keine Statistik geführt. (Beifall beim Team Stronach.) Das, meine sehr geehrten Damen und Herren, muss man hier auch noch einmal klar ansprechen und auf den Punkt bringen.
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
sation IS offen zur Ermordung von Polizistinnen und Polizisten aufgerufen hat. Was wird gemacht? – Es gibt keine Waffenpässe für Polizistinnen und Polizisten, sie dürfen sich außer Dienst nicht privat mit einer Waffe schützen, meine sehr geehrten Damen und Herren. Das ist ein Skandal der Sonderklasse! (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Die Rednerin hält ein Schriftstück in die Höhe. – Beifall beim Team Stronach.
Schließlich hat ja das Innenministerium an die Landespolizeidirektionen ausgeschrieben, dass es konkrete Bedrohungsszenarien gibt, dass sich die Polizistinnen und Polizisten im Privatbereich schützen sollen, dass sie auf die Eigensicherung besonderen Wert zu legen haben. – So steht es im Schreiben des Ministeriums an die Landespolizeidirektionen. (Die Rednerin hält ein Schriftstück in die Höhe. – Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Gerhard Schmid.
Viele Fragen sind also offen. Ich kann nur hoffen, dass endlich gehandelt und nicht nur geredet wird, dass wirklich Taten, konkrete Umsetzungen folgen, dass wirklich etwas gemacht wird, damit das Sicherheitsgefühl in Österreich wieder gehoben wird. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Gerhard Schmid.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Ich habe diese Anträge eingebracht, damit Sie die Gelegenheit haben, diese Unterdrückungssymbole bei uns wenigstens aus dem öffentlichen Raum zu verbannen. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strache.
schenruf des Abg. Eßl.) Diese Bauern werden auf den nicht vorhandenen Arbeitsmarkt drängen, und Sie besingen und bejubeln noch dieses System. Ich kann Sie wirklich nicht verstehen. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strache.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren, bevor wir darüber nachdenken, Arbeitsplätze zu schaffen, setzen Sie sich doch endlich einmal für die kleine und mittelständische Wirtschaft ein! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Belakowitsch-Jenewein und Strache.
Abschließend, meine geschätzten Kollegen: Ich glaube, mit den Rezepten der Vergangenheit werden wir die Herausforderungen der Zukunft nicht lösen können. Wir brauchen mehr Innovation, wir brauchen mehr Gehirnschmalz und vor allem mehr Ehrlichkeit seitens der Regierung. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Belakowitsch-Jenewein und Strache.)
Beifall beim Team Stronach.
Der in der Türkei vollzogene Putsch hat in Österreich, gerade hier in Wien, zu einer Demonstration von Erdoğan-Anhängern geführt, welche auch als Demonstration der Türkei im eigenen Land zu verstehen ist, einer bedrohlichen, fremden Macht, die in der Lage ist, in kürzester Zeit gewaltbereite Demonstranten organisiert auf die Straße zu bringen, um unsere Sicherheit massiv zu gefährden. Schlussfolgerung: Derzeit hat die Türkei in der EU sicherlich nichts verloren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abschließend fordere ich im Sinne eines sicheren Österreichs, unsere Grenzen, auch wenn es sich innerhalb der EU um Binnengrenzen handelt, zu schließen und diese lückenlos zu kontrollieren, zu überwachen und gemäß geltendem EU-Recht Personen ohne Recht, hier einen Asylantrag stellen zu dürfen, auch umgehend zurückzuschicken. Schützen wir Österreich, unsere Grenzen und unsere Kultur! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 144
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordneter Christoph Hagen (STRONACH): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Wie unabhängig und wie unpolitisch der ORF ist, das haben wir ja bei der Direktorenbestellung miterleben können; diese Komödie wurde hier schon mehrfach angesprochen. Was war die Folge dieser Besetzung beziehungsweise dieser Direktorenwahl im ORF? – Es war eine „Koalitionskrise“, meine Damen und Herren; das war die Schlagzeile, und das zeigt, wie unpolitisch der ORF wirklich ist. Herr Kollege Cap, Sie hätten es ja auch vielleicht einmal mit der Wahrheit versuchen können, denn so unpolitisch, wie Sie den ORF dargestellt haben, ist er auf keinen Fall. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Man könnte es so machen wie bei einem Verein: Wenn ich bei einem Verein bin, zahle ich einen Mitgliedsbeitrag, damit ich dann, wenn ich diesen einbezahlt habe, auch ein Stimmrecht habe und den Vorstand beziehungsweise den Obmann mitwählen darf. Wir vom Team Stronach haben das ja auch immer gefordert, dass beim ORF die Menschen zu Hause, die ja als Fernsehzuseher, als GIS-Zahler einen Mitgliedsbeitrag zahlen müssen, mittels Briefwahl die Führung des ORF wählen dürfen. Das wäre die unpolitischste Lösung und meiner Ansicht nach, wie bei einem Verein, das einzig Richtige: dass die Mitglieder, die das Geld für den Verein zur Verfügung stellen, mit dem dieser dann wirtschaftet, bestimmen, was sie wollen, und nicht die politischen Parteien, meine Damen und Herren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Genau das wollen wir vom Team Stronach vermeiden, deswegen sagen wir: Die Bürger, die die Zeche zahlen müssen, müssen auch entscheiden können, was der Bildungsauftrag des ORF ist, welche Sendungen kommen, und auch im Sinne des unabhängigen Bildungsauftrags des ORF ihre Stimme abgeben können. Das ist unsere Forderung. Das wäre die richtige Reform. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich möchte nur in Erinnerung rufen: Vor nicht allzu langer Zeit haben die „Sommergespräche“ stattgefunden, und wenn ich mir das ganze Prozedere im ORF, die Analyse des Profi-Analysten Filzmaier und den berühmten Plemplem-Sager noch einmal in Erinnerung rufe, im Hinblick auf welchen vonseiten der ORF-Redakteurin damals auch keine Distanzierung stattgefunden hat, dann ist das wirklich ein klares und plakatives Beispiel dafür, dass hier klar gegen das Objektivierungsgebot verstoßen wurde und der ORF seinem Auftrag nicht nachgekommen ist. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
alle Kandidaten einzuladen und wirklich objektiv und unabhängig zu berichten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Es wurde heute auch schon angesprochen, dass sich alle politischen Parteien hier einbringen dürfen sollen, um die Reformvorschläge gemeinsam zu diskutieren, nicht wieder nur die Abgeordneten der Regierungsfraktionen und die Regierungsmitglieder, sondern aller hier im Hohen Haus vertretenen Parteien, denn das wir sind den Gebührenzahlerinnen und Gebührenzahlern schuldig. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das heißt: Man versucht, hier Migration zu organisieren, und den Leuten draußen erzählt man: Ihr müsst solidarisch sein, ihr müsst diesen armen Menschen Unterkunft geben! – Nein! Das müssen wir nicht! Wissen Sie, wo diese Menschen Unterkunft finden müssen? – In den Nachbarländern, denn so regelt das die Genfer Flüchtlingskonvention. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Da ging es nie um Hilfe für Kriegsflüchtlinge. Es ging immer um die Interessen Europas und um die Interessen jener, die glauben, wir müssten 17 Millionen Menschen hereinlassen. Da brauchen wir Sie, Herr Verteidigungsminister! Ich hoffe, dass Sie jetzt endlich in die Gänge kommen, um einen Strich durch diese Rechnung zu machen, denn als Verteidigungsminister müssen Sie uns auch vor falscher Politik verteidigen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Hübner
einmal offen ansprechen (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Hübner), und da ist die Bundesregierung gefordert, Maßnahmen zu setzen. (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir haben ein Versagen auf allen Ebenen, und ich denke, Herr Bundesminister – Sie sind jetzt leider der, der das heute ausbaden muss, aber Sie können es in die Regierung zu Ihren Kollegen mitnehmen –: Hier muss gehandelt werden, hier muss schnell gehandelt werden, damit wir den Menschen Sicherheit geben. Es wurde Verfassungssicherheit angesprochen. Ich glaube, wir müssen den Menschen das Gefühl geben, dass wir Politiker auf sie schauen und ihre Interessen vertreten. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Martina Schenk (STRONACH): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Minister Doskozil, Sie haben einen schönen Satz in Ihrem Statement gesagt, nämlich dass Sie es so, wie es das letzte Jahr war, nicht mehr wollen, als unzählige Menschen durch Österreich geschleust wurden, ohne Kontrollen, ohne Sonstiges, als es keine Grenzen, keine Kontrollen, nichts gegeben hat. Ich glaube, dem können wir alle zustimmen, das will keiner mehr. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Kumpitsch und Doppler.
Ich bitte Sie abschließend noch einmal eindringlich, da wirklich endlich tätig zu werden und die wenigen Gemeinsamkeiten, die Sie haben, für die österreichische Bevölkerung umzusetzen! – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Kumpitsch und Doppler.)
Heiterkeit der Abg. Lintl. – Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Herr Minister, beweisen Sie Stärke, stellen Sie zwei Panzer an den Brenner! Damit hätten wir schon einmal ein schönes Bild in allen Medien, das auch die Ankömmlinge nach Hause schicken können – per nicht verlorenem iPhone –, dass hier an der österreichischen Grenze durchaus Stärke demonstriert wird. (Heiterkeit der Abg. Lintl. – Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Aus meiner Sicht wäre es auch dringend notwendig, die Zahl der Ankömmlinge, die Zahl derer, die zu uns kommen, auf die zu reduzieren, die wirklich Schutz und Hilfe brauchen, und das sind jetzt – das kann man allen Zeitungsberichten und Berichten entnehmen – die Christen im Nahen Osten, die vor der Ausrottung stehen. Wir können als österreichischer Staat hergehen – und das Recht haben wir – und sagen: Wir nehmen nur noch Christen auf, denn das ist jene Gruppe von Menschen im Nahen Osten, deren Leben wirklich bedroht sind. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach sowie des Abg. Doppler. – Rufe bei der FPÖ: Sehr gut! Endlich einmal eine gute Rede! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Die EU wurde natürlich bereits einige Male angesprochen. (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.) Aus meiner Sicht kann man die EU sicher nicht vergessen, wir sind Teil dieser EU, aber wir können und dürfen und müssen sogar in der Frage der Migration Brüssel und Berlin vergessen und uns stattdessen Visegrád zuwenden. – Danke schön. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach sowie des Abg. Doppler. – Rufe bei der FPÖ: Sehr gut! Endlich einmal eine gute Rede! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Ah-Rufe beim Team Stronach.
Liebe Zuseherinnen und Zuseher, es wäre ja verwunderlich gewesen, wenn es nicht auch in diesem Fall so wäre, dass es alle gut finden, dass man die Demokratie sichert und dass man allen Österreicherinnen und Österreichern die Möglichkeit zur Stimmabgabe zukommen lässt, dass es hier aber zwei notorische Nein-Sager gibt: die FPÖ und das Team Stronach. (Ah-Rufe beim Team Stronach.) Es ist immer das Gleiche. Sie haben noch nie zu irgendetwas Ja gesagt, Sie haben noch nie gesagt, in welche Richtung Sie es haben wollen, Sie haben nur immer Nein gesagt, auch wenn es im Sinne der Demokratie ist. Herr Kollege Strache, Sie sollten endlich einmal darüber nachdenken, was das Gescheitere für das Land wäre! (Abg. Kickl: Also in der Demokratie müssen alle einer Meinung sein, das ist das ÖVP-Modell, oder?)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Abgeordneter Christoph Hagen (STRONACH): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Gut war die Rede nicht, Kollege Gerstl, aber amüsant zumindest, das möchte ich jetzt betonen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Abg. Rädler: Stronach!
Jetzt tun wir da monatelang herum. Die Leute draußen werden sich etwas denken, und Sie hören das auch, wenn Sie mit den Leuten diskutieren, was die von der Politik und von solchen Situationen halten. (Abg. Rädler: Stronach!) – Na, die ÖVP ist da federführend, Herr Kollege, das muss man ganz klar sagen.
Beifall beim Team Stronach.
Meine Damen und Herren, das ist demokratiepolitisch äußerst bedenklich und mit nichts zu rechtfertigen! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine Damen und Herren! Das ist demokratiepolitisch nicht nur äußerst bedenklich, sondern das ist fahrlässig und äußerst gefährlich! Und deswegen wird das Team Stronach diesen Gesetzesänderungen nicht zustimmen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Rädler: Spärlicher Applaus!
Bei Hunderttausenden (Abg. Brosz: Hat er gesagt?) war es theoretisch möglich, dass manipuliert … (Abg. Brosz: Hat er gesagt?) – Natürlich, lesen Sie es durch! Genau das ist das Problem, und deshalb haben wir diese Wahlwiederholung. Was wir aber nicht haben: Wir haben die Wahl nicht zu den Bedingungen, die der Verfassungsgerichtshof ganz klar festgelegt hat. Wenn Sie die Urteile des Verfassungsgerichtshofes mit Ihrer Mehrheit aushebeln, dann ist das eine Tür, die ich besser nicht offen haben will. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Rädler: Spärlicher Applaus!)
Beifall bei Grünen, NEOS und Team Stronach.
Also wieso man das nicht entsprechend mitteilen kann und ob tatsächlich – auch für den Herrn Mitterlehner – ein Termin existiert hat oder einer erfunden wurde, das muss man separat klären. (Beifall bei Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Jetzt noch zu den Schiedsgerichten: Das sind ja Nebenverfassungen bitte, das ist ein Nebenverfassungsgericht, das hier eingeführt wird. Dazu haben ja nur privilegierte Unternehmungen und Konzerne Zugang, aber nicht Bürgerinnen und Bürger, das muss man schon klipp und klar festhalten. Lesen Sie, wie gesagt, die Unterlagen der Enquete, und Sie werden feststellen, dass die Expertinnen und Experten ganz große Bedenken haben. – Daher: Zurück an den Start! Wir müssen neu verhandeln, und dafür werden wir uns in diesem Haus noch massiv einsetzen. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
mer gelten, und da frage ich mich: Wo ist im ÖAAB die kritische Stimme, die die Arbeitnehmer vertritt? Es kann doch nicht sein, dass nur Politik für Großkonzerne, für Großunternehmen gemacht wird und die kleinen Strukturen auf der Strecke bleiben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Zur SPÖ: Es ist schon sehr verwunderlich, wenn derjenige, der die Abstimmung unter den Mitgliedern durchführt, dann in der „ZiB 3“ nicht einmal weiß, was CETA ist. – So viel zur Glaubwürdigkeit dieser Regierungspartei. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich bin schon neugierig, was der New Deal von Bundeskanzler Kern bedeutet. Ist der New Deal vielleicht, dass ein klares Nein der Bevölkerung zu CETA, ein klares Nein bei der Abstimmung Ihrer Parteikollegen zu einem „Ja, aber“ umgeformt wird? Ist das der New Deal? Ich freue mich schon zu sehen, wie die Parteimitglieder sich über die Entscheidung des Bundeskanzlers freuen werden. So viel zu seiner Glaubwürdigkeit, so viel zu dem, was er Neues an Stil, Neues an Engagement in dieses Land eingebracht hat. – Danke. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei NEOS und Team Stronach.
mehr Steuern als die Schweden – und hier wieder ein Armutszeugnis namens Bundesrechnungsabschluss debattieren. Es ist wirklich traurig. (Beifall bei NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
glaube, diese kalte Progression ist ein Bremsklotz in jeder Hinsicht. Diese Reformen sind notwendig, damit Österreich positiv in die Zukunft sehen kann. – Herzlichen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich bin der Meinung, es ist höchste Zeit, dass wir diese Vorschläge des Rechnungshofes umsetzen. Es sind 1 027, und an dieser Stelle darf ich Ihrem Vorgänger, Frau Präsidentin, Herrn Moser, noch einmal Danke sagen: Er hat zu Ihrem Wechsel 1 027 Vorschläge (Abg. Moser: 1 007 sind es!) hinterlassen. Ich denke, das ist doch ein Arbeitspapier für diese Regierung. Wir müssen alle an einem Strang ziehen. Wir brauchen für die Zukunft eine enkerlgerechte Politik, denn wir zahlen mit der Scheckkarte unserer Enkerl. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich bin wirklich begeistert von dem – wenn die Berichterstattung stimmt –, was die kanadische Außenministerin unlängst gesagt hat, nämlich dass diese Bedenken der Bürgerinnen und Bürger berechtigt sind. Nein, das ist kein politischer Pragmatismus, sondern das sind berechtigte Anliegen der Bürgerinnen und Bürger. Danke, Frau Kollegin Winzig, dass du endlich reingekommen bist: Du sollst die kleinen KMUs vertreten und nicht die Konzerne, weil die vertreten sich eh selber und zahlen keine Steuern – das ist die Ergänzung zu diesem Bild. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Pirklhuber.
für 10 000 zusätzliche heimische Arbeitsplätze. Ja, Frau Kollegin Fekter hat recht gehabt, sie ist jetzt leider nicht im Saal: Da werden bei TTIP und CETA Arbeitsplätze zerstört – aber wenn wir es unterschreiben. Zuerst einmal sind die heimischen Arbeitsplätze entscheidend, denn das ist regionale Kaufkraft, das ist regionale Lebensqualität, das ist regionale Lebenskultur, das ist regionale Gesundheit, das ist Arbeit, und das ist Sicherheit für unsere Bürgerinnen und Bürger. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Pirklhuber.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich bin stolz auf die österreichische Produktion und bedanke mich bei allen Bäuerinnen und Bauern für die saubere Arbeit: GVO-freie Milch, GVO-freies Rindfleisch. Das sind Leistungen, die man nicht verwässern darf, sondern die man schützen muss, und ich finde, das ist die Aufgabe dieses Parlaments. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Doppler: Bravo, Leo!
Eines darf ich abschließend sagen: Gesunde Lebensmittel sind nicht teuer, sondern das Teuerste sind billige Lebensmittel. – Danke, Kolleginnen und Kollegen. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Doppler: Bravo, Leo!)
Sitzung Nr. 146
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe der Abgeordneten Brosz und Heinzl.
Deshalb brauchen wir ganz schnell ein paar Maßnahmen, und die sind einfach erklärt. Erstens müssen wir FMA und OeNB zusammenlegen. Was zusammengehört, muss zusammen sein. Zweitens muss man die Staatskommissäre hauptberuflich einsetzen. Die müssen das nicht in ihrer Freizeit machen. Die müssen Tag und Nacht in die Bank hineinschauen, damit so etwas verhindert wird. Der dritte Punkt ist sehr wichtig: Die Politik gehört raus aus den Banken! – Das haben wir immer noch in Niederösterreich. (Abg. Steinbichler: In Oberösterreich auch!) Die Politik gehört raus aus den Banken! Und der allerwichtigste Punkt zum Schluss, dann bin ich schon fertig: Wir brauchen eine Politikerhaftung. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe der Abgeordneten Brosz und Heinzl.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Krainer: Das ist eine gute Idee! … gute Idee!
Das ist das, was wir brauchen, nämlich eine Politikerhaftung, denn nur dann, wenn wir eine Politikerhaftung haben, haben wir Politiker, die sich dreimal überlegen, was sie tun. (Zwischenrufe der Abgeordneten Brosz und Krainer.) Das gilt gerade für jene, die jetzt auch bei der HETA wieder das Volksvermögen verscherbeln, und jene, die fest dabei zuschauen. Wenn wir eine Politikerhaftung hätten, dann hätte Pröll das gar nicht verstaatlicht. Das garantiere ich Ihnen, denn dann wäre er zur Kasse gebeten worden. Und so, wie jeder Unternehmer – ich war lang genug Unternehmer – eine Haftung zu tragen hat (Zwischenrufe bei der SPÖ), falls er Mist baut, so muss auch ein Politiker endlich zur Verantwortung gezogen werden, und nicht, indem er zurücktritt, sondern indem er für seine Entscheidungen geradesteht und so den Steuerzahlern auch morgen noch in die Augen sehen kann. Das ist Politikerhaftung, und das brauchen wir hier. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Krainer: Das ist eine gute Idee! … gute Idee!)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Ich muss mich auch an die SPÖ wenden: Überhaupt noch nicht verstanden, wie dieser Skandal zustande gekommen ist, hat nämlich die SPÖ, meine sehr geehrten Damen und Herren! Insbesondere in den letzten Tagen und auch heute in den Redebeiträgen wird laut gerufen, lauthals geschrien: Haider ist der Schuldige! – Meine sehr geehrten Damen und Herren, diese Behauptung ist nicht nur billig, sondern auch schlichtweg falsch und auch nicht würdig, wenn man sich die eineinhalb Jahre Untersuchungsausschuss ansieht. Das ist falsch und kann so nicht stehengelassen werden! (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Apropos Wahrheit: Die SPÖ war nicht nur in alle Beschlüsse, was Haftungen in Kärnten betrifft, miteingebunden, sondern hat auch mitgestimmt. Sich da aus der Verantwortung zu stehlen ist nicht in Ordnung! (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach
Was haben wir heute? – Faymann ist weg, Pröll ist weg, sie sind nicht mehr im Amt. Wer ist noch im Amt? – Die österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler (Beifall beim Team Stronach), die brav Milliarde für Milliarde für diesen Skandal, für dieses Megadebakel, das Rot und Schwarz verursacht haben, bezahlen müssen. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Wöginger: Der Herr Dörfler im Bundesrat!)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Wöginger: Der Herr Dörfler im Bundesrat!
Was haben wir heute? – Faymann ist weg, Pröll ist weg, sie sind nicht mehr im Amt. Wer ist noch im Amt? – Die österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler (Beifall beim Team Stronach), die brav Milliarde für Milliarde für diesen Skandal, für dieses Megadebakel, das Rot und Schwarz verursacht haben, bezahlen müssen. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Wöginger: Der Herr Dörfler im Bundesrat!)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Wo ist da die Verbesserung? – Es gibt viele andere Dinge, die man aus diesem Briefchen lesen kann. Was muss da noch der Wissenschaftler oder der Experte feststellen? – Es kann da nur eine klare Entscheidung geben: Wenn wir das ernst nehmen, was der Bundeskanzler uns selbst gesagt hat, dann müssen wir alles tun, um dieses Abkommen zu stoppen. Das ist natürlich auch an die SPÖ gerichtet, die ja eigentlich ernst nehmen sollte, was der Bundeskanzler gesagt hat. Dann können wir nicht anders, als endlich eine klare Erklärung zu verabschieden, dass wir dieses Abkommen, soweit es in unserer Macht steht, nicht in Kraft setzen werden. Wenn der österreichische Nationalrat jetzt und heute klarstellt: Wir werden das Abkommen mit den weiterhin enthaltenen Investitionsschutzbestimmungen nicht ratifizieren!, dann haben wir da einen Pflock eingeschlagen und Flagge gezeigt. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren, auch die kanadische Handelsministerin hat gesagt: Die Globalisierung ist die Frage der Gesellschaft. – Wir müssen uns die Frage stellen: Wie weit wollen wir Globalisierung vorantreiben, im Bewusstsein, dass es viele, viele Verlierer geben wird? – Kollegen aus allen Fraktionen in Kanada stellen sich diese Frage. Seien wir doch nicht so blind und blauäugig, gehen wir nicht einfach in Abkommen hinein, ohne sie kritisch zu hinterfragen! (Beifall beim Team Stronach.)
Vizekanzler Mitterlehner: Ist der Frank Stronach eigentlich … Magna oder nicht?
Meine geschätzten Damen und Herren! Sie sagen immer, Frank Stronach würde eine völlig andere Linie fahren. Ich habe mit ihm darüber diskutiert. Und er hat gesagt: Die einzige Frage, die man sich stellen muss, ist diese: Werden Arbeitsplätze geschaffen oder vernichtet? (Vizekanzler Mitterlehner: Ist der Frank Stronach eigentlich … Magna oder nicht?) Und durch das CETA-Abkommen werden Arbeitsplätze vernichtet. Da gibt es die amerikanische Studie der Tufts University, die sagt, dass bis 2023 in Europa 200 000 Arbeitsplätze verloren gehen, in Kanada 30 000. (Abg. Haubner: Durch CETA?!) Das heißt, Arbeitsplätze werden vernichtet.
Beifall beim Team Stronach.
Er hat auch gesagt: Wir haben aus NAFTA gelernt. Und da, Herr Vizekanzler, hat er vielleicht etwas mehr Ahnung, weil er ja in Amerika und in Kanada lebt, als wir in Europa. (Zwischenruf des Abg. Hammer.) Er hat gesagt: Allein durch NAFTA wurden in Amerika Tausende Arbeitsplätze vernichtet. Ich glaube, wir sollten das ernst nehmen. Es geht um Arbeitsplätze. Wir haben 400 000 Arbeitslose, und wir hier müssen Verantwortung übernehmen und Wege finden, wie wir Jobs kreieren können, wie wir die Wirtschaft stärken können und wie wir schauen können, dass diese Menschen eine Zukunftsperspektive haben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid.
Meine geschätzten Damen und Herren! Österreich trägt eine große Verantwortung. Der Herr Bundeskanzler hat erklärt, er will diese Verantwortung wahrnehmen, und wir von der Opposition fordern das auch ein. Wir fordern ein, dass er endlich mutig agiert und dass er im Rat dagegen stimmt. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren! Jetzt ist die Stunde der Entscheidung. Jetzt gilt es, Farbe zu bekennen, auch für den Herrn Bundeskanzler, auch wenn er sagt: Es ist kein Kinderspiel. – Es lastet großer Druck auf Österreich. Das ist uns allen bewusst. Aber das ist jetzt auch die Nagelprobe für seine Glaubwürdigkeit als Bundeskanzler. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Lintl und Gerhard Schmid.
Jetzt werden wir sehen, wie ernst er das Votum seiner Parteikollegen nimmt. Wir vom Team Stronach sind auf jeden Fall klar gegen CETA. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Lintl und Gerhard Schmid.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Riesenkonzerne profitierten massiv, die kleinen und mittleren Betriebe litten massiv darunter, und vor allem auch die Landwirtschaft. Und deshalb lehne ich diese Verträge von CETA und TTIP ganz entschieden ab. – Herzlichen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich bin seit 32 Jahren im Außendienst tätig. Einer meiner Grundschulungsausbildner hat gesagt: Burschen, verkauft es so, dass es am Abend bei den Kunden keine Kaufreue gibt! – Heute hat mich Vizekanzler Mitterlehner richtig gelehrt, was Kaufreue heißt. Mit dem Druck, mit dem du verkaufen willst, willst du uns etwas verkaufen, das wir nicht brauchen. Das ist das Hauptproblem, Kolleginnen und Kollegen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wann sind wir einmal so weit, dass wir sagen: Globalisierung dient den Konzernen, Globalisierung dient der Anonymität, Regionalisierung den Menschen? Den Menschen in den Mittelpunkt, das ist unser Auftrag, dafür haben uns die Bürger gewählt. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Vielleicht noch kurz ein Wort zum TOP 10, dem Antrag des Abgeordneten Karlsböck: Das wäre für uns ein durchaus interessanter Schritt in die richtige Richtung gewesen, nämlich die ÖH langsam auf eine andere Finanzierungsform beziehungsweise auf freiwillige Beiträge umsteigen zu lassen. Ich weiß, dass dieser Antrag abgelehnt wird, aber letztendlich sollte das Ziel – auch unserer Meinung nach – dorthin gehend sein, keine Zwangsgebühren einzuheben, sondern auf freiwillige Beiträge abzustellen. Darum hätte ich diesen Antrag durchaus interessant gefunden. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Es ist ein sehr wichtiger Punkt, dass man den ländlichen Raum insofern unterstützt, als man diesen Ausbau möglichst rasch vorantreibt, um eben die gegebene Abwanderung ein bisschen abzufangen, deswegen stimmen wir dem natürlich zu. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Gahr.
Ich verstehe auch die wiederholte Argumentation im Ausschuss nicht, weil das wirklich helfen würde und weil wir diese Zahlen auch brauchen würden. Ich ersuche von dieser Stelle aus noch einmal darum, dass Sie Ihr diesbezügliches Verhalten überdenken, damit wir, wenn wir dann im nächsten Ausschuss Ihre letzte Stellungnahme haben, auch wirklich zu einer Entscheidung kommen, zu einer Lösung kommen und die Forderungen dieser Bürgerinitiative, die sehr wichtig sind, zeitnah hier im Hohen Haus umsetzen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Gahr.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Gahr, Höbart und Pirklhuber.
Wenn das die Auswirkungen dieser Regulierungsabkommen sind – denn CETA ist ein Regulierungsabkommen –, dann besteht genau die Gefahr, dass die Produkte aus diesen Ställen kommen, und bei uns verlieren wir die Arbeitsplätze, wir verlieren die gepflegte Kulturlandschaft und wir verlieren natürlich auch die Produktion. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Gahr, Höbart und Pirklhuber.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir bitten um Zustimmung. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 148
Abg. Kickl: Was bedeutet denn das für das Team Stronach?
Und jetzt fragen Sie sich einmal, Sie, als Unternehmer: Was hätten Sie für eine Freude, wenn Sie Eigentümer in einer Firma wären und der Geschäftsführer sich jedes Jahr hinstellt und Ihnen erzählt: Die Umsätze gehen zurück, die Erträge gehen zurück, die Produkte sind nicht das, was sie sein sollten, die Verwaltung funktioniert nicht, wir haben zu viel Bürokratie, und, und, und!? Und jedes Jahr erzählt er Ihnen das Gleiche, es passiert aber nichts. Was würden Sie mit so einem Geschäftsführer machen? – Ich glaube, Sie würden ihn in die Wüste schicken. (Abg. Kickl: Was bedeutet denn das für das Team Stronach?)
Beifall beim Team Stronach.
Da spreche ich jetzt nicht von der HETA, denn das, was Sie bei der HETA gemacht haben, ist kein Verdienst. (Abg. Wöginger: Was denn?) Sie sind hergegangen und haben sich eines Problems auf die altmodische Art entledigt, indem Sie einfach den anderen alles gegeben haben, was sie wollten. (Bundesminister Schelling: Wie hätten Sie es denn gemacht?) Sie sind dagestanden, Sie haben gewusst, dass die Gläubiger 50 Prozent ihrer Forderungen abgeschrieben haben, das wussten Sie. Auch die Banken, die jetzt noch HETA-Anteile haben, haben 50 Prozent abgeschrieben, das wissen Sie. Und was machen Sie? – Sie geben ihnen fast 100 Prozent und lassen sie auch noch einen Gewinn machen, und das Ganze auf Kosten der Steuerzahler! Das ist kein Verdienst. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Deswegen: Wenn Sie das als Finanzminister ernst nehmen, dann ist es höchst an der Zeit, dass Sie endlich die SPÖ ein bisschen zwicken, damit sie sich einmal ein bisschen bewegt (Abg. Strache: Wo zwicken?) – ich weiß, das ist schwierig mit der SPÖ –, und dass Sie einmal mit gutem Beispiel vorangehen und im eigenen Bereich etwas tun. Dort, wo die Probleme tatsächlich liegen und wo Sie es in der Hand haben, wo Sie etwas bewegen können, können Sie beweisen, dass Sie ein Finanzminister sind, der mutig ist, der nicht nur immer wieder behauptet, bei jeder Budgetrede immer wieder behauptet, dass er mutig in die neuen Zeiten geht und mutig etwas anpackt, aber in Wirklichkeit alles beim Alten lässt. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich denke, das kann so nicht sein, aber heute hat sich der Herr Vizekanzler hier etwas geleistet, und auch gestern ist mir seine Nervosität schon aufgefallen. (Zwischenruf des Abg. Höfinger.) Er hat so anscheinend nach dem Motto „Hände falten, Goschn halten“ jeden Einzelnen, der nicht seiner Meinung ist, namentlich kritisiert, namentlich diffamiert, und das ist eines Staatsmannes nicht würdig. (Beifall beim Team Stronach.) Das geht auch in einer Ehe nicht, und ich denke, eine Regierung ist wie eine Ehe. Heute hat sich eindeutig gezeigt, welcher Partner diese Ehe momentan sehr stört.
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Rossmann.
Direktor Gasselsberger von der Oberbank hat dazu auch etwas gesagt. Du hast gestern gesagt, du wünschst die Mitarbeit der Opposition. Da muss man bei diesem Staat, bei dieser Regierung klar unterscheiden. Bitte, die Mitarbeit wird uns ja verweigert! Vorige Woche haben wir vier Ausschüsse gehabt, und alle Anträge der Opposition wurden vertagt. (Abg. Rädler: Dann waren sie schlecht!) Ich meine, man sollte diese Bundesregierung umbenennen, Herr Kollege Rädler! Vertagungsregierung wäre ein ganz passender Ausdruck. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Rossmann.) Damit hätten wir nämlich den Nagel auf den Kopf getroffen.
Beifall beim Team Stronach.
Was wir an Zukunftsentwicklung nicht umsetzen, das nehmen wir mit diesen angesprochenen 9 Milliarden € plus die neuen viereinhalb Milliarden Schulden unseren Enkerln für die Zukunft an Gestaltungsraum weg. Wir brauchen ganz klar eine enkerlgerechte Politik. Uns muss bewusst sein, dass wir mit der Scheckkarte unserer Kinder, unserer Enkelkinder zahlen, und das, was uns hier vorgelegt wurde, ist nicht gut für die Zukunft unserer Enkerl. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
konto ist. Dieses Vertrauenskonto ist deshalb momentan so klein, weil die Bürger berechtigte Sorge haben, dass diese Regierung zu wenig umsetzt, dass diese Regierung zu wenig gestaltet, und, wie sich heute gezeigt hat, zu viel streitet. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Bundesminister für Finanzen, Sie selbst haben gesagt, immer mehr Geld wird in dieses System hineingepumpt und der Output ist immer schlechter. Das heißt: immer mehr Geld, immer mehr Verwaltung der Arbeitslosen. (Abg. Rädler: Dank Stöger!) – Kollege Rädler, dafür ist nicht nur der Sozialminister zuständig, dafür ist auch der Wirtschaftsminister zuständig! Er trägt maßgeblich Verantwortung dafür, dass der Standort Österreich abgesandelt ist, „abgesandelt“, wie selbst Wirtschaftskammerpräsident Leitl gesagt hat. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
Meine geschätzten Damen und Herren, Kollege Krainer meinte, die USA haben es sich leichter gemacht, die haben einfach Geld hineingepumpt: Wir brauchen nicht nach Amerika zu schauen. Schauen wir nach Deutschland: Deutschland hat seit 35 Jahren die niedrigste Arbeitslosenrate – seit 35 Jahren! Österreich hat seit den fünfziger Jahren die höchste! Da frage ich Sie wirklich: Woran hapert es? – Es hapert nicht an den fleißigen Arbeitnehmern. Es hapert nicht an den tüchtigen Unternehmern. Es hapert an den Rahmenbedingungen, die die Wirtschaft in diesem Land vorfindet. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.)
Beifall beim Team Stronach.
Ungleichheit in der Behandlung, das ist der Stoff, der dazu führt, dass sich die Gesellschaft auseinanderdividiert. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
Wir wollen nicht, dass es Privilegien gibt, für die nie einbezahlt wurde und die dann am Ende des Tages durch die prozentuelle Erhöhung noch mehr vergoldet werden. Wir wollen nur eine prozentuelle Erhöhung bis zur ASVG-Höchstgrenze, da dafür eine ordentliche, dann haben alle Pensionisten im unteren Bereich etwas davon. Und dann brauchen wir auch diesen Hunderter nicht, der ja ohnehin nur als Wahlkampfgeschenk zu sehen ist. Wir wollen ein faires System, das vielen dient und nicht nur einigen wenigen. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid.
wird so viel Geld verlocht, das kann ich jetzt nicht mehr erzählen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid.)
Beifall bei Team Stronach und Grünen sowie des Abg. Bernhard.
Als Gewinner möchte ich dieses Umweltbudget leider nicht erkennen. Der Weg zu den Klimazielen ist mit diesem Budget leider ein noch unüberwindbarerer geworden. – Schade drum! (Beifall bei Team Stronach und Grünen sowie des Abg. Bernhard.)
Beifall beim Team Stronach
100 € können für einen Pensionisten sehr viel sein. Ich bringe ein Beispiel: 45 Beitragsjahre, aktuelle Pension – ich nehme das nächste Mal den Bescheid mit – 647 €; ein Bauer aus Ungenach. (Abg. Schopf: … hat er nicht eingezahlt!) – Den gibt es, der hat eingezahlt, Walter, jawohl, der hat eingezahlt! –: Mir hat das, was Kanzler Kern heute zur Sozialpolitik gesagt hat, sehr gefallen. Das können wir heute noch beim Grünen Bericht diskutieren; es ist richtig, dass damals die Sozialversicherung eingeführt wurde. Aber braucht diese 100 € auch jemand, der 7 000 € Pension hat? Für den ist das nämlich sehr wenig und nicht notwendig, deshalb ist eine Pauschalregelung, eine Gießkannenregelung immer die schlechteste (Beifall beim Team Stronach), deshalb brauchen wir endlich einmal Sockelbeträge, damit man zu einer Anpassung, zu einem fairen System kommt.
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb wiederholt und zum letzten Mal: Wir dürfen nicht alles der Globalisierung, den Konzernen opfern, deshalb brauchen wir als Gegenpol die Regionalisierung. Der Mensch muss im Mittelpunkt, im Vordergrund stehen, für die Menschen haben wir zu arbeiten, daher, Herr Minister: Volle Unterstützung für die notwendigen Reformen! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
Herr Finanzminister! Ich kann Ihnen als sparsamem Vorarlberger also Folgendes mitgeben: Schauen Sie dort über die Grenze! Sie müssen das Rad nicht neu erfinden. Das wäre eine gute Maßnahme, um die Asylpolitik etwas zu verbessern. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.)
Beifall beim Team Stronach
Ich möchte das auch mit etwas vergleichen, das mir letzte Woche in Moldau zu denken gegeben hat. Ich habe dort mit einem Polizeioffizier gesprochen, einem Oberstleutnant. Er hat mir erzählt, dass ein Oberstleutnant in Moldau bei der Polizei 150 Dollar verdient. 200 € benötigt eine Familie in Moldawien zum Überleben. Ich denke daran, was unser Herr Innenminister oder unsere Regierung gesagt hat: dass man jedem Asylwerber, der hier ist, obwohl er freie Kost und Logis hat, noch 5 € pro Stunde geben möchte. Das sind bei einer 40-Stunden-Woche 200 € in der Woche – das muss man einmal vergleichen! (Abg. Rädler: Die gehen …!) – Na ja, das ist die Frage, das kann man ja einmal diskutieren. (Rufe und Gegenrufe zwischen ÖVP und FPÖ.) Aber egal, es geht darum, dass da ein Haufen Geld zusätzlich verdient wird, das dann hinuntergeschickt wird. Das ist also ein Wirtschaftsfaktor. Was tun wir damit? – Wir öffnen die Büchse der Pandora, denn da werden sich noch viel, viel mehr auf den Weg nach Österreich machen, um hier gutes Geld zu verdienen (Beifall beim Team Stronach), gratis ausgehalten zu werden und das Geld in die Heimat zu schicken.
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
Wir müssen auf unsere Steuerzahler, auf unsere Österreicher schauen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.)
Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Ganz, ganz wichtig ist, dass wir auch eine Verwaltungsreform, eine Verwaltungsvereinfachung angehen, damit Österreich auch in Zukunft noch gut dasteht. – Danke schön. (Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, NEOS und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordnete Petra Bayr, MA (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Frau Barton, auch von meiner Seite herzlichen Dank. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie Sie am 27. Jänner des Vorjahres bei der Gedenkkundgebung am Heldenplatz anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages sehr eindringlich und sehr emotional über Ihr Projekt betreffend Maly Trostinec geredet haben, und ich glaube, dass sehr viele der dort zu Hunderten Anwesenden das erste Mal mit diesem Teil unserer Geschichte konfrontiert worden sind, und ich freue mich sehr, dass Ihre Arbeit, die für uns alle sehr wichtig ist, hier heute manifest wird. Das ist sehr schön. Ich danke Ihnen für die lange und kontinuierliche Arbeit dazu. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, NEOS und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, NEOS und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Der Umgang mit kollektiver Erfahrung und mit der Vergangenheit im Generellen ist komplex und ist schmerzhaft, aber er wird uns nicht erspart bleiben – gerade dann, wenn es schmerzhaft wird! Ich hoffe sehr, dass diese Gedanken und diese Verantwortung sich auch im konkreten Denkmal in Maly Trostinec manifestieren werden. – Danke. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, NEOS und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, NEOS und Team Stronach.
Darüber hinaus ist das geplante Denkmal auch Mahnmal, nie wieder ein solch faschistisches, autoritäres und alle Menschenrechte missachtendes Regime zuzulassen. – Vielen Dank der Gedenkinitiative IM-MER! Vielen Dank Frau Waltraud Barton an der Spitze dieser Initiative! (Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Dieses Zeug – dazu kann man ja, um genau zu sein, nicht Lebensmittel sagen – belastet ja nicht nur die Umwelt, das Klima, sondern ganz besonders auch die Gesundheit der Konsumenten. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.) Das ist 18-mal so schwer verdaulich wie gesundes, regionales Butter- und Schweinefett. Ganz wesentlich sind jedenfalls – wie, glaube ich, bereits angesprochen – der volkswirtschaftliche Schaden und das menschliche Leid.
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb: Schnellstens die Ziele umsetzen, Herr Minister, regionalisieren, und dann haben wir wieder Steuerungsmöglichkeiten! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir bitten um Zustimmung. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Weitere Zwischenrufe bei Grünen und Team Stronach.
Herzlichen Dank, lieber Herr Minister, dass wir bei der Ratifizierung Vorreiter sind, dass wir das vorangetrieben haben, dass Österreich da von Anfang an dabei ist. Wir Österreicher sind in der Umwelttechnologie ja immer im Spitzenfeld gewesen und bleiben es. (Abg. Brunner: Ratifikation heißt Verpflichtung zum Handeln!) – Richtig! (Weitere Zwischenrufe bei Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Wir sind gegen die unsäglichen Russlandsanktionen. Die Russlandsanktionen sind auch zum Schaden der heimischen Landwirtschaft, und zwar massiv zum Schaden. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Wir sind dafür eingetreten, dass es eine klare Produktkennzeichnung gibt, damit die österreichischen Konsumenten wissen, dass sie heimische Produkte kaufen können, denn heute wird noch immer alles Mögliche, von Fleisch- bis Milchprodukten, aus dem Ausland unter Rot-Weiß-Rot verscherbelt. Wir haben keine einheitliche Regelung, diese brauchen wir aber. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Dafür braucht es zum Glück eine Zweidrittelmehrheit. Wir Freiheitliche werden diesem Vorschlag nicht zustimmen, und ich ersuche auch die Grünen, diesem Vorschlag nicht zuzustimmen. – Danke. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei Grünen, FPÖ und Team Stronach.
Sie können sie nicht mehr mittragen, Kollege Auer, und Sie sind mitverantwortlich, Sie von der ÖVP und vor allem Sie von der Landwirtschaftskammer, Kollege Schultes! Sie wären verantwortlich, die Interessenpolitik gerade für jene kleinen Betriebe zu machen, und die vermissen wir! (Beifall bei Grünen, FPÖ und Team Stronach.) Die vermissen wir seit Jahren. Hier im Plenum gibt es keine Positionierung für die vielen Kleinbetriebe, die eben negative Ergebnisse haben. Schauen Sie es sich an, Sie brauchen nur die Seite 79 des Grünen Berichts aufzuschlagen! Auf dieser Seite 79 werden Sie erfahren, dass 25 Prozent aller land- und forstwirtschaftlichen Betriebe negative Einkünfte haben. Ein Viertel hat negative Einkünfte!
Beifall bei Grünen und Team Stronach.
Ja, Sie können den Kopf schütteln. Das ist aber die Frage der Bäuerinnen und Bauern, die sie sich tagtäglich stellen. (Beifall bei Grünen und Team Stronach.) Diese Frage stellen sie sich tagtäglich: Muss ich den Betrieb zusperren? Kann ich irgendwie eine Perspektive haben? Und wie soll das gehen, meine Damen und Herren, bei den Preisen im Milchsektor, bei der Preisentwicklung auf dem Schweinemarkt?
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.
Wir haben die ukrainische Buche in Oberösterreich, wir haben das Schnittholz aus allen Ostländern in ganz Österreich, wir haben ausländisches Brennholz in allen Baumärkten und in allen Lagerhäusern, Kollegen vom Bauernbund und von der Landwirtschaftskammer! Das sind die Realitäten, und wenn man dann den Bauern und Bäuerinnen erklärt, dass eh alles paletti ist, dann braucht man sich nicht zu wundern –Finanzminister Schelling hat erwähnt, dass das Vertrauenskonto ganz wesentlich ist –, dass ihr das Vertrauenskonto bei den Bäuerinnen und Bauern verspielt habt. Das ist das praktische Ergebnis. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.)
Beifall beim Team Stronach.
Das (eine Tafel mit der Überschrift „AMA Merkblatt (mit Ausfüllanleitung), Milchreduktionsmaßnahmen 2016/2017“ vor sich auf das Rednerpult stellend, auf der eine Wiese mit Blumen und einem zur Hälfte gefüllten Glas Milch abgebildet ist) ist eine ganz logische Entwicklung dieser Agrarpolitik: Zu einem Zeitpunkt, zu dem man die Milchquote abgeschafft hat – eine völlig falsche Entscheidung! –, mit der staatlichen AMA ein Milchreduktionsmodell zu fahren und dann zu sagen, die Bäuerinnen und Bauern werden dafür belohnt, dass sie weniger produzieren, so etwas gibt es in keinem Wirtschaftszweig auf dieser Welt! Jeder Unternehmer weiß, dass er Zuwächse braucht, wenn er seinen Betrieb nur weiterführen will – und wenn er Gewinne erzielen will, braucht er größere Zuwächse. Das ist nichts anderes als ein staatlich unterstütztes Palmöl-Programm. Das ist ein Palmöl-Förderungsprogramm! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Aber das ist kein Problem. Ich darf ganz kurz noch erwähnen: Präsident Schultes wird das erledigen, davon bin ich überzeugt. Herr Präsident, ich bitte um Aufmerksamkeit! Du bist der Chef von neun Kammeramtsdirektoren, du bist der Chef von neun Kammerpräsidenten, du bist der Chef von neun Kammervizepräsidenten, du bist der Chef von neun Pflanzenbaudirektoren, du bist der Chef von neun Tierzuchtdirektoren, du bist der Chef von neun Hauswirtschaftsabteilungen – und ich frage mich, an wen du in diesem Haus appellieren willst, etwas zu tun! Einfach tun wäre die Devise. Mut, hat der Finanzminister gesagt. Das heißt: machen, umsetzen, tun! Das sind die ganz einfachen Aufgaben: nur den Kollegen zuhören! (Beifall bei Team Stronach und FPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich denke, das ist ein Ziel. So können wir die Krise am schnellsten lösen. Wir bitten um Unterstützung. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach sowie des Abg. Berlakovich.
Abschließend: Kleinstbäuerliche Struktur, quo vadis? – Wir stehen hinter den Kleinbauern, und wenn Österreich sagt, es steht auch dazu, dann müssen uns die Bauern, so wie das Bundesheer, auch etwas wert sein. – Danke. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach sowie des Abg. Berlakovich.)
Beifall bei SPÖ, Grünen und Team Stronach.
Abgeordneter Walter Schopf (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Liebe Kolleginnen! Liebe Kollegen! Ich möchte ganz kurz auf den Redebeitrag des Herrn Kammerpräsidenten eingehen. (Ruf bei der SPÖ: Jawohl!) Es ist nicht richtig, dass wir – die Sozialdemokratie und auch ich persönlich – nicht für die Bauern eintreten, im Gegenteil: Wir stehen zur österreichischen Land- und Forstwirtschaft; sie ist wichtig. Sie ist für den ländlichen Raum wichtig, sie ist für die gesamte Bevölkerung wichtig, jedoch stehen wir auch dafür, dass die Fördermittel, die verwendet werden, immerhin 1,3 Mil-liarden €, gerechter verteilt werden. Das ist der Punkt, liebe Kolleginnen und Kollegen. (Beifall bei SPÖ, Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ, Grünen und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schultes.
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ja, die Situation in der Landwirtschaft ist wirklich hart. Herr Präsident Schultes, es würde Ihnen wirklich anstehen, sich hier und heute für Ihre Aussage zu entschuldigen. Sie haben uns allen vorgeworfen, dass wir im Hohen Haus einen Spaß mit den Bauern treiben. Diese Aussage ist unerträglich. (Beifall bei FPÖ, Grünen und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schultes.) Den Vorwurf der Scheinheiligkeit weise ich zurück. Das ist kein Anspruch.
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Sie wissen, was es heißt, im ländlichen Raum Bauer zu sein. Das Einkommen, das man außerhalb der Landwirtschaft erzielt und das notwendig ist, um die Landwirtschaft zu erhalten, wird voll und ganz in die Landwirtschaft gesteckt. Um 6 Uhr in der Früh heißt es, aufzustehen, in den Stall zu gehen, dann zur Arbeit, nach der Arbeit wieder in den Stall. (Zwischenrufe der Abgeordneten Schmuckenschlager und Schultes.) Es kann schon passieren, dass – und da ein Kompliment und ein Dankeschön an die Frauen – die Frauen aushelfen. (Ruf bei der ÖVP: Geh bitte!) Wir möchten uns also hier bei allen Bäuerinnen und bei allen Bauern für ihre Arbeit an 365 Tagen im Jahr bedanken. Sie bedürfen unserer Unterstützung. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Bitte vertagen Sie nicht weiterhin unsere Anträge, die zu einer Qualität auch in Sachen Gütesiegel führen werden! – Ich bedanke mich. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und Team Stronach.
Ich möchte aber eine kleine Korrektur zu den Ausführungen eines meiner Vorredner anbringen, der gesagt hat: Wenn die Nebenerwerbsbauern arbeiten gehen, dann helfen die Frauen aus. Ich möchte das in die Richtung korrigieren, dass meistens die Frauen in den landwirtschaftlichen Betrieben – und sehr viele sind Direktvermarkter – die Hauptlast tragen, und ich möchte mich daher bei den Bäuerinnen ganz besonders dafür bedanken, dass sie diese Last tragen und dem Mann die Möglichkeit geben, etwas anderes zu machen oder einer anderen Arbeit nachzugehen. Ein recht herzliches Dankeschön dafür! (Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und Team Stronach.)
Sitzung Nr. 150
Beifall beim Team Stronach.
Das ist auch der Grund dafür, dass alle so aufgeregt sind. Zum ersten Mal in der Geschichte kommt jemand von außen in dieses System. Es kommt jemand von außen und will dieses System zumindest aufbrechen. Dann heißt es, er sei nicht berechenbar. Ich bin auch kein großer Freund von Donald Trump, ich habe auch vieles gehört, was mir nicht gefällt. Aber Sie sagen, er ist nicht berechenbar, und genau das ist die Angst, die Sie haben, denn berechenbar heißt, auch hier in Österreich, es muss alles so bleiben, wie es ist, sodass jene, die es sich richten konnten, jene, die Macht haben, auch an der Macht bleiben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb ist diese Wahl ein Hoffnungsschimmer. Ich hoffe, dass wir eine gute Zusam-menarbeit pflegen, ich hoffe, dass sich endlich einmal etwas im Sinne der Menschen in diesem Land und im Sinne der Weltgemeinschaft bewegt und nicht im Sinne jener, die die Macht haben, die das Geld haben und die uns alle als willfährigen Spielball für ihre Eigeninteressen benützen. Das muss aufhören, sowohl in den USA als auch bei uns in Österreich. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP, Grünen und Team Stronach.
Abgeordneter Bernhard Themessl (FPÖ): Guten Morgen, Frau Präsidentin! Frau Staatssekretärin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuschauer! Ich darf zu Beginn eine Herrenrunde aus der Gemeinde Mühldorf in Kärnten mit ihrem Obmann Christian Dürnle begrüßen – herzlich willkommen im Hohen Haus! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP, Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.
österreichische Wirtschaft! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.) Das ist ein Armutszeugnis! (Abg. Lopatka: Strache habe ich auch noch nicht gesehen! Den Klubobmann habe ich auch noch nicht gesehen!)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.
sein und in einer angemessenen Zeit qualitätsvolle Ware zu liefern. (Abg. Lugar: So schaut das aus! Das nennt man Marktwirtschaft! Schon was gehört davon?) Ansonsten hat er am Markt keine Chance. Das mit der Gewerbeordnung zu verbinden ist ein absoluter Blödsinn! Ich weiß nicht, wohin Sie denken. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Ich habe mich in meiner Rede nicht mit der Präsidentschaftswahl in Amerika befasst, aber zum Abschluss schon noch ein paar Worte an die österreichische Bevölkerung: Jetzt wissen wir, dass die Wahl in Amerika nicht so ausgegangen ist, wie es sich das System gewünscht hat (Abg. Schultes: Wer ist „das System“? – Abg. Kickl – auf leere Plätze in den Reihen der ÖVP-Fraktion deutend –: Das, wo ihr hingefahren seid, das ist das System! Ihr seid heute auf der falschen Veranstaltung!), aber eines ist auch klar: Wenn man die Aussagen des Präsidentschaftskandidaten Van der Bellen darüber gehört hat, was er von Trump hält, dann weiß man auch, dass es unter einem Präsidenten Van der Bellen unmöglich wäre, den mächtigsten Präsidenten dieser Welt nach Österreich einzuladen. – Danke. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Heiterkeit beim Team Stronach.
Wenn auf der Besuchergalerie junge Menschen sitzen und sagen: Ja, ich möchte mich selbständig machen!, was ist die Botschaft von ÖVP und SPÖ? – Wir werden euch papierln, wo es nur geht, wir werden euch Prügel zwischen die Füße werfen, wir werden euch Steine in den Weg legen! Sepp Schellhorn braucht für seine Betriebe insgesamt elf Gewerbescheine! – Ja, Christoph Matznetter, geht es euch noch?! (Heiterkeit beim Team Stronach.) Geht es euch noch? Die höchste Arbeitslosigkeit seit 70 Jahren, und ihr legt den Unternehmern und Unternehmerinnen, die Arbeitsplätze schaffen sollten, diese Prügel zwischen die Füße! Ihr habt keinen Genierer – wobei ich das Gefühl habe, die ÖVP hat doch einen Genierer, denn die Fraktion ist nur zur Hälfte vorhanden. Es ist kein Klubobmann im Saal, es ist kein Wirtschaftssprecher hier – ihr habt ein verdammt schlechtes Gewissen! Ihr wisst, dass das falsch ist, was ihr da macht. (Beifall bei NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei NEOS und Team Stronach.
Wenn auf der Besuchergalerie junge Menschen sitzen und sagen: Ja, ich möchte mich selbständig machen!, was ist die Botschaft von ÖVP und SPÖ? – Wir werden euch papierln, wo es nur geht, wir werden euch Prügel zwischen die Füße werfen, wir werden euch Steine in den Weg legen! Sepp Schellhorn braucht für seine Betriebe insgesamt elf Gewerbescheine! – Ja, Christoph Matznetter, geht es euch noch?! (Heiterkeit beim Team Stronach.) Geht es euch noch? Die höchste Arbeitslosigkeit seit 70 Jahren, und ihr legt den Unternehmern und Unternehmerinnen, die Arbeitsplätze schaffen sollten, diese Prügel zwischen die Füße! Ihr habt keinen Genierer – wobei ich das Gefühl habe, die ÖVP hat doch einen Genierer, denn die Fraktion ist nur zur Hälfte vorhanden. Es ist kein Klubobmann im Saal, es ist kein Wirtschaftssprecher hier – ihr habt ein verdammt schlechtes Gewissen! Ihr wisst, dass das falsch ist, was ihr da macht. (Beifall bei NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei NEOS und Team Stronach.
Übrigens: Als Klubobmann, Regierungsmitglied habe ich ein Berufsverbot, habe ich auch meine Firma abgeben müssen (Abg. Schimanek: „Regierungsmitglied“?!), und jetzt zahle ich zum Beispiel für mein ruhend gestelltes Gewerbe jedes Jahr eine Verwaltungsgebühr – dafür, dass ich mein Gewerbe ruhend gestellt habe, dafür, dass ich in einem Excel-File verwaltet werde, muss ich jedes Jahr zahlen! Das sind die Krankheiten, die dieses System ausmachen und die wir Bürgerinnen und Bürger nicht verstehen. Wir werden jeden Tag aufs Neue abgezockt, und ich sage: Schluss damit! Wir sind nicht bereit, das mitzutragen. (Beifall bei NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei NEOS und Team Stronach.
Wir sagen, wir brauchen Jobs, Jobs, Jobs – und die braucht man, denn was ist das für eine Aussicht, wenn man heute eine Schulausbildung abgeschlossen hat und dann die höchste Arbeitslosigkeit seit 70 Jahren wartet?! Das ist keine Botschaft, die ich an diese jungen Menschen ausschicken will, sondern ich will sagen: Ihr sollt die Chancen haben, alle Chancen dieser Welt! Es ist die großartigste Zeit, die es je gab, um zu leben, aber dafür müssen wir Chancen schaffen. Wir wollen diese auch schaffen, aber das geht nur dann, wenn die Kämmerer und Blockierer dieser Republik endlich auslassen (Abg. Lugar: Richtig!), und daran werden wir arbeiten. (Beifall bei NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und NEOS. – Zwischenruf des Abg. Rädler.
Abgeordneter Leopold Steinbichler (STRONACH): Frau Präsident! Sehr geehrte Frau Staatssekretär! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher auf der Besuchergalerie und vor den Fernsehgeräten! Ich denke, Herr Kollege Rädler (eine Broschüre des deutschen Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie mit dem Titel „Aktionsprogramm Zukunft Mittelstand – Neuauflage 2016“ vor sich auf das Rednerpult stellend), dieses Thema ist zu wichtig, als dass du deine billigen Zwischenrufe anbringen solltest, die gerade bestätigen, was mein Vorredner, Kollege Strolz, gesagt hat: Wo sind die Ansprechpartner, die Verantwortlichen der ÖVP zu diesem Thema? (Beifall bei Team Stronach und NEOS. – Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Das ist ein Outing! Das ist doch ein Outing: Ihr wollt ja die Diskussion gar nicht mehr hören. Ihr fürchtet ja schon die Diskussion über das Thema, und das ist das Wesentliche. Kollege Matznetter, ich bin enttäuscht. Ich weiß, dass Frank Stronach kein Freund der Gewerkschaften ist, aber deshalb steht es dir nicht zu, dich hier leichtfertig abschätzend über einen Mann zu äußern, der die Löhne von 120 000 Menschen bezahlt hat (Zwischenruf des Abg. Matznetter), der jetzt durch seine Arbeit mit Magna wieder 2 000 neue Arbeitsplätze in der Steiermark schafft. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Kollege Matznetter, mir sind jene Kolleginnen und Kollegen lieber, die die Kuh füttern, die die Kuh pflegen, als jene, die die Kuh melken, und das musst du dir merken. Du bist ein Melker. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall beim Team Stronach.
Dass diese Regierung handlungsunfähig ist, wird ja auch dadurch bestätigt, dass man bei jedem Vorschlag, den diese Regierung macht, sofort einen Einspruch der Kammern hat – die Sozialpartner an vorderster Stelle, und dann kommt noch die Landeshauptleutekonferenz. – Ja, bitte sehr, wer kann denn da etwas umsetzen? Kein Einziger in der Regierung hat die Möglichkeit, für die Sache zu arbeiten, weil er seine Klientel berücksichtigen muss, und das ist genau die Fußfessel, die sämtliche Gestaltungsmöglichkeiten in diesem Land, in dieser Regierung verhindert. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Frau Präsidentin, ich bin schon am Ende meiner Ausführungen. Ich glaube, diese heutige Aktuelle Stunde ist bezeichnend dafür, dass diese Bundesregierung die berechtigten Sorgen und Ängste der UnternehmerInnen, der Arbeitnehmer und der Handwerker nicht ernst nimmt und deshalb leider gar nicht anwesend ist. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Da Kollegin Ecker gesagt hat, sie sei wegweisend, frage ich mich: Wo ist was wegweisend? 81 reglementierte Gewerbe, ist das wegweisend? Statt vor der Reform 80 nach der Reform 81 – der Hufschmied ist dazugekommen, Kollege Matznetter hat es richtig erwähnt. Er hat aber auch mitgestimmt. Die Sozialpartner führen diese Regierung am Nasenring durch die Manege. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten des Teams Stronach.) Und die Sozialpartner sagen, was hier geschehen darf und was nicht geschehen darf.
Beifall bei NEOS und Team Stronach.
großer Wurf, das ist ein Maulwurfshügel. Das ist alles andere als eine Gewerbeordnungsreform. (Beifall bei NEOS und Team Stronach.)
Ruf beim Team Stronach: Genau!
Ich habe nur von einem Bundesland gesprochen. Ich habe jetzt nur von Salzburg gesprochen. Hätte ich noch einen Betrieb in Oberösterreich, bräuchte ich genau das Gleiche noch einmal. Und die freuen sich, denn wie der Herr Kammerpräsident gesagt hat: Von irgendetwas muss die Kammer ja auch leben. (Ruf beim Team Stronach: Genau!)
Beifall bei NEOS und Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid. – Zwischenruf bei der FPÖ.
Das wäre eine Chance, uns von diesem Stillstand zu befreien. (Beifall bei NEOS und Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid. – Zwischenruf bei der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich sage Ihnen: Es ist für uns als Oppositionspartei schon verwunderlich, wenn wir von der Regierungspartei SPÖ ständig hören, was sie nicht alles in der Lage sei, in der Regierung umzusetzen. Warum setzen Sie nicht endlich Reformen um? Das Hin- und Herschieben von einer Regierungspartei auf die andere, und keiner ist verantwortlich, ist für die Österreicher eine Zumutung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren, die Gewerbeordnung wird seit der Regierung Kreisky wohl wirklich in jedem Regierungskonzept erwähnt. Tatsächlich ist in den letzten Jahren nichts weitergegangen – nichts außer heißer Luft, nichts außer Versprechen. Jeder von Ihnen wird in den letzten zwanzig Jahren x-mal vom One-Stop-Shop gehört haben. Endlich ein One-Stop-Shop, wo bau- und wasserrechtliche, naturschutzrechtliche, gewerberechtliche Bereiche abgehandelt werden und wo es möglich ist, für junge Unternehmer rasch und kompetent die jeweiligen Aufgabenbereiche so zu lösen, dass sie in der Lage sind, rasch ihre Tätigkeit aufzunehmen. – Nichts ist passiert, nichts außer Stillstand! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren, zusammenfassend: Österreich verliert an Attraktivität. Wenn wir nicht haben wollen, dass die Jugend perspektivenlos, zukunftslos aufwächst oder einer perspektivenlosen Zukunft entgegenschaut, dann müssen wir alles daransetzen, dass in diesem Land endlich Reformen stattfinden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ. – Abg. Lugar: Richtig!
Meine geschätzte Kollegin Mlinar, ich glaube, Arroganz ist die falsche Antwort. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ. – Abg. Lugar: Richtig!) Es ist die falsche Antwort, wenn Bürger sich gegen dieses System aufstellen.
Beifall beim Team Stronach.
neuen Aufgabenverteilung kommen. (Beifall beim Team Stronach.) Die Wahlen gegen das Establishment – Brexit, USA – zeigen uns das klar auf. Wenn wir jetzt nicht handeln, dann tragen auch wir Verantwortung dafür, dass das bestehende System keine Zukunft mehr haben wird.
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lugar: Genau! Das ist der Punkt! – Abg. Strolz: Ja, wunderbar! Das ist genau mein Modell!
Kollege Strolz! Wir brauchen eine europäische Republik? – Ich bin da völlig anderer Meinung. Das, was wir brauchen, sind starke Vaterländer, damit so viele Aufgaben wie möglich an der Basis gelöst werden (Abg. Strolz: Ja, starke Republik! Einverstanden!) und wirklich nur jene Aufgaben, die man in den Ländern nicht lösen kann, in EU-Kompetenz fallen, und wir brauchen vor allem die Einbindung der Bürger und den Rückhalt der Bürger. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lugar: Genau! Das ist der Punkt! – Abg. Strolz: Ja, wunderbar! Das ist genau mein Modell!) Die jetzige Kommission, die von niemandem gewählt wurde und – mit Verlaub – die aus meiner Sicht nicht mit jenen Personen besetzt ist, zu denen der Bürger Vertrauen haben kann, noch zu stärken, so als europäische Regierung, davor rate ich wirklich ab. (Abg. Strolz: … die Kommission?) Wir brauchen die Europäische Union als Friedensprojekt, als Verbund starker Vaterländer.
Beifall beim Team Stronach.
Das ist der falsche Weg, diese Globalisierung wollen wir nicht! (Beifall beim Team Stronach.) Uns ist es lieber, wenn in Österreich auf hohem Standard produziert wird. Das kostet etwas mehr Geld, bedeutet dafür aber weniger Arbeitslose und eine geringere Steuerquote. Das wäre die Möglichkeit zu einer Reindustrialisierung, um der eigenen Bevölkerung wieder Arbeitsplätze zu bieten. (Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.)
Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.
Das ist der falsche Weg, diese Globalisierung wollen wir nicht! (Beifall beim Team Stronach.) Uns ist es lieber, wenn in Österreich auf hohem Standard produziert wird. Das kostet etwas mehr Geld, bedeutet dafür aber weniger Arbeitslose und eine geringere Steuerquote. Das wäre die Möglichkeit zu einer Reindustrialisierung, um der eigenen Bevölkerung wieder Arbeitsplätze zu bieten. (Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren! Die Wallonen haben bis zum Schluss gezockt, und das mit gutem Recht: einerseits haben sie eine Ausstiegsklausel verhandelt – das würde ich mir auch für uns wünschen, dass wir, wenn wir sehen, dass CETA für uns nicht die Lösung ist, aussteigen können; man kann aus jeder Ehe aussteigen (Abg. Lugar: Sogar aus der Koalition kann man aussteigen!), es kann mir niemand erklären, dass das nicht möglich sein sollte –, andererseits sind Schutzmechanismen für die Landwirtschaft geschaffen worden. Das würde ich mir wünschen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Walter Rosenkranz und Strache.
Abgeordneter Dr. Marcus Franz (ohne Klubzugehörigkeit): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Frau Staatssekretär! Hohes Haus! Ganz klar ist: Wir brauchen ein Europa der Nationen und keine Republik Europa. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Walter Rosenkranz und Strache.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Und ganz klar ist, dass man als Europäer – das traue ich mich jetzt – Donald Trump an so einem Tag wie heute gratulieren muss. Er ist der Präsident der Vereinigten Staaten, der größten Demokratie der Welt, und ich denke, es ist irgendwie unpassend, wenn man jetzt mit Trump-Kritik beginnt, noch bevor er sein Amt angetreten hat. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Kräftigung der Nationen, und nur kräftige, auf sich selbst bezogene, mit anderen in Korrelation und in einer Beziehung stehende Nationen können ein starkes Europa bilden. Es kann niemals ein zentralistischer Riesenmoloch, der in Brüssel regiert wird, ein starkes Europa bilden! (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Und zum Thema Handel: Aus meiner Sicht wäre es am einfachsten, wir gehen zurück zur EWG, die hat retrospektiv noch am besten funktioniert. Daher kann man sagen: Wenn man ein neues Europa will, dann muss man das alte Europa wiederherstellen. – Danke schön. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Dann versucht sie noch, ein Bild – ich habe es Ihnen wieder als Taferl hingestellt – lächerlich zu machen, das ein mittelständisches Vöcklabrucker, Regauer Unternehmen auf seiner Homepage hat, die Handelsfirma FAIE, die sich Sorgen macht um ihre Kunden, weil sie Kunden aus dem ländlichen Raum, aus dem Bereich Fischerei, Jagd, Reiten verliert, wenn diese Abkommen wirken. Anstatt sich darüber lächerlich zu machen und zu sagen: Ich weiß nicht, wo der Steinbichler die Taferl herhat!, einfach fragen! Man braucht sich hier heraußen nicht zu blamieren, das kann man im kollegialen Gespräch ausreden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich hoffe, ich habe jetzt nicht zu vielen Bürgerinnen und Bürgern zu Hause den Appetit verdorben und sie essen gute heimische Nahrungsmittel. – Mahlzeit! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, FPÖ und Team Stronach.
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Herr Präsident! Meine Herren auf der Regierungsbank! Meine sehr geehrten Damen und Herren, auch auf der Galerie und vor den Bildschirmen! Ja, gewisse Themen eignen sich immer dazu, dass man die Darstellungen unterschiedlich vornimmt. Bevor ich mich aber mit einigen der hier ausgeführten Redebeiträge meiner Vorredner beschäftige, möchte ich mich zu Beginn bei allen Polizistinnen und Polizisten, bei den Soldatinnen und Soldaten, bei der Justizwache, meinen Herren Ministern, bei allen, die sich in diesem Land tagtäglich für Sicherheit einbringen, sehr herzlich bedanken. Ich glaube, das kann ich nicht nur in meinem Namen tun, sondern das kann ich in unserem gemeinsamen Namen tun. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Beifall und Bravoruf des Abg. Pendl.
So kann ich natürlich auch eine Statistik deuten. Ich sage jetzt: Ich glaube an das Gute. Wir haben, wie wir von den Kollegen schon gehört haben, eine sehr hohe Aufklärungsquote, das ist positiv. Wir hatten in den letzten Wochen und Monaten gerade einige aufsehenerregende Kriminalfälle und Kriminalserien, die durch die gute Arbeit der Polizei aufgedeckt worden sind, und jetzt möchte ich mich auch bei den Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten bedanken, die trotz schwieriger Umstände und schwieriger Arbeitsbedingungen sehr, sehr gute Arbeit leisten und die Sicherheit unserer Bürger in Österreich gewährleisten. Dafür möchte ich mich sehr herzlich bedanken. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Beifall und Bravoruf des Abg. Pendl.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Ich möchte aber auch etwas anderes in diesem Bereich ansprechen, etwas, was hier auch schon angesprochen wurde: die Übergriffe auf Polizeibeamten. Diese nehmen massiv zu, ich habe auch schon entsprechende Anfragen an den Minister gestellt und nicht immer die besten Antworten bekommen, aber ich muss ehrlich sagen: Diese Übergriffe auf Exekutivbeamte nehmen massiv zu, und das macht mir große Sorge. Es kommt öfter zu schweren Verletzungen, und dem, meine Damen und Herren, muss entgegengewirkt werden. Der Herr Justizminister hat ja auch schon angedacht, diesbezüglich vorbeugend zu handeln, indem die Strafen verschärft werden, indem das kein Kavaliersdelikt mehr ist, sondern indem man sehr wohl sieht, dass derjenige, der die Sicherheit dieses Staates und die Ordnung und Ruhe in diesem Staat aufrechterhält, auch besonders geschützt gehört. Das ist ein wichtiger Punkt, und das können wir nur unterstützen. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Gerhard Schmid.
Es gibt also viel zu tun, und ich denke, beim Sicherheitsbericht 2016, den wir dann in einem Jahr, schätze ich, besprechen werden, wird vieles anders ausschauen. Ich hoffe, dass sich die Situation für die Exekutivbeamtinnen und Exekutivbeamten bis dahin ordentlich gebessert hat. – Danke. (Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Gerhard Schmid.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, FPÖ, NEOS und Team Stronach.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich darf eine Delegation aus Israel hier im Hohen Haus begrüßen, nämlich das Vorstandsmitglied des „Ghetto Fighters’ House Museum“, Präsidenten des Likud-Parteigerichtes und Abgeordneten der Knesset außer Dienst Michael Kleiner samt Gattin und Tochter sowie den Antiterrorbeauftragten von Menachem Begin, ehemaligen Chefkoordinator zwischen Shin Bet und Mossad, Minister und Mitglied der Knesset außer Dienst, Herrn Staatssekretär Rafael Eitan samt Gattin und Delegation. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, FPÖ, NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, FPÖ, NEOS und Team Stronach sowie der Abg. Korun.
Ich darf mitteilen, dass es sich bei Rafael Eitan um jene Persönlichkeit handelt, die Adolf Eichmann festgenommmen hat. – Herzlich willkommen im Parlament! Bruchim Haba’im! (Beifall bei SPÖ, ÖVP, FPÖ, NEOS und Team Stronach sowie der Abg. Korun.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach. – Zwischenrufe bei den Grünen.
Aber eines möchte ich für die Zukunft sagen: Bitte, liebe SPÖ und liebe ÖVP, lassen Sie 2017 endlich besser früher als später die Neuwahlen zu! Nicht, um für andere, klare Verhältnisse in Österreich zu sorgen, sondern damit diese Anti-Österreich-Partei der Grünen nicht mehr hier vertreten ist und Herr Peter Pilz keine Immunität mehr hat! (Beifall bei FPÖ und Team Stronach. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten von Team Stronach und ÖVP.
Ich darf darum bitten, mir das Stenographische Protokoll beizuschaffen, damit ich mir diese Vorwürfe ansehen kann. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten von Team Stronach und ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach für den das Rednerpult verlassenden Abg. Steinbichler.
(Beifall beim Team Stronach für den das Rednerpult verlassenden Abg. Steinbichler.)
Beifall beim Team Stronach.
Kolleginnen und Kollegen, was die Lebensmittelindustrie, die Lebensmitteltechnik und die Lebensmittelchemie heute können – wir setzen unseren Lebensmitteln bis zu 7 500 chemische Stoffe zu –, das hält der gesundeste Körper nicht aus, und das dürfen wir, auch im Sinne der Volksgesundheit, nicht umsetzen. Es geht hier um die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger und in der Hotellerie und Gastronomie letztlich um die Gesundheit und auch um die Fairness gegenüber unseren Gästen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir bitten um Zustimmung. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Hanger: Super Lösungsvorschlag!
Was wir jetzt aber machen, ist nichts anderes, als den Booking.com-Betreibern die Möglichkeit zu geben, alle hinauszuschmeißen, die unter Preis anbieten, und daher werden alle wieder zum gleichen Preis anbieten, weil sie nicht hinausfliegen wollen. Damit ist das Gesetz für die Fisch’! Es klingt aber gut, also – es soll so sein – machen wir halt wieder ein Gesetz, das nicht viel bringt. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Hanger: Super Lösungsvorschlag!)
Beifall beim Team Stronach.
Ich hoffe, dass es nicht so ist, aber es ist leider nicht ausgeschlossen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Da gibt es, glaube ich, noch einiges zu tun. Dieser Bericht wird, wie Sie meinen Ausführungen entnehmen konnten, von uns nicht so positiv bewertet. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Es soll nach einer Sechs-Parteien-Gesprächsrunde mit den Fraktionsführern im Rechnungshofausschuss Gesprächsrunden geben – zuerst einmal mit den zwei Regierungsparteien –, um zu schauen, wo es in diesen Bereichen Änderungen und Verbesserungen geben könnte, über die wir uns einigen können. Und dann sollten wir schauen, dass wir zusammen mit der Präsidentin des Rechnungshofes hier zu einer zeitnahen Umsetzung kommen. Ich glaube, dass das im Sinne von uns allen wäre und vor allem auch im Sinne der österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Es geht darum, dass man in diesem Bereich jetzt endlich einmal etwas tut, weil sich hier in diesem Parlament leider kaum jemand findet, der den Mut hat, dieses Thema anzupacken. Wir vom Team Stronach machen das. – Danke. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.
Bei unverschuldeter Zahlungsunfähigkeit sind gegenüber einer selbst verschuldeten Gehaltsexekution unterschiedliche Maßstäbe zu setzen. Es erscheint erforderlich, die bestehende Gesetzgebung im Hinblick auf die Verschuldensfrage anzupassen und bei unverschuldeter Notsituation zumindest das Existenzminimum unangetastet zu lassen. – Danke. (Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.)
Sitzung Nr. 152
Beifall beim Team Stronach.
Für mich zählt der Volkswille, dieser ist zu akzeptieren, ob es uns passt oder nicht beziehungsweise von welcher Fraktion wir auch kommen. Das ist das richtige Demokratieverständnis. Davon sollten Sie sich eine Scheibe abschneiden! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie Bravoruf des Abg. Lugar. – Abg. Fekter: Du bist angelobt auf die Verfassung! Du hast gefälligst …!
Lieber Kollege Gerstl, ein Unterschied: Ich habe gesagt: Reden wir übers Leben! 24 Jahre lang habe ich als Fraktionsobmann und 16 Jahre lang als Gemeindevorstand sämtliche Entscheidungen in unserer Gemeinde (Abg. Rädler: Welcher Partei?) mitgetragen und weiß, wie Entscheidungen entstehen. Ich glaube, ich muss dir nicht erklären, wie Entscheidungen entstehen, aber du kannst dich gerne mit einem Baumeister unterhalten, nicht mit der Staatsanwaltschaft. (Abg. Fekter: Das ist so in einem Rechtsstaat! Das ist ja unglaublich!) Das ist das Problem! Ihr nehmt immer das Recht des Paragrafen in Anspruch. Redet mit den Praktikern! Redet mit einem Baumeister, wie es diesem geht, der einmal eine Gemeinde bei der Staatsanwaltschaft angezeigt hat, wie viele Aufträge er dann noch bekommt! Das sind die Fakten. Verstecken wir uns nicht hinter den Paragrafen, reden wir übers Leben! Ich glaube, das ist das ganz Entscheidende. (Beifall beim Team Stronach sowie Bravoruf des Abg. Lugar. – Abg. Fekter: Du bist angelobt auf die Verfassung! Du hast gefälligst …!)
Beifall beim Team Stronach.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, mehr möchte ich dazu nicht sagen – die Aufregung bestätigt es ja. Ich verstehe diese Aufregung, denn dieses System wurde gestern in Amerika abgewählt. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Mir wäre es recht, wenn wir das schnell machen, damit wir eine gute Entscheidung in unserem Sinne, im Sinne der Staatsbediensteten, im Sinne der fleißigen Beamtinnen und Beamten, die das verdient haben, bekommen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.
Abgeordneter Dr. Andreas F. Karlsböck (FPÖ): Herr Präsident! Frau Minister! Auch von unserer Seite: Schön, dass es Ihnen wieder gut geht, Frau Minister Oberhauser! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Besonders begrüßen möchte ich eine auf der Galerie anwesende Besuchergruppe aus Oberösterreich, aus dem Bezirk Rohrbach und Urfahr-Umgebung. Willkommen! (Beifall bei FPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich weiß, unser Antrag widerspricht dem Antrag der NEOS, aber wir stehen hinter dem ländlichen Raum, wir stehen für die Bevölkerung im ländlichen Raum und wir wollen auch in Zukunft die Versorgung der Bevölkerung garantieren. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Aus diesem Grund unterstützen wir diesen Antrag und freuen uns schon darauf, mitverfolgen zu können, wie dieses Projekt sukzessive wächst. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Nun soll mir einer hier herinnen sagen, das sei eine Situation, mit der er zufrieden sein kann! Ich sage Ihnen, diese Situation ist für unsere Arbeitnehmer und Unternehmer alles andere als zufriedenstellend. Der Ansatz ist sehr gut, darüber nachzudenken, Maßnahmen zu setzen, selbst wieder das Zepter in die Hand zu nehmen und selbst wieder Beschränkungen, wie es sie in der Übergangsphase gegeben hat, einzuführen. Das ist sinnvoll. Diesem Antrag werden wir auch zustimmen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In diesem Sinne wünsche ich uns allen, dass sich der Arbeitsmarkt besser entwickelt, dass die Regierung motivierter ist, Reformen anzugehen, und dass der Wirtschaftsstandort Österreich nicht nur eine große Vergangenheit hat, sondern auch eine große Zukunft. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Pirklhuber.
Daraus hat sich auch dieser Hebesatz entwickelt, weil sich dadurch natürlich die Relation Aktive zu Pensionisten völlig verschoben hat. Deshalb besteht die berechtigte Forderung – das haben die Kolleginnen und Kollegen Vorredner auch schon gesagt –, dass man endlich einmal schauen muss – Herr Minister, ich glaube, da ist Handlungsbedarf gegeben –, dass wir die Sozialversicherungssysteme zusammenführen. Wir sind Österreicherinnen und Österreicher! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Pirklhuber.)
Beifall beim Team Stronach.
Das möchte ich ein wenig erklären: Das sogenannte Ausgedinge ist nichts anderes als ein Tritt gegen die Ferse. Ich bringe nächstes Mal diesen Pensionsbescheid mit, ich habe ihn heute noch nicht mit, aber ich habe aktuell einen Anruf von einem Bauern mit 45 Beitragsjahren bekommen, der nach Vollerwerb 647 € Pension bekommt. Jetzt wird der Erste gleich sagen: Na, der bekommt ja eh die Aufzahlung auf die Mindestsicherung. – Nein, weil das angesprochene Ausgedinge in der Mindestsicherung wieder zurückgerechnet wird, Kolleginnen und Kollegen! So schaut der Wohlstand in den Bauernhäusern aus. (Abg. Keck: Wie viel hat er eingezahlt?) – Mein Gott, na! Herr Kollege, danke für den Zwischenruf, dann sagst du mir gleich, weil beides mit B anfängt, Bauer und Beamter, wie viel ein Beamter einzahlt. Das will ich hören. (Beifall beim Team Stronach.) Wie viel zahlt ein Beamter ein? – 100 Prozent, 100 Prozent Steuergeld. Darüber müssen wir aber eine faire Diskussion führen. Ich weiß, wir brauchen eine ordentliche Verwaltung, wir brauchen ordentliche Beamte genauso wie die super Bürgermeister – was wir heute Vormittag diskutiert haben –, aber wir brauchen in diesem System Fairness. Zu den Leistungen, Herr Kollege Loacker: Das ist vielleicht der Grund dafür, dass …
Beifall bei ÖVP und Team Stronach.
Schicken wir heute das Signal aus, dass das österreichische Parlament mit einer Stimme spricht! Die Erklärung ist diese Stimme. (Beifall bei ÖVP und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Bei Trump ist die große Hoffnung – das hat er auch schon anklingen lassen –, dass er diesen Krieg endgültig beendet, und zwar mit einem Federstrich, indem er einfach aufhört, Waffen zu liefern. So einfach ist das. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Und dann geht es noch weiter – und Sie wissen, ich habe auch diesen Fall hier schon gebracht –: Wenn Sie zum Beispiel in der Steiermark beim Maschinenring einen Ladewagen ausleihen, dann zahlen Sie für diesen Ladewagen Sozialversicherung, obwohl der nicht krank werden und nicht verunfallen kann. Noch einmal: für den Ladewagen, für das Gerät, nicht für die Person, die ihn bedient! Also da sieht man einmal, wie man über diese Pfründe gewisse Bonzen (He-Rufe bei der SPÖ) – und überall da haben Sie Ihre Finger im Spiel – dementsprechend mit dem Geld der fleißig arbeitenden Menschen füttert. Und das kann doch nicht sein! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Wöginger.
endlich! Wenn Sie eine Koalition sind, stellen Sie etwas auf die Beine – sonst lassen Sie es! (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Beifall beim Team Stronach.
Für mich ist es auch wichtig, dass Brauchtumsveranstaltungen stärker gefördert werden, damit das Ganze nicht in Vergessenheit gerät. Wir sollten unsere Wurzeln nicht vergessen und unsere Tradition und Kultur erhalten. Ich möchte den Menschen, die diese Aufgaben wahrnehmen – oft ehrenamtlich und mit wenig Förderung –, hier unser Lob und unseren Dank für ihr Engagement aussprechen. Das ist sehr, sehr wichtig. Man kann natürlich nicht alles mit Geld oder Gold aufwiegen, aber es ist wichtig, dass wir sehr engagierte Menschen haben, die das in der Freizeit machen. Das ist eine positive Geschichte. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Gisela Wurm: Weil die Qualität zählt …!
Ich glaube, dass der Genderismus im Bereich Kunst und Kultur der falsche Weg wäre. Was zählt, ist die Qualität. Das ist, glaube ich, die richtige Einstellung. Dementsprechend werden wir dazu auch abstimmen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Gisela Wurm: Weil die Qualität zählt …!)
Beifall und Bravoruf bei der FPÖ und Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach sowie des Abg. Loacker. – Zwischenruf der Abg. Hakel.
Abgeordnete Dr. Jessi Lintl (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Frau Kollegin Fekter, ich glaube, dass auch die Frauen sehr kreativ sind und nicht unbedingt auf eine Quotenregelung warten. (Beifall und Bravoruf bei der FPÖ und Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach sowie des Abg. Loacker. – Zwischenruf der Abg. Hakel.)
Sitzung Nr. 154
Beifall beim Team Stronach.
Das ist genau das Problem. Das heißt, wenn wir diesen Bereich unterstützen würden, dann gäbe es in der Sekunde Schulen, die funktionieren, so wie auch in der Vergangenheit. (Beifall beim Team Stronach.) Dann müsste sich ein Elternteil nicht mehr überlegen: Kann ich mein Kind auf eine ordentliche Schule schicken, kann ich mir das leisten, oder muss ich das russische Roulette in Kauf nehmen und mein Kind in eine öffentliche Schule gehen lassen, wo man dann in Gottes Hand ist? Ich meine jetzt nicht den Herrn Pröll, das ist eine andere Geschichte, aber das Problem ist, es gibt sehr, sehr gute öffentliche Schulen und es gibt grottenschlechte öffentliche Schulen. Und das ist dieses russische Roulette. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wenn der Chef des AMS Kopf sagt, dass mehr als die Hälfte von diesen Kulturbereicherern, die daherkommen, in den nächsten zehn Jahren arbeitslos bleiben werden, dann sehen wir schon, dass hier der Grundstein für weitere Kosten gelegt wird, die dann wieder im Budget stehen und die dann wieder als neue Schulden bezahlt werden müssen. Und das ist die falsche Politik, die ich hier ankreide! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
schaffen. Das ist Vernunft. Und diese Vernunft vermisse ich leider von Ihnen, Herr Minister. Ich vermisse sie. Was ich vor allem ganz besonders vermisse, ist, dass Sie endlich einmal den Menschen die Wahrheit sagen: Ja, wir sind von der Europäischen Union verpflichtet, diese 37 500 jedes Jahr zu nehmen, und da fährt die Eisenbahn drüber. Oder Sie sagen: Wir als Volk, wir als Parlament haben die Entscheidung selbst zu treffen – und dann treffen wir sie auch, diese Entscheidung! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Jugend ist die Zukunft, ist maßgeblich für eine gute gemeinsame Zukunft. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Peter Wurm.
Ich war erst gestern in der Wirtschaftskammer in Vöcklabruck und habe erlebt, welch fatale Stimmung unter den Unternehmerinnen und Unternehmern herrscht, die zu der Informationsveranstaltung über die Absetzmöglichkeiten für das heurige Steuerjahr gekommen sind. Sie haben mit Betroffenheit die Auswirkungen der Registrierkassenpflicht in allen Details erfahren, und das hat bei 90 Prozent der hundert Anwesenden Kopfschütteln ausgelöst. Ich habe gesagt, es wäre gut, wenn viele der Kolleginnen und Kollegen hier im Parlament tatsächlich öfters die Auswirkungen der Gesetzgebung in der Praxis nicht nur erörtern, sondern auch erfahren würden. Ich glaube, das wäre ganz wesentlich. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Peter Wurm.)
Beifall beim Team Stronach.
Ein weiterer Punkt, der ganz positiv zu erwähnen ist, ist Deutschland. Ich habe schon einmal den Wirtschaftsökonomen Wiegard erwähnt, Herr Minister, der für den damaligen Kanzler Schröder die Agenda 2010 entwickelt hat, die wesentliche Punkte enthalten hat, deren Früchte Kanzlerin Merkel eigentlich heute noch erntet. Da wurden zeitgerecht einschneidende Maßnahmen gesetzt – spürbare Maßnahmen, nicht kosmetische Maßnahmen –, die heute noch wirksam sind und von denen Deutschland heute noch lebt, und zwar im Unterschied zu Österreich gut lebt. Wir hatten ja eine Exkursion nach Berlin in den Bundestag. Im großen Unterschied zu Österreich, wo ein kleines Wirtschaftsreförmchen als riesige Reform verkauft wird, herrscht dort eine optimale Auftragslage, die Unternehmer sind zufrieden, sie sprechen fast davon, dass sie die Aufträge nicht erfüllen können. Und zum selben Zeitpunkt, zu dem die Wirtschaft boomt, arbeitet man in Deutschland bereits wieder an einem Aktionsprogramm Mittelstand. – So, denke ich, muss man zukunftsorientierte Politik machen. Auch Fußballmannschaften sind dann erfolgreich, wenn sie nicht nach dem Eins-zu-Null zurückfallen und sagen: Jetzt verteidigen wir!, sondern angreifen und mit einem Drei-zu-null-Sieg nach Hause fahren. Ich glaube, das ist der große Unterschied. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Österreich ist tatsächlich ein super Standort, Österreich ist konkurrenzfähig, und Österreich braucht keine internationalen Freihandelsabkommen, sondern wir dürfen unsere innovativen Unternehmer, Manager, Arbeiterinnen und Arbeiter einfach nicht behindern, dann geht es gut. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Das Familiensilber darf nicht – das wäre kurzsichtig – um jeden Preis verkauft werden. – Danke. (Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Gerhard Schmid.
Herr Minister! Ich gestehe Ihnen zu, dass dieses Budget auch gute Ansätze hat, das steht außer Frage, aber was soll das Budget aussagen, wenn die gesamten Kosten für die Flüchtlinge herausgerechnet werden? Diese Kosten finden keinen Niederschlag im Budget, meine sehr geehrten Damen und Herren. Diese Kosten tragen die fleißigen, anständigen Menschen in Österreich, und das ist der falsche Weg. – Herzlichen Dank. (Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Gerhard Schmid.)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb die Bitte an den Finanzminister – und damit bin ich schon am Ende meiner Ausführungen –: Wenn die Konzerne schon Steuervorteile haben, wenn die Konzerne schon vor Besteuerung flüchten, sollte man sie dann umgekehrt bei den Asylkosten, die ja horrend sind und ins Exorbitante steigen, in die Pflicht nehmen. Sie sind ja zum Großteil auch die Auslöser dieser Wirtschafts- und Klimaflucht. Geschätzte 80 Prozent der Flüchtlinge, die zu uns kommen, sind Klima- und Wirtschaftsflüchtlinge. Deshalb denke ich, es wäre fair von allen Finanzministern in Europa, wenn man da dann die Konzerne zur Kasse bittet. Das wäre mein Ansatz. – Danke sehr. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
lose Transparenz und vor allem auch eine faire Verteilung der Mittel. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Neubauer.
An dieser Stelle möchte ich mich auch bei den vielen, vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern recht herzlich bedanken, die die ländliche Kultur und vor allem auch das österreichische, das regionale Brauchtum – das ein ganz, ganz wichtiger Teil der österreichischen Kulturlandschaft ist – so herzeigenswert pflegen! Es wäre, glaube ich, im Sinne vieler, wenn man darauf vielleicht auch im Budget einen Schwerpunkt legen könnte. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Neubauer.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.
Ich appelliere daher an Sie, sehr geehrte Damen und Herren: Unterstützen Sie mich dabei, für eine funktionierende Kontrolle in Österreich zu sorgen! – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Lieber Herr Kollege Vetter! Man müsste eigentlich diese Utensilien, die Justitia in Österreich schon bei sich hat, noch um etwas ergänzen, nämlich um einen Klingelbeutel. Das wäre vielleicht das richtige, das österreichische Symbol, denn das Volk muss zuerst etwas einwerfen, damit die Justitia überhaupt etwas macht. So könnte man das deuten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich glaube, dass die Gerichtsgebühren viel zu hoch sind, Herr Minister, und das zeigt sich auch immer wieder. Es sollte eigentlich jedem möglich sein, ohne auf die finanziellen Verhältnisse schauen zu müssen, bei Gericht zu seinem Recht zu kommen. Einen Teil dieser Gerichtsgebühren – Kollege Stefan hat das angesprochen – nimmt man, bei Grundbucheintragungen und so weiter, halt wieder einmal bei denen, die sich vielleicht ein bisschen etwas gespart haben und etwas besitzen. Es ist meiner Ansicht nach der falsche Weg, die Gebühren weiter hinaufzuschrauben. Damit könnte man ruhig einmal ein bisschen heruntergehen. Es ist heutzutage nicht mehr so leicht, ein Grundstück zu erwerben, ein Haus zu bauen oder etwas zu sparen. Bei diesen Steuern, die der Staat einem vorschreibt, ist das schon ein bisschen schwierig. Ich glaube, da sollte man nicht mehr kassieren, als unbedingt notwendig ist. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir hatten vor Kurzem im Straflandesgericht eine Diskussion – Kollege Jarolim war auch dabei –, wo meiner Meinung nach sehr gewichtige Argumente dafür gekommen sind, dass man die Geschworenengerichtsbarkeit überdenken sollte, beziehungsweise auch Ansätze, wie man sie reformieren könnte, um da wieder eine gute Qualität zu erreichen. Was mir am meisten zu denken gegeben hat, war der Punkt, dass ein Rechtsanwalt, der dort auch anwesend war – ein sehr bekannter Rechtsanwalt –, gesagt hat: Das Problem ist, dass viele Geschworene sich entschuldigen lassen, die in einer gewissen höheren Position sind, die dementsprechend beruflich engagiert sind, und dann immer wieder Ersatzgeschworene kommen, die halt teilweise – unter Anführungszeichen – „nichts anderes zu tun haben“. Er hat auch über die Qualität der Geschworenen gesprochen, was mir ein wenig zu denken gibt. Daher meine ich, man sollte überlegen, wie die Volksgerichtsbarkeit, die Laiengerichtsbarkeit so gestaltet werden kann, dass sich möglichst alle Gesellschaftsschichten darin wiederfinden. Das ist ein wichtiger Punkt, auf den ich Sie heute aufmerksam machen wollte. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Wir haben schon länger auf dieses Problem hingewiesen, und genau der Umstand, dass 62 Prozent der neu Inhaftierten keine Österreicher sind, führt zu den Problemen, zu den vermehrten Attacken auf Justizwachebeamte. Jeden Tag, wenn man die Zeitung aufschlägt, liest man mehr zu diesem Thema. Und nun schlägt sich das auch im Budget nieder: mehr Planstellen, stichfeste Westen. – Wir sagen Danke, denn es ist wichtig, dass wir diejenigen schützen, die tagtäglich den Kopf für uns hinhalten. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Eine den gesetzlichen Grundlagen entsprechende Justiz erfordert gut geschultes Personal, an dessen Aus- und Weiterbildung sowie Ausstattung nicht gespart werden soll. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach sowie des Abg. Pendl
müssen (Beifall bei FPÖ und Team Stronach sowie des Abg. Pendl), solange diese Europäische Union nicht handlungsfähig ist, Herr Kollege Berlakovich – solange diese Europäische Union nicht handlungsfähig ist!
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wir brauchen vernünftige Regeln, um diese Menschen wieder außer Landes bringen zu können und unsere Bevölkerung vor diesen Menschen schützen zu können. Da muss man im Notfall auch die Gelder für die Entwicklungszusammenarbeit kürzen oder vielleicht ganz aussetzen, um Marokko vielleicht einmal auf den Weg zu bringen, mit uns vernünftig zu verhandeln und eine gute Lösung zu erzielen, und das erwarte ich mir von Ihnen. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Minister Kurz! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Die jüngsten Forderungen der EU, ein eigenes EU-Heer aufzustellen, lehne ich ganz entschieden ab! Ihre Meinung dazu wäre natürlich gefragt, aber ich glaube, Sie haben schon Ihre Ausführungen getätigt. Ich meine, die EU in dieser Form braucht kein eigenes Heer. – Herzlichen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Zwischenruf des Abg. Lopatka. – Ruf bei der FPÖ: Jetzt müsst ihr nur noch miteinander reden! – Ruf beim Team Stronach: Das ist der Weihnachtsfriede!
Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Klubobmann Lopatka hat in unsere Richtung wortwörtlich gesagt: „Was wir aber auch brauchen, liebe Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ, ist das neue Integrationsgesetz.“ – Ja, liebe ÖVP, die liebe SPÖ denkt auch so! Wir brauchen das, und unsere Vorschläge liegen am Tisch, Herr Klubobmann Lopatka. (Zwischenruf des Abg. Lopatka. – Ruf bei der FPÖ: Jetzt müsst ihr nur noch miteinander reden! – Ruf beim Team Stronach: Das ist der Weihnachtsfriede!)
Beifall beim Team Stronach.
Ich finde das positiv, Herr Minister, daher ein großes Lob dafür, dass Sie auch auf das Fachpersonal bei der Polizei hören. Das hat nicht jeder Minister gemacht, ich danke dafür. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich ersuche Sie, im Sinne der Österreicherinnen und Österreicher diese Maßnahme auch bei Ihrer Fraktion durchzusetzen, sodass wir für diesen Antrag am Donnerstag die Zustimmung bekommen. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (STRONACH): Geschätzte Frau Präsident! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Erlauben Sie mir zu Beginn meines Redebeitrages einen Blick in die Zukunft: Wie wird sich der Arbeitsmarkt bis zum Jahr 2040 gestalten? Wie werden wir leben? Haben wir sichere Arbeitsplätze? – Genau damit hat sich eine Studie beschäftigt, die im Februar im „Standard“ veröffentlich wurde. Sie werden es nicht glauben: Zum Thema Arbeitsplatzsicherung waren nur 28 Prozent der Befragten der Meinung, unsere Arbeitsplätze seien wirklich sicher. 72 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass unsere Arbeitsplätze alles andere als sicher sind. Das sagt jetzt nicht polemisch die Oppositionspartei, das spiegelt die Stimmung in der Bevölkerung wider. Die Menschen spüren, dass die Konzepte, die von der Regierung kommen, keine nachhaltigen Lösungen und Verbesserungen für sie bringen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der ÖVP.
Erlauben Sie mir auch einen Kommentar zum Beitrag des Kollegen Loacker: Arbeitsplätze sind notwendig, und die Landwirtschaft hat viele Arbeitsplätze. Dieser Berufsstand ist durch die Milchpreisentwicklung, durch den Exportstopp massiv unter Druck gekommen. Es ist unsere Verantwortung und unsere Verpflichtung, zu schauen, dass die Bauernschaft nicht nur eine große Vergangenheit, sondern auch eine positive Zukunft hat. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der ÖVP.) Aus diesem Grund ist es auch richtig und gerechtfertigt, den Bauernstand zu unterstützen. (Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Doppler.)
Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Doppler.
Erlauben Sie mir auch einen Kommentar zum Beitrag des Kollegen Loacker: Arbeitsplätze sind notwendig, und die Landwirtschaft hat viele Arbeitsplätze. Dieser Berufsstand ist durch die Milchpreisentwicklung, durch den Exportstopp massiv unter Druck gekommen. Es ist unsere Verantwortung und unsere Verpflichtung, zu schauen, dass die Bauernschaft nicht nur eine große Vergangenheit, sondern auch eine positive Zukunft hat. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der ÖVP.) Aus diesem Grund ist es auch richtig und gerechtfertigt, den Bauernstand zu unterstützen. (Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Doppler.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren! Ein Thema, das uns allen am Herzen liegen muss, ist die Jugendarbeitslosigkeit. In Europa haben wir eine Jugendarbeitslosigkeit von über 18 Prozent, in Österreich sind es 11,7 Prozent. Damit sind wir zwar EU-weit noch Fünftbester, aber 11,7 Prozent sollten uns auch zu denken geben. Wenn man nämlich genauer hinschaut – und das hat „profil“-Redakteur Clemens Neuhold getan –, dann sieht man, dass es in Wien bei den jungen Männern zwischen 20 und 25 Jahren 31 Prozent sind, die weder einer Beschäftigung nachgehen noch in Ausbildung oder in einem Training stehen. Ich betone: 31 Prozent in Wien! Das ist eine riesige Gruppe, die zu zwei Dritteln aus Migranten besteht. Das heißt, das Märchen, dass Integration in diesem Land funktioniert, ist längst von der Realität überholt worden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Minister! Abschließend: Der Regierung sei ins Stammbuch geschrieben, dass sie nicht nur für das verantwortlich ist, was sie tut, sondern vor allem auch für das, was sie nicht tut. In diesem Sinne erwarte ich mir, dass Sie in der nächsten Zeit aktiv werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach, ÖVP und FPÖ.
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (STRONACH): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Zur vorangegangenen Diskussion Touristiker gegen Bauern – Kollege Schellhorn hat sich darüber aufgeregt, dass den Bauern im Bereich der Sozialversicherung geholfen wird – möchte ich allen ins Stammbuch schreiben: Ohne Bauern gibt es keinen Tourismus. (Beifall bei Team Stronach, ÖVP und FPÖ.) Ich glaube, es wäre gut und richtig, gemeinsam für eine erfolgreiche Zukunft zu kämpfen und nicht gegeneinander zu sein.
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Peter Wurm.
Aber nun zum Hauptthema Pensionen: Pensionen sind ein Thema, das emotionalisiert, weil es jeden in seinem Leben treffen wird. Irgendwann einmal ist dieser Lebensabschnitt da, und da stellt sich für viele die Frage: Ist die Pension sicher? – Der Herr Minister sagt immer: Die Pension ist sicher. – Die Frage, die wir uns stellen müssen, lautet: Sicher ja – aber in welcher Höhe? In welcher Höhe sind die Pensionen sicher, wenn wir nicht jetzt endlich darangehen, Reformen zu starten, ein System für alle durchzubringen, ein faires, transparentes System, und uns endlich dazu bekennen, dass Privilegien in diesem Staat keinen Platz mehr haben? (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Peter Wurm.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lugar: Das sind die eigenen Leute! Das ist klar!
In diesem Sinn, Herr Minister: Sie haben sehr, sehr viel zu tun. Bilden Sie in der Regierung eine Mehrheit, greifen Sie endlich dieses unfaire System an und schaffen Sie Gerechtigkeit für alle! (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lugar: Das sind die eigenen Leute! Das ist klar!)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strache.
Wir müssen sehen, wie wichtig dieses Familienbild gerade im Sozialbereich ist und wie wesentlich dieses Bild auch für die Budgetkosten in diesem Bereich ist, weil die Familie die wichtigste und kleinste Zelle ist, von der Geburt bis zur Pflege. Ich möchte nicht von einem Roboter gepflegt werden. Es wird hier immer von der 24-Stunden-Hilfe geredet, wo leider aufgrund der schlechten Löhne meist nur ausländische Pflegerinnen zu finden sind. Ich möchte, wenn es geht, von Familienangehörigen in Würde und wertgeschätzt gepflegt werden. Der Dank gilt an dieser Stelle allen Pflegerinnen und Pflegern, allen Familienangehörigen, die bereit sind, in der Pflege täglich tätig zu sein und wertvollste Arbeit zu leisten. Ein aufrichtiges herzliches Vergelts Gott! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strache.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Konsumentenschutzminister, ich bitte um deine Unterstützung, dass wir ganz schnell diesen Lebensmittelskandal, wie ich ihn nenne, bereinigen. Da haben wir viel Arbeit vor uns. 100 Prozent unserer Konsumentinnen und Konsumenten verdienen es nämlich, für ihr hart verdientes Geld ehrliche Ware auf ihren Teller zu bekommen. Wir bitten um Unterstützung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Genau deshalb hat der Bauer eine Sonderstellung, und deshalb dürfen wir nicht, wenn der Bauer in Bedrängnis ist, einfach sagen: Okay, unternehmerisches Risiko, dann gibt es halt weniger Bauern; importieren wir halt mehr! Das rächt sich nämlich dann in der Krise, und dann möchte ich sehen, was passiert, wenn aufgrund solcher Entscheidungen die Menschen Hunger leiden. Und das ist möglich! Viele glauben es ja nicht, aber das ist tatsächlich möglich! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Das heißt, Sie müssen jetzt nicht schauen, dass wir eine Quote von 70, 80 Prozent zusammenbringen, wie aktuell, sondern Sie sollten – jetzt, in guten Zeiten – eine Quote von 100, 120 Prozent, was die Lebensmittelsicherheit betrifft, zustande bringen. Genau das Gegenteil ist aber der Fall: Wir hungern die Landwirte aus, und wir geben ihnen nicht die Möglichkeit, zu überleben – und das ist ein Riesenproblem. Deshalb ist es absolut gerechtfertigt, die Bauern zu unterstützen, damit sie auch morgen noch dafür sorgen können, dass wir etwas zu essen haben. (Beifall bei Team Stronach und ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ
Und dann heißt es: Ja, denen kann man das nicht wegnehmen, denn das ist der Vertrauensschutz, und die haben sich doch darauf eingerichtet, und die haben doch ein Recht darauf, denn die wollen ja ihren Lebensstandard halten! – Na, fragen Sie einmal die hunderttausend Pensionistinnen, die unter der Armutsgrenze leben! Da geht es nicht darum, den Lebensstandard zu halten und fünfmal im Jahr auf Urlaub zu fahren. Da geht es darum: Kann ich mir mein Essen überhaupt noch kaufen und leisten? (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ) – wenn noch dazu die Mieten steigen und auch die Lebensmittelpreise ins Exorbitante steigen und das nicht abgegolten wird.
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Deshalb: Schaffen wir Gerechtigkeit! Schaffen wir diese Spitzenpensionen ab! Durchbrechen wir diesen verrückten Vertrauensschutz! Denn: Jener, der sich sein Leben nicht leisten kann, der kann – bei dieser Regierung – auch nicht darauf vertrauen, dass er ausreichend Geld bekommt. Deshalb: Erhöhen wir die Pensionen so, dass das Leben möglich ist, und schaffen wir endlich diese Spitzenpensionen ab, von denen Sie und Ihre Freunde ganz stark profitieren! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Ulrike Weigerstorfer (STRONACH): Herr Präsident! Frau Ministerin! Herr Minister! Wertes Hohes Haus! Ich möchte wieder auf das Gesundheitsthema zu sprechen kommen. Bevor ich auf einige Bedenken eingehe, möchte ich an dieser Stelle nochmals meinen herzlichen Dank an die hervorragenden Ärztinnen und Ärzte und Betreuer im Gesundheitsbereich, die wir in Österreich haben, aussprechen. So viel einmal vorweg. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Sie wissen genau: Die Dosis macht das Gift aus, und die Summe des Cocktails ist das, was letztlich schädlich ist. Da gibt es sehr viele Länder, die dem schon vorbildhaft entgegenwirken, nur bei uns ist das leider noch ein bisschen im Hintertreffen. Ich spreche von BBA, Glyphosat, gesättigten Mineralölen in Lebensmitteln et cetera. Prävention im Gesundheitswesen ist meines Erachtens ein ganz wichtiger Punkt, nicht nur für jeden Einzelnen, um präventiv für seine Gesundheit etwas zu tun, sondern auch ein wirklich wichtiger Kostenersparnispunkt im Budget. Dazu hätte ich mir ein bisschen mehr Schwerpunkt im Budget gewünscht. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das ist ein Zustand, den wir so nicht hinnehmen können, deshalb habe ich das heute noch einmal explizit angesprochen und hinterfragt. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten des Teams Stronach sowie der Abgeordneten Pirklhuber und Loacker.
Wir haben den Rechnungshofbericht zur AMA-Marketing kürzlich erhalten, und ich rate wirklich jedem Landwirt, sich den einmal anzusehen. Es ist ein Skandal, wie da gewirtschaftet wird. Den Bauern werden alle Compliance-Richtlinien abverlangt, bis ins Schlafzimmer hinein werden sie kontrolliert. Da hat die AMA-Marketing genau nicht gehandelt, sie hat freihändig alles vergeben: Null Kontrolle, Geldverschwendung ohne Ende! (Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten des Teams Stronach sowie der Abgeordneten Pirklhuber und Loacker.)
Neuerlicher Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten des Teams Stronach sowie der Abgeordneten Pirklhuber und Loacker.
Diesen Appell richte ich wirklich an Sie, Herr Minister, und an die Bauernbund-Abgeordneten: Warum schreitet da die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft nicht ein? – Bei der AMA-Marketing gehört die Geschäftsführung entlassen und angezeigt, denn diese Geldverschwendung, diese Intransparenz, diese Vetternwirtschaft, die da passiert, stinkt zum Himmel. Da müsste es dringend eine Änderung geben. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten des Teams Stronach sowie der Abgeordneten Pirklhuber und Loacker.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Wir waren gegen die Abschaffung der Milchquote. Mit dem Preisverfall zeigt sich jetzt, wie viele Milchbauern unter dieser Abschaffung leiden. Im Übrigen war das, was als Milchquote von den Landwirten gekauft wurde und jetzt wertlos geworden ist, im Grunde ein Diebstahl an bäuerlichem Eigentum. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Aber, Herr Minister Rupprechter, ich muss schon sagen: Ich bin sehr enttäuscht, denn du hast das damals so verkauft. Dieses Chaos bestand ja nicht nur in Bezug auf die Almen – ein Problem, das nicht gelöst wurde –, sondern dieses Chaos besteht ja jetzt auch im Zusammenhang mit der Sozialversicherung. Das ist halt einfach eine Pannenserie. Das gibt es. Das gibt es auch im Stall: Wenn’s feigelt, feigelt’s überall! Und du hast neben lauter Baustellen noch das Bedürfnis, dass du weit wegfliegst und bei wichtigen Umweltkonferenzen irrsinnig erfolgreich agierst. Ich war wirklich begeistert vom Foto im „Kurier“, auch davon, dass du jetzt nach Marrakesch geflogen bist, um dir den Stand der TU Wien anzuschauen. Das geht umweltschonender, das schauen wir uns in Wien direkt an. Und da ist das Problem, dass man ständig versucht, von der Realität abzulenken. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Damit bin ich beim Budget, wo wir das Problem, das wir haben, genau sehen. Es wird das Budget massiv geschädigt – aber nicht nur das Budget der Landwirtschaft alleine, sehr geehrter Herr Minister Rupprechter, sondern das ganze Budget, das der Finanzminister hier vorgelegt hat! Es wird geschädigt, weil die Kaufkraft verloren geht, weil die wichtigen kleinen Landwirtschaften verloren gehen, weil die wichtigen kleinen handwerklichen Betriebe schließen müssen, weil sie keine Aufträge mehr kriegen. Das ist das Hauptproblem! Und ich habe das schon oft hier erwähnt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich bitte um Zustimmung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und Grünen.
Herr Minister, Sie haben auch angekündigt, die Förderungsperiode für Biogasanlagen noch heuer zu verlängern. Heute sind betroffene Unternehmer hier im Parlament anwesend, die ich auch recht herzlich begrüßen möchte! (Beifall bei Team Stronach und Grünen.) Vielleicht gibt es heute dazu noch eine Antwort von Ihnen.
Beifall beim Team Stronach.
Mit diesen Vorgangsweisen im Umweltbereich und mit diesem Budget werden wir, muss ich leider sagen, den Herausforderungen, die im Bereich Umwelt auf uns zukommen, definitiv nicht gewachsen sein, und ich möchte hier jetzt wieder auf meinen ersten Satz zu sprechen kommen: Vielleicht gibt es doch Möglichkeiten, das Umweltbudget noch in der einen oder anderen Weise aufzustocken. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich komme zu einem ganz anderen Thema: Der Familienbund hat einen Vortrag einer Frau Kelle, einer deutschen Expertin, organisiert, die gesagt hat: Bei der heutigen Lebenserwartung von 100 Jahren müsste es doch möglich sein, dass die Mütter drei Jahre bei den Kindern bleiben, in den wichtigsten drei Jahren, in der Startphase, damit sie sich wirklich der Betreuung, der Erziehung widmen können, um für das zukünftige Leben die wichtige Basis zu legen. Das sind die drei Jahre, in denen die Kinder am meisten mitbekommen. Deshalb darf ich darauf verweisen, dass die Familie von der Geburt bis zur Pflege die wichtigste Zelle, die günstigste Zelle ist. Niemand kann es billiger machen, niemand kann es persönlicher machen, es kann niemand mühevoller machen, was da geleistet wird. Einen herzlichen Dank an alle erziehenden Mütter, an alle alleinerziehenden Mütter in den Familien. Ich glaube, diese Leistung kann nicht genügend gewürdigt werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lugar meldet sich per Handzeichen zur Geschäftsbehandlung zu Wort.
Wir bitten um Zustimmung. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lugar meldet sich per Handzeichen zur Geschäftsbehandlung zu Wort.)
Beifall bei Team Stronach und ÖVP. – Abg. Fekter: Da hat er recht! – Abg. Steinbichler: Ich bin ganz verwirrt! – Abg. Kogler: Ja, ja! Jetzt können wir die Ursache der Krise überwinden!
Ich glaube, dass das Ganze hier im Parlament nicht zu einem Kasperltheater verkommen soll. Wenn jemand redet, soll nicht jemand anderer hingehen und ein Taferl hinstellen. – Vielen Dank. (Beifall bei Team Stronach und ÖVP. – Abg. Fekter: Da hat er recht! – Abg. Steinbichler: Ich bin ganz verwirrt! – Abg. Kogler: Ja, ja! Jetzt können wir die Ursache der Krise überwinden!)
Beifall beim Team Stronach.
Ich finde diesen Umstand kontraproduktiv, denn er verhindert eben eine transparente und überschaubare Darstellung. Wir müssen einfach alle relevanten Inhalte bündeln und diese einem Ministerium unterstellen. Ich weiß, es ist schwer, weil viele Belange Querschnittsmaterien sind, aber das wäre das Optimum. Leider kommt halt auch bei diesem Budget wieder klar heraus, dass das sehr zerstückelt wird, und ich würde mir wünschen, dass wirklich jeder Euro den Universitäten und den Studierenden zugutekommt, damit Österreich als Wirtschaftsstandort in Zukunft international noch mehr Chancen hat. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich darf es noch einmal als Beispiel nennen, weil ich stolz bin, dass es Betriebe meines Bundeslandes, genauer gesagt, meines Bezirks Vöcklabruck sind: die Lenzing AG mit 3 500 Beschäftigten oder das wirklich ganz moderne Unternehmen STIWA mit 1 200 Beschäftigten. Der Herr Sticht hat dieses erfolgreiche Unternehmen auf die grüne Wiese gebaut und ist mit seinen tüchtigen, fleißigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr erfolgreich – und das ohne CETA und ohne TTIP! Warum? Weil Qualität unser Trumpf ist, vom Lebensmittel bis zur industriellen Produktion. Und das muss man endlich einmal streng trennen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Weil die Gewerbeordnung angesprochen wurde: Ja, da muss man aufpassen, die Verordnung allein ist nicht das Problem, es geht um die bereits angesprochene Bürokratie. Die Deutschen haben durch die Liberalisierung der Handwerksordnung – dazu gibt es von der IG BAU eine Aussendung – große Probleme mit diesen vielen neuen Unternehmen. Von den 250 000 gegründeten sind bereits 70 Prozent wieder vom Markt verschwunden, und das muss man dann auch aus Konsumentensicht betrachten – der Peppi Muchitsch stimmt mir zu –: Wie schaut es da mit der Haftung, mit der Nachhaftung aus? Was macht dann der Konsument, der bereits für die Leistung bezahlt hat, wenn dann Schäden auftreten? Das ist ein ganz wesentlicher Punkt. Ich bin aber überzeugt davon, dass wir unsere österreichische Qualität, für die wir bekannt sind und die es auch zu halten gilt, dementsprechend sichern. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
nehmerinnen und Unternehmern, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – es funktioniert nur in einer fairen Partnerschaft –, die dieses hervorragende Land Österreich, diesen Standort Österreich mit ihren Steuern unterstützen. Dafür ein aufrichtiges Dankeschön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir bitten um Zustimmung. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ, NEOS und Team Stronach.
Ich werde jetzt zwei ganz schöne Beispiele anführen; über eines wird heute in einer Tageszeitung geschrieben, und wir haben es schon im letzten Jahr oft thematisiert, nämlich die Sparvereine und wie Sie damit unsere Wirte schädigen. Heute gibt es wieder eine Schlagzeile: „Jetzt sperren Hunderte Sparvereine zu“. Sie schädigen damit die Wirtschaft, Sie schädigen die KMUs, Sie schädigen die Tourismusbetriebe. Sparvereins-Obfrau Heidi Raubal fragt, warum das alles ausgerechnet vom ÖVP-geführten Finanzministerium ausgeht. – Frau Raubal, ich kann Ihnen eine Antwort darauf geben, falls Sie zuhören: Es hat nur den Anschein, als säßen die Herren da hinter mir auf der Regierungsbank – sie schweben, sie haben die Haftung zum Boden verloren, sie haben die Haftung zum Boden der Realität verloren, sie haben abgehoben! (Beifall bei FPÖ, NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Gerhard Schmid.
Herr Minister! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich habe es schon einmal hier gesagt: Es war so: Wenn früher ein Tischler, ein Zimmerer zehn Angestellte hatte, dann war einer im Büro und neun in der Werkstatt. Jetzt ist es umgekehrt: dass eben neun im Büro sind und einer in der Werkstatt. Das ist eine schlechte Entwicklung. Ich glaube, der Wirtschaftsstandort Österreich muss weiter ausgebaut werden. – Herzlichen Dank. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Gerhard Schmid.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich würde mich freuen, wenn dieser Vorschlag demnächst zum Gesetz werden würde. Herr Minister, ich lade Sie ein, etwas zu tun. Ich unterstütze Sie gerne. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn ich mir dann die Pensionstabelle anschaue – wir behandeln hier auch das Thema Pensions- und Staatsausgaben –, sehe ich, dass da die Statistik genau umgekehrt ist: Jene mit 777 € Pension haben eine Siebentagewoche und jene mit einer durchschnittlichen Pension von 2 876 € diskutieren die Dreieinhalbtagewoche. –Da fehlt mir einfach die soziale Ausgewogenheit, das kann man nicht schönreden! Das sind die Fakten, und darüber muss auch im Budget diskutiert werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Da wird überhaupt nichts schlechtgeredet. Da kommen dann immer diese Verschwörungstheorien, wenn man etwas nicht gutredet oder schönredet. – Wir müssen dieses schöne Land bewahren und erhalten, und dazu gehören ausgewogene Budgets. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Sitzung Nr. 157
Beifall beim Team Stronach.
Da ist es mir ganz recht, wenn das ein Roboter oder eine Maschine macht. Deshalb: Haben Sie keine Angst, schaffen Sie ordentliche Rahmenbedingungen; und dann wird der Mensch endlich von jener Arbeit befreit, die ohnehin keiner machen will! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn wir alles Eigenständige, alles Können und Wissen am Altar der Globalisierung opfern, dann sind wir als Standort tot – das muss uns klar sein, das können wir nicht schönreden! Wir sind da ganz besonders gefordert. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ohne Betriebe, ohne einen erfolgreichen Wirtschaftsstandort geht es nicht. Das ist das ganz Entscheidende: Dieser Wirtschaftsstandort Österreich muss zum Vorzeigestandort für Europa, für die ganze Welt gemacht werden. Ich denke da besonders an den Bereich Lebensmittel, ich denke besonders an die Bereiche nachhaltige Energiesouveränität und Lebensmittelsouveränität. Ich meine, da hätten wir so einen riesigen Markt, dass wir uns nicht auf dem Markt der Konzerne die Schädel einschlagen müssen, sondern wir uns da nachhaltig positionieren können. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn man nämlich sechs Monate Führerscheinentzug hat, dann darf man erst nach drei Monaten das Alkolock einbauen. Und das ist meiner Meinung nach das Problem, denn in dieser Zeit hat man seinen Job als Berufskraftfahrer natürlich schon verloren. Das ist meiner Ansicht nach nicht ganz ausgereift, und deshalb können wir diesem Gesetzesvorhaben nicht zustimmen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Es würde mich freuen, wenn Sie im Sinne der Verkehrssicherheit und der Vernunft diesem Antrag zustimmen würden. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Franz.
Es geht darum, dass wir eine relativ simple Initiative eingebracht haben, dass im Bürgerlichen Gesetzbuch eine kleine, aber doch sehr wirksame Veränderung vorgenommen werden soll, nämlich, dass Tiere als „mit Empfindsamkeit ausgestattete lebende Wesen“ bezeichnet werden. Jetzt fragen Sie sich vielleicht: Was soll das? – Ich möchte es Ihnen ganz kurz erklären: Es ist eine Maßnahme zur Bewusstseinsbildung, und ich denke doch, dass Wertschätzung auch Tieren gegenüber eine ganz, ganz wichtige Basis für unser Sozialverhalten ist. (Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Franz.)
Beifall beim Team Stronach.
Wie gesagt: Natürlich ist der Mensch und die Gesundheit des Menschen ein sehr, sehr wichtiges Thema, aber ich musste das jetzt in einem Redebeitrag besprechen. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb, Frau Ministerin: Legen Sie Ihre Fesseln ab, Ihre ideologischen Fesseln! Emanzipieren Sie sich von den Landeshäuptlingen, emanzipieren Sie sich von der Politik, und tun Sie das, was im Interesse unserer Kinder ist! Das erwarte ich mir von Ihnen. Ich hoffe, Sie bringen den Mut dazu auf. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich möchte an dieser Stelle besonders die vier Absolventinnen sowie den Direktor und die Projekt-Begleiterinnen der HLW Steyr, Höhere Lehranstalt für Wirtschaftsberufe, erwähnen. Vier Absolventinnen haben sich dazu entschlossen – wir waren bei der Präsentation –, folgendes Thema zu ihrer Maturaarbeit zu machen: Billiges Fett regiert die Welt. Ich bin wirklich dankbar, dass diese jungen Schülerinnen, die für ihre Zukunft arbeiten, dieses Thema aufgegriffen haben. Ich bin davon überzeugt, dass wir auf einem guten Weg sind, wenn wir es schaffen, an den Schulen und in den Familien Kinder für dieses Thema zu sensibilisieren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich darf bei den Lebensmittelprodukten weitermachen, da man es natürlich auch in der Werbung sieht (der Redner hält eine große Packung Margarine in die Höhe) – solche Trümmer nicht mehr, aber das wird natürlich in allen Großküchen hergenommen –: Das ist Regenwald mit BIO-AUSTRIA-Siegel, mit BIO-AUSTRIA-Zertifikat: Linea Verde Palmölmargarine. Das kann nicht sein. Da müssen wir uns einmal fragen, was die ganzen Siegel wert sind! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Minister, das wäre ein Wirtschaftswunder! Das wäre ein Auftragsvolumen für die gesamte Bauindustrie, die Elektroindustrie, die Automatikfirmen, die regionalen Firmen vor Ort – das wäre ein Wirtschaftswunder! Wir müssten nicht im Regenwald spekulieren, sondern könnten direkt vor unserer Haustür etwas gestalten. Kolleginnen und Kollegen, wollen wir das nicht aufgreifen? (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das kann so nicht sein, geschätzte Kolleginnen und Kollegen. Stellen wir die Regionalität in den Vordergrund, stellen wir den Menschen in den Vordergrund und nicht die Globalisierung, die Opferung am Altar der Globalisierung und der Konzerne! – Ich bitte um Unterstützung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren, ich glaube, das ist ein Motto, das für uns alle gelten sollte. Recht herzlichen Dank an jeden Einzelnen von Ihnen, dass Sie sich dieser Debatte stellen und hier anwesend sind, denn ich gehe davon aus, dass Sie erkannt haben, dass diese Palmöldiskussion viel mehr als nur die Diskussion über ein Produkt ist. Sie ist eine Diskussion des Klimaschutzes, und diese wiederum ist eine Diskussion der Flüchtlingsströme. Da geht es um viel mehr und auch darum, ob unsere heimische Landwirtschaft eine Zukunft hat und wie wir mit unseren eigenen Ressourcen umgehen. Das sind die Eckpfeiler dieser Diskussion, wenn wir ihr uns ernsthaft und glaubwürdig stellen wollen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
gen, und überall wird Palmöl drinnen sein. Viele Konsumenten werden es nicht wissen und diese Sensibilität noch nicht entwickelt haben. Deshalb ist es gut und richtig, dass Kollege Steinbichler als Vorreiter dieses Thema aufgreift und wir als Meinungsbildner dieses Thema aktualisieren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Da gibt es viele Produkte, die substituiert wurden, und es gibt einen Gewinner. Es gibt jene multinationalen Konzerne, die dort Palmöl produzieren und in jenen Ländern versteuern, in denen sie für den Gewinn nichts zu zahlen haben. Das sind die Gewinner. Jeder von uns, jeder Einzelne ist Verlierer, weil wir mit dieser Aktion den Klimawandel vorantreiben, und das müssen wir stoppen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren, es gibt eine kleine Gemeinde in Sumatra, die nicht wollte, dass bei ihnen Palmöl angebaut wird. Sie haben sich alle gemeinsam dafür eingesetzt, dass der Regenwald erhalten bleibt. Was ist passiert? – Trotzdem wurde der Regenwald gerodet, die Arbeit wird von Kindern verrichtet, die mit Bussen herangekarrt werden. Die Kinder müssen dort zwölf Stunden am Tag bei 40 Grad Celsius arbeiten, nur damit wir billige Produkte haben. Ich sage Ihnen ganz klar: Wir wollen das nicht! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir alle tragen Verantwortung für den Regenwald, wir alle tragen Verantwortung für unsere gemeinsame Zukunft. Nehmen wir das endlich wahr! (Beifall beim Team Stronach.)
Zwischenrufe bei ÖVP, SPÖ und Team Stronach.
Wenn wir uns diese Geschichte anschauen – die ist noch gar nicht so alt –, so hat es da einen gegeben, der an vorderster Front gerufen hat, und das war Leo Steinbichler. Er war es damals, der kein Maß und Ziel gekannt hat. Ich unterstelle dir jetzt den guten Glauben, aber ich denke, du hattest keine Kenntnis über Marktregeln. Du hast sie nicht verstanden! (Abg. Brunner: Vielleicht sollten wir die ändern!) Wieder die Ausgewogenheit! Pendeln wir nicht von einem zum anderen, um 180 Grad zurück! (Zwischenrufe bei ÖVP, SPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Herr Minister, ich bin etwas enttäuscht, dass Sie hier sagen: Palmöl – ja, da kann man nichts machen, das ist halt jetzt auf dem Markt! – Wir unternehmen eigentlich nichts in diesem Bereich, und Österreich setzt kein Zeichen. Ich würde mir schon wünschen, dass man versucht, nach Möglichkeit alles auszuschöpfen, um diese unnötigen Palmölimporte nach Europa oder nach Österreich irgendwie zu unterbinden. Da muss es gesetzliche Möglichkeiten geben. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach
Das kann Österreich allein regeln. Das kann man im Gesundheitsministerium regeln (Beifall bei FPÖ und Team Stronach), und das kann man auch, Herr Landwirtschaftsminister, im Interesse der heimischen Landwirte regeln. Wenn wir diese Kennzeichnung haben, die das wirklich klar ausweist – ohne eine Wettbewerbsverzerrung herzustellen,
Beifall bei Grünen und Team Stronach.
Meine Damen und Herren, das kann uns kurz vor Weihnachten nicht gleich sein! (Beifall bei Grünen und Team Stronach.) Es kann uns nicht gleich sein, ob auf dem Rücken von Menschen, zum Schaden des Planeten die Zerstörung, der Raubbau vorangetrieben werden. Und es ist wirklich bezeichnend, dass wir in unserem Alltag oft gar nicht mehr wahrnehmen, wo diese Produkte landen. Die KollegInnen haben es ja auch erwähnt: Die Kerzenproduktion, die Teelichter von dem großen Möbelhersteller sind aus Palmfett. Auch bei Christbaumkerzen kann das schon sein, die bestehen aus gehärteten Fette, auch aus Palmfett.
Beifall bei Grünen und Team Stronach.
Ein Film hat das wirklich auf den Punkt gebracht: Eine wesentliche Sequenz des Films „Landraub“ beschäftigt sich explizit mit Palmfett und Palmölplantagen, und Sie hören dort die Investoren im O-Ton darüber reden, wie toll und profitabel das sei. Und Sie sehen, wie leidvoll das Leben der Kleinbäuerinnen und -bauern in diesen Regenwäldern am Rande dieser Plantagen ist. Wenn Sie das einmal sehen, dann können Sie nicht mit ruhigem Gewissen sagen: Palmfett ist uns wurscht! Nein, das ist eine ethische Frage, und das ist auch eine Frage von globaler Verantwortung und von fairem Handel, meine Damen und Herren. (Beifall bei Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei Grünen und Team Stronach.
Wenn jetzt die österreichische Situation beleuchtet wird – und wir sagen immer, wir sind ja so viel besser –, Herr Bundesminister, dann bitte ich Sie schon: Bleiben Sie bei den Fakten! Sie haben dem Kollegen Steinbichler geantwortet, in Österreich verwenden wir kein Palmöl in den Agrotreibstoffen. – Haben Sie gesagt, ich habe gut aufgepasst. (Bundesminister Rupprechter: In der Produktion!) – In der Produktion? – Richtig. Sie haben das jetzt korrigiert: in der Produktion. Tatsächlich stimmt das: in der Produktion. Jene Betriebe, die bei uns Agrotreibstoffe produzieren, machen das aus Altfetten, aus Raps, aus anderen Biorohstoffen. Aber wir importieren 636 224 Tonnen Biokraftstoffe, und darunter sind auch wasserstoffgehärtete pflanzliche Öle. Und unter diesen Ölen – Sie können es selber nachlesen in Ihrem Bericht, Biokraftstoffbericht 2016 – befindet sich selbstverständlich auch Palmöl. Sehen Sie: Das wäre richtig gewesen, wenn Sie das dem Kollegen Steinbichler auch geantwortet hätten. Das erwarten wir von einem Minister! (Beifall bei Grünen und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir haben heute in der Diskussion zu Palmöl schon sehr, sehr viele Fakten gehört. Ich habe im Fundus nachgeschaut, ich habe hier ein Heft; von wem, das ist eigentlich nicht ganz ausschlaggebend – ausschlaggebend ist vielmehr, es ist aus dem Jahr 2010, also von Anfang 2010. Wir haben jetzt bald 2017, das heißt, das ist alles nicht neu, wir wissen das alles. Genau da sind alle Punkte ganz genau beschrieben, die Fotos von den Orang-Utans, von den Arbeitern, die möchte ich Ihnen hier an dieser Stelle wirklich ersparen, und das ist sicher nicht die erste Ausgabe, in der über das Thema Palmöl geschrieben wird. Ich frage mich nur: Was hat die Politik seither gemacht? – Ganz das Gegenteil: Man macht weiter, als hätten wir alle im Kofferraum einen zweiten Planeten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich möchte an dieser Stelle Leo wirklich recht herzlich danken. Es ist nämlich ein Thema, das jeden von uns betrifft, egal, in welcher Fraktion er ist, und egal, in welchem Land er ist. Wir reden von Klimaschutz, wir beschließen Gesetze, die ein bisschen in eine bestimmte Richtung gehen, aber davor, was da tagtäglich passiert, verschließen wir die Augen, weil es ja nur Palmöl ist. Also ich muss hier wirklich den Finger in die Wunde legen und sagen: So darf Zeit nicht vergehen! Es ist wirklich Zeit, hier zu handeln! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Pirklhuber.
Wir wissen, Palmöl ist das billigste Öl der Welt, aber gleichzeitig wissen wir bei näherer Betrachtung auch, es ist das teuerste Öl der Welt, denn es geht um unser Klima, es geht um unsere Luft, es geht um arbeitende Menschen und es geht um unsere Gesundheit. Es ist also wirklich an der Zeit, dass wir hier aktiv werden! – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Pirklhuber.)
Beifall bei Grünen und Team Stronach.
Die Produktion von Palmöl ist ein riesiges Umweltproblem. Wir haben schon gehört, es ist ein Problem für den Tierschutz, für die Artenwelt und vor allem für das Klima. Was auch schon angesprochen wurde, ist, sie trägt zu sehr vielen Menschenrechtsverletzungen bei, Stichwort Landraub. Im Rahmen der Klimakonferenzen habe ich sehr viele Menschen getroffen, die von Landraub betroffen waren, die von der Vertreibung aus ihren Regionen betroffen waren, deren Landwirtschaften zerstört wurden, weil ihr Land von Konzernen einfach in Anspruch genommen und Regenwald abgeholzt wurde, und die damit quasi nicht mehr zu Hause produzieren und von ihrer Landwirtschaft leben konnten. Das ist auch ein sehr, sehr wichtiges Thema in den internationalen Klimaverhandlungen. Meiner Meinung nach war dieser Klimavertrag daher nicht nur historisch wichtig, was den Klimaschutz betrifft, sondern er ist auch ein ganz wichtiger Fortschritt und ein wichtiger Beitrag, was die Menschenrechte auf unserem Planeten betrifft. (Beifall bei Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei Grünen und Team Stronach sowie der Abg. Bayr.
Wir müssen schauen, dass der Regenwald auch einen Wert bekommt und dass wir Menschen vor Ort unterstützen, ihren Regenwald zu erhalten, weil wir alle diesen Regenwald brauchen. Ohne den Regenwald wird sich das mit dem Klimaschutz nicht ausgehen. Der Regenwald ist nicht nur für die Menschen vor Ort wichtig, sondern er ist für uns alle wichtig; und da müssen wir diese Länder auch entsprechend unterstützen. (Beifall bei Grünen und Team Stronach sowie der Abg. Bayr.)
Beifall beim Team Stronach.
Mit jedem österreichischen Bauern, der stirbt, vergrößern wir das Problem, dass wir im Fall einer Krise diese Bauern im wahrsten Sinne des Wortes wie einen Bissen Brot brauchen. (Beifall beim Team Stronach.) Die sind dann einfach nicht mehr da – die sind dann tot, weil Sie zugelassen haben, dass man etwas tut, was totaler Schwachsinn ist, nämlich, etwas herzustellen, das wie Butter schmeckt, wie Butter aussieht, aber keine
Beifall beim Team Stronach.
Genau das ist der Punkt! Genauso machen Sie es mit den Konsumenten: Die Politik zieht sich zurück, die Gewinninteressen der Konzerne kommen nach vorne. Dann wird einfach substituiert, der Konsument merkt das nicht, muss aber mit den Folgeerscheinungen leben. Das ist das Problem! Da brauchen wir eine Firewall, wir brauchen Politiker, die sich nicht nur um den Konsumenten kümmern – denn das wäre ja die oberste Aufgabe –, sondern auch um die heimische Wirtschaft, um die Landwirtschaft, um das globale Klima und um all die Begleiterscheinungen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich bitte Sie deshalb: Werden Sie aktiv, setzen Sie sich für die heimische Wirtschaft ein, setzen Sie sich für die heimischen Bauern ein, und vor allem: Setzen Sie sich für die Gesundheit der heimischen Konsumenten ein! – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lugar: Das ist der Punkt!
Aber zuerst zu dir, Herr Minister Rupprechter, zu deiner Anfragebeantwortung, die so etwas von dürftig war: Da hat man richtig gemerkt, das Thema willst du meiden, das willst du umgehen, und du bist froh, wenn diese Dringliche vorbei ist! Nein, wir wollen uns nicht abschotten! Ich lasse mir nicht unterstellen, dass der Leo Steinbichler verlangt, Österreich solle sich abschotten. – Nein, wir wollen mit Qualitätsprodukten auf diesen Weltmarkt, wir wollen mit Qualitätsprodukten die heimischen Konsumenten versorgen. Wir wollen stolz darauf sein, dass wir solche Qualitätslebensmittel herstellen, aber nicht Substitute. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lugar: Das ist der Punkt!)
Beifall beim Team Stronach.
Österreich importiert 90 Prozent des Kalbfleisches aus Norddeutschland, aus Großmästereien, wo ausschließlich Milchaustauscher gefüttert wird – nur damit wir einmal wissen, wie weit sich diese Betrugsspirale dreht. Es muss uns allen klar sein: Da haben wir einen irrsinnigen Aufholbedarf. Da sind wir ganz, ganz weit weg von der Realität. Da sind wir bei der heilen Werbewirtschaft, aber das hat mit der Realität nichts zu tun, und dorthin, zur Realität, müssen wir. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Kollege Sepp Schellhorn, eines wollte ich dir zum Schluss sagen: diese Palmöl-Liesl (der Redner zeigt auf das Bild einer Kuh, das vor ihm auf dem Rednerpult platziert ist) pflegt einen Hektar Dauergrünland. Die braucht überhaupt kein Soja, denn wir füttern in Österreich gentechnikfrei, wir haben österreichweit gentechnikfreie Milch. Dauerwiese heißt Biodiversität, Dauerwiese heißt Pflanzenvielfalt, Dauerwiese heißt Trinkwasserschutz. Das ist regionale Qualität für uns alle. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir bitten um Unterstützung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Grundsätzlich aber noch einmal ein Dankeschön an den Forschungsausschuss, der einmal mehr bewiesen hat, dass man, wenn es um Inhalte geht, sehr wohl auch gemeinsam etwas umsetzen kann. Das ist einmal ein Schritt in die richtige Richtung. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Walter Rosenkranz: Oh ja, …! – Heiterkeit und Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten von NEOS und Grünen.
Ich sage dir, diese Kritik ist mehr als berechtigt. Es ist einfach peinlich, mein lieber Kollege Schultes, wenn die Bäuerinnen und Bauern 22,3 Millionen € an AMA-Marketingbeitrag leisten müssen. (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) – Das ist das Problem, dass er sich nicht konzentrieren kann. (Abg. Walter Rosenkranz: Oh ja, …! – Heiterkeit und Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten von NEOS und Grünen.) Wenn die Bäuerinnen und Bauern 22,3 Prozent AMA-Marketingbeitrag bezahlen müssen und wir dann Preise wie vor 40 Jahren am Bauernhof haben – wo bist denn du? In welcher Welt lebst denn du?
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Pirklhuber. – Zwischenruf des Abg. Loacker.
Herr Kollege Schultes, wenn du die Zeitungen lesen würdest, wüsstest du, dass 2016 – bei minus 25 Prozent Rabatt am Wochenende, minus Sonderrabatt – die Schnitzel 3,99 € gekostet haben. Ist das die Mehrwertstrategie? Ist das der Erfolg, Herr Minister? Sagt das einmal den Bäuerinnen und Bauern draußen oder redet wieder einmal mit aktiven Bauern! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Pirklhuber. – Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe bei SPÖ und NEOS.
150 Prozent Produktion haben, haben wir aus sechs Kontinenten Rindfleisch! Ist das Weltwirtschaft? Ist das Klimaschutz? Ist das Gesundheitsschutz? Ist das Marktwirtschaft? Was ist das? Oder ist das die Zerstörung der heimischen Märkte, die Zerstörung der heimischen Landwirtschaft und der Betrug am Konsumenten? – Das mögt ihr beantworten. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe bei SPÖ und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Heute wurde vom Minister das Wort Transparenz ausgesprochen. Sorgen wir für Transparenz im Lebensmitteletikettendschungel! – Wir bitten um Unterstützung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Dann möchte ich nochmals auf die in umweltpolitischer Hinsicht kontraproduktive, überschießende Anerkennung von Effizienzmaßnahmen hinweisen, die zwar bewirken, dass wir unsere Verpflichtungen frühzeitig erreichen – dies aber leider nur auf dem Papier. Die Ausgleichszulagen werden so umgangen: Anstatt Energieeffizienzmaßnahmen zu setzen, können Zahlungen getätigt werden, die ins UFI, also ins Umweltförderungsbudget im Inland fließen. Da es aber zu sehr großzügiger Anrechnung von Maßnahmen kommt, sind leider die Preise im Keller. Demnach gibt es auch kein Geld für die Umweltförderung. Dieses System wollen wir so einfach nicht mittragen, deshalb können wir definitiv nicht zustimmen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Kollege Pendl, erklären Sie mir einmal, was zum Beispiel ein Namensänderungsgesetz oder ein Meldegesetz mit dem Sprengmittelgesetz, mit dem Waffengesetz und der Frage, ob Polizisten einen Waffenpass bekommen, zu tun hat! (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Betreffend die Geschichten, wie sie Herr Walser, unser großer Fachmann in Sicherheitsfragen, hier erzählt hat, muss ich sagen, das ist schon ein bisschen geschmacklos, so einen Fall heranzuzuziehen. Herr Kollege Walser, das kann es überall geben. Exekutivbeamte, die für Ordnung, Sicherheit, auch für Ihre Sicherheit sorgen – Ihr Sohn ist Polizeibeamter, Sie sollten sich das eigentlich hinter die Ohren schreiben –, sollte man unterstützen und ihnen die Möglichkeit geben, dass sie sicher einschreiten und ihr Leben und das Leben anderer schützen können. – Da sollten Sie dafür und nicht dagegen sein. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
ist wieder eine Schlechterstellung von Polizisten gegenüber jenen, die einen normalen Waffenpass beantragen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich hoffe, dass wir nicht nur Ablehnung erfahren, sondern mit Ihrer Zustimmung rechnen dürfen, oder zumindest damit, dass Sie sich die Vorschläge gut anschauen und nicht von vornherein gleich ablehnen, wie das ja leider mit vielen Anträgen der Opposition im Ausschuss der Fall ist. Also von uns wird ein umfassender Antrag kommen, denn das Waffengesetz muss wirklich reformiert werden, muss entbürokratisiert werden und muss bürgerfreundlicher gemacht werden. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Matznetter: Man soll nicht auf Leute schießen!
Heben Sie es einfach auf! Lassen Sie die Polizisten das tragen, was sie gerne tragen, mit der Waffe, mit der sie am liebsten schießen und mit der sie am sichersten sind. Dann sind wir auf der sicheren Seite, dann wäre alles gelöst und wir hätten keine Probleme mehr. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Matznetter: Man soll nicht auf Leute schießen!)
Sitzung Nr. 158
Zwischenrufe bei FPÖ, Grünen und Team Stronach.
Präsidentin Doris Bures: Entschuldigung, Herr Abgeordneter! Ich weiß jetzt nicht, welcher Abgeordnete es war: Waren Sie es? – Nein. (Zwischenrufe bei FPÖ, Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ. – Abg. Steinbichler: Das ist ja wirtschaftsschädigend!
Meine geschätzten Damen und Herren, der Punkt aber, der viele emotionalisiert, das ist der Hunderter. Wir gönnen es all jenen, die wirklich tagtäglich nicht wissen, wie sie ihr Leben finanzieren können, weil sie so wenig haben, weil die Pension so gering ist, weil die Mieten so hoch sind, weil das Einkaufen fast nicht mehr finanzierbar ist, aber Privilegienpensionisten, die Zigtausende Euro haben, die mit 12 000 €, mit 14 000 € oder, wenn man bei der Nationalbank im oberen Management war, mit durchschnittlich 17 000 € monatlich das Auskommen finden, das Leben fristen müssen (Abg. Neubauer: Charly Blecha!), einen zusätzlichen Hunderter zu geben, meine geschätzten Damen und Herren, das ist unsozial. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ. – Abg. Steinbichler: Das ist ja wirtschaftsschädigend!)
Beifall beim Team Stronach.
nächsten Schritt machen sollten, endlich Privilegien in diesem Staat abzuschaffen. Pensionsprivilegien haben keinen Platz in unserem System! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich ersuche um Annahme. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich bin überzeugt davon, dass wir nach dieser Sozialdebatte hier sicher die erforderliche Zustimmung kriegen. Wir bitten darum! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
Kurzarbeit ist in unserer sehr schwierigen Zeit nicht nur ein Phänomen bei kleinen Betrieben, sondern auch durchaus bei Betrieben, die anerkannt sind, die etabliert sind, wie die Voest, wie Husky, wie Opel, wo man in Deutschland aufgrund der Brexit-Situation kurzfristig in Kurzarbeit gehen musste, oder auch VW. Das heißt, es kann jeden treffen, und der Gesetzgeber ist gut beraten, entsprechende Vorkehrungen zu treffen. Und ich glaube, mit diesem Gesetz beschließen wir auch etwas Sinnvolles. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Muchitsch und Hechtl.
Ich freue mich, wenn Menschen aus der Praxis hier sind, Stellung beziehen und sich für eine Gruppe einsetzen. – In diesem Sinne: Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Muchitsch und Hechtl.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (STRONACH): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Auch von meiner Seite aus ein herzliches Grüß Gott an die ehemalige Landeshauptfrau der Steiermark. Schön, dass du da bist. Ich finde es äußerst positiv, wenn sich Menschen, die gesellschaftlich so verwurzelt sind, die so viel Erfahrung haben, die ein tolles Netzwerk haben, auch weiterhin für gesellschaftliche Belange einsetzen. In diesem Sinne danke ich schön. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der ÖVP.
Betrachten wir die Zahlen, dann sehen wir, dass in den nächsten Jahren wahrscheinlich jedes Jahr mehr als 10 000 Personen zusätzlich Pflege beanspruchen werden. Das heißt, wenn jene Jahrgänge, die Ende der dreißiger Jahre geboren sind, jetzt vermehrt Pflege beanspruchen, dann müssen wir schauen, dass wir immer mehr Menschen auch dazu bewegen können, diese Pflege zu leisten. Wir werden zusätzlich 1 500 neue Heimplätze pro Jahr brauchen, wir werden jährlich zusätzlich 1 000 Pflege- und Betreuungskräfte brauchen und wir werden ungefähr 1 000 BetreuerInnen brauchen. An dieser Stelle ein recht herzliches Dankeschön an jeden Einzelnen, der sich bereit erklärt, einen Menschen zu pflegen, ihm Zeit zu schenken und ihn auch mit Würde zu behandeln. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
Wenn wir heute das Pflegefondsgesetz beschließen, dann gehen wir einen richtigen Schritt in diese Richtung. In den Heimen, da brauchen wir uns nichts vorzumachen, ist die Problematik, dass das Pflegepersonal immer mehr unter Druck kommt, groß. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.) Viele erleiden ein Burn-out und steigen nach einigen Jahren aus, weil der Druck durch die Dokumentationspflichten und durch vieles andere so groß wird, dass sie nur wenig Zeit für die tatsächliche Pflege aufwenden können.
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
In diesem Sinne noch einmal ein recht herzliches Dankeschön an jeden Einzelnen, der pflegt. Das ist großartig, das ist ein toller Dienst an der Gesellschaft. Helfen wir zusammen, damit die Pflege auch in Zukunft auf hohem Niveau gewährleistet wird! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb – ich wiederhole es noch einmal – gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder Sie werden mutig, tun das, was notwendig ist, auch wenn Sie wissen, dass es Ihnen letztlich den Kopf kosten wird – denn die Landeshäuptlinge werden Sie natürlich absägen, das ist keine Frage, aber Sie haben zumindest etwas Gutes für Österreich getan –; oder wir müssen in diesem Haus für neue Mehrheiten sorgen, damit wir es endlich schaffen, uns von den Landeshäuptlingen zu befreien. Dann können wir eine Reform machen, und dann können wir denen auch wirklich auf die Finger schauen, was Sie tatsächlich mit diesen 35 Milliarden € machen, die wir im Bundesbudget so dringend brauchen würden. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Was das den Arbeitnehmer kostet, darüber redet ja niemand. Was das an Zeit kostet! Wir reden immer nur von der Arbeitszeit. Wir müssen schön langsam auch von der Zeit zur Arbeit reden, also von der Wegzeit. Ich denke, das gehört noch viel mehr berücksichtigt, weil es natürlich umwelt- und klimapolitisch, aber auch im Geldtaschl spürbar ist. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir bitten um Unterstützung. Das ist kein Weihnachtsgeschenk, das ist kein Pensionshunderter, sondern das ist Fairness gegenüber unseren österreichischen Bürgerinnen und Bürgern. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ, ÖVP und Team Stronach.
Ich danke auch dafür, dass die Grünen mit dieser Anzeige einen guten Stil hier im Haus eingeführt haben: dass man sich sofort wechselseitig bei allem, wo es nur geht, anzeigt. (Beifall bei FPÖ, ÖVP und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Höbart: … fremdschämen! – Zwischenruf bei der ÖVP.
Mich erreichen sehr viele E-Mails: von linken politischen Gruppierungen, von rechten Gruppierungen, von Gruppierungen, die aus der Mitte der Gesellschaft kommen, die von oben kommen, die von unten kommen, von Nordosten, von Nordwesten, von Süden – viel Spaß beim gegenseitigen Anzeigen! – Danke, liebe Grüne! (Beifall bei FPÖ und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Höbart: … fremdschämen! – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP, FPÖ und Team Stronach.
Das halte ich eigentlich leider für zum Bild der Grünen passend, aber grundsätzlich ist das etwas, wofür man sich eigentlich auch entschuldigen und sagen kann: Sorry, das war über das Ziel hinausgeschossen (Ruf bei der FPÖ: Beschämend!); ich werde damit zwar der grünen Zeigefingerpartei und Vernaderungspartei gerecht, aber ich habe jetzt etwas gelernt! (Beifall bei ÖVP, FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei ÖVP, NEOS und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe.
Noch einmal: Frohe Weihnachten! Alles Gute! – Danke schön. (Beifall bei ÖVP, NEOS und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, FPÖ, NEOS und Team Stronach. – Anhaltende Zwischenrufe.
Wir werden uns das sehr genau ansehen müssen, und wenn es da aufgrund der neuen Medien Reparaturbedarf gibt, werden wir auch zur Reparatur schreiten müssen. In diesem Sinne: frohe Weihnachten! (Beifall bei SPÖ, ÖVP, FPÖ, NEOS und Team Stronach. – Anhaltende Zwischenrufe.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Walser.
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (STRONACH): Ich finde, diese Aussagen von Herrn Brosz waren sehr hilfreich, weil sie die Grünen entlarven. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Walser.)
Beifall bei Team Stronach, ÖVP und FPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wenn wir untereinander per E-Mail nicht mehr in Kontakt treten dürfen, und die Grünen uns vorschreiben, dass wir nur dann in Kontakt treten dürfen, wenn wir auch der Meinung der Grünen sind, andernfalls werden wir angezeigt, dann sind wir genau dort, wo Sie hinwollen! (Beifall bei Team Stronach, ÖVP und FPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Herr Brosz, Sie können doch nicht allen Ernstes glauben, dass ein E-Mail eines Abgeordneten – egal, welche Fraktion, ob fraktionslos oder nicht – an einen anderen mit der Aufforderung, etwas zu lesen, das hochpolitisch ist – dieser Blog ist hochpolitisch (Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen), man muss ihn nicht teilen, man muss ihn nicht gut finden, aber er ist hochpolitisch –, dass, wenn der eine empfiehlt … (Abg. Matznetter: Jetzt wird Ihre Rede zum Spam! – Weitere Zwischenrufe.) – Sie haben hoffentlich Verständnis dafür, dass ich hier meine Meinung vertrete und nicht Ihre. Haben Sie dafür Verständnis? – Vielen Dank. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei Team Stronach, ÖVP und FPÖ sowie der Abgeordneten Loacker und Franz.
hier angebracht gewesen wäre. – Vielen Dank. (Beifall bei Team Stronach, ÖVP und FPÖ sowie der Abgeordneten Loacker und Franz.)
Beifall bei ÖVP, FPÖ und Team Stronach sowie des Abg. Loacker.
Abgeordneter Dr. Marcus Franz (ohne Klubzugehörigkeit): Frau Präsident! Hohes Haus! Herr Kollege Brosz, ich habe Ihnen die Hand hingehalten, ich habe extra Ihren Namen nicht gesagt. Ich habe Ihnen die Hand zu einem Friedensschluss hingehalten. Sie haben das nicht in Anspruch genommen. Im Gegenteil: Sie haben die Hand weggeschlagen. Das demaskiert Sie und Ihre Weltanschauung aufs Allerschärfste. (Beifall bei ÖVP, FPÖ und Team Stronach sowie des Abg. Loacker.)
Allgemeine Heiterkeit und anhaltender Beifall bei ÖVP, FPÖ, NEOS und Team Stronach.
Sie lesen heimlich meinen Blog, denn sonst wüssten Sie sich nicht zu helfen. (Allgemeine Heiterkeit und anhaltender Beifall bei ÖVP, FPÖ, NEOS und Team Stronach.) Sie drucken das auch noch aus und lesen das hier vor. Also Sie dürfen sich mit meinem Blog gerne weiterbilden, denn „The Daily Franz“ erscheint täglich, auch für Sie, frei zugänglich.
Beifall bei ÖVP, FPÖ und Team Stronach. – Zwischenruf der Abg. Korun.
Ich sage Ihnen noch etwas: Sie haben falsch zitiert. Mein Mail damals war eine Einladung, in den Blog einzusteigen, und nicht ein Aufs-Auge-Drücken des Blogs und des Inhalts. Den Inhalt haben Sie sich selbst herausgesucht, aus lauter Neugier, was der Herr Franz da schreibt. (Unruhe im Sitzungssaal.) Offensichtlich haben Sie es dann jeden Tag gelesen und sich die Gustostückerl ausgedruckt. Ich danke Ihnen für die Werbung! Das werden jetzt noch viel mehr Leute lesen als bisher – bisher sind es in zwei bis drei Wochen 30 000 – und noch weniger Leute werden eure Fraktion wählen. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP, FPÖ und Team Stronach. – Zwischenruf der Abg. Korun.)
Beifall bei ÖVP, FPÖ und Team Stronach sowie des Abg. Loacker. – Ah-Rufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Noch einmal herzlichen Dank für die freundliche Begrüßung. Ich habe keine Franz-Mails gelesen, ich habe nicht vor, sie zu lesen. Er soll publizieren, was er will. (Beifall bei ÖVP, FPÖ und Team Stronach sowie des Abg. Loacker. – Ah-Rufe bei der FPÖ.) Es hat ihn schon aus einer Fraktion gebracht, es wird ihn noch aus dem Parlament bringen, aber das ist doch nicht meine Sorge. (Zwischenruf des Abg. Rädler. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei FPÖ, ÖVP und Team Stronach
Kollege Pilz, Sie sind der Oberprivilegierte hier in diesem Haus (Beifall bei FPÖ, ÖVP und Team Stronach) gegenüber allen Bürgern, die sich schon seit Jahren bemühen, Ihnen auf strafrechtlichem und verwaltungsstrafrechtlichem Weg endlich einmal zu zeigen, was von dem, das Sie hier oder sonst irgendwo unter dem Schutz der politischen Immunität von sich geben, Wahrheit ist und was nicht. Frau Glawischnig hat erkannt, dass Sie sehr bald einmal diese Immunität verlieren sollen, und dann kommen auch endlich diese Bürger gegenüber Ihren Privilegien zu ihrem Recht. (Beifall bei FPÖ, ÖVP und Team Stronach sowie des Abg. Franz. – Zwischenruf der Abg. Fekter: Richtig!)
Beifall bei FPÖ, ÖVP und Team Stronach sowie des Abg. Franz. – Zwischenruf der Abg. Fekter: Richtig!
Kollege Pilz, Sie sind der Oberprivilegierte hier in diesem Haus (Beifall bei FPÖ, ÖVP und Team Stronach) gegenüber allen Bürgern, die sich schon seit Jahren bemühen, Ihnen auf strafrechtlichem und verwaltungsstrafrechtlichem Weg endlich einmal zu zeigen, was von dem, das Sie hier oder sonst irgendwo unter dem Schutz der politischen Immunität von sich geben, Wahrheit ist und was nicht. Frau Glawischnig hat erkannt, dass Sie sehr bald einmal diese Immunität verlieren sollen, und dann kommen auch endlich diese Bürger gegenüber Ihren Privilegien zu ihrem Recht. (Beifall bei FPÖ, ÖVP und Team Stronach sowie des Abg. Franz. – Zwischenruf der Abg. Fekter: Richtig!)
Sitzung Nr. 160
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Wir wollen, dass sich die Menschen in diesem Land sicher fühlen können. Wenn Eltern ihren Sohn nach Wien schicken, um sich ein Fußballmatch anzuschauen, und er mit dem Zug aus Horn auf dem Praterstern ankommt, dann möchte ich, dass diese Eltern keine Angst haben müssen. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.) Wenn eine Tochter von St. Pölten nach Wien fährt, um sich in der Stadthalle ein Popkonzert anzuhören, und sie über die Westbahnstrecke auf dem Westbahnhof ankommt, dann möchte ich, dass deren Eltern keine Angst haben müssen, dass sie dort diesen „folkloristischen Umtrieben“ – unter Anführungszeichen –, die mit Messerstecherei, Belästigung und noch viel Schlimmerem in Bezug auf Frauen und Mädchen enden, ausgesetzt ist.
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Neubauer.
deren wird. Das ist der Punkt, den wir einmal herausarbeiten müssen. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Neubauer.)
Beifall beim Team Stronach.
Da brauchen Sie sich wirklich keine Sorgen zu machen. Worüber wir uns Sorgen machen müssen, ist, ob Sie als Innenminister das tun, was Sie selbst gesagt haben, nämlich für Sicherheit sorgen, denn das ist in der Tat ein Menschenrecht. (Beifall beim Team Stronach.)
Heiterkeit bei Grünen und Team Stronach.
Wer auffällig geworden ist, der muss überwacht werden, denn es gilt, Anschläge im Keim zu ersticken. (Abg. Pilz: Gilt das auf für Freiheitliche?!) – Natürlich. (Heiterkeit bei Grünen und Team Stronach.) Bei konkreter Verdachtslage! (Heiterkeit der Rednerin.) Herr Kollege Pilz, ich habe diesen Zwischenruf zuerst nicht verstanden. (Abg. Pilz: Sie haben gut geantwortet! – Abg. Lugar: Die Antwort war interessant!)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abgeordneten Rädler.
Neustart nachzufragen, wie diese Fußfessel funktioniert. Eine Fußfessel schränkt den Radius desjenigen, der sie trägt, massiv ein: Dieser wird überwacht, man kann nachvollziehen, mit wem er verkehrt und wo er verkehrt. So hat zum Beispiel ein Gefährder gar keine Chance, in der Moschee zu predigen, weil er zu Hause sitzt und überwacht wird. – Das ist der Punkt, und ich glaube, das ist sinnvoll und notwendig. Wir vom Team Stronach haben das schon viel früher erkannt, und ich bin froh, dass die Regierung jetzt einschwenkt. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abgeordneten Rädler.)
Beifall beim Team Stronach.
Schauen wir uns etwa den Fall Berlin an: Wäre mit diesem Mann, der das Attentat dort ausgeführt hat, nach den Regeln, die ich in diesem Antrag formuliert habe, vorge-gangen worden, dann wäre er schon in diesem nordafrikanischen Camp zwischengeparkt gewesen und dieser Anschlag in Berlin hätte nicht stattfinden können! Meine Damen und Herren! Sie sehen, wie notwendig dieser Schritt ist! Für den Fall, dass das mit der EU nicht geht, Herr Bundesminister, habe ich auch einen Antrag vorbereitet, dass Sie beziehungsweise der Herr Außenminister das auf bilateraler Ebene machen sollen. Machen Sie das, das wäre vernünftig! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Hier wurde auch das Thema des Wegwerfens von Pässen schon angesprochen. Kollege Rosenkranz hat es ganz richtig gesagt: Hierher kommen sehr viele Migranten, die ihren Pass wegwerfen und dann sagen, dass sie Syrer oder was auch immer sind. Es wäre allerdings relativ einfach nachzuvollziehen, woher die Leute kommen. – Ihr Handy schmeißen sie nie weg. Herr Minister! Nehmen Sie ihnen daher einfach die Handys ab, schauen Sie, wohin und mit wem sie telefoniert haben, denn dann können Sie feststellen, woher diese Leute kommen, dass es meistens keine Syrer sind und sie nicht mit guten Absichten da sind. Das wäre einfach zu lösen, und ich glaube, Sie würden sich sehr viele Kosten für Übersetzer und Experten sparen, die die Stimmen und die Sprache analysieren müssen, um festzustellen, ob diejenigen wirklich aus dem Land kommen, das sie nennen. Damit würden Sie sich viel Steuergeld ersparen! Das wäre eine vernünftige Maßnahme, die durchführbar wäre. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Christoph Hagen (fortsetzend): Danke, Frau Präsidentin. – Ich möchte nur noch den Lehrpersonen sagen, dass das brandgefährlich ist! Sagen Sie das den Schülern! Das ist kein Scherz, das ist äußerst gefährlich für alle, die da betroffen sind. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Wer sich bei uns nicht an die Gesetze hält und den Rechtsstaat nicht achtet, hat bei uns nichts verloren, denn (auf die Besucher auf der Galerie weisend) diese jungen Menschen auf der Galerie brauchen auch noch eine sichere Zukunft. – Herzlichen Dank. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
wir geben ihnen das wieder zurück, was sie mehr an Maut bezahlen. Das hätte auch folgenden Vorteil: Die Frächter, die Transporteure wandern derzeit, weil die Kosten in Österreich so hoch sind, ins Ausland ab. Sie haben hier noch den Firmensitz, teilweise mit zwei, drei Fahrzeugen, und der Rest ist in der Slowakei, in Rumänien, was weiß ich wo überall. Da könnten wir ansetzen und schauen, dass wir diese Arbeitsplätze wieder zurückbekommen, indem wir die eigenen Frächter fördern, indem wir diesen Spruch nutzen und den österreichischen Frächtern etwas zurückgeben, damit sie hier in Österreich Arbeitsplätze schaffen. Das wäre eine gute Chance, Sie sollten sie wahrnehmen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Minister, da hätten Sie eine Chance, etwas Gutes zu tun. Ich werde Ihnen, wenn Sie es genauer haben wollen, noch einen Antrag vorbereiten und ihn in Kürze auch einbringen. Dann können wir vielleicht im Verkehrsausschuss noch darüber diskutieren. Ich würde mich freuen, wenn wir das dann relativ schnell umsetzen, denn davon profitiert nicht nur der österreichische Bürger, sondern auch der österreichische Unternehmer und die österreichischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Das wäre ein richtiger Schritt, Herr Minister. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
Aber es sind nicht nur die Frächter, die davon betroffen sind, sondern das betrifft auch das Baugewerbe, wo wir über das Bestbieterverfahren Wege suchen, wie wir den Markt besser gestalten können. Dieses Problem gibt es auch im Produktionsbereich, wo, wie zum Beispiel in einem Waldland wie Österreich, wo 47 Prozent der Fläche Waldfläche ist, der heimische Markt mit Pellets und Brennholz aus dem Ausland überschüttet wird. Das alles sind Auswirkungen der Globalisierung, und diese Globalisierung macht den Menschen Angst. Daher brauchen wir, wenn wir nicht die heimische Wirtschaft zerstören wollen, endlich Rahmenbedingungen, unter denen Globalisierung überhaupt stattfinden kann. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
Meine geschätzten Damen und Herren und Herr Minister, es ist richtig, wenn wir dagegen ankämpfen, es ist vollkommen richtig, denn auch wir Österreicher könnten uns Maßnahmen einfallen lassen, wie zum Beispiel, so wie Kollege Hagen es angesprochen hat, eine Lkw-Mautbefreiung für heimische Unternehmer, damit sie wettbewerbsfähig sein können, damit sie auf dem gemeinsamen Markt mit Ungarn, Tschechen und Slowenen bestehen können. Das wäre ein positiver Ansatz für die heimische Wirtschaft, eine Stärkung für die heimische Wirtschaft. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Minister, wir werden uns massiv gegen eine Diskriminierung wehren. (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.) Aber sollte es dazu kommen, dann erwarte ich mir, dass die österreichische Bundesregierung kreativ an Modellen arbeitet, wie auch wir unsere Bürger schützen können. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir haben noch nichts gesehen! Auch diesmal hätten wir in diesen zwei Tagen, wenn wir nicht diese Regierungserklärung hätten, kein einziges Thema der Regierung auf der Agenda. Es ist nichts da. Es gibt nichts. Da frage ich mich, warum bei der Jännersitzung, bei der ersten Sitzung nach der Weihnachtspause, überhaupt nichts von der Regierung auf der Tagesordnung ist. Wie gibt es das, obwohl wir so eine lange Liste an Problemen haben? – Man könnte ja ganz leicht ein, zwei Punkte dieses ganz großartigen Programms herausnehmen und gleich in die Umsetzung geben. (Beifall beim Team Stronach.) Das tut man aber nicht. Nein, das tut man nicht. Man kommt hier mit so schwindligen Anträgen daher und versucht, den Menschen Sand in die Augen zu streuen. (Abg. Wöginger: Der Präsident muss die Anträge …!)
Beifall beim Team Stronach.
Das ist alles keine Frage, alles ist gut. Nur kommen Sie mit konkreten Vorschlägen, dann wird auch das Parlament zustimmen! Kommen Sie nicht mit solchen Taschenspielertricks und missbrauchen Sie nicht das Parlament, um sich selbst aufzufordern, endlich in die Gänge zu kommen! Das tun wir ohnedies seit drei Jahren schon, Ihnen endlich zu sagen: Tun Sie etwas für Österreich, setzen Sie etwas um! Dieses Programm ist der erste Schritt, aber weitere müssen folgen. Da werden wir sehr aufmerksam sein, ob die auch wirklich kommen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir haben von toten Vögeln gehört, die nicht fliegen können, oder auch von toten Pferden, die gesattelt wurden, um sie weiter zu reiten, aber wir haben auch viele, viele positive Anreize diskutiert. Möglicherweise ist die Bundesregierung jetzt bereit, in einer Phase, in der es Österreich nicht so gut geht, in der wir eine Migrationsproblematik haben, die nicht gelöst ist, die auch in Zukunft große Probleme und Herausforderungen bringen wird, in der der Wirtschaftsstandort noch nicht so richtig angesprungen ist, in der die PISA-Studie mit dem Pfeil nach unten zeigt, vielleicht ist die Bundesregierung jetzt guten Willens, endlich einmal die Ärmel aufzukrempeln und für dieses Land zu arbeiten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Und die ganze Diskussion hätte aus meiner Sicht im stillen Kämmerchen bei einer Arbeitsklausur erfolgen können, ohne dass die Bevölkerung da über Tage hinweg verunsichert wird und ohne dass die Zukunft des Landes eigentlich sehr ungewiss erscheint. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid.
Meine geschätzten Damen und Herren, auch vonseiten der Opposition müssen wir sagen: Es ist vieles darin enthalten, worüber breiter Konsens herrscht, sodass wir uns die große Frage stellen: Warum hat man das nicht schon längst umgesetzt? (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid.) Warum braucht es jetzt ein Arbeitsprogramm, damit man Themen angeht, die ja ohnehin konsensfähig sind?
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid.
Da schaue ich mir zum Beispiel den Punkt „Vereinfachung bei Mehrfachversicherung“ an. Es wird in diesem Saal niemanden geben, der sagt, das will er nicht. Oder wenn es um die Angleichung der Pensionssysteme geht: Da gibt es jetzt eine Arbeitsgruppe. Genau in diesem Punkt würde ich mir aber wünschen, dass wir nicht nur für die Zukunft darüber diskutieren, ASVG-Pensionisten und Beamte anzugleichen, sondern dass wir auch rückblickend alle Privilegien aufkündigen. Es kann doch nicht sein, dass in einer Phase, in der es vielen Menschen so schlecht geht, weiterhin Privilegien vom Staat bezahlt werden! Da sehe ich Handlungsbedarf aufseiten der Regierung! (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid.)
Beifall beim Team Stronach.
Zum Schluss: Das beste Papier ist nur so viel wert wie die Menschen, die bereit sind, das, was beschlossen wird, auch umzusetzen. Ich finde es absolut überzogen, wenn jetzt jeder Einzelne unterschreiben muss oder dafür abstimmen muss, denn ich glaube, es hätte genügt, wenn Kollege Lopatka das Ganze unterschreibt. (Abg. Loacker: Offensichtlich haben sie ihm nicht vertraut!) Dann wäre wahrscheinlich der Risikofaktor in der ÖVP in Schranken gehalten, und dann würde das Papier auch umgesetzt werden. – Glück auf! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
Abgeordneter Leopold Steinbichler (STRONACH): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Geschätzte Minister auf der Regierungsbank und Frau Staatssekretärin! Kolleginnen und Kollegen! Zuseherinnen und Zuseher auf der Galerie und vor den Fernsehgeräten! Ja, Herr Kollege Matznetter, diese Regierung wird auch bereits in nächster Zeit beweisen können, wie ernst sie die Sorgen und Ängste der Bürgerinnen und Bürger nimmt – ich bedanke mich an dieser Stelle bei allen Unterzeichnenden des Volksbegehrens betreffend CETA und TTIP – und ob dann hier in diesem Haus auch für die Bürgerinnen und Bürger dementsprechend entschieden wird und die Sorgen und Ängste ernst genommen werden. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.)
Beifall beim Team Stronach.
Zu Hause im Kuhstall wird die Türklinke nicht mehr kalt, weil sich die Kontrolleure die Türklinke in die Hand geben, und wenn eine Kuh eine Ohrmarke weniger hat, sind wir ein Risikobetrieb, und bei den Asylanten herrschen wirklich Missstände, die sofort bereinigt werden müssen, sonst kann dieses rot-weiß-rote Programm nicht umgesetzt werden. Ich rede hier nicht von Familiennachzug, ich rede nicht von den einzelnen 75 000 Aufgriffen an der deutschen Grenze. Das ist die Realität, das gilt es zu berücksichtigen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Matznetter: … Mindestlohn!
Wozu führt das? – Da ist natürlich der Finanzminister der Betroffene: Wir haben einen Kaufkraftverlust von 19 Prozent bei den Arbeitnehmern. (Der Redner zeigt eine Tafel, auf der unter dem Titel „Arbeiter verlieren, Beamte gewinnen“ die Entwicklung der Reallöhne von Arbeitern, Angestellten und Vertragsbediensteten sowie Beamten dargestellt ist.) Das ist genau das Geld, das in der Region ausgegeben wird. Die Leute können sich sowieso keinen Urlaub leisten, sie investieren in die regionale Wirtschaft, sie investieren in die Familien, sie investieren in das täglich Notwendigste – und daher trifft das die Wirtschaft. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Jawohl, Herr Kollege, du hast ja ganz große Erfahrung mit regionalem Urlaub; du fährst mir zu oft über die Grenze! Lass das einfach die Familien sagen, die mit 1 500 € auskommen müssen! Es gibt aufgrund dieser Sozialpolitik 350 000 Bürgerinnen und Bürger, die unter 1 500 € brutto verdienen – die können sich keinen Urlaub leisten. Das sind die Fakten, jawohl! (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Matznetter: … Mindestlohn!) – Danke, Herr Kollege!
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb würde ich auch bitten, Herr Kollege, die Haltung des Bauernbunds, der ein klares Bekenntnis zu CETA abgegeben hat, weil das für die Exportrate so wichtig ist, zu überdenken – mit 38 Prozent produktiver Fläche in Österreich können wir unsere Bevölkerung nicht mehr ernähren, Freunde, das ist die Realität! – und nicht vom Agrarwunder und Exportwunder zu reden. Wir haben 2,5 Milliarden € Außenhandelsdefizit, weil Red Bull als agrarisches Exportgut gerechnet wird. – Kolleginnen und Kollegen, es möge jeder selbst entscheiden, was diese Statistik wert ist. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich hoffe, dass die Regierung unter Kanzler Kern mit diesem neuen Regierungsübereinkommen tatsächlich den Großteil dieses Vorhabens umsetzt – für unser rot-weiß-rotes Österreich, damit hier die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder gesichert ist. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Warum versterben sie? – Weil sie keinen Platz auf der Onkologie, auf der Strahlenonkologie bekommen. Wer kümmert sich darum? – Niemand! Wer liegt in den Gangbetten? – Österreichische alte Patienten liegen in Wien in Gangbetten. Wer kümmert sich darum? Unsere Menschenrechtskämpfer? – Nein! Sie sind damals in Traiskirchen aufmarschiert, als Migranten bei sommerlichen Temperaturen ein, zwei Nächte im Freien schlafen mussten. Damals haben die Menschenrechtler geschrien und gebrüllt, heute, wo in Wiener Spitälern Menschen in Betten auf dem Gang sterben, im wahrsten Sinne des Wortes dort verenden, wagt sich kein Einziger von Amnesty International in ein rotes Wiener Spital. Ich zumindest habe dort noch nie einen gesehen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Das ist ein nationales Anliegen: dass die Menschenwürde auch der Österreicher gewahrt wird, dass auch der Österreicher geschützt wird und nicht nur diejenigen, die zu uns kommen. Das ist alles gut und schön, aber wenn wir uns nur um jene kümmern, die zu uns kommen, und die eigenen Leute verkommen lassen, dann halte ich das für eine ganz schlimme Vernachlässigung des eigenen Bürgers. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Herr Bundeskanzler! Sie haben in Ihrem Plan A – der jetzt schon wieder ad acta gelegt worden ist, glaube ich; ich weiß es nicht, das geht aus dem Papier nicht genau hervor –, den Sie in Wels vorgestellt haben, verlautet, die Selbstbehalte werden abgeschafft, wir machen das jetzt alles mit links. Links ist diese Idee ja vielleicht, aber wie werden Sie das finanzieren? Das haben Sie uns nicht verraten. Ihre Obfrau der Wiener Gebietskasse sagt, sie könne nicht mit Selbstbehalten, operiert aber gleichzeitig ununterbrochen mit stummen und versteckten Selbstbehalten. Wir haben in Wien einen Selbstbehalt im Ausmaß von 17 bis 21 Prozent, und wenn wir diesen nicht mehr haben, Herr Bundeskanzler, dann können Sie die Wiener Gebietskrankenkasse zusperren und wahrscheinlich alle anderen – die niederösterreichische et cetera – Gebietskrankenkassen genauso. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach. – Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.
Das alles sind Dinge, um die man sich aus Nationalbewusstsein als Österreicher für die Österreicher, die sich dieses System nicht unbedingt leisten können, kümmern sollte. Da sollte man ansetzen. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach. – Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei FPÖ, NEOS und Team Stronach.
Zu guter Letzt hätte ich noch gerne gewusst, wie wir das alles finanzieren sollen, was auf diesen 35 Seiten steht, denn das steht nirgendwo genau. Es wird mit Gegenfinanzierungen et cetera gearbeitet, aber wie wir das bezahlen sollen, wie der Österreicher das bezahlen soll, wenn gleichzeitig 2,5 Milliarden € pro Jahr für die Migration ausgegeben werden, das, bitte, möchte ich noch erklärt haben. – Danke schön. (Beifall bei FPÖ, NEOS und Team Stronach.)
Demonstrativer Beifall bei FPÖ und Team Stronach. – Bravoruf des Abg. Walter Rosenkranz.
Wenn man diskutiert, weiß man, das Letzte, was die Menschen wollen, sind Neuwahlen. Das ist zwar demokratiepolitisch nicht erfreulich, aber es gibt so etwas wie eine Wahlkampfmüdigkeit, und ich kann das nach einem Jahr Bundespräsidentschaftswahlkampf verstehen. Das ist auch der Grund dafür, dass ich es durchaus begrüße, dass Sie es noch einmal versuchen. Ihnen muss aber eines klar sein: Das ist die letzte Chance! Wenn Sie scheitern, dann wird das mit hoher Wahrscheinlichkeit die Freiheitliche Partei an die Macht bringen. (Demonstrativer Beifall bei FPÖ und Team Stronach. – Bravoruf des Abg. Walter Rosenkranz.) Sie, SPÖ und ÖVP, tragen jetzt die Verantwortung dafür, dass diese Republik nicht in die Hände dieser Partei fällt.
Beifall bei Team Stronach und Grünen.
Über die Bürgerinitiativen gehören diese Thematiken ordentlich aufbereitet und aufgearbeitet. Ich schließe mich auch der Forderung des Kollegen Pirklhuber an, dass die Geschäftsordnung in diese Richtung verbessert werden muss, damit die Initiativen besser bearbeitet und umgesetzt werden und hier in diesem Haus einfließen können. – Danke. (Beifall bei Team Stronach und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.
Die zweite Follow-up-Prüfung betraf die Modellversuche zur Neuen Mittelschule. Da ist der Umsetzungsgrad hoch. Es geht aber um die zentralen Empfehlungen. Die zusätzlichen Kosten waren eben auf die zusätzlichen sechs Wochenstunden je NMS-Klasse zurückzuführen. Ich will jetzt abschließend nur einen Punkt sagen: Für den Rechnungshof ist es wesentlich, wenn beträchtliche zusätzliche Ressourcen eingesetzt werden, dass auch eine entsprechende Wirksamkeit eintritt. Zwei zusätzliche Wochenstunden verursachen zusätzliche Kosten von rund 60 Millionen € pro Schuljahr. Das sind Mittel, die nach Auffassung des Rechnungshofes bei den Schülerinnen und Schülern ankommen müssen. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Problemen gekommen ist und dass zu viele Köche den Brei verderben können. Das wäre sicher ein Punkt, den wir aufgreifen könnten und der auch behandelt werden soll. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Es erhebt sich also schon auch die Frage, ob es Sinn macht, im Forschungsbereich eine Kirchturmpolitik zu betreiben, oder ob es nicht besser wäre, Forschung nur als Bundesangelegenheit zu sehen. – Das wäre ein weiterer Vorschlag, der durchaus zu diskutieren wäre, und ich hoffe, das tun wir auch in Zukunft. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Schittenhelm.
Aufgrund der kurzen Zeit muss ich jetzt enden, denn ich brauche für meinen nächsten Antrag noch ein paar Minuten. Wie gesagt: Es gibt da viel zu tun. Ich hoffe, dass wir gemeinsam gute Lösungen finden werden und die Frauenarmut auch gemeinsam bekämpfen können. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Schittenhelm.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und Team Stronach.
Dieser Antrag, liebe Kollegin Schenk, ist berechtigt, ich hoffe, wir kommen zu einem guten Ende. Wenn es eine Quote sein soll: Wieso nicht? – Auch wenn sie nicht so beliebt ist. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Aslan.
Es liegt am politischen Willen, das umzusetzen. Ich hoffe, dass es umgesetzt wird, weil es wirklich wichtig ist, auch die Vorrednerinnen haben das bestätigt, auch diese Studie des Sozialministeriums bestätigt das. Ich hoffe, dass wir hier zu einer positiven Lösung und vor allem zu einer raschen Lösung kommen, die nicht wieder Jahre auf sich warten lässt. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Aslan.)
Beifall bei SPÖ, Grünen und Team Stronach.
Bleiben wir dran! Dann wird es uns hoffentlich gelingen. (Beifall bei SPÖ, Grünen und Team Stronach.)
Sitzung Nr. 162
Beifall beim Team Stronach.
Es gibt viele Länder, die da wirklich Vorreiter sind. Wir hören in den Ausschüssen immer wieder, wir hören vom Herrn Minister immer wieder, dass Österreich ein Vorreiterland ist. Dem ist leider schon lange nicht mehr so. Nehmen wir zum Beispiel die Ölheizkessel her, diese werden in Österreich nach wie vor gefördert. Beispiel Dänemark: 2013 wurde dort schon ein absolutes Installationsverbot im Zusammenhang mit Neubauten ausgesprochen. Ich frage mich wirklich, gerade auch angesichts dieses Umweltkontrollberichts, warum man da nicht endlich in die Umsetzung geht. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Eines der größten Einsparungspotenziale betreffend Ressourcen liegt – auch dem Umweltkontrollbericht zufolge – im Verkehrssektor. Da geht man so vor, dass man alles teurer macht, siehe NoVA-Erhöhung, Dieselpreis-Erhöhung oder auch Stichwort MÖSt. Ich denke nicht, dass das der richtige Ansatz ist, um da gegenzusteuern. Vor allem sieht man auch im Arbeitsprogramm „Für Österreich“, dass man versucht, in Zukunft vermehrt den ländlichen Raum zu stärken. Aber wie soll denn das gehen, wenn man zusätzlich die Kosten der Mobilität erhöht? – Das geht sich nicht aus. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich muss auch unterstreichen, dass in den letzten Jahren in den Ausschüssen viel zu wenig weitergegangen ist, das muss man sagen, wenn man dem die tatsächlichen Herausforderungen gegenüberstellt. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Freunde, das ist die Realität! Reden wir über das Leben, reden wir über die Realität, reden wir nicht über gefälschte Statistiken! (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Die Wirklichkeit zählt, alles andere schadet der Zukunft unserer Kinder und unserer Enkerl, und die ist gefährdet.
Beifall beim Team Stronach.
Und es fehlt besonders im Bereich Landwirtschaft die Kreislaufwirtschaft. Da wird vom Humusaufbau geredet. – Nein, Naturdünger statt Kunstdünger! Wo ist denn im Programm eine Naturdüngerprämie? – Der Kreislauf Pflanze–Tier–Dünger ist der ökologisch wertvollste, der gesündeste und der nachhaltigste. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Deshalb bitte ich darum, Herr Minister, das in den zukünftigen Berichten zu berücksichtigen, und ich darf anmerken: Wenn die ökosoziale Marktwirtschaft strapaziert wird – ich war immer ein Anhänger von Joschi Riegler, ich bin auch zur Feier gegangen –, dann bitte ich aber, mir zu erklären, wie man ein CETA- und TTIP-Befürworter sein kann. Das widerspricht sich grundsätzlich. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Eines habe ich im Jahresbericht 2015 vergeblich gesucht: eine Offenlegung der Gehälter und Zusatzgagen der ORF-Direktoren – ich vermute, aus gutem Grund –, deshalb musste ich auf einen Beitrag im „Standard“ aus den Jahr 2014 zurückgreifen, der titelt „Was die ORF-Chefs verdienen“. Da steht, man muss sich um den ORF beziehungsweise sein Management keine Sorgen machen, denn in diesem Jahr hat Generaldirektor Wrabetz sein Salär von 400 000 € pro Jahr um 10 Prozent aufgefettet bekommen. Auch die übrigen Direktoren bekommen nicht wenig, nämlich 300 000 € im Jahr als Salär zuzüglich Bonuszahlungen in fünfstelliger Höhe. Das, finde ich, ist schlichtweg eine … (Abg. Lugar: Mehr als der Kanzler!) – Ja, mehr als der Kanzler! Und da sage ich, das ist schlichtweg eine … (Abg. Lugar: Vielleicht machen sie auch eine bessere Arbeit als der Kanzler!) – Das lasse ich dahingestellt. Jedenfalls ist das eine Zumutung für die Gebührenzahler. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Jedenfalls wird es höchste Zeit, dass das ORF-Direktorium seinen interstellaren Raumflug beendet und endlich wieder festen Boden unter die Füße bekommt. – Danke schön. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Christoph Hagen (STRONACH): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Nachdem ich mir jetzt die Lobeshymne von Herrn Kollegen Amon auf Herrn ORF-Direktor Wrabetz angehört habe, bin ich schon ein bisschen verwundert, dass die ÖVP gegen diese Besetzung gestimmt hat. (Beifall beim Team Stronach.) Diese Frage stellt sich wahrscheinlich auch der Zuschauer.
Beifall beim Team Stronach.
Kollege Cap hat vorhin dazu auch eine Rede gehalten. – Herr Kollege Cap, wenn nicht gerade der Posten des ORF-Direktors besetzt worden wäre, dann hätte ich das als Bewerbungsgespräch gedeutet; so ist mir das vorgekommen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn man den ORF-Bericht, über den wir jetzt diskutieren, anschaut, dann sieht man zuerst einmal etwas Positives, und zwar schwarze Zahlen. Das heißt, es werden keine Schulden gemacht. Wenn man das aber einmal ein bisschen genauer anschaut, dann kommt man wieder auf die Gebührenerhöhung zurück, denn: Wie kommt der ORF zu den schwarzen Zahlen? Sobald er die Gefahr sieht, dass er in die roten Zahlen kommt, wird die Gebühr erhöht. – Ich glaube, das ist der falsche Weg. Man sollte sich zuerst einmal überlegen, wo man einsparen kann, und nicht flott drauflos das Geld hinausschmeißen. Man sollte sich zuerst überlegen, wo man vernünftig einsparen kann und wo die Knackpunkte sind, was dann letztendlich auch der Steuerzahler, der das Ganze ja bezahlen darf, goutieren würde. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn ich sehe, dass 90 Prozent der Stiftungsräte von den Regierungsparteien bestellt werden, dann muss ich sagen, das hat schon eine schiefe Optik. Und wenn ich dann höre, dass hinter vorgehaltener Hand ein ORF-Mitarbeiter gesagt hat, die Parteien kommen im ORF nach ihrer Fraktionsstärke mit Sendezeit vor, dann finde ich das ganz falsch, weil eigentlich der Fleiß im Vordergrund stehen sollte. Wenn eine Partei sehr fleißig ist, auch wenn sie vielleicht klein ist wie das Team Stronach, dann kann sie sehr gute Arbeit leisten und dann sollte der Bürger das auch wissen. Es sollte sich daher die Medienpräsenz nicht nach der Fraktionsstärke richten, nur weil die großen Parteien hier die Macht haben. Die Kleinen auf diese Weise zu beschneiden, das ist der falsche Weg. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Alles in allem würde ich mich wie gesagt sehr darüber freuen, wenn sich die Berichterstattung nicht nach der Fraktionsstärke richten würde, sondern nach dem Fleiß der jeweiligen Fraktionen und der jeweiligen politischen Parteien. Das wäre ein guter Schritt, ein Schritt in die richtige Richtung, und dann wäre ich mit dem ORF mehr als zufrieden. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Das ist schon richtig, und ich will mich jetzt gar nicht mit Donald Trump oder sonst etwas beschäftigen, Herr Kollege Pirklhuber. Es geht, glaube ich, nur darum, und das ist ja wohl klar – unabhängig davon, ob das richtig oder falsch ist, es ist nicht unser System –: So viel Interesse wie für die US-Wahl würde ich mir für die eigene Innenpolitik in Österreich wünschen. Aber abseits dessen: Was ungeheuerlich ist, ist, dass ein Moderatorenpaar einer prominenten ORF-Nachrichtensendung eine Solidaritätsbekundung in eine politische Richtung abgibt. Das ist ja ungeheuerlich und kann überhaupt nicht sein. Wir sind ja keine Bananenrepublik. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Walser: Das ist ja unglaublich!
Wenn ich mir vom ORF etwas wünschen darf, dann das, dass er aufhört, Parteipolitik zu machen, dass er politische Meinungen abbildet und nicht selber politische Meinungen erzeugt. Das erwarte ich mir von einem öffentlich-rechtlichen ORF. Und das sollten wir gemeinsam einfordern. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Walser: Das ist ja unglaublich!)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb, liebe Kolleginnen und Kollegen, denken wir, dass dieser Antrag besonders auch aus demokratischer Sicht und zur Einbindung der Opposition in die Regierungsarbeit ein ganz gewaltiger Fortschritt wäre. – Wir bitten um Zustimmung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe bei Grünen und Team Stronach.
Wie schon vom Kollegen Matznetter erwähnt wurde, gibt es jetzt kein Schiedsgericht mehr, es gibt einen Schiedsgerichtshof (Abg. Pirklhuber: Des is’ doch kein normales Gericht, das ist Irreführung der Bevölkerung, Frau Kollegin Gamon!), es gibt ein Handelsgericht, das transparent funktionieren wird, das fair entscheiden wird, das nicht mehr so funktioniert wie in den alten Verträgen. Das ist eine Verbesserung! (Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe bei Grünen und Team Stronach.) Zu diesen Privatisierungen, vor denen immer gewarnt wird: Es ist explizit erwähnt, dass das nicht gemacht werden muss, dass Privatisierungen sogar zurückgenommen werden können.
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (STRONACH): Geschätzte Frau Präsident! Geschätzte Frau Staatssekretärin! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Rund 500 000 Menschen haben das Volksbegehren gegen CETA, TTIP, TiSA unterzeichnet, weil sie Sorgen und Ängste haben, und wir nehmen diese Sorgen und Ängste ernst, meine geschätzten Damen und Herren! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Rädler: Was sagt Stronach?
Kollegin Winzig! Bei diesem Volksbegehren geht es schon längst nicht mehr um ein Freihandelsabkommen, es geht mittlerweile um den Fortbestand der Europäischen Union. Es geht darum, wie es den Menschen geht, was sie fühlen, welche Ängste sie haben. (Abg. Rädler: Was sagt Stronach?) Nicht die Unterzeichner gefährden den Fortbestand der Europäischen Union, sondern jene, die von den Rednerpulten in allen nationalen Parlamenten mit Arroganz und Hochmut auf das Empfinden der Bevölkerung reagieren.
Beifall beim Team Stronach.
Es geht darum, dass die Menschen das Gefühl haben, die Europäische Union fährt drüber, agiert mit Intransparenz, nimmt die Sorgen der Menschen nicht ernst. Die Menschen haben das Gefühl: Na ja, die verstehen uns nicht mehr! Hört man sich den Brandbeschleuniger Präsident Juncker an, der noch sagt: Na ja, wenn die Parlamente nicht so abstimmen wollen, wie wir wollen, dann machen wir das Ganze in Brüssel!, dann weiß man: Das ist hausgemacht! (Abg. Rädler: Polemik ist hausgemacht!) Brexit ist hausgemacht, Trump ist hausgemacht. – Das ist der Arroganz von Politikern zu verdanken. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Schauen wir zur Jugendarbeitslosigkeit: Wenn das System so gut funktionieren würde, wie hier die meisten behaupten, dann hätten wir im Süden doch bitte nicht mehr als 40 Prozent Jugendarbeitslosigkeit! Da sagen dann die arroganten Brüsseler auch noch: Na ja, die verlorene Generation! – Ich sage Ihnen ehrlich, wir wollen uns damit nicht abfinden. Die Jugend braucht eine Chance, die Jugend braucht Arbeitsplätze und die Jugend braucht eine Zukunft. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Walter Rosenkranz: Arroganz! – Abg. Rädler: Wie der Trump!
Deshalb gibt es nur einen Weg, und der heißt: Transparenz, die Sorgen und Ängste der Bürger ernst nehmen. Es muss Schluss mit diesem Gemunkel und mit diesem Besserwissen in Brüssel sein. Viele Abgeordnete glauben, es besser als das Volk zu wissen. Diese Arroganz muss der Vergangenheit angehören! (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Walter Rosenkranz: Arroganz! – Abg. Rädler: Wie der Trump!)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Auch das Versprechen der Vergangenheit, dass es durch das Öffnen der Grenzen, durch Freihandel mehr Jobs geben wird, glauben die Bürger mittlerweile nicht mehr. 562 552 ernst zu nehmende Personen haben dieses Volksbegehren unterzeichnet. Ich sage Ihnen: Ich auch! Es geht nicht gegen Freihandel, sondern es geht darum, wie man Macht verteilt. Gibt man Konzernen so viel Macht, dass sie über Parlamente entscheiden, oder ist die Macht der Entscheidung nach wie vor beim Parlament? Das wollen wir, denn das Parlament ist vom Volk gewählt und soll Gesetze und Rahmenbedingungen formulieren können, und es sollen nicht Schiedsgerichte Staaten einengen und dazu zwingen, enorme Abschlagszahlungen zu leisten. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
So könnte ich mir vorstellen, dass ein Handel auf Augenhöhe stattfinden könnte und es nicht zu einer Knebelung der Staaten kommt. (Beifall beim Team Stronach.)
Zahlreiche Zwischenrufe bei FPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach. – Abg. Loacker: Das nehmen Sie jetzt bitte zurück!
Die Fernsehzuschauer werden sich denken: Da wird so viel gestritten, da sind so viele dagegen und nur wenige dafür. Ich muss mich entschuldigen. Wir haben eben sechs Fraktionen im Parlament, zwei sind Regierungsfraktionen, die anderen vier leben davon, dass sie dagegen sind und Wirbel machen (Zahlreiche Zwischenrufe bei FPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach. – Abg. Loacker: Das nehmen Sie jetzt bitte zurück!), daher muss auch das Verhältnis für die Zuschauer so ausschauen, dass eben vier dagegen und zwei dafür sind. (Abg. Loacker: Die NEOS sind auch dafür!) – Die NEOS sind auch dafür? (Ruf: Es steht drei zu drei!) – Okay, Entschuldigung, es steht drei zu drei. (Zwischenrufe bei FPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.) – Es ist aber wirklich so. Frau Gamon hat ja ganz entzückend argumentiert, ich muss das wieder erwähnen.
Zwischenrufe bei FPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.
Die Fernsehzuschauer werden sich denken: Da wird so viel gestritten, da sind so viele dagegen und nur wenige dafür. Ich muss mich entschuldigen. Wir haben eben sechs Fraktionen im Parlament, zwei sind Regierungsfraktionen, die anderen vier leben davon, dass sie dagegen sind und Wirbel machen (Zahlreiche Zwischenrufe bei FPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach. – Abg. Loacker: Das nehmen Sie jetzt bitte zurück!), daher muss auch das Verhältnis für die Zuschauer so ausschauen, dass eben vier dagegen und zwei dafür sind. (Abg. Loacker: Die NEOS sind auch dafür!) – Die NEOS sind auch dafür? (Ruf: Es steht drei zu drei!) – Okay, Entschuldigung, es steht drei zu drei. (Zwischenrufe bei FPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.) – Es ist aber wirklich so. Frau Gamon hat ja ganz entzückend argumentiert, ich muss das wieder erwähnen.
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Abgeordneter Dr. Johannes Hübner (FPÖ): Frau Präsidentin! Kollege Schultes, kann es vielleicht sein, dass Sie den Unterschied zwischen Antidumpingbestimmungen, kartellrechtlichen Bestimmungen, unlauterem Wettbewerb und Freihandel nicht kennen? Kann das sein? – Nur einmal so in den Raum gestellt. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Abg. Matznetter: Magna, Stronach!
Kann es nun sein, dass 79 Prozent der Exporte aus Kanada in die USA gehen, 69 Prozent der Importe aus den USA kommen und Kanada daher ein wirtschaftlicher Wurmfortsatz der Vereinigten Staaten ist? Kann es weiters sein, dass in der kanadischen Industrie praktisch ausschließlich amerikanische Unternehmen, die ganz oder überwiegend unter amerikanischem Einfluss oder unter amerikanischer Kapitalkontrolle stehen, die Wirtschaft bilden? Es gibt Ausnahmen, es gibt Bombardier und so weiter. (Abg. Matznetter: Magna, Stronach!) Es gibt auch Magna, das ist auch eine Ausnahme, aber Sie würden sich wundern, wenn ich Ihnen die Aktionärsstruktur von Magna heute darlege. Das ist nicht die Familie Stronach. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Wie viel kanadischer Einfluss da noch ist, kann man auch sehen.
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und Team Stronach.
Kann es daher sein, dass wir, wenn wir jetzt CETA in Kraft setzen, den amerikanischen Unternehmen, und zwar allen, die in Kanada wesentliche wirtschaftliche Aktivitäten entfalten und ein Geschäft mit Europa durchführen, damit die Möglichkeit geben, europäische Vorschriften über die in CETA enthaltenen Investitionsschutzklauseln auszuhebeln und uns selbst diese Möglichkeit gegen amerikanische Gesellschaften und für den amerikanischen Markt nicht holen? Kann es daher sein, dass wir, auf gut Deutsch gesagt, einen Schuss haben müssen, dieses Abkommen so zu unterzeichnen? (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei NEOS, Grünen und Team Stronach. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Kollege Schultes ist leider nicht da, aber ich möchte ihm etwas ausrichten: Wenn er zu Kollegin Gamon sagt – weil es hier einen Debattenbeitrag gegeben hat –, dass ihr Debattenbeitrag sozusagen entzückend ist, dann ist das despektierlich. Ich weise das zurück und ich bitte um eine Entschuldigung. (Beifall bei NEOS, Grünen und Team Stronach. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Entzückend kann sein Bauernbundball in Mistelbach sein, aber nicht ein Debattenbeitrag einer Kollegin. Das ist aufs Schärfste zurückzuweisen. (Beifall bei NEOS, SPÖ, Grünen und Team Stronach sowie der Abg. Karl. – Ruf bei der ÖVP: Unglaublich! – Abg. Rädler: Was haben Sie gegen Mistelbach? – Weitere Zwischenrufe.) – Mir ist nur Mistelbach eingefallen.
Beifall bei NEOS, SPÖ, Grünen und Team Stronach sowie der Abg. Karl. – Ruf bei der ÖVP: Unglaublich! – Abg. Rädler: Was haben Sie gegen Mistelbach? – Weitere Zwischenrufe.
Kollege Schultes ist leider nicht da, aber ich möchte ihm etwas ausrichten: Wenn er zu Kollegin Gamon sagt – weil es hier einen Debattenbeitrag gegeben hat –, dass ihr Debattenbeitrag sozusagen entzückend ist, dann ist das despektierlich. Ich weise das zurück und ich bitte um eine Entschuldigung. (Beifall bei NEOS, Grünen und Team Stronach. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Entzückend kann sein Bauernbundball in Mistelbach sein, aber nicht ein Debattenbeitrag einer Kollegin. Das ist aufs Schärfste zurückzuweisen. (Beifall bei NEOS, SPÖ, Grünen und Team Stronach sowie der Abg. Karl. – Ruf bei der ÖVP: Unglaublich! – Abg. Rädler: Was haben Sie gegen Mistelbach? – Weitere Zwischenrufe.) – Mir ist nur Mistelbach eingefallen.
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Rädler: Ist aber die Wahrheit!
Abgeordnete Ulrike Weigerstorfer (STRONACH): Frau Präsidentin! Sehr geehrtes Hohes Haus! Ich möchte noch kurz auf Herrn Kollegen Schellhorn eingehen. Ich muss Ihnen ein Kompliment aussprechen: Mutig! Mutig zum einen, derart für CETA zu werben, und mutig, sich hierher zu stellen und zu sagen, die Bevölkerung hat sich bemogeln lassen von Spar, „Kronen Zeitung“ et cetera. Das finde ich wirklich mutig, aber eigentlich nicht Ihrem Niveau entsprechend. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Rädler: Ist aber die Wahrheit!)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Glawischnig-Piesczek.
Die SPÖ-Mandatare im Europaparlament haben daraufhin richtig gehandelt und haben im Handelsausschuss gegen CETA gestimmt. Das wiederum stellt aber auch die Argumentation des Bundeskanzlers, der ja wieder gemeint hat, dass der Beipacktext durchaus die wichtigen Bedenken zur Seite räumt, meines Erachtens sehr in Frage. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Glawischnig-Piesczek.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Für ebenso bedenklich halte ich die Aussagen einiger Politiker. Während den CETA-Skeptikern Angstmache unterstellt wird, sind es mitunter die Befürworter, die diese Angst eigentlich sogar schüren. Als Beispiel: Der Salzburger Bürgermeister Schaden etwa richtet einen dringenden Appell an die Bevölkerung, dieses Volksbegehren nicht zu unterschreiben, und ÖVP-Europaparlamentarier Karas bezeichnet das Volksbegehren sogar als unverantwortlich. Direkte Demokratie ist nie unverantwortlich, und genau dorthin muss die Reise gehen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie der Abg. Glawischnig-Piesczek.
Ich glaube, die Antworten der Bevölkerung auf CETA, TTIP und TiSA sind ganz klar. Die einzige Frage, die hier noch im Raum steht, ist: Warum agieren österreichische Politiker oder Europaparlamentarier über den Willen der Bevölkerung hinweg? – Diese Frage, bitte, beantwortet sich jeder selbst. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie der Abg. Glawischnig-Piesczek.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Heinzl: Woah!
Ich bin dem ORF dankbar, dass er sich zunehmend auch dem Thema Ernährung widmet. Wer heute früh die Morgensendung von „Zeit im Bild“ gesehen hat, in der eine Haubenköchin zum Thema gesunde Ernährung, von Slow Food gesprochen hat, war erstaunt, denn auf die Frage, ob sich die Leute gesunde Ernährung leisten können, ob das nicht zu teuer wäre, hat sie gesagt: Nein, wir werden dazu gezwungen, denn wir zerstören gerade einen Planeten mit unserer raubtierkapitalistischen Einstellung! (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Heinzl: Woah!)
Beifall beim Team Stronach.
Ich verstehe, dass der Präsident nicht im Haus ist, weil er sonst nämlich anfangen müsste nachzudenken, was er hier von sich gibt und was er zu vertreten hätte. (Beifall beim Team Stronach.) Das sind die Probleme, die man in diesem Kontext diskutieren sollte.
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Pirklhuber und Julian Schmid.
Damit (die am Rednerpult lehnende Tafel umdrehend, wodurch eine Werbung für ein Butter-Ersatzprodukt sichtbar wird) möchte ich schließen. Das sind die Fakten. Die Konzerne werden uns natürlich Industriefood liefern. Das wird auch geschmacklich in Ordnung sein, aber sehen wir das auch einmal von der Seite der Gesundheit, sehen wir das aus dem Blickwinkel der echten Nachhaltigkeit, nicht vom missbrauchten Schlagwort Nachhaltigkeit, und sehen wir das bitte ganz besonders aus Sicht unserer nachfolgenden Generationen! Wir können hier das höchste Gut verspielen: die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Pirklhuber und Julian Schmid.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Gerhard Schmid.
Deshalb darf ich mich auch bei den Organisatoren, bei den Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern dieses Volksbegehrens herzlichst bedanken. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Gerhard Schmid.)
Beifall beim Team Stronach.
Das ist ja das Problem. Das heißt, was hier mit diesem Abkommen gemacht wird, ist nichts anderes, als dass man versucht, den europäischen Konsumenten diese minderwertigen, nur auf Profit ausgerichteten Lebensmittel unterzuschieben, und wenn es die Europäer nicht schlucken, dann werden sie verklagt. So kann man es auf eine einfache Formel bringen. Das ist der Hintergrund. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb: Ich halte viel von Freihandel, ich halte viel von Fortschritt, ich habe auch kein Problem damit, wenn wir billige Bohrmaschinen aus China um 20 € geliefert bekommen, die nach dem dritten Bohrloch bereits den Geist aufgeben. Damit habe ich kein Problem, da kommt niemand zu Schaden, aber wenn wir Lebensmittel auf den Tisch bekommen, wobei wir als Konsumenten gar nicht mehr entscheiden können, ob wir sie auf den Tisch bekommen wollen, die uns langfristig krank machen – und es gibt genug Studien, die das beweisen –, dann ist es ein Problem und dann bin ich fortschrittsfeindlich, denn in diesem Bereich brauchen wir keinen Fortschritt. (Beifall beim Team Stronach.) Wir brauchen ihn überall, bei allen anderen Dingen, wir brauchen ihn aber nicht bei den Lebensmitteln, sodass wir auf der einen Seite minderwertige Lebensmittel auf den Tisch bekommen, die nur jenen nützen, die sie produzieren, und auf der anderen Seite dadurch unsere Bauern umbringen und es uns letztlich in der Krisensituation nicht einmal möglich ist, uns selbst zu versorgen. Das ist das Problem.
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Gerhard Schmid.
Also denken Sie noch einmal darüber nach, informieren Sie sich, und Sie werden sehen, dass das eine Schnapsidee ist! – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Gerhard Schmid.)
Heiterkeit bei FPÖ und Team Stronach.
Abgeordneter Peter Wurm (fortsetzend): Er hat die Unwahrheit gesagt, er hat nicht gelogen. – Das zum Thema TTIP. (Heiterkeit bei FPÖ und Team Stronach.)
Sitzung Nr. 165
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Das ist das Problem, vor dem wir stehen, und die Politik schaut weg! Die Politik schaut weg, anstatt hinzuschauen und sich vor die Bevölkerung zu stellen, und zwar schützend vor die Bevölkerung zu stellen. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Deswegen, Herr Minister: Sie sind in Wirklichkeit der Totengräber jenes Sozialstaates, den Sie vorgeben erhalten zu wollen! Das ist genau das Problem dieser Regierung. Die SPÖ stellt sich immer hin und sagt: Wir wollen den Sozialstaat erhalten!, und gleichzeitig machen Sie eine Tür auf, wodurch genau dieser Sozialstaat umgebracht wird. – Das muss aufhören! Das erwartet sich die Bevölkerung, und das erwarte auch ich mir von einem ordentlichen Minister. – Danke. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Abgeordneter Peter Wurm (FPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Werte Zuseher hier im Saal und zu Hause! Heute muss ich einmal Frau Schwentner von den Grünen recht geben; das tue ich grundsätzlich selten. (Abg. Rädler: Grün-Blau ist im Anmarsch!) Natürlich müsste man als Freiheitlicher froh sein, wenn man sich aktuell, während der letzten Wochen, anschaut, wie Rot und Schwarz unsere Positionen und Forderungen in den Sonntagsreden übernehmen, aber es ist ein riesengroßer Marketing-Gag à la Kern und Kurz, ohne Substanz, nur den aktuell schlechten Umfrageergebnissen geschuldet. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Das heißt, ein Sozialsystem, das nachhaltig für die Bürger eines Landes da sein sollte, braucht auch einen Schutz, denn es ist nicht unendlich belastbar. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Sie alle können sich wahrscheinlich noch an den Slogan „Wir schaffen das“ vom August 2015 erinnern. Der damalige SPÖ-Bundeskanzler Faymann meinte, man könne die Leute nicht aussperren, der jetzige Vizekanzler sagte sogar, wir brauchen eine „Schubumkehr im Denken“, und Außenminister Kurz hat gesagt: Warum die Aufregung, der durchschnittliche Zuwanderer von heute ist gebildeter als der durchschnittliche Österreicher. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Das alles sind Aussagen, die auf ein kollektives Staatsversagen hindeuten. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Abschließend: Die Aktuelle Stunde ist punktgenau dem richtigen Thema gewidmet, denn die Zusammenhänge kann und darf man nicht leugnen. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach sowie der Abgeordneten Franz und Gerhard Schmid.
Überall heißt es, wir müssen sparen, wenn es aber um unser Sozialsystem geht, hat es den Anschein, als sei dieses ein Selbstbedienungsladen für Nichtösterreicher. Dieser Topf ist mehr als leer, meine sehr geehrten Damen und Herren. Das AMS wird immer mehr zum modernen Reisebüro für Einwanderer. Für uns alle hier müsste es selbstverständlich sein, dass für die Arbeits- und Sozialpolitik unsere Menschen in unserem Land an erster Stelle stehen und nicht andere. – Herzlichen Dank. (Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach sowie der Abgeordneten Franz und Gerhard Schmid.)
Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
Diese Schlussfolgerung ist logisch und liegt absolut auf der Hand. Was wir brauchen, sind geschlossene Grenzen. Geschlossene Grenzen heißt ja nicht, dass wir alles zumachen, rickeracke, und Abschottungspolitik betreiben, sondern dass wir genau kontrollieren, wer hereinkommt. (Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach sowie des Abg. Doppler.) Wir wissen, es kommen noch immer mehr als genügend Leute herein, die hier nichts verloren haben – gar nichts verloren haben.
Beifall beim Team Stronach.
In diesem Bereich findet doch einiges an Betrug statt, und man muss auch überlegen: Warum hat man die Kinderbeihilfe damals eingeführt, und was für einen Zweck hat sie gehabt? – Der Zweck war, dass man hier in Österreich die Familien stärkt, damit man sich Kinder wieder leisten kann, damit die Kaufkraft hier in Österreich wieder gestärkt wird, denn dieses Geld geht in die Wirtschaft und ein Teil kommt dann über Steuern wieder zurück. Das hat ja sehr wohl Sinn, und wenn ich das Geld ins Ausland schicke, dann ist es für immer verloren. Da muss man sich schon überlegen, ob man diese Kinderbeihilfe nicht überhaupt nur noch im Inland auszahlt, nämlich für Kinder, die hier in Österreich leben und wohnen. Das wäre meiner Ansicht nach der richtige Schritt. Vielleicht denken Sie einmal darüber nach, Herr Minister, das wäre der erste Punkt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich glaube, der österreichische Steuerzahler und die österreichische Steuerzahlerin erwarten, dass jetzt einmal diese Regierung handelt und dass diese Probleme gelöst werden, von denen wir schon über Jahre hier sprechen. Sie kennen meinen Vorschlag zu Wartecamps in Nordafrika. Das ist – Kollege Franz hat es vorhin schon angedeutet – ein Vorschlag, der seit über einem Jahr hier im Parlament liegt und der eine Lösung für dieses Problem wäre, denn wenn diese Menschen wüssten, dass sie nicht in Europa bleiben können, wenn sie hier illegal einreisen, nicht mit gutem Willen zu uns kommen, und auch wirklich wieder außer Landes gebracht werden, dann würden sich diese Flüchtlingsströme reduzieren, und zwar ganz massiv, und dann hätte man einen Riesenschritt gemacht. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und Grünen.
Ich war von der medialen Berichterstattung der UNESCO wirklich enttäuscht. Es wird gesagt (die Tafel mit dem Balkendiagramm umdrehend, wodurch das Foto eines unterernährten Kindes sichtbar wird): Hilfe, 1,4 Millionen Kindern in Afrika droht der Hungertod! – genau wir sind aber die Verursacher. Das ist an Falschheit nicht zu überbieten! Wir müssen uns längst dessen bewusst sein, welche Auswirkungen unser Tun und unser Handeln vor Ort für die regionale Zivilbevölkerung hat. Wir nehmen ihnen nicht nur die Heimat, wir nehmen ihnen – und das bestätigt der Konzernbericht 2015 – durch diese Zentralisierung in der industriellen Lebensmittelproduktion auch jede Überlebenschance dort. (Beifall bei Team Stronach und Grünen.) Ich denke, es ist berechtigt, dass diese Leute sich dann als Flüchtlinge auf den Weg machen und natürlich versuchen, dieses Europa zu erreichen.
Beifall beim Team Stronach.
Wir bitten um Unterstützung. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir vom Team Stronach sind ganz zuversichtlich, was die Jugend anbelangt. Ich bin auch ganz zuversichtlich, dass wir uns auf die Jugend verlassen können. Wir als Politik dürfen ihnen diese Zuversicht, diese Freude und diesen Mut nur nicht nehmen. (Beifall beim Team Stronach.) Das ist das Wesentliche, dass sich die Politik darauf beschränkt, die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen.
Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Tamandl.
Deshalb: Die Zukunft gilt der Jugend! (Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Tamandl.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ, NEOS und Team Stronach.
Abgeordnete Katharina Kucharowits (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Liebe Zuseherinnen und Zuseher hier im Haus oder vor den TV-Geräten! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich würde gerne an den Kollegen Strasser anschließen und mich nicht nur bei einer Organisation für ihre Arbeit bedanken, sondern bei etlichen ehrenamtlichen Jugendorganisationen, ob politisch oder nicht politisch, die einfach ungemein viel für Kinder und Jugendliche in ganz Österreich leisten. Das möchte ich vorausschicken. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ, NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid.
Deshalb richte ich mich heute auch mit der Bitte an die Kolleginnen und Kollegen von der Familienpartei – die sich ja ganz massiv dafür einsetzen, ein Bekenntnis abzulegen – sowie an alle anderen Kolleginnen und Kollegen, uns zu unterstützen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid.)
Beifall beim Team Stronach.
Frau Kollegin Lueger! Dieser Antrag hat sich nicht erledigt, sondern ist weiterhin offen! Das Kinderbetreuungsgeld wird für das jüngste Kind gewährt. Das stimmt schon. Es gibt Neuerungen beim Kindergeldkonto, Frau Ministerin. Nichtsdestotrotz, was die Mehrlingsgeburten und Zwillingsgeburten anbelangt, ist dieser Antrag nicht erledigt. Das muss ich ganz ehrlich sagen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Familien, mehr Familien gehören gefördert und unterstützt. Es ist nicht so, wie Frau Kollegin Lueger gesagt hat: Der Antrag hat sich erledigt. Dieser ist nach wie vor wichtiger denn je! – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Hafenecker.
Als gescheitert kann man auch die Europäische Migrationsagenda 2015 bezeichnen. Wir haben im Ausschuss mit den Vertretern des Europäischen Rechnungshofes darüber diskutiert, und auch dort wurde das bestätigt. Es gibt zwei Prüfberichte, die demnächst auch fertiggestellt werden. Die Europäische Migrationsagenda 2015 ist gescheitert. Leider gibt es dazu nichts Konkretes, das ist also ein Problem, mit dem wir sicher noch sehr lange zu tun haben werden. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Hafenecker.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Hafenecker.
wurde bis dato komplett ausgespart. Da gilt es anzusetzen, denn da liegt viel Geld, viel Kapital, das gehoben werden muss. Daran zu arbeiten sollten wir alle Interesse haben. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Hafenecker.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine Vorredner haben schon einige Themen angesprochen, die problematisch erscheinen. Vor allem der Bereich die Gehälter von Frauen betreffend ist nach wie vor ein schlechter. Darauf muss besonderes Augenmerk gelegt werden, und es bedarf vieler zusätzlicher Fördermaßnahmen und Begleitmaßnahmen für Frauen, vor allem in Bezug auf Unterbrechungen durch Kindererziehungszeiten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Beim nächsten Tagesordnungspunkt komme ich noch näher auf die Reform des Rechnungshofes zu sprechen. Die Frage ist: Wie kann der Rechnungshof entlastet werden? – Wir wissen ja, dass die finanziellen Mittel des Rechnungshofes sehr gering sind, ebenso die personellen Mittel. Die Kapazitätsgrenzen sind schon erreicht, die Kernaufgaben können kaum mehr erfüllt werden, und darum soll der Rechnungshof auch von Mehraufgaben entlastet werden. – Wie gesagt, dazu kommen wir auch beim nächsten Tagesordnungspunkt. In dem nun behandelten Bereich gäbe es aber, denke ich, auch eine Möglichkeit zur Entlastung des Rechnungshofes, und diese sollten wir auch in die Diskussion mit einfließen lassen, nämlich dass der Allgemeine Einkommensbericht nicht mehr unter die Pflichten des Rechnungshofes fällt und dieser somit mehr Kapazitäten für seine Kernaufgaben frei hat. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Matznetter: Bei welcher Partei warst du in der Zeit?
Abgeordneter Leopold Steinbichler (STRONACH): Herr Präsident! Geschätzte Frau Präsidentin! Kolleginnen und Kollegen! Zuseherinnen und Zuseher dort oben auf der Galerie und vor den Fernsehgeräten! Eigentlich möchte ich dort anschließen, wo mein Vorredner aufgehört hat. Dafür hat man sich wirklich zu schämen. Da diskutieren wir eines der wichtigsten Kapitel, nämlich den allgemeinen Einkommensbericht, und dann gibt es nichts als Schuldzuweisungen bis zurück ins letzte Jahrtausend. Es ist peinlich! Wir sollten uns überbieten mit guten Vorschlägen, wie wir es angehen, wie wir es besser machen, anstatt Schuldzuweisungen zu treffen, und jenen Bürgerinnen und Bürgern, die es verdient haben und sich hier ein Bild darüber, wie die Zukunft aussieht, machen möchten, Antworten geben. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Matznetter: Bei welcher Partei warst du in der Zeit?) – Mein lieber Kollege, deine hochgeistige Frage hat die Zeit beantwortet. Ich bin nicht mehr bei den Systemverteidigern, sondern ich habe das System gewechselt, weil ich gewusst habe, dieses System schadet den Bürgerinnen und Bürgern. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Peter Wurm.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Peter Wurm.
Abgeordneter Leopold Steinbichler (STRONACH): Herr Präsident! Geschätzte Frau Präsidentin! Kolleginnen und Kollegen! Zuseherinnen und Zuseher dort oben auf der Galerie und vor den Fernsehgeräten! Eigentlich möchte ich dort anschließen, wo mein Vorredner aufgehört hat. Dafür hat man sich wirklich zu schämen. Da diskutieren wir eines der wichtigsten Kapitel, nämlich den allgemeinen Einkommensbericht, und dann gibt es nichts als Schuldzuweisungen bis zurück ins letzte Jahrtausend. Es ist peinlich! Wir sollten uns überbieten mit guten Vorschlägen, wie wir es angehen, wie wir es besser machen, anstatt Schuldzuweisungen zu treffen, und jenen Bürgerinnen und Bürgern, die es verdient haben und sich hier ein Bild darüber, wie die Zukunft aussieht, machen möchten, Antworten geben. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Matznetter: Bei welcher Partei warst du in der Zeit?) – Mein lieber Kollege, deine hochgeistige Frage hat die Zeit beantwortet. Ich bin nicht mehr bei den Systemverteidigern, sondern ich habe das System gewechselt, weil ich gewusst habe, dieses System schadet den Bürgerinnen und Bürgern. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Peter Wurm.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich darf ein Beispiel bringen, wieder aus dem Konzernbericht 2017: Der Ketchup-Hersteller Heinz wurde vom Konzern Kraft Foods gekauft – minus 8 000 Arbeitsplätze in den nächsten zehn Monaten. Kolleginnen und Kollegen, wo war da die Gewerkschaft? Wo waren jene, die gesagt haben: Wir treten für diese 8 000 Leute ein!? – Das sind die Fakten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid.
Da gilt es anzusetzen, da kann man Ausgewogenheit schaffen, steuern, mitsteuern. Deshalb unser ganz klarer Ansatz, ganz besonders bei dieser Thematik: Globalisierung dient den Konzernen, Regionalisierung, Herr Kollege Rossmann – jetzt bin ich wieder bei dir –, dient dem Menschen. Deshalb gilt es, den Menschen in den Mittelpunkt all unserer Entscheidungen zu stellen! (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid.)
Beifall beim Team Stronach.
ser Stelle zu Beginn auch sehr herzlich bei der Frau Präsidentin und vor allem auch bei ihrem engagierten Team im Rechnungshof, bei den Prüferinnen und Prüfern, bei den Sektionschefinnen und Sektionschefs bedanken, die da eine sehr, sehr gute Arbeit leisten, eine sehr gute Arbeit für die österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, denn der Rechnungshof schaut auf das Geld der Steuerzahler und schaut eben, ob es effektiv, sinnvoll und wirtschaftlich eingesetzt wird. Dafür gibt es ein herzliches Dankeschön von meiner Seite. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Was ich nicht verstehen kann, und darüber haben wir auch schon sehr oft gesprochen, das ist der Bereich der Finanzen, wenn es nämlich darum geht, dem Rechnungshof mehr Mittel zur Verfügung zu stellen. Es handelt sich ja nicht um viel Geld, das wurde heute schon gesagt, und bedenken wir, wie viel Geld der Rechnungshof uns einzusparen hilft! Er würde gar nicht viel mehr Geld brauchen, aber es hapert eben immer bei den Finanzverhandlungen, wenn es ums Budget, um die entsprechenden Mittel für den Rechnungshof geht. Daher gilt an dieser Stelle auch mein Appell den Abgeordneten der Regierungsparteien, sich beim nächsten Budget wirklich dafür einzusetzen, dass der Rechnungshof, wie wir das auch mit der Frau Präsidentin besprochen haben, wirklich die finanzielle Ausstattung bekommt, die er tatsächlich braucht, denn, wie gesagt, der Rechnungshof schaut auf das Geld der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, und das ist gut und richtig und muss uns auch etwas wert sein. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Zum Schluss: ein herzliches Dankeschön an Sie und an Ihr Team für Ihre tolle Arbeit. Herzlichen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 167
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (STRONACH): Geschätzte Frau Präsident! Geschätzter Herr Minister! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Wir haben den Sozialberichten in der Vergangenheit zugestimmt, da die Einleitung unter Rudolf Hundstorfer noch objektiv war, es war eine sachliche Darstellung gegeben; aber das, was wir jetzt in der Einleitung haben, liest sich wie ein SPÖ-Parteiprogramm. Ich sage Ihnen ganz ehrlich: Wir sind nicht beim Erfinden neuer Steuern dabei, sei es eine Vermögensteuer, sei es eine Erbschaftssteuer oder seien es Steuern, die nur den Mittelstand aushöhlen und letztendlich in Zukunft überhaupt nicht mehr existent machen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Wöginger: Na geh! – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das steht ja eindeutig drinnen!
Meine geschätzten Damen und Herren, wenn die ÖVP diesem Bericht zustimmt, dann ist sie aus meiner Sicht auch jene Partei, die für diese neuen Steuern steht. Kollege Wöginger, da kannst du dich abputzen, wie du willst: Wenn du zustimmst, dann bist du ein Teil dieses Papiers und ein Teil derer, die für Erbschaftssteuer stehen, die für Vermögensteuer stehen. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Wöginger: Na geh! – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das steht ja eindeutig drinnen!)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Kirchgatterer: Sehr wohl!
Schauen wir uns das Möbelhaus Lutz an, meine geschätzten Damen und Herren: Bei dessen Steuersparmodell fallen in Österreich keine Steuern an, aber der kleine Tischler, der um seine Existenz kämpft, wird sehr wohl massiv besteuert. Ich würde mir wünschen, dass die Sozialdemokraten endlich einmal gegen dieses System auftreten. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Kirchgatterer: Sehr wohl!)
Beifall beim Team Stronach.
Österreich mit seinen neun Bundesländern und neun Systemen hat keine Qualitätsstandards, die wirklich auf hohem Niveau sind. Wir sind neben Deutschland im europäischen Vergleich das einzige Land, in dem es von oben her keine Qualitätsvorschriften gibt. Da wäre es doch höchst an der Zeit, einmal zu schauen, dass wir für Qualität in den Kindergärten sorgen, bevor wir sagen: zwei Jahre verpflichtender Kindergartenbesuch für die Kinder. Ich sage Ihnen: Ich möchte sowieso nichts Verpflichtendes, die Eltern müssen selbst entscheiden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich sage Ihnen: Wir fordern bundesweit einheitliche Qualitätsstandards, was die Kindergartenbetreuung betrifft, und der Bund müsste sehr rasch schauen, dass es wirklich gelingt, dass dieser Kindergarten der erste Baustein für Integration ist. Wenn wir es hier verabsäumen, Sprachkompetenz zu vermitteln, dann sind das die Arbeitslosen der Zukunft. Das ist ein Weg, den wir nicht gehen wollen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das ist nicht der Weg, auf dem man Ungerechtigkeiten ausgleicht, sondern das ist der Weg, auf dem man Ungerechtigkeiten fortschreibt, berechtigte Forderungen ablehnt. Das ist, glaube ich, das Problem, das Kollege Öllinger gerade ansprechen wollte: In den Ausschüssen werden unsere Anträge mit Vorschlägen vertagt, selbstverständlich, und auch die Zeit ist viel zu kurz bemessen. Zusätzliche Unterausschüsse und Expertenrunden wären wichtig. Deshalb gab es damals diese Forderung nach öffentlichen Ausschüssen, damit der Druck auf die Regierungsparteien erhöht wird, auch etwas umzusetzen. Gestern hat jemand gesagt, wir wissen ja nicht, wer nach der nächsten Wahl in Opposition ist. Deshalb, glaube ich, muss man das viel offensiver, viel zukunftsträchtiger diskutieren. Ich denke, das ist das ganz Wesentliche. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Kolleginnen und Kollegen, schauen Sie sich dieses Bild an! Da wird der Konsument veräppelt! Es wird immer gesagt, der Konsument hat es in der Hand. Nein, der Konsument wird perfekt getäuscht! Das sind zwei Verpackungen, und da müsst ihr mir sagen, wie der Konsument beim Einkaufen, der unter Zeitdruck ins Kühlregal greift, da einen Unterschied erkennen soll: einmal Naturbutter und einmal Regenwaldbutter. Ich habe diese Thematik auch gestern wieder in der Debatte zum Rechnungshofbericht angesprochen. Dieser Diebstahl der Rohstoffe erzeugt nicht nur Flüchtlingsströme – wir wissen, 80 Prozent der Asylanten sind Klima- und Wirtschaftsflüchtlinge –, sondern erzeugt und erhöht bei uns den Druck im Hinblick auf die regionale Produktion von Lebensmitteln. Wir haben längst keine Ernährungssouveränität mehr! Wir wollen keine Zweiklassenmedizin, wir wollen aber auch keine Zweiklassenernährung! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Eine Zweiklassenernährung, die dann so ausschaut: für jene, die es sich leisten können, die Superhyperqualität und für die anderen, die es sich nicht leisten können – und davon haben wir genug; da muss man sich nur den Sozialbericht genau vor Augen führen –, das billige Substitut, ein magenfüllendes Menü, das aber mit Gesundheit, mit Zukunft nichts zu tun hat. Frau Kollegin Aubauer hat es richtig gesagt, die Leute wollen älter werden, die Leute sollen aber im Alter auch fitter und gesünder bleiben, damit sie von diesen Jahren auch etwas haben und nicht zur Melkkuh für die Pharmariesen werden. Das bitten wir zu berücksichtigen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach, FPÖ und NEOS.
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (STRONACH): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Pensionen sind ein Dauerthema. Das ist auch berechtigt, denn mittlerweile stecken wir jeden vierten Euro des Budgets ins Pensionssystem, jeden siebenten Euro wenden wir für Beamtenpensionen auf. Wenn wir uns die demografische Entwicklung anschauen, dann sehen wir, das ist ein Thema, das wir ernsthaft diskutieren müssen. Wir haben in den letzten Jahren sehr, sehr oft über sogenannte Luxuspensionen gesprochen. Immer wieder haben wir von den Regierungsparteien gehört: Na, die wollen wir abschaffen, die haben keine Berechtigung! – Aber ich sage Ihnen ganz ehrlich: Die Worte hör’ ich wohl, allein mir fehlt der Glaube. (Beifall bei Team Stronach, FPÖ und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid
Meine geschätzten Damen und Herren, wir wollen keine Parallelsysteme, in denen irgendwelche Privilegien gepflanzt werden, die sich gut entwickeln. Deshalb wollen wir auch, dass die EU-Beamten, unsere Beamten, die unsere Interessen in Brüssel vertreten sollten, die Pension nach der ASVG-Grundlage berechnet bekommen (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid), das heißt, dass sie in Österreich versichert wären und nicht in Brüssel einen Topf haben, der wieder explodiert, der wieder nicht kontrollierbar ist und mit dem wieder Parallelprivilegien aufgebaut werden.
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ein System für alle, jeden Österreicher gleich behandeln – das ist unser Weg. Schließen Sie sich diesem Weg an! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Diese Luxus- und Mehrfachpensionssysteme gehören geändert, gehören abgeschafft. Richtig und notwendig wäre es daher auch, das wurde von Frau Kollegin Dietrich bereits angesprochen, dass diese Personen in nur ein Pensionssystem einzahlen, und das kann nur das Pensionssystem des eigenen Landes sein, zum Beispiel in Österreich in das ASVG-System. Nur auf diese Art und Weise können wir diese Doppelpensionen und Privilegien beseitigen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker.
Ich weiß schon, wir seitens der Politik können die Löhne nicht gestalten, nämlich in der Form, dass wir sagen, wir wollen den Facharbeitern mehr geben – denn das ist ein internationaler Wettbewerb, die Betriebe müssen international bestehen können –, was wir aber tun können, ist, die Lohnnebenkosten zu senken, damit der Arbeiter mehr Netto vom Brutto hat. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker.
Kollege Muchitsch fragt: Ja wo, ja wo? – Kollege Muchitsch ist ein Vertreter der Regierungsparteien, jener Fraktionen, die die letzten Jahrzehnte gestaltet und die dieses bürokratische Monster in Österreich aufgebaut haben. (Abg. Weninger: Lohnnebenkosten!) Wir brauchen endlich einen schlanken Staat, wir müssen in der Verwaltung sparen, wir müssen es den Unternehmen erleichtern, wieder Lehrlinge auszubilden. Wir müssen Österreich wieder flottmachen, die Verwaltung auf das Notwendigste reduzieren und dafür sorgen, dass dem Einzelnen – aufgrund dessen, dass er weniger Belastung hat – mehr Netto vom Brutto übrig bleibt. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker.)
Beifall beim Team Stronach.
Das ist der Weg, dafür stehen wir, und aus diesem Grunde wollen wir auch alles dafür tun, dass Lehrberufe wieder attraktiv werden. Wir wollen Rahmenbedingungen schaffen, die für junge Menschen, aber auch für die Unternehmer passen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Karriere mit Lehre ist ein Bildungsweg mit Zukunft. Fördern wir diesen Bildungsweg! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Man kommt ja nach Österreich nicht nur als Tourist oder weil es bei uns so schön ist, sondern man kommt als Migrant vorwiegend zu uns, weil das Sozialsystem so gut ausgestattet ist und speziell für Fremde unglaublich viele Leistungen bietet, wobei es nicht okay ist, dass diese jemandem gegeben werden, der nie etwas in das System einzahlen wird (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Doppler) und der noch nie etwas ins System eingezahlt hat. Das ist einfach nicht fair den Österreichern gegenüber! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
Das heißt, wir dürfen in der Debatte um Mindestsicherung, Zuwanderung und Migration durchaus ungleiche Maßstäbe anlegen, denn man kann nicht Ungleiches gleichmachen. Denken Sie an Prokrustes: Es endet immer schlecht! – Danke schön. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach sowie des Abg. Doppler.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie des Abg. Doppler.
Aber ich sage Ihnen auch: Das, was in Wien passiert ist, ist absolut unverständlich! Es ist aus meiner Sicht durch nichts zu entschuldigen, dass die zuständige, verantwortliche Stadträtin Sonja Wehsely sich, gelinde gesagt, aus dem Staub macht und die Beamtin, die auf Weisung gehandelt hat, wie man hört, wie es ja Aussagen gibt, den Kopf hinhalten muss. Dass man als politisch Verantwortliche nicht den Mut hat, nicht die Courage besitzt, sich hinzustellen und für diese Missstände einzustehen, das ist durch nichts und niemanden zu entschuldigen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie des Abg. Doppler.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
Ich sage Ihnen ganz ehrlich, wir werden auf dem Thema draufbleiben. Mindestsicherung darf kein Selbstbedienungsladen sein – nur nach strengen Kriterien, Kriterien, die Integration bedeuten, damit am Ende des Tages eine positive Leistung für die Volkswirtschaft herauskommt. Wer dazu nicht bereit ist, für den muss Österreich das falsche Land sein. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
wig: Ist ja ein Wahnsinn!), was man hier den österreichischen Steuerzahlern aufbürdet. Man nimmt das den österreichischen Steuerzahlern weg. Das ist eine Umverteilung vom österreichischen Steuerzahler hin zu irgendwelchen Menschen, irgendwelchen Einwanderern, die gerne hierher ins Sozialsystem einwandern, aber keinen Beitrag leisten! (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wenn dann etwas passiert, dann bist genau du der Erste, der sich aufregt und sagt: Das ist ein Wahnsinn, das hätte sich vermeiden lassen! – Deshalb ist eine generelle Öffnung der Forststraßen sehr problematisch. – Herzlichen Dank. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der ÖVP.
nen etwas vereinbaren, die Garantie dafür sein, dass wir nicht wieder neue Bürokratie aufbauen müssen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Sitzung Nr. 169
Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Meine Damen und Herren! Ich darf meine Ausführungen mit den Worten schließen: Ich glaube, damit ist ausgeleuchtet, dass es ein sehr breites Themenspektrum gibt, das es zu bearbeiten gilt. Ich freue mich, dass wir in der Regierung eine neue, kompetente Kollegin haben, und wünsche ihr alles Gute und viel Erfolgt und freue mich auf die Zusammenarbeit. (Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, NEOS und Team Stronach.
Wie Sie alle wissen, habe ich als Sektionsleiterin sehr intensiv mit Sabine Oberhauser – und ich sage das bewusst so – zusammenarbeiten dürfen. Es waren wirklich sehr fruchtbare Gespräche, eine sehr fruchtbare Kooperation, die wir hatten, eine sehr enge und auch sehr freundschaftliche Beziehung, und es ist für mich sonnenklar, dass ich auf dem Gebiet, auf dem ich mit ihr zusammengearbeitet habe, nämlich im Bereich der Gesundheitspolitik, viele der gemeinsam ausgedachten, andiskutierten und bereits auf den Weg gebrachten Projekte auf jeden Fall weiterführen und zur Umsetzung bringen werde. Dafür werde ich mich starkmachen. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, NEOS und Team Stronach sowie des Abg. Strache.
Frauenpolitik ist Gleichstellungspolitik, sie ist aber auch Gesellschaftspolitik. Gesellschaftspolitik ist sie deswegen, weil es, wenn es den Frauen in diesem Land besser geht, auch der Gesellschaft besser geht und wir alle davon profitieren. In diesem Sinne muss es unser gemeinsames Anliegen und Bestreben sein – nicht nur jenes der Bundesregierung, sondern von uns allen –, die Anliegen der Frauen heute und in Zukunft durchzusetzen. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, NEOS und Team Stronach sowie des Abg. Strache.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Sehr geschätzte Frau Bundesministerin Dr. Pamela Rendi-Wagner! Hohes Haus! Lassen Sie mich am Beginn noch ein Wort zur allzu früh verstorbenen Bundesministerin Dr. Sabine Oberhauser sagen: Dr. Sabine Oberhauser war eine herausragende menschliche Persönlichkeit, das hat ja auch meine Vorrednerin Klubobfrau Glawischnig zum Ausdruck gebracht. Wir werden sie hier sehr vermissen. Innerhalb der Bundesregierung gibt es ja hin und wieder auch schwierige Fragen zu lösen. Sie war eine, die es immer geschafft hat, Brücken zu bauen. Daher sage ich von unserer Seite und im Namen meiner Fraktion: Wir sind ihr sehr, sehr dankbar für alles, das sie gemacht hat, das weit über die Gesundheits- und Frauenpolitik hinausgegangen ist. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Zu all diesen Dingen würde ich gerne etwas von Ihnen hören, habe ich heute aber nichts gehört. Nichtsdestotrotz: Sie stehen vor einem großen Berg, es gibt gewaltige Herausforderungen. Unser Gesundheitssystem könnte noch viel, viel besser sein, als es ist. Da ist einiges zu tun, und wir werden an Ihrer Seite stehen, wenn Sie bereit sind, in diesem Land tatsächlich etwas zu bewegen, denn die Aufgaben sind groß. Ich hoffe, da ich ja selbst einmal ein Gesundheitssystem brauchen werde, das funktioniert, dass Sie erfolgreich sein werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach
Die eine wäre, den Menschen in der Gesundheitspolitik in den Mittelpunkt zu stellen (Beifall beim Team Stronach) – jeder, der krank ist, weiß, wie sensibel dieses Thema ist – und den Patienten nicht zur Nummer zu machen. Hier stehen einige Dinge im Moment vor einer Weichenstellung; ich denke zum Beispiel an die Hausärzte im ländlichen Bereich. Also hier bitte den Fokus auf den Menschen beizubehalten.
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Riemer.
Sie sind heute schon mehrmals als Gesundheitsministerin angesprochen worden, Sie sind mehrmals auch als Frauenministerin angesprochen worden. Ich muss Ihnen aber ehrlich sagen, ich habe in Ihrer Rede vermisst, dass Sie es wenigstens in einem Nebensatz ansprechen, denn Sie sind auch jemand, der für ein Thema verantwortlich ist, das sehr, sehr vielen Menschen wichtig ist – es ist, ich weiß es, nicht das Hauptthema, aber es ist auch ein wichtiges Thema –: Sie sind auch Tierschutzverantwortliche. Und dazu hätte ich mir, ehrlich gesagt, wenigstens einen kleinen Nebensatz von Ihnen erhofft, beziehungsweise hätte ich auch von meinen Vorrednern durchaus gerne das eine oder andere Wort dazu gehört. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Riemer.)
Beifall beim Team Stronach.
Abschließend darf ich Ihnen, Frau Ministerin, noch einmal alles, alles Gute wünschen – Ihnen als Gesundheitsministerin, als Frauenministerin, aber auch als Tierschutzverantwortliche. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich möchte noch kurz beim Thema Gewalt an Frauen einhaken, weil Sie hier nicht betrachtet haben oder nicht davon gesprochen haben, wie es mit der Gewalt, die durch die Flüchtlingswelle, durch die Flüchtlingslawine, durch die Flüchtlingsströme nach Europa und nach Österreich importiert wird, aussieht. Frau Ministerin, das ist ein großes Problem! Und wenn Sie sich letzte Woche im Zuge des Trubels um Ihre Angelobung vielleicht auch die Kriminalstatistik oder die Berichte dazu angesehen haben, dann wissen Sie, dass das ein Zeichen dafür ist, dass großer Handlungsbedarf besteht. Die Kriminalitätsrate steigt, die sexuellen Übergriffe, die Gewaltdelikte schnellen nach oben, die Frauen trauen sich nicht mehr, am Abend aus dem Haus zu gehen, allein unterwegs zu sein. Das brauchen wir im Jahr 2017 nicht, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Sie haben angesprochen – und ich hoffe, das bezieht sich auch auf die Frauenpolitik und nicht nur auf die Gesundheitspolitik –, dass der Mensch im Mittelpunkt stehen soll. Ich hoffe, dass Sie das auch für Ihre gesamte politische Tätigkeit so sehen und die Ideologie zurückdrängen, sodass wirklich das im Mittelpunkt steht, was die Frauen wollen, was die Österreicherinnen und Österreicher wollen, denn wir sind schließlich hier, um für die Bürgerinnen und Bürger zu arbeiten und das für sie Beste zu machen – und nicht, um irgendeine Ideologie oder Parteipolitik zu vertreten. Sie sind Mitglied der SPÖ geworden, das haben Sie auch groß zelebriert und das sei Ihnen unbenommen, aber ich hoffe natürlich, dass Sie für die Österreicherinnen und Österreicher Ihr Bestes geben. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Jeder, der sich da etwas zuschulden kommen lassen hat, jeder, der die Republik geschädigt hat, jeder, der korrupt gehandelt hat, jeder, der Schmiergeldzahlungen angenommen hat, jeder, der zum Schaden der österreichischen Steuerzahler tätig gewesen ist, hat zur Rechenschaft gezogen zu werden. Das ist der entscheidende Punkt, und das gehört auch zur Qualität der Sauberkeit, wenn man das ernst meint. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Schlusssatz: Ja, Aufklärung auf allen Ebenen – dem wird sich niemand verweigern können! Dafür hat in diesem Fall die Minderheit Sorge getragen, und das ist gut so. Manchmal muss man sich zusammenraufen, damit etwas Gutes herauskommt. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (fortsetzend): Das heißt, wir haben viel aufzuklären in diesem Land. Jetzt gibt es diesen Untersuchungsausschuss – man hat leider nicht vorher darüber gesprochen, weil Herr Pilz einfach über alle drübergefahren ist. Es soll so sein, und wir werden natürlich mitarbeiten. Wir werden natürlich unseren Beitrag leisten, um für Aufklärung zu sorgen, wobei ich natürlich überzeugt davon bin, dass aufgrund der Entschlagungsmöglichkeiten, die Sie geschaffen haben, indem Sie den Untersuchungsausschuss zeitgleich mit den Untersuchungen des Staatsanwaltes machen, nicht viel herauskommen wird. Aber seis drum: Wir werden unser Bestes tun, um in dieser Sache Aufklärung zu leisten. Danach aber sollten wir uns endlich um die Flüchtlingskatastrophe kümmern, denn die ist bewusst politisch herbeigeführt worden. Hier sollten wir auf jeden Fall die politische Verantwortung aufklären! Das wäre wichtig. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach, FPÖ und Grünen.
Wenn wir bei einem Flugwettbewerb mitmachen, müssen wir uns ja die Eurofighter ausborgen, denn mit den eigenen können wir nicht mitmachen, die haben ja nicht einmal Nachtsichtgeräte. Die sind ja nur für den Tag und in erster Linie zum Anschauen und nicht zum Fliegen gedacht. Also so eine Melkmaschine könnte man nicht dem dümmsten Bauern im hintersten Bergtal verkaufen, weil er sagt, die muss zumindest Kühe melken können. (Abg. Strache: Vielleicht sind sie ja mit einem Fotoapparat ausgestattet!) Und wenn ich mir ansehe, was damals passiert ist, dann ist dieser Ausschuss dringend notwendig. Er ist natürlich völlig unpolitisch und sachlich zu behandeln, aber diese Vorgänge müssen restlos aufgeklärt werden. (Beifall bei Team Stronach, FPÖ und Grünen.)
Beifall bei Team Stronach, FPÖ und Grünen.
Der Schaden muss abgegolten werden. Jeder Euro an Steuergeld, der hierfür geflossen ist, muss wieder zu den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern in unsere Staatskasse zurückkommen. Und dann – davon bin ich überzeugt – haben die Bürgerinnen und Bürger auch wieder mehr Vertrauen in diese Politik. – Danke. (Beifall bei Team Stronach, FPÖ und Grünen.)
Beifall beim Team Stronach.
Worum geht es denn schlussendlich wirklich? – Es geht darum, dass man im schlimmsten Fall bald Neuwahlen haben wird. Und die Zeche dafür darf dann wieder der Steuerzahler bezahlen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Brosz.) – Ich werde Sie daran erinnern, wenn wir in ein paar Monaten wieder hier stehen, weil es durch den Untersuchungsausschuss bedingt einen Antrag auf Neuwahlen gibt. Dann werde ich Sie darauf aufmerksam machen, wo die Regierungsparteien, die Grünen und die FPÖ Fehler gemacht haben. Und nachher werden wir noch einmal darüber reden, und der Steuerzahler beziehungsweise Wähler wird dann entscheiden. Ich glaube, der wird dann richtig entscheiden und dementsprechend steuerschonend fürs Team Stronach stimmen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 170
Beifall beim Team Stronach.
Genau das machen Sie aber, Herr Minister, und deshalb wäre es wirklich angebracht, dass Sie aufstehen, sich erklären und vor allem uns erklären, warum Sie ein starkes Parlament nicht wollen, wo wir dann nicht nur einmal im Jahr, sondern zweimal im Jahr darüber reden, was Sie Politik nennen. Ich nenne es: einfach nur geradeaus weiter, durchtauchen und keine substanziellen Veränderungen. (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 171
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (STRONACH): Ich finde es total interessant und erfrischend, dass die Grünen heute hier über leistbares Wohnen sprechen. Ich habe mich wirklich gefragt, warum die Grünen das aufs Tapet bringen, und ich habe die Antwort gefunden: deshalb, weil die Grünen ja ausgewiesene Experten für billiges Wohnen sind. (Heiterkeit des Abg. Peter Wurm.) Sie haben einen in Ihren Reihen – er hat jetzt leider den Saal verlassen –, der das in der Vergangenheit bewiesen hat. Er beweist seit 40 Jahren, dass er Experte für billiges Wohnen ist, indem er um 144 € komfortabel und für ihn sicher leistbar wohnt! (Beifall beim Team Stronach.) Ich rede von Herrn Peter Pilz, und den sollten wir einmal fragen, warum die Grünen dieses Thema heute aufs Tapet bringen und warum sie der Bevölkerung nicht erklären, wie das geht, dass man als Abgeordneter um 144 € Miete wohnen kann.
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Auf der anderen Seite aber sind die Grünen auch Verursacher genau dieser Probleme, über die wir heute hier sprechen. Das wäre ungefähr so, als würden die Grünen am Abend bei einem Supermarkt die Schlösser ausbauen und sich am nächsten Tag ganz erbost vor die Presse stellen und sagen: Da ist etwas weggekommen, da hat jemand etwas gestohlen! Genau das machen Sie, denn mit Ihrer Politik des Zuzugs, mit Ihrer Politik der Einwanderung erzeugen Sie die Probleme, über die wir hier sprechen. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Wer das nicht glaubt – vielleicht sogar auch die Menschen draußen vor den Bildschirmen oder hier auf der Galerie –, der soll jetzt einmal ganz schnell einen Taschenrechner zur Hand nehmen. Ich stelle jetzt eine Rechenaufgabe: In Wien fehlen 40 000 Wohnungen (Abg. Neubauer: Die baut der Hundstorfer!), 10 000 pro Jahr werden neu gebaut, und mithilfe der Grünen und der Linken kommen jedes Jahr 100 000 Zuwanderer dazu. – Wie soll sich das ausgehen? Wie kann sich das ausgehen, ohne dass die Wohnungen immer teurer werden? (Zwischenruf des Abg. Brosz.) – Eben nicht! Das Problem, das wir haben, ist, dass die Wohnungen selbstverständlich deshalb teurer werden, weil es einfach zu wenig Wohnungen gibt. Reden Sie einmal mit jemandem, der eine Wohnung in Wien braucht! (Abg. Pirklhuber: Hast du schon einmal etwas vom Leerstand gehört in Wien? Das ist ja nicht wenig!) – Der Leerstand in Wien, aha, der Leerstand! Wie hoch ist denn der Leerstand? Sagen Sie uns das einmal! Wissen Sie das überhaupt? 10 000 Wohnungen sind es, die in Wien leer stehen. Es gibt eine aktuelle Studie dazu. Was wollen Sie denn mit 10 000 Wohnungen erreichen, wenn sie 100 000 Flüchtlinge ins Land holen? (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der fpö
Schauen Sie einmal in den Umlandbezirken, zum Beispiel im 23. Bezirk! Wissen Sie, was Sie dort für ein Grundstück zahlen? (Zwischenruf bei den Grünen.) Dort zahlen Sie bis zu 1 000 € – ich rede nicht vom 1. Bezirk, ich rede vom 23. Bezirk, ich rede vom 10. Bezirk, von den Bezirken ein bisschen weiter außerhalb –, 1 000 € pro Quadratmeter zahlen Sie dort mittlerweile! Und wissen Sie, warum das so ist? – Weil alle nach Wien wollen! Weil auch Sie und vor allem die Roten in Wien einen Sog erzeugen für alle, die nach Wien kommen wollen, die sich ein besseres Leben ermöglichen wollen. Deshalb gibt es in Wien auch die meisten Sozialhilfeempfänger (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der fpö), alle wollen nach Wien. Das erzeugt auch Druck auf die Mieten, und deshalb steigen die Mieten; wir haben es gerade gehört: um 70 Prozent in den letzten Jahren. Das ist das Problem. Deshalb verarmen die Österreicher, aufgrund Ihrer Politik. – Das muss man einmal offen aussprechen!
Beifall beim Team Stronach.
Überdenken Sie Ihre Flüchtlingspolitik, dann – Sie werden sehen – wird es auch besser im Wohnungsbereich! – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abgeordneten Peter Wurm.
Ein Wort sei auch zu den Maklerprovisionen erlaubt: Makler ist ein offizieller Beruf, und jedem Wohnungseigentümer und jedem Wohnungsuchenden ist es freigestellt, sich eines Maklers zu bedienen; er kann sich mit dem Makler eine Provision aushandeln. Es ist aber unglaubwürdig, wenn man in diesem Zusammenhang über leerstehende Wohnungen diskutiert, denn genau diesem Problem wirken die Makler entgegen, weil sie im Auftrag des Haus- oder des Wohnungsbesitzers darauf schauen, dass die Wohnungen möglichst schnell vermietet werden. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abgeordneten Peter Wurm.)
Beifall beim Team Stronach.
Vielleicht ist das auch ein Grund dafür, dass wir solche Schwierigkeiten auf dem Wohnungsmarkt haben: weil da nicht zielorientiert gearbeitet wird, sondern im gegenseitigen Interesse, also Klientelpolitik betrieben wird. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Worum geht es nun also? – Wir haben hier den Vorschlag, die Regel anzuwenden: one in, one out. Das heißt, wenn ein neues Gesetz kommt, wird ein altes herausgenommen. Meine Damen und Herren, vielleicht machen wir es uns ein bisschen einfacher: Erstens einmal muss man lesbare Gesetze machen. Das wäre vielleicht gescheiter. Und: Wir sollten nicht für jedes unsinnige Gesetz ein neues machen, sondern vielleicht den einen oder anderen Mist, der in unseren Gesetzbüchern steht, wirklich auf den Misthaufen bringen. Das wäre eine Vorgangsweise, die meiner Ansicht nach richtig wäre. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich habe das schon im Ausschuss gesagt: Meiner Ansicht nach ist diese Vorgangsweise absolut abzulehnen. Auch wenn da ein paar brauchbare Punkte drinnen wären, können wir unter diesen Bedingungen diesem Gesetzesvorschlag leider nicht zustimmen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich möchte in aller Klarheit sagen: Hier geht es um Steuergeld, hier geht es um hart verdientes Steuergeld, und die Bundesregierung hat die höchste Verpflichtung, mit diesem Steuergeld sorgsamst umzugehen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strache.
Eines lasse ich aber nicht gelten, dass diejenigen, die die Verantwortung hatten, sagen: Na, jetzt sind wir alle schuld. Das ist so lässig, nicht?! Da gibt es einen Baumeister, dem das Haus zusammenfällt. Der rennt davon und sagt: Ich kann nichts dafür, da sind alle schuld. Wir haben 3 000 Baumeister, weil wir heute schon von den Baumeistern geredet haben. Das nehme ich nicht zur Kenntnis, deshalb müssen die Verantwortlichen in diesem Untersuchungsausschuss ganz klar herausgearbeitet werden. Das ist das Ziel dieses Ausschusses, und da muss zusammengearbeitet werden. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strache.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn ich das Buch von Herrn Schabhüttl lese, dann weiß ich um diese Zustände, und ich habe hier im Parlament schon mehrfach darauf aufmerksam gemacht. Wir vom Team Stronach waren in Traiskirchen, wir haben uns damals, im Jahr 2015, die Situation vor Ort angeschaut, und wir haben hier herinnen diese Probleme aufgezeigt und auf diesen Missbrauch von Steuergeldern aufmerksam gemacht. Das ist ein Thema, wo meiner Ansicht nach dringend untersucht werden müsste, das wäre das Thema für einen wirklichen Skandal-Untersuchungsausschuss, denn da wird Steuergeld in Höhen verbraten, wo uns schwindlig wird, meine Damen und Herren – dagegen sind die Skandale betreffend AKH, Zwentendorf und die Eurofighter ein Schmarrn. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.
Abgeordneter Walter Rauch (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Vorerst möchte ich ganz besonders die FPÖ der Stadt Graz begrüßen. Recht herzlich willkommen hier im Hohen Haus! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.) Gleichzeitig möchte ich unserer FPÖ-Mannschaft der Stadt Graz zur Regierungsbeteiligung und auch zum Vizebürgermeister gratulieren. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.
Abgeordneter Walter Rauch (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Vorerst möchte ich ganz besonders die FPÖ der Stadt Graz begrüßen. Recht herzlich willkommen hier im Hohen Haus! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.) Gleichzeitig möchte ich unserer FPÖ-Mannschaft der Stadt Graz zur Regierungsbeteiligung und auch zum Vizebürgermeister gratulieren. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Was soll das Ganze, dass wir darüber diskutieren, wen wir mehr belasten, wem wir noch zusätzlich Geld wegnehmen oder von wem wir zusätzliche Steuern einheben? Wir müssen das Problem unbedingt an der Wurzel bekämpfen und diese sinnlosen, spekulativen Transporte aus dem Verkehr ziehen. Das ist das Thema. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb: Konsequent handeln, die Probleme an der Wurzel bekämpfen und sinnlose Transporte einschränken! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach sowie des Abg. Gerhard Schmid.
Aber ich muss in diesem Zusammenhang schon feststellen, dass die durchschnittliche Verfahrensdauer zu lang ist, Herr Minister, das steht außer Frage – bei Großprojekten viel zu lang, Frau Kollegin Brunner! Durch die lange Verfahrensdauer leidet Österreich enorm im internationalen Wettbewerb. Durch diese oft sehr langen Verfahren gehen auch sehr viele Arbeitsplätze verloren, weil Projekte – große Bauprojekte – nur zum Teil oder überhaupt nicht umgesetzt werden. Deshalb ist es wichtig und richtig, dass diese Verfahren beschleunigt werden. Ich schließe mich den Worten von Herrn Minister Rupprechter an, wenn er sagt: Diese Maßnahmen sind natürlich auch für die Stärkung des ländlichen Raumes wichtig. – Danke schön. (Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach sowie des Abg. Gerhard Schmid.)
Beifall beim Team Stronach.
Ein Wort noch zum Entschließungsantrag der Kollegin Brunner. Wir haben jetzt kurz diskutiert, wir sind ein bisschen zwiegespalten, gebe ich auch ehrlich zu, aber wir werden diesen Antrag mittragen, wobei wir grundsätzlich sehr gegen zusätzliche Bürokratisierung sind. Aber wir nehmen es positiv und sagen, das wäre vielleicht ein guter Ansatz, einen Impuls zu geben, um von Chemiekeulen auf sehr gut funktionierende alternative Produkte umzusteigen. Deswegen werden wir das diesmal auch mittragen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der SPÖ.
Nochmals ein herzliches Dankeschön an alle Abgeordneten und Fraktionen, die hier mitgestimmt haben. Es ist das ein schönes Beispiel dafür, dass man doch ab und zu etwas gemeinsam schaffen kann. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Niemand in diesem Haus spricht von Ernährungssouveränität, obwohl wir von den Zielen im Zusammenhang mit der EU-Politik reden. Das ist ja großartig, das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Die Europäische Union ist der zweitgrößte Palmölimporteur, der Zerstörer der heimischen Landwirtschaft. Ja, Herr Präsident Schultes, so ist es, beschäftige dich ein bisschen damit, damit es dir nicht so geht wie dem oberösterreichischen Agrarlandesrat Hiegelsberger, der gesagt hat, das sei ein ganz wichtiges Fett, ohne das wir Hungersnot hätten. Er ist auch derjenige, der sagt, wir brauchen Biogasanlagen zur Verwertung der Überschussflächen. – Das ist also ärger als der Ganslernhangslalom in Kitzbühel. Ihr müsst einmal wissen, was da wirklich fachlich verbrochen wird: Wir gefährden damit die Zukunft unserer Kinder, Enkelkinder und – ganz wesentlich – die Versorgung der Bevölkerung mit gesunden, regionalen, saisonalen Lebensmitteln. Das ist erschütternd! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Pirklhuber.
Diese Rettung des ländlichen Raumes will ich nicht! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Pirklhuber.) Da muss ich dir in aller Klarheit entgegnen: Wir wollen einen
Beifall beim Team Stronach.
Ich hätte es nicht gesagt, aber August Wöginger hat mich dazu bewogen: Ich bin dafür, dass wir den Bauernbund umbenennen, mit einem dritten B. Dann haben wir auch das Problem nicht mehr, ob Brigitte Bardot oder Bauernbund, sondern mit dem dritten B heißt das dann Bauern- und Beamtenbund, dann haben wir die neuen Mitglieder im ländlichen Raum, die Beamten, die du aussiedelst, auch gleich politisch versorgst. (Beifall beim Team Stronach.) Wir haben heute schon einmal über die politische Versorgung gesprochen, und da haben wir auch schon eine Lösung, damit diese dann nicht planlos da draußen herumziehen und nicht wissen, wo sie sich anschließen sollen.
Beifall beim Team Stronach.
Abschließend darf ich sagen, bei allem Recht zu Industrie 4.0 und allem, was wir in diesem Haus diskutieren, 70 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer arbeiten in Klein- und Mittelbetrieben, und dort sind auch die regionalen Gegebenheiten, die persönliche Wertschätzung gegeben. Das muss unser Ziel sein, auch in Zeiten der Europäischen Union, auch in Zeiten der Globalisierung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Lugar.
Abgeordneter Leopold Steinbichler (STRONACH): Frau Präsident! Herr Minister Rupprechter hat behauptet, ich hätte mit den Grünen jene BäuerInnen beraten, die jetzt keinen Liefervertrag haben. Ich weise das auf das Strikteste zurück! Ich habe diese Bauern niemals beraten. Ich war ein Gründer der IG-Milch und habe mit der Freien Milch niemals etwas zu tun gehabt. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Lugar.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.
Kollege Berlakovich war dabei, Kollege Pirklhuber, Harald Jannach, Erwin Preiner, alle Agrarsprecher. Wir waren vor einem Jahr mit dem Agrarminister von Slowenien, Minister Židan, beisammen. In Slowenien haben sie eine durchschnittliche Betriebsgröße von sieben Hektar. In Slowenien gibt es eine Jungbauernförderung, Jungübernehmerprämie von 45 000 €. Kolleginnen und Kollegen! Wer, glaubt ihr, hat sich bei der EU-Kommission beschwert? – Österreich! Denkt einfach nach, was ihr tut, denn ihr seid nicht mehr im Verborgenen. Die Zeit ist vorbei, in der ihr sagen konntet: Wir sind die Einzigen, wir sind Anwalt des ländlichen Raumes! – Das habt ihr für euch immer in Anspruch genommen, jetzt nehmt aber auch das Ergebnis zur Kenntnis! Ihr habt den Karren Landwirtschaft in den Straßengraben gefahren. Jetzt liegt er am Dach und ihr sucht Schuldige. – Peinlich, peinlich, peinlich! Mehr sage ich nicht. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich betone: für alle in Österreich erzeugten Lebensmittel. – Wir bitten um Zustimmung. (Beifall beim Team Stronach.)
Demonstrativer Beifall beim Team Stronach.
Meine Damen und Herren, das ist völlig inkonsistent! Das ist die Zerstörung einer europäischen Lebensmittelsicherheit. (Demonstrativer Beifall beim Team Stronach.) Das können wir mit keinem Jota für gut erklären. Herr Minister, da erwarte ich mir von Ihnen auch auf europäischer Ebene eine klare Ansage. Da muss man den Riegel entsprechend vorschieben. Ich glaube, Sie haben sich im Rat dazu ja auch schon einmal geäußert. Vielleicht können Sie dazu Stellung beziehen.
Beifall beim Team Stronach.
Ich glaube, das sagt alles. Wenn das Rindfleisch so nach Österreich kommt, nicht in gefrorenem Zustand oder mit dem Schiff von Argentinien und Brasilien, dann kommt es lebend, und im Laufe der Nacht oder am nächsten Tag wird es mit dem AT-Zeichen zu österreichischem Fleisch. Da haben wir keine Lebensmittelsicherheit mehr, der Konsument hat keine Garantie, und das ist nicht fair! Wir brauchen fairen Handel – das wurde heute schon ein paar Mal angesprochen –, deshalb muss man diese Missstände abstellen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir bitten um Zustimmung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Rupprechter.
Wieso schalten wir nicht den Hausverstand ein? Wir brauchen wenige Marken, aber die, die wir haben, müssen klar sein, ganz nach dem Motto: Dort, wo Österreich draufsteht, muss Österreich drinnen sein. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Rupprechter.) Das begreift der Konsument, und dann brauche ich ihn nicht zu schulen. Bei unserer Bildungspolitik ist Schulung sowieso ein Problem und ein wichtiges Thema: Laut heutiger Berichterstattung können 50 Prozent der Absolventen von Volksschulen nicht einmal ausreichend Deutsch. Wir müssen uns also leider mehr auf den Hausverstand verlassen.
Beifall bei FPÖ und Team Stronach. – Abg. Wöginger: Da hast jetzt was davon, wenn die Leute nichts mehr kaufen!
Das wollen wir geändert haben. Ihr aber wollt das nicht, ihr wollt die Konsumenten weiterhin gesetzlich gedeckt täuschen! (Beifall bei FPÖ und Team Stronach. – Abg. Wöginger: Da hast jetzt was davon, wenn die Leute nichts mehr kaufen!)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.
Deshalb, meine sehr geehrten Damen und Herren – und das ist auch schon mehrmals angesprochen worden –, ist es so wichtig, dass wir die heimische Landwirtschaft unterstützen, dass wir stolz sind auf unsere Bäuerinnen und Bauern, die mit viel Fleiß Tag für Tag für unser Land, für unsere Ernährungssicherheit arbeiten. Ich glaube, dafür müssen wir ihnen danken und sollten sie nicht kritisieren. Ich sage ein großes Dankeschön an die heimische Landwirtschaft! (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ und Team Stronach.
Der ländliche Raum, Herr Minister, Herr Kollege Auer, weil ich Sie gerade sehe, wurde heute schon öfters angesprochen. Ich glaube, es ist wichtig für die Zukunft, dass wir den ländlichen Raum stärken, und zwar in jeder Hinsicht, damit die Abwanderung gestoppt wird. – Herzlichen Dank. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wer von uns hätte gedacht, dass die Marke Opel irgendwann einmal geschluckt wird? Ich darf an die Energieunion erinnern, die ein Thema ist: Hier sind wir nicht glaubwürdig. Die Laufzeiten der Atomkraftwerke werden verlängert, und die Atomkraftwerke werden ausgebaut, sie haben aber keine Versicherungspflicht. Wir müssen zur Gleichstellung der Energie endlich auch hier Haftpflichtversicherungen verlangen, für den Betrieb, aber auch für die Endlagerung. Ich denke, das sind wesentliche Punkte, die fehlen, und darf an dieser Stelle allen Unternehmerinnen und Unternehmern noch einmal für ihre hochwertigen Leistungen danken, aber besonders auch allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Bundesminister Schelling: Die glatte Unwahrheit!
Es geht nicht darum, Geld einzusparen, es geht nicht darum, Verwaltung einzusparen, es geht auch nicht darum, Kosten einzusparen, es geht einzig darum, dass wir einen Kanzler mit einer Partei haben, der nach vielen Jahren beschließt, etwas zu arbeiten, und kein Mensch weiß, ob wir uns das überhaupt leisten können. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach. – Bundesminister Schelling: Die glatte Unwahrheit!)
Beifall beim Team Stronach.
Es ist auch nicht zu verstehen und meines Erachtens auch nicht zu argumentieren, wenn nahezu jedes europäische Land über solche statistischen Erhebungen verfügt, dass das in Österreich nicht der Fall ist, meine sehr geehrten Damen und Herren. Da passt irgendetwas nicht zusammen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
Abschließend hoffe ich, dass wir hier wirklich zu einer Lösung, zu einer guten Lösung kommen, denn wir brauchen diese Daten, wir brauchen diese Zahlen, wir brauchen diese Erhebungen. Ich bitte vor allem auch die Damen und Herren von der SPÖ, sich dafür einzusetzen. Hier besteht ja leider, wie in vielen anderen Bereichen auch, keine Übereinstimmung mit dem Koalitionspartner – bei diesem gibt es ja durchaus Zustimmung für diese Erhebungen. Ich hoffe, dass wir da wirklich zu einem Ergebnis kommen, dieses hier auch beschließen können und dann hier auch über diese Zahlen verfügen und mit diesen Zahlen auch arbeiten können, weil sich das die Unterstützerinnen und Unterstützer und vor allem auch die Frauen, die davon leider oft betroffen sind, verdient haben. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.)
Sitzung Nr. 173
Beifall beim Team Stronach.
Wenn wir jetzt zurückschauen: Im Jahr 2003 gab es noch 30 000 besachwaltete Personen, und diese Zahl hat sich nach dem Sachwalterrechts-Änderungsgesetz 2006 bis zum Jahr 2015 auf 60 000 Fälle erhöht, also verdoppelt. Wenn man weiß, dass in 50 Prozent dieser Fälle die Sachwalter für alle Angelegenheiten bestellt worden sind, dann ist dieses Gesetz doch ganz gut, weil man den Menschen mehr Möglichkeiten gibt, mitzubestimmen, wenn sie besachwaltet werden. Das ist mit einem gewählten Erwachsenenvertreter möglich, das wurde hier schon angesprochen. Das ist meiner Ansicht nach ein wichtiger Schritt. Es wird auch die Verwandtschaft stärker eingebunden. – Es sind doch viele Punkte, die meiner Ansicht nach zu mehr Menschlichkeit beitragen, deswegen ist es auch gut so und wird von uns natürlich unterstützt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Minister, ich möchte Sie einladen, das auch künftig bei Gesetzesvorschlägen so zu handhaben. Sie kennen meine Anliegen: Familienrecht, Unterhaltsrecht, Scheidungsrecht und so weiter. Da wäre viel zu tun, vielleicht nicht jetzt gleich – ich weiß schon, man kann nicht alles auf einmal machen –, aber ich wäre froh, wenn wir im Nationalrat mehr Entscheidungen nach dieser Vorgangsweise treffen würden, man sieht ja, dass etwas Positives herauskommt. Vielleicht würden uns dann die Bürger draußen auch besser verstehen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Hauser.
Mein Antrag wurde nicht berücksichtigt, aber dafür dieser Antrag, dass man da jetzt eine Schulung einführt. Meine Damen und Herren, ich muss ehrlich sagen, ich bin davon überzeugt, dass jemand, der in ein Amt des Richters, in ein Amt des Staatsanwaltes kommt, schon seinen Bildungsweg entsprechend gemacht hat und sehr wohl erkennen kann, was da vorliegt. Ich glaube, dass er auch über die nationalsozialistische Zeit und über die Wiederbetätigung sehr gut aufgeklärt ist. Deshalb ist dieser Antrag für die Fische – das kann man ehrlich sagen –, und deshalb werden wir ihn ablehnen. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Hauser.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach
So ein Experte, dessen Expertentum sich übrigens nicht in wissenschaftlichen Leistungen manifestiert, sondern in einer abgeschlossenen Buchhändlerlehre, was ja ehrenhaft ist ... (Ruf: Schau dir den Schulz in Deutschland an!) – Ja gut, lassen wir das mit dem Schulz in Deutschland, er ist auch Buchhändler. Was diesen Herrn als Extremisten ausweist, das hat er selbst in seinen Publikationen bewiesen, was ihn allerdings als Experten ausweist, ist wirklich mehr als fraglich (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach), das haben wir auch in einer parlamentarischen Anfrage zum Thema gemacht.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Leider war der Vortrag schon vorbei, es war nur noch die Diskussion am Laufen, und die hat der Lehrer dann vorzeitig beendet. Da hat der Lehrer also etwas sehr Vernünftiges getan, er hat aus seinem Fehler gelernt und die Konsequenz daraus gezogen. Sehen Sie, Herr Walser, es gibt also durchaus auch Lehrer, die Vernunft und Berufsethik höher einschätzen als ideologische Verblendung – immerhin ein positives Signal in dieser Angelegenheit! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
und Beifall bei der FPÖ und Boah-Ruf der Abg. Schimanek.) Das ist ein Zitat aus der Zeitschrift der KPÖ Oberösterreich, in der Ihr Parteifreund Rammerstorfer genau zu der Zeit, als das geschrieben worden ist, eine Kolumne verfasst hat. – Also weiterhin viel Spaß mit diesem Parteifreund! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
darüber sein sollten, dass parteipolitische Agitation an Schulen grundsätzlich nichts verloren hat. (Beifall bei FPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Walser.
Leider müssen wir aber feststellen, dass das in der Realität nicht der Fall ist, was durch viele Meldungen aus Schulen quer durch ganz Österreich belegt ist. Eltern wenden sich an uns und schildern uns von Berichten ihrer Kinder, dass sie in ihrer Schule erleben müssen, dass offenbar immer wieder sogenannte Experten Vorträge halten. Ein Vortrag eines sogenannten Experten aus Oberösterreich war ja jetzt hier auch Thema. Dieser sogenannte unabhängige Experte hat in über 70 Schulen als grüner Parteifunktionär parteipolitische Agitation betrieben; und dann werden die Schüler noch in rechtswidriger Weise gezwungen, 3 € dafür zu bezahlen. – So etwas hat an keiner Schule etwas verloren! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Walser.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.
Stellen Sie sich vor, das wäre ein freiheitlicher Funktionär gewesen: Was für ein Theater würden Sie zu Recht hier zum Besten geben! Und genau darum geht es! Das sind ja keine Einzelfälle, das hat Methode! (Zwischenrufe bei den Grünen.) Wir erleben, dass parteipolitische Agitation an österreichischen Schulen methodisch stattfindet. Unsere Kinder müssen sich dort anhören, wie man demokratische Parteien, die in diesem Haus vertreten sind, dort bezeichnet, da wird teilweise mit strafrechtlich relevanten Begrifflichkeiten herumgeworfen. – Das hat an Schulen nichts verloren! Und genau darum geht es! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach
Wenn dann ein Schüler in dieser Situation den Mut und den Charakter hat, seinen Vater, der Elternvertreter ist, anzurufen und ihm zu sagen, dass so etwas nicht möglich sein kann, dann hat der gewählte Elternvertreter die Verpflichtung, tätig zu werden und solche parteipolitischen Agitationen an der Schule zu melden (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach) und den Direktor auch darauf aufmerksam zu machen, dass er die Verantwortung dafür trägt und auch eine Beurteilung zu treffen hat. (Abg. Steinhauser: Ganz im Geist von Erdoğan!) Genau das ist von ihm gemäß seiner Verantwortung auch gemacht worden (Abg. Steinhauser: ... Erdoğan!), und das erwarte ich von allen Eltern, gleich welcher Couleur, nämlich genauso ihre Verantwortung als Elternvertreter zu leben. Und genau darum geht es!
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.
Da muss man schon auch eines sagen: Wenn der Schriftsteller Misik, der ja auch Berater von Bundkanzler Kern ist, auf der Seite von Landesrat Ackerl, dem ehemaligen roten Landesrat in Oberösterreich, sinngemäß schreibt: Na ja, dieser Schüler, der da diese Ungeheuerlichkeit der parteipolitischen Agitation aufgezeigt hat, gehört eigentlich behandelt, wie man es zu unserer Zeit gemacht hat, nach dem Motto: Mobbing, Druck ausüben und vielleicht noch ein paar Watschen mit auf den Weg geben! (Abg. Walter Rosenkranz: Unerhört! Gesindel!), dann muss ich sagen: Das ist unerhört, denn genau das ist faschistisches Gedankengut, das an Schulen nichts verloren hat und mit dem man Andersdenkende nicht in solcher Art und Weise konfrontieren sollte. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.
nichts zu tun. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Riemer und Brunner.
Ich möchte als Beispiel die Katzenkastration näher betrachten. Man muss sich Folgendes vorstellen: Ein Katzenpaar kann zweimal im Jahr Nachwuchs bekommen. Nun rechnet man pro Wurf in etwa mit drei Katzen, die dann auch tatsächlich überleben. Kalkuliert man das auf zehn Jahre, sind das 80 Millionen Katzen. Da muss einfach etwas getan werden! Sie sterben, verhungern, es ist wirklich mühsam im Winter. Jeder Bauer soll seine Katze, die er auch wirklich lieb hat, haben, aber wenn Tiere teilweise leider frei herumlaufen, so ist das Tierquälerei, das kann man nicht schönreden! Es tut mir leid, das kann man nicht schönreden. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Riemer und Brunner.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Brunner.
Weil Kollege Loacker gerade aufsteht: Ich frage mich, warum du überhaupt Tierschutzsprecher bist, denn deine Aussagen im Ausschuss waren ein Wahnsinn! Sei bitte Wirtschaftssprecher, denn mit Tieren hast du gar nichts zu tun – aber du wirst das gleich selbst beweisen. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Brunner.)
Beifall beim Team Stronach. – Der Redner übergibt Ministerin Rendi-Wagner die Linzer Torte.
Aber vorweg darf ich der Frau Minister für Ihren wichtigen Job ein kleines Geschenk überreichen: eine Linzer Torte aus Oberlaa. Die ist leider noch mit Palmöl gemacht, da ist noch Regenwald drinnen, aber wenn Sie weiter gut arbeiten, dann, davon bin ich überzeugt, kriegen Sie als Nächstes eine von Leo Jindrak. Der hat das Palmöl herausgetan und die gute Butter hineingetan. So wird wirklich etwas für die heimischen Arbeitsplätze, für die Gesundheit und unsere Kulturlandschaft gemacht. – Alles Liebe, Frau Minister! (Beifall beim Team Stronach. – Der Redner übergibt Ministerin Rendi-Wagner die Linzer Torte.)
Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abgeordneten Pirklhuber und Doppler.
Wenn ich an die Diskussion betreffend Laufstall/Anbindestall denke, dann sei es mir nach 47 Jahren Praxis gestattet, meine Erfahrungen hier einzubringen. Wir haben beide Haltungssysteme, und ich bedanke mich bei der §-7-Kommission, dass wir nach Salzburg gefahren sind und uns zwei Betriebe angeschaut haben: einen hypermodernen, mit einer wahnsinnigen Investitionssumme industrialisiert, wo die Kühe robotergerecht gemacht werden, und einen ganz konservativen Betrieb in der Bergbauernzone 2 mit Anbindehaltung. Wenn ich eine Kuh wäre, dann wüsste ich, in welchen Stall ich einziehen würde. (Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abgeordneten Pirklhuber und Doppler.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Pirklhuber.
Dasselbe Problem haben wir natürlich bei den – danke, Kollege Pirklhuber! – brasilianischen Haltungsformen. Diese Träumer, die da immer von den großen grünen Weiden und von den glücklichen Rindern dort reden, die werden ein Riesenproblem kriegen, wenn sie das ihren Gästen im Speisesaal und auf der Terrasse suggerieren. Wenn sie rausschauen, sehen sie die österreichischen grünen Wiesen mit den glücklichen Rindern – und auf dem Teller haben sie das Steak, das von Tieren aus einer Massentierhaltung stammt, die mit gentechnisch erzeugten Hormonen behandelt wurden. Kolleginnen und Kollegen, das wollen wir nicht erzeugen! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Pirklhuber.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Pirklhuber und Doppler.
Wir können aber gleich einen Schritt weitergehen, und da sind wir bei der Katzenkastration. Überall, wo der Mensch in den Naturkreislauf eingreift, erzeugt er ein Problem. Wir halten unsere Katzen daheim auf dem Bauernhof nicht, weil uns fad ist oder weil wir Milch aus Gaudi verfüttern wollen, sondern die halten uns das Betriebsgelände frei von Ratten und Mäusen. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Pirklhuber und Doppler.)
Beifall beim Team Stronach.
Abschließen möchte ich mit diesem Bild. (Der Redner stellt eine Kinderzeichnung vor sich auf das Rednerpult, auf der, versehen mit Begleittext, die Kuh Litauen dargestellt ist.) Da geht es jetzt um die persönliche Tierbetreuung und um die vorhin schon angesprochene Bindung zu den Tieren. Das ist ein Bild von meinem Enkel Alois, das er vor zwei Jahren gezeichnet hat. Jetzt ist er neun, heute hätte er keine Rechtschreibfehler mehr im Text gemacht. Er hat damals „Khu“ statt „Kuh“ geschrieben, dafür hat er „Ohrmarke“ ohne H geschrieben. Das ist die Litauen, das war seine Lieblingskuh, sie ist wegen eines Beckenbruchs verendet. Er hat zu der Zeichnung dazugeschrieben – und das hat uns alle sehr berührt –: „Meine Khu Litauen. Sie war meine Lieblingskhu und meine brafste Khu. Sie war so eine schöne Khu. Ihre Ormarke wa 0040. Sie hat 8 Kälber bkomen. Sie war 10 Jahre bei ihrem Tot. Bei ihrem Tot habe ich ser geweint.“ – Denken wir das einmal von der praktischen Seite an! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei ÖVP und Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
Ich bedanke mich auch bei Kollegen Keck und bei Kollegen Eßl und vor allem auch bei den Fachstellen, bei den Experten, mit denen es ja konstruktive Gespräche gab, und ich behaupte, dass diese Novelle, diese Änderungen im Tierschutzgesetz eine vernünftige Balance zwischen Tier- und Menschenschutz darstellen. In einem gebe ich Kollegen Steinbichler nämlich recht: dass sehr oft von der Theorie ausgehend beurteilt wird, wie in der Praxis zu handeln wäre, und bedauerlicherweise sehr oft von jenen die Direktiven ausgehen, die noch nie eine Kuh im Stall, noch nie ein Tier betreut haben. (Beifall bei ÖVP und Team Stronach sowie des Abg. Doppler.)
Beifall bei ÖVP und Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
Apropos Laufstall: Dieser ist noch lange keine Garantie fürs Tierwohl. Ich habe mir einen Laufstall mit 200 Kühen angesehen, mit EU-Mitteln gefördert – Gott sei Dank nicht in Österreich, denn sonst hätte ich diesen Bauern auf der Stelle angezeigt. Eine derartige quälerische Tierhaltung, weil die Klauenpflege nicht gemacht wurde, habe ich noch nie gesehen. Da lobe ich mir einen alten Anbindestall, wenn der Tierhalter die Betreuung der Tiere ordnungsgemäß macht. (Beifall bei ÖVP und Team Stronach sowie des Abg. Doppler.)
Beifall bei ÖVP und Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
Meine Damen und Herren! Ich zeige Ihnen hier ein Bild von zwei netten Kindern. Das sind nicht meine Enkel, das sind keine Verwandten von mir; aber diese beiden Kinder weinen um ihre Mutter, eine Bäuerin, die mit 33 Jahren von einer Kuh erdrückt wurde. Wenn man dann fragt, ob sich denn die Bauern vor den Tieren fürchten, dann weise ich das auf das Schärfste zurück. (Beifall bei ÖVP und Team Stronach sowie des Abg. Doppler.)
Beifall bei ÖVP und Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
Ich lese ja auch ganz begeistert in einer Zeitung, dass es wiederum gelungen sei, einen Stier von der Anbindehaltung zu befreien. – Na gratuliere! Meine Damen und Herren, fragen Sie einmal einen Kollegen – und da könnte man durchaus auch Kollegen Steinbichler fragen, der lange Zeit Tiertransporte durchgeführt hat –, wie einfach es ist, aus einer Maststallbox eine Lkw-Fuhre Tiere zu verladen und zum Schlachthaus zu verbringen. Ich würde gerne einen dieser sogenannten Experten einladen, einmal eine Woche lang derartige Transporte durchzuführen und mit Tieren umzugehen – und dann schaue ich mir an, ob auch in Zukunft noch so gescheite Meldungen geäußert werden. (Beifall bei ÖVP und Team Stronach sowie des Abg. Doppler.)
Ruf beim Team Stronach: Wohnbau!
Wenn wir heute über dieses Thema reden, dann sollten wir nicht nur über die Tatsachen reden, die schon auf dem Tisch liegen. Da hätte ich mir von den NEOS ein bisschen mehr erwartet. Ich hätte mir erwartet, dass sie aufzeigen, was noch alles von kalter Progression betroffen ist. Wo schlägt sie noch zu? – Sie schlägt in vielen anderen Punkten genauso zu: sei es, dass es bei geringwertigen Wirtschaftsgütern seit vielen Jahren keine Anpassung gab, sei es, dass die Mitarbeiterbeteiligung und die Kfz-Luxustangente gleichgeblieben ist (Ruf beim Team Stronach: Wohnbau!) oder dass die Gutscheine für Essen und die Kilometergelder nicht angepasst wurden. (Abg. Steinbichler: Wir wollten nur wissen, ob es die Regierung weiß! Sie wissen es eh nicht!)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS.
Ich möchte das auch mit einigen Beispielen belegen, ich möchte aus der „Presse“ der vergangenen Woche zitieren, weil auch noch einmal aufgezeigt werden soll, wie hier mit Problemen umgegangen wird. Die Probleme werden von Ihnen weiter prolongiert, und es wird nur gestritten. Sie machen nicht das, wofür Sie eigentlich gewählt sind, nämlich für die Österreicherinnen und Österreicher, für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler zu arbeiten und die bestmögliche Arbeit zu leisten. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Diese Probleme sollten Sie intern klären und regeln und nicht in der Öffentlichkeit austragen und so weiter zu einer Verunsicherung der Österreicherinnen und Österreicher beitragen. Das ist nicht der richtige Weg. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich glaube, das wäre ein guter Ansatz. Vielleicht kommt ja doch noch etwas heraus. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Dazu sind Sie beide nicht bereit. Daher ist diese Diskussion eine, die in Wirklichkeit am Grundthema immer vorbeigeht. Es muss an vielen Schrauben gedreht werden, um endlich Nachhaltigkeit im Bereich der Senkung der Lohnnebenkosten zu erreichen, damit sich die Wirtschaft auch wieder bewegen kann, damit sich die arbeitende Bevölkerung von dem, was sie verdient, auch wieder das Leben leisten kann. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
So, wie in einer Ehekrise immer die Kinder leiden, leidet bei einer Staatskrise natürlich die Bevölkerung. Die Probleme bleiben ja, und wenn die Regierung nicht bereit ist, gemeinsam an einem Strang zu ziehen, dann werden die Probleme eben nicht umgesetzt und nicht angegangen. Das ist das Problem. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb: Raufen Sie sich zusammen – bald! – oder treten Sie ab, machen Sie den Weg frei für Neuwahlen! Ich glaube, dass das die einzigen gangbaren Wege sind. Beenden Sie diese Ehekrise und hören Sie vor allem damit auf, diese Krise hier öffentlich zu zelebrieren! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Ich weiß, das ist nicht leicht, aber es ist ein ganz zentrales Thema, worüber wir seit Jahren fast Konsens haben. Ich erinnere daran, Frau Bundesministerin, die Bürgerinitiative „Faire Lebensmittel“, die das fordert, hatte die Zustimmung von allen Parteien hier im Haus, von allen! Alle sind wir aufgestanden. Diese Bürgerinitiative – Kollege Strasser erinnert sich – haben wir alle hier mitgetragen, und es wäre nur richtig, wenn wir daraus auch eine Initiative starten. Ich hoffe, dass wir im nächsten Gesundheitsausschuss darüber reden und vielleicht auch eine gemeinsame, parteiübergreifende Initiative von hier aus starten können. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall des Abg. Pirklhuber und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Darauf muss man auch in Zukunft schauen, denn die Sicherheit der Lebensmittel ist ein wichtiger Faktor. Mit der Sicherheit der Lebensmittel darf man auch nicht spaßen, auf die Sicherheit und vor allem auf die Kennzeichnung muss auch in Zukunft sehr genau geachtet werden. – Danke schön. (Beifall des Abg. Pirklhuber und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Und natürlich, Herr Kollege (in Richtung SPÖ), muss das Palmöl zur Sprache kommen, das ist ja ganz klar. Wenn die EU und Österreich im selben Ausmaß zweitgrößter Importeur der Welt – nach Indien – von Palmöl sind, dann ist das nicht nur schändlich – ich bedanke mich an dieser Stelle beim VKI für die neue Zeitung, in der er sich wieder mit der Zertifizierung und mit dem Thema Landraub beschäftigt hat, wenn auch nur mit dem Thema Landraub im Osten und noch gar nicht mit jenem im Regenwald, wo die Zahlen noch viel schrecklicher wären –, sondern dann sollten wir das auch wesentlich ehrlicher meinen, weil es da um brutalste menschliche Schicksale geht. Es kann nicht sein, dass die Caritas jetzt Briefe ausschickt, wir sollen den Welthunger einbremsen und sollten spenden. – Wir sollten ihn nicht verursachen, das wäre einmal das Wichtigste! Wir sollten die Themen, die Probleme an ihren Wurzeln packen, dann haben wir Aussicht auf Erfolg. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich frage, ob es gerechtfertigt ist, dass diese Tiere dann im Schlachthaus den AT-Stempel bekommen? – Das ist der entscheidende Punkt: Auf einem ausländischen Rind, auf einem ausländischen Schweineschlachtkörper hat das AT-Zeichen, das österreichische Länderkürzel, nichts verloren! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine Damen und Herren, bringen wir doch Klarheit in diesen komplett verwirrenden Markt! Ich glaube, es ist dann allen gedient, aber insbesondere unseren Enkerln, der Umwelt, der Gesundheit und den Arbeitsplätzen. Wir bitten um Unterstützung! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wie gesagt: ein nicht optimal gelöstes Gesetz! Im Sinne der betroffenen Berufsgruppen hätte man da, glaube ich, eine eindeutig bessere Lösung finden können. Deshalb können wir dieses Mal leider nicht mitgehen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ, des Abg. Loacker und bei Abgeordneten des Teams Stronach
Man hat schon den Eindruck – und dieser Eindruck verfestigt sich immer mehr –, dass der Hauptverband eigentlich der Staat im Staat ist (Beifall bei der FPÖ, des Abg. Loacker und bei Abgeordneten des Teams Stronach), derjenige, der überhaupt bestimmt, was im Gesundheitssystem passieren soll – dieser Hauptverband in Person des Herrn Probst, mit Hilfe auch aus Ihrem Ministerium, Frau Minister; da gibt es so Sektionschefs, die eigentlich nichts anderes im Sinn haben, als dass sie den Ärztestand weghaben möchten und das Gesundheitssystem ändern wollen. Das ist Ihnen vollkommen egal.
Beifall bei FPÖ, NEOS und Team Stronach
Eines sage ich Ihnen: Es wird wahrscheinlich irgendwann keinen Hausarzt mehr geben, wenn wir so weitermachen. Es wird nicht einmal mehr ein Gangbett für jeden Patienten geben. Eines wird es aber weiterhin geben: Es wird den Hauptverband geben, den Palazzo Prozzo, in dem der Generalsekretär oder wer auch immer sitzt. Den wird es auch weiterhin geben (Beifall bei FPÖ, NEOS und Team Stronach), mit allen Privilegien, die dieser Hauptverband nämlich hat.
Beifall bei Grünen, SPÖ, ÖVP, NEOS und Team Stronach.
Diese Diktion hat im österreichischen Parlament nichts verloren, das sei Ihnen gesagt! (Beifall bei Grünen, SPÖ, ÖVP, NEOS und Team Stronach.)
Heiterkeit und Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen und Team Stronach.
Die Grünen haben dazu einen Antrag gestellt, dem wir so auch nicht zustimmen, weil wir nicht der Meinung sind, dass man überhaupt keine privaten Dienstleister in so einem Schubhaftzentrum haben darf. Es gibt sicher Sachen, die man mit privaten Dienstleistern machen kann. Wir haben einen ähnlichen Antrag im Innenausschuss, da werden wir sicher noch einmal darüber diskutieren, und ich bin gespannt, ob es Ihnen dann weiterhin egal sein wird, dass wir 400 000 € jedes Monat zum Fenster hinauswerfen. Mich würde das einigermaßen irritieren; wieso Sie das nicht stört, ist nicht nachvollziehbar. (Abg. Rädler: Zur Sache!) – Bitte, Herr Kollege Rädler? (Abg. Rädler: Zur Sache!) – Zur Sache? Herr Kollege Rädler, dass Sie schon wieder nicht mitbekommen, worüber wir hier jetzt reden, das ist Ihr eigenes Problem! (Heiterkeit und Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir müssen schon auf unsere Bürger zuerst schauen und auf die Kosten, die da verursacht werden. Das muss einmal in aller Deutlichkeit festgehalten werden! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Und was erleben wir in Österreich? – In Braunau gibt es das leerstehende Zelt. Es stehen viele Unterkünfte leer, weil man sagt, man muss sich diese als Reserve behalten. Und: 150 000 Aufgriffe von Illegalen im Jahr 2016. 150 000 Aufgriffe von Illegalen! Da sehen wir, was los ist. Das kann so nicht sein! Man kann in der Regierung nicht eine Obergrenze diskutieren, wenn man nicht einmal weiß, wie viele hier sind und um welche Art von Flüchtlingen es sich handelt: Sind es Kriegsflüchtlinge? Sind es Wirtschaftsflüchtlinge? Sind es Klimaflüchtlinge? Und immer wird mit den Kriegsbildern gearbeitet. Also da haben wir ein ganz, ganz massives Defizit. (Beifall beim Team Stronach.) – Danke.
Heiterkeit bei Team Stronach, SPÖ und NEOS.
Zum Kollegen Vetter: Lieber Georg! Ich habe mich heute am Vormittag schon gewundert, dass du beim Justizminister so ordentlich und brav und sittsam warst. Du hast das jetzt noch einmal wiederholt. Du wirst wahrscheinlich bei deiner neuen Mutterpartei eine großartige Karriere machen: als Ausbildungsleiter für Neuankömmlinge. Dazu wirst du großartig geeignet sein. Nach dem alten Rezept der ÖVP: Bei der Hofübergabe 2008 hat Josef Pröll von Willi Molterer das Motto übernommen: „Hände falten, Gosch’n halten!“ (Heiterkeit bei Team Stronach, SPÖ und NEOS.) Du praktizierst das wirklich hervorragend. Ich bin zufrieden mit dir. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Zum Kollegen Vetter: Lieber Georg! Ich habe mich heute am Vormittag schon gewundert, dass du beim Justizminister so ordentlich und brav und sittsam warst. Du hast das jetzt noch einmal wiederholt. Du wirst wahrscheinlich bei deiner neuen Mutterpartei eine großartige Karriere machen: als Ausbildungsleiter für Neuankömmlinge. Dazu wirst du großartig geeignet sein. Nach dem alten Rezept der ÖVP: Bei der Hofübergabe 2008 hat Josef Pröll von Willi Molterer das Motto übernommen: „Hände falten, Gosch’n halten!“ (Heiterkeit bei Team Stronach, SPÖ und NEOS.) Du praktizierst das wirklich hervorragend. Ich bin zufrieden mit dir. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In diesem Sinne, Herr Minister: Es liegt sehr viel Arbeit vor uns. Ich denke, wir sollten uns vom Wahlkampf lösen und uns der Sacharbeit und der Lösung der Probleme an den Wurzeln widmen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
der Rechnungshofpräsidentin. – An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank für Ihre Arbeit. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das ist eine hochinteressante Entwicklung, Frau Präsidentin! Deshalb ist es gut, dass es den Bundesrechnungshof gibt, der diese Sachen prüft. Ich bedanke mich herzlichst. (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 175
Beifall beim Team Stronach.
Im internationalen Vergleich sind wir eine Zeit lang sicherlich besser dagestanden, das World University Ranking 2016–2017 stuft die beste österreichische Universität, die Universität Wien, im Europavergleich derzeit auf Platz 74 und im weltweiten Vergleich nur noch auf Platz 161 ein. Sie sehen also, wir haben deutlichen Handlungsbedarf, Qualität mehr voranzutreiben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich möchte an dieser Stelle auch noch ganz kurz auf eine Anfrage an den Herrn Minister zum Thema ausländische Studierende an österreichischen Universitäten eingehen. Die Beantwortung dieser Anfrage war sehr, sehr interessant. Ich nenne Ihnen gerne die darin enthaltenen Zahlen: Es gibt derzeit an Österreichs Universitäten in etwa 86 000 ausländische Studierende, ein bisschen mehr. Das ist gut so, aber wenn man sieht, dass davon in etwa 12 000 Absolventen nicht einmal ein Jahr in Österreich bleiben, so muss ich sagen: Das ist schade, das ist österreichisches Steuergeld. Wenn wir mit unserem Geld Wissen finanzieren, dann sollte dieses Wissen eigentlich auch in Österreich bleiben. Das wäre etwas, das man sich sicher auch noch anschauen sollte. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir reden immer von der medizinischen Unterversorgung, wir reden immer davon, dass wir im Bereich der Landärzte und der Spitäler so überaltert sind. – Wir werden dieses Wissen, das hier gelehrt wurde, nützen müssen beziehungsweise im Fall, dass Absolventen nicht dazu bereit sind, weil sie ein besseres Angebot in ihrem Heimatland oder in einem anderen Land haben, einen Kostenersatz einfordern müssen. – Ich glaube, das wäre fair. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb: Es besteht Handlungsbedarf seitens der Regierung; dann hätten wir finanziellen Spielraum für die nötigen Maßnahmen wie zum Beispiel im Studienbereich. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid.
Wenn Sie heute davon sprechen, dass die Arbeitslosigkeit die größten Probleme bereitet und dass wir uns darum kümmern müssen, dann muss ich Ihnen sagen: Sie machen mit dieser Flüchtlingspolitik, die Sie auch unterstützen, genau das Gegenteil! Wenn wir schon 400 000, 500 000 Arbeitslose in Österreich haben und 100 000 zusätzliche Arbeitslose ins Land holen, dann kann sich jeder ausrechnen – auch ohne Quantencomputer, Herr Vizekanzler –, dass sich das nicht ausgeht. Genau das ist das Problem! Das Problem ist, dass die Europäische Union eine Agenda hat, die sie aber nicht so offen kommuniziert. Nach dieser Agenda aber wird das alles gesteuert und werden halt Flüchtlinge direkt vor der Küste Libyens aufgenommen und nach Italien gebracht anstatt 10 Kilometer zurück an die Küste Libyens. Nein, man bringt sie 300, 400, 500 Kilometer Richtung Europäische Union, weil man sie hier haben will. Das muss man einmal verstehen: Man will sie hier haben! (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner.
Sie sagen, Großbritannien ist ausgetreten, aber die werden schon noch sehen, was sie davon haben, die werden wir jetzt zwicken. Wir werden jetzt Verträge machen, die auf jeden Fall Nachteile für die Briten bringen. Damit schaden Sie auch der Europäischen Union, denn diese wirtschaftliche Zusammenarbeit ist wichtig. Sie wären dann wie jemand, der das Haus anzündet, wenn seine Frau sich scheiden lässt, nur damit die Frau nicht die Hälfte des Wertes des Hauses bekommt. Genau das machen Sie! Sie vernichten einen großen Teil des Besitzes, einen großen Teil des Vermögens, das wir uns aufgebaut haben, das wir uns gemeinsam geschaffen haben, wenn Sie jetzt mit aller Gewalt beweisen müssen, dass dieser Austritt böse war, und allen, die vielleicht noch austreten wollen, damit sagen wollen: Schaut nur hin, die haben einen großen Schaden! Ihnen ist egal, ob es uns auch trifft. Das ist keine gute Strategie! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Gerhard Schmid.
Das geht nicht, das ist nicht im Sinne der europäischen Völker. Hören Sie auf mit dieser falschen Politik!, und vor allem: Befolgen Sie endlich einmal Ihren eigenen Plan und setzen Sie endlich etwas um für Österreich! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Gerhard Schmid.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Wissen Sie, was es in einem Klub ebenfalls nicht gibt – weil der Herr Bundeskanzler immer sagt, dass man nicht Mitglied eines Klubs sein und gleich behandelt werden kann wie jemand, der von draußen kommt –: Ich kenne keinen vernünftigen Klub, der diejenigen, die zahlen, gleich behandelt wie diejenigen, die dauernd nur nehmen. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.) Das kann nämlich auf Dauer auch nicht gut gehen, und auch da wäre es einmal notwendig, eine entsprechende Änderung vorzunehmen.
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
müssen, denn die sind es, die dafür verantwortlich sind, dass viel Mist produziert worden ist, auf welchem der Brexit überhaupt erst hat wachsen können. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei Grünen, NEOS und Team Stronach.
Das, finde ich, sollten wir uns nicht gefallen lassen. Ich will das jedenfalls nicht hinnehmen, denn er hätte sich vor allem der Diskussion über den Brexit, aber erst recht auch der allgemeinen europapolitischen Debatte mit den neuen Auswirkungen beziehungsweise über die Ausläufe, die sich der Herr Europaminister in Sachen Wirtschafts- und Sozialpolitik da leistet, ruhig stellen können. Er ist schön langsam nicht nur immer auf seitlichen Abwegen, was die österreichisch-europäische Haltung bis jetzt betroffen hat, mittlerweile ist er auf der Gegenfahrbahn unterwegs und deshalb Geisterfahrer. Ja, es ist so, der Herr Europaminister betätigt sich mittlerweile als europapolitischer Geisterfahrer. Dann soll er aber wenigstens den Mumm haben, hierherzukommen – aber auch das ist nicht mehr zu kriegen. (Beifall bei Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn man nun der Aussage des Herrn Mateschitz folgt und diese 31 000, die damit für eine menschliche Flüchtlingspolitik gesprochen haben, und dann vielleicht noch 70 Grüne, die dazukommen, die da nicht drinstehen, zusammennimmt, dann hätte man schon einmal ein großes Problem für den Steuerzahler gelöst, denn wenn jeder von ihnen einen Flüchtling aufnimmt, finanziert und begleitet, dann haben wir ein großes Problem weniger. Ich glaube, das wäre eine gute Lösung, einmal ein erster Schritt. Ich würde das den Grünen sehr empfehlen. Jedes Parteimitglied von Ihnen nimmt einen Flüchtling. Für den Steuerzahler, der sich das nicht ausgesucht hat, ist das ein Supergeschäft. Von diesen 31 000, die wir da haben, kann auch jeder einen nehmen. Dann haben wir ein Problem super gelöst, meine Damen und Herren. Das wäre eine Sache, wo Sie einmal Farbe bekennen und zeigen könnten, wie es funktionieren könnte. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Mit solchen Maßnahmen könnten wir Schritte setzen, die human sind, die vernünftig sind, mit denen wir viele Menschen vor dem Ertrinken retten. Da könnte man viel Gutes tun und das Steuergeld viel, viel vernünftiger einsetzen, als es unsere Regierung und die EU derzeit tun. Ich glaube, das wäre der richtige Schritt. Ich fordere Sie auf: Stimmen Sie diesem Antrag zu, dann tun Sie etwas Gutes für den österreichischen Steuerzahler! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid.
Der größte Wahnsinn in diesem Zusammenhang sind die EU-Agentur Frontex und ihre Aktionen Triton beziehungsweise Sophia, durch die bis jetzt über 300 000 Personen illegal in die EU geschleppt wurden, mit Strukturen der Europäischen Union, mit Geld und mit Technik auch Österreichs und gegen die bestehende gesetzliche Lage – dies alles mit dem Vorwand, man würde retten und humanitäre Dinge tun. In Wirklichkeit tut man nichts anderes, als die illegale Einwanderung zu befördern und das Geschäft der Schlepper damit anzukurbeln. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid.)
Beifall beim Team Stronach.
Im Vorjahr gab es in Österreich 150 000 Aufgriffe Illegaler. 150 000 Aufgriffe Illegaler – und wir reden von einer Obergrenze in einem Bereich von 30 000 Personen. Daran kann man erkennen, wie weit die Politik von der Realität entfernt ist. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Allein vorigen Samstag wurden 8 500 Flüchtlinge mit europäischen Schiffen nach Italien gebracht. Das ist Geld, das auszugeben wir uns nicht leisten können: pro Flüchtling 16 500 €! Kein Wunder, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeiter hier bei uns, die unter der Steuerlast stöhnen, dafür kein Verständnis mehr aufbringen. Das ist doch selbstverständlich. Wer sollte sich da noch wundern, dass eine skeptische Stimmung herrscht? – Aber dann heißt es natürlich, man sei ein Verschwörungstheoretiker und man sei ein totaler Realitätsverleugner. Nein, die Regierung verleugnet die Wahrheit! Die Regierung erkennt die Ergebnisse nicht! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Es wurde heute vom Klimawandel gesprochen. Herr Minister! Europa ist nach Indien der zweitgrößte Palmölimporteur – das zerstört die Landwirtschaften, das zerstört die Gesundheit unserer Konsumenten, das zerstört unser Klima, das zerstört unsere Umwelt! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Stöger.
Es gibt genug zu tun, aber die Chancen sind intakt. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Stöger.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Wir haben heute auch schon viel über den Brexit diskutiert, dabei ist in den Reden nur einige Male etwas aufgetaucht, das zentral und sehr wichtig ist: Die Hauptursache des Brexits ist die Migration, die Massenmigration! (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Meine Damen und Herren! Das europäische Problem heißt zurzeit Massenmigration, alles andere ist sekundär oder sogar tertiär. Wir müssen uns mit allen Mitteln und mit aller Kraft den Fragen der Massenmigration, vor allem der Abwehr der Massenmigration widmen. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.) Das muss für alle, die hier sitzen – egal, wie man sonst die Politik betrachtet –, die erste und wichtigste Aufgabe sein. Denken Sie an Milton Friedman, der gesagt hat: Wir können offene Grenzen haben, oder wir können einen Sozialstaat haben, wir können aber niemals beides haben. – Zitatende.
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Wir können keine Massenmigration haben und ein soziales Europa – wie wir heute so oft gehört haben – wollen. Das funktioniert nicht, das geht nicht, das ist weder finanzierbar noch von den Menschen in irgendeiner Weise aushaltbar, das wollen die Bürger nicht. Deswegen schwenken ja jetzt auch schon die Linken in unserer Regierung sukzessive um und wollen Flüchtlingscamps an den Außengrenzen, wobei ich auch das für schlecht halte. Die Grenzen sollen geschlossenen werden, die Camps gehören ganz weit weg, nicht an die Außengrenze, sondern viel weiter weg, ganz woanders hin. Wir müssen den Afrikanern in Afrika helfen, wir müssen den Orientalen im Orient helfen – okay, da sind wir dabei –, alles andere aber ist, mit Verlaub gesagt, ein Schwachsinn und führt Europa in den Untergang. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Das ist das Ziel eines neuen Europas, alles andere geht schief! – Danke schön. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
In diesem Sinn noch einmal recht herzlichen Dank für die tolle Vorsitzführung! Herzlichen Dank an alle Fraktionen! Ich bin zutiefst überzeugt, dass es ein gutes Gesetz ist, der richtige Schritt in die richtige Richtung. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich glaube, dass diese 300 € pro Monat nur ein Tropfen auf den heißen Stein sind. Gott bewahre jeden Menschen vor einem solchen Schicksal! – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (STRONACH): Geschätzte Frau Präsident! Geschätzter Herr Minister! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Für uns ist die Differenzierung zwischen Asylwerbern und Asylberechtigten absolut wichtig, denn wenn wir einen Asylwerber einem Asylberechtigten gleichstellen, dann frage ich mich, wofür wir die aufwendigen Asylverfahren brauchen. Dann heißt das: Kommt alle herein, der Arbeitsmarkt ist offen, der Zugang zum Sozialtopf ist offen – und das alles ohne Beschränkungen! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das ist uns ganz besonders wichtig und daher werden wir den Antrag des Kollegen Loacker nicht unterstützen, der für einen Asylwerber nach neunmonatigem Aufenthalt automatisch den Zugang zum Arbeitsmarkt wünscht. Wir haben da einen anderen Zugang. Erstens einmal darf ein Asylverfahren gar nicht neun Monate dauern. Das muss rasch und flott abgewickelt werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren, wie ist es möglich, dass man in der Schweiz ein 48-Stunden-Schnellverfahren hat und in Österreich neun Monate, zwölf Monate und noch länger herumdoktert? Auch das hat System. Ich denke, da verdienen ein paar ganz gut daran und wollen gar nicht, dass das Ganze schneller geht. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine Damen und Herren, jenen, die davon träumen, dass wir à la longue eine Sozialunion errichten werden, kann ich nur eine klare Absage erteilen. Eine Sozialunion wäre immer eine Transferunion, in der die reicheren Staaten Geld in Richtung ärmere Staaten schicken. Arme haben wir in Österreich, denke ich mir, schon genug, wir müssen auf die eigene Bevölkerung schauen. Eine Sozialunion würde auch gleiche Standards, wie etwa bei Lohnnebenkosten, bedeuten. Erklären Sie mir einmal, wie es in Rumänien oder Bulgarien die gleichen Standards, gleich hohe Lohnnebenkosten wie in Österreich geben soll! Die werden nie und nimmer wettbewerbsfähig. Das heißt, das wäre zu unserem Schaden und auch zum Schaden dieser schlechter entwickelten Volkswirtschaften. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Es gilt also, die Zuwanderung ins Sozialsystem zu verhindern und auf die eigene Bevölkerung zu schauen, damit es unseren Menschen gut geht. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und NEOS sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (STRONACH): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Hechtl, weil du in Richtung des Kollegen Loacker gemeint hast, „lassen Sie das Bashing gegen die Arbeiterkammern“, so muss ich aber schon sagen: Dann muss auch die Arbeiterkammer das Bashing in Richtung Unternehmer lassen. (Beifall bei Team Stronach und NEOS sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.)
Beifall bei Team Stronach, ÖVP und NEOS.
Was ist denn das für eine Zusammenarbeit? Was ist denn das für ein Verständnis von einem Miteinander? – Ich sage Ihnen, es ist durch nichts zu entschuldigen, dass solche Aktionen mit den Zwangsmitgliedschaftsbeiträgen der Mitglieder finanziert werden. Das ist nicht im Sinne der Arbeiterkammer! (Beifall bei Team Stronach, ÖVP und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Es gibt also noch immer ein Schlupfloch, das aus unserer Sicht zu schließen ist. Deshalb haben wir diesen Antrag gestellt: weil wir eindeutig der Meinung sind, dass es eine Pflicht ist, zuerst in den Sozialtopf einzuzahlen, und erst daraus kann sich das Recht ableiten, aus dem Sozialtopf etwas zu erhalten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Lintl.
In diesem Sinne ersuchen wir um Zustimmung zu unserem Antrag. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Lintl.)
He-Rufe bei FPÖ und Team Stronach.
Es ist übrigens so, liebe ÖVP: Wenn man unter vier Augen mit durchaus innovativeren Typen bei Ihnen, wie etwa mit Harald Mahrer oder mit Sebastian Kurz, spricht, dann sagen diese hinter vorgehaltener Hand, natürlich gehört die Zwangsmitgliedschaft weg. Sie haben aber nicht die Cojones, dass sie das öffentlich sagen; das, finde ich, ist ein Stück weit das Problem. (He-Rufe bei FPÖ und Team Stronach.) Das trauen sich die nicht, und das ist, finde ich, ein Stück weit ein Verhängnis für die Republik: dass hohe Vertreter einerseits wissen, was zu tun wäre, es aber anderseits nicht öffentlich sagen und dann eben auch in die Unterlassungssünde ...
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wieso entrümpeln wir – wie vor einem Monat – Gesetze und schauen, dass wir weniger Vorschriften haben, und pressen auf der anderen Seite wieder etwas hinein, das wir sowieso wieder reformieren müssen? Kollege Steinhauser hat es auch schon gesagt, es wird verfassungswidrig sein, und, und, und. – Ich finde, das ist Wahnsinn. Wir werden dieser Gesetzesvorlage auch nicht zustimmen, weil die Welt das nicht braucht. – Danke. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir können das nur unterstützen, gerade im Sinne der Transparenz, gerade im Sinne von Wettbewerb, den man unterstützen soll, den man fördern soll, aber auf faire Weise, natürlich mit klaren gesetzlichen Vorgaben, klaren gesetzlichen Regelungen, aber keinen faulen Kompromissen, wo noch dazu dann die Gelder zweckentfremdet werden. Ich glaube, das darf man in dieser Form sagen. Deshalb unterstützen wir diesen Antrag des Kollegen Köchl. (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 177
Beifall beim Team Stronach.
möchte das auch in diese Reihe einfügen – TiSA. Letzteres ist ein Abkommen, das noch relativ wenig in die Kommunikation Eingang gefunden hat. Es ist ein Abkommen, das auch kurz vor der Verhandlung steht und in dem es um Dienstleistungen geht. Für diese drei Abkommen wurde marketingtechnisch sehr, sehr klug die Bezeichnung Freihandelsabkommen gewählt, denn: Wer will das nicht? Wer will keinen freien Handel? – Natürlich wollen wir den! Handel ist etwas ganz Wichtiges – für unsere Wirtschaft, für jedes einzelne Land –, das steht völlig außer Frage. Die Frage, die sich hier stellt, ist allerdings: Ist es ein Freihandelsabkommen oder ist es ein Zwang, den viele, viele in Europa einfach als Risiko sehen und wogegen sie absolut berechtigterweise Bedenken anmelden? (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie der Abg. Glawischnig-Piesczek.
Ich finde wirklich gut, dass dieses Thema hier besprochen wird. Ich möchte mich bei den Initiatoren dieses Volksbegehrens wirklich bedanken. Ich wünsche mir, dass wir hier sehr, sehr vorsichtig sind, und möchte auch die Mitglieder der Bundesregierung bitten, das, was sie in Österreich sagen, dann auch bei der EU wirklich genauso im Sinne Österreichs zu kommunizieren – denn unsere Regierung und ihre Mitglieder sind keine Konzernvertreter, sondern Volksvertreter. Bitte bedenken wir das! (Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie der Abg. Glawischnig-Piesczek.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
dagegen sprechen. Diese haben sie wahrheitsgemäß und vollständig auf den Tisch gelegt. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Ich darf die Initiatoren des Volksbegehrens, die Vertreterinnen und Vertreter von Nichtregierungsorganisationen, begrüßen. Wir versprechen: Es geht nicht nur um fairen Handel, es geht auch um eine faire Behandlung dieses Volksbegehrens hier im Haus, und dazu werden wir einige Initiativen setzen – dazu aber am Schluss. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten des Teams Stronach sowie des Abg. Strache.
Und damit biegen wir in die Schlussgerade. Das betrifft alle Gemeinden in Europa, speziell natürlich auch in Österreich, weil wir hier hohe Standards haben. Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister – da oben sitzen sie (auf die Galerie weisend) – haben recht, sie wollen das verteidigen. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten des Teams Stronach sowie des Abg. Strache.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Krainer: Immer diese Kritik an Frank Stronach! – Abg. Matznetter: Kein Wunder, dass er seinen Namen nicht mehr hergibt!
Was macht die Europäische Union? – Sie macht nichts dagegen, und genau deshalb stehen wir vor diesem Problem. Wenn Sie misstrauisch gegenüber CETA, TTIP und allen anderen Abkommen sind, dann sind Sie das zu Recht, denn dabei steht nicht der Mensch im Mittelpunkt. Es steht das Geld im Mittelpunkt, und das ist das Problem! Über dieses Problem muss man ganz offen sprechen. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Krainer: Immer diese Kritik an Frank Stronach! – Abg. Matznetter: Kein Wunder, dass er seinen Namen nicht mehr hergibt!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Wir sind nicht gegen Handel, aber wir wollen faire Bedingungen für den Handel. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten des Teams Stronach.) Wir wollen faire, soziale und ökologische Bedingungen, die den Menschen Luft zum Atmen geben, die den Bürgermeistern die Chance geben, zu gestalten und die Lebensqualität sicherstellen.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Es geht darum, fairen Handel wirklich zu stärken und soziale, ökologische Standards durchzusetzen, anstatt ein neoliberales Konzerndiktat zu akzeptieren. Das kann nicht die Antwort der Politik sein! Wir alle sind hier gefordert. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid.
Das ist so ähnlich wie die Büchse der Pandora, wenn Sie den Mythos kennen: Wenn man die einmal aufmacht, bringt man den Geist – oder Ungeist –, der da herauskommt, nicht mehr hinein. Das sollten wir immer bedenken. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid.)
Beifall beim Team Stronach.
Da gestern Frank Stronach strapaziert wurde: Jawohl, er hat klipp und klar gesagt, ein Geschäft muss ein Geschäft sein, da muss eine Ware gehandelt werden, wir müssen wegkommen von der Spekulation. – Das ist der Grund dafür, warum man diese Abkommen will, nämlich um der Globalisierung, um den Spekulanten Tür und Tor zu öffnen; und das geht auf Kosten der regionalen Bevölkerung, der regionalen Arbeitsplätze, der regionalen Kultur und Gesundheit. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Aufgrund der leider kurzen Redezeit möchte ich jetzt schon den Bogen zur gestrigen Diskussion spannen. Gestern saß hier ein sehr nervöser Vizekanzler. Ich kann das verstehen. Die „Kronen Zeitung“ hat es auf den Punkt gebracht: Der ÖVP laufen zwar die Mandatare zu, aber die Wähler davon. Da würde ich auch nervös werden. Wir freuen uns auf die nächsten Wahlen, ihr fürchtet euch! (Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist mir völlig klar, Kolleginnen und Kollegen! Und dieser Hochmut wird bestraft werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Rädler: ... für deine Partei!
und den Menschen. Da ist der Mensch im Mittelpunkt, liebe KollegInnen! (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Rädler: ... für deine Partei!)
Beifall beim Team Stronach.
Ich habe daher immer wieder Anträge eingebracht, das zu ändern, Sie können das in der Parlamentskorrespondenz nachverfolgen oder sich das im Internet heraussuchen. Circa sechs Jahre geht das schon so. Und jetzt wird mit der digitalen Vignette endlich realisiert, dass man bei einem Wechselkennzeichen nur noch eine Vignette haben muss. Das ist positiv, und darüber freue ich mich. Aber es sollte nicht immer alles so lange dauern, Herr Minister! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich habe, Herr Minister, den Vorschlag gemacht, dass wir das so regeln, dass wir sagen: Wir wollen in Österreich Arbeitsplätze schaffen, wir schauen, dass die Frächter wieder die Lkws zurückbringen – bevorzugen wir halt auch einmal die österreichischen Frächter, indem wir das so regeln, dass sie weniger Maut zahlen und die ausländischen Frächter etwas mehr zahlen! Ich glaube, das würde sich dann von selbst regeln. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich glaube, man würde damit der Wirtschaft etwas Gutes tun, man würde damit auch für den Arbeitsmarkt etwas Gutes tun – also lauter Vorteile! Und wenn das mit der Bevorzugung in Deutschland geht, dann bevorzugen wir unsere eigenen Leute auch. Also Österreich zuerst!, würde ich einmal glatt sagen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Bitte stimmen Sie diesem Antrag zu! Er ist grundvernünftig und sollte nicht wieder sechs Jahre im Parlament liegen, bis er dann abgestimmt wird. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Wenn Sie sagen, Herr Bundesminister, Sie stehen für Gerechtigkeit in der Europäischen Union und dafür, dass da niemand diskriminiert wird, muss ich entgegnen: Ich hätte mir den Einsatz der Bundesregierung wirklich gewünscht, als es darum gegangen ist, dass wir unser Geld transfermäßig nach Griechenland verschieben. Damals hat sich niemand eingesetzt, damals ist auch niemand zum Europäischen Gerichtshof gelaufen und hat im Sinne der Österreicherinnen und Österreicher eine Klage eingereicht. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Zum Antrag der Grünen betreffend Fahrräder: Ich glaube, es hat einen guten Grund, warum Kinder erst mit 10 Jahren die Fahrradprüfung machen und selbständig herumfahren dürfen: Es gibt den Vertrauensgrundsatz. Man sagt ja im Vertrauensgrundsatz bewusst, dass die Kinder noch nicht reif genug sind, um die Gefahren des Straßenverkehrs zu erkennen. Schulische Fortbildung beziehungsweise Unterstützung in diesem Bereich ist positiv, aber nicht, dass man es so festlegt, dass es eine Zwangsübung ist, sondern man muss das vernünftig überlegen. Deswegen: leider nein. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Team Stronach. – Abg. Matznetter: Was ist mit dem Traktorführerschein ...?
Geschätzte Damen und Herren, ich darf mich bei Ihnen herzlich für die interessanten Debatten bedanken. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Team Stronach. – Abg. Matznetter: Was ist mit dem Traktorführerschein ...?)
Sitzung Nr. 179
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Wissen Sie, wie das geht? – Es gibt eine Mehrheit im Parlament, mit der Sie sofort alles zum Thema Flüchtlinge und Migration umsetzen könnten. Es gibt eine Mehrheit von ÖVP, FPÖ und Team Stronach, und wir sind inhaltlich nicht weit voneinander entfernt. Wir könnten also in diesem Hohen Haus sofort etwas umsetzen, aber das wollen Sie nicht, genauso, wie Sie auch als Minister nichts getan haben – außer viel geredet, das stimmt. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ
Deshalb, Herr Ich-will-nicht-Vizekanzler-werden, das ist ja überhaupt ganz interessant (Beifall bei Team Stronach und FPÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ): Jetzt erklären Sie einmal, wo da der Sinn steckt! Sie haben jetzt alle Trümpfe in der Hand. Sie haben die ÖVP, ich sage nicht, kastriert, aber zumindest ein bisschen an die Kandare genommen. Sie haben die Möglichkeit, alles zu diktieren. Sie haben die Möglichkeit, hier im Parlament mit wechselnden Mehrheiten alles umzusetzen. Sie gaukeln uns ja immer vor, dass Sie das wollen, nämlich die Flüchtlingskrise endlich bewältigen. Das können Sie alles machen! Und was tun Sie? – Sie ziehen sich zurück, Sie wollen nicht Vizekanzler werden, weil Sie keine Verantwortung wollen. (Abg. Kickl: Ein Phantom!)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker.
Das schaue ich mir übrigens auch noch an, wie das funktionieren wird, aber wenn das stimmt, dann ist es gut so, dann nützen Sie diese Macht, die Sie haben, und setzen Sie konkret etwas um! Treten Sie in diese Regierung ein, hören Sie auf, aus der Deckung zu schießen, und hören Sie auf, irgendwelche Wahlkampfveranstaltungen durchzuführen, statt den Ministerrat zu besuchen. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker.) Das haben wir ja, glaube ich, 17 oder 18 Mal erlebt, dass Sie einfach die Regierungsarbeit boykottieren und schwänzen. Glauben Sie, dass sich die Österreicher das von Ihnen erwarten?
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Was ist der Unterschied zwischen Opposition und Regierung? – Ich weiß nicht, ob Sie das wissen, aber der Unterschied ist: Die Opposition hat unterschiedliche Ideen und kann diese möglicherweise erst in Jahrzehnten umsetzen; Sie als Regierung haben möglicherweise andere Ideen, aber Sie müssen sie auf den Tisch legen, denn das erwartet man von einer Regierung: dass sie konkrete Dinge auf den Tisch legt! Dann kann man das bewerten, dann können sich auch die Menschen ein Bild von Ihnen machen, und dann wird es sich herausstellen (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen): Sind Sie ein Blender oder sind Sie tatsächlich ein geeigneter Kanzler für Österreich? Das wollen wir wissen, und daran werden wir Sie erinnern, und zwar bei jeder Sitzung, die kommen wird. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Abg. Lugar: Sie wurden auch gewählt! – Zwischenruf des Abg. Strache. – Abg. Krainer: Alle, die hier sitzen, wurden gewählt! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein. – Zwischenrufe beim Team Stronach.
der Dauerwahlkampf ständig zugenommen hat, und ich glaube nicht, dass es sinnvoll für unser Land ist, wenn dieser eineinhalb Jahre fortgesetzt wird. Zum anderen bin ich der Meinung, dass in einer Demokratie auch die Bevölkerung die Möglichkeit haben sollte, zu entscheiden, wer die politische Spitze in der Regierung dieses Landes ist. Die letzten, die in Österreich gewählt wurden, waren Vizekanzler Michael Spindelegger und Bundeskanzler Werner Faymann. (Abg. Lugar: Sie wurden auch gewählt! – Zwischenruf des Abg. Strache. – Abg. Krainer: Alle, die hier sitzen, wurden gewählt! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein. – Zwischenrufe beim Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Es wurde heute viel Richtiges angesprochen, aber wenn die ÖVP jetzt meint, es gehe nicht mehr, muss ich sagen: Wir haben in den letzten Jahren genau die gleiche Situation vorgefunden. Was war denn in den letzten Jahren anders als jetzt? – Permanenter Streit! Permanenter Stillstand! Permanentes Chaos! Sie hätten laufend eine Berechtigung gehabt, zu sagen: So geht es nicht weiter! Sie waren aber immer dabei, und in den letzten Jahren und Monaten ist Ihnen letztlich die Wählerschaft davongelaufen, weil die Bürger gesehen haben, dass man sich auf diese ÖVP gar nicht verlassen kann. Im Gegenteil, die sind überall dabei, wenn es zum Nachteil dieses Landes gereicht, und tragen daher Verantwortung für Chaos, Streit und Stillstand. Es sind beide Regierungsparteien, SPÖ und ÖVP, die diese Verantwortung tragen! (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach sowie der Abgeordneten Pilz und Scherak.
Ich muss schon festhalten: Ich bin froh, dass ich vorgestern die Oppositionsparteien zu einem Gipfeltreffen eingeladen habe – mit Peter Pilz habe ich auch wundervolle Kaffeegespräche geführt (Abg. Lopatka: Die Obfrau ist Glawischnig!) – und alle Oppositionsobleute auch dieser Einladung nachgekommen sind, weil das gezeigt hat: Wenn diese Regierung nicht arbeiten kann, dann ist die Opposition bereit, staatspolitische Verantwortung zu übernehmen. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach sowie der Abgeordneten Pilz und Scherak.) Sie hat es auch geschafft, in gemeinsamer Verantwortung einen Fahrplan für rasche, geordnete Neuwahlen im Oktober sicherzustellen.
Beifall bei FPÖ und Team Stronach sowie des Abg. Loacker.
Auf ein paar Punkte eingehend: die neue ÖVP, habe ich jetzt gehört – das erinnert mich an die Plakate von 1995 mit Wolfgang Schüssel, auch damals hieß es: die neue ÖVP. Das ist also ein alter Hut, nur ohne Mascherl! (Beifall bei FPÖ und Team Stronach sowie des Abg. Loacker.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Aber es geht auch um die Verantwortung, die Sie als Integrationsminister haben. Kommen wir einmal konkret zur Verantwortung, dazu, wo Sie überall dabei waren zum Schaden unseres Landes: Das Islamgesetz, das haben Sie uns letztlich eingebrockt; ein Islamgesetz, das für die Würscht ist, das, sage ich, sogar gemeingefährlich ist, im wahrsten Sinne des Wortes. Sie haben damals freudig erklärt, Herr Kurz, der Islam sei ein Teil Österreichs. – Nein, der Islam ist kein Teil Österreichs, das sage ich Ihnen hier! (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
österreichischen Verfassung entsprechen. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.) Und es gibt diesbezüglich konkrete Zweifel, wenn es sich um den politischen Islam handelt.
Beifall bei NEOS, Grünen und Team Stronach.
Sebastian, du bist 30 Jahre alt, genauso alt wie ich, und seit 30 Jahren sitzt die ÖVP in der Bundesregierung. Seit 30 Jahren immer genau das gleiche Spiel – im Übrigen ist es bei der SPÖ in vielen Bereichen nicht anders –, und das deswegen, weil beide Großparteien ein einziges Ziel haben: ihre Pfründe zu verteidigen, dieses verkrustete System zu verteidigen. Und kein Mensch glaubt, dass sich irgendetwas ändern wird! (Beifall bei NEOS, Grünen und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Kritisieren kann jeder, kritisieren können alle, aber Vorschläge machen, das tun die Oppositionsparteien. Das können die Regierungsparteien natürlich auch tun. Aber: Warum sitzen Sie in der Regierung? – Dass Sie etwas umsetzen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim Team Stronach.) Da haben Sie nicht sehr viel vorzuweisen, das haben auch schon einige Vorredner hier heute angesprochen.
Beifall beim Team Stronach.
Jetzt fragen sich viele: Was ist denn diese, Ihre Unterschrift wert? (Beifall beim Team Stronach.) – Diese Frage werden Sie nicht nur heute hier gestellt bekommen, sondern diese Frage werden Sie sich noch des Öfteren anhören müssen.
Beifall beim Team Stronach.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das ist durchsichtig, das ist nicht ehrlich! Und ich denke, das wird von den Wählerinnen und Wählern auch nicht goutiert werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.
Wie es mit der Regierungsfähigkeit der ÖVP aussieht, das zeigt auch die Vergangenheit. Die ÖVP ruft jedes Mal Neuwahlen aus, wenn es ihr opportun erscheint. Das war 1995 so, das war 2002 so, das war 2008 so und – ha, Überraschung! – es ist 2017 auch so. Und hier sagen Sie noch einmal, dass Sie für die Bevölkerung da sind, dass Sie für die Leute arbeiten wollen, dass Ihnen die Probleme der Menschen ein Anliegen sind?! – Nein, genau das Gegenteil ist der Fall! Es geht darum: Sie haben jetzt gute Umfragewerte. Die muss man nutzen, man muss jetzt Wahlen vom Zaun brechen, und man muss jetzt versuchen, dass man in das Kanzleramt einzieht, dass man Macht bekommt, Macht mit Ihrer neuen, jungen Truppe demonstriert. Das ist nicht ehrlich, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich möchte nur abschließend – das wurde heute schon erwähnt – hier auch ein paar Zitate bringen. Wenn man sieht, wie Sie denken, wie Sie sich wandeln, wie Sie sich drehen – ich glaube, Sie werden früher oder später entzaubert werden. In diesem Fall glaube ich: eher früher als später. Ich kann nur Folgendes sagen: Wenn Sie meinen, wir hätten zu wenig Willkommenskultur, dann sagt das, glaube ich, alles. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei SPÖ, Grünen und Team Stronach.
Und Sebastian Kurz verweigert sich, den Vizekanzler zu machen. Ich sage: Wer den Vizekanzler nicht machen kann, kann auch den Bundeskanzler nicht machen. (Beifall bei SPÖ, Grünen und Team Stronach.)
Heiterkeit und Beifall bei SPÖ, FPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.
Aber noch besser finde ich: Selbst meine Vorrednerin geht dieser These ... (Zwischenruf des Abg. Rädler.) – Zu Ihnen komme ich noch, Sie werden noch blass werden da hinten, Sie Zwischenredner, Sie! – Am besten finde ich die These, es gebe einen Totalumbau der ÖVP. Alle fallen darauf herein. Keiner liest die Statuten der ÖVP. All die Punkte, die Sebastian Kurz vorgebracht hat, stehen schon im Statut drinnen. Der Erste, der darauf hereingefallen ist, war Viktor Orbán. (Heiterkeit bei der SPÖ.) Wahrscheinlich gibt es die Statuten nicht auf Ungarisch. Der hat nur gesehen, Durchgriffsrecht, hat gesagt: Super, das ist unser Mann in Österreich!, schickt eine Gratulation und in Wirklichkeit: Wissen Sie, was das Durchgriffsrecht unter anderem signalisiert? – Dass da ein paar sitzen (auf die Sitzreihen der ÖVP weisend), die gar nicht da sitzen sollten! Das ist nämlich die Botschaft. (Heiterkeit und Beifall bei SPÖ, FPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Heiterkeit und Beifall bei SPÖ, NEOS und Team Stronach.
Aber mein Liebling ist Hanni Mikl-Leitner. Ja, mein Liebling ist Hanni Mikl-Leitner. – Jetzt werden die niederösterreichischen Abgeordneten kurz einmal vor Ehrfurcht erstarren. – Warum? – Die hat nämlich im Fernsehen, in der „Zeit im Bild“ Folgendes gesagt, sie hat gesagt: Na klar, Totalumbau, sowieso. Sebastian Kurz soll auf Bundesebene das machen dürfen, was wir auf Landesebene machen. (Heiterkeit und Beifall bei SPÖ, NEOS und Team Stronach.)
Anhaltender Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.
Da kann er sich noch so selbst inszenieren: Freitag, Pressekonferenz, da schickt Sebastian Kurz die Botschaft an die Landeshauptleute in Alpbach. Es war die Selbstkrönung, die da stattgefunden hat. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.) Ich kenne aus der Geschichte nur eine einzige Selbstkrönung, da war sogar der Papst dabei. Dann hat einer die Krone genommen und hat sie sich aufgesetzt. Und wissen Sie, wo es geendet hat? – In Waterloo hat es geendet. (Anhaltender Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Lopatka: In „Stronach“ ist auch kein Ö!
Es geht nämlich in der Politik, in dieser Show, die hier abgezogen wird, nicht um die Wirtschaft (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein), es geht nicht um Arbeitsplätze, es geht nicht um Österreich; es geht um die drei letzten Buchstaben von Österreich: ich. Das merkt man auch (Abg. Neubauer: In dieser Rede!) daran, wie die neue Volkspartei jetzt heißt: Die SPÖ hat ein Ö drin, die alte ÖVP hat ein Ö drin, sogar die FPÖ hat ein Ö drin, wir heißen NEOS – Das Neue Österreich, aber in der Liste Sebastian Kurz – die neue Volkspartei geht es nicht mehr um Österreich; das kommt da nicht mehr vor, und ich glaube, das ist symptomatisch. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Lopatka: In „Stronach“ ist auch kein Ö!)
Beifall beim Team Stronach.
Es gibt die Vermutung, dass ein zweites Mal versucht wird, einen Untersuchungsausschuss abzudrehen. Da muss irgendetwas ... (Abg. Lugar – auf einige an der Regierungsbank mit den anwesenden Ministern sprechende Abgeordnete weisend –: Frau Präsidentin, das ist ja kein Kaffeehauskränzchen ...! – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ich meine, was soll denn das? – Abg. Lugar: Ja, Respektlosigkeit ohne Ende! – Die Abgeordneten kehren zu ihren Sitzplätzen zurück.) – Das ist immer das Problem: Die Regierung sagt, die Opposition schlage nichts vor; wenn man aber nicht zuhört, kann man das ja nicht wissen und glaubt, man habe selbst recht. Das ist das Hauptproblem, so ist das auch in den Ausschüssen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
Deshalb fordern wir klipp und klar, zu handeln, aber im Sinne unserer Bürgerinnen und Bürger. Unser Programm ist ganz klar: Der Mensch steht im Mittelpunkt. Das braucht man nicht zu erwähnen, das muss die Grundaufgabe jedes Abgeordneten und jeder Abgeordneten in diesem Haus sein. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Gerhard Schmid.
Betreffend Integration wird hier alles vermischt: Flüchtlinge, Asyl, Integration, Zuwanderung. (Abg. Korun: Das tun Sie selbst!) – Frau Kollegin, eines ist sicher: Diese massiven Flüchtlingsströme gefährden die Zukunft unserer nächsten Generation. Den Menschen muss geholfen werden, auch den Flüchtlingen, aber vor Ort, meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir können diese Probleme nicht alle stemmen, auch finanziell nicht. Eines ist für unser Land und unsere Menschen sehr bedenklich, nämlich dass der Rechtsstaat in dieser Frage total außer Kraft gesetzt wurde. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Gerhard Schmid.)
Beifall beim Team Stronach.
Kolleginnen und Kollegen, den ländlichen Raum darf man gar nicht so weit kommen lassen, dass er stirbt, den muss man prosperieren lassen! Man muss schauen, dass man die Unternehmen erhalten kann, dass man die Bauernhöfe für die regionale Produktion erhalten kann, dass die Familien funktionieren, dass es dort in starken Familien starke Arbeitnehmer und Arbeiterinnen für die Industrie vor Ort gibt, dass man sinnlosen Verkehr vermeiden kann. Wir haben Staus in unseren Zentralräumen, weil die Leute immer weiter zur Arbeit auspendeln müssen, weil sie dann eine dankbare Melkkuh sind, weil sie dann ein zweites Auto brauchen, weil sie Abgaben zahlen, weil sie motorbezogene Versicherungssteuern zahlen. – Das sind die Fakten. (Beifall beim Team Stronach.) – Danke.
Beifall beim Team Stronach.
Ich sehe den Brexit auch als Chance, die Europäische Union neu aufzustellen, neu anzudenken, die Bevölkerung miteinzubinden, die EU von einem Konstrukt, das abgehoben über den Menschen agiert, zu einer Bewegung umzuformen, von der die Menschen berührt sind, bei der die Menschen das Gefühl haben, hier gibt es Problemlösungskompetenz. Nur wenn die Europäische Union es schafft, die Menschen wieder zu bewegen, die Menschen zu begeistern, wird sie eine Zukunft haben. Wenn nämlich so wie bisher einige via Fernsehen ausrichten: Wir wissen, wie es geht, und ihr habt das gefälligst zu tun!, dann wird der Brexit nur der erste Schritt in einer langen Kette von Austritten sein. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Die Europäische Union, allen voran unsere Vertreter dort sind aufgefordert, die Struktur zu reformieren, die Vision zu formen, die Europäische Union neu anzudenken. So vorzugehen, wie der französische Präsident Macron meint, der vorschlägt, man könnte jetzt eine Fiskalunion mit einem Eurozonen-Finanzminister, mit einem Eurozonenbudget und mit Finanzhoheit aufbauen, das ist der Weg, den wir auf keinen Fall gehen wollen. Das ist der Weg, gegen den wir uns alle stellen müssen. Das ist nicht im Sinne der EU-Bürger! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
In diesem Sinn: Viel Veränderung ist gefordert, soll die Europäische Union eine Zukunft haben, die auch von den Menschen mitgetragen wird. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, NEOS, Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich muss dazu sagen: Das ist ein Schritt, für den ich persönlich Verständnis habe, den ich selbstverständlich respektiere. Ich möchte auch an dieser Stelle die Gelegenheit nützen, dem scheidenden Vizekanzler viel Erfolg auf seinem weiteren Lebensweg zu wünschen. Ich habe ihn als anständigen, fairen und aufrechten Verhandlungspartner kennengelernt, der zu seinen Zusagen, sofern möglich, auch immer gestanden ist. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, NEOS, Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Heiterkeit bei SPÖ, FPÖ, Grünen und Team Stronach
Drittens: Weil wir uns jetzt auf die Arbeit konzentrieren (Heiterkeit bei SPÖ, FPÖ, Grünen und Team Stronach), erst im Herbst ... – Ja, auch mir macht die Arbeit Spaß! Es freut mich, dass auch Sie sich freuen – wunderbar! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.) Gehen wir also gemeinsam frohgemut an die Arbeit und nicht missmutig und griesgrämig! – Drittens ist im Herbst der Wahlkampf möglichst kurz und fair zu führen.
Beifall beim Team Stronach.
Schauen wir uns jetzt aber genau an, was am 1. März 2017 passiert ist, als der Herr Doch-nicht-Vizekanzler als Außenminister aufgestanden ist und offen zugegeben hat – ich habe es hier –, dass die österreichische Bundesregierung in der Flüchtlingsfrage das Recht massiv und mehrfach gebrochen hat! Er hat sich am 1. März hierhergestellt und das offen zugegeben. Daraufhin hätte das Parlament ihn normalerweise sofort mittels eines Misstrauensantrages entlassen müssen. Das wäre die Aufgabe des Parlaments, so steht es in der Verfassung. Die Regierung ist die Exekutive, wir sind die Legislative. Das heißt, wenn die Exekutive das nicht ausführt, was wir hier beschließen, dann müssen wir ihr das Misstrauen aussprechen. Es sind aber die wenigsten auf die Idee gekommen, weil eben im Parlament leider nicht dieses freie Spiel der Kräfte herrscht, sondern weil die Abgeordneten von Rot und Schwarz leider als Erfüllungsgehilfen dieser Regierung agieren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir haben nichts davon, wenn Herr Kurz jetzt aus der Deckung heraus mit gutem Rückenwind Neuwahlen vom Zaun bricht und möglicherweise sogar noch die Mehrheit bekommt, wenn wir dann wieder keine Möglichkeit haben, etwas umzusetzen. Das heißt: Ermöglichen wir dem Parlament, zu regieren oder zumindest die Gesetze zu beschließen, wie das auch in der Verfassung steht, dann werden wir sehen, wer mit wem zusammenarbeiten kann! Dazu lade ich die ÖVP ein, wobei ich auch sagen muss, dass ich nicht glaube, dass die ÖVP irgendwie zusammenarbeiten will, denn der ÖVP geht es immer schon um Machterhalt und Machtausbau. Darum geht es der ÖVP, und das ist das Problem. (Beifall beim Team Stronach.) Das sehen wir in Niederösterreich, das sehen wir in so vielen Bundesländern: dass es der ÖVP nur darum geht, wie sie die Macht erhalten und wie sie sie ausbauen kann, nicht aber um Sacharbeit.
Beifall beim Team Stronach
Sie, Herr Kurz, Herr Nicht-Vizekanzler – ich muss es immer wieder sagen, weil es so skurril ist; es ist so skurril, dass jemand vorgibt, für Österreich etwas bewegen zu wollen, dann aber nicht die Verantwortung übernehmen will, aber es soll so sein (Beifall beim Team Stronach) –, Sie, Herr Kurz, werden jetzt nach mir sprechen, und ich sage Ihnen, ich will von Ihnen wissen, was Sie konkret planen und welche Initiativen Sie hier im Parlament einbringen wollen! Das will ich von Ihnen wissen. Ich will nicht hören, dass Sie mit der SPÖ etwas umsetzen wollen. Was wir jahrelang nicht umsetzen konnten, wollen wir jetzt in den letzten Wochen umsetzen?! Das ist genau so, wie wenn jemand, der gekündigt wurde, weil er nichts auf den Weg brachte, sagt: Aber jetzt bin ich motiviert! – Das ist zu spät!
Heiterkeit und Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wenn Sie jetzt wieder nach mir reden und wie schon vorhin, als Sie auch nach mir gesprochen haben, wieder davon reden, dass Sie doch schon einiges auf den Weg bringen – die Koranverteilung zum Beispiel wird abgeschafft, ebenso die Vollverschleierung –, dann, Herr Kurz, muss ich Ihnen sagen, Sie sind wie ein Hausverwalter, den man tausendfach davon in Kenntnis setzt, dass das Haus einsturzgefährdet ist, dass alles defekt ist; Sie würden dann auch sagen: Wir haben neue Spannteppiche verlegt! (Heiterkeit und Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.) – Das ist zu wenig!
Beifall beim Team Stronach.
umsetzen, und deshalb, Herr Fast-Vizekanzler: Suchen Sie Gemeinsamkeiten, Sie werden sie hier im Parlament finden! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ, NEOS und Team Stronach.
Was ist denn das, meine Damen und Herren, für ein Bild des Jammers? Was ist denn das für ein Elend dort hinter mir auf der Regierungsbank? (Beifall bei der FPÖ.) Was ist denn das für ein Schmierentheater, bin ich schon versucht zu sagen, das Sie hier in den letzten Monaten, Wochen und Tagen in immer ärgeren Intensitäten aufführen? Darüber kann auch der satirische Beitrag des Herrn Lopatka nicht hinwegtrösten, der jetzt draufkommt, dass es eigentlich ganz gut wäre, würde man zu arbeiten beginnen. Jetzt, wo alles am Ende ist! – Das ist ja unglaublich! (Beifall bei FPÖ, NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (STRONACH): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Erlauben Sie mir ein paar persönliche Worte. Als ich 2013 in den Nationalrat gewählt wurde, hatte ich hohe Erwartungen und große Hoffnungen – hohe Erwartungen vor allem, was die Bundesregierung betrifft. Ich war tatsächlich der Meinung, in der Bundesregierung seien Menschen, die sich mit voller Energie, mit voller Kraft für die Anliegen der Bevölkerung einsetzen. Ich sage Ihnen, einige von ihnen machen das auch, einige von ihnen leisten sehr gute Arbeit, aber ein Teil der Bundesregierung hat sich abgekoppelt und sich nur mehr aufs Inszenieren verlegt. Ich persönlich gehe davon aus, dass die Menschen draußen keine Inszenierer wollen. Sie wollen Leute, die etwas bewegen, sie wollen Leute, die ihre Anliegen ernst nehmen, und sie wollen vor allem, dass es in diesem Land besser wird. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Franz. – Ruf bei der SPÖ: Der Herr Kurz ist halt leider kein Birkhahn!
Meine geschätzten Damen und Herren, was wir in den letzten Tagen und Wochen erlebt haben, kann man bei der Jagd auch erleben. Vielleicht hat der eine oder andere von Ihnen schon einmal eine Birkhahnbalz beobachtet (Ruf bei der SPÖ: Eine was?!) – Eine Birkhahnbalz, bei der sich jeder Birkhahn positioniert, aufplustert und als der Schönste und Größte dasteht. Das haben wir leider auf der Regierungsbank erlebt. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Franz. – Ruf bei der SPÖ: Der Herr Kurz ist halt leider kein Birkhahn!)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Franz.
Man darf sich nicht wundern, wenn die Menschen wegen der Politik verdrossen sind. Hätten die Menschen noch mehr Einblick, dann – das kann ich Ihnen sagen – würden noch weniger zur Wahl gehen. Ich hätte tiefstes Verständnis dafür. Nicht Ihnen reicht es, ich glaube, den Menschen reicht es schön langsam mit dieser Form der Politik. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Franz.)
Beifall beim Team Stronach.
Jetzt frage ich mich, was sich zwischenzeitlich geändert hat – man kann sagen, es ist noch ein bisschen mehr gestritten worden, aber in Wirklichkeit wurde nichts zustande gebracht. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Damen und Herren der Regierung und der Herr Bundeskanzler haben anscheinend nicht ganz verstanden, dass wir vom Volk gewählt sind, wir Abgeordneten hier im Haus, wir sind das Gesetz – nicht die Regierung! Das sollte ihm jemand einmal ein bisschen hinter die Ohren schreiben, das muss man einmal klar sagen. (Beifall beim Team Stronach.)
Heiterkeit beim Team Stronach.
Eigentlich hätte ich dazu ja noch viel mehr sagen wollen, nur es ist da fast jedes Wort zu schade. Ich möchte aber mit einer Sache meine heute sehr kurze Rede beenden. Wir haben vor einiger Zeit in einer unsäglichen Causa – Sie wissen, wovon ich spreche, es hat dazu auch einen Untersuchungsausschuss gegeben – einmal diesen Satz gehört, den ich hier noch kurz ansprechen möchte, lassen Sie mich das ganz kurz auf den Kernpunkt bringen. (Heiterkeit beim Team Stronach.) Der Satz hat gelautet: Wo war meine Leistung? – Meine Damen und Herren, diese Frage sollten Sie sich stellen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Eigentlich hätte ich dazu ja noch viel mehr sagen wollen, nur es ist da fast jedes Wort zu schade. Ich möchte aber mit einer Sache meine heute sehr kurze Rede beenden. Wir haben vor einiger Zeit in einer unsäglichen Causa – Sie wissen, wovon ich spreche, es hat dazu auch einen Untersuchungsausschuss gegeben – einmal diesen Satz gehört, den ich hier noch kurz ansprechen möchte, lassen Sie mich das ganz kurz auf den Kernpunkt bringen. (Heiterkeit beim Team Stronach.) Der Satz hat gelautet: Wo war meine Leistung? – Meine Damen und Herren, diese Frage sollten Sie sich stellen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Hübner.
Ich bin der Meinung – die Redezeit ist kurz –: Wir brauchen keine Generalvollmachten, überhaupt nicht. Ich könnte auch noch bei der Familienpolitik weitermachen, bei den Zahnspangen und bei den vier Jahren – Familienpartei ÖVP – Anrechnungszeit für Pensionen von Müttern. Wir brauchen in keiner Weise – Herr Kollege Schultes, ich darf das in aller Deutlichkeit sagen – alten Wein in neuen Schläuchen. Wir brauchen keine Generalvollmachten. Was wir in Österreich brauchen, was unsere Bürgerinnen und Bürger brauchen, ist eine neue Politik nach dem Schweizer Modell: Das Volk ist der Chef, und der Mensch steht im Mittelpunkt. Ich bin überzeugt davon, das ist die Zukunft, und nach diesen Grundsätzen muss eine neue Politik arbeiten. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Hübner.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
Ich würde mich freuen, wenn wir in der Zukunft vielleicht alle miteinander ein bisschen darüber nachdenken und mehr Schritte machen würden, wo das Volk direkt mitbestimmen kann. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.)
Beifall beim Team Stronach.
Liebe Frau Korun, da müssen wir dann gar nicht mehr über Kopftücher oder sonst irgendetwas diskutieren. Wenn die Leute sich integrieren wollen, dann passen sie sich unseren Regeln an, und das ist das Um und Auf. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.
Meine Damen und Herren, das ist ein Zeichen dafür, dass von den Eltern Integration nicht gewünscht wird. Sie leben das den Kindern vor und zwingen sie, so herumzulaufen. Meine Damen und Herren, da muss die Politik reagieren! Das hat man sich aber nicht getraut. Da haben Sie die Hosen voll, gestrichen voll bis oben. Ich denke, da muss man ansetzen! (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir reden gescheit von Integration, davon, dass man diesen Leuten Arbeitsplätze geben muss – das ist ein anderes Thema, darauf wird meine Kollegin Waltraud Dietrich noch zu sprechen kommen –, aber dann müssen wir schon den Mut haben, als Vertreter der österreichischen Bevölkerung, als österreichisches Parlament klar die Gesetze vorzugeben, wie sich Zuwanderer in Österreich zu benehmen haben. Dann haben wir es richtig gemacht, andernfalls haben wir versagt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.
Wie Kollege Scherak auch ausführte, findet man das Wort Koran in dieser gesamten Gesetzesvorlage kein einziges Mal. In den Griff kriegt man es über den Fußgängerverkehr in der Straßenverkehrsordnung. – Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung, der Noch-Koalition, wenn man ein Gesetz mit Inhalt machen möchte, dann muss man den Inhalt, den man haben möchte, auch hineinschreiben. Das passiert bei Ihnen einfach nicht. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Es ist schon ganz gut, dass Neuwahlen kommen. Nur eines, wenn wir schon bei der Integration sind: Bei diesen Neuwahlen wäre schon darauf zu achten, dass diejenigen, die vor Kurzem noch für oder gegen Erdoğan abgestimmt haben, nicht im Oktober dieses Jahres auch noch in Österreich abstimmen können, denn beides geht nicht. Stoppen Sie diese unsäglichen Doppelstaatsbürgerschaften! (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Also ein Gesetz, in dem „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ drinsteht und in dem nicht einmal ausformuliert ist, wen das tatsächlich betrifft und wie, ist aus unserer Sicht eher als Pfusch zu bezeichnen und abzulehnen; deshalb werden wir dem nicht zustimmen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Pirklhuber.
Wir haben im Ausschuss ja auch Herrn Geschäftsführer Blass darauf angesprochen, was die Inserate betrifft – Kollege Pirklhuber hat es auch schon erwähnt. Das wurde zwar verneint, aber wenn man den Rechnungshofbericht genauer liest und wenn man vergleicht und sich den zeitlichen Zusammenhang mit den Wahlen ansieht, dann stimmt die Kritik natürlich. Das muss auch angesprochen und auch aufgedeckt werden, meine sehr geehrten Damen und Herren! So kann es nicht sein. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Pirklhuber.)
Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Pirklhuber.
Der Rechnungshof beziehungsweise die Frau Präsidentin hat gesagt, es werde eine Follow-up-Prüfung geben. 55 Empfehlungen wurden ausgesprochen, 51 allein an die AMA, die anderen im Zusammenhang mit dem Ministerium, das wurde schon erwähnt. Diese Empfehlungen sind in Umsetzung respektive werden umgesetzt, weil es bei manchen eine Frist von einem Jahr gibt. Wenn der Follow-up-Bericht kommt, wird man sehen, wie viel tatsächlich umgesetzt worden ist. Diese Empfehlungen reichen aber nicht aus, sondern es braucht auch weitere Schritte, wie Kollege Jannach schon ausgeführt hat. Und da werden wir natürlich gerne dabei sein. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Pirklhuber.)
Beifall bei Team Stronach und Grünen.
In diesem Sinne stimmen wir dem Antrag des Kollegen Jannach zu. Wir finden das sehr sinnvoll. Es ist eigentlich traurig, dass es – so wie bei der Bundesregierung – ständig dieser Untersuchungsausschüsse bedarf, denn gerade in solchen Organisationen, in denen die Zwangsmitglieder so knallhart geprüft werden, sollte man davon ausgehen können, dass sie selber als Vorbild dienen. – Danke. (Beifall bei Team Stronach und Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ sowie bei FPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.
Wir müssen uns auch überlegen – und da schließe ich mich den Ausführungen von Kollegin Moser an –, was wir reformieren sollen, ob man nicht auch den Rechnungshof verpflichten kann, dann, wenn er auf strafrechtliche Tatbestände stößt, tatsächlich auch von sich aus aktiv zu werden, denn diese Vergaben, Vergabefehler, wenn man das vorsichtig so bezeichnen will, spotten ja jeder Beschreibung. Die sind zu ahnden, das ist keine Frage! (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ sowie bei FPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei SPÖ, FPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.
Zum Zweiten: Frau Präsidentin, Sie haben es ja am Redebeitrag des Kollegen Knes gesehen, wir sind sehr engagiert im Bereich des Rechnungshofausschusses, und die Abgeordneten sind natürlich sehr sensibel, wenn Sie aus unserer Sicht Dinge in die Politik bringen, hinsichtlich derer wir aber der Überzeugung sind, dass das nicht Ihre Aufgabe ist. Ob man die Legislaturperiode verkürzen soll oder nicht – das zu entscheiden, ist Sache des Parlaments, genauso wie es Sache des Parlaments ist, Ihre Funktionsperiode bei zwölf Jahren zu belassen. Das ist Sache des Parlaments, und wir wollen uns da zumindest aus unserer Sicht nicht dreinreden lassen. (Beifall bei SPÖ, FPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Aufgrund der vorgeschrittenen Zeit möchte ich zum Schluss kommen und mich bei der Frau Rechnungshofpräsidentin für diesen Bericht noch einmal explizit bedanken, auch beim Projektleiter Mag. Wintoniak und bei dem gesamten Team, da auch die Parlamentsbediensteten mehr oder weniger eine Doppelbelastung haben, weil die normale Arbeit ja weiterläuft und das Projekt der Parlamentssanierung natürlich auch sehr viel Arbeit und Zeit in Anspruch nimmt. Ein herzlicher Dank von meiner Seite und einen schönen Abend! – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 181
Ironische Heiterkeit bei FPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.
Nun, ich gehe davon aus, dass wir dadurch, dass man sich auch allseits auf einen Neuwahltermin verständigt hat, eigentlich eine größere Chance haben, das noch zu erledigen, was noch offen ist. Die Zeit des Taktierens ist ja wirklich vorbei, und wir sollten alle mit offenen Karten spielen. Ich tue es jedenfalls. (Ironische Heiterkeit bei FPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.) – Meine Damen und Herren Abgeordneten, ich wüsste nicht, was daran so lustig sein soll. (Beifall bei der ÖVP.)
Ironische Heiterkeit bei Grünen und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Lugar: Der war gut!
Es gibt, wie Sie wissen, eine Reihe von Projekten, die noch offen sind. Wir werden uns in den nächsten Tagen an der Frage orientieren müssen, was in der kurzen Zeit, die noch verbleibt, wirklich machbar ist, denn im Vordergrund steht für mich das wirklich Machbare und das, was auch im Interesse der Bevölkerung noch unbedingt erledigt werden sollte, ohne allzu großen Zeitverzug. Ich glaube, dass wir das schaffen können – jetzt und gerade jetzt, wo wir das Ablaufdatum, also konkret das Datum der Nationalratswahl genau kennen. Ich bin überzeugt – und das haben auch die Gespräche der letzten Tage gezeigt und mich darin auch bestätigt –, dass beide Regierungsparteien sich mehr denn je der Sachlichkeit verpflichtet fühlen. (Ironische Heiterkeit bei Grünen und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Lugar: Der war gut!) – Ja, da mögen Sie wieder lachen. Mich stört das gar nicht, weil es entlarvend ist. Ja, tun Sie nur! Ich kann Ihnen aber sagen: Uns ist es ernst damit, wir werden in aller Sachlichkeit die Projekte noch umsetzen können, die notwendig sind. Davon werden wir uns auch durch den einen oder anderen Zwischenlacher nicht abhalten lassen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ, FPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.
Abgeordneter Mag. Andreas Schieder (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Frau Präsidentin! Der Tagesordnungspunkt hat die Erklärung der Bundesregierung aus Anlass der Regierungsumbildung zum Inhalt. So ist es ja auch in der Geschäftsordnung vorgesehen, dass dem Parlament neue Regierungsmitglieder unverzüglich mit anschließender Diskussion vorgestellt werden müssen. Daher würde ich bitten, dass wir, wenn die neuen Regierungsmitglieder nicht vollzählig anwesend sind, die Sitzung unterbrechen, bis alle da sind. (Beifall bei SPÖ, FPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das heißt, man will diese Zuwanderung, man befördert diese Zuwanderung. Herr Sebastian Kurz, der heute hoffentlich auch noch etwas sagen wird – und ich hoffe, nicht wortgleich das, was Sie uns während der letzten beiden Tage schon aufgetischt haben, sonst nehme ich Ihnen Ihren Zettel weg! –, soll uns einmal ganz konkret erläutern, was er gedenkt, in der Flüchtlingsfrage umzusetzen, und dann werden wir gleich die Nagelprobe machen: Ich werde dann gleich einen Antrag einbringen, und bei der Abstimmung werden wir einmal schauen, was die ÖVP tut. Darum geht es nämlich: um die konkrete Umsetzung! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Ruf bei der ÖVP: Eine der letzten Reden!
Die Wähler werden erst nach der Wahl merken, was sie da gekauft haben, nämlich die Katze im Sack, und das ist nicht redlich. Deshalb: Legen Sie konkret Ihr Programm auf den Tisch – ich habe noch nichts von Ihnen gesehen –, und wenn Sie es nicht tun, werde ich Sie bei jeder Sitzung daran erinnern. (Beifall beim Team Stronach. – Ruf bei der ÖVP: Eine der letzten Reden!)
Heiterkeit und Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
Abgeordneter Christoph Hagen (fortsetzend): Bevor ich in meinem Redebeitrag zur Regierung komme, möchte ich noch Folgendes ansprechen: Kollegin Maurer von den Grünen ist hier gestanden und hat sich darüber beklagt, dass sie während ihres Studiums schon vier Minister (Rufe: Sechs!) – sechs Minister – verbraucht hat. Ich glaube, sie sollte eher einmal darüber nachdenken, mehr Fleiß in ihr Studium zu investieren, denn dann hätte sie nicht so viele Minister verbraucht. (Heiterkeit und Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid.
Ich habe das bereits gestern in meiner Rede gesagt: Der Herr Bundeskanzler ist jetzt draufgekommen, dass das Parlament – und das ist ja die wirkliche Volksvertretung – existiert. Ich bin froh, dass jetzt mit dem Parlament und mit den Fraktionen, vielleicht auch ein bisschen überparteilich, zusammengearbeitet wird (Zwischenruf der Abg. Schimanek) und vielleicht vernünftige Anliegen der Opposition, die bisher immer wieder vertagt und damit auf die lange Bank geschoben worden sind, hier aufgegriffen und doch noch zum Wohle der Bevölkerung umgesetzt werden. Viele haben es vielleicht schon vergessen, dass wir zum Wohle der Bevölkerung und in deren Vertretung hier sitzen – das sollte uns bewusst sein. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
Herr Vizekanzler, Herr Wirtschaftsminister: I am happy it’s you, good luck! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, NEOS und Team Stronach.
Abgeordnete Mag. Elisabeth Grossmann (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Regierungsmitglieder! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich habe mich jetzt spontan zu Wort gemeldet, aber Sie werden ja angesichts Ihrer Ausführungen vorhin schon damit gerechnet haben, Herr Abgeordneter Franz. Das war wirklich skandalös! (Abg. Hübner: Skandalös ist nichts! Eine Wortmeldung ist eine Wortmeldung!) Ich würde den Herrn Präsidenten bitten, sich das Protokoll zu besorgen und genau nachzulesen. Herr Abgeordneter Franz hat in Bezug auf die Frauenquote von Tschopperlquote und Tschopperlversorgung gesprochen, und das gehört wirklich nicht in dieses Haus! (Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, NEOS und Team Stronach.
Es ist Ihnen unbenommen, Herr Abgeordneter Franz, das so zu sehen, wie Sie es sehen wollen, aber dieser Ausdruck verdient einen Ordnungsruf! Herr Präsident, ich bitte Sie, das zu prüfen! (Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich darf aus der Praxis berichten und daran erinnern, was die heutigen Handwerker können und leisten und wie sie sich bei diesem technischen Fortschritt weiterbilden müssen, denn nur solche – danke, dass Kollege Strolz vom Markt gesprochen hat – haben Bestand, können zu Baustellen fahren und reparieren und herrichten. Ich denke, da kann man dann schon vom Meister reden – darauf komme ich noch zu sprechen. Die Arbeit führen aber immer noch die Arbeitnehmerin und der Arbeitnehmer vor Ort aus, und sie leisten Großartiges. – Danke schön an alle Handwerker und Handwerkerinnen in Österreich. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir bitten um Zustimmung. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Bei diesen Modellen kann ich eines garantieren: Da stirbt die österreichische Landwirtschaft! Da wird der Konsument betrogen, weil er bereit ist, mehr Geld auszugeben, und die Gesundheit, das Klima und die Umwelt sind extrem gefährdet. Das muss abgestellt werden! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei ÖVP, FPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.
ich noch eine Seniorenbundgruppe recht herzlich begrüßen, und zwar aus Groß St. Florian; wie Abgeordneter Amon sagt: aus der schönen Weststeiermark. Herzlich willkommen hier im Parlament! (Beifall bei ÖVP, FPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Da gehört einiges geändert, und deswegen fordern wir, dass die Richtlinien für das AMA-Gütesiegel maßgeblich verbessert werden, dass wir die Palmölfreiheit gewährleisten, dass wir die Gentechnikfreiheit gewährleisten, dass wir auch die Drittelregelung für diese Produkte beseitigen. – Danke schön. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ, NEOS und Team Stronach.
Selbstverständlich kämpfen wir für Ehrlichkeit, für gute Lebensmittel, für die beste Qualität in Österreich und vor allem auch gegen jede Form der Irreführung und Täuschung, denn das schützt die Bäuerinnen und Bauern und auch die Konsumentinnen und Konsumenten. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ, NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und Grünen.
Wir stimmen dem Antrag zu und werden das weiterverfolgen, bis hin zur Palmölfreiheit von Futtermitteln, denn auch da ist es drinnen: angefangen vom Rinderfutter über Kälberfutter bis zum Katzenfutter, Hundefutter und Fischfutter. – Danke. (Beifall bei Team Stronach und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.
Abgeordneter Walter Rauch (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsident! Herr Bundesminister! Eingangs möchte ich die FPÖ-Bezirksgruppe Lilienfeld im Namen unseres Abgeordnetenkollegen Christian Hafenecker begrüßen. Danke, dass ihr da seid! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Bundesminister Rupprechter: Der Würde des Hauses entspricht, dass man anwesend ist, wenn die wesentlichen Dinge hier ...!
Abgeordnete Ulrike Weigerstorfer (STRONACH): Frau Präsidentin! Herr Minister! Erlauben Sie mir vorab die Frage: War das jetzt gewissermaßen die Vorbereitung darauf, was uns in den nächsten fünf Monaten offensichtlich zu blühen scheint? – Ich finde es nicht der Würde dieses Hauses entsprechend, derart süffisante Anmerkungen zu Kollegen wie Herrn Steinbichler oder Frau Brunner loszulassen. (Beifall beim Team Stronach. – Bundesminister Rupprechter: Der Würde des Hauses entspricht, dass man anwesend ist, wenn die wesentlichen Dinge hier ...!)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Brunner.
So viel zur Arbeit der letzten zwei Jahre! Die vorliegende Novelle können wir daher nicht unterstützen. In zwei Jahren kann man bessere Arbeit abliefern! – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Brunner.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich möchte noch ganz kurz zum Entschließungsantrag von Walter Rauch und Dr. Jessi Lintl ein Wort sagen: An und für sich finde ich diesen Entschließungsantrag sehr, sehr positiv, sehr, sehr gut, und würde ihn irrsinnig gerne unterstützen. Jessi, ich habe eine Frage an dich: Ihr verlangt einen Masterplan, der den unverzüglichen Ausstieg Österreichs aus der Kohleverstromung fordert. Das wird sich unverzüglich nicht ausgehen! Könnten wir uns noch irgendwie einigen, dass wir hier schrittweise oder so hineinnehmen, denn dann könnten wir ihn natürlich mitunterstützen? Es gibt zu wenig Alternativen, und wenn dann die Alternative womöglich Atomstrom heißt, ist es schwierig. Ich würde es noch gerne mit dir durchdiskutieren, bevor wir zur Abstimmung kommen. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich möchte aber noch einmal hinweisen: Das kann nur ein kleiner Schritt sein. Der nächste Schritt muss einfach sein: Fangen Sie bitte endlich an, Pestizide zu verbieten, denn diese Pestizide, die wir tonnenweise verbreiten, sind das, was den Bienen wirklich schadet! Es ist schön, wenn wir ihnen Nisthilfen anbieten, aber lassen wir sie einfach überleben, indem wir besser, vorausschauender denken! Geben wir ihnen wirklich eine Chance zu überleben! – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.)
Sitzung Nr. 183
Beifall bei NEOS und Team Stronach.
Rechnen Sie 800 € Arbeitslosengeld plus 400 € für geringfügige Beschäftigung, dann haben Sie 1 200 €! (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.) Das muss man erst einmal mit einer vollwertigen Beschäftigung verdienen. Das sind die falschen Anreize eines falschen Systems. (Beifall bei NEOS und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich sage Ihnen, die Sozialdemokratie hat in vielen Bereichen große Lücken hinterlassen. Ich möchte noch einen Punkt, der mich persönlich sehr trifft, bringen: Wie kann es sein, dass in einem System, das angeblich sozial ausgewogen ist, noch immer so viele Privilegienkaiser, nämlich Menschen, die Privilegienpensionen beziehen und nie dafür eingezahlt haben, herumspazieren? Ich würde mir wünschen, dass Sie endlich dieses Thema aufgreifen und da für soziale Gerechtigkeit sorgen! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich verstehe schon, dass sich die ÖVP neu benennen muss, und zwar deshalb, weil sie die Hausaufgaben nicht gemacht hat, wobei sie jahrzehntelang von einem Unternehmer zum anderen gerannt ist, das versprochen, aber nicht eingehalten hat. Ich denke, diese Umfärbelung ist ein reiner Marketing-Gag, damit die Unternehmer vielleicht nicht mitbekommen, dass der Inhalt noch immer der gleiche ist, nämlich Stillstand, prolongiert auf die nächsten Jahre. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren, da hat die Regierung viele Baustellen hinterlassen. Streuen Sie den Menschen nicht Sand in die Augen, nehmen Sie die Aufgaben ernst und schauen Sie, dass endlich etwas in diesem Land weitergeht! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Eines möchte ich vorweg sagen: Wir müssen den Begriff Arbeit neu besetzen. Dazu lade ich auch die Medien ein. Es kann nicht sein, dass am Montag in der Früh die erste Meldung von einem Reporter ist: Nur mehr vier Arbeitstage bis zum verdienten Wochenende! – Na, das ist ja die richtige Einstellung, wie wir in den Tag starten! Ich denke, wir sollten den Begriff Arbeit neu besetzen: Arbeit ist Lebensfreude, Arbeit ist Lebenssinn und Arbeit ist Lebensinhalt. Wer das bestreitet, hat den Begriff nicht begriffen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.
Kollege Klubobmann Steinhauser, erkläre mir bitte die 40 000 Arbeitsplätze, die Rudi Anschober in Oberösterreich geschaffen hat! (Heiterkeit bei der FPÖ.) Wunderbar, da wird die ÖVP sagen, sie hat 150 000 geschaffen, die SPÖ hat 200 000 geschaffen. – Das ist ja hier keine Märchenstunde! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.) – Dann musst du einmal darüber nachdenken, wie viele er verhindert hat. Wir können nicht über Entbürokratisierung diskutieren und in Wirklichkeit bei jedem Projekt und überall zusätzliche Auflagen, zusätzliche Einschränkungen fordern! (Abg. Pirklhuber: Das ist ja nicht unser ...!) Das kostet, und das können wir uns im internationalen Wettbewerb wirklich nicht leisten. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.)
Beifall beim Team Stronach. – Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Matznetter und Lugar.
Und das ist, glaube ich, das ganz Entscheidende: Wir brauchen eine neue Politik. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Jawohl, genau dich als Chinaexperten, Kollege Matznetter, spreche ich jetzt an, du bist ja Chinaspezialist (Abg. Matznetter: Keine Antwort! Sie erzählen uns da was ...!): Globalisierung dient den Konzernen, und Regionalisierung – das würde ich mir von einem Konsumentenschützer erwarten – dient den Menschen. (Beifall beim Team Stronach. – Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Matznetter und Lugar.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
das Steuergeld an diesen Staat zahlen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.)
Beifall beim Team Stronach.
Leider wird durch diese Verordnung wieder Energie ins alte System gesteckt, und darum werden wir das im Ganzen nicht mittragen, wobei wir einige Punkte sehen, denen wir durchaus positiv gegenüberstehen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Frau Ministerin, Sie sind erst kurze Zeit in dieser Funktion, das muss ich Ihnen zugutehalten, aber es wäre ein Gebot der Stunde, ein österreichisches Gütesiegelgesetz aufzusetzen, in dem auch die Begriffe vegetarisch und vegan sauber geregelt sind, in dem unter anderem auch geregelt ist, was wirklich ein Qualitätsgütesiegel sein darf und den Namen zu Recht führt und was nur Irreführung und Konsumententäuschung ist. Das auseinanderzuhalten, Kollege Eßl, sind wir den Konsumentinnen und Konsumenten auf jeden Fall schuldig – noch immer schuldig! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Beispielsweise die industrielle Mast in Texas, die Feedlots mit 50 000, 100 000 Tieren auf engsten Raum gepfercht, mit Gülleseen: Das ist eine agrarindustrielle Entwicklung in der Fleischindustrie, die wir nicht wollen, die wir verhindern müssen und die wir auch ansprechen müssen, meine Damen und Herren. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir bitten um Zustimmung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich denke, in diesem Bereich sollte man noch ein bisschen optimieren, aber grundsätzlich ist die Erhöhung der Studienbeihilfe ein ganz wichtiger Schritt, für den ich mich auch gerne bedanken möchte. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich bitte um Zustimmung im Sinne unserer Bürgerinnen und Bürger. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Rädler: Ein Träumer!
Das ist das Problem! Deshalb brauchen wir eine kostenlose Privatschule für alle. Dann hätten wir auch die Konkurrenz zur öffentlichen Schule, und das Problem wäre innerhalb von einer Sekunde gelöst. Das will aber weder die SPÖ noch die ÖVP, und deshalb laborieren wir an einem System, das in Wirklichkeit schon lange tot ist. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Rädler: Ein Träumer!)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb bitten wir, Kolleginnen und Kollegen, dass wir von euch die Zustimmung für diesen Fristsetzungsantrag bekommen. Er stellt eine gewaltige Aufwertung dieses Hauses beziehungsweise der parlamentarischen Arbeit dar. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach, Grünen und NEOS.
Deshalb ist es so notwendig, mindestens einen Ausschuss jährlich öffentlich zu machen. Da ist doch nichts dabei, Kolleginnen und Kollegen! Wenn die Vertreter der Regierungsparteien recht haben, wenn sie sagen, dass in den Ausschüssen ohnehin so gravierend diskutiert wird und so großartige Kompromisse geschlossen werden, dann präsentieren wir das auch den Bürgerinnen und Bürgern, dann haben sie ja auch einen großen Vorteil. – Es gibt also nur Vorteile für alle Beteiligten, deshalb: unbedingt öffentlich machen! (Beifall bei Team Stronach, Grünen und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich glaube, der friedliche Islam steht für ein gutes Zusammenleben zwischen den verschiedenen Religionen, das hat ja schon länger funktioniert. Jetzt ist der politische Islam auf dem Vormarsch, und dem müssen wir einen Riegel vorschieben. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich bitte um Unterstützung für diese beiden Anträge und darf dem abschließend einen Dank an alle Mütter (Abg. Lueger: Und wo sind die Väter?), an alle Erziehenden für diese großartige Leistung hinzufügen, die sie für diese Republik erbringen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Schimanek und Moser.
Es ist weder wirtschaftlich noch sparsam noch zweckmäßig – so steht es im Rechnungshofbericht. Die Kosten sind massiv: 11 Millionen € jährlich; Vertrag mit der BIG auf 33 Jahre, mit Vordernberg auf 15 Jahre – nicht kündbar, man kann aus diesen Verträgen nicht aussteigen, man kann auch nichts anderes machen. Der Rechnungshof hat ja auch Vorschläge in diese Richtung gemacht; das geht leider nicht und funktioniert nicht. Da von einem Vorzeigeprojekt zu sprechen, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist schon etwas kühn. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Schimanek und Moser.)
Beifall beim Team Stronach.
Jetzt bin ich schon gespannt, wie es zukünftig, wenn der Rechnungshof uns Berichte vom Innenministerium vorlegt, mit den Förderungen aussieht, ob uns dann auch so eine schlechte Kritik mitgeteilt wird oder ob das Ganze abgestellt und besser wird, wie so vieles in der ÖVP, wenn man Kurz Glauben schenken darf. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 186
Beifall beim Team Stronach.
Schulpolitik ist Machtfrage, und das ist das Problem, das wir hier in diesem Hohen Haus haben: Dass Einzelne, vor allem die ÖVP, die Schulpolitik als Machtfrage sehen. Deshalb wollen Sie dieses Fundament nicht erneuern und sich aus der Schule verabschieden. Dort brauchen wir Sie aber nicht. Wir brauchen in der Schule keine Politiker, die glauben, alles besser zu wissen. Sie brauchen die Schule nicht, um den Unterricht besser zu machen, Sie brauchen oder, besser gesagt, missbrauchen die Schule (Zwischenruf des Abg. Wöginger), um Ihre Machtpolitik in der Schule auszuüben, und das Ganze zulasten der Kinder. So schaut es nämlich aus, und das muss aufhören! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb sage ich: Das Fundament muss gestärkt werden, Politik raus aus der Schule! Machen wir eine ordentliche Reform, dann geht es auch wieder aufwärts! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Der Zwischenruf war richtig, Matthias Strolz: Es geht einmal um das Gesamte in der Bildung generell. Und wir brauchen auch die Bildung des Herzens! Wir haben bei einer Lebenserwartung von hundert Jahren nicht einmal mehr das Geld dafür, dass die Mütter und die Erziehenden drei Jahre bei den Kindern bleiben – diese entscheidenden drei Jahre, in denen das Fundament für das gesamte Leben gelegt wird, damit sie kräftig, gestärkt in die Schule hinausgehen, dort von den Pädagogen übernommen (Zwischenruf des Abg. Pirklhuber) und ausgebildet werden können. (Beifall beim Team Stronach.) – Danke.
Beifall beim Team Stronach. – Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wie Sie an meiner Stimme hören, war ich das ganze Wochenende im Einsatz und habe sehr viele Diskussionen mit den Bürgerinnen und Bürgern geführt, egal, ob beim Bezirksmusikfest oder beim Landesgardetreffen. Da hat man dann die Möglichkeit, zusammenzusitzen, denn die fragen einen noch, wenn sie glauben, dass sich einer wirklich fürs Volk einsetzt: Ja, was diskutiert denn ihr da unten? (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Genau ihr von der Volkspartei, Kollegen, ihr habt es wirklich vergessen und verlernt, zuzuhören! Das ist der Hauptvorwurf. (Beifall beim Team Stronach. – Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach – Ruf bei der ÖVP: Kurz ist gut!
Ich möchte hier nicht das wirklich fatale Urteil der Alpbacher Schützen über euren Tiroler Landwirtschafts- und Umweltminister wiedergeben, der jetzt schon wieder in der Zeitung ist, weil er sich mit Arnold Schwarzenegger rühmt. Er soll einmal etwas für die Umwelt tun! Wenn wir hier über die Umwelt diskutieren, sitzt er da oben, und man weiß nicht recht, wo er mit den Gedanken ist. Das ist euer Problem: Ihr nennt euch Volkspartei, jetzt nennt ihr euch neue Volkspartei, und ändern tut sich überhaupt nichts! Der Name ist Kurz (Beifall beim Team Stronach – Ruf bei der ÖVP: Kurz ist gut!), und das wird das Problem sein.
Beifall beim Team Stronach.
Wir bitten um Zustimmung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Schieder: Das ist keine tatsächliche Berichtigung, das ist ein Missbrauch der Geschäftsordnung!
Ich berichtige tatsächlich: Es gibt eine sogenannte Schulreifeprüfung. Man schaut sich an, ob die Kinder für die Schule reif sind, und ein Dreijähriger würde niemals eine Schulreife bekommen und kann deshalb nicht in die Volksschule gelassen werden. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Schieder: Das ist keine tatsächliche Berichtigung, das ist ein Missbrauch der Geschäftsordnung!)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Wir haben den Elitebegriff in den letzten Jahren eigentlich mehr oder weniger verlassen. Niemand traut sich zu sagen: Wir wollen Elite. Meine Damen und Herren, wir brauchen Elite! Wenn wir Österreich voranbringen wollen, dann brauchen wir ausgewählte Elite. Elite kann nur entstehen, wenn wir gute Schulen haben, wenn wir Schulen haben, die die Begabten fördern und nicht alle nivellieren und über einen Kamm scheren, wenn wir nicht alle in Schulen hineinpressen, in denen der gleiche Lehrplan für alle gültig ist und sich die Gescheiteren den Dümmeren beugen müssen. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Im Gegenteil, wir müssen uns wieder zu einem Elitebegriff bekennen. Es darf und soll in Österreich Elite geben, Elite durch Leistung, das ist etwas Positives, das ist etwas Gutes, das gehört gefördert, und dazu sollten wir uns als Politiker bekennen, die wir auch ausgewählt sind. Elite heißt nichts anderes als auswählen. Wir brauchen Eliteschulen. Wir brauchen Elite in der Jugend. (Abg. Schieder: Wo sehen Sie sich eigentlich?) Wir brauchen junge Leute, die vorangehen und sagen: Ich übernehme Verantwortung. Ich habe etwas gelernt, ich bin gern Österreicher, und ich mache etwas für Österreich, weil ich etwas Gutes gelernt habe. – Das wird in einem Gesamtschulmodell, wo alle gleich sind, sicher nicht gelingen. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Das heißt aber nicht, dass die Schwächeren auf der Strecke bleiben müssen, sondern denen kann man helfen. Wir müssen aber denen, die etwas tun wollen, etwas leisten wollen, etwas erreichen wollen, alle Möglichkeiten öffnen und sie maximal unterstützen. Das ist mein Credo für Österreich. – Danke schön. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Sitzung Nr. 188
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.
Viertens: Ein Herzenswunsch von vielen Tirolerinnen und Tirolern, Südtirolfreundinnen und -freunden und auch von mir persönlich wäre die Begnadigung der heute noch im Exil lebenden Südtiroler Freiheitskämpfer. Ich kennen sie persönlich. Es ist ihr Schicksal, dass sie seit den Sechzigerjahren ihre Heimat nie mehr betreten durften. Ich hoffe hier trotzdem noch auf positive Signale und eine menschliche Lösung. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.
Das Ringen um die Streitbeilegung hat sich definitiv ausgezahlt, und ich möchte auch als Vertreter einer der nachfolgenden Generationen allen für das danken, was hier geleistet wurde. Ich möchte insbesondere einen erwähnen, dem unser Dank, glaube ich, ganz besonders gebührt, weil er in vielen Fragen, aber insbesondere auch in dieser Frage wirklich unermüdlich aktiv war – und es war ein würdiger Abschluss, dass er 1992 die Streitbeilegungserklärung an die italienische Botschaft übergeben konnte –: Unser Dank gebührt allen, die sich da eingesetzt haben, allen voran unserem Dr. Alois Mock. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ, Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
So gesehen ist es wichtig, nicht nur Lippenbekenntnisse zum Besten zu geben, denn bei dem Unrecht, das passiert ist, könnte die Wunde natürlich im Optimalzustand dadurch geheilt werden, dass man in Zukunft hoffentlich auch wieder eine Landeseinheit in einem Europa, das zusammenarbeitet und in dem man keine Grenzen mehr hat – so wie wir heute gehört haben –, erlebt. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Trotz einer durchaus positiven Entwicklung Südtirols in den letzten 25 Jahren ist das Thema der internationalen Absicherung der Autonomie noch immer nicht geklärt. Auch heute noch ziehen italienische Regierungspolitiker die Schutzmachtfunktion Österreichs in Zweifel und bezeichnen Südtirol als rein inneritalienisches Problem, viele stellen sogar den Stellenwert der Autonomie auf staatlicher Ebene infrage. Das heißt, da sind wir natürlich als Schutzmacht gefragt und da haben wir uns auch immer wieder schützend vor die Südtiroler zu stellen. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Das Rechtsgutachten, das 1992 vom Innsbrucker Universitätsprofessor Franz Matscher im Auftrag der österreichischen Bundesregierung erstellt wurde, kommt zum Schluss, dass da nur eine sehr erschwerte Klagemöglichkeit für Österreich besteht; außerdem präjudiziert die Streitbeilegung in keiner Weise das den Südtirolern zustehende Selbstbestimmungsrecht. – Und ich sage: Darauf kann und wird man niemals verzichten! (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Natürlich wäre es auch schön, wenn wir die Doppelstaatsbürgerschaft für Südtiroler ermöglichen würden, denn sie sind natürlich Altösterreicher und ein Teil unseres österreichischen Vaterlandes. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.) Das wäre auch ein besonderes Zeichen dafür, dass man sich auf uns verlassen kann und dass diese Schutzmachtfunktion gelebt wird.
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich glaube, dabei können wir es belassen, das wäre die richtige Vorgangsweise. – Danke. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Immer wieder kommen wir zu noblen – auch europäischen – Konzernen, die sich sehr stark aus diesem Topf der Spekulation bedienen. Das muss abgestellt werden, dann sind diese Hilfen auch wirksam. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich plädiere daher dafür, auf das Vorsorgeprinzip zu achten und nichts zu unterschreiben, keinen Vertrag zu unterschreiben, dessen Inhalt man nicht genau kennt und aus dem es vor allem auch kein Ausstiegsszenario gibt. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach. – Bravoruf bei der FPÖ. – Abg. Obernosterer: Der versteht halt was!
Ich will gute Ärzte mit Empathie, Können und Erfahrung, die auch Zeit haben. Nach Meinung der ÖVP ist das ein Zusatzangebot und der Hausarzt ist und bleibt in jeder Gemeinde das Rückgrat der Versorgung. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach. – Bravoruf bei der FPÖ. – Abg. Obernosterer: Der versteht halt was!)
Beifall beim Team Stronach.
Unser Antrag zielt rein auf Prävention und sonst nichts ab, und, wie gesagt, wir besprechen das gerne noch persönlich, und den Vorwurf eines rassistischen Hintergrunds können wir gerne an die WHO weiterleiten. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ
Also, stimmen Sie, meine Damen und Herren von der ÖVP, doch zu! Werden Sie heute zustimmen? (Zwischenrufe der Abgeordneten Eßl und Rädler.) – Nein, Sie werden nicht zustimmen. Und wissen Sie, warum Sie das nicht tun werden? – Weil Sebastian Kurz in Wirklichkeit immer nur ankündigt und verspricht, nur um gewählt zu werden (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ), um Kanzler zu werden. Und nach der Wahl haben wir dann wieder genau den gleichen Schmonzes, den wir jetzt schon seit Jahren und Jahrzehnten erleben, nämlich dass man sich ge-
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Dann haben Sie (in Richtung ÖVP) den Kanzler und die anderen (in Richtung SPÖ) den Vizekanzler, und dann erleben wir wieder das gleiche Spiel, und dann dreht sich das wieder um, und alles bleibt beim Alten. Deshalb machen wir heute diese Nagelprobe, und ich bin schon gespannt, ob Sie diesem unseren Antrag zustimmen, denn wenn Sie ihm nicht zustimmen, dann haben Sie den Beweis geliefert, dass Sebastian Kurz das gar nicht will, was er ankündigt, sondern nur gewählt werden will. In der Sache selbst will er nämlich gar nichts umsetzen. Und das ist das Problem! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine Damen und Herren! So stelle ich mir einen Rechtsstaat nicht vor, und ich appelliere an die Verantwortlichen, da rasch zu handeln, um die Zustände zu verbessern, damit wir wieder in einem freien, sorgenfreien, schönen Österreich leben können und uns nicht fürchten müssen, wenn wir vor die Haustüre gehen. Ich glaube, da ist einiges zu tun, und jetzt ersuche ich Sie: Stimmen Sie diesem Antrag zu, dann haben Sie einen Riesenschritt in Richtung besseres Österreich getan! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Zum Schutz der heimischen Bevölkerung, Herr Kollege Weninger, vor allem vieler Frauen und junger Frauen, wäre eine solche Vorgangsweise ein richtiger Schritt für die Sicherheit. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Franz.
Herr Bundesminister, es gibt viel zu tun! Sie kandidieren, glaube ich, auch nicht mehr, was ich so gehört habe (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Brandstetter), aber geben Sie es weiter, geben Sie es in Ihrem Ministerium und in Ihrer Partei weiter, damit da etwas geschieht, denn sonst schauen wir arm aus. – Danke. (Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Franz.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich glaube, da kann man nicht mit gutem Gewissen zustimmen; deswegen werden wir vom Team Stronach diesen Gesetzesvorschlag ablehnen, auch wenn es mir für gewisse Leute im Herzen sicher wehtut. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Sitzung Nr. 190
Beifall beim Team Stronach.
Bitte noch einmal zurück zur Schulbank, hier nachschärfen und dann ein Gesetz ins Parlament bringen, das auch sicher mehrheitlich mitgetragen wird, damit wirklich der Sport der Gewinner ist! – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.
Ich glaube, meine Damen und Herren, mit diesen Maßnahmen kommt das Geld nicht dort an, wohin es gehört, nämlich zu den Sportlerinnen und Sportlern, sondern es versickert in der Bürokratie und in der Verwaltung. Deshalb ist diese Vorgangsweise nicht in Ordnung. – Danke. (Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Man kommt nicht überein, dass Schulden etwas Schlechtes sind und wir damit letztlich die Zukunft Österreichs verspielen. Herrn Krainer geht es nur darum, wer diese Schulden macht. Wenn die Schulden in Wien von der SPÖ gemacht werden und nicht den Wienern, sondern der SPÖ zugutekommen, dann sind es gute Schulden, wenn aber die ÖVP Schulden in ihren Bundesländern oder im Bund macht, sind es böse Schulden. In Wirklichkeit heißt das: Für die SPÖ sind Schulden dann gut, wenn sie für die eigene Partei gut sind, und für die ÖVP sind Schulden dann gut, wenn es für die ÖVP einen Vorteil bringt, so nach dem Motto, das Herr Pröll in Niederösterreich damals ausgesprochen hat: Geht es der ÖVP gut, geht es Österreich gut! – Das ist die Logik, nach der hier gearbeitet wird! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Letztlich werden unsere Kinder und Kindeskinder – ich habe Kinder, ich weiß nicht, wie es Ihnen dabei geht – die Rechnung bezahlen und die Schulden begleichen müssen, die Sie heute machen, wobei es den Kindern komplett egal ist, ob es gute Schulden sind, die die Wiener SPÖ macht, oder ob es böse Schulden sind, die die ÖVP macht. Das spielt dann keine Rolle mehr. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Herr Matznetter, ich weiß, Sie sind ein großer Freund von Schulden. (Abg. Matznetter: Sie werden ja nicht mehr kandidieren!) – Sie wollen nicht mehr kandidieren? (Abg. Matznetter: Sie wollen nicht mehr kandidieren!) – Das wäre eine gute Nachricht. Da freue ich mich. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.) Da gibt es einen Sonderapplaus im Parlament, wenn Sie nicht mehr kandidieren, denn Sie sind der Oberschuldenmacher in dieser Republik. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Abg. Matznetter: Stronach hat sich dagegen verwahrt, dass man seinen Namen verwendet!
Ich glaube, dass man endlich mit diesem permanenten Schuldenmachen auf Kosten unserer Kinder und Kindeskinder aufhören muss, denn das genau ist das Problem. (Abg. Matznetter: Stronach hat sich dagegen verwahrt, dass man seinen Namen verwendet!) – Herr Matznetter, seien Sie ruhig! Melden Sie sich zu Wort, wenn Sie etwas sagen wollen, und belästigen Sie uns nicht mit Zwischenrufen! (Abg. Bayr: Sie werden ihm nicht den Mund verbieten!) Na sicher verbiete ich ihm den Mund, weil ich hier am Rednerpult stehe und spreche. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wenn Sie etwas zu sagen haben, dann kommen Sie heraus und sprechen Sie hier vom Rednerpult aus.
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.
Deshalb kann ich nur alle Österreicher bitten, bei der nächsten Wahl bitte nicht Rot oder Schwarz zu wählen, denn das wäre eine Katastrophe für Österreich! Herr Krainer hat heute den Beweis dafür geliefert. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Von uns aus ist eine Botschaft ganz klar, und das ist wichtig und eine eindeutige Aussage: Sollten wir Regierungsverantwortung übernehmen, dann werden wir dieses absolute Rauchverbot wieder abschaffen. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Danke. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Aber natürlich, wenn ein Sozialist hier ans Rednerpult tritt, dann findet er alles großartig, weil Sie als Sozialisten ja ohnehin schon vergessen haben, wie es den Menschen draußen geht. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.) Und denen geht es nun einmal schlecht, und zwar deshalb, weil sie sich – gerade in Wien, wo Sie doch vorher so gelobt haben, wie toll das in Wien läuft – die Wohnungen nicht mehr leisten können, weil sie sich die Betriebskosten nicht mehr leisten können. – Das ist alles Ihre Schuld, weil Sie mit dieser falschen Politik alle nach Wien locken, weil durch die falsche Baupolitik in Wien nur 10 000 Wohnungen gebaut werden und jedes Jahr 100 000 dazukommen, denen Sie dann hinten das Geld der braven Steuerzahler hineinstecken. – So schaut es nämlich aus, Herr Matznetter! (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Aber natürlich, wenn ein Sozialist hier ans Rednerpult tritt, dann findet er alles großartig, weil Sie als Sozialisten ja ohnehin schon vergessen haben, wie es den Menschen draußen geht. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.) Und denen geht es nun einmal schlecht, und zwar deshalb, weil sie sich – gerade in Wien, wo Sie doch vorher so gelobt haben, wie toll das in Wien läuft – die Wohnungen nicht mehr leisten können, weil sie sich die Betriebskosten nicht mehr leisten können. – Das ist alles Ihre Schuld, weil Sie mit dieser falschen Politik alle nach Wien locken, weil durch die falsche Baupolitik in Wien nur 10 000 Wohnungen gebaut werden und jedes Jahr 100 000 dazukommen, denen Sie dann hinten das Geld der braven Steuerzahler hineinstecken. – So schaut es nämlich aus, Herr Matznetter! (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Fekter: Nimm’s Taferl mit!
Bleiben wir also bei den Fakten! Das dient der Zukunft unserer Kinder und unserer Enkel. Ich glaube, das muss das Ziel unserer Arbeit sein. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Fekter: Nimm’s Taferl mit!)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
So etwas möchte ich jetzt da drinnen nicht haben, und deswegen können wir leider nicht zustimmen, auch wenn es mir innerlich ein bisschen wehtut. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid. – Abg. Matznetter: ... gute Erfahrungen wie in Mistelbach!
Wenn wir gut ausgebildete Polizeibeamte haben wollen, die auf unsere Sicherheit schauen, dann müssen wir sie auch entsprechend bezahlen. Das ist mein Appell zum Abschluss. Ich hoffe, dass sich hier in Bälde auch etwas tut, dass wir gemeinsam oder der neue Nationalrat dann positiv abstimmt, damit dieses Problem auch gelöst werden kann. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Doppler und Gerhard Schmid. – Abg. Matznetter: ... gute Erfahrungen wie in Mistelbach!)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Etwas ganz anderes ist aber die Frage, ob eine Gesellschaft eine bestimmte private Lebensentscheidung gegenüber anderen Formen des Zusammenlebens privilegieren soll. Da reden wir dann über die Form der Ehe und darüber, warum sie gesetzlich so definiert ist, wie sie heute definiert ist, denn da gibt es ja einen Grund der Privilegierung. (Abg. Steinhauser: Nämlich?) Bei der Ehe handelt es sich natürlich um eine Privilegierung – keine Frage – gegenüber anderen Formen des nichtehelichen Zusammenlebens, die in allen Kombinationen möglich sind. Da geht es natürlich um Leistungen bei dieser Privilegierung, aber auch um Erwartungshaltungen des Gesetzgebers, die erklären, warum es zu dieser Form gekommen ist. (Abg. Steinhauser: Nämlich?) Bei der Privilegierung der Ehe ist die besondere Leistung für den Staat klar. Die Sonderstellung der Ehe zwischen Mann und Frau rührt ja auch in der Gesetzgebung daher, dass daraus eben Kinder hervorgehen können. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.) Das ist die Natur der Sache. Wir subventionieren ja nicht Sexualität – die soll jeder leben, wie er will –, sondern es geht um die Förderung und letztlich auch die Möglichkeit dessen, dass Kindern das Leben geschenkt wird, damit unsere Gesellschaft Zukunft hat. (Abg. Öllinger: Ja bitte!) Diese Form, wo Kinder ...
Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der FPÖ sowie Beifall beim Team Stronach.
Nun zu meinem Schlusssatz: Die eingetragene Partnerschaft gibt es, da ist keine Diskriminierung vorhanden, und ich sage, Sie sollten sich um wirkliche Probleme der Gesellschaft kümmern und nicht um solche Randnotizen. (Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der FPÖ sowie Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.
Ich gebe meiner Kollegin recht, es hat mit Menschenwürde zu tun, es hat mit Selbstwert zu tun. Seitens der Gesellschaft ist alles zu unternehmen, um diese Menschen wieder in den Arbeitsprozess zu bringen. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Doppler.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Herangehensweise, die jetzt von der Regierung gewählt wurde, nämlich dass man Jobs schafft, die gar keine Jobs sind, die gar keine Jobs sein dürfen, weil man ja keinem anderen einen Arbeitsplatz wegnehmen darf, ist aber aus unserer Sicht der absolut falsche Weg. (Abg. Königsberger-Ludwig: Das stimmt ja nicht!) Der Zeitpunkt wurde deshalb gewählt, weil wir Wahlen haben. Wir haben Wahlen, und das soll ein Wahlzuckerl sein. Aus diesem Grund gibt man den Menschen Hoffnung, die in Wirklichkeit keine Hoffnung sein kann. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und NEOS.
Meine geschätzten Damen und Herren, bei fast jeder Firma ist ein Schild: Wir suchen Mitarbeiter. – Gehen wir doch diesen Weg: Machen wir ältere Arbeitskräfte für die Firmen attraktiver! Bemühen wir uns, die Wiedereinstiegsförderungen zu erhöhen! Sehen wir zu, dass wir die Lohnnebenkosten für ältere Arbeitnehmer, die langzeitarbeitslos waren, senken! Geben wir ihnen eine reelle Chance, am Ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen! Machen wir nicht solche Pseudoaktionen, wo Unmengen von Steuergeld verschleudert werden! – Danke. (Beifall bei Team Stronach und NEOS.)
Beifall des Abg. Gerhard Schmid sowie beim Team Stronach.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, es ist daher ein richtiger Ansatz: Die Geldleistungen für Asylwerber, Asylberechtigte müssen sofort eingeschränkt werden. Versorgen ja, aber mit Sachleistungen, meine sehr geehrten Damen und Herren! – Danke schön. (Beifall des Abg. Gerhard Schmid sowie beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren! Zur Finanzierung: Ich finde es eigenartig, wenn man sagt, man führt die e-card mit Foto ein, um den Missbrauch hintanzuhalten. Ich erinnere daran: Als wir einen Antrag eingebracht haben, dass endlich ein Foto auf die e-card kommen soll, damit der Missbrauch ein Ende hat, haben die Regierungsfraktionen gesagt, das sei viel zu teuer, das könne man auf keinen Fall machen. Meine Kollegin Ulrike Weigerstorfer hat dazu eine Anfrage eingebracht, wie viel denn da überhaupt missbraucht wird, wie viel Geld dem Staat da verloren geht; dann sagt man plötzlich: Jetzt geben wir das Foto drauf, weil dieser Missbrauch endlich aufhören muss! – Ja, wir sind der Meinung, es darf kein Missbrauch stattfinden; ja, wir sind der Meinung, es gehört das Foto drauf; ja, das ist der richtige Weg. Schließlich und endlich war es auch unsere Initiative. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Lugar: Richtig!
wäre ein Weg, endlich einmal mit den Luxuspensionen, für die niemand eingezahlt hat – nämlich maximal 17 Prozent – aufzuräumen, damit würden wir ein soziales Herz zeigen. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Lugar: Richtig!)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. El Habbassi.
Meine geschätzten Damen und Herren! Wir haben heute, mit der Abschaffung des Pflegeregresses, einen richtigen Schritt gesetzt. Wir müssen in Zukunft ehrlich über die Finanzierung der Pflege sprechen. Das ist ein Themenbereich, der neue Herausforderungen mit sich bringt, der es erlaubt, auch neue Maßnahmen anzudenken. Aus unserer Sicht wäre die Pflegeversicherung, über die wir ehrlich nachdenken müssen, die wir ehrlich andiskutieren müssen, ein richtiger Schritt. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. El Habbassi.) In diesem Sinn: Da gibt es noch viel Arbeit, da ist viel zu tun. Ich wünsche uns allen, dass wir die richtigen Schritte setzen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren! Wir haben heute, mit der Abschaffung des Pflegeregresses, einen richtigen Schritt gesetzt. Wir müssen in Zukunft ehrlich über die Finanzierung der Pflege sprechen. Das ist ein Themenbereich, der neue Herausforderungen mit sich bringt, der es erlaubt, auch neue Maßnahmen anzudenken. Aus unserer Sicht wäre die Pflegeversicherung, über die wir ehrlich nachdenken müssen, die wir ehrlich andiskutieren müssen, ein richtiger Schritt. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. El Habbassi.) In diesem Sinn: Da gibt es noch viel Arbeit, da ist viel zu tun. Ich wünsche uns allen, dass wir die richtigen Schritte setzen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Das hat Bundeskanzler Kern zwar nicht in den Plan A hineingeschrieben, aber diesen kann man ja neu schreiben. Das heißt, unser Vorschlag wäre, diese Milliarde zu nehmen und den Mindestpensionisten zu geben. Bitte befragen Sie Ihr Gewissen und stimmen Sie einer Forderung von uns Freiheitlichen, die wir seit Jahren hier an diesem Pult vorbringen, einmal zu! (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grünen und Team Stronach.
Ich stelle ausdrücklich die verfassungsmäßig erforderliche Zweidrittelmehrheit fest. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grünen und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich glaube, das ist das ganz Wesentliche: Lippenbekenntnisse. Nein (in Richtung des Abg. Obernosterer, der auf sein Mobiltelefon schaut), du sollst jetzt nicht die Rednereinteilung machen, du sollst jetzt bitte zuhören, Kollege Obernosterer! Den Wählern aus Angst, weil Wahlen kommen, etwas Sand in die Augen zu streuen und einen Erfolg verkaufen zu wollen, das geht nicht. Ich glaube, das ist einfach unfair. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich bitte um Zustimmung. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich glaube, dadurch können wir auf der Stelle einen gewaltigen Vorteil erzielen. – Wir bitten um Zustimmung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Alles in allem, glaube ich, würde das ein sehr wertvolles und ertragreiches Bild für Österreich zeichnen und wir könnten uns als Vorzeigeland positionieren. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn mit Bauerngeld Anlagen an internationalen Gewässern errichtet werden, dann wissen wir, was der Gedanke dahinter ist. Vielleicht passt es ja gut, dass das Genossenschaftsgesetz in einem Block mit dem Geldwäschegesetz behandelt wird. Wenn also Anlagen mit österreichischem Prädikat, die größten Getreidesilos Österreichs errichtet und mit Umweltminister, Landwirtschaftsminister und prominenten Ehrengästen eröffnet werden, Kolleginnen und Kollegen, dann wird uns vielleicht auch das Umweltthema bewusster, dann werden uns die regionalen Themen, die regionalen Arbeitsplätze, die regionale Ernährung bewusster. Es ist kein einziges Korn Österreich drinnen, es werden aber österreichische Produkte erzeugt. Auch in diesem Bereich hätten wir wie im Tourismus eine Riesenmöglichkeit, uns als Vorreiter für österreichische Qualitätsprodukte mit äußerst großer Wirksamkeit für die österreichische Wirtschaft, als Musterland, als Vorzeigeland zu positionieren. Auch diese Chance sollten wir nützen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und Grünen.
Abschließend: Für uns verhindert dieses Gesetz jetzt eher einen Systemzusammenbruch, aber zum großen Systemwechsel fehlen noch viele Schritte. – Danke trotzdem an alle Beteiligten. Es ist dies zumindest einmal ein positives Zeichen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Sitzung Nr. 192
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Es braucht natürlich eine Trendwende, es braucht natürlich auch eine glaubwürdige Trendwende, wenn es um Entlastung geht, wenn es um Steuerentlastung geht. Die ist notwendig, und da muss man natürlich endlich einmal beim eigenen rot-schwarzen Verwaltungsspeck ansetzen. Da muss man auch einmal ganz offen sagen: Also bitte, dieser Kammerzwang ist in der Form nicht aufrechtzuerhalten! Auch das muss einmal angesprochen werden. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Das heißt, die ÖVP ändert sich nicht, nur weil da jetzt ein neuer Kopf vorne steht. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Aber ich sage Ihnen: Wenn Sie dieses Mal etwas anderes wählen und nicht Rot oder Schwarz, dann haben Sie die Möglichkeit für Veränderung geschaffen. Schlechter kann es nicht werden! Ich verrate Ihnen ein Geheimnis: Schlechter kann man nicht regieren! Man kann nicht schlechter regieren, aber man kann viel besser regieren! Diese Chance sollten wir im Interesse Österreichs nutzen! Wählen Sie deshalb im Interesse Österreichs und vor allem in Ihrem eigenen Interesse bei der nächsten Wahl nicht Rot oder Schwarz! Schaffen Sie neue Mehrheiten im Parlament! Das haben sich Österreich und wir uns alle verdient! (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach
Es wird ja wohl nicht so sein, dass Sie jetzt wirklich glauben, dass man ein paar Beschlüsse, die Sie da am Ende einer Legislaturperiode mehr oder weniger zusammenwurschteln, als seriöses und solides Regieren verkaufen kann (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach) – und sich dann noch hierherstellen, wie es der Bundeskanzler getan hat, mit einem einzigen Plädoyer: Eigentlich ist eh alles ganz gut, machen wir doch so weiter wie bisher! Das war doch der Kern der Botschaft – und sonst habe ich nur Fragen von ihm gehört. Der Mann hat, glaube ich, noch immer nicht begriffen, dass es die Essenz der Regierungsarbeit ist, hier etwas umzusetzen. Er ist der Lieferant – aber nicht für Pizzas, sondern für Lösungen. Dafür hat er zu sorgen, das hat er zu liefern (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach), und das ist er bis zum heutigen Tag im Wesentlichen schuldig geblieben.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach
Es wird ja wohl nicht so sein, dass Sie jetzt wirklich glauben, dass man ein paar Beschlüsse, die Sie da am Ende einer Legislaturperiode mehr oder weniger zusammenwurschteln, als seriöses und solides Regieren verkaufen kann (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach) – und sich dann noch hierherstellen, wie es der Bundeskanzler getan hat, mit einem einzigen Plädoyer: Eigentlich ist eh alles ganz gut, machen wir doch so weiter wie bisher! Das war doch der Kern der Botschaft – und sonst habe ich nur Fragen von ihm gehört. Der Mann hat, glaube ich, noch immer nicht begriffen, dass es die Essenz der Regierungsarbeit ist, hier etwas umzusetzen. Er ist der Lieferant – aber nicht für Pizzas, sondern für Lösungen. Dafür hat er zu sorgen, das hat er zu liefern (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach), und das ist er bis zum heutigen Tag im Wesentlichen schuldig geblieben.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Wenn ich sage: Untauglich für die Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft; außen hui, innen pfui, eine schöne Fassade, aber irgendwie ein sehr in die Jahre gekommener Kern!, dann rede ich nicht von diesem Parlamentsgebäude aus dem Jahr 1883, sondern dann rede ich von Ihnen da hinter mir, meine sehr geehrten Damen und Herren in dieser rot-schwarzen Konstellation. Das ist nämlich die Karikatur einer Bundesregierung und nichts, das auch nur ansatzweise in der Lage ist, die Probleme in diesem Land für die Zukunft zu lösen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Sie sollten hier nicht Weihrauch aufsteigen lassen und den Leuten sozusagen einmal mehr da etwas Falsches vorspielen, Sie sollten eigentlich mit gesenktem Haupt und mit Asche auf dem Kopf da links und rechts hinausgehen: Auf Wiedersehen und auf Nimmerwiedersehen! (Zwischenruf bei der SPÖ.) Das wäre eigentlich der Gruß, wie man Sie verabschieden sollte: Auf Nimmerwiedersehen auf dieser Regierungsbank! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.
Dann ist es mit den Umfragewerten nach unten gegangen, und dann haben Sie die zweite Phase eingeleitet: Die zweite Phase besteht im Wesentlichen darin, dass Sie einen Pinsel ausgepackt haben. Die ÖVP hat sich türkis umgestrichen, und ich bin mir ziemlich sicher, dass die Roten zu Rosarot gegriffen hätten, wenn die Farbe nicht schon besetzt wäre (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ); die hätten sich sicher auch umlackiert, nur um irgendwie ein neues Erscheinungsbild an den Tag zu legen. Und dann haben Sie die Köpfe an der Spitze ausgetauscht – wobei: Neu sind diese Köpfe auch nicht. Der eine war Chefpilot des Geil-o-Mobils; das dürfen wir nicht vergessen, der ist ja in der Jungen Volkspartei sozialisiert worden und ist heute sozusagen der Anführer dieser Buberlpartie 2.0. – Das ist der eine. Neu ist das nicht! (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.)
Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Und der andere ist derjenige, der im VSStÖ, im Verband Sozialistischer Studenten, sozialisiert worden ist – das ist dort, wo man, glaube ich, mit Hammer und Sichel zu Mittag isst. Das ist der andere. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.) Aber auch das ist nicht neu, meine sehr geehrten Damen und Herren, überhaupt nicht neu!
Beifall bei FPÖ und Team Stronach sowie des Abg. Loacker.
Deswegen ist der 15. Oktober ein so wichtiger Tag. Das ist ein Lostag für die Bauern in der ÖVP: So, wie es da wird, so geht es die nächsten Jahre weiter. Es gibt nur eine gefährliche Drohung für dieses Land, und das ist die, dass wir nach dieser Wahl wieder mit Rot-Schwarz oder Schwarz-Rot aufwachen (Zwischenruf des Abg. Wöginger), und das ist nicht an den Haaren herbeigezogen, sondern daran wird in den Hinterzimmern dieser Republik gearbeitet. Der Kanzler war ja heute schon verräterisch offen: Eigentlich eh alles ganz gut, wir haben eh gut zusammengearbeitet, funktioniert ja eh. – Also Rot-Schwarz ante portas! So schaut es aus im Vorfeld dieses 15. Oktober, meine sehr geehrten Damen und Herren! Und das ist die gefährlichste Drohung, die man gegenüber den Österreicherinnen und Österreichern aussprechen kann. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach sowie des Abg. Loacker.) Das haben wir zweimal gehabt, aber ein drittes Mal mit Sicherheit nicht mehr! Für wie blöd halten Sie denn die Leute, dass Sie glauben, dass das nicht durchschaut wird?!
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Auer.
Meine geschätzten Damen und Herren, es ist nicht selbstverständlich, dass Menschen sich in ihrer Freizeit, neben Beruf und Familie, für die Allgemeinheit engagieren, etwa als Mitglied der freiwilligen Feuerwehr ausrücken, wenn die Sirene heult, egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit. – Ein recht herzliches Dankeschön! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Auer.)
Beifall beim Team Stronach.
In diesem Sinn: Glück auf für die Zukunft, Glück auf für Österreich! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach
Deshalb wollen wir für Nachhaltigkeit eintreten, deshalb stellen wir solche Anfragen: damit wir der Sache auf den Grund gehen (Beifall beim Team Stronach), damit wir den Bürgerinnen und Bürgern, den Konsumenten – und wir sind zu 100 Prozent Konsumenten! – die Garantie geben, dass wir eine faire Partnerschaft haben, eine nachhaltige Partnerschaft, eine Partnerschaft im Sinne der Umwelt, des Klimas, der Gesundheit, der Arbeitsplätze, aber ganz besonders eine enkerlgerechte Partnerschaft im Sinne unserer Nachkommen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.
Deshalb wollen wir für Nachhaltigkeit eintreten, deshalb stellen wir solche Anfragen: damit wir der Sache auf den Grund gehen (Beifall beim Team Stronach), damit wir den Bürgerinnen und Bürgern, den Konsumenten – und wir sind zu 100 Prozent Konsumenten! – die Garantie geben, dass wir eine faire Partnerschaft haben, eine nachhaltige Partnerschaft, eine Partnerschaft im Sinne der Umwelt, des Klimas, der Gesundheit, der Arbeitsplätze, aber ganz besonders eine enkerlgerechte Partnerschaft im Sinne unserer Nachkommen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei FPÖ, Grünen und Team Stronach sowie der Abg. Doppelbauer.
Man kann Leo Steinbichler viel vorwerfen, aber eines kann man ihm nicht absprechen: Das Thema Palmöl hat er in dieser Gesetzgebungsperiode mit aller Macht und Kraft (Abg. Schönegger: „Macht“ ist übertrieben!) hier beackert und auch bedient. Diesbezüglich muss man dir gratulieren. (Beifall bei FPÖ, Grünen und Team Stronach sowie der Abg. Doppelbauer.) Du hast als Abgeordneter in diesem Bereich sicher die Themenführerschaft in diesem Haus erzielt und hier für dieses Thema sensibilisiert.
Beifall bei Grünen und Team Stronach.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Kollege Rauch war wirklich sehr höflich; ich möchte nicht ganz so höflich sein, sondern ein bisschen mehr Klartext reden: Herr Bundesminister, diese Anfragebeantwortung an den Kollegen Steinbichler ist ein Nicht genügend. Nicht genügend! – Wir haben Schulschluss, und das ist eine klare Feststellung, die wir treffen müssen. (Beifall bei Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei Grünen und Team Stronach.
Meine Damen und Herren, wir haben einen freien Markt in Europa, das heißt, solche Futtermittel werden in der österreichischen Landwirtschaft verwendet, Herr Minister, und da haben wir Handlungsbedarf, gar keine Frage! (Beifall bei Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von Grünen und Team Stronach.
liche Beantwortung von parlamentarischen Anfragen und das umfasst natürlich auch das Vorantreiben von Lösungen in Österreich und auf EU-Ebene. – Danke sehr. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und Grünen. – Abg. Kogler: Bravo!
Wir wissen – und deshalb, Herr Minister, schließe ich mich bei der Bewertung mit der Note Fünf an, besonders auch bei dir als Lebens- und Umweltminister –, dass bei diesem Palmöl, bei dieser Monokultur, besonders viel Kunstdünger verwendet und besonders viel Glyphosat gespritzt wird. Das ist ja die Katastrophe par excellence: Wir füttern die Konsumentinnen und Konsumenten mit Glyphosat direkt vom Teller. Das ist unverantwortlich! (Beifall bei Team Stronach und Grünen. – Abg. Kogler: Bravo!)
Beifall bei Team Stronach und Grünen.
Ich habe ein großes Ziel: Wir sollten Österreich für die Zukunft positionieren: als Vorzeigeland im Bereich Umwelt, als Vorzeigeland im Bereich Tourismus, in den Bereichen – ganz wesentlich! – Ernährung und Landwirtschaft sowie im Energiebereich. Ich glaube, das ist das Beste, das wir für unsere Bürgerinnen und Bürger, für unsere Gäste und ganz besonders für unsere nachfolgenden Generationen tun können. – Herzlichen Dank! Einen schönen Sommer! (Beifall bei Team Stronach und Grünen.)
Sitzung Nr. 194
Abg. Walser: ... Team Stronach?
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (FPÖ): Wenn man sich das System in den USA ansieht, stellt man fest: Es ist ganz klar, dass sich dort das Finanzkapital und die Wirtschaft die Politik kaufen. Dort ist das ganz normal (Zwischenruf des Abg. Scherak), und das ist auch der Grund dafür, dass sich dort an der Politik nie etwas ändert. Das heißt, ganz egal, wer dort Präsident wird, es wird immer die gleiche Politik gemacht, und die Einzigen, die gewinnen, sind jene, die das bezahlt haben. (Zwischenruf des Abg. Walser.) Und bezahlt haben das in den USA nicht die Bürger, so wie das in anderen Ländern, auch bei uns, der Fall sein sollte, nein, bezahlt haben das jene, die sich etwas erwarten. (Abg. Walser: ... Team Stronach?) So braucht man in den USA etwa 1,2 Milliarden, um Präsident zu werden – einmal mehr, einmal weniger –, und diese Summe wird von jenen bereitgestellt, die dann natürlich auch etwas haben wollen.
Abg. Scherak: Das hätte der Stronach auch machen können!
Erklären Sie von der ÖVP mir Folgendes: Wenn jemand bereit ist, eine halbe Million oder fast eine halbe Million Euro zu spenden, dann erwartet der sich nichts? Wenn es wirklich so sein sollte, dass einer einmal eine halbe Million im Geldtascherl findet, das Geld da irgendwie wuchert und er es loswerden möchte, warum spendet er es dann nicht für Kinder in Afrika? Damit könnte man mehr als tausend Kindern ein ganzes Jahr lang das Überleben sichern. Mehr als tausend Kinder könnten mithilfe dieses Geldes ernährt werden. (Abg. Scherak: Das hätte der Stronach auch machen können!) Aber nein, man gibt das Geld einer politischen Partei. Um was zu tun? – Um Einfluss zu nehmen. Das ist das Natürlichste der Welt. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Sitzung Nr. 199
Abg. Weninger: Ihr wart ja ... im letzten Wahlkampf! ... Stronach!
Meine geschätzten Damen und Herren! Da kann man nichts vertuschen, da ist Anstand gefordert, da ist gefordert, Haltung zu zeigen – das haben viele Politiker, Politiker in allen Fraktionen, dafür meine höchste Wertschätzung, davor möchte ich den Hut ziehen, das haben aber leider Gottes einige Politiker, auch aus meiner ehemaligen Fraktion, nicht so. (Abg. Weninger: Ihr wart ja ... im letzten Wahlkampf! ... Stronach!)