Eckdaten:
Für die 181. Sitzung der 24. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 1799 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Beifall bei der FPÖ
Abgeordneter Heinz-Christian Strache (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Meine sehr geehrten Damen und Herren auf der Regierungsbank! Herrn Rechnungshofpräsident Dr. Moser darf ich auch sehr herzlich auf der Galerie begrüßen! Meine sehr geehrten Damen und Herren hier im Hohen Haus und vor den Fernsehschirmen! In dieser Woche beschließen wir ja das letzte Budget in dieser Legislaturperiode, und ich kann nur meiner tiefen Hoffnung Ausdruck verleihen, dass es auch das letzte Budget dieser rot-schwarzen Bundesregierung auf längere Zeit sein wird (Beifall bei der FPÖ), denn, Frau Finanzministerin, nichts gegen Sie persönlich, nichts gegen die Herrschaften auf der Regierungsbank persönlich, auch Ihre Vorgänger als Finanzminister – ob das Finanzminister Molterer war, ob das Herr Josef Pröll war –, aber wir alle haben letztlich unter den vergangenen Budgets massiv zu leiden gehabt.
Zwischenruf bei der SPÖ
Alle Budgets waren auch von Mutlosigkeit gekennzeichnet, und wir erleben heute eine Situation, in der wir Rekordsteuerabgaben, Abgabenquoten in Rekordhöhe in Österreich erleben und erleiden müssen, aber gleichzeitig auch die Staatsverschuldung leider Gottes stärker ansteigt (Zwischenruf bei der SPÖ) – auch wenn da vielleicht der eine oder andere Kollege oder Genosse nicht rechnen kann und daher mit falschen Zwischenrufen auf sich aufmerksam macht. Aber das sind Fakten, mit denen wir es zu tun haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Alle Budgets waren auch von Mutlosigkeit gekennzeichnet, und wir erleben heute eine Situation, in der wir Rekordsteuerabgaben, Abgabenquoten in Rekordhöhe in Österreich erleben und erleiden müssen, aber gleichzeitig auch die Staatsverschuldung leider Gottes stärker ansteigt (Zwischenruf bei der SPÖ) – auch wenn da vielleicht der eine oder andere Kollege oder Genosse nicht rechnen kann und daher mit falschen Zwischenrufen auf sich aufmerksam macht. Aber das sind Fakten, mit denen wir es zu tun haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kopf: Das ist eine Voodoo-Studie!
Es gibt enorme Einnahmeausfälle zugunsten von Banken und Konzernen im Bereich der Finanzverwaltung. Wichtig sind dabei Analysen, durchaus von Banken aus Nachbarländern wie der Schweizer Bank UBS, die eine Analyse gemacht hat, Österreich einmal bewertet und einen Vergleich angestellt hat über die letzten Jahre, wie da die Einkommensentwicklung Österreichs zu bewerten ist und wie letztlich auch folgende real verfügbare Einkommen der Österreicher zu bewerten sind, nämlich dass nach Abzug der Steuern, nach Abzug der Abgaben und der Inflation vom Jahr 2000 bis heute die realen Löhne und Einkommen um 35 Prozent gefallen sind in Österreich. Das hat die Schweizer Bank UBS festgestellt und alle diese negativen Auswirkungen auf den Konsum auch festgelegt. (Abg. Kopf: Das ist eine Voodoo-Studie!)
anhaltender Beifall bei der FPÖ
Da sagt dann der Herr Kopf, das sei Voodoo, was die Schweizer Bank UBS macht, da stellen sich die sogenannten Wirtschaftsexperten der ÖVP, die mit Wirtschaft überhaupt nichts mehr zu tun haben (anhaltender Beifall bei der FPÖ), hier heraus. – Sie sind verantwortlich für diese Entwicklung und die höchste Staatsverschuldung der Zweiten Republik mit der höchsten Abgabenquote, wo wir nächstes Jahr bei 43 bis 44 Prozent liegen. Und da kommt dann der Herr Stummvoll wieder heraus – ich kann ihn schon vor meinem geistigen Auge sehen – und erklärt, wie die Wirtschaftskompetenz der ÖVP in den letzten Jahrzehnten auf Österreich geschaut hat. Und dann schauen wir uns das real an und dann müssen wir entsetzt sein, weil Sie keine Wirtschaftskompetenz mehr leben und haben, meine sehr geehrten Damen und Herren von der ÖVP – und dann reden Sie von Voodoo-Zauber. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Da sagt dann der Herr Kopf, das sei Voodoo, was die Schweizer Bank UBS macht, da stellen sich die sogenannten Wirtschaftsexperten der ÖVP, die mit Wirtschaft überhaupt nichts mehr zu tun haben (anhaltender Beifall bei der FPÖ), hier heraus. – Sie sind verantwortlich für diese Entwicklung und die höchste Staatsverschuldung der Zweiten Republik mit der höchsten Abgabenquote, wo wir nächstes Jahr bei 43 bis 44 Prozent liegen. Und da kommt dann der Herr Stummvoll wieder heraus – ich kann ihn schon vor meinem geistigen Auge sehen – und erklärt, wie die Wirtschaftskompetenz der ÖVP in den letzten Jahrzehnten auf Österreich geschaut hat. Und dann schauen wir uns das real an und dann müssen wir entsetzt sein, weil Sie keine Wirtschaftskompetenz mehr leben und haben, meine sehr geehrten Damen und Herren von der ÖVP – und dann reden Sie von Voodoo-Zauber. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Da geht die Regierung, da gehen die Vertreter von Rot und Schwarz her und zucken mit den Achseln, sagen: Ach, das ist schon wieder typisch, die Freiheitliche Partei! – die die Dinge beim Namen nennt, ehrlich ist, mutig Dinge anspricht, und die werden dann schöngeredet! (Beifall bei der FPÖ. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Da nimmt man die Problematik der österreichischen Bevölkerung nirgendwo ernst. Da werden keine Gegenmaßnahmen getroffen. Und Tatsache ist nun einmal, dass nirgendwo in der Eurozone – nirgendwo – die real verfügbaren Einkommen seit dem Jahr 2000 so stark geschrumpft sind wie in Österreich. Ich zitiere aus der UBS-Studie der Analysten: „Österreich sieht alarmierend schwach aus“ in dieser Einkommensentwicklung. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Da geht die Regierung, da gehen die Vertreter von Rot und Schwarz her und zucken mit den Achseln, sagen: Ach, das ist schon wieder typisch, die Freiheitliche Partei! – die die Dinge beim Namen nennt, ehrlich ist, mutig Dinge anspricht, und die werden dann schöngeredet! (Beifall bei der FPÖ. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Da nimmt man die Problematik der österreichischen Bevölkerung nirgendwo ernst. Da werden keine Gegenmaßnahmen getroffen. Und Tatsache ist nun einmal, dass nirgendwo in der Eurozone – nirgendwo – die real verfügbaren Einkommen seit dem Jahr 2000 so stark geschrumpft sind wie in Österreich. Ich zitiere aus der UBS-Studie der Analysten: „Österreich sieht alarmierend schwach aus“ in dieser Einkommensentwicklung. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ja, und das zeigt ja auch die steigende Armutsentwicklung in Österreich mit 1,2 Millionen Menschen, die an der Armutsgrenze leben. Da sollten Sie sich genieren von der Sozialdemokratie, denn mit sozial haben Sie eigentlich nichts mehr am Hut, wenn es darum geht, dass Sie heute nur noch Bankspekulanten und andere unterstützen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
gemacht worden sind: eine umfassende Verwaltungs- und Aufgabenreform der österreichischen Gebietskörperschaften, Vorschläge für nachhaltige Entlastung und Sanierung der öffentlichen Haushalte, wo mittelfristig 10 bis 12 Milliarden € bei Effizienzsteigerung eingespart werden könnten. Aber Sie haben in einer völlig unbeweglichen Art und Weise gar kein Interesse, denn da sitzen Ihre Parteifreunde, die Sie letztlich dort wiederum festgesetzt haben und die Sie auf Kosten der Allgemeinheit ordentlich bedienen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Schickhofer: 68 Prozent umgesetzt! – Zwischenruf bei der FPÖ.
Genau das sind Realitäten, und das hat schon auch System, dass Sie dann hier nicht bereit sind, irgendwelche Vorschläge umzusetzen, da ist völliger Stillstand da. Und der Rechnungshof bringt schließlich alle zwei Jahre ein Update seiner Vorschläge. Da haben wir in den letzten Jahren eine Verdoppelung dieser Vorschläge erlebt, und nächstes Jahr werden wir wahrscheinlich weitere 100, 150 Vorschläge erleben. (Abg. Mag. Schickhofer: 68 Prozent umgesetzt! – Zwischenruf bei der FPÖ.) Irgendwann einmal werden wir mit 1 000 Vorschlägen des Rechnungshofes dastehen, die Sie nicht bereit sind umzusetzen. Das zeigt ja letztlich auch Ihre nicht vorhandene Effizienz und Arbeit und auch Ihren nicht vorhandenen Eifer in dieser Frage auf.
Beifall bei der FPÖ.
Und genau in dieser Situation befinden wir uns ja: eine Steuerlast, die die Österreicher heute erdrückt. Und wir stehen vor einer Rezessionsentwicklung, wie viele Ökonomen zu Recht auch warnen. Aber nichts dergleichen wird von Ihnen dagegen unternommen, indem man sagt, na ja, eigentlich sollte man mit der Steuerlast runtergehen, eigentlich sollten wir uns überlegen, die Eingangssteuer vielleicht auf 25 Prozent und den mittleren Steuersatz auf 37 Prozent zu senken oder auch die Höchstbemessungsgrundlage von 60 000 € Jahresbruttogehalt auf 100 000 € Jahresbruttogehalt anzuheben und die Lohnnebenkosten zu senken. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich komme zum Schluss: Das Budget dämmt die Inflation nicht ein, es kurbelt die Kaufkraft nicht an, es verringert die Staatsverschuldung nicht, ganz im Gegenteil, auch der vor uns stehenden Rezession wird nicht entgegengewirkt. Das heißt, dieses Budget ist ein Versagen auf allen Ebenen. Anders kann man es nicht bezeichnen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Neubauer: Aber das Gesundbeten auch nicht!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Das rituelle Krankjammern der Opposition ist nichts Neues. (Abg. Neubauer: Aber das Gesundbeten auch nicht!) Womit wir uns in Wirklichkeit auseinandersetzen müssen, ist: Was ist der Befund in Österreich und wie ist das Bild, das dargestellt wird?
Abg. Bucher: Wie alt ist der Artikel?
Und was mich heute noch beschäftigt, ist Folgendes: Ich war jüngst bei einer Diskussion im Fernsehen und habe erzählt, dass in einem amerikanisches Magazin, das unter dem Titel „Das österreichische Wunder“ berichtet hat (Abg. Bucher: Wie alt ist der Artikel?), die Frage gestellt wurde, was eigentlich das Geheimnis dessen ist, dass es in Österreich im Gegensatz zu anderen Ländern so gut funktioniert. Dies wurde damit begründet, dass der ausgebaute Wohlfahrtsstaat den Österreichern Sicherheit gibt und diese somit auch in der Krise konsumieren, dass in Österreich rechtzeitig gegengesteuert wurde, dass in den Arbeitsmarkt investiert wurde, dass die Sozialpartnerschaft ein stabiles, auch Krisen entgegenwirkendes Instrument ist, die Schulen funktionieren und das Gesundheitssystem zu den besten zählt. Als ich das gesagt habe, wurde ich vom Journalisten dreimal unterbrochen. (Abg. Strache: Das ist die Ostermayer-Studie! – Heiterkeit bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Das ist die Ostermayer-Studie! – Heiterkeit bei der FPÖ.
Und was mich heute noch beschäftigt, ist Folgendes: Ich war jüngst bei einer Diskussion im Fernsehen und habe erzählt, dass in einem amerikanisches Magazin, das unter dem Titel „Das österreichische Wunder“ berichtet hat (Abg. Bucher: Wie alt ist der Artikel?), die Frage gestellt wurde, was eigentlich das Geheimnis dessen ist, dass es in Österreich im Gegensatz zu anderen Ländern so gut funktioniert. Dies wurde damit begründet, dass der ausgebaute Wohlfahrtsstaat den Österreichern Sicherheit gibt und diese somit auch in der Krise konsumieren, dass in Österreich rechtzeitig gegengesteuert wurde, dass in den Arbeitsmarkt investiert wurde, dass die Sozialpartnerschaft ein stabiles, auch Krisen entgegenwirkendes Instrument ist, die Schulen funktionieren und das Gesundheitssystem zu den besten zählt. Als ich das gesagt habe, wurde ich vom Journalisten dreimal unterbrochen. (Abg. Strache: Das ist die Ostermayer-Studie! – Heiterkeit bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Die Österreicher tanzen Jubeltänze auf den Straßen! – Abg. Bucher: Wie alt ist Ihre Rede? Untere Schublade wieder einmal!
Wann ich das hier am Rednerpult sage, werde ich gerade von Ihnen unterbrochen. Meine Frage ist: Warum wollen Sie eigentlich die guten Nachrichten nicht hören, warum nicht? (Abg. Strache: Die Österreicher tanzen Jubeltänze auf den Straßen! – Abg. Bucher: Wie alt ist Ihre Rede? Untere Schublade wieder einmal!)
Abg. Bucher: Ist das wieder unterste Schublade?
Jetzt sage ich noch etwas: Mit der Wiederwahl von Obama in Amerika wurde in Wahrheit wieder Keynes gewählt. Das haben die Journalisten in den Kommentaren immer wieder gesagt. (Abg. Bucher: Ist das wieder unterste Schublade?) Die Austeritätspolitik, die man auch aus den Worten von Klubobmann Strache herausinterpretieren kann, kann durch Kaputtsparen zur Rezession führen, wobei Kaputt-
Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.
Ich kenne keinen einzigen Oppositionsabgeordneten, der hier herauskommen und sagen würde, na ja, bei aller Kritik, aber jetzt möchte ich auch etwas Positives sagen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.) Krankjammern, rituelles Krankjammern, das ist das, was die drei Oppositionsparteien hier entwickeln und leider der eine oder andere Journalist transportiert, wobei ich sagen muss, selbstverständlich ist es Aufgabe des Journalismus, Missstände aufzuzeigen und Kritik zu üben, darüber brauchen wir gar nicht zu reden. Aber nur alles in Schwarz/Weiß-Tönen darstellen? Wo ist da die differenzierte Betrachtung? Ich finde, es ist durchaus berechtigt, dass man das in diesem Zusammenhang ebenfalls anbringt.
Abg. Strache: 20-jähriger Frühpensionist!
Wenn Sie sich die Schriften aus dem Ausland, die Kommentare, die Aussagen der Wirtschaftswissenschafter genauer anschauen, dann werden Sie merken, dass das auch an unserem System liegt. Delegationen kommen jetzt nach Österreich und schauen sich an, wie wir das eigentlich machen, dass wir so eine niedrige Jugendarbeitslosigkeitsrate haben (Abg. Strache: 20-jähriger Frühpensionist!), das duale System, die Lehrlinge, zuerst die Ausbildung, dann die Praxis, dass sie möglichst auch im Betrieb gehalten werden, Krisenphänomene, damit die Arbeitsplätze gesichert werden, Kurzarbeit. Da wird in den Arbeitsmarkt investiert.
Ruf: Er weiß nicht, warum!
das eigentlich so gut funktioniert. Er gibt dann eben Auskunft (Ruf: Er weiß nicht, warum!), dass es so gut funktioniert. Sie haben auch auf uns gehört, sowohl was das Modell Österreich betrifft, auch darauf, dass wir gesagt haben, man muss versuchen, die Krisenfolgen auch gerecht zu bewältigen. Das ist, glaube ich, auch gelungen.
Abg. Bucher: Superleistung!
Da gäbe es noch so viel zu sagen, leider habe ich die Zeit nicht, etwa der Energieverbrauch, zwei Drittel aus erneuerbarer Energie, kein Atomkraftwerk, da können auch andere kommen und schauen. – Das ist alles nichts! (Abg. Bucher: Superleistung!) – Sie können lächeln, aber ich meine, das Positive sollte man herausstreichen. Wenn es so etwas wie ein nationales Selbstbewusstsein von uns Österreicherinnen und Österreichern gibt, dann sollte man sich auch zum Positiven bekennen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Da gäbe es noch so viel zu sagen, leider habe ich die Zeit nicht, etwa der Energieverbrauch, zwei Drittel aus erneuerbarer Energie, kein Atomkraftwerk, da können auch andere kommen und schauen. – Das ist alles nichts! (Abg. Bucher: Superleistung!) – Sie können lächeln, aber ich meine, das Positive sollte man herausstreichen. Wenn es so etwas wie ein nationales Selbstbewusstsein von uns Österreicherinnen und Österreichern gibt, dann sollte man sich auch zum Positiven bekennen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Im Übrigen sieht man nur das Problem, das wir uns hier wechselseitig anzüchten, ich sage das regelmäßig, meistens genau an der Stelle, wenn wir Wirtschaftsdebatten beginnen. Das führt aber dazu, dass der Abgeordnete Cap offensichtlich glaubt, ich gehöre nicht mehr zur Opposition. Es ist eben offensichtlich ein Problem, zur Kenntnis zu nehmen, dass es auch eine konstruktive Opposition gibt. Ich halte dies einmal an dieser Stelle fest. Aber wir werden trotzdem auf diesem Weg bleiben. (Beifall bei den Grünen.)
Allgemeiner Beifall.
Wir sollten das selber öfters sagen, denn wie sich die Debatten in manchen Boulevard-Blättern in den letzten Tagen wieder entwickeln, das ist einfach umgekehrt abstoßend. In Wirklichkeit haben wir mindestens so ein Medienproblem wie ein Problem der repräsentativen Demokratie. Das sage ich jetzt einfach einmal zurück an dieser Stelle. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei den Grünen.
mus!) Ich richte es Ihnen einfach an dieser Stelle aus. Das muss durchbrochen werden. An vielen kleinen Stellen haben wir schon gedreht. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Großruck
In Ihrer Budgetpolitik ist der Bund relativ weit gekommen (Zwischenruf des Abg. Großruck), aber wo wir das eigentliche Problem in der Republik haben, ist diese völlig unübersichtliche und nicht nachvollziehbare Kompetenzverteilung, die einfach Milliarden kostet. Entweder traut sich das jemand anzugehen, oder nicht. Wir haben schon öfter darauf hingewiesen, dass wir hier einmal mit Zwei-Drittel-Abstimmungen in die Auseinandersetzung gehen sollten. Es war aber genau umgekehrt. Am Schluss, Herr Vizekanzler – ist er da?, nein! –, aber Frau Bundesministerin (in Richtung Bundesministerin Dr. Fekter), ist Ihr Vorgänger als Finanzminister ja glorios daran gescheitert. Ob das jetzt nur ein Familienproblem war oder nicht, weiß ich nicht, das will ich nicht beurteilen.
in Richtung Bundesministerin Dr. Fekter
In Ihrer Budgetpolitik ist der Bund relativ weit gekommen (Zwischenruf des Abg. Großruck), aber wo wir das eigentliche Problem in der Republik haben, ist diese völlig unübersichtliche und nicht nachvollziehbare Kompetenzverteilung, die einfach Milliarden kostet. Entweder traut sich das jemand anzugehen, oder nicht. Wir haben schon öfter darauf hingewiesen, dass wir hier einmal mit Zwei-Drittel-Abstimmungen in die Auseinandersetzung gehen sollten. Es war aber genau umgekehrt. Am Schluss, Herr Vizekanzler – ist er da?, nein! –, aber Frau Bundesministerin (in Richtung Bundesministerin Dr. Fekter), ist Ihr Vorgänger als Finanzminister ja glorios daran gescheitert. Ob das jetzt nur ein Familienproblem war oder nicht, weiß ich nicht, das will ich nicht beurteilen.
Beifall bei den Grünen.
Nur, ich halte es mit dem Bernd Schilcher, einem der wenigen Vordenker der ÖVP. Was hat der zu Ihrer und eurer Schulpolitik gesagt? – Es schaut ja alles nicht so schlecht aus, quer durch alle Fraktionen hier im Parlament, aber am Schluss kommt einer aus St. Pölten und macht alles hin. – Einer aus St. Pölten kommt und macht alles hin. Das beschreibt so gut, wie es besser nicht sein könnte, und da sollten Sie einmal etwas unternehmen. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Aber zurück zu den Banken. Das ist auch ein Pröll-Problem. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Es stellt sich heraus, Herr Präsident des Rechnungshofes, dass wir nicht bei der Ein-, Zwei-Milliarden-Geschichte bleiben, die wir hier im Jahr 2010 – so lange ist der Bericht schon her – gemeinsam durchgesetzt haben. Wenn wir auf das Jahr 2013 vorrechnen, und darüber reden wir ja wohl gerade, dann stellen wir fest, dass die Nettolücke 6 Milliarden € ist, netto. Da sind die Beiträge, die Haftungsentgelte, die Zinsen von Raiffeisen – ich sage es in diesem Sinn einmal positiv, dass Sie sich nicht schon wieder aufregen –, von der Erste Bank schon eingerechnet.
Zwischenruf bei der ÖVP
6 Milliarden! Wissen Sie, was Sie mit dem Geld machen könnten? – Viel! Jetzt werden Sie sagen: Was hätten wir sonst tun sollen? – Ich sage es Ihnen gleich. Das sind eine Million Kindergartenplätze, wenn Sie so wollen. So viel braucht man ja gar nicht, aber wir könnten damit zwölf, 13 Jahre (Zwischenruf bei der ÖVP) – die gibt es objektiv – die Kindergartenplatznot sanieren und reparieren. Das könnten wir! – Passiert aber nicht, weil das Geld woanders versickert.
Bundesministerin Dr. Fekter: Die Gläubiger sind auch für die Sparer!
Deshalb sollte wenigstens für die Zukunft zu erwarten sein, dass da etwas Besseres kommt. Aber was lesen wir in den Papieren von Laxenburg? Die Gläubigerbeteiligung – um die geht es ja wohl am Schluss – fällt hier sehr, sehr mau aus. Ich würde empfehlen, nicht mehr nach Laxenburg auf Klausur zu fahren (Bundesministerin Dr. Fekter: Die Gläubiger sind auch für die Sparer!), denn da fällt das Ganze ziemlich lax aus, was Sie vorlegen. Und im Übrigen, eine Fototapete hätte es auch getan für das, was Sie dort an Hintergrund gebraucht haben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Deshalb sollte wenigstens für die Zukunft zu erwarten sein, dass da etwas Besseres kommt. Aber was lesen wir in den Papieren von Laxenburg? Die Gläubigerbeteiligung – um die geht es ja wohl am Schluss – fällt hier sehr, sehr mau aus. Ich würde empfehlen, nicht mehr nach Laxenburg auf Klausur zu fahren (Bundesministerin Dr. Fekter: Die Gläubiger sind auch für die Sparer!), denn da fällt das Ganze ziemlich lax aus, was Sie vorlegen. Und im Übrigen, eine Fototapete hätte es auch getan für das, was Sie dort an Hintergrund gebraucht haben. (Beifall bei den Grünen.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Wir müssen das noch stärker bekämpfen, und da Sie so eine Resistenz an den Tag legen, haben wir jetzt ein Volksbegehren eingeleitet. Deshalb haben wir auch diese Anstecker (der Redner trägt am Sakko einen großen Button mit der Aufschrift: „Volksbegehren gegen Korruption“), damit sich alle auskennen. Ein Volksbegehren, weil Sie nach wie vor verweigern, dass wir die besten Kontrollstandards haben, und deshalb werden wir so vorgehen. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Mag. Schönegger: Das ist nicht wahr!
Abschließend, Frau Präsidentin: Der beste Beweis ist ja der aktuelle Grazer Wahlkampf, da pfeift man völlig auf die Transparenzregeln. Kein Mensch weiß, wo der Bürgermeister die Millionen herhat. (Abg. Mag. Schönegger: Das ist nicht wahr!) Er legt sie auch nicht offen. (Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) So wird das nicht gehen, und wir werden es Ihnen auch nicht durchgehen lassen. Das ist schon der nächste Ansatz von Ineffizienz und nicht von sparsamem Umgang, wenn wir da nicht hinschauen.
Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Abschließend, Frau Präsidentin: Der beste Beweis ist ja der aktuelle Grazer Wahlkampf, da pfeift man völlig auf die Transparenzregeln. Kein Mensch weiß, wo der Bürgermeister die Millionen herhat. (Abg. Mag. Schönegger: Das ist nicht wahr!) Er legt sie auch nicht offen. (Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) So wird das nicht gehen, und wir werden es Ihnen auch nicht durchgehen lassen. Das ist schon der nächste Ansatz von Ineffizienz und nicht von sparsamem Umgang, wenn wir da nicht hinschauen.
Beifall bei den Grünen.
Und wir werden hinschauen, kann ich Ihnen nur sagen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen für den das Rednerpult verlassenden Abg. Mag. Kogler.
(Beifall bei den Grünen für den das Rednerpult verlassenden Abg. Mag. Kogler.)
Abg. Bucher: Da braucht man nicht lang suchen!
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen des Hohen Hauses! Sehr geehrte Damen und Herren an den Fernsehschirmen! Herr Kollege Strache, wenn man Oppositionsarbeit so versteht, dass grundsätzlich nichts gut sein darf in einem Land und alles schlecht sein soll, damit man seine Position, seine Kontraposition entsprechend untermauern kann, und lang genug sucht (Abg. Bucher: Da braucht man nicht lang suchen!), dann wird man irgendwo auf der Welt eine Aussage oder eine „Studie“ – unter Anführungszeichen – finden (Abg. Mag. Stefan: Habt ihr die auch gesucht?), wenn man mit dieser Einstellung sucht, und wird dann vielleicht bei der UBS in der Schweiz fündig, die eine Studie zur Einkommensentwicklung in Österreich macht. Da halte ich es doch lieber mit dem Chef-Ökonomen der Bank Austria, der zu dieser UBS-Studie gesagt hat, diese sei definitiv falsch. (Abg. Strache: Die Bank Austria steht knapp vor dem Zusammenbruch, das ist ein schlechtes Beispiel!) Die Realeinkommen in Österreich sind seit 2000 inflationsbereinigt, haben ihren Wert gehalten. – Das ist die Wahrheit und das, was die UBS sagt, ist ein Schmarrn! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Mag. Stefan: Habt ihr die auch gesucht?
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen des Hohen Hauses! Sehr geehrte Damen und Herren an den Fernsehschirmen! Herr Kollege Strache, wenn man Oppositionsarbeit so versteht, dass grundsätzlich nichts gut sein darf in einem Land und alles schlecht sein soll, damit man seine Position, seine Kontraposition entsprechend untermauern kann, und lang genug sucht (Abg. Bucher: Da braucht man nicht lang suchen!), dann wird man irgendwo auf der Welt eine Aussage oder eine „Studie“ – unter Anführungszeichen – finden (Abg. Mag. Stefan: Habt ihr die auch gesucht?), wenn man mit dieser Einstellung sucht, und wird dann vielleicht bei der UBS in der Schweiz fündig, die eine Studie zur Einkommensentwicklung in Österreich macht. Da halte ich es doch lieber mit dem Chef-Ökonomen der Bank Austria, der zu dieser UBS-Studie gesagt hat, diese sei definitiv falsch. (Abg. Strache: Die Bank Austria steht knapp vor dem Zusammenbruch, das ist ein schlechtes Beispiel!) Die Realeinkommen in Österreich sind seit 2000 inflationsbereinigt, haben ihren Wert gehalten. – Das ist die Wahrheit und das, was die UBS sagt, ist ein Schmarrn! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Strache: Die Bank Austria steht knapp vor dem Zusammenbruch, das ist ein schlechtes Beispiel!
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen des Hohen Hauses! Sehr geehrte Damen und Herren an den Fernsehschirmen! Herr Kollege Strache, wenn man Oppositionsarbeit so versteht, dass grundsätzlich nichts gut sein darf in einem Land und alles schlecht sein soll, damit man seine Position, seine Kontraposition entsprechend untermauern kann, und lang genug sucht (Abg. Bucher: Da braucht man nicht lang suchen!), dann wird man irgendwo auf der Welt eine Aussage oder eine „Studie“ – unter Anführungszeichen – finden (Abg. Mag. Stefan: Habt ihr die auch gesucht?), wenn man mit dieser Einstellung sucht, und wird dann vielleicht bei der UBS in der Schweiz fündig, die eine Studie zur Einkommensentwicklung in Österreich macht. Da halte ich es doch lieber mit dem Chef-Ökonomen der Bank Austria, der zu dieser UBS-Studie gesagt hat, diese sei definitiv falsch. (Abg. Strache: Die Bank Austria steht knapp vor dem Zusammenbruch, das ist ein schlechtes Beispiel!) Die Realeinkommen in Österreich sind seit 2000 inflationsbereinigt, haben ihren Wert gehalten. – Das ist die Wahrheit und das, was die UBS sagt, ist ein Schmarrn! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen des Hohen Hauses! Sehr geehrte Damen und Herren an den Fernsehschirmen! Herr Kollege Strache, wenn man Oppositionsarbeit so versteht, dass grundsätzlich nichts gut sein darf in einem Land und alles schlecht sein soll, damit man seine Position, seine Kontraposition entsprechend untermauern kann, und lang genug sucht (Abg. Bucher: Da braucht man nicht lang suchen!), dann wird man irgendwo auf der Welt eine Aussage oder eine „Studie“ – unter Anführungszeichen – finden (Abg. Mag. Stefan: Habt ihr die auch gesucht?), wenn man mit dieser Einstellung sucht, und wird dann vielleicht bei der UBS in der Schweiz fündig, die eine Studie zur Einkommensentwicklung in Österreich macht. Da halte ich es doch lieber mit dem Chef-Ökonomen der Bank Austria, der zu dieser UBS-Studie gesagt hat, diese sei definitiv falsch. (Abg. Strache: Die Bank Austria steht knapp vor dem Zusammenbruch, das ist ein schlechtes Beispiel!) Die Realeinkommen in Österreich sind seit 2000 inflationsbereinigt, haben ihren Wert gehalten. – Das ist die Wahrheit und das, was die UBS sagt, ist ein Schmarrn! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Vilimsky: Nur weiter so!
Situation haben, mit ihrer Lebenssituation, und das passt überhaupt nicht zusammen mit der Schlechtrederei, die Sie jeden Tag von sich geben. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Vilimsky: Nur weiter so!)
Abg. Mag. Stefan: Trotzdem wachsen die Schulden!
Österreichs Wirtschaft wächst „bereits seit zehn Jahren schneller als der Durchschnitt der Euro-Zone.“ (Abg. Mag. Stefan: Trotzdem wachsen die Schulden!)
Beifall bei der ÖVP.
„Nirgendwo in der Europäischen Union ist die Arbeitslosigkeit niedriger als in Österreich. Die Beschäftigungsquote befindet sich auf Rekordhoch.“ – Das schreibt die deutsche „WirtschaftsWoche“. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Strache: Das ist einmal richtig!
Herr Strache, natürlich ist das nicht allein ein Verdienst der Politik, sondern zunächst einmal ein Verdienst der Tüchtigkeit der Österreicherinnen und Österreicher, der Arbeitnehmer genauso wie der Unternehmer. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Strache: Das ist einmal richtig!) Aber auch die Politik leistet dazu ihren Beitrag, mit Reformpolitik, die nicht immer angenehm ist, da muss man manchmal auch Unangenehmes tun.
Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Mag. Stefan: Ich verstehe, warum alle von der Generation abtreten! Ich verstehe, dass Sie das nicht mehr aushalten!
Nur: Sie haben daran tatsächlich relativ wenig Anteil, denn, als es in den 2000er Jahren schwierig geworden ist, sind Sie 2004 aus der Regierung geflüchtet, statt mit uns Reformmaßnahmen zu setzen, die uns auf diesen Weg gebracht haben, auf dem wir derzeit sind. Sie sind ein Flüchtling, ein Verantwortungsflüchtling! (Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Mag. Stefan: Ich verstehe, warum alle von der Generation abtreten! Ich verstehe, dass Sie das nicht mehr aushalten!)
Beifall bei der ÖVP.
Kollege Kogler, ich schätze die differenzierte Haltung und den differenzierten Zugang, den Sie immer wählen. Nicht nur schlecht, nicht nur gut, aber ein bisschen zu defensiv oder ein bisschen zu negativ war mir Ihre Aussage dann schon: Es ist nicht alles schlecht in Österreich. – Ich würde sagen, es ist fast alles gut, aber es ist nicht alles gut. Das würde es eher treffen, aber so, wie Sie sagen, es ist nicht alles schlecht, das ist mir auch zu negativ. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Strache: Das hören wir jetzt seit über 20 Jahren von Ihnen!
Meine Damen und Herren, Defizite und Schulden sind kein tragfähiges Fundament für einen Staat. Die Folge von zu hohen Defiziten und von zu hohen Schulden in Ländern, in Staaten ist Vertrauensverlust. (Abg. Strache: Das hören wir jetzt seit über 20 Jahren von Ihnen!) In Österreich hat man, im Gegensatz zu anderen Ländern, großes Ver-
Beifall bei der ÖVP.
trauen, und die Kapitalmärkte – man kann zu ihnen stehen, wie man will – funktionieren. Sie funktionieren in der Weise, dass sie dem Vertrauen geben – durch gute Ratings, durch niedrige Zinsen –, der vernünftig wirtschaftet – Klammer auf: wie Österreich –, und dass sie natürlich jene bestrafen und denen kein Vertrauen geben, die schlecht wirtschaften und ihr Land an den Rand des Abgrunds führen, wie Griechenland oder andere. Also diese Märkte funktionieren, und sie stellen uns ein hervorragendes Zeugnis aus. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Strache: Also weiter Verschuldung!
Meine Damen und Herren, wir sollten aber den Zeigefinger gegenüber anderen Ländern nicht zu hoch erheben. Auch wir haben viele Jahre in Österreich – der Staat, nicht einzelne Menschen – über die Verhältnisse gelebt und waren genötigt – schon mehrmals und zuletzt im Frühjahr dieses Jahres –, ein Konsolidierungspaket zu schnüren, das uns wieder auf den richtigen Weg bringt. Und dieses Konsolidierungspaket, das diese Koalitionsregierung vorgelegt hat und das wir in diesem Haus beschlossen haben, bringt uns wieder auf den richtigen Weg, nämlich 2016 zu einem ausgeglichenen Staatshaushalt und 2020 zumindest wieder unter jene Verschuldungsgrenze, die bei Staaten als kritisch gesehen wird, also unter die 60 Prozent. (Abg. Strache: Also weiter Verschuldung!) Und ab 2014 beginnt die Verschuldungsquote bereits zu sinken.
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: „Wieder ausgeglichen“?!
Malen Sie daher hier nicht ständig den Teufel an die Wand! Wir schaffen es gemeinsam, in wenigen Jahren sowohl das Budget wieder ausgeglichen zu gestalten als auch die Schulden sinken zu lassen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: „Wieder ausgeglichen“?!) Das ist die Wahrheit! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Malen Sie daher hier nicht ständig den Teufel an die Wand! Wir schaffen es gemeinsam, in wenigen Jahren sowohl das Budget wieder ausgeglichen zu gestalten als auch die Schulden sinken zu lassen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: „Wieder ausgeglichen“?!) Das ist die Wahrheit! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das Budget, meine Damen und Herren, das wir Ihnen heute beziehungsweise dann am Freitag zur Beschlussfassung vorlegen, ist genau ein Schritt, der diesem Konsolidierungspfad, den wir uns vorgenommen haben, folgt. Es setzt auf Disziplin bei den Ausgaben. Es setzt auf Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Nutzung der Wachstumspotentiale durch Offensivmaßnahmen. Denn eines muss uns klar sein, meine Damen und Herren: Ohne Wachstum ist der Wohlstand, der hohe Wohlstand, den wir in diesem Land haben, nicht zu halten. Wir brauchen Wachstum! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ja, dessen sind wir uns bewusst, und genau das tut diese Bundesregierung. Das Budget 2013 übt Ausgabendisziplin und – ich habe es schon gesagt – enthält eine Reihe von Offensivmaßnahmen in der Höhe von insgesamt etwa 6,3 Milliarden €, das sind fast 10 Prozent des Gesamtbudgets, und die Hälfte davon geht in Schulen und Universitäten, meine Damen und Herren – eine wichtige Zukunftsinvestition. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Diese Bundesregierung hat am vergangenen Freitag in ihrer Klausur eine Reihe von strukturellen Verbesserungen vorgestellt, mit denen die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes noch weiter gesteigert werden kann, die Wachstumschancen erhöht und die Beschäftigungschancen verbessert werden können. Das Wirtschaftspaket, das Arbeitsmarktpaket, das dort vorgestellt wurde, ist bestens dazu geeignet, uns auf dem Erfolgskurs zu halten, auf dem wir uns befinden. (Beifall bei der ÖVP.)
ironische Heiterkeit bei der FPÖ
Daher abschließend, meine Damen und Herren: Wir sind Vorbild beim Sparen (ironische Heiterkeit bei der FPÖ), wir sind Vorbild beim Wachstum, und wir sind Vorbild bei der niedrigen Arbeitslosigkeit. Mit Ausgabendisziplin und mit Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit werden wir Österreich auf seinem Erfolgskurs halten können. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Cap. – Abg. Strache: Freudentänze der Menschen auf den Straßen nach der Rede von Kopf!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Cap. – Abg. Strache: Freudentänze der Menschen auf den Straßen nach der Rede von Kopf!
Daher abschließend, meine Damen und Herren: Wir sind Vorbild beim Sparen (ironische Heiterkeit bei der FPÖ), wir sind Vorbild beim Wachstum, und wir sind Vorbild bei der niedrigen Arbeitslosigkeit. Mit Ausgabendisziplin und mit Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit werden wir Österreich auf seinem Erfolgskurs halten können. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Cap. – Abg. Strache: Freudentänze der Menschen auf den Straßen nach der Rede von Kopf!)
Zwischenruf des Abg. Großruck
Abgeordneter Josef Bucher (BZÖ): Danke, Frau Präsidentin! – Auch eine interessante Feststellung: Herr Strache als Flüchtling. Herr Strache, ich hoffe, dass Sie wenigstens eine menschenwürdige Unterkunft haben und dass es Ihnen nicht so ergeht wie den Flüchtlingen, die in Österreich gegenwärtig in Zeltlagern untergebracht werden müssen (Zwischenruf des Abg. Großruck), weil die Bundesregierung es nicht schafft, menschenwürdige Unterbringungen für diese Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Josef Bucher (BZÖ): Danke, Frau Präsidentin! – Auch eine interessante Feststellung: Herr Strache als Flüchtling. Herr Strache, ich hoffe, dass Sie wenigstens eine menschenwürdige Unterkunft haben und dass es Ihnen nicht so ergeht wie den Flüchtlingen, die in Österreich gegenwärtig in Zeltlagern untergebracht werden müssen (Zwischenruf des Abg. Großruck), weil die Bundesregierung es nicht schafft, menschenwürdige Unterbringungen für diese Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Herr Kollege Kopf, Sie verwechseln da immer etwas. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Es geht nicht darum, dass wir Österreich schlechtreden oder dass wir die Leistungen geringschätzen. Es geht darum, dass die Leistungen der Unternehmerinnen und Unternehmer, die Leistungen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in unserem Land eine besondere Würdigung verdient haben!
Beifall beim BZÖ.
Aber, Gott sei Dank, stehen wir heute noch relativ gut da, und das, meine sehr geehrten Damen und Herren, trotz dieser Bundesregierung. (Beifall beim BZÖ.) Das ist genau der entscheidende Punkt: trotz dieser Bundesregierung.
Abg. Riepl: Ist das ein Freund von Ihnen?
Dieser Mann wehrt sich in öffentlichen Inseraten gegen die Finanzmarktaufsicht in Österreich. Warum? – Weil er Folgendes gemacht hat, und damit führe ich Ihnen, meine Damen und Herren von der ÖVP, einmal die Realität vor Augen: Ein Paradeunternehmer, den ich persönlich kennen- und schätzen gelernt habe (Abg. Riepl: Ist das ein Freund von Ihnen?), ein Paradeunternehmer – und ein Paradeunternehmen –, der kein Geld von den Banken bekommen und private Geldgeber
Beifall beim BZÖ.
Würden die Banken genau dieses Geschäft betreiben, nämlich das Geld der Wirtschaft zur Verfügung stellen, um Arbeitsplätze zu schaffen, um Wachstum zu generieren – genau das, wovon Sie gesprochen haben, Herr Kollege Kopf –, dann, meine sehr geehrten Damen und Herren, würde die Wirtschaft tatsächlich funktionieren. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Kopf: Sie geben denen kein Geld, die vorher schon keines bekommen haben!
Nein, die Banken geben diesen Unternehmen kein Geld. Die Banken spekulieren wieder (Abg. Kopf: Sie geben denen kein Geld, die vorher schon keines bekommen haben!) und investieren ihr Geld dort, wo sie risikolos hohe Renditen kassieren, dort Renditen kassieren, wo der Steuerzahler dafür haftet. Das, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist genau der Punkt, von dem wir sprechen: Die Banken haben sich längst von ihrer ureigensten Funktion und Aufgabe verabschiedet, nämlich den Bürgern und den Betrieben Geld zur Verfügung zu stellen, damit sie investieren und Arbeitsplätze schaffen können. Dieser Herr Staudinger ist ein Synonym für das kranke System, das gegenwärtig in Österreich vorherrscht.
Beifall beim BZÖ.
Deshalb sprechen wir ja schon seit langer Zeit davon, dass wir ein Trennbankensystem brauchen, Herr Bundeskanzler, wo wir wieder sagen: Der Steuerzahler soll nur für jene Bankbereiche haften, wo Banken, Geschäftsbanken das Geld für Kredite, für Unternehmen oder für Einzelpersonen zur Verfügung stellen. Aber der einzelne Steuerzahler soll nicht dafür haften und in Verantwortung stehen, wenn es darum geht, dass Banken mit dem Geld in öffentliche Casinos spekulieren gehen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Jetzt zu den bemühten Stehsätzen des Kollegen Kopf, der gesagt hat, wir können nichts anderes als kritisieren. – Herr Kollege Kopf, wenn Sie hier heraußen stehen und die meiste Zeit davon sprechen, dass die ÖVP gegen weitere Steuererhöhungen und gegen ein weiteres Schuldenmachen ist, dann machen Sie endlich einmal das, wovon Sie sprechen! Sie haben dort auf der Regierungsbank in der Person von Frau Fekter die Rekordschuldenministerin sitzen, die Rekordschuldenministerin! Noch nie in der Zweiten Republik hat Österreich so viele Schulden gehabt wie jetzt, noch niemals zuvor. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Kopf: Wo?
Wir haben, was die Steuer- und Abgabenquote betrifft, mittlerweile wieder die Grenze von 43 Prozent erreicht. Das ist genau der Grund dafür, meine sehr geehrten Damen und Herren, dass wir vom BZÖ bei dieser Schuldenbremse nicht mitgemacht haben. Wir haben gewusst, dass Sie wieder den falschen Weg einschlagen und an der Steuerschraube drehen. Sie erhöhen die Lohnnebenkosten, Sie erhöhen die Steuern und Abgaben in Österreich (Abg. Kopf: Wo?) und versuchen, sich auf diese Art und Weise einigermaßen über Wasser zu halten. (Abg. Kopf: Wo?)
Abg. Kopf: Wo?
Wir haben, was die Steuer- und Abgabenquote betrifft, mittlerweile wieder die Grenze von 43 Prozent erreicht. Das ist genau der Grund dafür, meine sehr geehrten Damen und Herren, dass wir vom BZÖ bei dieser Schuldenbremse nicht mitgemacht haben. Wir haben gewusst, dass Sie wieder den falschen Weg einschlagen und an der Steuerschraube drehen. Sie erhöhen die Lohnnebenkosten, Sie erhöhen die Steuern und Abgaben in Österreich (Abg. Kopf: Wo?) und versuchen, sich auf diese Art und Weise einigermaßen über Wasser zu halten. (Abg. Kopf: Wo?)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Strache.
Wie ist es denn sonst zu erklären, dass die Steuer- und Abgabenquote um 0,5 Prozent ansteigt? Das steht doch in diesem Budget, meine sehr geehrten Damen und Herren, lesen Sie es doch! Und wenn Sie es gelesen haben, dann stellen Sie sich nicht hierher und sprechen davon, dass wir die Steuer- und Abgabenquote senken! Genau das Gegenteil ist der Fall, meine sehr geehrten Damen und Herren von der ÖVP! (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Strache.)
Beifall beim BZÖ
Banken schauen jedem Unternehmer bis in die Magengrube hinein, Frau Finanzministerin, und ich erwarte mir von Ihnen, dass auch Sie alle Schulden der Republik und alle Haftungen der Republik, auch der Gemeinden, auch der Länder, endlich einmal der Öffentlichkeit preisgeben (Beifall beim BZÖ), anstatt sich als Finanzministerin auf der Regierungsbank immer als „Schuldenvertuschungsinstitut“ zu gebärden.
Beifall beim BZÖ.
Das wäre der richtige Weg, Frau Finanzministerin, und das wäre auch der mutige Weg, den Sie beschreiten könnten! In diesem Budget aber ist von all diesen Vorschlägen nichts zu sehen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim Team Stronach. – Oh-Rufe bei SPÖ und ÖVP.
Wir sind heute genau dort. Herr Cap stellt sich hierher und sagt, es ist alles in Ordnung, wir haben in Österreich grüne Wiesen und schöne Landschaften, Herr Kopf sagt, wir haben so tüchtige und fleißige Menschen. – Ja, selbstverständlich haben wir grüne Wiesen und schöne Landschaften, und das Problem ist nicht, dass wir keine tüchtigen Menschen in diesem Land hätten, sondern das Problem ist, wir haben zu wenig tüchtige Politiker in diesem Land. (Beifall beim Team Stronach. – Oh-Rufe bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Dr. Cap: Das habe ich gemacht!
Genau das ist der Punkt. Der Punkt ist, dass ein Politiker – ich nehme niemanden aus – dem Bürger die Wahrheit sagen muss, ebenso wie ein Arzt dem Bürger sagen muss, wie es um ihn steht. Es gibt Ärzte, die Schmerztabletten verschreiben und sich nicht um das Problem kümmern, und genau das Gleiche machen wir mit diesem Budget. Wir machen mit dem Budget nichts anderes, als dem Bürger Sand in die Augen zu streuen, wir gehen die wirklichen Probleme nicht an. (Abg. Dr. Cap: Das habe ich gemacht!)
Abg. Neubauer: Das stimmt ja nicht!
Die Probleme, die wir haben, kennen wir doch seit Jahrzehnten. Ich bin froh, dass der Herr Rechnungshofpräsident heute hier ist, denn er und seine Vorgänger ermahnen schon seit Jahren und Jahrzehnten, dass in Österreich etwas passieren muss, zum Beispiel im Pensionsbereich, wo wir ein Riesenproblem haben. Wir können die Pensionen spätestens in zehn Jahren nicht mehr finanzieren. (Abg. Neubauer: Das stimmt ja nicht!) Das ist eine Tatsache, es gibt keinen Pensionsexperten, der das anders sieht. Und was passiert? – Nichts.
Beifall beim Team Stronach.
Ich frage mich, warum wir hier im Parlament solch gewaltigen Widerstand ernten. Wir sollten doch alle froh sein, dass uns Experten von außen – wie Herr Rechnungshofpräsident Moser, den ich sehr schätze, Herr Fiedler und viele andere Experten – immer wieder Informationen geben, wie wir es besser machen können. Wir sollten das dankbar aufnehmen und nicht einfach vom Tisch wischen. Ich glaube, dass das vernünftig wäre. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Strache: So zusammen wie zuvor im BZÖ!
Das heißt, wir müssen auftreten als eine Einheit, wir müssen gute Konzepte auf den Tisch legen – sie liegen ja dank der Experten praktisch schon auf dem Tisch –, wir sollten zusammenarbeiten (Abg. Strache: So zusammen wie zuvor im BZÖ!) und gemeinsam an den Bürger herantreten und ihn um Unterstützung bitten, denn ohne Unterstützung des Bürgers wird es nicht gehen. Letztlich muss ja der Bürger über weite Strecken vielleicht auch Einschnitte akzeptieren, und das macht er nur dann, wenn er glaubt, dass wir es ehrlich meinen und dass es in Zukunft besser wird. Es ist ja niemand daran interessiert, derartige Situationen wie in Griechenland zu erleben. Daran ist wirklich niemand interessiert. Das heißt, der Bürger will das, der Bürger würde das auch akzeptieren, davon bin ich überzeugt.
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Bürger erwarten, dass er Einschnitte akzeptiert. Das geht auf keinen Fall! (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
(Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Strache: Ein Miteinander so wie vorher im BZÖ!
Eines ist auch sicher: Der Bürger erwartet von uns, dass wir die Sache mutig angehen, dass wir die Reformen, die uns der Rechnungshof und viele andere immer wieder auf den Tisch legen, endlich angehen. Dann ist auch der Bürger bereit, mit uns gemeinsam zusammenzuarbeiten, denn letztlich brauchen wir mehr Miteinander und weniger Gegeneinander für Österreich, dann können wir Situationen wie in Griechenland und Spanien nach meinem Dafürhalten ausschließen. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Strache: Ein Miteinander so wie vorher im BZÖ!)
Heiterkeit und Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Bundeskanzler Werner Faymann: Frau Präsidentin! Sehr geehrte Mitglieder auf der Regierungsbank! Sehr geehrter Herr Präsident des Rechnungshofes! Sehr geehrte Abgeordnete! Sehr geehrte Damen und Herren! Im Zuge der Ausführungen des letzten Redners habe ich mich gefragt, was Herr Strache eigentlich falsch gemacht hat, dass das ein Konkurrent ist, der ihm so viele Stimmen wegnimmt. (Heiterkeit und Beifall bei SPÖ und ÖVP.) Ich nehme an, das wird er sich auch selbst schon überlegen.
Abg. Strache: Ich freue mich auf Ihr langes Gesicht am Wahlabend!
Ich habe mir jedenfalls beim zweiten Teil, als Sie, Herr Lugar, über Parteienförderung gesprochen haben, gedacht: Auch wenn es nicht immer einfach ist, zu erklären, warum wir für Transparenz auf der einen Seite (Abg. Strache: Ich freue mich auf Ihr langes Gesicht am Wahlabend!) und für Parteienförderung auf der anderen Seite eintreten, ist es mir dennoch lieber, wir stehen in dieser repräsentativen Demokratie zur Parteienförderung, anstatt in jeder meiner Reden fünf Mal „Stronach“ sagen zu müssen. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.
Ich habe mir jedenfalls beim zweiten Teil, als Sie, Herr Lugar, über Parteienförderung gesprochen haben, gedacht: Auch wenn es nicht immer einfach ist, zu erklären, warum wir für Transparenz auf der einen Seite (Abg. Strache: Ich freue mich auf Ihr langes Gesicht am Wahlabend!) und für Parteienförderung auf der anderen Seite eintreten, ist es mir dennoch lieber, wir stehen in dieser repräsentativen Demokratie zur Parteienförderung, anstatt in jeder meiner Reden fünf Mal „Stronach“ sagen zu müssen. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Bucher.
Dass Österreich bei 1,77 Prozent für zehnjährige Anleihen zu liegen gekommen ist, wofür die Budgets mit durchschnittlich 4 Prozent einstehen, zeigt allein in der Bewertung, wie Österreich im Vergleich in Europa dasteht. (Zwischenruf des Abg. Bucher.) Es gibt ganz wenige Länder, die so geringe oder noch geringere Zinsen als wir bezahlen, und es gibt viele Länder, auch Nachbarländer wie etwa Italien, Ungarn, die 5 Prozent, 6 Prozent, 7 Prozent Zinsen zahlen und somit erhebliche Mittel aufbringen müssen, die sie nicht in Wirtschaftswachstum investieren – was dringend notwendig wäre –, nicht in Bildung, in Ausbildung, in Forschung investieren können, sondern eben in Zinsen für Staatsanleihen.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Das ist schon ein gutes Zeichen, dass wir unser Geld verwenden können für Maßnahmen, die die Wirtschaft ankurbeln, für Maßnahmen, die dem Sozialsystem, die dem Wohlstand, die dem sozialen Ausgleich, die der Armutsbekämpfung nützen, und es nicht einfach für Zinsen für Staatsanleihen aufwenden müssen. Deshalb, Herr Bucher – und darin möchte ich Ihnen widersprechen –, war es falsch, dass Sie nicht für die Schuldenbremse gestimmt haben. Man kann verschiedener Meinung sein, wie man sie erreicht, aber einzugestehen, dass man sie braucht, dazu, Herr Bucher, hat Ihnen der Mut gefehlt! Das bedaure ich, denn das wäre ebenfalls ein richtiger Schritt, um diese niedrigen Zinsen auch weiterhin zu halten. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Auch da ist noch vieles verbesserungsfähig. Sie wissen, die Ganztagsschule ist da in Diskussion, die da einen besonderen Stellenwert hat, aber darüber weit hinaus auch unser duales Ausbildungssystem, das in Europa überall besondere Beachtung findet, weil es die Facharbeiterausbildung so in den Vordergrund stellt. Oder auch der Vorschlag, dass wir einmal europaweit den Mut brauchen, Mittel frei zu machen für eine Ausbildungsgarantie. Durch überbetriebliche Lehrwerkstätten und Ausbildungsgarantie, wie wir das kennen, könnte man eine Million junger Menschen von der Straße holen. Das wäre eine Weiterentwicklung, die Europa nützt, die auch uns nützt. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Scheibner: Seit vier Jahren ist das so! Seit vier Jahren hat sich da nichts geändert!
Wissen Sie, wenn morgen in Griechenland eine Bank insolvent wird, dann trifft es nicht die, die längst ihr Geld in die Schweiz gebracht haben, sondern dann trifft es die Falschen. Daher ist nicht die Bank der Feind, sondern wir müssen darauf achten, dass diese Krise, diese Finanzmarktkrise nicht immer auf Kosten der Falschen ausgeht und dass wir rechtzeitig solche Regulierungen und Regeln haben, dass Spekulation nicht auf dem Rücken der falschen Leute ausgeht, nämlich der Schwächsten in einer Gesellschaft. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Scheibner: Seit vier Jahren ist das so! Seit vier Jahren hat sich da nichts geändert!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Die biologische Landwirtschaft, die Bergbauern, der ländliche Raum, das ist nicht der Schlüssel zum Einsparen und zur Bürokratiereduktion. Der Schlüssel zum Einsparen ist, dass man sich gemeinsam überlegt, wo man Doppelgleisigkeiten hat. Der Schlüssel zum Einnehmen wie etwa die Finanztransaktionssteuer, dass einige auch mehr leisten, die in der Vergangenheit weniger geleistet haben, das ist die richtige Antwort. Und Schwerpunkte im Budget, so wie wir sie uns in unserem Budget im eigenen Land gesetzt haben, im Bereich von Bildung, Forschung und Entwicklung, so schwierig das ist, das ist der richtige Schlüssel für die Bewältigung der Aufgaben der Zukunft. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Das heißt, die Eckzahlen geben uns recht, dass diese Bundesregierung vielleicht nicht alles richtig gemacht hat, aber jedenfalls vieles sehr richtig gemacht haben muss. Denn sonst hätten wir nicht im Vergleich zu allen anderen europäischen Staaten diese guten Zahlen, die wir hier präsentieren können. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das haben Sie eh schon so oft gesagt!
Ich glaube, dass wir, was die Steuerstruktur in Österreich betrifft, auch noch Schritte setzen müssen. Wir besteuern Arbeit noch immer viel zu hoch im Vergleich zu dem, wie wir Kapital- und Vermögenseinkommen besteuern. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das haben Sie eh schon so oft gesagt!) Ein einfaches Beispiel: Vom gesamten Kuchen, vom gesamten Einkommen, das in Österreich verdient wird, bekommen zirka 60 Prozent die, die arbeiten gehen, für ihr Geld, und die, die über Kapital und Vermögen verfügen und daraus ein Einkommen lukrieren, bekommen zirka 40 Prozent davon. (Abg. Dolinschek: Warum ändern Sie das nicht? Das ist immer dieselbe Rede!) Aber die Finanzierung des Staates läuft zu zirka 85 Prozent über Arbeit und Konsum und nur zu zirka 15 Prozent über Vermögens- und Kapitalsteuern.
Abg. Dolinschek: Warum ändern Sie das nicht? Das ist immer dieselbe Rede!
Ich glaube, dass wir, was die Steuerstruktur in Österreich betrifft, auch noch Schritte setzen müssen. Wir besteuern Arbeit noch immer viel zu hoch im Vergleich zu dem, wie wir Kapital- und Vermögenseinkommen besteuern. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das haben Sie eh schon so oft gesagt!) Ein einfaches Beispiel: Vom gesamten Kuchen, vom gesamten Einkommen, das in Österreich verdient wird, bekommen zirka 60 Prozent die, die arbeiten gehen, für ihr Geld, und die, die über Kapital und Vermögen verfügen und daraus ein Einkommen lukrieren, bekommen zirka 40 Prozent davon. (Abg. Dolinschek: Warum ändern Sie das nicht? Das ist immer dieselbe Rede!) Aber die Finanzierung des Staates läuft zu zirka 85 Prozent über Arbeit und Konsum und nur zu zirka 15 Prozent über Vermögens- und Kapitalsteuern.
Abg. Ing. Hofer: Das ist die Rede vom Vorjahr!
Da haben wir einiges gemacht, wir haben ja Steuern und Abgaben auf Arbeit um 3 Milliarden reduziert und gleichzeitig in etwa demselben Ausmaß die Steuern auf Arbeit und Kapital erhöht – weil Sie fragen, was wir diesbezüglich machen. (Abg. Ing. Hofer: Das ist die Rede vom Vorjahr!) Das waren erste wichtige Schritte, aber es müssen noch weitere folgen, um hier zu einer gerechten Verteilung der Steuerlast zu kommen.
Abg. Mag. Widmann: Jetzt! Jetzt!
Man kann sich auch genau anschauen: Wann gab es die höchste Steuer- und Abgabenquote, nämlich wirklich die Rekord-Abgabenquote? (Abg. Mag. Widmann: Jetzt! Jetzt!) Nein! Die gab es, als die FPÖ und das BZÖ noch eine Partei waren und den Finanzminister gestellt haben. Da hatten wir in Wahrheit die höchste Steuer- und Abgabenquote mit über 44 Prozent! Also wenn Sie das beklagen, dann beklagen Sie doch bitte die Geschichte der eigenen Partei!
Beifall bei der SPÖ.
Ein Nachsatz noch von mir zur Wirkungsorientierung, weil es diese jetzt neu im Haushaltsrecht gibt. Da ist viel Licht. Minister Stöger mit seinem Ressort ist ein Beispiel, wo das sehr gut funktioniert. Ich glaube, wir müssen aber noch darüber nachdenken, wie wir insgesamt den Schatten, den es hier auch gibt, gemeinsam reduzieren können, damit die Wirkungsorientierung auch zu dem wird, was wir uns hier alle gemeinsam vorgenommen haben. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Stefan: Überall auf der Welt! Nicht nur bei uns!
Dann kritisiert man die Subventionen. Darauf wurde ja bereits eingegangen. Die Inflation sei zu hoch. Ein Blick auf die Realität ist hier angesagt. Ja, sie könnte niedriger sein, aber deutlich ist festzuhalten, dass die Inflation in den zehn Jahren vor dem europäischen Beitritt im Schnitt höher war als in den letzten zehn Jahren, seit wir bei der EU sind. (Abg. Mag. Stefan: Überall auf der Welt! Nicht nur bei uns!)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Herr Kollege Bucher spricht vom Irrweg, auf dem sich Österreich befindet. Noch einmal: Diesen „Irrweg“ Österreichs, ich sage, diesen positiven Weg Österreichs, würden sich viele Länder wünschen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Schauen wir uns die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs im internationalen Konzert an. Lohnstückkosten, Exportquoten – wir sind hervorragend unterwegs. Dank dieser ausgezeichneten Exportzahlen können wir erfreulicherweise festhalten, dass Österreichs Wirtschaft im internationalen Wettbewerb blendend bestehen kann, dass sich die Fähigkeit der Arbeitnehmerinnern und Arbeitnehmer, der Facharbeiter und die Leistungsfähigkeit der Betriebe in diesem europäischen Wettbewerb hervorragend behaupten können. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Stefan: Schulden machen könnten wir auch!
Meine Damen und Herren! Und wenn eine Budgetdebatte auch eine Generaldebatte über die Politik der Regierung im politischen Wettbewerb sein soll, dann stellt man sich schon die Frage: Wer hat denn die besseren Konzepte, die besseren Lösungsansätze für die Arbeitsmarktprobleme, für die Wirtschaftspolitik, für den Bereich innere und äußere Sicherheit, für die Stabilisierung der Finanzmärkte? Dazu halte ich fest, meine Damen und Herren von der Opposition, vor allem von FPÖ und BZÖ: Ihre wirtschaftspolitischen Beiträge sind abzuhaken als konzeptlos, hilflos und erfolglos, leider auch als substanzlos. Ein Großmeister der scharfen Pointe zu sein und nichts von sich zu geben außer lauten Tönen, das ist ein bisschen wenig. Halten wir das einmal fest: Das ist ein bisschen wenig! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Stefan: Schulden machen könnten wir auch!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir in Österreich haben hingegen im letzten Jahr die Kriterien eingehalten, sind durchaus positiv unterwegs und werden mit dieser Budgetlinie, mit diesem Budgetpfad dank der Finanzministerin, dank der Zusammenarbeit auf Bundesregierungsebene 2016 ein ausgeglichenes Budget haben. Wir sind positiv unterwegs. Halten wir das einmal fest, auch wenn es Ihnen nicht gefällt. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Abgeordneter Herbert Kickl (FPÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Lassen Sie mich zunächst auf die Ausführungen des Herrn Bundeskanzlers und SPÖ-Parteivorsitzenden eingehen, der geglaubt hat, sich um die Freiheitliche Partei Sorgen machen zu müssen. Wissen Sie, wenn einer in diesem Raum ein Glaubwürdigkeitsproblem hat, dann sind das Sie, Herr Bundeskanzler, so wie Sie hinter mir sitzen. Sie sind ein fleischgewordenes Glaubwürdigkeitsproblem! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ.
Das Problem ist nicht, dass wir als Freiheitliche Partei Ihnen nicht glauben. Das könnte man aus Ihrer Sicht noch hinnehmen. Das Problem ist, dass immer größere Teile der österreichischen Bevölkerung Ihnen nicht glauben, und das größte Problem für Sie sollte sein, dass Ihre eigene Partei Ihnen nicht mehr glaubt, denn Sie haben mit Ihrem letzten Parteitagsergebnis sogar noch die Untiefen des Herrn Sinowatz unterboten. Ich glaube, das hätte der Stronach auch noch zusammengebracht, wenn er bei Ihnen kandidiert hätte, meine Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Cap: Hände aus der Hosentasche!
Es gibt einen sicheren Indikator, der zeigt, dass es um dieses Österreich nicht so gut bestellt ist, wie es von den Vertretern von SPÖ und ÖVP immer wieder behauptet wird. Und dieser Indikator ist das Herumgefuchtel des Kollegen Cap. Da muss man nur einmal genau hinschauen: Je größer dieses Herumgefuchtel, desto größer ist der Gewissenswurm, der ihn plagt. (Abg. Dr. Cap: Hände aus der Hosentasche!)
Beifall bei der FPÖ.
Menschen, für die Arbeitnehmer, für die Unternehmer möglich wäre, ob wir dieses Potenzial im eigenen Land heben oder nicht. Das ist die entscheidende Frage! (Beifall bei der FPÖ.) Und da wuselt der Gewissenswurm bei Ihnen, denn da haben Sie eine unglaublich lange Liste von Versäumnissen und ein unglaublich langes Sündenregister vorzuweisen, meine Damen und Herren.
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Dr. Cap: Das wissen wir eh!
Und dann wird es geradezu grotesk, wenn sich Klubobmann Cap hier herstellt und im Zusammenhang mit so etwas wie österreichischem Selbstbewusstsein an die Freiheitlichen appelliert. Da sind wir der falsche Adressat, das muss ich Ihnen schon sagen. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Dr. Cap: Das wissen wir eh!) Der Kanzler hat das ja Gott sei Dank aufgenommen, weil er derjenige ist – an ihn hätten Sie es richten müssen –, der uns gestern erklärt hat, welche Segnung uns alle zusammen jetzt wieder erwartet, weil die EU-Beiträge angehoben werden.
Beifall bei der FPÖ.
Dahin sollten Sie einmal Ihre Appelle richten, was österreichisches Selbstbewusstsein betrifft, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Cap: Was ist jetzt positiv? Was ist positiv?
Oder Sie können den leeren Platz hinten überspringen und sich an die Frau Finanzminister wenden. Auch das wäre eine geeignete Ansprechperson, denn die Frau Finanzminister ist aus ihrer Sicht, als Vertreterin des österreichischen Selbstbewusstseins, offensichtlich diejenige, die Abermillionen und Abermillionen an Steuergeldern, die den Österreichern abgeknöpft werden, in Fässern ohne Boden verschwinden lässt, meine Damen und Herren. Und sie hört nicht auf damit, sondern betreibt dieses Spiel munter weiter – zum Schaden der österreichischen Bevölkerung. Da sollten Sie sich einmal hinwenden. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Cap: Was ist jetzt positiv? Was ist positiv?)
Abg. Dr. Cap: Das ist jetzt positiv!
Nicht minder grotesk ist es, wenn Herr Kollege Kopf den seltsamen Versuch unternimmt, gestaltende Maßnahmen – Strukturmaßnahmen, die notwendig sind, Reformmaßnahmen, die notwendig sind, Steuermaßnahmen, die notwendig sind – am Budget vorbei in einer Art Paralleluniversum einzufordern. (Abg. Dr. Cap: Das ist jetzt positiv!)
Beifall bei der FPÖ.
Das muss man sich einmal vorstellen! Da wird jetzt seit Monaten über ein Budget verhandelt, wo alle Weichen finanzieller Art gestellt werden, damit das, was Sie sich an Reformen vorstellen, umgesetzt werden kann, und dann gehen Sie her, verabschieden ein Budget, das das fortschreibt, was wir schon in der Vergangenheit gehabt haben, und entwickeln parallel dazu Ihre Visionen für das, was hätte geschehen sollen, meine Damen und Herren. Das versteht doch kein Mensch, dass Sie die Gelegenheit zur von Ihnen angekündigten Senkung etwa im Bereich der Lohnsteuer nicht in dieses Budget hineingeschrieben haben. Dort hätte es hingehört. Stattdessen treiben Sie sich in der Welt des Konjunktivs herum – Hätti-Wäri-Wari-Politik Marke ÖVP! Und wenn man es an der Realität misst, meine Damen und Herren, dann kommt etwas ganz anderes heraus. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP
Das ist ein UFO-Budget – U, F, O –, meine Damen und Herren! Das hat nichts mit fliegenden Untertassen zu tun oder mit extraterrestrischer Intelligenz, die man vielleicht hätte einfließen lassen können, weil auf rot-schwarzer Seite zu wenig vorhanden ist. Nein, meine Damen und Herren, UFO steht mit U für „unsaniert“ und „ungerecht“ (Zwischenruf bei der ÖVP) – das ist eine Komponente dieses Budgets –, mit F für „fantasielos“ und einfach „fortgeschrieben“ (Zwischenruf bei der SPÖ), und das O steht für „ohne substanzielle Reform“. – Das ist das UFO-Budget, meine Damen und Herren (Beifall bei der FPÖ), und da müssen Sie schon lange suchen, bis Sie in diesem Land Gewinner finden, die das auch verdienen.
Zwischenruf bei der SPÖ
Das ist ein UFO-Budget – U, F, O –, meine Damen und Herren! Das hat nichts mit fliegenden Untertassen zu tun oder mit extraterrestrischer Intelligenz, die man vielleicht hätte einfließen lassen können, weil auf rot-schwarzer Seite zu wenig vorhanden ist. Nein, meine Damen und Herren, UFO steht mit U für „unsaniert“ und „ungerecht“ (Zwischenruf bei der ÖVP) – das ist eine Komponente dieses Budgets –, mit F für „fantasielos“ und einfach „fortgeschrieben“ (Zwischenruf bei der SPÖ), und das O steht für „ohne substanzielle Reform“. – Das ist das UFO-Budget, meine Damen und Herren (Beifall bei der FPÖ), und da müssen Sie schon lange suchen, bis Sie in diesem Land Gewinner finden, die das auch verdienen.
Beifall bei der FPÖ
Das ist ein UFO-Budget – U, F, O –, meine Damen und Herren! Das hat nichts mit fliegenden Untertassen zu tun oder mit extraterrestrischer Intelligenz, die man vielleicht hätte einfließen lassen können, weil auf rot-schwarzer Seite zu wenig vorhanden ist. Nein, meine Damen und Herren, UFO steht mit U für „unsaniert“ und „ungerecht“ (Zwischenruf bei der ÖVP) – das ist eine Komponente dieses Budgets –, mit F für „fantasielos“ und einfach „fortgeschrieben“ (Zwischenruf bei der SPÖ), und das O steht für „ohne substanzielle Reform“. – Das ist das UFO-Budget, meine Damen und Herren (Beifall bei der FPÖ), und da müssen Sie schon lange suchen, bis Sie in diesem Land Gewinner finden, die das auch verdienen.
Zwischenruf des Abg. Riepl.
finanzierung durchgeboxt haben – ein Drittel mehr. Und kassieren wollten Sie das auch noch rückwirkend, bis man Ihnen draufgekommen ist. (Zwischenruf des Abg. Riepl.) Sie sind ein Gewinner dieses Systems, Herr Kollege Cap und Herr Kollege Kopf, aber Sie sind nicht jemand, der es verdient hat, zu den Gewinnern zu gehören.
Beifall bei der FPÖ.
Wir stellen uns unter einer vernünftigen Budgetpolitik vor, die Arbeitnehmer in diesem Land, die Familien in diesem Land, die Kinder in diesem Land, die Jugend zu Gewinnern zu machen. (Beifall bei der FPÖ.) Aber das sind genau jene Gruppen, die bei Ihnen, bei diesem Budget – genauso wie es in der Vergangenheit der Fall war – einmal mehr durch den Rost fallen. Das ist ja ein Trauerspiel, meine Damen und Herren, aber keine Ansage, die annähernd dazu geeignet ist, tatsächlich das Prädikat „zukunftsweisend und nachhaltig“ zu verdienen.
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Meine Damen und Herren! Ich sage Ihnen noch etwas zum Abschluss: Ich kann Ihnen ja sagen, Sie haben mit diesem Budget tatsächlich Ihr Bestes gegeben. Aber verstehen Sie das nicht als Lob. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Das ist genau das Problem, vor dem wir stehen. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Dieses Beste ist nicht annähernd hinreichend, um eine Verbesserung der Situation der österreichischen Bevölkerung zu erreichen. Das heißt, meine Damen und Herren, wenn man das tatsächlich erwirken will, dann muss man Ihnen die Geschicke aus der Hand nehmen und dafür sorgen, dass das Budget für das Jahr 2014 von anderen politischen Kräften geschrieben wird. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Krainer: Schlusssatz … gefährliche Drohung! – Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Ich sage Ihnen noch etwas zum Abschluss: Ich kann Ihnen ja sagen, Sie haben mit diesem Budget tatsächlich Ihr Bestes gegeben. Aber verstehen Sie das nicht als Lob. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Das ist genau das Problem, vor dem wir stehen. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Dieses Beste ist nicht annähernd hinreichend, um eine Verbesserung der Situation der österreichischen Bevölkerung zu erreichen. Das heißt, meine Damen und Herren, wenn man das tatsächlich erwirken will, dann muss man Ihnen die Geschicke aus der Hand nehmen und dafür sorgen, dass das Budget für das Jahr 2014 von anderen politischen Kräften geschrieben wird. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Krainer: Schlusssatz … gefährliche Drohung! – Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Krainer: Schlusssatz … gefährliche Drohung! – Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.
Meine Damen und Herren! Ich sage Ihnen noch etwas zum Abschluss: Ich kann Ihnen ja sagen, Sie haben mit diesem Budget tatsächlich Ihr Bestes gegeben. Aber verstehen Sie das nicht als Lob. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Das ist genau das Problem, vor dem wir stehen. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Dieses Beste ist nicht annähernd hinreichend, um eine Verbesserung der Situation der österreichischen Bevölkerung zu erreichen. Das heißt, meine Damen und Herren, wenn man das tatsächlich erwirken will, dann muss man Ihnen die Geschicke aus der Hand nehmen und dafür sorgen, dass das Budget für das Jahr 2014 von anderen politischen Kräften geschrieben wird. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Krainer: Schlusssatz … gefährliche Drohung! – Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Bruno Rossmann (Grüne): Frau Präsidentin! Werte Regierungsmitglieder! Herr Präsident des Rechnungshofes! Hohes Haus! Ja, es stimmt, Österreich steht nicht schlecht da und hat die Krise besser überstanden als viele andere Staaten, aber das heißt nicht, dass sich Österreich auf dem ausrasten kann, was es hat, oder nicht gar besser werden kann, als es ist. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Ich denke an die vielen fehlenden Strukturreformen, die diese Regierung seit Jahren vor sich herschiebt, eine Föderalismusreform, eine Reform des Gesundheitswesens, eine Reform des Finanzausgleichs. Oder sprechen wir auch von den fehlenden Mitteln für den Zukunftsbereich, von der Kinderbetreuung über die Altenpflege bis hin zu den Bereichen Forschung, Bildung, Wissenschaft.
Abg. Höfinger: Das macht ja kein Mensch!
Das heißt, sich darauf zu berufen, Herr Kollege Kopf, was die „WirtschaftsWoche“ sagt, das ist zu wenig. Schauen Sie sich die Daten an, und dann werden Sie sehen, was für dieses Land zu tun ist! Sich auf dem auszurasten, was bisher geschehen ist, das ist schlicht und einfach zu wenig. (Abg. Höfinger: Das macht ja kein Mensch!) Warum ist das so? – Das ist eine Folge falscher Diagnosen, Herr Kollege Kopf hat eine völlig falsche Diagnose gestellt.
Beifall bei den Grünen.
ken haben über ihre Verhältnisse gelebt. (Beifall bei den Grünen.) Warum haben wir denn heute diese hohen Staatsschulden, von denen wir runtermüssen? – Weil wir eine Wirtschafts- und Bankenkrise zu bewältigen haben, die in den letzten Jahren, seit 2007, die Staatsschulden massiv in die Höhe getrieben hat.
Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler
Hätten die Finanzmarktaufsicht und die Oesterreichische Nationalbank alle Banken vor der Krise und nach der Krise so scharf geprüft, wie sie Heini Staudinger prüfen (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler), dann hätten wir nicht das Problem, dass wir heute 6 Milliarden € in den Steuertopf einzahlen müssen, zu Lasten der Steuerzahler. Das ist der wahre Skandal dieses Budgets und dieser Republik. (Beifall bei den Grünen.) Es kann nicht sein, dass das so bleibt. Es kann nicht sein, dass die Finanzmärkte ewig die Politik am Nasenring herumführen.
Beifall bei den Grünen.
Hätten die Finanzmarktaufsicht und die Oesterreichische Nationalbank alle Banken vor der Krise und nach der Krise so scharf geprüft, wie sie Heini Staudinger prüfen (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler), dann hätten wir nicht das Problem, dass wir heute 6 Milliarden € in den Steuertopf einzahlen müssen, zu Lasten der Steuerzahler. Das ist der wahre Skandal dieses Budgets und dieser Republik. (Beifall bei den Grünen.) Es kann nicht sein, dass das so bleibt. Es kann nicht sein, dass die Finanzmärkte ewig die Politik am Nasenring herumführen.
Beifall bei den Grünen.
Was den Fall Heini Staudinger anlangt, vielleicht noch ein Schlusswort: Weil es eben so ist, dass die Bürgerinnen und Bürger kein Vertrauen mehr in die Banken haben, werden wir dafür Sorge tragen, werden wir ein Modell ausarbeiten, ein partizipatives Bürgerbeteiligungsmodell, das es ermöglicht, dass jene Unternehmungen insbesondere in strukturschwachen Gebieten, die Geld für ihre Investitionen brauchen, dieses auch bekommen, und wir werden auch dafür Sorge tragen, dass das wasserdichte Modelle sind, die auch den Anlegerschutz mit berücksichtigen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ein Satz zum Schluss: Wenn wir – und es ist ja immer wieder auch im Budget viel die Rede von Leistungsgerechtigkeit und Fairness – Leistungsgerechtigkeit und Fairness in dieser Republik herstellen wollen, und das zeigen ja die Daten der Studie der Oesterreichischen Nationalbank ganz klar, dann brauchen wir dringend eine Reform des Steuersystems. Ohne Erbschafts- und Schenkungssteuer kann es kein faires und leistungsgerechtes Steuersystem geben. – Danke sehr. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Krainer.
Abgeordneter Gerald Grosz (BZÖ): Hohes Haus! Es freut mich nur, dass mittlerweile alle Redner von SPÖ und ÖVP ausgeflogen sind, nachdem sie ihre Reden verlesen haben. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) Zu den Ausführungen des Kollegen Auer hätte ich etwas anzumerken gehabt, er hat die Politikverdrossenheit im Jahr 1957 auf einer damaligen Titelseite kritisiert. Diese Politikverdrossenheit in Richtung ÖVP liegt sicherlich daran, dass es die Regierung Julius Raab die zweite war. Da merken Sie, wie lange Sie schon in einer Bundesregierung sitzen und nur Schulden in diesem Land machen, Sie von der Wirtschaftspartei ÖVP. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Gerald Grosz (BZÖ): Hohes Haus! Es freut mich nur, dass mittlerweile alle Redner von SPÖ und ÖVP ausgeflogen sind, nachdem sie ihre Reden verlesen haben. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) Zu den Ausführungen des Kollegen Auer hätte ich etwas anzumerken gehabt, er hat die Politikverdrossenheit im Jahr 1957 auf einer damaligen Titelseite kritisiert. Diese Politikverdrossenheit in Richtung ÖVP liegt sicherlich daran, dass es die Regierung Julius Raab die zweite war. Da merken Sie, wie lange Sie schon in einer Bundesregierung sitzen und nur Schulden in diesem Land machen, Sie von der Wirtschaftspartei ÖVP. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Muttonen und Csörgits
Und zu den Ausführungen des Kollegen Cap, der auch abwesend ist (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Muttonen und Csörgits), vielleicht richten Sie ihm das aus: Er spricht uns allen, die sich Sorgen um dieses Land machen, ab, dieses Land zu lieben, und meint, wir jammern es nur krank. Ja glauben Sie denn, wenn ich dieses Land nicht lieben würde und wenn ich Österreich nur als geographischen Begriff sehen würde, nicht als Ausdruck meiner Heimat, wo Herz und Seele zu Hause sind, dass ich dann heute hier stehen und mir auch Sorgen machen würde angesichts dieser desaströsen Budgetpolitik? Wenn ich mir keine Sorgen um dieses Land machen würde, könnte ich mein Abgeordnetenmandat auch an den Hut stecken und sagen, dann soll dieses Land den Bach hinuntergehen. Aber das tun wir nicht, und deswegen setzen wir uns auch mit diesem Budget auseinander.
Zwischenruf des Abg. Bucher.
Sie zeigen sich großzügig gegenüber europäischen Pleitestaaten. Sie zeigen sich großzügig gegenüber Banken, denen Sie die Zinsen, die Schuldenzinsen, wie auf dem roten Pölsterchen hinterhertragen. Und Sie zeigen sich großzügig gegenüber den System- und Verwaltungswahrern in diesem Land, wo der Rechnungshofpräsident richtigerweise 599 Vorschläge gegen dieses System in unserem Land gebracht hat. (Zwischenruf des Abg. Bucher.)
Abg. Bucher: Parteienförderung verdoppelt!
Gegenüber sich selbst zeigen Sie sich auch großzügig, sehr geehrte Damen und Herren von der Bundesregierung, wenn die Politikergehälter um 1,8 Prozent erhöht werden sollen, während auf der anderen Seite in Österreich die Pflegegelder gestrichen werden, die Familien Kürzungen erfahren müssen, junge Menschen immer mehr in die Armutsfalle geraten, weil sie keinen Arbeitsplatz haben, weil Österreich am Höhepunkt der Jugendarbeitslosigkeit steht. (Abg. Bucher: Parteienförderung verdoppelt!) Ihnen gegenüber zeigen Sie sich weniger großzügig. Den Klein- und Mittel-
Beifall beim BZÖ
Denen gegenüber sollten Sie sich großzügig zeigen, den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern, den Abgabenzahlern dieses Landes, die leistungsbereit Monat für Monat ihre Steuern abliefern (Beifall beim BZÖ) und im Gegensatz zu Ihnen dazu beitragen, dass in Österreich die Wirtschaft und die öffentliche Sicherheit, die Bildung, die Wissenschaft, die Kunst, die Kultur und das soziale und gesellschaftliche Leben aufrechterhalten werden – trotz Ihnen, nicht wegen Ihnen, sehr geehrte Damen und Herren von der Bundesregierung.
Beifall beim BZÖ.
Wir haben mit dem Österreich-Sparbuch Alternativvorschläge gemacht, wo wir einsparen können: mit einer Staats- und Verwaltungsreform, wo wir 1,2 Milliarden € einsparen können; mit der Zusammenlegung von 22 Sozialversicherungen; mit einer Gesundheitsreform, wo endlich 2 Milliarden € zu holen wären; mit einer Reform des Bildungs- und Sozialwesens; mit einem Sparpaket für die Politik – nicht einer Erhöhung der Parteikassen, nicht einer Erhöhung der Parteiförderungen, nicht einer Erhöhung der Klubförderungen für Parteien, die nicht einmal gewählt worden sind, in der Höhe von 2 Millionen €. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP
Ich rufe heute allen zu, dass sie von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen, dass sie sich gegen diese Bundesregierung zur Wehr setzen, dass sie sich gegen diese Abzockerei mit einem klaren Signal gegenüber Rot und Schwarz zur Wehr setzen und es auch in Zukunft in einer Allianz der Vernünftigen nicht zulassen, dass wir eine Bundesregierung haben, die dieses Land nur belastet (Zwischenruf bei der ÖVP), statt uns alle, Österreicherinnen und Österreicher, endlich zu entlasten. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Da war der Herr Rechnungshofpräsident zu Recht peinlich berührt von dieser Rede!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Da war der Herr Rechnungshofpräsident zu Recht peinlich berührt von dieser Rede!
Ich rufe heute allen zu, dass sie von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen, dass sie sich gegen diese Bundesregierung zur Wehr setzen, dass sie sich gegen diese Abzockerei mit einem klaren Signal gegenüber Rot und Schwarz zur Wehr setzen und es auch in Zukunft in einer Allianz der Vernünftigen nicht zulassen, dass wir eine Bundesregierung haben, die dieses Land nur belastet (Zwischenruf bei der ÖVP), statt uns alle, Österreicherinnen und Österreicher, endlich zu entlasten. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Da war der Herr Rechnungshofpräsident zu Recht peinlich berührt von dieser Rede!)
Zwischenruf des Abg. Krainer.
beschreiben: Es hat keinen Biss, es hat keine Überraschungen, es gibt keine großen Einsparungen, keine Reformen – kurz gesagt: Stillstand. So kann man das Budget 2013 auch mit einem Wort beschreiben. (Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Es sind aber nicht nur die heimischen Banken, die uns Sorgen machen, es sind auch Haftungen für Pleitestaaten wie Griechenland, Spanien, Portugal und auch Italien – Haftungen, die früher oder später schlagend werden. Und die Lage wird sich auch nicht wirklich beruhigen. Das Jahr 2013 wird durch Silvester nicht in dem Sinne vom heurigen Jahr getrennt, dass man sagen könnte, im nächsten Jahr wird es besser werden. Im Gegenteil, die Lage wird sich so schnell nicht beruhigen. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall beim Team Stronach.
Das einzig Positive an diesem Budget ist, dass es das letzte Budget dieser Bundesregierung ist, und ich glaube, das ist auch gut so. Und wenn Frau Bundesministerin Fekter auch meint, die Strategie der Bundesregierung sei es, die Konsolidierung des Haushaltes vorzunehmen und Impulse für Wachstum und Beschäftigung zu setzen, so zeigt dieses Budget ganz deutlich, dass ihre Ziele hier unrealistisch sind. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Großruck: Ein Budget kann nicht verantwortungslos sein! – Abg. Strache: Bieten Sie wieder einen Vierzeiler? Gibt’s einen Vierzeiler?
Dieses Budget ist verantwortungslos. (Abg. Großruck: Ein Budget kann nicht verantwortungslos sein! – Abg. Strache: Bieten Sie wieder einen Vierzeiler? Gibt’s einen Vierzeiler?) Die tatsächliche Verschuldung ist dramatisch und problematisch, große Einsparungen beziehungsweise Reformen fehlen und sind nicht zu erkennen. Sie, meine Damen und Herren von der Bundesregierung, haben nichts zu bieten. Sie hinterlassen den Österreichern und Österreicherinnen und den nächsten Generationen einen Schuldenberg geprägt von Inseratenaffären und von der Erhöhung der Parteienförderung.
Beifall beim Team Stronach.
Mit anderen Worten, meine Damen und Herren von SPÖ und ÖVP: Sie haben ausregiert! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der ÖVP – Ruf bei der FPÖ: Das glaub ich!
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Werte Ministerinnen- und Ministerkollegen! Sehr geehrte ZuseherInnen! Hohes Haus! „Stabile Finanzen durch Reformen, Wachstum durch Offensivmaßnahmen“ – das war das Motto, unter das ich dieses Budget gestellt habe. Budgetdisziplin, Strukturmaßnahmen, aber auch Offensivmaßnahmen zeichnen dieses Budget aus. Ich bedanke mich zuallerallererst einmal bei allen Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern (Beifall bei der ÖVP – Ruf bei der FPÖ: Das glaub ich!), denn wir würden kein Budget diskutieren können, gäbe es in Österreich nicht eine hohe Steuermoral und vor allem durch die hohe Abgabenquote nicht auch hohe Steuereinnahmen.
Abg. Mag. Kogler: Hab ich ja immer gesagt!
Die internationale Gemeinschaft hat hohes Vertrauen in die österreichische Budget‑ und Fiskalpolitik, das heißt, wir werden international sehr positiv bewertet – das ist heute schon zur Sprache gekommen. Erst vorige Woche hat uns Fitch wieder das Triple-A bestätigt, mit einem stabilen Ausblick, und das wiederum führt dazu, dass wir für unsere Anleihen sehr, sehr geringe Zinsen zahlen müssen. Wir haben die viertniedrigsten in ganz Europa. Nur in Deutschland, Holland und Finnland sind sie ähnlich niedrig, liegen aber vor uns; alle anderen europäischen Länder haben höhere Zinsen zu bezahlen. (Abg. Mag. Kogler: Hab ich ja immer gesagt!)
Beifall bei der ÖVP.
Das Vertrauen, das uns die internationale Gemeinschaft schenkt, muss erarbeitet werden, und zwar immer wieder neu: durch konsequente Stabilitäts- und Reformpolitik, durch ein makroökonomisches Gleichgewicht – das heißt, wir müssen penibel darauf achten, dass wir nicht in einem Wirtschaftszweig eine Schlagseite bekommen. Das gelingt uns gut, auch dank der Leistungsbereitschaft der Österreicherinnen und Österreicher. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Das heißt, unser neues Haushaltsrecht hat einen stabilisierenden Effekt. Es führt dazu, dass in den Ressorts auch jene Reformen durchgeführt werden, die dann mehr Effizienz bringen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler
Neben der Einführung dieses modernen Haushaltsrechts haben wir aber auch einen Stabilitätspakt mit den Ländern geschlossen: Schuldenbremse nicht nur für den Bund, sondern Schuldenbremse auch für die Länder und Gemeinden. Es ist in Österreich notwendig, dass wir uns mit den Ländern und den Kommunen zusammenreden. Nur Zentralismus ist auch nicht die Lösung (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler), Herr Kogler. Das heißt, eine gute Verhandlungsbasis mit den Ländern zu schaffen (Abg. Neubauer: Warum tut ihr es nicht? – Abg. Mag. Rossmann: Aber die Koordination …!) führt dazu, dass auch in den Ländern und Gemeinden die Defizite sukzessive geringer werden. (Abg. Mag. Kogler: Nein, nicht in Niederösterreich!) 0,4 Prozent Defizit dürfen die Länder nächstes Jahr dann machen.
Abg. Neubauer: Warum tut ihr es nicht? – Abg. Mag. Rossmann: Aber die Koordination …!
Neben der Einführung dieses modernen Haushaltsrechts haben wir aber auch einen Stabilitätspakt mit den Ländern geschlossen: Schuldenbremse nicht nur für den Bund, sondern Schuldenbremse auch für die Länder und Gemeinden. Es ist in Österreich notwendig, dass wir uns mit den Ländern und den Kommunen zusammenreden. Nur Zentralismus ist auch nicht die Lösung (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler), Herr Kogler. Das heißt, eine gute Verhandlungsbasis mit den Ländern zu schaffen (Abg. Neubauer: Warum tut ihr es nicht? – Abg. Mag. Rossmann: Aber die Koordination …!) führt dazu, dass auch in den Ländern und Gemeinden die Defizite sukzessive geringer werden. (Abg. Mag. Kogler: Nein, nicht in Niederösterreich!) 0,4 Prozent Defizit dürfen die Länder nächstes Jahr dann machen.
Abg. Mag. Kogler: Nein, nicht in Niederösterreich!
Neben der Einführung dieses modernen Haushaltsrechts haben wir aber auch einen Stabilitätspakt mit den Ländern geschlossen: Schuldenbremse nicht nur für den Bund, sondern Schuldenbremse auch für die Länder und Gemeinden. Es ist in Österreich notwendig, dass wir uns mit den Ländern und den Kommunen zusammenreden. Nur Zentralismus ist auch nicht die Lösung (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler), Herr Kogler. Das heißt, eine gute Verhandlungsbasis mit den Ländern zu schaffen (Abg. Neubauer: Warum tut ihr es nicht? – Abg. Mag. Rossmann: Aber die Koordination …!) führt dazu, dass auch in den Ländern und Gemeinden die Defizite sukzessive geringer werden. (Abg. Mag. Kogler: Nein, nicht in Niederösterreich!) 0,4 Prozent Defizit dürfen die Länder nächstes Jahr dann machen.
Abg. Mag. Rossmann: Die Banken!
Das heißt, in Wirklichkeit haben wir nicht die Sorge, dass dort die Kosten explodieren, sondern die Kostentreiber sind schon auch auf Bundesebene zu finden (Abg. Mag. Rossmann: Die Banken!), und die gehen wir dann gezielt mit Reformen an: Reformen bei den Pensionen, damit wir das Frühpensionsalter sukzessive näher an das gesetzliche Pensionsalter heranbringen, Reformen in der Verwaltung, Reformen bei den Förderungen, Reformen im Gesundheitsbereich – und da sind wir schon sehr weit; der Herr Gesundheitsminister ist jetzt nicht mehr anwesend, aber wir haben am Freitag die nächste Runde, weil wir uns hier auch mit den Ländern und den Sozialversicherungen auf einen Reformpfad verständigt haben. (Abg. Mag. Kogler: Da müssen Sie einmal hören, was der Herr Schelling sagt! – … lauter Kaffeekränzchen!) Mit diesen Reformen stabilisieren wir unser Budget und werden dann im Jahr 2016 auch ein Nulldefizit haben und in der Folge weiter auch die Schulden dämpfen.
Abg. Mag. Kogler: Da müssen Sie einmal hören, was der Herr Schelling sagt! – … lauter Kaffeekränzchen!
Das heißt, in Wirklichkeit haben wir nicht die Sorge, dass dort die Kosten explodieren, sondern die Kostentreiber sind schon auch auf Bundesebene zu finden (Abg. Mag. Rossmann: Die Banken!), und die gehen wir dann gezielt mit Reformen an: Reformen bei den Pensionen, damit wir das Frühpensionsalter sukzessive näher an das gesetzliche Pensionsalter heranbringen, Reformen in der Verwaltung, Reformen bei den Förderungen, Reformen im Gesundheitsbereich – und da sind wir schon sehr weit; der Herr Gesundheitsminister ist jetzt nicht mehr anwesend, aber wir haben am Freitag die nächste Runde, weil wir uns hier auch mit den Ländern und den Sozialversicherungen auf einen Reformpfad verständigt haben. (Abg. Mag. Kogler: Da müssen Sie einmal hören, was der Herr Schelling sagt! – … lauter Kaffeekränzchen!) Mit diesen Reformen stabilisieren wir unser Budget und werden dann im Jahr 2016 auch ein Nulldefizit haben und in der Folge weiter auch die Schulden dämpfen.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Dass das der richtige Weg ist, zeigen internationale Kommentare. Dass uns die Opposition nicht lobt, liegt in der Natur der Sache, aber wir sind im Vergleich zu unseren europäischen Kollegen und Kolleginnen gut unterwegs. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Sie kürzen das Umweltbudget!
Bedauerlicherweise hat sich die Konjunktur in ganz Europa eingetrübt. Die Prognosen sind, dass manche Länder Rezessionsphasen erleben. Wir haben Wachstum – nicht berauschend, leider, und daher steuern wir mit Offensivmaßnahmen dagegen. Wir nehmen Geld in die Hand, damit wir uns zukunftsfit machen, und zwar in jenen Bereichen, die die Zukunft bedeuten: Das ist alles, was mit unseren Kindern zu tun hat, das ist die Wissenschaft, das ist die Forschung, das ist aber auch ein Ankurbeln der Konjunktur beispielsweise durch Klimaschutzmaßnahmen wie die thermische Sanierung. (Abg. Mag. Kogler: Sie kürzen das Umweltbudget!) Wir sind hier auf einem Weg, auf dem wir neben der Stabilisierung des Haushaltes, neben der Konsolidierung auch Offensivmaßnahmen setzen, damit wir die Konjunktur beleben.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Aber 6,7 Milliarden neue Schulden sind die Realität!
Nicht verlassen werden wir aber den Konsolidierungspfad und jenes große Reformpaket, das wir uns im Frühjahr auferlegt haben. Das heißt: „Wünsch dir was!“, nur weil Wahlen vor der Tür stehen, dem werde ich eine Absage erteilen. Das „Wünsch dir was!“ ist unermesslich, und die Kreativität dazu auch. Wir müssen aber immer danach trachten, dass wir stabile Finanzen durch Reformen und Wachstum durch Offensivmaßnahmen generieren, nicht durch neue Schulden. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Aber 6,7 Milliarden neue Schulden sind die Realität!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Gisela Wurm (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Frau Volksanwältin Brinek! Sehr geehrte Damen und Herren auch an den Fernsehschirmen! Ich wende mich einem weiteren positiven Kapitel zu, das ist das Frauenbudget. Trotz Konsolidierungsbestrebungen, Konsolidierungsmaßnahmen ist es jetzt zum zweiten Mal gelungen, das Frauenbudget gleich hoch zu halten. Dazu Gratulation auch der Frauenministerin! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Dieses kleine, aber feine Budget beschäftigt sich vor allem mit Gleichstellungsmaßnahmen, die hier forciert werden. Es wird auch zum Beispiel im Bereich von Gewaltschutz sehr viel gemacht, und es ist uns gelungen, all jene Gewaltschutzzentren weiterhin mit ihren Aufgaben zu betrauen. Also sie haben die Ausschreibungen, die internationalen Ausschreibungen gut bestanden, sind weiterhin mit dieser wichtigen Aufgabe betraut, nämlich den Kampf gegen häusliche Gewalt, den Kampf gegen Gewalt an Frauen weiter zu führen. Keine einzige Frau vom Bodensee bis zum Neusiedler See wird abgewiesen, wenn sie Gewalt in der Familie erlebt, und das ist gut so. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Auch eine wichtige Aufklärungsarbeit – und gerade in den letzten Tagen wurde der zweite Teil dieser Kampagne vorgestellt – wird weitergeführt, und das sollten Sie auch vielleicht in Ihren Reihen bekanntmachen: Echte Männer, sehr geehrte Damen und Herren, echte Männer gehen in Karenz! Und hier haben wir noch Aufholbedarf. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steibl: Drei Monate sind zu wenig! Da sollten sie schon länger …!
Hier sollten wir noch den Papa-Monat ausbauen, damit nämlich Kinder auch eine zweite Bezugsperson haben, nicht nur die Mutter oder die Großmutter, sondern damit sie auch die Möglichkeit haben, enge Beziehungen zum Vater zu finden, zu haben. Das ist etwas ganz Wichtiges in der Entwicklung eines Kindes. (Abg. Steibl: Drei Monate sind zu wenig! Da sollten sie schon länger …!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Pirklhuber.
Ein letzter Bereich, der mir auch wichtig ist: Frau Bundesministerin Fekter hat ja dem Begriff der neuen Haushaltsrechtsreform großen Raum eingeräumt. Und hier ist zu sagen, dass wir bei den Wirkungszielen, also bei dieser Eröffnungsbilanz und wie wir das Geld dann ausgeben, genau schauen müssen: Wie wirkt das Geld, wie wirkt sich diese Ausgabe aus zwischen den Geschlechtern? Ist hier eine Gleichstellungswirkung vorhanden? – Das ist ein ganz zentrales Thema, und das ist sozusagen der Hintergrund dieses sperrigen Begriffs „Gender budgeting“. In jedem Ressort muss ein Wirkungsziel darauf gerichtet sein, dass mehr Geschlechtergerechtigkeit eintritt. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Beifall bei der SPÖ.
meldung haben, so wie in vielen anderen Bereichen dieses Budgets. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir verzeichnen auch die niedrigste Arbeitslosenrate in Europa und sind an der absoluten Spitze bei den Beschäftigten. Und da muss ich Danke sagen unseren Betrieben, da darf ich Danke sagen den Betrieben, die die Arbeitsplätze schaffen, und zwar den 29 000 Industriebetrieben in Österreich und den über 200 000 klein- und mittelständischen Unternehmen, die zum ersten Mal in der Geschichte der Zweiten Republik über 2 Millionen Menschen beschäftigen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, auch wenn sich die Konjunktur zurzeit ein wenig eintrübt und die Unternehmen natürlich daher auch ihre Erwartungen ein wenig zurückschrauben, gehen die Unternehmer dennoch optimistisch ans Werk. Dieses Vertrauen der Unternehmen, ihre eigene Stärke und ihre Wettbewerbsfähigkeit müssen wir von der Politik unterstützen. Wir haben die Aufgabe, hier ein positiver Begleiter zu sein, und sollten nicht immer alles schlechtreden. Mieselsucht – ich will da niemanden zitieren – hat uns noch nie weitergebracht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Der Kampf um den besten Wirtschaftsstandort im globalen Wettbewerb wird immer intensiver. Wir leben nun einmal nicht auf einer Insel der Seligen, meine Damen und Herren, wir müssen um unseren Spitzenplatz in Europa täglich kämpfen. Deshalb gibt unsere Wirtschaft ihr Bestes, und wir werden sie dabei mit den richtigen Maßnahmen unterstützen, damit wir auch weiterhin an der Spitze in Europa bleiben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir müssen schauen, dass wir jetzt die richtigen Impulse setzen. Das scheint mir ganz wichtig zu sein. Wir müssen die richtigen Impulse für die Schaffung von Arbeitsplätzen setzen, damit die Unternehmer in der Lage sind, diese zu schaffen. Die Arbeitsplätze schaffen ja die Unternehmer, und da sind vor allem die jungen Unternehmer zu fördern, denn die sind die Arbeitgeber von morgen. Daher haben wir eine Jungunternehmeroffensive gestartet, und da vertritt uns Ministerin Fekter nicht nur international ausgezeichnet, sondern sorgt auch in Österreich dafür, dass man das Geld richtig einsetzt, was sie ja als Unternehmerin bestens weiß. Mit dieser Jungunternehmeroffensive setzen wir einen Impuls für die innovativen Tempomacher der Wirtschaft, die junge Wirtschaft, also einen richtigen Impuls, damit wieder neue Arbeitsplätze für unsere Österreicherinnen und Österreicher geschaffen werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Ich denke, dass die Bundesregierung mit diesem Maßnahmenpaket, das sie in Laxenburg beschlossen hat, nicht nur dafür gesorgt hat, dass der Budgethaushalt konsolidiert wird, sondern auch dafür, dass die richtigen Impulse für die Wirtschaft in Österreich und damit verbunden für die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Wirtschaft und für die Sicherung der Arbeitsplätze gesetzt werden. Das ist ein wesentlicher Punkt, unter dem Motto „Erfolgreich ist, wer umsetzt“, einem Wirtschaftsbund-Motto. Es hat sich die Bundesregierung dieses Motto zu eigen gemacht. Und wir freuen uns über eine weitere Zusammenarbeit. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Alois Gradauer (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Für den Herrn Bundeskanzler, den Herrn Abgeordneten Cap und den Herrn Abgeordneten Krainer wäre es einmal wichtig, in die Privatwirtschaft zu gehen, um zu lernen, wie man wirklich wirtschaftet. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Stummvoll: Das wäre ein Verkehrschaos!
Meine Damen und Herren, ich bin über das, was die Regierung hier zum Besten gibt, verärgert. Dieser oberflächliche Optimismus ist wahrlich eine Zumutung für die Bevölkerung. Die Bevölkerung wird absichtlich für dumm verkauft. Nichts geht weiter in diesem Staat: Stillstand herrscht, Schulden über Schulden, sie steigen pro Minute um 21 000 € und pro Stunde um 1,3 Millionen €. Wir haben heuer ein Defizit von 11,1 Milliarden €, und für 2013 ist ein Defizit von 6,7 Milliarden € prognostiziert. Das entspricht dem Gegenwert von 300 000 VW Golf, also damit könnte man 300 000 VW Golf kaufen. (Abg. Dr. Stummvoll: Das wäre ein Verkehrschaos!)
Zwischenruf des Abg. Mag. Schickhofer.
Für 2013 wird eine Staatsverschuldung in der Höhe von 235 Milliarden erwartet – 75 Prozent der Wirtschaftsleistung der Österreicher. Dazu wieder der Gegenwert, Herr Stummvoll: 1 Million Häuser könnte man damit kaufen. Das ist ein gewaltiger Betrag. Die Leute zu Hause sollen wissen, worüber wir hier reden. (Zwischenruf des Abg. Mag. Schickhofer.)
Beifall bei der FPÖ.
Die echte Gesamtverschuldung, meine Damen und Herren – das ist ja nur die halbe Wahrheit – kommt 2013 auf 290 Milliarden bei einem BIP von 309 Milliarden. Das entspricht einer Verschuldung von 90 Prozent. Das muss man sich einmal vorstellen: Mit 90 Prozent ist dieser Staat verschuldet! Praktisch einen gesamten Jahresumsatz der Wirtschaftsleistung ist Österreich schuldig. Das ist der negativste Rekord, den wir jemals gehabt haben. Und als Kaufmann sage ich Ihnen, meine Damen und Herren, auch Ihnen von der ÖVP: Diese Regierung führt Österreich in den Konkurs! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Situation bei den Staatsfinanzen ist so schlecht wie noch nie. Dazu tragen auch die Bundesländer bei, denn das sind die wahren Regierenden dieses Landes. (Beifall bei der FPÖ.) Häupl und Pröll haben es erreicht, dass von 2004 bis 2013 der Anteil an den Staatseinnahmen verdoppelt werden konnte, und zwar von 7,17 Milliarden auf 14,6 Milliarden € beziehungsweise von 12,75 Prozent auf 19,10 Prozent. Wenn es so weitergeht, wird es wahnsinnig schwierig sein, noch irgendwelche Sanierungsmaßnahmen zu setzen, da diese Leute auf ihre Rechte bestehen werden.
Beifall bei der FPÖ.
Hineinschneiden in den rot-schwarzen Verwaltungsspeck – das wäre einmal ganz, ganz wichtig! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Bundesminister Fekter, nicht nur reden über stabile Finanzen durch Reformen, sondern auch machen. Zu handeln wäre längst angesagt! – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Dieser so wichtige Rechnungshof wird aber aufgrund des vorgelegten Budgets 2013 einen massiven finanziellen Engpass erfahren, der so weit gehen wird, dass der Rechnungshofpräsident im Ausschuss gesagt hat, das werde dazu führen, dass der Rechnungshof nicht mehr in aller Fülle seine Kernaufgaben werde erledigen können. – Das ist doch wohl wirklich skandalös! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
angekündigt haben. Und eine wesentliche Grundlage dafür ist es auch, die Kontrollorgane dieses Parlaments arbeiten zu lassen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Widmann stellt, am Rednerpult angekommen, eine Tafel auf, auf der eine E-Mail unter der Überschrift: „Wir sind das Volk. Bürgerrecht statt Bankenrecht“ abgedruckt ist.
(Abg. Mag. Widmann stellt, am Rednerpult angekommen, eine Tafel auf, auf der eine E-Mail unter der Überschrift: „Wir sind das Volk. Bürgerrecht statt Bankenrecht“ abgedruckt ist.)
Abg. Bucher: Genau das Gegenteil!
Und was macht diese Regierung? (Abg. Bucher: Genau das Gegenteil!) – Sie erhöht die Steuern! Sie macht genau das Gegenteil! Also hören Sie auf, den Menschen die Unwahrheit zu sagen, denn sogar Ihre eigenen Unterlagen belegen das Gegenteil! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Und was macht diese Regierung? (Abg. Bucher: Genau das Gegenteil!) – Sie erhöht die Steuern! Sie macht genau das Gegenteil! Also hören Sie auf, den Menschen die Unwahrheit zu sagen, denn sogar Ihre eigenen Unterlagen belegen das Gegenteil! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
diesen Daten müssen Sie die Politikergehälter senken, liebe Kollegen von der ÖVP und von der SPÖ, und nicht um 1,8 Prozent erhöhen, wie Sie das demnächst vorhaben. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Bucher – Abg. Pendl: Gut, dass wir eine so gute Frau Ministerin haben!
Ich bin ja froh darüber, dass dieses Budget das letzte vor der Wahl ist, denn so kann es ja nicht weitergehen. Sie schreiben ja nur Zahlen fort, sind aber nicht bereit, entsprechende Reformen umzusetzen (Zwischenruf des Abg. Bucher – Abg. Pendl: Gut, dass wir eine so gute Frau Ministerin haben!), die auch der Herr Rechnungshofpräsident bereits wiederholt eingefordert hat – dazu gibt es ja genügend Unterlagen – und die auch die Opposition entsprechend eingemahnt hat. Da passiert überhaupt nichts. Das Einzige, was Sie machen, sind Schulden, Defizite und Erhöhungen der Steuern.
Abg. Dr. Bartenstein: Aber bei Stronach sagen Sie auch, dass er sehr ..., obwohl er Arbeitsplätze schafft!
Sie sehen also: Es gibt viel zu tun. Das Täfelchen, das ich hier vorne aufgestellt habe (der Redner zeigt auf die Tafel, die vor ihm auf dem Rednerpult steht), ist auch ein Symbol dafür, wie man in Österreich wirtschaftet. Den Banken schmeißt man das Geld nach – 5,4 Milliarden € bisher für Bankenrettungspakete, die letztlich netto verloren sind –, man schmeißt es zur Euro-Rettung nach, man schmeißt es den Griechen nach; wenn aber ein Unternehmer hier in Österreich mit Schuhen Arbeitsplätze schafft, wenn er Sonnenstrom finanziert, wenn er etwas Gutes für die Zukunft macht, dann wirft man ihm nur Prügel vor die Füße. (Abg. Dr. Bartenstein: Aber bei Stronach sagen Sie auch, dass er sehr ..., obwohl er Arbeitsplätze schafft!) Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das ist nicht der Zugang, den wir wollen. Das wollen wir nicht. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Sie sehen also: Es gibt viel zu tun. Das Täfelchen, das ich hier vorne aufgestellt habe (der Redner zeigt auf die Tafel, die vor ihm auf dem Rednerpult steht), ist auch ein Symbol dafür, wie man in Österreich wirtschaftet. Den Banken schmeißt man das Geld nach – 5,4 Milliarden € bisher für Bankenrettungspakete, die letztlich netto verloren sind –, man schmeißt es zur Euro-Rettung nach, man schmeißt es den Griechen nach; wenn aber ein Unternehmer hier in Österreich mit Schuhen Arbeitsplätze schafft, wenn er Sonnenstrom finanziert, wenn er etwas Gutes für die Zukunft macht, dann wirft man ihm nur Prügel vor die Füße. (Abg. Dr. Bartenstein: Aber bei Stronach sagen Sie auch, dass er sehr ..., obwohl er Arbeitsplätze schafft!) Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das ist nicht der Zugang, den wir wollen. Das wollen wir nicht. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Bartenstein: Sie sollten das Herrn Stronach ...!
müssen Sie einmal zur Kenntnis nehmen. (Abg. Dr. Bartenstein: Sie sollten das Herrn Stronach ...!) Er spekuliert nicht international mit Geldern umher, er investiert vor Ort in die Wertschöpfung, und das muss man unterstützen – nicht die Spekulationsbanken, die wir strikt ablehnen.
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen
Liebe Kollegen von ÖVP und SPÖ (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen), haben Sie Mut und schwingen Sie nicht nur die Vetokeule, sondern setzen Sie sie endlich für die Menschen unseres Landes ein! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Liebe Kollegen von ÖVP und SPÖ (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen), haben Sie Mut und schwingen Sie nicht nur die Vetokeule, sondern setzen Sie sie endlich für die Menschen unseres Landes ein! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Prammer: Das Parlament ist noch viel ärger dran!
Besonders stoßen mir aber die Einsparungen beim Rechnungshof auf. Der Rechnungshofpräsident kann einem richtig leidtun. (Abg. Mag. Prammer: Das Parlament ist noch viel ärger dran!) Er wird meiner Ansicht nach in seiner Arbeit behindert. Grundsätzlich sind wir für vernünftige Einsparungen im öffentlichen Bereich, aber dort, wo es richtig und sinnvoll ist. So können unserer Ansicht nach die 22 Sozialversicherungsanstalten zusammengelegt werden und somit die jährlichen Verwaltungskosten von über 900 Millionen € an Beitragsgeldern, welche die Verwaltung auffrisst, deutlich reduziert werden.
Zwischenruf des Abg. Pendl.
Beim Rechnungshof sind diese Einsparungen, wie gesagt, nicht nachvollziehbar. Man könnte ja geradezu glauben, dass dessen Berichte von den Verantwortlichen in der Regierung nicht wirklich erwünscht sind und ein positives Arbeiten des Rechnungshofes somit versteckt eingeschränkt werden soll. Man stellt sich die Frage, warum wohl. (Zwischenruf des Abg. Pendl.) Somit sinkt das Budget des Rechnungshofes laut Tabelle um 257 000 €, und das, obwohl die Dienstgeberbeiträge im Jahr 2013 zum ersten Mal durch den Rechnungshof selbst getragen werden müssen. Dies macht dann weitere 600 000 € aus, es gibt also insgesamt ein Minus von 857 000 € für den Rechnungshof.
Abg. Pendl: Das darf ja überhaupt nicht wahr sein!
Meine Damen und Herren, zeigen Sie Rückgrat! Unterstützen Sie den Antrag des Teams Stronach, die Erhöhung der Parteienförderung zurückzunehmen! (Abg. Pendl: Das darf ja überhaupt nicht wahr sein!) – Das wäre einmal ein richtiger Ansatz, Herr Kollege!
Abg. Grosz: Hier habe ich einen Antrag!
Zum Herrn Bundeskanzler – er ist leider nicht mehr da, aber Sie werden es ihm sicher ausrichten – und seinem Kommentar betreffend den Antrag bezüglich der Rücknahme der Parteienförderung: Sie können ihm ausrichten, dass der Hochmut vor dem Fall kommt. (Abg. Grosz: Hier habe ich einen Antrag!)
Abg. Grosz: Kollege Hagen, was ist mit dem Abänderungsantrag ... vom Team Stronach?
Meine Damen und Herren von der ÖVP und von der SPÖ! Zeigen Sie Anstand und dass Sie wirklich Politik im Interesse der Bürger machen! (Abg. Grosz: Kollege Hagen, was ist mit dem Abänderungsantrag ... vom Team Stronach?) Wir laden Sie dazu ein, gemeinsam vernünftig und fair für Österreich, für die Bürger zu arbeiten. (Zwischenruf des Abg. Pendl.) Ich glaube, deswegen sitzen wir hier im Parlament, deswegen sind wir hier hereingewählt worden (Abg. Grosz: Was sagen Sie zu diesem Abänderungs-
Zwischenruf des Abg. Pendl.
Meine Damen und Herren von der ÖVP und von der SPÖ! Zeigen Sie Anstand und dass Sie wirklich Politik im Interesse der Bürger machen! (Abg. Grosz: Kollege Hagen, was ist mit dem Abänderungsantrag ... vom Team Stronach?) Wir laden Sie dazu ein, gemeinsam vernünftig und fair für Österreich, für die Bürger zu arbeiten. (Zwischenruf des Abg. Pendl.) Ich glaube, deswegen sitzen wir hier im Parlament, deswegen sind wir hier hereingewählt worden (Abg. Grosz: Was sagen Sie zu diesem Abänderungs-
Abg. Grosz: 2 Millionen für das Team Stronach! Was sagen Sie denn zu dem?
antrag? Was sagen Sie dazu?), deswegen sollen wir die Botschaft der Bürger hier zu Ihnen bringen. (Abg. Grosz: 2 Millionen für das Team Stronach! Was sagen Sie denn zu dem?) Und ich glaube, das ist wichtig, auch wenn der Herr Grosz noch so laut schreit. – Sie können dann in Graz weiterschreien. Vielleicht weinen Sie dann.
Beifall beim Team Stronach.
Meine Damen und Herren, das wäre vernünftig. Machen wir gemeinsam vernünftige Politik! Wir laden Sie dazu ein! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Dr. Strutz stellt eine Tafel mit dem Schriftzug „Unser Geld für unsere Leut’!“ vor das Rednerpult, die zunächst nicht stehen bleiben will. – Abg. Silhavy: Früher habt ihr bessere Taferln gehabt, aber heutzutage ...! – Abg. Dr. Strutz: Unsere Taferln zeigen Wirkung, Frau Kollegin! Schauen Sie sich die aktuellen Umfragen zur SPÖ an!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Dr. Strutz. – Bitte. (Abg. Dr. Strutz stellt eine Tafel mit dem Schriftzug „Unser Geld für unsere Leut’!“ vor das Rednerpult, die zunächst nicht stehen bleiben will. – Abg. Silhavy: Früher habt ihr bessere Taferln gehabt, aber heutzutage ...! – Abg. Dr. Strutz: Unsere Taferln zeigen Wirkung, Frau Kollegin! Schauen Sie sich die aktuellen Umfragen zur SPÖ an!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Schickhofer und Silhavy.
Abgeordneter Dr. Martin Strutz (FPÖ): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Unser Geld für unsere Leute! (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Schickhofer und Silhavy.) – Da unterscheiden wir uns, Frau Kollegin, ganz gravierend von den Sozialdemokraten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Martin Strutz (FPÖ): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Unser Geld für unsere Leute! (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Schickhofer und Silhavy.) – Da unterscheiden wir uns, Frau Kollegin, ganz gravierend von den Sozialdemokraten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Wir Freiheitlichen, Frau Kollegin, wollen, dass dieses hart erarbeitete Steuergeld den Österreicherinnen und Österreichern zugutekommt und nicht, wie es auch in diesem Budget klar wird, in Wirklichkeit der größte Teil nach Brüssel geschickt wird und von dort nach Portugal, nach Griechenland, nach Zypern und in die Pleitestaaten der Europäischen Union. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Beifall bei der FPÖ
Beim Beschluss des ESM haben Sie gesagt, das Geld werde zurückgezahlt. – All diese Märchen kennen wir. Faktum ist, es gibt einen zweijährigen Aufschub zur Lösung der Probleme, und ich weiß, wenn die zwei Jahre vorbei sind, werden Sie wieder hier stehen und sagen, Sie brauchen wieder einen Aufschub. Sie verschweigen aber, dass dieser Aufschub die Europäische Union in Wirklichkeit 30 Milliarden € kosten wird und dass der Anteil Österreichs wieder Hunderte Millionen sein werden, die Sie nach Griechenland, die Sie in die Pleitestaaten schicken, anstatt sie für die Österreicherinnen und Österreicher zu verwenden (Beifall bei der FPÖ), für unser Gesundheitssystem, für das Bildungssystem, für jene, die sich den Bedarf des täglichen Lebens nicht mehr leisten können.
Zwischenruf des Abg. Dr. Wittmann.
Wir wollen, dass die Mittel, die Sie nach Brüssel überweisen, die Sie nach Griechenland geben – wobei Sie uns heute im Unklaren darüber lassen, was Ihre Zustimmung zum Aufschub, dass Griechenland zwei Jahre lang nichts zurückzuzahlen braucht, den österreichischen Steuerzahlern wieder kosten wird –, wir wollen also, dass dieses Geld für unsere Leute verwendet wird. (Zwischenruf des Abg. Dr. Wittmann.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Silhavy und Dr. Wittmann.
Sie von der SPÖ und von der ÖVP wollen das Gegenteil, und das unterscheidet uns, Frau Kollegin! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Silhavy und Dr. Wittmann.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ): Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Also bei einer einzigen Betrachtung meines Vorredners gebe ich ihm ja recht; er hat auf fundamentale Unterschiede zwischen der Sozialdemokratie und der FPÖ hingewiesen: Darauf legen wir besonderen Wert, Herr Kollege, jetzt und in Zukunft. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Bucher: Sind Sie auch schon draufgekommen? Das hat aber lange gedauert!
Warum ist gerade jetzt die Wichtigkeit der öffentlichen Parteienförderung so aktuell? – Na ja, ein Millionär ist angetreten und hat nach Pferden und Fußballern jetzt ein paar Politiker erstanden, und das soll ja doch ein Einzelfall bleiben. (Abg. Bucher: Sind Sie auch schon draufgekommen? Das hat aber lange gedauert!) Wenn man sich daher vorstellt, dass es keine öffentliche Parteienförderung gäbe, dann würden sich ja auch Pharmakonzerne eine Söldnertruppe leisten. Na, da würde die Gesundheitspolitik, der Konsumentenschutz ja „lieb“ ausschauen! Oder die Industrie: Was würde das für Arbeitnehmerrechte bedeuten? Oder beispielsweise die Banken: Na, dann hätten wir keine Bankensteuer, meine Damen und Herren!
Zwischenrufe bei der FPÖ.
bekannt, oder das BZÖ, als Partei überhaupt gekauft von der Telekom, oder Rumpold mit Eurofighter, oder die ganzen Verwicklungen mit der FPÖ und Strache persönlich. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Neubauer: Sie können zu Weihnachten als Weihnachtsmann auftreten und den Kindern etwas erzählen! Das sind ja Märchen!
Das ist die Zielsetzung des Transparenzgesetzes, aber es kann nicht sein, dass Ortsvereine, kleine Ortsparteien, Vereine von nahestehenden Organisationen, wenn diese eine Tombola oder einen Ball veranstalten, vor allzu große administrative Probleme gestellt werden. (Abg. Neubauer: Sie können zu Weihnachten als Weihnachtsmann auftreten und den Kindern etwas erzählen! Das sind ja Märchen!)
Zwischenruf des Abg. Ing. Höbart.
Meine Prognose und auch meine Warnungen diesbezüglich waren ja nicht so ganz falsch. Ich glaube, meine Damen und Herren, wir werden da eine Bagatellgrenze brauchen. Wir können dann darüber reden, ob das Jahresvolumen dieser Vereine 3 500 € oder 5 000 € sein sollen, aber wir werden da eine Novelle oder eine Richtlinie brauchen. (Zwischenruf des Abg. Ing. Höbart.) Ich habe das mit dem Herrn Präsidenten des Rechnungshofes auch schon einmal diskutiert. Es wird sehr am Senat, der sich ja jetzt gerade im Bundeskanzleramt formt, liegen. Die Wirtschaftsprüfer werden das ja auch entsprechend feststellen, und es ist offen und ehrlich zu sagen: Wir müssen beim Parteiengesetz rasch ein bisschen nachjustieren – und je eher, desto besser. (Beifall bei der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ing. Höbart.)
Beifall bei der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ing. Höbart.
Meine Prognose und auch meine Warnungen diesbezüglich waren ja nicht so ganz falsch. Ich glaube, meine Damen und Herren, wir werden da eine Bagatellgrenze brauchen. Wir können dann darüber reden, ob das Jahresvolumen dieser Vereine 3 500 € oder 5 000 € sein sollen, aber wir werden da eine Novelle oder eine Richtlinie brauchen. (Zwischenruf des Abg. Ing. Höbart.) Ich habe das mit dem Herrn Präsidenten des Rechnungshofes auch schon einmal diskutiert. Es wird sehr am Senat, der sich ja jetzt gerade im Bundeskanzleramt formt, liegen. Die Wirtschaftsprüfer werden das ja auch entsprechend feststellen, und es ist offen und ehrlich zu sagen: Wir müssen beim Parteiengesetz rasch ein bisschen nachjustieren – und je eher, desto besser. (Beifall bei der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ing. Höbart.)
Abg. Pendl: Hört, hört!
Die FPÖ war zuerst dafür, dann dagegen. Bei Strache habe ich ein bisschen ein Déjà-vu-Erlebnis in Bezug auf Haider: Ich kann mich gut erinnern, wie dieser damals die 60 000-Schilling-Regel verkündet hat und dann in den Designerklamotten in den Porsche gesprungen ist. Und diese angebliche Enthaltsamkeit der FPÖ, na ja, die hat ja den Steuerzahler, wie wir jetzt wissen, Milliarden gekostet, meine Damen und Herren, und eine Korruptionslawine von FPÖ, BZÖ, FPK und so weiter gebracht. (Abg. Pendl: Hört, hört!) Das heißt, Wasser zu predigen, aber Champagner zu schlürfen, ist dort ganz offensichtlich die Methode.
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Ich glaube, wir sollten da nicht populistisch reagieren, wie das Einzelne machen, allen voran die FPÖ. Und es gilt wohl auch der Satz: If you pay peanuts, you get monkeys! Also wenn man nicht ordentlich bezahlt, bekommt man keine Leistung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Grünen und SPÖ.
Abgeordnete Mag. Judith Schwentner (Grüne): Herr Präsident! Werte Frau Ministerin! Herr Staatssekretär! Herr Präsident des Rechnungshofes! Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer! Ich möchte auf das nur einmal erwähnte Ressort, das Frauenressort, eingehen und das nicht so üppige Budget, das dem Frauenressort zur Verfügung steht, nämlich die bisschen mehr als 10 Millionen €, aber auch das Positive erwähnen, das du, Frau Kollegin Wurm, erwähnt hast, nämlich dass die Interventionsstellen mit einem neuen Finanzierungsmodell gesichert sind, dass es ganz, ganz wichtig ist, dass keine Frau und kein Kind, die beziehungsweise das von Gewalt betroffen ist, abgewiesen werden darf und kann, dass es da also genügend Mittel gibt und diese weiterhin gesichert sind. (Beifall bei Grünen und SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Das ist neu, es hat Verfassungsrang, es ist ab nächstem Jahr, 2013, verbindlich und muss in jedem Ressort vorkommen. Dass Sie das gar nicht erwähnen, finde ich schade und sagt hoffentlich nichts darüber aus, wie ernst, wie wenig ernst Sie das nehmen. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) Ich würde mir wünschen, Sie würden es öfter berücksichtigen. (Beifall bei Grünen und SPÖ.)
Beifall bei Grünen und SPÖ.
Das ist neu, es hat Verfassungsrang, es ist ab nächstem Jahr, 2013, verbindlich und muss in jedem Ressort vorkommen. Dass Sie das gar nicht erwähnen, finde ich schade und sagt hoffentlich nichts darüber aus, wie ernst, wie wenig ernst Sie das nehmen. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) Ich würde mir wünschen, Sie würden es öfter berücksichtigen. (Beifall bei Grünen und SPÖ.)
Abg. Grosz: Er ist multitaskingfähig!
In diesem Zusammenhang möchte ich den Rechnungshof erwähnen, Herr Präsident. Dass Sie einen Gender-Leitfaden erstellen, möchte ich positiv erwähnen. – Er hört mir nur nicht zu, wenn ich ihn schon lobend erwähne. (Abg. Grosz: Er ist multitaskingfähig!)
Beifall bei den Grünen.
Sie haben es sich auch zur Aufgabe gemacht, die Auswirkungen der Verteilung von öffentlichen Mitteln auf Männer und Frauen herauszufinden. Das ist sehr wichtig und sehr gut. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich finde es sehr bedauerlich, dass Sie da herumdrucksen und nicht den Mut haben, dieses Levelling Up endlich mit uns gemeinsam durchzusetzen. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Grosz: Du warst aber die Hälfte nicht da! Der Sessel war verwaist!
Abgeordneter Dkfm. Dr. Günter Stummvoll (ÖVP): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Herr Präsident des Rechnungshofes! Liebe Freunde hier im Hohen Haus! Ich habe mir jetzt drei Stunden lang diese Budgetdebatte angehört und muss sagen: keine Überraschung! (Abg. Grosz: Du warst aber die Hälfte nicht da! Der Sessel war verwaist!) Wie in jedem anderen Land der Welt lässt auch hier die Opposition am Budget der Regierung kein gutes Haar! (Abg. Grosz: Aber du warst nicht da!) Das ist in jedem Parlament der Welt so, meine Damen und Herren, und ist keine Überraschung. Ich hätte mir allerdings eine etwas differenziertere Diskussion gewünscht.
Abg. Grosz: Aber du warst nicht da!
Abgeordneter Dkfm. Dr. Günter Stummvoll (ÖVP): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Herr Präsident des Rechnungshofes! Liebe Freunde hier im Hohen Haus! Ich habe mir jetzt drei Stunden lang diese Budgetdebatte angehört und muss sagen: keine Überraschung! (Abg. Grosz: Du warst aber die Hälfte nicht da! Der Sessel war verwaist!) Wie in jedem anderen Land der Welt lässt auch hier die Opposition am Budget der Regierung kein gutes Haar! (Abg. Grosz: Aber du warst nicht da!) Das ist in jedem Parlament der Welt so, meine Damen und Herren, und ist keine Überraschung. Ich hätte mir allerdings eine etwas differenziertere Diskussion gewünscht.
Abg. Bucher: Ist alles ein gutes Geschäft für den Steuerzahler!
debatte gegeben!) – globale Finanzkrise, Wirtschaftskrise, Bankenkrise, Vertrauenskrise, Staatsschuldenkrise –, dann muss man sagen, dass das natürlich auch Auswirkungen auf den Staatshaushalt haben muss. (Abg. Bucher: Ist alles ein gutes Geschäft für den Steuerzahler!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Schauen wir uns die Budgetzahlen an: Die große Mehrzahl der europäischen Staaten hat größere Defizite und einen höheren Verschuldungsgrad als wir. Auch der Herr Bundeskanzler hat das heute schon erwähnt: Vor einigen Jahren hätten wir davon geträumt, dass wir für zehnjährige Staatsanleihen nur 1,77 Prozent zahlen! Geträumt hätten wir davon! – Das ist das Vertrauen der Finanzmärkte in unser Land und auch in unsere Regierungspolitik, meine Damen und Herren. Auch das muss man sagen, denn das sind die nackten Daten und Fakten, und die sprechen, glaube ich, für sich. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Mir ist schon klar – noch einmal –: In keinem Land der Welt lässt die Opposition ein gutes Haar an der Budgetpolitik der Regierung, aber ich glaube, man sollte doch ein bisschen über den Tellerrand hinausblicken. Ich hoffe, dass mein Nachredner, Kollege Scheibner, vielleicht doch ein bisschen differenzierter diskutiert – ich schätze ihn ja sehr. Also ich bin in großer Erwartung, dass Kollege Scheibner vielleicht auch sagt, dass die Regierung doch dieses oder jenes wirklich besser macht als viele andere Staaten dieser Welt. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Bucher.
Abgeordneter Herbert Scheibner (BZÖ): Mein Vorredner hat als Lehr- und Schulmeister große Erwartungen in meine Rede. – Herr Kollege Stummvoll, ja, in Österreich ist die Situation viel besser als in vielen anderen Ländern der Welt, darin sind wir uns einig, aber wir wollen ja nicht auf dieser Ebene diskutieren, sondern müssen von unserem Maßstab ausgehen. (Zwischenruf des Abg. Bucher.)
Beifall beim BZÖ.
Wir wollen doch die Probleme in unserem Land ansprechen und besser werden. Das ist jetzt nicht oppositionelles Gejammere, sondern ein Ansprechen von Problemen und der Versuch, Lösungen zu finden. Sie müssen uns doch recht geben, dass da leider in den letzten vier, fünf Jahren nicht viel geschehen ist oder zumindest wesentlich mehr geschehen hätte können, wenn wir eine Regierung gehabt hätten, die sagt: Ja, wir versuchen, hart zu diskutieren, aber dann gemeinsame Lösungen zu präsentieren! Aber das hat ja leider – Sie nicken – nicht stattgefunden. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Kollege Stummvoll, da muss man die Frage stellen: Warum diskutieren wir nicht – über den Tellerrand hinausgehend –, wie man zum Beispiel wirklich ein vernünftiges neues Steuersystem entwickelt? Wir vom BZÖ haben mit unserem an die Flat-Tax angepassten System der Fair-Tax einen Vorschlag gemacht; ein einfaches System mit klaren, abgesenkten Steuersätzen, wo sich jeder auskennt und wo man nicht darüber nachdenkt, wie man über höhere Steuern und Abgaben mehr Geld ins Budget be-kommt, sondern – umgekehrt – darüber, ob man durch abgesenkte Steuersätze mehr Kaufkraft schaffen kann, auch, indem man die Wirtschaft fördert, mehr Arbeitsplätze schafft und über diesen Umweg trotz reduzierter Steuersätze mehr Steueraufkommen erreicht, das wieder dazu da ist, unser Sozialsystem zu garantieren. Das wäre doch ein interessantes, von Ihnen gefordertes Über-den-Tellerrand-Hinausblicken. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Kollege Stummvoll! Im Zusammenhang mit der Europäischen Union wäre interessant, dass man nicht nur in diesen großen Einheiten denkt. Sie sagen, dass der Agrarbereich wichtig ist und wir als kleines Österreich jetzt versuchen müssen, die Agrarlobbys in der Europäischen Union dazu zu bringen, unsere kleinstrukturierte Landwirtschaft zu fördern und zu unterstützen. Ich glaube, es wäre einfacher und besser – über den Tellerrand geblickt –, zu sagen: Nein, wir schaffen uns mehr Flexibilität, indem wir unsere Beiträge nach Brüssel nicht – wie jetzt mit dem Rabatt, der gestrichen werden soll, zu befürchten ist – erhöhen, sondern senken, sodass wir wieder flexibler sind und unsere Biobauern, unsere Bergbauern, die wirklich Qualität produzieren, die nirgendwo anders vorhanden ist, auf nationaler Ebene besser unterstützen können. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Kollege Stummvoll, meine Redezeit ist leider vorbei. Ich habe versucht, ein paar Beispiele zu bringen und zu zeigen, dass es mit uns hier eine Opposition gibt, mit der Sie über all diese Dinge über den Tellerrand hinausgehend diskutieren können. Sie müssen in der eigenen Regierung dann aber auch Leute haben, die bereit sind, das umzusetzen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Grosz: „Danke!“
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! (Abg. Grosz: „Danke!“) – Das machen wir an und für sich immer bei den Budgetdebatten, Herr Kollege, dass wir uns bedanken.
Allgemeiner Beifall.
Es würde auch dir gut anstehen, dich einmal bei den parlamentarischen Mitarbeitern und den Beschäftigten der Parlamentsdirektion für die geleistete Arbeit sehr herzlich zu bedanken, was ich hiemit tue. Wir sehen das zu oft als Selbstverständlichkeit an. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und BZÖ.
Es geht da nicht um irgendeine Fraktion, sondern um unser Parlament, um unsere Arbeitsbedingungen, um einen selbstbewussten Parlamentarismus. Und ich glaube, wir sollten das gemeinsam umsetzen. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Harald Stefan (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen Bundesminister! Sehr geehrte Frau Volksanwältin! Sehr geehrter Rechnungshofpräsident! Ja, ich habe vor, ganz konkret über die Obersten Organe zu sprechen. Es ist natürlich immer reizvoll, hier auf die Vorredner einzugehen. Nur eine Bemerkung muss ich mir schon erlauben zum Kollegen Kräuter, der leider nicht hier ist und der vom Champagnerschlürfen gesprochen hat: Da fällt einem natürlich sofort ein SPÖ-Vorsitzender ein, der im Jahr 2000 mit ausländischen Staats- und Regierungschefs gemeinsam Champagner geschlürft und darauf angestoßen hat, dass Sanktionen über Österreich verhängt werden. (Beifall bei der FPÖ.) Das ist Champagner ... (Abg. Dr. Jarolim: Das ist eines Notars unwürdig!)
Abg. Dr. Jarolim: Das ist eines Notars unwürdig!
Abgeordneter Mag. Harald Stefan (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen Bundesminister! Sehr geehrte Frau Volksanwältin! Sehr geehrter Rechnungshofpräsident! Ja, ich habe vor, ganz konkret über die Obersten Organe zu sprechen. Es ist natürlich immer reizvoll, hier auf die Vorredner einzugehen. Nur eine Bemerkung muss ich mir schon erlauben zum Kollegen Kräuter, der leider nicht hier ist und der vom Champagnerschlürfen gesprochen hat: Da fällt einem natürlich sofort ein SPÖ-Vorsitzender ein, der im Jahr 2000 mit ausländischen Staats- und Regierungschefs gemeinsam Champagner geschlürft und darauf angestoßen hat, dass Sanktionen über Österreich verhängt werden. (Beifall bei der FPÖ.) Das ist Champagner ... (Abg. Dr. Jarolim: Das ist eines Notars unwürdig!)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist eines SPÖ-Obmanns tatsächlich unwürdig! Da haben Sie vollkommen recht. Vor allem dann, wenn man von Patriotismus spricht, davon, dass wir auf Österreich schauen müssen und so weiter. Dann ist das absolut unwürdig, da haben Sie vollkommen recht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Hervorkehren möchte ich auch, dass es gerade im Verfassungsausschuss, wo diese Themen behandelt werden, ein sehr konstruktives Arbeitsklima gibt, daher dort wirklich etwas weitergeht und wir auch unsere Ideen einbringen können. Da ist zum Beispiel ein wesentlicher Punkt, den wir immer wieder gefordert haben, die meritorische Entscheidung beim Verwaltungsgerichtshof; das heißt, dass er in der Sache selbst entscheiden und nicht nur zurückverweisen kann. Das wird jetzt umgesetzt – eine alte Forderung der FPÖ! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben weiters in die Diskussion eingebracht, dass es eine Möglichkeit gibt, bei Gerichtsverfahren eine Beschwerde an den Verfassungsgerichtshof zu richten, wenn man der Meinung ist, dass ein verfassungswidriges Gesetz angewendet wird. Auch das wird jetzt umgesetzt – auch das eine Forderung der FPÖ und ebenfalls sehr erfreulich, dass das möglich ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Letztendlich: Volksanwaltschaft. Die Volksanwaltschaft ist auch eindeutig ein Erfolgsmodell; man sieht das daran, wie sie in der Bevölkerung angenommen wird. Wir haben die neue Erweiterung der Volksanwaltschaft, nämlich dass sie jetzt auch freiheitsentziehende Maßnahmen in Österreich prüfen kann, mitgetragen. Wir finden es sehr sinnvoll, dass das dort angesiedelt ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich hoffe auf Ihre Unterstützung. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Inflation abgegolten zu bekommen! Ein Danke an unsere Beamtinnen und Beamten, die trotz dieser Situation nicht aufhören, für dieses Land zu arbeiten! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Ursula Haubner.
Ich möchte, wenn wir uns jetzt genau den Kapiteln Oberste Organe und Bundeskanzleramt zuwenden, hier auch einen besonderen Dank für die Form der Zusammenarbeit, die wir im Verfassungsausschuss haben, aussprechen. Da möchte ich mich ganz bewusst von manchen Vorrednern unterscheiden und gegenüber den Zuhörerinnen und Zuhörern klar zum Ausdruck bringen, dass in diesem Hause auch viel konstruktive Arbeit gemacht wird. Ich möchte mich ganz besonders bei den Verfassungssprechern bedanken, bei meinem Kollegen Wittmann, auch beim Kollegen Stefan, meinem Vorredner, bei Frau Kollegin Musiol und bei Herrn Kollegen Scheibner! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Ursula Haubner.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Das ist nicht selbstverständlich, und es wird von vielen wahrscheinlich nicht erwartet, dass hier so viel gearbeitet wird. Daher möchte ich einen ganz besonderen Dank auch an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Verfassungsdienstes richten, an die Mitarbeiter des Kabinetts von Staatssekretär Ostermayer und von Vizekanzler Spindelegger, die es ermöglicht haben, dass das noch am Dienstag in der Regierung beschlossen werden konnte und nun hierher ins Hohe Haus kommt, und ihnen ein herzliches Danke sagen! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Mit diesen Gesetzen schaffen wir unabhängige Entscheidungen für die Bürgerinnen und Bürger. Der Rechtsschutz wird verbessert, unabhängige Richter werden vermehrt eingesetzt. Wir sichern den Rechtsstaat und schaffen damit einen wichtigen Schritt in Richtung Objektivität, Transparenz und Sachlichkeit. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Was auch nichts kosten würde und viel wert wäre: wenn die Ausschüsse zumindest im Zusammenhang mit allen Belangen der Volksanwaltschaft öffentlich wären. Es würde nichts dagegen sprechen, glaube ich, und es wäre auch von großem Vorteil, wenn sämtliche betroffenen Minister und Ministerinnen bei diesen Ausschussberatungen anwesend wären. Denn nur dann besteht die Chance, dass irgendetwas an Verbesserung weitergeht. – Ich bedanke mich. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Peter Wittmann (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Präsident des Rechnungshofs! Sehr geehrte Frau Volksanwältin! Hohes Haus! Zunächst einmal zu den Budgetposten Oberste Organe und Bundeskanzleramt, beginnend beim Bundeskanzleramt: Ich glaube, vorbildhaft ist das Bundeskanzleramt im Bereich des Gender Budgetings. Man hat hier besonderes Augenmerk darauf gelegt, die Verteilung der öffentlichen Mittel auch hinsichtlich Frauen und Männer darzustellen. Man hat das Frauenbudget im Bundeskanzleramt nicht gekürzt. Man hat auch das Volksgruppenbudget im Bundeskanzleramt nicht gekürzt. Das sind die wesentlichen Eckpfeiler. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein Wort noch zu den Vorrednern: Kollege Hagen hat die Präsidentschaftskanzlei wegen zweier zusätzlicher Posten erwähnt. – Sie wissen, dass wir im Ausschuss darüber gesprochen haben. Die drei Posten des Bundesheeres, die dem Bundespräsidenten als Adjutanten zur Verfügung stehen, werden nicht mehr beim Bundesheer budgetiert, sondern in der Präsidentschaftskanzlei. So wurde auch in der Präsidentschaftskanzlei in Wirklichkeit ein Posten eingespart. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich bin aber der Meinung – und ich möchte hier vielleicht auch in eine etwas andere Richtung gehen –, dass wir gemeinsam wirklich versuchen sollten, die Rahmenbedingungen für Frauen zu verbessern, sodass das Thema Gewalt vielleicht auch einmal zurückgedrängt werden kann. Denn je unabhängiger Frauen sind, je selbständiger sie sind, je mehr sie verdienen, desto weniger, glaube ich, kommt es auch zu Gewaltsituationen in der Familie. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei BZÖ und SPÖ.
Positiv erwähnen möchte ich, dass die Notwohnung für Zwangsverheiratete nun mit einigen Jahren Verspätung im März, April, Mai nächsten Jahres bezugsfertig sein wird. Sie haben sich mit der Frau Ministerin geeinigt, das Objekt ist ausgesucht, es wird jetzt adaptiert und renoviert. Man darf gespannt sein, wann es endlich so weit sein wird. Aber es ist jetzt schon einmal zugesagt, es ist, glaube ich, auf Schiene, und das möchte ich auch positiv erwähnen. (Beifall bei BZÖ und SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Anmerken möchte ich auch – obwohl ich Rechnungshof und Volksanwaltschaft nicht gegeneinander ausspielen möchte –, dass die Volksanwaltschaft für das Menschenrechts-Monitoring und den Menschenrechtsbeirat, welche sie vom BMI erhalten hat, zusätzliche Mittel in Höhe von 2,9 Millionen € erhält. Also warum das beim Rechnungshof nicht möglich ist, weiß ich jetzt nicht, aber vielleicht kann das heute noch beantwortet werden. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie der Abg. Gartelgruber.
Wir haben bei den 15- bis 64-jährigen Bürgerinnen und Bürgern eine Erwerbsquote von insgesamt 75,3 Prozent. Davon 81 Prozent Männer und 69,5 Prozent Frauen. Das heißt, dass 2,3 Millionen Männer in Beschäftigung sind und mehr als zwei Millionen Frauen. Das heißt für uns aber auch, dass wir Frauen eine großen Teil zur wirtschaftlichen Stabilität in diesem Land beitragen und dass wir Frauen einen wesentlichen Teil zur sozialen Sicherheit in unserem Land beitragen, abgesehen von den großartigen Leistungen, die in der Familienarbeit erbracht werden oder auch in den verschiedensten Ehrenämtern, die Frauen ausüben. Da müssen wir einmal ein herzliches Dankeschön an all diese Frauen sagen, die sich in diesen Bereichen engagieren und tätig sind. (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie der Abg. Gartelgruber.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ein Budgetansatz „Frauen“ als solcher – wir haben es heute schon gehört – mit 10,15 Millionen € ist kein großer, aber wenn ich es mit meiner Gemeinde vergleiche – Marktgemeinde Bisamberg, über 5 000 Einwohner, mein Budget hat knappe 10 Millionen €, und wir bewerkstelligen die gesamte Infrastruktur, Kindergarten bis Kanal, Straße, alles –, so ist es doch ein Budget, das sich sehen lassen kann, und ich freue mich, dass es gelungen ist, dieses auch zu halten. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
den Bedürfnissen der Frauen ein wenig entgegenkommen können. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und BZÖ.
Abgeordneter Wolfgang Zanger (FPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Herr Präsident des Rechnungshofes! Bevor ich zu meinen eigentlichen Ausführungen gelange, möchte ich sehr herzlich die Senioren aus Salzburg begrüßen, an der Spitze Herrn Dr. Erwin Tiefenbacher, die uns heute hier im Parlament besuchen. Herzlich willkommen! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie kommen zu einem guten Zeitpunkt, denn diese Bundesregierung verantwortet es, dass Ihre Pensionen nur um 1,8 Prozent erhöht werden, was 1 Prozent unter der Inflation ist. Ein herzliches Dankeschön an Rot und Schwarz von dieser Stelle aus! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie alle haben in Ihren Ausführungen die Tätigkeiten des Rechnungshofes gewürdigt. Wenn Sie das wirklich ernst meinen, stimmen Sie heute zu! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
und Zuschauer! Nur zur Erinnerung: Als die Freiheitlichen in Regierungsverantwortung waren, gab es Nullrunden für die Pensionistinnen und Pensionisten, und jetzt, in schweren Zeiten der Finanzkrise, gibt es gerade für die Seniorinnen und Senioren in unserem Land eine Pensionserhöhung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Diese Berichte sind an die Europäische Kommission, das Europäische Parlament und die nationalen Parlamente zu liefern, womit auch hier wieder die Möglichkeit geschaffen wurde, dass eben diese Berichte in den einzelnen Staaten diskutiert werden können. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Prammer: Dann müsste man das noch einmal untergliedern!
doch einmal auf einer Ebene, dass wir zumindest die Dinge auseinanderhalten. Es wäre einmal interessant, zu den Frauenthemen zu reden, eine Runde zu machen. (Abg. Mag. Prammer: Dann müsste man das noch einmal untergliedern!) – Ja, eh, aber es scheitert offenbar immer an der Bürokratie des Hauses, denn es gibt sozusagen jedes Jahr bei der Budgetdebatte die gleichen Wortmeldungen. Ich rede jetzt gar nicht von den Beamten, sondern auch von den Vorbereitungen. Karl Öllinger kommt auch noch dran, er spricht das auch immer an, dass diese Form der Debatte eher zweckentfremdet ist. Vielleicht gelingt es uns irgendwann einmal in der Zukunft doch, das wir beim Budget eine Debatte zusammenbekommen, bei der wir die Kapitel so haben, dass wir zumindest sachbezogen debattieren können und nicht dauernd hin- und herspringen müssen. Ich hielte das wirklich für einen Fortschritt, sollte das einmal gelingen.
Abg. Dr. Fichtenbauer: Der ist eh immer da!
Deswegen rede ich jetzt zum Thema Medien. Es ist positiv, dass der Herr Staatssekretär auch da ist. Man trifft ja manchmal bei den Debatten auch die richtigen Regierungsmitglieder, je nachdem, wann man gerade redet. Also auch das geht sich aus, in diesem Fall ist es sich ausgegangen. (Abg. Dr. Fichtenbauer: Der ist eh immer da!) – Der Herr Staatssekretär ist heute vielleicht öfter da, das passt auch. Aber da gibt es schon zwei, drei Punkte, die ich gerne ansprechen würde.
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Damit kommen ich zu einem zweiten Punkt im Medienbereich, den ich für noch interessanter halte. Er steht auch im Zusammenhang mit dem Parteienförderungsgesetz. Neue strenge Richtlinien, aber alles haben wir, wie man dann im Nachhinein sieht, doch nicht so ganz erfasst. Denn wenn man sich die Presseförderung anschaut – ich habe Sie das ja auch bei den kurzen Budgetanfragen gefragt –, wenn man sich anschaut, wer Presseförderung bekommt, dann liest man nach wie vor, Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP, dass das „Neue Volksblatt“ die einzige verbliebene Parteizeitung in Österreich, in Linz ist, die nach wie vor jährlich eine Presseförderung von 695 000 plus 162 000, also gut 850 000 €, dafür bekommt, dass dort aus-schließlich Parteipropaganda betrieben wird. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen.
Unseres Wissens ist es beispielsweise so, dass der Bauernbund für seine Zeitungen – jetzt im Sinn des Beirats, also dort, wo auch Gelder sind – sehr wohl noch zusätzlich Gelder aus den Presseförderungsmitteln lukriert. Also es ist nicht einmal leicht zu sagen, wie viel bekommen Parteiorganisationen, Parteizeitungen plus Vorfeldorganisationen gemeinsam. Das ist wahrscheinlich noch deutlich mehr. Ich glaube, in Zeiten, in denen erstens das Budget knapp ist, und zweitens, wenn es um Medienvielfalt in Österreich geht, wäre es sinnvoll, dahin zu steuern, dass die Vielfalt gefördert wird, dass freie Medien gefördert werden und dass die Parteizeitungen mit Parteigeldern finanziert werden, aber nicht mit Mitteln aus der Presseförderung. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Der Rechnungshof trägt dazu bei, dass in diesem Staat sparsam gewirtschaftet wird, und ich glaube, wir müssen auch die Vorgaben und Ziele des Rechnungshofes ernst nehmen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Der Umfang der durchgeführten Prüfungen und die Wahrnehmung der Beratungsaufgaben ist abhängig von dem zur Verfügung stehenden Budget. Die letzten 250 Jahre des Rechnungshofes und die Entwicklungen der letzten Monate haben gezeigt, dass sich Kontrolle auszahlt. Wir alle sollten uns daher bewusst sein, dass Parlamente umso stärker sind, je stärker auch ihre Kontrolleinrichtungen sind. Beide stehen in einer Wechselbeziehung und sind unverzichtbare Partner für das Funktionieren der Demokratie. – Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Bundesminister, ich habe Ihr Ziel, nämlich der Gestaltung des Dienstrechtes des Bundes neue Werte zu geben, um sowohl den gesellschaftlichen als auch organisatorischen Veränderungen Rechnung zu tragen, eigentlich sehr wohlwollend aufgenommen, aber ich habe feststellen müssen, dass es mit alten, untauglichen Mitteln umgesetzt werden soll, nämlich mit einer Fortschreibung in Form einer Dienstrechtsnovelle des bestehenden Dienstrechtes. Einmal mehr wurde hier verabsäumt, den vielen unterschiedlichen Berufszweigen im öffentlichen Dienst endlich eigenständige und berufsspezifische Regelungen zu geben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Ursula Haubner und Hagen. – Bundesministerin Heinisch-Hosek: Hoffentlich!
Lassen Sie mich klar feststellen: Beamte, die rechtskräftig wegen eines Folter- oder Sexualdeliktes verurteilt wurden, haben im öffentlichen Dienst nichts verloren und sind unverzüglich zu entlassen. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Ursula Haubner und Hagen. – Bundesministerin Heinisch-Hosek: Hoffentlich!) Aber auf den bloßen Zuruf eines vermeintlichen Geschädigten hier sofort den betroffenen Beamten vom Dienst freizustellen und hier mit Suspendierung vorzugehen, das ist nicht nur unangemessen, sondern das schafft auch große Probleme bei der Vollziehung im Bereich der Exekutive, bei der Polizei, bei der Justiz. Schon jetzt ist es so, dass eine Vielzahl an Beamten tagtäglich mit Misshandlungsvorwürfen konfrontiert wird. Sie werden damit konfrontiert, dass sie vermeintlich die Privatsphäre verletzt haben, insbesondere bei Visitationen, bei Überstellungen in Arrestanstalten oder Arrestbereiche. Schon heute zeigt sich, dass kaum eine dieser Anschuldigungen hier zu einer tatsächlichen Verurteilung reichen würde.
Zwischenruf des Abg. Lausch.
Dieser Regierungsvorschlag zeigt, dass man hier einmal mehr mit völlig untauglichen, überschießenden Mitteln gegen den Berufsstand der Exekutive vorgehen wird. (Bundesministerin Heinisch-Hosek: Die Gewerkschaft hat aber zugestimmt!) – Und weil Sie mir hier gerade gesagt haben, die Gewerkschaft habe dem zugestimmt: Na, meine Damen und Herren der GÖD, da wünsche ich Ihnen aber viel Erfolg! (Zwischenruf des Abg. Lausch.) Das ist einmal mehr ein Zeichen, dass Sie auf der völlig falschen Seite stehen, dass Sie nicht auf der Seite unserer Polizistinnen und Polizisten, auf der Seite unserer Exekutivbeamten stehen, sondern dass Sie einmal mehr schon zur Seite der Arbeitgeber übergewechselt sind und hier offensichtlich völlig falsche Interessen vertreten.
Beifall bei der FPÖ.
Ich kann Ihnen nur sagen, unsere Polizistinnen und Polizisten, unsere Justizwachebeamten leisten einen unverzichtbaren Job für die Allgemeinheit (Bundesministerin Heinisch-Hosek: Stimmt!), und diese Geringschätzung, die ihnen einmal mehr durch diese überschießende und untaugliche Maßnahme entgegengebracht wird, die haben sie wahrlich nicht verdient. Es gebührt ihnen eigentlich große Unterstützung unser aller und nicht der Schlag ins Gesicht durch diese Bundesregierung. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Herbert: Leider auf eine … Art und Weise!
Gerade die Frau Bundesministerin Heinisch-Hosek hat sich sehr intensiv mit dieser Sache in langen, langen Verhandlungen auseinandergesetzt. (Abg. Herbert: Leider auf eine … Art und Weise!) Du kennst dieses Paket, wie das am Anfang ausgesehen hat, und ich glaube, das, was jetzt im Dienstrechtsaspekt herausgekommen ist, ist etwas, was wir auch im Interesse der Exekutivbeamtinnen und Exekutivbeamten respektieren
Abg. Herbert: Aber zwei Drittel der Anklagen werden eingestellt, und die Kollegen bleiben auf der Strecke! So schaut die Realität aus!
Wir wissen ganz genau, es ist ein Unterschied, ob jemand Anzeige erstattet oder ob es zu einer Anklageerhebung kommt. Bei einer Anklageerhebung sind schon sehr, sehr viele maßgebliche Umstände dabei, die dazu Anlass geben, anzunehmen, dass möglicherweise hinter dem Delikt auch etwas Wahres steckt. (Abg. Herbert: Aber zwei Drittel der Anklagen werden eingestellt, und die Kollegen bleiben auf der Strecke! So schaut die Realität aus!) Ich glaube, bei dieser Form von Delikten, nämlich bei Folter- und Sexualdelikten, sollten wir ganz klar bekennen, dass wir zwar sehr wohl hinter der Exekutive stehen, aber letztendlich hier auch unsere Verantwortung wahrnehmen müssen.
Beifall bei der SPÖ.
Trotzdem: Gratulation an die Volksanwaltschaft – wichtige Aufgaben bestens gelöst, eine unverzichtbare Einrichtung für die Bürgerinnen und Bürger! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Unterm Strich bleibt für mich nur mehr klar festzustellen: Von echten Verbesserungen ist auch dieses Mal nichts zu sehen, es bleiben nur Ankündigungen. Das horrende Budgetdefizit, das hier jetzt produziert wird, wirkt sich natürlich auch auf Frauen negativ aus und stellt viele Unterstützungsleistungen, die dringende Entlastung für die Frauen bringen würden, einfach infrage. Die Bilanz des vorgelegten Budgetentwurfes ist aus Frauensicht leider fast durchwegs negativ. Es bleibt unter Rot-Schwarz alles beim Alten. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Der Genderwahn!
Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst Gabriele Heinisch-Hosek: Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Frau und Herr Rechnungshofpräsident! Frau Volksanwältin! – Entschuldigung: Herr Rechnungshofpräsident! Oje! (Ruf bei der FPÖ: Der Genderwahn!)
Beifall bei der SPÖ.
Daher glaube ich, dass es wichtig ist, sich bei allen, die sich mit den Frauen in Österreich auseinandersetzen, die ihnen hilfreich zur Seite stehen, bei allen, die in Fraueneinrichtungen arbeiten, bei allen, die Frauen Beratung zukommen lassen, zu bedanken, und das will ich hiermit tun. Ich möchte mich bei allen MitarbeiterInnen, die in Frauenberatungseinrichtungen, Gewaltschutzzentren, in NGOs, in Vereinen tätig sind – wobei viele ehrenamtlich arbeiten, damit es den Frauen gut geht, und den Frauen soll es gut gehen in Österreich –, bei denen möchte ich mich sehr herzlich bedanken! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Zum Dritten bin ich sehr stolz darauf, dass wir in Österreich einen leistungsstarken öffentlichen Dienst haben. In Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise schreit man gleich einmal nach einem starken Staat. Wenn aber alles klappt und passt, kommen manchen die Wörter „schlank“, „einsparen“ und „Verwaltungsreform“ locker über die Lippen. Wir machen Verwaltungsreform, Jahr für Jahr! Jedes Jahr wird in einer Dienstrechtsnovelle versucht, Verwaltungsinnovationen, Verwaltungsvereinfachungen durchzuführen – und das wird nicht nur versucht, sondern dann auch tatsächlich umgesetzt. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wenn Sie jemals auf Veranstaltungen gewesen wären,
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wir nehmen hier auch große Verantwortung wahr und leisten einen Riesenbeitrag zur Konsolidierung dieses Budgets im Rahmen von 2,5 Milliarden €, und zwar nicht nur durch eine Nulllohnrunde – ich möchte mich sehr bedanken, dass das möglich ist –, sondern auch durch andere Konsolidierungs- und Einsparungsmaßnahmen. Das lächerlich zu machen finde ich hier und jetzt sehr fehl am Platz. Danke an alle öffentlich Bediensteten! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Herbert: Falsche Ansätze, Frau Minister!
Zum Letzten, sehr geehrte Damen und Herren, denke ich, dass wir im Rahmen der gesamten Budgetverhandlungen nie außer Acht lassen sollten, für wen wir hier Politik machen. Da geht es nicht darum, dass man sich gegenseitig Vorwürfe macht. Ich lasse nichts über irgendeine Gruppe im öffentlichen Dienst kommen, und da Sie die Exekutive angesprochen haben, möchte ich sagen, da wird hervorragende Arbeit geleistet. Ich werde mit Kollegin Mikl-Leitner in den nächsten Tagen weiter darüber verhandeln, wie wir das Zeitwertkonto für die Exekutive auf den Boden bringen können. Und wenn Sie meinen, Anklageerhebung und Suspendierung, so muss ich sagen: Die meisten Ressorts und die meisten Bereiche sind so verantwortungsvoll, dass sie beim geringsten Verdacht suspendieren. (Abg. Herbert: Falsche Ansätze, Frau Minister!) Das heißt, in Wahrheit muss man gar nicht auf die Anklageerhebung warten. Das Disziplinarrecht hier dahin gehend zu verändern, dass man auch die öffentlich Bediensteten schützt, wie das der Herr Abgeordnete Fazekas gesagt hat, das ist der richtige Weg.
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Stummvoll. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich darf mich bei allen, die konstruktiv dabei sind, bedanken. Allen anderen möchte ich sagen, dass ich mich natürlich der Debatte und der Diskussion stellen werde. Ich hoffe, dass wir im Sinne aller öffentlich Bediensteten, im Sinne aller Frauen in Österreich dieses Budget gemeinsam beschließen. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Stummvoll. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall der Abgeordneten Peter Haubner und Mag. Korun.
Es geht also um die Rechte, die die Bürger haben. Wenn sie sich bei uns in so einer Situation beschweren, sind sie nicht mit unüberschaubaren Kosten konfrontiert. Und zwischen dem Unternehmen und uns soll klar sein – vor allem im Bereich der Daseinsvorsorge, Fonds Soziales Wien, Bäderverwaltung, Friedhofsverwaltung; da dürfen wir nicht mehr Verwaltung sagen, weil es ja nicht mehr Verwaltung in dem Sinn ist –: Das ist ein Anliegen, das die Bürger sehr bewegt. Daher bleibt unser Wunsch, unsere langjährige Forderung, mit der echten Prüfung der ausgegliederten Unternehmungen beauftragt zu sein, auf alle Fälle aufrecht. (Beifall der Abgeordneten Peter Haubner und Mag. Korun.)
Allgemeiner Beifall.
Im Übrigen bedanke ich mich für die Unterstützung übers ganze Jahr. Mit den ersten echten neuen Tätigkeitsberichten rechnen Sie bitte dann auch im neuen Jahr. – Danke schön. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP.
Allerdings, sehr geehrte Damen und Herren, werden wir von der ÖVP in der nächsten Gesetzgebungsperiode gerne darüber reden, ob eine Haushaltsabgabe vorstellbar ist. Wir sprechen uns nicht dagegen aus, wir könnten uns das vorstellen, aber nur, wenn es dadurch für den Gebührenzahler günstiger wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Matznetter: Spinnern!
Da ich gerade den Kollegen Matznetter sehe, eine letzte Anmerkung zum ORF: Ich weiß nicht, wer von Ihnen die Sendung „Im Zentrum“ am vergangenen Sonntag gesehen hat, aber wir diskutieren immer wieder über die Diskussionskultur in der Politik und das Ansehen der Zunft, und hier ist es schon für mich verwunderlich, wie man eine solche Runde an Diskutanten zusammenstellen kann. Kollege Matznetter hat mir schon fast leidgetan bei seinen Bemühungen, mit diversen Schlangenbändigern und Gauklern (Abg. Dr. Matznetter: Spinnern!) – das haben jetzt Sie gesagt – dieses doch für uns so wichtige Thema seriös diskutieren zu wollen.
Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz
Hier darf ich den Verantwortlichen im ORF einen Tipp geben: Bezüglich der Einladungspolitik (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz) sollten sie sich bei ihren Mitbewerbern wie ATV, Puls 4 oder ServusTV etwas abschauen, denn dort findet man mittlerweile eine sorgfältigere Auswahl von Gästen, mehr Objektivität und qualitätsvollere Diskussionen. (Abg. Neubauer: Der Hubsi Kramar hat dir gefallen!)
Abg. Neubauer: Der Hubsi Kramar hat dir gefallen!
Hier darf ich den Verantwortlichen im ORF einen Tipp geben: Bezüglich der Einladungspolitik (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz) sollten sie sich bei ihren Mitbewerbern wie ATV, Puls 4 oder ServusTV etwas abschauen, denn dort findet man mittlerweile eine sorgfältigere Auswahl von Gästen, mehr Objektivität und qualitätsvollere Diskussionen. (Abg. Neubauer: Der Hubsi Kramar hat dir gefallen!)
Beifall bei der ÖVP.
Wir von der ÖVP stehen jedenfalls für qualitätsvollen Journalismus und unterstützen alle Bemühungen in diese Richtung. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Matznetter: Ja, weil Halbe-Halbe!
Dazu passt auch eine Aussage, die sie im letzten Ausschuss getätigt hat, die da lautete: Hausfrau ist kein Beruf. – Ich finde, mit dieser Aussage, mit dieser Einstellung beweist Frau Ministerin Heinisch-Hosek in erschreckender Weise, … (Abg. Dr. Matznetter: Ja, weil Halbe-Halbe!) – Wir können auch den Hausmann dazunehmen, ich habe kein Problem. Es geht mir darum, dass von Ihnen die Arbeit, die in der Familie für die Kinder oder für die Eltern geleistet wird, leider nicht geachtet wird. Und das ist nicht in Ordnung! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dazu passt auch eine Aussage, die sie im letzten Ausschuss getätigt hat, die da lautete: Hausfrau ist kein Beruf. – Ich finde, mit dieser Aussage, mit dieser Einstellung beweist Frau Ministerin Heinisch-Hosek in erschreckender Weise, … (Abg. Dr. Matznetter: Ja, weil Halbe-Halbe!) – Wir können auch den Hausmann dazunehmen, ich habe kein Problem. Es geht mir darum, dass von Ihnen die Arbeit, die in der Familie für die Kinder oder für die Eltern geleistet wird, leider nicht geachtet wird. Und das ist nicht in Ordnung! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es geht auch darum, dass man die verschiedenen Lebenspläne der österreichischen Frauen nicht achtet, nämlich anstatt Frauen Respekt zu zollen, die sich entschieden haben, eine Zeit lang oder auch länger zum Wohle ihrer Familie zu arbeiten, achtet man das nicht. Und dass man die Position einer Frauenministerin missbraucht, um ideologische Zwecke zu transportieren, finde ich nicht in Ordnung, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das heißt ja nicht, dass diese ein ganzes Leben lang diesen Beruf ausüben wollen, aber immerhin zeigt der Monitor auf, dass 55 Prozent der 14- bis 24-jährigen Mädchen angaben, gerne Hausfrau sein zu wollen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich kann mich erinnern, ich habe diese Theorien schon öfters vorgetragen, ich freue mich immer, dass Sie sehr interessiert lauschen. Ich möchte gar nicht so genau auf Marx und was weiß ich zurückgehen, aber ich muss es trotzdem noch einmal wiederholen: Diese Idee, die ist ja wirklich abstrus und abseits jeglicher anerkannten Wissenschaft und fernab jeglicher Realität. Wir Freiheitlichen haben uns immer dagegen ausgesprochen, allen voran Barbara Rosenkranz, und ich bin sehr froh, dass wir da eine mutige Stellung eingenommen haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Cap: Was ist Natur?
Sehr geehrte Damen und Herren, um Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern zu schaffen, muss man sich nicht über die Natur hinwegsetzen (Abg. Dr. Cap: Was ist Natur?), sondern man muss bloß … (Abg. Dr. Cap: Wenn Sie es nur bitte ausführen: Was ist Ihre Position?) – Meine Position ist die, dass ich biologische Tatsachen akzeptiere, dass eine Frau eine Frau ist und ein Mann ein Mann. Ich meine, alles andere ist einfach absurd! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Cap: Wenn Sie es nur bitte ausführen: Was ist Ihre Position?
Sehr geehrte Damen und Herren, um Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern zu schaffen, muss man sich nicht über die Natur hinwegsetzen (Abg. Dr. Cap: Was ist Natur?), sondern man muss bloß … (Abg. Dr. Cap: Wenn Sie es nur bitte ausführen: Was ist Ihre Position?) – Meine Position ist die, dass ich biologische Tatsachen akzeptiere, dass eine Frau eine Frau ist und ein Mann ein Mann. Ich meine, alles andere ist einfach absurd! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, um Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern zu schaffen, muss man sich nicht über die Natur hinwegsetzen (Abg. Dr. Cap: Was ist Natur?), sondern man muss bloß … (Abg. Dr. Cap: Wenn Sie es nur bitte ausführen: Was ist Ihre Position?) – Meine Position ist die, dass ich biologische Tatsachen akzeptiere, dass eine Frau eine Frau ist und ein Mann ein Mann. Ich meine, alles andere ist einfach absurd! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich nehme an, dass auch Sie und auch die Frau Ministerin schon draufgekommen sind, dass sich einige europäische Länder von dieser Gender-Theorie verabschiedet haben. Das wissen Sie auch alle. Norwegen zum Beispiel hat alle Subventionen für die Gender-Forschung eingestellt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Mag. Muttonen.
Ursprünglich standen dem Nordic Gender Institute 56 Millionen jährlich zu. Dieses Scheitern der Gender-Ideologie wird in linken Kreisen ganz einfach nicht akzeptiert. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Mag. Muttonen.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Musiol.
Es ist ein Tabu-Thema in linken Kreisen, obwohl Sie wissen, dass das überhaupt nichts gebracht hat in den letzten Jahrzehnten. Man will einfach nicht zugeben, dass man sich geirrt hat, Frau Kollegin, man will es nicht zugeben. Man hat jahrzehntelang alles getan, was die Gender-Theorie verlangt hat, alles gemacht, und dennoch hat sich die Realität nicht verändert. Das ist es ja, worauf ich hinauswill. (Zwischenruf der Abg. Mag. Musiol.) – Es ist wie im Kommunismus: Man hat die ideale Gesellschaft, und trotzdem gibt es Menschen, die sich dem Diktat von oben widersetzen, Frau Kollegin Musiol. (Abg. Mag. Schatz: Sie haben das nicht verstanden!)
Abg. Mag. Schatz: Sie haben das nicht verstanden!
Es ist ein Tabu-Thema in linken Kreisen, obwohl Sie wissen, dass das überhaupt nichts gebracht hat in den letzten Jahrzehnten. Man will einfach nicht zugeben, dass man sich geirrt hat, Frau Kollegin, man will es nicht zugeben. Man hat jahrzehntelang alles getan, was die Gender-Theorie verlangt hat, alles gemacht, und dennoch hat sich die Realität nicht verändert. Das ist es ja, worauf ich hinauswill. (Zwischenruf der Abg. Mag. Musiol.) – Es ist wie im Kommunismus: Man hat die ideale Gesellschaft, und trotzdem gibt es Menschen, die sich dem Diktat von oben widersetzen, Frau Kollegin Musiol. (Abg. Mag. Schatz: Sie haben das nicht verstanden!)
Abg. Mag. Muttonen: Vielleicht fahren Sie einmal nach Norwegen und schauen sich das an!
Da dieser Gender-Wahn, dessen gesellschaftlicher Nutzen nicht gegeben ist, nicht länger hingenommen werden kann und daher jeder einzelne Euro vergeudet ist, stelle ich folgenden Entschließungsantrag. (Abg. Mag. Muttonen: Vielleicht fahren Sie einmal nach Norwegen und schauen sich das an!)
Zwischenruf der Abg. Mag. Lapp.
Ja, das habe ich mir gedacht, dass man das sagt. Das ist ganz einfach eine arrogante Einstellung, die sich eben über alle Wissenschaften hinwegsetzt. (Zwischenruf der Abg. Mag. Lapp.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.
Ja: Biologie und Anthropologie sind Wissenschaften – und Gender ist keine Wissenschaft. – So ist es nun einmal. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.)
Beifall bei der FPÖ.
Es tut mir leid, dass ich die Frau Ministerin hier nicht persönlich ansprechen kann, denn ich hätte ihr nämlich gesagt: Machen Sie es wie die Skandinavier! Akzeptieren Sie das Scheitern der Gender-Theorie, und vergeuden Sie kein Geld für völlig sinnlose politische Theorien! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Zum Schluss ein Appell an unsere Frau Parlamentspräsidentin: Jeder Hausherr hat in dieser seiner Rolle auch eine gewisse Verantwortung wahrzunehmen. Das Parlamentsgebäude ist derzeit ein beschädigtes architektonisches Juwel, und die Demokratie ist der Schatz, der in diesem Hause wohnt. Geben Sie dieser Demokratie die Chance, dass sie in einer ihr würdigen Art und Weise ausgelebt werden kann, führen Sie daher ehestens eine Sanierungsentscheidung herbei! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Aber für eine Berufsgruppe oder eine Personengruppe macht sie sich überhaupt nicht stark – diese sieht sie gar nicht, und sie hat es auch nicht vor, dass sie sich für sie einsetzt; sie hat es uns auch persönlich im Budgetausschuss erzählt –, und zwar für die Hausfrauen. Die Frau Bundesminister weigert sich, die Tätigkeit der Hausfrau als Beruf anzuerkennen, ihrer Meinung nach ist Hausfrau kein Beruf. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir machen die Frau Bundesminister darauf aufmerksam, dass es vorgedruckte Antragsformulare gibt, auf denen die Tätigkeit oder Berufsgruppe Hausfrau abgefragt wird, angeführt und vorgedruckt ist. Für sie gibt es solche Formulare gar nicht, weil es für sie die Hausfrauen nicht gibt! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Die Tausenden so von der Frau Bundesminister abqualifizierten Hausfrauen leisten für unsere Gesellschaft eine wertvolle Arbeit in der Kindererziehung und der Pflege von Angehörigen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wohin die sozialistische Ideologie der Zerschlagung der Kernfamilie führt, kann man leicht an den explodierenden Budgets im Sozialbereich ablesen, die kaum mehr zu finanzieren sind. Die Frau Bundesministerin soll ganz im Gegenteil den Tausenden Hausfrauen dankbar sein, denn mit ihren Leistungen sind sie eine Stütze für den Staat und sparen dem Budget jährlich Millionen €. – Danke vielmals. (Beifall bei der FPÖ.)
Oh-Rufe beim BZÖ.
„Als Experte liefere der Rechnungshof mit Präsident Josef Moser dem ‚Team Stronach‘ wichtige Daten für notwendige Einsparungen in Österreich. ‚Moser ist aus meiner Sicht auch ein guter Kandidat für die Spitzenkandidatur‘ so Lugar. Das ‚Team Stronach‘ solle jedenfalls das Sprachrohr des Rechnungshof-Präsidenten sein …“. (Oh-Rufe beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf der Abg. Mag. Rudas.
Aber dennoch: Heute geht es hier um Budget, Rechnungshofpräsident, und diese Meldung ist sehr aktuell. Wir diskutieren Ihr Budget, daher auch die Zukunft Ihres Hauses, und daher hätten wir schon gerne gewusst, womit wir es da in Bezug auf den hier auf der Regierungsbank sitzenden Rechnungshofpräsidenten zu tun haben. Meine Sympathie Ihnen gegenüber, auch mein Respekt, ist selbstverständlich ungebrochen. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf der Abg. Mag. Rudas.)
Beifall bei FPÖ, SPÖ, ÖVP, Grünen und BZÖ.
Präsident des Rechnungshofes Dr. Josef Moser: Herzlichen Dank für Ihre Ausführungen! Ich möchte in diesem Zusammenhang nur sagen: Ich glaube, es merkt jeder von Ihnen, dass ich mit Leidenschaft und großer Sympathie meine Funktion als Rechnungshofpräsident ausübe. Für mich kommt überhaupt keine andere Funktion in Betracht. Ich fühle mich sowohl den Bürgerinnen und Bürgern als auch Ihnen hier verpflichtet, und dieser Verpflichtung werde ich auch in Zukunft in vollem Maße nachkommen. (Beifall bei FPÖ, SPÖ, ÖVP, Grünen und BZÖ.)
Beifall bei FPÖ, SPÖ, ÖVP, Grünen und BZÖ.
Einen Punkt möchte ich noch anfügen: Alle Informationen, die der Rechnungshof hat, sind öffentlich, sind transparent. Es gibt keine Information, die jemand von Ihnen hat, die nicht auch der andere kennt. Das heißt, der Rechnungshof lebt von seiner Reputation, lebt von der Transparenz, er lebt von der Rechenschaftspflicht. Das war in der Vergangenheit so und wird auch in Zukunft so sein. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei FPÖ, SPÖ, ÖVP, Grünen und BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Auch bei Betrachtung dessen, dass wir selbstverständlich ein sehr hohes und sehr ausgereiftes Maß auf dem Gebiet der Verfahrenshilfe haben, aber wenn jemand keine Rechtsschutzversicherung hat, er sich keinen Prozess leisten kann – weil er genau in der Einkommensschere existiert, die nicht hinreicht für die Gewährung der Verfahrenshilfe, aber nicht ausreicht, um mit allen Risiken des Prozessverlaufes einen Prozess zu riskieren –, ist zu konstatieren, dass weitflächig die Forderungen der Justiz an den Recht suchenden Bürger übertrieben, hypertroph und eigentlich unakzeptabel sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dieses Thema wird gelegentlich debattiert, es wird nie ausreichend debattiert, aber wir werden uns vornehmen, dieses Thema gründlich zu debattieren. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Auf unsere Unterstützung, Frau Bundesministerin, können Sie dabei zählen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Bravoruf des Abg. Mag. Kogler.
Abgeordneter Mag. Albert Steinhauser (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Frau Justizministerin! Als Oppositionspolitiker ist es grundsätzlich meine Aufgabe, den Finger in die Wunde eines Budgets zu legen. Aber ich sage dazu, es muss auch so etwas wie ein Maß an Fairness geben. Man darf durchaus auch einmal sagen, wenn einige Punkte im Budget diesmal zufriedenstellend gelöst sind, die in den letzten Jahren auch zwischen uns, sagen wir, umfehdet waren. Man muss auch loben, wenn einmal etwas funktioniert, denn sonst gibt es ja keinen Anreiz für die Regierung, etwas zu ändern. – Das darf man ja auch einmal sagen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Bravoruf des Abg. Mag. Kogler.)
Beifall bei den Grünen.
In diesem Sinne bedanke ich mich für die Aufmerksamkeit und hoffe, dass Sie sich der zwei an Sie herangetragenen Probleme annehmen werden. In den nächsten Jahren oder in den nächsten Monaten werden natürlich noch mehr an Sie herangetragen werden, aber die Zeit lässt es nicht zu, alle justizpolitischen Baustellen heute zu thematisieren. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ansonsten sind wir, wie ich meine, gut unterwegs, die Zusammenarbeit funktioniert sehr gut. Der Justizausschuss ist ein Ausschuss, der sich doch weitgehend von tagespolitischen Kleinkämpfen, würde ich einmal sagen, abhebt, und das soll auch so bleiben. – Ich danke und wünsche uns allen alles Gute. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Also gerade im Zeitalter moderner Telekommunikation erwarte ich mir von Ihnen, sehr geehrte Frau Bundesminister, dass Sie vielleicht diese Kommunikationsmittel nutzen. Diese wären auch sparsamer. Dann bleibt vielleicht auch mehr Geld für Ihr Justizwachepersonal übrig. Der Fall im August dieses Jahres, als ein Häftling aus einem Wiener Gefängnis ausgebrochen ist, um dann einen Mord zu begehen, ist uns aus dieser Pleiten-, Pech- und Pannenserie der österreichischen Justiz im Sommer ja allen noch in Erinnerung. Also ich glaube, das Geld ist besser angelegt, wenn es für unsere Justizwachebeamten und die Sicherheit in unseren österreichischen Gefängnissen verwendet wird als bei irgendwelchen schönen Reisen nach Südamerika. (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Bernd Schönegger (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Herr Staatssekretär! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Lieber Gerald Grosz, ich habe den Kopf geschüttelt. Möglicherweise habe ich den Fehler gemacht, dir zuzuhören. Ich habe es einfach zum Schütteln gefunden, dass man auf Kosten von Opfern da politisches Kleingeld wechselt; das ist wirklich unglaublich. Aber was man nicht erwartet, kann einen nicht überraschen. Und von dir politische Klasse zu erwarten, diesen Fehler habe ich ohnehin nicht gemacht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Lassen Sie mich vorweg auf der Besuchergalerie noch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kaderschmiede, das ist das Mentoring-Programm des steirischen Wirtschaftsbundes, begrüßen. Schön, dass ihr heute da seid! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Nein, ich habe von der Grazer ÖVP gesprochen!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, lassen Sie mich auf Folgendes zu sprechen kommen: Kollege Kogler hat in der Generaldebatte einmal mehr einen sehr untauglichen Versuch unternommen, den sehr, sehr beliebten Grazer Bürgermeister fortgesetzt anzupatzen. (Abg. Mag. Kogler: Nein, ich habe von der Grazer ÖVP gesprochen!) Kollege Kogler, das wird Ihnen nichts helfen. Diese billigen Anpatzversuche können nicht über die Inhaltsleere und die Sinnkrise der Grazer Grünen hinwegtäuschen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, lassen Sie mich auf Folgendes zu sprechen kommen: Kollege Kogler hat in der Generaldebatte einmal mehr einen sehr untauglichen Versuch unternommen, den sehr, sehr beliebten Grazer Bürgermeister fortgesetzt anzupatzen. (Abg. Mag. Kogler: Nein, ich habe von der Grazer ÖVP gesprochen!) Kollege Kogler, das wird Ihnen nichts helfen. Diese billigen Anpatzversuche können nicht über die Inhaltsleere und die Sinnkrise der Grazer Grünen hinwegtäuschen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
an. Packen wir es gemeinsam an, dann bringen wir auch eine vernünftige Lösung zustande! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
rechts sowie zur Korruptionsbekämpfung und zur Stärkung der Wirtschaftskompetenz stehen für mich dabei im Vordergrund, im Interesse einer Stärkung des Vertrauens der Bevölkerung in die Justiz. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Das sind nur Beispiele, der Katalog ist sehr, sehr lang. Die Maßnahmen sind zu diskutieren. Das Ziel muss aber sein, mehr Gerechtigkeit im Mietrecht zu garantieren und die soziale Balance in diesem Bereich wiederherzustellen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das sind alles Vorgaben der Europäischen Union. Und da kann ich nur hoffen, dass Sie nach dem, was Sie heute gesagt haben, auch mit uns gemeinsam dagegen auftreten werden, dass es eben zu keiner Vereinheitlichung im Sinne einer Nivellierung nach unten kommt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es gibt noch ein paar andere Dinge, die ich aber mangels der Zeit, die meiner Fraktion zur Verfügung steht, nicht anbringen kann. Ich hoffe jedenfalls auf die Vernunft, auch jetzt im Zuge der Reformierung der Grundbuchseintragungsgebühr und bei anderen Gebühren. Und ich hoffe vor allem, dass wir Verbündete sind, dass wir dieses Rechtssystem in der Qualität aufrechterhalten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Aber eine kontinuierliche Evaluierung und eine Anpassung sind notwendig, um eben genau auf die veränderten Rahmenbedingungen einzugehen. Und gerade in den letzten Monaten wurde eine Vielzahl an Anpassungen und Neuheiten umgesetzt. Darunter fallen zum Beispiel eben das Medientransparenzgesetz, das Lobbyistengesetz, die Neuregelung der Parteienfinanzierung oder die Verschärfung der Offenlegungspflicht. In all diesen Punkten hat sich unsere Bundesministerin Karl intensiv eingesetzt. – Dafür ein Danke! (Beifall bei der ÖVP.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
Das Ziel der Anpassung und Weiterentwicklung des Rechtssystems im Hinblick auf die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedürfnisse wird auch im Bundesvoranschlag 2013 mit einer Vielzahl von Maßnahmen genannt. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
Das Wirkungsziel 4 sieht die nachhaltige Gestaltung der Organisation und die bestmögliche Unterstützung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Justizsystem vor. Um dieses Ziel zu erfüllen, wurden auch verschiedene Maßnahmen genannt. Wir können auch hier gleich beim Kampf gegen Korruption und Wirtschaftskriminalität bleiben. Am 1. September wurde planmäßig die Zuständigkeit der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft ausgeweitet. Mehr Aufgaben bedeuten natürlich sinngemäß auch mehr Planstellen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die diesen Aufgaben auch nachkommen können. Unsere Frau Bundesministerin hat sich erfolgreich engagiert, um weitere 28 Planstellen für diese Korruptionsstaatsanwaltschaft zu erhalten. Darunter sind 14 Planstellen für Staatsanwältinnen und Staatsanwälte und weitere sieben Planstellen für Richterinnen und Richter. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ebenso wird eine ressortübergreifende Zusammenarbeit mit der Exekutive im In- und Ausland, aber auch mit dem Bundesministerium für Finanzen und Vertretern der Wirtschaft forciert. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Es wäre doch schlüssig im Zuge Ihrer Kampagne und Ihres Bestrebens, Kinder zu schützen, das auch im Strafrecht für Kinder zu definieren. Das wäre ganz einfach, indem wir uns nämlich die §§ 206 und 207 StGB ansehen, die den sexuellen Missbrauch von Unmündigen und den schweren sexuellen Missbrauch von Unmündigen betreffen. Frau Ministerin, was hindert Sie daran, was hindert uns daran, diese Straftatbestände gemeinsam hier im Hohen Haus zusammenzuführen und generell zu definieren, dass es bei Kindern keine Unterscheidung zwischen „normalem“ sexuellem Missbrauch und schwerem sexuellem Missbrauch gibt, sondern dass bei Kindern jegliche Art von sexuellem Missbrauch als schwer zu ahnden ist? (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Frau Ministerin, ich glaube, das wäre auch in Ihrem Interesse! Das wäre eine einfache Übung im Strafgesetzbuch, hätte aber eine sehr, sehr große Signalwirkung und würde unterstreichen, dass uns Kinder ganz besonders viel wert sind, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Sind Sie vielleicht lobbyistisch tätig als Sprecher der Energie- und Strompreise, Herr Kollege Ikrath und Herr Kollege Jarolim? Ich verstehe das nicht. Die Frau Ministerin kommt mit einer guten Idee, und Sie streichen das einfach heraus. Frau Ministerin, bleiben Sie hart und beharren Sie auf dieser Maßnahme im Sinne der Konsumenten, damit die Preise in diesem Land endlich sinken! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich sage Ihnen, was passieren wird: Die Preise werden weiter steigen, die Menschen werden sich weiterhin das Heizen nicht leisten können, werden sich weiterhin das Autofahren nicht leisten können, und Sie tragen dafür die Verantwortung, da Sie eine gute Idee einer Ministerin hier im Hohen Haus abgewürgt haben. Das verstehe ich überhaupt nicht, das ist mir ein Rätsel. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wenn Sie bei den anderen Vorschlägen, die wir haben, auch so handeln, sind wir mit Ihnen zufrieden, dann können wir gemeinsam einiges bewegen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ein anderes Thema ganz kurz zum Abschluss: Als Bürgermeister von Schwechat möchte ich mich an dieser Stelle recht herzlich für die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit dem Justizbildungszentrum in Schwechat bedanken. Ich bitte, diesen Dank an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort weiterzugeben. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie gehen einfach her – und streichen im neuen Budget fünf Planstellen. Ich meine, das ist sicherlich nicht der richtige Weg, um das Vertrauen der Bevölkerung in die Justiz, in die Sicherheit zu stärken. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Anhand dieses Entschließungsantrages, meine Damen und Herren, können Sie sich beweisen. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
dere auch mit der Qualität der Sachverständigengutachten, besonders im familienrechtlichen Bereich. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich würde Sie wirklich bitten, Frau Bundesminister, sich auch diesem Vorhaben zu widmen, denn es ist gerade jetzt an der Zeit, insbesondere für die Schwächsten in der Gesellschaft etwas zu tun, damit die Kinder ihre Unterhaltsbevorschussung erhalten können. Dafür bitte ich Sie zu kämpfen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Demonstrativer Beifall des Abg. Dr. Fichtenbauer.
Aber ich bin in vielen Fragen nicht der Meinung des Kollegen Steinhauser. Wir haben einen Weg beschritten, dass wir Gesellschaftspolitik über Strafbestimmungen machen. Ich halte das für grundlegend falsch. (Demonstrativer Beifall des Abg. Dr. Fichtenbauer.) Wir kriminalisieren zu viel, und wir sollten wieder dahin zurückkehren, dass wir
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich glaube, man sollte von allzu vielen Strafbestimmungen in der Gesellschaftspolitik wegkommen und dazu kommen, dass es ein besseres Verhältnis zwischen der Bestrafung bei Vermögensdelikten und der Bestrafung bei Delikten gegen Leib und Leben gibt. Ich könnte da einige Beispiele aus der Praxis aufzählen, die haarsträubend sind. Dorthin sollte man das Justizressort gesellschaftspolitisch entwickeln. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenruf.
Warum ist das so? – Das ist so, weil man nicht in der Lage ist, diese Beträge sinnvoll, nämlich konzentriert, einzusetzen. Man sollte glauben, 72 Millionen €, da werden wir vielleicht in einem Land arbeiten oder in zwei Ländern, auf zwei Fachgebieten. Vielleicht machen wir da Wasserwirtschaft in zwei Ländern, einem asiatischen, einem afrikanischen, oder nur in einem Land, und sonst arbeiten wir mit anderen existierenden Strukturen zusammen. – Aber nein. Wenn ich in das Dreijahresprogramm der österreichischen Entwicklungspolitik Einsicht nehme – und alle Leute, die Entwicklungszusammenarbeit machen, haben das ja getan –, sehe ich Schwerpunktregionen und -staaten. Da gibt es einmal Westafrika und die Sahel-Region, dann kommen Ostafrika und das Horn von Afrika und das südliche Afrika, zusammengefasst das gesamte Schwarzafrika, 1 Milliarde Menschen. (Zwischenruf.) – Warum man nicht Schwarzafrika sagt, weiß ich nicht.
Beifall bei der FPÖ.
Zusammengefasst: Das ist nicht der Weg, den wir für die Verwendung unseres Steuergeldes wollen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Begründungen für alles, was nicht Entwicklungszusammenarbeit ist, haben wir ja in den Diskussionen der letzten eineinhalb Jahre schon geliefert. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
und Bürger. Wenn wir uns die Wirkungsziele anschauen, die dieses neu gegliederte Budget beinhaltet, dann sehen wir, im Mittelpunkt stehen einerseits die Bürgerinnen und Bürger Österreichs, ihre Anliegen, ihre Rechtssicherheit auch im Ausland und der Schutz dieser Rechtssicherheit im Ausland und auf der anderen Seite die Übernahme von Verantwortung Österreichs für konfliktfreie, friedenspolitische Maßnahmen weltweit. Wir wollen Europa mitgestalten, wir wollen unseren Beitrag in der Welt leisten, um unser Gesellschaftsmodell weltweit für alle Bürgerinnen und Bürger lebbar zu machen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher ein herzliches Dankeschön den Ressortmitarbeiterinnen und -mitarbeitern, die geholfen haben, ihren Beitrag zur Konsolidierung zu leisten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher abschließend: Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ressorts! Herzlichen Dank! Bleiben Sie mit der Energie und der Kraft in der Kultur-, in der Wissenschafts-, in der Gesellschafts- und in der Außenpolitik weiterhin tätig! Wahren Sie auch weiterhin Österreichs Interessen weltweit! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Was der Minister im Ausschuss gesagt hat, war ziemlich interessant. Er hat sich darauf ausgeredet, na ja, wir machen sehr gute Arbeit. Dass die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Ressorts, dass der Diplomatische Corps sehr erfolgreich und sehr engagiert unterwegs ist, ist eine Tatsache. An dieser Stelle auch Anerkennung, Dank und Lob von den Grünen für diese engagierte Arbeit, die im Außenministerium von Beamten und Beamtinnen, von Diplomaten und Diplomatinnen geleistet wird. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Da möchte ich abschließend den Besuch von Staatspräsident Nasarbajew aus Kasachstan erwähnen und wie er hier mit offenen Armen empfangen wurde, obwohl ein paar Wochen vorher streikende Arbeiter und Arbeiterinnen von Sicherheitskräften niedergeschossen wurden. Das war für das Außenministerium offensichtlich überhaupt kein Thema, weil es um massive Wirtschaftsinteressen geht. Diese Schieflage muss überwunden werden; das ist allerdings nicht nur eine Frage des Budgets, das ist klar, aber da ist sehr, sehr viel zu tun. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ausland so gelobten Gesellschaftsmodells, wäre auch ein Teil des Selbstverständnisses einer österreichischen Außenpolitik, also eine spezifische Rolle zu entwickeln, die uns sozusagen – das sage ich jetzt fast kokett – größer macht, als wir sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich glaube nicht, dass man mit Isolierung, mit Sanktionierung, mit Ausgrenzung irgendetwas erreicht, sondern nur mit dem Dialog; natürlich auch mit Druck, aber auch, indem man Gruppen in den jeweiligen Ländern Perspektiven gibt und vor allem auch das Gespräch aufrechterhält. Wer miteinander spricht, der schießt nicht aufeinander, Frau Kollegin Korun. Ich glaube, diesem Grundsatz muss man – auch wenn es nicht immer funktioniert – folgen, bis zum letzten Moment muss man versuchen, durch Dialog Gewalt zu verhindern. Und das hätte ich mir gerade von den Grünen erwartet. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Großruck
Also wir hoffen, dass die Linie, die Sie genannt haben, sich durchsetzt (Zwischenruf des Abg. Großruck), aber auch bis zum Schluss erfolgreich ist, dass – lieber Kollege Großruck – wir nicht mehr in den EU-Topf hineinzahlen als bisher, sondern im Gegenteil, der Beitrag sollte sich verringern. Zumindest sollte der Beitrag für die Land-
Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Großruck.
wirtschaft und auch unser Rabatt verteidigt werden, wenn notwendig auch mit einer Veto-Drohung. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Großruck.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Glaser. – Bitte. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Umso bemerkenswerter und dankenswerter finde ich es, dass das Budget für die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit, bei dem eine Kürzung um 6,6 Millionen € vorgesehen war, auf dem Stand von 2012 bleibt. Ich glaube, dass das ein wirklicher Akt der Solidarität mit den schwächsten Ländern dieser Welt ist, und ich sage ein herzliches Danke dafür, Herr Vizekanzler und Herr Staatssekretär! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Zuletzt noch ein Wort zum Dreijahres-Programm, das jetzt ja nicht jährlich neu fortgeschrieben wird, sondern ein echtes Dreijahresprogramm – zum Beispiel jetzt von 2013 bis 2015 – ist, das auch teilweise neu strukturiert ist und neue Schwerpunkte hat. Aber für mich besonders bemerkenswert ist dabei, dass es hier eine gemeinsame Willenserklärung gibt, die diesem Programm vorangestellt ist, wo alle entwicklungspolitischen Akteure gemeinsam mit dem Ministerium ein Wording erarbeitet haben, das zum Ausdruck bringt, wozu sie sich bekennen: dass man hier eben gemeinsam vorangeht und dass man gemeinsam den bestmöglichen Nutzen für jene, die davon profitieren sollen, erreicht. Also insgesamt, glaube ich, eine sehr gute und zukunftsorientierte Vorgangsweise. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Frank!
Wir würden Sie gerne dabei unterstützen, indem wir österreichische Unternehmer im Ausland dafür gewinnen können, dass sie hier ebenfalls ehrenamtlich tätig werden, denn es sind gerade auch diese Unternehmer im Ausland, die ihre Kontakte, aber auch ihre Erfahrungswerte einbringen können (Abg. Öllinger: Frank!) und damit auch die österreichischen Arbeitsplätze sichern können und auch Wohlstand schaffen können. (Weitere Rufe: Frank!) – Genau!
Weitere Rufe: Frank!
Wir würden Sie gerne dabei unterstützen, indem wir österreichische Unternehmer im Ausland dafür gewinnen können, dass sie hier ebenfalls ehrenamtlich tätig werden, denn es sind gerade auch diese Unternehmer im Ausland, die ihre Kontakte, aber auch ihre Erfahrungswerte einbringen können (Abg. Öllinger: Frank!) und damit auch die österreichischen Arbeitsplätze sichern können und auch Wohlstand schaffen können. (Weitere Rufe: Frank!) – Genau!
Beifall beim Team Stronach.
Wie sieht es aber generell aus? – Im Grunde genommen werden der EU, den Ratingagenturen, aber auch den Österreichern Zahlen vorgelegt, die dann nicht halten. Man hat auch den Eindruck, dass Sie auch nicht wirklich dahinter stehen. Und genau das ist meiner Ansicht nach auch der Grund, warum diese Regierung das schlimmste Budgetdefizit, das die Republik je gesehen hat, verursacht hat. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Großruck: Sie sind eine ganz eine Strenge! Sie gehen hart ins Gericht! – Ironische Heiterkeit des Abg. Großruck.
Herr Bundesminister, Sie rühmen sich auch dafür, dass es trotz eines harten Sparkurses – so wie Sie das Budget sehen – zu keinen Kürzungen bei der Entwicklungszusammenarbeit kommen wird. Das ist nicht richtig, denn Sie verkaufen in diesem Budget 2013 die teilweise Rücknahme von der Rücknahme als Offensivmaßnahme der Bundesregierung in der Entwicklungszusammenarbeit. Daran sieht man jetzt auch einmal die tatsächlichen Managementqualitäten der Regierung. (Abg. Großruck: Sie sind eine ganz eine Strenge! Sie gehen hart ins Gericht! – Ironische Heiterkeit des Abg. Großruck.) Es sind eben auch die Steuergelder, die der Regierung anvertraut werden beziehungsweise die wir Ihnen anvertrauen müssen.
Beifall beim Team Stronach.
Mehr Schulden bedeuten mehr Steuern – bedeutet ein niedrigeres Einkommen – bedeutet einen Wohlstandsverlust. Wir sind überzeugt davon, dass man den Menschen in diesem Land die Wahrheit zumuten kann. Wir brauchen keine Zahlenakrobatik, wir brauchen Wahrheit. Wir bekennen uns zur Wahrheit, denn nur der, der die Wahrheit kennt, hat auch die Chance, eine gute und richtige Entscheidung zu treffen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der ÖVP.
Und so ist es in allen Bereichen. Wenn wir sagen, wir kürzen Dienstreisen, werden unsere Mitarbeiter in den Botschaften die Termine wahrnehmen müssen, und, und, und. Da findet viel kreative Arbeit statt. Aber der Großteil – und das darf ich noch einmal festhalten – geht in Richtung Einsparung in der Struktur und nicht auf Kosten irgendwelcher NGOs. Wer das behauptet, der liegt einfach nicht richtig. Mir ist es wichtig, das auch einmal festzuhalten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ganz im Gegenteil: Dort wollen wir ausbauen. Es ist mir gelungen, dass ich Herrn UN-Generalsekretär Ban Ki-moon auch die Entscheidung abgerungen habe, eine völlig neue Organisation der UNO, „Sustainable Energy for All“, in Wien anzusiedeln. Das wird demnächst geschehen. Wir werden diese Organisation in Wien, die sich darum kümmern soll, dass wir gerade dem Thema erneuerbare Energie einen ganz anderen Stellenwert geben, auch mit entsprechenden Mitteln ausstatten – aber nicht wir Österreicher, sondern die UNO sorgt dafür; wir werden uns um Büroräumlichkeiten kümmern. Ich halte das für eine sehr gute Ergänzung unserer Organisationen. Das trifft auch den österreichischen Schwerpunkt, im Bereich der erneuerbaren Energie sozusagen Vorherrschaft auszuüben. Das ist eine gute Ergänzung dazu. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Großruck: In jedem Land!
Lassen Sie mich noch auf einige Fragen eingehen, die im Zuge der Diskussion hier aufgeworfen wurden. Mit Frau Abgeordneter Korun bin ich da in vielem natürlich nicht einer Meinung. Aber ganz besonders was Menschenrechte anlangt, haben Sie da völlig fehlgegriffen. Wir sind Mitglied im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen. Wir haben uns drei Schwerpunkte gesetzt. Das sind unsere Schwerpunkte, die wir uns ausgesucht haben! Und ich halte das noch einmal fest: Für mich ist es wichtig, als Österreich die Religionsfreiheit weltweit zu vertreten, und zwar jede Art von Religionsfreiheit. (Abg. Großruck: In jedem Land!) Das passt Ihnen nicht, aber mir sehr wohl. Das halte ich für absolut notwendig, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weninger.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weninger.
Lassen Sie mich noch auf einige Fragen eingehen, die im Zuge der Diskussion hier aufgeworfen wurden. Mit Frau Abgeordneter Korun bin ich da in vielem natürlich nicht einer Meinung. Aber ganz besonders was Menschenrechte anlangt, haben Sie da völlig fehlgegriffen. Wir sind Mitglied im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen. Wir haben uns drei Schwerpunkte gesetzt. Das sind unsere Schwerpunkte, die wir uns ausgesucht haben! Und ich halte das noch einmal fest: Für mich ist es wichtig, als Österreich die Religionsfreiheit weltweit zu vertreten, und zwar jede Art von Religionsfreiheit. (Abg. Großruck: In jedem Land!) Das passt Ihnen nicht, aber mir sehr wohl. Das halte ich für absolut notwendig, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weninger.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ und BZÖ.
Wenn sich manche daran stoßen, dass das besonders gegen die Christenverfolgung in all diesen Ländern passiert – ja liebe Frau Abgeordnete: 70 Prozent aller Verfolgungen wegen Religionsunterschieden betreffen Christen! Das darf man einmal auch mit Rufzeichen sagen, und darum werden wir uns dafür auch starkmachen, auch im Rahmen des Menschenrechtsrates. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Sie haben kritisiert, dass wir beim Schwerpunkt, wo Menschenrechtsverletzungen konkret gemacht werden, nicht unsere Stimme erheben. – Das haben Sie offenbar versäumt. Bei der Verhaftung der Mitglieder von Pussy Riot haben wir uns gemeldet. Bei der Urteilsverkündung gegen Pussy Riot haben wir uns gemeldet. Aber das finden Sie nicht in der Schlagzeile der „Kronen Zeitung“, das müssen Sie zur Kenntnis nehmen, das wird auch zukünftig nicht der Fall sein. Aber da erfüllen wir unseren Job. Natürlich: Egal, wer solche Menschenrechtsverletzungen begeht, wird von uns auch kritisiert. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Da treffen wir uns bei den Diskussionen über den vierjährigen Finanzrahmen wieder!
Meine Damen und Herren, man kann nur das eine oder das andere tun. Wir sagen jetzt: Wir bleiben vom Niveau bei dem, was wir 2012 hatten, das tun wir auch 2013. Das ist ein guter, richtiger Weg. Ich unterstütze das. Aber ich kann Ihnen nicht die Zusage für die nächsten 20 Jahre geben. Dazu bin ich nicht imstande. Aber ich stehe dazu, dass auch bilaterale Entwicklungszusammenarbeit gefördert gehört. Dazu stehen wir als Regierungsparteien, darum haben wir das so gestaltet. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Da treffen wir uns bei den Diskussionen über den vierjährigen Finanzrahmen wieder!)
Beifall bei der ÖVP.
Sie haben zum Zweiten auch die Frage ländliche Entwicklung und Rabatt, was den mehrjährigen Finanzrahmen betrifft, angesprochen. – Ja, Sie sehen ja, wie notwendig es ist, dass wir als Österreicher auch klar auf den Tisch legen, was wir wollen. Es ist nicht akzeptabel, dass bei der ländlichen Entwicklung gegenüber den bisherigen Plänen gestern Nacht noch einmal 30 Prozent gekürzt wurden. Und es ist für uns auch nicht verträglich, wenn es überhaupt keinen Rabatt für Österreich gibt, für andere aber schon. Da stellen wir uns ordentlich auf die Füße, meine Damen und Herren, und selbstverständlich werden wir das bei den Verhandlungen mit der Europäischen Union mit Nachdruck vertreten, gar keine Frage. (Beifall bei der ÖVP.)
Rufe beim BZÖ: Die ist beim Chef!
Frau Abgeordnete Kaufmann-Bruckberger – sie hat den Saal schon verlassen (Rufe beim BZÖ: Die ist beim Chef!) – hat noch Bezug genommen auf die Frage, was wir in New York zukünftig tun. Ja, ich bin auch offen dafür, dass wir dort, wo wir drei Vertretungen vor Ort haben – Generalkonsulat, Kulturforum und sozusagen Vertretung bei den Vereinten Nationen –, auch noch einige Synergien schöpfen können. Das schauen wir uns derzeit genau an, genauso wie in Rom, genauso wie in Brüssel. Da werden wir schon noch einiges an Möglichkeiten für die nächsten Jahre zutage fördern.
Beifall bei der ÖVP.
fühlen. Das ist ein gutes Zeichen auch für die Republik Österreich. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Weninger und Csörgits.
Aber generell ist mein Haus gut aufgestellt, weil wir ganz großartige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben. Die schauen nicht auf die Uhr, sondern sie machen ihren Job von früh bis spät. Und dafür auch ein herzliches Dankeschön! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Weninger und Csörgits.)
Beifall bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und FPÖ.
Abgeordnete Mag. Christine Muttonen (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Außenminister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Ich darf hier einen lieben Gruß vor allem auch an die Schülerinnen und Schüler des Sportgymnasiums Maroltingergasse zur Kenntnis bringen. (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und FPÖ.)
Vizekanzler Dr. Spindelegger: Aber beim Bundeskanzleramt, in der gleichen Höhe, da finden Sie keine Kritik, oder?
In diesem Zusammenhang haben wir im Ausschuss intensiv darüber diskutiert, ob nicht Teile der sehr hohen Rücklagen von 69,8 Millionen € in die EZA fließen könnten. Das haben Sie, Herr Außenminister, in diesem Jahr verneint, weil Sie sagen, dass diese Rücklagen für die Kosten einer möglichen UN-Mission in Syrien verwendet werden könnten oder müssten. Sicherlich ist es sinnvoll, für solche Einsätze Geld zurückzuhalten und zu hinterlegen, ich denke aber, das sollte dann besser in einem eigenen, auch für diesen Zweck gekennzeichneten Topf geschehen. Dafür, dass ihnen eine klare Zuordnung fehlt, sind 69,8 Millionen € eindeutig ein zu hoher Betrag. (Vizekanzler Dr. Spindelegger: Aber beim Bundeskanzleramt, in der gleichen Höhe, da finden Sie keine Kritik, oder?) – Ich rede jetzt zur Außenpolitik. (Vizekanzler Dr. Spindelegger: Ach so! Entschuldigung! … ganz anders!)
Vizekanzler Dr. Spindelegger: Ach so! Entschuldigung! … ganz anders!
In diesem Zusammenhang haben wir im Ausschuss intensiv darüber diskutiert, ob nicht Teile der sehr hohen Rücklagen von 69,8 Millionen € in die EZA fließen könnten. Das haben Sie, Herr Außenminister, in diesem Jahr verneint, weil Sie sagen, dass diese Rücklagen für die Kosten einer möglichen UN-Mission in Syrien verwendet werden könnten oder müssten. Sicherlich ist es sinnvoll, für solche Einsätze Geld zurückzuhalten und zu hinterlegen, ich denke aber, das sollte dann besser in einem eigenen, auch für diesen Zweck gekennzeichneten Topf geschehen. Dafür, dass ihnen eine klare Zuordnung fehlt, sind 69,8 Millionen € eindeutig ein zu hoher Betrag. (Vizekanzler Dr. Spindelegger: Aber beim Bundeskanzleramt, in der gleichen Höhe, da finden Sie keine Kritik, oder?) – Ich rede jetzt zur Außenpolitik. (Vizekanzler Dr. Spindelegger: Ach so! Entschuldigung! … ganz anders!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich denke, in diesem Sinne können wir auch die Kompetenzen unseres Landes gut einbringen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, es ist wirklich höchst an der Zeit, hier zu handeln. Ich ersuche Sie, Herr Bundesminister und Herr Staatssekretär, in dieser Form im Sinne der Deutschen und Ladiner in Südtirol diese Aufgabe auch wahrzunehmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich bedanke mich auch beim Außenministerium, Herr Bundesminister, dafür, dass wir immer auch die Unterstützung der Vertretungen und vor allem die Expertisen und die beste Information bekommen. Herzliches Dankeschön! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Hübner.
Herr Kollege Hübner, Sie fahren mit in die Schwerpunktländer der Entwicklungszusammenarbeit, sitzen am Tisch mit uns und mit dem Herrn Sektionschef beim Frühstück, wenn es um das Dreijahresprogramm geht, sind aber nicht in der Lage, weder auf der Reise noch beim Frühstück, Ihre Kritik anzubringen. Aber hier vorne stellen Sie sich her und machen sich quasi lustig darüber, und auch in den Ausschüssen haben Sie für die Themen, die wir dort diskutieren, nicht mehr übrig als Polemik. (Zwischenruf des Abg. Dr. Hübner.) Ich würde mir wünschen, dass Sie echte Kritik anbringen und sich wirklich einbringen.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Hübner.
Die zweite Anmerkung betrifft die Aktion der NGOs, die sehr viele hier im Hohen Haus unterstützt haben. Aber offensichtlich sind in Ihren Reihen, Herr Kollege Hübner, zwei Abgeordnete, die sich gegen eine Kürzung der Entwicklungsgelder ausgesprochen haben. So ist es zu finden auf der Homepage der NGOs. Das sind die Kollegen Gartelgruber und Jannach. Vielleicht wollen Sie das ändern. Aber Sie sollten es zumindest richtigstellen, wenn es nicht stimmt. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Hübner.) Dort sind die beiden jedenfalls gekennzeichnet mit Foto und dokumentiert mit der Feststellung: Wir sind gegen eine Kürzung der Gelder für die Entwicklungszusammenarbeit! (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Vielleicht stellen Sie das einmal klar und erzählen in Ihrem Bundesland den NGOs nicht etwas anderes, als Sie hier im Hohen Haus erzählen. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Jannach und Gartelgruber.)
Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Die zweite Anmerkung betrifft die Aktion der NGOs, die sehr viele hier im Hohen Haus unterstützt haben. Aber offensichtlich sind in Ihren Reihen, Herr Kollege Hübner, zwei Abgeordnete, die sich gegen eine Kürzung der Entwicklungsgelder ausgesprochen haben. So ist es zu finden auf der Homepage der NGOs. Das sind die Kollegen Gartelgruber und Jannach. Vielleicht wollen Sie das ändern. Aber Sie sollten es zumindest richtigstellen, wenn es nicht stimmt. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Hübner.) Dort sind die beiden jedenfalls gekennzeichnet mit Foto und dokumentiert mit der Feststellung: Wir sind gegen eine Kürzung der Gelder für die Entwicklungszusammenarbeit! (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Vielleicht stellen Sie das einmal klar und erzählen in Ihrem Bundesland den NGOs nicht etwas anderes, als Sie hier im Hohen Haus erzählen. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Jannach und Gartelgruber.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Jannach und Gartelgruber.
Die zweite Anmerkung betrifft die Aktion der NGOs, die sehr viele hier im Hohen Haus unterstützt haben. Aber offensichtlich sind in Ihren Reihen, Herr Kollege Hübner, zwei Abgeordnete, die sich gegen eine Kürzung der Entwicklungsgelder ausgesprochen haben. So ist es zu finden auf der Homepage der NGOs. Das sind die Kollegen Gartelgruber und Jannach. Vielleicht wollen Sie das ändern. Aber Sie sollten es zumindest richtigstellen, wenn es nicht stimmt. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Hübner.) Dort sind die beiden jedenfalls gekennzeichnet mit Foto und dokumentiert mit der Feststellung: Wir sind gegen eine Kürzung der Gelder für die Entwicklungszusammenarbeit! (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Vielleicht stellen Sie das einmal klar und erzählen in Ihrem Bundesland den NGOs nicht etwas anderes, als Sie hier im Hohen Haus erzählen. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Jannach und Gartelgruber.)
Beifall bei den Grünen.
Wir setzen uns nicht nur in Saudi-Arabien für Religionsfreiheit ein. Es gibt da eine heiße Diskussion im Außenpolitischen Ausschuss, wenn es um das König Abdullah-Zentrum geht. Es ist uns egal, ob das Moslems, Christen oder Buddhisten sind. Religionsfreiheit muss für alle gelten, egal, wo Menschen verfolgt werden. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das heißt, das Lob gilt Ihnen dafür, dass Sie reagiert haben. Danke schön! Aber es gibt noch viel zu tun, und ich hoffe, dass wir da gemeinsam an einem Strang ziehen werden. Es geht eben nicht nur um Solidarität, wie es die Frau Finanzministerin gesagt hat, um ein Gebot der Menschlichkeit, sondern es geht auch um globale Verantwortung, die wir tragen und die wir in diesem Zusammenhang auch ausüben müssen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Vizekanzler Dr. Spindelegger: Danke schön!
Daher werden wir uns in den nächsten Monaten für eine schrittweise Anhebung der EZA-Gelder einsetzen, dafür, dass es da einen Stufenplan gibt, dass nachvollziehbar ist, dass wir zu diesen 0,7 Prozent des Bruttonationalproduktes kommen wollen, auch wenn dieses Ziel noch in weiter Ferne liegt – im Sinne der Entwicklungszuammenarbeit! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen. – Vizekanzler Dr. Spindelegger: Danke schön!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, sehr geschätzte Damen und Herren, die internationale Politik ist damit auf dem richtigen Weg, aber es ist noch viel zu tun. Daher möchte ich abschließend an Sie, Herr Bundesminister, und auch an Sie, Herr Staatssekretär, die Bitte richten, dass Sie auch künftig ein besonderes Augenmerk auf diese Bereiche richten und ein zuverlässiger Partner im Zusammenhang mit Gleichstellungspolitik sind. – Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Neubauer: Da kennst du dich aber nicht aus!
Abgeordneter Gerhard Huber (BZÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Herr Staatssekretär! Kollege Neubauer, wir sind Tiroler, wir sind keine Deutschen! Auch die Südtiroler sind Tiroler, keine Deutschen! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Neubauer: Da kennst du dich aber nicht aus!)
Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Herr Staatssekretär, Sie sagen „aber!“ – Sie, Herr Fachmann Staatssekretär, haben überhaupt keine Ahnung, was in Tirol passiert! Schauen Sie, das (der Redner hält einige Seiten in die Höhe) ist eine Zeitung: Wenn die Schützen aufmarschieren mit „Los von Rom“, wenn da 6 000 Menschen kommen, dann lachen Sie? Wissen Sie, was da los ist? (Zwischenruf des Abg. Neubauer.)
Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dr. Spindelegger.
Herr Bundesminister! Wenn Sie nicht bereit sind, diesen Südtirol-Unterausschuss einzuberufen, dann werden wir das bereits nächste Woche hier in einer Sondersitzung diskutieren. (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dr. Spindelegger.) Ich sage Ihnen eines: Obmann Gahr sagt: Ich kann nicht einberufen, weil ich keine Erlaubnis bekomme. (Abg. Scheibner: Oho, da braucht man Erlaubnis?!) Sie müssen hier handeln, es ist wirklich höchste Eisenbahn!
Abg. Scheibner: Oho, da braucht man Erlaubnis?!
Herr Bundesminister! Wenn Sie nicht bereit sind, diesen Südtirol-Unterausschuss einzuberufen, dann werden wir das bereits nächste Woche hier in einer Sondersitzung diskutieren. (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dr. Spindelegger.) Ich sage Ihnen eines: Obmann Gahr sagt: Ich kann nicht einberufen, weil ich keine Erlaubnis bekomme. (Abg. Scheibner: Oho, da braucht man Erlaubnis?!) Sie müssen hier handeln, es ist wirklich höchste Eisenbahn!
Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Großruck.
Klar ist: Es gibt jetzt in Katalonien, im Baskenland, in Schottland, überall massive Ströme in Richtung rechts. Da können wir nicht zuschauen. Und für mich als Tiroler und für Sie als Mitglieder der Bundesregierung müsste es die Hauptaufgabe sein, diesen Tirolern zu helfen, diesem Status als Schutzmacht, für den wir lange gekämpft haben, endlich gerecht zu werden und zu handeln. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Großruck.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Großruck.
Nun noch ganz kurz zur Entwicklungszusammenarbeit. Geschätzter Kollege Glaser! Ich kann vieles, was du gesagt hast, unterstreichen. Aber Entwicklungszusammenarbeit kann nicht bedeuten, dass wir in Asien Schulen bauen und sämtliche Bau-aufträge an deutsche Firmen gehen und österreichische Firmen nicht einmal eingeladen werden. Darüber müssen wir einmal reden. Das ist unser Steuergeld. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Großruck.) Wir haben dafür Sorge zu tragen, dass unser Steuergeld so eingesetzt wird, dass auch österreichische Firmen, die österreichische Wirtschaft etwas davon haben.
Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Großruck.
Ich glaube, das ist ein vernünftiger Vorschlag, da wird jeder zustimmen können. Man kann auch diskutieren, wo diese Regionen sind, und dann können wir Hilfe leisten, die endlich bei den Menschen ankommt und die wirklich dort die Entwicklung vorantreibt. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Großruck.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich gratuliere zu dieser tollen Initiative, Herr Vizekanzler, Herr Staatssekretär, und ich denke, wir sind hier auf einem guten Weg. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Cap: Die wollten nicht!
Ich meine damit, um das nur als Beispiel zu bringen, ganz speziell für Europa eine verstärkte Bündnispolitik innerhalb Europas. Und da bin ich nicht Ihrer Meinung. Es wäre einen Versuch wert, die Initiative, die seinerzeit, vor Jahren, von Frau Ferrero-Waldner hier gesetzt worden ist, als sie die ehemaligen Länder der Donaumonarchie stärker vernetzen oder zusammenbringen wollte, wieder zu starten. (Abg. Dr. Cap: Die wollten nicht!)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben als ehemalige Großmacht – man kann das ruhig so bezeichnen –, als christlich geprägtes Land in der Welt einen sehr guten Ruf, wenn es um Menschenrechte geht, aber auch wenn es um den Schutz der Religionen geht. Und wir wissen, dass heute weltweit 100 Millionen Christen verfolgt werden. Da könnte sich Österreich einen Ruf, wenn nicht sogar den Ruf bei diesen Ländern erwerben, dass wir der Ansprechpartner sind – nicht ein Ansprechpartner, sondern der Ansprechpartner. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Huber: Er hat von Deutschen gesprochen!
Und ganz zum Schluss, Herr Kollege Huber, richte ich Ihnen noch vom Kollegen Neubauer Folgendes aus: Das Völkerrecht stellt auf die Muttersprache ab, und da in Südtirol von der Minderheit eben deutsch gesprochen wird, sprechen wir von der deutschen Minderheit und nicht von der Tiroler Minderheit. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Huber: Er hat von Deutschen gesprochen!)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist ein kleiner Schritt. Ich glaube auch, dass wir es bis 2015 nicht schaffen werden, und bin deswegen der Meinung, dass wir einen seriösen und glaubhaften Pfad entwickeln sollten, bis wann wir denn in der Lage sein werden, diese 0,7 Prozent dann auch wirklich zu erreichen. (Beifall bei der SPÖ.) – Also, wie gesagt, es liegt noch anständig Arbeit vor uns.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich lade alle dazu ein, an diesem Instrument und seiner Weiterentwicklung zu arbeiten. – Danke sehr. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich mache das stichwortartig: optimierter Einsatz von Webseiten, Facebook-Auftritt, Ausbau der Informationsarbeit zur EU. Dazu eine kleine Anmerkung: Wenn mancher Landesrat, manche Landesrätin darauf hinweisen würde, dass die Mittel, die zum Beispiel im Umweltbereich, im Wirtschaftsförderungsbereich, in der Ländlichen Entwicklung Mittel aus der EU sind, dann würden die Bürgerin und der Bürger auch eher eine positive Einstellung zur Europäischen Union entwickeln. Sie sollten also nicht darauf beharren, es seien ausschließlich Landesmittel. (Beifall bei der SPÖ.) Ich rede dabei nicht nur über Niederösterreich, aber aus dieser Erfahrung.
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Ich bin da ganz beim EU-Ratspräsidenten: Europa hat zwar verschiedene strategische Partnerschaften an allen Ecken der Welt, überall irgendwie, aber ohne gemeinsame europäische internationale Strategie, nicht in einer Art und Weise, mit der wir uns von anderen Mächten, wie den USA, Russland und China, im positiven Sinne unterscheiden können. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Weltinnenpolitik formuliert werden kann. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Die Notwendigkeit eines schmal bemessenen Budgets ist uns allen schmerzlich bewusst, und ich bin mir sicher, dass die Entscheidung, wo in welchem Ausmaß gespart wird, niemandem leicht gefallen ist. Trotzdem hoffe ich, dass sich Österreich im Budget 2014 wieder verstärkt seiner internationalen Verantwortung, insbesondere auch in der Entwicklungszusammenarbeit stellen wird. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Neubauer. – Bravoruf des Abg. Dr. Jarolim.
Ich meine, Österreich hat gut und angemessen reagiert, und wir werden weiterhin wachsam sein. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Neubauer. – Bravoruf des Abg. Dr. Jarolim.)
Beifall bei FPÖ, SPÖ und ÖVP sowie des Abg. Hagen
Abgeordneter Harald Vilimsky (FPÖ): Herr Präsident! Frau Minister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Lassen Sie mich die Gelegenheit nützen, gleich zu Beginn dieses Budgetkapitels meinen tief empfundenen Dank an die Vertreter der Exekutive zu übermitteln (Beifall bei FPÖ, SPÖ und ÖVP sowie des Abg. Hagen), die tagaus, tagein für unsere Sicherheit sorgen und die auch jetzt, während wir hier im Warmen über das Budgetkapitel Sicherheit debattieren, draußen vor dem Haus ihren Dienst versehen. Dafür kann man nicht oft genug Danke sagen.
Beifall bei der FPÖ.
In diesem Fall kann ich keinen positiven Trend feststellen, denn ich orte auf der einen Seite rasant steigende Belastungen bei der Polizei, steigenden Frust bei der Polizei, qualitativ nicht ausreichende Ausrüstungsgegenstände der Polizei und nicht ordentlich renovierte Polizeiinspektionen. In Summe gibt es da enorme Probleme. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Jetzt bekommt aber dieser Diensthundeführer, der seinen Hund quasi die letzten Lebensjahre noch betreut, 140 € im Jahr übermittelt, die bei Weitem nicht dafür reichen, die Tierarzt- und Futterkosten abzudecken. Da wäre es doch selbstverständlich, die Republik in die Verantwortung zu nehmen (Beifall bei der FPÖ), damit sie für Diensthunde, die acht oder zehn Jahre lang Dienst versehen haben, zumindest die paar Euro locker macht, dass die Hunde von Tierärzten ordentlich betreut werden können und die Futterkosten nicht noch den Beamten privat angelastet werden.
Beifall bei der FPÖ.
Wir sollten den Damen und Herren der Exekutive auch mit auf den Weg geben, dass wir ihnen für ihr Handeln einen Vertrauensvorschuss geben. Es kann nicht so sein, dass sich, wenn irgendwo ein Zusammenstoß zwischen Exekutivbeamten und Kriminellen erfolgt, sofort alle auf die Seite der Kriminellen, hinter die Kriminellen stellen und die Polizei Angst und Sorge haben muss, amtszuhandeln! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das verdient die Exekutive, und meine Fraktion steht zu hundert Prozent dahinter, dass diese Personen einen Vertrauensvorschuss durch uns, die Politik und die Gesellschaft, erhalten. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ
Abgeordneter Günter Kößl (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! Herr Kollege Vilimsky, der Appell am Schluss Ihrer Rede war nicht erforderlich (Zwischenrufe bei der FPÖ), weil unsere Innenminister in den letzten zehn Jahren bei allen Angelegenheiten zuerst einmal die Situation des Polizisten gesehen haben und erst in der Folge in verschiedenen Bereichen reagiert haben. (Ruf bei der FPÖ: Disziplinarrecht! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Disziplinarrecht! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Günter Kößl (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! Herr Kollege Vilimsky, der Appell am Schluss Ihrer Rede war nicht erforderlich (Zwischenrufe bei der FPÖ), weil unsere Innenminister in den letzten zehn Jahren bei allen Angelegenheiten zuerst einmal die Situation des Polizisten gesehen haben und erst in der Folge in verschiedenen Bereichen reagiert haben. (Ruf bei der FPÖ: Disziplinarrecht! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte ein wirklich herzliches Dankeschön den Kolleginnen und Kollegen draußen sagen, die tagaus, tagein für uns die Sicherheit gewährleisten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich glaube, dass mit diesem Budget gewährleistet ist, dass Österreich auch am Ende des Jahres 2013 zu den sichersten Ländern der Welt zählt und dass wir mit diesen finanziellen Mitteln die Rahmenbedingungen schaffen können, die die Polizistinnen und Polizisten brauchen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Das hat zwar mit dem Budget wenig zu tun, und wir sind auch gespannt, wie Sie mit dem Budgetvoranschlag, der heute vorliegt, die Verpflichtungen erfüllen wollen. Nichtsdestoweniger wäre es sehr dringend, die Unterbringungsfrage endlich zu erledigen. Bitte setzen Sie sich mit den Landeshauptleuten zusammen, sollte es noch einmal notwendig sein, sehr geehrte Frau Bundesministerin! Und bitte gehen Sie ab von der Idee, Zeltlager für die Unterbringung von Schutzsuchenden aufzustellen! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist es jedes Mal!
Kollege Vilimsky, es hat mir gefallen – wenn ich mich bedanke, grinst immer alles; ich stehe nicht an (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist es jedes Mal!), dass ich sage, das gehört ganz einfach dazu, das ist die größte Normalität –, es hat mir gefallen, dass du dich bei der Exekutive bedankt hast. Ich glaube, das Thema Diensthunde – soweit ich es gesehen habe – hat sich die Frau Bundesministerin auch schon aufgeschrieben. Ich glaube, an Kleinigkeiten wird es sicher nicht scheitern.
Zwischenrufe bei den Grünen.
Ich darf aber auch einen Wunsch für die Zukunft aussprechen. Wissen Sie, Frau Kollegin, sich bei Sonntagsreden oder von mir aus auch hier im Parlament zu einem Rednerpult zu stellen und zu sagen: „Da muss man!“, ist das eine. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Das Zweite ist aber – selbst bei jenen, die oft „Da muss man!“ sagen –: Wenn es um die Umsetzung geht, dass man sagt, jetzt schauen wir, dass jeder, nämlich gesamtstaatlich, seinen Beitrag leistet, dann wird es immer schwierig!
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Das sage ich über alle Fraktionsgrenzen hinweg, und ich appelliere an alle, die gesamtstaatliche Verantwortung auch wahrzunehmen, damit wir gar nicht erst solche Situationen immer wieder erreichen. Ich sage Ihnen hier nur über Traiskirchen: Wenn wir alle, die bereits genehmigt sind, weghätten, dann hätten wir fast 900 weg und würden über Traiskirchen nicht einmal mehr diskutieren! Das ist eine gesamtstaatliche Aufgabe, und ich lade alle ein, daran mitzuwirken, damit wir auch dieses Problem ganz einfach menschlich lösen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Mayerhofer: Danke, dass du nachgerechnet hast! Super!
Jetzt haben wir ausgerechnet, was das heißt, wenn man es auf Arbeitstage pro Beamtem umrechnet. Wissen Sie, was da herauskommt? – Neun Beamte in ganz Österreich pro Tag mehr auf Fußstreife, ein Beamter pro Bundesland als Ziel! Das ist das Ziel des Innenministeriums. (Abg. Mayerhofer: Danke, dass du nachgerechnet hast! Super!) Super, nicht, einer pro Tag – eine enorme Erhöhung der Fußstreifen gegen Kriminalität!
Beifall beim BZÖ.
Niemand will die hoheitliche Verantwortung der Exekutive in Sicherheitsfragen in Frage stellen. Aber man sollte sich wirklich Gedanken machen: Wenn es budgetäre Zwänge nicht möglich machen, wesentlich mehr Exekutivbeamte zu rekrutieren, wesentlich mehr Planstellen auf die Straße zu bekommen, wäre es vielleicht vernünftig, auf Ressourcen von privaten Sicherheitsdiensten in manchen Bereichen – nicht in allen Bereichen, das passt nicht in jeden Bereich, aber in manchen Bereichen – zurückzugreifen und besser mit diesen 12 700 Menschen in den privaten Sicherheitsbereichen auch zu kooperieren. Das wäre ein Ansatzpunkt, der vielleicht vernünftig wäre. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich sage auch ganz klar, dass wir im internationalen Vergleich bestens unterwegs sind, was unsere Leistung betrifft, nämlich im EU-weiten Vergleich auf Platz 3 und weltweit auf Platz 6. Herr Abgeordneter Westenthaler, ich glaube, diese Platzierungen können sich sehen lassen und sind letztendlich beste Wertschätzung und bestes Kompliment unseren Polizistinnen und Polizisten gegenüber! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Deutschland alle Asylwerber unterzubringen. Ja, dort hat man Zelte aufgestellt, aber, nein, bei uns war es nie angedacht, Zelte aufzustellen; wir haben immer nur von Kasernen und von Containern gesprochen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Pendl.
Dazu noch ein Satz zum Schluss: Glauben Sie mir, auch Kasernen und Container sind für mich nicht die ideale Lösung, aber die Alternative dazu wäre Obdachlosigkeit. Und das ist nicht mein Plan, denn da geht es um Menschen, die Anspruch darauf haben, hier auch menschenwürdig untergebracht zu werden. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Pendl.)
Abg. Ing. Westenthaler: Aber es gibt eine Kriminalitätserhöhung!
Ein ganz klares Wort zum Herrn Abgeordneten Westenthaler: All diese Kennzahlen, all diese Daten kommen nicht von ungefähr, sondern all diese Daten wurden von unseren Expertinnen und Experten erarbeitet, und ich lasse mir hier nicht unterstellen, dass unsere Beamtenschaft nicht ordentlich gearbeitet hätte. (Abg. Ing. Westenthaler: Aber es gibt eine Kriminalitätserhöhung!) Selbstverständlich ist es unser Ziel, besser zu werden (Abg. Ing. Westenthaler: Derzeit werden Sie schlechter!), selbstverständlich ist es unser Ziel, vor allem auch das Beste zu geben.
Abg. Ing. Westenthaler: Derzeit werden Sie schlechter!
Ein ganz klares Wort zum Herrn Abgeordneten Westenthaler: All diese Kennzahlen, all diese Daten kommen nicht von ungefähr, sondern all diese Daten wurden von unseren Expertinnen und Experten erarbeitet, und ich lasse mir hier nicht unterstellen, dass unsere Beamtenschaft nicht ordentlich gearbeitet hätte. (Abg. Ing. Westenthaler: Aber es gibt eine Kriminalitätserhöhung!) Selbstverständlich ist es unser Ziel, besser zu werden (Abg. Ing. Westenthaler: Derzeit werden Sie schlechter!), selbstverständlich ist es unser Ziel, vor allem auch das Beste zu geben.
Abg. Ing. Westenthaler: Tausend neue Polizisten wurden versprochen!
Zur Kennzahl „Sicherheit“ – Sie haben es angesprochen –: Ja, diese Kennzahl ist mir wichtig (Abg. Ing. Westenthaler: Tausend neue Polizisten wurden versprochen!), eine Kennzahl, die wir definiert haben mit der objektiven Sicherheit und mit dem subjektiven Sicherheitsgefühl. Und Sie wissen ganz genau, dass es gerade im Bereich des subjektiven Sicherheitsgefühls nicht ausschließlich von der polizeilichen Arbeit abhängt, sondern dass hier letztendlich viele Rahmenbedingungen mitwirken, wie zum Beispiel die wirtschaftliche Entwicklung, die natürlich Auswirkungen auf das subjektive Sicherheitsgefühl hat.
Beifall bei der ÖVP.
Selbstverständlich wollen wir auch weiterhin, dass sich acht bis neun von zehn Österreicherinnen und Österreicher sicher fühlen, selbstverständlich wollen wir in diesem Korridor bleiben, ich bitte Sie aber, auch hier ganz klar und objektiv zu betrachten, dass dieser Wert des subjektiven Sicherheitsgefühls erst ein Mal wissenschaftlich erhoben worden ist. Und, Herr Abgeordneter, ich sage Ihnen, gerade diese wissenschaftliche Arbeit ist bei den Wissenschaftern und Forschern besser aufgehoben als bei Ihnen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich glaube, anhand der Darstellungen meiner Vorredner – Kollege Kößl und Kollege Pendl im Speziellen – können Sie sehen, dass es uns nicht bloß ums Geldausgeben geht, sondern dass wir hier ganz klare Ziele und ganz klare Wirkungen vor Augen haben – Ziele, die für ein Mehr an Sicherheit stehen für die Republik, für die Menschen in diesem Land, damit die Menschen auch Ende 2013 sagen können: Ja, ich fühle mich sicher, ja, ich lebe gerne in dieser unserer Republik. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Seit die Welt besteht!
Abgeordneter Mag. Wolfgang Gerstl (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Hohes Haus! Bevor ich anschließe an das, was ich heute zu Mittag schon gesagt habe zur größten Verfassungsreform im Bereich der Verwaltungsgerichtsbarkeit seit 1925 und damit zur Vorbildreform im Bereich der Behördenstruktur … (Abg. Ing. Westenthaler: Seit die Welt besteht!) – Seit 1925, Herr Kollege (Abg. Ing. Westenthaler: Ah, doch nicht so lang!), denn die Verfassung besteht seit 1920. Das kann ich Ihnen gerne näher erklären, Herr Kollege Westenthaler, wenn Sie Nachhilfe dazu brauchen, wann die österreichische Bundesverfassung geschaffen wurde.
Abg. Ing. Westenthaler: Ah, doch nicht so lang!
Abgeordneter Mag. Wolfgang Gerstl (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Hohes Haus! Bevor ich anschließe an das, was ich heute zu Mittag schon gesagt habe zur größten Verfassungsreform im Bereich der Verwaltungsgerichtsbarkeit seit 1925 und damit zur Vorbildreform im Bereich der Behördenstruktur … (Abg. Ing. Westenthaler: Seit die Welt besteht!) – Seit 1925, Herr Kollege (Abg. Ing. Westenthaler: Ah, doch nicht so lang!), denn die Verfassung besteht seit 1920. Das kann ich Ihnen gerne näher erklären, Herr Kollege Westenthaler, wenn Sie Nachhilfe dazu brauchen, wann die österreichische Bundesverfassung geschaffen wurde.
Beifall bei der ÖVP.
Aber lassen wir das beiseite, kommen wir zum Thema Inneres, nach der zuvor erwähnten größten Verfassungsreform nun zur größten Behördenreform und zur Einrichtung eines Bundesamtes für Asyl und Fremdenwesen, mit 2014 beginnend, womit wir gleichzeitig 190 Behörden abschaffen, Bezirksverwaltungsbehörden und Magistrate entlasten. Somit ist dieses Innenressort ein Vorzeigeressort im Bereich der Verwaltungsreform und im Bereich der Behördenreform, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Korun – aufzeigend –: Hier!
Bevor ich auf diesen Punkt noch näher eingehe, möchte ich der Kollegin Korun noch eine Frage stellen, aber leider ist sie nicht mehr da. (Abg. Mag. Korun – aufzeigend –: Hier!) – Oh, doch, sie ist da. Frau Kollegin Korun! Wenn ich Sie vorhin richtig verstanden habe, haben Sie gesagt, dass Container vielleicht für Flüchtlinge schlecht wären. Habe ich Sie da richtig verstanden? (Abg. Mag. Korun: Ja! Genauso schlecht wie für Schülerinnen und Schüler!) – So wie für Schülerinnen und Schüler ist es schlecht in Containern? (Abg. Mag. Korun: Ja!)
Abg. Mag. Korun: Ja! Genauso schlecht wie für Schülerinnen und Schüler!
Bevor ich auf diesen Punkt noch näher eingehe, möchte ich der Kollegin Korun noch eine Frage stellen, aber leider ist sie nicht mehr da. (Abg. Mag. Korun – aufzeigend –: Hier!) – Oh, doch, sie ist da. Frau Kollegin Korun! Wenn ich Sie vorhin richtig verstanden habe, haben Sie gesagt, dass Container vielleicht für Flüchtlinge schlecht wären. Habe ich Sie da richtig verstanden? (Abg. Mag. Korun: Ja! Genauso schlecht wie für Schülerinnen und Schüler!) – So wie für Schülerinnen und Schüler ist es schlecht in Containern? (Abg. Mag. Korun: Ja!)
Abg. Mag. Korun: Ja!
Bevor ich auf diesen Punkt noch näher eingehe, möchte ich der Kollegin Korun noch eine Frage stellen, aber leider ist sie nicht mehr da. (Abg. Mag. Korun – aufzeigend –: Hier!) – Oh, doch, sie ist da. Frau Kollegin Korun! Wenn ich Sie vorhin richtig verstanden habe, haben Sie gesagt, dass Container vielleicht für Flüchtlinge schlecht wären. Habe ich Sie da richtig verstanden? (Abg. Mag. Korun: Ja! Genauso schlecht wie für Schülerinnen und Schüler!) – So wie für Schülerinnen und Schüler ist es schlecht in Containern? (Abg. Mag. Korun: Ja!)
Ironische Ah- und Oh-Rufe bei der ÖVP.
Ja, genau, Frau Kollegin Korun, darauf wollte ich Sie nämlich hinführen. In Wien sind Tausende Schülerinnen und Schüler unter einer rot-grünen Regierung in Containern untergebracht. (Ironische Ah- und Oh-Rufe bei der ÖVP.) Ich habe mir das angesehen, weil ich auch sehr skeptisch war. Ich habe mich überzeugen lassen, dass das gut ist, auch wenn ich nicht denke, dass das eine langfristige Lösung ist, worauf Rot-Grün hingeht.
Abg. Mag. Korun: Wollen Sie die Antwort hören? Der Unterschied ist der, dass die Kinder nicht in den Containern wohnen!
Aber, Frau Kollegin Korun, machen Sie einen Unterschied zwischen Kindern in Wien und Asylflüchtlingen in den Containern? Ist es das eine Mal gut und das andere Mal nicht gut? (Abg. Mag. Korun: Wollen Sie die Antwort hören? Der Unterschied ist der, dass die Kinder nicht in den Containern wohnen!) Aber die Kinder müssen dort zur Schule gehen, Frau Kollegin Korun (Abg. Brosz: Das ist schon ein Unterschied!), und sie bekommen hoffentlich auch eine langfristige Perspektive, damit sie nicht immer dort zur Schule gehen müssen, sondern dass sie dann wieder in ein fixes Gebäude gehen können. (Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.) Ich hoffe, dass Sie da dieselbe Zielsetzung haben wie ich und dass Sie an alle Menschen dieselben Maßstäbe anlegen, Frau Kollegin Korun. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Brosz: Das ist schon ein Unterschied!
Aber, Frau Kollegin Korun, machen Sie einen Unterschied zwischen Kindern in Wien und Asylflüchtlingen in den Containern? Ist es das eine Mal gut und das andere Mal nicht gut? (Abg. Mag. Korun: Wollen Sie die Antwort hören? Der Unterschied ist der, dass die Kinder nicht in den Containern wohnen!) Aber die Kinder müssen dort zur Schule gehen, Frau Kollegin Korun (Abg. Brosz: Das ist schon ein Unterschied!), und sie bekommen hoffentlich auch eine langfristige Perspektive, damit sie nicht immer dort zur Schule gehen müssen, sondern dass sie dann wieder in ein fixes Gebäude gehen können. (Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.) Ich hoffe, dass Sie da dieselbe Zielsetzung haben wie ich und dass Sie an alle Menschen dieselben Maßstäbe anlegen, Frau Kollegin Korun. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.
Aber, Frau Kollegin Korun, machen Sie einen Unterschied zwischen Kindern in Wien und Asylflüchtlingen in den Containern? Ist es das eine Mal gut und das andere Mal nicht gut? (Abg. Mag. Korun: Wollen Sie die Antwort hören? Der Unterschied ist der, dass die Kinder nicht in den Containern wohnen!) Aber die Kinder müssen dort zur Schule gehen, Frau Kollegin Korun (Abg. Brosz: Das ist schon ein Unterschied!), und sie bekommen hoffentlich auch eine langfristige Perspektive, damit sie nicht immer dort zur Schule gehen müssen, sondern dass sie dann wieder in ein fixes Gebäude gehen können. (Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.) Ich hoffe, dass Sie da dieselbe Zielsetzung haben wie ich und dass Sie an alle Menschen dieselben Maßstäbe anlegen, Frau Kollegin Korun. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Aber, Frau Kollegin Korun, machen Sie einen Unterschied zwischen Kindern in Wien und Asylflüchtlingen in den Containern? Ist es das eine Mal gut und das andere Mal nicht gut? (Abg. Mag. Korun: Wollen Sie die Antwort hören? Der Unterschied ist der, dass die Kinder nicht in den Containern wohnen!) Aber die Kinder müssen dort zur Schule gehen, Frau Kollegin Korun (Abg. Brosz: Das ist schon ein Unterschied!), und sie bekommen hoffentlich auch eine langfristige Perspektive, damit sie nicht immer dort zur Schule gehen müssen, sondern dass sie dann wieder in ein fixes Gebäude gehen können. (Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.) Ich hoffe, dass Sie da dieselbe Zielsetzung haben wie ich und dass Sie an alle Menschen dieselben Maßstäbe anlegen, Frau Kollegin Korun. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Damit gibt es eine klare Führung für die Polizistinnen und Polizisten. Es werden Hotspots erkannt und schnell, rasch und effizient darauf reagiert, sodass wir heute zu diesen Sicherheitsergebnissen kommen, über die Sie zuvor gesprochen haben, Frau Bundesminister. Dafür ein ganz besonderes Dankeschön. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Die besten Maßnahmen aller Zeiten!
Verantwortungsstruktur gegenüber der Polizei zu haben. (Abg. Ing. Westenthaler: Die besten Maßnahmen aller Zeiten!)
Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit des Abg. Ing. Westenthaler.
Ich bedanke mich daher ganz herzlich dafür, dass Sie nicht nur die richtigen Maßnahmen im Sinne der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler setzen, sondern auch im Sinne der Polizistinnen und Polizisten für eine effektive Sicherheit, für mehr Sicherheit in diesem Land und für die beste Polizei, die wir je hatten. (Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit des Abg. Ing. Westenthaler.)
Heiterkeit bei Bundesministerin Mag. Mikl-Leitner. – Abg. Ing. Westenthaler: Der beste Redner aller Zeiten!
Abgeordneter Christoph Hagen (STRONACH): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesminister! Hohes Haus! – Frau Bundesminister, es ist eigentlich Usus in diesem Haus, dass sich der Herr oder die Frau Bundesminister nach dem letzten Redner der jeweiligen Fraktionen zu Wort meldet, aber ich kann es gut verstehen, nachdem ich jetzt die Brandrede des Kollegen Gerstl habe. Da haben Sie wahrscheinlich Angst gehabt, dass er Ihnen die Show stiehlt. (Heiterkeit bei Bundesministerin Mag. Mikl-Leitner. – Abg. Ing. Westenthaler: Der beste Redner aller Zeiten!)
Beifall beim Team Stronach.
Negativ zu vermerken sind die Einsparungen beim Bundeskriminalamt. Die Kriminalitätsrate ist noch sehr hoch, und ich glaube, dass es notwendig wäre, hier nach wie vor ausreichende Mittel zur Verfügung zu stellen, vor allem für die Cobra. Denn Sicherheit kostet Geld, vor allem in Zeiten, welche immer unsicherer werden. Ich glaube, da sparen wir am falschen Ort. Wir brauchen eine gut ausgebildete und gut motivierte sowie anständig und fair bezahlte Exekutive. (Beifall beim Team Stronach.)
Zwischenruf des Abg. Dolinschek.
Ich höre immer, dass wir kein Geld für die Exekutive oder was auch sonst immer haben. (Zwischenruf des Abg. Dolinschek.) Wir haben Geld für die Banken. Ich höre immer wieder, dass wir kein Geld haben, aber für Griechenland, Spanien, Irland und so weiter haben wir Geld. Warum nehmen wir nicht endlich das Geld für unsere Exekutive im Sinne von mehr Mitarbeiterzufriedenheit, mehr Gerechtigkeit und mehr Sicherheit in die Hand? (Zwischenruf des Abg. Lausch.)
Zwischenruf des Abg. Lausch.
Ich höre immer, dass wir kein Geld für die Exekutive oder was auch sonst immer haben. (Zwischenruf des Abg. Dolinschek.) Wir haben Geld für die Banken. Ich höre immer wieder, dass wir kein Geld haben, aber für Griechenland, Spanien, Irland und so weiter haben wir Geld. Warum nehmen wir nicht endlich das Geld für unsere Exekutive im Sinne von mehr Mitarbeiterzufriedenheit, mehr Gerechtigkeit und mehr Sicherheit in die Hand? (Zwischenruf des Abg. Lausch.)
Beifall beim Team Stronach.
Unsere Unterstützung, Frau Minister, haben Sie in diesem Bereich. Gehen wir es gemeinsam an! Ich möchte mit den Worten des Otto Pendl schließen. Das wäre das schönste Dankeschön, Frau Minister, das Sie unserer Exekutive bereiten können. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, es war heute schon die Rede davon, dass mit dem neuen Haushaltsrecht die Wirkungsziele entsprechend formuliert werden müssen. Ein Wirkungsziel davon muss Folgendes sein: Wie schaut es mit der Gleichstellungspolitik aus? Wie schaut es mit dem sogenannten Gender Budgeting aus? In diesem Fall habe ich mir den Bereich „Inneres“ angeschaut. Hier wird die Gewaltprävention besonders betont. Das macht in Ihrem Fall zirka 3,5 Millionen € aus. Das ist eine wichtige Maßnahme, nur erscheint es mir ein bisschen zu wenig ambitioniert, weil bei einem Budget von nahezu 2,5 Milliarden € wären andere Maßnahme auch noch nötig. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir sollten uns auch ansehen – das war immer wieder Thema in den letzten Jahren –, wie es bei den Karenzierungen ausschaut. Wie schaut es aus mit den Sonderzuteilungen? Wie schaut es aus mit den Karenzierungen von weiblichen Polizistinnen? Wie viele Männer gehen in Karenz? Wie schaut es mit den Förderplänen diesbezüglich aus? Wenn Sie, Frau Bundesministerin, als Ziel erwähnen, dass Sie die Betretungsverbote bei Gewalt in der Familie, die missachtet werden, mehr kontrollieren wollen – und hier ist eine Prozentzahl von 10,5 anstatt 11 Prozent genannt –, dann ist das meines Erachtens zu wenig ambitioniert. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher, sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Frau Ministerin, bitte ich in Bezug auf die Frauenförderung um mehr Achtsamkeit bei den Polizisten, bei den Polizistinnen. Die Kriminalität ist männlich. Lassen wir die Polizei weiblich werden! Damit haben wir noch mehr Sicherheit in unserem Land. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Abgeordneter Leopold Mayerhofer (FPÖ): Frau Abgeordnete Wurm, aus der Praxis, für die Praxis dann ... (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Ich kenne den Dienst, im Unterschied zu deinem Kollegen Kößl.
Beifall bei der FPÖ.
Über das hohe Niveau der inneren Sicherheit, von dem Sie sprechen, Frau Innenminister, müssen wir uns noch ein paar Zeilen unterhalten. Das Niveau ist nur im Bereich der Kriminalität hoch, sonst gar nirgends, das muss ich einmal klipp und klar feststellen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Obernosterer.
Ich bin sehr oft auch noch im Polizeidienst und bekomme mit, was dort zu tun ist. Ich sage jetzt einmal, dort herrscht ein Arbeitsanfall wie noch nie. (Zwischenruf des Abg. Obernosterer.) Die Bevölkerung beklagt auch die Zustände draußen. Jeder kennt schon irgendjemanden der – wie soll man sagen? – Geschädigter nach einem Raub, nach einem Handyraub, nach einem Einbruch et cetera war. Das führt dann zu Schlagzeilen wie heute:
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
In der Zeitung „ÖSTERREICH“: Zahl der Einbrüche in Niederösterreich explodiert, Ostbanden schlagen als Grabräuber zu. – Ich habe geglaubt, das war irgendwann in der Geschichte, dass man die Gräber ausgeräumt hat. Aber das findet jetzt statt. Jetzt ist da sozusagen eine neue Epoche. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Abg. Kößl: … Kupfer!
Es gibt Diebstähle in Kirchen und nicht einmal Metallgegenstände auf den Friedhöfen, auf den Grabsteinen werden verschont. Ansturm der Räuber, lautete eine Schlagzeile, Delikte um 75 Prozent gestiegen. (Abg. Kößl: … Kupfer!) – Kollege Kößl, ich glaube dass du wirklich nicht mehr sehr viel machst. Im Außendienst bist du wahrscheinlich gar nicht mehr; es interessiert dich eben einfach nicht mehr. (Zwischenruf des Abg. Kößl.) – Na gut, dann bleib’ drinnen. Es weiß ohnehin jeder, dass du von der Praxis keine Ahnung mehr hast. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Kößl.
Es gibt Diebstähle in Kirchen und nicht einmal Metallgegenstände auf den Friedhöfen, auf den Grabsteinen werden verschont. Ansturm der Räuber, lautete eine Schlagzeile, Delikte um 75 Prozent gestiegen. (Abg. Kößl: … Kupfer!) – Kollege Kößl, ich glaube dass du wirklich nicht mehr sehr viel machst. Im Außendienst bist du wahrscheinlich gar nicht mehr; es interessiert dich eben einfach nicht mehr. (Zwischenruf des Abg. Kößl.) – Na gut, dann bleib’ drinnen. Es weiß ohnehin jeder, dass du von der Praxis keine Ahnung mehr hast. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es gibt Diebstähle in Kirchen und nicht einmal Metallgegenstände auf den Friedhöfen, auf den Grabsteinen werden verschont. Ansturm der Räuber, lautete eine Schlagzeile, Delikte um 75 Prozent gestiegen. (Abg. Kößl: … Kupfer!) – Kollege Kößl, ich glaube dass du wirklich nicht mehr sehr viel machst. Im Außendienst bist du wahrscheinlich gar nicht mehr; es interessiert dich eben einfach nicht mehr. (Zwischenruf des Abg. Kößl.) – Na gut, dann bleib’ drinnen. Es weiß ohnehin jeder, dass du von der Praxis keine Ahnung mehr hast. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Obernosterer: Da hast du recht!
Bitte, diese Grenzkontrollstellen haben Sie kurz nach Ihrer Installierung als Innenministerin selbst geschlossen. Ich will nur kurz daran erinnern. Der Kollege Christian Lausch wird noch darauf zu sprechen kommen. Das ist wieder einmal ein Beispiel dieser Showpolitik, die hier überall um sich greift. (Abg. Obernosterer: Da hast du recht!)
Beifall bei der FPÖ.
Abschließend möchte ich noch auf einen Umstand hinweisen, nämlich bezüglich der neuerlichen Untersuchung im Fall Kampusch. Diesen Fall hätte man in null Komma nichts lösen können, wäre man den Hinweisen des Hundeführers professionell nachgegangen. Ich glaube nicht, dass der Hundeführer schuld war, dass die Ermittlungen – wie soll man sagen? – erfolglos blieben, sondern die schuldtragenden Beamten waren wesentlich weiter oben angesiedelt, das will ich jetzt einmal sagen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Ein Wahnsinn!
Geschätzte Frau Minister, da wird eine Tatsache bei den Polizisten und den Wählern Österreichs jetzt Platz greifen, nämlich ein Wirkungsziel, das lautet: Wir wählen die Ministerin und ihre Partei ab. (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Ein Wahnsinn!)
Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Lausch: Mach dich nur lächerlich! – Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.
Abgeordneter Wolfgang Großruck (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Ministerin! Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Gehen wir weg von den Gruften, Urnen und Gräbern, und gehen hin zum Innenressort! (Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Lausch: Mach dich nur lächerlich! – Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bedanke mich sehr herzlich und würde ersuchen, dies auch in Zukunft nicht nur beizubehalten, sondern sogar zu verstärken. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Frau Ministerin, Sie erklären immer mit großen Worten, dass Sie eine große Befürworterin des jetzigen alten, tradierten Systems des Zivildienstes sind. Ihr Budget spricht ganz klar andere Worte. – Sie sollten endlich aufhören, diese doppelbödige Politik weiterzuführen! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Rosenkranz: … Schengen-Außengrenze!
Ich möchte jetzt aber nicht die gesetzlichen Bestimmungen anführen, mir geht es um einen Vergleich. Wenn wir heute über die Asylzahlen reden, die heuer steigen, dann muss man sich schon vor Augen halten, dass die Asylzahlen 2003, 2004 und 2005 weit höher gewesen sind, als sie heuer vorliegen. (Abg. Dr. Rosenkranz: … Schengen-Außengrenze!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
In diesem Zusammenhang möchte ich aber auch dem Asylgerichtshof danken, der einen großen Rucksack abgearbeitet und rechtsstaatlich hiezu seine Entscheidungen getroffen hat. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Gaßner: Jetzt wissen sie wenigstens, wie es geht!
ist ein sehr wichtiger Bereich. Österreich hat in den letzten Jahren große Unterstützungsleistungen in diesem Bereich getätigt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Gaßner: Jetzt wissen sie wenigstens, wie es geht!)
Abg. Windholz: Na servas!
Zum einen: Werden Sie im nächsten Jahr die Weisung Ihres Ministeriums abstellen, dass Dienstfahrzeuge nur noch vormittags tanken dürfen, weil da der Treibstoff günstiger ist? (Abg. Windholz: Na servas!) – Ja, das gibt es in Salzburg, das gibt es in der Steiermark. Das ist kein Blödsinn, das ist so. Und das bringt auch Probleme mit sich: Die Polizisten müssen dann schon hin und her schauen, ob sie weiterkommen, sie müssen es sich einplanen. Es kommt zu Verzögerungen, und wenn am Nachmittag getankt werden muss, dann gibt es eine drauf. Ich meine, das kann es ja nicht sein, Frau Ministerin!
Beifall beim BZÖ.
Der nächste Punkt, den ich ansprechen möchte, betrifft die Suspendierungen, und da vor allem die parteipolitischen Suspendierungen, die es ja gibt. Die Suspendierung ist, wie ich meine, eine Verletzung der Unschuldsvermutung und somit eine Menschenrechtsverletzung. Bis zur rechtskräftigen Verurteilung gilt nämlich die Unschuldsvermutung, und das sollte für alle gelten, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Mit dem Beamten-Dienstrechtsgesetz sind Beamte oft ihren inkompetenten, aus parteipolitischen Motiven bestellten Vorgesetzten ausgeliefert. Das gilt es zu ändern. Hier besteht großer Änderungs- und Reformbedarf. In meiner Funktion als Exekutivsprecherin werde ich mich hier diesem Thema besonders widmen und hoffe, in Ihnen auch eine Ansprechpartnerin mit Lösungskompetenz zu finden. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte hier ganz klar eines sagen: Frau Ministerin, Ihnen und Ihrem Team, allen Sicherheitsbeamten, die dafür zuständig sind, dem ganzen Stab des Ministeriums für Inneres und uns allen können wir gratulieren, und wir können glücklich sein, in so einem sicheren Staat zu leben. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich denke, wenn uns Abgeordneten der Kampf gegen Asylmissbrauch ein wichtiges Anliegen ist, dann darf ich Sie dazu einladen, diesen Antrag zu unterstützen, um Steuermittel wieder so zweckorientiert zu verwenden, dass wir nicht nur den Asylmissbrauch bekämpfen, sondern unsere Sicherheitsbehörden, einschließlich der Polizistinnen und Polizisten auf der Straße, auch wieder mehr finanziellen Spielraum haben. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Klar ist auch, Asylwerber in Zelten unterzubringen ist ein Armutszeugnis, egal, ob das in Bayern ist oder sonst wo. Ich bin mir aber dessen sicher, dass die säumigen Länder auch angesichts der finanziellen Zusage des Bundes zügig und ohne Zeltlager zu errichten ihre Quote in Zukunft erfüllen werden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Ich finde, das ist extrem unverantwortlich. Das, was Sie hier betreiben, ist wirklich Vogel-Strauß-Politik: Kopf in den Sand, und hoffen wir, das nichts Gröberes passiert. Aber Sie sind es, die sozusagen verhindern müssten, dass etwas passiert, indem sie eben für die Mittel für die Suche und letzten Endes Unschädlichmachung dieser Bomben sorgen. Leider ist in diesem Budget nichts Entsprechendes vorgesehen. Sie ignorieren damit ein wirklich gravierendes und durchaus lebensbedrohliches Sicherheitsproblem. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Insgesamt rechtfertigt diese Bilanz, dass wir den Zivildienst auch zukünftig ausbauen und fördern müssen. Er ist nützlich und wertvoll und ein wichtiger Beitrag für unser Sozialsystem in Österreich. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Rädler: Seien Sie stolz auf Ihre Heimatgemeinde!
Frau Ministerin, ich darf mit meiner Heimatgemeinde beginnen. Ich habe Ihnen das von diesem Rednerpult schon einmal gesagt. (Abg. Rädler: Seien Sie stolz auf Ihre Heimatgemeinde!) – Ich bin auf ganz Österreich stolz als Parlamentarier von Österreich, aber auf meine Heimatgemeinde natürlich im Besonderen. Man ist da aber schon mit schlimmen Entwicklungen konfrontiert, etwa wenn Raubzüge über den Friedhof stattfinden. Den Kollegen Großruck, der hier fast lächelnd sagt: Na, gehen wir wieder weg vom Friedhof!, lade ich ein, zu mir zu kommen und mit jener Witwe zu sprechen, die bei mir war und mit Tränen in den Augen gesagt hat: Ernest, was soll ich tun, zum zweiten Mal hat man mir das Grab meines Gatten abgeräumt? (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Doppler.) – Mit diesen Menschen sollten Sie einmal sprechen!
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Doppler.
Frau Ministerin, ich darf mit meiner Heimatgemeinde beginnen. Ich habe Ihnen das von diesem Rednerpult schon einmal gesagt. (Abg. Rädler: Seien Sie stolz auf Ihre Heimatgemeinde!) – Ich bin auf ganz Österreich stolz als Parlamentarier von Österreich, aber auf meine Heimatgemeinde natürlich im Besonderen. Man ist da aber schon mit schlimmen Entwicklungen konfrontiert, etwa wenn Raubzüge über den Friedhof stattfinden. Den Kollegen Großruck, der hier fast lächelnd sagt: Na, gehen wir wieder weg vom Friedhof!, lade ich ein, zu mir zu kommen und mit jener Witwe zu sprechen, die bei mir war und mit Tränen in den Augen gesagt hat: Ernest, was soll ich tun, zum zweiten Mal hat man mir das Grab meines Gatten abgeräumt? (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Doppler.) – Mit diesen Menschen sollten Sie einmal sprechen!
Beifall beim BZÖ.
Da sage ich Ihnen, Frau Innenministerin, da müssen Sie eine andere Gangart wählen, denn das ist wirklich unverständlich für jeden Steuerzahler. Die Steuerzahler liefern das Geld ab und haben aus meiner Sicht ein Recht auf Sicherheit. Aber das, was wir jetzt erleben, ist alles andere. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Oder Kollege Gerstl, der jetzt die neue, schlanke Führungsstruktur lobt. Herr Kollege Gerstl, wissen Sie, vor knapp über einem Jahr habe ich diesen Antrag eingebracht, und ich bin der Ministerin dankbar, dass sie ihn auch tatsächlich umgesetzt hat. Das ist das Wesentliche. Aber als ich den damals eingebracht habe, haben Sie und Ihre Fraktionskollegen gesagt: Das ist purer Populismus, das kann man so nicht machen! – Das ist typisch für Sie: Gibt es einen gescheiten Antrag von uns, wird er sofort einmal mit Ihrer Regierungsmehrheit abgelehnt. Dann machen Sie es selbst und sagen, wir handeln sehr verantwortungsvoll. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Frau Innenministerin, der nächste Brief meiner Bürger an Sie ist bereits unterwegs, Sie werden eingeladen zu einem Gespräch vor Ort. Ich darf Sie dringendst ersuchen, nehmen Sie diese Möglichkeit wahr! Aber bitte eines: Erzählen Sie denen nichts von der großen Sicherheit in Österreich! Blicken Sie der Realität ins Auge, und geben Sie diesen Menschen Perspektiven, mit einer starken Exekutive, mit mehr Personal und mit einer Exekutive, die weiß, dass die Politik hinter ihr steht und nicht fahnenflüchtig wird! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
In Summe wird einem erst dann bewusst, wenn man sich längere Zeit im Ausland befindet, wie sicher unser Heimatland Österreich selbst ist. Das verdanken wir der sehr effizienten Tätigkeit unserer Exekutivbeamtinnen und Exekutivbeamten, denen ich in diesem Zusammenhang Dank und Anerkennung aussprechen möchte im Namen der Bevölkerung, und somit werden wir auch in Zukunft ein sicheres Land bleiben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Innenministerin, eines muss ich Sie schon fragen: Sie sind ja als Bundesministerin der Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit verpflichtet. Halten Sie das wirklich für zweckmäßig, sparsam und wirtschaftlich, eineinhalb Jahre lang diese Inspektionen zuzusperren und jetzt durch den Landeshauptmann – mit den Ländern haben Sie es ja abgesprochen gehabt – wieder zu reaktivieren? Das ist ja in Zeiten wie diesen ein Schlag ins Gesicht für die leidgeplagte Bevölkerung, die sparen muss. Man macht es so, wie es gerade passt, einmal sperrt man zu, dann reaktiviert man wieder – das ist keine Grenzsicherheit, wie wir sie uns vorstellen, das würden wir anders machen, und das ist auch nicht sparsam, zweckmäßig und wirtschaftlich. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.
Seit dem April 2011 ist Sebastian Kurz im Amt, und ich stelle seit dieser Zeit eine Versachlichung, eine positive Veränderung in der öffentlichen Meinung und eine steigende Wertschätzung des Themas fest. (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.) Geld im Integrationsbereich zu investieren lohnt sich doppelt, nämlich für die betroffenen Menschen an und für sich, aber auch für den Standort Österreich und die österreichische Gesellschaft. Wenn wir gut ausgebildete und gut integrierte Menschen haben, haben wir eine wichtige Ressource, um in Zukunft unseren Lebensstandard auch halten zu können. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Seit dem April 2011 ist Sebastian Kurz im Amt, und ich stelle seit dieser Zeit eine Versachlichung, eine positive Veränderung in der öffentlichen Meinung und eine steigende Wertschätzung des Themas fest. (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.) Geld im Integrationsbereich zu investieren lohnt sich doppelt, nämlich für die betroffenen Menschen an und für sich, aber auch für den Standort Österreich und die österreichische Gesellschaft. Wenn wir gut ausgebildete und gut integrierte Menschen haben, haben wir eine wichtige Ressource, um in Zukunft unseren Lebensstandard auch halten zu können. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Ich möchte aber an dieser Stelle schon auch ein Wort zum Zivilschutz sagen. Das Sicherheitsbudget sieht auch Mittel für Zivilschutzmaßnahmen vor, weil es, glaube ich, notwendig ist, um ein umfassendes Sicherheitssystem zu etablieren, die Menschen auch vorzubereiten und dafür zu sensibilisieren, dass sie sich in Krisen- und Katastrophenzeiten auch selbst schützen und selbst helfen können und auch ihren Beitrag zur Sicherheit selbst leisten können. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, in Summe ist das ein sehr gutes Sicherheitsbudget. Ich darf mich bei unserer Ministerin, bei der Bundesregierung bedanken, dass Schwerpunkte gesetzt werden, die das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung untermauern und noch weiter stärken werden. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
der Redner blickt in Richtung Bundesministerin Mag. Mikl-Leitner, die mit Abg. Windholz spricht
Abgeordneter Dr. Peter Fichtenbauer (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Darf ich meiner Verwunderung Ausdruck verleihen (der Redner blickt in Richtung Bundesministerin Mag. Mikl-Leitner, die mit Abg. Windholz spricht), dass Sie jetzt öffentlich mit Zärtlichkeiten bedacht werden (Heiterkeit), aber nach meiner Überzeugung sind Sie nicht die wahre Repräsentantin des Herrn Bundesministers für Landesverteidigung. (Rufe – in Richtung des sich der Regierungsbank nähernden Bundesministers Mag. Darabos –: Er ist schon da!)
Heiterkeit
Abgeordneter Dr. Peter Fichtenbauer (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Darf ich meiner Verwunderung Ausdruck verleihen (der Redner blickt in Richtung Bundesministerin Mag. Mikl-Leitner, die mit Abg. Windholz spricht), dass Sie jetzt öffentlich mit Zärtlichkeiten bedacht werden (Heiterkeit), aber nach meiner Überzeugung sind Sie nicht die wahre Repräsentantin des Herrn Bundesministers für Landesverteidigung. (Rufe – in Richtung des sich der Regierungsbank nähernden Bundesministers Mag. Darabos –: Er ist schon da!)
Rufe – in Richtung des sich der Regierungsbank nähernden Bundesministers Mag. Darabos –: Er ist schon da!
Abgeordneter Dr. Peter Fichtenbauer (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Darf ich meiner Verwunderung Ausdruck verleihen (der Redner blickt in Richtung Bundesministerin Mag. Mikl-Leitner, die mit Abg. Windholz spricht), dass Sie jetzt öffentlich mit Zärtlichkeiten bedacht werden (Heiterkeit), aber nach meiner Überzeugung sind Sie nicht die wahre Repräsentantin des Herrn Bundesministers für Landesverteidigung. (Rufe – in Richtung des sich der Regierungsbank nähernden Bundesministers Mag. Darabos –: Er ist schon da!)
Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Gaßner: … leichter tun, wenn er nicht da ist!
Wenn er da wäre – ah, da ist er schon! –, dann wäre es falsch und mit der männlichen Ehre nicht in Einklang zu bringen, ihm die „Grobheiten“, die ich vorhabe, nicht direkt zu sagen – „Grobheiten“ natürlich unter Anführungszeichen. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Gaßner: … leichter tun, wenn er nicht da ist!)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Der Rest ist leider noch nicht zum Schweigen verurteilt, aber ab 20. Jänner wird Klarheit geschaffen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ansonsten, Herr Bundesminister, viel Glück mit den Mitteln, die zur Verfügung stehen, für die Zukunft des Bundesheeres! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Krainer – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Pilz –: Ein seltener Gast zu so später Stunde!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als nächster Redner zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Dr. Pilz. 10 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Krainer – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Pilz –: Ein seltener Gast zu so später Stunde!)
in Richtung des Abg. Krainer
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Danke, Herr Kollege Finanzsprecher (in Richtung des Abg. Krainer), für die besonders freundliche Begrüßung. Ich habe sie mir verdient.
Ruf: Er weiß vielleicht mehr!
Das ist kein Interview mit mir, das ist kein Interview mit Grünen, das ist ein Interview mit Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner. Und es ist keine Kleinigkeit, wenn ein Mitglied der jetzigen Bundesregierung von der ÖVP öffentlich erklärt, dass es davon ausgeht, dass dieser Kauf nicht sauber ist. (Ruf: Er weiß vielleicht mehr!) Mitterlehner hat offensichtlich nicht nur persönlich den Verdacht, dass es hier um Korruption geht.
Abg. Dr. Fichtenbauer verneint.
Das heißt, ab dem Moment, Herr Bundesminister, zu dem Ihnen bekannt ist, dass etwa Gernot Rumpold gemeinsam mit EADS durch die Weiterleitung von Schmiergeldern in den freiheitlichen Bereich die Republik geschädigt hat, und Sie wissen, dass die Schädiger Rumpold und EADS sind, und Sie wissen, dass der Schaden 6,5 Millionen € beträgt, ab dem Moment Ihres ersten Wissens beginnt eine Verjährungsfrist von drei Jahren zu laufen. (Abg. Dr. Fichtenbauer verneint.) Herr Kollege Fichtenbauer, wir haben das geklärt, es geht in erster Linie um die FPÖ, da haben Sie völlig recht. Deswegen sitzen Sie jetzt auch schon in der ersten Reihe. Aber das ist der wesentliche Punkt, Herr Bundesminister.
Abg. Dr. Cap: Haben wir gemeinsam eingesetzt!
Und wir alle wissen seit kurzem, dass wahrscheinlich jetzt das Finale in der Auseinandersetzung um die Eurofighter begonnen hat. Es ist sehr wahrscheinlich, dass bereits im Frühjahr nächsten Jahres aufgrund der Tätigkeit nicht nur der Strafjustiz, sondern auch des Eurofighter-Untersuchungsausschusses, weil die entscheidende Information, die zu all diesen Strafverfahren geführt hat, der Hinweis auf Vector Aerospace im Eurofighter-Untersuchungsausschuss war, ohne Untersuchungsausschuss wären Eurofighter und EADS heute noch immer in Sicherheit, … (Abg. Dr. Cap: Haben wir gemeinsam eingesetzt!)
Beifall bei den Grünen.
Herr Kollege Amon, der ÖVP wird in diesem Zusammenhang noch ziemlich das Lachen vergehen, wenn gegen Mensdorff-Pouilly Anklage erhoben wird, wenn die Bargeldabhebungen bei Valurex untersucht werden und wenn geklärt wird, welche Personen im Einflussbereich der Österreichischen Volkspartei bestochen und gekauft worden sind, um die Eurofighter-Entscheidung in dieser Republik unter einer schwarz-blauen Bundesregierung durchzusetzen. Ihnen, Herr Kollege Amon, wird noch das Lachen vergehen, weil die ÖVP, die FPÖ und das BZÖ die drei Eurofighter-Korruptionsparteien sind, die drei Parteien sind, die dafür verantwortlich sind, dass ein Milliardenschaden in dieser Republik entstanden ist, dass wir den größten politischen Kriminalfall der Zweiten Republik haben. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das ist ein schwarz-blau-oranger Sumpf, geprägt von Personen wie Jörg Haider, Karl-Heinz Grasser, aber auch wie einigen ÖVP-Regierungsmitgliedern. Und der Schutzpatron der organisierten Korruption hört nach wie vor auf den Namen Dr. Wolfgang Schüssel. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Und auch dessen politische Verantwortung wird in diesem Zusammenhang untersucht worden sein.
Abg. Amon: Bei Ihnen vergeht mir das Lachen wirklich!
Ich nehme zur Kenntnis, Herr Abgeordneter Amon, Sie lachen nicht mehr, und Sie tun auch gut daran in diesem Zusammenhang. (Abg. Amon: Bei Ihnen vergeht mir das Lachen wirklich!) Ja, es vergeht Ihnen das Lachen, denn bei dem, was ich weiß, was die Staatsanwaltschaft in München, in Wien und in Rom bereits sichergestellt hat, da wird allen politisch Verantwortlichen von ÖVP, FPÖ und BZÖ das Lachen vergehen.
Beifall bei den Grünen.
Die paar Eurofighter, die noch flugfähig sind, es dürfte sich um ein bis drei Stück handeln, werden nach Bayern zurückfliegen, und wir werden Sorge tragen, dass die Österreichischen Bundesbahnen den restlichen Eurofighter-Schrott nach Bayern zurücktransportieren. Wir holen uns mehr als eine Milliarde Euro für unser Bundesbudget zurück. Und ich fordere Sie auf, Herr Bundesminister, dazu jetzt schon die entscheidenden vorbereitenden Schritte zu setzen. – Danke sehr. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
(Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Pilz: Mitterlehner!
Abgeordneter Mag. Peter Michael Ikrath (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Bundesminister! Kolleginnen und Kollegen! Diese eigentlich immer nach dem gleichen Schema ablaufende und sattsam bekannte One-Man-Show-Einlage des Peter Pilz, in der er mit Beschuldigungen, mit Anschuldigungen um sich wirft, überhaupt nichts belegen kann (Abg. Dr. Pilz: Mitterlehner!), irgendwas zitiert und alle beschimpft und mit wirklich schweren Vorwürfen belastet, ist eigentlich kein Benehmen, das in diesem Haus Platz haben sollte. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Peter Michael Ikrath (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Bundesminister! Kolleginnen und Kollegen! Diese eigentlich immer nach dem gleichen Schema ablaufende und sattsam bekannte One-Man-Show-Einlage des Peter Pilz, in der er mit Beschuldigungen, mit Anschuldigungen um sich wirft, überhaupt nichts belegen kann (Abg. Dr. Pilz: Mitterlehner!), irgendwas zitiert und alle beschimpft und mit wirklich schweren Vorwürfen belastet, ist eigentlich kein Benehmen, das in diesem Haus Platz haben sollte. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
scheiden lassen. Das Ergebnis wird Sie hoffentlich davor bewahren, unser Heer in ein wirkliches Desaster laufen zu lassen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Kurt List (BZÖ): Hohes Haus! Der Koalitionskrach um das Bundesheer ist perfekt. Das zeigen auch die laufenden Vorbereitungen zur Volksbefragung. Darabos hat von Fekter in ihrer mageren Budgetrede vor Kurzem einen kräftigen Rüffel ausgefasst. Die ÖVP erteilt dem Freiwilligen-Berufsheer eine klare Absage und bunkert sich damit ein. Vorher wurden die politischen Standpunkte und Argumente kurzerhand noch getauscht. Jetzt müssen die Roten Brandreden für ein Berufsheer halten, die Schwarzen den Wehrersatzdienst, den Zivildienst loben. Auch behauptet die ÖVP plötzlich, Katastrophenhilfe im Assistenzeinsatz könne nur mit Rekruten bewältigt werden. Das ist ein billiges und falsches Argument, das wir leicht widerlegen können. Rekruten und Grundwehrdiener können nur unterstützen, Berufssoldaten hingegen werden im Vorfeld für jede Art von Katastrophen in Österreich hervorragend ausgebildet. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das Bundesheer wird für einen Zwischenwahlkampf von Rot und Schwarz missbraucht. Der politische Verlierer dieser Volksbefragung neben dem Bundesheer steht natürlich bereits fest, und das, das wissen Sie, ist die arrogante abgehobene Österreichische Volkspartei. Sie will auch im Bereich der umfassenden Landesverteidigung an alten Strukturen krampfhaft festhalten. Die ÖVP hat wieder eine große Chance verspielt, das Bundesheer zukunftsorientiert in Europa auszurichten. Sie schaden Österreich! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Pilz.
Herr Kollege Pilz, ich bin bei Ihnen, wenn Sie meinen, dass wir in dieser Eurofighter-Geschichte auch den Privatbeteiligtenanschluss prüfen sollen. Wir, die SPÖ, stehen dazu. Wir wollen das, wir haben das auch schon bei den letzten Sondersitzungen erwähnt. Wir stehen dazu. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Pilz.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten des BZÖ.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte aber auch sagen, dass bei aller Jammerei über das Budget unsere Soldatinnen und Soldaten, die momentan im Dienst des österreichischen Bundesheeres stehen, hervorragende Arbeit leisten. Und ich kann hier nur berichten, auch aus den letzten Tagen, als wir in Kärnten wieder eine Überschwemmungskatastrophe durch Unwetter hatten: Das Bundesheer war mit 63 Mann im Einsatz und hat beste Arbeit geleistet. Dafür möchte ich mich auch im Namen der Kärntnerinnen und Kärntner, die betroffen waren, von dieser Stelle aus sehr herzlich beim Bundesheer bedanken. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten des BZÖ.)
Abg. Riepl: Profi-Soldaten!
sowohl bei der Verpflegung als auch bei der Bergung von eingeschneiten Personen. Auch da war unser Bundesheer mit den Soldatinnen und Soldaten vor Ort im Einsatz, um mit den … (Abg. Riepl: Profi-Soldaten!) – profimäßig im Einsatz, muss man dazusagen – und haben beste Arbeit geleistet. Auch deshalb genießen sie in Bosnien-Herzegowina höchste Anerkennung.
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ich denke, vor dem Hintergrund dieser Tatsachen ist es einfach wichtig, dass wir hier zusammenstehen und das Bestmögliche für unser Bundesheer für das kommende Jahr mit dem Budget, das zur Verfügung steht, tun. Da hat unser Herr Bundesminister sicherlich keine einfache Aufgabe. Wir müssen ihn bestens unterstützen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. List.
Wir vom Team Stronach sind für ein gut ausgebildetes, gut ausgestattetes Berufsheer mit fairer Bezahlung und ausreichend Personal. Dieses werden wir auch bekommen, wenn wir eine entsprechend faire Bezahlung bieten. (Zwischenruf des Abg. List.) Wir haben derzeit sowieso schon ein Berufsheer von 23 000 Berufssoldaten – das wurde heute schon angesprochen.
Beifall beim Team Stronach.
Meine Damen und Herren! Dieses Budget ist der Beweis dafür. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Mag. Ikrath: … 30 Millionen für …!
Das betrifft natürlich auch den Bereich der Landesverteidigung. Und der Budgetvoranschlag für das Jahr 2013 ist eine logische Fortschreibung und Fortsetzung des Stabilisierungspaketes 2012, das wir gemeinsam in der Regierung – die Frau Finanzminister sitzt ja hier – beschlossen haben. Ich möchte auf diesen Punkt des gemeinsamen Beschlusses hinweisen, Herr Kollege Ikrath. Das ist nicht eine Idee von mir alleine, sondern wir haben das in der Regierung gemeinsam beschlossen, das gesamte Budget und damit auch das Budget der Landesverteidigung. (Abg. Mag. Ikrath: … 30 Millionen für …!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Zur Einsatzbereitschaft des österreichischen Bundesheeres in diesem Budget, das wir am Freitag zu beschließen haben beziehungsweise das Sie zu beschließen haben: Im internationalen Umfeld nehme ich das Wort „Stolz“ in den Mund. Das österreichische Bundesheer kann auf die Aufgaben, die wir im Ausland leisten, stolz sein. Und die Leistungen werden auch international anerkannt. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. List: Aber auf Zuruf von Darabos reagiert er!
Ich komme von einem Besuch, vor einigen Tagen, bei US-Verteidigungsminister Panetta, und der reagiert nicht auf Zuruf aus Österreich (Abg. List: Aber auf Zuruf von Darabos reagiert er!), sondern er kommt von sich aus zur Feststellung, dass das
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
österreichische Bundesheer im internationalen Vergleich mit 1 400 bis 1 500 Soldatinnen und Soldaten nicht nur eine top Leistung in Europa, sondern weltweit abliefert. Und darauf bin ich stolz. Ich hoffe, dass das auch in diesem Haus so gesehen wird. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. List: Gefährlich!
Das betrifft die Engagements im Nahen Osten – keine einfachen Engagements, auch budgetär abgebildet –, im Libanon (Abg. List: Gefährlich!) – gefährlich; richtig – und auf den Golanhöhen. Wir wissen, dass es jetzt durch diese innerpolitische Entwicklung in Syrien eine neue Herausforderung auf den Golanhöhen gibt. Aber Österreich steht zu dieser Aufgabe seit dem Jahr 1974. Es hat leichtere Zeiten gegeben, jetzt gibt es schwierige Zeiten. Aber wir stehen als neutraler Staat dazu, in die internationale Sicherheitsgemeinschaft für Friedensmissionen eingebettet zu sein. Und insofern bin ich stolz darauf, dass wir diese Missionen im Libanon und in Syrien auch weiterführen werden.
Abg. List: Das habe ich nicht gesagt!
Herr Abgeordneter List, wir haben uns ab und zu verständigt, ab und zu sind wir anderer Meinung, aber die Begriffe „Schrottarmee“ oder „Verluderung“ oder „Verschrottung“ sind einfach falsch gewählt. (Abg. List: Das habe ich nicht gesagt!) Wir haben das modernste Gerät. Wir haben die modernsten Panzer. Wir haben mit dem Leopard, mit dem Ulan, mit dem Pandur das modernste Gerät in Europa. Wir brauchen nicht mehr so viel wie früher. Das ist richtig, denn der Kalte Krieg ist vorbei, die Panzerschlacht im Marchfeld ist passé. Insofern stehe ich auch dazu, dass wir 70 Prozent unserer Panzerflotte reduzieren. Auch das ist im Budget abgebildet und wird auch in Zukunft fortgesetzt werden.
Ruf bei der FPÖ: Das ist nicht „neudeutsch“, sondern ein Blödsinn!
Attacken (Ruf bei der FPÖ: Das ist nicht „neudeutsch“, sondern ein Blödsinn!), möglich gemacht wird und auch die Katastrophenhilfe – egal, in welchem System – gewährleistet wird.
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Bartenstein.
Sie werden sehen, dass die Pilotprojekte auch dazu führen werden, dass eine Berufsheerkomponente – ich könnte das jetzt noch lange ausführen, tue ich aber heute nicht; wir haben genug Zeit bis zum 20. Jänner, unsere Ideen hier auszutauschen –, dass dieses Berufsheerprojekt auch erfolgreich sein kann, indem wir einen Zwangsdienst abschaffen können und mit einer Anzahl von Zeitsoldaten, mit einer geringeren Anzahl von Berufssoldaten als jetzt und mit Profimilizsoldaten dafür sorgen können, dass das österreichische Bundesheer die Aufgaben, die es von der österreichischen Bevölkerung gestellt bekommt, Stichwort „Landesverteidigung“, Stichwort „Katastrophenschutz und Auslandseinsatz“, besser als im jetzigen System bewältigen kann. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Bartenstein.)
Abg. List: Dann stimmt nicht zu!
Abgeordneter Günter Kößl (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Herr Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! Die Budgetsituation, die sicher nicht einfach, sondern mehr als bedenklich ist, ist bereits vom Minister angesprochen worden. Was wir natürlich sehr infrage stellen, wenn man schon diese Einsparungen hinnehmen muss: dass man trotzdem Pilotprojekte installiert, die im Jahr 30 Millionen € kosten. (Abg. List: Dann stimmt nicht zu!) Das ist an und für sich sicherlich eine nicht nachvollziehbare Überlegung von Ihnen.
Beifall bei der ÖVP.
Herr Bundesminister! Ich glaube, dass man sicherlich noch sehr eingehend darüber diskutieren muss, welcher Weg wirklich der bessere für die Menschen in unserem Lande ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Montag vor einer Woche wurde nach schweren Verwüstungen in Teilen Kärntens Zivilschutzalarm ausgelöst. Die Schwerpunkte lagen in den Bezirken Klagenfurt Land, Völkermarkt und Wolfsberg. Seit Donnerstag befinden sich zum Glück 40 Pioniersoldaten der Villacher Rohr-Kaserne im Einsatz. – Danke für deren Einsatz! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.) Darunter sind 28 Grundwehrdiener, die im Juli eingerückt sind.
Abg. Strache: Ein Wahnsinn!
Aber davor gab es heftige Bemühungen, diesen politisch sensiblen Einsatz von Wehrpflichtigen im Vorfeld der Volksbefragung zur Abschaffung der Wehrpflicht zu verhindern. ÖVP-Nationalratsabgeordneter Obernosterer behauptet in einer parlamentarischen Anfrage, dass Sie, Herr Bundesminister, als Befürworter einer Berufsarmee verlangt haben, dass nur Kaderpersonal und keine Grundwehrdiener eingesetzt werden. (Abg. Strache: Ein Wahnsinn!) Ich ersuche Sie, zu diesem Vorwurf Ihres Koalitionspartners ÖVP Stellung zu beziehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Aber davor gab es heftige Bemühungen, diesen politisch sensiblen Einsatz von Wehrpflichtigen im Vorfeld der Volksbefragung zur Abschaffung der Wehrpflicht zu verhindern. ÖVP-Nationalratsabgeordneter Obernosterer behauptet in einer parlamentarischen Anfrage, dass Sie, Herr Bundesminister, als Befürworter einer Berufsarmee verlangt haben, dass nur Kaderpersonal und keine Grundwehrdiener eingesetzt werden. (Abg. Strache: Ein Wahnsinn!) Ich ersuche Sie, zu diesem Vorwurf Ihres Koalitionspartners ÖVP Stellung zu beziehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Das ist unfassbar! – Bundesminister Mag. Darabos: Das ist wirklich unfassbar!
Tatsächlich entschieden wurde dies im Kommando der 7. Jägerbrigade mit Sitz in Klagenfurt. Von dort, Herr Bundesminister, wird berichtet, dass massiver politischer Druck aus Wien ausgeübt wurde. Von dort kam der Befehl, nur sogenannte Kadereingreifkräfte mit Berufssoldaten zu entsenden, obwohl eine präsente Pionierkompanie mit ausreichend ausgerüsteten Rekruten bereitstand. (Abg. Strache: Das ist unfassbar! – Bundesminister Mag. Darabos: Das ist wirklich unfassbar!)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP
Wertvolle Zeit ist verstrichen, in der großer Schaden angerichtet wurde. Zum Glück kam dann von Graz aus – Generalleutnant Günter Höfler – der Befehl, die Rekruten sofort in Marsch zu setzen (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP), denn diese seien nicht nur ausreichend ausgebildet, sondern auch viel kostengünstiger als der Berufsverband, wie festgestellt wurde.
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
einzusetzen, aber zwingen wir sie nicht, ihre Lebensplanung zu verändern, sich nicht ausbilden zu können, sich nicht als Facharbeiter zur Verfügung stellen zu können oder nicht für ihre Familien da zu sein. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Ing. Höbart.
Abgeordnete Tanja Windbüchler-Souschill (Grüne): Herr Präsident! Hohes Haus! Die erste Frau in der Reihe kommt nun zu Wort! Zu meinem Vorredner möchte ich sagen, ich freue mich sehr über das ganze Engagement, über diese ganze Kraft, die in Ihrer Rede um diese Uhrzeit noch gesteckt ist. Vieles davon begrüßen die Grünen schon seit Jahrzehnten, eigentlich schon immer. Ich würde mir nur ganz ehrlich wünschen, dass Sie genau diese Rede am Parteitag der SPÖ-Niederösterreich genauso kraftvoll halten könnten, denn genau diese Landespartei ist in dieser Frage extrem gespalten, das wissen Sie alle. (Zwischenruf des Abg. Ing. Höbart.)
Beifall bei den Grünen.
So steht es auch in der Sicherheitsstrategie, aber in einem Miniartikel, in drei Zeilen werden einfach salopp die zivil-militärischen Kooperationen angeführt. Sie berufen sich immer wieder auf die Sicherheitsstrategie. Hier im Parlament wurde sie nicht beschlossen, wir haben nicht einmal die Letztfassung bekommen. Es gab keine Debatte, keinen Beschluss des Parlaments, und das ist ein großer Fehler, Herr Minister, denn wenn Sie sich auf den Beschluss des Ministerrats berufen, ist das viel zu wenig. Immerhin ist hier das Parlament und hier die Gesetzgebung, und dementsprechend sollten Sie auch handeln. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Riepl: Sind Sie noch Regierungspartei oder schon Opposition?
Gleich, wie die Volksbefragung am 20. Jänner ausgehen wird, eines müssen wir vorher schon klären (Abg. Riepl: Sind Sie noch Regierungspartei oder schon Opposition?): Welche Leistungen erwarten wir als politische Verantwortungsträger, und welche Leistungen erwarten sich die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes vom österreichischen Bundesheer? Wenn das jene Leistungen sein sollten, die das österreichische Bundesheer bisher erbracht hat, dann muss man der Bevölkerung sagen: Am 20. Jänner nächsten Jahres bitte: Wehrpflicht mit Zivildienst! Denn Tatsache ist, dass nur die allgemeine Wehrpflicht garantiert, dass innerhalb kürzester Zeit – das zeigen jetzt die Katastropheneinsätze – eine große Anzahl von jungen Männern, von Soldaten für jene Aufgaben, die die Bundesverfassung dem Bundesheer aufträgt, zur Verfügung steht.
Beifall bei der ÖVP.
Was bedeutet das? – Die Umstellung auf ein Berufsheer ohne zusätzliche finanzielle Mittel und entsprechende rechtliche Rahmenbedingungen kommt einer schleichenden Auflösung des Bundesheeres gleich. Dann ist es anständiger, den Menschen zu sagen: Lösen wir das Bundesheer auf! Das wäre wenigstens ehrlich. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Welche Folgen haben wir noch zu erwarten? – Natürlich eine weitere Verkleinerung des Bundesheeres, selbstverständlich. Es ist ohnedies schon relativ stark eingeschränkt worden. Und was heißt eine weitere Verkleinerung des Bundesheeres? – Das bedeutet unter anderem die Schließung von Kasernen in den Bundesländern. In jedem Bundesland, so höre ich von Militärexperten, nur mehr eine einzige Großkaserne. Was das für die regionale Wirtschaft bedeutet, das möchte ich erst gar nicht hinterfragen. (Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Abg. Riepl: Bitte kommen Sie zu einem Ende, das hält man ja nicht aus!
Meine geschätzten Damen und Herren! Wenn hier immer wieder der Ruf nach den Profis erfolgt, vor allem vonseiten des Herrn Bundesministers, dann möchte ich auch ganz klar feststellen (Abg. Riepl: Bitte kommen Sie zu einem Ende, das hält man ja nicht aus!), dass das derzeitige Bundesheer sehr wohl eine große Anzahl von Profis hat, die hervorragende Arbeit leisten und sowohl national als auch international – der Herr Bundesminister hat es selbst gesagt – höchste Anerkennung genießen. (Rufe bei der SPÖ: Aufhören! Aufhören!)
Rufe bei der SPÖ: Aufhören! Aufhören!
Meine geschätzten Damen und Herren! Wenn hier immer wieder der Ruf nach den Profis erfolgt, vor allem vonseiten des Herrn Bundesministers, dann möchte ich auch ganz klar feststellen (Abg. Riepl: Bitte kommen Sie zu einem Ende, das hält man ja nicht aus!), dass das derzeitige Bundesheer sehr wohl eine große Anzahl von Profis hat, die hervorragende Arbeit leisten und sowohl national als auch international – der Herr Bundesminister hat es selbst gesagt – höchste Anerkennung genießen. (Rufe bei der SPÖ: Aufhören! Aufhören!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Riepl: Das reicht schon!
Aber auch unsere Grundwehrdiener, meine Damen und Herren, mit ihren 18 Jahren, die die Lehre abgeschlossen haben, die die Matura absolviert haben, die eine andere Ausbildung hinter sich haben, die vielleicht mitten in der Ausbildung stehen, sind sehr wohl, wenn sie beim Bundesheer ihrem Berufsbild entsprechend eingesetzt werden, wertvolle Mitglieder im österreichischen Bundesheer. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Riepl: Das reicht schon!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Riepl: Die Rede war aber nicht überzeugend! – Abg. Dolinschek: Endlich einmal eine gescheite Wortmeldung!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Dieses Budget trägt nicht die Verantwortung, die ein Sicherheitsbudget militärischer Art in sich tragen sollte. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Riepl: Die Rede war aber nicht überzeugend! – Abg. Dolinschek: Endlich einmal eine gescheite Wortmeldung!)
Abg. Binder-Maier: Oje, oje!
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (BZÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Frau Minister! (Abg. Binder-Maier: Oje, oje!) Nach diesem gelebten Stück Koalitionsharmonie zurück zum Thema.
Abg. Brosz: Das war eh schon Simmering gegen Kapfenberg!
Herr Minister, ich will eigentlich zum Thema Sport reden, nicht zum Bundesheer (Abg. Brosz: Das war eh schon Simmering gegen Kapfenberg!), denn, Herr Minister Darabos, Sie haben mein Mitgefühl – nicht mein Mitleid, Mitleid wäre boshaft, sondern mein Mitgefühl –, da Sie ja jetzt die Suppe auslöffeln müssen, die Ihnen der Wiener Bürgermeister eingebrockt hat. Aber ich garantiere Ihnen, wenn am 20. Jänner am Abend das Ergebnis der Volksbefragung auf dem Tisch liegt und Sie die Niederlage kommentieren müssen – möglicherweise auch Ihren Rücktritt erklären werden –, wird aus Wien die Reaktion kommen: Die Wiener SPÖ und ihr Vorsitzender und Wiener Bürgermeister waren schon immer für die Stabilität und die Sicherheit in unserem Lande. (Heiterkeit bei BZÖ, ÖVP und FPÖ.)
Heiterkeit bei BZÖ, ÖVP und FPÖ.
Herr Minister, ich will eigentlich zum Thema Sport reden, nicht zum Bundesheer (Abg. Brosz: Das war eh schon Simmering gegen Kapfenberg!), denn, Herr Minister Darabos, Sie haben mein Mitgefühl – nicht mein Mitleid, Mitleid wäre boshaft, sondern mein Mitgefühl –, da Sie ja jetzt die Suppe auslöffeln müssen, die Ihnen der Wiener Bürgermeister eingebrockt hat. Aber ich garantiere Ihnen, wenn am 20. Jänner am Abend das Ergebnis der Volksbefragung auf dem Tisch liegt und Sie die Niederlage kommentieren müssen – möglicherweise auch Ihren Rücktritt erklären werden –, wird aus Wien die Reaktion kommen: Die Wiener SPÖ und ihr Vorsitzender und Wiener Bürgermeister waren schon immer für die Stabilität und die Sicherheit in unserem Lande. (Heiterkeit bei BZÖ, ÖVP und FPÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
Daher vertreten sie dieses Votum voll und ganz und danken der Demokratie. – Das wird das Ergebnis sein. Sie tun mir wirklich ein bisschen leid, was das Bundesheer anbelangt. Deswegen gehe ich zum Sport über, Herr Minister. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Der BSO-Präsident, der Klubobmann, alle Abgeordneten haben das bereits unterschrieben, aufgrund eines Aufrufes der BSO, die gemeint hat: Jetzt wird es Zeit, einen Antrag einzubringen. – Da ist er! Ich freue mich sehr auf die Abstimmung. Die tägliche Turnstunde wird aufgrund dieser Initiative Realität werden, und daher freue ich mich auch schon auf diese Abstimmung am Freitag. Das wird toll werden, alle 183 Abgeordneten haben bereits zugestimmt. So oft haben wir das noch nicht gehabt, meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich freue mich sehr darauf! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Minister Darabos, Sie haben in dieser Bundessportkonferenz nichts zu melden, Sie haben überhaupt nichts zu entscheiden. Es bleibt alles so, wie es ist, es wird einzementiert. Die BSO entscheidet mit ihren acht Mitgliedern völlig autonom und alleine – ohne jegliche Beeinflussung durch das Ministerium – über jeden Cent der Sportförderung. Das ist keine Sportförderung Neu, Herr Minister, das ist ein Abgesang, das ist eine Blamage, das ist in Wahrheit Dilettantismus, Sie geben hier w.o.! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das, Herr Minister, ist nicht das, was wir erwartet haben. Schade drum! Wirklich schade drum, denn ich habe mir gedacht, Sie trauen sich das, Sie sind mutig, Sie geben dieser österreichischen Sportfunktionärsclique endlich einmal „Schach“ und sagen: Es geht so nicht weiter! – Leider sind auch Sie an diesem Vorhaben gescheitert. Schade! Für den österreichischen Sport wäre es besser gewesen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Wir haben Sport auch auf der Tagesordnung! Wir diskutieren auch über den Sport!
Abgeordnete Mag. Christine Lapp, MA (SPÖ): Herr Präsident! Frau Ministerin! Herr Minister Darabos! Hohes Haus! Jetzt ist mir klar, warum sich Kollege Westenthaler schon beim Budgetkapitel Militärische Angelegenheiten zu Wort gemeldet hat: Er will wahrscheinlich das Match nicht versäumen, und nachdem es sich nicht ausgegangen ist, nach Linz zu fahren, wie er das ja sonst immer macht, hat er sich eben jetzt schon zu Wort gemeldet. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Wir haben Sport auch auf der Tagesordnung! Wir diskutieren auch über den Sport!)
Abg. Ing. Westenthaler: Falls Sie es nicht wissen, nur zu Ihrer Information: Der Sport ist jetzt auf der Tagesordnung!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Zurückkommend zu dem Bereich ... (Abg. Ing. Westenthaler: Falls Sie es nicht wissen, nur zu Ihrer Information: Der Sport ist jetzt auf der Tagesordnung!) – Ich weiß, es tut Ihnen weh, dass man einmal anspricht, dass Sie immer, wenn Fußballmatches sind, nicht bei Sitzungen sind, das ist mir schon klar. Aber kommen wir jetzt zur Landesverteidigung. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Das Problem ist, Sie kennen sich mit der Tagesordnung nicht aus! Wir diskutieren schon den Sport! Sie haben ja keine Ahnung! – Abg. Neubauer: Wie ist denn das mit den 37 Millionen, die das Stadion gekostet hat?) Ich möchte jetzt gerne etwas Wichtiges besprechen, nämlich die Landesverteidigung.
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Das Problem ist, Sie kennen sich mit der Tagesordnung nicht aus! Wir diskutieren schon den Sport! Sie haben ja keine Ahnung! – Abg. Neubauer: Wie ist denn das mit den 37 Millionen, die das Stadion gekostet hat?
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Zurückkommend zu dem Bereich ... (Abg. Ing. Westenthaler: Falls Sie es nicht wissen, nur zu Ihrer Information: Der Sport ist jetzt auf der Tagesordnung!) – Ich weiß, es tut Ihnen weh, dass man einmal anspricht, dass Sie immer, wenn Fußballmatches sind, nicht bei Sitzungen sind, das ist mir schon klar. Aber kommen wir jetzt zur Landesverteidigung. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Das Problem ist, Sie kennen sich mit der Tagesordnung nicht aus! Wir diskutieren schon den Sport! Sie haben ja keine Ahnung! – Abg. Neubauer: Wie ist denn das mit den 37 Millionen, die das Stadion gekostet hat?) Ich möchte jetzt gerne etwas Wichtiges besprechen, nämlich die Landesverteidigung.
Beifall bei der SPÖ.
das Landesverteidigungsressort seinen Beitrag leistet. Nehmen Sie das zur Kenntnis, und übernehmen Sie Verantwortung! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Kollege Ikrath, im Budgetausschuss haben Sie davon gesprochen, dass die Pilotprojekte 90 Millionen € kosten. Heute hier im Plenum haben Sie davon gesprochen, dass sie 30 Millionen € kosten. Die tatsächlichen Kosten betragen 10 Millionen €. Herr Kollege Ikrath, ich glaube, Sie sind beruflich bei einer Sparkasse tätig. Also mein Konto möchte ich bei Ihnen nicht haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Schittenhelm. – Ruf bei der FPÖ: Die Lapp ist so peinlich!
Frau Kollegin Schittenhelm, nur eine kleine Nachhilfe: Wirkungsziel Numero eins ist die Sicherstellung einer angemessenen Reaktionsfähigkeit auf sich ändernde sicherheitspolitische Verhältnisse unter Gewährleistung der staatlichen Souveränität. Das ist die Aufgabe und das Wirkungsziel Nummer eins. Sie hätten sich besser vorbereiten sollen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Schittenhelm. – Ruf bei der FPÖ: Die Lapp ist so peinlich!)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Nicht nur dürfen, sondern sollen!
Abgeordneter Stefan Markowitz (STRONACH): Herr Präsident! Werte Bundesregierung! Hohes Haus! Frau Kollegin Lapp, ich rede jetzt schon über den Sport, auch wenn Sie, glaube ich, nur übers Militär reden wollen, aber wir haben den Minister für Landesverteidigung und Sport hier! Ich sage das jetzt einmal klipp und klar, dass wir hier auch über Sport reden dürfen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Nicht nur dürfen, sondern sollen!)
Zwischenruf der Abg. Mag. Lapp.
Der Minister ist schon genug damit gestraft, dass er heute nicht im Stadion sein darf, weil Sie die Budgeteinteilung so angesetzt haben, dass der Sportminister heute hier anwesend sein muss, aber das macht ja nichts. (Zwischenruf der Abg. Mag. Lapp.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wie toll das Klima zwischen Rot und Schwarz ist, haben wir heute hinreichend gesehen. Die eine Partei beschimpft die andere und umgekehrt. Ziehen Sie die Konsequenzen und rufen Sie Neuwahlen aus! Ich glaube, da ersparen wir uns alle in Zukunft vieles. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Den Stronach haben sie vergessen!
Im Ausschuss haben Sie gesagt, Sie fühlen sich nicht zuständig, was die Turnstunden betrifft, das ist nicht Ihr Ressort. Wir werden auch den Antrag unterstützen, den Kollege Westenthaler einbringen wird, da habe ich gar kein Problem, denn wir finden, die Turnstunden in den Schulen gehören ausgeweitet. Die wurden nämlich in den letzten Jahren drastisch reduziert. Mit diesem Antrag können wir absolut leben und werden diesem auch zustimmen. (Ruf bei der ÖVP: Den Stronach haben sie vergessen!) Bitte? (Ruf bei der ÖVP: Der Stronach hat gefehlt!)
Ruf bei der ÖVP: Der Stronach hat gefehlt!
Im Ausschuss haben Sie gesagt, Sie fühlen sich nicht zuständig, was die Turnstunden betrifft, das ist nicht Ihr Ressort. Wir werden auch den Antrag unterstützen, den Kollege Westenthaler einbringen wird, da habe ich gar kein Problem, denn wir finden, die Turnstunden in den Schulen gehören ausgeweitet. Die wurden nämlich in den letzten Jahren drastisch reduziert. Mit diesem Antrag können wir absolut leben und werden diesem auch zustimmen. (Ruf bei der ÖVP: Den Stronach haben sie vergessen!) Bitte? (Ruf bei der ÖVP: Der Stronach hat gefehlt!)
Oh-Rufe bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Steibl: So etwas Arrogantes! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
melden, und dann werden wir schon kommunizieren miteinander, da habe ich gar kein Problem, Herr Kollege. (Oh-Rufe bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Steibl: So etwas Arrogantes! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ich finde das ja wirklich super, dass ihr jetzt aufgewacht seid zu später Stunde. Das muss ich echt sagen.
Beifall beim Team Stronach.
Herr Minister, Sie wissen, wovon ich spreche. Also hier haben Sie in uns einen absoluten Partner. Wir müssen für die behinderten Menschen mehr tun in diesem Land, wir müssen mit gutem Beispiel vorangehen, und dann bin ich auch davon überzeugt, dass es in dieser Richtung gut geht, weil Geld vorhanden ist – setzen wir es richtig ein! – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Peter Haubner (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Minister! Sehr geehrter Herr Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege Markowitz, ein wenig mehr Respekt gegenüber den Kollegen würde Ihnen guttun, aber ich habe diese Hoffnung fast schon aufgegeben. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
zu den Sportlern bringen – zum Wohle Österreichs und damit zum Wohle unserer Jugend. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundesminister, wenn Sie ein Berufsheer einführen, führt das letzten Endes zu nichts anderem, als dass das Heer eingebettet werden muss in den europäischen Verband. Das heißt letzten Endes NATO, das heißt Aufgabe der Neutralität, das heißt, dass unsere Verfassung gebrochen wird. Ich hoffe daher, Sie bekommen am 20. Jänner die nötige Antwort. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Dann geht hinaus aus der Koalition und macht endlich Wahlen!
Abgeordnete Angela Lueger (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Ich finde es schon spannend, wenn sich eine Abgeordnete unseres Regierungspartners in Person der Kollegin Schittenhelm hier herausstellt und Kritik übt an einem Minister, der von der Finanzministerin, die ja nicht wirklich von unserer Fraktion ist, weniger Geld zur Verfügung gestellt bekommt, an einem Minister, der sich an die Vorgaben der Budgetkonsolidierung hält und sein eigenes Budget so gestaltet, dass die Erfüllung der Aufgaben seines Ressorts auch gesichert ist. (Abg. Ing. Westenthaler: Dann geht hinaus aus der Koalition und macht endlich Wahlen!)
Beifall bei der SPÖ
Jetzt haben wir schon gehört, dass wir Aufgaben sowohl im Inland als auch im Ausland erfüllen. Und gerade im Ausland – auch noch einmal für Frau Kollegin Schittenhelm im Nachsatz: ich kann mich nicht erinnern, dass wir jemals Grundwehrdiener ins Ausland verschickt hätten (Beifall bei der SPÖ) – sind wir anerkannt für Krisen- und Konfliktmanagement mit bestens ausgebildeten Menschen, die nicht nur europaweit, sondern international so sehr anerkannt sind, dass immer wieder auf Österreich zurückgegriffen wird. (Zwischenruf bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Jetzt haben wir schon gehört, dass wir Aufgaben sowohl im Inland als auch im Ausland erfüllen. Und gerade im Ausland – auch noch einmal für Frau Kollegin Schittenhelm im Nachsatz: ich kann mich nicht erinnern, dass wir jemals Grundwehrdiener ins Ausland verschickt hätten (Beifall bei der SPÖ) – sind wir anerkannt für Krisen- und Konfliktmanagement mit bestens ausgebildeten Menschen, die nicht nur europaweit, sondern international so sehr anerkannt sind, dass immer wieder auf Österreich zurückgegriffen wird. (Zwischenruf bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben auch Evakuierungen von österreichischen Staatsbürgern in Krisengebieten durchgeführt, darauf waren wir alle stolz, und da waren nicht nur Österreicher dabei. Da haben wir Spezialistinnen und Spezialisten, und die gehören ganz einfach gut ausgebildet und auch gut ausgestattet mit guten Materialien. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Brosz.
Frau Kollegin Souschill, ich glaube, Drohnen brauchen wir nicht fürs Inland; die Drohnen sind fürs Ausland bestimmt. (Zwischenruf des Abg. Brosz.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Kollegin Schittenhelm, zum Abschluss: Wir haben bereits ein Berufsheer, ein gut funktionierendes, mit Spezialisten versehenes Berufsheer, daher – wenn ich Ihre Ansicht höre – bin ich eigentlich entsetzt darüber, wie unser Koalitionspartner diesbezüglich reagiert. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Reden wir aber jetzt ein bisschen über den Sport (Zwischenruf bei der SPÖ) und setzen wir dort fort, wo schon Vorredner aufgehört haben, nämlich bei der Frage dieses ominösen neuen Bundes-Sportförderungsgesetzes. Ich habe Sie ja zum Teil
Zwischenruf bei der SPÖ.
heißt, Sie hätten jetzt die Möglichkeit gehabt, nicht jedes Projekt mit den Dachverbänden und den Fachverbänden zu machen, sondern auch gewisse Pilotprojekte rauszunehmen. Was Sie mit diesem Gesetz machen – und so verstehe ich das Gesetz –, ist, das letztlich aufzugeben und zu sagen, wir schmeißen alles in einen Topf, wobei die Bundes-Sportorganisation … (Zwischenruf bei der SPÖ.) – Das müssen Sie mir dann erklären.
Abg. Ing. Westenthaler: Warum zwei Drittel?
Dann heißt es noch: „Beschlüsse werden mit zwei Drittel Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst.“ (Abg. Ing. Westenthaler: Warum zwei Drittel?) – Ja, warum? Können Sie mir einen Grund nennen?
Abg. Ing. Westenthaler: Damit außerhalb der Parlamentskontrolle!
Wir haben dauernd die Debatte um Blockadesituationen, wir haben dauernd die Frage, wo man Zweidrittelmehrheiten macht. – Jetzt gehen Sie her und machen eine Zweidrittelmehrheit bei einer neuen Sportförderungsstruktur, die bedeutet: Das Ministerium kann sich auf den Kopf stellen. Alles, was beschlossen werden kann, ist letztlich de facto außerhalb der Handlungsfähigkeit des Sportministers. (Abg. Ing. Westenthaler: Damit außerhalb der Parlamentskontrolle!)
Beifall bei den Grünen.
Dieses Gesetz ist jetzt schon zum Scheitern verurteilt, und ich kann Ihnen nur sagen, wenn Sie es so beschließen, sind Sie vor all jenen, die das Engagement von ehemaligen Spitzensportlern in Österreich verhindern wollten, in die Knie gegangen. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Strache
Ich glaube aber auch, dass es ein Desaster wie das Stadthallenbad in Wien nicht mehr geben sollte (Zwischenruf des Abg. Strache), daher ist der Sportstättenplan und Kontrolle in diesen Bereichen ganz wichtig. Wenn wir in der morgigen „Krone“ davon lesen, dass 16,2 Millionen € nicht in den Sand, sondern in ein Hallenbad gesteckt wurden, das aber nicht funktioniert, dann bringt das nichts. (Abg. Strache: Ist bei allen
Zwischenruf bei der SPÖ – Abg. Ing. Westenthaler: Kommst aber schon ins Parlament?!
Vielleicht kann ich als Niederösterreicher noch darauf verweisen, dass wir morgen den Landesfeiertag begehen, das Hochfest des heiligen Leopold (Zwischenruf bei der SPÖ – Abg. Ing. Westenthaler: Kommst aber schon ins Parlament?!), der ja bekanntlich als Friedensfürst in die Geschichte eingegangen ist. Vielleicht begleitet uns in den nächsten zwei Tagen der leopoldinische Geist. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Der heilige Leopold ist uns schon was wert!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Der heilige Leopold ist uns schon was wert!
Vielleicht kann ich als Niederösterreicher noch darauf verweisen, dass wir morgen den Landesfeiertag begehen, das Hochfest des heiligen Leopold (Zwischenruf bei der SPÖ – Abg. Ing. Westenthaler: Kommst aber schon ins Parlament?!), der ja bekanntlich als Friedensfürst in die Geschichte eingegangen ist. Vielleicht begleitet uns in den nächsten zwei Tagen der leopoldinische Geist. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Der heilige Leopold ist uns schon was wert!)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Ich freue mich schon auf die Rede des Bürgermeisters Fazekas, der möglicherweise genau zu dieser Geschichte hier auch etwas richtigstellen kann, uns berichten kann, weil die Stadtgemeinde Schwechat ja immerhin auch Mehrheitseigentümerin der Multiversum Schwechat Betriebs GmbH ist. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich glaube, jene Sportler, die sich als Vorzeigesportler für Österreich bewiesen haben, haben es sich verdient, keine Einschnitte bei den Förderungen hinnehmen zu müssen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.
Herr Abgeordneter Schickhofer, Ihre Brandrede für das Berufsheer müssten Sie vielleicht einmal im Rahmen einer Klausur im SPÖ-Parlamentsklub halten oder bei den Länderorganisationen, denn das glaubt ja nicht einmal die SPÖ, dass es so ist, wie Sie es darstellen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Faktum wird sein – und das weiß, glaube ich, auch der Bundesminister, wenn man ihn genau beobachtet –: Das Match am 20. Jänner wird verloren werden. Wir Freiheitliche sagen auch ganz klar: Der Österreicher hat erkannt, dass Ihre Zahlenspielchen, Herr Bundesminister, nicht funktionieren, dass es Schwierigkeiten bei der Rekrutierung gibt. Es ist ja schön, dass mittlerweile auch die Medien erkannt haben, welche Zahlenspielchen da von Ihnen betrieben werden. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn Sie 150 000 Soldaten anschreiben – ehemalige Soldaten, Herr Bundesminister, die abgerüstet haben –, um sie für ein Berufsheer zu gewinnen, und Ihnen von diesen 150 000 nur 400 antworten – wie wir aus der aktuellen Medienberichterstattung erfahren –, dann glaube ich, dass der Österreicher am 20. Jänner 2013 die richtige Entscheidung treffen wird, nämlich ein klares Ja zur Wehrpflicht, ein klares Ja zur Sicherheit Österreichs und ein klares Nein zu einem weiteren Aushungern des Bundesheeres. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
deln – auch neutrale und blockfreie Staaten –, ist ein Zeichen dafür, dass Sie mit Ihrer Aufgabe eindeutig überfordert sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Gaßner: Sind Sie ein Wahrsager?
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der 20. Jänner wird – davon bin ich überzeugt – ein guter Tag für die Sicherheit Österreichs werden, wenn die Österreicher ganz klar die Politik von Ihnen, Herr Bundesminister, die Politik auch der SPÖ abstrafen werden und ein klares Votum für die Wehrpflicht, für ein funktionierendes Bundesheer und vor allem auch, und das ist das Wichtigste, für die Sicherheit Österreichs abgeben werden. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Gaßner: Sind Sie ein Wahrsager?)
Beifall bei der FPÖ.
Abschließender Satz, Herr Bundesminister: Ich glaube, die Informationspolitik sollte man hier natürlich weiter vorantreiben. Man muss natürlich auch die Menschen informieren, aber vor allem sollten Sie einmal Ihre Parteifreunde informieren, denn was heute hier zu diesem Thema vorgebracht wurde, ist eigentlich des Parlamentarismus nicht würdig. Es ist eigentlich schändlich, hier eine Sicherheitsdebatte auf dem Niveau zu führen, auf dem sie heute teilweise von den SPÖ-Abgeordneten geführt worden ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kunasek – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Ein Kollege!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Herr Kollege, wer bringt den zweiten Entschließungsantrag ein, der noch offen ist? (Abg. Kunasek – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Ein Kollege!) – Na gut, aber es ist keine Fraktionsredezeit mehr vorhanden. (Ironische Oje-Rufe bei der SPÖ.) Nur mehr 20 Sekunden. Aber ich weiß nicht, wie das geht. (Ruf bei der FPÖ: Das geht sich aus! – Abg. Strache: 20 Sekunden – das schaffen wir!) – Gut.
Ironische Oje-Rufe bei der SPÖ.
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Herr Kollege, wer bringt den zweiten Entschließungsantrag ein, der noch offen ist? (Abg. Kunasek – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Ein Kollege!) – Na gut, aber es ist keine Fraktionsredezeit mehr vorhanden. (Ironische Oje-Rufe bei der SPÖ.) Nur mehr 20 Sekunden. Aber ich weiß nicht, wie das geht. (Ruf bei der FPÖ: Das geht sich aus! – Abg. Strache: 20 Sekunden – das schaffen wir!) – Gut.
Ruf bei der FPÖ: Das geht sich aus! – Abg. Strache: 20 Sekunden – das schaffen wir!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Herr Kollege, wer bringt den zweiten Entschließungsantrag ein, der noch offen ist? (Abg. Kunasek – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Ein Kollege!) – Na gut, aber es ist keine Fraktionsredezeit mehr vorhanden. (Ironische Oje-Rufe bei der SPÖ.) Nur mehr 20 Sekunden. Aber ich weiß nicht, wie das geht. (Ruf bei der FPÖ: Das geht sich aus! – Abg. Strache: 20 Sekunden – das schaffen wir!) – Gut.
Beifall bei der SPÖ.
Daher: Gratulation zum Budget 2013, zur aktiven Arbeit im Sport! Ein herzliches Danke unserem Sportminister Norbert Darabos, seinem gesamten Sportbüro und der gesamten Sportsektion – bitte das auch auszurichten – für ihren Einsatz und die gute Zusammenarbeit mit dem organisierten Sport und dadurch auch die Anerkennung und Wertschätzung für die Tausenden meist ehrenamtlich tätigen Funktionärinnen und Funktionäre im Sport. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
Ich möchte nun noch zwei Punkte ganz kurz herausgreifen. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich würde Frau Abgeordneter Schittenhelm anraten, entweder am Freitag der Budgetabstimmung fernzubleiben oder gegen das Budget ihrer Ministerin zu stimmen, denn so, wie ich ihre Ausführungen verstanden habe, ist sie mit diesem Budget nicht zufrieden. Das ist ja okay, aber dann muss man das auch im Abstimmungsverhalten zeigen. (Beifall bei der SPÖ.)
Anhaltender Beifall bei der SPÖ.
Ich lasse mir Anwürfe in dieser Form nicht gefallen! (Anhaltender Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Rudas: Und Sie? Und Sie?
Und – Hand aufs Herz – ich verstehe in dieser Frage auch Ihren Schwenk, was die Wehrpflicht betrifft, nicht. Es wurde ja schon oft geschildert, wie Sie von einem Tag auf den anderen umgefallen sind und dieser Frage zu 180 Grad den Rücken gekehrt haben (Abg. Mag. Rudas: Und Sie? Und Sie?), von einem Verteidiger der Wehrpflicht zu einem wurden, der die Wehrpflicht abschaffen will.
Abg. Mag. Gaßner: Setzen Sie sich nieder!
Daher, sehr geehrter Herr Bundesminister, sage ich: Nehmen Sie sich das zu Herzen! (Abg. Mag. Gaßner: Setzen Sie sich nieder!) Schicken Sie das Geld nicht zu Experimenten, sondern dorthin, wo es für die Sicherheit des Landes bestens eingesetzt ist! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher, sehr geehrter Herr Bundesminister, sage ich: Nehmen Sie sich das zu Herzen! (Abg. Mag. Gaßner: Setzen Sie sich nieder!) Schicken Sie das Geld nicht zu Experimenten, sondern dorthin, wo es für die Sicherheit des Landes bestens eingesetzt ist! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Diese WM wird auch in den nächsten Jahren die wichtigste Sportgroßveranstaltung Österreichs sein. Mit den Investitionen von Bund und Land können alle sehr zufrieden sein, und ich bedanke mich bei Ihnen, sehr geehrter Herr Minister Darabos, für die finanzielle Unterstützung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Michael Praßl (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Herr Minister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ganz kurz einige Anmerkungen zu Sportangelegenheiten des Bundes: Wenn hier 144 Millionen € zusammenkommen, kann man nur sehr froh und stolz sein – es wird etwas geschaffen. Wenn ich das mit einem Jahr zuvor vergleiche, so gibt es jetzt um 6,3 Millionen mehr, Gott sei Dank. Der Bund fördert – das wurde von meiner Kollegin aus der Steiermark schon gesagt – 2013 beispielsweise die alpine Ski-WM in Schladming, und als Steirer kann man sich da nur beim Bund herzlich bedanken, dass man das in Angriff nimmt und Ja sagt dazu. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Im Schulsport kann man nur eines sagen: Der Grundstein für Freude am Sport wird bei sehr kleinen Kindern gelegt, die oft im Kindergarten schon beginnen und dann in der Volksschule, Hauptschule, im Gymnasium den Sport weiter betreiben. Gott sei Dank gibt es so etwas, denn Österreich braucht hervorragend Ausgebildete im Sportbereich, die dann letztendlich in Österreich, in Europa und auch weltweit mit hervorragenden Leistungen an Veranstaltungen und Bewerben teilnehmen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ja jetzt auch schon!
Abgeordneter Dr. Peter Wittmann (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Zur Rede des Herrn Abgeordneten Westenthaler: Herr Abgeordneter Westenthaler, der internationale Trend im Sportbereich geht dorthin, dass man es von den Ministerien unabhängig macht und Sportgremien darüber entscheiden lässt, wie Spitzensport zu fördern ist. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ja jetzt auch schon!) Das ist in England sehr erfolgreich geworden, das Modell des Erfolgs gewesen, und das ist in Australien das Modell des Erfolgs gewesen.
Abg. Ing. Westenthaler: Dann schafft das Sportministerium ab!
Das Modell, das Sie haben und das Sie ansprechen, dass man das dem Minister überlässt, ist jenes Modell, das man im Ostblock hatte, von dem sich jetzt alle vormaligen Ostblockländer verabschieden, weil das Staatssport bedeutet. Genau das ist das, was wir verhindern wollen. Wir können nur sagen, es hat eine Zusage des Ministers gegeben, die Autonomie des Sports zu gewährleisten, weil wir uns Gott sei Dank als Nicht-Ostblockland schon damals dazu entschieden haben (Abg. Ing. Westenthaler: Dann schafft das Sportministerium ab!), in Österreich nicht den Staatssport einzuführen, und wir lassen dem Sport weiterhin die Autonomie. Das ist das internationale Erfolgsmodell, aus dem sich auch die Länder des ehemaligen Ostblocks, die Sport betreiben, schon verabschiedet haben.
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Peter Haubner.
thaler: Deswegen hat es zwei Jahre gedauert!) Ich finde es wirklich anmaßend, den Staatssport für ein Allerheilmittel zu halten. Ich glaube, von dieser wirklich veralteten Idee sollten wir uns endlich verabschieden. Wir sollten wirklich froh sein, dass wir ein modernes Gesetz haben, das sich an die erfolgreichen Staaten anlehnt und nicht an jenen Staaten orientiert, die eigentlich diesen Weg verlassen haben. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Peter Haubner.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP sowie Bravoruf des Abg. Pendl. – Abg. Ing. Westenthaler: Ein teures Gesetz! Es kostet 1 Milliarde € jährlich! Gratuliere!
Ich finde, das ist ein modernes Gesetz, ein gutes Gesetz und ein mit dem Sport hervorragend abgestimmtes Gesetz. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP sowie Bravoruf des Abg. Pendl. – Abg. Ing. Westenthaler: Ein teures Gesetz! Es kostet 1 Milliarde € jährlich! Gratuliere!)
Abg. Amon: Er ist hier!
Abgeordnete Dr. Sabine Oberhauser, MAS (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Kollege Schmuckenschlager ist, glaube ich, nicht im Raum. (Abg. Amon: Er ist hier!) – Doch hier! – Herr Kollege, Sie haben gesagt, es werden im Parlament harte Debatten geführt, offene Debatten geführt und man soll sich nicht davor fürchten. Genauso sehe ich das auch! Daher freuen wir uns schon besonders auf die Debatte, die der Herr Kollege Mitterlehner heute ausgelöst hat mit seinem Interview in den „Oberösterreichischen Nachrichten“ in der Frage, wie sauber die Entscheidung von dem einen Flugzeug zum anderen gelaufen ist. Er hat gesagt, er geht davon aus, dass es nicht sauber gelaufen ist.
Abg. Jakob Auer: Wer war damals Bundespräsident?
Um die Diskussion hier gleich sauber zu beginnen: Wer war denn Bundeskanzler zu der Zeit, als diese Entscheidung gefallen ist, für die wir jetzt sehr, sehr viel Geld bezahlen? Wir haben ja schon gehört, was der Betrieb der Eurofighter kostet. (Abg. Jakob Auer: Wer war damals Bundespräsident?)
Beifall bei der SPÖ.
Wir freuen uns schon sehr auf die Konkretisierung, die wir vom Kollegen Mitterlehner hören wollen, wo er denn den Verdacht hat, dass unsaubere Geschäfte gelaufen sind. Ich nehme an, dass er das präzisieren wird, und ich nehme an, dass wir die Diskussion darüber dann hier hart und fair führen werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wir sind damals angetreten mit dem Wissen, dass wir von der Entscheidung, teure Flugzeuge anzukaufen, um Fotos aus der Luft zu machen, nicht überzeugt waren. Ich freue mich jetzt schon auf den Zeitpunkt, wo wir dieses Geschäft rückabwickeln müssen, denn dann hat nämlich der Verteidigungsminister absolut genug Geld, um ein Berufsheer ganz ordentlich und ohne Ihre Bedenken auf die Beine zu stellen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Das Projekt kostet 42 Millionen €. 30 Millionen € davon zahlt die Stadtgemeinde Schwechat. An all jene, die sich hier herinnen diesbezüglich Sorgen machen: Ihre Sorgen möchte ich haben, meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir kümmern uns darum als Stadtgemeinde Schwechat. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister, ein herzliches Dankeschön! Ein wunderbares Projekt! Das sollten wir nicht – im Interesse des Sportes allgemein! – schlechtreden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Johann Maier (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Meine sehr verehrten Kolleginnen und Kollegen! Ja, Kollege Höfinger, der Widerstand formiert sich! Der Widerstand formiert sich aber gegenüber den Tricksereien der ÖVP in der Verteidigungspolitik. Ich sage Ihnen das als Einjährig-Freiwilliger, der in Salzburg selbst diesen Widerstand anführen wird, unter anderem auch mit ÖVP-Mitgliedern, die überzeugt sind, dass ein Berufsheer in Österreich sinnvoll und notwendig ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie Bravoruf des Abg. Pendl.
Abschließend ein Anliegen, Herr Bundesminister: Es wurden heute schon Fälle im Behindertenbereich angesprochen, wo Gelder verschwunden sind. Ich glaube – und Frau Bundesministerin Mikl-Leitner ist bereit dazu –, wir sollten über eine Reform des Vereinsgesetzes nachdenken, insbesondere, was die Trennung der Leitungsorgane und der Aufsichtsorgane betrifft und die Kontrolle der Vereinsstatuten. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ sowie Bravoruf des Abg. Pendl.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Fazekas.
Gratulation zu der „wunderbaren“ Auslastung der Multiversum-Arena! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Fazekas.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich nehme das gleich vorweg, meine Damen und Herren. Es werden dann meine Kolleginnen und Kollegen in der weiteren Debatte auch entsprechende freiheitliche Vorschläge einbringen, denen eines gemeinsam ist: Wenn Sie sie annehmen würden – wovon ich nicht ausgehe, weil Sie unbelehrbar sind –, dann würde das zu einer Verbesserung der Lage am Arbeitsmarkt und zu einer Verbesserung der sozialen Situation für die Österreicherinnen und Österreicher führen, meine Damen und Herren!(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich meine, zu tun gäbe es ja wirklich genug: Wir haben in diesem Land eine Rekordarbeitslosigkeit, was österreichische Verhältnisse betrifft – und kommen Sie mir jetzt bitte nicht mit dem internationalen Vergleich daher, Herr Sozialminister. Ich habe Ihnen schon hundertmal gesagt, dass es für keinen einzigen österreichischen Arbeitslosen ein Trost oder gar eine Hilfe ist, wenn er dauernd von Ihnen vorgekaut bekommt, dass es anderswo noch viel schlechter ist. Ihre frustrierten Genossen in Ihrer Partei haben ja auch nichts davon, wenn sie angesichts des andauernden Niedergangs der Sozialdemokratie in Österreich erzählt bekommen, dass es irgendwo am Globus auch noch Flecken gibt, wo es den Sozialisten noch schlechter geht, meine Damen und Herren. Das ist weder ein Trost noch eine Hilfe, also ersparen Sie uns das diesmal bitte bei Ihrem Bericht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Ich glaube, dass es notwendig ist, im Bereich des Arbeitsmarktes zu einer Politik des „Österreich zuerst!“ zu kommen. Das ist ganz, ganz wesentlich, denn ich habe mir jetzt in einer Anfragebeantwortung, die ich von Ihnen bekommen habe, ein paar Zahlen angesehen, und ich kann Ihnen nur sagen, es ist erschütternd – und da sollten Sie vonseiten der Sozialdemokratie genau hinhören –: Bitte schön, meine Damen und Herren, 19 Prozent der Gesamtausgaben des AMS sind Ausgaben für Ausländer – das ergibt sich aus einer Anfragebeantwortung von Ihnen! –, und 34 Prozent der Ausgaben des AMS betreffen Personen mit Migrationshintergrund. Ist das, meine Damen und Herren, der Zustand, den wir uns vom österreichischen Arbeitsmarkt wünschen? Aus unserer Sicht sind Sie da massiv in eine falsche Richtung unterwegs. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Zwischenruf des Abg. Neubauer
Eines kann nämlich aus freiheitlicher Sicht nicht sein, und zwar dass diese Energiekonzerne, wo Sie teilweise als Staat die Hand mit drauf haben, fette Gewinne schreiben (Zwischenruf des Abg. Neubauer), Sie aber dann gleichzeitig den sozial bedürftigen Österreicherinnen und Österreichern den Strom und das Gas abdrehen! Da müssen wir andere Wege gehen, vielleicht sogar bis hin zu einem eigenen Sozialtarif für unsere Staatsbürger, die sich das nicht leisten können. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Eines kann nämlich aus freiheitlicher Sicht nicht sein, und zwar dass diese Energiekonzerne, wo Sie teilweise als Staat die Hand mit drauf haben, fette Gewinne schreiben (Zwischenruf des Abg. Neubauer), Sie aber dann gleichzeitig den sozial bedürftigen Österreicherinnen und Österreichern den Strom und das Gas abdrehen! Da müssen wir andere Wege gehen, vielleicht sogar bis hin zu einem eigenen Sozialtarif für unsere Staatsbürger, die sich das nicht leisten können. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
weiter, jenseits der deutschen Grenze. Und es wird nichts unternommen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das Gleiche gilt bei den Leuten, die das wenige Geld, das sie noch haben, auf ein Sparkonto legen. Die Zinsen sind im Keller, obwohl die Banken auf gut Deutsch gratis Geld von der EZB bekommen, gratis Geld, mit dem sie weiterwirtschaften – aber wenn Sie in die missliche Situation kommen, einen Überzug zu haben, dann brennen Sie wie der berühmte Luster, meine Damen und Herren! Sie zahlen sich dumm und deppert bei diesen Banken, denen das Geld gratis nachgeschmissen wird. Und wieder wird nichts unternommen. Sie sind Konsumentenschutzminister, Herr Sozialminister! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wie ist das bei den Pensionisten? Die Pensionisten, das ist die Gruppe, die durch eine fortlaufende Nichtanpassung unter dem Namen einer Anpassung inzwischen eine derjenigen ist, die am meisten zu jener Operation beitragen, die ich nicht Sanierung eines Budgets, sondern Stopfen von Budgetlöchern nennen möchte. Diese Wertverluste über die ganzen Jahre hin sammeln sich ja zusammen! Und auch hier wird nichts von Ihnen unternommen – aber bei den Politikerpensionen, da halten Sie den Deckel drauf mit dem Argument Vertrauensgrundsatz, der für die Bausparprämien schon längst abgeschafft wurde. Meine Damen und Herren, das läuft doch in eine falsche Richtung! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Aber was ist denn Ihre Tagesbeschäftigung zurzeit, Herr Minister? Sie haben einen ganz anderen Einsatzbereich: Sie sind sozusagen im dauernden Assistenzeinsatz für einen Verteidigungsminister, der sich in einer völlig unnotwendigen Debatte über die Wehrpflicht und über den Zivildienst in einer Sackgasse verrannt hat. Ich habe eines in Ihrem Budget nicht gefunden, nämlich ein strategisches Ziel, dass Sie für den Herrn Verteidigungsminister einen Einsatz in Form eines Assistenzeinsatzes zu leisten hätten. Das ist nicht Ihre Aufgabe, und Sie sollten sich nicht darüber freuen, sondern Sie sollten sich ärgern, dass Sie jetzt Energie und Geld dafür aufbringen müssen, etwas abzuschaffen, was viel, viel besser und billiger in der bestehenden Form funktioniert, nämlich in Form des Zivildienstes, Herr Sozialminister. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Öllinger: Wahnsinn!
Wissen Sie, Herr Bundesminister, was Sie da zusammenproduzieren? (Abg. Öllinger: Wahnsinn!) Was Sie da machen, ist nichts anderes, als ein weiteres Einfallstor für Arbeitsmigranten zu konstruieren (Abg. Öllinger: Das wird ja immer gespenstischer!), weil es eben nirgendwo eine Garantie dafür gibt, dass Sie Österreicher in ausreichender Anzahl finden werden, die dieser Tätigkeit nachgehen.
Abg. Öllinger: Das wird ja immer gespenstischer!
Wissen Sie, Herr Bundesminister, was Sie da zusammenproduzieren? (Abg. Öllinger: Wahnsinn!) Was Sie da machen, ist nichts anderes, als ein weiteres Einfallstor für Arbeitsmigranten zu konstruieren (Abg. Öllinger: Das wird ja immer gespenstischer!), weil es eben nirgendwo eine Garantie dafür gibt, dass Sie Österreicher in ausreichender Anzahl finden werden, die dieser Tätigkeit nachgehen.
Zwischenruf des Abg. Heinzl.
Nach einem Jahr ist die Anspruchsberechtigung für das Sozialsystem da – selbstverständlich! –, da stehen die Töpfe dann für diejenigen offen, die vorher in diesem Jahr drinnen waren, und Sie haben zusätzlich das Problem, dass Sie nach einem Jahr diese Position wieder neu besetzen müssen – vielleicht wieder mit einem, der aus Tschechien, aus Ungarn, aus Polen, aus der Slowakei oder sonst wo herkommt. – Das kann doch nicht Ihr Ernst sein, Herr Sozialminister! (Zwischenruf des Abg. Heinzl.)
Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Heinzl und Mag. Stefan.
Da sage ich Ihnen schon: Wir Freiheitliche wollen keine solche Sozial-Fremdenlegion haben, wie Sie sich das vorstellen! (Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Heinzl und Mag. Stefan.) Wir wollen überhaupt haben, meine Damen und Herren, dass kein Verdrängungswettbewerb stattfindet, der so ausschaut, dass die Österreicher in die Arbeitslosigkeit gedrängt werden, wie wir es an unserer Ostgrenze erleben, und diese neuen Beschäftigungsverhältnisse, von denen Sie reden, Beschäftigungsverhältnisse von Leuten sind, die von jenseits der Grenze, die für uns immer noch existent ist, kommen. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Das ist kein Gewinn für den österreichischen Arbeitsmarkt, sondern das ist eine Bedrohung für den österreichischen Arbeitsmarkt. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Da sage ich Ihnen schon: Wir Freiheitliche wollen keine solche Sozial-Fremdenlegion haben, wie Sie sich das vorstellen! (Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Heinzl und Mag. Stefan.) Wir wollen überhaupt haben, meine Damen und Herren, dass kein Verdrängungswettbewerb stattfindet, der so ausschaut, dass die Österreicher in die Arbeitslosigkeit gedrängt werden, wie wir es an unserer Ostgrenze erleben, und diese neuen Beschäftigungsverhältnisse, von denen Sie reden, Beschäftigungsverhältnisse von Leuten sind, die von jenseits der Grenze, die für uns immer noch existent ist, kommen. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Das ist kein Gewinn für den österreichischen Arbeitsmarkt, sondern das ist eine Bedrohung für den österreichischen Arbeitsmarkt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Da sage ich Ihnen schon: Wir Freiheitliche wollen keine solche Sozial-Fremdenlegion haben, wie Sie sich das vorstellen! (Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Heinzl und Mag. Stefan.) Wir wollen überhaupt haben, meine Damen und Herren, dass kein Verdrängungswettbewerb stattfindet, der so ausschaut, dass die Österreicher in die Arbeitslosigkeit gedrängt werden, wie wir es an unserer Ostgrenze erleben, und diese neuen Beschäftigungsverhältnisse, von denen Sie reden, Beschäftigungsverhältnisse von Leuten sind, die von jenseits der Grenze, die für uns immer noch existent ist, kommen. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Das ist kein Gewinn für den österreichischen Arbeitsmarkt, sondern das ist eine Bedrohung für den österreichischen Arbeitsmarkt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Meine Damen und Herren, ich erspare Ihnen die anderen Auskünfte von Ihren Sozialdemokraten aus den betroffen Bereichen, aber das ist ein Faktum, damit haben wir es zu tun, und das hat nichts mit freiheitlicher Propaganda und mit irgendwelcher „Mieselsüchtelei“ zu tun. Gehen Sie zum Kollegen Muchitsch und fragen Sie ihn, warum er glaubt, dass es notwendig ist, in eigenen Zeitungen und Kommentaren darauf hinzuweisen, dass die Lage mehr als ernst ist. Unsere Vorstellung, Herr Bundesminister, in diesem Bereich ist jedenfalls eine andere. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Neubauer.)
Abg. Öllinger: ... gegen das Sozialdumping-Gesetz!
„Österreich zuerst!“ am Arbeitsmarkt, das muss ein Prinzip sein, das eine wirkliche Leitlinie ist und ein Umdenken in der gesamten Arbeitsmarktpolitik hervorruft. (Abg. Öllinger: ... gegen das Sozialdumping-Gesetz!) Jetzt weiß ich schon, dass das der kompliziertere Weg ist. Es ist ja viel, viel leichter, die Defizite am eigenen Arbeitsmarkt durch ausländische Arbeitskräfte zu kompensieren, aber eines sage ich Ihnen schon: Im Energiebereich, also einem wesentlichen Zukunftssektor, haben wir schon begriffen, dass es schlecht ist, sich in die Abhängigkeit von anderen zu begeben; am Arbeitsmarkt haben Sie noch nicht kapiert, dass es kein Dauerzustand sein kann, wenn wir im eigenen Land nicht mehr in der Lage sind, unsere Schlosser, unsere Fleischhauer, unsere Installateure und Ähnliches auszubilden, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
„Österreich zuerst!“ am Arbeitsmarkt, das muss ein Prinzip sein, das eine wirkliche Leitlinie ist und ein Umdenken in der gesamten Arbeitsmarktpolitik hervorruft. (Abg. Öllinger: ... gegen das Sozialdumping-Gesetz!) Jetzt weiß ich schon, dass das der kompliziertere Weg ist. Es ist ja viel, viel leichter, die Defizite am eigenen Arbeitsmarkt durch ausländische Arbeitskräfte zu kompensieren, aber eines sage ich Ihnen schon: Im Energiebereich, also einem wesentlichen Zukunftssektor, haben wir schon begriffen, dass es schlecht ist, sich in die Abhängigkeit von anderen zu begeben; am Arbeitsmarkt haben Sie noch nicht kapiert, dass es kein Dauerzustand sein kann, wenn wir im eigenen Land nicht mehr in der Lage sind, unsere Schlosser, unsere Fleischhauer, unsere Installateure und Ähnliches auszubilden, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist ein Beispiel von vielen für das Versagen Ihrer Arbeitsmarktpolitik und Ihrer Sozialpolitik insgesamt. Und wenn Sie den Anspruch stellen wollen, die zahlreichen Probleme – meine Kolleginnen und Kollegen werden darauf noch eingehen – zu lösen, dann hätten Sie Ihr Herz einmal in die Hand nehmen müssen und dann hätten Sie auch die Bereitschaft bekunden müssen, neue Wege abseits der schon ausgetrampelten Pfade zu gehen. Mit Ihrem Budget bleiben Sie das schuldig. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Öllinger.
Abgeordnete Renate Csörgits (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Frau Bundesminister! Sehr geschätzte Damen und Herren! Man braucht schon ganz besonders gute Magennerven, um so früh am Morgen solch eine Rede hören zu können. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Öllinger.)
Abg. Kickl: Reden Sie mit dem Muchitsch!
Eine Rede, in der gehetzt wird gegen Ausländer, gegen Inländer, gegen Alte, gegen Junge, gegen Frauen, gegen Männer. (Abg. Kickl: Reden Sie mit dem Muchitsch!) – Das ist das Typische der FPÖ: Hetzen, verhetzen (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist kein Verhetzen, das ist Tatsache!), aber niemals Lösungen anbieten! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist kein Verhetzen, das ist Tatsache!
Eine Rede, in der gehetzt wird gegen Ausländer, gegen Inländer, gegen Alte, gegen Junge, gegen Frauen, gegen Männer. (Abg. Kickl: Reden Sie mit dem Muchitsch!) – Das ist das Typische der FPÖ: Hetzen, verhetzen (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist kein Verhetzen, das ist Tatsache!), aber niemals Lösungen anbieten! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Eine Rede, in der gehetzt wird gegen Ausländer, gegen Inländer, gegen Alte, gegen Junge, gegen Frauen, gegen Männer. (Abg. Kickl: Reden Sie mit dem Muchitsch!) – Das ist das Typische der FPÖ: Hetzen, verhetzen (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist kein Verhetzen, das ist Tatsache!), aber niemals Lösungen anbieten! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.
Nicht bereit sein, sich den Kopf darüber zu zerbrechen, was man tun kann, um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.) Aber wir kennen das ja von Ihnen. Es ist im Ausschuss immer wieder dasselbe, es ist hier im Plenum immer wieder dasselbe (Abg. Kickl: Wer zwingt Sie dazu, den Zivildienst abzuschafen?), und eigentlich bin ich es müde, mich mit Ihnen auseinanderzusetzen, denn die Zahlen, die wir im Zusammenhang mit der Arbeitsmarktsituation in Österreich haben,
Abg. Kickl: Wer zwingt Sie dazu, den Zivildienst abzuschafen?
Nicht bereit sein, sich den Kopf darüber zu zerbrechen, was man tun kann, um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.) Aber wir kennen das ja von Ihnen. Es ist im Ausschuss immer wieder dasselbe, es ist hier im Plenum immer wieder dasselbe (Abg. Kickl: Wer zwingt Sie dazu, den Zivildienst abzuschafen?), und eigentlich bin ich es müde, mich mit Ihnen auseinanderzusetzen, denn die Zahlen, die wir im Zusammenhang mit der Arbeitsmarktsituation in Österreich haben,
Zwischenrufe bei der FPÖ.
sind – auch wenn Sie es nicht mehr hören können – hervorragend. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Und warum steigt die Arbeitslosigkeit von Monat zu Monat?! Erklären Sie das einmal!
Wir ruhen uns jedoch nicht darauf aus, sagen nicht nur, dass wir in Österreich eine geringe Arbeitslosigkeit haben, sondern tun auch etwas, um Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Diese Bundesregierung hat das erfolgreich getan, meine Damen und Herren, und wird es auch weiter tun. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Und warum steigt die Arbeitslosigkeit von Monat zu Monat?! Erklären Sie das einmal!)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: In der EU, nicht in Europa! Das ist ein Irrtum!
Abgesehen davon, dass wir die niedrigste Arbeitslosigkeit in Europa haben (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: In der EU, nicht in Europa! Das ist ein Irrtum!) und auch die Jugendarbeitslosigkeit sehr niedrig ist, haben wir in Österreich – das möchte ich auch betonen – auch den höchsten Stand der Beschäftigung. Mit 3,5 Millionen unselbständig Erwerbstätigen haben wir in Österreich den höchsten Stand der Beschäftigung. Ganz besonders froh bin ich darüber, dass 46 Prozent davon Frauen sind.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Nun ist uns natürlich bewusst, dass wir aufgrund dieser sehr guten Position in Österreich im Zusammenhang mit der Arbeitsmarktsituation einen positiven Punkt haben, aber wir wissen auch ganz genau, dass wir uns von der weltwirtschaftlichen Situation nicht abkoppeln können und dass daher auch zu erwarten ist, dass die Zahl der Arbeitslosen aufgrund des Rückganges des Bedarfes an Arbeitskräften steigen wird. Damit dem entgegengewirkt werden kann, Maßnahmen gesetzt werden können, werden mit diesem Budget 1,3 Milliarden € für aktive Arbeitsmarktpolitik zur Verfügung gestellt. 1,3 Milliarden €, meine Damen und Herren! Das ist das dritthöchste jemals in diesem Bereich beschlossene Budget. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch ganz besonders darauf hinweisen, dass gerade das Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz die Wirkungsziele betreffend ganz hervorragende Arbeit geleistet hat. Das Sozialministerium hat die Ziele ganz genau, sehr intensiv und ambitioniert festgelegt und Strategien zu deren Erreichung ausgearbeitet. Dafür möchte ich mich ganz besonders herzlich beim Bundesminister, aber auch bei allen Kolleginnen und Kollegen des Ressorts bedanken. Das ist wichtig, das ist notwendig und das ist auch richtig. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich möchte mich aber auch bei den Sozialpartnern bedanken. Herzlichen Dank an die Kolleginnen und Kollegen des ÖGB, der Arbeiterkammer, der Wirtschaftskammer und der Industriellenvereinigung, denn da ist auch sehr viel drinnen, das seinen Ursprung in der Sozialpartnerschaft hat. – Herzlichen Dank. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Kickl: Wissen Sie, weil Sie einen zahnlosen Papiertiger nach dem anderen produzieren! Das sind lauter Feigenblätter ohne Wirkung!
Abgeordnete Mag. Birgit Schatz (Grüne): Frau Präsidentin! Guten Morgen, meine Damen und Herren! Herr Minister! Frau Ministerin! Am Anfang nur kurz zum Herrn Abgeordneten Kickl: Als es darum gegangen ist, die österreichischen Arbeitnehmer vor den – von Ihnen so bezeichneten – billigeren Arbeitskräften aus dem Ausland zu schützen, als wir das Lohn- und Sozialdumpinggesetz beschlossen haben, wo es genau darum gegangen ist, im Rahmen der Öffnung des Arbeitsmarktes die österreichischen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen vor Lohn- und Sozialdumping zu schützen, hat die FPÖ nicht mitgestimmt! (Abg. Kickl: Wissen Sie, weil Sie einen zahnlosen Papiertiger nach dem anderen produzieren! Das sind lauter Feigenblätter ohne Wirkung!) Und so könnte ich Ihnen noch einige Beispiele dafür nennen, wo Sie einfach nicht bereit sind, konstruktive Arbeit zu leisten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Birgit Schatz (Grüne): Frau Präsidentin! Guten Morgen, meine Damen und Herren! Herr Minister! Frau Ministerin! Am Anfang nur kurz zum Herrn Abgeordneten Kickl: Als es darum gegangen ist, die österreichischen Arbeitnehmer vor den – von Ihnen so bezeichneten – billigeren Arbeitskräften aus dem Ausland zu schützen, als wir das Lohn- und Sozialdumpinggesetz beschlossen haben, wo es genau darum gegangen ist, im Rahmen der Öffnung des Arbeitsmarktes die österreichischen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen vor Lohn- und Sozialdumping zu schützen, hat die FPÖ nicht mitgestimmt! (Abg. Kickl: Wissen Sie, weil Sie einen zahnlosen Papiertiger nach dem anderen produzieren! Das sind lauter Feigenblätter ohne Wirkung!) Und so könnte ich Ihnen noch einige Beispiele dafür nennen, wo Sie einfach nicht bereit sind, konstruktive Arbeit zu leisten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Ein zweiter Punkt: Sie loben nicht nur immer wieder die niedrigen Arbeitslosenzahlen, Herr Minister, sondern auch die wachsende Beschäftigung. Und diesbezüglich muss schon ganz ehrlich gesagt werden: Es sind eben nicht hochwertige Vollzeitarbeitsjobs, die in den letzten Jahren durch dieses Wachstum entstanden sind, sondern in hohem Maße Teilzeitjobs, atypische Beschäftigungen, von denen man nicht leben kann. Da muss man deutlich kritischer hinschauen, als Sie das tun. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich denke, genau diese Praxis bei den Unternehmen insgesamt zu ändern, ist eine ganz große arbeitsmarktpolitische Herausforderung, die wir alle gemeinsam in den nächsten Jahren lösen müssen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Als zweites Ziel definieren Sie eine Steigerung im Zusammenhang mit der Frauenbeschäftigung. – Und wieder muss ich sagen: Keine von den von Ihnen angeführten Maßnahmen ist falsch, ich unterstütze das, aber ein blinder Fleck ist nach wie vor die Frage der Qualität der Jobs, in denen Frauen überwiegend tätig sind. Sie definieren immer quantitative Ziele. Das heißt, es geht Ihnen um eine ganz bestimmte Beschäftigungsquote von Frauen. Aber wir kommen nur dann weiter, wenn wir uns auch die Einkommen dieser Frauen anschauen – da muss etwas weitergehen. Die Einkommen der Frauen müssen deutlich steigen, und da hapert es ganz massiv. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Im Ausschuss hat die SPÖ diese Situation mehr oder weniger mit der mangelnden Zuständigkeit für die Mindestsicherung seitens des Herrn Ministers verteidigt. Aber ich muss noch einmal darauf hinweisen: Ein gesetzlicher existenzsichernder Mindestlohn, eine Entlastung der untersten Einkommen, auch unter 1 200 €, von den hohen Sozialversicherungsbeiträgen oder eine dringend notwendige Anhebung des Arbeitslosengeldes, all das wären armutsbekämpfende Maßnahmen, die in Ihren Kompetenzbereich fielen und dringend notwendig wären. Sie alle würden effizient Armut in Österreich bekämpfen. Aber bedauerlicherweise greifen Sie all diese Vorschläge nicht und nicht auf. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Der Kampf gegen Armut und Arbeitslosigkeit ist, man muss das so nennen, einfach auch ein gutes Geschäft. Und ich frage mich, wann das endlich alle hier im Saal verstehen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Schatz: Ich weiß!
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Herr Sozialminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau Kollegin Schatz, einen gesetzlichen Mindestlohn werden wir nicht einführen (Abg. Mag. Schatz: Ich weiß!), denn wir vertrauen auf die Sozialpartnerschaft. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Herr Sozialminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau Kollegin Schatz, einen gesetzlichen Mindestlohn werden wir nicht einführen (Abg. Mag. Schatz: Ich weiß!), denn wir vertrauen auf die Sozialpartnerschaft. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Schatz.
Wir haben in über 90 Prozent aller Fälle diesen gesetzlichen Mindestlohn bereits erreicht und vertrauen in dieser Angelegenheit unseren Sozialpartnern. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Schatz.)
Abg. Mag. Schatz: Von der man auch nicht leben kann!
Zur Armutsbekämpfung auch ein offenes Wort: Wir haben den Ausgleichszulagenrichtsatz im Bereich der Pensionen, wir haben die bedarfsorientierte Mindestsicherung eingeführt. (Abg. Mag. Schatz: Von der man auch nicht leben kann!) Ich denke daher, dass wir in Österreich ein dichtes soziales Netz haben, das dem Vergleich mit anderen Ländern standhält, das Sie in unseren Nachbarländern überhaupt nicht finden. Daher möchte ich festhalten, dass wir in einem wirklich sozialen Land leben dürfen und eher darauf achten müssen, dass wir all das auch in Zukunft absichern können, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Csörgits.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Csörgits.
Zur Armutsbekämpfung auch ein offenes Wort: Wir haben den Ausgleichszulagenrichtsatz im Bereich der Pensionen, wir haben die bedarfsorientierte Mindestsicherung eingeführt. (Abg. Mag. Schatz: Von der man auch nicht leben kann!) Ich denke daher, dass wir in Österreich ein dichtes soziales Netz haben, das dem Vergleich mit anderen Ländern standhält, das Sie in unseren Nachbarländern überhaupt nicht finden. Daher möchte ich festhalten, dass wir in einem wirklich sozialen Land leben dürfen und eher darauf achten müssen, dass wir all das auch in Zukunft absichern können, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Csörgits.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Damit komme ich zum Thema Arbeit und Soziales. Wir haben gute Arbeitsmarktdaten. – Das ist nichts Schlechtes, Herr Kollege Kickl! Aber natürlich müssen wir danach trachten und alles unternehmen, dass auch jene Menschen, die jetzt keinen Arbeitsplatz haben, in Beschäftigung kommen. Unsere Arbeitslosenquote liegt bei 4,4 Prozent, und wir haben seit zwei Jahren die niedrigste Arbeitslosenquote in Europa, und das ist nichts Schlechtes, sondern ein positives Signal für die österreichische Bevölkerung, für die Menschen in unserem Lande. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Arbeitslosigkeit ist Hoffnungslosigkeit, meine Damen und Herren, und gerade im Jugendbereich ist es unsere Verpflichtung und unsere Aufgabe, den jungen Menschen einen Ausbildungsplatz, einen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Das, meine Damen und Herren, ist die Aufgabe, die wir als Politiker haben, um auch unserer Jugend ein Pensionssystem übergeben zu können, von dem diese auch leben kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Der Pflegefonds, meine Damen und Herren, sichert das Pflegegeld und die Finanzierung des Personals. 200 Millionen sind für 2013 vorgesehen. Der Pflegefonds ist eine wichtige Einrichtung im Bereich der Finanzierung der Pflege. Meine Damen und Herren, das Budget geht in diesem Bereich in die richtige Richtung. Stimmen Sie zu, dann kann der erfolgreiche Weg in Österreich fortgesetzt werden! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Schopf.
Abgeordneter Sigisbert Dolinschek (BZÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Kollege Wöginger, wir wissen alle, dass wir im Vergleich zu anderen Staaten in Österreich nicht so schlecht dastehen, was die Arbeitslosenstatistik beziehungsweise die Beschäftigung betrifft, aber wir sollten uns nicht an Beispielen wie Griechenland oder Spanien orientieren. Das ist einmal klar. Wir müssen uns an jenen orientieren, die es besser machen. Das möchte ich nur eingangs sagen. (Zwischenruf des Abg. Schopf.)
Abg. Mag. Schatz: Stimmt nicht!
Jetzt gibt es überbetriebliche Ausbildungsplätze, die kosten aber dreimal so viel wie ein normaler Lehrplatz, und oft einmal … (Abg. Mag. Schatz: Stimmt nicht!) – Frau Kollegin, es ist nun einmal so. Ich habe selbst Leute in einem Metall verarbeitenden Betrieb gehabt, die über die überbetriebliche Lehrlingsausbildungsstätte des ÖGB gekommen sind. Die haben eben nicht den Praxisbezug gehabt, wie es in einem Betrieb ist. Die brauchen einmal eine längere Zeit, bis sie die Arbeitsabläufe nachvollziehen können. Wenn jemand in einem Betrieb eine Lehre absolviert, ist das ganz anders. Der wächst mit diesem Betrieb mit. Das ist ein großer Unterschied. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Dr. Bartenstein. – Abg. Öllinger: … Kosten!)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Dr. Bartenstein. – Abg. Öllinger: … Kosten!
Jetzt gibt es überbetriebliche Ausbildungsplätze, die kosten aber dreimal so viel wie ein normaler Lehrplatz, und oft einmal … (Abg. Mag. Schatz: Stimmt nicht!) – Frau Kollegin, es ist nun einmal so. Ich habe selbst Leute in einem Metall verarbeitenden Betrieb gehabt, die über die überbetriebliche Lehrlingsausbildungsstätte des ÖGB gekommen sind. Die haben eben nicht den Praxisbezug gehabt, wie es in einem Betrieb ist. Die brauchen einmal eine längere Zeit, bis sie die Arbeitsabläufe nachvollziehen können. Wenn jemand in einem Betrieb eine Lehre absolviert, ist das ganz anders. Der wächst mit diesem Betrieb mit. Das ist ein großer Unterschied. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Dr. Bartenstein. – Abg. Öllinger: … Kosten!)
Beifall beim BZÖ.
Herr Bundesminister, Sie sagen, man muss auch die Möglichkeit haben, den Lehrabschluss nachzuholen, wenn man eine Lehre abgebrochen hat. Das ist so, wie wenn ein Schüler eine Schule abgebrochen hat und den Schulabschluss nachholt. Ja selbstverständlich! Aber damit müssen wir gleich beginnen und nicht erst ab dem Jahr 2015. (Beifall beim BZÖ.) In Ihrer Zielsetzung steht, das soll ab 2015 geschehen. – Meiner Meinung nach müsste das gleich geschehen – und nicht in grauer Zukunft oder in zwei, drei Jahren. Das können wir ab dem nächsten Jahr machen. Das kann doch nicht so schwer sein.
Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Bartenstein: Ein Anti-Föderalist!
Für Menschen mit Behinderung sollte es eigentlich meiner Meinung nach eine pensionsrechtliche Absicherung von Beschäftigten in den Behindertenwerkstätten geben. Das ist ein langwieriges Thema, ich weiß schon. Das eine oder andere ist Ländersache, aber so etwas gehört eigentlich alles zum Bund und vom Bund aus einheitlich geregelt. Das wäre das Wichtigste bei diesem Punkt. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Bartenstein: Ein Anti-Föderalist!) – Ja, wie beim Thema Jugendschutz (Abg. Bucher: Steh dazu!), Herr Kollege Bartenstein: Wir wissen alle, neun verschiedene Jugendschutzgesetze, da versteht keiner in Österreich, dass man das nicht vereinheitlicht. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Bucher: Steh dazu!
Für Menschen mit Behinderung sollte es eigentlich meiner Meinung nach eine pensionsrechtliche Absicherung von Beschäftigten in den Behindertenwerkstätten geben. Das ist ein langwieriges Thema, ich weiß schon. Das eine oder andere ist Ländersache, aber so etwas gehört eigentlich alles zum Bund und vom Bund aus einheitlich geregelt. Das wäre das Wichtigste bei diesem Punkt. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Bartenstein: Ein Anti-Föderalist!) – Ja, wie beim Thema Jugendschutz (Abg. Bucher: Steh dazu!), Herr Kollege Bartenstein: Wir wissen alle, neun verschiedene Jugendschutzgesetze, da versteht keiner in Österreich, dass man das nicht vereinheitlicht. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Für Menschen mit Behinderung sollte es eigentlich meiner Meinung nach eine pensionsrechtliche Absicherung von Beschäftigten in den Behindertenwerkstätten geben. Das ist ein langwieriges Thema, ich weiß schon. Das eine oder andere ist Ländersache, aber so etwas gehört eigentlich alles zum Bund und vom Bund aus einheitlich geregelt. Das wäre das Wichtigste bei diesem Punkt. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Bartenstein: Ein Anti-Föderalist!) – Ja, wie beim Thema Jugendschutz (Abg. Bucher: Steh dazu!), Herr Kollege Bartenstein: Wir wissen alle, neun verschiedene Jugendschutzgesetze, da versteht keiner in Österreich, dass man das nicht vereinheitlicht. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Riepl.
Kollege Riepl hat mir das letzte Mal gesagt, da gebe es mehrere Dinge, die zu beachten sind. Es ist nicht nur der Lohn allein, es geht auch um Arbeitsrecht, Arbeitszeit und so weiter, die man verhandeln müsse. Aber, Herr Kollege, Arbeitszeit und Arbeitsrecht sind gesetzlich geregelt. (Zwischenruf des Abg. Riepl.) Das betrifft nicht den KV – auch, aber es gibt eine gesetzliche Basis. Wieso mache ich das beim Lohn nicht? Also meiner Meinung nach gehört der Mindestlohn gesetzlich geregelt. (Beifall beim BZÖ sowie der Abg. Mag. Schatz.)
Beifall beim BZÖ sowie der Abg. Mag. Schatz.
Kollege Riepl hat mir das letzte Mal gesagt, da gebe es mehrere Dinge, die zu beachten sind. Es ist nicht nur der Lohn allein, es geht auch um Arbeitsrecht, Arbeitszeit und so weiter, die man verhandeln müsse. Aber, Herr Kollege, Arbeitszeit und Arbeitsrecht sind gesetzlich geregelt. (Zwischenruf des Abg. Riepl.) Das betrifft nicht den KV – auch, aber es gibt eine gesetzliche Basis. Wieso mache ich das beim Lohn nicht? Also meiner Meinung nach gehört der Mindestlohn gesetzlich geregelt. (Beifall beim BZÖ sowie der Abg. Mag. Schatz.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Zur Armutsentwicklung in diesem Bereich, Herr Bundesminister: Wenn ich mir in Wien das Verhältnis vom Einkommen zu den Mieten anschaue, sind die Mieten ja um zwei Drittel mehr gestiegen als die Einkommen. Das ist ein totaler Reallohnverlust, den wir in Österreich haben, und vor allem in jenen Bereichen – wenn ich Salzburg anschaue, da ist das ganz extrem, da gibt es ja bald keinen sozialen Wohnbau und so weiter, das ist schon immens – muss der Hebel angesetzt werden. Man muss in Zukunft, wenn man beschäftigt ist, so viel verdienen, dass man davon auch leben kann! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Bundesminister, ich appelliere an Sie – Sie kommen ja auch aus der Sozialpartnerschaft –: Die Arbeitskraft muss in Zukunft entsteuert werden, wir haben zu hohe Steuern auf die Arbeitskraft, und die Lohnsteuer ist nun einmal die höchste Steuer, die abzuliefern ist. In dieser Richtung muss etwas getan werden! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir sollten uns vor allem nicht an jenen orientieren, bei denen es schlechter ist, nicht an Griechenland oder Spanien, sondern an jenen, die es besser haben als wir in Österreich! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dolinschek: Ja!
Abgeordneter Franz Riepl (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Sozialminister! Frau Finanzministerin! Kollege Dolinschek, mir ist bei deiner Rede aufgefallen, dass du dich etwas von deinen Kollegen unterscheidest, die vorher gesprochen haben. Du hast positive Dinge genannt und Kritik geübt. (Abg. Dolinschek: Ja!) Ich glaube, das ist von Seiten der Opposition auch okay, im Unterschied zu den Freiheitlichen, die ja alles immer als schlecht ansehen und alles total miesmachen wollen. Das ist mir aufgefallen, und das wollte ich erwähnen.
Abg. Dr. Pirklhuber: … ist ja logisch!
Wie schaut es bei der gewerblichen Wirtschaft aus? – Da kommen 53 Prozent dazu, also 53 € pro 100 € Pension, und bei den Bauern sogar 78 Prozent. Ich wiederhole: 78 Prozent Bundeszuschuss bei den Bauern. Auch bei den Beamten ist der Bundeszuschuss höher als im ASVG-Bereich. (Abg. Dr. Pirklhuber: … ist ja logisch!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Jetzt gibt es gute Gründe dafür, dass das so ist, aber eigentlich keinen Grund dafür, dass die Beitragsleistung von jenen, die einen höheren Zuschuss brauchen, geringer ist als bei den anderen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Also geringere Beiträge für Gewerbetreibende und Bauern in das Pensionssystem führen natürlich auch dazu, dass der Zuschuss größer wird, klarerweise. Darauf wollte ich hinweisen, Frau Finanzministerin. Ich glaube, da haben wir irgendwann Handlungsbedarf, uns das anzuschauen. Anders ausgedrückt: Der Vater Staat oder, wenn ich Sie anschaue, die Mutter Staat (Abg. Pendl: „Die Mutter Staat“, das hat noch keiner gesagt!) behandelt die Kinder, was den Bundeszuschuss betrifft, unterschiedlich. Sie behandeln die Kinder unterschiedlich, was, wie ich meine, nicht sehr gescheit ist.
Abg. Pendl: „Die Mutter Staat“, das hat noch keiner gesagt!
Jetzt gibt es gute Gründe dafür, dass das so ist, aber eigentlich keinen Grund dafür, dass die Beitragsleistung von jenen, die einen höheren Zuschuss brauchen, geringer ist als bei den anderen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Also geringere Beiträge für Gewerbetreibende und Bauern in das Pensionssystem führen natürlich auch dazu, dass der Zuschuss größer wird, klarerweise. Darauf wollte ich hinweisen, Frau Finanzministerin. Ich glaube, da haben wir irgendwann Handlungsbedarf, uns das anzuschauen. Anders ausgedrückt: Der Vater Staat oder, wenn ich Sie anschaue, die Mutter Staat (Abg. Pendl: „Die Mutter Staat“, das hat noch keiner gesagt!) behandelt die Kinder, was den Bundeszuschuss betrifft, unterschiedlich. Sie behandeln die Kinder unterschiedlich, was, wie ich meine, nicht sehr gescheit ist.
Beifall bei der SPÖ.
Würden alle Unternehmer in unserem Land ihre Steuern und Abgaben so korrekt und pünktlich bezahlen, wie die Arbeitnehmer und Pensionisten das tun, dann, so meine ich, hätten wir bald kein Defizit mehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, sehr verehrte Damen und Herren, es ist einmal notwendig, das klar und deutlich auszusprechen, und ich fordere von uns allen und insbesondere von Ihnen, sehr verehrte Frau Finanzministerin, ein, in diesem Bereich mehr Aktivitäten zu setzen! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir müssen also effektiv daran arbeiten, dass die Unternehmer wieder junge Menschen einstellen und Lehrlinge ausbilden, und zwar nicht nur in der Weise, dass wir sagen, dass wir die Lehrbetriebswerkstätten stützen. Ich sage: Jede Lehrwerkstätte in Österreich ist gut, wenn junge Menschen danach einen Job bekommen, das ist ganz klar, ob das jetzt drei Mal so viel kostet oder nicht. Jeder Jugendliche, der ein Arbeitsloser war und danach gut ausgebildet ist, ist mir das wert! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wirtschaftsminister, dass wir auf lange Sicht die Jugendlichen bestmöglich ausbilden, dass sie wirklich Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. Das gilt für die Sprache ebenso wie für die Grundrechnungsarten et cetera, damit wir auf lange Sicht wirklich selbstbewusste ÖsterreicherInnen haben, die auf dem Arbeitsmarkt bestehen, und zwar nicht nur in Österreich, sondern auch EU-weit. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Zwischenruf des Abg. Kickl.
Ich würde zunächst die Freiheitliche Partei wirklich dringend bitten, ihren Standpunkt zum Lohn- und Sozialdumpinggesetz zu überprüfen, denn wenn Sie hier behaupten, dass es zahnlos ist, dann empfehle ich Ihnen, einmal mit den Firmen zu reden, die zwischenzeitlich ganz schöne Verwaltungsstrafen aufgebrummt bekommen haben und diese Verwaltungsstrafen auch zahlen müssen! (Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Abg. Kickl: Sie setzen Reparaturmaßnahmen statt vorzubeugen!
Wenn Sie behaupten, dass dieses Gesetz so zahnlos sei, dann lesen Sie den Artikel des Kollegen Muchitsch im Ganzen und schauen Sie sich an, was wir beim Lohn‑ und Sozialdumpinggesetz tun! Es ist dies kein zahnloses Gesetz, sondern es ist eine Antwort gegen Dumping! (Abg. Kickl: Sie setzen Reparaturmaßnahmen statt vorzubeugen!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Hören Sie auf, hinterher zusammenzuflicken, sondern beugen Sie einmal vor!
Ihnen war das nicht einmal eine Zustimmung wert, und dann stellen Sie sich hier her und behaupten, dass alles den Bach hinunter geht. Dann hätten Sie doch wenigstens mitgestimmt und einmal Rückgrat bewiesen! – Das ist einmal Punkt eins. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Hören Sie auf, hinterher zusammenzuflicken, sondern beugen Sie einmal vor!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: 38 Prozent beim AMS!
Wenn sich in einem Land, in dem es Menschen mit Migrationshintergrund gibt, diese Migrantinnen und Migranten, die lange schon österreichische Staatsbürger sind, erlauben oder es ihnen passiert, auch einmal arbeitslos zu werden, und Sie sich dann hier herstellen und behaupten, dass diese Menschen nichts hackeln, Herr Kickl, dann ist das wirklich unterstes Niveau. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: 38 Prozent beim AMS!)
Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.
Wir haben 38 Prozent auch in der Gesamtbevölkerung, das wissen Sie doch ganz genau! Machen Sie doch nicht immer die Augen zu, beziehungsweise versuchen Sie nicht, irgendetwas aus der ganz tiefen Schublade zu entwickeln! Wir leben davon, dass wir auch ein Zuwanderungsland sind. Der Tiroler Tourismus lebt nur von … (Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.) Schauen Sie sich doch die Realität an! Reden Sie doch einmal mit Herrn Abgeordneten … (Abg. Strache: Das ist Ihr Modell! Sie wollen ja auch einen türkischen Bürgermeister für Wien!)
Abg. Strache: Das ist Ihr Modell! Sie wollen ja auch einen türkischen Bürgermeister für Wien!
Wir haben 38 Prozent auch in der Gesamtbevölkerung, das wissen Sie doch ganz genau! Machen Sie doch nicht immer die Augen zu, beziehungsweise versuchen Sie nicht, irgendetwas aus der ganz tiefen Schublade zu entwickeln! Wir leben davon, dass wir auch ein Zuwanderungsland sind. Der Tiroler Tourismus lebt nur von … (Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.) Schauen Sie sich doch die Realität an! Reden Sie doch einmal mit Herrn Abgeordneten … (Abg. Strache: Das ist Ihr Modell! Sie wollen ja auch einen türkischen Bürgermeister für Wien!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir wollen keinen türkischen Bürgermeister, Herr Strache, das ist Ihre Phantasie! Aber ein Teil der österreichischen Identität ist auch geprägt von Zuwanderung. Das ist Ihr Problem. So ist es! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Kickl: Da haben Sie Ihre Probleme!
Genau das ist die Realität dessen, was wir derzeit haben. Das ist die Realität des Lebens. Herr Kickl! Ich weiß: Mit den Realitäten ist es manchmal schwierig. (Abg. Kickl: Da haben Sie Ihre Probleme!) Ich habe überhaupt keine Probleme! Und wenn von einigen über unser aktivierendes Budget und so weiter geredet wird: Erstens einmal haben wir ein Aktivbudget, und zwar das drittgrößte, seitdem es die Zweite Republik gibt. – Das ist einmal Punkt eins. (Abg. Kickl: Ja, das ist gut! Das verheißt aber nichts Gutes!)
Abg. Kickl: Ja, das ist gut! Das verheißt aber nichts Gutes!
Genau das ist die Realität dessen, was wir derzeit haben. Das ist die Realität des Lebens. Herr Kickl! Ich weiß: Mit den Realitäten ist es manchmal schwierig. (Abg. Kickl: Da haben Sie Ihre Probleme!) Ich habe überhaupt keine Probleme! Und wenn von einigen über unser aktivierendes Budget und so weiter geredet wird: Erstens einmal haben wir ein Aktivbudget, und zwar das drittgrößte, seitdem es die Zweite Republik gibt. – Das ist einmal Punkt eins. (Abg. Kickl: Ja, das ist gut! Das verheißt aber nichts Gutes!)
Abg. Kickl: Sie sagen: „Ab die Rübe!“ Das ist Ihr Programm!
Jetzt haben wir eine Zeit des Übergangs, und da sieht man: Die Freiheitlichen, die die Menschenrechte so verteidigen, haben überhaupt kein Problem, im Hinblick auf 100 000 Leute hinzugehen und zu sagen: Ab die Rübe! Ihr bekommt eine Pensionskürzung! (Abg. Kickl: Sie sagen: „Ab die Rübe!“ Das ist Ihr Programm!) Genau das ist es, was Sie hier behaupten! Sie behaupten ganz einfach, dass man diesen Menschen die Pension ad hoc kürzen und auf ASVG-Pension umstellen soll. Sie haben sehr viele Rechtsanwälte in Ihren Reihen sitzen, die Sie, wie ich glaube, aufklären können! (Abg. Strache: Sie lassen die Pensionisten im Stich ohne Pensionsanpassung!)
Abg. Strache: Sie lassen die Pensionisten im Stich ohne Pensionsanpassung!
Jetzt haben wir eine Zeit des Übergangs, und da sieht man: Die Freiheitlichen, die die Menschenrechte so verteidigen, haben überhaupt kein Problem, im Hinblick auf 100 000 Leute hinzugehen und zu sagen: Ab die Rübe! Ihr bekommt eine Pensionskürzung! (Abg. Kickl: Sie sagen: „Ab die Rübe!“ Das ist Ihr Programm!) Genau das ist es, was Sie hier behaupten! Sie behaupten ganz einfach, dass man diesen Menschen die Pension ad hoc kürzen und auf ASVG-Pension umstellen soll. Sie haben sehr viele Rechtsanwälte in Ihren Reihen sitzen, die Sie, wie ich glaube, aufklären können! (Abg. Strache: Sie lassen die Pensionisten im Stich ohne Pensionsanpassung!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.
Wir lassen überhaupt niemanden im Stich! Was haben wir getan? – Wir haben das getan, was notwendig war: Wir haben erstens den Pensionssicherungsbeitrag dort eingeführt, wo es noch keinen gab, und haben diesen zweitens dort, wo es ihn gab, teilweise erhöht. Das war unsere Antwort, weil wir für Gerechtigkeit sind, weil wir mit diesen Menschen arbeiten wollen und arbeiten müssen und weil wir das respektieren, was „Übergang“ heißt. Das ist der Punkt. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.) – Falls ich für den Begriff „Rübe ab!“ einen Ordnungsruf bekommen sollte, entschuldige ich mich sofort, damit es kein Missverständnis gibt.
Abg. Strache: Hätte man doch den Blum-Bonus nicht abgeschafft!
Wenn hier gesagt wird, dass diese ÜBAs so teuer sind: Ja. Die ÜBAs sind nicht gerade ein ganz billiges Programm, keine Frage. Aber ich habe das hier in diesem Haus schon zwei Mal gesagt und sage es gerne ein drittes Mal: Wenn ich sofort genügend betriebliche Lehrstellen finde, dann geht die Zahl der ÜBAs sofort zurück. (Abg. Strache: Hätte man doch den Blum-Bonus nicht abgeschafft!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kickl.
Wir haben aber auch ein Problem, das wir ganz einfach zur Kenntnis nehmen und an welchem wir arbeiten müssen: Es handelt sich dabei um das Image der Lehre, um die Frage, welches Image eine Lehrstelle hat. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.
Nein! Da sind alle gefordert. Herr Kickl! Das Image der Lehre ist eine gesellschaftspolitische Herausforderung. Das hat mit Parteipolitik schon überhaupt nichts zu tun, das ist eine gesellschaftspolitische Herausforderung! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.
Das hat mit Parteipolitik überhaupt nichts zu tun. Da liegen Sie völlig falsch! Sie müssen zu den Menschen gehen, Sie müssen mit den Menschen reden. Und etwas sollte Ihnen zu denken geben: Wir haben erstmalig in einem Bundesland eine Lehrstellenlücke, das heißt mehr offene Lehrstellen als Lehrstellensuchende. Erstmalig haben wir etwas in einem Land, was wir noch nie hatten, nämlich in Oberösterreich, dem Hauptindustrieland mit enorm vielen Facharbeiterinnen und Facharbeitern. Dort funktioniert gemeinsam mit der Landesregierung und den Sozialpartnern zum Beispiel das Lehrlingscoaching und Jugendcoaching schon längere Zeit ganz gut. Aber wir haben ein Imageproblem, das damit zusammenhängt, dass jemand sagt: Ich lerne Fleischer oder Gas- und Wasserleitungsinstallateur. Dieses Image-Problem haben wir, und dieses Image-Problem können wir nur gemeinsam lösen. Das hat mit Parteipolitik überhaupt nichts zu tun. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Riepl: Das ist richtig!
plus. Auch da beginnen gewisse Maßnahmen ganz einfach zu greifen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Riepl: Das ist richtig!)
Zwischenruf des Abg. Ing. Hofer.
Ich möchte, bevor ich zum Schluss komme, noch zwei Dinge kurz erwähnen: Ich weiß, dass es einige Branchen gibt, in denen die Frage des Kollektivvertrages noch nicht geklärt ist. Wir haben in Österreich eine sehr hohe Kollektivvertragszugehörigkeit, aber es gibt einige Branchen, in denen der Kollektivvertrag betreffend diese 1 300 € noch nachhinkt. Da ich weiß, dass in einigen Parteien Abgeordnete sitzen, die Rechtsanwälte sind, darf ich bitten, dass in dieser Branche, welche eines unserer Sorgenkinder ist, alle gemeinsam versuchen … (Zwischenruf des Abg. Ing. Hofer.) – Herr Hofer, haben Sie mir überhaupt zugehört?
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich lade alle ein, dass wir in dieser Branche den Mindestlohn auf die 1 300 € hinaufbringen! Ich weiß, dass dieser realiter natürlich bezahlt wird. Das ist aber nicht mein Thema, sondern es geht um Kollektivvertragsfragen, und ich glaube, da können wir einiges bewegen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte zum Schluss kommen und gleich vorweg zu bereits gemachten oder zu etwaigen Behauptungen – es wird wahrscheinlich noch zwei, drei Wortmeldungen geben –, dass wir sozusagen ein kaltes Land sind und nichts für Menschen mit Behinderung tun, sagen: Diejenigen, die sich massiv damit beschäftigen, wissen ganz genau, dass wir den Ausgleichstaxfonds als Arbeitsmarktinstrumentarium für diese Menschen haben. Der Ausgleichstaxfonds ist aus vielen Gründen kein Bestandteil des Budgets, sondern wird separiert geführt, und über den Ausgleichstaxfonds werden weiterhin 160 Millionen € pro Jahr für aktivierende Arbeitsmarktpolitik für Menschen mit Behinderung zur Verfügung gestellt. Und im gesamten AMS-Paket sind noch einmal 22 oder 23 Millionen auch nur für die Gruppe von Menschen mit Behinderung. Das heißt, wir schauen nicht weg, sondern wir schauen hin. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Neubauer: Wo waren Sie gestern? Haben Sie nicht zugehört?
Abgeordnete Gabriele Tamandl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Frau Finanzministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich glaube, man sollte vor allem Herrn Kickl, aber überhaupt an die Adresse der Opposition einmal sagen: Wir müssen zuerst einmal sparen und Konsolidierungsmaßnahmen treffen, um überhaupt Spielraum für die Zukunft zu haben. (Abg. Neubauer: Wo waren Sie gestern? Haben Sie nicht zugehört?)
Abg. Kickl: Haben Sie gestern den ganzen Tag geschlafen?
Sie stellen immer Forderungen auf und sagen dann: Die Regierung wirtschaftet nicht gut. (Abg. Kickl: Haben Sie gestern den ganzen Tag geschlafen?) Ich habe nicht geschlafen! Ich habe heute Ihre Rede gehört, und das muss man Ihnen einmal klipp und klar sagen: Sie jammern immer. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Sie stellen immer Forderungen auf und sagen dann: Die Regierung wirtschaftet nicht gut. (Abg. Kickl: Haben Sie gestern den ganzen Tag geschlafen?) Ich habe nicht geschlafen! Ich habe heute Ihre Rede gehört, und das muss man Ihnen einmal klipp und klar sagen: Sie jammern immer. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Neubauer: Ich wüsste nicht, was die ÖVP gespalten hätte!
Ordnung, denn es geht um die Sache. (Abg. Neubauer: Ich wüsste nicht, was die ÖVP gespalten hätte!)
Abg. Riepl: Da sind wir einer Meinung!
Ich kann Ihnen ganz offen sagen – das ist unser aller Anliegen, daran liegt allen, die sich mit Arbeitnehmerpolitik und Arbeitnehmervertretung beschäftigen –: Die Unternehmen fürchten sich mittlerweile mehr vor diesen so genannten GPLA-Prüfungen, nämlich diesen Lohnnebenkostenprüfungen, als vor Finanzprüfungen. Und für die Arbeitnehmer ist es manchmal auch ganz unschön, wenn da Ergebnisse herauskommen, die für die Unternehmen unangenehm sind. So kann es vorkommen, dass Bonifikationen, Geschenke oder irgendwelche Goodies, die die Motivation der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer heben sollen, auch zu Steuernachzahlungen und Sozialversicherungsnachzahlungen führen, die die Unternehmer dann tragen müssen. Dazu sage ich Ihnen, Herr Riepl: Wir müssen gemeinsam an diese Sache herangehen, damit das in Zukunft nicht mehr passiert. Ich will nämlich, dass die Betriebe, die ordentlich für ihre Mitarbeiter sorgen und ihre Mitarbeiter ordentlich motivieren, nicht unnötig schikaniert werden. (Abg. Riepl: Da sind wir einer Meinung!)
Abg. Riepl: Die schwarzen Schafe gehören …! – Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Ich möchte, dass Betriebe, die Steuern hinterziehen, die Abgaben hinterziehen, die Sozialdumping betreiben, ordentlich geprüft und dann auch bestraft werden. (Abg. Riepl: Die schwarzen Schafe gehören …! – Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Beifall bei der ÖVP.
sind, die nicht eingetrieben werden. Im Gegenteil! Hier wird sehr viel gemacht, und wir stehen auch dazu, denn wir wollen das in Zukunft sehr stark bekämpfen. (Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Ing. Norbert Hofer (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Ich habe ja schon viel erlebt und bin auch kein ängstlicher Mensch, aber immer wenn Frau Kollegin Tamandl am Rednerpult ist, bekomme ich Angst. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.) Das ist deswegen so, weil sie so viel Energie hineinsteckt, sehr, sehr grantig zu sein. Ich hoffe, Frau Kollegin, dass das in Ihrem privaten Leben etwas anders ist. (Abg. Lueger: Was soll das? Das war auch nicht sehr nett! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Lueger: Was soll das? Das war auch nicht sehr nett! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Ing. Norbert Hofer (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Ich habe ja schon viel erlebt und bin auch kein ängstlicher Mensch, aber immer wenn Frau Kollegin Tamandl am Rednerpult ist, bekomme ich Angst. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.) Das ist deswegen so, weil sie so viel Energie hineinsteckt, sehr, sehr grantig zu sein. Ich hoffe, Frau Kollegin, dass das in Ihrem privaten Leben etwas anders ist. (Abg. Lueger: Was soll das? Das war auch nicht sehr nett! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Silhavy: … Frechheit!
Meine Damen und Herren, wenn wir das Budget etwas genauer betrachten … (Abg. Silhavy: … Frechheit!) – Was ist eine Frechheit, Frau Kollegin? (Abg. Silhavy: Das geht Sie nichts an, was …!) – Was mich etwas angeht und was mich nichts angeht, ich glaube, Frau Kollegin Tamandl hat mehr Humor als Sie. Sie hat gelacht und sie weiß, wie ich das gemeint habe. (Abg. Silhavy: Hoffentlich!)
Abg. Silhavy: Das geht Sie nichts an, was …!
Meine Damen und Herren, wenn wir das Budget etwas genauer betrachten … (Abg. Silhavy: … Frechheit!) – Was ist eine Frechheit, Frau Kollegin? (Abg. Silhavy: Das geht Sie nichts an, was …!) – Was mich etwas angeht und was mich nichts angeht, ich glaube, Frau Kollegin Tamandl hat mehr Humor als Sie. Sie hat gelacht und sie weiß, wie ich das gemeint habe. (Abg. Silhavy: Hoffentlich!)
Abg. Silhavy: Hoffentlich!
Meine Damen und Herren, wenn wir das Budget etwas genauer betrachten … (Abg. Silhavy: … Frechheit!) – Was ist eine Frechheit, Frau Kollegin? (Abg. Silhavy: Das geht Sie nichts an, was …!) – Was mich etwas angeht und was mich nichts angeht, ich glaube, Frau Kollegin Tamandl hat mehr Humor als Sie. Sie hat gelacht und sie weiß, wie ich das gemeint habe. (Abg. Silhavy: Hoffentlich!)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Kaufmann-Bruckberger.
Schauen wir uns jetzt einmal unsere Steuer- und Abgabenquote an: 43,1 Prozent in Österreich. Was haben wir in Griechenland? – 31,6 Prozent, Spanien: 31,1 Prozent, Portugal: 33,2 Prozent. Da fragen sich die Österreicher zu Recht, warum sie hier so viele Steuern zahlen, um Systeme zu retten, in denen viel weniger Steuern bezahlt werden. Warum soll das so sein? (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Kaufmann-Bruckberger.)
Abg. Mag. Josef Auer: Schon redlich diskutieren!
von der Frauenministerin nichts … (Abg. Mag. Josef Auer: Schon redlich diskutieren!) – Ja, ich diskutiere ohnehin redlich, Herr Kollege, aber Sie sitzen ganz hinten, ich höre Sie so schlecht, Sie müssen weiter nach vorne kommen.
Beifall bei der FPÖ.
Das sind 430 000 Menschen, die zu Hause gepflegt werden und dann zu wenig Pflegegeld bekommen; wenn sie ins Heim kommen müssen, dann bezahlen die Länder die Sachleistungen. Und diese Sachleistungen und die Leistungen der Länder und Gemeinden betragen schon jetzt 1,2 Milliarden €. Ich bin gespannt, wie das in Zukunft zu finanzieren sein wird, meine Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Das wäre für die Familienbeihilfe auch nötig!
(Abg. Strache: Das wäre für die Familienbeihilfe auch nötig!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Riepl: Warum haben Sie das nicht gemacht, als Sie in der Regierung waren?
(Beifall bei der FPÖ. – Abg. Riepl: Warum haben Sie das nicht gemacht, als Sie in der Regierung waren?)
Abg. Riepl: Verständlich!
Herr Kollege Riepl: „Warum haben Sie das nicht gemacht“? – Es ist immer das Gleiche: Sie haben ein Trauma von dieser blau-schwarzen Regierung, Sie sind immer noch ganz fertig. (Abg. Riepl: Verständlich!) – Herr Kollege, damals – für Sie, damit Sie es verstehen – hatten wir noch nicht 25 Prozent Wertverlust. (Zwischenruf der Abg. Bayr.) – Hallo! Das war damals noch nicht so, jetzt ist es so. Und warum macht es der Herr Bundesminister Hundstorfer nicht? Fragen Sie einmal ihn, warum er das nicht macht! Da können Sie die Frage stellen! Ich weiß, es tut weh. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Wittmann: Sehr schwache Rede!)
Zwischenruf der Abg. Bayr.
Herr Kollege Riepl: „Warum haben Sie das nicht gemacht“? – Es ist immer das Gleiche: Sie haben ein Trauma von dieser blau-schwarzen Regierung, Sie sind immer noch ganz fertig. (Abg. Riepl: Verständlich!) – Herr Kollege, damals – für Sie, damit Sie es verstehen – hatten wir noch nicht 25 Prozent Wertverlust. (Zwischenruf der Abg. Bayr.) – Hallo! Das war damals noch nicht so, jetzt ist es so. Und warum macht es der Herr Bundesminister Hundstorfer nicht? Fragen Sie einmal ihn, warum er das nicht macht! Da können Sie die Frage stellen! Ich weiß, es tut weh. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Wittmann: Sehr schwache Rede!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Wittmann: Sehr schwache Rede!
Herr Kollege Riepl: „Warum haben Sie das nicht gemacht“? – Es ist immer das Gleiche: Sie haben ein Trauma von dieser blau-schwarzen Regierung, Sie sind immer noch ganz fertig. (Abg. Riepl: Verständlich!) – Herr Kollege, damals – für Sie, damit Sie es verstehen – hatten wir noch nicht 25 Prozent Wertverlust. (Zwischenruf der Abg. Bayr.) – Hallo! Das war damals noch nicht so, jetzt ist es so. Und warum macht es der Herr Bundesminister Hundstorfer nicht? Fragen Sie einmal ihn, warum er das nicht macht! Da können Sie die Frage stellen! Ich weiß, es tut weh. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Wittmann: Sehr schwache Rede!)
Abg. Riepl: Sagen Sie es!
Das Gleiche gilt für die Freibeträge für behinderte Menschen. Herr Kollege Riepl, weil Sie so gescheit sind: Wie viel Prozent macht denn der Wertverlust bei den Freibeträgen für behinderte Menschen aus? Wissen Sie es? (Abg. Riepl: Sagen Sie es!) – Sie wissen es nicht. – 60 Prozent macht der Wertverlust aus. Was macht der Herr Kollege Hundstorfer dagegen? – Nichts! 60 Prozent Wertverlust bei den Freibeträgen für behinderte Menschen.
Abg. Dr. Wittmann: Schwach!
Deswegen bringe ich noch einen Antrag ein, Kollege Riepl; vielleicht stimmen Sie da zu. (Abg. Dr. Wittmann: Schwach!)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Anhaltende Zwischenrufe des Abg. Katzian in Richtung FPÖ.
Herr Bundesminister! Sie sind ja auch für die Bereiche Arbeit und behinderte Menschen zuständig. Ich möchte Ihnen einige Zahlen näherbringen. (Anhaltende Zwischenrufe des Abg. Katzian in Richtung FPÖ.) – Herr Kollege, beruhigen Sie sich! Das ist ungesund.
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Im Jahr 2006 gab es in Österreich 29 000 behinderte Arbeitnehmer … (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) – Sie sind eine besondere Leuchte, Frau Kollegin! (Ruf bei der SPÖ: He! Sag einmal!)
Ruf bei der SPÖ: He! Sag einmal!
Im Jahr 2006 gab es in Österreich 29 000 behinderte Arbeitnehmer … (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) – Sie sind eine besondere Leuchte, Frau Kollegin! (Ruf bei der SPÖ: He! Sag einmal!)
Beifall bei der FPÖ.
Seit dem Jahr 2006 ist die Anzahl der behinderten arbeitslosen Menschen von 29 000 auf 38 000 gestiegen, von 12 Prozent auf 17 Prozent. – Herr Bundesminister, wenn hier ein Minister von der ÖVP, den Grünen, Orangen, dem Team Stronach, den Freiheitlichen, wie auch immer säße, Sie würden ihn zu Recht deswegen kritisieren, weil Sie sagen würden, er hat zu wenig für behinderte Arbeitnehmer in Österreich getan. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Da hört man aber von den SPÖ-Frauen nichts!
Und Frauen sind da ganz besonders betroffen. Es gab im Jahr 2006 10 000 behinderte Frauen, die arbeitslos waren. (Abg. Strache: Da hört man aber von den SPÖ-Frauen nichts!) – So ist es. – Heute sind es 15 000 behinderte Frauen, die arbeitslos sind. Was habe ich bisher von der Frauenministerin gehört? (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Nichts!) Was soll getan werden für behinderte Frauen, die arbeitslos sind? – Nichts!
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Nichts!
Und Frauen sind da ganz besonders betroffen. Es gab im Jahr 2006 10 000 behinderte Frauen, die arbeitslos waren. (Abg. Strache: Da hört man aber von den SPÖ-Frauen nichts!) – So ist es. – Heute sind es 15 000 behinderte Frauen, die arbeitslos sind. Was habe ich bisher von der Frauenministerin gehört? (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Nichts!) Was soll getan werden für behinderte Frauen, die arbeitslos sind? – Nichts!
Abg. Mag. Lapp: … Man sollte alles sagen, Herr Hofer!
Es war so: Wenn Sie ein behinderter Arbeitnehmer sind und Sie brauchen ein Fahrzeug, dann haben Sie die NoVA zurückbekommen. Das haben Sie einfach eiskalt auf null heruntergestrichen. (Abg. Mag. Lapp: … Man sollte alles sagen, Herr Hofer!)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: „Großartig“!
Herr Bundesminister, die nächste Maßnahme gegen behinderte Menschen, und weil Frau Kollegin Lapp, glaube ich, gesagt hat, man sollte alles sagen. Ja, ich sage alles! Der Mobilitätszuschuss wurde von diesem sozialdemokratischen Bundesminister von 780 € auf 580 € gekürzt – eine „überaus soziale“ Maßnahme. Die behinderten Menschen haben sich sehr darüber gefreut. (Ruf bei der FPÖ: „Großartig“!) Das können Sie sich vorstellen.
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Herr Darabos! – Ruf bei der SPÖ: Stimmt nicht!
Und was macht nun die sozialdemokratische Bundesregierung? – Sie kürzt im neuen Sportförderungsgesetz die Grundförderung für den Behindertensportverband von 1,1 Millionen € auf 480 000 €. (Abg. Strache: Herr Darabos! – Ruf bei der SPÖ: Stimmt nicht!) – Doch, das stimmt, Frau Kollegin. Sie müssen sich besser erkundigen.
Beifall bei der FPÖ.
Daher, meine Damen und Herren, bin ich der Meinung, dass sich diese Bundesregierung wirklich anstrengen muss, sich tatsächlich für behinderte Menschen einzusetzen. (Beifall bei der FPÖ.) Wissen Sie, alle anderen können sich irgendwie helfen, alle anderen können sich helfen. Banken können sich helfen, sie sind ja selber schuld, wenn sie in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Wir alle können uns helfen. Aber ein behinderter Mensch, ein pflegebedürftiger Mensch kann sich kaum helfen. Und genau bei diesen Menschen den Rotstift anzusetzen, das ist besonders unsozial, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Daher, meine Damen und Herren, bin ich der Meinung, dass sich diese Bundesregierung wirklich anstrengen muss, sich tatsächlich für behinderte Menschen einzusetzen. (Beifall bei der FPÖ.) Wissen Sie, alle anderen können sich irgendwie helfen, alle anderen können sich helfen. Banken können sich helfen, sie sind ja selber schuld, wenn sie in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Wir alle können uns helfen. Aber ein behinderter Mensch, ein pflegebedürftiger Mensch kann sich kaum helfen. Und genau bei diesen Menschen den Rotstift anzusetzen, das ist besonders unsozial, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Hofer! Für diesen Zuruf einer Abgeordneten gegenüber: „Sie sind eine besondere Leuchte!“, fordere ich Sie auf, sich zu entschuldigen. (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Lapp: Sie sollen sich entschuldigen!
Abgeordneter Ing. Norbert Hofer (FPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Frau Präsidentin! Ich habe in meinem Redebeitrag gesagt, dass es ungesund ist, sich aufzuregen. Und diese Mandatarin hat zu mir gesagt: Sie müssen es ja wissen. Und jetzt hoffe ich, dass Sie meine Entgegnung dazu auch verstehen werden. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Lapp: Sie sollen sich entschuldigen!)
Abg. Strache: Das sind Tatsachen! Die kann man negieren oder eingestehen!
Abgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ): Geschätzte Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Bundesminister! Kolleginnen und Kollegen des Hohen Hauses! Herr Kollege Hofer! Es sind jetzt so viele Behauptungen in den Raum gestellt worden (Abg. Strache: Das sind Tatsachen! Die kann man negieren oder eingestehen!), dass ich eigentlich meine ganze Redezeit dafür verwenden müsste, einige Dinge geradezurücken. Ich möchte das aber nicht tun, weil ich auch ein paar positive Dinge sagen möchte, die in der Behindertenpolitik von unserem Sozialminister sehr wohl umgesetzt worden sind, Herr Kollege.
Beifall bei der SPÖ.
Sie wissen so gut wie ich, dass zum Beispiel im Bereich des Pflegegeldes im Vorjahr einige wichtige Maßnahmen beschlossen worden sind. Wir haben den Pflegefonds beschlossen. Und Sie wissen genau so gut wie ich und wie viele andere Kolleginnen und Kollegen hier im Hohen Haus, dass es weitere Bestrebungen zur Absicherung des Pflegegeldes geben wird, dass es Finanzausgleichsverhandlungen geben wird, wo wir auch darüber sprechen werden, und dass das Pflegegeld und die Sicherung der Pflege ein ganz wichtiges Anliegen des Sozialministers sind. Kollegin Lapp wird darauf noch näher eingehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Hofer spricht mit Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.
Ich finde diese … (Abg. Ing. Hofer spricht mit Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.) – Herr Kollege Hofer, vielleicht können Sie mir ganz kurz zuhören. Er hört eh nicht zu.
Abg. Strache: Das sind doch Tatsachen, dass gekürzt wird! Wollen Sie Kürzungen negieren?
Ich finde diese Angstmache wirklich unredlich und auch, dass man den Angehörigen überhaupt nicht damit hilft und auch nicht den zu pflegenden Menschen, wenn man einfach Behauptungen aufstellt, immer nur Angst verbreitet und wirklich nichts Positives zu der ganzen Thematik einbringt. (Abg. Strache: Das sind doch Tatsachen, dass gekürzt wird! Wollen Sie Kürzungen negieren?)
Abg. Strache: Fragen Sie die Leute, die im Rollstuhl sitzen und keinen Zuschuss bekommen für Autozubehör!
Ein weiterer Punkt, der angesprochen wurde (Abg. Strache: Fragen Sie die Leute, die im Rollstuhl sitzen und keinen Zuschuss bekommen für Autozubehör!), Herr Kollege Strache, ist, dass man gesagt hat, dass der Herr Bundesminister keine Wirkungsziele für Menschen mit Behinderungen festgeschrieben hat. – Auch das stimmt nicht. In der Untergruppe 21 „Soziales“ ist ein Wirkungsziel, eine Maßnahme festgeschrieben, die eindeutig darauf abzielt, dass man Menschen mit Behinderungen noch besser auf dem Arbeitsmarkt unterstützt und dass man ihnen die Teilhabe an allen Bereichen des Lebens ermöglicht.
Beifall bei der SPÖ.
Herr Kollege Kickl! Und genau das passiert mit einem Budget von 160 Millionen € plus den 22 vom Herrn Minister angesprochenen von Seiten des Arbeitsmarktservice; diese werden dazu beitragen, dass die Maßnahmen fortgeschrieben werden können, dass es auch neue Maßnahmen geben wird. Es gibt ja schon das Programm „fit“, es gibt neue Maßnahmen für Jugendliche mit Beeinträchtigungen. Das muss man doch auch einmal anerkennen. Es ist uns wichtig, dass Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt eingegliedert werden, weil das erst selbstbestimmtes Leben ermöglicht, Herr Kollege Strache. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber – und das möchte ich auch in Richtung Wirtschaftsflügel betonen –: Es braucht auch die Bereitschaft der Unternehmerinnen und Unternehmer, Menschen mit Behinderungen anzustellen. Es nützen alle Programme nichts, wenn die Wirtschaft nicht bereit ist, Menschen in unserer leistungsorientierten Welt auch tatsächlich eine Chance zu geben. Wir alle sind gefordert, uns gemeinsam dafür einzusetzen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Einen letzten Wunsch möchte ich noch anbringen, weil ich es mir wirklich wünsche, dies hat auch die Kollegin Jarmer schon des Öfteren gesagt: Ich würde mir wünschen, in einem der nächsten Budgets in jedem Ressort Wirkungsziele für Menschen mit Behinderungen festgeschrieben zu sehen, denn dann wird der Nationale Aktionsplan für Menschen mit Behinderungen tatsächlich auch umgesetzt werden können. (Beifall bei der SPÖ.)
In Richtung Bundesministerin Dr. Fekter, die seitlich von der Regierungsbank steht
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Frau Bundesministerin! (In Richtung Bundesministerin Dr. Fekter, die seitlich von der Regierungsbank steht): Ich wollte Sie eigentlich dafür loben, dass Sie an der Debatte teilnehmen, jetzt sind Sie etwas nach hinten gerückt. Ich habe dann noch etwas für Sie, ein Spezialthema, weil ich denke, es macht auch Sinn, wenn eine Finanzministerin an Kapiteln teilnimmt, die sie nicht unmittelbar in der Budgetdebatte betreffen. Also ich finde es durchaus angemessen und wichtig, dass Sie an solchen Debatten – und Sie haben sicher auch etwas anderes zu tun – auch teilnehmen. – Das ist das eine.
Abg. Kickl: Vor diesem Budget!
Nach Ihrer Rede muss ich sagen, das war eigentlich furchtbar. Wovor fürchten Sie sich? (Abg. Kickl: Vor diesem Budget!) Wovor fürchten Sie sich, wenn beispielsweise der Sozialdienst in Österreich von jungen Menschen – unter der Annahme, es kommt so, es kommt überhaupt ein Sozialdienst, so wie er vom Bundesminister vorgeschlagen wurde –, auch von Menschen aus Tschechien oder Polen beansprucht werden würde? (Abg. Strache: Mit der Wehrpflicht macht der Sozialdienst Sinn, als Ergänzung!)
Abg. Strache: Mit der Wehrpflicht macht der Sozialdienst Sinn, als Ergänzung!
Nach Ihrer Rede muss ich sagen, das war eigentlich furchtbar. Wovor fürchten Sie sich? (Abg. Kickl: Vor diesem Budget!) Wovor fürchten Sie sich, wenn beispielsweise der Sozialdienst in Österreich von jungen Menschen – unter der Annahme, es kommt so, es kommt überhaupt ein Sozialdienst, so wie er vom Bundesminister vorgeschlagen wurde –, auch von Menschen aus Tschechien oder Polen beansprucht werden würde? (Abg. Strache: Mit der Wehrpflicht macht der Sozialdienst Sinn, als Ergänzung!)
Abg. Kickl: Das Problem werden Sie nicht lösen, indem Sie ein neues schaffen!
und weit unter allen arbeitsrechtlichen Standards, die für uns akzeptabel sind. So schaut es aus, Herr Kollege Kickl! (Abg. Kickl: Das Problem werden Sie nicht lösen, indem Sie ein neues schaffen!)
Beifall bei den Grünen.
Ich würde mir wünschen, dass wir doch froh wären, dass die philippinische Krankenschwester und der chinesische Arzt ebenso wie der tschechische freiwillige Sozialdienstleister hier in Österreich einer Arbeit nachgehen – zu Bedingungen, die geregelt sind, die kollektivvertraglich sind, die arbeitsrechtlich okay sind und die auch sozialrechtlich okay sind. Das wäre doch ein eminenter Fortschritt, Herr Kollege Kickl, und nichts, wovor man sich fürchten muss. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kickl: …! Sie reden von zwei völlig verschiedenen Dingen!
Die Situation, die wir jetzt bei der 24-Stunden-Betreuung haben, ist doch die, dass Menschen aus Moldawien, aus der Ukraine – was weiß ich woher – kommen, unter teilweise illegalen oder halblegalen Bedingungen hier arbeiten, nur alle zwei, drei Monate zurückkehren können, wenn überhaupt, oder einmal pro Jahr – es gibt auch entsprechende Filme, die Ihnen das gut dokumentieren könnten – nach Hause fahren können und ansonsten in die Pflege- und Betreuungsarbeit in Österreich eingespannt sind, und zwar zu Bedingungen, die inakzeptabel sind. (Abg. Kickl: …! Sie reden von zwei völlig verschiedenen Dingen!) Da gibt es nichts, das man schönreden kann.
Abg. Kickl: Aber merken Sie nicht, dass wir nur reparieren, nur Fehlentscheidungen reparieren?
wir ein gesetzliches Problem, und darüber sollten wir reden, aber wir sollten vernünftig darüber reden und nicht so tun, als ob das eine Praxis wäre, die durch die Politik – egal, durch wen, die Bundesregierung oder durch österreichische Gesetze – begünstigt wird. (Abg. Kickl: Aber merken Sie nicht, dass wir nur reparieren, nur Fehlentscheidungen reparieren?)
Abg. Kickl: Bitte?
Das wird leider nicht in ausreichendem Maß verhindert, und ich habe Ihnen jetzt gerade einige Maßnahmen genannt, wie man das ändern könnte. Sie waren aber nicht dabei bei den Maßnahmen, die es schon gibt, und das ist das Problem. Daher frage ich mich: Warum regt sich die Freiheitliche Partei am meisten von allen Parteien darüber auf? Wahrscheinlich – das sage ich Ihnen und habe ich Ihnen auch schon gesagt – gibt es im Bereich der Freiheitlichen Partei, wenn man das insgesamt über die Parteien drüberlegt, die meisten Funktionäre, die mit Schwarzarbeit in der Vergangenheit jemals ein Problem gehabt haben. (Abg. Kickl: Bitte?) Soll ich Sie Ihnen alle aufzählen? (Abg. Kickl: Jetzt legen Sie etwas auf den Tisch?) Von Haider im Bärental bis, was weiß ich, zu Wiener Gemeinderäten, Kärntner Gemeinderäten, Salzburger Landtagsabgeordneten, in deren Betrieben Schwarzarbeit stattgefunden hat? (Abg. Kickl: Das ist ja unglaublich, was Sie da machen!) – Nein, ich mache es nicht. (Abg. Neubauer: Das ist ja unfassbar, was Sie da von sich geben!)
Abg. Kickl: Jetzt legen Sie etwas auf den Tisch?
Das wird leider nicht in ausreichendem Maß verhindert, und ich habe Ihnen jetzt gerade einige Maßnahmen genannt, wie man das ändern könnte. Sie waren aber nicht dabei bei den Maßnahmen, die es schon gibt, und das ist das Problem. Daher frage ich mich: Warum regt sich die Freiheitliche Partei am meisten von allen Parteien darüber auf? Wahrscheinlich – das sage ich Ihnen und habe ich Ihnen auch schon gesagt – gibt es im Bereich der Freiheitlichen Partei, wenn man das insgesamt über die Parteien drüberlegt, die meisten Funktionäre, die mit Schwarzarbeit in der Vergangenheit jemals ein Problem gehabt haben. (Abg. Kickl: Bitte?) Soll ich Sie Ihnen alle aufzählen? (Abg. Kickl: Jetzt legen Sie etwas auf den Tisch?) Von Haider im Bärental bis, was weiß ich, zu Wiener Gemeinderäten, Kärntner Gemeinderäten, Salzburger Landtagsabgeordneten, in deren Betrieben Schwarzarbeit stattgefunden hat? (Abg. Kickl: Das ist ja unglaublich, was Sie da machen!) – Nein, ich mache es nicht. (Abg. Neubauer: Das ist ja unfassbar, was Sie da von sich geben!)
Abg. Kickl: Das ist ja unglaublich, was Sie da machen!
Das wird leider nicht in ausreichendem Maß verhindert, und ich habe Ihnen jetzt gerade einige Maßnahmen genannt, wie man das ändern könnte. Sie waren aber nicht dabei bei den Maßnahmen, die es schon gibt, und das ist das Problem. Daher frage ich mich: Warum regt sich die Freiheitliche Partei am meisten von allen Parteien darüber auf? Wahrscheinlich – das sage ich Ihnen und habe ich Ihnen auch schon gesagt – gibt es im Bereich der Freiheitlichen Partei, wenn man das insgesamt über die Parteien drüberlegt, die meisten Funktionäre, die mit Schwarzarbeit in der Vergangenheit jemals ein Problem gehabt haben. (Abg. Kickl: Bitte?) Soll ich Sie Ihnen alle aufzählen? (Abg. Kickl: Jetzt legen Sie etwas auf den Tisch?) Von Haider im Bärental bis, was weiß ich, zu Wiener Gemeinderäten, Kärntner Gemeinderäten, Salzburger Landtagsabgeordneten, in deren Betrieben Schwarzarbeit stattgefunden hat? (Abg. Kickl: Das ist ja unglaublich, was Sie da machen!) – Nein, ich mache es nicht. (Abg. Neubauer: Das ist ja unfassbar, was Sie da von sich geben!)
Abg. Neubauer: Das ist ja unfassbar, was Sie da von sich geben!
Das wird leider nicht in ausreichendem Maß verhindert, und ich habe Ihnen jetzt gerade einige Maßnahmen genannt, wie man das ändern könnte. Sie waren aber nicht dabei bei den Maßnahmen, die es schon gibt, und das ist das Problem. Daher frage ich mich: Warum regt sich die Freiheitliche Partei am meisten von allen Parteien darüber auf? Wahrscheinlich – das sage ich Ihnen und habe ich Ihnen auch schon gesagt – gibt es im Bereich der Freiheitlichen Partei, wenn man das insgesamt über die Parteien drüberlegt, die meisten Funktionäre, die mit Schwarzarbeit in der Vergangenheit jemals ein Problem gehabt haben. (Abg. Kickl: Bitte?) Soll ich Sie Ihnen alle aufzählen? (Abg. Kickl: Jetzt legen Sie etwas auf den Tisch?) Von Haider im Bärental bis, was weiß ich, zu Wiener Gemeinderäten, Kärntner Gemeinderäten, Salzburger Landtagsabgeordneten, in deren Betrieben Schwarzarbeit stattgefunden hat? (Abg. Kickl: Das ist ja unglaublich, was Sie da machen!) – Nein, ich mache es nicht. (Abg. Neubauer: Das ist ja unfassbar, was Sie da von sich geben!)
Beifall bei den Grünen.
Man kann es weiterhin so machen, dass die öffentlichen Pensionen, die Beamtenpensionen, im Bereich Bundeskanzleramt oder im Finanzministerium ressortieren und die Sozialversicherungspensionen im Sozialministerium, und in zehn, zwanzig Jahren, oder eigentlich dauert es noch länger, also in dreißig, vierzig Jahren haben wir dann das gemeinsame Pensionssystem. Aber wir sind jetzt in einer Überleitung auf dieses gemeinsame Pensionssystem, und daher braucht es ein Ressort beziehungsweise auf jeden Fall eine Sicht auf alle Pensionssysteme, und ich rede jetzt noch gar nicht von den Zusatzpensionssystemen oder alten Pensionssystemen. Das ist dringend notwendig. (Beifall bei den Grünen.)
Demonstrativer Beifall des Abg. Donabauer.
Wenn auf der anderen Seite der Unfallversicherungsanstalt jetzt wieder Maßnahmen zugeschanzt werden, die eigentlich nichts mit dem Auftrag der Unfallversicherungsanstalt zu tun haben, nämlich die Abgeltung für die Krankenstände von Selbständigen, dann sage ich, das geht eigentlich nicht. (Demonstrativer Beifall des Abg. Donabauer.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Sie alle, meine sehr geehrten Damen und Herren, wissen, die Unfallversicherungsbeiträge sind eine Abgeltung der Arbeitgeber für die Haftung, die sie gegenüber den Arbeitnehmern auszuüben haben, für die sie verantwortlich sind. Dafür sind diese Beiträge. Nur weil diese Beiträge von den Arbeitgebern bezahlt werden, darf es nicht so sein, dass aus diesem Topf, der dann „Arbeitgebertopf“ heißt, alles Mögliche finanziert wird, was mit den Aufgaben der Unfallversicherung zu tun hat. Ich bin sehr wohl dafür, den Aufgabenbereich der Unfallversicherung zu erweitern, hin zu einer allgemeinen Prävention für Gesundheit und nicht nur für beziehungsweise gegen Berufskrankheiten am Arbeitsplatz. Und wenn man das machen will, dann sollte es in diesem Bereich sein, aber man soll nicht einfach wirklich wesensfremde Aufgaben in den Bereich der Unfallversicherung hineinschaufeln. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Bundesministerin Dr. Fekter: Ich bin nicht dafür zuständig!
Herr Bundesminister! Frau Bundesministerin! Ich hoffe, dass ich von Ihnen, was das Pensionsproblem betrifft, nicht jetzt, aber in den nächsten Jahren eine bessere Antwort erhalte als jene, die derzeit bei den Wirkungszielen ausgewiesen ist. Ich nenne nur ein Beispiel für die verfehlten Wirkungsziele: Wenn im Bereich der Beamtenpensionen die pünktliche Auszahlung der Beamtenpensionen als Wirkungsziel ausgewiesen ist (Bundesministerin Dr. Fekter: Ich bin nicht dafür zuständig!), dann muss ich ehrlich sagen, no na net, das kann es nicht sein. Es muss schon etwas mehr von den Wirkungszielen im Budget zu erwarten sein. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Bundesminister! Frau Bundesministerin! Ich hoffe, dass ich von Ihnen, was das Pensionsproblem betrifft, nicht jetzt, aber in den nächsten Jahren eine bessere Antwort erhalte als jene, die derzeit bei den Wirkungszielen ausgewiesen ist. Ich nenne nur ein Beispiel für die verfehlten Wirkungsziele: Wenn im Bereich der Beamtenpensionen die pünktliche Auszahlung der Beamtenpensionen als Wirkungsziel ausgewiesen ist (Bundesministerin Dr. Fekter: Ich bin nicht dafür zuständig!), dann muss ich ehrlich sagen, no na net, das kann es nicht sein. Es muss schon etwas mehr von den Wirkungszielen im Budget zu erwarten sein. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ
Abgeordneter Dr. Franz-Joseph Huainigg (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Finanzminister! Herr Sozialminister! Hohes Haus! Ich möchte aber noch jemanden Besonderen begrüßen, nämlich Phil, der auf der Besuchergalerie sitzt und eine besondere Funktion hat. Er ist Zivildiener und leistet wirklich tolle Arbeit für das Land. Ich habe mit ihm geredet, und er sagt, dass er sehr wertvolle Erfahrungen für sein Leben sammelt. Ich glaube, dass man den Zivildienst als gut funktionierendes System erhalten soll (Beifall bei ÖVP und FPÖ), denn es ist unklar, wie ein bezahltes freiwilliges Sozialjahr überhaupt finanziert werden soll. Freiwilligkeit und bezahlt, das ist ein Widerspruch.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Da schrillen die Alarmglocken, da muss man etwas tun – und da ist auch der Staat gefordert. Deshalb begrüße ich es sehr, dass trotz Budgetkonsolidierung in diesem Bereich nicht gespart wird, dass im nächsten Budget über 180 Millionen € vorgesehen sind für Beschäftigungsmaßnahmen, für Lohnzuschüsse, für Arbeitsplatzadaptierungen, für unterstützende Hilfen wie die Persönliche Assistenz am Arbeitsplatz, für Jugendcoaching und so weiter. Das ist wichtig. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Vor einem Jahr habe ich an dieser Stelle bei den Budgetverhandlungen kritisiert, dass behinderte Menschen, statt einen Arbeitsplatz zu bekommen, einfach in Pension geschickt werden. Das soll sich nun ändern. Es freut mich sehr, dass die Invaliditätspension neu geregelt wird, dass man Rehabilitation vor Pension setzt. Aber, Herr Sozialminister, ich ersuche Sie, auch ein Auge darauf zu werfen, dass die Fähigkeiten von Menschen mit Behinderung auch wirklich gesehen werden und man versucht, sie auf dem Arbeitsmarkt unterzubringen, und dass nicht einfach nur eine Geldumschichtung erfolgt. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.
Ich möchte abschließend noch etwas anregen, das wichtig wäre, nämlich dass man beim Bund und bei den Ländern nicht nur prüft, ob die Einstellungspflicht erfüllt ist oder nicht. Das ist auch wichtig, aber sehr wichtig wäre, auch einmal zu erheben, wie die Funktionsverteilung ist. Gibt es einen blinden Referatsleiter? Gibt es einen gehörlosen Abteilungsleiter? Wie viele Sektionschefs sitzen im Rollstuhl? – Mir wäre wichtig, das auch einmal festzustellen, damit es dann in der Folge auch mehr Karrierechancen für behinderte Menschen gibt. – Danke. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Amon.
„Es ist eine Schande, wenn in einem reichen Land wie Österreich Menschen für weniger als brutto 1300 Euro im Monat arbeiten müssen. Damit kann heute keine Familie ernährt werden.“ (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Amon.)
Beifall beim BZÖ sowie der Abgeordneten Amon und Kopf.
Ich hätte von Ihnen gerne gewusst, da die Ministerin Heinisch-Hosek, die Frauenministerin, immer auf Sie verweist, weil sie ja mit Ihnen sehr eng zusammenarbeitet, was auch gut und richtig ist, aber es fehlen noch Lösungen betreffend die Aufwertung der sozialen Berufe, wie man diese Berufe vielleicht auch für Männer attraktiver machen kann. Es geht eben auch darum, dass diese Berufe besser bezahlt werden, damit sie nicht mehr zu den prekären, schlecht bezahlten Berufen zählen. (Beifall beim BZÖ sowie der Abgeordneten Amon und Kopf.)
Beifall beim BZÖ.
Zum Pflegebereich: Herr Minister! 2011 hat es 66 600 Neuansuchen gegeben, 46 000 davon wurden bewilligt, 20 600 wurden aber abgelehnt. Sie haben bei den letzten Budgetberatungen, als es um die Verschärfung der Zugangskriterien der Stufe 1 und 2 gegangen ist, davon gesprochen, dass es niemanden treffen wird, dass im Pflegebereich nicht gespart wird. Was ist jetzt mit diesen 20 600 Personen? Das sind die Opfer der Verschärfung der Zugangskriterien der Pflegestufe 1 und 2. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Es gibt also sehr viel zu tun. Ich würde sagen: Gehen wir es an! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Auch wenn die Auswirkung erst im Budgetjahr 2014 zu merken sein werden, stellen wir doch fest, dass die Reform der Invaliditätspension, wie sie unser Sozialminister Hundstorfer vorgeschlagen hat, ein Hit ist. Ich weiß, dass es auch bei Invaliditätspensionen, meine Damen und Herren, am allerwenigsten Fälle von Missbrauch gibt, und ich weiß, dass es allen, die die Invaliditätspension haben, lieber wäre, dass sie nicht krank wären, sondern dass sie weiterhin im Berufsleben tätig sein könnten, anstatt eine Pension von nicht einmal 1 000 € zu beziehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das Budget 2013 legt erste Schienen dahin. Das ist ein sehr, sehr gutes Budget, das ist ein Ansatz für Menschen, die krank sind, ein Ansatz, diese Menschen wieder einzugliedern. Diesem Budget, das sehr sozial und ausgewogen ist, kann man nur die Zustimmung geben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall des Abg. Hagen.
Jetzt noch die letzten Zahlen: Die Zahlen wurden bereits einer Anfrage zugrunde gelegt und auch bestätigt. Man konnte sie auch den Medien entnehmen. Wir haben 161 Niederlassungen, 7 719 Personen allein im Verwaltungsbereich, 109 Dienstwägen, Reisekosten von rund 4,9 Millionen €, Chefetagen für insgesamt 11 Millionen €. Das sind Ausgaben von 700 Millionen € allein für die Verwaltung der Sozialversicherungen. Es wäre an der Zeit, Strukturreformen einzuleiten. Es ist nicht mehr zeitadäquat, 22 Sozialversicherungsträger zu haben, sich diese zu leisten. Wir brauchen keine 19 verschiedenen Krankenversicherungen, wir brauchen keine vier Unfallversicherungen und wir brauchen auch keine fünf Pensionsversicherungen. (Beifall des Abg. Hagen.)
Beifall des Abg. Hagen.
Erschreckend ist auch das Protokoll der politischen Steuerungsgruppe. Es sollen die Kosten weiter gedämpft werden, aber nur durch Einsparungen bei den Versicherten und den Leistungserbringern, so heißt es in diesem Bericht. Da muss ich dann schon fragen: Wo will man da sparen? Bei den kranken Menschen, bei jenen Menschen, die die Beiträge entrichten, die ärztliche Hilfe brauchen. Da kann man dann nur mehr sagen: Gute Nacht, Österreich! (Beifall des Abg. Hagen.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Gertrude Aubauer (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Werte Kollegin! Wir sagen: Guten Morgen, Österreich! Es geht nämlich aufwärts, und wir setzen offensive Maßnahmen. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich habe auch den Budgetvoranschlag bei mir, aber keine Sorge, ich werde keine Zahlen verlesen! Werte Kolleginnen und Kollegen! Stellen Sie sich vor, Sie leben in Spanien. Dort ist jeder vierte Erwerbstätige arbeitslos, hat keinen Job. Ist er um die 60, so wie ich, und vielleicht gar eine Frau, dann hat sie überhaupt keine Chance mehr, dann sind die Aussichten düster. Gott sei Dank leben wir nicht in Spanien! Wir leben in Österreich, und Österreich ist bei der Beschäftigung Europameister. Da können wir stolz darauf sein. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Auch in Österreich gibt es jedoch Sorgenkinder auf dem Arbeitsmarkt. Das sind vor allem die Älteren. Ein geteiltes Bild, der Herr Bundesminister hat es ja angesprochen: Auf der einen Seite hat es noch nie so viele Beschäftigte gegeben wie derzeit. Das ist höchst erfreulich! Vier Fünftel aller zusätzlichen Arbeitsplätze gingen an die 50plus-Generation. Toll! Das ist ein Erfolg. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kickl: Und was muss er erreichen, dass er erfolgreich ist? 0,1 Prozent!
Erwerbsleben. Also für alle ganz klar, die es nicht glauben wollen. (Abg. Kickl: Und was muss er erreichen, dass er erfolgreich ist? 0,1 Prozent!)
Abg. Hörl: Super!
Auch die Reform der Invaliditätspension wird neue Chancen eröffnen. Also bitte fürchten Sie sich nicht davor! Hier kommen neue Chancen auf uns zu. Unter 50-Jährige, wenn sie gesundheitliche Probleme haben, sollen nicht mehr in Pension geschickt werden, sondern es soll ihre Gesundheit wiederhergestellt werden, sie sollen wieder arbeitsfähig werden. (Abg. Hörl: Super!) Das ist positiv, das ist super. Danke, Herr Kollege.
Beifall bei der ÖVP.
Aktivieren statt pensionieren, das ist das richtige Rezept, Österreich wird damit fit für eine älter werdende Gesellschaft. Das ist aber nicht nur eine parteipolitische Aufgabe, das ist eine gesellschaftliche Aufgabe. Ich lade Sie herzlich dazu ein, gemeinsam können wir das gestalten. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich verbitte es mir wirklich, dass der Herr Kollege Öllinger sich hierher stellt und auch nur einen unserer Abgeordneten mit irgendeinem Sozialbetrug oder mit Schwarzarbeitern in Zusammenhang bringt! (Beifall bei der FPÖ.) Das weise ich zurück! Das ist eine Ungeheuerlichkeit der Sonderklasse! Und das gerade von den Grünen, wo wir genau wissen, da gibt es Mandatare, die mit einem Gehalt von über 8 000 € in einer Sozialwohnung leben! Das ist grünes Parteiprogramm. Das sind Ihre Kollegen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich verbitte es mir wirklich, dass der Herr Kollege Öllinger sich hierher stellt und auch nur einen unserer Abgeordneten mit irgendeinem Sozialbetrug oder mit Schwarzarbeitern in Zusammenhang bringt! (Beifall bei der FPÖ.) Das weise ich zurück! Das ist eine Ungeheuerlichkeit der Sonderklasse! Und das gerade von den Grünen, wo wir genau wissen, da gibt es Mandatare, die mit einem Gehalt von über 8 000 € in einer Sozialwohnung leben! Das ist grünes Parteiprogramm. Das sind Ihre Kollegen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und dann auch noch einen Diplomatenpass haben! Ich meine, mit dem Diplomatenpass im Gemeindebau sitzen, das ist schon eine besonders wackere Einstellung, wenn man sich dann hierher stellt und andere diffamiert. – So viel zu den Grünen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Weninger: … So etwas Primitives!
Herr Bundesminister, Sie wissen es doch ganz genau, es gibt ganz viele Sozialdemokraten, die wirklich Ihre Politik kritisieren, und ich werde Ihnen jetzt etwas vorlesen. Sie sagen immer, man soll den ganzen Artikel lesen; ich habe ihn durchgelesen, ich werde Ihnen die besten Zitate hier herausholen. Und zwar geht es da um den SPÖ-Klubobmann aus dem burgenländischen Landtag, der hat mit der FPÖ genau nichts zu tun. Wissen Sie, wie er zu Ihrer Politik steht? Wissen Sie, was er gesagt hat zur …? (Bundesminister Hundstorfer: Ja!) – Na dann sagen Sie es doch! Warum verschweigen Sie uns das dann? (Bundesminister Hundstorfer: Weil es unnötig ist!) – Weil es unnötig ist. Ich glaube nicht, dass es unnötig ist, denn das ist nämlich noch jemand, der offensichtlich wirklich am Puls der Zeit ist, der noch mit den Menschen spricht, im Gegensatz zu Ihnen! Sie sitzen nur mehr in Ihrem Ministerium, in Ihrer Burg, völlig abgehoben, fahren nur noch mit dem Dienstwagen von einem Termin zum anderen. Vielleicht sollten Sie mit Ihren Funktionären aus den Ländern ein bisschen mehr sprechen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Weninger: … So etwas Primitives!)
Abg. Kickl: Das Beschäftigungswunder!
Der SPÖ-Klubobmann aus dem Burgenland sagt nämlich: „Die Arbeitnehmer haben“ von der Öffnung, nämlich der Ostöffnung, „nicht profitiert. Ganz im Gegenteil: Seit der Arbeitsmarktöffnung“ vor etwas mehr als „einem Jahr sei es zu einer Verdrängung durch osteuropäische Arbeitskräfte (…) gekommen, erklärt SP-Klubobmann Christian Illedits. (…) Laut den von der SPÖ vorgelegten Zahlen ist die Beschäftigung im Bur-genland im ersten Quartal 2012 gewachsen, allerdings auf Kosten der Inländer. Von Jänner bis März gab es insgesamt 2 476 mehr Beschäftigte im Land – ein Plus von 2 625“ Ausländern, „ein Minus von 149“ Inländern. (Abg. Kickl: Das Beschäftigungswunder!)
Beifall bei der FPÖ.
Lehrlinge etwas bessergestellt würden oder dass Lehrlinge vielleicht nicht mehr zahlen müssten für ihre Gesellenprüfung, da habe ich von Ihnen noch nie etwas gehört. Und da habe ich auch von der Gewerkschaft noch nie etwas gehört. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Öllinger: … Wirtschaftskammer …!
(Abg. Öllinger: … Wirtschaftskammer …!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Öllinger: Sagen Sie das der Wirtschaftskammer!
Wenn Sie jetzt schon wieder reinschreien „die Wirtschaftskammer“: Ja, bitte schön, erklären Sie mir einmal: Warum soll immer alles irgendwer übernehmen?! Wo ist denn das soziale Gewissen, die soziale Verantwortung für Personen, die in Ausbildung sind? Sind Lehrlinge denn nicht in Ausbildung? (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Öllinger: Sagen Sie das der Wirtschaftskammer!) Warum sind denn Lehrlinge permanent schlechter gestellt als Schüler, permanent schlechter gestellt als Studenten? Das ist doch völlig uneinsehbar! (Abg. Öllinger: Sagen Sie das der Wirtschaftskammer!)
Abg. Öllinger: Sagen Sie das der Wirtschaftskammer!
Wenn Sie jetzt schon wieder reinschreien „die Wirtschaftskammer“: Ja, bitte schön, erklären Sie mir einmal: Warum soll immer alles irgendwer übernehmen?! Wo ist denn das soziale Gewissen, die soziale Verantwortung für Personen, die in Ausbildung sind? Sind Lehrlinge denn nicht in Ausbildung? (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Öllinger: Sagen Sie das der Wirtschaftskammer!) Warum sind denn Lehrlinge permanent schlechter gestellt als Schüler, permanent schlechter gestellt als Studenten? Das ist doch völlig uneinsehbar! (Abg. Öllinger: Sagen Sie das der Wirtschaftskammer!)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundesminister, das ist zu spät, wenn die Herrschaften das erst dort lernen! Gehen Sie zu Ihrer Kollegin Genossin Schmied, und sagen Sie ihr, dass das in das Schulsystem hineingehört, dass die Lehrlinge mit 15, wenn sie auf den Arbeitsmarkt kommen, Disziplin, Verlässlichkeit, Regelmäßigkeit schon gelernt haben. Das wäre einmal ein Ansatz, Herr Bundesminister, anstatt permanent Geld hineinzupulvern in irgendwelche sonstigen künstlerischen Projekte. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist ja ungeheuerlich! Was fällt Ihnen überhaupt ein?!
Abgeordnete Mag. Christine Lapp, MA (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Der Kollege hat heute vergessen, als er die Reden für die Kolleginnen und Kollegen der FPÖ vorgeschrieben hat, dass er auf der einen Seite Zahlen, Daten, Fakten in die Reden hineinpackt und auf der anderen Seite einmal versucht, den Schmutzkübel stehen zu lassen. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist ja ungeheuerlich! Was fällt Ihnen überhaupt ein?!) Sie haben nämlich vergessen, Herr Kollege Kickl und KollegInnen von der FPÖ, dass die FPÖ davor gewarnt hat, dass wir von einer Million Ausländerinnen und Ausländern aus dem EU-Ausland überschwemmt werden – gekommen sind 70 000. Also eine falsche Behauptung; das ist jetzt klargestellt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Christine Lapp, MA (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Der Kollege hat heute vergessen, als er die Reden für die Kolleginnen und Kollegen der FPÖ vorgeschrieben hat, dass er auf der einen Seite Zahlen, Daten, Fakten in die Reden hineinpackt und auf der anderen Seite einmal versucht, den Schmutzkübel stehen zu lassen. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist ja ungeheuerlich! Was fällt Ihnen überhaupt ein?!) Sie haben nämlich vergessen, Herr Kollege Kickl und KollegInnen von der FPÖ, dass die FPÖ davor gewarnt hat, dass wir von einer Million Ausländerinnen und Ausländern aus dem EU-Ausland überschwemmt werden – gekommen sind 70 000. Also eine falsche Behauptung; das ist jetzt klargestellt. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Tschauner Bühne!
Sie haben vergessen, werte Kollegen von der FPÖ – weil sich jetzt Frau Dr. Belakowitsch-Jenewein so um die Lehrlinge hier gesorgt hat, wo ich mir denke, das wäre ja schon fast würdig, dass sie ins Burgtheater geht (Ruf bei der SPÖ: Tschauner Bühne!) –: Als die FPÖ in der Regierung war, wurde der Kündigungsschutz für die Lehrlinge abgeschafft. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie haben vergessen, werte Kollegen von der FPÖ – weil sich jetzt Frau Dr. Belakowitsch-Jenewein so um die Lehrlinge hier gesorgt hat, wo ich mir denke, das wäre ja schon fast würdig, dass sie ins Burgtheater geht (Ruf bei der SPÖ: Tschauner Bühne!) –: Als die FPÖ in der Regierung war, wurde der Kündigungsschutz für die Lehrlinge abgeschafft. (Beifall bei der SPÖ.)
Oh-Rufe bei der FPÖ
Und das ist ja überhaupt eine bodenlose Gemeinheit, dass Sie sich jetzt hierher stellen und Minister Hundstorfer, der jeden Tag bei den Lehrlingen ist, bei Beschäftigten ist, in Betrieben ist, unterwegs ist (Oh-Rufe bei der FPÖ), vorwerfen, dass er keine Ahnung hat! Das ist ja wirklich schrecklich! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Und das ist ja überhaupt eine bodenlose Gemeinheit, dass Sie sich jetzt hierher stellen und Minister Hundstorfer, der jeden Tag bei den Lehrlingen ist, bei Beschäftigten ist, in Betrieben ist, unterwegs ist (Oh-Rufe bei der FPÖ), vorwerfen, dass er keine Ahnung hat! Das ist ja wirklich schrecklich! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Haubner: Wurden zurückgenommen!
Nur zur Erinnerung: Als die FPÖ Regierungsverantwortung hatte, gab es die höchste Arbeitslosigkeit. Damals waren wirtschaftlich gute Zeiten. Es wurden Unfallrenten besteuert, und es wurden die Ambulanzgebühren eingeführt. (Abg. Haubner: Wurden zurückgenommen!) – Damit man einmal den Vergleich hat und die Daten und Fakten auf dem Tisch liegen.
Beifall bei der SPÖ.
Werter Kollege Dr. Huainigg, eines möchte ich Ihnen noch sagen, weil Sie zum Freiwilligen Sozialen Jahr gemeint haben, freiwillig und bezahlt ginge nicht: Das ist falsch! Freiwillig heißt, dass der Zugang freiwillig für Männer und Frauen ist, und freiwillig heißt, dass es statt einem Pflicht-, statt einem Wehrersatzdienst gilt. Schließen Sie sich nicht der ÖVP-Demagogie an! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Zwei Punkte dazu: Ich denke, in Zukunft muss es so sein, dass sich öffentliche Ämter nicht mehr freikaufen dürfen und auch eine gewisse Form von Anstellung zu überlegen haben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
hätte ich gerne eine Entschuldigung, sagt die behinderte Person. Dann wird ein Bericht geschrieben, man entschuldigt sich – und das war es, das ist die Einigung! Das kann doch keine Maßnahme sein! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Was ich mir von Ihnen erwarte, sehr geehrter Herr Minister, ist, dass Sie sich mit allen anderen Ministern und Ministerinnen zusammensetzen und hier durchgreifen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das Hauptproblem ist, dass die Barrieren in den Köpfen bestehen. Da müssen wir etwas tun, das ist ganz klar, das ist natürlich eine große Sache – und Ihre Aufgabe. Und ich erwarte mir von Ihnen, dass Sie da etwas vorantreiben. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei den Grünen: Von wem?
Eines ist aber auch klar: Wir alle tragen Verantwortung; die Regierung im Besonderen, aber auch die Opposition. Es muss schon eine gewisse Gemütslage sein, wenn man alles und jedes kritisiert – und ich höre Ihnen mit Interesse zu, ich kenne ja in etwa Ihre Grundeinstellung. (Ruf bei den Grünen: Von wem?) Ich bin schon lange genug in der Politik und weiß, wie Sie manchmal denken. Wir haben ja mit Ihnen auch schon eine Regierung gebildet, wo auch nicht alles erledigbar war. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Und deshalb glaube ich, dass wir uns in dieser Auseinandersetzung wirklich auf das Grundsätzliche beschränken sollten.
Zwischenruf des Abg. Kickl.
Eines ist aber auch klar: Wir alle tragen Verantwortung; die Regierung im Besonderen, aber auch die Opposition. Es muss schon eine gewisse Gemütslage sein, wenn man alles und jedes kritisiert – und ich höre Ihnen mit Interesse zu, ich kenne ja in etwa Ihre Grundeinstellung. (Ruf bei den Grünen: Von wem?) Ich bin schon lange genug in der Politik und weiß, wie Sie manchmal denken. Wir haben ja mit Ihnen auch schon eine Regierung gebildet, wo auch nicht alles erledigbar war. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Und deshalb glaube ich, dass wir uns in dieser Auseinandersetzung wirklich auf das Grundsätzliche beschränken sollten.
Abg. Kickl: Wie meinen Sie denn das: „wo immer sie zu Hause sind“?
Grundsätzlich können wir feststellen: Wir leben in einem Land, in dem es uns allen gut geht – vielleicht nicht allen, vielleicht gibt es eine Gruppe, die auf unsere Unterstützung wartet. Gerade diesen Menschen – wo immer sie zu Hause sind, was immer sie machen – müssen wir uns zuwenden. (Abg. Kickl: Wie meinen Sie denn das: „wo immer sie zu Hause sind“?)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn ich das alles überdenke, denke ich an John F. Kennedy, der einmal sinngemäß sagte: Du darfst von deinem Staat nicht alles fordern, sondern du musst auch bereit sein, für deinen Staat etwas zu geben. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Kickl
Dieses Budget nimmt sehr deutlich durch eine kluge, wohlüberlegte Finanzplanung auf viele dieser neuen und wichtigen Kriterien Bezug. Ich denke, dass da einige Ansätze gemacht wurden, die ganz wichtig sind, zum Beispiel Jugendbeschäftigung. Es stimmt schon, wie der Herr Minister heute gesagt hat, die Ausbildung der jungen Leute ist uns ein Grundanliegen (Zwischenruf des Abg. Kickl), und die Lehrstelle und der Lehrling müssen wieder ihren sozialen Status erhalten. Das ist unser aller Aufgabe, da sind wir alle gefragt, wo immer wir sitzen, wer immer wir sind. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Dieses Budget nimmt sehr deutlich durch eine kluge, wohlüberlegte Finanzplanung auf viele dieser neuen und wichtigen Kriterien Bezug. Ich denke, dass da einige Ansätze gemacht wurden, die ganz wichtig sind, zum Beispiel Jugendbeschäftigung. Es stimmt schon, wie der Herr Minister heute gesagt hat, die Ausbildung der jungen Leute ist uns ein Grundanliegen (Zwischenruf des Abg. Kickl), und die Lehrstelle und der Lehrling müssen wieder ihren sozialen Status erhalten. Das ist unser aller Aufgabe, da sind wir alle gefragt, wo immer wir sitzen, wer immer wir sind. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Selbstverständlich gibt es wichtige Themen im Pensionsbereich, im Pflegebereich. Ich denke, dass da sehr viel gemacht wurde. Jede neue Leistung – wie immer sie apostrophiert oder genannt wird – ist kritisch zu hinterfragen und ist auch auf ihre Finanzierbarkeit zu prüfen; auch das ist eine unserer Aufgaben. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Letzten Endes: Wer Gutes bewahren will, muss vieles verändern. – Wir sind dabei, wir schaffen es! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Nicht verschlafen haben wir aber, dass der Zugang zum Pflegegeld insgesamt erschwert wurde, dass das Pflegegeld nicht valorisiert wurde. Nicht verschlafen haben wir, dass es noch keine Pflegedatenbank gibt, die schon lange versprochen wird. Und nicht verschlafen haben wir, dass es zwar den Pflegefonds gibt, aber zeitlich begrenzt. – Das sind die Fakten, und die soll man auch ansprechen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Die großen Reformen können nicht nur darin bestehen, dass man versucht, das tatsächliche Pensionsantrittsalter schrittweise an das gesetzliche anzupassen, das es ohnehin schon seit Jahrzehnten gibt. Es wird nicht genügen, dass der Zugang zu den Frühpensionen erschwert wird. Es wird nicht genügen, dass der Zugang zur Hacklerregelung erschwert wird. Und es wird auch nicht genügen, dass die Invaliditätspension reformiert wird. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Kickl.
Ich vermisse im Zusammenhang mit den Pensionen auch immer wieder, dass Sie vehement gegen Sonderrechte und Privilegien aufstehen. Wir haben nach wie vor Sonderrechte und Privilegien bei Gemeinde- und Landesbediensteten. Wir haben nach wie vor Sonderrechte und Privilegien bei den Sozialversicherungen, bei der Nationalbank. Wir haben nach wie vor die sogenannten alten Politikerpensionen. Da frage ich mich: Wo ist der Solidarbeitrag jener, die diese alten hohen Politikerpensionen beziehen? (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Von jedem kleinen Pensionisten verlangt man jetzt einen Solidarbeitrag, man sagt ihnen: Ihr bekommt nicht 2,8, sondern nur 1,8 Prozent, denn ihr müsst auch euren Solidarbeitrag leisten! – Da sollte man einmal ordentlich vorgehen. (Ruf bei der FPÖ: Was sagt da der Stadler dazu?)
Ruf bei der FPÖ: Was sagt da der Stadler dazu?
Ich vermisse im Zusammenhang mit den Pensionen auch immer wieder, dass Sie vehement gegen Sonderrechte und Privilegien aufstehen. Wir haben nach wie vor Sonderrechte und Privilegien bei Gemeinde- und Landesbediensteten. Wir haben nach wie vor Sonderrechte und Privilegien bei den Sozialversicherungen, bei der Nationalbank. Wir haben nach wie vor die sogenannten alten Politikerpensionen. Da frage ich mich: Wo ist der Solidarbeitrag jener, die diese alten hohen Politikerpensionen beziehen? (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Von jedem kleinen Pensionisten verlangt man jetzt einen Solidarbeitrag, man sagt ihnen: Ihr bekommt nicht 2,8, sondern nur 1,8 Prozent, denn ihr müsst auch euren Solidarbeitrag leisten! – Da sollte man einmal ordentlich vorgehen. (Ruf bei der FPÖ: Was sagt da der Stadler dazu?)
Beifall beim BZÖ.
Wir brauchen ein flexibles Pensionsantrittsalter, unabhängig von der Altersgrenze, denn entscheidend sind die Jahre, in denen man eingezahlt hat. Es ist nicht Entscheidungscheidend, ob man 59,5, 61,5, 65 oder 58 Jahre alt ist. Dann würde endlich auch die Diskussion um das Frauenpensionsalter aufhören, die zwar jetzt nicht mehr so intensiv geführt wird, aber notwendig wäre. Reden wir darüber! Ist es heute noch gerecht, dass Frauen später in Pension gehen, wenn eben Kindererziehungszeiten und Pflegezeiten entsprechend angerechnet werden? – Bei dem System, wie wir vom BZÖ es vorschlagen, würde sich das erübrigen, weil das Alter im Grunde keine Rolle mehr spielt. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Das Budget, das heute vorliegt, ist das letzte Budget vor der Wahl 2013. Ich bezweifle, dass noch viele Reformen geschehen werden – betreffend das, was ich hier angerissen habe –, aber wenn die nächste Regierung auch mit den nächsten Generationen verantwortungsvoll umgehen will und für die nächsten Generationen verantwortungsvoll handeln will, dann wird sie an einer großen Pensionsreform nicht vorbeikommen. (Beifall beim BZÖ.)
Rufe und Gegenrufe zwischen FPÖ und SPÖ.
Sie als Abgeordnete müssen doch wissen, dass da schon jahrzehntelang eine gesetzliche Regelung existiert. (Rufe und Gegenrufe zwischen FPÖ und SPÖ.) Sie als Abgeordnete werden doch so weit sein, dass Sie die Sachen vorher lesen. (Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.) Wir haben eine ganz klare Regelung im Berufsausbildungsgesetz, Frau Kollegin. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Mich würde das wirklich interessieren, wollen Sie die vielleicht 200 000 Menschen, die zurzeit zusehen, die Kollegen und Kolleginnen, die Bevölkerung verunsichern? Warum machen Sie das wirklich? Sie stellen sich hier her und sagen, die Lehrlinge in Österreich seien eine besonders arme Gruppe, die Gewerkschaften, der Herr Bundesminister, niemand mache etwas für sie. (Ruf bei der FPÖ: Stimmt eh! – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Stimmt ja!)
Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.
Sie als Abgeordnete müssen doch wissen, dass da schon jahrzehntelang eine gesetzliche Regelung existiert. (Rufe und Gegenrufe zwischen FPÖ und SPÖ.) Sie als Abgeordnete werden doch so weit sein, dass Sie die Sachen vorher lesen. (Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.) Wir haben eine ganz klare Regelung im Berufsausbildungsgesetz, Frau Kollegin. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Mich würde das wirklich interessieren, wollen Sie die vielleicht 200 000 Menschen, die zurzeit zusehen, die Kollegen und Kolleginnen, die Bevölkerung verunsichern? Warum machen Sie das wirklich? Sie stellen sich hier her und sagen, die Lehrlinge in Österreich seien eine besonders arme Gruppe, die Gewerkschaften, der Herr Bundesminister, niemand mache etwas für sie. (Ruf bei der FPÖ: Stimmt eh! – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Stimmt ja!)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Sie als Abgeordnete müssen doch wissen, dass da schon jahrzehntelang eine gesetzliche Regelung existiert. (Rufe und Gegenrufe zwischen FPÖ und SPÖ.) Sie als Abgeordnete werden doch so weit sein, dass Sie die Sachen vorher lesen. (Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.) Wir haben eine ganz klare Regelung im Berufsausbildungsgesetz, Frau Kollegin. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Mich würde das wirklich interessieren, wollen Sie die vielleicht 200 000 Menschen, die zurzeit zusehen, die Kollegen und Kolleginnen, die Bevölkerung verunsichern? Warum machen Sie das wirklich? Sie stellen sich hier her und sagen, die Lehrlinge in Österreich seien eine besonders arme Gruppe, die Gewerkschaften, der Herr Bundesminister, niemand mache etwas für sie. (Ruf bei der FPÖ: Stimmt eh! – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Stimmt ja!)
Ruf bei der FPÖ: Stimmt eh! – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Stimmt ja!
Sie als Abgeordnete müssen doch wissen, dass da schon jahrzehntelang eine gesetzliche Regelung existiert. (Rufe und Gegenrufe zwischen FPÖ und SPÖ.) Sie als Abgeordnete werden doch so weit sein, dass Sie die Sachen vorher lesen. (Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.) Wir haben eine ganz klare Regelung im Berufsausbildungsgesetz, Frau Kollegin. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Mich würde das wirklich interessieren, wollen Sie die vielleicht 200 000 Menschen, die zurzeit zusehen, die Kollegen und Kolleginnen, die Bevölkerung verunsichern? Warum machen Sie das wirklich? Sie stellen sich hier her und sagen, die Lehrlinge in Österreich seien eine besonders arme Gruppe, die Gewerkschaften, der Herr Bundesminister, niemand mache etwas für sie. (Ruf bei der FPÖ: Stimmt eh! – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Stimmt ja!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der FPÖ.
Kolleginnen und Kollegen! Seit 1978 haben wir eine Regelung im Berufsausbildungsgesetz, ganz konkret in den §§ 9 und 21, wo klar geregelt ist, dass die Prüfungstaxe vom Dienstgeber zu bezahlen und die erforderliche Freizeit unter Fortzahlung des Entgeltes bereitzustellen ist und sämtliche Materialien, die man diesbezüglich benötigt, ebenfalls vom Dienstgeber zu bezahlen sind. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der FPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Dr. Belakowitsch-Jenewein. – Gegenrufe bei der SPÖ.
Frau Kollegin, ich würde mir wünschen, dass Sie sich hierher stellen und sagen, warum Sie das machen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Dr. Belakowitsch-Jenewein. – Gegenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Kickl: Nein, Sie sind EU-Meister, nicht Europameister! Das ist etwas anderes!
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen! Ich möchte vor allem unserem Bundesminister, aber auch der gesamten Wirtschaft und allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sehr herzlich zu den hervorragenden wirtschaftlichen Daten, insbesondere im Bereich der Arbeitslosigkeit, gratulieren. Wir sind Europameister! (Abg. Kickl: Nein, Sie sind EU-Meister, nicht Europameister! Das ist etwas anderes!) Wir sind auch im Spitzenfeld, was die Jugendarbeitslosigkeit betrifft, liebe Kolleginnen und Kollegen.
Beifall bei der SPÖ.
Wenn ich vor allem die Mittel im Bereich der aktiven Arbeitsmarktpolitik betrachte, so denke ich, Herr Minister, dass das Budget richtig erstellt worden ist. Wir haben vor allem in den Jahren, in denen wir besonders von der Krise betroffen waren – 2008, 2009 –, in denen eine Menge von Unternehmungen in Österreich gemeinsam mit den Sozialpartnern Regelungen im Bereich der Kurzarbeit vereinbart haben, gesehen, dass das ein wesentliches Instrument war, die Krise zu entschärfen. Ich sage hier an dieser Stelle: Danke, Herr Minister!, weil da Gewerkschaften gemeinsam mit der Regierung Hervorragendes geleistet haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum letzten Punkt: Wenn man sich die Wirkungsziele ansieht, so ist das sehr, sehr interessant. Ich denke, dass wir hier die Aufgabe haben, gemeinsam die gesamte Regierung und vor allem den zuständigen Minister massiv zu unterstützen, wenn es darum geht, dass wir Verbesserungen bei der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit älterer Arbeitnehmer – 50 plus – erreichen wollen. Es geht aber auch darum, dass wir alles daran setzen müssen, die Arbeitslosigkeit zu senken. Und wir sind aufgerufen, hier gemeinsam daran zu arbeiten. – Ein herzliches Dankeschön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Defizite und Schulden sind kein stabiles Fundament für unseren Staat. Daher ist dieses Budget auch eine Mischung aus Sparen mit Augenmaß und aus gezielten Offensivmaßnahmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Warum Sparen mit Augenmaß? – Sparen mit Augenmaß, weil wir auch unseren Kindern und Enkelkindern Chancen für die Zukunft geben wollen. Offensivmaßnahmen wie zum Beispiel die Uni-Milliarde oder der Gründerfonds dienen dazu, unsere Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen. Eine dieser wichtigen Maßnahmen ist beispielsweise für Unternehmerinnen, Landwirtinnen und alle selbständig tätigen Frauen die Erhöhung des Wochengeldes. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Schatz: … Mindestsicherung zur Existenzsicherung, weil sie in ihrem Job so wenig verdienen! – Ruf bei den Grünen: So ist es!
Sehr geehrte Damen und Herren! Wenn arbeitsfähige Menschen unser Sozialsystem missbrauchen, ist das aus meiner Sicht grob fahrlässig, es ist unsozial, und es ist nicht gerecht. Herr Minister, stellen Sie das ab! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Schatz: … Mindestsicherung zur Existenzsicherung, weil sie in ihrem Job so wenig verdienen! – Ruf bei den Grünen: So ist es!)
Beifall bei der FPÖ
Abgeordneter Werner Neubauer (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Ja, meine Vorrednerin hat es gesagt: Österreich steht gut da. Ich würde sagen: Österreich steht nicht schlecht da. Aber damit das auch so bleibt, bedarf es einer Oppositionspartei wie der FPÖ, die die bestehenden Mängel in diesem System permanent auch immer wieder aufgreift und Ihnen aufzeigt (Beifall bei der FPÖ), damit Sie auch zurückkommen auf einen anderen Weg, zumal 78 Prozent der Österreicher heute schon sagen, dass sie sich für das nächste Jahr von dieser Bundesregierung nichts mehr erwarten. Also müssen wir als Oppositionspartei dafür
Beifall bei der FPÖ.
Frau Kollegin Csörgits, ich schätze Sie wirklich sehr, aber wenn Sie bei jeder Rede, die Sie beginnen, hier herauskommen und sagen, wenn die FPÖ Mängel kritisiert – immerhin habe ich mir notiert: 1 800 Briefe und E-Mails waren es, die ich in den letzten drei Monaten wegen der Pensionsdebatte bekommen habe –, dann sei das Hetze, dann ist das einfach falsch. Es geht hier um die besorgten Menschen dieses Landes, die sich an uns wenden, und wir haben die Verpflichtung, diese ihre Interessen hier zu vertreten! – Das ist die Realität. (Beifall bei der FPÖ.) Es handelt sich daher hier nicht um Hetze, sondern um das tatsächliche Wahrnehmen von ernsten Sorgen.
Beifall bei der FPÖ.
Da Kollege Lugar, den ich seit seinem „NEWS“-Interview gestern nicht mehr gesehen habe – er ist seit zwei Tagen verschollen –, gemeint hat, diese Pensionen seien zehn Jahre noch leistbar, aber nachher könnten diese Pensionen in Österreich nicht mehr ausbezahlt werden, muss ich sagen: Ich lehne so eine Diktion ganz entschieden ab! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dass nun Wien als Bundesland bei all diesen Arbeitsmarktzahlen in den letzten Monaten permanent sozusagen mit an führender Stelle liegt – derzeit mit 11,5 Prozent Arbeitslosen und einer permanenten Steigerung von 25 Prozent jeden Monat – und dass Wien bei der Harmonisierung der Pensionen immer noch säumig ist, das ist das Problem, das ganz Österreich nach unten zieht. Da muss die Bundesregierung endlich einmal die Reißleine – auch bei einem roten Landeshauptmann – ziehen, denn es kann nicht sein, dass alle Bundesländer darunter leiden, nur weil Wien bei der Erfüllung seiner Pflichten säumig ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dieses Budget ist keine Ansage für die Jugend und keine positive Ansage für die Senioren. Wir brauchen nämlich keine Neiddebatten und keine anderen Lösungen nach der Art jener, die Sie hier breitgetreten haben, mit einem Mehr an Staat. Was wir brauchen, ist mehr an Freiheit. Was wir brauchen, ist mehr an Verantwortung. Und was wir brauchen, ist ein Weg zu einer Vertrauensgesellschaft, die wieder heranwachsen muss. Aber das kann eben nur geschehen durch das Beschreiten eines Weges, wo Freiheit und Verantwortung gleichermaßen wieder gelebt werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Diese sich jährlich wiederholende Diskussion um die Pensionen, die in wirklich widerlicher Art und Weise abläuft, sollte deshalb abgestellt werden, weil sie genau diesen vertrauensbildenden Maßnahmen zuwiderläuft. Und da die Pensionisten im Rahmen Ihres Sparpakets – ich würde sagen, Belastungspakets – 7 Milliarden € dazu beigetragen haben, dieses Budget zu sanieren, sind wir als Freiheitliche ganz entschieden dagegen, dass diese Pensionisten in diesem Sparpaket mit ihren Pensionen – bei einer Teuerung von über 4 Prozent, bei Energiepreisen, die sich verdoppelt haben, bei Wohnpreisen, die sich massiv erhöht haben – neuerlich zur Kasse gebeten werden. Da werden Sie in uns keinen Partner finden! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist ein Skandal, und dafür sollten Sie sich wirklich schämen! Es zeigt nämlich, welchen Stellenwert Sie den Pensionisten in der Republik Österreich tatsächlich beimessen, nämlich keinen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kickl.
Abgeordneter Josef Muchitsch (SPÖ): Sehr geschätzter Herr Präsident! Sehr geschätzter Herr Sozialminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Vorweg muss ich dem Sozialminister meine Bewunderung zum Ausdruck bringen, denn was er sich hier seit 9 Uhr anhören muss an teilweise falschen Zahlen, Fakten, Argumenten, und dennoch sitzt er so ruhig da – das ist bewundernswert, Herr Sozialminister! (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kickl.) – Zu dem komme ich noch, Herr Möchtegern-Sozialminister.
Abg. Kickl: „Zentral“ ist bei euch!
Wenn hier der FPÖ-Zentralsekretär, der Herbert Kickl, sagt (Abg. Kickl: „Zentral“ ist bei euch!), er würde viel umdrehen in der Sozialpolitik, wenn er könnte, dann sei er darauf hingewiesen: Es hat genau deine Partei von 2000 bis 2006 diese Chance gehabt, umzudrehen (Abg. Kickl: Wir kriegen schon noch eine!), und ihr habt umgedreht, das ist völlig richtig. Ihr habt einen Rekord an neuen Beschäftigungsverhältnissen zugelassen, aus dem Ausland (Abg. Kickl – in Richtung ÖVP weisend –: Nicht wir – da!), mit versteckten Saisonniers und Praktiken. (Abg. Kickl: Nicht wir! – Du weißt es doch besser!) Ihr habt Pensionen gekürzt, als ihr den Sozialminister gestellt habt. (Abg. Kickl: Du brauchst doch da nicht so einen Blödsinn reden!) Ihr habt die Pensionen gekürzt, indem ihr die Abschläge bei den Frühpensionen erhöht habt (Abg. Kickl: Geh, hör auf!) und den Berechnungszeitraum ausgedehnt habt.
Abg. Kickl: Wir kriegen schon noch eine!
Wenn hier der FPÖ-Zentralsekretär, der Herbert Kickl, sagt (Abg. Kickl: „Zentral“ ist bei euch!), er würde viel umdrehen in der Sozialpolitik, wenn er könnte, dann sei er darauf hingewiesen: Es hat genau deine Partei von 2000 bis 2006 diese Chance gehabt, umzudrehen (Abg. Kickl: Wir kriegen schon noch eine!), und ihr habt umgedreht, das ist völlig richtig. Ihr habt einen Rekord an neuen Beschäftigungsverhältnissen zugelassen, aus dem Ausland (Abg. Kickl – in Richtung ÖVP weisend –: Nicht wir – da!), mit versteckten Saisonniers und Praktiken. (Abg. Kickl: Nicht wir! – Du weißt es doch besser!) Ihr habt Pensionen gekürzt, als ihr den Sozialminister gestellt habt. (Abg. Kickl: Du brauchst doch da nicht so einen Blödsinn reden!) Ihr habt die Pensionen gekürzt, indem ihr die Abschläge bei den Frühpensionen erhöht habt (Abg. Kickl: Geh, hör auf!) und den Berechnungszeitraum ausgedehnt habt.
Abg. Kickl – in Richtung ÖVP weisend –: Nicht wir – da!
Wenn hier der FPÖ-Zentralsekretär, der Herbert Kickl, sagt (Abg. Kickl: „Zentral“ ist bei euch!), er würde viel umdrehen in der Sozialpolitik, wenn er könnte, dann sei er darauf hingewiesen: Es hat genau deine Partei von 2000 bis 2006 diese Chance gehabt, umzudrehen (Abg. Kickl: Wir kriegen schon noch eine!), und ihr habt umgedreht, das ist völlig richtig. Ihr habt einen Rekord an neuen Beschäftigungsverhältnissen zugelassen, aus dem Ausland (Abg. Kickl – in Richtung ÖVP weisend –: Nicht wir – da!), mit versteckten Saisonniers und Praktiken. (Abg. Kickl: Nicht wir! – Du weißt es doch besser!) Ihr habt Pensionen gekürzt, als ihr den Sozialminister gestellt habt. (Abg. Kickl: Du brauchst doch da nicht so einen Blödsinn reden!) Ihr habt die Pensionen gekürzt, indem ihr die Abschläge bei den Frühpensionen erhöht habt (Abg. Kickl: Geh, hör auf!) und den Berechnungszeitraum ausgedehnt habt.
Abg. Kickl: Nicht wir! – Du weißt es doch besser!
Wenn hier der FPÖ-Zentralsekretär, der Herbert Kickl, sagt (Abg. Kickl: „Zentral“ ist bei euch!), er würde viel umdrehen in der Sozialpolitik, wenn er könnte, dann sei er darauf hingewiesen: Es hat genau deine Partei von 2000 bis 2006 diese Chance gehabt, umzudrehen (Abg. Kickl: Wir kriegen schon noch eine!), und ihr habt umgedreht, das ist völlig richtig. Ihr habt einen Rekord an neuen Beschäftigungsverhältnissen zugelassen, aus dem Ausland (Abg. Kickl – in Richtung ÖVP weisend –: Nicht wir – da!), mit versteckten Saisonniers und Praktiken. (Abg. Kickl: Nicht wir! – Du weißt es doch besser!) Ihr habt Pensionen gekürzt, als ihr den Sozialminister gestellt habt. (Abg. Kickl: Du brauchst doch da nicht so einen Blödsinn reden!) Ihr habt die Pensionen gekürzt, indem ihr die Abschläge bei den Frühpensionen erhöht habt (Abg. Kickl: Geh, hör auf!) und den Berechnungszeitraum ausgedehnt habt.
Abg. Kickl: Du brauchst doch da nicht so einen Blödsinn reden!
Wenn hier der FPÖ-Zentralsekretär, der Herbert Kickl, sagt (Abg. Kickl: „Zentral“ ist bei euch!), er würde viel umdrehen in der Sozialpolitik, wenn er könnte, dann sei er darauf hingewiesen: Es hat genau deine Partei von 2000 bis 2006 diese Chance gehabt, umzudrehen (Abg. Kickl: Wir kriegen schon noch eine!), und ihr habt umgedreht, das ist völlig richtig. Ihr habt einen Rekord an neuen Beschäftigungsverhältnissen zugelassen, aus dem Ausland (Abg. Kickl – in Richtung ÖVP weisend –: Nicht wir – da!), mit versteckten Saisonniers und Praktiken. (Abg. Kickl: Nicht wir! – Du weißt es doch besser!) Ihr habt Pensionen gekürzt, als ihr den Sozialminister gestellt habt. (Abg. Kickl: Du brauchst doch da nicht so einen Blödsinn reden!) Ihr habt die Pensionen gekürzt, indem ihr die Abschläge bei den Frühpensionen erhöht habt (Abg. Kickl: Geh, hör auf!) und den Berechnungszeitraum ausgedehnt habt.
Abg. Kickl: Geh, hör auf!
Wenn hier der FPÖ-Zentralsekretär, der Herbert Kickl, sagt (Abg. Kickl: „Zentral“ ist bei euch!), er würde viel umdrehen in der Sozialpolitik, wenn er könnte, dann sei er darauf hingewiesen: Es hat genau deine Partei von 2000 bis 2006 diese Chance gehabt, umzudrehen (Abg. Kickl: Wir kriegen schon noch eine!), und ihr habt umgedreht, das ist völlig richtig. Ihr habt einen Rekord an neuen Beschäftigungsverhältnissen zugelassen, aus dem Ausland (Abg. Kickl – in Richtung ÖVP weisend –: Nicht wir – da!), mit versteckten Saisonniers und Praktiken. (Abg. Kickl: Nicht wir! – Du weißt es doch besser!) Ihr habt Pensionen gekürzt, als ihr den Sozialminister gestellt habt. (Abg. Kickl: Du brauchst doch da nicht so einen Blödsinn reden!) Ihr habt die Pensionen gekürzt, indem ihr die Abschläge bei den Frühpensionen erhöht habt (Abg. Kickl: Geh, hör auf!) und den Berechnungszeitraum ausgedehnt habt.
Abg. Kickl: Ich weiß nicht, wo du hinschaust! Alles falsch!
Ihr habt die Arbeitslosengeld-Anspruchsvoraussetzungen verschärft und das Arbeitslosengeld gekürzt (Abg. Kickl: Ich weiß nicht, wo du hinschaust! Alles falsch!), und ihr habt für die Leute, die schwer arbeiten, eine Schwerarbeiterpension geschaffen, die niemand schafft. (Abg. Kickl: Alles falsch! Alles falsch!) Das habt ihr gemacht! So habt ihr Sozialpolitik umgefärbt und außerdem schlecht gemacht.
Abg. Kickl: Alles falsch! Alles falsch!
Ihr habt die Arbeitslosengeld-Anspruchsvoraussetzungen verschärft und das Arbeitslosengeld gekürzt (Abg. Kickl: Ich weiß nicht, wo du hinschaust! Alles falsch!), und ihr habt für die Leute, die schwer arbeiten, eine Schwerarbeiterpension geschaffen, die niemand schafft. (Abg. Kickl: Alles falsch! Alles falsch!) Das habt ihr gemacht! So habt ihr Sozialpolitik umgefärbt und außerdem schlecht gemacht.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Das wird nicht mehr lang dauern!
Das wird eh nicht mehr lang dauern!) Das haben wir nicht gesagt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Das wird nicht mehr lang dauern!)
Abg. Kickl: Na ja, wie geht es weiter?
Und wir haben auch immer ganz klar gesagt, wenn das Wirtschaftswachstum stimmt, ist das verkraftbar – und wir haben es verkraftet. Lieber Herr Kickl, wir haben es verkraftet. – Dass jetzt das Wirtschaftswachstum entsprechend gesunken ist, ist natürlich ein Problem. (Abg. Kickl: Na ja, wie geht es weiter?) Mir wäre es viel lieber, wenn alle hier in diesem Raum die Sozialpolitik wirklich ernst nehmen und sagen würden: Sozialpolitik ist, dass man jene Leute, die schwer arbeiten, in der Pension nicht mit hohen Abschlägen bestraft, sondern belohnt.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: … Schadensbegrenzung in der eigenen Partei! – Abg. Königsberger-Ludwig: Das war eine ausgezeichnete, sachliche, objektive Rede!
Mir wäre es recht, wenn jene Menschen, die gerne einen Arbeitsplatz hätten, auch wenn sie schon älter sind, entsprechend unterstützt würden, wenn auch die Wirtschaft, die Firmen diese nicht bestrafen, sondern fördern würde und ältere Arbeitnehmer entsprechend beschäftigen würde. Das wäre in Wirklichkeit Sozialpolitik, die wir brauchen. Und die Sozialpolitik, wie sie in den letzten Jahren in Österreich durch diese Bundesregierung unter der Verantwortung unseres Sozialministers Rudi Hundstorfer gemacht worden ist, ist echte und ehrliche Sozialpolitik! – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: … Schadensbegrenzung in der eigenen Partei! – Abg. Königsberger-Ludwig: Das war eine ausgezeichnete, sachliche, objektive Rede!)
Abg. Kickl: … der Grünen, dass jeder Soldat ein Mörder ist! Das war ja auch Ihre Diktion!
Möglicherweise wäre das auch ein Traummodell, ein Szenario, das die FPÖ durchaus begrüßen würde, weil ja Männer in Uniformen, die die Ausbildung an der Waffe erhalten, durchaus auch etwas sind, was den Freiheitsbegriff der FPÖ widerspiegelt. Ich will das auf keinen Fall. Ich will ein Sozialsystem, das auf gute Beine gestellt wird, abseits der Wehrpflicht und abseits des Zivildienstes. (Abg. Kickl: … der Grünen, dass jeder Soldat ein Mörder ist! Das war ja auch Ihre Diktion!)
Abg. Hornek: Dann werden Sie auch gut zahlen müssen!
Dass meine Oma gut betreut wird, wenn sie es einmal brauchen sollte, meine sehr verehrten Damen und Herren, nämlich von gut bezahlten Pflegerinnen und Pflegern, das ist das, was ich mir vom Sozialsystem erhoffe, aber nicht nur erhoffe, sondern das ist das, was ich eigentlich auch einfordere. Und ich will auch, dass meine Tochter von gut bezahlten und gut ausgebildeten Pädagoginnen und Pädagogen gefördert und betreut wird. (Abg. Hornek: Dann werden Sie auch gut zahlen müssen!) Und die Chance dafür sehe ich tatsächlich in der Volksbefragung, die am 20. Jänner stattfindet. Und die Chance einer Neuregelung des Zivildienstes kann wahrgenommen werden in der Folge der Abschaffung der Wehrpflicht.
Beifall bei den Grünen.
Darauf hoffe ich, und ich wünsche mir, dass Sie auch die Gespräche weiterführen, denn ich bin davon überzeugt, dass ein neues Sozialsystem auf breite Beine gestellt werden muss, damit es funktioniert. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kickl: Das ist ein bisschen eine schiefe Geschichte! – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: McJobs! Das ist eine schiefe Geschichte!
Wenn hier behauptet wird, in Wien explodiere die Arbeitslosigkeit, wenn hier behauptet wird, in Wien gehe alles den Bach runter, dann muss ich sagen: Nehmen Sie doch die nominellen Zahlen zur Kenntnis! Dann werden Sie sehen: Der Anstieg der Zahl der Beschäftigten ist höher als der Anstieg der Arbeitslosigkeit. – Punkt eins. (Abg. Kickl: Das ist ein bisschen eine schiefe Geschichte! – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: McJobs! Das ist eine schiefe Geschichte!)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Und wie viele waren in Schulungen!?
Punkt zwei: Nein, es ist keine … (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Und wie viele waren in Schulungen!?) – Schauen Sie, Frau Belakowitsch-Jenewein, wir haben im Oktober in Wien um 7 300 mehr Beschäftigte gehabt und „nur“ – unter Anführungszeichen – um 3 800 mehr Arbeitslose. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: 5 635 Schulungen!) Das sind ganz einfach die nackten Zahlen, und Wien hat einen Anstieg der Arbeitslosigkeit im Mittelfeld aller österreichischen Bundesländer. (Abg. Riepl: Sie versteht es einfach nicht!)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: 5 635 Schulungen!
Punkt zwei: Nein, es ist keine … (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Und wie viele waren in Schulungen!?) – Schauen Sie, Frau Belakowitsch-Jenewein, wir haben im Oktober in Wien um 7 300 mehr Beschäftigte gehabt und „nur“ – unter Anführungszeichen – um 3 800 mehr Arbeitslose. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: 5 635 Schulungen!) Das sind ganz einfach die nackten Zahlen, und Wien hat einen Anstieg der Arbeitslosigkeit im Mittelfeld aller österreichischen Bundesländer. (Abg. Riepl: Sie versteht es einfach nicht!)
Abg. Riepl: Sie versteht es einfach nicht!
Punkt zwei: Nein, es ist keine … (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Und wie viele waren in Schulungen!?) – Schauen Sie, Frau Belakowitsch-Jenewein, wir haben im Oktober in Wien um 7 300 mehr Beschäftigte gehabt und „nur“ – unter Anführungszeichen – um 3 800 mehr Arbeitslose. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: 5 635 Schulungen!) Das sind ganz einfach die nackten Zahlen, und Wien hat einen Anstieg der Arbeitslosigkeit im Mittelfeld aller österreichischen Bundesländer. (Abg. Riepl: Sie versteht es einfach nicht!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Zu den Schulungen: Warum machen wir denn so viele Schulungen? – Weil wir das Problem haben, dass Menschen hier leben, die halt ganz einfach keinen Pflichtschulabschluss haben, die keinen Lehrabschluss haben. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.) Weil wir ganz einfach den Menschen eine Chance geben wollen, denn ihre Alternative ist Chancenlosigkeit. So wie beim Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz: Sie kritisieren, stimmen nicht zu! (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Wo haben Sie denn Antworten? – Sie haben keine Antwort für diese Menschen! Sie sind nicht diese Sozialpartei. Wir sind diese soziale Regierung. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Kickl.
Zu den Schulungen: Warum machen wir denn so viele Schulungen? – Weil wir das Problem haben, dass Menschen hier leben, die halt ganz einfach keinen Pflichtschulabschluss haben, die keinen Lehrabschluss haben. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.) Weil wir ganz einfach den Menschen eine Chance geben wollen, denn ihre Alternative ist Chancenlosigkeit. So wie beim Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz: Sie kritisieren, stimmen nicht zu! (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Wo haben Sie denn Antworten? – Sie haben keine Antwort für diese Menschen! Sie sind nicht diese Sozialpartei. Wir sind diese soziale Regierung. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Zu den Schulungen: Warum machen wir denn so viele Schulungen? – Weil wir das Problem haben, dass Menschen hier leben, die halt ganz einfach keinen Pflichtschulabschluss haben, die keinen Lehrabschluss haben. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.) Weil wir ganz einfach den Menschen eine Chance geben wollen, denn ihre Alternative ist Chancenlosigkeit. So wie beim Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz: Sie kritisieren, stimmen nicht zu! (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Wo haben Sie denn Antworten? – Sie haben keine Antwort für diese Menschen! Sie sind nicht diese Sozialpartei. Wir sind diese soziale Regierung. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kickl: Warum verteidigen Sie immer das Unrecht?
Das ist genauso, wie sich hierherzustellen und zu sagen: Wir verhindern, dass die Behindertensportler eine Förderung bekommen! – So erkundigen Sie sich doch! Würden Sie sich erkundigen, wüssten Sie ganz genau, dass mit dem Behindertensportverband eine Änderung der Finanzierung vereinbart ist – Basisfinanzierung plus Projektförderung. Das ist im Einvernehmen so beschlossen worden. Zum Schluss kommt mehr Geld heraus als heute. – So setzen Sie sich doch endlich einmal mit der Sache auseinander und erzeugen Sie nicht immer Luftblasen! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kickl: Warum verteidigen Sie immer das Unrecht?)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich verteidige überhaupt nicht das Unrecht! Ich verteidige zum Beispiel, dass Spitzenbehindertensportler jetzt endlich auch in der Sporthilfe aufgenommen worden sind und endlich eine Individualförderung bekommen, so wie alle anderen Sportler auch. Das verteidige ich! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Neuerlicher Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich verteidige, dass mein Ressort für den Behindertensportverband mehr zahlt als jemals zuvor. Das verteidige ich gerne, Herr Abgeordneter! – Bitte vorher erkundigen und nachher reden! (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
können, sollen hier lieber 30 000 mehr dazubekommen. Das heißt, das ist ein Plus von 25 000 Personen, die diesen neuen Freibetrag in Anspruch nehmen können. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Lichtenecker: Ja logisch! – Abg. Kickl: Das liegt in der Biologie!
Punkt zwei: Es gab immer schon Ablehnungen, sehr geehrte Frau Abgeordnete. Es gab in diesem System, seit es eingeführt worden ist, Ablehnungen, weil das im System so verankert ist. Es muss so sein (Abg. Dr. Lichtenecker: Ja logisch! – Abg. Kickl: Das liegt in der Biologie!), denn es kann nicht jeder, der aufzeigt, automatisch Pflegestufe 7 bekommen. Seien wir doch glücklich, dass es so ist. Es gibt und gab immer schon Ablehnungen.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist eine gefährliche Drohung!
Nächster Punkt – Abgeordneter Hofer ist leider nicht hier –: Es sind nicht 1,2 Milliarden, die die Städte, Länder und Gemeinden aufwenden, sondern es sind 1,6 Milliarden. Dementsprechend haben wir als österreichische Bundesregierung reagiert. Wir haben einen Pflegefonds installiert. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist eine gefährliche Drohung!) – Schauen Sie, Frau Belakowitsch-Jenewein, die gefährliche Drohung sind Sie, denn Sie haben keine Antwort! Wir haben eine Antwort. Wir haben die richtige Antwort (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Stummvoll), denn damit gelingt es uns, den Anstieg bei der Sozialhilfe abzufangen. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Großartige Antwort!) Ich wiederhole: Damit gelingt es uns, den Anstieg bei der Sozialhilfe abzufangen!
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Stummvoll
Nächster Punkt – Abgeordneter Hofer ist leider nicht hier –: Es sind nicht 1,2 Milliarden, die die Städte, Länder und Gemeinden aufwenden, sondern es sind 1,6 Milliarden. Dementsprechend haben wir als österreichische Bundesregierung reagiert. Wir haben einen Pflegefonds installiert. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist eine gefährliche Drohung!) – Schauen Sie, Frau Belakowitsch-Jenewein, die gefährliche Drohung sind Sie, denn Sie haben keine Antwort! Wir haben eine Antwort. Wir haben die richtige Antwort (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Stummvoll), denn damit gelingt es uns, den Anstieg bei der Sozialhilfe abzufangen. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Großartige Antwort!) Ich wiederhole: Damit gelingt es uns, den Anstieg bei der Sozialhilfe abzufangen!
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Großartige Antwort!
Nächster Punkt – Abgeordneter Hofer ist leider nicht hier –: Es sind nicht 1,2 Milliarden, die die Städte, Länder und Gemeinden aufwenden, sondern es sind 1,6 Milliarden. Dementsprechend haben wir als österreichische Bundesregierung reagiert. Wir haben einen Pflegefonds installiert. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist eine gefährliche Drohung!) – Schauen Sie, Frau Belakowitsch-Jenewein, die gefährliche Drohung sind Sie, denn Sie haben keine Antwort! Wir haben eine Antwort. Wir haben die richtige Antwort (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Stummvoll), denn damit gelingt es uns, den Anstieg bei der Sozialhilfe abzufangen. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Großartige Antwort!) Ich wiederhole: Damit gelingt es uns, den Anstieg bei der Sozialhilfe abzufangen!
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
schen Lehrlinge werden in Betrieben ausgebildet. Das ist gut so, das soll so sein und das soll so bleiben. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Hagen: Ich bin kein „Ableger“!
Genauso möchte ich die Damen und Herren, egal, ob vom ehemaligen BZÖ oder jetzt vom Ableger (Abg. Hagen: Ich bin kein „Ableger“!), die immer die Zusammenlegung der Sozialversicherungen verlangen, wirklich darum bitten: Denken Sie daran, dass Sie es für sechs Einrichtungen automatisch verteuern, denn das sind die sechs Betriebskrankenkassen, wo die Dienstgeber, wer immer der Dienstgeber ist, einen massiven Teil der Verwaltungskosten übernehmen und die Versicherten damit nicht belastet sind.
Abg. Hagen: Es rechnet sich nur, wenn man sie zusammenlegt!
Ich weiß nicht, ob das so in Ihrem Interesse wäre. Ich glaube, es geht um etwas ganz anderes, und das ist das Wichtigere. Fest steht: Es rechnet sich nicht! (Abg. Hagen: Es rechnet sich nur, wenn man sie zusammenlegt!) Das ist halt ein Problem der Mathematik: Es rechnet sich nicht, denn sonst hätten wir das ja alles schon längst gemacht. (Abg. Ing. Westenthaler: Sind Sie Mathematiker?) – Herr Westenthaler, ich bin so viel Mathematiker wie Sie. (Abg. Ing. Westenthaler: Ich habe nie behauptet, dass ich Mathematiker bin, aber Sie behaupten das!) – Na ja, Sie haben wenigstens ein bisserl was gelernt, glaube ich. (Abg. Ing. Westenthaler: Ich habe zumindest eine HTL-Ausbildung!)
Abg. Ing. Westenthaler: Sind Sie Mathematiker?
Ich weiß nicht, ob das so in Ihrem Interesse wäre. Ich glaube, es geht um etwas ganz anderes, und das ist das Wichtigere. Fest steht: Es rechnet sich nicht! (Abg. Hagen: Es rechnet sich nur, wenn man sie zusammenlegt!) Das ist halt ein Problem der Mathematik: Es rechnet sich nicht, denn sonst hätten wir das ja alles schon längst gemacht. (Abg. Ing. Westenthaler: Sind Sie Mathematiker?) – Herr Westenthaler, ich bin so viel Mathematiker wie Sie. (Abg. Ing. Westenthaler: Ich habe nie behauptet, dass ich Mathematiker bin, aber Sie behaupten das!) – Na ja, Sie haben wenigstens ein bisserl was gelernt, glaube ich. (Abg. Ing. Westenthaler: Ich habe zumindest eine HTL-Ausbildung!)
Abg. Ing. Westenthaler: Ich habe nie behauptet, dass ich Mathematiker bin, aber Sie behaupten das!
Ich weiß nicht, ob das so in Ihrem Interesse wäre. Ich glaube, es geht um etwas ganz anderes, und das ist das Wichtigere. Fest steht: Es rechnet sich nicht! (Abg. Hagen: Es rechnet sich nur, wenn man sie zusammenlegt!) Das ist halt ein Problem der Mathematik: Es rechnet sich nicht, denn sonst hätten wir das ja alles schon längst gemacht. (Abg. Ing. Westenthaler: Sind Sie Mathematiker?) – Herr Westenthaler, ich bin so viel Mathematiker wie Sie. (Abg. Ing. Westenthaler: Ich habe nie behauptet, dass ich Mathematiker bin, aber Sie behaupten das!) – Na ja, Sie haben wenigstens ein bisserl was gelernt, glaube ich. (Abg. Ing. Westenthaler: Ich habe zumindest eine HTL-Ausbildung!)
Abg. Ing. Westenthaler: Ich habe zumindest eine HTL-Ausbildung!
Ich weiß nicht, ob das so in Ihrem Interesse wäre. Ich glaube, es geht um etwas ganz anderes, und das ist das Wichtigere. Fest steht: Es rechnet sich nicht! (Abg. Hagen: Es rechnet sich nur, wenn man sie zusammenlegt!) Das ist halt ein Problem der Mathematik: Es rechnet sich nicht, denn sonst hätten wir das ja alles schon längst gemacht. (Abg. Ing. Westenthaler: Sind Sie Mathematiker?) – Herr Westenthaler, ich bin so viel Mathematiker wie Sie. (Abg. Ing. Westenthaler: Ich habe nie behauptet, dass ich Mathematiker bin, aber Sie behaupten das!) – Na ja, Sie haben wenigstens ein bisserl was gelernt, glaube ich. (Abg. Ing. Westenthaler: Ich habe zumindest eine HTL-Ausbildung!)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Ihr Armen!
Ich möchte nun ganz kurz noch einmal zum Pensionssystem etwas sagen. – Ich bin kein Verteidiger der Altpolitiker, damit wir uns nicht missverstehen, aber wenn wir schon debattieren, dann bitte ich alle, die dieses Thema in den Mund nehmen, auch zu sagen, dass die Altpolitiker 15 Prozent Pensionssicherungsbeitrag zahlen. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Ihr Armen!) Das ist ein Beitrag, den sonst keine Gruppe in diesem Land zahlt. Das ist schon okay so, aber man soll es objektiverweise dazusagen. (Abg. Brosz: Wie hoch ist der Deckungsbeitrag?)
Abg. Brosz: Wie hoch ist der Deckungsbeitrag?
Ich möchte nun ganz kurz noch einmal zum Pensionssystem etwas sagen. – Ich bin kein Verteidiger der Altpolitiker, damit wir uns nicht missverstehen, aber wenn wir schon debattieren, dann bitte ich alle, die dieses Thema in den Mund nehmen, auch zu sagen, dass die Altpolitiker 15 Prozent Pensionssicherungsbeitrag zahlen. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Ihr Armen!) Das ist ein Beitrag, den sonst keine Gruppe in diesem Land zahlt. Das ist schon okay so, aber man soll es objektiverweise dazusagen. (Abg. Brosz: Wie hoch ist der Deckungsbeitrag?)
Abg. Brosz: Na und!
Schauen Sie, es ist ein Auslaufmodell. Es gibt niemanden mehr, der es nicht hat. Es ist ein Auslaufmodell. (Abg. Brosz: Na und!) Wir haben so etwas wie Vertragstreue. Haben wir so etwas Ähnliches in unserer Rechtsordnung? (Abg. Brosz: Wie hoch ist der Deckungsbeitrag?) Den Pensionssicherungsbeitrag kann man sicher irgendwann einmal wieder erhöhen, das ist ja nicht das Thema. Aber Fakt ist: Vom Grundsatz her haben wir so etwas Ähnliches wie Vertragstreue.
Abg. Brosz: Wie hoch ist der Deckungsbeitrag?
Schauen Sie, es ist ein Auslaufmodell. Es gibt niemanden mehr, der es nicht hat. Es ist ein Auslaufmodell. (Abg. Brosz: Na und!) Wir haben so etwas wie Vertragstreue. Haben wir so etwas Ähnliches in unserer Rechtsordnung? (Abg. Brosz: Wie hoch ist der Deckungsbeitrag?) Den Pensionssicherungsbeitrag kann man sicher irgendwann einmal wieder erhöhen, das ist ja nicht das Thema. Aber Fakt ist: Vom Grundsatz her haben wir so etwas Ähnliches wie Vertragstreue.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Ah so!
Zum Schluss kommend nun zu dem, was im Zusammenhang mit Burgenland behauptet wurde. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Ah so!) – Ja, Frau Abgeordnete, der Artikel, den Sie vorgelesen haben, stimmt. Sie wissen sicher auch, zu welcher Zeit er geschrieben wurde – ein paar Wochen vor der Gemeinderatswahl. (Abg. Kickl: Ah so, die Sozialisten lügen vor der Wahl?!) Inzwischen war ich im Burgenland und habe gemeinsam mit der ganzen burgenländischen Landesregierung gefeiert. Dort gibt es 101 000 Beschäftigte, und diese 101 000 Beschäftigten im Burgenland sind eine Traumziffer. Das wollten alle Regierungsmitglieder schon einmal erreichen.
Abg. Kickl: Ah so, die Sozialisten lügen vor der Wahl?!
Zum Schluss kommend nun zu dem, was im Zusammenhang mit Burgenland behauptet wurde. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Ah so!) – Ja, Frau Abgeordnete, der Artikel, den Sie vorgelesen haben, stimmt. Sie wissen sicher auch, zu welcher Zeit er geschrieben wurde – ein paar Wochen vor der Gemeinderatswahl. (Abg. Kickl: Ah so, die Sozialisten lügen vor der Wahl?!) Inzwischen war ich im Burgenland und habe gemeinsam mit der ganzen burgenländischen Landesregierung gefeiert. Dort gibt es 101 000 Beschäftigte, und diese 101 000 Beschäftigten im Burgenland sind eine Traumziffer. Das wollten alle Regierungsmitglieder schon einmal erreichen.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Das sollte uns ein bisschen zu denken geben, weil immer wieder argumentiert wird, bei der BMS gäbe es Schmarotzertum. Da gibt es kein Schmarotzertum, sondern die BMS ist ein Sprungbrett, das wissen Sie ganz genau, und dieses Sprungbrett hilft, Menschen wieder in Beschäftigung zu bringen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf: Das war aber bösartig! – Abg. Amon: Das war nett gemeint!
Abgeordneter Johann Höfinger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister – heute wieder in voller Fahrt! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! (Ruf: Das war aber bösartig! – Abg. Amon: Das war nett gemeint!) – Natürlich! – Ja, die Latte liegt hoch, das haben wir in dieser Debatte heute schon bemerkt. Aber im internationalen Vergleich haben wir hervorragende Daten: Höchstbeschäftigung, und wir haben Gott sei Dank niedrige Zahlen bei der Arbeitslosigkeit, auch bei der Jugendarbeitslosigkeit. Aber natürlich sind die Herausforderungen größer geworden. Wer eine hohe Sozialstruktur aufweisen kann, der weiß, dass er sich in diesen wirtschaftlich turbulenten Zeiten noch mehr anstrengen muss, um dieses Niveau halten zu können, und da ist es auch notwendig, die Strukturen für die zukünftigen Bedürfnisse der Menschen weiterzuentwickeln.
Beifall bei der ÖVP.
An dieser Stelle darf ich einmal sehr herzlich Danke sagen, und zwar all jenen, die aus ihrer Tätigkeit heraus Beiträge leisten, damit dieses Sozialsystem finanziert werden kann. Die Selbständigen, die Unselbständigen, aber auch die Bauern: Sie alle leisten einen gewaltigen Beitrag. Ich denke, das muss es uns wirklich wert sein, diesen Menschen zu danken und sie vor den Vorhang zu holen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kickl: Er wird es nicht merken!
Herr Bundesminister, nun auch ein Wort zum Konsumentenschutz; das fällt ja auch in Ihr Ressort. (Abg. Kickl: Er wird es nicht merken!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Herr Minister! Wie ist das mit den Sozialisten vor der Wahl?
Da würde ich Sie bitten: Bleiben wir hier am Puls der Zeit! Begleiten wir diese Menschen, geben wir ihnen Möglichkeiten an die Hand, Rat und Hilfe zu finden! Tun wir alles Notwendige, um diesen Menschen wirklich Hilfestellungen anbieten zu können. Das wäre mein Wunsch in dieser Frage. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Herr Minister! Wie ist das mit den Sozialisten vor der Wahl?)
Heiterkeit bei der FPÖ.
Abgeordneter Bernhard Themessl (FPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Herr Bundesminister, was mich unheimlich freut, ist, dass Sie so emotional sind. Wissen Sie, jemand, der etwas bewegen will, muss Emotionen zeigen. Das ist vollkommen richtig. Nur: Das Problem ist, Sie bewegen sich offensichtlich in die falsche Richtung, und das mit Riesenschritten. (Heiterkeit bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Kenntnis, dass die duale betriebliche Ausbildung, bei der Österreich eine Vorreiterrolle spielt und die weltweit anerkannt ist, nicht in ÜLAs stattfinden kann. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Daher frage ich mich, warum Sie an diesem Irrweg festhalten. Sie sagen permanent, es geht uns so gut, wir haben alle Jugendlichen untergebracht. Ich sage Ihnen, die Ausbildungsplätze, die Sie in den ÜLAs schaffen, dienen einzig und allein dazu, die Arbeitslosenstatistik zu drücken (Beifall bei der FPÖ), damit wir uns immer mit den permanent schlechteren Ländern vergleichen und sagen können, wir stehen wesentlich besser da. Sie sollten sich endlich einmal mit den fünf besten Ländern in Europa vergleichen. Davon abgesehen, haben die fünf besten Länder in Europa nicht den Erfolgseuro als Währung, sondern die sind außerhalb der Euro-Zone, aber sie sind trotzdem viel besser als wir. Aber daran nehmen wir uns offensichtlich kein Beispiel.
Beifall bei der FPÖ.
Dann möchte ich noch auf das Image der Lehre zu sprechen kommen und auch an die Kollegin Lapp appellieren, die offensichtlich hier falsche Zahlen im Sinn hat. Wer hat denn bitte die Lehrlingskündigung eingeführt? – Das war diese Bundesregierung, mit Hilfe der Grünen übrigens, die vor der Sommerpause 2008 mit den Stimmen von ÖVP, SPÖ und Grünen die Lehrlingskündigung durchgedrückt hat – gegen den Willen der Arbeiterkammern, gegen den Willen auch der Freiheitlichen, weil wir gesagt haben, das ist ein Irrweg. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und dann sage ich Ihnen noch etwas. Wer hat denn die Qualitätssicherung abgeschafft? Sie hatten in Ihrem Lehrlingsförderungsmodell, das ohnehin keinen Rappen wert ist, 3 000 € vorgesehen, die nach der Hälfte der Lehrzeit, nach eineinhalb Jahren, den Betrieben als kleines Entgelt zukommen sollten, wenn die Lehrlinge eine Qualitätssicherung machen. Sie sprechen vom schlechten Image der Lehre und schaffen die Qualitätssicherung ab, weil Sie die Budgetmittel nicht haben, um den Betrieben, die dafür verantwortlich sind, dass die Lehrlinge optimal ausgebildet werden, 3 000 € für diese Qualitätssicherung zu gönnen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Was ich auch nicht verstehe, ist, dass es Ihnen immer, wenn Sie den Namen Egon Blum hören, die Haare aufstellt. Jetzt wundert mich das, denn der Egon Blum ist ja nachweislich kein Freiheitlicher. Die Freiheitlichen sind bekannt dafür, dass sie für gute Ideen und für gute Vorschläge, egal aus welchem Eck in diesem Haus sie kommen, immer ein offenes Ohr haben, wenn sie zielführend sind. (Beifall bei der FPÖ.) Ideo-
Beifall bei der FPÖ.
Dazu kommt aber noch etwas. Wir haben in der Zeit seit der Abschaffung des Blum-Bonus 5 000 Lehrbetriebe verloren. Wir hatten 40 000 Betriebe in Österreich, die Lehrlinge ausgebildet haben, jetzt haben wir noch 35 000, Tendenz weiter sinkend. So viel zu Ihrer Förderung. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wissen Sie, Sie sollten Ihre Emotionen dazu benutzen, sich in die richtige Richtung zu bewegen, aber Sie tun es ganz bewusst und provokant und nur aus ideologischer Sicht heraus in die falsche Richtung. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte mich bei den Mitarbeitern des Vereins für Konsumenteninformation und bei den Mitarbeitern im Ministerium für diese erfolgreiche Arbeit recht herzlich bedanken. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Es wird versucht, mit der Ehrlichkeit und der Angst der Menschen kriminelle Geschäfte zu machen. Es muss alles unternommen werden, damit solche Machenschaften unterbunden werden (Beifall bei der FPÖ), unterbunden mit Prävention, mit Aufklärung und in enger Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden, denn diese kriminellen Machenschaften werden immer mehr und nicht weniger.
Beifall bei der FPÖ.
Herr Minister, zum Schutz der Bevölkerung vor solchen Machenschaften braucht man das nötige Personal. Das ist derzeit aber nicht vorhanden. – Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Der Konsumentenschutz hat in Österreich einen hohen Stellenwert – Gott sei Dank! –, und mit allen Kräften auch weiterhin daran zu arbeiten, tut unserem Land Österreich meines Erachtens sehr gut. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Es gibt also, wie Sie meinen Worten entnehmen können, im Konsumentenschutz für uns alle noch sehr, sehr viel zu tun. (Beifall bei der SPÖ.)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Ein voll ausgebildetes Burn-out-Syndrom ist nichts anderes als eine schwere Depression. Ich habe Manager bei mir in der Ordination gehabt, die haben gesagt: Herr Doktor, ich kann nicht einmal mehr aufstehen – das ist nicht eingebildet –, ich sehe mich überhaupt nicht heraus, ich kann nicht mehr schlafen. – Da hilft natürlich als Erstes, dass man die Schlafstörung behebt, Antidepressiva gibt und dann in Richtung Verhaltenstherapie geht. Ich frage sofort nach, denn wenn jemand mit Burn-out zu mir kommt, klappt es entweder im Beruf nicht oder privat nicht oder finanziell nicht – selten mit der Gesundheit, die spielt da nicht eine so große Rolle –, und in einem der drei Felder werde ich immer fündig, meistens leider in allen drei Feldern. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.
Daher gebe ich drei Ratschläge. (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.) Ich habe nur drei Minuten, mein Lehrbuch auszuführen. Das würde viel länger dauern.
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Team Stronach.
Ich meine, auch Mitversicherte sollen ehrlich und gesundheitspolitisch richtig behandelt werden. – Danke. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
In diesem Sinne bedanke ich mich bei allen Beteiligten für die bisherige Arbeit im Sinne der Konsumentinnen und Konsumenten in Österreich und bedanke mich sogleich auch bei Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.
Lassen Sie mich noch ganz kurz ein paar Sätze zum Thema Menschen mit Behinderungen sagen! Einige VorrednerInnen haben Appelle an die Wirtschaft gerichtet, mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mit Behinderung eine Chance zu geben. Ich kann nur berichten, die Bereitschaft besteht vonseiten der Unternehmer. Ich kenne aus meinem Wahlkreis sehr viele Unternehmen, die gerne jemanden einstellen würden, um die Ausgleichstaxe nicht bezahlen zu müssen, aber sie finden niemanden. Und anstatt dass man ihnen hilft, richtet man ihnen aus: Dafür sind wir nicht zuständig. (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Also wir sollten uns ehrlich mit der Thematik befassen: Was bedeutet es, wenn die Einrichtungen, die sich um diese Beschäftigten kümmern, zum Teil diese Arbeitskräfte absaugen und diese damit für die Wirtschaft nicht mehr zur Verfügung stehen? Und darum sollte man auch diese Diskussion ehrlich führen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Verbraucherbildung, Prävention und Aufklärung sind wichtige Maßnahmen für unsere Gesellschaft und für einen aktiven Verbraucherschutz. Ich darf mich in diesem Zusammenhang, im Gegensatz zu meinem Vorredner, auch bei der Arbeiterkammer recht herzlich für ihre gute Arbeit bedanken, die sie im Interesse ihrer Mitglieder durchführt. Natürlich hat dabei der Konsumentenschutz eine ganz besondere Bedeutung. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Sie haben davon gesprochen, dass man, wenn man die 22 Sozialversicherungsanstalten zusammenlegen würde, bei sechs Anstalten ein Minus machen würde, weil ja dort der Arbeitgeber mitbezahlt, die Rechenaufgabe hätte dann ein Minus als Ergebnis. Wenn ich aber sechs von 22 abziehe, dann komme ich nach Adam Riese auf 16, und diese 16 hätten ja Einsparungsmöglichkeiten, und zwar ganz massive. Schauen wir einmal: Wenn man 22 Sozialversicherungspräsidenten einspart, dann haben wir da schon einmal ein riesiges Potential, Vizepräsidenten detto, Dienstwagen detto, Chauffeure detto und die Sonderpensionen kommen noch dazu. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Schopf: Was wird denn bezahlt? – Abg. Königsberger-Ludwig: Was waren die Bedingungen?
Ich möchte aber noch zwei andere Punkte ansprechen, die mir zugetragen worden sind und die mich eigentlich sehr nachdenklich stimmen. Erstens zum Thema AMS: An mich ist eine Personalleasingfirma herangetreten, die dringend Leute in verschiedenen Branchen gebraucht hätte. Ihr wurden vom AMS zehn Personen geschickt. Nach einer Woche war nicht einmal mehr eine Person dort angestellt. (Abg. Schopf: Was wird denn bezahlt? – Abg. Königsberger-Ludwig: Was waren die Bedingungen?) Das heißt, diese Damen und Herren haben nicht so schlecht bezahlt bekommen, wollten aber nicht arbeiten. Da ist es dann so gewesen: Der eine ist gar nicht gekommen. Die anderen sind teilweise gekommen, haben sich vorgestellt, wollten aber nur einen Stempel, damit sie wieder weiter Arbeitslosengeld kassieren können. Dann hat es Personen gegeben, die eingestellt worden sind, die einen Tag zur Arbeit gekommen sind oder teilweise sogar am ersten Tag einfach nicht erschienen sind.
Beifall beim Team Stronach.
Der zweite Punkt ist das Thema Lehrlinge, das hier auch schon angesprochen wurde. Ich habe da einen Fall, wo mir eine junge Mutter mitgeteilt hat, dass sie das AMS gebeten hat, für ihren Sohn eine Lehrstelle zu suchen. Es wurde ihr gesagt, ja, das ist alles schön und gut, sie soll sich im Computer eintragen und dann kommt der Sohn auf die Warteliste, und irgendwann meldet sich jemand bei ihr. Ich glaube, da ist es gescheiter, sie ruft bei verschiedenen Firmen in dem Bereich an, wo der Sohn vielleicht arbeiten will, aber dazu brauche ich kein AMS, dazu brauche ich keine Verwaltung, die sehr viel Geld kostet. Ich denke, da machen einige Herrschaften ihre Hausaufgaben nicht wirklich. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich biete Ihnen unsere Mitarbeit an. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Deswegen steht’s so gut da!
Wir in der KFA Wien haben schon lange den Beschluss gefasst, dass all diejenigen, die im Vorstand der KFA Wien sitzen und ein politisches Mandat haben – es sitzen ja in der KFA Wien alle politischen Parteien des Wiener Gemeinderats –, keine Gage bekommen; nur damit Sie wissen, was Sie da einsparen wollen. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Deswegen steht’s so gut da!) Wo nichts ist, kann man nichts tun! Das ist einmal Punkt eins. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Team Stronach.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Team Stronach.
Wir in der KFA Wien haben schon lange den Beschluss gefasst, dass all diejenigen, die im Vorstand der KFA Wien sitzen und ein politisches Mandat haben – es sitzen ja in der KFA Wien alle politischen Parteien des Wiener Gemeinderats –, keine Gage bekommen; nur damit Sie wissen, was Sie da einsparen wollen. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Deswegen steht’s so gut da!) Wo nichts ist, kann man nichts tun! Das ist einmal Punkt eins. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Team Stronach.)
Abg. Kaufmann-Bruckberger: Das sind keine Schauermärchen!
Zum AMS habe ich noch eine Botschaft an Sie. Wenn der Fall so war, wie Sie hier erzählen, dann soll diese Firma das dem AMS melden, denn Sie wissen ganz genau, dass 95 000 Mal pro Jahr der AMS-Bezug eingestellt wird. 95 000 Mal! Bei 11 Prozent der AMS-Kundinnen und -Kunden wird der AMS-Bezug eingestellt. Das ist überhaupt kein Problem. Derjenige, der meint, ihm sei das so passiert, muss es nur melden. Das ist ein Verfahren, das ist ein Rechtszug. Jeder hat Anspruch auf einen ordnungsgemäßen Ablauf dieses Rechtszuges. Demzufolge soll es die Firma melden und der AMS-Bezug wird eingestellt. Ziehen wir da keine Schauermärchen hoch! (Abg. Kaufmann-Bruckberger: Das sind keine Schauermärchen!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Das ist genauso wie bei den Lehrlingen. Wissen Sie, ich sage das auch ganz offen: Ja, wir haben Defizite. Aber eine Gruppe von Menschen ersuche ich, auch immer in die Debatte mitzunehmen, die Eltern dieser jungen Menschen. Ich ersuche, auch diese in die Debatte mitzunehmen, denn alles an die Schule abzugeben, das geht auch wieder nicht. Alles dem Arbeitsmarktservice abzugeben geht auch wieder nicht. Es gibt so etwas Ähnliches, was sich Eltern nennt, und demzufolge bitte ich auch, das Elternhaus in die Debatte miteinzubeziehen, weil ein paar der Defizite sind auch nur mit dem Elternhaus gemeinsam zu lösen. – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Es wäre Ihre Pflicht und Ihre Aufgabe, die Bevölkerung zu informieren, nämlich darüber, was Sie für Vorstellungen haben, was Sie jetzt herausverhandeln, wie es weitergehen soll. Sie unterlassen das. Sie unterlassen es, mit der Opposition zu sprechen. Sie unterlassen es, die Menschen zu informieren, wundern sich dann aber darüber, dass andere diese Information übernehmen, sind dann gleich böse und schieben den Buhmann einer anderen Gruppe zu. Das, Herr Bundesminister, ist unredlich. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Oberhauser.
bekommen? Oder importieren Sie dann billige Ärzte aus Tschechien oder aus Russland oder in weiterer Folge vielleicht aus China? Das kann ja nicht die Versorgung sein! (Zwischenruf der Abg. Dr. Oberhauser.)
Beifall bei der FPÖ.
Unsere Ärzte – das sehen wir ja heute schon, das ist ein Trend, der sich schon seit vielen Jahren hinzieht –, unsere ausgebildeten Jungmediziner gehen nämlich ins Ausland. Die haben überhaupt keine Motivation mehr, hier im Land zu bleiben. Wir steuern schon jetzt auf einen Ärztemangel zu. Was Sie machen wollen ist aber, den Ärzten noch weniger Geld zu geben, damit noch mehr Ärzte ins Ausland gehen; und damit, Herr Bundesminister, gefährden Sie auf Dauer die Versorgung der Menschen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Möglicherweise wird das für Sie persönlich egal sein. Aber Ihren Nachfolger nach der nächsten Nationalratswahl wird es nicht mehr geben müssen, weil dieser Gesundheitsminister noch weniger Steuerungsmöglichkeiten haben wird, als Sie sie jetzt schon haben. Das ist der falsche Weg, Herr Bundesminister. Ich würde meinen, das Gesundheitssystem, wie wir es jetzt haben, gehört wohl reformiert, aber es gehört nicht zerstört. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Donabauer.
Sie suggerieren den Menschen, dass in den Krankenversicherungen mehr oder weniger Millionenbeträge abgehoben werden. Nein, wir wissen, dass dort mit den Geldern der Versicherten extrem vorsichtig umgegangen wird, und dass in der Frage des Verwaltungsaufwandes erstens mit einem Deckel vorgegangen wird, und zweitens dieser Deckel sehr gering ist. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Donabauer.)
Beifall bei der SPÖ.
Ganz im Gegenteil, Minister Stöger hat mit dem Kassenkonsolidierungspaket einen guten Schritt gesetzt. Wir haben den Kassenstrukturfonds auch in Zeiten der Krise weiter dotiert. Die Krankenkassen arbeiten gut und bilanzieren positiv. Ich denke, in diesem Sinne kann man nur zu dem Weg gratulieren, den das österreichische Gesundheitssystem jetzt mit Minister Stöger geht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Grünen, FPÖ, BZÖ und Team Stronach.
Abgeordneter Dr. Kurt Grünewald (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Es hat in den ersten Tagen vonseiten des Präsidiums beziehungsweise vonseiten der Präsidentin, Kollegin Prammer, geheißen: Jetzt kommen die Beratungen über das Budget. – Also jeder, der hier zusieht, wird sich wundern, was man unter Beratungen versteht. Beraten wird hier gar nichts. Hier wird etwas zur Kenntnis genommen, euphorisch, kritisch, verwundert, verärgert. Wir sollten ehrlich sein bei der Wortwahl. Es ist schwerste Täuschung, hier den Begriff „Beratung“ zu verwenden. (Beifall bei Grünen, FPÖ, BZÖ und Team Stronach.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Substitol gestiegen sei, ist wissenschaftlich völlig unbewiesen, weil Morphin-gespritzt oder Substitol-geschluckt nicht differenziert werden kann. Das hat Frau Mikl-Leitner offensichtlich nicht gewusst. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Dr. Belakowitsch-Jenewein und Ursula Haubner.
Ich möchte mich aber den Inhalten einer gesundheitspolitischen Debatte zuwenden. Wir diskutieren im Gesundheitsausschuss ständig über Dinge, die nicht gehen, weil sich Kassen und so weiter querlegen, beispielsweise bei den Themen Hospiz, Kinderrehabilitation et cetera. Es ist schon bedrückend, wenn ich vor zwei Tagen lesen musste, dass die Zahl der Rehab-Plätze für psychische Gesundheit von 700 auf 5 500 ausgebaut wurde, also nach Adam Riese 4 800 Plätze in fünf Jahren eingerichtet wurden, und wir schaffen es seit 20 Jahren nicht – seit 20 Jahren! –, eine Kinder-Rehab für 180 krebskranke Kinder auf die Beine zu stellen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Dr. Belakowitsch-Jenewein und Ursula Haubner.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn Sie das den österreichischen Hausärzten sagen, springen die Ihnen an die Gurgel! Und dann muss ich Sie medizinisch behandeln, und das will ich nicht! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Plessl.
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Zu einer Stellungnahme hat sich Herr Bundesminister Alois Stöger ... (Der Präsident wird darauf aufmerksam gemacht, dass davor noch ein Abgeordneter auf der Rednerliste eingetragen ist.) – Nach dem Abgeordneten Spadiut? Wieso scheint er bei mir nicht auf? – Aber okay, ich bin ja lernfähig. Vielleicht bin ich noch kein Auslaufmodell. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Plessl.)
Beifall beim BZÖ.
Das Protokoll sieht vor, dass die Kosten zwar weiter gesenkt werden sollen, aber nicht durch Einsparungen im System, sondern durch Einsparungen bei den Versicherten und bei der Leistungserbringung. – Das heißt, man spart nicht ein bei den Gehältern der Direktoren, bei der Verwaltung, bei den Chefetagen, nein, man spart ein beim Kranken- und Pflegepersonal, beim Reinigungspersonal, und das trifft im Endeffekt wieder die Patienten. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Oberhauser – die zunächst seitlich der Regierungsbank an einem Tisch sitzt und sich danach zu ihrem Sitzplatz begibt –: Hier!
Die Kollegin Oberhauser ... (Abg. Dr. Oberhauser – die zunächst seitlich der Regierungsbank an einem Tisch sitzt und sich danach zu ihrem Sitzplatz begibt –: Hier!) Kollegin Oberhauser hat erwähnt, die Möglichkeiten einzusparen, wären null, die Direktorin in Wien verdiene 3 800 € brutto im Monat.
Abg. Dr. Oberhauser: Nein, das stimmt nicht! Die Dienstwägen sind ja auch für Besuche und so weiter!
Dem BZÖ liegen nach einer vom BZÖ eingebrachten Anfrage andere Zahlen vor, und zwar ist hier der jährliche Aufwand für die Verwaltung mit über 700 Millionen € angegeben. Davon entfallen aber Kosten auf 117 Dienstwagen, auf 175 Bezirksaußenstellen, auf 17 000 € für Dienstreisen pro Tag und auf 10,8 Millionen € für die Chefetagen im Jahr. Dann muss es so sein, dass Ihre Kollegin in Wien nichts verdient, aber die anderen 21 müssen gewaltig absahnen. (Abg. Dr. Oberhauser: Nein, das stimmt nicht! Die Dienstwägen sind ja auch für Besuche und so weiter!) – Das sind die Kosten! Und die 10,8 Millionen für die Chefetage sind für die Putzfrau. (Abg. Dr. Oberhauser: Fünf bezahlte Funktionen! …!) – Das ist kein Blödsinn, das steht in der Anfragebeantwortung. Ich lasse sie Ihnen zukommen.
Abg. Dr. Oberhauser: Fünf bezahlte Funktionen! …!
Dem BZÖ liegen nach einer vom BZÖ eingebrachten Anfrage andere Zahlen vor, und zwar ist hier der jährliche Aufwand für die Verwaltung mit über 700 Millionen € angegeben. Davon entfallen aber Kosten auf 117 Dienstwagen, auf 175 Bezirksaußenstellen, auf 17 000 € für Dienstreisen pro Tag und auf 10,8 Millionen € für die Chefetagen im Jahr. Dann muss es so sein, dass Ihre Kollegin in Wien nichts verdient, aber die anderen 21 müssen gewaltig absahnen. (Abg. Dr. Oberhauser: Nein, das stimmt nicht! Die Dienstwägen sind ja auch für Besuche und so weiter!) – Das sind die Kosten! Und die 10,8 Millionen für die Chefetage sind für die Putzfrau. (Abg. Dr. Oberhauser: Fünf bezahlte Funktionen! …!) – Das ist kein Blödsinn, das steht in der Anfragebeantwortung. Ich lasse sie Ihnen zukommen.
Beifall beim BZÖ.
Die Sozialversicherungen, das sind die Beitragszahlerinnen und Beitragszahler, die dieses altmodische, in der Verfassung verankerte Konstrukt aufrechterhalten, und diese haben das Recht, dass die Politik den Auftrag dazu gibt, dieses Konstrukt zu reformieren. Es ist unfinanzierbar, sehr teuer und träge. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Minister, Sie haben wohl Ihre letzte Chance vertan, vielleicht doch als Umsetzungsminister und nicht als Ankündigungsminister in die Parlamentsgeschichte einzugehen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das haben wir ja!
Es geht darum, ein solidarisches Gesundheitssystem, das den Ausgleich schafft zwischen privilegierten Gesunden und benachteiligten Kranken, zu stärken. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das haben wir ja!) Das ist das Leitziel dieses Budgets. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Na, haben wir das nicht? – Zwischenruf des Abg. Dr. Karlsböck.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Na, haben wir das nicht? – Zwischenruf des Abg. Dr. Karlsböck.
Es geht darum, ein solidarisches Gesundheitssystem, das den Ausgleich schafft zwischen privilegierten Gesunden und benachteiligten Kranken, zu stärken. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das haben wir ja!) Das ist das Leitziel dieses Budgets. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Na, haben wir das nicht? – Zwischenruf des Abg. Dr. Karlsböck.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Ist das nicht jetzt schon so? Werden die jetzt nicht ernst genommen?
Wir wollen zweitens, dass es dazu einen differenzierten, aber einen gleichen Zugang der Geschlechter gibt, indem nämlich Männer und Frauen in ihrer Besonderheit auch ernst genommen werden und das Gesundheitssystem sich auch danach ausrichtet. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Ist das nicht jetzt schon so? Werden die jetzt nicht ernst genommen?)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Na, werden die jetzt nicht ernst genommen?
Drittens: Es geht darum, dass wir die Förderung und die Erhaltung von Gesundheit stärken (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Na, werden die jetzt nicht ernst genommen?), dass chronische Erkrankungen, dass auch psychische Erkrankungen in die Versorgung aufgenommen werden. – Das wurde auch deutlich hineingeschrieben, und es drückt den Inhalt dieses Budgets aus.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Ist das bis jetzt nicht so gewesen?
Viertens: Gesundheit, meine sehr verehrten Damen und Herren, hängt aber auch damit zusammen, wie wir auf Lebensmittel zugreifen können. Ein wesentliches Element für gesunde Lebensbedingungen ist, dass die Menschen gesundes Wasser bekommen, dass die Menschen gute Nahrungsmittel haben. Es ist auch unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Menschen die Freiheit nutzen können, dass sie keine Sorgen zu haben brauchen, dass, wenn man in Österreich etwas einkauft, Lebensmittel unsicher wären. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Ist das bis jetzt nicht so gewesen?) In Österreich haben wir eine exzellente Lebensmittelsicherheit zu erhalten und weiterzuentwickeln.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Hat es das bis jetzt noch nicht gegeben?
Und fünftens: Ein Teil des Budgets beschäftigt sich auch mit dem Thema Tiergesundheit und Tierschutz. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Hat es das bis jetzt noch nicht gegeben?) Alle diese Elemente werden mit diesem System auch umgesetzt. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Und fünftens: Ein Teil des Budgets beschäftigt sich auch mit dem Thema Tiergesundheit und Tierschutz. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Hat es das bis jetzt noch nicht gegeben?) Alle diese Elemente werden mit diesem System auch umgesetzt. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Ruf bei der FPÖ: So ein Zufall!
Mir, meine sehr verehrten Damen und Herren, geht es darum, dass wir das österreichische Gesundheitssystem – so gut es ist, was uns auch von allen bestätigt wird – weiterentwickeln und ausbauen. Ich erinnere daran, dass es gelungen ist, die Sanierung der Kassen durchzuführen. Frau Abgeordnete Oberhauser hat es berichtet: Heute hat der Hauptverband bekannt gegeben, dass man ein positives Ergebnis aller Kassen zustande bringt (Ruf bei der FPÖ: So ein Zufall!), dass Einsparungen zustande gebracht werden (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Zulasten der Patienten! – Zwischenruf des Abg. Dr. Karlsböck) und dass man im Jahr 2012 auch ein positives Ergebnis von 106 Millionen € erwartet.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Zulasten der Patienten! – Zwischenruf des Abg. Dr. Karlsböck
Mir, meine sehr verehrten Damen und Herren, geht es darum, dass wir das österreichische Gesundheitssystem – so gut es ist, was uns auch von allen bestätigt wird – weiterentwickeln und ausbauen. Ich erinnere daran, dass es gelungen ist, die Sanierung der Kassen durchzuführen. Frau Abgeordnete Oberhauser hat es berichtet: Heute hat der Hauptverband bekannt gegeben, dass man ein positives Ergebnis aller Kassen zustande bringt (Ruf bei der FPÖ: So ein Zufall!), dass Einsparungen zustande gebracht werden (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Zulasten der Patienten! – Zwischenruf des Abg. Dr. Karlsböck) und dass man im Jahr 2012 auch ein positives Ergebnis von 106 Millionen € erwartet.
Abg. Dr. Karlsböck: Datenschutz!
Ich habe mich damit auseinandergesetzt und mich dafür eingesetzt, dass wir Gruppenpraxen ermöglichen und eine zukunftsorientierte Versorgung in der Region zustande bringen. Ich danke auch dafür, dass es am Dienstag gelungen ist, mehr Transparenz zustande zu bringen, mehr Information (Abg. Dr. Karlsböck: Datenschutz!), mehr Qualität für Patientinnen und Patienten (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Qualität?) und gleichzeitig den Datenschutz für die Menschen zu verbessern, indem wir die Elektronische Gesundheitsakte beschlossen haben. Ich denke, das schafft Weiterentwicklung im Gesundheitssystem. (Beifall der Abg. Mag. Aubauer.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Qualität?
Ich habe mich damit auseinandergesetzt und mich dafür eingesetzt, dass wir Gruppenpraxen ermöglichen und eine zukunftsorientierte Versorgung in der Region zustande bringen. Ich danke auch dafür, dass es am Dienstag gelungen ist, mehr Transparenz zustande zu bringen, mehr Information (Abg. Dr. Karlsböck: Datenschutz!), mehr Qualität für Patientinnen und Patienten (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Qualität?) und gleichzeitig den Datenschutz für die Menschen zu verbessern, indem wir die Elektronische Gesundheitsakte beschlossen haben. Ich denke, das schafft Weiterentwicklung im Gesundheitssystem. (Beifall der Abg. Mag. Aubauer.)
Beifall der Abg. Mag. Aubauer.
Ich habe mich damit auseinandergesetzt und mich dafür eingesetzt, dass wir Gruppenpraxen ermöglichen und eine zukunftsorientierte Versorgung in der Region zustande bringen. Ich danke auch dafür, dass es am Dienstag gelungen ist, mehr Transparenz zustande zu bringen, mehr Information (Abg. Dr. Karlsböck: Datenschutz!), mehr Qualität für Patientinnen und Patienten (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Qualität?) und gleichzeitig den Datenschutz für die Menschen zu verbessern, indem wir die Elektronische Gesundheitsakte beschlossen haben. Ich denke, das schafft Weiterentwicklung im Gesundheitssystem. (Beifall der Abg. Mag. Aubauer.)
Abg. Dr. Karlsböck: Nur keine Abgeordneten!
Und weil ich von ein paar Abgeordneten darauf angesprochen worden bin, nun zur Gesundheitsreform: Also wenn da jemand von Geheimverhandlungen spricht, wenn verhandelt wird mit Landesgesundheitsreferenten, mit Landesfinanzreferenten, mit unterschiedlichen Krankenversicherungsträgern? (Abg. Dr. Karlsböck: Nur keine Abgeordneten!) Das macht doch deutlich, dass das niemals Geheimverhandlungen gewesen sein konnten, sondern dass ich laut und deutlich gesagt habe, was die Zielsetzungen sind. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Und was hat das Parlament davon? Wir waren nicht eingebunden!)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Und was hat das Parlament davon? Wir waren nicht eingebunden!
Und weil ich von ein paar Abgeordneten darauf angesprochen worden bin, nun zur Gesundheitsreform: Also wenn da jemand von Geheimverhandlungen spricht, wenn verhandelt wird mit Landesgesundheitsreferenten, mit Landesfinanzreferenten, mit unterschiedlichen Krankenversicherungsträgern? (Abg. Dr. Karlsböck: Nur keine Abgeordneten!) Das macht doch deutlich, dass das niemals Geheimverhandlungen gewesen sein konnten, sondern dass ich laut und deutlich gesagt habe, was die Zielsetzungen sind. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Und was hat das Parlament davon? Wir waren nicht eingebunden!)
neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein
Wir haben uns dafür ausgesprochen, dass wir folgendes Ziel haben: Wir müssen jetzt handeln, damit die Kostenentwicklung im Gesundheitssystem so ist (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein), dass man in der Lage ist, dieses Gesundheitssystem langfristig abzusichern.
Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein
Zum Beispiel: eine e-card für alle, für Kinderimpfungen wurden die Ausgaben um 50 Prozent erhöht, die Meningokokken- und Pneumokokkenimpfung wurden eingeführt, und ich sage Ihnen, dass wir alle Kinder im Kindergarten unfallversichert haben. Und am vorigen Freitag haben wir uns bei der Regierungsklausur darauf verständigt, dass ein Krankengeld für Neue Selbständige, für Ein-Personen-Unternehmen umgesetzt werden wird (Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein), und wir haben uns darauf verständigt, dass wir einen großen, großen Schritt im Zusammenhang mit der Zahngesundheit machen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Der Koalitionspartner klatscht nicht!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Der Koalitionspartner klatscht nicht!
Zum Beispiel: eine e-card für alle, für Kinderimpfungen wurden die Ausgaben um 50 Prozent erhöht, die Meningokokken- und Pneumokokkenimpfung wurden eingeführt, und ich sage Ihnen, dass wir alle Kinder im Kindergarten unfallversichert haben. Und am vorigen Freitag haben wir uns bei der Regierungsklausur darauf verständigt, dass ein Krankengeld für Neue Selbständige, für Ein-Personen-Unternehmen umgesetzt werden wird (Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein), und wir haben uns darauf verständigt, dass wir einen großen, großen Schritt im Zusammenhang mit der Zahngesundheit machen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Der Koalitionspartner klatscht nicht!)
neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein
Ich darf meinen Dank an alle richten, die dazu beigetragen haben (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein), dass dieses Gesundheitssystem tagtäglich aufrechterhalten wird. Ich bedanke mich bei den Pflegekräften, ich bedanke mich bei den Medizinisch-Technischen Diensten, ich bedanke mich bei den Medizinisch-Technischen Fachkräften, ich bedanke mich bei allen Ärztinnen, bei allen Ärzten dafür, was sie tun (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Und als Geschenk gibt es weniger Geld!), und bei allen Menschen, die das österreichische Gesundheitssystem weiterentwickeln. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Und als Geschenk gibt es weniger Geld!
Ich darf meinen Dank an alle richten, die dazu beigetragen haben (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein), dass dieses Gesundheitssystem tagtäglich aufrechterhalten wird. Ich bedanke mich bei den Pflegekräften, ich bedanke mich bei den Medizinisch-Technischen Diensten, ich bedanke mich bei den Medizinisch-Technischen Fachkräften, ich bedanke mich bei allen Ärztinnen, bei allen Ärzten dafür, was sie tun (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Und als Geschenk gibt es weniger Geld!), und bei allen Menschen, die das österreichische Gesundheitssystem weiterentwickeln. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich darf meinen Dank an alle richten, die dazu beigetragen haben (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein), dass dieses Gesundheitssystem tagtäglich aufrechterhalten wird. Ich bedanke mich bei den Pflegekräften, ich bedanke mich bei den Medizinisch-Technischen Diensten, ich bedanke mich bei den Medizinisch-Technischen Fachkräften, ich bedanke mich bei allen Ärztinnen, bei allen Ärzten dafür, was sie tun (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Und als Geschenk gibt es weniger Geld!), und bei allen Menschen, die das österreichische Gesundheitssystem weiterentwickeln. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steibl: Aber das ist jetzt eine tiefe Schublade!
Abgeordneter Dietmar Keck (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Meine Damen und Herren! Herr Bundesminister Stöger hat uns gerade gezeigt, dass er kein Grippemaske kaufender oder Schweinsbraten befürwortender Gesundheitsminister ist (Abg. Steibl: Aber das ist jetzt eine tiefe Schublade!), sondern ein Gesundheitsminister ist, der nicht nur ankündigt, sondern auch umsetzt, meine Damen und Herren. Und das ist nicht leicht, wenn man weiß, wer seine Gegner sind, denn seit den vergangenen Wochen zeigt uns die Österreichische Ärztekammer, wie ihre Einstellung zur Verantwortung innerhalb der Gesellschaft ausschaut, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dietmar Keck (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Meine Damen und Herren! Herr Bundesminister Stöger hat uns gerade gezeigt, dass er kein Grippemaske kaufender oder Schweinsbraten befürwortender Gesundheitsminister ist (Abg. Steibl: Aber das ist jetzt eine tiefe Schublade!), sondern ein Gesundheitsminister ist, der nicht nur ankündigt, sondern auch umsetzt, meine Damen und Herren. Und das ist nicht leicht, wenn man weiß, wer seine Gegner sind, denn seit den vergangenen Wochen zeigt uns die Österreichische Ärztekammer, wie ihre Einstellung zur Verantwortung innerhalb der Gesellschaft ausschaut, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die meisten hier im Saal werden die Plakate der Ärztekammer gegen die Reform des Gesundheitswesens kennen; Kollege Karlsböck hat ja vorhin eines hergezeigt. Und zu dieser Art von Negativpolitik gibt es nur einen Kommentar von mir: Das, was die Ärztekammer da mit dieser Inseratenkampagne betreibt, ist billigste Polemik! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein
Meine Damen und Herren! Gerade als Betriebsrat und als Gewerkschafter habe ich jedes Verständnis für Kritik und für Kampfmaßnahmen, die sein müssen, wenn sie gerechtfertigt sind (Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein), aber zu dieser Taktik der Ärztekammer kann man nur den Kopf schütteln, denn diese Kampagne, die die Ärztekammer da betreibt, ist Verunsicherung pur.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Was ist denn jetzt so schlecht an der Planung?
Für Ärzte und Patienten ist es aber auch wichtig, dass es künftig eine bessere Planung gibt (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Was ist denn jetzt so schlecht an der Planung?) und dass die Mittel besser und effizienter eingesetzt werden.
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne habe ich wirklich die Bitte an die Ärztekammer: Begeben Sie sich wieder auf ein Niveau, das Ihnen gerecht wird, reden Sie wieder normal! Und ich hoffe, dass man nach dem 21. November, wenn diese groß angesagte Kampfmaßnahme vorbei ist, endlich wieder normal mit den Funktionärinnen und Funktionären der Ärztekammer diskutieren und sprechen kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Er hat es nicht gesagt!
Dafür, dass Sie die Ärztekammervertreter und Funktionäre als „Schreibtischtäter“ bezeichnet haben – Sie kennen die Vorbelastung dieses Begriffes –, erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Ruf bei der SPÖ: Er hat es nicht gesagt!) – Wenn wir uns auf dieses Niveau begeben, dass wir das so auslegen, dann gibt es in Zukunft gar keine Ordnungsrufe mehr, wenn man es nur geschickt anlegt.
Zwischenruf des Abg. Mag. Schickhofer.
Das Gesundheitssystem ist ja nicht erst seit gestern, sondern schon seit Jahrzehnten schwer reformbedürftig. Allein in den letzten zehn Jahren haben sich in unserem Land die Gesundheitskosten verdoppelt. Es stellt sich daher die Frage, warum diesbezüglich keine Reformen stattfinden, durch die wir die Gesundheitskosten dämpfen und trotzdem eine gute Gesundheitsversorgung für alle erreichen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Schickhofer.)
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Ich verstehe natürlich, dass Sie Maßnahmen haben wollen, die schnell greifen und schnell Erfolg bringen. Die Probleme, die wir haben, sind jedoch Langfristprobleme. Das heißt, wenn wir heute bei den Kindern einiges falsch machen, haben wir in Jahrzehnten die Probleme. Und bei jenen, die heute Probleme haben, wurde in deren Kindheit schon einiges falsch gemacht. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.)
Beifall beim Team Stronach.
Aber in diesem Bereich wird praktisch gar nichts unternommen. Es gibt ein paar Folder, ein paar Lippenbekenntnisse, von der Homepage kann man etwas herunterladen, wo etwas steht über gesunde Ernährung und darüber, dass Übergewicht ein großes Problem ist, aber hinsichtlich Prävention wird praktisch nichts getan. Man müsste im Kindergarten, in der Volksschule, dort, wo man die Kinder noch an gesunde Ernährung heranführen kann, Maßnahmen setzen. (Beifall beim Team Stronach.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Schickhofer.
Man könnte einmal ein Programm starten, bei dem man Alkoholkranke oder Ex-Alkoholkranke in Schulen schickt, um darauf aufmerksam zu machen, was da alles passiert. (Zwischenruf des Abg. Mag. Schickhofer.)
Abg. Mag. Schickhofer: Wie wollen Sie denn das kontrollieren?
Ein weiteres Beispiel für den Bereich Prävention: Warum machen wir kein Bonussystem für all jene, die auf ihre Gesundheit achten, die einen entsprechenden Body-Mass-Index haben, die vielleicht auf übermäßigen Alkohol- oder Zigarettenkonsum verzichten? Da könnte man doch ein Bonusprogramm machen, sodass diese Personen weniger Sozialversicherung zahlen. Das wäre doch einmal ein guter Ansatz. (Abg. Mag. Schickhofer: Wie wollen Sie denn das kontrollieren?)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Anstatt da aber ein Qualitätsmanagement einzuführen … (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) – Herr Matznetter, wenn Sie hier das Ganze ins Lächerliche ziehen,
Beifall beim Team Stronach. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
sind Sie auf der falschen Veranstaltung, denn wenn ein Mensch im guten Glauben ins Spital geht, sich untersuchen lässt und eine falsche Diagnose erhält, aufgrund welcher er dann vielleicht sogar operiert wird, ihm vielleicht etwas herausgenommen wird – ist alles schon passiert, der Rechnungshof hat da einiges aufgezeigt –, so ist das tragisch! (Beifall beim Team Stronach. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Herr Matznetter! Wir brauchen in diesem Bereich ein Qualitätsmanagement und auch eine zweite Meinung. In der Wirtschaft ist es üblich, dann, wenn man eine Rechtsmeinung einholt, auch eine zweite einzuholen. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Man könnte auch im medizinischen Bereich eine zweite Meinung einholen, bevor man teure Operationen durchführt, um zu schauen, ob die Diagnose auch richtig ist. Das wäre kein Problem, das nennt man Qualitätsmanagement; in der Wirtschaft ist das gang und gäbe und wäre sicher auch im medizinischen Bereich nicht schlecht.
Abg. Mag. Schickhofer: Ihr wollt die Privatisierung des Gesundheitssystems nach amerikanischem Vorbild! Dann sagt das wenigstens klar!
Also 10 Prozent der Diagnosen sind falsch, kommen wir jetzt aber zur Behandlung. Es gibt eine internationale Studie, die unterstellt, dass 4 Prozent aller Behandlungen zu Behandlungsfehlern führen. Da gibt es Behandlungsfehler, die zu massiven Problemen führen, sogar zum Tod – davon 30 Prozent durch Nachlässigkeit. Jetzt frage ich Sie, warum Sie sich so dagegen wehren, dass wir da ein Qualitätsmanagement einführen. (Abg. Mag. Schickhofer: Ihr wollt die Privatisierung des Gesundheitssystems nach amerikanischem Vorbild! Dann sagt das wenigstens klar!)
Abg. Dr. Oberhauser: Das kann er doch heute auch!
Ja, wir wollen auch – das haben Sie schon richtig angesprochen – mehr Konkurrenz zwischen den Krankenhäusern. Das heißt, wenn jemand zum Beispiel eine schwere Herzoperation durchführen lassen muss, aufgrund einer gesicherten Diagnose, dann soll er die Möglichkeit haben, sich das Krankenhaus auszusuchen. (Abg. Dr. Oberhauser: Das kann er doch heute auch!) Das wäre einmal ein guter Ansatz. Das heißt, es gibt dann auch unterschiedliche Zugänge. (Abg. Dr. Oberhauser: …, wer zwingt Sie denn in ein Spital?)
Abg. Dr. Oberhauser: …, wer zwingt Sie denn in ein Spital?
Ja, wir wollen auch – das haben Sie schon richtig angesprochen – mehr Konkurrenz zwischen den Krankenhäusern. Das heißt, wenn jemand zum Beispiel eine schwere Herzoperation durchführen lassen muss, aufgrund einer gesicherten Diagnose, dann soll er die Möglichkeit haben, sich das Krankenhaus auszusuchen. (Abg. Dr. Oberhauser: Das kann er doch heute auch!) Das wäre einmal ein guter Ansatz. Das heißt, es gibt dann auch unterschiedliche Zugänge. (Abg. Dr. Oberhauser: …, wer zwingt Sie denn in ein Spital?)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Nicht nur im privatversicherten Bereich, sondern auch im öffentlichen Bereich sollte es so sein, dass man sich sozusagen nach Qualitätskriterien das Spital aussuchen kann. Dann würde ein Konkurrenzkampf unter den Spitälern entstehen, und das würde zu besseren Behandlungsergebnissen führen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Sie nicht!
Auch Ärzte machen Fehler – jeder macht Fehler, auch wir hier machen Fehler. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Sie nicht!) – Auch ich mache Fehler, selbstverständlich. Es ist nett, dass Sie mir unterstellen, dass ich keine mache, aber auch ich mache Fehler. Und wenn ein Arzt einen Fehler macht, darf er nicht gleich geköpft werden. Das heißt, man müsste das anonymisieren nach dem Motto (Abg. Dr. Oberhauser: Aber das machen wir doch! Die Fehlermeldungssysteme …!), es geht uns nicht darum, einzelne vorzuführen, sondern darum, das System besser zu machen. Darum brauchen wir ein Qualitätsmanagement und vor allem mehr Konkurrenz zwischen den Spitälern, um eine bessere Versorgung herzustellen. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Oberhauser: Aber das machen wir doch! Die Fehlermeldungssysteme …!
Auch Ärzte machen Fehler – jeder macht Fehler, auch wir hier machen Fehler. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Sie nicht!) – Auch ich mache Fehler, selbstverständlich. Es ist nett, dass Sie mir unterstellen, dass ich keine mache, aber auch ich mache Fehler. Und wenn ein Arzt einen Fehler macht, darf er nicht gleich geköpft werden. Das heißt, man müsste das anonymisieren nach dem Motto (Abg. Dr. Oberhauser: Aber das machen wir doch! Die Fehlermeldungssysteme …!), es geht uns nicht darum, einzelne vorzuführen, sondern darum, das System besser zu machen. Darum brauchen wir ein Qualitätsmanagement und vor allem mehr Konkurrenz zwischen den Spitälern, um eine bessere Versorgung herzustellen. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.
Auch Ärzte machen Fehler – jeder macht Fehler, auch wir hier machen Fehler. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Sie nicht!) – Auch ich mache Fehler, selbstverständlich. Es ist nett, dass Sie mir unterstellen, dass ich keine mache, aber auch ich mache Fehler. Und wenn ein Arzt einen Fehler macht, darf er nicht gleich geköpft werden. Das heißt, man müsste das anonymisieren nach dem Motto (Abg. Dr. Oberhauser: Aber das machen wir doch! Die Fehlermeldungssysteme …!), es geht uns nicht darum, einzelne vorzuführen, sondern darum, das System besser zu machen. Darum brauchen wir ein Qualitätsmanagement und vor allem mehr Konkurrenz zwischen den Spitälern, um eine bessere Versorgung herzustellen. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
Ich würde Sie wirklich bitten, hier nicht so viel zwischenzurufen. Und was meine Redezeit betrifft, wissen Sie, ich habe ausreichend Redezeit, und ich würde Sie jetzt wirklich bitten, mich diese nützen zu lassen. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Abg. Hornek: Ist das eine Einladung?
Und das ist der Grund dafür, dass ich heute hier so ausführlich darüber spreche – Sie werden das aushalten müssen, wenn nicht, dann gehen Sie in die Cafeteria und genehmigen Sie sich dort etwas. (Abg. Hornek: Ist das eine Einladung?) – Das ist eine Einladung oder eine Ausladung, wie Sie es sehen wollen.
Ruf bei der SPÖ: Tun Sie das!
Ich würde jetzt gerne ohne große Zwischenrufe fortsetzen, und zwar mit dem Thema Krankenhausinfektionen. Wir wissen – das ist jetzt ein sehr heikles Thema –, in Österreich sterben jedes Jahr mehr Menschen an Krankenhausinfektionen als im Straßenverkehr. Mehr als 1 000 Menschen sterben jedes Jahr in Österreich durch Krankenhausinfektionen. Und es gibt Studien, dass man diese Zahl locker um die Hälfte reduzieren könnte, wenn man bessere Qualitätsstandards einführen würde. Selbstverständlich kostet das Geld, aber ist es uns das nicht wert? 500 Menschen! Das sind fast zwei Flugzeugabstürze, die wir uns jedes Jahr ersparen könnten, wenn wir da ansetzen würden. Viel ist es nicht, es fehlt oft nicht viel, es sind oft beispielsweise Hygienestandards bei Lüftungsanlagen. Wir wissen, in den Krankenhäusern sind die Lüftungsanlagen Bakterienschleudern. Da gibt es viele Punkte, aber ich möchte sie nicht damit langweilen. 500 Menschen jedes Jahr, denen wir das Leben retten könnten. Darüber sollten wir doch nachdenken! (Ruf bei der SPÖ: Tun Sie das!)
Zwischenruf des Abg. Mag. Schickhofer.
Ein Drittel der Medikamente wird in Österreich weggeworfen, woran liegt das wohl? – Könnte das vielleicht daran liegen, dass manche Patienten dem Arzt zu wenig Vertrauen entgegenbringen und instinktiv wissen, dass sie bei einer einfachen Erkältung keine Antibiotika und sonstigen Medikamente brauchen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Schickhofer.) – Genau. Es gibt, wie Sie richtig sagen, Ärzte in Österreich, die bei einfachen Erkältungen Antibiotika verschreiben, obwohl wir alle hier im Saal wissen – viele zumindest –, dass das nicht zielführend ist. Aber auch das passiert in Österreich, und auch darüber müssen wir einmal reden.
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Glauben Sie wirklich, dass Sie nach dieser Rede beim nächsten Budget dabei sind? – Abg. Lugar – das Rednerpult verlassend –: War ja gar nicht so schlimm!
In diesem Sinne hoffe ich, dass wir vielleicht beim nächsten Budget, vielleicht unter einem anderen Gesundheitsminister eine ordentliche Reform zustande bringen und nicht, so wie jetzt, einfach den Status quo fortschreiben. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Glauben Sie wirklich, dass Sie nach dieser Rede beim nächsten Budget dabei sind? – Abg. Lugar – das Rednerpult verlassend –: War ja gar nicht so schlimm!)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Ursula Haubner.
Zusammengefasst: Wir sollten mehr denn je hinschauen, Gesundheitsbewusstsein fängt bereits im Kindesalter an. In jungen Jahren wird das Fundament für ein gesundes Leben gelegt, und Kindergesundheit braucht daher mehr Aufmerksamkeit. Herr Bundesminister, wir unterstützen Sie da, unterstützen Sie dieses Anliegen! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Ursula Haubner.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich appelliere dafür, dass wir diese Dinge zumindest andiskutieren. Es kommt nämlich – und das ist etwas verwunderlich – in keinster Weise irgendwann in den letzten Jahren in einem Konzept, das Sie vorgelegt haben, vor. Das heißt, wir sollten endlich einmal damit beginnen, auch die Krankenkassenzusammenlegung in ein Konzept hineinzubringen und darüber zu diskutieren. Das findet nicht statt, und das wollen wir. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Fürntrath-Moretti: Sie können … abschließen!
Das wissen die Menschen, die jetzt vielleicht vor den Fernsehern zuschauen, gar nicht, aber Ärzte dürfen keine Ärzte anstellen. Dadurch können sie auch keinen 24-Stunden-Dienst aufrechterhalten. (Abg. Fürntrath-Moretti: Sie können … abschließen!) Sie können/dürfen keine Ärzte anstellen, brauchen aber am Wochenende auch Ihre Freizeit, denn ich kann nicht 100 Stunden arbeiten – ich habe selber eine Praxis –, das geht einfach nicht. Das heißt, ich muss Ärzte anstellen dürfen. Ich verstehe nicht, warum sich die Sozialdemokratie so mit Händen und Füßen dagegen wehrt.
Beifall bei der FPÖ.
Das heißt, es ist ein Aufstand der Ärzte, ein Patientenaufstand, der da abläuft, Unruhe im System, Aufruhr im System, und ich finde, das hat sich das Gesundheitssystem nicht verdient. Ich kann nur an Sie appellieren, dass Sie darauf eingehen, dass Sie Ihre Gesprächspartner ernst nehmen, dass Sie die Geheimverhandlungen beenden und dieses Ärzte-Bashing endlich auch einstellen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall der Abg. Mag. Wurm.
Was ist darunter zu verstehen? – Eine der Maßnahmen, die darunter zu verstehen sind, ist, dass das Ziel erreicht werden soll, dass es in Österreich zu einer flächendeckenden Möglichkeit der Brustkrebsfrüherkennung kommt. Das heißt, allen in Österreich lebenden Frauen zwischen 45 und 70 Jahren soll dieses Untersuchungsprogramm zur Verfügung stehen. Warum ist das so wichtig, geschätzte Damen und Herren? – Man muss sich bewusst sein, dass Brustkrebs mit 28 Prozent die häufigste Krebserkrankung und die häufigste Krebs-Todesursache bei Frauen ist. Ich denke mir, da muss alles daran gesetzt werden, dass mehr Frauen zu einer Untersuchung gehen, denn je früher diese Krankheit diagnostiziert werden kann, umso besser ist auch die Möglichkeit der Heilung und umso besser ist auch die Möglichkeit, eine gut greifende Therapie zu bekommen. (Beifall der Abg. Mag. Wurm.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Steibl.
Die Menschen haben jetzt nicht mehr diesen diskriminierenden Krankenschein, den früher Sozialhilfebezieher und -bezieherinnen vorweisen mussten, sondern sie sind im Besitz einer e-card. Und im Budget sind dafür auch 22 Millionen € vorgesehen – eine gute Maßnahme, eine armutsbekämpfende Maßnahme, aber auch eine Maßnahme, die viel zur Gesundheit, zum gesundheitlichen Zustand der österreichischen Bevölkerung beiträgt. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Steibl.)
Beifall beim BZÖ.
Also ich glaube, die Situation ist für die große Reform, von der Sie immer reden, denkbar ungünstig. Und zum Kollegen Keck möchte ich noch sagen, sein ideologischer Kampfgeist, den er jetzt hier heraußen entwickelt hat, wird sicher nicht sehr hilfreich sein, dass diese Reform einen Schritt weiterkommt. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Für uns vom BZÖ ist ganz wichtig: Gesund bleiben ist billiger als gesund werden. Und da möchte ich nicht wieder den Rechnungshof zitieren, der das klar festgestellt hat. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Sehr geehrter Herr Bundesminister, ich hoffe, Sie greifen diese Idee auf – wir diskutieren sie seriös – und sehen sie nicht als eine Idee, die halt wieder einmal von der Opposition kommt. Das wäre auch etwas für die Zukunft: ein Reformansatz, ein Reformgedanke, damit die Krankenkassen eben nicht nur Krankenkassen sind, sondern in Zukunft auch zu Gesundheitskassen werden. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Erlauben Sie mir, dass ich zu ein paar gestellten Fragen vielleicht versuche, eine Erklärung abzugeben! Wenn Sie alle nur Reformen verlangen, weil das System Ihnen nicht passt, so ist dies das Recht von jedem Einzelnen. Denken Sie einmal daran: Österreich hat ein System, das natürlich nicht fehlerfrei ist, aber dass alle Personen ohne Ansehen des Alters, der Zugehörigkeit oder sonstiger Bedürfnisse in das gesetzliche System eingebunden sind und von dort auch alle Leistungen im Bedarfsfall erwarten können, ist einzigartig. Zeigen Sie mir ein zweites Land, das das noch kann! Deutschland hat das abgeschafft, hat statt der Pflichtversicherung die Versicherungspflicht eingeführt. Sie bereuen es bereits. Das heißt, wir müssen an der Verbesserung arbeiten, aber nicht an der Abschaffung. – Punkt eins. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Abgeord-neten der SPÖ.
Ein letzter Punkt. Es wird immer wieder gesagt, Österreich hat einen Ärztemangel. – Na ja. Wenn ich mir die Zahlen des Hauptverbandes anschaue, lese ich, dass sich die Zahl der Allgemeinmediziner seit dem Jahr 2005 um 9,6 Prozent erhöht hat, jene der Fachärzte um 15,9 Prozent. Da frage ich: Wo ist der Ärztemangel? Wenn ich hier lese, dass seit dem Jahr 1995 12 Prozent mehr in Ausbildung sind, dann sehe ich keinen Ärztemangel. Ich sehe nur einen Mangel an etwas anderem, nämlich an der Versorgung der Bürger am Wochenende und an den Feiertagen. (Beifall bei Abgeord-neten der SPÖ.) Wenn Sie heute am Wochenende oder an einem Feiertag krank werden, dann sagen Sie mir, wo Sie hingehen. Da müssen Sie ins Spital; sonst hören Sie zwar eine sehr höfliche Tonbandstimme, aber Sie haben keine Versorgung.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Herr Minister, ich wünsche Ihnen alles Gute! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Mag. Gaßner: Was? – Abg. Dr. Cap: Was sollen wir sagen?
Zurück zum eigentlichen Thema. In England … (Abg. Mag. Gaßner: Was? – Abg. Dr. Cap: Was sollen wir sagen?) – Demokratieverständnis, dass es ihm zusteht, das Wort für die Zeit zu ergreifen, die ihm zusteht. (Abg. Dr. Cap: Er hat eh geredet!) – Ja, es ist um die Kritik gegangen, meine Herren. (Ruf bei der SPÖ: Das war ja zu lang!) – Gut, das ist ja wurscht. Auch das steht ihm zu. (Abg. Dr. Cap: Das steht ihm zu! Da sind wir auf Ihrer Seite!)
Abg. Dr. Cap: Er hat eh geredet!
Zurück zum eigentlichen Thema. In England … (Abg. Mag. Gaßner: Was? – Abg. Dr. Cap: Was sollen wir sagen?) – Demokratieverständnis, dass es ihm zusteht, das Wort für die Zeit zu ergreifen, die ihm zusteht. (Abg. Dr. Cap: Er hat eh geredet!) – Ja, es ist um die Kritik gegangen, meine Herren. (Ruf bei der SPÖ: Das war ja zu lang!) – Gut, das ist ja wurscht. Auch das steht ihm zu. (Abg. Dr. Cap: Das steht ihm zu! Da sind wir auf Ihrer Seite!)
Ruf bei der SPÖ: Das war ja zu lang!
Zurück zum eigentlichen Thema. In England … (Abg. Mag. Gaßner: Was? – Abg. Dr. Cap: Was sollen wir sagen?) – Demokratieverständnis, dass es ihm zusteht, das Wort für die Zeit zu ergreifen, die ihm zusteht. (Abg. Dr. Cap: Er hat eh geredet!) – Ja, es ist um die Kritik gegangen, meine Herren. (Ruf bei der SPÖ: Das war ja zu lang!) – Gut, das ist ja wurscht. Auch das steht ihm zu. (Abg. Dr. Cap: Das steht ihm zu! Da sind wir auf Ihrer Seite!)
Abg. Dr. Cap: Das steht ihm zu! Da sind wir auf Ihrer Seite!
Zurück zum eigentlichen Thema. In England … (Abg. Mag. Gaßner: Was? – Abg. Dr. Cap: Was sollen wir sagen?) – Demokratieverständnis, dass es ihm zusteht, das Wort für die Zeit zu ergreifen, die ihm zusteht. (Abg. Dr. Cap: Er hat eh geredet!) – Ja, es ist um die Kritik gegangen, meine Herren. (Ruf bei der SPÖ: Das war ja zu lang!) – Gut, das ist ja wurscht. Auch das steht ihm zu. (Abg. Dr. Cap: Das steht ihm zu! Da sind wir auf Ihrer Seite!)
Beifall beim Team Stronach.
Es gibt nicht koordinierte Doppeluntersuchungen und keine abgestimmten Behandlungen zwischen den Ärzten in der Praxis und den Krankenhäusern, und ich glaube, dass das auch ein Grund für die Kostenexplosion beziehungsweise für die roten Zahlen der Krankenkassen ist. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Dr. Cap: Das macht er!
Eine umfassende Gesundheitsreform steht an, eine umfassende Gesundheitsreform ist dringend notwendig. Und wir brauchen auch einen Gesundheitsminister, der sich traut, diese Reform anzugehen. (Abg. Dr. Cap: Das macht er!)
Beifall beim Team Stronach.
Ich glaube, es ist Zeit, dass wir gemeinsam beginnen, diese Reform anzupacken. Warum fangen wir nicht gleich einmal bei den Krankenkassen an? – Leistungsstark, wirtschaftlich geführt und vor allem parteifrei, das sollte das Ziel sein. Die Gesundheitskosten müssen für die Österreicher beziehungsweise für die in Österreich lebenden Menschen ganz einfach leistbar und auch bezahlbar bleiben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
(Beifall beim Team Stronach.)
Zwischenruf der Abg. Kaufmann-Bruckberger.
Abgeordneter Erwin Spindelberger (SPÖ): Meine Damen und Herren, also ich verstehe schön langsam die Welt nicht mehr. Anstatt auf unser gutes Gesundheitssystem stolz zu sein, stellen wir uns nur hin und stellen alles in Frage, reden alles schlecht. Wenn meine Vorrednerin, die Kollegin Kaufmann-Bruckberger, gesagt hat, in Österreich sind wir so verwöhnt, weil die Krankenkasse alles zahlt, dann sage ich: Seien wir froh, dass wir ein so gutes System haben! Aber eines muss uns hier herinnen als Abgeordneten schon noch überlassen werden: ob wir dem Klubobmann Lugar zuhören oder nicht und wie wir seine Meinungen hier auch bewerten. (Zwischenruf der Abg. Kaufmann-Bruckberger.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Na geh! Das ist …!
Eines muss ich Ihnen sagen, Herr Lugar: Wenn ich der Franz Strohsack – wie er wirklich heißt (Abg. Dr. Rosenkranz: Na geh! Das ist …!) – wäre und vor dem Fernsehschirm Ihren Redebeitrag gehört hätte, dann müsste ich sagen: Bitte zahlen Sie Ihre monatliche Gage – wenn ich Medienberichten glauben darf –, wieder zurück! Denn die haben Sie sich nicht verdient. (Zwischenruf des Abg. Ing. Lugar.)
Zwischenruf des Abg. Ing. Lugar.
Eines muss ich Ihnen sagen, Herr Lugar: Wenn ich der Franz Strohsack – wie er wirklich heißt (Abg. Dr. Rosenkranz: Na geh! Das ist …!) – wäre und vor dem Fernsehschirm Ihren Redebeitrag gehört hätte, dann müsste ich sagen: Bitte zahlen Sie Ihre monatliche Gage – wenn ich Medienberichten glauben darf –, wieder zurück! Denn die haben Sie sich nicht verdient. (Zwischenruf des Abg. Ing. Lugar.)
Beifall bei der SPÖ.
Aus Ihren Worten spricht nämlich blanker Neid. Bundesminister Stöger hat es geschafft, in seiner kurzen Amtszeit einen Konsolidierungskurs der Krankenversicherungsträger auf Schiene zu bringen, was dazu geführt hat, dass das heurige Gebarungsergebnis – da reden wir nicht von roten Zahlen – einen Überschuss von 106 Millionen € einfahren wird. – Nur damit das auch einmal klar ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Unter Bundesminister Stöger ist im Gegensatz dazu eine Gratisimpfaktion eingeführt worden, und die Krankenkassen sind ohne Leistungskürzungen saniert worden. Und es gibt tolle Präventionsmaßnahmen wie den Kindergesundheitsdialog, genauso wie auch den Nationalen Aktionsplan Ernährung, den er ins Leben gerufen hat, und Gesetze, auf die wir stolz sein können, die Elektronische Gesundheitsakte, aber auch das Medizinische Assistenzberufe-Gesetz. Auch das hat er auf Schiene gebracht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Im Gegenzug hat es aber damals milliardenschwere Steuergeschenke an Großunternehmen und Konzerne gegeben. Die jetzige Regierung legt aber Wert auf einen sozialen Ausgleich, und trotz angespannter wirtschaftlicher Situation ist es gelungen, Kaufkraft und Konjunktur zu stärken. So schaut die Welt aus! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Abgeordneter Spadiut hat gemeint, die Verwaltungskosten seien deshalb so hoch, weil es 175 Außenstellen von Gebietskrankenkassen gibt. Meine sehr verehrten Damen und Herren! Gott sei Dank gibt es diese! Gott sei Dank, die Menschen brauchen Versorgung vor Ort! Es ist nicht gut, wenn wir in Österreich nur eine Krankenkasse hätten, diese wäre im 10. Wiener Gemeindebezirk. Und was wäre dann in Kärnten, in Tirol, in Vorarlberg, in Salzburg oder in Oberösterreich? Wir brauchen diese Außenstellen, sie kosten auch etwas, aber sie sind ein Beitrag für die Versorgung. (Beifall bei der SPÖ.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Es ist angesprochen worden, dass das Budget für Prävention geringer sei. Das mag vielleicht beim Bundesbudget der Fall sein. Auch da kann ich nicht nachvollziehen, was Herr Abgeordneter Spadiut gemeint hat, aber ich habe in der Bundesgesundheitskommission alle Mittel, die mir zur Verfügung stehen, für die Prävention und für die Information über richtige Ernährung zur Verfügung gestellt. Und wir haben ganz wesentliche Elemente zur Verbesserung der Ernährungssituation vor allem bei Kindern und Jugendlichen gestartet. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Und eines sage ich auch noch einmal deutlich – Herrn Abgeordneten Karlsböck sehe ich zwar gerade nicht, aber das muss ich sagen –: Wir haben ganz deutlich gesagt, wir wollen die Kosten dämpfen, aber wir werden im nächsten Jahr mehr Geld zur Verfügung haben, wir werden auch im Jahr 2016 mehr Geld zur Verfügung haben. Wir sind das einzige Land Europas, in dem die Regierung diesen Auftrag erteilt hat. Ich bin einer, der den Ausbau des Gesundheitssystems ganz besonders vorantreiben wird, und es ist mir wichtig, darauf hinzuweisen. (Beifall bei der SPÖ.)
Rufe bei der SPÖ: Na geh!
Abgeordneter Dr. Martin Strutz (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Ich möchte zunächst auf die Ausführungen meines Vorredners, des Abgeordneten Spindelberger, eingehen. Herr Abgeordneter, man kann unterschiedlicher politischer Meinung sein, unterschiedliche politische Positionen haben, aber sich über einen Namen mit einem gewissen Unterton lustig zu machen, wie Sie das jetzt in Richtung der neuen politischen Gruppierung gemacht haben, indem Sie gesagt haben: Sie mit Ihrem Stronach, der in Wirklichkeit ja Strohsack heißt!, da sollten gerade Sie von der Sozialdemokratie ein bisschen darüber nachdenken, was hier mitschwingt. Würde das jemand anderer sagen, würde der Vorwurf in Richtung Antisemitismus und Ähnliches erhoben werden. (Rufe bei der SPÖ: Na geh!)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ
Ich glaube, das ist nicht das Niveau, das wir hier im Hohen Haus pflegen sollten (Beifall bei Team Stronach und FPÖ), sich über Namen, die geändert wurden, die aus gutem Grund geändert wurden – ich gehe davon aus, dass Sie auch Geschichte kennen –, lächerlich zu machen. (Neuerlicher Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Ich glaube, das ist nicht das Niveau, das wir hier im Hohen Haus pflegen sollten (Beifall bei Team Stronach und FPÖ), sich über Namen, die geändert wurden, die aus gutem Grund geändert wurden – ich gehe davon aus, dass Sie auch Geschichte kennen –, lächerlich zu machen. (Neuerlicher Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir sind der Meinung, dass das Geld, das in diesem Budget in einem großen Umfang zur Verfügung steht, falsch eingesetzt wird. Wir sollten beispielsweise diese Hunderte Millionen Euro, die jetzt für das IT-Projekt ELGA ausgegeben werden, dafür verwen-den, dass mehr Personal für die Betreuung, für die medizinische und pflegerische Betreuung der Österreicherinnen und Österreicher eingesetzt wird. Wir brauchen mehr Ärzte, wir brauchen mehr Pflegepersonal, das auch besser ausgebildet und auch besser honoriert wird, denn dann werden wir die Qualität steigern. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Nehmen Sie, wie gesagt, die Gesundheitsreform mutig in Angriff, insbesondere in dem Bereich, in dem die Kompetenzen beim Bund liegen, nämlich dort, wo wir in der Verfas-sung diese zersplitterten Kompetenzen zusammenführen können! Sie haben mit unserer Fraktion einen konstruktiven Partner dafür. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich werde auch weiterhin nicht aufhören, diese Forderungen zu stellen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Linder
Ich kann Ihnen nur eines sagen: Ich habe genauso wie Sie ein Rederecht hier im Parlament (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Linder), und ich nütze mein Rederecht und meine Zeit, so wie ich das will, und werde garantiert keine Rücksicht darauf nehmen, was Sie gerne hätten.
Beifall beim Team Stronach.
Wenn Sie das alles nicht hören wollen, dann, kann ich Ihnen nur sagen, sind Sie in der falschen Veranstaltung. Letztlich geht es im Parlament darum, dass jeder das sagen kann, woran er glaubt, was er auch vertritt. Wenn wir hier beschimpft werden und wenn Frank Stronach, der übrigens auch im Haus anwesend ist und gleich kommen wird, hier verunglimpft wird, dann kann ich Ihnen nur sagen, letztlich lebt der Parlamentarismus davon, dass man sich austauscht, dass man seine Meinung sagt, dass man unterschiedliche Standpunkte einbringt. So soll es sein, und wenn Sie das nicht verstanden haben, dann sind Sie, wie gesagt, in der falschen Veranstaltung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ.
Abschließend habe ich noch eine Bitte an Sie. Wir haben vor rund einem Jahr hier im Nationalrat einige Beschlüsse im Interesse des Tierschutzes einstimmig abgesegnet. Es liegt jetzt seit einem Jahr an Ihrem Ministerium, diese Beschlüsse umzusetzen. Ich würde Sie daher ersuchen, wenn wir Beschlüsse einstimmig fassen, diese auch rasch umzusetzen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister, wir danken für Ihre Bemühungen, und Sie können auf jeden Fall bei der Umsetzung dieser Spitalsreform auf unsere Hilfe zählen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
In Österreich wird künftig jeder, jeder, der eine Operation braucht, diese auch bekommen. Schauen wir nach England, da ist das ganz anders: Eine ältere Person, die eine künstliche Hüfte benötigt, hat da wenig Chancen. Das wollen wir nicht, in Österreich soll jeder gleich gute Versorgung erhalten. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das bringt überhaupt keine Einsparungen, das bringt eine Kostenexplosion!
Herr Minister, wir setzen auch große Hoffnungen in das neue Projekt ELGA. Wir wollen keine Doppelbefundungen, wir wollen mehr Schutz vor Wechselwirkungen von Medikamenten. Die elektronische Gesundheitsakte wird zwar nicht für dieses aktuelle Budget Einsparungen bringen, sie wird aber in absehbarer Zeit helfen, Geld zu sparen, Bürokratie einzusparen, und das bei gleichbleibenden und sogar noch besseren Leistungen für die Patienten. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das bringt überhaupt keine Einsparungen, das bringt eine Kostenexplosion!) Also wir wollen keine neuen Schuldenberge, wir wollen dort sparen, wo es Sinn macht. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Minister, wir setzen auch große Hoffnungen in das neue Projekt ELGA. Wir wollen keine Doppelbefundungen, wir wollen mehr Schutz vor Wechselwirkungen von Medikamenten. Die elektronische Gesundheitsakte wird zwar nicht für dieses aktuelle Budget Einsparungen bringen, sie wird aber in absehbarer Zeit helfen, Geld zu sparen, Bürokratie einzusparen, und das bei gleichbleibenden und sogar noch besseren Leistungen für die Patienten. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das bringt überhaupt keine Einsparungen, das bringt eine Kostenexplosion!) Also wir wollen keine neuen Schuldenberge, wir wollen dort sparen, wo es Sinn macht. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Im neuen Entwurf soll diesbezüglich wieder gar nichts drinnen stehen, und da würde ich Sie wirklich sehr herzlich um Aufklärung bitten, wie das jetzt ausschauen soll. Ich bin der Auffassung, wenn eine Gebietskrankenkasse so gut wirtschaftet wie die oberösterreichische, dann soll sie dafür nicht bestraft werden, dann soll sie die Präventionsprojekte, die sie vorhat, auch wirklich durchführen können. Darum würde ich Sie ganz, ganz herzlich ersuchen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Königsberger-Ludwig: ...! „Schwächling“ ist kein schönes Wort!
Ich möchte jetzt nicht einen Berufsstand generell in Schutz nehmen, es gibt Lehrkräfte und, wie in jeder anderen Berufsgruppe wahrscheinlich auch, „Lehrschwächlinge“. Das ist überall so, das wird es überall geben. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Königsberger-Ludwig: ...! „Schwächling“ ist kein schönes Wort!) – Falls Sie es nicht wissen sollten: „Lehrkräfte und Lehrschwächlinge“ ist ein Zitat von Alois Brandstätter, aus dem Buch „Zu Lasten der Briefträger“. (Heiterkeit bei der FPÖ.)
Heiterkeit bei der FPÖ.
Ich möchte jetzt nicht einen Berufsstand generell in Schutz nehmen, es gibt Lehrkräfte und, wie in jeder anderen Berufsgruppe wahrscheinlich auch, „Lehrschwächlinge“. Das ist überall so, das wird es überall geben. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Königsberger-Ludwig: ...! „Schwächling“ ist kein schönes Wort!) – Falls Sie es nicht wissen sollten: „Lehrkräfte und Lehrschwächlinge“ ist ein Zitat von Alois Brandstätter, aus dem Buch „Zu Lasten der Briefträger“. (Heiterkeit bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist auch das Problem, das wir dann weiter haben, das sich dann an die Universitäten weitertransportiert. Da gibt es dann zwei Möglichkeiten, dieses Problem zu lösen: entweder eine niveauvolle Matura oder eine Auswahl der Studenten an der jeweiligen Universität durch Aufnahmeprüfung. Um eines klarzustellen: Wir wollen keine Aufnahmeprüfung an den Universitäten, sondern die Matura in Österreich muss das Niveau bieten, damit ein Studium, und zwar jedes Studium, bewältigt werden kann. Das wäre an sich sicherzustellen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Die sind schon sehr angestrengt, das kann ich Ihnen sagen!
Ich zitiere hier die „Neue Zürcher Zeitung“ vom 29. Juli 2012. Der Rektor der ETH Zürich, Lino Guzzella, sagt, es müssten die Gymnasien „mehr fordernd und leistungsorientierter“ sein. – Leistung und Anstrengung, das ist das, was wir unseren jungen Menschen mitgeben wollen für die Zukunft, denn das Leben schaut nämlich so aus. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Die sind schon sehr angestrengt, das kann ich Ihnen sagen!) – Sie reden dann später, und ich werde Ihnen gerne zuhören.
Beifall bei der FPÖ.
Derzeit geht es in Richtung Senkung des Niveaus der Matura. Nur ein Beispiel dazu: Es wurde im Mai die Grundkompetenz der Schüler der 8. Schulstufe in Mathematik überprüft. Gut und richtig, dass es so etwas gibt. Aber da wurden den 13- bis 14-Jährigen Fragen gestellt, die teilweise sehr läppisch waren. Das hat mir ein Universitätsprofessor für Mathematik bestätigt. Es ist ihm nämlich gelungen, anhand des Büchleins aus dem Jahr 1949 „Aufnahmsprüfung leicht gemacht“ – von der Volksschule ins Gymnasium – eine Testarbeit mit wesentlich schwierigeren Beispielen zusammenzustellen, als der heutige Standard für die 13- bis 14-Jährigen ist. Das heißt, in 60 Jahren hat eine Verluderung des Wissens von drei bis vier Jahren stattgefunden, und da darf man sich nicht wundern, wenn gerade in der Mathematik die Grundkompetenz fehlt beziehungsweise abnimmt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dieses Institut ist kein Sparverein; die österreichischen Schulen brauchen das Geld anderweitig dringender. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ich versteh Bahnhof, sag ich ehrlich!
Worauf ich aber eingehen möchte – auch weil Kollege Walser unmittelbar nach mir spricht –, ist Folgendes: Ich lese da, dass es im Vorarlberger Landtag zu einer historischen Annäherung kommt, dass die Grünen in Vorarlberg, obwohl in der Opposition, dem Budget zur Gänze zustimmen, dem gesamten Landesbudget. – Erfreut, erfreut! Es hat da natürlich einen bösen Kommentar eines kritischen Journalisten in den „Vorarlberger Nachrichten“ gegeben, der so endet – ich darf zitieren –: „Das Budget ist in Vorarlberg die in Zahlen gegossene Politik der ÖVP. Die Zustimmung zum ganzen Budget ist folglich die Zustimmung zur gesamten schwarzen Politik. Rauch“ – Landessprecher der Grünen in Vorarlberg – „und die Grünen wissen das. Und suchen es zu ignorieren – mit Blick auf die Landtagswahl 2014 trägt die Braut grün.“ (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ich versteh Bahnhof, sag ich ehrlich!)
Abg. Dr. Walser: … die viertstärkste Partei …!
Nun, jetzt können wir das sehen. Jetzt hat sich Kollege Rauch natürlich gewehrt (Abg. Dr. Walser: … die viertstärkste Partei …!), und was hört man? – Das sei eine Folge – so Rauch zur Begründung, warum sie dem Budget zustimmen, Kollege Walser –, weil Vorarlberg in der Frühpädagogik und in der Schülerbetreuung wesentliche Schritte gemacht hat.
Ruf bei den Grünen: Das haben sie aber auch dringend notwendig in Vorarlberg …!
Wenn man sich das Budget anschaut, stellt man fest, dass das die Mittel des Bundes sind. Weil wir vermehrt Mittel in die Frühpädagogik geben – jährlich über 2 Millionen allein in Vorarlberg für die Ganztagsförderung –, stimmen die Grünen zu. (Ruf bei den Grünen: Das haben sie aber auch dringend notwendig in Vorarlberg …!) Sie hätten allen Anlass, Herr Kollege Walser, zumindest wegen dieser Gelder, die im Vorarlberger Landtag dazu führen, dass die Grünen zustimmen, auch hier dem Kapitel Unterricht zuzustimmen. Das wäre ein richtiger Schritt, denn dieses Kapitel kann sich sehen lassen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Aber in Vorarlberg brauchen sie wirklich ganztägige Pflichtschulen! … Ich meine, Entschuldigung … kannst dich als Frau einsperren bis zum zehnten Lebensjahr!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Aber in Vorarlberg brauchen sie wirklich ganztägige Pflichtschulen! … Ich meine, Entschuldigung … kannst dich als Frau einsperren bis zum zehnten Lebensjahr!
Wenn man sich das Budget anschaut, stellt man fest, dass das die Mittel des Bundes sind. Weil wir vermehrt Mittel in die Frühpädagogik geben – jährlich über 2 Millionen allein in Vorarlberg für die Ganztagsförderung –, stimmen die Grünen zu. (Ruf bei den Grünen: Das haben sie aber auch dringend notwendig in Vorarlberg …!) Sie hätten allen Anlass, Herr Kollege Walser, zumindest wegen dieser Gelder, die im Vorarlberger Landtag dazu führen, dass die Grünen zustimmen, auch hier dem Kapitel Unterricht zuzustimmen. Das wäre ein richtiger Schritt, denn dieses Kapitel kann sich sehen lassen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Aber in Vorarlberg brauchen sie wirklich ganztägige Pflichtschulen! … Ich meine, Entschuldigung … kannst dich als Frau einsperren bis zum zehnten Lebensjahr!)
Zwischenruf bei der FPÖ
Lieber Elmar Mayer, dass die Vorarlberger Sozialdemokratie ein bisschen in Bedrängnis ist, das zeigen die Wahlen der letzten Jahrzehnte zunehmend. Die Zustimmung der Grünen zu diesem Budget erfolgt aufgrund ganz klarer Erfolge. Und im Gegensatz dazu, was hier geäußert wurde (Zwischenruf bei der FPÖ), darf ich daran erinnern, dass es den Grünen beispielsweise in Wien gelungen ist, das 365-€-Ticket umzusetzen, als Jahreskarte für sämtliche öffentliche Verkehrsbetriebe – ein großer Erfolg! (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.) Und was machen die Vorarlberger Grünen in Opposition? – Sie transportieren das Erfolgsprojekt nach Vorarlberg! Das ist grüne Politik, sogar aus der Opposition heraus. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.
Lieber Elmar Mayer, dass die Vorarlberger Sozialdemokratie ein bisschen in Bedrängnis ist, das zeigen die Wahlen der letzten Jahrzehnte zunehmend. Die Zustimmung der Grünen zu diesem Budget erfolgt aufgrund ganz klarer Erfolge. Und im Gegensatz dazu, was hier geäußert wurde (Zwischenruf bei der FPÖ), darf ich daran erinnern, dass es den Grünen beispielsweise in Wien gelungen ist, das 365-€-Ticket umzusetzen, als Jahreskarte für sämtliche öffentliche Verkehrsbetriebe – ein großer Erfolg! (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.) Und was machen die Vorarlberger Grünen in Opposition? – Sie transportieren das Erfolgsprojekt nach Vorarlberg! Das ist grüne Politik, sogar aus der Opposition heraus. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Lieber Elmar Mayer, dass die Vorarlberger Sozialdemokratie ein bisschen in Bedrängnis ist, das zeigen die Wahlen der letzten Jahrzehnte zunehmend. Die Zustimmung der Grünen zu diesem Budget erfolgt aufgrund ganz klarer Erfolge. Und im Gegensatz dazu, was hier geäußert wurde (Zwischenruf bei der FPÖ), darf ich daran erinnern, dass es den Grünen beispielsweise in Wien gelungen ist, das 365-€-Ticket umzusetzen, als Jahreskarte für sämtliche öffentliche Verkehrsbetriebe – ein großer Erfolg! (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.) Und was machen die Vorarlberger Grünen in Opposition? – Sie transportieren das Erfolgsprojekt nach Vorarlberg! Das ist grüne Politik, sogar aus der Opposition heraus. (Beifall bei den Grünen.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Grünen und SPÖ
Lassen Sie also die Kirche im Dorf; in Vorarlberg sollte man das sowieso genauer anschauen. Die grüne Zustimmung war ganz klar erfolgt. Der frühpädagogische Bereich wird in Vorarlberg mit Zustimmung der Grünen ausgebaut, denn wir sind eine konstruktive Kraft (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Grünen und SPÖ), wir stimmen dann zu, wenn es etwas zu erreichen gilt – nicht aber hier, bei diesem doch nicht ganz so erfreulichen Budget. (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.
Lassen Sie also die Kirche im Dorf; in Vorarlberg sollte man das sowieso genauer anschauen. Die grüne Zustimmung war ganz klar erfolgt. Der frühpädagogische Bereich wird in Vorarlberg mit Zustimmung der Grünen ausgebaut, denn wir sind eine konstruktive Kraft (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Grünen und SPÖ), wir stimmen dann zu, wenn es etwas zu erreichen gilt – nicht aber hier, bei diesem doch nicht ganz so erfreulichen Budget. (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Hymnen! Lobeshymnen!
Frau Ministerin, ich möchte Sie jetzt aber trotzdem loben, denn in einer Hinsicht haben Sie etwas geschafft – weniger wegen der Jubelgesänge aus Ihren eigenen Reihen. Ich meine diese Lobtiraden, dieses übertriebene Lob. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Hymnen! Lobeshymnen!) Man nennt das Panegyrik, Herr Kollege Mayer, was Sie hier veranstalten. (Zwischenruf des Abg. Riepl.)
Zwischenruf des Abg. Riepl.
Frau Ministerin, ich möchte Sie jetzt aber trotzdem loben, denn in einer Hinsicht haben Sie etwas geschafft – weniger wegen der Jubelgesänge aus Ihren eigenen Reihen. Ich meine diese Lobtiraden, dieses übertriebene Lob. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Hymnen! Lobeshymnen!) Man nennt das Panegyrik, Herr Kollege Mayer, was Sie hier veranstalten. (Zwischenruf des Abg. Riepl.)
Abg. Amon: Herr Kollege Walser, da überschätzen Sie sich aber jetzt beträchtlich!
Wir wollen Sie darauf hinweisen: Wir haben gemeinsam – Grün und Sie; das anerkenne ich – die Kolleginnen und Kollegen der ÖVP dazu gebracht, Bewegung zu zeigen (Abg. Amon: Herr Kollege Walser, da überschätzen Sie sich aber jetzt beträchtlich!), denn es ist irgendwann einmal nicht mehr gegangen.
Zwischenruf des Abg. Amon.
Herr Kollege Amon, es ist höchst an der Zeit, dass Sie etwas getan haben. Wenn man aber die Aussendung des Klubobmanns liest, stellt man fest, dass er von Betreuungsangeboten spricht, und da muss ich leider dazusagen: So ganz auf der Höhe der pädagogischen Zeit sind Sie noch nicht! (Zwischenruf des Abg. Amon.) Lesen Sie sich noch ein bisschen das grüne Bildungsprogramm durch, denn es geht nicht nur um Betreuungsangebote! (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek – in Richtung ÖVP –: Es geht um die Kinder!) Es geht um verschränkten Unterricht, es geht um moderne Schulen, in denen sich Kinder wohlfühlen, in denen Kinder Zeit haben, in denen sie sich ausruhen können, in denen sich Lernphasen mit Erholungsphasen abwechseln, in denen man essen kann, in denen man kommunizieren kann. (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.) Solche Schulen wollen wir und keine reinen Betreuungsangebote! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek – in Richtung ÖVP –: Es geht um die Kinder!
Herr Kollege Amon, es ist höchst an der Zeit, dass Sie etwas getan haben. Wenn man aber die Aussendung des Klubobmanns liest, stellt man fest, dass er von Betreuungsangeboten spricht, und da muss ich leider dazusagen: So ganz auf der Höhe der pädagogischen Zeit sind Sie noch nicht! (Zwischenruf des Abg. Amon.) Lesen Sie sich noch ein bisschen das grüne Bildungsprogramm durch, denn es geht nicht nur um Betreuungsangebote! (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek – in Richtung ÖVP –: Es geht um die Kinder!) Es geht um verschränkten Unterricht, es geht um moderne Schulen, in denen sich Kinder wohlfühlen, in denen Kinder Zeit haben, in denen sie sich ausruhen können, in denen sich Lernphasen mit Erholungsphasen abwechseln, in denen man essen kann, in denen man kommunizieren kann. (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.) Solche Schulen wollen wir und keine reinen Betreuungsangebote! (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.
Herr Kollege Amon, es ist höchst an der Zeit, dass Sie etwas getan haben. Wenn man aber die Aussendung des Klubobmanns liest, stellt man fest, dass er von Betreuungsangeboten spricht, und da muss ich leider dazusagen: So ganz auf der Höhe der pädagogischen Zeit sind Sie noch nicht! (Zwischenruf des Abg. Amon.) Lesen Sie sich noch ein bisschen das grüne Bildungsprogramm durch, denn es geht nicht nur um Betreuungsangebote! (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek – in Richtung ÖVP –: Es geht um die Kinder!) Es geht um verschränkten Unterricht, es geht um moderne Schulen, in denen sich Kinder wohlfühlen, in denen Kinder Zeit haben, in denen sie sich ausruhen können, in denen sich Lernphasen mit Erholungsphasen abwechseln, in denen man essen kann, in denen man kommunizieren kann. (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.) Solche Schulen wollen wir und keine reinen Betreuungsangebote! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Kollege Amon, es ist höchst an der Zeit, dass Sie etwas getan haben. Wenn man aber die Aussendung des Klubobmanns liest, stellt man fest, dass er von Betreuungsangeboten spricht, und da muss ich leider dazusagen: So ganz auf der Höhe der pädagogischen Zeit sind Sie noch nicht! (Zwischenruf des Abg. Amon.) Lesen Sie sich noch ein bisschen das grüne Bildungsprogramm durch, denn es geht nicht nur um Betreuungsangebote! (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek – in Richtung ÖVP –: Es geht um die Kinder!) Es geht um verschränkten Unterricht, es geht um moderne Schulen, in denen sich Kinder wohlfühlen, in denen Kinder Zeit haben, in denen sie sich ausruhen können, in denen sich Lernphasen mit Erholungsphasen abwechseln, in denen man essen kann, in denen man kommunizieren kann. (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.) Solche Schulen wollen wir und keine reinen Betreuungsangebote! (Beifall bei den Grünen.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.
Im „Kurier“ hat es Ihnen Martina Salomon gesagt, sie hat gesagt, so wie Sie das konzipieren, gehe das in Richtung Kindergefängnisse. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.) – Das scheint mir ein zu harter Ausdruck zu sein, aber ich meine, das ist die journalistische Zuspitzung dessen, was das Resultat der ÖVP-Bildungspolitik ist.
Zwischenruf bei der SPÖ.
Einen Punkt muss ich schon noch dazusagen: Frau Ministerin, Sie werden es erwartet haben, dass sich das Lob in Grenzen hält, denn diese moderne Schule bekommen wir nur mit einem neuen Lehrerdienstrecht. Und dieses Lehrerdienstrecht kündigen Sie uns nun seit Jahren an. Ich weiß, dass es da eine Blockade gibt, vor allem von schwarzer Seite. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: … beschleunigt das! – Zwischenruf des Abg. Großruck.
Frau Ministerin Schmied! Nehmen Sie Ihre Regierungskollegen mit, bauen Sie sich solch ein Haus auf Stelzen und gehen Sie in Klausur, damit Sie wenigstens eine Regierungslinie zusammenbringen! (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: … beschleunigt das! – Zwischenruf des Abg. Großruck.) Sie können an der berühmten Bezeggsul nachsehen. (Beifall bei den Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Großruck.)
Beifall bei den Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Großruck.
Frau Ministerin Schmied! Nehmen Sie Ihre Regierungskollegen mit, bauen Sie sich solch ein Haus auf Stelzen und gehen Sie in Klausur, damit Sie wenigstens eine Regierungslinie zusammenbringen! (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: … beschleunigt das! – Zwischenruf des Abg. Großruck.) Sie können an der berühmten Bezeggsul nachsehen. (Beifall bei den Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Großruck.)
Zwischenruf bei den Grünen.
Sie subventionieren eine einzige Privatschule, die Vienna International School, höher als Hunderte von privaten Schulen mit alternativen pädagogischen Konzepten im Land – eine einzige! Die Vienna International School bekommt nahezu 5 Millionen. In diese Schule gehen Diplomatenkinder, Kinder aus den besseren Kreisen, Kinder von Rechtsanwälten. (Zwischenruf bei den Grünen.) Ist das in irgendeiner Form zu rechtfertigen? Das pädagogische Konzept mag gut sein, aber wenn wir weiterkommen wollen, dann müssen Sie dort unterstützend eingreifen, wo wirklich engagierte Lehrkräfte, engagierte Eltern mit dabei sind. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Ursula Haubner.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Ursula Haubner.
Sie subventionieren eine einzige Privatschule, die Vienna International School, höher als Hunderte von privaten Schulen mit alternativen pädagogischen Konzepten im Land – eine einzige! Die Vienna International School bekommt nahezu 5 Millionen. In diese Schule gehen Diplomatenkinder, Kinder aus den besseren Kreisen, Kinder von Rechtsanwälten. (Zwischenruf bei den Grünen.) Ist das in irgendeiner Form zu rechtfertigen? Das pädagogische Konzept mag gut sein, aber wenn wir weiterkommen wollen, dann müssen Sie dort unterstützend eingreifen, wo wirklich engagierte Lehrkräfte, engagierte Eltern mit dabei sind. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Ursula Haubner.)
Beifall bei den Grünen.
Nur unter solchen Bedingungen ist eine moderne Schule denkbar, und daher darf ich Ihnen zum Schluss noch etwas sagen, das eigentlich auf der Hand liegt: Zum Nulltarif wird es die große Schulreform, die wir brauchen, nicht geben können. Wir müssen ins Bildungssystem investieren. Sie müssen in die Schulen investieren, in die Gebäudestruktur. Da braucht es eine ganz, ganz andere Herangehensweise an die Pädagogik, als wir das derzeit sehen. Und dazu braucht es eine Regierungslinie, dazu braucht es den Willen aller Beteiligten. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Amon.
Frau Ministerin! Wir Grüne würden Sie gerne weiter loben, wir würden gerne das Positive herausstreichen. (Zwischenruf des Abg. Amon.) Wir streichen das Positive auch heraus, wenn es Trippelschrittchen sind, wenn es ganz kleine Schrittchen sind, wenn es in die richtige Richtung geht. Aber so, wie sich das derzeit darstellt, sind wir, fürchte ich, noch weit von jenem Motto entfernt, das für uns Grüne Prinzip für Bildungspolitik in der Schule ist: kein Kind zurücklassen! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Frau Ministerin! Wir Grüne würden Sie gerne weiter loben, wir würden gerne das Positive herausstreichen. (Zwischenruf des Abg. Amon.) Wir streichen das Positive auch heraus, wenn es Trippelschrittchen sind, wenn es ganz kleine Schrittchen sind, wenn es in die richtige Richtung geht. Aber so, wie sich das derzeit darstellt, sind wir, fürchte ich, noch weit von jenem Motto entfernt, das für uns Grüne Prinzip für Bildungspolitik in der Schule ist: kein Kind zurücklassen! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Walser: Sie hören mir nie genau zu!
den Grünen.) Ich sage es nur. Es war nicht sein Zitat, wenn ich den „Kurier“ richtig gelesen habe. (Abg. Dr. Walser: Sie hören mir nie genau zu!) Ich würde auch bitten, dass Sie das nicht so darstellen.
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Walser
Ich meine, von Nulltarif kann man wirklich nicht reden. Wenn Sie sagen, zum Nulltarif werde es die Schulreform nicht geben, dann haben Sie das Budget nicht gelesen: 8,5 Milliarden € (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Walser) – das höchste Unterrichtsbudget, das wir je hatten; fast 200 Millionen € mehr gegenüber dem letzten Jahr. Meine Damen und Herren, dieses Bildungsbudget kann sich sehen lassen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich meine, von Nulltarif kann man wirklich nicht reden. Wenn Sie sagen, zum Nulltarif werde es die Schulreform nicht geben, dann haben Sie das Budget nicht gelesen: 8,5 Milliarden € (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Walser) – das höchste Unterrichtsbudget, das wir je hatten; fast 200 Millionen € mehr gegenüber dem letzten Jahr. Meine Damen und Herren, dieses Bildungsbudget kann sich sehen lassen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Es ist der Frau Unterrichtsministerin und der Frau Finanzministerin zu danken – ausdrücklich –, dass diese Bundesregierung einen Schwerpunkt auf die Bildung setzt und daher mehr Geld für Bildung ausgibt, meine Damen und Herren – nicht weniger! Das hätte auch einmal ein Lob von den Grünen verdient. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: … alle möglichen Schmerzen!
Von wegen keine Reformen, Herr Kollege Walser: Ich weiß nicht, wie viele Diskussionen wir in den letzten Jahren geführt haben, bei jeder Reform sind Sie in Opposition geblieben, haben uns erklärt, was alles nicht kommen wird – es ist gekommen, durch eine gute und konsequente Zusammenarbeit. Das Letzte, wo Sie angezweifelt haben, dass es kommen wird, war die Frage der Verwaltungsreform. Da haben wir Ihnen im Zuge des Unterausschusses zum Bildungsvolksbegehren gesagt, wir wollen nicht mit der Brechstange vorgehen, wir wollen uns noch einmal mit den Ländern zusammensetzen. – Letzte Regierungsklausur: Die Eckpunkte zur Verwaltungsreform stehen, eine ganze Verwaltungsebene wird eingespart, meine Damen und Herren! So macht man Reformen, nicht durch destruktive Oppositionspolitik! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: … alle möglichen Schmerzen!)
Ruf bei den Grünen: Man kann destruktive Regierungspolitik auch machen!
Da jetzt offenbar gerade wieder die Hochblüte der Spindoktoren angebrochen ist, wenn es um die ganztägigen Schulformen geht (Ruf bei den Grünen: Man kann destruktive Regierungspolitik auch machen!): Wenn Sie hier dieses Ammenmärchen erzählen, dass sich die ÖVP jetzt in Richtung der ganztägigen Schule bewege, muss ich sagen: Ich glaube, es ist Ihrer geschätzten Aufmerksamkeit entgangen, dass es Finanzminister Josef Pröll war, der vor drei Jahren gesagt hat, dass wir da einen ganz massiven Investitionsbedarf haben. Er war es, der gesagt hat: jährlich 80 Millionen mehr zum massiven Aufbau der ganztägigen Betreuung, meine Damen und Herren! Wir haben keinen Zuruf der Grünen gebraucht, um zu sehen, dass es da eine Notwendigkeit gibt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Da jetzt offenbar gerade wieder die Hochblüte der Spindoktoren angebrochen ist, wenn es um die ganztägigen Schulformen geht (Ruf bei den Grünen: Man kann destruktive Regierungspolitik auch machen!): Wenn Sie hier dieses Ammenmärchen erzählen, dass sich die ÖVP jetzt in Richtung der ganztägigen Schule bewege, muss ich sagen: Ich glaube, es ist Ihrer geschätzten Aufmerksamkeit entgangen, dass es Finanzminister Josef Pröll war, der vor drei Jahren gesagt hat, dass wir da einen ganz massiven Investitionsbedarf haben. Er war es, der gesagt hat: jährlich 80 Millionen mehr zum massiven Aufbau der ganztägigen Betreuung, meine Damen und Herren! Wir haben keinen Zuruf der Grünen gebraucht, um zu sehen, dass es da eine Notwendigkeit gibt. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Walser
Die Nachmittagsbetreuung in Finnland, Herr Kollege Walser, findet auf freiwilliger Basis statt (Zwischenruf des Abg. Dr. Walser), und die Eltern zahlen im Durchschnitt etwa 70 € für diese Nachmittagsbetreuung – das möchte ich Ihnen nur sagen. Dieses Modell ist also gar nicht so unähnlich jenem, das wir haben. Wir sind allerdings im Ausbau nicht ganz so weit, da haben Sie recht. Deshalb ist es auch gut und richtig, dass wir jetzt intensiv darüber diskutieren, wie wir es schaffen können, in einer zumutbaren Entfernung zum Wohnort jedenfalls ein Angebot sicherzustellen. Das wollen wir gemeinsam mit den Ländern, mit den Gemeinden verhandeln.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Warum soll man denn die Eltern zwingen, dass sie ihre Kinder am Nachmittag in der Schule betreuen lassen müssen? Warum sollen wir das machen, wenn es vielleicht einen Elternteil oder einen Großelternteil gibt, der auf das Kind schauen will? (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.) Warum sollen wir die Kinder dazu zwingen, am Nachmittag in der Schule zu sein? (Zwischenruf bei den Grünen.) Aber wenn es Eltern gibt, die das wollen und die das brauchen, dann soll es auch ein Angebot geben – auch dafür tritt die ÖVP ein, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei den Grünen.
Warum soll man denn die Eltern zwingen, dass sie ihre Kinder am Nachmittag in der Schule betreuen lassen müssen? Warum sollen wir das machen, wenn es vielleicht einen Elternteil oder einen Großelternteil gibt, der auf das Kind schauen will? (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.) Warum sollen wir die Kinder dazu zwingen, am Nachmittag in der Schule zu sein? (Zwischenruf bei den Grünen.) Aber wenn es Eltern gibt, die das wollen und die das brauchen, dann soll es auch ein Angebot geben – auch dafür tritt die ÖVP ein, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Warum soll man denn die Eltern zwingen, dass sie ihre Kinder am Nachmittag in der Schule betreuen lassen müssen? Warum sollen wir das machen, wenn es vielleicht einen Elternteil oder einen Großelternteil gibt, der auf das Kind schauen will? (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.) Warum sollen wir die Kinder dazu zwingen, am Nachmittag in der Schule zu sein? (Zwischenruf bei den Grünen.) Aber wenn es Eltern gibt, die das wollen und die das brauchen, dann soll es auch ein Angebot geben – auch dafür tritt die ÖVP ein, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Wir vom BZÖ haben da einen völlig ideologiefreien Zugang. Wir sagen: Was nützt den Kindern in welcher Region? Was ist das Beste für die Kinder? (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Amon: Weil wir ja schulerhalterübergreifend die Rechtslage haben! – Abg. Kopf: Dann muss man die Schulerhalter neu definieren! – Weitere Zwischenrufe.
In diesem Zusammenhang ist die bestehende Rechtslage im Hinblick auf Schulsprengel und Entscheidungskompetenz der Schulpartner zu adaptieren. Dazu stehen wir vom BZÖ. Und ich möchte auch, dass in den Verhandlungen die Schulsprengel mitverhandelt werden, denn das ist etwas, das nicht mehr zeitgemäß ist. In einigen Bundesländern sind sie schon abgeschafft, aber in vielen noch nicht. (Abg. Amon: Weil wir ja schulerhalterübergreifend die Rechtslage haben! – Abg. Kopf: Dann muss man die Schulerhalter neu definieren! – Weitere Zwischenrufe.)
Abg. Großruck: Dann gehört das ganze Finanzierungssystem geändert!
Ja, aber trotzdem müssen wir diese Schulsprengel jetzt einmal in Angriff nehmen und fragen: Was bringen sie, was nützen sie? Und wo können wir darauf verzichten? – Das ist absolut notwendig. (Abg. Großruck: Dann gehört das ganze Finanzierungssystem geändert!)
Beifall bei Abgeordneten von BZÖ, SPÖ und ÖVP.
Zwei Beispiele, die ich hier anführen möchte: Ich glaube, Sie haben wirklich viele richtige Ideen und viele richtige Ansätze, aber, wie gesagt, an der Planungssicherheit mangelt es dann immer wieder. Und etwas, dem ich hier wirklich vehement entgegentrete: dieses ganze parteipolitische und vor allem ideologische Geplänkel beim Thema Schule, denn Schule ist etwas, wo die Kinder im Mittelpunkt stehen und wo nichts anderes Platz hat. (Beifall bei Abgeordneten von BZÖ, SPÖ und ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Gestern – es ist mir noch im Ohr – hat der Klubobmann der SPÖ, Herr Cap, in einem Überschwang von Begeisterung hier aufgezählt, was alles in diesem Land wunderbar ist, und dabei auch gesagt, dass die Schulen funktionieren. Ich glaube, davon sind wir noch ein großes Stück entfernt. Da muss sich noch vieles ändern. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von SPÖ, Grünen und BZÖ sowie des Abg. Markowitz.
Entscheidend ist, dass wir in Bildung investieren, aber – da bin ich auch ganz bei Ihnen, Herr Abgeordneter Walser – das Momentum, dass investiert wird, ist noch nicht genug, sondern wir müssen jede Investition auch mit Innovation verknüpfen, also auch auf Ziel und Wirkung achten. Und was mir besonders am Herzen liegt – und ich glaube, das ist eine der größten Herausforderungen –: dass es uns gelingt, nach und nach – ich bin mir schon bewusst, dass das ein schrittweiser Prozess ist, aber es muss uns nach und nach gelingen – mehr Verantwortung an die Schulleitung zu übertragen. (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ, Grünen und BZÖ sowie des Abg. Markowitz.)
Abg. Amon: Umgekehrt, oder?
Das ist ja völlig richtig, dass die Halbtagsschule – ich darf da gleich Ihren Begriff übernehmen – im Vergleich zur Tagesschule mehr Geld kostet. (Abg. Amon: Umgekehrt, oder?) Dazu habe ich vor Kurzem auch in einem Interview gesagt, da braucht man nicht in Harvard studiert zu haben, sondern das ist sehr einfach nachvollziehbar.
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass man die Entscheidung der Eltern mit berücksichtigen will, ich halte diese sogar für eine Voraussetzung. Persönlich würde ich es jetzt nicht forcieren, auch noch auf die Zweidrittel-Zustimmung der Lehrer zu pochen. Aus meiner Sicht sollte da die Entscheidung der Eltern ausreichend sein, aber das wird man im Verlauf der Gespräche sehen. Wichtig ist, dass wir Schritt für Schritt eine Maßnahme nach der anderen setzen. Und – ich darf mich wiederholen – die Bürgermeister und Bürgermeisterinnen sind unsere Verbündeten, denn eine gute, erstklassige Schule im Ort zu haben, ist das Nonplusultra für jeden Bürgermeister: Zufriedene Bürger heißt zufriedene Wähler, zufriedene Bürgerinnen heißt zufriedene Wählerinnen. Und so manche Betriebsansiedlung ist auch schon zustande gekommen, weil die Schulinfrastruktur in der Gemeinde, im Bezirk gut war. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Und ich glaube, wir müssen oder sollten uns ganz besonders auch mit Brennpunktschulen auseinandersetzen, mit Schulstandorten, die in sozialökonomisch benachteiligten Bezirken, Regionen, Stadtteilen angesiedelt sind, wo die Herausforderungen oft besonders groß sind. Wenn wir auf der einen Seite Individualisierung, persönliche Förderung in den Vordergrund stellen, dann müssen wir auch den sozioökonomischen Hintergrund von Schulstandorten in Zukunft stärker berücksichtigen. In diese Richtung muss die Weiterentwicklung der Schule auch gehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Walser: Ich weiß!
Die neunte Schulstufe habe ich auch mit auf der Agenda, genauso wie das Dienst- und Besoldungsrecht. Herr Abgeordneter Walser, Sie haben recht (Abg. Dr. Walser: Ich weiß!), es liegt aber nicht in meiner eigenen Macht und Verantwortung, da braucht es eine Gruppenlösung (Abg. Dr. Walser: BZÖ!), da braucht es die gemeinsame Entschlossenheit. Darauf kann ich nur immer wieder hinweisen. Ich sage nur in aller Gelassenheit: 2009; ich weiß, wovon ich spreche.
Abg. Dr. Walser: BZÖ!
Die neunte Schulstufe habe ich auch mit auf der Agenda, genauso wie das Dienst- und Besoldungsrecht. Herr Abgeordneter Walser, Sie haben recht (Abg. Dr. Walser: Ich weiß!), es liegt aber nicht in meiner eigenen Macht und Verantwortung, da braucht es eine Gruppenlösung (Abg. Dr. Walser: BZÖ!), da braucht es die gemeinsame Entschlossenheit. Darauf kann ich nur immer wieder hinweisen. Ich sage nur in aller Gelassenheit: 2009; ich weiß, wovon ich spreche.
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten des BZÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich freue mich auf eine konstruktive Zusammenarbeit im Jahr 2013. Das vorliegende Budget ist dafür eine gute Grundlage. Es sind alle gesetzlich fixierten Beschlüsse darin abgebildet. Und ich möchte mich, nachdem ich weiß, dass das diesmal ein besonderer Arbeitsaufwand für unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen war, besonders bei unserer Budgetsektion bedanken, die diese Umstellung professionell vorbereitet hat. – Vielen Dank. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten des BZÖ.)
Abg. Mag. Unterreiner: Es ist schon auch noch so!
Diese unterschiedlichen Ideologien und Vorstellungen gibt es. Und wir SozialdemokratInnen sagen: Die Zeit hat sich geändert, es ist heute nicht mehr so! (Abg. Mag. Unterreiner: Es ist schon auch noch so!) Die Lebensrealität und die Bedürfnisse der Eltern sehen anders aus. (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Aber vor allem auch das, was Kinder brauchen, sieht anders aus. Und da ist besonders der Ausbau von ganztägigen Schulen sinnvoll, wo auch verschränkter Unterricht stattfindet und es nicht um Aufbewahrungszeit geht.
Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Diese unterschiedlichen Ideologien und Vorstellungen gibt es. Und wir SozialdemokratInnen sagen: Die Zeit hat sich geändert, es ist heute nicht mehr so! (Abg. Mag. Unterreiner: Es ist schon auch noch so!) Die Lebensrealität und die Bedürfnisse der Eltern sehen anders aus. (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Aber vor allem auch das, was Kinder brauchen, sieht anders aus. Und da ist besonders der Ausbau von ganztägigen Schulen sinnvoll, wo auch verschränkter Unterricht stattfindet und es nicht um Aufbewahrungszeit geht.
Abg. Dr. Walser: Die Evaluierung steht aus!
Und warum soll nicht in einer Schule Klavierspielen gelernt werden? Warum soll nicht in der Schule am Nachmittag auch Nachhilfe gegeben werden? (Abg. Dr. Walser: Die Evaluierung steht aus!) Warum soll nicht in der Schule auch am Nachmittag der Sport stattfinden? (Zwischenruf des Abg. Amon.)
Zwischenruf des Abg. Amon.
Und warum soll nicht in einer Schule Klavierspielen gelernt werden? Warum soll nicht in der Schule am Nachmittag auch Nachhilfe gegeben werden? (Abg. Dr. Walser: Die Evaluierung steht aus!) Warum soll nicht in der Schule auch am Nachmittag der Sport stattfinden? (Zwischenruf des Abg. Amon.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Und jede Volksschule hat 20 Klaviere!
Sehr geehrter Herr Kollege Amon, es geht nicht ums Müssen, sondern es geht ums Dürfen. Aber ich sage Ihnen: Nach den Erfahrungen mit der Neuen Mittelschule und der Methode, die Claudia Schmied anwendet – nämlich einfach zeigen, dass es besser funktioniert –, sind wir sehr bald auch beim Wollen. Die Mehrheit der Eltern will verschränkten Unterricht und ganztägige Schulen. (Abg. Dr. Rosenkranz: Und jede Volksschule hat 20 Klaviere!) Und das werden wir beweisen, und deswegen bin ich hier bei Ihnen: beim Dürfen! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrter Herr Kollege Amon, es geht nicht ums Müssen, sondern es geht ums Dürfen. Aber ich sage Ihnen: Nach den Erfahrungen mit der Neuen Mittelschule und der Methode, die Claudia Schmied anwendet – nämlich einfach zeigen, dass es besser funktioniert –, sind wir sehr bald auch beim Wollen. Die Mehrheit der Eltern will verschränkten Unterricht und ganztägige Schulen. (Abg. Dr. Rosenkranz: Und jede Volksschule hat 20 Klaviere!) Und das werden wir beweisen, und deswegen bin ich hier bei Ihnen: beim Dürfen! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.
Abgeordneter Stefan Markowitz (STRONACH): Grüß Gott, Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Frau Ministerin, Sie haben die Dinge schon richtig angesprochen, aber ich muss sagen: Ich schätze Sie ja sehr, aber ich nehme an, Sie haben es heute ganz einfach übersehen, dass wir jetzt sechs Parteien im Hohen Haus sind. Es würde mich sehr freuen, wenn Sie das nächste Mal Ihre Wortmeldung machen, nachdem der letzte Abgeordnete in der ersten Runde gesprochen hat, denn dann könnten Sie auch auf alle Parteien replizieren. (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.)
Zwischenruf des Abg. Amon.
Bitte? – Ja, aber es ist trotzdem Usus in diesem Haus, Herr Kollege, ich glaube, Sie wissen das. In Zukunft wird das, davon bin ich überzeugt, die Frau Ministerin natürlich so machen. (Zwischenruf des Abg. Amon.)
Abg. Mag. Josef Auer: Seinerzeit hast du über die Lehrer geschimpft, als … !
Ich glaube, da finden wir in Ihnen, Frau Minister, eine Partnerin. Wir würden es uns auch wünschen, dass das in Zukunft auch die ÖVP so sieht. Wir sollten uns alle einmal an einen Tisch zusammensetzen und überlegen, wie wir mit diesem Problem umgehen. (Abg. Mag. Josef Auer: Seinerzeit hast du über die Lehrer geschimpft, als … !) – Wann denn? Das suchst du heraus, Herr Kollege da hinten, diese Rede bringst du hier herunter und dann sagst du mir, wann ich über die Lehrer geschimpft habe!
Beifall beim Team Stronach.
Wir sind doch gemeinsam im Ausschuss gesessen, und da haben wir immer gesagt, was wir von den Lehrern halten, dass sie wirklich etwas Großes leisten, nur gehört ihre Leistung dementsprechend bezahlt. Das sage ich jetzt auch! Es hat sich daran überhaupt nichts geändert. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Petzner: Wenn du überall „das Meiste und das Beste“ sagst und nicht weißt, was das Meiste und das Beste ist …! Würdest du das einmal konkretisieren!
Wir haben es auch vorhin gehört, Frau Ministerin, dass, wenn es um Lehrberufe geht, die Beherrschung der Grundrechnungsarten nach wie vor ein Problem ist. Genau dort müssen wir ansetzen, wenn es um Ausbildung geht! (Abg. Petzner: Wenn du überall „das Meiste und das Beste“ sagst und nicht weißt, was das Meiste und das Beste ist …! Würdest du das einmal konkretisieren!)
Beifall beim Team Stronach.
Aber ich danke dir sehr für das Hölzl. Wenn man ein Hölzl zugeworfen bekommt, dann soll man es aufgreifen. Das habe ich vom Herbert Scheibner gelernt. Dafür bin ich wirklich sehr dankbar, denn so konnten meine Vorschläge mit konkretem Inhalt ausgefüllt werden. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne, Frau Bundesminister, möchte ich mich für die gute Zusammenarbeit bei Ihnen bedanken. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Edith Mühlberghuber (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bun-desminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Grundsätzlich sind wir für Ganztagsschulen, sofern die Wahlfreiheit der Eltern im Vordergrund steht. Es muss den Eltern und den Familien freigestellt bleiben, ob sie ihre Kinder fremdbetreut haben wollen oder ob sie sie zu Hause betreuen wollen, denn die Eltern wissen eigentlich am besten, wo sich ihre Kinder wohlfühlen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es fließt überproportional viel Geld in die Neue Mittelschule. Die AHS sollte unserer Meinung nach im selben Ausmaß wie die Neue Mittelschule gefördert werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Franz Riepl (SPÖ): Herr Präsident! Sehr verehrte Frau Bundesministerin! Ich glaube, es ist angebracht, einmal allen unseren engagierten Lehrerinnen und Lehrern Danke zu sagen – egal, ob sie in den Volksschulen, in den Hauptschulen, in den Berufsschulen, in den berufsbildenden Schulen oder in den allgemeinbildenden höheren Schulen tätig sind. Ich denke, im Zuge so einer Budgetdebatte sollte das einmal ausgesprochen werden. Ich will das hiermit tun. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne, glaube ich, sind wir in der Bildung auf einem guten Weg mit Ihnen, Frau Bundesministerin, aber noch lange nicht am Ziel. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Warum? – Weil Sie, Frau Ministerin, sagen, dass Sie das nicht leisten können. Sie sagen, es ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, gerade so, als wäre es gottgegeben. Als Sozialdemokratin sagen Sie, das ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, das Sie nicht lösen können. Ich sage aber, man kann das sehr wohl lösen. Wir haben auch einen Initiativantrag eingebracht, der Ihnen vorliegt, woraus man sehr schön ersehen kann, dass die katastrophale soziale Lage verbessert werden kann. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich kann Ihnen dazu nur sagen: Sie sind auf bestem Weg dazu, dieses Ziel zu erreichen! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Und noch ein zweites Thema möchte ich ansprechen, nämlich die PädagogInnenbildung Neu. Ich bin dafür, dass jeder neue Lehrer, der ausgebildet wird, Grundkenntnisse in der Integrations- und in der Inklusionspädagogik hat, denn das sind Methoden, die man bei jedem Schüler anwenden kann und die heute mehr denn je gefragt sind. Da geht es darum, neue Lehrmethoden anzuwenden, es geht um neue Lehrmittel, offenen Unterricht, gruppendynamisches Arbeiten. Das braucht die Schule. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich ersuche Sie, Frau Ministerin, das auch in den Verhandlungen und im Gesetzentwurf mit zu berücksichtigen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Großruck. – Abg. Tamandl: Das ist verfassungsrechtlich nicht möglich … !
Ich denke, Integrationsstaatssekretär Kurz wird diesem Entschließungsantrag sofort zustimmen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Großruck. – Abg. Tamandl: Das ist verfassungsrechtlich nicht möglich … !)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Ministerin, wir hoffen bei dieser Petition auf Ihre Unterstützung! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
als Künstler erhalten, sind jedenfalls Staatskünstler und lassen sich vom Staat aushalten. Dieses Verständnis lehne ich definitiv ab. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Staatskünstler nennt man das!
Unser künstlerisches Verständnis bezieht sich darauf, dass Künstler Anspruch auf Anerkennung haben, und das heißt auch Honorierung, das heißt Respekt, das heißt auch Geld. (Ruf bei der FPÖ: Staatskünstler nennt man das!) Das ist unser Bekenntnis zu öffentlicher Finanzierung, die wir heute beschließen werden, mit vielen verschiedenen Projekten.
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte noch auf einen Punkt eingehen, nämlich auf die Erhöhung der Mittel für das Österreichische Filminstitut. Mein Dank an die Ministerin, ich bin sehr froh darüber, dass wir mit dieser Erhöhung um 3,4 Millionen auf 20 Millionen € kommen und damit die Zusagen einhalten und dem österreichischen Film damit auch eine Möglichkeit zum noch stärkeren Wachsen geben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Jakob Auer.
braucht, sind Möglichkeiten, Mittel, Freiräume und Respekt. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Jakob Auer.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Mag. Heidemarie Unterreiner (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Wir Freiheitlichen begrüßen es, dass es genügend Gelder für Kunst und Kultur gibt. Wir freuen uns auch, dass die Mittel nicht gekürzt wurden. Frau Ministerin, Sie werden bei uns immer Unterstützung finden, wenn die Subventionsvergabe dahin geht, dass die großen Kulturinstitutionen, wie unsere Theater, die Opernhäuser, die großen Festivals, die Festspiele, also all das, was Österreich ausmacht, was das große Kulturland Österreich prägt, unterstützt werden. Dazu gehören auch die großen Bildungsinstitute für unsere Jugend. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Lichtenecker: Furchtbar! – Abg. Öllinger: Unglaublich!
Ich werde jedoch als Oppositionspolitikerin immer die Stimme erheben, wenn es darum geht, Missstände aufzuzeigen. Ich erachte es im Rahmen der Budgetdebatte als meine Pflicht, mir im Detail anzuschauen, wohin die Gelder fließen. Hier fällt nun einmal auf, dass zum Beispiel im Literaturbereich Jahr für Jahr dieselben Personen, wie zum Beispiel – und ich sage es noch einmal – Elfriede Jelinek, Robert Menasse, Thomas Glavinic, großzügigst gefördert werden. Es freut mich natürlich, wenn österreichische Autoren im Ausland geachtet werden und auch finanziell erfolgreich sind. Aber umso erstaunlicher ist es dann, wenn just diese erfolgreichen Autoren Dauerstipendiaten sind, und wenn sie sozusagen pragmatisierte Subventionsempfänger sind. (Abg. Dr. Lichtenecker: Furchtbar! – Abg. Öllinger: Unglaublich!) Deswegen, Frau Kollegin Ablinger, ist es überhaupt nicht einzusehen, dass diese Autoren Jahr für Jahr, ohne sich zu genieren, auf Kosten der Allgemeinheit bedient werden. Das finde ich nicht richtig. Das geht nicht, Frau Kollegin! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich werde jedoch als Oppositionspolitikerin immer die Stimme erheben, wenn es darum geht, Missstände aufzuzeigen. Ich erachte es im Rahmen der Budgetdebatte als meine Pflicht, mir im Detail anzuschauen, wohin die Gelder fließen. Hier fällt nun einmal auf, dass zum Beispiel im Literaturbereich Jahr für Jahr dieselben Personen, wie zum Beispiel – und ich sage es noch einmal – Elfriede Jelinek, Robert Menasse, Thomas Glavinic, großzügigst gefördert werden. Es freut mich natürlich, wenn österreichische Autoren im Ausland geachtet werden und auch finanziell erfolgreich sind. Aber umso erstaunlicher ist es dann, wenn just diese erfolgreichen Autoren Dauerstipendiaten sind, und wenn sie sozusagen pragmatisierte Subventionsempfänger sind. (Abg. Dr. Lichtenecker: Furchtbar! – Abg. Öllinger: Unglaublich!) Deswegen, Frau Kollegin Ablinger, ist es überhaupt nicht einzusehen, dass diese Autoren Jahr für Jahr, ohne sich zu genieren, auf Kosten der Allgemeinheit bedient werden. Das finde ich nicht richtig. Das geht nicht, Frau Kollegin! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Neubauer: Und für die jungen Künstler ist kein Geld da!
Es ist nicht einzusehen, dass ein arrivierter und erfolgreicher Autor wie Robert Menasse über Jahre hinweg über 300 000 € an Steuergeldern bekommt. (Abg. Neubauer: Und für die jungen Künstler ist kein Geld da!) Das geht nicht. Während eine alleinerziehende Mutter zum Beispiel einen Rechner für ihr Kind kaufen muss, weil man den heutzutage in der Schule braucht, bekommt unser großer Staatskünstler einen Computer geschenkt. Das geht ganz einfach nicht! Und wenn Sie das nicht verstehen, dann tut mir das leid. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist nicht einzusehen, dass ein arrivierter und erfolgreicher Autor wie Robert Menasse über Jahre hinweg über 300 000 € an Steuergeldern bekommt. (Abg. Neubauer: Und für die jungen Künstler ist kein Geld da!) Das geht nicht. Während eine alleinerziehende Mutter zum Beispiel einen Rechner für ihr Kind kaufen muss, weil man den heutzutage in der Schule braucht, bekommt unser großer Staatskünstler einen Computer geschenkt. Das geht ganz einfach nicht! Und wenn Sie das nicht verstehen, dann tut mir das leid. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kickl: Aha!
Elfriede Jelinek – Nobelpreisträgerin, ehemalige Kommunistin – behauptet, in Österreich keine Zuschüsse zu bekommen und nur Steuern zu bezahlen. Es sind im Kunstbericht – Sie alle kennen den Kunstbericht, Sie alle können ihn lesen – in Bezug auf sie zahlreiche Posten ausgewiesen. (Abg. Kickl: Aha!) So sind dort unzählige Übersetzungskostenzuschüsse für diverse Werke der Frau Jelinek zu finden. Hier werden Jahr für Jahr automatisch Gelder ausgeschüttet, anstatt jungen, talentierten Literaten Geld zukommen zu lassen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Ablinger: Unglaublich … !)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Ablinger: Unglaublich … !
Elfriede Jelinek – Nobelpreisträgerin, ehemalige Kommunistin – behauptet, in Österreich keine Zuschüsse zu bekommen und nur Steuern zu bezahlen. Es sind im Kunstbericht – Sie alle kennen den Kunstbericht, Sie alle können ihn lesen – in Bezug auf sie zahlreiche Posten ausgewiesen. (Abg. Kickl: Aha!) So sind dort unzählige Übersetzungskostenzuschüsse für diverse Werke der Frau Jelinek zu finden. Hier werden Jahr für Jahr automatisch Gelder ausgeschüttet, anstatt jungen, talentierten Literaten Geld zukommen zu lassen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Ablinger: Unglaublich … !)
Beifall bei der FPÖ.
bewusst das Wort – die Liebkinder der Sozialdemokraten sein. Das muss man auch sagen, Frau Kollegin! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ein Rohbericht des Rechnungshofes ruft aktuell in Erinnerung, welche Blüten im Sumpf der heimischen Kulturpolitik gedeihen. Die Vorwürfe gegen Peter Noever reichten schon aus, dass man ihn vor einem Jahr entlassen musste. Er finanzierte – das wissen wir alle – opulente Geburtstagsfeiern für seine Mutter, und er soll auch Betriebsausflüge der Belegschaft mit teuren Mietlimousinen begleitet haben. Der Rechnungshof legt weitere harte Fakten vor: Man ist draufgekommen, dass von den ohnehin mageren 185 000 Besuchern des Museums – wir wissen alle: vorletzte Stelle bei allen Museen – die Hälfte über den Personaleingang hereingekommen ist und überhaupt keine Eintrittskarte gekauft hat. Also ich bitte Sie, Frau Kollegin Ablinger, das geht einfach nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Während auf der einen Seite Millionen an Geldern für Multikulti-Sachen ausgegeben werden, wird zum Beispiel das Volkskundemuseum, das immerhin unsere Heimat, unsere eigene Volkskunde präsentiert, mit 400 000 € systematisch ausgehungert. Das ist nicht in Ordnung, Frau Ministerin! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sehr geehrte Frau Ministerin, nehmen Sie sich bitte unsere konstruktive Kritik zu Herzen! Achten Sie auf eine gerechte Vergabe der Gelder! Unterlassen Sie die ideologisch gesteuerte Mittelvergabe! Verwenden Sie die Gelder nicht für die „Schatzerln“ – das sage ich noch einmal –, für die Arrivierten, sondern für unsere begabte Jugend! Ich schließe meine Rede wie immer mit den Worten: Die Bewahrung unserer Identität ist das Gewissensthema unserer Epoche. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Apropos Tagesbetreuung. Ich erinnere daran: Bereits im Jahre 2006 haben wir beschlossen, dass in der jeweiligen Schule zu Schuljahresbeginn der Bedarf an Tagesbetreuung abgefragt wird. Wenn da zwölf bis 15 Kinder zusammenkommen, dann gibt es eine Gruppe, dann ist Tagesbetreuung einzurichten; und wenn sich die Schulpartnerschaft einig ist, dass verschränkter Unterricht stattfinden soll, dann ist auch das einzurichten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Mit diesem Budget sind wir auf einem guten Weg, denn Investitionen in Kinder sind Investitionen in die Zukunft. Sie sind der Grundstein für unseren Wohlstand in der Zukunft. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich glaube, dass das für eine Personengruppe, die die Unterstützung, die Wertschätzung, den Respekt, auch seitens der öffentlichen Hand und des öffentlichen Bildungssystems, besonders verdient, eine sehr wichtige und richtige Maßnahme ist. Das wollte ich noch ergänzen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Erfolg, gerade auch wenn ich in andere Länder Europas blicke. Das ist sehr, sehr wichtig. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie der Abg. Mag. Unterreiner.
Das Gesamtbudget wird 2013 gerundet 443 Millionen € betragen. Mir ist an dieser Stelle und zu Beginn von weiteren Details schon auch wichtig – da schließe ich mich Sonja Ablinger an und möchte das betonen –: Die Freiheit der Kunst ist für uns ein hoher Wert. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie der Abg. Mag. Unterreiner.) Ich lehne alle Tendenzen ab, die hier einzeln, auch einzelne Künstlerinnen und Künstler, in ihren Positionen bewerten wollen. Ich will niemals ein Ministerium des guten Geschmacks oder der großen Besucherquoten.
Beifall bei der SPÖ.
Die Freiheit der Kunst ist für uns ein hoher Wert. Dazu gehört auch die öffentliche Finanzierung der Kunst und Kultur, und dazu gehören auch – auch wenn das vielleicht manchmal bei einer oft auch persönlichen Kritik ein bisschen schwerfällt, aber genau dann ist es auch wichtig – Wertschätzung und Respekt gegenüber den Künstlerinnen und Künstlern. Das erscheint mir wesentlich. (Beifall bei der SPÖ.)
Rufe bei der FPÖ: Genau!
Das erscheint mir umso mehr wesentlich – und da empfehle ich einen Blick in den Bericht, den wir zur sozialen Lage der Künstlerinnen und Künstler erstellt haben –, da die Einkommenssituation von ganz vielen Künstlerinnen und Künstlern eine prekäre ist. (Rufe bei der FPÖ: Genau!) Über diesen Umstand sollten wir einmal viel umfangreicher diskutieren, denn prekäre Beschäftigungsverhältnisse gibt es leider nicht mehr nur im künstlerischen Bereich, sondern das greift viel weiter um sich. Daher brauchen wir da andere Absicherungssysteme für viele Berufsgruppen in unserem Land.
Beifall bei der SPÖ.
Wo sind für 2013 Budgeterhöhungen möglich? – Frau Abgeordnete Fuhrmann und Frau Abgeordnete Ablinger haben es bereits betont. Ich freue mich auch persönlich sehr, dass die Regierung ihr Versprechen hält, nämlich 20 Millionen € für die Filmförderung, für das Österreichische Filminstitut bereitzustellen. Woher kommen wir? Von 9,6 Millionen €. Es ist uns also doch gelungen, hier von 9,6 Millionen € auf 20 Millionen € aufzustocken in dieser Phase, und das ist sehr, sehr wichtig. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich freue mich weiters, dass wir zusätzlich 500 000 € für regionale Kulturinitiativen und Regionalprojekte bereitstellen können. Damit erhöht sich dieser Bereich auf 5,52 Millionen €. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ
Kofinanzierung ist gleich mein nächstes Stichwort. Eines meiner Großprojekte für das Jahr 2013 ist es, Kunst und Kultur noch stärker als bisher in der EU-Regionalförderung zu verankern (Beifall bei der SPÖ), und zwar sowohl in den LEADER-Projekten als auch im EFRE, dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Ich halte das für sehr wichtig. Das unterstützt und fördert die Vielfalt in den Regionen.
Beifall bei der SPÖ.
Summa summarum sind aus meiner Sicht für 2013 die Weichen für ein vielfältiges Kunst- und Kulturjahr gestellt. Ich bedanke mich bei allen, die hier mitwirken. Ich freue mich auf Diskussionen über die Wirkungsziele, Maßnahmen, Indikatoren im Kulturausschuss und danke Ihnen sehr für die immer wertschätzende Zusammenarbeit hier im Hohen Haus. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Frau Minister, natürlich bin auch ich der Meinung, dass, wie Sie gesagt haben, die Freiheit der Kunst hochgehalten werden muss. Das sollten wir uns als Erstes auf die Fahnen schreiben. Es muss aber auch die Freiheit der Kritik geben, die Freiheit, die Dinge zu nennen (Beifall bei der FPÖ), wenn sie aus dem Ruder laufen. Es ist wichtig, dass man diese Kritik anbringen und das natürlich dann auch wertfrei bewerten kann.
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Markowitz.
Das ist die Richtung, in die diese kulturpolitische Arbeit in Zukunft gehen soll. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Markowitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Das große Ziel liegt noch vor uns, nämlich die gemeinsame ganztägige Schule. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn wir die Besten als Lehrer wollen, dann führt daran kein Weg vorbei. Dann muss man auch den Mut haben zu sagen, dass das keine Frage für ein Budget, für ein Haushaltsjahr ist, sondern eine für Jahrzehnte. Bei gleicher Lebensverdienstsumme würde ich dafür plädieren, das System so rasch wie möglich zu ändern. – Also Dienstrechtsreform mit Besoldungsreform. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, in diesem Land regiert die Regierung! Es ist natürlich anständig, korrekt und fair, wenn man die Gewerkschaft in Verhandlungen einbindet, aber es gibt doch kein Vetorecht! Ich kann die Ministerin nur auffordern: Regieren Sie dieses Land und machen Sie den Weg frei für ein neues Dienst- und Besoldungsrecht für Lehrer, auch dann, wenn die Gewerkschaft Nein sagen sollte! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich kann die Ministerin nur ermuntern: Setzen Sie alles daran, das noch durchzubringen! Der von mir zitierte „Kurier“-Artikel lässt ja tief blicken. Also wenn es nach der ÖVP geht, insbesondere nach der Lehrergewerkschaft, wird es in dieser Gesetzgebungsperiode leider nichts mehr damit werden. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Schule kann den Eltern ihre Verantwortung nicht abnehmen. Kinder brauchen Eltern, welche ihre Ausbildungswege entsprechend unterstützen, die aber auch ihre Wünsche, Sehnsüchte und Probleme ernst nehmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Staatssekretär Mag. Schieder: Sie bewegt sich doch!
Es bewegt sich doch!, ist ein berühmter Satz, der auch heute für das österreichische Parlament gilt. Es ist mir eine besondere Freude, dass wir heute gemeinsam etwas erreicht haben, was ja nicht so oft der Fall ist. Dann und wann kommt es schon zu einem gemeinsamen Antrag aller Parteien, aber was mit Sicherheit heute zum allerersten Mal in diesem Hohen Haus vorkommt ... (Staatssekretär Mag. Schieder: Sie bewegt sich doch!) – Nein, es, das Parlament, nicht sie. (Staatssekretär
Staatssekretär Mag. Schieder: Ja, schon, aber ...!
Mag. Schieder: Ja, aber der berühmte Satz heißt: Sie bewegt sich doch!) – Ja, aber das Parlament ist nicht sie, Herr Staatssekretär. (Staatssekretär Mag. Schieder: Ja, schon, aber ...!) – Ich meine trotzdem das Parlament, aber an der Kleinigkeit soll es ja nicht scheitern.
in Richtung des Abg. Dr. Wittmann
Freuen Sie sich mit uns, Herr Staatssekretär, dass wir heute den ersten Sechs-Parteien-Antrag in der Geschichte des Parlaments einbringen! Das freut mich auch deshalb besonders, weil ich gestern einen fast wortidenten Antrag eingebracht habe aufgrund einer Initiative der BSO, der Bundes-Sportorganisation, bei der ich mich an dieser Stelle herzlich bedanken möchte – ihr Präsident (in Richtung des Abg. Dr. Wittmann) sitzt ja auch hier herinnen –, wie auch beim Herrn Präsidenten Kleinmann und wie sie alle heißen, die eine Unterschriftenaktion betreffend die tägliche Turnstunde ins Leben gerufen haben, die von allen Abgeordneten dieses Hauses unterstützt worden ist – und siehe da, von gestern auf heute war es möglich, eine Sechs-Parteien-Einigung zu erreichen.
Allgemeiner Beifall.
Ein herzliches Dankeschön an alle Fraktionen! Ich glaube, das ist heute eine gute Initiative. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Rosenkranz: Eben nicht! Eben nicht! Genau das eben nicht!
Abgeordnete Mag. Rosa Lohfeyer (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Frau Kollegin Unterreiner, ich möchte schon meine Verwunderung über Ihr Kulturverständnis ausdrücken. Ich bin froh, dass wir mit Claudia Schmied eine Kulturministerin haben, bei der garantiert ist, dass die Freiheit und Vielfalt von Kunst und Kultur und auch der KünstlerInnen gegeben ist. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Rosenkranz: Eben nicht! Eben nicht! Genau das eben nicht!)
Beifall bei der SPÖ.
Die gesetzten Offensiven im Bildungsbereich sind Investitionen in bessere Lebenschancen für unsere zukünftigen Generationen, und die zahlreichen Reformmaßnahmen der letzten Jahre sind wichtige Schritte zu mehr Chancengerechtigkeit und sind auch ein Beitrag zum sozialen Ausgleich in unserem Land. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Auch aus diesem Grund sehe ich die Einbindung der Musikschulen als wichtigen Bestandteil und auch wichtig für die zukünftige Ausprägung des Bildungssystems. Ich ersuche Sie, dafür Sorge zu tragen, dass jetzt eben im Zuge des Ausbaus der Ganz-tagsschule und der Tagesbetreuung das Thema Zusammenarbeit Musikschule und Schule wirklich auch in ein echtes Konzept mündet und das dann sozusagen gleich mit bedacht wird. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Pendl: Das wird eine gute Rede!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Königsberger-Ludwig. 3 Minuten. – Bitte. (Abg. Pendl: Das wird eine gute Rede!)
Zwischenruf der Abg. Mag. Unterreiner.
Ein ganz klares Ziel, und ich bin sehr froh, dass dieses Bekenntnis heute von der Frau Ministerin ganz klar und deutlich gekommen ist, ist die Freiheit der Kunst. (Zwischenruf der Abg. Mag. Unterreiner.) Es geht um die Freiheit der Kunst, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, und es geht vor allem auch, Frau Kollegin Unterreiner – das ist jetzt gar nicht polemisch oder irgendwie parteipolitisch gemeint –, um Wertschätzung der Künstlerinnen und Künstler (Abg. Mag. Unterreiner: Auch!), und es geht nicht um Bewertung der Künstlerinnen und Künstler. Das ist ein großer Unterschied, und das ist die Freiheit der Kunst, geschätzte Kolleginnen und Kollegen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Unterreiner: Auch!
Ein ganz klares Ziel, und ich bin sehr froh, dass dieses Bekenntnis heute von der Frau Ministerin ganz klar und deutlich gekommen ist, ist die Freiheit der Kunst. (Zwischenruf der Abg. Mag. Unterreiner.) Es geht um die Freiheit der Kunst, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, und es geht vor allem auch, Frau Kollegin Unterreiner – das ist jetzt gar nicht polemisch oder irgendwie parteipolitisch gemeint –, um Wertschätzung der Künstlerinnen und Künstler (Abg. Mag. Unterreiner: Auch!), und es geht nicht um Bewertung der Künstlerinnen und Künstler. Das ist ein großer Unterschied, und das ist die Freiheit der Kunst, geschätzte Kolleginnen und Kollegen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein ganz klares Ziel, und ich bin sehr froh, dass dieses Bekenntnis heute von der Frau Ministerin ganz klar und deutlich gekommen ist, ist die Freiheit der Kunst. (Zwischenruf der Abg. Mag. Unterreiner.) Es geht um die Freiheit der Kunst, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, und es geht vor allem auch, Frau Kollegin Unterreiner – das ist jetzt gar nicht polemisch oder irgendwie parteipolitisch gemeint –, um Wertschätzung der Künstlerinnen und Künstler (Abg. Mag. Unterreiner: Auch!), und es geht nicht um Bewertung der Künstlerinnen und Künstler. Das ist ein großer Unterschied, und das ist die Freiheit der Kunst, geschätzte Kolleginnen und Kollegen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Deswegen auch ein herzliches Dankeschön an die Frau Ministerin für das klare Bekenntnis, auch Kunst und Kultur in ländlichen Regionen zu fördern, denn dort sind hohe Qualität und großes Engagement anzutreffen! Danke, Frau Ministerin! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Anhaltende Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Weninger und Dr. Rosenkranz.
Abgeordnete Mag. Ruth Becher (SPÖ): Herr Präsident! Frau Ministerin! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Ein paar Anmerkungen zum Denkmalschutz: Im Bundesvoranschlag sind die Mittel mit 34,5 Millionen €, die für nächstes Jahr vorgesehen sind, im Wesentlichen stabil geblieben. Und das ist doch eine beachtliche Summe, denn das nimmt nach der Kunstförderung außer den ausgegliederten Einrichtungen den zweiten Platz ein. (Anhaltende Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Weninger und Dr. Rosenkranz.)
Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.
Die Subventionsmittel, die für die Sanierung von Profan- und Sakralbauten vorgesehen sind, halten sich seit Jahren in etwa die Waage. – Es ist so laut, man hört es so stark herunter. (Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Weitere anhaltende Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Weninger und Dr. Rosenkranz.
Diese Mittel halten sich also seit Jahren in etwa die Waage. Daraus werden zum Beispiel auch die Sanierung des Stiftes Klosterneuburg, des Salzburger Doms oder auch die Wiener Gemeindebauten unterstützt. (Weitere anhaltende Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Weninger und Dr. Rosenkranz.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Das ist ja unfassbar!
Es ist ein sehr beachtenswerter Erfolg der Frau Bundesministerin, dass die Förderung des Bundes auch in dem für Kunst und Kultur schwierigen wirtschaftlichen Umfeld mit einer Quote von 10 Prozent stabil gehalten werden konnte. Und jeder Euro, der in den … (Abg. Dr. Rosenkranz: Das ist ja unfassbar!)
Abg. Dr. Rosenkranz – in Richtung des Abg. Weninger –: Das ist unerhört! – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.
Abgeordnete Mag. Ruth Becher (fortsetzend): Danke schön. Also ich wollte … (Abg. Dr. Rosenkranz – in Richtung des Abg. Weninger –: Das ist unerhört! – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.) – Ich weiß nicht, worum es geht.
Abg. Mag. Josef Auer: Herr Präsident! Ich möchte zuhören! Ich höre nichts!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Wir werden einmal die Zeit stoppen, bitte. (Abg. Mag. Josef Auer: Herr Präsident! Ich möchte zuhören! Ich höre nichts!)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn man im Kulturbericht für 2011 nachsieht, kann man feststellen, dass knapp 25 Prozent aller Subventionsmittel für den Denkmalschutz im vorigen Jahr nach Niederösterreich gegangen sind. Das ist doppelt so viel wie Oberösterreich und Wien gemeinsam erhalten haben. Das ist also schon eine beachtliche Summe. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zusammenfassend kann man sagen: ein großer Erfolg der Frau Bundesministerin. Die Budgetmittel für den Denkmalschutz sind mit 35 Millionen auf sehr hohem Niveau stabil geblieben. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Es geht darum, wie man den Tag auflockert. Dass Bewegung auch als Element des Lernens verstanden werden kann, ist mittlerweile klar. Es bringt gerade bei jüngeren Kindern, aber auch bei älteren Lernfortschritte mit sich, wenn man diese klassischen Blöcke – 50 Minuten sitzen, Pause machen, weitermachen – aufbricht und Bewegung in den Schulalltag integriert. Das ist etwas, was eigentlich schon lange gut gewesen wäre. Vielleicht bietet das jetzt die Chance, innovativ, mit neuen Ideen an das heranzugehen und das in Zukunft auch umsetzen zu können. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Im Großen und Ganzen kann man sehr zufrieden sein mit diesem Budget. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kickl: Weninger soll sich entschuldigen!
Ich weise das als eine bodenlose Frechheit zurück, mich mit einer Ikone des Nationalsozialismus auf diese schäbige Art und Weise in Verbindung zu bringen! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kickl: Weninger soll sich entschuldigen!)
Abg. Weninger – in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Dr. Rosenkranz –: Hast „Entschuldigung“ gesagt? – Abg. Kickl: Entschuldige dich! – Zwischenruf der Abg. Mag. Rudas.
Die Beratungen zu diesem Themenbereich sind somit beendet. (Abg. Weninger – in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Dr. Rosenkranz –: Hast „Entschuldigung“ gesagt? – Abg. Kickl: Entschuldige dich! – Zwischenruf der Abg. Mag. Rudas.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es muss nicht jeder Student immer im Hörsaal sitzen. Er muss nur dann drinnen sitzen, wenn es notwendig ist. Aber wenn es nicht notwendig ist, wenn er sich zu Hause etwas über den PC, über das Internet erarbeiten kann, dann ist das doch der wesentlich billigere Zugang, und wir brauchen nicht dauernd Hörsäle, die ohnehin überfüllt sind und wo einer nur drinnen sitzt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Daher: Ein Gesamtsanierungs- und Neubaukonzept wäre da jetzt wirklich dringend notwendig; und dann können wir uns auch wieder eines leisten, was genau in der Wissenschaft unbedingt notwendig ist, nämlich einen absolut freien Hochschulzugang, ohne Beschränkungen. Es kann doch wirklich nicht so sein, dass auf der einen Seite Gelder eingehoben, dass Studiengebühren kassiert werden, dass vielleicht die Universitäten ausgebaut werden, es aber auf der anderen Seite Beschränkungen gibt. Das hat sich die Wissenschaft nicht verdient, das hat sich die Jugend nicht verdient, und das haben sich unsere Universitäten nicht verdient. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und das gilt nicht nur für Arbeitnehmer, sondern auch für Studenten ärmerer sozialer Herkunft. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Auch wir hätten eine Reihe von Ideen, die wir vor jeder Regierungsklausur noch zusätzlich einbringen könnten, aber ich glaube, in einer Koalition ist es wichtig, Ideen für die Zukunft gemeinsam zu entwickeln, gemeinsam zu vereinbaren, und Herr Bundesminister, dir ist es gelungen, dieses Budget so zu gestalten, dass auf der einen Seite die Zukunft möglich ist und die Konsolidierung auf der anderen Seite machbar wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir hätten aber trotzdem immer noch die Möglichkeit, bis zu 900 Professuren zu zahlen. Meine Damen und Herren, das ist ein Betrag, den wir ernst nehmen müssen! Wir werden daher nicht locker lassen und das Thema Studienbeiträge auch künftig weiter auf unsere Agenda setzen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir können stolz sein, Herr Bundesminister. Dir wünsche ich alles Gute für die Umsetzung eines ambitionierten Paketes für das nächste Jahr. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Mag. Widmann.
Zuerst, Frau Kollegin Cortolezis-Schlager, es ist schon eine ungeheure Wissenserweiterung, wenn ich höre, dass der Herr Bundesminister oder die ÖVP den Universitäten die Zukunft garantiert. Mir ist neu, dass die Begriffe Zukunft und Vergangenheit die Mitarbeit der ÖVP brauchen. Die existieren auch ohne Sie, oder? – Ja. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Mag. Widmann.)
Beifall bei Grünen und BZÖ. – Abg. Kickl: Der Hundstorfer macht das auch so!
Also: Um 0,1 Prozent gestiegen in zwei Jahren. Ich muss sagen, man hat sich da einiges zugetraut. (Beifall bei Grünen und BZÖ. – Abg. Kickl: Der Hundstorfer macht das auch so!)
Beifall bei den Grünen.
Und zu guter Letzt: Ich würde sehr darum bitten, endlich einen Beitrag zur Ratifizierung der Bioethik-Konvention des Europarates zu leisten. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Bundesminister! Liebe Besucher und Besucherinnen aus Gumpoldskirchen! Wir heißen Sie sehr herzlich bei uns willkommen. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
weiteren wird sowohl im Wissenschaftsministerium als auch in der SPÖ gearbeitet. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. List: Das ist so!
Abgeordneter Mag. Rainer Widmann (BZÖ): Herr Präsident! Man hat ohnehin den Eindruck, wenn man den Ausgang der Verhandlungen zu den Studiengebühren sieht, dass die SPÖ das Zepter bereits in die Hand genommen hat und sich nahezu zu hundert Prozent in diesem Land durchsetzt, was Wissenschafts- und Bildungsfragen betrifft. (Abg. List: Das ist so!) Kollege Cap wird mir da recht geben. Ich werde das dann gleich belegen.
Beifall beim BZÖ.
Das sind die Fragen, auf die Sie keine Antworten wissen, und daher verlangen wir vom BZÖ schon lange mehr Sicherheit für die Forschungsförderung, für die Förderung der Grundlagenforschung. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Cap: Der Knopf hängt!
Ich habe heute ein paar Mal gehört – der Abgeordnete Grünewald und die Abgeordnete Kuntzl haben es angesprochen –, wir hätten zu wenige Studenten. – Nein! Die OECD sagt ganz klar, wir haben genug Studenten. Was wir zu wenig haben sind erfolgreiche Absolventen, Frau Kollegin Kuntzl von der SPÖ. Das ist das Thema. (Abg. Dr. Cap: Der Knopf hängt!)
Beifall beim BZÖ.
Kollege Cap, Sie haben vollkommen recht. Der Knopf bedeutet: Wir haben genug gezahlt für Griechenland, für die Pleitestaaten, für die Banken – das wollten Sie mir jetzt sagen –, und darum haben wir kein Geld für die Wissenschaft und für die Forschung. Darauf wollten Sie jetzt hinweisen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. List: Peinlich!
Herr Minister, ich habe es hier vor mir liegen und möchte Ihnen das wirklich vor Augen halten. Das war Ihre Position vom 5. November, draufgestanden ist SPÖ/ÖVP, aber ich möchte das jetzt nicht länger strapazieren, man kann es in der APA nachlesen. Rausgekommen sind Sie vier Tage später, am 9. November, mit dem Vorschlag der SPÖ, nahezu. Sie haben das umgesetzt, was die SPÖ bei den Studiengebühren vorgegeben hat. (Abg. List: Peinlich!)
Beifall beim BZÖ.
Herr Minister, wir brauchen aber Minister, die sich durchsetzen – im Sinne einer Hochschullandschaft, im Sinne einer forschungs-, entwicklungs- und innovationsfähigen Politik für Studenten, weil Österreich nur damit Zukunft hat. – Danke schön. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
tem, sozial gerecht, wie es unser Minister vorgeschlagen hat – denn es ist absolut ungerecht, wenn Studienbeiträge nicht kassiert werden, wenn man bedenkt, dass beispielsweise ein Facharbeiter für eine Meisterprüfung ganz ordentlich in die Tasche greifen muss. Fast 80 Prozent der Studenten können sich bereits das Bezahlen von Studienbeiträgen vorstellen. Wir brauchen dringend die Stärkung der privaten Mittel zur Finanzierung der Universitäten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Budget wird deutlich sichtbar: Die Bundesregierung setzt den richtigen Hebel an, nämlich bei Investitionen in Bildung und Forschung. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
Wir haben in ein paar Bereichen besonders gezielt investiert. Angesprochen – auch kritisch angesprochen – wurde bereits das IST Austria, das Institute of Science and Technology Austria. Wir haben in der Tat eine längere Finanzierungsperspektive geschaffen, das war notwendig. Dieses Institut ist als Exzellenzinstitut mit klaren Ausbauzielen gegründet worden, es ist evaluiert worden, es hat seine Leistungsstärke bereits gezeigt, unter anderem auch durch die Einwerbung von bereits neun ERC Grants, einem ganz klaren europäischen Qualitätsmerkmal. Es war nötig, da längerfristige Finanzierungssicherheit zu schaffen, um die entsprechenden baulichen Investitionen abzusichern und auch den Ausbau der Forschergruppen abzusichern. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
Klar ist, wir dürfen nicht nur auf das Geld schauen, so wichtig und so unentbehrlich und so nötig es auch ist, dieses Budget zu steigern, sondern wir müssen auch auf die Rahmenbedingungen schauen. Auch da haben wir einiges geschafft. Wir konnten bei der Regierungsklausur erste Ergebnisse einer sehr lang und intensiv diskutierten Studienplatzfinanzierung vorlegen. Wir beginnen damit den Weg in die Studierenden-bezogene kapazitätsorientierte Studienplatzfinanzierung. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist richtig, dass ich mit meinem im Vorjahr zu den Studienbeiträgen vorgelegten Gesetzesvorschlag – der mir sehr stimmig zu sein scheint, weil vor allem die Entscheidung über Studienbeiträge den Universitäten anheimgestellt worden wäre, so wie das bei den Fachhochschulen ja schon der Fall ist – nicht durchgekommen bin, das gestehe ich ein. Ich sehe das aber nicht als Scheitern, sondern ich bin einen Kompromiss mit dem Koalitionspartner eingegangen, und das ist das Wesen von Demokratie. Das Wesen von Demokratie ist – das brauche ich diesem Haus nicht zu sagen –, dass man aufeinander zugeht und gemeinsam nach einer Lösung sucht. Das haben wir geschafft, und damit bin ich zufrieden. Ich hoffe natürlich, dass wir, wenn wir die Studienförderung nachhaltig verbessern – wir arbeiten daran –, auch die Frage der Studienbeiträge noch einmal diskutieren können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich bedanke mich bei allen, die mich in diesen Anstrengungen unterstützen – beim Hohen Haus, beim Koalitionspartner, vor allem aber auch bei den Aktiven und Kundigen, die das in den Ausschüssen diskutieren, bei der Wissenschaftssprecherin der ÖVP –, ganz herzlich dafür, dass wir so erfolgreich sein konnten. Das ist nicht allein mein Verdienst, das ist der Verdienst einer gemeinsamen Anstrengung, und ich hoffe, dass wir diese Anstrengungen fortsetzen können und diesen wichtigen Bereich der Bildung, nämlich Forschung und Wissenschaft, weiter auf Erfolgskurs halten dürfen. – Danke sehr. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Kritik, die wir in diesem Bereich immer wieder sehr stark äußern, bezieht sich ja weniger auf die Budgetpolitik, die wir im Bereich der Wissenschaft und der österreichischen Hochschulen und Universitäten betreiben, sondern vielmehr auf die Prioritätensetzung, was man bereit ist, für Österreicher und Österreicherinnen zu tun. Das muss man leider in diesem Zusammenhang sagen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
nehmen, in ihrem Heimatland aber gar keine Studienberechtigung haben. Und das ist das, was wir anprangern! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir sind österreichische Politiker und Politikerinnen, und wir müssen doch Sorge tragen dafür, dass wir möglichst vielen jungen Österreicherinnen und Österreichern Chancen im Hochschulbereich geben – und nicht möglichst wenigen. Daher ist es notwendig und wichtig, dass wir nach einem verpatzten EU-Verfahren, das wir grottenschlecht angegangen sind und auch verloren haben, wodurch aus unserer Gesetzeslage das Herkunftslandprinzip gestrichen worden ist, das Herkunftslandprinzip wieder in das Gesetz hineinbringen, damit nur mehr diejenigen aus dem EU-Ausland nach Österreich studieren kommen können, die in ihrem Heimatland eine Studienberechtigung und einen Studienplatz haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben Zugangsbeschränkungen, nämlich die österreichische Matura. Stimmt’s, Herr Bundesminister? Das ist eine Zugangsbeschränkung. Wenn Sie jetzt sagen, die ist nichts wert, müssen wir daran arbeiten, dass sie besser und wieder etwas wert wird – aber nicht das Niveau immer senken und dann, wenn es viele Studenten gibt, auch viele aus dem EU-Ausland, die bei ihnen zu Hause gar keine Berechtigung zum Studium haben, permanent akademisch und auch in der Praxis darüber nachdenken: Wie kann ich die Zahl der österreichischen Studenten reduzieren, dass für diese Studenten Platz ist? – Das ist keine Politik, die ich in diesem Bereich vertreten möchte! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Daher fordern wir nachdrücklich die Implementierung des Herkunftslandprinzips, welches auch ein EU-Prinzip ist, nämlich im gewerblichen Bereich. Wenn Unternehmer nach Österreich kommen, dann gilt das Herkunftslandprinzip, weil es wiederum eine Besserstellung für die EU-Ausländer ist, auch hier in Österreich. Das heißt, es wird einmal so und einmal so angewandt. Wir sollten uns da auf die Hinterbeine stellen. Wir zahlen Nettobeiträge in die Europäische Union, wir zahlen Transfersummen für alle möglichen Haftungsschirme – und dann sollen wir auch noch die, die in ihrem Heimatland keinen Studienplatz haben, in Österreich durchfüttern und finanzieren?! Das ist überhaupt nicht einzusehen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zweiter Punkt: klinischer Mehraufwand. 135 Millionen € zahlt der Herr Bundesminister aus dem Wissenschaftsbereich, aus der Rücklage für Gesundheitsvorsorge, also für eine Landessache! Und dann noch dazu in seinem eigenen Bundesland, aus dem er kommt. Würde für Minister der Lobbyingparagraph zutreffen, dann wären Sie damit schon eingefangen worden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Also insgesamt habe ich 200 Millionen gefunden, die wir permanent auf der Straße liegen lassen. Und viel Geld lassen wir noch liegen, indem wir uns in Europa – so ist das immer! – nie auf die Hinterbeine stellen, sondern immer nur unter dem Teppich, möglichst unter der Türe hineinrutschen und sagen: Gebt uns doch noch ein paar Auflagen mehr, wir erfüllen sie eh! Der Österreicher und die Österreicherin haben das satt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir hören von Ihnen immer, dass alles alternativlos ist. In drei Punkten habe ich Ihnen jetzt Alternativen aufgezählt. Ich hoffe, Sie werden Partner für Österreichs Studierende – oder Sie gehen eben diesen Weg weiter. Bislang ist die Bilanz nicht allzu gut, aber wir haben ja noch ein Jahr Zeit. Herr Bundesminister, bitte nehmen Sie die Chance wahr, mit uns gemeinsam Kraftakte zu setzen, zum Wohle unserer Universitäten und Studierenden! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Dr. Lichtenecker.
ja die Hoffnung, dass das auch funktioniert – wenn man vor allem sieht, was am gestrigen Tag auf der MedUni Innsbruck geschehen ist. Es ist, glaube ich, erstmalig gewesen, dass es einen Dreier-Vorschlag gegeben hat, der nur Frauen enthalten hat. Das heißt, die MedUni Innsbruck wird mit nächstem Jahr mit einer weiblichen Rektorin besetzt werden, und ich denke mir, dass das ein ganz guter Schritt ist. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Dr. Lichtenecker.)
Beifall bei der SPÖ.
So hoffe ich, dass wir in diesem Sinne weitermachen. Unsere Unterstützung, Herr Minister, haben Sie dabei, mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen und auch mehr weibliche Studierende in nicht frauentypische Fächer „hineinzumotivieren“. (Beifall bei der SPÖ.)
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Kurt List (BZÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister Töchterle! Hohes Haus! Das Ergebnis Ihrer Regierungsklausur in Laxenburg im Wissenschaftsbereich ist kein großer Wurf. Es ist mager ausgefallen, eine Pleite, nur ein fauler Gebührenkompromiss. Die Studiengebühren, die für die Finanzierung der Unis notwendig sind, wurden nicht eingeführt. Auch die 22 500 Studiengebührenflüchtlinge aus Deutschland werden nicht mehr zur Kasse gebeten. Die rote Blockadepolitik im Wissenschaftsbereich hat sich im barocken Ambiente des Schlosses durchgesetzt. Die selbsternannte Wissenschaftsministerin Kuntzl hat gesiegt. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.) Das ist eine Katastrophe für unsere Universitäten.
Beifall beim BZÖ.
Herr Bundesminister, werden Sie vom Theoretiker zum Praktiker! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir verlangen und sagen ebenfalls, Herr Klubobmann Cap: Genug gezahlt! Keinen Euro für Pleitegriechen und Spekulanten in den Banken, sondern einen Rettungsschirm für unsere Universitäten! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Diese Bundesregierung ist im Wissenschaftsbereich kläglich gescheitert. Sie rüsten sich nur mehr für die Nationalratswahlen 2013. Und da wird Ihnen der Souverän, der Wähler, die versalzene Rechnung präsentieren. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Karin Hakl (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ich darf gleich einleitend Herrn Bundesminister Dr. Töchterle ein Kompliment dafür machen, dass er jetzt – wir alle haben verfolgen können, wie schwierig diese Verhandlungen waren – für Rechtssicherheit im Hinblick auf die Studienbeiträge an den Universitäten gesorgt hat. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Schickhofer: In der Steiermark haben wir keine Beiträge!
Lieber Karlheinz Töchterle, ich bin sehr froh darüber, dass du dich nicht davon hast abbringen lassen, hier eine sinnvolle und gute Zwischenlösung zu finden, und ich bin ganz sicher, dass du für eine noch bessere ab dem nächsten Studienjahr weiterkämpfen wirst. Aus meiner Sicht ist es nämlich schon eine Frage der Gerechtigkeit, wenn wir sehen, dass mit Ausnahme der Fachhochschulen, wo relativ hohe Studienbeiträge eingehoben werden, die soziale Durchmischung an den Universitäten überhaupt nicht verbessert wurde. (Abg. Mag. Schickhofer: In der Steiermark haben wir keine Beiträge!) Eine Ausnahme waren jene Jahre, in denen es Studienbeiträge gab.
Beifall bei der ÖVP.
Mit dem sozialen Argument kann man hier also nur eines festschreiben: Dadurch, dass nach wie vor in Österreich jeder das Regelstudium plus zwei Semester, das sehr hohe Kosten verursacht, ohne einen Groschen eigenen Beitrags absolvieren kann, subventioniert der einfache kleine Arbeiter, der für sein Kind teure Meisterkurse und Meisterprüfungen bezahlen muss, die universitäre Ausbildung aller Akademikerkinder und Kinder von Reichen. Und ausgerechnet die SPÖ kämpft verzweifelt darum, diesen bodenlos ungerechten Zustand weiterhin festzuschreiben, während gleichzeitig die Universitäten dieses Geld wirklich dringend brauchen würden, um die Qualität der Ausbildung weiter zu verbessern. Und ich bin sehr optimistisch, dass auch die SPÖ-Basis irgendwann einmal draufkommt, dass das nicht der richtige Weg sein kann. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Cap: … Südtirol!
Abgeordneter Gerhard Huber (BZÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! (Abg. Dr. Cap: … Südtirol!) – Auch Südtirol kommt vor, denn ich hoffe doch, dass sich der Herr Bundesminister als Tiroler dessen bewusst ist, welch ein historischer Tag morgen ist.
Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ
Ich werde dir jetzt das Originalgesetz aus dem italienischen Parlament geben und würde dich bitten, dass du das mit Herrn Spindelegger besprichst (Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ), denn ich glaube, das Rad der Geschichte wird morgen zurückgedreht – und als Tiroler wird der Herr Bundesminister sich schon damit beschäftigen, denke ich. (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Kopf: Wie wollen die das morgen beschließen, wenn sie kein Original haben? Hat ja er mitgenommen!)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Kopf: Wie wollen die das morgen beschließen, wenn sie kein Original haben? Hat ja er mitgenommen!
Ich werde dir jetzt das Originalgesetz aus dem italienischen Parlament geben und würde dich bitten, dass du das mit Herrn Spindelegger besprichst (Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ), denn ich glaube, das Rad der Geschichte wird morgen zurückgedreht – und als Tiroler wird der Herr Bundesminister sich schon damit beschäftigen, denke ich. (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Kopf: Wie wollen die das morgen beschließen, wenn sie kein Original haben? Hat ja er mitgenommen!)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Sehen wir uns an, wie es wirklich ist: Ich war vor einigen Tagen bei einem wirklich engagierten jungen Unternehmen, das 30 Mitarbeiter hat, das heute schon Prototypen von Elektrofahrzeugen hat, die wirklich sagenhaft sind. Das ist eine Technologie, Herr Bundesminister, wo wir uns wirklich etwas überlegen müssen. Die Deutschen haben das über Bord geworfen, da könnten wir Vorreiter werden. Und wenn wir uns jetzt die Auflagen bei der FFG anschauen, dann sehen wir: Diese Auflagen sind so gestaltet, dass da wirklich nur die großen Industriekonzerne zum Zug kommen. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Hörl
Wir wissen heute, dass solche Elektrofahrzeuge einen Wirkungsgrad von 97 Prozent haben, und wir wissen, dass der beste Benzinmotor einen Wirkungsgrad von nur 17 Prozent hat, daher ist das wirklich eine Schiene, die wir ausbauen müssen. Herr Bundesminister, Sie müssen dafür Sorge tragen, dass die Auflagen, die Richtlinien für kleinere und mittlere Unternehmen leichter erfüllbar gemacht werden. Es kann nicht sein, dass in Tirol nur eine Biochemie Kundl, ein Swarovski-Konzern (Zwischenruf des Abg. Hörl) von der FFG Millionen erhalten und die kleinen Unternehmen auf der Strecke bleiben. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir wissen heute, dass solche Elektrofahrzeuge einen Wirkungsgrad von 97 Prozent haben, und wir wissen, dass der beste Benzinmotor einen Wirkungsgrad von nur 17 Prozent hat, daher ist das wirklich eine Schiene, die wir ausbauen müssen. Herr Bundesminister, Sie müssen dafür Sorge tragen, dass die Auflagen, die Richtlinien für kleinere und mittlere Unternehmen leichter erfüllbar gemacht werden. Es kann nicht sein, dass in Tirol nur eine Biochemie Kundl, ein Swarovski-Konzern (Zwischenruf des Abg. Hörl) von der FFG Millionen erhalten und die kleinen Unternehmen auf der Strecke bleiben. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Schickhofer: 500 000 oder 200 000? – Zwischenruf des Abg. Hörl. – Ruf bei der SPÖ: Wie viele sind es wirklich?
Ich würde Ihnen dringend raten: Überlegen Sie sich das! Dass aus einem Bezirk wie Lienz, der politisch schwärzer ist als die Nacht, die Bevölkerung so massiv abwandert, daran ist genau diese Politik schuld. Ermöglichen Sie das, schauen wir, dass wir solch eine Fachhochschule im Bezirk Lienz einrichten können! Noch einmal: Das ist ein Einzugsgebiet von mindestens 200 000 Menschen. (Abg. Mag. Schickhofer: 500 000 oder 200 000? – Zwischenruf des Abg. Hörl. – Ruf bei der SPÖ: Wie viele sind es wirklich?) – 500 000, aber 200 000 junge Menschen, die an einer wirklich guten, fundierten Ausbildung interessiert sind. Da gibt es Studien, das muss der Bundesminister wissen.
Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Schickhofer: Nein, ich habe nur gefragt, ob 200 000 oder 500 000! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Und für das Protokoll: Es ist wirklich traurig, wenn die SPÖ – das muss man auch protokollieren – nichts anderes zu tun hat, als eine Bildungslücke, wie sie in Tirol besteht, ins Lächerliche zu ziehen. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Schickhofer: Nein, ich habe nur gefragt, ob 200 000 oder 500 000! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Schickhofer: Sind es jetzt 200 000 oder 500 000?
Herr Bundesminister! Die Stadt Lienz mit ihren hervorragenden Schulen und mit ihrer geographischen Lage – Tirol ist zerschnitten, der Weg nach Innsbruck ist sehr weit. Werden Sie da endlich aktiv, handeln Sie! Da müssen wir aktiv werden, das sind wir den Tirolern schuldig! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Schickhofer: Sind es jetzt 200 000 oder 500 000?)
Beifall bei der SPÖ.
man junge Österreicherinnen und Österreicher mit Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren davon abhält, zu studieren. Deshalb, Herr Minister: Danke für Ihre klaren Worte. (Beifall bei der SPÖ.) – Ich bitte, den Applaus noch kurz aufzusparen! Ich kann es wahrscheinlich nicht so gut wie die BZÖ-Abgeordneten (Heiterkeit bei der SPÖ – Zwischenrufe beim BZÖ), aber auch ich möchte unserer Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl recht herzlich danken, denn das waren sicher keine leichten Verhandlungen, aber sehr gut gelungene. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei der SPÖ – Zwischenrufe beim BZÖ
man junge Österreicherinnen und Österreicher mit Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren davon abhält, zu studieren. Deshalb, Herr Minister: Danke für Ihre klaren Worte. (Beifall bei der SPÖ.) – Ich bitte, den Applaus noch kurz aufzusparen! Ich kann es wahrscheinlich nicht so gut wie die BZÖ-Abgeordneten (Heiterkeit bei der SPÖ – Zwischenrufe beim BZÖ), aber auch ich möchte unserer Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl recht herzlich danken, denn das waren sicher keine leichten Verhandlungen, aber sehr gut gelungene. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
man junge Österreicherinnen und Österreicher mit Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren davon abhält, zu studieren. Deshalb, Herr Minister: Danke für Ihre klaren Worte. (Beifall bei der SPÖ.) – Ich bitte, den Applaus noch kurz aufzusparen! Ich kann es wahrscheinlich nicht so gut wie die BZÖ-Abgeordneten (Heiterkeit bei der SPÖ – Zwischenrufe beim BZÖ), aber auch ich möchte unserer Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl recht herzlich danken, denn das waren sicher keine leichten Verhandlungen, aber sehr gut gelungene. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf beim BZÖ.
Damit sind wir nämlich auch ein Thema los, mit dem sich die Politik leider viel zu viel beschäftigt hat, nämlich die Studienbeiträge. Es ist gut, dass 85 Prozent der Studierenden auch weiterhin keine Studiengebühren zahlen müssen, denn wir haben, noch einmal, eine zu niedrige Akademikerquote und keine zu hohe. (Zwischenruf beim BZÖ.)
Zwischenruf beim BZÖ.
Machen wir uns also Gedanken darüber, wie wir die Studiensituation und die Studienbedingungen für junge Menschen verbessern können, und beschäftigen wir uns nicht ausschließlich damit, wie wir beschränken, wie wir Studiengebühren einführen! Schade, dass von den Kollegen des BZÖ – außer dem Tiroler Einwurf über die Bildungslücke – kein einziger Beitrag dazu gekommen ist, wie wir die Studiensituation verbessern können. (Zwischenruf beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Huber.
Ich gratuliere den Verhandlern trotzdem! – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Huber.)
Beifall bei der ÖVP.
Nicht zuletzt möchte ich auch die Hochschulmilliarde erwähnen. Ich erinnere mich noch genau daran: Vor einem Jahr haben wir debattiert, ob unser Wissenschaftsminister bei den Verhandlungen um die Hochschulmilliarde erfolgreich sein wird. – Ja, er war erfolgreich, sie wird bereits ab 2013 für das Budget wirksam. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abschließend möchte ich Wissenschaftsminister Töchterle ein Dankeschön sagen für sein Engagement und seinen Einsatz für gerechte Studiengebühren und Studienbeihilfen. Ich weiß, es ist ein Kompromiss zustande gekommen; trotzdem ist das der richtige Weg, denn es geht darum, dass diejenigen, die es sich leisten können, einen Beitrag leisten, damit die, die es nicht so leicht haben im Leben, entsprechend unterstützt werden können. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Derzeit gibt es nur einen Lehrstuhl in der Steiermark, der eine ElementarpädagogInnenausbildung anbieten kann, aber ich weiß, dass es in der School of Education, die in der kommenden Woche, glaube ich, in Innsbruck eröffnet werden wird, und auch in Salzburg große Bestrebungen gibt, auch dort entsprechende Lehrstühle zu erhalten. Ich meine, dass wir dann mit einem neuen Konzept auch die Elementarpädagogik auf gute Beine stellen können. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Frau Bundesministerin, danke, dass Sie in diesem Budget ein sehr klares Bekenntnis zur Wissenschaft und zur Forschung hier in Österreich gegeben haben! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, abschließend möchte ich auch noch auf die erst kürzlich erfolgte Einigung zur Studienplatzfinanzierung hinweisen, die in den vergangenen Monaten ausverhandelt wurde – ein Schritt in die richtige Richtung, wie ich meine, zu mehr Qualitätssicherung für die Studierenden und die Lehrenden an den Universitäten. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Neubauer
Persönlich möchte ich noch anmerken, weil von der Opposition der Streit zwischen SPÖ und ÖVP immer sehr geschürt wird (Zwischenruf des Abg. Neubauer) und hervorgehoben wird: Ich bin mit einigen Anliegen an das Wissenschaftsministerium herangetreten und wurde dort immer sehr gut unterstützt, und auch die Zusammenarbeit auf dieser Basis finde ich sehr gut. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Persönlich möchte ich noch anmerken, weil von der Opposition der Streit zwischen SPÖ und ÖVP immer sehr geschürt wird (Zwischenruf des Abg. Neubauer) und hervorgehoben wird: Ich bin mit einigen Anliegen an das Wissenschaftsministerium herangetreten und wurde dort immer sehr gut unterstützt, und auch die Zusammenarbeit auf dieser Basis finde ich sehr gut. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ
Wir haben heute die Situation, dass wir mehr Geld aus unserem Budget für vergangenheitsbezogene Bewältigung anstatt für Zukunftsinvestitionen ausgeben (Beifall bei der FPÖ), sei es in Bildung, sei es in Infrastruktur und so weiter.
Beifall bei der FPÖ.
Frau Bundesministerin, Sie werden jetzt aufgefordert, Infrastruktur für das ganze Land sicherzustellen, und zwar nicht nur für den Ballungsraum Wien und Umgebung, sondern natürlich auch für den Süden und vor allen Dingen auch für den Westen Österreichs. (Beifall bei der FPÖ.) Das ist natürlich eine existenzielle Frage, denn es geht auch um eine Standortfrage für Unternehmen.
Beifall bei der FPÖ.
Das Volumen der Haftungsübernahmen für die ÖBB hat sich seit dem Jahr 2006 verdreifacht! Die Haftungsübernahmen für die ASFINAG haben sich seit 2006 verdoppelt! Das heißt, Sie haben null Spielraum, um in die Zukunft zu investieren. Wenn wir nicht in die Zukunft und nicht in die Infrastruktur investieren, dann leidet auch der Wirtschaftsstandort Österreich darunter. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wissen Sie, wo wir in diesem Ranking sind? In diesem Ranking werden 183 Staaten weltweit bewertet, und wir sind sage und schreibe auf Nummer 147! Hinter uns sind nur noch Entwicklungsländer, afrikanische Länder und solche Länder, die halt einfach noch nicht die Möglichkeit hatten, sich zu entwickeln. Aber Sie können sich in Kürze dann hinstellen und sagen: Wir sind die Besten in Afrika!, nur gehören wir kontinental gesehen zu Europa und nicht zu Afrika. (Beifall bei der FPÖ.) Sie können sich dann allerdings nicht mehr hinstellen und sagen: Wir sind die Besten in Europa! Genau das ist der Punkt.
Beifall bei der FPÖ.
Das sind alles Versäumnisse. Wenn Sie da nicht blitzartig umdenken, dann laufen wir Gefahr, dass wir wirklich als Nummer eins von Afrika dastehen, obwohl wir zu Europa gehören. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Mit dem Budget 2013 wird der erfolgreiche Weg der gezielten Investitionen in unsere Infrastruktur weiter fortgesetzt, und ich bin davon überzeugt, mit diesen Maßnahmen ist Österreich, Österreichs Infrastruktur und damit das ganze Land bereit für eine gute Zukunft. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Heinzl: Richtig!
Nummer eins: Kollege Heinzl hat ja gesagt, die Prioritäten liegen bei Wirtschaftsstandortstärkung, Umweltschutz und Verkehrssicherheit. (Abg. Heinzl: Richtig!) – Ich lege nun genau deine Kriterien ans Verkehrsbudget an – ich mache das jetzt sozusagen aus dem Stegreif. (Oh-Rufe bei der SPÖ.) – Gehen wir es der Reihe nach durch; schauen wir uns die Zahlen konkret an!
Oh-Rufe bei der SPÖ.
Nummer eins: Kollege Heinzl hat ja gesagt, die Prioritäten liegen bei Wirtschaftsstandortstärkung, Umweltschutz und Verkehrssicherheit. (Abg. Heinzl: Richtig!) – Ich lege nun genau deine Kriterien ans Verkehrsbudget an – ich mache das jetzt sozusagen aus dem Stegreif. (Oh-Rufe bei der SPÖ.) – Gehen wir es der Reihe nach durch; schauen wir uns die Zahlen konkret an!
Abg. Scheibner: Eben!
Schauen wir uns die Zahlen bei den Investitionen in den Straßenbau an – Thema ASFINAG –: Wir haben interessanterweise mehr Mittel für die ASFINAG-Investitionen als für die ÖBB-Investitionen in diesem kommenden Jahr – in diesem kommenden Jahr! Ich weiß, das hängt – du kommst ja aus Niederösterreich – mit den niederösterreichischen Landtagswahlen zusammen, wo eben die Nord Autobahn wieder in einer gewissen Form vorangetrieben werden soll (Abg. Scheibner: Eben!); es ist ja eine sehr trickreiche Form, da die Umweltverträglichkeitsprüfung der „Lobau-Autobahn“ jetzt aufliegt. (Abg. Scheibner: Super, dass das endlich weitergeht!) Es rinnt eigentlich de facto pro Jahr diesmal mehr in die Straße als in die Schiene.
Abg. Scheibner: Super, dass das endlich weitergeht!
Schauen wir uns die Zahlen bei den Investitionen in den Straßenbau an – Thema ASFINAG –: Wir haben interessanterweise mehr Mittel für die ASFINAG-Investitionen als für die ÖBB-Investitionen in diesem kommenden Jahr – in diesem kommenden Jahr! Ich weiß, das hängt – du kommst ja aus Niederösterreich – mit den niederösterreichischen Landtagswahlen zusammen, wo eben die Nord Autobahn wieder in einer gewissen Form vorangetrieben werden soll (Abg. Scheibner: Eben!); es ist ja eine sehr trickreiche Form, da die Umweltverträglichkeitsprüfung der „Lobau-Autobahn“ jetzt aufliegt. (Abg. Scheibner: Super, dass das endlich weitergeht!) Es rinnt eigentlich de facto pro Jahr diesmal mehr in die Straße als in die Schiene.
Abg. Prinz: Das ist eine sehr beschränkte Sichtweise, Frau Kollegin!
Ich erwähne noch solche Zukunfts-Irrsinnsprojekte der ASFINAG wie den Linzer Westring. Da geht es um einen Wurmfortsatz, der in einem Berg endet (Abg. Prinz: Das ist eine sehr beschränkte Sichtweise, Frau Kollegin!), und das ist eine Autobahn, die die ASFINAG zahlen soll – ein reines sozusagen altmodisches regionales Umfahrungsprojekt (Beifall bei den Grünen), das eben auf Druck der lokalen Politiker der ASFINAG immer wieder mehr oder weniger ins Programm diktiert wird, Frau Ministerin – diktiert wird, denn es löst überhaupt keine Probleme. Aber diese Diskussion führten wir schon; wir werden sie weiterführen.
Beifall bei den Grünen
Ich erwähne noch solche Zukunfts-Irrsinnsprojekte der ASFINAG wie den Linzer Westring. Da geht es um einen Wurmfortsatz, der in einem Berg endet (Abg. Prinz: Das ist eine sehr beschränkte Sichtweise, Frau Kollegin!), und das ist eine Autobahn, die die ASFINAG zahlen soll – ein reines sozusagen altmodisches regionales Umfahrungsprojekt (Beifall bei den Grünen), das eben auf Druck der lokalen Politiker der ASFINAG immer wieder mehr oder weniger ins Programm diktiert wird, Frau Ministerin – diktiert wird, denn es löst überhaupt keine Probleme. Aber diese Diskussion führten wir schon; wir werden sie weiterführen.
Abg. Dr. Lichtenecker: Wahnsinn! Unglaublich!
Nur blöderweise, unguterweise, schlechterweise, muss man sagen, setzt ja die Bahn falsche Investitionsschwerpunkte. Schauen wir uns nur den neuen Fahrplan an! Ich meine, beim neuen Fahrplan gibt es gerade vor dem Hintergrund, Frau Ministerin, dass Sie immer wieder sagen, betreffend die Südachse muss endlich eine Art gerechter Gleichgewichtszustand im Vergleich zur Westachse einkehren, an der Südachse massive Verschlechterungen. Der letzte Zug von Graz nach Wien wird gestrichen – der wird gestrichen! Wir haben die letzte Verbindung Graz–Wien, das sind immerhin die zweitgrößte Landeshauptstadt und die Bundeshauptstadt, um 8 Uhr abends – um 8 Uhr abends die letzte Verbindung! (Abg. Dr. Lichtenecker: Wahnsinn! Unglaublich!)
Abg. Amon: Na, gar nicht so selten!
Versäumen Sie den oder bekommen Sie keinen Platz, bietet Ihnen die ÖBB folgende Alternative an – Herr Kollege Amon, Sie sind ja Grazer, aber vielleicht kommen Sie selten nach Linz (Abg. Amon: Na, gar nicht so selten!); lassen Sie sich das trotzdem auf der Zunge zergehen –: Sie fahren um 9.25 Uhr ab Graz im railjet und sind relativ schnell in Wien – Frau Ministerin, kontrollieren Sie das am Handy! Sie können in Meidling umsteigen – Fußweg: 5 Minuten –, dann nehmen Sie die U6 – das alles wird bei „SCOTTY“ angegeben – und Sie können, wenn Sie schnell sind, den railjet um 12.14 Uhr nach Linz erreichen. Das heißt, Sie fahren nach Linz über Wien-Meidling, Wien Westbahnhof und St. Pölten – und dann können Sie in Linz aussteigen.
Abg. Jakob Auer: ... mit dem Auto!
Herr Kollege Auer, als Oberösterreicher sind Sie ja eher betroffen von dieser miserablen Zugverbindung Graz–Linz – und das sind die zweitgrößte und die drittgrößte Landeshauptstadt in Österreich! (Abg. Jakob Auer: ... mit dem Auto!) Sie werden – und ich sage es extra so für die ÖVP – mit der Kirche ums Kreuz geschickt mit dieser Verbindung. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Kollege Auer, als Oberösterreicher sind Sie ja eher betroffen von dieser miserablen Zugverbindung Graz–Linz – und das sind die zweitgrößte und die drittgrößte Landeshauptstadt in Österreich! (Abg. Jakob Auer: ... mit dem Auto!) Sie werden – und ich sage es extra so für die ÖVP – mit der Kirche ums Kreuz geschickt mit dieser Verbindung. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner
Frau Ministerin, das ist wirklich meine Kernkritik an Ihrem sogenannten Kernnetz-Plan: Sie radieren schlichtweg die Verbindung (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner), die überregionale Schnellzug-, ICE-Verbindung von wichtigen Landeshauptstädten aus Ihrem Fahrplan! Das war schon letztes Jahr so und das hat sich dieses Jahr teilweise noch verschlechtert. (Zwischenrufe der Abgeordneten Riepl und Mag. Gaßner.) Ich verzichte jetzt darauf, dass ich aus dem Gedächtnis die anderen Verbindungen Graz–Linz oder Linz–Graz zitiere, aber das ist für mich exemplarisch für die falsche Schwerpunktsetzung bei den ÖBB-Investitionen und beim Fahrplan. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Riepl und Mag. Gaßner.
Frau Ministerin, das ist wirklich meine Kernkritik an Ihrem sogenannten Kernnetz-Plan: Sie radieren schlichtweg die Verbindung (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner), die überregionale Schnellzug-, ICE-Verbindung von wichtigen Landeshauptstädten aus Ihrem Fahrplan! Das war schon letztes Jahr so und das hat sich dieses Jahr teilweise noch verschlechtert. (Zwischenrufe der Abgeordneten Riepl und Mag. Gaßner.) Ich verzichte jetzt darauf, dass ich aus dem Gedächtnis die anderen Verbindungen Graz–Linz oder Linz–Graz zitiere, aber das ist für mich exemplarisch für die falsche Schwerpunktsetzung bei den ÖBB-Investitionen und beim Fahrplan. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Frau Ministerin, das ist wirklich meine Kernkritik an Ihrem sogenannten Kernnetz-Plan: Sie radieren schlichtweg die Verbindung (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner), die überregionale Schnellzug-, ICE-Verbindung von wichtigen Landeshauptstädten aus Ihrem Fahrplan! Das war schon letztes Jahr so und das hat sich dieses Jahr teilweise noch verschlechtert. (Zwischenrufe der Abgeordneten Riepl und Mag. Gaßner.) Ich verzichte jetzt darauf, dass ich aus dem Gedächtnis die anderen Verbindungen Graz–Linz oder Linz–Graz zitiere, aber das ist für mich exemplarisch für die falsche Schwerpunktsetzung bei den ÖBB-Investitionen und beim Fahrplan. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Hornek.
„Die Schnellzüge zuckeln“ – auf dieser Strecke Wien–Wiener Neustadt–Semmering–Graz – „hinter den Regionalzügen nach Wiener Neustadt und dann über falsche Weichen und willkürliche Strecken-Verschwenkungen mit weniger als den ansonsten locker möglichen 160“ – gemeint sind Stundenkilometer – „Richtung Gloggnitz. Zwischen Wien und Graz werden in diesem Stil insgesamt 15 bis 20 Minuten verschenkt, die kurzfristig geholt werden könnten“ – wenn man endlich diese Strecke ertüchtigen könnte und würde. (Zwischenruf des Abg. Hornek.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist eine Google-Methode!
Ich schließe meine Reihe von Beispielen mit einem weiteren. Denken Sie jetzt einmal an die Strecke Wien–Klagenfurt. Da sagen Sie immer, wir brauchen den Ausbau, um konkurrenzfähig zu sein. – Nehmen Sie wieder das Handy zur Hand! Da gibt es eine Zugverbindung Klagenfurt–Wien um 5.49 Uhr in der Früh, und Sie sind in sage und schreibe 3 Stunden 38 Minuten in Wien – das ist nicht schlecht! –, und das, obwohl wir diese Zuckelmethode knapp vor Wien haben. Und dann schauen Sie auf den Google Routenplaner, wie lange Sie mit dem Auto brauchen. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist eine Google-Methode!) Dort steht: 3 Stunden 37 Minuten.
Beifall bei den Grünen.
Bei den jetzigen Verbindungen ist die Bahn da konkurrenzfähig! Was glauben Sie, wie die Bahn erst sozusagen wegzieht, wenn man endlich einmal die Verbesserungen direkt vor Wiener Neustadt oder vor Gloggnitz macht?! Dann schaut es wirklich anders aus, ohne dass wir Milliarden in die Hand nehmen müssen! (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der ÖVP: Jetzt sind wir aber gespannt!
Sie sehen ja, mir liegt gerade die Kundenorientierung der Bahn sehr am Herzen, und deswegen nur ein kleiner Streifzug zum Gütertransport. (Ruf bei der ÖVP: Jetzt sind wir aber gespannt!) Der Gütertransport ist ja wirklich nicht nur ein Wermutstropfen, der ist geradezu ein Wermutstank – ich will nicht „Fass“ sagen, sondern Tank. Das Streichkonzert der ÖBB bei den Anschlussbahnen bei der Transportkapazität im Güterbereich ist ja wirklich ein einziges Rückzugsgefecht, ist ein Jammertal, und wenn Sie sagen, 30 Prozent ist das Ziel, dann ist das der Abstrich des Abstriches des Abstriches. Wir lagen besser; wir liegen jetzt noch über 30 Prozent, und die 30 Prozent, die Sie anpeilen, sind mehr oder weniger ein Grabgesang. – Das kann von uns budgetär in keiner Weise mitgetragen werden. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Sie sehen ja, mir liegt gerade die Kundenorientierung der Bahn sehr am Herzen, und deswegen nur ein kleiner Streifzug zum Gütertransport. (Ruf bei der ÖVP: Jetzt sind wir aber gespannt!) Der Gütertransport ist ja wirklich nicht nur ein Wermutstropfen, der ist geradezu ein Wermutstank – ich will nicht „Fass“ sagen, sondern Tank. Das Streichkonzert der ÖBB bei den Anschlussbahnen bei der Transportkapazität im Güterbereich ist ja wirklich ein einziges Rückzugsgefecht, ist ein Jammertal, und wenn Sie sagen, 30 Prozent ist das Ziel, dann ist das der Abstrich des Abstriches des Abstriches. Wir lagen besser; wir liegen jetzt noch über 30 Prozent, und die 30 Prozent, die Sie anpeilen, sind mehr oder weniger ein Grabgesang. – Das kann von uns budgetär in keiner Weise mitgetragen werden. (Beifall bei den Grünen.)
ironische Heiterkeit des Abg. Hornek
Sie haben auch einige ganz gute Ansatzpunkte in Ihrem Budget, mir fehlt nur leider die Zeit, diese noch herauszustreichen (ironische Heiterkeit des Abg. Hornek) – dazu ist ja dann Ihre Redezeit da, Frau Ministerin. Aber in Summe, glaube ich, überzeugen meine Beispiele jeden. So geht es nicht weiter in der Verkehrspolitik! Wir brauchen statt stiller Kapitulation ein Vorwärts in Richtung Schweizer Modell: kundenorientiert, fahrgastorientiert und vor allem auch umweltorientiert. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Sie haben auch einige ganz gute Ansatzpunkte in Ihrem Budget, mir fehlt nur leider die Zeit, diese noch herauszustreichen (ironische Heiterkeit des Abg. Hornek) – dazu ist ja dann Ihre Redezeit da, Frau Ministerin. Aber in Summe, glaube ich, überzeugen meine Beispiele jeden. So geht es nicht weiter in der Verkehrspolitik! Wir brauchen statt stiller Kapitulation ein Vorwärts in Richtung Schweizer Modell: kundenorientiert, fahrgastorientiert und vor allem auch umweltorientiert. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Martin Bartenstein (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Frau Dr. Moser hat uns einmal mehr mit verblüffenden Detailkenntnissen des ÖBB-Fahrplans mit dem Schwerpunkt Linz beeindruckt. Nicht ganz Ihrer Meinung bin ich, wenn Sie sagen, wenig ist besser geworden und vieles schlechter. – Vielmehr ist in Österreichs Verkehrspolitik vieles besser geworden und manches gilt es noch zu tun, sehr geehrte Frau Bundes-ministerin. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Heinzl.
Vieles ist besser geworden in Sachen Verkehrssicherheit, und da habe ich ja gewissermaßen einen Fünf-, oder sollte ich jetzt sagen: einen Sechs-Parteien- oder ‑Klub-Konsens im Hohen Haus geortet, als Kollege Heinzl gesagt hat, mit der Zahl der Verkehrstoten geht es abwärts. – Na vielleicht schaffen wir, Frau Bundesministerin, das Durchbrechen der Schallmauer: Weniger als 500 Verkehrstote zum 31. Dezember, das wäre ein schönes Erlebnis, auf das wir dann virtuell gemeinsam anstoßen könnten. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Heinzl.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber
unzufrieden mit dem Vorschlag von Van Rompuy sein (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber), aber in einer Beziehung hat sich vom Vorschlag der zypriotischen Präsidentschaft zu dem von Van Rompuy etwas zum Besseren verändert: Der Vorschlag der zypriotischen Präsidentschaft, Frau Bundesministerin, hätte nämlich in Sachen Infrastruktur gewaltige Reduktionen bedeutet und hätte bedeutet, dass die Kofinanzierung des Brenner-Basistunnels von 40 auf 34 Prozent, hätte bedeutet, dass die Kofinanzierung des Semmering- und des Koralmtunnels von 30 auf 18 Prozent hätte zurückgeführt werden können, und zumindest das ist jetzt im Van Rompuy-Vorschlag einmal nicht der Fall. Also ein kleines Detail, wo es besser wird – insgesamt ist es für uns in Österreich ja keineswegs das Gelbe vom Ei, gerade das Gegenteil ist der Fall.
Abg. Haberzettl erhebt mahnend den Zeigefinger – Abg. Scheibner: Die Wiener sagen das ...!
Und last but not least: In Sachen Dienstrecht, Herr Kollege Haberzettl, und ich möchte Sie jetzt diesbezüglich nicht inkommodieren, wie der Wiener sagen würde (Abg. Haberzettl erhebt mahnend den Zeigefinger – Abg. Scheibner: Die Wiener sagen das ...!) – oh, jetzt bekomme ich schon den Zeigefinger gezeigt –, also in Sachen Dienstrecht verweise ich auf die Koalitionsvereinbarung. Darin steht, da sollte etwas weitergehen. In Wirklichkeit ist trotz der Kooperationsbereitschaft des Kollegen Haberzettl und seines Nachfolgers bis jetzt zu wenig weitergegangen. Da wünsche ich mir auch etwas mehr Fortschritte, Frau Bundesministerin und Herr Kollege Haberzettl. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Und last but not least: In Sachen Dienstrecht, Herr Kollege Haberzettl, und ich möchte Sie jetzt diesbezüglich nicht inkommodieren, wie der Wiener sagen würde (Abg. Haberzettl erhebt mahnend den Zeigefinger – Abg. Scheibner: Die Wiener sagen das ...!) – oh, jetzt bekomme ich schon den Zeigefinger gezeigt –, also in Sachen Dienstrecht verweise ich auf die Koalitionsvereinbarung. Darin steht, da sollte etwas weitergehen. In Wirklichkeit ist trotz der Kooperationsbereitschaft des Kollegen Haberzettl und seines Nachfolgers bis jetzt zu wenig weitergegangen. Da wünsche ich mir auch etwas mehr Fortschritte, Frau Bundesministerin und Herr Kollege Haberzettl. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Aber ich möchte jetzt noch einen Punkt ansprechen. Die meisten von uns allen, wie wir hier sind, aber auch in der Gesamtbevölkerung, sind Fußgänger, viele auch Radfahrer und viele auch Autofahrer. Da gibt es ein großes Problem: Heute in der Früh, als ich gerade zum Parlament gehe, sehe ich ein Mädchen mit zirka 14, 15 Jahren. Die Fußgängerampel ist auf Rot geschaltet, die Autos fahren, und das Mädchen geht einfach bei Rot über die Kreuzung. Der Autofahrer musste abbremsen. Aber was steht hinterher in der Zeitung? (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) – Fußgängerin wurde am Schutzweg niedergefahren. (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.
Aber ich möchte jetzt noch einen Punkt ansprechen. Die meisten von uns allen, wie wir hier sind, aber auch in der Gesamtbevölkerung, sind Fußgänger, viele auch Radfahrer und viele auch Autofahrer. Da gibt es ein großes Problem: Heute in der Früh, als ich gerade zum Parlament gehe, sehe ich ein Mädchen mit zirka 14, 15 Jahren. Die Fußgängerampel ist auf Rot geschaltet, die Autos fahren, und das Mädchen geht einfach bei Rot über die Kreuzung. Der Autofahrer musste abbremsen. Aber was steht hinterher in der Zeitung? (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) – Fußgängerin wurde am Schutzweg niedergefahren. (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.)
Beifall beim BZÖ.
Ich möchte damit nur eines sagen: Es muss auch zu einer Bewusstseinsbildung kommen. Wenn die Straßenverhältnisse schlecht sind, ist es, auch wenn der Fahr-zeuglenker die vorgeschriebene Fahrgeschwindigkeit einhält, bei solchen Leuten, die einfach die Straße überqueren, ohne zu schauen, nicht immer möglich zu reagieren. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie der Abg. Dr. Moser.
Es ist uns, um den öffentlichen Verkehr attraktiver zu machen, ein Anliegen, Frau Bundesministerin, ein Österreich-Ticket einzuführen, das in ganz Österreich für den öffentlichen Verkehr gilt. Dies würde vor allem der Jugend zugutekommen. Man sollte diese österreichweite Möglichkeit schaffen. (Beifall beim BZÖ sowie der Abg. Dr. Moser.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Moser
Frau Kollegin Moser, Sie haben gesagt – danke für den Applaus, Frau Kollegin Moser –, 3 Stunden 38 Minuten fährt man mit dem Zug von Kärnten nach Wien, aber davon gibt es nur eine einzige Verbindung (Zwischenruf der Abg. Dr. Moser), bei den anderen dauert die Fahrt 4 bis 4,5 Stunden. Da ist es unattraktiv, mit dem Zug zu fahren.
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Stauber.
Wenn Sie gegen den Ausbau des Koralmtunnels und gegen den Ausbau des Semmeringtunnels sind, dann müssen die Kärntner wahrscheinlich zu Fuß bis in die Steiermark gehen, und erst dann können sie irgendwo einsteigen und nach Wien fahren. – So funktioniert das sicherlich nicht! (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Stauber.)
Beifall bei BZÖ und ÖVP
Wir müssen zu einem kilometerabhängigen Fahrtkostenzuschuss kommen, der für alle gewährleistet ist (Beifall bei BZÖ und ÖVP) – nicht nur für jene, die in Vollzeitbeschäftigung stehen, sondern auch für jene, die in einer Teilzeitbeschäftigung stehen und zwei Tage in der Woche zum Arbeitsplatz pendeln müssen, genauso wie Wochenpendler einen kilometerabhängigen Fahrtkostenzuschuss bekommen sollten.
Beifall beim BZÖ.
Geschätzte Damen und Herren, wir haben einen ähnlichen Antrag schon zweimal eingebracht, ich hoffe, dieser wird Ihre Zustimmung finden, denn da muss endlich einmal etwas gemacht werden – und ich hoffe auf Ihre Mitwirkung, Frau Bundesminister. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich darf ganz kurz die Thematik „gemeinwirtschaftliche Leistungen an sich“ erörtern, denn ich glaube, hinsichtlich der gemeinwirtschaftlichen Leistung gibt es im Grundsatz einen Konsens in der Politik, da in Österreich enorm günstige Tarife über die gemeinwirtschaftlichen Leistungen erzielbar sind. Das heißt, wir haben eigentlich eine sozialpolitische Komponente der gemeinwirtschaftlichen Leistung, wir haben eine umweltpolitische Komponente und letztendlich auch eine familienpolitische Komponente. Ich würde sagen, die gemeinwirtschaftlichen Leistungen sind eigentlich in Wirklichkeit Gesellschaftspolitik in dieser Republik. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.
Vor einem möchte ich warnen, Herr Kollege Bartenstein, nämlich zu glauben, dass dann, wenn Leistungen privatisiert werden, die gemeinwirtschaftlichen Leistungen nicht mehr fällig werden. In Europa gibt es Beispiele, die ganz anderes zeigen, bis hin zum Rückzug der privaten Unternehmungen aus der Dienstleistung. (Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.)
Abg. Hornek: Das ist falsch!
Frau Kollegin Moser, Sie haben recht: Die RCA ist ein Sorgenkind der ÖBB – aber nicht unbegründet! Ich möchte in diesem Zusammenhang ein bisschen in die Vergangenheit blicken: Nicht der Kaufprozess der ungarischen Güterbahn war das Problem, wie vielfach untersucht und behauptet, sondern das wirkliche Problem in Ungarn war, dass nach dem Kauf der ungarischen Güterverkehrsbahn managementmäßig über einen Zeitraum von drei Jahren überhaupt nichts geschehen ist. (Abg. Hornek: Das ist falsch!) Drei Jahre lang ein gekauftes Unternehmen nicht zu managen ist eigentlich
Zwischenrufe bei der ÖVP.
grob fahrlässig. Und das ist die Wurzel des Problems, das sich bis in die RCA durchschlägt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Hornek: Das ist ja Unsinn, Herr Kollege! Das ist falsch!
Sie haben recht, Herr Kollege, aber das Nichtstun hat Namen. Und die Namen lauten: Macher, Riessland, und meines Wissens stehen die der ÖVP sehr nahe. (Abg. Hornek: Das ist ja Unsinn, Herr Kollege! Das ist falsch!) Das war in Wirklichkeit das Problem der RCA, das heute noch in die RCA hineinschwappt.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hornek.
Ich würde daher sagen, die ÖBB brauchen dringendst eine Kapitalerhöhung im Güterverkehr. Und wenn Sie es verkehrspolitisch ernst meinen, dann setzen Sie Maßnahmen, dass diese auch möglich wird. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hornek.)
Abg. Dr. Lichtenecker: … auch schon von Stronach angeheuert?
Abgeordneter Christoph Hagen (STRONACH): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Hohes Haus! Ich möchte einmal mit einem Lob beginnen, mit einem Lob für die Entwicklung der ÖBB in der letzten Zeit unter dem Vorsitz des Herrn Kern. Herr Kern tut der Bahn wirklich gut, das sieht man, wobei er natürlich sehr große Probleme hat – da kann er einem wieder leidtun. Ein Problem heißt Gewerkschaft, und bei dem dortigen Privilegienstadl beißt sich leider auch Herr Kern die Zähne aus. Es ist notwendig, dass er hier die volle Unterstützung erhält. (Abg. Dr. Lichtenecker: … auch schon von Stronach angeheuert?)
Zwischenruf des Abg. Riepl.
Herr Spindelegger hat ja schon vorgeschlagen, dass Frank Stronach die ÖBB kaufen soll, und dieses Angebot steht, meine Damen und Herren. (Zwischenruf des Abg. Riepl.)
Abg. Haberzettl: Insbesondere im Güterverkehr!
Machen wir es doch wie in der Schweiz, wo der Bund die Infrastruktur, die Schiene zur Verfügung stellt, das heißt, das ist dann Bundessache, und der Bund vermietet dann die Schiene an die privaten Bahnbetreiber, die dann Miete zahlen. Das ist ein Erfolgs-projekt. Schauen Sie sich an, wie gut das in der Schweiz funktioniert, meine Damen und Herren! Das ist ein positives Beispiel. (Abg. Haberzettl: Insbesondere im Güterverkehr!) Dort kann die Gewerkschaft nicht mehr blockieren und sich die Taschen vollstopfen – wobei bei den ÖBB das Ganze wieder die SteuerzahlerInnen ausgleichen müssen. Das wäre der richtige Weg.
Abg. Scheibner: Welchem?
Ich habe gestern mit einem Universitätsprofessor gesprochen, einem deutschen Professor, der im Bereich internationaler Güterverkehr und Infrastruktur tätig ist. (Abg. Scheibner: Welchem?) Er hat mir ganz klar erklärt, dass diese Projekte sinnvoll sind. Die Problematik ist nur, dass Österreich auf den Kosten sitzen bleibt. Da wurde in Brüssel zu wenig verhandelt, da wurde in Brüssel zu wenig Geld abgeholt, meine Damen und Herren, sonst würden wir uns ja viel leichter tun. Es geht ja auch um österreichische Arbeitsplätze, die dort mit diesen Tunnelprojekten entstehen.
Beifall beim Team Stronach.
Damit sind wir beim nächsten Problem – die Rail Cargo Austria wurde auch schon angesprochen –: Wir haben die Problematik, dass wir dort nicht die erforderliche Infra-struktur haben, die Verladestellen und so weiter, damit die Güter mit einem Klein-Lkw von der Bahn in den engeren Umkreis transportiert werden können. Auch daran hapert es, dort müsste man investieren. Das wären vernünftige Dinge! Man sollte nicht in die Gewerkschaft investieren, sondern in Projekte, Frau Minister! (Beifall beim Team Stronach.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Walser.
Ich möchte noch auf das Projekt der ehemaligen S18 in Vorarlberg zu sprechen kommen; ein Projekt, das mittlerweile bereits seit 20 oder 25 Jahren ein Thema ist. Dieses Straßenprojekt wäre im höherrangigen Straßennetz die einzige Verbindung in die Schweiz. Die Schweiz hat ihre Hausaufgaben gemacht, die Anschlussstellen sind da. In Österreich haben wir durch den Wachtelkönig, einen Vogel, den kein Mensch je in Österreich gesehen hat – man hat ihn ja nur gehört –, dieses Projekt vernichtet. (Zwischenruf des Abg. Dr. Walser.) Das ist natürlich ein Wahnsinn. Bis jetzt wartet die vom Verkehr gequälte Vorarlberger Bevölkerung im unteren Rheintal dringend auf eine Lösung – bisher ist keine in Sicht. Es werden zwar einige Projekte diskutiert, aber da gibt es immer wieder die Umweltschützer, die das verhindern.
Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.
Zum Abschluss gebe ich Ihnen noch etwas mit, Frau Minister: Wir vom Team Stronach reichen Ihnen die Hand. Nehmen Sie diese Einladung an! Sanieren wir gemeinsam die Bahn! (Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.) Die Kosten zahlt nicht der Steuerzahler, sondern Frank Stronach. Das Angebot steht! (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Dr. Moser: Die Hand reichen! – Abg. Hagen reicht Bundesministerin Bures die Hand.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Dr. Moser: Die Hand reichen! – Abg. Hagen reicht Bundesministerin Bures die Hand.
Zum Abschluss gebe ich Ihnen noch etwas mit, Frau Minister: Wir vom Team Stronach reichen Ihnen die Hand. Nehmen Sie diese Einladung an! Sanieren wir gemeinsam die Bahn! (Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.) Die Kosten zahlt nicht der Steuerzahler, sondern Frank Stronach. Das Angebot steht! (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Dr. Moser: Die Hand reichen! – Abg. Hagen reicht Bundesministerin Bures die Hand.)
Abg. Dr. Moser: Streichkonzerte gibt es!
Erstens die Frage des Güterverkehrs auf der Schiene: Es gehört zu den allerwichtigsten Dingen, dass wir den Güterverkehr auf der Schiene haben wollen, und es gibt dafür auch eine Reihe an Initiativen (Abg. Dr. Moser: Streichkonzerte gibt es!) – bei allem Wissen, dass volkswirtschaftliche und ökonomische Überlegungen in Einklang zu bringen sein müssen.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn es aufgrund der wirtschaftlichen Situation in Europa bei allen Güterbahnen in ganz Europa Schwierigkeiten gibt und es Österreich gleichzeitig gelingt, mit 30 Prozent Güter auf der Schiene die meisten Güter innerhalb der EU auf der Schiene zu transportieren, ist das doch beachtlich. Kein anderes Land der Europäischen Union befördert so viele Güter mit der Eisenbahn wie Österreich. Darauf sollten wir stolz sein und nicht über Afrika witzeln. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Lausch: Das wird notwendig sein!
Wir werden uns aber auch weiterhin anstrengen. (Abg. Lausch: Das wird notwendig sein!) Unser Ziel ist es, nach Ausbau aller Investitionen einen Modal Split von 40 Prozent auf der Schiene zu haben.
Abg. Dr. Moser: Im Vergleich zum letzten Jahr!
und der Unterstützung dieser Strecken hat es keine Veränderung gegeben. (Abg. Dr. Moser: Im Vergleich zum letzten Jahr!) Kein Cent wurde eingespart, kein Kilometer an Zugverbindung wurde eingestellt.
Abg. Dr. Moser: Das ist ja nicht Aufgabe des Landes Oberösterreich!
Das Land Oberösterreich jedoch hat Verbindungen bestellt und auch bezahlt und hat die Bezahlung nun eingestellt. (Abg. Dr. Moser: Das ist ja nicht Aufgabe des Landes Oberösterreich!) Es ist wie immer im Leben: Wenn man nicht zahlt, hat man nichts! Das heißt, das Land Oberösterreich hat mit Beteiligung der Grünen, die sich dort in der Landesregierung befinden, die Strecke eingestellt. (Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Dr. Moser: Das ist ja keine Landesstrecke!) Wir werden uns aber darum bemühen, wieder eine attraktive Verbindung herzustellen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abge-ordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Dr. Moser: Das ist ja keine Landesstrecke!
Das Land Oberösterreich jedoch hat Verbindungen bestellt und auch bezahlt und hat die Bezahlung nun eingestellt. (Abg. Dr. Moser: Das ist ja nicht Aufgabe des Landes Oberösterreich!) Es ist wie immer im Leben: Wenn man nicht zahlt, hat man nichts! Das heißt, das Land Oberösterreich hat mit Beteiligung der Grünen, die sich dort in der Landesregierung befinden, die Strecke eingestellt. (Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Dr. Moser: Das ist ja keine Landesstrecke!) Wir werden uns aber darum bemühen, wieder eine attraktive Verbindung herzustellen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abge-ordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abge-ordneten der ÖVP.
Das Land Oberösterreich jedoch hat Verbindungen bestellt und auch bezahlt und hat die Bezahlung nun eingestellt. (Abg. Dr. Moser: Das ist ja nicht Aufgabe des Landes Oberösterreich!) Es ist wie immer im Leben: Wenn man nicht zahlt, hat man nichts! Das heißt, das Land Oberösterreich hat mit Beteiligung der Grünen, die sich dort in der Landesregierung befinden, die Strecke eingestellt. (Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Dr. Moser: Das ist ja keine Landesstrecke!) Wir werden uns aber darum bemühen, wieder eine attraktive Verbindung herzustellen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abge-ordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.
Dritter Punkt: Nicht nur ich bin zutiefst davon überzeugt, dass der öffentliche Verkehr Priorität vor dem Individualverkehr hat, und „Priorität“ bedeutet Bevorzugung und nicht Gleichstellung. Herr Kollege Bartenstein, das haben wir auch im Regierungsprogramm zwischen ÖVP und SPÖ so niedergeschrieben! (Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.)
Beifall bei der SPÖ.
Es gibt den Vorrang für den öffentlichen Verkehr, Frau Abgeordnete Moser, und das spiegelt sich im Budget auch wider. Das, was Sie hier gesagt haben, war falsch! Ich weiß schon, dass die Investitionen der ASFINAG nicht im Budget sichtbar sind, weil sich diese Investitionen über Mauteinnahmen und Vignetteneinnahmen selbst zu finanzieren haben. Aber im nächsten Jahr wie auch in den kommenden Jahren wird im Schnitt in den öffentlichen Verkehr und in die Eisenbahn doppelt so viel investiert werden wie in die Straße und nicht umgekehrt, wie Sie behauptet haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steibl: Was heißt „nicht kaputtgespart“?
Wir kurbeln mit diesen Investitionen die Wirtschaft an. Österreich steht besser da als die meisten anderen EU-Staaten. Wir haben Konjunkturpakete geschnürt. Wir haben das Land nicht kaputtgespart. (Abg. Steibl: Was heißt „nicht kaputtgespart“?)
Beifall bei der SPÖ.
Der Betrieb der neuen Bahnen und Strecken, die wir bauen, wird noch einmal 50 000 Menschen einen sicheren Arbeitsplatz geben. Stellen Sie sich einmal vor, was es bedeuten würde, wenn all diese Leute keine Arbeit hätten. Dabei darf man nicht nur die menschliche Komponente in Betracht ziehen, nämlich was das für jeden Einzelnen bedeutet, der keine Arbeit und damit kein Einkommen hat, sondern natürlich auch den gesamten volkswirtschaftlichen Schaden. Die Arbeitslosigkeit würde mit einem Schlag gleich um einen oder mehrere Prozentpunkte hinauf gehen. Das will ich vermeiden, weil ich glaube, das Wichtigste, was wir heute tun müssen, ist, Arbeitslosigkeit zu bekämpfen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Moser: Und Handytelefonierer!
Wir haben strenge Gesetze beschlossen, was meiner Auffassung nach ganz richtig war. Wir haben die Risikolenker definiert, nämlich Raser und Alkolenker. (Abg. Dr. Moser: Und Handytelefonierer!)
Abg. Dr. Moser: Wenn’s funktioniert, das ist ja das Problem!
Dazu möchte ich zwei Beispiele anführen, weil diese Punkte sehr diskutiert wurden. Erstens: die Einführung der Rettungsgasse. Sie stand schon im Regierungsübereinkommen, und wir haben sehr lange mit allen Blaulichtorganisationen, mit der Rettung, mit der Feuerwehr und mit der Polizei, Diskussionen darüber geführt. Wir haben uns internationale Beispiele angesehen, und man ist in allen Studien zur Auffassung gekommen, dass die Rettungsgasse Sinn macht. Man ist mit dieser neuen Regelung im Schnitt um 4 Minuten schneller am Unfallort, und wenn die Rettung um 4 Minuten schneller am Unfallort ist, dann bedeutet das für die Verletzten im Auto eine 40 Prozent höhere Überlebenschance. (Abg. Dr. Moser: Wenn’s funktioniert, das ist ja das Problem!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
die alte Regelung. Die Einsatzfahrzeuge sind heute schneller am Unfallort, als sie das in der Vergangenheit waren, und das ist gut so. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Ing. Hackl.
Das zweite Element, das wichtig ist, ist die Bewusstseinsarbeit. Die höchst erfolgreiche Bewusstseinskampagne „Alkohol am Steuer: Könnten Sie damit leben?“ wurde bereits angesprochen. Diese Kampagne hat nicht nur Preise gewonnen, weil sie offensichtlich große Aufmerksamkeit gebracht hat, sondern sie hat auch Wirkung gezeigt: Wir haben uns genau angesehen, wie die Zahlen vor und nach der Bewusstseinskampagne waren, und wir konnten feststellen, dass der Anteil der positiv getesteten LenkerInnen nach der Kampagne zurückgegangen ist. (Zwischenruf des Abg. Ing. Hackl.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die Zahl der Anzeigen für LenkerInnen, die mehr als 0,8 Promille hatten, ist nach der Kampagne zurückgegangen. Die Zahl der alkoholbedingten Verkehrsunfälle beziehungsweise der alkoholbedingten Todesfälle ist zurückgegangen, und das spricht für diese Kampagne. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass die Kampagne gesetzeskonform abgewickelt wurde, und ich sage Ihnen heute: Ich werde auch in Zukunft solche Kampagnen betreiben, weil ich sie für richtig halte! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
All diese Investitionen, die wir sehr langfristig vornehmen und für die wir eine Finanzierungsdauer von 30 Jahren vorgesehen haben, sind große Investitionen, und sie werden eine fünfmal so lange Lebensdauer haben. Fünf bis sechs Generationen werden von diesen Investitionen profitieren, und insgesamt profitiert der Wirtschafts- und Beschäftigungsstandort auch heute schon davon. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Eisenbahn wie noch nie in der Zweiten Republik. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Es fahren so viele Männer, Frauen und Kinder mit der Eisenbahn wie noch nie in der Zweiten Republik. Ich glaube, das zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind und dass das ein Angebot ist, das angenommen wird, und das soll auch in Zukunft so sein. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Eisenbahn wie noch nie in der Zweiten Republik. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Es fahren so viele Männer, Frauen und Kinder mit der Eisenbahn wie noch nie in der Zweiten Republik. Ich glaube, das zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind und dass das ein Angebot ist, das angenommen wird, und das soll auch in Zukunft so sein. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Insgesamt werden 2,9 Milliarden € in die Mobilität und in den Wirtschaftsstandort investiert. Wir machen, wie gesagt, ein Angebot, das wir in Österreich noch nie hatten und das wir noch weiter verbessern wollen. Wir werden in den nächsten Tagen die Westbahnstrecke in Betrieb nehmen: Von Wien nach St. Pölten, von Zentrum zu Zentrum, wird man 25 Minuten fahren, vom Zentrum Wien zum Zentrum Linz eine Stunde und 15 Minuten. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Solche Angebote möchte ich auch für die Strecken von Wien nach Graz und von Wien nach Klagenfurt, und deshalb werden wir die Südstrecke ebenfalls ausbauen, um den Menschen das dort auch zu ermöglichen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Insgesamt werden 2,9 Milliarden € in die Mobilität und in den Wirtschaftsstandort investiert. Wir machen, wie gesagt, ein Angebot, das wir in Österreich noch nie hatten und das wir noch weiter verbessern wollen. Wir werden in den nächsten Tagen die Westbahnstrecke in Betrieb nehmen: Von Wien nach St. Pölten, von Zentrum zu Zentrum, wird man 25 Minuten fahren, vom Zentrum Wien zum Zentrum Linz eine Stunde und 15 Minuten. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Solche Angebote möchte ich auch für die Strecken von Wien nach Graz und von Wien nach Klagenfurt, und deshalb werden wir die Südstrecke ebenfalls ausbauen, um den Menschen das dort auch zu ermöglichen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Herzlichen Dank für diese so wichtige Diskussion, bei der es, unabhängig von der ideologischen Zuordnung, um unser Land und um die Zukunft geht. Wir haben das transparent aufgestellt, und ich freue mich auf alle weiteren Diskussionen mit der Zielsetzung, den öffentlichen Verkehr und die Mobilität nachhaltig ökologisch und leistbar auszubauen. – Danke vielmals. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Josef Auer: Das ist ja ein Blödsinn!
Frau Bundesminister Bures, erlauben Sie mir, Sie in einem Punkt zu korrigieren: Sie haben gemeint, es werde so leidenschaftlich über die ÖBB diskutiert, weil die Bürgerinnen und Bürger und die Abgeordneten in diesem Haus so sehr an den ÖBB hängen. – Ich gebe Ihnen Recht: Die ÖBB sind ein unglaublich wichtiges Unternehmen für dieses Land. Ich glaube aber, dass die große emotionale Debatte wohl mehr damit zusammenhängt, dass dieses Unternehmen 4,4 Prozent der Steuerleistung eines durchschnittlichen Steuerzahlers auffrisst. Ein durchschnittlicher Steuerzahler in Österreich zahlt jährlich, ohne einen einzigen Kilometer mit der Bahn gefahren zu sein, pro Mann und Nase 400 bis 500 € allein für die ÖBB! (Abg. Mag. Josef Auer: Das ist ja ein Blödsinn!)
Beifall bei der ÖVP.
Die Konkurrenz belebt das Geschäft auch ohne Förderungen. Bei den ÖBB fahren jedoch weniger Leute, aber wir zahlen dafür, dass sie überhaupt fahren, 37,3 Prozent mehr, und das ist nicht akzeptabel! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Bisher hat die Regel gelautet: Mauteinnahmen minus dem, was wir für Schuldenrückzahlungen verwenden, werden in den Bau investiert. Die neue Rechnung, wie ich sie mir vorstelle und wie wir von den Freiheitlichen uns das vorstellen, heißt: Maut minus dem, was dann für Bau und Service verwendet wird, muss in die Dividendenzahlungen an den Bund gehen, denn der zahlt dann damit die Schulden zurück, sonst geht es gar nicht! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Autofahren ist grundsätzlich ja nicht billig. Das kommt auf der einen Seite vom Spritpreis, und auf der anderen Seite kommt dort, wo es die Leute brauchen, nämlich die Pendler, zu wenig herein. Beim Spritpreis hat man manchmal den Eindruck – und Sie werden das verzeihen –, da leisten sich ein paar Nobelrote von der OMV einen Artikel, der Autofahren heißt, und die machen ihn zum Luxusgut. Und auf der anderen Seite haben wir immer noch nicht das Pendlerpauschale, das den Leuten wirklich das zurückgibt, was sie an Aufwendungen haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Pirklhuber: He, he!
Und die Krone – Frau Moser, ich gebe Ihnen in vielem recht – sind dann noch Extra-Geschichten wie das Parkpickerl, wo die Frau Doppelstaatsbürgerin mit dem A8, den das Volk bezahlt hat, herumfährt, aber das Klapprad hat sie hinten im Kofferraum. Das ist eine Art von Staatsfaschismus, den wir sicher nicht mittragen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Pirklhuber: He, he!)
Abg. Dr. Moser: Was hat das mit …? – Abg. Dr. Pirklhuber: Zügle deine Zunge, Kollege Deimek!
Und was macht die ÖVP Währing? – Die geht bei dem Ganzen mit, weil auch dort der Futtertrog näher ist als die 64 Prozent Volk. (Abg. Dr. Moser: Was hat das mit …? – Abg. Dr. Pirklhuber: Zügle deine Zunge, Kollege Deimek!)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Aber kommen wir zum Thema Schiene. Die Grundforderung, die wir im Bereich der Schiene haben, heißt: Raus mit der Politik! Es tut den ÖBB, es tut dem Verkehr als Ganzem nicht gut, wenn da täglich eingegriffen wird. Erinnern wir uns doch: Was war denn mit der Politik? – Da kommt ein Immobiliengangster Huber und fährt die ÖBB mit einem Klescher an die Wand, dass es nur so schnalzt. Und das kostet uns derzeit, meine Damen und Herren, 400 € pro Mann und Nase, vom Säugling bis zum Greis. Und wir kommen beispielsweise nicht dazu, die Eigenkapitalquote der Cargo zu erhöhen. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Wo ist das Geld, das wir dort brauchen? (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Aber kommen wir zum Thema Schiene. Die Grundforderung, die wir im Bereich der Schiene haben, heißt: Raus mit der Politik! Es tut den ÖBB, es tut dem Verkehr als Ganzem nicht gut, wenn da täglich eingegriffen wird. Erinnern wir uns doch: Was war denn mit der Politik? – Da kommt ein Immobiliengangster Huber und fährt die ÖBB mit einem Klescher an die Wand, dass es nur so schnalzt. Und das kostet uns derzeit, meine Damen und Herren, 400 € pro Mann und Nase, vom Säugling bis zum Greis. Und wir kommen beispielsweise nicht dazu, die Eigenkapitalquote der Cargo zu erhöhen. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Wo ist das Geld, das wir dort brauchen? (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Beifall bei der FPÖ.
Warum? – Weil wir ständig Politiker drinnen haben, die wie die kleinen Kindergartenkinder gerne Eisenbahn spielen: Da bauen wir dort ein Gleiserl, da darf man fahren. Dann brauchen wir eine Weiche. Dann fahren wir zum Beispiel in Wörgl durch, aber in Zams steht dann der Herr Revierinspektor und sagt zum Railjet: Halt! Das ist das, was die Politik ständig leistet, aber nicht das, was wirklich vernünftig wäre. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.
gibt ein paar Probleme mit dem Verkehr auf der Südbahn. Wann wird denn die Pottendorfer Linie einmal ausgebaut? (Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.) Über die wird schon so lange gesprochen, wann wird die endlich einmal zur Entlastung ausgebaut?
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Es gibt so viele Dinge. Und dann kommt wieder die Politik – ich war heuer zum Schulschluss, im späteren Frühling wirklich überrascht –, aber sie löst keine Probleme, sondern schafft neue Probleme. Ich mache die Regionalmedien bei mir zu Hause auf, die „Tips“ und die „Rundschau“. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Und was sehe ich? – Da ist Kollege Singer drinnen – der jetzt noch liest, aber bald zuhören wird –, und was sagt Kollege Singer? – Er fordert zusätzlich zu den schon bestehenden Förderungen für Studenten noch zusätzliche.
Zwischenrufe bei der ÖVP
Kollege Singer, das ist der Fünfziger (der Redner hält einen 50-€-Schein in die Höhe), den uns die Umsetzung deiner Forderung pro Einwohner zusätzlich kosten würde. – Danke für diesen Populismus (Zwischenrufe bei der ÖVP), für die ÖBB, für die Verkehrspolitik ist das absolut nichts Tolles.
Zwischenruf des Abg. Hornek.
Was wir als Politiker aber sehr wohl zusammenbringen sollten, wäre, endlich einmal etwas für die Bürger zu tun. (Zwischenruf des Abg. Hornek.) Erinnern wir uns doch: Wie war es denn, als die Westbahn des Herrn Haselsteiner angefangen hat? – Da hat es geheißen, die kochen auch alle nur mit Wasser, das wird nichts. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Binnen kürzester Zeit haben die mit allen notwendigen Verkehrsverbünden Verträge zustande gebracht.
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Was wir als Politiker aber sehr wohl zusammenbringen sollten, wäre, endlich einmal etwas für die Bürger zu tun. (Zwischenruf des Abg. Hornek.) Erinnern wir uns doch: Wie war es denn, als die Westbahn des Herrn Haselsteiner angefangen hat? – Da hat es geheißen, die kochen auch alle nur mit Wasser, das wird nichts. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Binnen kürzester Zeit haben die mit allen notwendigen Verkehrsverbünden Verträge zustande gebracht.
Abg. Dr. Moser: Das ist eine ur-grüne Forderung! – Abg. Amon: Was hat die …!
Es gibt eine relativ alte Forderung der FPÖ nach einem Österreich-Ticket. Ich weiß schon, das ist nicht so leicht. Das ist kompliziert, da muss man mit allen möglichen Leuten verhandeln. Aber das gibt es bis heute nicht! (Abg. Dr. Moser: Das ist eine ur-grüne Forderung! – Abg. Amon: Was hat die …!)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Dr. Moser.
(Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Dr. Moser.)
Heiterkeit
Jetzt kommen wir wieder zu einem etwas seriöseren Thema (Heiterkeit), nämlich Entwicklung, Forschung und Technologie, denn bei allem anderen haben Rot und Schwarz bis jetzt gezeigt, dass sie es nicht unbedingt ernst meinen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Auch, wenn jetzt von der schwarzen Seite die Zwischenrufe kommen. Sie sagen immer nur, Sie sind seriös, aber Sie haben ja nicht einmal von Wirtschaftspolitik eine Ahnung. (Zwischenruf der Abg. Dr. Moser. – Abg. Dr. Lichtenecker: 10 Sekunden Redezeit!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Jetzt kommen wir wieder zu einem etwas seriöseren Thema (Heiterkeit), nämlich Entwicklung, Forschung und Technologie, denn bei allem anderen haben Rot und Schwarz bis jetzt gezeigt, dass sie es nicht unbedingt ernst meinen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Auch, wenn jetzt von der schwarzen Seite die Zwischenrufe kommen. Sie sagen immer nur, Sie sind seriös, aber Sie haben ja nicht einmal von Wirtschaftspolitik eine Ahnung. (Zwischenruf der Abg. Dr. Moser. – Abg. Dr. Lichtenecker: 10 Sekunden Redezeit!)
Zwischenruf der Abg. Dr. Moser. – Abg. Dr. Lichtenecker: 10 Sekunden Redezeit!
Jetzt kommen wir wieder zu einem etwas seriöseren Thema (Heiterkeit), nämlich Entwicklung, Forschung und Technologie, denn bei allem anderen haben Rot und Schwarz bis jetzt gezeigt, dass sie es nicht unbedingt ernst meinen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Auch, wenn jetzt von der schwarzen Seite die Zwischenrufe kommen. Sie sagen immer nur, Sie sind seriös, aber Sie haben ja nicht einmal von Wirtschaftspolitik eine Ahnung. (Zwischenruf der Abg. Dr. Moser. – Abg. Dr. Lichtenecker: 10 Sekunden Redezeit!)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Bundesminister, Sie haben ein relativ gut dotiertes Forschungs- und Entwicklungsbudget. Gratulation zu den Verhandlungen dafür, aber wir wollen es auch langfristig immer wieder sichergestellt wissen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Kickl.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Deimek, Sie haben sich zweimal sehr, sehr knapp einem Ordnungsruf genähert. – Ich werde jetzt davon absehen. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Zum einen glaube ich nicht, dass es angebracht ist, auch in einem weiteren Zusammenhang mit „Staatsfaschismus“ Vergleiche in diesem Land zu ziehen, und zum anderen können sich Privatpersonen nicht gegen all das, was hier gesagt wird, wehren, daher sollten wir es tunlichst vermeiden, Privatpersonen als „Gangster“ zu bezeichnen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Deimek, Sie haben sich zweimal sehr, sehr knapp einem Ordnungsruf genähert. – Ich werde jetzt davon absehen. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Zum einen glaube ich nicht, dass es angebracht ist, auch in einem weiteren Zusammenhang mit „Staatsfaschismus“ Vergleiche in diesem Land zu ziehen, und zum anderen können sich Privatpersonen nicht gegen all das, was hier gesagt wird, wehren, daher sollten wir es tunlichst vermeiden, Privatpersonen als „Gangster“ zu bezeichnen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Gerade unlängst hat mein Sohn mich darauf angesprochen – er fährt täglich mit dem Zug in die Schule – und hat mich gefragt: Papa, warum wird eigentlich immer über die Eisenbahner geschimpft? Er sieht Sommer wie Winter, ob heiß oder kalt die Arbeiter auf der Bahn, wo sie arbeiten, und er versteht das nicht. Ich habe ihm das so zu erklären versucht, dass das eine gezielte Aktion ist, da es Leute gibt, die den Staat eher schlechtmachen wollen, die das Ziel „weniger Staat, mehr privat“ verfolgen und das Feld für Privatisierungen aufbereiten möchten. Und da kommen dann Leute wie die Kollegin Hakl heraus, die sehr gute Kontakte zum Kapitalismus hat, und möchten die Bahn schlechtmachen, weil das Feld für Privatisierungen aufbereitet werden soll. Das finde ich nicht gut. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wäre er immer noch nicht da!
Die Fakten sprechen aber für die ÖBB. Ich fahre selber immer 2. Klasse hierher nach Wien, komme immer sehr pünktlich. Kollege Strache ist gerade heute wieder zu spät gekommen. Würde er mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wäre er immer noch nicht da!), würde er nicht immer zu spät kommen. Er
Abg. Dr. Fichtenbauer: Wo soll er im 1. Bezirk mit den ÖBB fahren?
wohnt im 1. Bezirk. (Abg. Dr. Fichtenbauer: Wo soll er im 1. Bezirk mit den ÖBB fahren?)
Beifall bei der SPÖ.
1 800 Lehrstellen hat die Bahn. Das ist auch für die Zuhörerinnen und Zuhörer interessant, das wissen viele vielleicht gar nicht: Über 1 800 Lehrstellen, das ist doch, glaube ich, auch ein wichtiger Beitrag für die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Riepl: Wie der Gorbach …! – Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Wurm und Amon.
Die ÖBB, heißt es immer wieder, verschleudert Geld. Da werden die verschiedensten Märchen aufgetischt. Das war zwischen 2000 und 2006 schon zum Teil so. Da wurde viel verzockt, viele Hunderte Millionen wurden verzockt. (Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Riepl: Wie der Gorbach …! – Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Wurm und Amon.) Und heute muss die Frau Minister aufgrund der damaligen Filetierung in die verschiedensten Kategorien – auf elf Firmen wurde das Management aufgebläht, auf 1 200 Führungskräfte – das wieder reduzieren, und zwar um ein Drittel.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich sehe gerade, meine Zeit ist leider schon aus. Vielen Dank auf alle Fälle, dass Sie mir zugehört haben. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Frau Ministerin, zugestanden, in Ihrem Bereich des Forschungsbudgets gibt es eine Steigerung, wiewohl, meiner und unserer Einschätzung nach, eine viel zu geringe Dynamik. Ich möchte hier auch betonen, dass wir in Österreich sehr wohl eine gute Infrastruktur bei den Universitäten, bei den außeruniversitären Forschungseinrichtungen und selbstverständlich auch bei der betrieblichen Forschung haben. Das ist gut, nur dürfen wir uns bei diesen Punkten nicht ausruhen, sondern müssen ganz dynamisch investieren. Ansonsten ist das eine schwierige Entwicklung für die Zukunft. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Und wenn ich beim Fokus bin, dann bin ich überzeugt, dass wir hier in Österreich, wir haben eine sehr gute Öko-Wirtschaft, viel mehr in die Energieforschung investieren müssen: weg von der Gießkanne und Fokus auf die großen, zentralen Herausforderungen! Selbstverständlich brauchen wir mehr Grundlagenforschung. Grundlagenforschung – die ist natürlich auch beim Minister Töchterle angesiedelt – ist das Substrat und der Boden für die weitere Entwicklung. Das dünnen Sie und dürren Sie momentan aus, und das können wir so nicht zulassen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Riepl: Sagen Sie doch irgendetwas Nettes auch!
Folgendes sei zu dieser Strecke noch einmal klargestellt: Letztendlich, Frau Ministerin, haben Sie die OberösterreicherInnen und die SteirerInnen diesbezüglich im Stich gelassen, im Regen stehen gelassen und darauf verzichtet, diese Verbindung Linz–Graz, Graz–Linz, besser auszustatten. Das werden wir so in dieser Form auch in Zukunft nicht mittragen. (Abg. Riepl: Sagen Sie doch irgendetwas Nettes auch!)
Beifall bei den Grünen.
Das Nette, Herr Kollege, ist, dass ich sehr wohl glaube, dass wir in verschiedenen Teilen der angewandten Forschung gute Programme haben. Und ich glaube, dass es auch sehr wichtig ist, dass sich der Bereich der angewandten Forschung zukünftig gut entwickelt. Dennoch – und die Frau Ministerin weiß das sehr genau – haben wir die großen Baustellen der mangelnden Finanzierung, der geringen Mittel für die Grundlagenforschung und das Problem, dass es generell an Planungssicherheit fehlt. Und genau das wünschen wir uns, dass das in dieser Form auch umgesetzt wird. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Ing. Höbart: Einen realen Einkommensverlust von über 30 Prozent!
Das Ergebnis zeigt, wir haben eine der geringsten Arbeitslosenraten in Europa. (Abg. Ing. Höbart: Einen realen Einkommensverlust von über 30 Prozent!) Wir können auf diese Politik stolz sein. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das Ergebnis zeigt, wir haben eine der geringsten Arbeitslosenraten in Europa. (Abg. Ing. Höbart: Einen realen Einkommensverlust von über 30 Prozent!) Wir können auf diese Politik stolz sein. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Mehr Regionalpolitik! Mehr regionalpolitische Initiativen!
Ich will das am Beispiel der Obersteiermark aufzeigen, die in den letzten Jahrzehnten von massiven Veränderungen geprägt war, wo den Menschen viel abverlangt wurde, wo es nach dem Zusammenbruch der verstaatlichten Industrie gelungen ist, mit einigen Spitzenbetrieben und vor allem mit vielen Mittel- und Kleinbetrieben (Abg. Dr. Pirklhuber: Mehr Regionalpolitik! Mehr regionalpolitische Initiativen!) den Standort auch abzusichern, Arbeitsplätze zu sichern. Wir sind es den Menschen schuldig, dass wir auch entsprechende Maßnahmen setzen. Und ich bin froh, dass jetzt der Ausbau der Südbahn von Wien nach Klagenfurt kommt.
Beifall bei der ÖVP.
Aber, Frau Infrastrukturminister, wir haben noch viele Lücken im Straßennetz, vor allem, wenn es um meine nähere Heimat geht, das obere Murtal, von Judenburg bis Scheifling. Es werden zwar Teile ausgebaut, aber hier warten die Menschen bereits seit 20 Jahren auf die Schließung dieser Lücke von Judenburg bis nach Friesach, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.) Das ist wichtig, notwendig (Abg. Dr. Pirklhuber: Aber nicht der Straßenausbau!), um auch dort entsprechend Arbeitsplätze zu sichern.
Abg. Dr. Pirklhuber: Aber nicht der Straßenausbau!
Aber, Frau Infrastrukturminister, wir haben noch viele Lücken im Straßennetz, vor allem, wenn es um meine nähere Heimat geht, das obere Murtal, von Judenburg bis Scheifling. Es werden zwar Teile ausgebaut, aber hier warten die Menschen bereits seit 20 Jahren auf die Schließung dieser Lücke von Judenburg bis nach Friesach, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.) Das ist wichtig, notwendig (Abg. Dr. Pirklhuber: Aber nicht der Straßenausbau!), um auch dort entsprechend Arbeitsplätze zu sichern.
Beifall bei der ÖVP.
Und dazu kommt, dass wir beispielsweise im Bezirk Murau, dem man in den nächsten Jahren eine Abwanderung von 50 Prozent voraussagt, große Mängel haben. Daher muss hier insbesondere auch die Informationstechnologie weiter ausgebaut und optimiert werden, denn hier gibt es viele Klagen von den vielen Tourismusbetrieben, von den Wirtschaftsbetrieben, dass es einen zu geringen, nicht so schnellen Zugang zum Internet gibt. Das müssen wir verbessern, das müssen wir optimieren. Daher lade ich Sie ein, Frau Bundesminister, hier auch entsprechende Maßnahmen zu setzen, denn 2015 ist beispielsweise am Kreischberg die Snowboard-WM. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Frau Bundesminister, ich bitte Sie, nehmen Sie diese Einladung an: Kommen Sie zu einem Lokalaugenschein mit den Betroffenen! Überzeugen Sie sich vor Ort, dass das, was ich gesagt habe, ein Gebot der Stunde ist! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Strache: Die gehören ins Umland, nicht nur bis in die Randbezirke!
Und weil das noch nicht genug Belastung für die Pendler ist, wird in den Randbezirken Wiens auch noch das Parkpickerl eingeführt. (Abg. Strache: Die gehören ins Umland, nicht nur bis in die Randbezirke!) Das sorgt nicht nur bei den Pendlern, sondern auch bei den Anrainern für großen Frust.
Heiterkeit beim BZÖ.
Wie weit es gehen kann, zeigt ein Artikel mit dem Titel „Leute in Währing werden bestraft“ vom 15. November im „Kurier“. Hier wird ganz offen berichtet, dass der 15. Bezirk ein klassischer Park-and-Ride-Bezirk gewesen sei und man deshalb das Parkpickerl eingeführt habe. Also ein offener Angriff auf die Pendler. Aber wo sollen die Pendler ihre Pkws abstellen? – In den Hosensack können sie sie auch nicht stecken! (Heiterkeit beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Frau Ministerin, dieser Zustand ist untragbar, und ich ersuche Sie dringend, darauf einzuwirken, dass dieser Missstand schnell beseitigt wird. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Binder-Maier: Bürgerinitiativen!
Dieser Ausbau von St. Georgen bis Scheifling war im wahrsten Sinne des Wortes eine schwere Geburt: Zusagen, Absagen (Abg. Binder-Maier: Bürgerinitiativen!), Bürgerinitiativen für den Ausbau, Bürgerinitiativen gegen den Ausbau, Petitionen. Und deshalb freut es mich, dass im Februar nächsten Jahres mit dem Ausbau begonnen werden soll. Die rund 610 Meter lange Unterflurtrasse St. Georgen soll Ende 2015 fertiggestellt sein; bis zum Sommer 2018 erfolgen der Bau der Unterflurtrasse Unzmarkt von rund 950 Metern und die Adaptierung der Bestandsstrecke. Im Endausbau stehen den Autofahrern auf diesem Abschnitt zwei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung zur Verfügung, mittels Betonleitwänden baulich getrennt, um Frontalzusammenstöße zu vermeiden. Mit dem Ausbau wird ein unfallträchtiger Straßenabschnitt entschärft und den Obersteirern eine große Sorge abgenommen.
Beifall beim BZÖ.
Ich hoffe, dass dann noch genug Geld vorhanden sein wird, aber ich vertraue darauf, Frau Ministerin, dass Sie zu Ihrem Wort stehen und auch dieser Ausbau in Angriff genommen werden wird. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte hier noch eine Berichtigung bezüglich der Aussage der Kollegin Hakl vornehmen. Sie hat behauptet, dass die gemeinwirtschaftlichen Leistungen an die ÖBB seit 2010 um 37 Prozent gestiegen seien. – Richtig ist vielmehr, dass die gemeinwirtschaftlichen Leistungen von 2010 bis 2013 an die ÖBB um 0,1 Prozent gestiegen sind, an die Privatbahnen aber um 12 Prozent. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich möchte Ihnen jetzt ein Beispiel aus meinem Bezirk geben, was wir dort bereits seit dem Jahr 2000 propagieren: Es handelt sich um ein lokales Projekt, das wir im Jahr 2000 mit dem international anerkannten Tunnelbauexperten Ing. Walter Neumüller konzipiert haben. Dabei ist es uns darum gegangen, Arbeitsplätze auszubauen, die lokale Wirtschaft zu stärken und vor allem die dort lebende Bevölkerung – Hannes Weninger weiß, wovon ich spreche – lärm- und emissionstechnisch gesehen zu entlasten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Minister, ich habe im Übrigen zu diesem Thema auch in der Vergangenheit schon ein paar Mal über Ihre Mitarbeiter um einen Termin bei Ihnen ersucht, gemeinsam mit Herrn Walter Neumüller, dem Tunnelbau-Experten, aber das ist uns bis dato noch nicht gelungen. Vielleicht gibt es in der Zukunft die Möglichkeit, dieses Projekt bei Ihnen zu besprechen, es würde dem Innovationsstandort Österreich definitiv guttun. (Beifall bei der FPÖ.)
demonstrativer Beifall bei den Grünen
Ich denke jetzt nur an Herrn Abgeordneten Auer von der SPÖ, der Herrn Strache empfohlen hat, mit dem Zug aus dem 1. Bezirk anzureisen, damit er pünktlich kommt, oder an Frau Kollegin Moser, die eine „Moserische Verkehrspolitik“ über ganz Österreich ziehen will (demonstrativer Beifall bei den Grünen), die danach ausgerichtet ist, wo sie selbst sich bewegt. Ihre Politik ist ausgerichtet auf Linz und Umgebung, darauf, wie man mit dem Zug von Linz nach Wien kommt und von Wiener Neustadt nach Gloggnitz. Das Komische daran: nach Gloggnitz, das ist der Weg zu Frau Kollegin Petrovic. Eine Verkehrspolitik, die so subjektiv ausgerichtet ist, brauchen wir wirklich nicht.
Beifall bei der ÖVP.
Sie haben auch nur das Negative aufgezeichnet, und dann, als Sie zum Ende Ihrer Ausführungen gekommen sind, haben Sie gesagt, Sie wollten jetzt eigentlich auch noch das Positive ansprechen. Ich erwarte, dass Sie das heute vielleicht noch tun, Sie haben noch Zeit, sich zu Wort zu melden und auch die positive Verkehrspolitik in Österreich anzusprechen, Frau Moser! Das wäre einmal wirklich ein positiver Beitrag hier in diesem Haus. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Wir haben die letzten Daten von Eurostat bekommen. Das dritte Quartal weist einen kleinen Wirtschaftseinbruch in Österreich auf, eine Verringerung um ein Zehntel beim Bruttoinlandsprodukt. Das sollte uns eigentlich zu denken geben. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Zum Abschluss noch eines, Frau Bundesministerin: Ich danke herzlich für Ihre Initiative „Rettungsgasse“, wenngleich man, um das Sommerloch in der medialen Berichterstattung aufzufüllen, die Rettungsgasse als Versagermodell hingestellt hat. – Ich glaube an die Rettungsgasse! Sie haben heute auch schon angesprochen, dass die Rettungsorganisationen 4 Minuten schneller am Unfallort sind. Damit können wir Menschenleben retten! Der Sicherheitsbericht weist sehr große Erfolge aus, die Zahl der Verkehrstoten ist von 1 800 in den siebziger Jahren auf 523 in den vergangenen Jahren gesunken; noch immer viel zu viele, wie Sie angesprochen haben, aber die Rettungsgasse ist ein positiver Beitrag. Daher sollten wir alles unternehmen, dass die informativen Maßnahmen ausgebaut werden, damit die Rettungsgasse auch angenommen wird. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Ernest Windholz (BZÖ): Geschätzter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Der Verkehr wird stets mehr, er wird nicht weniger. Ich habe daher volles Verständnis dafür, dass man im städtischen Bereich überlegt, wie man Pkws aus der Stadt wegbringt, und komme auch gleich auf die Stadt Wien zu sprechen, auf das Parkpickerl-Thema, denn was dort passiert, ist nicht akzeptabel. (Beifall beim BZÖ.) Die rot-grüne Regierung in Wien hat Hunderttausende Pkws von Pendlern mehr oder weniger hinausgeschmissen.
Beifall beim BZÖ.
Ich rede von den Park-and-Ride-Anlagen. Fragen Sie den Bürgermeister in Schwechat, fragen Sie in den SPÖ-Reihen nach, was dort los ist seit Einführung der zusätzlichen Parkpickerl! Das erfolgte alles überfallsartig. Es muss aber aus Ihrem Ressort auch eine Antwort kommen, Sie müssen das unterstützen, Sie können die Länder hier nicht allein lassen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! In Niederösterreich sind zurzeit großflächige Plakate zu sehen. Der SPÖ-Chef, Sepp Leitner, plakatiert gerade „Die Gemeinden stärken!“ Ich kann Sepp Leitner hier von diesem Rednerpult aus nur zurufen, wenn er wirklich die niederösterreichischen Gemeinden stärken will, dann empfehle ich ihm, zum roten Häupl nach Wien zu gehen, dass man diese Entscheidung korrigiert und die Pendler anständig und fair behandelt. Es muss Schluss sein mit dem Abwerben in Richtung Hauptwohnsitz in Wien. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich darf noch auf ein Thema eingehen, das ganz besonders in der Ostregion sehr, sehr viele Menschen wirklich beunruhigt, nämlich auf die Kupferdiebstähle. Ich kann Ihnen berichten, dass es an der S 6 immer wieder zu Diebstählen kommt. Frau Bundesministerin, ich weiß, Sie werden natürlich sagen, dafür ist das Innenministerium zuständig, in gewisser Weise auch das Justizministerium. Aufgrund der bisher gewonnenen Erfahrungen muss man aber sagen, dass das Innenministerium komplett versagt hat. Beamte werden eingespart, Überstunden werden eingespart, es gibt keine effektive Bekämpfung dieser Kriminalität. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.) Man sieht dem Treiben zu. Der volkswirtschaftliche Schaden ist enorm.
Beifall beim BZÖ.
Frau Bundesministerin, Sie sind Mitglied einer Regierung, Sie sitzen bei den Ministerratssitzungen vis-à-vis der Innenministerin und der Justizministerin – und da muss ich Ihnen schon sagen, das ist ein unhaltbarer Zustand! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Die Bürger als Steuerzahler haben ein Recht auf Sicherheit. Ich sage Ihnen, diese Tätergruppen gehören wesentlich härter angefasst, sie gehören tatsächlich hinter Schloss und Riegel. Sorgen Sie für geordnete Zustände! Wenn es die Innenministerin nicht kann – was sie leider ständig unter Beweis stellt –, dann forcieren Sie private Sicherheitsdienste! Ich glaube, das ist jetzt der einzig logische Ausweg aus dieser Misere. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
davon, dass Milliardäre prestigeträchtige Strecken übernehmen und die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler dann für die Nebenbahnen aufkommen sollen. (Beifall bei der SPÖ.) Gerade im ländlichen Raum brauchen wir eine gute Infrastruktur für mehr Mobilität und auch, um unsere Klimaziele zu erreichen.
Beifall bei der SPÖ.
Die ÖBB, meine sehr geschätzten Damen und Herren, sind ein wichtiger Verkehrsdienstleister und einer der bedeutendsten Leit- und Ausbilderbetriebe in Österreich. Tausende Eisenbahnerinnen und Eisenbahner sorgen dafür, dass die Züge und Busse im Allgemeinen immer pünktlich unterwegs sind, tagein, tagaus. Mit den ÖBB werden Personen und Güter unvergleichbar sicherer und umweltschonender transportiert. Das sollten wir anerkennen und die Leistung entsprechend schätzen. Statt zu privatisieren, müssen weiterhin der Ausbau und der Erhalt der Infrastruktur gewährleistet werden. Mit diesem Budgetvoranschlag sind die Voraussetzungen dafür geschaffen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Bundesministerin, aus Ihren Ausführungen konnte man wirklich eine gewisse Westbahn-Lastigkeit erkennen. – Ja, es ist auf der Westbahn vieles in Ordnung, auf den anderen Strecken in Österreich vieles leider Gottes nicht in Ordnung. (Beifall bei der FPÖ.) Daran hat sich in Ihrer „Regentschaft“ seit 2008 wenig bis nichts geändert.
Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.
Aber, Frau Bundesministerin, Sie sagen, die Österreicherinnen und Österreicher sind stolz auf Ihre Bahn. – Da mögen Sie recht haben, aber Sie machen es der leidgeprüften Bevölkerung wirklich nicht leicht, auf diese Bahn stolz zu sein! Denken wir zum Beispiel nur an die Fahrkartenautomaten, bei denen sich die Bevölkerung, vor allem die ältere Bevölkerung, wenig bis gar nicht auskennt. Geht man weiter auf den Bahnsteig und wartet auf den Zug, hört man die Durchsage: Der Zug hat Verspätung! Wenn auch oft nur minimal, aber Verspätungen von fünf bis zehn Minuten sind an der Tagesordnung. Steigt man dann in den Zug ein – man hat einen Sitzplatz bezahlt! –, bekommt man nur einen Stehplatz. (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.) – Sie pendeln nicht, Herr Kollege! Man erhält anstelle eines Sitzplatzes, den man bezahlt hat, einen Stehplatz. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.) – Würden Sie zuhören, könnten Sie etwas lernen. (Abg. Mag. Gaßner: Von Ihnen kann ich nichts lernen!) Sie erhalten einen Stehplatz, obwohl Sie einen Sitzplatz bezahlt haben.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.
Aber, Frau Bundesministerin, Sie sagen, die Österreicherinnen und Österreicher sind stolz auf Ihre Bahn. – Da mögen Sie recht haben, aber Sie machen es der leidgeprüften Bevölkerung wirklich nicht leicht, auf diese Bahn stolz zu sein! Denken wir zum Beispiel nur an die Fahrkartenautomaten, bei denen sich die Bevölkerung, vor allem die ältere Bevölkerung, wenig bis gar nicht auskennt. Geht man weiter auf den Bahnsteig und wartet auf den Zug, hört man die Durchsage: Der Zug hat Verspätung! Wenn auch oft nur minimal, aber Verspätungen von fünf bis zehn Minuten sind an der Tagesordnung. Steigt man dann in den Zug ein – man hat einen Sitzplatz bezahlt! –, bekommt man nur einen Stehplatz. (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.) – Sie pendeln nicht, Herr Kollege! Man erhält anstelle eines Sitzplatzes, den man bezahlt hat, einen Stehplatz. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.) – Würden Sie zuhören, könnten Sie etwas lernen. (Abg. Mag. Gaßner: Von Ihnen kann ich nichts lernen!) Sie erhalten einen Stehplatz, obwohl Sie einen Sitzplatz bezahlt haben.
Abg. Mag. Gaßner: Von Ihnen kann ich nichts lernen!
Aber, Frau Bundesministerin, Sie sagen, die Österreicherinnen und Österreicher sind stolz auf Ihre Bahn. – Da mögen Sie recht haben, aber Sie machen es der leidgeprüften Bevölkerung wirklich nicht leicht, auf diese Bahn stolz zu sein! Denken wir zum Beispiel nur an die Fahrkartenautomaten, bei denen sich die Bevölkerung, vor allem die ältere Bevölkerung, wenig bis gar nicht auskennt. Geht man weiter auf den Bahnsteig und wartet auf den Zug, hört man die Durchsage: Der Zug hat Verspätung! Wenn auch oft nur minimal, aber Verspätungen von fünf bis zehn Minuten sind an der Tagesordnung. Steigt man dann in den Zug ein – man hat einen Sitzplatz bezahlt! –, bekommt man nur einen Stehplatz. (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.) – Sie pendeln nicht, Herr Kollege! Man erhält anstelle eines Sitzplatzes, den man bezahlt hat, einen Stehplatz. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.) – Würden Sie zuhören, könnten Sie etwas lernen. (Abg. Mag. Gaßner: Von Ihnen kann ich nichts lernen!) Sie erhalten einen Stehplatz, obwohl Sie einen Sitzplatz bezahlt haben.
Beifall bei der FPÖ.
Eines muss ich auch sagen: Ob die Ergebnisse bei den Buntmetall-Diebstählen – Kollege Windholz hat sie angesprochen –, die an der Tagesordnung sind, die Bevölkerung unbedingt stolz machen, weiß ich auch nicht. Sie bringen da nichts zustande. Es wäre längst an der Zeit, darüber nachzudenken, eine Bahnpolizei zu installieren. Wissen Sie, was in meinem Heimatbezirk Hollabrunn an der Tagesordnung ist? – Polizisten in Zivil machen Dienst im Zug, um die Bevölkerung dort zu schützen und darauf zu schauen, dass dort alles niet- und nagelfest bleibt. Das ist in einem Grenzbezirk die Konsequenz, versuchen wir doch nicht immer, alles schönzureden! (Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit bei der FPÖ.
Sie denken jetzt wahrscheinlich: Ja, die Freiheitlichen schon wieder! – Ich möchte Ihnen sagen, im Bezirk Hollabrunn hat die SPÖ schon lange damit aufgehört, Sie oder die SPÖ zu loben. (Heiterkeit bei der FPÖ.) Schauen Sie sich das einmal an! Früher hat man die rote ÖBB für Wahlkampfzwecke missbraucht. Man hat in Wahlkampfzeiten Kipferl und Fahrpläne verteilt. Das macht man schon gar nicht mehr, weil man wahrscheinlich die stolze Bevölkerung in der Früh nicht so aufregen will. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Bures.) Wissen Sie, warum die SPÖ im Bezirk Hollabrunn das nicht mehr macht? Wissen Sie, warum sie das nicht mehr macht? – Weil sie sich die Kritik der Pendler nicht mehr anhören kann, Kollege Heinzl! (Beifall bei der FPÖ.) Fahren Sie mit dem Zug, dann werden Sie das alles sehen und alles wissen!
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Bures.
Sie denken jetzt wahrscheinlich: Ja, die Freiheitlichen schon wieder! – Ich möchte Ihnen sagen, im Bezirk Hollabrunn hat die SPÖ schon lange damit aufgehört, Sie oder die SPÖ zu loben. (Heiterkeit bei der FPÖ.) Schauen Sie sich das einmal an! Früher hat man die rote ÖBB für Wahlkampfzwecke missbraucht. Man hat in Wahlkampfzeiten Kipferl und Fahrpläne verteilt. Das macht man schon gar nicht mehr, weil man wahrscheinlich die stolze Bevölkerung in der Früh nicht so aufregen will. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Bures.) Wissen Sie, warum die SPÖ im Bezirk Hollabrunn das nicht mehr macht? Wissen Sie, warum sie das nicht mehr macht? – Weil sie sich die Kritik der Pendler nicht mehr anhören kann, Kollege Heinzl! (Beifall bei der FPÖ.) Fahren Sie mit dem Zug, dann werden Sie das alles sehen und alles wissen!
Beifall bei der FPÖ.
Sie denken jetzt wahrscheinlich: Ja, die Freiheitlichen schon wieder! – Ich möchte Ihnen sagen, im Bezirk Hollabrunn hat die SPÖ schon lange damit aufgehört, Sie oder die SPÖ zu loben. (Heiterkeit bei der FPÖ.) Schauen Sie sich das einmal an! Früher hat man die rote ÖBB für Wahlkampfzwecke missbraucht. Man hat in Wahlkampfzeiten Kipferl und Fahrpläne verteilt. Das macht man schon gar nicht mehr, weil man wahrscheinlich die stolze Bevölkerung in der Früh nicht so aufregen will. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Bures.) Wissen Sie, warum die SPÖ im Bezirk Hollabrunn das nicht mehr macht? Wissen Sie, warum sie das nicht mehr macht? – Weil sie sich die Kritik der Pendler nicht mehr anhören kann, Kollege Heinzl! (Beifall bei der FPÖ.) Fahren Sie mit dem Zug, dann werden Sie das alles sehen und alles wissen!
Abg. Heinzl: Was haben Sie zum Kipferl gesagt?
Wenn Sie darüber hinaus sagen, auf der Straße ist alles in Ordnung, dann kann, glaube ich, ein Mitglied Ihres (Abg. Heinzl: Was haben Sie zum Kipferl gesagt?) … – Ich habe gar nichts zum Kipferl gesagt.
Beifall bei der FPÖ.
Die Stadträtin von Retz könnte ein Lied davon singen, wie sie sich oft verbiegen und in den Medien auch rechtfertigen muss dafür, was mit den Straßen los ist. Ihre eigene Partei im Bezirk sagt, bei der Straße bringt man genauso wenig weiter wie auf der Schiene, und distanziert sich. Wissen Sie, was der Vorsitzende dort sagt? – Das Einzige, das Sie und ihn verbindet, ist das Parteibuch und nicht mehr. Das ist alles, das ist die Quintessenz aus Ihrer Politik! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und wenn Sie schon Kampagnen machen, dann sagen Sie immer gleich dazu, was das den Steuerzahler so kostet. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir sind da besser unterwegs als andere Staaten in Europa und auf der Welt, aber es bedarf natürlich einer Anstrengung, und es ist auch notwendig, beschäftigungspolitische Impulse im Budget zu setzen. Dazu ist es wichtig, dass wir eine gute Infrastruktur haben. Wir bekennen uns vonseiten der ÖVP zu einer gut ausgebauten Infrastruktur, zu einer modernen Infrastruktur, und das nicht nur im städtischen Bereich, sondern auch in den ländlichen Bereichen, in den Regionen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP
Ich bekenne mich auch zu Lärmschutzmaßnahmen, aber bitte mit Augenmaß und mit Sachverstand (Beifall bei der ÖVP), denn wenn ich auf der West Autobahn unterwegs bin, habe ich an manchen Stellen den Eindruck, der dahinter liegende Wald wird vor Lärm und vor den Blicken der Autofahrer geschützt. Ich fordere hier also einen zielgerechten Einsatz und einen sorgsamen Umgang mit den Steuermitteln. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich bekenne mich auch zu Lärmschutzmaßnahmen, aber bitte mit Augenmaß und mit Sachverstand (Beifall bei der ÖVP), denn wenn ich auf der West Autobahn unterwegs bin, habe ich an manchen Stellen den Eindruck, der dahinter liegende Wald wird vor Lärm und vor den Blicken der Autofahrer geschützt. Ich fordere hier also einen zielgerechten Einsatz und einen sorgsamen Umgang mit den Steuermitteln. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich würde mir wünschen, dass wir da auch so konsequent dahinterstehen wie bei den ÖBB, denn die ÖBB haben bei den gemeinwirtschaftlichen Leistungen quasi eine Monopolstellung. (Beifall bei der ÖVP.) Meine Empfehlung – um nicht zu sagen, meine Forderung – ist, dass wir diese gemeinwirtschaftlichen Leistungen in der Zukunft ausschreiben. Wettbewerb schadet nicht. Der Rechnungshof hat ja festgestellt, dass die ÖBB im Zeitraum 2000 bis 2009 92 Prozent bekommen haben und nur 8 Prozent an 17 andere, kleinere Bahnunternehmen gegangen sind. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Gaßner: Klassenkampf: ÖBB gegen Bauern!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Gaßner: Klassenkampf: ÖBB gegen Bauern!
Ich würde mir wünschen, dass wir da auch so konsequent dahinterstehen wie bei den ÖBB, denn die ÖBB haben bei den gemeinwirtschaftlichen Leistungen quasi eine Monopolstellung. (Beifall bei der ÖVP.) Meine Empfehlung – um nicht zu sagen, meine Forderung – ist, dass wir diese gemeinwirtschaftlichen Leistungen in der Zukunft ausschreiben. Wettbewerb schadet nicht. Der Rechnungshof hat ja festgestellt, dass die ÖBB im Zeitraum 2000 bis 2009 92 Prozent bekommen haben und nur 8 Prozent an 17 andere, kleinere Bahnunternehmen gegangen sind. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Gaßner: Klassenkampf: ÖBB gegen Bauern!)
Zwischenrufe bei der FPÖ
Ich finde, Herr Abgeordneter Lausch, Sie haben eine Darstellung unseres Landes abgegeben, wie es offensichtlich nur Sie wahrnehmen (Zwischenrufe bei der FPÖ), nämlich: Die Bahn fährt nicht, die Bahn steht, die Bahn kommt immer zu spät. – Ich möchte Ihnen nur sagen, ich halte es mit Fakten und Daten und glaube nicht, dass wir da ein Hickhack machen sollten, davon hat ja auch niemand etwas. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Lausch.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Lausch.
Ich finde, Herr Abgeordneter Lausch, Sie haben eine Darstellung unseres Landes abgegeben, wie es offensichtlich nur Sie wahrnehmen (Zwischenrufe bei der FPÖ), nämlich: Die Bahn fährt nicht, die Bahn steht, die Bahn kommt immer zu spät. – Ich möchte Ihnen nur sagen, ich halte es mit Fakten und Daten und glaube nicht, dass wir da ein Hickhack machen sollten, davon hat ja auch niemand etwas. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Lausch.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn wir uns die Pünktlichkeit der Bahn anschauen, dann kann ich Ihnen sagen – Sie können es auch jeden Tag im Internet herunterladen –: Im Jahr 2011 und auch im Jahr 2012 – bis Ende September – haben die ÖBB einen Pünktlichkeitsgrad von 96,6 Prozent gehabt. Das bedeutet, dass 530 000 Fahrgäste täglich mit den ÖBB ans Ziel kommen, und zwar deshalb, weil die Eisenbahner und Eisenbahnerinnen hart arbeiten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich halte nichts davon – das ist vielleicht Ihre Vorstellung –, die Eisenbahner parteipolitisch zu missbrauchen, sie Fähnchen verteilen zu lassen, dazu sind sie nicht da. Ich lege darauf keinen Wert. Ich lege Wert auf eine leistungsfähige, pünktliche Bahn, bei der die Leute fleißig arbeiten, und das ist auch so. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Was heißt Mitverantwortung?
Daher sage ich Ihnen noch einmal: Auch die Grünen tragen Mitverantwortung für diese Kürzung (Abg. Dr. Pirklhuber: Was heißt Mitverantwortung?), aber davon hat niemand etwas. (Abg. Dr. Pirklhuber: Wissen Sie, was wir da zahlen?) Ich werde mich um eine Lösung kümmern. Darauf können Sie sich verlassen, da wird etwas gemacht werden. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist eine Bundesaufgabe, Linz–Graz, das ist ja keine Regionalbahn!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Wissen Sie, was wir da zahlen?
Daher sage ich Ihnen noch einmal: Auch die Grünen tragen Mitverantwortung für diese Kürzung (Abg. Dr. Pirklhuber: Was heißt Mitverantwortung?), aber davon hat niemand etwas. (Abg. Dr. Pirklhuber: Wissen Sie, was wir da zahlen?) Ich werde mich um eine Lösung kümmern. Darauf können Sie sich verlassen, da wird etwas gemacht werden. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist eine Bundesaufgabe, Linz–Graz, das ist ja keine Regionalbahn!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist eine Bundesaufgabe, Linz–Graz, das ist ja keine Regionalbahn!
Daher sage ich Ihnen noch einmal: Auch die Grünen tragen Mitverantwortung für diese Kürzung (Abg. Dr. Pirklhuber: Was heißt Mitverantwortung?), aber davon hat niemand etwas. (Abg. Dr. Pirklhuber: Wissen Sie, was wir da zahlen?) Ich werde mich um eine Lösung kümmern. Darauf können Sie sich verlassen, da wird etwas gemacht werden. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist eine Bundesaufgabe, Linz–Graz, das ist ja keine Regionalbahn!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist vernünftig!
Drittens werden wir in Produktionstechnologien investieren, weil Österreich ein Forschungs- und ein Produktionsstandort ist, was ganz wesentlich ist. (Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist vernünftig!) Ich habe heuer das Budget für Produktionstechnologien schon um 40 Prozent aufgestockt, und wir werden das nächstes Jahr noch einmal als wirklichen Themenschwerpunkt haben.
Beifall bei der SPÖ.
Bei allem Verständnis dafür, dass die Opposition die Regierung kritisiert, das liegt in der Natur der Sache, aber im Bereich der Technologie und der Innovation sollte man auch das Budget, das wir haben, sehen, die Programme, die Evaluierungen, die bei allen Programmen der FFG meinerseits vorgenommen werden. Im Übrigen ist die Evaluierung der Forschungsprämie im Einkommensgesetz verpflichtend vorgesehen, und das Finanzministerium, das zuständig ist, wird eine Verordnung erlassen, denn: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Das Geld muss gut angelegt werden. Daher wird es diese Evaluierung geben, und wir müssen gemeinsam daran arbeiten, dass es mehr Verlässlichkeit gibt, dass es längerfristige Finanzierungsmöglichkeiten gibt. Das erfordert allerdings noch Gespräche, aber ich halte viel davon. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Carmen Gartelgruber (FPÖ): Herr Präsident! Frau Minister! Hohes Haus! Frau Minister, ich muss jetzt schon vehement dem widersprechen, was Sie meinem Kollegen Lausch vorgeworfen haben, denn das, was Herr Kollege Lausch uns hier präsentiert hat, ist die traurige Realität in Österreich. (Beifall bei der FPÖ.) Dass Sie Ihre rosarote beziehungsweise rote Brille nicht abnehmen können, hilft den Bahnkunden in Österreich herzlich wenig.
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, wir haben durchaus das Potenzial, in einigen Segmenten, speziell im Bereich Produktionsforschung, erneuerbare Energie, aber auch im Infrastrukturbereich, wirklich zu einem kleinen Global Leader aufzusteigen, und wir sind sehr optimistisch, dass diese Unterstützung vom BMVIT in dieser Richtung auch in Zukunft gegeben sein wird. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Rufe: Stronach! Stronach!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Klubobmann Ing. Lugar. – Bitte. (Rufe: Stronach! Stronach!)
Beifall des Abg. Hagen.
Herr Spindelegger hat etwas getan, was ich ihm aus meiner Sicht sehr hoch anrechne: Er hat beim „Sommergespräch“ vor mehr als zwei Monaten in Ermangelung eigener Möglichkeiten Herrn Stronach gebeten, bei den ÖBB nach dem Rechten zu sehen. Das war sehr schlau. Er hat dann auch in einem Ö1-„Mittagsjournal“ am 7. September gesagt, dass die ÖBB eben ein Betrieb sind, wo gewaltige Mittel des Steuerzahlers abfließen, und deshalb will er mit Frank Stronach ins Gespräch kommen, um eben seine Expertise zu haben, wie wir es besser machen können bei den ÖBB und wie wir in diesem Bereich dementsprechende Reformen einleiten können. (Beifall des Abg. Hagen.)
Bundesministerin Bures: Bitte den ganzen Brief!
Und was ist passiert? – Die Frau Ministerin hat ganz flapsig zurückgeschrieben: Wenn Bedarf besteht, wird man sich melden. (Bundesministerin Bures: Bitte den ganzen Brief!) Das ist jetzt fast ein Monat her, und anscheinend besteht kein Bedarf. Es besteht anscheinend kein Bedarf, dass man hier einmal nach dem Rechten sieht, trotzdem Herr Spindelegger – das ist ja nicht irgendjemand – hier um Hilfe bittet. Wir gewähren dann diese Hilfe, aber für die Frau Ministerin besteht anscheinend kein Bedarf. Und das ist das Problem.
Abg. Schönpass: Bleiben Sie bei der Wahrheit! – Abg. Heinzl: Das ist die Unwahrheit!
Dass wir uns einmal zusammensetzen, die Daten und Fakten auf den Tisch legen und dann mit guten Lösungen hier an die Arbeit gehen, das ist das, was wir brauchen. Und wenn wir uns die ÖBB anschauen, müssen wir sagen, es gibt da genug Bedarf. Wir wissen aus dem internationalen Vergleich, dass die 40 000, die dort beschäftigt sind, um einiges zu viel sind. Wir wissen, dass 4 Millionen Überstunden gemacht werden, obwohl der Mitarbeiterstand sehr, sehr hoch ist im internationalen Vergleich. Wir wissen, dass dort immer noch weit früher in Pension gegangen wird als im österreichischen Schnitt, nämlich mit 52, 53 Jahren, wie auch vom Rechnungshof kritisiert wird, bei bester Gesundheit. – All diese Dinge müssen einmal angesprochen werden. (Abg. Schönpass: Bleiben Sie bei der Wahrheit! – Abg. Heinzl: Das ist die Unwahrheit!)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Heinzl: Halleluja! – Abg. Ing. Lugar – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Halleluja! – Abg. Heinzl: Ein so ein Schmarr’n!
Frank Stronach hat die Hand gereicht, und Sie, Frau Ministerin, sind aus meiner Sicht wirklich gut beraten, diese Hand zu ergreifen, sich mit ihm und seinen Experten gemeinsam an einen Tisch zu setzen, alles auf den Tisch zu legen – und dann können wir gemeinsam eine gute Lösung für die ÖBB finden. Ich glaube, das ist im Interesse aller, denn letztlich gehen da Milliarden verloren, und so dick haben wir es nicht, dass wir uns das leisten können. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Heinzl: Halleluja! – Abg. Ing. Lugar – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Halleluja! – Abg. Heinzl: Ein so ein Schmarr’n!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abge-ordneten von FPÖ und BZÖ.
Abgeordneter Johannes Schmuckenschlager (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Frau Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren im Hohen Haus! Ganz besonders herzlich möchte ich eine Klasse aus dem Bundesgymnasium Mödling begrüßen, die heute der Debatte beiwohnt. (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abge-ordneten von FPÖ und BZÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.
Kurz zu meinem Vorredner: Ihre verkehrspolitische Kompetenz, Herr Lugar, haben Sie schon unter Beweis gestellt, da Sie ja wissen, wie man sich das Ticket sichert. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Deimek
Geschätzte Damen und Herren! Die Hochleistungsstrecke zwischen Wien und St. Pölten wird am kommenden Freitag eröffnet. Das ist ein Beweis für die Politik eines Landeshauptmannes, der weiß, wie man Regionalpolitik betreibt (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Deimek), wie wir ein gesamtes Gebiet durch Infrastrukturmaßnahmen entwicklungstechnisch voranbringen und im Rahmen des TEN, des transeuropäischen Netzes, gemeinsam mit der Frau Bundesminister eine Hochleistungsstrecke entwickeln können. Das ist ganz wichtig.
Abg. Mag. Steinhauser: Ist ja sinnvoll!
Wir müssen diese Vernetzung auch zwischen den Bundesländern zustande bringen, denn das rot-grüne Chaos in Wien, vor allem das Parkpickerldiktat, zeigt uns ein Riesenproblem für die Umlandgemeinden auf. Wir müssen enorme Mittel aufwenden, um Park-and-ride-Plätze zu errichten. (Abg. Mag. Steinhauser: Ist ja sinnvoll!) – Es ist schon sinnvoll, in der Abstimmung, wenn man vielleicht zuerst die Infrastruktur schafft und dann das Diktat darüberlegt, mein lieber Freund! (Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Steinhauser. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Aber Sie wissen ja nicht, was in den Gemeinden im Umland los ist. Wir müssen erhebliche Mittel aufwenden, und ich hoffe, dass wir da – budgetiert vom Bund – auch einiges bewegen können.
Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Steinhauser. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wir müssen diese Vernetzung auch zwischen den Bundesländern zustande bringen, denn das rot-grüne Chaos in Wien, vor allem das Parkpickerldiktat, zeigt uns ein Riesenproblem für die Umlandgemeinden auf. Wir müssen enorme Mittel aufwenden, um Park-and-ride-Plätze zu errichten. (Abg. Mag. Steinhauser: Ist ja sinnvoll!) – Es ist schon sinnvoll, in der Abstimmung, wenn man vielleicht zuerst die Infrastruktur schafft und dann das Diktat darüberlegt, mein lieber Freund! (Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Steinhauser. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Aber Sie wissen ja nicht, was in den Gemeinden im Umland los ist. Wir müssen erhebliche Mittel aufwenden, und ich hoffe, dass wir da – budgetiert vom Bund – auch einiges bewegen können.
Zwischenruf des Abg. Mag. Steinhauser.
Auch der VOR ist im Budget relativ knapp bemessen. Ich glaube, da wird nach-gebessert werden müssen, denn der Verkehrsverbund Ost-Region wächst enorm und hat immer neue Aufgaben zu bewerkstelligen. Da gilt es, den öffentlichen Verkehr für die Bevölkerung im Umland von Wien entsprechend attraktiv zu halten. (Zwischenruf des Abg. Mag. Steinhauser.)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Deimek
Ich glaube, man darf auch einmal darauf pochen, dass im Dienstrecht der ÖBB weitere Reformen vorangetrieben werden (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Deimek), denn ich glaube, für das Dienstrecht ist nicht nur ein sogenanntes Heinzelmännchen in der Politik zuständig, sondern es sind viele Heinzelmännchen in den ÖBB tätig. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich glaube, man darf auch einmal darauf pochen, dass im Dienstrecht der ÖBB weitere Reformen vorangetrieben werden (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Deimek), denn ich glaube, für das Dienstrecht ist nicht nur ein sogenanntes Heinzelmännchen in der Politik zuständig, sondern es sind viele Heinzelmännchen in den ÖBB tätig. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich darf mich an dieser Stelle einmal bei allen Bediensteten im öffentlichen Verkehr bedanken, denn es sind die Damen und Herren, die die Busse fahren, die zum Teil auch unsere Schulbusse lenken, die viele, viele Tausend Österreicher im öffentlichen Verkehr sicher von A nach B bringen. Diese Herrschaften haben unseren Dank verdient. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Frau Bundesminister, ich muss aber noch eine kritische Bemerkung anbringen: Bekanntlich fängt der Fisch am Kopf zu stinken an. Der Aufsichtsratsvorsitzende der ÖBB hat nun schon eine Menge anhängige Prozesse: Terminal Tower Linz, Justizzentrum Wien Mitte, MÁV Cargo, Nordbergstraße – da türmen sich die Akten. Ich darf auch auf den „Falter“ verweisen, werfen Sie da einen Blick hinein! (Der Redner zeigt eine Ausgabe des „Falter“.) Ich stelle nur die Frage: Wie lange ist dieser Aufsichtsratsvorsitzende noch tragbar? (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
die Textilien der Feuerwehruniformen, die sehr oft aus Entwicklungsländern kommen, in einer Art und Weise produziert werden, dass keine Menschen ausgebeutet werden oder mit giftigen Chemikalien arbeiten müssen, und dass der Granit vor dem Rathaus aus einem Steinbruch kommt, in dem es keine Kinderarbeit gibt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Pirklhuber.
Wie gesagt, die öffentliche Beschaffung ist ein mächtiges Instrument. Wir sollten es auch viel mehr inhaltlich einsetzen, und ich glaube, es birgt auch wirklich eine große Chance für eine kohärente entwicklungspolitische Beschaffung. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Thomas Einwallner (ÖVP): Geschätzter Herr Präsident! Frau Bundesminister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Wer bei Forschung, Innovation und Technologie gut aufgestellt ist, hat einen Fuß in der Tür für die Zukunft. (Beifall bei der ÖVP.) Dieser Fuß in der Tür sichert uns Wettbewerbsfähigkeit und schafft Arbeitsplätze – und das ist ein Kurs, zu dem wir als ÖVP uns eindeutig bekennen.
Beifall bei der ÖVP.
Obwohl die Wirtschaftslage nicht einfach ist, hat Österreich eine der niedrigsten Jugendarbeitslosigkeitsraten in ganz Europa. (Beifall bei der ÖVP.) Damit das so bleibt – das ist ja wichtig – und mehr Jobs für junge Menschen geschaffen werden können, braucht man gesunde Staatsausgaben und Maßnahmen zur Schaffung von Arbeitsplätzen.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Mag. Wurm.
kunft fit sein will, muss in FIT investieren. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Mag. Wurm.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Der Mitteleinsatz im Budget ist erfreulich. Wie die Mittel eingesetzt werden, entspricht der sehr erfolgreichen Beschäftigungspolitik und der österreichischen Betriebsstruktur und wird positive Auswirkungen haben. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf: Hagen!
Ich sage es vor allem darum, weil sich zwei Kollegen zu Wort gemeldet haben – Kollege Themessl und Kollege (Ruf: Hagen!) Hagen –, die ja beide noch vor dem Hauptverursacher dieses Problems, Hubert Gorbach, auf der Flucht sind. Er war ja für Sie beide der politische Ziehvater, für Sie, Kollege Hagen, als Bundesrat bei der FPÖ und für Sie als Landesrat und Landtagsabgeordneter; Sie wissen das, Herr Kollege Themessl. Der eine ist dann mit Gorbach zusammen von der FPÖ davongelaufen zum BZÖ, und jetzt ist er wieder davongelaufen; Gorbach ist sowieso ausgeschlossen und auch weg, aber da tut sich einiges.
Beifall bei der SPÖ.
Ein besseres Beispiel, wie man aus einem Sanierungsfall, aus FPÖ-verursachten Situationen ein Vorzeigeunternehmen machen kann, gibt es wohl nicht, und dazu möchte ich ganz, ganz herzlich gratulieren, Frau Ministerin. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Riepl.
Offensichtlich legt diese Regierung wiederum kein besonderes Augenmerk auf das Thema Familie. Anders ist es nicht zu erklären, dass es schon seit über zehn Jahren keine Wertanpassungen – weder bei der Familienbeihilfe noch beim Kinderbetreuungsgeld – gibt. Der tatsächliche Wertverlust bei Familienbeihilfe und Kinderbetreuungsgeld beträgt über dieses Jahrzehnt hinweg durch Inflation und Nichtanpassung rund 25 Prozent. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Riepl.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Auch die Absetzbarkeit der Kinderbetreuungskosten muss unserer Meinung nach ausgeweitet werden, nämlich bis zum Ende des 14. Lebensjahres. (Beifall bei der FPÖ.) Denn auch Kinder zwischen dem 10. und 14. Lebensjahr müssen betreut werden, besonders auch in den Ferienzeiten.
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Familien haben keine Lobby, meine Damen und Herren. Wir müssen uns um unsere Familien kümmern! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Um die Familien zu entlasten, brauchen wir ein kompaktes, komplettes Entlastungspaket und kein Flickwerk. Unsere Familien dürfen nicht zu Bittstellern werden. Familien und ihre Leistungen für unsere Kinder müssen wieder den Stellenwert bekommen, den sie zu Recht verdienen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Leistungen der Mütter, Väter, Hausfrauen und Hausmänner, die unbezahlbar für Österreich und für unsere Familien sind, müssen den Stellenwert bekommen, der ihnen zusteht! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei Abgeordneten der FPÖ
Abgeordnete Ridi Maria Steibl (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Frau Abgeordnete Kitzmüller von der FPÖ: Statt jammern, zuhören! Sie haben offensichtlich nicht zugehört (Zwischenrufe bei Abgeordneten der FPÖ) und wissen daher nicht, dass geplant ist, eine Indexanpassung bei der Familienbeihilfe vorzunehmen. (Abg. Petzner: Was macht die Remler jetzt eigentlich?)
Abg. Petzner: Was macht die Remler jetzt eigentlich?
Abgeordnete Ridi Maria Steibl (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Frau Abgeordnete Kitzmüller von der FPÖ: Statt jammern, zuhören! Sie haben offensichtlich nicht zugehört (Zwischenrufe bei Abgeordneten der FPÖ) und wissen daher nicht, dass geplant ist, eine Indexanpassung bei der Familienbeihilfe vorzunehmen. (Abg. Petzner: Was macht die Remler jetzt eigentlich?)
Abg. Petzner: Frau Steibl, was macht die Remler jetzt eigentlich?
Sie haben auch, glaube ich, nicht wirklich zugehört in den Budgetverhandlungen, sonst wüssten Sie, dass für Familien trotz Budgetkonsolidierung mehr Geld ausgegeben wird, insgesamt an die 6,556 Milliarden €, werte Damen und Herren. (Abg. Petzner: Frau Steibl, was macht die Remler jetzt eigentlich?) Und bei den Familienleistungen treten wir – im Gegensatz zu dem, was Sie propagieren – für einen ausgewogenen Mix aus Geld-, Steuer- und Sachleistungen ein, um unseren Familien bestmögliche Wahlfreiheit bieten zu können. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Sie haben auch, glaube ich, nicht wirklich zugehört in den Budgetverhandlungen, sonst wüssten Sie, dass für Familien trotz Budgetkonsolidierung mehr Geld ausgegeben wird, insgesamt an die 6,556 Milliarden €, werte Damen und Herren. (Abg. Petzner: Frau Steibl, was macht die Remler jetzt eigentlich?) Und bei den Familienleistungen treten wir – im Gegensatz zu dem, was Sie propagieren – für einen ausgewogenen Mix aus Geld-, Steuer- und Sachleistungen ein, um unseren Familien bestmögliche Wahlfreiheit bieten zu können. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zusammengefasst: Die angestrebte Familienbeihilfe neu ist ein zukunftsweisendes Modell und stärkt die Familien als Fundament unserer Gesellschaft. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es wäre wirklich an der Zeit, gerade in diesem Bereich, in diesem sensiblen Bereich, der alle betrifft – Männer wie Frauen, Kinder, Jugendliche, Junge und Ältere –, die Reden von der Sprache her etwas anders anzulegen. Wie habe ich gesagt? – Nicht Jammern ist angesagt, sondern Handeln! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
ideologischem Zugang abhängig zu machen, ob wir entsprechende Betreuungseinrichtungen vorfinden. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn dann Ministerin Schmied und Minister Töchterle hier eine „PädagogInnenbildung Neu“ vorstellen, dann vermisse ich, dass ganz klar auch die ElementarpädagogInnen, die PädagogInnen für die Kleinsten und Kleinen von Beginn an mitgemeint sind. Ohne eine „PädagogInnenausbildung Neu“ für alle PädagogInnen werden wir es nicht erreichen, dass wir diese Qualität in alle Einrichtungen bekommen. Wir werden es auch nicht erreichen ohne diese Bundeskompetenz. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
haben, aber bis heute nicht umgesetzt haben –, und es geht nicht! Es geht einerseits gesetzlich nicht, was den Papa-Monat betrifft, aber es geht vor allem auch deshalb nicht, weil auch die Unternehmen, die Arbeitgeber ganz klar Hürden in den Weg legen. Und das gehört tatsächlich geändert! (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Deswegen fordern wir als einen ersten Schritt für die Väterbeteiligung einen automatisierten Papa-Monat, denn dann gibt es diese Ausrede nicht, dann gibt es einen Anspruch des Vaters, innerhalb der ersten Monate einen Kontakt zu seinem Kind aufbauen zu können, sich an der Familienarbeit beteiligen zu können, einen automatisierten Papa-Monat bei vollem Bezug. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) Das muss sozusagen möglich sein: ein automatisierter Papa-Monat, das heißt, ein Rechtsanspruch. Dann wird es keine Möglichkeit der Unternehmer mehr geben, zu sagen, dich lasse ich und dich lasse ich nicht.
Beifall bei den Grünen.
Also in diesem Sinne, Herr Minister: Weiter so! Überzeugen Sie Ihre Kollegen in Ihrer Partei, überzeugen Sie die Länder! Und wenn Sie sinnvolle Vorschläge machen, dann sind wir dabei. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Versuchen wir gemeinsam, Lösungen zu finden, von denen die Kinder, die Familien in Österreich profitieren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordnete Ursula Haubner (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Politik hat dort zu investieren, wo Zukunft ist. Wo ist Zukunft? – In der Arbeitsplatzbeschaffung, in den Arbeitsplätzen, dass Menschen Arbeit haben, in der Bildung, in der Forschung und, was immer gerne vergessen wird, auch in den Familien. Dort, wo Kinder groß werden, wo Kinder gute oder weniger gute Chancen haben, dort muss entsprechend investiert werden. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Mitterlehner.
Hier auch meine starke Kritik, Herr Bundesminister: Sie haben gesagt, Sie wollen den FLAF reformieren. Was ist bisher geschehen? (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Mitterlehner.) – Oja, Sie haben eine Pressekonferenz abgehalten – ich
Beifall beim BZÖ.
Daher fordere ich – ich weiß nicht, zum wievielten Male –, das Kinderbetreuungsgeld nicht unnötig zu verkomplizieren und endlich diese unleidliche Zuverdienstgrenze abzuschaffen. (Beifall beim BZÖ.) Dies deshalb, weil sie keinen Lenkungseffekt hat. Experten wissen das auch, und Professor Mazal hat das ja auch sehr deutlich im Ausschuss gesagt.
Beifall beim BZÖ.
Ich bin froh darüber, Herr Bundesminister, dass Sie jetzt ein bisschen ein offenes Ohr für diese Abschaffung der Zuverdienstgrenze haben, denn ich erinnere mich, das erste Mal, als ich das gefordert und Anfragen gestellt habe, hat es geheißen, das kostet 300 Millionen € zusätzlich. Jetzt, bei einer Veranstaltung am Montag, haben Sie gesagt, es wird in etwa 150 Millionen € kosten. Und ich denke, 150 Millionen € für unsere Familien muss einfach drinnen sein, wenn wir Milliarden für die Rettung von Banken verwenden. Daher fordere ich das hier an dieser Stelle ein. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Gerade im Familienbereich bleibt viel zu tun in dem einen Jahr, Herr Bundesminister, das Ihnen noch zur Verfügung steht. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Ob viel geschehen wird, das weiß ich nicht. Wir werden uns überraschen lassen. Wichtig ist, dass es Mittel gibt für die Familien, dass es für diejenigen, die Kinder haben, auch leistbar ist und dass Familie und Beruf vereinbar sind und das auch lebbar ist.
Beifall beim BZÖ.
Das Budget soll immer ein Abbild dessen sein, was einer Gesellschaft ein Bereich wert ist. Das Familienbudget ist es ein Abbild dessen, was uns die Kinder wert sind. Aber in diesem Budget überwiegen absolut die Schattenseiten für die Familien. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Haider: Deshalb wird um 3 Millionen gekürzt!
Die Förderaktion der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank ist natürlich auch ein ganz wesentlicher Faktor, denn wir sind das Tourismusland Nummer eins, wir sind so quasi die S-Klasse im Welttourismus, und hier haben unsere Unternehmer jede Unterstützung verdient. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Haider: Deshalb wird um 3 Millionen gekürzt!)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Minister, danke! Das sind die richtigen Maßnahmen, um weiterhin offensiv in die Zukunft starten zu können. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich würde mir wünschen, wenn wir über das Budget diskutieren, dass auch Tourismus vorkommt. Da habe ich keinen einzigen Punkt gefunden, wo Tourismus oben steht. Wenn Sie das anschauen, da wird über alles diskutiert, aber einen eigenen Punkt „Tourismus“ finden wir im Tourismusland Österreich nicht. Ich finde, das haben sich die vielen Berufstätigen, die vielen Unternehmerinnen und Unternehmer, die Österreich Werbung, alle, die dafür sorgen, dass man Arbeitsplätze in diesem Land schafft, dass wir ein gutes Image haben und vor allem, dass wir wieder Lehrlinge finden, die in Tourismusbetrieben arbeiten wollen, einfach nicht verdient. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Mag. Wurm: Dann muss man das attraktiver machen!
Ich würde mir wünschen, dass wir in Zukunft einfach explizit … (Abg. Mag. Wurm: Dann muss man das attraktiver machen!) – Frau Kollegin Wurm, da muss ich Ihnen recht geben. Das ist ja das Hauptproblem. Wir müssen nicht nur schauen, dass wir den Lehrberuf im Tourismusbereich attraktiver gestalten, sondern darüber hinaus auch dafür sorgen, dass die Lehrlinge, die den Abschluss schaffen, auch dort bleiben. Es ist eigentlich ein Beruf, der Freude macht, es ist ein Beruf, der im Ausland hoch angesehen ist, denn ein topausgebildeter Koch findet ja weltweit eine super Stelle. Das sehen wir ja auch, wenn wir uns die Printmedien anschauen; das ist etwas, womit man auch Geld verdienen kann.
Beifall beim Team Stronach.
müssen betreffend Lehrlinge dort den Hebel ansetzen, wo wir offene Lehrstellen haben, die wir quasi anbringen müssen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Da sind Sie gefordert, dass wir das in Zukunft einfach so machen. Dann gehen wir alle einen richtigen Weg, und das wünschen wir uns für die Zukunft. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Bucher: Oja! Sehr gerne! Wir sind schon daran interessiert!
Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend Dr. Reinhold Mitterlehner: Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Kollege Westenthaler, auch zu dem Themenbereich, den Sie angesprochen haben, werde ich gerne Stellung nehmen. Ich weiß nicht, ob Sie das, was ich dazu sagen habe, dann gerne hören wollen. (Abg. Bucher: Oja! Sehr gerne! Wir sind schon daran interessiert!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Die Bäuerinnen zählen auch dazu!
beteiligung komme ich später zu sprechen –, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf mittlerweile gelebt wird. Es ist so, dass 85 Prozent der Frauen, die ein oder meh-rere Kinder haben, insbesondere in jenen Fällen, wo das jüngste Kind sechs bis 15 Jahre ist, in Beschäftigung sind. Die Beschäftigungsquote bei den Frauen insgesamt hat sich in den letzten Jahren von 61 auf 65 Prozent erhöht. (Abg. Dr. Pirklhuber: Die Bäuerinnen zählen auch dazu!) All das hängt natürlich damit zusammen, dass wir die Vereinbarkeit von Familie und Beruf mit beträchtlichen Mitteln, die der Bund den Ländern zur Verfügung gestellt hat, erweitert haben. Dazu kommt noch eine zweite Komponente, und das ist die Väterbeteiligung. Damit stehen wir auch in einem bestimmten Widerspruch zu manchen Zielen.
Abg. Ursula Haubner: Das passt eh!
Frau Abgeordnete Haubner, Sie haben gesagt, wir sollen doch die Modelle bei der Kinderbetreuung vereinfachen. – Da gebe ich Ihnen recht: Das ist relativ kompliziert. Aber die Modelle sind deswegen entstanden, weil verschiedene gesellschaftspolitische Wünsche, wie etwa die Väterbeteiligung, aufgearbeitet worden sind. Wir haben die Wünsche, was die Väterbeteiligung betrifft, auch entsprechend realisiert, und zwar in der einkommensabhängigen Variante von 30 Prozent. (Abg. Ursula Haubner: Das passt eh!)
Beifall bei der ÖVP.
Und wenn Sie die Valorisierung erwähnen – wunderbar! Wir haben sie nicht im Gesetz, die muss man erkämpfen. Aber was wir haben sollten ist mehr Transparenz bei den Leistungen, mehr Übersichtlichkeit. Wir haben dazu ein Modell vorgelegt, und ich hoffe, dass dieses Modell von allen unterstützt wird. Wir werden jetzt in Verhandlungen eintreten und wollen das möglichst bald, noch vor den Wahlen, durchbringen. Dieses Modell wird wirklich eine Hilfe für Familien darstellen. Und die Nagelprobe wird sein, wie Sie wirklich zu Familien stehen. Das werden wir schon in den ersten Monaten des nächstes Jahres sehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ursula Haubner: Das habe ich gesagt!
Damit komme ich zu einer weiteren Frage: Natürlich brauche ich neben der Komponente der Beihilfe auch eine steuerliche Seite. Und ich muss sagen: Ich finde es schon irgendwie interessant, dass Sie hergehen und sagen, da ist doch Geld übrig-geblieben beim Kinderabsetzbetrag. – Ja, „übriggeblieben“ ist eine gute Bezeichnung. Sie müssen es umdrehen: Es ist nicht in Anspruch genommen worden! (Abg. Ursula Haubner: Das habe ich gesagt!) Erfreulicherweise sind deshalb im steuerlichen Bereich unsere Schulden insgesamt nicht so hoch.
Zwischenrufe bei den Grünen.
Gespräch mit den Bundesländern, mit einem Konvent, wie auch immer, lösen können. (Zwischenrufe bei den Grünen.) – Zeigen Sie da nicht auf uns hin, denn Bundesländervertreter mit teilweise eigenartigen Vorschlägen haben auch Sie, Frau Lichtenecker! (Abg. Dr. Lichtenecker: Na geh!)
Abg. Dr. Lichtenecker: Na geh!
Gespräch mit den Bundesländern, mit einem Konvent, wie auch immer, lösen können. (Zwischenrufe bei den Grünen.) – Zeigen Sie da nicht auf uns hin, denn Bundesländervertreter mit teilweise eigenartigen Vorschlägen haben auch Sie, Frau Lichtenecker! (Abg. Dr. Lichtenecker: Na geh!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie der Abg. Mag. Schatz.
Frau Haubner, Sie haben gesagt: Sie haben noch ein Jahr Zeit! – Ich sage es um-gekehrt: Ich habe jetzt noch ein Jahr lang die Verantwortung. Ich glaube, dass wir systematisch viele richtige Weichenstellung vorbereitet haben. Es liegt nun an Ihnen, das zu unterstützen, damit die Umsetzung genauso funktioniert wie geplant. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie der Abg. Mag. Schatz.)
Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.
Abgeordnete Angela Lueger (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen des Hohen Hauses! Frau Kollegin Kitzmüller, Sie sagen, wir müssen uns um unsere Familien kümmern. – Ja, da bin ich schon bei Ihnen, aber Sie müssen dann auch dazusagen, in welchen Bereichen wir dann einsparen sollen, wo wir das Geld wegzwacken sollen, damit wir es für die Familien haben. Das wäre die ehrliche Variante, und die habe ich von Ihnen noch nicht erhalten. Manna vom Himmel, das wird irgendwie nicht kommen! (Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abge-ordneten der Grünen.
Ich ersuche Sie, Herr Minister, noch einmal die Familienbeihilfe bei den Krisenpflegeeltern zu überdenken. Ich kann es nämlich nicht verstehen, dass, wenn ein Kind von 15. Jänner bis 15. März bei einer Krisenpflegefamilie untergebracht bist, diese nur für den Februar die Familienbeihilfe erhält. Es wäre schön, wenn man dieses mein Anliegen in Ihrem Modell noch einbauen könnte. (Beifall bei der SPÖ und bei Abge-ordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Punkt zwei – und das möchte ich Ihnen schon ins Stammbuch schreiben –: Man sollte, bevor man Gelder in aller Herren Länder verteilt, doch unsere Familien fördern. Das ist ein klarer Standpunkt der Freiheitlichen Partei! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Sie wissen, unsere Erklärung dafür ist, dass die Regierung – die Sozialdemokraten beutelt es ja immer, wenn sie an den Egon Blum denken – den Blum-Bonus damals abgeschafft hat. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir sind überzeugt davon, dass dem so ist. Auch Sie, Herr Minister, haben uns bis dato noch nicht das Gegenteil erklären können, uns vom Gegenteil überzeugen können.
Bundesminister Dr. Mitterlehner: Herr Präsident, ... Ordnungsruf!
Einen Vorschlag von Ihrem Wirtschaftskammerpräsidenten Leitl möchte ich hier auch noch kurz erwähnen: die Expresslehre. – Also so einen hanebüchenen Vorschlag habe ich selten gehört: Expresslehre! Wie soll man mit einer sogenannten Expresslehre – also: macht einmal schnell eine Lehre! – das Image der Lehre heben? Das soll mir einmal eine vernünftige Person in der ÖVP erklären. – Also ein völlig schwachsinniger Vorschlag der ÖVP und des Wirtschaftskammerpräsidenten Leitl. (Bundesminister Dr. Mitterlehner: Herr Präsident, ... Ordnungsruf!)
Beifall bei der FPÖ.
Ein Lehrling wird nicht „entschädigt“, sondern bezahlt. Er hat das Recht, ein Gehalt zu bekommen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Ing. Höbart.
Abgeordnete Mag. Silvia Fuhrmann (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Kollege Höbart! Mir liegt auf der Zunge, zu sagen: Das ist ein wirklicher Unsinn, was Sie hier gerade verbreitet haben! Die Lehrlinge sind in Österreich nicht nur gut ausgebildet, sondern das duale Ausbildungssystem ist auch international anerkannt. (Zwischenruf des Abg. Ing. Höbart.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Ing. Höbart: Viel Beifall gibt es nicht!
Ich weiß nicht, ist das alles an Ihnen vorübergegangen? – Das alles gibt es: Es gibt offene Lehrstellen, es gibt Lehrstellensuchende, und es wird darauf geschaut, dass Kompetenzen und Talente bestmöglich eingesetzt werden. Also, dass für Lehrlinge in Österreich nichts getan werde, ist der größte Unsinn, den ich hier überhaupt je gehört habe! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Ing. Höbart: Viel Beifall gibt es nicht!)
Abg. Riepl: Ihre frühere, die Frau Gehrer, ist dafür verantwortlich!
werden, wie das sein sollte. Da liegt, Herr Kollege Höbart, in erster Linie die Verantwortung bei den Eltern und bei den Lehrerinnen und Lehrern. Wenn Sie das schon auf die politische Ebene heben, dann muss ich sagen: Dafür ist die Frau Unterrichtsministerin verantwortlich und nicht der Herr Wirtschaftsminister! Also da war die Adresse auch nicht ganz korrekt. (Abg. Riepl: Ihre frühere, die Frau Gehrer, ist dafür verantwortlich!)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Im Gegenteil: Der Herr Bundesminister Mittlerlehner hat, was sein Ressort – im Speziellen den Bereich Familie – betrifft, sehr umfangreiche und auch treffsichere Wirkungsziele formuliert. Dabei geht es zum einen um den Lastenausgleich zwischen unterhaltspflichtigen und kinderlosen Personen. Da geht es aber vor allem auch darum, für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu sorgen, was gerade für junge Familien ganz essenziell und von großer Bedeutung ist. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.).
Beifall bei der ÖVP.
Im Regelfall beziehen ja die Eltern die Familienbeihilfe. In Summe ist das für 1,8 Millionen Kinder relevant. In Bezug auf das neue Modell werden es in Zukunft 270 000 junge Erwachsene sein, die die Möglichkeit haben, die Familienbeihilfe direkt zu beziehen. Voraussetzung dafür ist ein Überweisungsantrag beim zuständigen Finanzamt; dieser kann sehr schnell und unbürokratisch organisiert werde. Ich denke, das ist eine gute Möglichkeit, um gerade auch für junge Erwachsene den Eintritt in ein selbstständiges Leben seitens der Politik zu unterstützen. Danke, Herr Minister! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Dieser Alltag kann bewerkstelligt werden und kann verändert werden, und zwar im Hier und Jetzt. Die Floskel, die man immer wieder hört – Kinder und Jugend sind die Zukunft –, ist meiner Ansicht nach eine ausschließlich politische Floskel, weil ich davon überzeugt bin, dass es darum geht, in der Gegenwart, im Hier und Jetzt, Politik für Kinder und Jugendliche zu betreiben, damit es dann, in der Zukunft, nachhaltig ist und damit es eine nachhaltige Entwicklung für Kinder und Jugendliche gibt. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Lueger.
Ich muss Ihnen sagen, jetzt, nach fast zwei Jahren, bin ich froh und eigentlich stolz darauf, damals diese politische Entscheidung getroffen und dieses Kinderrechtegesetz nicht unterstützt zu haben. (Zwischenruf der Abg. Lueger.) Dieses Kinderrechtegesetz, dieses Bundesverfassungsgesetz hat nämlich bis dato kein einziges Kind geschützt, hat bis dato keinem einzigen Kind, keinem einzigen Jugendlichen, keiner einzigen Jugendlichen geholfen. Und wieso? – Weil es, im Unterschied zur Kinderrechtekonvention, nicht alle Kinder schützt und die Rechte auch nicht für alle Kinder implementiert! Das Bundesverfassungsgesetz sieht nicht für alle Kinder die gleichen Rechte vor. Das Bundesverfassungsgesetz sieht nicht vor, dass es begleitende Maßnahmen gibt, dass es ein Monitoring gibt, es sind keine Kontrollen vorgesehen, und das bis dato, bis jetzt.
Beifall bei den Grünen.
Die negativen Punkte erspare ich mir, weil sie all das bestätigen, was die Grünen seit Jahren dazu sagen. Aber was das Wichtigste ist, nämlich über alle Parteigrenzen hinweg: Das Wichtigste ist die Umsetzung, die mögliche Umsetzung der Empfehlungen! Da ist zum Kinderrechtegesetz im Bundesverfassungsrang ganz klar zu lesen: Zurücknehmen der Einschränkungen Artikel 13, 15 und 17. Jedes Kind hat in Österreich die gleichen Rechte, unabhängig davon, woher es kommt. Genau das sagt jetzt auch die UNO, und genau das muss auch geändert werden! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Dafür möchte ich auch, keine Frage, dem Minister danken. Dafür gibt es auch im nächsten Jahr Gelder. Meine Bitte ist, dass dieses Gemeinsame, die Partizipation gerade der Kinderrechte-Organisationen weitergeführt wird, dass dieser Monitoring-Ausschuss tatsächlich unabhängig ist und tatsächlich finanziell nachhaltig abgesichert wird, denn nur so kann gewährleistet werden, dass die Kinderrechte im Bundes-Verfassungsgesetz auch tatsächlich ernst genommen werden. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordnete Mag. Gisela Wurm (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! In Ihrem Budgetansatz Familie haben Sie, Herr Bundesminister, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verankert und verschiedene Maßnahmen beziehungsweise Indikatoren dazu aufgestellt. Ich stimme mit Ihnen überein, wenn Sie sagen: Es ist wichtig und notwendig, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu garantieren, dass die Männer, die Väter vermehrt die Karenz in Anspruch nehmen. Hier würde ich Sie auch bitten, die Kampagne der Frauenministerin zu unterstützen; ich habe es gestern schon einmal gezeigt: „Echte Männer gehen in Karenz“. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Auch für die Geburtenrate hätte das gute Auswirkungen – auch das ist bei Ihren Ansätzen erkennbar, dass es Ihnen ein Anliegen ist, die Geburtenrate zu erhöhen, nämlich von 1,44 in die Höhe zu bringen auf über 1,6. Überall dort, wo die Geburtenrate höher als in Österreich ist, ist die Vereinbarkeit zwischen Beruf und Familie gegeben. Das ist ein ganz wichtiger, ein zentraler Punkt in diesen Bereichen. (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Beifall bei der SPÖ.
Einen anderen Punkt möchte ich Ihnen noch mit auf den Weg geben: Vergessen Sie nicht, dass es gut war, sich im öffentlichen Bereich auf die freiwillige Quote bei den Aufsichtsrätinnen zu einigen! Wenn wir das auch im privaten Bereich schaffen, wenn wir hier Kommissarin Reding und unsere Frauenministerin unterstützen, täte es der Wirtschaft und uns allen gut, auch dort für eine verpflichtende Quote für Aufsichtsrätinnen einzutreten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich glaube, das ist der komplett falsche Weg. Das kann man wirklich steigern! Hier kann man jungen Menschen einen Lehrberuf verschaffen, die Wirtschaft braucht ihn. Ich glaube, das ist ein Paradefall dafür, dass man viel mehr auf die Unternehmer, die hier die Wirtschaft fördern wollen, hören sollte. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Schickhofer: Na endlich erkennen Sie das einmal! Das ist super, dass Sie das analysieren ...!
Diese Situation belastet selbstverständlich auch die heimischen Zulieferer. Wir haben ... (Abg. Mag. Schickhofer: Na endlich erkennen Sie das einmal! Das ist super, dass Sie das analysieren ...!) – Da schau her, ein Zwischenruf von der SPÖ! (Abg. Mag. Schickhofer: ... dass der gesamteuropäische Markt total relevant für uns ist! – Weitere Zwischenrufe.) Na, das ist jetzt natürlich ein günstiger Zwischenruf! Wer sitzt denn in der Regierung, Herr Kollege? – Sie haben schon recht: Wenn das BZÖ in der Regierung wäre, würden wir jetzt schon aktiv werden! (Abg. Mag. Schickhofer: Darum setzen wir die Maßnahmen ...! – Weitere Zwischenrufe.) Das hat er gesehen, ja. (Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung des Abg. Mag. Schickhofer –: Ein Zwischenruf ist kurz, Herr Kollege, kein Koreferat! Was im Renner-Institut ...!)
Abg. Mag. Schickhofer: ... dass der gesamteuropäische Markt total relevant für uns ist! – Weitere Zwischenrufe.
Diese Situation belastet selbstverständlich auch die heimischen Zulieferer. Wir haben ... (Abg. Mag. Schickhofer: Na endlich erkennen Sie das einmal! Das ist super, dass Sie das analysieren ...!) – Da schau her, ein Zwischenruf von der SPÖ! (Abg. Mag. Schickhofer: ... dass der gesamteuropäische Markt total relevant für uns ist! – Weitere Zwischenrufe.) Na, das ist jetzt natürlich ein günstiger Zwischenruf! Wer sitzt denn in der Regierung, Herr Kollege? – Sie haben schon recht: Wenn das BZÖ in der Regierung wäre, würden wir jetzt schon aktiv werden! (Abg. Mag. Schickhofer: Darum setzen wir die Maßnahmen ...! – Weitere Zwischenrufe.) Das hat er gesehen, ja. (Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung des Abg. Mag. Schickhofer –: Ein Zwischenruf ist kurz, Herr Kollege, kein Koreferat! Was im Renner-Institut ...!)
Abg. Mag. Schickhofer: Darum setzen wir die Maßnahmen ...! – Weitere Zwischenrufe.
Diese Situation belastet selbstverständlich auch die heimischen Zulieferer. Wir haben ... (Abg. Mag. Schickhofer: Na endlich erkennen Sie das einmal! Das ist super, dass Sie das analysieren ...!) – Da schau her, ein Zwischenruf von der SPÖ! (Abg. Mag. Schickhofer: ... dass der gesamteuropäische Markt total relevant für uns ist! – Weitere Zwischenrufe.) Na, das ist jetzt natürlich ein günstiger Zwischenruf! Wer sitzt denn in der Regierung, Herr Kollege? – Sie haben schon recht: Wenn das BZÖ in der Regierung wäre, würden wir jetzt schon aktiv werden! (Abg. Mag. Schickhofer: Darum setzen wir die Maßnahmen ...! – Weitere Zwischenrufe.) Das hat er gesehen, ja. (Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung des Abg. Mag. Schickhofer –: Ein Zwischenruf ist kurz, Herr Kollege, kein Koreferat! Was im Renner-Institut ...!)
Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung des Abg. Mag. Schickhofer –: Ein Zwischenruf ist kurz, Herr Kollege, kein Koreferat! Was im Renner-Institut ...!
Diese Situation belastet selbstverständlich auch die heimischen Zulieferer. Wir haben ... (Abg. Mag. Schickhofer: Na endlich erkennen Sie das einmal! Das ist super, dass Sie das analysieren ...!) – Da schau her, ein Zwischenruf von der SPÖ! (Abg. Mag. Schickhofer: ... dass der gesamteuropäische Markt total relevant für uns ist! – Weitere Zwischenrufe.) Na, das ist jetzt natürlich ein günstiger Zwischenruf! Wer sitzt denn in der Regierung, Herr Kollege? – Sie haben schon recht: Wenn das BZÖ in der Regierung wäre, würden wir jetzt schon aktiv werden! (Abg. Mag. Schickhofer: Darum setzen wir die Maßnahmen ...! – Weitere Zwischenrufe.) Das hat er gesehen, ja. (Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung des Abg. Mag. Schickhofer –: Ein Zwischenruf ist kurz, Herr Kollege, kein Koreferat! Was im Renner-Institut ...!)
Abg. Mag. Gaßner: Na endlich!
Da muss man natürlich auch Antworten geben. Eine Investitionsprämie wurde debattiert, es gab sie nicht. Aber es gibt auch sonst noch einiges zu tun, und jetzt darf ich auf die Ausführungen des Herrn Ministers eingehen (Abg. Mag. Gaßner: Na endlich!), der von uns auch Zuspruch hat bei Vorschlägen, die wir unterstützen. Am 23. Jänner präsentierte er gemeinsam mit der Justizministerin die Beweislastumkehr bei den Energieversorgern. (Abg. Ing. Westenthaler: Wo ist die, Herr Minister?) Na, das wäre ein Akt, der natürlich den österreichischen Bürgern zugutekommen würde.
Abg. Ing. Westenthaler: Wo ist die, Herr Minister?
Da muss man natürlich auch Antworten geben. Eine Investitionsprämie wurde debattiert, es gab sie nicht. Aber es gibt auch sonst noch einiges zu tun, und jetzt darf ich auf die Ausführungen des Herrn Ministers eingehen (Abg. Mag. Gaßner: Na endlich!), der von uns auch Zuspruch hat bei Vorschlägen, die wir unterstützen. Am 23. Jänner präsentierte er gemeinsam mit der Justizministerin die Beweislastumkehr bei den Energieversorgern. (Abg. Ing. Westenthaler: Wo ist die, Herr Minister?) Na, das wäre ein Akt, der natürlich den österreichischen Bürgern zugutekommen würde.
Beifall beim BZÖ.
Jetzt höre ich: Ein Justizausschuss grundsätzlich geplant, von der Tagesordnung genommen. – Herr Kollege, wo unterstützt man nun die österreichischen Bürger? Rot und Schwarz streichen das von der Tagesordnung! Es kommt nicht, ist verschoben auf den Sankt-Nimmerleins-Tag, unter dem Vorwand, dass man das noch auswerten wollte. Da leistest du mit deiner Partei den österreichischen Bürgern keinen guten Dienst! Und da solltest du, statt Zwischenrufe zu tätigen, vielleicht einmal in den eigenen Reihen für ein Umdenken sorgen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich glaube, es ist längst an der Zeit, dass das in Recht umgesetzt wird und damit jenen das Handwerk gelegt wird, die die österreichischen Bürger unnötigerweise belasten. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Großruck: Jetzt kommt wieder Sachlichkeit hinein!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Hörl. 2 Minuten. – Bitte. (Abg. Großruck: Jetzt kommt wieder Sachlichkeit hinein!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Schickhofer.
Abgeordneter Franz Hörl (ÖVP): Sehr geehrter Präsident! Herr Bundesminister! Kollege Windholz, das ist großartig, was ich von Ihnen gerade gehört habe: Sie betonen die Wichtigkeit des europäischen Marktes für die automotive Zulieferindustrie. Wenn Sie das vielleicht Ihrem Parteiobmann und dann auch vielleicht noch Herrn Kollegen Strache sagen würden, denn ihre Schrebergartenpolitik, uns abzuschotten, läuft dem zuwider! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Schickhofer.)
Abg. Mag. Stefan: ... unserer Exporte gehen nach Deutschland, daher brauchen wir Abschottung gegenüber Deutschland! Das ist ein Argument, das höre ich immer wieder gern!
Sie haben vollkommen recht: 80 Prozent unserer Exporte gehen nach Deutschland – und Ihr gemeinsames Interesse ist es, möglichst die Grenzen dichtzumachen! Also, Herr Windholz, Sie haben meine volle Unterstützung: Wenn Sie vielleicht Seppi Bucher hier auch etwas schulen wollen, dann werde ich Sie gerne unterstützen. (Abg. Mag. Stefan: ... unserer Exporte gehen nach Deutschland, daher brauchen wir Abschottung gegenüber Deutschland! Das ist ein Argument, das höre ich immer wieder gern!)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Sehr geehrter Herr Minister! Lieber Herr Exportminister! Ich danke Ihnen dafür, dass Sie zu unserem Export auch so stehen, und zwar auch in Zahlen. Ich sehe, dass bei „go-international“ keine Kürzungen stattfinden, auch im Tourismus relativ wenige Kürzungen erfolgen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Jeder sechste Arbeitsplatz in diesem Land ist vom Tourismus abhängig. Heben wir die Wertschöpfung des Wintertourismus hervor! (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) Mir wurden gerade Bilder vom Hintertuxer Gletscher geschickt, Herr Minister, Frau Gisela Wurm, es ist großartig dort, Schnee, alles bestens. Wir haben 5,6 Milliarden € Wertschöpfung, 75 000 Mitarbeiter im Tourismus. Wenn ich mir die Österreichischen
Beifall und Zwischenrufe bei der ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: Das war ein Feuerwerk!
Herr Bundesminister! Alles in allem: Machen Sie weiter so. Der österreichische Tourismus dankt es Ihnen – alles großartig. (Beifall und Zwischenrufe bei der ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: Das war ein Feuerwerk!)
Abg. Mag. Wurm: Was? – Ruf bei der SPÖ: Gehen in Karenz!
Abgeordnete Edith Mühlberghuber (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Ich möchte ganz kurz auf Frau Wurm und die Kampagne: Echte Männer gehen nicht in Karenz!, zurückkommen. (Abg. Mag. Wurm: Was? – Ruf bei der SPÖ: Gehen in Karenz!) Also für uns sind alle Männer echt. Ich weiß nicht, ob es in Ihren Reihen einige unechte und einige echte Männer gibt, aber bei uns sind alle Männer echt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Edith Mühlberghuber (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Ich möchte ganz kurz auf Frau Wurm und die Kampagne: Echte Männer gehen nicht in Karenz!, zurückkommen. (Abg. Mag. Wurm: Was? – Ruf bei der SPÖ: Gehen in Karenz!) Also für uns sind alle Männer echt. Ich weiß nicht, ob es in Ihren Reihen einige unechte und einige echte Männer gibt, aber bei uns sind alle Männer echt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
An etwa 5 000 ausländische Familienbeihilfenbezieher, die ihren Wohnsitz nicht in Österreich haben, fließen Gelder in dreistelliger Millionenhöhe. Herr Bundesminister! Die österreichischen Familien verstehen die hohen Zahlungen nicht, die ins Ausland fließen, zum Beispiel nach Rumänien, nach Polen, nach Ungarn, in die Slowakei und so weiter und so fort. Nebenbei wird bei den österreichischen Familien gespart, die Familienbeihilfe ist schon seit über zehn Jahren nicht an die Inflation angepasst worden, und genauso das Kinderbetreuungsgeld. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Marek: Rechnen ist nicht Ihre Stärke, oder?
Danke schön. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Marek: Rechnen ist nicht Ihre Stärke, oder?)
Abg. Mühlberghuber: Das habe ich nicht gesagt!
Abgeordnete Mag. Gisela Wurm (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Abgeordnete Mühlberghuber hat gerade behauptet, ich hätte in meinem Redebeitrag gesagt: Echte Männer gehen nicht in Karenz. (Abg. Mühlberghuber: Das habe ich nicht gesagt!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der FPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt könnten wir alle eine persönliche Erwiderung machen! Jeder Mann!
Ich berichtige tatsächlich: „Echte Männer gehen in Karenz“. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der FPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt könnten wir alle eine persönliche Erwiderung machen! Jeder Mann!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Liebe Frau Kollegin! Ich wollte nur anfügen, dass wir, was Männer betrifft, ein bisschen wählerischer sind, aber trotzdem alle Männer herzlich einladen, an einer wichtigen Lebensphase ihres Kindes teilzuhaben. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Ich habe keinen echten Mann gefunden bei der SPÖ!
In diesem Sinne gibt es zwei sehr gute Kampagnen. Eine Kampagne, die Kollegin Wurm schon erwähnt hat, ist jene von unserer Frauenministerin, die andere ist von der Wiener Frauenstadträtin, nämlich die Kampagne „4 Wände 4 Hände“. Wir hoffen doch sehr, dass sich ein Bewusstseinswandel entwickelt, wobei es eigentlich nur Gewinner geben könnte, nämlich die Väter, die Kinder, die Mütter. (Ruf bei der FPÖ: Ich habe keinen echten Mann gefunden bei der SPÖ!)
Beifall bei der SPÖ.
Stichwort Direktauszahlung der Familienbeihilfe: Das halte ich auch für einen sehr wichtigen und richtigen Schritt und würde mich sehr freuen, wenn wir etwas weiterbringen könnten und es bald möglich wäre, dass die Familienbeihilfe an Studierende, also an junge Erwachsene direkt ausgezahlt werden könnte, weil im derzeitigen System der Studienförderung die Familienförderung de facto eine wesentliche Säule der Studienförderung und damit ein wichtiges Element zur Finanzierung des Lebensunterhalts von Studierenden ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Lichtenecker –: Ruperta, geh weiter!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Dr. Lichtenecker. 7 Minuten Redezeit. – Bitte. (Ruf bei der ÖVP – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Lichtenecker –: Ruperta, geh weiter!)
Beifall bei den Grünen.
Zu den Ein-Personen-Unternehmungen, Kleinstunternehmungen: Herr Minister! Es sind durchaus einige interessante Verbesserungen auf den Weg gebracht worden. Dennoch glaube ich, dass die großen Baustellen bestehen bleiben, und es erfordert auch den vollen Einsatz, weiterzuarbeiten, und das bedeutet nichts anderes als beispielsweise die Mindestbeitragsgrundlage bei der Krankenversicherung zu reduzieren, die Selbstbehalte bei den Ärzten abzuschaffen und auch leistbare Arbeitslosenversicherungsmodelle für Ein-Personen-Unternehmungen zu schaffen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Marek: Er steht da hinten! – Präsident Dr. Graf: Er ist um die Ecke!
Herr Minister, seit einigen Wochen ist ein sehr bekanntes Beispiel in den Medien publik, das Ihnen sicherlich auch vertraut ist, das Beispiel der Schuhwerkstatt im Waldviertel, die ein Finanzierungsmodell gewählt hat … – Haben wir keinen Minister mehr? Ist er entschwunden? (Abg. Marek: Er steht da hinten! – Präsident Dr. Graf: Er ist um die Ecke!) – Um die Ecke? – Na hoffentlich bringt das Ums-Eck-Gehen Licht ins Dunkel dieses Finanzierungsmodells. (Bundesminister Dr. Mitterlehner: Ich bin da!)
Bundesminister Dr. Mitterlehner: Ich bin da!
Herr Minister, seit einigen Wochen ist ein sehr bekanntes Beispiel in den Medien publik, das Ihnen sicherlich auch vertraut ist, das Beispiel der Schuhwerkstatt im Waldviertel, die ein Finanzierungsmodell gewählt hat … – Haben wir keinen Minister mehr? Ist er entschwunden? (Abg. Marek: Er steht da hinten! – Präsident Dr. Graf: Er ist um die Ecke!) – Um die Ecke? – Na hoffentlich bringt das Ums-Eck-Gehen Licht ins Dunkel dieses Finanzierungsmodells. (Bundesminister Dr. Mitterlehner: Ich bin da!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Öllinger: Und ohne Banken!
auch in strukturschwachen Regionen, einsetzen, dafür, dass innovative Finanzierungsmodelle mit Bürgerbeteiligung gefunden werden, die rechtssicher sind, günstig in der Abwicklung und administrativ einfach. Das ist jetzt eine zentrale Herausforderung. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Öllinger: Und ohne Banken!) – Der Kollege ergänzt: ohne Einbindung der Banken.
Beifall bei den Grünen.
Abschließend, Herr Minister, ein indirekter Bezug zum Budget: Vergangenes Jahr hat es im Juni hier einen gemeinsamen und einstimmigen Entschließungsantrag zum Energieeffizienzgesetz gegeben, dass es notwendig ist, dass es bis Juli dieses Jahres vorliegt. Jetzt haben wir beinahe ein halbes Jahr später, und wir haben noch immer keines. Es ist also längst an der Zeit, die Energiewende mit einem guten, fundierten Energieeffizienzgesetz voranzutreiben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Josef Lettenbichler (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Hohes Haus! In den vergangenen Tagen wurde ja von dieser Stelle aus schon mehrmals – und das völlig zu Recht – auf die guten Wirtschafts- und Beschäftigungszahlen in Österreich hingewiesen. Wir haben europaweit die niedrigsten Arbeitslosenzahlen. Unsere Wirtschaft und Industrie entwickelt sich im Vergleich zum restlichen Europa dynamischer, und auch der von uns beschrittene Budgetpfad ist richtig, wichtig und schafft Vertrauen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Gaßner: Na so was!
Umso mehr ist es abzulehnen – und immer wieder ertönt ja dieser Ruf –, neue Belastungen für die heimische Wirtschaft einfordern zu wollen. Dagegen sprechen wir uns vehement aus. Schauen Sie sich doch um in Europa, öffnen Sie die Augen! Blicken wir nach Frankreich, das die zweitgrößte Volkswirtschaft Europas ist: Was sich dort zuträgt, ist ein regelrechtes Jammerspiel. Dort führte die sozialistische Regierung mit einem sogenannten Reformpaket ein regelrechtes Unternehmer- und Unternehmensvertreibungspaket ein. So wurde eine Sonderabgabe zur Vermögensteuer beschlossen, Steuererhöhungen für Spitzenverdiener und Großunternehmer werden eingeführt, und die sogenannte soziale Mehrwertsteuer zur Entlastung der Betriebe, die eigentlich ursprünglich eingeführt werden sollte, wurde wieder fallen gelassen. (Abg. Mag. Gaßner: Na so was!)
Ruf bei der SPÖ: Besprechen wir jetzt das österreichische Budget oder das französische?
Meine Damen und Herren! Dem ist wohl nichts hinzuzufügen. Seit Präsident Hollande angetreten ist, verzeichnet man in Frankreich einen dramatischen Anstieg der Arbeitslosigkeit, und mehrere Großkonzerne haben bereits Werkschließungen angekündigt. Ende Oktober richteten deshalb die Chefs der 98 größten Unternehmen Frankreichs einen Appell an die linke Politspitze und forderten unter anderem eine radikale Senkung der Lohnsteuer zur Rettung der Wettbewerbsfähigkeit. In Frankreich droht eine regelrechte Entindustrialisierung, verbunden mit dem Verlust von Zehntausenden Arbeitsplätzen. (Ruf bei der SPÖ: Besprechen wir jetzt das österreichische Budget oder das französische?)
Beifall bei der ÖVP.
Daher: Lassen wir bitte die Finger davon, und machen wir nicht dieselben Fehler wie in Frankreich! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Ich möchte den Damen und Herren hier auch den Leitfaden zur Kenntnis bringen, den Kurzleitfaden mit 21 Seiten zum Thema Zuverdienstgrenze. Da muss unter anderem angegeben werden, ob der Bezieher einen Garagenplatz oder Essensmarken bekommt. Das sind nur ein paar Schmankerln, die ich mir herausgepickt habe. Das ist viel zu kompliziert. Da muss es unbedingt zu einer Änderung respektive, wie von uns gefordert, zu einer Abschaffung der Zuverdienstgrenze kommen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Zum Jugendschutzgesetz möchte ich noch sagen: Sie sind nicht direkt zuständig, das ist schon richtig, weil das Länderkompetenz ist. Sie sind jedoch indirekt zuständig, und da darf ich schon noch an Sie appellieren, da hauptsächlich Ihre Landesfürsten, die schwarzen und auch die roten, beim Jugendschutzgesetz blockieren. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich möchte jetzt einen weiteren Antrag einbringen, der die Verbesserung der Pflegefreistellung betrifft, der eine Erleichterung und massive Verbesserung vor allem auch für Mehrkindfamilien darstellen würde. Pflegetage sollen nicht pro Arbeitnehmer, sondern pro Kind gewährt werden, wie wir das hier fordern. Wir fordern auch, dass die Pflegefreistellung auch für jenen Elternteil möglich wird, der nicht im gleichen Haushalt wohnt. Das wäre auch eine Entlastung der AlleinerzieherInnen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Gaßner: Ein Sechs-Parteien-Antrag?
Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir haben ja gestern gesehen, dass es durchaus möglich ist, etwas Konstruktives zu tun. Kollege Westenthaler hat einen Sechs-Parteien-Antrag eingebracht, der heute zur Abstimmung gelangt. Alle Parteien haben ihre Zustimmung zu diesem Antrag zugesagt, in dem es um die tägliche Turnstunde geht. (Abg. Mag. Gaßner: Ein Sechs-Parteien-Antrag?) – Ja, es ist ein Sechsparteienantrag, Herr Kollege Gaßner. Ich würde mich freuen, wenn dieser von mir eingebrachte Antrag heute auch die Zustimmung aller Fraktionen im Hohen Hause finden würde. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir haben ja gestern gesehen, dass es durchaus möglich ist, etwas Konstruktives zu tun. Kollege Westenthaler hat einen Sechs-Parteien-Antrag eingebracht, der heute zur Abstimmung gelangt. Alle Parteien haben ihre Zustimmung zu diesem Antrag zugesagt, in dem es um die tägliche Turnstunde geht. (Abg. Mag. Gaßner: Ein Sechs-Parteien-Antrag?) – Ja, es ist ein Sechsparteienantrag, Herr Kollege Gaßner. Ich würde mich freuen, wenn dieser von mir eingebrachte Antrag heute auch die Zustimmung aller Fraktionen im Hohen Hause finden würde. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Bei dieser Gelegenheit bedanke ich mich bei allen KindergartenpädagogInnen, die bereits jetzt hervorragende Arbeit leisten. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Mathias Venier (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Ich muss Ihnen ganz offen sagen, es macht keinen Sinn, hier über einzelne Zahlen des Bundeshaushaltes zu diskutieren, wenn die Grundrichtung desselben nicht stimmt. Im Idealfall wäre die Grundrichtung nämlich so, dass wir kurz- oder mittelfristig einen ausgeglichenen Haushalt bekommen und mittel- und langfristig einen Abbau der Schulden erreichen. Das allein würde den Familien in unserem Land nützen, und das würde auch der Jugend in unserem Land noch viel mehr nützen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Anstatt also mit einer Hetzkampagne gegen Menschen vorzugehen, die sich in Österreich einen gewissen Lebensstandard erarbeitet haben, und mit dem ständigen Ruf nach neuen Steuern, Reichensteuern den Standort Österreich nachhaltig zu schädigen, sollten wir uns lieber darauf konzentrieren, wie wir die vorhandenen Geldmittel, die vorhandenen Budgetmittel sinnvoll verteilen können abzüglich der Posten, die für die Kernaufgaben des Staates vorgesehen sind, die da wären: die innere und äußere Sicherheit, Bildung, das Justizsystem und die Vertretung nach außen. Das wäre Aufgabe einer nachhaltigen Politik. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Anstatt immer mehr Geld für neue Förderungen und soziale Transferzahlungen auszugeben, sollten wir uns eher darauf konzentrieren, diese abzubauen. Diese rein konsumtiven Aufgaben und Ausgaben, die wir tätigen, haben keinen Gegenwert verglichen mit einer Infrastrukturmaßnahme, bei der wir tatsächlich einen Gegenwert haben. So haben wir beispielsweise den Pensionszuschuss aus dem Budget – eine rein konsumtive Ausgabe, mit der wir keinen Gegenwert erhalten. Noch schlimmer ist es, wenn dieser Budgetteil immer größer wird und dazu Mittel verwendet werden, die wir nicht einmal haben und daher aufnehmen müssen. Das ist in meinen Augen unseriös! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Und anstatt immer mehr junge Menschen in diesem Land durch einen überbordenden Bevormundungs- und Wohlfahrtsstaat zu Bequemlichkeit und auch zu Anspruchsdenken zu veranlassen (Zwischenrufe bei der SPÖ), wäre es wichtig, genau diese Transfers und diese Sozialleistungen abzubauen und damit die Eigenverantwortung der eigenen Bürger und der Jungen wieder zu fördern. Das würde Kreativität und Innovationsgeist zurückbringen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Matznetter: Das ist ja peinlich!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Matznetter: Das ist ja peinlich!
Und anstatt immer mehr junge Menschen in diesem Land durch einen überbordenden Bevormundungs- und Wohlfahrtsstaat zu Bequemlichkeit und auch zu Anspruchsdenken zu veranlassen (Zwischenrufe bei der SPÖ), wäre es wichtig, genau diese Transfers und diese Sozialleistungen abzubauen und damit die Eigenverantwortung der eigenen Bürger und der Jungen wieder zu fördern. Das würde Kreativität und Innovationsgeist zurückbringen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Matznetter: Das ist ja peinlich!)
Abg. Ablinger: Ungeheuerlich!
es zu etwas zu bringen, wie das beispielsweise in Korea, den USA oder in Australien möglich ist. (Abg. Ablinger: Ungeheuerlich!) So könnte das Budget ein positives Lenkungsinstrument darstellen.
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Freiheit geben, Wahlmöglichkeiten eröffnen, das muss das Ziel nachhaltiger Politik sein. Davon sind wir aber leider noch weit entfernt. (Beifall bei der FPÖ.)
Demonstrativer Beifall bei der FPÖ. – Oho-Rufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Thomas Einwallner (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Lieber Herr Kollege Venier, wenn nur der Anfang deiner Rede nicht gewesen wäre und der Schluss! Der Mittelteil hat ja aus meiner Sicht recht gut geklungen, wenn man die Opposition schon erwähnen muss. (Demonstrativer Beifall bei der FPÖ. – Oho-Rufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir wissen, dass die wirtschaftliche Situation in ganz Europa und international nicht einfach ist. Österreich steht im Vergleich im Großen und Ganzen sehr gut da. Wir verdanken das unseren Unternehmerinnen und Unternehmern und unseren Arbeitsnehmerinnen und -nehmern, die mit ihrem Fleiß die Arbeitsplätze sichern und schaffen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Dieses Miteinander von Unternehmern und Arbeitnehmern garantiert hohe Wettbewerbsfähigkeit, aber auch die konjunkturbelebenden Maßnahmen in diesem Budget sind dafür verantwortlich. Man denke daran, dass die Förderinitiative zur thermischen Sanierung für die kommenden Jahre 500 Millionen € zur Verfügung stellt, dass für die eben von der Bundesregierung beschlossene Jungunternehmeroffensive, die GmbH neu 60 Millionen € bereitgestellt werden. Das sind ganz, ganz wichtige Maßnahmen. Das reicht bis hin zur Forcierung von Unternehmensinvestitionen, zur konsequenten Umsetzung der Tourismusstrategie – Kollege Hörl und Co haben das ja schon ausgeführt – bis hin zur Förderung weiterer Betriebsansiedlungen. Das sind die Maßnahmen, die garantieren, dass wir unsere Nachwuchskräfte und das hohe Niveau halten, aber auch die Qualität unserer Lehre als Top-Ausbildung absichern können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich freue mich deshalb, Herr Minister, dass es dir gelungen ist, in diesem Budget diese wichtigen Maßnahmen vorzusehen. Für mich gilt das Motto: Früher investieren, statt später reparieren. Und das ist mit diesem Budget gewährleistet. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Bernhard Themessl (FPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Herr Bundesminister, Sie kennen sicherlich den Spruch: „Mach eine Faust, wenn du keine Finger hast!“ Wenn man Ihr Budget als Wirtschaftsminister anschaut, dann müsste man davon ausgehen, dass Sie eigentlich – bei uns würde man es landläufig so sagen – ein „armer Hund“ sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Bundesminister Dr. Mitterlehner: Danke!
Wirtschaft etwas zu erreichen. (Bundesminister Dr. Mitterlehner: Danke!) Was wollen Sie jedoch mit diesem Budget schon tun?
Bundesminister Dr. Mitterlehner: Lesen Sie weiter!
Jetzt zitiere ich Sie aus der aktuellen Auflage der Publikation der Industriellenvereinigung – die kennen Sie –, ein Interview mit Ihnen. Da antworten Sie auf die Frage: „Braucht Österreich ein neues Konjunkturprogramm?“ – „Mitterlehner: ‚Ein neues Konjunkturprogramm kann sich Österreich nicht leisten.‘“ – Und das in Zeiten von schlechter werdenden (Bundesminister Dr. Mitterlehner: Lesen Sie weiter!) – ja, ja, ich habe noch mehr für Sie – Wirtschaftsdaten, von steigender Arbeitslosigkeit und, und, und. Und Sie wissen genau, dass es ohne Investitionen speziell in schwieriger werdenden Zeiten nicht geht.
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Damit sind wir wieder genau bei dem Problem, das ich schon seit Jahren anspreche, dass nämlich die Wirtschaftspolitik nicht mehr vom Wirtschaftsminister gemacht wird und auch nicht mehr von dieser Bundesregierung, sondern von den Sozialpartnern. Ihnen gibt man ja vor seitens ÖGB, Arbeiterkammer und Wirtschaftskammer, was Sie zu tun haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich habe in den letzten vier Jahren immer wieder betont, dass es eine Todsünde dieser Regierung war, dass man das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit getrennt hat. Das lässt sich nicht trennen! Es gibt keine Arbeitsplätze ohne funktionierende Wirtschaft. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das alles haben Sie damals versprochen, und genau das Gegenteil ist eingetreten, weil Sie – nicht Sie persönlich, Sie sind nicht selber schuld, sondern Ihr Partner im Arbeitsministerium – die vollkommen falschen Maßnahmen setzen und 230 Millionen € an Budgetmitteln für die sogenannte überbetriebliche Lehrausbildung zu Verfügung stellen, wodurch überhaupt keine duale Lehrausbildung gewährleistet ist. Das wissen alle, die hier herinnen sitzen und wenigstens einmal einen Tag in der normalen Wirtschaft gearbeitet haben. Das wissen Sie! (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Sind wir ja auch!
Dann noch etwas zu einem meiner Vorredner, Herr Lettenbichler war es, glaube ich: Da kommen Sie alle raus – ich glaube, Sie waren schon der 50. von den Regierungsparteien – und sagen: Super, wir sind die Besten in Europa (Ruf bei der ÖVP: Sind wir ja auch!), wir haben die besten Zahlen!, und, und, und.
Abg Kopf: Was ist das? Sind das die volkswirtschaftlichen Daten oder die Umfragen?
Davon abgesehen, dass Sie tricksen – das wissen Sie ohnehin –: Wie erklären Sie sich dann, dass Österreich im Wettbewerbsranking von Platz 18 im Jahr 2011 auf Platz 21 abgerutscht ist? (Abg Kopf: Was ist das? Sind das die volkswirtschaftlichen Daten oder die Umfragen?) Wissen Sie, wo Österreich vor fünf Jahren war? – Da waren wir auf Platz 11.
Beifall bei der FPÖ.
Na gratuliere! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Sie sprechen die Lehrstellenfrage immer wieder an: Sie müssen beim Lehrstellenproblem etwas anderes erkennen, und deswegen macht es mich fast besorgt, weil Sie immer den Blum-Bonus zitieren. Der Blum-Bonus war – zum hundertsten Mal – darauf ausgerichtet, zusätzliche Lehrstellen mit Förderungen zu schaffen. Jetzt haben wir genau das umgekehrte Problem: Man findet nicht mehr genug Lehrlinge. Wir haben eine Lehrstellenlücke. Man hat in einigen Bundesländern, beispielsweise jetzt auch in Oberösterreich – das war früher in Salzburg im Tourismusbereich immer so –, einen Überhang an offenen Lehrstellen. Das Problem hat sich also quantitativ verkehrt. Das sollten Sie bei der nächsten Rede vielleicht aufnehmen! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Themessl: Wir waren schon auf 14!
Herr Abgeordneter, ich finde es schon langsam fad, dass man die wirtschaftlichen Daten nicht bewertet – da kann man Einsicht nehmen –, aber auch die Rankings. Sie zitieren da immer ein Ranking. Haben Sie das letzte vom World Economic Forum auch gelesen? Da haben wir von 19 einen kleinen Schritt auf 16 gemacht, um in Ihrer Diktion zu bleiben. (Abg. Themessl: Wir waren schon auf 14!) Das ist eine Tendenz nach vorne. Das sehe ich insgesamt wie? – Positiv!
Ruf bei der FPÖ: Und wo bleibt die Qualitätssicherung?
Damit komme ich auch zu den Lehrlingen: Wir haben, was die Lehrlinge anbelangt, schon die Situation, dass wir insgesamt nicht weniger ausgeben. Gemeinsam mit dem, was auch Kollege Hundstorfer im Budget hat, haben wir 330 Millionen €. Wir haben nicht die Basisförderung eingeschränkt. Diese beträgt nach wie vor 120 Millionen €. (Ruf bei der FPÖ: Und wo bleibt die Qualitätssicherung?) Die qualitätsbezogene Förderung beträgt 40 Millionen €. Daher gilt der Vorwurf – der ist von jemand anderem gekommen –, wir würden da kürzen, nicht; es wird nur die Qualität anders ausgerichtet und auch abgewickelt.
Abg. Dr. Pirklhuber: Zu Recht!
Frau Kollegin Lichtenecker! Viele haben wahrscheinlich die Mails vom Herrn Staudinger bekommen, und viele haben Sympathien für den Herrn Staudinger. (Abg. Dr. Pirklhuber: Zu Recht!) – Zu Recht, das ist völlig in Ordnung; er ist wirklich ein tüchtiger Unternehmer. Aber glauben Sie nicht auch, selbst wenn Sie berechtigte Probleme bei den Banken, Probleme in Griechenland oder sonst irgendwo skizzieren, dass das doch nicht dazu berechtigen kann, dass Sie eine Art Wilden Westen konstruieren (Abg. Dr. Pirklhuber: Wo ist der Wilde Westen?), oder ein „Wildes Waldviertel“, nach dem Motto: Ich mache das, was ich möchte. Jetzt nenne ich Ihnen genau den mittleren Weg, den es gäbe: Es wäre natürlich auch möglich, mit einem privaten Sparmodell, mit Beteiligungsmodellen eine rechtskonforme Lösung zu erreichen. (Abg. Dr. Pirklhuber: Es liegt an den Banken!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Wo ist der Wilde Westen?
Frau Kollegin Lichtenecker! Viele haben wahrscheinlich die Mails vom Herrn Staudinger bekommen, und viele haben Sympathien für den Herrn Staudinger. (Abg. Dr. Pirklhuber: Zu Recht!) – Zu Recht, das ist völlig in Ordnung; er ist wirklich ein tüchtiger Unternehmer. Aber glauben Sie nicht auch, selbst wenn Sie berechtigte Probleme bei den Banken, Probleme in Griechenland oder sonst irgendwo skizzieren, dass das doch nicht dazu berechtigen kann, dass Sie eine Art Wilden Westen konstruieren (Abg. Dr. Pirklhuber: Wo ist der Wilde Westen?), oder ein „Wildes Waldviertel“, nach dem Motto: Ich mache das, was ich möchte. Jetzt nenne ich Ihnen genau den mittleren Weg, den es gäbe: Es wäre natürlich auch möglich, mit einem privaten Sparmodell, mit Beteiligungsmodellen eine rechtskonforme Lösung zu erreichen. (Abg. Dr. Pirklhuber: Es liegt an den Banken!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Es liegt an den Banken!
Frau Kollegin Lichtenecker! Viele haben wahrscheinlich die Mails vom Herrn Staudinger bekommen, und viele haben Sympathien für den Herrn Staudinger. (Abg. Dr. Pirklhuber: Zu Recht!) – Zu Recht, das ist völlig in Ordnung; er ist wirklich ein tüchtiger Unternehmer. Aber glauben Sie nicht auch, selbst wenn Sie berechtigte Probleme bei den Banken, Probleme in Griechenland oder sonst irgendwo skizzieren, dass das doch nicht dazu berechtigen kann, dass Sie eine Art Wilden Westen konstruieren (Abg. Dr. Pirklhuber: Wo ist der Wilde Westen?), oder ein „Wildes Waldviertel“, nach dem Motto: Ich mache das, was ich möchte. Jetzt nenne ich Ihnen genau den mittleren Weg, den es gäbe: Es wäre natürlich auch möglich, mit einem privaten Sparmodell, mit Beteiligungsmodellen eine rechtskonforme Lösung zu erreichen. (Abg. Dr. Pirklhuber: Es liegt an den Banken!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Die Banken machen, was sie wollen!
Aber wenn jemand hergeht und sagt, nein, nein, das kostet vielleicht Geld und ein Genossenschaftsmodell möchte ich nicht realisieren, und dann auf die Grundsatzfrage eingeht – ja, meine Damen und Herren, wenn jeder macht, was er will (Abg. Dr. Pirklhuber: Die Banken machen, was sie wollen!), mit dem subjektiven Anspruch, wir leiten das aus der Krise ab!, dann haben Sie keinen Rechtsstaat mehr, sondern dann haben Sie nackte Willkür. (Abg. Dr. Pirklhuber: Wer ist da willkürlich? – Die Banken!) Wollen Sie das? – Dann schlagen Sie es vor! Ich glaube, Ihre Linie geht eher in die andere Richtung, Sie wollen alles deckeln, nicht?, Mietpreise deckeln und anderes deckeln. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Wer ist da willkürlich? – Die Banken!
Aber wenn jemand hergeht und sagt, nein, nein, das kostet vielleicht Geld und ein Genossenschaftsmodell möchte ich nicht realisieren, und dann auf die Grundsatzfrage eingeht – ja, meine Damen und Herren, wenn jeder macht, was er will (Abg. Dr. Pirklhuber: Die Banken machen, was sie wollen!), mit dem subjektiven Anspruch, wir leiten das aus der Krise ab!, dann haben Sie keinen Rechtsstaat mehr, sondern dann haben Sie nackte Willkür. (Abg. Dr. Pirklhuber: Wer ist da willkürlich? – Die Banken!) Wollen Sie das? – Dann schlagen Sie es vor! Ich glaube, Ihre Linie geht eher in die andere Richtung, Sie wollen alles deckeln, nicht?, Mietpreise deckeln und anderes deckeln. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Aber wenn jemand hergeht und sagt, nein, nein, das kostet vielleicht Geld und ein Genossenschaftsmodell möchte ich nicht realisieren, und dann auf die Grundsatzfrage eingeht – ja, meine Damen und Herren, wenn jeder macht, was er will (Abg. Dr. Pirklhuber: Die Banken machen, was sie wollen!), mit dem subjektiven Anspruch, wir leiten das aus der Krise ab!, dann haben Sie keinen Rechtsstaat mehr, sondern dann haben Sie nackte Willkür. (Abg. Dr. Pirklhuber: Wer ist da willkürlich? – Die Banken!) Wollen Sie das? – Dann schlagen Sie es vor! Ich glaube, Ihre Linie geht eher in die andere Richtung, Sie wollen alles deckeln, nicht?, Mietpreise deckeln und anderes deckeln. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Öllinger: Der Wilde Westen spielt sich bei den Banken ab!
Meine Damen und Herren! Alles in allem, wenn Sie das betrachten, was die Wirtschaftsentwicklung anbelangt, finde ich, dass Österreich relativ gesehen sehr gut aufgestellt ist. Wir haben die Budgetmittel nicht gleichmäßig gekürzt, sondern auf die wesentlichen Schwerpunkte ausgerichtet. Ich bin daher sehr zuversichtlich, dass wir auch nächstes Jahr erfolgreich abschneiden werden. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Öllinger: Der Wilde Westen spielt sich bei den Banken ab!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Hornek.
Ich möchte dazu sagen: Der Kollege Venier ist noch sehr jung, aber er sollte einmal darüber nachdenken, wer diese Republik aufgebaut, wer für diese Republik gearbeitet hat. Diese Menschen beziehen heute eine Pension, mit der sie heute leben können. Ich glaube, das müssen wir voll anerkennen. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Hornek.)
Beifall bei der SPÖ.
In den letzten Jahren, Herr Bundesminister, ist viel passiert im Familienbereich, wir aber haben noch sehr viel zu tun. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Gaßner: „Frechheit“ kann kein Unwort sein!
†Präsident Mag. Dr. Martin Graf|: Herr Abgeordneter Lipitsch, Sie wissen, dass wir gewisse Begriffe einvernehmlich hier nicht verwenden und diese auch einen Ordnungsruf nach sich ziehen. Sie haben das nicht nur einmal getan, nämlich den Begriff „Frechheit“ in Richtung des Kollegen Venier und seiner Rede benutzt. (Abg. Mag. Gaßner: „Frechheit“ kann kein Unwort sein!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Gaßner: Können wir die Liste haben, wo „Frechheit“ drinsteht?
Ich bitte, Ihre Rede in Zukunft anderwärtig zu gestalten. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Gaßner: Können wir die Liste haben, wo „Frechheit“ drinsteht?)
Ruf bei der FPÖ: Ignorant!
Jetzt aber zum Budget, meine sehr geehrten Damen und Herren: Als FPÖ-Tourismussprecher sowie als Obmann des Tourismusausschusses ist es für mich – beim besten Willen – wirklich sehr, sehr schwer, an diesem Budget auch nur irgendetwas Positives zu finden. Mein Kollege Hörl, Tourismussprecher der ÖVP, hat sich ja über den Tourismus gar nichts zu sagen getraut. (Ruf bei der FPÖ: Ignorant!) Er hat ja den Herrn Wirtschaftsminister als Exportminister angesprochen, um nur ja das Thema Tourismus vermeiden zu können. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Er hat nichts zu sagen!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Er hat nichts zu sagen!
Jetzt aber zum Budget, meine sehr geehrten Damen und Herren: Als FPÖ-Tourismussprecher sowie als Obmann des Tourismusausschusses ist es für mich – beim besten Willen – wirklich sehr, sehr schwer, an diesem Budget auch nur irgendetwas Positives zu finden. Mein Kollege Hörl, Tourismussprecher der ÖVP, hat sich ja über den Tourismus gar nichts zu sagen getraut. (Ruf bei der FPÖ: Ignorant!) Er hat ja den Herrn Wirtschaftsminister als Exportminister angesprochen, um nur ja das Thema Tourismus vermeiden zu können. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Er hat nichts zu sagen!)
Abg. Hörl: Das habe ich schon gesagt! Das war mein geistiges Eigentum!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, die Tourismus- und Freizeitwirtschaft, diese für Österreich so wichtige Sparte mit 630 000 Arbeitsplätzen, 126 Millionen Nächtigungen, hat im Vorjahr direkt und indirekt 14,5 Prozent zum BIP beigetragen, jeden fünften Vollarbeitsplatz. (Abg. Hörl: Das habe ich schon gesagt! Das war mein geistiges Eigentum!) – Du hast gesagt, den sechsten, das stimmt nicht ganz, es ist sogar jeder fünfte. Der Tourismus ist die Wirtschaftssparte mit der größten Wohlstandsvermehrung, rettet jedes Jahr die Leistungsbilanz. Und als Dank dafür gibt es nichts als Belastungen und das jedes Jahr aufs Neue, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, die Tourismus- und Freizeitwirtschaft, diese für Österreich so wichtige Sparte mit 630 000 Arbeitsplätzen, 126 Millionen Nächtigungen, hat im Vorjahr direkt und indirekt 14,5 Prozent zum BIP beigetragen, jeden fünften Vollarbeitsplatz. (Abg. Hörl: Das habe ich schon gesagt! Das war mein geistiges Eigentum!) – Du hast gesagt, den sechsten, das stimmt nicht ganz, es ist sogar jeder fünfte. Der Tourismus ist die Wirtschaftssparte mit der größten Wohlstandsvermehrung, rettet jedes Jahr die Leistungsbilanz. Und als Dank dafür gibt es nichts als Belastungen und das jedes Jahr aufs Neue, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich erinnere nur an die Verschlechterungen der letzten Jahre bei den Anmeldevorschriften, bei der Barbewegungsverordnung, dazu kommt noch die Einführung der Ticketsteuer, die AMS-Manipulationsgebühr, die wirklich wirtschaftsfeindlich ist, die Abschaffung der Energiekostenrückvergütung, die Lohnnebenkostensteigerungen, die Abschreibungsdauern werden seit Jahren überhaupt nicht einmal mehr angeschaut, geschweige denn angepasst, die Mehrwertsteuer. – Das alles, Herr Bundesminister, das sind Themen, wo Sie säumig sind und wo es nur Verschlechterungen für die hart arbeitenden Menschen im Tourismus, für die Arbeitgeber und auch für die Arbeitnehmer, gegeben hat. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Jetzt, beim neuen Budget, kommt auch die Kürzung des Budgets für die österreichische Hotel- und Tourismusbank um 2 Millionen € dazu und auch noch die Kürzung des Budgets für die Österreich Werbung durch die Nichtabgeltung der Inflation. Das, Herr Wirtschaftsminister, ist wirklich nichts, worauf Sie stolz sein könnten. Ein ohnehin schon kleines Budget wird auch noch gewaltig beschnitten. Wie Sie die Budgetverhandlungen mit Ihrer Parteifreundin Fekter führen, das wage ich mir gar nicht vorzustellen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
kou, die Betriebskosten durch massive Gebührensteigerungen in die Höhe getrieben und damit das Wohnen verteuert hat und nun eine Mietpreisobergrenze fordert. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abschließend, sehr geehrte Damen und Herren, möchte ich sagen, dass es mich freut, dass die Gewerkschaft Bau-Holz laut einer Aussendung in der Schaffung von zusätzlichen Wohnungen und in der Umsetzung der thermischen Sanierung auch den richtigen Weg dahin gehend, Wohnen in Zukunft leistbar zu gestalten, sieht. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Bundesminister Dr. Mitterlehner: In manchen Bundesländern!
Herr Minister, Sie haben gerade auf unseren Vorschlag, doch in Richtung Blum-Bonus wieder etwas zu tun, als Einwand gebracht, dass es im Moment einen Lehrstellenüberhang gibt. (Bundesminister Dr. Mitterlehner: In manchen Bundesländern!) – In manchen Bundesländern. Das ist Ihre These. Jetzt stellen wir uns natürlich die Frage, warum dann noch immer 10 000 Jugendliche in überbetrieblichen Ausbildungszentren geparkt sind. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.) Also da fehlt mir jegliche Logik, Herr Wirtschaftsminister, wenn Sie von einem Lehrstellenüberhang sprechen, warum man zumindest einen Großteil dieser Jugendlichen nicht an diesen Lehrplätzen zum Einsatz bringen kann. Das sei nur so am Rande erwähnt.
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.
Herr Minister, Sie haben gerade auf unseren Vorschlag, doch in Richtung Blum-Bonus wieder etwas zu tun, als Einwand gebracht, dass es im Moment einen Lehrstellenüberhang gibt. (Bundesminister Dr. Mitterlehner: In manchen Bundesländern!) – In manchen Bundesländern. Das ist Ihre These. Jetzt stellen wir uns natürlich die Frage, warum dann noch immer 10 000 Jugendliche in überbetrieblichen Ausbildungszentren geparkt sind. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.) Also da fehlt mir jegliche Logik, Herr Wirtschaftsminister, wenn Sie von einem Lehrstellenüberhang sprechen, warum man zumindest einen Großteil dieser Jugendlichen nicht an diesen Lehrplätzen zum Einsatz bringen kann. Das sei nur so am Rande erwähnt.
Beifall bei der FPÖ.
Es ist auch wichtig, endlich die staatlichen Förderungen für Beteiligungskapital zur Gründung von Jungunternehmen zu erhöhen. Das ist sicherlich ein Punkt, wo man auch klug investieren sollte. Und, Herr Wirtschaftsminister, ein Punkt ist mir auch noch wichtig: Bringen Sie die Banken endlich dazu, Kapital vor allem für kleinere und mittlere Unternehmen leichter zur Verfügung zu stellen! Es herrscht derzeit die Kreditklemme vor. Da gibt es sicherlich einen großen Nachholbedarf. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Allen Unkenrufen der Opposition zum Trotz: Andere Vorschläge, wonach eine bessere Politik hier gemacht werden könnte, haben wir nicht gehört, auch nicht vom Kollegen Themessl, der ein paar Dinge vergisst beim Herrn Blum. Der Erfolg des Modells des Herrn Blum ist nämlich, dass es in der Metallindustrie in Vorarlberg eine überbetriebliche Lehrausbildung gibt. Wenn Sie hier Ihre Brandreden dagegen halten, möchte ich darauf hinweisen, dass die beiden Minister Hundstorfer und Mitterlehner gerade im Bereich der Lehrlinge die Jugendarbeitslosigkeit am besten von allen Ministern in Europa bekämpft haben. Wir haben nämlich keine solche. Daher ist das eine gute Politik. – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
einmal eine Pension bekommen werden. (Beifall bei der FPÖ.) Er hat auch nicht die Pensionisten angegriffen, denn genau wir waren es, die sehr kritisiert haben, dass den Pensionisten statt 2,8 Prozent nur 1,8 Prozent als Erhöhung zuerkannt worden sind.
Beifall bei der FPÖ.
Und: Wir sind nach wie vor überzeugt davon, dass der Blum-Bonus die weit bessere Lösung ist, und davon lassen wir uns auch nicht abhalten, weil es auch die entsprechenden Daten dazu gibt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Minister, auch auf Ihre Ausführungen möchte ich noch replizieren. Sie haben gemeint, Sie seien sehr stolz darauf, dass Sie 25 Prozent, was das Genderziel betrifft, erreicht haben oder fast erreicht haben. Ihr Wirkungsziel Nummer fünf ist ja auch das Gendern. Ich möchte sagen, ich glaube, dass sich da sehr viele Männer benachteiligt fühlen, und auch ich fühle mich benachteiligt. Denn früher war es so, dass eine Frau gar nicht gut genug ausgebildet sein konnte und sie wurde trotzdem nicht gefördert, und heute ist es so: Je schlechter sie ausgebildet ist, desto besser wird sie gefördert. – Und dem widersprechen wir total. Das ist nicht das Prinzip, wonach wir Frauen in jene Positionen bringen wollen, in die sie gehören. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Einen kleinen Entschuldigungsgrund habe ich für Sie gesucht, da man immer wieder versucht, die Regierenden auch ein wenig in Schutz zu nehmen. Ich habe dazu ein Zitat von Sir William Pitt, House of Lords, gefunden. Er sagt – und das ist ein Zitat, das Ihrem Bundeskanzler Faymann wahrscheinlich sehr vertraut sein wird –: „Es ist etwas hinter dem Thron, das größer ist als der König selbst.“ (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Konrad Steindl (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Mein Freund Christoph Matznetter ist gerade nicht im Saal, aber eines sei schon gesagt: Unter der rot-grünen Regierung Deutschlands hat es die höchste Arbeitslosigkeit gegeben. Gott sei Dank hat die Regierung Sarkozy in Frankreich so umsichtig gewirtschaftet und die entsprechenden Reserven geschaffen, so dass der jetzige Präsident entsprechende Maßnahmen im Hinblick auf die Belebung der Konjunktur setzen kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Forschung und Entwicklung sind ein wesentlicher Teil. Da hat man die Ausgaben nicht gekürzt. Man baut sie weiter aus. Wir wissen, dass zwei Drittel unseres Wachstums indirekt mit Innovation und Qualitätsverbesserung zusammenhängen. Ich glaube, das ist insgesamt ein sehr guter Weg, die Konjunktur auch weiter zu stützen und weiterhin für die beste Beschäftigungslage in Österreich zu sorgen. Die Daten sprechen eine ganz eindeutige Sprache. – Besten Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Heidrun Silhavy (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Zuerst eine Anregung an uns alle, an die Fraktionen dieses Hauses: Durch die Haushaltsrechtsreform hat sich ja die Budgetstruktur komplett verändert, nämlich durch die Wirkungsziele, Maßnahmen und Erfolgsfaktoren. Vielleicht sollten wir uns gemeinsam überlegen, heute ist ja bereits der dritte Tag dieser Budgetdebatte, in Zukunft auch die Budgetdebatte dieser Haushaltsrechtsreform anzupassen und diese etwas anders zu strukturieren. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.) – Danke.
Beifall bei der SPÖ.
Eine Replik möchte ich auch noch auf eine Vorrednerin machen, ich glaube, es war Frau Kollegin Winter, die sich gegen die Quote ausgesprochen hat: Frau Kollegin Winter, Quote bedingt gerade Qualität, weil nur bei gleicher Qualifikation Quote überhaupt machbar ist. Das sollten Sie sich zur Beruhigung sagen und das sollten Sie den Männern als Ansporn mitgeben, denn dann können auch sie ihre Leistungen in Zukunft besser messen. Ich glaube, Quote ist ein gutes Rezept, ein Erfolgsrezept, weil es Qualität und Qualifikation bedingt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
In der Tourismuswirtschaft und bei diesem Budget für den Tourismus ist es so, dass die Mittel zwar minimal gekürzt wurden, aber trotzdem gibt es einen Mehreffekt für die Betriebe. Ich brauche die österreichische Tourismuswirtschaft und ihre Zahlen hier heute nicht zu erklären: Sie ist eine Erfolgsgeschichte, was auch das Jahr 2008 gezeigt hat. In diesem Krisenjahr war der Tourismus eigentlich einer der Stabilitätsfaktoren der österreichischen Wirtschaft. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Bundesminister, wie gesagt: Danke für diese kluge Entscheidung! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Mayerhofer.
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Herr Bundesminister Mitterlehner, Sie haben sich zuletzt in den „Oberösterreichischen Nachrichten“ sehr eindeutig geäußert: Ihrer Meinung nach handelt es sich bei der Beschaffung von 15 Eurofightern durch das Bundesministerium für Landesverteidigung um kein sauberes Geschäft. – Ich sage Ihnen ganz offen: Ich bin vollkommen Ihrer Meinung, Sie haben mich überzeugt. (Zwischenruf des Abg. Mayerhofer.)
Abg. Mag. Widmann: Legen Sie die Beweise auf den Tisch!
Und da hat es ganz wichtige Hinweise – das wird uns in den nächsten Tagen beschäftigen – auf eine sehr eigenartige Tätigkeit des damaligen Kärntner Landeshauptmanns Dr. Jörg Haider gegeben, der vielleicht als Allererster an diesem Geschäft auf eine ganz bestimmte Art und Weise beteiligt war. Darum geht es mir heute nicht, denn ich rede über Gegengeschäfte, aber die Rolle von Haider werden wir in den nächsten Tagen klären können. (Abg. Mag. Widmann: Legen Sie die Beweise auf den Tisch!)
Beifall bei den Grünen.
Aufgrund des Materials, das ich jetzt kenne, gehe ich davon aus, dass wir spätestens im März oder April 2013 den Eurofighter-Vertrag auflösen können, das gesamte Geld zurückbekommen und das Klumpert, soweit es noch flugfähig ist, nach Deutschland zurückfliegen lassen. Den größten Teil, so befürchte ich, werden wir mit den Österreichischen Bundesbahnen transportieren müssen, aber das fällt mit Sicherheit in ein anderes Ressort. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
Daher: Wenn ich über das, was über unser Ministerium gelaufen ist, hinaus etwas merkwürdig finde – das ist meine persönliche Meinung und hat mit meiner Amtstätigkeit nur am Rande zu tun –, dann müssen Sie sich Ihre eigene Meinung bilden. Aber das, was bei uns im Ministerium abläuft, ist vollständig und konkret nachvollziehbar und wird auch am Schluss so sein. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.
Wir geben keine Entlastung, wenn dieser Punkt nicht eingetreten ist. Und wir werden alle Fälle – nämlich nicht nur stichprobenartig – noch einmal einem Screening unterziehen, und dann werden wir das auch vorlegen. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
gesellschaftliche Grundkonsens auch von allen Parteien im Hohen Haus respektiert wird. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Josef Jury (FPÖ): Frau Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Hohes Haus! Dieser Grundkonsens der Sozialpartnerschaft ist schon gut und recht, aber ich würde der Sozialpartnerschaft auch einmal empfehlen, die parteipolitischen Scheuklappen abzulegen, damit wir die wahren Probleme, die die österreichische Wirtschaft natürlich hat, auch eruieren können und diskutieren können. (Beifall bei der FPÖ.)
Bundesminister Dr. Mitterlehner: Aber nicht in Österreich, oder?
Zur europäischen Wirtschaftspolitik möchte ich nur noch einmal sagen, dass wir da komplett auf dem Holz-, auf dem Irrweg sind. Die „Kleine Zeitung“ titelt heute: „Athen sucht Tausende Steuerflüchtlinge“, Herr Minister. Und da würde ich Sie bitten (Bundesminister Dr. Mitterlehner: Aber nicht in Österreich, oder?), Ihr Gewicht auf europäischer Ebene einzusetzen, Ihre Wirtschaftskompetenz, sodass nicht wir unser in Österreich sauer verdientes Steuergeld für die griechischen Pleitiers für alle Ewigkeit zur Verfügung stellen müssen, sondern unsere eigene Wirtschaft stärken können. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zur europäischen Wirtschaftspolitik möchte ich nur noch einmal sagen, dass wir da komplett auf dem Holz-, auf dem Irrweg sind. Die „Kleine Zeitung“ titelt heute: „Athen sucht Tausende Steuerflüchtlinge“, Herr Minister. Und da würde ich Sie bitten (Bundesminister Dr. Mitterlehner: Aber nicht in Österreich, oder?), Ihr Gewicht auf europäischer Ebene einzusetzen, Ihre Wirtschaftskompetenz, sodass nicht wir unser in Österreich sauer verdientes Steuergeld für die griechischen Pleitiers für alle Ewigkeit zur Verfügung stellen müssen, sondern unsere eigene Wirtschaft stärken können. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Die Union will das ja! Österreich blockiert das ja!
Wir haben in unserem Bereich mit den Bauern, mit den kleinen Gewerbetreibenden und mit den kleinen Kaufmannschaften genug Probleme. (Abg. Mag. Kogler: Die Union will das ja! Österreich blockiert das ja!) – Ja, ja, Abgeordneter Kogler, Sie sind dann später dran. (Abg. Mag. Kogler: Die Regierung gehört zu den Tätern, nicht zu den Opfern!) Da haben Sie auch recht. (Abg. Mag. Kogler: Opferhilfe für Österreich statt Täterschutz für die Regierung!)
Abg. Mag. Kogler: Die Regierung gehört zu den Tätern, nicht zu den Opfern!
Wir haben in unserem Bereich mit den Bauern, mit den kleinen Gewerbetreibenden und mit den kleinen Kaufmannschaften genug Probleme. (Abg. Mag. Kogler: Die Union will das ja! Österreich blockiert das ja!) – Ja, ja, Abgeordneter Kogler, Sie sind dann später dran. (Abg. Mag. Kogler: Die Regierung gehört zu den Tätern, nicht zu den Opfern!) Da haben Sie auch recht. (Abg. Mag. Kogler: Opferhilfe für Österreich statt Täterschutz für die Regierung!)
Abg. Mag. Kogler: Opferhilfe für Österreich statt Täterschutz für die Regierung!
Wir haben in unserem Bereich mit den Bauern, mit den kleinen Gewerbetreibenden und mit den kleinen Kaufmannschaften genug Probleme. (Abg. Mag. Kogler: Die Union will das ja! Österreich blockiert das ja!) – Ja, ja, Abgeordneter Kogler, Sie sind dann später dran. (Abg. Mag. Kogler: Die Regierung gehört zu den Tätern, nicht zu den Opfern!) Da haben Sie auch recht. (Abg. Mag. Kogler: Opferhilfe für Österreich statt Täterschutz für die Regierung!)
Beifall bei der FPÖ
Daher ist es dringend notwendig, diesen unseligen Kurs der europäischen Wirtschaft zu ändern, damit die österreichische Bevölkerung im Fokus unserer politischen Tätigkeit steht (Beifall bei der FPÖ), weil natürlich zuerst das rot-weiß-rote Herz schlagen soll. Die europäische Integration ist wichtig, aber unser Herz schlägt rot-weiß-rot! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Daher ist es dringend notwendig, diesen unseligen Kurs der europäischen Wirtschaft zu ändern, damit die österreichische Bevölkerung im Fokus unserer politischen Tätigkeit steht (Beifall bei der FPÖ), weil natürlich zuerst das rot-weiß-rote Herz schlagen soll. Die europäische Integration ist wichtig, aber unser Herz schlägt rot-weiß-rot! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Der Hahn hat heute gesagt, es wird keinen Meteoriteneinschlag geben!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Frau Abgeordnete Marek gelangt nun zu Wort. – Bitte. (Abg. Strache: Der Hahn hat heute gesagt, es wird keinen Meteoriteneinschlag geben!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordnete Christine Marek (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Ich bin froh, dass wir in einem stabilen, in einem starken Österreich leben und nicht im freiheitlichen Österreich, in dem vieles einfach nur krankgeredet und schlechtgemacht wird! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.
Meine Damen und Herren! Noch kurz zu den Zahlen der Freiheitlichen. Ich bin schon neugierig darauf, wie hoch die Summe der Kosten der Entschließungsanträge, die im Laufe der Budgetdebatte eingebracht werden und wurden, insgesamt sein wird. (Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.) Immer wieder wird kritisiert, Frau Kollegin, dass das Defizit zu hoch ist, dass die Kosten zu hoch sind, aber in Summe sind es wahrscheinlich wieder Zigmilliarden Euro, die die Freiheitlichen hier eingebracht haben. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Gerade auch im Familienbereich werden Zigmilliarden Euro mehr verlangt.
Zwischenruf bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Noch kurz zu den Zahlen der Freiheitlichen. Ich bin schon neugierig darauf, wie hoch die Summe der Kosten der Entschließungsanträge, die im Laufe der Budgetdebatte eingebracht werden und wurden, insgesamt sein wird. (Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.) Immer wieder wird kritisiert, Frau Kollegin, dass das Defizit zu hoch ist, dass die Kosten zu hoch sind, aber in Summe sind es wahrscheinlich wieder Zigmilliarden Euro, die die Freiheitlichen hier eingebracht haben. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Gerade auch im Familienbereich werden Zigmilliarden Euro mehr verlangt.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Richtig! Das ist eine gute Idee!
Herr Kollege Höbart hat verlangt, wir sollen das Geld den Familien geben und nicht in aller Herren Länder verteilen. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Richtig! Das ist eine gute Idee!) Herr Kollege Höbart, ich darf das ein bisschen relativieren: 78 Millionen sind nächstes Jahr für die bilaterale EZA veranschlagt, 10 Millionen, sagt Frau Mühlberghuber, Familienbeihilfe für die EU- und EWR-Raum-Bürger, laut Ihrem Antrag – allein die jährliche Valorisierung der Familienbeihilfe würde im nächsten Jahr bei einer Erhöhung um 2,5 Prozent 80 Millionen, im Jahr 2014 dann 162 Millionen kosten. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das sind Ihnen die Familien nicht wert, oder? Wie viel schicken Sie denn nach Griechenland?) Kinderbetreuungsgeld-Valorisierung: 2013: 20 Millionen, 2014: 40,5 Millionen €. Also es ist schon gut, wenn man weiß, wovon man da spricht, und wenn man die Dimensionen ins rechte Licht rückt, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das sind Ihnen die Familien nicht wert, oder? Wie viel schicken Sie denn nach Griechenland?
Herr Kollege Höbart hat verlangt, wir sollen das Geld den Familien geben und nicht in aller Herren Länder verteilen. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Richtig! Das ist eine gute Idee!) Herr Kollege Höbart, ich darf das ein bisschen relativieren: 78 Millionen sind nächstes Jahr für die bilaterale EZA veranschlagt, 10 Millionen, sagt Frau Mühlberghuber, Familienbeihilfe für die EU- und EWR-Raum-Bürger, laut Ihrem Antrag – allein die jährliche Valorisierung der Familienbeihilfe würde im nächsten Jahr bei einer Erhöhung um 2,5 Prozent 80 Millionen, im Jahr 2014 dann 162 Millionen kosten. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das sind Ihnen die Familien nicht wert, oder? Wie viel schicken Sie denn nach Griechenland?) Kinderbetreuungsgeld-Valorisierung: 2013: 20 Millionen, 2014: 40,5 Millionen €. Also es ist schon gut, wenn man weiß, wovon man da spricht, und wenn man die Dimensionen ins rechte Licht rückt, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Kollege Höbart hat verlangt, wir sollen das Geld den Familien geben und nicht in aller Herren Länder verteilen. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Richtig! Das ist eine gute Idee!) Herr Kollege Höbart, ich darf das ein bisschen relativieren: 78 Millionen sind nächstes Jahr für die bilaterale EZA veranschlagt, 10 Millionen, sagt Frau Mühlberghuber, Familienbeihilfe für die EU- und EWR-Raum-Bürger, laut Ihrem Antrag – allein die jährliche Valorisierung der Familienbeihilfe würde im nächsten Jahr bei einer Erhöhung um 2,5 Prozent 80 Millionen, im Jahr 2014 dann 162 Millionen kosten. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das sind Ihnen die Familien nicht wert, oder? Wie viel schicken Sie denn nach Griechenland?) Kinderbetreuungsgeld-Valorisierung: 2013: 20 Millionen, 2014: 40,5 Millionen €. Also es ist schon gut, wenn man weiß, wovon man da spricht, und wenn man die Dimensionen ins rechte Licht rückt, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Nur noch eine ganz kurze Anmerkung zur thermischen Sanierung – der Herr Minister hat das ja schon gesagt –, die erfreulicherweise bis 2016 verlängert wird; das ist wirklich eine Erfolgsgeschichte. Ein Punkt, der mir dabei wichtig ist, ist die Förderung im mehrgeschossigen Wohnbau, weil es ja sicher auch im privaten Bereich da Nachfrage gibt. Sie haben uns ja auch zugesagt, dass die Förderkonditionen diskutiert und neu besprochen werden. Ich denke, das ist nicht nur für die Umweltpolitik wichtig, sondern auch im wirtschaftlichen Bereich eine sehr wesentliche Maßnahme, weil sie wachstumsfördernde Impulse setzt. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein
Bei den Familien wird nicht gespart! (Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein), das ist eine Aussage, die wir heute schon einige Male gehört haben, aber man kann es nicht oft genug sagen, Frau Abgeordnete, denn die Ausgaben für die Familien sind die beste Zukunftsinvestition. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Ja, dann geben wir etwas aus für die Familien!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Ja, dann geben wir etwas aus für die Familien!
Bei den Familien wird nicht gespart! (Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein), das ist eine Aussage, die wir heute schon einige Male gehört haben, aber man kann es nicht oft genug sagen, Frau Abgeordnete, denn die Ausgaben für die Familien sind die beste Zukunftsinvestition. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Ja, dann geben wir etwas aus für die Familien!)
Beifall bei der SPÖ.
Legislaturperiode noch gemeinsam umsetzen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Sehr geehrter Herr Minister! Für mich ein gutes Budget, ein gutes Budget für die Familien – ich bedanke mich für Ihren Einsatz! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Insgesamt, meine Damen und Herren, ist es ein notwendiges und richtiges Maßnahmenpaket zur Sicherung des Wirtschaftsstandortes Österreich. Es kommt nicht auf die Höhe des Budgets an – Herr Themessl ist leider nicht da –, es geht darum, die richtigen Maßnahmen zu setzen, und das hat die Bundesregierung getan. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Zweiter Punkt: AWS. Das AWS ist eine wichtige Einrichtung und sehr erfolgreich, muss ich sagen. Die Ausfälle liegen bei 2 Prozent, und da kann man auch sagen, dass 80 Prozent davon versichert sind. Also das ist wirklich eine erfolgreiche Story. Es wird natürlich aufgrund der Anforderungen zu neuen Programmen – es hat auch Personalwechsel gegeben –, zu neuen inhaltlichen Ausrichtungen kommen. Auch da eine Bitte: Das Finanzministerium ist immer aufgrund der Angst vor Ausfällen ein sehr restriktiver Partner. Ich glaube, die ist hier nicht gerechtfertigt, und da brauchen die Leute im AWS unsere Unterstützung, um da offensiver vorgehen zu können. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Solche Kreativquartiere können dann nicht nur in Linz, wo es bereits die Tabakfabrik Linz gibt, oder in Wien stehen, sondern vielleicht durchaus im steirischen Zirbenland oder im Ennstal. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bin davon überzeugt, Herr Minister, dass Sie der richtige Ansprechpartner für dieses Thema sind, und freue mich auf eine konstruktive Zusammenarbeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Mir ist da eine Frau in Erinnerung, die mir einmal gesagt hat, sie arbeitet in einer Drogeriekette, sie soll Lehrlinge ausbilden, soll die Tagesabrechnung machen, die Kollegin ist krank, sie steht alleine im Geschäft, zwölf Stunden lang, das ist ganz normal, und wenn sie das Umsatzziel nicht erreicht, dann wird ihr noch gedroht, sie soll sich etwas anderes suchen. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall bei der SPÖ.
Also diese Mobbing-Versuche gibt es nach wie vor, und ich kann nur abschließend zu diesem Kapitel von unserer Seite, vonseiten der Sozialdemokraten sagen: Ich glaube, es ist gut, wenn wir Sie dabei unterstützen, wenn es darum geht, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie noch mehr in den Vordergrund Ihrer Arbeit zu stellen und entsprechend auch dafür zu sorgen, dass ein besseres Arbeitsumfeld für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in unserer Republik entsteht. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Rufe: Wo ist er denn? Er ist gar nicht da!
Aber der Herr Landwirtschaftsminister, der meinen tiefen Respekt natürlich hat, der kann ja gar nichts anders … (Rufe: Wo ist er denn? Er ist gar nicht da!) – das kann man ihm ja ausrichten –, denn, bitte, mit der Keule aus Brüssel 1 Milliarde € in Frage zu stellen … (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Grünen und FPÖ. – Abg. Dr. Pirklhuber: Du redest mit wem, der gar nicht anwesend ist!) – Ja, ich habe das schon gesehen, aber man kann es ihm ja ausrichten. (Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Grünen und FPÖ. – Abg. Mag. Rudas: Wir richten es ihm aus!)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Grünen und FPÖ. – Abg. Dr. Pirklhuber: Du redest mit wem, der gar nicht anwesend ist!
Aber der Herr Landwirtschaftsminister, der meinen tiefen Respekt natürlich hat, der kann ja gar nichts anders … (Rufe: Wo ist er denn? Er ist gar nicht da!) – das kann man ihm ja ausrichten –, denn, bitte, mit der Keule aus Brüssel 1 Milliarde € in Frage zu stellen … (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Grünen und FPÖ. – Abg. Dr. Pirklhuber: Du redest mit wem, der gar nicht anwesend ist!) – Ja, ich habe das schon gesehen, aber man kann es ihm ja ausrichten. (Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Grünen und FPÖ. – Abg. Mag. Rudas: Wir richten es ihm aus!)
Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Grünen und FPÖ. – Abg. Mag. Rudas: Wir richten es ihm aus!
Aber der Herr Landwirtschaftsminister, der meinen tiefen Respekt natürlich hat, der kann ja gar nichts anders … (Rufe: Wo ist er denn? Er ist gar nicht da!) – das kann man ihm ja ausrichten –, denn, bitte, mit der Keule aus Brüssel 1 Milliarde € in Frage zu stellen … (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Grünen und FPÖ. – Abg. Dr. Pirklhuber: Du redest mit wem, der gar nicht anwesend ist!) – Ja, ich habe das schon gesehen, aber man kann es ihm ja ausrichten. (Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Grünen und FPÖ. – Abg. Mag. Rudas: Wir richten es ihm aus!)
Beifall bei Grünen und FPÖ. – Die Sitzung wird für kurze Zeit unterbrochen.
(Beifall bei Grünen und FPÖ. – Die Sitzung wird für kurze Zeit unterbrochen.)
Abg. Mag. Gaßner: Hast dir schon einmal angeschaut, was rausgekommen ist dabei?
Der nächste Punkt ist der der Wirkungsziele. Wenn wir uns die Wirkungsziele anschauen, dann fehlen mir die visionären Vorschläge, denn was ist mit dem Bereich der Nebenerwerbsbauern? 55 Prozent der Bauern sind Nebenerwerbsbauern, und nachdem sich der Herr Gaßner und der Herr Auer, die ich beide sehr schätze, getroffen haben und, wie man sieht, partnerschaftlich gearbeitet haben, tolle Einheitswerte und alles im Sinne unserer Bauern erzielt haben, muss ich ganz offen sagen: Danke, das schaut ja recht gut aus! (Abg. Mag. Gaßner: Hast dir schon einmal angeschaut, was rausgekommen ist dabei?)
Beifall bei der FPÖ.
Darum ist es auch so, dass der Bauernbund der Steiermark morgen im Landesbauernrat höchstwahrscheinlich, die vertretenen 47 000 Mitglieder, natürlich auch da eintreten wird. Das machen nicht wir. Wir sagen, das ist eine tolle Geschichte, aber der Bauernbund in der Steiermark sieht das wesentlich anders, und da gibt es schon Austrittswellen-Androhungen von Bauernbund-Organisationen. Bitte, herzlich willkommen, kommt zu den freiheitlichen Bauern, wir betrachten und wir helfen und unterstützen euch wesentlich anders! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
In diesem Buch steht ein gutes Zitat: Echte Bauern überstanden so ziemlich alle Krisen, sogar den Dreißigjährigen Krieg und den letzten Weltkrieg. – Und ich frage: Überstehen sie auch diese rot-schwarze Regierung? – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Riemer – dem an das Rednerpult tretenden Abg. Eßl das soeben erwähnte Buch überreichend –: Das schenke ich dir, persönlich!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Eßl gelangt als Nächster zu Wort. – Bitte. (Abg. Riemer – dem an das Rednerpult tretenden Abg. Eßl das soeben erwähnte Buch überreichend –: Das schenke ich dir, persönlich!)
Beifall bei der ÖVP.
Zu dem Ziel, dass wir 2016 ein Nulldefizit erreichen, ja, dazu bekennen auch wir uns, aber wenn wir eine flächendeckende Bewirtschaftung wollen, wenn wir bäuerliche Familienbetriebe statt Agrarindustrie wollen, wenn wir Lebensmittelsicherheit wollen, wenn wir Ernährungssicherheit und -souveränität wollen, wenn wir einen Lebensraum mit Lebensqualität und einen Wirtschaftsraum mit Lebensqualität wollen, dann müssen wir auch öffentliche Mittel in die Hand nehmen, um den Bauern ihre gemeinwirtschaftlichen Leistungen abzugelten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Schönpass.
Ich weiß, dass Herr Bundesminister Berlakovich dafür kämpft. Ich bedanke mich auch beim Bundeskanzler, der ein klares Bekenntnis dazu abgegeben hat, dafür zu kämpfen. Die Bäuerinnen und Bauern erwarten auch ein Ergebnis, das dem entspricht, und wir müssen alle gemeinsam diesen Vorschlag, der derzeit von Van Rompuy auf dem Tisch liegt, entsprechend zurückweisen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Schönpass.)
Beifall bei der ÖVP.
Übrigens brauchen wir uns für die Mittel nicht zu schämen. Der Vergleich mit der Schweiz zum Beispiel besagt Folgendes: Die Schweiz hat für die Bäuerinnen und Bauern, 58 000 Betriebe insgesamt, jährlich 2,8375 Milliarden € zur Verfügung, das heißt 49 000 € pro Betrieb, und ich glaube, dieses Geld sollte man auch einmal als Zielvorstellung für die Bäuerinnen und Bauern in Österreich haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Schickhofer.
Wir Grüne wünschen uns mehr vergemeinschaftete Bereiche: die Sozialpolitik, die Finanzpolitik teilweise, auch Teile der Steuerpolitik. (Zwischenruf des Abg. Mag. Schickhofer.) Das würde dann auch anders aussehen, wenn man da zu mehr Harmonisierung beiträgt. Und darum warne ich vor diesen Überlegungen, Agrarpolitik zu renationalisieren. Das ist keine Lösung. – Das ist ein Punkt. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir Grüne wünschen uns mehr vergemeinschaftete Bereiche: die Sozialpolitik, die Finanzpolitik teilweise, auch Teile der Steuerpolitik. (Zwischenruf des Abg. Mag. Schickhofer.) Das würde dann auch anders aussehen, wenn man da zu mehr Harmonisierung beiträgt. Und darum warne ich vor diesen Überlegungen, Agrarpolitik zu renationalisieren. Das ist keine Lösung. – Das ist ein Punkt. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Er hat mir also diese Frage unglaublich „präzise“ beantwortet. – Kein Zusammenhang, Herr Minister! Da besteht zwischen der Antwort und der Frage null Zusammenhang. Und das ist exemplarisch. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.) Ich sage Ihnen, das ist exemplarisch dafür, wie Sie in der gesamten Agrarpolitik vorgehen. So kann man nicht vernünftig arbeiten, so kann man weder für die österreichischen Bäuerinnen und Bauern noch für die österreichische Gesellschaft Umweltpolitik betreiben. So ist das nicht machbar.
Abg. Hornek: Das ist ein Glück!
Aber das Perfide daran ist, dass Sie ja im Ministerrat sitzen, und nicht ich oder sonst jemand von den Grünen. (Abg. Hornek: Das ist ein Glück!) Und im Ministerrat haben Sie gleichzeitig als Nettozahler-Staat beschlossen, dass beim Budget auf europäischer Ebene 100 Milliarden € einzusparen sind – Ihr Parteikollege Spindelegger allen voran. Es geht darum, EU-Mittel einzusparen, und gleichzeitig wollen Sie gleich viele Mittel wie bisher für die ländliche Entwicklung bekommen?!
Beifall bei den Grünen. – Bundesminister Dipl.-Ing. Berlakovich: Aber er hat es verstanden!
wicklung fordern und behaupten, dafür zu kämpfen, und im Ministerrat stimme ich der radikalen Kürzung des europäischen Haushaltes zu. Das ist eine kontraproduktive Position, und damit zeigen Sie, dass Sie überhaupt nicht verstanden haben, wie Europapolitik heute funktioniert. (Beifall bei den Grünen. – Bundesminister Dipl.-Ing. Berlakovich: Aber er hat es verstanden!)
Der Redner dreht das Mikrophon auf der Regierungsbank in Richtung des Bundesministers. – Bundesminister Dipl.-Ing. Berlakovich: Was behaupten Sie da? – Heiterkeit und Beifall bei Grünen und BZÖ.
Sagen Sie nichts anderes, Herr Minister! Sagen Sie ja nichts anderes! Das ist punktgenau die Wahrheit. Jeder weiß es. Sie haben persönlich immer wieder irgendwelche „Gschichtln ’druckt“, aber wir haben keine einzige präzise Analyse bekommen, wie wir sie teilweise … (Bundesminister Dipl.-Ing. Berlakovich: Was heißt „Gschichtln ’druckt“? Ich habe Sie normal informiert!) Ja, ich muss auch … (Bundesminister Dipl.-Ing. Berlakovich: Was heißt „Gschichtln ’druckt“?) Bitte? (Der Redner dreht das Mikrophon auf der Regierungsbank in Richtung des Bundesministers. – Bundesminister Dipl.-Ing. Berlakovich: Was behaupten Sie da? – Heiterkeit und Beifall bei Grünen und BZÖ.) Da haben Sie das Mikrophon.
Allgemeine Heiterkeit.
Sagen Sie, was Sie zu sagen haben! Gerne. Ich höre Ihnen gerne zu, denn im Ausschuss haben Sie nichts gesagt, was nur irgendwie relevant gewesen wäre. Erzählen Sie es uns! Bitte! Ich gebe Ihnen gerne zwei Minuten, ich gebe Ihnen die zwei Minuten. (Allgemeine Heiterkeit.)
Neuerliche allgemeine Heiterkeit.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter, die Geschäftsordnung steht dem entgegen. Sie wissen das. (Neuerliche allgemeine Heiterkeit.)
Abg. Mag. Gaßner: Die ist schon lange beim Bundeskanzler angekommen!
Aber nun zur Sache: Wenn sich der Herr Bundeskanzler – und das hat mich gefreut, ich habe auch applaudiert – im Rahmen der Verhandlungen jetzt Ende November für Bergbäuerinnen und Bergbauern und auch für den Biolandbau in Österreich einsetzen wird, dann sage ich auch, die Botschaft ist endlich beim Bundeskanzler angekommen. (Abg. Mag. Gaßner: Die ist schon lange beim Bundeskanzler angekommen!) – Möglicherweise schon lange angekommen, sagt der Kollege.
Abg. Ing. Schultes: Stimmt ja überhaupt nicht! Warum lügst du?
Aber das Tragische ist, der Landwirtschaftsminister hat seit 2009 einen Bioeinstiegsstopp verordnet. Kollege Gaßner, du weißt das. Seit 2009 kann kein landwirtschaftlicher Betrieb in Österreich mehr neu in den biologischen Landbau einsteigen. (Abg. Ing. Schultes: Stimmt ja überhaupt nicht! Warum lügst du?)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.
So ist es! Ich lüge überhaupt nicht. Wenn du mich der Lüge bezichtigst, dann bitte komme heraus und berichtige mich. Seit 2009 gibt es einen Einstiegsstopp für neue Betriebe in den Biolandbau. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (fortsetzend): Danke, Frau Präsidentin! Trotzdem verweise ich auf eine schriftliche Anfragebeantwortung im Rahmen der Budgetberatungen, wo nachzulesen ist, seit wann es keine neuen Biomittel mehr gibt. Ich kann dem Kollegen Schultes diese Unterlage auch gerne zur Verfügung stellen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Jetzt besteht die Chance, und dafür werden wir Grüne kämpfen, dass das Europäische Parlament in der Mitentscheidung genau jene Maßnahmen setzen wird, die es auch fordert, nämlich ausreichende Dotierung der Umweltförderungen, ausreichende Mittel für die Entwicklung des ländlichen Raums. Und da sind Sie säumig. Daher ist es ein Trauerspiel, was Sie hier aufführen, ein Trauertanz, den Sie aufführen, wenn Sie sich hier nur in die Ecke stellen und jammern, statt dass Sie Bündnisse mit jenen Regionen und jenen Ländern in Europa schließen, die für diesen Ausbau der ländlichen Entwicklung sind, wie zum Beispiel alle deutschen Bundesländer. Warum haben Sie keine Bündnisse geschaffen? Wir werden es tun. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Und ich sage hier an dieser Stelle, auch im Namen der gesamten Belegschaft, aller Kolleginnen und Kollegen der Bundesforste, dass wir froh darüber sind, dass Sie, Herr Bundesminister, sich im letzten Ausschuss sehr klar positioniert haben. Sie haben im Ausschuss ganz klar gesagt, es wird keine Sonderdividende von den Bundesforsten verlangt, und Sie haben auch klar gesagt, es werden keine Immobilien und keine Grundstücke verkauft. Und das ist richtig und das ist in Ordnung so. Ich bedanke mich sehr herzlich. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Bundesminister! Schichten wir um! Greifen Sie unsere Anträge auf, denn die Menschen haben genug gezahlt, und niemand versteht, dass heute noch Raiffeisen 3 Millionen € Förderung kriegt. (Beifall beim BZÖ.) Niemand versteht, dass es Betriebe gibt, die Hunderttausende € an Förderungen kriegen. Und was ist die Konsequenz Ihrer Politik? – Eine Ausblutung des ländlichen Raumes.
Heiterkeit des Abg. Jakob Auer.
Herr Bundesminister, noch vor 14 Tagen hat der Herr Staatssekretär in Tirol in den Medien groß verkündet, dass es beim Regionalprogramm keine Bonuskürzungen geben werde. – Und jetzt wissen wir, dass es sicher 30 Prozent Bonuskürzungen geben wird. Herr Bundesminister! Da bekommen Sie in Osttirol, in schwächeren ländlichen Räumen, wo noch sehr, sehr viele Haupterwerbsbauern sind, sehr große Schwierigkeiten. Aber Sie streiten nur ab, vertreten weiterhin Raiffeisen, vertreten weiterhin die großen Betriebe – und lachen. (Heiterkeit des Abg. Jakob Auer.)
Beifall beim BZÖ.
die sich einfach von Ihnen verraten fühlen: Denken Sie um und machen wir endlich eine Politik mit Hirn und mit Herz und mit Hausverstand! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Bitte!
Da Kollege Pirklhuber soeben zurückgekommen ist, möchte ich Ihm vorerst in Sachen Bio-Bauern noch eine Antwort geben. (Abg. Dr. Pirklhuber: Bitte!) Die Anzahl der Bio-Bauern hat sich selbstverständlich auch in den Jahren 2009, 2010, 2011 und 2012 durch neue Kollegen erhöht, es ist auch das Ausmaß der Fläche bei den Bio-Bauern größer geworden. Wenn Sie behaupten, dass es einen Stopp für Bio-Bauern gibt, dann fragen Sie die Bio-Bauern, die neu dazugekommen sind. (Abg. Dr. Pirklhuber: Nein, ein Stopp der Fördermittel!) Das ist so. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber begibt sich zum Präsidium, um sich neuerlich in die Rednerliste eintragen zu lassen.) – Er brummelt und brummelt und brummelt und brummelt, und es wird trotzdem nichts Gescheites.
Abg. Dr. Pirklhuber: Nein, ein Stopp der Fördermittel!
Da Kollege Pirklhuber soeben zurückgekommen ist, möchte ich Ihm vorerst in Sachen Bio-Bauern noch eine Antwort geben. (Abg. Dr. Pirklhuber: Bitte!) Die Anzahl der Bio-Bauern hat sich selbstverständlich auch in den Jahren 2009, 2010, 2011 und 2012 durch neue Kollegen erhöht, es ist auch das Ausmaß der Fläche bei den Bio-Bauern größer geworden. Wenn Sie behaupten, dass es einen Stopp für Bio-Bauern gibt, dann fragen Sie die Bio-Bauern, die neu dazugekommen sind. (Abg. Dr. Pirklhuber: Nein, ein Stopp der Fördermittel!) Das ist so. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber begibt sich zum Präsidium, um sich neuerlich in die Rednerliste eintragen zu lassen.) – Er brummelt und brummelt und brummelt und brummelt, und es wird trotzdem nichts Gescheites.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber begibt sich zum Präsidium, um sich neuerlich in die Rednerliste eintragen zu lassen.
Da Kollege Pirklhuber soeben zurückgekommen ist, möchte ich Ihm vorerst in Sachen Bio-Bauern noch eine Antwort geben. (Abg. Dr. Pirklhuber: Bitte!) Die Anzahl der Bio-Bauern hat sich selbstverständlich auch in den Jahren 2009, 2010, 2011 und 2012 durch neue Kollegen erhöht, es ist auch das Ausmaß der Fläche bei den Bio-Bauern größer geworden. Wenn Sie behaupten, dass es einen Stopp für Bio-Bauern gibt, dann fragen Sie die Bio-Bauern, die neu dazugekommen sind. (Abg. Dr. Pirklhuber: Nein, ein Stopp der Fördermittel!) Das ist so. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber begibt sich zum Präsidium, um sich neuerlich in die Rednerliste eintragen zu lassen.) – Er brummelt und brummelt und brummelt und brummelt, und es wird trotzdem nichts Gescheites.
Beifall bei der ÖVP.
Ich will darauf hinweisen, dass Umweltpolitik eine sehr umfassende Politik ist und in jede Lebenssituation eingreift. Daher ist auch sehr sensibel vorzugehen und sehr ordentlich zu arbeiten. Davon betroffen sind die Menschen, davon betroffen ist unsere Zukunft, und es ist jeder Schritt wichtig und notwendig. – Deswegen, Herr Bundesminister, danke für das Budget, für diese Vorlage, und viel Erfolg auch weiterhin! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Schultes: Nein, hast du nicht gesagt! Verlangen wir doch gleich das Stenographische Protokoll!
Ich habe tatsächlich gesagt, dass es einen Förderstopp gibt (Abg. Ing. Schultes: Nein, hast du nicht gesagt! Verlangen wir doch gleich das Stenographische Protokoll!) und habe auf die Anfragebeantwortung Nummer 151 verwiesen, in der es heißt, dass nur in den Jahren 2007, 2008 und 2009 neue Verträge für Biomaßnahmen begründet werden konnten. – Das steht in der Anfragebeantwortung des Herrn Ministers. – Danke schön, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Ing. Schultes: Absolut lächerlich!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Ing. Schultes: Absolut lächerlich!
Ich habe tatsächlich gesagt, dass es einen Förderstopp gibt (Abg. Ing. Schultes: Nein, hast du nicht gesagt! Verlangen wir doch gleich das Stenographische Protokoll!) und habe auf die Anfragebeantwortung Nummer 151 verwiesen, in der es heißt, dass nur in den Jahren 2007, 2008 und 2009 neue Verträge für Biomaßnahmen begründet werden konnten. – Das steht in der Anfragebeantwortung des Herrn Ministers. – Danke schön, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Ing. Schultes: Absolut lächerlich!)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Bundesminister! Steirisches Sparpaket, neue Besteuerungsregelung auf Bundesebene für die Bauern allgemein, und wenn man dann die Förderungen der Bergbauern, die unsere Landschaft wirklich noch sehr schön in Schuss halten, damit der Tourismus auch gut leben kann, auch noch zusammenstutzt, dann läuft irgendetwas falsch in diesem Staate Österreich, und dafür, Herr Bundesminister, tragen Sie sehr wohl die Verantwortung! (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Eßl: Was kriegen sie denn für die Milch? Was kostet die Milch?
Ich möchte auch noch die problematische Situation der Milchbauern ansprechen. Wenn der Bauer Milch beziehungsweise Milchprodukte unter den Produktionskosten verkaufen muss, dann kann er nicht überleben. Das geht voll in die falsche Richtung. Auch hier wären Sie zuständig, Herr Minister, auch das wäre Ihr Bereich! (Abg. Eßl: Was kriegen sie denn für die Milch? Was kostet die Milch?) – Um 0,89 € gibt es teilweise schon Milch, der Preis geht bis 1,09 €, je nachdem, welches Produkt man wählt. Ich gehe selbst einkaufen, Sie können mir das glauben. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Huber.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Huber.
Ich möchte auch noch die problematische Situation der Milchbauern ansprechen. Wenn der Bauer Milch beziehungsweise Milchprodukte unter den Produktionskosten verkaufen muss, dann kann er nicht überleben. Das geht voll in die falsche Richtung. Auch hier wären Sie zuständig, Herr Minister, auch das wäre Ihr Bereich! (Abg. Eßl: Was kriegen sie denn für die Milch? Was kostet die Milch?) – Um 0,89 € gibt es teilweise schon Milch, der Preis geht bis 1,09 €, je nachdem, welches Produkt man wählt. Ich gehe selbst einkaufen, Sie können mir das glauben. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Huber.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich denke, mit einer vernünftigen Politik, die den Bürgern wirklich zugutekommt, können wir gemeinsam gute Lösungen finden. Unsere Unterstützung haben Sie dann sicher. (Beifall beim Team Stronach.)
Zwischenruf des Abg. Huber.
Sehen Sie die Größenunterschiede? Es gelingt, bäuerliche Familienbetriebe … (Zwischenruf des Abg. Huber.) – Egal, was Sie da sagen, schauen Sie sich die Statis-
Beifall bei der ÖVP.
tik an, dann werden Sie das genau sehen! (Beifall bei der ÖVP.) Sie stellen sich hier her und behaupten irgendetwas. Schauen Sie sich die Zahlen an und erzählen Sie hier keine Märchen!
Beifall bei der ÖVP.
Wir erstellen jährlich in etwa 1 900 Projekte im Rahmen des Hochwasserschutzes. In den letzten vier Jahren wurden 8 000 Projekte in Österreich umgesetzt. Das bedeutet Wertschöpfung für die Wirtschaft im ländlichen Raum, Arbeitsplätze und, dass wir Österreich sicherer machen und Österreich schützen. Und dieses Programm setzen wir fort. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir brauchen eine Perspektive in Richtung Ökologisierung der Landwirtschaft in Europa. Das ist der Weg, den Österreich geht, und diesen werden wir fortsetzen. Dafür setzen wir uns ein. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Im Übrigen sehe ich in der GAP-Reform durchaus eine Chance, nämlich die Chance, dass die Förderungen gerechter verteilt werden und noch mehr als bisher der gesamten Bevölkerung des ländlichen Raums und nicht primär den landwirtschaftlichen Großbetrieben, sprich: der Industrie, zugutekommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Ing. Norbert Hofer (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Nun bin ich kein Landwirt und deswegen wohl auch nicht berufen, zu diesem Thema zu reden. Aber ich möchte trotzdem etwas sagen, was mir auffällt und vielleicht auch vielen anderen Menschen auffällt: Wäre es nicht doch einmal gescheit, einen Schritt zurückzugehen und sich zu überlegen, ob dieses Abhängigmachen der Landwirtschaft von Förderungen in den letzten Jahrzehnten wirklich der richtige Schritt war? (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Schickhofer: Und wie wollt ihr das machen? Das ist eine spannende Frage!
Denn letztendlich bekommt der Landwirt für seine guten Produkte keinen fairen Preis mehr und wird über die Förderpolitik dann wieder von der Politik abhängig gemacht. Das ist eine Entwicklung, die wir nicht nur in Österreich haben, sondern auf der ganzen Welt. Es wäre schön, diese Entwicklung irgendwann wieder in vernünftige Bahnen zu lenken, sodass nämlich der Landwirt tatsächlich für das, was er produziert, auch einen fairen Preis erhält. (Abg. Mag. Schickhofer: Und wie wollt ihr das machen? Das ist eine spannende Frage!)
Beifall bei der FPÖ.
man schaut, was der Bauer bekommt, dann ist das oft sehr, sehr mager. Die Ab-Hof-Verkäufe funktionieren, weil hier dieser Zwischenbereich ausgeschaltet ist. Ich glaube, wir verzerren sehr viel durch Subventionen und durch subventionierte Transportwege. Wenn ich daran denke, wie günstig die Kiwi in heimischen Supermarktketten angeboten wird und dass gleichzeitig gute heimische Äpfel auf den Wiesen verfaulen, dann sieht man, dass eine verzerrende Subventionspolitik oftmals zwar gut gemeint ist, aber wahrscheinlich einen falschen Lenkungseffekt mit sich bringt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ganz am Ende, Herr Bundesminister, noch eine Bitte von mir. Im Rahmen der Sanierungsförderung bleibt uns heuer doch etwas Geld übrig. Wir werden da nicht alles ausschöpfen können. Ganz anders ist es bei der Investitionsförderung für die Photovoltaik. Da ist es so, dass dieses Geld innerhalb weniger Minuten ausgeschöpft ist. Für mich ist das ein Zeichen dafür, dass die Förderung in diesem Bereich eigentlich zu hoch ist, dass dieser pro Kilowatt-Peak zu hoch gefördert wird. Es wäre allen mehr geholfen, würde man hier mit der Förderung hinuntergehen und mit geringeren Förderbeträgen pro Kilowatt-Peak mehr Anlagen fördern. Das hilft mehr Menschen in diesem Land, die Photovoltaik am Dach haben wollen, und es hilft auch der heimischen Wirtschaft, die mehr Anlagen als bisher an den Mann und an die Frau bringen kann. – Besten Dank. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall des Abg. Doppler.
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege Hofer, ich habe den gleichen Wunsch wie Sie, nämlich dass die Bauern jene Preise bekommen, die sie brauchen, um auch in Zukunft ihre Höfe bewirtschaften zu können. (Beifall des Abg. Doppler.) Nur leider war das in den letzten Jahren nicht Realität, weil sich das Weltmarktniveau durch WTO-Verhandlungen so entwickelt hat, dass es notwendig war, diese Programme zu entwickeln, um genau diese bäuerliche Struktur in Österreich aufrechtzuerhalten, die sich ja alle wünschen – diese nachvollziehbare, transparente Struktur, bei der Sie wissen, wer wie wo produziert, und bei der wir nicht von einer industrialisierten Landwirtschaft reden, sondern von dieser nachvollziehbaren ökosozialen Landwirtschaft, wenn Sie so wollen, und das wollen wir auch für die Zukunft sichern.
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.
Es wird enorm wichtig sein, dass wir nicht nur hier darüber reden, was wir alles für die Bauern tun werden, sondern auch, dass der Herr Bundeskanzler seinen Worten auch Taten folgen lässt, nämlich wenn es darum geht, den Vorschlag von Herrn Van Rompuy entsprechend abzulehnen. Und Österreich muss ihn ablehnen, denn es kann nicht sein, dass es hier zu einer möglicherweise 30-prozentigen Kürzung für die Bergbauern, für die Bio-Bauern und für den ländlichen Raum mit seinen vielen Projekten insgesamt kommt. Das wäre unerträglich für Österreich! Das wäre unerträglich für die Bäuerinnen und Bauern, aber auch für die Konsumenten! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Ich habe eine Bitte, Kollege Gaßner. Ich bin ja sehr froh, dass es diese Einigung zur Frage der Einheitswerte nun endlich gegeben hat. Aber ich sage auch ganz offen: Verwenden wir die Bauern nicht ständig als politischen Spielball! Das wird notwendig sein, damit die Bauern auch in Zukunft das tun können, was sie sich wünschen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Das Problem im Umweltbereich war ja immer, dass das ganze Umweltbudget blockiert war durch dieses Ankaufprogramm für die CO2-Zertifikate, Geld, das wir viel besser für Umweltschutzmaßnahmen, für den Ausbau der erneuerbaren Energie in Österreich einsetzen hätten können. Jetzt, am Ende der Kyoto-Periode, wäre dieses Geld frei – und Sie verzichten darauf! Ich sehe es überhaupt nicht ein, dieses Geld nicht im Umweltbudget zu belassen, um jetzt endlich die Möglichkeit nützen zu können, aktiv Umweltpolitik in Österreich machen zu können. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Rädler: Im Übrigen ist das Budget mehr!
Sie die Chance, die Klimapolitik, die Umweltpolitik in Österreich neu aufzustellen und mit dem Budget, das jetzt dadurch frei wäre, wirklich konkrete Umweltschutzmaßnahmen in Österreich zu machen. Aber Sie tun nichts! (Abg. Rädler: Im Übrigen ist das Budget mehr!) Das Einzige, was Sie tun, ist, sich freizukaufen, und wenn wir das nicht mehr machen müssen, dann lehnen wir uns zurück und tun so weiter wie bisher. Aber dieses Geld zu nutzen, um aktiv etwas zu machen, das passiert nicht.
Beifall bei den Grünen.
Oder vielleicht können Sie mir diese Beantwortung noch näher erklären, warum Sie auf so eine Maßnahme verzichten. Wie gesagt, Sie verzichten auf 350 Millionen €, indem Sie diese Förderprogramme, die uns umweltpolitisch weiterbringen und die sich für den Staat mehr als rechnen, kürzen. Sagen Sie uns, warum Sie darauf verzichten! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wie gesagt, dieses Budget zeigt, dass null Umweltpolitik von Ihnen gemacht wird, dass null Wille vorhanden ist, wirklich zu gestalten. Ich bin für einen Neustart, eine völlige Neuaufstellung der österreichischen Umweltpolitik, und dazu brauchen wir dringend ein eigenständiges, starkes und engagiertes Umweltministerium. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Oh-Rufe bei ÖVP und FPÖ
Abgeordneter Mag. Michael Schickhofer (SPÖ): Werter Herr Bundesminister! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten setzen uns mit Ihnen gemeinsam, auch abgestimmt mit dem französischen Präsidenten Hollande (Oh-Rufe bei ÖVP und FPÖ), dafür ein, dass die Bäuerinnen und Bauern und die ländliche Entwicklung weiterhin gut mit Mitteln ausgestattet werden.
Beifall bei der SPÖ.
Aber diese Primäreinnahmen über die Finanztransaktionssteuer braucht es, sonst ist nämlich unsere Argumentation unlogisch. Und wir brauchen bei den Mitteln, die zur Verfügung stehen, eine fairere Verteilung, auch fairere Verteilungswirkungen für Einkommen und Vermögen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Rainer Widmann (BZÖ): Frau Präsident! Hohes Haus! Diese Rede vom Kollegen Schickhofer von der SPÖ war jetzt wirklich bezeichnend. Sie schließt ja unmittelbar an die Rede vom Kollegen Pirklhuber von den Grünen an. Also die vereinigte Linke in Europa hat uns jetzt erklärt, wie die Lokalpolitik funktioniert, die Forschungspolitik, die Regionalpolitik: Viel nach Brüssel einzahlen und dann etwas weniger herausbekommen. Das sind die Fakten, meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ und von den Grünen! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Sie sparen also überall dort, wo wir das Geld brauchen, hier in der Region – im Sinne der SPÖ, das sagen Sie ja immer. Sie sprechen ja ganz schön, aber die Frage ist, wie man es umsetzt. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Da fehlt dann das Geld, und da würde ich schon an die Verantwortung dieser Regierung appellieren, das Geld auch bereitzustellen, denn sonst wird das Wirkungsziel der Reduktion der Treibhausgase und des Ausbaus der erneuerbaren Energie nicht erreicht werden können. Dann bleibt das Stichwort „Energieautarkie“ wirklich nur ein Schlagwort im Regierungsprogramm, wird aber nie mit Leben erfüllt werden.
Abg. Mag. Brunner: … zuerst einmal wissen, was man wirklich braucht!
Wenn man weiß, dass in einigen Jahren der Strom, der in Niederösterreich, im Burgenland – Parndorfer Platte – erzeugt wird, bereits das Dreifache von dem übersteigt, was man dort in der Region verbrauchen kann, dann wird man diesen Windstrom ableiten müssen, dann braucht man auch Stromleitungen dafür. Und das wird man mit den Menschen dort machen müssen. Man muss die Wahrheit sagen, ehrlich sein und sagen: Liebe Freunde, wenn wir erneuerbare Energie wollen, dann brauchen wir auch starke Stromleitungen. (Abg. Mag. Brunner: … zuerst einmal wissen, was man wirklich braucht!)
Beifall beim BZÖ.
Zu guter Letzt ein Satz zur Atompolitik: Ich bin wirklich gespannt, Herr Minister, wie Sie die Atompolitik jetzt vorantreiben werden. Sie haben einen Fünf-Parteien-Antrag im Rücken, Sie können rechtliche Schritte setzen, Sie können politisch Druck machen, Sie können Informationen fordern, Sie können überall mitsprechen – aber bitte tun Sie endlich etwas! Die Zeit der Papiere muss vorbei sein. Ich verspreche Ihnen hier und heute: Wir werden der Anwalt der betroffenen Menschen sein, und in spätestens drei Monaten werde ich erstmals anfragen, was Sie bereits umgesetzt haben. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Es geht auch um außerlandwirtschaftliche Arbeitsplätze in zumutbarer Entfernung. Viele Nebenerwerbsbäuerinnen und -bauern sind Pendler, deshalb spreche ich mich klar für Verbesserungen bei der Pendlerpauschale aus. Der ÖAAB hat ja ein sehr gutes zukunftsweisendes Modell dafür erarbeitet. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Gaßner: Sonst war ja das ganz akzeptabel, aber der letzte Satz mit dem Bauernbund …!
Der Wald und die Forstwirtschaft sind ein wesentlicher Einkommensfaktor für bäuerliche Familien. Wir brauchen in der Land- und Forstwirtschaft einen realistischen Blick nach vorne. Die politische Diskussion ist oft sehr statisch und mit dem Blick nach hinten gerichtet. Zum Wohle unserer Heimat sind die Bäuerinnen und Bauern in unserem Land in ihrem Handeln wesentlich weiter, nämlich nach vorne, in die Zukunft ausgerichtet. Das Budget und die durch den Bauernbund geprägte Landwirtschaftspolitik unterstützen sie dabei bestmöglich. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Gaßner: Sonst war ja das ganz akzeptabel, aber der letzte Satz mit dem Bauernbund …!)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Jakob Auer.
Noch trauriger schaut es für unsere Bäuerinnen und Bauern vonseiten unseres Friedensnobelpreisträgers EU aus. Wenn das, was diese Herrschaften im Schilde führen, umgesetzt werden sollte – nicht nur, was unser Wasser betrifft, sondern auch bei den Ausgleichszahlungen –, dann sind bei uns bis zu 70 000 Bauern in Gefahr, 50 Prozent unserer Höfe müssten zusperren – und das kann nicht das Ziel Österreichs sein, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Jakob Auer.)
Beifall bei der FPÖ.
Von uns Freiheitlichen wird das nicht befürwortet. Wir sagen unseren Bauern und Bäuerinnen: Wir sind stolz auf euch! – Herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Also in meinem Croquis steht wer anderer!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Frau Abgeordnete Binder-Maier gelangt nun zu Wort. – Bitte. (Ruf bei der SPÖ: Also in meinem Croquis steht wer anderer!)
Zwischenruf der Abg. Gartelgruber.
und für den ländlichen Raum“ ein wichtiger Faktor ist. (Zwischenruf der Abg. Gartelgruber.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Jakob Auer.
Lassen wir die Frauen arbeiten, dann geht auch etwas weiter im ländlichen Raum! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Jakob Auer.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich glaube, Herr Minister, es kann nicht sein, dass die Gemeinden – und in weiterer Folge über die Mülldeponie natürlich die Bürger – belastet werden, nur damit wir das Budget sanieren können. (Beifall bei der FPÖ.) Kontrollen sind wichtig, aber sie sollen mit Maß und Ziel erfolgen und nicht in die Richtung gehen, dass man versucht, alles zu kriminalisieren und die Gemeinden zur Kasse zu bitten.
Beifall bei der FPÖ. – Ruf: Wo er recht hat, hat er recht!
Sie sollten sich bei einem ÖVP-Kollegen, der heute hier gesprochen hat, eine Anleihe nehmen, beim Kollegen Einwallner, der gesagt hat: Wir stehen für früher investieren, statt später reparieren. – Ich glaube, das sollten wir tun; wir sollten genügend Mittel mit entsprechend gutem Fördersatz für die Schutzwasserbauprojekte ausschütten, um so die Bürger zu schützen, und nicht hinterher sagen: Na ja, wenn du abgesoffen bist, dann bekommst du ein bisschen mehr Geld von mir. (Beifall bei der FPÖ. – Ruf: Wo er recht hat, hat er recht!)
Beifall bei der ÖVP.
Das sind Beispiele, wo es Anerkennung von außen für unsere Technologie gibt, auf die wir gemeinsam stolz sein können. Und ich bitte um diesen Schulterschluss, weil es in Zukunft auch darum geht, diese Produkte zu verkaufen, und das ist nur dann glaubwürdig, wenn alle zu diesen Themen stehen können. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsident Neugebauer übernimmt wieder den Vorsitz.
Zu dem, was Sie hier nicht richtig dargestellt haben: Wir haben aufgrund der Katastrophe in Sankt Lorenzen in der Steiermark zusätzliche Mittel aktiviert, vom Finanzressort herausverhandelt für das Budget des Lebensministeriums, mit denen wir gerade den Gemeinden helfen. Wenn, so wie in der Steiermark, ein Fall eintritt, dass eine Gemeinde ein extremes Hochwasserereignis hat und dann den Schaden nicht beheben kann, kommen wir den Gemeinden entgegen! – Sie stellen das so dar, als ob es umgekehrt wäre. (Präsident Neugebauer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben uns auf der Bundesebene darauf geeinigt, dass es zusätzliche Mittel für Sofortmaßnahmen gibt. In Sankt Lorenzen in der Steiermark gab es gewaltige Schäden, und da muss man Sofortmaßnahmen setzen, damit nicht noch größerer Schaden entsteht. Und da haben wir uns geeinigt, dass es höhere Fördersätze für die Gemeinden gibt. Das, was Sie in Ihrer Kritik einfordern, haben wir in Wirklichkeit gemacht: Wir haben höhere Fördersätze festgelegt, um Gemeinden, die einen extremen Schaden über 250 000 €, ein extremes Ereignis haben, auch günstigere Fördermöglichkeiten zu gewähren; nicht nur in der Steiermark, sondern in ganz Österreich. Es war mir wichtig, dass wir den Gemeinden helfen und vor allem den Menschen dort vor Ort helfen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner
Umweltschutzmaßnahmen, aber auch Maßnahmen zur Reduktion des Ressourceneinsatzes, wie wir weniger Energie, weniger Rohstoffe, weniger Wasser verbrauchen, um trotzdem einen wirtschaftlichen Erfolg zu haben. Österreich ist das erste Land in der Europäischen Union, das einen Ressourceneffizienz-Aktionsplan hat (Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner) – soll auf Deutsch heißen: Wir setzen hier gemeinsam mit der Wirtschaft, mit den Sozialpartnern Maßnahmen, wie wir trotzdem für unsere Wirtschaft wettbewerbsfähig bleiben, indem wir eben Ressourcen effizient bewirtschaften und ein Maximum herausholen.
Beifall bei der ÖVP.
Und weil immer wieder eine Diskussion über das Thema Green Jobs entsteht: Green Jobs sind nicht nur Universitätsprofessoren, sondern Green Jobs sind auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die Leistungen für die Umwelt erbringen. Ich wende mich dagegen, dass hier so getan wird: Na ja, das ist einer, der halt den Mist wegräumt. – Ja, ein Mensch, der den Müll wegräumt, erbringt auch Ökoleistungen! Das ist eine harte Arbeit, und es ist wichtig, dass diese Menschen das tun. Es geht darum, dass man eine Motivation gibt, dass dieser Mensch auch die Anerkennung bekommt, dass er eine wichtige Umweltleistung erbringt – genauso wie ein Universitätsprofessor oder ein Techniker. Wir brauchen diese Motivation im Umweltbereich, damit wir hier Ökologie und Ökonomie, also Umwelt und Wirtschaft zusammenbringen und versöhnen. Und daher arbeiten wir an diesem Thema weiter. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
In diesem Sinne: Arbeiten wir weiter an einem Österreich, wo der Umweltschutz und der Klimaschutz Vorrang haben! – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zunächst eine Frage an die Abgeordneten des Bauernbundes, die hier das Wort ergriffen haben – Kollege Prinz, Kollege Grillitsch –, aber auch an Sie, Herr Bundesminister: In welcher Welt, bitte, leben Sie? Ich war heute im Zweifel, ob das „Alice im Wunderland“ ist oder das nie gefundene Atlantis. Ich zeige Ihnen den Ausschnitt aus der heutigen „Kleinen Zeitung“ – ich habe Ihnen die Zeitung auch mitgebracht. Das ist die heutige „Kleine Zeitung“ (der Redner hält eine Zeitungsseite in die Höhe) – zweifellos kein Parteiorgan der FPÖ –, die titelt: „Bauernbündler drohen mit Austrittswelle“. – Und Sie stellen sich hier ans Rednerpult und sagen: Alles paletti, alles in Ordnung! Wir sorgen für den ländlichen Raum! Niemand braucht sich zu sorgen! – Also das ist eine Unverfrorenheit, die mir überhaupt noch nie untergekommen ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Rädler: Geh! – Ordnungsruf!
Und jeder, der Johannes Hahn kennt, weiß, dass er ein sehr höflicher Mensch ist. In Wirklichkeit hat er euch damit ausgerichtet: Schleicht euch! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Rädler: Geh! – Ordnungsruf!)
Beifall bei der FPÖ. – Bundesminister Dipl.-Ing. Berlakovich: Das stimmt ja nicht!
keine nachhaltige Überprüfung der Zielorientiertheit der Geldmittel – reine Geldverschwendung! (Bundesminister Dipl.-Ing. Berlakovich: Das stimmt ja nicht!) Hier müssen Sie für Ordnung sorgen. (Beifall bei der FPÖ. – Bundesminister Dipl.-Ing. Berlakovich: Das stimmt ja nicht!)
Beifall bei der FPÖ.
Der Rechnungshof attestiert nicht nur eine finanzielle Unfähigkeit, sondern auch eine fachliche. Und im Zusammenhang mit dieser in den drei Rechnungshofberichten festgestellten fachlichen Unfähigkeit möchte ich noch darauf hinweisen, dass es auch bei der Almfutterflächenfeststellung ein Skandal ist, wie hier mit den Bauern umgegangen wird. Wir haben das schon x-mal thematisiert. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Steibl: Also, kann man auch auf Augenhöhe reden und nicht so ketzerisch?!
Wir können diesem Budget so nicht zustimmen. (Bundesminister Dipl.-Ing. Berlakovich: Sie haben ja die Richtlinien beschlossen, dass das Budget so …!) – Soll ich Ihnen, wie der Herr Kollege Pirklhuber, das Mikrofon noch näher rücken, damit Sie sprechen können? (Abg. Steibl: Also, kann man auch auf Augenhöhe reden und nicht so ketzerisch?!)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Kommen wir zum Grundsätzlichen! – Sie müssen, bevor Sie über die Europäische Union und die Kürzungen schimpfen, vor der eigenen Haustür kehren. Das ist das Wichtigste. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Grillitsch.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Neubewertung der Einheitswerte ist ebenso ein Punkt. Damit haben Sie eine massive Belastung für die heimischen Bauern geschaffen. Und ich muss Ihnen das noch einmal zeigen – deine eigenen Leute, lieber Kollege Grillitsch, aus der Steiermark –: Bauernbündler wollen aus dem Bauernbund austreten! – Das steht heute in der Zeitung. Das ist ja keine Kritik, die von uns kommt, das ist ja von euren eigenen Leuten! Das muss euch ja zu denken geben, bitte. Also sorgen Sie hier für Ordnung! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir erwarten uns, dass vor der eigenen Haustür gekehrt wird, dass im Budget gespart wird, und zwar in der Verwaltung, die aufgebläht ist bis zum Gehtnichtmehr, dass die Empfehlungen aus dem Rechnungshofbericht umgesetzt werden, damit nicht Geld in dunklen Kanälen im Ministerium, in der AMA, aber auch in den Landwirtschaftskammern verschwindet, sondern zu denen kommt, die es wirklich brauchen, nämlich zu den Bauern. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
muss es uns im ländlichen Raum um die Schaffung von zusätzlichen Arbeitsplätzen gehen. Das muss oberstes Ziel der Förderpolitik sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher, sehr geehrter Herr Bundesminister, wollen wir, dass gerade diese Mittel für solche Fördermaßnahmen eingesetzt werden – ich glaube, wir haben im Ausschuss schon darüber gesprochen, und ich darf Sie auffordern, sich auch in diesem Sinne einzusetzen –, um neue, moderne, zukunftsorientierte Arbeitsplätze im ländlichen Raum zu schaffen. (Beifall bei der SPÖ.)
da Abg. Mag. Josef Auer auf dem Platz der Abg. Mag. Prammer sitzt
Abgeordneter Johann Rädler (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! – Herr Kollege Auer, es wäre verlockend, jetzt auf Ihren Sitznachbarn einzugehen (da Abg. Mag. Josef Auer auf dem Platz der Abg. Mag. Prammer sitzt), der da die Achse zwischen Hollande und ihm angesprochen hat. Ich war drei Tage mit dem Kollegen Cap in Paris, da ist es nicht gelungen, diese Achse aufzubauen. Aber der Neoklubobmann hat das geschafft. Also wirklich hervorragend! Ich darf der SPÖ recht herzlich dazu gratulieren.
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben Investitionen, die rund 1 000 € pro Einwohner ausmachen, um hier auf den neuesten Stand der Technik zu kommen. Da sage ich ein herzliches Dankeschön, dass für diese Maßnahme verstärkt Mittel seitens des Bundes aus dem Umweltbudget zur Verfügung gestellt werden. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, dass es auch eine Chance ist, die neue LEADER-Periode dahin gehend zu entwickeln, dass der ländliche Raum als Gesamtheit gesehen wird – Kollege Prinz hat es schon angesprochen; es gibt viele Politikfelder, die da genannt sind –, ich bin aber auch dafür, dass es bei der Erstellung der Konzepte, der Programme mehr Transparenz geben muss, und es muss auch mehr Partizipation von möglichst vielen Interessengruppen geben. Nur dann kann umgesetzt werden, dass der ländliche Raum tatsächlich das ist, was er ist, nämlich Lebensraum für mehr als 50 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Unter anderem möchte ich abschließend auch noch feststellen, dass die Mittel für die Ausbildung für unsere Landwirtschaftsschulen, für unsere Mittelschulen und Universitäten auch wieder in der bewährten Höhe gesichert sind. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Und dann kommt diese unselige Ansage von Van Rompuy, dass hier im Bereich der Landwirtschaft noch einmal gewaltig gekürzt wird, und alle schauen jetzt gespannt, wie denn diese Entwicklung weitergeht, wie denn die österreichischen Vertreter verhandeln werden. Da wird schon von Veto und weiß ich was geredet. Alle meinen: Der Herr Bundeskanzler! – Natürlich, unser Bundeskanzler hat klar und deutlich gesagt, was ihm die ländliche Entwicklung, was ihm der ländliche Raum, was ihm die Bergbauern, was ihm die Biobauern wert sind. Dafür steht unser Bundeskanzler. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Riepl: Der Minister lächelt dazu! Er lacht dich aus!
gleich mit Veto drohen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Riepl: Der Minister lächelt dazu! Er lacht dich aus!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Das war ein bisschen gewagt! – Ruf bei der ÖVP: Aber richtig!
Daher auch noch einmal der Appell an unseren Herrn Bundeskanzler: Kämpfen Sie wie ein Löwe für dieses Geld, damit Österreich auch weiterhin profitiert, die Bauern, die Umwelt profitieren können, damit die österreichische Landschaft auch weiterhin so grün bleiben kann, damit die Bauern auch weiterhin Tag für Tag dieses Grün schaffen können, Tag für Tag dieses Grün pflegen können! Denn ich glaube, mit dieser Leistung, die die Bauern hier an den Tag legen, sind sie ohnedies die wahren Grünen in diesem Land. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Das war ein bisschen gewagt! – Ruf bei der ÖVP: Aber richtig!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Hannes Weninger (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Diese Lobeshymnen von Seiten der ÖVP auf Bundeskanzler Werner Faymann und ihre enorme Erwartungshaltung erinnert mich als zeithistorisch Interessierten ein bisschen an die Ära Bruno Kreisky, die ja eine Ära war, in der die Bauern politisch am meisten profitiert haben. Irgendwie kommen da so Reminiszenzen auf. Aber ich kann Ihnen versichern, wir haben volles Vertrauen, dass sich der Herr Bundeskanzler für die Entwicklung des ländlichen Raums auch weiterhin aktiv einsetzen wird, vor allem auch mit der Unterstützung unseres Koalitionspartners. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Für eine engagierte Klimaschutzpolitik haben Sie in uns einen starken Verbündeten, und ich wünsche uns allen, dass die UNO-Klimakonferenz in Doha trotz der niedrigen Erwartungshaltungen ein Erfolg wird. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Jakob Auer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr verehrten Damen und Herren Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Besuchergruppe und Fanklub des Kollegen Gahr aus Wattens in Tirol! Herzlich willkommen hier beim Kapitel Landwirtschaft! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Ich danke dem Herrn Bundesminister für ein durchaus engagiertes Budget, das im Rahmen der Sanierungsbemühungen möglich war. Damit wird dem Stellenwert der Landwirtschaft auch Rechnung getragen. Es ist damit möglich, die notwendigen Kofinanzierungen sicherzustellen, es ist damit auch klar geregelt, dass Landwirtschaft ein bedeutender Faktor ist. Dafür ist durchaus Respekt und Anerkennung zu sagen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Jannach, dabei einen Zeitungsausschnitt in die Höhe haltend.
Ich war ganz gespannt, meine Damen und Herren, und natürlich konnte Kollege Jannach wiederum nicht von seiner alten Litanei abrücken. Ich habe gar nicht gewusst, dass er so ein gläubiger Mensch ist, er glaubt offensichtlich alles, was in der „Kleinen Zeitung“ steht. Aber was täte er denn, wenn er die „Kleine Zeitung“ nicht hätte? (Zwischenruf des Abg. Jannach, dabei einen Zeitungsausschnitt in die Höhe haltend.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Da Kollege Jannach wieder einmal den Herrn Bundesminister anzupatzen versucht hat, weil der Herr Bundesminister einige Inserate geschaltet hat: Herr Kollege Jannach, wer ist denn das? (Der Redner hält eine Zeitung in die Höhe.) – Ihr Parteikollege aus Oberösterreich, der hier groß und deutlich in der Gemeindezeitung inseriert! Was ist das anderes, als sich, wiederum bezahlt vom Land Oberösterreich, selbst ins Bild zu setzen? Meine Damen und Herren, Sie hätten Zeit, selbst für Ordnung zu sorgen! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.
Dass Kollege Huber heute die früheren Zeiten beklagt hat, das verstehe ich, denn die heutigen jungen Bauern glauben Ihrer Kaste, nämlich den Viehhändlern, nicht mehr alles. Dafür ist durchaus Verständnis da. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.) Da war früher mehr möglich. Die Zeiten sind vorbei, denn heute zählen Fakten und nicht die schönen Worte über Dinge, die dann meistens nicht eintreffen.
Zwischenruf des Abg. Huber.
Meine Damen und Herren! Man meint immer, der ländliche Raum sei nur die Förderungsperspektive für die bäuerliche Bevölkerung, doch ich habe hier eine nette Liste, was alles im ländlichen Raum finanziert wird. (Der Redner hält eine Broschüre in die Höhe.) Gleich an der zweiten Stelle ist der Referent für Naturschutz Oberösterreich zu finden, der knapp 1 Million € aus dem Budget für den ländlichen Raum kassiert. An der sechsten Stelle liegt ein Betrieb, natürlich ein Biobetrieb, mit knapp über 540 000 €. Und dann, Herr Kollege Huber, finden sich einige Viehhändlergroßbetriebe, die durchaus eine politische Verwandtschaft mit dem Kollegen Huber haben. (Zwischenruf des Abg. Huber.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne, meine Damen und Herren, hätten Sie Arbeit genug, bei sich selber nachzusehen, statt einen erfolgreichen Bundesminister anzupatzen. Aber offensichtlich ist es halt so: Er ist Ihnen zu erfolgreich, und daher müssen Sie ständig mit Schmutz um sich werfen. Passen Sie auf, dass nicht allzu viel Dreck an Ihnen hängenbleibt! (Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit.
Abgeordneter Mag. Josef Auer (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzter Herr Umweltminister! Nach meinem Namenskollegen Jakob Auer kommt jetzt der Josef Auer – Stichwort: Nährvater. Ich werde versuchen, die Emotionen wieder ein bisschen hinunterzufahren. (Heiterkeit.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner.
Daher mein Appell an Sie, Herr Minister: Die Österreicher sind zwar fleißig beim Sammeln von Altstoffen, aber eher träge bei der Müllvermeidung. Ohne Mehrweg wirft man mehr weg, könnte man sagen! Da wären schon noch Anreize zu schaffen. (Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner.) Es ist ganz wichtig, dass wir da Anreize schaffen und dass wir auch entsprechend Werbung machen. Das ist auch notwendig, Herr Minister, ob Sie wollen oder nicht. Allein in Wien könnte man bei der Umstellung von PET-Flaschen, von 1,5 Liter Mineralwasser-Flaschen, eine Erdölmenge von 5 Millionen Liter einsparen. Man sieht also, dass da sehr viel möglich wäre.
Beifall bei der SPÖ.
Es ist ja auch bei den Umsetzungen oft so: Die schwarze Reichshälfte, wenn es um das Eingemachte geht, dann – nicht nur in der Natur, also auch in der Politik – braucht man die Roten sehr wohl! (Beifall bei der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall. – Abg. Wöginger: Aber nur wegen ihr!
Ich bin, Herr Jakob Auer, nur ein kleiner Parlamentarier, deshalb habe ich eine beschränkte, also pauschalierte Redezeit, und deshalb kann ich zu den Redebeiträgen nicht mehr beisteuern. Vielleicht erlauben Sie mir aber doch einer Kollegin von uns, nämlich Frau Abgeordneter Andrea Gessl-Ranftl, die heute Geburtstag hat, zu gratulieren, und dann habe ich vielleicht Applaus von allen – im Sinne: für sie. – Danke schön. (Allgemeiner Beifall. – Abg. Wöginger: Aber nur wegen ihr!)
Beifall bei der SPÖ.
Die zweite Möglichkeit betrifft die systematische thermische Sanierung. Wir haben derzeit 100 Millionen € dafür vorgesehen, nur 52 Millionen wurden abgeholt. Da böte sich die Möglichkeit, neben privaten Haushalten und Wirtschaft den mehrgeschossigen Wohnbau und auch die öffentlichen Gebäude mithineinzunehmen. Denn hier wäre es sehr wichtig, weitere Akzente zu setzen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zu dem, was mein Kollege Plessl soeben angesprochen hat: Ich sehe es auch als äußerst positiv und vernünftig an, dass wir die thermische Sanierungsoffensive fortführen. Nachdem von Ihnen, Herr Minister, schon erwähnt wurde, dass heuer noch nicht alle Mittel abgeholt wurden, so möchte ich anregen, dass wir diese Aktion auch auf die Städte und Gemeinden ausweiten, denn wir haben doch alle in unseren Kommunen Schulhäuser, Gemeindehäuser, Amtshäuser, Kindergärten und so weiter, die thermisch zu sanieren wären. Damit wäre uns sicherlich geholfen. Wir würden dieses Geld sicherlich gerne in Anspruch nehmen, damit wir unsere Objekte auch sanieren könnten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich weiß schon, alle haben kein Geld, also müssen wir gemeinsam schauen, wie wir das schaffen. Aber ich denke doch: Wir sollten die Anliegen im ländlichen Raum, bei der ländlichen Bevölkerung für diese wichtige Infrastruktur ernst nehmen und nicht nur Lippenbekenntnisse von uns geben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Mich würde in diesem Zusammenhang interessieren, was nun mit diesen Rücklagen passiert, Herr Minister, wie Sie das Geld für den aktiven Umwelt- und Klimaschutz verwenden wollen, welche Ziele Sie mit dieser Rücklagenbildung verfolgen, und insbesondere auch, welche Zukunftsfragen Sie im Bereich Umwelt, Innovation und Technologie weiterverfolgen werden, denn es ist wichtig, das wir insgesamt auch die erneuerbaren Energien ausbauen, um da auch Nachhaltigkeit und Effizienz zu erzielen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Dieses Budget ist geprägt von Mutlosigkeit zur Veränderung, von gegenseitiger Blockade und von Furcht vor Veränderung. Sowohl ausgabenseitig als auch einnahmenseitig ist dieses Budget Ausdruck der chronischen Ideenlosigkeit, welche Rot und Schwarz zu einem ungenießbaren Einheitsbrei zusammengeschweißt hat. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Dass die Länder gut arbeiten, traue ich mich am Beispiel Niederösterreich sehr gerne sagen. Denn: Niederösterreich hat die Spitäler ins Land hereingenommen, und seit die Spitäler vom Land verwaltet werden, zusammengeführt in der Landeskliniken-Holding, ist von 2007 bis 2011 der Zuschuss der Träger von 200 Millionen € auf 122 Millionen € gesunken. – Tolle Leistung, kann man sagen, weil eben mit dem Steuergeld vor Ort ausreichend gut gearbeitet wird. Es wird mehr aus dem Euro gemacht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Republik funktioniert. Die Verwaltungsreform auch. In Niederösterreich zumindest haben wir schon das neue Beamtendienstrecht und machen viele Schritte, um das Geld besser einzusetzen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Es hat sich schon aufgebaut, als die ganze Typenentscheidung noch auf das schwedische Fabrikat ausgerichtet war, unser Argument, dass das mit den Gegengeschäften nicht stimmt. Es hat sich schon abgezeichnet, dass dann ganz komische Dinge passiert sind. Unsere Vorhalte waren immer zum Teil schon belegt, dass es sich niemals mit 200 Prozent Kompensation ausgeht. Niemals, diese Gegengeschäfte wird es nicht geben! Die hat es im Übrigen dann auch nicht gegeben. Wenn es sie gibt, sind sie in der Regel ein Schmäh und Schwindel – also als Testat im Ministerium –, oder wenn wirklich unmittelbar Geld geflossen ist, dann handelt es sich um ein Schmiergeldkarussell. Genau vor dem Punkt stehen wir jetzt. (Beifall bei den Grünen.)
in Richtung Bundesministerin Dr. Fekter
Also entweder ein Gegengeschäfts-Schmäh oder ein Schmiergeldkarussell! Ich sehe nun wirklich nicht ein, dass sich die jetzige Regierung nicht ein bisschen flotter bemüht, hier noch zu retten, was zu retten ist. Denn in Kenntnis des Vertrags von damals könnten wir hier sehr viel Geld zurückholen! Das sollten Sie sich (in Richtung Bundesministerin Dr. Fekter) gleich auf die Fahnen schreiben, wenn Sie sonst schon die Anwältin der SteuerzahlerIn sein wollen. (Abg. Hörl: Ist sie ja!)
Abg. Hörl: Ist sie ja!
Also entweder ein Gegengeschäfts-Schmäh oder ein Schmiergeldkarussell! Ich sehe nun wirklich nicht ein, dass sich die jetzige Regierung nicht ein bisschen flotter bemüht, hier noch zu retten, was zu retten ist. Denn in Kenntnis des Vertrags von damals könnten wir hier sehr viel Geld zurückholen! Das sollten Sie sich (in Richtung Bundesministerin Dr. Fekter) gleich auf die Fahnen schreiben, wenn Sie sonst schon die Anwältin der SteuerzahlerIn sein wollen. (Abg. Hörl: Ist sie ja!)
Beifall bei den Grünen.
Also, schlagen Sie sich auf die richtige Seite, Frau Ministerin! Schlagen Sie sich auf die richtige Seite und schauen wir, dass wir hier die Milliarden zurückbekommen. Es steht uns zu! (Beifall bei den Grünen.) Wenn Sie das machen, können wir das andere ja begraben: dass die Opposition ohnehin schon immer recht gehabt hat. Aber in dem Fall haben wir recht gehabt, und zwar so was von recht! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Also, schlagen Sie sich auf die richtige Seite, Frau Ministerin! Schlagen Sie sich auf die richtige Seite und schauen wir, dass wir hier die Milliarden zurückbekommen. Es steht uns zu! (Beifall bei den Grünen.) Wenn Sie das machen, können wir das andere ja begraben: dass die Opposition ohnehin schon immer recht gehabt hat. Aber in dem Fall haben wir recht gehabt, und zwar so was von recht! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Kogler: Finanzmarktfragen!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Herr Präsident! Kollege Kogler, ich sehe das auch so: Bei den Banken sind es 5,8 Milliarden, glaube ich, bis Ende 2013 prognostizierter Nettoverlust. Das muss man sich im Parlament natürlich genauer anschauen, und selbstverständlich auch die Gegengeschäfte. Das hat nur mit der gegenständlichen Debatte jetzt eher am Rande zu tun, zumindest das mit dem Eurofighter jedenfalls am Rande, aber sei’s drum. (Abg. Mag. Kogler: Finanzmarktfragen!)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist schon wieder dieselbe Rede, die können wir bald mitreden! Setzen Sie sich einmal hin und schreiben Sie eine neue!
Es ist relativ einfach: Durch Arbeit verdient werden zirka 60 Prozent des Kuchens, sage ich einmal, oder des Gesamteinkommens. Es bekommen zirka 60 Prozent diejenigen, die für ihr Geld arbeiten gehen; 40 Prozent sind Kapital- und Vermögenseinkommen. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist schon wieder dieselbe Rede, die können wir bald mitreden! Setzen Sie sich einmal hin und schreiben Sie eine neue!) Und wenn Sie anschauen, wie wir unsere Steuern einnehmen, ist es so, dass mehr als
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Glauben Sie eigentlich ... immer dieselbe Rede?
Das heißt: 60 Prozent des Kuchens, aber 85 Prozent der Rechnung auf der einen Seite! Auf der anderen Seite: 40 Prozent des Kuchens, aber nur 15 Prozent der Rechnung. Das ist natürlich eine Ungerechtigkeit, und das führt auch zu weniger Beschäftigten und zu vielen strukturellen Problemen. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Glauben Sie eigentlich ... immer dieselbe Rede?)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Die da wären?
Ich denke, dass es ganz, ganz wesentlich ist, dass wir Abgeordnete jetzt auch im gesamten Begleitprozess der Budgetkontrolle darauf hinwirken, dass sich beim nächsten Vorliegen eines Bundesfinanzgesetzes alle an den guten Ressorts orientieren (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Die da wären?) und jene, die das heuer noch nicht so gut umgesetzt haben (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Zählen Sie sie einmal auf! Wer sind die guten?), es besser umsetzen, dass dieses Instrument auch wesentlich wirkungsvoller wird, dass es zu dem wird, was wir alle hier einstimmig beschlossen haben, nämlich zu einem Steuerungsinstrument der Verwaltung und der Politik, mit dem wir wesentlich mehr anfangen als mit Tausenden von Zahlen. Das war der Beschluss, den wir gefasst haben; dieser ist noch nicht zu hundert Prozent umgesetzt und noch nicht zu hundert Prozent mit Leben erfüllt.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Zählen Sie sie einmal auf! Wer sind die guten?
Ich denke, dass es ganz, ganz wesentlich ist, dass wir Abgeordnete jetzt auch im gesamten Begleitprozess der Budgetkontrolle darauf hinwirken, dass sich beim nächsten Vorliegen eines Bundesfinanzgesetzes alle an den guten Ressorts orientieren (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Die da wären?) und jene, die das heuer noch nicht so gut umgesetzt haben (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Zählen Sie sie einmal auf! Wer sind die guten?), es besser umsetzen, dass dieses Instrument auch wesentlich wirkungsvoller wird, dass es zu dem wird, was wir alle hier einstimmig beschlossen haben, nämlich zu einem Steuerungsinstrument der Verwaltung und der Politik, mit dem wir wesentlich mehr anfangen als mit Tausenden von Zahlen. Das war der Beschluss, den wir gefasst haben; dieser ist noch nicht zu hundert Prozent umgesetzt und noch nicht zu hundert Prozent mit Leben erfüllt.
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, es ist sehr, sehr wichtig, dass wir Abgeordnete hier auch darauf achten – vollkommen unabhängig davon, ob wir in einer Regierungsfraktion oder in einer Oppositionsfraktion sitzen –, dass das besser wird. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Ich habe ja die Schwarzen ...!
Abgeordneter Mag. Rainer Widmann (BZÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Kollege Kogler, wir vom BZÖ sind ganz bei dir: Wenn es bei den Eurofightern Missstände gegeben hat, Korruption gegeben hat, dann klären wir das gemeinsam auf! Untersuchungsausschuss, was auch immer, die Karten auf den Tisch legen. (Abg. Mag. Kogler: Ich habe ja die Schwarzen ...!) Aber vor einem warne ich schon: Leeren
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.
wir mit diesem ... (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.) Man muss auch einen Schritt weiterdenken: Was passiert dann?
Beifall beim BZÖ.
In dem Vertrag steht ja drinnen: Wenn es Korruption gegeben hat, dann muss auch rückabgewickelt werden. Selbstverständlich, aber eines möchte ich nicht haben: dass wir damit auch das Bundesheer demolieren. Da muss man sich die Frage stellen: Wie schaut es dann mit der Luftraumverteidigung aus? (Beifall beim BZÖ.) Das ist eine ganz korrekte Frage, die es zu stellen gilt. Ich habe bei euch immer den Verdacht, liebe Kollegen von den grünen Grünen, dass ihr eigentlich das Bundesheer damit auch schädigen wollt. Das gibt es mit uns mit Sicherheit nicht!
Abg. Dr. Moser hat sich zur Regierungsbank begeben und spricht dort mit Bundesministerin Dr. Fekter.
Aber jetzt zum Kollegen Krainer: Seine Reden zur Reichensteuer sind manchmal schon ein bisschen inflationär. Heute ist mir das Taferl bei ihm abgegangen. Ich habe immer den Verdacht, dass die SPÖ hier nur noch monoton die Reichensteuerplatte auflegt, um damit auch das Tor für weitere Belastungen zu öffnen. Aber wir haben bereits jetzt eine Belastungsquote, die im europäischen Vergleich sensationell ist, von 43,1 Prozent. Da müsste man eigentlich etwas tun. (Abg. Dr. Moser hat sich zur Regierungsbank begeben und spricht dort mit Bundesministerin Dr. Fekter.) – Frau Kollegin Moser und Frau Finanzminister, wenn Sie vielleicht Ihre Gespräche später fortführen könnten!
Beifall beim BZÖ.
Im Hinblick darauf, dass auch der Mittelstand bereits jetzt durch hohe Steuern belastet wird, ist außerdem zu sehen, dass der Euro seit der Einführung einen Kaufkraftverlust gebracht hat. Da gibt es entsprechende Studien, die besagen: bis zu 35 Prozent Kaufkraftverlust seit der Einführung des Euro! Also, meine sehr geehrten Damen und Herren von SPÖ und ÖVP, es geht nicht, hier immer nur, so wie heute, die Politikergehälter in die Höhe schnellen zu lassen und das dann mit höheren Belastungen zu decken! Das ist nicht der Weg, den wir wollen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das heißt, wir brauchen nicht nur eine Schuldenbremse, Frau Finanzminister. Wir brauchen auch eine Steuerbelastungsbremse! Das ist der richtige Weg für dieses Land. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren von der ÖVP und von der SPÖ! Wenn Sie sachpolitisch etwas weiterbringen wollen und sich selbst beim Wort nehmen, dann müssen Sie diese drei Anträge heute unterstützen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir sollten uns bemühen, über die Ausgabenseite entsprechenden Raum für unsere Budgets zu schaffen. Das gelingt auch, weil entsprechende Maßnahmen seitens der ÖVP-Finanzminister zuvor und der jetzigen ÖVP-Finanzministerin auch im Vorfeld durch strenge Budgetdisziplin, durch Strukturreformen, aber auch durch Offensivmaßnahmen in der Vergangenheit geschaffen wurden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Das sollen wir jetzt glauben! – Abg. Steindl – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Stimmt alles! – Abg. Bucher: Lass dich nicht irritieren!
Besten Dank. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Das sollen wir jetzt glauben! – Abg. Steindl – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Stimmt alles! – Abg. Bucher: Lass dich nicht irritieren!)
Abg. Amon: Aber nicht persönlich!
Um das zu verdeutlichen, ein kleines Beispiel: Sie, Frau Finanzminister, machen 1 Million € Schulden jede Stunde. (Abg. Amon: Aber nicht persönlich!) Das ist schon relativ viel, aber noch vertretbar nach Ihren Aussagen. Die Griechen machen 10 Millionen neue Schulden pro Stunde. Ein Land, das nicht viel größer ist und vor allem von der Wirtschaftsleistung her nicht viel besser ist als wir, macht zehnmal so viel Schulden wie wir. Erklären Sie mir jetzt eines: Wenn wir schon sparen müssen, wie Sie das immer unterstellen – was ja auch Sinn macht –, wie schaffen das die Griechen? Wie sollen sie das zurückzahlen, wenn sie zehnmal so viel neue Schulden machen wie wir? – Also, das kann nicht funktionieren. Sie müssten also theoretisch diese Kredite an die Griechen ausbuchen, das tun Sie aber nicht.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Was heißt das?
Noch eine Sache zum Euro: Wir sind auf der einen Seite für Europa, für ein starkes Europa als Friedensprojekt, aber auf der anderen Seite stehen wir dem Euro kritisch gegenüber. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Was heißt das?) Nicht aus Jux und Tollerei, der Euro wäre grundsätzlich eine gute Idee gewesen, die auch zu unterstützen wäre. Das Problem war nur, dass der Euro einen Geburtsfehler hatte: Es waren unterschiedliche Länder mit unterschiedlichen Wirtschaftsleistungen und vor allem – was ja immer wieder vergessen wird – mit unterschiedlichen Handelsbilanzen dabei. Das ist ja das Problem.
Bundesministerin Dr. Fekter: Zulasten unserer Exportwirtschaft!
Wenn ein Land eine negative Handelsbilanz hat, das heißt, mehr importiert, als es exportiert, dann wertet die Währung automatisch ab. Dadurch werden die Exporte gefördert und die Importe gedämpft, das heißt, es entsteht eine automatische Dämpfung des Problems. Das war in der Vergangenheit so. Das war bei Griechenland so, das war bei Spanien so, das war bei Italien so. Immer dann, wenn die Griechen, die Spanier, die Italiener und wie sie alle heißen, zu viel importiert und zu wenig exportiert haben und damit eine negative Handelsbilanz hatten, hat sich die Währung dementsprechend bewegt, meistens nach unten. In Italien haben wir das über Jahrzehnte immer wieder erlebt. Damit wurde das Problem aus der Welt geschafft, aufgrund der Mechanismen, die ich vorhin erklärt habe. (Bundesministerin Dr. Fekter: Zulasten unserer Exportwirtschaft!) – Ja, das mag sein, Frau Minister.
Abg. Höfinger: Eins und zwei!
Natürlich können wir über einen nationalen Euro, über eine nationale Währung nachdenken, all das ist möglich, aber letztlich müssen wir begreifen, wenn wir eine gemeinsame Währung haben, gibt es nur zwei Möglichkeiten (Abg. Höfinger: Eins und zwei!): entweder wir haben Länder, die ähnliche Wirtschaftsräume haben, die also von der Wirtschaftsleistung, von der Handelsbilanz ähnlich sind – dann funktioniert es – oder es gibt gewaltige Probleme, und das sehen wir ja. – Ich weiß, dass das wahnsinnig witzig ist, was ich hier sage.
Ruf bei der FPÖ: Frank Stronach!
Idee dazu? Wer wird das zahlen, was glauben Sie? (Ruf bei der FPÖ: Frank Stronach!) – So viel kann sich der Frank auch nicht leisten. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Nicht?)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Nicht?
Idee dazu? Wer wird das zahlen, was glauben Sie? (Ruf bei der FPÖ: Frank Stronach!) – So viel kann sich der Frank auch nicht leisten. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Nicht?)
Beifall beim Team Stronach.
Ich weiß, ich langweile Sie heute hier. Aber ich glaube, dass es in einer Finanzdebatte, wenn wir über das Budget, über die ganz wichtigen Dinge, die uns alle betreffen, sprechen, sehr wichtig ist, darüber zu sprechen, dass es im Raum steht, dass die Spareinlagen der Österreicher gefährdet sind. Das steht im Raum! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Und an Sie, Frau Minister – ich weiß, Sie sind natürlich mit wichtigeren Dingen beschäftigt –, an Sie, Frau Minister, also: Es wäre notwendig, all die Risken, die ich Ihnen aufgezählt habe, auch ins Budget aufzunehmen, um ein wirklich vernünftiges und vor allem vorausschauendes Budget zu erstellen. Das haben sich die Menschen verdient, und das haben auch wir uns verdient. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der ÖVP.
Über 3 Millionen Österreicherinnen und Österreicher und 340 000 Unternehmen nützen das elektronische Portal FinanzOnline. Der Amtsweg, für den man früher ins Finanzamt hat gehen müssen, kann komfortabel von zu Hause aus erledigt werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Da wird man dann durchs Volk nicht mehr belästigt!
Das Unternehmensserviceportal, federführend durch das BMF, also das Finanzministerium, betrieben, baut seine Vorreiterrolle im E-Government weiter aus. Wir arbeiten mit den anderen Ressorts zusammen, um ein Portal für alle Bundesaktivitäten zu haben, die man im Verwaltungsbereich hat – Sozialversicherung, Firmenbuch, Förderungen, Statistik Austria, aber auch sicherheitspolizeiliche Meldungen et cetera. Das spart Zeit und Kosten. (Abg. Ing. Westenthaler: Da wird man dann durchs Volk nicht mehr belästigt!)
Beifall bei der ÖVP.
Darüber hinaus, meine sehr verehrten Damen und Herren, ist es mir ein besonderes Anliegen, dass wir die Betrugsbekämpfung im steuerlichen Bereich weiter forcieren. Für mich gilt: 100 Prozent Einsatz für die Ehrlichen, aber auch 100 Prozent Einsatz beim Kampf gegen die organisierte Kriminalität, gegen Schwarzarbeit, gegen Steuerbetrug, gegen Wettbewerbskarussell. Diese Betrügereien sind keine Kavaliersdelikte, nein, sie schaden dem Standort, sie sind wettbewerbsverzerrend und sie demotivieren die braven Steuerzahler und schaden der Steuermoral. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Alleine bei der Kraftfahrzeugsteuer NoVA war die Umgehung gang und gäbe, sogar bei großen Konzernen, die 100 Autos und mehr im Nachbarland angemeldet haben, nur um die NoVA zu umgehen. Auch die haben wir geschnappt, und beim NoVA-Betrug haben wir heuer bereits um die 50 Millionen € frisch eingenommen. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Da würde hier herinnen das Licht ausgehen!
Es begleiten uns diese Finanzdienstleistungen im alltäglichen Leben, ohne dass es uns auffällt. Würde das nicht mehr funktionieren, würden wir den Finanzsektor kollabieren lassen, käme kein Geld mehr aus den Bankomaten, könnte man im Supermarkt nicht mehr mit der Kreditkarte bezahlen, würde die Energierechnung nicht mehr überwiesen und dann plötzlich der Strom abgezwickt werden, würde kein Bargeld mehr verfügbar sein – und genau dies wollen wir verhindern. (Abg. Ing. Westenthaler: Da würde hier herinnen das Licht ausgehen!) Wir sichern den Finanzsektor zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger. (Abg. Ing. Westenthaler: Welch unfassbarer Schwachsinn! Da säßen wir wohl alle im Dunklen, wenn es Fekter nicht gäbe, da würde kein Strom mehr fließen!)
Abg. Ing. Westenthaler: Welch unfassbarer Schwachsinn! Da säßen wir wohl alle im Dunklen, wenn es Fekter nicht gäbe, da würde kein Strom mehr fließen!
Es begleiten uns diese Finanzdienstleistungen im alltäglichen Leben, ohne dass es uns auffällt. Würde das nicht mehr funktionieren, würden wir den Finanzsektor kollabieren lassen, käme kein Geld mehr aus den Bankomaten, könnte man im Supermarkt nicht mehr mit der Kreditkarte bezahlen, würde die Energierechnung nicht mehr überwiesen und dann plötzlich der Strom abgezwickt werden, würde kein Bargeld mehr verfügbar sein – und genau dies wollen wir verhindern. (Abg. Ing. Westenthaler: Da würde hier herinnen das Licht ausgehen!) Wir sichern den Finanzsektor zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger. (Abg. Ing. Westenthaler: Welch unfassbarer Schwachsinn! Da säßen wir wohl alle im Dunklen, wenn es Fekter nicht gäbe, da würde kein Strom mehr fließen!)
Abg. Bucher: 15 Milliarden €!
Die Auszahlungen an Hypo Alpe-Adria oder an die KA Finanz werden uns noch eine Zeit lang begleiten. Bedauerlicherweise hat das Land Kärnten eine so horrende Summe an Haftungen übernommen, nämlich 17 Milliarden €, die immer noch ausständig sind. (Abg. Bucher: 15 Milliarden €!) Das heißt: Würde ich die Hypo pleitegehen lassen, würden die Steuerzahler schlagartig diese Haftungen, die Kärnten übernommen hat, zahlen müssen, und das will ich so nicht sofort realisieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Auszahlungen an Hypo Alpe-Adria oder an die KA Finanz werden uns noch eine Zeit lang begleiten. Bedauerlicherweise hat das Land Kärnten eine so horrende Summe an Haftungen übernommen, nämlich 17 Milliarden €, die immer noch ausständig sind. (Abg. Bucher: 15 Milliarden €!) Das heißt: Würde ich die Hypo pleitegehen lassen, würden die Steuerzahler schlagartig diese Haftungen, die Kärnten übernommen hat, zahlen müssen, und das will ich so nicht sofort realisieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Und so, wie wir Kärnten nicht fallen lassen, so lassen wir auch Griechenland nicht fallen. Griechenland ist in der Euro-Zone, und daher stehen wir zueinander. Wir wollen die Euro-Zone nicht auseinanderbröseln lassen, aber wir sind dahinter, dass Griechenland seine Auflagen erfüllt. Und daher, Herr Lugar: Es ist nicht richtig, was Sie hier den Menschen erzählt haben, dass beispielsweise die Schulden vergemeinschaftet wurden! Nein, wir haben Auflagen erteilt: 300 Auflagen muss Griechenland erfüllen, bevor es überhaupt Geld sieht. Und abschreiben tue ich die Kredite, die wir Griechenland gewährt haben, natürlich nicht! Ich erwarte, dass sie langfristig – ich gebe zu, langfristig – diese Schulden zurückzahlen. Würde ich sie jetzt schon abschreiben, wären sie verloren. Das will ich dem Steuerzahler nicht zumuten. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Bucher: Wo denn? – Abg. Mag. Kogler: Das wird doch alles gekürzt!
Dass Österreich international gut dasteht, zeigen die Bewertungen der Rating-Agenturen. Ich weiß schon, die Opposition ist nicht zufrieden mit unserer Politik, aber international wird gelobt, wie wir vorgehen, wie wir das Land stabilisieren, wie wir konsolidieren, wie wir uns darum kümmern, dass wir Wachstumsimpulse setzen, dass wir Aktionen setzen, Zukunftsinvestitionen vornehmen in die Universitäten, in die Bildung, in die Klimafrage mit der thermischen Sanierung. (Abg. Bucher: Wo denn? – Abg. Mag. Kogler: Das wird doch alles gekürzt!) Das wird international ganz genau analysiert, und nichtsdestotrotz haben wir Triple A bei Moody’s und Triple A bei Fitch mit stabilem Ausblick. Da glaube ich allemal den internationalen Experten mehr als den Propaganda-Apokalyptikern der Opposition. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Dass Österreich international gut dasteht, zeigen die Bewertungen der Rating-Agenturen. Ich weiß schon, die Opposition ist nicht zufrieden mit unserer Politik, aber international wird gelobt, wie wir vorgehen, wie wir das Land stabilisieren, wie wir konsolidieren, wie wir uns darum kümmern, dass wir Wachstumsimpulse setzen, dass wir Aktionen setzen, Zukunftsinvestitionen vornehmen in die Universitäten, in die Bildung, in die Klimafrage mit der thermischen Sanierung. (Abg. Bucher: Wo denn? – Abg. Mag. Kogler: Das wird doch alles gekürzt!) Das wird international ganz genau analysiert, und nichtsdestotrotz haben wir Triple A bei Moody’s und Triple A bei Fitch mit stabilem Ausblick. Da glaube ich allemal den internationalen Experten mehr als den Propaganda-Apokalyptikern der Opposition. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
All das lässt uns besser dastehen als alle Nachbarn rund um uns, und, meine sehr verehrten Damen und Herren, das fußt darauf, dass die Österreicherinnen und Österreicher ein leistungsbereites, fleißiges Volk sind, und darauf stützt sich auch unsere gute Situation, unser Wohlstand. Ein Danke an die Bürgerinnen und Bürger! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zahlreiche Zwischenrufe bei FPÖ, BZÖ und Team Stronach.
Abgeordnete Mag. Laura Rudas (SPÖ): Herr Präsident! Frau Ministerin! Das klang jetzt doch nicht ganz so nach Koalition mit der Opposition. Beim Kollegen Lugar – ich merke mir Namen, Gott sei Dank – und bei dessen Vorrednern verstehe ich etwas nicht ganz: Ich kann das BZÖ und die Stronach-Partei auseinanderhalten, denn das BZÖ hat so einen Button. Vielleicht können die Blauen sich auch irgendeinen Button draufgeben, damit wir uns ein bisschen leichter tun, denn wir kennen uns einfach nicht aus. Die Vertreter von allen drei Parteien, die einmal eine waren, dann zwei und dann plötzlich drei, reden eigentlich noch immer dasselbe. (Zahlreiche Zwischenrufe bei FPÖ, BZÖ und Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stefan: Sie könnten sich einen Stern anstecken!
Ich weiß nicht, warum Sie sich überhaupt gespalten haben. Und dann lese ich in der Zeitung, dass eigentlich alle Parteien, die ja schon einmal eine waren, dann ohnehin wieder miteinander koalieren wollen. Kein Mensch kennt sich mehr aus, Kolleginnen und Kollegen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stefan: Sie könnten sich einen Stern anstecken!)
Beifall bei der SPÖ.
Trotzdem haben wir – mein Kollege Krainer hat das angesprochen – in einem Bereich Aufholbedarf und, Herr Kollege Steindl, wir werden nicht müde, es zu wiederholen: Wir müssen den Faktor Arbeit entlasten, die echten Leistungsträger in unserem Land entlasten und Vermögen und Vermögenszuwächse stärker heranziehen, denn da geht es eben vor allem auch um Leistungsgerechtigkeit. – Danke vielmals. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Rudas: Steckt bitte trotzdem einen Button an!
Abgeordneter Maximilian Linder (FPÖ): Herr Präsident! Frau Minister! Geschätzte Kolleginnen! Geschätzte Kollegen! Frau Abgeordnete Rudas, uns überrascht es überhaupt nicht, dass Sie sich nicht auskennen. Das haben wir auch nicht erwartet von Ihnen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Rudas: Steckt bitte trotzdem einen Button an!)
Abg. Mag. Schickhofer: Da müssen Sie nur ins Internet schauen! Dort ist alles übersichtlich aufgelistet!
(Abg. Mag. Schickhofer: Da müssen Sie nur ins Internet schauen! Dort ist alles übersichtlich aufgelistet!) – Interessant! Dann erklären Sie das Herrn Berger vom Budgetdienst. Es waren seine Anregungen, dass das geschehen soll. Es mag ja sein, dass Sie intelligenter sind als er, aber okay: Wieder das Gleiche, dass ihr euch nicht auskennt.
Beifall bei der FPÖ.
Ich fordere Sie auf: Stehen Sie zum ländlichen Raum! Sorgen Sie dafür, dass die Gemeinden auch in der Lage sind, diese Bereiche zu erhalten. Das macht die Vielfalt von Österreich aus, und die soll uns erhalten bleiben. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Abgeordnete Petra Bayr (SPÖ): Herr Präsident! Frau Ministerin! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren! Es ist sehr erfreulich, dass sich im Budget des Jahres 2013 mit der Dotierung der internationalen Finanzinstitutionen gemäß IFI-Beitragsgesetz auch im Budget des Finanzministeriums wirklich wichtige und entwicklungspolitisch relevante Institutionen finden, die unterstützt werden. Aber natürlich wissen wir alle, dass, abgesehen von finanziellen Zuwendungen, für eine umfassende Entwicklung auch eine dementsprechende kohärente Politik vonnöten ist, und diese ist natürlich auch im Bereich des Finanzministeriums durchaus machbar. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Grünewald.
Wir haben ja im österreichischen Parlament, konkret im Landwirtschaftsausschuss, etwa vor zwei Jahren einen Fünf-Parteien-Antrag beschlossen, wo wir uns gegen die Spekulation mit Lebensmitteln aussprechen. Ich glaube, das wären zwei weitere wichtige Schritte: erstens den außerbörslichen Handel mit hineinzunehmen und zweitens auch Obergrenzen für die einzelnen Händler zu beschließen. Das würde wirklich helfen. Das wäre ein kohärentes und starkes wirtschafts- und finanzpolitisches Mittel, um den Hunger und die Armut in dieser Welt zu bekämpfen. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Grünewald.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Bruno Rossmann (Grüne): Herr Präsident! Frau Ministerin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Ja, wenn ich Ihnen, Frau Ministerin, zuhöre, dann könnte ich glauben, Österreich ist, was die Makroperformance anlangt, das beste aller Länder. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Österreich steht nicht schlecht da – das habe ich schon vorgestern gesagt (Beifall bei den Grünen) –, das heißt aber noch lange nicht, dass alles zum Besten steht in dieser Republik, insbesondere nicht bei den verstaatlichten Banken.
Beifall bei den Grünen
Abgeordneter Mag. Bruno Rossmann (Grüne): Herr Präsident! Frau Ministerin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Ja, wenn ich Ihnen, Frau Ministerin, zuhöre, dann könnte ich glauben, Österreich ist, was die Makroperformance anlangt, das beste aller Länder. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Österreich steht nicht schlecht da – das habe ich schon vorgestern gesagt (Beifall bei den Grünen) –, das heißt aber noch lange nicht, dass alles zum Besten steht in dieser Republik, insbesondere nicht bei den verstaatlichten Banken.
Bundesministerin Dr. Fekter: Apokalyptiker!
Wenn Sie uns da G’schichterln zur Finanzmarktstabilität auftischen wollen, die da lauten: Wir machen die Finanzmarktstabilität und buttern Geld in die verstaatlichten Banken, damit bei den Bankomaten nicht die Lichterln ausgehen!, dann habe ich sehr wenig Verständnis dafür, Frau Ministerin. Ich habe schon gar kein Verständnis dafür, wenn Sie die Politiker der Oppositionsparteien als Propaganda-Analytiker bezeichnen. (Bundesministerin Dr. Fekter: Apokalyptiker!)
Beifall bei den Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Fundamentale Opposition! – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.
Pardon, als „Apokalyptiker“. Wenn ich der Propaganda-Apokalyptiker bin, so wie Sie mich bezeichnen, dann würde ich meinen, Frau Ministerin, Sie sind die Propaganda-Chefin dieser Bundesregierung. (Beifall bei den Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Fundamentale Opposition! – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.) – Ja, Frau Ministerin, tut mir leid, aber ich sehe das so.
Abg. Dr. Moser: Das ist eigentlich zentral!
Eine Erfolgsgeschichte ist mit Sicherheit die Großbetriebsprüfung in Österreich, denn das Mehrergebnis, das diese Großbetriebsprüfung in Österreich im Jahr 2011 erzielt hat, betrug sage und schreibe 1,2 Milliarden €, mit Bundesbediensteten in der Größenordnung von 467. Mit Recht kann man diese Großbetriebsprüfung als die Cashcow der Finanzverwaltung bezeichnen. Das Bruttoergebnis pro Bediensteten liegt bei rund 2,6 Millionen €. Wenig Verständnis habe ich allerdings dafür, dass Sie in dieser Situation seit der Neustrukturierung der Großbetriebsprüfung den Personalstand permanent abgebaut haben, nämlich von 500 im Jahr 2009 auf 451 im Jahr 2012. (Abg. Dr. Moser: Das ist eigentlich zentral!) Vor allem verstehe ich das deshalb nicht, weil zwischen der Finanz und den Unternehmen in den Schlussbesprechungen über die Unternehmungen nicht Waffengleichheit herrscht. (Abg. Gahr: Kommunisten!) Da sitzt im Regelfall ein Finanzbeamter, eine Finanzbeamtin, maximal zwei, einer Armada von SteuerberaterInnen und Wirtschaftstreuhändern gegenüber. Frau Ministerin! Stellen Sie in diesem Bereich mehr Leute ein, dann werden wir auch mehr Ergebnisse erzielen können! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Gahr: Kommunisten!
Eine Erfolgsgeschichte ist mit Sicherheit die Großbetriebsprüfung in Österreich, denn das Mehrergebnis, das diese Großbetriebsprüfung in Österreich im Jahr 2011 erzielt hat, betrug sage und schreibe 1,2 Milliarden €, mit Bundesbediensteten in der Größenordnung von 467. Mit Recht kann man diese Großbetriebsprüfung als die Cashcow der Finanzverwaltung bezeichnen. Das Bruttoergebnis pro Bediensteten liegt bei rund 2,6 Millionen €. Wenig Verständnis habe ich allerdings dafür, dass Sie in dieser Situation seit der Neustrukturierung der Großbetriebsprüfung den Personalstand permanent abgebaut haben, nämlich von 500 im Jahr 2009 auf 451 im Jahr 2012. (Abg. Dr. Moser: Das ist eigentlich zentral!) Vor allem verstehe ich das deshalb nicht, weil zwischen der Finanz und den Unternehmen in den Schlussbesprechungen über die Unternehmungen nicht Waffengleichheit herrscht. (Abg. Gahr: Kommunisten!) Da sitzt im Regelfall ein Finanzbeamter, eine Finanzbeamtin, maximal zwei, einer Armada von SteuerberaterInnen und Wirtschaftstreuhändern gegenüber. Frau Ministerin! Stellen Sie in diesem Bereich mehr Leute ein, dann werden wir auch mehr Ergebnisse erzielen können! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Eine Erfolgsgeschichte ist mit Sicherheit die Großbetriebsprüfung in Österreich, denn das Mehrergebnis, das diese Großbetriebsprüfung in Österreich im Jahr 2011 erzielt hat, betrug sage und schreibe 1,2 Milliarden €, mit Bundesbediensteten in der Größenordnung von 467. Mit Recht kann man diese Großbetriebsprüfung als die Cashcow der Finanzverwaltung bezeichnen. Das Bruttoergebnis pro Bediensteten liegt bei rund 2,6 Millionen €. Wenig Verständnis habe ich allerdings dafür, dass Sie in dieser Situation seit der Neustrukturierung der Großbetriebsprüfung den Personalstand permanent abgebaut haben, nämlich von 500 im Jahr 2009 auf 451 im Jahr 2012. (Abg. Dr. Moser: Das ist eigentlich zentral!) Vor allem verstehe ich das deshalb nicht, weil zwischen der Finanz und den Unternehmen in den Schlussbesprechungen über die Unternehmungen nicht Waffengleichheit herrscht. (Abg. Gahr: Kommunisten!) Da sitzt im Regelfall ein Finanzbeamter, eine Finanzbeamtin, maximal zwei, einer Armada von SteuerberaterInnen und Wirtschaftstreuhändern gegenüber. Frau Ministerin! Stellen Sie in diesem Bereich mehr Leute ein, dann werden wir auch mehr Ergebnisse erzielen können! (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der ÖVP: Der hat ja keine Ahnung!
Zweiter Punkt: Wo ich bei Ihnen bin, Frau Finanzministerin, das ist bei der Frage des Euro (Ruf bei der ÖVP: Der hat ja keine Ahnung!) – ich habe eine kurze Anfrage dazu gemacht; schauen Sie sich einmal die Zahlen an, ich kann sie Ihnen gerne zur Verfügung stellen – und der Aufrechterhaltung der Euro-Zone. Da haben die Grünen eine ganz klare Haltung. Allerdings, Frau Ministerin, warum haben Sie es in Ihrem Beitrag versäumt, uns zu erklären, wie Sie sich am kommenden Dienstag in Brüssel verhalten werden? Da steht die Entscheidung an, wie es mit Griechenland weitergehen wird. Wenn ich in den Zeitungen lese, dass die Finanzierungslücke 32,6 Milliarden € beträgt und dass nur ein Teil davon finanziert werden soll, nämlich nur bis 2014 rund 13 Milliarden €, so frage ich Sie: Mit welchen Instrumenten werden Sie das tun, und welche Auswirkungen auf die Republik Österreich wird das haben? Ich fordere Sie daher auf, sich noch einmal zu Wort zu melden und uns, dem Hohen Haus, klipp und klar zu erzählen, welchen Standpunkt Sie am kommenden Dienstag im ECOFIN-Rat in dieser Frage einnehmen werden, denn das ist nicht ganz irrrelevant für die Budgetbelastungen, die auf uns zukommen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Zweiter Punkt: Wo ich bei Ihnen bin, Frau Finanzministerin, das ist bei der Frage des Euro (Ruf bei der ÖVP: Der hat ja keine Ahnung!) – ich habe eine kurze Anfrage dazu gemacht; schauen Sie sich einmal die Zahlen an, ich kann sie Ihnen gerne zur Verfügung stellen – und der Aufrechterhaltung der Euro-Zone. Da haben die Grünen eine ganz klare Haltung. Allerdings, Frau Ministerin, warum haben Sie es in Ihrem Beitrag versäumt, uns zu erklären, wie Sie sich am kommenden Dienstag in Brüssel verhalten werden? Da steht die Entscheidung an, wie es mit Griechenland weitergehen wird. Wenn ich in den Zeitungen lese, dass die Finanzierungslücke 32,6 Milliarden € beträgt und dass nur ein Teil davon finanziert werden soll, nämlich nur bis 2014 rund 13 Milliarden €, so frage ich Sie: Mit welchen Instrumenten werden Sie das tun, und welche Auswirkungen auf die Republik Österreich wird das haben? Ich fordere Sie daher auf, sich noch einmal zu Wort zu melden und uns, dem Hohen Haus, klipp und klar zu erzählen, welchen Standpunkt Sie am kommenden Dienstag im ECOFIN-Rat in dieser Frage einnehmen werden, denn das ist nicht ganz irrrelevant für die Budgetbelastungen, die auf uns zukommen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Sie sagen, Frau Ministerin, dass den Griechen 300 Auflagen auferlegt worden sind. Ich habe heute gelesen, dass die ILO starke Kritik an den verordneten Maßnahmen in Griechenland übt. Die ILO hat nämlich bei einer Prüfung festgestellt, dass es zu wiederholten und extensiven Interventionen in die autonomen Lohnfindungsprozesse gekommen sei sowie dass es starke Defizite bei den sozialen Dialogen gibt. Sie fordert, dass diese fundamentalen Rechte in Griechenland wieder gelten müssen. Es kann und darf nicht sein, dass hier die Troika in die Lohnfindungsprozesse, die immer ein Recht der Sozialpartner waren, eingreift. Damit muss Schluss gemacht werden. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Kogler: Genau … !
Nun zur Frage der Finanzmarktstabilität im Detail: Wenn Kollege Krainer sagt, das, was Kollege Kogler gesagt hat, hätte nichts mit den in Verhandlung stehenden Untergliederungen zu tun, dann verstehe ich ihn nicht. Das Bankenpaket und alles, was damit zu tun hat, wird verbucht in der Untergliederung 46 Finanzmarktstabilität. Ja, Kollege Kogler war ein bisschen großzügig bei der Aufrundung von 5,8 auf 6 Milliarden €. Aber es ist ja so, dass sich die Verluste, die bei den verstaatlichten Banken anfallen, mittlerweile im Stundentakt erhöhen. (Abg. Mag. Kogler: Genau … !)
Abg. Gahr: Was sind denn die Alternativen?
Vier Jahre nach der Pleite von Lehman Brothers haben wir noch immer kein Bankeninsolvenzrecht. Und solange die Banken wissen, dass sie immer aufgefangen werden durch die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, werden sie ihre spekulative Haltung nicht aufgeben. (Abg. Gahr: Was sind denn die Alternativen?) Wir fordern daher ein Bankeninsolvenzrecht, das vorsieht, dass auch die Gläubiger und die Eigentümer zur Kassa gebeten werden; Bail-in nennt man das im Fachjargon. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Vier Jahre nach der Pleite von Lehman Brothers haben wir noch immer kein Bankeninsolvenzrecht. Und solange die Banken wissen, dass sie immer aufgefangen werden durch die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, werden sie ihre spekulative Haltung nicht aufgeben. (Abg. Gahr: Was sind denn die Alternativen?) Wir fordern daher ein Bankeninsolvenzrecht, das vorsieht, dass auch die Gläubiger und die Eigentümer zur Kassa gebeten werden; Bail-in nennt man das im Fachjargon. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Gahr: Ihr seid alle Kommunisten!
Ich vertrete daher die Ansicht, dass ein Steuersystem nur dann gerecht sein kann, wenn wir in Österreich auch eine reformierte Erbschafts- und Schenkungssteuer haben, die dazu verwendet wird, erstens die Eingangssteuersätze zu senken und zweitens jene Menschen zu entlasten, deren Einkommen so niedrig sind, dass sie gar keine Lohn- und Einkommensteuer zahlen, die aber sehr wohl von allen regressiven Abgaben betroffen sind – von der Umsatzsteuer über die Getränkesteuer bis hin zur Tabaksteuer. (Abg. Gahr: Ihr seid alle Kommunisten!)
Beifall bei den Grünen.
Eine Anmerkung wollte ich noch zur UG 58 machen, da hier – gestern oder vorgestern war es, glaube ich – Herr Klubobmann Strache behauptet hat, die Zinszahlungen sind hoch. Das ist richtig. Sie sind mit 6,5 Milliarden € sehr hoch. Aber er hat auch behauptet, dass sich, wenn sich die Zinsen verdoppeln, dann auch die Zinsaufwendungen verdoppeln. Das ist natürlich nicht der Fall. Die FPÖ und Herr Kollege Strache wären gut beraten, einmal den Bericht des Staatsschuldenausschusses zu studieren. Da kann man feststellen, dass 96 Prozent der gesamten Finanzschulden des Landes eine fixe Verzinsung haben. – Danke sehr. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall des Abg. Eßl.
Abgeordneter Ing. Mag. Hubert Kuzdas (SPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Liebe Kolleginnen und Kollegen! In den letzten drei Tagen der Budgetdebatte hat es Reden gegeben, die in der Form besser nicht gehalten worden wären, da von Sachlichkeit in vielen Beiträgen keine Spur war. Kraftausdrücke wie „Sauerei“ und „Saustall“ sind gefallen. Ich glaube, das ist alles nicht dienlich, um Wählerstimmen zu gewinnen und die Reputation der Politik im Allgemeinen zu erhöhen. Oder glaubt das jemand? – Ich glaube das nicht. Vielmehr bin ich der Meinung, dass es ein nicht unwesentlicher Beitrag dazu ist, dass sich viele Menschen von der Politik abwenden. (Beifall des Abg. Eßl.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Eßl.
Es gibt auch eine Reihe von Offensivmaßnahmen im Haushalt, die sind insgesamt mit 6,4 Milliarden € bis 2016 ausgestattet. Alles in allem ist es ein Beitrag, damit sichergestellt wird, dass Österreich auch in Zukunft zu den reichsten Ländern der Erde zählt. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Eßl.)
Abg. Öllinger: Das waren ja Sie!
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (BZÖ): Herr Präsident! Frau Ministerin! Herr Staatssekretär! Ein paar Sätze zum Kollegen Rossmann – ich weiß nicht, ob er noch da ist –: Man sagt in der Hitze des Gefechtes so manches, und ich bin nie ein Vertreter der sogenannten Sprach- und Gedankenpolizei gewesen, habe mich dagegen immer gewehrt. Aber wenn es schon einmal vorkommt und es eigentlich fast niemanden stört, dann soll man das schon auch einmal sagen können: Ich behaupte, wenn ein Nicht-Grüner, zum Beispiel ein Politiker der FPÖ oder vielleicht auch des BZÖ, hier ein Regierungsmitglied taxfrei mit der Bezeichnung Propaganda-Chef belegt hätte (Abg. Öllinger: Das waren ja Sie!), dann hätte das wahrscheinlich eine enorme Aufregung erzeugt, denn der Begriff „Propaganda-Chef“ ist, wie wir alle wissen, historisch belegt. Wir alle wissen, wer damit gemeint war. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) – Ich sage es nur. Ich möchte nicht wissen, was passiert wäre, wenn das ein anderer Politiker, der nicht links ist, in diesem Haus gesagt hätte. Dann hätte es wahrscheinlich eine große Aufregung hier gegeben. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Krainer.
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (BZÖ): Herr Präsident! Frau Ministerin! Herr Staatssekretär! Ein paar Sätze zum Kollegen Rossmann – ich weiß nicht, ob er noch da ist –: Man sagt in der Hitze des Gefechtes so manches, und ich bin nie ein Vertreter der sogenannten Sprach- und Gedankenpolizei gewesen, habe mich dagegen immer gewehrt. Aber wenn es schon einmal vorkommt und es eigentlich fast niemanden stört, dann soll man das schon auch einmal sagen können: Ich behaupte, wenn ein Nicht-Grüner, zum Beispiel ein Politiker der FPÖ oder vielleicht auch des BZÖ, hier ein Regierungsmitglied taxfrei mit der Bezeichnung Propaganda-Chef belegt hätte (Abg. Öllinger: Das waren ja Sie!), dann hätte das wahrscheinlich eine enorme Aufregung erzeugt, denn der Begriff „Propaganda-Chef“ ist, wie wir alle wissen, historisch belegt. Wir alle wissen, wer damit gemeint war. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) – Ich sage es nur. Ich möchte nicht wissen, was passiert wäre, wenn das ein anderer Politiker, der nicht links ist, in diesem Haus gesagt hätte. Dann hätte es wahrscheinlich eine große Aufregung hier gegeben. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (BZÖ): Herr Präsident! Frau Ministerin! Herr Staatssekretär! Ein paar Sätze zum Kollegen Rossmann – ich weiß nicht, ob er noch da ist –: Man sagt in der Hitze des Gefechtes so manches, und ich bin nie ein Vertreter der sogenannten Sprach- und Gedankenpolizei gewesen, habe mich dagegen immer gewehrt. Aber wenn es schon einmal vorkommt und es eigentlich fast niemanden stört, dann soll man das schon auch einmal sagen können: Ich behaupte, wenn ein Nicht-Grüner, zum Beispiel ein Politiker der FPÖ oder vielleicht auch des BZÖ, hier ein Regierungsmitglied taxfrei mit der Bezeichnung Propaganda-Chef belegt hätte (Abg. Öllinger: Das waren ja Sie!), dann hätte das wahrscheinlich eine enorme Aufregung erzeugt, denn der Begriff „Propaganda-Chef“ ist, wie wir alle wissen, historisch belegt. Wir alle wissen, wer damit gemeint war. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) – Ich sage es nur. Ich möchte nicht wissen, was passiert wäre, wenn das ein anderer Politiker, der nicht links ist, in diesem Haus gesagt hätte. Dann hätte es wahrscheinlich eine große Aufregung hier gegeben. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Jetzt komme ich schon zu Frau Ministerin Fekter. Frau Ministerin, was Sie sich heute hier geleistet haben, ist eigentlich fast unfassbar. Ich habe noch nie so eine Abschlussrede wie diese zu einem Budget gehört. Das waren Ausflüge in die Anthropologie, die Sie da geleistet haben, kann man fast dazu sagen. Sie wollten uns heute allen Ernstes hier weismachen, dass de facto – ich überspitze natürlich – ohne Ihr Budget das Geld nicht mehr aus dem Bankomaten, der Strom nicht mehr aus der Steckdose kommen würde, die Kochplatten kalt bleiben würden? – Möglicherweise würden wir bald alle im Finstern sitzen oder – wenn man es fortdenkt, Frau Ministerin, was Sie heute hier verzapft haben – wir würden uns alle mit Ihnen auf den Bäumen wieder treffen. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Das weisen wir zurück! Das ist unerhört und einfach nicht zu akzeptieren. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Mayerhofer.
Sie, Frau Minister, stellen sich her und rühmen sich, wie super das jetzt läuft, dass Sie die NoVA-Hinterziehung so toll kontrollieren, wie Sie da alle erwischen und was für Einnahmen Sie da haben. Frau Ministerin! Es wäre doch viel gescheiter, wenn Sie mit diesem NoVA-Unfug überhaupt aufhören und diese Steuer auf die Steuer, die einzigartig skurril und inakzeptabel ist, endlich abschaffen und die Autofahrer entlasten würden. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Mayerhofer.)
Beifall beim BZÖ.
Frau Ministerin, ist das das Ziel, die permanente Erhöhung der Staatsschuldenquote, wo Sie im Wirkungsziel sagen, Sie wollen das gar nicht? Das ist doch peinlich! Das müssen Sie doch zur Kenntnis nehmen, dass das niemand mehr versteht, wenn Sie sich hier herstellen und dauernd von konsolidierten Finanzen sprechen und davon, dass wir keine neuen Schulden machen – und dann haben Sie für das nächste Jahr das Wirkungsziel der allerhöchsten Staatsschulden dieser Republik! Das ist ein Skandal, Frau Ministerin! Das ist eigentlich furchtbar. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Dieses Budget ist nicht das, was es sein soll. Die Wirkungsziele sind nicht die, die da drinnen stehen, sondern die Wirkungsziele sind ganz etwas anderes. Die Wirkung dieses Budgets und damit auch die Ziele, die Sie in Wirklichkeit haben, sind: höhere Schulden, höhere Steuern, mehr Belastungen, weniger Geld für die Menschen, weniger Kaufkraft, weniger Investitionen. Das sind Ihre wahren Wirkungsziele: Technokratie, Oberflächlichkeit und Bürokratie statt Entlastungen, Reform und Bürokratieabbau. Das ist mit einem Wort Ihr Budget. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Das können Sie – wissen Sie, wo? – irgendwo in Ihrem Büro aufpicken, aber die Österreicherinnen und Österreicher können Sie damit nicht begeistern. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wem es also wichtig ist, dass in Zukunft auch regionale Wirtschaft und regionale Beschäftigung funktionieren sollen, wem es wichtig ist, dass das Bundesbudget auch in Zukunft entsprechend Spielraum haben soll, der wird heute reagieren müssen. Meine sehr verehrten Damen und Herren, wir haben es in der Hand. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Der spanische Ministerpräsident sagt, in seinem Land sieht es düster aus. König Juan Carlos sagt, es kommen harte Zeiten auf einen zu. Der portugiesische Ministerpräsident spricht von einem Albtraum. Italien steckt in der Schuldenfalle, Griechenland ist ja de facto schon in Konkurs. Wenn das die Normalität ist, dann, glaube ich, haben wir in Europa ein großes Problem. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich glaube, in Zeiten wie diesen schreit es nach einer Reform des Parteifinanzierungsgesetzes, und ich hoffe, dass der Antrag meines Klubobmannes Robert Lugar auf Rücknahme der Erhöhung der Parteiförderung eine breite Mehrheit finden wird. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Noch einmal: herzlichen Dank an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hohen Hauses! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Ein weiteres Ziel ist die Budgetdisziplin, die notwendig ist. Das neue Haushaltsrecht wurde von allen Experten im Expertenhearing sehr positiv erwähnt. Die Bundesländer hinken nach. Die einzelnen Posten sind in den Bundesländern noch nicht vergleichbar, und viele Verantwortliche und Vertreter der Städte und Gemeinden sagen – und das auch zu Recht –, es wäre gut, wenn auch sie bei den Bundesfinanzausgleichsverhandlungen am Tisch sitzen würden, weil sie oft von den Ländern nicht sehr gut behandelt werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf: Das beste!
Einen Punkt möchte ich schon hervorheben, weil er auch wichtig ist für die Einschätzung dieser zwei Wochen – die eine Woche im Ausschuss, die zweite Woche hier im Plenum –: Welches Konzept legt die Opposition vor? (Ruf: Das beste!) Ich habe nicht feststellen können – bei keiner Oppositionspartei –, dass sie ein durchgängiges Konzept hätte (Abg. Mag. Widmann: Anträge lesen!), denn auf der einen Seite fordern Sie Mehrausgaben und auf der anderen Seite fordern Sie radikales Sparen. (Abg. Mag. Widmann: Anträge lesen!)
Abg. Mag. Widmann: Anträge lesen!
Einen Punkt möchte ich schon hervorheben, weil er auch wichtig ist für die Einschätzung dieser zwei Wochen – die eine Woche im Ausschuss, die zweite Woche hier im Plenum –: Welches Konzept legt die Opposition vor? (Ruf: Das beste!) Ich habe nicht feststellen können – bei keiner Oppositionspartei –, dass sie ein durchgängiges Konzept hätte (Abg. Mag. Widmann: Anträge lesen!), denn auf der einen Seite fordern Sie Mehrausgaben und auf der anderen Seite fordern Sie radikales Sparen. (Abg. Mag. Widmann: Anträge lesen!)
Abg. Mag. Widmann: Anträge lesen!
Einen Punkt möchte ich schon hervorheben, weil er auch wichtig ist für die Einschätzung dieser zwei Wochen – die eine Woche im Ausschuss, die zweite Woche hier im Plenum –: Welches Konzept legt die Opposition vor? (Ruf: Das beste!) Ich habe nicht feststellen können – bei keiner Oppositionspartei –, dass sie ein durchgängiges Konzept hätte (Abg. Mag. Widmann: Anträge lesen!), denn auf der einen Seite fordern Sie Mehrausgaben und auf der anderen Seite fordern Sie radikales Sparen. (Abg. Mag. Widmann: Anträge lesen!)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ. – Abg. Öllinger: Das ist eher deprimierend gewesen!
Das passt nicht zusammen, das ist kein Konzept! Sie müssen sich erst in den eigenen Reihen einig werden. – Danke. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ. – Abg. Öllinger: Das ist eher deprimierend gewesen!)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Kollege Kuzdas, ich bin völlig bei Ihnen: Es gab hier tatsächlich den einen oder anderen, der in seinem Redebeitrag, in seinem Debattenbeitrag nicht gerade mit Sachlichkeit geglänzt hat, aber eine, die hier wohl am peinlichsten aufgetreten ist, war die Kollegin Rudas. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Rudas: Bitte?
Wissen Sie, Frau Kollegin, es gab in der jüngeren Geschichte dieser Republik schon einmal eine Mehrheitsfraktion, die anderen politischen Parteien, aber auch einer bestimmten Bevölkerungsgruppe vorgeschrieben hat, Abzeichen zu tragen – Sie haben eben von einem „Button“ gesprochen. Aber ich finde das deswegen so ungustiös (Abg. Mag. Rudas: Bitte?), weil es eigentlich Ihnen nicht zusteht und Ihrer Fraktion nicht zusteht, andere mit einem solchen widerlichen Vergleich hier zu diffamieren, zu brandmarken und die Bilder einer alten, längst vergangenen Zeit, die wir wohl alle nicht wiederhaben wollen, hervorzurufen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Rudas: ... 30 Minuten nachdenken müssen?)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Rudas: ... 30 Minuten nachdenken müssen?
Wissen Sie, Frau Kollegin, es gab in der jüngeren Geschichte dieser Republik schon einmal eine Mehrheitsfraktion, die anderen politischen Parteien, aber auch einer bestimmten Bevölkerungsgruppe vorgeschrieben hat, Abzeichen zu tragen – Sie haben eben von einem „Button“ gesprochen. Aber ich finde das deswegen so ungustiös (Abg. Mag. Rudas: Bitte?), weil es eigentlich Ihnen nicht zusteht und Ihrer Fraktion nicht zusteht, andere mit einem solchen widerlichen Vergleich hier zu diffamieren, zu brandmarken und die Bilder einer alten, längst vergangenen Zeit, die wir wohl alle nicht wiederhaben wollen, hervorzurufen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Rudas: ... 30 Minuten nachdenken müssen?)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ihnen sollten wir diese wichtige, zukunftsorientierte Maßnahme nicht verwehren, und ich darf Sie daher einladen, diesen Antrag zu unterstützen. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dolinschek
Staatssekretär, viele draußen haben in Gesprächen gesagt, diesmal waren die Budgetverhandlungen eigentlich sehr ruhig (Zwischenruf des Abg. Dolinschek), viele haben auch gesagt, sie waren fad. – Das ist in Wirklichkeit das beste Kompliment, das man der Frau Bundesministerin und ihrem Staatssekretär Schieder machen kann. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek – auf eine Gruppe rund um Bundesministerin Dr. Fekter neben der Regierungsbank weisend –: Denen ist gerade nicht fad! – Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek – auf eine Gruppe rund um Bundesministerin Dr. Fekter neben der Regierungsbank weisend –: Denen ist gerade nicht fad! – Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.
Staatssekretär, viele draußen haben in Gesprächen gesagt, diesmal waren die Budgetverhandlungen eigentlich sehr ruhig (Zwischenruf des Abg. Dolinschek), viele haben auch gesagt, sie waren fad. – Das ist in Wirklichkeit das beste Kompliment, das man der Frau Bundesministerin und ihrem Staatssekretär Schieder machen kann. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek – auf eine Gruppe rund um Bundesministerin Dr. Fekter neben der Regierungsbank weisend –: Denen ist gerade nicht fad! – Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das glaube ich nicht!
Wenn man in Zeiten wie diesen, im fünften Jahr der schwersten Finanzkrise seit den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, unaufgeregt ein ordentliches Budget vorlegt, eines das sicherstellt, dass Österreich top bleibt in der Niedrigkeit der Arbeitslosigkeit, in Zeiten europaweiter Rezession wiederum auf einen leichten Wachstumspfad kommen kann (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das glaube ich nicht!), dass die Infrastrukturinvestitionen aufrechtbleiben, dass die wichtigen Zukunftsbereiche Forschung, Bildung und Infrastruktur genügend Mittel bekommen, dann ist das ein gutes Budget, meine Damen und Herren! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Wenn man in Zeiten wie diesen, im fünften Jahr der schwersten Finanzkrise seit den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, unaufgeregt ein ordentliches Budget vorlegt, eines das sicherstellt, dass Österreich top bleibt in der Niedrigkeit der Arbeitslosigkeit, in Zeiten europaweiter Rezession wiederum auf einen leichten Wachstumspfad kommen kann (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das glaube ich nicht!), dass die Infrastrukturinvestitionen aufrechtbleiben, dass die wichtigen Zukunftsbereiche Forschung, Bildung und Infrastruktur genügend Mittel bekommen, dann ist das ein gutes Budget, meine Damen und Herren! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: ... jede zweite Seite wirkt skurril!
Betreffend die matten Dinge, die von der Opposition kommen, haben ja schon mehrere darauf hingewiesen, dass nicht einmal Alternativvorschläge drinnen sind. Ich meine, der Herr Abgeordnete Westenthaler hat 20-mal – dann habe ich aufgehört zu zählen – das Wort „skurril“ in seiner Rede verwendet (Abg. Ing. Westenthaler: ... jede zweite Seite wirkt skurril!), aber der einzige konkrete Vorschlag, den Sie gebracht haben, ist besonders skurril, denn wenn ich Täter – so wie es die Frau Bundesministerin richtig beschrieben hat – mit der Finanzpolizei dazu zwinge, ihre Steuern zu zahlen, ist Ihr Vorschlag: Na, dann heben wir die Steuer auf! Das ist skurril, Herr Ing. Westenthaler! (Abg. Ing. Westenthaler: NoVA abschaffen!)
Abg. Ing. Westenthaler: NoVA abschaffen!
Betreffend die matten Dinge, die von der Opposition kommen, haben ja schon mehrere darauf hingewiesen, dass nicht einmal Alternativvorschläge drinnen sind. Ich meine, der Herr Abgeordnete Westenthaler hat 20-mal – dann habe ich aufgehört zu zählen – das Wort „skurril“ in seiner Rede verwendet (Abg. Ing. Westenthaler: ... jede zweite Seite wirkt skurril!), aber der einzige konkrete Vorschlag, den Sie gebracht haben, ist besonders skurril, denn wenn ich Täter – so wie es die Frau Bundesministerin richtig beschrieben hat – mit der Finanzpolizei dazu zwinge, ihre Steuern zu zahlen, ist Ihr Vorschlag: Na, dann heben wir die Steuer auf! Das ist skurril, Herr Ing. Westenthaler! (Abg. Ing. Westenthaler: NoVA abschaffen!)
Abg. Ing. Westenthaler: Kein Mensch braucht die NoVA! Kein Mensch braucht die NoVA!
Dass ich dort, wo es Täter gibt, sage: Na ja, dann heben wir doch gleich die Steuer auf!, das ist an Skurrilität nicht zu überbieten, Herr Kollege (Abg. Ing. Westenthaler: Kein Mensch braucht die NoVA! Kein Mensch braucht die NoVA!), denn Sie werden überall Steuerhinterzieher vorfinden! Und das nächste Mal, wenn die Leute etwas klauen, werden Sie sagen: Na, geben wir es gratis her, damit es niemand mehr stehlen kann! – Das sind unernste Vorschläge! (Zwischenruf des Abg. Mag. Widmann.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Widmann.
Dass ich dort, wo es Täter gibt, sage: Na ja, dann heben wir doch gleich die Steuer auf!, das ist an Skurrilität nicht zu überbieten, Herr Kollege (Abg. Ing. Westenthaler: Kein Mensch braucht die NoVA! Kein Mensch braucht die NoVA!), denn Sie werden überall Steuerhinterzieher vorfinden! Und das nächste Mal, wenn die Leute etwas klauen, werden Sie sagen: Na, geben wir es gratis her, damit es niemand mehr stehlen kann! – Das sind unernste Vorschläge! (Zwischenruf des Abg. Mag. Widmann.)
Abg. Mag. Widmann: Lesen macht glücklich!
Die Bundesregierung hat ein Gesamtbudget vorgelegt, welches vor allem auch die Balance zwischen Einnahmen und Ausgaben in einem vernünftigen Rahmen hält. (Abg. Mag. Widmann: Lesen macht glücklich!) Wir werden mit diesem Budget bis zum Jahr 2016 den geplanten Defizitabbau aus den Krisenjahren seit 2009 vollständig erfüllen.
Abg. Ing. Westenthaler: Ich habe Ihnen meinen Standpunkt gar nicht gesagt!
Ja, sie hat auch große Probleme zu finanzieren, worunter auch die Finanzierung der Bankenprobleme fällt. Aber auch dort, Herr Ing. Westenthaler, sei Ihnen eines ins Stammbuch geschrieben, was die Kärntner Wähler betrifft. (Abg. Ing. Westenthaler: Ich habe Ihnen meinen Standpunkt gar nicht gesagt!) – Die Kärntner Wähler können nichts für die Politik von Ihresgleichen! Es war ja nicht die Kärntner Bevölkerung, die dort die Milliarden aufgehäuft hat, die jeden Event feiern wollte und mit dem Geld der Steuerzahler vorgegangen ist, als ob es kein Morgen gäbe! Es waren Ihre Vorgänger, es war der BZÖ-Landeshauptmann! Jetzt hören Sie doch auf, sich aus der Verantwortung zu stehlen! (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.
Ja, sie hat auch große Probleme zu finanzieren, worunter auch die Finanzierung der Bankenprobleme fällt. Aber auch dort, Herr Ing. Westenthaler, sei Ihnen eines ins Stammbuch geschrieben, was die Kärntner Wähler betrifft. (Abg. Ing. Westenthaler: Ich habe Ihnen meinen Standpunkt gar nicht gesagt!) – Die Kärntner Wähler können nichts für die Politik von Ihresgleichen! Es war ja nicht die Kärntner Bevölkerung, die dort die Milliarden aufgehäuft hat, die jeden Event feiern wollte und mit dem Geld der Steuerzahler vorgegangen ist, als ob es kein Morgen gäbe! Es waren Ihre Vorgänger, es war der BZÖ-Landeshauptmann! Jetzt hören Sie doch auf, sich aus der Verantwortung zu stehlen! (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Dolinschek und Ursula Haubner.
Es sind die Politiker, wie sie heute noch hier sitzen, nicht die Kärntnerinnen und Kärntner! Das sind ja die ersten Opfer dieser Politik! (Zwischenrufe der Abgeordneten Dolinschek und Ursula Haubner.)
Beifall bei FPÖ, SPÖ, ÖVP, Grünen und Team Stronach.
Abgeordneter Alois Gradauer (FPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Als vorläufig letzter Redner unserer Fraktion möchte ich nach zehn Tagen Budgetverhandlungen auch meinen Dank anbringen: Die Mitarbeiter der Parlamentsdirektion, die Mitarbeiter der Klubs haben einen hervorragenden Job gemacht. – Danke vielmals! (Beifall bei FPÖ, SPÖ, ÖVP, Grünen und Team Stronach.)
Abg. Ing. Westenthaler: Vor allem die Wirkungsziele!
Aber mein Dank gilt auch Herrn Gerhard Steger vom Finanzministerium. Er hat auf Basis des neuen Haushaltsrechts Unterlagen vorgelegt, das war sicher ein gewaltiger Aufwand. (Abg. Ing. Westenthaler: Vor allem die Wirkungsziele!) Sie sind generell zu überarbeiten, ich habe deshalb meine Kollegen Budgetsprecher auch ersucht, dass wir uns in Kürze zusammensetzen, um einmal darüber zu reden, was an diesen zehn Tagen gut gegangen ist, was weniger gut gegangen ist, wo man etwas ergänzen könnte, wo man die Dinge spannender gestalten könnte. – Ich habe positive Rückmeldungen, da auch Herr Auer gesagt hat, am 19. Dezember haben wir Zeit dafür. Das sollten wir machen! Ich glaube, das ist sicherlich notwendig, um noch besser zu werden.
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Höfinger und Amon.
Es gibt keine langfristigen Zukunftspläne. Eine echte Budgetkonsolidierung ist für diese Regierung anscheinend ein Fremdwort. Die Koalition von SPÖ und ÖVP ist inhaltlich, personell und arbeitstechnisch am Ende ihrer Schaffenskraft angekommen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Höfinger und Amon.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
muss einmal darüber nachdenken, ob es gescheit ist, für alles sofort geradezustehen. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Ironische Heiterkeit und Zwischenruf des Abg. Hornek.
Nächster Punkt: schlechtes Management bei der Stabilisierung des Bankensektors. Der Steuerzahler wurde durch die Regierung schlecht vertreten. Das wundert mich allerdings nicht, da die Raiffeisen als Berater fungiert hat. (Ironische Heiterkeit und Zwischenruf des Abg. Hornek.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist eine gefährliche Entwicklung, die noch dazu, wie wir heute wieder gehört haben, schöngeredet wird. Wirtschaftsbund, Bauernbund, Gewerkschaften und Landeshauptleute benutzen das Parlament, um die eigene Macht abzusichern. Der Zustand des Staates ist ihnen offensichtlich egal. Das Parlament wird Mittel zum Zweck, wird eine Abstimmungsmaschine. (Beifall bei der FPÖ.) Das Ergebnis ist Schulden, Schulden, Schulden – ein Trauerspiel. Ich hoffe, dass der Wähler diesem Treiben bald ein Ende setzen wird. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.
Das ist eine gefährliche Entwicklung, die noch dazu, wie wir heute wieder gehört haben, schöngeredet wird. Wirtschaftsbund, Bauernbund, Gewerkschaften und Landeshauptleute benutzen das Parlament, um die eigene Macht abzusichern. Der Zustand des Staates ist ihnen offensichtlich egal. Das Parlament wird Mittel zum Zweck, wird eine Abstimmungsmaschine. (Beifall bei der FPÖ.) Das Ergebnis ist Schulden, Schulden, Schulden – ein Trauerspiel. Ich hoffe, dass der Wähler diesem Treiben bald ein Ende setzen wird. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.)
Lang anhaltender Beifall bei der FPÖ.
Ich möchte aber nicht negativ enden, ich möchte auch etwas Positives sagen: Es gibt Gott sei Dank ausreichende Einsparpotenziale – ausreichende! –, mit denen es, wenn wir sie heben, gelingt, den Staat wieder „auf Schuss zu bekommen“. Und das werden wir von der FPÖ mit unserem HC Strache erledigen. – Danke schön. (Lang anhaltender Beifall bei der FPÖ.)
Rufe: Nein!
Ich bitte jene Damen und Herren des Hohen Hauses, die dazu ihre Zustimmung geben, um ein Zeichen. – Das ist einstimmig ... (Rufe: Nein!) – Das ist mehrheitlich angenommen.
Allgemeiner Beifall.
Ich bitte jene Mitglieder, die sich dafür aussprechen, um ein Zeichen der Zustimmung. – Das ist einstimmig angenommen. (E 275.) (Allgemeiner Beifall.)
Heiterkeit und Beifall bei FPÖ, Grünen, BZÖ und Team Stronach und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich bitte Sie um Ihr Zeichen. – Keine Mehrheit. Der Antrag ist abgelehnt. (Mitglieder der Bundesregierung sprechen miteinander.) – Darf ich um etwas Ruhe auf der Regierungsbank bitten? (Heiterkeit und Beifall bei FPÖ, Grünen, BZÖ und Team Stronach und bei Abgeordneten der ÖVP.)