Eckdaten:
Für die 27. Sitzung der 25. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 1715 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Abg. Jarolim – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Strache –: Ist das die Rede von Herrn Kickl?
Als Erster zu Wort gelangt Herr Klubobmann Strache. Redezeit: 10 Minuten. – Bitte. (Abg. Jarolim – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Strache –: Ist das die Rede von Herrn Kickl?)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Heinz-Christian Strache (FPÖ): Na ja, Ihre wäre peinlich, Herr Jarolim. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Jedes Jahr dasselbe! – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Herr Finanzminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren auf der Regierungsbank! Herr Rechnungshofpräsident! Sehr geehrte Volksanwälte! Man muss natürlich eingangs festhalten, dass das, was dem Finanzminister mit diesem Budget gelungen ist, festzumachen ist mit Dilettantismus, Zahlentrickserei. Und da steht er seinen Vorgängern um nicht viel nach. (Ruf bei der ÖVP: Jedes Jahr dasselbe! – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
„Jedes Jahr dasselbe“, damit haben Sie recht! Jedes Jahr beim Budget dieselbe Entwicklung. Es ist zum Genieren, Herr Kollege! Es ist zum Genieren, wenn diesem Hohen Haus ein Budget vorgelegt wird, das keine Woche übersteht! Das ist zum Genieren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wöginger: Sie waren ja gar nicht im Ausschuss! Gehen Sie einmal in den Ausschuss!
Und dann wird uns ein Budget vorgelegt, das nicht einmal eine Woche standhält. Und als es vor einer Woche um eine geplante Nachbesserung beim Budget ging, wurde diese zwar an die EU-Kommission berichtet, aber vorige Woche im Budgetausschuss, als es darum gegangen wäre, die dort anwesenden Parlamentarier aufzuklären, ist das nicht in der entsprechenden Art und Weise erfolgt. Das zeigt, welche Prioritäten da gesetzt werden. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wöginger: Sie waren ja gar nicht im Ausschuss! Gehen Sie einmal in den Ausschuss!)
Abg. Krainer: Sie waren ja gar nicht da!
Das zeigt, dass die Prioritäten bei der Europäischen Union liegen und nicht hier im Parlament, um für Österreich die Verantwortung zu übernehmen und auch entsprechende Informationen zu geben. (Abg. Krainer: Sie waren ja gar nicht da!) – Unsere Kollegen waren in diesem Ausschuss, Sie sitzen ja auch nicht in jedem Ausschuss, Herr Krainer. (Abg. Wöginger: Gescheite Reden schwingen !) Sie zählen ja nicht unbedingt zu den fleißigsten Abgeordneten in diesem Hohen Haus, wenn es um die Interessen der Österreicherinnen und Österreicher geht. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Wöginger: Gescheite Reden schwingen !
Das zeigt, dass die Prioritäten bei der Europäischen Union liegen und nicht hier im Parlament, um für Österreich die Verantwortung zu übernehmen und auch entsprechende Informationen zu geben. (Abg. Krainer: Sie waren ja gar nicht da!) – Unsere Kollegen waren in diesem Ausschuss, Sie sitzen ja auch nicht in jedem Ausschuss, Herr Krainer. (Abg. Wöginger: Gescheite Reden schwingen !) Sie zählen ja nicht unbedingt zu den fleißigsten Abgeordneten in diesem Hohen Haus, wenn es um die Interessen der Österreicherinnen und Österreicher geht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das zeigt, dass die Prioritäten bei der Europäischen Union liegen und nicht hier im Parlament, um für Österreich die Verantwortung zu übernehmen und auch entsprechende Informationen zu geben. (Abg. Krainer: Sie waren ja gar nicht da!) – Unsere Kollegen waren in diesem Ausschuss, Sie sitzen ja auch nicht in jedem Ausschuss, Herr Krainer. (Abg. Wöginger: Gescheite Reden schwingen !) Sie zählen ja nicht unbedingt zu den fleißigsten Abgeordneten in diesem Hohen Haus, wenn es um die Interessen der Österreicherinnen und Österreicher geht. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Sehr überheblich ist das!
Das ist ein weiterer Beleg dafür, dass man vorgelegte Budgets leider nicht ernst nehmen kann. (Ruf bei der ÖVP: Sehr überheblich ist das!) In Wirklichkeit ist das eine Abwertung des Parlamentarismus, Herr Krainer! Das ist eine offene Verhöhnung des Nationalrates, anders kann man es nicht bezeichnen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist ein weiterer Beleg dafür, dass man vorgelegte Budgets leider nicht ernst nehmen kann. (Ruf bei der ÖVP: Sehr überheblich ist das!) In Wirklichkeit ist das eine Abwertung des Parlamentarismus, Herr Krainer! Das ist eine offene Verhöhnung des Nationalrates, anders kann man es nicht bezeichnen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kickl: Jarolim zum Beispiel!
Ich finde es bestürzend, wenn rote und schwarze Abgeordnete nichts an der Vorgangsweise finden, wenn man ihnen, nämlich den Abgeordneten der SPÖ und der ÖVP, durch die Blume ausrichtet, dass die Regierung diese Abgeordneten als Abstimmungsautomat betrachtet. Genau dazu lassen Sie sich durch die Vorgangsweise, die wir erleben, degradieren. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kickl: Jarolim zum Beispiel!)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS.
Meine Damen und Herren von den Regierungsparteien! Ja, gestern wurde große Kritik geübt, weil der Begriff „Ehre“ verwendet wurde. Ich hätte das in diesem Fall nicht gemacht, aber ich frage: Haben Sie überhaupt noch Selbstachtung bei diesem Umgang mit dem Hohen Haus, bei all Ihren Verhaltensmustern auch in der Frage von Untersuchungsausschüssen, wo Sie gestern zum 19. Mal die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zur Hypo abgelehnt haben, weil Sie anscheinend ein schlechtes Gewissen haben, dass da einige Schweinereien zum Vorschein kommen könnten? (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS.)
Abg. Lopatka: Wir sind überhaupt nicht aufgeregt! Sie sind aufgeregt!
Wir müssen hier im Hohen Haus unserer Verantwortung gerecht werden, und natürlich ist das für Sie in diesem Fall nicht angenehm. Ich verstehe schon, dass dann Regierungsvertreter entsprechend aufgeregt sind. (Abg. Lopatka: Wir sind überhaupt nicht aufgeregt! Sie sind aufgeregt!) Die Aufgabe der Opposition ist es jedenfalls, dann, wenn solche Missstände und solche Fehlentwicklungen passieren, Herr Klubobmann Lopatka, diese aufzuzeigen. (Abg. Lopatka: Welche Missstände? Denken Sie an Kärnten, an die Hypo?)
Abg. Lopatka: Welche Missstände? Denken Sie an Kärnten, an die Hypo?
Wir müssen hier im Hohen Haus unserer Verantwortung gerecht werden, und natürlich ist das für Sie in diesem Fall nicht angenehm. Ich verstehe schon, dass dann Regierungsvertreter entsprechend aufgeregt sind. (Abg. Lopatka: Wir sind überhaupt nicht aufgeregt! Sie sind aufgeregt!) Die Aufgabe der Opposition ist es jedenfalls, dann, wenn solche Missstände und solche Fehlentwicklungen passieren, Herr Klubobmann Lopatka, diese aufzuzeigen. (Abg. Lopatka: Welche Missstände? Denken Sie an Kärnten, an die Hypo?)
Beifall bei der FPÖ.
Das, was da passiert ist, ist nicht korrekt, aber wir sind es gewohnt, dass Sie sowieso alles durchpeitschen. Das ist Ihre Art, keine Frage, aber Sie werden schon die Bewertung Ihres Umgangs mit gewissen Fragen dieser Republik durch die Bevölkerung erhalten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dieses Budget zeigt klar auf, dass die Regierung leider nicht gewillt ist, den Haushalt mittels notwendiger Reformen und Einsparungen zu sanieren, sondern ausschließlich bei Steuererhöhungen ansetzt, ausschließlich wieder einmal den Leistungsträgern, nämlich den Arbeitnehmern, den Angestellten und den kleineren und mittleren Unternehmen mit Steuerbelastungen das Geld aus der Tasche zieht. Und das ist die eigentliche Katastrophe. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Sie haben diese Abgabenlawine in den letzten Jahren keineswegs dafür verwendet, das Schuldenniveau zu senken, unsere Konkurrenzfähigkeit zu steigern oder zumindest das Einkommensniveau der Bevölkerung entsprechend anzuheben und zu steigern, wie es notwendig wäre, damit wir endlich einmal bei den Löhnen auch eine wirklich reale Inflationsanpassung erleben (Beifall bei der FPÖ) und nicht permanent, wie in den letzten Jahren, hier eine kalte Enteignung vorgenommen wird, etwa bei den Löhnen, aber auch bei den Pensionisten, aber auch bei der Familienbeihilfe und beim Pflegegeld. Das trifft ja immer die Menschen.
Beifall bei der FPÖ.
unglaublichen Belastung eine tolle Arbeit leisten, wodurch auch die Wettbewerbsfähigkeit halbwegs aufrecht erhalten wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Bleiben Sie bei der Wahrheit!
Aber auch dort ist es in der Zwischenzeit eng geworden. Wir erleben immer mehr Insolvenzen bei den kleineren Unternehmen. Und wir erleben, dass sogar mittlere und größere Betriebe, ja auch Industriebetriebe, aufgrund der negativen Situation, aufgrund der hohen Energiekosten, aufgrund der gesamten Entwicklungen, bis hin zum Strafpönale bei CO2-Ausstößen, überlegen, abzuwandern. Die Leute in der voest zum Beispiel haben gesagt, sie werden in den nächsten zehn Jahren ihre Investitionen nicht in Österreich setzen, sondern sie werden – noch einmal für den Herrn Krainer, denn für ihn liegt Brasilien nicht in Südamerika – in Südamerika, in Brasilien, investieren, und sie werden in Texas investieren (Ruf bei der SPÖ: Bleiben Sie bei der Wahrheit!), sie werden in den nächsten zehn Jahren den Schwerpunkt ihrer Investitionen nicht in Österreich setzen. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Aber auch dort ist es in der Zwischenzeit eng geworden. Wir erleben immer mehr Insolvenzen bei den kleineren Unternehmen. Und wir erleben, dass sogar mittlere und größere Betriebe, ja auch Industriebetriebe, aufgrund der negativen Situation, aufgrund der hohen Energiekosten, aufgrund der gesamten Entwicklungen, bis hin zum Strafpönale bei CO2-Ausstößen, überlegen, abzuwandern. Die Leute in der voest zum Beispiel haben gesagt, sie werden in den nächsten zehn Jahren ihre Investitionen nicht in Österreich setzen, sondern sie werden – noch einmal für den Herrn Krainer, denn für ihn liegt Brasilien nicht in Südamerika – in Südamerika, in Brasilien, investieren, und sie werden in Texas investieren (Ruf bei der SPÖ: Bleiben Sie bei der Wahrheit!), sie werden in den nächsten zehn Jahren den Schwerpunkt ihrer Investitionen nicht in Österreich setzen. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ja, das ist dramatisch, das ist schädlich für den Wirtschaftsstandort Österreich, was Sie da betreiben. (Beifall bei der FPÖ.) Trotzdem sind Sie nicht bereit, strukturell gegenzusteuern. Sie sind dazu nicht bereit, obwohl Handlungsbedarf besteht.
Beifall bei der FPÖ. – Rufe bei der SPÖ: Schwache Rede!
Aber: Am Sonntag ist zumindest die Gelegenheit da, Ihnen einen gescheiten Denkzettel zu verpassen, damit Sie endlich einmal zur Vernunft kommen – hoffentlich! – und endlich für die Österreicher Politik machen. (Beifall bei der FPÖ. – Rufe bei der SPÖ: Schwache Rede!)
Abg. Strache: Nicht jedes Jahr! Das ist ein Doppelbudget!
Diese Art der Budgetdiskussion ist auch eine, wo man das Gefühl hat, die wiederholt sich jedes Jahr, und die macht die Debatte auch nicht sehr erquicklich. (Abg. Strache: Nicht jedes Jahr! Das ist ein Doppelbudget!) Wenn man ernsthaft ein Budget diskutieren will beziehungsweise wenn man ernsthaft diese zwei vorliegenden Budgets diskutieren will, dann muss man erstens darauf eingehen, was die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind, unter denen das Budget erstellt worden ist, denn ein Budget zu erstellen, ist wesentlich schwieriger, als eines zu kritisieren. Da muss man sich auch die Frage stellen: Wie war die Budgetpolitik der letzten Jahre, wozu hat sie geführt?
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn man sich die Bilanz anschaut, dann kann man sagen: Österreich hat weiterhin die niedrigste Arbeitslosenquote in der Europäischen Union, noch immer ungefähr die Hälfte des Durchschnittswertes in der Europäischen Union. Das heißt, man sieht hier schon ein Zeichen einer Schwerpunktsetzung in der Budgetpolitik, nämlich, dass man in den Bereichen Arbeitsmarkt, soziale Sicherheit und Jugendbeschäftigung und Jugendausbildung ganz bewusst Budgetschwerpunkte immer wieder setzt. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Kickl: Das ist ein Risiko für Sie!
Der dritte Effekt, der auch positiv ist, liegt darin, dass bei den Zinsen auf zehnjährige Staatsanleihen nach wie vor die Tendenz fallend ist und wir da unter 2 Prozent liegen und dass auch die Ratingagenturen, die ja begonnen haben, in ganz Europa zu wüten, Österreich als sehr, sehr gut einschätzen. (Abg. Kickl: Das ist ein Risiko für Sie!) Ich möchte jetzt die Ratingagenturen nicht überbewerten, aber auch nicht unterbewerten, doch das ist schon auch ein positives Zeichen.
Abg. Strache: Zu recht!
Da die Abgeordneten der FPÖ hier immer die Steuer- und Abgabenquote kritisieren (Abg. Strache: Zu recht!): Es ist nicht schwer, das zu kritisieren. Nur: Was Sie immer wieder dazuzusagen vergessen, ist die Tatsache (Ruf bei der FPÖ: Ja sollen wir sie loben?) Nein! Aber Sie vergessen immer dazuzusagen, dass wir die höchste Steuer- und Abgabenquote Österreichs unter Schwarz-Blau, nämlich 2002, hatten, und zwar mit 44,9 Prozent, während wir jetzt 43,8 Prozent haben. (Abg. Strache: Das ist unwahr! Damals waren es 43 Prozent! Sie sollten einmal Zahlen lesen lernen!) Also das Versagen bei der Steuer- und Abgabenquote liegt eindeutig in der blauen Finanzpolitik. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Stefan: Wie hoch war sie denn?) Ich sage es Ihnen noch einmal: 44,9 Prozent. (Abg. Strache: 43 Prozent! 43 Prozent ist bei Ihnen mehr als 45 Prozent? Na, Sie sind ein Mathematiker!)
Ruf bei der FPÖ: Ja sollen wir sie loben?
Da die Abgeordneten der FPÖ hier immer die Steuer- und Abgabenquote kritisieren (Abg. Strache: Zu recht!): Es ist nicht schwer, das zu kritisieren. Nur: Was Sie immer wieder dazuzusagen vergessen, ist die Tatsache (Ruf bei der FPÖ: Ja sollen wir sie loben?) Nein! Aber Sie vergessen immer dazuzusagen, dass wir die höchste Steuer- und Abgabenquote Österreichs unter Schwarz-Blau, nämlich 2002, hatten, und zwar mit 44,9 Prozent, während wir jetzt 43,8 Prozent haben. (Abg. Strache: Das ist unwahr! Damals waren es 43 Prozent! Sie sollten einmal Zahlen lesen lernen!) Also das Versagen bei der Steuer- und Abgabenquote liegt eindeutig in der blauen Finanzpolitik. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Stefan: Wie hoch war sie denn?) Ich sage es Ihnen noch einmal: 44,9 Prozent. (Abg. Strache: 43 Prozent! 43 Prozent ist bei Ihnen mehr als 45 Prozent? Na, Sie sind ein Mathematiker!)
Abg. Strache: Das ist unwahr! Damals waren es 43 Prozent! Sie sollten einmal Zahlen lesen lernen!
Da die Abgeordneten der FPÖ hier immer die Steuer- und Abgabenquote kritisieren (Abg. Strache: Zu recht!): Es ist nicht schwer, das zu kritisieren. Nur: Was Sie immer wieder dazuzusagen vergessen, ist die Tatsache (Ruf bei der FPÖ: Ja sollen wir sie loben?) Nein! Aber Sie vergessen immer dazuzusagen, dass wir die höchste Steuer- und Abgabenquote Österreichs unter Schwarz-Blau, nämlich 2002, hatten, und zwar mit 44,9 Prozent, während wir jetzt 43,8 Prozent haben. (Abg. Strache: Das ist unwahr! Damals waren es 43 Prozent! Sie sollten einmal Zahlen lesen lernen!) Also das Versagen bei der Steuer- und Abgabenquote liegt eindeutig in der blauen Finanzpolitik. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Stefan: Wie hoch war sie denn?) Ich sage es Ihnen noch einmal: 44,9 Prozent. (Abg. Strache: 43 Prozent! 43 Prozent ist bei Ihnen mehr als 45 Prozent? Na, Sie sind ein Mathematiker!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Stefan: Wie hoch war sie denn?
Da die Abgeordneten der FPÖ hier immer die Steuer- und Abgabenquote kritisieren (Abg. Strache: Zu recht!): Es ist nicht schwer, das zu kritisieren. Nur: Was Sie immer wieder dazuzusagen vergessen, ist die Tatsache (Ruf bei der FPÖ: Ja sollen wir sie loben?) Nein! Aber Sie vergessen immer dazuzusagen, dass wir die höchste Steuer- und Abgabenquote Österreichs unter Schwarz-Blau, nämlich 2002, hatten, und zwar mit 44,9 Prozent, während wir jetzt 43,8 Prozent haben. (Abg. Strache: Das ist unwahr! Damals waren es 43 Prozent! Sie sollten einmal Zahlen lesen lernen!) Also das Versagen bei der Steuer- und Abgabenquote liegt eindeutig in der blauen Finanzpolitik. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Stefan: Wie hoch war sie denn?) Ich sage es Ihnen noch einmal: 44,9 Prozent. (Abg. Strache: 43 Prozent! 43 Prozent ist bei Ihnen mehr als 45 Prozent? Na, Sie sind ein Mathematiker!)
Abg. Strache: 43 Prozent! 43 Prozent ist bei Ihnen mehr als 45 Prozent? Na, Sie sind ein Mathematiker!
Da die Abgeordneten der FPÖ hier immer die Steuer- und Abgabenquote kritisieren (Abg. Strache: Zu recht!): Es ist nicht schwer, das zu kritisieren. Nur: Was Sie immer wieder dazuzusagen vergessen, ist die Tatsache (Ruf bei der FPÖ: Ja sollen wir sie loben?) Nein! Aber Sie vergessen immer dazuzusagen, dass wir die höchste Steuer- und Abgabenquote Österreichs unter Schwarz-Blau, nämlich 2002, hatten, und zwar mit 44,9 Prozent, während wir jetzt 43,8 Prozent haben. (Abg. Strache: Das ist unwahr! Damals waren es 43 Prozent! Sie sollten einmal Zahlen lesen lernen!) Also das Versagen bei der Steuer- und Abgabenquote liegt eindeutig in der blauen Finanzpolitik. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Stefan: Wie hoch war sie denn?) Ich sage es Ihnen noch einmal: 44,9 Prozent. (Abg. Strache: 43 Prozent! 43 Prozent ist bei Ihnen mehr als 45 Prozent? Na, Sie sind ein Mathematiker!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Strache.
Die zweite Frage ist: Welche Punkte gibt es (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Strache.) 43,8 Prozent ist wohl niedriger als 44,9 Prozent. Jetzt sage ich es Ihnen noch einmal. (Abg. Strache: Heute haben wir 45,4 Prozent! Damals waren es 43 Prozent! Sie sollten einmal nachrechnen!) Nein, das ist falsch, Sie bringen hier falsche Zahlen! Ich weiß, dass es Sie ärgert, denn die kurze Phase Ihrer Regierungsbeteiligung war in Wahrheit ein Bauchfleck, und es ärgert Sie, dass das immer wieder herauskommt, auch bei der Abgabenquote. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Strache: Heute haben wir 45,4 Prozent! Damals waren es 43 Prozent! Sie sollten einmal nachrechnen!
Die zweite Frage ist: Welche Punkte gibt es (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Strache.) 43,8 Prozent ist wohl niedriger als 44,9 Prozent. Jetzt sage ich es Ihnen noch einmal. (Abg. Strache: Heute haben wir 45,4 Prozent! Damals waren es 43 Prozent! Sie sollten einmal nachrechnen!) Nein, das ist falsch, Sie bringen hier falsche Zahlen! Ich weiß, dass es Sie ärgert, denn die kurze Phase Ihrer Regierungsbeteiligung war in Wahrheit ein Bauchfleck, und es ärgert Sie, dass das immer wieder herauskommt, auch bei der Abgabenquote. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die zweite Frage ist: Welche Punkte gibt es (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Strache.) 43,8 Prozent ist wohl niedriger als 44,9 Prozent. Jetzt sage ich es Ihnen noch einmal. (Abg. Strache: Heute haben wir 45,4 Prozent! Damals waren es 43 Prozent! Sie sollten einmal nachrechnen!) Nein, das ist falsch, Sie bringen hier falsche Zahlen! Ich weiß, dass es Sie ärgert, denn die kurze Phase Ihrer Regierungsbeteiligung war in Wahrheit ein Bauchfleck, und es ärgert Sie, dass das immer wieder herauskommt, auch bei der Abgabenquote. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben ein Arbeitsmarktpaket budgetiert im Ausmaß von 550 Millionen, und zwar zusätzlich und mit dem Schwerpunkt ältere Arbeitnehmer, Generation 50plus. Wir haben bei der Familienbeihilfe eine ordentliche Aufstockung vorgenommen. Wir haben den Ausbau der schulischen Tagesbetreuung mit 400 Millionen budgetiert, und zwar über dem Rahmen, und wir haben auch die Kinderbetreuungseinrichtungen mit 350 Millionen budgetiert. Und im Bereich der Pflege – bei einem der schwierigen und wichtigen Themen für die Zukunft – gibt es für die 24-Stunden-Pflege und das Pflegegeld eine zusätzliche Budgetierung von 310 Millionen, was auch ein wichtiger Schwerpunkt ist, gerade für die ältere Generation in unserem Land. (Beifall bei der SPÖ.) Hinzurechnen muss man in diesem Bereich natürlich auch den Pflegefonds und die Verlängerung, was 700 Millionen ausmacht.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
bewusst als Bund einen Gegenpunkt setzen wollen gegen die steigenden Mietpreise, gegen die steigenden Wohnpreise, und daher investieren wir in den sozialen Wohnbau. Diese Zielsetzung halte ich aus konjunktureller als auch aus sozialpolitischer Sicht für besonders wichtig. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Aber wir müssen uns, glaube ich, auch vor Augen führen – etwas, was im Budget auch ablesbar ist –, dass wir inzwischen eine Entwicklung haben, wo die Lohnsteuer sehr stark anwächst, aber die Konsumsteuereinnahmen, also die Einnahmen aus der Umsatzsteuer, nicht in demselben Ausmaß mitziehen. Das ist zwar kein Zeichen für erlahmenden, aber ein Zeichen für schwachen Konsum, für eine schwache Binnennachfrage, und daher ist die Frage der Konjunkturstärkung sowohl über die Offensivpakete, die im Budget enthalten sind, aber natürlich in der Zukunft auch über eine Steuerreform, die Arbeit entlastet und damit auch Impulse für die Wirtschaft setzt, sodass es Konsum beziehungsweise Nachfrage gibt, ganz besonders wichtig. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Kickl: Morgen, morgen, nur nicht heute!
Diese Frage kann man nicht nur ökonomisch erklären, sondern man kann sie auch ganz simpel beantworten: Es braucht eine Steuerentlastung! Dass diese Frage als nächste auf der Agenda der Bundesregierung und auch der Expertinnen und Experten im finanzpolitischen Zusammenhang steht, ist klar. (Abg. Kickl: Morgen, morgen, nur nicht heute!) Dann werden auch noch andere Fragen zu stellen sein.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Jetzt ist es einmal wichtig, dass dieses Budget, das wichtige Impulse für Wirtschaftswachstum, für Investition, für die Zukunftsbereiche unseres Landes und auch wichtige Impulse in Bezug auf die Steuergerechtigkeit setzt, nicht nur diskutiert, sondern auch beschlossen wird. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig-Piesczek (Grüne): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen Abgeordnete! Na ja, ein bisschen, denke ich, sollte man schon an den Ausgangspunkt zurückkommen, zu dem Grund, warum wir im Moment so heftig und auch so emotional diese Budgets diskutieren. Mit diesen Budgets für 2014 und 2015, mit diesem Vorschlag, der am Freitag Ihrer Meinung nach tatsächlich beschlossen werden soll, werden die Weichen gestellt, dass das Milliarden-Desaster der Hypo Alpe-Adria zu 100 Prozent der österreichischen Bevölkerung aufgebürdet wird. Und das wollen wir nicht! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
12 Milliarden € werden für die Anleihenzeichner zu bezahlen sein. Das wollen wir nicht! Wir werden nicht aufgeben, uns dafür einzusetzen, dass Sie einen anderen Lösungsweg beschreiten als den, zu 100 Prozent die Lasten der Bevölkerung aufzubürden, sondern den Weg, in eine geordnete Insolvenz zu gehen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Krainer.
Bis jetzt gibt es noch kein Gesetz beziehungsweise keinen Gesetzesvorschlag für Ihre Gesellschaftslösung, und solange ein solches Gesetz nicht beschlossen ist, so lange werden wir Widerstand leisten und versuchen zu erreichen, dass diese Anleihenzeichner, diese Großinvestoren, diese Banken und auch die Spekulanten, die versucht haben, zum Schluss noch, die letzten Monate, ein Geschäft zu machen, nicht 100 Prozent von der österreichischen Bevölkerung kriegen, sondern vielleicht nur 70 oder 60 oder vielleicht sogar nur 50 Prozent. Das ist ein Unterschied von 3 bis 4 Milliarden €, und die wollen wir der Bevölkerung ersparen. Das sind andere Größenordnungen als die, die Sie bis jetzt (Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Krainer.
Na ja, wenn Sie so optimistisch sind und wirklich meinen, 50 Prozent in einem Gläubigerschnitt zu schaffen, dann versuchen wir das doch! Die SPÖ war immer die Partei, die Punkte wie Steuergerechtigkeit und soziale Gerechtigkeit groß plakatiert hat. Aber Sie haben in dieser Frage nicht einmal versucht, diesen Schaden von der Bevölkerung abzuwenden. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Krainer.) Wir geben hier nicht auf, sage ich Ihnen noch einmal, solange das nicht beschlossen ist! (Beifall bei den Grünen. – Weiterer Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Beifall bei den Grünen. – Weiterer Zwischenruf des Abg. Krainer.
Na ja, wenn Sie so optimistisch sind und wirklich meinen, 50 Prozent in einem Gläubigerschnitt zu schaffen, dann versuchen wir das doch! Die SPÖ war immer die Partei, die Punkte wie Steuergerechtigkeit und soziale Gerechtigkeit groß plakatiert hat. Aber Sie haben in dieser Frage nicht einmal versucht, diesen Schaden von der Bevölkerung abzuwenden. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Krainer.) Wir geben hier nicht auf, sage ich Ihnen noch einmal, solange das nicht beschlossen ist! (Beifall bei den Grünen. – Weiterer Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Die Bekenntnisse reichen dann von „Aufklärung ist wichtig!“ und „Aufklärung wird schon stattfinden!“ bis hin zu „So etwas darf nie wieder passieren!“. Wenn Sie der Meinung sind, so etwas darf nie wieder passieren, dann wäre schon angebracht, einmal nachzuschauen, was genau nie wieder passieren darf. Und da ist es schon unverständlich, dass Sie gestern zum neunzehnten Mal die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zur Untersuchung der Causa Hypo Alpe-Adria abgelehnt haben und noch dazu zu feig waren, das in einer geheimen Abstimmung zu machen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie haben Ihre Abgeordneten wieder einmal gezwungen, dass sie namentlich abstimmen, damit sie ja nicht ihrem eigenen Gewissen Folge leisten oder ihrem Unbehagen in dieser Frage entsprechend handeln. Und das ist feige. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Die Bekenntnisse reichen dann von „Aufklärung ist wichtig!“ und „Aufklärung wird schon stattfinden!“ bis hin zu „So etwas darf nie wieder passieren!“. Wenn Sie der Meinung sind, so etwas darf nie wieder passieren, dann wäre schon angebracht, einmal nachzuschauen, was genau nie wieder passieren darf. Und da ist es schon unverständlich, dass Sie gestern zum neunzehnten Mal die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zur Untersuchung der Causa Hypo Alpe-Adria abgelehnt haben und noch dazu zu feig waren, das in einer geheimen Abstimmung zu machen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie haben Ihre Abgeordneten wieder einmal gezwungen, dass sie namentlich abstimmen, damit sie ja nicht ihrem eigenen Gewissen Folge leisten oder ihrem Unbehagen in dieser Frage entsprechend handeln. Und das ist feige. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es ist wirklich feige, die geheime Abstimmung gestern verhindert zu haben. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie haben sie aktiv verhindert. Sie haben die Abstimmung tatsächlich aktiv verhindert, und das mit einer Mehrheit von gerade einmal 50,8 Prozent. Sie haben nicht mehr 90 Prozent in diesem Land. Und es ist auch eine Schande für den Parlamentarismus, keine geheimen Abstimmungen zuzulassen bei so einer relevanten Frage! Aber auch da werden wir nicht aufgeben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Es ist wirklich feige, die geheime Abstimmung gestern verhindert zu haben. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie haben sie aktiv verhindert. Sie haben die Abstimmung tatsächlich aktiv verhindert, und das mit einer Mehrheit von gerade einmal 50,8 Prozent. Sie haben nicht mehr 90 Prozent in diesem Land. Und es ist auch eine Schande für den Parlamentarismus, keine geheimen Abstimmungen zuzulassen bei so einer relevanten Frage! Aber auch da werden wir nicht aufgeben. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Schieder: Die namentliche Abstimmung ist gut, wenn sie die Grünen einbringen! – So schaut es aus! – Abg. Wöginger: Ja, genau!
Wir werden nicht aufgeben, und es werden die Untersuchungen stattfinden. (Abg. Schieder: Die namentliche Abstimmung ist gut, wenn sie die Grünen einbringen! – So schaut es aus! – Abg. Wöginger: Ja, genau!)
Abg. Lopatka: Die Geschäftsordnung gilt für alle, nicht nur für die Grünen!
Ich gehe nur kurz auf den Zwischenruf ein: Der Kollege Schieder verteidigt gerade das Unmöglichmachen einer geheimen Abstimmung dadurch, dass Sie eine namentliche beantragt haben. Also ich denke, das spricht für sich. Warum lassen Sie Ihre Abgeordneten nicht einmal (Abg. Lopatka: Die Geschäftsordnung gilt für alle, nicht nur für die Grünen!) Die Geschäftsordnung gilt selbstverständlich für alle, aber dass Sie aktiv das verhindert haben (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Lopatka.) Sie haben ja nicht von sich aus eine namentliche Abstimmung beantragt, sondern Sie haben erst dann, nachdem wir eine geheime Abstimmung beantragt haben, das mit der namentlichen unmöglich gemacht. Und das spricht für sich! Die Absicht ist absolut durchschaubar: Sie wollten sie unmöglich machen! (Beifall bei Grünen und Team Stronach.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Lopatka.
Ich gehe nur kurz auf den Zwischenruf ein: Der Kollege Schieder verteidigt gerade das Unmöglichmachen einer geheimen Abstimmung dadurch, dass Sie eine namentliche beantragt haben. Also ich denke, das spricht für sich. Warum lassen Sie Ihre Abgeordneten nicht einmal (Abg. Lopatka: Die Geschäftsordnung gilt für alle, nicht nur für die Grünen!) Die Geschäftsordnung gilt selbstverständlich für alle, aber dass Sie aktiv das verhindert haben (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Lopatka.) Sie haben ja nicht von sich aus eine namentliche Abstimmung beantragt, sondern Sie haben erst dann, nachdem wir eine geheime Abstimmung beantragt haben, das mit der namentlichen unmöglich gemacht. Und das spricht für sich! Die Absicht ist absolut durchschaubar: Sie wollten sie unmöglich machen! (Beifall bei Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei Grünen und Team Stronach.
Ich gehe nur kurz auf den Zwischenruf ein: Der Kollege Schieder verteidigt gerade das Unmöglichmachen einer geheimen Abstimmung dadurch, dass Sie eine namentliche beantragt haben. Also ich denke, das spricht für sich. Warum lassen Sie Ihre Abgeordneten nicht einmal (Abg. Lopatka: Die Geschäftsordnung gilt für alle, nicht nur für die Grünen!) Die Geschäftsordnung gilt selbstverständlich für alle, aber dass Sie aktiv das verhindert haben (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Lopatka.) Sie haben ja nicht von sich aus eine namentliche Abstimmung beantragt, sondern Sie haben erst dann, nachdem wir eine geheime Abstimmung beantragt haben, das mit der namentlichen unmöglich gemacht. Und das spricht für sich! Die Absicht ist absolut durchschaubar: Sie wollten sie unmöglich machen! (Beifall bei Grünen und Team Stronach.)
Weiterer Zwischenruf des Abg. Lopatka.
Da ging es nicht um Transparenz! Da ging es überhaupt nicht um Transparenz! (Weiterer Zwischenruf des Abg. Lopatka.)
Hallo-Ruf bei der ÖVP.
Gestern wurde gesagt, alles, was an Beleidigungen möglich ist, sei hier ausgesprochen worden. Ich finde, da kann man schon so sachlich, ja so fair bleiben, dass man diese Kritik annimmt, nämlich, dass die Kollegin Fekter wirklich Milliarden de facto einfach weggeschönt hat, einfach weggemogelt hat. (Hallo-Ruf bei der ÖVP.) Ja, das ist die Wahrheit! Von 133 Millionen € war vor der Nationalratswahl die Rede! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Fekter: Das stimmt ja nicht!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Fekter: Das stimmt ja nicht!
Gestern wurde gesagt, alles, was an Beleidigungen möglich ist, sei hier ausgesprochen worden. Ich finde, da kann man schon so sachlich, ja so fair bleiben, dass man diese Kritik annimmt, nämlich, dass die Kollegin Fekter wirklich Milliarden de facto einfach weggeschönt hat, einfach weggemogelt hat. (Hallo-Ruf bei der ÖVP.) Ja, das ist die Wahrheit! Von 133 Millionen € war vor der Nationalratswahl die Rede! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Fekter: Das stimmt ja nicht!)
Neuerlicher Beifall bei den Grünen. – Abg. Fekter: Sie müssen das Budget lesen lernen!
Das ist ja absurd! Ich möchte wissen, was daran eine Beleidigung ist, wenn man das ausspricht! Erklären Sie mir das, bitte! Was ist daran beleidigend? Das ist nichts anderes, als der Bevölkerung Sand in die Augen zu streuen. Das ist eine Beleidigung der Intelligenz der Bevölkerung, also umgekehrt eine Beleidigung. (Neuerlicher Beifall bei den Grünen. – Abg. Fekter: Sie müssen das Budget lesen lernen!)
Beifall bei Grünen und FPÖ.
Jetzt aber zur derzeitigen Problematik. – Dieses Budget, das Sie unbedingt beschließen wollen und das unserer Meinung nach nicht beschlussreif ist, weil die Zahlen nicht mit der Realität übereinstimmen und mit dem, was Sie nach Brüssel gemeldet haben, ist bereits jetzt, noch bevor es beschlossen ist, Makulatur und in großen Bereichen nicht mehr gültig. Das ist auch der Grund, warum wir als Opposition das gemeinsam rückverweisen wollen, gemeinsam zurück an den Start wollen. (Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Abg. Wöginger: Es ist im Ausschuss gesagt worden! Hingehen!
Ob das böse Absicht war oder nicht, ich weiß es nicht, aber wie kann man bei einem gesamtstaatlichen strukturellen Defizit von 1 Prozent eine Änderung auf 0,8 Prozent des BIP melden, ankündigen, Maßnahmen bereits festlegen, gesetzliche Maßnahmen, Regierungsbeschlüsse, Artikel-15a-Vereinbarung, und das vollkommen parallel zu Budgetverhandlungen im Ausschuss tun? Also wenn das nicht der Gipfel von Intransparenz und Unsauberkeit ist, dann weiß ich nicht! (Abg. Wöginger: Es ist im Ausschuss gesagt worden! Hingehen!) Vielleicht fühlen Sie sich jetzt dadurch, dass ich das hier sage, auch beleidigt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ob das böse Absicht war oder nicht, ich weiß es nicht, aber wie kann man bei einem gesamtstaatlichen strukturellen Defizit von 1 Prozent eine Änderung auf 0,8 Prozent des BIP melden, ankündigen, Maßnahmen bereits festlegen, gesetzliche Maßnahmen, Regierungsbeschlüsse, Artikel-15a-Vereinbarung, und das vollkommen parallel zu Budgetverhandlungen im Ausschuss tun? Also wenn das nicht der Gipfel von Intransparenz und Unsauberkeit ist, dann weiß ich nicht! (Abg. Wöginger: Es ist im Ausschuss gesagt worden! Hingehen!) Vielleicht fühlen Sie sich jetzt dadurch, dass ich das hier sage, auch beleidigt. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kickl: Über Nacht war die Konjunktur !
Erklären Sie mir bitte, warum am 29. April, also zwei Wochen vor dem Tag, an dem Sie den Brief an den EU-Kommissar geschrieben haben, auf einmal 300 Millionen € mehr an Lohn- und Einkommensteuer ins Budget hereinkommen? Innerhalb von zwei Wochen hat sich da die Wirtschaftsprognose so dramatisch verändert?! (Abg. Kickl: Über Nacht war die Konjunktur !) Und wenn es so wäre, warum schreiben Sie es dann nicht in das Budget hinein? Also ich muss sagen: Mogelei hinten und vorne!
Beifall bei den Grünen.
Ich verstehe nicht, warum Sie nicht einfach diese neuen Vorgaben, die Sie sich selbst auferlegt haben, im Ausschuss verhandelt haben oder selbst präsentiert haben. Warum? Auf diese einfache Frage sind Sie uns bis heute eine Antwort schuldig geblieben. Ich frage Sie noch einmal: Warum haben Sie nicht offensiv die Abgeordneten informiert? Einfach informieren – da ist doch überhaupt nichts dabei! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Lopatka: Österreich hilft!
Was sagt der Wissenschaftsminister zu zusätzlichen Kürzungen, obwohl er den Universitäten jetzt schon keinen einzigen Cent mehr zur Verfügung stellen kann? Was sagen Sie den Entwicklungshilfeorganisationen? Vor unserer Haustür, in Bosnien und Serbien, sehen wir, wie die Menschen auf den Dächern stehen – und Österreich kürzt die Auslandskatastrophenhilfe. (Abg. Lopatka: Österreich hilft!) Das ist ohnehin nur so ein minimaler Bereich, aber warum kürzen Sie in diesem so sensiblen Bereich? (Abg. Lopatka: Österreich hilft!) Da sind wir ohnehin so beschämendes Schlusslicht, das tut wirklich weh! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der NEOS.)
Abg. Lopatka: Österreich hilft!
Was sagt der Wissenschaftsminister zu zusätzlichen Kürzungen, obwohl er den Universitäten jetzt schon keinen einzigen Cent mehr zur Verfügung stellen kann? Was sagen Sie den Entwicklungshilfeorganisationen? Vor unserer Haustür, in Bosnien und Serbien, sehen wir, wie die Menschen auf den Dächern stehen – und Österreich kürzt die Auslandskatastrophenhilfe. (Abg. Lopatka: Österreich hilft!) Das ist ohnehin nur so ein minimaler Bereich, aber warum kürzen Sie in diesem so sensiblen Bereich? (Abg. Lopatka: Österreich hilft!) Da sind wir ohnehin so beschämendes Schlusslicht, das tut wirklich weh! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der NEOS.
Was sagt der Wissenschaftsminister zu zusätzlichen Kürzungen, obwohl er den Universitäten jetzt schon keinen einzigen Cent mehr zur Verfügung stellen kann? Was sagen Sie den Entwicklungshilfeorganisationen? Vor unserer Haustür, in Bosnien und Serbien, sehen wir, wie die Menschen auf den Dächern stehen – und Österreich kürzt die Auslandskatastrophenhilfe. (Abg. Lopatka: Österreich hilft!) Das ist ohnehin nur so ein minimaler Bereich, aber warum kürzen Sie in diesem so sensiblen Bereich? (Abg. Lopatka: Österreich hilft!) Da sind wir ohnehin so beschämendes Schlusslicht, das tut wirklich weh! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Kopf.
Auch die Kürzungen im Umweltschutzbereich tun weh – 200 Millionen €, einer der größten Bereiche; und das sind Investitionen. Die Kürzung im Kontrollbereich tut auch unglaublich weh. (Zwischenruf des Abg. Kopf.) Der Rechnungshof ist jeden Euro wert, und jeder Euro, der in den Rechnungshof investiert wird, bringt ein Mehrfaches wieder herein. (Ruf bei den Grünen: Genau!) Da wird de facto Geld vernichtet, wenn Sie da sparen – und das verstehe ich nicht. Unsensibel, ohne Prioritäten! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Ruf bei den Grünen: Genau!
Auch die Kürzungen im Umweltschutzbereich tun weh – 200 Millionen €, einer der größten Bereiche; und das sind Investitionen. Die Kürzung im Kontrollbereich tut auch unglaublich weh. (Zwischenruf des Abg. Kopf.) Der Rechnungshof ist jeden Euro wert, und jeder Euro, der in den Rechnungshof investiert wird, bringt ein Mehrfaches wieder herein. (Ruf bei den Grünen: Genau!) Da wird de facto Geld vernichtet, wenn Sie da sparen – und das verstehe ich nicht. Unsensibel, ohne Prioritäten! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.
Auch die Kürzungen im Umweltschutzbereich tun weh – 200 Millionen €, einer der größten Bereiche; und das sind Investitionen. Die Kürzung im Kontrollbereich tut auch unglaublich weh. (Zwischenruf des Abg. Kopf.) Der Rechnungshof ist jeden Euro wert, und jeder Euro, der in den Rechnungshof investiert wird, bringt ein Mehrfaches wieder herein. (Ruf bei den Grünen: Genau!) Da wird de facto Geld vernichtet, wenn Sie da sparen – und das verstehe ich nicht. Unsensibel, ohne Prioritäten! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Schieder
Mir tut es am meisten leid. Ich meine, es gibt Alternativen zu diesem Budget, das wissen Sie. Sie hätten eine Steuerstrukturreform machen können. Sie hätten bereits 2008 tatsächlich mit Reformen beginnen können (Zwischenruf des Abg. Schieder) und nicht jetzt wieder nur eine Kommission einrichten, wo die alten Kommissionen noch nicht einmal beerdigt sind. Wir hatten so viele Reformkommissionen im Verwaltungsbereich. Ich selber war dabei, wir sind so viele Stunden gesessen. Die Vorschläge liegen präzise auf dem Tisch – und ich komme gar nicht mit den Skurrilitäten. (Präsidentin Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Präsidentin Prammer gibt das Glockenzeichen.
Mir tut es am meisten leid. Ich meine, es gibt Alternativen zu diesem Budget, das wissen Sie. Sie hätten eine Steuerstrukturreform machen können. Sie hätten bereits 2008 tatsächlich mit Reformen beginnen können (Zwischenruf des Abg. Schieder) und nicht jetzt wieder nur eine Kommission einrichten, wo die alten Kommissionen noch nicht einmal beerdigt sind. Wir hatten so viele Reformkommissionen im Verwaltungsbereich. Ich selber war dabei, wir sind so viele Stunden gesessen. Die Vorschläge liegen präzise auf dem Tisch – und ich komme gar nicht mit den Skurrilitäten. (Präsidentin Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS.
Eines möchte ich noch sagen: Was können die Schulen dafür, was können die Universitäten dafür? – Das sind für mich die Zukunftsbereiche, und dieses Budget ist in einer ganz entscheidenden Frage blind, nämlich in jener, die die Zukunft betrifft. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Grünen.
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau Klubobfrau Glawischnig, ich hätte eine Bitte: Reden Sie Österreich nicht schlecht! Wir sind vor Ort in Serbien, wir helfen bereits. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Pirklhuber
Die Österreicherinnen und Österreicher sind immer großzügig, wenn es Katastrophen gibt (Zwischenruf des Abg. Pirklhuber), und selbstverständlich unterstützt die Bundesregierung diese Privatinitiativen, jetzt auch in Serbien, daher verstehe ich Ihre Ausführungen diesbezüglich überhaupt nicht.
Ironische Heiterkeit des Abg. Pirklhuber. – Zwischenrufe bei FPÖ und Grünen.
Nun aber zum Doppelbudget 2014/2015: Das Doppelbudget, das Vizekanzler und Finanzminister Michael Spindelegger vorgelegt hat, ist ein gutes Budget. Wie komme ich zu der Aussage, dass es ein gutes Budget ist? (Ironische Heiterkeit des Abg. Pirklhuber. – Zwischenrufe bei FPÖ und Grünen.) – Es ist ein gutes Budget für die Familien – es gibt mehr Geld für die Familien –, es ist ein gutes Budget für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort, es ist ein gutes Budget für die Sicherheit des Landes – es gibt mehr Geld für die Sicherheit –, und vor allem hat dieses Budget die Jugend im Blickpunkt, weil wir endlich Schluss machen wollen mit dem Schuldenmachen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Ironische Heiterkeit des Abg. Pirklhuber. – Abg. Strache: Der Witz des Tages! – Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Ironische Heiterkeit des Abg. Pirklhuber. – Abg. Strache: Der Witz des Tages! – Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.
Nun aber zum Doppelbudget 2014/2015: Das Doppelbudget, das Vizekanzler und Finanzminister Michael Spindelegger vorgelegt hat, ist ein gutes Budget. Wie komme ich zu der Aussage, dass es ein gutes Budget ist? (Ironische Heiterkeit des Abg. Pirklhuber. – Zwischenrufe bei FPÖ und Grünen.) – Es ist ein gutes Budget für die Familien – es gibt mehr Geld für die Familien –, es ist ein gutes Budget für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort, es ist ein gutes Budget für die Sicherheit des Landes – es gibt mehr Geld für die Sicherheit –, und vor allem hat dieses Budget die Jugend im Blickpunkt, weil wir endlich Schluss machen wollen mit dem Schuldenmachen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Ironische Heiterkeit des Abg. Pirklhuber. – Abg. Strache: Der Witz des Tages! – Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.)
Zwischenruf des Abg. Kickl
Mit diesem Budget bleibt Österreich an der Spitze in Europa. Das hat auch die Kommission in dem Schreiben vom 16. Mai (Zwischenruf des Abg. Kickl), das wir bekommen haben, bestätigt: dass wir das Ziel, Österreich an der Spitze zu halten, mit diesem Budget erreichen werden, meine Damen und Herren.
Abg. Podgorschek – ein Schriftstück in die Höhe haltend –: Auf Seite 6 steht was anderes!
Das ist unser großes Ziel: dass es den Menschen durch die Arbeit der Bundesregierung hier im Land besser geht. Dieses Budget leistet dazu einen Beitrag (Abg. Podgorschek – ein Schriftstück in die Höhe haltend –: Auf Seite 6 steht was anderes!), denn – das ist, meine Damen und Herren, zwar eine ökonomische Binsenweisheit, aber man kann sie nicht oft genug wiederholen – ein entscheidender Punkt ist schon, von den Schulden herunterzukommen. (Ruf: Wann beginnen Sie damit endlich? – Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.) Die Schulden von heute sind nämlich die Steuern von morgen. Und wer hat diese Steuern von morgen zu bezahlen? – Das sind die, die heute die Jungen sind. (Abg. Strache: Warum machen Sie dann weitere Schulden?) – Ich sage Ihnen jetzt, was wir machen. (Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Ruf: Wann beginnen Sie damit endlich? – Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.
Das ist unser großes Ziel: dass es den Menschen durch die Arbeit der Bundesregierung hier im Land besser geht. Dieses Budget leistet dazu einen Beitrag (Abg. Podgorschek – ein Schriftstück in die Höhe haltend –: Auf Seite 6 steht was anderes!), denn – das ist, meine Damen und Herren, zwar eine ökonomische Binsenweisheit, aber man kann sie nicht oft genug wiederholen – ein entscheidender Punkt ist schon, von den Schulden herunterzukommen. (Ruf: Wann beginnen Sie damit endlich? – Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.) Die Schulden von heute sind nämlich die Steuern von morgen. Und wer hat diese Steuern von morgen zu bezahlen? – Das sind die, die heute die Jungen sind. (Abg. Strache: Warum machen Sie dann weitere Schulden?) – Ich sage Ihnen jetzt, was wir machen. (Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Abg. Strache: Warum machen Sie dann weitere Schulden?
Das ist unser großes Ziel: dass es den Menschen durch die Arbeit der Bundesregierung hier im Land besser geht. Dieses Budget leistet dazu einen Beitrag (Abg. Podgorschek – ein Schriftstück in die Höhe haltend –: Auf Seite 6 steht was anderes!), denn – das ist, meine Damen und Herren, zwar eine ökonomische Binsenweisheit, aber man kann sie nicht oft genug wiederholen – ein entscheidender Punkt ist schon, von den Schulden herunterzukommen. (Ruf: Wann beginnen Sie damit endlich? – Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.) Die Schulden von heute sind nämlich die Steuern von morgen. Und wer hat diese Steuern von morgen zu bezahlen? – Das sind die, die heute die Jungen sind. (Abg. Strache: Warum machen Sie dann weitere Schulden?) – Ich sage Ihnen jetzt, was wir machen. (Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Zwischenruf des Abg. Zanger.
Das ist unser großes Ziel: dass es den Menschen durch die Arbeit der Bundesregierung hier im Land besser geht. Dieses Budget leistet dazu einen Beitrag (Abg. Podgorschek – ein Schriftstück in die Höhe haltend –: Auf Seite 6 steht was anderes!), denn – das ist, meine Damen und Herren, zwar eine ökonomische Binsenweisheit, aber man kann sie nicht oft genug wiederholen – ein entscheidender Punkt ist schon, von den Schulden herunterzukommen. (Ruf: Wann beginnen Sie damit endlich? – Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.) Die Schulden von heute sind nämlich die Steuern von morgen. Und wer hat diese Steuern von morgen zu bezahlen? – Das sind die, die heute die Jungen sind. (Abg. Strache: Warum machen Sie dann weitere Schulden?) – Ich sage Ihnen jetzt, was wir machen. (Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Abg. Kickl: Briefe nach Brüssel!
Michael Spindelegger hat sich in diesem Schreiben vom 12. Mai, das von Ihnen so negativ gesehen wird (der Redner zeigt ein Schriftstück), für die Bundesregierung verpflichtet (Abg. Kickl: Briefe nach Brüssel!), das, was im Voranschlag steht, striktest umzusetzen, und die Regierung hat der Kommission gegenüber erklärt, dass sie hier noch ambitionierter vorgehen möchte.
Abg. Walter Rosenkranz: Opposition einen Brief!
Die Regierung macht also genau das, was Sie immer einfordern (Abg. Walter Rosenkranz: Opposition einen Brief!), nämlich: herunter mit den Schulden, strikter Budgetvollzug. Sie müssen sich einmal entscheiden, was Sie wollen (Abg. Strache: Ihr steigert die Schulden! Da gibt es kein runter mit den Schulden!): Wollen Sie, dass wir weiter Schulden machen? Oder wollen Sie, dass wir mit den Schulden herunterkommen? Das müssen Sie einmal für sich selbst beantworten, Abgeordneter Strache. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Strache. – Abg. Kickl: Indem Sie die Einnahmen erhöhen und noch mehr abkassieren!)
Abg. Strache: Ihr steigert die Schulden! Da gibt es kein runter mit den Schulden!
Die Regierung macht also genau das, was Sie immer einfordern (Abg. Walter Rosenkranz: Opposition einen Brief!), nämlich: herunter mit den Schulden, strikter Budgetvollzug. Sie müssen sich einmal entscheiden, was Sie wollen (Abg. Strache: Ihr steigert die Schulden! Da gibt es kein runter mit den Schulden!): Wollen Sie, dass wir weiter Schulden machen? Oder wollen Sie, dass wir mit den Schulden herunterkommen? Das müssen Sie einmal für sich selbst beantworten, Abgeordneter Strache. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Strache. – Abg. Kickl: Indem Sie die Einnahmen erhöhen und noch mehr abkassieren!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Strache. – Abg. Kickl: Indem Sie die Einnahmen erhöhen und noch mehr abkassieren!
Die Regierung macht also genau das, was Sie immer einfordern (Abg. Walter Rosenkranz: Opposition einen Brief!), nämlich: herunter mit den Schulden, strikter Budgetvollzug. Sie müssen sich einmal entscheiden, was Sie wollen (Abg. Strache: Ihr steigert die Schulden! Da gibt es kein runter mit den Schulden!): Wollen Sie, dass wir weiter Schulden machen? Oder wollen Sie, dass wir mit den Schulden herunterkommen? Das müssen Sie einmal für sich selbst beantworten, Abgeordneter Strache. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Strache. – Abg. Kickl: Indem Sie die Einnahmen erhöhen und noch mehr abkassieren!)
Zwischenruf des Abg. Strache. – Ruf bei der ÖVP: Kogler war dafür!
Ich muss auch mit einer anderen Unwahrheit aufräumen: Es ist falsch, dass der Finanzminister eine Hypo-Lösung vorgelegt hat, bei der ausschließlich der Steuerzahler zur Kasse gebeten wird. (Zwischenruf des Abg. Strache. – Ruf bei der ÖVP: Kogler war dafür!) Sie wissen es genau, dass es eine Lösung geben wird, bei der sowohl das Land Kärnten als auch die Bayern als auch die nachrangigen Kapitalgeber mit eingebunden werden und nicht nur der Steuerzahler. (Abg. Walter Rosenkranz: Wissen das die Bayern schon?) Das sollten Sie eigentlich schon wissen. (Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Abg. Walter Rosenkranz: Wissen das die Bayern schon?
Ich muss auch mit einer anderen Unwahrheit aufräumen: Es ist falsch, dass der Finanzminister eine Hypo-Lösung vorgelegt hat, bei der ausschließlich der Steuerzahler zur Kasse gebeten wird. (Zwischenruf des Abg. Strache. – Ruf bei der ÖVP: Kogler war dafür!) Sie wissen es genau, dass es eine Lösung geben wird, bei der sowohl das Land Kärnten als auch die Bayern als auch die nachrangigen Kapitalgeber mit eingebunden werden und nicht nur der Steuerzahler. (Abg. Walter Rosenkranz: Wissen das die Bayern schon?) Das sollten Sie eigentlich schon wissen. (Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Ich muss auch mit einer anderen Unwahrheit aufräumen: Es ist falsch, dass der Finanzminister eine Hypo-Lösung vorgelegt hat, bei der ausschließlich der Steuerzahler zur Kasse gebeten wird. (Zwischenruf des Abg. Strache. – Ruf bei der ÖVP: Kogler war dafür!) Sie wissen es genau, dass es eine Lösung geben wird, bei der sowohl das Land Kärnten als auch die Bayern als auch die nachrangigen Kapitalgeber mit eingebunden werden und nicht nur der Steuerzahler. (Abg. Walter Rosenkranz: Wissen das die Bayern schon?) Das sollten Sie eigentlich schon wissen. (Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Abg. Strolz hält ein Schild mit der Aufschrift „Stimmt nicht“ in die Höhe
Neu ist aber das Verhalten der NEOS. So eine Arbeitsverweigerung, wie Sie sie angekündigt haben, hat es bisher nicht gegeben. Also ich sage Ihnen schon eines: Diese Politik des leeren Stuhls (Abg. Strolz hält ein Schild mit der Aufschrift „Stimmt nicht“ in die Höhe) – ja, noch sitzen Sie hier; ich weiß nicht, wer Ihnen Ihr „Stimmt nicht“-Taferl halten wird, wenn Sie dann hinausgehen –, diese Arbeitsverweigerung, die Sie hier an den Tag legen, ist etwas, womit Sie auch gegen die Geschäftsordnung verstoßen. (Abg. Neubauer: Das tun Sie mit diesem Budget auch!)
Abg. Neubauer: Das tun Sie mit diesem Budget auch!
Neu ist aber das Verhalten der NEOS. So eine Arbeitsverweigerung, wie Sie sie angekündigt haben, hat es bisher nicht gegeben. Also ich sage Ihnen schon eines: Diese Politik des leeren Stuhls (Abg. Strolz hält ein Schild mit der Aufschrift „Stimmt nicht“ in die Höhe) – ja, noch sitzen Sie hier; ich weiß nicht, wer Ihnen Ihr „Stimmt nicht“-Taferl halten wird, wenn Sie dann hinausgehen –, diese Arbeitsverweigerung, die Sie hier an den Tag legen, ist etwas, womit Sie auch gegen die Geschäftsordnung verstoßen. (Abg. Neubauer: Das tun Sie mit diesem Budget auch!)
Abg. Strolz: Wir werden da sein!
Abgeordnete haben aufgrund der Geschäftsordnung eigentlich nur wenige Verpflichtungen. Eine Verpflichtung ist, hier im Parlament mitzuarbeiten. (Abg. Strolz: Wir werden da sein!) Sie haben angekündigt, dass Sie heute ausziehen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Strolz), heute die Arbeit verweigern, morgen die Arbeit verweigern, daher sage ich Ihnen: Das Verhalten, das Sie hier an den Tag legen, ist inakzeptabel! (Zwischenruf des Abg. Kogler.) Das ist inakzeptabel! (Beifall bei der ÖVP und bei
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Strolz
Abgeordnete haben aufgrund der Geschäftsordnung eigentlich nur wenige Verpflichtungen. Eine Verpflichtung ist, hier im Parlament mitzuarbeiten. (Abg. Strolz: Wir werden da sein!) Sie haben angekündigt, dass Sie heute ausziehen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Strolz), heute die Arbeit verweigern, morgen die Arbeit verweigern, daher sage ich Ihnen: Das Verhalten, das Sie hier an den Tag legen, ist inakzeptabel! (Zwischenruf des Abg. Kogler.) Das ist inakzeptabel! (Beifall bei der ÖVP und bei
Zwischenruf des Abg. Kogler.
Abgeordnete haben aufgrund der Geschäftsordnung eigentlich nur wenige Verpflichtungen. Eine Verpflichtung ist, hier im Parlament mitzuarbeiten. (Abg. Strolz: Wir werden da sein!) Sie haben angekündigt, dass Sie heute ausziehen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Strolz), heute die Arbeit verweigern, morgen die Arbeit verweigern, daher sage ich Ihnen: Das Verhalten, das Sie hier an den Tag legen, ist inakzeptabel! (Zwischenruf des Abg. Kogler.) Das ist inakzeptabel! (Beifall bei der ÖVP und bei
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: In den Bädern ist es in den nächsten zwei Tagen schöner!
Klubobmann Strolz, Sie brechen damit die Geschäftsordnung, und – das sage ich Ihnen auch – Sie sind als Abgeordneter zum Nationalrat gewählt und nicht als Wanderprediger! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: In den Bädern ist es in den nächsten zwei Tagen schöner!)
Abg. Strache: Zitieren Sie! Zitieren Sie! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
In einem unterscheiden Sie sich nicht von den anderen Oppositionsparteien, die nehmen auch gerne das Wort „Budgetlüge“ in den Mund, und das ist nicht neu, sage ich Ihnen. Es wird hier behauptet, die Opposition sei nicht ordentlich eingebunden worden. – Lesen Sie die „Parlamentskorrespondenz“ nach! Sowohl in der Budgetausschusssitzung am 8. als auch am 16. Mai hat der Finanzminister ausführlich auch die Oppositionsparteien informiert. (Abg. Strache: Zitieren Sie! Zitieren Sie! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Pirklhuber
Im Budgetausschuss war es Abgeordneter Krainer (Zwischenruf des Abg. Pirklhuber), der sich erkundigt hat, wie der Inhalt dieses Briefes an die Kommission gestaltet ist. Der Finanzminister hat detailliert Antwort gegeben. – Ja, da haben Sie nicht gesagt: Wir können da nicht mit, das muss noch im Budgetausschuss bleiben! Das darf nicht ins Plenum kommen! – Kein Wort! Kein Wort war zu hören! (Zwischenrufe der Abgeordneten Rossmann und Glawischnig-Piesczek.) Jetzt, drei Tage vor den Europaparlamentswahlen wacht auch Abgeordneter Rossmann wie andere Oppositionspolitiker auf, und es wird ein künstlicher Wirbel erzeugt. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Rossmann und Glawischnig-Piesczek.
Im Budgetausschuss war es Abgeordneter Krainer (Zwischenruf des Abg. Pirklhuber), der sich erkundigt hat, wie der Inhalt dieses Briefes an die Kommission gestaltet ist. Der Finanzminister hat detailliert Antwort gegeben. – Ja, da haben Sie nicht gesagt: Wir können da nicht mit, das muss noch im Budgetausschuss bleiben! Das darf nicht ins Plenum kommen! – Kein Wort! Kein Wort war zu hören! (Zwischenrufe der Abgeordneten Rossmann und Glawischnig-Piesczek.) Jetzt, drei Tage vor den Europaparlamentswahlen wacht auch Abgeordneter Rossmann wie andere Oppositionspolitiker auf, und es wird ein künstlicher Wirbel erzeugt. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Im Budgetausschuss war es Abgeordneter Krainer (Zwischenruf des Abg. Pirklhuber), der sich erkundigt hat, wie der Inhalt dieses Briefes an die Kommission gestaltet ist. Der Finanzminister hat detailliert Antwort gegeben. – Ja, da haben Sie nicht gesagt: Wir können da nicht mit, das muss noch im Budgetausschuss bleiben! Das darf nicht ins Plenum kommen! – Kein Wort! Kein Wort war zu hören! (Zwischenrufe der Abgeordneten Rossmann und Glawischnig-Piesczek.) Jetzt, drei Tage vor den Europaparlamentswahlen wacht auch Abgeordneter Rossmann wie andere Oppositionspolitiker auf, und es wird ein künstlicher Wirbel erzeugt. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Abg. Walter Rosenkranz: Jetzt kriegt der Begriff „Doppelbudget“ eine ganz neue Bedeutung!
Im Budgetausschuss haben Sie nicht gesagt: Furchtbar, dieses Stück, dieses Doppelbudget darf nicht Richtung Plenum kommen! (Abg. Walter Rosenkranz: Jetzt kriegt der Begriff „Doppelbudget“ eine ganz neue Bedeutung!) Jetzt plötzlich sagen Sie: Schrecklich!
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Strache bei der Debatte im Jahre 2011: „Sie richten mit diesem Weg Österreich zugrunde!“ – Was war das Ergebnis? – Um 1,4 Prozent besser! (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Das ist ein Ergebnis, das in Milliardenhöhe besser ist; 1,4 Prozent, das sind mehrere Milliarden. (Abg. Kickl: Wie viele Schulden haben Sie abgebaut?)
Abg. Kickl: Wie viele Schulden haben Sie abgebaut?
Strache bei der Debatte im Jahre 2011: „Sie richten mit diesem Weg Österreich zugrunde!“ – Was war das Ergebnis? – Um 1,4 Prozent besser! (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Das ist ein Ergebnis, das in Milliardenhöhe besser ist; 1,4 Prozent, das sind mehrere Milliarden. (Abg. Kickl: Wie viele Schulden haben Sie abgebaut?)
Abg. Strache: Ja, ist so! 90 Prozent !
Strache im Jahre 2012: Das Budget „ist in Wirklichkeit fast schon fahrlässige Krida“. (Abg. Strache: Ja, ist so! 90 Prozent !) – Das Ergebnis war wieder ein deutlich besseres. Und Strache 2014: Das Budget ist unehrlich. – Strache wie jedes Jahr, kann ich da nur sagen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Und jedes Jahr hat er recht! Jedes Jahr hat er recht!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Und jedes Jahr hat er recht! Jedes Jahr hat er recht!
Strache im Jahre 2012: Das Budget „ist in Wirklichkeit fast schon fahrlässige Krida“. (Abg. Strache: Ja, ist so! 90 Prozent !) – Das Ergebnis war wieder ein deutlich besseres. Und Strache 2014: Das Budget ist unehrlich. – Strache wie jedes Jahr, kann ich da nur sagen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Und jedes Jahr hat er recht! Jedes Jahr hat er recht!)
Abg. Strache: Sie sollten einmal beim Cap einen Rhetorik-Kurs ! – Zwischenruf der Abg. Tamandl.
Jedes Jahr die Kassandrarufe, jedes Jahr ist alles furchtbar und schrecklich im Land, aber jedes Jahr schafft es diese Bundesregierung, ein besseres Ergebnis abzuliefern als im Voranschlag. (Abg. Strache: Sie sollten einmal beim Cap einen Rhetorik-Kurs ! – Zwischenruf der Abg. Tamandl.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Walter Rosenkranz und Deimek.
Kollege Strache, wenn alles so furchtbar wäre, dann würden uns die Ratingagenturen nicht so einstufen, wie wir eingestuft sind. (Zwischenrufe der Abgeordneten Walter Rosenkranz und Deimek.) Sie wissen, dass sich Österreich jetzt so günstig finanzieren kann wie noch nie. (Abg. Strache: das Geld der Menschen immer weniger wert ist!)
Abg. Strache: das Geld der Menschen immer weniger wert ist!
Kollege Strache, wenn alles so furchtbar wäre, dann würden uns die Ratingagenturen nicht so einstufen, wie wir eingestuft sind. (Zwischenrufe der Abgeordneten Walter Rosenkranz und Deimek.) Sie wissen, dass sich Österreich jetzt so günstig finanzieren kann wie noch nie. (Abg. Strache: das Geld der Menschen immer weniger wert ist!)
Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz
Meine Damen und Herren! Für die letzte Anleihe, die Österreich aufgelegt hat, für diese 5-jährige Anleihe (Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz) haben wir nicht
Abg. Kickl: diese niedrigen Zinsen!
einmal 1 Prozent zu bezahlen, nur 0,62 Prozent. Da nehmen die Kapitalgeber sogar in Kauf, dass sie weniger dafür bekommen, als die aktuelle Inflation ausmacht. (Abg. Kickl: diese niedrigen Zinsen!) So kreditwürdig ist Österreich, jetzt und heute! Das ist schon die Leistung dieser Bundesregierung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: ... dass das Geld immer weniger wert ist, dass die Ersparnisse immer weniger wert sind, !)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: ... dass das Geld immer weniger wert ist, dass die Ersparnisse immer weniger wert sind, !
einmal 1 Prozent zu bezahlen, nur 0,62 Prozent. Da nehmen die Kapitalgeber sogar in Kauf, dass sie weniger dafür bekommen, als die aktuelle Inflation ausmacht. (Abg. Kickl: diese niedrigen Zinsen!) So kreditwürdig ist Österreich, jetzt und heute! Das ist schon die Leistung dieser Bundesregierung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: ... dass das Geld immer weniger wert ist, dass die Ersparnisse immer weniger wert sind, !)
Zwischenrufe bei der FPÖ
Ich sage Ihnen aber eines: Wir verkennen nicht, dass wir große Reformen brauchen. Wir brauchen große Reformen, um dieses Ziel zu erreichen (Zwischenrufe bei der FPÖ), tatsächlich 2016 das Nulldefizit zu schaffen. (Ruf: keine Reformen!) – Wir machen sie, Kollege Strache. (Abg. Strache: Sie belasten die Menschen!) Herr Klubobmann Strache, wir machen sie! Aber wenn ein Minister Reformen macht (Abg. Strache: Wo?) – zum Beispiel die Innenministerin im Bereich der Polizei –, wer ist dann dagegen? – Sie sind dann dagegen, wenn Reformen gemacht werden! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Zusperren ! Ohne Wachzimmer ist man sicherer! Ohne Schule ist man gescheiter! Das ist eure Philosophie! Sperren wir die Spitäler, dann sind wir gesünder! Das ist eure Philosophie! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Ruf: keine Reformen!
Ich sage Ihnen aber eines: Wir verkennen nicht, dass wir große Reformen brauchen. Wir brauchen große Reformen, um dieses Ziel zu erreichen (Zwischenrufe bei der FPÖ), tatsächlich 2016 das Nulldefizit zu schaffen. (Ruf: keine Reformen!) – Wir machen sie, Kollege Strache. (Abg. Strache: Sie belasten die Menschen!) Herr Klubobmann Strache, wir machen sie! Aber wenn ein Minister Reformen macht (Abg. Strache: Wo?) – zum Beispiel die Innenministerin im Bereich der Polizei –, wer ist dann dagegen? – Sie sind dann dagegen, wenn Reformen gemacht werden! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Zusperren ! Ohne Wachzimmer ist man sicherer! Ohne Schule ist man gescheiter! Das ist eure Philosophie! Sperren wir die Spitäler, dann sind wir gesünder! Das ist eure Philosophie! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Sie belasten die Menschen!
Ich sage Ihnen aber eines: Wir verkennen nicht, dass wir große Reformen brauchen. Wir brauchen große Reformen, um dieses Ziel zu erreichen (Zwischenrufe bei der FPÖ), tatsächlich 2016 das Nulldefizit zu schaffen. (Ruf: keine Reformen!) – Wir machen sie, Kollege Strache. (Abg. Strache: Sie belasten die Menschen!) Herr Klubobmann Strache, wir machen sie! Aber wenn ein Minister Reformen macht (Abg. Strache: Wo?) – zum Beispiel die Innenministerin im Bereich der Polizei –, wer ist dann dagegen? – Sie sind dann dagegen, wenn Reformen gemacht werden! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Zusperren ! Ohne Wachzimmer ist man sicherer! Ohne Schule ist man gescheiter! Das ist eure Philosophie! Sperren wir die Spitäler, dann sind wir gesünder! Das ist eure Philosophie! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Wo?
Ich sage Ihnen aber eines: Wir verkennen nicht, dass wir große Reformen brauchen. Wir brauchen große Reformen, um dieses Ziel zu erreichen (Zwischenrufe bei der FPÖ), tatsächlich 2016 das Nulldefizit zu schaffen. (Ruf: keine Reformen!) – Wir machen sie, Kollege Strache. (Abg. Strache: Sie belasten die Menschen!) Herr Klubobmann Strache, wir machen sie! Aber wenn ein Minister Reformen macht (Abg. Strache: Wo?) – zum Beispiel die Innenministerin im Bereich der Polizei –, wer ist dann dagegen? – Sie sind dann dagegen, wenn Reformen gemacht werden! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Zusperren ! Ohne Wachzimmer ist man sicherer! Ohne Schule ist man gescheiter! Das ist eure Philosophie! Sperren wir die Spitäler, dann sind wir gesünder! Das ist eure Philosophie! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Zusperren ! Ohne Wachzimmer ist man sicherer! Ohne Schule ist man gescheiter! Das ist eure Philosophie! Sperren wir die Spitäler, dann sind wir gesünder! Das ist eure Philosophie! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich sage Ihnen aber eines: Wir verkennen nicht, dass wir große Reformen brauchen. Wir brauchen große Reformen, um dieses Ziel zu erreichen (Zwischenrufe bei der FPÖ), tatsächlich 2016 das Nulldefizit zu schaffen. (Ruf: keine Reformen!) – Wir machen sie, Kollege Strache. (Abg. Strache: Sie belasten die Menschen!) Herr Klubobmann Strache, wir machen sie! Aber wenn ein Minister Reformen macht (Abg. Strache: Wo?) – zum Beispiel die Innenministerin im Bereich der Polizei –, wer ist dann dagegen? – Sie sind dann dagegen, wenn Reformen gemacht werden! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Zusperren ! Ohne Wachzimmer ist man sicherer! Ohne Schule ist man gescheiter! Das ist eure Philosophie! Sperren wir die Spitäler, dann sind wir gesünder! Das ist eure Philosophie! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Walter Rosenkranz: Und da blockieren die freiheitlichen Landeshauptmänner, oder wie?
Ich erwarte mir Ihre Unterstützung bei den Reformen ohnehin nicht. Was ich mir aber erwarte, ist, dass der Bundeskanzler gemeinsam mit dem Vizekanzler und den Bundesländern in den entscheidenden Bereichen tatsächlich etwas schafft. (Abg. Walter Rosenkranz: Und da blockieren die freiheitlichen Landeshauptmänner, oder wie?) Das ist das Förderwesen in Österreich, wir müssen im Pensionsbereich ambitionierter vorgehen, um unsere Ziele zu erreichen. Schade, dass die Opposition nicht dabei ist, aber diese Bundesregierung ist stark genug, das auch alleine zu schaffen. (Abg. Kogler: Ah! – Abg. Vilimsky: Ihr habt ja nicht einmal die Mehrheit!) – Ja, Sie werden dann noch applaudieren müssen, Kollege Kogler, auch wenn Sie es jetzt nicht glauben, aber wir werden das schaffen. (Abg. Kickl: ÖVP-Ausgabe!)
Abg. Kogler: Ah! – Abg. Vilimsky: Ihr habt ja nicht einmal die Mehrheit!
Ich erwarte mir Ihre Unterstützung bei den Reformen ohnehin nicht. Was ich mir aber erwarte, ist, dass der Bundeskanzler gemeinsam mit dem Vizekanzler und den Bundesländern in den entscheidenden Bereichen tatsächlich etwas schafft. (Abg. Walter Rosenkranz: Und da blockieren die freiheitlichen Landeshauptmänner, oder wie?) Das ist das Förderwesen in Österreich, wir müssen im Pensionsbereich ambitionierter vorgehen, um unsere Ziele zu erreichen. Schade, dass die Opposition nicht dabei ist, aber diese Bundesregierung ist stark genug, das auch alleine zu schaffen. (Abg. Kogler: Ah! – Abg. Vilimsky: Ihr habt ja nicht einmal die Mehrheit!) – Ja, Sie werden dann noch applaudieren müssen, Kollege Kogler, auch wenn Sie es jetzt nicht glauben, aber wir werden das schaffen. (Abg. Kickl: ÖVP-Ausgabe!)
Abg. Kickl: ÖVP-Ausgabe!
Ich erwarte mir Ihre Unterstützung bei den Reformen ohnehin nicht. Was ich mir aber erwarte, ist, dass der Bundeskanzler gemeinsam mit dem Vizekanzler und den Bundesländern in den entscheidenden Bereichen tatsächlich etwas schafft. (Abg. Walter Rosenkranz: Und da blockieren die freiheitlichen Landeshauptmänner, oder wie?) Das ist das Förderwesen in Österreich, wir müssen im Pensionsbereich ambitionierter vorgehen, um unsere Ziele zu erreichen. Schade, dass die Opposition nicht dabei ist, aber diese Bundesregierung ist stark genug, das auch alleine zu schaffen. (Abg. Kogler: Ah! – Abg. Vilimsky: Ihr habt ja nicht einmal die Mehrheit!) – Ja, Sie werden dann noch applaudieren müssen, Kollege Kogler, auch wenn Sie es jetzt nicht glauben, aber wir werden das schaffen. (Abg. Kickl: ÖVP-Ausgabe!)
Abg. Strache: Da redet einmal mit den Unternehmen, wie die angefressen sind! – Weiterer Zwischenruf bei der FPÖ.
Wenn wir diese Strukturreformen schaffen, dann dürfen wir keinesfalls in irgendeiner Form die Wirtschaft belasten, denn die zweite Säule, die wir brauchen, um diese Steuerreform zu schaffen, ist das notwendige Wirtschaftswachstum. (Abg. Strache: Da redet einmal mit den Unternehmen, wie die angefressen sind! – Weiterer Zwischenruf bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Morgen, morgen und nicht heute, sagen alle faulen Leute! Irgendwann ! 2020!
Das notwendige Wirtschaftswachstum, die Strukturreformen sind die Basis für die dritte große Aufgabe dieser Bundesregierung, das ist die Steuerreform. (Abg. Strache: Morgen, morgen und nicht heute, sagen alle faulen Leute! Irgendwann ! 2020!) Diese Woche beschließen wir das Doppelbudget, dann gehen wir daran, hier eine ordentliche Steuerreform vorzubereiten, und wir werden Sie Lügen strafen, die Sie jedes Jahr das Budget, das hier vorgelegt wird, schlechtreden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neubauer: Dass man zehn Minuten reden kann und nichts sagen kann! – Ruf bei der ÖVP: Sprechen Sie von Ihrem Klubobmann? – Ruf: Lernen von den Besten!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neubauer: Dass man zehn Minuten reden kann und nichts sagen kann! – Ruf bei der ÖVP: Sprechen Sie von Ihrem Klubobmann? – Ruf: Lernen von den Besten!
Das notwendige Wirtschaftswachstum, die Strukturreformen sind die Basis für die dritte große Aufgabe dieser Bundesregierung, das ist die Steuerreform. (Abg. Strache: Morgen, morgen und nicht heute, sagen alle faulen Leute! Irgendwann ! 2020!) Diese Woche beschließen wir das Doppelbudget, dann gehen wir daran, hier eine ordentliche Steuerreform vorzubereiten, und wir werden Sie Lügen strafen, die Sie jedes Jahr das Budget, das hier vorgelegt wird, schlechtreden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neubauer: Dass man zehn Minuten reden kann und nichts sagen kann! – Ruf bei der ÖVP: Sprechen Sie von Ihrem Klubobmann? – Ruf: Lernen von den Besten!)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker.
ein paar neue Schulden machen, und man kauft sich ein paar Stimmen – Machterhalt auf Kredit! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker.)
Beifall beim Team Stronach.
Jahr für Jahr macht diese Regierung mehr Schulden, Jahr für Jahr gibt diese Regierung mehr Geld aus, als sie hat – und dann erhöht sie einfach die Steuern. Nur, eines vergisst die Regierung: Man kann auf Dauer nie mehr ausgeben, als man hat; das weiß jeder normale Mensch, der einen Haushalt führt. (Beifall beim Team Stronach.) Ihre Rechnung geht sich ja nicht einmal mehr mit Steuererhöhungen aus, und auch nicht mit dieser neuen Wundermilliarde, die Sie in diesem Brief an Brüssel angekündigt haben, ohne uns alle damit zu befassen.
Beifall beim Team Stronach.
Sie schreiben in diesem Geheimbrief etwas von „Better economic developments“, das heißt also bessere wirtschaftliche Entwicklung, und von „increased income in social security insurance and in income tax“. – Wie soll das bitte gehen? Zuerst würgen Sie die Wirtschaft ab, manche drohen offen damit, auszuwandern, und Sie glauben, mehr Geld durch die angekurbelte Wirtschaft wieder hereinzubringen? Wissen Sie, was das ist? – Das ist Luftballonökonomie! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker.
Ob das wirklich so ist und SPÖ und ÖVP in Wirklichkeit gar nicht zusammenpassen, das weiß ich nicht so genau, aber eines weiß ich: Die Rechnung für diese permanente Schuldenmacherei muss irgendwann bezahlt werden, und zwar von den jungen Leuten und von den Sparern, die sich trotz dieser Regierung und der Steuerbelastung mühsam etwas erspart und zur Seite gelegt haben. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker.)
Beifall beim Team Stronach.
Apropos Erspartes: Das Team Stronach steht für Leistungsgerechtigkeit. Wir wollen die fleißigen und hart arbeitenden Menschen in unserem Land unterstützen, die sich auch noch etwas ersparen konnten, trotz der Steuerbelastung durch diese Regierung; deshalb ganz klar: Nein zur Vermögensteuer! Das wäre der endgültige Raubzug am Vermögen der Österreicher. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Österreicher sind sehr gescheite und fleißige Leute, die gute Arbeit leisten. Das wird aber überhaupt nicht belohnt, ganz im Gegenteil, den Menschen bleibt nichts übrig zum Leben. Die arbeitenden Menschen haben aber ein Recht darauf, von ihrem Einkommen zu leben. Lassen Sie also die Menschen endlich in Ruhe arbeiten und gut verdienen! Das würde nämlich auch bewirken, dass man viel weniger Geld für den Wohlfahrtsstaat ausgeben müsste. (Beifall beim Team Stronach.) Die Regierungsvertreter sehen das vielleicht anders, denn solange die Menschen von ihnen abhängig sind, vom Wohlfahrtsstaat abhängig sind, können sie sich ihrer Stimmen relativ sicher sein – relativ, wohlgemerkt; siehe das Ergebnis der letzten Wahl.
Beifall beim Team Stronach.
entlohnt werden, fair besteuert werden. Die Österreicher wollen ein selbstbestimmtes Leben führen, und das haben sie auch verdient! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker.
Unterschätzen Sie die Österreicher nicht, sehr geehrte Regierungsvertreter! Die Leute sind gescheit genug und sie wissen, dass die Regierung ein Leben auf Pump finanziert und dass die Verwaltung in ihrer Ineffizienz das meiste Geld in dieser Umverteilung verschlingt. Es gibt nur eine vernünftige Lösung für die Zukunft: Der Verwaltungsapparat muss abgebaut werden, die Schuldenmacherei muss endlich aufhören. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker.)
Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach. – Zwischenruf bei der SPÖ.
Die Einnahmen aus der sogenannten Betrugsbekämpfung werden dazu nicht reichen. Da muss ich fragen: Was verstehen Sie überhaupt unter Betrugsbekämpfung? Meinen Sie damit, wenn der kleine Unternehmer über die hochkomplexen Steuergesetze in Grauzonen geführt und dadurch einfach kriminalisiert wird? Meinen Sie das mit Betrugsbekämpfung? (Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker.
Eines ist wirklich auch bemerkenswert: Die Regierung ist verantwortlich für Rekordarbeitslosigkeit, Rekordschulden, Rekordsteuern. Und die Regierung weiß das und will jetzt gegensteuern, und zwar indem sie noch mehr Schulden macht, den Sozialstaat ausbaut und die Verwaltung weiter aufbläst. Das ist doch völlig absurd! Sie verwenden Benzin zum Feuerlöschen, genau so wie Sie es bei der Hypo-Alpe-Adria-Bank gemacht haben. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker. – Zwischenruf bei der SPÖ.
Schauen Sie einmal in die Geschichtsbücher: Sozialismus führt über kurz oder lang alle in die Armut, auch wenn er gut gemeint war – gut gemeint arm ist auch arm. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir müssen wieder zurück zur sozialen Marktwirtschaft. Nur wenn es gelingt, die Wirtschaft anzukurbeln, die Unternehmer zum Investieren zu ermutigen, die Mitarbeiter zu motivieren, fleißig zu arbeiten, weil sich das Arbeiten finanziell auch auszahlt, die Menschen zu ermutigen, Unternehmer zu werden, dann – und nur dann – kann der Wohlstand in unserem Land wieder wachsen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wohlstand für breite Bevölkerungsschichten hat es in der Geschichte immer nur gegeben, wenn der Staat Rahmenbedingungen geschaffen hat, wo die Wirtschaft arbeiten konnte, wo die Gesetze des Marktes respektiert wurden. Die Schmerzgrenze für steuerliche Belastungen und Bürokratie ist in Österreich längst erreicht. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Denken Sie an die jungen Leute, und hören Sie sofort auf mit der Schuldenmacherei! Durchforsten Sie systematisch die Gesetzbücher, streichen Sie überflüssige Vorschriften! Es kennt sich ja kein Mensch mehr aus. Ich schlage vor, für jedes neue Gesetz streichen Sie drei alte. (Beifall beim Team Stronach.) Und passen Sie auch die Steuerstufen an die Inflation an, damit den arbeitenden Menschen etwas in ihrem Geldbörsel bleibt! Wenn Sie das nicht bald machen, dann sehe ich schwarz für dieses Land unter dieser Regierung.
Beifall beim Team Stronach.
Dass man so keinen Wohlstand schaffen kann, ist den Regierungsverantwortlichen scheinbar wurscht. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
In diesem Zusammenhang finde ich es übrigens äußerst lobenswert, dass die Regierung hier so viel Toleranz zeigt. Aber zeigen Sie doch auch einmal Toleranz gegenüber den hart arbeitenden Menschen in diesem Land! Mir scheint, die einzige ungeschützte Minderheit in unserem Land sind die Steuerzahler. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Lopatka: Abschiedsrede!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Zu Wort gelangt Herr Klubobmann Dr. Strolz. – Bitte. (Abg. Lopatka: Abschiedsrede!)
Abg. Auer: Bezahlter Urlaub!
Abgeordneter Mag. Dr. Matthias Strolz (NEOS): Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Regierungsmitglieder! Liebe Kolleginnen und Kollegen hier im Hohen Haus! Liebe Bürgerinnen, Bürger auf den Rängen und an den Bildschirmen! (Abg. Auer: Bezahlter Urlaub!) Manchmal kommt die Einsicht auch über Nacht. Ich habe gestern Abend ein paar sehr scharfe Worte gewählt zum Thema Verschiebung dieser Budgetdebatte. Wir NEOS sind der Überzeugung, dass die einzig angemessene Maßnahme jene wäre, die Budgetdebatte auf Basis von korrekten Zahlen abzuführen, aber die Formulierung mit der Ehre gestern war sicherlich sehr scharf. Der Klubobmann, mein Kollege Andreas Schieder hat gemeint, den Maßstab für Ehre trägt jeder und jede in sich. Da hast du recht. Und wenn ich hier ehrabschneidend war, dann möchte ich mich hier auch entschuldigen. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und Grünen.
Abgeordneter Mag. Dr. Matthias Strolz (NEOS): Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Regierungsmitglieder! Liebe Kolleginnen und Kollegen hier im Hohen Haus! Liebe Bürgerinnen, Bürger auf den Rängen und an den Bildschirmen! (Abg. Auer: Bezahlter Urlaub!) Manchmal kommt die Einsicht auch über Nacht. Ich habe gestern Abend ein paar sehr scharfe Worte gewählt zum Thema Verschiebung dieser Budgetdebatte. Wir NEOS sind der Überzeugung, dass die einzig angemessene Maßnahme jene wäre, die Budgetdebatte auf Basis von korrekten Zahlen abzuführen, aber die Formulierung mit der Ehre gestern war sicherlich sehr scharf. Der Klubobmann, mein Kollege Andreas Schieder hat gemeint, den Maßstab für Ehre trägt jeder und jede in sich. Da hast du recht. Und wenn ich hier ehrabschneidend war, dann möchte ich mich hier auch entschuldigen. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Heiterkeit. – Abg. Lopatka: Also bitte! Wir sind ja in keiner Turnstunde!
Reinhold Lopatka, du hast gesagt, die Opposition hat geschlafen. Wir hätten das mit dem Brief des Herrn Finanzministers verschlafen oder was auch immer. Ich denke, das können wir als Oppositionsparteien auch nicht auf uns sitzen lassen, denn wir haben sehr akribisch unsere Arbeit gemacht. Deswegen möchte ich die Frage stellen in diesem Raum: Wer von Ihnen hat vom Inhalt dieses Briefes bereits am Donnerstag letzter Woche oder früher Bescheid gewusst? Bitte, Hände hoch! (Heiterkeit. – Abg. Lopatka: Also bitte! Wir sind ja in keiner Turnstunde!) – Eine Person.
Abg. Lopatka: Das ist ja keine Turnstunde! Vielleicht Kopfstand als Nächstes! Das ist ja das Beste! Kopfstand als Nächstes! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP. – Unruhe im Saal. – Präsidentin Prammer gibt das Glockenzeichen.
Bitte, wer von den Abgeordneten hier im Hohen Haus hat erst am letzten Tag ...? (Abg. Lopatka: Das ist ja keine Turnstunde! Vielleicht Kopfstand als Nächstes! Das ist ja das Beste! Kopfstand als Nächstes! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP. – Unruhe im Saal. – Präsidentin Prammer gibt das Glockenzeichen.) Darf ich kurz Ruhe haben für meine nächste Frage?
Abg. Lopatka: „In die Offenbarung gehen“ – jetzt wird es biblisch! Die Offenbarung des Matthias!
involviert haben in die Unterlagen. Die meisten, die hier in die Offenbarung gehen, haben offensichtlich erst am letzten Tag der Budgethearings, der Budgetberatungen davon erfahren. (Abg. Lopatka: „In die Offenbarung gehen“ – jetzt wird es biblisch! Die Offenbarung des Matthias!)
Abg. Rädler: Sie hätten Kindergärtner werden sollen!
Jetzt stellen Sie sich Folgendes vor: Viele von Ihnen mögen Kinder haben, und manche von ihnen mögen in diesen Tagen zur Matura antreten. Stellen Sie sich vor, sie treten am Dienstag der Woche zur Mathematik-Matura an (Abg. Rädler: Sie hätten Kindergärtner werden sollen!), bekommen aber die Fragen für die Deutsch-Matura serviert. Würden Sie das als fair erachten? – Nein, Sie würden sagen, da mache ich nicht mit.
Abg. Rädler: So ein Blödsinn!
Stellen Sie sich vor, Sie kaufen ein Auto und Sie erfahren durch Zufall, dass der Autohändler die Innenausstattung, ohne Rücksprache mit Ihnen, zu Ihren Ungunsten verschlechtert hat. (Abg. Rädler: So ein Blödsinn!) Würden Sie dieses Auto übernehmen? Würden Sie diesen Vertrag unterschreiben? – Nein. Wäre das fair? – Nein, Sie würden das ablehnen. (Abg. Wöginger: Was ist das für ein Vergleich?)
Abg. Wöginger: Was ist das für ein Vergleich?
Stellen Sie sich vor, Sie kaufen ein Auto und Sie erfahren durch Zufall, dass der Autohändler die Innenausstattung, ohne Rücksprache mit Ihnen, zu Ihren Ungunsten verschlechtert hat. (Abg. Rädler: So ein Blödsinn!) Würden Sie dieses Auto übernehmen? Würden Sie diesen Vertrag unterschreiben? – Nein. Wäre das fair? – Nein, Sie würden das ablehnen. (Abg. Wöginger: Was ist das für ein Vergleich?)
Abg. Krainer: Das stimmt überhaupt nicht! – Abg. Lopatka: Das ist unrichtig!
Und jetzt stellen Sie sich vor, Sie sind Abgeordneter des Hohen Hauses, Sie bekommen 19 Kilogramm Papier, 5 000 Seiten. Sie haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – in unserem Fall gut 30 Leute plus die Abgeordneten –, die sich in Tag- und Nachtschichten penibel vorbereiten, sich anschauen, was in den 5 000 Seiten steht, was in den 19 Kilo Papier steht. Und ich denke, Ihre Klubs haben sich auch penibel vorbereitet. Dann gehen wir eine Woche in Beratungen, und am Schluss dieser Woche erfahren Sie, dass eklatante Informationsmängel in diesen Unterlagen sind, dass wesentliche Teile nicht da sind. (Abg. Krainer: Das stimmt überhaupt nicht! – Abg. Lopatka: Das ist unrichtig!) Können Sie dann guten Gewissens sagen: Ja, ich mache bei dem Spiel mit!? Würden Sie das als fair erachten? – Nein, das ist nicht fair! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Und jetzt stellen Sie sich vor, Sie sind Abgeordneter des Hohen Hauses, Sie bekommen 19 Kilogramm Papier, 5 000 Seiten. Sie haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – in unserem Fall gut 30 Leute plus die Abgeordneten –, die sich in Tag- und Nachtschichten penibel vorbereiten, sich anschauen, was in den 5 000 Seiten steht, was in den 19 Kilo Papier steht. Und ich denke, Ihre Klubs haben sich auch penibel vorbereitet. Dann gehen wir eine Woche in Beratungen, und am Schluss dieser Woche erfahren Sie, dass eklatante Informationsmängel in diesen Unterlagen sind, dass wesentliche Teile nicht da sind. (Abg. Krainer: Das stimmt überhaupt nicht! – Abg. Lopatka: Das ist unrichtig!) Können Sie dann guten Gewissens sagen: Ja, ich mache bei dem Spiel mit!? Würden Sie das als fair erachten? – Nein, das ist nicht fair! (Beifall bei den NEOS.)
Vizekanzler Spindelegger: Das weise ich zurück, und zwar vehement, Herr Abgeordneter Strolz!
Und deswegen sagen wir NEOS auch, wir können das nicht akzeptieren. Das ist nicht fair! Das ist kein aufrichtiger Umgang miteinander, weder zwischen Autohändler und Käufer, weder zwischen Vermieter und Mieter, und das ist, Herr Finanzminister, auch kein aufrichtiger Umgang mit uns als Abgeordneten. Das wünsche ich mir als Abgeordneter nicht. (Vizekanzler Spindelegger: Das weise ich zurück, und zwar vehement, Herr Abgeordneter Strolz!)
Abg. Lopatka: Bravo!
Zum Budget grundsätzlich. Ich weiß, Herr Finanzminister, es ist schwierig in diesen Jahren, Budgets zu machen, das gestehe ich auch zu. Die Spielräume sind sehr eng. Und unser Ziel als NEOS ist es, wir wollen ein enkelfites Budget, wir wollen generationengerechte Budgets. (Abg. Lopatka: Bravo!) Ja, da haben wir ja das gleiche Ziel. Aber jetzt geht es nicht nur um das Wollen, das wir offensichtlich teilen, sondern es geht auch noch um das Können.
Abg. Rädler: Oje! – Abg. Wöginger: Weit weg! Weit weg!
Ich weiß auch nicht, wie es uns dann geht, wenn wir – hoffentlich – irgendwann einmal Regierungsverantwortung haben, aber wir würden es zumindest versuchen. (Abg. Rädler: Oje! – Abg. Wöginger: Weit weg! Weit weg!) Die ÖVP ist seit 1987 in der Regierung. Jedes Jahr seit 1987! (Abg. Strache: Und baut seit damals Schulden ab! Seit 1987 baut sie stetig Schulden ab!) Und die ÖVP hat jedes Jahr seit 1987 gesagt: Wir wollen keine neuen Schulden! – Seit 1987! (Abg. Wöginger: Ohne ÖVP wärst du gar nicht da!) Und Sie haben jedes Jahr ganz verlässlich neue Schulden gemacht. Und Sie legen heuer wieder neue Schulden drauf im Ausmaß von 3,6 Milliarden €. Das ist
Abg. Strache: Und baut seit damals Schulden ab! Seit 1987 baut sie stetig Schulden ab!
Ich weiß auch nicht, wie es uns dann geht, wenn wir – hoffentlich – irgendwann einmal Regierungsverantwortung haben, aber wir würden es zumindest versuchen. (Abg. Rädler: Oje! – Abg. Wöginger: Weit weg! Weit weg!) Die ÖVP ist seit 1987 in der Regierung. Jedes Jahr seit 1987! (Abg. Strache: Und baut seit damals Schulden ab! Seit 1987 baut sie stetig Schulden ab!) Und die ÖVP hat jedes Jahr seit 1987 gesagt: Wir wollen keine neuen Schulden! – Seit 1987! (Abg. Wöginger: Ohne ÖVP wärst du gar nicht da!) Und Sie haben jedes Jahr ganz verlässlich neue Schulden gemacht. Und Sie legen heuer wieder neue Schulden drauf im Ausmaß von 3,6 Milliarden €. Das ist
Abg. Wöginger: Ohne ÖVP wärst du gar nicht da!
Ich weiß auch nicht, wie es uns dann geht, wenn wir – hoffentlich – irgendwann einmal Regierungsverantwortung haben, aber wir würden es zumindest versuchen. (Abg. Rädler: Oje! – Abg. Wöginger: Weit weg! Weit weg!) Die ÖVP ist seit 1987 in der Regierung. Jedes Jahr seit 1987! (Abg. Strache: Und baut seit damals Schulden ab! Seit 1987 baut sie stetig Schulden ab!) Und die ÖVP hat jedes Jahr seit 1987 gesagt: Wir wollen keine neuen Schulden! – Seit 1987! (Abg. Wöginger: Ohne ÖVP wärst du gar nicht da!) Und Sie haben jedes Jahr ganz verlässlich neue Schulden gemacht. Und Sie legen heuer wieder neue Schulden drauf im Ausmaß von 3,6 Milliarden €. Das ist
Zwischenbemerkung von Vizekanzler Spindelegger.
Das ist nicht fair! Man muss da aufrichtig sein und die ehrlichen Zahlen auf den Tisch legen. Und das haben Sie nicht getan! (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Spindelegger.)
Abg. Strache: Das ist es: ein Wirtschaftswachstum und wieder nichts!
Also 52 Jahre Schulden. Und da waren extrem fette Jahre dabei, es waren echt gute, prosperierende Jahre dabei, aber Sie haben es nicht in einem Jahr geschafft, etwas auf die Seite zu legen! (Abg. Strache: Das ist es: ein Wirtschaftswachstum und wieder nichts!)
Beifall bei den NEOS.
Die Handlungsmaxime von ÖVP und die Handlungsmaxime von SPÖ ist: Lieber mache ich auf Kosten der nächsten Generation ein paar Milliarden weitere Schulden, als dass ich in Privilegien meiner Klientel hineinschneide! Lieber ein paar Milliarden auf Kosten der nächsten Generation, als Privilegien meiner Klientel zu beschneiden! – Deswegen kommen Sie auch nicht vom Fleck, bei allem Wollen, das Sie haben. Das einzig Große, das in dieser großen Koalition vorhanden ist, ist der Kleingeist. Und das ist zu wenig. Das ist zu wenig! (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Lopatka: Bravo, das ist aber großzügig!
Wir werden auch morgen in der Früh anwesend sein. (Abg. Lopatka: Bravo, das ist aber großzügig!) Wir werden unsere Anträge einbringen. (Abg. Lopatka: Großzügig!) Wir werden sämtliche unserer Anliegen formulieren. Wir werden alle unsere Themenschwerpunkte in Kurzvideos packen und Ihnen zur Verfügung stellen. (Abg. Lopatka: Danke! – Abg. Wöginger: Das ist aber nett! Wo sind wir denn überhaupt?!)
Abg. Lopatka: Großzügig!
Wir werden auch morgen in der Früh anwesend sein. (Abg. Lopatka: Bravo, das ist aber großzügig!) Wir werden unsere Anträge einbringen. (Abg. Lopatka: Großzügig!) Wir werden sämtliche unserer Anliegen formulieren. Wir werden alle unsere Themenschwerpunkte in Kurzvideos packen und Ihnen zur Verfügung stellen. (Abg. Lopatka: Danke! – Abg. Wöginger: Das ist aber nett! Wo sind wir denn überhaupt?!)
Abg. Lopatka: Danke! – Abg. Wöginger: Das ist aber nett! Wo sind wir denn überhaupt?!
Wir werden auch morgen in der Früh anwesend sein. (Abg. Lopatka: Bravo, das ist aber großzügig!) Wir werden unsere Anträge einbringen. (Abg. Lopatka: Großzügig!) Wir werden sämtliche unserer Anliegen formulieren. Wir werden alle unsere Themenschwerpunkte in Kurzvideos packen und Ihnen zur Verfügung stellen. (Abg. Lopatka: Danke! – Abg. Wöginger: Das ist aber nett! Wo sind wir denn überhaupt?!)
Abg. Lopatka: Das nächste Mal schickt Ihnen der Bundeskanzler ein Kurzvideo!
Wir werden an der Budgetdebatte weiter teilhaben. Wir werden dabei sein. Wir wechseln nur den Raum. (Abg. Lopatka: Das nächste Mal schickt Ihnen der Bundeskanzler ein Kurzvideo!) Wir gehen zu den Bürgern und wollen den Bürgern auch erzählen, was aus unserer Sicht wirklich Sache ist beim Budget, dass wir seit 52 Jahren Schulden machen und dass es so nicht weitergehen kann. Das sagt der Hausverstand und das sagt euch der Sachverstand.
Lebhafter Widerspruch bei SPÖ und ÖVP. – Beifall bei den NEOS.
Sie von SPÖ und ÖVP sind unersättlich in Ihrem Machtanspruch. Sie waren vor den Nationalratswahlen bereit, 2 Milliarden € in die Hand zu nehmen, um sich dieses Wahlergebnis vom September zu erschleichen. Sie haben gesagt, 2 Milliarden an Steuermitteln (Lebhafter Widerspruch bei SPÖ und ÖVP. – Beifall bei den NEOS.)
Abg. Rädler: Haselsteiner! Oligarchenpartei!
Der Brief von Herrn Ditz, dem Hypo-Aufsichtsratspräsidenten, legt das ganz klar dar. Der hat Ihnen das vor einem Jahr gesagt. (Abg. Rädler: Haselsteiner! Oligarchenpartei!) Sie haben gesagt: Das ignorieren wir, uns ist wichtig, dass wir im September gut durchs Ziel kommen, ob das 2 Milliarden mehr kostet oder nicht, ist uns egal, es zahlt eh ein anderer! – Der Steuerzahler brennt wie ein Luster! Sie schnüren den Unternehmerinnen und Unternehmern die Luft zum Atmen ab! (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.) Die Familien tun sich schwer. Das Geld hat nicht mehr die Kaufkraft, die es vor ein paar Jahren hatte, auch die Einkommen nicht.
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Der Brief von Herrn Ditz, dem Hypo-Aufsichtsratspräsidenten, legt das ganz klar dar. Der hat Ihnen das vor einem Jahr gesagt. (Abg. Rädler: Haselsteiner! Oligarchenpartei!) Sie haben gesagt: Das ignorieren wir, uns ist wichtig, dass wir im September gut durchs Ziel kommen, ob das 2 Milliarden mehr kostet oder nicht, ist uns egal, es zahlt eh ein anderer! – Der Steuerzahler brennt wie ein Luster! Sie schnüren den Unternehmerinnen und Unternehmern die Luft zum Atmen ab! (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.) Die Familien tun sich schwer. Das Geld hat nicht mehr die Kaufkraft, die es vor ein paar Jahren hatte, auch die Einkommen nicht.
Beifall bei NEOS. – Abg. Lopatka: Sie sind ja kein Teilzeitabgeordneter! Wir nehmen Sie als voll!
Deswegen sage ich, Sie können nicht von uns erwarten, dass wir nach dem Erleben dieser Tricksereien vor der Nationalratswahl jetzt großzügig sind und sagen: Jetzt haben sie halt noch einmal getrickst, sie sind halt besonders ausgefuchst! – Nein, das ist nicht eine Frage von Ausgefuchst-Sein, das ist eine Frage von Fairness. Die ist nicht gegeben, und es ist meines Erachtens auch nicht aufrichtig. Deswegen werbe ich auch bei der Bevölkerung um Verständnis für diesen unseren ernsthaften Schritt. Ich weiß, das ist eine Gratwanderung, aber wir sehen uns genötigt, hier eine klare Note des Protestes in Richtung von SPÖ und ÖVP auszusenden. So können Sie mit dem Hohen Haus, so können Sie mit Volksvertreterinnen und Volksvertretern, und so können Sie mit Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern nicht umgehen! (Beifall bei NEOS. – Abg. Lopatka: Sie sind ja kein Teilzeitabgeordneter! Wir nehmen Sie als voll!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen.
„Jeder Abgeordnete ist verpflichtet, an den Sitzungen des Nationalrates und der Ausschüsse, in die er gewählt ist, teilzunehmen.“ (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Bravoruf bei der ÖVP.
Das ist die Geschäftsordnung. Sie wissen natürlich auch – und das ist Ihr Glück –, dass ich es nicht exekutieren kann. Das wissen Sie. Das ist Ihr Glück. Aber es ist auch klar, dass wir dafür gewählt sind – im Übrigen alle, ohne eine einzige Stimme erschlichen zu haben –, dass wir dafür gewählt sind, hier anwesend zu sein. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Bravoruf bei der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Was heißt es, wenn man mit der Prognose in einen Wahlkampf geht, 1,6 Prozent strukturelles Defizit 2013 zu haben, und es stellt sich dann im Jahr darauf, im April, Mai, heraus, es waren nur 1,1 Prozent, fünf Zehntel weniger durch sehr guten Vollzug? – Ich will hier einmal allen danken, die dazu beigetragen haben, dass das Ergebnis im Jahr 2013 verbessert wurde. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Kickl: Immer der falsche Zeitpunkt! Immer! – Abg. Kogler: Dann schreiben wir es jetzt hinein! Schreiben wir die richtigen Zahlen hinein – und Ruhe ist!
Jetzt ist die Kommission auf uns zugekommen, eben aufgrund dieser Entwicklung, die aber im November, Dezember, Jänner, Februar nicht bekannt war, weil der Jahresabschluss erst danach gekommen ist. Sonst hätten wir natürlich schon früher verlautbart, dass wir viel besser sind, denn das hätte unserer politischen Diskussion nicht geschadet. Im Gegenteil! (Abg. Kickl: Immer der falsche Zeitpunkt! Immer! – Abg. Kogler: Dann schreiben wir es jetzt hinein! Schreiben wir die richtigen Zahlen hinein – und Ruhe ist!) Also die Kommission hat gesagt: Wenn ihr so gut seid und besser als die Prognosen, dann könnt ihr ja noch schneller das Nulldefizit erreichen, nämlich 2015 und nicht 2016!
Abg. Strolz: Das ist okay, aber das Wie!
Deshalb haben wir gegenüber der Kommission und jenen, die uns darauf hingewiesen haben, dass diese bessere Leistung des Vorjahres eigentlich zu mehr Anlass geben könnte, unsere politische Argumentation entgegengesetzt. (Abg. Strolz: Das ist okay, aber das Wie!) Und ich hätte mir eigentlich gedacht, bei diesem Thema haben wir vielleicht einen Schulterschluss in diesem Haus, wenn wir sagen, wir wollen sowohl investieren als auch sparen und nicht einfach mit der Schere herumlaufen und schauen, wo wir Kürzungen vornehmen können, um vielleicht ein Nulldefizit ein Jahr früher zu schaffen. Das Ziel ist investieren, das Ziel ist, eine hohe Beschäftigung zu erreichen, das Ziel ist, aus der Krise herauszukommen. Und das, dachte ich mir, ist ein gemeinsames Anliegen dieses Hauses. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Deshalb haben wir gegenüber der Kommission und jenen, die uns darauf hingewiesen haben, dass diese bessere Leistung des Vorjahres eigentlich zu mehr Anlass geben könnte, unsere politische Argumentation entgegengesetzt. (Abg. Strolz: Das ist okay, aber das Wie!) Und ich hätte mir eigentlich gedacht, bei diesem Thema haben wir vielleicht einen Schulterschluss in diesem Haus, wenn wir sagen, wir wollen sowohl investieren als auch sparen und nicht einfach mit der Schere herumlaufen und schauen, wo wir Kürzungen vornehmen können, um vielleicht ein Nulldefizit ein Jahr früher zu schaffen. Das Ziel ist investieren, das Ziel ist, eine hohe Beschäftigung zu erreichen, das Ziel ist, aus der Krise herauszukommen. Und das, dachte ich mir, ist ein gemeinsames Anliegen dieses Hauses. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Wir haben die letzten vier Jahre – und das ist etwas, das man auch einmal sagen muss, nämlich ein Beleg für die Expertise in unserem Finanzministerium –, wir haben in den letzten vier Jahren jedes Mal ein geringeres strukturelles Defizit gehabt, als prognostiziert wurde. Gibt es noch einen besseren Beleg für korrekte Arbeit, wenn man nicht nur einmal, sondern wenn man viermal in Folge besser abschneidet, als die Prognose war?! Das zeigt doch die hohe Expertise im Finanzministerium. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Bei den 20- bis 64-Jährigen haben wir eine Erwerbsquote von 75,5 Prozent. Das heißt, trotz einer Diskussion, die wir zu Recht führen, wie wir das faktische Pensionsalter erhöhen können, wie wir dafür sorgen können, dass jemand im Alter von 50, 55, 60 Jahren überhaupt noch eine Arbeit findet, trotz dieser Diskussion, in der wir wie in den Kommissionsberichten auch immer als „besonders niedrig“ angeführt werden, liegen wir bei den gesetzlichen Bestimmungen für das Pensionsalter an fünfter Stelle. Bei den gesetzlichen Bestimmungen sind wir wahrscheinlich weiter hinten, aber bei der Reihung, wie viele Menschen tatsächlich Arbeit haben und damit zu dem Steueraufkommen des Landes, zu den Pensionen der nächsten Generation beitragen, liegen wir mit 75,5 Prozent an fünfter Stelle. Der Durchschnitt der EU-28 liegt bei 68,3 Prozent – wir liegen besser! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Aber das sagt Ihnen ja Ihre Kommission, dass die Zahlen nicht stimmen, von denen Sie ausgehen!
Ich wollte dieses Beispiel bringen, weil so oft gesagt wird, da und da und da gehe nichts weiter. Das ist doch ein Beispiel dafür, dass eine konsequente Linie für Wachstum, für qualitatives Wachstum, für Beschäftigung der richtige Weg für Österreich ist. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Aber das sagt Ihnen ja Ihre Kommission, dass die Zahlen nicht stimmen, von denen Sie ausgehen!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Es ist natürlich schwieriger, etwas zu erarbeiten, als einfach eine Überschrift zu propagieren und auf irgendein Taferl zu schreiben. Aber ich sage Ihnen: Die harte Arbeit, bei der es auch Ergebnisse gibt, ziehe ich vor! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Noch etwas zu Ihnen, Herr Klubobmann Strolz! Sie haben am Beginn Ihrer Tätigkeit so oft den Eindruck erweckt – der sicher auch für viele Bürgerinnen und Bürger ein positives Zeichen war, ein Aufatmen war –, Sie wollen sich konstruktiv an den Diskussionen beteiligen. Aber um sich konstruktiv zu beteiligen, muss man anwesend sein, Herr Strolz, das ist eine Voraussetzung für eine konstruktive Beteiligung! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich bedanke mich für alle Diskussionsbeiträge, die in die Richtung zeigen, die wir dringend benötigen. Dieses Budget verlangt eine große Kraftanstrengung in den nächsten eineinhalb Jahren, um die richtigen Weichen zu stellen. Je öfter es gelingt, dafür eine breite Mehrheit in diesem Hause zu finden, umso besser für unser Land. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Abgeordnete von der ÖVP „füllen“ die freien Sitzplätze der NEOS unter anderem mit Luftmatratzen und Schwimmreifen sowie Tafeln mit Texten wie „Bin Bäume umarmen! Euer Matthias“, „Die EU ruft! Eure Angelika“, „Bin im Freibad! Euer Nikolaus“ oder „Bin Nudelsieb kaufen! Euer Niko“.
Sie als Chef der Regierung hier vor das Hohe Haus treten und Ihr Impulsprogramm zur Sicherung und Schaffung österreichischer Arbeitsplätze präsentieren. (Beifall bei der FPÖ. – Abgeordnete von der ÖVP „füllen“ die freien Sitzplätze der NEOS unter anderem mit Luftmatratzen und Schwimmreifen sowie Tafeln mit Texten wie „Bin Bäume umarmen! Euer Matthias“, „Die EU ruft! Eure Angelika“, „Bin im Freibad! Euer Nikolaus“ oder „Bin Nudelsieb kaufen! Euer Niko“.)
Heiterkeit.
Ich hätte mir erwartet, dass Sie Ihr Programm zur Bekämpfung der Armut in Österreich präsentieren und auch Ihr Programm – Also meine Herren, jetzt werdet ihr ein bisserl kindisch. (Heiterkeit.) Bevor sich dieses Hohe Haus einer derartigen Lächerlichkeit preisgibt
Zwischenruf des Abg. Krainer
Abgeordneter Harald Vilimsky (fortsetzend): Danke. – Ich starte noch einmal und betone in aller Deutlichkeit, wie enttäuschend es eigentlich ist, dass sich ein Bundeskanzler der Republik Österreich, der mittlerweile doch seit vielen Jahren im Amt ist, in einer Zeit, in der Rekordarbeitslosigkeit, Rekordarmut und Rekordinsolvenzen vorhanden sind, hier herstellt (Zwischenruf des Abg. Krainer) – ich komme gleich zu Ihnen –, sich vor dieses Hohe Haus hinstellt und sagt: Es ist alles in Ordnung, es passt alles, es ist alles wundervoll!, und in einer Vogel-Strauß-Art den Kopf in den Sand steckt und sich überhaupt nicht darum schert, wie es den Österreicherinnen und Österreichern geht. Hauptsache, er darf Bundeskanzler spielen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Harald Vilimsky (fortsetzend): Danke. – Ich starte noch einmal und betone in aller Deutlichkeit, wie enttäuschend es eigentlich ist, dass sich ein Bundeskanzler der Republik Österreich, der mittlerweile doch seit vielen Jahren im Amt ist, in einer Zeit, in der Rekordarbeitslosigkeit, Rekordarmut und Rekordinsolvenzen vorhanden sind, hier herstellt (Zwischenruf des Abg. Krainer) – ich komme gleich zu Ihnen –, sich vor dieses Hohe Haus hinstellt und sagt: Es ist alles in Ordnung, es passt alles, es ist alles wundervoll!, und in einer Vogel-Strauß-Art den Kopf in den Sand steckt und sich überhaupt nicht darum schert, wie es den Österreicherinnen und Österreichern geht. Hauptsache, er darf Bundeskanzler spielen! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Reden darf er ja nicht!
Jetzt komme ich zu den Kollegen Krainer und Jarolim, weil mir heute auch irgendwie der Kragen geplatzt ist. Vor allem Herr Krainer, nein, Herr Jarolim, ich verwechsle sie immer, aber Sie sind einander ohnehin sehr ähnlich in der Qualität ihrer Zwischenrufe. Herr Jarolim fällt dadurch auf, dass er in flegelhafter Art und Weise vor Gemeinheit triefende Zwischenrufe abgibt. (Abg. Strache: Reden darf er ja nicht!) Das ist sein Beitrag zur Politik! Vielleicht glaubt er, dadurch auffallen zu können und im Übrigen seine Untätigkeit verstecken zu können. Herr Jarolim, wenn Sie etwas zu sagen haben, kommen Sie hierher ans Rednerpult, aber unterlassen Sie Flegeleien dieser Art! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Redeverbot unter Klubobmann Schieder für Jarolim!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Redeverbot unter Klubobmann Schieder für Jarolim!
Jetzt komme ich zu den Kollegen Krainer und Jarolim, weil mir heute auch irgendwie der Kragen geplatzt ist. Vor allem Herr Krainer, nein, Herr Jarolim, ich verwechsle sie immer, aber Sie sind einander ohnehin sehr ähnlich in der Qualität ihrer Zwischenrufe. Herr Jarolim fällt dadurch auf, dass er in flegelhafter Art und Weise vor Gemeinheit triefende Zwischenrufe abgibt. (Abg. Strache: Reden darf er ja nicht!) Das ist sein Beitrag zur Politik! Vielleicht glaubt er, dadurch auffallen zu können und im Übrigen seine Untätigkeit verstecken zu können. Herr Jarolim, wenn Sie etwas zu sagen haben, kommen Sie hierher ans Rednerpult, aber unterlassen Sie Flegeleien dieser Art! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Redeverbot unter Klubobmann Schieder für Jarolim!)
Oh-Rufe bei der FPÖ.
Herr Jarolim, wissen Sie, wann Sie mir das letzte Mal aufgefallen sind? – Als Ihre Fraktion, die Fraktion der Verteilungsgerechtigkeit und der Transparenz, gesagt hat: Wir veröffentlichen unsere Gehälter! Wer hat sie nicht veröffentlicht? – Herr Jarolim hat sie nicht veröffentlicht. (Oh-Rufe bei der FPÖ.) Wissen Sie, wie er die Debatte darüber
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Krainer: Aber die Zwischenrufe von Jarolim sind doch zum Mitdenken!
zu umgehen versucht hat? – Er hat gesagt: Ja, das können wir schon machen, aber ich erwarte mir, dass alle Österreicherinnen und Österreicher ihr Einkommen offenlegen! – Herr Jarolim, das ist nicht die Politik, die von Anstand und Ehrlichkeit geprägt ist. Schämen Sie sich und verkneifen Sie sich Ihre mehr als flegelhaften Zwischenrufe! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Krainer: Aber die Zwischenrufe von Jarolim sind doch zum Mitdenken!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Krainer als Kanzlerberater!
Herr Krainer, der Sie in einer ähnlichen Qualität wie Herr Jarolim mit seinen Zwischenrufen auffallen, ich an Ihrer Stelle würde ganz leisetreten! Sie als wirtschaftspolitischer Berater des Bundeskanzlers und damit am Gehaltstropf hängende Person entsprechen nicht dem Bild eines freien und selbstbestimmten Mandatars. Sie singen das Lied des Bundeskanzlers, und Sie müssen kraft Ihrer Funktion, aufgrund deren Sie Gelder aus dem Bundeskanzleramt beziehen, diese vermurkste Politik auch noch entsprechend positiv kommentieren. Ein bisschen leisetreten! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Krainer als Kanzlerberater!)
Abg. Lopatka: Beides ist hoch!
Ich schaue Ihnen jetzt in die Augen, Herr Dr. Lopatka, und frage Sie: Was ist höher: 43,6 oder 45,2? (Abg. Lopatka: Beides ist hoch!) – 45,2 sind höher. Das heißt, Sie haben heute wissentlich die Unwahrheit gesagt (Abg. Lopatka: Ich nicht! Das ist eine Frechheit! Ich habe das überhaupt nicht gesagt!), um eine der höchsten Abgabenquoten (Abg. Strache: Nein, Harald, das war der Schieder!) – Ich nehme es zurück. Ich nehme es zurück, aber Sie sind einander als Koalitionszwillinge so ähnlich, dass man vielleicht doch das eine oder andere verwechseln kann. Es war Herr Schieder. (Abg. Strache: Es war der Schieder, der mit den Zahlen Schwierigkeiten hatte!) Ich stelle in aller Höflichkeit richtig: Nicht der Herr Lopatka, der Herr Schieder kann nicht auseinanderhalten, was höher ist: 43 oder 45 Prozent! (Abg. Schieder: Und die Zahlen sind auch falsch! Die ganze Rede ist falsch!) Das waren Sie, Herr Kollege Schieder!
Abg. Lopatka: Ich nicht! Das ist eine Frechheit! Ich habe das überhaupt nicht gesagt!
Ich schaue Ihnen jetzt in die Augen, Herr Dr. Lopatka, und frage Sie: Was ist höher: 43,6 oder 45,2? (Abg. Lopatka: Beides ist hoch!) – 45,2 sind höher. Das heißt, Sie haben heute wissentlich die Unwahrheit gesagt (Abg. Lopatka: Ich nicht! Das ist eine Frechheit! Ich habe das überhaupt nicht gesagt!), um eine der höchsten Abgabenquoten (Abg. Strache: Nein, Harald, das war der Schieder!) – Ich nehme es zurück. Ich nehme es zurück, aber Sie sind einander als Koalitionszwillinge so ähnlich, dass man vielleicht doch das eine oder andere verwechseln kann. Es war Herr Schieder. (Abg. Strache: Es war der Schieder, der mit den Zahlen Schwierigkeiten hatte!) Ich stelle in aller Höflichkeit richtig: Nicht der Herr Lopatka, der Herr Schieder kann nicht auseinanderhalten, was höher ist: 43 oder 45 Prozent! (Abg. Schieder: Und die Zahlen sind auch falsch! Die ganze Rede ist falsch!) Das waren Sie, Herr Kollege Schieder!
Abg. Strache: Nein, Harald, das war der Schieder!
Ich schaue Ihnen jetzt in die Augen, Herr Dr. Lopatka, und frage Sie: Was ist höher: 43,6 oder 45,2? (Abg. Lopatka: Beides ist hoch!) – 45,2 sind höher. Das heißt, Sie haben heute wissentlich die Unwahrheit gesagt (Abg. Lopatka: Ich nicht! Das ist eine Frechheit! Ich habe das überhaupt nicht gesagt!), um eine der höchsten Abgabenquoten (Abg. Strache: Nein, Harald, das war der Schieder!) – Ich nehme es zurück. Ich nehme es zurück, aber Sie sind einander als Koalitionszwillinge so ähnlich, dass man vielleicht doch das eine oder andere verwechseln kann. Es war Herr Schieder. (Abg. Strache: Es war der Schieder, der mit den Zahlen Schwierigkeiten hatte!) Ich stelle in aller Höflichkeit richtig: Nicht der Herr Lopatka, der Herr Schieder kann nicht auseinanderhalten, was höher ist: 43 oder 45 Prozent! (Abg. Schieder: Und die Zahlen sind auch falsch! Die ganze Rede ist falsch!) Das waren Sie, Herr Kollege Schieder!
Abg. Strache: Es war der Schieder, der mit den Zahlen Schwierigkeiten hatte!
Ich schaue Ihnen jetzt in die Augen, Herr Dr. Lopatka, und frage Sie: Was ist höher: 43,6 oder 45,2? (Abg. Lopatka: Beides ist hoch!) – 45,2 sind höher. Das heißt, Sie haben heute wissentlich die Unwahrheit gesagt (Abg. Lopatka: Ich nicht! Das ist eine Frechheit! Ich habe das überhaupt nicht gesagt!), um eine der höchsten Abgabenquoten (Abg. Strache: Nein, Harald, das war der Schieder!) – Ich nehme es zurück. Ich nehme es zurück, aber Sie sind einander als Koalitionszwillinge so ähnlich, dass man vielleicht doch das eine oder andere verwechseln kann. Es war Herr Schieder. (Abg. Strache: Es war der Schieder, der mit den Zahlen Schwierigkeiten hatte!) Ich stelle in aller Höflichkeit richtig: Nicht der Herr Lopatka, der Herr Schieder kann nicht auseinanderhalten, was höher ist: 43 oder 45 Prozent! (Abg. Schieder: Und die Zahlen sind auch falsch! Die ganze Rede ist falsch!) Das waren Sie, Herr Kollege Schieder!
Abg. Schieder: Und die Zahlen sind auch falsch! Die ganze Rede ist falsch!
Ich schaue Ihnen jetzt in die Augen, Herr Dr. Lopatka, und frage Sie: Was ist höher: 43,6 oder 45,2? (Abg. Lopatka: Beides ist hoch!) – 45,2 sind höher. Das heißt, Sie haben heute wissentlich die Unwahrheit gesagt (Abg. Lopatka: Ich nicht! Das ist eine Frechheit! Ich habe das überhaupt nicht gesagt!), um eine der höchsten Abgabenquoten (Abg. Strache: Nein, Harald, das war der Schieder!) – Ich nehme es zurück. Ich nehme es zurück, aber Sie sind einander als Koalitionszwillinge so ähnlich, dass man vielleicht doch das eine oder andere verwechseln kann. Es war Herr Schieder. (Abg. Strache: Es war der Schieder, der mit den Zahlen Schwierigkeiten hatte!) Ich stelle in aller Höflichkeit richtig: Nicht der Herr Lopatka, der Herr Schieder kann nicht auseinanderhalten, was höher ist: 43 oder 45 Prozent! (Abg. Schieder: Und die Zahlen sind auch falsch! Die ganze Rede ist falsch!) Das waren Sie, Herr Kollege Schieder!
Beifall bei der FPÖ.
Als Herr Dr. Cap noch Klubobmann war, war das irgendwie spritziger, war es elanvoller. (Beifall bei der FPÖ.) Von Ihnen – wenn Sie nicht gerade irgendetwas vom Blatt herunterlesen – kommt doch nur noch hölzerne Polemik. Und dass Sie nicht einmal in der Lage sind, zwei Zahlen miteinander zu vergleichen und einzugestehen, dass Sie mit der Kanzlerfraktion der „Belastungskaiser“ sind, das muss man auch einmal in aller Deutlichkeit sagen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Als Herr Dr. Cap noch Klubobmann war, war das irgendwie spritziger, war es elanvoller. (Beifall bei der FPÖ.) Von Ihnen – wenn Sie nicht gerade irgendetwas vom Blatt herunterlesen – kommt doch nur noch hölzerne Polemik. Und dass Sie nicht einmal in der Lage sind, zwei Zahlen miteinander zu vergleichen und einzugestehen, dass Sie mit der Kanzlerfraktion der „Belastungskaiser“ sind, das muss man auch einmal in aller Deutlichkeit sagen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Halten wir fest: Unter ÖVP-Finanzministerschaft haben wir die höchste Schuldenquote der Zweiten Republik. Wir haben die höchste Arbeitslosigkeit, wir haben die größte Insolvenzwelle, die durch Österreich rollt. Da kann man sich hier nicht einfach so präsentieren, vor allem nicht vor dem Hintergrund, dass man sich das Ergebnis der letzten Wahl erschlichen hat, indem man gesagt hat: Mein Ziel ist es, Steuern zu senken! Mein Ziel ist es, die Wirtschaft zu entfesseln! Mein Ziel ist es, eine Arbeitsplatzoffensive zu starten! – Was war? Das Gegenteil war der Fall! Das Einzige, das runtergeht, ist Ihr Wahlergebnis, und das ist auch gut so, dass Ihr Wahlergebnis immer weiter runtergeht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich erzähle Ihnen etwas, das auch budgetwirksam und mir sehr wichtig ist. Ich war jüngst eingeladen bei einer Diskussion heimischer Trafikanten. Das sind jene Personen, die auch unter die Räder Ihrer Budget- und Ihrer Steuerpolitik kommen, weil mit jeder Erhöhung der Zigarettenpreise die Spannen der Trafikanten massiv nach unten gehen. Trafikanten sind aber nicht ein normaler Gewerbestand, weil zumindest 50 Prozent unter ihnen auch Behinderte sind. Die Trafikanten schaffen es angesichts Ihrer Steuer- und Budgetpolitik nicht mehr, ein Einkommen zu erlangen – trotz ihres Fleißes, 80, 90 Stunden in der Woche –, um auch ein entsprechendes Auskommen zu haben. – Und das ist schäbig (Beifall bei der FPÖ): dass Sie über die Erhöhung der Steuern auch behinderte Menschen ins Abseits treiben! Und Sie von der SPÖ machen da auch mit.
Präsidentin Prammer gibt das Glockenzeichen.
Das ist schäbig und nicht akzeptabel! Ich verlange, dass Sie nicht nur den Trafikanten, sondern auch allen anderen Klein- und Mittelunternehmern und Gewerbebetrieben in Österreich endlich wieder die Möglichkeit geben, dass sie sich ein Einkommen auch zum Auskommen erwirtschaften. (Präsidentin Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich fasse zusammen: Rekordverschuldung, Rekordarmut, ein vermurkstes Budget mit falschen Zahlen. Der kommende Sonntag bietet Zeit und Gelegenheit, Ihnen beiden einen ordentlichen Denkzettel zu geben. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Hübner: Aber vom Krainer nicht!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das ist jetzt schon die, ich weiß nicht, vierte, fünfte Budgetdebatte, bei der vor allem von der FPÖ immer genau dasselbe gesagt wird (Abg. Hübner: Aber vom Krainer nicht!), nämlich: Wir haben Rekordsteuern, sie sind so hoch wie noch nie (Rufe bei der FPÖ: Ist ja wahr!), das hören wir seit Jahren. Wenn man sich die Zahlen ansieht, und zwar nicht die Kickl- oder Vilimsky-Zahlen, sondern die Zahlen von Statistik Austria oder vom zentralen statistischen Amt der EU, dann erkennt man: 2009 ist die Steuer- und Abgabenquote gesunken, 2010 ist sie gesunken, 2011 ist sie gesunken, 2012 und 2013 ist sie angestiegen, liegt jetzt bei 43,8 Prozent und wird nächstes Jahr sinken, wird übernächstes Jahr und in der Vorausschau bis ins Jahr 2018 sinken. Das ist der Unterschied zu dem, was behauptet wird.
Rufe bei der FPÖ: Ist ja wahr!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das ist jetzt schon die, ich weiß nicht, vierte, fünfte Budgetdebatte, bei der vor allem von der FPÖ immer genau dasselbe gesagt wird (Abg. Hübner: Aber vom Krainer nicht!), nämlich: Wir haben Rekordsteuern, sie sind so hoch wie noch nie (Rufe bei der FPÖ: Ist ja wahr!), das hören wir seit Jahren. Wenn man sich die Zahlen ansieht, und zwar nicht die Kickl- oder Vilimsky-Zahlen, sondern die Zahlen von Statistik Austria oder vom zentralen statistischen Amt der EU, dann erkennt man: 2009 ist die Steuer- und Abgabenquote gesunken, 2010 ist sie gesunken, 2011 ist sie gesunken, 2012 und 2013 ist sie angestiegen, liegt jetzt bei 43,8 Prozent und wird nächstes Jahr sinken, wird übernächstes Jahr und in der Vorausschau bis ins Jahr 2018 sinken. Das ist der Unterschied zu dem, was behauptet wird.
Abg. Walter Rosenkranz: Sie dürfen nicht nur die Zahlen vom Renner Institut nehmen!
Das Problem ist, wenn einer immer „Feuer“ schreit, glaubt ihm, wenn es einmal wirklich brennt, niemand mehr, weil er es seit Jahren macht. Noch einmal: Die höchste Steuer- und Abgabenquote hatten wir unter einem blauen Finanzminister 2001, 44,9 Prozent. (Abg. Walter Rosenkranz: Sie dürfen nicht nur die Zahlen vom Renner Institut nehmen!) Jetzt haben wir aktuell 43,8 Prozent. (Abg. Strache: Zwischenzeitig ist es die höchste Abgabenquote der letzten drei Jahre! Aktuell! Die höchste Abgabenquote! Nachweislich, auch von der Wirtschaftskammer bestätigt!)
Abg. Strache: Zwischenzeitig ist es die höchste Abgabenquote der letzten drei Jahre! Aktuell! Die höchste Abgabenquote! Nachweislich, auch von der Wirtschaftskammer bestätigt!
Das Problem ist, wenn einer immer „Feuer“ schreit, glaubt ihm, wenn es einmal wirklich brennt, niemand mehr, weil er es seit Jahren macht. Noch einmal: Die höchste Steuer- und Abgabenquote hatten wir unter einem blauen Finanzminister 2001, 44,9 Prozent. (Abg. Walter Rosenkranz: Sie dürfen nicht nur die Zahlen vom Renner Institut nehmen!) Jetzt haben wir aktuell 43,8 Prozent. (Abg. Strache: Zwischenzeitig ist es die höchste Abgabenquote der letzten drei Jahre! Aktuell! Die höchste Abgabenquote! Nachweislich, auch von der Wirtschaftskammer bestätigt!)
Abg. Kickl: Wer hat’s gemacht?
Und teilweise stimmt es: Ja, teilweise sind die Steuern in diesem Land zu hoch, nämlich die Steuern und Abgaben auf Arbeit. Da sind wir auch, was die Besteuerung betrifft, in der Europäischen Union unter den Top 5. Da sind wir sehr, sehr hoch, das ist richtig, aber bei der Besteuerung von Vermögen und von Kapital sind wir an 26. Stelle von 28 Ländern. (Abg. Kickl: Wer hat’s gemacht?) Das heißt, daran sieht man ganz klar, die Steuern und Abgaben auf Arbeit sind in Österreich hoch und auf Vermögen und Kapital sehr, sehr niedrig.
Abg. Strache: Kein Einziger hier! Keiner hier herinnen!
Da Kollege Kickl fragt, wer das gemacht hat: Schauen Sie sich selber an, drehen Sie sich um! Sie waren von 2000 bis 2005 in der Regierung, und in diesen sechs Jahren ... (Abg. Strache: Kein Einziger hier! Keiner hier herinnen!) – Aha, und der Kollege Bösch, der war nur zufällig hier? Er war hier Tourist oder was? (Abg. Strache: War er in der Regierung?) – Nein, er war Abgeordneter hier und hat diese Beschlüsse genauso mitgetragen, wie alle anderen blauen Abgeordneten zu der Zeit. Erzählen Sie nicht irgendwelche Märchen, als ob Sie erst 2005 auf die Welt gekommen wären, das ist ja lächerlich! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Ich bin seit 2006 in diesem Haus, Herr Krainer!)
Abg. Strache: War er in der Regierung?
Da Kollege Kickl fragt, wer das gemacht hat: Schauen Sie sich selber an, drehen Sie sich um! Sie waren von 2000 bis 2005 in der Regierung, und in diesen sechs Jahren ... (Abg. Strache: Kein Einziger hier! Keiner hier herinnen!) – Aha, und der Kollege Bösch, der war nur zufällig hier? Er war hier Tourist oder was? (Abg. Strache: War er in der Regierung?) – Nein, er war Abgeordneter hier und hat diese Beschlüsse genauso mitgetragen, wie alle anderen blauen Abgeordneten zu der Zeit. Erzählen Sie nicht irgendwelche Märchen, als ob Sie erst 2005 auf die Welt gekommen wären, das ist ja lächerlich! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Ich bin seit 2006 in diesem Haus, Herr Krainer!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Ich bin seit 2006 in diesem Haus, Herr Krainer!
Da Kollege Kickl fragt, wer das gemacht hat: Schauen Sie sich selber an, drehen Sie sich um! Sie waren von 2000 bis 2005 in der Regierung, und in diesen sechs Jahren ... (Abg. Strache: Kein Einziger hier! Keiner hier herinnen!) – Aha, und der Kollege Bösch, der war nur zufällig hier? Er war hier Tourist oder was? (Abg. Strache: War er in der Regierung?) – Nein, er war Abgeordneter hier und hat diese Beschlüsse genauso mitgetragen, wie alle anderen blauen Abgeordneten zu der Zeit. Erzählen Sie nicht irgendwelche Märchen, als ob Sie erst 2005 auf die Welt gekommen wären, das ist ja lächerlich! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Ich bin seit 2006 in diesem Haus, Herr Krainer!)
Abg. Strache: Und deswegen steigt die Armut in Österreich?! 1,2 Millionen Menschen an der Armutsgrenze!
Es stimmt, dass die Steuern und Abgaben auf Arbeit erhöht wurden, als die Blauen in der Regierung waren; als die Roten in die Regierung gekommen sind, sind sie gesenkt worden: 2008, 2009 und jetzt auch 2014. Und es stimmt auch, dass die Steuern und Abgaben für Spitzenverdiener, für Vermögen und Kapital unter den Blauen gesenkt wurden, und seitdem die SPÖ in der Regierung ist, sind sie erhöht worden (Abg. Strache: Und deswegen steigt die Armut in Österreich?! 1,2 Millionen Menschen an der Armutsgrenze!), um diesen Ausgleich zu schaffen, dass wir die Steuern und Abgaben auf Arbeit senken und jene auf Kapital und Vermögen erhöhen. Das steht auch noch an, da haben Sie auch recht.
Abg. Strache: So gerecht, dass die Armutskurve so ansteigt! Sehr gerecht!
Wir haben das hier schon ein wenig gerechter und besser gemacht (Abg. Strache: So gerecht, dass die Armutskurve so ansteigt! Sehr gerecht!), sind aber bei Weitem nicht dort, wo wir hinwollen. Deswegen reden wir nicht, sondern wir arbeiten daran, dass wir unsere Steuerstruktur in Österreich weiter verbessern, und zwar mit dem Vorschlag, den wir als SPÖ gemacht haben, den Eingangssteuersatz auf 25 Prozent zu senken (Abg. Strache: Ja wann denn? Wann? Jetzt! Jetzt wäre die Zeit!), eine flachere Verlaufsprognose einzuführen, und sagen gleichzeitig, wir wollen keine Steuerreform auf Pump, sondern wir wollen eine Steuerreform mit einer Gegenfinanzierung, nämlich dass jene, die heute keinen Beitrag oder einen zu geringen Beitrag leisten, einfach auch ordentlich Steuern zahlen wie die, die für ihr Geld arbeiten gehen. (Abg. Kickl: Kein Beitrag von Niedrigeinkommen!) Dafür stehen wir als SPÖ. (Abg. Strache: Wollen Sie jetzt die Niedrigeinkommen ...?)
Abg. Strache: Ja wann denn? Wann? Jetzt! Jetzt wäre die Zeit!
Wir haben das hier schon ein wenig gerechter und besser gemacht (Abg. Strache: So gerecht, dass die Armutskurve so ansteigt! Sehr gerecht!), sind aber bei Weitem nicht dort, wo wir hinwollen. Deswegen reden wir nicht, sondern wir arbeiten daran, dass wir unsere Steuerstruktur in Österreich weiter verbessern, und zwar mit dem Vorschlag, den wir als SPÖ gemacht haben, den Eingangssteuersatz auf 25 Prozent zu senken (Abg. Strache: Ja wann denn? Wann? Jetzt! Jetzt wäre die Zeit!), eine flachere Verlaufsprognose einzuführen, und sagen gleichzeitig, wir wollen keine Steuerreform auf Pump, sondern wir wollen eine Steuerreform mit einer Gegenfinanzierung, nämlich dass jene, die heute keinen Beitrag oder einen zu geringen Beitrag leisten, einfach auch ordentlich Steuern zahlen wie die, die für ihr Geld arbeiten gehen. (Abg. Kickl: Kein Beitrag von Niedrigeinkommen!) Dafür stehen wir als SPÖ. (Abg. Strache: Wollen Sie jetzt die Niedrigeinkommen ...?)
Abg. Kickl: Kein Beitrag von Niedrigeinkommen!
Wir haben das hier schon ein wenig gerechter und besser gemacht (Abg. Strache: So gerecht, dass die Armutskurve so ansteigt! Sehr gerecht!), sind aber bei Weitem nicht dort, wo wir hinwollen. Deswegen reden wir nicht, sondern wir arbeiten daran, dass wir unsere Steuerstruktur in Österreich weiter verbessern, und zwar mit dem Vorschlag, den wir als SPÖ gemacht haben, den Eingangssteuersatz auf 25 Prozent zu senken (Abg. Strache: Ja wann denn? Wann? Jetzt! Jetzt wäre die Zeit!), eine flachere Verlaufsprognose einzuführen, und sagen gleichzeitig, wir wollen keine Steuerreform auf Pump, sondern wir wollen eine Steuerreform mit einer Gegenfinanzierung, nämlich dass jene, die heute keinen Beitrag oder einen zu geringen Beitrag leisten, einfach auch ordentlich Steuern zahlen wie die, die für ihr Geld arbeiten gehen. (Abg. Kickl: Kein Beitrag von Niedrigeinkommen!) Dafür stehen wir als SPÖ. (Abg. Strache: Wollen Sie jetzt die Niedrigeinkommen ...?)
Abg. Strache: Wollen Sie jetzt die Niedrigeinkommen ...?
Wir haben das hier schon ein wenig gerechter und besser gemacht (Abg. Strache: So gerecht, dass die Armutskurve so ansteigt! Sehr gerecht!), sind aber bei Weitem nicht dort, wo wir hinwollen. Deswegen reden wir nicht, sondern wir arbeiten daran, dass wir unsere Steuerstruktur in Österreich weiter verbessern, und zwar mit dem Vorschlag, den wir als SPÖ gemacht haben, den Eingangssteuersatz auf 25 Prozent zu senken (Abg. Strache: Ja wann denn? Wann? Jetzt! Jetzt wäre die Zeit!), eine flachere Verlaufsprognose einzuführen, und sagen gleichzeitig, wir wollen keine Steuerreform auf Pump, sondern wir wollen eine Steuerreform mit einer Gegenfinanzierung, nämlich dass jene, die heute keinen Beitrag oder einen zu geringen Beitrag leisten, einfach auch ordentlich Steuern zahlen wie die, die für ihr Geld arbeiten gehen. (Abg. Kickl: Kein Beitrag von Niedrigeinkommen!) Dafür stehen wir als SPÖ. (Abg. Strache: Wollen Sie jetzt die Niedrigeinkommen ...?)
Abg. Stefan: Neue Rede? Ist das eine neue Rede heute?
Das haben wir in den letzten fünf Jahren gemacht, und das werden wir auch in den nächsten fünf Jahren machen. (Abg. Stefan: Neue Rede? Ist das eine neue Rede heute?) Wir werden an der Steuerreform arbeiten. Wir bereiten sie vor, und wir wollen, dass diese Steuerreform spätestens mit 1. Jänner 2016 wirksam ist, wo effektiv und spürbar wieder ein Schritt gemacht wird, dass die Steuern und Abgaben auf Arbeit gesenkt werden. Gleichzeitig wollen wir aber von jenen, die heute keinen gerechten Beitrag zahlen, nämlich von jenen, für die Sie die Steuern gesenkt haben, als Sie in der Regierung waren, gerechte Beiträge für Vermögen und Kapital einholen, damit auch sie hier einen Beitrag leisten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Bei den Stiftungen haben Sie schon den Eingangssteuersatz halbiert für die Stiftungskaiser!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Bei den Stiftungen haben Sie schon den Eingangssteuersatz halbiert für die Stiftungskaiser!
Das haben wir in den letzten fünf Jahren gemacht, und das werden wir auch in den nächsten fünf Jahren machen. (Abg. Stefan: Neue Rede? Ist das eine neue Rede heute?) Wir werden an der Steuerreform arbeiten. Wir bereiten sie vor, und wir wollen, dass diese Steuerreform spätestens mit 1. Jänner 2016 wirksam ist, wo effektiv und spürbar wieder ein Schritt gemacht wird, dass die Steuern und Abgaben auf Arbeit gesenkt werden. Gleichzeitig wollen wir aber von jenen, die heute keinen gerechten Beitrag zahlen, nämlich von jenen, für die Sie die Steuern gesenkt haben, als Sie in der Regierung waren, gerechte Beiträge für Vermögen und Kapital einholen, damit auch sie hier einen Beitrag leisten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Bei den Stiftungen haben Sie schon den Eingangssteuersatz halbiert für die Stiftungskaiser!)
Zwischenruf des Abg. Strache.
Zum Schluss darf ich noch zwei kritische Worte zum Budget sagen, was auch ansteht. Das eine ist halbkritisch, da geht es um die Wirkungsorientierung: Da ist es so, dass eine Reihe von Ressorts diese, glaube ich, ganz ordentlich anwenden. (Zwischenruf des Abg. Strache.) – Ich weiß, der Kollege Strache kennt sich da nicht aus, aber das ist ein wichtiges Steuerungsinstrument. Es gibt ein paar Ressorts, die diesbezüglich durchaus noch Luft nach oben haben, und ich glaube, dass wir vor allem auch als Regierungsfraktionen schauen sollten, dass sich die Ressorts da an den guten orientieren, insbesondere was die Indikatoren und die Wirkungsziele betrifft.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Also, gescheiter wäre, es in die Bildung umzuschichten! Schichtet es in die Bildung um, das wäre gescheiter!
Das Letzte, das ich noch ansprechen wollte, ist das Budget für die Entwicklungszusammenarbeit: Ich will ausdrücklich sagen, dass wir als sozialdemokratische Fraktion bereit sind, auch noch die letzten zwei Tage zu nützen, um hier einen Abänderungsantrag einzubringen und die Rücklagen, die ja im Außenministerium liegen, freizugeben, sodass es zu keinen Kürzungen bei der Entwicklungszusammenarbeit kommt. Ich würde mich freuen, wenn wir die letzten zwei Tage hier noch nutzen können und als Koalition eine vernünftige Lösung bis zum Freitag zusammenbringen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Also, gescheiter wäre, es in die Bildung umzuschichten! Schichtet es in die Bildung um, das wäre gescheiter!)
Heiterkeit bei Grünen und FPÖ
Da kann man fragen, ob das eine gescheite Budgetierung ist oder nicht und ob immer irgendwo sogenannte stille Reserven eingebaut sind. Das ist tatsächlich eigentlich gar kein Problem und wenn doch, dann ist es ein Luxusproblem, da gebe ich Ihnen völlig recht. Ja, aber das ist ja nicht primär das Thema, und so locker haben Sie es gestern auch nicht gesehen. Heute haben Sie sich ja zurückgehalten, aber offensichtlich aufgrund der Recherchen einerseits und der zugegebenermaßen damit verbundenen Angriffe der Oppositionsparteien haben Sie sich gestern ja dazu hinreißen lassen, zu sagen – wir haben es über die Medien erfahren dürfen –, dass die Opposition – wer immer das ist, also halt die meisten, eh schon bald die Mehrzahl hier herinnen (Heiterkeit bei Grünen und FPÖ) – alles an Beleidigungen auspacken würde, was da geht. (Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Zwischenruf des Abg. Krainer.
Da kann man fragen, ob das eine gescheite Budgetierung ist oder nicht und ob immer irgendwo sogenannte stille Reserven eingebaut sind. Das ist tatsächlich eigentlich gar kein Problem und wenn doch, dann ist es ein Luxusproblem, da gebe ich Ihnen völlig recht. Ja, aber das ist ja nicht primär das Thema, und so locker haben Sie es gestern auch nicht gesehen. Heute haben Sie sich ja zurückgehalten, aber offensichtlich aufgrund der Recherchen einerseits und der zugegebenermaßen damit verbundenen Angriffe der Oppositionsparteien haben Sie sich gestern ja dazu hinreißen lassen, zu sagen – wir haben es über die Medien erfahren dürfen –, dass die Opposition – wer immer das ist, also halt die meisten, eh schon bald die Mehrzahl hier herinnen (Heiterkeit bei Grünen und FPÖ) – alles an Beleidigungen auspacken würde, was da geht. (Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Beifall bei Grünen, FPÖ und Team Stronach.
Zeigen Sie nicht immer auf die anderen! Schauen Sie, das kann man halten und interpretieren, wie man will. Ich mag mich da nicht einmischen, ich sage nur, die Frage, was Arbeitsverweigerung ist, ist an anderer Stelle zu klären, denn wenn ich mir anschaue, wie Sie als Regierungsverantwortliche das Hypo-Problem jahrelang verschleppt haben, na, das ist Arbeitsverweigerung, das kostet Milliarden! (Beifall bei Grünen, FPÖ und Team Stronach.) Zeigen Sie doch nicht immer auf die anderen! (Abg. Wittmann: Da ... Gesetz, da gehört das GOG auch dazu!)
Abg. Wittmann: Da ... Gesetz, da gehört das GOG auch dazu!
Zeigen Sie nicht immer auf die anderen! Schauen Sie, das kann man halten und interpretieren, wie man will. Ich mag mich da nicht einmischen, ich sage nur, die Frage, was Arbeitsverweigerung ist, ist an anderer Stelle zu klären, denn wenn ich mir anschaue, wie Sie als Regierungsverantwortliche das Hypo-Problem jahrelang verschleppt haben, na, das ist Arbeitsverweigerung, das kostet Milliarden! (Beifall bei Grünen, FPÖ und Team Stronach.) Zeigen Sie doch nicht immer auf die anderen! (Abg. Wittmann: Da ... Gesetz, da gehört das GOG auch dazu!)
Beifall bei Grünen und FPÖ.
Warum ist trotzdem eine ... Aber was heißt „trotzdem“? Sie haben ja den Rahmen definiert, Herr Kanzler! Es ist mittlerweile zur schlechten Tradition geworden, dass es hier – jawohl, und wir bleiben dabei – mehrmals gelungene Anläufe der Regierungsfraktionen – immer die gleichen, spätestens beginnend im Herbst 2010 – in Richtung vollzogene Budgetlügen gibt, und das hat überhaupt nichts mit dem Vergleich von Rechnungsabschluss mit Haushaltsvoranschlag zu tun. (Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Krainer.
Das hat damit zu tun, dass Sie den Haushaltsvoranschlag 2010 – natürlich absichtlich – wegen zweier Landtagswahlen, nämlich jener in Wien und der in der Steiermark, um Monate verschoben haben, obwohl sonst keine Not bestanden hätte. Und schon damals hätte gegolten, die Wahrheit ist den Menschen zumutbar. Genauso haben Sie jahrelang danach, schon beginnend ab 2011 – ich sage ja: eine kontinuierliche Tradition, schauen Sie nach in den Finanzrahmen! –, als man schon längst gewusst hat, wie die Hypo Alpe-Adria dasteht, wie es bei der Kommunalkredit ausschaut, lächerliche 133 Millionen für die Bankenlöcher, muss man ja sagen, präliminiert; in Wirklichkeit musste man wissen, dass es das Zehnfache davon war, bald jedes Jahr – jedes Jahr! –, insgesamt das Hundertfache, wenn Sie richtig rechnen würden – aber das wollen Sie ja nicht. (Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Beifall bei Grünen und FPÖ.
Ich kann Ihnen ja nicht von vornherein eine diesbezügliche Unfähigkeit unterstellen; Sie wollen nicht! Es ist Absicht, und deshalb ist die absichtliche Budgetunwahrheit eine Budgetlüge. (Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Abg. Pirklhuber: Richtig!
Und jetzt ist es wieder so, obwohl zugegebenermaßen in kleinerem Rahmen gemessen am Ganzen – eine Milliarde mehr oder weniger –, aber es geht ja ums Prinzip und um etwas anderes. Es geht ja nicht einmal darum, wann man was erfahren hat! Und wenn die Wirtschaftsprognosen besser sind, wenn also die Konjunktur besser ist, da gebe ich Ihnen ja recht, werden natürlich auch mehr Steuern gezahlt, deshalb wird ja keinem etwas weggenommen. Da taucht dann zwar wieder das Problem der kalten Progression auf und so weiter, aber das ist völlig egal. Aber wenn Sie 300 Millionen mehr erwarten – vielleicht 250 davon mehr an Lohn- und Einkommensteuer, 50 Millionen weniger Zuschuss zur Sozialversicherung aufgrund der besseren Konjunktur –, dann schreiben Sie das ins Budget hinein! (Abg. Pirklhuber: Richtig!) Das ist doch der Vorhalt! Sie schicken etwas anderes nach Brüssel, als hier vorliegt, das ist ja, was Sie hier machen. (Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Beifall bei Grünen und FPÖ.
Und jetzt ist es wieder so, obwohl zugegebenermaßen in kleinerem Rahmen gemessen am Ganzen – eine Milliarde mehr oder weniger –, aber es geht ja ums Prinzip und um etwas anderes. Es geht ja nicht einmal darum, wann man was erfahren hat! Und wenn die Wirtschaftsprognosen besser sind, wenn also die Konjunktur besser ist, da gebe ich Ihnen ja recht, werden natürlich auch mehr Steuern gezahlt, deshalb wird ja keinem etwas weggenommen. Da taucht dann zwar wieder das Problem der kalten Progression auf und so weiter, aber das ist völlig egal. Aber wenn Sie 300 Millionen mehr erwarten – vielleicht 250 davon mehr an Lohn- und Einkommensteuer, 50 Millionen weniger Zuschuss zur Sozialversicherung aufgrund der besseren Konjunktur –, dann schreiben Sie das ins Budget hinein! (Abg. Pirklhuber: Richtig!) Das ist doch der Vorhalt! Sie schicken etwas anderes nach Brüssel, als hier vorliegt, das ist ja, was Sie hier machen. (Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Beifall bei Grünen und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Krainer.
Das ist – der Vergleich ist gefährlich, aber in kleinerer Dimension zutreffend – Griechenland 2003 und 2004, was Sie hier machen: falsche Zahlen nach Brüssel schicken. (Beifall bei Grünen und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Krainer.) Sie korrigieren mit Ihrem Brief die Budgetansätze: Das ist der Vorhalt, das müssen Sie einmal verstehen! Es ist keine Schande, wenn die Konjunktur besser ist, aber dann schreiben Sie es hinein! – Das ist der Vorhalt. (Abg. Krainer: Griechenland hat das Dreifache ...! ... war dreimal so hoch!)
Abg. Krainer: Griechenland hat das Dreifache ...! ... war dreimal so hoch!
Das ist – der Vergleich ist gefährlich, aber in kleinerer Dimension zutreffend – Griechenland 2003 und 2004, was Sie hier machen: falsche Zahlen nach Brüssel schicken. (Beifall bei Grünen und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Krainer.) Sie korrigieren mit Ihrem Brief die Budgetansätze: Das ist der Vorhalt, das müssen Sie einmal verstehen! Es ist keine Schande, wenn die Konjunktur besser ist, aber dann schreiben Sie es hinein! – Das ist der Vorhalt. (Abg. Krainer: Griechenland hat das Dreifache ...! ... war dreimal so hoch!)
Heiterkeit bei Grünen und FPÖ.
Zweimal drüber schlafen am Wochenende, per Verordnung eine Milliarde; „Wochenend und Sonnenschein“, das neue Regierungsprinzip – ein Wahnsinn! (Heiterkeit bei Grünen und FPÖ.) Das lassen wir uns nicht bieten, das muss Ihnen klar sein. (Beifall bei Grünen, FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei Grünen, FPÖ und Team Stronach.
Zweimal drüber schlafen am Wochenende, per Verordnung eine Milliarde; „Wochenend und Sonnenschein“, das neue Regierungsprinzip – ein Wahnsinn! (Heiterkeit bei Grünen und FPÖ.) Das lassen wir uns nicht bieten, das muss Ihnen klar sein. (Beifall bei Grünen, FPÖ und Team Stronach.)
Zwischenruf des Abg. Strache.
Das Nächste, der Förderwahnsinn: Länder, Bund, Gemeinden. – Ja, her damit! (Zwischenruf des Abg. Strache.) Das haben Sie ja abgeblasen: Sie haben ja 500 Millionen € aus dem Budget herausgenommen, damit Sie jetzt im Brief nach Brüssel wieder 15 hineinschwindeln, aber eine Maßnahme ist nicht erkennbar. Das ist doch das, was wir Ihnen vorhalten.
Präsidentin Prammer gibt das Glockenzeichen
Damit komme ich aber auf die anderen Defizite zurück, die wir hier drinnen finden: Es wird keine große „Umsteuerung“ begonnen, auch die Steuerstrukturreform wird nicht angegangen, weil Sie sich gegenseitig blockieren. In der Struktur sind wir im OECD-Vergleich die Letzten, was die vernünftige, gerechte Verteilung (Präsidentin Prammer gibt das Glockenzeichen) zwischen Lohn- und Einkommensteuer und vermögensbezogenen Steuern betrifft. Das bleiben Sie einfach schuldig, das plakatieren Sie nur, und genau das ist der Vorhalt.
Präsidentin Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen
Es müssen also die großen Reformen angegangen werden, und dann wäre der Spielraum da für Entwicklungszusammenarbeit, Bildung, Universitäten und Forschung und Entwicklung. Da lassen sie aus (Präsidentin Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen), und das ist die wirkliche Tragödie. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Glawischnig-Piesczek: Das stimmt!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Glawischnig-Piesczek: Das stimmt!
Es müssen also die großen Reformen angegangen werden, und dann wäre der Spielraum da für Entwicklungszusammenarbeit, Bildung, Universitäten und Forschung und Entwicklung. Da lassen sie aus (Präsidentin Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen), und das ist die wirkliche Tragödie. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Glawischnig-Piesczek: Das stimmt!)
Abg. Glawischnig-Piesczek: Mit welchen Schimpfwörtern?
Abgeordnete Dorothea Schittenhelm (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler und Finanzminister! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Es gab hier eine Rede mit Schimpfwörtern. (Abg. Glawischnig-Piesczek: Mit welchen Schimpfwörtern?) Es war nicht nachvollziehbar, wie viele es waren, aber ich darf Sie, sehr geehrte Frau Präsidentin, doch auf eines aufmerksam machen beziehungsweise Sie um Folgendes ersuchen: Die Äußerung des Herrn Dr. Strolz, aber auch jene des Herrn Vilimsky, die beide gesagt haben, dass wir das Wahlergebnis erschlichen haben, ist eine derartige Unterstellung, dass das zumindest mit einem Ordnungsruf zu ahnden ist. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kogler – seine Redeunterlagen in die Höhe haltend –: Da steht kein Schimpfwort oben! Wollen Sie es nachlesen!) Ich ersuche Sie, Frau Präsidentin, das Protokoll anzuschauen und das auch nachzuholen.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kogler – seine Redeunterlagen in die Höhe haltend –: Da steht kein Schimpfwort oben! Wollen Sie es nachlesen!
Abgeordnete Dorothea Schittenhelm (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler und Finanzminister! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Es gab hier eine Rede mit Schimpfwörtern. (Abg. Glawischnig-Piesczek: Mit welchen Schimpfwörtern?) Es war nicht nachvollziehbar, wie viele es waren, aber ich darf Sie, sehr geehrte Frau Präsidentin, doch auf eines aufmerksam machen beziehungsweise Sie um Folgendes ersuchen: Die Äußerung des Herrn Dr. Strolz, aber auch jene des Herrn Vilimsky, die beide gesagt haben, dass wir das Wahlergebnis erschlichen haben, ist eine derartige Unterstellung, dass das zumindest mit einem Ordnungsruf zu ahnden ist. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kogler – seine Redeunterlagen in die Höhe haltend –: Da steht kein Schimpfwort oben! Wollen Sie es nachlesen!) Ich ersuche Sie, Frau Präsidentin, das Protokoll anzuschauen und das auch nachzuholen.
Abg. Kickl: Ah! ... abgenabelt! ... war noch an der Nabelschnur! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Für die Zuseherinnen und Zuseher vor den Bildschirmen: Die Partei der NEOS, diese ÖVP- ..., diese Abgeordneten der NEOS sind bereits ... (Abg. Kickl: Ah! ... abgenabelt! ... war noch an der Nabelschnur! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Jawohl, auch Ableger. Wir wissen, wie das mit den Ablegern ist: Die kommen nicht durch. Die NEOS befinden sich zurzeit im Volksgarten und trinken ein gutes, frisches Bier und umarmen dort die Bäume – richtig, so ist es –; und wir wissen auch, aus Ablegern wird meistens nichts, wir sehen das auch bei den NEOS.
Abg. Kickl: Wie auch schon ...: nebulos!
Wer sich heute die „Presse“ angeschaut hat, konnte darin ganz klar Folgendes lesen: „Die Neos mit ihren bisher klaren, wenngleich umstrittenen Positionen, sind zu einer nebulosen Gruppe mutiert“ (Abg. Kickl: Wie auch schon ...: nebulos!), und ich hoffe, dass das am Sonntag bei der Europawahl auch seinen Niederschlag findet. Und weiter: „Es bleibt der Eindruck von einer“ – sogenannten – „neuen Partei, deren Exponenten rastlos und planlos wirken“. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kogler: Ihr seid einfach die Schwarzen!) Und das ist es auch, was wir heute mitgenommen haben von den Darstellungen und Reden dieser Abgeordneten.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kogler: Ihr seid einfach die Schwarzen!
Wer sich heute die „Presse“ angeschaut hat, konnte darin ganz klar Folgendes lesen: „Die Neos mit ihren bisher klaren, wenngleich umstrittenen Positionen, sind zu einer nebulosen Gruppe mutiert“ (Abg. Kickl: Wie auch schon ...: nebulos!), und ich hoffe, dass das am Sonntag bei der Europawahl auch seinen Niederschlag findet. Und weiter: „Es bleibt der Eindruck von einer“ – sogenannten – „neuen Partei, deren Exponenten rastlos und planlos wirken“. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kogler: Ihr seid einfach die Schwarzen!) Und das ist es auch, was wir heute mitgenommen haben von den Darstellungen und Reden dieser Abgeordneten.
Abg. Kickl: ÖVP-Sozialisation!
Ich möchte Ihnen hier und auch für die Zuseherinnen und Zuseher schon auch eines sagen: Ja, die ÖVP war seit 1987 und ist jetzt Gott sei Dank in der Regierung. (Abg. Kickl: ÖVP-Sozialisation!) – Und schauen wir zurück! Ich rufe alle Bürgerinnen und Bürger in diesem wunderschönen Österreich auf, sich Folgendes zu fragen: Wo waren wir denn in der Gesundheitspolitik 1987? Wie war denn die Verkehrsinfrastruktur? Wie war denn das Bildungswesen? Wie waren die sozialen Absicherungen? Wie waren denn die Pflegebereiche, die wir von Vorarlberg bis hinein ins Burgenland in dieser Form vorfinden? (Abg. Stefan: Katastrophal!) Es wurde großartige Arbeit geleistet, nicht nur von den verantwortlichen Politikerinnen und Politikern, sondern auch von den Bürgerinnen und Bürgern dieses Landes. Das möchte ich auch einmal gesagt haben, nicht nur die Schimpfereien, die wir heute den ganzen Tag hören. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Stefan: Katastrophal!
Ich möchte Ihnen hier und auch für die Zuseherinnen und Zuseher schon auch eines sagen: Ja, die ÖVP war seit 1987 und ist jetzt Gott sei Dank in der Regierung. (Abg. Kickl: ÖVP-Sozialisation!) – Und schauen wir zurück! Ich rufe alle Bürgerinnen und Bürger in diesem wunderschönen Österreich auf, sich Folgendes zu fragen: Wo waren wir denn in der Gesundheitspolitik 1987? Wie war denn die Verkehrsinfrastruktur? Wie war denn das Bildungswesen? Wie waren die sozialen Absicherungen? Wie waren denn die Pflegebereiche, die wir von Vorarlberg bis hinein ins Burgenland in dieser Form vorfinden? (Abg. Stefan: Katastrophal!) Es wurde großartige Arbeit geleistet, nicht nur von den verantwortlichen Politikerinnen und Politikern, sondern auch von den Bürgerinnen und Bürgern dieses Landes. Das möchte ich auch einmal gesagt haben, nicht nur die Schimpfereien, die wir heute den ganzen Tag hören. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte Ihnen hier und auch für die Zuseherinnen und Zuseher schon auch eines sagen: Ja, die ÖVP war seit 1987 und ist jetzt Gott sei Dank in der Regierung. (Abg. Kickl: ÖVP-Sozialisation!) – Und schauen wir zurück! Ich rufe alle Bürgerinnen und Bürger in diesem wunderschönen Österreich auf, sich Folgendes zu fragen: Wo waren wir denn in der Gesundheitspolitik 1987? Wie war denn die Verkehrsinfrastruktur? Wie war denn das Bildungswesen? Wie waren die sozialen Absicherungen? Wie waren denn die Pflegebereiche, die wir von Vorarlberg bis hinein ins Burgenland in dieser Form vorfinden? (Abg. Stefan: Katastrophal!) Es wurde großartige Arbeit geleistet, nicht nur von den verantwortlichen Politikerinnen und Politikern, sondern auch von den Bürgerinnen und Bürgern dieses Landes. Das möchte ich auch einmal gesagt haben, nicht nur die Schimpfereien, die wir heute den ganzen Tag hören. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Denn eines ist ganz klar: Wir, die ÖVP, sagen, wenn wir von der Zukunft reden, dass nicht höher zu besteuern ist, sondern richtig zu steuern. Das ist es, was wir für die Zukunft brauchen! (Beifall bei der ÖVP.)
Demonstrativer Beifall der Abg. Gisela Wurm.
Auch das Gender Budgeting ist ein ganz wesentlicher Punkt, welcher sich quer durch alle Ressorts zieht. Das ist uns gelungen. Wir sind noch lange nicht am Ende des Weges, aber Gender Budgeting heißt die konsequente Anwendung von Gender Mainstreaming, also mehr Transparenz betreffend Folgen und Auswirkungen der politischen Entscheidungen für Frauen in den einzelnen Bereichen, um einfach die Lebenswelten der Frauen so gestalten zu können, dass sie sich auch entsprechend entwickeln können. (Demonstrativer Beifall der Abg. Gisela Wurm.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Gender Budgeting ist eine maßgebliche Errungenschaft, die nicht auf das Aufzählen von Förderungen reduziert werden darf. Letztendlich geht es darum – und wir alle wissen es, und ich glaube, wir alle sind da einer Meinung –, dass Frauen ein selbstbestimmtes, finanziell unabhängiges und gewaltfreies Leben führen dürfen. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Rädler: Der Herr Oberlehrer!
Zu Wort gelangt nun Herr Abgeordneter Dr. Vetter. – Bitte. (Abg. Rädler: Der Herr Oberlehrer!)
Abg. Glawischnig-Piesczek: Eintreiber!
Abgeordneter Dr. Georg Vetter (STRONACH): Grüß Gott, Frau Präsidentin! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Es war einmal ein König, der schickte seine Steueraustreiber hinaus, und die kamen mit einem Sack Geld zurück. (Abg. Glawischnig-Piesczek: Eintreiber!) – Steuereintreiber, danke! Gut aufgepasst! – Und der König fragte die Steuereintreiber: Was haben denn die Leute gesagt? – Sie haben gestöhnt: Das ist mein letztes Geld, ich kann nicht mehr! – Darauf der König: Geht noch einmal hinaus, die haben noch Geld! – Die kommen wieder zurück, und der König fragt wieder. (Abg. Steinhauser: Märchenonkel!) – Antwort: Die Leute haben gestöhnt, wie schrecklich das sei und so weiter. – So ging das noch einmal: Was haben die Leute gesagt? – Antwort: Die Leute haben gelacht. – Darauf der König: Seht ihr, jetzt habt ihr ihnen alles weggenommen. Erst wenn sie lachen, wenn ihr kommt, dann ist alles weg.
Abg. Steinhauser: Märchenonkel!
Abgeordneter Dr. Georg Vetter (STRONACH): Grüß Gott, Frau Präsidentin! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Es war einmal ein König, der schickte seine Steueraustreiber hinaus, und die kamen mit einem Sack Geld zurück. (Abg. Glawischnig-Piesczek: Eintreiber!) – Steuereintreiber, danke! Gut aufgepasst! – Und der König fragte die Steuereintreiber: Was haben denn die Leute gesagt? – Sie haben gestöhnt: Das ist mein letztes Geld, ich kann nicht mehr! – Darauf der König: Geht noch einmal hinaus, die haben noch Geld! – Die kommen wieder zurück, und der König fragt wieder. (Abg. Steinhauser: Märchenonkel!) – Antwort: Die Leute haben gestöhnt, wie schrecklich das sei und so weiter. – So ging das noch einmal: Was haben die Leute gesagt? – Antwort: Die Leute haben gelacht. – Darauf der König: Seht ihr, jetzt habt ihr ihnen alles weggenommen. Erst wenn sie lachen, wenn ihr kommt, dann ist alles weg.
Beifall beim Team Stronach.
Wissen Sie, wie weit das ständige Einsetzen der Steuerbehörde in der Zwischenzeit geht? – Inzwischen schickt das Firmenbuch schon vor der Eintragung einer GmbH den Akt an die Steuerbehörde, um diejenigen stichprobenartig zu überprüfen. Ja, was sollen die denn vor Gründung überhaupt haben? Das ist überhaupt das Neueste: die Steuerprüfung vor Gründung eines Unternehmens, was es in diesem Land tatsächlich schon gibt! (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Auer: Euro!
Die Antiprofitphilosophie der Regierung geht ja wirklich schon weit: Inzwischen haben wir auch schon zwei Maßnahmen, wo Verluste beziehungsweise Betriebsausgaben nicht mehr abschreibbar sind. Das eine ist über 500 000 Schilling (Abg. Auer: Euro!), das andere, dass Verluste nicht mehr zur Gänze abschreibbar sind.
Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.
die Gewinne. Dann haben wir halt Umsatz mit Gewinn gleichgemacht. Das geht ja in die Richtung, wenn man da die Abschreibung nicht mehr zur Gänze machen kann. (Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Moser: Sie müssen sagen „monatelang“!
Kapital ist etwas unglaublich Sensibles, und Kapital ist so geschwind weg, so schnell können Sie gar nicht schauen. Da können Sie mit Ihren Steuerideen machen, was Sie wollen: Wenn das Kapital verschreckt ist, dann ist es einfach weg. Die Intelligenz geht ohnehin schon teilweise weg, die gescheiten Leute gehen weg. Ich meine, man kann in diesem Hause jahrelang (Abg. Moser: Sie müssen sagen „monatelang“!) freien Studienzugang – was weiß ich –, keine Studiengebühren verlangen, und dann geht man einfach einmal nach Stanford, wo man die höchsten Studiengebühren hat, die es wahrscheinlich irgendwo gibt.
Beifall beim Team Stronach.
Herr Bundeskanzler, das ist ja sehr richtig, was Sie sagen: sparen und investieren! – Das steht in jedem Lehrbuch. Nur, in welche Kategorie fällt denn die Bankensanierung? In welche Kategorie fällt denn die Hypo Alpe-Adria? Ist das sparen oder ist das investieren? Die Leute zahlen ja nicht ungern Steuern, wenn sie etwas dafür bekommen. Wenn es Autobahnen gibt, wenn es ein Sozialsystem gibt, wenn es ein Schulsystem gibt, dann zahlen die Leute ja Steuern. Wenn sie aber eine Regierung haben, die eine Bank nach der anderen verstaatlicht und wo das Geld irgendwohin fließt, dann denken sich die Leute: Was mache ich hier? Nochmal: Das Kapital ist sehr sensibel, das Geld ist sensibel! (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Lopatka: Was?!
Herr Klubobmann Lopatka, wir haben das größte Defizit, und Sie sagen uns hier, das sei der Beweis des Sparens, denn in ein, zwei Jahren werden wir zum strukturellen Nulldefizit kommen. – Vor ein paar Wochen habe ich hier von Sozialdemokratie und gemäßigter Sozialdemokratie gesprochen. Bitte, das ist doch pure marxistische Dialektik (Abg. Lopatka: Was?!): Je mehr Geld man ausgibt, je größer das Defizit hier ist, desto mehr ist das der Beweis für das Sparen? – Das kann es ja nicht sein! Je mehr Schulden man macht, desto mehr spart man. So ungefähr ist die Logik, die Sie hier haben. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lopatka: Das Defizit sinkt ja! Das Defizit geht ja zurück! – Zwischenruf des Abg. Auer.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lopatka: Das Defizit sinkt ja! Das Defizit geht ja zurück! – Zwischenruf des Abg. Auer.
Herr Klubobmann Lopatka, wir haben das größte Defizit, und Sie sagen uns hier, das sei der Beweis des Sparens, denn in ein, zwei Jahren werden wir zum strukturellen Nulldefizit kommen. – Vor ein paar Wochen habe ich hier von Sozialdemokratie und gemäßigter Sozialdemokratie gesprochen. Bitte, das ist doch pure marxistische Dialektik (Abg. Lopatka: Was?!): Je mehr Geld man ausgibt, je größer das Defizit hier ist, desto mehr ist das der Beweis für das Sparen? – Das kann es ja nicht sein! Je mehr Schulden man macht, desto mehr spart man. So ungefähr ist die Logik, die Sie hier haben. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lopatka: Das Defizit sinkt ja! Das Defizit geht ja zurück! – Zwischenruf des Abg. Auer.)
Beifall beim Team Stronach.
So werden Sie nicht zusammenkommen! Sie schaffen es nur über eine abgestufte Steuerreform, die Sie unbedingt brauchen, und seien es 3 Prozent über fünf Jahre, dann schaffen Sie es. – Und wenn Sie es alleine nicht schaffen, meine Damen und Herren, wir von der Opposition helfen Ihnen gerne. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Bundesminister für Finanzen Vizekanzler Dr. Michael Spindelegger: Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Ich möchte zunächst einmal generell bei dem bleiben, was ich auch in meiner Budgetrede gesagt habe: Das ist ein solides Zahlenwerk für 2014 und 2015 und für den Rahmen bis 2018! Und ich bedanke mich noch einmal bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern meines Hauses, des Bundesministeriums für Finanzen, die über so viele Monate dieses Zahlenwerk erstellt haben! Sie haben eine gute Arbeit geleistet. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ja, meine Damen und Herren, da haben wir auch da und dort Auffassungsunterschiede mit der Europäischen Kommission, weil wir sagen, wir werden es 2016 erreichen und nicht schon 2015 – weil ich auch davon ausgehe, dass es eine gute Politik für Österreich ist, zu sparen, aber gleichzeitig auch richtig zu investieren. Darum investieren wir in die Familien, darum investieren wir in die Kinderbetreuung in diesem Land, darum investieren wir auch in den Hochwasserschutz in diesem Land – damit wir auch die Wirtschaft beleben, und das ist gut und richtig so. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Kogler: Ja natürlich! Das ist klar!
Ja, wir haben zum ersten Mal mit der Europäischen Union auch eine neue Rechtslage. Es gilt für dieses Budget 2014 und für die folgenden dann immer die Neuregelung im europäischen Rahmen. Das heißt, gleichzeitig mit den Abgeordneten im Hohen Haus bekommt die Europäische Union unser Budget. Herr Abgeordneter Kogler, genau die gleichen Zahlen, die Sie bekommen haben, hat die Europäische Kommission bekommen. Das ist so, darum gibt es da keine Unterschiede. (Abg. Kogler: Ja natürlich! Das ist klar!)
Zwischenruf der Abg. Glawischnig-Piesczek – Abg. Tamandl: Beide waren nicht anwesend!
5. Mai, Europäische Kommission über die Eurogruppe: Österreich droht eine signifikante Abweichung vom Budgetkonsolidierungskurs einzufahren. – Daraufhin haben wir innerhalb einer Woche reagiert, und ich habe schon drei Tage später im Budgethearing des Hohen Hauses, wo übrigens alle, die das heute kritisiert haben – Sie, Frau Kollegin Glawischnig, der Herr Strache –, gar nicht anwesend waren (Zwischenruf der Abg. Glawischnig-Piesczek – Abg. Tamandl: Beide waren nicht anwesend!), dazu Stellung genommen, genau zu diesem Punkt. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
5. Mai, Europäische Kommission über die Eurogruppe: Österreich droht eine signifikante Abweichung vom Budgetkonsolidierungskurs einzufahren. – Daraufhin haben wir innerhalb einer Woche reagiert, und ich habe schon drei Tage später im Budgethearing des Hohen Hauses, wo übrigens alle, die das heute kritisiert haben – Sie, Frau Kollegin Glawischnig, der Herr Strache –, gar nicht anwesend waren (Zwischenruf der Abg. Glawischnig-Piesczek – Abg. Tamandl: Beide waren nicht anwesend!), dazu Stellung genommen, genau zu diesem Punkt. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Strache. – Abg. Glawischnig-Piesczek: Alle Anwesenden bestreiten das!
Ja, ich habe ausgiebig Stellung genommen, nicht nur in einem Satz – das können Sie nachlesen, Herr Kollege Strache, nicht nur einen Satz zitieren aus der „Parlamentskorrespondenz“! –, sondern genau die Maßnahmen genannt, die wir dann mit der Kommission verhandelt haben. (Zwischenruf des Abg. Strache. – Abg. Glawischnig-Piesczek: Alle Anwesenden bestreiten das!) Und dann haben wir innerhalb einer Woche einen Brief nach Brüssel geschickt an den zuständigen Kommissar, nach
Abgeordnete der FPÖ halten Schilder mit der Aufschrift: „Wahltag ist Zahltag! 25. Mai FPÖ!“ in die Höhe. – Abg. Strache: Das wird es am Sonntag!
intensiven Verhandlungen, damit wir auch nicht diese signifikante Abweichung von unserem Budgetkurs von der Kommission mitgeteilt bekommen. (Abgeordnete der FPÖ halten Schilder mit der Aufschrift: „Wahltag ist Zahltag! 25. Mai FPÖ!“ in die Höhe. – Abg. Strache: Das wird es am Sonntag!)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Ja, meine Damen und Herren, das können Sie gerne Ihren Wählern auch hinhalten, denn ich bin überzeugt davon (Zwischenrufe bei der ÖVP), das, was gerade Ihre Abgeordneten im Europa-Wahlkampf bisher gezeigt haben, wie der Herr Vilimsky, Ihr Spitzenkandidat, nämlich geschwind eine Rede abliefern und dann gleich verschwinden, das wollen die Bürger nicht, sondern sie wollen eine intensive und gute Auseinandersetzung über Fragen, auch in diesem Haus. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ja, meine Damen und Herren, das können Sie gerne Ihren Wählern auch hinhalten, denn ich bin überzeugt davon (Zwischenrufe bei der ÖVP), das, was gerade Ihre Abgeordneten im Europa-Wahlkampf bisher gezeigt haben, wie der Herr Vilimsky, Ihr Spitzenkandidat, nämlich geschwind eine Rede abliefern und dann gleich verschwinden, das wollen die Bürger nicht, sondern sie wollen eine intensive und gute Auseinandersetzung über Fragen, auch in diesem Haus. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Kickl: Nicht „OK Karas“, sondern „K.O. Karas“ wird es werden! – Ruf bei der ÖVP: Na ja, war schon besser!
Meine Damen und Herren von der FPÖ, ich würde Sie bitten, dass Sie sich an die Usancen halten und jetzt dann, nachdem wir das Plakat gesehen haben, das Ganze wieder entfernen. – Vielen Dank. (Abg. Kickl: Nicht „OK Karas“, sondern „K.O. Karas“ wird es werden! – Ruf bei der ÖVP: Na ja, war schon besser!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Glawischnig-Piesczek: schon bekannt!
Ich sage daher noch einmal zu diesem Vorwurf: Ich weise auf das Schärfste zurück, dass ich das Hohe Haus nicht informiert hätte! Ich habe es genau dort getan, wo es hingehört, in den Budgetausschuss dieses Hauses, und dort haben die Abgeordneten auch von mir erfahren, dass wir eine Antwort an Brüssel schreiben. Wir haben erst letzten Freitag – übrigens ohne jede Aufregung –, genau auf die Fragen der Oppositionsabgeordneten eingehend, diesen Brief nach Brüssel erörtert. Also tun Sie bitte jetzt nicht so, als würden Sie erst in dieser Woche davon erfahren haben! Das ist einfach unwahr, und das möchte ich hier auch noch einmal dokumentieren. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Glawischnig-Piesczek: schon bekannt!)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ja, wir haben in diesem Jahr die höchste Staatsverschuldung, die es überhaupt gibt, und die hat einen Grund, und die hat einen Namen: Das ist die Hypo Alpe-Adria, meine Damen und Herren, die nämlich auf diesen Schuldenberg noch einmal etwas drauflegt, 17,8 Milliarden €. Und wer ist der Brandstifter dieses Feuers, das da gelegt wurde? (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Ja, meine Damen und Herren, das sind die Kärntner gewesen! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neubauer: Untersuchungsausschuss!) Das waren genau die, die sich heute darüber aufregen, und das kann nicht oft genug gesagt werden! (Abg. Strache: Josef Pröll! Sie und Josef Pröll! Verstaatlichung ohne Not! Schaden für den Steuerzahler! – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neubauer: Untersuchungsausschuss!
Ja, wir haben in diesem Jahr die höchste Staatsverschuldung, die es überhaupt gibt, und die hat einen Grund, und die hat einen Namen: Das ist die Hypo Alpe-Adria, meine Damen und Herren, die nämlich auf diesen Schuldenberg noch einmal etwas drauflegt, 17,8 Milliarden €. Und wer ist der Brandstifter dieses Feuers, das da gelegt wurde? (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Ja, meine Damen und Herren, das sind die Kärntner gewesen! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neubauer: Untersuchungsausschuss!) Das waren genau die, die sich heute darüber aufregen, und das kann nicht oft genug gesagt werden! (Abg. Strache: Josef Pröll! Sie und Josef Pröll! Verstaatlichung ohne Not! Schaden für den Steuerzahler! – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Strache: Josef Pröll! Sie und Josef Pröll! Verstaatlichung ohne Not! Schaden für den Steuerzahler! – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ja, wir haben in diesem Jahr die höchste Staatsverschuldung, die es überhaupt gibt, und die hat einen Grund, und die hat einen Namen: Das ist die Hypo Alpe-Adria, meine Damen und Herren, die nämlich auf diesen Schuldenberg noch einmal etwas drauflegt, 17,8 Milliarden €. Und wer ist der Brandstifter dieses Feuers, das da gelegt wurde? (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Ja, meine Damen und Herren, das sind die Kärntner gewesen! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neubauer: Untersuchungsausschuss!) Das waren genau die, die sich heute darüber aufregen, und das kann nicht oft genug gesagt werden! (Abg. Strache: Josef Pröll! Sie und Josef Pröll! Verstaatlichung ohne Not! Schaden für den Steuerzahler! – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Aber den Europäischen Stabilitätsmechanismus haben Sie mit einem Hurra hier beschlossen! Das ist wirklich unglaublich!
Daher werden wir das auch abtragen müssen, Stück für Stück, jedes Jahr – schwierig, belastend für alle Österreicherinnen und Österreicher. Und ich sage als Schlussfolgerung, daher darf es einen solchen Populismus wie damals in Kärnten nicht mehr geben, und keine unverantwortliche Landesregierung, die solche Haftungen eingeht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Aber den Europäischen Stabilitätsmechanismus haben Sie mit einem Hurra hier beschlossen! Das ist wirklich unglaublich!)
Ruf bei der ÖVP: Bei vollen Bezügen!
Ich bin für jede Diskussionskultur zu haben, ja. Ich bin auch dafür, dass man als Regierungspolitiker etwas aushalten muss. Aber eine Diskussionskultur, wo ich eine Rede abliefere und dann das Hohe Haus verlasse (Ruf bei der ÖVP: Bei vollen Bezügen!), meine Damen und Herren, das ist keine Kultur, das ist nichts anderes als schlichte Polemik gegenüber den anderen Abgeordneten in diesem Haus, und das weise ich schon einmal mehr zurück. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kickl: Ich bin gespannt, wie lange Sie heute dableiben!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kickl: Ich bin gespannt, wie lange Sie heute dableiben!
Ich bin für jede Diskussionskultur zu haben, ja. Ich bin auch dafür, dass man als Regierungspolitiker etwas aushalten muss. Aber eine Diskussionskultur, wo ich eine Rede abliefere und dann das Hohe Haus verlasse (Ruf bei der ÖVP: Bei vollen Bezügen!), meine Damen und Herren, das ist keine Kultur, das ist nichts anderes als schlichte Polemik gegenüber den anderen Abgeordneten in diesem Haus, und das weise ich schon einmal mehr zurück. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kickl: Ich bin gespannt, wie lange Sie heute dableiben!)
Abg. Glawischnig-Piesczek: Viel mehr noch!
Ich komme daher auch noch einmal auf die Fragen zu sprechen, die Herr Abgeordneter Kogler gestellt hat: Wird es auch Gesetzesänderungen geben? – Wenn wir Steuerbetrug wirklich bekämpfen wollen, wird es auch Gesetzesänderungen geben müssen. (Abg. Glawischnig-Piesczek: Viel mehr noch!) Aber ich kann im Vorweg, schon im Vollzug, einen strengen Budgetvollzug in diesem Jahr gewährleisten. Und es ist nichts Außergewöhnliches, der Herr Bundeskanzler hat es erwähnt, dass das Ergebnis eines Budgets besser ist als die Prognose. Wir haben es besonders im Jahr 2013 erlebt. Das ist auch gut, und das ist, aus meiner Sicht, auch für das Jahr 2014 durchaus realistisch. (Abg. Kickl: Aber nicht, weil Sie irgendetwas reformiert hätten!)
Abg. Kickl: Aber nicht, weil Sie irgendetwas reformiert hätten!
Ich komme daher auch noch einmal auf die Fragen zu sprechen, die Herr Abgeordneter Kogler gestellt hat: Wird es auch Gesetzesänderungen geben? – Wenn wir Steuerbetrug wirklich bekämpfen wollen, wird es auch Gesetzesänderungen geben müssen. (Abg. Glawischnig-Piesczek: Viel mehr noch!) Aber ich kann im Vorweg, schon im Vollzug, einen strengen Budgetvollzug in diesem Jahr gewährleisten. Und es ist nichts Außergewöhnliches, der Herr Bundeskanzler hat es erwähnt, dass das Ergebnis eines Budgets besser ist als die Prognose. Wir haben es besonders im Jahr 2013 erlebt. Das ist auch gut, und das ist, aus meiner Sicht, auch für das Jahr 2014 durchaus realistisch. (Abg. Kickl: Aber nicht, weil Sie irgendetwas reformiert hätten!)
Abg. Strache: Gott sei Dank gibt es Leute, und das trotz der Abgabenquote! Respekt vor den Unternehmern! Trotz dieser Abgabenquote!
Da komme ich noch einmal auf die Fragen zurück, die ja auch geäußert wurden: Warum gibt es jetzt auf einmal, ohne dass man es gesehen hat, mehr Beschäftigung? – Ja, weil wir im ersten Quartal die Zahlen auf dem Tisch haben, dass es 26 000 Beschäftigte mehr gab als im Vergleichsquartal des Vorjahres. – Ja, meine Damen und Herren, Gott sei Dank. Es gibt eben Unternehmer, die noch Mitarbeiter anstellen. Es gibt auch Leute, die fleißig sind und arbeiten wollen, Gott sei Dank. (Abg. Strache: Gott sei Dank gibt es Leute, und das trotz der Abgabenquote! Respekt vor den Unternehmern! Trotz dieser Abgabenquote!) Und die tragen auch dazu bei, dass unsere Aufwendungen für soziale Sicherungssysteme nicht so stark sind wie vorgesehen. Das hilft uns auch im Budgetvollzug. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Da komme ich noch einmal auf die Fragen zurück, die ja auch geäußert wurden: Warum gibt es jetzt auf einmal, ohne dass man es gesehen hat, mehr Beschäftigung? – Ja, weil wir im ersten Quartal die Zahlen auf dem Tisch haben, dass es 26 000 Beschäftigte mehr gab als im Vergleichsquartal des Vorjahres. – Ja, meine Damen und Herren, Gott sei Dank. Es gibt eben Unternehmer, die noch Mitarbeiter anstellen. Es gibt auch Leute, die fleißig sind und arbeiten wollen, Gott sei Dank. (Abg. Strache: Gott sei Dank gibt es Leute, und das trotz der Abgabenquote! Respekt vor den Unternehmern! Trotz dieser Abgabenquote!) Und die tragen auch dazu bei, dass unsere Aufwendungen für soziale Sicherungssysteme nicht so stark sind wie vorgesehen. Das hilft uns auch im Budgetvollzug. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Da war ja der Faymann besser!
Ich würde mir wünschen, dass es auch hier im Plenum eine sachliche Diskussion über die einzelnen Ansätze gibt, dass wir am Freitag zu einem Ergebnis kommen und damit die Grundlage für zwei weitere gute Jahre in diesem Österreich legen, damit auch eine solide finanzielle Grundlage für die Jahre ab 2016 in Richtung einer Trendwende und keiner neuen Schulden gelegt wird. – Vielen Dank. (Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Da war ja der Faymann besser!)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine geschätzten Damen und Herren auf der Galerie, an den Fernsehgeräten! Ich freue mich, eine oberösterreichische Delegation aus Vöcklabruck in unserem Hause willkommen heißen zu dürfen. Das ist sicher eine interessante Diskussion. – Herzlich willkommen! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Nur, lassen Sie mich zu Beginn eines sagen: Jede Österreicherin und jeder Österreicher, der von einem Auslandsaufenthalt wieder nach Hause kommt, berichtet, dass er eigentlich nirgendwo anders leben möchte als in diesem wunderbaren Land, in unserer Republik Österreich, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.) Dafür sind auch die Qualität und die Sicherheit in jeder Lebenslage, auch durch unsere Bundesregierung und die Gesetze, die wir hier gemeinsam beschließen, ganz einfach das Rüstzeug.
Abg. Auer: Richtig!
Ich glaube, meine sehr geehrten Damen und Herren, wenn wir hier solche Szenarien zeichnen, dann müssten wir eigentlich fragen, von welchem Land die Rede ist. – Also von Österreich können sie nicht reden. Ich glaube, Jakob, da sind wir uns einig?! – (Abg. Auer: Richtig!)
Zwischenruf der Abg. Moser.
Also sollten wir auch bei Budgetdiskussionen so sachlich sein, jetzt wäre ich fast versucht, Herr Klubobmann Strache, zu sagen, lassen wir die Kirche im Dorf, denn der Tag danach ist immer noch gekommen. Oppositionsrhetorik hin oder her, ich glaube ganz einfach, dass die Österreicherinnen und Österreicher sehr wohl wissen, wer für die Menschen in dieser Heimat eintritt, wer schaut, dass in allen Lebenslagen, von den kleinen Kindern bis zu den Senioren, die Sicherheit gewährleistet ist. (Zwischenruf der Abg. Moser.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und FPÖ.
Wir sollen ja nicht nur eine Generaldebatte führen, wir sollen ja auch zu den einzelnen Kapiteln etwas sagen. Daher möchte ich mich, weil es die Bundesgesetzgebung betrifft, einmal respektvoll – und ich bin der 13. Redner – bei unseren Bediensteten der Parlamentsdirektion, der Klubs und bei unseren parlamentarischen Mitarbeitern bedanken! (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und FPÖ.)
Abg. Kickl: Wir machen das jeden Tag in unserem Klub! – Zwischenruf der Abg. Glawischnig-Piesczek.
Wir setzen alles als Selbstverständlichkeit voraus, meine sehr geehrten Damen und Herren – egal, ob es 8 Uhr morgens oder Mitternacht ist. Uns fällt keine Perle aus der Krone, wenn wir uns bei unseren eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in aller Form und Öffentlichkeit bedanken. Ich tue es gern, persönlich und auch im Namen meiner Fraktion, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Kickl: Wir machen das jeden Tag in unserem Klub! – Zwischenruf der Abg. Glawischnig-Piesczek.)
Abg. Glawischnig-Piesczek: Das versteht keiner! – Abg. Moser: Dann macht der Pendl den Untersuchungsausschuss!
Ich verhandle seit Jahren Geschäftsordnungsfragen, und viele von Ihnen auch. Und weder die Regierungsfraktionen noch die Opposition haben ein Recht darauf, das für sich in Anspruch zu nehmen, sondern die Abgeordneten. Daher würde ich wirklich einladen, beurteilen wir die Fragen, die wir uns selbst geben, auch so, dass wir uns nicht in Misskredit bringen, auch bei Wortmeldungen; denn das steht ganz einfach jedem zu, jedem! Das ist keine Erbpacht, nur weil Sie von der Opposition jetzt auf einmal glauben, das sei ein Erbrecht für Sie. – Ist es nicht! (Abg. Glawischnig-Piesczek: Das versteht keiner! – Abg. Moser: Dann macht der Pendl den Untersuchungsausschuss!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Dieses Haus ist der Hort der Demokratie. Hier tragen wir unsere Auseinandersetzungen auf zivilisierte Art und Weise aus, und wir selbst sind es, die wir uns diese Spielregeln geben. Ich glaube, das sollte man so lassen, auch für die Zukunft – auch im Interesse des österreichischen Parlamentarismus, aber vor allem im Interesse der Österreicherinnen und Österreicher und der Republik Österreich. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Schönegger: Auch „Retro-Herbert“ genannt!
Präsident Karlheinz Kopf: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Kickl. – Bitte. (Abg. Schönegger: Auch „Retro-Herbert“ genannt!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Auer: Wo waren Sie gestern?
Abgeordneter Herbert Kickl (FPÖ): Herr Präsident! Ich blicke hinter mich und stelle fest, dass der Herr Bundeskanzler wieder das Weite gesucht hat und lieber in den Gängen des Parlaments lustwandelt, statt dass er sich unserer Kritik hier stellt. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Auer: Wo waren Sie gestern?) Das ist ein gewisses Fluchtverhalten, das jetzt schon mit einer Regelmäßigkeit zum Vorschein kommt. (Abg. Auer: Wo waren Sie gestern?) Er braucht sich nicht zu fürchten vor dem, was ich ihm zu sagen habe; die Kolleginnen und Kollegen werden es ihm ohnedies ausrichten. (Abg. Auer: Wo waren Sie gestern? – Nicht anwesend waren Sie!)
Abg. Auer: Wo waren Sie gestern?
Abgeordneter Herbert Kickl (FPÖ): Herr Präsident! Ich blicke hinter mich und stelle fest, dass der Herr Bundeskanzler wieder das Weite gesucht hat und lieber in den Gängen des Parlaments lustwandelt, statt dass er sich unserer Kritik hier stellt. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Auer: Wo waren Sie gestern?) Das ist ein gewisses Fluchtverhalten, das jetzt schon mit einer Regelmäßigkeit zum Vorschein kommt. (Abg. Auer: Wo waren Sie gestern?) Er braucht sich nicht zu fürchten vor dem, was ich ihm zu sagen habe; die Kolleginnen und Kollegen werden es ihm ohnedies ausrichten. (Abg. Auer: Wo waren Sie gestern? – Nicht anwesend waren Sie!)
Abg. Auer: Wo waren Sie gestern? – Nicht anwesend waren Sie!
Abgeordneter Herbert Kickl (FPÖ): Herr Präsident! Ich blicke hinter mich und stelle fest, dass der Herr Bundeskanzler wieder das Weite gesucht hat und lieber in den Gängen des Parlaments lustwandelt, statt dass er sich unserer Kritik hier stellt. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Auer: Wo waren Sie gestern?) Das ist ein gewisses Fluchtverhalten, das jetzt schon mit einer Regelmäßigkeit zum Vorschein kommt. (Abg. Auer: Wo waren Sie gestern?) Er braucht sich nicht zu fürchten vor dem, was ich ihm zu sagen habe; die Kolleginnen und Kollegen werden es ihm ohnedies ausrichten. (Abg. Auer: Wo waren Sie gestern? – Nicht anwesend waren Sie!)
Zwischenruf des Abg. Schönegger
Vorsichtig gesagt, lebt der Bundeskanzler und mit ihm auch die gesamte Regierung – ich nenne es einmal so – in einem gewissen Spannungsverhältnis zur Wahrheit, und meistens geht dieses Spannungsverhältnis zu seinen Ungunsten aus. Wenn er sich hier herstellt und erklärt, dass er großartige strukturelle Reformen (Zwischenruf des Abg. Schönegger) im Bereich der Pensionssicherung ansetzt, dass da alles auf dem Weg ist und dass man da sehr bedacht vorgehen muss, sehr behutsam, damit alles auf dem guten Weg ist, und es dann seine eigene Pensionskommission ist, die er eingerichtet hat, damit sie ihm alle diese Berechnungen macht, die ihm ausrichten lässt, dass zwischen dem, was er hier sagt, und dem, was die Wirklichkeit ist, ein Loch von 3,8 Milliarden € klafft, dann sind wir genau bei diesem Verhältnis zu seinen Ungunsten, meine Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Vorsichtig gesagt, lebt der Bundeskanzler und mit ihm auch die gesamte Regierung – ich nenne es einmal so – in einem gewissen Spannungsverhältnis zur Wahrheit, und meistens geht dieses Spannungsverhältnis zu seinen Ungunsten aus. Wenn er sich hier herstellt und erklärt, dass er großartige strukturelle Reformen (Zwischenruf des Abg. Schönegger) im Bereich der Pensionssicherung ansetzt, dass da alles auf dem Weg ist und dass man da sehr bedacht vorgehen muss, sehr behutsam, damit alles auf dem guten Weg ist, und es dann seine eigene Pensionskommission ist, die er eingerichtet hat, damit sie ihm alle diese Berechnungen macht, die ihm ausrichten lässt, dass zwischen dem, was er hier sagt, und dem, was die Wirklichkeit ist, ein Loch von 3,8 Milliarden € klafft, dann sind wir genau bei diesem Verhältnis zu seinen Ungunsten, meine Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Schönegger: Sehr belesen! – Abg. Strache: Würde Ihnen auch nicht schaden!
Meine Damen und Herren! Ich erwähne den Text deshalb, weil Thomas Hobbes etwas formuliert hat, das mich jetzt auch an Sie, Herr Bundeskanzler, Herr Vizekanzler, vonseiten der Regierung erinnert hat. Er hat dort den Satz geschrieben: Meine Mutter gebar Zwillinge: mich und zugleich die Angst. – Das ist doch das Motto, unter dem die Politik, die Budgetpolitik von SPÖ und ÖVP seit Jahren und Jahrzehnten steht. (Abg. Schönegger: Sehr belesen! – Abg. Strache: Würde Ihnen auch nicht schaden!)
Beifall bei der FPÖ.
Ihr Budgetzwilling ist die Angst. Wir hätten jedoch etwas anderes gebraucht: Wir hätten Mut gebraucht. Wir hätten Optimismus gebraucht. Wir hätten Zuversicht gebraucht. Wir hätten Selbstvertrauen gebraucht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Familie, meine Damen und Herren von der SPÖ, und auch viele von der ÖVP sollten sich angesprochen fühlen, das ist für mich diese Form des Zusammenlebens, Sie wissen schon, wo es eine Mutter gibt, einen Vater, ein Kind, vielleicht mehrere Kinder. Das gibt es auch in Patchwork-Varianten, und ich gebe zu, viel zu viele scheitern, aber das ist für mich das, was man da so unter Familie versteht. Ich meine auf jeden Fall einmal ein Modell, wo es eine substanzielle Einbindung von Mann und Frau gibt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn ich jetzt danach suche, was Sie für diese Familie in diesem Budget machen, dann sage ich Ihnen ganz ehrlich, man muss sich die Frage stellen: Was haben Ihnen denn die Familien getan? Was hat Ihnen dieses Familienmodell getan, dass Sie sie in diesem Budget erneut und zum wiederholten Male abstrafen? Du meine Güte, was hat denn nicht gerade die ÖVP in diesem Zusammenhang im Laufe der Jahre alles an Entlastungen versprochen! Ich habe gehört, Armut und Familie, dieser unheilvolle Zusammenhang, der muss durchschlagen werden. Das eine darf nie mehr zum anderen führen. Das war so eines der hohen Prinzipien, die die ÖVP einmal vor sich hergetragen hat. Ihnen war es auch nicht zu blöd, uns den Begriff des Familiensteuersplittings zu stehlen. Ist uns egal, wenn Sie es nur umgesetzt hätten, meine Damen und Herren von der ÖVP! Aber Sie reden und reden und reden und kommen nicht zum Tun. Das ist das Problem im Bereich der Familien. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich bin wirklich erstaunt darüber, dass weite Teile und immer weitere Teile der ÖVP, auch auf dieser Regierungsbank vertreten, jetzt glauben, dem Begriff des Fortschritts, den die Linken in diesem Land definieren, auch noch eine Bresche schlagen zu müssen. Von dieser Volkspartei bleibt ja nichts mehr übrig – um den Herrn Figl zu nennen: Der würde sich im Grab umdrehen, wenn er das miterleben müsste, meine Damen und Herren, was Sie da aufführen! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Schönegger.
Da schlagen Sie dann einen Purzelbaum nach dem anderen im Wettstreit mit der SPÖ, ich sage es jetzt einmal so, um im Zuge dieser „Wurst-Mania“ alle möglichen Absonderlichkeiten in diesem Land voranzutreiben. (Zwischenruf des Abg. Schönegger.) Da sollten Sie einmal in sich gehen, wenn Sie sich weiter als Volkspartei und als wertkonservativ bezeichnen, denn das wird in einer Bruchlandung enden.
Lebhafter Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Ich komme zum Schluss. Sie machen 365 Tage des Jahres zu Zahltagen der Bevölkerung. Die Bevölkerung wird am kommenden Sonntag diesen einen Tag zum Zahltag für Sie machen – mit einer Stimme für die FPÖ. (Lebhafter Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Mit Spannung bleibt abzuwarten, wie sich die mit 1. Jänner 2015 mögliche Gesetzesbeschwerde auf den Arbeitsanfall beim Verfassungsgerichtshof auswirken wird. Durch die Gesetzesbeschwerde wird es nämlich allen ordentlichen Gerichten und den Parteien eines Verfahrens vor den ordentlichen Gerichten ermöglicht, Bedenken wegen der Verfassungswidrigkeit von Gesetzen unmittelbar an den Verfassungsgerichtshof heranzutragen. Welcher Mehraufwand damit verbunden sein wird, das wird sich zeigen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Lösung dieses Problems Hypo Alpe-Adria verschleppt worden ist, mit hohen Kosten für die Republik Österreich. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Erwähnt haben Sie überhaupt nichts von einem Brief an Brüssel, aber überhaupt nichts am 8. Mai. Ganz im Gegenteil, am 12. Mai haben Sie diesen Brief abgesandt, ohne irgendjemanden hier im Nationalrat zu informieren, auch nicht am 16. Mai von sich aus, denn ich war es, der diesen Brief am 15. Mai entdeckt und ihn an die Medien weitergegeben hat. Dieser Brief samt Inhalt wurde von der Tageszeitung „Der Standard“ am 16. Mai um 15.39 Uhr online gestellt, und um 16.15 Uhr hat der Ausschuss begonnen. Also schwafeln Sie nicht davon, dass Sie ausführlich dazu Stellung genommen haben, ohne dass es eine Aufforderung vonseiten der Abgeordneten und insbesondere von mir dazu gegeben hätte! (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenbemerkung von Vizekanzler Spindelegger
Abgeordneter Mag. Bruno Rossmann (fortsetzend): Ich nehme diesen Ordnungsruf zur Kenntnis, bleibe aber dabei, dass uns der Herr Finanzminister nicht ausreichend informiert hat. Er hat halt, wenn Sie es so wollen, die Unwahrheit gesagt. Im Übrigen schlagen sich diese Maßnahmen – 700 Millionen € – in keinem der Gesetze, die hier zur Diskussion anstehen (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Spindelegger), nieder. Das stimmt einfach so nicht!
Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren von der SPÖ, aber auch von der ÖVP! Ich appelliere an Sie, sorgen Sie endlich für Steuergerechtigkeit in diesem Land! – Danke sehr. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Abgeordneter Dr. Johannes Jarolim (SPÖ): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Sehr geehrte Minister! Meine Damen und Herren! Sehr geehrte Volksanwälte! Meine Damen und Herren vor den Bildschirmen! Ich habe Verständnis dafür, dass es, insbesondere wenn wir uns kurz vor einer Wahl befinden, wie der Europa-Wahl am Sonntag, hier etwas heftiger zugeht, aber ich appelliere schon an alle, dass wir uns doch in dem Rahmen halten sollten, der von der Wahrheit abzugrenzen ist. Das ist eben etwas anderes als das, was hier insbesondere vonseiten der FPÖ vorgegaukelt wird. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Es ist überhaupt keine Frage, dass wir natürlich weiter darüber diskutieren müssen, wie die Steuerreform weiterzuentwickeln ist, und dass wir bei der Lohnsteuer entlasten und bei den Vermögenssteuern den Ausgleich suchen müssen. Wie sonst könnte das funktionieren?
Abg. Kitzmüller: Sie haben es noch immer nicht verstanden!
Die Damen und Herren von der FPÖ vergessen immer wieder: Es waren natürlich in einem ganz, ganz großen Ausmaß die Hypo Alpe-Adria, die FPÖ, Herr Haider in Kärnten, die uns all das eingebrockt haben. (Abg. Kitzmüller: Sie haben es noch immer nicht verstanden!) Das darf man doch nicht vergessen! Es waren 20 Milliarden € – das Landesbudget betrug, glaube ich, 3 Milliarden € (Abg. Auer: Zwei!) –, die
Abg. Auer: Zwei!
Die Damen und Herren von der FPÖ vergessen immer wieder: Es waren natürlich in einem ganz, ganz großen Ausmaß die Hypo Alpe-Adria, die FPÖ, Herr Haider in Kärnten, die uns all das eingebrockt haben. (Abg. Kitzmüller: Sie haben es noch immer nicht verstanden!) Das darf man doch nicht vergessen! Es waren 20 Milliarden € – das Landesbudget betrug, glaube ich, 3 Milliarden € (Abg. Auer: Zwei!) –, die
Abg. Kickl: Wer hat die Kommunalkredit in den Sand gesetzt? War das auch der Haider?
da in den Sand gesetzt wurden! (Abg. Kickl: Wer hat die Kommunalkredit in den Sand gesetzt? War das auch der Haider?)
Abg. Kickl: Warum ist Ihnen das übers Wochenende eingefallen?
Herr Kollege Vetter, ich habe eines nicht verstanden und darf Ihnen daher, da Sie vorhin gesagt haben, mit dem Brief, den der Herr Vizekanzler weggeschickt hat, ist etwas geschehen, was Sie nicht akzeptieren, sagen: In dem Brief wird auch sichergestellt, dass der Steuerbetrug – das hast du ja vorhin kritisiert – besser und stärker bekämpft wird. Jetzt hätte ich ganz gerne gewusst: Wer von uns ist dafür, dass Leute, die der Steuerpflicht unterliegen, ihr Geld nach Luxemburg, Liechtenstein oder sonst irgendwohin verschieben können, ohne Steuern zu zahlen, und das wird nicht bestraft? (Abg. Kickl: Warum ist Ihnen das übers Wochenende eingefallen?) In dem Brief steht drinnen, dass wir zukünftig mehr Strafen auf Steuerbetrügereien einheben, und das finde ich gut so.
Abg. Kickl: Bitte? Was, bitte?
Im Zusammenhang mit dem Verfassungsgerichtshof, der ja in jüngster Zeit auch immer wieder Warnungen abgesetzt hat, darf ich noch an die jüngste Demonstration erinnern, als FPÖ-nahe Kreise Rechtsextreme aus ganz Europa eingeladen haben, in Wien einen Marsch durchzuführen. (Abg. Kickl: Bitte? Was, bitte?) Ich wünsche mir das nicht, und ich verstehe auch, dass man dagegen demonstriert, meine Damen und Herren! (Abg. Themessl: Steine werfen oder was?) Ich will das auch nicht haben. (Abg. Kickl: Sie werden sich einmal daran gewöhnen müssen, dass es in dem Land mehr gibt als die SPÖ!)
Abg. Themessl: Steine werfen oder was?
Im Zusammenhang mit dem Verfassungsgerichtshof, der ja in jüngster Zeit auch immer wieder Warnungen abgesetzt hat, darf ich noch an die jüngste Demonstration erinnern, als FPÖ-nahe Kreise Rechtsextreme aus ganz Europa eingeladen haben, in Wien einen Marsch durchzuführen. (Abg. Kickl: Bitte? Was, bitte?) Ich wünsche mir das nicht, und ich verstehe auch, dass man dagegen demonstriert, meine Damen und Herren! (Abg. Themessl: Steine werfen oder was?) Ich will das auch nicht haben. (Abg. Kickl: Sie werden sich einmal daran gewöhnen müssen, dass es in dem Land mehr gibt als die SPÖ!)
Abg. Kickl: Sie werden sich einmal daran gewöhnen müssen, dass es in dem Land mehr gibt als die SPÖ!
Im Zusammenhang mit dem Verfassungsgerichtshof, der ja in jüngster Zeit auch immer wieder Warnungen abgesetzt hat, darf ich noch an die jüngste Demonstration erinnern, als FPÖ-nahe Kreise Rechtsextreme aus ganz Europa eingeladen haben, in Wien einen Marsch durchzuführen. (Abg. Kickl: Bitte? Was, bitte?) Ich wünsche mir das nicht, und ich verstehe auch, dass man dagegen demonstriert, meine Damen und Herren! (Abg. Themessl: Steine werfen oder was?) Ich will das auch nicht haben. (Abg. Kickl: Sie werden sich einmal daran gewöhnen müssen, dass es in dem Land mehr gibt als die SPÖ!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich verurteile jede Form der Gewalttätigkeit seitens der Teilnehmer der Gegendemonstration, aber ich darf bei dieser Gelegenheit darum ersuchen, dass sich der Verfassungsschutz in Zukunft wieder genau anschaut, wer in diesem Land was tun kann, und gewisse Dinge gehören dann schlicht und einfach verboten. Somit werden dann auch nicht unsere Polizei und in Folge dessen auch die Steuerzahlerin und der Steuerzahler missbraucht, da ja auch finanziert werden muss, was hier am letzten Sonntag notwendig war. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Podgorschek: Der ist schon gegangen!
Abgeordnete Martina Schenk (STRONACH): Herr Präsident! Werte Regierungsmitglieder und Volksanwälte! Herr Rechnungshofpräsident! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich muss kurz auf die Ausführungen des Kollegen Jarolim eingehen. (Abg. Podgorschek: Der ist schon gegangen!)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
gegeben hat. Das muss hier auch einmal gesagt werden. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich darf daran erinnern, dass heute eine Umfrage einer großen österreichischen Tageszeitung zum Thema Budgetzahlen stattgefunden hat. Die Frage lautete: Glauben Sie noch den Aussagen des Finanzministers? – Was glauben Sie, ist das Ergebnis dieser Online-Umfrage? – 2 Prozent glauben den Aussagen des Finanzministers, und 97,5 Prozent glauben den Aussagen nicht, meine sehr geehrten Damen und Herren! Und das sind nicht wir hier im Hohen Haus, die „bösen“ Abgeordneten der Opposition, sondern das sind die Österreicherinnen und Österreicher, die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler! (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Kogler: Sauerei!
Ich möchte jetzt näher darauf eingehen: Warum ist das so? – Die Frage muss man hier schon stellen: Warum wird der Rechnungshof finanziell ausgehungert? – Weil er kontrolliert? Weil er schaut, dass das Geld der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler nicht verschwendet wird? Warum wird er ausgehungert? (Abg. Kogler: Sauerei!) – Der Rechnungshof hat viele, viele Forderungen gestellt und Empfehlungen abgegeben. Wir
Abg. Kogler: Die Regierung schädigt die Kontrolle!
kennen die 599 Empfehlungen – Verwaltungsreform, Strukturreform et cetera –, und der Rechnungshof redet nicht nur davon, sondern er hat auch bei sich selbst angefangen. Der Rechnungshof hat in den letzten Jahren sehr erfolgreich gewirtschaftet (Abg. Kogler: Die Regierung schädigt die Kontrolle!) – genau, so ist es! – und Einsparungen erzielt. (Abg. Kogler: Absichtlich! Fahrlässig!)
Abg. Kogler: Absichtlich! Fahrlässig!
kennen die 599 Empfehlungen – Verwaltungsreform, Strukturreform et cetera –, und der Rechnungshof redet nicht nur davon, sondern er hat auch bei sich selbst angefangen. Der Rechnungshof hat in den letzten Jahren sehr erfolgreich gewirtschaftet (Abg. Kogler: Die Regierung schädigt die Kontrolle!) – genau, so ist es! – und Einsparungen erzielt. (Abg. Kogler: Absichtlich! Fahrlässig!)
Abg. Auer: 10 000 Einwohner, nicht Euro!
Anstatt dem Rechnungshof mehr Mittel zu geben, wenn man ihm immer mehr Kompetenzen gibt, ist das Gegenteil der Fall! Wir wissen, durch das Medientransparenzgesetz und das Parteiengesetz kommen weitere Kompetenzen dazu, auch die Prüfung der Gemeinden über 10 000 € ist dazugekommen. (Abg. Auer: 10 000 Einwohner, nicht Euro!) – 10 000 Einwohner, ja, danke; einmal etwas Gescheites vonseiten der ÖVP. (Demonstrativer Beifall beim Team Stronach.)
Demonstrativer Beifall beim Team Stronach.
Anstatt dem Rechnungshof mehr Mittel zu geben, wenn man ihm immer mehr Kompetenzen gibt, ist das Gegenteil der Fall! Wir wissen, durch das Medientransparenzgesetz und das Parteiengesetz kommen weitere Kompetenzen dazu, auch die Prüfung der Gemeinden über 10 000 € ist dazugekommen. (Abg. Auer: 10 000 Einwohner, nicht Euro!) – 10 000 Einwohner, ja, danke; einmal etwas Gescheites vonseiten der ÖVP. (Demonstrativer Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.
Der Rechnungshofpräsident hat das auch im Strategiebericht angeführt. Und was ist geschehen? – Der Rechnungshofpräsident hat konkret gesagt, „dass der Rechnungshof wegen des Widerspruchs zwischen Ressourcen und Mehraufgaben Gefahr laufe, Kernaufgaben einschränken zu müssen.“ – Dieser Hinweis, meine sehr geehrten Damen und Herren, wurde seitens des Finanzministeriums aus dem Strategiebericht herausgestrichen, sozusagen zensuriert. Das kann es ja wirklich nicht sein! Der Rechnungshof wird finanziell beschnitten und wird dann auch noch zensuriert, wenn er darauf hinweist, dass die Kernaufgaben mit diesem Budget nicht mehr ausreichend zu erfüllen sind. Das kann es wirklich nicht sein! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.
Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Herr Präsident des Rechnungshofes! Geschätzte Volksanwältin! Meine Herren Volksanwälte! Meine Damen und Herren! Zunächst würde ich sehr gerne eine Gruppe Polizeischülerinnen und Polizeischüler aus der Steiermark auf der Galerie begrüßen. Herzlich willkommen im Hohen Haus! (Allgemeiner Beifall.)
Zwischenruf des Abg. Pilz.
„Meine Mutter gebar Zwillinge: mich und zugleich die Angst“, hat der Kollege Kickl Thomas Hobbes zitiert und hat das eigentlich auf die Bundesregierung gemünzt und dann ist er auf das vorliegende Budget eingegangen. (Zwischenruf des Abg. Pilz.) Jetzt bin ich geneigt, den alten Paul Watzlawick wieder herauszugraben, der gesagt hat: Was A über B sagt, sagt mehr über A aus als über B!
Abg. Kickl: Achtung, was jetzt kommt! Vorsicht! Höchste Vorsicht!
Es ist schon ein wenig bezeichnend, Herr Kollege Kickl, dass Sie Thomas Hobbes zitieren, der ja nicht ganz zufällig dieses Zitat geprägt hat, nicht!? (Abg. Kickl: Achtung, was jetzt kommt! Vorsicht! Höchste Vorsicht!) Sie wissen, er war eine Frühgeburt, sehr oft krank und sehr ängstlich. Wir befinden uns in der Zeit des 16. Jahrhunderts (Zwischenruf des Abg. Pilz), Großbritannien ist geprägt von bürgerkriegsähnlichen Zuständen und Thomas Hobbes hat ja in seiner Staatslehre nur zwei Möglichkeiten gesehen, nämlich entweder die Anarchie auf der einen Seite oder den absoluten Staat auf der anderen Seite, und der Mensch müsse sich in seiner Theorie – er war ja Atheist und hat mit metaphysischen Dingen überhaupt nichts am Hut gehabt – absolut diesem Staat unterordnen. (Abg. Pilz: Kollege Amon, 17. Jahrhundert! – Abg. Moser: 17. Jahrhundert!) Wenn das das Bild ist, das Sie vom heutigen Österreich zeichnen, dann weiß ich, welch Geistes Kind Sie sind, Herr Kollege Kickl! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Haider: Da sind 200 Jahre dazwischen! Keine Ahnung! – Abg. Doppler: ... von heute! – Abg. Kickl: Das ist sehr weit hergeholt!)
Zwischenruf des Abg. Pilz
Es ist schon ein wenig bezeichnend, Herr Kollege Kickl, dass Sie Thomas Hobbes zitieren, der ja nicht ganz zufällig dieses Zitat geprägt hat, nicht!? (Abg. Kickl: Achtung, was jetzt kommt! Vorsicht! Höchste Vorsicht!) Sie wissen, er war eine Frühgeburt, sehr oft krank und sehr ängstlich. Wir befinden uns in der Zeit des 16. Jahrhunderts (Zwischenruf des Abg. Pilz), Großbritannien ist geprägt von bürgerkriegsähnlichen Zuständen und Thomas Hobbes hat ja in seiner Staatslehre nur zwei Möglichkeiten gesehen, nämlich entweder die Anarchie auf der einen Seite oder den absoluten Staat auf der anderen Seite, und der Mensch müsse sich in seiner Theorie – er war ja Atheist und hat mit metaphysischen Dingen überhaupt nichts am Hut gehabt – absolut diesem Staat unterordnen. (Abg. Pilz: Kollege Amon, 17. Jahrhundert! – Abg. Moser: 17. Jahrhundert!) Wenn das das Bild ist, das Sie vom heutigen Österreich zeichnen, dann weiß ich, welch Geistes Kind Sie sind, Herr Kollege Kickl! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Haider: Da sind 200 Jahre dazwischen! Keine Ahnung! – Abg. Doppler: ... von heute! – Abg. Kickl: Das ist sehr weit hergeholt!)
Abg. Pilz: Kollege Amon, 17. Jahrhundert! – Abg. Moser: 17. Jahrhundert!
Es ist schon ein wenig bezeichnend, Herr Kollege Kickl, dass Sie Thomas Hobbes zitieren, der ja nicht ganz zufällig dieses Zitat geprägt hat, nicht!? (Abg. Kickl: Achtung, was jetzt kommt! Vorsicht! Höchste Vorsicht!) Sie wissen, er war eine Frühgeburt, sehr oft krank und sehr ängstlich. Wir befinden uns in der Zeit des 16. Jahrhunderts (Zwischenruf des Abg. Pilz), Großbritannien ist geprägt von bürgerkriegsähnlichen Zuständen und Thomas Hobbes hat ja in seiner Staatslehre nur zwei Möglichkeiten gesehen, nämlich entweder die Anarchie auf der einen Seite oder den absoluten Staat auf der anderen Seite, und der Mensch müsse sich in seiner Theorie – er war ja Atheist und hat mit metaphysischen Dingen überhaupt nichts am Hut gehabt – absolut diesem Staat unterordnen. (Abg. Pilz: Kollege Amon, 17. Jahrhundert! – Abg. Moser: 17. Jahrhundert!) Wenn das das Bild ist, das Sie vom heutigen Österreich zeichnen, dann weiß ich, welch Geistes Kind Sie sind, Herr Kollege Kickl! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Haider: Da sind 200 Jahre dazwischen! Keine Ahnung! – Abg. Doppler: ... von heute! – Abg. Kickl: Das ist sehr weit hergeholt!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Haider: Da sind 200 Jahre dazwischen! Keine Ahnung! – Abg. Doppler: ... von heute! – Abg. Kickl: Das ist sehr weit hergeholt!
Es ist schon ein wenig bezeichnend, Herr Kollege Kickl, dass Sie Thomas Hobbes zitieren, der ja nicht ganz zufällig dieses Zitat geprägt hat, nicht!? (Abg. Kickl: Achtung, was jetzt kommt! Vorsicht! Höchste Vorsicht!) Sie wissen, er war eine Frühgeburt, sehr oft krank und sehr ängstlich. Wir befinden uns in der Zeit des 16. Jahrhunderts (Zwischenruf des Abg. Pilz), Großbritannien ist geprägt von bürgerkriegsähnlichen Zuständen und Thomas Hobbes hat ja in seiner Staatslehre nur zwei Möglichkeiten gesehen, nämlich entweder die Anarchie auf der einen Seite oder den absoluten Staat auf der anderen Seite, und der Mensch müsse sich in seiner Theorie – er war ja Atheist und hat mit metaphysischen Dingen überhaupt nichts am Hut gehabt – absolut diesem Staat unterordnen. (Abg. Pilz: Kollege Amon, 17. Jahrhundert! – Abg. Moser: 17. Jahrhundert!) Wenn das das Bild ist, das Sie vom heutigen Österreich zeichnen, dann weiß ich, welch Geistes Kind Sie sind, Herr Kollege Kickl! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Haider: Da sind 200 Jahre dazwischen! Keine Ahnung! – Abg. Doppler: ... von heute! – Abg. Kickl: Das ist sehr weit hergeholt!)
Abg. Neubauer: Der Pudding ist schon ... Jahre alt!
Wenn wir schon im alten England sind – es war übrigens im 17. Jahrhundert –, dann gibt es da dieses alte Zitat: „The proof of the pudding is in the eating“, also ob der Pudding schmeckt, das weiß ich erst dann, wenn ich ihn gegessen habe. Ich würde Sie sehr herzlich einmal zu Folgendem einladen, das wäre wirklich spannend: (Abg. Neubauer: Der Pudding ist schon ... Jahre alt!) Sie zerfleddern da das Budget in allen Details. Bei jedem Budget gibt es natürlich Punkte, die jedem von uns besser gefallen, und Punkte, die manchen weniger gut gefallen, und natürlich haben wir viele Wünsche. Ja, auch uns sind die Lohnnebenkosten zu hoch, auch uns ist die Abgabenquote zu hoch, aber man muss halt auch imstande sein, Kompromisse einzugehen, wenn es darum geht, ein gemeinsames Budget vorzulegen.
Abg. Doppler: Haben wir eh!
Das geht den Sozialdemokraten so und das geht uns so. Es wäre eigentlich eine wirklich spannende Geschichte, ob es der Opposition gelänge, ein Alternativbudget vorzulegen. (Abg. Doppler: Haben wir eh!) Sie schaffen es ja nicht einmal, ein
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Kickl: Da spricht der Vertreter einer Partei, wo jedes Bundesland was anderes sagt! – Zwischenruf des Abg. Podgorschek.
ganzheitliches Budget als einzelne Fraktion vorzulegen, meine Damen und Herren! Sie nennen alle möglichen Punkte, rechnet man es aber zusammen, dann geht sich das unten alles nicht aus, meine Damen und Herren. Das ist die Wahrheit! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Kickl: Da spricht der Vertreter einer Partei, wo jedes Bundesland was anderes sagt! – Zwischenruf des Abg. Podgorschek.)
Abg. Kickl: Suchen Sie einmal Ihre einheitliche Linie vom Bodensee bis zum Neusiedler See und dann reden Sie weiter! Alte ÖVP-Schule!
Es wäre spannend, von Ihnen einmal ein solches Alternativbudget vorgelegt zu bekommen, denn dann könnten wir uns wirklich im Detail damit auseinandersetzen. (Abg. Kickl: Suchen Sie einmal Ihre einheitliche Linie vom Bodensee bis zum Neusiedler See und dann reden Sie weiter! Alte ÖVP-Schule!)
Abg. Eßl: Wirklich abgehen tun sie nicht!
Die wenige Zeit, die ich heute habe, möchte ich noch für einen wichtigen Punkt nützen: Ich möchte dem Kollegen Strolz ausdrücklich Anerkennung zollen, auch wenn er nicht anwesend ist, wie seine ganze Fraktion, weil sie offenbar der parlamentarischen Auseinandersetzung andere Aufgaben vorziehen. Er hat sich heute für seine gestrigen Aussagen entschuldigt. Den Rest der Rede möchte ich besser nicht bewerten, das hat ja keinen Sinn, weil die Kollegen von den NEOS nicht anwesend sind. (Abg. Eßl: Wirklich abgehen tun sie nicht!)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und FPÖ.
Auf eine solche Entschuldigung, Frau Dr. Glawischnig, warten wir noch im Zusammenhang mit dem, was sich am Samstag und in Folge in Wien abgespielt hat. Es war Ihr Klubobmann, Ihr Wiener Klubobmann, der die Behauptung aufgestellt hat, dass eine junge Frau aufgrund des Polizeieinsatzes am vergangenen Samstag ihr Baby verloren hätte. Das hat sich als glatte Unwahrheit herausgestellt und es wäre an der Zeit, dass Sie sich namens Ihrer Fraktion für diese falschen Vorwürfe bei der Polizei entschuldigen. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Auer: Mit blauer Sahne dazu!
Abgeordneter Elmar Podgorschek (FPÖ): Herr Präsident! Frau Volksanwältin! Die Herren Volksanwälte! Herr Präsident des Rechnungshofes! Meine Herren von der Regierung – die Damen sind ja schon verschwunden! Lieber Kollege Amon, Sie wissen schon, dass wir den Pudding der ÖVP schon seit 1987 zu schlucken haben, und die österreichische Bevölkerung hat ihn zu verdauen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Auer: Mit blauer Sahne dazu!) – Es war auch einmal blaue Sahne dabei, da gebe ich Ihnen vollkommen recht!
Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Dietrich.
Dazu gab es auch den Österreich-Konvent, der schon sehr weit gediehen war und in dem der honorige ehemalige Rechnungshofpräsident Dr. Fiedler den Vorsitz hatte, welcher selbst auch sehr brauchbare Vorschläge unterbreitet hat. Was ist damit geschehen? – Ein Begräbnis erster Klasse! Wir brauchen – und das sage ich jetzt aus tiefster innerer Überzeugung – einen Umbau unseres Staates, wir müssen ins 21. Jahrhundert kommen! (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Dietrich.)
Beifall bei der FPÖ.
Es gibt Beispiele dafür, ohne weit gehen zu müssen. Man muss sich dabei nicht an Ländern in Asien – den berühmten Tigerstaaten – oder Amerika orientieren. Die Schweiz, unser unmittelbarer Nachbar, macht es uns vor. Die Schweiz hat eine klare Trennung zwischen der Bundesregierung und den Ländern, sprich Kantonen. Die Schweiz braucht diesen Basar der Finanzausgleichsverhandlungen nicht und sie braucht auch keine Artikel-15a-Vereinbarungen. In der Schweiz sind die Kantone bis zu einem gewissen Grad selbst verantwortlich für das Geld, das sie ausgeben, das heißt, dass in Zukunft auch die Länder bis zu einem gewissen Grad Finanzhoheit haben sollten, damit die Landeshäuptlinge das Geld, das sie ausgeben, auch selbst verantworten müssen. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: ... in Kärnten so!
Es kann auf Dauer gesehen nicht das Ziel sein, dass der Bund – und dazu rechne ich auch die Opposition – das Geld einnimmt, dass man dann immer beinhart mit den Ländern und auch mit den Gemeinden verhandeln muss, wobei die Gemeinden letzten Endes immer auf der Strecke bleiben, und dass der Bund dann das Geld den Ländern gibt, und die Länder – ganz egal, von welcher Parteifarbe – das Füllhorn ausschütten und sich dafür auch noch huldigen lassen. (Ruf bei der SPÖ: ... in Kärnten so!)
Beifall bei der FPÖ.
Das Korrektiv, das die Schweiz vor allem hat, das Korrektiv ist die direkte Demokratie. Die Schweizer sind sehr reif. Und ich bin fest davon überzeugt, dass auch die Österreicher reif genug für die direkte Demokratie sind. (Beifall bei der FPÖ.) Gerade die Schweizer haben bei der jüngsten Volksabstimmung sehr wohl gegen diesen Mindestlohn, der wirtschaftspolitisch ein Wahnsinn gewesen wäre, gestimmt. Ich bin zutiefst und zuinnerst davon überzeugt, dass auch die Österreicher das erkennen würden, denn sie können sehr wohl zwischen billiger Polemik und ordentlicher Sachpolitik unterscheiden.
Abg. Rossmann: Ich auch, weil man darf nicht !
Die Schweiz hat eine Abgabenquote – ich weiß, Kollege Krainer wird das wieder bezweifeln – von 27,8 Prozent (Abg. Rossmann: Ich auch, weil man darf nicht !), und die Verschuldung der Schweiz liegt bei 45,9 Prozent. Wir haben erst gestern über den Zustand des österreichischen Bundesheeres diskutiert. Die Schweiz hat einfach eine aktive Neutralität, die durchaus ein Vorbild für uns sein kann, was ja auch letzten Endes eine Richtungsentscheidung bei der kommenden EU-Wahl sein wird. Die Schweiz gibt 1 Prozent des BIP für ihre Verteidigung aus, davon sind wir in Österreich bei Weitem entfernt. (Zwischenruf des Abg. Kirchgatterer.)
Zwischenruf des Abg. Kirchgatterer.
Die Schweiz hat eine Abgabenquote – ich weiß, Kollege Krainer wird das wieder bezweifeln – von 27,8 Prozent (Abg. Rossmann: Ich auch, weil man darf nicht !), und die Verschuldung der Schweiz liegt bei 45,9 Prozent. Wir haben erst gestern über den Zustand des österreichischen Bundesheeres diskutiert. Die Schweiz hat einfach eine aktive Neutralität, die durchaus ein Vorbild für uns sein kann, was ja auch letzten Endes eine Richtungsentscheidung bei der kommenden EU-Wahl sein wird. Die Schweiz gibt 1 Prozent des BIP für ihre Verteidigung aus, davon sind wir in Österreich bei Weitem entfernt. (Zwischenruf des Abg. Kirchgatterer.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Vizekanzler, tun Sie es! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Neubauer: War überhaupt nie FPÖ!
Was man dazu machen muss, ist, neben den verschiedenen Schwerpunktausgaben, die wir beschlossen haben beziehungsweise beschließen werden, auch die Budgetkonsolidierung. Damit bin ich auch bei meinem Beitrag zum Thema Rechnungshof. Die frühere FPÖ-Abgeordnete Kollegin Schenk hat gesagt, dieser werde ausgehungert und so weiter. Sie hat ein düsteres Szenario gemalt. Niemand will (Abg. Neubauer: War überhaupt nie FPÖ!) – BZÖ? Das weiß man nie so genau bei euch, darum bitte ich, die Verwechslung zu entschuldigen. (Abg. Neubauer: Das ist eine Frage des Intellekts! – Abg. Zanger: Jetzt bist du schon so lange da! Da musst du dich auskennen!)
Abg. Neubauer: Das ist eine Frage des Intellekts! – Abg. Zanger: Jetzt bist du schon so lange da! Da musst du dich auskennen!
Was man dazu machen muss, ist, neben den verschiedenen Schwerpunktausgaben, die wir beschlossen haben beziehungsweise beschließen werden, auch die Budgetkonsolidierung. Damit bin ich auch bei meinem Beitrag zum Thema Rechnungshof. Die frühere FPÖ-Abgeordnete Kollegin Schenk hat gesagt, dieser werde ausgehungert und so weiter. Sie hat ein düsteres Szenario gemalt. Niemand will (Abg. Neubauer: War überhaupt nie FPÖ!) – BZÖ? Das weiß man nie so genau bei euch, darum bitte ich, die Verwechslung zu entschuldigen. (Abg. Neubauer: Das ist eine Frage des Intellekts! – Abg. Zanger: Jetzt bist du schon so lange da! Da musst du dich auskennen!)
Abg. Stefan: „Einzig und allein“?!
Ich meine, unser Ziel ist – und das ist auch eine der wichtigen Aufgaben dieses Budgets –, so schnell wie möglich die Voraussetzungen für eine effektive Steuerreform zu schaffen. Und ich meine, dieses Budget ist trotz Hypo-Debakels herzeigbar, was beileibe nicht diese Regierung verursacht hat, was keiner der Abgeordneten, die hier herinnen sitzen, mitverursacht hat, so wie ich das sehe, sondern was ganz eindeutig und allein bei den Kärntner Freiheitlichen und einzig und allein bei deren Landeshauptmann liegt. (Abg. Stefan: „Einzig und allein“?!) Trotz dieses Budgetdefizits, trotz dieses Hypo-Debakels, das wir hier abarbeiten müssen, gelingt es, die Voraussetzung dafür zu schaffen, dass wir in Zukunft ein ausgeglichenes Budget haben werden und auch wieder an Steuerreformen denken können. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich meine, unser Ziel ist – und das ist auch eine der wichtigen Aufgaben dieses Budgets –, so schnell wie möglich die Voraussetzungen für eine effektive Steuerreform zu schaffen. Und ich meine, dieses Budget ist trotz Hypo-Debakels herzeigbar, was beileibe nicht diese Regierung verursacht hat, was keiner der Abgeordneten, die hier herinnen sitzen, mitverursacht hat, so wie ich das sehe, sondern was ganz eindeutig und allein bei den Kärntner Freiheitlichen und einzig und allein bei deren Landeshauptmann liegt. (Abg. Stefan: „Einzig und allein“?!) Trotz dieses Budgetdefizits, trotz dieses Hypo-Debakels, das wir hier abarbeiten müssen, gelingt es, die Voraussetzung dafür zu schaffen, dass wir in Zukunft ein ausgeglichenes Budget haben werden und auch wieder an Steuerreformen denken können. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Prinz: Zu Recht!
Abgeordneter Dr. Harald Walser (Grüne): Herr Präsident! Geschätzter Herr Präsident des Rechnungshofs! Geschätzte Volksanwältin und Volksanwälte! Herr Vizekanzler! Geschätzte Mitglieder auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Der Kollege Amon hat mit tränenerstickter Stimme eine Entschuldigung von unserer Klubobfrau verlangt. (Abg. Prinz: Zu Recht!) Das hat sie nun wirklich nicht notwendig. (Abg. Glawischnig-Piesczek: Für welche Aussage?)
Abg. Glawischnig-Piesczek: Für welche Aussage?
Abgeordneter Dr. Harald Walser (Grüne): Herr Präsident! Geschätzter Herr Präsident des Rechnungshofs! Geschätzte Volksanwältin und Volksanwälte! Herr Vizekanzler! Geschätzte Mitglieder auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Der Kollege Amon hat mit tränenerstickter Stimme eine Entschuldigung von unserer Klubobfrau verlangt. (Abg. Prinz: Zu Recht!) Das hat sie nun wirklich nicht notwendig. (Abg. Glawischnig-Piesczek: Für welche Aussage?)
Beifall bei den Grünen.
Wenn man sieht, dass man in Österreich beispielsweise 1,6 Milliarden € für Dienstautos ausgibt, dann sehe ich nicht ein, dass wir in den Schulen um 50 Millionen € bei der Ganztagsförderung sparen müssen. Bitte, das sind eindeutig falsche Prioritäten! Da haben Sie uns sicher nicht an Ihrer Seite. Im Bildungsbereich, muss ich leider feststellen, geht es ums Eingemachte. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Da könnten Sie hunderte Millionen Euro sparen, und dann hätten wir auch jenes System, das wir gerne hätten, nämlich Kinder, die ganztägig in Ruhe lernen können, ordentlich betreut sind und nicht mehr der Bildungshintergrund der Eltern für den schulischen Erfolg entscheidend ist. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich hoffe, Sie schreiben sich das in Ihr nächstes Programm hinein, ansonsten werden wir in Österreich bei den kommenden Rankings nicht weiterkommen. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Glawischnig-Piesczek: Falsch! Stimmt überhaupt nicht!
Abgeordneter Mag. Wolfgang Gerstl (ÖVP): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Meine sehr geehrten Volksanwälte! Herr Rechnungshofpräsident! Mitglieder der Bundesregierung! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Bevor ich auf mein Thema eingehe, möchte ich dem Kollegen Walser noch kurz antworten. Er hat in seiner Rechtfertigung zu den Aussagen des grünen Klubobmannes in Wien gemeint, als dieser nämlich der Polizei vorgeworfen hat, dass sie eine schwangere Frau misshandelt und diese Misshandlung dazu geführt hätte, dass sie ihr Baby verloren habe, dass dieser das deswegen gesagt hat, weil er es in der Zeitung gelesen habe. (Abg. Glawischnig-Piesczek: Falsch! Stimmt überhaupt nicht!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Kogler und Korun.
Herr Kollege Walser, ich erwarte mir von einem Politiker Verantwortung, die nicht davon ausgeht, dass er sofort alles, was er in der Zeitung liest, eins zu eins übernimmt und das glaubt und weiterträgt. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kogler und Korun.) Von einem Politiker erwarte ich mir eine erhöhte Verantwortung, dass er hinterfragt, ob etwas stimmt oder nicht, und dass er sich im Nachhinein zumindest dafür entschuldigt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Glawischnig-Piesczek: Das ist falsch!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Glawischnig-Piesczek: Das ist falsch!
Herr Kollege Walser, ich erwarte mir von einem Politiker Verantwortung, die nicht davon ausgeht, dass er sofort alles, was er in der Zeitung liest, eins zu eins übernimmt und das glaubt und weiterträgt. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kogler und Korun.) Von einem Politiker erwarte ich mir eine erhöhte Verantwortung, dass er hinterfragt, ob etwas stimmt oder nicht, und dass er sich im Nachhinein zumindest dafür entschuldigt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Glawischnig-Piesczek: Das ist falsch!)
Abg. Korun: Nicht alles, aber vieles! – Abg. Kogler: Sie haben nicht zugehört!
Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Sie haben wahrscheinlich heute das Gefühl gehabt, wenn Sie der Opposition zugehört haben, es sei alles schlecht. (Abg. Korun: Nicht alles, aber vieles! – Abg. Kogler: Sie haben nicht zugehört!) Es sei nicht entsprechend informiert worden. Das Budget laufe aus dem Ruder.
Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit des Abg. Kogler. – Abg. Korun: So eine Überraschung auch!
Ich sehe es als meine Pflicht an, meine Damen und Herren, hier eine Lanze für die österreichische Bundesregierung zu brechen. (Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit des Abg. Kogler. – Abg. Korun: So eine Überraschung auch!) Ich kenne kein Regierungsmitglied, das sich nicht jeden Tag – Entschuldigung für diesen Begriff, Herr Präsident – „den Arsch aufreißt“ für Österreich (Oh-Rufe bei den Grünen) und jeden Tag von der Früh bis spät am Abend versucht, das Beste für dieses Land herauszuholen. (Beifall bei der ÖVP.)
Oh-Rufe bei den Grünen
Ich sehe es als meine Pflicht an, meine Damen und Herren, hier eine Lanze für die österreichische Bundesregierung zu brechen. (Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit des Abg. Kogler. – Abg. Korun: So eine Überraschung auch!) Ich kenne kein Regierungsmitglied, das sich nicht jeden Tag – Entschuldigung für diesen Begriff, Herr Präsident – „den Arsch aufreißt“ für Österreich (Oh-Rufe bei den Grünen) und jeden Tag von der Früh bis spät am Abend versucht, das Beste für dieses Land herauszuholen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich sehe es als meine Pflicht an, meine Damen und Herren, hier eine Lanze für die österreichische Bundesregierung zu brechen. (Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit des Abg. Kogler. – Abg. Korun: So eine Überraschung auch!) Ich kenne kein Regierungsmitglied, das sich nicht jeden Tag – Entschuldigung für diesen Begriff, Herr Präsident – „den Arsch aufreißt“ für Österreich (Oh-Rufe bei den Grünen) und jeden Tag von der Früh bis spät am Abend versucht, das Beste für dieses Land herauszuholen. (Beifall bei der ÖVP.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.
mit wenig Geld das Maximum für Österreich herauszuholen, meinen besonderen Dank aussprechen. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.) Das ist keine Selbstverständlichkeit! Tausende von Mitarbeitern versuchen das für uns alle, und sie versuchen, für uns, für unser Österreich das Beste zu machen. (Abg. Zanger: Peinlich ist das!)
Abg. Zanger: Peinlich ist das!
mit wenig Geld das Maximum für Österreich herauszuholen, meinen besonderen Dank aussprechen. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.) Das ist keine Selbstverständlichkeit! Tausende von Mitarbeitern versuchen das für uns alle, und sie versuchen, für uns, für unser Österreich das Beste zu machen. (Abg. Zanger: Peinlich ist das!)
Beifall bei der ÖVP.
Liebe Kolleginnen und Kollegen von den Freiheitlichen! Eine Denkzettelwahl kann wohl nur von denen gewünscht werden, die kein Programm für Europa haben. Interessieren Sie sich für Österreich in Europa und stehen Sie für ein gemeinsames Programm für Österreich und für Europa im Sinne der Österreicherinnen und Österreicher! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
gewirtschaftet wie Deutschland, müssten wir heute wesentlich besser dastehen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren! Österreich hat auch eine riesige Belastung, und diese riesige Belastung sitzt hinter mir auf der Regierungsbank. (Beifall beim Team Stronach.) Diese Regierung hat es über Jahre hinweg verabsäumt, Reformen durchzuführen, Reformen, die modern sind, die zukunftsträchtig sind, und Reformen, die vor allem für die jungen Generationen eine Vision haben. (Zwischenbemerkung von der Regierungsbank.) – Es kommen dann schon noch Detailbeispiele, Herr Minister. Eigentlich hätte ich mir erwartet, dass Sie, wenn Sie da oben sitzen, gute Beispiele haben, auch eine Vision haben, einen Weg beschreiten, der zukunftsträchtig ist.
Abg. Eßl: Wer hat es denn erfunden? Wer hat es erfunden? – Die Opposition hat es erfunden!
Meine geschätzten Damen und Herren! Bei dieser Regierung gibt es in den letzten Wochen eine Konstante, und das ist die Veränderung der Zahlen. Wir alle haben es miterlebt, wie das Budgetloch wie Nessie von Loch Ness aufgetaucht ist, riesig geworden ist, dann wieder klein ist, wahrscheinlich fast verschwunden. (Abg. Eßl: Wer hat es denn erfunden? Wer hat es erfunden? – Die Opposition hat es erfunden!) Wir haben miterlebt, wie das Hypo-Defizit gewachsen ist, geschrumpft ist; im Moment wächst es wieder. Und das Gleiche ist der Fall beim Budget: Über Nacht verändern sich die Zahlen. Deshalb, glaube ich, ist dieses Budget ein sehr diffuses Zahlenwerk.
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren! Wir müssen Reformen angehen, denn wenn der Stillstand, der jetzt herrscht, weitergeht, dann wird es in Zukunft zu einer enormen Belastungslawine für die Menschen, für die Bevölkerung in diesem Land kommen. Viele spüren auch jetzt schon den schleichenden Wohlstandsverlust. 400 000 Menschen, die nach Arbeit suchen, sind, glaube ich, ein sehr klares Signal, das ernst genommen werden muss, das ernst genommen werden muss von der Regierung, die alles daransetzen muss, jene Menschen, die Arbeit schaffen, nämlich die Unternehmer, zu unterstützen und Rahmenbedingungen zu schaffen, die sicherstellen, dass Unternehmersein in Österreich Sinn macht und auch Gewinne bringen kann. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Lueger: Weil es notwendig ist! Weil viele Steuern entgehen, weil sie nicht bezahlt werden!
Dass die Regierung nämlich nicht in diese Richtung denkt, zeigt ein klares Beispiel: Beim Rechnungshof, wo es darum geht, öffentliche Ausgaben, Steuermittel zu kontrollieren, da wird gespart. Da will die Regierung nicht, dass man hineinschaut, was mit den Steuermitteln passiert. Aber umgekehrt, bei den Unternehmen, da unterstellt man gleich einmal kriminelle Handlungen, da werden 700 Finanzprüfer mehr aufgenommen, weil da ja etwas sein könnte. (Abg. Lueger: Weil es notwendig ist! Weil viele Steuern entgehen, weil sie nicht bezahlt werden!)
Beifall beim Team Stronach.
Ich merke jetzt auch, dass innerhalb der Koalitionspartner eine gewisse Verwirrung herrscht. Ursprünglich haben wir gehört, es kommen 700 neue Prüfer dazu. Dann hat der Herr Finanzminister gesagt, nein. Dann hat der Herr Klubobmann Lopatka wieder gesagt, ja. Ich glaube, der Herr Klubobmann Schieder hat auch gesagt, ja, es kommen 700 dazu. Also bitte lösen Sie doch diesen Dschungel, dieses diffuse Zahlenwerk endlich einmal auf und reden Sie Klartext mit uns! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich sage noch einmal: Beim Rechnungshof, wo es um öffentliche Ausgaben geht, da wird gespart, und den Privaten wird auf die Zehen gestiegen. Wir wollen, dass die Gelder für den Rechnungshof verwendet werden und damit der öffentliche Bereich so genau wie möglich kontrolliert wird – da geht es um Steuermittel – und dass endlich einmal Reformen durchgezogen werden und dieser Reformstillstand beendet wird. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In diesem Sinne herzlichen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.
Meine Damen und Herren! Die Volksanwaltschaft leistet für die Bürgerinnen und Bürger in diesem Lande hervorragende Arbeit. Ich möchte mich an dieser Stelle bei der Volksanwaltschaft recht herzlich bedanken. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach.)
Beifall bei der ÖVP.
Die österreichischen Volksgruppen sind auch ein Bindeglied zu unseren Nachbarstaaten Ungarn, Kroatien und Slowenien. Das hat sich gestern gezeigt anlässlich der fürchterlichen Hochwässer am Balkan, wo unsere parlamentarischen Gruppen mit den Botschaftern zusammengesessen sind und Österreicher Hilfe leisten – nicht nur Volksgruppenangehörige, sondern auch Österreicherinnen und Österreicher und auch solche mit serbischem und kroatischem Hintergrund. Das ist gelebte Solidarität, und das ist das gemeinsame Europa, für das wir uns einsetzen: Gemeinsam helfen, wenn Menschen in Not sind! Und dafür stehen wir als ÖVP. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne werden wir dem vorliegenden Budget zustimmen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Und dann kommen hier Beiträge, die ich wirklich maßlos übertrieben finde. Es ist schon alles okay, aber wenn hier gesagt wird, wir seien wie Griechenland: Jeder weiß, dass wir in den letzten vier Jahren beim Budgetvollzug besser waren als das Budget! Und dann sagt man, das seien Tricksereien oder Hausnummern?! – Dass der Vollzug dann besser ist als das Budget selbst, das gibt es in Europa im Original ein Mal, dass das vier Jahre hintereinander der Fall ist, nämlich in Österreich! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Rufe bei der ÖVP sowie der Abg. Lueger: Erbärmlich!
Und wenn angesichts der Tatsache, dass der Vollzug des Budgets besser ist als das Budget, das gemacht wurde, die NEOS dann sagen, man erschleiche sich mit einem besseren, mit einem niedrigen Budget Wählerstimmen, dann halte ich das nicht für eine neue Politik, sondern für (Rufe bei der ÖVP sowie der Abg. Lueger: Erbärmlich!) eine miese Politik! Und das sollte man ihnen auch einmal sagen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Und wenn angesichts der Tatsache, dass der Vollzug des Budgets besser ist als das Budget, das gemacht wurde, die NEOS dann sagen, man erschleiche sich mit einem besseren, mit einem niedrigen Budget Wählerstimmen, dann halte ich das nicht für eine neue Politik, sondern für (Rufe bei der ÖVP sowie der Abg. Lueger: Erbärmlich!) eine miese Politik! Und das sollte man ihnen auch einmal sagen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Haubner: Geld zurück!
Es sei ihnen auch ins Stammbuch geschrieben, dass sie auf die Gesetze dieser Republik vereidigt sind. Sie haben heute den § 11 des Geschäftsordnungsgesetzes gebrochen. Sie haben einen Eidesbruch begangen, den sie feierlich der Republik gegenüber geleistet haben. (Abg. Haubner: Geld zurück!) Ich frage mich auch, wenn man dann am Ende des Monats das gesamte Gehalt behält, ob man da nicht strafrechtlich unterwegs ist. (Rufe bei der ÖVP: Das muss man sich anschauen!) Das müsste man sich genauer anschauen. Ich halte das für eine Art und Weise der Politik, die erstens beschämend ist und zweitens dem Haus nicht guttut – und der Politik schon gar nicht. Das ist armselig! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Walter Rosenkranz: Wie lösen Sie das Immunitätsproblem? Wie wird das Immunitätsproblem gelöst bei der strafrechtlichen Verfolgung? – Ruf bei der ÖVP: Gruppenauslieferung!)
Rufe bei der ÖVP: Das muss man sich anschauen!
Es sei ihnen auch ins Stammbuch geschrieben, dass sie auf die Gesetze dieser Republik vereidigt sind. Sie haben heute den § 11 des Geschäftsordnungsgesetzes gebrochen. Sie haben einen Eidesbruch begangen, den sie feierlich der Republik gegenüber geleistet haben. (Abg. Haubner: Geld zurück!) Ich frage mich auch, wenn man dann am Ende des Monats das gesamte Gehalt behält, ob man da nicht strafrechtlich unterwegs ist. (Rufe bei der ÖVP: Das muss man sich anschauen!) Das müsste man sich genauer anschauen. Ich halte das für eine Art und Weise der Politik, die erstens beschämend ist und zweitens dem Haus nicht guttut – und der Politik schon gar nicht. Das ist armselig! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Walter Rosenkranz: Wie lösen Sie das Immunitätsproblem? Wie wird das Immunitätsproblem gelöst bei der strafrechtlichen Verfolgung? – Ruf bei der ÖVP: Gruppenauslieferung!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Walter Rosenkranz: Wie lösen Sie das Immunitätsproblem? Wie wird das Immunitätsproblem gelöst bei der strafrechtlichen Verfolgung? – Ruf bei der ÖVP: Gruppenauslieferung!
Es sei ihnen auch ins Stammbuch geschrieben, dass sie auf die Gesetze dieser Republik vereidigt sind. Sie haben heute den § 11 des Geschäftsordnungsgesetzes gebrochen. Sie haben einen Eidesbruch begangen, den sie feierlich der Republik gegenüber geleistet haben. (Abg. Haubner: Geld zurück!) Ich frage mich auch, wenn man dann am Ende des Monats das gesamte Gehalt behält, ob man da nicht strafrechtlich unterwegs ist. (Rufe bei der ÖVP: Das muss man sich anschauen!) Das müsste man sich genauer anschauen. Ich halte das für eine Art und Weise der Politik, die erstens beschämend ist und zweitens dem Haus nicht guttut – und der Politik schon gar nicht. Das ist armselig! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Walter Rosenkranz: Wie lösen Sie das Immunitätsproblem? Wie wird das Immunitätsproblem gelöst bei der strafrechtlichen Verfolgung? – Ruf bei der ÖVP: Gruppenauslieferung!)
Ruf bei der ÖVP: So ist es!
Eines möchte ich zum Schluss noch loswerden, weil es mich persönlich und als Obmann des Verfassungsausschusses ganz besonders aufregt und ich es nicht erwartet habe, dass es aus dieser Ecke kommt – und da sind die Grünen angesprochen –: Ich halte es für mehr als befremdlich, nicht rechtskräftig Verurteilte an den öffentlichen Pranger zu stellen (Ruf bei der ÖVP: So ist es!) und der öffentlichen Kritik auszusetzen in einem Wahlkampf und somit unser Gerichtswesen zu unterlaufen (Ruf bei der ÖVP: Genau!), Vorverurteilungen vorzunehmen – und ich bin nicht der Verteidiger von Strasser; jeder weiß, wie ich zu ihm gestanden bin –, Leute ihrer Menschenrechte zu berauben (Ruf bei der SPÖ: Menschenwürde!) und Leute ihrer Menschenwürde zu berauben. Davon sollten Sie sich einmal verabschieden, von diesem Verfolgen, davon, diese bis in die persönlichen Verletzungen hineingehenden öffentlichen (Abg. Fekter: Diffamierungen!) Verurteilungen durch die Medien durchführen zu lassen! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Rädler: Die Gutmenschen!)
Ruf bei der ÖVP: Genau!
Eines möchte ich zum Schluss noch loswerden, weil es mich persönlich und als Obmann des Verfassungsausschusses ganz besonders aufregt und ich es nicht erwartet habe, dass es aus dieser Ecke kommt – und da sind die Grünen angesprochen –: Ich halte es für mehr als befremdlich, nicht rechtskräftig Verurteilte an den öffentlichen Pranger zu stellen (Ruf bei der ÖVP: So ist es!) und der öffentlichen Kritik auszusetzen in einem Wahlkampf und somit unser Gerichtswesen zu unterlaufen (Ruf bei der ÖVP: Genau!), Vorverurteilungen vorzunehmen – und ich bin nicht der Verteidiger von Strasser; jeder weiß, wie ich zu ihm gestanden bin –, Leute ihrer Menschenrechte zu berauben (Ruf bei der SPÖ: Menschenwürde!) und Leute ihrer Menschenwürde zu berauben. Davon sollten Sie sich einmal verabschieden, von diesem Verfolgen, davon, diese bis in die persönlichen Verletzungen hineingehenden öffentlichen (Abg. Fekter: Diffamierungen!) Verurteilungen durch die Medien durchführen zu lassen! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Rädler: Die Gutmenschen!)
Ruf bei der SPÖ: Menschenwürde!
Eines möchte ich zum Schluss noch loswerden, weil es mich persönlich und als Obmann des Verfassungsausschusses ganz besonders aufregt und ich es nicht erwartet habe, dass es aus dieser Ecke kommt – und da sind die Grünen angesprochen –: Ich halte es für mehr als befremdlich, nicht rechtskräftig Verurteilte an den öffentlichen Pranger zu stellen (Ruf bei der ÖVP: So ist es!) und der öffentlichen Kritik auszusetzen in einem Wahlkampf und somit unser Gerichtswesen zu unterlaufen (Ruf bei der ÖVP: Genau!), Vorverurteilungen vorzunehmen – und ich bin nicht der Verteidiger von Strasser; jeder weiß, wie ich zu ihm gestanden bin –, Leute ihrer Menschenrechte zu berauben (Ruf bei der SPÖ: Menschenwürde!) und Leute ihrer Menschenwürde zu berauben. Davon sollten Sie sich einmal verabschieden, von diesem Verfolgen, davon, diese bis in die persönlichen Verletzungen hineingehenden öffentlichen (Abg. Fekter: Diffamierungen!) Verurteilungen durch die Medien durchführen zu lassen! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Rädler: Die Gutmenschen!)
Abg. Fekter: Diffamierungen!
Eines möchte ich zum Schluss noch loswerden, weil es mich persönlich und als Obmann des Verfassungsausschusses ganz besonders aufregt und ich es nicht erwartet habe, dass es aus dieser Ecke kommt – und da sind die Grünen angesprochen –: Ich halte es für mehr als befremdlich, nicht rechtskräftig Verurteilte an den öffentlichen Pranger zu stellen (Ruf bei der ÖVP: So ist es!) und der öffentlichen Kritik auszusetzen in einem Wahlkampf und somit unser Gerichtswesen zu unterlaufen (Ruf bei der ÖVP: Genau!), Vorverurteilungen vorzunehmen – und ich bin nicht der Verteidiger von Strasser; jeder weiß, wie ich zu ihm gestanden bin –, Leute ihrer Menschenrechte zu berauben (Ruf bei der SPÖ: Menschenwürde!) und Leute ihrer Menschenwürde zu berauben. Davon sollten Sie sich einmal verabschieden, von diesem Verfolgen, davon, diese bis in die persönlichen Verletzungen hineingehenden öffentlichen (Abg. Fekter: Diffamierungen!) Verurteilungen durch die Medien durchführen zu lassen! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Rädler: Die Gutmenschen!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Rädler: Die Gutmenschen!
Eines möchte ich zum Schluss noch loswerden, weil es mich persönlich und als Obmann des Verfassungsausschusses ganz besonders aufregt und ich es nicht erwartet habe, dass es aus dieser Ecke kommt – und da sind die Grünen angesprochen –: Ich halte es für mehr als befremdlich, nicht rechtskräftig Verurteilte an den öffentlichen Pranger zu stellen (Ruf bei der ÖVP: So ist es!) und der öffentlichen Kritik auszusetzen in einem Wahlkampf und somit unser Gerichtswesen zu unterlaufen (Ruf bei der ÖVP: Genau!), Vorverurteilungen vorzunehmen – und ich bin nicht der Verteidiger von Strasser; jeder weiß, wie ich zu ihm gestanden bin –, Leute ihrer Menschenrechte zu berauben (Ruf bei der SPÖ: Menschenwürde!) und Leute ihrer Menschenwürde zu berauben. Davon sollten Sie sich einmal verabschieden, von diesem Verfolgen, davon, diese bis in die persönlichen Verletzungen hineingehenden öffentlichen (Abg. Fekter: Diffamierungen!) Verurteilungen durch die Medien durchführen zu lassen! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Rädler: Die Gutmenschen!)
Abg. Rädler – in Richtung Grüne –: Gutmenschen!
Das ist auch eingerissen in den Untersuchungsausschüssen, dass man Zeugen medial vernichtet hat. (Abg. Rädler – in Richtung Grüne –: Gutmenschen!) Das ist eine Form der Verletzung der Menschenwürde und der Menschenrechte. Aber auf alle Fälle ist es moralisch bedenklich. Und gerade die Oberlehrer der Moral, die immer mit dem Zeige-
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
finger auf die anderen zeigen, sollten sich da an der Nase nehmen! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Abgeordnete Mag. Dr. Maria Theresia Fekter (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Herren auf der Regierungsbank! Sehr geehrter Herr Präsident des Rechnungshofes! Sehr geehrte Herren von der Volksanwaltschaft! Hohes Haus! Werte Zuseher! Ich spreche heute als Kultursprecherin, und hier kann ich als erfreulich vermelden, dass trotz notwendiger Budgetkonsolidierungen das Kunst- und Kulturbudget in konstanter Höhe sowohl für 2014 als auch für 2015 gehalten werden kann und im Kulturbereich unsere Vormachtstellung, weltweit gesehen, gesichert werden kann. Denn, Herr Kollege Wittmann, im Ausland sieht man uns als Kulturweltmacht. Auch da haben wir einen sehr, sehr guten Ruf, und mit diesem Budget können wir diesen guten Ruf nicht nur verteidigen, sondern auch ausbauen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.
Weiters ersuche ich den Minister, dass die Förderungen im Kunst- und Kulturbereich auch eine regionale Streuung haben. Es finden Kunst und Kultur in ganz Österreich statt und nicht nur die Hochkultur in Wien. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.
Es gilt hier, nicht alten Zöpfen nachzuhängen, sondern in neuen Dimensionen zu denken. Wenn beispielsweise Apple die Firma Beats von Dr. Dre um Milliarden kauft, dann weiß man, wohin sich die Musikindustrie entwickeln wird. Da muss man die Urheberrechtsvergütungen auch unter dieser modernen, breiteren Streaming-, Cloud-Philosophie, et cetera, sehen. Ich weiß, dass das nicht einfach sein wird, bin aber gerne bereit, hier für die Künstlerinnen und Künstler und im Sinne eines modernen Gesetzes meinen Beitrag zu leisten. – Danke. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.)
Abg. Jarolim: Wir müssen nur schauen, dass dieses Gesetz auch wirklich modern wird! – Abg. Fekter: Die Justiz ...! – Weitere Zwischenrufe.
Präsident Karlheinz Kopf: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Lueger. – Bitte. (Abg. Jarolim: Wir müssen nur schauen, dass dieses Gesetz auch wirklich modern wird! – Abg. Fekter: Die Justiz ...! – Weitere Zwischenrufe.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Letztendlich: Bei den Kolleginnen und Kollegen, die im öffentlichen Dienst arbeiten, schaut man immer auf eine Modernisierung des Personal-, Organisations- und Verwaltungsmanagements, dass sie effektiv und effizient für die Bürgerinnen und Bürger arbeiten. Das ist aber auch das Recht der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im öffentlichen Dienst, weil sie die wesentlichste Ressource sind, die wir in der Hand haben, damit wir für unsere Bürgerinnen und Bürger in Österreich das hohe Serviceniveau in der Verwaltung halten. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Moser.
Alle Ministerien sind hier aufgefordert zu sparen. Auch der österreichische Rechnungshof wird seinen Beitrag dazu leisten, wenn er auch hier heute offen kritisiert wurde: Es wird ein Budget für 2014 von 31,2 Millionen und für 2015 von 32,4 Millionen € geben. Dazu werden Rücklagen aufgelöst, die bei allen Ministerien aufgelöst werden. (Zwischenruf der Abg. Moser.) Ich teile nicht die Meinung, Frau Kollegin Moser, dass die Kontrolle in Österreich gekürzt wird. Die Kontrolle hat bisher funktioniert und wird auch in Zukunft funktionieren.
Abg. Moser: Auf Kosten des Rechnungshofs!
Ich wünsche mir, Frau Kollegin Moser, dass Sie hier nicht Dinge in den Raum stellen, die so einfach nicht den Tatsachen entsprechen. Wir verhandeln hier das Budget 2014 und 2015, und es wird auch 2016 ein ausgeglichenes Budget geben. (Abg. Moser: Auf Kosten des Rechnungshofs!) Diese Kritik geht also ins Leere. (Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Zwischenruf des Abg. Zanger.
Ich wünsche mir, Frau Kollegin Moser, dass Sie hier nicht Dinge in den Raum stellen, die so einfach nicht den Tatsachen entsprechen. Wir verhandeln hier das Budget 2014 und 2015, und es wird auch 2016 ein ausgeglichenes Budget geben. (Abg. Moser: Auf Kosten des Rechnungshofs!) Diese Kritik geht also ins Leere. (Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Der Rechnungshof wird auch zukünftig seinen Aufgaben nachkommen. Ich wünsche mir insgesamt, dass von den vorgeschlagenen Maßnahmen des Rechnungshofes zur Verwaltungsreform, 599 an der Zahl, möglichst viele umgesetzt werden, Herr Präsident, weil ich glaube, dann können wir unsere Sparziele erreichen, unser Ziel eines Nulldefizits für 2016 ansteuern und mit Unterstützung des Rechnungshofs erreichen. Hier sollten wir gemeinsam versuchen, diese Ziele zu erreichen, und nicht Unterstellungen machen und kritisieren. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ein kleines Beispiel, das jetzt gerade ansteht: Es soll eine eigene Behörde in der Europäischen Union im Rahmen der Kommission geschaffen werden, die darüber entscheidet, wie politische Parteien auf europäischer Ebene finanziert werden – eine eigene Behörde, die hier Entscheidungen trifft! Man muss sich das vorstellen: Das heißt, eine Partei tritt in ihrem Staat an, hat einen Erfolg, sodass sie im Europäischen Parlament vertreten ist, und dort sitzt eine Behörde – von honorigen Persönlichkeiten soll sie besetzt werden –, die dann entscheidet, ob diese Partei tatsächlich unterstützt werden soll. Natürlich, es wird nur untersucht, ob hier die Grundrechte eingehalten werden – aber das ist in Wirklichkeit diese Denkweise der Zensur, wie wir sie zutiefst ablehnen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist genau das, was von der Europäischen Union immer wieder herangetragen wird, und hier bedarf es in Wirklichkeit Mutes, dem entgegenzutreten. Wir brauchen Mut für all diese Dinge, die ich hier genannt habe. Wir brauchen Mut, die direkte Demokratie weiterzuentwickeln und der Bevölkerung tatsächlich das Vertrauen zu geben zu entscheiden. Und wir brauchen noch größeren Mut, immer wieder negativen Tendenzen, die unsere Grundrechte einschränken, entgegenzutreten! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Steinbichler
Na, das schaue ich mir an, wie es dann Bürgerinitiativen gibt, die ihre Löhne in einen Topf werfen (Zwischenruf des Abg. Steinbichler) und dort marode Brücken finanzieren oder marode Brücken zahlen (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen), die in Amerika vom Einsturz bedroht sind, oder die dann in die Armutsfalle kommen, wenn sie einmal einen Herzinfarkt oder irgendwelche sonstigen Krankheiten haben! Also auf Ihr Gesellschaftsmodell kann ich echt verzichten, das kann ich Ihnen sagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen
Na, das schaue ich mir an, wie es dann Bürgerinitiativen gibt, die ihre Löhne in einen Topf werfen (Zwischenruf des Abg. Steinbichler) und dort marode Brücken finanzieren oder marode Brücken zahlen (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen), die in Amerika vom Einsturz bedroht sind, oder die dann in die Armutsfalle kommen, wenn sie einmal einen Herzinfarkt oder irgendwelche sonstigen Krankheiten haben! Also auf Ihr Gesellschaftsmodell kann ich echt verzichten, das kann ich Ihnen sagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Na, das schaue ich mir an, wie es dann Bürgerinitiativen gibt, die ihre Löhne in einen Topf werfen (Zwischenruf des Abg. Steinbichler) und dort marode Brücken finanzieren oder marode Brücken zahlen (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen), die in Amerika vom Einsturz bedroht sind, oder die dann in die Armutsfalle kommen, wenn sie einmal einen Herzinfarkt oder irgendwelche sonstigen Krankheiten haben! Also auf Ihr Gesellschaftsmodell kann ich echt verzichten, das kann ich Ihnen sagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Auer: Das Gelöbnis ...! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich möchte heute den Schwerpunkt schon auf das legen, was eigentlich mit den Steuereinnahmen, mit den wertvollen Steuer-Euros und -Cents, dann auch wirtschaftlich, effizient, zweckmäßig und auch sinnvoll passieren sollte. Der Garant der Kontrolle, dass jeder Steuer-Euro ordentlich verwendet wird, ist der Rechnungshof. Das ist der Rechnungshof, und deshalb ist es für mich besonders erschütternd, Sie als Regierungsabgeordnete zu hören, die Sie hier am Beginn Ihrer Tätigkeit den Eid abgelegt haben, den Eid, der da heißt: Sie sollen alle gewissenhaft Ihre Pflichten erfüllen. Gewissenhaft Pflichten erfüllen! (Abg. Auer: Das Gelöbnis ...! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Dieses Pflichtenerfüllen heißt, meine Damen und Herren, als Abgeordneter muss ich meine Kontrollpflichten wahrnehmen. (Beifall bei den Grünen.) Die Erfüllung dieser Kontrollpflichten erleichtert mir der Rechnungshof. Es ist doch völlig absurd und widersinnig, dass ich, wenn ich meine Pflichten erfüllen und gewissenhaft ans Werk gehen will, gleichzeitig hier als Regierungsabgeordnete oder Regierungsabgeordneter das Budget, den Finanzrahmen des Rechnungshofes kürze! Real ist es eine Kürzung, Herr Kollege Gahr, da können Sie mir das Blaue vom Himmel erzählen. Im Ausschuss hat uns der Rechnungshof, bitte, blau auf weiß klar dargelegt, dass derzeit bei seinen Budgets 2014/2015 real Kürzungen vorliegen, wo sich auf der anderen Seite real der Aufgabenbereich, der Tätigkeitsbereich vergrößert und die Anforderungen ebenfalls steigen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Dieses Pflichtenerfüllen heißt, meine Damen und Herren, als Abgeordneter muss ich meine Kontrollpflichten wahrnehmen. (Beifall bei den Grünen.) Die Erfüllung dieser Kontrollpflichten erleichtert mir der Rechnungshof. Es ist doch völlig absurd und widersinnig, dass ich, wenn ich meine Pflichten erfüllen und gewissenhaft ans Werk gehen will, gleichzeitig hier als Regierungsabgeordnete oder Regierungsabgeordneter das Budget, den Finanzrahmen des Rechnungshofes kürze! Real ist es eine Kürzung, Herr Kollege Gahr, da können Sie mir das Blaue vom Himmel erzählen. Im Ausschuss hat uns der Rechnungshof, bitte, blau auf weiß klar dargelegt, dass derzeit bei seinen Budgets 2014/2015 real Kürzungen vorliegen, wo sich auf der anderen Seite real der Aufgabenbereich, der Tätigkeitsbereich vergrößert und die Anforderungen ebenfalls steigen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Das kann ich Ihnen auch nachweisen, das ist keine Polemik oder etwas dergleichen. Sie brauchen nur die Homepage des Rechnungshofes durchschauen, das kann jeder zu Hause nachschlagen: Jeder Rechnungshofbeamte, jede Rechnungshofbeamtin rentiert sich mehrfach. Wären mehr RechnungshofbeamtInnen tätig, könnten Milliarden eingespart werden. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren, es ist höchste Zeit, dass Kontrolle in diesem Parlament wieder großgeschrieben wird und auch in diesem Budget großgeschrieben wird. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Zanger: Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel!
Abgeordnete Mag. Gertrude Aubauer (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Ja, was passiert mit dem Steuergeld? Wie wird es eingesetzt? – Die Volksanwälte haben im Ausschuss erklärt, sie können mit diesem Budget leben, sie können ihre Aufgaben erfüllen, ihre Leistungen aufrechterhalten. Das ist der entscheidende Punkt, denn die Leistungen sind hervorragend. Ich sage ganz herzlichen Dank dafür. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Zanger: Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine Damen und Herren, wie gesagt, das Steuergeld ist in die Arbeit der Volksanwaltschaft sehr sinnvoll investiert. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ja, die Potenziale, die der Rechnungshof erhebt, rechnen sich zigfach, wenn man wirklich bereit ist, das auch umzusetzen. Aber das verweigert diese Regierung nun schon seit Jahren konsequent. Und eine Perversität an sich ist es, dass unser Kontrollorgan finanziell von dem abhängig ist, den es kontrollieren soll, nämlich in diesem Fall die Regierung. Das kann es ja auch nicht sein, und über diese Tatsache werden wir uns sicher noch unterhalten müssen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
So geht man also um mit Stellen, die das selber am besten reglementieren können und wissen, was Sache ist. Da wird zensuriert. Das sind ja Methoden wie vor 200 Jahren im Metternich’schen System. Meine Damen und Herren, so mit uns sicher nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dagegen haben wir uns immer verwahrt. So gehen Sie nicht nur mit dem Rechnungshof um, so gehen Sie schlussendlich auch mit uns Abgeordneten um. Und eines kann ich Ihnen sagen: So wie vor 200 Jahren Metternich mit der Unterjochung der Bürger gescheitert ist, so werden auch Sie scheitern. Die Bürger lassen sich nicht unterjochen, nicht von Rot, nicht von Schwarz und nicht von der EU – und dazu ist am Sonntag die Gelegenheit. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei FPÖ, Grünen und Team Stronach.
Ich danke Ihnen, dass sehr viele von Ihnen Verständnis dafür haben, und ich freue mich auch in Zukunft auf eine sehr gute und auch sehr prosperierende Arbeit für Österreich. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei FPÖ, Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist aber auch notwendig, dass, wenn Videos, in denen Musik vorkommt, zum Beispiel am Schulhof gemacht werden, und diese Videos ins Netz gestellt werden, man dafür nicht automatisch abgestraft wird. Da muss man über einen sogenannten Bagatellparagraphen reden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es braucht auch, und das ist mir sehr wichtig, eine transparente Verwertungsgesellschaft. Warum braucht man transparente Verwertungsgesellschaften? Weil der Konsument wissen muss, wieviel eingehoben wird, wo es hingeht und was er dafür bekommt – Stichwort: Privatkopie. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir brauchen ein Radio, das nicht Hits spielt, sondern eines, das Hits macht; und wir haben genügend österreichische Musik, die man dort spielen kann. Wenn eine Selbstverpflichtung nicht funktioniert, so wie wir es in den letzten Jahren gesehen haben, dann muss man auch über eine Quote nachdenken. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Heinzl: Bravo!
Wir haben heute im Parlament an die Nationalratspräsidentin eine Petition übergeben, damit mehr österreichische Produktionen im ORF gespielt werden, denn immerhin, das ist die Identität des ORF. Da geht es um 1 500 Arbeitsplätze, die massiv in Gefahr sind. Da gehört anders gespart. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Heinzl: Bravo!)
Beifall bei den Grünen.
eine dringende Aufgabe des Parlaments, für die entsprechenden Mittel zu sorgen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Feichtinger.
Erlauben Sie mir, hier eine Anmerkung zum Verhalten der NEOS zu machen. Die NEOS drücken sich heute vor der parlamentarischen Arbeit. Statt blauzumachen sollten sie besser die diesbezüglichen Gesetze lesen. Die Geschäftsordnung verpflichtet uns, hier bei parlamentarischen Terminen anwesend zu sein. Die NEOS verhalten sich heute klar illegal. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Feichtinger.)
Zwischenruf des Abg. Rossmann.
Der Finanzminister und der Bundeskanzler sind ihrer Informationspflicht zum Budget nachgekommen. (Zwischenruf des Abg. Rossmann.) Die vorgespielte Empörung besteht nicht.
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Moser.
Und mein Anspruch ist: Nirgendwo soll mehr und besser für die Bürger gearbeitet werden als hier im Parlament. – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Moser.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir werden nächste und übernächste Woche noch Gelegenheit haben, den Bericht der Volksanwaltschaft im Ausschuss zu diskutieren. An dieser Stelle möchte ich mich aber seitens unserer Fraktion bei der Volksanwaltschaft und den Mitarbeitern für die hervorragende Arbeit und den tollen Bericht herzlich bedanken. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal bedanken. Ich freue mich sehr auf die Diskussion nächste Woche im Ausschuss. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Abschließend ein Appell, meine Damen und Herren des Hohen Hauses: Sichern Sie der Volksanwaltschaft die finanzielle Basis! Es geht darum, Missstände in der Verwaltung abzustellen, Empfehlungen der Volksanwaltschaft an die Gesetzgebung zu ermöglichen und letztlich Menschenrechtsverletzungen vorbeugend zu verhindern. – Ich danke Ihnen. (Allgemeiner Beifall.)
Allgemeiner Beifall.
Wir müssen also auch aufpassen und fragen: Was lassen wir bei all den Goodies dienstrechtlich jenen zurück, die dann die Reststunden zu erledigen haben? – All das kann ich Ihnen, die Ausschusssitzung nächste Woche ist schon angesprochen worden, noch im Einzelnen darstellen. Wir müssen viel dienstleistungsorientierter in der Verwaltung sein, prozesshafter, projektförmiger arbeiten – auch die Volksanwaltschaft, wenn sie die Wirkungsziele erreichen will. – Damit schließe ich und bedanke mich. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei FPÖ, SPÖ und ÖVP.
Kontrolle der Verwaltung eingerichtet haben, im Sinne der aufgezeigten Möglichkeiten und Notwendigkeiten komplettieren, und darum ersuche ich Sie. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei FPÖ, SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Deshalb freut es mich, dass mit den Budgets 2014/2015 auch der Gratiseintritt für Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre in die Bundesmuseen garantiert ist. Wir wissen nämlich aus der Vergangenheit, dass der Gratiseintritt wirklich super angenommen wurde und dass dadurch wirklich mehr Kinder und Jugendliche und Kinder eben auch mit den Eltern die Bundesmuseen aufgesucht haben. Ein großes Danke an dieser Stelle dafür. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend – letzter Appell, das Licht hier leuchtet leider schon – ein Wunsch: Erasmus+ ist wirklich eine super Sache, aber der Kunst- und Kulturbereich kommt meiner Meinung nach wirklich zu kurz. Wir werden diesen Aspekt daher auch auf europäischer Ebene vorantreiben. Aber um Kultur auch in diesem tollen Programm wirklich Platz zu bieten, brauchen wir, sehr geehrte Damen und Herren, am kommenden Sonntag auch Ihre Unterstützung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Minister Ostermayer, wir haben im Ausschuss schon darüber gesprochen, wir brauchen einen Kulturentwicklungsplan. Kollegin Fekter hat das ja auch schon erwähnt. So geht es nicht weiter, der Zug fährt in die verkehrte Richtung. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir dürfen die regionalen Kulturträger nicht verhungern lassen. Bitte, Herr Minister, steuern Sie hier gegen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir vermissen allerdings den Willen, in allen diesen Bereichen eine konsequente Politik weiterzubetreiben. Daher möchten wir Freiheitlichen Sie dazu auffordern, Herr Bundesminister: ungeniert ran an den rot-schwarzen Verwaltungsspeck! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
ner der KünstlerInnen, Kulturinitiativen und der Kulturschaffenden. – Vielen Dank. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
So schaut die Presse- und Medienpolitik der österreichischen Bundesregierung aus. Ich finde, dass das mit einer modernen, zeitgemäßen Medienpolitik gar nichts mehr zu tun hat. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Cap: Was ist mit den Millionären?
Aber all denjenigen, die meinen, dass es genügt, wenn man einen Eingangssteuersatz von 36,5 auf 25 Prozent senkt, und all denjenigen, die meinen, dass wir mit Vermögensteuern und anderen Steuern, die man vielleicht den Reichen noch irgendwie abknöpfen könnte, nachdem wir ihnen sowieso schon eine Solidarabgabe aufbürden und nachdem wir ihnen ab 60 000 € brutto sowieso bereits 50 Prozent davon mit dem Spitzensteuersatz abknöpfen, möchte ich sagen: Das wird nicht funktionieren! (Abg. Cap: Was ist mit den Millionären?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Die kommen aber alle aus Ihrem Stall! Das wissen Sie schon!
Zum Abschluss lassen Sie mich noch kurz bemerken: Es gibt da eine junge Gruppe, eine junge Kraft, die auf Anhieb ins Parlament kam, wo der Anführer dieser Gruppe den Kindern Flügel verleihen wollte, eine Gruppe, deren erster Antrag auf die Kürzung der Parteien- und Klubförderung abzielte. Ich hoffe, dass diese Gruppe, die heute aus dem Parlament ausgezogen ist, den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern ihr heutiges Salär und die Klubförderung, die man für die beiden Tage ansetzen kann, zurückzahlt. Das wäre nämlich der faire Weg und das würde den Vorstellungen, die diese Gruppe zu Beginn immer gehabt hat, als sie hier hereingekommen ist, entsprechen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Die kommen aber alle aus Ihrem Stall! Das wissen Sie schon!)
Beifall bei der FPÖ.
Dabei bringt der Verfassungsgerichtshofpräsident auch noch den für diese Regierung anscheinend einzig zählenden Vorschlag, nämlich ein enormes Einsparungspotenzial zu kennen, gleich mit in die Diskussion. Von 23 auf 2 Monate hat er die Verfahrensdauer in Asylsachen verkürzen können. Und jetzt überlegen wir uns kurz, was das heißt. Natürlich, man kann jetzt aufschreien, aber das sind 21 Monate weniger, die wir an Grundversorgung für nicht rechtmäßige Asylwerber zahlen müssen. 21 Monate – das ist unglaublich! Das ist ein minimaler Mitteleinsatz mit maximalem Erfolg. Und ich finde, hier könnte man wirklich einmal intelligent sparen oder einmal intelligent Geld ausgeben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich bitte um Ihre Unterstützung. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Untersuchungen zeigen: Wissen und Kreativität werden in Zukunft entscheidend sein für den Erfolg von Ländern und Regionen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Daher mein letzter Appell an Sie – einer von vielen Appellen –: Das Bundeskanzleramt und Sie als Minister dürfen nicht weiter wegschauen! Es ist immer nur eine Frage der Zeit, bis dieser Ressourcenmangel anhand von Datenskandalen dann auch sichtbar wird. Das können wir uns in Zeiten wie diesen nicht leisten, weder einstürzende Neubauten noch einstürzende Altbauten noch einen Mangel beim Datenschutz. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Auswirkungen von Unwetterschäden beizustehen. – Das ist die eine Seite. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ
Darum geht es in Zukunft, wenn es in unserer Verantwortung stehen soll, als Partner der freiwilligen Feuerwehren für mehr Sicherheit in Österreich zu sorgen (Beifall bei der FPÖ), und dahin gehend bringen wir Freiheitlichen einen Antrag ein, der wie folgt lautet:
Beifall bei der FPÖ.
Im Sinne der Sicherheit der österreichischen Bevölkerung, aber auch der durch diesen Antrag unterstützten Feuerwehrkameraden österreichweit ersuche ich um Ihre Zustimmung. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Rufe bei der SPÖ: Stronach! Stronach!
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Herren auf der Regierungsbank! Sehr geehrte Herren Präsidenten! Sehr geehrte Mitglieder der Volksanwaltschaft! Vorhin hat die Vertreterin des BZÖ, Frau Abgeordnete Schenk, gesagt, da gebe es eine Online-Umfrage, warum der Finanzminister so unglaubwürdig sei (Rufe bei der SPÖ: Stronach! Stronach!) – Pardon, diese Wechsel, das ist halt immer so eine Schwierigkeit! (Zwischenruf der Abg. Schenk) –, warum der Finanzminister mit über 97 Prozent, die seinen Aussagen nicht glauben, so ein schlechtes Standing hat.
Zwischenruf der Abg. Schenk
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Herren auf der Regierungsbank! Sehr geehrte Herren Präsidenten! Sehr geehrte Mitglieder der Volksanwaltschaft! Vorhin hat die Vertreterin des BZÖ, Frau Abgeordnete Schenk, gesagt, da gebe es eine Online-Umfrage, warum der Finanzminister so unglaubwürdig sei (Rufe bei der SPÖ: Stronach! Stronach!) – Pardon, diese Wechsel, das ist halt immer so eine Schwierigkeit! (Zwischenruf der Abg. Schenk) –, warum der Finanzminister mit über 97 Prozent, die seinen Aussagen nicht glauben, so ein schlechtes Standing hat.
Beifall bei der FPÖ.
Na ja, wenn wir einen europäischen Spitzenkandidaten der christlich-sozialen Europäischen Volkspartei haben – „Spitzenkandidaten“ unter Anführungszeichen, denn direkt wählen kann man ihn gar nicht; er steht ja nicht einmal auf einer Liste, aber er wird zumindest medial verkauft –, wenn dieser Herr Juncker selbst sagt: „Wenn es ernst wird, muss man lügen“, wenn das die politische Maxime ist, dann darf man sich an sich nicht wundern, wenn das Vertrauen in einen Politiker derartig ramponiert und beschädigt ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wöginger: Ihr wollt aussteigen, nicht? – Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP.
Also das soll nach Meinung der Europäischen Volkspartei der oberste Verwalter in der EU werden?! – Danke, da haben wir Freiheitliche ganz andere Vorstellungen! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wöginger: Ihr wollt aussteigen, nicht? – Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wöginger: Das stammt von den Franzosen!
Meine Damen und Herren! „Der Staat bin ich!“, das ist in einer Demokratie des 21. Jahrhunderts nichts, was mit der ÖVP zu tun haben sollte. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wöginger: Das stammt von den Franzosen!)
Zwischenruf des Abg. Wöginger
Nun zur Frage der Kultur, ich darf hier nur einiges ganz kurz streifen: Frau Maria Theresia Fekter – um noch bei der Monarchie zu bleiben (Zwischenruf des Abg. Wöginger) – hat ja bereits gesagt, es gebe eine große Kulturnation mit Burgtheater, Volksoper, Staatsoper und auch die Festspiele in allen Hauptstädten der Bundesländer. (Abg. Wöginger: Frustrierter Freiheitlicher aus Niederösterreich!) – „Frustrierter
Abg. Wöginger: Frustrierter Freiheitlicher aus Niederösterreich!
Nun zur Frage der Kultur, ich darf hier nur einiges ganz kurz streifen: Frau Maria Theresia Fekter – um noch bei der Monarchie zu bleiben (Zwischenruf des Abg. Wöginger) – hat ja bereits gesagt, es gebe eine große Kulturnation mit Burgtheater, Volksoper, Staatsoper und auch die Festspiele in allen Hauptstädten der Bundesländer. (Abg. Wöginger: Frustrierter Freiheitlicher aus Niederösterreich!) – „Frustrierter
Hallo-Rufe bei der ÖVP.
Freiheitlicher“! Gibt es eigentlich auch noch irgendeinen Arzt im Parlament oder so? (Hallo-Rufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Ja, rot-weiß-rot ist wichtig, es fehlt nur leider in der Kunst-, Kultur- und Musikerziehung an den Schulen. Daran kann auch ein Erfolg beim Song Contest nichts ändern. Kollege Cap hat gestern gemeint: Das ist doch etwas Rot-Weiß-Rotes, da können wir auch stolz darauf sein! – Ja, wir können nächstes Jahr auch 25 bis 40 Millionen € dafür ausgeben, und von diesem rot-weiß-roten Erfolg wird sich wahrscheinlich eine alleinerziehende Mutter oder sonst jemand dann etwas runterschneiden können. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Cap.
Überhaupt ist eine Tendenz wahrzunehmen, dass sich sehr viele Künstler – und ich nenne sie bewusst Staatskünstler –, in einer Rolle bewegen, wo sie sich gegenseitig Subventionen zuschanzen. (Zwischenruf des Abg. Cap.) Sie sitzen in den Jurys drinnen, wo sie sich gegenseitig die Stipendien verleihen. Diese diversen Kreisläufe haben wir ja bereits mehrfach aufgezeigt, und der Erfolg ist dann die politische Willfährigkeit. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Überhaupt ist eine Tendenz wahrzunehmen, dass sich sehr viele Künstler – und ich nenne sie bewusst Staatskünstler –, in einer Rolle bewegen, wo sie sich gegenseitig Subventionen zuschanzen. (Zwischenruf des Abg. Cap.) Sie sitzen in den Jurys drinnen, wo sie sich gegenseitig die Stipendien verleihen. Diese diversen Kreisläufe haben wir ja bereits mehrfach aufgezeigt, und der Erfolg ist dann die politische Willfährigkeit. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.
Auch die aktuelle Debatte um das Life-Ball-Plakat zeigt eindeutig auf, wo Grenzen der Kunst sind. (Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.) In jeder Trafik, in jeder Tankstelle wird darauf geachtet, dass pornographische Darstellungen nicht an Kinder kommen. Wenn es um die Freiheit der Kunst geht, dann ist alles erlaubt, wo sonst das Gesetz die Hand darüber hält. Das ist ein Zustand, der so nicht zu halten ist (Beifall bei der FPÖ), denn sonst käme nämlich der Nächste auf die Idee, zu sagen: Na ja, Steuerhinterziehung – wenn es ein Künstler macht, der in Niederösterreich ein Schloss bewohnt – ist vielleicht auch nur Aktionskunst! Der Nächste sagt: Ich bin Künstler, ich mache jetzt einen kurzen Banküberfall, da wird sogar mit der Videokamera in der Bank gefilmt – das ist Videokunst! (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall bei der FPÖ
Auch die aktuelle Debatte um das Life-Ball-Plakat zeigt eindeutig auf, wo Grenzen der Kunst sind. (Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.) In jeder Trafik, in jeder Tankstelle wird darauf geachtet, dass pornographische Darstellungen nicht an Kinder kommen. Wenn es um die Freiheit der Kunst geht, dann ist alles erlaubt, wo sonst das Gesetz die Hand darüber hält. Das ist ein Zustand, der so nicht zu halten ist (Beifall bei der FPÖ), denn sonst käme nämlich der Nächste auf die Idee, zu sagen: Na ja, Steuerhinterziehung – wenn es ein Künstler macht, der in Niederösterreich ein Schloss bewohnt – ist vielleicht auch nur Aktionskunst! Der Nächste sagt: Ich bin Künstler, ich mache jetzt einen kurzen Banküberfall, da wird sogar mit der Videokamera in der Bank gefilmt – das ist Videokunst! (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Auch die aktuelle Debatte um das Life-Ball-Plakat zeigt eindeutig auf, wo Grenzen der Kunst sind. (Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.) In jeder Trafik, in jeder Tankstelle wird darauf geachtet, dass pornographische Darstellungen nicht an Kinder kommen. Wenn es um die Freiheit der Kunst geht, dann ist alles erlaubt, wo sonst das Gesetz die Hand darüber hält. Das ist ein Zustand, der so nicht zu halten ist (Beifall bei der FPÖ), denn sonst käme nämlich der Nächste auf die Idee, zu sagen: Na ja, Steuerhinterziehung – wenn es ein Künstler macht, der in Niederösterreich ein Schloss bewohnt – ist vielleicht auch nur Aktionskunst! Der Nächste sagt: Ich bin Künstler, ich mache jetzt einen kurzen Banküberfall, da wird sogar mit der Videokamera in der Bank gefilmt – das ist Videokunst! (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Höfinger: Deine künstlerische Darbietung war aber auch gut! – Weiterer Ruf bei der ÖVP: Phantasie! – Abg. Cap: Das war jetzt sehr !
Meine Damen und Herren, da muss man schon einmal sehr genau überlegen, wo da die Grenzen der Freiheit der Kunst zu ziehen sind. Wir wollen sie jedenfalls dort ziehen, wo wirklich Anstand und Geschmack und vor allem auch die Kinder und die Jugend gefährdet sind; da wollen wir diese Grenzen angesetzt haben. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Höfinger: Deine künstlerische Darbietung war aber auch gut! – Weiterer Ruf bei der ÖVP: Phantasie! – Abg. Cap: Das war jetzt sehr !)
Abg. Wöginger: Die Familien kriegen eh mehr!
Bundesminister Ostermayer zum Budget: „Kunst und Kulturbudgets bleiben weiter konstant“. Wir haben heute auch schon das Gegenteil gehört, man spricht vom Verhungern-Lassen! – Na ja, wenn das eine die These und das andere die Antithese ist, dann müsste man eigentlich eine Synthese bilden. Die Frage ist – und das haben mich viele mündige Bürger gefragt, gerade heute aufgrund des Artikels in der „Kronen Zeitung“ –: Bitte schön, warum spart ihr nicht bei Kunst und Kultur 30 bis 50 Millionen € ein, dann könnte das Bundesheer existieren, dann könnten die Familie mehr Geld haben und andere auch, die Gesundheit, die Bildung? (Abg. Wöginger: Die Familien kriegen eh mehr!)
Zwischenruf der Abg. Muttonen. – Abg. Darabos: Kunstbegriff!
Und jetzt kommt es: „Ein offener Kunst- und Kulturbegriff ().“ – Da hätte ich mir aber gewünscht, dass wir darüber einmal diskutieren. Was versteht man darunter? Ist das progressiv? Ist das konservativ? – Mir ist es egal, aber definieren wir einmal das, was da drinnen steht! (Zwischenruf der Abg. Muttonen. – Abg. Darabos: Kunstbegriff!)
Abg. Cap: Conchita!
Weiter steht da: „() fördert das () Erleben der Welt und den Respekt vor anderen.“ – Das ist in Ordnung. (Abg. Cap: Conchita!) „Er ermöglicht die Teilnahme an gesellschaftlichen Prozessen und unterstreicht die persönliche Verantwortung“. – Also eines ist schon ganz klar: Die persönliche Verantwortung übernehme ich für den Rest, was hier in der Kulturlandschaft passiert, natürlich nicht überall. (Zwischenruf des Abg. Cap.)
Zwischenruf des Abg. Cap.
Weiter steht da: „() fördert das () Erleben der Welt und den Respekt vor anderen.“ – Das ist in Ordnung. (Abg. Cap: Conchita!) „Er ermöglicht die Teilnahme an gesellschaftlichen Prozessen und unterstreicht die persönliche Verantwortung“. – Also eines ist schon ganz klar: Die persönliche Verantwortung übernehme ich für den Rest, was hier in der Kulturlandschaft passiert, natürlich nicht überall. (Zwischenruf des Abg. Cap.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Muttonen.
Meine Meinung ist: Diskutieren wir über das, bitte – manche Damen und Herren glauben, sie wissen, was Kunst ist; Sie können das gerne mit mir diskutieren: progressiv et cetera –, und definieren wir es, denn letztendlich zahlt das der Steuerzahler! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Muttonen.)
neuerlicher Zwischenruf der Abg. Muttonen
Danke an Frau Abgeordnete Hakel, sie hat heute etwas ganz, ganz Tolles gesagt. Sie hat gesagt (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Muttonen), wir brauchen mehr deutschsprachige Unterhaltungskunst im ORF. – Ja, danke – wenn sie nicht umfällt wie die SPÖ 1997 schon mit einer Petition umgefallen ist. (Abg. Muttonen: in Österreich lebenden Künstlern!)
Abg. Muttonen: in Österreich lebenden Künstlern!
Danke an Frau Abgeordnete Hakel, sie hat heute etwas ganz, ganz Tolles gesagt. Sie hat gesagt (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Muttonen), wir brauchen mehr deutschsprachige Unterhaltungskunst im ORF. – Ja, danke – wenn sie nicht umfällt wie die SPÖ 1997 schon mit einer Petition umgefallen ist. (Abg. Muttonen: in Österreich lebenden Künstlern!)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundesminister Ostermayer (der Redner dreht sich zur Regierungsbank um), wie schon so oft sage ich Ihnen Danke für Ihre Initiativen dahin gehend. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Eßl und Walter Rosenkranz.
Freitag beschlossen, mit rot-schwarzer Mehrheit durchgewunken werden wird. (Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Eßl und Walter Rosenkranz.)
Beifall bei der FPÖ.
Umso wichtiger ist es, in diesem Bereich – wenn man nicht schon mehr Geld hat – zumindest dafür zu sorgen, dass man mehr Effizienz hineinbringt, dass man mehr Synergieeffekte – ich sage es einmal so – und vielleicht auch die eine oder andere offensive Vision hineinbringt. Es geht da nicht unbedingt um mehr Geld, es geht eben darum, beispielsweise Verwaltungskosten zu senken, Personalkosten zu senken. Es geht aber auch darum, die eine oder andere Sache anders zu gestalten. Eine Idee in diesem Sinne – das ist nichts Neues, das fordern wir Freiheitliche schon seit 20 Jahren, und das wäre sicherlich ein wesentlicher Beitrag – ist, die steuerliche Absetzbarkeit auf Kunst- und Kultursponsoring zu erweitern. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dabei sind, wie ich glaube, mehrere Effekte ganz offensichtlich: Man würde auf der einen Seite die öffentliche Hand entlasten, was Kunstsubventionen betrifft, man würde auf der anderen Seite dem Kunst- und Kulturbetrieb dazu verhelfen, dass es mehr Gelder gibt. (Beifall bei der FPÖ.) Und – ich glaube, das ist auch nicht unwesentlich – man könnte auch für Künstler eine gewisse Unabhängigkeit von dem öffentlichen Subventionsmonopol schaffen; auch das wäre dabei ein weiterer Effekt.
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, das sind zwei weitere Anträge der Opposition, die, wie ich glaube, sehr konstruktiv sind. Sie können dann nicht mehr behaupten, dass wir nicht versuchen, auch etwas Gutes zu diesem Budget beizutragen. Vielleicht können Sie dem zustimmen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
ist eine Zusammenlegung bei dem Budget, das wir haben. Es geht um 80 Millionen, die wir an bilateraler Entwicklungshilfe über diese Büros leisten. Ein Land, zwei Länder maximal, dann können wir über Geld reden. Solange diese Struktur besteht, ein klares Nein zu jeder Erhöhung. Eigentlich müssten wir vom bestehenden Ansatz heruntergehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Minister Kurz hat letztes Mal gesagt: Europa würde ja dann nicht mehr Sitz von solchen Organisationen werden, wenn wir innerhalb Europas auf diese Privilegien verzichten. – Wir haben nicht mehr verlangt, als dass zumindest die europäischen Staaten wechselseitig für ihre Staatsbürger auf die Anwendung dieser Privilegien verzichten. Das wurde aber nicht angesprochen, wurde von Österreich nicht eingebracht. Ich weiß nicht, es gibt heute vielleicht wieder eine neue Ausrede, aber die letzte, die ich gehört habe, war, die internationalen Organisationen würden aus Europa absiedeln, wenn ihre Leute da keine Privilegien haben. Also, ich kann Sie beruhigen: So käuflich und korrupt sind die Leute nicht in den internationalen Organisationen, dass sie lieber in den Kongo gehen, um die Privilegien des Wiener Abkommens zu haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Auf der anderen Seite ist es für Österreich sehr, sehr positiv, dass Wien als Standort für internationalen Organisationen und für solche großen Konferenzen enorm an Bedeutung gewonnen hat. Ich bin als Steirer unverdächtig, wenn ich hier das hohe Loblied auf Wien anstimme, aber Wien als Konferenzort, das habe ich weltweit gehört, ist für viele einzigartig, ob aus dem afrikanischen Bereich oder aus dem arabischen Bereich kommend. Und darauf sollten wir stolz sein, und so weltoffen sollte auch die Freiheitliche Partei sein, dass man damit kein Problem hat. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Windbüchler-Souschill begibt sich mit einem großen passepartoutähnlichen Rahmen mit der Aufschrift „Stoppt Kürzungen bei Entwicklungs- und Katastrophenhilfe“ zum Rednerpult. – Abg. Podgorschek: Das ist das Fenster zur Welt!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Windbüchler-Souschill. – Bitte. (Abg. Windbüchler-Souschill begibt sich mit einem großen passepartoutähnlichen Rahmen mit der Aufschrift „Stoppt Kürzungen bei Entwicklungs- und Katastrophenhilfe“ zum Rednerpult. – Abg. Podgorschek: Das ist das Fenster zur Welt!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Podgorschek: Na so deppert sind wir doch noch nicht!
Abgeordnete Tanja Windbüchler-Souschill (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Ich habe gerade einen Zwischenruf bekommen, ob dieser Rahmen wohl das Fenster zur Welt sei. – Ja, Herr Kollege, es ist das Fenster zur Welt! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Podgorschek: Na so deppert sind wir doch noch nicht!) Es ist das Fenster in Richtung Stopp der Kürzungen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und in Richtung Aufstockung des Auslandskatastrophenfonds, und somit freue ich mich sehr, dass ich in der FPÖ, die an sich immer sehr vehement gegen Entwicklungszusammenarbeit vorgeht, in diesem Punkt zumindest möglicherweise einen Partner gefunden habe.
Beifall bei den Grünen.
Das ist keine Außenpolitik, das ist keine Entwicklungspolitik, das ist einfach nur eine Misere! (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei den Grünen: Mit dem Herrn Minister zusammen! – Bundesminister Kurz: Da wollen wir aber ein Foto!
Zum Schluss möchte ich Ihnen gerne noch den Rahmen zeigen, den die Globale Verantwortung allen Abgeordneten zur Verfügung gestellt hat. (Die Rednerin hält den Rahmen so in die Höhe, dass sie von diesem umrahmt wird.) Es geht ganz klar um die Kürzung der Entwicklungszusammenarbeit, es geht ganz klar um die Aufstockung des Auslandskatastrophenfonds. (Ruf bei den Grünen: Mit dem Herrn Minister zusammen! – Bundesminister Kurz: Da wollen wir aber ein Foto!) – Mit dem Rahmen, gemeinsam? (Abg. Matznetter: Da wird er aber aus dem Rahmen fallen!) – Er wird aus dem Rahmen fallen? Nein, ich halte es ihm vor! (Die Rednerin positioniert sich mit dem Rahmen so vor der Regierungsbank, dass sie gemeinsam mit Bundesminister Kurz darin zu sehen ist. – Heiterkeit. – Ein Abgeordneter der Grünen macht ein Foto mit seinem Smartphone. – Abg. Rädler: Jetzt wird es lächerlich! – Ruf bei der ÖVP: Die Rede- und Fotozeit ist abgelaufen! – Beifall bei den Grünen für die das Rednerpult verlassende Abg. Windbüchler-Souschill.)
Abg. Matznetter: Da wird er aber aus dem Rahmen fallen!
Zum Schluss möchte ich Ihnen gerne noch den Rahmen zeigen, den die Globale Verantwortung allen Abgeordneten zur Verfügung gestellt hat. (Die Rednerin hält den Rahmen so in die Höhe, dass sie von diesem umrahmt wird.) Es geht ganz klar um die Kürzung der Entwicklungszusammenarbeit, es geht ganz klar um die Aufstockung des Auslandskatastrophenfonds. (Ruf bei den Grünen: Mit dem Herrn Minister zusammen! – Bundesminister Kurz: Da wollen wir aber ein Foto!) – Mit dem Rahmen, gemeinsam? (Abg. Matznetter: Da wird er aber aus dem Rahmen fallen!) – Er wird aus dem Rahmen fallen? Nein, ich halte es ihm vor! (Die Rednerin positioniert sich mit dem Rahmen so vor der Regierungsbank, dass sie gemeinsam mit Bundesminister Kurz darin zu sehen ist. – Heiterkeit. – Ein Abgeordneter der Grünen macht ein Foto mit seinem Smartphone. – Abg. Rädler: Jetzt wird es lächerlich! – Ruf bei der ÖVP: Die Rede- und Fotozeit ist abgelaufen! – Beifall bei den Grünen für die das Rednerpult verlassende Abg. Windbüchler-Souschill.)
Die Rednerin positioniert sich mit dem Rahmen so vor der Regierungsbank, dass sie gemeinsam mit Bundesminister Kurz darin zu sehen ist. – Heiterkeit. – Ein Abgeordneter der Grünen macht ein Foto mit seinem Smartphone. – Abg. Rädler: Jetzt wird es lächerlich! – Ruf bei der ÖVP: Die Rede- und Fotozeit ist abgelaufen! – Beifall bei den Grünen für die das Rednerpult verlassende Abg. Windbüchler-Souschill.
Zum Schluss möchte ich Ihnen gerne noch den Rahmen zeigen, den die Globale Verantwortung allen Abgeordneten zur Verfügung gestellt hat. (Die Rednerin hält den Rahmen so in die Höhe, dass sie von diesem umrahmt wird.) Es geht ganz klar um die Kürzung der Entwicklungszusammenarbeit, es geht ganz klar um die Aufstockung des Auslandskatastrophenfonds. (Ruf bei den Grünen: Mit dem Herrn Minister zusammen! – Bundesminister Kurz: Da wollen wir aber ein Foto!) – Mit dem Rahmen, gemeinsam? (Abg. Matznetter: Da wird er aber aus dem Rahmen fallen!) – Er wird aus dem Rahmen fallen? Nein, ich halte es ihm vor! (Die Rednerin positioniert sich mit dem Rahmen so vor der Regierungsbank, dass sie gemeinsam mit Bundesminister Kurz darin zu sehen ist. – Heiterkeit. – Ein Abgeordneter der Grünen macht ein Foto mit seinem Smartphone. – Abg. Rädler: Jetzt wird es lächerlich! – Ruf bei der ÖVP: Die Rede- und Fotozeit ist abgelaufen! – Beifall bei den Grünen für die das Rednerpult verlassende Abg. Windbüchler-Souschill.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bitte um eine Antwort, Herr Minister. (Beifall bei der SPÖ.)
Präsidentin Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
Und was passiert jetzt bei der Präsentation des Budgets? – Österreich spart genau bei den Punkten ein, die für eine erfolgreiche Außenpolitik notwendig sind. Einerseits werden österreichische Botschaften geschlossen, andererseits leisten wir uns, wie wir schon gehört haben, in EU-Ländern, zu denen ohnehin engste Beziehungen bestehen, 27 Botschaften. Personal im Ausland wird eingespart, und ein ständig wachsendes Freiwilligenheer von Honorarkonsuln soll die Interessen Österreichs im Ausland vertreten. (Präsidentin Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall beim Team Stronach.
warum nicht viel effizientere gemeinsame Botschaften für alle EU-Länder eingerichtet werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.
In einer Zeit, in der die UNRWA fünf Millionen Palästinenser versorgt, halbiert Österreich die Entwicklungshilfe auf 300 000 €. In den nächsten Monaten werden vier Millionen Syrer auf der Flucht sein. Viele verzweifelte Menschen werden versuchen, nach Europa zu kommen, entweder über die Türkei oder über das Mittelmeer. Wie gefährlich das ist, wissen wir alle. Ich frage mich: Warum tut Europa nicht alles, um die Nachbarländer zu unterstützen, dass die Flüchtlinge in ihrer Umgebung bleiben und nach Beendigung des Krieges in ihre Heimatländer zurückkehren können? Auch da wäre ein akkordiertes Vorgehen aller EU-Länder sinnvoll. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall beim Team Stronach.
Sehr geehrte Damen und Herren, die österreichische Außenpolitik ist seit 1945 ein Erfolgsmodell. Viele bedeutende Persönlichkeiten haben dazu beigetragen, dass unser kleines Land einen international hervorragenden Ruf hat. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, dass das so bleibt! – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.
Abschließend möchte ich noch etwas sagen, was ich bei jeder Rede sage, nämlich dass ich im Übrigen dafür bin, dass die Menschenwürde in der Verfassung verankert wird. – Danke. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage Ihnen schlicht und einfach – die Zeit ist auch zu kurz, um jetzt eine fundierte Diskussion zu führen –, für mich persönlich ist das Kreuz heute ein Symbol der Erlösung und der Hoffnung. Das ist ein sehr persönlicher Zugang, aber im Allgemeinen in öffentlichen Räumen steht das Kreuz als zugeordnetes Symbol für unsere Werte, die sich über die Jahrhunderte auch unsere Vorgänger, unsere Vorfahren erkämpft haben. Deswegen muss das Kreuz in den öffentlichen Bereichen bleiben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, es wäre ein gutes Signal, wenn vonseiten der Sozialdemokratie eine Richtigstellung käme, zumindest aus österreichischer Sicht. Wenn Sie sichergehen wollen, meine Damen und Herren, die uns jetzt zuschauen, dass Ihr Standpunkt hier in den richtigen Händen liegt, dann geben Sie links und rechts einen Denkzettel – links SPÖ, rechts ÖVP – und wählen Sie am Sonntag, den 25. Mai, die FPÖ. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Insgesamt aber sollte man festhalten, mit 80 Millionen € wird Österreich weiterhin einen guten Beitrag für die internationalen Organisationen leisten, um die Menschen vor Ort zu unterstützen und ihnen auch die Möglichkeit zu geben, im eigenen Land zu bleiben. Ich hoffe daher auf Ihren persönlichen Einsatz, Herr Außenminister, dass wir das trotz des kleinen Budgets weiterhin leisten können. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: So eine Überraschung!
Also wie man es dreht und wendet, wie man die Zahlen und die Ankündigungen hernimmt, sie passen leider nicht zusammen, und es wäre, wenn Sie es wirklich ernst meinen, gut, mit dieser Als-ob-Politik aufzuhören und auch tatsächlich ausreichende Mittel für Sprachkurse, aber auch für Chancengleichheit, für Anerkennung von mitgebrachten Qualifikationen, für diese konkreten Maßnahmen zu schaffen. Denn eine Als-ob-Politik wird sehr, sehr schnell durchschaut und wird leider keine positiven Ergebnisse bringen. – Auch deshalb werden wir diesem Budget nicht zustimmen können. (Ruf bei der ÖVP: So eine Überraschung!)
Beifall bei den Grünen.
Mein Appell an die Bundesregierung: Hören Sie bitte mit der Als-ob-Politik auf, und machen Sie echte Politik für Chancengleichheit und für ein besseres Zusammenleben! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Ein Bereich, auf den ich noch hinweisen möchte, sind die österreichischen Kulturinstitute. Das sind ja Institutionen, die nicht nur von Österreicherinnen und Österreichern im Ausland genutzt werden, sondern auch von Menschen der Gastländer. Und auch wenn hier gespart werden muss, wie in vielen anderen Bereichen, ein Aspekt freut mich besonders: Auch schon in den letzten zwei Jahren ist sehr darauf geachtet worden, dass der Frauenanteil im Bereich der Künstler, die im Ausland ausgestellt werden, gestiegen ist. Diesbezüglich gibt es auch ein ganz klares Commitment des Ministers, dass darauf geschaut wird, dass der Frauenanteil auch in den nächsten Jahren steigt. Und da sage ich aus frauenpolitischer Sicht ein herzliches Dankeschön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Aber wie treffen wir den sudanesischen Staat? – Und dann ist mir etwas aufgefallen, nämlich dass Österreich einen Schuldenschnitt für den Sudan machen möchte und dass das noch ausständig ist. Ich glaube, dort könnten wir ein Zeichen setzen, um so den Sudan in die Knie zu zwingen, sodass er die Menschenrechte einhält. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf der Abg. Windbüchler-Souschill.
Meine Damen und Herren, setzen Sie ein Zeichen für Menschenrechte! Das soll besonders ein Appell an die viel zitierten Gutmenschen, die wir ja auch hier im Haus haben, sein. Machen Sie den richtigen Schritt! Stimmen Sie für diesen Antrag! – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf der Abg. Windbüchler-Souschill.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie des Abg. Neubauer.
Sehr geehrte Damen und Herren, ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie des Abg. Neubauer.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
In diesem Sinne wünsche ich weiterhin viel Erfolg bei außenpolitischen Agenden – für Österreich und für uns! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Zanger: Brüder und Schwestern!
Bei diesen Flashmobs wurde die Europahymne gesungen, und eines ist mir besonders aufgefallen: Viele Menschen sind nicht textsicher bei der Europahymne – ich gebe zu, auch ich selber bin es nicht –, aber eine Zeile können alle, und die lautet: „Alle Menschen werden Brüder.“ (Abg. Zanger: Brüder und Schwestern!) – Alle Menschen werden Brüder und Schwestern, Herr Kollege. Diese vier Worte, die so eindrücklich den Wunsch der Menschen nach Frieden und Freiheit und einem Leben in gegenseitiger Achtung und Wertschätzung formulieren, sind auch das Leitmotiv der österreichischen Außenpolitik. (Abg. Zanger: Brüderinnen!)
Abg. Zanger: Brüderinnen!
Bei diesen Flashmobs wurde die Europahymne gesungen, und eines ist mir besonders aufgefallen: Viele Menschen sind nicht textsicher bei der Europahymne – ich gebe zu, auch ich selber bin es nicht –, aber eine Zeile können alle, und die lautet: „Alle Menschen werden Brüder.“ (Abg. Zanger: Brüder und Schwestern!) – Alle Menschen werden Brüder und Schwestern, Herr Kollege. Diese vier Worte, die so eindrücklich den Wunsch der Menschen nach Frieden und Freiheit und einem Leben in gegenseitiger Achtung und Wertschätzung formulieren, sind auch das Leitmotiv der österreichischen Außenpolitik. (Abg. Zanger: Brüderinnen!)
Ruf bei der FPÖ: Wollen Sie eines?
Abschließend möchte ich mich noch an die Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ wenden. Sie haben heute dieses nette Taferl mit der Aufschrift „Wahltag ist Zahltag!“ voll Begeisterung in die Höhe gehalten. (Ruf bei der FPÖ: Wollen Sie eines?) Bitte, liebe Kolleginnen und Kollegen, halten Sie die Wählerinnen und Wähler nicht für dumm! (Abg. Kitzmüller: Ja, genau!) Unsere Bürgerinnen und Bürger wissen ganz genau, dass es bei der bevorstehenden Wahl um das Europäische Parlament und nicht um die Befindlichkeiten der FPÖ in Österreich geht. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Darmann – neuerlich ein Schild mit der Aufschrift: „Wahltag ist Zahltag! 25. Mai FPÖ!“ in die Höhe haltend –: Genau deswegen! brauchen einen Zahltag!)
Abg. Kitzmüller: Ja, genau!
Abschließend möchte ich mich noch an die Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ wenden. Sie haben heute dieses nette Taferl mit der Aufschrift „Wahltag ist Zahltag!“ voll Begeisterung in die Höhe gehalten. (Ruf bei der FPÖ: Wollen Sie eines?) Bitte, liebe Kolleginnen und Kollegen, halten Sie die Wählerinnen und Wähler nicht für dumm! (Abg. Kitzmüller: Ja, genau!) Unsere Bürgerinnen und Bürger wissen ganz genau, dass es bei der bevorstehenden Wahl um das Europäische Parlament und nicht um die Befindlichkeiten der FPÖ in Österreich geht. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Darmann – neuerlich ein Schild mit der Aufschrift: „Wahltag ist Zahltag! 25. Mai FPÖ!“ in die Höhe haltend –: Genau deswegen! brauchen einen Zahltag!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Darmann – neuerlich ein Schild mit der Aufschrift: „Wahltag ist Zahltag! 25. Mai FPÖ!“ in die Höhe haltend –: Genau deswegen! brauchen einen Zahltag!
Abschließend möchte ich mich noch an die Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ wenden. Sie haben heute dieses nette Taferl mit der Aufschrift „Wahltag ist Zahltag!“ voll Begeisterung in die Höhe gehalten. (Ruf bei der FPÖ: Wollen Sie eines?) Bitte, liebe Kolleginnen und Kollegen, halten Sie die Wählerinnen und Wähler nicht für dumm! (Abg. Kitzmüller: Ja, genau!) Unsere Bürgerinnen und Bürger wissen ganz genau, dass es bei der bevorstehenden Wahl um das Europäische Parlament und nicht um die Befindlichkeiten der FPÖ in Österreich geht. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Darmann – neuerlich ein Schild mit der Aufschrift: „Wahltag ist Zahltag! 25. Mai FPÖ!“ in die Höhe haltend –: Genau deswegen! brauchen einen Zahltag!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ja, genau, wenn Sie diesen Tag, Herr Kollege, schon unbedingt zu einem Zahltag machen wollen, dann machen Sie sich darauf gefasst, dass die Österreicherinnen und Österreicher Ihnen die Rechnung präsentieren werden für Ihre krude Europapolitik. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Pirklhuber.
Zum einen möchte ich persönlich eigentlich nicht warten, bis wir ein strukturelles Nulldefizit haben, bevor wir damit beginnen, uns zu überlegen, wie konkret ein gesetzlich abgesicherter Stufenplan ausschauen könnte, den wir ja im Koalitionsprogramm drinnen haben. Ich glaube, wir können durchaus jetzt schon mit der Arbeit dazu beginnen und ihn dann mit der Sekunde, wo es dieses strukturelle Nulldefizit gibt, beginnen umzusetzen. Aber ich glaube, wir sollten keine Zeit verlieren. Es ist eine relativ anspruchsvolle, komplexe Aufgabe, so etwas zu machen. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Pirklhuber.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Ganz zum Schluss, was die 1 Million für die Flutopfer in unseren südlichen Nachbarländern betrifft: Ich halte es für gut und für wichtig, dass wir das tun, dass wir da helfen. Ich möchte nur auch darauf hinweisen, dass wir damit jetzt, und wir schreiben Mai, 3 Millionen der 5 Millionen, die im Auslandskatastrophenfonds zur Verfügung stehen, ausgegeben haben. Auch das wäre ein ganz drängendes, sinnvolles Argument, zu überlegen, den Auslandskatastrophenfonds zu erhöhen, denn leider werden Naturkatastrophen aufgrund des Klimawandels und aus vielen anderen Gründen nicht weniger, sondern eher mehr. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Zanger.
Sehr geehrte Damen und Herren, Frieden zu schaffen und zu sichern war auch der Grundgedanke bei der Gründung der Europäischen Union und ihrer Vorläufer, und das ist auch gelungen, denn nicht umsonst hat die Union als größtes, erfolgreichstes Friedensprojekt der Geschichte 2012 den Friedensnobelpreis verliehen bekommen. Aber jetzt, sehr geehrte Damen und Herren, muss Europa der Kurswechsel von einer Wirtschaftsunion zu einer Union der Menschen und der Menschlichkeit gelingen, und darum ist es auch so wichtig, am kommenden Sonntag wählen zu gehen. (Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, Hohes Haus! In Summe spiegelt sich im Budget für Äußeres wider, dass sich Österreich seiner internationalen Rolle als Land mit einer starken außenpolitischen Tradition bewusst ist. Noch einmal, weil es mir so wichtig ist: Frieden schaffen und Frieden sichern war und ist der Schlüssel unserer Außenpolitik, und mit einer aktiven und mutigen internationalen Zusammenarbeit kann Österreich hier als neutrales Land eine ganz wichtige Rolle spielen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.
Eines muss man auch sagen: Wichtig ist natürlich, dass man eine Motivation für neue Polizisten schafft, denn wenn man sich die Medienberichterstattung – Prügelorgie, Polizei und so weiter – der letzten Tage anschaut, dann ist es schon einmal wichtig, dass man hier hinter den Polizistinnen und Polizisten steht und sich das genauer anschaut! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Steinhauser: Was meinen Sie mit dem Vergleich?
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Eine Forderung der Grünen, Polizisten hinkünftig zu kennzeichnen, ich glaube, diese Zeit ist vorbei, das hatten wir schon einmal in dieser Republik. Diese Zeit wollen wir nicht mehr. Wir wollen keine Menschen, keine Bürger in unserem Land mit irgendwelcher Kennzeichnung ausstatten. Wenn Sie das wollen, ist es verwerflich. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Steinhauser: Was meinen Sie mit dem Vergleich?)
Abg. Plessl: Wer hat das abgeschafft?
Dazu muss man auch wissen, dass diese Polizeibediensteten in Ausbildung für die Dauer der Grundausbildung als Vertragsbedienstete des Bundes mit Sondervertrag aufgenommen werden. Sie bekommen lediglich ein Ausbildungsentgelt. Das sind monatlich 50,29 Prozent des Gehalts eines Beamten der allgemeinen Verwaltung, und in den ersten zwölf Monaten gibt es keine sonstigen pauschalierten Zulagen und Nebengebühren. (Abg. Plessl: Wer hat das abgeschafft?)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Plessl: Herr Kollege, wer hat die Kürzung veranlasst?
Ich denke mir, das ist auch kein besonderer Anreiz, denn auch der finanzielle Anreiz sollte da sein. Und man sollte sich wirklich überlegen, was man will. Ich glaube, wir sind uns einig, wir brauchen Polizei, wir brauchen mehr Polizei, die Sicherheit ist den Österreichern und Österreicherinnen wichtig, und man sollte sich schon überlegen, bei gewissen Aussendungen in den Medien diesen Berufsstand nicht zu verunglimpfen, sollte sich bei den Polizisten und Polizistinnen, die tagein und tagaus ihr Leben riskieren, bedanken und nicht mit sonderbaren Sachen kommen, mit Kennzeichnung, mit Dienstnummer außen tragen und so weiter. Ich glaube, das macht kein gutes Bild, und davon sollte man Abstand nehmen! – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Plessl: Herr Kollege, wer hat die Kürzung veranlasst?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wenn ich heute schon wieder einzelne Meldungen in den Medien lese, wo man in die Richtung geht, dass man versucht, durch das Verbot bestimmter politischer Gruppierungen – wobei ich nicht sage, dass ich die in irgendeiner Weise unterstütze –davon abzulenken, dass die Polizei ihrer Aufgabe nachkommt, dann halte ich das einfach für fatal. Ich glaube, da hat unsere Polizei eine wirkliche Unterstützung verdient, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Pendl: Das muss man auch verstehen!
Nur ein paar Beispiele: Zusammenlegung von Gendarmerie und Polizei, Zusammenlegung von 31 Sicherheitsbehörden zu 9 Landespolizeidirektionen, Einrichtung eines Bundeskriminalamtes, eines Bundesamtes für Verfassungsschutz, Zusammenlegung aller Sondereinheiten zur Cobra. Es gab eine Verschlankung der Struktur, die dazu führte, dass man in den vergangenen Jahren rund 1 500 Planstellen für Exekutivaufgaben freimachen konnte. Das ist ein Vorzeigeministerium. (Abg. Pendl: Das muss man auch verstehen!) – Das muss man natürlich auch erklären und verstehen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Nur ein paar Beispiele: Zusammenlegung von Gendarmerie und Polizei, Zusammenlegung von 31 Sicherheitsbehörden zu 9 Landespolizeidirektionen, Einrichtung eines Bundeskriminalamtes, eines Bundesamtes für Verfassungsschutz, Zusammenlegung aller Sondereinheiten zur Cobra. Es gab eine Verschlankung der Struktur, die dazu führte, dass man in den vergangenen Jahren rund 1 500 Planstellen für Exekutivaufgaben freimachen konnte. Das ist ein Vorzeigeministerium. (Abg. Pendl: Das muss man auch verstehen!) – Das muss man natürlich auch erklären und verstehen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich bedanke mich nochmals bei der Frau Bundesministerin, beim Finanzminister, der dieses Budget zur Verfügung gestellt hat, und auch beim Bundesminister für den öffentlichen Dienst dafür, dass ab 2018 rund 1 000 Planstellen mehr für die Polizei zur Verfügung gestellt werden. Dank dieser Bundesregierung ist die Polizei somit auf einem guten Weg. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Für mich, und ich hoffe, für uns alle, wird ein Grundsatz dabei leitend sein: Egal, ob jemand Uniform oder Zivilkleidung trägt, egal, welche Weltanschauung daran Beteiligte haben, die Gesetze gelten für alle in ganz genau gleichem Maße. (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der FPÖ: Viel zu lange!
Ich komme jetzt zu etwas anderem, und das hat schon auch mit innerer Sicherheit zu tun. Ich finde es ja mutig, wenn für die Freiheitliche Partei heute das Kapitel Innere Sicherheit von einem freiheitlichen Justizwachebeamten vertreten wird. Ich gehe davon aus, dass der Abgeordnete Lausch so wie wir alle den „Falter“ gelesen hat. Ich gehe davon aus, dass die gesamte Freiheitliche Partei heute hauptsächlich „Falter“ gelesen hat. Und ich gehe davon aus, dass die gesamte Freiheitliche Partei jetzt weiß, dass sie politische Entscheidungen treffen muss, weil im „Falter“ die Geschichte über die Schande von Stein steht, über einen Skandal – und ich bin jetzt 27 Jahre Abgeordneter (Ruf bei der FPÖ: Viel zu lange!), die meiste Zeit im Nationalrat –, wo ich sagen muss: Ich habe so etwas in Österreich noch nie erlebt und auch nicht für möglich gehalten! Solche Fotos, solche Vorkommnisse, eine derartige Misshandlung wehrloser Menschen ist etwas, was nicht nur für mich, sondern, ich nehme an, für fast alle Angehörigen dieses Hauses bisher unvorstellbar gewesen ist. Und ich bin sehr froh und
Abg. Pirklhuber: Oh je!
Aber wir sollen eines festhalten: Das sind zwei sogenannte normale Beamte – dort ist ja nichts mehr normal, in dieser Abteilung –, aber diese Abteilung hat auch einen Abteilungskommandanten, und auch der ist vom Justizminister vom Dienst suspendiert worden. Der Abteilungskommandant, der suspendierte Abteilungskommandant, gegen den die Kriminalpolizei bereits ermittelt, heißt Roman Söllner. Er ist ein hoher Funktionär der freiheitlichen AUF, in Niederösterreich stellvertretender Chef der AUF und auf Platz 15 der EU-Liste der Kandidaten der Freiheitlichen Partei für das Europaparlament. (Abg. Pirklhuber: Oh je!)
Zwischenrufe bei der FPÖ
Das müssen Sie sich einmal vorstellen! Ein Mensch dieser Art, dieses Charakters, bei diesen Vorwürfen soll, wenn es nach der Freiheitlichen Partei geht, Österreich in Brüssel, in der Europäischen Union vertreten. Ich halte das für unfassbar und verstehe nicht, dass der Suspendierung vonseiten des Justizministers, die ich ausdrücklich begrüße, nicht gleich eine Suspendierung durch den Parteiobmann der Freiheitlichen Partei von der freiheitlichen Kandidatenliste gefolgt ist. Und Sie, meine Damen und Herren von der Freiheitlichen Partei, werden sich entscheiden müssen, auf welcher Seite Sie stehen (Zwischenrufe bei der FPÖ): auf der Seite der Opfer und auf der Seite des Rechtsstaates oder auf der Seite der freiheitlichen Tatverdächtigen!
Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP.
Wir werden uns noch genau anschauen müssen, warum es immer wieder Funktionäre der freiheitlichen AUF sind, die im Zentrum von massiven Übergriffen in Justizanstalten stehen. Da fällt nie ein sozialdemokratischer Name, da fällt nie ein Name aus dem Bereich der Österreichischen Volkspartei, da fällt nie ein Name aus anderen Parteien, das sind immer nur Freiheitliche! (Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP.) Es sind immer nur Freiheitliche, die mit schwersten Gewalttätigkeiten und schwersten Menschenrechtsverletzungen in den österreichischen Justizanstalten in Verbindung gebracht werden und gegen die jetzt sogar schon der Justizminister vorgehen muss, um die Justizanstalt und die Justizwache vor freiheitlichen Funktionären zu schützen. So weit ist es gekommen, dass ein Justizminister die Justizwache vor freiheitlichen Funktionären schützen muss!
Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP. – Abg. Neubauer: Ein gutes Beispiel des Selbstverständnisses der Grünen! Das ist Totalitarismus pur!
Ich hoffe, dieser Herr verschwindet heute noch von der freiheitlichen Liste, sonst liegt es an den Wählerinnen und Wählern in Österreich, bei den EU-Wahlen am Sonntag ganz klar zu machen, dass die Republik Österreich Leute dieses freiheitlichen Zuschnitts nicht nach Brüssel schicken und sich von ihnen repräsentieren lassen will. – Herzlichen Dank. (Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP. – Abg. Neubauer: Ein gutes Beispiel des Selbstverständnisses der Grünen! Das ist Totalitarismus pur!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Erstmals – Kollege Lausch, zuhören, wenn du schon nichts liest! – haben wir Ausbildungsplanstellen determiniert, erstmals! Also ein echter Erfolg für den Bereich Inneres, übrigens auch für euch, aber das hast du auch nicht mitbekommen, dass wir 100 zusätzliche Planstellen für die Justizwache aufgestellt haben. Das in Grund und Boden zu reden, das richtet sich von selbst. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich glaube, dass wir einen guten Beitrag für die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher geleistet haben und gut darauf vorbereitet sind, die Österreicherinnen und Österreicher so zu schützen, wie es sich gehört. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Sie wissen, ich habe Ihnen vorgeschlagen, und das schon mehrfach, ein eigenes Exekutivdienstgesetz zu machen. Dieser Antrag liegt im Verfassungsausschuss. Ich habe auch auf Anregung des Herrn Beamtenministers Ostermayer einen Finanzierungsvorschlag im Innenausschuss eingebracht. Dieser wurde beim letzten Innenausschuss vertagt. Und hier bräuchte es eigentlich nur die Zustimmung der Regierungsparteien, denn durch dieses Exekutivdienstgesetz könnten wir die Exekutive entlasten, wir könnten sie motivieren und wir hätten ausgeruhte, motivierte Beamte draußen, die die Arbeit wesentlich leichter machen könnten als unter den jetzigen Zuständen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Jetzt muss man sich nur mehr fragen, was der Regierung Sicherheit wert ist. Meine Damen und Herren, das können Sie dann selbst beurteilen. Ich habe leider nicht so viel Zeit, das weiter auszuführen, aber ich kann Ihnen eines mit auf den Weg geben: Frau Minister, liebe Damen und Herren der Regierungsparteien, die Polizei braucht dringend ein eigenes Exekutivdienstgesetz! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
In diesem Sinne noch einmal Danke der gesamten Exekutive, der Verwaltung, aber auch allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Klubs, der gesamten Parlamentsdirektion, denn gerade hinter all diesen Zahlen und Fakten des Budgets stecken viele Köpfe. Allen, die daran mitgearbeitet haben, ein ganz großes und herzliches Danke, und selbstverständlich auch Ihnen als Abgeordnete Danke für die Diskussion im Budgetausschuss und natürlich auch in dessen Vorfeld. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Zanger: Habt’s ein paar Achterl getrunken?
Vor einigen Wochen war ich selbst, gemeinsam mit der Frau Bundesministerin, in meiner Heimatregion, einer Grenzregion im Mühlviertel, auf Besuch bei einer Polizeiinspektion, in der auch neue Polizistinnen und Polizisten ihren Dienst versehen, die von einer Dienststelle kommen, die geschlossen wurde, und wir haben dort wirklich motivierte Polizistinnen und Polizisten vorgefunden. Die Stimmung dort war gut (Abg. Zanger: Habt’s ein paar Achterl getrunken?), und wir haben uns wirklich davon über-zeugen können, dass neben der tagtäglichen Arbeit, die dort sehr professionell gemacht wird, vor allem auch die Sondereinsatzermittlungsgruppen, die dort im Grenzraum im Bereich der Einbruchskriminalität, im Bereich der Drogen und auch im Bereich der Autoschieberei tätig sind, wirklich hervorragend arbeiten. Dafür gilt Dank!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir als Politiker müssen die Grundlagen dafür schaffen, dass diese Arbeit möglich ist, und dieses Budget setzt diese Grundlagen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Gernot Darmann (FPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Frau Staatssekretärin! Hohes Haus! Erschütternd und gleichermaßen entlarvend waren die Aussagen des Herrn Abgeordneten Pilz, die wir vorhin von ihm gehört haben – entlarvend in dem Sinn, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, denn sie zeigen genau, welch Geistes Kind Sie sind, Kollege Pilz. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ihre einzige Existenzberechtigung im grünen Klub scheint nach wie vor zu sein, an diesem Rednerpult mit Menschenhatz und Vorverurteilungen zu brillieren und mit nichts anderem. (Beifall bei der FPÖ.) Sie gehen bei jedweder Gelegenheit gegen die Sicherheitsexekutive vor oder auch, wie in diesem Fall, bei dem noch eine laufende Aufklärung gewisser Vorfälle stattfindet, gegen Justizwachebeamte. Herr Pilz, das ist letztklassig, wenn Sie hier einerseits Menschenrechte fordern, diese aber andererseits gleichermaßen im EU-Wahlkampf verletzen. (Abg. Pilz: Was sagen Sie zum Justizminister?) Das sei Ihnen ins Stammbuch geschrieben!
Abg. Pilz: Was sagen Sie zum Justizminister?
Ihre einzige Existenzberechtigung im grünen Klub scheint nach wie vor zu sein, an diesem Rednerpult mit Menschenhatz und Vorverurteilungen zu brillieren und mit nichts anderem. (Beifall bei der FPÖ.) Sie gehen bei jedweder Gelegenheit gegen die Sicherheitsexekutive vor oder auch, wie in diesem Fall, bei dem noch eine laufende Aufklärung gewisser Vorfälle stattfindet, gegen Justizwachebeamte. Herr Pilz, das ist letztklassig, wenn Sie hier einerseits Menschenrechte fordern, diese aber andererseits gleichermaßen im EU-Wahlkampf verletzen. (Abg. Pilz: Was sagen Sie zum Justizminister?) Das sei Ihnen ins Stammbuch geschrieben!
Abg. Pilz – ein Exemplar der Zeitung „Falter“ in die Höhe haltend, den Artikel „Die Schande von Stein“ aufgeschlagen –: Das ist die Freiheitliche Partei! Das sind Sie! Das sind Ihre Leute! Das sind Ihre Kandidaten!
Sie nehmen hier das Wort „Rechtsstaat“ in den Mund, Herr Pilz, obwohl Sie bei jeder Gelegenheit mit den Grünen jede Initiative unterstützen, um vermummte gewaltbereite Personen auch gegen die Sicherheitsexekutive vorgehen zu lassen. (Abg. Pilz – ein Exemplar der Zeitung „Falter“ in die Höhe haltend, den Artikel „Die Schande von Stein“ aufgeschlagen –: Das ist die Freiheitliche Partei! Das sind Sie! Das sind Ihre Leute! Das sind Ihre Kandidaten!) Schreiben Sie es sich ins Stammbuch, dass es zu wenig
Abg. Pilz: Sie sind die Schande der Republik!
ist, mit Vorverurteilungen hier heraußen gegen die Exekutive vorzugehen. (Abg. Pilz: Sie sind die Schande der Republik!) Hier ist Aufklärung gefordert, und das ist auch das Gebot der Stunde, meine Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
ist, mit Vorverurteilungen hier heraußen gegen die Exekutive vorzugehen. (Abg. Pilz: Sie sind die Schande der Republik!) Hier ist Aufklärung gefordert, und das ist auch das Gebot der Stunde, meine Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es ist schön, in Österreich leben zu dürfen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Vorläufig!
Abgeordnete Tanja Windbüchler-Souschill (Grüne): Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ist Herr Roman Söllner – damit wir auch über dieselbe Person reden – der vorläufig suspendierte Abteilungskommandant von Stein? (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Vorläufig!)
Abg. Kickl: Ja glauben Sie, wir wechseln unsere Funktionäre nur auf Ihren Zuruf aus? – Abg. Zanger: Haben wir Fragestunde, oder was?!
Ist dieser Herr Roman Söllner Funktionär der Freiheitlichen Partei? Das nehme ich jetzt einmal an. Ist Herr Roman Söllner Kandidat auf der FPÖ-Liste für die EU-Wahl? (Abg. Kickl: Ja glauben Sie, wir wechseln unsere Funktionäre nur auf Ihren Zuruf aus? – Abg. Zanger: Haben wir Fragestunde, oder was?!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Kickl: Glauben Sie, Sie befinden sich in einem Stasi-Keller? Sie verwechseln das mit einem Stasi-Keller! – Abg. Neubauer: Haben wir einen Rechtsstaat? – Ruf bei der FPÖ: Das ist ja unglaublich!
Somit hat sich alles erledigt und all Ihre Anschuldigungen sind einfach für nichtig erklärt. Wenn er das ist, ist ganz klar: Er muss von der FPÖ-Liste weg! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kickl: Glauben Sie, Sie befinden sich in einem Stasi-Keller? Sie verwechseln das mit einem Stasi-Keller! – Abg. Neubauer: Haben wir einen Rechtsstaat? – Ruf bei der FPÖ: Das ist ja unglaublich!)
Beifall bei den Grünen.
(Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich bedanke mich bei allen Polizistinnen und Polizisten, die dafür verantwortlich sind, bei Ihnen, Frau Innenministerin, dass Sie auch diese Stärke in den Verhandlungen gehabt haben, das Budget auf diesem Niveau zu halten, es nicht zu kürzen, sondern in die Sicherheit zu investieren. – Danke vielmals. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Rädler: Was denn?
Abgeordneter Walter Rauch (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Minister! Sehr geehrte Frau Staatssekretärin! Hohes Haus! Frau Minister Mikl-Leitner, es ist unschwer zu erkennen, ich habe ein Geschenk für Sie dabei. (Abg. Rädler: Was denn?)
Abg. Obernosterer: Geht es um die Posten oder um die Sicherheit?
Der 1. Mai war für mich kein Staatsfeiertag, sondern ein Trauertag. In der Steiermark wurden am 1. Mai die ersten acht Polizeidienstposten von insgesamt 23 geschlossen. Diese Schließungswelle ist im Verhältnis zum gesamten Bundesgebiet eine erhebliche Zahl, unter anderem wurden auch Posten in unmittelbarer Grenznähe geschlossen, sogar in meinem Heimatbezirk Südoststeiermark; 40 Kilometer an der Staatsgrenze gibt es keinen einzigen Polizeiposten mehr. (Abg. Obernosterer: Geht es um die Posten oder um die Sicherheit?)
Abg. Rädler: FPÖ?
Wir Freiheitliche haben diesbezüglich eine Unterschriftenaktion gestartet. Dazu begrüße ich auch auf der Besuchergalerie den SPÖ-Bürgermeister Adolf Meixner und seinen Gemeinderat Hofrat Dipl.-Ing. Wolf Chibidziura, der uns allein aus seiner Heimatgemeinde 1 500 Unterschriften mitgebracht hat. Insgesamt haben wir 10 000 Unterschriften für die Aktion „NEIN zur Schließung von Polizeidienststellen!“ gesammelt. (Abg. Rädler: FPÖ?)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Walter Rauch überreicht Bundesministerin Mikl-Leitner einen Aktenordner. – Staatssekretärin Steßl: Aber wir wohnen schon noch im gleichen Bezirk?
Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Walter Rauch überreicht Bundesministerin Mikl-Leitner einen Aktenordner. – Staatssekretärin Steßl: Aber wir wohnen schon noch im gleichen Bezirk?)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich bin mir sicher, das Budget wird dazu beitragen, Sicherheit zu gewährleisten. Es ist auch ein Beitrag zum Erhalt der sozialen Sicherheit und des sozialen Friedens in unserem Land. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ
Abgeordneter Herbert Kickl (FPÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Wortmeldung des Kollegen Pilz, wenn man sie so bezeichnen kann, ist der Anlass dazu, dass ich mich zu Wort melde, denn seine Ausführungen und jene seiner beigesprungenen Rechtsassistentin Windbüchler-Souschill können wirklich nicht unwidersprochen bleiben, meine Damen und Herren. Einfach deshalb, weil Peter Pilz wieder einmal eine Methode anwendet, die er immer anwendet, nämlich die Immunität und sein politisches Mandat, seine Abgeordnetenfunktion in Wirklichkeit dafür zu missbrauchen, einen Kurs der Vernaderung, der Kriminalisierung und der Skandalisierung zu fahren (Beifall bei der FPÖ) – ohne Rücksicht auf Verluste und unter ganz, ganz grober Hintanstellung der Menschenrechte, der Rechtsstaatlichkeit und all dieser Prinzipien, die er angeblich hochhält.
Zwischenruf der Abg. Korun.
Ich weiß nicht, ob Ihnen der Widerspruch nicht auffällt, aber es waren Leute wie Sie – das sage ich Ihnen einmal in dieser Deutlichkeit, Herr Pilz –, die vor einigen hundert Jahren mit dem Hexenhammer unter dem Arm durch dieses Land gezogen sind und die Scheiterhaufen angezündet haben. (Zwischenruf der Abg. Korun.) Man muss mit einer Mentalität wie der Ihren ausgestattet sein, um das zustande zu bringen. Und ich fürchte, dass Sie das sogar noch als Kompliment verstehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich weiß nicht, ob Ihnen der Widerspruch nicht auffällt, aber es waren Leute wie Sie – das sage ich Ihnen einmal in dieser Deutlichkeit, Herr Pilz –, die vor einigen hundert Jahren mit dem Hexenhammer unter dem Arm durch dieses Land gezogen sind und die Scheiterhaufen angezündet haben. (Zwischenruf der Abg. Korun.) Man muss mit einer Mentalität wie der Ihren ausgestattet sein, um das zustande zu bringen. Und ich fürchte, dass Sie das sogar noch als Kompliment verstehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Pilz: Zuerst soll er !
Es mag sein – das werden die Untersuchungen ergeben –, dass es eine Schande von Stein gibt, wo die Leute, die Sie heute hier vorverurteilt haben, auch einen Teil der Schuld tragen, aber das wird das Ende der Untersuchungen sein. Und das ist nicht das Gerichtsurteil, das Sie heute hier festgestellt haben. (Abg. Pilz: Zuerst soll er !) Wenn etwas herauskommt, dann kommt es am Ende heraus. Aber das, was wir heute schon wissen, Herr Pilz, ist, dass es eine Schande des Parlaments gibt. Und das sind Sie! Das sind Sie und Ihre Vorgangsweise. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es mag sein – das werden die Untersuchungen ergeben –, dass es eine Schande von Stein gibt, wo die Leute, die Sie heute hier vorverurteilt haben, auch einen Teil der Schuld tragen, aber das wird das Ende der Untersuchungen sein. Und das ist nicht das Gerichtsurteil, das Sie heute hier festgestellt haben. (Abg. Pilz: Zuerst soll er !) Wenn etwas herauskommt, dann kommt es am Ende heraus. Aber das, was wir heute schon wissen, Herr Pilz, ist, dass es eine Schande des Parlaments gibt. Und das sind Sie! Das sind Sie und Ihre Vorgangsweise. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Pirklhuber: Schreckliche Menschenrechtsverletzungen!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der Sachverhalt – ja! –, der Sachverhalt, um den es geht, ist bedauerlich. Es ist schlimm, dass es in Gefängnissen zu solchen Vorfällen kommen kann. Das gehört selbstverständlich untersucht, es gehören auch entsprechende Maßnahmen eingeleitet, damit sich so etwas nicht wiederholen kann. (Abg. Pirklhuber: Schreckliche Menschenrechtsverletzungen!) Da werden Sie uns voll auf Ihrer Seite haben. Aber Ihnen kaufe ich diese Betroffenheit nicht ab. Das Einzige, was Sie interessiert, ist, ob es vielleicht ein freiheitlicher Funktionär sein könnte, den man im Zusammenhang mit irgendwelchen Missständen, die man kritisiert, irgendwo anpatzen und vernadern könnte. Und wenn es kein Freiheitlicher ist, dann ist es das nächste Mal einer von der ÖVP oder von einer anderen Partei, die Ihnen ideologisch nicht in den Kram passt. Das ist Ihr Denken!
Zwischenruf der Abg. Windbüchler-Souschill.
Dann stellen Sie und Ihre Kollegin sich hier her in der Manier, wie die Offiziere der Stasi die Verhöre in ihren Kellern geführt haben, und kommen mit Fragen daher. Jetzt frage ich Sie etwas, Frau Windbüchler-Souschill: Ist es so, dass eine Suspendierung bereits eine Verurteilung ist? Ist das so oder ist das nicht so? Ist eine Suspendierung eine Verurteilung, Frau Kollegin? – Es ist keine Verurteilung! Ist eine Suspendierung eine Anklage, Frau Kollegin? (Zwischenruf der Abg. Windbüchler-Souschill.) – Eine
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Windbüchler-Souschill und Pirklhuber.
Suspendierung ist auch keine Anklage, Frau Kollegin. Und ist eine Anklage eine Verurteilung? – Nein, Frau Kollegin, eine Anklage ist auch noch nicht automatisch eine Verurteilung, sondern die Suspendierung, die Sie hier kriminalisieren, ist nichts anderes, als dass der Weg für Untersuchungen freigemacht wird, um diese Missstände aufzuklären. Da haben Sie uns auf Ihrer Seite. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Windbüchler-Souschill und Pirklhuber.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Pilz, Sie werden sich damit abfinden müssen: Sie sind weder Richter noch Staatsanwalt. Hätten Sie etwas anderes studiert, dann könnten Sie das ausüben. Und Sie sind schon gar nicht beides in einer Person. Irgendwie sind Sie von diesem Wahn befallen, dass es sich so verhält. Aber es ist nicht so. Es ist nicht so! Sie hätten diesen Berufsweg einschlagen können. Aber hier, dieser Ort, das Parlament, das ist nicht das Privatgericht des Peter Pilz. Das sage ich Ihnen auch einmal in dieser Deutlichkeit. (Beifall bei der FPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.
Ich würde mir gerne einmal die Statistik im Zusammenhang mit diesen immer wiederkehrenden Anschuldigungen des Peter Pilz anschauen, wo er hier herauskommt und sich als Retter von Demokratie und Menschenrechten aufplustert und seine Vernaderungen und Anschüttungen in die ganze Welt hinausposaunt. Schauen wir uns einmal an, was denn dann davon übrig bleibt! Wie groß ist der Haufen, den Sie hier hereinsetzen und wie groß ist die Erfolgsquote? Wie viel stimmt davon? – Es stimmt nicht einmal ein Bruchteil dessen, was Sie hier von diesem Rednerpult aus an Anschuldigen in die Welt gesetzt haben. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Darmann: Pfui!
Ich weiß nicht, vielleicht kennen Sie den Sachverhalt nicht, Herr Kollege Pilz, vielleicht wissen Sie es nicht, aber vielleicht verschweigen Sie es auch. Es hat inzwischen auch eine Einvernahme des Betroffenen gegeben, auch im Zusammenhang mit der Rolle desjenigen, den Sie hier schon vor den Augen der Öffentlichkeit ohne jegliche Rücksicht auf sein familiäres Umfeld und ohne jegliche Rücksicht auf all diese familiären Bindungen et cetera verurteilt haben. Das ist Ihnen völlig Wurst. (Abg. Darmann: Pfui!) Hauptsache, es bleibt etwas an der FPÖ hängen. Das ist Ihr politisches Ziel.
Ruf bei der FPÖ: Unfassbar! Ein Wahnsinn!
Das Ergebnis der Einvernahme dieses Häftlings, dieses Insassen war, dass er diesem Menschen gar keinen Vorwurf gemacht hat, jenem, den Sie kriminalisieren. (Ruf bei der FPÖ: Unfassbar! Ein Wahnsinn!) Ich weiß, das gefällt Ihnen nicht. Vielleicht wissen Sie es auch und Sie verschweigen es, aber wenn Sie es jetzt wissen, dann sollten Sie einmal Ihre Vorgangsweise überdenken, denn derjenige, den Sie angeblich schützen wollen, wirft diesem Justizwachebeamten gar nichts vor.
Beifall bei der FPÖ.
Die Dinge sind etwas komplizierter, Herr Kollege Pilz. Wenn man Ursachenforschung betreibt, dann sind doch gerade Sie von Ihrer Partei immer diejenigen, die sagen: Bitte, nichts monokausal erklären! – Da gibt es viele Faktoren, die zusammenspielen. Da gibt es eine ärztliche Betreuung, da gibt es eine Pflegeaufsicht, da gibt es Justizwachebeamte. Und da muss man schauen, wie es zu dieser Verkettung von unglücklichen Umständen gekommen ist. Am Ende des Weges werden wir sehen, wer dann tatsächlich dafür die Verantwortung trägt. Aber das werden nicht Sie hier feststellen, sondern wenn, dann wird es möglicherweise ein Gericht feststellen, Herr Kollege Pilz. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Rädler: Was war da?
Was auch noch wichtig ist: Bereits am 11. April dieses Jahres – bereits am 11. April, weil Sie so tun, als ob die Sache so brandheiß wäre (Abg. Rädler: Was war da?) – war ein Oberstaatsanwalt in der Justizanstalt und hat dort die entsprechenden Ermittlungen aufgenommen. Das war am 11. April. Heute ist der 21. Mai. (Abg. Rädler: Redezeit!)
Abg. Rädler: Redezeit!
Was auch noch wichtig ist: Bereits am 11. April dieses Jahres – bereits am 11. April, weil Sie so tun, als ob die Sache so brandheiß wäre (Abg. Rädler: Was war da?) – war ein Oberstaatsanwalt in der Justizanstalt und hat dort die entsprechenden Ermittlungen aufgenommen. Das war am 11. April. Heute ist der 21. Mai. (Abg. Rädler: Redezeit!)
Anhaltender Beifall bei der FPÖ.
Lieber Herr Pilz, vielleicht nehmen Sie einmal ein paar Euro in die Hand und machen eine Rückführungssitzung! Vielleicht können wir dann ergründen, ob Sie tatsächlich vor einiger Zeit irgendwann einmal mit dem Hexenhammer in diesem Land unterwegs waren. (Anhaltender Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Was haben wir beantragt? – Eine Untersuchung haben wir beantragt!
Wenn ich mir die 19 Hypo-Debatten anschaue, dann frage ich mich: Wie oft habt denn ihr eigentlich all unsere Finanzminister vorverurteilt, hier in diesem Haus ebenso wie in den Medien, Herr Kickl? Aber wehe, es geht um einen FPÖ-Mann! Da wird man, wenn man auch nur das Wort in den Mund nimmt, verurteilt – wie im Fall des Herrn Pilz! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Was haben wir beantragt? – Eine Untersuchung haben wir beantragt!)
Abg. Johann Höfinger: Das ist kläglich gescheitert!
Ich kann Ihnen sagen, ich als Bürgermeister habe keinen Grund, Herrn Pilz zu verteidigen. Er war jener, der mich angezeigt hat wegen 150 € Korruptionsverdachts, wegen einer Aussendung zur Wehrpflicht. (Abg. Johann Höfinger: Das ist kläglich gescheitert!) Und natürlich hat er sich bis heute nicht entschuldigt, obwohl das eingestellt wurde. Das ist seine Art. Aber ich lasse mir von Freunden von rechts nicht verbieten, zu applaudieren, wenn Herr Pilz die Wahrheit sagt.
Abg. Kickl: Wollen wir es aufklären, oder ist das alles schon untersucht?
Er hat nichts anderes getan, als auf eines der schwärzesten Kapitel im Strafvollzug der Zweiten Republik hingewiesen – nach dem Vorfall in den siebziger Jahren von Höchst in Vorarlberg, wo ein Mann tagelang in Untersuchungshaft gesessen ist. (Abg. Kickl: Wollen wir es aufklären, oder ist das alles schon untersucht?) Und das darf er nicht sagen in diesem Land, das ist eine Schande, nur weil es der FPÖ nicht passt! – Das kann nicht sein. Das ist schon eine komische Rechtsauffassung. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Er hat nichts anderes getan, als auf eines der schwärzesten Kapitel im Strafvollzug der Zweiten Republik hingewiesen – nach dem Vorfall in den siebziger Jahren von Höchst in Vorarlberg, wo ein Mann tagelang in Untersuchungshaft gesessen ist. (Abg. Kickl: Wollen wir es aufklären, oder ist das alles schon untersucht?) Und das darf er nicht sagen in diesem Land, das ist eine Schande, nur weil es der FPÖ nicht passt! – Das kann nicht sein. Das ist schon eine komische Rechtsauffassung. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Abg. Kickl: Dann haben Sie aber dem Pilz nicht zugehört!
Man wird also sehen, wie diese Sache weiterläuft. Wir werden keine Vorverurteilung machen (Abg. Kickl: Dann haben Sie aber dem Pilz nicht zugehört!), aber wir haben das Recht, auf solche Missstände hinzuweisen. Das ist unmenschlich, und da gehören Schritte gesetzt – und auch in der Folge Schritte gesetzt, denn es kann nicht sein, dass es hier nur eine Strafverurteilung gibt, oder was auch immer, sondern es muss auch das ganze Ausbildungssystem in der Vollziehung überdacht werden, es müssen humanitäre Ausbildungsmöglichkeiten geschaffen werden, damit die Menschen, die dort Dienst machen, einen anderen Zugang zu jenen manchmal kranken Menschen haben, die dort eingesperrt sind.
Abg. Zanger: Was ist denn mit dir los?
Aber das, glaube ich, ist ja sehr fern vom Gedankengut der FPÖ! Ihr geht lieber her und flüchtet nach vorne und sucht die Schuldigen wieder einmal woanders. (Abg. Zanger: Was ist denn mit dir los?)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Das, was in Stein passiert ist, ist nicht Gegenstand grüner Empörung oder sozialdemokratischer Empörung oder Empörung der ÖVP, sondern das empört die Menschen in der gesamten Republik Österreich. – Erstens. (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der FPÖ: Aber er ist kein Richter!
Zweitens: Es geht um mehrere Fakten. Faktum eins ist der Verdacht strafrechtlicher Verfehlungen gegen einzelne Justizwachebeamte. In diesem Zusammenhang hat nicht der Klub der Grünen, sondern der Justizminister drei vorläufige Suspendierungen ausgesprochen. Er ist auch der Einzige, der dafür zuständig ist. (Ruf bei der FPÖ: Aber er ist kein Richter!) In der Folge wird eine Disziplinarkommission darüber entscheiden, ob es da zu endgültigen Suspendierungen kommt oder nicht. (Abg. Neubauer: So wie beim Herrn Sailer!)
Abg. Neubauer: So wie beim Herrn Sailer!
Zweitens: Es geht um mehrere Fakten. Faktum eins ist der Verdacht strafrechtlicher Verfehlungen gegen einzelne Justizwachebeamte. In diesem Zusammenhang hat nicht der Klub der Grünen, sondern der Justizminister drei vorläufige Suspendierungen ausgesprochen. Er ist auch der Einzige, der dafür zuständig ist. (Ruf bei der FPÖ: Aber er ist kein Richter!) In der Folge wird eine Disziplinarkommission darüber entscheiden, ob es da zu endgültigen Suspendierungen kommt oder nicht. (Abg. Neubauer: So wie beim Herrn Sailer!)
Beifall bei den Grünen.
So, da kann ich meine Schlüsse daraus ziehen, aber viel wichtiger ist, dass alle Menschen das erfahren und ihre persönlichen Schlüsse auch am Sonntag daraus ziehen. So ist es in einer Demokratie: Klare politische Fragen, klare politische Antworten – und dann eine Willensbildung, unabhängig von uns, im Geheimnisschutz, im vertraulichen Schutz der Wahlzelle. So funktioniert das. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kickl: Da braucht es schon ein bisschen mehr dazu, !
Und weil Sie wissen, dass das so funktioniert, Herr Abgeordneter Kickl, deshalb verlieren Sie jetzt die Nerven. (Abg. Kickl: Da braucht es schon ein bisschen mehr dazu, !) Und langsam glaube ich, dass Sie zu Recht die Nerven verlieren, denn das Einzige, was die Freiheitliche Partei in der jetzigen Situation nicht braucht, sind genau Kandidaten, denen Derartiges vorgeworfen wird. Das passt nicht zu einer Sicherheitspartei! Eine Sicherheitspartei sollte nicht solche Kandidaten auf ihrer Liste haben. Eine Sicherheitspartei sollte Kandidaten auf ihrer Liste haben, denen niemand auch nur zutrauen dürfte, und auch nur den geringsten Verdacht hegen dürfte, dass sie sich möglicherweise derartiger Delikte strafbar gemacht haben.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
sehr wohl dazu in der Lage. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.
Ich möchte aber eine Anmerkung zum Kollegen Lausch machen. Kollege Lausch von der FPÖ stellte sich wieder hier her und behauptete in einem Wortschwall, dass die Bundesregierung ihre Wahlversprechen bricht, dass die versprochenen eintausend zusätzlichen Exekutivbeamten nicht der Wahrheit entsprechen. (Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.)
Zwischenruf des Abg. Lausch.
Meinem Kollegen von der Stronach-Partei, der jetzt leider beim Fünf-Uhr-Tee ist, werde ich das nachher im Vieraugengespräch erklären. Machen wir es ganz einfach zum Nachrechnen, Kollege Lausch: In der Periode 2008 bis 2013 waren es 3 564 (Zwischenruf des Abg. Lausch.) – Du hörst schon wieder nicht zu, und dann hältst du wieder falsche Reden. (Abg. Lausch: deine Rede! – Das ist ein Wahnsinn!)
Abg. Lausch: deine Rede! – Das ist ein Wahnsinn!
Meinem Kollegen von der Stronach-Partei, der jetzt leider beim Fünf-Uhr-Tee ist, werde ich das nachher im Vieraugengespräch erklären. Machen wir es ganz einfach zum Nachrechnen, Kollege Lausch: In der Periode 2008 bis 2013 waren es 3 564 (Zwischenruf des Abg. Lausch.) – Du hörst schon wieder nicht zu, und dann hältst du wieder falsche Reden. (Abg. Lausch: deine Rede! – Das ist ein Wahnsinn!)
Beifall bei der SPÖ.
Noch einmal ganz langsam zum Nachrechnen: Wenn es 3 564 Abgänge und 4 670 Zugänge gibt, dann ist es ein Plus von 1 106 zusätzlichen Exekutivbeamten in der Periode 2008 bis 2013. (Beifall bei der SPÖ.) – So schwer kann doch wirklich diese Rechnung nicht sein.
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Noch einmal zum Zwischenruf: 4 670 Zugänge, 3 564 Abgänge – sind plus 1 106. Das sollte auch bei dir, Kollege Lausch, schön langsam ankommen. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich rege deshalb an, dass wir einen derartigen Bericht wieder vorlegen, als Grundlage für politische Entscheidungen im Hohen Haus, aber auch als demokratiepolitisches Signal gegen Rechts. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Nikolaus Prinz (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Frau Staatssekretärin! Meine Damen und Herren! Sozialer Friede, Sicherheit und Freiheit sind zentrale Bedürfnisse der Menschen in Österreich und bedeuten Lebensqualität. Verantwortungsvolle Budgetpolitik durch Finanzminister Spindelegger und vorausschauende, umsichtige Reformarbeiten im zuständigen Ministerium durch die Ministerin Johanna Mikl-Leitner ermöglichen es, dass auch in Zukunft das hohe Niveau im Bereich der inneren Sicherheit gehalten werden kann. So sieht verantwortungsvolle Politik im Sicherheitsbereich wirklich aus! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Vorschläge der Grünen, welche für eine Kennzeichnungspflicht der Polizei und der Polizisten eintreten, sind meiner Ansicht nach der Gipfel der Frechheit. Wenn schon eine Kennzeichnungspflicht, dann für Demonstranten! Wer friedlich demonstriert, kann sich jederzeit ausweisen und braucht sich nicht zu vermummen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich fordere Sie daher auf, sich wirklich von allen extremistischen Gewaltausbrüchen zu distanzieren. Wir alle als gewählte Volksvertreter sollten auf der Seite jener stehen, die sich täglich für unsere Sicherheit einsetzen und, wenn notwendig, auch im wahrsten Sinne des Wortes ihren Kopf für uns hinhalten. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Wöginger: nicht zimperlich!
Abgeordneter Herbert Kickl (FPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Eigentlich melde ich mich zu Wort, um insbesondere einen Appell an die Abgeordneten von SPÖ und ÖVP zu richten, ein bisschen aufzupassen und ein bisschen vorsichtig zu sein in der Verteidigung des Peter Pilz, denn so schnell können Sie gar nicht schauen, haben Sie eine vom Grünen Klub verfasste anonyme Anzeige irgendwo picken, mit schwerwiegenden Vorwürfen gegen Sie (Abg. Wöginger: nicht zimperlich!) – Herr Kollege, Sie zum Beispiel, ja –, die Sie dann alle dazu nötigen wird, sich von einer Liste wieder zu vertschüssen, wenn es nach dem Peter Pilz ginge. Also ich wäre da ein bisschen vorsichtig.
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Also offensichtlich haben Sie ein bisschen ein Kurzzeitgedächtnis, wenn es um solche Dinge geht, aber dann sollten Sie sich hier nicht herausstellen und herumheucheln. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Auer: Der Saubermann!
Und dann sehe ich gerade noch die heutige Ausgabe der „Kronen Zeitung“ – auch sehr interessant. Da geht es um diese Demonstration, wo linke Gewalttäter mit Steinschleudern et cetera unterwegs waren gegen die Identitären. Sie kennen das wahrscheinlich: Linke Gewalttäter mit Steinschleudern; das war diese berühmte Demonstration mit der falschen Schwangeren. Wer ist mitten drinnen im Getümmel? – Lesen Sie die „Kronen Zeitung“: Ihr Justizsprecher Albert Steinhauser. (Abg. Auer: Der Saubermann!)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Auer. – Abg. Auer: Das hätt’ ich auch nicht geglaubt, dass ich beim Kickl einmal kräftig applaudiere!
Herr Pilz, ich fordere Sie auf, in den eigenen Reihen durchzugreifen! (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Auer. – Abg. Auer: Das hätt’ ich auch nicht geglaubt, dass ich beim Kickl einmal kräftig applaudiere!)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Schluss sei noch Folgendes gesagt: Wir müssen versuchen, die Exekutivdienstkräfte von der Verwaltungstätigkeit zu entlasten. Angesichts dessen, dass Dateneingabe, Statistik und so weiter derzeit von ausgebildeten Exekutivdienstkräften durchgeführt werden müssen, wäre es sinnvoll, zu überlegen, ob wir nicht durch den Einsatz von Verwaltungsbediensteten – vielleicht jungen Menschen, die ihre mögliche Zukunft auch im Polizeidienst sehen – hier eine Entlastung der Exekutive herbeiführen könnten, um dadurch die Exekutive für jene Aufgaben einsetzen zu können, für die sie auch ausgebildet ist, nämlich den Außendienst. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neubauer: Wenn er unschuldig ist?
Auch Menschen, die in Haft sind, haben ein Recht auf Sicherheit, auch während sie ihre Haftstrafe verbüßen. Ich glaube, das zeichnet einfach eine Gesellschaft und einen Staat aus, dass auch jene Menschen, die in Haft sind, eine entsprechende Sicherheit – in dem hier angesprochenen Fall geht es um die Gesundheit – von uns garantiert bekommen müssen. Und da verstehe ich dann den Kollegen Kickl nicht. Ich meine, beim Herrn Mölzer hat man auch einige Tage, wie bereits bekannt ist, gebraucht, ihn von der Liste zu nehmen, und ich kann nur an Sie von der FPÖ appellieren: Überlegen Sie sich noch einmal, ob es Sinn macht, Ihre Nummer 15 auf der Liste zu halten. (Abg. Neubauer: Wenn er unschuldig ist?)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen. – Abg. Kickl: Rechnen Sie mit 15 freiheitlichen Mandaten? – Auch nicht schlecht!
Wir haben am Sonntag eine wichtige Wahl zum Parlament der Europäischen Union, und ich glaube, dass das nicht gerade zur Begeisterung beiträgt, sondern dass es eigentlich ein Beitrag zur Politikverdrossenheit ist. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen. – Abg. Kickl: Rechnen Sie mit 15 freiheitlichen Mandaten? – Auch nicht schlecht!)
Beifall bei der ÖVP.
Zum Abschluss möchte ich mich bei allen Polizist/innen bedanken. Eines finde ich auch noch schade: dass die NEOS offenbar an Sicherheit nicht interessiert sind. Offenbar will man der Sicherheit in diesem Land keine Flügel verleihen, das finde ich auch schade. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
577 € für die Bäuerin – 2 700 € für die Beamtenpensionen! Jetzt will ich die Arbeit und den Lohn der Beamten gar nicht schmälern, aber Sie müssen mir einmal erklären, wie der Wert der Arbeit der Bäuerin in der Pensionsbemessung nur einen Bruchteil dessen ausmachen kann, was bei den Beamten gilt. (Beifall bei der FPÖ.) Beamte haben 4,5-mal so viel Pension wie eine Bäuerin, das kann in der Arbeitsleistung nicht stimmen. Da gibt es meiner Ansicht nach Handlungsbedarf.
Beifall bei der FPÖ.
Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Aufgrund der Knappheit der Zeit möchte ich mich nur einem Punkt noch näher widmen, nämlich dem, was die soziale Absicherung betrifft. Da darf ich aber daran erinnern, liebe Freunde von der Freiheitlichen Partei: Als die Bauernpension beschlossen wurde, gab es eurerseits in Oberösterreich und in der Steiermark Demonstrationen dagegen! „Denn wir wollen uns die Bauern schon selber noch erhalten“, hat es damals geheißen. Das haben Sie leider vergessen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.) Aber es ist unbestritten, dass es notwendig wäre, hier zu einer Verbesserung der sozialen Situation zu kommen.
Beifall bei der ÖVP.
Realität ist: Es ist ein Budget der Möglichkeiten! Denn das Sparbudget und die Sanierung des Budgets geht auch an uns nicht vorüber. Aber weil angesprochen wurde, dass gerade in der Verwaltung zu sparen wäre: Da könnten sich manch andere aus der Verwaltung im Bereich des Sparens an Herrn Bundesminister Rupprechter ein Beispiel nehmen. Er ist jener, der sehr deutliche Einsparungen vornimmt, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne bedanke ich mich beim Herrn Bundesminister für dieses aufgrund der Umstände durchaus nicht einfache Agrarbudget, da es eine gewisse Sicherheit gibt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
So geht es nicht, meine Damen und Herren! Daher werden wir diesem Kapitel nicht zustimmen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Schmuckenschlager: Welches Ministerium ist denn zuständig? Ihre Ministerin hat 2 Milliarden ...!
Ich fordere daher den zuständigen Finanzminister Spindelegger noch einmal auf, seine Blockade zu durchbrechen, sodass durch den Breitbandausbau die ländliche Region insofern nachhaltig gestärkt wird, dass es einen schnelleren Datenübertragungsprozess gibt. Das motiviert auch Betriebe dazu, in ländlichen Regionen zu investieren. Menschen haben einen Arbeitsplatz in den ländlichen Regionen und brauchen nicht zu pendeln. (Abg. Schmuckenschlager: Welches Ministerium ist denn zuständig? Ihre Ministerin hat 2 Milliarden ...!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich hoffe, dass die Menschen am 25. Mai diesen Jahres im Rahmen der EU-Wahl das auch bedenken, wenn sie zur Wahlurne schreiten. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Der Redner stellt eine Tafel mit einem in blau gehaltenen Bild eines Containerhafens und der Aufschrift „GENUSSLAND ÖSTERREICH“ vor sich auf das Rednerpult. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Abgeordneter Leopold Steinbichler (STRONACH): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! (Der Redner stellt eine Tafel mit einem in blau gehaltenen Bild eines Containerhafens und der Aufschrift „GENUSSLAND ÖSTERREICH“ vor sich auf das Rednerpult. – Zwischenruf bei der ÖVP.) Na ja, das ist schon eine bunte Geschichte, geschätzte Zuhörer an den Fernsehgeräten und auf der Galerie.
Beifall beim Team Stronach.
Das ist die harte Realität, und deshalb noch einmal die Bitte, Herr Minister und Kolleginnen und Kollegen: Wir brauchen eine klare Herkunftskennzeichnung, sonst wird dieses Bild schlagend. Das wird dann das Genussland, das wird alles mit dem Schiff transportiert werden. Da reden wir nicht vom Chlorhendl, wir reden von den Sachen, die in den letzten Tagen diskutiert worden sind. (Beifall beim Team Stronach.)
Zwischenruf des Abg. Wittmann.
natürlich nicht mit Milch produzieren kann. Das hat der Konsument nicht verdient. Da ist Regenwald drinnen. Da sind Muscheltiere drinnen. (Zwischenruf des Abg. Wittmann.) Da sind Schnecken drinnen, Herr Kollege. Ich werde einmal die Zutatenliste liefern, und Sie werden sich dafür interessieren, was ein guter Käse ist. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Glawischnig-Piesczek: Was ist mit der Fertigsahne? – Der Redner hält die Dose nochmals in die Höhe.) – Bitte sehr.
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Glawischnig-Piesczek: Was ist mit der Fertigsahne? – Der Redner hält die Dose nochmals in die Höhe.
natürlich nicht mit Milch produzieren kann. Das hat der Konsument nicht verdient. Da ist Regenwald drinnen. Da sind Muscheltiere drinnen. (Zwischenruf des Abg. Wittmann.) Da sind Schnecken drinnen, Herr Kollege. Ich werde einmal die Zutatenliste liefern, und Sie werden sich dafür interessieren, was ein guter Käse ist. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Glawischnig-Piesczek: Was ist mit der Fertigsahne? – Der Redner hält die Dose nochmals in die Höhe.) – Bitte sehr.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittmann.
Der letzter Punkt ist ganz wesentlich, und ich glaube, das war der Trugschluss der Agrarpolitik der letzten Jahre. Mit dem Argument der Überschussflächen wurden Biogasanlagen errichtet, die natürlich eine gewaltige Flächenkonkurrenz zur aktiven Landwirtschaft sind. Hier wird wertvollstes Getreide, wertvollster Mais zu Energie und zu Treibstoff verarbeitet. Das fehlt uns. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittmann.) Und wir haben gleichzeitig diese Exportsteigerungsraten, die immer wieder mit der guten Qualität begründet werden. (Weitere Zwischenrufe des Abg. Wittmann.)
Weitere Zwischenrufe des Abg. Wittmann.
Der letzter Punkt ist ganz wesentlich, und ich glaube, das war der Trugschluss der Agrarpolitik der letzten Jahre. Mit dem Argument der Überschussflächen wurden Biogasanlagen errichtet, die natürlich eine gewaltige Flächenkonkurrenz zur aktiven Landwirtschaft sind. Hier wird wertvollstes Getreide, wertvollster Mais zu Energie und zu Treibstoff verarbeitet. Das fehlt uns. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittmann.) Und wir haben gleichzeitig diese Exportsteigerungsraten, die immer wieder mit der guten Qualität begründet werden. (Weitere Zwischenrufe des Abg. Wittmann.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Kollege, melde dich bitte zu Wort, es geht um die Konsumenten, das ist ein ganz wichtiger Punkt. Ich will ja eine faire Partnerschaft mit den Konsumenten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In diesem Sinne bitte ich um gute Zusammenarbeit, dass wir im Sinne der regionalen bäuerlichen Landwirtschaft, zum Schutz unserer Konsumentinnen und Konsumenten, unseren wichtigsten Partnern, erfolgreich arbeiten. – Danke sehr. (Beifall beim Team Stronach.)
Widerspruch bei der FPÖ.
Aber wenn wir bei einer Agrardebatte sind, dann dürfen wir auch einen großen Agrarier Österreichs nicht vergessen, und das ist Leopold Figl. Der wurde auf schändlichste Art und Weise von einer Fraktion hier im Haus für die Wahlwerbung verwendet. (Widerspruch bei der FPÖ.) Es steht Ihnen zu, und ich habe durchaus Verständnis. Bei Ihrer Kandidatenauswahl ist es auch schwer, unter Ihren Kandidaten auszuwählen. Da ist schon klar, dass Sie auf die ÖVP zurückgreifen müssen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Aber wenn wir bei einer Agrardebatte sind, dann dürfen wir auch einen großen Agrarier Österreichs nicht vergessen, und das ist Leopold Figl. Der wurde auf schändlichste Art und Weise von einer Fraktion hier im Haus für die Wahlwerbung verwendet. (Widerspruch bei der FPÖ.) Es steht Ihnen zu, und ich habe durchaus Verständnis. Bei Ihrer Kandidatenauswahl ist es auch schwer, unter Ihren Kandidaten auszuwählen. Da ist schon klar, dass Sie auf die ÖVP zurückgreifen müssen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Aber hier schäbige politische Propaganda zu machen mit einem Menschen, der mit seinen Einstellungen und Idealen weit weg von den Werten und Zielen ist, die Ihre Partei vertritt, das ist absolut nicht richtig. Und es ist auch eine Beleidigung für viele Menschen, die Anhänger dieses Leopold Figl sind und seine Werte mittragen. Es ist die Freiheit und die Völkerverständigung, wofür er immer eingetreten ist. Denn er ist Ex-KZ-Häftling, hat am eigenen Leib, so wie viele Millionen Europäer, spüren müssen, wozu Populismus und Nationalismus führen, und das ist absolut abzulehnen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Freiheit für die Kunst! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
Ich bitte zumindest die Abgeordneten aus Niederösterreich, dass sie so viel Charakter besitzen, dass sie ihren Parteiobmann und Klubobmann Strache dazu auffordern, dieses Video aus dem Internet herauszunehmen und sich bei der Familie Figl zu entschuldigen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Freiheit für die Kunst! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Minister, Sie haben gesagt, gespart wird in der Verwaltung. Das ist ganz, ganz wichtig. Ich glaube, da sollten wir die Gelegenheit wahrnehmen: Befreien wir die Bauern und Bäuerinnen und die landwirtschaftlichen Betriebe von dieser enormen Bürokratie und von dieser enormen Aufzeichnungspflicht! Wir helfen Ihnen sehr gerne dabei, Herr Minister. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Steinbichler.
Herr Minister, Sie haben gesagt, das Geld kommt bei den Bäuerinnen und Bauern an. Harald Jannach hat es angesprochen, und auch ich glaube, ganz kommt es nicht an, sonst hätten die Bäuerinnen mehr Pension für ihre harte Arbeit. Ich glaube, es muss für die Zukunft, Herr Kollege Auer, ein Anliegen sein, dass wir diese Pension aufbessern, denn die Mindestsicherung macht mehr aus als eine Pension einer Bäuerin, die ihr Leben lang hart arbeitet. Das kann es nicht sein, liebe Freunde! (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Steinbichler.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, unsere Bauern erzeugen nicht nur sehr gute Grundnahrungsmittel, sondern sie sind Grundversorger. Sie sind ein massiver Wirtschaftsfaktor für unseren ländlichen Raum, und das soll auch so bleiben! – Herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend darf ich mich noch bei allen freiwilligen Helferinnen und Helfern, bei allen Einsatzkräften bedanken, die in den vergangenen Tagen wieder Höchstleistungen rund um die Uhr erbracht haben. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Und Österreich braucht auch dringend ein starkes, unabhängiges und engagiertes Umwelt- und Energieministerium. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
auch Ausdruck der Wertschätzung für die Leistungen der Bäuerinnen und Bauern. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Brunner.
Hohes Haus! Im Bereich des Umweltschutzes, der Abfall- und Siedlungswasserwirtschaft sind 639 Millionen € 2014 und 643 Millionen € 2015 veranschlagt. Das Umweltbudget wurde, und das möchte ich schon deutlich sagen, zielgerichtet erstellt und ermöglicht, alle wichtigen umweltpolitischen Zielsetzungen auch mit den dafür notwendigen finanziellen Mitteln zu unterstützen. (Zwischenruf der Abg. Brunner.)
Abg. Glawischnig-Piesczek: Es lebe die freie Rede!
Im Naturschutzbereich stehen für Nationalparks und die Erhaltung der biologischen Vielfalt insgesamt 12,5 Millionen € zur Verfügung. (Abg. Glawischnig-Piesczek: Es lebe die freie Rede!)
Abg. Pirklhuber: Das steht im offiziellen Dokument des Finanzministers!
Eines möchte ich Ihnen schon sagen – und es ist mir wirklich ein Anliegen, das klarzustellen, wir haben das ja ausführlich im Budgetausschuss diskutiert –: Die auch von Ihnen kolportierte Kürzung von 155 Millionen € gegenüber 2013 findet ganz einfach nicht statt. Das ist eine bewusste Falschdarstellung! (Abg. Pirklhuber: Das steht im offiziellen Dokument des Finanzministers!) Hier wurden Ausgaben des Jahres 2013 mit dem Budgetansatz 2014 verglichen. Das ist, wenn man Äpfel mit Birnen vergleicht und die Birnen mit Putz und Stingl aufisst. So kann nichts Gescheites herauskommen. (Abg. Pirklhuber: Haben Sie die Unterlagen Ihres Finanzministers gelesen?) – Herr Abgeordneter, wir haben das ausführlich diskutiert. Wenn Sie das hier wiederholen, wird es nicht gescheiter und nicht richtiger.
Abg. Pirklhuber: Haben Sie die Unterlagen Ihres Finanzministers gelesen?
Eines möchte ich Ihnen schon sagen – und es ist mir wirklich ein Anliegen, das klarzustellen, wir haben das ja ausführlich im Budgetausschuss diskutiert –: Die auch von Ihnen kolportierte Kürzung von 155 Millionen € gegenüber 2013 findet ganz einfach nicht statt. Das ist eine bewusste Falschdarstellung! (Abg. Pirklhuber: Das steht im offiziellen Dokument des Finanzministers!) Hier wurden Ausgaben des Jahres 2013 mit dem Budgetansatz 2014 verglichen. Das ist, wenn man Äpfel mit Birnen vergleicht und die Birnen mit Putz und Stingl aufisst. So kann nichts Gescheites herauskommen. (Abg. Pirklhuber: Haben Sie die Unterlagen Ihres Finanzministers gelesen?) – Herr Abgeordneter, wir haben das ausführlich diskutiert. Wenn Sie das hier wiederholen, wird es nicht gescheiter und nicht richtiger.
in Richtung des Abg. Pirklhuber
Für das Programm für Ländliche Entwicklung – wir haben das gestern hier in der Europastunde diskutiert – ist ein Gesamtvolumen von jährlich 1,1 Milliarden € dotiert. Herr Abgeordneter (in Richtung des Abg. Pirklhuber), Sie haben selbst darauf hin-
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Damit möchte ich zusammenfassen. Mit dem Bundesvoranschlag ist die Grundlage für eine ambitionierte Umweltpolitik und für eine Politik für den ländlichen Raum gelegt, für die wichtigen Zukunftsinvestitionen für unser lebenswertes Österreich. – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Genieren Sie sich für den Herrn Figl? Wir nicht!
Wertschätzung ist ein wichtiges Wort. Wertschätzung ist ein Wort, das bei den Freiheitlichen nicht bekannt ist. Denn wenn man sich anschaut, was gerade heute im Internet zu sehen ist als wirklich mieses Produkt eines freiheitlichen Gesangsvereines, mit dem ein Herr Strache glaubt, dass seine dritte Karriere nach drittklassiger Politik beginnen kann, dann soll das so sein. Das ist mir egal, aber dass er dabei einen Leopold Figl durch den Kakao zieht und missbraucht, benützt und niedermacht, das ist eine große, große Schande. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Genieren Sie sich für den Herrn Figl? Wir nicht!)
Beifall bei der ÖVP.
Leopold Figl hat in seiner Abschiedsrede gesagt, er ist für ein geeintes Europa, dessen Souveränität über die Hoheitsansprüche der einzelnen Nationen gesetzt werden soll. – Genau das Gegenteil von dem, was Sie da propagieren, war die Seele eines Leopold Figl, für die er sich für uns hat dreschen, hauen und quälen lassen. – Eine Schande, was Sie da getan haben, schämen Sie sich! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Minister Rupprechter, ich halte Sie für sehr innovativ, daher ein Lösungsvorschlag, um diese Fehlinterpretationen in Zukunft ein bisschen zu minimieren: Vielleicht könnte man das vor der Budgetwoche, vor den Ausschüssen noch einmal gemeinsam durchbesprechen. Ich glaube, es werden trotzdem einige Fragezeichen übrig bleiben, aber man könnte diese Interpretation in Zukunft etwas minimieren und dadurch dann besser arbeiten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Minister, ich halte Sie für innovativ. Arbeiten wir gemeinsam! Es sind sehr, sehr viele Fakten am Tisch. Ich glaube, in Richtung Transparenz kann noch einiges passieren, aber gemeinsam können wir das schaffen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Pirklhuber: Richtig, siehe Oberösterreich!
Zusätzlich stehen im Jahr 2014 zur Abfederung der Dürreschäden im Jahr 2013 50 Millionen € zur Verfügung, aber die Aufstockung des Aktionsprogramms „Hochwassersicheres Österreich“ erfolgt mit 61 Millionen auf 200 Millionen € jährlich ab 2014 bis 2018. Gerade die Ereignisse der Vergangenheit oder auch der vergangenen Woche haben wieder deutlich gemacht, dass präventive Maßnahmen die Folgen und Schäden derartiger Ereignisse verhindern können. (Abg. Pirklhuber: Richtig, siehe Oberösterreich!)
Beifall bei der SPÖ.
linie auf europäischer Ebene meine Unterstützung zu 100 Prozent zusichere. Sollten Sie in dieser Thematik Hilfe brauchen und in Anspruch nehmen müssen, ich stehe gerne zur Verfügung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Dr. Susanne Winter (FPÖ): Herr Präsident! Werte Kollegen! Schnell noch ein Wort an die ÖVP gerichtet zum HC-Rap: Ich kann mir Ihre große Aufregung sehr gut vorstellen, denn es muss ja bitter wehtun, dass es einem blauen Mandatar gelingt, Jugendliche anzusprechen, sie zu bewegen und sie womöglich gar noch zu den Wahlurnen zu bringen. Daher kann ich Ihre Pein gut verstehen. (Beifall bei der FPÖ.) Wozu die Aufregung? Warum haben Sie sich nicht einen Bundesparteiobmann gesucht und gewählt, der rechnen und rappen kann? (Heiterkeit bei der FPÖ.)
Heiterkeit bei der FPÖ.
Abgeordnete Dr. Susanne Winter (FPÖ): Herr Präsident! Werte Kollegen! Schnell noch ein Wort an die ÖVP gerichtet zum HC-Rap: Ich kann mir Ihre große Aufregung sehr gut vorstellen, denn es muss ja bitter wehtun, dass es einem blauen Mandatar gelingt, Jugendliche anzusprechen, sie zu bewegen und sie womöglich gar noch zu den Wahlurnen zu bringen. Daher kann ich Ihre Pein gut verstehen. (Beifall bei der FPÖ.) Wozu die Aufregung? Warum haben Sie sich nicht einen Bundesparteiobmann gesucht und gewählt, der rechnen und rappen kann? (Heiterkeit bei der FPÖ.)
Abg. Rädler: Das stimmt ja gar nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Noch ein Wort zum Schuldenniveau, das immer wieder mit der Hypo in Zusammenhang gebracht wird. Ich möchte nur sagen: Die ÖVP ist seit 1945 bis jetzt, 2014, immer in der Regierung – 69 Jahre! (Abg. Rädler: Das stimmt ja gar nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie haben elf Mal den Minister für Finanzen gestellt, die SPÖ sieben Mal und die FPÖ gerade einmal 3 Jahre. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Rädler: Wo waren Sie in den siebziger Jahren?!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Rädler: Wo waren Sie in den siebziger Jahren?!
Noch ein Wort zum Schuldenniveau, das immer wieder mit der Hypo in Zusammenhang gebracht wird. Ich möchte nur sagen: Die ÖVP ist seit 1945 bis jetzt, 2014, immer in der Regierung – 69 Jahre! (Abg. Rädler: Das stimmt ja gar nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie haben elf Mal den Minister für Finanzen gestellt, die SPÖ sieben Mal und die FPÖ gerade einmal 3 Jahre. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Rädler: Wo waren Sie in den siebziger Jahren?!)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Franz Leonhard Eßl (ÖVP): Herr Präsident! Meine geschätzten Damen und Herren! Liebe Frau Kollegin Winter, offensichtlich kann euer Parteiobmann beides nicht, wenn er sich einen ÖVPler aussucht, mit dem er sich in seinem Video schmückt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Und als Letztes noch: Von den Freiheitlichen ist die Bäuerinnenpension angesprochen worden. Ich darf sagen, dass die Freiheitlichen eigentlich in der Vergangenheit mit der sozialen Absicherung der Bäuerinnen und der Bauern relativ wenig zu tun hatten. Bei der Einführung der Bauernpension war das Schlagwort „Verstaatlichung des Leibes“. Und auch die Bäuerinnenpension haben nicht die blauen Sozialminister gemacht, sondern das trägt auch die Handschrift der ÖVP. – Ich danke und bitte um Zustimmung zu diesem Budget. (Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit bei SPÖ und FPÖ. – Zwischenrufe bei den Grünen.
Meine Damen und Herren! Ich möchte aber zum Umweltbereich noch kurz anmerken, ohne auf dieses Heftl näher eingehen zu wollen, das ich heute in der Früh am Bahnhof in die Hand gedrückt bekommen habe, nämlich „eva“, ein Wahlprogramm beziehungsweise eine Wahlbroschüre der Grünen. (Der Redner hält das genannte Druckwerk in die Höhe.) Ich habe in der Schnellbahn eifrig versucht, darin irgendetwas zum Thema Klima- und Umweltschutz zu finden, aber darüber stand da nichts. Stattdessen gibt es da den Artikel „So schmust Europa“ und „die eva Foto-Lovestory“. Das erinnert mich ein bisschen an das „Bravo“ aus meiner Jugendzeit. Also so etwas Inhaltsleeres habe ich überhaupt noch nicht gesehen! Aber macht nichts, es war eine nette Lektüre auf dem Weg ins Parlament. (Heiterkeit bei SPÖ und FPÖ. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Abg. Pirklhuber: Wir arbeiten in allen Bundesländern!
Meine Bitte an die Grünen, aber auch an alle anderen wäre: Wir müssen die Bevölkerung mitnehmen auf dem Weg zur Energiewende und zum Klimaschutz. Wir können noch so bemüht hier herinnen Politik formulieren und sie auch finanzieren – wenn draußen die Bürgerinnen und Bürger nicht mitgehen, bringt das wenig. (Abg. Pirklhuber: Wir arbeiten in allen Bundesländern!) Ich sage das ganz bewusst. Es werden nämlich zunehmend aus egoistischen Eigeninteressen heraus Bürgerinitiativen gestartet, um Windräder- und Leitungsbau zu verhindern, ja sogar um Hochwasserschutzmaßnahmen zu verhindern.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Pirklhuber: Danke für diese grüne Botschaft! Gute Werbung!
Ich bin da ganz bei Herrn Trittin, grüner Abgeordneter im Deutschen Bundestag. Er stellt sich selbstbewusst hin und sagt: Wenn wir die Energiewende wollen, dann müssen wir auch die Bürger mitnehmen, dann müssen wir Überzeugungsarbeit leisten und dürfen nicht populistisch nachjammern. Diesen Appell richte ich an alle Fraktionen in diesem Haus. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Pirklhuber: Danke für diese grüne Botschaft! Gute Werbung!)
Abg. Pirklhuber: Und wo ist der Kammerpräsident? Auch nicht da!
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir reden über Nachhaltigkeit, Klimawandel, Ernährungssouveränität, wir reden über das Budget für die Lebensgrundlagensicherung. Und wenn ich in die Reihen der Grünen schaue, merke ich, dass nur relativ wenige Abgeordnete der Grünen sich für diese Themen interessieren. (Abg. Pirklhuber: Und wo ist der Kammerpräsident? Auch nicht da!) Dabei nehmen die Grünen diese Themen ständig für sich in Anspruch, meine Damen und Herren. Ich sage das jetzt ganz offen: Die wahren und einzigen Grünen, die es gibt, sind die bäuerlichen Familien, die Bäuerinnen und die Bauern (Beifall bei der ÖVP), die nachhaltig dieses Land geprägt und bewirtschaftet haben, sodass wir heute von einer Kulturlandschaft sprechen können! Wir brauchen Sie nicht dafür, dass Sie uns neue Bürokratie, neue Auflagen und so weiter vorschreiben.
Beifall bei der ÖVP
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir reden über Nachhaltigkeit, Klimawandel, Ernährungssouveränität, wir reden über das Budget für die Lebensgrundlagensicherung. Und wenn ich in die Reihen der Grünen schaue, merke ich, dass nur relativ wenige Abgeordnete der Grünen sich für diese Themen interessieren. (Abg. Pirklhuber: Und wo ist der Kammerpräsident? Auch nicht da!) Dabei nehmen die Grünen diese Themen ständig für sich in Anspruch, meine Damen und Herren. Ich sage das jetzt ganz offen: Die wahren und einzigen Grünen, die es gibt, sind die bäuerlichen Familien, die Bäuerinnen und die Bauern (Beifall bei der ÖVP), die nachhaltig dieses Land geprägt und bewirtschaftet haben, sodass wir heute von einer Kulturlandschaft sprechen können! Wir brauchen Sie nicht dafür, dass Sie uns neue Bürokratie, neue Auflagen und so weiter vorschreiben.
Abg. Pirklhuber: Machen Sie mal ordentliche Politik für die Bauern und nicht nur Lippenbekenntnisse am Sonntag!
Ich möchte mich bei den Bäuerinnen und Bauern bedanken für diese Lebensleistung, die sie tagtäglich erbringen! Dafür brauchen wir keine Grünen (Abg. Pirklhuber: Machen Sie mal ordentliche Politik für die Bauern und nicht nur Lippenbekenntnisse am Sonntag!), die Eigentumsdiebstahl begehen, die in Ställe einbrechen und dergleichen mehr, die Terror auf Eigentum ausüben. Das brauchen wir nicht, meine Damen und Herren! (Lebhafter Beifall bei der ÖVP. – Widerspruch bei den Grünen.)
Lebhafter Beifall bei der ÖVP. – Widerspruch bei den Grünen.
Ich möchte mich bei den Bäuerinnen und Bauern bedanken für diese Lebensleistung, die sie tagtäglich erbringen! Dafür brauchen wir keine Grünen (Abg. Pirklhuber: Machen Sie mal ordentliche Politik für die Bauern und nicht nur Lippenbekenntnisse am Sonntag!), die Eigentumsdiebstahl begehen, die in Ställe einbrechen und dergleichen mehr, die Terror auf Eigentum ausüben. Das brauchen wir nicht, meine Damen und Herren! (Lebhafter Beifall bei der ÖVP. – Widerspruch bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.
erfunden haben, nämlich starke Betriebe zu haben, damit wir uns Ökologisches und Soziales leisten können. (Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.) – Sie kommen mir wie ein Helikopter vor: Staub aufwirbeln, und dann seid ihr wieder weg. – Alles Gute! (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Strache.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Strache.
erfunden haben, nämlich starke Betriebe zu haben, damit wir uns Ökologisches und Soziales leisten können. (Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.) – Sie kommen mir wie ein Helikopter vor: Staub aufwirbeln, und dann seid ihr wieder weg. – Alles Gute! (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Strache.)
Abg. Strache: Das nächste Mal werde ich den Helikopter in den Rap einbauen! – Heiterkeit bei der FPÖ.
Präsident Karlheinz Kopf: Als Nächster gelangt Herr Abgeordneter Dr. Feichtinger zu Wort. – Bitte. (Abg. Strache: Das nächste Mal werde ich den Helikopter in den Rap einbauen! – Heiterkeit bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein Schlusssatz noch zum Thema Wasserwirtschaft und zu den damit immer wieder in den Raum gestellten Ideen von einigen Parteien hier im Haus: Die Siedlungswasserwirtschaft ist im öffentlichen Bereich sehr gut aufgehoben, und dort soll sie auch bleiben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.
Dabei möchte ich schon eines ganz klar betonen: Wir stehen vor EU-Wahlen. Wir brauchen in Zukunft eine starke Achse nach Brüssel, und unser Bundesminister mit seiner EU-Erfahrung, EU-Kompetenz und mit seinem EU-Netzwerk wird uns da, glaube ich, als Garant zur Seite stehen. Und ganz wichtig: Da können wir einzigartig eine sehr starke Frau unterstützen, Frau Elisabeth Köstinger, seit vielen Jahren eine starke Stimme in Brüssel. Und sie wird es auch in Zukunft sein, weil sie Österreichs Landwirtschaft in Brüssel einfach toll verankern kann. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.)
Beifall bei der ÖVP.
Mit dem Agrarbudget 2014/2015 sichern wir über 500 000 Arbeitsplätze. Wir geben unseren Bäuerinnen und Bauern Planungs- und Berechnungssicherheit; und ich glaube, insgesamt ist das eine Investition, die dem gesamten Land, der Wirtschaft und den Menschen guttut. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Pirklhuber: Eine sehr gute Frage!
Es ist sehr erfreulich, dass öffentliche Gelder zur Erreichung von Klimaschutzzielen eingesetzt werden, das ist ja auch in den Wirkungszielen so festgeschrieben. Für die nächsten beiden Jahre stehen jeweils 107 Millionen € zur Verfügung, und mit dem neuen Haushaltsrecht ist es auch erforderlich, dass die Wirkungsorientierung der öffentlichen Gelder überprüft wird. Aber, und das ist uns SozialdemokratInnen besonders wichtig, kommen diese Mittel an der richtigen Stelle an? (Abg. Pirklhuber: Eine sehr gute Frage!)
Abg. Pirklhuber: Da braucht es Maßnahmen!
Warum ist das so wichtig? – Haushalte, die ohnehin wenig Einkommen haben und immer belastet sind, sind das auch in Relation bei Umweltmaßnahmen. Zusätzliche Energiesteuern treffen genau diese Haushalte. (Abg. Pirklhuber: Da braucht es Maßnahmen!) Auch beim Zugang zu Prämien haben einkommensschwache Haushalte Nachteile. Da geht es um den Ankauf von energieeffizienten Geräten, von E-Autos beispielsweise, wo der Eigenfinanzierungsanteil so hoch ist, dass diese Haushalte gar nicht in Versuchung kommen, zu profitieren. (Abg. Pirklhuber: Genau!)
Abg. Pirklhuber: Genau!
Warum ist das so wichtig? – Haushalte, die ohnehin wenig Einkommen haben und immer belastet sind, sind das auch in Relation bei Umweltmaßnahmen. Zusätzliche Energiesteuern treffen genau diese Haushalte. (Abg. Pirklhuber: Da braucht es Maßnahmen!) Auch beim Zugang zu Prämien haben einkommensschwache Haushalte Nachteile. Da geht es um den Ankauf von energieeffizienten Geräten, von E-Autos beispielsweise, wo der Eigenfinanzierungsanteil so hoch ist, dass diese Haushalte gar nicht in Versuchung kommen, zu profitieren. (Abg. Pirklhuber: Genau!)
Beifall bei der SPÖ.
Gerade jene Familien verdienen es, bei klimaschutzpolitischen Maßnahmen wirklich auf öffentliche Gelder zurückgreifen zu können. Was ist unser Ziel? – Für uns SozialdemokratInnen ist es eminent wichtig, dass die gerechte Verteilung dieser Fördergelder gewährleistet ist und dass sie definitiv dort landen, wo wenig Einkommen in den Haushalten ist. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Das oberste Ziel für die Zukunft ist, dass wir multifunktionelle Betriebe im ländlichen Raum erhalten. Und da ist es unserer Elli Köstinger zu verdanken, dass sie das Budget in Europa ausgekämpft hat, aber auch unserem Vizekanzler und Finanzminister Michael Spindelegger; denn er hat erkannt, wie wichtig es für unsere Bauern ist, dass die Bauern in Österreich die Möglichkeit haben, weiterzuarbeiten, zu leben, zu produzieren und beste Produkte für alle zu erzeugen. – In diesem Sinne ein herzliches Danke und alles Gute! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Zunächst waren 155 Millionen € als fehlend kolportiert. Frau Kollegin Glawischnig hat heute schon 200 Millionen € genannt. Es darf also nach Belieben ein bisschen mehr oder ein bisschen weniger sein – das ist wirklich unseriös. Das Budget ist nämlich nahezu gleich geblieben. Dabei muss ich sagen, dass es angesichts des blauen Hypo-Debakels nicht einfach war, so ein Paket zu schnüren. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Aber, Gott sei Dank, es ist geschafft.
Beifall bei der ÖVP.
Herr Bundesminister Rupprechter, vielen herzlichen Dank für einen wichtigen Vorstoß, was die Klimaziele Europas betrifft. Da dürfen wir nicht nachlassen, und Sie haben das hervorragend gemacht, nämlich die österreichische Vorreiterrolle weiter ausgebaut und gestärkt. Ich bin auch überzeugt davon, dass wir mit Elli Köstinger nicht nur eine hervorragende Kandidatin, sondern auch eine erfahrene Europaparlamentarierin haben, mit der wir in Zukunft auch in diesen Themen und Fragen eng zusammenarbeiten können. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Innovative Umweltpolitik schafft Arbeitsplätze, innovative Umweltpolitik sichert Wirtschaftswachstum, und damit stärken wir den Standort Österreich. Geschätzter Herr Bundesminister, danke für deinen Einsatz und alles Gute für die kommenden Aufgaben! (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Der Rapper!
Präsident Karlheinz Kopf: Zu Wort gemeldet hat sich jetzt noch Herr Klubobmann Strache. – Bitte. (Ruf bei der ÖVP: Der Rapper!)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist daher besonders wichtig sicherzustellen, dass wir in Österreich in vielen Bereichen wieder Selbsternährungsfähigkeit haben. Das ist in manchen Bereichen gar nicht mehr gegeben. Es ist auch wichtig, den Arbeitsplatz Bauer endlich stärker in den Mittelpunkt zu stellen und zu fördern und nicht die Fläche, keine Frage. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Aber da gibt es etwas, das ich nicht verstehe. Die Herren Schmuckenschlager und Schultes haben heute angesprochen, dass wir uns erlaubt haben – uh, welch Frevel! –, die großartige Persönlichkeit Figl positiv zu sehen, dass wir uns erlaubt haben, zu Figls Rede im Jahr 1955 (Zwischenrufe bei der ÖVP), in der er zu Recht, mit gutem Grund und mit vollstem Stolz gesagt hat, „Österreich ist frei!“, zu sagen, dass wir voll dahinterstehen, weil das großartig war, was Figl da gelungen ist (Beifall bei der FPÖ), zu sagen, dass wird das positiv sehen.
Beifall bei der FPÖ
Aber da gibt es etwas, das ich nicht verstehe. Die Herren Schmuckenschlager und Schultes haben heute angesprochen, dass wir uns erlaubt haben – uh, welch Frevel! –, die großartige Persönlichkeit Figl positiv zu sehen, dass wir uns erlaubt haben, zu Figls Rede im Jahr 1955 (Zwischenrufe bei der ÖVP), in der er zu Recht, mit gutem Grund und mit vollstem Stolz gesagt hat, „Österreich ist frei!“, zu sagen, dass wir voll dahinterstehen, weil das großartig war, was Figl da gelungen ist (Beifall bei der FPÖ), zu sagen, dass wird das positiv sehen.
Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Singer: Das ist lächerlich!
Ich verstehe nicht, welches Problem Sie dabei haben. Und ich frage mich: Glauben Sie nicht mehr an dieses Österreich? (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Singer: Das ist lächerlich!)
Beifall bei der FPÖ.
Ich habe den Eindruck, dass Sie ein schlechtes Gewissen haben. Sie sollten sich bei Figl entschuldigen, weil Sie alle christlich-sozialen Werte, auch die Freiheit Österreichs, auch die Neutralität Österreichs, längst über Bord werfen wollen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Prinz: Letztklassig! Dass Sie das notwendig haben!
Es ist Ihr schlechtes Gewissen, und daher verstehe ich, dass Sie heute hier vor der EU-Wahl ziemlich verkrampft, nervös und hysterisch auftreten. Das verstehe ich schon. (Abg. Prinz: Letztklassig! Dass Sie das notwendig haben!)
Heiterkeit bei der ÖVP
Ich kann euch versprechen: Die Goldene CD widme ich natürlich Figl, denn der war eine großartige Persönlichkeit. Und genau für diese Freiheit, für die er eingetreten ist, aber auch die österreichische Neutralität, stehen wir Freiheitlichen heute. Heute wäre er ein Mitstreiter von uns, ich sage das ganz offen (Heiterkeit bei der ÖVP), denn Sie haben leider Gottes alle Werte in diesem Bereich längst verlassen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich kann euch versprechen: Die Goldene CD widme ich natürlich Figl, denn der war eine großartige Persönlichkeit. Und genau für diese Freiheit, für die er eingetreten ist, aber auch die österreichische Neutralität, stehen wir Freiheitlichen heute. Heute wäre er ein Mitstreiter von uns, ich sage das ganz offen (Heiterkeit bei der ÖVP), denn Sie haben leider Gottes alle Werte in diesem Bereich längst verlassen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Dollfuß gehört Ihnen, den nehmen wir Ihnen nicht, den machen wir Ihnen nicht streitig, machen Sie sich keine Sorge, aber ich denke, Sie sollten ein bisschen selbstkritisch in sich gehen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Was bleibt übrig von Ihrer gut gemeinten Politik? – Die Reformen, die Sie ankündigen, sind keine Reformen, das sind minimale Erhöhungen. Aber wenn Sie, meine Damen und Herren von der ÖVP und der Regierung, schon das als Reform sehen, ist das ein besonders trauriges Bild. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Welches Gesamtresümee für die Familien ergibt sich daraus? – Die Einzigen, die sich für die Familien, für die Werte der Familien einsetzen, sind wir Freiheitliche. Und das ist auch ein Thema für den 25. Mai. Wir sind die Garanten dafür, dass die Werte der Familie erhalten bleiben. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.
Trotz der großen Sparnotwendigkeit wurde ein Familienpaket in der Höhe von 1,5 Milliarden € geschnürt, und in unserem Staatshaushalt sind pro Jahr rund 7 Milliarden € für unsere Familien eingeplant. (Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.)
Beifall bei der ÖVP.
Der Zuschlag für erheblich behinderte Kinder wird auf 150 € pro Monat erhöht; das ist eine Erhöhung von 8,5 Prozent. Das Schulstartgeld in der Höhe von 100 € pro Jahr bleibt erhalten. Eine Familie mit zwei Kindern erreicht bis 2018 ein Plus von 822 €, und eine Familie mit drei Kindern ein Plus von 1 347 €. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Aber auch der Wirtschaft kommt in diesem Zusammenhang große Verantwortung zu. Betriebskindergärten, Teilzeitlösungen und flexible Arbeitszeiten können ein wesentlicher Beitrag sein, Österreich zum familienfreundlichsten Land Europas zu machen. Und ich bin überzeugt davon, dass unsere Frau Bundesminister als Mutter und Frau aus der Wirtschaft in diesem Bereich sehr erfolgreich sein wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kitzmüller: Hier, ich bin da! Immer da!
Mit der Familienpolitik unserer Bundesregierung können wir – Frau Kitzmüller, wo ist sie? (Abg. Kitzmüller: Hier, ich bin da! Immer da!) – positiv in die Zukunft blicken. Danke, Frau Familienministerin. Danke, Herr Finanzminister. Danke, Herr Bundeskanzler. (Abg. Podgorschek: Österreich oder die ÖVP!)
Abg. Podgorschek: Österreich oder die ÖVP!
Mit der Familienpolitik unserer Bundesregierung können wir – Frau Kitzmüller, wo ist sie? (Abg. Kitzmüller: Hier, ich bin da! Immer da!) – positiv in die Zukunft blicken. Danke, Frau Familienministerin. Danke, Herr Finanzminister. Danke, Herr Bundeskanzler. (Abg. Podgorschek: Österreich oder die ÖVP!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kitzmüller: Eure Panik muss ja enorm sein!
Diesen positiven Blick würde ich mir auch von der Opposition wünschen. Wir hätten allen Grund dazu. Verzichten Sie ganz einfach auf Ihre populistischen Reflexe, unsere Kinder hätten es sich verdient. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kitzmüller: Eure Panik muss ja enorm sein!)
Abg. Eßl: Ein guter Mann!
Abgeordnete Mag. Daniela Musiol (Grüne): Herr Präsident! Frau Ministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Wenn man meinem Vorredner Strasser zugehört hat, so könnte man meinen, familienpolitisch sei in Österreich alles in Ordnung. (Abg. Eßl: Ein guter Mann!) Kollegin Kitzmüller hingegen hat gesagt, dass nichts in Ordnung ist.
Beifall bei den Grünen.
Ich würde meinen, wir liegen genau dazwischen: Es ist einiges in Ordnung, es ist einiges besser als noch in der letzten Gesetzgebungsperiode, Frau Ministerin, aber wir sind noch weit weg davon, dass alles in Ordnung ist. (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der FPÖ: Welcher Strasser ist das: der vom Plakat?
Wir sind auch noch weit weg davon, Herr Kollege Strasser, dass es allen Kindern und allen Familien in Österreich gut geht. (Ruf bei der FPÖ: Welcher Strasser ist das: der vom Plakat?)
Beifall bei den Grünen.
Ich sage nur Diskriminierung, Zigtausende Familien, die keine Familie sein dürfen – Stichwort gleichgeschlechtliche Paare –, weil ihnen verwehrt wird zu adoptieren oder auf andere Weise Kinder zu bekommen. Und da hat die ÖVP durchaus eine starke Handschrift hinterlassen. Aber wir haben ja gehört, spätestens nach dem Eurovision Song Contest wird Österreich toleranter. Wir glauben es erst, wenn die Maßnahmen hier beschlossen und auch bei den Familien angekommen sind. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kitzmüller: Gott sei Dank! Wozu auch?
Das zweite verpflichtende Kindergartenjahr ist in den nächsten beiden Jahren nicht budgetiert, also anscheinend abgesagt. (Abg. Kitzmüller: Gott sei Dank! Wozu auch?)
Beifall bei den Grünen.
Familienpolitik, die ermöglicht, dass es für alle in Ordnung ist, sieht anders aus! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kitzmüller: Ja, ich höre!
Zu den Geldleistungen: 6,1 Milliarden werden an Geld – Frau Kitzmüller! (Abg. Kitzmüller: Ja, ich höre!) –, 6,1 Milliarden werden an die Familien ausbezahlt. Dazu kommen jetzt noch diese neuen 830 Millionen, die wir für die Familienbeihilfe haben. (Abg. Kitzmüller: Auf eine Periode für alle Familien gerechnet, was kommt denn da heraus?) Dann haben wir noch jährlich plus 500 Millionen für Steuererleichterungen für die Familien, jährlich 500 Millionen. (Abg. Kitzmüller: Haben Sie das schon einmal durchgerechnet, was pro Familie herauskommt?)
Abg. Kitzmüller: Auf eine Periode für alle Familien gerechnet, was kommt denn da heraus?
Zu den Geldleistungen: 6,1 Milliarden werden an Geld – Frau Kitzmüller! (Abg. Kitzmüller: Ja, ich höre!) –, 6,1 Milliarden werden an die Familien ausbezahlt. Dazu kommen jetzt noch diese neuen 830 Millionen, die wir für die Familienbeihilfe haben. (Abg. Kitzmüller: Auf eine Periode für alle Familien gerechnet, was kommt denn da heraus?) Dann haben wir noch jährlich plus 500 Millionen für Steuererleichterungen für die Familien, jährlich 500 Millionen. (Abg. Kitzmüller: Haben Sie das schon einmal durchgerechnet, was pro Familie herauskommt?)
Abg. Kitzmüller: Haben Sie das schon einmal durchgerechnet, was pro Familie herauskommt?
Zu den Geldleistungen: 6,1 Milliarden werden an Geld – Frau Kitzmüller! (Abg. Kitzmüller: Ja, ich höre!) –, 6,1 Milliarden werden an die Familien ausbezahlt. Dazu kommen jetzt noch diese neuen 830 Millionen, die wir für die Familienbeihilfe haben. (Abg. Kitzmüller: Auf eine Periode für alle Familien gerechnet, was kommt denn da heraus?) Dann haben wir noch jährlich plus 500 Millionen für Steuererleichterungen für die Familien, jährlich 500 Millionen. (Abg. Kitzmüller: Haben Sie das schon einmal durchgerechnet, was pro Familie herauskommt?)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Was würde das letztendlich bedeuten? – 14 000 zusätzliche Arbeitsplätze für Menschen, die in der Kinderbildungseinrichtung tätig sind. Zusätzlich bewirkt das noch, dass wir mindestens 2 300 Arbeitsplätze für die Schaffung, für den Bau und für alles Mögliche haben. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Schon allein durch die direkten Lohnabgaben jener, die für die Errichtung sorgen, und jener, die dann dort arbeiten – Steuern, Sozialversicherung, Lohnsummenabgaben –, erhält die öffentliche Hand beträchtliche Mittel, die in das Budget zurückfließen, sodass man bei der Erstellung des nächsten Budgets auch wieder einen Spielraum hat, für die Zukunft zu investieren. Wenn wir für die Zukunft investieren, dann müssen wir ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Sach- und Geldleistungen für Familien herstellen, damit wir – und da schließe ich mich Kollegin Musiol an – alle Familien treffen, sowohl mit Geld als auch mit Sachleistungen. Und das ist letztendlich unser Ziel als Sozialdemokratie. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Unser Staatssystem ist auf Beitragszahlern aufgebaut. Wir brauchen eine entsprechende Kinderrate, damit unser Steuersystem weiterhin funktioniert. Das betrifft sowohl die Jugend mit den Bereichen Erziehung und Bildung, aber natürlich auch die Senioren. Das sind die Familienthemen, die so unterschätzt werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Diese Leistung der Mütter ist aufzuzeigen, und es sind neue Modelle in den Schulen aufzubauen, bis zum Unterrichtspflichtfach Kochen, Ernährung. Da sind wieder völlig neue Fundamente aufzubauen. Ich glaube, es wäre für die Zukunft ganz wesentlich, diese wichtige, oftmals unterschätzte Leistung der Familien, der Mütter wieder in den Mittelpunkt zu stellen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ein wesentlicher Bestandteil dabei ist, dass man auch die Leistung der pflegenden beziehungsweise erziehenden Familienmitglieder belohnt. In Sinne einer Gleichstellung mit den staatlichen Einrichtungen müssen auch die Leistungen der Mütter oder Großmütter, die in der Erziehung beziehungsweise auch in der Altenbetreuung – ich glaube, auch das ist ein ganz wesentlicher Lebensabschnitt, und es ist zu begrüßen, wenn man in Würde im Kreise der eigenen Angehörigen altern kann – tätig sind, abgegolten werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir werden uns voll einsetzen für eine gute Zukunft für die wichtigste Zelle im Staat, die Familie, und werden für diese und für die Kinder arbeiten. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Nun noch ein ganz kurzes Wort: Natürlich fördern wir auch Beratungsstellen, die homosexuelle Jugendliche beraten und begleiten. Auch das ist für mich ein ganz wichtiger Schwerpunkt, und dieser ist bereits enthalten. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Petra Steger (FPÖ): Herr Präsident! Frau Ministerin! Hohes Haus! 62 Prozent der Jugendlichen in Österreich zeigen wenig bis gar kein Interesse an der Politik – Tendenz steigend. Mich wundert es überhaupt nicht, dass die Jugend den Glauben in diese Regierungspolitik verloren hat, denn Sie zeigen ja auch umgekehrt mit allen Maßnahmen und jetzt auch wieder mit diesem Budget, dass Sie den Glauben in die österreichische Jugend schon längst verloren haben! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
und zwar alle mit dem Ziel, eine koordinierte Jugendpolitik in Abstimmung mit den verschiedenen Politikfeldern zu schaffen. All das ist wichtig und positiv. Das Problem dabei ist nur, dass Sie von „bewusst“ nicht zum „Sein“ kommen, also vom Wissen zur Handlung. Da hapert es an allen Ecken und Enden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage Ihnen: Es sollte Sie massivst beunruhigen, dass in Österreich das Desinteresse unserer Jugend immer weiter steigt! Das Problem dabei ist, dass Sie, selbst wenn Sie schon zur Einsicht gelangt sind, keine Handlungen folgen lassen. Ein Ausdruck dafür ist wieder einmal dieses Budget. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Katharina Kucharowits (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Sehr geehrte Frau Staatssekretärin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Liebe Kollegin Steger! Ich lasse die Neue Mittelschule sicherlich nicht schlechtreden! Bitte sprich einmal mit Schülerinnen und Schülern! Diese fühlen sich sehr wohl in dem neuen Mittelschul-Modell! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein zweiter Grund, warum Jugendliche vielleicht nicht so viel Interesse an Politik haben, liegt womöglich an mancher Darstellung durch einzelne Politikerinnen und Politiker, und dagegen müssen wir auf jeden Fall auftreten! – Ich glaube, diesbezüglich leisten wir Jungen auch einen Beitrag. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.
Es ist wirklich super, dass wir die Familienbeihilfe nun erhöht haben und gestern, wie von Ihnen auch erwähnt, den Beschluss gefasst haben, nun monatlich auszuzahlen, weil das einfach für viele leichter planbar ist. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.)
Beifall bei der SPÖ.
Schaffen wir weiters ein einheitliches Jugendschutzgesetz, in Anbetracht dessen junge Leute nicht überlegen müssen, wo sie gerade stehen und was man gerade in welcher Form tun darf. – Darum möchte ich wirklich bitten, und ich richte diesen Appell auch an die Landeshauptleute. Frau Ministerin, bitte werden Sie weiterhin aktiv in diese Richtung! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zur eigenen Entscheidung: Junge Leute wollen entscheiden können, in welcher Familienkonstellation sie leben möchten, ob allein, homosexuell, heterosexuell, ob mit oder ohne Kind. Hier braucht es eben nicht die Politik als Regulativ oder Korrektiv, sondern wir müssen Unterstützerin oder Unterstützer sein und Rahmenbedingungen schaffen, um Selbstbestimmung auch wirklich lebbar zu machen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir wollen auch nicht mehr darüber diskutieren müssen, ob homosexuelle Paare Kinder adoptieren dürfen oder nicht. Her mit dem Adoptionsrecht! Adoptionsrecht jetzt! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Liebe Damen und Herren! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Väter wollen bei ihren Kindern sein. Intensivieren wir deshalb die Väterkarenz und setzen wir bitte gemeinsam den bezahlten Papa-Monat um! Jungpapas wären uns dafür sehr dankbar, Frau Ministerin! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir in der SPÖ stehen für Kinder- und Jugendpolitik und Familienpolitik, die im 21. Jahrhundert eine Selbstverständlichkeit ist. Leider sind wir dort noch nicht wirklich angekommen. Wir werden weiter dafür arbeiten und dafür kämpfen. Und rocken wir, Frau Ministerin, gemeinsam die Kinder-, Jugend- und Familienpolitik in Österreich! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Asdin! Du hast vorhin von Einsparungen gesprochen. – Man kann auf jeden Fall überall einsparen. Es stellt sich nur die Frage: Wo genau wird eingespart? Und wenn wir genau bei der Bildung und genau bei den Zukunftsbereichen einsparen, dann ist das genau die falsche Lösung, die wir momentan treffen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Der zweite Bereich ist der Umweltbereich. In diesem schwanken momentan die Zahlen auch ein bisschen hin und her. Nach unseren Berechnungen werden bis 155 Millionen eingespart. Das verstehe ich auch nicht! Damit wird hier wirklich eigentlich meiner Generation der Ast abgesägt, auf dem wir sitzen. Warum können wir als Parlament nicht sagen, dass wir wirklich eine richtige Energiewende wollen? Sagen wir doch: Wir wollen von Öl und Gas und von Russland unabhängig werden! Wir wollen wirklich eine Verdoppelung der Biobetriebe! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir Grüne sind natürlich manchmal ein bisschen Träumer. Wir träumen zum Beispiel davon, dass wir den Klimawandel wirklich verhindern. Das ist unser Ziel! Und deshalb meinen wir auch, dass dieses Budget dazu viel zu unambitioniert ist. Wir müssen nämlich in Umwelt und Bildung investieren, und ich meine, wir im Parlament können uns wirklich einmal zusammenraufen und sagen: He Leute, wir schauen in die Zukunft und nicht immer nur zurück! Wir schauen nicht immer nur auf Klientelen, auf große Konzerne und auf Lobbys. Ich finde, wir müssen da einfach einmal bessere Politik machen, und zwar für uns Junge. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, es muss die Zielsetzung sein, dass wir hier ausgeglichen unseren Weg gehen: auf der einen Seite entsprechende Familiengeldleistungen und auf der anderen Seite die Möglichkeit, dass Familien kein schlechtes Gewissen zu haben brauchen und immer wissen, dass ihre Kinder gut untergebracht sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Anhebung der Familienbeihilfe von 4 bis 6 € pro Kind ist nicht gerade die große Entlastung für unsere Familien. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ganz erfreulich ist aber schon, dass eine langjährige freiheitliche Forderung, nämlich die monatliche Auszahlung der Familienbeihilfe, ab Herbst endlich umgesetzt wird. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ewas mehr Anerkennung der Leistungen der Familien ist aber durchaus angebracht. Daher zum Schluss: Mein ausdrücklicher Dank an alle Familien, die ihren Kindern Liebe, Geborgenheit, aber auch die notwendige Erziehung angedeihen lassen. Diese Familien leisten unglaublich Wertvolles für die Gesellschaft. Ein herzliches Dankeschön! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Schieder.
Zwei Möglichkeiten gibt es: Familie als anthropologische Konstante. Das heißt: die dauerhafte Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau und die gemeinsame Sorge für die gemeinsamen Kinder. Oder: Familie als soziales Konstrukt, dass man beliebig verändern, aushöhlen, überfrachten, schließlich auch dekonstruieren kann. (Zwischenruf des Abg. Schieder.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben uns ganz klar für das erste Modell entschieden. Es entspricht dem Wesen des Menschen, und vor allem entspricht es dem Kindeswohl. Auf der linken Seite dieses Hauses ist die Entscheidung für die andere Variante gefallen. Das Problem in der österreichischen Familienpolitik, meine sehr verehrten Damen und Herren von der ÖVP, ist, dass Sie sich nicht entscheiden können. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Die Familienpolitik ist traditionell ein Feld, wo man sehr schön unterschiedliche Zugänge erkennen kann, wie jetzt eben auch aus der Rede der Kollegin Rosenkranz hervorgegangen ist. Ich denke, Frau Kollegin Rosenkranz, dass das, was dem Wesen des Menschen entspricht, jeder Mensch für sich selber entscheiden können soll. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich glaube, das ist etwas, was uns im politischen Denken sehr wesentlich unterscheidet.
Demonstrativer Beifall der Abg. Kitzmüller.
In der Familienpolitik geht es darum, dass die Politik die Verantwortung hat, Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass jeder Mensch, jede Frau/jeder Mann, die Lebensform wählen können soll, leben können soll, für die er sich selber entscheiden will. Und wir haben die Verantwortung, die entsprechenden Rahmenbedingungen dafür zu schaffen. (Demonstrativer Beifall der Abg. Kitzmüller.)
Beifall bei der SPÖ.
Noch einmal: Unsere Verantwortung ist – und da werden wichtige Schritte gesetzt –, weitere Schritte in Richtung: Jeder/jede soll die Lebensform wählen können, die er/sie sich für sich vorstellt, zu setzen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn sich also immer mehr Väter an der Kinderbetreuung beteiligen, wenn es gesellschaftliche Normalität wird, dass sich Mütter und Väter um die Kinder kümmern und ihre elterliche Verantwortung auch wahrnehmen, dann verändert das das Klima für Familien mit Kindern in Österreich, dann kommt es zu mehr Wertschätzung für die Arbeit von Familien. Wenn es dann auch noch irgendwann einmal einen Tag der Familien gibt, einen Feiertag, wann immer der auch sein wird und in welcher Form auch immer er gestaltet wird, dann wäre auch das ein gutes Zeichen für gelebte Familienfreundlichkeit. Danke, Frau Minister! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In ländlichen Gebieten – ich bin selber Bürgermeisterin einer Gemeinde im Waldviertel – ist der Familienverband im traditionellen Sinn noch mehr gefestigt. Bei uns gibt es noch mehr Großfamilien, wo mehrere Generationen unter einem Dach leben, wo die Jungen, wie es so schön heißt, die Älteren unterstützen, wenn sie etwas bei der Betreuung brauchen, und wo umgekehrt die Älteren bei der Kinderbetreuung helfen. Herzlichen Dank an unsere Familien, die täglich Großartiges leisten! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abschließend möchte ich mich noch ganz herzlich bei unserer Ministerin bedanken, die hervorragende Arbeit für unsere Familien, für unsere Jugend und letzten Endes für unser Österreich leistet. Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Erstens: Herr Sozialminister, Sie verteilen um von den Inländern zu den Ausländern. Sie hören das nicht gerne, aber es ist ein Faktum: die ungerechte Umverteilung von den Inländern zu den Ausländern. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Solche Abgeordneten, meine Damen und Herren, nenne ich nicht Abgeordnete, sondern aus meiner Sicht sind das Agenten der Europäischen Union, die sich da in der Mandatsfunktion verstecken. (Beifall bei der FPÖ.) Das würde aber so manches erklären, was sich im Zusammenhang mit dieser Umverteilung von Österreich zur Europäischen Union abspielt.
Beifall bei der FPÖ.
Das heißt, Herr Minister: drei Mal umverteilt, drei Mal genau in die verkehrte Richtung – und natürlich auch drei Mal ein Grund für uns, dieses Budget abzulehnen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Sozialminister, sagen Ihnen folgende Begriffe etwas: „Gebührenlawine“ – nehmen wir zum Beispiel nur die Müll- oder Wassergebühren her. „Energiepreiswucher“, sagt Ihnen das etwas? – Der Energiepreiswucher wird sich übrigens noch verschärfen, wenn Sie sich weiter an dieser sinnlosen einseitigen Politik gegen Russland beteiligen, die zu einem Gasengpass führen wird, ob Ihnen das passt oder nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
He-Rufe bei der SPÖ
Ich sage Ihnen das heute deshalb, weil Sie – ich glaube, das wissen viele Leute in diesem Land gar nicht – offiziell ja auch die Funktion des Konsumentenschutzministers innehaben. Als dieser Konsumentenschutzminister, Herr Hundstorfer, erinnern Sie mich an eine Schildkröte, die auf dem Rücken liegt und vielleicht das eine oder andere Beinchen bewegen kann (He-Rufe bei der SPÖ), aber Fortschritt gibt es in dieser Angelegenheit keinen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage Ihnen das heute deshalb, weil Sie – ich glaube, das wissen viele Leute in diesem Land gar nicht – offiziell ja auch die Funktion des Konsumentenschutzministers innehaben. Als dieser Konsumentenschutzminister, Herr Hundstorfer, erinnern Sie mich an eine Schildkröte, die auf dem Rücken liegt und vielleicht das eine oder andere Beinchen bewegen kann (He-Rufe bei der SPÖ), aber Fortschritt gibt es in dieser Angelegenheit keinen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Noch etwas ist unbestritten, Herr Sozialminister: dass viele der Probleme – und das verschweigen Sie ganz gerne oder stellen es anders dar –, die Sie in Ihrem Ressort zu bekämpfen haben, zu einem großen Teil hausgemachte Probleme sind. Dazu zähle ich auch die von Ihrer Fraktion so gern strapazierte Hypo-Bank, denn diese Hypo-Bank zu einer Budgetbombe gemacht beziehungsweise diese Budgetbombe scharf gemacht zu haben, das ist das Verdienst einer rot-schwarzen Bundesregierung (Beifall bei der FPÖ), das ist das Verdienst einer Verstaatlichung ohne Not und das ist das Verdienst eines Schlafwagenkurses, den Sie im Zusammenhang mit der Frage, wie man diese
Beifall bei der FPÖ.
Das ist der Punkt: Sie fördern auf europäischer Ebene Fehlentwicklungen mit, Sie füttern die Spekulanten, mit Haftungen bis hin zur Hypo-Bank, alles ist dort möglich, und das Problem dabei ist, dass viele dieser Gelder aus Nicht-Valorisierungen zum Beispiel des Pflegegeldes kommen. Diesen Kurs fahren Sie in den Budgets 2014 und 2015 weiter. Das ist ein Beitrag zur Armutssteigerung, aber kein Beitrag zur Armutsmilderung! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Diese Gelder kommen auch aus den nicht erfolgten Anpassungen im Pensionsbereich. Sie fahren diesen Kurs 2014 und 2015 weiter. Das ist ein Beitrag zur Armutssteigerung und nicht zur Armutsverhinderung, wenn sie den Menschen die Pensionen immer deutlich unter der Inflationsrate anpassen. Sie müssen vorsichtig sein, denn ich glaube, das wird unter dem Strich auch dazu führen, dass sich die junge Generation diesem System verweigern wird, denn das, was Sie ihnen heute zeigen, ist, dass diejenigen besonders gestraft werden, die am meisten einzahlen, das sind nämlich diejenigen, die seit Jahren um eine volle Anpassung umfallen. Das ist ein verheerendes Signal, das sollten Sie auch einmal bedenken. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Wenn Sie zum Beispiel am 1. Mai mit Ihren roten Fetzen am Rathausplatz herumwacheln und die Millionärssteuer strapazieren (Zwischenrufe bei der SPÖ), da stehen die Millionäre beieinander und verlangen die Millionärssteuer, die immer nur bedeutet, dass die Millionäre die anderen sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn Sie zum Beispiel am 1. Mai mit Ihren roten Fetzen am Rathausplatz herumwacheln und die Millionärssteuer strapazieren (Zwischenrufe bei der SPÖ), da stehen die Millionäre beieinander und verlangen die Millionärssteuer, die immer nur bedeutet, dass die Millionäre die anderen sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.
Es ist eine Unart des Sozialismus, immer so zu tun, als hätte jeder, der es in diesem Land zu etwas gebracht hat, dieses Geld gestohlen oder es sich ergaunert. (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.) Das ist nämlich die Art und Weise, wie Sie mit denjenigen umgehen, die in diesem Land vermögend sind, das muss Ihnen auch einmal gesagt werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist eine Unart des Sozialismus, immer so zu tun, als hätte jeder, der es in diesem Land zu etwas gebracht hat, dieses Geld gestohlen oder es sich ergaunert. (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.) Das ist nämlich die Art und Weise, wie Sie mit denjenigen umgehen, die in diesem Land vermögend sind, das muss Ihnen auch einmal gesagt werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.
Ich kenne ja das Modell der Sozialistischen Jugend, das kenne ich ja, das ist ja nichts Neues: das Modell, dass man die Reichen am besten aus dem Land vertreibt und gleichzeitig Leute importiert, die uns im Sozialsystem hängen bleiben. Diejenigen, die Sie als Leistungsträger haben wollen – das sieht man ja bei der Rot-Weiß-Rot-Karte –, machen einen großen Bogen um ein Land, in dem sie Höchststeuern zu zahlen haben, die gehen ganz woanders hin, und diejenigen, die kommen, sind zu einem großen Teil auch diejenigen, die wir nicht brauchen. Das möchte ich Ihnen auch noch mit auf die Reise geben. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Schieder: Pädagogik!
Noch ein Wort zu den Sonderpensionen, Herr Sozialminister: Der Ansatz ist sehr beherzt, wir alle sind mit dabei, aber man muss immer mit dem Rohrstaberl hinter Ihnen her sein. (Abg. Schieder: Pädagogik!) Ich erinnere mich nämlich noch daran, als Sie hier gesagt haben, bei den Sonderpensionen dürfe man nicht eingreifen, weil man bestehende Verträge nicht brechen dürfe. – Das waren Ihre Worte. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Und jetzt ist plötzlich doch Bewegung in die Sache gekommen, Herr Sozialminister, jetzt geht es auf einmal.
Zwischenruf bei der SPÖ.
Noch ein Wort zu den Sonderpensionen, Herr Sozialminister: Der Ansatz ist sehr beherzt, wir alle sind mit dabei, aber man muss immer mit dem Rohrstaberl hinter Ihnen her sein. (Abg. Schieder: Pädagogik!) Ich erinnere mich nämlich noch daran, als Sie hier gesagt haben, bei den Sonderpensionen dürfe man nicht eingreifen, weil man bestehende Verträge nicht brechen dürfe. – Das waren Ihre Worte. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Und jetzt ist plötzlich doch Bewegung in die Sache gekommen, Herr Sozialminister, jetzt geht es auf einmal.
Abg. Wöginger: Cent! Zurück in die Zukunft!
Es dauert halt etwas länger, bis bei Ihnen der Groschen fällt, das nehme ich zur Kenntnis. (Abg. Wöginger: Cent! Zurück in die Zukunft!) Das lässt mich aber auch noch für andere Bereiche hoffen, wenn es um die Zuwanderung, um den Schutz der österreichischen Arbeitnehmer vor Verdrängung und Lohndumping geht; vielleicht wird da bei Ihnen auch noch eines Tages der Groschen fallen.
Beifall bei der FPÖ.
Wir werden Sie heute hier mit einem Antrag auf die Probe stellen und schauen, wie ernst Sie es mit diesem Kampf gegen die Pensionsprivilegien meinen, Herr Sozialminister! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Noch ein Wort zum Arbeitsmarkt. Warum gehen Sie in einer Situation von Rekordarbeitslosigkeit, von einer Rekordzahl an Schulungsteilnehmern, von einem Wirtschaftswachstum, das nicht dazu angetan ist, diese Arbeitslosigkeit auch nur annähernd zu dämpfen, in einer Situation, in der Ihnen große Betriebe damit drohen, dass sie abwandern werden, in einer Situation, in der wir ein immer größeres Arbeitskräftepotenzial – in Klammern: Migranten – haben, das einer immer kleineren Menge an Arbeitsplätzen gegenübersteht, warum gehen Sie nicht her und sagen, als österreichischer Arbeits- und Sozialminister bin ich dazu da, die eigenen österreichischen Arbeitnehmer vor dem Verdrängungswettbewerb und vor dem Lohn- und Sozialdumping zu schützen? Das wäre unsere freiheitliche Position. Das ist doch gar nicht so schwer. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie wissen ganz genau, dass hier einiges schon auf uns zugekommen ist und dass diese Entwicklung weitergehen wird. Wir Freiheitliche fordern daher eine sektorale Schließung unseres Arbeitsmarktes. Das ist der entscheidende Punkt. Machen wir es den Schweizern nach! Die Schweizer haben, übrigens ein Land, das sehr viel Zuwanderung hat, in einer Volksabstimmung gesagt: So kann es nicht weitergehen. Wir wollen selbst bestimmen, in welchen Bereichen des Arbeitsmarktes wir überhaupt Zuwanderung zulassen. Das definieren wir selbst nach unseren Bedürfnissen, nach unseren Wirtschaftsprognosen, nach unserer Arbeitslosenstatistik. – Das ist doch ein höchst vernünftiger Zugang. Und die Tatsache, dass sich so viele Ausländer in der Schweiz befinden und das Ergebnis trotzdem so ausgegangen ist, zeigt, dass diejenigen, die sich in der Schweiz integriert haben, auch für eine solch sektorale Beschränkung gestimmt haben. Auch das sollte Ihnen zu denken geben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist – wie bei so vielen Dingen – anders gekommen, als es die Stäbe der Europäischen Union geplant haben. Aber dann kann man doch in einer solchen Situation nicht weitertun wie bisher, sondern dann ist es doch ein Akt der Intelligenz und auch ein Akt der Notwehr, ich möchte schon fast sagen: der Landesverteidigung, hier umzudenken und andere Maßnahmen zu setzen als diejenigen, die man sich irgendwann einmal vor 10, 15 Jahren vorgenommen hat und blind und mit Scheuklappen durchzieht. Das ist keine vernünftige Politik! Politik hat sich immer auch an die Gegebenheiten anzupassen, Herr Bundesminister! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Ich glaube, Sie müssten auch hier grundsätzlich ansetzen, Herr Sozialminister. Ich vermisse jede Maßnahme von Ihnen, die dazu führen könnte, dass wir eine Veränderung der Lebenseinkommenskurve zustande bringen. Warum ist es nicht möglich, dafür zu sorgen, dass die jungen Menschen mehr verdienen und dass die älteren Arbeitnehmer etwas günstiger werden? Das liegt auch in der Logik eines Erwerbslebens. Die Summe soll insgesamt 100 Prozent bleiben. Niemand soll um etwas umfallen. Aber wenn Sie den Höhepunkt des Einkommens nach vorne verschieben, dann werden Sie auch den Bedürfnissen der Menschen im Erwerbsprozess und im Aufbau ihres eigenen Lebens gerecht. Denn wann brauche ich denn das Geld? – Das Geld brauche ich dann, wenn ich meine Existenz gründe, dann, wenn ich eine Familie gründe (Beifall bei der FPÖ), dann, wenn ich mir ein Haus baue, dann, wenn ich schauen muss, dass ich all diese Dinge in Bewegung bringe – und nicht dann, wenn ich das alles schon habe. Damit wird ein Umverteilungsmechanismus aufrechterhalten, der so ausschaut, dass die Enkerl darauf hoffen müssen, dass die Oma noch etwas im Sparstrumpf hat, um sie querzufinanzieren.
Beifall bei der FPÖ. – Präsidentin Prammer gibt das Glockenzeichen.
Im Bereich der Bildungspolitik und im Bereich der verfehlten Zuwanderungspolitik werden sehr viele Dinge falsch gemacht, was sich in weiterer Folge mit Milliardenkosten im Sozialbudget zu Buche schlägt. Das ist doch ein Problem, das Sie nicht ignorieren können! Niemandem ist damit geholfen, wenn Sie Jahr für Jahr Milliarden in diesen Bereich hineinbuttern, um die Symptome zu bekämpfen, aber gleichzeitig keine einzige Maßnahme setzen, um im Bereich der Pflichtschulen und im Bereich der Facharbeiter nachhaltig eine Trendwende einzuleiten. Das wäre das, was wir Freiheitlichen in Angriff nehmen würden. Und ich glaube, das ist auch das, was sich die Bevölkerung von der Regierungspolitik erwarten würde. (Beifall bei der FPÖ. – Präsidentin Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Anhaltender Beifall bei der FPÖ.
Herr Sozialminister – mein letzter Satz –, Sie wissen, es ist nie zu spät zur Umkehr. Das gilt auch für Menschen, die Regierungsverantwortung tragen. (Anhaltender Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Hübner: Etwas anderes fällt Ihnen nicht ein als dieser Sager?!
Abgeordnete Dr. Sabine Oberhauser, MAS (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Minister! Frau Staatssekretärin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Herr Abgeordneter Kickl hat mit Vehemenz alle Klischees bedient, die die Freiheitliche Partei nur bedienen kann: Schuld sind die Ausländer und Ausländerinnen, die Regierungspolitik ist, was den Arbeitsmarkt und das Soziale betrifft, verfehlt! (Abg. Hübner: Etwas anderes fällt Ihnen nicht ein als dieser Sager?!) Alle Klischees, die man in einem Wahlkampf nur bedienen kann, sind bedient.
Abg. Kickl: Für Sozialabgaben ist er aber schon zuständig, oder?
Mit der Frage, ob der Sozialminister dafür zuständig ist, wie die Gehaltsentwicklung von Menschen aussieht (Abg. Kickl: Für Sozialabgaben ist er aber schon zuständig, oder?), mit der Frage, ob der Sozialminister jetzt den Arbeitsmarkt für Menschen aus der Europäischen Union zumachen kann, mit all diesen Fragen implizieren Sie hier in Bausch und Bogen, dass hier einer oder die Bundesregierung, wem auch immer Sie das umhängen wollen, dafür verantwortlich ist, und da hoffe ich, dass die Zuseher verstehen, dass das, was Sie hier machen, reiner Populismus in einem Wahlkampf und der Versuch ist, wirklich alle Klischees zu bedienen, und nicht der Realität entspricht.
Abg. Kickl: Aufgrund der FPÖ sind es 23 statt 12! Ich sage es Ihnen nur!
Lassen Sie mich gleich mit der Frage der Sonderpensionen beginnen, die Sie hier so thematisiert haben, und mit der Frage des Umdenkens oder wie auch immer. Ich denke, wir haben in der Frage der Sonderpensionen mit allen Fraktionen hier im Haus sehr gute Verhandlungen geführt. Und einige Dinge, die auch von der FPÖ gekommen sind, sind in diese Regelung miteingeflossen. (Abg. Kickl: Aufgrund der FPÖ sind es 23 statt 12! Ich sage es Ihnen nur!) Auch viele Dinge, die von der Opposition gekommen sind – ich habe jetzt explizit Sie genannt –, sind in diese Verhandlungen miteingeflossen. Sehr konstruktiv und in einer wirklich guten Art und Weise.
Abg. Kickl: Sie sollen ihnen die Richtung vorgeben!
Jetzt auf einmal beginnen Sie mit einer Frage des Auswirkens auf die Länder uns darauf vorzubereiten, dass Sie vielleicht doch irgendwie nicht mit dabei sind. Das wird nämlich dann für Sie die Nagelprobe sein. Sie wissen ganz genau, dass wir, so wie Österreich als Bundesstaat mit Föderalismus strukturiert ist und mit Spielregeln ausgestattet ist, dass wir – und das machen wir – den Bundesländern nur die Ermächtigung geben können, nachzuziehen. (Abg. Kickl: Sie sollen ihnen die Richtung vorgeben!) Sie wissen ganz genau, dass wir es ihnen nicht anordnen können.
Abg. Kickl: Wir werden Ihnen schon noch helfen!
Ich hoffe doch sehr, dass Sie, wie Sie es in den Verhandlungen gezeigt haben, auch am Schluss gemeinsam mit uns den Weg gehen, die Sonderpensionen zu begrenzen, den schwierigen Weg mit uns zu Ende gehen und das dann möglicherweise auch noch weiterentwickeln – und nicht jetzt sagen, ich gehe vielleicht doch nicht mit. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass Sie wollen, dass es so weitergeht, wenn Sie das schon so kritisieren. (Abg. Kickl: Wir werden Ihnen schon noch helfen!) Also ich lade Sie herzlich ein, diesen Weg weiterhin mit uns zu gehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich hoffe doch sehr, dass Sie, wie Sie es in den Verhandlungen gezeigt haben, auch am Schluss gemeinsam mit uns den Weg gehen, die Sonderpensionen zu begrenzen, den schwierigen Weg mit uns zu Ende gehen und das dann möglicherweise auch noch weiterentwickeln – und nicht jetzt sagen, ich gehe vielleicht doch nicht mit. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass Sie wollen, dass es so weitergeht, wenn Sie das schon so kritisieren. (Abg. Kickl: Wir werden Ihnen schon noch helfen!) Also ich lade Sie herzlich ein, diesen Weg weiterhin mit uns zu gehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kickl: Fragen Sie den Herrn Swoboda!
Zur zweiten Sache, zu der Kritik: Ob europäische Abgeordnete jetzt der Spinelli-Gruppe angehören, ja oder nein, ist an und für sich das Gebiet des Herrn Stadler, der damit ganz massiv Panikmache betreibt, dass Karas jetzt irgendwie versuchen könnte, Österreich aufzulösen und mehr oder weniger in Richtung europäischer Bundesstaat zu gehen. (Abg. Kickl: Fragen Sie den Herrn Swoboda!) Also Sie müssen offensichtlich schon Anleihen bei den REKOS nehmen, um irgendwie das Thema weiterzubringen.
Abg. Kickl: So ein Blödsinn! Sie haben Gott sei Dank „soweit ich weiß“ gesagt!
Sie haben davon geredet, dass wir die Banken finanzieren, die Banken nicht reglementieren auf europäischer Ebene. Soweit ich weiß, war bei der Abstimmung im Europäischen Parlament, bei der es um die Reglementierung ging, darum, ob wir die Banken regulieren wollen, Mölzer nicht da, und Ihr zweiter Abgeordneter hat dagegen gestimmt, gegen die Bankenregulierung. (Abg. Kickl: So ein Blödsinn! Sie haben Gott sei Dank „soweit ich weiß“ gesagt!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Einerseits zu plakatieren „Banken in die Schranken“ und andererseits auf europäischer Ebene dann da nicht mitzumachen, also da muss man schon ein bisschen aufpassen, was man plakatiert und was man tut. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Abg. Kickl: Sie haben ja die Erträge von dieser Phantomsteuer schon in das Budget hineingeschrieben!
Lassen Sie mich noch ein Wort zu den am Wochenende stattfindenden Europawahlen sagen. Was wir brauchen, ist ein Weg davon, dass die Gewinne aus Veranlagungen die Erträge aus Einkommen deutlich übersteigen. Und da gibt es einen Weg, den die österreichische Bundesregierung in Brüssel begonnen hat, nämlich dort für eine europaweite Finanztransaktionssteuer zu lobbyieren. (Abg. Kickl: Sie haben ja die Erträge von dieser Phantomsteuer schon in das Budget hineingeschrieben!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: 500 Millionen € haben Sie hineingeschrieben von einer Steuer, die es nicht einmal noch gibt!
Das heißt, am Wochenende entscheidet der Österreicher/die Österreicherin, wie die Europäische Union in Zukunft aussehen wird, ob sie von den Konservativen geführt werden soll oder von denen, die darauf schauen wollen, dass wir die Finanzmärkte regulieren und dass den Menschen von dem mehr in der Tasche bleibt, was sie verdienen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: 500 Millionen € haben Sie hineingeschrieben von einer Steuer, die es nicht einmal noch gibt!)
Beifall bei den Grünen.
Ich sehe da ein Riesendefizit, auch in der SPÖ. Sie sollten am 1. Mai nicht nur auf die hinschauen, die für ihre Arbeit bezahlt werden, sondern auch auf die vielen Menschen, die unbezahlte Arbeit machen, die vielen Frauen, die unbezahlte Arbeit machen, die zu Hause bleiben und sich ihren Angehörigen widmen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das sind Frauen und Menschen, auf die es ankommt, denn wenn wir die nicht hätten, dann würde unser Pflegesystem zusammenbrechen, gelinde gesagt, denn das sind so viele und die halten das System so massiv aufrecht, dass wir alle davon leben und profitieren und unsere Gesellschaft davon quasi gestützt wird. Ich erwarte mir, Herr Minister, dass wir da gemeinsam hinschauen und dass wir diese Frauen und Menschen unterstützen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Rufe bei den Grünen: Das würde ich jetzt nicht behaupten!
Ich finde es schade, möchte ich eingangs als selbstbewusster, frei gewählter Mandatar zum Ausdruck bringen, dass die NEOS wieder ausgezogen sind, obwohl sie sich ansonsten als Sozialpolitiker, als Arbeitsmarktpolitiker verkaufen. (Rufe bei den Grünen: Das würde ich jetzt nicht behaupten!) Ich finde es schade, dass sie dieser Debatte fernbleiben, und ich finde es einfach nicht in (Abg. Haubner: Arbeitsverweigerer!) – Ich finde es nicht in Ordnung, das fällt unter Arbeitsverweigerung, meine Damen und Herren! Das muss man auch zum Ausdruck bringen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Haubner: Arbeitsverweigerer!
Ich finde es schade, möchte ich eingangs als selbstbewusster, frei gewählter Mandatar zum Ausdruck bringen, dass die NEOS wieder ausgezogen sind, obwohl sie sich ansonsten als Sozialpolitiker, als Arbeitsmarktpolitiker verkaufen. (Rufe bei den Grünen: Das würde ich jetzt nicht behaupten!) Ich finde es schade, dass sie dieser Debatte fernbleiben, und ich finde es einfach nicht in (Abg. Haubner: Arbeitsverweigerer!) – Ich finde es nicht in Ordnung, das fällt unter Arbeitsverweigerung, meine Damen und Herren! Das muss man auch zum Ausdruck bringen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich finde es schade, möchte ich eingangs als selbstbewusster, frei gewählter Mandatar zum Ausdruck bringen, dass die NEOS wieder ausgezogen sind, obwohl sie sich ansonsten als Sozialpolitiker, als Arbeitsmarktpolitiker verkaufen. (Rufe bei den Grünen: Das würde ich jetzt nicht behaupten!) Ich finde es schade, dass sie dieser Debatte fernbleiben, und ich finde es einfach nicht in (Abg. Haubner: Arbeitsverweigerer!) – Ich finde es nicht in Ordnung, das fällt unter Arbeitsverweigerung, meine Damen und Herren! Das muss man auch zum Ausdruck bringen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Insbesondere – das zeigen uns die Zahlen – bei den über 50-Jährigen haben wir eine Herausforderung zu bewältigen. Wir haben auch Schritte eingeleitet, die im Budget wirksam sind, nämlich 350 Millionen in den nächsten drei Jahren zusätzlich für Wiedereingliederungsbeihilfen, für die Gruppe der über 50-Jährigen, die länger als sechs Monate arbeitslos sind. Dieser Gruppe, meine Damen und Herren, gilt in erster Linie unsere Aufmerksamkeit. Natürlich ist jeder Arbeitslose in Österreich einer zu viel, wir setzen daher ganz konkrete Maßnahmen, um diesem Trend entgegenwirken zu können. (Beifall bei der ÖVP.)
Die Abgeordneten Kickl und Podgorschek: Das „Wort zum Sonntag“! – Heiterkeit bei der FPÖ.
Abschließend noch ein Wort zum Sonntag. (Die Abgeordneten Kickl und Podgorschek: Das „Wort zum Sonntag“! – Heiterkeit bei der FPÖ.) Am kommenden Sonntag sind Europawahlen. Es geht nicht um eine Denkzettelwahl, Herr Kollege Podgorschek, sondern es geht darum, dass diejenigen, die kein Programm für Europa haben, auch nicht gewählt werden sollen.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Podgorschek: Amen! Das Amen hast du vergessen!
Daher sage ich: Am Sonntag: ÖVP! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Podgorschek: Amen! Das Amen hast du vergessen!)
Beifall beim Team Stronach.
Wir leben in einer demografischen Zeitwende, und wir haben so etwas wie eine Revolution auf leisen Sohlen. Das heißt, nicht nur in Österreich werden die Menschen erfreulicherweise immer älter, sondern in der gesamten EU. Daher müssen wir damit rechnen, dass in zwanzig Jahren 40 Prozent der Bevölkerung älter als 50 Jahre sind. Aus unserer Sicht, geschätzte Damen und Herren, ist es sehr wohl staatliche Aufgabe, dafür zu sorgen, dass wir ein Pensionssystem haben, das die Versorgung der älteren Generation garantiert, aber es kann nicht und niemals staatliche Aufgabe sein, Privilegien, die zu Unrecht erworben sind, einzuzementieren und weiterhin beizubehalten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Aus unserer Sicht ist es moralisch nicht vertretbar, dass zum Beispiel eine Bäuerin mit acht Kindern 384 € Pension hat, während irgendjemand in der Nationalbank mit mehr als 30 000 € in Pension geht. Das ist moralisch nicht vertretbar, und wir werden dagegen mit aller Kraft vorgehen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir wissen, wir alle müssen länger arbeiten, wir müssen länger einzahlen, damit wir, wenn wir Glück haben, vielleicht die gleichen Pensionen bekommen wie jene, die vor einigen Jahren in Pension gegangen sind. An dieser Stelle, Herr Minister: Es ist der richtige Schritt, ein Pensionskonto einzurichten. Es ist der richtige Schritt, mit diesem Pensionskonto für Transparenz zu sorgen, und es ist auch der richtige Schritt, die Systeme zu harmonisieren. Was uns jetzt noch abgeht, ist, dass jene, die jetzt schon die gleichen Rahmenbedingungen haben, nicht auch noch gleich verwaltet werden. Wir fordern, dass es eine einheitliche gemeinsame Verwaltung in diesem Bereich gibt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
anders als die privaten Pensionskassen wälzt diese Bundesregierung Beitragsrückgänge nicht auf die Bürgerinnen und Bürger um, sondern versucht einen sozialen Ausgleich mit diesem System. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es ist das erklärte Ziel der Bundesregierung, das Pensionssystem fair und zukunftsfit zu halten und dafür zu sorgen, dass Menschen länger und gesund im Erwerbsleben bleiben können. Dieser Maßnahmenmix wird zu einer Stabilisierung des staatlichen Aufwandes für die Finanzierung des Pensionssystems führen. Unter den gegebenen Bedingungen, meine Damen und Herren, und mit diesen Aussichten wurde diese Aufgabe von unserem Bundesminister sehr gut erledigt. Ich danke ihm für dieses wirklich gute Budget im Bereich der Pensionen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Aber, Herr Bundesminister, wenn ich mir Ihren Voranschlag für das Budget Arbeit beispielsweise anschaue, dann muss ich sagen, Ihre Ziele sind darin nicht besonders ambitioniert formuliert. Kollegin Oberhauser, glaube ich, hat heute darauf hingewiesen, es werde so viel für die älteren Arbeitslosen gemacht. Es ist gut, dass etwas gemacht wird, aber sehr ambitioniert ist das nicht. Bei den über 50-Jährigen soll der Zielzustand von 7,2 Prozent im Jahr 2013 für das Jahr 2015 auf 8,6 Prozent erhöht werden. Das heißt, Sie rechnen ja schon damit, dass die Zahl der arbeitslosen über 50-Jährigen massiv ansteigen wird. Das ist doch nicht besonders ambitioniert! Was zeigt denn das für ein Ziel, das Sie hier haben, Herr Bundesminister?! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundesminister, ich weiß, dass Sie das jetzt nicht sehr gerne hören, aber das, was Sie und das AMS dagegen tun, ist in Wahrheit nicht wirklich zielführend. Sie bieten Kurse an – und ich habe Ihnen das vor zwei Tagen gesagt, und Sie sind ganz böse geworden. Ich habe Ihnen den Artikel aus der „Neuen Zürcher Zeitung“ vorgelesen, wo ein unabhängiges Institut aus Nürnberg – das hat also mit der FPÖ genau gar nichts zu tun – darauf hingewiesen hat, dass Österreich nicht nur mit den Arbeitslosenzahlen massiv trickst, sondern dass in Österreich das ganz große Problem vor allem darin besteht, dass Österreich Kurse anbietet, die meist nicht zielführend sind, die für die Personen überhaupt nichts bringen und die nur so gestaltet werden, dass parteipolitischer Filz gefördert wird – und das ist wörtlich in der „Neuen Zürcher Zeitung“ nachzulesen. Hier ist es der parteipolitische Filz, der damit gefördert wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Königsberger-Ludwig: ... positive Beispiele!
Ich weiß, das hat Sie ziemlich „narrisch“ und böse gemacht, und Sie haben mir erklärt, 99 Prozent der Menschen sind zufrieden. – Ich kann Ihnen aber versichern, ich habe aufgrund dieser Rede wieder zahlreiche E-Mails von Menschen bekommen. Unter anderem war ein Herr aus Oberösterreich dabei, der einen doppelten Bandscheibenvorfall hat, und der wurde von Ihren AMS-Mitarbeitern dazu genötigt, dass er einen Kurs macht, um Baggerfahrer zu werden. (Abg. Königsberger-Ludwig: ... positive Beispiele!) – Also wenn das das ist, wo Sie sagen, Sie steigern ohnehin alles und Sie werden hier jetzt alles verbessern, dann, Herr Bundesminister, sind Sie säumig. So etwas darf nicht passieren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich weiß, das hat Sie ziemlich „narrisch“ und böse gemacht, und Sie haben mir erklärt, 99 Prozent der Menschen sind zufrieden. – Ich kann Ihnen aber versichern, ich habe aufgrund dieser Rede wieder zahlreiche E-Mails von Menschen bekommen. Unter anderem war ein Herr aus Oberösterreich dabei, der einen doppelten Bandscheibenvorfall hat, und der wurde von Ihren AMS-Mitarbeitern dazu genötigt, dass er einen Kurs macht, um Baggerfahrer zu werden. (Abg. Königsberger-Ludwig: ... positive Beispiele!) – Also wenn das das ist, wo Sie sagen, Sie steigern ohnehin alles und Sie werden hier jetzt alles verbessern, dann, Herr Bundesminister, sind Sie säumig. So etwas darf nicht passieren! (Beifall bei der FPÖ.)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Heinzl: Ein Wahnsinn!
Herr Bundesminister! Das alles sind Dinge, die in Ihr Ressort fallen, und da sind Sie gefordert. Es ist uns allen klar, dass die wirtschaftliche Situation schwer ist, und Sie sind natürlich nicht für alles verantwortlich, aber eines kann ich Ihnen natürlich nicht ersparen: Seit Sie Minister für Arbeit und Soziales sind, ist die Arbeitslosigkeit durchschnittlich um 7,2 Prozent gestiegen, da sind aber die Schulungen noch gar nicht mit eingerechnet. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Heinzl: Ein Wahnsinn!)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn Sie jetzt ankündigen, Sie wollen noch 7 oder 8 Jahre Bundesminister bleiben, denn Sie wollen ein Vorbild sein und bis 70 arbeiten, dann kann ich nur sagen: Gute Nacht, Österreich! – Wenn die Arbeitslosigkeit dann weiterhin so ansteigt, dann haben wir 700 000 arbeitslose Menschen in Österreich. Also ich würde Sie bitten, sich das im Sinne der Arbeitslosen noch einmal gut zu überlegen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Königsberger-Ludwig: Aber der Herr Strache bei Ihnen sitzt auch nicht da!
Aber nicht nur der Herr Muchitsch von der Gewerkschaft sagt das, es sagen ... (Abg. Königsberger-Ludwig: Aber der Herr Strache bei Ihnen sitzt auch nicht da!) Der Kollege Strache sitzt aber im Gegensatz zum Herrn Muchitsch nicht im Sozialausschuss. (Abg. Kickl: Aber der Herr Strache ist auch nicht Mitglied im Sozialausschuss! – Zwischenruf des Abg. Ehmann.) Er geht auch nicht hinaus und redet draußen davon, dass wir endlich etwas gegen Arbeits- und Lohndumping machen müssen (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig), und er ist jetzt nicht herinnen, weil Sie ihm ja verbieten, dass er spricht. – Genau das ist es ja! Wann immer Sozialausschuss oder Sozialdebatte ist, darf er ja gar nicht mehr hereinkommen, dann kommt er irgendwann zu Mittag, wenn die Gesundheitsdebatte startet. Genau so handeln Sie, genau das ist ja Ihr Problem! (Abg. Königsberger-Ludwig: Kollege Muchitsch ist ja nur Ersatzmitglied!) Das hindert ihn ja nicht daran, draußen anders zu sprechen als herinnen. (Abg. Kickl: Die Gewerkschafter sind nur mehr Ersatzmitglieder!)
Abg. Kickl: Aber der Herr Strache ist auch nicht Mitglied im Sozialausschuss! – Zwischenruf des Abg. Ehmann.
Aber nicht nur der Herr Muchitsch von der Gewerkschaft sagt das, es sagen ... (Abg. Königsberger-Ludwig: Aber der Herr Strache bei Ihnen sitzt auch nicht da!) Der Kollege Strache sitzt aber im Gegensatz zum Herrn Muchitsch nicht im Sozialausschuss. (Abg. Kickl: Aber der Herr Strache ist auch nicht Mitglied im Sozialausschuss! – Zwischenruf des Abg. Ehmann.) Er geht auch nicht hinaus und redet draußen davon, dass wir endlich etwas gegen Arbeits- und Lohndumping machen müssen (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig), und er ist jetzt nicht herinnen, weil Sie ihm ja verbieten, dass er spricht. – Genau das ist es ja! Wann immer Sozialausschuss oder Sozialdebatte ist, darf er ja gar nicht mehr hereinkommen, dann kommt er irgendwann zu Mittag, wenn die Gesundheitsdebatte startet. Genau so handeln Sie, genau das ist ja Ihr Problem! (Abg. Königsberger-Ludwig: Kollege Muchitsch ist ja nur Ersatzmitglied!) Das hindert ihn ja nicht daran, draußen anders zu sprechen als herinnen. (Abg. Kickl: Die Gewerkschafter sind nur mehr Ersatzmitglieder!)
neuerlicher Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig
Aber nicht nur der Herr Muchitsch von der Gewerkschaft sagt das, es sagen ... (Abg. Königsberger-Ludwig: Aber der Herr Strache bei Ihnen sitzt auch nicht da!) Der Kollege Strache sitzt aber im Gegensatz zum Herrn Muchitsch nicht im Sozialausschuss. (Abg. Kickl: Aber der Herr Strache ist auch nicht Mitglied im Sozialausschuss! – Zwischenruf des Abg. Ehmann.) Er geht auch nicht hinaus und redet draußen davon, dass wir endlich etwas gegen Arbeits- und Lohndumping machen müssen (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig), und er ist jetzt nicht herinnen, weil Sie ihm ja verbieten, dass er spricht. – Genau das ist es ja! Wann immer Sozialausschuss oder Sozialdebatte ist, darf er ja gar nicht mehr hereinkommen, dann kommt er irgendwann zu Mittag, wenn die Gesundheitsdebatte startet. Genau so handeln Sie, genau das ist ja Ihr Problem! (Abg. Königsberger-Ludwig: Kollege Muchitsch ist ja nur Ersatzmitglied!) Das hindert ihn ja nicht daran, draußen anders zu sprechen als herinnen. (Abg. Kickl: Die Gewerkschafter sind nur mehr Ersatzmitglieder!)
Abg. Königsberger-Ludwig: Kollege Muchitsch ist ja nur Ersatzmitglied!
Aber nicht nur der Herr Muchitsch von der Gewerkschaft sagt das, es sagen ... (Abg. Königsberger-Ludwig: Aber der Herr Strache bei Ihnen sitzt auch nicht da!) Der Kollege Strache sitzt aber im Gegensatz zum Herrn Muchitsch nicht im Sozialausschuss. (Abg. Kickl: Aber der Herr Strache ist auch nicht Mitglied im Sozialausschuss! – Zwischenruf des Abg. Ehmann.) Er geht auch nicht hinaus und redet draußen davon, dass wir endlich etwas gegen Arbeits- und Lohndumping machen müssen (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig), und er ist jetzt nicht herinnen, weil Sie ihm ja verbieten, dass er spricht. – Genau das ist es ja! Wann immer Sozialausschuss oder Sozialdebatte ist, darf er ja gar nicht mehr hereinkommen, dann kommt er irgendwann zu Mittag, wenn die Gesundheitsdebatte startet. Genau so handeln Sie, genau das ist ja Ihr Problem! (Abg. Königsberger-Ludwig: Kollege Muchitsch ist ja nur Ersatzmitglied!) Das hindert ihn ja nicht daran, draußen anders zu sprechen als herinnen. (Abg. Kickl: Die Gewerkschafter sind nur mehr Ersatzmitglieder!)
Abg. Kickl: Die Gewerkschafter sind nur mehr Ersatzmitglieder!
Aber nicht nur der Herr Muchitsch von der Gewerkschaft sagt das, es sagen ... (Abg. Königsberger-Ludwig: Aber der Herr Strache bei Ihnen sitzt auch nicht da!) Der Kollege Strache sitzt aber im Gegensatz zum Herrn Muchitsch nicht im Sozialausschuss. (Abg. Kickl: Aber der Herr Strache ist auch nicht Mitglied im Sozialausschuss! – Zwischenruf des Abg. Ehmann.) Er geht auch nicht hinaus und redet draußen davon, dass wir endlich etwas gegen Arbeits- und Lohndumping machen müssen (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig), und er ist jetzt nicht herinnen, weil Sie ihm ja verbieten, dass er spricht. – Genau das ist es ja! Wann immer Sozialausschuss oder Sozialdebatte ist, darf er ja gar nicht mehr hereinkommen, dann kommt er irgendwann zu Mittag, wenn die Gesundheitsdebatte startet. Genau so handeln Sie, genau das ist ja Ihr Problem! (Abg. Königsberger-Ludwig: Kollege Muchitsch ist ja nur Ersatzmitglied!) Das hindert ihn ja nicht daran, draußen anders zu sprechen als herinnen. (Abg. Kickl: Die Gewerkschafter sind nur mehr Ersatzmitglieder!)
neuerlicher Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig
Aber ich will mich jetzt gar nicht so lange mit dem Kollegen Muchitsch aufhalten, denn es ist eine Tatsache, dass eben ein Verdrängungswettbewerb stattfindet. Die Nationalbank hat das festgestellt, das haben auch zahlreiche SPÖ-Politiker festgestellt (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig), das haben Arbeiterkammerfunktionäre aus dem Burgenland und aus Salzburg festgestellt, und, Herr Bundesminister, Sie selbst haben in einer Anfragebeantwortung vor wenigen Wochen die Zahlen bekanntgegeben, wie es denn am heimischen Bausektor ausschaut.
Beifall bei der FPÖ.
Wenn man sich diese Zahlen anschaut, dann kann man sagen, in den letzten fünf Jahren gab es ein Plus von österreichischen Staatsbürgern von über 9 000 Personen, die jetzt arbeitslos sind, die vorher in der Baubranche in Österreich beschäftigt waren. Im selben Zeitraum gibt es 11 000 Personen, die aus den EU-Oststaaten kommen. – Das haben Sie sehr ordentlich beantwortet, aber dann haben Sie immer noch nicht den Kausalzusammenhang gesehen, nämlich dass es hier zu einer Verdrängung kommt. Ja wenn Sie das nicht erkennen können, Herr Bundesminister, dann, glaube ich, sind Sie der falsche Mann an dieser Stelle. (Beifall bei der FPÖ.) Sie brauchen doch bitte schön nur Ihre eigenen Zahlen zu nehmen und sie zusammenzuführen, und dann erkennen Sie das.
Zwischenruf des Abg. Weninger.
Hören Sie doch auf Ihre Gewerkschafter draußen vor Ort! Herr Bundesminister, das ist die Katastrophe! (Zwischenruf des Abg. Weninger.) Was Sie machen, ist, dass Sie sich zurückziehen. Sie versuchen, AMS-Schulungen zu machen, um Ihre soziökonomischen Betriebe, die vor allem in den Ländern natürlich den Parteien nahestehen, ... – Das hat ja nicht nur die „Neue Zürcher Zeitung“ geschrieben, das ist ja etwas, was den Menschen ohnehin bekannt ist. (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.)
Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.
Hören Sie doch auf Ihre Gewerkschafter draußen vor Ort! Herr Bundesminister, das ist die Katastrophe! (Zwischenruf des Abg. Weninger.) Was Sie machen, ist, dass Sie sich zurückziehen. Sie versuchen, AMS-Schulungen zu machen, um Ihre soziökonomischen Betriebe, die vor allem in den Ländern natürlich den Parteien nahestehen, ... – Das hat ja nicht nur die „Neue Zürcher Zeitung“ geschrieben, das ist ja etwas, was den Menschen ohnehin bekannt ist. (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.)
Abg. Ehmann: ... gestiegen! – Zwischenruf des Abg. Weninger – Abg. Walter Rosenkranz: Warum vertritt die Arbeiterkammer nur 39 Prozent der Mitglieder?
Ich kann nur an die Wählerinnen und Wähler appellieren. Wenn Sie nicht wollen, dass es weiterhin zu Lohndumping kommt (Abg. Ehmann: ... gestiegen! – Zwischenruf des Abg. Weninger – Abg. Walter Rosenkranz: Warum vertritt die Arbeiterkammer nur 39 Prozent der Mitglieder?), wenn Sie nicht wollen, dass ihr Arbeitsplatz von Billigst-
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Königsberger-Ludwig: Jetzt verstehe ich, warum sich die Menschen ...!
arbeitskräften aus dem Osten eingenommen wird, wenn Sie nicht wollen, dass Sie der Nächste sind, der sich beim AMS anstellen muss, um dann mit 60 Prozent des Einkommens irgendwie über die Runden zu kommen, und Ihr Arbeitsplatz geht dann an irgendjemanden aus Bulgarien, aus Rumänien und in weiterer Folge woher auch immer, die um viel, viel weniger Geld arbeiten, wenn Sie das nicht wollen, dann müssen Sie am Sonntag zur Wahl gehen und Sie müssen auch ein deutliches Signal setzen: Wählen Sie die Freiheitliche Partei, wählen Sie am Sonntag Rot-Weiß-Rot! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Königsberger-Ludwig: Jetzt verstehe ich, warum sich die Menschen ...!)
Abg. Jarolim: ..., wenn man die Unwahrheit zum Programm macht! So einen Schwachsinn habe ich schon lange nicht mehr gehört!
Und weil Sie sich gar so aufregen, Frau Kollegin: Jetzt haben Sie ja die Chance, einer Verschärfung dieses Lohn- und Sozialdumpinggesetzes zuzustimmen. (Abg. Jarolim: ..., wenn man die Unwahrheit zum Programm macht! So einen Schwachsinn habe ich schon lange nicht mehr gehört!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kickl: ... mehr türkische Fahnen gesehen als rot-weiß-rote! – Gegenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.
(Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kickl: ... mehr türkische Fahnen gesehen als rot-weiß-rote! – Gegenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.)
Abg. Jarolim: Ich wundere mich über eine ... Unwahrheit! Eine Lüge nach der anderen!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Der soeben eingebrachte Entschließungsantrag ist ausreichend unterstützt und steht mit in Verhandlung. (Abg. Jarolim: Ich wundere mich über eine ... Unwahrheit! Eine Lüge nach der anderen!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Das ist ein Papiertiger!
Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer: Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren, vor allem auch liebe junge Zuhörinnen und Zuhörer! Meine Damen und Herren zu Hause! Sie haben jetzt zweimal zehn Minuten Werbeeinschaltung einer Partei gehört, die über Lohn- und Sozialdumping redet, aber beim Gesetz stimmt man nicht zu. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Das ist ein Papiertiger!)
Beifall bei SPÖ und Grünen.
Wir haben einer Partei zugehört, die angeblich auch Wirtschaftstreibende vertritt, die vehement gegen Lohn- und Sozialdumping in der Wirtschaftskammer opponieren. – Das ist das wahre Gesicht dieser Partei, das möchte ich Ihnen auch mitteilen. (Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Abg. Stefan: Nicht so differenziert wie Sie jetzt!
Wir haben auch einer Partei zugehört, die meint, mit Klischees, mit sehr populistischen Äußerungen, mit sehr untergriffigen Äußerungen (Abg. Stefan: Nicht so differenziert wie Sie jetzt!) drei oder vier Tage vor einer Wahl noch Stimmenfang machen zu müssen. Halten Sie die Menschen da draußen doch nicht so für naiv! Ja, wir stehen am 1. Mai am Rathausplatz, aber nicht mit Fetzen. (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.) Wir stehen dort mit der roten Fahne dieser Sozialdemokratie. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Aber unsere Fahne ist rot-weiß-rot! Unsere Fahne ist rot-weiß rot!)
Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.
Wir haben auch einer Partei zugehört, die meint, mit Klischees, mit sehr populistischen Äußerungen, mit sehr untergriffigen Äußerungen (Abg. Stefan: Nicht so differenziert wie Sie jetzt!) drei oder vier Tage vor einer Wahl noch Stimmenfang machen zu müssen. Halten Sie die Menschen da draußen doch nicht so für naiv! Ja, wir stehen am 1. Mai am Rathausplatz, aber nicht mit Fetzen. (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.) Wir stehen dort mit der roten Fahne dieser Sozialdemokratie. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Aber unsere Fahne ist rot-weiß-rot! Unsere Fahne ist rot-weiß rot!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Aber unsere Fahne ist rot-weiß-rot! Unsere Fahne ist rot-weiß rot!
Wir haben auch einer Partei zugehört, die meint, mit Klischees, mit sehr populistischen Äußerungen, mit sehr untergriffigen Äußerungen (Abg. Stefan: Nicht so differenziert wie Sie jetzt!) drei oder vier Tage vor einer Wahl noch Stimmenfang machen zu müssen. Halten Sie die Menschen da draußen doch nicht so für naiv! Ja, wir stehen am 1. Mai am Rathausplatz, aber nicht mit Fetzen. (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.) Wir stehen dort mit der roten Fahne dieser Sozialdemokratie. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Aber unsere Fahne ist rot-weiß-rot! Unsere Fahne ist rot-weiß rot!)
Abg. Kickl: Unsere Fahne ist rot-weiß-rot, das ist ein Unterschied!
Nehmen Sie das zur Kenntnis, weil die Sozialdemokratie natürlich auch zu ihren Wurzeln steht. – Bei Ihnen ist das manchmal etwas schwierig (Abg. Kickl: Unsere Fahne ist rot-weiß-rot, das ist ein Unterschied!), Sie entledigen sich dauernd Ihrer Wurzeln.
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.
Meine Damen und Herren, wenn man hier auch meint, ich habe beim Kulturbudget etwas getan und dem Arbeitsmarkt etwas weggenommen: Ja, ich habe dem Kulturbudget geholfen, und zwar sehr bewusst geholfen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.) Und ich bin Ihnen dankbar für diese Frage, weil ich Arbeitsplätze im Kulturbereich absichern wollte und will. Das war meine Intention, das ist meine Intention, und das ist das, was ich wollte! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Da brauchen wir keinen Sozialminister dafür! Ich habe ja gar nicht gewusst, dass Sie zu viel Geld für Ihr Ressort haben! – Ruf: Geh, sei einmal ruhig!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Da brauchen wir keinen Sozialminister dafür! Ich habe ja gar nicht gewusst, dass Sie zu viel Geld für Ihr Ressort haben! – Ruf: Geh, sei einmal ruhig!
Meine Damen und Herren, wenn man hier auch meint, ich habe beim Kulturbudget etwas getan und dem Arbeitsmarkt etwas weggenommen: Ja, ich habe dem Kulturbudget geholfen, und zwar sehr bewusst geholfen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.) Und ich bin Ihnen dankbar für diese Frage, weil ich Arbeitsplätze im Kulturbereich absichern wollte und will. Das war meine Intention, das ist meine Intention, und das ist das, was ich wollte! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Da brauchen wir keinen Sozialminister dafür! Ich habe ja gar nicht gewusst, dass Sie zu viel Geld für Ihr Ressort haben! – Ruf: Geh, sei einmal ruhig!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ja, weil er ... gibt!
Meine Damen und Herren, weil hier gesagt wird, ein Mitglied dieses Hauses dürfe nicht hier sein und dürfe nicht mehr reden. Wissen Sie, warum Herr Kollege Muchitsch nicht da ist? (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ja, weil er ... gibt!) – Weil er seit 48 Stunden mit den Bau-Sozialpartnern verhandelt und weil er gestern mit mir gemeinsam im Burgenland bei den Landeshauptleuten war, damit wir alle Landeshauptleute dazu bringen, dass sie sich bei den Ausschreibungen gemäß dieser Vorgangsweise verhalten, nämlich nicht mehr nach dem Billigstbieterprinzip, sondern nach dem Bestbieterprinzip agieren! (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Das haben wir ganz einfach gestern dort umgesetzt. Wir arbeiten praktisch! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Kickl.
Meine Damen und Herren, weil hier gesagt wird, ein Mitglied dieses Hauses dürfe nicht hier sein und dürfe nicht mehr reden. Wissen Sie, warum Herr Kollege Muchitsch nicht da ist? (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ja, weil er ... gibt!) – Weil er seit 48 Stunden mit den Bau-Sozialpartnern verhandelt und weil er gestern mit mir gemeinsam im Burgenland bei den Landeshauptleuten war, damit wir alle Landeshauptleute dazu bringen, dass sie sich bei den Ausschreibungen gemäß dieser Vorgangsweise verhalten, nämlich nicht mehr nach dem Billigstbieterprinzip, sondern nach dem Bestbieterprinzip agieren! (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Das haben wir ganz einfach gestern dort umgesetzt. Wir arbeiten praktisch! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, weil hier gesagt wird, ein Mitglied dieses Hauses dürfe nicht hier sein und dürfe nicht mehr reden. Wissen Sie, warum Herr Kollege Muchitsch nicht da ist? (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ja, weil er ... gibt!) – Weil er seit 48 Stunden mit den Bau-Sozialpartnern verhandelt und weil er gestern mit mir gemeinsam im Burgenland bei den Landeshauptleuten war, damit wir alle Landeshauptleute dazu bringen, dass sie sich bei den Ausschreibungen gemäß dieser Vorgangsweise verhalten, nämlich nicht mehr nach dem Billigstbieterprinzip, sondern nach dem Bestbieterprinzip agieren! (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Das haben wir ganz einfach gestern dort umgesetzt. Wir arbeiten praktisch! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Aber Sie wissen schon, dass der Kollege Muchitsch nicht seit 48 Stunden verhandelt, weil gestern am Abend war er noch ...!
Jetzt sitzt Herr Kollege Muchitsch – das kann ich Ihnen auch mitteilen, da ich gestern zufälligerweise ... (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Aber Sie wissen schon, dass der Kollege Muchitsch nicht seit 48 Stunden verhandelt, weil gestern am Abend war er noch ...!) Jetzt sitzt Herr Kollege Muchitsch in der Steiermark, in Graz, gemeinsam mit der steirischen Landesregierung, um den steirischen Wohnbaugipfel entsprechend vorzubereiten. Auch das, bitte, möchte ich hier nur festhalten. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Neubauer: ... § 11 der Geschäftsordnung! – Ruf bei der FPÖ: Das gilt für den Herrn Muchitsch auch!) Er wird im Laufe des Tages auch wieder hier sein.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Neubauer: ... § 11 der Geschäftsordnung! – Ruf bei der FPÖ: Das gilt für den Herrn Muchitsch auch!
Jetzt sitzt Herr Kollege Muchitsch – das kann ich Ihnen auch mitteilen, da ich gestern zufälligerweise ... (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Aber Sie wissen schon, dass der Kollege Muchitsch nicht seit 48 Stunden verhandelt, weil gestern am Abend war er noch ...!) Jetzt sitzt Herr Kollege Muchitsch in der Steiermark, in Graz, gemeinsam mit der steirischen Landesregierung, um den steirischen Wohnbaugipfel entsprechend vorzubereiten. Auch das, bitte, möchte ich hier nur festhalten. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Neubauer: ... § 11 der Geschäftsordnung! – Ruf bei der FPÖ: Das gilt für den Herrn Muchitsch auch!) Er wird im Laufe des Tages auch wieder hier sein.
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Nein, Sie persönlich!
Punkt 1 – Pensionen: Die Bundesregierung hat weder getrickst noch sonst irgendetwas (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Nein, Sie persönlich!), sondern es ist eine Frage, welche Prognose Sie der Budgeterstellung zugrunde legen, wie dann die Realität ausschaut und welche Prognosen es vorher gab. In Wirklichkeit haben wir uns nämlich, meine Damen und Herren der Freiheitlichen, fünf Jahre lang geirrt, denn ich habe fünf Jahre hindurch weniger ausgegeben, als im Bundesvoranschlag vorgesehen war, weil nämlich immer die Annahme ... (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Dann haben Sie das aber schlecht berechnet! – Ironische Heiterkeit des Abg. Kickl.) – Frau Belakowitsch, es tut mir leid, dass Ihre Argumente hier wie Staub zerfallen! (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Welche genau?) Es tut mir leid, aber Fakt ist ... (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Dann haben Sie das aber schlecht berechnet! – Ironische Heiterkeit des Abg. Kickl.
Punkt 1 – Pensionen: Die Bundesregierung hat weder getrickst noch sonst irgendetwas (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Nein, Sie persönlich!), sondern es ist eine Frage, welche Prognose Sie der Budgeterstellung zugrunde legen, wie dann die Realität ausschaut und welche Prognosen es vorher gab. In Wirklichkeit haben wir uns nämlich, meine Damen und Herren der Freiheitlichen, fünf Jahre lang geirrt, denn ich habe fünf Jahre hindurch weniger ausgegeben, als im Bundesvoranschlag vorgesehen war, weil nämlich immer die Annahme ... (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Dann haben Sie das aber schlecht berechnet! – Ironische Heiterkeit des Abg. Kickl.) – Frau Belakowitsch, es tut mir leid, dass Ihre Argumente hier wie Staub zerfallen! (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Welche genau?) Es tut mir leid, aber Fakt ist ... (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Welche genau?
Punkt 1 – Pensionen: Die Bundesregierung hat weder getrickst noch sonst irgendetwas (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Nein, Sie persönlich!), sondern es ist eine Frage, welche Prognose Sie der Budgeterstellung zugrunde legen, wie dann die Realität ausschaut und welche Prognosen es vorher gab. In Wirklichkeit haben wir uns nämlich, meine Damen und Herren der Freiheitlichen, fünf Jahre lang geirrt, denn ich habe fünf Jahre hindurch weniger ausgegeben, als im Bundesvoranschlag vorgesehen war, weil nämlich immer die Annahme ... (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Dann haben Sie das aber schlecht berechnet! – Ironische Heiterkeit des Abg. Kickl.) – Frau Belakowitsch, es tut mir leid, dass Ihre Argumente hier wie Staub zerfallen! (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Welche genau?) Es tut mir leid, aber Fakt ist ... (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Punkt 1 – Pensionen: Die Bundesregierung hat weder getrickst noch sonst irgendetwas (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Nein, Sie persönlich!), sondern es ist eine Frage, welche Prognose Sie der Budgeterstellung zugrunde legen, wie dann die Realität ausschaut und welche Prognosen es vorher gab. In Wirklichkeit haben wir uns nämlich, meine Damen und Herren der Freiheitlichen, fünf Jahre lang geirrt, denn ich habe fünf Jahre hindurch weniger ausgegeben, als im Bundesvoranschlag vorgesehen war, weil nämlich immer die Annahme ... (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Dann haben Sie das aber schlecht berechnet! – Ironische Heiterkeit des Abg. Kickl.) – Frau Belakowitsch, es tut mir leid, dass Ihre Argumente hier wie Staub zerfallen! (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Welche genau?) Es tut mir leid, aber Fakt ist ... (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Stefan: Da brauchen Sie ja nur die Latte ganz niedrig zu legen!
Fakt ist – Sie werden das in einigen Tagen oder Wochen auch hören –, zum Beispiel im Vergleich zum Bundesvoranschlag 2013, UG 22 (Abg. Stefan: Da brauchen Sie ja nur die Latte ganz niedrig zu legen!), habe ich um 250 Millionen weniger ausgegeben, als im Bundesvoranschlag vorgesehen ist. 2014 wird es auch so sein, und 2015 wird es auch so sein. – Punkt 1. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Und was passiert jetzt mit dem Geld? – Ruf bei der FPÖ: Bundestheater sanieren!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Und was passiert jetzt mit dem Geld? – Ruf bei der FPÖ: Bundestheater sanieren!
Fakt ist – Sie werden das in einigen Tagen oder Wochen auch hören –, zum Beispiel im Vergleich zum Bundesvoranschlag 2013, UG 22 (Abg. Stefan: Da brauchen Sie ja nur die Latte ganz niedrig zu legen!), habe ich um 250 Millionen weniger ausgegeben, als im Bundesvoranschlag vorgesehen ist. 2014 wird es auch so sein, und 2015 wird es auch so sein. – Punkt 1. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Und was passiert jetzt mit dem Geld? – Ruf bei der FPÖ: Bundestheater sanieren!)
Abg. Kickl: Nein, die ...!
Meine Damen und Herren vor den Fernsehschirmen, damit das auch klargestellt ist: Die Schweiz ist nicht Mitglied der EU, und die Schweiz hat einen doppelt so hohen Ausländeranteil wie Österreich. Und dass in der Schweiz die Ausländer stimmberechtigt sind, wie das ein Mitglied dieses Hauses behauptet hat, ist auch interessant. (Abg. Kickl: Nein, die ...!)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.
Ich möchte Ihnen auch mitteilen, dass es hier im Haus eine Partei gibt, die immer wieder davon redet, dass wir Kosten begrenzen müssen, dass wir bei den Kosten sparen müssen, und genau diese Partei hat mir – und nicht nur mir, sondern auch dem Nationalrat – den massiven Wunsch vorgelegt, die Mindestpensionen auf ein Niveau zu erhöhen, das jährlich Mehrkosten von 6 Milliarden € ausmachen würde, sie hat aber nicht dazugesagt, wie sie das bedecken will. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.)
Ruf bei der ÖVP: Danke, FPÖ! – Abg. Podgorschek: Sie haben mitgestimmt! Danke, SPÖ!
Es gibt auch eine Partei, die meint, wir haben bei der Hypo etwas gemacht, um dem Staat Österreich zu schaden. Diese Partei vergisst aber, dass sämtliche Haftungen, die der Situation bei der Hypo zugrunde liegen und die unser Dilemma in Wirklichkeit ausgelöst haben, von ebendieser Partei in diesem Bundesland zu verantworten sind. – Sie wissen, wen ich meine. (Ruf bei der ÖVP: Danke, FPÖ! – Abg. Podgorschek: Sie haben mitgestimmt! Danke, SPÖ!)
Abg. Kickl: Nach sechs Jahren Schlafwagen! Nach sechs Jahren Schlafwagen!
gemacht!) – Ich habe eingeladen, und nicht Sie! Das ist einmal dieser Punkt. (Abg. Kickl: Nach sechs Jahren Schlafwagen! Nach sechs Jahren Schlafwagen!)
Abg. Kickl: Ermächtigt! Ermächtigt! Der Pröll hat Ihnen schon gesagt, dass ihn das nicht juckt!
Und der nächste Punkt: Sehr geehrte Damen und Herren, nehmen Sie auch zur Kenntnis, dass wir eine Bundesverfassung haben, nehmen Sie zur Kenntnis, dass wir in der Bundesverfassung den Föderalismus verankert haben, und nehmen Sie auch zur Kenntnis, dass das, was wir in dieser Verfassungsnovelle vorsehen, dass nämlich die Länder ermächtigt werden können, das ist, was mit der Kompetenzübertragung vorgesehen ist! Und diese Ermächtigung ist auf Wunsch der Länder ... (Abg. Kickl: Ermächtigt! Ermächtigt! Der Pröll hat Ihnen schon gesagt, dass ihn das nicht juckt!)
Zwischenruf des Abg. Kickl
Schauen Sie, Herr Kickl, der Unterschied ist der: Ich bin mit dem Herrn Pröll gestern bei der LH-Konferenz zusammengesessen und habe das besprochen (Zwischenruf des Abg. Kickl), und das, was Sie da irgendwie meinen und behaupten ... Ich kann Ihnen versichern: Auch Niederösterreich wird das entsprechend umsetzen, so wie alle anderen Bundesländer auch. (Abg. Kickl: Dann können wir es ja auch beschließen! Dann wäre es kein Problem!) Nein, können wir nicht! Wir müssen die Verfassung einhalten! (Abg. Kickl: Wir machen ein Verfassungsgesetz oder eine 15a-Vereinbarung! – Ruf: Können Sie einmal ruhig sein, bitte?) Es sollte, glaube ich, auch Ihnen bewusst sein, wie das hier in diesem Land geht.
Abg. Kickl: Dann können wir es ja auch beschließen! Dann wäre es kein Problem!
Schauen Sie, Herr Kickl, der Unterschied ist der: Ich bin mit dem Herrn Pröll gestern bei der LH-Konferenz zusammengesessen und habe das besprochen (Zwischenruf des Abg. Kickl), und das, was Sie da irgendwie meinen und behaupten ... Ich kann Ihnen versichern: Auch Niederösterreich wird das entsprechend umsetzen, so wie alle anderen Bundesländer auch. (Abg. Kickl: Dann können wir es ja auch beschließen! Dann wäre es kein Problem!) Nein, können wir nicht! Wir müssen die Verfassung einhalten! (Abg. Kickl: Wir machen ein Verfassungsgesetz oder eine 15a-Vereinbarung! – Ruf: Können Sie einmal ruhig sein, bitte?) Es sollte, glaube ich, auch Ihnen bewusst sein, wie das hier in diesem Land geht.
Abg. Kickl: Wir machen ein Verfassungsgesetz oder eine 15a-Vereinbarung! – Ruf: Können Sie einmal ruhig sein, bitte?
Schauen Sie, Herr Kickl, der Unterschied ist der: Ich bin mit dem Herrn Pröll gestern bei der LH-Konferenz zusammengesessen und habe das besprochen (Zwischenruf des Abg. Kickl), und das, was Sie da irgendwie meinen und behaupten ... Ich kann Ihnen versichern: Auch Niederösterreich wird das entsprechend umsetzen, so wie alle anderen Bundesländer auch. (Abg. Kickl: Dann können wir es ja auch beschließen! Dann wäre es kein Problem!) Nein, können wir nicht! Wir müssen die Verfassung einhalten! (Abg. Kickl: Wir machen ein Verfassungsgesetz oder eine 15a-Vereinbarung! – Ruf: Können Sie einmal ruhig sein, bitte?) Es sollte, glaube ich, auch Ihnen bewusst sein, wie das hier in diesem Land geht.
Zwischenruf der Abg. Gartelgruber.
Und der nächste Punkt: Wenn man meint, es nehmen so wenige die Urlauberaktion in Anspruch, so darf ich Sie alle nur bitten und ersuchen, dass Sie auch etwas zur Kenntnis nehmen: Betroffene müssen das wollen! Das ist nämlich in Wirklichkeit das Hauptproblem: dass viele der Betroffenen, die zu pflegen sind, die zu betreuen sind, nicht wollen, dass sie in einer Urlauberaktion von jemand anderem betreut werden. (Zwischenruf der Abg. Gartelgruber.) Wir haben überhaupt kein Problem, zu sagen, dass wir da ein paar Tausend mehr heranziehen – das ist überhaupt nicht unser Problem! –, sondern das Problem ist, die Betroffenen müssen das auch wollen! (Abg. Gartelgruber: ... eine ganze Woche!) Es steht überall zur Verfügung, in allen Bundesländern, das ist überhaupt nicht das Thema, nur muss man das wollen. (Abg. Gartelgruber: Aber
Abg. Gartelgruber: ... eine ganze Woche!
Und der nächste Punkt: Wenn man meint, es nehmen so wenige die Urlauberaktion in Anspruch, so darf ich Sie alle nur bitten und ersuchen, dass Sie auch etwas zur Kenntnis nehmen: Betroffene müssen das wollen! Das ist nämlich in Wirklichkeit das Hauptproblem: dass viele der Betroffenen, die zu pflegen sind, die zu betreuen sind, nicht wollen, dass sie in einer Urlauberaktion von jemand anderem betreut werden. (Zwischenruf der Abg. Gartelgruber.) Wir haben überhaupt kein Problem, zu sagen, dass wir da ein paar Tausend mehr heranziehen – das ist überhaupt nicht unser Problem! –, sondern das Problem ist, die Betroffenen müssen das auch wollen! (Abg. Gartelgruber: ... eine ganze Woche!) Es steht überall zur Verfügung, in allen Bundesländern, das ist überhaupt nicht das Thema, nur muss man das wollen. (Abg. Gartelgruber: Aber
Abg. Kickl: Das sollte Sie nachdenklich machen! Wenn es so wenige annehmen, dann stimmt das Angebot nicht! – Zwischenruf der Abg. Tamandl.
Meine Damen und Herren, Entschuldigung, wir sind eines der ganz wenigen Länder, in denen es eine Urlauberaktion gibt, Pflegekarenz gibt, Pflegeteilzeit gibt. Wir haben das alles zur Verfügung, genauso wie die sozialversicherungsrechtliche Absicherung der pflegenden Angehörigen. Das haben wir! (Abg. Kickl: Das sollte Sie nachdenklich machen! Wenn es so wenige annehmen, dann stimmt das Angebot nicht! – Zwischenruf der Abg. Tamandl.) – Oh ja, das Angebot stimmt (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ja, aber wenn es nicht angenommen wird?), nur vergessen Sie immer Folgendes: Reden Sie doch mit Betroffenen, ob die das überhaupt annehmen können, ob die das annehmen wollen! (Abg. Kickl: Ja, aber Sie müssen doch ein Angebot machen, das man annimmt! – Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.) Das ist doch genauso wie beim Angebot der sozialversicherungsrechtlichen Absicherung der pflegenden Angehörigen: Das ist das beste Angebot, das es in ganz Europa gibt (Beifall bei der SPÖ), und trotzdem wird es nur von 10 000 Menschen angenommen, weil viele der pflegenden Angehörigen nicht mehr im erwerbsfähigen Alter sind und demzufolge das Anbot auf sie nicht zutrifft. So einfach ist die Welt, und das muss man, glaube ich, zur Kenntnis nehmen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ja, für Sie ist die Welt einfach, für die Menschen draußen nicht!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ja, aber wenn es nicht angenommen wird?
Meine Damen und Herren, Entschuldigung, wir sind eines der ganz wenigen Länder, in denen es eine Urlauberaktion gibt, Pflegekarenz gibt, Pflegeteilzeit gibt. Wir haben das alles zur Verfügung, genauso wie die sozialversicherungsrechtliche Absicherung der pflegenden Angehörigen. Das haben wir! (Abg. Kickl: Das sollte Sie nachdenklich machen! Wenn es so wenige annehmen, dann stimmt das Angebot nicht! – Zwischenruf der Abg. Tamandl.) – Oh ja, das Angebot stimmt (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ja, aber wenn es nicht angenommen wird?), nur vergessen Sie immer Folgendes: Reden Sie doch mit Betroffenen, ob die das überhaupt annehmen können, ob die das annehmen wollen! (Abg. Kickl: Ja, aber Sie müssen doch ein Angebot machen, das man annimmt! – Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.) Das ist doch genauso wie beim Angebot der sozialversicherungsrechtlichen Absicherung der pflegenden Angehörigen: Das ist das beste Angebot, das es in ganz Europa gibt (Beifall bei der SPÖ), und trotzdem wird es nur von 10 000 Menschen angenommen, weil viele der pflegenden Angehörigen nicht mehr im erwerbsfähigen Alter sind und demzufolge das Anbot auf sie nicht zutrifft. So einfach ist die Welt, und das muss man, glaube ich, zur Kenntnis nehmen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ja, für Sie ist die Welt einfach, für die Menschen draußen nicht!)
Abg. Kickl: Ja, aber Sie müssen doch ein Angebot machen, das man annimmt! – Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.
Meine Damen und Herren, Entschuldigung, wir sind eines der ganz wenigen Länder, in denen es eine Urlauberaktion gibt, Pflegekarenz gibt, Pflegeteilzeit gibt. Wir haben das alles zur Verfügung, genauso wie die sozialversicherungsrechtliche Absicherung der pflegenden Angehörigen. Das haben wir! (Abg. Kickl: Das sollte Sie nachdenklich machen! Wenn es so wenige annehmen, dann stimmt das Angebot nicht! – Zwischenruf der Abg. Tamandl.) – Oh ja, das Angebot stimmt (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ja, aber wenn es nicht angenommen wird?), nur vergessen Sie immer Folgendes: Reden Sie doch mit Betroffenen, ob die das überhaupt annehmen können, ob die das annehmen wollen! (Abg. Kickl: Ja, aber Sie müssen doch ein Angebot machen, das man annimmt! – Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.) Das ist doch genauso wie beim Angebot der sozialversicherungsrechtlichen Absicherung der pflegenden Angehörigen: Das ist das beste Angebot, das es in ganz Europa gibt (Beifall bei der SPÖ), und trotzdem wird es nur von 10 000 Menschen angenommen, weil viele der pflegenden Angehörigen nicht mehr im erwerbsfähigen Alter sind und demzufolge das Anbot auf sie nicht zutrifft. So einfach ist die Welt, und das muss man, glaube ich, zur Kenntnis nehmen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ja, für Sie ist die Welt einfach, für die Menschen draußen nicht!)
Beifall bei der SPÖ
Meine Damen und Herren, Entschuldigung, wir sind eines der ganz wenigen Länder, in denen es eine Urlauberaktion gibt, Pflegekarenz gibt, Pflegeteilzeit gibt. Wir haben das alles zur Verfügung, genauso wie die sozialversicherungsrechtliche Absicherung der pflegenden Angehörigen. Das haben wir! (Abg. Kickl: Das sollte Sie nachdenklich machen! Wenn es so wenige annehmen, dann stimmt das Angebot nicht! – Zwischenruf der Abg. Tamandl.) – Oh ja, das Angebot stimmt (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ja, aber wenn es nicht angenommen wird?), nur vergessen Sie immer Folgendes: Reden Sie doch mit Betroffenen, ob die das überhaupt annehmen können, ob die das annehmen wollen! (Abg. Kickl: Ja, aber Sie müssen doch ein Angebot machen, das man annimmt! – Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.) Das ist doch genauso wie beim Angebot der sozialversicherungsrechtlichen Absicherung der pflegenden Angehörigen: Das ist das beste Angebot, das es in ganz Europa gibt (Beifall bei der SPÖ), und trotzdem wird es nur von 10 000 Menschen angenommen, weil viele der pflegenden Angehörigen nicht mehr im erwerbsfähigen Alter sind und demzufolge das Anbot auf sie nicht zutrifft. So einfach ist die Welt, und das muss man, glaube ich, zur Kenntnis nehmen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ja, für Sie ist die Welt einfach, für die Menschen draußen nicht!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ja, für Sie ist die Welt einfach, für die Menschen draußen nicht!
Meine Damen und Herren, Entschuldigung, wir sind eines der ganz wenigen Länder, in denen es eine Urlauberaktion gibt, Pflegekarenz gibt, Pflegeteilzeit gibt. Wir haben das alles zur Verfügung, genauso wie die sozialversicherungsrechtliche Absicherung der pflegenden Angehörigen. Das haben wir! (Abg. Kickl: Das sollte Sie nachdenklich machen! Wenn es so wenige annehmen, dann stimmt das Angebot nicht! – Zwischenruf der Abg. Tamandl.) – Oh ja, das Angebot stimmt (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ja, aber wenn es nicht angenommen wird?), nur vergessen Sie immer Folgendes: Reden Sie doch mit Betroffenen, ob die das überhaupt annehmen können, ob die das annehmen wollen! (Abg. Kickl: Ja, aber Sie müssen doch ein Angebot machen, das man annimmt! – Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.) Das ist doch genauso wie beim Angebot der sozialversicherungsrechtlichen Absicherung der pflegenden Angehörigen: Das ist das beste Angebot, das es in ganz Europa gibt (Beifall bei der SPÖ), und trotzdem wird es nur von 10 000 Menschen angenommen, weil viele der pflegenden Angehörigen nicht mehr im erwerbsfähigen Alter sind und demzufolge das Anbot auf sie nicht zutrifft. So einfach ist die Welt, und das muss man, glaube ich, zur Kenntnis nehmen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ja, für Sie ist die Welt einfach, für die Menschen draußen nicht!)
Beifall bei der SPÖ.
Weil wir ganz einfach wollen, dass diese jungen Menschen in Zukunft nach der Pflichtschulzeit nicht von Haus aus mit einer Gefährdungsquote von 20 Prozent umsteigen, sondern – mir sind schon die 6 Prozent zu viel – dass zumindest deren Startvoraussetzungen andere sind, darum tun wir das. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Aber Ihr Ziel ist, wieder schlechter zu werden!
auch in Zukunft noch verstärkt zu tun. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Aber Ihr Ziel ist, wieder schlechter zu werden!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Der SPÖ nahestehende!
Uns ist vollkommen klar: So, wie wir uns dafür engagieren müssen, dass junge Menschen eine Ausbildung bekommen, dass junge Menschen diesen Umstieg in die Erwerbstätigkeit gut vorbereitet schaffen, genauso ist es natürlich unsere Verpflichtung, dass Menschen aus der Generation 50 plus, wenn sie arbeitslos werden – was leider passiert, wenn auch die überwiegende Zahl der Menschen aus der Generation 50 plus zum Glück im Erwerbsleben stehen –, ebenfalls eine spezielle Unterstützung bekommen, mit Eingliederungsbeihilfe, mit sozialökonomischen Betrieben. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Der SPÖ nahestehende!) Eines, glaube ich, kann man nicht wegwischen: Die zusätzlichen 100 Millionen, die wir genau nur für diese Gruppe – zusätzlich zu dem, was alles schon läuft – zur Verfügung stellen, die kann man nicht wegwischen und sagen, das ist nichts.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich glaube, das ist ein wesentlicher Beitrag, der hier geleistet wird, weil es uns ganz einfach ein Bedürfnis ist und weil es eine Notwendigkeit ist, dieser Generation entsprechend zu helfen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei der FPÖ: Kein Hinweis zur Geschäftsordnung!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Zu Wort gelangt Frau Abgeordnete Mag. Aubauer. – Bitte. (Ruf bei der FPÖ: Kein Hinweis zur Geschäftsordnung!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Was hat er denn klargestellt?
Abgeordnete Mag. Gertrude Aubauer (ÖVP): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Herr Bundesminister, danke für Ihre Klarstellungen zum Thema Pensionen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Was hat er denn klargestellt?) Gerade vorhin habe ich mit einer älteren Dame telefoniert, die uns gerade zuhört, und die hat gefragt: Bekomme ich überhaupt noch eine Pension? – Liebe Opposition! Bitte verunsichern Sie die älteren Menschen nicht! Die Pensionen sind sicher! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Was ist mit den Jungen? – Abg. Kickl: Auch für die Jungen?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Was ist mit den Jungen? – Abg. Kickl: Auch für die Jungen?
Abgeordnete Mag. Gertrude Aubauer (ÖVP): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Herr Bundesminister, danke für Ihre Klarstellungen zum Thema Pensionen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Was hat er denn klargestellt?) Gerade vorhin habe ich mit einer älteren Dame telefoniert, die uns gerade zuhört, und die hat gefragt: Bekomme ich überhaupt noch eine Pension? – Liebe Opposition! Bitte verunsichern Sie die älteren Menschen nicht! Die Pensionen sind sicher! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Was ist mit den Jungen? – Abg. Kickl: Auch für die Jungen?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Hat das der Khol geschrieben?
Was stimmt wirklich? – Schauen wir uns das doch genau an! Gerade in diesem Budget steht es schwarz auf weiß: Für 2015 ist die volle Abgeltung der Teuerung für alle Pensionen einberechnet. Das kann man nachlesen. Der Seniorenbund, die Vertreter der Senioren haben dies auch gewünscht und vorgebracht. Der Finanzminister, die Regierung hat Wort gehalten. Also da hat das Geld schon ein Mascherl: Es ist für die Pensionen eingestellt, reserviert. Die Pensionen sind sicher – volle Abgeltung der Teuerung. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Hat das der Khol geschrieben?)
Abg. Kickl: Na weil das so falsch ist! Aber Sie wissen schon, wie die Teuerung ist und wie die Pensionserhöhung ist?!
Ich habe Ihnen auch zugehört, geschätzte Opposition, Herr Kickl, und wenn Sie mit Zahlen operieren, die aus dem vorigen Jahr stammen, dann bringt das gar nichts. (Abg. Kickl: Na weil das so falsch ist! Aber Sie wissen schon, wie die Teuerung ist und wie die Pensionserhöhung ist?!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Was denn im Speziellen?
Weniger Frühpensionen, natürlich ist das eine Kraftanstrengung, aber diese Regierung geht es an. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Was denn im Speziellen?) Wir haben alle die berühmte Karotte vor der Nase. Wenn alle, die in Frühpension gehen könnten – ein Jahrgang –, nur um zwei Wochen später in Pension gehen, dann würden wir uns
Abg. Kickl: Da könnten wir dann wieder dem Ostermayer was geben! – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Damit das Burgtheater saniert wird!
50 Millionen € sparen, gutes Geld, um das wieder in neue Jobs zu investieren. (Abg. Kickl: Da könnten wir dann wieder dem Ostermayer was geben! – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Damit das Burgtheater saniert wird!) – Ein guter Ansatz, Herr Kickl! Ich lade Sie ein, auch da mitzuarbeiten.
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Noch nie so viele Arbeitslose!
Aktivieren statt pensionieren: Wir brauchen natürlich auch die geeigneten Jobs für Ältere. Was tut die Regierung? – Sie startet eine Offensive für Ältere, 370 Millionen € in den nächsten Jahren für Förderungen, Eingliederungsbeihilfen, Umschulungen. Also da wird Positives getan, und wir hatten ja auch noch nie so viele ältere Beschäftigte wie jetzt. Auch das bitte ich Sie anzuerkennen! (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Noch nie so viele Arbeitslose!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ja?! Beim Pflegegeld!
Es zeigt sich in dem Budget ganz genau, Sie brauchen es ja nur genau zu studieren: Auf der einen Seite wird gespart. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ja?! Beim Pflegegeld!) Ein Beispiel: Die pflegegeldauszahlenden Stellen wurden von 305 auf nur 7 reduziert, also sparen wir in der Verwaltung. Auf der anderen Seite wird gescheit investiert, also für neue Jobs, investiert in die Zukunft.
Ruf: Den kennt jeder hier!
Wir brauchen diese Panikmache nicht, im Gegenteil, machen wir den Menschen doch wieder Mut! Wir brauchen nur ein paar Meter weiter zu schauen: in die Parlamentscafeteria. Da gibt es den Ober Rudi. Und für alle, die ihn nicht kennen (Ruf: Den kennt jeder hier!): Er ist nicht nur ein eifriger Kellner, sondern er ist auch über 70 (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Genau genommen 74!) und noch immer mit Begeisterung im Job! (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen sowie des Abg. Franz.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Genau genommen 74!
Wir brauchen diese Panikmache nicht, im Gegenteil, machen wir den Menschen doch wieder Mut! Wir brauchen nur ein paar Meter weiter zu schauen: in die Parlamentscafeteria. Da gibt es den Ober Rudi. Und für alle, die ihn nicht kennen (Ruf: Den kennt jeder hier!): Er ist nicht nur ein eifriger Kellner, sondern er ist auch über 70 (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Genau genommen 74!) und noch immer mit Begeisterung im Job! (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen sowie des Abg. Franz.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen sowie des Abg. Franz.
Wir brauchen diese Panikmache nicht, im Gegenteil, machen wir den Menschen doch wieder Mut! Wir brauchen nur ein paar Meter weiter zu schauen: in die Parlamentscafeteria. Da gibt es den Ober Rudi. Und für alle, die ihn nicht kennen (Ruf: Den kennt jeder hier!): Er ist nicht nur ein eifriger Kellner, sondern er ist auch über 70 (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Genau genommen 74!) und noch immer mit Begeisterung im Job! (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen sowie des Abg. Franz.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Das heißt jetzt natürlich nicht, dass alle bis 70 arbeiten sollen, aber ein bisschen länger als bis 53 oder 58, wie im Wiener Landesdienst, das wäre schon wünschenswert. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Und an die Adresse der Opposition: Sie haben gesagt, es ist nie zu spät für die Umkehr. Ich lade Sie ein, auch umzukehren und mit uns gemeinsam für eine bessere Zukunft zu arbeiten – also nicht nur Panikmache, sondern mitarbeiten! – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Kickl: Aber wir werden das Weltklima auch nicht retten können!
Dazu muss ich sagen: Wir Grüne würden einfach fordern, eine gescheitere Standortpolitik zu machen. Ich verstehe überhaupt nicht, was die Industriellenvereinigung und teilweise auch die Wirtschaftskammer derzeit mit diesem Standort-Bashing betreibt. Österreich wird nicht mitmachen beim internationalen Lohndumping oder beim Feilschen um Klimaschutzstandards. Das ist nicht unser Weg. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kickl: Aber wir werden das Weltklima auch nicht retten können!)
Beifall bei den Grünen.
Österreich muss auf seine Stärken setzen, wenn es um Standortpolitik geht, und da sagen wir Grüne, die Zukunft Österreichs liegt im Bereich der Innovation, Forschung und Technologie. Darauf müssen wir setzen! Österreich muss im Bereich der Energiewende ein Vorreiter werden. Die Energiewende, der Klimaschutz, das ist eine massive wirtschaftliche Chance, die Österreich vorbeiziehen lässt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ein dritter Bereich, der mir auch ein großes Anliegen ist: Der österreichische Tourismus ist ein Erfolgsmodell, wir haben dort nach wie vor eine große Nachfrage an Arbeitskräften, und trotzdem ist die Qualität der Jobs, die dort geboten wird, so schlecht, dass niemand hingehen will. Das müssen wir uns anschauen! Der Wachstumssektor Tourismus muss ein attraktiver Arbeitsmarkt werden! Auch darauf setzen wir Grüne. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Pirklhuber: Wir arbeiten jetzt schon lange genug!
Noch kurz zum dritten Punkt, wo Sie sagen: effektiver Gesundheitsschutz, effektiver ArbeitnehmerInnenschutz. Auch da appelliere ich an Sie: Nehmen Sie sich selbst ernst, gehen Sie in diese Richtung – denn Ihre Zeichen gehen woanders hin! Sie wollen den 12-Stunden-Arbeitstag einführen. Das ist kein Zeichen für effektiven Gesundheitsschutz und effektiven ArbeitnehmerInnenschutz. Nehmen Sie sich selbst ernst! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Pirklhuber: Wir arbeiten jetzt schon lange genug!)
Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren und vor allem Herr Minister, ich bitte Sie, setzen Sie sich offensiv gegen diese Forderung der ÖVP durch. Wir Grüne werden Sie immer unterstützen, wenn es darum geht, gute Arbeit für die Menschen zu schaffen und mehr Lebensqualität zu erwirken. Wenn Sie diesen Weg einschlagen, dann haben Sie unsere Unterstützung. Leider ist Ihr Kurs noch nicht ganz auf dieser Linie. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Pirklhuber: Gut, dann erklären Sie es uns!
Abgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Minister! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Frau Kollegin Schatz, Sie wissen, dass Sie diese Behauptung, der Minister sei für einen 12-Stunden-Arbeitstag, jetzt sehr verknappt dargestellt haben. (Abg. Pirklhuber: Gut, dann erklären Sie es uns!) Ich habe leider nicht die Zeit, das aufzuklären, weil ich über Behindertenpolitik sprechen möchte, aber ich möchte das nicht so stehen lassen, das stimmt so nicht. (Abg. Kickl: Wie stimmt es denn dann?) Man kann es sicher zu gegebener Zeit aufklären, aber ich habe im Moment die Zeit nicht. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schatz: ... Gesetzesvorlage!)
Abg. Kickl: Wie stimmt es denn dann?
Abgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Minister! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Frau Kollegin Schatz, Sie wissen, dass Sie diese Behauptung, der Minister sei für einen 12-Stunden-Arbeitstag, jetzt sehr verknappt dargestellt haben. (Abg. Pirklhuber: Gut, dann erklären Sie es uns!) Ich habe leider nicht die Zeit, das aufzuklären, weil ich über Behindertenpolitik sprechen möchte, aber ich möchte das nicht so stehen lassen, das stimmt so nicht. (Abg. Kickl: Wie stimmt es denn dann?) Man kann es sicher zu gegebener Zeit aufklären, aber ich habe im Moment die Zeit nicht. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schatz: ... Gesetzesvorlage!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schatz: ... Gesetzesvorlage!
Abgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Minister! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Frau Kollegin Schatz, Sie wissen, dass Sie diese Behauptung, der Minister sei für einen 12-Stunden-Arbeitstag, jetzt sehr verknappt dargestellt haben. (Abg. Pirklhuber: Gut, dann erklären Sie es uns!) Ich habe leider nicht die Zeit, das aufzuklären, weil ich über Behindertenpolitik sprechen möchte, aber ich möchte das nicht so stehen lassen, das stimmt so nicht. (Abg. Kickl: Wie stimmt es denn dann?) Man kann es sicher zu gegebener Zeit aufklären, aber ich habe im Moment die Zeit nicht. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schatz: ... Gesetzesvorlage!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schatz: Das widerspricht sich in den Zielen!
Mitarbeiter, die Menschen so rasch wie möglich wieder in Jobs zu bringen, was Sie zu Beginn Ihrer Rede scharf kritisiert haben. Ganz stringent war Ihre Aussage in diesem Fall wirklich nicht, Frau Kollegin Schatz. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schatz: Das widerspricht sich in den Zielen!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ja das war ein ... Unterschied, richtig!
Ein paar Worte noch zu den Kolleginnen und Kollegen der Freiheitlichen und vor allem an Sie, geschätzte Zuseherinnen und Zuseher: Ich denke mir, wenn Sie sich den Unterschied der Reden – inhaltlich und auch in der Qualität – noch einmal in Erinnerung rufen, die Reden von Herrn Kollegen Kickl, Frau Kollegin Belakowitsch-Jenewein und unserem Minister Hundstorfer (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ja das war ein ... Unterschied, richtig!), werden Sie hundertprozentig sicher sehen, wer in diesem Land für stabile Verhältnisse sorgt – davon bin ich überzeugt –, wer in diesem Land für sozialen Ausgleich sorgt, wer in diesem Land mit viel Optimismus, Kollegin Belakowitsch, Kollege Kickl, mit viel Zuversicht, mit viel Verantwortung und ich möchte auch sagen, sehr unaufgeregt und sehr sachlich die Probleme anpackt und Lösungen findet, und wer unser Land nur schlechtredet, so wie Sie das getan haben! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Der Proporz und die Privilegien ...!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Der Proporz und die Privilegien ...!
Ein paar Worte noch zu den Kolleginnen und Kollegen der Freiheitlichen und vor allem an Sie, geschätzte Zuseherinnen und Zuseher: Ich denke mir, wenn Sie sich den Unterschied der Reden – inhaltlich und auch in der Qualität – noch einmal in Erinnerung rufen, die Reden von Herrn Kollegen Kickl, Frau Kollegin Belakowitsch-Jenewein und unserem Minister Hundstorfer (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ja das war ein ... Unterschied, richtig!), werden Sie hundertprozentig sicher sehen, wer in diesem Land für stabile Verhältnisse sorgt – davon bin ich überzeugt –, wer in diesem Land für sozialen Ausgleich sorgt, wer in diesem Land mit viel Optimismus, Kollegin Belakowitsch, Kollege Kickl, mit viel Zuversicht, mit viel Verantwortung und ich möchte auch sagen, sehr unaufgeregt und sehr sachlich die Probleme anpackt und Lösungen findet, und wer unser Land nur schlechtredet, so wie Sie das getan haben! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Der Proporz und die Privilegien ...!)
Abg. Kickl: Wissen Sie, was unser Problem ist in Österreich? – Es läuft uns die Zeit davon!
Ich finde, Sie zeichnen immer Untergangsszenarien, die sich in keiner Weise mit der Wahrnehmung der Menschen in diesem Land decken, und durch die Angst geschürt wird. (Abg. Kickl: Wissen Sie, was unser Problem ist in Österreich? – Es läuft uns die Zeit davon!) Geschätzte Damen und Herren, ich bin überzeugt davon, die SPÖ steht für soziale Politik, und die FPÖ steht für falsche Politik. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich finde, Sie zeichnen immer Untergangsszenarien, die sich in keiner Weise mit der Wahrnehmung der Menschen in diesem Land decken, und durch die Angst geschürt wird. (Abg. Kickl: Wissen Sie, was unser Problem ist in Österreich? – Es läuft uns die Zeit davon!) Geschätzte Damen und Herren, ich bin überzeugt davon, die SPÖ steht für soziale Politik, und die FPÖ steht für falsche Politik. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Kickl: Falsche Zahlen! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.
Jetzt noch ein paar Worte, weil ich SP-Behindertensprecherin bin, zum Budget für behinderte Menschen. (Abg. Kickl: Falsche Zahlen! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.) Im Sozialbudget finden sich 170 Millionen € für wichtige Maßnahmen für Menschen mit Behinderungen, für die Integration auf dem Arbeitsmarkt. Der Sozialdemokratie ist es in diesem Bereich, wie in vielen anderen Bereichen, ganz, ganz besonders wichtig, dass Menschen Arbeit haben. Das gilt natürlich auch für Menschen mit Behinderungen. (Abg. Neubauer: Seit 1995 haben wir den Index nicht angepasst!)
Abg. Neubauer: Seit 1995 haben wir den Index nicht angepasst!
Jetzt noch ein paar Worte, weil ich SP-Behindertensprecherin bin, zum Budget für behinderte Menschen. (Abg. Kickl: Falsche Zahlen! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.) Im Sozialbudget finden sich 170 Millionen € für wichtige Maßnahmen für Menschen mit Behinderungen, für die Integration auf dem Arbeitsmarkt. Der Sozialdemokratie ist es in diesem Bereich, wie in vielen anderen Bereichen, ganz, ganz besonders wichtig, dass Menschen Arbeit haben. Das gilt natürlich auch für Menschen mit Behinderungen. (Abg. Neubauer: Seit 1995 haben wir den Index nicht angepasst!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Dass der nicht für die EU-Wahl kandidiert! – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Der Mann für alles!
In diesem Sinne bin ich froh darüber, dass unser Bundesminister Hundstorfer in Österreich für Sozialpolitik, für Arbeitsmarktpolitik, für Pflegepolitik und für die Pensionen verantwortlich ist, denn damit ist garantiert, dass wir auch in Zukunft einen sozialen Weg in diesem Land weitergehen werden. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Dass der nicht für die EU-Wahl kandidiert! – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Der Mann für alles!)
Beifall bei der FPÖ.
Ich ersuche um Ihre Annahme. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich möchte auch zur Harmonisierung, die der Herr Bundesminister angesprochen hat, noch etwas sagen. Herr Bundesminister, Sie wissen aber schon, dass uns jedes Jahr bei den Pensionsantritten, beim faktischen Pensionsantrittsalter die Landeshauptstadt Wien massiv ins Minus treibt. Da haben wir 60 000 Angestellte, und das Pensionsantrittsalter in Wien unter einem roten Landeshauptmann beträgt 53 Jahre; da reden wir nicht von 58 oder 59 Jahren, sondern da sind wir um sechs Jahre hinter den Werten, die wir bundesweit haben. Also auch da würde ich mir wünschen, Herr Bundesminister, dass Sie auf den Landeshauptmann einwirken, da endlich tätig zu werden, damit wir gerade in Wien diese Zahlen endlich verbessern können. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zu den Ausführungen der Kollegin Aubauer möchte ich noch Folgendes sagen: Frau Kollegin, ich schätze Sie sehr, aber wenn Sie uns vorwerfen, wir würden die Bevölkerung wegen der Pensionen verunsichern, dann meine ich, da bellen Sie den Falschen an, denn wir waren immer diejenigen – das wissen Sie –, die massiv für das staatliche Pensionssystem eingetreten sind. Das kann man von der Jungen ÖVP zum Beispiel so nicht sagen. Der heutige Minister Kurz hat noch vor einem Jahr massiv die jetzige Pensionsregelung kritisiert. Und fast jede Woche kommt von der Jungen ÖVP eine Presseaussendung, in der Alt gegen Jung ausgespielt wird. Auch die Junge Wirtschaft hat diese Woche schon zwei Aussendungen in diese Richtung gemacht. Vielleicht kann man da in den eigenen Reihen auch einmal etwas tun, damit das eben besser wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Oh-Rufe bei der FPÖ.
Ich lese Ihnen einige Punkte vor. Da ist Folgendes einstimmig beschlossen worden: Die SPÖ setzt sich ein für eine Pensionsanpassung nach dem Pensionistenpreisindex. – Ich wurde bei zehn Anträgen von Ihnen schon dafür geprügelt, weil das ein Schwachsinn sei. (Oh-Rufe bei der FPÖ.) Die SPÖ hat das einstimmig beschlossen.
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Liebe Pensionisten! Hier haben Sie die falsche Partei, denn da wird viel versprochen, aber nichts gehalten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist doch so, dass Sie sagen, Sie haben Maßnahmen gegen eine mögliche Kündigungswelle bei der Generation 50 plus in Höhe von ungefähr 350 Millionen € gesetzt. Wenn man sich das jetzt allerdings genauer ansieht und fragt: Was sind denn diese 350 Millionen € wert, meine sehr geehrten Damen und Herren?, dann sieht man, dass da drinnen steht, dass das für jene ist, die sozioökonomische Betriebe und gemeinnützige Beschäftigungsprojekte nachweisen können. Ja wer ist denn das? – Das ist die Volkshilfe von der SPÖ und das Hilfswerk von der ÖVP! Das heißt, Sie machen mit diesen 350 Millionen € nichts anderes als Parteiklientelbedienung! (Beifall bei der FPÖ.) Das ist doch die Wahrheit. Die zusätzlichen Arbeitslosen sind Ihnen doch völlig gleichgültig, denn nachdem dieses Geld zwei Jahre geflossen ist, werden sie ohnehin auf der Straße stehen, meine sehr geehrten Damen und Herren!
Beifall bei der FPÖ.
Zahlen. Mit 30. Dezember 2013 gab es auf dem österreichischen Arbeitsmarkt 30 287 Rumänen und Bulgaren. Das ist ja auch in Ordnung. Per Februar 2014 sind es jetzt 32 669, das ist ein Zuwachs von 2 670 Personen in nur zwei Monaten, meine sehr geehrten Damen und Herren! Da kommt es zu einem Arbeitsmarktverdrängungswettbewerb zulasten der Österreicherinnen und Österreicher! Wann erkennen Sie das endlich, Herr Bundesminister? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben eine Steigerung der Arbeitslosenrate von Februar 2013 auf Februar 2014 von 27,9 Prozent, gleichzeitig auch bei der Generation 50 plus, das heißt, der Verdrängungswettbewerb durch diese Ostöffnung verursacht diese 27,9 Prozent, ja in manchen Bereichen, im Burgenland und in Salzburg, sogar über 30 Prozent. Das ist einfach nicht mehr zu tragen! Da diese Menschen gleichzeitig auch für ein Lohndumping verantwortlich zeichnen, kann man sich vorstellen, dass somit auch immer weniger Geld in die Pensionskassen fließt. Wie Sie diesem Teufelskreis entkommen wollen, das müssen Sie den Österreicherinnen und Österreichern erklären. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Steinbichler – auf ein Plakat verweisend –: Aufpassen!
weiterhin gewährleistet ist! (Abg. Steinbichler – auf ein Plakat verweisend –: Aufpassen!)
Beifall bei der ÖVP.
Als Konsumentenschutzsprecherin der ÖVP werde ich mich intensiv dafür einsetzen, dass wir in Österreich den hohen konsumentenpolitischen Standard, um den uns viele in Europa, ja in der gesamten Welt beneiden, auch in Zukunft halten können. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
So geht das nicht weiter. Ich erwarte von Ihnen, Herr Sozialminister, dass Sie wirklich die Koordination übernehmen und auch die Transparenz in Bezug auf die Budgetierung sicherstellen, sodass auch behinderte Menschen die Möglichkeit bekommen, genauso gut zu leben wie nicht behinderte Menschen. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Das musst du lauter sagen, damit so etwas eine Wirkung entfaltet!
Abgeordneter Johann Hechtl (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Geschätztes Hohes Haus! Ich möchte einige Bemerkungen zu den Ausführungen des Kollegen Neubauer machen, der von einem abschreckenden Beispiel gesprochen hat, bei der EU-Wahl die SPÖ zu wählen. Herr Kollege Neubauer, ich weise das auf das Schärfste zurück. Ich glaube, Ihre Aussage ist ein abschreckendes Beispiel dafür, die FPÖ zu wählen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Das musst du lauter sagen, damit so etwas eine Wirkung entfaltet!)
Beifall bei der SPÖ.
Nach wie vor gilt, geschätzte Damen und Herren – und für die Sozialdemokratie im Besonderen –, dass jeder Arbeitslose ein Arbeitsloser zu viel ist. Deshalb sind auch gerade der Sozialdemokratie soziale Anliegen nicht egal. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kickl: Aber nicht in dritter Lesung!
Das Budget bringt auch weitere Maßnahmen mit sich wie zum Beispiel die Mitfinanzierung der bedarfsorientierten Mindestsicherung. Ich kann mich noch an die Nationalratssitzung erinnern, in der irrtümlicherweise auch die Freiheitliche Partei bei einem Ausschussantrag zur bedarfsorientierten Mindestsicherung mitgestimmt hat. (Abg. Kickl: Aber nicht in dritter Lesung!) Das ist mit ein Beweis dafür, dass sie das eine sagt und das Gegenteil tut. (Abg. Kickl: Nicht in dritter Lesung, Kollege!) Ich kann noch andere Beispiele anführen, etwa, dass die FPÖ den Bürokratieabbau fordert, dann aber gegen die Abschaffung des zweiten EU-Parlamentssitzes in Straßburg stimmt, oder dass sie eine Finanzregulierung fordert, aber eine Finanztransaktionssteuer eigentlich ablehnt. (Abg. Kickl: Blödsinn! Wir wollen nicht zwei haben, wir wollen den anderen! Wenn Sie das nicht verstehen, so schwer ist das nicht!)
Abg. Kickl: Nicht in dritter Lesung, Kollege!
Das Budget bringt auch weitere Maßnahmen mit sich wie zum Beispiel die Mitfinanzierung der bedarfsorientierten Mindestsicherung. Ich kann mich noch an die Nationalratssitzung erinnern, in der irrtümlicherweise auch die Freiheitliche Partei bei einem Ausschussantrag zur bedarfsorientierten Mindestsicherung mitgestimmt hat. (Abg. Kickl: Aber nicht in dritter Lesung!) Das ist mit ein Beweis dafür, dass sie das eine sagt und das Gegenteil tut. (Abg. Kickl: Nicht in dritter Lesung, Kollege!) Ich kann noch andere Beispiele anführen, etwa, dass die FPÖ den Bürokratieabbau fordert, dann aber gegen die Abschaffung des zweiten EU-Parlamentssitzes in Straßburg stimmt, oder dass sie eine Finanzregulierung fordert, aber eine Finanztransaktionssteuer eigentlich ablehnt. (Abg. Kickl: Blödsinn! Wir wollen nicht zwei haben, wir wollen den anderen! Wenn Sie das nicht verstehen, so schwer ist das nicht!)
Abg. Kickl: Blödsinn! Wir wollen nicht zwei haben, wir wollen den anderen! Wenn Sie das nicht verstehen, so schwer ist das nicht!
Das Budget bringt auch weitere Maßnahmen mit sich wie zum Beispiel die Mitfinanzierung der bedarfsorientierten Mindestsicherung. Ich kann mich noch an die Nationalratssitzung erinnern, in der irrtümlicherweise auch die Freiheitliche Partei bei einem Ausschussantrag zur bedarfsorientierten Mindestsicherung mitgestimmt hat. (Abg. Kickl: Aber nicht in dritter Lesung!) Das ist mit ein Beweis dafür, dass sie das eine sagt und das Gegenteil tut. (Abg. Kickl: Nicht in dritter Lesung, Kollege!) Ich kann noch andere Beispiele anführen, etwa, dass die FPÖ den Bürokratieabbau fordert, dann aber gegen die Abschaffung des zweiten EU-Parlamentssitzes in Straßburg stimmt, oder dass sie eine Finanzregulierung fordert, aber eine Finanztransaktionssteuer eigentlich ablehnt. (Abg. Kickl: Blödsinn! Wir wollen nicht zwei haben, wir wollen den anderen! Wenn Sie das nicht verstehen, so schwer ist das nicht!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Die SPÖ wird rausgewählt!
Geschätzte Damen und Herren, meine Redezeit ist schon fast zu Ende. Ich meine, dieses Budget trägt eine soziale Handschrift, und es ist wichtig, dass am 25. Mai ein soziales Europa installiert wird und Österreich auch einen wesentlichen Teil dazu beitragen wird, weil gerade der SPÖ und uns Österreichern soziale Anliegen nicht egal sein dürfen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Die SPÖ wird rausgewählt!)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sozialminister, er ist ja auch Konsumentenschutzminister. Konsumenten sind wir ja nahezu alle, und da würde ich mir in Österreich schon wesentlich mehr Schutz von Ihnen erwarten. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.
Dazu zwei Beispiele. Erstens: die Lebensmittelinformationsverordnung. Sie kommt, wie gesagt, aus Brüssel, von der EU, und wir müssen sie bis Oktober in nationales Recht umsetzen. Der Aufhänger ist der Konsumentenschutz. Da geht es um die Allergene – das haben Sie vielleicht schon gelesen –, damit alle, die Allergien haben, gewarnt und geschützt sind. (Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
Was ist aber die Realität? – Wir werden vielleicht beim Thema Wirtschaft noch darüber sprechen, was das für die Wirtschaft bedeutet. Für den Konsumenten bedeutet das jedenfalls: Wenn Lebensmittelproduzenten dieses Gesetz umsetzen sollen, dann wird das zur Auswirkung haben, dass der Konsument in Zukunft fertig verpackte und vorfabrizierte Lebensmittel bekommen wird, weil nur die Großindustrie in der Lage ist, diese Auflagen zu erfüllen. Und das ist für mich als Konsument in Österreich keine Verbesserung! Ich möchte in Österreich österreichische Lebensmittel haben und nicht Konzernnahrung! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kickl – in Richtung Bundesminister Hundstorfer –: Sie sagen nachher was dazu? Da muss ich noch warten? – Bundesminister Hundstorfer: In ungefähr zwei Stunden! – Abg. Kickl: Sie sind unentspannt, irgendwie! – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ja, so unlocker, die Körperhaltung! – Bundesminister Hundstorfer: Total entspannt!
wählen! – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kickl – in Richtung Bundesminister Hundstorfer –: Sie sagen nachher was dazu? Da muss ich noch warten? – Bundesminister Hundstorfer: In ungefähr zwei Stunden! – Abg. Kickl: Sie sind unentspannt, irgendwie! – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ja, so unlocker, die Körperhaltung! – Bundesminister Hundstorfer: Total entspannt!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
wir die unantastbare Menschenwürde auch in der österreichischen Verfassung verankern. In Deutschland ist sie in Artikel 1 des Grundgesetzes geregelt und ist Leitprinzip der Politik. Das sollte auch in Österreich der Fall sein. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Klar ist, dass die ÖVP absolut nicht will, dass die Gruppenklage eingeführt wird, weil dahinter die Wirtschaftskammer steckt, die sich natürlich vor Massenklagen gegen Unternehmen fürchtet. Diese Furcht ist unbegründet. Andere Länder wie England, Schweden, Norwegen, Dänemark und Finnland haben das Modell der Gruppenklage eingeführt. Wir brauchen nicht das Rad neu zu erfinden, sondern wir müssen es nur den anderen Ländern nachmachen, die es schon gemacht und auch Erfolg dabei haben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Gestern wurde kritisiert, dass die Opposition immer nur kritisiere und keine Vorschläge bringe. Aber auch Vorschläge, die der Budgetentlastung dienen, werden zur Gänze nicht umgesetzt. Wenn ein Entwurf sieben Jahre lang in der Schublade liegt und nicht behandelt wird, dann ist die Kritik gerechtfertigt. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Walter Rosenkranz: Nein, sagen Sie es!
Da der Herr Kickl dieses Thema vorhin auch strapaziert hat, möchte ich sagen, es sind auch Arbeitgeber dabei, die Ihrer Partei nahestehen, Herr Abgeordneter Kickl, und vielleicht sprechen Sie einmal mit diesen. Sie werden sie ja auch kennen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Walter Rosenkranz: Nein, sagen Sie es!)
Abg. Walter Rosenkranz: Sie sagen es jetzt! Und Sie nehmen es zu Protokoll! Nennen Sie Namen!
Meine sehr geschätzten Damen und Herren, genau darum geht es. BUAK und Finanzpolizei haben jetzt ein ordentliches Instrument in der Hand. (Abg. Walter Rosenkranz: Sie sagen es jetzt! Und Sie nehmen es zu Protokoll! Nennen Sie Namen!) Das passt natürlich so manchen nicht, wie Ihre Reaktionen jetzt zeigen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wer ist das? Sagen Sie, wer das sein soll!) Aber die Zahlen sprechen für sich. In den letzten Jahren wurden 75 000 Betriebe kontrolliert. 200 000 ArbeitnehmerInnen wurden kontrolliert, 16 Millionen € an Strafen wurden beantragt. Das heißt, da gab es wirklich Handlungsbedarf, und darum war es so wichtig, dass dieses Gesetz erlassen wurde. (Abg. Walter Rosenkranz: Nennen Sie Namen!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wer ist das? Sagen Sie, wer das sein soll!
Meine sehr geschätzten Damen und Herren, genau darum geht es. BUAK und Finanzpolizei haben jetzt ein ordentliches Instrument in der Hand. (Abg. Walter Rosenkranz: Sie sagen es jetzt! Und Sie nehmen es zu Protokoll! Nennen Sie Namen!) Das passt natürlich so manchen nicht, wie Ihre Reaktionen jetzt zeigen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wer ist das? Sagen Sie, wer das sein soll!) Aber die Zahlen sprechen für sich. In den letzten Jahren wurden 75 000 Betriebe kontrolliert. 200 000 ArbeitnehmerInnen wurden kontrolliert, 16 Millionen € an Strafen wurden beantragt. Das heißt, da gab es wirklich Handlungsbedarf, und darum war es so wichtig, dass dieses Gesetz erlassen wurde. (Abg. Walter Rosenkranz: Nennen Sie Namen!)
Abg. Walter Rosenkranz: Nennen Sie Namen!
Meine sehr geschätzten Damen und Herren, genau darum geht es. BUAK und Finanzpolizei haben jetzt ein ordentliches Instrument in der Hand. (Abg. Walter Rosenkranz: Sie sagen es jetzt! Und Sie nehmen es zu Protokoll! Nennen Sie Namen!) Das passt natürlich so manchen nicht, wie Ihre Reaktionen jetzt zeigen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wer ist das? Sagen Sie, wer das sein soll!) Aber die Zahlen sprechen für sich. In den letzten Jahren wurden 75 000 Betriebe kontrolliert. 200 000 ArbeitnehmerInnen wurden kontrolliert, 16 Millionen € an Strafen wurden beantragt. Das heißt, da gab es wirklich Handlungsbedarf, und darum war es so wichtig, dass dieses Gesetz erlassen wurde. (Abg. Walter Rosenkranz: Nennen Sie Namen!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Sie können ja nicht etwas behaupten, was Sie nicht wissen!
Es wird jetzt versucht, gesetzliche Optimierungen und Nachschärfungen umzusetzen. Ich hoffe, das geht über die Bühne, denn es ist einfach wichtig, dass nicht nur der Grundlohn überprüft wird, sondern dass in Zukunft das gesamte Entgelt überprüft wird. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Sie können ja nicht etwas behaupten, was Sie nicht wissen!) Für uns ist wichtig: Wir wollen einfach gleichen Lohn für gleiche Arbeit am selben Ort.
Abg. Kickl: Das wollen Sie seit 50 Jahren! Jedes Jahr am 1. Mai verlangen Sie das Gleiche!
Und, Frau Abgeordnete, weil Sie sich gar so echauffieren und weil Sie sich so aufregen: Es gehören schon Nerven dazu, Frau Abgeordnete Belakowitsch-Jenewein, wenn Sie sich herstellen und die Bundesregierung auffordern, Maßnahmen gegen Lohn- und Sozialdumping zu setzen. (Abg. Kickl: Das wollen Sie seit 50 Jahren! Jedes Jahr am 1. Mai verlangen Sie das Gleiche!) Sie waren es, die 2011 ganz massiv gegen dieses Gesetz aufgetreten sind (Abg. Kickl: Das ist ein Papiertiger!), es torpediert haben und auch nicht mitgestimmt haben im Gegensatz zu allen anderen Fraktionen hier im Haus. (Die Abgeordneten Kickl und Walter Rosenkranz: Jetzt nennen Sie die Namen! – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Einen wenigstens!) Aber jetzt stellen Sie sich her, so wie es halt immer Ihre Masche ist: Wasser predigen, aber Wein trinken. Die Menschen werden Ihnen das nicht abnehmen. Ich möchte Ihnen das von dieser Stelle aus noch
Abg. Kickl: Das ist ein Papiertiger!
Und, Frau Abgeordnete, weil Sie sich gar so echauffieren und weil Sie sich so aufregen: Es gehören schon Nerven dazu, Frau Abgeordnete Belakowitsch-Jenewein, wenn Sie sich herstellen und die Bundesregierung auffordern, Maßnahmen gegen Lohn- und Sozialdumping zu setzen. (Abg. Kickl: Das wollen Sie seit 50 Jahren! Jedes Jahr am 1. Mai verlangen Sie das Gleiche!) Sie waren es, die 2011 ganz massiv gegen dieses Gesetz aufgetreten sind (Abg. Kickl: Das ist ein Papiertiger!), es torpediert haben und auch nicht mitgestimmt haben im Gegensatz zu allen anderen Fraktionen hier im Haus. (Die Abgeordneten Kickl und Walter Rosenkranz: Jetzt nennen Sie die Namen! – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Einen wenigstens!) Aber jetzt stellen Sie sich her, so wie es halt immer Ihre Masche ist: Wasser predigen, aber Wein trinken. Die Menschen werden Ihnen das nicht abnehmen. Ich möchte Ihnen das von dieser Stelle aus noch
Die Abgeordneten Kickl und Walter Rosenkranz: Jetzt nennen Sie die Namen! – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Einen wenigstens!
Und, Frau Abgeordnete, weil Sie sich gar so echauffieren und weil Sie sich so aufregen: Es gehören schon Nerven dazu, Frau Abgeordnete Belakowitsch-Jenewein, wenn Sie sich herstellen und die Bundesregierung auffordern, Maßnahmen gegen Lohn- und Sozialdumping zu setzen. (Abg. Kickl: Das wollen Sie seit 50 Jahren! Jedes Jahr am 1. Mai verlangen Sie das Gleiche!) Sie waren es, die 2011 ganz massiv gegen dieses Gesetz aufgetreten sind (Abg. Kickl: Das ist ein Papiertiger!), es torpediert haben und auch nicht mitgestimmt haben im Gegensatz zu allen anderen Fraktionen hier im Haus. (Die Abgeordneten Kickl und Walter Rosenkranz: Jetzt nennen Sie die Namen! – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Einen wenigstens!) Aber jetzt stellen Sie sich her, so wie es halt immer Ihre Masche ist: Wasser predigen, aber Wein trinken. Die Menschen werden Ihnen das nicht abnehmen. Ich möchte Ihnen das von dieser Stelle aus noch
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Stehen Sie auch hinter der Immunität? – Abg. Walter Rosenkranz: Ein Immunitätsflüchtling!
einmal ganz klar sagen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Stehen Sie auch hinter der Immunität? – Abg. Walter Rosenkranz: Ein Immunitätsflüchtling!)
Abg. Walter Rosenkranz: Sie nennen jetzt die Namen! Sie Schmutzkübler, Sie!
Darum, meine sehr geschätzten Damen und Herren, ist am Sonntag ein ganz wichtiger Tag. (Abg. Walter Rosenkranz: Sie nennen jetzt die Namen! Sie Schmutzkübler, Sie!) Die EU-Wahl steht vor der Tür, und wir werden uns entscheiden müssen: Gehen wir den Weg, den Banken und Konzerne jetzt ganz massiv bestimmen, oder gehen wir den Weg mit den ArbeitnehmerInnen und den Beschäftigten in Europa?
Beifall bei der SPÖ.
Für uns SozialdemokratInnen ist ganz klar: Wir wollen ein Europa, wo die Menschen im Mittelpunkt stehen. Wir SozialdemokratInnen werden das am Sonntag auch ganz deutlich beweisen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Jarolim: Ich bin froh, dass es endlich herausgekommen ist, dass ! – Abg. Kickl: Eine einzige Veruntreuung des Kreisky-Erbes!
Präsident Karlheinz Kopf: Als Nächster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Doppler. – Bitte. (Abg. Jarolim: Ich bin froh, dass es endlich herausgekommen ist, dass ! – Abg. Kickl: Eine einzige Veruntreuung des Kreisky-Erbes!)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Rupert Doppler (FPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Frau Staatssekretär! Herr Kollege Wimmer, nennen Sie Namen, wenn Sie Vorwürfe in den Raum stellen! Bitte kommen Sie nochmals heraus, nennen Sie die Namen, und sprechen Sie nicht immer die Unwahrheit! Das ist die reine Unwahrheit, und das lassen wir so nicht stehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Schatz.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, weil ich gerade bei Wohnungen und Unterkünften bin: In Salzburg sucht die grüne Landesrätin gerade Unterkünfte für Asylwerber – auch wichtig, wenn es sich um verfolgte Personen handelt, aber nicht für Wirtschaftsflüchtlinge und Scheinasylanten! Dazu haben wir das Geld nicht zur Verfügung! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Schatz.) Mir ist es hier ganz wichtig, Frau Kollegin Schatz, dass die grünen Gutmenschen auch vorher mit den Gemeinden und mit den betroffenen Bürgern das Einvernehmen herstellen und nicht einfach drüberfahren, die Asylanten in die Gemeinden quasi hineinsetzen und die Bevölkerung auf sich alleine gestellt lassen. Das kann es nicht sein, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Schatz: Sie wissen, dass vor Ort diese Veranstaltungen stattfinden!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Schatz: Sie wissen, dass vor Ort diese Veranstaltungen stattfinden!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, weil ich gerade bei Wohnungen und Unterkünften bin: In Salzburg sucht die grüne Landesrätin gerade Unterkünfte für Asylwerber – auch wichtig, wenn es sich um verfolgte Personen handelt, aber nicht für Wirtschaftsflüchtlinge und Scheinasylanten! Dazu haben wir das Geld nicht zur Verfügung! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Schatz.) Mir ist es hier ganz wichtig, Frau Kollegin Schatz, dass die grünen Gutmenschen auch vorher mit den Gemeinden und mit den betroffenen Bürgern das Einvernehmen herstellen und nicht einfach drüberfahren, die Asylanten in die Gemeinden quasi hineinsetzen und die Bevölkerung auf sich alleine gestellt lassen. Das kann es nicht sein, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Schatz: Sie wissen, dass vor Ort diese Veranstaltungen stattfinden!)
Anhaltender Beifall bei der FPÖ.
Ich frage Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren, ich frage Sie: Wer kümmert sich um unsere Menschen, egal, ob selbständig oder unselbständig, die acht, neun, zehn Stunden und länger pro Tag arbeiten? Welchen Schutz haben diese Leute? Die werden ausgepresst wie eine Zitrone, was Steuern und Belastungen betrifft, und gerade diese fleißigen Leute brauchen Schutz, und diesen Schutz gewährt ihnen die Freiheitliche Partei. – Herzlichen Dank. (Anhaltender Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ja, noch schlimmer!
Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer: Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Weil hier gerade gesagt wurde, Unwahrheit und so weiter. – Sie haben ein Paradebeispiel vom Herrn Abgeordneten Neubauer gehört, wie man mit Zahlen umgeht und dann meint, man hat die Wahrheit. Es gibt bei der Stadt Wien nicht 60 000 Mitarbeiter, Herr Abgeordneter, sondern 76 000. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ja, noch schlimmer!) – Das ist einmal Punkt eins.
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Einer davon steht da!
Punkt zwei sollten Sie aber wissen, dass es 53 000 ASVG-Versicherte sind, die in keiner der vom Rechnungshof veröffentlichten Statistiken auch nur ansatzweise auftauchen, weil das ganz normale nach dem ASVG versicherte Dienstverhältnisse sind. Die Stadt hat nur mehr 23 000 Pragmanen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Einer davon steht da!) – Einer davon steht vor Ihnen. – Diese 23 000 Pragmanen werden monatlich weniger. Warum werden sie monatlich weniger? – Weil seit 15 Jahren überhaupt nicht mehr pragmatisiert wird.
Abg. Kickl: Wie hoch ist das durchschnittliche Alter bei Pensionsantritt?
Die Stadt hat weiters, so wie der Bund, kein Invaliditätspensionsrecht, so wie bei den Bundesbediensteten! (Abg. Kickl: Wie hoch ist das durchschnittliche Alter bei Pensionsantritt?) Es gibt kein Invaliditätspensionsrecht. Es gibt keine „Hackler-Pension“ bei der Stadt. (Abg. Kickl: Wie hoch ist das durchschnittliche Alter bei Pensionsantritt?) – Das ist ja das Problem, Herr Abgeordneter, jetzt hören Sie doch einmal zu! Jeder, der krankheitshalber in der Stadt geht, haut natürlich den Schnitt in die Höhe. Das ist ja logisch.
Abg. Kickl: Wie hoch ist das durchschnittliche Alter bei Pensionsantritt?
Die Stadt hat weiters, so wie der Bund, kein Invaliditätspensionsrecht, so wie bei den Bundesbediensteten! (Abg. Kickl: Wie hoch ist das durchschnittliche Alter bei Pensionsantritt?) Es gibt kein Invaliditätspensionsrecht. Es gibt keine „Hackler-Pension“ bei der Stadt. (Abg. Kickl: Wie hoch ist das durchschnittliche Alter bei Pensionsantritt?) – Das ist ja das Problem, Herr Abgeordneter, jetzt hören Sie doch einmal zu! Jeder, der krankheitshalber in der Stadt geht, haut natürlich den Schnitt in die Höhe. Das ist ja logisch.
Abg. Neubauer: Nein, das ist nicht das Thema! Das ist nur Ihr Thema! Getrickste Zahlen! Trickser!
Punkt zwei: Wir haben keine Lücke von 3,6 Milliarden €. Wir haben ganz einfach eine unterschiedliche Zeitspanne, wann wo welche Prognose erstellt wurde. Das ist das Thema. Stellen Sie sich doch nicht hin und erklären ...! (Abg. Neubauer: Nein, das ist nicht das Thema! Das ist nur Ihr Thema! Getrickste Zahlen! Trickser!) – Nein, das ist nicht mein Thema. Mein Thema ist, dass ich die letzten fünf Jahre immer weniger verbraucht habe, als im Bundesvoranschlag vorgesehen war. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Neubauer: Eher sechs Jahre!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Neubauer: Eher sechs Jahre!
Punkt zwei: Wir haben keine Lücke von 3,6 Milliarden €. Wir haben ganz einfach eine unterschiedliche Zeitspanne, wann wo welche Prognose erstellt wurde. Das ist das Thema. Stellen Sie sich doch nicht hin und erklären ...! (Abg. Neubauer: Nein, das ist nicht das Thema! Das ist nur Ihr Thema! Getrickste Zahlen! Trickser!) – Nein, das ist nicht mein Thema. Mein Thema ist, dass ich die letzten fünf Jahre immer weniger verbraucht habe, als im Bundesvoranschlag vorgesehen war. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Neubauer: Eher sechs Jahre!)
Abg. Neubauer: Was heißt „ehemaliger“? Das hätten Sie gerne!
Nächster Punkt: Das Pensionssystem ist vereinheitlicht. Sie als ehemaliger Landesbediensteter sollten das eigentlich wissen. (Abg. Neubauer: Was heißt „ehemaliger“? Das hätten Sie gerne!) – Entschuldigung, Sie sind auch noch ... (Ruf: Noch immer!? Na, das auch noch!) Noch immer. Na bitte! Ich habe geglaubt, Sie sind schon in Pension. (Allgemeine Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Gescheiter, Sie würden in Pension gehen!)
Ruf: Noch immer!? Na, das auch noch!
Nächster Punkt: Das Pensionssystem ist vereinheitlicht. Sie als ehemaliger Landesbediensteter sollten das eigentlich wissen. (Abg. Neubauer: Was heißt „ehemaliger“? Das hätten Sie gerne!) – Entschuldigung, Sie sind auch noch ... (Ruf: Noch immer!? Na, das auch noch!) Noch immer. Na bitte! Ich habe geglaubt, Sie sind schon in Pension. (Allgemeine Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Gescheiter, Sie würden in Pension gehen!)
Allgemeine Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Gescheiter, Sie würden in Pension gehen!
Nächster Punkt: Das Pensionssystem ist vereinheitlicht. Sie als ehemaliger Landesbediensteter sollten das eigentlich wissen. (Abg. Neubauer: Was heißt „ehemaliger“? Das hätten Sie gerne!) – Entschuldigung, Sie sind auch noch ... (Ruf: Noch immer!? Na, das auch noch!) Noch immer. Na bitte! Ich habe geglaubt, Sie sind schon in Pension. (Allgemeine Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Gescheiter, Sie würden in Pension gehen!)
Abg. Walter Rosenkranz: Bei Ihrer Sozialpolitik habe ich auch weiße Haare!
Herr Abgeordneter, entschuldigen Sie, ich nehme alles zurück! Da Sie etwas jünger sind als ich, aber mehr weiße Haare haben als ich, habe ich das geglaubt. (Abg. Walter Rosenkranz: Bei Ihrer Sozialpolitik habe ich auch weiße Haare!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ich habe eh einen Antrag eingebracht!
Das Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz betreffend kann ich Sie nur noch einmal einladen, dem beizutreten. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ich habe eh einen Antrag eingebracht!) – Sind 16 Millionen Strafen nichts? Weil man da meint, das ist ein „Papiertiger“. Sind 13 für den österreichischen Arbeitsmarkt gesperrte Betriebe gar nichts? Sind 50 Prozent österreichische Eigentümer von den geprüften Betrieben gar nichts? (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das sagen Sie jedes Mal!) – Es ist so, Frau Abgeordnete! (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Es ist leider so! Sie erzählen irgendwelche Geschichten, und keiner kann sie nachvollziehen!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das sagen Sie jedes Mal!
Das Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz betreffend kann ich Sie nur noch einmal einladen, dem beizutreten. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ich habe eh einen Antrag eingebracht!) – Sind 16 Millionen Strafen nichts? Weil man da meint, das ist ein „Papiertiger“. Sind 13 für den österreichischen Arbeitsmarkt gesperrte Betriebe gar nichts? Sind 50 Prozent österreichische Eigentümer von den geprüften Betrieben gar nichts? (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das sagen Sie jedes Mal!) – Es ist so, Frau Abgeordnete! (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Es ist leider so! Sie erzählen irgendwelche Geschichten, und keiner kann sie nachvollziehen!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Es ist leider so! Sie erzählen irgendwelche Geschichten, und keiner kann sie nachvollziehen!
Das Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz betreffend kann ich Sie nur noch einmal einladen, dem beizutreten. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ich habe eh einen Antrag eingebracht!) – Sind 16 Millionen Strafen nichts? Weil man da meint, das ist ein „Papiertiger“. Sind 13 für den österreichischen Arbeitsmarkt gesperrte Betriebe gar nichts? Sind 50 Prozent österreichische Eigentümer von den geprüften Betrieben gar nichts? (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das sagen Sie jedes Mal!) – Es ist so, Frau Abgeordnete! (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Es ist leider so! Sie erzählen irgendwelche Geschichten, und keiner kann sie nachvollziehen!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ja, stimmt!
Sie können da jetzt machen, was Sie wollen. Ihr Problem ist, dass wir das Gesetz haben. Das Gesetz ist da. Am meisten prüft die Finanzpolizei, hochqualifiziert und gut drauf, dann prüfen die Gebietskrankenkassen und dann die BUAK. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Ja, stimmt!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Weil Sie es ...! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Auch wenn Sie jetzt diese saloppe Äußerung machen, werde ich nicht auf das eingehen, denn Sie wissen ganz genau, dass das die Finanzpolizei gar nicht prüfen kann, denn das Stehen auf der Straße ist nicht strafbar. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Weil Sie es ...! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) In dem Augenblick, wo jemand einsteigt und dann schwarz dort arbeitet, wird geprüft, und dann gibt es auch Strafen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Aber da brauchen Sie mehr Personal!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Aber da brauchen Sie mehr Personal!
Auch wenn Sie jetzt diese saloppe Äußerung machen, werde ich nicht auf das eingehen, denn Sie wissen ganz genau, dass das die Finanzpolizei gar nicht prüfen kann, denn das Stehen auf der Straße ist nicht strafbar. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Weil Sie es ...! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) In dem Augenblick, wo jemand einsteigt und dann schwarz dort arbeitet, wird geprüft, und dann gibt es auch Strafen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Aber da brauchen Sie mehr Personal!)
Abg. Neubauer: Sie sind das schon gewohnt!
Sie sollten auch einmal mitwirken, das ist nämlich ... (Abg. Neubauer: Sie sind das schon gewohnt!) – Schauen Sie, im Unterschied zu Ihnen bin ich auf der Triester Straße aufgewachsen und habe auch sechs Jahre auf der Brünner Straße gewohnt, ich weiß, wo das ist. (Abg. Kickl: Das ist aber schon ein bisschen her!) Ich wohne bei den Menschen, und ich bin immer noch dort. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kickl: Das ist aber schon ein bisschen her!
Sie sollten auch einmal mitwirken, das ist nämlich ... (Abg. Neubauer: Sie sind das schon gewohnt!) – Schauen Sie, im Unterschied zu Ihnen bin ich auf der Triester Straße aufgewachsen und habe auch sechs Jahre auf der Brünner Straße gewohnt, ich weiß, wo das ist. (Abg. Kickl: Das ist aber schon ein bisschen her!) Ich wohne bei den Menschen, und ich bin immer noch dort. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie sollten auch einmal mitwirken, das ist nämlich ... (Abg. Neubauer: Sie sind das schon gewohnt!) – Schauen Sie, im Unterschied zu Ihnen bin ich auf der Triester Straße aufgewachsen und habe auch sechs Jahre auf der Brünner Straße gewohnt, ich weiß, wo das ist. (Abg. Kickl: Das ist aber schon ein bisschen her!) Ich wohne bei den Menschen, und ich bin immer noch dort. (Beifall bei der SPÖ.)
Rufe bei der FPÖ: Ja, genau!
Wir sollten uns dann auch darauf einigen, und da warte ich immer noch auf einen Aufschrei der Freiheitlichen, dass Sie endlich auch einmal dabei sind zu sagen: Liebe österreichische Firmen, beschäftigt keine Schwarzarbeiter, gebt keine Aufträge! – Punkt eins. (Rufe bei der FPÖ: Ja, genau!) – Nein, das habe ich von Ihnen noch nie gehört. Überhaupt noch nie. Da ist das große Schweigen Ihrerseits. Jeder, der schwarz arbeitet, hat einen österreichischen Auftraggeber. (Abg. Walter Rosenkranz: Hören Sie auf!) Darüber sollten wir uns im Klaren sein, und da sollten Sie einmal massiv mitwirken, auch bei Ihren Wirtschaftstreibenden. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Was sagen Sie eigentlich zum Antrag zu Lohn- und Sozialdumping?)
Abg. Walter Rosenkranz: Hören Sie auf!
Wir sollten uns dann auch darauf einigen, und da warte ich immer noch auf einen Aufschrei der Freiheitlichen, dass Sie endlich auch einmal dabei sind zu sagen: Liebe österreichische Firmen, beschäftigt keine Schwarzarbeiter, gebt keine Aufträge! – Punkt eins. (Rufe bei der FPÖ: Ja, genau!) – Nein, das habe ich von Ihnen noch nie gehört. Überhaupt noch nie. Da ist das große Schweigen Ihrerseits. Jeder, der schwarz arbeitet, hat einen österreichischen Auftraggeber. (Abg. Walter Rosenkranz: Hören Sie auf!) Darüber sollten wir uns im Klaren sein, und da sollten Sie einmal massiv mitwirken, auch bei Ihren Wirtschaftstreibenden. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Was sagen Sie eigentlich zum Antrag zu Lohn- und Sozialdumping?)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Was sagen Sie eigentlich zum Antrag zu Lohn- und Sozialdumping?
Wir sollten uns dann auch darauf einigen, und da warte ich immer noch auf einen Aufschrei der Freiheitlichen, dass Sie endlich auch einmal dabei sind zu sagen: Liebe österreichische Firmen, beschäftigt keine Schwarzarbeiter, gebt keine Aufträge! – Punkt eins. (Rufe bei der FPÖ: Ja, genau!) – Nein, das habe ich von Ihnen noch nie gehört. Überhaupt noch nie. Da ist das große Schweigen Ihrerseits. Jeder, der schwarz arbeitet, hat einen österreichischen Auftraggeber. (Abg. Walter Rosenkranz: Hören Sie auf!) Darüber sollten wir uns im Klaren sein, und da sollten Sie einmal massiv mitwirken, auch bei Ihren Wirtschaftstreibenden. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Was sagen Sie eigentlich zum Antrag zu Lohn- und Sozialdumping?)
Abg. Walter Rosenkranz: Von wem? „Freiheitlicher Hausbesitzerverband“? – Heiterkeit bei der ÖVP.
Dann darf ich Ihnen auch einmal ganz offen etwas sagen ... (Abg. Walter Rosenkranz: Von wem? „Freiheitlicher Hausbesitzerverband“? – Heiterkeit bei der ÖVP.) – Jetzt habe ich eine neue Einrichtung bei Ihnen gegründet! (Heiterkeit des Redners.) Schauen Sie, Herr Abgeordneter Dr. Rosenkranz, so, wie die Freiheitlichen in Wien soziale Netzwerke unterhalten, die auch von der Stadt mitfinanziert werden, da sie gute Qualität bieten, darüber diskutiere ich gar nicht, habe ich geglaubt, da es beim Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender alle möglichen Branchen und alle möglichen Aktivitäten gibt, dass es beim Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender auch eine
Heiterkeit des Redners.
Dann darf ich Ihnen auch einmal ganz offen etwas sagen ... (Abg. Walter Rosenkranz: Von wem? „Freiheitlicher Hausbesitzerverband“? – Heiterkeit bei der ÖVP.) – Jetzt habe ich eine neue Einrichtung bei Ihnen gegründet! (Heiterkeit des Redners.) Schauen Sie, Herr Abgeordneter Dr. Rosenkranz, so, wie die Freiheitlichen in Wien soziale Netzwerke unterhalten, die auch von der Stadt mitfinanziert werden, da sie gute Qualität bieten, darüber diskutiere ich gar nicht, habe ich geglaubt, da es beim Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender alle möglichen Branchen und alle möglichen Aktivitäten gibt, dass es beim Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender auch eine
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Erst informieren!
Hausbesitzerpartie gibt. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Erst informieren!) Ich nehme zur Kenntnis, dass es das dort nicht gibt. Ist auch okay. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Nein, nein, ich rede von den Besitzern.
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Hausbesitzerpartie gibt. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Erst informieren!) Ich nehme zur Kenntnis, dass es das dort nicht gibt. Ist auch okay. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Nein, nein, ich rede von den Besitzern.
Abg. Neubauer: Das ist ja mehr als polemisch!
Herr Abgeordneter Wurm! Da Sie meinen, wir wollen bei den Wirkungszielen 75 Prozent umsetzen, so möchte ich Sie bitten, einmal nachzudenken und nachzuschauen, was bei den Wirkungszielen wirklich alles dabei steht: Reiserichtlinie, Pauschalreisen, können wir das österreichweit allein lösen? Zahlungsrichtlinie, können wir das österreichweit allein lösen? Internetoffensiven, können wir das österreichweit allein lösen? – So sagen Sie doch den Menschen die Wahrheit! Sagen Sie, wir wollen diese EU nicht, wir wollen raus aus der EU! Machen Sie es so, wie es andere Parteien in Europa machen, sagen Sie das doch! (Abg. Neubauer: Das ist ja mehr als polemisch!)
Zwischenruf des Abg. Peter Wurm. – Abg. Neubauer: ... fünf Jahre!
Nehmen Sie doch zur Kenntnis, dass wir im Konsumentenschutz gewisse Dinge nur lösen können, wenn wir sie gesamteuropäisch lösen! (Zwischenruf des Abg. Peter Wurm. – Abg. Neubauer: ... fünf Jahre!) Das sind unter anderem der Internethandel, die Pauschalreiserichtlinie, die Frage der Zahlungen, und das ist unter anderem auch die Frage der Lebensmittel. Wenn Sie wirklich wissen wollen, was los ist, dann reden Sie doch mit der österreichischen Lebensmittelindustrie, welche Vorschriften sie einhalten muss, um unsere hochwertigen Produkte überhaupt in gewisse Länder exportieren zu dürfen! (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das ist doch Ihre Aufgabe!) Demzufolge ist es doch sinnvoll, dass gewisse Verbraucherrichtlinien in der EU gemeinsam gestaltet werden.
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das ist doch Ihre Aufgabe!
Nehmen Sie doch zur Kenntnis, dass wir im Konsumentenschutz gewisse Dinge nur lösen können, wenn wir sie gesamteuropäisch lösen! (Zwischenruf des Abg. Peter Wurm. – Abg. Neubauer: ... fünf Jahre!) Das sind unter anderem der Internethandel, die Pauschalreiserichtlinie, die Frage der Zahlungen, und das ist unter anderem auch die Frage der Lebensmittel. Wenn Sie wirklich wissen wollen, was los ist, dann reden Sie doch mit der österreichischen Lebensmittelindustrie, welche Vorschriften sie einhalten muss, um unsere hochwertigen Produkte überhaupt in gewisse Länder exportieren zu dürfen! (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das ist doch Ihre Aufgabe!) Demzufolge ist es doch sinnvoll, dass gewisse Verbraucherrichtlinien in der EU gemeinsam gestaltet werden.
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das ist sehr wohl das Thema! Natürlich ist das Thema!
Was auch klar und sinnvoll ist, dass wir beim Gen-Mais, bei irgendwelchen Chlorhühnern und so weiter eine klare Position haben. Das ist ja auch gar nicht das Thema, da haben wir eine klare Position. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das ist sehr wohl das Thema! Natürlich ist das Thema!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Weil die Menschen die Lebensmittel alle im Internet einkaufen!
Klar ist, dass wir dieses gemeinsame Europa gerade für die österreichische Lebensmittelindustrie wie auch für die Verbraucher brauchen, denn im Internethandel gibt es keine österreichischen Grenzen. Im Internethandel können wir die Konsumenten nur durch ein gemeinsames Europa schützen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Weil die Menschen die Lebensmittel alle im Internet einkaufen!)
Beifall bei der ÖVP.
Mein Vorschlag wäre, dass zumindest 90 Prozent der Neueinstufungen innerhalb der ersten 30 Tage erfolgen. Das ist für die Betroffenen enorm wichtig, das ist für alle Angehörigen enorm wichtig, und ich denke, wir sollten dieser Arbeit intensiv nachgehen und hier konkrete Ziele auch umsetzen. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Öh- und Hallo-Rufe bei der ÖVP
Abgeordneter Herbert Kickl (FPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ein paar Worte zu den Ausführungen des Herrn Sozialministers, der langsam, aber sicher dazu übergehen sollte, sein Ministerium umzubenennen in „Ministerium für versuchte Volksverblödung“ (Öh- und Hallo-Rufe bei der ÖVP), denn vieles von dem, was Sie, Herr Bundesminister, hier von sich gegeben haben, kann man so nicht stehen lassen.
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage Ihnen eines: Sie haben hier einen Satz abgelassen, für den ich Sie auffordere sich bei den österreichischen Unternehmen zu entschuldigen. Sie haben gesagt: Jeder, der in Österreich schwarz arbeitet, hat einen österreichischen Auftraggeber. – Das heißt, Sie unterstellen als Sozial- und Arbeitsminister den österreichischen Unternehmen, in Österreich diejenigen zu sein, die die Schwarzarbeit anheizen. Ich fordere Sie dazu auf, sich bei den Unternehmerinnen und Unternehmern dieses Landes für diese Aussage zu entschuldigen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie können sie auch nicht aufrechterhalten, und zwar aus dem ganz einfachen Grund, weil wir eine Fülle von Anfragen an Ihr Haus gestellt haben, und der Tenor Ihrer Antworten auf alle diese Anfragen ist, Sie können uns keine Antwort geben im Zusammenhang mit den Besitzverhältnissen dieser Firmen, weil Sie das alles statistisch nicht erheben. – Wenn Sie nicht wissen, wem diese Firmen gehören, wie kommen Sie dann zu dieser unverfrorenen Aussage, die alle österreichischen Unternehmen in ein schlechtes Licht stellt?! Das kann man so nicht stehen lassen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und eine zweite Angelegenheit, zu Ihrem angeblich so effektiven Sozialdumping-Gesetz: Wissen Sie, das ist wirklich ein Papiertiger, weil das System so funktioniert, dass es einen Auftragnehmer gibt, der an Subfirmen weiter vergibt und wieder an Subfirmen und wieder an Subfirmen und wieder an Subfirmen, und die Buchhaltungen dieser Subfirmen befinden sich nicht in Österreich, sondern irgendwo anders, in einem anderen Land, und in diese Buchhaltungen können Sie niemals hineinschauen. Und deshalb wissen Sie auch nicht, was die Leute tatsächlich verdienen, die in Österreich auf den Baustellen herumgondeln. Das ist eines der Kernprobleme, und das kriegen Sie nicht in den Griff. Normalerweise hätten Sie es so machen müssen, dass Sie, bevor Sie diesen ganzen Arbeitsmarkt freigeben, diese Dinge zwischenstaatlich oder europaweit regeln. Dann hätten wir einen Ansatzpunkt gehabt, auch das zu kontrollieren. Ansonsten ist es ein Fetzen Papier, um noch einmal beim Wort „Fetzen“ zu bleiben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Also weit haben wir es gebracht mit Ihrem „Alle Türen und alle Grenzen auf!“, und da sind Sie als Sozialdemokrat gefordert. Und der Abgeordnete Muchitsch ist auch erst aktiv geworden, weil es die Freiheitlichen gibt, die immer wieder auf diese Missstände hinweisen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kickl: Ich habe aber auch schon Mails zur Vorsitzführung der Frau Präsidentin bekommen, die auch nicht positiv waren!
Sie haben vorhin einige Ausdrücke verwendet, die an der Grenze zu einem Ordnungsruf waren. Ich erteile Ihnen jetzt keinen, sondern ich belasse es bei dieser Ermahnung an Sie und in diesem Fall auch an alle anderen: Bitte wählen wir hier eine Sprache, die diesem Haus und der Würde dieses Hauses auch tatsächlich entspricht! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kickl: Ich habe aber auch schon Mails zur Vorsitzführung der Frau Präsidentin bekommen, die auch nicht positiv waren!)
Abg. Jarolim: Gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen, Herr Präsident! – Abg. Kickl: Das weiß der Jarolim nach jahrelangen Selbstversuchen!
Als Nächster gelangt Herr Abgeordneter Zakostelsky zu Wort. (Abg. Jarolim: Gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen, Herr Präsident! – Abg. Kickl: Das weiß der Jarolim nach jahrelangen Selbstversuchen!)
Abg. Neubauer: Und dem Jarolim seine Zwischenrufe? Das ist auch nicht in Ordnung! Das kann es ja nicht sein! – Abg. Walter Rosenkranz: Herr Präsident, haben Sie diesen Zwischenruf vom Kollegen Jarolim gehört? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Nächster Redner ist Kollege Spindelberger; dann folgt Herr Abgeordneter Zakostelksy. (Abg. Neubauer: Und dem Jarolim seine Zwischenrufe? Das ist auch nicht in Ordnung! Das kann es ja nicht sein! – Abg. Walter Rosenkranz: Herr Präsident, haben Sie diesen Zwischenruf vom Kollegen Jarolim gehört? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Neubauer: Sagen Sie die wirklichen Zahlen!
Abgeordneter Erwin Spindelberger (SPÖ): Danke, Herr Präsident, auch für Ihren Hinweis. Ich denke mir wirklich, das Einzige, was unverfroren war, waren Ihre Ausführungen, Herr Kickl. So unqualifiziert am Rednerpult zu stehen können Sie sich in Zukunft sparen. Es wird ja nichts beschönigt bei dem, was der Herr Bundesminister gesagt hat, weil er sich sehr wohl der schwierigen arbeitsmarktpolitischen Situation, die in Österreich vorherrscht, bewusst ist. Es wird auch nicht verschwiegen, dass zurzeit 307 000 Menschen in Österreich einen Arbeitsplatz suchen. (Abg. Neubauer: Sagen Sie die wirklichen Zahlen!)
Abg. Neubauer – in Richtung eines Fraktionskollegen –: Schon wieder! Hast du es gehört? Schon wieder die Unternehmer!
Es mag, das ist schon klar, für die Betroffenen nur ein schwacher Trost sein, dass Österreich dank der Initiativen der Bundesregierung in den vergangenen Jahren, dank all der Arbeitsmarktpakete nach wie vor die geringste Arbeitslosenrate aufzuweisen hat. Was mich aber bedenklich stimmt – und das sollten wir uns schon überlegen –: Auch wenn wir hier im Hohen Haus Maßnahmen setzen, die die Lohnnebenkosten für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verringern, beschäftigen trotzdem bereits mehr als 30 Prozent der Betriebe nicht einmal eine einzige Arbeitnehmerin beziehungsweise einen einzigen Arbeitnehmer, die/der über 55 Jahre alt ist. Und das kann es ja wirklich nicht sein: Zuerst rackern sich die Beschäftigten fast zu Tode, indem sie allein im Vorjahr 270 Millionen Überstunden gemacht haben – 70 Millionen davon sind gar nicht ausbezahlt worden –, und dann bekommen sie den berühmten Tritt in den Hintern. Da frage ich mich wirklich, welche Spielchen manche Unternehmer spielen. (Abg. Neubauer – in Richtung eines Fraktionskollegen –: Schon wieder! Hast du es gehört? Schon wieder die Unternehmer!)
Beifall bei der SPÖ.
Deswegen sage ich auch, es kann am Sonntag nur eines geben, das in dieser Situation das Richtige ist, nämlich die SPÖ zu stärken. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kickl: Er hat eh nur von sich selbst geredet! Das ist doch wurscht!
haben, vorhin auch bestätigt hat. (Abg. Kickl: Er hat eh nur von sich selbst geredet! Das ist doch wurscht!)
Abg. Neubauer: Das geht aber nicht!
Unser staatliches Pensionssystem ist gut ausgebaut, und das ist grundsätzlich auch wichtig und richtig. Gleichzeitig ist der Umgang mit unserem Pensionssystem in Zukunft sehr entscheidend für die Frage, wie sich unsere Staatsschulden weiterentwickeln. Die Frage, wie wir mit den Pensionen umgehen, ist letztendlich auch entscheidend dafür, ob wir uns eine vernünftige steuerliche Entlastung leisten können. Es muss uns allen bewusst sein, dass diese Dinge sehr eng zusammenhängen, das Geld kommt schließlich nicht vom Himmel. Derzeit fließen pro Jahr rund 10 Milliarden € – ohne Beamtenpensionen – aus dem Bundesbudget in das staatliche Pensionssystem. Wir müssen es daher schaffen, die Frage der Pensionen ohne parteipolitische, also ohne ideologische Scheuklappen zu diskutieren. (Abg. Neubauer: Das geht aber nicht!)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Ein Appell meinerseits: Arbeiten wir doch gerade bei so entscheidenden Themen konstruktiv und sachorientiert für die Weiterentwicklung in unserem Heimatland Österreich zusammen! – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Ing. Markus Vogl (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrte Staatssekretärin! Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher hier im Saal und an den Fernsehgeräten! Herr Abgeordneter Doppler, ich bin gerne ein roter Gutmensch, denn das Gegenteil würde implizieren, dass ich ein Schlechtmensch bin. – So weit zu Ihren Standpunkten. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kickl: Das ist immer die gleiche Leier!
Wenn wir weiterhin keine Kürzungen bei unseren Sozialleistungen haben wollen, gleichzeitig aber den für uns alle so wichtigen Industriestandort Österreich absichern wollen, und zwar durch eine deutliche Entlastung des Faktors Arbeit, dann kommen wir um eine Steuerreform-Diskussion nicht umhin. (Abg. Kickl: Das ist immer die gleiche Leier!) Es geht um ein faires Steuersystem, in welchem alle in unserer Gesellschaft ihren gerechten Beitrag leisten, und nicht nur die Beschäftigten sowie die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Realwirtschaft, Herr Kickl. – Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Immer die gleiche Leier! –
Beifall beim Team Stronach.
Wir bitten alle Kolleginnen und Kollegen um Unterstützung, ganz besonders bei den bevorstehenden Verhandlungen. – Danke sehr. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Kickl: Das macht ihr nur bei den Schulden: Darf es ein bisschen mehr sein?
Vonseiten der Opposition wird eine Politik betrieben in der Art und Weise von: Darf es ein bisschen mehr sein?, allerdings ohne dazuzusagen, wie diese Forderungen bezahlt werden sollen. (Abg. Kickl: Das macht ihr nur bei den Schulden: Darf es ein bisschen mehr sein?) Fakt ist aber: Die Schulden sind hoch, und der Handlungsspielraum ist gering.
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wo sind Sie Bürgermeister?
Als Bürgermeister wirtschafte ich in meiner Gemeinde so, dass ich das gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern vertreten kann. Deshalb bin ich froh, dass unser Finanzminister ebenfalls diesen Weg eingeschlagen hat und auf das Geld der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler schaut. So eine Politik kann auch ich in meiner Gemeinde vertreten (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wo sind Sie Bürgermeister?) – im Gegenteil zu den NEOS, die diese Politik nicht einmal mehr hier im Hohen Haus verantworten wollen. Wenn diese Debattenverweigerung allerdings die Politik der NEOS sein soll, dann gute Nacht! Wir wurden doch alle gewählt, um das Volk hier im Hohen Haus zu vertreten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Als Bürgermeister wirtschafte ich in meiner Gemeinde so, dass ich das gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern vertreten kann. Deshalb bin ich froh, dass unser Finanzminister ebenfalls diesen Weg eingeschlagen hat und auf das Geld der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler schaut. So eine Politik kann auch ich in meiner Gemeinde vertreten (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wo sind Sie Bürgermeister?) – im Gegenteil zu den NEOS, die diese Politik nicht einmal mehr hier im Hohen Haus verantworten wollen. Wenn diese Debattenverweigerung allerdings die Politik der NEOS sein soll, dann gute Nacht! Wir wurden doch alle gewählt, um das Volk hier im Hohen Haus zu vertreten. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Konsumentenschutz heißt aber auch, aufmerksam zu machen. Nehmen wir zum Beispiel den Bereich der Lebensmittel. Es ist unfassbar, wie viele Lebensmittel nur deswegen weggeworfen werden, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten wurde. Es gilt aufzuklären, was dieses Mindesthaltbarkeitsdatum bedeutet. Durch eine diesbezügliche Verhaltensänderung könnte jeder Haushalt sparen, sodass mehr Geld im Börsel bleibt. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn ich an den kommenden Sonntag denke, kann ich sagen: Ich weiß, wie wir Europa besser machen können: indem wir am kommenden Sonntag die ÖVP und Othmar Karas wählen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Hammer: „ÖVP wählen“!
Abgeordnete Mag. Elisabeth Grossmann (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr geehrten Damen und Herren, an die Ausführungen meines Vorredners kann ich nahtlos anschließen (Abg. Hammer: „ÖVP wählen“!), allerdings nicht an den letzten Satz.
Beifall bei der SPÖ.
Da sehr viele Kompetenzbereiche des Konsumenten- und Konsumentinnenschutzes auf europäischer Ebene angesiedelt sind, ist es für die Konsumentinnen und Konsumenten umso wichtiger, am nächsten Sonntag die Sozialdemokratie zu unterstützen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Im Zusammenhang mit dem Budget selbst darf ich auf den Pflegefonds verweisen, der bis 2016 dotiert ist und dazu beiträgt, dass die Finanzierung der Pflege sichergestellt ist, die auf Bund, Länder und Gemeinden aufgeteilt ist. Ich bin aber schon der Meinung und fordere auch hier, dass wir uns in den nächsten Jahren ganz intensiv darum bemühen, eine nachhaltige Pflegefinanzierung auf die Beine zu stellen. Es braucht eine Gesamtlösung, die die Finanzierung der Pflege sicherstellt. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Auf dem Weg zur Umsetzung der Zahlungskontorichtlinie werden nun europaweit diese Hindernisse ausgeräumt, und das ist gut so. – Europa – „Sozial statt egal.“ (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Frauen ab einer bestimmten Altersgruppe sind da sehr wohl diskriminiert. Sie haben nicht den gleichen Zugang wie die Jüngeren, sondern müssen sich extra noch einem Opting-in aussetzen, müssen vielleicht ein Enkerl bitten, sie über das Internet anzumelden. Das ist meines Erachtens schon diskriminierend und auch sehr entlarvend. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Da stelle ich mir schon die Frage: Sollen die Einsparungen, die dadurch erreicht werden, dass Sonographien bei Österreicherinnen nicht durchgeführt werden, hin zu den Illegalen verlagert werden, sodass diese am Mammographie-Screening teilnehmen können? – Das ist doch der völlig falsche Weg, den Sie da gehen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich erinnere mich mit Schaudern: Vor zwei Tagen sind Sie in der Aktuellen Stunde hier gesessen und haben gesagt, Sie persönlich haben sich so dafür eingesetzt, sodass das Schlaganfallrisiko jetzt runtergeht. Sie haben sich dafür eingesetzt, indem Sie das Salz in der Ernährung reduziert haben. – Herr Bundesminister, wenn das die einzige Maßnahme ist, die Sie gesetzt haben, dann muss ich mich schon fragen: Sind Sie wirklich in der Lage, überhaupt irgendetwas zu realisieren, was im Gesundheitsbereich vorgeht? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Arbeitslosigkeit ist die höchste der Zweiten Republik, Herr Bundesminister. Die Einnahmen sprudeln auch nicht, ganz im Gegenteil. Ich bin gespannt, wie Sie nächstes Jahr, wenn die Ergebnisse vorliegen, argumentieren werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Erwin Spindelberger (SPÖ): Vorab möchte ich die Schülerinnen und Schüler der zweiten Klasse der HTL Leoben, die aus meinem Wahlkreis kommen, recht herzlich bei uns begrüßen. (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Riemer: Im 20. Jahrhundert, aber nicht im 21.!
Ich sehe die Situation ganz, ganz anders. Ich kann zu meiner Freude feststellen, dass es, obwohl die tatsächlichen Ausgaben im Gesundheitsbereich – das möchte ich ja gar nicht beschönigen – um 11 Millionen sinken werden, trotzdem gelingt, eine Leistungserweiterung herbeizuführen, weil für uns oberste Prämisse war, auch in schwierigen Budgetzeiten für mehr Gesundheit in der österreichischen Bevölkerung Sorge zu tragen. Und so ist es, wie ich auch schon vorgestern im Rahmen der Aktuellen Stunde ausführen durfte, gelungen, eine Gesundheitsreform auf die Beine zu stellen, die sich sehen lassen kann, Frau Dr. Belakowitsch-Jenewein (Abg. Riemer: Im 20. Jahrhundert, aber nicht im 21.!), und die ein modernes, aber auch qualitätvolles und leistungsfähiges Gesundheitssystem in Zukunft gewährleistet. Das Wichtigste für uns ist, dass dabei die Menschen im Mittelpunkt stehen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.
Ich sehe die Situation ganz, ganz anders. Ich kann zu meiner Freude feststellen, dass es, obwohl die tatsächlichen Ausgaben im Gesundheitsbereich – das möchte ich ja gar nicht beschönigen – um 11 Millionen sinken werden, trotzdem gelingt, eine Leistungserweiterung herbeizuführen, weil für uns oberste Prämisse war, auch in schwierigen Budgetzeiten für mehr Gesundheit in der österreichischen Bevölkerung Sorge zu tragen. Und so ist es, wie ich auch schon vorgestern im Rahmen der Aktuellen Stunde ausführen durfte, gelungen, eine Gesundheitsreform auf die Beine zu stellen, die sich sehen lassen kann, Frau Dr. Belakowitsch-Jenewein (Abg. Riemer: Im 20. Jahrhundert, aber nicht im 21.!), und die ein modernes, aber auch qualitätvolles und leistungsfähiges Gesundheitssystem in Zukunft gewährleistet. Das Wichtigste für uns ist, dass dabei die Menschen im Mittelpunkt stehen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.)
Zwischenruf des Abg. Karlsböck.
Wichtig bei all den Überlegungen ist für mich, dass bei dieser Gesundheitsreform – das habe ich auch vorgestern gesagt – der Mensch in den Mittelpunkt gestellt wird und nicht die einzelne Institution. (Zwischenruf des Abg. Karlsböck.) Daher wird es künftig klarere Strukturen geben, eine verbesserte Abstimmung zwischen allen, die eine medizinische Leistung erbringen, aber auch – und das ist wichtig – patientenfreundlichere Öffnungszeiten.
Zwischenruf des Abg. Karlsböck – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Zum Wohle der Verwaltung! Nur zum Wohle der Verwaltung!
Ich fordere alle Beteiligten auf – und das habe ich schon öfter hier gesagt –, welche die Unterschrift unter diesen Bundeszielsteuerungsvertrag gesetzt haben, mit den öffentlichen Scharmützeln aufzuhören und dieses ehrgeizige Ziel, welches gemeinsam erarbeitet wurde, zum Wohle der Patientinnen und Patienten jetzt einer Umsetzung zuzuführen (Zwischenruf des Abg. Karlsböck – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Zum Wohle der Verwaltung! Nur zum Wohle der Verwaltung!), denn mit diesem Schritt wird gewährleistet, dass die Gesundheit aller Menschen in Österreich verbessert wird.
Zwischenruf des Abg. Karlsböck.
Aber neben dieser Gesundheitsreform gibt es noch – ich sage das, weil immer alles schlechtgeredet wird – eine ganze Reihe von Verbesserungen, welche den Menschen in unserem Lande zugute kommen. Es ist heute noch nicht angesprochen worden, aber es wird für alle Kinder und Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr, die medizinisch indiziert haben, dass eine Kieferregulierung benötigt wird, ab 1. Juli 2015 die Zahnspange gratis geben. Dadurch werden 85 000 Familien massiv finanziell entlastet, und allein dieser Budgetposten ist Jahr für Jahr mit 80 Millionen € dotiert. (Zwischenruf des Abg. Karlsböck.)
Abg. Karlsböck: Eine Verhandlung hat es bis jetzt gegeben! Das wird nicht halten! – Abg. Riemer: Was sollen diese persönlichen Untergriffe?!
Natürlich, dem Herrn Zahnarzt, Herrn Dr. Karlsböck, ist das zu wenig, denn dem ist ein Maserati zu wenig, der will einen zweiten auch noch fahren. (Abg. Karlsböck: Eine Verhandlung hat es bis jetzt gegeben! Das wird nicht halten! – Abg. Riemer: Was sollen diese persönlichen Untergriffe?!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Erklären Sie die 20 Millionen nächstes Jahr, was wollen Sie damit machen?! – Abg. Riemer: Niveaulos!
Das darf aber nicht scheitern, denn es kann nicht sein, dass im 21. Jahrhundert der soziale Status einer Familie an den Zähnen ihrer Kinder abgelesen wird. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Erklären Sie die 20 Millionen nächstes Jahr, was wollen Sie damit machen?! – Abg. Riemer: Niveaulos!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Sie sind ja völlig überfordert!
Darüber hinaus wird es auch noch eine Erweiterung des Gratis-Kinderimpfprogramms um die HPV-Impfung geben, um dadurch in weiterer Folge die Bevölkerung noch mehr vor übertragbaren Krankheiten zu schützen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Sie sind ja völlig überfordert!) – Wenn jemand überfordert ist, Frau Dr. Belakowitsch-Jenewein, dann sind Sie das.
Beifall bei der SPÖ.
Obwohl immer alles kritisiert und schlechtgeredet wird, möchte ich klarstellen: Wir Sozialdemokraten zeigen, dass es auch anders geht, als sich zu Tode zu sparen. Wir stellen die Menschen in den Mittelpunkt unseres Tun und Handelns, und dieser Schritt wäre, glaube ich, auch am kommenden Sonntag notwendig. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Ich persönlich kann ein Lied davon singen, wie schwierig es ist, von der Sozialversicherung zum Beispiel valide Zahlen zur psychosozialen Versorgung zu bekommen. Das war jahrelang nicht möglich, und zwar aus gutem Grund: weil verschleiert werden soll, welche krassen Versorgungsdefizite es da gibt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ja, es ist gut – ich möchte auch das Positive betonen –, dass Kinder mit schweren Kieferfehlstellungen künftig eine Gratis-Zahnspange bekommen. Es ist auch begrüßenswert, dass die Hebammenuntersuchung im Rahmen des Mutter-Kind-Passes eingeführt wurde, und es ist grundsätzlich sehr zu begrüßen, dass es ein klares Bekenntnis gibt, die notwendige Gesundheitsreform auf Schiene zu bringen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
heitliches Versicherungssystem und die gleiche Behandlung für alle. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Da gibt es riesige Versorgungslücken! Da gehören die Ärmel aufgekrempelt und Prioritäten gesetzt! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie der Abg. Dietrich.
Ich verstehe es auch nicht, dass wir – und ich bekomme jetzt ständig Berichte, wo es heißt, dass übereingespart wurde, zum Beispiel, dass die Krankenkassen mit 200 Millionen € ihr Sparziel übererfüllt haben; insgesamt werden ja die Ziele unterschritten – nicht einmal 1 Million € für Kinderhospiz haben. Wissen Sie, was Kinderhospiz ist? – Da geht es um Kinder, die in jüngstem Lebensalter sterben müssen. Das ist für die ganze Familie, für das Mitgeschwisterl schlicht und einfach eine Katastrophe. Dass zum Beispiel der Sterntalerhof, dass die Leute, die dort Therapie anbieten, betteln müssen, damit sie Kinder betreuen können, das sollte eigentlich in Österreich nicht notwendig sein! (Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie der Abg. Dietrich.)
Beifall bei der ÖVP.
Natürlich: Jeder Fehler ist ein Fehler zu viel! Aber wir müssen wirklich schauen, dass nicht das eintritt, was wir derzeit in Österreich haben: dass die Leute überall, vor allem die jungen, aus unserem Land wegrennen. Ich glaube, das ist die dümmste Form der Versorgung, nämlich die Nichtversorgung! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
40 000 österreichischen Ärzte ihre jungen Kollegen ausbilden?! Das ist nicht einmal ein Tropfen auf dem heißen Stein. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Aus diesen Fakten kann man schon ableiten, dass die Basisversorgung in Österreich den Bach hinuntergeht. Das ist ein Fakt! Was aber sehen wir, wenn wir über die Grenzen blicken, in die Schweiz? Die Schweizer haben am 18. Mai, also vor einigen Tagen, eine Volksabstimmung gehabt, bei der über 90 Prozent der Bevölkerung für eine Verankerung der Hausarztmedizin in der Verfassung gestimmt haben. Also die Schweizer wissen schon, wo es langgeht. Die kennen sich nicht nur beim Käse, beim Geld und bei den Uhren gut aus, sondern auch in der Medizin. 90 Prozent Zustimmung für eine in der Verfassung verankerte Hausarztmedizin! Das sollte uns zu denken geben! Vielleicht sollten wir auch daran denken, eine Volksabstimmung in diese Richtung einmal zu organisieren oder einzuleiten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Sie reden jetzt von Primary Health Care – ein tolles neues, altes Wort! Da werden Anglizismen in die Versorgungsüberlegungen eingeführt, und man glaubt, damit Probleme zu lösen. Bitte, wenn ich das Wort „Primary Health Care“ google, dann komme ich zurück ins Jahr 1920 zu einem Engländer, zu Lord Dawson, der sich als Erster intensiv mit Primary-Health-Care-Fragen beschäftigt hat. Das war vor fast 100 Jahren; Sie können das alle nachlesen, es ist ganz interessant. Der Dawson-Report aus dem Jahre 1920 hat sich intensiv mit einer guten Basisversorgung beschäftigt. Österreich, im besten Gesundheitssystem der Welt, beschäftigt sich jetzt mit den Fragen der Basisversorgung. Ich frage Sie: Wo waren wir die letzten 90 Jahre? Was ist da geschehen? (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich möchte jetzt gar nicht auf die ELGA-Pannen und auf den Mammographie-Rohrkrepierer eingehen, auch nicht auf das Forschungsdesaster, das sich im AKH und in den anderen Med-Unis abspielt. Darüber ist sowieso schon genug gesprochen worden; es sollte uns aber immer wieder auch zu denken geben. Ich möchte darauf zurückkommen, warum das aus unserer Sicht so ein Problem ist. Ich glaube, dass das alles passiert, weil wir keine professionelle zentrale Planung haben, weil föderalistische Strukturen, Kassenstrukturen uns an einem gescheiten, modernen Gesundheitssystem hindern. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir haben eine Zig-Klassen-Medizin durch die Zig-Kassen-Medizin! Das ist im dritten Jahrtausend ein unhaltbarer Zustand. Wir sollten uns nicht immer rekurrierend auf die alten, einmal gut funktionierenden Strukturen berufen, sondern wir sollten endlich etwas Neues machen, das den Menschen dient. Aus meiner Sicht ist es leider so, dass die rot-schwarze Verfilzung jede Reform unmöglich macht. Wir wollen das verbessern! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
muss es nicht von heute auf morgen übers Knie brechen. Aber das kann man tun, weil wir wissen, dass es funktioniert! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das Gleiche gilt für die Gesundheitspolitik: Gesundheitspolitik ist nicht alles, aber ohne eine gescheite Gesundheitspolitik ist alles nichts! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben mit der Gesundheitsreform einen Beweis dafür erbracht, dass eine effizientere Verwaltung möglich ist. Dadurch, dass wir Planung, Steuerung und Finanzierung in eine gemeinsame Verantwortung gelegt haben, haben wir es geschafft, dass Kostendämpfungen möglich sind. Diese Kostendämpfungen haben dazu geführt, dass wir auch neue Leistungen einführen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Das ist wählbar! Wir Österreicherinnen und Österreicher haben in einer langen Tradition gesagt: Gesundheit ist uns wichtig, daher sind wir das Land, das den besten Zugang zu den Gesundheitsleistungen hat. Ich möchte, dass das so bleibt, und das Budget ist ein Beitrag dazu, dass es so bleibt. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das hat er gar nicht gesagt ...!
Ich denke da an eine flächendeckende Versorgung mit Arzneimitteln. Der Ausbau des Kinder-Impfprogrammes ist mit 15 Millionen € eingestellt, der Aktionsplan Ernährung, Implementierung des nationalen Brustkrebs-Früherkennungsprogramms. Da gebe ich dem Kollegen Rasinger recht: Wir haben eines der weltbesten Screening-Programme. Wir müssen nur schauen, dass wir auch bei den Zugängen zu den Weltbesten zählen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das hat er gar nicht gesagt ...!)
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzte Damen und Herren! Im Rahmen dieses Budgets möchte ich auch erwähnen, dass ich zuversichtlich bin, dass wir trotz dieser Einsparungen, dieser schwierigen Situationen, die Budgetrahmenziele – ein ausgewogenes Budget bis 2016 – erreichen. Ich denke, dass die Gesundheit da sehr gut aufgestellt und ein wichtiger Punkt ist. Gesundheit ist sozial, und der SPÖ ist sozial nicht egal! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn Sie das Zweitere als Definition herannehmen, dann möchte ich nicht, dass es so bleibt, wie es ist, sondern hätte ich gerne als ersten Punkt eine Strukturreform. Wir haben Ihnen schon oft erläutert, warum diese Strukturreform so notwendig wäre. Wir haben 22 Krankenversicherungen, und ich würde endlich einmal in einen vernünftigen Dialog eintreten, ohne Neiddiskussion und dergleichen mehr, warum Sie und Ihre Freunde so daran festhalten, dass 22 Krankenversicherungen besser wären als eine oder zwei! Das können Sie einem vernünftigen Menschen nicht erklären. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Nein, das können Sie nicht erklären, auch nicht mit dem Argument, die Medizin müsse bei den Menschen draußen sein. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Übrigens würde ich gerne auch sagen: Nicht „Menschen“ soll es heißen, sondern Bürger sind das! Aber lassen wir das weg. Für mich sind das nicht nur Menschen, es sind in Österreich Bürger, es sind Staatsbürger. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.
Nein, das können Sie nicht erklären, auch nicht mit dem Argument, die Medizin müsse bei den Menschen draußen sein. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Übrigens würde ich gerne auch sagen: Nicht „Menschen“ soll es heißen, sondern Bürger sind das! Aber lassen wir das weg. Für mich sind das nicht nur Menschen, es sind in Österreich Bürger, es sind Staatsbürger. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei der FPÖ.
Der letzte Punkt ist die Selbstüberschätzung mancher hier handelnder Personen. Diese ist meiner Meinung nach das Hauptproblem in unserer Diskussion. Als kleines Beispiel – Herr Spindelberger ist, glaube ich, gerade zum Mittagessen gegangen. Als gelernter Beamter hat man ja seine Fixzeiten: Es ist ein Uhr, da geht man. (Heiterkeit bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Gerade im Bereich Gesundheit ist es von eminenter Wichtigkeit, dass wir nicht nur die unterschiedlichen Bedürfnisse von Frauen und Männern aus der Perspektive Gesundheit sehen und darauf Rücksicht nehmen, sondern auch darauf reagieren – was schon längst hätte passieren sollen, zum Teil auch schon passiert ist. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Es gibt hier einige Ziele, die erreicht werden müssen, wie zum Beispiel eine genderdifferenzierte Datenerhebung. Wir brauchen eine gendergerechte Forschung. Zurzeit ist es so, dass 85 Prozent der Studien an Männern durchgeführt und diese dann auf die Frauen umgelegt und sozusagen heruntergebrochen werden. Als ob die Frauen die kleineren Männer wären, was natürlich völlig konfus ist. Denn das ist nicht so. Wir brauchen daher diese gezielte Genderforschung, denn das ist die Grundlage für eine genderdifferenzierte Diagnostik und Therapie. Wir wissen das auch von den Daten bei den Herzkreislauferkrankungen. Viele Frauen sterben an Herzinfarkt, weil einfach eine falsche Diagnose gestellt oder zu spät erkannt wird, worum es sich handelt. Daher ist diese gezielte Genderforschung die Grundlage dafür, um eine Verbesserung bei der Frauengesundheit herbeizuführen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Deshalb bitte ich Sie, Herr Bundesminister, mit den Bundesländern – und ich weiß, wie schwierig das ist – möglichst rasch diese Rehab-Zentren umzusetzen und diesen Familien zu helfen. Wir haben heute ein breitflächiges, gut ausgebautes, qualitätsvolles Kur- und Rehab-Angebot für alle Bevölkerungsgruppen der Erwachsenen bis ins hohe Alter, aber wir haben nichts für unsere Kinder und nichts für unsere Jugendlichen, und wir haben auch nichts für die Eltern, die dieses Leid tragen müssen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Ich habe zuvor einen Antrag dazu gestellt, dass die Ressorts die jeweiligen Budgets erstellen sollen, damit bei der Budgetplanung Transparenz vorhanden ist, damit man entsprechend Schritte und Maßnahmen setzen kann, um eine gleichberechtigte Gesundheitsvorsorge sicherzustellen. Die Transparenz bei der Gesundheitsvorsorge ist auch ein Menschenrecht, sie ist wichtig für alle Menschen: für chronisch Kranke, für ältere Menschen, für behinderte Menschen, für alle. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Demonstrativer Beifall der Abg. Aslan.
Frau Abgeordnete Belakowitsch hat gesagt, dass jetzt die Illegalen auf Kosten der Legalen zur Mammographie gehen. – Das Mammographie-Screening richtet sich – wie die meisten in Österreich vorhandenen Programme – an Menschen, die legal in Österreich leben. Sollte jemand hier in Österreich leben, nicht versichert sein, ganz egal woher er kommt, ob aus dem Inland oder aus dem Ausland, dann hat er – ja! – das Recht, in dieses Mammographie-Screening-Programm aufgenommen zu werden. (Demonstrativer Beifall der Abg. Aslan.)
Beifall bei SPÖ und Grünen.
Für diesen Fall gibt es eine Versicherungsnummer. Sie haben gesagt, die Menschen bekommen hier eine e-card und – mehr oder weniger impliziert – erschleichen sich als Illegale hier Leistungen, die Ihnen nicht zustehen. – Das ist schlichtweg falsch, zum „Speiben“ – auf gut Wienerisch. (Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Aslan.
Zur Frage, ob Menschen von diesem Mammographie-Screening-Programm ausgeschlossen sind: Woran wir arbeiten müssen – da gebe ich Frau Schittenhelm recht –, ist die Frage, mit welchen Indikationen ein Arzt bei Verdacht oder wie auch immer dann zu einer Mammographie überweisen kann. Das müssen wir uns anschauen. Aber auch heute ist es schon so, dass aus diesem Programm, niemand, der es braucht, ausgeschlossen ist. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Aslan.)
Beifall bei der FPÖ.
Der nächste Punkt ist die Nachsorge, auch da müssen wir Obacht geben, und auf Dinge wie die Ernährung. Fangen Sie bitte in den Spitalsküchen an und sagen denen dort, sie sollen kein Salz oder Natriumchlorid ins Essen hineinspritzen, weil das eigentlich schädlich ist. Über Ernährung sollte man extra diskutieren, auch im Widerspruch zu dem, was heute im Budget steht. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Die ÖVP hat sich im Regierungsprogramm nachdrücklich dafür eingesetzt, dass der Hausarzt wirklich als Anlaufstelle in unserem Gesundheitssystem eingesetzt wird. Denn es muss Ziel sein, dass in unseren österreichischen Gemeinden die Versorgung durch die Hausärzte gewährleistet ist. Wir wollen kein Hausärztesterben, weil man sich nur auf die Zentren konzentriert, denn im ländlichen Raum ist einfach der Hausarzt der Ansprechpartner auch für die Zukunft. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ein Punkt, der natürlich auch sehr wichtig ist, ist die Hausapotheke, die bei der Praxis dabei ist. Um gerade im ländlichen Raum für die Zukunft eine gute Versorgung zu garantieren, wäre es wichtig, dass wir ein gut funktionierendes System zwischen den Hausapotheken und den öffentlichen Apotheken haben. Nur so können wir in Zukunft die beste flächendeckende Versorgung für unsere ländliche Bevölkerung sicherstellen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Weninger.
Der jetzige Vorschlag der griechischen Ratspräsidentschaft, dass die Mitgliedstaaten zu einem Agrokonzern gehen können, wenn sie ein Gentechnikkonstrukt nicht wollen und dort anklopfen und ansuchen können, dass sie das nicht haben wollen – also das ist ja unglaublich! Staaten als Bittsteller vor Konzernen! So ein Vorschlag gehört schlichtweg vom Tisch! (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Weninger.)
Beifall bei den Grünen.
Ich erinnere in diesem Zusammenhang – das ist auch eine wichtige Frage bei den bevorstehenden Europawahlen –: Denken Sie daran, Europa zu stärken!, und das bedeutet: Wirklich eine einheitliche Qualitätssicherung und Gentechnikfreiheit in ganz Europa! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Pirklhuber: Wir haben Beweise! Ich muss nur die Unterlagen holen!
Und zweitens: Wenn Sie sagen, Ärzte werden angefüttert, dann möchte ich bitte Beweise haben. Das ist eine Verunglimpfung eines Berufsstandes! – Danke. (Abg. Pirklhuber: Wir haben Beweise! Ich muss nur die Unterlagen holen!)
Beifall bei der SPÖ.
Sie sehen, meine Damen und Herren, die Bundesregierung – und allen voran unser Bundesminister Alois Stöger – hat für den Tierschutz wirklich sehr, sehr gut verhandelt und ein gutes Budget für die Jahre 2014 und 2015 zusammengestellt. Ich darf dir, lieber Herr Minister, nochmals meinen Dank und auch den Dank der Tierschutzorganisationen für diese gut geleistete Arbeit aussprechen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich denke dabei aber auch an gesundheitsfördernde und präventive Maßnahmen, wie sie beispielsweise bei Sozialversicherungsträgern – weil wir heute schon darüber gesprochen haben – stattfinden, die wider besseres Wissen immer wieder aufs Neue, auch heute wieder, zu Unrecht gescholten werden. Daher möchte ich mich bei den rund 25 000 Beschäftigten in der Sozialversicherung bedanken, die sich um die gesamte Bevölkerung in Österreich hervorragend kümmern. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend möchte ich sagen, es ist ein Wunder, dass wir noch immer ein derartig hervorragendes Gesundheitssystem in Österreich haben; denn wenn teilweise RepräsentantInnen hier im Hohen Haus es permanent schlechtreden, wundert es mich wirklich, dass es uns nach wie vor gelingt, dieses System zu halten. Denken Sie einmal darüber nach! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Eine Strategie, die wir in der österreichischen Gesundheitspolitik verfolgen, ist, das Gesundheitssystem aus einer ganzheitlichen Perspektive zu sehen; nicht nur aus Sicht der Institutionen oder allein der Ärzte, sondern ganz besonders aus Sicht der Patientinnen und Patienten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die EU schaut auf uns, und darum sollen wir unser Know-how dort auch einbringen. Auch Europa braucht einen sozialen Kurswechsel. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Heinisch-Hosek.
Man kann jetzt sagen, in Zeiten angespannter budgetärer Lage sollte man auch da Einsparungen vornehmen. Wenn man aber das Frauenbudget genauer betrachtet und sieht, wofür die Mittel eingesetzt werden, drängt sich mir eigentlich der Verdacht auf, dass sich dieses Frauenministerium zu einem Werbeministerium entwickelt, denn für Selbstdarstellung und Werbung ist immer genug Geld da. Frauenpolitik sieht für mich anders aus. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Heinisch-Hosek.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Heinisch-Hosek.
Es gibt aber noch andere Baustellen: Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Verbesserung der Situation für die Frauen, die gerade in den ersten Jahren bei den Kindern zu Hause bleiben wollen, die Bekämpfung von Gewalt in jeder Form, gleicher Lohn für gleiche Arbeit – diese Liste ist noch viel, viel länger. Da müsste man ansetzen und etwas tun, aber, Frau Ministerin, Ihnen gefällt es meist, teure Werbekampagnen zu starten. Echte Frauenpolitik sieht anders aus. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Heinisch-Hosek.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich möchte sagen, ein Plakat für eine Veranstaltung und eine Werbung für ein kommerzielles Produkt wie Bier – ich erinnere auch an den Walgauer Gutschein, der als sexistisch bezeichnet worden ist –, das ist für den Konsumenten nicht zu unterscheiden. Im Gegenteil, das Plakat für den Life Ball muss aus Pietätsgründen absolut abgelehnt werden, auch als Schutz der Würde der dargestellten Person. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn hier behauptet wird, wie Sie es im Ausschuss gemacht haben, dass es sich da nur um Kunst handelt, dann geht die Kunst da zu weit. Toleranz und Kunst müssen immer dort enden, wo ein anderer Schaden nimmt oder nehmen könnte. Da müssen wir unsere Kinder schützen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
An dieser Stelle möchte ich mich noch ganz herzlich bei meiner Kollegin Anneliese Kitzmüller bedanken, nämlich dafür, dass Sie den Schritt gemacht hat, eine Klage wegen dieses Plakats einzubringen. Vielen Dank, Anneliese, eine hervorragende Leistung! (Beifall bei der FPÖ.)
Widerspruch bei der FPÖ. – Abg. Gartelgruber: Nein, nein !
Frau Kollegin Gartelgruber, Sie haben ja einige thematische Ausflüge unternommen, aber über das Budget haben Sie recht wenig gesprochen. (Widerspruch bei der FPÖ. – Abg. Gartelgruber: Nein, nein !) – Aber eines haben Sie schon erwähnt, die Finanzierung der Fraueneinrichtungen, die sie teilweise nicht so wahrgenommen haben, wie sie wahrzunehmen ist: Vielleicht schauen Sie sich einmal diese Einrichtungen an, um zu sehen, welch wertvolle Arbeit dort mit den Mitteln aus dem Frauenressort geleistet wird.
Beifall bei der SPÖ.
Da möchte ich auch den Bogen zum Kapitel Frauen spannen, da ist im Sinne von Gender Budgeting, das Gleichstellungsziele verwirklichen soll, etwas geleistet worden. In der Frauenberatung – ich habe in genau so einer Einrichtung gearbeitet – hat man die Erfahrung gemacht, dass Frauen oft gerade mit Schuleintritt der Kinder ihre Berufstätigkeit zurücknehmen müssen, um eben Nachhilfearbeiten leisten zu können. Es soll aber bitte nicht vom Bildungsgrad oder vom Geldbörsel der Eltern und schon gar nicht vom Wohnort abhängen, welche Bildungschancen ein Kind vorfindet. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir wollen Chancengerechtigkeit im Bildungswesen, Chancengerechtigkeit aber auch für berufstätige Eltern, und deshalb wird das Engagement in diese Richtung weiter forciert, und es werden trotz eines strengen Konsolidierungskurses auch weitere Schwerpunkte gesetzt. Meine Kolleginnen und Kollegen werden darauf noch eingehen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Heinisch-Hosek
Abgeordneter Dr. Harald Walser (Grüne): Herr Präsident! Frau Ministerin! Frau Staatssekretärin! Hohes Haus! Ich hoffe, Sie haben sich von der Vorladung gestern bei den Landeshauptleuten gut erholt, Frau Ministerin (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Heinisch-Hosek), Sie schauen blendend aus, es hat also keine Kratzer gegeben, sehe ich. Verbal hat es ein bisschen anders ausgeschaut, Frau Ministerin; verbal hat sich das ein bisschen problematischer dargestellt, als Sie das jetzt lächelnd uminterpretieren wollen. – Wie auch immer, ich möchte nun auf Kollegin Grossmann Bezug nehmen.
Beifall bei den Grünen.
Erstens möchte ich mich bedanken, bedanken dafür, dass wir in einem gemeinsamen Kampf Ärgstes haben abwehren können, und es freut mich, dass die Bildungssprecherin der SPÖ zu Beginn der Auseinandersetzungen doch deutliche Worte gefunden hat, was sie von diesem Sparpaket hält – nämlich nichts. (Beifall bei den Grünen.) Das war erfreulich, und es ist durchaus auch gelungen, einiges zu verhindern – so weit die gute Botschaft.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Lassen Sie mich auch ein Wort zum Fehlen der NEOS, zum Schwänzen der heutigen Sitzung – so kann man das durchaus sagen; einen Schuldirektor wie mich schmerzt das doppelt – verlieren! Ich halte das schlicht für einen Skandal. Unsere Aufgabe hier im Hohen Haus ist es, zu diskutieren, zu streiten, zu verhandeln, um das zu tun, wofür wir gewählt sind, um für die österreichische Bevölkerung etwas zu leisten. Wenn sich dann eine ganze Fraktion zwei Tage lang verabschiedet, wahlkämpft, zu einer Zeit, wo die Herrschaften hier sitzen sollen, dann habe ich dafür kein Verständnis, und ich glaube, wir sollten das alle auch in entsprechender Deutlichkeit kundtun. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall und Bravoruf bei den Grünen.
(Beifall und Bravoruf bei den Grünen.)
Beifall und Bravoruf bei den Grünen.
(Beifall und Bravoruf bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
(Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
von Mitgliedern Ihrer Partei zu hören sind. Wir hätten schon nächste Woche die Möglichkeit – wir hätten sie nicht nur, wir haben sie –, entsprechende Initiativen im Unterrichtsausschuss zu setzen. Ich ersuche Sie um Unterstützung, ich ersuche die Kolleginnen und Kollegen der anwesenden Fraktionen um Unterstützung, und den fehlenden Kollegen der NEOS werde ich bei Gelegenheit noch mitteilen, was sie da bitte unterstützen sollen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Steinhauser.
Für die Wirtschaft sind Bildung und Ausbildung der Hebel, um auch in Zukunft im globalen Wettbewerb bestehen zu können. Bei über 50 Prozent Exportquote, überwiegend in den Euroraum, ist es daher auch wichtig, innerhalb der Europäischen Union auf Expertise und Kompetenz zurückgreifen zu können. Einer, der diese Expertise und Kompetenz hat und darüber hinaus über alle Parteigrenzen hinweg ein anerkannter Fachmann ist, ist Othmar Karas; daher: am Sonntag ÖVP und Othmar Karas wählen! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Steinhauser.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (STRONACH): Herr Präsident! Hohes Haus! Bevor ich zur Bildungsdebatte komme, möchte ich über etwas, was heute in der Früh passiert ist, sprechen, und zwar hat heute in der Früh Präsidentin Prammer etwas gesagt, was mich sehr schockiert hat. Heute schreiben alle Zeitungen „Kasperltheater“, „Affentheater“; in „Österreich“ steht: „Trotz brisantem Thema“ kam „Ferienstimmung“ im Parlament auf. – Trotz dieser pauschalen Verunglimpfung des Parlaments hat die Präsidentin kein einziges Wort des Schutzes für das Parlament gefunden, hat sich nicht schützend vor uns gestellt – ich sehe nämlich hier keine Affen, auch keine Kasperln –, sondern sie hat ganz undifferenziert von irgendwelchen Mails gesprochen, die angeblich zu ihr gelangt seien. Sie hat weder darüber gesprochen, wie viele Mails das waren, noch über den Inhalt dieser Mails. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Strache: Fühlen Sie sich nicht angesprochen!
Und wenn wir schon darüber diskutieren, was in diesem Haus schiefläuft, dann soll das intern passieren und nicht dieses Bild, das sie auch selbst immer wieder beklagt, nach außen vermitteln, dass wir alle Affen und Kasperln sind – denn letztlich ist es nichts anderes, wenn man das unwidersprochen lässt. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Strache: Fühlen Sie sich nicht angesprochen!) – Ich fühle mich aber angesprochen. (Abg. Strache: Wirklich?) Wenn in „Österreich“ und in der „Kronen Zeitung“ steht, dass wir Kasperln und Affen sind, dann fühle ich mich angesprochen (Abg. Walter Rosenkranz: Wir nicht! – Ruf bei der FPÖ: In der „Kronen Zeitung“ steht viel!) – und das Ganze nur deshalb, weil eine Fraktion eine Maßnahme gesetzt hat, über die man diskutieren kann, keine Frage.
Abg. Strache: Wirklich?
Und wenn wir schon darüber diskutieren, was in diesem Haus schiefläuft, dann soll das intern passieren und nicht dieses Bild, das sie auch selbst immer wieder beklagt, nach außen vermitteln, dass wir alle Affen und Kasperln sind – denn letztlich ist es nichts anderes, wenn man das unwidersprochen lässt. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Strache: Fühlen Sie sich nicht angesprochen!) – Ich fühle mich aber angesprochen. (Abg. Strache: Wirklich?) Wenn in „Österreich“ und in der „Kronen Zeitung“ steht, dass wir Kasperln und Affen sind, dann fühle ich mich angesprochen (Abg. Walter Rosenkranz: Wir nicht! – Ruf bei der FPÖ: In der „Kronen Zeitung“ steht viel!) – und das Ganze nur deshalb, weil eine Fraktion eine Maßnahme gesetzt hat, über die man diskutieren kann, keine Frage.
Abg. Walter Rosenkranz: Wir nicht! – Ruf bei der FPÖ: In der „Kronen Zeitung“ steht viel!
Und wenn wir schon darüber diskutieren, was in diesem Haus schiefläuft, dann soll das intern passieren und nicht dieses Bild, das sie auch selbst immer wieder beklagt, nach außen vermitteln, dass wir alle Affen und Kasperln sind – denn letztlich ist es nichts anderes, wenn man das unwidersprochen lässt. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Strache: Fühlen Sie sich nicht angesprochen!) – Ich fühle mich aber angesprochen. (Abg. Strache: Wirklich?) Wenn in „Österreich“ und in der „Kronen Zeitung“ steht, dass wir Kasperln und Affen sind, dann fühle ich mich angesprochen (Abg. Walter Rosenkranz: Wir nicht! – Ruf bei der FPÖ: In der „Kronen Zeitung“ steht viel!) – und das Ganze nur deshalb, weil eine Fraktion eine Maßnahme gesetzt hat, über die man diskutieren kann, keine Frage.
Zwischenrufe bei den Grünen sowie der Abgeordneten Walter Rosenkranz und Darmann
Wir tun hier nur so, als würden wir hier tatsächlich debattieren. Herr Walser, Sie haben heute angesprochen, dass die NEOS gefälligst hier sein und mitdiskutieren sollten, und Sie haben dann gleich einige Anträge eingebracht. Ich kann Ihnen eines sagen – ich bin kein Hellseher –: Ihre Anträge werden heute abgelehnt (Zwischenrufe bei den Grünen sowie der Abgeordneten Walter Rosenkranz und Darmann); nicht, weil sie schlecht sind. Die Anträge sind sicherlich nicht schlecht, aber sie werden abgelehnt, weil es ein Reflex der Regierung ist, einfach alles abzulehnen, was nicht ihre Idee war.
Zwischenruf des Abg. Walser.
Wir haben das ja jetzt jahrelang so erlebt, auch in den Verhandlungen zum Budget: Was wurde denn am Budget letztlich substanziell verändert, weil wir als Oppositionsabgeordnete da mitdiskutiert haben? (Zwischenruf des Abg. Walser.) Da ist nicht viel geschehen, außer ein paar Änderungen an Formalsachen. Und genau das ist der Punkt. Das heißt, wenn wir uns schon ernst nehmen hier als Abgeordnete, dann muss auch die Regierung uns ernst nehmen und tatsächlich in einen Dialog eintreten. Um das geht es. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir haben das ja jetzt jahrelang so erlebt, auch in den Verhandlungen zum Budget: Was wurde denn am Budget letztlich substanziell verändert, weil wir als Oppositionsabgeordnete da mitdiskutiert haben? (Zwischenruf des Abg. Walser.) Da ist nicht viel geschehen, außer ein paar Änderungen an Formalsachen. Und genau das ist der Punkt. Das heißt, wenn wir uns schon ernst nehmen hier als Abgeordnete, dann muss auch die Regierung uns ernst nehmen und tatsächlich in einen Dialog eintreten. Um das geht es. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wie gesagt, eines erwarte ich mir von der Frau Präsidentin, wenn von außen Pauschalverurteilungen hier hereinkommen, dass sie sich schützend vor uns stellt und differenziert, denn wenn es hier Affen gibt, dann sind sicher nicht alles Affen hier im Hohen Haus. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das Einzige, was Sie zusammenbringen, ist einsparen, weil Ihnen das der Herr Finanzminister so gesagt hat. Ganz egal, ob das zum Schaden der Schüler ist: Es wird eingespart, weil der Finanzminister von Ihnen gefordert hat, Milliarden einzusparen. Aus. Punkt. Und alles andere, was vernünftig wäre, wird von Ihnen nicht einmal diskutiert. So im Ausschuss passiert, als ich Ihnen einige Punkte vorgestellt habe, die aus meiner Sicht sinnvoll wären: Sie haben es einfach weggewischt und nicht einmal darüber gesprochen, weil Sie wissen, dass Sie nicht die Möglichkeit haben, es umzusetzen, weil Ihre Grenzen dort liegen, wo die Landeshäuptlinge und die Lehrergewerkschaft sagen: Bis hierher und nicht weiter! Und das ist traurig. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Daher: Wenn sich ein Parlament ernst nimmt, dann muss tabulos diskutiert werden, und dazu fordere ich Sie auf, Frau Minister. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall der Abg. Kuntzl
Präsident Ing. Norbert Hofer: Meine Damen und Herren! Ich möchte mich in diesem Fall, bevor ich der Frau Bundesminister das Wort erteile, schützend vor die Präsidentin stellen (Beifall der Abg. Kuntzl), denn die Präsidentin hat sich nicht auf Zeitungsberichte bezogen, sondern auf Zusendungen von besorgten Bürgern, die es gibt, das kann ich bestätigen, und zwar in hohem Maße, weil gestern im Rahmen dieser Sitzung die Grenzen des Aktionismus weit überschritten wurden. Und daher war ihre Stellungnahme zu Beginn der Sitzung durchaus gerechtfertigt. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ und Grünen.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Meine Damen und Herren! Ich möchte mich in diesem Fall, bevor ich der Frau Bundesminister das Wort erteile, schützend vor die Präsidentin stellen (Beifall der Abg. Kuntzl), denn die Präsidentin hat sich nicht auf Zeitungsberichte bezogen, sondern auf Zusendungen von besorgten Bürgern, die es gibt, das kann ich bestätigen, und zwar in hohem Maße, weil gestern im Rahmen dieser Sitzung die Grenzen des Aktionismus weit überschritten wurden. Und daher war ihre Stellungnahme zu Beginn der Sitzung durchaus gerechtfertigt. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Diese 200 000 Plätze, die wir 2018 mit diesen Offensivmitteln, mit den 400 Millionen € haben werden, werden jedem dritten Kind in Österreich die Möglichkeit bieten, eine gute Form zu finden, ohne Schultasche die Schule zu verlassen und die wenige Zeit, die gemeinsam mit Eltern, mit alleinerziehenden Müttern oder Vätern vorhanden ist, in der Familie gut zu verbringen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Und da möchte ich mich abschließend auch bei allen starken, tüchtigen Frauen bedanken, die mit Frauen, die Probleme haben, mit Frauen, die Beratung brauchen, zusammenarbeiten. Man kann das gar nicht genug schätzen, wie viel an Engagement und auch Durchsetzungskraft in diesen Bereichen vonnöten ist, und dafür noch einmal herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen. – Abg. Steinbichler: Aber, Frau Kollegin, es ist auch nicht zu entschuldigen, dass dann das gesamte Parlament beschuldigt wird, als wäre es im Badeurlaub!
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Ich möchte anfangs noch kurz replizieren auf die Ausführungen des Kollegen Lugar der Präsidentin gegenüber. Herr Kollege, Sie wissen, dass wir eine Präsidentin haben, die sich mit großer Entschlossenheit immer vor das Haus stellt, immer vor uns stellt. Das wissen Sie. Aber es gibt Verhaltensweisen, die kann sie nicht entschuldigen, weil sie nicht zu entschuldigen sind. Und es ist aus meiner Sicht nicht zu entschuldigen, das wurde heute auch schon mehrfach angesprochen, wenn sich eine gesamte Fraktion über mehrere Tage lang der parlamentarischen Arbeit entzieht. Das ist nicht zu entschuldigen! Und das können Sie von der Präsidentin auch nicht erwarten. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen. – Abg. Steinbichler: Aber, Frau Kollegin, es ist auch nicht zu entschuldigen, dass dann das gesamte Parlament beschuldigt wird, als wäre es im Badeurlaub!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Daraus ergibt sich, dass wir im Schulsystem noch viel machen müssen, so wie es die Frau Bundesministerin gerade dargelegt hat, die Maßnahmen hat sie aufgezählt. Es ist so, dass in den nächsten Jahren mit dem Ausbau der Neuen Mittelschule, der Ganztagsbetreuung, der Verlängerung der Sprachförderung, dem Ermöglichen des kostenlosen Nachholens der Pflichtschulabschlüsse – das ist ganz wichtig, das muss unbedingt fortgesetzt werden – ganz richtige Maßnahmen auf dem Weg in die richtige Richtung, in Richtung Verbesserung der Chancengerechtigkeit für unsere Kinder gesetzt werden. Das heißt, es ist viel zu tun in den nächsten Jahren, und es wird auch viel passieren. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Edith Mühlberghuber (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Frau Staatssekretär! Hohes Haus! Sicherheit durch Schutz vor Gewalt und Armut sowie die freie Entscheidung, das eigene Leben zu gestalten, sind die Eckpunkte freiheitlicher Frauenpolitik. Im Vordergrund steht bei uns das Miteinander der Geschlechter und der Generationen. Die Mehrfachbelastung der Frauen durch Beruf, Familie und Gesundheit soll nicht nur anerkannt werden, sondern ist auch in entsprechender Form zu würdigen, denn Beruf, Haushalt, Familie und auch Pflege von Angehörigen unter einen Hut zu bringen, ist wirklich eine ganz, ganz wertvolle Sache. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an die Frauen, die sich in diesem Bereich sehr einsetzen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Noch ein Wort zum Budget, Frau Minister: Sündteure Kampagnen, die das Frauenbudget beinhaltet, bringen gar nichts, wenn sich in Zukunft für Frauen nichts ändert. (Beifall bei der FPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Asdin El Habbassi, BA (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Ministerin! Geschätzte Staatssekretärin! Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer und vor allem ein herzliches Willkommen an die Landesberufsschule Schrems und die Schüler des Polytechnikums Himberg! Hallo, herzlich willkommen hier im Hohen Haus! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP.
Das Budget der Unterrichtsministerin beträgt ungefähr 8 Milliarden €, 7,3 Milliarden € sind rein für Zahlungen, Zinsrückzahlungen vorgesehen. Das ist fast das ganze Bildungsbudget. Ich möchte darauf hinweisen – weil wir jetzt immer diesen Sparkurs schlechtreden –: Es geht schon auch darum, für die Zukunft Spielräume und Chancen zu schaffen, und das können wir. Und wenn wir es schaffen, die Belastungen, die wir durch diesen Schuldenberg haben, abzubauen, dann können wir auch wieder mehr Mittel ins Bildungssystem fließen lassen. Ich glaube, das ist ein guter und richtiger Weg. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne: Es gibt viel zu tun in der Bildungspolitik. Ich hoffe, dass wir all diese Dinge gemeinsam anpacken. Dafür brauchen wir aber auch Spielräume, die wir schaffen müssen, und keine weitere Schuldenpolitik. – Besten Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Wir brauchen ein gut funktionierendes Gender Budgeting, weil wir weit entfernt sind von einer frauen- und familienfreundlichen Gesellschaft und Arbeitswelt. Wir brauchen es nicht in drei oder fünf Jahren, sondern wir brauchen es jetzt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir werden weiterhin darauf achten, dass nach Ihren Worten auch Taten erfolgen. – Danke sehr. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
In unserem Bildungssystem soll und darf es keine Qualitätseinbußen geben. Ich bin erfreut, dass es letztendlich doch gelungen ist, gemeinsam mit den Ländern eine Lösung zu finden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Sie haben uns auch Ihre Nationalen Aktionspläne vorgestellt. Es gibt jetzt einen Aktionsplan für Gewaltschutz, der nächste Woche vorgestellt wird, im Herbst wird es einen Nationalen Aktionsplan „Frauengesundheit“ geben, den Sie gemeinsam mit dem Herrn Gesundheitsminister erarbeiten werden. Ich bin schon sehr gespannt darauf, denn dabei geht es ja auch um sehr wichtige Bereiche. Wir haben im Ausschuss schon über diese Mobbing-, Burn-out-Geschichten et cetera diskutiert, die vor allem Frauen betreffen, wovon großteils Frauen betroffen sind, was dann, wenn die Frauen beruflich ausfallen, auch der Volkswirtschaft großen Schaden zufügt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Gibt es schon Änderungen? Sind die Zahlen nach oben revidiert worden? – Ich glaube, nicht. Das wäre aber ein wichtiger Punkt, vor allem auch deshalb, Frau Ministerin, weil Sie gesagt haben, Sie haben nicht die budgetären Mittel für eine Extrakampagne, um den Männeranteil in pädagogischen Berufen zu steigern. Es wäre wichtig, dass Sie vielleicht auch in Ihrer Funktion als Bildungsministerin etwas machen, damit wir in nächster Zeit darüber sprechen können, wenn sich der Männeranteil in pädagogischen Berufen wirklich erhöht hat. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der ÖVP.
Kleinstschulen, deren Zusammenlegen zum Teil Sinn macht, und Kleinschulen zu unterscheiden, die für unsere ländliche Region besonders wichtig sind. Ich bitte, unbedingt darauf Bedacht zu nehmen, dass wir diese erhalten, ansonsten ist der Bus nicht in Richtung Schule, sondern irgendwo anders hin unterwegs. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zur Zentralmatura möchte ich noch einen kurzen Vergleich bringen, Frau Ministerin! Ich glaube, die Zentralmatura ist ein wichtiger Bereich, es ist nur so, dass die Zentralmatura wie ein neues Fahrrad mit einem Platten ist, der geflickt gehört. Wir müssen aus den Fehlern lernen und die Lehrer und die Professoren noch besser einbinden, damit die Zentralmatura ein guter Erfolg wird. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist nun einmal so: Auch das BIFIE fängt mit „B“ an. Die beiden großen Vermächtnisse der Claudia Schmied – sowohl an den Herrn Minister Ostermayer mit den Bundestheatern und dem Burgtheater als auch bei Ihnen mit dem BIFIE – fangen beide mit „B“ an, und beide sind Scherbenhaufen, die rasch korrigiert werden müssen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist eigentlich eine Bankrotterklärung dieses Bildungssystems. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Walter Rosenkranz: Wird aber!
Abgeordnete Marianne Gusenbauer-Jäger (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Frau Minister! Wertes Publikum vor den Fernsehschirmen! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich bin der festen Überzeugung, die Ausbildung der nächsten Generation muss uns etwas wert sein. Ziel von Budgetverhandlungen muss es deshalb sein, auch in Zeiten von Budgetkonsolidierung in Bildung zu investieren. Auf keinen Fall darf in den Klassenzimmern gespart werden. (Abg. Walter Rosenkranz: Wird aber!)
Beifall bei der SPÖ.
Österreich ist, was Bildung anbelangt, auf einem guten Weg – auch international: Die EU-2020-Ziele im Bereich Bildung, wie zum Beispiel die Senkung des Anteils früherer Schulabbrüche, haben wir bereits erreicht. Es gilt also, hier auf einem guten Weg zu bleiben für ein soziales Europa. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Kinder mehr Chancen, gleichzeitig mehr Förderung zu bekommen. Das wäre sozusagen der erste Schritt zu einer Lösung. Das bedeutet, dass die Kinder die bestmögliche Förderung bekommen, die sie auch bekommen sollen auf dem Weg in Richtung Karrieregewinnung. Laut dem Nationalen Aktionsplan ist es auch so, dass alle Kinder die gleichen Chancen auf Bildung bekommen sollen. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Es freut mich auch zu hören, dass bei der gestrigen Landeshauptleutekonferenz signalisiert wurde, dass Offenheit besteht, diese Artikel-15a-Vereinbarung weiterzuführen, und ich bin zuversichtlich, dass wir es schaffen werden, auch durch Einbeziehung der Mittel des Europäischen Sozialfonds, diese wichtigen Programme weiterzuführen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
wie sie diese wichtigen Themen umsetzen wollen, wie sie sie finanzieren wollen, damit der Nutzen tatsächlich bei den Schülern, bei den Kindern und so weiter ankommt. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsidentin Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
Bis zum Schuljahr 2018/19 sollen zirka 4 000 neue PädagogInnenarbeitsplätze geschaffen worden sein. Ich glaube, das ist eine wichtige, nachhaltige und wesentliche Investition in die zukünftige Chancengleichheit unserer jungen Staatsbürger, damit wir uns auch in Zukunft weiterhin mit den übrigen EU-Ländern messen können. (Präsidentin Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher möchte ich auch hier und heute wieder einen Appell an den Herrn Finanzminister richten, dass er seine Blockadepolitik aufgibt, damit möglichst schnell der Breitbandausbau erfolgt, damit der ländliche Raum, die Menschen im ländlichen Raum, aber auch Betriebe und vor allem Schulen die Möglichkeit haben, eine schnelle Datenverbindung nutzen zu können, im Sinne einer besseren Chancengleichheit für die Bildung in den ländlichen Regionen. (Beifall bei der SPÖ.)
Bundesministerin Heinisch-Hosek: Wer sagt das?
Ja, dann habe ich auch – falls Sie es irgendwie vergessen haben sollten – das Arbeitsprogramm der österreichischen Bundesregierung mitgebracht. (Der Redner hält das Schriftstück in die Höhe.) Ich nehme an, Sie haben es noch. Da stehen zwei Dinge drinnen: Ein Thema, das in der Presse sehr positiv aufgenommen wurde, ist die tägliche Turnstunde. Die tägliche Turnstunde ist ersatzlos gestrichen worden. (Bundesministerin Heinisch-Hosek: Wer sagt das?) – Ja, im Budgetausschuss, bitte schön, haben Sie gesagt: Eine zusätzliche Stunde kostet 100 Millionen €! Das ist nicht finanzierbar! (Neuerliche Zwischenbemerkung von Bundesministerin Heinisch-Hosek.)
Neuerliche Zwischenbemerkung von Bundesministerin Heinisch-Hosek.
Ja, dann habe ich auch – falls Sie es irgendwie vergessen haben sollten – das Arbeitsprogramm der österreichischen Bundesregierung mitgebracht. (Der Redner hält das Schriftstück in die Höhe.) Ich nehme an, Sie haben es noch. Da stehen zwei Dinge drinnen: Ein Thema, das in der Presse sehr positiv aufgenommen wurde, ist die tägliche Turnstunde. Die tägliche Turnstunde ist ersatzlos gestrichen worden. (Bundesministerin Heinisch-Hosek: Wer sagt das?) – Ja, im Budgetausschuss, bitte schön, haben Sie gesagt: Eine zusätzliche Stunde kostet 100 Millionen €! Das ist nicht finanzierbar! (Neuerliche Zwischenbemerkung von Bundesministerin Heinisch-Hosek.)
Beifall bei der FPÖ.
Abschließend noch eine Zahl, die uns auch noch in der Zukunft beschäftigen wird, die aktuellen Schülerzahlen in Österreich: Wir haben zurzeit 25 Prozent Schüler im Volksschulbereich mit nichtdeutscher Muttersprache, in Wien sind es 58 Prozent. Ich glaube, es ist klar, da werden noch einige soziale, aber vor allem auch finanzielle Probleme auf uns zukommen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das geht entschieden zu weit, Frau Präsidentin. Ich bitte Sie, das Stenographische Protokoll vielleicht noch einmal nachzulesen und dann gegebenenfalls Schritte zu setzen! – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
meinsam viel leichter. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Es sind nicht zuletzt und vor allen Dingen SozialdemokratInnen, die hier immer wieder dafür sorgen, dass Frauen bessere Rahmenbedingungen haben, sei es nun bei der Kinderbetreuung, sei es in der Frage des gleichen Lohns für gleiche Arbeit, sei es in der Frage der Besetzung von gut dotierten Positionen. Da müssen wir weitermachen. Da sollten wir am Sonntag zur Wahl gehen, das ist das eine, und – natürlich werbe ich für meine Partei – den Sozialdemokraten eine Stimme geben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hübner.
Abgeordnete Nurten Yilmaz (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Geschätzte Kollegin Gartelgruber, ja, wir verstehen etwas anderes unter Frauenpolitik als Sie, das wissen wir, Sie haben es uns auch bewiesen. In Ihrer Regierungsverantwortung haben Sie uns einen Mann als Frauenminister beschert, und das waren nicht wirklich die Lichtjahre der Frauenpolitik in unserer Republik. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hübner.)
Beifall bei der SPÖ
Wir SozialdemokratInnen wollen zum Beispiel eine verpflichtende Frauenquote für Aufsichtsräte, und zwar europaweit (Beifall bei der SPÖ), denn was in Norwegen trotz großer Anfangsskepsis hervorragend funktioniert hat, das wird auch für das restliche Europa funktionieren. (Abg. Rädler: Wirtschaftliches Verständnis ist nicht notwendig!) Es wird die Wirtschaft bereichern, weil Frauen neue Problemlösungen anbieten, die die Männer nicht einmal andenken.
Abg. Rädler: Wirtschaftliches Verständnis ist nicht notwendig!
Wir SozialdemokratInnen wollen zum Beispiel eine verpflichtende Frauenquote für Aufsichtsräte, und zwar europaweit (Beifall bei der SPÖ), denn was in Norwegen trotz großer Anfangsskepsis hervorragend funktioniert hat, das wird auch für das restliche Europa funktionieren. (Abg. Rädler: Wirtschaftliches Verständnis ist nicht notwendig!) Es wird die Wirtschaft bereichern, weil Frauen neue Problemlösungen anbieten, die die Männer nicht einmal andenken.
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend zur Bildungspolitik: Besonders freut es mich, sehr geehrte Damen und Herren, dass Wien beschlossen hat, ab Herbst 2014 kostenlose Nachhilfe für alle Volksschülerinnen und Volksschüler anzubieten. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Wolfgang Knes (SPÖ): Geschätzte Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Herr Staatsanwalt – Entschuldigung, Herr Staatssekretär! (Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.) – Vielleicht gibt es die Beförderung noch.
Beifall bei der SPÖ.
sprochen – was den Job anbelangt, was die Gleichstellung im Betrieb anbelangt und auch, was die Bezahlung, das Entgelt der Frauen anbelangt –, schärfere Kontrollen durchzuführen und die schwarzen Schafe ans Licht zu führen und dementsprechend zu bestrafen. Dafür herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ
Geschätzte Damen und Herren des Hohen Hauses, das werden wir als Sozialdemokraten – und ich glaube, auch die breite Mehrheit dieses Hauses – absolut nicht zulassen (Beifall bei der SPÖ), denn dann würden wir diese über 315 000 Frauen weiterhin in Richtung sozialer Schwäche schicken, in die Arbeitslosigkeit schicken und letztendlich auch finanziell so schwächen, dass sie in die Armutsfalle geraten. Wir als SPÖ stehen dazu und hoffen natürlich auf die breite Mehrheit.
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Schönegger.
Jenen Kollegen, die sich heute im Freibad befinden, wünsche ich noch einen schönen Abend, draußen in der Sonne, aber sie sollen zurückkommen und über dieses Thema ordnungsgemäß mit uns verhandeln! – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Schönegger.)
Beifall bei der FPÖ.
Die erste Möglichkeit haben Sie am 25. Mai dieses Jahres bei der Europawahl. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und Grünen.
Für diese Aussage erteile ich Herrn Abgeordnetem Kickl einen Ordnungsruf. (Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Jetzt gilt es noch, im Herbst – und da wünsche ich Herrn Minister Mitterlehner viel Erfolg – die Gelder für die Leistungsvereinbarungsperiode 2016 bis 2018 für die Universitäten zu sichern. Wenn auch das gelingt, dann kann man sagen, dass der Bereich Wissenschaft und Forschung in Österreich gut finanziert ist und dass wir mit dem, was wir im Budget hier vorfinden, zufrieden sein können. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Ich wiederhole mich: Ich habe das letzte Mal gesagt, ich werde mir das Budget sehr genau anschauen – das habe ich getan. Wir werden das auch weiterhin beobachten, was an zusätzlichen Kürzungen noch kommen wird. Diese Vorgaben reichen jedenfalls nicht aus. Dies ist eine Bankrotterklärung für Wissenschaft und Forschung in Österreich. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
an den Universitäten weiter zu verbessern. So ist im Regierungsprogramm ja vorgesehen, weitere 200 Professorenstellen zur Verfügung zu stellen, denn wir wollen die Verbesserung der Betreuungsverhältnisse durch mehr Lehrpersonal erreichen und eben nicht durch den Abbau von Studierenden. Insofern ist die Festlegung, dass es in Österreich nicht weniger Studierende geben darf, auch sehr wichtig. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Also, wie gesagt, im Bereich des Wissenschaftsbudgets eine solide Budgetierung. In Zeiten wie diesen, das muss ich auch sagen, ist in vielen Bereichen eine Absicherung und Fortführung von bestehenden Dingen ja auch schon etwas, was man als positiv hervorheben kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Katzian: Bla, bla, bla! Konkret!
Wenn Österreich im internationalen Vergleich nicht weiter abfallen will, muss es auch den Mut haben, ganz klare Prioritäten zu setzen. Warum rutschen wir in den Rankings ab und belegen im Innovation Union Scoreboard der EU-Kommission, das die Innovationskraft der EU-Mitgliedstaaten ausdrückt, nur noch Rang zehn? Ist ein zehnter Platz wirklich unser Anspruch? Oder kann Österreich nicht mehr? Meiner Meinung nach können wir mehr, aber was wir wirklich endlich brauchen, sind Mut, ein Umdenken in der FTI-Politik und eine klare Prioritätensetzung. (Abg. Katzian: Bla, bla, bla! Konkret!) – Nix „bla, bla, bla“, Herr Kollege Katzian! Hören Sie bitte zu! (Abg. Katzian: Konkret! Welche Lohnnebenkosten senken zum Beispiel!) – Hören Sie bitte zu, Herr Kollege Katzian! (Abg. Katzian: Aber konkret etwas!)
Abg. Katzian: Konkret! Welche Lohnnebenkosten senken zum Beispiel!
Wenn Österreich im internationalen Vergleich nicht weiter abfallen will, muss es auch den Mut haben, ganz klare Prioritäten zu setzen. Warum rutschen wir in den Rankings ab und belegen im Innovation Union Scoreboard der EU-Kommission, das die Innovationskraft der EU-Mitgliedstaaten ausdrückt, nur noch Rang zehn? Ist ein zehnter Platz wirklich unser Anspruch? Oder kann Österreich nicht mehr? Meiner Meinung nach können wir mehr, aber was wir wirklich endlich brauchen, sind Mut, ein Umdenken in der FTI-Politik und eine klare Prioritätensetzung. (Abg. Katzian: Bla, bla, bla! Konkret!) – Nix „bla, bla, bla“, Herr Kollege Katzian! Hören Sie bitte zu! (Abg. Katzian: Konkret! Welche Lohnnebenkosten senken zum Beispiel!) – Hören Sie bitte zu, Herr Kollege Katzian! (Abg. Katzian: Aber konkret etwas!)
Abg. Katzian: Aber konkret etwas!
Wenn Österreich im internationalen Vergleich nicht weiter abfallen will, muss es auch den Mut haben, ganz klare Prioritäten zu setzen. Warum rutschen wir in den Rankings ab und belegen im Innovation Union Scoreboard der EU-Kommission, das die Innovationskraft der EU-Mitgliedstaaten ausdrückt, nur noch Rang zehn? Ist ein zehnter Platz wirklich unser Anspruch? Oder kann Österreich nicht mehr? Meiner Meinung nach können wir mehr, aber was wir wirklich endlich brauchen, sind Mut, ein Umdenken in der FTI-Politik und eine klare Prioritätensetzung. (Abg. Katzian: Bla, bla, bla! Konkret!) – Nix „bla, bla, bla“, Herr Kollege Katzian! Hören Sie bitte zu! (Abg. Katzian: Konkret! Welche Lohnnebenkosten senken zum Beispiel!) – Hören Sie bitte zu, Herr Kollege Katzian! (Abg. Katzian: Aber konkret etwas!)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Katzian: Bla, bla! Aber konkret etwas!
Im Bereich der öffentlich finanzierten direkten FTI-Förderung müssen wir die Mittel endlich auf die für Österreich – und jetzt, Herr Katzian, wird es interessant – volkswirtschaftlich wichtigen und zukunftsträchtigen Themengebiete konzentrieren. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Katzian: Bla, bla! Aber konkret etwas!)
Abg. Katzian: Das sind keine Maßnahmen! Welche Maßnahmen?
Konkret: Medizintechnik, Lebensmittelbereich, Innovationsbereich, Technikbereich und Umweltbereich. Das ist konkret, Herr Kollege Katzian! (Abg. Katzian: Das sind keine Maßnahmen! Welche Maßnahmen?) Diese Konzentration muss in einem engen Dialog mit der Wirtschaft erfolgen, in einem ganz engen Dialog. Wir müssen fragen: Was braucht unsere Wirtschaft, um längerfristig kompetitiv zu bleiben? Welche Rahmenbedingungen benötigt unsere Wirtschaft, um sich optimal entfalten zu können? – Das sind zentrale Fragen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Konkret: Medizintechnik, Lebensmittelbereich, Innovationsbereich, Technikbereich und Umweltbereich. Das ist konkret, Herr Kollege Katzian! (Abg. Katzian: Das sind keine Maßnahmen! Welche Maßnahmen?) Diese Konzentration muss in einem engen Dialog mit der Wirtschaft erfolgen, in einem ganz engen Dialog. Wir müssen fragen: Was braucht unsere Wirtschaft, um längerfristig kompetitiv zu bleiben? Welche Rahmenbedingungen benötigt unsere Wirtschaft, um sich optimal entfalten zu können? – Das sind zentrale Fragen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Danke sehr. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.
In diesem Zusammenhang danke ich allen Vorrednern, insbesondere Karlheinz Töchterle, aber auch Frau Kuntzl sowie einigen Oppositionsabgeordneten, Herrn Ertlschweiger, aber auch dem nicht anwesenden Herrn Scherak oder Herrn Karlsböck, die in differenzierter Weise, wie es halt auch Sache der Opposition ist, bestimmte Argumente und Kritik einbringen, was uns weiterführt. Das bezieht sich jedoch nicht auf Frau Maurer, die wahrscheinlich jetzt gerade ihre Aussendung machen muss, um das zu untermauern, was sie schon vorher ausgesendet hat, aber ich werde ihr noch ein bisserl Gelegenheit dazu geben, zurückzukommen. Vielleicht kann sie jemand holen, denn wenn man hier austeilt, sollte man dann auch die Rückantwort einholen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte aber zu zwei Bereichen Stellung nehmen, hinsichtlich deren Frau Maurer gemeint hat, alles, was sie da gehört hat, sei einfrieren, einfrieren. – Eingefroren, meine Damen und Herren – und das erinnert mich wirklich an einen eingefrorenen Posthornton – ist nur die Kritik aus dem grünen Bereich, weil man sich nicht differenziert mit den wirklichen Grundlagen auseinandergesetzt hat. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Dazu kommen noch die Mittel der Nationalstiftung und Ähnliches. Die für das Jahr verfügbaren Mittel betragen also in etwa 220 Millionen €. Dass jemand sagt, da sei etwas eingefroren, kann ich nur auf eingefrorenes Denken, aber nicht auf eine eingefrorene Sachlage zurückführen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Maurer – auf die Besuchergalerie deutend –: Ich war da oben!
Der zweite Teil: Es ist einfach unredlich zu sagen, etwas sei nicht drinnen, für irgendetwas sei kein einziger Euro im Budget. Kann auch nicht drinnen sein, denn warum soll für eine laufende Leistungsvereinbarung, die abgebildet ist, im Budget jetzt etwas ersichtlich sein? Die wird entsprechend in den Jahren 2016, 2017 und 2018 ... – Grüß Gott, Frau Maurer! (Abg. Maurer – auf die Besuchergalerie deutend –: Ich war da oben!) – Ja, aber ich möchte Sie gerne sehen! Sie haben mich ja auch dauernd angesprochen. Das ist ja auch in Ordnung so, aber ich möchte Ihnen gerade Folgendes erklären: Leistungsvereinbarungen für die nächsten drei Jahre können in dem Budget schon technisch nicht abgebildet sein.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
haben viel, viel bessere Voraussetzungen, und ich bin froh, dass wir die haben! – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich würde mir wünschen, dass wir alle Europa so selbstverständlich leben, dass wir alle in Europa so selbstverständlich arbeiten, so selbstverständlich zusammenarbeiten und so erfolgreich zusammenarbeiten, wie das im Bereich Wissenschaft und Forschung schon seit Langem der Fall ist. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Neubauer: Oder mühsam!
Zweiter Punkt: Mobilität. Sie wird nicht besser werden. Jetzt kann man darüber streiten: Ist das rein die Mobilität als solche, die Mobilitätsneigung der Studenten, oder hängt das damit zusammen, dass mir, wenn ich zum Beispiel als Student von Wien nach Graz wechseln möchte, an der dortigen Universität nichts anerkannt wird oder sehr wenig? (Abg. Neubauer: Oder mühsam!) Und da reden wir noch gar nicht von den ausländischen Universitäten, da ist es noch weniger.
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundesminister! Wir messen Sie jetzt nicht an den Zahlen oder an den Zuständen, die Sie teilweise geerbt haben, aber wenn die Zustände nächstes Jahr und übernächstes Jahr noch in derselben Tristesse sind, dann werden wir Sie ganz ordentlich und noch viel mehr als bisher kritisieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Eine kleine Bemerkung sei mir noch zu den NEOS erlaubt. Da ich selber seit 43 Jahren Arbeitnehmer bin und hier im Hause Anwesenheitspflicht herrscht, erkenne ich, wenn ich den leeren Platz des Herrn Strolz sehe, schon irgendwo eine neue oder neoliberale Variante von arbeitsneutralem Einkommen. Das finde ich nicht in Ordnung. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Beschlossen wurde, unter die Innovation Leader vorzurücken und dazuzugehören – das kann ich nur unterschreiben; wir unterstützen das –, Fakt ist jedoch, wir fallen immer weiter ab, vom Innovation Follower zurück ins Mittelfeld, und da brauchen wir etwas anderes. Wir brauchen dazu eine verstärkte Förderung der Grundlagenforschung. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Pirklhuber: Ganz genau!
Herr Minister, Sie haben heute in schillernden Farben die verschiedenen Dotierungen ausgeführt. Fakt ist aber, dass die Ausgaben von 2013 bis 2018 weit unter der Entwicklung der Inflationsrate liegen, und Sie, Herr Minister, wissen, das heißt nichts anderes, als dass es ein realer Verlust ist! (Abg. Pirklhuber: Ganz genau!) Liegen die geplanten Steigerungen der Ausgaben bei 6 Prozent, während die Inflationsrate bei 9,7 Prozent liegt, dann ist das ein realer Verlust, und man kann da nichts weiter schönreden. Ich halte das für einen schweren Fehler.
Zwischenbemerkung von Bundesminister Mitterlehner.
Jetzt komme ich noch zu etwas Positivem. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Mitterlehner.) Es wird wenig überraschend sein, dass es mich als Oberösterreicherin freut, dass die vereinbarten Finanzierungszusagen für die Med-Fakultät an der Johannes Kepler Universität in Linz jetzt tatsächlich ihren realen Niederschlag finden und im Budget festgeschrieben sind. Das empfinde ich als einen positiven und guten Schritt.
Beifall bei den Grünen. – Bundesminister Mitterlehner: Nehmen Sie die Kür noch mit!
Zum Abschluss aber, Herr Minister: Pflichtprogramm in Wissenschaft und Forschung ist schlichtweg zu wenig! Hier brauchen wir eine Offensive. (Beifall bei den Grünen. – Bundesminister Mitterlehner: Nehmen Sie die Kür noch mit!)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Minister, es freut mich natürlich ganz besonders, dass auch bei den Fachhochschulen ein Ausbauprogramm stattfinden soll und von Ihnen ein Ziel von über 50 000 Fachhochschulstudentinnen und -studenten vorgelegt wird! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne ist Feuer am Dach, und ich hoffe, wir schaffen das gemeinsam. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Heute ist es so, dass unsere Ärzte in die ganze Welt gehen, weil das AKH am Boden liegt und das Personal aus ressourcentechnischen Gründen ausgehungert wird. Das halte ich für eine gefährliche Situation, weil damit in weiterer Linie auch der Wirtschaftsstandort Österreich gefährdet wird. Das Chaos im AKH, das hauptsächlich durch eine verfehlte Personalpolitik und auch durch eine verfehlte Budgetpolitik verursacht wird, färbt, so denke ich, auch auf die ganze österreichische Ärzteschaft ab, denn, wie eingangs bereits erwähnt, stellt das AKH Wien unser medizinisches Flaggschiff dar.Man muss auch wissen, dass ein Drittel der gesamten österreichischen Wissenschaftsleistung aus der Medizin kommt. Wenn man da die führende Institution wesentlich, willentlich aushungert, an die Wand fahren lässt, sodass heute die Ärzte des AKH einen Misstrauensantrag gegen ihren Rektor gestellt haben, dann, bitte, ist etwas faul nicht nur in Wien, sondern in der Republik. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Katharina Kucharowits (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Minister! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe ZuseherInnen! Liebe Studierende! Zuallererst: Ich freue mich sehr, dass es mit der kommenden ÖH-Wahl im Jahr 2016 endlich wieder zur Direktwahl kommen wird – eine Forderung vor allem von uns roten Jugendorganisationen, die nach langer Diskussion künftig Realität sein wird. Ein Danke dafür! Wirklich super! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Minister, an dieser Stelle bitte ich Sie, diesbezüglich sehr aktiv zu werden und damit junge Leute zu entlasten und sie auf ihrem Weg in die Selbständigkeit zu unterstützen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Bundesminister Mitterlehner: Da sind Sie berufen dazu, ja!
Abgeordneter MMMag. Dr. Axel Kassegger (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Ich habe die Ehre, im Laufe dieser Woche mehrere Reden zu verschiedensten Untergruppen vorzubereiten, und im Rahmen der Vorbereitungen ist mir aufgefallen, dass es da erstaunliche Gemeinsamkeiten gibt, nämlich: Egal, bezüglich welcher Untergruppe man sich vorbereitet, findet man immer das Fehlen von wirklichen Strategien und zweitens den kreativen Umgang mit Zahlen vor. (Bundesminister Mitterlehner: Da sind Sie berufen dazu, ja!)
Bundesminister Mitterlehner: Sie brauchen nur genauer zu lesen!
Die Regierung versorgt uns auch in diesem wichtigen Bereich der Wissenschaft mit Zahlen, deren Glaubwürdigkeit zumindest stark zu hinterfragen ist. Wir haben ja gestern von einer Umfrage gehört, wonach 97,5 Prozent der Bevölkerung dem Herrn Finanzminister hinsichtlich der Zahlen nicht mehr glauben. Ich muss Ihnen sagen, ich zähle mich auch zu diesen 97,5 Prozent. Beispiel: Da ist immer die Rede von einer zusätzlichen Milliarde für die Universitäten. – Diese zusätzliche Milliarde ist die Töchterle-Milliarde. Die wird jedes Jahr aufgewärmt und zu „zusätzlich“ gemacht. Da müssten wir uns einmal über die Bedeutung des Wortes „zusätzlich“ unterhalten. (Bundesminister Mitterlehner: Sie brauchen nur genauer zu lesen!)
Bundesminister Mitterlehner: Sie brauchen nur genauer zu lesen!
Natürlich finden wir das nicht in den Budgets (Bundesminister Mitterlehner: Sie brauchen nur genauer zu lesen!), weil es Gegenstand der Leistungsvereinbarungen ist. Man müsste diese zusätzliche Milliarde für die weiteren Leistungsvereinbarungen aber zumindest im Bundesfinanzrahmen finden. Da finde ich sie aber auch nicht. Ich weiß nicht, wo die zusätzliche Milliarde ist. (Abg. Kickl – auf Bundesminister Mitterlehner weisend –: Das weiß er auch nicht! – Bundesminister Mitterlehner: Oh ja!)
Abg. Kickl – auf Bundesminister Mitterlehner weisend –: Das weiß er auch nicht! – Bundesminister Mitterlehner: Oh ja!
Natürlich finden wir das nicht in den Budgets (Bundesminister Mitterlehner: Sie brauchen nur genauer zu lesen!), weil es Gegenstand der Leistungsvereinbarungen ist. Man müsste diese zusätzliche Milliarde für die weiteren Leistungsvereinbarungen aber zumindest im Bundesfinanzrahmen finden. Da finde ich sie aber auch nicht. Ich weiß nicht, wo die zusätzliche Milliarde ist. (Abg. Kickl – auf Bundesminister Mitterlehner weisend –: Das weiß er auch nicht! – Bundesminister Mitterlehner: Oh ja!)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Analyse und Diagnose lautet demnach: Sie sind nicht in der Lage, dem tertiären Bildungssektor eine von diesem dringend benötigte mittelfristige Orientierung zu geben. Und das wäre eigentlich Ihre prioritäre Aufgabe. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Walter Rosenkranz: Selbst in den besten Beziehungen kommt es vor, dass man so aneinander vorbeiredet!
Sie haben aus dem Ausschuss zitiert! Da haben Sie die Frage gestellt, und ich habe Ihnen das gesagt. Das war meine Antwort. Ich wiederhole es für Sie noch einmal: Ich habe im Ausschuss das gesagt. – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Walter Rosenkranz: Selbst in den besten Beziehungen kommt es vor, dass man so aneinander vorbeiredet!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Prinz.
Das erste Beispiel: Die Wiedereinführung der Direktwahl der Studierendenvertretung war eine langjährige Forderung, die nun endlich, endlich erfüllt wird. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Prinz.)
Beifall bei der SPÖ.
Und: Wir haben das leidige Thema Studiengebühren endlich beiseitegelegt. Diese Debatte hat uns in den vergangenen Jahren nicht einen Millimeter weitergebracht. Und ich sage ganz offen: Kämpfen wir doch gemeinsam dafür, dass wir viele, viele junge Menschen an bestens ausgestattete Universitäten bringen, und suchen wir nicht dauernd Gründe und Möglichkeiten, um junge Menschen von den Unis fernzuhalten! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Obernosterer.
Das vorliegende Budget kann noch nicht all unsere Wünsche erfüllen, aber es ist – gerade angesichts der Rahmenbedingungen, der budgetären Rahmenbedingungen – ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Obernosterer.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Mario Kunasek (FPÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Bundesminister! Zunächst darf ich einmal hier bei uns im Hohen Haus eine große Abordnung von Militärattachés begrüßen, die heute auch die Debatte über das Militärbudget verfolgen. Herzlich willkommen! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich darf, wie auch schon am Dienstag, noch einmal daran erinnern, dass wir hier in diesem Haus vor einigen Jahren die Empfehlungen der Bundesheer-Reformkommission beschlossen haben, wo von 1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes als Unterkante gesprochen wurde. Davon ist aber heute nichts mehr sichtbar, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Darmann: Ich zahle 3 000!
Das heißt, wir investieren jetzt wahrscheinlich noch in die Pinzgauer-Flotte, um sie dann um 2 000 € pro Stück entsprechend – unter Anführungszeichen – „gewinnbringend“ zu verkaufen. (Abg. Darmann: Ich zahle 3 000!)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundesminister, bitte, schauen Sie genau hin, schauen Sie sich auch diese konkrete Maßnahme noch einmal an, vielleicht können Sie heute auch dazu Stellung nehmen, ob das stimmt. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Stellvertretend für alle Militärs darf ich den stellvertretenden Generalstabschef, Generalleutnant Bair, sehr herzlich willkommen heißen. Herzlich willkommen bei uns im Hohen Haus! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Bevor ich auf zwei, drei Punkte zu sprechen komme, möchte ich den Soldatinnen und Soldaten herzlichst danken – persönlich, aber auch namens meiner Fraktion –, die immer wieder im militärischen Bereich oder in der Katastrophenhilfe im Einsatz sind, so auch zur Stunde. Wir alle, so glaube ich, sagen Danke dafür, dass sie den Österreicherinnen und Österreichern, aber darüber hinaus auch auf europäischer und internationaler Ebene helfen. Auf diese Weise hilft Österreich nicht nur den Bürgerinnen und Bürgern im eigenen Land, sondern überhaupt in Europa oder sogar darüber hinaus. Wir sind sehr stolz darauf und sehr dankbar dafür, was die Soldatinnen und Soldaten da leisten. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Podgorschek: Haben wir ja schon!
Ich freue mich schon auf die Diskussion – Kollege Kunasek, wir werden sie führen; zuerst die zuständigen Sprecher aller Fraktionen, und ich bin überzeugt davon, dass wir dann auch eine interessante Diskussion in den Organen des Hauses haben werden – und auf eine gemeinsame – eine gemeinsame – Beschlussfassung einer Sicherheitsstrategie (Abg. Podgorschek: Haben wir ja schon!) – haben wir, sage ich ja gerade; zuhören, dann weiß man schon, wovon ich rede! –, an deren oberster Stelle als Aufgabe die militärische Landesverteidigung steht, was wir alle haben wollen, aber dann wissen wir auch, von welcher Mannstärke wir bei dieser Sicherheitsstrategie ausgegangen sind.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Herr Bundesminister, ich freue mich auf konstruktive Gespräche. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Natürlich müssen wir dazu auch die Eurofighter entsorgen – Sie haben selbst darauf hingewiesen, dass die Eurofighter der finanzielle Sargnagel des österreichischen Bundesheeres sind –, aber das Wichtigste ist die große Reform, und da ist der Spardruck etwas, was ich, obwohl Budgetnot für Abgeordnete nie etwas Schönes ist, in diesem Fall begrüße. Bevor wir bei Schulen, bei Universitäten, bei Pflege, bei Infrastruktur, bei der Zukunft dieser Republik kürzen – und es ist schlimm genug, dass dort gekürzt wird –, ist es sinnvoll, dort zu kürzen, wo man damit Reformdruck auslöst. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Was macht der Außenminister? – Er fährt Welt retten, aber pfeift auf die österreichischen Interessen gegenüber den USA! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
sind, österreichische Gesetze und die österreichische Verfassung zu schützen. Das ist der Punkt! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich appelliere, wenn schon nicht an die Kolleginnen und Kollegen der Regierungsparteien, dann zumindest an die Kolleginnen und Kollegen aller Oppositionsparteien: Wenn die Regierung nichts tut – und wir haben in zwei Wochen Unterausschuss des Innenausschusses, wo wir noch einmal nachfragen werden, ob der Verfassungsschutz und die Innenministerin irgendwas getan haben –, sollte sich herausstellen, dass wieder nichts geschehen ist und dass sich wieder beide Regierungsmitglieder, Kurz und Mikl-Leitner, unter dem amerikanischen Teppich befinden, dann appelliere ich an die Opposition: Ergreifen wir gemeinsam alle parlamentarischen Mittel, um auch gegen die amerikanische Bundesregierung die Interessen der Republik Österreich und ihrer Bürgerinnen und Bürger zu vertreten! –Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Sie sehen relativ eindrucksvoll: Hier von keinen Reformen zu sprechen, entspricht schlicht nicht der Wahrheit! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Kollege Pilz, ob es Ihnen gefällt oder nicht, ich sage aus voller Überzeugung: Es lebe das österreichische Bundesheer! (Beifall bei der ÖVP.)
Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.
Wir leben gewissermaßen einen historisch gewachsenen Anachronismus. Alles spricht aber – wir haben es vorhin in ein paar Reden schon gehört – von der Entpolitisierung. Nur: Tatsächlich gelebt wird sie im Moment aber leider zu wenig. (Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall beim Team Stronach.
Und auch der Ansatz mit der täglichen Bewegungseinheit in den Schulen ist ein ganz, ganz wichtiger Schritt. Also: Bitte weiter so, vielleicht auch in Richtung Strukturreform! – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Geschätzte Damen und Herren Abgeordnete! Aus diesem Grund möchte ich schon heute auf die Ausgangslage zum Budget 2016 und die Folgejahre eingehen. Ich werde im Zuge der Verhandlungen für den Finanzrahmen 2016 in harte und intensive Gespräche mit dem Finanzministerium eintreten. Denn eines ist klar, und ich sage es noch einmal deutlich: Sicherheit wird es nicht zum Nulltarif geben! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Ich bin mir sicher, dass ich mich in diesem Zusammenhang und gerade in dieser Frage auch auf Ihre Unterstützung verlassen kann.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Den Schwerpunkt in diesem Bereich – Sie haben darauf hingewiesen – bildet zweifelsohne das Projekt „Rio 2016“. Es ist uns hier ein großer Schritt in die Richtung individueller Förderung für die einzelnen Athletinnen und Athleten gelungen. Besonders freut es mich, dass uns eine hundertprozentige Gleichstellung der Paralympics-Sportlerinnen und -Sportler in diesem Projekt gelungen ist. Hier sind wir weltweit Vorreiter! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich bin optimistisch, dass wir mit diesem Budget den Rot-Weiß-Rot-Sport in eine erfolgreiche Zukunft führen können. – Herzlichen Dank. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Zanger: Das ist wichtig!
Abgeordnete Andrea Gessl-Ranftl (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Trotz der notwendigen Einsparungen in den Jahren 2014 und 2015 wird sich die Bevölkerung auch in Zukunft auf das österreichische Bundesheer verlassen können. Die Budgetsituation stellt das österreichische Bundesheer vor große Herausforderungen. Es werden deshalb klare Schwerpunkte gesetzt, etwa im Bereich der Katastrophenhilfe, bei Friedensmissionen im Ausland, bei der Reform des Wehrdienstes und der Erhöhung des Frauenanteils. (Abg. Zanger: Das ist wichtig!)
Abg. Zanger: Super!
Im Wirkungsziel 4 heißt es: „Positionierung des Bundesministeriums für Landesverteidigung und Sport und des österreichischen Bundesheeres als attraktiven Dienstgeber für Frauen und Männer“. (Abg. Zanger: Super!) Von großer Bedeutung dafür ist der Frauenförderungsplan für das Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport.
Zwischenrufe bei der FPÖ
Ein wichtiger Schritt ist die gezielte Anwerbung von Frauen für den Dienst in den militärischen Laufbahnen durch das Setzen geeigneter Maßnahmen. Solche Maßnahmen sind zum Beispiel: Erhöhung des Frauenanteils durch Maßnahmen der Ausbildung, besondere Maßnahmen zur Steigerung des Anteils von Soldatinnen (Zwischenrufe bei der FPÖ), Laufbahn- und Karriereplanung, Teilzeitarbeit und Elternkarenz, Förderung des Wiedereinstieges nach Inanspruchnahme von Karenzurlaub, Kinderbetreuungseinrichtungen.
Abg. Zanger: Bravo! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
2014 wurde zur Kommandantin der Sanitätsschule mit Militärärztin Brigadier Andrea Leitgeb die erste Frau im österreichischen Bundesheer in den Generalsrang erhoben. (Abg. Zanger: Bravo! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) In New York hat 2014 UN-Generalsekretär Ban Ki-moon erstmals eine Frau an die Spitze einer UN-Blauhelmtruppe gesetzt. Die norwegische Generalmajor Kristin Lund wird künftig die UN-Friedenstruppe für Zypern kommandieren. (Ruf bei der FPÖ: Nicht Majorin?)
Ruf bei der FPÖ: Nicht Majorin?
2014 wurde zur Kommandantin der Sanitätsschule mit Militärärztin Brigadier Andrea Leitgeb die erste Frau im österreichischen Bundesheer in den Generalsrang erhoben. (Abg. Zanger: Bravo! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) In New York hat 2014 UN-Generalsekretär Ban Ki-moon erstmals eine Frau an die Spitze einer UN-Blauhelmtruppe gesetzt. Die norwegische Generalmajor Kristin Lund wird künftig die UN-Friedenstruppe für Zypern kommandieren. (Ruf bei der FPÖ: Nicht Majorin?)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich würde es sehr begrüßen, wenn eines Tages eine österreichische Frau General diese Aufgabe übertragen bekäme. – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Petra Steger (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrte Zuseher! Hohes Haus! Sehr geehrter Herr Minister Klug, Sie kennen doch sicher das alte Motto der Olympischen Spiele: schneller, stärker, höher. An und für sich wäre das auch ein gutes Motto für die österreichische Sportpolitik, aber nicht so, wie Sie das zurzeit umsetzen, nämlich: Schneller bergab mit den Leistungen, stärkerer Ausbau der Sportverwaltung und höher hinauf mit der Ineffizienz! – Das ist genau der falsche Weg. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ihr oberstes Ziel als Sportminister sollte es sein, den Sportlern dieses Umfeld sicherzustellen. Doch meistens hat man den Eindruck, dass der Sport in der Politik mehr ein Zaungast ist und nur dann eine Rolle spielt, wenn es darum geht, sich mit Olympiasiegern fotografieren zu lassen, oder wenn es darum geht, irgendwelche Veranstaltungen zu boykottieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir schlagen vor: Setzen Sie sich mit dem Finanzminister zusammen und entwickeln Sie ein Konzept, wonach man Sponsoring von Jungsportlern steuerlich abschreiben kann! Das wäre eine sinnvolle Maßnahme. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich muss heute meine Redezeit leider ein bisschen auch den NEOS widmen, weil sie ja nicht sehr sportlich, eher unsportlich gestern ausgezogen sind. Im Sport gibt man meistens dann w.o., wenn man nicht vorbereitet ist. Deshalb werde ich das eine oder andere Wort auch zu dem unsportlichen Verhalten, zum w.o.-Geben der NEOS verlieren müssen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kickl: Hat er auch das Nudelsieb aufgehabt? – Weitere Zwischenrufe.
Auch das, finde ich, ist keine Vorbildwirkung, wenn wir zuerst über die Vorbildwirkung des Sports reden. Wir erwarten uns von den jungen Besuchern, da wird ihnen vorher erklärt: Die Würde des Hohen Hauses ist zu wahren, bitte ordentlich benehmen! Und dann fährt der Herr Sportsprecher der NEOS mit dem Skateboard vor, brettert mit dem Skateboard durchs Parlament. (Abg. Kickl: Hat er auch das Nudelsieb aufgehabt? – Weitere Zwischenrufe.) Auch das ist aus meiner Sicht nicht sehr vorbildhaft.
Beifall bei der ÖVP.
Das waren die zwei einzigen sportpolitischen Dinge, womit die NEOS aufgefallen sind, aber da kann sich jeder selbst ein Bild machen. Dass sie jetzt draußen sind, schadet, glaube ich, bei dieser Diskussion nicht, weil die Redebeiträge überschaubar gewesen wären. Da ist es besser, man steht ein bisschen in der Sonne und hilft auch Frau Mlinar, noch den einen oder anderen Promillepunkt in der EU-Wahl zu bekommen. Aber ich glaube, wenn Frau Mlinar da öfter auftritt, dann ist auch das klar geregelt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Grundsätzlich ist uns vollkommen klar – ich glaube, der Finanzminister hat ein ordentliches Budget vorgelegt –, dass es auch im Sport zu Einsparungen, aber zu verträglichen Einsparungen kommen wird. Das ist uns allen klar, und ich glaube, wir können mit dem Sportbudget durchaus leben. Es ist ein sehr respektables Ergebnis. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wir wissen auch, was sich in Katar abgespielt hat. Ich möchte die Gelegenheit auch nutzen und habe in der letzten Zeit noch einmal versucht, mir das mit Katar genauer anzuschauen. Wissen Sie eigentlich, wie viele Einwohner Katar hat? – Bingo, Herr Wittmann weiß es ziemlich genau: 1,7 Millionen Einwohner hat Katar. Es ist in etwa achtmal so klein wie Österreich. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das heißt, man kann das irgendwie damit vergleichen, dass die Fußball-Weltmeisterschaft an eines der größeren österreichischen Bundesländer vergeben worden wäre. Nicht an Österreich – an Oberösterreich vielleicht, an die Steiermark, vielleicht an Niederösterreich, da kommen wir in den Größenordnungen hin.
Beifall bei den Grünen.
Was ich aufzeigen will, ist: Wir haben im österreichischen Sport genug zu tun. Wir haben genug bei der Frage von Transparenz und Seriosität zu machen, und Sie sind hier massiv gefordert, Herr Bundesminister! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Gehen wir den von uns gemeinsam festgelegten Weg der Reformen weiter, erklären wir die Situation! Lassen wir uns auf jeden Fall nicht wirr machen von regionalen oder kommunalen Einflüsterungen! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Bundesminister, Sie haben zwar bei der Dringlichen Anfrage bestritten, dass die Tauglichkeitskriterien für die Rekruten erhöht und damit weniger Grundwehrdiener pro Jahr einberufen und ausgebildet werden, aber gerade diese Ausbildung ist so notwendig, denn wenn es die Ausbildung nicht gibt, geht auch Wissen über die Handhabung von Waffensystemen unwiederbringlich verloren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach
Die Beteiligung Österreichs an UN-Missionen hat eine lange Tradition. Unsere Soldaten sind bekannt für hochprofessionelle Einsätze, aber nicht, wenn zu Hause nicht einmal mehr der Treibstoff für die wenigen noch intakten Lkw bezahlt werden kann, und auch nicht, wenn Eurofighter-Piloten ihre Fluglizenz verlieren, weil sie zu wenige Flugstunden haben (Beifall beim Team Stronach), und auch nicht, wenn die Black Hawk Hubschrauber bald nicht mehr verwendet werden können, weil das Update der Elektronik zu teuer ist. Diese Hubschrauber wurden nach der Katastrophe in Galtür angeschafft. Wir brauchen sie dringend notwendig!
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb bitte ich Sie, Herr Minister, und appelliere dringend an Sie, sich um das Wohl unserer Truppe zu bemühen. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich möchte mich im Namen meiner Fraktion wirklich dafür bedanken, dass auch die Soldatinnen und Soldaten heute unter zugegebenermaßen schwierigen Umständen ihren Dienst so eindrucksvoll leisten, sowohl im Inland als auch im Ausland, und so zu einem guten Bild Österreichs beitragen. – Vielen Dank dafür! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Beim Thema Sport ist es nicht nur wichtig, Zahlen zu nennen, sondern vor allem auch denjenigen Danke zu sagen, die ihren Beitrag ehrenamtlich leisten, die kein Geld dafür bekommen: die zahlreichen Funktionäre und Funktionärinnen in den Sportvereinen, die teilweise tagtäglich mit unseren Kindern und Jugendlichen trainieren und so einen wesentlichen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten. Ich glaube, dieser Einsatz hat sich einen kräftigen Applaus verdient. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne bedanke ich mich bei all denjenigen, die sich hierfür einsetzen und denke, wir können mit den vorhandenen Mitteln schauen, dass wir das Beste daraus machen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Christian Hafenecker (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Auch ich möchte die Gelegenheit nutzen und mich bei den zahlreichen Soldaten bedanken, die tagein, tagaus für unsere Bevölkerung zur Verfügung stehen und auch im Katastropheneinsatz und bei vielen anderen Einsätzen tätig sind. – Herzlichen Dank dafür! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Weiters möchte ich, meine sehr geehrten Damen und Herren, auch sagen, dass wir von der FPÖ uns wünschen, dass die Landesverteidigung tatsächlich ernst genommen wird. Gestern haben wir eine Diskussion gehört, in der man sich darüber lustig gemacht und gesagt hat, die ukrainischen Freischärler werden schon nicht zu uns kommen; da möchte ich Ihnen, meine sehr geehrten Damen und Herren, mit allem Ernst sagen: Es gibt ganz andere Probleme, die hier auf uns zukommen. Es könnten Terroranschläge passieren, es könnten Flüchtlingsströme auf uns zukommen, und es kann auch humanitäre Hilfe notwendig sein. Und dafür brauchen wir ein schlagkräftiges Bundesheer. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn wir immer wieder das Wort „Sparen“ hören, dann frage ich mich schon, wie man auf die Schnapsidee kommen kann, etwa eine Zentralküche zu bauen, die 20 Millionen € kostet, 750 000 Lkw-Kilometer verursacht und mitten in der Mitterndorfer Senke steht. Das ist für mich nicht nachvollziehbar. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Rahmen der Regierungsfraktionen zu einem Umdenken kommt. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kunasek: Das habe ich nicht gesagt! – Abg. Darmann: Das hat er ja gar nicht gesagt!
Herr Kollege Kunasek, wir haben hier das Glück, dass wir in Wien im Trockenen sitzen. Wir haben auch Sonnenschein, und es ist heiß draußen. Aber von Ihrer Aussage, „Österreich zuerst, keine Auslandseinsätze“, soll sich die österreichische Bevölkerung selbst ihr Bild machen. (Abg. Kunasek: Das habe ich nicht gesagt! – Abg. Darmann: Das hat er ja gar nicht gesagt!) Solche Aussagen richten sich von selbst. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Kollege Kunasek, wir haben hier das Glück, dass wir in Wien im Trockenen sitzen. Wir haben auch Sonnenschein, und es ist heiß draußen. Aber von Ihrer Aussage, „Österreich zuerst, keine Auslandseinsätze“, soll sich die österreichische Bevölkerung selbst ihr Bild machen. (Abg. Kunasek: Das habe ich nicht gesagt! – Abg. Darmann: Das hat er ja gar nicht gesagt!) Solche Aussagen richten sich von selbst. (Beifall bei der SPÖ.)
in Richtung des bejahenden Bundesministers Klug:
Humanitäre Hilfe, Unterstützung der Zivilbevölkerung, gerade jetzt in Bosnien und Herzegowina, ist eine wichtige Unterstützung der Bevölkerung vor Ort. Ich bin mit Generalmajor Heidegger, dem Kommandanten der EUFOR, in Kontakt – (in Richtung des bejahenden Bundesministers Klug:) ich hoffe Sie auch?! –, um herauszufinden, wie denn die Situation vor Ort tatsächlich ist und was es braucht. – Und es braucht in erster Linie Geld, Herr Minister. Es braucht Unterstützung, es braucht Material, aber es braucht auch Geld.
Beifall bei den Grünen.
Deshalb bitte ich hier auch noch um weitere Diskussionen. Frauenförderpläne sind wichtig, aber sie brauchen auch budgetäre Absicherung. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
reichischen Sport, und vielen Dank unserem Sportminister und seinem Team für seine konsequente Sportpolitik. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir Freiheitlichen werden darauf achten, dass die Funktionsfähigkeit des österreichischen Bundesheeres in allen diesen wichtigen Punkten erhalten bleibt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Kollege Bösch, bei den Wirkungszielen handelt es sich um keine Prioritätenreihung. Es sind uns alle Ziele wichtig, es ist für uns keine Prioritätenreihung, aber ich weiß aus mittlerweile vielen politischen Debatten im Ausschuss, dass es bei den Kolleginnen und Kollegen der Freiheitlichen sehr wohl eine Prioritätenreihung gibt. Ich sage daher ganz offen, nicht nur was die mittel- und langfristigen Pläne des österreichischen Bundesheeres neu betrifft, sondern für mich in meiner politischen Verantwortlichkeit als Sozialdemokrat: Inlandsaufgaben und Auslandsaufgaben sind kein Entweder-oder, sondern ein Sowohl-als-auch. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Gartelgruber: Ja, ja!
Was die Frage im Sport betrifft: Sie wissen, manches Mal legt man das eine oder andere Wort nicht so auf die Waagschale, aber bei den Sportsprechern der Parteien bin ich dann schon etwas schärfer geschalten. – Jetzt kommt wieder ein bisschen diese militärische Sprache durch, lageangepasst. (Abg. Gartelgruber: Ja, ja!) Denn ganz offen gesagt, ich bitte uns nur gemeinsam – ich weiß, dass es zum politischen Jargon gehört –, dass wir uns von solchen Sprechblasen distanzieren.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Bei aller Wertschätzung, seit März 2013 habe ich die politische Verantwortlichkeit für den Sport. Wenn Sie einmal in Ihrem Leben ein Projekt auf die Beine stellen, das 15 Millionen € kostet, an dem drei Partner beteiligt sind, inklusive sämtlicher Bewilligungsverfahren, dann wünsche ich Ihnen viel Erfolg, dass Sie schneller sind. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Steger: Wo ist der Plan?
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, zum Thema Sport möchte ich abschließend noch in der gebotenen Kürze etwas über das Projekt „Rio“ sagen: Kollege Brosz! Als Vorsitzender muss man sich die Dinge schon ein bisschen näher anschauen. Wenn Sie mich kritisieren bei einzelnen meiner Projekte im Bereich der Spitzensportförderung, dann erwarte ich mir, dass Sie sich die Projekte näher ansehen. (Abg. Steger: Wo ist der Plan?)
Abg. Kickl: Wo ist der Plan?
Im Projekt „Rio 2016“ stelle ich pro Jahr 5 Millionen € zur Verfügung, das sind 20 Millionen € in Summe. In diesem Zusammenhang wählen die Auswahl der Athletinnen und Athleten, die sich in diesem Projekt befinden, gemeinsam die Trainer, die Betreuer mit den Verbänden. Darüber hinaus gibt es einen Strategiebeirat und eine Beratungskommission, die in meinem Auftrag hier die Detailauswahl durchführen. (Abg. Kickl: Wo ist der Plan?)
Abg. Brosz: Er hat mit den geförderten Sportlern nichts zu tun!
Ich sage Ihnen ganz offen, und ich habe es im Ausschuss auch gesagt: Ja, das haben wir deshalb aufgestellt, weil wir unsere Lehren aus London gezogen haben. Ich sage Ihnen in diesem Zusammenhang daher ganz offen: Bitte, wenn Sie einzelne Persönlichkeiten kritisieren mit dem Argument, dass es da eine Unvereinbarkeit gibt, dann müssen Sie sich vorher informieren. Triathlon-Präsident ist nämlich nicht Herr Horschinegg, sondern Herr Walter Zettinig. Also kritisieren Sie nicht einzelne Persönlichkeiten, die diese Aufgabe nicht erfüllen, die Sie in den Raum stellen! (Abg. Brosz: Er hat mit den geförderten Sportlern nichts zu tun!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Aufgabe der Sportpolitik ist es meines Erachtens, unseren Athletinnen und Athleten optimale Trainingsbedingungen zur Verfügung zu stellen. Sie nehmen viele Entbehrungen auf sich, sie leisten Hervorragendes, Entbehrungen auch im Privatleben. Man kann dazu nur sagen: Wir können den Hut ziehen vor diesen Leistungen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Das kann ich aus eigenen Erfahrungen als Präsidentin eines Schwimmklubs und als Vizepräsidentin zweier Fußballvereine nur noch bestätigen. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Schieder: Zeit!
Sehr geehrte Damen und Herren, wie schafft es eine österreichische Sporthoffnung, Schule und Sport zu vereinbaren? – Auch dieser Aufgabe stellt sich der Sportminister. Die Drop-out-Rate liegt derzeit bei 90 Prozent. (Abg. Schieder: Zeit!) Das ist für Österreichs Nachwuchssportler schade, und da wird es einige Projekte geben, um diese Drop-out-Rate von 90 auf 50 Prozent zu senken. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, wie schafft es eine österreichische Sporthoffnung, Schule und Sport zu vereinbaren? – Auch dieser Aufgabe stellt sich der Sportminister. Die Drop-out-Rate liegt derzeit bei 90 Prozent. (Abg. Schieder: Zeit!) Das ist für Österreichs Nachwuchssportler schade, und da wird es einige Projekte geben, um diese Drop-out-Rate von 90 auf 50 Prozent zu senken. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Unser Bundesheer ist uns etwas wert, weil es der Garant für Neutralität und unsere militärische Unabhängigkeit und damit letztlich auch Garant für unsere soziale Sicherheit ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Unser Bundesheer ist uns etwas wert, weil es in unserer Bevölkerung ein verlässlicher Partner in allen Katastrophenfällen ist. Unser Bundesheer ist uns etwas wert, weil die allgemeine Wehrpflicht ein solidarisches Zusammenwachsen unserer Gesellschaft für junge Menschen fördert. Alle Staatsbürger, unabhängig davon, aus welcher Bevölkerungsschicht sie stammen, werden gleich behandelt und meistern gemeinsam die ihnen gestellten Aufgaben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Unser Bundesheer ist uns etwas wert, weil die allgemeine Wehrpflicht einen wesentlichen Beitrag für die positive Entwicklung der Persönlichkeit junger Menschen leistet (Beifall bei der FPÖ), indem junge Individualisten aus allen Gesellschaftsschichten lernen müssen, sich verantwortungsvoll in eine soziale Gruppe einzugliedern.
Beifall bei der FPÖ.
Unser Bundesheer ist uns etwas wert, weil über die allgemeine Wehrpflicht eine enge Verschränkung mit der Bevölkerung stattfindet und hier eine in der gesamten Bevölkerung verankerte Solidar- und Schutzgemeinschaft entsteht, die das beste Instrument für die erfolgreiche Bewältigung in Krisen und Unglücksfällen ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Unser Bundesheer ist also wertvoll für unsere Republik. Unser Bundesheer ist uns Freiheitlichen etwas wert. Es ist für uns Freiheitliche Pflicht, dies durch die Zurverfügungstellung ausreichender Mittel auch entsprechend zu würdigen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der FPÖ.
Im Übrigen wünsche ich Ihnen allen noch einen schönen Abend. (Beifall und Bravorufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Frau Kollegin, das Wesen des österreichischen Sports ist – und darum werden wir international beneidet –, dass es eben nicht nur Verbände gibt, die sich für den Spitzensport engagieren, sondern auch für den Breitensport. Das ist der Unterschied zu 80 Prozent der Sportsysteme in ganz Europa, dass bei uns auch aus Bundesmitteln der Breitensport gefördert wird. Es ist Aufgabe der Dachverbände, die Breite zu fördern. Ohne diese Breite wäre eine Spitze nicht möglich, und umgekehrt, ohne die Spitze wäre die Breite nicht möglich. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Kickl
Wenn Sie Nachhaltigkeit verlangen, dann sage ich Ihnen nur eines: Es wurden durch diese Dachverbände mehr als 8 000 Schulen besucht; es wurden 75 000 Einheiten mit Kindergarten- und Volksschulkindern gemacht (Zwischenruf des Abg. Kickl), um der Bewegungsarmut in den Kindergärten und Volksschulen entgegenzuwirken. Das ist Nachhaltigkeit!
Zwischenruf der Abg. Steger.
Zur Frau Steger, zu den Fachverbänden und so weiter: Verbandsschelte ist immer gut, aber die Organisation, insbesondere jene der internationalen Sportarten, überträgt sich auch auf das österreichische System. Wo es internationale Fachverbände gibt, gibt es auch österreichische Fachverbände; sonst wäre es nicht möglich, an internationalen Sportwettkämpfen teilzunehmen. Sie können keinen Fachverband einsparen, weil der andere Fachverband dann nicht anerkannt wird bei dem internationalen Fachverband. Das heißt, wir sind in dieser Struktur sehr wohl von den internationalen Organisationen abhängig. (Zwischenruf der Abg. Steger.)
Abg. Steger: Der Herr Minister will nicht mit den Ländern reden!
Im Übrigen, zum Sportstättenplan: Da kann ich dem Herrn Bundesminister nur gratulieren, dass es einen bundesweiten Sportstättenplan gibt, denn an sich ist Sport Landessache. Das sind nur unterstützende Mittel, verfassungsmäßig ist Sport Landessache. Die Mittel, die der Bundesminister zur Verfügung stellt, haben sich aus den sogenannten TOTO-Mitteln entwickelt. Daher wäre es Aufgabe der Länder, die Sportstätten alleine zu machen. Aber da es beim Sport bundesweite Interessenslagen gibt, unterstützt auch der Sportminister die Sportstätten. (Abg. Steger: Der Herr Minister will nicht mit den Ländern reden!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Das heißt, die Beschwerden, die Sie hier angebracht haben, müssen Sie an die Länder richten. Verfassungsmäßig ist das Landessache. Wir fördern nur den Allgemeinsport im Bereich der Organisation der Allgemeinheit, wir fördern nur den Spitzensport über die Fachverbände; und letztendlich ist es Aufgabe der Länder, die Struktur zur Verfügung zu stellen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Schönegger: Eine Entschuldigung wäre angebracht!
gung gemacht. (Abg. Schönegger: Eine Entschuldigung wäre angebracht!) – Eine Entschuldigung wäre angebracht? Ah, okay, das wird noch interessant, ob die Entschuldigung angebracht ist.
Abg. Schönegger: Alle beschuldigen, wie immer!
Mein Vorhalt war ganz konkret, dass da persönliche Interessen mit Entscheidungsfindungen über Fördervergaben verknüpft werden; und Sie haben kein Wort dazu gesagt, nicht einmal ansatzweise darauf Bezug genommen. (Abg. Schönegger: Alle beschuldigen, wie immer!)
Abg. Schönegger: Entschuldigung habe ich noch keine gehört!
Im Übrigen, zum Herrn Horschinegg, nachdem Sie das angesprochen haben: Ich habe noch etwas vergessen, eine Entschuldigung wäre angebracht. Wissen Sie, was der Herr Horschinegg noch ist? – Der Herr Horschinegg ist Teammanager des Landhockeyteams Österreichs. Wissen Sie, wer die größte Förderung aus der Sportförderung im Team Rot-Weiß-Rot bekommt? Jetzt dürfen Sie mir helfen, was glauben Sie? (Abg. Schönegger: Entschuldigung habe ich noch keine gehört!) –Natürlich das österreichische Landhockeyteam.
Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Jetzt kann sich, wer sich im Sport näher damit auseinandersetzt, überlegen, wie groß die Medaillenchancen des österreichischen Landhockeyteams sind. (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.) Die werden, wenn man sie reell anschaut, relativ gering sein. Österreich ist relativ erfolgreich im Hallenhockey. Hallenhockey wird nach den neuen Regeln in der Halle mit vier Feldspielern gespielt, Landhockey hingegen wird auf einem Feld gespielt, das etwa so groß ist wie ein Fußballfeld, mit elf Feldspielern. Da ist Österreich von der Weltklasse relativ weit entfernt.
Abg. Schittenhelm: Das ist ja keine Fragestunde! – Abg. Schönegger: Ein ganz mieser Stil ist das!
Was ist mit dem Herrn Schröcksnadel? – Ist das okay, dass der Sportler des Skinationalteams managt? Sie sagen, stimmt nicht? Managt er nicht? Ist das nicht der Manager von Mitgliedern des österreichischen Skinationalteams? (Abg. Schittenhelm: Das ist ja keine Fragestunde! – Abg. Schönegger: Ein ganz mieser Stil ist das!) Na selbstverständlich, das wissen wir seit Jahren! Da heißt es, Mantel drüberdecken, man darf nicht nachfragen. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Klug.)
Zwischenbemerkung von Bundesminister Klug.
Was ist mit dem Herrn Schröcksnadel? – Ist das okay, dass der Sportler des Skinationalteams managt? Sie sagen, stimmt nicht? Managt er nicht? Ist das nicht der Manager von Mitgliedern des österreichischen Skinationalteams? (Abg. Schittenhelm: Das ist ja keine Fragestunde! – Abg. Schönegger: Ein ganz mieser Stil ist das!) Na selbstverständlich, das wissen wir seit Jahren! Da heißt es, Mantel drüberdecken, man darf nicht nachfragen. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Klug.)
Bundesminister Klug: macht keinen Sinn!
Jetzt würde ich gerne wissen, was falsch ist. Vielleicht erklären Sie mir, was falsch war. Was war falsch an meinen Aussagen zum Multiversum? Ist es richtig, dass der Fördervertrag vom Multiversum mittlerweile auf das Multiversum geht, obwohl der ursprüngliche Fördernehmer die Werner Schlager Academy war? Ist das falsch oder ist das richtig? (Bundesminister Klug: macht keinen Sinn!)
Zwischenrufe bei FPÖ, ÖVP und Team Stronach.
„Macht keinen Sinn“, aha, okay, gut. Wir nehmen zur Kenntnis: Ein Sportförderzentrum wird umgemünzt, die Förderung bekommt nicht mehr der Sport, sondern die Mehrzweckhalle eines SPÖ-Bürgermeisters. (Zwischenrufe bei FPÖ, ÖVP und Team Stronach.) Sie machen eine Förderstruktur, wo der Skiverbandspräsident sämtliche Sommersportförderungen koordiniert, setzen ein Beratungsgremien dazu, wo Personen involviert sind, die massive persönliche Interessen haben, dass gewisse Sportler und Strukturen eine Förderung bekommen und andere nicht.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Wenn man das dann aufzeigt, kommt der große Protest des Herrn Klug, und dann heißt es, da darf man nicht hinschauen. Und dann sagt ihm irgendein Mitarbeiter, das war gar nicht der Triathlon-Präsident – ich habe es korrigiert –, er ist nur Präsident eines Triathlon-Vereins. Dass die Sportler dort die gleichen Interessen haben, ist wurscht, darüber reden wir nicht. Mir geht es um die persönlichen Verquickungen, die hier da sind; und wir werden uns in den nächsten Monaten und Jahren damit intensiv auseinandersetzen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kickl: Jetzt weiß ich, warum er ! – Zwischenruf des Abg. Podgorschek.
Vor etwa einem Jahr hat es eine Problematik gegeben, was die Vereinsbesteuerung anbelangt – also insofern hat es auch mit dem Budget beziehungsweise mit den Finanzen zu tun –: Die Abgrenzung bei den Vereinsfesten war problematisch. Es hat ein ganzes Jahr gedauert, bis wir da eine gute Lösung, meiner Meinung nach sogar eine sehr gute Lösung zustande gebracht haben – dank des Finanzministers, auch dank seiner Vorgängerin Maria Fekter, und letzten Endes auch dank Staatssekretär Jochen Danninger, bei dem ich mich ausdrücklich bedanken möchte, dass wir eine Regelung im Sinne der Sportvereine zustande gebracht haben. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kickl: Jetzt weiß ich, warum er ! – Zwischenruf des Abg. Podgorschek.)
Abg. Podgorschek: zündeln und dann tust du’s wieder löschen! Was ist das für eine Logik?
Das betrifft auch deinen Wahlkreis, Herr Kollege Podgorschek, du kommst aus dem gleichen Wahlkreis wie ich! (Abg. Podgorschek: zündeln und dann tust du’s wieder löschen! Was ist das für eine Logik?) – Was sagst du? (Abg. Tamandl: Das stimmt ja nicht! Das stimmt ja nicht!) Du kennst dich leider nicht aus, das ist dein Problem bei diesen Dingen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Tamandl: Das stimmt ja nicht! Das stimmt ja nicht!
Das betrifft auch deinen Wahlkreis, Herr Kollege Podgorschek, du kommst aus dem gleichen Wahlkreis wie ich! (Abg. Podgorschek: zündeln und dann tust du’s wieder löschen! Was ist das für eine Logik?) – Was sagst du? (Abg. Tamandl: Das stimmt ja nicht! Das stimmt ja nicht!) Du kennst dich leider nicht aus, das ist dein Problem bei diesen Dingen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das betrifft auch deinen Wahlkreis, Herr Kollege Podgorschek, du kommst aus dem gleichen Wahlkreis wie ich! (Abg. Podgorschek: zündeln und dann tust du’s wieder löschen! Was ist das für eine Logik?) – Was sagst du? (Abg. Tamandl: Das stimmt ja nicht! Das stimmt ja nicht!) Du kennst dich leider nicht aus, das ist dein Problem bei diesen Dingen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der FPÖ.
Es hat sich kein Abgeordneter einer anderen Fraktion hier bemüht, kein einziger, nur die ÖVP ist ja wirklich die Freiwilligenpartei. (Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wir sind die Vertreter des Ehrenamtes, meine Damen und Herren, und wir haben geschaut, dass es eine ordentliche Lösung gibt: dass Vereinsfeste, die insgesamt 48 Stunden dauern, durchgeführt werden können, wo ausschließlich die eigenen Mitglieder tätig sind, dass es ordentliche Rahmenbedingungen gibt. – Das haben wir geschaffen, meine Damen und Herren, und für diese Maßnahme gebührt der Dank dem Finanzminister, aber vor allem Staatssekretär Jochen Danninger! (Abg. Zanger: Schleim! Schleim!)
Abg. Zanger: Schleim! Schleim!
Es hat sich kein Abgeordneter einer anderen Fraktion hier bemüht, kein einziger, nur die ÖVP ist ja wirklich die Freiwilligenpartei. (Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wir sind die Vertreter des Ehrenamtes, meine Damen und Herren, und wir haben geschaut, dass es eine ordentliche Lösung gibt: dass Vereinsfeste, die insgesamt 48 Stunden dauern, durchgeführt werden können, wo ausschließlich die eigenen Mitglieder tätig sind, dass es ordentliche Rahmenbedingungen gibt. – Das haben wir geschaffen, meine Damen und Herren, und für diese Maßnahme gebührt der Dank dem Finanzminister, aber vor allem Staatssekretär Jochen Danninger! (Abg. Zanger: Schleim! Schleim!)
Zwischenrufe bei der FPÖ
(Zwischenrufe bei der FPÖ) –, weil uns das ein Anliegen ist, meine Damen und Herren! Und das sollen die Wählerinnen und Wähler für kommenden Sonntag auch wissen, nach dem Motto: Entscheide gut, entscheide frei, entscheide für die Volkspartei! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
(Zwischenrufe bei der FPÖ) –, weil uns das ein Anliegen ist, meine Damen und Herren! Und das sollen die Wählerinnen und Wähler für kommenden Sonntag auch wissen, nach dem Motto: Entscheide gut, entscheide frei, entscheide für die Volkspartei! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
einmal eine Geschwindigkeitsbegrenzung, eine Langsamfahrstelle wegen einer Baustelle. Im Verzeichnis für Langsamfahrstellen war das aber nicht drinnen, nicht nach einer Woche, nicht nach 14 Tagen, nicht nach Monaten. Nach einem halben Jahr war die Baustelle zu Ende, ist die Geschwindigkeitsbegrenzung weggekommen, aber in der „La“, wie es so schön heißt, im Verzeichnis hat sich das nie gefunden. Da ist es sehr leicht, Prämien zu kriegen, wenn österreichweit die Hälfte der Langsamfahrstellen nicht einmal im Verzeichnis drinnen sind. Und wenn dann der Rechnungshof das prüft, der kann ja bitte keine Kilometer- und Gleisgeher ausschicken, der kann das nur mehr numerisch prüfen. Also da sollte man wirklich bei der Wahrheit bleiben und nicht im Unternehmen tricksen und linken und sich so die Prämien erschummeln. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Oder: Wir haben das wirklich durchgezogen rund um das vierte Liberalisierungspaket, wir haben immer gesagt, wir wollen nicht, dass sich Private die Perlen heraussuchen, und für die ÖBB bleiben die schlechten Strecken über. Was macht die ÖBB jetzt in Oberösterreich? Sie gibt die schlechten Strecken ab – und sucht sich die Perlen heraus. Ja, bitte, das kann es aber auch nicht sein, weil wenn wir schon schneller fahren wollen, dann wollen wir überall schneller fahren und nicht nur dort, wo es irgendeinem Infrastruktur-Manager gut gefällt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen
Aber die ÖBB ist ja auch sparsam. Sie ist überall sparsam. Leider auch und vor allem bei den Mitarbeitern. Und an dieser Stelle möchte ich mich bei den 40 000 Eisenbahnerinnen und Eisenbahnern wirklich bedanken (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen), und vor allem bei den Betriebsdienstleuten, die sonntags und feiertags, immer, bei Wind und Wetter, ob es regnet oder schneit, draußen sind und nicht nachfragen, welcher Blödsinn im Management – es ist ja nicht die Spitze, es ist der Mittelbau, die zweite, dritte, vierte Ebene – gerade wieder fabriziert wird.
Beifall bei der FPÖ.
Das TIM ist kaputt; das ist das Informationssystem der Triebfahrzeugführer. GSM-R fällt aus, keine Notrufe sind möglich, die Railjet-Software spinnt immer wieder, und bei ETCS-Fehlern schickt mittlerweile das Unternehmen Entschuldigungen an die eigenen Mitarbeiter aus. Da wird ordentlich gespart! Und wenn dann wirklich hie und da etwas passiert, sei das jetzt in Obereggendorf, wo es Tote gegeben hat, dann putzt sich das Management aber wirklich an den eigenen Mitarbeitern ab, und das ist unerträglich und zum Schämen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
So kann man wirklich nicht sparen, und es ist auch kein Wunder, dass die Bewertung in der ÖBB von den Führungskräften total danebengeht. Das wird aber niedergeschwiegen. Und wenn es irgendetwas gibt: immer wieder auf die Mitarbeiter. Woher kommt das? – Weil nie aus den eigenen Reihen jemand nach oben Karriere machen kann, weil es immer Quereinsteiger gibt: Kommunikatoren, Immobilienspezialisten, alles Mögliche, aber keine Eisenbahner im Management. Das ist unerträglich! (Beifall bei der FPÖ)
Beifall bei der FPÖ.
Die Krone ist dann, wenn die ÖBB der Printwerber des Jahres wird. Die ÖBB soll nicht der Printwerber des Jahres werden, sondern sie soll bitte das Mobilitätsunternehmen des Jahres werden! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Bundesminister Bures, Sie haben ein großes Ressort, Sie haben viel Geld, und Sie haben leider auch viele Probleme; Sie wissen das ohnehin. Die ACG haben wir schon durchgemacht, und wir werden in den nächsten Monaten und in den leider wahrscheinlich nächsten Jahren uns die ÖBB näher anschauen und jede kleine Schweinerei aufdecken! Und ich hoffe, dass wir das gemeinsam konstruktiv erledigen können – für die Mitarbeiter, für die Betriebsdienstleute und vor allem für die Kunden und für die Steuerzahler. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Österreich erhält für den Ausbau der großen internationalen Achsen, der Westbahn und der Südbahn, auch Geld von der Europäischen Union, und zwar rund 10 Prozent der Baukosten. Beide Strecken sind sogenannte TEN-Strecken, also Teil des Transeuropäischen Netzes. Dass die Europäische Union den Ausbau dieser großen Schienenkorridore fördert, ist nicht selbstverständlich, und das ist auch nur dem unermüdlichen Einsatz, das soll auch einmal gesagt werden hier im Hohen Haus, unserer Verkehrsministerin Doris Bures zu verdanken. Herzlichen Dank dafür. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Abschließend: Mit dem Doppelbudget 2014/2015 des BMVIT wird sichergestellt, dass die Investitionen, wenn auch mit begrenzten Mitteln, in eine sichere und leistungsfähige Infrastruktur, welche das Rückgrat für eine erfolgreiche Zukunft unseres wunderschönen Landes, unseres wunderschönen Österreichs ist, fortgesetzt werden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Georg Willi (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Frau Staatssekretärin! Meine Damen und Herren! Ich heiße zunächst ganz herzlich die NEOS willkommen und freue mich, dass sie an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt sind! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Mein Appell an die ÖVP: Bewegen Sie Ihren Finanzminister, dass er das macht! (Beifall bei den Grünen.)
Der Redner überreicht Bundesministerin Bures das zuvor erwähnte Breitbandrohr. – Bundesministerin Bures: Dafür schenke ich Ihnen meine Breitbandstrategie! Bitte sehr! – Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.
Nehmen Sie das bitte dem Herrn Finanzminister mit, das ist wichtig für die Feinverteilung, und sagen Sie ihm: Darauf, Herr Finanzminister, kommt es an! (Der Redner überreicht Bundesministerin Bures das zuvor erwähnte Breitbandrohr. – Bundesministerin Bures: Dafür schenke ich Ihnen meine Breitbandstrategie! Bitte sehr! – Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.) – Wunderbar, ein guter Tausch: Breitbandstrategie der Frau Ministerin!
Allgemeiner Beifall.
Jetzt komme ich zu den Wertigkeiten. Es gibt diesen wunderbaren Budgetdienst des Parlaments, und ich finde, dieser Budgetdienst des Parlaments hat sich einmal einen Applaus verdient. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei den Grünen.
Ich erinnere Sie: Vizekanzler Spindelegger hat gesagt, wir haben in Österreich viele Berge, aber einer ist zu viel, nämlich der Schuldenberg. Jetzt listet der Budgetdienst auf, dass die ÖBB im Zeitraum 2007 bis 2019 32,7 Milliarden € investieren und die ASFINAG bis 2019 auf einem Schuldenberg von 14 Milliarden € sitzen wird. Das heißt, die großen Schuldenberge produzieren wir durch den Autobahnausbau und den Bau von drei Megabahntunnels. – Ist das die richtige Wertigkeit, meine Damen und Herren? Sind das die Prioritäten, die wir setzen müssen? – Wir Grünen sagen: Nein, das sind die falschen Prioritäten! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das ist schlecht investiertes Geld, meine Damen und Herren! Wir müssen in Bildung und Wissenschaft investieren! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Jarolim: War das vorhin die Pressemappe von der Frau Bundesminister?
Frau Ministerin, ich wünsche mir – abschließend –: Kümmern Sie sich um das Stiefmütterchen Privatbahnen, machen Sie aus diesem Stiefmütterchen eine blühende Rose, eine so schöne Rose, wie die ÖBB eine sind! – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Jarolim: War das vorhin die Pressemappe von der Frau Bundesminister?)
Beifall bei der ÖVP.
Katastrophenfonds macht es uns möglich, in Krisensituationen schnell und effektiv zu helfen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Strolz.
In diesem Sinne darf ich zum Schluss – weil ich mit Europa begonnen habe – noch einen Appell an alle richten: Bitte gehen Sie am Sonntag zur Wahl! Das ist wichtig für Österreich und für Europa, und ich bin davon überzeugt, Sie werden den besten Kandidaten ins Europäische Parlament wählen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Strolz.)
Beifall beim Team Stronach.
Noch schlimmer schaut das Ganze beim Spritpreis aus, obwohl meiner Ansicht nach von einem sehr niedrigen Spritpreis ausgegangen worden ist, denn je näher man in den Westen kommt, desto höher wird auch der Spritpreis, weil in der Schweiz der Diesel sehr teuer ist und in Deutschland die Spritpreise ohnehin sehr hoch sind. Vom Spritpreis macht dieser Anteil 53 Prozent aus. Meine Damen und Herren, bei jedem Liter, den Sie in Ihren Tank füllen, kassiert mehr als die Hälfte der Staat, und das ist meiner Ansicht nach massiv zu viel! (Beifall beim Team Stronach.)
Heiterkeit und Zwischenrufe bei den Grünen
Wir vom Team Stronach als Autofahrer-Partei (Heiterkeit und Zwischenrufe bei den Grünen), als Partei der Autofahrer, als Partei der Pendler, die auf das Auto angewiesen sind, sagen: Dem muss dringend entgegengesteuert werden.
Beifall beim Team Stronach.
Meine Damen und Herren, die Autofahrer sind die Melkkuh der Nation, und das kann man so nicht belassen. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Strolz hält eine Tafel mit der Aufschrift „Stimmt nicht!“ in die Höhe. – Weitere Zwischenrufe bei den NEOS.
Meine Damen und Herren, jetzt zu einem anderen Thema, zur Verkehrssicherheit. – Wir haben festgestellt, die NEOS sind heute wieder hier, und ich habe mich gefragt – Sie vielleicht auch –, was die NEOS in den letzten zwei Tagen gemacht haben. Gestern in der Nacht am Nachhauseweg in den achten Bezirk – ich bin über den Achten gegangen, ich wohne im Neunten – habe ich gesehen, was die NEOS gemacht haben. Sie haben Schutzwege zugesprüht (der Redner stellt eine entsprechende Tafel auf dem Rednerpult ab), sie haben Schutzwege mit Werbematerial zugesprüht. (Abg. Strolz hält eine Tafel mit der Aufschrift „Stimmt nicht!“ in die Höhe. – Weitere Zwischenrufe bei den NEOS.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Wer kann das jetzt beurteilen, ob das stimmt oder nicht?!
Das, meine Damen und Herren, nennt man laut Strafgesetzbuch Sachbeschädigung, § 125! Das gefährdet die Verkehrssicherheit, weil die Autofahrer und die Fußgänger abgelenkt werden, und das verursacht Kosten, Kosten für Sie, liebe Steuerzahler, weil das im Sinne der Sicherheit wieder übersprüht werden muss. Das sollten Sie von den NEOS berappen! Ich hoffe, dass Ihnen das die Stadt Wien auch wirklich in Rechnung stellt und nicht den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern! – Danke. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Wer kann das jetzt beurteilen, ob das stimmt oder nicht?!)
Beifall bei der SPÖ.
Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie Doris Bures: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordneten! Ich glaube, die Ausführungen in der ersten RednerInnenrunde haben schon gezeigt, welch breites budgetäres Feld in meinem Ressort abzudecken ist. Ich möchte voranstellen, dass ich mich dafür bedanke, dass es in vielen Themenbereichen doch gelungen ist, über alle Parteigrenzen hinweg zu gemeinsamen Beschlussfassungen zu kommen, vor allem auch im Bereich der Verkehrssicherheit, aber auch in jenen Bereichen, in denen es um verkehrspolitische Festlegungen Österreichs gegangen ist. Um nur ein Beispiel zu nennen: mein Kampf gegen die Gigaliner auf europäischer Ebene, der auch von den österreichischen EU-Abgeordneten geführt wurde. Es ging um ganz wichtige Maßnahmen, und es hat eine große Geschlossenheit hier im Haus gegeben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ
Daher, Herr Abgeordneter Deimek – nichts Persönliches, die Zusammenarbeit ist eine gute –, werden Sie verstehen, dass ich das natürlich nicht im Raum stehen lassen kann, was Sie hier ausgeführt haben, weil die Geschichte eine zu skurrile ist, um es Ihnen ganz offen zu sagen. Ich möchte nur etwas in Erinnerung rufen. Wenn Ihre Partei – und ich bedanke mich für jeden, der sich schützend vor die hart arbeitenden Eisenbahnerinnen und Eisenbahner stellt (Beifall bei der SPÖ) –, die damals, als sie
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
politische Verantwortung getragen hat, das Unternehmen zerschlagen und finanziell ausgehungert hat, die Eisenbahner in Zwangspension geschickt hat, in sechs Jahren unzählige Verkehrsminister verbraucht hat – von Reichhold über Schmid, Forstinger und Gorbach bis zu den Staatssekretären Kukacka und Mainoni –, weiterhin Verantwortung getragen hätte, hätten wir heute keinen Eisenbahner mehr, wäre die Eisenbahn gegen die Wand gefahren. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Pendl.
Der Vergleich mit den ÖBB hinkt, weil die Infrastruktur AG der ÖBB zentrale euro-päische Korridore baut. Das baut die Pinzgauer Lokalbahn nicht, das baut die Zillertalbahn nicht! Das sind europäische Korridore mit europäischer Förderung, mit gemeinsamen bilateralen Verträgen. Da handelt es sich natürlich um andere Investitionen, aber die Privatbahnen bekommen heute so viel wie noch nie zuvor. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Pendl.)
Abg. Gisela Wurm: Bravo!
Ich werde in meinem Haus eine Reduktion auf die Kernaufgaben vornehmen – zum Beispiel im Bereich des Bundesamts für Verkehr –, ich werde eine Neuorganisation der Behörde vornehmen – zum Beispiel im Bereich von Zusammenführungen von Verkehrs-Arbeitsinspektoraten –, und wir haben eine Zusammenführung aller Standorte vorgenommen, um auch, was das Raummanagement betrifft, effizienter vorzugehen. Das heißt: nachhaltige Einsparungen im Verwaltungsbereich. (Abg. Gisela Wurm: Bravo!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich werde aber nicht dort einsparen, wo es um zentrale Zukunftsinvestitionen in vielerlei Hinsicht geht. Wir haben in den letzten Jahren bewiesen, dass Österreich wirtschaftspolitisch und beschäftigungspolitisch gut damit gefahren ist, dass wir gegen die Krise gesteuert haben, dass wir Konjunkturpakete geschnürt haben, dass wir nicht zugeschaut haben, wie junge Menschen keine Arbeit finden, sondern in jene Bereiche investiert haben, die in Zukunft eine moderne und umweltfreundliche Infrastruktur zur Verfügung stellen und heute auch Menschen Arbeit und Einkommen sichern. Das werde ich auch in den nächsten beiden Jahren so tun. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir werden in den nächsten beiden Jahren dieses Programm betreffend barrierefreie Bahnhöfe in Österreich ausbauen, und Ende 2016 werden 140 Bahnhöfe – und zwar die zentralen Bahnhöfe Österreichs – barrierefrei sein. Damit wird für 80 Prozent aller Fahrgäste der Bahn ein barrierefreier und behindertengerechter Zugang ermöglicht. Es wird auch Blindenleitsysteme geben, und die Bahnhöfe werden mit allem ausgestattet sein, was Menschen, die es ohnedies nicht so leicht im Leben haben, heute technologisch angeboten werden kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Brunner. – Abg. Lichtenecker: Und von Linz nach Graz?
Lassen Sie mich als Antwort auf die Frage ein konkretes Beispiel bringen: Warum wird da so viel Geld investiert? – Wir haben in den letzten Jahren sehr viel Geld in die Weststrecke investiert, und jeder, der auf der Weststrecke fährt, spürt das. Sie spüren es auch deshalb, weil es immer mehr Menschen gibt, die sagen: Es ist doch sinnlos, von Linz nach Wien mit dem Auto zu fahren, wenn ich in 1 Stunde und 15 Minuten vom Zentrum von Linz im Zentrum von Wien bin, und es ist doch sinnlos, mit dem Auto zu fahren, wenn ich jeden Tag – täglich! – 54 Verbindungen von Linz nach Wien und von Wien nach Linz habe. (Zwischenruf der Abg. Brunner. – Abg. Lichtenecker: Und von Linz nach Graz?)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Moser. – Bravoruf der Abg. Elisabeth Hakel.
Semmering-Basistunnel und den Koralmtunnel und die Strecke bauen! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Moser. – Bravoruf der Abg. Elisabeth Hakel.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, es gab ja eine diesbezügliche Diskussion – nicht nur jetzt hier, sondern auch in den letzten Tagen –, und ich habe es auch eingangs gesagt: Entscheidende Qualitätsfaktoren für Beschäftigung und Standort sind die Verkehrsinfrastruktur, aber auch die Telekommunikationsinfrastruktur. Natürlich geht es darum, dass wir für die Wirtschaft schnelle, gute, verlässliche Verbindungen und Netze zur Verfügung stellen müssen. Das gilt aber auch für die Menschen, denn ich möchte nicht, dass Kinder, weil sie im ländlichen Raum leben, von neuen Kommunikationstechnologien ausgeschlossen sind und keinen Zugang zum Internet und zur Wissensgesellschaft haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall der Abg. Elisabeth Hakel.
Daher ist es so, dass wir nicht nur in unserer Breitbandstrategie, die wir ja bereits 2012 entwickelt haben und von der ich Ihnen ein Exemplar mitgegeben habe, sondern auch im Regierungsübereinkommen festgelegt haben, dass es Ziel dieser Bundesregierung ist, bis zum Jahr 2020 dafür zu sorgen, dass wir eine flächendeckende Versorgung haben und keine digitale Kluft, keine Zweiklassengesellschaft zwischen Stadt und Land. Das ist etwas, was ich nicht will! (Beifall der Abg. Elisabeth Hakel.) Dass das notwendig ist, das sieht man ja, das liegt auf der Hand! Wir wollen also einen solchen Zugang für alle Menschen und damit auch den Wirtschaftsstandort in den Regionen absichern.
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Bravoruf des Abg. Pendl.
Daher werde ich jetzt Anfang Juni noch auf die Länder und Gemeinden zugehen, und ich bin sehr zuversichtlich, dass es uns allen gemeinsam gelingen wird, unter Einhaltung des Budgetpfads für 2014 ab 2015 auch diese so wichtige Zukunftsinvestition zu finanzieren, und ich lade Sie alle dazu ein, mich dabei zu unterstützen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Bravoruf des Abg. Pendl.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Genau!
vier Jahre vorziehen, sodass bis zum Jahr 2019 alle Projekte, die wir jetzt schon in Planung haben, abgeschlossen sind. Wir werden auch ein ganz neues Großprojekt in Angriff nehmen, nämlich im Eferdinger Becken in Oberösterreich. Es geht um Investitionen von insgesamt 560 Millionen € in den Bereich des Hochwasserschutzes, aber dieses Geld rechnet sich: Es schützt die Menschen, und das ist gut so. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Genau!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Wir haben da ein klares Ziel im Bereich der Mobilität, auch klare Ziele, was den Klimaschutz unseres Landes betrifft, und daher bedanke ich mich bei Ihnen allen für die Unterstützung, die ich bisher hatte – und Sie können mir glauben, ich kann weiter Unterstützung brauchen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Heinzl: Da waren Sie nicht da!
Abgeordnete Mag. Beate Meinl-Reisinger, MES (NEOS): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Kollege Hagen, Sie haben vorhin behauptet (Abg. Heinzl: Da waren Sie nicht da!), dass wir einen Zebrastreifen in Wien besprüht hätten, und haben uns damit hier den Vorwurf einer strafbaren Handlung gemacht.
Abg. Lopatka: Oh!
Ich möchte Sie darüber aufklären, dass es sich hierbei um ein sogenanntes „Reverse Graffiti“ handelt, (Abg. Lopatka: Oh!) dabei wird mit einem Kärcher nur die entsprechende Stelle sozusagen sauber gemacht. Das ist nicht zu vergleichen etwa mit dem, was letztes Jahr im Nationalratswahlkampf passiert ist, als die jetzige EU-Kandidatin Theresia Leitinger auf frischer Tat ertappt wurde, als sie tatsächlich gesprüht hat. (Abg. Strolz: Oh!)
Abg. Strolz: Oh!
Ich möchte Sie darüber aufklären, dass es sich hierbei um ein sogenanntes „Reverse Graffiti“ handelt, (Abg. Lopatka: Oh!) dabei wird mit einem Kärcher nur die entsprechende Stelle sozusagen sauber gemacht. Das ist nicht zu vergleichen etwa mit dem, was letztes Jahr im Nationalratswahlkampf passiert ist, als die jetzige EU-Kandidatin Theresia Leitinger auf frischer Tat ertappt wurde, als sie tatsächlich gesprüht hat. (Abg. Strolz: Oh!)
Abg. Johann Höfinger: ... tatsächliche Berichtigung!
Sie, Herr Kollege Hagen, haben uns heute hier den Vorwurf einer strafbaren Handlung gemacht. Ich will Ihnen glauben, dass Sie nicht gewusst haben, dass wir es gekärchert haben, also sauber gemacht haben (Abg. Johann Höfinger: ... tatsächliche Berichtigung!), daher erfüllt das nicht den Tatbestand der Verleumdung (Zwischenruf des Abg.
Beifall bei den NEOS. – Unruhe im Saal.
Gahr), aber jedenfalls erfüllt das den Straftatbestand der üblen Nachrede. (Beifall bei den NEOS. – Unruhe im Saal.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Aber nicht in diesem Haus, Frau Abgeordnete, weil jeder zu 100 Prozent immun ist, wenn er hier beim Rednerpult steht. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ.
Da wir gerade von den ÖBB sprechen, möchte ich hier auch noch erwähnen, dass die Österreichischen Bundesbahnen mit 1 761 Lehrlingen und elf Lehrwerkstätten zu den größten Ausbildungsbetrieben zählen und Österreichs größter technischer Lehrausbildner sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall und Bravoruf bei der SPÖ.
86 Prozent aller ÖBB-Lehrlinge sowie die Hälfte der rund 300 weiblichen Lehrlinge werden hier in technischen Berufen ausgebildet. Auch dafür sind in diesem Budgetvorschlag die notwendigen finanziellen Absicherungen getätigt. – Danke, Frau Bundesministerin! (Beifall und Bravoruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das Produkt dieser beiden Komponenten ist ganz wesentlich für die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Im Idealfall hat ein Land eine komparativ hohe Produktivität und komparativ niedrige Inputkosten. Wer ist nun verantwortlich für diese beiden Komponenten? – Österreich hat im internationalen Vergleich eine sehr gute Produktivität. Die Ursache liegt vor allem in vielen Tausenden tüchtigen, gescheiten, fleißigen, effizienten und effektiven Menschen in unserem Lande, die in den Unternehmen, ob groß oder klein, ob Einzelunternehmen oder Industriekonzern, gemeinsam arbeiten. Österreich hat im internationalen Vergleich katastrophal hohe Personalkosten. Das ist ja nichts anderes als die Rekordbelastung des Faktors Arbeit, die unsere Bundesregierung zu verantworten hat. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Wahrheit ist also: Österreich ist nicht wegen dieser Bundesregierung nach wie vor international relativ wettbewerbsfähig, sondern trotz dieser Bundesregierung! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Regierung setzt also durchgängig falsche Impulse. Ich wette, wir werden das leider in den Budgetergebnissen der nächsten Jahre sehen, und es wird uns nicht gefallen, aber es ist hausgemacht. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.
Das sind zwei Wünsche im Bereich der angewandten Forschung, die Ihr Ministerium betreffen. – Vielen Dank. (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und des Abg. Strolz sowie Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
Abgeordnete Dr. Ruperta Lichtenecker (Grüne): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Werte Damen und Herren! Frau Ministerin, Sie haben die sehr guten Verbindungen der Bahn zwischen Linz und Wien besprochen. – Das stimmt, das kann ich nur unterstreichen. Ich bin eine regelmäßige Nutzerin der Bahn, und ich muss sagen, das Service und die Qualität der ÖBB haben in diesem Bereich unglaublich zugenommen. (Beifall bei den Grünen und des Abg. Strolz sowie Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Entwicklung in Österreich braucht entsprechende Investitionen in die Infrastruktur, in zukunftsweisende Infrastruktur, und eine der zukunftsweisenden Infrastrukturen ist natürlich das Breitband. Wir brauchen schnelle Internetzugänge, insbesonders natürlich auch in den ländlichen Regionen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Elisabeth Hakel: werde ich gleich berichten!
In den städtischen Regionen haben wir das Problem nicht, da rechnet sich das, da investieren die Unternehmungen selber. Die öffentliche Hand hat die Aufgabe, das in den Regionen entsprechend sicherzustellen, wo man nicht die Dichte der Unternehmungen hat, nicht die Dichte der Bevölkerung. Kollegin Hakel aus der Steiermark, aus einer ländlichen Region (Abg. Elisabeth Hakel: werde ich gleich berichten!), kennt das Thema sehr gut, genau so wie viele andere Abgeordnete, die aus dem ländlichen Raum kommen, die immer wieder auch die Klagen der Unternehmen hören,
Beifall bei den Grünen.
(Beifall bei den Grünen.)
Abg. Moser: Und die Bürgermeister! Die Bürgermeister persönlich!
Frau Ministerin, wir unterstützen Sie gerne beim Ausbau des Breitbands, und wir laden herzlich die Abgeordneten von SPÖ und ÖVP (Abg. Moser: Und die Bürgermeister! Die Bürgermeister persönlich!) heute ein, diesen Antrag zu unterstützen – im Sinne der Sicherung und der Belebung des ländlichen Raumes! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Frau Ministerin, wir unterstützen Sie gerne beim Ausbau des Breitbands, und wir laden herzlich die Abgeordneten von SPÖ und ÖVP (Abg. Moser: Und die Bürgermeister! Die Bürgermeister persönlich!) heute ein, diesen Antrag zu unterstützen – im Sinne der Sicherung und der Belebung des ländlichen Raumes! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Pirklhuber: für den Antrag!
Ja, und genau deswegen gibt es auch volle Unterstützung für die Frau Ministerin, für ihre Initiative des Breitbandausbaus bis 2020 – es kann auch schon vorher sein, überhaupt nichts dagegen. (Abg. Pirklhuber: für den Antrag!) Aber meine Frage richtet sich an den Bundesminister für Finanzen, denn der blockiert ja im Moment diese Milliarde. (Abg. Pirklhuber: Wo ist er denn, der Spindili?) Da frage ich mich, sind dem Bundesminister für Finanzen die ländlichen Regionen nicht wichtig? Sind ihm die Bürger dort nicht wichtig, dass er das jetzt blockiert? (Ruf bei der ÖVP: Na, na, na! – Abg. Hanger: Wir müssen ein Budget konsolidieren, das wird immer vergessen!)
Abg. Pirklhuber: Wo ist er denn, der Spindili?
Ja, und genau deswegen gibt es auch volle Unterstützung für die Frau Ministerin, für ihre Initiative des Breitbandausbaus bis 2020 – es kann auch schon vorher sein, überhaupt nichts dagegen. (Abg. Pirklhuber: für den Antrag!) Aber meine Frage richtet sich an den Bundesminister für Finanzen, denn der blockiert ja im Moment diese Milliarde. (Abg. Pirklhuber: Wo ist er denn, der Spindili?) Da frage ich mich, sind dem Bundesminister für Finanzen die ländlichen Regionen nicht wichtig? Sind ihm die Bürger dort nicht wichtig, dass er das jetzt blockiert? (Ruf bei der ÖVP: Na, na, na! – Abg. Hanger: Wir müssen ein Budget konsolidieren, das wird immer vergessen!)
Ruf bei der ÖVP: Na, na, na! – Abg. Hanger: Wir müssen ein Budget konsolidieren, das wird immer vergessen!
Ja, und genau deswegen gibt es auch volle Unterstützung für die Frau Ministerin, für ihre Initiative des Breitbandausbaus bis 2020 – es kann auch schon vorher sein, überhaupt nichts dagegen. (Abg. Pirklhuber: für den Antrag!) Aber meine Frage richtet sich an den Bundesminister für Finanzen, denn der blockiert ja im Moment diese Milliarde. (Abg. Pirklhuber: Wo ist er denn, der Spindili?) Da frage ich mich, sind dem Bundesminister für Finanzen die ländlichen Regionen nicht wichtig? Sind ihm die Bürger dort nicht wichtig, dass er das jetzt blockiert? (Ruf bei der ÖVP: Na, na, na! – Abg. Hanger: Wir müssen ein Budget konsolidieren, das wird immer vergessen!)
Abg. Hanger: Haben Sie auch einen Vorschlag für die Finanzierung? Defizit erhöhen, wissen Sie nicht?!
Aber auch die Bürger brauchen Breitband. Warum brauchen auch die Bürger Breitband? – Eine Abwanderung kann so vermieden werden, man kann in den ländlichen Regionen auch wieder qualitätsvoll leben, eine Lebensqualität sichern. (Abg. Hanger: Haben Sie auch einen Vorschlag für die Finanzierung? Defizit erhöhen, wissen Sie nicht?!) – Es geht um Tele-Working, es geht um E-Learning, es geht um E-Health. All diese Punkte bleiben der ländlichen Bevölkerung so lange verwehrt, so lange der Finanzminister diese Milliarde für den Breitbandausbau blockiert. (Abg. Wöginger: Was ist das für ein Bundesland?!)
Abg. Wöginger: Was ist das für ein Bundesland?!
Aber auch die Bürger brauchen Breitband. Warum brauchen auch die Bürger Breitband? – Eine Abwanderung kann so vermieden werden, man kann in den ländlichen Regionen auch wieder qualitätsvoll leben, eine Lebensqualität sichern. (Abg. Hanger: Haben Sie auch einen Vorschlag für die Finanzierung? Defizit erhöhen, wissen Sie nicht?!) – Es geht um Tele-Working, es geht um E-Learning, es geht um E-Health. All diese Punkte bleiben der ländlichen Bevölkerung so lange verwehrt, so lange der Finanzminister diese Milliarde für den Breitbandausbau blockiert. (Abg. Wöginger: Was ist das für ein Bundesland?!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.
Wir unterstützen die Frau Ministerin auf ihrem Weg, selbstverständlich, wir hätten gerne, dass es rascher geht. Und ich frage noch einmal: Warum blockiert der Finanzminister den Breitbandausbau? Ist ihm die Bevölkerung in den ländlichen Regionen nichts wert? (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Rouven Ertlschweiger, MSc (STRONACH): Geschätzte Frau Präsidentin! Werte Frau Ministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Die Klein- und Mittelbetriebe in diesem Land stöhnen unter der hohen Abgabenlast, dabei sind es aber gerade die KMUs, die das Rückgrat der Wirtschaft in Österreich und in der gesamten Europäischen Union bilden und die es daher meiner Meinung nach ganz besonders zu stärken gilt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Mir gefällt der konkrete Ansatz des IHS, des Instituts für Höhere Studien, sehr gut, der besagt, die Forschungsprämie zugunsten jüngerer und kleinerer Unternehmen zu differenzieren und von derzeit 10 Prozent auf 12 Prozent anzuheben, also zu steigern. Das wäre doch ein Anreiz für die Unternehmen, mehr in Forschung und Entwicklung zu investieren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Neben diesem Anreiz wären auch innovative Finanzierungs- beziehungsweise Investitionsformen für KMUs und besonders auch für Start-ups wie zum Beispiel Venture Capital, Private Equity, Crowdfunding durchaus zu forcieren. Aber ganz entscheidend ist es doch, die bürokratischen Hindernisse in diesem Land abzubauen beziehungsweise den Unternehmen und den KMUs endlich die Prügel aus dem Weg zu räumen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich habe das Beispiel Schweiz auch gestern schon gebracht bei Minister Mitterlehner. Nehmen wir uns doch bitte ein Beispiel an unserem Nachbarn! Nehmen wir uns doch bitte ein Beispiel an der Schweiz! Die machen es nicht so schlecht. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Schweiz, meine sehr verehrten Damen und Herren, hat eine Einwohnerzahl, die in etwa mit der Österreichs identisch ist, und erwirtschaftet ein Bruttoinlandsprodukt von knapp 500 Milliarden €, Österreich knapp 300 Milliarden. Ein Hauptgrund dafür, warum uns die um Längen voraus sind und hochinnovative Unternehmen haben, wie, ich nenne sie noch einmal, Nestle, Novartis, Roche und ABB, ist, dass sie eine effektive FTI-Politik haben und von der Politik unterstützt werden. Es werden ihnen nicht Prügel vor die Füße geworfen, sondern sie werden unterstützt! Und das ist meiner Meinung nach doch auch die Aufgabe dieses Hohen Hauses: die Menschen in diesem Land zu unterstützen, zu motivieren. Ich glaube, wir haben sehr viele tüchtige Arbeiter und Arbeitnehmer in diesem Land und auch sehr viele tüchtige Unternehmer, und die gilt es quasi zu motivieren und zu unterstützen. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ.
Und als Letztes: Bei all den wichtigen, richtigen Schwerpunktsetzungen, Investitionen, Unterstützung für Unternehmen, die in Forschung und Technologie investieren, darf man natürlich auch nicht übersehen, dass es dafür gut ausgebildete, engagierte junge Männer und Frauen in unserem Land geben muss, dass wir viele kluge Köpfe brauchen, die das in diesen Abteilungen, in diesen Forschungseinrichtungen, in den Unternehmen dann auch tatsächlich umsetzen. Und da versuche ich mit einer Reihe von Initiativen, junge Menschen für diese Technologie, für Forschung und Entwicklung auch zu begeistern. Ich habe in den letzten fünf Jahren 7 000 Praktika für Schülerinnen und Schüler in Unternehmen und Forschungseinrichtungen zur Verfügung gestellt. Das waren so erfolgreiche Projekte, dass ich das noch einmal erhöhen werde und ab sofort das Ziel habe, jedes Jahr 2 000 jungen Menschen Praktika-Plätze in Forschungsunternehmen zur Verfügung zu stellen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Da bedanke ich mich auch bei den Unternehmen, mit denen ich das ja abwickle, für ihre Kooperation. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abschließend: Wie gesagt, beim Forschungstechnologieetat plus 6 Prozent, und das in Konsolidierungszeiten. Ich glaube, das kann sich auch wirklich sehen lassen. Aber Sie kennen mich, ich ruhe mich nicht auf meinen Lorbeeren aus. Ich weiß, wir stehen im europäischen und im internationalen Wettbewerb. Auch andere Länder investieren in Forschung und Technologie. Daher dürfen wir da nicht nachlassen, sondern ich kann mir ohne Weiteres noch mehr Dynamik im Bereich Forschung und Technologieentwicklung vorstellen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Elisabeth Hakel
Am Freitag in der Früh wurden wir dann über OTS (Zwischenruf der Abg. Elisabeth Hakel) – ja, ich komme gleich dazu – darüber in Kenntnis gesetzt, dass es bereits Pläne gibt und diese auch am Montag dann mit der Branche präsentiert und diskutiert werden. Es geht mir nicht darum, Ihnen etwas vorzuwerfen, sondern darum, einfach den Appell an Sie zu richten, dass wir über das Thema Breitband und auch den Ausbau und die Förderstrategie sehr offen diskutieren und dass wir als Abgeordnete des Nationalrates, des Parlaments auch im Ausschuss darüber in Kenntnis gesetzt werden, wie die Entwicklung in Ihrem Ressort ausschaut. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Am Freitag in der Früh wurden wir dann über OTS (Zwischenruf der Abg. Elisabeth Hakel) – ja, ich komme gleich dazu – darüber in Kenntnis gesetzt, dass es bereits Pläne gibt und diese auch am Montag dann mit der Branche präsentiert und diskutiert werden. Es geht mir nicht darum, Ihnen etwas vorzuwerfen, sondern darum, einfach den Appell an Sie zu richten, dass wir über das Thema Breitband und auch den Ausbau und die Förderstrategie sehr offen diskutieren und dass wir als Abgeordnete des Nationalrates, des Parlaments auch im Ausschuss darüber in Kenntnis gesetzt werden, wie die Entwicklung in Ihrem Ressort ausschaut. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Finanzierung ist ein wichtiger Teil. Ich komme selbst aus einer kleinen Gemeinde mit 1 500 Einwohnern, aus einer Ortschaft mit 80 Personen. Ich kenne die Situation im ländlichen Bereich, auch bei den KMUs. Aber genauso ist dies auch ein wichtiges Thema bei den Gemeinden, bei den Schulen, bei den öffentlichen Einrichtungen. Bevor wir aber über die Finanzierung sprechen, ist es wichtig, zu wissen, wie die Strategie ausschaut, wie die Förderung ausschaut und wie der Ausbauplan ausschaut, und darum bitte ich. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Pendeln ist einfach nicht mehr leistbar, gleichzeitig wird aber in Niederösterreich der öffentliche Verkehr immer schlechter. Ich habe das zuletzt auch im Ausschuss der Frau Bundesministerin gesagt, sie hat geantwortet, in Niederösterreich gibt es so viele Eisenbahnen, da müssen Sie sich Urlaub nehmen, um mit allen fahren zu können. – Völlig richtig! Ich habe vorige Woche einen Selbstversuch gemacht und habe versucht, aus der Bundeshauptstadt in meine Heimatgemeinde Kaumberg zu gelangen, die zirka 60 Kilometer von Wien entfernt ist. Ich habe sage und schreibe zweieinhalb Stunden dafür benötigt und musste vom Bahnhof abgeholt werden und das letzte Stück mit dem Auto zurücklegen, weil bei uns nicht einmal mehr ein Zug fährt. Das ist die Realität, Frau Bundesministerin! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Kürzlich habe ich mit meinem Sohn einen Spaziergang in meiner Heimatgemeinde gemacht. Als wir da so über den verlassenen Bahndamm gegangen sind, hat er mich gefragt, was denn das sei. Ist das noch von den Rittern, oder was ist das da? Er hat dort noch nie einen Zug fahren gesehen, und ich musste ihm erklären, nein, früher ist so wie in der großen Stadt auch hier einmal ein Zug gefahren. Wenn man jetzt den Zug allerdings sehen will, muss man ins Eisenbahnmuseum fahren. Und so ist es leider Gottes im Großteil von Niederösterreich. Die ÖVP hat Niederösterreich sozusagen eisenbahnfrei gemacht, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
verhindern Sie bitte aber auch nicht länger den Bau einer Waldviertel Autobahn! Auch diese ist unbedingt notwendig. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Elisabeth Hakel.
Frau Kollegin Hakel, es geht auch nicht um den Bankomaten, so wichtig der auch sein mag, sondern in Wirklichkeit geht es um Betriebe im ländlichen Raum. (Zwischenruf der Abg. Elisabeth Hakel.) Sie haben gerade von einer Gemeinde berichtet, die vom Rafting lebt, also geht es wahrscheinlich eher um die Tourismusbetriebe, die WLAN und einen Breitbandzugang anbieten wollen. (Abg. Elisabeth Hakel: Das habe ich gesagt! Hören Sie zu!) Es geht um die Menschen, die von zu Hause aus arbeiten wollen. Auch das wäre für die ländliche Bevölkerung sehr, sehr wichtig. Es geht um die Heimarbeitsplätze. Insgesamt ist es einmal mehr ein Anschlag auf die Menschen im ländlichen Raum, die zwar gleich viel Steuern zahlen dürfen, aber mittlerweile trotzdem Menschen zweiter Klasse werden. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Elisabeth Hakel und Königsberger-Ludwig.)
Abg. Elisabeth Hakel: Das habe ich gesagt! Hören Sie zu!
Frau Kollegin Hakel, es geht auch nicht um den Bankomaten, so wichtig der auch sein mag, sondern in Wirklichkeit geht es um Betriebe im ländlichen Raum. (Zwischenruf der Abg. Elisabeth Hakel.) Sie haben gerade von einer Gemeinde berichtet, die vom Rafting lebt, also geht es wahrscheinlich eher um die Tourismusbetriebe, die WLAN und einen Breitbandzugang anbieten wollen. (Abg. Elisabeth Hakel: Das habe ich gesagt! Hören Sie zu!) Es geht um die Menschen, die von zu Hause aus arbeiten wollen. Auch das wäre für die ländliche Bevölkerung sehr, sehr wichtig. Es geht um die Heimarbeitsplätze. Insgesamt ist es einmal mehr ein Anschlag auf die Menschen im ländlichen Raum, die zwar gleich viel Steuern zahlen dürfen, aber mittlerweile trotzdem Menschen zweiter Klasse werden. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Elisabeth Hakel und Königsberger-Ludwig.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Elisabeth Hakel und Königsberger-Ludwig.
Frau Kollegin Hakel, es geht auch nicht um den Bankomaten, so wichtig der auch sein mag, sondern in Wirklichkeit geht es um Betriebe im ländlichen Raum. (Zwischenruf der Abg. Elisabeth Hakel.) Sie haben gerade von einer Gemeinde berichtet, die vom Rafting lebt, also geht es wahrscheinlich eher um die Tourismusbetriebe, die WLAN und einen Breitbandzugang anbieten wollen. (Abg. Elisabeth Hakel: Das habe ich gesagt! Hören Sie zu!) Es geht um die Menschen, die von zu Hause aus arbeiten wollen. Auch das wäre für die ländliche Bevölkerung sehr, sehr wichtig. Es geht um die Heimarbeitsplätze. Insgesamt ist es einmal mehr ein Anschlag auf die Menschen im ländlichen Raum, die zwar gleich viel Steuern zahlen dürfen, aber mittlerweile trotzdem Menschen zweiter Klasse werden. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Elisabeth Hakel und Königsberger-Ludwig.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Hanger: Bringt halt auch Finanzierungsvorschläge!
Deswegen, meine sehr geehrten Damen und Herren, möchte ich mit Nachdruck darum bitten: Wischen Sie nicht immer gleich alles vom Tisch, was von der Opposition kommt, sondern treten Sie wirklich in einen ehrlichen Diskurs mit uns ein! Wir werden Ihnen die Gelegenheit dazu geben und in weiterer Folge auch noch einige Anträge einbringen. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Hanger: Bringt halt auch Finanzierungsvorschläge!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich werde mich nicht davon abhalten lassen, weil ich davon überzeugt bin, dass ich keine Zweiklassengesellschaft haben möchte und dass alle Menschen einen entsprechenden Zugang haben sollen, und dazu wird es auch kommen. Wir sollten uns nicht auseinanderdividieren lassen, sondern uns alle gemeinsam anstrengen, damit bald alle Menschen einen schnellen Zugang zum Internet haben. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Unsere Verkehrsministerin Doris Bures hat hervorragend verhandelt, meine Damen und Herren. Sie und ihr Ressort leisten damit auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten einen immens wichtigen Beitrag zur Konjunktur. Mit Bauprojekten wird der Wirtschaft ein direkter Impuls gegeben, und mit dem Ausbau und der Instandhaltung unserer Verkehrswege sowie mit den Hochwasserschutzprojekten halten wir die Wirtschaft nicht nur im sprichwörtlichen Sinn, sondern auch im praktischen Sinn am Laufen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Ministerin, was die Forschungsquote betrifft, müssen wir so schnell wie möglich von den derzeitigen knapp 2,8 Prozent auf die geplanten 3,76 bis 3,8 Prozent kommen. (Beifall bei der FPÖ.) Forschung und Entwicklung – ich habe es bereits angesprochen – sind einer der drei Schlüsselfaktoren, um unseren Staatshaushalt, um unser Staatswesen nach vorne zu bringen.
Beifall bei der FPÖ.
Ganz vehement ersuchen wir Sie hier, vor allem mit dem Wirtschaftsressort für die notwendige Bereitstellung von budgetären Mitteln zu sorgen, damit, wie bereits vorhin erwähnt, auch ein Dynamisierungsschritt stattfinden kann. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Letztendlich ist es ja so, dass uns Forschung und Innovation weiterbringen, daher meine Bitte an Sie, in Zukunft kein Verwalterbudget mehr zu präsentieren und umzusetzen, sondern wirklich ein mutiges Investitionsbudget! Wir müssen die Forschungsquote dringend anheben, denn sonst befindet sich unsere Republik weiterhin – so wie es derzeit auch ist – in einer gefährlichen Abwärtsspirale. Versuchen wir, wie gesagt, diese Republik zu dynamisieren! Da haben Sie sicherlich ein Schlüsselressort. (Beifall bei der FPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Johann Singer (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Frau Staatssekretärin! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Es ist sehr erfreulich, dass viele Menschen in diesen Tagen auf der Galerie unserer Debatte zuhören, und ich darf heute im Namen des Kollegen August Wöginger ganz besonders die Schulleiter des Bezirks Schärding in Oberösterreich herzlich begrüßen. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP.
An dieser Stelle, sehr geehrte Damen und Herren, ist es mir wichtig, einen besonderen Dank an all jene Einsatzkräfte auszusprechen, die, vielfach ehrenamtlich, immer wieder und zuletzt vor wenigen Tagen unglaubliche Unterstützung geben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn wir heute vom Hochwasserschutz reden, meine sehr geehrte Damen und Herren, dann sind wir in Gedanken bei den leidgeprüften Menschen in Bosnien-Herzegowina, Kroatien und Serbien. Ich darf Sie einladen, den Antrag von Klubobmann Andreas Schieder und Kollegen Niki Berlakovich bezüglich entsprechender EU-Mittel für alle betroffenen Länder entsprechend zu unterstützen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenngleich es beim Semmering-Basistunnel zu Zeitverschiebungen und Verzögerungen kommt, wird die Baltisch-Adriatische Achse frühestens 2030 durchgehend fertig sein. Ich hoffe, Frau Bundesminister, es handelt sich nicht um eine bewusste Verzögerungstaktik, um die finanziellen Mittel, die budgetiert sind, nicht freigeben zu müssen! Die Regionen und die Bundesländer brauchen diese Projekte, um ihren Wirtschafts-, Tourismus- und Beschäftigungsstandort zu halten, wichtiger noch, auszubauen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.
Wichtig ist auch, die angewandte Forschung zu forcieren. Auch da ein ganz klares Ergebnis: Sie tun das, Sie haben mit 424,2 Millionen € für 2014, dann um 5 Millionen € mehr für 2015, also 429,2 Millionen € das bedeutendste und wohl auch innovativste Budget zur Finanzierung der angewandten Forschung auf die Beine gestellt. Das freut uns, und auch dazu möchte ich gratulieren; das sage ich ganz offen und ehrlich. (Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Frau Ministerin, es ist Ihnen zu diesem Budget zu gratulieren. Wir unterstützen Sie dabei und wünschen Ihnen alles Gute bei der Umsetzung. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Diese Zulaufstrecke, wenn sie oberirdisch kommt, kommt dann zusätzlich belastend zu dem von Ihnen geplanten weiteren Ausbau von Lkw-Stellplätzen in Angath. Das, glaube ich, können wir der Unterinntaler Bevölkerung nicht zumuten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Aber Sie werden da weiter nichts tun, das wissen wir. Eine Konsequenz daraus war ja auch, dass ein SPÖ-Gemeinderat Ihre Fraktion verlassen hat. Frau Minister, ich würde Sie wirklich eindringlich bitten, ein bisschen mehr auf die Tiroler Bevölkerung, gerade in diesem Gebiet zu achten. Ich glaube, die Tiroler haben Ihnen nichts getan, außer dass sie vielleicht bei den Landtagswahlen und Nationalratswahlen nicht so sehr für die SPÖ gestimmt haben, wohl zu Recht, weil die stiefmütterliche Behandlung von Ihnen auch nicht zumutbar ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir wissen, dass im letzten Jahr der Schwerverkehr auf der Schiene um 6,6 Prozent zurückgegangen ist. Da haben Sie sehr viel zu tun, und Sie bekommen hier natürlich unsere Unterstützung. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strolz hält ein Schild mit der Aufschrift „Stimmt nicht“ in die Höhe. – Abg. Glawischnig-Piesczek: Das wurde schon so oft gesagt!
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Wir diskutieren hier über Innovation, Technologie, Forschung und Entwicklung, ein Zukunftsthema, ein wichtiges Thema für den Wirtschaftsstandort, für Stadt und Land. Beim Durchsehen der Rednerliste ist mir aufgefallen, dass eine Zukunftspartei, wie sie sich nennt oder sein will, die jetzt zwei Tage schwimmen war, nicht im Parlament vertreten war, dazu nichts zu sagen hat, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strolz hält ein Schild mit der Aufschrift „Stimmt nicht“ in die Höhe. – Abg. Glawischnig-Piesczek: Das wurde schon so oft gesagt!)
Abg. Auer: Suppenhühner!
Das ist schon sehr interessant, muss ich sagen. Das ist schon sehr interessant, Herr Kollege Strolz. (Abg. Auer: Suppenhühner!) Da sind die Flügerl gestern im Schwimmbad wahrscheinlich verschwunden, und Sie sind mit Ihrer Theorie untergegangen, meine Damen und Herren. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.
Das ist schon sehr interessant, muss ich sagen. Das ist schon sehr interessant, Herr Kollege Strolz. (Abg. Auer: Suppenhühner!) Da sind die Flügerl gestern im Schwimmbad wahrscheinlich verschwunden, und Sie sind mit Ihrer Theorie untergegangen, meine Damen und Herren. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Deimek: Da muss der Herr Finanzminister das Geld hergeben! Da freuen wir uns aber schon!
Ich sage, dieses Thema – Infrastruktur, Forschung, Entwicklung – ist wichtig, und vor allem der Breitbandausbau, Frau Bundesminister, muss für jeden in Österreich unteilbar möglich sein. Daher ist es für mich nicht verständlich, dass man diese 1 Milliarde € für den Breitbandausbau jetzt nicht zur Verfügung stellt. (Abg. Deimek: Da muss der Herr Finanzminister das Geld hergeben! Da freuen wir uns aber schon!) Gerade für den ländlichen Raum – und ich sage das sehr offen und sehr kritisch –, gerade für den ländlichen Raum bietet das eine Chance, die Welt ins Dorf zu bringen. Und umgekehrt haben wir die Möglichkeit, unsere Leistungen, unsere Ideen, unsere Landschaft, unsere Arbeit, unsere Kompetenz ins Schaufenster der Welt zustellen, meine Damen und Herren. (Abg. Lichtenecker: Bravo!)
Abg. Lichtenecker: Bravo!
Ich sage, dieses Thema – Infrastruktur, Forschung, Entwicklung – ist wichtig, und vor allem der Breitbandausbau, Frau Bundesminister, muss für jeden in Österreich unteilbar möglich sein. Daher ist es für mich nicht verständlich, dass man diese 1 Milliarde € für den Breitbandausbau jetzt nicht zur Verfügung stellt. (Abg. Deimek: Da muss der Herr Finanzminister das Geld hergeben! Da freuen wir uns aber schon!) Gerade für den ländlichen Raum – und ich sage das sehr offen und sehr kritisch –, gerade für den ländlichen Raum bietet das eine Chance, die Welt ins Dorf zu bringen. Und umgekehrt haben wir die Möglichkeit, unsere Leistungen, unsere Ideen, unsere Landschaft, unsere Arbeit, unsere Kompetenz ins Schaufenster der Welt zustellen, meine Damen und Herren. (Abg. Lichtenecker: Bravo!)
Abg. Steinhauser: Macht einen Abänderungsantrag!
Das bringt Arbeit in den ländlichen Raum. Es gibt viele Beispiele dafür: Wo Breitband ist, findet Arbeit statt. Wo Breitband ist, gibt es Arbeit, Einkommen und Kaufkraft. Das ist entscheidend, daher bitte ich und appelliere ich an alle politisch Verantwortlichen (Abg. Steinhauser: Macht einen Abänderungsantrag!), welcher Partei auch immer, sich diesem Thema massiv zu widmen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen.
Das bringt Arbeit in den ländlichen Raum. Es gibt viele Beispiele dafür: Wo Breitband ist, findet Arbeit statt. Wo Breitband ist, gibt es Arbeit, Einkommen und Kaufkraft. Das ist entscheidend, daher bitte ich und appelliere ich an alle politisch Verantwortlichen (Abg. Steinhauser: Macht einen Abänderungsantrag!), welcher Partei auch immer, sich diesem Thema massiv zu widmen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Abg. Pirklhuber: ! Sag es ihm, Fritz!
S 37 nicht nur zweispurig, eine Strecke von oben und eine von unten zu bauen, sondern vierspurig weiter auszubauen. (Abg. Pirklhuber: ! Sag es ihm, Fritz!) Wir brauchen diesen Lückenschluss in Richtung Süden, weil das für die Obersteiermark, die von großer Abwanderung bedroht ist, ganz, ganz wichtig ist, um dort Arbeit zu erhalten, um dort die Menschen in der Region zu halten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
S 37 nicht nur zweispurig, eine Strecke von oben und eine von unten zu bauen, sondern vierspurig weiter auszubauen. (Abg. Pirklhuber: ! Sag es ihm, Fritz!) Wir brauchen diesen Lückenschluss in Richtung Süden, weil das für die Obersteiermark, die von großer Abwanderung bedroht ist, ganz, ganz wichtig ist, um dort Arbeit zu erhalten, um dort die Menschen in der Region zu halten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Sicher in die Schule, das ist auch ganz wichtig. Wenn man bedenkt, dass sich täglich über eine Million Kinder und Jugendliche auf den Weg in die Schule machen, dann kann man erkennen, dass ein sicherer Schulweg eine ganz hohe Bedeutung hat. Und da sind auch weitere Schritte für mehr Verkehrssicherheit zum Schutz der Kinder ganz wichtig, Frau Minister. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Aber, meine sehr geehrten Damen und Herren, wenn man eine sehr gut ausgebaute sechsspurige Autobahn wie in Salzburg hat, die Stadtautobahn, wo vor Kurzem die Testphase zu Ende ging, in der die Geschwindigkeit von 100 auf 80 km/h reduziert wurde, verordnet von der grünen Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler, mit der Begründung, Abgase und Lärm zu senken, dann ärgert mich das. Mich ärgert das genauso wie zigtausende Autofahrer, meine sehr geehrten Damen und Herren. In Wirklichkeit geht es nicht um die Umwelt und Lärm, sondern um das reine Abkassieren der Autofahrerinnen und Autofahrer. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Glawischnig-Piesczek: Ich bin auch Autofahrerin!
Das sagen nicht nur die Freiheitlichen, sondern das sagt auch der Bürgermeister der Landeshauptstadt Salzburg, Heinz Schaden. Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe grüne Fraktion, habt endlich den Mut und sagt zu den Autofahrern: Wir wollen euch nicht! – Herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Glawischnig-Piesczek: Ich bin auch Autofahrerin!)
Abg. Gartelgruber: Ja ! Selbstverständlich!
Abgeordneter Konrad Antoni (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Ministerin! Frau Staatssekretärin! Vorerst noch eine Richtigstellung betreffend Frau Abgeordnete Gartelgruber; zu Kufstein möchte ich schon anmerken: Es ist definitiv nicht so, dass es generell zu einem Anstieg des Verkehrsaufkommens von 40 Prozent kommt. Das stimmt nicht. (Abg. Gartelgruber: Ja ! Selbstverständlich!) Es ist maximal in Spitzenzeiten ein Anstieg möglich. Ich möchte auch anmerken, dass für Kufstein auch an einem Ausweichkonzept gearbeitet worden ist.
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzte Frau Bundesministerin, herzlichen Dank für das Vorziehen dieser Hochwasserschutzprojekte! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Josef Lettenbichler (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Frau Staatssekretärin! Hohes Haus! Die Ausgestaltung des Forschungsbudgets im BMVIT zeigt einmal mehr deutlich, dass die Bundesregierung auch in budgetär schwierigen Phasen die richtigen Schwerpunkte, die richtigen Akzente setzt. 2014 steht mehr Budget zur Verfügung als noch im letzten Jahr, und auch 2015 wird es mehr Geld geben. Ich bin deswegen auch überzeugt davon, dass wir damit die entscheidenden Impulse setzen können, um die FTI-Ziele erreichen zu können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Yilmaz.
Für ganz wichtig erachte ich die Aufstockung der Mittel für die Energieforschung. Wir haben gerade das Energieeffizienzpaket zur Begutachtung vorgelegt bekommen. Ich denke, dass Effizienzsteigerung ein wesentlicher Faktor sein wird, um von fossilen Energieträgern unabhängig werden zu können. Daher sehe ich – ich bedanke mich dafür, Frau Ministerin – diese zusätzlichen Investitionen als sehr wichtig an. Die Mittel wurden in Ihrem Budget nochmals um 10 Millionen € erhöht. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Yilmaz.)
Abg. Gartelgruber: Danke, Josef!
Ich möchte die Gelegenheit aber auch nutzen, Sie, Frau Bundesministerin, nach Kufstein einzuladen, um sich vor Ort über dieses Mehr an Verkehrsbelastung, das wir seit 1. Dezember haben, ein Bild zu machen. (Abg. Gartelgruber: Danke, Josef!) Wir haben nicht nur an verkehrsreichen Wochenenden, an denen es zu erwarten ist, weil es einen Urlauberschichtwechsel gibt, eine erhebliche Mehrbelastung festzustellen, sondern auch während der Woche. (Abg. Gartelgruber: Schade, dass du nicht mitgestimmt hast!)
Abg. Gartelgruber: Schade, dass du nicht mitgestimmt hast!
Ich möchte die Gelegenheit aber auch nutzen, Sie, Frau Bundesministerin, nach Kufstein einzuladen, um sich vor Ort über dieses Mehr an Verkehrsbelastung, das wir seit 1. Dezember haben, ein Bild zu machen. (Abg. Gartelgruber: Danke, Josef!) Wir haben nicht nur an verkehrsreichen Wochenenden, an denen es zu erwarten ist, weil es einen Urlauberschichtwechsel gibt, eine erhebliche Mehrbelastung festzustellen, sondern auch während der Woche. (Abg. Gartelgruber: Schade, dass du nicht mitgestimmt hast!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Gartelgruber: Und dann rausgehen bei der Abstimmung! Zweimal ist er rausgegangen!
Ich lade Sie ein – und einmal mehr mein Appell : Überdenken Sie diese Entscheidung! Kommen Sie nach Kufstein, und lassen Sie uns gemeinsam darüber diskutieren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Gartelgruber: Und dann rausgehen bei der Abstimmung! Zweimal ist er rausgegangen!)
Abg. Zanger: Wahnsinn!
Abgeordnete Nurten Yilmaz (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geschätzte Frau Bundesministerin! Sehr geschätzte Frau Staatssekretärin! Noch eine Berichtigung meinerseits: Herr Abgeordneter Höbart hat gesagt, wir haben eine Forschungsquote von 2,8 Prozent. – Dem ist nicht so, Herr Abgeordneter! Wir hatten im Jahr 2013 2,9 Prozent Forschungsquote. (Abg. Zanger: Wahnsinn!) Es ist wirklich sehr erfreulich, dass Innovationsministerin Bures durchgesetzt hat, dass das Budget für Forschung und Innovation erhöht wird. (Abg. Zanger: Ein brutaler Unterschied!)
Abg. Zanger: Ein brutaler Unterschied!
Abgeordnete Nurten Yilmaz (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geschätzte Frau Bundesministerin! Sehr geschätzte Frau Staatssekretärin! Noch eine Berichtigung meinerseits: Herr Abgeordneter Höbart hat gesagt, wir haben eine Forschungsquote von 2,8 Prozent. – Dem ist nicht so, Herr Abgeordneter! Wir hatten im Jahr 2013 2,9 Prozent Forschungsquote. (Abg. Zanger: Wahnsinn!) Es ist wirklich sehr erfreulich, dass Innovationsministerin Bures durchgesetzt hat, dass das Budget für Forschung und Innovation erhöht wird. (Abg. Zanger: Ein brutaler Unterschied!)
Beifall bei der SPÖ.
Ein besonderes Anliegen ist mir die Frauenförderung gerade in den Bereichen Verkehr, Technologie und Innovation. Aber nicht nur mir ist die Frauenförderung ein großes Anliegen, sondern zum Glück auch Innovationsministerin Doris Bures. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall der Abgeordneten Gisela Wurm und Heinzl.
quote in den Aufsichtsräten der ÖBB umgesetzt und hat im Ministerium selbst sowie in den zu verantwortenden Unternehmen die Frauenanteile spürbar erhöht. (Beifall der Abgeordneten Gisela Wurm und Heinzl.)
Beifall bei der SPÖ.
Geschadet hat es diesen Unternehmen nicht. – Ganz im Gegenteil! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich aber sage, dieser Auszug hat auch etwas Positives mit sich gebracht: Zum Ersten haben wir die Möglichkeit gehabt, hier drei Tage lang ohne Kasperltheater intensiv zu diskutieren. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Neuerlicher Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Deimek: Die gegen die NEOS muss grauslich sein!
Zum Zweiten haben wir in der inhaltlichen Diskussion bemerken können, dass die NEOS eigentlich gar nicht abgegangen sind. Und die Bevölkerung hat – zum Dritten – ebenfalls erkennen können, dass die NEOS eigentlich niemandem gefehlt haben. (Neuerlicher Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Deimek: Die gegen die NEOS muss grauslich sein!)
Abg. Deimek – in Richtung des Abg. Schmuckenschlager –: Schmucki, bist du auch gegen die NEOS?
Insofern ist zu hoffen, dass auch am heutigen Tag die Diskussion ohne Kasperltheater möglich sein wird. (Abg. Deimek – in Richtung des Abg. Schmuckenschlager –: Schmucki, bist du auch gegen die NEOS?)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich weiß, dass es nicht möglich ist, alles umzusetzen, aber mit einer ambitionierten Umsetzung des Budgets und mit noch mehr Konsequenz in einigen Bereichen wäre noch einiges möglich. Ich verweise auf das durchschnittliche Pensionsantrittsalter bei den ÖBB, das noch immer unter 54 Jahren liegt. Da besteht Handlungsbedarf! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Eine Anhebung um ein Jahr würde 14,5 Millionen € bringen (Abg. Deimek: Da war der Kanzler schon mit dem Verfassungsgerichtshof unterwegs!), eine Anhebung würde pro Jahr 14,5 Millionen € bringen, bei einer Anhebung um zwei Jahre wären es schon 29 Millionen €. Da wäre durchaus einiges mög-
Abg. Deimek: Da war der Kanzler schon mit dem Verfassungsgerichtshof unterwegs!
Ich weiß, dass es nicht möglich ist, alles umzusetzen, aber mit einer ambitionierten Umsetzung des Budgets und mit noch mehr Konsequenz in einigen Bereichen wäre noch einiges möglich. Ich verweise auf das durchschnittliche Pensionsantrittsalter bei den ÖBB, das noch immer unter 54 Jahren liegt. Da besteht Handlungsbedarf! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Eine Anhebung um ein Jahr würde 14,5 Millionen € bringen (Abg. Deimek: Da war der Kanzler schon mit dem Verfassungsgerichtshof unterwegs!), eine Anhebung würde pro Jahr 14,5 Millionen € bringen, bei einer Anhebung um zwei Jahre wären es schon 29 Millionen €. Da wäre durchaus einiges mög-
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Deimek: Welche Lösung hat die ÖVP für Betriebsdienste und Schichtzuschläge? Oder einfach: weniger Geld?
lich. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Deimek: Welche Lösung hat die ÖVP für Betriebsdienste und Schichtzuschläge? Oder einfach: weniger Geld?)
Beifall bei der ÖVP.
In Summe sei trotzdem gesagt: Die Bundesregierung hat jedenfalls ein ambitioniertes Budget vorgelegt, und Vizekanzler Spindelegger hat sich als Finanzminister extrem angestrengt, für alle Bereiche ausreichend Mittel einzuplanen. Ich bitte daher um Zustimmung zum Budget. (Beifall bei der ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Johannes Schmuckenschlager (ÖVP): Geschätzter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Frau Staatssekretärin! Zunächst möchte ich eine Schülergruppe aus meiner Heimatgemeinde Klosterneuburg vom Bundesgymnasium Klosterneuburg mit ihrer Leiterin Mag. Eva Stöber recht herzlich hier im Parlament begrüßen. Es freut uns sehr, dass ihr hier seid! (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Elisabeth Hakel: Nein, er soll nur Milliarden freigeben!
Auch der Aufruf zum Ausbau für das Breitband ist natürlich berechtigt, und hier warten die ländlichen Regionen schon lange, aber ich glaube, es ist auch gut, hier eine Strategie vorzulegen. Es wäre notwendig, ein entsprechendes Rahmenprogramm zu machen, einen Rahmenplan zu entwickeln, und es kann nicht sein, dass man auch seitens der Regierungskollegen der SPÖ hier dem Finanzminister ausrichtet, doch die eine oder andere Milliarde lockerzumachen. (Abg. Elisabeth Hakel: Nein, er soll nur Milliarden freigeben!)
Zwischenbemerkung von Staatssekretärin Steßl, Zwischenrufe des Abg. Schieder sowie weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Da dürften Sie zu viele Donald-Duck-Heftchen lesen, wenn Sie glauben, der Finanzminister sitzt im Tresor und gibt nur das Geld nicht her. – Wir kennen ja die budgetären Notwendigkeiten, und vielleicht kann es Ihnen auch Ihre Staatssekretärin, die bisher sehr schweigsam war, erläutern, wie es um die Staatsfinanzen steht. (Zwischenbemerkung von Staatssekretärin Steßl, Zwischenrufe des Abg. Schieder sowie weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Elisabeth Hakel und Gisela Wurm sowie weiterer Abgeordneter der SPÖ.
Wenn wir bei den Annuitäten, den Zinszuzahlungen zur ÖBB, wo wir in ein paar Jahren bei rund 1,7 Milliarden liegen werden, in diesem Ressort auch nur 10 Prozent einsparen würden, dann hätten wir in sechs Jahren die eine Milliarde fürs Breitband, für den ländlichen Raum herausfinanziert. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Elisabeth Hakel und Gisela Wurm sowie weiterer Abgeordneter der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube aber, es ist auch hier zu bemerken, dass auch seitens der Länder nicht nur Bestellscheine ausgefüllt werden können, mit der Rechnungsadresse des Bundes, sondern dass man hier auch in der Verhandlung in der Zukunft ein bisschen sorgfältiger mit den Investitionen umgehen muss. (Beifall bei der ÖVP.)
ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Die gibt’s doch gar nicht! Die Liste 1 ist doch „OK“!
Damit appelliere ich an alle wirtschaftlich denkenden Menschen in Österreich: Wählen Sie Liste 1, Österreichische Volkspartei (ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Die gibt’s doch gar nicht! Die Liste 1 ist doch „OK“!), denn mit unseren Spitzenkandidaten Othmar Karas, Elli Köstinger und unserem
Beifall bei der ÖVP.
mittelständischen Unternehmer Paul Rübig haben Sie nach der Wahl nicht die Qual. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Die Liste 1 ist doch „OK“!
Herr Kollege Strolz sieht das ja in seinem gestrigen Posting genauso, nur: Was er gepostet hat, ist schlichtweg Wählertäuschung, denn Othmar Karas kann man nur ins Europäische Parlament wählen, wenn Sie Liste 1, Österreichische Volkspartei, ankreuzen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Die Liste 1 ist doch „OK“!) Das, was da gepostet wurde, fällt in die Kategorie „die geistige Windstille durch operative Hektik ersetzen“. Darum verstehe ich jetzt auch, wieso Sie von den Medien die Duracell-Partei genannt werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Kollege Strolz sieht das ja in seinem gestrigen Posting genauso, nur: Was er gepostet hat, ist schlichtweg Wählertäuschung, denn Othmar Karas kann man nur ins Europäische Parlament wählen, wenn Sie Liste 1, Österreichische Volkspartei, ankreuzen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Die Liste 1 ist doch „OK“!) Das, was da gepostet wurde, fällt in die Kategorie „die geistige Windstille durch operative Hektik ersetzen“. Darum verstehe ich jetzt auch, wieso Sie von den Medien die Duracell-Partei genannt werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich wollte das nur sagen, weil ich davon ausgehe, dass das niemand möchte. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Auer: Also ist es geringer!
Abgeordneter Eßl hat behauptet, dass für ÖBB-Bedienstete das durchschnittliche Pensionsantrittsalter noch immer 54 Jahre beträgt, dass sie mit 54 Jahren in Pension gehen. – Das ist unrichtig! (Abg. Auer: Also ist es geringer!)
Abg. Prinz: Pensionsantrittsalter! Nicht das Durchschnittsalter von den Pensionisten!
Ich berichtige dies dahin gehend, dass das durchschnittliche Pensionsalter der ÖBB-Bediensteten im Jahr 2012 59,4 Jahre war. (Abg. Prinz: Pensionsantrittsalter! Nicht das Durchschnittsalter von den Pensionisten!) Es ist damit fast gleich wie das durchschnittliche ASVG-Pensionsantrittsalter. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich berichtige dies dahin gehend, dass das durchschnittliche Pensionsalter der ÖBB-Bediensteten im Jahr 2012 59,4 Jahre war. (Abg. Prinz: Pensionsantrittsalter! Nicht das Durchschnittsalter von den Pensionisten!) Es ist damit fast gleich wie das durchschnittliche ASVG-Pensionsantrittsalter. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Deimek: Da müssen wir die Bayern noch überzeugen!
heute, aber auch künftigen Generationen und vor allem der Umwelt zugute kommen. Projekte wie der Brenner-Basistunnel sind nur durch überregionale Zusammenarbeit über die Staatsgrenzen hinweg und durch Zuschüsse aus der EU möglich. Allein für die österreichische Hälfte der Brennerachse gab es seit 2007 über 280 Millionen € an Zuschüssen. Ohne Europa wären solche Projekte schlichtweg nicht realisierbar (Abg. Deimek: Da müssen wir die Bayern noch überzeugen!), und ohne starke und erfahrene österreichische Vertreterinnen und Vertreter in Brüssel wäre ein effizientes Abholen der EU-Gelder nicht möglich.
Abg. Deimek: „Und wählen Sie die Linken!“
Deswegen, sehr geehrte Zuschauerinnen und Zuschauer: Bitte gehen Sie zur Wahl! (Abg. Deimek: „Und wählen Sie die Linken!“) Wählen Sie die ÖVP! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Deswegen, sehr geehrte Zuschauerinnen und Zuschauer: Bitte gehen Sie zur Wahl! (Abg. Deimek: „Und wählen Sie die Linken!“) Wählen Sie die ÖVP! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Zanger.
Daher natürlich eine Aufforderung für den Sonntag: Die wirkliche Partei für den ländlichen Raum ist die ÖVP, und deshalb: Unterstützen wir am Sonntag die ÖVP! – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Jeder Betrieb weiß heute, wenn er nicht motivierte und fachlich gut ausgebildete Mitarbeiter hat, dann ist das Unternehmen zum Scheitern verurteilt. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Aber, Herr Bundesminister, ich würde mir von Ihnen erwarten, dass Sie Maßnahmen wie Bürokratieabbau und solche Dinge setzen, die sich budgetär überhaupt nicht negativ auswirken, im Gegenteil. Wenn Sie es heute schaffen, Bürokratie abzubauen, dann helfen Sie den Unternehmerinnen und Unternehmern und entlasten auch das Budget, weil natürlich der Verwaltungsaufwand geringer wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Lieber Mitbürgerinnen und -bürger! Wenn Sie dem österreichischen Staat wieder mehr Rechte zugestehen wollen, dann gehen Sie am Sonntag zur Wahl, und dann gibt es nur eine Wahl: die Freiheitlichen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Rede von Ihnen hier im Nationalrat zu, sagen wir einmal, 50 Prozent – die ersten 50 Prozent – mittrage, weil ich glaube, dass das, was Sie gesagt haben, ein ganz wichtiger Punkt ist: Die klein- und mittelständischen Unternehmer tragen das Land und das Miteinander. In den klein- und mittelständischen Betrieben geschieht das, was auch unser Land auszeichnet, wo Unternehmer und Arbeitnehmer gemeinsam an einem Strang ziehen, weshalb Österreich wirtschaftlich erfolgreich ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Lichtenecker.
Es geht auch um die Gründer von morgen, den Start-up-Fonds, und es ist gut, dass er ordentlich dotiert ist. (Zwischenruf der Abg. Lichtenecker.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
wurden schon gesetzt. Wir sind auch da auf dem richtigen Weg. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Strolz. – Abg. Haubner: Schauen wir einmal!
Abgeordnete Dr. Ruperta Lichtenecker (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Kollege Haubner, du hast den Handwerkerbonus angesprochen. In Deutschland gibt es die klare Empfehlung, den Handwerkerbonus, den man dort vor mehreren Jahren eingeführt hat, wieder abzuschaffen, weil ineffizient, zu viele Mitnahmeeffekte, wirkungslos in der Form, wie das angedacht ist. Wir führen das hier in Österreich ein. Das ist de facto Unsinn! (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Strolz. – Abg. Haubner: Schauen wir einmal!)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Mlinar.
In diesem Sinne ersuchen wir heute auch um Ihre Unterstützung. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Mlinar.)
Ruf bei der FPÖ: 0,3 Prozent! 0,3 Prozent derzeit!
Mit diesem Budget werden Strukturen geschaffen, die das Wirtschaftswachstum ankurbeln. Ich denke, da sind wir auf dem richtigen Weg. (Ruf bei der FPÖ: 0,3 Prozent! 0,3 Prozent derzeit!)
Ruf bei der FPÖ: Wer hat die Schulden gemacht?
Einer aktuellen APA-Meldung konnte ich entnehmen, dass Österreichs Millionäre noch nie so reich waren wie jetzt. 2013 wuchs ihr Vermögen um 7 Prozent auf 262 Milliarden €. Mit dieser Summe könnten wir die gesamte Verschuldung der Republik decken, und es würden noch 20 Milliarden € Restgeld übrig bleiben. (Ruf bei der FPÖ: Wer hat die Schulden gemacht?)
Abg. Neubauer: Sind Sie reich?
Das österreichische Steueraufkommen ist degressiv; mit anderen Worten: Die Vermögenden zahlen weniger als die unteren Schichten und der Mittelstand. (Abg. Neubauer: Sind Sie reich?) Deshalb brauchen wir eine Vermögensteuer, um den Faktor Arbeit entlasten zu können, damit nicht die Mitte unserer Gesellschaft die gesamte Steuerlast schultern muss. Das ist ein Gebot der Stunde, um die österreichische Wirtschaft in Schwung zu halten, um die Klein- und Mittelbetriebe in unserem Land zu unterstützen, um Arbeitsplätze zu schaffen. (Zwischenruf des Abg. Darmann.)
Zwischenruf des Abg. Darmann.
Das österreichische Steueraufkommen ist degressiv; mit anderen Worten: Die Vermögenden zahlen weniger als die unteren Schichten und der Mittelstand. (Abg. Neubauer: Sind Sie reich?) Deshalb brauchen wir eine Vermögensteuer, um den Faktor Arbeit entlasten zu können, damit nicht die Mitte unserer Gesellschaft die gesamte Steuerlast schultern muss. Das ist ein Gebot der Stunde, um die österreichische Wirtschaft in Schwung zu halten, um die Klein- und Mittelbetriebe in unserem Land zu unterstützen, um Arbeitsplätze zu schaffen. (Zwischenruf des Abg. Darmann.)
Abg. Neubauer: Abfertigung hat der Herr Freund bekommen?
Und wenn wir schon dabei sind: Schaffen wir doch endlich auch für die Selbständigen eine adäquate soziale Absicherung. Der 20-prozentige Selbstbehalt für Arztbesuche ist eine finanzielle Belastung für unsere Unternehmer, daher wäre die Abschaffung der Selbstbehalte in der SVA bis zu einer Einkommensgrenze von 11 000 € Jahreseinkommen anzudenken. (Abg. Neubauer: Abfertigung hat der Herr Freund bekommen?)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Zusammenhang und auch an dieser Stelle eine ganz klare Botschaft für den kommenden Sonntag: Geschätzte Bürgerinnen und Bürger! Machen Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch, denn nicht weit von uns gibt es ein Land, das gerade blutig dafür kämpft. Europa muss sozialer werden. Es braucht eine soziale Wende, und dafür stehen wir Sozialdemokraten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Wahrheit ist aber Folgendes: Die aktuellen Tiefstände bei den Renditen von Staatsanleihen sind die Folge eines langjährigen Abwärtstrends der Wirtschaft. Die EZB druckt Geld wie verrückt, weil es der Wirtschaft so schlecht geht. Mit Leitzinsen bei oder nahe null versuchen die Zentralbanken, die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen, und es schaut so aus, als ob die EZB den Leitzinssatz noch einmal senkt, und zwar von 0,25 Prozent auf 0,1 Prozent. Und ich bitte Sie, hören Sie auf, sich mit diesen Federn zu schmücken! Das stimmt einfach nicht. Der Grund ist nicht die großartige Bonität und auch nicht die Politik, sondern einzig und allein die Gelddruckmaschine EZB. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Etwas enttäuscht, aber immer noch voller Zuversicht machen Sie sich auf den Weg zu Ihren Freunden und Bekannten, um die alle abzuklappern und um zu schauen, ob Sie vielleicht via Crowdfunding Geld auf die Beine stellen können. Gute Idee! Aber ich warne sie: Sammeln Sie nicht zu viel, denn ab 250 000 € werden Sie prospektpflichtig! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Versuchen wir die Reglementierung damit zu begründen, dass es um Qualitätssicherung für Ihre zukünftigen Kunden geht! Aber ich denke, man kann dem Bürger durchaus zutrauen, dass er, wenn der Schuh von einem Schuster binnen kürzester Zeit auseinanderfällt, dort keine weiteren Schuhe mehr kauft. Lassen Sie die Menschen da ein bisserl eigenverantwortlich denken. Aber das geht nicht, es ist alles reglementiert. (Beifall beim Team Stronach.)
Ruf bei der ÖVP: Das kann man heute alles online machen!
Wissen Sie, aus Nordamerika kenne ich das anders. Wenn da jemand eine unternehmerische Idee hat, gründet er die Firma am Montag – und am Dienstag geht es los. (Ruf bei der ÖVP: Das kann man heute alles online machen!) Bei uns braucht es durchschnittlich 28 Tage, bis man endlich losstarten kann, und wenn man dann endlich losgestartet hat, wissen Sie, was dann passiert? – Dann kommt das Arbeitsinspektorat! Es wird zum Beispiel kontrolliert, ob der Lehrling bei einem Dachdeckerbetrieb hoffentlich nicht auf eine Leiter steigt, denn das könnte gefährlich werden.
Beifall beim Team Stronach.
Sollten Sie übrigens die Idee haben, Ihren Mitarbeitern einen Obstkorb anbieten zu wollen, dann muss ich Sie darauf aufmerksam machen, dass es sein könnte, dass jemand kommt und kontrolliert, ob einer der Äpfel, die da in dem Obstkorb liegen, vielleicht einen Bienenstich hat und beginnt, ein bisserl faulig zu werden. Sollte dies zufällig zutreffen, wird man Ihnen die Frage stellen: Wer kontrolliert den Obstkorb? – Das ist kein Witz, das ist einem Freund von mir passiert! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Zum Schluss – wenn Sie meinen, Sie machen endlich alles richtig – kommt einer der 550 neuen Steuerprüfer und schaut, ob Sie sich im Rahmen Ihrer Geschäftsaktivitäten mangels ausgefuchster Steuerberaterkenntnisse womöglich in den Bereich einer Grauzone der Gesetzesflut begeben haben. Und dann finden Sie sich womöglich plötzlich wegen falsch gesetzter i-Punkte als kriminalisierter Mensch wieder und wünschen sich nichts mehr, als dass Sie wieder in die Politik oder in einen geschützten Bereich der Politik zurückkommen können. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Es wurde vor Kurzem ausgerechnet: Die gesamte Regierung hat durchschnittlich eine Wirtschaftserfahrung von 3,5 Jahren, und diesen Schnitt verdanken Sie der Frau Minister Karmasin. Es sind hier wirklich sehr nette Personen am Werk, aber fachlich, zumindest was die Wirtschaft anlangt, gibt es nicht die Erfahrung, die es braucht, und ich glaube, das wird daher nicht funktionieren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Arbeitsplätze sind das Allerwichtigste in einer Gesellschaft, und damit es auch Arbeitsplätze geben kann, muss man die Unternehmer arbeiten lassen. Dafür muss die Bürokratie auf ein vernünftiges Level zurückgefahren werden. Während die Konzerne und die Großen einfach auswandern können, wie sie es bereits androhen, haben die Kleinen diese Möglichkeit nicht, und denen muss man daher das Leben erleichtern. Wenn man ihnen mehr Netto vom Brutto vergönnen würde, endlich die Gewerbeordnung entrümpeln würde, sie von den Kammerzwängen befreien würde, dann würden Sie es sich vielleicht sogar überlegen, jemanden einzustellen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Rossmann: Das stimmt aber so nicht, Frau Kollegin!
eigentlich den Unternehmer kostet und warum ihm so wenig im Tascherl bleibt. Ich glaube, das würde bei vielen das Bewusstsein schärfen. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Rossmann: Das stimmt aber so nicht, Frau Kollegin!)
Beifall beim Team Stronach.
Und was die Steuern anlangt: Österreich ist Weltspitze bei Steuern und Abgaben, das wissen wir. Daher mein Appell an Sie, sehr geehrte Regierungsvertreter: Holen Sie sich nicht, was Ihnen nicht zusteht, sondern lassen Sie das Ersparte der Menschen in Ruhe! Von uns kommt ein klares Nein zur Vermögensteuer. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In diesem Zusammenhang spreche ich mich klar gegen das geplante Freihandelsabkommen der EU mit den USA aus – abgesehen davon, dass man da kaum an Informationen herankommt, weil die „lästige“ Öffentlichkeit darüber seitens der EU wenig informiert werden soll. Da kann allerdings unsere Regierung auch nichts dafür. Es ist ganz klar ersichtlich: Das ist ein Abkommen von multinationalen Konzernen für multinationale Konzerne, wo die KMUs und die Bauernschaft wahrscheinlich wirklich leiden, wenn nicht dabei untergehen werden – und das sage ich als wirtschaftsliberaler Mensch! (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Weninger: Den werden Sie schon spüren bei den Wahlen!
Jetzt sehe ich, dass im Parlament und in der Politik im Vergleich dazu die Situation wirklich entspannt ist, weil Politiker unabhängig von ihrer Performance bezahlt werden. Es gibt viele gute, aber auch so manche richtig schlechte Redner, es gibt gute Vorschläge, es gibt schlechte Vorschläge, es gibt Ziele, die gesteckt werden, es gibt viele Ziele, die nicht erfüllt werden, es gibt Budgetvorgaben, die gemacht werden und dann nicht erfüllt werden – eigentlich macht es überhaupt keinen Unterschied! Der Druck des Wettbewerbs, den jeder Mensch auf dem freien Markt zu spüren bekommt, gibt es in unserem Umfeld hier nicht. (Abg. Weninger: Den werden Sie schon spüren bei den Wahlen!)
Beifall beim Team Stronach.
Ich hoffe, sehr geehrte Regierungsvertreter, Sie lehnen nicht reflexartig alles ab, was wir hier vorschlagen, sondern greifen den einen oder anderen Vorschlag auch auf. Die Unternehmer und die arbeitenden Menschen in diesem Land werden es Ihnen danken. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der ÖVP.
Nachbaur in die nordamerikanische Wirtschaft darf ich mich wieder mit dem hier heute zur Debatte stehenden Thema, dem Budget, befassen. Wir befassen uns schon seit Mittwoch, Frau Klubobfrau, mit dem Budget. Dazu haben Sie jedoch weder einen Satz noch eine Halbzeile oder eine Silbe gesagt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, ich glaube, dass wir mit diesem Budget klug sparen, sinnvoll investieren und auch Wachstumsimpulse setzen. Das ist gut für den Wirtschaftsstandort Österreich und für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen. Ich danke dem Minister, dass er dafür wieder die richtigen Maßnahmen setzt. (Beifall bei der ÖVP.)
Rufe bei der ÖVP: Grüß Gott! Guten Morgen!
Präsident Karlheinz Kopf: Nächster Redner: Herr Klubobmann Dr. Strolz. – Bitte. (Rufe bei der ÖVP: Grüß Gott! Guten Morgen!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Dr. Matthias Strolz (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich weiß, wir sind Ihnen abgegangen, Sie haben viel über uns gesprochen; wir haben das verfolgt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wir sind nie ausgestiegen aus der Budgetdebatte, wir haben nur den Ort gewechselt, und wir bringen einiges an Anregung mit von den Marktplätzen dieser Republik. Wir waren in allen neun Bundesländern unterwegs und haben mit den Bürgerinnen und Bürgern die Budgetdebatte ehrlich und aufrichtig geführt. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Dr. Matthias Strolz (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich weiß, wir sind Ihnen abgegangen, Sie haben viel über uns gesprochen; wir haben das verfolgt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wir sind nie ausgestiegen aus der Budgetdebatte, wir haben nur den Ort gewechselt, und wir bringen einiges an Anregung mit von den Marktplätzen dieser Republik. Wir waren in allen neun Bundesländern unterwegs und haben mit den Bürgerinnen und Bürgern die Budgetdebatte ehrlich und aufrichtig geführt. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Nachbaur.
(Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Nachbaur.)
Zwischenruf des Abg. Schönegger.
Lassen Sie mich noch ein paar grundsätzliche Bemerkungen zum Thema Budgetdebatte machen. Da wir diese in die Öffentlichkeit getragen haben und hier von Klubobmann Lopatka und anderen auch eine Diskussion bezüglich Ordnungsrufe et cetera entfacht wurde, möchte ich Folgendes festhalten: Wir NEOS sind für ein Ordnungsgeld für unentschuldigtes Fernbleiben – reden wir darüber! Wir NEOS sind auch für ein Ordnungsgeld für Ordnungsrufe – reden wir darüber! (Zwischenruf des Abg. Schönegger.) Das ist okay, ich finde, dass wir hier einen ordentlichen Umgang miteinander haben sollten, und wenn jemand hier über die rote Linie schreitet, dann soll das auch Konsequenzen haben. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schönegger. – Abg. Weninger: Aber freikaufen kann man sich nicht!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schönegger. – Abg. Weninger: Aber freikaufen kann man sich nicht!
Lassen Sie mich noch ein paar grundsätzliche Bemerkungen zum Thema Budgetdebatte machen. Da wir diese in die Öffentlichkeit getragen haben und hier von Klubobmann Lopatka und anderen auch eine Diskussion bezüglich Ordnungsrufe et cetera entfacht wurde, möchte ich Folgendes festhalten: Wir NEOS sind für ein Ordnungsgeld für unentschuldigtes Fernbleiben – reden wir darüber! Wir NEOS sind auch für ein Ordnungsgeld für Ordnungsrufe – reden wir darüber! (Zwischenruf des Abg. Schönegger.) Das ist okay, ich finde, dass wir hier einen ordentlichen Umgang miteinander haben sollten, und wenn jemand hier über die rote Linie schreitet, dann soll das auch Konsequenzen haben. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schönegger. – Abg. Weninger: Aber freikaufen kann man sich nicht!)
die Abgeordneten Wittmann und Haubner: Weil ihr nie da seid! – weitere Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP
periode die wenigsten Ordnungsrufe von allen sechs Fraktionen hat (die Abgeordneten Wittmann und Haubner: Weil ihr nie da seid! – weitere Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP) – Verhaltensnote Sehr gut für NEOS, Verhaltensnote Sehr gut! (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf der Abg. Schittenhelm.)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf der Abg. Schittenhelm.
periode die wenigsten Ordnungsrufe von allen sechs Fraktionen hat (die Abgeordneten Wittmann und Haubner: Weil ihr nie da seid! – weitere Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP) – Verhaltensnote Sehr gut für NEOS, Verhaltensnote Sehr gut! (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf der Abg. Schittenhelm.)
Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Ich kann Ihnen auch berichten, dass die Anwesenheitsdisziplin der NEOS-Fraktion, sowie des NEOS-Klubobmanns im Vergleich mit den anderen außerordentlich ist – Mitarbeitsnote Sehr gut für NEOS! Das können Sie in den Protokollen nachschauen. (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Schönegger.
Ich kann Ihnen auch berichten, dass wir bisher über 150 Anträge eingebracht haben, mit jenen von heute werden es über 150 sein. (Zwischenruf des Abg. Schönegger.) Wissen Sie, was mit diesen 150 Anträgen passiert ist? – In großer Verlässlichkeit sagen SPÖ und ÖVP: Da ist sicherlich nichts Gescheites dabei! (Abg. Wittmann: ist nichts Gescheites dabei!) Es gibt einen Reflex, Sie sagen: Niederstimmen, vertagen oder abschmettern!
Abg. Wittmann: ist nichts Gescheites dabei!
Ich kann Ihnen auch berichten, dass wir bisher über 150 Anträge eingebracht haben, mit jenen von heute werden es über 150 sein. (Zwischenruf des Abg. Schönegger.) Wissen Sie, was mit diesen 150 Anträgen passiert ist? – In großer Verlässlichkeit sagen SPÖ und ÖVP: Da ist sicherlich nichts Gescheites dabei! (Abg. Wittmann: ist nichts Gescheites dabei!) Es gibt einen Reflex, Sie sagen: Niederstimmen, vertagen oder abschmettern!
Rufe bei der ÖVP: Ihr seid ja nicht da!
Wer hat jetzt gesagt, da sei nichts Gescheites dabei? – Haben Sie sich die 143 Anträge angeschaut, Herr Kollege? Ich finde das allerhand, liebe Bürgerinnen und Bürger! Soviel zu diesem Thema – weil es immer heißt, wir arbeiten nicht mit –: Wir haben über 140 Ideen in dieses Parlament eingebracht (Rufe bei der ÖVP: Ihr seid ja nicht da!), und die Regierungsparteien schauen sich das nicht einmal an, sie fegen das einfach weg und sagen: Das interessiert uns nicht! (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.)
Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.
Wer hat jetzt gesagt, da sei nichts Gescheites dabei? – Haben Sie sich die 143 Anträge angeschaut, Herr Kollege? Ich finde das allerhand, liebe Bürgerinnen und Bürger! Soviel zu diesem Thema – weil es immer heißt, wir arbeiten nicht mit –: Wir haben über 140 Ideen in dieses Parlament eingebracht (Rufe bei der ÖVP: Ihr seid ja nicht da!), und die Regierungsparteien schauen sich das nicht einmal an, sie fegen das einfach weg und sagen: Das interessiert uns nicht! (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.)
Abg. Podgorschek: schon seit Jahren! – Abg. Deimek: 1 000 Anträge , weil sie nicht lesen können!
Alles wird weggewischt. Ich finde das falsch, wir brauchen einen anderen Parlamentarismus! (Abg. Podgorschek: schon seit Jahren! – Abg. Deimek: 1 000 Anträge , weil sie nicht lesen können!)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. El Habbassi.
Wir brauchen einen lebendigen Parlamentarismus, wir brauchen auch einen ordentlichen Umgang miteinander, und das heißt, auch die Ideen der Opposition zu würdigen. Es kann schon sein, dass Ihnen die Hälfte davon vielleicht nicht gefällt, vielleicht gefallen Ihnen 80 Prozent nicht, vielleicht gefallen Ihnen 90 Prozent unserer Ideen nicht – aber dass wir 143 Mal oder 150 Mal danebenliegen, das halte ich für fast ausgeschlossen. Solche Nüsse sind wir auch nicht. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. El Habbassi.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Schönegger und Lopatka.
Noch ein Wort zur Diskussion, wir hätten hier die Geschäftsordnung gebrochen. Ich weiß schon, dass man auch in Wahlkampfzeiten verlockt ist – auch NationalratspräsidentInnen sind nur Abgeordnete einer Fraktion –, möglicherweise nicht genau hinzuschauen; aber wenn man genau hinschaut und sich die Fakten anschaut, dann hat NEOS weder irgendein Gesetz gebrochen, noch eine Geschäftsordnung gebrochen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Schönegger und Lopatka.)
Zwischenrufe bei der ÖVP sowie des Abg. Steinhauser.
Das heißt, ich lade Sie ein – auch seitens des Präsidiums –, hier auf die Fakten zu schauen. (Zwischenrufe bei der ÖVP sowie des Abg. Steinhauser.) Rechtlich ist unsere Abwesenheit im Sitzungssaal während eines Teils einer einzigen Sitzung, während eines einzigen Tagesordnungspunktes natürlich völlig okay und im Rahmen der Geschäftsordnung. (Abg. Lopatka – ein aufgeschlagenes Exemplar der Geschäftsordnung in die Höhe haltend –: Sie haben an der gesamten Sitzung teilzunehmen! Und an den Abstimmungen! § 11 der Geschäftsordnung!) Ich halte es für wichtig, das festzustellen. (Ruf bei der SPÖ: § 11!)
Abg. Lopatka – ein aufgeschlagenes Exemplar der Geschäftsordnung in die Höhe haltend –: Sie haben an der gesamten Sitzung teilzunehmen! Und an den Abstimmungen! § 11 der Geschäftsordnung!
Das heißt, ich lade Sie ein – auch seitens des Präsidiums –, hier auf die Fakten zu schauen. (Zwischenrufe bei der ÖVP sowie des Abg. Steinhauser.) Rechtlich ist unsere Abwesenheit im Sitzungssaal während eines Teils einer einzigen Sitzung, während eines einzigen Tagesordnungspunktes natürlich völlig okay und im Rahmen der Geschäftsordnung. (Abg. Lopatka – ein aufgeschlagenes Exemplar der Geschäftsordnung in die Höhe haltend –: Sie haben an der gesamten Sitzung teilzunehmen! Und an den Abstimmungen! § 11 der Geschäftsordnung!) Ich halte es für wichtig, das festzustellen. (Ruf bei der SPÖ: § 11!)
Ruf bei der SPÖ: § 11!
Das heißt, ich lade Sie ein – auch seitens des Präsidiums –, hier auf die Fakten zu schauen. (Zwischenrufe bei der ÖVP sowie des Abg. Steinhauser.) Rechtlich ist unsere Abwesenheit im Sitzungssaal während eines Teils einer einzigen Sitzung, während eines einzigen Tagesordnungspunktes natürlich völlig okay und im Rahmen der Geschäftsordnung. (Abg. Lopatka – ein aufgeschlagenes Exemplar der Geschäftsordnung in die Höhe haltend –: Sie haben an der gesamten Sitzung teilzunehmen! Und an den Abstimmungen! § 11 der Geschäftsordnung!) Ich halte es für wichtig, das festzustellen. (Ruf bei der SPÖ: § 11!)
Zwischenruf des Abg. Steinbichler
Wenn Sie Bezug nehmen auf Mails von Bürgerinnen und Bürgern, dann finde ich das okay. Ich habe auch viele Mails bekommen, und ich habe Verständnis dafür, dass manche Bürger das auch kritisch sehen (Zwischenruf des Abg. Steinbichler), wenn wir hier aufstehen und sagen, wir bringen die Budgetdebatte in die Öffentlichkeit, weil wir
Zwischenruf des Abg. Schönegger.
Verehrte Frau Nationalratspräsidentin Mag. Prammer! Jetzt dreht sich alles nur um den Auszug der NEOS bei den Beratungen über das Budget. (Zwischenruf des Abg. Schönegger.) Das, was Finanzminister Spindelegger durch die Änderung der Budgetzahlen, nach Brüssel, ohne die Nationalräte einzubinden, verursacht hat, ist scheinbar vergessen. (Abg. Lopatka: Das haben Sie sich selbst geschrieben!)
Abg. Lopatka: Das haben Sie sich selbst geschrieben!
Verehrte Frau Nationalratspräsidentin Mag. Prammer! Jetzt dreht sich alles nur um den Auszug der NEOS bei den Beratungen über das Budget. (Zwischenruf des Abg. Schönegger.) Das, was Finanzminister Spindelegger durch die Änderung der Budgetzahlen, nach Brüssel, ohne die Nationalräte einzubinden, verursacht hat, ist scheinbar vergessen. (Abg. Lopatka: Das haben Sie sich selbst geschrieben!)
Abg. Lopatka: Sie haben ein schlechtes Gewissen!
Der Betreffende, der das geschrieben hat, kommt aus Bregenz. Solche E-Mails kommen auch, und ich glaube, es war legitim – ich sage das noch einmal für alle Bürgerinnen und Bürger, auch für jene, die das kritisch sehen. Wir werden das nicht monatlich wiederholen (Abg. Lopatka: Sie haben ein schlechtes Gewissen!), auch nicht quartalsmäßig, auch nicht halbjährlich. (Zwischenruf des Abg. Gahr. – Abg. Lopatka: Schwerer Fehler!)
Zwischenruf des Abg. Gahr. – Abg. Lopatka: Schwerer Fehler!
Der Betreffende, der das geschrieben hat, kommt aus Bregenz. Solche E-Mails kommen auch, und ich glaube, es war legitim – ich sage das noch einmal für alle Bürgerinnen und Bürger, auch für jene, die das kritisch sehen. Wir werden das nicht monatlich wiederholen (Abg. Lopatka: Sie haben ein schlechtes Gewissen!), auch nicht quartalsmäßig, auch nicht halbjährlich. (Zwischenruf des Abg. Gahr. – Abg. Lopatka: Schwerer Fehler!)
Zwischenruf des Abg. Podgorschek
Wir werden unsere Schritte mit großem Bedacht setzen, aber innerhalb eines Jahres, nachdem wir in der Hypo-Sache unverschämt angelogen worden sind, nachdem hier Steuergeld in die Hand genommen wurde, um die Wähler, Wählerinnen zu täuschen, nachdem die Wahrheit erst nach den Nationalratswahlen auf den Tisch gelegt wurde (Zwischenruf des Abg. Podgorschek), und nachdem die Bundesregierung, ÖVP und SPÖ mit demselben Schmäh, mit derselben Verschleierungstaktik jetzt vor einer weiteren bundesweiten Wahl wieder auf uns zukommen, ist es, glaube ich, eine Art von demokratiepolitischer Notwehr, zu sagen, wenn außerordentliche Missstände auftauchen, müssen wir auch außerordentliche Antworten geben. – Und das haben wir gemacht. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Obernosterer. – Abg. Lopatka: Geschäftsordnung gebrochen!)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Obernosterer. – Abg. Lopatka: Geschäftsordnung gebrochen!
Wir werden unsere Schritte mit großem Bedacht setzen, aber innerhalb eines Jahres, nachdem wir in der Hypo-Sache unverschämt angelogen worden sind, nachdem hier Steuergeld in die Hand genommen wurde, um die Wähler, Wählerinnen zu täuschen, nachdem die Wahrheit erst nach den Nationalratswahlen auf den Tisch gelegt wurde (Zwischenruf des Abg. Podgorschek), und nachdem die Bundesregierung, ÖVP und SPÖ mit demselben Schmäh, mit derselben Verschleierungstaktik jetzt vor einer weiteren bundesweiten Wahl wieder auf uns zukommen, ist es, glaube ich, eine Art von demokratiepolitischer Notwehr, zu sagen, wenn außerordentliche Missstände auftauchen, müssen wir auch außerordentliche Antworten geben. – Und das haben wir gemacht. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Obernosterer. – Abg. Lopatka: Geschäftsordnung gebrochen!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Schönegger und Obernosterer.
Also ich wünsche mir, dass die Präsidentin, das gesamte Präsidium sich auch so entschlossen einschaltet, wenn das Hohe Haus und die Abgeordneten von den Regierungsparteien verschaukelt und hinters Licht geführt werden. (Zwischenrufe der Abgeordneten Schönegger und Obernosterer.) Ich wünsche mir, dass Sie dann auch so kämpfen wie gestern auf sämtlichen Kanälen bezüglich unserer spitzen Maßnahme.
Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Wichtig ist mir Folgendes – und das bringe ich auch aus den Beratungen mit den Bürgerinnen und Bürgern mit –: Wir brauchen hier eine neue Kultur, auch in der Budgetdebatte, wir brauchen insgesamt einen neuen Blick auf die Debatte! Ich weiß nicht, ob es sinnvoll ist, 14-stündige Debatten ohne eine Pause abzuhalten. Reden wir in den nächsten Jahren darüber, ob wir vielleicht nach jeder zweiten Stunde eine Pause von zehn Minuten machen. (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Wir müssen uns einfach Gedanken darüber machen, wie das ein sinnvolles Arbeitssetting sein kann!
Zwischenruf des Abg. Schönegger
Ich habe auch keine Patentlösungen (Zwischenruf des Abg. Schönegger), aber eines ist sicher: Wenn wir sagen, beim Budget gießen wir Politik in Zahlen, beim Budget schreiben wir das Drehbuch für die Zukunft dieses Landes, dann ist das Budget natürlich die wichtigste Beratung des Jahres. Und da haben wir als erste Bürgerbewegung, die in Österreich ins Parlament gewählt wurde, und als erste Bürgerbewegung, die auch auf dem Weg nach Brüssel ist, den dringenden Wunsch, dass wir
Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP
Deshalb sagen wir: Erkundigen wir uns, wie das andere machen! Wie macht es zum Beispiel Vorderstoder? – Die Vorderstoderinnen und Vorderstoder hupfen das vor (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP): Sie haben einen sogenannten Bürgerhaushalt, sie beziehen die Bürger in Einbindungsprozessen ein und fragen: Was sind eure Prioritäten für die nächsten Jahre?
Zwischenruf bei der ÖVP.
Das Budget ist sehr komplex, das weiß ich schon, Herr Minister – man kann nicht sagen: Stimmen wir über alles ab! –, aber die großen Einflugschneisen für Prioritäten kann man in einen öffentlichen Diskurs bringen. Wir haben letztes Jahr diskutiert, da war Frau Lukensmeyer, die Chefin von AmericaSpeaks, dabei. Sie hat Budgetprozesse mit AmericaSpeaks gemacht, wo sie über Satelliten verschiedene Städte verbunden hat – 3 500 Menschen haben einen Tag lang live über Budgetprioritäten diskutiert. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Schönegger
Das ist spannend, das ist Teilhabe! Und die Menschen wollen Teilhabe – das ist ja die Welle, auf der wir ins Parlament gekommen sind, das ist diese große Welle, die über diesen Planeten geht. Die Welle ist so groß, wie damals die Grünbewegung (Zwischenruf des Abg. Schönegger), wie vorher die Frauenbewegung, wie vorher auch die Friedensbewegung. Die Menschen dürsten nach Teilhabe, sie sagen: Ich möchte mich einbringen!
Zwischenruf der Abg. Brunner.
Wir NEOS sind ein ganz kleines Gesicht in dieser Welle, aber wir sind dieser Welle verpflichtet. (Zwischenruf der Abg. Brunner.) Die Menschen sagen – angefangen von Wikipedia bis Arabischer Frühling –: Wir wollen uns einbringen, wir wollen uns in unsere eigenen Angelegenheiten einmischen! – Geben wir ihnen eine Chance!
der Redner blättert in seinen Unterlagen – Abg. Cap – ein Schriftstück in die Höhe haltend –: Da ist er! – Zwischenruf des Abg. Schönegger
Ich bringe daher folgenden Antrag ein – ich muss kurz sortieren (der Redner blättert in seinen Unterlagen – Abg. Cap – ein Schriftstück in die Höhe haltend –: Da ist er! – Zwischenruf des Abg. Schönegger) –:
Zwischenruf des Abg. Obernosterer
Mein Wunsch wäre es (Zwischenruf des Abg. Obernosterer), dass das Budget nicht mehr in Hinterzimmern erstellt wird, sondern dass in Zukunft auch die Volksvertreter und Volksvertreterinnen – deren Job das ist; dafür sind wir gewählt, dafür werden wir bezahlt (Abg. Obernosterer: Bezahlt werden wir zum Arbeiten und nicht !) – ordentlich informiert werden, dass wir solche Budgetdebatten auf Basis belastbarer, ordentlicher, ehrlicher und tragfähiger Zahlen machen können. Das war dieses Mal nicht der Fall.
Abg. Obernosterer: Bezahlt werden wir zum Arbeiten und nicht !
Mein Wunsch wäre es (Zwischenruf des Abg. Obernosterer), dass das Budget nicht mehr in Hinterzimmern erstellt wird, sondern dass in Zukunft auch die Volksvertreter und Volksvertreterinnen – deren Job das ist; dafür sind wir gewählt, dafür werden wir bezahlt (Abg. Obernosterer: Bezahlt werden wir zum Arbeiten und nicht !) – ordentlich informiert werden, dass wir solche Budgetdebatten auf Basis belastbarer, ordentlicher, ehrlicher und tragfähiger Zahlen machen können. Das war dieses Mal nicht der Fall.
Zwischenruf des Abg. Weninger
Wir von der Opposition haben geschlossen gesagt: Verschieben wir das zwei Wochen! ÖVP und SPÖ haben gesagt: Nein, wir blättern drüber! – So wie immer: so wie Sie vor der Wien-Wahl gesagt haben, Sie legen gar kein Budget vor, um der Diskussion aus dem Weg zu gehen – Sie haben damals die Verfassung gebrochen (Zwischenruf des Abg. Weninger) –; so wie Sie vor der Nationalratswahl gesagt haben, die Milliarden von der Hypo werden Sie nicht auf den Tisch legen, lieber nehmen Sie zusätzliche Milliarden in die Hand, um das bis nach den Wahlen zu vertuschen. Und so haben Sie auch dieses Mal gesagt: Ja, bis nach den Europawahlen tauchen wir noch durch – tarnen, täuschen!
Zwischenrufe bei der ÖVP
Ich wünsche mir, dass diese Diskussion, verbunden auch mit unserem Protest, als erzieherische Maßnahme geeignet war (Zwischenrufe bei der ÖVP), dass Sie sich beim nächsten Mal überlegen, ob Sie dieses Hohe Haus wieder so hintergehen oder ob Sie sagen: Die Gefahr ist groß, dass wir erwischt werden!
Beifall bei den NEOS.
Wir werden Ihnen jedenfalls auf die Finger schauen und, wenn es notwendig ist, auch draufklopfen. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Strolz: Großzügigkeit!
Zum Zweiten: Wir haben uns in der Präsidiale auch darauf verständigt, dass Entschließungsanträge zu den jeweiligen Untergliederungen einzubringen sind. Ich würde einmal sagen, sowohl jener betreffend Kleinbetragsrechnungen als auch jener betreffend Braindrain und Förderung qualifizierter Zuwanderung kann natürlich an den Wirtschaftsminister gerichtet werden – warum nicht? –, beim allgemeinen Antrag betreffend die künftige Vorgangsweise bei Budgetverhandlungen könnte man diskutieren. Die Geschäftsordnung sieht aber ohnedies keine Handhabe vor – auch wenn wir das in der Präsidiale anders vereinbart haben –, das abzulehnen. (Abg. Strolz: Großzügigkeit!)
demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der NEOS
Selbstverständlich lasse ich alle drei Anträge zu (demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der NEOS), weil der dritte ja in Wirklichkeit zu keinem Kapitel direkt, sondern zur allgemeinen Budgetdebatte gehört und damit meines Erachtens bei jedem Kapitel eingebracht werden kann.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Präsident Karlheinz Kopf: Zum Abschluss muss ich Ihnen aber, Herr Abgeordneter Strolz, einen Ordnungsruf erteilen, weil Sie die anderen Oppositionsparteien der Komplizenschaft mit der Regierung und den Regierungsparteien bezichtigt haben. Das Wort „Komplizenschaft“ wird im deutschen Sprachgebrauch letzten Endes im Zusammenhang mit unrechtmäßigen oder rechtswidrigen Vorgängen verwendet, und das kann ich natürlich auch im Sinne der anderen Oppositionsparteien so nicht stehen lassen. Ich erteile Ihnen dafür einen Ordnungsruf. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP
Herr Abgeordneter Strolz, Sie haben einen neuen Stil angekündigt. – Das war eine Entgleisung sondergleichen (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP), ich weise das zurück! In einer Demokratie ist die Teilnahme an einer Parlamentssitzung mit Sicherheit keine strafbare Handlung. Und ich würde Sie ersuchen, sich im Ton zu mäßigen, auch wenn Sie derzeit in der Defensive sind! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Herr Abgeordneter Strolz, Sie haben einen neuen Stil angekündigt. – Das war eine Entgleisung sondergleichen (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP), ich weise das zurück! In einer Demokratie ist die Teilnahme an einer Parlamentssitzung mit Sicherheit keine strafbare Handlung. Und ich würde Sie ersuchen, sich im Ton zu mäßigen, auch wenn Sie derzeit in der Defensive sind! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Strolz
Ich würde da nicht nur die Frage betreffend unentschuldigtes Fernbleiben hinzunehmen, sondern natürlich auch eine andere Frage: Vielleicht können wir für die Zukunft einen besseren Modus Vivendi betreffend Taferln und dergleichen finden (Zwischenruf des Abg. Strolz), denn letztlich ist das Parlament der Ort des Wortes, und gesprochen werden sollte hauptsächlich vom Rednerpult aus beziehungsweise in Maßen in Zwischenrufen. Vielleicht können wir uns in Zukunft daran orientieren. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.
Ich würde da nicht nur die Frage betreffend unentschuldigtes Fernbleiben hinzunehmen, sondern natürlich auch eine andere Frage: Vielleicht können wir für die Zukunft einen besseren Modus Vivendi betreffend Taferln und dergleichen finden (Zwischenruf des Abg. Strolz), denn letztlich ist das Parlament der Ort des Wortes, und gesprochen werden sollte hauptsächlich vom Rednerpult aus beziehungsweise in Maßen in Zwischenrufen. Vielleicht können wir uns in Zukunft daran orientieren. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS.
Es gäbe aber eine Möglichkeit, lieber Herr Kollege Strolz, die Bevölkerung stärker einzubinden, nämlich indem man die direkte Demokratie mehr fördert; dann kann die Bevölkerung auch dementsprechend teilnehmen, und dann ist es auch nicht nötig, dass man hinausgeht und eine Sitzung schwänzt. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS.)
Beifall bei Team Stronach und NEOS.
Also: mehr Eigenverantwortung für die Bürger, ihnen ist wirklich zuzutrauen, sich selbst ein Bild zu machen! – Danke. (Beifall bei Team Stronach und NEOS.)
Heiterkeit.
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Mein Verständnis ist ein anderes, aber beim Team Stronach verstehe ich es, da der Listenführer des Teams auch nicht allzu oft hier war. (Heiterkeit.)
Abg. Strolz: Dafür habe ich mich entschuldigt!
Daher: Was sollten Sie jetzt hier anderes sagen? Aber das ist immer noch etwas anderes als das, was hier Klubobmann Strolz ständig macht. Er spricht uns die Ehre ab. Er klebt den Kuckuck auf die Regierungsbank. (Abg. Strolz: Dafür habe ich mich entschuldigt!) – Ja, das hilft nichts, sich nachher immer zu entschuldigen. (Abg. Strolz: Nein! Ich habe mich ein Mal entschuldigt!) Wissen Sie, das kann auch Methode werden. Man beschimpft zuerst die Kollegen, dann geht man raus und entschuldigt sich. Es ist klüger, sich zuerst zu überlegen, was man sagt, dann muss man sich nämlich nicht entschuldigen, Kollege Strolz! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Strolz: Nein! Ich habe mich ein Mal entschuldigt!
Daher: Was sollten Sie jetzt hier anderes sagen? Aber das ist immer noch etwas anderes als das, was hier Klubobmann Strolz ständig macht. Er spricht uns die Ehre ab. Er klebt den Kuckuck auf die Regierungsbank. (Abg. Strolz: Dafür habe ich mich entschuldigt!) – Ja, das hilft nichts, sich nachher immer zu entschuldigen. (Abg. Strolz: Nein! Ich habe mich ein Mal entschuldigt!) Wissen Sie, das kann auch Methode werden. Man beschimpft zuerst die Kollegen, dann geht man raus und entschuldigt sich. Es ist klüger, sich zuerst zu überlegen, was man sagt, dann muss man sich nämlich nicht entschuldigen, Kollege Strolz! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Daher: Was sollten Sie jetzt hier anderes sagen? Aber das ist immer noch etwas anderes als das, was hier Klubobmann Strolz ständig macht. Er spricht uns die Ehre ab. Er klebt den Kuckuck auf die Regierungsbank. (Abg. Strolz: Dafür habe ich mich entschuldigt!) – Ja, das hilft nichts, sich nachher immer zu entschuldigen. (Abg. Strolz: Nein! Ich habe mich ein Mal entschuldigt!) Wissen Sie, das kann auch Methode werden. Man beschimpft zuerst die Kollegen, dann geht man raus und entschuldigt sich. Es ist klüger, sich zuerst zu überlegen, was man sagt, dann muss man sich nämlich nicht entschuldigen, Kollege Strolz! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Strolz: Nein, das werde ich nicht tun!
Sie müssten sich jetzt wieder entschuldigen für das Wort Komplizenschaft. (Abg. Strolz: Nein, das werde ich nicht tun!) – Das tun Sie nicht?! Aber das ist dann ein Fehlverhalten, das sage ich Ihnen auch. Es wäre angemessen gewesen, wenn Sie sich wieder entschuldigt hätten. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Sie müssten sich jetzt wieder entschuldigen für das Wort Komplizenschaft. (Abg. Strolz: Nein, das werde ich nicht tun!) – Das tun Sie nicht?! Aber das ist dann ein Fehlverhalten, das sage ich Ihnen auch. Es wäre angemessen gewesen, wenn Sie sich wieder entschuldigt hätten. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Strolz: Das habe ich gesagt!
Also Sie sagen, dass die Abgeordneten, die geschäftsordnungsgemäß hier ihre Verpflichtung wahrnehmen und an der Sitzung teilnehmen, sich einer Komplizenschaft schuldig machen. (Abg. Strolz: Das habe ich gesagt!) – Und Sie bleiben dabei? (Abg. Steinhauser: Das ist ja schon ein Untersuchungsausschuss!)
Abg. Steinhauser: Das ist ja schon ein Untersuchungsausschuss!
Also Sie sagen, dass die Abgeordneten, die geschäftsordnungsgemäß hier ihre Verpflichtung wahrnehmen und an der Sitzung teilnehmen, sich einer Komplizenschaft schuldig machen. (Abg. Strolz: Das habe ich gesagt!) – Und Sie bleiben dabei? (Abg. Steinhauser: Das ist ja schon ein Untersuchungsausschuss!)
Beifall bei den NEOS.
Präsident Karlheinz Kopf: Herr Klubobmann Lopatka, ich muss Sie bitten, bei einer Geschäftsbehandlungswortmeldung zu bleiben. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie der Abg. Kitzmüller. – Ruf bei der SPÖ: Richtig!
Überheblichkeit hin, die ich nicht ganz nachvollziehen kann. (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie der Abg. Kitzmüller. – Ruf bei der SPÖ: Richtig!)
Ruf bei der SPÖ: In Europa!
Meine Damen und Herren, ich nehme an, das Thema wird sowieso noch weiter diskutiert werden, aber das ist nicht meine Hauptaufgabe. Ich möchte zu den zwei Themenbereichen Stellung nehmen, die hier angesprochen worden sind: Wirtschaft im engeren Sinn und die wirtschaftsbezogene Forschung. In diesem Zusammenhang, auch was die vorherigen Redebeiträge anbelangt hat, habe ich das irgendwie interessant gefunden, dass die Wirtschaftssprecherin vom Koalitionspartner für eine soziale Wende eintritt, bei der die ArbeitnehmerInnen entsprechend gestärkt werden. (Ruf bei der SPÖ: In Europa!) – Auch das ist interessant.
Ruf bei der ÖVP: Wie gehe ich zur Firma Puch?
Ich habe auch die Rede von Frau Nachbaur sehr interessant gefunden, besonders das Gedankenspiel: Stellen Sie sich vor, Sie gründen ein Unternehmen! – Ich glaube, Sie haben sich überlegt, wie Sie einen Großkonzern gründen, haben gleich damit angefangen. (Ruf bei der ÖVP: Wie gehe ich zur Firma Puch?)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Das, was Sie da geschildert haben, Frau Abgeordnete, entspricht aber einfach nicht der unternehmerischen Realität. Die meisten fangen nicht an und melden gleich einen Lehrling an; die fangen als Ein-Personen-Unternehmen an. Dann haben sie vielleicht nach ein paar Jahren wirklich die Möglichkeiten, einen Lehrling zu beschäftigen und auszubilden. Außerdem können über 50 Prozent der Gründungen online gemacht werden, sind innerhalb eines Tages abgeschlossen. Also das war eine Retrodarstellung, die zwar vor 20 Jahren durchaus gefragt war, aber ich würde Ihnen empfehlen, das noch einmal durchzuarbeiten. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Dass Praxis in einem Unternehmen nicht schadet, sondern von Nutzen ist, ist klar. Aber den Umkehrschluss, dass derjenige, der der beste Unternehmer ist, oder der, der die größten Kartoffel hat, auch der beste Landwirtschaftsminister oder der beste Wirtschaftsminister ist, würde ich nicht teilen – da könnte ein Pfarrer auch nie über Familienpolitik reden. (Heiterkeit und Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Lichtenecker: Oder Drittschlechteste!
Im Zusammenhang mit der Wirtschaftsentwicklung sind diese Woche die Ergebnisse der neuesten IMD-Befragung veröffentlicht worden; Frau Lichtenecker und andere haben es schon erwähnt. Wir sind da um einen Platz von 23 auf 22 vorgerückt. Ich würde das jetzt nicht überbewerten. Man kann sagen, es ist kein weiterer Absturz; man kann sagen, gefestigt; man kann sagen, der Trend hat sich umgedreht. (Abg. Lichtenecker: Oder Drittschlechteste!)
Abg. Themessl: Die waren alle vom Wirtschaftsbund!
Herr Abgeordneter Themessl, ich habe in diesem Zusammenhang die Reihe von Vorschlägen wirklich als wohltuend empfunden. (Abg. Themessl: Die waren alle vom Wirtschaftsbund!) Wir haben eine Art Prozess vor, wo es auch eine Bewertung gibt, wir werden das von Experten gewichten lassen. Das ist jetzt praktisch am Laufen. Ich wünsche uns allen, dass wir möglichst viel davon umsetzen, weil es ein wirkliches Problem ist, was wir auf allen Ebenen – ich sage bewusst, nicht nur auf Regierungsebene – an Bürokratie aufgebaut haben.
Abg. Lichtenecker: Arbeiten wir daran?
Der nächste Punkt, wo ich Negatives sehe, betrifft das Innovation Union Scoreboard. Wir streben schon seit Jahren an, dass wir Innovation Leader werden, wir sind aber Innovation Follower (Abg. Lichtenecker: Arbeiten wir daran?), Frau Lichtenecker hat es erwähnt, in diesem Zusammenhang muss man auch die Ursachen sehen: Wir haben beim Venture Capital und auch bei sonstigen Risikofinanzierungen Probleme.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Sie sehen, wir haben erschwerte budgetäre, restriktive Bedingungen, mit einer Konzentration auf die echten Notwendigkeiten ist aber trotzdem eine entsprechende Weiterentwicklung der Wirtschaft möglich. Diese drückt sich natürlich nicht nur in Zahlen aus, sondern auch in den Rahmenbedingungen; gerade was Bürokratie und anderes anbelangt, arbeiten wir aber auch bei uns daran, das zu beheben. Für die Lehrlingsausbildung gilt das Gleiche; auch dort ist es uns gelungen, das Coaching-System auszuweiten und viele Verbesserungen umzusetzen, die nicht im Budget aufscheinen. – Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Nachbaur: Wollen Sie jetzt sagen, das ist die reale Welt?!
Mit einer sehr erfolgreichen Unternehmerkarriere noch den Überblick zu haben, wie es sich in der realen Welt abspielt, ist nicht leicht. Frank Stronach hat das erkannt und hat sich auch hier sehr, sehr bald verabschiedet. Der Weg ist vielleicht noch viel weiter, und Sie sollten auch aus dieser Assistentensituation und dem Vorzimmer eines internationalen Konzerns heraus ein bisschen in die Wirklichkeit kommen, so wie es der Bundesminister gesagt hat. (Abg. Nachbaur: Wollen Sie jetzt sagen, das ist die reale Welt?!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Frau Kollegin, ich bin jetzt seit 29 Jahren Steuerberater, ich habe mein eigenes Unternehmen über Jahrzehnte geführt, bis ich hier war. Ich weiß, dass das, was Sie erzählen – da hat der Bundesminister recht –, schon seit Jahren nicht mehr in der Wirklichkeit stattfindet. Ein elektronischer Rechtsverkehr ist an Ihnen vorbeigegangen, Frau Kollegin. Das ist abgehoben, aber auch völlig egal. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Strolz.
seiner ersten Rede für Selbstverteidigung aufbringen muss. (Zwischenruf des Abg. Strolz.) Das war eine Fehlentscheidung, das mag alles passiert sein.
Zwischenrufe bei den NEOS.
Ganz kurz zu den inhaltlichen Teilen: Wir müssen permanent daran arbeiten, dass wir gerade bei Bürokratievorschriften Verbesserungen machen, aber Sie sollten sich überlegen, welche Punkte wichtig und welche nicht wichtig sind. Vielleicht sollte man sich bei solchen Dingen wie der Kleinbetragsrechnung zuerst einmal überlegen, wovon man überhaupt redet. Im Umsatzsteuerrecht gibt es die Möglichkeit von Erleichterungen, nämlich dergestalt, dass man statt des Mehrwertsteuerbetrages „inklusive 20 Prozent Mehrwertsteuer“ draufschreibt, und davon reden wir in diesem Bereich. Sie sind die Einzigen, denen permanent der Betrag zu niedrig ist – denn gebucht muss genauso werden in der Buchhaltung. (Zwischenrufe bei den NEOS.) – Wir machen ohnehin etwas in dem Bereich, nur damit alle wissen, wovon wir reden. Das ist der Beleg, den eine andere Firma auch in ihre Buchhaltung nehmen kann, und daher muss man sehr sorgfältig vorgehen in diesem Bereich, denn wenn nicht draufsteht, wer Rechnungsempfänger ist, kann jeder den Beleg verwenden. Daher werden wir sehr vorsichtig im Regierungsprogramm etwas machen.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Der Hauptpunkt, den wir hier beim Wirtschaftskapitel haben, ist folgender: Der Herr Bundesminister hat es ja leicht, denn in Wirklichkeit hat er lauter Komplimente bekommen: BWG funktioniert, go-international ist gut – völlig korrekt. Wir sehen den Erfolg in unserer Exportstatistik. Alle IMD-Umfragen, wo Manager gefragt werden, ob das Land gut taugt, weil sie wenig Steuer zahlen, in Ehren, aber die Handelsbilanz ist unser Beweis. Wir haben von 9,2 Milliarden € Defizit im Jahr 2011 halbiert auf 4,55 Milliarden € letztes Jahr. Das heißt, die Produkte, die unsere Firmen mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern herstellen, sind auf Weltmärkten hoch kompetitv. Da ist nichts abgesandelt, nichts so, wie es der Herr Generaldirektor der Voest uns erzählen will, nämlich dass man hier nicht mehr produzieren kann. Unsere Firmen können es, und Österreich ist ein perfekter Standort. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Zur Geschichte mit dem Investieren und den 550 Millionen € der Voest für Eisenschwammherstellung: Dafür bräuchten wir einen Hochseehafen und billiges Gas hinter der Haustür. – Es tut mir leid, es ist fast 100 Jahre her, dass Österreich einen Hafen hatte. Hochseehafen werden wir nicht haben, daher diskutieren wir bitte nicht auf diesem Niveau, sondern argumentieren mit harten Fakten. Es ist eine gute Arbeit gemacht worden, und ich hoffe, dass sie in den nächsten Jahren auch mit demselben Erfolg weitergeführt werden kann. Ich danke der Opposition, dass sie das als Testimonial für uns auch bestätigt. – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Kollege Steinhauser, dass gerade Sie sich so über den Begriff „Komplizenschaft“ echauffieren, das hat bei Ihnen wahrscheinlich einen einfachen Hintergrund. Wenn Bilder auftauchen, dass Sie bei der linksradikalen Demonstration unlängst mit Ihren Linksextremisten, die unsere Polizisten attackiert haben, durch Wiens Straßen marschiert sind, dann sollten Sie besonders vorsichtig sein. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Ich habe Ihnen, Kollege Steinhauser, schon klipp und klar den Rücktritt nahegelegt. Das ist schlicht und einfach unerhört, mit welchen Leuten Sie Wiens Straßen unsicher machen. Das ist ein Skandal der Sonderklasse! (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Haubner: Guter Inhalt! Die Frage ist allerdings die Urheberschaft!
Zurück zum Budget – gerade auch in Richtung ÖVP-Fraktion gesagt –: Peter Haubner hat heute mehrfach die freiheitlichen Anträge gelobt, auch der Herr Bundesminister hat lobende Worte darüber verloren. Wir gehen davon aus, dass zumindest die ÖVP als Regierungsfraktion diese Anträge auch unterstützen wird. Ich darf Sie übrigens aufklären: Das sind Ihre eigenen Anträge vom Wirtschaftsbund, die Sie erfolgreich in der Wirtschaftskammer eingebracht haben, also sollte das auf parlamentarischer Ebene kein Problem sein (Abg. Haubner: Guter Inhalt! Die Frage ist allerdings die Urheberschaft!); Sie werden unsere Anträge mit Sicherheit unterstützen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zurück zum Budget – gerade auch in Richtung ÖVP-Fraktion gesagt –: Peter Haubner hat heute mehrfach die freiheitlichen Anträge gelobt, auch der Herr Bundesminister hat lobende Worte darüber verloren. Wir gehen davon aus, dass zumindest die ÖVP als Regierungsfraktion diese Anträge auch unterstützen wird. Ich darf Sie übrigens aufklären: Das sind Ihre eigenen Anträge vom Wirtschaftsbund, die Sie erfolgreich in der Wirtschaftskammer eingebracht haben, also sollte das auf parlamentarischer Ebene kein Problem sein (Abg. Haubner: Guter Inhalt! Die Frage ist allerdings die Urheberschaft!); Sie werden unsere Anträge mit Sicherheit unterstützen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Krainer: Wo gibt es diese Abgabenquote?
Herr Wirtschaftsminister, noch ganz kurz zum Wirtschaftsbudget: Es ist natürlich nicht alles so schön; da gilt es jetzt schon ein paar konkrete Dinge zu erwähnen. Wir sind ein Hochsteuerland, Sie haben es selbst gesagt. Man spricht bereits erstmals in dieser Republik vom Steuerstreik, und das kommt nicht von ungefähr, wenn man eine Steuer- und Abgabenquote von 45 Prozent hat. Die Steuerlast erdrückt auf der einen Seite die Arbeitnehmer, aber natürlich auch die Arbeitgeber. (Abg. Krainer: Wo gibt es diese Abgabenquote?)
Abg. Krainer: Na sicher, nur Sie machen das!
Wo? – Gehen Sie einmal hinaus! Der „Zauberlehrling“ Kai Jan Krainer! Sie waren wahrscheinlich noch nie in einem Betrieb und haben sich dort mit den Menschen unterhalten, mit den Unternehmern. (Abg. Krainer: Na sicher, nur Sie machen das!) – Ja, wir haben erst unlängst Dutzende Betriebe besucht. Reden Sie einmal mit den Unternehmern! Sie würden gerne Arbeitsplätze schaffen, können es aber nicht, weil die Steuerlast so extrem hoch ist. (Abg. Krainer: Haben Sie das schon gefragt?)
Abg. Krainer: Haben Sie das schon gefragt?
Wo? – Gehen Sie einmal hinaus! Der „Zauberlehrling“ Kai Jan Krainer! Sie waren wahrscheinlich noch nie in einem Betrieb und haben sich dort mit den Menschen unterhalten, mit den Unternehmern. (Abg. Krainer: Na sicher, nur Sie machen das!) – Ja, wir haben erst unlängst Dutzende Betriebe besucht. Reden Sie einmal mit den Unternehmern! Sie würden gerne Arbeitsplätze schaffen, können es aber nicht, weil die Steuerlast so extrem hoch ist. (Abg. Krainer: Haben Sie das schon gefragt?)
Beifall bei der FPÖ.
Ja, ich selber habe auch ein Ein-Personen-Unternehmen. Ich kann darüber sprechen, und ich weiß wovon ich spreche, Herr Krainer! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Krainer – in Richtung Präsident Hofer –: Hören Sie zu!
Sie kommen aus dem geschützten Bereich, aus der Arbeiterkammer und haben doch überhaupt keine Ahnung. Sie sind ein Apparatschik, ein Kammerfunktionär, und Sie haben keine Ahnung davon, was sich in der Praxis abspielt! (Abg. Krainer – in Richtung Präsident Hofer –: Hören Sie zu!) Ich stehe auch zu diesen Worten, überhaupt keine Frage!
in Richtung Abg. Krainer
Herr Wirtschaftsminister, Sie müssen aus unserer Sicht budgetär in Zukunft sicherlich etwas mehr für die Wirtschaft tun. Ich wiederhole die drei „R“, die ich auch im Wirtschaftsausschuss schon erwähnt habe: Wir haben Rekordsteuern – auch wenn Sie (in Richtung Abg. Krainer) das nicht so sehen –, wir haben Rekordschulden, und wir haben in Österreich auch eine Rekordarbeitslosigkeit.
Beifall bei der FPÖ.
Wir müssen noch mehr Kraftanstrengung in die Segmente und Ministerien, die für Produktivität in unserer Republik sorgen, hineinstecken; also bitte – für die zukünftigen Budgets –, die Wirtschaft noch deutlich mehr unterstützen! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Krainer: Das gibt normalerweise einen Ordnungsruf!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Meine Damen und Herren, ich möchte darauf hinweisen, dass es dem Haus guttut, wenn wir in der Sache sehr hart argumentieren, aber, wenn es irgendwie geht, bei den persönlichen Angriffen nicht zu hart agieren. (Abg. Krainer: Das gibt normalerweise einen Ordnungsruf!)
Abg. Krainer: Das ist schon eine parteiische Vorsitzführung! – Abg. Winzig – mittlerweile beim Rednerpult angelangt –: Bin ich am Wort oder nicht?
Zu Wort gelangt nunmehr Frau Abgeordnete Dr. Winzig. – Bitte. (Abg. Krainer: Das ist schon eine parteiische Vorsitzführung! – Abg. Winzig – mittlerweile beim Rednerpult angelangt –: Bin ich am Wort oder nicht?) – Einen Moment bitte!
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie des Abg. Strolz.
Abgeordnete Dr. Angelika Winzig (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Kollege Strolz, Sie haben sich jetzt gerühmt, dass Sie zwei Tage bei den Bürgerinnen und Bürgern waren. Ich muss dazu sagen: Alle anderen Abgeordneten sind das das ganze Jahr von Montag bis Sonntag – und das außerhalb der Parlamentstagungszeit. (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie des Abg. Strolz.)
Beifall bei der ÖVP.
Da Sie, Herr Abgeordneter Strolz, auch noch das Thema Wählertäuschung angeschnitten haben: Sie waren vorhin nicht im Saal. Bitte stellen Sie auch Ihr Facebook-Posting richtig, denn man kann Othmar Karas nur ins EU-Parlament wählen, wenn man ÖVP ankreuzt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Minister Mitterlehner, wir und vor allem alle österreichischen Betriebe wissen, dass du der Garant für unseren erfolgreichen Wirtschaftsstandort bist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Podgorschek: Man darf nicht alles glauben, was in den Zeitungen steht!
Nochmals das Zitat: „Durchlaucht Ebola kann“ Einwanderungsproblem „in drei Monaten regeln.“ Lassen Sie sich das bitte auf der Zunge zergehen, und dann reden Sie nicht mehr weiter von Extremismus! Das ist nämlich die Aussage, die dem entgegenzuhalten ist. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Podgorschek: Man darf nicht alles glauben, was in den Zeitungen steht!)
Beifall bei den Grünen.
Ich bin mit 37 000 Stimmen aus Kärnten hier hereingewählt worden, um das freiheitliche Budgetdesaster aufzuräumen – und dann treffe ich hier die Leute wieder, die sich als die Retter darstellen. Das ist schon ein bisschen komisch, da komme ich mir manchmal vor wie im falschen Film. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Haubner: Das hat schon einmal wer gesagt!
Lieber lasse ich meinen Hund auf eine Knackwurst aufpassen als die FPÖ auf ein Budget, aber das ist ein anderes Thema. (Abg. Haubner: Das hat schon einmal wer gesagt!)
Beifall bei den Grünen.
Die Wirtschaftsförderung insgesamt wird um 6 Prozent gekürzt. Das ärgert mich an sich noch nicht, weil wir auch einmal ganz klar und deutlich sagen wollen: Die Wirtschaft lebt ja nicht von Förderungen, sondern die Wirtschaft lebt von Rahmenbedingungen. Das muss auch die Politik einmal verstehen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn wir hier teilweise über Kleinbeträge herumstreiten, dann will ich schon einmal auch feststellen, dass wir in Österreich – die letzte Statistik ist von 2012 – 17,3 Milliarden €, also 17 300 Millionen € für Energieimporte ausgeben. Dieses Geld fließt ab nach Dubai, nach Russland, in die ganzen Ölstaaten, wir kennen das – und da wäre aus grüner Sicht eigentlich der richtige Ansatz. Wenn ich jetzt einmal ganz plakativ 20 Prozent Mehrwertsteuer von diesen 17,3 Milliarden € berechne, dann hätte ich ja 3,5 Milliarden €, und das ist ungefähr das, was auch machbar wäre, womit wir das Land durch ein ambitioniertes Energiewendeprogramm wirklich in Aufbruchsstimmung versetzen könnten. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Pirklhuber: Das ist richtig!
Und da kommen die Arbeiterkammer und die Sozialdemokraten und erfinden eine Solarsteuer, also etwas total Befremdliches. Das heißt, wenn ich eigenen Solarstrom produziere, muss ich quasi für Eigenverbrauch, für Eigenproduktion Steuern zahlen. Jetzt gibt es wohl zum Glück einen kleinen Kompromiss, und Kollegin Christiane Brunner hat diesbezüglich auch einen Antrag eingebracht, um diese Solarsteuer wegzubekommen, aber es ist wie gesagt nur ein Kompromiss, und alle, die über 25 000 Kilowattstunden produzieren, werden in Zukunft für die Eigenproduktion besteuert. Das ist so, als würde ich für die Radieschen in meinem Garten oder für die Erdbeeren Steuern zahlen müssen. Komplett befremdlich! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Pirklhuber: Das ist richtig!)
Abg. Podgorschek: Da müssen Sie irgendwie ein Trauma haben!
Bei aller Kritik kann mich manches im Vergleich zur FPÖ-Politik, das gebe ich ja ehrlich zu, gar nicht mehr aufregen. Ich komme schließlich aus einer blau regierten Landeshauptstadt, da wird dann alles sehr relativ. (Abg. Podgorschek: Da müssen Sie irgendwie ein Trauma haben!) Wir würden mehr Geld in die thermische Sanierung investieren, wir möchten mehr Geld im Bereich Bildung, für unsere Universitäten. Wir wollen ansetzen im Bereich der Bürokratie. Da haben wir gerade wieder erlebt, dass betreffend kleine GesmbH zurückgerudert wird. Wir wissen, und da habe ich mir die Zahlen noch genau angeschaut, dass es in den letzten zehn Monaten 6 841 GesmbH-Gründungen gab, davon haben 95 Prozent die kleine GesmbH-Lösung, also die mit herabgesetztem Stammkapital, in Anspruch genommen. Wir müssen also hier ansetzen.
Beifall bei den Grünen.
Wesentlich erscheint mir, dass wir einfach einmal eine Politik schaffen, die nicht nur vom Fördern redet, denn fördern kann in Wirklichkeit jeder, fürs Fördern braucht man nicht einmal besonders viel Gehirnschmalz, sondern nur Geld. Wir müssen endlich über die Rahmenbedingungen reden, über gute Rahmenbedingungen, über gute Bürokratie für die österreichische Wirtschaft. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
fachung der Ökostromförderung weiter zu diskutieren, aber ich habe nur 3 Minuten Redezeit, deshalb müssen wir das auf ein anderes Mal verschieben. Ich meine aber, so schlecht haben wir die Ökostromförderung, die wir hier gemeinsam im Haus beschlossen haben, nicht gemacht. Und alle, die darüber etwas zu sagen hatten in der Vergangenheit, haben eigentlich festgestellt, dass wir im Gegensatz zu dem, was die Folgen in Deutschland gewesen sind, die richtigen Schritte gesetzt haben. Darauf können wir alle miteinander sehr stolz sein, meine Damen und Herren. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Brunner: Und was ist mit Energieeffizienz?
Die energiepolitische Herausforderung ist meiner Meinung nach die Frage: Welche Folgen haben diese Abschaltungen für die Versorgungssicherheit und ist es im Interesse des Wirtschaftsstandortes, dass wir uns noch mehr als bisher von Stromimporten abhängig machen sollen und leichtfertig Erzeugungskapazitäten einfach streichen? (Abg. Brunner: Und was ist mit Energieeffizienz?)
Beifall bei SPÖ und Grünen.
Daher: Nach Lösungen suchen in der Arbeitsgruppe, ein Konzept vorlegen – und eine Steuerreform so rasch wie möglich hier im Haus beschließen. (Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Zwischenbemerkung von Bundesminister Mitterlehner.
Es gibt auch den Global Competitiveness Index des World Economic Forum und den Corruption Perceptions Index von Transparency International. In all diesen Indizes fallen wir. Das heißt, es ist ein Trend da, der nicht wegzuleugnen ist, und diesen Trend müssen wir umkehren. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Mitterlehner.) – Wir können nachher gerne darüber plaudern, ich habe jetzt nur wenig Zeit, leider. (Bundesminister Mitterlehner: Sie sollen nur die Fakten sagen! – Abg. Jarolim: Ich glaube, das ist nicht aktuell!) – Das ist eine ganz neue Statistik von Deloitte.
Bundesminister Mitterlehner: Sie sollen nur die Fakten sagen! – Abg. Jarolim: Ich glaube, das ist nicht aktuell!
Es gibt auch den Global Competitiveness Index des World Economic Forum und den Corruption Perceptions Index von Transparency International. In all diesen Indizes fallen wir. Das heißt, es ist ein Trend da, der nicht wegzuleugnen ist, und diesen Trend müssen wir umkehren. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Mitterlehner.) – Wir können nachher gerne darüber plaudern, ich habe jetzt nur wenig Zeit, leider. (Bundesminister Mitterlehner: Sie sollen nur die Fakten sagen! – Abg. Jarolim: Ich glaube, das ist nicht aktuell!) – Das ist eine ganz neue Statistik von Deloitte.
Beifall bei den NEOS.
Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Alm.
und Herren auf der Galerie und zu Hause an den Fernsehschirmen! Herr Alm, ich hoffe, Sie sind gestern von der Kärntner Wahltour gut nach Hause gekommen. (Zwischenruf des Abg. Alm.) – Richtig, ich war nicht unten. Man hat mir ein paar Fotos geschickt, auf denen man Sie beim Prospektverteilen für die EU-Wahl statt bei der parlamentarischen Arbeit sieht. (Abg. Strolz hält eine Tafel mit der Aufschrift „Zur Budgetlüge“ in die Höhe.)
Abg. Strolz hält eine Tafel mit der Aufschrift „Zur Budgetlüge“ in die Höhe.
und Herren auf der Galerie und zu Hause an den Fernsehschirmen! Herr Alm, ich hoffe, Sie sind gestern von der Kärntner Wahltour gut nach Hause gekommen. (Zwischenruf des Abg. Alm.) – Richtig, ich war nicht unten. Man hat mir ein paar Fotos geschickt, auf denen man Sie beim Prospektverteilen für die EU-Wahl statt bei der parlamentarischen Arbeit sieht. (Abg. Strolz hält eine Tafel mit der Aufschrift „Zur Budgetlüge“ in die Höhe.)
Abg. Strolz: Wir haben uns daran gehalten!
Einen Satz möchte ich noch ergänzen, obwohl ich das Thema nicht strapazieren will. Herr Klubobmann Strolz, wir kennen uns schon relativ lange. Sie sind auch Unternehmer. Was würden Sie zu Ihren Mitarbeitern sagen, wenn diese sich nicht an die Hausordnung halten, nicht an die Geschäftsordnung halten? (Abg. Strolz: Wir haben uns daran gehalten!) Wenn man in einer der wichtigsten Wochen der parlamentarischen Arbeit im Jahr hergeht, die Koffer zusammenpackt und verschwindet, dann, wenn man am notwendigsten gebraucht wird? Sie sind angetreten: neuer Stil in der Politik, neue politische Kultur.
Abg. Strolz hält eine Tafel mit der Aufschrift „Stimmt nicht“ in die Höhe.
Man hat im Klub von euch niemanden gesehen, sondern Sie haben diese Woche, in der am Sonntag EU-Wahlen sind, dafür verwendet, um hinauszugehen. (Abg. Strolz hält eine Tafel mit der Aufschrift „Stimmt nicht“ in die Höhe.) – Sie haben das heute hier gesagt. Sie waren auf den Marktplätzen und haben EU-Wahlprospekte verteilt. Wir können die Fotos bringen, die uns zugesandt wurden. – Ich bin enttäuscht! (Beifall bei der ÖVP. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)
Beifall bei der ÖVP. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und NEOS.
Man hat im Klub von euch niemanden gesehen, sondern Sie haben diese Woche, in der am Sonntag EU-Wahlen sind, dafür verwendet, um hinauszugehen. (Abg. Strolz hält eine Tafel mit der Aufschrift „Stimmt nicht“ in die Höhe.) – Sie haben das heute hier gesagt. Sie waren auf den Marktplätzen und haben EU-Wahlprospekte verteilt. Wir können die Fotos bringen, die uns zugesandt wurden. – Ich bin enttäuscht! (Beifall bei der ÖVP. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)
Beifall bei der FPÖ.
Wirtschaft ist aber auch die Lebensgrundlage für den Staat sowie dessen Bevölkerung. Steuern und Abgaben haben ihre Berechtigung, jedoch mit Maß und Ziel. Derzeit besteht der Eindruck, dass sowohl Unternehmer als auch Arbeitnehmer am Ende der finanziellen Belastbarkeit angelangt sind. (Beifall bei der FPÖ.) Beweis hiefür ist eine hohe Zahl an Insolvenzen sowie Firmenabwanderungen.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Krainer: Jetzt war er schon ein bisschen emotional!
Nun zum Thema Wasser. Der Vorstellung der NEOS, insbesondere jener von Frau Dr. Mlinar, unser Wasser zu verkaufen, ist eine entscheidende Absage zu erteilen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Krainer: Jetzt war er schon ein bisschen emotional!)
Beifall bei der SPÖ.
Ein anderer Bereich, der mir wirklich wichtig ist und der auch zu einer Verbilligung im Wohnbau beiträgt, betrifft die Normen, die im Zusammenspiel mit den OIB-Richtlinien sicherlich auch zu einer Verteuerung beitragen. Eine eigene österreichische Normenstrategie ist vorgesehen, und die Arbeit dazu hat ja bei Ihnen im Ministerium schon begonnen. Wir sind der Meinung, dass eine gut durchdachte Normenstrategie auch alle wesentlichen Interessengruppen einschließen muss – die Wirtschaft, die Konsumenten, aber auch die öffentlichen Gebietskörperschaften. Insofern spielt ja die Normenstrategie eine sehr wichtige Rolle im Wirtschaftsleben, und daher sollte sie auch so konzipiert sein, dass volle Transparenz der Beteiligten, dass Mitarbeitsmöglichkeit von Konsumentenschützern, dass auch eine demokratische Legitimierung und so weiter – es gibt sehr viele Faktoren – gewährleistet sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend noch ein paar Bemerkungen zur BIG. In den letzten Jahren hat ja die Bundesimmobiliengesellschaft eine wichtige Rolle bei den Konjunkturprogrammen des Bundes gespielt, diese Funktion sollte natürlich weiterhin wahrgenommen werden. Der Herr Minister hat die Erfolgsgeschichte aufgrund der beachtlichen Einnahmen für die Republik bereits im Ausschuss hervorgehoben. Die zukünftigen Bilanzen der ARE werden sehr wichtig sein und die Erfolge auch darstellen. Und auch die Entwicklung der BIG lässt sich anhand der Zahlen – so wie es im Ausschuss gesagt wurde –, anhand der Dividenden, die dem Budget zufließen, darstellen: Es waren 12 Millionen € im Jahr 2010, die im Jahr 2013 auf 46 Millionen € gestiegen sind. Bis zum Jahr 2015 sollen laut Budgetentwurf dem Bund dadurch 69,5 Millionen € zufließen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir Freiheitlichen haben in den letzten Tagen vermehrt mehr Geld gefordert – mehr Geld für die Wissenschaft, mehr Geld für die Bildung, mehr Geld für Forschung, mehr Geld für die Landesverteidigung –, weil wir der Meinung sind, dass wir vor allem Impulse für unsere Jugend und für unsere Zukunft brauchen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Krainer: Das ist ein echter Experte, der Schellhorn!
Ich darf anmerken, dass das Folgende nicht originär von mir kommt, sondern das orientiert sich stark an einem Artikel, den der Agenda-Austria-Direktor Franz Schellhorn verfasst hat und der in der steirischen „Kleinen Zeitung“ Anfang Mai abgedruckt wurde. (Abg. Krainer: Das ist ein echter Experte, der Schellhorn!) Eine Person und eine Zeitung, die nicht gerade im Verdacht stehen, freiheitliche Organe zu sein. Ich teile aber das in diesem Artikel Dargelegte in großem Umfang.
Abg. Krainer: Das ist Teil des Systems!
Zweiter Punkt: Pensionen sichern, wie es die Schweden machen. Unserem Pensionssystem fehlen bereits heute 10 Milliarden € pro Jahr. Jahr für Jahr! (Abg. Krainer: Das ist Teil des Systems!) Wenn ich dann vonseiten der Sozialdemokratie ständig höre,
Beifall bei der FPÖ.
Wir müssen für das Thema Erhöhung des faktischen Pensionsantrittsalters eine Lösung finden, wir müssen uns da etwas einfallen lassen, wir müssen die Nachfrage nach diesen erfahrenen und sehr wertvollen Arbeitskräften ankurbeln. Es könnte etwa mit spürbar niedrigeren Sozialversicherungsbeiträgen oder mit echten Steuerbegünstigungen gehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind fit, wir sind reif fürs Finale, wir wollen und können gegen die Deutschen, die Schweden, die Schweizer antreten, aber: Schaffen Sie bitte endlich die Rahmenbedingungen, damit wir dabei sein können! Wir brauchen Laufschuhe, bitte, Laufschuhe! Was Sie uns momentan geben, sind Skischuhe aus Blei. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Gartelgruber: Nein, der ist nicht unangebracht! Absolut richtig ist der!
Gehemmt wurde das durch die Wirtschafts- und Finanzkrise. Auch wenn Österreich hier vergleichsweise besser da steht – der Vergleich mit den bleiernen Schischuhen ist sehr plakativ, aber unangebracht (Abg. Gartelgruber: Nein, der ist nicht unangebracht! Absolut richtig ist der!) –, weil wir besser durch die Krise gekommen sind dank der Wirtschaft und der Arbeitnehmer, aber auch dank der politischen Unterstützung, so ist es doch notwendig, dass die Staatsfinanzen gesund sind, um eben zu stabilisieren und vorzusorgen, um auch gleichzeitig eine nachhaltige Entwicklung in den Regionen sicherstellen zu können.
Beifall bei der ÖVP.
Eine wichtige Entscheidung ist vor Kurzem auf europäischer Ebene getroffen worden: Die Fördergebiete, wo in Österreich regional Unterstützung gegeben werden kann, sind ausgeweitet worden. Das Burgenland ist zur Gänze Übergangsregion, aber viele andere Regionen auch. Und ich darf Herrn Dr. Mitterlehner, stellvertretend für die Bundesregierung, danken dafür und gratulieren dazu, dass es gelungen ist, die Gebiete auszuweiten, in denen Regionalförderung gegeben wird. Herzliche Gratulation dazu! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Hier könnte man noch vieles aufzählen, was notwendig ist. Insbesondere im Wirtschaftsressort, aber auch in anderen Ressorts sind Mittel budgetiert, um in den Internetausbau zu investieren – wir brauchen den Breitbandausbau –, aber auch um Klein- und Mittelbetriebe zu unterstützen. Die Internationalisierungsoffensive hat Reinhold Mitterlehner angesprochen. Das alles sind Maßnahmen, die schwächere Regionen stärken, um vitale ländliche Räume zu haben. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte als Erste der Betriebe die Ein-Personen-Unternehmen nennen: zum einen, weil sie in den letzten Wochen von einer politischen Gruppierung besonders attackiert worden sind, zum anderen, weil sie nicht in ihrer vollen Bedeutung wahrgenommen werden. Ich möchte darauf hinweisen, dass die Ein-Personen-Unternehmen sehr innovativ sind und sehr gute Voraussetzungen für die Zukunft haben, und ich möchte auch deren soziale Absicherung einfordern. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Da war der Finanzminister schon schwarz!
Und zu der Freiheitlichen Partei: Wer sich noch erinnern kann und länger selbständig ist, der weiß es, es hat eine 13. Umsatzsteuereinforderung gegeben – unter einem blauen Finanzminister! Also die Freiheitliche Partei hat es in der Regierung ganz anders gemacht. (Ruf bei der FPÖ: Da war der Finanzminister schon schwarz!)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend: Ich weiß, wir sind auf gutem Wege, und gemeinsam sollte uns die positive Weiterentwicklung gelingen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Wir können durchaus sehr stolz sein auf die Unternehmen in unserem Land, die Innovationsgeist, Innovationsfähigkeit und -bereitschaft zeigen. Und das sollten wir natürlich auch unterstützen. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Danke daher an Herrn Minister Mitterlehner für seine Anstrengungen im Bereich der Forschung für den Forschungsplatz Österreich. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, die Tourismus- und Freizeitwirtschaft ist eine wichtige Branche für die Volkswirtschaft. Das Budget trägt diesem Umstand trotz des eingeschlagenen Konsolidierungskurses Rechnung und beinhaltet die richtigen Ansätze, um die Tourismus- und Freizeitwirtschaft unter schwierigen Rahmenbedingungen zukunftsfit zu machen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kogler: Ich habe es gesehen, da wart ihr im Fernsehen!
Abgeordneter Ing. Hermann Schultes (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Meine geschätzten Damen und Herren im Hohen Haus! Ich durfte unlängst in der Hans-Mandl-Berufsschule bei einer Europadiskussion dabei sein. (Abg. Kogler: Ich habe es gesehen, da wart ihr im Fernsehen!) Das ist eine Berufsschule, in der junge Menschen auf ihren Beruf in der Gastronomie und in der Tourismuswirtschaft vorbereitet werden. Das ist die andere Seite unserer Budgetpolitik. Dort sehen wir nämlich, wie unser Geld und die Maßnahmen in der Wirklichkeit ankommen.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
dass unsere jungen Leute von internationalen Wettbewerben Trophäen heimbringen, dann weiß man, dass gut gearbeitet wird. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Yilmaz.
Unsere Leistungen, die wir auf dem Land erbringen, sollen in Wertschöpfung umgewandelt werden. Und meine Damen und Herren, diese Wirtschaftspolitik kann das, wir sind gut unterwegs; und es geht nicht darum, mehr Geld einzusetzen, sondern darum, jenes Geld, das wir haben, richtig einzusetzen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Yilmaz.)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.
Aber ich freue mich trotzdem, dass die NEOS da sind, denn ich habe mich schon lange gefragt, warum sie eigentlich nicht da waren. Jetzt bin ich auf den eigentlichen Grund draufgekommen, warum die NEOS die letzten drei Tage nicht da waren. Ganz einfach: Sie haben Verstecken gespielt, nur hat sie leider keiner gesucht. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher mein Appell auch an den Finanzminister: Wenn man von einer Trendwende spricht, dann muss man sie auch bitte einläuten! Die Menschen warten darauf in diesem Land. (Beifall bei der SPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.
Wenn die Bürger und Bürgerinnen nichts im Börserl haben, dann haben sie auch nichts zum Ausgeben, also: Runter mit den Steuern und her mit einer gerechten Gegenfinanzierung! (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Gartelgruber: Das hätten wir ja sonst sehr vermisst!
Noch ein paar Worte zu meiner Lieblingsoppositionspartei, zu den Vertretern der FPÖ. (Abg. Gartelgruber: Das hätten wir ja sonst sehr vermisst!) – Eben. Ich finde es extrem schade, dass Kollege Strache nicht da ist (Abg. Gartelgruber: Nein, nein !), denn ich hätte ihn echt gerne gefragt: Wie ist denn das so, wie geht denn das zusammen? Denn man sagt immer: Weniger Steuern, mehr ausgeben! Und überhaupt sind immer alle anderen schuld, nur man selber nicht.
Abg. Gartelgruber: Nein, nein !
Noch ein paar Worte zu meiner Lieblingsoppositionspartei, zu den Vertretern der FPÖ. (Abg. Gartelgruber: Das hätten wir ja sonst sehr vermisst!) – Eben. Ich finde es extrem schade, dass Kollege Strache nicht da ist (Abg. Gartelgruber: Nein, nein !), denn ich hätte ihn echt gerne gefragt: Wie ist denn das so, wie geht denn das zusammen? Denn man sagt immer: Weniger Steuern, mehr ausgeben! Und überhaupt sind immer alle anderen schuld, nur man selber nicht.
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wenn ich mir die Meldungen der FPÖ-Mandatare dieser Tage so anhöre, dann stelle ich mir wirklich die Frage: Wie groß ist denn das Verständnis über Wirtschaft und Ökonomie in Ihren Reihen wirklich? (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Es steht mir nicht an, diese Frage zu beantworten, aber es wäre sehr spannend, diese zu diskutieren.
Abg. Gartelgruber: Eins, zwei, drei!
Aber eine Frage, meine lieben Freunde, kann ich sehr wohl beantworten, und zwar die Frage, die Herr Strache bis dato ständig beharrlich bestritten hat, nämlich (Abg. Gartelgruber: Eins, zwei, drei!): Wer ist schuld am Hypo-Desaster? – Richtig, drei Buchstaben: FPÖ. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Podgorschek: Untersuchungsausschuss!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Podgorschek: Untersuchungsausschuss!
Aber eine Frage, meine lieben Freunde, kann ich sehr wohl beantworten, und zwar die Frage, die Herr Strache bis dato ständig beharrlich bestritten hat, nämlich (Abg. Gartelgruber: Eins, zwei, drei!): Wer ist schuld am Hypo-Desaster? – Richtig, drei Buchstaben: FPÖ. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Podgorschek: Untersuchungsausschuss!)
Abg. Podgorschek: Es kommt alles noch heraus!
Sie erzählen und versprechen den Menschen das Blaue vom Himmel. Stellen Sie sich doch endlich da heraus und entschuldigen Sie sich für das, was Sie den Menschen in diesem Land angetan haben! (Abg. Podgorschek: Es kommt alles noch heraus!)
Abg. Zanger: Hör auf zu reden, es hört eh keiner mehr zu!
Zum Schluss: Ja zum Budget, aber auch ein großes Ja für eine Steuerreform nach sozialdemokratischem Verständnis. Das heißt, Entlasten des Faktors Arbeit und Belasten des Faktors Kapital. (Abg. Zanger: Hör auf zu reden, es hört eh keiner mehr zu!)
Beifall bei der SPÖ.
die sozialdemokratische Wende verdient! Gehen Sie sorgsam mit Ihrer Stimme um, denn wer die FPÖ wählt, wählt das nächste Hypo-Desaster. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Wirtschaft ist nämlich nicht nur – man versucht immer wieder, das so darzustellen – Unternehmerin und Unternehmer, sondern Wirtschaft ist UnternehmerIn und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Erst gemeinsam machen wir die Wirtschaft aus. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist heute die Zwangsmitgliedschaft angesprochen worden. Ich möchte Ihnen nur sagen: 360 000 Servicekontakte hat allein die Wirtschaftskammer Wien im vergangen Jahr durchgeführt. Wenn wir davon ausgehen, dass 50 Prozent Ein-Personen-Unternehmen sind, dann sind das 180 000 Services, die diese Unternehmen in Anspruch genommen haben. So viel zur Abschaffung der Wirtschaftskammer. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Daher gratuliere ich Ihnen und danke Ihnen für diese Maßnahmen, die Sie gesetzt haben, insbesondere dafür, dass es Ihnen gelungen ist, im Bereich Forschung und Wissenschaft mehr Mittel zur Verfügung zu haben. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Schluss darf ich noch eine erfreuliche Zahl verlesen. Die Statistik Austria hat gerade jetzt, Anfang Mai, bestätigt, dass in Österreich so viel Geld wie noch nie für den Bereich der Forschung und Entwicklung investiert wird. Es ist immerhin ein Betrag von 9,32 Milliarden €. Ich möchte also sagen: Wir sind gut unterwegs! Auf den Weg zur Weltspitze gilt es aber, noch deutlich zuzulegen und weiterzumachen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Lichtenecker.
Es sind heute auch die 100 Millionen € angesprochen worden, die für die thermische Sanierung aus den Bundesbudgets zur Verfügung gestellt werden. Letztlich möchte ich noch jene 30 Millionen € anführen, die als Bonus für Handwerkerdienstleistungen im Zusammenhang mit der Modernisierung, Erhaltung und Renovierung von Wohnraum bereitgestellt werden. (Zwischenruf der Abg. Lichtenecker.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! All das sind Maßnahmen, die die Schaffung von Wohnraum ankurbeln. Nur ein funktionierender Wohnungsmarkt ist Garant für leistbares Wohnen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein Satz aber noch zu Frau Kollegin Nachbaur, die jetzt leider nicht im Saal ist: Arbeitsinspektorat, Brandschutzbeauftragte, Sicherheitsfachkräfte – das sind genau jene Sozial- und Sicherheitsstandards, auf die wir Sozialdemokraten stolz sind, und die lassen wir uns auch nicht wegnehmen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Matznetter: Hört, hört!
Sagen Sie doch auch, wie die Schweiz manches gegenfinanziert. Sie haben zum Beispiel kürzlich einen Antrag über 36 Monate Karenzgeld hier mit uns diskutiert. Sagen Sie doch auch dazu, dass die Schweiz nicht 36 Monate, sondern 14, aber nicht Monate, sondern Wochen, Müttergeld hat. Und das war’s. (Abg. Matznetter: Hört, hört!) Wollen Sie das? Wir wollen diese Gegenfinanzierung nicht. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Podgorschek: Wieso fahren Vorarlberger in die Schweiz arbeiten, aber keine Schweizer nach Österreich?)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Podgorschek: Wieso fahren Vorarlberger in die Schweiz arbeiten, aber keine Schweizer nach Österreich?
Sagen Sie doch auch, wie die Schweiz manches gegenfinanziert. Sie haben zum Beispiel kürzlich einen Antrag über 36 Monate Karenzgeld hier mit uns diskutiert. Sagen Sie doch auch dazu, dass die Schweiz nicht 36 Monate, sondern 14, aber nicht Monate, sondern Wochen, Müttergeld hat. Und das war’s. (Abg. Matznetter: Hört, hört!) Wollen Sie das? Wir wollen diese Gegenfinanzierung nicht. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Podgorschek: Wieso fahren Vorarlberger in die Schweiz arbeiten, aber keine Schweizer nach Österreich?)
Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.
Es ist zum Beispiel so, Herr Minister, dass die Bregenzer Festspiele einen Erlös pro Karte von 74 € haben. Beim Burgtheater in Wien sind es gerade einmal 17 € pro verkaufte Karte. Was ist da für eine kaufmännische Führung? In Vorarlberg haben wir bei den Bregenzer Festspielen einen Eigendeckungsgrad von 85 Prozent, und die Gesamteinnahmen kommen zu 63 Prozent durch den Kartenverkauf. Bei der Burg sind es nur 17 Prozent. Kann das wirklich im Sinne des Gesetzgebers sein? (Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.)
Beifall bei der ÖVP.
Eine Zahl macht mich wirklich nachdenklich. Ich finde, da sollte Minister Ostermayer darüber nachdenken, wie er mit den Mitteln umgeht. Wenn nämlich bei den Bregenzer Festspielen gerade einmal 27 € an Subventionen pro Karte ankommen und bei der Burg 105 €, dann, muss ich sagen, werden die Mittel nicht richtig eingesetzt. Herr Minister, wirken Sie bitte auf Minister Ostermayer ein, damit diese Mittel entsprechend verteilt werden, damit die Bregenzer Festspiele auch in Zukunft ein solcher Motor des Tourismus in Vorarlberg sein können! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
In der Praxis haben gerade ArbeitgeberInnen den Verhandlungstisch verlassen und verzichten momentan auf Kollektivvertragsverhandlungen im Bereich Hotel und Gastgewerbe, die genau für diesen Qualitätstourismus, für diesen hohen Anspruch zuständig wären. Und nach letzten Meldungen, wo es Rekordergebnisse gegeben hat, muss ich schon sagen, dass es logisch und klar ist, dass 200 000 Beschäftigte in diesem Bereich auch ihren gerechten Anteil von diesem Kuchen haben wollen. Das ist doch möglich. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ – Abg. Lausch: Super!
Weiters: Gerade weil im kommenden Jahr durch die Austragung des Eurovision Song Contests neue Herausforderungen an den Tourismus gestellt werden, mein Appell: Arbeitgeber zurück an den Verhandlungstisch! Und ja, Kollege Themessl von der Partei des kleinen Mannes, wir werden uns auch in Zukunft für die Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einsetzen, ob es Ihnen passt oder nicht (Beifall bei der SPÖ – Abg. Lausch: Super!), denn uns sind motivierte MitarbeiterInnen in diesem Bereich auch nicht wurst. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Weiters: Gerade weil im kommenden Jahr durch die Austragung des Eurovision Song Contests neue Herausforderungen an den Tourismus gestellt werden, mein Appell: Arbeitgeber zurück an den Verhandlungstisch! Und ja, Kollege Themessl von der Partei des kleinen Mannes, wir werden uns auch in Zukunft für die Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einsetzen, ob es Ihnen passt oder nicht (Beifall bei der SPÖ – Abg. Lausch: Super!), denn uns sind motivierte MitarbeiterInnen in diesem Bereich auch nicht wurst. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der FPÖ.
Außerdem würde das unserer Meinung nach noch zusätzlich dazu führen, dass die Zweiklassenjustiz, die es bei uns ohnehin schon gibt, noch verstärkt wird, weil jene Personen, die weniger Bildung, weniger Hintergrund haben, sich dann, wenn sie ein derartiges Urteil zugestellt bekommen, wahrscheinlich im Zweifelsfall nicht oder weniger wehren werden, während andere, die eben einen besseren Hintergrund haben, das sehr wohl tun werden. Das halten wir für sehr problematisch. Aber wir werden noch darüber debattieren und hoffen, dass wir da auch auf einen guten gemeinsamen Weg kommen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist nur ein Beispiel, es gibt viele andere. Da müssen wir sicherlich ansetzen, da müssen wir reformieren – verbessern, nicht reformieren. Sie haben auch schon angekündigt, sich das anzuschauen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Im Familienrecht gibt es Vorstöße, die wir nicht gut finden. Es geht konkret um die Adoption durch Homosexuelle. Wir sind der Meinung, dass man hier sehr behutsam vorgehen sollte. Man sollte jetzt nicht aus einer Euphorie heraus Schnellschüsse machen, denn mit Kindern darf man nicht experimentieren. Unseres Erachtens müsste man erst einmal wirklich genau prüfen, wie sich das auswirkt auf Kinder, auf Jugendliche, bevor man Schnellschüsse macht, um jetzt möglichst zeitgeistig und schnell zu reagieren. Das ist auch ein wichtiger Ansatz. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
All das steht an. Wir sind aufgrund der letzten Erfahrungen an sich guter Hoffnung, dass wir ein gutes Gesprächsklima in diesem Bereich haben werden, was auch sehr wichtig ist, denn die Justiz muss ja letztendlich von der gesamten Bevölkerung akzeptiert und daher auch von möglichst breiten Kreisen in der Politik getragen werden. Wir werden uns in diese Diskussionen sicherlich sehr konstruktiv mit einbringen und hoffen, dass wir der Justiz damit weiterhin guten Dienst erweisen, der Bevölkerung damit auch den Zugang zur Justiz erleichtern und auch das Ansehen der Justiz selbst verbessern. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Jarolim: Dass der Herr Strache nicht geklatscht hat, ist ungerecht! – Abg. Stefan: Der hat sicher irgendwo geklatscht!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Mag. Steinacker. – Bitte. (Abg. Jarolim: Dass der Herr Strache nicht geklatscht hat, ist ungerecht! – Abg. Stefan: Der hat sicher irgendwo geklatscht!)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn man die heutigen Äußerungen von Klubobmann Strolz gehört hat, ist zu sagen, er will offenbar das Strafgesetzbuch um den Tatbestand der Teilnahme an Nationalratssitzungen ergänzen, da er anwesende Abgeordnete als Komplizen, also als Mittäter einer Straftat, bezeichnet hat. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Bundesminister Brandstetter geht mit schwierigen Situationen hervorragend um. Dabei helfen ihm sein Gerechtigkeitsempfinden und seine soziale Kompetenz. Sofort nach Bekanntwerden des unfassbaren Vorfalls im Maßnahmenvollzug in Stein hat er gehandelt und alles getan, was „minister-möglich“ ist. Schon zu Beginn seiner Amtszeit hat er die Reform des Maßnahmenvollzugs prioritär auf seine Agenda gesetzt. Wir können unserem Justizminister auch da vertrauen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jarolim.
Das alles stimmt mich zuversichtlich. Wir sehen, es wird versprochen und umgesetzt, Schritt für Schritt, umsichtig und nach den Maßgaben dessen, was möglich ist, ohne unsere Kinder wieder mit neuen Schulden zu belasten. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jarolim.)
Abg. Jarolim: Ist die Redezeit eingestellt?
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt nun Herr Mag. Steinhauser. – Bitte. (Abg. Jarolim: Ist die Redezeit eingestellt?) – 7 Minuten.
Abg. Walter Rosenkranz: Nummer 15, mit Vorzugsstimmen zu wählen!
Zweitens: Sie haben die zuständigen Beamten, die möglicherweise Verantwortung tragen, suspendiert. Das war sicher keine leichte Entscheidung, zumal einer dieser suspendierten Beamten ein hochrangiger FPÖ-Gewerkschafter ist, der noch dazu ein EU-Kandidat der FPÖ ist. (Abg. Walter Rosenkranz: Nummer 15, mit Vorzugsstimmen zu wählen!) Mir ist klar, wenn man eine derartige Entscheidung trifft, dann gibt es Gegenwind. Die Zwischenrufe der FPÖ zeigen das auch. Ich gratuliere Ihnen dazu, dass Sie diesen notwendigen Schritt gesetzt haben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Zweitens: Sie haben die zuständigen Beamten, die möglicherweise Verantwortung tragen, suspendiert. Das war sicher keine leichte Entscheidung, zumal einer dieser suspendierten Beamten ein hochrangiger FPÖ-Gewerkschafter ist, der noch dazu ein EU-Kandidat der FPÖ ist. (Abg. Walter Rosenkranz: Nummer 15, mit Vorzugsstimmen zu wählen!) Mir ist klar, wenn man eine derartige Entscheidung trifft, dann gibt es Gegenwind. Die Zwischenrufe der FPÖ zeigen das auch. Ich gratuliere Ihnen dazu, dass Sie diesen notwendigen Schritt gesetzt haben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Sie selbst, Herr Justizminister, haben in Ihrem Budget definiert, Sie wollen eigentlich einen Ausgleich von einkommensmäßigen, sozialen und sonstigen Benachteiligungen sicherstellen. – Haben Sie aber nicht gemacht! Die Justiz ist nach wie vor eine Cashcow der österreichischen Politik, und ich halte das für unanständig. Ich halte es für unanständig, wenn man eine Gebührenbremse ankündigt, ich halte es aber auch für unanständig, weil es schlecht ist, wenn die Rechtsschutzsuchenden nicht mehr zu Gericht kommen und wir irgendwann einmal die Situation haben, dass sich nur mehr jene, die finanziell abgesichert sind, das Recht leisten können. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Justizminister, da sind Sie gefordert! Ich gestehe Ihnen zu, Sie kündigen Reformen an – wir warten darauf, dass sie auch kommen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich glaube, dass wir hier ein gutes Programm zustande bringen werden mit einer breiten Mehrheit, so, wie es in der Justiz an sich üblich ist. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Was ich daran eigentlich problematisch finde, wenn man das ins ordentliche Budget einstellt, ist, dass der Staat ja damit rechnet, dass es genug Verbrecher oder Steuersünder gibt, damit er sein eigenes Budget erfüllen kann. Der Sinn der Strafe muss ja sein, dass man sich ordentlich verhält! Wenn allerdings der Staat jetzt selbst sozusagen Profiteur ist vom Bruch des Rechts, das ins ordentliche Budget einstellt und damit sozusagen nicht als Butter aufs Brot behandelt, dann habe ich in gewisser Weise ein flaues Gefühl bei der Angelegenheit, meine Damen und Herren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
So möchte ich vielleicht zusammenfassend eine fiskalpolitische Maxime aufstellen. Der Gesetzgeber muss genug Geld zur Verfügung stellen, damit das Recht, insbesondere auch die Grundrechte, durchgesetzt werden können, auf der anderen Seite darf der Gesetzgeber nicht die Grundrechte beugen, um genau dieses Geld aufzubringen. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der ÖVP.
Dazu gehört ganz wesentlich und unbestritten eine effiziente und funktionierende Justiz, eine Justiz, die wir in den letzten Jahren alle gemeinsam, in gemeinsamen Anstrengungen, auch erfolgreich reformiert haben. Ich nenne beispielhaft ein neues Insolvenzrecht, Verfahrensbeschleunigungen, das Transparenzpaket – ein wesentlicher Teil in der Frage der Korruptionsbekämpfung –, die Schaffung einer modernen Gerichtsorganisation und die Einrichtung von Servicestellen bei den Landesgerichten. All das sind wichtige und – ich wiederhole – sehr arbeitsintensive Schritte für eine bessere und gerechte Justiz in unserem Land. Danke an dieser Stelle, Herr Minister, an Sie und Ihre Beamten im Resort, auch dass Sie mit dem vorgelegten Budget die gute Arbeit Ihrer Vorgängerin Beatrix Karl – sie ist am Sonntag wählbar – so exzellent fortführen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Strolz: Aus der Mitte!
Damit bin ich bei den NEOS. (Abg. Strolz: Aus der Mitte!) Mit Ihrem Verhalten in dieser Woche reihen Sie sich leider nahtlos in die unsäglichen Populisten und Demagogen Europas ein, und das enttäuscht viele Menschen. Sie haben der Politik in Österreich so einen riesigen Schaden beigefügt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Damit bin ich bei den NEOS. (Abg. Strolz: Aus der Mitte!) Mit Ihrem Verhalten in dieser Woche reihen Sie sich leider nahtlos in die unsäglichen Populisten und Demagogen Europas ein, und das enttäuscht viele Menschen. Sie haben der Politik in Österreich so einen riesigen Schaden beigefügt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neubauer: Der „OK“ kandidiert ja gar nicht für die ÖVP! – Ruf bei der ÖVP: Wie heißt eurer? Den habe ich noch gar nicht gehört!
Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger, Demagogie und Populismus trennt die Menschen, anstatt sie zusammenzuführen. Wer für ein friedliches, starkes, sicheres, aber auch gerechtes Europa ist, wem Kompetenz, Sachlichkeit und das Verständnis für dieses Friedensprojekt Europa ein echtes Anliegen sind, für den gibt es eine einzige sachlich begründbare Wahl am Sonntag. Nicht umsonst wird in den Gängen und auch zwischen den Sitzreihen getuschelt, dass in den letzten Tagen immer nur ein Spitzenkandidat namentlich genannt wurde – das wird schon seinen Grund haben. Daher: Wer am Sonntag Karas will, muss Karas wählen! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neubauer: Der „OK“ kandidiert ja gar nicht für die ÖVP! – Ruf bei der ÖVP: Wie heißt eurer? Den habe ich noch gar nicht gehört!)
Beifall bei den NEOS.
Abgeordnete Mag. Beate Meinl-Reisinger, MES (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuschauer! Ja, Herr Schönegger, Sie haben es auch wieder getan. Es wurde schon viel über die Würde dieses Hohen Hauses gesprochen – und ich finde das gut –, es wurde auch über die Verantwortung der Abgeordneten gesprochen – auch das finde ich gut –, ich empfinde es aber als Verantwortung der Abgeordneten, sich ernsthaft mit einem ernsthaften, vollständigen und wahrheitsgemäßen Budget auseinanderzusetzen. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Schönegger: Demagogisch, populistisch!
Betreffend den Brief möchte ich jetzt noch einmal kurz betonen, worum es hier geht (Abg. Schönegger: Demagogisch, populistisch!): Das ist nicht populistisch, das ist Aktionismus und vielleicht ein klitzekleines bisschen Anarchismus. Das können Sie mir vielleicht sagen, aber nicht Populismus. (Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.)
Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.
Betreffend den Brief möchte ich jetzt noch einmal kurz betonen, worum es hier geht (Abg. Schönegger: Demagogisch, populistisch!): Das ist nicht populistisch, das ist Aktionismus und vielleicht ein klitzekleines bisschen Anarchismus. Das können Sie mir vielleicht sagen, aber nicht Populismus. (Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.)
Abg. Heinzl: Sie nicht!
Also worum es hier geht, ist Folgendes: Wir haben eine Woche lang im Budgetausschuss verhandelt. (Abg. Heinzl: Sie nicht!) Wir haben ein Budget diskutiert und uns ernsthaft mit allen Kapiteln auseinandergesetzt. Wir haben dafür, wie intensiv und ernsthaft wir uns damit auseinandergesetzt haben, auch aus Ihren Reihen viel Lob bekommen.
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Vetter.
Es geht aber auch um die Höhe: Während wir das Budget 2014 mit Einsparungen von 500 Millionen € verhandeln, ist in dem Brief von weiteren Maßnahmen, auch von Kürzungen bei den Ermessensausgaben, in Höhe von 350 Millionen € die Rede. Das steht einfach in keiner ordnungsgemäßen Relation! (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Vetter.)
Abg. Schönegger: Justiz! Bei der Justiz sind wir!
Und davor heißt es (Abg. Schönegger: Justiz! Bei der Justiz sind wir!):
Beifall bei den NEOS.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wertes Präsidium! Bitte kämpfen Sie für diese Budgethoheit! Bitte kämpfen Sie dafür! Setzen Sie sich dafür ein, dass wir, während wir das Budget debattieren, die richtigen Zahlen bekommen und auch weitere Einsparungen auf den Tisch gelegt bekommen! (Beifall bei den NEOS.)
Ruf bei der ÖVP: Sympathisch! – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Es gab jedenfalls einen Hinweis, der von einer Bürgerin gekommen ist, mit der ich gestern oder vorgestern – ich weiß nicht, wir sind ja an beiden Tagen in vielen Gesprächen gewesen – gesprochen habe. (Ruf bei der ÖVP: Sympathisch! – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Schönegger.
Diese Bürgerin war sehr kritisch und hat gesagt: Na ja, wenn ihr aus dem Parlament hinausgeht, dann könnt ihr keine Debatte auf Augenhöhe führen. – Da hat sie recht! Das Problem ist allerdings, dass wir hier keine Debatte auf Augenhöhe führen: Wir führen sie nicht zwischen Regierungs- und Oppositionsparteien und wir führen sie nicht zwischen Parlament und Regierung. (Zwischenruf des Abg. Schönegger.) – „Augenhöhe“ würde auch bedeuten, dass wir der Budgethoheit und den Kontrollrechten nachkommen. – Ich muss auf die Zeit achten, ich möchte nämlich zum Justizthema kommen.
Beifall bei den NEOS.
Meine Damen und Herren, in diesem Fall geht es sehr viel um Verantwortung, nicht nur um die Verantwortung der Justiz. Ich teile die Ansicht, dass es auch eine Verantwortung des Gesundheitssektors und der psychiatrischen Einrichtungen ist, die da keine geschlossenen Anstalten mehr sein wollen. Aber ein ähnliches Problem haben wir auch bei den Jugendlichen in Haft, wo es die Jugendwohlfahrt ist, die das Problem letztlich ein Stück weit an die Justiz abschiebt. Das ist menschenunwürdig! Das ist eines Landes wie Österreich nicht würdig, und wir werden alles daransetzen, dass hier aufgeklärt wird. – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Präsidentin Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
Das ist jetzt ja nicht etwa ein Unwerturteil über die Tätigkeit dieser betroffenen Personen, sondern ich möchte auch, dass im Rahmen der anhängigen strafrechtlichen Ermittlungen, unbeeinflusst von betroffenen Personen, auch wirklich alles, was hier passiert ist, restlos aufgeklärt werden kann. Das entsprechende Strafverfahren ist anhängig. (Präsidentin Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Wenn man zurückdenkt – es war heute schon die Rede von dieser Veranstaltung „40 Jahre Österreichischer Rechtsanwaltskammertag“, Kollege Vetter hat es erwähnt, und wir feiern auch 40 Jahre Strafgesetzbuch –. Vor 40 Jahren, als das Strafgesetzbuch entwickelt wurde, ich kann mich noch gut erinnern, gab es eine euphorische Aufbruchstimmung, da gab es wesentliche neue Reformansätze aus der Ära Broda, die ich auch nach wie vor von ihrem Ansatz her für völlig richtig halte. Da gab es auch den Grundsatz und die Forderung Therapie statt Strafe. Jetzt stellen wir sehr schmerzlich fest, dass auch dieser Grundsatz an Grenzen stößt. Aber eines muss klar sein: Wenn es dabei nur um Grenzen der Finanzierbarkeit geht, dann müssen wir diese Grenzen sprengen! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen.
verantwortung. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich erwarte mir, dass möglichst rasch die vereinbarten Maßnahmen im Sinne der MieterInnen und vor allem auch der Wohnungssuchenden umgesetzt werden. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Philipp Schrangl (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Herr Kollege Unterrainer, der vorhin auf andere hingewiesen hat, die nicht im Haus sind oder nicht hier sitzen, ist jetzt selbst nicht da. Ich sage Ihnen, ich möchte hier keine Neiddebatte führen, und das sollten auch Sie nicht machen. Und bevor wir über neue Steuern nachdenken, sollten wir vielleicht einmal überlegen, wo wir sparen können. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
nahme, die nicht nur Einsparungspotenzial birgt, sondern auch menschenfreundlich ist und mithilft, Gefängnisinsassen nachhaltig zu resozialisieren. Ich denke, dass es besser wäre, wenn ausländische Gefangene ihre Reststrafzeit im Heimatland absitzen würden, und zwar in der Nähe ihrer Familien. Ich kenne keine Mutter, keinen Vater, keine Schwester, Geschwister oder Kinder, die ihren Eltern, ihrem Vater, ihrer Mutter sagen würden: Bitte, geh noch einmal stehlen oder mach noch irgendwas!, sondern sie wirken deeskalierend und sagen: Bitte, komm wieder heraus, mach nichts mehr und bleib bei uns! Und das kann man dahin gehend sicherstellen, dass sie eben in ihrem Heimatland, in ihrem gewohnten Umfeld ihre Reststrafzeit absitzen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dass das eine Budgetkomponente ist, zeige ich Ihnen dahin gehend, dass der Herr Bundesminister auf eine Anfrage, die wir gestellt haben, geantwortet hat, dass in Österreichs Gefängnissen über 4 000 nicht österreichische Häftlinge sitzen, wobei ein Hafttag im Durchschnitt 120 € kostet. Jetzt kann man ganz einfach rechnen: Wenn nur ein Prozent dieser Häftlinge ihre Reststrafzeit zu Hause absitzen, wenn man das also zurückhaltend berechnet, dann birgt das im Jahr ein Einsparungspotenzial von 1,5 Millionen € in sich. Das mag jetzt im Globalbudget nicht viel sein, ist aber trotzdem sehr viel Geld. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die EU gibt uns dieses Mittel in die Hand, ja, dass man das machen kann. Ich finde, das sollte ausgebaut werden. Das heißt, wir haben der Regierung gezeigt, wir haben konstruktive Vorschläge – das wäre noch ein Wirkungsziel, das man in das Budget aufnehmen könnte –, und ich lasse der Bundesregierung und dem Herrn Minister ungefähr ein halbes Jahr Zeit für die Umsetzung. Wenn wir nichts hören, werden wir dazu einen Entschließungsantrag einbringen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bin stolz darauf, im Justizausschuss mitarbeiten zu dürfen, und ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei FPÖ, SPÖ und ÖVP.
Ein gutes Beispiel war der tragische Vorfall in der Justizanstalt Stein. An dem, was uns Herr Minister Brandstetter vorgezeigt hat, hat man gesehen, wie man sachlich, ernsthaft und korrekt reagieren kann. (Beifall bei FPÖ, SPÖ und ÖVP.) So schaffen wir Vertrauen in den Staat, in den Rechtsstaat und seine Institutionen.
Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.
Dann gibt es aber auch andere Möglichkeiten, das ist steigerbar. Man kann mit diesem Problem so umgehen wie Minister Brandstetter – oder aber man kann schlecht, ja katastrophal damit umgehen. Das hat zum Beispiel Kollege Pilz uns vorgestern wieder gezeigt. (Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.) Man kann das natürlich dazu benützen, um unter dem Schutz der Immunität, unter dem ich jetzt auch stehe, irgendjemanden, der völlig unbekannt ist, der in der FPÖ eine kleine politische Funktion hat, eine ganz kleine Funktion, herauszunehmen und zu versuchen, ihn in diesem Auditorium hinzurichten, ob es jetzt stark oder schwach besetzt ist, unter dem Schein der Fernsehkameras und unter dem Applaus der eigenen Kollegen.
Zwischenruf des Abg. Pilz.
Ich habe mir das Stenographische Protokoll herausgesucht, weil ich geglaubt habe, ich habe nicht richtig gehört, was Kollege Pilz zum Beispiel hier gesagt hat. – So viel also zur Unschuldsvermutung, zu fairem Umgang und zum Hinweis auf den Rechtsstaat: Kollege Pilz hat diesen Mann natürlich namentlich genannt, ganz klar, der einer von drei Suspendierten war, er war der Abteilungskommandant. Wie der Herr Minister sehr richtig gesagt hat, es wurden drei für das Ganze Verantwortliche als reine Routinemaßnahme, ohne jeden Unwertvorwurf suspendiert. (Zwischenruf des Abg. Pilz.)
Abg. Pilz: Richtig!
Jetzt wird weiter charakterisiert: „Es sind immer nur Freiheitliche,“ – wie dieser – „die mit schwersten Gewalttätigkeiten und schwersten Menschenrechtsverletzungen in den österreichischen Justizanstalten in Verbindung gebracht werden“ (Abg. Pilz: Richtig!) „und gegen die jetzt sogar schon der Justizminister vorgehen muss, um die Justizanstalt und die Justizwache vor freiheitlichen Funktionären zu schützen.“ – So viel zum Umgang der Grünen mit dem Rechtsstaat!
Zwischenruf des Abg. Pirklhuber
Dem Fass den Boden ausgeschlagen hat dann noch, als eine Kollegin, die ich jetzt auch nicht namentlich nenne, herausgeht und in einer Wortmeldung zur Geschäftsbehandlung sofort einen Ordnungsruf verlangt, weil ein Nachredner hier von Stasi-Methoden gesprochen hat. Der ist ja besonders gut, gerade beim Kollegen Pilz. Ich habe ein bisschen gesurft und sechs Zitate des Kollegen Pilz gefunden, wo er allen möglichen Leuten Stasi-Methoden vorwirft (Zwischenruf des Abg. Pirklhuber), das ist halt bei ihm eine Routinegeschichte.
Beifall bei der FPÖ.
Wenn man so etwas sagt und wenn dann der Vorwurf von anderer Seite kommt, einmal nicht von der eigenen, dass etwas in Stasi-Manier gemacht wurde, dann heißt es gleich: Ordnungsruf, Frau Präsidentin! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Steinhauser
Kollege Steinhauser gehört ja auch der gleichen Partei an. Kollege Steinhauser, Sie schauen jetzt zwar eifrig weg, aber Sie gehören auch dazu. Sie haben zwar keine Stasi-Vorwürfe erhoben und reden nicht mit der Stasi, aber Sie halten uns hier immer Moralpredigten, sind aber selber nicht bereit, die Grundlagen unserer Rechtsordnung zu verteidigen. Wir sind hier Rechtsschöpfer (Zwischenruf des Abg. Steinhauser), wir sind der Gesetzgeber, daher sollten wir auf den Grundlagen, auf denen wir die Gesetze schöpfen, stehen. Und das sind sicherlich Dinge wie Demonstrationsfreiheit, Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit. Das sind Grundlagen, dazu sollte eigentlich jeder stehen, und wenn nicht, müsste er sich wirklich umschauen, ob er nicht irgendwo in der Welt noch eine DDR-Volkskammer findet. Dann braucht er nicht auf diesen Grundlagen zu stehen.
Abg. Pirklhuber: Tschetschenien!
Ich bin aber der Meinung, hier in Europa muss man auf diesen Grundlagen stehen, Kollege Steinhauser. (Abg. Pirklhuber: Tschetschenien!) – Habe ich in Tschetschenien demonstriert? Herr Kollege Pilz meint, die Reise zum Beispiel in einen Staat, das wäre mit dem Missbrauch des Demonstrationsrechts vergleichbar, um anderen das Demonstrations- und Versammlungsrecht zu nehmen. (Abg. Pilz: Wie war es in Tschetschenien?) Ich lasse hier nur fallen: Was macht der Schelm, wenn man ihn erwischt? – Er zeigt mit dem Finger, haltet den Täter. (Abg. Steinhauser: Paris!)
Abg. Pilz: Wie war es in Tschetschenien?
Ich bin aber der Meinung, hier in Europa muss man auf diesen Grundlagen stehen, Kollege Steinhauser. (Abg. Pirklhuber: Tschetschenien!) – Habe ich in Tschetschenien demonstriert? Herr Kollege Pilz meint, die Reise zum Beispiel in einen Staat, das wäre mit dem Missbrauch des Demonstrationsrechts vergleichbar, um anderen das Demonstrations- und Versammlungsrecht zu nehmen. (Abg. Pilz: Wie war es in Tschetschenien?) Ich lasse hier nur fallen: Was macht der Schelm, wenn man ihn erwischt? – Er zeigt mit dem Finger, haltet den Täter. (Abg. Steinhauser: Paris!)
Abg. Steinhauser: Paris!
Ich bin aber der Meinung, hier in Europa muss man auf diesen Grundlagen stehen, Kollege Steinhauser. (Abg. Pirklhuber: Tschetschenien!) – Habe ich in Tschetschenien demonstriert? Herr Kollege Pilz meint, die Reise zum Beispiel in einen Staat, das wäre mit dem Missbrauch des Demonstrationsrechts vergleichbar, um anderen das Demonstrations- und Versammlungsrecht zu nehmen. (Abg. Pilz: Wie war es in Tschetschenien?) Ich lasse hier nur fallen: Was macht der Schelm, wenn man ihn erwischt? – Er zeigt mit dem Finger, haltet den Täter. (Abg. Steinhauser: Paris!)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Herr Kollege Steinhauser, Sie können jetzt noch so oft „Tschetschenien“ rufen, Sie kommen aber nicht weg. Sie beteiligen sich wie andere Kollegen in Ihrer Fraktion auch systematisch an der Unterdrückung der Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit – mit Gewalt, in weiten Fällen mit Gewalt. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Kollege Steinhauser, Sie persönlich spreche ich da an. Das entschuldige ich gar nicht. Damit verletzen Sie die Grundlagen unserer Rechtsordnung und verlassen in Wirklichkeit den demokratischen Grundkonsens, von dem hier so viel geredet wird. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Sager wie zum Beispiel: Freiheit ist immer die Freiheit der anderen, und so weiter, gibt es dort nicht, weil Freiheit immer die Freiheit ist, dem anderen eine reinzuhauen, wenn es einem nicht passt. Das ist aber nicht die Freiheit, von der wir reden, und das ist auch nicht die Freiheit, von der wir in diesem Parlament ausgehen sollten. – Danke. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Abg. Jarolim: Aber bei Stein hat er vielleicht nicht so unrecht, der Herr Kollege Pilz!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Dr. Feichtinger. (Abg. Jarolim: Aber bei Stein hat er vielleicht nicht so unrecht, der Herr Kollege Pilz!)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Zweiten: Aus meiner Sicht eignet sich dieses Thema nicht für dieses parteitaktische und wahltaktische Hickhack, das wir hier in den letzten Tagen zwischen Grünen und FPÖ gesehen und gehört haben, sondern es geht jetzt darum, in diesem Bereich eine lückenlose Aufklärung in die Wege zu leiten und die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zum Dritten – und das sei hier auch einmal gesagt – möchte ich an dieser Stelle den Bediensteten der Sicherheitswache in den Justizanstalten einmal einen Dank aussprechen. Sie leisten in einem Bereich des öffentlichen Dienstes einen Dienst, der enorm schwierig ist, und damit auch einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit in Österreich. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Hier schließt sich wieder der Kreis: bei dem Vorfall bei der Demo mit der angeblich schwangeren Frau, die ihr Kind verloren hat, aber gar nicht schwanger war. Ich denke, das sind Anwürfe, die sich unser Sicherheitssystem nicht verdient hat, und da brauchen wir mehr Objektivität. Und das eignet sich nicht, wie mein Vorredner soeben gesagt hat, für politische Diskussionen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
In diesem Sinne, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, darf ich euch um eure Unterstützung bitten, damit die wichtigste Musik im Staat, nämlich fröhliche Kinderstimmen, nicht verstummt. – Danke. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strolz: Von „Arbeitsverweigerung“ hat niemand gesprochen von uns!
Ein Begriff in der Rede der Kollegin Meinl-Reisinger ist mir etwas aufgestoßen und hat mich stutzig gemacht. – Die Kollegin ist jetzt leider nicht da. Sie hat die Arbeitsverweigerung der NEOS als „ein klitzekleines bisschen Anarchismus“ bezeichnet, und Anarchismus, muss ich sagen, hat mit unserem System des repräsentativen Parlamentarismus nichts zu tun. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strolz: Von „Arbeitsverweigerung“ hat niemand gesprochen von uns!) – Sie hat gesagt „ein klitzekleines bisschen Anarchismus“, und das hat mit unserem Parlamentarismus nichts zu tun, sondern
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strolz: Bleiben Sie bei den Fakten!
zerstört ihn, und darauf gibt es nur eine Antwort am kommenden Sonntag: ÖVP und Othmar Karas wählen! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strolz: Bleiben Sie bei den Fakten!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Elisabeth Grossmann (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Zu meinem Vorvorredner: Ja, Kinderlärm ist Zukunftsmusik, und um dem Rechnung zu tragen, wurde in der Steiermark auch die Bauordnung – also ein Landesgesetz – geändert. Mögen viele Länder diesem Beispiel folgen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Im Regierungsprogramm haben wir die Weiterentwicklung des Unterhaltsrechtes festgehalten, und, Herr Minister, ich habe Sie im Ausschuss gefragt, ob dem auch im Budget Rechnung getragen wurde, und Sie haben das bejaht – also ans Werk! Arbeiten wir gemeinsam an einer Weiterentwicklung des derzeitigen Unterhaltsvorschusssystems, um dringend die Lücken zu schließen und vor allem um Kinder aus der Armutsfalle zu holen! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen und NEOS.
Jetzt geht es darum, nicht wegzuschauen und dieses Problem nicht kleinzureden, und es müssen Konsequenzen gezogen werden. Herr Bundesminister, mir gefällt Ihr Einsatz, Ihr kompetenter Einsatz, und ich finde es toll, dass Sie offene, ehrliche, sehr kritische und vor allem die richtigen Worte gefunden haben. Ich glaube, Sie verdienen in dieser Causa den Rückhalt aller Fraktionen dieses Hauses. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
Kurz zum Jugendstrafvollzug: Die sozialdemokratische Position ist klar, nämlich Ja zu einer eigenen Jugendstrafanstalt, also Trennung der ganz jungen Häftlinge von den Älteren. Die Chance der Resozialisierung ist bei Jungen einfach sehr, sehr hoch, und diese Chance, sie in eine Zivilgesellschaft zurückzuführen, müssen wir nützen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend auch noch Ja zu einem eigenen Jugendgerichtshof, aber vor allem auch Ja zum Projekt der neuen Strafanstalt in Wien mit der Jugendabteilung in Wien-Hernals! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
finden, um dieses Problem zu lösen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg, Herr Bundesminister! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Cap gibt mit einem Handzeichen seine Aufmerksamkeit zu erkennen
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (FPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzte Regierungsmitglieder! Geschätzte Damen und Herren! Herr Kollege Cap (Abg. Cap gibt mit einem Handzeichen seine Aufmerksamkeit zu erkennen), Sie sind dem Bund jährlich ungefähr 2 200 € wert. Ein Bürger aus meiner Heimatgemeinde ist dem Bund ungefähr 650 € wert (Ruf bei der SPÖ: Welchen meinen Sie?), ein Bürger einer Stadt mit über 50 000 Einwohnern ist dem Bund ungefähr 950 € wert. (Abg. Matznetter: Wie viele Straßenbahnen ... haben Sie bitte, Herr Kollege? ...! Wie viele Spitäler? ...!) Ist das gerecht? Herr Dr. Wittmann, Sie sagen, das ist gerecht! Das erstaunt mich wirklich sehr.
Ruf bei der SPÖ: Welchen meinen Sie?
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (FPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzte Regierungsmitglieder! Geschätzte Damen und Herren! Herr Kollege Cap (Abg. Cap gibt mit einem Handzeichen seine Aufmerksamkeit zu erkennen), Sie sind dem Bund jährlich ungefähr 2 200 € wert. Ein Bürger aus meiner Heimatgemeinde ist dem Bund ungefähr 650 € wert (Ruf bei der SPÖ: Welchen meinen Sie?), ein Bürger einer Stadt mit über 50 000 Einwohnern ist dem Bund ungefähr 950 € wert. (Abg. Matznetter: Wie viele Straßenbahnen ... haben Sie bitte, Herr Kollege? ...! Wie viele Spitäler? ...!) Ist das gerecht? Herr Dr. Wittmann, Sie sagen, das ist gerecht! Das erstaunt mich wirklich sehr.
Abg. Matznetter: Wie viele Straßenbahnen ... haben Sie bitte, Herr Kollege? ...! Wie viele Spitäler? ...!
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (FPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzte Regierungsmitglieder! Geschätzte Damen und Herren! Herr Kollege Cap (Abg. Cap gibt mit einem Handzeichen seine Aufmerksamkeit zu erkennen), Sie sind dem Bund jährlich ungefähr 2 200 € wert. Ein Bürger aus meiner Heimatgemeinde ist dem Bund ungefähr 650 € wert (Ruf bei der SPÖ: Welchen meinen Sie?), ein Bürger einer Stadt mit über 50 000 Einwohnern ist dem Bund ungefähr 950 € wert. (Abg. Matznetter: Wie viele Straßenbahnen ... haben Sie bitte, Herr Kollege? ...! Wie viele Spitäler? ...!) Ist das gerecht? Herr Dr. Wittmann, Sie sagen, das ist gerecht! Das erstaunt mich wirklich sehr.
Beifall bei der FPÖ
Historisch ist dieser ungerechte Finanzausgleich ja noch zu verstehen, denn er war notwendig, um nach dem Weltkrieg, als in den Städten viel zerstört wurde, den Wiederaufbau zu bewerkstelligen. Zwischenzeitlich ist dieser abgestufte Bevölkerungsschlüssel aber alles andere als gerecht (Beifall bei der FPÖ), denn er führt dazu, dass der ländliche Raum immer mehr – unter Anführungszeichen –„ausblutet“, geschätzte Kollegen, auch von der ÖVP!
Zwischenruf des Abg. Wittmann
Ich kann es schon gar nicht mehr hören, diesen Einsatz auf dem Papier für den ländlichen Raum! Die Situation im ländlichen Raum wird de facto Jahr für Jahr schlechter. Wenn es uns nicht gelingt, da gegenzusteuern, und zwar dringend, und wirklich einmal Maßnahmen zu setzen – beginnend beim ungerechten Finanzausgleich, wo man doch prinzipiell annehmen würde, dass jeder Bürger in Österreich dem Bund gleich viel wert ist und man nicht mit so eklatanten Unterschieden bei der Kopfquote bedient wird (Zwischenruf des Abg. Wittmann) –, dann erstaunt es nicht, dass der ländliche Raum immer mehr unter Druck kommt. Der für das Jahr 2016 anstehende Finanzausgleich ist nachzubessern!
Beifall bei der FPÖ.
Verfolgt man die Debatte der letzten Tage, dann werden die Worte „den ländlichen Raum stärken“ richtigerweise in den Mund genommen, aber Taten folgen nicht. Das ist das Problem. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Rädler: Kinderbetreuung ist uns was wert!
Was kommt dazu? Heute beschließen wir das Budget. Ein wesentlicher Partner, der davon betroffen ist, sitzt nicht am Verhandlungstisch, der ist auch in den letzten Wochen und Monaten nicht am Verhandlungstisch gesessen, das sind nämlich die Gemeinden. Beschließen wir jetzt zum Beispiel, im schulischen Bereich die Nachmittagsbetreuung auszuweiten oder die vorschulische Erziehung zu verbessern, trifft das auch immer die Gemeinden. Ideologisch möchte ich das gar nicht diskutieren, denn das rote Licht blinkt schon wieder und meine Redezeit ist gleich vorbei. Aber was bedeutet das? – Eine Ausweitung der Nachmittagsbetreuung bedeutet zum Beispiel für die Gemeinden, dass sie zusätzliches Personal für die Kindererziehung zur Verfügung stellen müssen und dafür maximal 50 Prozent Kostenersatz vom Land bekommen. (Abg. Rädler: Kinderbetreuung ist uns was wert!)
Beifall bei der FPÖ.
Dass wir heute also möglicherweise notwendige Maßnahmen beschließen, die die Gemeinden nicht mehr finanzieren können, so kann es nicht gehen. Ich fordere Sie auf, zukünftig einen wirklich aufgabenbezogenen Finanzausgleich und eine Aufgabenverteilung sicherzustellen, bei denen auch das letzte Glied in der Kette – sprich: die Gemeinden – mit eingebunden ist. Es kann nicht funktionieren, dass wir oben etwas beschließen, für das unten die Finanzierung nicht sichergestellt ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Rädler: Dann wählen sie Sie nicht!
Abschließend: Herr Kollege Wöginger, ich brauche keine Wahlaufforderung zu machen, die Zuseher an den Bildschirmen, die wissen genau, was sie wählen, die brauchen sich nur die Debattenbeiträge anzuschauen! (Abg. Rädler: Dann wählen sie Sie nicht!) Herr Kollege Wöginger, deine Aussage gestern war aus meiner Sicht – Entschuldigung – letztklassig! Die Vereine vor Ort zu vereinnahmen und zu sagen, die ÖVP ist die Partei der Vereine, ist letztklassig. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Hammer: Das stimmt ja! – Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Hammer: Das stimmt ja! – Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.
Abschließend: Herr Kollege Wöginger, ich brauche keine Wahlaufforderung zu machen, die Zuseher an den Bildschirmen, die wissen genau, was sie wählen, die brauchen sich nur die Debattenbeiträge anzuschauen! (Abg. Rädler: Dann wählen sie Sie nicht!) Herr Kollege Wöginger, deine Aussage gestern war aus meiner Sicht – Entschuldigung – letztklassig! Die Vereine vor Ort zu vereinnahmen und zu sagen, die ÖVP ist die Partei der Vereine, ist letztklassig. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Hammer: Das stimmt ja! – Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Man versucht schon, aus einer Verzweiflung heraus, Vereine politisch zu instrumentalisieren! Seien wir doch froh, dass es die Ehrenamtlichkeit gibt, und die gibt es deswegen, weil man sich engagiert und sich für die Interessen der Gemeinden vor Ort einsetzt, und da will man sich nicht parteipolitisch vereinnahmen lassen. Lassen Sie das, Herr Kollege Wöginger, Sie gefährden mit dieser Aussage die Ehrenamtlichkeit! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Hauser: Weiß ich!
Abgeordneter Jakob Auer (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Herr Staatssekretär! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Herr Kollege Hauser hat, was die Finanzierung der Gemeinden betrifft, in einigen Punkten durchaus recht. Wäre er länger hier im Haus, dann wüsste er, dass wir uns mit diesem Thema wirklich seit langer Zeit auseinandersetzen, und er wüsste vielleicht auch, dass durchaus die einen oder anderen Schritte zur Verbesserung des abgestuften Bevölkerungsschlüssels gefunden wurden. Wäre er schon längere Zeit Bürgermeister, wüsste er vielleicht auch, dass es früher eine Klasse bis 500 Einwohner, bis 1 000 Einwohner und so weiter gegeben hat, dass das jetzt aber bis 10 000 Einwohner gleich ist. (Abg. Hauser: Weiß ich!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich kenne auch ein Bundesland, Herr Kollege Hauser, in dem 20 Jahre lang Grundsteuerbefreiung gewährt wurde, und damit hat man den Gemeinden die Einnahmen vorenthalten. Also wenn wir über Finanzausgleich und Gerechtigkeit der Finanzierung der Gemeinden reden, dann müssen wir die Geschichte ein bisschen tiefer angehen und nicht nur den Finanzausgleich oder den abgestuften Bevölkerungsschlüssel alleine sehen wollen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Bisher war es doch immer so: Wenn man besser war, ist man belobigt und nicht kritisiert worden. Daran sollten Sie sich ein Beispiel nehmen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Rädler: Oje! – Abg. Auer: Der will wieder die Grundsteuer! – Ruf: Wie schlecht ist die Welt?!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Mag. Rossmann. – Bitte. (Abg. Rädler: Oje! – Abg. Auer: Der will wieder die Grundsteuer! – Ruf: Wie schlecht ist die Welt?!)
Abg. Krainer: Der Gemeinden!
Darüber hinaus kommt natürlich dazu, dass wir in den Gemeinden ein Problem haben, das ist die sogenannte Kofinanzierung – die Kofinanzierung von Aufgaben, die im Wesentlichen von den Ländern zu erfüllen sind, wo aber die Länder schamlos in die Taschen der Länder hineingreifen (Abg. Krainer: Der Gemeinden!) – der Gemeinden, pardon –, der Gemeinden hineingreifen.
Beifall bei den Grünen.
Aber eines, Herr Finanzminister, verstehe ich wirklich nicht. Warum wird jetzt schon wieder eine Arbeitsgruppe eingesetzt, um jenen Finanzausgleich vorzubereiten, der 2017 in Kraft treten soll? Es gibt eine Reihe von Studien aus der vergangenen Ära. Die arbeiten viele Themen auf, die machen viele substanzielle Vorschläge, daran haben viele Institute mitgearbeitet, von Kommunalwissenschaftlichen Dokumentationszentrum über das IHS bis hin zum Wirtschaftsforschungsinstitut. Dort liegen viele Dinge aufbereitet vor, die man nur endlich umsetzen muss. Ja, darum geht es! Es geht um Handeln und nicht schon wieder um Zuwarten und um das Einzementieren von Positionen, die wir in den letzten Jahren im Zusammenhang mit dem Finanzausgleich, aber auch mit dem Föderalismus und den föderalen Strukturen erlebt haben. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenbemerkung von Vizekanzler Spindelegger.
Noch etwas habe ich abgefragt. Wie ist das jetzt mit den 550 Planstellen, die ab 2015 hinzukommen sollen? – Die Antwort auf meine Anfrage war, es sollen zusätzliche sein. Sie, Herr Finanzminister, haben uns im Ausschuss gesagt, nein, das sind nicht zusätzliche Planstellen für den Bereich der operativen Finanzverwaltung, sondern das hebt lediglich die Einsparungen in diesem Bereich auf. Was gilt jetzt, Herr Finanzminister? Sind das jetzt zusätzliche Planstellen oder sind das nicht zusätzliche Planstellen? Das ist nämlich von entscheidender Bedeutung. (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Spindelegger.) – Na ja, Sie können dann ja auf meine Frage antworten. Aber das ist von ganz entscheidender Bedeutung.
Abg. Kogler: Die wissen, wovon sie reden!
Nun komme ich zur Untergliederung 16. Da bitte ich besonders die beiden Regierungsfraktionen, gut zuzuhören. Es geht nämlich um die Entlastung des Faktors Arbeit. Beginnen möchte ich mit dem sogenannten Vermögensreport des Liechtensteinischen Investmenthauses Valluga, unverdächtiges Haus, verdächtig vielleicht in dem Sinne, dass es nur Millionäre berät und Vermögensforschung betreibt. Aber was haben die festgestellt? (Abg. Kogler: Die wissen, wovon sie reden!) – Genau, die wissen, wovon sie reden. Völlig richtig.
Abg. Rädler: Das sollten Sie wissen!
Daher, Herr Finanzminister, frage ich Sie noch einmal: Welche Annahmen haben Sie Ihrem Brief nach Brüssel zugrunde gelegt, wenn Sie der Meinung sind (Abg. Rädler: Das sollten Sie wissen!), dass aufgrund einer besseren Konjunkturentwicklung 300 Millionen € zusätzlich bei den Lohnsteuereinnahmen, bei den Sozialversicherungsbeiträgen, aber auch bei den Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung und beim Familienlastenausgleich drinnen sind? (Abg. Rädler: Schlusswort!)
Abg. Rädler: Schlusswort!
Daher, Herr Finanzminister, frage ich Sie noch einmal: Welche Annahmen haben Sie Ihrem Brief nach Brüssel zugrunde gelegt, wenn Sie der Meinung sind (Abg. Rädler: Das sollten Sie wissen!), dass aufgrund einer besseren Konjunkturentwicklung 300 Millionen € zusätzlich bei den Lohnsteuereinnahmen, bei den Sozialversicherungsbeiträgen, aber auch bei den Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung und beim Familienlastenausgleich drinnen sind? (Abg. Rädler: Schlusswort!)
Zwischenruf des Abg. Krainer.
Im Übrigen war auch die Untergliederung 58 in den vergangenen Jahren so massiv überschätzt, dass es keine Kunst war, einen besseren Vollzug zustande zu bringen. Das muss auch einmal gesagt werden. Das ist heuer deutlich besser. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) – Ja, letztes Jahr hat es auch Sondereffekte wie die Breitbandversteigerung und so gegeben. Ich weiß schon, Herr Kollege Krainer.
Beifall bei den Grünen.
Aber eines kann ich auch nicht tolerieren: Wenn Sie sozusagen schon jetzt eine seriöse und transparente Budgetgestaltung machen wollen, dann ersuche ich Sie doch, Ihre Parameter für die Steuerschätzungen bekanntzugeben – und das nicht nur für die laufenden Einnahmen, sondern auch für jene Einnahmen, die Sie aus der Finanztransaktionssteuer erwarten, wo Sie ab dem Jahr 2016 500 Millionen € eingestellt haben, wo wir aber bestenfalls ein Drittel davon, wenn es gut geht, erwarten können. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Rossmann: Scherzbold!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Nur kurz zur Aufklärung dieser Brieffrage. Es war ein Mitarbeiter des SPÖ-Klubs, der den Brief, glaube ich, einigen von unserer Fraktion am Donnerstag geschickt hat, nachdem man ihn auf der Homepage gefunden hat, und wir haben ihn am Freitag natürlich auch zur Sprache gebracht. Der Finanzminister hat ihn, finde ich, wirklich auch ausreichend im Budgetausschuss erläutert. (Abg. Rossmann: Scherzbold!)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und Team Stronach. – Abg. Jarolim – in Richtung des Abg. Pendl –: Ich glaube, Otto, da hast du Konkurrenz!
Zum Abschluss wollte ich mich noch bei den Damen und Herren des Finanzministeriums bedanken, die sich dann immer in der Ecke des Saales verstecken. Danke für die gute Zusammenarbeit hier beim Budget. Es war eine Menge Arbeit. Danke an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Budgetdienstes und auch bei allen Klubs und bei unseren Mitarbeitern für dieses erfolgreiche Budget. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und Team Stronach. – Abg. Jarolim – in Richtung des Abg. Pendl –: Ich glaube, Otto, da hast du Konkurrenz!)
Ruf bei der ÖVP: Die ganze Woche schon! Nicht nur heute!
Wir beraten heute über ein Doppelbudget 2014/2015. (Ruf bei der ÖVP: Die ganze Woche schon! Nicht nur heute!) Das Ziel ist 2015 zu erreichen, also sind wir auf dem Weg.
Beifall bei NEOS und Grünen.
Meine Damen und Herren, ich ersuche Sie darum, dem Antrag zuzustimmen. Das ist jetzt nicht für die NEOS und für die Grünen, sondern das ist für die Ärmsten der Ärmsten und auch für das Ansehen dieser Republik. – Danke vielmals. (Beifall bei NEOS und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Vermutlich hätte sich jeder von uns für das eine oder andere Projekt noch mehr Geld gewünscht, aber lassen Sie uns nicht aus den Augen verlieren, worum es bei der heute anstehenden Abstimmung wirklich geht: Es geht darum, für Österreich eine Trendwende zu schaffen, eine Trendwende weg von neuen Schulden, hin zu Offensivmaßnahmen durch Investitionen in die Zukunft. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Neubauer: Und die Schwarzen sitzen im Häfen! Da ist irgendwas schiefgegangen!
Wir alle haben durch den Kärntner Kriminalfall Hypo Alpe-Adria unser blaues Wunder erlebt. (Abg. Neubauer: Und die Schwarzen sitzen im Häfen! Da ist irgendwas schiefgegangen!) Österreichs Staatsschulden sind deswegen in diesem Jahr sprunghaft auf 79,2 Prozent unserer Wirtschaftsleistung gestiegen.
Beifall bei der ÖVP.
Wir alle müssen bestrebt sein, diesen Schuldenberg so schnell wie möglich wieder abzutragen. Es ist daher unser erklärtes Ziel, in zwei Jahren, also bis 2016, die Staatsschulden um 3,6 Prozent auf 75,6 Prozent zu drücken und auch in Zukunft keine neuen Schulden mehr zu machen. Mit dem Schuldenmachen muss in diesem Land endgültig Schluss sein. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Jede Familie und jeder Unternehmer weiß, dass er nicht auf Dauer mehr ausgeben kann, als ihm im Monat zur Verfügung steht. Warum soll etwas so Grundsätzliches, das für jede Familie und jedes Unternehmen gilt, nicht auch für einen Staat gelten? Unser Ziel muss es sein, dem Schuldenmachen ein Ende zu setzen und eine Trendwende in unserem Land herbeizuführen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Auch die Rahmenbedingungen für eine echte Steuerreform müssen wir uns jetzt erarbeiten. Wenn ich von einer echten Steuerreform rede, dann muss am Ende ein Ergebnis vorliegen, das den Namen einer Reform auch verdient, das heißt eine Vereinfachung unseres Steuersystems und eine spürbare Entlastung der Menschen, vor allem für unsere Familien. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Rossmann: Hoffentlich rutschen sie nicht nach unten!
Auch die Lohnverrechnung, die von unzähligen Ausnahmen und Sonderregelungen durchzogen ist, wird einer drastischen Vereinfachung unterzogen. 400 verschiedene Beitragsgruppen sind weder zielführend noch sinnvoll administrierbar. Auch die Harmonisierung der Bemessungsgrundlagen im ASVG und im EStG steht ganz oben auf unserer Liste der angestrebten Maßnahmen. (Abg. Rossmann: Hoffentlich rutschen sie nicht nach unten!)
Beifall bei der ÖVP.
Es geht uns aber nicht nur darum, Bestehendes zu reformieren, sondern ganz besonders darum, mit Offensivmaßnahmen in die Zukunft unseres Landes zu investieren. Es ist mir wichtig zu betonen, dass dieses Budget auch ein Offensivbudget darstellt und wir viel Zeit darin investiert haben, wirksame Maßnahmen zu identifizieren, die uns in Zukunft Wachstum und Aufschwung ermöglichen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Über die nächsten Jahre werden wir 828 Millionen € in die Erhöhung der Familienbeihilfe investieren, 400 Millionen in den Ausbau der schulischen Ganztagesbetreuung, 350 Millionen in den Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen, 180 zusätzliche Millionen für den Wohnbau, 470 Millionen für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum, 30 Millionen für den Handwerkerbonus, 462 Millionen für den Ausbau des Hochwasserschutzes, 260 Millionen für den Zahngesundheitsfonds, 311 Millionen in Pflegegeld und 24-Stunden-Pflege. Weiters werden wir der Grundlagenforschung 300 Millionen € an zusätzlichen Mitteln zur Verfügung stellen, wir senken die Lohnnebenkosten, und 2016 schaffen wir die Gesellschaftsteuer ab. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich lade Sie alle ein, diesen Weg mit uns zu beschreiten und diesem Budget heute zuzustimmen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neubauer – in Richtung SPÖ –: Kein Applaus?
Daher, meine Damen und Herren, sagen wir es doch einmal ganz klar gemeinsam: Danke, Herr Finanzminister! Danke, Michael Spindelegger und seinem Team um Staatssekretär Jochen Danninger! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neubauer – in Richtung SPÖ –: Kein Applaus?)
Abg. Neubauer: Kein Applaus vom Koalitionspartner!
Sie dürfen ruhig mitklatschen. Ich glaube, das ist ein gemeinsames Danke für diese Leistung! (Abg. Neubauer: Kein Applaus vom Koalitionspartner!) – Manche brauchen ein bisschen länger, aber es wird kommen.
Ruf bei der FPÖ: Wer ist denn der Mittelstand?
Mein Ziel ist keine Reform auf Pump, mein Ziel ist auch keine Reform aufgrund von Umverteilungen – auch wenn neue Steuern manchmal populistisch so schön hinter dem Wort „Millionärssteuer“ versteckt werden und natürlich so herrlich die Neiddebatte schüren. Meine Vision, meine Damen und Herren, ist tatsächlich eine Steuerentlastungsreform, eine Entlastungsreform, die spürbare Entlastungen für den Mittelstand, die Familien und Unternehmungen bringt. (Ruf bei der FPÖ: Wer ist denn der Mittelstand?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der NEOS.
Zum Schluss, meine Damen und Herren, noch etwas, wozu wir uns gemeinsam durchringen könnten: alle unsere Zuhörerinnen und Zuhörer, alle Österreicherinnen und Österreicher fernab von parteipolitischen Interessen aufzurufen, wirklich alle am Sonntag zur Wahl zu gehen. Vielleicht schaffen wir dieses gemeinsame Anliegen. Ich hoffe, Sie unterstützen diesen Appell, meine Damen und Herren. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der NEOS.)
Ruf bei der SPÖ: Das ist aber ein anderer Tagesordnungspunkt!
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Zur UG 23, den Beamtenpensionen – das greife ich gerne heraus, denn dort ist mein liebstes Wirkungsziel, das symptomatisch für die Ambitionslosigkeit der Wirkungsziele ist, die sich in all den Bereichen zum Thema (Ruf bei der SPÖ: Das ist aber ein anderer Tagesordnungspunkt!) – Nein, 23 ist jetzt! (Abg. Rossmann: 23 ist jetzt!) Und da steht drinnen, der Zielzustand ist, dass die erforderlichen Mittel zu 100 Prozent bereitgestellt werden. Und der Ist-Zustand ist, dass die erforderlichen Mittel zu 100 Prozent bereitgestellt werden. – Naja, das schaue ich mir an, wenn Sie 99,9 Prozent der Mittel bereitstellen, wie Ihnen dann Neugebauer und Co auf der Nase herumhüpfen. Da hätte man sich Kreativeres einfallen lassen können.
Abg. Rossmann: 23 ist jetzt!
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Zur UG 23, den Beamtenpensionen – das greife ich gerne heraus, denn dort ist mein liebstes Wirkungsziel, das symptomatisch für die Ambitionslosigkeit der Wirkungsziele ist, die sich in all den Bereichen zum Thema (Ruf bei der SPÖ: Das ist aber ein anderer Tagesordnungspunkt!) – Nein, 23 ist jetzt! (Abg. Rossmann: 23 ist jetzt!) Und da steht drinnen, der Zielzustand ist, dass die erforderlichen Mittel zu 100 Prozent bereitgestellt werden. Und der Ist-Zustand ist, dass die erforderlichen Mittel zu 100 Prozent bereitgestellt werden. – Naja, das schaue ich mir an, wenn Sie 99,9 Prozent der Mittel bereitstellen, wie Ihnen dann Neugebauer und Co auf der Nase herumhüpfen. Da hätte man sich Kreativeres einfallen lassen können.
Beifall bei den NEOS.
Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
Teilweise gibt es im Budget ernsthaft erkennbare Absichten, das auch wirklich zu wollen, allerdings: In einzelnen Ministerien findet sich auf oberster Führungsebene keine einzige Frau! Und wir werden sehen, ob es in nächster Zeit gelingt, auch dort die gläserne Decke zu durchstoßen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist längst überfällig, dass die Gruppe der Millionäre – wir haben gehört, diese Gruppe ist in Österreich noch größer geworden, sie sind noch reicher geworden – einen solidarischen Beitrag leistet. Für die SPÖ-Fraktion ist das ein entscheidender Aspekt, um auch in Zukunft ein gerechtes, soziales und friedliches Miteinander zu gewährleisten ebenso wie wirtschaftliche Stabilität. – Ich danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Vavrik.
Sie kürzen auf dem Rücken der Ärmsten und nennen das Sparmaßnahmen, die notwendig sind. Das ist letztklassig, meine sehr verehrten Damen und Herren! Letztklassig! (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Vavrik.)
Zwischenruf des Abg. Kogler.
Herr Abgeordneter Berlakovich, erinnern Sie sich daran, was Sie der Globalen Verantwortung geantwortet haben? – Sie sagten Ja zur Aufhebung der Kürzungen. Kollege Cap: ebenso. Wolfgang Gerstl: ebenso. Kollegin Pfurtscheller, die dort oben sitzt: ebenso. Frau Schittenhelm: ebenso. Kollege Rädler: ebenso. Kollege Schönegger: ebenso. Kollegin Jank: ebenso. (Zwischenruf des Abg. Kogler.) Dr. Huainigg: ebenso. Herr Grillitsch: ebenso – ebenso, nein, wir wollen keine Kürzungen. (Abg. Wöginger: Was ist das jetzt, eine Vorlesung, eine namentliche Abstimmung?) Vonseiten der SPÖ ebenso, Kollege Krainer, Kollegin Bayr.
Abg. Wöginger: Was ist das jetzt, eine Vorlesung, eine namentliche Abstimmung?
Herr Abgeordneter Berlakovich, erinnern Sie sich daran, was Sie der Globalen Verantwortung geantwortet haben? – Sie sagten Ja zur Aufhebung der Kürzungen. Kollege Cap: ebenso. Wolfgang Gerstl: ebenso. Kollegin Pfurtscheller, die dort oben sitzt: ebenso. Frau Schittenhelm: ebenso. Kollege Rädler: ebenso. Kollege Schönegger: ebenso. Kollegin Jank: ebenso. (Zwischenruf des Abg. Kogler.) Dr. Huainigg: ebenso. Herr Grillitsch: ebenso – ebenso, nein, wir wollen keine Kürzungen. (Abg. Wöginger: Was ist das jetzt, eine Vorlesung, eine namentliche Abstimmung?) Vonseiten der SPÖ ebenso, Kollege Krainer, Kollegin Bayr.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der NEOS.
Und deshalb ist es wichtig, das hier noch einmal auf den Tisch zu bringen, weil dieses Parlament die Möglichkeit hat, gegen die Kürzungen vorzugehen. Dieses Parlament kann ganz klar sagen: Nein, stoppen wir gemeinsam die Kürzungen! – Und das ist auch hier zu erwarten! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei Grünen und NEOS.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, was heißt das konkret? – Der Auslandskatastrophenfonds braucht eine Aufstockung. Wir sehen ganz klar in Serbien, in Bosnien-Herzegowina, wie wichtig das ist. Kürzungen der EZA müssen zurückgenommen werden, und das muss auf 100 Millionen aufgestockt werden. Und die multilateralen Kürzungen müssen gestoppt werden. (Beifall bei Grünen und NEOS.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Strolz.
Ich möchte meinen Debattenbeitrag vor allem auch dem Bankensektor widmen, denn mir fällt immer wieder auf, dass über den Bankensektor sehr undifferenziert gesprochen wird. Gar keine Frage, es gibt Banken, die für diese Finanzmarktkrise mitverantwortlich sind, es gibt aber auch sehr viele Banken – da meine ich insbesondere auch die vielen Regionalbanken in den Regionen –, die ausgezeichnete Arbeit leisten, die noch das traditionelle Bankgeschäft machen, die auf der Einlagenseite Sparguthaben hereinholen und an die mittelständische Wirtschaft Kredite vergeben. Und es ist, glaube ich, wichtig, auch gegenüber dieser Gruppe, diesen Personen einmal Wertschätzung zum Ausdruck zu bringen, denn das Bankenthema braucht eine differenzierte Betrachtung. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Strolz.) – Da kann man durchaus applaudieren, denn gerade diese Personen leiden manchmal darunter, dass sehr undifferenziert diskutiert wird.
Beifall bei der ÖVP.
Das Allerwichtigste wird in Zukunft sein, dass der Steuerzahler für derartige Probleme nicht mehr zur Verantwortung gezogen werden kann. Unter diesem Aspekt ist die Finanzmarktstabilität eine ganz wichtige Sache. Und ich denke, mit dem Nulldefizit im Jahr 2016 können wir auch in eine gute Zukunft gehen. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Königsberger-Ludwig: Für!
Abgeordneter Mag. Philipp Schrangl (FPÖ): In der Regierungsvorlage steht, dass Sie für oder gegen Armutsbekämpfung sind. Es ist löblich, dass man sich auf die Fahnen heftet, dass man gegen (Abg. Königsberger-Ludwig: Für!), nein, für Armutsbekämpfung ist. Ja, richtig, herzlichen Dank, Frau Kollegin. Ich habe gerade überlegt.
Ruf bei der FPÖ: Unglaublich!
Das Problem ist, dass zum Beispiel ein Teil dieser Armutsbekämpfung darin besteht, dass der Mehrkindzuschlag für zwei Kinder um ganze 60 Cent bei der Familienbeihilfe erhöht worden ist – um 60 Cent! (Ruf bei der FPÖ: Unglaublich!) Ich weiß jetzt nicht, wie viel das für die Armutsbekämpfung bringt!
Beifall bei der FPÖ.
Ich wiederhole hier meine Kritik, auch wenn es nicht mehr um das Kapitel Justiz geht, aber ich bin Mitglied des Justizausschusses: Die Gerichtsgebühren werden jedes Jahr der Inflation angepasst, auf die Inflationsanpassung der Familienbeihilfe warten wir jedoch bis heute. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Fraktion hat mehrere Anträge eingebracht, zum Beispiel zur Senkung des Eingangssteuersatzes auf 25 Prozent und zur Abfederung der kalten Progression. Das heißt, wir haben uns hier konstruktiv eingebracht. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Steinbichler: Coca-Cola ist ja kein Grundnahrungsmittel!
Und nicht die FPÖ, sondern die Arbeiterkammer – die Arbeiterkammer, bitte – hat festgestellt, dass zwischen Österreich und Deutschland ein riesengroßer Preisunterschied besteht. In Deutschland sind Grundnahrungsmittel, Reinigungsmittel, ist alles, was Mindestpensionisten, Bezieher kleiner Einkommen kaufen müssen – die kaufen nicht Autos, nicht Benzin, sondern Brot, Milch; das kaufen sie (Abg. Steinbichler: Coca-Cola ist ja kein Grundnahrungsmittel!) – ja –, um ein Drittel billiger als bei uns.
Beifall bei der FPÖ – Ruf bei den Grünen: Wir passen auf!
Daher bringen wir folgenden Antrag ein – bitte, passen Sie noch ein bisschen auf; danke (Beifall bei der FPÖ – Ruf bei den Grünen: Wir passen auf!); ja, Sie passen auf, aber die anderen haben das nicht einmal gehört (Ruf: O ja!) –:
Ruf: O ja!
Daher bringen wir folgenden Antrag ein – bitte, passen Sie noch ein bisschen auf; danke (Beifall bei der FPÖ – Ruf bei den Grünen: Wir passen auf!); ja, Sie passen auf, aber die anderen haben das nicht einmal gehört (Ruf: O ja!) –:
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zum Schluss meiner Rede möchte ich noch einen Wahlaufruf starten: Sie, meine Damen und Herren zu Hause, haben an diesem Sonntag die Möglichkeit mitzugestalten. Bitte, gehen Sie zur Wahl! Und am liebsten ist es mir natürlich, wenn Sie uns unterstützen und am Sonntag FPÖ wählen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Unterstützen wir diese Trendumkehr! Unterstützen wir die Einsparungen, damit wir einen Spielraum haben, um eine Steuerreform durchzubringen, durch die jedem Einzelnen mehr bleibt, ohne Neubelastung und ohne neue Umverteilung innerhalb des Steuersystems. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Höbart: Eugen Freund!
Das, was wir brauchen, sind eine Reichensteuer und eine Verwaltungsreform. Es kann nicht sein – Kollege Rossmann hat es schon angesprochen –, dass 1 Prozent der Menschen in Österreich 470 Milliarden besitzt. Das ist mehr, als 90 Prozent aller anderen in Österreich besitzen. (Abg. Höbart: Eugen Freund!) Wenn jemand der Meinung ist, dass das fair ist, dann verstehe ich das überhaupt nicht.
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Etwas Ähnliches ist zur Regulierung der Finanzmärkte die Finanztransaktionssteuer. Dabei geht es darum, den Hochfrequenzhandel (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Den Antrag werden wir schon einbringen.
Beifall bei der SPÖ.
Daher am 25. Mai wählen gehen, Sozialdemokratie wählen und Karin Kadenbach in Niederösterreich. Das ist gut für Österreich! Das ist gut für Europa! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Eine Androsch-Steuer!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Zu Wort gelangt Frau Abgeordnete Tamandl. – Bitte. (Ruf bei der ÖVP: Eine Androsch-Steuer!)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Gabriele Tamandl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Finanzminister! Frau Innenministerin! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren! Werte Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege Kuzdas, SPÖ wählen ist gut für die Sozialdemokratie, diese Aussage war jetzt super. Ich hoffe, dass die Leute das auch so verstehen, wie Sie es soeben gesagt haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zum Thema „Finanztransaktionssteuer“: Herr Kollege Kuzdas, Sie vergessen ganz, dass wir seit Jahren hier herinnen einen Fünfparteienantrag haben – damals waren wir noch fünf Fraktionen hier im Haus –, wo wir uns darauf verständigt haben, dass alle, die in Brüssel für Österreich tätig sind, diese Finanztransaktionssteuer vorantreiben werden, ob das der Herr Finanzminister ist oder andere Regierungsmitglieder, und darauf können sich die Österreicherinnen und Österreicher verlassen. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.
Ich möchte am Ende der Budgetberatungen und zu den Untergliederungen noch ein paar Aspekte anbringen, was beispielsweise die Finanzverwaltung betrifft. Wir haben so viel gesprochen – auch am Beginn dieser Debatte – über den Steuerbetrug. Ich möchte mich einmal ganz herzlich bei den Finanzbeamtinnen und Finanzbeamten bedanken, die dafür sorgen, dass die Steuern von den Betrieben und von allen Unternehmen und auch von allen anderen Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern eingetrieben werden, und dass sie auch kontrollieren, ob alles rechtens ist. (Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte mich nun noch beim Herrn Finanzminister bedanken. Die ÖVP ist die Partei, die dafür sorgt, dass das Budget in Ordnung ist und dass der Schuldenabbau gelingt – und deshalb am Sonntag selbstverständlich ÖVP und nicht irgendwelche Augenauswischereien! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Wichtig ist, dass wir mehr Bewusstseinsbildung machen. Wir wissen, dass Frauen in diesem Land noch immer 18 Prozent weniger verdienen als Männer, wenn man alle Faktoren im Zusammenhang mit der Teilzeit herausrechnet. Ich meine, es sollte uns allen ein Anliegen sein, dass wir das Ziel, dieses Gender Pay Gap zu senken, gemeinsam erreichen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Jetzt können Sie sagen: Auch komisch, der ist seit 2010 Aufsichtsrat gewesen, der hätte etwas dagegen tun sollen! – Das machen Sie sich mit ihm selber aus! Es klingt aber sehr plausibel, was er da sagt, und daran ist völlig klar erkennbar, dass das, was Sie jetzt hier als angeblich gute Lösung vorschlagen, wenn es jemals gescheit gewesen wäre, viel früher viel gescheiter gewesen wäre – auch wieder eine Stimme, die das klipp und klar sagt! Aber der Herr Staatssekretär stellt sich hierher, liest vom Blatt, redet vom „blauen Wunder“, wundert sich aber gleichzeitig darüber, dass die Staatsschuldenquote so hoch wird. Na, dass das mit dieser Politik so ist, darüber wundern wir uns nicht. Das ist eben der Unterschied! (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Also eine derartige Argumentation hat ja nicht einmal der Finanzminister Grasser zusammengebracht, damit kommen Sie ja nicht einmal in der ersten Klasse Handelsakademie durch. Wir würden von einem Finanzstaatssekretär etwas Seriöseres erwarten. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Na, selbstverständlich! Es ist doch selbstverständlich, dass der Staat beim Budget einen ganz anderen Auftrag hat und ganz andere Instrumente hat und vor allem ganz andere Ziele zu verfolgen hat als private Haushalte oder Unternehmen. – Das ist doch tatsächlich hanebüchen! Aber sei‘s drum. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Also eine derartige Argumentation hat ja nicht einmal der Finanzminister Grasser zusammengebracht, damit kommen Sie ja nicht einmal in der ersten Klasse Handelsakademie durch. Wir würden von einem Finanzstaatssekretär etwas Seriöseres erwarten. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Na, selbstverständlich! Es ist doch selbstverständlich, dass der Staat beim Budget einen ganz anderen Auftrag hat und ganz andere Instrumente hat und vor allem ganz andere Ziele zu verfolgen hat als private Haushalte oder Unternehmen. – Das ist doch tatsächlich hanebüchen! Aber sei‘s drum. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Aber die allergrößte Arbeitsverweigerung, die es hier herinnen immer gibt, ist, wenn die Mehrheit ihr Recht missbraucht und Untersuchungen abwürgt, obwohl sie per Gewissen dazu verpflichtet wäre, die Regierung zu untersuchen und nicht ihr die Mauer zu machen. Das ist die größte Arbeitsverweigerung hier herinnen! (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Glawischnig-Piesczek.
Mehr können wir nicht tun als die letzten Tage, wo wir versuchen, Lösungen herbeizuführen, dass wir sowohl für kommende Untersuchungsausschüsse als auch für Enquete-Kommissionen – und das soll es heuer zwei geben, und wie ich höre, soll es sogar zwei Untersuchungsausschüsse geben – budgetär vorsorgen, weil wir wissen, was da alles kostet, von den Ressourcen bis zu den Mitarbeitern und dem übrigen Personal. Daher haben wir uns in fairer Weise bemüht, für 2014 und 2015, inklusive des Finanzrahmens, dafür Vorsorge zu treffen. (Zwischenruf der Abg. Glawischnig-Piesczek.) – Natürlich, Frau Kollegin!
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Diese Bemühungen, die ihren Ausgangspunkt in den Wortmeldungen der Oppositionspolitiker im Budgetausschuss gehabt haben – und da sage ich: nachlesen! –, jetzt zu verteufeln, das finde ich nicht fair. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
Ich darf sagen, sonst wäre ich ein schlechter Politiker: Geben Sie meiner Partei, der Sozialdemokratischen Partei Österreichs, Ihre Stimme, um Europa sozialer und gerechter zu machen! (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ziel ist also eine Beschleunigung eines Prozesses, etwas, dem Sie sich ohnehin nicht entziehen werden können, und ich bitte daher um Ihre Zustimmung. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Das vorliegende Budget für 2014 und 2015 ist genau dieser Spielraum, es geht genau in diese Richtung, dass wir uns 2016 in Richtung Nulldefizit bewegen können. Meine Damen und Herren, das verstehen auch die Österreicherinnen und Österreicher: Wenn wir ein konsolidiertes Budget haben, dann ist auch die Möglichkeit da, eine Steuerentlastung für die Bürgerinnen und Bürger durchzuführen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Glawischnig-Piesczek.
Der zweite Punkt, zu dem ich noch kurz Stellung nehmen möchte, betrifft die Abänderungsanträge, die Kollege Pendl eingebracht hat. (Zwischenruf der Abg. Glawischnig-Piesczek.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ. – Abg. Lopatka – in Richtung FPÖ-Bankreihen –: Das ist unser Rap! Das ist der Rap der ÖVP!
Abschließend halte ich es mit meinem Spruch von gestern, was den kommenden Sonntag anbelangt: 1966 hat die ÖVP die Wahl gewonnen mit dem Spruch: Entscheide gut, entscheide frei, entscheide für die Volkspartei! – Das wird auch am Sonntag so sein. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ. – Abg. Lopatka – in Richtung FPÖ-Bankreihen –: Das ist unser Rap! Das ist der Rap der ÖVP!)
Zwischenruf des Abg. Rädler
Es hat aber überhaupt keine Notwendigkeit bestanden, diesen Antrag – übrigens ohne die Worte „parlamentarische Untersuchungsausschüsse“, ohne die Klarstellung, dass die Einsetzung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses Minderheitsrecht wird und damit zu erwarten ist, dass mehr auf uns zukommt – jetzt einzubringen. Es wäre sinnvoll gewesen, diesen Antrag im Rahmen der Verhandlungen und des Abschlusses der Verhandlungen über das Minderheitsrecht einzubringen (Zwischenruf des Abg. Rädler) – das haben wir auch klar gesagt –, in welcher Größenordnung auch immer. – Guter Zwischenruf, Herr Kollege Rädler! Manchmal ist es nicht so gescheit, zu rufen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.
Es hat aber überhaupt keine Notwendigkeit bestanden, diesen Antrag – übrigens ohne die Worte „parlamentarische Untersuchungsausschüsse“, ohne die Klarstellung, dass die Einsetzung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses Minderheitsrecht wird und damit zu erwarten ist, dass mehr auf uns zukommt – jetzt einzubringen. Es wäre sinnvoll gewesen, diesen Antrag im Rahmen der Verhandlungen und des Abschlusses der Verhandlungen über das Minderheitsrecht einzubringen (Zwischenruf des Abg. Rädler) – das haben wir auch klar gesagt –, in welcher Größenordnung auch immer. – Guter Zwischenruf, Herr Kollege Rädler! Manchmal ist es nicht so gescheit, zu rufen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS.
Aber dass Sie, Herr Kollege Pendl, diesen Antrag jetzt einbringen – ganz zum Schluss der Budgetdebatte, nach einem bereits erfolgten Abänderungsantrag im Budgetausschuss, so dass man jetzt die Sitzung noch unterbrechen muss, damit man rechtzeitig ein Croquis erstellen kann, um diese Abänderungsanträge abstimmen zu können –, ist weder demokratiepolitisch sinnvoll noch ist es meiner Meinung nach politisch sinnvoll, das sage ich Ihnen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Sie tragen mit dieser Vorgangsweise wieder dazu bei, dass es so ausschaut, als müssten wir uns dafür schämen, diesen Antrag einzubringen. Damit, dass sie ihn in letzter Sekunde einbringen, statt mit einem starken parlamentarischen Gewissen zu sagen: Es braucht in der Demokratie auch Mittel dafür!, haben Sie der Demokratie keinen guten Dienst erwiesen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Ruf bei der ÖVP: Warum? – Abg. Tamandl: Ihre Debattenbeiträge waren sinnlos!
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (STRONACH): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Am Ende einer langen, langen Debatte ist es ja wichtig, dass man ein Resümee zieht: Wenn ich mir anschaue, dass etwa ein Monat notwendig ist, um dieses Budget zu debattieren, und wenn man hier wirtschaftliche Kriterien anlegt, dann muss man zu dem Schluss kommen, dass diese ganze Debatte annähernd sinnlos war. (Ruf bei der ÖVP: Warum? – Abg. Tamandl: Ihre Debattenbeiträge waren sinnlos!)
Abg. Lopatka: Viel!
Die ganze Debatte – dieses Monat –, in der sich das Parlament mit diesem Budget befasst hat, war annähernd sinnlos. Warum? – Weil nach wirtschaftlichen Kriterien kein Output da ist! Was ist denn jetzt anders (Abg. Lopatka: Viel!) als vor einem Monat, als das Budget dagelegen ist? Es hat sich ja praktisch nichts verändert. (Ruf bei der ÖVP: Doch!) Wir haben hier debattiert – aber nicht wirklich! Die Regierung hat ja gar nicht zugehört. Es gibt unzählige Anträge, die heute abgestimmt und einfach weggewischt werden. (Ruf bei der ÖVP: Hellseher!) Es ist ja niemand daran interessiert, etwas zu ändern, und zwar deshalb, weil diese Regierung gar keine Reformen will und dieses Parlament, vor allem die Abgeordneten von den Regierungsparteien, der Regierung die Mauer machen.
Ruf bei der ÖVP: Doch!
Die ganze Debatte – dieses Monat –, in der sich das Parlament mit diesem Budget befasst hat, war annähernd sinnlos. Warum? – Weil nach wirtschaftlichen Kriterien kein Output da ist! Was ist denn jetzt anders (Abg. Lopatka: Viel!) als vor einem Monat, als das Budget dagelegen ist? Es hat sich ja praktisch nichts verändert. (Ruf bei der ÖVP: Doch!) Wir haben hier debattiert – aber nicht wirklich! Die Regierung hat ja gar nicht zugehört. Es gibt unzählige Anträge, die heute abgestimmt und einfach weggewischt werden. (Ruf bei der ÖVP: Hellseher!) Es ist ja niemand daran interessiert, etwas zu ändern, und zwar deshalb, weil diese Regierung gar keine Reformen will und dieses Parlament, vor allem die Abgeordneten von den Regierungsparteien, der Regierung die Mauer machen.
Ruf bei der ÖVP: Hellseher!
Die ganze Debatte – dieses Monat –, in der sich das Parlament mit diesem Budget befasst hat, war annähernd sinnlos. Warum? – Weil nach wirtschaftlichen Kriterien kein Output da ist! Was ist denn jetzt anders (Abg. Lopatka: Viel!) als vor einem Monat, als das Budget dagelegen ist? Es hat sich ja praktisch nichts verändert. (Ruf bei der ÖVP: Doch!) Wir haben hier debattiert – aber nicht wirklich! Die Regierung hat ja gar nicht zugehört. Es gibt unzählige Anträge, die heute abgestimmt und einfach weggewischt werden. (Ruf bei der ÖVP: Hellseher!) Es ist ja niemand daran interessiert, etwas zu ändern, und zwar deshalb, weil diese Regierung gar keine Reformen will und dieses Parlament, vor allem die Abgeordneten von den Regierungsparteien, der Regierung die Mauer machen.
Zwischenruf bei der ÖVP
Und das ist noch gar nicht das Schlimmste. Das Schlimmste ist, dass wir hier deshalb keine Reformen ehrlich diskutieren können (Zwischenruf bei der ÖVP), weil in diesem Land gar nicht die Regierung regiert. Die Landeshäuptlinge halten sich eine Regierung. Wer das nicht glaubt, muss einfach nur eine Aussage des Herrn Finanzministers im Finanzausschuss Revue passieren lassen.
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Katzian.
Glauben Sie, dass dem Herrn Finanzminister entsprechende Worte über die Lippen gekommen sind? – Nein, die SPÖ musste einspringen. Herr Krainer musste einspringen, musste sich schützend vor die FMA stellen, weil in diesem Land in Wirklichkeit Pröll bei der ÖVP und Häupl und die Gewerkschaft bei der SPÖ regieren. Das ist eine Tatsache, und deshalb werden wir hier herinnen niemals seriös diskutieren können! (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Katzian.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.
Eines noch am Schluss: Wir haben heute gehört, die Trendwende sei eingeleitet, der Schuldenberg werde abgetragen. – Das stimmt nicht, das ist die Unwahrheit. Der Schuldenberg wird auch 2014 und 2015 weiter wachsen. Es kommen neue Schulden oben drauf, weil man in diesem Land nicht bereit ist, gegen die Bundesländer zu regieren. Und solange das Parlament beziehungsweise solange vor allem die Abgeordneten von den Regierungsfraktionen nicht endlich mutig werden, wir das Parlament nicht wieder aufwerten und hier nicht tatsächlich über Reformen diskutieren, so lange werden in diesem Land immer nur die Steuern erhöht, und sonst passiert nichts. Das ist traurig! Das ist eines starken Parlaments unwürdig! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.)
Ruf bei der ÖVP: Innen!
Abgeordnete Dr. Kathrin Nachbaur (STRONACH): Herr Präsident! Sehr geehrte Regierungsvertreter! Sehr geehrte Kollegen! Sehr geehrte Steuerzahler! (Ruf bei der ÖVP: Innen!) Meine Rede am Vormittag hat sich darauf bezogen, wie kompliziert es ist, in Österreich ein Unternehmen zu gründen und im Unternehmen tätig zu sein.
Zwischenruf bei der ÖVP
Ich habe so viel Resonanz bekommen, so viele E-Mails, wo Unternehmer gesagt haben: Genau so ist es, endlich spricht es jemand aus (Zwischenruf bei der ÖVP), und hoffentlich geschieht etwas! Ich habe auch hier im Hohen Haus sehr viel Resonanz bekommen. (Ruf bei der ÖVP: Wie viele!)
Ruf bei der ÖVP: Wie viele!
Ich habe so viel Resonanz bekommen, so viele E-Mails, wo Unternehmer gesagt haben: Genau so ist es, endlich spricht es jemand aus (Zwischenruf bei der ÖVP), und hoffentlich geschieht etwas! Ich habe auch hier im Hohen Haus sehr viel Resonanz bekommen. (Ruf bei der ÖVP: Wie viele!)
Beifall beim Team Stronach.
Unter anderem möchte ich jetzt über zwei Dinge reflektieren: Herr Minister Mitterlehner hat in seiner Rede in Aussicht gestellt, die Bürokratie zu vereinfachen, um den Standort Österreich attraktiv zu machen. Das finde ich sehr, sehr erfreulich. Herr Minister, nach Ihrer Erfahrung als Generalsekretär in der Wirtschaftskammer sind Sie nun in einer großartigen Position, wo Sie für die Unternehmer auch tatsächlich etwas umsetzen können – das wünsche ich Ihnen, und das wünsche ich den Unternehmern, und für Ihre Pläne wünsche ich Ihnen viel Glück! (Beifall beim Team Stronach.)
Ruf bei der FPÖ: Unerhört!
angegriffen. Ihr Kollege Herr Ackerl hat mich im Wahlkampf – das weiß ich noch genau – als „Tussi“ abqualifiziert. (Ruf bei der FPÖ: Unerhört!) Das habe ich als Wahlkampfgetöse gar nicht so ernst genommen, denn auf dieses Niveau will ich mich nicht hinunterbegeben.
Beifall bei Team Stronach, ÖVP, FPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ – Abg. Matznetter: Assistentin!
Heute sagten Sie hier abwertend, ich sei ja nur die Sekretärin vom Milliardär gewesen. – Wissen Sie was: Eine Sekretärin hat erstens eine Schlüsselfunktion in jeder Organisation – Hut ab vor jeder Sekretärin! (Beifall bei Team Stronach, ÖVP, FPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ – Abg. Matznetter: Assistentin!) –, und zweitens ist es faktisch falsch, weil ich gar nicht die Sekretärin war; das ist aber nicht der Punkt. Der Punkt, den ich hier vorbringen möchte, ist folgender: So eine Frauenfeindlichkeit habe ich in Nordamerika nicht erlebt (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter), und das hat hier im Hohen Haus keinen Platz! (Anhaltender Beifall bei Team Stronach, ÖVP, FPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS. – Unruhe im Saal.)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter
Heute sagten Sie hier abwertend, ich sei ja nur die Sekretärin vom Milliardär gewesen. – Wissen Sie was: Eine Sekretärin hat erstens eine Schlüsselfunktion in jeder Organisation – Hut ab vor jeder Sekretärin! (Beifall bei Team Stronach, ÖVP, FPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ – Abg. Matznetter: Assistentin!) –, und zweitens ist es faktisch falsch, weil ich gar nicht die Sekretärin war; das ist aber nicht der Punkt. Der Punkt, den ich hier vorbringen möchte, ist folgender: So eine Frauenfeindlichkeit habe ich in Nordamerika nicht erlebt (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter), und das hat hier im Hohen Haus keinen Platz! (Anhaltender Beifall bei Team Stronach, ÖVP, FPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS. – Unruhe im Saal.)
Anhaltender Beifall bei Team Stronach, ÖVP, FPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS. – Unruhe im Saal.
Heute sagten Sie hier abwertend, ich sei ja nur die Sekretärin vom Milliardär gewesen. – Wissen Sie was: Eine Sekretärin hat erstens eine Schlüsselfunktion in jeder Organisation – Hut ab vor jeder Sekretärin! (Beifall bei Team Stronach, ÖVP, FPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ – Abg. Matznetter: Assistentin!) –, und zweitens ist es faktisch falsch, weil ich gar nicht die Sekretärin war; das ist aber nicht der Punkt. Der Punkt, den ich hier vorbringen möchte, ist folgender: So eine Frauenfeindlichkeit habe ich in Nordamerika nicht erlebt (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter), und das hat hier im Hohen Haus keinen Platz! (Anhaltender Beifall bei Team Stronach, ÖVP, FPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS. – Unruhe im Saal.)
Beifall bei Team Stronach und Grünen, bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ sowie der Abgeordneten Prammer und Gisela Wurm.
Frauen tragen die allergrößte Last in unserer Gesellschaft, und ich habe mich immer für sie eingesetzt. Während des Studiums habe ich mich für Frauen eingesetzt, in der Firma habe ich mich für Frauen eingesetzt, und ich setze mich auch in der Politik für Frauen ein. Ich unterstütze jede Frau, die wirklich etwas leistet, und ich bin für Chancengleichheit. Ich unterstütze auch jede Frau, die hier im Raum sitzt, egal, in welcher Funktion, und ganz besonders – das möchte ich auch noch sagen – bewundere ich Frau Dr. Glawischnig. Sie ist Parteichefin, Klubobfrau, Mutter zweier Kinder und schafft es, das alles unter einen Hut zu bringen! (Beifall bei Team Stronach und Grünen, bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ sowie der Abgeordneten Prammer und Gisela Wurm.)
Anhaltender Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grünen und NEOS.
We are unstoppable! (Anhaltender Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grünen und NEOS.)
Oh-Rufe bei ÖVP und FPÖ.
Präsident Karlheinz Kopf: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Dr. Matznetter zu Wort gemeldet. – Bitte. (Oh-Rufe bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Glawischnig-Piesczek.
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Herr Präsident! Frau Dr. Nachbaur, ich habe Sie nicht als Sekretärin von Herrn Stronach bezeichnet. (Zwischenruf der Abg. Glawischnig-Piesczek.) Tatsächlich habe ich Sie aufgrund Ihrer Assistenzleistung für Frank Stronach als Assistentin bezeichnet. Sollte Sie das getroffen haben: Es war keine Abwertung von meiner Seite, ich weiß, Sie machen eine tolle Arbeit. – Danke, Frau Kollegin. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, Team Stronach und NEOS.
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Herr Präsident! Frau Dr. Nachbaur, ich habe Sie nicht als Sekretärin von Herrn Stronach bezeichnet. (Zwischenruf der Abg. Glawischnig-Piesczek.) Tatsächlich habe ich Sie aufgrund Ihrer Assistenzleistung für Frank Stronach als Assistentin bezeichnet. Sollte Sie das getroffen haben: Es war keine Abwertung von meiner Seite, ich weiß, Sie machen eine tolle Arbeit. – Danke, Frau Kollegin. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ und Grünen
Präsident Karlheinz Kopf: Herr Kollege Matznetter, tatsächliche Berichtigungen schauen etwas anders aus (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ und Grünen) beziehungsweise hören sich anders an, aber ich gehe davon aus, dass Kollegin Nachbaur Ihr Bedauern zur Kenntnis nimmt. (Heiterkeit.)
Heiterkeit.
Präsident Karlheinz Kopf: Herr Kollege Matznetter, tatsächliche Berichtigungen schauen etwas anders aus (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ und Grünen) beziehungsweise hören sich anders an, aber ich gehe davon aus, dass Kollegin Nachbaur Ihr Bedauern zur Kenntnis nimmt. (Heiterkeit.)
Ruf bei der ÖVP: Anarchie! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Dr. Matthias Strolz (NEOS): Ist das jetzt Euphorie oder Misstrauen? (Ruf bei der ÖVP: Anarchie! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Herr Präsident! Geschätzter Finanzminister! Liebe Regierungsmitglieder! Ich wollte die Chance am Ende dieser Debatte noch nutzen (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen), Ihnen einen kurzen Gedanken der Reflexion mit auf den Weg zu geben. (Unruhe im Sitzungssaal.)
Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen
Abgeordneter Mag. Dr. Matthias Strolz (NEOS): Ist das jetzt Euphorie oder Misstrauen? (Ruf bei der ÖVP: Anarchie! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Herr Präsident! Geschätzter Finanzminister! Liebe Regierungsmitglieder! Ich wollte die Chance am Ende dieser Debatte noch nutzen (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen), Ihnen einen kurzen Gedanken der Reflexion mit auf den Weg zu geben. (Unruhe im Sitzungssaal.)
Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.
Für uns NEOS war das (Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.)
Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Bitte, Herr Abgeordneter. (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Klar ist aber auch, wenn man so etwas zum ersten Mal mitmacht (Zwischenrufe bei der ÖVP), hat man eine andere Wahrnehmung der Geschehnisse, wie wenn man das seit Jahrzehnten macht. (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.) Ich denke, dass Sie, wenn Sie seit Jahrzehnten in diesem Getriebe drinstecken, gewisse Muster gar nicht mehr hinterfragen – das ist auch okay (Ruf: Geschäftsordnung!) –; also Ihnen wird manches gar nicht auffallen. (Abg. Brosz: Meinen Sie das mit der Anwesenheit?) – Nein.
Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.
Klar ist aber auch, wenn man so etwas zum ersten Mal mitmacht (Zwischenrufe bei der ÖVP), hat man eine andere Wahrnehmung der Geschehnisse, wie wenn man das seit Jahrzehnten macht. (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.) Ich denke, dass Sie, wenn Sie seit Jahrzehnten in diesem Getriebe drinstecken, gewisse Muster gar nicht mehr hinterfragen – das ist auch okay (Ruf: Geschäftsordnung!) –; also Ihnen wird manches gar nicht auffallen. (Abg. Brosz: Meinen Sie das mit der Anwesenheit?) – Nein.
Ruf: Geschäftsordnung!
Klar ist aber auch, wenn man so etwas zum ersten Mal mitmacht (Zwischenrufe bei der ÖVP), hat man eine andere Wahrnehmung der Geschehnisse, wie wenn man das seit Jahrzehnten macht. (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.) Ich denke, dass Sie, wenn Sie seit Jahrzehnten in diesem Getriebe drinstecken, gewisse Muster gar nicht mehr hinterfragen – das ist auch okay (Ruf: Geschäftsordnung!) –; also Ihnen wird manches gar nicht auffallen. (Abg. Brosz: Meinen Sie das mit der Anwesenheit?) – Nein.
Abg. Brosz: Meinen Sie das mit der Anwesenheit?
Klar ist aber auch, wenn man so etwas zum ersten Mal mitmacht (Zwischenrufe bei der ÖVP), hat man eine andere Wahrnehmung der Geschehnisse, wie wenn man das seit Jahrzehnten macht. (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.) Ich denke, dass Sie, wenn Sie seit Jahrzehnten in diesem Getriebe drinstecken, gewisse Muster gar nicht mehr hinterfragen – das ist auch okay (Ruf: Geschäftsordnung!) –; also Ihnen wird manches gar nicht auffallen. (Abg. Brosz: Meinen Sie das mit der Anwesenheit?) – Nein.
Ruf bei der ÖVP: Redezeit!
Uns ist aufgefallen, dass es irgendwie den Anschein hat, dass das Parlament insgesamt von den Prozessen her nicht auf sechs Parteien eingestellt ist. Ich weiß, es gibt einige Parteien in diesem Saal, die den Einzug der NEOS ins Parlament für einen Unfall halten, der vorübergeht. Natürlich kommen wir aus einem Zweiparteiensystem in den Nachkriegsjahrzehnten – ich bezeichne es liebevoll als „Machtkartell“, dem wir auch viel zu verdanken haben –, aber wir merken auch alle, dass die Prozesse hier im Haus einer Erneuerung bedürfen. (Ruf bei der ÖVP: Redezeit!)
Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen
Das ist einfach mein Appell: Es wird eine sehr große Chance auf uns zukommen (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen); wenn wir dieses Haus umbauen, können wir natürlich auch viele Prozesse im Ablauf erneuern. (Abg. Lopatka: Ihre Zeit ist vorbei! Die Zeit der NEOS ist abgelaufen!)
Abg. Lopatka: Ihre Zeit ist vorbei! Die Zeit der NEOS ist abgelaufen!
Das ist einfach mein Appell: Es wird eine sehr große Chance auf uns zukommen (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen); wenn wir dieses Haus umbauen, können wir natürlich auch viele Prozesse im Ablauf erneuern. (Abg. Lopatka: Ihre Zeit ist vorbei! Die Zeit der NEOS ist abgelaufen!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Präsident Karlheinz Kopf: Herr Abgeordneter, die Redezeit Ihres Klubs ist aufgebraucht; ein Schlusssatz geht sich noch aus. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Lopatka: Danke! Gute Nacht!
Abgeordneter Mag. Dr. Matthias Strolz (fortsetzend): Ich bin voller Zuversicht, dass Sie diese Anregungen mit nach Hause nehmen und wir zu guten Lösungen kommen. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Lopatka: Danke! Gute Nacht!)
Ruf bei der FPÖ: Aber nur noch knapp!
Wer hiefür ist, der gebe bitte ein entsprechendes Zeichen. – Das ist die Minderheit. Dieser Antrag ist abgelehnt. (Ruf bei der FPÖ: Aber nur noch knapp!)
Über Namensaufruf durch die Schriftführerin Lueger beziehungsweise den Schriftführer Gahr werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Wahlurne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführerin Lueger beziehungsweise den Schriftführer Gahr werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Wahlurne.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Wer hiefür ist, den bitte ich um ein Zeichen. – Das ist die Mehrheit. Dieser Entschließungsantrag ist somit angenommen. (E 23.) (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)