Eckdaten:
Für die 243. Sitzung der 27. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 1118 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
überreicht vom Abgeordneten Maximilian Lercher
Petition betreffend „gegen die Ausdünnung der öffentlichen Zugverbindungen und für eine Stärkung der (Verkehrs-) Infrastruktur in der Region Murau/ Murtal“ (Ordnungsnummer 136) (überreicht vom Abgeordneten Maximilian Lercher)
Abg. Leichtfried: Die Geschäftsordnung! Das ist die Geschäftsordnung, nicht „Usancen“!
Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Klubobmann Kucher. Ich darf ihn bitten. Er kennt die Usancen: 10 Minuten beträgt seine Redezeit, jene der Nächstfolgenden 5 Minuten. – Bitte sehr, Herr Klubobmann. (Abg. Leichtfried: Die Geschäftsordnung! Das ist die Geschäftsordnung, nicht „Usancen“!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage ganz ehrlich: Deswegen ist es so wichtig, dass wir uns hier auch über alle Parteigrenzen hinweg die Frage stellen, ob wir das alles einfach so hinnehmen wollen, was in Österreich passiert, oder ob wir dafür sorgen, dass es tatsächlich besser wird. Ich sage offen dazu: Krankjammern macht nichts besser, aber Schönreden wird auch nichts besser machen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was für die Menschen in Österreich zählt, sind Taten, die ganz konkret das Leben der Menschen, die Gesundheitsversorgung besser machen. Dazu haben wir heute miteinander über alle Parteigrenzen hinweg auch die Möglichkeit: dafür zu sorgen, dass wirklich alle Menschen in Österreich die beste Versorgung bekommen, vom Neusiedler See bis zum Bodensee. Ob es der Fliesenleger in Klagenfurt, die Lehrerin in Graz oder die Verkäuferin in Wien ist: Es ist eine Frage des Respekts, dass alle Menschen in Österreich die beste Versorgung kriegen – und das können wir hier im Parlament heute auch gemeinsam beschließen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Gesundheit darf nie eine Frage der Brieftasche sein, es darf nicht die Kreditkarte zählen. In Zukunft muss in Wahrheit wieder die E-Card zählen, sodass alle Menschen dieselbe Versorgung bekommen. Das wäre heute mein Zugang und dazu darf ich alle einladen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage es noch einmal dazu: Krankjammern, Herr Finanzminister, wird uns nicht weiterbringen, aber Schönreden wird uns auch nicht weiterbringen. Das wird sich in der Frage nicht ausgehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Genau!
Wir haben heute hier die letzte Möglichkeit, das zu reparieren, was uns vor einigen Jahren Hartinger-Klein, Kurz, Herbert Kickl und Strache miteinander eingebrockt haben. Sie erinnern sich alle: Im Rahmen der Kassenzerschlagung hat man sich ja vorgenommen, es ist wichtig, den privaten Anteil im Gesundheitswesen zu erhöhen, dass man sozusagen die Privatisierung vorantreibt. Das hat man sogar ins Gesetz hineingeschrieben. (Abg. Heinisch-Hosek: Genau!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Warst schon impfen?
Profitiert von der Kassenzerschlagung und der angeblichen Patientenmilliarde haben nicht die Patientinnen und Patienten. Es waren ein paar Großspender der ÖVP, es hat Steuersenkungen für Konzerne gegeben, man hat die Privatkliniken bedacht. Dort ist das Geld hingeflossen. Die Patientenmilliarde, die versprochen worden ist, gibt es bis heute nicht. Alle Eltern, die verzweifelt einen Kinderarzt suchen, wissen, dass dadurch nichts besser geworden ist. Wir haben heute die Chance, das zu reparieren, was uns Kickl, Strache, Hartinger-Klein und Kurz vor einigen Jahren versprochen haben. Sorgen wir heute dafür, dass es diese Patientenmilliarde in Zukunft in Österreich wirklich geben wird! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Warst schon impfen?)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte weitere ganz konkrete Beispiele bringen: Ein Vorschlag ist, dass wir wirklich eine gesetzliche Termingarantie in Österreich durchsetzen, dass es maximale Wartezeiten von 14 Tagen für Facharzttermine in Österreich gibt. Wer glaubt, das ist nicht möglich, muss nur einen Blick in die skandinavischen Länder wagen und sich anschauen, wie es zum Beispiel Finnland mit gesetzlichen Höchstwartezeiten geregelt hat. Es ist möglich, wenn die Politik den Mut hat und dafür kämpft, dass es eine Termingarantie für alle Patientinnen und Patienten gibt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wöginger: Wen?
Einen zentralen Punkt möchte ich noch ansprechen: Es sind ein paar kleine, kosmetische Dinge passiert, aber es ist schon ein Kunststück, dass man es beim Finanzausgleich schafft, die größte Berufsgruppe im Gesundheitsbereich de facto völlig zu vergessen (Abg. Wöginger: Wen?), nämlich die Pflege. Tatsächlich gibt es heute keine Ausbildungsoffensive in der Pflege. (Abg. Schallmeiner: Das
Abg. Wöginger: Was redest du? Fachkräftestipendium, Herr Kollege! Fachkräftestipendium!
stimmt doch nicht!) Man feiert sich in Zeiten der Teuerung als Bundesregierung dafür, dass es in Zukunft einen Zuschuss von 600 Euro monatlich für Pflegekräfte gibt. (Abg. Wöginger: Was redest du? Fachkräftestipendium, Herr Kollege! Fachkräftestipendium!) 600 Euro monatlich – das muss aus Sicht der Bundesregierung für die Pflegekräfte reichen.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Steinacker.
Ist nicht das möglich, was bei der Polizei längst üblich ist, dass Menschen, die Polizistin oder Polizist werden wollen, 2 300 Euro bekommen? Warum sollen die Pflegekräfte nicht auch die Chance haben, eine gute Ausbildung zu machen und sich das auch leisten zu können? Das könnten wir heute miteinander beschließen! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Steinacker.)
Beifall bei der SPÖ
Deswegen darf ich alle Fraktionen heute noch einmal bitten: Sorgen wir gemeinsam dafür, dass wirklich alle Menschen in Österreich in Zukunft die bestmögliche Versorgung bekommen (Beifall bei der SPÖ), und sorgen wir dafür, dass das, was den Menschen in Österreich versprochen worden ist, auch tatsächlich umgesetzt werden kann. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Das ist schon!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Das ist schon!
Deswegen darf ich alle Fraktionen heute noch einmal bitten: Sorgen wir gemeinsam dafür, dass wirklich alle Menschen in Österreich in Zukunft die bestmögliche Versorgung bekommen (Beifall bei der SPÖ), und sorgen wir dafür, dass das, was den Menschen in Österreich versprochen worden ist, auch tatsächlich umgesetzt werden kann. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Das ist schon!)
Abg. Kucher: Das Geld ist schon bei Ihnen!
Damen und Herren! Zuerst einmal: Gott sei Dank ist der Herr Gesundheitsminister auch hier, denn ich glaube, diese Aktuelle Stunde hätte eher an ihn gehen sollen – aber okay. (Abg. Kucher: Das Geld ist schon bei Ihnen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Heinisch-Hosek: Geh bitte! Er ist Finanzminister! Ein Finanzminister, der sich nicht zuständig fühlt!
Der Titel der Aktuellen Stunde ist auch interessant: Wenn ich ein Abgeordneter wäre, müsste ich jetzt fast eine tatsächliche Berichtigung oder so etwas machen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Heinisch-Hosek: Geh bitte! Er ist Finanzminister! Ein Finanzminister, der sich nicht zuständig fühlt!) Ich bin aber gerne hier und natürlich auch gerne bereit, darüber zu diskutieren.
Die Abgeordneten Heinisch-Hosek und Kucher: Das Geld! Wer gibt das Geld? – Abg. Wöginger: Na die Roten!
Trotzdem bin ich wie gesagt dankbar und froh, dass der Herr Gesundheitsminister, der dafür zuständig ist, auch hier ist, denn Gesundheitspolitik macht der Gesundheitsminister, machen übrigens auch die Landesgesundheitsreferenten. (Die Abgeordneten Heinisch-Hosek und Kucher: Das Geld! Wer gibt das Geld? – Abg. Wöginger: Na die Roten!) – Das Geld? Um Gottes Willen, es ist ja nicht mein Geld, es ist das Geld der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, über das wir hier sprechen. Das ist also weder Ihr Geld noch mein Geld, sondern das ist unser aller Geld.
Abg. Kucher: In die falsche Richtung!
Auch bemerkenswert an dem Titel, also „mehr Geld“, ist: Vor ein paar Wochen – ich kann mich gut erinnern – wurde mir auch von Ihnen vorgeworfen, dass wir für alle möglichen Dinge zu viel Geld ausgeben. Jetzt ist es zu wenig. (Abg. Kucher: In die falsche Richtung!) – Okay, kann man alles - - Sei’s drum. (Rufe bei der ÖVP: Die rote Linie! – Abg. Steinacker beschreibt mit der Hand eine gewellte Linie.)
Rufe bei der ÖVP: Die rote Linie! – Abg. Steinacker beschreibt mit der Hand eine gewellte Linie.
Auch bemerkenswert an dem Titel, also „mehr Geld“, ist: Vor ein paar Wochen – ich kann mich gut erinnern – wurde mir auch von Ihnen vorgeworfen, dass wir für alle möglichen Dinge zu viel Geld ausgeben. Jetzt ist es zu wenig. (Abg. Kucher: In die falsche Richtung!) – Okay, kann man alles - - Sei’s drum. (Rufe bei der ÖVP: Die rote Linie! – Abg. Steinacker beschreibt mit der Hand eine gewellte Linie.)
Abg. Holzleitner: Nein, er bleibt eh da!
14 Milliarden scheinen also für die Sozialdemokratie zu wenig zu sein, wobei es ja interessant ist: Wenn ich mir die Finanzausgleichsverhandler anhöre, auch, Herr Klubobmann Kucher - - Jetzt geht er leider raus. (Abg. Holzleitner: Nein, er bleibt eh da!) Schade, denn es wäre jetzt interessant, wenn wir darüber diskutieren könnten. (Abg. Heinisch-Hosek: Kucher ist da, keine Sorge!) Wenn ich mir die Finanzausgleichsverhandler anhöre, darf ich zuerst einmal Landeshauptmann Doskozil zitieren, der gesagt hat, „die Gesundheitsreform gebe dem Burgenland mehr Handlungsspielraum“ (Abg. Hörl: Der ist ja kein Sozi! – Abg. Taschner: Hört, hört!), und ich zitiere Bürgermeister Ludwig, der gesagt hat: „‚Die beste Versorgung im Bereich der Bildung, der Gesundheit, der Pflege – all das kostet Geld‘. Dies sei mit der bahnbrechenden Grundsatzvereinbarung zum Finanzausgleichsgesetz [...] geschafft worden“. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kucher: Reden wir von Spitälern oder von Kassenärzten? – Abg. Heinisch-Hosek: Rote Verhandler ...!)
Abg. Heinisch-Hosek: Kucher ist da, keine Sorge!
14 Milliarden scheinen also für die Sozialdemokratie zu wenig zu sein, wobei es ja interessant ist: Wenn ich mir die Finanzausgleichsverhandler anhöre, auch, Herr Klubobmann Kucher - - Jetzt geht er leider raus. (Abg. Holzleitner: Nein, er bleibt eh da!) Schade, denn es wäre jetzt interessant, wenn wir darüber diskutieren könnten. (Abg. Heinisch-Hosek: Kucher ist da, keine Sorge!) Wenn ich mir die Finanzausgleichsverhandler anhöre, darf ich zuerst einmal Landeshauptmann Doskozil zitieren, der gesagt hat, „die Gesundheitsreform gebe dem Burgenland mehr Handlungsspielraum“ (Abg. Hörl: Der ist ja kein Sozi! – Abg. Taschner: Hört, hört!), und ich zitiere Bürgermeister Ludwig, der gesagt hat: „‚Die beste Versorgung im Bereich der Bildung, der Gesundheit, der Pflege – all das kostet Geld‘. Dies sei mit der bahnbrechenden Grundsatzvereinbarung zum Finanzausgleichsgesetz [...] geschafft worden“. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kucher: Reden wir von Spitälern oder von Kassenärzten? – Abg. Heinisch-Hosek: Rote Verhandler ...!)
Abg. Hörl: Der ist ja kein Sozi! – Abg. Taschner: Hört, hört!
14 Milliarden scheinen also für die Sozialdemokratie zu wenig zu sein, wobei es ja interessant ist: Wenn ich mir die Finanzausgleichsverhandler anhöre, auch, Herr Klubobmann Kucher - - Jetzt geht er leider raus. (Abg. Holzleitner: Nein, er bleibt eh da!) Schade, denn es wäre jetzt interessant, wenn wir darüber diskutieren könnten. (Abg. Heinisch-Hosek: Kucher ist da, keine Sorge!) Wenn ich mir die Finanzausgleichsverhandler anhöre, darf ich zuerst einmal Landeshauptmann Doskozil zitieren, der gesagt hat, „die Gesundheitsreform gebe dem Burgenland mehr Handlungsspielraum“ (Abg. Hörl: Der ist ja kein Sozi! – Abg. Taschner: Hört, hört!), und ich zitiere Bürgermeister Ludwig, der gesagt hat: „‚Die beste Versorgung im Bereich der Bildung, der Gesundheit, der Pflege – all das kostet Geld‘. Dies sei mit der bahnbrechenden Grundsatzvereinbarung zum Finanzausgleichsgesetz [...] geschafft worden“. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kucher: Reden wir von Spitälern oder von Kassenärzten? – Abg. Heinisch-Hosek: Rote Verhandler ...!)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kucher: Reden wir von Spitälern oder von Kassenärzten? – Abg. Heinisch-Hosek: Rote Verhandler ...!
14 Milliarden scheinen also für die Sozialdemokratie zu wenig zu sein, wobei es ja interessant ist: Wenn ich mir die Finanzausgleichsverhandler anhöre, auch, Herr Klubobmann Kucher - - Jetzt geht er leider raus. (Abg. Holzleitner: Nein, er bleibt eh da!) Schade, denn es wäre jetzt interessant, wenn wir darüber diskutieren könnten. (Abg. Heinisch-Hosek: Kucher ist da, keine Sorge!) Wenn ich mir die Finanzausgleichsverhandler anhöre, darf ich zuerst einmal Landeshauptmann Doskozil zitieren, der gesagt hat, „die Gesundheitsreform gebe dem Burgenland mehr Handlungsspielraum“ (Abg. Hörl: Der ist ja kein Sozi! – Abg. Taschner: Hört, hört!), und ich zitiere Bürgermeister Ludwig, der gesagt hat: „‚Die beste Versorgung im Bereich der Bildung, der Gesundheit, der Pflege – all das kostet Geld‘. Dies sei mit der bahnbrechenden Grundsatzvereinbarung zum Finanzausgleichsgesetz [...] geschafft worden“. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kucher: Reden wir von Spitälern oder von Kassenärzten? – Abg. Heinisch-Hosek: Rote Verhandler ...!)
Abg. Heinisch-Hosek: Rote Verhandler sind besser! – Abg. Lopatka: Das war ein Schuss ins eigene Knie!
Okay, das war ein Zitat, das war nicht von mir. Übrigens hat Bürgermeister Ludwig – das schätze ich auch sehr – auch das gemeinsame Vorgehen beim Finanzausgleich über die Parteigrenzen hinweg hervorgehoben. (Abg. Heinisch-Hosek: Rote Verhandler sind besser! – Abg. Lopatka: Das war ein Schuss ins eigene Knie!) Das kann ich nur unterstreichen und mich noch einmal bei allen Verhandlern bedanken, die auch das Gesamtstaatliche im Blick hatten. Da waren die Landeshauptleute Ludwig und Doskozil Gott sei Dank auch dabei und haben das auch so gesehen; übrigens auch der Herr Gesundheitsminister, dem es immer wichtig war, nicht nur mehr Geld zur Verfügung zu stellen. Das ist das eine, ja, das tun wir intensiv, auf der anderen Seite verknüpfen wir das
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Es geht also darum, auf der einen Seite nicht nur mehr Geld in das System zu pumpen, sondern auf der anderen Seite auch Reformen umzusetzen. Dafür danke ich dir auch wirklich ganz herzlich. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Silvan: Die Konservativen haben es zusammengehaut! – Zwischenruf des Abg. Einwallner.
Ich habe einen Freund in England, dessen Tochter – sie ist Engländerin – medizinische Kongresse organisiert, den nächsten nächstes Jahr in Wien. Sie hat mich angerufen und hat gefragt: Was gibt es denn für private Spitäler in Wien? Wir müssen uns vorbereiten! Da sage ich: Wieso private Spitäler? Ihr könnt euch an das öffentliche Gesundheitssystem wenden, das ist super! Dann sagt sie: Aha, das bin ich aus England nicht gewohnt, dass man das so sehen kann! (Abg. Silvan: Die Konservativen haben es zusammengehaut! – Zwischenruf des Abg. Einwallner.) Das zeigt natürlich auch, wie gut unser Gesundheitssystem insgesamt beieinander ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich habe einen Freund in England, dessen Tochter – sie ist Engländerin – medizinische Kongresse organisiert, den nächsten nächstes Jahr in Wien. Sie hat mich angerufen und hat gefragt: Was gibt es denn für private Spitäler in Wien? Wir müssen uns vorbereiten! Da sage ich: Wieso private Spitäler? Ihr könnt euch an das öffentliche Gesundheitssystem wenden, das ist super! Dann sagt sie: Aha, das bin ich aus England nicht gewohnt, dass man das so sehen kann! (Abg. Silvan: Die Konservativen haben es zusammengehaut! – Zwischenruf des Abg. Einwallner.) Das zeigt natürlich auch, wie gut unser Gesundheitssystem insgesamt beieinander ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Stöger: Digitale Gesundheit gibt es nicht!
wieder. In einer Studie hat sie die Gesundheitssysteme der Mitgliedsländer miteinander verglichen. Sie weist darauf hin, dass das Gesundheitssystem in Österreich in der Bestklasse liegt, weist aber auch darauf hin, und das ist schon interessant, dass unsere Ausgaben im Spitalsbereich im Verhältnis zum niedergelassenen Bereich und was den Digitalisierungsgrad und die Vorsorge betrifft, vergleichsweise hoch sind. Unsere Ausgaben sind also relativ hoch. Dieses Ungleichgewicht, das wir gesehen haben, war Ausgangspunkt der Überlegungen zu einer umfassenden Gesundheitsreform, die wir angegangen sind. Deren Grundsatz lautet – der Herr Gesundheitsminister hat das immer wieder betont –: digital vor ambulant vor stationär. (Abg. Stöger: Digitale Gesundheit gibt es nicht!)
Abg. Stöger: Entschuldigung!
Das war der Grundsatzgedanke, den wir auch in den Finanzausgleichsverhandlungen bei der Gesundheitsreform - - (Abg. Stöger: Entschuldigung!) – Na ja, es geht ja - - (Abg. Stöger: Digitale Gesundheitsversorgung gibt es nicht!) – Ja, okay, Herr Gesundheitsminister außer Dienst Stöger, es ist interessant, was Sie da sagen. Wie lange waren Sie Gesundheitsminister? (Abg. Stöger: Lange genug!) – Okay, lange genug. (Ruf bei der ÖVP: Zu lange!) Lange genug, das stimmt.
Abg. Stöger: Digitale Gesundheitsversorgung gibt es nicht!
Das war der Grundsatzgedanke, den wir auch in den Finanzausgleichsverhandlungen bei der Gesundheitsreform - - (Abg. Stöger: Entschuldigung!) – Na ja, es geht ja - - (Abg. Stöger: Digitale Gesundheitsversorgung gibt es nicht!) – Ja, okay, Herr Gesundheitsminister außer Dienst Stöger, es ist interessant, was Sie da sagen. Wie lange waren Sie Gesundheitsminister? (Abg. Stöger: Lange genug!) – Okay, lange genug. (Ruf bei der ÖVP: Zu lange!) Lange genug, das stimmt.
Abg. Stöger: Lange genug!
Das war der Grundsatzgedanke, den wir auch in den Finanzausgleichsverhandlungen bei der Gesundheitsreform - - (Abg. Stöger: Entschuldigung!) – Na ja, es geht ja - - (Abg. Stöger: Digitale Gesundheitsversorgung gibt es nicht!) – Ja, okay, Herr Gesundheitsminister außer Dienst Stöger, es ist interessant, was Sie da sagen. Wie lange waren Sie Gesundheitsminister? (Abg. Stöger: Lange genug!) – Okay, lange genug. (Ruf bei der ÖVP: Zu lange!) Lange genug, das stimmt.
Ruf bei der ÖVP: Zu lange!
Das war der Grundsatzgedanke, den wir auch in den Finanzausgleichsverhandlungen bei der Gesundheitsreform - - (Abg. Stöger: Entschuldigung!) – Na ja, es geht ja - - (Abg. Stöger: Digitale Gesundheitsversorgung gibt es nicht!) – Ja, okay, Herr Gesundheitsminister außer Dienst Stöger, es ist interessant, was Sie da sagen. Wie lange waren Sie Gesundheitsminister? (Abg. Stöger: Lange genug!) – Okay, lange genug. (Ruf bei der ÖVP: Zu lange!) Lange genug, das stimmt.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Taschner: Hört, hört!
Wichtig war es, das digitale Angebot für die Patientinnen und Patienten weiter auszubauen. Jedes Jahr stellen wir für diesen Bereich 50 Millionen Euro zur Verfügung. Damit wird auch die vielen wahrscheinlich erst seit der Coronazeit bekannte Gesundheitshotline 1450 entsprechend erweitert. Sie wird erweitert, um die Erstabklärung, und darum geht es, mancher Beschwerden zu übernehmen. Was die Versorgung mit Ärztinnen und Ärzten betrifft, ist Österreich, gemessen an der Einwohnerzahl, übrigens weltweit Spitzenreiter. Auch das darf man nicht vergessen: Nirgendwo auf der Welt gibt es mehr Ärzte in Relation zur Bevölkerung als in Österreich. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Taschner: Hört, hört!)
Ruf bei der SPÖ: ... Parteipolitik! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
können! Das ist ja logisch!) Auch das muss man natürlich entsprechend adressieren. Das Problem dürfte Ihnen, Herr Gesundheitsminister außer Dienst, durchaus bekannt sein. Von 2008 bis 2017 waren SPÖ-Gesundheitsminister daran beteiligt. (Ruf bei der SPÖ: ... Parteipolitik! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Also alles gut.
Abg. Kucher: Wie hoch ist heute das Minus?
Was tut die Bundesregierung, um dieses Problem anzugehen? – Selbstverständlich muss man das machen. Um den niedergelassenen Bereich zu stärken, stellen wir den Krankenkassen jährlich 300 Millionen Euro für den Ausbau von Kassenstellen zur Verfügung. (Abg. Kucher: Wie hoch ist heute das Minus?) Mit dieser Summe können mehrere Hundert Kassenstellen zusätzlich geschaffen werden. Zusätzlich, und das ist ganz entscheidend, verbessern wir im Rahmen der Sozialversicherung die Arbeitsbedingungen für die Ärztinnen und Ärzte. Wir machen es für sie attraktiver, eine Kassenstelle anzunehmen anstatt eine Wahlpraxis zu eröffnen. Das kommt insbesondere denjenigen Regionen und übrigens auch den Fachbereichen, Herr Klubobmann Kucher, zugute, in denen eine Nachbesetzung vielleicht schwieriger ist als in anderen Fällen. Damit werden auch zusätzliche Angebote zu Randzeiten geschaffen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir reformieren die Strukturen, sorgen für Verbesserungen vor allem bei all jenen, die im System tätig sind – bei den Pflegerinnen und Pflegern, die von Ihnen angesprochen wurden, Herr Klubobmann, bei den Ärztinnen und Ärzten, den Pflegekräften insgesamt, bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Gesundheitsbereich –, und wir erhalten uns damit, worauf es letztlich auch ankommt, ein qualitativ hochwertiges und vor allem für alle leistbares Gesundheitswesen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Ruf bei der SPÖ: O ja!
bei der ÖVP. – Abg. Taschner: Hört, hört! – Abg. Kucher: Ändert das! Es liegt an euch! – Abg. Bogner-Strauß: Wer ist denn dort verantwortlich?) – Ich mache keine Schuldzuweisungen (Ruf bei der SPÖ: O ja!), ich weise nur darauf hin, dass es für die Sozialdemokratie durchaus nicht einfach ist, zu versuchen, mit dem Thema Gesundheit parteipolitisch zu punkten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
bei der ÖVP. – Abg. Taschner: Hört, hört! – Abg. Kucher: Ändert das! Es liegt an euch! – Abg. Bogner-Strauß: Wer ist denn dort verantwortlich?) – Ich mache keine Schuldzuweisungen (Ruf bei der SPÖ: O ja!), ich weise nur darauf hin, dass es für die Sozialdemokratie durchaus nicht einfach ist, zu versuchen, mit dem Thema Gesundheit parteipolitisch zu punkten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Wöginger: Super!
Mich freut es, dass Bürgermeister Ludwig bei den wirklich guten Schritten, die über den Finanzausgleich gesetzt werden, mit im Boot ist. (Abg. Wöginger: Super!) Die Patientenmilliarde (Abg. Heinisch-Hosek: Wo ist die?): Die Österreichische Gesundheitskasse hat 2022 2 Milliarden Euro mehr als 2020 in die Patientenversorgung investiert, 2023 sind es 3 Milliarden Euro mehr. (Abg. Wöginger: Ja, genau, das ist schon mehrmals ...! So schaut’s aus im Schneckenhaus!) Diese oft zitierte Milliarde ist also schon mehr als fünffach in die Gesundheitsversorgung geflossen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Heinisch-Hosek: Und warum sind die Wartezeiten nicht kürzer dadurch?)
Abg. Heinisch-Hosek: Wo ist die?
Mich freut es, dass Bürgermeister Ludwig bei den wirklich guten Schritten, die über den Finanzausgleich gesetzt werden, mit im Boot ist. (Abg. Wöginger: Super!) Die Patientenmilliarde (Abg. Heinisch-Hosek: Wo ist die?): Die Österreichische Gesundheitskasse hat 2022 2 Milliarden Euro mehr als 2020 in die Patientenversorgung investiert, 2023 sind es 3 Milliarden Euro mehr. (Abg. Wöginger: Ja, genau, das ist schon mehrmals ...! So schaut’s aus im Schneckenhaus!) Diese oft zitierte Milliarde ist also schon mehr als fünffach in die Gesundheitsversorgung geflossen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Heinisch-Hosek: Und warum sind die Wartezeiten nicht kürzer dadurch?)
Abg. Wöginger: Ja, genau, das ist schon mehrmals ...! So schaut’s aus im Schneckenhaus!
Mich freut es, dass Bürgermeister Ludwig bei den wirklich guten Schritten, die über den Finanzausgleich gesetzt werden, mit im Boot ist. (Abg. Wöginger: Super!) Die Patientenmilliarde (Abg. Heinisch-Hosek: Wo ist die?): Die Österreichische Gesundheitskasse hat 2022 2 Milliarden Euro mehr als 2020 in die Patientenversorgung investiert, 2023 sind es 3 Milliarden Euro mehr. (Abg. Wöginger: Ja, genau, das ist schon mehrmals ...! So schaut’s aus im Schneckenhaus!) Diese oft zitierte Milliarde ist also schon mehr als fünffach in die Gesundheitsversorgung geflossen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Heinisch-Hosek: Und warum sind die Wartezeiten nicht kürzer dadurch?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Heinisch-Hosek: Und warum sind die Wartezeiten nicht kürzer dadurch?
Mich freut es, dass Bürgermeister Ludwig bei den wirklich guten Schritten, die über den Finanzausgleich gesetzt werden, mit im Boot ist. (Abg. Wöginger: Super!) Die Patientenmilliarde (Abg. Heinisch-Hosek: Wo ist die?): Die Österreichische Gesundheitskasse hat 2022 2 Milliarden Euro mehr als 2020 in die Patientenversorgung investiert, 2023 sind es 3 Milliarden Euro mehr. (Abg. Wöginger: Ja, genau, das ist schon mehrmals ...! So schaut’s aus im Schneckenhaus!) Diese oft zitierte Milliarde ist also schon mehr als fünffach in die Gesundheitsversorgung geflossen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Heinisch-Hosek: Und warum sind die Wartezeiten nicht kürzer dadurch?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Zur Zahl der Ärztinnen und Ärzte: Derzeit haben wir in Österreich 50 700 aktive Ärztinnen und Ärzte. Das ist nicht nur ein europäischer Spitzenwert, das ist ein All-time-High in Österreich. Alleine in den letzten Jahren sind 3 000 weitere hinzugekommen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Heinisch-Hosek: Da waren auch rote Minister:innen im Amt! – Abg. Wöginger: Wieso kritisiert ihr das? – Abg. Heinisch-Hosek: Es ist noch immer zu wenig! – Abg. Steinacker: Wir haben gesagt, wir machen keine Parteipolitik! – Abg. Belakowitsch: Könnt ihr das draußen weiter bereden?
Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Zahl der Studienplätze seit 2014 nicht gleich geblieben ist, sondern vonseiten des Bundes von 1 500 auf 2 000 sukzessive ausgebaut wurde. (Abg. Heinisch-Hosek: Da waren auch rote Minister:innen im Amt! – Abg. Wöginger: Wieso kritisiert ihr das? – Abg. Heinisch-Hosek: Es ist noch immer zu wenig! – Abg. Steinacker: Wir haben gesagt, wir machen keine Parteipolitik! – Abg. Belakowitsch: Könnt ihr das draußen weiter bereden?) Es ist gut, dass sie ausgebaut worden sind. (Abg. Kucher: Johanna Mikl-Leitner, Christopher Drexler: Alle unserer Meinung! – Abg. Wöginger: Wenn ich dir vorlese, was der Doskozil fordert, dann wirst du krank!) An der Zahl der Ärztinnen und Ärzte liegt es in Österreich nicht.
Abg. Kucher: Johanna Mikl-Leitner, Christopher Drexler: Alle unserer Meinung! – Abg. Wöginger: Wenn ich dir vorlese, was der Doskozil fordert, dann wirst du krank!
Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Zahl der Studienplätze seit 2014 nicht gleich geblieben ist, sondern vonseiten des Bundes von 1 500 auf 2 000 sukzessive ausgebaut wurde. (Abg. Heinisch-Hosek: Da waren auch rote Minister:innen im Amt! – Abg. Wöginger: Wieso kritisiert ihr das? – Abg. Heinisch-Hosek: Es ist noch immer zu wenig! – Abg. Steinacker: Wir haben gesagt, wir machen keine Parteipolitik! – Abg. Belakowitsch: Könnt ihr das draußen weiter bereden?) Es ist gut, dass sie ausgebaut worden sind. (Abg. Kucher: Johanna Mikl-Leitner, Christopher Drexler: Alle unserer Meinung! – Abg. Wöginger: Wenn ich dir vorlese, was der Doskozil fordert, dann wirst du krank!) An der Zahl der Ärztinnen und Ärzte liegt es in Österreich nicht.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, es hat keinen Sinn, zu versuchen, das Rad der Zeit zurückzudrehen. Es geht darum, die Situation, wie sie ist, zur Kenntnis zu nehmen und davon ausgehend die richtigen Schritte zu setzen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen
Genau das geschieht jetzt mit dem Finanzausgleich (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen): 1,5 Milliarden Euro für die nächsten fünf Jahre, erstmals wird durch den Finanzausgleich zusätzliches Bundesgeld in die Sozialversicherung fließen – zur Attraktivitätssteigerung im niedergelassenen Bereich –, das ist ein ganz wichtiger Schritt. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Genau das geschieht jetzt mit dem Finanzausgleich (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen): 1,5 Milliarden Euro für die nächsten fünf Jahre, erstmals wird durch den Finanzausgleich zusätzliches Bundesgeld in die Sozialversicherung fließen – zur Attraktivitätssteigerung im niedergelassenen Bereich –, das ist ein ganz wichtiger Schritt. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Loacker: Das haben die Länder, damit sie nicht reformieren müssen! Ihr stoppt ...!
3 Milliarden Euro gehen an die Länder für Reformen im Krankenanstaltenbereich. Es wird mehr Verlagerung aus dem vollstationären Bereich in den tagesklinischen, in den ambulanten Bereich geben. (Abg. Loacker: Das haben die Länder, damit sie nicht reformieren müssen! Ihr stoppt ...!) Damit wird die Steigerung der Effizienz und der Abbau von Wartelisten erreicht. Das ist genau das, was wir jetzt brauchen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
3 Milliarden Euro gehen an die Länder für Reformen im Krankenanstaltenbereich. Es wird mehr Verlagerung aus dem vollstationären Bereich in den tagesklinischen, in den ambulanten Bereich geben. (Abg. Loacker: Das haben die Länder, damit sie nicht reformieren müssen! Ihr stoppt ...!) Damit wird die Steigerung der Effizienz und der Abbau von Wartelisten erreicht. Das ist genau das, was wir jetzt brauchen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Zusätzlich dazu Folgendes: Wir alle erinnern uns, im Vorjahr wurde davon geredet, dass das, was wir für die Pflege machen, zeitlich befristet sei. – Nein, das ist es nicht! Es ist jetzt im vollem Ausmaß im Finanzausgleich verstetigt. Wir haben derzeit – und das ist erfreulich – so viele Menschen in Pflegeausbildung wie noch nie zuvor. Auch das ist ein großer Erfolg. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
überhaupt für wert befunden wurde, einen Facharzt aufsuchen zu dürfen. Das ist der erste Teil der Geschichte, der auch erzählt werden muss. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, unsere Bundesregierung stellt die richtigen Weichen. Sie stellt sie in die richtige Richtung. Ich freue mich über alle, die daran mitwirken. Packen wir es gemeinsam an! – Danke. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Allgemeiner Beifall. – Abg. Kickl: Die freuen sich nicht über Ihre Performance da!
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Herr Präsident! Meine Herren Bundesminister! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Ich darf im Namen meiner Kollegin Petra Oberrauner sehr, sehr herzlich Bürgermeisterin Michaela Oberlassnig und Mitglieder des Gemeinderates aus Feld am See in Kärnten sehr herzlich begrüßen. (Allgemeiner Beifall. – Abg. Kickl: Die freuen sich nicht über Ihre Performance da!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, die Gäste, die heute da sind, aber auch die Bürgerinnen und Bürger, die uns zuschauen, werden sich natürlich eines wünschen: eine medizinische Vollversorgung in Österreich. Diese ist in Gefahr. Herr Finanzminister, auch wenn Sie sich gerade für nicht zuständig erklärt haben: Sie sind der Querschnittsminister dieser Republik, denn Sie haben das Geld. Das Geld wird vom Finanzministerium aus verteilt. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Wenn man gut verhandelt, bekommt man natürlich auch entsprechende Mittel, das ist keine Frage. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Ich darf Sie einladen, mit mir eine kurze Reise zurück zu machen. (Ruf bei der ÖVP: Oje! – Abg. Tanda: Bitte nicht schreien!) Zwischen 2000 und 2006 haben die Gebietskrankenkassen, weil sie kleingeschrumpft wurden, ein Minus eingefahren. Zwischen 2006 und 2016 – also dank aller roten Regierungsmitgliedern – wurden die Gebietskrankenkassen saniert und danach ging es wieder bergab. (Abg. Loacker: An welchem Tag war die Wiener Kasse saniert? ... jedes Jahr Millionen versenkt! Jetzt habt ihr es im Nationalrat ..., fix noch einmal!)
Ruf bei der ÖVP: Oje! – Abg. Tanda: Bitte nicht schreien!
Wenn man gut verhandelt, bekommt man natürlich auch entsprechende Mittel, das ist keine Frage. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Ich darf Sie einladen, mit mir eine kurze Reise zurück zu machen. (Ruf bei der ÖVP: Oje! – Abg. Tanda: Bitte nicht schreien!) Zwischen 2000 und 2006 haben die Gebietskrankenkassen, weil sie kleingeschrumpft wurden, ein Minus eingefahren. Zwischen 2006 und 2016 – also dank aller roten Regierungsmitgliedern – wurden die Gebietskrankenkassen saniert und danach ging es wieder bergab. (Abg. Loacker: An welchem Tag war die Wiener Kasse saniert? ... jedes Jahr Millionen versenkt! Jetzt habt ihr es im Nationalrat ..., fix noch einmal!)
Abg. Loacker: An welchem Tag war die Wiener Kasse saniert? ... jedes Jahr Millionen versenkt! Jetzt habt ihr es im Nationalrat ..., fix noch einmal!
Wenn man gut verhandelt, bekommt man natürlich auch entsprechende Mittel, das ist keine Frage. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Ich darf Sie einladen, mit mir eine kurze Reise zurück zu machen. (Ruf bei der ÖVP: Oje! – Abg. Tanda: Bitte nicht schreien!) Zwischen 2000 und 2006 haben die Gebietskrankenkassen, weil sie kleingeschrumpft wurden, ein Minus eingefahren. Zwischen 2006 und 2016 – also dank aller roten Regierungsmitgliedern – wurden die Gebietskrankenkassen saniert und danach ging es wieder bergab. (Abg. Loacker: An welchem Tag war die Wiener Kasse saniert? ... jedes Jahr Millionen versenkt! Jetzt habt ihr es im Nationalrat ..., fix noch einmal!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Sie gehören ja sicher nicht dazu, dass Sie einen solchen Wahlarzt konsumieren, sicher nicht!
Herr Finanzminister, Sie sagen, jeder soll sich seinen Wahlarzt, seine Wahlärztin aussuchen können. – Um jene, die es sich aussuchen können, mache ich mir – machen wir uns als Sozialdemokratie – keine Gedanken, die brauchen uns nicht. Um jene aber, die es sich nicht aussuchen können, muss man sich Gedanken machen, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Sie gehören ja sicher nicht dazu, dass Sie einen solchen Wahlarzt konsumieren, sicher nicht!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Bogner-Strauß: Deshalb ja die 300 Millionen mehr!
Die Terminfrage ist der springende Punkt: Jeder, der in Österreich Hilfe braucht, bekommt sie. Die Frage ist nur, wann. Es ist nicht egal, wo man lebt und welche Fachärzte und Fachärztinnen in der Nähe sind. Ich denke, dass viele, viele soziale Ungleichheiten in diesem Land das noch befördern. Soziale Ungleichheiten sind natürlich gekoppelt mit den folgenden Tatsachen: Wo wohne ich? Welchen Arbeitsplatz habe ich, wenn ich einen habe? Kann ich mir die Wohnung, in der ich lebe, oder das Haus, in dem ich lebe, auch wirklich leisten? Das hängt natürlich ganz eng mit der gesundheitlichen Versorgung zusammen, denn wenn ich einen Arbeitsplatz habe, wenn ich eine saubere, warme Wohnung ohne Schimmel habe, wenn ich mir das Essen leisten kann, das ich mir leisten will, dann bin ich gesünder, sehr geehrte Damen und Herren. Wenn ich das alles nicht habe, dann brauche ich das Gesundheitssystem umso dringender, aber mit Kassenarztstellen und Kassenärztinnenstellen und nicht mit Stellen in der Privatmedizin. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Bogner-Strauß: Deshalb ja die 300 Millionen mehr!) )
Abg. Hanger: Wie Sie, nicht!? – Abg. Zarits: Wie Sie!
Es gibt eine Gesundheitsforscherin, die nicht nur von der Zwei- und Dreiklassenmedizin spricht, sondern sie sagt, dass es auch eine vierte Klasse gibt. Die Zweiklassenmedizin, in der wir alle leben, beschreibt das Ausweichen auf einen Wahlarzt, eine Wahlärztin. Wir können uns wahrscheinlich Wahlärztinnen und Wahlärzte leisten, wenn es in der Nähe keine Fachärzt:innen gibt. Man kauft sich die bessere Versorgung. Die Dreiklassenmedizin bezieht sich auf das, was ich gerade gesagt habe: Es ist nicht egal, wo jemand lebt und wie jemand lebt und welche Lebensbedingungen und Arbeitsbedingungen jemand hat. Das ist dann die dritte Klasse, die dazukommt, wenn man es sich nicht aussuchen kann. Die vierte Klasse ist jene, wenn man persönliche Beziehungen zu Ärztinnen oder Ärzten hat und deswegen schneller drankommt. (Abg. Hanger: Wie Sie, nicht!? – Abg. Zarits: Wie Sie!)
Unruhe bei der ÖVP. – Ruf bei den Grünen: Gratuliere! – Abg. Prinz: Ihre Sorgen möchten wir haben!
Leute dort überlastet waren, weil der Arzt einfach nicht dahergekommen ist. Er ist erst eine halbe Stunde später gekommen. Ich will Ihnen damit sagen, dass es wirklich schwierig ist - - (Unruhe bei der ÖVP. – Ruf bei den Grünen: Gratuliere! – Abg. Prinz: Ihre Sorgen möchten wir haben!) – Ja, erzählen Sie uns dann persönliche Beispiele! Ich war schon im OP-Saal und habe dort gewartet, ganz egal. Ich habe dort in den Ambulanzen viele Leute gesehen, meine sehr geehrten Damen und Herren, die ganz einfach gar nicht drangekommen sind und wieder weggeschickt werden mussten.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Eine halbe Stunde! Sie sind ja wirklich zu bedauern! – Abg. Heinisch-Hosek –auf dem Weg zu ihrem Sitzplatz –: Im OP-Saal, hallo! Nicht in der Ambulanz!
Also bitte: Könnten Sie eine Gesundheitsreform machen, die den Namen auch verdient? (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Eine halbe Stunde! Sie sind ja wirklich zu bedauern! – Abg. Heinisch-Hosek –auf dem Weg zu ihrem Sitzplatz –: Im OP-Saal, hallo! Nicht in der Ambulanz!)
Abg. Kucher: Da redet die Hartinger-Klein aus dir!
Abgeordneter Mag. Gerhard Kaniak (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrter Herr Bundesminister Brunner, sehr geehrter Herr Bundesminister Rauch! Erlauben Sie mir, dass ich vorab ein bisschen auf meine Vorredner von der SPÖ und die heutige Aktuelle Stunde eingehe, weil es an Chuzpe ja kaum zu überbieten ist, was die SPÖ heute hier liefert: noch mehr Geld fordern, noch mehr Bürokratie fordern. In Wirklichkeit waren es Ihre eigenen roten Funktionäre in der Sozialversicherung (Abg. Kucher: Da redet die Hartinger-Klein aus dir!), die nach der Kassenzusammenlegung die notwendigen internen Reformen und das Heben der Patientenmilliarde verhindert haben, sehr geehrter Kollege Kucher. Ihre roten Funktionäre haben das Heben der Patientenmilliarde verhindert. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Heiterkeit des Abg. Kucher.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Heiterkeit des Abg. Kucher.
Abgeordneter Mag. Gerhard Kaniak (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrter Herr Bundesminister Brunner, sehr geehrter Herr Bundesminister Rauch! Erlauben Sie mir, dass ich vorab ein bisschen auf meine Vorredner von der SPÖ und die heutige Aktuelle Stunde eingehe, weil es an Chuzpe ja kaum zu überbieten ist, was die SPÖ heute hier liefert: noch mehr Geld fordern, noch mehr Bürokratie fordern. In Wirklichkeit waren es Ihre eigenen roten Funktionäre in der Sozialversicherung (Abg. Kucher: Da redet die Hartinger-Klein aus dir!), die nach der Kassenzusammenlegung die notwendigen internen Reformen und das Heben der Patientenmilliarde verhindert haben, sehr geehrter Kollege Kucher. Ihre roten Funktionäre haben das Heben der Patientenmilliarde verhindert. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Heiterkeit des Abg. Kucher.)
Abg. Hörl: Wahnsinn!
Schaut man dann weiter: Wie schaut es denn im Wirkungsbereich der SPÖ aus, jener SPÖ, die in Wien für Zustände, wie jenen beim Neubau des Krankenhauses Nord, verantwortlich ist, im Rahmen dessen Hunderte Millionen Euro an Steuergeldern verbraten worden sind? Es gibt kein einziges Bundesland, in dem es in den vergangenen Monaten und Jahren so viele Gefährdungsmeldungen, so viele geschlossene Abteilungen, so viele umherirrende Rettungsfahrzeuge mit Patienten, die keine Notaufnahme finden, so viel Unzufriedenheit unter den Patienten und eine Ärzteschaft, die mit dem Landesrat im Clinch liegt und sogar bei Minustemperaturen auf die Straße geht, weil sie bis heute noch nicht einmal einen Kollektivvertrag hat, gegeben hat. (Abg. Hörl: Wahnsinn!) Das ist das Beispiel für die rote Gesundheitspolitik, meine sehr geehrten Damen und Herren. Das wollen wir wirklich nicht haben. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kucher: Du könntest dich auch entschuldigen!)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kucher: Du könntest dich auch entschuldigen!
Schaut man dann weiter: Wie schaut es denn im Wirkungsbereich der SPÖ aus, jener SPÖ, die in Wien für Zustände, wie jenen beim Neubau des Krankenhauses Nord, verantwortlich ist, im Rahmen dessen Hunderte Millionen Euro an Steuergeldern verbraten worden sind? Es gibt kein einziges Bundesland, in dem es in den vergangenen Monaten und Jahren so viele Gefährdungsmeldungen, so viele geschlossene Abteilungen, so viele umherirrende Rettungsfahrzeuge mit Patienten, die keine Notaufnahme finden, so viel Unzufriedenheit unter den Patienten und eine Ärzteschaft, die mit dem Landesrat im Clinch liegt und sogar bei Minustemperaturen auf die Straße geht, weil sie bis heute noch nicht einmal einen Kollektivvertrag hat, gegeben hat. (Abg. Hörl: Wahnsinn!) Das ist das Beispiel für die rote Gesundheitspolitik, meine sehr geehrten Damen und Herren. Das wollen wir wirklich nicht haben. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kucher: Du könntest dich auch entschuldigen!)
Abg. Kucher: Wie viel? – Abg. Silvan: Wie viel ist ihm weggenommen worden die letzten Jahre?
Das Allerschlimmste ist, dass Sie sich mit Ihrer Politik in den Verhandlungen auch gegenüber der Bundesregierung und Bundesminister Rauch durchgesetzt haben, denn das, was jetzt an Pseudoreform zum Beschluss für den heutigen Tag auf dem Tisch liegt, trägt Ihre Handschrift. Da wird ja 1 Milliarde Euro frisches Steuergeld ohne jegliche Reform in ein System hineingeschüttet, in ein Fass ohne Boden. Natürlich freuen sich die Landeshauptleute Ludwig und Doskozil, weil zwei Drittel von dem Geld in ihre Länderbudgets gehen, und natürlich freut sich Huss von der ÖGK, denn auch er bekommt erstmalig Hunderte Millionen Euro für die Sozialversicherung ohne Reformnotwendigkeit (Abg. Kucher: Wie viel? – Abg. Silvan: Wie viel ist ihm weggenommen worden die letzten Jahre?), ohne konkrete Ziele, wie Sie es versprochen haben, Herr Minister, ohne Sanktionsmöglichkeiten – so schauen Ihre Reformen aus. Sie stellen sich her und fordern noch zusätzliches Geld, also das ist wirklich eine Chuzpe. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das Allerschlimmste ist, dass Sie sich mit Ihrer Politik in den Verhandlungen auch gegenüber der Bundesregierung und Bundesminister Rauch durchgesetzt haben, denn das, was jetzt an Pseudoreform zum Beschluss für den heutigen Tag auf dem Tisch liegt, trägt Ihre Handschrift. Da wird ja 1 Milliarde Euro frisches Steuergeld ohne jegliche Reform in ein System hineingeschüttet, in ein Fass ohne Boden. Natürlich freuen sich die Landeshauptleute Ludwig und Doskozil, weil zwei Drittel von dem Geld in ihre Länderbudgets gehen, und natürlich freut sich Huss von der ÖGK, denn auch er bekommt erstmalig Hunderte Millionen Euro für die Sozialversicherung ohne Reformnotwendigkeit (Abg. Kucher: Wie viel? – Abg. Silvan: Wie viel ist ihm weggenommen worden die letzten Jahre?), ohne konkrete Ziele, wie Sie es versprochen haben, Herr Minister, ohne Sanktionsmöglichkeiten – so schauen Ihre Reformen aus. Sie stellen sich her und fordern noch zusätzliches Geld, also das ist wirklich eine Chuzpe. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Wöginger: Ihr wollts eh nicht impfen! – Abg. Steinacker: Ja, aber er will es verkaufen! – Abg. Wöginger: Er will es verkaufen, ja! Ein Interessenkonflikt!
Sie verschlechtern nicht nur die Gesundheitsversorgung, obendrein glauben Sie auch, dass Sie im Arzneimittelbereich mit mehr Zentralisierung und planstaatlichen Eingriffen und Beschaffungen irgendetwas lösen können. Dabei haben Sie schon mit den Coronaimpfstoffen Hunderte Millionen Euro in den Sand gesetzt. Die Verteilung der Grippeimpfstoffe hat nicht funktioniert, das Paxlovid-Drama setzt dem Ganzen (Abg. Wöginger: Ihr wollts eh nicht impfen! – Abg. Steinacker: Ja, aber er will es verkaufen! – Abg. Wöginger: Er will es verkaufen, ja! Ein Interessenkonflikt!), was Sie sich geleistet haben, ja nur die Krone auf. In den nächsten Jahren wollen Sie dann die Arzneimitteleinkäufe noch weiter zentralisieren und zentrale Depots schaffen. Das alles ist zum Vergessen, denn Sie riskieren die Gesundheit und die Leben der Österreicherinnen und Österreicher, Herr Minister. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie verschlechtern nicht nur die Gesundheitsversorgung, obendrein glauben Sie auch, dass Sie im Arzneimittelbereich mit mehr Zentralisierung und planstaatlichen Eingriffen und Beschaffungen irgendetwas lösen können. Dabei haben Sie schon mit den Coronaimpfstoffen Hunderte Millionen Euro in den Sand gesetzt. Die Verteilung der Grippeimpfstoffe hat nicht funktioniert, das Paxlovid-Drama setzt dem Ganzen (Abg. Wöginger: Ihr wollts eh nicht impfen! – Abg. Steinacker: Ja, aber er will es verkaufen! – Abg. Wöginger: Er will es verkaufen, ja! Ein Interessenkonflikt!), was Sie sich geleistet haben, ja nur die Krone auf. In den nächsten Jahren wollen Sie dann die Arzneimitteleinkäufe noch weiter zentralisieren und zentrale Depots schaffen. Das alles ist zum Vergessen, denn Sie riskieren die Gesundheit und die Leben der Österreicherinnen und Österreicher, Herr Minister. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist eine vollkommen falsche Entwicklung. Damit zerstören Sie den letzten Bereich, der in unserem Gesundheitssystem wirklich noch spitzenmedizinisch war, nämlich den Zugang zu Innovationen – den schnellen Zugang zu Innovationen! –, die Durchführung von klinischen Studien und die rasche Etablierung neuer Therapiemöglichkeiten. Das vernichten Sie mit dieser Sterbekommission daneben auch noch. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Wöginger: Haben wir schon gemacht!
Ich kann Ihnen nur eines sagen: Wir brauchen diese ganze Pseudoreform nicht, wir brauchen dieses Mehr an Zwängen, Bürokratisierung und falschen Anreizen, die Sie setzen, nicht. Das, was wir brauchen, sind echte Strukturreformen im österreichischen Gesundheitssystem. Das, was wir brauchen, ist ein faires Miteinander mit den Ärzten und den anderen Beschäftigten im Gesundheitssystem; und dafür brauchen wir attraktive Arbeitsplätze und eine Ausbildungsoffensive. (Abg. Wöginger: Haben wir schon gemacht!) Das, was wir brauchen, sind sofortige Neuwahlen; das was wir brauchen, ist ein Volkskanzler Herbert Kickl. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wöginger: Maria! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wöginger: Maria! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich kann Ihnen nur eines sagen: Wir brauchen diese ganze Pseudoreform nicht, wir brauchen dieses Mehr an Zwängen, Bürokratisierung und falschen Anreizen, die Sie setzen, nicht. Das, was wir brauchen, sind echte Strukturreformen im österreichischen Gesundheitssystem. Das, was wir brauchen, ist ein faires Miteinander mit den Ärzten und den anderen Beschäftigten im Gesundheitssystem; und dafür brauchen wir attraktive Arbeitsplätze und eine Ausbildungsoffensive. (Abg. Wöginger: Haben wir schon gemacht!) Das, was wir brauchen, sind sofortige Neuwahlen; das was wir brauchen, ist ein Volkskanzler Herbert Kickl. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wöginger: Maria! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Hafenecker: Du bist auch nur mehr fünf Sitzungen da!
Abgeordneter Ralph Schallmeiner (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Gäste auf der Galerie beziehungsweise zu Hause vor den Bildschirmen! Kollege Kaniak hat gerade von Chuzpe gesprochen. Ich gebe ihm recht, es gibt Chuzpe in dieser ganzen Diskussion, und das ist vor allem die blaue Politik in Sachen Gesundheit. Das ist nämlich wahre Chuzpe. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Hafenecker: Du bist auch nur mehr fünf Sitzungen da!)
Abg. Amesbauer: Ja Blödsinn!
Wenn ich mir die sogenannte Reform unter Ihrer Ministerin Hartinger-Klein – zur Erinnerung: Hartinger-Klein war jene Ministerin, die gemeint hat, von 150 Euro im Monat können Menschen in Österreich ohne Probleme überleben – anschaue, dann erkenne ich, das war Chuzpe, denn da ist es nicht um Verbesserungen für die Menschen in diesem Land, für die Patientinnen und Patienten gegangen, sondern da ist es einzig und allein darum gegangen, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus Entscheidungsgremien hinauszudrängen (Abg. Amesbauer: Ja Blödsinn!) – um etwas anderes ist es euch damals nicht gegangen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn ich mir die sogenannte Reform unter Ihrer Ministerin Hartinger-Klein – zur Erinnerung: Hartinger-Klein war jene Ministerin, die gemeint hat, von 150 Euro im Monat können Menschen in Österreich ohne Probleme überleben – anschaue, dann erkenne ich, das war Chuzpe, denn da ist es nicht um Verbesserungen für die Menschen in diesem Land, für die Patientinnen und Patienten gegangen, sondern da ist es einzig und allein darum gegangen, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus Entscheidungsgremien hinauszudrängen (Abg. Amesbauer: Ja Blödsinn!) – um etwas anderes ist es euch damals nicht gegangen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Kucher. – Abg. Kucher: Und die Pharmaindustrie!
Es ist ja offensichtlich: Blaue Gesundheitspolitik tut nach vorne hin immer so: Na, wir kümmern uns ein bisschen um den kleinen Mann oder die kleine Frau, wir kümmern uns um die Leute auf der Straße!, in Wirklichkeit geht es euch aber um Privatmedizin, um Wahlärztinnen und Wahlärzte, um die Privatisierung des Systems. Das hat man nicht nur damals bei dieser Reform gesehen, sondern das sieht man auch heute an all euren Anträgen, die ihr ständig in den Ausschüssen einbringt: Es geht immer um die Stärkung der Wahlärztinnen und Wahlärzte, es geht immer um die Stärkung der Privatmedizin, es geht immer um die Aushöhlung des Sozialversicherungssystems, es geht immer darum, die Sozialversicherungen zu schwächen. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Kucher. – Abg. Kucher: Und die Pharmaindustrie!) – Und auch die Pharmaindustrie, Kollege Kucher hat damit natürlich durchaus recht: Es geht euch auch ganz, ganz stark um die Pharmaindustrie, das haben wir ja gerade bei der vorangegangenen Rede des Kollegen Kaniak gemerkt. (Abg. Stögmüller: Der profitiert ja selber davon!)
Abg. Stögmüller: Der profitiert ja selber davon!
Es ist ja offensichtlich: Blaue Gesundheitspolitik tut nach vorne hin immer so: Na, wir kümmern uns ein bisschen um den kleinen Mann oder die kleine Frau, wir kümmern uns um die Leute auf der Straße!, in Wirklichkeit geht es euch aber um Privatmedizin, um Wahlärztinnen und Wahlärzte, um die Privatisierung des Systems. Das hat man nicht nur damals bei dieser Reform gesehen, sondern das sieht man auch heute an all euren Anträgen, die ihr ständig in den Ausschüssen einbringt: Es geht immer um die Stärkung der Wahlärztinnen und Wahlärzte, es geht immer um die Stärkung der Privatmedizin, es geht immer um die Aushöhlung des Sozialversicherungssystems, es geht immer darum, die Sozialversicherungen zu schwächen. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Kucher. – Abg. Kucher: Und die Pharmaindustrie!) – Und auch die Pharmaindustrie, Kollege Kucher hat damit natürlich durchaus recht: Es geht euch auch ganz, ganz stark um die Pharmaindustrie, das haben wir ja gerade bei der vorangegangenen Rede des Kollegen Kaniak gemerkt. (Abg. Stögmüller: Der profitiert ja selber davon!)
Abg. Heinisch-Hosek: Das können Sie so nehmen!
Nichtsdestotrotz auch ein oder zwei Sätze in Richtung Sozialdemokratie: Ich finde es ja schön, was Kollegin Heinisch-Hosek zuvor gesagt hat. Sie hat gesagt, ich zitiere: „Wenn man gut verhandelt, bekommt man [...] auch entsprechende Mittel“. – Ich gehe einmal davon aus, das ist ein verstecktes Lob an unseren Gesundheitsminister (Abg. Heinisch-Hosek: Das können Sie so nehmen!), denn der hat offensichtlich gut verhandelt, weil er eben auch entsprechende Mittel
Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
herausverhandelt hat. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.) Das wäre vielleicht auch ein Wink mit dem Zaunpfahl an seine sozialdemokratischen Vorgängerinnen und Vorgänger: „Wenn man gut verhandelt, bekommt man [...] auch entsprechende Mittel“.
Abg. Belakowitsch: Die Sterbekommission führts ein!
Dass es mit diesem heute zu beschließenden VUG echte Gesundheitsreformen in diesem Land geben wird, ist, glaube ich, unwidersprochen. (Abg. Belakowitsch: Die Sterbekommission führts ein!) Zumindest sind sich darüber fast alle Kommentatoren und Kommentatorinnen im Land einig, die sich mit Gesundheitspolitik auseinandersetzen. (Abg. Belakowitsch: Vielleicht sollten Sie sich auch einmal mit der Gesundheit auseinandersetzen, ja!) Es geht darum, dass erstmalig Geld aus dem Finanzausgleich vom Bund an die Sozialversicherungen fließt. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Das hat es davor nie gegeben, das hat es nicht unter sozialdemokratischen Ministerinnen und Ministern gegeben, das hat es nicht unter ÖVP-Ministerinnen und -Ministern gegeben, das hat es natürlich auch nicht unter freiheitlichen Ministerinnen und Ministern gegeben.
Abg. Belakowitsch: Vielleicht sollten Sie sich auch einmal mit der Gesundheit auseinandersetzen, ja!
Dass es mit diesem heute zu beschließenden VUG echte Gesundheitsreformen in diesem Land geben wird, ist, glaube ich, unwidersprochen. (Abg. Belakowitsch: Die Sterbekommission führts ein!) Zumindest sind sich darüber fast alle Kommentatoren und Kommentatorinnen im Land einig, die sich mit Gesundheitspolitik auseinandersetzen. (Abg. Belakowitsch: Vielleicht sollten Sie sich auch einmal mit der Gesundheit auseinandersetzen, ja!) Es geht darum, dass erstmalig Geld aus dem Finanzausgleich vom Bund an die Sozialversicherungen fließt. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Das hat es davor nie gegeben, das hat es nicht unter sozialdemokratischen Ministerinnen und Ministern gegeben, das hat es nicht unter ÖVP-Ministerinnen und -Ministern gegeben, das hat es natürlich auch nicht unter freiheitlichen Ministerinnen und Ministern gegeben.
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Dass es mit diesem heute zu beschließenden VUG echte Gesundheitsreformen in diesem Land geben wird, ist, glaube ich, unwidersprochen. (Abg. Belakowitsch: Die Sterbekommission führts ein!) Zumindest sind sich darüber fast alle Kommentatoren und Kommentatorinnen im Land einig, die sich mit Gesundheitspolitik auseinandersetzen. (Abg. Belakowitsch: Vielleicht sollten Sie sich auch einmal mit der Gesundheit auseinandersetzen, ja!) Es geht darum, dass erstmalig Geld aus dem Finanzausgleich vom Bund an die Sozialversicherungen fließt. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Das hat es davor nie gegeben, das hat es nicht unter sozialdemokratischen Ministerinnen und Ministern gegeben, das hat es nicht unter ÖVP-Ministerinnen und -Ministern gegeben, das hat es natürlich auch nicht unter freiheitlichen Ministerinnen und Ministern gegeben.
Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Belakowitsch: An die Wand fahren Sie es!
Wir stärken damit den niedergelassenen Bereich, und das ist ein echter Vorteil für die Patientinnen und Patienten, für die Versicherten. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Belakowitsch: An die Wand fahren Sie es!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir schauen, dass der spitalsambulante Bereich wieder auf die Füße kommt. Jetzt habe ich gerade diesen Zwischenruf gehört: Na ja, ihr gebt ja den Ländern einfach nur Geld, damit sie nichts machen müssen! – Das stimmt ja nicht, über die B-ZK werden für Reformvorhaben entsprechende Mittel vergeben. Die B-ZK, die Bundes-Zielsteuerungskommission Gesundheit, wird aufgewertet. Sie hat bis jetzt mit 17 Millionen Euro im Jahr ihr Dasein gefristet und hat halt ein bisschen Geld verteilen können. Sie wird in Zukunft für echte Reformvorhaben in diesem Land 1 Milliarde Euro pro Jahr verteilen können, nämlich nicht für irgendetwas und nicht, um auszugleichen, sondern für echte Reformvorhaben im Gesundheitsbereich. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie Beifall und Bravoruf des Abg. Hörl. – Abg. Belakowitsch: Meilensteine, ja!
Davon haben die Patientinnen und Patienten, davon haben die Versicherten in diesem Land am meisten etwas. Wir haben auch mit dem Budgetbegleitgesetz, das wir bereits beschlossen haben, dafür gesorgt, dass die psychosoziale Versorgung in diesem Land entsprechend gestärkt wird. Wir nehmen die klinischen Psychologinnen und Psychologen ins ASVG auf. Wir sichern Gesund aus der Krise ab. Das sind alles Meilensteine, und die kann die FPÖ kleinreden, wenn sie möchte, die können andere hier im Haus kleinreden, aber das sind Meilensteine in der Gesundheitsversorgung in diesem Land. (Beifall bei den Grünen sowie Beifall und Bravoruf des Abg. Hörl. – Abg. Belakowitsch: Meilensteine, ja!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Silvan: Ja, aber das hat mit der Gesundheitskasse nichts zu tun! Die ist eine Bundesgeschichte!
Einen zweiten Seitenhieb kann ich mir auch nicht ersparen, nämlich auf die SPÖ: Sie hat gestern am Abend noch auf Twitter, jetzt heißt es ja X, geschrieben: „Wo rote Regierungen arbeiten, wird auch die Gesundheitskasse [...] gesund.“ – In Wien regiert ihr seit 1945 durchgängig, und in Wien seid ihr seither auch immer für das Besoldungsrecht, für das Dienstrecht, für die Zustände in den Spitälern verantwortlich. Ich glaube, es wird von den Wienerinnen und Wienern eine solche Aussage eher zurückgewiesen, wenn sie sich die Zustände in den Spitälern anschauen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Silvan: Ja, aber das hat mit der Gesundheitskasse nichts zu tun! Die ist eine Bundesgeschichte!)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Hörl.
Zum Schluss: Minister Rauch, der heute auch hier sitzt, hat vor Kurzem in einem Interview mit Armin Wolf betont, dass er bei der vorliegenden Reform 80 Prozent seiner Ziele umsetzen konnte. Ganz ehrlich, diese 80 Prozent sind 100 Prozent mehr als die meisten seiner Vorgängerinnen und Vorgänger seit dem Jahr 2000 in der Gesundheitspolitik in diesem Land vorweisen können. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Hörl.) Wir packen das an, was jahrelang und jahrzehntelang liegengeblieben ist, wir überwinden dieses alte Denken, wir machen echte Reformen für die Menschen, für die Patientinnen und Patienten in diesem Land. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zum Schluss: Minister Rauch, der heute auch hier sitzt, hat vor Kurzem in einem Interview mit Armin Wolf betont, dass er bei der vorliegenden Reform 80 Prozent seiner Ziele umsetzen konnte. Ganz ehrlich, diese 80 Prozent sind 100 Prozent mehr als die meisten seiner Vorgängerinnen und Vorgänger seit dem Jahr 2000 in der Gesundheitspolitik in diesem Land vorweisen können. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Hörl.) Wir packen das an, was jahrelang und jahrzehntelang liegengeblieben ist, wir überwinden dieses alte Denken, wir machen echte Reformen für die Menschen, für die Patientinnen und Patienten in diesem Land. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Heinisch-Hosek: Das ist Tatsache!
Egal, bleiben wir bei der Zweiklassenmedizin – bei dieser Drohung der Zweiklassenmedizin – und bei dem Schreckgespenst, dass die Kreditkarte dafür sorgt, dass man eine Versorgung bekommt und dass man Termine bekommt. (Abg. Heinisch-Hosek: Das ist Tatsache!) Das sind keine Drohungen und das ist kein Schreckgespenst, denn genau deswegen hat ein Drittel der Menschen eine Zusatzversicherung. (Abg. Heinisch-Hosek: Ja, typisch NEOS!) Damit können sie das Geld für die Arzttermine zurückbekommen oder sich leichter die Termine, die sie brauchen, und wo sie die Gesundheitsversorgung bekommen, aussuchen und dadurch weniger warten. Der Rest sitzt in Spitalambulanzen und verstopft und verteuert das System.
Abg. Heinisch-Hosek: Ja, typisch NEOS!
Egal, bleiben wir bei der Zweiklassenmedizin – bei dieser Drohung der Zweiklassenmedizin – und bei dem Schreckgespenst, dass die Kreditkarte dafür sorgt, dass man eine Versorgung bekommt und dass man Termine bekommt. (Abg. Heinisch-Hosek: Das ist Tatsache!) Das sind keine Drohungen und das ist kein Schreckgespenst, denn genau deswegen hat ein Drittel der Menschen eine Zusatzversicherung. (Abg. Heinisch-Hosek: Ja, typisch NEOS!) Damit können sie das Geld für die Arzttermine zurückbekommen oder sich leichter die Termine, die sie brauchen, und wo sie die Gesundheitsversorgung bekommen, aussuchen und dadurch weniger warten. Der Rest sitzt in Spitalambulanzen und verstopft und verteuert das System.
Beifall bei den NEOS. – Abg. Heinisch-Hosek: Haben Sie unser Modell gelesen? – Nein!
Was Sie dann vielleicht auch haben, ist ein Rechtsanspruch auf einen Facharzttermin oder so, den Sie innerhalb von zwei Wochen durchbringen können. Das hilft Ihnen nur nichts, wenn dieser Facharzt keinen Termin mehr frei hat. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Heinisch-Hosek: Haben Sie unser Modell gelesen? – Nein!) – Mhm. (Abg. Leichtfried: Das glauben wir nicht! – Abg. Heinisch-Hosek: Das glaube ich nicht!)
Abg. Leichtfried: Das glauben wir nicht! – Abg. Heinisch-Hosek: Das glaube ich nicht!
Was Sie dann vielleicht auch haben, ist ein Rechtsanspruch auf einen Facharzttermin oder so, den Sie innerhalb von zwei Wochen durchbringen können. Das hilft Ihnen nur nichts, wenn dieser Facharzt keinen Termin mehr frei hat. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Heinisch-Hosek: Haben Sie unser Modell gelesen? – Nein!) – Mhm. (Abg. Leichtfried: Das glauben wir nicht! – Abg. Heinisch-Hosek: Das glaube ich nicht!)
Beifall bei den NEOS.
Deswegen: echte Reformen. Sie haben etwas versprochen, ich nehme Sie beim Wort. Kommen Sie ins Tun! – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die 5 Minuten, die ich habe, möchte ich dafür nützen, kurz zu erläutern, worum es mir gegangen ist: Mein zentrales Leit- und Handlungsmotiv war: Was brauchen die Patientinnen und Patienten in diesem Land? – Diese Frage ist relativ einfach zu beantworten: Wir sind ein Land, das älter wird, in dem mehr ältere Menschen wohnen, wodurch dann naturgemäß mehr medizinische Behandlungen notwendig werden. Was Patientinnen und Patienten brauchen, ist ein Zugang zu einer guten, qualitativ hochwertigen medizinischen Versorgung – ohne eine Zusatzversicherung zu brauchen, ohne eine Kreditkarte in Anspruch nehmen zu müssen –, rasch, in hoher Qualität und wohnortnahe. Genau das machen wir jetzt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
massive Verbesserung der wohnortnahen Versorgung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die zweite handlungsleitende Frage war: Was brauchen aber auch Ärztinnen und Ärzte im niedergelassenen Bereich, um eine Kassenstelle anzunehmen und nicht in die Wahlarztordi zu gehen oder im Spital zu bleiben? – Sie brauchen bessere Arbeitsbedingungen, sie brauchen bessere Verträge. Genau das wird jetzt passieren, denn die Österreichische Gesundheitskasse wird mit den notwendigen Mitteln ausgestattet, um einen Gesamtvertrag für die Ärzteschaft zustande zu bekommen, um sicherzustellen, dass man egal, wo man wohnt – am Bodensee oder am Neusiedler See –, Zugang zu den gleichen, qualitativ hochwertigen medizinischen Leistungen hat. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Der dritte wesentliche Punkt, die dritte wesentliche Frage lautet: Was braucht das Pflegepersonal – egal ob im Spital oder in Alten- und Pflegeheimen? – Es braucht eine bessere Bezahlung. Das ist ja das, was wir mit der Pflegereform Teil eins und Teil zwei auf den Weg gebracht haben. Die Kritik war dann: Das gilt ja nur für zwei Jahre, und was ist dann? – Das ist jetzt für die nächsten fünf Jahre im Finanzausgleich – und damit dauerhaft – abgesichert. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Kürzungen in der Fläche. Das wollte ich unter allen Umständen verhindern, und das ist damit gelungen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Bogner-Strauß und Scheucher-Pichler.
Deshalb ist es wichtig, diese Gesundheitsreform heute Nachmittag in ihrer Gesamtheit im Legistikpaket zu beschließen, und das ist gut so. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Bogner-Strauß und Scheucher-Pichler.)
Abg. Kucher: Aber kein Geld auch nicht!
Abgeordnete Mag. Dr. Juliane Bogner-Strauß (ÖVP): Herr Präsident! Werte Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen Abgeordnete! Werte Zuhörerinnen, Zuhörer, Zuseherinnen und Zuseher! Das Gesundheitssystem in Österreich gehört zu den teuersten der Welt – das wissen wir – und es ist in den letzten Jahren und Jahrzehnten auch immer teurer geworden. Das zeigen die Zahlen, die Daten und die Fakten. Was wir aber auch sehen, ist: Geld alleine hat unser Gesundheitssystem nicht besser gemacht. (Abg. Kucher: Aber kein Geld auch nicht!) Deshalb braucht es mehr Geld (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) – danke, Herr Finanzminister – und es braucht die richtigen Reformen – danke, Herr Gesundheitsminister (Beifall bei ÖVP und Grünen) –, denn dieses Gesundheitsbudget und diese Gesundheitsreformen sind wichtig und richtig für die Gesundheit der Österreicherinnen und Österreicher.
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Abgeordnete Mag. Dr. Juliane Bogner-Strauß (ÖVP): Herr Präsident! Werte Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen Abgeordnete! Werte Zuhörerinnen, Zuhörer, Zuseherinnen und Zuseher! Das Gesundheitssystem in Österreich gehört zu den teuersten der Welt – das wissen wir – und es ist in den letzten Jahren und Jahrzehnten auch immer teurer geworden. Das zeigen die Zahlen, die Daten und die Fakten. Was wir aber auch sehen, ist: Geld alleine hat unser Gesundheitssystem nicht besser gemacht. (Abg. Kucher: Aber kein Geld auch nicht!) Deshalb braucht es mehr Geld (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) – danke, Herr Finanzminister – und es braucht die richtigen Reformen – danke, Herr Gesundheitsminister (Beifall bei ÖVP und Grünen) –, denn dieses Gesundheitsbudget und diese Gesundheitsreformen sind wichtig und richtig für die Gesundheit der Österreicherinnen und Österreicher.
Beifall bei ÖVP und Grünen
Abgeordnete Mag. Dr. Juliane Bogner-Strauß (ÖVP): Herr Präsident! Werte Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen Abgeordnete! Werte Zuhörerinnen, Zuhörer, Zuseherinnen und Zuseher! Das Gesundheitssystem in Österreich gehört zu den teuersten der Welt – das wissen wir – und es ist in den letzten Jahren und Jahrzehnten auch immer teurer geworden. Das zeigen die Zahlen, die Daten und die Fakten. Was wir aber auch sehen, ist: Geld alleine hat unser Gesundheitssystem nicht besser gemacht. (Abg. Kucher: Aber kein Geld auch nicht!) Deshalb braucht es mehr Geld (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) – danke, Herr Finanzminister – und es braucht die richtigen Reformen – danke, Herr Gesundheitsminister (Beifall bei ÖVP und Grünen) –, denn dieses Gesundheitsbudget und diese Gesundheitsreformen sind wichtig und richtig für die Gesundheit der Österreicherinnen und Österreicher.
Beifall bei ÖVP und Grünen.
heute vieles – vieles! – tagesambulant gemacht werden kann, was früher tagelange stationäre Aufenthalte nach sich gezogen hat. Das heißt: Wir haben ganz genau hingeschaut und setzen jetzt die Reformen darauf aufbauend auf, und das ist wichtig, richtig, aber offensichtlich nicht für alle populär. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Heinisch-Hosek: Das nutzen wir nicht!
Herr Finanzminister, es wurde schon von dir erwähnt: Wir haben eine der höchsten Dichten an Ärzt:innen in Europa. Das müssen wir auch nutzen. (Abg. Heinisch-Hosek: Das nutzen wir nicht!) Wir haben auch sehr, sehr viele Spitalsbetten im Vergleich zu anderen Ländern, die aufgrund der medizinischen Technologie und der medizinischen Entwicklung teilweise leer stehen und gar nicht gebraucht werden. (Abg. Greiner: Nein, das Personal fehlt! Geh bitte! – Abg. Heinisch-Hosek: Na geh, Personalmangel ist auch ein Thema, gell!) Ich sagte schon: Ein leeres Bett heilt keine Menschen.
Abg. Greiner: Nein, das Personal fehlt! Geh bitte! – Abg. Heinisch-Hosek: Na geh, Personalmangel ist auch ein Thema, gell!
Herr Finanzminister, es wurde schon von dir erwähnt: Wir haben eine der höchsten Dichten an Ärzt:innen in Europa. Das müssen wir auch nutzen. (Abg. Heinisch-Hosek: Das nutzen wir nicht!) Wir haben auch sehr, sehr viele Spitalsbetten im Vergleich zu anderen Ländern, die aufgrund der medizinischen Technologie und der medizinischen Entwicklung teilweise leer stehen und gar nicht gebraucht werden. (Abg. Greiner: Nein, das Personal fehlt! Geh bitte! – Abg. Heinisch-Hosek: Na geh, Personalmangel ist auch ein Thema, gell!) Ich sagte schon: Ein leeres Bett heilt keine Menschen.
Zwischenruf der Abg. Erasim.
Wir haben auch eine der höchsten Dichten im Pflegepersonalbereich. Bitte schauen Sie sich das genau an! Schauen Sie sich die Fakten an! Ich habe das letztes Mal schon gesagt: Offensichtlich herrscht bei der Sozialdemokratie ein selektives Erinnern und ein selektives Vergessen. (Zwischenruf der Abg. Erasim.) Das ist nicht gut für die Gesundheit der Österreicherinnen und Österreicher. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Belakowitsch: Das selektive Erinnern ...!)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Belakowitsch: Das selektive Erinnern ...!
Wir haben auch eine der höchsten Dichten im Pflegepersonalbereich. Bitte schauen Sie sich das genau an! Schauen Sie sich die Fakten an! Ich habe das letztes Mal schon gesagt: Offensichtlich herrscht bei der Sozialdemokratie ein selektives Erinnern und ein selektives Vergessen. (Zwischenruf der Abg. Erasim.) Das ist nicht gut für die Gesundheit der Österreicherinnen und Österreicher. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Belakowitsch: Das selektive Erinnern ...!)
Abg. Belakowitsch: Was für Impfungen?
man kann Vorsorgeuntersuchungen machen, auch wenn man eine halbe Stunde darauf warten muss. Man kann Impfungen genießen, die gegen Krebs schützen. (Abg. Belakowitsch: Was für Impfungen?) – Die HPV-Impfung, die trotzdem nur von 40 Prozent wahrgenommen wird. (Abg. Lindner: Ist aber nur bis 21 gratis!) Ob es um die psychische Gesundheit – auch da ist die Prävention ganz wichtig – oder den Eltern-Kind-Pass geht: Es wird so viel getan, und deswegen müssen wir darüber sprechen, damit es auch wahrgenommen und gesehen wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Lindner: Ist aber nur bis 21 gratis!
man kann Vorsorgeuntersuchungen machen, auch wenn man eine halbe Stunde darauf warten muss. Man kann Impfungen genießen, die gegen Krebs schützen. (Abg. Belakowitsch: Was für Impfungen?) – Die HPV-Impfung, die trotzdem nur von 40 Prozent wahrgenommen wird. (Abg. Lindner: Ist aber nur bis 21 gratis!) Ob es um die psychische Gesundheit – auch da ist die Prävention ganz wichtig – oder den Eltern-Kind-Pass geht: Es wird so viel getan, und deswegen müssen wir darüber sprechen, damit es auch wahrgenommen und gesehen wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
man kann Vorsorgeuntersuchungen machen, auch wenn man eine halbe Stunde darauf warten muss. Man kann Impfungen genießen, die gegen Krebs schützen. (Abg. Belakowitsch: Was für Impfungen?) – Die HPV-Impfung, die trotzdem nur von 40 Prozent wahrgenommen wird. (Abg. Lindner: Ist aber nur bis 21 gratis!) Ob es um die psychische Gesundheit – auch da ist die Prävention ganz wichtig – oder den Eltern-Kind-Pass geht: Es wird so viel getan, und deswegen müssen wir darüber sprechen, damit es auch wahrgenommen und gesehen wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Kucher: Das stimmt ja nicht!
Mit einem möchte ich noch aufräumen, weil Sie jedes Mal über die Patientenmilliarde sprechen: Die Patientenmilliarde ist schon x-fach für Patientinnen und Patienten ausgegeben worden – Gott sei Dank! (Abg. Kucher: Das stimmt ja nicht!) – Natürlich: 2020 waren es 15 Milliarden Euro, die in Leistungen für die Versicherten geflossen sind, 2022 waren es 17 Milliarden Euro. (Abg. Kucher: Im Jänner diskutieren wir den Rechnungshofbericht!) Wir haben in der ÖGK ganz viele Harmonisierungen geschaffen: Ergotherapie, Physiotherapie, Logotherapie, Hebammengesamtvertrag – es ist unglaublich viel geschehen, auch in der Flugrettung. (Abg. Heinisch-Hosek: Wieso werden die ... Termine immer länger?)
Abg. Kucher: Im Jänner diskutieren wir den Rechnungshofbericht!
Mit einem möchte ich noch aufräumen, weil Sie jedes Mal über die Patientenmilliarde sprechen: Die Patientenmilliarde ist schon x-fach für Patientinnen und Patienten ausgegeben worden – Gott sei Dank! (Abg. Kucher: Das stimmt ja nicht!) – Natürlich: 2020 waren es 15 Milliarden Euro, die in Leistungen für die Versicherten geflossen sind, 2022 waren es 17 Milliarden Euro. (Abg. Kucher: Im Jänner diskutieren wir den Rechnungshofbericht!) Wir haben in der ÖGK ganz viele Harmonisierungen geschaffen: Ergotherapie, Physiotherapie, Logotherapie, Hebammengesamtvertrag – es ist unglaublich viel geschehen, auch in der Flugrettung. (Abg. Heinisch-Hosek: Wieso werden die ... Termine immer länger?)
Abg. Heinisch-Hosek: Wieso werden die ... Termine immer länger?
Mit einem möchte ich noch aufräumen, weil Sie jedes Mal über die Patientenmilliarde sprechen: Die Patientenmilliarde ist schon x-fach für Patientinnen und Patienten ausgegeben worden – Gott sei Dank! (Abg. Kucher: Das stimmt ja nicht!) – Natürlich: 2020 waren es 15 Milliarden Euro, die in Leistungen für die Versicherten geflossen sind, 2022 waren es 17 Milliarden Euro. (Abg. Kucher: Im Jänner diskutieren wir den Rechnungshofbericht!) Wir haben in der ÖGK ganz viele Harmonisierungen geschaffen: Ergotherapie, Physiotherapie, Logotherapie, Hebammengesamtvertrag – es ist unglaublich viel geschehen, auch in der Flugrettung. (Abg. Heinisch-Hosek: Wieso werden die ... Termine immer länger?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Bitte schauen Sie hin! Vergessen Sie die Fakten nicht! Wir können nur gemeinsam in die Gesundheit der Österreicherinnen und Österreicher investieren. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Das ist auch so! – Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.
Kollege Smolle, Kollege Kaniak und Kollege Schallmeiner haben in ihren Reden wieder einmal Wienbashing betrieben, wie schlimm nicht alles in Wien ist. (Abg. Belakowitsch: Das ist auch so! – Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.) Ich bin aus Niederösterreich, und ich könnte euch Sachen erzählen: Zum Beispiel steht in Mistelbach das Spital vor dem Kollaps. Es gibt in ganz Mistelbach keinen Kassenkinderarzt. Kollegin Erasim kämpft gerade dagegen an, damit da Verbesserungen stattfinden. Es ist in jedem Bundesland eine Katastrophe, egal wo man hinschaut. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Kollege Smolle, Kollege Kaniak und Kollege Schallmeiner haben in ihren Reden wieder einmal Wienbashing betrieben, wie schlimm nicht alles in Wien ist. (Abg. Belakowitsch: Das ist auch so! – Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.) Ich bin aus Niederösterreich, und ich könnte euch Sachen erzählen: Zum Beispiel steht in Mistelbach das Spital vor dem Kollaps. Es gibt in ganz Mistelbach keinen Kassenkinderarzt. Kollegin Erasim kämpft gerade dagegen an, damit da Verbesserungen stattfinden. Es ist in jedem Bundesland eine Katastrophe, egal wo man hinschaut. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Nur eine Anmerkung – ein Fall von vielen Tausenden, wie wir sie alle kennen –: Ein 45-jähriger Sägewerksarbeiter geht brav zur Vorsorgeuntersuchung, Kollegin Bogner-Strauß. Im Zuge dieser Vorsorgeuntersuchung wird ein Muttermal festgestellt, und die Ärztin rät ihm, dass er sich bei einem Facharzt melden soll, einen Termin ausmachen soll. Das macht er natürlich, fragt bei verschiedenen Fachärzten, Kassenärzten an: Innerhalb von fünf Monaten ist kein Termin zu bekommen. Was macht er? – Er geht natürlich zu einem Wahlarzt. Dort bekommt er innerhalb von 14 Tagen einen Termin, wird untersucht, das Muttermal wird entfernt, ins Labor geschickt: bösartig, 480 Euro Rechnung. – Dieser Mann geht seit seinem 15. Lebensjahr arbeiten, zahlt seit seinem 15. Lebensjahr Sozialversicherungsbeiträge, zahlt Lohnsteuer. Ich denke, diese Menschen haben ein Recht auf eine optimale Versorgung und sollten nicht fünf Monate oder mehr auf irgendeine Untersuchung warten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Leichtfried: Bravo, FPÖ!
Ich erinnere nur an den 2002 gegründeten Privatkrankenanstalten-Finanzierungsfonds, Prikraf genannt. Dort fließen 160 Millionen Euro an Sozialversicherungsbeiträgen hinein, um private Krankenanstalten zu finanzieren – 160 Millionen Euro an Sozialversicherungsbeiträgen, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer jeden Monat bezahlen, und die haben nichts davon! Das, was ihr da betreibt, liebe Kolleginnen und Kollegen, ist eine Verschärfung der Zweiklassenmedizin. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Leichtfried: Bravo, FPÖ!)
Abg. Bogner-Strauß: Nein!
Das ist eure Gesundheitspolitik, und wenn ihr dann sagt, es gibt diese Patientenmilliarde, die schon hundertmal ausgegeben wurde (Abg. Bogner-Strauß: Nein!) – oder, ich weiß nicht, Frau Kollegin Bogner-Strauß, wie oft die jetzt schon
Abg. Bogner-Strauß: Weil sie ausgegeben wurde!
ausgegeben wurde –: Der Rechnungshof hat eindeutig gesagt, es gibt sie nicht. Die Patientenmilliarde gibt es nicht. (Abg. Bogner-Strauß: Weil sie ausgegeben wurde!)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Finanzminister, Sie haben gesagt, Sie haben so viel investiert, und Sie haben uns jetzt gerade vorgeworfen, wir hätten zu wenig investiert. – Nur: Aus unserer Sicht wird es falsch investiert, etwa wenn man Konzernen mit der Senkung der Körperschaftsteuer ein Steuergeschenk von über 1 Milliarde Euro macht. Konzernen, die in den letzten vier Jahren Megageschäfte gemacht haben und Sonderdividenden ausgezahlt haben, jetzt noch mit der Senkung der Körperschaftsteuer 1 Milliarde Euro nachzuschießen, empfinde ich als Hohn. In Wirklichkeit wäre dieses Geld im Gesundheitssystem wesentlich besser aufgehoben. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Disoski: Wer waren die Ersten, die Lockdowns gefordert haben?
Das funktioniert, wie wir alle wissen, seit Jahren nicht mehr, und auch wenn Sie es nicht gerne hören wollen: Das hat natürlich Ursachen. Es war vorher schon schwierig, und dann kam Corona. Ich darf noch einmal daran erinnern: Gesamtkosten von 100 Milliarden Euro, teilweise vom Finanzministerium, teilweise im Gesundheitssystem. Sie haben in dieser Coronazeit den letzten Rest an Funktionstüchtigkeit zerstört. Ich darf daran erinnern, damals ist alles gesperrt gewesen (Abg. Disoski: Wer waren die Ersten, die Lockdowns gefordert haben?), man hat keine Termine bei den Hausärzten bekommen, die Krankenhäuser waren mehr oder weniger Festungen; und dieses System ist so beibehalten worden.
Abg. Silvan: Bitte! Bitte!
Das heißt: Alle wollen das System benützen, auch die 40 000 bis 50 000 Ukrainer, die wir in Österreich haben, benützen es kostenlos (Abg. Silvan: Bitte! Bitte!), die 80 000 Asylwerber, die wir haben, benützen das System
Beifall bei der FPÖ
Die Frage ist: Kann dieses System so funktionieren? – Die Antwort ist relativ offensichtlich: Nein! Das ist der Grund, warum wir heute diskutieren. Selbstverständlich gibt es diese Zwei- oder Dreiklassenmedizin in Österreich, aber die haben Sie, liebe Sozialdemokratie, bitte mitzuverantworten (Beifall bei der FPÖ), genauso wie die ÖVP, die Grünen sowieso und auch die NEOS. (Abg. Silvan: Den Prikraf habt aber schon ihr eingeführt! Beim Prikraf wart ihr dabei! Da hat der Herr Strache noch interveniert! Da hat der Herr Strache bei seinen Freunden interveniert! – Ruf bei den Grünen: Da waren wir ja nicht einmal im Parlament!)
Abg. Silvan: Den Prikraf habt aber schon ihr eingeführt! Beim Prikraf wart ihr dabei! Da hat der Herr Strache noch interveniert! Da hat der Herr Strache bei seinen Freunden interveniert! – Ruf bei den Grünen: Da waren wir ja nicht einmal im Parlament!
Die Frage ist: Kann dieses System so funktionieren? – Die Antwort ist relativ offensichtlich: Nein! Das ist der Grund, warum wir heute diskutieren. Selbstverständlich gibt es diese Zwei- oder Dreiklassenmedizin in Österreich, aber die haben Sie, liebe Sozialdemokratie, bitte mitzuverantworten (Beifall bei der FPÖ), genauso wie die ÖVP, die Grünen sowieso und auch die NEOS. (Abg. Silvan: Den Prikraf habt aber schon ihr eingeführt! Beim Prikraf wart ihr dabei! Da hat der Herr Strache noch interveniert! Da hat der Herr Strache bei seinen Freunden interveniert! – Ruf bei den Grünen: Da waren wir ja nicht einmal im Parlament!)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Jeder, der ins System einzahlt, hat ein Recht auf eine anständige Versorgung, und die ist nicht mehr gegeben. Selbstverständlich gibt es ganz, ganz viele Schrauben, an denen man drehen muss. Wir werden heute Nachmittag intensiv darüber sprechen, aber diese Ursachen blenden Sie immer ganz gerne aus. Was ist die Ursache des Problems, das wir derzeit haben? – Die Kassen der Krankenkassen sind leer. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Gott sei Dank haben wir diese Fusion der Krankenkassen damals, in diesen eineinhalb Jahren, mit der ÖVP gemacht, denn sonst wäre das Problem noch größer gewesen, das ist vollkommen klar. (Abg. Matznetter: Hartinger-Klein, Herr Kollege! – Abg. Erasim: Diese Erinnerungslücken sind ein Wahnsinn!)
Abg. Matznetter: Hartinger-Klein, Herr Kollege! – Abg. Erasim: Diese Erinnerungslücken sind ein Wahnsinn!
Jeder, der ins System einzahlt, hat ein Recht auf eine anständige Versorgung, und die ist nicht mehr gegeben. Selbstverständlich gibt es ganz, ganz viele Schrauben, an denen man drehen muss. Wir werden heute Nachmittag intensiv darüber sprechen, aber diese Ursachen blenden Sie immer ganz gerne aus. Was ist die Ursache des Problems, das wir derzeit haben? – Die Kassen der Krankenkassen sind leer. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Gott sei Dank haben wir diese Fusion der Krankenkassen damals, in diesen eineinhalb Jahren, mit der ÖVP gemacht, denn sonst wäre das Problem noch größer gewesen, das ist vollkommen klar. (Abg. Matznetter: Hartinger-Klein, Herr Kollege! – Abg. Erasim: Diese Erinnerungslücken sind ein Wahnsinn!)
Abg. Matznetter: Furchtbar, dass es qualifiziertes Personal gibt!
Natürlich war das eine notwendige Maßnahme. Was aber den Personalbereich betrifft: Sie waren verantwortlich, dass wir die Akademisierung im Pflegebereich eingeführt haben. (Abg. Matznetter: Furchtbar, dass es qualifiziertes Personal gibt!)
Abg. Schallmeiner: Warst du es davor, oder was? – Abg. Disoski: Ah, davor warst du es schon?!
Natürlich muss man auch über die Rolle der Ärztekammer diskutieren. Ich bin seit Corona auch kein großer Freund der Ärztekammer mehr (Abg. Schallmeiner: Warst du es davor, oder was? – Abg. Disoski: Ah, davor warst du es schon?!), auch die Ärztekammer sollte echte Reformen zulassen und unterstützen.
Abg. Meinl-Reisinger: Was heißt das?
Man muss natürlich irgendwann darüber diskutieren, das kann man auch ganz offen sagen: Eine Arztausbildung kostet den österreichischen Steuerzahler 600 000 Euro. Offensichtlich, sage ich auch, muss man dann vielleicht ein bisschen an diese Menschen appellieren, das System irgendwie auch ein bisschen zu unterstützen und nicht sofort in die Privatwirtschaft zu gehen (Abg. Meinl-Reisinger: Was heißt das?), da ja die Ausbildung den Steuerzahler entsprechend viel gekostet hat.
Abg. Silvan: Die habt ihr zerstört!
Dann gibt es ganz, ganz viele andere Maßnahmen, die man treffen muss. Nur grundsätzlich noch einmal: Solange Sie die Ursachen dieser Krise nicht ernsthaft mit uns abstellen, werden wir das Problem in Wahrheit nicht lösen. Mit Geld alleine lässt es sich nicht lösen, das haben wir heute gesehen, vor allem da das Geld ja nicht da ist. Der Minister hat es nicht, er muss 21 bis 25 Milliarden Euro Schulden aufnehmen, die Krankenkassen haben es auch nicht, das wissen wir (Abg. Silvan: Die habt ihr zerstört!), und es wird alles teurer.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Matznetter: Entschuldigen Sie sich einmal! Ein erster Schritt wäre eine Entschuldigung für Hartinger-Klein!
Was will die Bevölkerung? – Die Bevölkerung will ein funktionierendes System. Das wird, ich wiederhole es, nur mit der Freiheitlichen Partei und einem Volkskanzler für das Volk, Herbert Kickl, gehen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Matznetter: Entschuldigen Sie sich einmal! Ein erster Schritt wäre eine Entschuldigung für Hartinger-Klein!)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Mag. Meri Disoski (Grüne): Herr Präsident! Herr Finanzminister! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Nichts ist so wertvoll wie Ihre Gesundheit, und jeder Mensch in unserem Land hat ein Anrecht auf die bestmögliche medizinische Versorgung, unabhängig vom jeweiligen Geldbörsl. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Es gab eine Zeit – wir haben heute schon ein bisschen darüber gehört –, von 2008 bis 2017, in der nicht so viel passiert ist, in der es vielleicht das eine oder andere kleine Reförmchen gegeben hat; und dann gab es jene Zeit von 2017 bis 2019 mit – unter Anführungszeichen – „Sozialministerin“ Hartinger-Klein, die gemeint hat, von 150 Euro im Monat kann man leben. Aber diese – unter Anführungszeichen – „Sozialministerin“ war auch Gesundheitsministerin, und als – unter Anführungszeichen – „Gesundheitsministerin“ ist sie mit der blauen Abrissbirne auf unser Gesundheitssystem losgegangen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Sie hat ein gesundheitsgefährdendes Projekt nach dem anderen umgesetzt und mitgetragen. Ich darf Sie erinnern: Kürzungen bei der Krankenkasse, kürzere Ruhephasen für Beschäftigte im Tourismus, die Einführung des 12-Stunden-Tages – all das hat die FPÖ als Regierungspartei mitgetragen, all das gefährdet die Gesundheit der – unter Anführungszeichen – „kleinen Leute“, wie Sie immer sagen. Sie geben immer vor, für die kleinen Leute zu arbeiten. Sie machen aber genau das Gegenteil, wenn Sie in Regierungsverantwortung sind. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Lukas Hammer: Ui, ui, ui! Unglaublich!
Sie damals, in den 2000er-Jahren, gemacht? – Sie haben die Ambulanzgebühren eingeführt, Sie haben die Rezeptgebühren um 22 Prozent erhöht (Abg. Lukas Hammer: Ui, ui, ui! Unglaublich!), Sie haben den Spitalsselbstbehalt um 43 Prozent erhöht, Sie haben das Krankengeld für Schwerkranke gekürzt, Sie haben die Krankenkassenbeiträge erhöht, Sie haben die vorzeitige Alterspension wegen geminderter Arbeitsfähigkeit abgeschafft – all das haben Sie gemacht! (Abg. Lukas Hammer: Asoziale Russenpartei!)
Abg. Lukas Hammer: Asoziale Russenpartei!
Sie damals, in den 2000er-Jahren, gemacht? – Sie haben die Ambulanzgebühren eingeführt, Sie haben die Rezeptgebühren um 22 Prozent erhöht (Abg. Lukas Hammer: Ui, ui, ui! Unglaublich!), Sie haben den Spitalsselbstbehalt um 43 Prozent erhöht, Sie haben das Krankengeld für Schwerkranke gekürzt, Sie haben die Krankenkassenbeiträge erhöht, Sie haben die vorzeitige Alterspension wegen geminderter Arbeitsfähigkeit abgeschafft – all das haben Sie gemacht! (Abg. Lukas Hammer: Asoziale Russenpartei!)
Beifall bei den Grünen.
Kollege Wurm, Sie haben gerade gefragt: Was will die Bevölkerung? – Nichts von dem wollte die Bevölkerung, all das habt ihr trotzdem gemacht! (Beifall bei den Grünen.) Nichts von dem wollte die Bevölkerung, die FPÖ hat all das im Gesundheitswesen mitverbrochen, mitzuverantworten! Sich dann heute hier herauszustellen und den Zustand des Gesundheitswesens zu bejammern: Da machen Sie sich ja lächerlich, das glaubt Ihnen niemand, der heute zuschaut! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Kollege Wurm, Sie haben gerade gefragt: Was will die Bevölkerung? – Nichts von dem wollte die Bevölkerung, all das habt ihr trotzdem gemacht! (Beifall bei den Grünen.) Nichts von dem wollte die Bevölkerung, die FPÖ hat all das im Gesundheitswesen mitverbrochen, mitzuverantworten! Sich dann heute hier herauszustellen und den Zustand des Gesundheitswesens zu bejammern: Da machen Sie sich ja lächerlich, das glaubt Ihnen niemand, der heute zuschaut! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wie schon angedeutet: Vorige Regierungen haben zwar zum Teil recht vollmundig Verbesserungen und strukturelle Reformen im Gesundheitswesen versprochen, passiert ist aber im besten Fall wenig. Im schlechtesten Fall – wie ich gerade ausgeführt habe, immer dann, wenn die FPÖ mitzureden hatte – ist immer das Gegenteil passiert, nämlich das Schlimmste: Es gab Verschlechterungen, die die FPÖ im Gesundheitswesen vorangetrieben hat. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Sie fordern mehr Geld, Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ – ich wiederhole es gerne: Es gibt bedeutend mehr Geld, 14 Milliarden Euro bis 2028, mit dem wir die medizinische Versorgung in unserem Land verbessern, unser Gesundheitssystem absichern, nämlich für die Patient:innen, für die Ärzt:innen, für das Gesundheitspersonal und für die kommenden Generationen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
nämlich die E-Card, und dann heißt es: Einkartenmedizin statt Zweiklassenmedizin! All das beschließen wir heute. Ich möchte alle Parteien einladen, die Zustimmung zu diesem Vorhaben zu geben, denn – Schlusssatz – nichts ist wichtiger als Ihre Gesundheit, und Sie alle haben ein Anrecht auf die bestmögliche medizinische Versorgung in unserem Land, unabhängig von der jeweiligen Geldbörse. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Greiner: Hahaha!
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Gesundheitsminister! Man fragt sich wirklich, Herr Finanzminister – der den Gesundheitsminister vertreten muss, der die Watschen eigentlich abholen sollte (Abg. Greiner: Hahaha!) –, in welcher Welt manche in den letzten Jahren gelebt haben. (Abg. Leichtfried: Das fragt man sich bei manchen!)
Abg. Leichtfried: Das fragt man sich bei manchen!
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Gesundheitsminister! Man fragt sich wirklich, Herr Finanzminister – der den Gesundheitsminister vertreten muss, der die Watschen eigentlich abholen sollte (Abg. Greiner: Hahaha!) –, in welcher Welt manche in den letzten Jahren gelebt haben. (Abg. Leichtfried: Das fragt man sich bei manchen!)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Sieber.
Wenn sich heute 37 Prozent der Österreicher eine private Krankenversicherung leisten, zusätzlich zu den teuren gesetzlichen Beiträgen, dann ist das das Ergebnis von jahrzehntelanger Misswirtschaft, und dann aber schon vor allem in den rot geführten Kassen, das muss einmal gesagt werden. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Sieber.)
Heiterkeit bei ÖVP und FPÖ.
(Heiterkeit bei ÖVP und FPÖ.) Wer ist jetzt Chef des Dachverbandes der Sozialversicherungsträger? – Jan Pazourek, SPÖ. Er hat die Niederösterreichische Gebietskrankenkasse so schlecht geführt, dass sie nicht einmal die Leistungssicherungsrücklage voll hatte – dafür braucht man 1 Prozent der Beiträge.
Abg. Leichtfried: Also das ist die tiafste Rede des Tages!
Dann muss man sich einmal anschauen, wofür die in der Sozialversicherung das Geld ausgeben: jedes Jahr 350 Millionen Euro nur für Zusatzpensionen der eigenen Mitarbeiter (Abg. Leichtfried: Also das ist die tiafste Rede des Tages!), und dann schiebt ihnen die Regierung 300 Millionen Euro hinüber! Mit dem, was die Regierung der Sozialversicherung hinüberschiebt, kann man nicht einmal die Zusatzprivilegien in der Sozialversicherung bezahlen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Leichtfried.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Dann muss man sich einmal anschauen, wofür die in der Sozialversicherung das Geld ausgeben: jedes Jahr 350 Millionen Euro nur für Zusatzpensionen der eigenen Mitarbeiter (Abg. Leichtfried: Also das ist die tiafste Rede des Tages!), und dann schiebt ihnen die Regierung 300 Millionen Euro hinüber! Mit dem, was die Regierung der Sozialversicherung hinüberschiebt, kann man nicht einmal die Zusatzprivilegien in der Sozialversicherung bezahlen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Leichtfried.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Meinl-Reisinger: Das gibt’s ja nicht!
ÖGK hat jetzt mehr Mitarbeiter, als vorher die neun Gebietskrankenkassen zusammen gehabt haben. Also welche Fusionserfolge haben Sie da erzielt? Das müssen Sie mir einmal vorhüpfen. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Meinl-Reisinger: Das gibt’s ja nicht!)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.
Jetzt schiebt die Regierung den Ländern noch einmal 600 Millionen Euro hinüber, damit sie keine Reformen machen müssen, damit sie ihren aufgeblasenen Spitalssektor weiterhin so betreiben können, wie sie ihn immer betrieben haben, und sie schiebt den inkompetenten Kassenfunktionären auch noch einmal Geld hinüber, damit die Sozialversicherungen nichts reformieren müssen. Sie hauen also Geld raus, damit sich nichts ändert. Dieses Geld, geschätzte Damen und Herren, das zahlen Sie. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Schwarz: Schauts einmal, dass eure eigenen ...! – Abg. Rössler: In den Bundesländern! – Abg. Schwarz: Wasser predigen und Wein trinken!
Abgeordnete Dr. Susanne Fürst (FPÖ): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Sehr geehrte Damen und Herren! Wir diskutieren jetzt auf Antrag der Regierungsparteien eine Nulllohnrunde für 2024 für eine ganz kleine Gruppe von Spitzenpolitikern auf Bundesebene: für den Bundespräsidenten, den Bundeskanzler, den Vizekanzler und die Klubobleute der Parteien. Es ist also eine ganz kleine Gruppe von knapp 30 Personen. (Abg. Schwarz: Schauts einmal, dass eure eigenen ...! – Abg. Rössler: In den Bundesländern! – Abg. Schwarz: Wasser predigen und Wein trinken!)
Beifall bei der FPÖ.
Wir wollten das verhindern, wir wollten den Personenkreis weiter halten und auch auf Hochverdiener, auf Spitzenpolitiker in den Bundesländern ausdehnen. Wir haben das letzte Woche im Verfassungsausschuss verlangt, wir haben das auch schon in der Sommerdebatte deponiert, und auch heute stelle ich hier den Zusatzantrag, dass die Inflationsanpassung auch für die obersten Funktionäre auf Landesebene für 2024 entfallen sollte. Ich denke, es würde uns wirklich gut anstehen, wenn wir das hier gemeinsam beschließen würden. (Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit der Abg. Rössler
Die stattgefundenen Diskussionen haben gezeigt, dass die Argumente dagegen einfach nicht halten können. Es heißt, die Gehaltspyramide für die Politiker habe ja in den letzten Jahren ohnehin schon so an Wert verloren, weil es mehrere Nulllohnrunden oder eben Anpassungen unter der Inflationsrate gab. – Das ist wohl war, aber wir sprechen hier bitte von Personen mit Höchstgehältern jenseits von 10 000, 15 000 Euro brutto mal 14. Das sind Personen, die sich auch noch in den nächsten Jahren die Teuerung, die jetzt stattfindet, leisten können, die sich die Lebensmittel, die Miete, die Betriebskosten leisten können. Auch wenn sich die Grünen noch so anstrengen und das Auto so teuer wie möglich machen (Heiterkeit der Abg. Rössler), können sich diese Personen das auch in den nächsten Jahren noch leisten; auch das Heizen – es wird Ihnen hoffentlich nicht mehr gelingen, dass Sie das auch so teuer machen. (Zwischenruf des Abg. Schwarz.)
Zwischenruf des Abg. Schwarz.
Die stattgefundenen Diskussionen haben gezeigt, dass die Argumente dagegen einfach nicht halten können. Es heißt, die Gehaltspyramide für die Politiker habe ja in den letzten Jahren ohnehin schon so an Wert verloren, weil es mehrere Nulllohnrunden oder eben Anpassungen unter der Inflationsrate gab. – Das ist wohl war, aber wir sprechen hier bitte von Personen mit Höchstgehältern jenseits von 10 000, 15 000 Euro brutto mal 14. Das sind Personen, die sich auch noch in den nächsten Jahren die Teuerung, die jetzt stattfindet, leisten können, die sich die Lebensmittel, die Miete, die Betriebskosten leisten können. Auch wenn sich die Grünen noch so anstrengen und das Auto so teuer wie möglich machen (Heiterkeit der Abg. Rössler), können sich diese Personen das auch in den nächsten Jahren noch leisten; auch das Heizen – es wird Ihnen hoffentlich nicht mehr gelingen, dass Sie das auch so teuer machen. (Zwischenruf des Abg. Schwarz.)
Abg. Shetty: ... FPÖ-Tradition!
Das dritte Argument: Höchst- und höherbezahlte Politiker sind nicht korruptionsanfällig. – Ich fürchte, das ist leider schon oft widerlegt worden. Wir alle hier haben den spektakulären Fall noch vor Augen, glaube ich: die sozialdemokratische Vizepräsidentin des EU-Parlaments – ich würde sie in die Kategorie höchstbezahlt einordnen, inklusive Reisekosten, Taggeld, Spesen und so weiter. Sie ist übrigens eine von 14 Vizepräsident:innen, ich glaube, auch in Brüssel würde einmal eine Nulllohnrunde ganz gut ankommen. Bei Frau Kaili jedenfalls hat das alles nichts genützt. Dem Charme von schlichten Geldsäcken voller Dukaten konnte sie nicht widerstehen, da ist sie schwach geworden. Gier ist eben irrational. (Abg. Shetty: ... FPÖ-Tradition!)
Abg. Schwarz: Wo ist euer Freundschaftsvertrag ...? – Abg. Michael Hammer: Die Sporttasche in Straches Auto! Oder in Graz gibt’s auch Sporttaschen! – Vizekanzler Kogler: Das ist die blaue Kernkompetenz!
Und zum Schluss, als letztes Argument, mein Lieblingsargument: Die besten Leute bekommen wir nur bei Höchstgehältern! (Abg. Schwarz: Wo ist euer Freundschaftsvertrag ...? – Abg. Michael Hammer: Die Sporttasche in Straches Auto! Oder in Graz gibt’s auch Sporttaschen! – Vizekanzler Kogler: Das ist die blaue Kernkompetenz!) Topmanager, Topleute wechseln nur dann in die Politik, wenn sie auch ein adäquates Gehalt bekommen! – Nein, ich finde, das Gegenteil ist der Fall.
Abg. Strasser: Was ist das für ein Argument? Frau Kollegin Fürst?! – Abg. Michael Hammer: Ein Schlimmes!
Erstens – mit Verlaub, es ist nicht persönlich gemeint – glaube ich, wenn man die Mitglieder unserer Bundesregierung anschaut: Mir fällt keines ein, das in der Privatwirtschaft so viel verdienen würde wie hier in der Regierung (Abg. Strasser: Was ist das für ein Argument? Frau Kollegin Fürst?! – Abg. Michael Hammer: Ein Schlimmes!), aber sei’s drum.
Abg. Schwarz: Ihr seid die Sporttaschen-mit-Gold-Partei!
Ich finde, das ist auch die falsche Einstellung, wenn man wegen dem Gehalt, wegen dem Geld in die Politik wechselt. Das sind nicht die Richtigen! Österreich ist keine Aktiengesellschaft, in der man sich als Politiker in den Aufsichtsrat setzt (Abg. Schwarz: Ihr seid die Sporttaschen-mit-Gold-Partei!), Millionen für Beraterverträge kassiert, dann für nichts verantwortlich ist (Abg. Leichtfried: War das
Abg. Stögmüller: Wer hat das Gold gebunkert im Vereinshaus? – Abg. Amesbauer – in Richtung Abg. Stögmüller –: G’scheite Leute!
nicht Bargeld? – Abg. Schwarz: Das war Bargeld und ...!), sondern ich denke, wir alle sollten Österreich viel mehr wie ein Familienunternehmen sehen, dem wir uns zutiefst verbunden fühlen, das wir über die Generationen weitergeben wollen und bei dem man in Kauf nehmen muss, dass der Einsatz, die Leistung, die wir erbringen, und das Herzblut vielleicht manchmal nicht mit dem, was wir herausbringen, oder mit dem Gehalt korreliert. (Abg. Stögmüller: Wer hat das Gold gebunkert im Vereinshaus? – Abg. Amesbauer – in Richtung Abg. Stögmüller –: G’scheite Leute!)
Abg. Stögmüller: Ist schon aufgelöst, das Gold!
Ich denke, solche Leute sollten in der Politik sein. Ich glaube daran, ich meine es ernst und ich stelle daher auch folgenden Antrag (Abg. Stögmüller: Ist schon aufgelöst, das Gold!):
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: Peinlicher geht’s nimmer! Streifen’s überall ein und ziehen so eine Show ab!
Wenn ich mir all die Zwischenrufe und den Aufruhr anschaue, frage ich mich schon, ob Sie in der Politik richtig sind. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: Peinlicher geht’s nimmer! Streifen’s überall ein und ziehen so eine Show ab!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, Grünen und NEOS.
Abgeordnete Mag. Romana Deckenbacher (ÖVP): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Hohes Haus! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Erlauben Sie mir zu Beginn einen Gruß an eine Besuchergruppe auszurichten. Wir begrüßen hier in unserem Haus die Besuchergruppe aus der Gemeinde Zelking-Matzleinsdorf. – Herzlich willkommen hier bei uns! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, Grünen und NEOS.)
Ruf bei der FPÖ: Ja, das ist so! Das haben wir schon!
Ich lade Sie alle hier, vor allem aber die Zuseherinnen und Zuseher zu Hause einmal kurz ein, sich vorzustellen, Sie kommen in ein Krankenhaus und es gibt kein Gesundheits- und Pflegepersonal: Das System würde im wahrsten Sinne des Wortes kollabieren. (Ruf bei der FPÖ: Ja, das ist so! Das haben wir schon!) Stellen Sie sich vor, Sie haben einen Unfall, es würde Ihnen Leid, Gewalt angetan oder Sie seien Opfer eines Überfalls geworden, und es gäbe keine Polizei. Das Sicherheitsgefühl der Menschen in Österreich würde massiv darunter leiden. Es gäbe keine Justiz (Abg. Hafenecker: Auch schwierig!): Es würde zum Stillstand der Rechtspflege kommen. Ohne Richter:innen und Staatsanwält:innen würde ein wesentliches Fundament einer sicheren und gerechten Gesellschaft fehlen. Gäbe es das Zollamt nicht, wäre der illegale Handel ungebremst, und ohne den öffentlichen Baudienst hätten wir keine intakten Straßen. Und eines auch noch: Ohne Pädagoginnen und Pädagogen würde es einen Mangel an grundlegenden Kenntnissen und Fähigkeiten, aber auch an sozialer und emotionaler Entwicklung unserer Kinder und Jugendlichen geben (Abg. Hafenecker: Haben Sie den Pisa-Test gelesen?); und vieles, vieles mehr, ich könnte noch viele Beispiele bringen! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Hafenecker: Auch schwierig!
Ich lade Sie alle hier, vor allem aber die Zuseherinnen und Zuseher zu Hause einmal kurz ein, sich vorzustellen, Sie kommen in ein Krankenhaus und es gibt kein Gesundheits- und Pflegepersonal: Das System würde im wahrsten Sinne des Wortes kollabieren. (Ruf bei der FPÖ: Ja, das ist so! Das haben wir schon!) Stellen Sie sich vor, Sie haben einen Unfall, es würde Ihnen Leid, Gewalt angetan oder Sie seien Opfer eines Überfalls geworden, und es gäbe keine Polizei. Das Sicherheitsgefühl der Menschen in Österreich würde massiv darunter leiden. Es gäbe keine Justiz (Abg. Hafenecker: Auch schwierig!): Es würde zum Stillstand der Rechtspflege kommen. Ohne Richter:innen und Staatsanwält:innen würde ein wesentliches Fundament einer sicheren und gerechten Gesellschaft fehlen. Gäbe es das Zollamt nicht, wäre der illegale Handel ungebremst, und ohne den öffentlichen Baudienst hätten wir keine intakten Straßen. Und eines auch noch: Ohne Pädagoginnen und Pädagogen würde es einen Mangel an grundlegenden Kenntnissen und Fähigkeiten, aber auch an sozialer und emotionaler Entwicklung unserer Kinder und Jugendlichen geben (Abg. Hafenecker: Haben Sie den Pisa-Test gelesen?); und vieles, vieles mehr, ich könnte noch viele Beispiele bringen! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Hafenecker: Haben Sie den Pisa-Test gelesen?
Ich lade Sie alle hier, vor allem aber die Zuseherinnen und Zuseher zu Hause einmal kurz ein, sich vorzustellen, Sie kommen in ein Krankenhaus und es gibt kein Gesundheits- und Pflegepersonal: Das System würde im wahrsten Sinne des Wortes kollabieren. (Ruf bei der FPÖ: Ja, das ist so! Das haben wir schon!) Stellen Sie sich vor, Sie haben einen Unfall, es würde Ihnen Leid, Gewalt angetan oder Sie seien Opfer eines Überfalls geworden, und es gäbe keine Polizei. Das Sicherheitsgefühl der Menschen in Österreich würde massiv darunter leiden. Es gäbe keine Justiz (Abg. Hafenecker: Auch schwierig!): Es würde zum Stillstand der Rechtspflege kommen. Ohne Richter:innen und Staatsanwält:innen würde ein wesentliches Fundament einer sicheren und gerechten Gesellschaft fehlen. Gäbe es das Zollamt nicht, wäre der illegale Handel ungebremst, und ohne den öffentlichen Baudienst hätten wir keine intakten Straßen. Und eines auch noch: Ohne Pädagoginnen und Pädagogen würde es einen Mangel an grundlegenden Kenntnissen und Fähigkeiten, aber auch an sozialer und emotionaler Entwicklung unserer Kinder und Jugendlichen geben (Abg. Hafenecker: Haben Sie den Pisa-Test gelesen?); und vieles, vieles mehr, ich könnte noch viele Beispiele bringen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich lade Sie alle hier, vor allem aber die Zuseherinnen und Zuseher zu Hause einmal kurz ein, sich vorzustellen, Sie kommen in ein Krankenhaus und es gibt kein Gesundheits- und Pflegepersonal: Das System würde im wahrsten Sinne des Wortes kollabieren. (Ruf bei der FPÖ: Ja, das ist so! Das haben wir schon!) Stellen Sie sich vor, Sie haben einen Unfall, es würde Ihnen Leid, Gewalt angetan oder Sie seien Opfer eines Überfalls geworden, und es gäbe keine Polizei. Das Sicherheitsgefühl der Menschen in Österreich würde massiv darunter leiden. Es gäbe keine Justiz (Abg. Hafenecker: Auch schwierig!): Es würde zum Stillstand der Rechtspflege kommen. Ohne Richter:innen und Staatsanwält:innen würde ein wesentliches Fundament einer sicheren und gerechten Gesellschaft fehlen. Gäbe es das Zollamt nicht, wäre der illegale Handel ungebremst, und ohne den öffentlichen Baudienst hätten wir keine intakten Straßen. Und eines auch noch: Ohne Pädagoginnen und Pädagogen würde es einen Mangel an grundlegenden Kenntnissen und Fähigkeiten, aber auch an sozialer und emotionaler Entwicklung unserer Kinder und Jugendlichen geben (Abg. Hafenecker: Haben Sie den Pisa-Test gelesen?); und vieles, vieles mehr, ich könnte noch viele Beispiele bringen! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Martin Graf
Bediensteten gäbe. Die Bildung, das Gesundheitswesen, die öffentliche Sicherheit, die Verwaltungsarbeit und vieles mehr sind relevante Bestandteile des täglichen Lebens (Zwischenruf des Abg. Martin Graf) und unserer sozialen Ordnung. Unsere Kolleg:innen in allen Bereichen des öffentlichen Dienstes halten Österreich durch ihren großartigen Einsatz am Laufen. (Beifall bei der ÖVP.) Sie sind der Garant für die Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens und das Funktionieren unserer Republik, sie verdienen Anerkennung und Wertschätzung; und Wertschätzung, auch im Hinblick auf eine Gehaltserhöhung, gilt für alle, auch für Politikerinnen und Politiker. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Bediensteten gäbe. Die Bildung, das Gesundheitswesen, die öffentliche Sicherheit, die Verwaltungsarbeit und vieles mehr sind relevante Bestandteile des täglichen Lebens (Zwischenruf des Abg. Martin Graf) und unserer sozialen Ordnung. Unsere Kolleg:innen in allen Bereichen des öffentlichen Dienstes halten Österreich durch ihren großartigen Einsatz am Laufen. (Beifall bei der ÖVP.) Sie sind der Garant für die Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens und das Funktionieren unserer Republik, sie verdienen Anerkennung und Wertschätzung; und Wertschätzung, auch im Hinblick auf eine Gehaltserhöhung, gilt für alle, auch für Politikerinnen und Politiker. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Bediensteten gäbe. Die Bildung, das Gesundheitswesen, die öffentliche Sicherheit, die Verwaltungsarbeit und vieles mehr sind relevante Bestandteile des täglichen Lebens (Zwischenruf des Abg. Martin Graf) und unserer sozialen Ordnung. Unsere Kolleg:innen in allen Bereichen des öffentlichen Dienstes halten Österreich durch ihren großartigen Einsatz am Laufen. (Beifall bei der ÖVP.) Sie sind der Garant für die Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens und das Funktionieren unserer Republik, sie verdienen Anerkennung und Wertschätzung; und Wertschätzung, auch im Hinblick auf eine Gehaltserhöhung, gilt für alle, auch für Politikerinnen und Politiker. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Lassen Sie mich als Gewerkschafterin an dieser Stelle auch eines noch sagen: Seit sieben Jahrzehnten haben wir in Österreich eine gelebte Sozialpartnerschaft. Gemeinsam setzen sich Vertreterinnen und Vertreter der Arbeitgeber:innen und Arbeitnehmer an einen Tisch: Wirtschaftskammer, Landwirtschaftskammer, Arbeiterkammer und der Österreichische Gewerkschaftsbund. Viele Länder beneiden uns darum, denn wir alle, wie wir hier sind, auch in den sozialpartnerschaftlichen Einrichtungen, sind der Garant für den sozialen Frieden in unserem Land. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir brauchen die große Einsatzbereitschaft der Berufsgruppen des öffentlichen Dienstes in ihrer kompletten Vielfalt. Deswegen ist es wichtig und richtig, dass für die Attraktivierung des öffentlichen Dienstes gesorgt wird und damit auch die finanziellen Mittel bereitgestellt werden. Der öffentliche Dienst ist professionell, ist verantwortungsbewusst und, sage ich, unverzichtbar für jede und jeden Einzelnen hier in unserem Land, denn wenn es ihn nicht gäbe, würde vieles in unserem schönen Österreich stillstehen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Martin Graf: Das muss ja auch Lehrer, Beamte ...!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Loacker. – Bitte sehr, Herr Abgeordneter. (Abg. Martin Graf: Das muss ja auch Lehrer, Beamte ...!)
Abg. Steinacker: Geh bitte!
Man würde meinen, die Regierung, wenn sie der Wirtschaft solche Vorschläge macht, beginnt bei sich selbst, geht mit gutem Beispiel voran, macht keine hohen Prozentabschlüsse und verwendet vielleicht die Möglichkeit der Einmalzahlung. – Nichts davon war der Fall. Die Pensionisten haben sogar die Einmalzahlung im März und die volle Erhöhung von 9,7 Prozent bekommen, und der öffentliche Dienst bekommt jetzt 9,15. Das wird dann auch noch als Signal mitten in die Metallerverhandlungen hineingeschickt. (Abg. Steinacker: Geh bitte!) Die Metaller schließen mit im Schnitt 8,6 Prozent ab, die Kleinen mit 10 Prozent und die Großen niedriger. – So, und jetzt haben wir es. Die, die mit ihrer Erwerbstätigkeit und mit ihren Beiträgen, mit ihren Steuern das Gemeinwesen finanzieren, bekommen 8,6 Prozent, die Beamten bekommen 9,15 Prozent.
Beifall bei den NEOS.
Balance – es sagt ja keiner, dass der öffentliche Dienst nichts bekommen sollte. Es geht um die Verhältnismäßigkeit zwischen der Wirtschaft einerseits und dem öffentlichen Dienst andererseits. Die ist nicht mehr gegeben, und die Verantwortung dafür trägt die Bundesregierung. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Was im Übrigen nicht stimmt, Frau Kollegin Deckenbacher, ist, dass die Gehälter im öffentlichen Dienst niedriger wären als in der Wirtschaft. Das stimmt natürlich nicht. Die Durchschnittseinkommen im öffentlichen Dienst sind höher, und sie haben sich in den letzten Jahren auch dynamischer entwickelt als jene in der Wirtschaft. Daher darf man sich nicht wundern, wenn selbst auf der Wirtschaftsuniversität mehr als die Hälfte der Absolventen gerne in den öffentlichen Dienst möchte. Der ist bitte attraktiv genug. Gehen Sie ein wenig herunter vom Gas und sorgen Sie dafür, dass die Wirtschaft Luft hat! Kaufen Sie nicht der Wirtschaft die Arbeitskräfte heraus, die sie dringend benötigt, indem der Bund – der wahrhaft genug Personal hat – sich aufbläst wie ein Kugelfisch! (Beifall bei den NEOS.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordnete Mag. Selma Yildirim (SPÖ): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich darf zu Beginn die 6. Klasse des Amerlinggymnasiums in Wien herzlichst im Parlament begrüßen. (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Kickl: Ich sehe aber da Pro!
Gerade in Krisenzeiten hat sich gezeigt, wie gut die österreichische Verwaltung funktioniert. Sie arbeitet kompetent und ist loyal gegenüber der Bevölkerung. All diejenigen, die tagtäglich ihre Leistung für unser Land erbringen, verdienen es, dass sie keine Reallohnverluste erleiden – Reallohnverluste, weil die schwarz-grüne Bundesregierung nicht in der Lage war, die Teuerungswelle zu verhindern. Insofern ist es positiv, dass Regierungsmitglieder und Spitzenpolitiker:innen heuer keine Gehaltserhöhung bekommen, Herr Vizekanzler. Es wäre ja auch absurd, wenn die österreichische Bundesregierung nunmehr mit der höchsten Gehaltsanpassung in Westeuropa belohnt würde, weil sie die höchste Inflation Westeuropas zu verantworten hat. (Abg. Kickl: Ich sehe aber da Pro!)
Abg. Kickl: Ich habe gesehen, das ist eine Pro-Meldung!
Ich komme auf die FPÖ zu sprechen, Herr Kickl – weil Sie gerade einen Zwischenruf machen (Abg. Kickl: Ich habe gesehen, das ist eine Pro-Meldung!) –: Dort wo Sie regieren, Herr Kickl, wo Ihre Parteifreunde regieren, stopfen Sie sich die Taschen voll! Bei den Politikerbezügen in den Ländern gönnen Sie sich selbst Gehaltserhöhungen (Abg. Kickl: Wir werden es Ihnen erklären!) und hier herinnen verlangen Sie Nulllohnrunden für alle Politikerinnen und Politiker. Was ist mit denen in den Ländern? Warum, Herr Kickl, setzen Sie sich denn nicht durch gegen Marlene Svazek in Salzburg (Abg. Kickl: Oh, ich hätte so gern einen
Abg. Kickl: Wir werden es Ihnen erklären!
Ich komme auf die FPÖ zu sprechen, Herr Kickl – weil Sie gerade einen Zwischenruf machen (Abg. Kickl: Ich habe gesehen, das ist eine Pro-Meldung!) –: Dort wo Sie regieren, Herr Kickl, wo Ihre Parteifreunde regieren, stopfen Sie sich die Taschen voll! Bei den Politikerbezügen in den Ländern gönnen Sie sich selbst Gehaltserhöhungen (Abg. Kickl: Wir werden es Ihnen erklären!) und hier herinnen verlangen Sie Nulllohnrunden für alle Politikerinnen und Politiker. Was ist mit denen in den Ländern? Warum, Herr Kickl, setzen Sie sich denn nicht durch gegen Marlene Svazek in Salzburg (Abg. Kickl: Oh, ich hätte so gern einen
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Landeshauptmann so wie Sie!) oder Haimbuchner in Oberösterreich, Udo Landbauer in Niederösterreich? (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Kucher: Unglaublich!
Niederösterreich ist ja etwas ganz Besonderes: In Niederösterreich gibt es ein gutes Beispiel. Dort installiert die FPÖ gemeinsam mit der ÖVP völlig unnötig einen dritten hochbezahlten Vorstand (Abg. Kucher: Unglaublich!) beim landeseigenen Energieversorger EVN. Das Muster, Herr Kickl, ist immer dasselbe (Ruf bei der SPÖ: Sehr glaubwürdig!): In der Opposition predigen Sie Wasser, in der Regierung aber kriegt die FPÖ den Hals nicht voll! (Abg. Kickl: Wir werden es Ihnen dann erklären!) – Das sei Ihnen hier gesagt. (Beifall bei der SPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abg. Kucher und Abgeordneten der FPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Sehr glaubwürdig!
Niederösterreich ist ja etwas ganz Besonderes: In Niederösterreich gibt es ein gutes Beispiel. Dort installiert die FPÖ gemeinsam mit der ÖVP völlig unnötig einen dritten hochbezahlten Vorstand (Abg. Kucher: Unglaublich!) beim landeseigenen Energieversorger EVN. Das Muster, Herr Kickl, ist immer dasselbe (Ruf bei der SPÖ: Sehr glaubwürdig!): In der Opposition predigen Sie Wasser, in der Regierung aber kriegt die FPÖ den Hals nicht voll! (Abg. Kickl: Wir werden es Ihnen dann erklären!) – Das sei Ihnen hier gesagt. (Beifall bei der SPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abg. Kucher und Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Kickl: Wir werden es Ihnen dann erklären!
Niederösterreich ist ja etwas ganz Besonderes: In Niederösterreich gibt es ein gutes Beispiel. Dort installiert die FPÖ gemeinsam mit der ÖVP völlig unnötig einen dritten hochbezahlten Vorstand (Abg. Kucher: Unglaublich!) beim landeseigenen Energieversorger EVN. Das Muster, Herr Kickl, ist immer dasselbe (Ruf bei der SPÖ: Sehr glaubwürdig!): In der Opposition predigen Sie Wasser, in der Regierung aber kriegt die FPÖ den Hals nicht voll! (Abg. Kickl: Wir werden es Ihnen dann erklären!) – Das sei Ihnen hier gesagt. (Beifall bei der SPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abg. Kucher und Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abg. Kucher und Abgeordneten der FPÖ.
Niederösterreich ist ja etwas ganz Besonderes: In Niederösterreich gibt es ein gutes Beispiel. Dort installiert die FPÖ gemeinsam mit der ÖVP völlig unnötig einen dritten hochbezahlten Vorstand (Abg. Kucher: Unglaublich!) beim landeseigenen Energieversorger EVN. Das Muster, Herr Kickl, ist immer dasselbe (Ruf bei der SPÖ: Sehr glaubwürdig!): In der Opposition predigen Sie Wasser, in der Regierung aber kriegt die FPÖ den Hals nicht voll! (Abg. Kickl: Wir werden es Ihnen dann erklären!) – Das sei Ihnen hier gesagt. (Beifall bei der SPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abg. Kucher und Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Kickl: Seid ihr jetzt pro oder kontra?
Zurück zum öffentlichen Dienst: Herr Vizekanzler, seit Sie für das Ressort zuständig sind, kündigen Sie ein modernes Dienstrecht an, ein Dienstrecht, das die Zukunftsfähigkeit der Bedingungen im öffentlichen Dienst gewährleisten soll. Darauf warten die Bediensteten im öffentlichen Dienst vergeblich. Daher bringe ich folgenden Antrag ein (Abg. Kickl: Seid ihr jetzt pro oder kontra?):
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend bedanke ich mich bei all den Frauen und Männern im öffentlichen Dienst. – Ich danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Werner Herbert (FPÖ): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuschauer! Kollegin Yildirim, irgendwie kenne ich mich jetzt nicht aus, denn Sie waren ja auch im Verfassungsausschuss, wo gerade zu dem, was Sie jetzt kritisiert haben – nämlich dass die Länder bei dem, was im Bereich der Bundesbezüge vorgesehen ist, nicht miteingeschlossen werden –, von uns ein §-27-GOG-Antrag eingebracht wurde – und der wurde von Ihrer Fraktion wie auch von allen anderen abgelehnt! Wir hätten ja vorgesehen gehabt, dass auch die Länder da in gleicher Weise in die Pflicht genommen werden wie alle Bundespolitiker im Bereich der obersten Organe. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Yildirim: ... Sie sich durchsetzen können!
Sich hier herauszustellen, uns mehr oder weniger Unredlichkeit zu unterstellen, aber selbst dabei gewesen zu sein – wohl wissend, dass es ganz anders gewesen ist –, das halte ich für ein starkes Stück. Kehren Sie vor Ihren eigenen Tür, Frau Kollegin! (Abg. Yildirim: ... Sie sich durchsetzen können!)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich darf Sie einladen, diesen Antrag zu unterstützen, denn wenn Sie schon die vielgepriesene Wertschätzung für und die vielgepriesene Rücksicht auf den kleinen Mann einfordern, dann wäre das ein richtiges Zeichen; das geht in die richtige Richtung. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Das heißt, wir brauchen da auch Sonderverträge, um überhaupt qualifizierte, gute Leute – und die brauchen wir im Bundesdienst – zu bekommen. Ein Gehaltabschluss, wie er jetzt gemacht wurde, steht auch im Zusammenhang mit einer Konkurrenzsituation, weil wir natürlich dafür sorgen müssen, dass mit den 9,15 oder 9,71 Prozent gewährleistet ist, dass diese Republik in allen ihren Teilbereichen gut funktioniert. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kickl: Natürlich geht es! – Zwischenruf des Abg. Deimek
Dieser Antrag der FPÖ oder auch diese Idee: Na, würden wir es auch für Länder beschließen! – Sie wissen genau, dass das nicht geht, aus verschiedenen Gründen nicht geht (Abg. Kickl: Natürlich geht es! – Zwischenruf des Abg. Deimek), weil wir den Ländern ungern etwas vorschreiben. Ihr könntet es ja machen, aber ihr tut es halt nicht, weil ihr halt eure Leute besser versorgen wollt. Da möchte ich noch einmal auch für die Bundesrät:innen eine Lanze brechen, die davon ebenso betroffen sind und deren Einkommen nun wirklich nicht ein wahnsinnig hohes ist, die zum Teil ihre Berufe aufgeben müssen und zum
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Und im Übrigen bin ich der Meinung: Bring them home now! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Darum kann ich wie gesagt der Argumentation der Sozialdemokraten etwas abgewinnen, dass man die erste Dienstrechtsreform im Frühjahr schon ernster nehmen und schon einige Verbesserungen vornehmen sollte, dann im Herbst feinschleift und im Dezember etwas Gescheites für die öffentlich Bediensteten beschließt. Da ist wieder nichts passiert. Viel wurde versprochen, nichts wurde gemacht. Das ist natürlich eine Enttäuschung für die vielen öffentlich Bediensteten und ein Hohn. So geht man mit öffentlich Bediensteten nicht um. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
In diesem Sinne: Eigentlich haben Sie noch ein paar Monate Zeit, es kommt noch eine erste Dienstrechtsreform 2024. Vielleicht schaffen Sie da etwas, Herr Vizekanzler. Bis jetzt, bis Dezember 2023, haben Sie nichts geschafft. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Ganz allgemein festzuhalten ist, dass die Teuerung und die Inflationsentwicklung vor den öffentlich Bediensteten ebensowenig wie vor anderen Branchen haltmachen, und deswegen ist es auch in diesem Bereich wie bei den Kollektivvertragsverhandlungen in anderen Bereichen notwendig, einen entsprechenden Abschluss zustande zu bringen, der dieser Entwicklung Rechnung trägt. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Es ist auf jeden Fall festzuhalten – und das ist in der öffentlichen Diskussion schon oft ein bisschen beschämend –, dass immer wieder von den Beamtengehältern per se gesprochen wird. Es geht dabei aber um den öffentlichen Dienst in seiner Gesamtheit: von den Gemeinden über die Länder bis hin zum Bund, bei den Reinigungskräften, in den Wirtschaftshöfen bis hin zu Polizei, Bundesheer, Soldaten, Justiz, wie schon angesprochen, und dort gibt es bei Gott nicht nur Gutverdiener, weshalb auch in diesem Bereich ein entsprechender Teuerungsausgleich notwendig ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Der getätigte Abschluss mit 9,15 Prozent ist ausgewogen und dementsprechend ein konstruktives Ergebnis. Ich darf mich da wirklich beim Bundeskanzler, beim Vizekanzler und beim Finanzminister für diese konstruktiven Verhandlungen mit der Gewerkschaft öffentlicher Dienst bedanken. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Abg. Kühberger: Das ist schon oft!
Es ist – wie jedes Jahr immer wieder, und das ist ein Zeichen, das man hier setzt – die FPÖ, die versucht, dieses Thema populistisch auszuschlachten, obwohl es grundsätzlich ein Gesetz zur Anpassung von Politikergehältern gibt. – Ja, wenn man so wie Klubobmann Kickl 24 Mal fehlt (Abg. Kühberger: Das ist schon oft!), dann verstehe ich schon, dass er sagt, er braucht keine Gehaltserhöhung, und wenn er dann einmal da ist, bringt er destruktive und unsachliche Beiträge, die niemandem nutzen und niemandem helfen (Abg. Kickl – in Richtung ÖVP –: Wo ist eigentlich der Wöginger?), da wird kein Mehrwert gestiftet. (Abg. Kickl: Wo ist er denn? – Abg. Kühberger: Heute einmal die Ausnahme! – Abg. Kickl: Na, immer!) Daher ist die Gehaltsanpassung für Kollegen Kickl natürlich auch nicht gerechtfertigt, und ich verstehe, dass er selber auf 0 Prozent besteht. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Kickl – in Richtung ÖVP –: Wo ist eigentlich der Wöginger?
Es ist – wie jedes Jahr immer wieder, und das ist ein Zeichen, das man hier setzt – die FPÖ, die versucht, dieses Thema populistisch auszuschlachten, obwohl es grundsätzlich ein Gesetz zur Anpassung von Politikergehältern gibt. – Ja, wenn man so wie Klubobmann Kickl 24 Mal fehlt (Abg. Kühberger: Das ist schon oft!), dann verstehe ich schon, dass er sagt, er braucht keine Gehaltserhöhung, und wenn er dann einmal da ist, bringt er destruktive und unsachliche Beiträge, die niemandem nutzen und niemandem helfen (Abg. Kickl – in Richtung ÖVP –: Wo ist eigentlich der Wöginger?), da wird kein Mehrwert gestiftet. (Abg. Kickl: Wo ist er denn? – Abg. Kühberger: Heute einmal die Ausnahme! – Abg. Kickl: Na, immer!) Daher ist die Gehaltsanpassung für Kollegen Kickl natürlich auch nicht gerechtfertigt, und ich verstehe, dass er selber auf 0 Prozent besteht. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Kickl: Wo ist er denn? – Abg. Kühberger: Heute einmal die Ausnahme! – Abg. Kickl: Na, immer!
Es ist – wie jedes Jahr immer wieder, und das ist ein Zeichen, das man hier setzt – die FPÖ, die versucht, dieses Thema populistisch auszuschlachten, obwohl es grundsätzlich ein Gesetz zur Anpassung von Politikergehältern gibt. – Ja, wenn man so wie Klubobmann Kickl 24 Mal fehlt (Abg. Kühberger: Das ist schon oft!), dann verstehe ich schon, dass er sagt, er braucht keine Gehaltserhöhung, und wenn er dann einmal da ist, bringt er destruktive und unsachliche Beiträge, die niemandem nutzen und niemandem helfen (Abg. Kickl – in Richtung ÖVP –: Wo ist eigentlich der Wöginger?), da wird kein Mehrwert gestiftet. (Abg. Kickl: Wo ist er denn? – Abg. Kühberger: Heute einmal die Ausnahme! – Abg. Kickl: Na, immer!) Daher ist die Gehaltsanpassung für Kollegen Kickl natürlich auch nicht gerechtfertigt, und ich verstehe, dass er selber auf 0 Prozent besteht. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Es ist – wie jedes Jahr immer wieder, und das ist ein Zeichen, das man hier setzt – die FPÖ, die versucht, dieses Thema populistisch auszuschlachten, obwohl es grundsätzlich ein Gesetz zur Anpassung von Politikergehältern gibt. – Ja, wenn man so wie Klubobmann Kickl 24 Mal fehlt (Abg. Kühberger: Das ist schon oft!), dann verstehe ich schon, dass er sagt, er braucht keine Gehaltserhöhung, und wenn er dann einmal da ist, bringt er destruktive und unsachliche Beiträge, die niemandem nutzen und niemandem helfen (Abg. Kickl – in Richtung ÖVP –: Wo ist eigentlich der Wöginger?), da wird kein Mehrwert gestiftet. (Abg. Kickl: Wo ist er denn? – Abg. Kühberger: Heute einmal die Ausnahme! – Abg. Kickl: Na, immer!) Daher ist die Gehaltsanpassung für Kollegen Kickl natürlich auch nicht gerechtfertigt, und ich verstehe, dass er selber auf 0 Prozent besteht. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
gebracht, seine Funktionäre pfeifen ihm da etwas. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Abschließend, weil ich es am Anfang vergessen habe, darf ich im Namen meines Kollegen Andreas Kühberger die Leitung des Maschinenrings Steiermark bei uns im Haus begrüßen. – Herzlich willkommen! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Kickl: Das ist ja der, den ihr grad abgeschafft habt!
Ich bin auch der Meinung, dass die Länder durchaus autonom entscheiden sollen, ob sie das machen. Herr Kickl, ich bin d’accord mit den Vorrednern, ich bin der Meinung, dass Sie Ihre eigenen Kolleginnen und Kollegen in den Bundesländern darauf ansprechen sollten. Der Landeshauptmann meines Heimatbundeslandes wird das machen, er wird die Nulllohnrunde jedenfalls durchführen. (Abg. Kickl: Das ist ja der, den ihr grad abgeschafft habt!) Das soll auch eine autonome Regelung bleiben. (Abg. Kickl: Das ist doch das Team Dosko, das sich gerade aufgelöst hat!) Es soll nicht so sein, Herr Kickl, dass Sie selbst das auf die anderen münzen und im gleichen Atemzug auch glauben, Sie können das so darstellen.
Abg. Kickl: Das ist doch das Team Dosko, das sich gerade aufgelöst hat!
Ich bin auch der Meinung, dass die Länder durchaus autonom entscheiden sollen, ob sie das machen. Herr Kickl, ich bin d’accord mit den Vorrednern, ich bin der Meinung, dass Sie Ihre eigenen Kolleginnen und Kollegen in den Bundesländern darauf ansprechen sollten. Der Landeshauptmann meines Heimatbundeslandes wird das machen, er wird die Nulllohnrunde jedenfalls durchführen. (Abg. Kickl: Das ist ja der, den ihr grad abgeschafft habt!) Das soll auch eine autonome Regelung bleiben. (Abg. Kickl: Das ist doch das Team Dosko, das sich gerade aufgelöst hat!) Es soll nicht so sein, Herr Kickl, dass Sie selbst das auf die anderen münzen und im gleichen Atemzug auch glauben, Sie können das so darstellen.
Beifall bei der SPÖ.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, die Grünen haben schon Ansätze gezeigt. Kollegin Blimlinger hat gesagt, ja, das wollen sie auch, es muss das Digitale berücksichtigt sein. Kollege Taschner von der ÖVP hat gesagt, nein, das passt alles. – Also ich denke schon, das ist ein Punkt, an dem wir gemeinsam arbeiten müssen, um Vertrauen und Glaubwürdigkeit zu erhalten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich weiß, dass Sie das wollen, wir wollen das auch. Bitte um rasche Umsetzung dieser Dienstrechtsnovelle. – Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ.
Bundesminister für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport Vizekanzler Mag. Werner Kogler: Geschätzte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Zuerst einmal darf ich nicht nur den traditionellen, sondern auch den aufrichtigen Dank an die öffentlich Bediensteten, und zwar an alle, aussprechen. (Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
den Bundesverhandlungsergebnissen gefolgt wird. Also betreffen diese Gehaltsabschlüsse auch die Pflegerinnen und Pfleger in den Pflegeheimen, in den Krankenhäusern, überhaupt das Krankenhauspersonal, die Kindergartenpädagoginnen und -pädagogen und so weiter und so fort. Ich habe also wenig Verständnis dafür, dass das hier in ein solch seltsames Eck karikiert wird. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Der zweite Dank geht an die Gewerkschaften, einerseits Gewerkschaft öffentlicher Dienst und andererseits eben auch Younion, weil diese ganz viele von denen, die ich hier aufgezählt habe, vertreten. (Beifall bei Grünen und SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das Geld der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler ist natürlich wichtig, aber es ist eben auch in deren Interesse, dass der Laden gescheit funktioniert – und im Wesentlichen tut er das, bei allem Verbesserungsbedarf. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Auf lange Sicht gibt es sicherlich Verwaltungsabläufe – da geht ja sehr wohl etwas weiter, Elektronischer Akt und so weiter und so fort –, bei denen die Digitalisierung etwas bringen wird, aber es gibt auch ganz viele andere Bereiche. Man kann keinen Computer in die Mariahilfer Straße schicken, um dort polizeiliche Dienste zu verüben. Also das zeigen Sie von der FPÖ mir einmal! Wie geht das? (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Die 9,15 Prozent haben ja eine gewisse Logik, und im Übrigen waren sie im Budget eingepreist. Das ist im Übrigen Ihre Hoheit hier im Haus. Ich höre ja immer: Die Budgetpolitik ist eigentlich die Königsdisziplin des Nationalrats! – Ja, dann hätten Sie es vielleicht eh schon gesehen. Ob das verhandlungstaktisch immer gescheit ist, dass wir das Budget abschließen und nachher die Gehaltsverhandlungen fertig machen, darf ja hinterfragt werden. (Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
So viel hätten Sie aber schon entdecken können, vor allem die Kolleginnen und Kollegen von den NEOS, dass das dort eigentlich eh schon drinnen gestanden ist. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Insofern darf ich noch einmal auf die gewisse logische Herleitung dieses Ergebnisses verweisen. Ob und inwieweit dann differenziert wird zwischen denen, die weniger - - (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Deimek.) – Aufregung bei der FPÖ (Abg. Belakowitsch: Na, das ist nicht wirklich aufregend ...!), bei den Hinteren. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Na, die diskutieren die Reisekostenabrechnung zu den Taliban. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Es ist ja noch nicht einmal die zu Putin öffentlich zugänglich (Abg. Michael Hammer: Jetzt werden sie auch plakatieren: Taliban statt Daham!), nicht einmal die Kremlreise ist öffentlich ausgewiesen. (Zwischenruf des Abg. Schwarz.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Deimek.
So viel hätten Sie aber schon entdecken können, vor allem die Kolleginnen und Kollegen von den NEOS, dass das dort eigentlich eh schon drinnen gestanden ist. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Insofern darf ich noch einmal auf die gewisse logische Herleitung dieses Ergebnisses verweisen. Ob und inwieweit dann differenziert wird zwischen denen, die weniger - - (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Deimek.) – Aufregung bei der FPÖ (Abg. Belakowitsch: Na, das ist nicht wirklich aufregend ...!), bei den Hinteren. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Na, die diskutieren die Reisekostenabrechnung zu den Taliban. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Es ist ja noch nicht einmal die zu Putin öffentlich zugänglich (Abg. Michael Hammer: Jetzt werden sie auch plakatieren: Taliban statt Daham!), nicht einmal die Kremlreise ist öffentlich ausgewiesen. (Zwischenruf des Abg. Schwarz.)
Abg. Belakowitsch: Na, das ist nicht wirklich aufregend ...!
So viel hätten Sie aber schon entdecken können, vor allem die Kolleginnen und Kollegen von den NEOS, dass das dort eigentlich eh schon drinnen gestanden ist. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Insofern darf ich noch einmal auf die gewisse logische Herleitung dieses Ergebnisses verweisen. Ob und inwieweit dann differenziert wird zwischen denen, die weniger - - (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Deimek.) – Aufregung bei der FPÖ (Abg. Belakowitsch: Na, das ist nicht wirklich aufregend ...!), bei den Hinteren. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Na, die diskutieren die Reisekostenabrechnung zu den Taliban. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Es ist ja noch nicht einmal die zu Putin öffentlich zugänglich (Abg. Michael Hammer: Jetzt werden sie auch plakatieren: Taliban statt Daham!), nicht einmal die Kremlreise ist öffentlich ausgewiesen. (Zwischenruf des Abg. Schwarz.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
So viel hätten Sie aber schon entdecken können, vor allem die Kolleginnen und Kollegen von den NEOS, dass das dort eigentlich eh schon drinnen gestanden ist. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Insofern darf ich noch einmal auf die gewisse logische Herleitung dieses Ergebnisses verweisen. Ob und inwieweit dann differenziert wird zwischen denen, die weniger - - (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Deimek.) – Aufregung bei der FPÖ (Abg. Belakowitsch: Na, das ist nicht wirklich aufregend ...!), bei den Hinteren. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Na, die diskutieren die Reisekostenabrechnung zu den Taliban. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Es ist ja noch nicht einmal die zu Putin öffentlich zugänglich (Abg. Michael Hammer: Jetzt werden sie auch plakatieren: Taliban statt Daham!), nicht einmal die Kremlreise ist öffentlich ausgewiesen. (Zwischenruf des Abg. Schwarz.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
So viel hätten Sie aber schon entdecken können, vor allem die Kolleginnen und Kollegen von den NEOS, dass das dort eigentlich eh schon drinnen gestanden ist. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Insofern darf ich noch einmal auf die gewisse logische Herleitung dieses Ergebnisses verweisen. Ob und inwieweit dann differenziert wird zwischen denen, die weniger - - (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Deimek.) – Aufregung bei der FPÖ (Abg. Belakowitsch: Na, das ist nicht wirklich aufregend ...!), bei den Hinteren. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Na, die diskutieren die Reisekostenabrechnung zu den Taliban. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Es ist ja noch nicht einmal die zu Putin öffentlich zugänglich (Abg. Michael Hammer: Jetzt werden sie auch plakatieren: Taliban statt Daham!), nicht einmal die Kremlreise ist öffentlich ausgewiesen. (Zwischenruf des Abg. Schwarz.)
Abg. Michael Hammer: Jetzt werden sie auch plakatieren: Taliban statt Daham!
So viel hätten Sie aber schon entdecken können, vor allem die Kolleginnen und Kollegen von den NEOS, dass das dort eigentlich eh schon drinnen gestanden ist. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Insofern darf ich noch einmal auf die gewisse logische Herleitung dieses Ergebnisses verweisen. Ob und inwieweit dann differenziert wird zwischen denen, die weniger - - (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Deimek.) – Aufregung bei der FPÖ (Abg. Belakowitsch: Na, das ist nicht wirklich aufregend ...!), bei den Hinteren. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Na, die diskutieren die Reisekostenabrechnung zu den Taliban. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Es ist ja noch nicht einmal die zu Putin öffentlich zugänglich (Abg. Michael Hammer: Jetzt werden sie auch plakatieren: Taliban statt Daham!), nicht einmal die Kremlreise ist öffentlich ausgewiesen. (Zwischenruf des Abg. Schwarz.)
Zwischenruf des Abg. Schwarz.
So viel hätten Sie aber schon entdecken können, vor allem die Kolleginnen und Kollegen von den NEOS, dass das dort eigentlich eh schon drinnen gestanden ist. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Insofern darf ich noch einmal auf die gewisse logische Herleitung dieses Ergebnisses verweisen. Ob und inwieweit dann differenziert wird zwischen denen, die weniger - - (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Deimek.) – Aufregung bei der FPÖ (Abg. Belakowitsch: Na, das ist nicht wirklich aufregend ...!), bei den Hinteren. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Na, die diskutieren die Reisekostenabrechnung zu den Taliban. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Es ist ja noch nicht einmal die zu Putin öffentlich zugänglich (Abg. Michael Hammer: Jetzt werden sie auch plakatieren: Taliban statt Daham!), nicht einmal die Kremlreise ist öffentlich ausgewiesen. (Zwischenruf des Abg. Schwarz.)
Abg. Kickl: Mit der Greta-Apologie!
Jetzt aber zu dieser sehr sinnvollen Anregung der Differenzierung unten mehr, oben weniger (Abg. Kickl: Mit der Greta-Apologie!): Das haben wir in den vergangenen Jahren öfter gemacht. Wir müssen dann schon sehen, dass sich natürlich das gesamte Gehaltsschema komplett zu verschieben beginnt, wenn man das jedes Mal macht. Das ist im Übrigen ähnlich wie bei der Gehaltspyramide für die Politikergehälter – das werde ich jetzt nicht länger diskutieren –, da gibt es ja die gleiche Fragestellung, ob dann nicht irgendwann die an der Spitze von unten eingeholt werden.
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.
waren. Und ja, es gibt immer etwas zum Nachjustieren, da stimme ich Abgeordnetem Drobits und Abgeordnetem Lausch zu – wir diskutieren im Ausschuss ja immer sehr konstruktiv; das letzte Mal habe ich Abgeordneten Lausch sogar vermisst –, sodass wir dann schon weiterkommen werden, das ist völlig logisch. Tun wir aber doch nicht so, als ob der Mandlkalender vorgibt, wann der Nationalrat irgendwelche Novellen machen soll oder nicht! Das kann es ja nicht sein. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Abg. Wurm: Traumtänzer!
Als Allerletztes die Debatte zur Teuerung, weil es bei dem Thema nie ausbleibt – ich hätte fast noch mehr erwartet –: Ja, das kann man hundertmal diskutieren. Ich möchte nur darauf verweisen, was der Ansatz der Bundesregierung war, bei dem es eine Ergebnisliste gibt – auch von europäischen Wirtschaftsforschungsinstituten gemacht –: Wenn Sie sich die inflationsbereinigte Entwicklung der Nettogehälter – also alles zusammen, Inflation und Netto – und die, die es mehr brauchen, die untere Einkommenshälfte, anschauen, dann würden Sie – wenn Sie willens wären, das einmal anzuerkennen – feststellen, dass Österreich im Spitzenfeld liegt (Abg. Wurm: Traumtänzer!), was diesen Ausweis betrifft.
Abg. Belakowitsch: Ja, Sie schon!
Warum? – Darum geht es zum Schluss, darum ist das wichtig: Wenn wir schon von Bürgerinnen und Bürgern reden, geht es ja darum, was die sich mit ihrem Geld kaufen können, und nicht um irgendwelche statistischen Zahlen. Da sind wir vorne dabei. (Abg. Belakowitsch: Ja, Sie schon!) Das wird halt weiter ein Diskurs bleiben, und für den bedanke ich mich hier. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Warum? – Darum geht es zum Schluss, darum ist das wichtig: Wenn wir schon von Bürgerinnen und Bürgern reden, geht es ja darum, was die sich mit ihrem Geld kaufen können, und nicht um irgendwelche statistischen Zahlen. Da sind wir vorne dabei. (Abg. Belakowitsch: Ja, Sie schon!) Das wird halt weiter ein Diskurs bleiben, und für den bedanke ich mich hier. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Abgeordneter Mag. Wolfgang Gerstl (ÖVP): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Zuallererst möchte ich gerne die Vertreter des Wirtschaftsbundes Burgenland im Namen unseres Generalsekretärs Kurt Egger herzlich willkommen heißen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Abg. Hafenecker: Und im Innenministerium ...!
Herr Vizekanzler, Sie haben es vorhin, glaube ich, sehr gut angesprochen, nämlich dass es bei den Politikergehältern immer wieder dieselbe Situation gibt. Fast jedes Jahr gibt es einen guten Grund, um die Gehaltsanpassungen für Politikerinnen und Politiker entweder ganz oder zur Hälfte auszusetzen, und das ist insofern auch immer gerechtfertigt. (Abg. Hafenecker: Und im Innenministerium ...!)
Abg. Hafenecker: Du bist beides!
Einen Punkt sollten wir uns wirklich einmal näher anschauen: Wie schaut das System aus, nach dem Politikerinnen und Politiker entlohnt werden? – Wir haben uns 1997 eine sogenannte Bezügepyramide gegeben. Das Gehalt eines Politikers – für die Zuseherinnen und Zuseher – war dem Höchstgehalt eines Beamten im öffentlichen Dienst, eines Sektionschefs, angepasst. (Abg. Hafenecker: Du bist beides!) So hat ein Nationalrat genau das Gleiche wie ein Sektionschef verdient (Abg. Kickl: Sind Sie beides?) und ein Minister hat genau das Doppelte verdient. Das war sozusagen das System. Das kann man jetzt so oder so sehen, ob das System gut oder schlecht ist, wir haben es uns 1997 so gegeben – wir alle hier wahrscheinlich nicht, denn wahrscheinlich gibt es kaum mehr einen Abgeordneten, der 1997 schon hier herinnen war.
Abg. Kickl: Sind Sie beides?
Einen Punkt sollten wir uns wirklich einmal näher anschauen: Wie schaut das System aus, nach dem Politikerinnen und Politiker entlohnt werden? – Wir haben uns 1997 eine sogenannte Bezügepyramide gegeben. Das Gehalt eines Politikers – für die Zuseherinnen und Zuseher – war dem Höchstgehalt eines Beamten im öffentlichen Dienst, eines Sektionschefs, angepasst. (Abg. Hafenecker: Du bist beides!) So hat ein Nationalrat genau das Gleiche wie ein Sektionschef verdient (Abg. Kickl: Sind Sie beides?) und ein Minister hat genau das Doppelte verdient. Das war sozusagen das System. Das kann man jetzt so oder so sehen, ob das System gut oder schlecht ist, wir haben es uns 1997 so gegeben – wir alle hier wahrscheinlich nicht, denn wahrscheinlich gibt es kaum mehr einen Abgeordneten, der 1997 schon hier herinnen war.
Abg. Scherak: Aber warum schlagt ihr es dann vor?
Heute hat sich das System halt komplett verändert. Während in der Privatwirtschaft der Tariflohnindex seit 1997 um über 90 Prozent gestiegen ist, ist das Gehalt eines Ministers in dieser Zeit um 31 Prozent gestiegen (Abg. Scherak: Aber warum schlagt ihr es dann vor?); während der Sektionschef sein
Abg. Kickl: Kommt jetzt eine Reform?! – Abg. Belakowitsch: Na, aber warum ändert ihr dann nicht ...?!
Das heißt, was jetzt passiert ist, ist, dass diese Bezügepyramide vollkommen durcheinandergekommen ist. Sie passt nicht mehr mit dem System zusammen. Früher wollte man, dass der Minister ungefähr das Doppelte wie die höchstverdienenden Beamten verdient, und heute verdient er gerade einmal 39,4 Prozent mehr als die höchsten Beamten. Das müssen sich, glaube ich, alle Politiker fragen, ob sie dieses System weiterhin so aufrechterhalten wollen. Ich sage, es ist heute jedenfalls nicht mehr durchdacht. (Abg. Kickl: Kommt jetzt eine Reform?! – Abg. Belakowitsch: Na, aber warum ändert ihr dann nicht ...?!)
Zwischenruf des Abg. Hafenecker
Daher kann es aber auch nicht so gehen (Zwischenruf des Abg. Hafenecker), wie es uns die FPÖ eigentlich gerade vormachen möchte (Abg. Stöger: Aber warum tut ihr es dann?): Es kann sich der FPÖ-Obmann gegenüber seinen Landesparteien mit seiner Vorstellung nicht durchsetzen, dass alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, alle Landeshauptleute, auch der Landeshauptfraustellvertreter und die Landeshauptmannstellvertreterin von seiner Partei auch nur eine Nulllohnrunde bekommen. Da kann er sich nicht durchsetzen. Was macht er? – Er will mit Verbot arbeiten, mit einer Verfassungsänderung. Er möchte es gerne in der Verfassung, dass nicht mehr Gemeinden und Länder allein entscheiden, sondern dass er entscheidet. (Abg. Kickl: Na, na, das Parlament, das Parlament! – Abg. Strasser: Volkskanzler! – Abg. Michael Hammer: Ein Schlimmer!)
Abg. Stöger: Aber warum tut ihr es dann?
Daher kann es aber auch nicht so gehen (Zwischenruf des Abg. Hafenecker), wie es uns die FPÖ eigentlich gerade vormachen möchte (Abg. Stöger: Aber warum tut ihr es dann?): Es kann sich der FPÖ-Obmann gegenüber seinen Landesparteien mit seiner Vorstellung nicht durchsetzen, dass alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, alle Landeshauptleute, auch der Landeshauptfraustellvertreter und die Landeshauptmannstellvertreterin von seiner Partei auch nur eine Nulllohnrunde bekommen. Da kann er sich nicht durchsetzen. Was macht er? – Er will mit Verbot arbeiten, mit einer Verfassungsänderung. Er möchte es gerne in der Verfassung, dass nicht mehr Gemeinden und Länder allein entscheiden, sondern dass er entscheidet. (Abg. Kickl: Na, na, das Parlament, das Parlament! – Abg. Strasser: Volkskanzler! – Abg. Michael Hammer: Ein Schlimmer!)
Abg. Kickl: Na, na, das Parlament, das Parlament! – Abg. Strasser: Volkskanzler! – Abg. Michael Hammer: Ein Schlimmer!
Daher kann es aber auch nicht so gehen (Zwischenruf des Abg. Hafenecker), wie es uns die FPÖ eigentlich gerade vormachen möchte (Abg. Stöger: Aber warum tut ihr es dann?): Es kann sich der FPÖ-Obmann gegenüber seinen Landesparteien mit seiner Vorstellung nicht durchsetzen, dass alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, alle Landeshauptleute, auch der Landeshauptfraustellvertreter und die Landeshauptmannstellvertreterin von seiner Partei auch nur eine Nulllohnrunde bekommen. Da kann er sich nicht durchsetzen. Was macht er? – Er will mit Verbot arbeiten, mit einer Verfassungsänderung. Er möchte es gerne in der Verfassung, dass nicht mehr Gemeinden und Länder allein entscheiden, sondern dass er entscheidet. (Abg. Kickl: Na, na, das Parlament, das Parlament! – Abg. Strasser: Volkskanzler! – Abg. Michael Hammer: Ein Schlimmer!)
Abg. Kickl: Du redest nicht mit dem Sobotka!
Er macht das jetzt genauso bei seinen eigenen Mitarbeitern (Abg. Kickl: Du redest nicht mit dem Sobotka!), dass man nämlich, wenn man ins Ausland fahren will, zuerst die Genehmigung von Parteiobmann Kickl braucht. (Abg. Strasser – in Richtung FPÖ –: Er entscheidet, oder? Er entscheidet!) Das ist es, wo er die Leute hinhaben will: Wenn es nicht nach seiner Rute, nach seiner Art geht, dann müsst ihr antreten. Es ist so. Ein Gaulleiter lässt nur mehr die Pferde allein galoppieren,
Abg. Strasser – in Richtung FPÖ –: Er entscheidet, oder? Er entscheidet!
Er macht das jetzt genauso bei seinen eigenen Mitarbeitern (Abg. Kickl: Du redest nicht mit dem Sobotka!), dass man nämlich, wenn man ins Ausland fahren will, zuerst die Genehmigung von Parteiobmann Kickl braucht. (Abg. Strasser – in Richtung FPÖ –: Er entscheidet, oder? Er entscheidet!) Das ist es, wo er die Leute hinhaben will: Wenn es nicht nach seiner Rute, nach seiner Art geht, dann müsst ihr antreten. Es ist so. Ein Gaulleiter lässt nur mehr die Pferde allein galoppieren,
Buh-Rufe und weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
aber die Menschen werden eingesperrt. (Buh-Rufe und weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das wollen wir nicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
aber die Menschen werden eingesperrt. (Buh-Rufe und weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das wollen wir nicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Rufe bei der ÖVP: Gaul! Ein Gaul! Gaulleiter!
Präsidentin Doris Bures: Für den Ausdruck Gauleiter erteile ich Ihnen (Rufe bei der ÖVP: Gaul! Ein Gaul! Gaulleiter!) einen Ordnungsruf, Herr Abgeordneter Gerstl. (Anhaltende Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) – Dann werde ich mir das im Protokoll ansehen, ob das so war.
Anhaltende Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Präsidentin Doris Bures: Für den Ausdruck Gauleiter erteile ich Ihnen (Rufe bei der ÖVP: Gaul! Ein Gaul! Gaulleiter!) einen Ordnungsruf, Herr Abgeordneter Gerstl. (Anhaltende Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) – Dann werde ich mir das im Protokoll ansehen, ob das so war.
Abg. Wurm: Ja, eben! Doppelter Ordnungsruf!
Im Übrigen ist selbst das eine Form der Diffamierung, die wir hier im Hohen Haus nicht verwenden sollten (Abg. Wurm: Ja, eben! Doppelter Ordnungsruf!), es ist auch für die Diskussion nicht hilfreich. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Rufe bei der FPÖ: ... Verfassungsschutz ermitteln! Ein Fall für den Verfassungsschutz!)
Zwischenrufe bei der ÖVP. – Rufe bei der FPÖ: ... Verfassungsschutz ermitteln! Ein Fall für den Verfassungsschutz!
Im Übrigen ist selbst das eine Form der Diffamierung, die wir hier im Hohen Haus nicht verwenden sollten (Abg. Wurm: Ja, eben! Doppelter Ordnungsruf!), es ist auch für die Diskussion nicht hilfreich. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Rufe bei der FPÖ: ... Verfassungsschutz ermitteln! Ein Fall für den Verfassungsschutz!)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Abgeordneter Michael Schnedlitz (FPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich verstehe schon, dass man nervös ist, werte Kollegen von der Österreichischen Volkspartei (Zwischenrufe bei der ÖVP), wenn man, obwohl man nichts zusammenbringt (Oh-Rufe bei der ÖVP), hier seine eigene Gehaltserhöhung argumentieren muss, während zu Hause doch Hunderttausende vor den Fernsehbildschirmen sitzen und dabei nur noch den Kopf schütteln.
Oh-Rufe bei der ÖVP
Abgeordneter Michael Schnedlitz (FPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich verstehe schon, dass man nervös ist, werte Kollegen von der Österreichischen Volkspartei (Zwischenrufe bei der ÖVP), wenn man, obwohl man nichts zusammenbringt (Oh-Rufe bei der ÖVP), hier seine eigene Gehaltserhöhung argumentieren muss, während zu Hause doch Hunderttausende vor den Fernsehbildschirmen sitzen und dabei nur noch den Kopf schütteln.
Ruf bei der ÖVP: Was verdienst du denn?
komplett den Bezug zur Realität verliert: Dann gibt es plötzlich goldene Klaviere, goldene Flügel; mittlerweile gibt es das Klavier des Herrn Sobotka ja nicht mehr. (Ruf bei der ÖVP: Was verdienst du denn?)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Ich weiß nicht, ob die Fernsehkameras vielleicht da (in Richtung eines Bildschirmes an der Wand hinter ihm weisend) hinaufschwenken können oder Journalisten das veröffentlichen können (Zwischenrufe bei der ÖVP): Seit es kein goldenes Klavier mehr gibt, gibt es hier Fernsehbildschirme – übergroße Fernsehschirme –, die für den Plenarsaal angekauft wurden, auf denen man dann die Holzwand, die sich hinter dem Bildschirm befindet, abbildet. (Abg. Pfurtscheller: Sonst hast kein Problem, oder?!) Das sind die Schildbürgerstreiche, die einem mit 20 000 Euro Gehalt anscheinend einfallen, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Künsberg Sarre und Shetty.)
Abg. Pfurtscheller: Sonst hast kein Problem, oder?!
Ich weiß nicht, ob die Fernsehkameras vielleicht da (in Richtung eines Bildschirmes an der Wand hinter ihm weisend) hinaufschwenken können oder Journalisten das veröffentlichen können (Zwischenrufe bei der ÖVP): Seit es kein goldenes Klavier mehr gibt, gibt es hier Fernsehbildschirme – übergroße Fernsehschirme –, die für den Plenarsaal angekauft wurden, auf denen man dann die Holzwand, die sich hinter dem Bildschirm befindet, abbildet. (Abg. Pfurtscheller: Sonst hast kein Problem, oder?!) Das sind die Schildbürgerstreiche, die einem mit 20 000 Euro Gehalt anscheinend einfallen, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Künsberg Sarre und Shetty.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Künsberg Sarre und Shetty.
Ich weiß nicht, ob die Fernsehkameras vielleicht da (in Richtung eines Bildschirmes an der Wand hinter ihm weisend) hinaufschwenken können oder Journalisten das veröffentlichen können (Zwischenrufe bei der ÖVP): Seit es kein goldenes Klavier mehr gibt, gibt es hier Fernsehbildschirme – übergroße Fernsehschirme –, die für den Plenarsaal angekauft wurden, auf denen man dann die Holzwand, die sich hinter dem Bildschirm befindet, abbildet. (Abg. Pfurtscheller: Sonst hast kein Problem, oder?!) Das sind die Schildbürgerstreiche, die einem mit 20 000 Euro Gehalt anscheinend einfallen, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Künsberg Sarre und Shetty.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Da reden wir dann auch über Gehälter wie zum Beispiel jenes von Bundeskanzler Karl Nehammer. Ja, sehr geehrte Damen und Herren, das ist jener Bundeskanzler, der Sie die letzten Jahre knechten wollte und von dem nur ein Burgervideo übrig bleibt, wenn man es so zusammenfasst. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Dann gibt es weitere Regierungsmitglieder wie zum Beispiel den Herrn Vizekanzler neben mir mit 20 979 Euro, der auch Sportminister ist. (Abg. Pfurtscheller: Ihr könnts nichts als Neiddebatten führen, das ist euer Fehler!) Für die zu Hause, die es nicht glauben können: Ja, Vizekanzler Werner Kogler ist auch Sportminister. Für diese über 20 000 - - (Abg. Voglauer: Was soll das? Letztklassig! – Zwischenruf des Abg. Schwarz.) – Weil Sie die Zwischenrufe der Grünen, was das soll, vielleicht nicht hören: Irgendein Vorredner hat gerade von Vorbildfunktion gesprochen, sehr geehrte Damen und Herren; da darf man ja wohl auch darauf hinweisen, dass Herr Vizekanzler Kogler –selbst wenn man es nicht glauben kann – Sportminister in dieser Republik ist. (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei den Grünen: Letztklassig! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.)
Abg. Pfurtscheller: Ihr könnts nichts als Neiddebatten führen, das ist euer Fehler!
Da reden wir dann auch über Gehälter wie zum Beispiel jenes von Bundeskanzler Karl Nehammer. Ja, sehr geehrte Damen und Herren, das ist jener Bundeskanzler, der Sie die letzten Jahre knechten wollte und von dem nur ein Burgervideo übrig bleibt, wenn man es so zusammenfasst. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Dann gibt es weitere Regierungsmitglieder wie zum Beispiel den Herrn Vizekanzler neben mir mit 20 979 Euro, der auch Sportminister ist. (Abg. Pfurtscheller: Ihr könnts nichts als Neiddebatten führen, das ist euer Fehler!) Für die zu Hause, die es nicht glauben können: Ja, Vizekanzler Werner Kogler ist auch Sportminister. Für diese über 20 000 - - (Abg. Voglauer: Was soll das? Letztklassig! – Zwischenruf des Abg. Schwarz.) – Weil Sie die Zwischenrufe der Grünen, was das soll, vielleicht nicht hören: Irgendein Vorredner hat gerade von Vorbildfunktion gesprochen, sehr geehrte Damen und Herren; da darf man ja wohl auch darauf hinweisen, dass Herr Vizekanzler Kogler –selbst wenn man es nicht glauben kann – Sportminister in dieser Republik ist. (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei den Grünen: Letztklassig! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.)
Abg. Voglauer: Was soll das? Letztklassig! – Zwischenruf des Abg. Schwarz.
Da reden wir dann auch über Gehälter wie zum Beispiel jenes von Bundeskanzler Karl Nehammer. Ja, sehr geehrte Damen und Herren, das ist jener Bundeskanzler, der Sie die letzten Jahre knechten wollte und von dem nur ein Burgervideo übrig bleibt, wenn man es so zusammenfasst. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Dann gibt es weitere Regierungsmitglieder wie zum Beispiel den Herrn Vizekanzler neben mir mit 20 979 Euro, der auch Sportminister ist. (Abg. Pfurtscheller: Ihr könnts nichts als Neiddebatten führen, das ist euer Fehler!) Für die zu Hause, die es nicht glauben können: Ja, Vizekanzler Werner Kogler ist auch Sportminister. Für diese über 20 000 - - (Abg. Voglauer: Was soll das? Letztklassig! – Zwischenruf des Abg. Schwarz.) – Weil Sie die Zwischenrufe der Grünen, was das soll, vielleicht nicht hören: Irgendein Vorredner hat gerade von Vorbildfunktion gesprochen, sehr geehrte Damen und Herren; da darf man ja wohl auch darauf hinweisen, dass Herr Vizekanzler Kogler –selbst wenn man es nicht glauben kann – Sportminister in dieser Republik ist. (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei den Grünen: Letztklassig! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei den Grünen: Letztklassig! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.
Da reden wir dann auch über Gehälter wie zum Beispiel jenes von Bundeskanzler Karl Nehammer. Ja, sehr geehrte Damen und Herren, das ist jener Bundeskanzler, der Sie die letzten Jahre knechten wollte und von dem nur ein Burgervideo übrig bleibt, wenn man es so zusammenfasst. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Dann gibt es weitere Regierungsmitglieder wie zum Beispiel den Herrn Vizekanzler neben mir mit 20 979 Euro, der auch Sportminister ist. (Abg. Pfurtscheller: Ihr könnts nichts als Neiddebatten führen, das ist euer Fehler!) Für die zu Hause, die es nicht glauben können: Ja, Vizekanzler Werner Kogler ist auch Sportminister. Für diese über 20 000 - - (Abg. Voglauer: Was soll das? Letztklassig! – Zwischenruf des Abg. Schwarz.) – Weil Sie die Zwischenrufe der Grünen, was das soll, vielleicht nicht hören: Irgendein Vorredner hat gerade von Vorbildfunktion gesprochen, sehr geehrte Damen und Herren; da darf man ja wohl auch darauf hinweisen, dass Herr Vizekanzler Kogler –selbst wenn man es nicht glauben kann – Sportminister in dieser Republik ist. (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei den Grünen: Letztklassig! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.)
Abg. Stögmüller: 50 Prozent wollen die FPÖ auch nicht ... in der Bundesregierung!
sich dafür abfeiern lassen und bekommt dafür Applaus von der österreichischen Bevölkerung, übersieht aber, dass die Menschen draußen, die unter der Teuerung leiden, längst einen Schritt weiter sind. Über 70 Prozent – über 70 Prozent der Bevölkerung! – wollen Sie gar nicht mehr in dieser Bundesregierung haben. 70 Prozent stehen nicht mehr hinter dieser Bundesregierung. (Abg. Stögmüller: 50 Prozent wollen die FPÖ auch nicht ... in der Bundesregierung!)
Ruf bei der ÖVP: Sind gegen die FPÖ!
Sehr geehrte Damen und Herren, 70 Prozent der Bürger der Republik Österreich (Ruf bei der ÖVP: Sind gegen die FPÖ!) wollen nicht darüber diskutieren, ob es für Sie eine Nulllohnrunde oder eine Gehaltserhöhung gibt, die würden Ihnen gar kein Gehalt mehr bezahlen. Das Einzige, was Sie schützt, ist, dass Sie vor Neuwahlen davonlaufen, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, 70 Prozent der Bürger der Republik Österreich (Ruf bei der ÖVP: Sind gegen die FPÖ!) wollen nicht darüber diskutieren, ob es für Sie eine Nulllohnrunde oder eine Gehaltserhöhung gibt, die würden Ihnen gar kein Gehalt mehr bezahlen. Das Einzige, was Sie schützt, ist, dass Sie vor Neuwahlen davonlaufen, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Rössler: Was hat das mit dem Thema zu tun? – Abg. Michael Hammer: Schau nach Graz, wo ihr euch die Säcke vollstopft!
Das ist das Volksempfinden, das Empfinden der Volksseele, das draußen längst vorherrscht. Man will Ihnen gar nichts mehr bezahlen, da geht es nicht um eine Gehaltserhöhung oder eine Nulllohnrunde. (Abg. Rössler: Was hat das mit dem Thema zu tun? – Abg. Michael Hammer: Schau nach Graz, wo ihr euch die Säcke vollstopft!) Weil Sie aber den Hals nicht vollbekommen, bleiben Sie in Ihren Regierungsämtern sitzen, sowohl jene von der ÖVP-Fraktion als auch die Minister von den Grünen, der Vizekanzler und so weiter (Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen), und gleichzeitig verordnet man sich, weil man den Hals nicht vollbekommt, eine 5-prozentige Gehaltserhöhung – das hört sich im ersten Moment nicht so viel an – für alle Abgeordneten. (Abg. Voglauer: Die Svazek stört das nicht! – Abg. Disoski: Red mit deiner Parteikollegin! – Ruf bei den Grünen: Ihr kriegt den Hals nicht voll! Was ist in Salzburg?! – Rufe bei der ÖVP: Was ist in Salzburg?! – Anhaltende Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen
Das ist das Volksempfinden, das Empfinden der Volksseele, das draußen längst vorherrscht. Man will Ihnen gar nichts mehr bezahlen, da geht es nicht um eine Gehaltserhöhung oder eine Nulllohnrunde. (Abg. Rössler: Was hat das mit dem Thema zu tun? – Abg. Michael Hammer: Schau nach Graz, wo ihr euch die Säcke vollstopft!) Weil Sie aber den Hals nicht vollbekommen, bleiben Sie in Ihren Regierungsämtern sitzen, sowohl jene von der ÖVP-Fraktion als auch die Minister von den Grünen, der Vizekanzler und so weiter (Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen), und gleichzeitig verordnet man sich, weil man den Hals nicht vollbekommt, eine 5-prozentige Gehaltserhöhung – das hört sich im ersten Moment nicht so viel an – für alle Abgeordneten. (Abg. Voglauer: Die Svazek stört das nicht! – Abg. Disoski: Red mit deiner Parteikollegin! – Ruf bei den Grünen: Ihr kriegt den Hals nicht voll! Was ist in Salzburg?! – Rufe bei der ÖVP: Was ist in Salzburg?! – Anhaltende Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Voglauer: Die Svazek stört das nicht! – Abg. Disoski: Red mit deiner Parteikollegin! – Ruf bei den Grünen: Ihr kriegt den Hals nicht voll! Was ist in Salzburg?! – Rufe bei der ÖVP: Was ist in Salzburg?! – Anhaltende Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen.
Das ist das Volksempfinden, das Empfinden der Volksseele, das draußen längst vorherrscht. Man will Ihnen gar nichts mehr bezahlen, da geht es nicht um eine Gehaltserhöhung oder eine Nulllohnrunde. (Abg. Rössler: Was hat das mit dem Thema zu tun? – Abg. Michael Hammer: Schau nach Graz, wo ihr euch die Säcke vollstopft!) Weil Sie aber den Hals nicht vollbekommen, bleiben Sie in Ihren Regierungsämtern sitzen, sowohl jene von der ÖVP-Fraktion als auch die Minister von den Grünen, der Vizekanzler und so weiter (Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen), und gleichzeitig verordnet man sich, weil man den Hals nicht vollbekommt, eine 5-prozentige Gehaltserhöhung – das hört sich im ersten Moment nicht so viel an – für alle Abgeordneten. (Abg. Voglauer: Die Svazek stört das nicht! – Abg. Disoski: Red mit deiner Parteikollegin! – Ruf bei den Grünen: Ihr kriegt den Hals nicht voll! Was ist in Salzburg?! – Rufe bei der ÖVP: Was ist in Salzburg?! – Anhaltende Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Disoski: Was ist in Salzburg?!
Gehaltserhöhung kriegt. (Abg. Disoski: Was ist in Salzburg?!) Da reden wir aber nicht von 500 Euro.
Abg. Michael Hammer: Welche Freiheitlichen? Welche?
Das ist die Schieflage, die es in dieser Republik gibt. Das ist auch der Grund, warum wir Freiheitliche sagen (Abg. Michael Hammer: Welche Freiheitlichen? Welche?): Zeigen wir uns solidarisch, während die Menschen draußen unter der Teuerung leiden, und sagen wir auch, es braucht eine Nulllohnrunde für die Abgeordneten in diesem Haus (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Michael Hammer), weil 500 Euro auf 9 000 Euro obendrauf während einer Teuerungswelle einfach nur noch verrückt ist, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei den Grünen: Na, bitte! Lächerlich!)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Michael Hammer
Das ist die Schieflage, die es in dieser Republik gibt. Das ist auch der Grund, warum wir Freiheitliche sagen (Abg. Michael Hammer: Welche Freiheitlichen? Welche?): Zeigen wir uns solidarisch, während die Menschen draußen unter der Teuerung leiden, und sagen wir auch, es braucht eine Nulllohnrunde für die Abgeordneten in diesem Haus (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Michael Hammer), weil 500 Euro auf 9 000 Euro obendrauf während einer Teuerungswelle einfach nur noch verrückt ist, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei den Grünen: Na, bitte! Lächerlich!)
Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei den Grünen: Na, bitte! Lächerlich!
Das ist die Schieflage, die es in dieser Republik gibt. Das ist auch der Grund, warum wir Freiheitliche sagen (Abg. Michael Hammer: Welche Freiheitlichen? Welche?): Zeigen wir uns solidarisch, während die Menschen draußen unter der Teuerung leiden, und sagen wir auch, es braucht eine Nulllohnrunde für die Abgeordneten in diesem Haus (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Michael Hammer), weil 500 Euro auf 9 000 Euro obendrauf während einer Teuerungswelle einfach nur noch verrückt ist, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei den Grünen: Na, bitte! Lächerlich!)
Abg. Holzleitner: Zum Glück gibt es bei Ihnen in Niederösterreich die volle Erhöhung! – Zwischenruf der Abg. Disoski – Ruf bei den Grünen: Das reicht jetzt mit Ihrer Redezeit! – weitere Zwischenrufe bei den Grünen
Lassen Sie mich noch einen Satz dazu sagen, denn es ist nicht genug mit der Gehaltserhöhung (Abg. Holzleitner: Zum Glück gibt es bei Ihnen in Niederösterreich die volle Erhöhung! – Zwischenruf der Abg. Disoski – Ruf bei den Grünen: Das reicht jetzt mit Ihrer Redezeit! – weitere Zwischenrufe bei den Grünen) und dass Sie hier heraußen um Wertschätzung für sich selbst bitten: Sehr geehrte Damen und Herren, Sie müssten ja eigentlich selbst einmal auf die Idee kommen, sich zu fragen, wie weit sie es mit Ihrer Leistung gebracht haben, wenn Sie hier von diesem Rednerpult aus die Bevölkerung um Wertschätzung bitten müssen, weil Sie sie nicht mehr automatisch bekommen. (Ruf bei den Grünen: Ihr seid so peinlich!)
Ruf bei den Grünen: Ihr seid so peinlich!
Lassen Sie mich noch einen Satz dazu sagen, denn es ist nicht genug mit der Gehaltserhöhung (Abg. Holzleitner: Zum Glück gibt es bei Ihnen in Niederösterreich die volle Erhöhung! – Zwischenruf der Abg. Disoski – Ruf bei den Grünen: Das reicht jetzt mit Ihrer Redezeit! – weitere Zwischenrufe bei den Grünen) und dass Sie hier heraußen um Wertschätzung für sich selbst bitten: Sehr geehrte Damen und Herren, Sie müssten ja eigentlich selbst einmal auf die Idee kommen, sich zu fragen, wie weit sie es mit Ihrer Leistung gebracht haben, wenn Sie hier von diesem Rednerpult aus die Bevölkerung um Wertschätzung bitten müssen, weil Sie sie nicht mehr automatisch bekommen. (Ruf bei den Grünen: Ihr seid so peinlich!)
Abg. Holzleitner: So wie in Niederösterreich! – Zwischenrufe bei den Grünen.
Dann versuchen Sie auch noch etwas Zweites: Sie versuchen den Menschen einzureden – sowohl die Sozialdemokraten als auch die Österreichische Volkspartei und die Grünen –: Dort, in den Bundesländern, in denen die Freiheitlichen mitregieren, gibt es auch Gehaltserhöhungen! (Abg. Holzleitner: So wie in Niederösterreich! – Zwischenrufe bei den Grünen.) Das ist vollkommen richtig, aber die Menschen draußen haben längst durchschaut, warum das so ist (Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen): weil wir bei den Landtagswahlen erst den ersten Schritt gehen konnten. (Ruf bei den Grünen: ... 1,8 Millionen bei euch in der Steiermark irgendwo verschwunden!) Das heißt: Ja, wir sind Teil einer Regierung, aber als Juniorpartner. (Abg.
Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen
Dann versuchen Sie auch noch etwas Zweites: Sie versuchen den Menschen einzureden – sowohl die Sozialdemokraten als auch die Österreichische Volkspartei und die Grünen –: Dort, in den Bundesländern, in denen die Freiheitlichen mitregieren, gibt es auch Gehaltserhöhungen! (Abg. Holzleitner: So wie in Niederösterreich! – Zwischenrufe bei den Grünen.) Das ist vollkommen richtig, aber die Menschen draußen haben längst durchschaut, warum das so ist (Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen): weil wir bei den Landtagswahlen erst den ersten Schritt gehen konnten. (Ruf bei den Grünen: ... 1,8 Millionen bei euch in der Steiermark irgendwo verschwunden!) Das heißt: Ja, wir sind Teil einer Regierung, aber als Juniorpartner. (Abg.
Ruf bei den Grünen: ... 1,8 Millionen bei euch in der Steiermark irgendwo verschwunden!
Dann versuchen Sie auch noch etwas Zweites: Sie versuchen den Menschen einzureden – sowohl die Sozialdemokraten als auch die Österreichische Volkspartei und die Grünen –: Dort, in den Bundesländern, in denen die Freiheitlichen mitregieren, gibt es auch Gehaltserhöhungen! (Abg. Holzleitner: So wie in Niederösterreich! – Zwischenrufe bei den Grünen.) Das ist vollkommen richtig, aber die Menschen draußen haben längst durchschaut, warum das so ist (Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen): weil wir bei den Landtagswahlen erst den ersten Schritt gehen konnten. (Ruf bei den Grünen: ... 1,8 Millionen bei euch in der Steiermark irgendwo verschwunden!) Das heißt: Ja, wir sind Teil einer Regierung, aber als Juniorpartner. (Abg.
Abg. Holzleitner: Ich frage mich, wie viel Geld eigentlich der Kollege Schnedlitz hat!
Sehr geehrte Damen und Herren, ich glaube nicht, dass man dem „Standard“ vorwirft, dass er ein freiheitliches Blatt oder Ähnliches wäre, aber „Der Standard“ bringt es relativ gut auf den Punkt: Er schreibt darüber, dass es auch in Niederösterreich eine Gehaltserhöhung für Politiker gibt. (Abg. Holzleitner: Ich frage mich, wie viel Geld eigentlich der Kollege Schnedlitz hat!) Und Sie müssen gar nicht weiter als in die Unterüberschrift des Artikels hineinlesen: Die ÖVP will die Gehaltserhöhung, die „FPÖ wollte eine Nulllohnrunde“ in Niederösterreich, „konnte sich aber nicht durchsetzen“. (Beifall bei der FPÖ. – Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP sowie Zwischenrufe bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kollross.)
Beifall bei der FPÖ. – Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP sowie Zwischenrufe bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kollross.
Sehr geehrte Damen und Herren, ich glaube nicht, dass man dem „Standard“ vorwirft, dass er ein freiheitliches Blatt oder Ähnliches wäre, aber „Der Standard“ bringt es relativ gut auf den Punkt: Er schreibt darüber, dass es auch in Niederösterreich eine Gehaltserhöhung für Politiker gibt. (Abg. Holzleitner: Ich frage mich, wie viel Geld eigentlich der Kollege Schnedlitz hat!) Und Sie müssen gar nicht weiter als in die Unterüberschrift des Artikels hineinlesen: Die ÖVP will die Gehaltserhöhung, die „FPÖ wollte eine Nulllohnrunde“ in Niederösterreich, „konnte sich aber nicht durchsetzen“. (Beifall bei der FPÖ. – Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP sowie Zwischenrufe bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kollross.)
Zwischenruf des Abg. Scherak.
Da geht es nicht darum, sehr geehrte Damen und Herren, ob sich Klubobmann Kickl durchsetzen kann, es geht darum, dass man, damit es zu keiner Gehaltserhöhung kommt, eine Mehrheit herstellen muss – in den Landtagen wie auch hier herinnen. (Zwischenruf des Abg. Scherak.) Man muss auch in den Landtagen eine Mehrheit herstellen (Abg. Michael Hammer: Habts eh den Herrn Teufel dort, der soll es machen!), aber leider Gottes ist das mit dieser Österreichischen Volkspartei, was Nulllohnrunden für Abgeordnete betrifft, auch in den Landtagen nicht möglich.
Abg. Michael Hammer: Habts eh den Herrn Teufel dort, der soll es machen!
Da geht es nicht darum, sehr geehrte Damen und Herren, ob sich Klubobmann Kickl durchsetzen kann, es geht darum, dass man, damit es zu keiner Gehaltserhöhung kommt, eine Mehrheit herstellen muss – in den Landtagen wie auch hier herinnen. (Zwischenruf des Abg. Scherak.) Man muss auch in den Landtagen eine Mehrheit herstellen (Abg. Michael Hammer: Habts eh den Herrn Teufel dort, der soll es machen!), aber leider Gottes ist das mit dieser Österreichischen Volkspartei, was Nulllohnrunden für Abgeordnete betrifft, auch in den Landtagen nicht möglich.
Rufe bei der ÖVP: Oh! Ja, ja!
Genau deshalb, sehr geehrte Damen und Herren, vor allem zu Hause, ist es so wichtig, dass die Freiheitliche Partei auf Bundesebene den ersten Platz stellt, weil es eben immer ein Unterschied ist, ob man der Juniorpartner oder ob man der Seniorpartner ist. (Rufe bei der ÖVP: Oh! Ja, ja!) Und genau deshalb ist es wichtig, dass wir hier in diesem Land wieder die Führung übernehmen. Ich verspreche Ihnen, wir werden Sie dann nicht um Wertschätzung bitten, wir werden sie uns erarbeiten. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kollross.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kollross.
Genau deshalb, sehr geehrte Damen und Herren, vor allem zu Hause, ist es so wichtig, dass die Freiheitliche Partei auf Bundesebene den ersten Platz stellt, weil es eben immer ein Unterschied ist, ob man der Juniorpartner oder ob man der Seniorpartner ist. (Rufe bei der ÖVP: Oh! Ja, ja!) Und genau deshalb ist es wichtig, dass wir hier in diesem Land wieder die Führung übernehmen. Ich verspreche Ihnen, wir werden Sie dann nicht um Wertschätzung bitten, wir werden sie uns erarbeiten. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kollross.)
Abg. Michael Hammer: Da musst beim Chef antreten für die schlechte Rede!
Dann, sehr geehrte Damen und Herren, wird auch mit den Schildbürgerstreichen Schluss sein (Abg. Michael Hammer: Da musst beim Chef antreten für die schlechte Rede!), egal ob es ein goldenes Klavier ist oder ob es Fernsehbildschirme sind, die den Hintergrund des Bildschirmes abbilden. (Ruf bei der ÖVP: Der Wand, der Wand!) Dann wird auch mit der Gehaltsdiskussion in den Landtagen Schluss sein, ja, weil es wichtig ist, die Verantwortung so zu tragen, gerade während einer Teuerungskrise, dass es diese Diskussionen gar nicht gibt, sondern dass wir Politiker, egal ob im Nationalrat oder in den Landtagen, uns während der Teuerung mit der österreichischen Bevölkerung solidarisch zeigen. (Abg. Disoski: Ja, genau! – Abg. Holzleitner: Mit Nebeneinkünften von 8 000 bis 12 000 Euro, Herr Kollege, laut Transparenzliste!)
Ruf bei der ÖVP: Der Wand, der Wand!
Dann, sehr geehrte Damen und Herren, wird auch mit den Schildbürgerstreichen Schluss sein (Abg. Michael Hammer: Da musst beim Chef antreten für die schlechte Rede!), egal ob es ein goldenes Klavier ist oder ob es Fernsehbildschirme sind, die den Hintergrund des Bildschirmes abbilden. (Ruf bei der ÖVP: Der Wand, der Wand!) Dann wird auch mit der Gehaltsdiskussion in den Landtagen Schluss sein, ja, weil es wichtig ist, die Verantwortung so zu tragen, gerade während einer Teuerungskrise, dass es diese Diskussionen gar nicht gibt, sondern dass wir Politiker, egal ob im Nationalrat oder in den Landtagen, uns während der Teuerung mit der österreichischen Bevölkerung solidarisch zeigen. (Abg. Disoski: Ja, genau! – Abg. Holzleitner: Mit Nebeneinkünften von 8 000 bis 12 000 Euro, Herr Kollege, laut Transparenzliste!)
Abg. Disoski: Ja, genau! – Abg. Holzleitner: Mit Nebeneinkünften von 8 000 bis 12 000 Euro, Herr Kollege, laut Transparenzliste!
Dann, sehr geehrte Damen und Herren, wird auch mit den Schildbürgerstreichen Schluss sein (Abg. Michael Hammer: Da musst beim Chef antreten für die schlechte Rede!), egal ob es ein goldenes Klavier ist oder ob es Fernsehbildschirme sind, die den Hintergrund des Bildschirmes abbilden. (Ruf bei der ÖVP: Der Wand, der Wand!) Dann wird auch mit der Gehaltsdiskussion in den Landtagen Schluss sein, ja, weil es wichtig ist, die Verantwortung so zu tragen, gerade während einer Teuerungskrise, dass es diese Diskussionen gar nicht gibt, sondern dass wir Politiker, egal ob im Nationalrat oder in den Landtagen, uns während der Teuerung mit der österreichischen Bevölkerung solidarisch zeigen. (Abg. Disoski: Ja, genau! – Abg. Holzleitner: Mit Nebeneinkünften von 8 000 bis 12 000 Euro, Herr Kollege, laut Transparenzliste!)
Abg. Disoski: Na, das seid schon ihr!
Und dann, sehr geehrte Damen und Herren, wird die Wertschätzung auch wieder dort ankommen, wo sie hingehört, und das ist nicht beim Who’s who des politischen Versagens (Abg. Disoski: Na, das seid schon ihr!), egal ob im schwarzen Sektor, im grünen Sektor, im roten Sektor, wo man sich dann trotzdem eine Gehaltserhöhung gibt.
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei den Grünen. – Abg. Michael Hammer: Da gibt’s Prügel vom Chef für die schlechte Rede! – Rufe und Gegenrufe zwischen ÖVP, Grünen und FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren zu Hause, dann wird die Wertschätzung wieder bei Ihnen ankommen, dort, wo sie schlussendlich auch hingehört. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei den Grünen. – Abg. Michael Hammer: Da gibt’s Prügel vom Chef für die schlechte Rede! – Rufe und Gegenrufe zwischen ÖVP, Grünen und FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: ... euer Problem! – Abg. Belakowitsch: Müsste euer Hacker auch verzichten ...!
Es gibt einen Antrag der FPÖ zur Änderung der Bundesverfassung. Die Bundesverfassung soll geändert werden, weil sich Herr Kickl in der eigenen Partei nicht durchsetzt. So sollen wir hier beschließen, dass es in allen Landesregierungen in Österreich keine Gehaltserhöhungen gibt. (Ruf bei der FPÖ: ... euer Problem! – Abg. Belakowitsch: Müsste euer Hacker auch verzichten ...!) Das ist de facto die Entmündigung der Landtage. Ich frage mich, ob wir das hier tun sollen. Ich sage, das sollen wir hier nicht tun! (Abg. Kickl: Warum nicht? – Abg. Michael Hammer: Ah, er will die Landtage abschaffen, sehr gut! ...! – Zwischenruf der Abg. Steinacker.)
Abg. Kickl: Warum nicht? – Abg. Michael Hammer: Ah, er will die Landtage abschaffen, sehr gut! ...! – Zwischenruf der Abg. Steinacker.
Es gibt einen Antrag der FPÖ zur Änderung der Bundesverfassung. Die Bundesverfassung soll geändert werden, weil sich Herr Kickl in der eigenen Partei nicht durchsetzt. So sollen wir hier beschließen, dass es in allen Landesregierungen in Österreich keine Gehaltserhöhungen gibt. (Ruf bei der FPÖ: ... euer Problem! – Abg. Belakowitsch: Müsste euer Hacker auch verzichten ...!) Das ist de facto die Entmündigung der Landtage. Ich frage mich, ob wir das hier tun sollen. Ich sage, das sollen wir hier nicht tun! (Abg. Kickl: Warum nicht? – Abg. Michael Hammer: Ah, er will die Landtage abschaffen, sehr gut! ...! – Zwischenruf der Abg. Steinacker.)
Ruf bei den Grünen: Sänger!
Die Frage ist aber: Welcher moralische Aspekt steckt hinter dieser Politik? Und jetzt möchte ich Sie etwas fragen, Herr Kickl. Sie kennen wahrscheinlich Herrn Landbauer, FPÖ-Politiker, Regierungsmitglied (Ruf bei den Grünen: Sänger!), fette Gehaltserhöhung. Sie kennen Herrn Haimbuchner (Abg. Kickl – erheitert –: Das ist ja das Beste, das Kärntner Modell, das Kaiser-Modell!), FPÖ-Mitglied, Regierungsmitglied, fette, fette Gehaltserhöhung. Sie kennen Frau Svazek, FPÖ-Mitglied, Regierungsmitglied, fette Gehaltserhöhung. (Zwischenruf bei der FPÖ. Abg. Michael Hammer: Die ist im Übrigen ohne zu fragen nach Amerika geflogen!) Das ist FPÖ-Politik: In der Opposition das Blaue vom Himmel versprechen und in der Regierung den Hals nicht vollbekommen. Das ist FPÖ-Politik! (Beifall bei SPÖ und Grünen sowie des Abg. Gerstl. – Abg. Hafenecker: Hat der Herr Dornauer verzichtet?)
Abg. Kickl – erheitert –: Das ist ja das Beste, das Kärntner Modell, das Kaiser-Modell!
Die Frage ist aber: Welcher moralische Aspekt steckt hinter dieser Politik? Und jetzt möchte ich Sie etwas fragen, Herr Kickl. Sie kennen wahrscheinlich Herrn Landbauer, FPÖ-Politiker, Regierungsmitglied (Ruf bei den Grünen: Sänger!), fette Gehaltserhöhung. Sie kennen Herrn Haimbuchner (Abg. Kickl – erheitert –: Das ist ja das Beste, das Kärntner Modell, das Kaiser-Modell!), FPÖ-Mitglied, Regierungsmitglied, fette, fette Gehaltserhöhung. Sie kennen Frau Svazek, FPÖ-Mitglied, Regierungsmitglied, fette Gehaltserhöhung. (Zwischenruf bei der FPÖ. Abg. Michael Hammer: Die ist im Übrigen ohne zu fragen nach Amerika geflogen!) Das ist FPÖ-Politik: In der Opposition das Blaue vom Himmel versprechen und in der Regierung den Hals nicht vollbekommen. Das ist FPÖ-Politik! (Beifall bei SPÖ und Grünen sowie des Abg. Gerstl. – Abg. Hafenecker: Hat der Herr Dornauer verzichtet?)
Zwischenruf bei der FPÖ. Abg. Michael Hammer: Die ist im Übrigen ohne zu fragen nach Amerika geflogen!
Die Frage ist aber: Welcher moralische Aspekt steckt hinter dieser Politik? Und jetzt möchte ich Sie etwas fragen, Herr Kickl. Sie kennen wahrscheinlich Herrn Landbauer, FPÖ-Politiker, Regierungsmitglied (Ruf bei den Grünen: Sänger!), fette Gehaltserhöhung. Sie kennen Herrn Haimbuchner (Abg. Kickl – erheitert –: Das ist ja das Beste, das Kärntner Modell, das Kaiser-Modell!), FPÖ-Mitglied, Regierungsmitglied, fette, fette Gehaltserhöhung. Sie kennen Frau Svazek, FPÖ-Mitglied, Regierungsmitglied, fette Gehaltserhöhung. (Zwischenruf bei der FPÖ. Abg. Michael Hammer: Die ist im Übrigen ohne zu fragen nach Amerika geflogen!) Das ist FPÖ-Politik: In der Opposition das Blaue vom Himmel versprechen und in der Regierung den Hals nicht vollbekommen. Das ist FPÖ-Politik! (Beifall bei SPÖ und Grünen sowie des Abg. Gerstl. – Abg. Hafenecker: Hat der Herr Dornauer verzichtet?)
Beifall bei SPÖ und Grünen sowie des Abg. Gerstl. – Abg. Hafenecker: Hat der Herr Dornauer verzichtet?
Die Frage ist aber: Welcher moralische Aspekt steckt hinter dieser Politik? Und jetzt möchte ich Sie etwas fragen, Herr Kickl. Sie kennen wahrscheinlich Herrn Landbauer, FPÖ-Politiker, Regierungsmitglied (Ruf bei den Grünen: Sänger!), fette Gehaltserhöhung. Sie kennen Herrn Haimbuchner (Abg. Kickl – erheitert –: Das ist ja das Beste, das Kärntner Modell, das Kaiser-Modell!), FPÖ-Mitglied, Regierungsmitglied, fette, fette Gehaltserhöhung. Sie kennen Frau Svazek, FPÖ-Mitglied, Regierungsmitglied, fette Gehaltserhöhung. (Zwischenruf bei der FPÖ. Abg. Michael Hammer: Die ist im Übrigen ohne zu fragen nach Amerika geflogen!) Das ist FPÖ-Politik: In der Opposition das Blaue vom Himmel versprechen und in der Regierung den Hals nicht vollbekommen. Das ist FPÖ-Politik! (Beifall bei SPÖ und Grünen sowie des Abg. Gerstl. – Abg. Hafenecker: Hat der Herr Dornauer verzichtet?)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte eines sagen: Es kann doch nicht sein, dass das nicht auch bei den Handelsmitarbeiterinnen und -mitarbeitern möglich ist. (Beifall bei der SPÖ.) Die SPÖ steht auf jeden Fall hinter den Mitarbeiter:innen im Handel. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Martin Graf: Ich weiß nicht, warum er abgehalftert wurde!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Martin Graf: Ich weiß nicht, warum er abgehalftert wurde!
Ich möchte eines sagen: Es kann doch nicht sein, dass das nicht auch bei den Handelsmitarbeiterinnen und -mitarbeitern möglich ist. (Beifall bei der SPÖ.) Die SPÖ steht auf jeden Fall hinter den Mitarbeiter:innen im Handel. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Martin Graf: Ich weiß nicht, warum er abgehalftert wurde!)
Rufe bei der FPÖ: Was?!
Abgeordnete Dipl.-Ing. Olga Voglauer (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Spoštovana Visoka Hiša! (Rufe bei der FPÖ: Was?!) Wir reden zur Dienstrechts-Novelle, und anscheinend hat das mein Herr Vorredner, Herr Schnedlitz, irgendwie mit dem Sportbericht, der danach folgt, verwechselt. Da hätte nämlich Ihre Geschichte gut hineingepasst: Ihre Sporttaschen, die Sie dauernd mit Geld füllen, wenn Sie sich bei Ihren Parteikassen bedienen. (Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ. – Oh-Rufe bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ. – Oh-Rufe bei der FPÖ.
Abgeordnete Dipl.-Ing. Olga Voglauer (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Spoštovana Visoka Hiša! (Rufe bei der FPÖ: Was?!) Wir reden zur Dienstrechts-Novelle, und anscheinend hat das mein Herr Vorredner, Herr Schnedlitz, irgendwie mit dem Sportbericht, der danach folgt, verwechselt. Da hätte nämlich Ihre Geschichte gut hineingepasst: Ihre Sporttaschen, die Sie dauernd mit Geld füllen, wenn Sie sich bei Ihren Parteikassen bedienen. (Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ. – Oh-Rufe bei der FPÖ.)
Oh-Rufe bei der SPÖ.
Sie füllen Sporttaschen, bereichern sich selbst – das könnte man nämlich durchaus feststellen, wenn man Gutachten zur FPÖ Steiermark liest; gestern konnte man sich darüber gut informieren – und man merkt, dass Sie sich nicht hier herausstellen und darüber reden können, was es heißt, gute Politik zu machen; Herr Schnedlitz, schon gar nicht Sie, der Sie in der Einkommenskategorie 4 sind, das bedeutet, dass Sie Nebeneinkünfte von bis zu 12 000 Euro haben. (Oh-Rufe bei der SPÖ.) Sie stehen hier heraußen und wollen uns erklären, was die kleine Frau und der kleine Mann brauchen. (Rufe bei Grünen und
Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Stögmüller.
ÖVP: Ui, ui, ui! – Abg. Michael Hammer: Der kleine Mann!) Ich finde das wirklich letztklassig. (Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Stögmüller.)
Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ. – Abg. Amesbauer: Mimimi!
Reden wir über den Job von Politikerinnen und Politikern. Reden wir darüber, was Verantwortung heißt, reden wir darüber, was Wertschätzung heißt, was wertschätzende Politik ist. Wertschätzende Politik ist nicht, wenn man sich als FPÖ-Abgeordneter in Landtagen hinstellt und andere Landesrätinnen „herprügeln“ will. Das ist keine wertschätzende Politik! (Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ. – Abg. Amesbauer: Mimimi!)
Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ.
Es ist keine wertschätzende Politik, wenn man seine Messer und seine Scheren bei Parteiveranstaltungen schleifen lässt. All das ist nicht wertschätzend. (Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ.) Es ist schon gar nicht wertschätzend den nächsten Generationen gegenüber, wenn man sich bei den Taliban Informationen und sogar vielleicht noch einen Rat holt, wie man Politik in Österreich gestalten soll. Das ist keine wertschätzende Politik! (Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ.
Es ist keine wertschätzende Politik, wenn man seine Messer und seine Scheren bei Parteiveranstaltungen schleifen lässt. All das ist nicht wertschätzend. (Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ.) Es ist schon gar nicht wertschätzend den nächsten Generationen gegenüber, wenn man sich bei den Taliban Informationen und sogar vielleicht noch einen Rat holt, wie man Politik in Österreich gestalten soll. Das ist keine wertschätzende Politik! (Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Wertschätzende Politik, meine Damen und Herren, ist es, wenn man sich damit beschäftigt, wie unsere Zukunft ausschauen soll, wie Rahmenbedingungen verhandelt werden sollen. Das ist unsere Aufgabe. Sich mit den Rahmenbedingungen zu beschäftigen, heißt auch, jeden Tag Verantwortung zu tragen und das Amt einer Politikerin auch mit Demut zu erfüllen. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Ganz viele hier im Raum von den anderen Fraktionen tun das. Für diese Personen setzen wir uns ein, und deshalb sind auch Gehaltserhöhungen für Politikerinnen und Politiker etwas Normales, wenn man sein Amt so ausübt, nämlich in Demut und in Achtung und Wertschätzung der Bevölkerung. (Abg. Belakowitsch: Sie sind demütig?!) Sie tun das nicht, und Sie beweisen das jeden Tag aufs Neue. (Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Sie sind demütig?!
Wertschätzende Politik, meine Damen und Herren, ist es, wenn man sich damit beschäftigt, wie unsere Zukunft ausschauen soll, wie Rahmenbedingungen verhandelt werden sollen. Das ist unsere Aufgabe. Sich mit den Rahmenbedingungen zu beschäftigen, heißt auch, jeden Tag Verantwortung zu tragen und das Amt einer Politikerin auch mit Demut zu erfüllen. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Ganz viele hier im Raum von den anderen Fraktionen tun das. Für diese Personen setzen wir uns ein, und deshalb sind auch Gehaltserhöhungen für Politikerinnen und Politiker etwas Normales, wenn man sein Amt so ausübt, nämlich in Demut und in Achtung und Wertschätzung der Bevölkerung. (Abg. Belakowitsch: Sie sind demütig?!) Sie tun das nicht, und Sie beweisen das jeden Tag aufs Neue. (Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ.
Wertschätzende Politik, meine Damen und Herren, ist es, wenn man sich damit beschäftigt, wie unsere Zukunft ausschauen soll, wie Rahmenbedingungen verhandelt werden sollen. Das ist unsere Aufgabe. Sich mit den Rahmenbedingungen zu beschäftigen, heißt auch, jeden Tag Verantwortung zu tragen und das Amt einer Politikerin auch mit Demut zu erfüllen. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Ganz viele hier im Raum von den anderen Fraktionen tun das. Für diese Personen setzen wir uns ein, und deshalb sind auch Gehaltserhöhungen für Politikerinnen und Politiker etwas Normales, wenn man sein Amt so ausübt, nämlich in Demut und in Achtung und Wertschätzung der Bevölkerung. (Abg. Belakowitsch: Sie sind demütig?!) Sie tun das nicht, und Sie beweisen das jeden Tag aufs Neue. (Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ.)
Abg. Strasser: Jetzt kommt die Schnedlitz-Verteidigungsrede! Jetzt muss der Papa heraus!
Präsidentin Doris Bures: Nun ist Herr Klubobmann Herbert Kickl zu Wort gemeldet. – Bitte. (Abg. Strasser: Jetzt kommt die Schnedlitz-Verteidigungsrede! Jetzt muss der Papa heraus!)
Widerspruch bei Grünen, ÖVP und SPÖ.
Abgeordneter Herbert Kickl (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler, der verlängerte Arm der Ökofundamentalisten und der Klimaterroristen auf der Regierungsbank! (Widerspruch bei Grünen, ÖVP und SPÖ.) Hohes Haus!
Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Steinacker: Und einen Ordnungsruf!
Präsidentin Doris Bures: Herr Klubobmann, ich fordere Sie jetzt gleich zu Beginn Ihrer Rede, nach dem ersten Satz, zur Mäßigung auf und erteile Ihnen jetzt wieder das Wort. (Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Steinacker: Und einen Ordnungsruf!)
Zwischenrufe: Geh bitte! Sag einmal der Svazek die Wahrheit!
Abgeordneter Herbert Kickl (fortsetzend): Ich stelle fest, dass es immer schwieriger wird, in diesem Haus noch die Wahrheit zu sagen. (Zwischenrufe: Geh bitte! Sag einmal der Svazek die Wahrheit!) Nichts anderes habe ich zum Ausdruck gebracht, und Sie werden mich auch nicht davon abbringen. (Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.)
Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.
Abgeordneter Herbert Kickl (fortsetzend): Ich stelle fest, dass es immer schwieriger wird, in diesem Haus noch die Wahrheit zu sagen. (Zwischenrufe: Geh bitte! Sag einmal der Svazek die Wahrheit!) Nichts anderes habe ich zum Ausdruck gebracht, und Sie werden mich auch nicht davon abbringen. (Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich komme gleich zu den Politikergehältern. Da ist ja heute wieder allerhand Blödsinn verzapft worden, insbesondere vom Sektor der moralisch-politischen Verwahrlosung, vom Sektor der Österreichischen Volkspartei. Ich werde dann gleich darauf eingehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Gibt es die Krankheit überhaupt noch?!
Lassen Sie mich aber zunächst etwas anderes feststellen, denn ich finde es sehr, sehr auffällig und interessant, wenn ich da in diese Reihen blicke, in den schwarzen Sektor, in den rosaroten Sektor, zu den Grünen und zur sozialistischen Partei. Wissen Sie, ich habe gestern gelesen, und ich glaube, viele Leute in Österreich haben das auch gelesen, dass wir jetzt gerade, jetzt aktuell die größte Coronawelle haben, die es jemals in Österreich gegeben hat. (Ruf bei der ÖVP: Gibt es die Krankheit überhaupt noch?!) Das geht aus Abwassermessungen hervor. (Abg. Leichtfried: ... wieder Entwurmungsmittel austeilen?!)
Abg. Leichtfried: ... wieder Entwurmungsmittel austeilen?!
Lassen Sie mich aber zunächst etwas anderes feststellen, denn ich finde es sehr, sehr auffällig und interessant, wenn ich da in diese Reihen blicke, in den schwarzen Sektor, in den rosaroten Sektor, zu den Grünen und zur sozialistischen Partei. Wissen Sie, ich habe gestern gelesen, und ich glaube, viele Leute in Österreich haben das auch gelesen, dass wir jetzt gerade, jetzt aktuell die größte Coronawelle haben, die es jemals in Österreich gegeben hat. (Ruf bei der ÖVP: Gibt es die Krankheit überhaupt noch?!) Das geht aus Abwassermessungen hervor. (Abg. Leichtfried: ... wieder Entwurmungsmittel austeilen?!)
Abg. Disoski: Kommt jetzt das Entwurmungsmittel ...?!
Nie war diese Infektionszahl, die festgestellt wurde, größer als jetzt; und jetzt frage ich mich schon, meine Damen und Herren: Was ist denn da los, Kollege Wöginger? (Abg. Disoski: Kommt jetzt das Entwurmungsmittel ...?!) Was ist denn da los, Frau Maurer? Was ist denn da los, Herr Klubobmann Kucher? Keine Masken! (Abg. Berlakovich: Weil wir geimpft sind! – Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.) Keine Masken, keine Babyelefanten, keine gelockerte Sitzordnung, keine Plexiglaskonstruktionen! (Anhaltende Zwischenrufe bei Grünen, ÖVP und SPÖ.) Draußen vor der Tür keine Lockdowns, keine Massentestungen von Symptomlosen, keine Maskerade, keine Zwangsimpfung und so weiter und so weiter. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Steinacker: Zur Sache!) Was ist denn da los? Was ist denn da los?
Abg. Berlakovich: Weil wir geimpft sind! – Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.
Nie war diese Infektionszahl, die festgestellt wurde, größer als jetzt; und jetzt frage ich mich schon, meine Damen und Herren: Was ist denn da los, Kollege Wöginger? (Abg. Disoski: Kommt jetzt das Entwurmungsmittel ...?!) Was ist denn da los, Frau Maurer? Was ist denn da los, Herr Klubobmann Kucher? Keine Masken! (Abg. Berlakovich: Weil wir geimpft sind! – Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.) Keine Masken, keine Babyelefanten, keine gelockerte Sitzordnung, keine Plexiglaskonstruktionen! (Anhaltende Zwischenrufe bei Grünen, ÖVP und SPÖ.) Draußen vor der Tür keine Lockdowns, keine Massentestungen von Symptomlosen, keine Maskerade, keine Zwangsimpfung und so weiter und so weiter. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Steinacker: Zur Sache!) Was ist denn da los? Was ist denn da los?
Anhaltende Zwischenrufe bei Grünen, ÖVP und SPÖ.
Nie war diese Infektionszahl, die festgestellt wurde, größer als jetzt; und jetzt frage ich mich schon, meine Damen und Herren: Was ist denn da los, Kollege Wöginger? (Abg. Disoski: Kommt jetzt das Entwurmungsmittel ...?!) Was ist denn da los, Frau Maurer? Was ist denn da los, Herr Klubobmann Kucher? Keine Masken! (Abg. Berlakovich: Weil wir geimpft sind! – Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.) Keine Masken, keine Babyelefanten, keine gelockerte Sitzordnung, keine Plexiglaskonstruktionen! (Anhaltende Zwischenrufe bei Grünen, ÖVP und SPÖ.) Draußen vor der Tür keine Lockdowns, keine Massentestungen von Symptomlosen, keine Maskerade, keine Zwangsimpfung und so weiter und so weiter. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Steinacker: Zur Sache!) Was ist denn da los? Was ist denn da los?
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Steinacker: Zur Sache!
Nie war diese Infektionszahl, die festgestellt wurde, größer als jetzt; und jetzt frage ich mich schon, meine Damen und Herren: Was ist denn da los, Kollege Wöginger? (Abg. Disoski: Kommt jetzt das Entwurmungsmittel ...?!) Was ist denn da los, Frau Maurer? Was ist denn da los, Herr Klubobmann Kucher? Keine Masken! (Abg. Berlakovich: Weil wir geimpft sind! – Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.) Keine Masken, keine Babyelefanten, keine gelockerte Sitzordnung, keine Plexiglaskonstruktionen! (Anhaltende Zwischenrufe bei Grünen, ÖVP und SPÖ.) Draußen vor der Tür keine Lockdowns, keine Massentestungen von Symptomlosen, keine Maskerade, keine Zwangsimpfung und so weiter und so weiter. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Steinacker: Zur Sache!) Was ist denn da los? Was ist denn da los?
Ruf bei der SPÖ: Wir sind geimpft, Herr Kickl!
Sie sitzen alle da, die Coronahysteriker aus den letzten Jahren, als ob nichts wäre! (Ruf bei der SPÖ: Wir sind geimpft, Herr Kickl!) Haben Sie keine Angst, muss ich Sie fragen? Haben Sie diesmal keine Angst? Denn eines steht fest: Die Rahmenbedingungen sind jetzt genau die gleichen (Rufe bei der ÖVP: Nein! Immunisierung!), wir haben es immer noch mit diesem Virus zu tun, das Sie vor zwei Jahren dazu gebracht hat, dieses Land in einen Ausnahmezustand zu führen und die eigene Bevölkerung einzusperren, zu traktieren und psychoterroristisch zu bearbeiten! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: Das ist schon psychisch!)
Rufe bei der ÖVP: Nein! Immunisierung!
Sie sitzen alle da, die Coronahysteriker aus den letzten Jahren, als ob nichts wäre! (Ruf bei der SPÖ: Wir sind geimpft, Herr Kickl!) Haben Sie keine Angst, muss ich Sie fragen? Haben Sie diesmal keine Angst? Denn eines steht fest: Die Rahmenbedingungen sind jetzt genau die gleichen (Rufe bei der ÖVP: Nein! Immunisierung!), wir haben es immer noch mit diesem Virus zu tun, das Sie vor zwei Jahren dazu gebracht hat, dieses Land in einen Ausnahmezustand zu führen und die eigene Bevölkerung einzusperren, zu traktieren und psychoterroristisch zu bearbeiten! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: Das ist schon psychisch!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: Das ist schon psychisch!
Sie sitzen alle da, die Coronahysteriker aus den letzten Jahren, als ob nichts wäre! (Ruf bei der SPÖ: Wir sind geimpft, Herr Kickl!) Haben Sie keine Angst, muss ich Sie fragen? Haben Sie diesmal keine Angst? Denn eines steht fest: Die Rahmenbedingungen sind jetzt genau die gleichen (Rufe bei der ÖVP: Nein! Immunisierung!), wir haben es immer noch mit diesem Virus zu tun, das Sie vor zwei Jahren dazu gebracht hat, dieses Land in einen Ausnahmezustand zu führen und die eigene Bevölkerung einzusperren, zu traktieren und psychoterroristisch zu bearbeiten! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: Das ist schon psychisch!)
Beifall bei der FPÖ – Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ
Abgeordneter Herbert Kickl (fortsetzend): Ich spreche zur Sache. Ich bin bei der Begründung, warum das jetzt so ist und warum es damals anders war: Der einzige Grund, warum das jetzt anders ist, ist eine starke Freiheitliche Partei (Beifall bei der FPÖ – Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ), die Ihnen im Schulterschluss mit der österreichischen Bevölkerung das Handwerk gelegt hat und die in dieser Sache genau das Gleiche wieder tun würde. (Abg. Michael Hammer: Das
Beifall und Bravorufe bei der FPÖ.
ist eine Diagnose, bist du narrisch!) Wir haben recht behalten, und Sie haben unrecht behalten. (Beifall und Bravorufe bei der FPÖ.)
Abg. Michael Hammer: So wie der Herr Schnedlitz! Der Herr Hofer kriegt auch das Gleiche!
Das ist der Punkt. Und jetzt legen wir dieses Modell einfach auf andere Bereiche um. Wir haben bei Corona recht behalten, Sie haben unrecht. Wir haben recht, wenn wir sagen, dass es unanständig und unhaltbar ist, wenn Nationalratspräsident Sobotka, der sage und schreibe 14 Mal im Jahr 20 000 Euro verdient (Abg. Michael Hammer: So wie der Herr Schnedlitz! Der Herr Hofer kriegt auch das Gleiche!), sich dort oben festklebt; Sie haben unrecht, wenn Sie ihm den Rücken stärken. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist der Punkt. Und jetzt legen wir dieses Modell einfach auf andere Bereiche um. Wir haben bei Corona recht behalten, Sie haben unrecht. Wir haben recht, wenn wir sagen, dass es unanständig und unhaltbar ist, wenn Nationalratspräsident Sobotka, der sage und schreibe 14 Mal im Jahr 20 000 Euro verdient (Abg. Michael Hammer: So wie der Herr Schnedlitz! Der Herr Hofer kriegt auch das Gleiche!), sich dort oben festklebt; Sie haben unrecht, wenn Sie ihm den Rücken stärken. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Holt ihn herein, der ist ja krank!
Wir haben recht, wenn wir sagen, dass es in Zeiten der Teuerungswelle, die von Ihnen herbeigeführt wurde, von Ihrer verantwortungslosen Politik, Stichwort Russlandsanktionen, Stichwort Ökokommunismus, den Sie über das Land ausrollen (Abg. Michael Hammer: Holt ihn herein, der ist ja krank!), dass es - -
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.
Präsidentin Doris Bures: Herr Klubobmann Kickl, ich mache Sie noch einmal darauf aufmerksam: Wir sind bei Tagesordnungspunkt 1, Dienstrechts-Novelle, und Tagesordnungspunkt 2, Bundesbezügegesetz, daher erteile ich Ihnen jetzt einen Ruf zur Sache und ersuche Sie, zu diesen beiden Punkten zu sprechen. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: Genau, dann haben sie dich ausgepfiffen, die Eigenen!
Abgeordneter Herbert Kickl (fortsetzend): - - vor diesem Hintergrund angebracht ist, eine Nulllohnrunde für die Spitzenpolitiker, und zwar nicht nur auf Bundesebene, sondern auch auf Landesebene, umzusetzen. Auch da haben wir recht und Sie haben unrecht! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: Genau, dann haben sie dich ausgepfiffen, die Eigenen!)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Auf jeden Fall hat er dann die Initiative ergriffen und gesagt: Wir brauchen eine Nulllohnrunde, aber nur auf Bundesebene! – Das heißt: für ungefähr 30 Personen. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Wo wir laut Modell der Regierung nicht hingreifen, das sind die Länder, und Länder bedeutet nichts anderes als sechsmal schwarze Landeshauptleute und dreimal rote Landeshauptleute. Länder bedeutet nichts anderes als sechsmal ÖVP als Mehrheitspartei und dreimal SPÖ als Mehrheitspartei. Dort will er nicht hingreifen. Deshalb haben ich und die Freiheitliche Partei gesagt: Das kann es ja bitte nicht sein! (Abg. Haubner: Schrei nicht so!) Das muss ja für alle gelten, auch in den Ländern! (Abg. Disoski: Ja, was ist in Ihren eigenen? Haben Sie Ihre Leute nicht im Griff, Herr Kickl?) Die Gehälter, von denen wir reden, die haben ja die gleiche Höhe wie die Gehälter auf Bundesebene, die Sie jetzt nicht erhöhen wollen.
Abg. Haubner: Schrei nicht so!
Auf jeden Fall hat er dann die Initiative ergriffen und gesagt: Wir brauchen eine Nulllohnrunde, aber nur auf Bundesebene! – Das heißt: für ungefähr 30 Personen. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Wo wir laut Modell der Regierung nicht hingreifen, das sind die Länder, und Länder bedeutet nichts anderes als sechsmal schwarze Landeshauptleute und dreimal rote Landeshauptleute. Länder bedeutet nichts anderes als sechsmal ÖVP als Mehrheitspartei und dreimal SPÖ als Mehrheitspartei. Dort will er nicht hingreifen. Deshalb haben ich und die Freiheitliche Partei gesagt: Das kann es ja bitte nicht sein! (Abg. Haubner: Schrei nicht so!) Das muss ja für alle gelten, auch in den Ländern! (Abg. Disoski: Ja, was ist in Ihren eigenen? Haben Sie Ihre Leute nicht im Griff, Herr Kickl?) Die Gehälter, von denen wir reden, die haben ja die gleiche Höhe wie die Gehälter auf Bundesebene, die Sie jetzt nicht erhöhen wollen.
Abg. Disoski: Ja, was ist in Ihren eigenen? Haben Sie Ihre Leute nicht im Griff, Herr Kickl?
Auf jeden Fall hat er dann die Initiative ergriffen und gesagt: Wir brauchen eine Nulllohnrunde, aber nur auf Bundesebene! – Das heißt: für ungefähr 30 Personen. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Wo wir laut Modell der Regierung nicht hingreifen, das sind die Länder, und Länder bedeutet nichts anderes als sechsmal schwarze Landeshauptleute und dreimal rote Landeshauptleute. Länder bedeutet nichts anderes als sechsmal ÖVP als Mehrheitspartei und dreimal SPÖ als Mehrheitspartei. Dort will er nicht hingreifen. Deshalb haben ich und die Freiheitliche Partei gesagt: Das kann es ja bitte nicht sein! (Abg. Haubner: Schrei nicht so!) Das muss ja für alle gelten, auch in den Ländern! (Abg. Disoski: Ja, was ist in Ihren eigenen? Haben Sie Ihre Leute nicht im Griff, Herr Kickl?) Die Gehälter, von denen wir reden, die haben ja die gleiche Höhe wie die Gehälter auf Bundesebene, die Sie jetzt nicht erhöhen wollen.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: Da wird der Haimbuchner klatschen daheim!
Es sind die gleichen Summen Steuergeld, die in den Ländern wie im Bund ausgezahlt werden, die Gehälter sind dort also gleich hoch: 15 000 Euro im Monat, 14-mal im Jahr, und das Ganze in den Ländern noch für einen kleineren Verantwortungsbereich, als das auf Bundesebene der Fall ist. Deswegen ist es ja nur logisch, diese Nulllohnrunde auch auf diesen Bereich auszuweiten. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: Da wird der Haimbuchner klatschen daheim!)
Abg. Holzleitner: Was verdient denn der Haimbuchner?
Damit Sie es verstehen: Der Herr Vizekanzler hier verdient ungefähr 21 000 Euro 14-mal im Jahr. (Abg. Holzleitner: Was verdient denn der Haimbuchner?) Der erste Nationalratspräsident verdient ungefähr 20 000 Euro 14-mal im Jahr. (Abg. Steinacker: Das ist nicht der erste, das ist der Präsident! – Abg. Stögmüller: Wie viel verdient denn der Herr Klubobmann? Wie viel verdient der Herr Klubobmann
Abg. Stögmüller: Was verdienen denn Sie? Was verdient Herr Hofer?
Kickl?) Ein Minister verdient ungefähr 19 000 Euro 14-mal im Jahr. Sie alle bekommen keine Gehaltserhöhung, und das ist gut so, das unterstützen wir. (Abg. Stögmüller: Was verdienen denn Sie? Was verdient Herr Hofer?)
Abg. Kollross: Weil es die FPÖ beschlossen hat! Darum kriegen die das!
Warum aber bekommt ein Landeshauptmann, der auch 19 000 Euro im Monat verdient, eine Gehaltserhöhung? (Abg. Kollross: Weil es die FPÖ beschlossen hat! Darum kriegen die das!) Das ist nicht logisch und das ist auch nicht zu Ende gedacht. Deswegen wehren wir uns dagegen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Warum aber bekommt ein Landeshauptmann, der auch 19 000 Euro im Monat verdient, eine Gehaltserhöhung? (Abg. Kollross: Weil es die FPÖ beschlossen hat! Darum kriegen die das!) Das ist nicht logisch und das ist auch nicht zu Ende gedacht. Deswegen wehren wir uns dagegen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kollross: Landbauer! – Abg. Disoski: Gilt das für blaue Landespolitiker auch?
Oder ein anderes Beispiel: Ein Staatssekretär verdient etwa 17 100 Euro 14-mal im Jahr. Für ihn gilt eine Nulllohnrunde, aber für Landesräte, die 17 000 Euro im Monat verdienen – und es gibt ganz, ganz viele Landesräte in den einzelnen Bundesländern –, gibt es keine Nulllohnrunde, auch nicht für Landeshauptmannstellvertreter, die 18 000 Euro im Monat verdienen, das Ganze 14-mal im Jahr. (Abg. Kollross: Landbauer! – Abg. Disoski: Gilt das für blaue Landespolitiker auch?) Das ist nicht logisch und das ist nicht zu Ende gedacht. (Zwischenruf der Abg. Tomaselli. – Ruf bei der ÖVP: Das ist eine Idiotie!)
Zwischenruf der Abg. Tomaselli. – Ruf bei der ÖVP: Das ist eine Idiotie!
Oder ein anderes Beispiel: Ein Staatssekretär verdient etwa 17 100 Euro 14-mal im Jahr. Für ihn gilt eine Nulllohnrunde, aber für Landesräte, die 17 000 Euro im Monat verdienen – und es gibt ganz, ganz viele Landesräte in den einzelnen Bundesländern –, gibt es keine Nulllohnrunde, auch nicht für Landeshauptmannstellvertreter, die 18 000 Euro im Monat verdienen, das Ganze 14-mal im Jahr. (Abg. Kollross: Landbauer! – Abg. Disoski: Gilt das für blaue Landespolitiker auch?) Das ist nicht logisch und das ist nicht zu Ende gedacht. (Zwischenruf der Abg. Tomaselli. – Ruf bei der ÖVP: Das ist eine Idiotie!)
Abg. Kollross: Wegen der FPÖ!
Jetzt stellt sich die Frage: Bitte schön, warum gibt es keine Nulllohnrunde für die Spitzenpolitiker in den Ländern? Das ist doch die Frage. (Abg. Kollross: Wegen der FPÖ!) Die Antwort ist ganz einfach: Weil schwarze und rote Landeshauptleute – und andere gibt es nicht in dieser Republik – das nicht wollen (Abg. Stögmüller: Svazek! Landbauer! Stadträte in Wien! Die hackeln nicht einmal was in Wien! – weitere Zwischenrufe bei Grünen und ÖVP), deshalb gibt es das nicht. Das ist der einzige Grund dafür. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Stögmüller: Svazek! Landbauer! Stadträte in Wien! Die hackeln nicht einmal was in Wien! – weitere Zwischenrufe bei Grünen und ÖVP
Jetzt stellt sich die Frage: Bitte schön, warum gibt es keine Nulllohnrunde für die Spitzenpolitiker in den Ländern? Das ist doch die Frage. (Abg. Kollross: Wegen der FPÖ!) Die Antwort ist ganz einfach: Weil schwarze und rote Landeshauptleute – und andere gibt es nicht in dieser Republik – das nicht wollen (Abg. Stögmüller: Svazek! Landbauer! Stadträte in Wien! Die hackeln nicht einmal was in Wien! – weitere Zwischenrufe bei Grünen und ÖVP), deshalb gibt es das nicht. Das ist der einzige Grund dafür. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Jetzt stellt sich die Frage: Bitte schön, warum gibt es keine Nulllohnrunde für die Spitzenpolitiker in den Ländern? Das ist doch die Frage. (Abg. Kollross: Wegen der FPÖ!) Die Antwort ist ganz einfach: Weil schwarze und rote Landeshauptleute – und andere gibt es nicht in dieser Republik – das nicht wollen (Abg. Stögmüller: Svazek! Landbauer! Stadträte in Wien! Die hackeln nicht einmal was in Wien! – weitere Zwischenrufe bei Grünen und ÖVP), deshalb gibt es das nicht. Das ist der einzige Grund dafür. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Steinacker: Ja, wir sind noch immer für Föderalismus!
Ich habe heute in der Debatte auch gehört: Ja, das ist ein Wahnsinn, Kickl setzt sich in der eigenen Partei nicht durch! – Das ist jetzt die übliche Tatsachenverdreherei, wie wir sie von der ÖVP kennen. Wenn die Schwarzen etwas sagen, muss man immer das Gegenteil nehmen, dann passt es. Richtig ist ganz etwas anderes: Ihr Herr Nehammer setzt sich nicht durch, weil ihm nämlich sechs seiner Landeshauptleute, allesamt Schwarze, mit seiner Nulllohnrunde etwas pfeifen und auf ihre Gehaltserhöhung bestehen und das in den Landesregierungen durchsetzen. Das ist die Wirklichkeit! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Steinacker: Ja, wir sind noch immer für Föderalismus!) Der Parteiobmann setzt sich bei den Landeshauptleuten nicht durch, die ihn am Parteitag zu 100 Prozent gewählt haben. Was ist denn das für ein Bundeskanzler?! – Deswegen haben wir diese Erhöhung. (Ruf bei der ÖVP: Was ist denn das für ein Parteiobmann der FPÖ?! – Abg. Michael Hammer: Du hast ja nur drei Würschtel, die du ziehen müsstest!)
Ruf bei der ÖVP: Was ist denn das für ein Parteiobmann der FPÖ?! – Abg. Michael Hammer: Du hast ja nur drei Würschtel, die du ziehen müsstest!
Ich habe heute in der Debatte auch gehört: Ja, das ist ein Wahnsinn, Kickl setzt sich in der eigenen Partei nicht durch! – Das ist jetzt die übliche Tatsachenverdreherei, wie wir sie von der ÖVP kennen. Wenn die Schwarzen etwas sagen, muss man immer das Gegenteil nehmen, dann passt es. Richtig ist ganz etwas anderes: Ihr Herr Nehammer setzt sich nicht durch, weil ihm nämlich sechs seiner Landeshauptleute, allesamt Schwarze, mit seiner Nulllohnrunde etwas pfeifen und auf ihre Gehaltserhöhung bestehen und das in den Landesregierungen durchsetzen. Das ist die Wirklichkeit! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Steinacker: Ja, wir sind noch immer für Föderalismus!) Der Parteiobmann setzt sich bei den Landeshauptleuten nicht durch, die ihn am Parteitag zu 100 Prozent gewählt haben. Was ist denn das für ein Bundeskanzler?! – Deswegen haben wir diese Erhöhung. (Ruf bei der ÖVP: Was ist denn das für ein Parteiobmann der FPÖ?! – Abg. Michael Hammer: Du hast ja nur drei Würschtel, die du ziehen müsstest!)
Abg. Disoski: Establishment seid ihr, oder? Systempartei!
Ja, wir stellen auch Mitglieder von Landesregierungen. (Abg. Disoski: Establishment seid ihr, oder? Systempartei!) In drei Fällen gibt es eine Zusammenarbeit mit der Österreichischen Volkspartei, aber leider sind wir in allen diesen Fällen der kleinere Partner. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wir haben es probiert, aber die ÖVP ist nicht dazu zu bewegen, auf Landesebene eine Nulllohnrunde durchzuführen. (Beifall bei der FPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen. – Ruf bei der FPÖ: Klatscht ein wenig! Der kleine Bruder!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ja, wir stellen auch Mitglieder von Landesregierungen. (Abg. Disoski: Establishment seid ihr, oder? Systempartei!) In drei Fällen gibt es eine Zusammenarbeit mit der Österreichischen Volkspartei, aber leider sind wir in allen diesen Fällen der kleinere Partner. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wir haben es probiert, aber die ÖVP ist nicht dazu zu bewegen, auf Landesebene eine Nulllohnrunde durchzuführen. (Beifall bei der FPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen. – Ruf bei der FPÖ: Klatscht ein wenig! Der kleine Bruder!)
Beifall bei der FPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen. – Ruf bei der FPÖ: Klatscht ein wenig! Der kleine Bruder!
Ja, wir stellen auch Mitglieder von Landesregierungen. (Abg. Disoski: Establishment seid ihr, oder? Systempartei!) In drei Fällen gibt es eine Zusammenarbeit mit der Österreichischen Volkspartei, aber leider sind wir in allen diesen Fällen der kleinere Partner. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wir haben es probiert, aber die ÖVP ist nicht dazu zu bewegen, auf Landesebene eine Nulllohnrunde durchzuführen. (Beifall bei der FPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen. – Ruf bei der FPÖ: Klatscht ein wenig! Der kleine Bruder!)
Abg. Michael Hammer: Jetzt gebt ihr euch der Lächerlichkeit preis!
Es fehlt das Verantwortungsbewusstsein, es fehlt das Gespür, es fehlt die Empathie. Das geht alles auf die schwarze Kappe und auf sonst gar keine. (Abg. Michael Hammer: Jetzt gebt ihr euch der Lächerlichkeit preis!)
Abg. Michael Hammer: Das Zweite und das Dritte!
Jetzt sage ich Ihnen eines (Abg. Michael Hammer: Das Zweite und das Dritte!): Ich bin ja fast froh darüber, dass Sie hergehen und sagen, ich könne mich nicht durchsetzen, denn daraus leitet sich ja ab, dass Sie sich wünschen, dass ich mich durchsetze, sonst macht ja Ihre Argumentation keinen Sinn. (Ruf bei der ÖVP: Jetzt wird es kompliziert!) Und wenn Sie sich wünschen, dass ich mich durchsetze, dann lässt das ja nur eine logische Schlussfolgerung zu, dass nämlich die Freiheitliche Partei bei den nächsten Wahlen sowohl in den Bundesländern als
Ruf bei der ÖVP: Jetzt wird es kompliziert!
Jetzt sage ich Ihnen eines (Abg. Michael Hammer: Das Zweite und das Dritte!): Ich bin ja fast froh darüber, dass Sie hergehen und sagen, ich könne mich nicht durchsetzen, denn daraus leitet sich ja ab, dass Sie sich wünschen, dass ich mich durchsetze, sonst macht ja Ihre Argumentation keinen Sinn. (Ruf bei der ÖVP: Jetzt wird es kompliziert!) Und wenn Sie sich wünschen, dass ich mich durchsetze, dann lässt das ja nur eine logische Schlussfolgerung zu, dass nämlich die Freiheitliche Partei bei den nächsten Wahlen sowohl in den Bundesländern als
Ruf bei der ÖVP: Die Rede ist im Sinkflug!
auch im Nationalrat die erste Position einnimmt und die jeweiligen Regierungen führt. (Ruf bei der ÖVP: Die Rede ist im Sinkflug!) Dann gibt es solche unmoralischen Verhandlungen und solche unmoralischen Erhöhungen nicht mehr. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
auch im Nationalrat die erste Position einnimmt und die jeweiligen Regierungen führt. (Ruf bei der ÖVP: Die Rede ist im Sinkflug!) Dann gibt es solche unmoralischen Verhandlungen und solche unmoralischen Erhöhungen nicht mehr. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: Das kannst du auf dem Schaukelpferd weiter träumen!
Ich bin ja regelrecht dankbar für Ihre Wahlempfehlung. Also liebe Österreicherinnen und Österreicher, bitte aufschreiben: Die ÖVP wünscht sich, dass ich mich durchsetze. Das heißt nichts anderes als: Die ÖVP wünscht sich einen freiheitlichen Volkskanzler. – Gut so. Danke für die Wahlempfehlung! (Beifall bei der FPÖ. – Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: Das kannst du auf dem Schaukelpferd weiter träumen!)
Abg. Voglauer: Wer war denn der letzte Volkskanzler?
Jetzt noch etwas zur Erklärung für die Menschen zu Hause: Es wäre ganz, ganz einfach. Dieser Nationalrat, in der Zusammensetzung, wie er hier und heute beieinander ist, könnte in der nächsten Minute das alles regeln. (Abg. Voglauer: Wer war denn der letzte Volkskanzler?) Wir könnten hier heute alle miteinander die Entscheidung treffen, dass es eine Nulllohnrunde nicht nur für die 30 Politiker auf Bundesebene, sondern auch für die, die auf Landesebene gleich viel kassieren, gibt. Das liegt nur in der Entscheidung dieses Hauses. Wir können die Länder fragen, aber wir müssen die Länder nicht fragen. Wir tun das auch in vielen anderen Bereichen nicht. (Ruf bei der ÖVP: Ja, in eurer Partei!)
Ruf bei der ÖVP: Ja, in eurer Partei!
Jetzt noch etwas zur Erklärung für die Menschen zu Hause: Es wäre ganz, ganz einfach. Dieser Nationalrat, in der Zusammensetzung, wie er hier und heute beieinander ist, könnte in der nächsten Minute das alles regeln. (Abg. Voglauer: Wer war denn der letzte Volkskanzler?) Wir könnten hier heute alle miteinander die Entscheidung treffen, dass es eine Nulllohnrunde nicht nur für die 30 Politiker auf Bundesebene, sondern auch für die, die auf Landesebene gleich viel kassieren, gibt. Das liegt nur in der Entscheidung dieses Hauses. Wir können die Länder fragen, aber wir müssen die Länder nicht fragen. Wir tun das auch in vielen anderen Bereichen nicht. (Ruf bei der ÖVP: Ja, in eurer Partei!)
Ruf bei der ÖVP: Ich hab dir eh gesagt, wo du angerennt bist! – Abg. Schwarz: Das glaubt dir ja keiner, wenn du die eigene Landesrätin nicht davon überzeugen kannst!
Wenn der Nationalrat es will, dann können wir heute hier dieses Gesetz beschließen, und das gilt dann für alle Spitzenverdiener in den Ländern, ja, für unsere Landeshauptmannstellvertreter und Landesräte, aber auch für Ihre, für die Schwarzen, für die Roten, für die Rosaroten und für die Grünen. (Ruf bei der ÖVP: Ich hab dir eh gesagt, wo du angerennt bist! – Abg. Schwarz: Das glaubt dir ja keiner, wenn du die eigene Landesrätin nicht davon überzeugen kannst!) Wir sind dazu bereit, und jetzt bin ich gespannt, ob Sie dazu bereit sind. Jetzt bin ich gespannt, ob Sie auch dazu bereit sind. (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Ein sehr schwacher Applaus! – Abg. Schwarz: Klär das im Parteivorstand!) Es ist ganz einfach zu regeln.
Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Ein sehr schwacher Applaus! – Abg. Schwarz: Klär das im Parteivorstand!
Wenn der Nationalrat es will, dann können wir heute hier dieses Gesetz beschließen, und das gilt dann für alle Spitzenverdiener in den Ländern, ja, für unsere Landeshauptmannstellvertreter und Landesräte, aber auch für Ihre, für die Schwarzen, für die Roten, für die Rosaroten und für die Grünen. (Ruf bei der ÖVP: Ich hab dir eh gesagt, wo du angerennt bist! – Abg. Schwarz: Das glaubt dir ja keiner, wenn du die eigene Landesrätin nicht davon überzeugen kannst!) Wir sind dazu bereit, und jetzt bin ich gespannt, ob Sie dazu bereit sind. Jetzt bin ich gespannt, ob Sie auch dazu bereit sind. (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Ein sehr schwacher Applaus! – Abg. Schwarz: Klär das im Parteivorstand!) Es ist ganz einfach zu regeln.
Beifall und Bravorufe bei der FPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Herbert Kickl, der Volkskanzler! – Abg. Voglauer: Bitte, Sie sind nicht im Bierzelt! – Abg. Leichtfried: Die Rede war noch schlechter als vom Loacker! Das musst du einmal zusammenbringen! – Abg. Michael Hammer: Er erklärt die Partei zu einer Faschingstruppe mit so einer Rede!
Jetzt, meine Damen und Herren, werden Sie es sehen, denn wir kommen dann gleich zur Abstimmung: Es wird genau so nicht sein. Es ist so, dass wir diesen Antrag schon im Ausschuss eingebracht haben. Die Fraktionen, die sagen, ich soll mich durchsetzen, die in Wahrheit aber gar nicht wollen, dass ich mich durchsetze, werden ihn auch hier wieder ablehnen. So gesehen werden Sie merken, dass die Ablehnung dieses Antrags, der tatsächlich Gerechtigkeit herstellen würde und der ein wichtiges Signal für die Bevölkerung wäre, durch die ÖVP, durch die Grünen, möglicherweise durch die NEOS und durch die Sozialdemokratie nichts anderes als eine weitere Wahlempfehlung für die Freiheitliche Partei und für einen Volkskanzler Kickl ist. (Beifall und Bravorufe bei der FPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Herbert Kickl, der Volkskanzler! – Abg. Voglauer: Bitte, Sie sind nicht im Bierzelt! – Abg. Leichtfried: Die Rede war noch schlechter als vom Loacker! Das musst du einmal zusammenbringen! – Abg. Michael Hammer: Er erklärt die Partei zu einer Faschingstruppe mit so einer Rede!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Abgeordneter Michel Reimon, MBA (Grüne): Herr Klubobmann Kickl, das gehört jetzt fürs Protokoll nochmals hervorgehoben: Es hat sich so noch nie in dieser Zweiten Republik ein Parteichef hierhergestellt und seinen eigenen Parteimitgliedern in den Bundesländern, den Landeshauptmannstellvertretern und so weiter, erklärt, dass sie gierige, unfähige – ich weiß nicht was – Versager sind. Das gehört ja wirklich festgehalten. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.
Sie richten Ihren eigenen Leuten aus, dass sie Steigbügelhalter der ÖVP sind und nicht fähig sind, ihre eigenen Gehälter zu machen. Ich meine, wer soll je in einem Land wieder die FPÖ wählen, wenn der eigene Parteichef sagt, dass sie unfähige Nudeln sind?! (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.) Das ist großartig!
Abg. Kickl: Stimmen Sie einfach zu!
Es wundert mich ja gerade bei Ihnen, denn Sie haben noch nie etwas anderes als Partei gemacht. Sie sollten ja wissen, wie eine Partei tickt und wie das geht. Sie stellen sich hierher und wollen der Vertreter des Volkes sein?! Sie, der Sie noch nie einen Tag in der Privatwirtschaft gehackelt haben, mit einem abgebrochenen Philosophiestudium, und dann 30 Jahre in der Politik nur Geld vom Steuerzahler kassiert haben – und dann stellen Sie sich hin und sagen: Wir sind für das Volk, ich bin für das Volk da! (Abg. Kickl: Stimmen Sie einfach zu!)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich sage Ihnen etwas: Ich habe 20 Jahre in der Privatwirtschaft gearbeitet, in meiner Familie sind Installateure, Elektriker, so etwas. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Keiner von denen hat auch nur irgendetwas von dem, was Sie da tun. Sie verdienen 17 000 Euro, und kein Elektriker, kein Installateur in diesem Land hat irgendetwas von Ihrer Pseudopolitik. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich sage Ihnen etwas: Ich habe 20 Jahre in der Privatwirtschaft gearbeitet, in meiner Familie sind Installateure, Elektriker, so etwas. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Keiner von denen hat auch nur irgendetwas von dem, was Sie da tun. Sie verdienen 17 000 Euro, und kein Elektriker, kein Installateur in diesem Land hat irgendetwas von Ihrer Pseudopolitik. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Sie hätten Ihr Philosophiestudium abschließen sollen, dann würde der Blödsinn wenigstens ein bisschen gescheiter klingen. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich möchte mich auch bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im öffentlichen Dienst bedanken, sei es im Bereich der Sicherheit, sei es im Bereich der Verwaltung, sei es im Bereich der Lehrerinnen und Lehrer, auch in den Landesdiensten bis hin zu den Bezirkshauptmannschaften. Wir können uns auf unseren öffentlichen Dienst in allen Bereichen verlassen, und das ist keine Selbstverständlichkeit, meine Damen und Herren. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Kickl: Na, dass du nichts verstehst, das beweist du jeden Tag!
Zum Zweiten, Herr Kollege Kickl: Das war ja jetzt sozusagen das zur Schau gestellte Scheitern eines Parteiobmannes. (Abg. Kickl: Na, dass du nichts verstehst, das beweist du jeden Tag!) Du stellst dich hierher und beklagst, dass in den Bundesländern Gehaltserhöhungen bei Politikerinnen und Politikern vorgenommen werden, und stellst dich als der arme, kleine Herbert Kickl dar, der dem gar nicht entgegenwirken kann.
Abg. Scherak: Da sollte man nicht stolz darauf sein!
Meine Damen und Herren, was ist denn die Realität? – Die FPÖ regiert in drei Bundesländern mit uns: in Oberösterreich und seit Kurzem auch in Niederösterreich und in Salzburg. (Abg. Scherak: Da sollte man nicht stolz darauf sein!) Dort gibt es Landeshauptmann-, Landeshauptfraustellvertreter, die sich natürlich auch Gehaltserhöhungen gönnen, in der Höhe von 4,85 Prozent – das ist die Empfehlung, die wir aussprechen: nicht die 9,7 sondern die 4,85 Prozent –, und in Niederösterreich, dort wo Herr Teufel Klubobmann und sozusagen die rechte Hand Kickls ist, machen sie es gleich wie die Kärntner. Da sagen sie: Wir warten ein halbes Jahr (Abg. Kickl: Wer ist denn dort Landeshauptfrau?) – das heißt, die Menschen doppelt für dumm zu verkaufen –, und dann geben wir uns als Landeshauptfraustellvertreter Udo Landbauer mit seinen zwei Landesrät:innen im Gepäck 9,7 Prozent. (Abg. Kickl: Wer hat denn dieses Modell erfunden? Deine ÖAAB-Partie!)
Abg. Kickl: Wer ist denn dort Landeshauptfrau?
Meine Damen und Herren, was ist denn die Realität? – Die FPÖ regiert in drei Bundesländern mit uns: in Oberösterreich und seit Kurzem auch in Niederösterreich und in Salzburg. (Abg. Scherak: Da sollte man nicht stolz darauf sein!) Dort gibt es Landeshauptmann-, Landeshauptfraustellvertreter, die sich natürlich auch Gehaltserhöhungen gönnen, in der Höhe von 4,85 Prozent – das ist die Empfehlung, die wir aussprechen: nicht die 9,7 sondern die 4,85 Prozent –, und in Niederösterreich, dort wo Herr Teufel Klubobmann und sozusagen die rechte Hand Kickls ist, machen sie es gleich wie die Kärntner. Da sagen sie: Wir warten ein halbes Jahr (Abg. Kickl: Wer ist denn dort Landeshauptfrau?) – das heißt, die Menschen doppelt für dumm zu verkaufen –, und dann geben wir uns als Landeshauptfraustellvertreter Udo Landbauer mit seinen zwei Landesrät:innen im Gepäck 9,7 Prozent. (Abg. Kickl: Wer hat denn dieses Modell erfunden? Deine ÖAAB-Partie!)
Abg. Kickl: Wer hat denn dieses Modell erfunden? Deine ÖAAB-Partie!
Meine Damen und Herren, was ist denn die Realität? – Die FPÖ regiert in drei Bundesländern mit uns: in Oberösterreich und seit Kurzem auch in Niederösterreich und in Salzburg. (Abg. Scherak: Da sollte man nicht stolz darauf sein!) Dort gibt es Landeshauptmann-, Landeshauptfraustellvertreter, die sich natürlich auch Gehaltserhöhungen gönnen, in der Höhe von 4,85 Prozent – das ist die Empfehlung, die wir aussprechen: nicht die 9,7 sondern die 4,85 Prozent –, und in Niederösterreich, dort wo Herr Teufel Klubobmann und sozusagen die rechte Hand Kickls ist, machen sie es gleich wie die Kärntner. Da sagen sie: Wir warten ein halbes Jahr (Abg. Kickl: Wer ist denn dort Landeshauptfrau?) – das heißt, die Menschen doppelt für dumm zu verkaufen –, und dann geben wir uns als Landeshauptfraustellvertreter Udo Landbauer mit seinen zwei Landesrät:innen im Gepäck 9,7 Prozent. (Abg. Kickl: Wer hat denn dieses Modell erfunden? Deine ÖAAB-Partie!)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Meine Damen und Herren, das geht sich in keiner Welt aus: sich hierherzustellen, eine Nulllohnrunde einzufordern, und in den Ländern geben Sie sich ab Mitte des Jahres 9,7 Prozent. (Beifall bei ÖVP und Grünen.) Das ist einfach verkehrt, falsch, und es ist typisch FPÖ.
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen
Wissen Sie, was eigentlich die ganze Diskussion ist? – Es ist eine leidige Diskussion, und ich finde es schade für die Politikerinnen und Politiker, auch für uns als gewählte Abgeordnete. Genau solche Reden, Herr Kollege Kickl – Schnedlitz hat sowieso den Vogel abgeschossen –, führen dazu (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen), dass es keine Achtung, keinen Respekt mehr vor diesem Hohen Haus gibt, wenn es solche Politiker wie Sie gibt, die nur hetzen und die Menschen vor sich hertreiben. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Schnedlitz. – Abg. Kickl: Nein! ... Sobotka ...!)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Schnedlitz. – Abg. Kickl: Nein! ... Sobotka ...!
Wissen Sie, was eigentlich die ganze Diskussion ist? – Es ist eine leidige Diskussion, und ich finde es schade für die Politikerinnen und Politiker, auch für uns als gewählte Abgeordnete. Genau solche Reden, Herr Kollege Kickl – Schnedlitz hat sowieso den Vogel abgeschossen –, führen dazu (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen), dass es keine Achtung, keinen Respekt mehr vor diesem Hohen Haus gibt, wenn es solche Politiker wie Sie gibt, die nur hetzen und die Menschen vor sich hertreiben. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Schnedlitz. – Abg. Kickl: Nein! ... Sobotka ...!)
Abg. Kickl: Wenn du das Vertrauen wiederherstellen willst, dann zieht einmal euren Präsidenten ab!
Noch ein Wort: Frau Präsidentin, es sei mir gestattet, ein paar Sätze nicht nur zu den Politikergehältern, sondern auch zu Corona zu sagen. (Abg. Kickl: Wenn du das Vertrauen wiederherstellen willst, dann zieht einmal euren Präsidenten ab!) Wissen Sie, was Sie getan haben? – Sie haben das Volk aufgehetzt, nachdem Sie den ersten Lockdown als Erster gefordert haben. Die sind mit Aluhüten und Gummistiefeln herumgerannt, weil sie geglaubt haben (Abg. Amesbauer: Macht nur weiter so! Nur weiter so!), dass die Regierung etwas herunterspritzt und es aus den Kanaldeckeln herausstinkt. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Abg. Amesbauer: Macht nur weiter so! Nur weiter so!
Noch ein Wort: Frau Präsidentin, es sei mir gestattet, ein paar Sätze nicht nur zu den Politikergehältern, sondern auch zu Corona zu sagen. (Abg. Kickl: Wenn du das Vertrauen wiederherstellen willst, dann zieht einmal euren Präsidenten ab!) Wissen Sie, was Sie getan haben? – Sie haben das Volk aufgehetzt, nachdem Sie den ersten Lockdown als Erster gefordert haben. Die sind mit Aluhüten und Gummistiefeln herumgerannt, weil sie geglaubt haben (Abg. Amesbauer: Macht nur weiter so! Nur weiter so!), dass die Regierung etwas herunterspritzt und es aus den Kanaldeckeln herausstinkt. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Noch ein Wort: Frau Präsidentin, es sei mir gestattet, ein paar Sätze nicht nur zu den Politikergehältern, sondern auch zu Corona zu sagen. (Abg. Kickl: Wenn du das Vertrauen wiederherstellen willst, dann zieht einmal euren Präsidenten ab!) Wissen Sie, was Sie getan haben? – Sie haben das Volk aufgehetzt, nachdem Sie den ersten Lockdown als Erster gefordert haben. Die sind mit Aluhüten und Gummistiefeln herumgerannt, weil sie geglaubt haben (Abg. Amesbauer: Macht nur weiter so! Nur weiter so!), dass die Regierung etwas herunterspritzt und es aus den Kanaldeckeln herausstinkt. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Amesbauer.
Das haben Sie getan: das Volk entzweit, aufgehetzt, vor sich hergetrieben, und die Verantwortung, Herr Kollege Kickl, haben Sie nicht übergenommen. Die haben Sie auch nicht übergenommen, als Sie Innenminister waren. Da hat es die Rösser, die Teppiche gegeben, und Sie haben den Verfassungsschutz zerstört, aber wahrgenommen haben Sie Ihre Aufgabe nicht. Wir haben heute bessere Zahlen im Asylbereich als zu der Zeit, als Sie Innenminister waren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Amesbauer.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Lausch
Meine Damen und Herren, Frau Svazek fliegt jetzt mit ihrer Gehaltserhöhung mit Vilimsky im Gepäck zu Herrn Trump zur Gala (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Lausch), und Mölzer und Hübner waren bei den Taliban. Also ich bin auch dagegen, dass es Gehaltserhöhungen für diese Politikerinnen und Politiker gibt.
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Eines sei Ihnen gesagt: Die 16 000 Euro, die Sie verdienen, sind bei Weitem zu viel, Herr Kollege Kickl. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Zur Dienstrechts-Novelle!
Die Rede, die du da gehalten hast, hättest du besser in den eigenen Parteigremien gehalten. (Abg. Belakowitsch: Zur Dienstrechts-Novelle!) Du stellst dich hin und stempelst die eigenen Regierungsmitglieder in Oberösterreich, Niederösterreich und Salzburg zu Hascherln ab. Du tust so, als hätten sich Frau Svazek, Herr Haimbuchner und Herr Landbauer nicht dagegen wehren können, dass die ÖVP ihnen Geld gibt. – Das wäre schon in der Verantwortung der FPÖ gewesen. Die Hand vor Ort in den Bundesländern aufzuhalten und hier große Reden zu halten: Das geht nicht zusammen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Die Rede, die du da gehalten hast, hättest du besser in den eigenen Parteigremien gehalten. (Abg. Belakowitsch: Zur Dienstrechts-Novelle!) Du stellst dich hin und stempelst die eigenen Regierungsmitglieder in Oberösterreich, Niederösterreich und Salzburg zu Hascherln ab. Du tust so, als hätten sich Frau Svazek, Herr Haimbuchner und Herr Landbauer nicht dagegen wehren können, dass die ÖVP ihnen Geld gibt. – Das wäre schon in der Verantwortung der FPÖ gewesen. Die Hand vor Ort in den Bundesländern aufzuhalten und hier große Reden zu halten: Das geht nicht zusammen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
hat. Es war die FPÖ, die sich jahrelang bedient hat, als die Kasse für die eigenen Leute gefüllt worden ist. Es sind ja nicht nur der Champagner, der Whirlpool, die Penthousewohnung in Wien, die Villa in Niederösterreich bezahlt worden. Da warst du Generalsekretär, Herbert Kickl. Entweder hast du es nicht mitbekommen oder es war in Ordnung, als sich deine Leute die Taschen gefüllt haben. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Abg. Kickl: Freu dich auf die Unterstützung, wenn wir die Mehrheit haben! Ich werde euch alle erinnern!
Das geht so in dieser Frage nicht. Wenn man hier große Reden schwingt, wäre es gut, in der eigenen Partei ein bisschen Respekt zu kriegen. (Abg. Kickl: Freu dich auf die Unterstützung, wenn wir die Mehrheit haben! Ich werde euch alle erinnern!) Du wirst ja wohl in der Lage sein, dich bei Herrn Haimbuchner, Frau Svazek und Herrn Landbauer durchzusetzen. Tu nicht so, als wären das Hascherln, die nicht in der Lage sind, sich zu wehren!
Abg. Kickl: Alles, was jenseits der Gesundheitspolitik ist, ist ein Schmarren!
Wenn wir vom Politapparat reden: Der Minister, der es geschafft hat, den eigenen Politapparat am meisten aufzublasen, war Innenminister Herbert Kickl. Es kann jeder nachschauen, wie damals die Kabinettskosten explodiert sind. Da hat Geld keine Rolle gespielt, da sind alle in einer Partie bedient worden (Abg. Kickl: Alles, was jenseits der Gesundheitspolitik ist, ist ein Schmarren!), da hast du genügend Geld gehabt und deine eigenen Leute versorgt. Da ist ja Karner
Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
heute fast ein Sparefroh im Vergleich zu dir. Das kann man Gott sei Dank alles nachlesen. Also rede nicht groß vom kleinen Mann und von Sparsamkeit, wenn du so viel Butter am Kopf hast! (Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Michael Hammer: Der zweite 20 000-Euro-Mann, der ...!
Präsidentin Doris Bures: Nun ist Herr Abgeordneter Christian Hafenecker zu Wort gemeldet. – Bitte. (Abg. Michael Hammer: Der zweite 20 000-Euro-Mann, der ...!)
Abg. Disoski: Na, Sie reden jetzt zur Sache, oder?
Abgeordneter Christian Hafenecker, MA (FPÖ): Frau Präsidentin, ich bin heute ein bisschen ob Ihrer Spruchpraxis am Präsidium überrascht. Herrn Klubobmann Kickl haben Sie immer zur Sache gerufen. Wenn ich mir aber angehört habe, was Frau Voglauer da fabuliert hat – die leidet noch immer unter der Landtagswahl, bei der ihr alle Kärntner ausgerichtet haben, dass sie die Grünen gar nicht brauchen –, wenn ich mir angehört habe, was Herr Gerstl vorhin verzapft hat und was Klubobmann Wöginger zum Besten geben durfte, vermisse ich doch eine gewisse Äquidistanz, Frau Präsidentin. (Abg. Disoski: Na, Sie reden jetzt zur Sache, oder?) Das muss ich Ihnen von hier aus auch einmal sagen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Christian Hafenecker, MA (FPÖ): Frau Präsidentin, ich bin heute ein bisschen ob Ihrer Spruchpraxis am Präsidium überrascht. Herrn Klubobmann Kickl haben Sie immer zur Sache gerufen. Wenn ich mir aber angehört habe, was Frau Voglauer da fabuliert hat – die leidet noch immer unter der Landtagswahl, bei der ihr alle Kärntner ausgerichtet haben, dass sie die Grünen gar nicht brauchen –, wenn ich mir angehört habe, was Herr Gerstl vorhin verzapft hat und was Klubobmann Wöginger zum Besten geben durfte, vermisse ich doch eine gewisse Äquidistanz, Frau Präsidentin. (Abg. Disoski: Na, Sie reden jetzt zur Sache, oder?) Das muss ich Ihnen von hier aus auch einmal sagen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Voglauer: Nein!
Es zeigt sich aber eines: Das, was Klubobmann Kickl vorhin gesagt hat, stimmt doch vollkommen. (Abg. Voglauer: Nein!) Sie wissen ja gar nicht, wo Sie hinschauen sollen, wenn ich mich zu Ihnen drehe. Sie sind doch die Abzocker der Nation, Sie sind doch die, die es zu verantworten haben, dass wir die Inflation
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Michael Hammer. – Ruf bei der ÖVP: Ein glühender Applaus bei der FPÖ!
in dem Ausmaß haben, in dem wir sie haben. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Michael Hammer. – Ruf bei der ÖVP: Ein glühender Applaus bei der FPÖ!)
Abg. Voglauer: Eine schlechte Rede ist das! – Abg. Disoski: Eine sehr schlechte Rede!
Die Grünen werden wir aushalten – die werden halt wieder einmal aus dem Parlament ausziehen –, aber die Sozialdemokratie macht überall mit, in Wien macht man mit, die ÖVP hat die eigenen Landeshauptleute nicht im Griff, die stopfen sich die Taschen voll. (Abg. Voglauer: Eine schlechte Rede ist das! – Abg. Disoski: Eine sehr schlechte Rede!) Vorhin hat eine Kollegin in der letzten Reihe der ÖVP herumgeschrien, es sei ein Wahnsinn und warum wir da überhaupt über das Gehalt reden können. – Das ist Ihre Einstellung zum Geld. Sie denken nur an die Scheine, die Sie ohnehin auch sonst überall ausleiten. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: Fragt einmal den Herrn Kassegger, wo die Scheine in Graz sind!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: Fragt einmal den Herrn Kassegger, wo die Scheine in Graz sind!
Die Grünen werden wir aushalten – die werden halt wieder einmal aus dem Parlament ausziehen –, aber die Sozialdemokratie macht überall mit, in Wien macht man mit, die ÖVP hat die eigenen Landeshauptleute nicht im Griff, die stopfen sich die Taschen voll. (Abg. Voglauer: Eine schlechte Rede ist das! – Abg. Disoski: Eine sehr schlechte Rede!) Vorhin hat eine Kollegin in der letzten Reihe der ÖVP herumgeschrien, es sei ein Wahnsinn und warum wir da überhaupt über das Gehalt reden können. – Das ist Ihre Einstellung zum Geld. Sie denken nur an die Scheine, die Sie ohnehin auch sonst überall ausleiten. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: Fragt einmal den Herrn Kassegger, wo die Scheine in Graz sind!)
Abg. Disoski: Erzähl das dem Kunasek!
Das ist übrigens auch das Problem, wegen dem wir seit drei Jahren mit Untersuchungsausschüssen beschäftigt sind, in denen wir genau diese Praxis seitens der ÖVP untersuchen. (Abg. Disoski: Erzähl das dem Kunasek!) Das ist doch das, angesichts dessen man sich denkt – und das ist das, was draußen übrig bleibt –, die ÖVP bekommt den Hals nicht voll. Sie schauen auch sonst, dass Sie aus den Ministerien Abermillionen an Geldern ausleiten. Gleichzeitig lässt man den Grünen bei Ministerin Gewessler einen Budgetkuchen von 1,6 Milliarden Euro zur privaten Verfügung übrig. Das ist die Politik, die Sie machen und bei der Sie in den Bundesländern auch noch schauen, dass das dann alles passt.
Beifall bei der FPÖ.
In diesem Sinne freue auch ich mich schon auf Neuwahlen und einen Volkskanzler Herbert Kickl. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Dr. Christian Stocker (ÖVP): Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen hier im Haus! Frau Präsidentin! Verehrte Zuseherinnen und Zuseher, die diese Sitzung hier verfolgen! Also Herr Klubobmann Kickl, so wortreich muss man nicht zugeben, dass man ein schlechtes Gewissen und eigentlich unrecht hat. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Kickl: Meine Güte! Der schwarze Flohzirkus!
Dass Sie Ihre Partei nicht im Griff haben, ist nicht mein Problem. Sie können versichert sein (Abg. Kickl: Meine Güte! Der schwarze Flohzirkus!), uns geht es nicht darum, dass Sie sich durchsetzen. Da geht es nicht um Durchsetzung bei Ihnen, sondern es geht um Absetzung. Nur damit wir uns richtig verstehen: Das will die Volkspartei! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Dass Sie Ihre Partei nicht im Griff haben, ist nicht mein Problem. Sie können versichert sein (Abg. Kickl: Meine Güte! Der schwarze Flohzirkus!), uns geht es nicht darum, dass Sie sich durchsetzen. Da geht es nicht um Durchsetzung bei Ihnen, sondern es geht um Absetzung. Nur damit wir uns richtig verstehen: Das will die Volkspartei! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Amesbauer: Was habt ihr für ein gestörtes Verhältnis zum ...?
Wenn wir aber jetzt hören, dass die FPÖ für eine Nulllohnrunde ist, dann sage ich: Welche Partei ist das denn? – Es ist die Partei, die das Bargeld im Kofferraum spazieren führt oder den Goldschatz in der Alpenhütte versteckt. Ja, vielleicht haben Sie es nicht notwendig (Abg. Amesbauer: Was habt ihr für ein gestörtes Verhältnis zum ...?), ein paar Prozent mehr oder weniger zu bekommen. (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Es ist aber auch die Partei – da bin ich schon sehr neugierig, was in Graz bei den Ermittlungen herauskommt –, die ja im
Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wenn wir aber jetzt hören, dass die FPÖ für eine Nulllohnrunde ist, dann sage ich: Welche Partei ist das denn? – Es ist die Partei, die das Bargeld im Kofferraum spazieren führt oder den Goldschatz in der Alpenhütte versteckt. Ja, vielleicht haben Sie es nicht notwendig (Abg. Amesbauer: Was habt ihr für ein gestörtes Verhältnis zum ...?), ein paar Prozent mehr oder weniger zu bekommen. (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Es ist aber auch die Partei – da bin ich schon sehr neugierig, was in Graz bei den Ermittlungen herauskommt –, die ja im
Abg. Kickl: Aber ich glaube, am Freitag steht wer anderer vor Gericht, oder?
Verdacht steht, dass sie sich Steuergeld so einsteckt. (Abg. Kickl: Aber ich glaube, am Freitag steht wer anderer vor Gericht, oder?) Die braucht ja keine Gehaltserhöhung, die macht das vermutlich auf eine ganz andere Art. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Verdacht steht, dass sie sich Steuergeld so einsteckt. (Abg. Kickl: Aber ich glaube, am Freitag steht wer anderer vor Gericht, oder?) Die braucht ja keine Gehaltserhöhung, die macht das vermutlich auf eine ganz andere Art. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Kickl: Wer sitzt denn am Freitag vor Gericht?
Es gilt natürlich für alle Betroffenen die Unschuldsvermutung. (Abg. Kickl: Wer sitzt denn am Freitag vor Gericht?) Aber wie heißt es so schön? – Ein Gschmäckle hat’s schon, was Sie hier bieten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Es gilt natürlich für alle Betroffenen die Unschuldsvermutung. (Abg. Kickl: Wer sitzt denn am Freitag vor Gericht?) Aber wie heißt es so schön? – Ein Gschmäckle hat’s schon, was Sie hier bieten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Gruppe aus der Steiermark, nämlich die SPÖ Frauen Steiermark, hier im Parlament herzlich willkommen heißen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Es braucht nämlich, wenn wir da weiterkommen wollen, die enge Kooperation zwischen Ihnen, dem Bildungsministerium, dem Gesundheitsministerium und dem Finanzministerium, denn das sind am Ende die, die ganz am Schluss von einer aktiven Jugend und Gesellschaft profitieren, und das auch finanziell. (Beifall bei der SPÖ.) Dann brauchen wir nicht mehr über das Geld und die Ausgaben für ein Gesundheitssystem zu sprechen.
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Das liest sich auf den ersten Blick nicht schlecht, wenn man aber bedenkt, dass wir in Österreich rund 10 000 Kindergärten und Schulen haben und unter Sportminister Hans Peter Doskozil im Schuljahr 2016/17 bereits 180 Pflichtschulen nur im Burgenland am Projekt Tägliche Bewegungseinheit teilgenommen haben, dann müssen Sie sich auch eingestehen, dass wir da immer noch in den Kinderschuhen stecken. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher nochmals mein Appell: Wir brauchen da mehr, da geht mehr, und vor allem geht das auch schneller. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Steger: Steht auch im Sportbericht?
Abgeordneter Lukas Hammer (Grüne): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Sportminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Vor wenigen Stunden ist die 28. Weltklimakonferenz zu Ende gegangen – und zwar mit einer Einigung auf eine Abkehr von fossilen Energien, die von den fast 200 anwesenden Staaten einstimmig angenommen wurde. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Steger: Steht auch im Sportbericht?) – Ich komme gleich dazu, Frau Kollegin. Natürlich ist es aus meiner Sicht und aus Sicht des Klimaschutzes zu spät und zu wenig, es gibt zu viele Schlupflöcher, aber gerade, wenn ich in Richtung FPÖ schaue: Wir müssen schon anerkennen, dass es ein einstimmiger Beschluss zum Klimaschutz ist, den wir so in diesem Parlament nicht zustande bringen würden.
Abg. Steger: Haben Sie zu wenig Redezeit, dass Sie jetzt dazu reden müssen?
Frau Kollegin, Sie von der FPÖ runzeln die Stirn (Abg. Steger: Haben Sie zu wenig Redezeit, dass Sie jetzt dazu reden müssen?) natürlich immer, wenn es um Klimaschutz geht. Was hat das mit dem Sport zu tun? – Ganz ehrlich, in einem Wintersportland hat das schon sehr viel mit uns zu tun (Abg. Steger: Ah, Sie wollen Skifahren abschaffen, jetzt weiß ich’s!), wie es denn um den Klimaschutz bestellt ist. (Zwischenruf des Abg. Brückl.) Es hat etwas damit zu tun, ob wir weiterhin Ski fahren, auf zugefrorenen Teichen Eishockey spielen und langlaufen können, ob diese Sportarten in Österreich und auf der ganzen Welt überhaupt eine Zukunft haben, sehr verehrte Damen und Herren.
Abg. Steger: Ah, Sie wollen Skifahren abschaffen, jetzt weiß ich’s!
Frau Kollegin, Sie von der FPÖ runzeln die Stirn (Abg. Steger: Haben Sie zu wenig Redezeit, dass Sie jetzt dazu reden müssen?) natürlich immer, wenn es um Klimaschutz geht. Was hat das mit dem Sport zu tun? – Ganz ehrlich, in einem Wintersportland hat das schon sehr viel mit uns zu tun (Abg. Steger: Ah, Sie wollen Skifahren abschaffen, jetzt weiß ich’s!), wie es denn um den Klimaschutz bestellt ist. (Zwischenruf des Abg. Brückl.) Es hat etwas damit zu tun, ob wir weiterhin Ski fahren, auf zugefrorenen Teichen Eishockey spielen und langlaufen können, ob diese Sportarten in Österreich und auf der ganzen Welt überhaupt eine Zukunft haben, sehr verehrte Damen und Herren.
Zwischenruf des Abg. Brückl.
Frau Kollegin, Sie von der FPÖ runzeln die Stirn (Abg. Steger: Haben Sie zu wenig Redezeit, dass Sie jetzt dazu reden müssen?) natürlich immer, wenn es um Klimaschutz geht. Was hat das mit dem Sport zu tun? – Ganz ehrlich, in einem Wintersportland hat das schon sehr viel mit uns zu tun (Abg. Steger: Ah, Sie wollen Skifahren abschaffen, jetzt weiß ich’s!), wie es denn um den Klimaschutz bestellt ist. (Zwischenruf des Abg. Brückl.) Es hat etwas damit zu tun, ob wir weiterhin Ski fahren, auf zugefrorenen Teichen Eishockey spielen und langlaufen können, ob diese Sportarten in Österreich und auf der ganzen Welt überhaupt eine Zukunft haben, sehr verehrte Damen und Herren.
Beifall bei den Grünen.
Our Winters so wichtig. Diese arbeiten mit den Sportorganisationen, den Sportveranstaltern, der FIS, den Ausrüstern und auch mit den Sportlerinnen und Sportlern zusammen, um Druck zu machen, dass zum Beispiel der Internationale Skiverband mehr tut, sich Emissionsreduktionsziele setzt, und auch, um die Sportlerinnen und Sportler dabei zu unterstützen, sich für den Klimaschutz einzusetzen, weil Sportlerinnen und Sportler weltweit ein unglaubliches Sprachrohr sind und eine Möglichkeit haben, Klimaschutz zu kommunizieren. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Steger: Drei Sätze zum Sport! Gratuliere!
Deswegen ist es gut – und das kann man eben im Sportbericht 2022 nachlesen –, dass jetzt auch das Sportministerium Sportverbände und Sportorganisationen bei dieser Bewegung für den Klimaschutz unterstützt und dass es hier zusätzliche finanzielle Mittel gibt. Es ist gut und richtig, dass das Sportministerium bei Sportveranstaltungen – zum Beispiel mit Green Events –, aber auch beim Bau von neuer Sportinfrastruktur vermehrt den Fokus auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz legt. Ich glaube, da ist noch wesentlich mehr möglich, aber wir lesen im Sportbericht, dass hier schon sehr viel passiert ist. In diesem Sinn: Vielen Dank, Herr Sportminister – auch dafür, dass es diesen Sportbericht gibt (Abg. Steger: Drei Sätze zum Sport! Gratuliere!), den es unter einem freiheitlichen Sportminister nicht gegeben hat. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Zarits. – Abg. Steger: Auch falsch!)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Zarits. – Abg. Steger: Auch falsch!
Deswegen ist es gut – und das kann man eben im Sportbericht 2022 nachlesen –, dass jetzt auch das Sportministerium Sportverbände und Sportorganisationen bei dieser Bewegung für den Klimaschutz unterstützt und dass es hier zusätzliche finanzielle Mittel gibt. Es ist gut und richtig, dass das Sportministerium bei Sportveranstaltungen – zum Beispiel mit Green Events –, aber auch beim Bau von neuer Sportinfrastruktur vermehrt den Fokus auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz legt. Ich glaube, da ist noch wesentlich mehr möglich, aber wir lesen im Sportbericht, dass hier schon sehr viel passiert ist. In diesem Sinn: Vielen Dank, Herr Sportminister – auch dafür, dass es diesen Sportbericht gibt (Abg. Steger: Drei Sätze zum Sport! Gratuliere!), den es unter einem freiheitlichen Sportminister nicht gegeben hat. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Zarits. – Abg. Steger: Auch falsch!)
Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer
Vier Jahre keine einzige Reform (Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer) – vier Jahre, in denen Sie den Sport nicht durch die Krisen gebracht haben, sondern die Krisen in den Sport. Vor allem haben Sie in diesen vier Jahren – und das ist ganz besonders verwerflich, Herr Kollege – den größten Schaden, einen immensen Schaden bei unseren Kindern und Jugendlichen verursacht. Das ist Ihre Verantwortung, sehr geehrter Herr Sportminister. Sie haben durch diese unverantwortliche Coronalockdownpolitik, mit der Sie gesunden Menschen Sport und Bewegung verboten haben, unsere Kinder monatelang richtiggehend zu Hause eingesperrt haben, Hallen und Sportstätten zugesperrt haben (Abg. Schwarz: ... ganz normal Sport machen können!), einer ganzen Generation richtiggehend Bewegung abgewöhnt haben, massive Kollateralschäden verursacht.
Abg. Schwarz: ... ganz normal Sport machen können!
Vier Jahre keine einzige Reform (Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer) – vier Jahre, in denen Sie den Sport nicht durch die Krisen gebracht haben, sondern die Krisen in den Sport. Vor allem haben Sie in diesen vier Jahren – und das ist ganz besonders verwerflich, Herr Kollege – den größten Schaden, einen immensen Schaden bei unseren Kindern und Jugendlichen verursacht. Das ist Ihre Verantwortung, sehr geehrter Herr Sportminister. Sie haben durch diese unverantwortliche Coronalockdownpolitik, mit der Sie gesunden Menschen Sport und Bewegung verboten haben, unsere Kinder monatelang richtiggehend zu Hause eingesperrt haben, Hallen und Sportstätten zugesperrt haben (Abg. Schwarz: ... ganz normal Sport machen können!), einer ganzen Generation richtiggehend Bewegung abgewöhnt haben, massive Kollateralschäden verursacht.
Zwischenrufe bei den Grünen.
Wir erleben die Konsequenzen heute. Wir erleben einen enormen Bewegungsmangel. 80 Prozent der Kinder und Jugendlichen bewegen sich zu wenig. Es gibt Hunderttausende, die nicht schwimmen können. Sehr geehrter Herr Vizekanzler, es ist doch erschreckend, dass in diesem Land jedes zehnte Kind nicht schwimmen kann und Ertrinken bei Kindern mittlerweile sogar Todesursache Nummer zwei ist. Ihretwegen sind Millionen Schwimmstunden entfallen. Doch anstatt dass Sie jetzt alles tun, um Schwimmen zu fördern, um Schwimminfrastruktur auszubauen, macht diese Regierung alles, um die Situation sogar noch zu verschlimmern – Stichwort Energiekosten und Inflation. (Zwischenrufe bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Erklären Sie auch, warum Sie zum wiederholten Male unseren Antrag für einen flächendeckenden Ausbau der täglichen Turnstunde vertagt haben! Auch den haben Sie wieder einmal schubladisiert – etwas, das seit Jahren angeblich jeder hier im Saal will und angeblich jeder hier fordert. Alle wissen mittlerweile, dass jeder in den Sport investierte Euro 14-fach zurückkommt. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Volkswirtschaftlich bringt der Sport wesentlich mehr Einsparungen, als er kostet – und trotzdem schauen Sie zu. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Erklären Sie auch, warum Sie zum wiederholten Male unseren Antrag für einen flächendeckenden Ausbau der täglichen Turnstunde vertagt haben! Auch den haben Sie wieder einmal schubladisiert – etwas, das seit Jahren angeblich jeder hier im Saal will und angeblich jeder hier fordert. Alle wissen mittlerweile, dass jeder in den Sport investierte Euro 14-fach zurückkommt. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Volkswirtschaftlich bringt der Sport wesentlich mehr Einsparungen, als er kostet – und trotzdem schauen Sie zu. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie schauen zu, wie es mit der Gesundheit unserer Jugend stetig bergab geht und mit den psychischen Problemen unserer Kinder stetig bergauf geht. Für alles Mögliche ist in diesem Land Geld vorhanden. Sie machen Milliarden Schulden, Sie werfen das Geld regelrecht beim Fenster hinaus – Stichwort Cofag, Massenmigration, EU oder Ukraine. Auch diesmal werden Sie wieder umfallen und dieser gewaltigen Budgeterhöhung von 66 Milliarden Euro auf EU-Ebene zustimmen. Ja, das können Sie, Geld weg von den Österreichern hin ins Ausland umverteilen – aber für die Gesundheit, für den Sport, für die Jüngsten in diesem Land ist wie immer nicht genug da. Da sparen Sie lieber ein, und das kann ich nur noch als absolute Schande bezeichnen, sehr geehrter Herr Vizekanzler! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei den Grünen.
vor allem eines gemein: Erstens können Sie den Schaden, den Sie verursacht haben, nicht wiedergutmachen, und zweitens kommen sie alle immer zu spät – so wie auch beim geplanten Energiekostenausgleich, den es noch immer nicht gibt. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Das Traurige ist, dass Sie anscheinend noch immer nicht gelernt haben, wie wichtig es ist, dass Hilfen möglichst schnell kommen und dass man nicht ewig darauf wartet.
Abg. Stögmüller: Das größte Paket jemals!
Ihre Bilanz, sehr geehrter Herr Minister, ist katastrophal. Auch sonst gibt es keine Reformen. Wo bleibt die Reform der Bundessportförderungsstruktur, die Sie in Zeiten der Opposition immer massiv kritisiert haben? – Vier Jahre hatten Sie Zeit. Noch immer ist nichts passiert. Kaum waren Sie im Amt, war es egal. Wo bleibt die angekündigte Reform beim Berufssportgesetz? Das Berufssportgesetz haben Sie selbst vor Monaten beantragt. Sie haben es im Regierungsprogramm stehen – noch immer ist nichts gekommen. Wo bleibt die echte Unterstützung für die ehrenamtliche Tätigkeit? Auch heute vertagen Sie wieder einen Antrag in diesem Bereich. Die Vereine leiden noch immer unter einem massiven Funktionärsschwund. Immer weniger wollen sich ehrenamtlich engagieren (Abg. Stögmüller: Das größte Paket jemals!), und da reicht auch diese Spendenabsetzbarkeit nicht, die Sie morgen beschließen werden.
Zwischenruf der Abg. Rössler
Ich meine, das habe ich überhaupt schon vor Jahren beantragt, 100-mal beantragt, Sie haben es auch immer wieder schubladisiert. Jetzt kommen Sie ganz spät doch darauf, dass es sinnvoll wäre. (Zwischenruf der Abg. Rössler), aber auch das wird nichts helfen, denn es wird den Schaden, den Sie angerichtet haben, auch in diesem Bereich leider nicht wiedergutmachen. Sie haben das Ehrenamt im Bereich des Sportes massiv und nachhaltig geschädigt. Das ist Ihre Erfolgsbilanz, sehr geehrter Herr Vizekanzler! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich meine, das habe ich überhaupt schon vor Jahren beantragt, 100-mal beantragt, Sie haben es auch immer wieder schubladisiert. Jetzt kommen Sie ganz spät doch darauf, dass es sinnvoll wäre. (Zwischenruf der Abg. Rössler), aber auch das wird nichts helfen, denn es wird den Schaden, den Sie angerichtet haben, auch in diesem Bereich leider nicht wiedergutmachen. Sie haben das Ehrenamt im Bereich des Sportes massiv und nachhaltig geschädigt. Das ist Ihre Erfolgsbilanz, sehr geehrter Herr Vizekanzler! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schwarz.
Event, das muss man auch einmal bedenken. Und dann bietet sogar noch der mit Zwangsgebühren finanzierte ORF diesen Klimaextremisten eine Bühne – noch ein Grund, sehr geehrte Damen und Herren, warum diese Zwangsgebühr bei einem blauen Volkskanzler als Erstes fallen wird – das kann ich Ihnen auch versprechen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schwarz.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Rössler und Schwarz.
Ich komme zum Schluss: Sehr geehrter Sportminister, Ihre Bilanz als Sportminister in den vergangenen vier Jahren ist erschütternd. (Zwischenrufe der Abgeordneten Rössler und Schwarz.) Offenbar überwiegt bei Ihnen die Schwerkraft Ihres Desinteresses am Sport. Ich kann nur noch sagen: Gott sei Dank sind Sie nicht mehr lange im Amt. (Beifall und Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall und Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich komme zum Schluss: Sehr geehrter Sportminister, Ihre Bilanz als Sportminister in den vergangenen vier Jahren ist erschütternd. (Zwischenrufe der Abgeordneten Rössler und Schwarz.) Offenbar überwiegt bei Ihnen die Schwerkraft Ihres Desinteresses am Sport. Ich kann nur noch sagen: Gott sei Dank sind Sie nicht mehr lange im Amt. (Beifall und Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie des Abg. Schroll.
Abgeordneter Christoph Zarits (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler, Herr Sportminister! Meine geschätzten Damen und Herren! Ich denke, wenn wir an den vorigen Tagesordnungspunkt zurückdenken, dann sollten wir vielleicht auch hier im Hohen Haus die Werte des Sports ein bisschen in den Vordergrund rücken: Ein respektvoller Umgang miteinander und auch untereinander würde uns gerade heute hier im Hohen Haus guttun. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie des Abg. Schroll.)
Allgemeiner Beifall.
Ich darf eine Gruppe der ÖVP Frauen aus Stanz ganz herzlich hier begrüßen, auch im Namen meiner Kollegin Martina Kaufmann. Herzlich willkommen im Parlament! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Zu erwähnen ist auch der Tag des Sports, ein Riesenevent mit 200 000 Besucherinnen und Besuchern, wo sich vor allem Kinder und Jugendliche informieren können zu Fragen wie: Welche Sportart passt zu mir, was interessiert mich?, und so weiter. Ich denke, das ist der richtige Weg, Kinder und Jugendliche zum Sport zu bringen. Schließlich ist der Tag des Schulsports zu erwähnen. Auch diesbezüglich wurde in der Vergangenheit sehr, sehr viel gemacht. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Der Sportbericht 2022 zeigt die vielen Facetten, die Vielseitigkeit des Sports. Dass wir gemeinsam mit unserem Bundesminister Werner Kogler auf einem sehr, sehr guten Weg sind, erkennt man daran, dass das Budget allein seit dem Jahr 2019, als Werner Kogler Sportminister geworden ist, um 78 Prozent, nämlich auf 231,5 Millionen Euro, erhöht wurde und dass viele wichtige Schritte gemeinsam mit der ÖVP gesetzt wurden. Dafür sage ich unserem Sportminister, dem Finanzminister und allen, die im Sport Verantwortung tragen, ein herzliches Dankeschön. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und Grünen.
Abgeordneter Alois Schroll (SPÖ): Geschätzte Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler und Sportminister! Hohes Haus! Geschätzte Zuhörerinnen und Zuhörer! Eingangs möchte ich mich für den aktuellen Sportbericht und die damit verbundene Arbeit bei den daran beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Ministerium recht herzlich bedanken. Es gibt wieder einen Sportbericht. Ich finde, das ist sehr lobend zu erwähnen. (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Geschätzter Herr Sportminister, schenkt man den Statistiken in Österreich Glauben, dann sind rund 65 Prozent unserer Bürgerinnen und Bürger in den unterschiedlichsten Vereinen aktiv, und ich glaube, das ist wirklich sehr lobend zu erwähnen. In den meisten Fällen handelt es sich um ehrenamtliche Tätigkeiten, und da darf man sich für das Engagement der Menschen in Österreich recht herzlich bedanken. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Vorige Woche im Ausschuss habe ich Sie darauf angesprochen, dass diese Seite bis dato nicht online ist und den Vereinen noch nicht zur Verfügung steht. Ich möchte Sie daher hier heute im Sinne unserer Vereine und der Non-Profit-Organisationen bitten – wirklich bitten! –, das in Ihrem Haus zu beschleunigen oder in Auftrag zu geben. Ich glaube, das sind wir allen unseren Ehrenamtlichen in den Vereinen, in den Non-Profit-Organisationen schuldig. – Ein herzliches Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Mag. Yannick Shetty (NEOS): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Vizekanzler, Herr Sportminister! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Ich möchte vorweg gerne die 5a-Klasse der HLW Biedermannsdorf begrüßen, die heute im Parlament ist. – Herzlich willkommen im Parlament! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Rauch.
Er hat also um Spenden von Abgeordneten und von anderen Personen ersucht. Es wäre aber nicht ihre Aufgabe, auf Spenden angewiesen zu sein. Wir haben nämlich gleichzeitig eine andere Realität in Österreich: ein Sportfördersystem, in dem wir auf Bundes-, auf Landes- und auf Gemeindeebene so viel Geld für Sportförderung ausgeben wie das wenige andere europäische Staaten tun. Gleichzeitig stehen Sportvereine wie dieser nach jahrelangen schwierigen Zeiten, wie insbesondere der Coronapandemie, vor dem Aus. Das Sportsystem in Österreich ist unfair, es ist intransparent und es ist obendrein noch korruptionsanfällig. In diesem System zählt, wen du kennst, und nicht, was du kannst. Das sollten wir dringend beenden. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Rauch.)
Abg. Rauch: Das wollen die Grünen nicht!
Das sagen im Übrigen nicht wir NEOS – also wir sagen es auch; ich sage es hier leider nicht zum ersten Mal, Herr Sportminister, aber das sagen nicht nur wir –, sondern das sagt auch der Rechnungshof. In seiner Prüfung der Bundessportförderungen ist der Rechnungshof glasklar – man könnte sogar sagen: vernichtend – im Hinblick auf die Bundessportförderung. Er sagt, das muss man grundlegend ändern, damit das den Grundprinzipien von Zweckmäßigkeit, von Transparenz und gegen Freunderlwirtschaft entspricht. (Abg. Rauch: Das wollen die Grünen nicht!)
Beifall bei den NEOS.
Halten Sie auch nur ansatzweise das, was Sie vor Wahlen versprochen haben! Ich muss schon sagen: Das ist leider auch im Sport, leider auch bei der Bundessportförderung nicht der Fall. Sie haben vor den Wahlen groß versprochen, Sie haben plakatiert: „Wen würde der Anstand wählen?“ Wen würde die Transparenz wählen? – Nach Lektüre des Sportberichts, nach vier Jahren Sportminister Werner Kogler muss ich im Hinblick auf die Bundessportförderung sagen: Der Anstand würde nicht mehr die Grünen wählen! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Bogner-Strauß: Die gibt’s eh bei der täglichen Bewegungseinheit!
Ich denke, dass gerade auch mein Bundesland Wien durchaus zeigt, wie man Sportinfrastruktur wirklich öffnen kann – und das zu einem Betrag, der für die Vereine auch leistbar ist. In den Bundesschulen wird teilweise bis zum 30- oder 40-Fachen des Betrages verlangt, der in den Wiener Schulen verlangt wird. Ich glaube, da sollte es eine Kooperation zwischen dem Bildungsministerium und dem Sportministerium geben; diese wäre dringend notwendig. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Bogner-Strauß: Die gibt’s eh bei der täglichen Bewegungseinheit!)
Beifall bei der SPÖ.
Daher wäre in diesem Bereich ein wirkliches Engagement des Sportministers gefragt – und das wäre ein ganz wichtiger und wesentlicher Impuls, damit Österreich tatsächlich die Sportnation wird, die wir alle, glaube ich, gemeinsam gerne sein würden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Abgeordnete Kira Grünberg (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Vizekanzler! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Der Sportbericht bietet auf seinen über 370 Seiten einen sehr guten Überblick über das Sportgeschehen im letzten Jahr. Was ich als sehr wesentlich betrachte, ist, dass die Träger:innen des österreichischen Sports und – heuer auch zum ersten Mal – die Bundesländer in dem Bericht zu Wort kommen. Lieber Herr Vizekanzler, vielen Dank Ihnen, aber vor allem auch Ihrem Ressort, für diesen ausführlichen Sportbericht vom letzten Jahr! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
uns in Österreich stattfinden, damit auch die jungen Generationen diese Atmosphäre von großen Sportveranstaltungen genießen können. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Sport den Zusammenhalt stärkt, uns auch immer wieder daran erinnern soll, dass wir trotz unserer Unterschiede sehr viele Gemeinsamkeiten haben. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ehrenamtlichen. Es ist schon einiges passiert. Wir haben das Freiwilligengesetz auf den Weg gebracht. Da sind schon gute Dinge umgesetzt worden. Zum Beispiel wurde ein österreichweiter Preis für besonderes ehrenamtliches Engagement im Sportbereich eingeführt. Um das Ehrenamt im Sport nachhaltig zu stärken, braucht es aber gute Rahmenbedingungen, gute Infrastruktur – und diesbezüglich sehen wir dringenden Nachholbedarf. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher verstehe ich bis heute nicht, warum im Sportausschuss ein Antrag unseres Kollegen Max Köllner, der genau diese Themen anspricht, beinhart abgelehnt worden ist. Da könnten wir klare Ziele setzen und schnelle Umsetzung fordern, um bei den Vereinen endlich eine Stärkung gerade im sportlichen Bereich zu schaffen. Ich wünsche mir, Herr Minister, dass Sie in diesem Bereich endlich in die Gänge kommen und schauen, dass dieser Antrag auch von den Regierungsfraktionen unterstützt wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Abgeordnete Mag. Dr. Juliane Bogner-Strauß (ÖVP): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Vizekanzler, in diesem Fall sind Sie als Sportminister bei uns! Werte Kolleginnen und Kollegen, Zuseherinnen und Zuseher auf der Galerie und zu Hause! Kein Spitzensport ohne Breitensport, kein Sport ohne ehrenamtliche Sportfunktionärinnen und Sportfunktionäre – deshalb möchte ich mich heute genau an diese wenden und ihnen Danke sagen. Ich möchte aber auch nach außen tragen, was die Offensive für ehrenamtliche Sportfunktionärinnen und Sportfunktionäre mit sich bringt, die die Bundesregierung im Jahr 2023 ins Leben gerufen hat. Nicht unerwähnt lassen möchte ich den Ehrenamtspreis für ehrenamtliche Funktionärinnen und Funktionäre, denn sie sind das Rückgrat der Sportvereine – sie sind das Rückgrat des Sports. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Die Spendenabsetzbarkeit wurde stark erhöht. Das kommt natürlich den Vereinen zugute. Wir gehen davon aus, dass damit die Anzahl der Vereine zunimmt. Ich freue mich natürlich auch, wenn ich spenden kann. Bislang war es möglich, Spenden an all jene Vereine, die Behindertensportorganisationen waren, abzusetzen, jetzt geht das für alle Sportvereine. Ich denke, da ist Großes gelungen. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abg. Scheucher-Pichler. – Abg. Loacker: Wer hat sich dieses Steuergeschenk hineinlobbyiert, Frau Kollegin?
Nicht zu vergessen ist die Freiwilligenpauschale: Davon gibt es eine kleine und eine große. Bei der kleinen spreche ich von 30 Euro am Tag beziehungsweise 1 000 Euro im Jahr. Sie ist nicht einkommensteuerpflichtig und für alle Sportfunktionärinnen und -funktionäre relevant: für Obmänner, Obfrauen, Kassiererinnen, Kassierer. Bei der großen geht es vor allem um jene, die in der Weiterbildung, in der Ausbildung tätig sind, und da kann man bis zu 3 000 Euro im Jahr – bis zu 3 000 Euro im Jahr! – einkommensteuerfrei absetzen. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abg. Scheucher-Pichler. – Abg. Loacker: Wer hat sich dieses Steuergeschenk hineinlobbyiert, Frau Kollegin?)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Teamgeist und Sport lehrt Respekt. In diesem Sinne sollten wir alle mehr Sport machen. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Bundesminister für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport Vizekanzler Mag. Werner Kogler: Ich danke allen, die das anerkennen, und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Haus, die diesen Sportbericht erstellt haben. Viele Jahre hat es ja so etwas überhaupt nicht gegeben. Der Bericht ist auch sehr transparent gestaltet, glaube ich, weil das vorhin Thema war. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Steger.
Ich wollte auf die diesbezüglichen Beiträge der Abgeordneten eingehen. Ich möchte aber mit dem Vergleich zu meinen Vorgängern, insbesondere zum Sportminister Strache, beginnen, weil das hier ja aufgekommen ist. Ehrlicherweise habe ich mich bis jetzt immer bemüht, dies auszublenden, weil wir versucht haben, die Parteipolitik aus dem Sport rauszuhalten. Das können alle hier bezeugen. Zweitens habe ich mich sogar bemüht, die elementaren homöopathischen Spuren des positiven Wirkens meines Vorvorgängers Strache sehr positiv darzustellen – immer wieder genau aus diesem Grund. Wenn Sie von der freiheitlichen Fraktion – jetzt drittens – das anders haben wollen, dann können Sie das haben. Das werden wir jetzt nicht hier abwickeln, aber wir schauen uns an, was unter eineinhalb oder zwei Jahren Sportminister Strache passiert ist und was jetzt in dieser Koalition passiert. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Steger.) – So viel können Sie gar nicht turnen, dass Sie uns den Unterschied vorturnen könnten, denn da würden Sie sich übernehmen! (Heiterkeit und Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich wollte auf die diesbezüglichen Beiträge der Abgeordneten eingehen. Ich möchte aber mit dem Vergleich zu meinen Vorgängern, insbesondere zum Sportminister Strache, beginnen, weil das hier ja aufgekommen ist. Ehrlicherweise habe ich mich bis jetzt immer bemüht, dies auszublenden, weil wir versucht haben, die Parteipolitik aus dem Sport rauszuhalten. Das können alle hier bezeugen. Zweitens habe ich mich sogar bemüht, die elementaren homöopathischen Spuren des positiven Wirkens meines Vorvorgängers Strache sehr positiv darzustellen – immer wieder genau aus diesem Grund. Wenn Sie von der freiheitlichen Fraktion – jetzt drittens – das anders haben wollen, dann können Sie das haben. Das werden wir jetzt nicht hier abwickeln, aber wir schauen uns an, was unter eineinhalb oder zwei Jahren Sportminister Strache passiert ist und was jetzt in dieser Koalition passiert. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Steger.) – So viel können Sie gar nicht turnen, dass Sie uns den Unterschied vorturnen könnten, denn da würden Sie sich übernehmen! (Heiterkeit und Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Lukas Hammer: Beim Kickl haben Sie noch geklatscht, Herr Präsident, bei den Untergriffigkeiten!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Weil hier auch immer dasselbe Maß angelegt werden soll (Abg. Lukas Hammer: Beim Kickl haben Sie noch geklatscht, Herr Präsident, bei den Untergriffigkeiten!): Das ist eine Bemerkung, die in den sexistischen Bereich hineingeht. Ich würde wirklich bitten, das zu unterlassen. (Beifall bei der FPÖ.) Bitte setzen Sie fort. (Abg. Disoski: Parteiische Vorsitzführung! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Weil hier auch immer dasselbe Maß angelegt werden soll (Abg. Lukas Hammer: Beim Kickl haben Sie noch geklatscht, Herr Präsident, bei den Untergriffigkeiten!): Das ist eine Bemerkung, die in den sexistischen Bereich hineingeht. Ich würde wirklich bitten, das zu unterlassen. (Beifall bei der FPÖ.) Bitte setzen Sie fort. (Abg. Disoski: Parteiische Vorsitzführung! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.)
Abg. Disoski: Parteiische Vorsitzführung! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Weil hier auch immer dasselbe Maß angelegt werden soll (Abg. Lukas Hammer: Beim Kickl haben Sie noch geklatscht, Herr Präsident, bei den Untergriffigkeiten!): Das ist eine Bemerkung, die in den sexistischen Bereich hineingeht. Ich würde wirklich bitten, das zu unterlassen. (Beifall bei der FPÖ.) Bitte setzen Sie fort. (Abg. Disoski: Parteiische Vorsitzführung! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Bundesminister für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport Vizekanzler Mag. Werner Kogler (fortsetzend): Herr Präsident, wenn Sie das so sehen, muss ich das zur Kenntnis nehmen, aber ich sehe es anders, sonst hätte ich es ja auch nicht gesagt – aber bitte. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Steger: Also sportlich stecke ich Sie jedes Mal in die Tasche!
Ich bleibe dabei: Wir können diesen Vergleich gerne machen. (Abg. Steger: Also sportlich stecke ich Sie jedes Mal in die Tasche!) Steigen wir einmal ein.
Abg. Steger: Ziehen Sie die Schäden ab, die Sie verursacht haben, und schon sind wir nicht mehr ...!
Erstens einmal – ja, ich gebe Abgeordnetem Shetty recht –: Die Erhöhungen alleine sind es nicht, aber die sind jetzt beachtlich, und – weil das von den Abgeordneten der sozialdemokratischen Fraktion auch angesprochen wurde – tatsächlich ist diese Erhöhung seit 2019, die beinahe schon eine Verdoppelung der diversen Töpfe im Sportbudget ist, natürlich enorm. Das ist weit, weit über der Inflation der letzten zehn Jahre, das können Sie ja nachrechnen. Das ist immer noch dreimal so viel über zehn, zwölf Jahre, und erst recht verglichen mit dem, was in den letzten Jahren trotz hoher Inflation war (Abg. Steger: Ziehen Sie die Schäden ab, die Sie verursacht haben, und schon sind wir nicht mehr ...!), und dann können wir einmal schauen, wofür das Geld verwendet worden ist – weil Abgeordnete Steger das ja auch aufgerufen hat.
Abg. Steger: Weil wir der Budgeterhöhung nicht zustimmen sollten und ... Vergleich ... auch nicht!
wollen, können wir das auch über den Sport austragen. Nach Ihrer Wortmeldung müsste man ja gleich einmal einen Antrag auf Austritt aus der Europäischen Union stellen. Wenn Sie das möchten, dann machen Sie das (Abg. Steger: Weil wir der Budgeterhöhung nicht zustimmen sollten und ... Vergleich ... auch nicht!), dann können wir ja offen darüber diskutieren – aber zurück zum Vergleich.
Abg. Steger: Transparenz: Wie viel bekommen denn die Frauen im Sport?!
Also es muss Ihnen halt irgendetwas gleichzeitig recht sein. Im Übrigen ist es durch diese Regierung gewesen, unter anderem auch durch mein Antreiben, dass wir alle Fördernehmer – weit vor der Zeit oder der Notwendigkeit – aus dem NPO-Fonds oder sonst etwas öffentlich machen konnten. Ja, wann hat es denn das früher gegeben? – Schauen Sie sich an, wie das in den Bundesländern noch bis heute ausschaut, und zwar durchgehend. Da gibt es nicht annähernd so viel Transparenz wie in Sport und Kultur auf Bundesebene, und das, glaube ich, sollte man zur Kenntnis nehmen. (Abg. Steger: Transparenz: Wie viel bekommen denn die Frauen im Sport?!) Wir sind eh dabei, da laufend etwas zu verbessern. – So, das ist also alles recht gut aus dieser Krise heraus vorangegangen.
Beifall bei den Grünen
Frau Abgeordnete Steger, im Übrigen: Ich weiß schon, dass Sie und Ihre Fraktion vor allem auf den sogenannten sozialen Medien immer etwas anderes in der Gegend herumtreiben. Ich sage Ihnen diplomatisch und aus Respekt vor der Ordnungsruffähigkeit des Präsidenten nur Folgendes: Es ist die schlichte Unwahrheit, die Sie da verbreiten (Beifall bei den Grünen) – ob Sie das wissentlich machen oder nicht, weiß ich nicht.
Abg. Steger: Sie haben aber Lockdowns gemacht, da haben alle anderen Länder ... gemacht!
Es ist jedenfalls so – auch das gibt der Vergleich mit anderen europäischen Ländern her –, dass Österreich gerade bei Kindern und Jugendlichen immer bei den ersten Ländern war, die insbesondere beim Sport im Freien – in diesen Pandemiezeiten von 2020, 2021 natürlich zunächst einmal im Freien, gerade bei Kindern und Jugendlichen – viel schneller vorangegangen sind, was gar nicht so wenige sportliche Betätigungen im Sommer wie im Winter betrifft (Abg. Steger: Sie haben aber Lockdowns gemacht, da haben alle anderen Länder ... gemacht!), weil das ja genau aus erkennbaren Gründen wichtig war, die Sie zum Teil ja hin und wieder – zwar nicht heute hier, aber sonst – zu benennen in der Lage sind.
Abg. Steger: Und da ist es sicher hilfreich, wenn man ORF Sport plus abschafft!
Jetzt zu den nächsten Schwerpunkten, die mit dem Sportbericht verbunden sind – wir haben einige Schwerpunkte, und die ziehen wir auch durch –: Einen Schwerpunkt erkennen Sie bei den Frauenligen, die seit 2021, 2022 das erste Mal massiv wie nie zuvor gefördert werden – nicht nur die Männerligen, sondern auch die Frauenligen, gerade nach der Pandemie! –, oder beim Gender Traineeprogramm, durch das wir junge Frauen in die Lage versetzen, in diese durchaus männerbestimmte Sportwelt vorzudringen und etwas auszurichten (Abg. Steger: Und da ist es sicher hilfreich, wenn man ORF Sport plus abschafft!), und das ist mega. Auch das ist ein Rolemodel für die EU, und da können Sie sich anschauen, wie das funktioniert.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sie sagen im Übrigen alle gemeinsam, wie richtig und wichtig dieses Projekt ist. Da können Sie aus irgendwelchen Gründen eine andere Auffassung haben, wir erwähnen es entlang dieses Sportberichts jedenfalls. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Steger: ... kann man nicht die Berichterstattung von ORF Sport plus abdrehen!
Zur Schwerpunktsetzung, die Sie da finden und die sich über Jahre zieht – aber auch über dieses Jahr, das ist ein weiteres –, haben wir uns bekannt. Da sind wir nicht bei Sonntagsreden geblieben. Machen wir doch den Vergleich, was Herr Strache im Behindertensport gemacht hat – machen wir ihn doch! (Abg. Steger: ... kann man nicht die Berichterstattung von ORF Sport plus abdrehen!) Wir haben jetzt für die athletenspezifische Spitzensportförderung im Parabereich die Mittel verdreifacht, und zwar im Übrigen zielgerichtet.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Auch im Breitensport ist natürlich die Förderung des Behindertensports ganz wichtig. Da geht überall etwas weiter. Da sind die Mittel verdoppelt worden. – Ja, wieder zu Abgeordnetem Shetty gesprochen: Er hat recht, es braucht auch zielgerichtete Programme, aber die gibt es, davon können wir uns überzeugen, unter anderem in diesem Bericht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Steger: Da merkt man, dass Sie vorher mit Sport überhaupt nichts zu tun hatten!
Großes Thema tägliche Bewegungseinheit: Ja, da gehört viel schneller viel mehr gemacht. Da sind wir dabei, ich sage Ihnen nur auch Folgendes: Die Ersten, die jetzt überhaupt etwas machen, sind wir, ist diese Bundesregierung. 20 Jahre ist das nach unten gegangen; wir haben die Trendumkehr eingeleitet, und jetzt verdoppeln wir die Regionen, in denen das passiert. (Abg. Steger: Da merkt man, dass Sie vorher mit Sport überhaupt nichts zu tun hatten!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das ist alles nicht einfach, aber es wird das erste Mal angegangen. Es ist einmal gestartet worden – unter widrigsten Umständen wie der Pandemie und anderen Dingen mehr, als es in den Schulen ja auch nicht so leicht war, ist es trotzdem gemacht worden. Das wird massiv ausgerollt. Wenn man alle Einheiten wie Kinder gesund bewegen, die tägliche Bewegungseinheit, Schwimmkurse, die im Übrigen jetzt auch in die Schulen kommen, zusammenzählt, ist das mittlerweile eine Vervielfachung. Auch diesen Unterschied – nehmen wir jetzt ein anderes Beispiel, das dem Präsidenten vielleicht besser passt, nachherkommt eh ein Kunst- und Kulturtagesordnungspunkt – können Sie Klavier spielen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Steger: Da merkt man, dass Sie sich nie mit Sport beschäftigt haben ...! Sie wissen ja nicht einmal, was es früher alles gegeben hat!
Zigtausenden auf die Hauptbühne kommen können, dann ist da irrsinnig viel erreicht. Wo hat es das denn früher gegeben? – Nirgends. Nicht einmal die Idee ist im Sportministerium auffindbar, als es noch blau war. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Steger: Da merkt man, dass Sie sich nie mit Sport beschäftigt haben ...! Sie wissen ja nicht einmal, was es früher alles gegeben hat!) – Ja, ja, wir können das ja dann gerne fortsetzen.
Abg. Steger: Nennen Sie einmal was!
Damit sind wir wieder bei der Struktur und beim Ausgangspunkt: Wir können die Struktur verändern, aber – ehrlicherweise – es soll schon besser werden. Angesichts der vielfältigen Krisen, die wir hatten, war mein Zugang: Wir arbeiten mit den Strukturen, die da sind, bevor wir sie auf den Kopf stellen und nichts passiert. Es ist klar, dass man immer darüber nachdenken kann, was man in Österreich verändern kann – da würde mir auch etwas einfallen (Abg. Steger: Nennen Sie einmal was!) –, aber wir müssen ja auch in der Wirklichkeit etwas verändern. Das ist ja die Kunst in der Politik, das ist doch Realpolitik, und im Sport ist real noch nie so viel wie jetzt weitergegangen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Damit sind wir wieder bei der Struktur und beim Ausgangspunkt: Wir können die Struktur verändern, aber – ehrlicherweise – es soll schon besser werden. Angesichts der vielfältigen Krisen, die wir hatten, war mein Zugang: Wir arbeiten mit den Strukturen, die da sind, bevor wir sie auf den Kopf stellen und nichts passiert. Es ist klar, dass man immer darüber nachdenken kann, was man in Österreich verändern kann – da würde mir auch etwas einfallen (Abg. Steger: Nennen Sie einmal was!) –, aber wir müssen ja auch in der Wirklichkeit etwas verändern. Das ist ja die Kunst in der Politik, das ist doch Realpolitik, und im Sport ist real noch nie so viel wie jetzt weitergegangen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Steger: Er hat das initiiert!
Weil Sie die Sache vorhin schon angesprochen haben: Der Vergleich sollte uns sicher machen. Ich habe verstanden, dass das jetzt auch Thema der Auseinandersetzung ist – wir werden sie suchen, wir werden sie finden, ich werde versuchen, sie konstruktiv zu gestalten. Ich sage Ihnen aber, das hier (den Sportbericht 2022 in die Höhe haltend) kann sich sehen lassen, und ich möchte einmal wissen, was die Bilanz des Herrn Ministers Strache (Abg. Steger: Er hat das initiiert!) bei diesen Fragestellungen ist. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Steger: ... sich fremde Lorbeeren umhängen!) – Das können wir uns anschauen. Vielleicht finden Sie irgendwo ein Blatt Papier, auf das er etwas draufgeschrieben hat. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Steger: Sie haben das übernommen von unserer Regierung! Sie verbreiten Fakenews!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Steger: ... sich fremde Lorbeeren umhängen!
Weil Sie die Sache vorhin schon angesprochen haben: Der Vergleich sollte uns sicher machen. Ich habe verstanden, dass das jetzt auch Thema der Auseinandersetzung ist – wir werden sie suchen, wir werden sie finden, ich werde versuchen, sie konstruktiv zu gestalten. Ich sage Ihnen aber, das hier (den Sportbericht 2022 in die Höhe haltend) kann sich sehen lassen, und ich möchte einmal wissen, was die Bilanz des Herrn Ministers Strache (Abg. Steger: Er hat das initiiert!) bei diesen Fragestellungen ist. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Steger: ... sich fremde Lorbeeren umhängen!) – Das können wir uns anschauen. Vielleicht finden Sie irgendwo ein Blatt Papier, auf das er etwas draufgeschrieben hat. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Steger: Sie haben das übernommen von unserer Regierung! Sie verbreiten Fakenews!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Steger: Sie haben das übernommen von unserer Regierung! Sie verbreiten Fakenews!
Weil Sie die Sache vorhin schon angesprochen haben: Der Vergleich sollte uns sicher machen. Ich habe verstanden, dass das jetzt auch Thema der Auseinandersetzung ist – wir werden sie suchen, wir werden sie finden, ich werde versuchen, sie konstruktiv zu gestalten. Ich sage Ihnen aber, das hier (den Sportbericht 2022 in die Höhe haltend) kann sich sehen lassen, und ich möchte einmal wissen, was die Bilanz des Herrn Ministers Strache (Abg. Steger: Er hat das initiiert!) bei diesen Fragestellungen ist. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Steger: ... sich fremde Lorbeeren umhängen!) – Das können wir uns anschauen. Vielleicht finden Sie irgendwo ein Blatt Papier, auf das er etwas draufgeschrieben hat. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Steger: Sie haben das übernommen von unserer Regierung! Sie verbreiten Fakenews!)
Abg. Prammer: Aber warum waren es nur 15 Monate?
Abgeordneter Mag. Dr. Martin Graf (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Sie haben mich da praktisch herausgefordert, wenn Sie sich vergleichen. Ich sage es einmal so: Der Unterschied zwischen Ihnen und Strache – tatsächlich gibt es einen – ist, dass Sie wahrscheinlich fünf Jahre im Amt sind und er 15 oder 16 Monate im Amt war. Er hat nur ein einziges Budget selbst verantworten dürfen, und das nur fünf Monate, und Sie haben sich vier Budgets stricken können. – Das ist einmal ein Unterschied. Wenn man dann auf die inhaltliche Ebene geht, sieht man, dass nicht wirklich viel da ist, aber Sie vergleichen es immer. (Abg. Prammer: Aber warum waren es nur 15 Monate?)
Beifall bei der FPÖ.
Dieser Sportbericht wurde – nur um der Wahrheit die Ehre zu geben – im Jahr eins des Herrn Strache initiiert, beauftragt, gemacht und dann im zweiten, dritten Jahr ausgerollt, und da waren Sie dann am Werk. Das ist nicht Ihre Idee gewesen, das sage ich auch dazu, sondern das war schon die Idee der Freiheitlichen in dieser Zeit. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Steger: Sie haben Skiloipen verboten!
Sich mit fremden Federn schmücken, das kann man gerne machen, aber, Herr Bundesminister: Ja, Sie werden als Sportminister in die Geschichte eingehen. Sie sind nämlich der Bundesminister, der es geschafft hat, Sportbetriebsstätten auch im Freien über Monate zu schließen, in Summe einmal sieben Monate, einmal drei Monate. Sie haben absolute Lockdowns verhängt, Betretungsverbote für Freiluftanlagen verhängt (Abg. Steger: Sie haben Skiloipen verboten!) und damit in zwei Saisonen während zweier Jahre Ihrer Regierungstätigkeit ein Sportausübungsverbot verhängt (Beifall bei der FPÖ), und Sie haben somit – und damit gehen Sie in die Geschichte ein – dieser nachkommenden Generation, nämlich den jungen Leuten, ihre sportliche Zukunftsperspektive geraubt. Das war Ihr wahrer Verdienst, und dafür werden Sie in die Geschichte eingehen, glauben Sie mir das! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Sich mit fremden Federn schmücken, das kann man gerne machen, aber, Herr Bundesminister: Ja, Sie werden als Sportminister in die Geschichte eingehen. Sie sind nämlich der Bundesminister, der es geschafft hat, Sportbetriebsstätten auch im Freien über Monate zu schließen, in Summe einmal sieben Monate, einmal drei Monate. Sie haben absolute Lockdowns verhängt, Betretungsverbote für Freiluftanlagen verhängt (Abg. Steger: Sie haben Skiloipen verboten!) und damit in zwei Saisonen während zweier Jahre Ihrer Regierungstätigkeit ein Sportausübungsverbot verhängt (Beifall bei der FPÖ), und Sie haben somit – und damit gehen Sie in die Geschichte ein – dieser nachkommenden Generation, nämlich den jungen Leuten, ihre sportliche Zukunftsperspektive geraubt. Das war Ihr wahrer Verdienst, und dafür werden Sie in die Geschichte eingehen, glauben Sie mir das! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sich mit fremden Federn schmücken, das kann man gerne machen, aber, Herr Bundesminister: Ja, Sie werden als Sportminister in die Geschichte eingehen. Sie sind nämlich der Bundesminister, der es geschafft hat, Sportbetriebsstätten auch im Freien über Monate zu schließen, in Summe einmal sieben Monate, einmal drei Monate. Sie haben absolute Lockdowns verhängt, Betretungsverbote für Freiluftanlagen verhängt (Abg. Steger: Sie haben Skiloipen verboten!) und damit in zwei Saisonen während zweier Jahre Ihrer Regierungstätigkeit ein Sportausübungsverbot verhängt (Beifall bei der FPÖ), und Sie haben somit – und damit gehen Sie in die Geschichte ein – dieser nachkommenden Generation, nämlich den jungen Leuten, ihre sportliche Zukunftsperspektive geraubt. Das war Ihr wahrer Verdienst, und dafür werden Sie in die Geschichte eingehen, glauben Sie mir das! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Blimlinger: Da redet der Richtige!
Sie machen nichts Neues, außer ideologiegetriebene Projekte. (Abg. Blimlinger: Da redet der Richtige!) Das ist Gott sei Dank in diesem Bericht auch nachzulesen, wenn wir uns den anschauen. (Abg. Lukas Hammer: Mit Ideologie kennen Sie sich aus, ha?) Da geht es nämlich um Genderprojekte und Integrationsprojekte (Abg. Heinisch-Hosek: Beides ist super!), in Bezug auf die ich Ihnen im Ausschuss schon vorgehalten habe, dass Sie dort hauptamtliche Mitarbeiter einsetzen (Abg. Lukas Hammer: Furchtbar! Furchtbar!), die den ehrenamtlichen Mitarbeitern in den wirklichen Sportvereinen Konkurrenz machen. Das kann doch wohl nicht die Zukunft sein! – Das sei nur gesagt, weil wir ja auch den Antrag betreffend das Ehrenamt auf der Tagesordnung haben.
Abg. Lukas Hammer: Mit Ideologie kennen Sie sich aus, ha?
Sie machen nichts Neues, außer ideologiegetriebene Projekte. (Abg. Blimlinger: Da redet der Richtige!) Das ist Gott sei Dank in diesem Bericht auch nachzulesen, wenn wir uns den anschauen. (Abg. Lukas Hammer: Mit Ideologie kennen Sie sich aus, ha?) Da geht es nämlich um Genderprojekte und Integrationsprojekte (Abg. Heinisch-Hosek: Beides ist super!), in Bezug auf die ich Ihnen im Ausschuss schon vorgehalten habe, dass Sie dort hauptamtliche Mitarbeiter einsetzen (Abg. Lukas Hammer: Furchtbar! Furchtbar!), die den ehrenamtlichen Mitarbeitern in den wirklichen Sportvereinen Konkurrenz machen. Das kann doch wohl nicht die Zukunft sein! – Das sei nur gesagt, weil wir ja auch den Antrag betreffend das Ehrenamt auf der Tagesordnung haben.
Abg. Heinisch-Hosek: Beides ist super!
Sie machen nichts Neues, außer ideologiegetriebene Projekte. (Abg. Blimlinger: Da redet der Richtige!) Das ist Gott sei Dank in diesem Bericht auch nachzulesen, wenn wir uns den anschauen. (Abg. Lukas Hammer: Mit Ideologie kennen Sie sich aus, ha?) Da geht es nämlich um Genderprojekte und Integrationsprojekte (Abg. Heinisch-Hosek: Beides ist super!), in Bezug auf die ich Ihnen im Ausschuss schon vorgehalten habe, dass Sie dort hauptamtliche Mitarbeiter einsetzen (Abg. Lukas Hammer: Furchtbar! Furchtbar!), die den ehrenamtlichen Mitarbeitern in den wirklichen Sportvereinen Konkurrenz machen. Das kann doch wohl nicht die Zukunft sein! – Das sei nur gesagt, weil wir ja auch den Antrag betreffend das Ehrenamt auf der Tagesordnung haben.
Abg. Lukas Hammer: Furchtbar! Furchtbar!
Sie machen nichts Neues, außer ideologiegetriebene Projekte. (Abg. Blimlinger: Da redet der Richtige!) Das ist Gott sei Dank in diesem Bericht auch nachzulesen, wenn wir uns den anschauen. (Abg. Lukas Hammer: Mit Ideologie kennen Sie sich aus, ha?) Da geht es nämlich um Genderprojekte und Integrationsprojekte (Abg. Heinisch-Hosek: Beides ist super!), in Bezug auf die ich Ihnen im Ausschuss schon vorgehalten habe, dass Sie dort hauptamtliche Mitarbeiter einsetzen (Abg. Lukas Hammer: Furchtbar! Furchtbar!), die den ehrenamtlichen Mitarbeitern in den wirklichen Sportvereinen Konkurrenz machen. Das kann doch wohl nicht die Zukunft sein! – Das sei nur gesagt, weil wir ja auch den Antrag betreffend das Ehrenamt auf der Tagesordnung haben.
Beifall bei der FPÖ.
Das ist in Wirklichkeit Ihre Leistung gewesen: drei Jahre, drei Saisonen den Sportlern das sportliche Leben zu rauben und ideologiegetriebene Projekte zu fördern. Alles andere bei Ihnen ist ein Fortschreiben des Alten gewesen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und Grünen.
Abgeordnete Martina Diesner-Wais (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Meine Damen und Herren im Hohen Haus! Liebe Besucher! Ich möchte vor allem im Namen meines Kollegen Andreas Kühberger eine Gruppe aus Sankt Peter-Freienstein in der Steiermark recht herzlich bei uns begrüßen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Prammer.
Ich brauche nur den Sportverein bei mir zu Hause, den ASV, herzunehmen, in dem sehr viele Väter die Kinder trainieren und in dem auch sehr viel Integrationsarbeit passiert. In diesem Sinne ist es inspirierend, zu sehen, wie sich über 500 000 Ehrenamtliche in unseren Sportvereinen mit großem Einsatz engagieren, es ist nicht wegzudenken. Sie sind das Rückgrat dieser Sportvereine und unserer Sportlandschaft in Österreich. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Prammer.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Prammer.
An dieser Stelle möchte ich jetzt noch allen Sportlern und Sportlerinnen, aber auch allen Sportfunktionären und -funktionärinnen ganz herzlichen Dank aussprechen, denn sie sind der Eckpfeiler, damit die sportlichen Aktivitäten gefördert werden, aber auch ein Grundpfeiler für Integration und Wirtschaft in unserem Land. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Prammer.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: Die muss sich in Szene setzen, die wählen sie ab in der eigenen Bezirkspartei! Eng wird’s! – Abg. Steger: Und was genau ...?
Sportbericht 2022, und ich muss jetzt leider auch ein bisschen auf meine Vorredner:innen eingehen und sagen: Frau Kollegin Steger, nur weil es laut ist und nur weil es aufgeregt klingt, wird es bei Weitem nicht richtig. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: Die muss sich in Szene setzen, die wählen sie ab in der eigenen Bezirkspartei! Eng wird’s! – Abg. Steger: Und was genau ...?)
Abg. Steger: Der Sportbericht zum Beispiel! Den haben Sie schon in der Schublade gehabt, als Sie eingezogen sind ins Ministerium!
Sie haben jetzt auf Ihre Zeit der Verantwortung für den Sport Bezug genommen, und ich muss schon ehrlich sagen: Was da rausgekommen ist - - (Abg. Steger: Der Sportbericht zum Beispiel! Den haben Sie schon in der Schublade gehabt, als Sie eingezogen sind ins Ministerium!) – Es gab etwas – ich weiß nicht, ob das noch irgendjemandem etwas sagt –, das nannte sich Sportstrategie Austria. Das war ein Papier, in dem eine Ideensammlung enthalten war – eine Ideensammlung und eine Zusammenfassung von Themen, die den Sport seit Jahren beschäftigt haben (Abg. Steger: Zahlreiche Arbeitsgruppen und Experten ... die wichtigsten Ideen zusammengetragen! ... sollten mehr Respekt davor ...!), die dort noch einmal drinnen gestanden sind und als Produkt einer Arbeit von einem knappen Jahr präsentiert worden sind. (Abg. Kaniak: Da ist gearbeitet worden ein Jahr lang! – Abg. Steger: Wir haben den Sport ... eingebunden!) Von dem war nichts – wirklich nichts – einigermaßen brauchbar. Das ist schon eine sehr große Leistung. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Steger: ...! Alles, was Sie jetzt beschrieben haben, war da schon drinnen! ... nicht einmal durchgelesen!)
Abg. Steger: Zahlreiche Arbeitsgruppen und Experten ... die wichtigsten Ideen zusammengetragen! ... sollten mehr Respekt davor ...!
Sie haben jetzt auf Ihre Zeit der Verantwortung für den Sport Bezug genommen, und ich muss schon ehrlich sagen: Was da rausgekommen ist - - (Abg. Steger: Der Sportbericht zum Beispiel! Den haben Sie schon in der Schublade gehabt, als Sie eingezogen sind ins Ministerium!) – Es gab etwas – ich weiß nicht, ob das noch irgendjemandem etwas sagt –, das nannte sich Sportstrategie Austria. Das war ein Papier, in dem eine Ideensammlung enthalten war – eine Ideensammlung und eine Zusammenfassung von Themen, die den Sport seit Jahren beschäftigt haben (Abg. Steger: Zahlreiche Arbeitsgruppen und Experten ... die wichtigsten Ideen zusammengetragen! ... sollten mehr Respekt davor ...!), die dort noch einmal drinnen gestanden sind und als Produkt einer Arbeit von einem knappen Jahr präsentiert worden sind. (Abg. Kaniak: Da ist gearbeitet worden ein Jahr lang! – Abg. Steger: Wir haben den Sport ... eingebunden!) Von dem war nichts – wirklich nichts – einigermaßen brauchbar. Das ist schon eine sehr große Leistung. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Steger: ...! Alles, was Sie jetzt beschrieben haben, war da schon drinnen! ... nicht einmal durchgelesen!)
Abg. Kaniak: Da ist gearbeitet worden ein Jahr lang! – Abg. Steger: Wir haben den Sport ... eingebunden!
Sie haben jetzt auf Ihre Zeit der Verantwortung für den Sport Bezug genommen, und ich muss schon ehrlich sagen: Was da rausgekommen ist - - (Abg. Steger: Der Sportbericht zum Beispiel! Den haben Sie schon in der Schublade gehabt, als Sie eingezogen sind ins Ministerium!) – Es gab etwas – ich weiß nicht, ob das noch irgendjemandem etwas sagt –, das nannte sich Sportstrategie Austria. Das war ein Papier, in dem eine Ideensammlung enthalten war – eine Ideensammlung und eine Zusammenfassung von Themen, die den Sport seit Jahren beschäftigt haben (Abg. Steger: Zahlreiche Arbeitsgruppen und Experten ... die wichtigsten Ideen zusammengetragen! ... sollten mehr Respekt davor ...!), die dort noch einmal drinnen gestanden sind und als Produkt einer Arbeit von einem knappen Jahr präsentiert worden sind. (Abg. Kaniak: Da ist gearbeitet worden ein Jahr lang! – Abg. Steger: Wir haben den Sport ... eingebunden!) Von dem war nichts – wirklich nichts – einigermaßen brauchbar. Das ist schon eine sehr große Leistung. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Steger: ...! Alles, was Sie jetzt beschrieben haben, war da schon drinnen! ... nicht einmal durchgelesen!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Steger: ...! Alles, was Sie jetzt beschrieben haben, war da schon drinnen! ... nicht einmal durchgelesen!
Sie haben jetzt auf Ihre Zeit der Verantwortung für den Sport Bezug genommen, und ich muss schon ehrlich sagen: Was da rausgekommen ist - - (Abg. Steger: Der Sportbericht zum Beispiel! Den haben Sie schon in der Schublade gehabt, als Sie eingezogen sind ins Ministerium!) – Es gab etwas – ich weiß nicht, ob das noch irgendjemandem etwas sagt –, das nannte sich Sportstrategie Austria. Das war ein Papier, in dem eine Ideensammlung enthalten war – eine Ideensammlung und eine Zusammenfassung von Themen, die den Sport seit Jahren beschäftigt haben (Abg. Steger: Zahlreiche Arbeitsgruppen und Experten ... die wichtigsten Ideen zusammengetragen! ... sollten mehr Respekt davor ...!), die dort noch einmal drinnen gestanden sind und als Produkt einer Arbeit von einem knappen Jahr präsentiert worden sind. (Abg. Kaniak: Da ist gearbeitet worden ein Jahr lang! – Abg. Steger: Wir haben den Sport ... eingebunden!) Von dem war nichts – wirklich nichts – einigermaßen brauchbar. Das ist schon eine sehr große Leistung. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Steger: ...! Alles, was Sie jetzt beschrieben haben, war da schon drinnen! ... nicht einmal durchgelesen!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Steger: Sie wissen aber schon, wer bei diesen Skandalen im Amt war, oder? Das waren rote Sportminister!
Ruin gestürzt haben – und all das, weil Sie ein Ministerium mit Menschen aufgeblasen haben, die offensichtlich alles gemacht haben, nur nicht diese Förderungen geprüft. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Steger: Sie wissen aber schon, wer bei diesen Skandalen im Amt war, oder? Das waren rote Sportminister!)
Abg. Martin Graf: Das stimmt ja gar nicht! – Abg. Steger: So viele Tatsächliche kann ich gar nicht machen ..., falsche Informationen ...! – Abg. Martin Graf: Das ist ja eine glatte Lüge! ...!
Jetzt möchte ich noch sagen: All das, was da passiert ist, war eine Roadshow an Fototerminen für einen Sportminister, der sich gerne mit Spitzensportlern, mit Spitzensportlerinnen präsentiert hat, der sich bei Großevents gerne mit allen möglichen Leistungsträger:innen, mit allen möglichen wichtigen Personen, mit allen möglichen Menschen unterhalten hat, nur nicht mit Sportfunktionär:innen in den kleinen Vereinen. (Abg. Martin Graf: Das stimmt ja gar nicht! – Abg. Steger: So viele Tatsächliche kann ich gar nicht machen ..., falsche Informationen ...! – Abg. Martin Graf: Das ist ja eine glatte Lüge! ...!)
Abg. Kaniak: Monatelang zugesperrt! – Abg. Steger: Zusperren! Die waren alle sehr dankbar fürs Zusperren!
Ich muss Ihnen ehrlich sagen, ich liebe den Sport, wirklich, und nicht nur Sport an sich, sondern auch das, was den Sport repräsentiert, und die Menschen, die den Sport repräsentieren. Ich könnte Ihnen eine andere Roadshow empfehlen, ich könnte Ihnen nämlich empfehlen: Gehen Sie zu kleinen Veranstaltungen, gehen Sie dorthin, wo tatsächlich gearbeitet wird und wo die Menschen tatsächlich tagtäglich ihre Energie – großteils ehrenamtlich – reinstecken! Dort werden Sie überall hören, wie froh diese Menschen über all das sind, was wir in den letzten vier Jahren für den Sport getan haben, sowohl im Spitzensport als auch im Leistungssport. (Abg. Kaniak: Monatelang zugesperrt! – Abg. Steger: Zusperren! Die waren alle sehr dankbar fürs Zusperren!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Steger: Die waren alle sehr dankbar fürs Zusperren! Danke, dass wir jahrelang keinen Sport machen durften! – Abg. Martin Graf: Für die Politfunktionäre im Sport ...!
Gehen Sie zu den Fachverbänden, gehen Sie zu den kleinen Vereinen, und Sie werden es hören! Wenn Sie das nicht tun, dann kann ich Ihnen leider nicht helfen, denn dann werden Sie immer einen verzerrten Blick auf die Wahrheit haben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Steger: Die waren alle sehr dankbar fürs Zusperren! Danke, dass wir jahrelang keinen Sport machen durften! – Abg. Martin Graf: Für die Politfunktionäre im Sport ...!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, da gibt es Handlungsbedarf, dass wir die nächste Stufe erreichen, nämlich: Wer springt ein, wenn das in der Familie nicht so gut klappt? – Die Bildungseinrichtungen logischerweise, es beginnt im Kindergarten, geht über die Volksschule, Mittelstufe bis zur Oberstufe. Ich frage wirklich ernsthaft und ehrlich: Wenn Kreativstunden in der Schule ausfallen, werden die dann fachsuppliert? Kommen dann wirklich Kreativpädagoginnen oder -pädagogen, die ja geprüft sind, zum Einsatz oder wird stattdessen etwas ganz anderes gemacht? Ich glaube, dass das Thema Kreativfächer in unseren Bildungseinrichtungen nicht nur teilweise zu kurz kommt, sondern auch nicht wichtig genug genommen wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
überdenken und leben können. Wenn das zu kurz kommt, fehlt unseren Kindern und Jugendlichen sehr viel, nein: zu viel!, daher werden wir – das wird meine Kollegin machen – heute auch noch einmal unseren Antrag betreffend „Kulturvermittlung stärken“ einbringen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Das ist eine Hemmschwelle, und diese Hemmschwelle muss man ganz aktiv wegräumen. Wann geht das am besten? – Das geht am besten im Kindesalter. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Shetty: Dieser Antrag ist ein Selbstgespräch!
Da gibt es dann auch die Möglichkeit, mit Kultureinrichtungen Kooperationen einzugehen. (Abg. Shetty: Dieser Antrag ist ein Selbstgespräch!) Ich denke da zum Beispiel an die Musikschulen, daran, ganz zielführend NGOs reinzuholen. Eines meiner Lieblingsprojekte diesbezüglich ist ja das tolle Projekt Superar, das viele von uns kennen. Da wird nicht nur täglich in der Schule gesungen, da wird auch regelmäßig, mehrmals im Jahr, gemeinsam im Wiener Konzerthaus, einem der schönsten Konzertsäle Wiens, aufgetreten. Da kommen dann Eltern, die vielleicht nicht so kulturaffin sind, auch zum Zuhören, und damit haben wir gleichzeitig auch schon wieder eine Hemmschwelle überwunden.
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Pöttinger.
Alles das soll Teil der Gespräche zwischen dem BMKÖS und dem BMBWF sein. Es wird am Ende eine Strategie rausschauen, die – anders als die Kollegin andeutet – nicht inhaltsleer sein wird, es wird eine gute Strategie zur kulturellen Bildung sein, weil kulturelle Bildung für alle wichtig ist. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Pöttinger.)
Zwischenruf des Abg. Shetty.
Im Antrag geht es um kulturelle Bildung für Kinder und Jugendliche. Grundsätzlich spricht nichts gegen dieses Thema und es wäre grundsätzlich auch wichtig, die geforderten Kooperationen auszubauen. Wir diskutieren hier aber einen Antrag von schwarz-grünen Abgeordneten, in dem ihr euch selber – nämlich die schwarz-grüne Bundesregierung – ersucht, endlich tätig zu werden. (Zwischenruf des Abg. Shetty.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Shetty. – Abg. Scherak: Besser spät als nie!
Mir stellt sich zu Recht die Frage: Habt ihr, die Abgeordneten von Schwarz-Grün, endlich erkannt, dass in eurer eigenen Bundesregierung nichts vorwärtsgeht, weil ihr euch selber zum Arbeiten auffordern müsst? (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Shetty. – Abg. Scherak: Besser spät als nie!)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Shetty.
Geschätzte Damen und Herren, solche Anträge sind reine Showpolitik und der verzweifelte Versuch, die schwarz-grüne Bundesregierung noch künstlich am Leben zu erhalten. Es ist offensichtlich, dass da versucht wird, mit tollen Überschriften, mit selbst lobenden Begründungen, aber inhaltsleeren Anträgen noch ein paar Schlagzeilen zu generieren. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Shetty.)
Beifall bei der FPÖ.
Geschätzte Kollegen, liefern Sie Inhalte, liefern Sie vernünftige Anträge! Wir werden diese sachlich im Interesse der österreichischen Bevölkerung hier im Plenum diskutieren, aber wir werden uns ganz sicher nicht an dieser schwarz-grünen Showpolitik im Kulturbereich beteiligen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Einwallner.
Abgeordneter Laurenz Pöttinger (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzter Herr Vizekanzler! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Es ist schon spannend: Machen wir was, ist es nicht recht, machen wir nichts, ist es auch nicht recht. (Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Einwallner.) Die Opposition jammert immer, egal was wir tun; es wird einfach einmal gejammert. Ich habe gerade eine Gruppe vom Seniorenbund Waizenkirchen dagehabt, und da wurde ich auch gefragt: Wie gibt es das? Da sind einige immer gegen alles, und speziell natürlich von der Opposition. – Ja, sie können nicht anders!, habe ich gesagt. Offensichtlich ist ihnen das so wichtig, gegen alles zu sein (Zwischenruf des Abg. Scherak), damit sie dort und da immer wieder das eine oder andere mehr an Stimmen bekommen. Am Ende des Tages werden wir es schon sehen.
Zwischenruf des Abg. Scherak
Abgeordneter Laurenz Pöttinger (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzter Herr Vizekanzler! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Es ist schon spannend: Machen wir was, ist es nicht recht, machen wir nichts, ist es auch nicht recht. (Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Einwallner.) Die Opposition jammert immer, egal was wir tun; es wird einfach einmal gejammert. Ich habe gerade eine Gruppe vom Seniorenbund Waizenkirchen dagehabt, und da wurde ich auch gefragt: Wie gibt es das? Da sind einige immer gegen alles, und speziell natürlich von der Opposition. – Ja, sie können nicht anders!, habe ich gesagt. Offensichtlich ist ihnen das so wichtig, gegen alles zu sein (Zwischenruf des Abg. Scherak), damit sie dort und da immer wieder das eine oder andere mehr an Stimmen bekommen. Am Ende des Tages werden wir es schon sehen.
Abg. Seidl: Sicher!
Wir sind sicher gut aufgestellt (Abg. Seidl: Sicher!), wir als Schwarz-Grüne haben sehr, sehr viel weitergebracht. (Abg. Einwallner: Brauchst nur selber ...! – Abg. Erasim: Nur ausreichend selbst einreden, dass die ÖVP gerade gut dasteht!) Ich sehe auch im Bereich der Kultur einiges, was sich sehr, sehr gut entwickelt, und wir haben ein Budget, das sich sehen lassen kann. Wir haben einiges zuwege gebracht und werden gut weiterarbeiten. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Einwallner: Brauchst nur selber ...! – Abg. Erasim: Nur ausreichend selbst einreden, dass die ÖVP gerade gut dasteht!
Wir sind sicher gut aufgestellt (Abg. Seidl: Sicher!), wir als Schwarz-Grüne haben sehr, sehr viel weitergebracht. (Abg. Einwallner: Brauchst nur selber ...! – Abg. Erasim: Nur ausreichend selbst einreden, dass die ÖVP gerade gut dasteht!) Ich sehe auch im Bereich der Kultur einiges, was sich sehr, sehr gut entwickelt, und wir haben ein Budget, das sich sehen lassen kann. Wir haben einiges zuwege gebracht und werden gut weiterarbeiten. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Wir sind sicher gut aufgestellt (Abg. Seidl: Sicher!), wir als Schwarz-Grüne haben sehr, sehr viel weitergebracht. (Abg. Einwallner: Brauchst nur selber ...! – Abg. Erasim: Nur ausreichend selbst einreden, dass die ÖVP gerade gut dasteht!) Ich sehe auch im Bereich der Kultur einiges, was sich sehr, sehr gut entwickelt, und wir haben ein Budget, das sich sehen lassen kann. Wir haben einiges zuwege gebracht und werden gut weiterarbeiten. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Erasim: Er hat wie immer mehr Fragen als Antworten! – Heiterkeit bei der SPÖ.
Warum und wieso haben wir diesen Antrag zur Verstärkung der kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche gestellt? Manche könnten sich fragen: Ist Kunst und Kultur überhaupt so wichtig für unsere Kinder? Gibt es nicht wichtigere Themen? Gibt es nicht eh schon genügend Berührungspunkte mit Kunst und Kultur für unsere Jugendlichen? Darf uns Kunst und Kultur etwas wert sein? Sind die Kunst- und Kulturschaffenden in Österreich überhaupt bereit, eine Kooperation mit Schulen und Bildungseinrichtungen zu schließen? Sind Professoren, Lehrer und Lehrerinnen bereit, Kunst und Kultur verstärkt zu vermitteln? (Abg. Erasim: Er hat wie immer mehr Fragen als Antworten! – Heiterkeit bei der SPÖ.) Ist Österreich ein Kunst- und Kulturland? – Ja, liebe Kolleginnen und Kollegen und liebe Zuseher:innen, es gibt viele
Abg. Einwallner: Und wenige Antworten von dieser Regierung, ja, stimmt!
Fragen (Abg. Einwallner: Und wenige Antworten von dieser Regierung, ja, stimmt!), die wir hier stellen könnten.
Beifall bei der ÖVP.
Ich bin überzeugt: Österreich ist ein Kunst- und Kulturland! (Beifall bei der ÖVP.) Der Stellenwert von Kunst und Kultur in unserem Land ist Gott sei Dank ein sehr hoher. Allerdings ist es sicher notwendig, den Zugang für Kinder und Jugendliche noch weiter zu stärken. (Zwischenruf des Abg. Shetty.) Ja, und nach meinen Erfahrungen mit Kunst- und Kulturschaffenden sind die handelnden Personen sehr wohl dazu bereit und auch froh über eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit unseren Schulen. Ja, und auch unseren maßgeblichen Professoren sowie Lehrerinnen und Lehrern ist die Kunst- und Kulturvermittlung ein echtes Anliegen.
Zwischenruf des Abg. Shetty.
Ich bin überzeugt: Österreich ist ein Kunst- und Kulturland! (Beifall bei der ÖVP.) Der Stellenwert von Kunst und Kultur in unserem Land ist Gott sei Dank ein sehr hoher. Allerdings ist es sicher notwendig, den Zugang für Kinder und Jugendliche noch weiter zu stärken. (Zwischenruf des Abg. Shetty.) Ja, und nach meinen Erfahrungen mit Kunst- und Kulturschaffenden sind die handelnden Personen sehr wohl dazu bereit und auch froh über eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit unseren Schulen. Ja, und auch unseren maßgeblichen Professoren sowie Lehrerinnen und Lehrern ist die Kunst- und Kulturvermittlung ein echtes Anliegen.
Abg. Erasim – erheitert –: Ich glaube, der Minister weiß auch schon nicht mehr, was Sie sagen wollten! Der Herr Vizekanzler tut mir jetzt einmal leid!
Ja, es gibt unglaublich viele wichtige Bildungsthemen (Abg. Erasim – erheitert –: Ich glaube, der Minister weiß auch schon nicht mehr, was Sie sagen wollten! Der Herr Vizekanzler tut mir jetzt einmal leid!), es gibt auch viele Interessen der Jugendlichen und es gibt viele Talente in den unterschiedlichsten Bereichen. Kunst und Kultur kann unser Leben in einem hohen Maß bereichern. Kunst und Kultur stärkt unser Miteinander, Kunst und Kultur begeistert, rüttelt oft wach, Kunst und Kultur ist wichtig für unser Gemüt und für unsere kulturelle Identität.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Erasim: Worum geht’s in dem Antrag? – Abg. Scherak: Wir haben nicht verstanden, was wir unterstützen sollen!
Wir sind auch international ein hoch anerkanntes Kunst- und Kulturland. Das möge so bleiben, und deshalb: Unterstützen Sie bitte unseren Antrag! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Erasim: Worum geht’s in dem Antrag? – Abg. Scherak: Wir haben nicht verstanden, was wir unterstützen sollen!)
Abg. Seidl: Ja, warum?
Und ein Nachsatz: Die Zuseherinnen und Zuseher zu Hause haben es sicher nicht mitbekommen, und heute bin ich auch gefragt worden: Warum gibt es da immer wieder Zwischenrufe? (Abg. Seidl: Ja, warum?) Sehr viele bekommt man ja im Fernsehen nicht mit. Jetzt hat es viele Zwischenrufe gegeben (Rufe bei den NEOS: Warum?), und was ist das Anliegen? – Man will den Redner drausbringen. (Rufe bei der SPÖ: Nein! – Abg. Erasim – erheitert –: Sie waren ja nie
Rufe bei den NEOS: Warum?
Und ein Nachsatz: Die Zuseherinnen und Zuseher zu Hause haben es sicher nicht mitbekommen, und heute bin ich auch gefragt worden: Warum gibt es da immer wieder Zwischenrufe? (Abg. Seidl: Ja, warum?) Sehr viele bekommt man ja im Fernsehen nicht mit. Jetzt hat es viele Zwischenrufe gegeben (Rufe bei den NEOS: Warum?), und was ist das Anliegen? – Man will den Redner drausbringen. (Rufe bei der SPÖ: Nein! – Abg. Erasim – erheitert –: Sie waren ja nie
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Erasim: Sie kann man ja nicht drausbringen! – Abg. Shetty: ... Selbstreflexion ...!
drinnen in Ihrer Rede!) – Alles Gute und einen schönen Nachmittag! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Erasim: Sie kann man ja nicht drausbringen! – Abg. Shetty: ... Selbstreflexion ...!)
Beifall bei SPÖ und NEOS.
Abgeordnete Katharina Kucharowits (SPÖ): Herr Präsident! Werter Herr Vizekanzler! Geschätzte Kollegen und Kolleginnen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Kollege Pöttinger, herzlichen Dank für den sehr humoristischen Beitrag zum Thema kulturelle Bildung – sehr spannend, was Sie für einen Blick darauf haben. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Ruf bei der ÖVP: ... Ernst der Lage ...!
Ich würde jetzt gerne wirklich zum Ernst der Lage kommen. (Ruf bei der ÖVP: ... Ernst der Lage ...!) In der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wird der Mensch als soziales, kulturelles Wesen beschrieben, und das Recht eines jeden Menschen auf Teilhabe am sozialen, kulturellen Leben wird als Menschenrecht eingeräumt und anerkannt.
Beifall bei der SPÖ
Was nämlich gänzlich fehlt, geschätzte Kollegen und Kolleginnen der ÖVP und Grünen, ist ein umfassender, mehrjähriger Aktionsplan zur kulturellen Bildung – das braucht es ganz einfach dringend, und das fordern wir auch ein (Beifall bei der SPÖ) –, ein Aktionsplan, der ganz klare Antworten gibt, auf Fragen wie: Wer soll wo und wann kulturelle Bildung vermitteln? Wem kann sie sozusagen zugutekommen? – Denken wir daran, wie Kindergartenkinder eigentlich dazu kommen! Denken wir daran, wie Volksschulkinder, Jugendliche dazu kommen! Schülerinnen und Schüler, die zum Beispiel eine Berufsschule besuchen, sind eigentlich auch völlig ausgenommen. Wer soll diese kulturelle Bildung leisten? Und vor allem: Welches Budget gibt es dafür? – Diese Antworten haben wir nicht. Deshalb braucht es dieses umfassende Konzept und diesen umfassenden Aktionsplan und nicht – mit Verlaub – so lapidare Beschlüsse, die Sie uns heute auf den Tisch legen.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Die Beschlussformel lautet: „eine gemeinsame Initiative zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Kultur- und Bildungseinrichtungen und der kulturellen Bildung der Schüler:innen in Österreich zu setzen“. – Ehrlich? Das ist peinlich! Mehr ist das nicht, das ist einfach nur peinlich! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Abg. Obernosterer: ... als Kulturreferent!
Es gibt keine Antwort auf finanzielle Komponenten. Sie wissen ganz genau: Kultur ist zum Luxusgut geworden. Es ist einfach so, dass wir in Österreich 350 000 Kinder haben, die armutsgefährdet sind. Diese können sich ganz einfach keinen Theaterbesuch oder einen Konzertbesuch leisten oder auch, in ein Kino zu gehen oder ein Instrument zu erlernen. Unsere Vorschläge liegen seit Monaten, seit Jahren am Tisch – Stichworte: Kulturguthaben, kulturelle Bildung wirklich zu etablieren, oder „Jedem Kind sein Instrument“. (Abg. Obernosterer: ... als Kulturreferent!)
Beifall bei der SPÖ.
Sie haben das alles offen gesprochen belächelt – sehr, sehr beschämend war das. Alle Kinder haben nämlich das Recht auf kulturelle Teilhabe und einfach auch auf das Kennenlernen von Kunst und Kultur, nicht nur als Menschenrecht. Wir haben es auch in unserer Bundesverfassung im Rahmen der Kinderrechte verankert. Sie müssen endlich in die Gänge kommen, um dieses Recht auch wirklich allen zu gewähren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie selbst haben sich das im Regierungsprogramm als Aufgabe gesetzt. Stimmen Sie Ihrem eigenen Anliegen zu! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Ich möchte darauf hinweisen, dass es aus meiner Sicht sehr wichtig ist, dass man in diesem Zusammenhang in eine gute Koordination und Kooperation mit den Schulen geht, denn es darf nicht passieren, dass man den Schulen noch weitere Dinge aufhalst, das Bürokratiemonster noch größer macht, als es ohnehin schon ist, nur um das, was man sich jetzt einbildet, zu machen. Man muss das mit den Schulen gut koordinieren, sodass das dann auch gut umsetzbar ist, denn die Pädagoginnen und Pädagogen und die Direktorinnen und Direktoren haben schon ziemlich viele Aufgaben von uns bekommen, vor allem im bürokratischen Bereich. Das darf aus unserer Sicht nicht passieren, dass das noch einmal ein Bürokratiemonster wird, sondern es müssen wirklich umsetzbare Strategien und umsetzbare Maßnahmen sein. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Lausch.
Eine Ergänzung noch zu unserem Kulturausschuss, da ja alle Anträge der Opposition vertagt worden sind: Herr Pöttinger hat gemeint, die Opposition ist immer gegen alles. Dem kann ich nur entgegnen: Die Regierungsparteien sind ja auch immer gegen alles, was von der Opposition eingebracht wird. Es gibt keinen einzigen Antrag der Opposition, der von den Regierungsparteien angenommen wird! Uns dann vorzuhalten, dass wir Anträge der Regierungsparteien kritisieren, finde ich wirklich ein bisschen frech. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Lausch.)
Beifall bei den NEOS.
den Antrag dann abarbeiten. Das wäre doch einmal ein Vorschlag für kooperatives Handeln für die Zukunft! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
Also bitte, sehr geehrte Regierungsparteien, konkrete Schritte wären ganz dringend erwünscht und notwendig. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Das war die Frau Gehrer!
worden. (Abg. Heinisch-Hosek: Das war die Frau Gehrer!) Also so viel Interesse kann es daran nicht gegeben haben.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Und im Übrigen bin ich der Meinung: Bring them home now! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ja, dieser Antrag ist äußerst sinnvoll, denn die Zusammenarbeit zwischen Kultureinrichtungen und Schulen kann immer verbessert werden. Wir sind eine Kulturnation und das wollen wir auch bleiben. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Michael Hammer: So ist es!
um die richtigen Startvoraussetzungen für Kinder und Jugendliche zu schaffen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Michael Hammer: So ist es!)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Disoski.
Ein Großteil der Förderungen im Bereich Architektur, Baukultur, Denkmalschutz und Welterbe beinhaltet bereits vielfältige Kinder- und Jugendprogramme in unterschiedlichen Formaten. Weiters gibt es zahlreiche geförderte Kulturvermittlungsprojekte und -initiativen sowie Kinder- und Jugendprogramme, die als Zielgruppe Kinder und Jugendliche im schulischen und im außerschulischen Bereich haben. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Disoski.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Maurer.
Vielen Dank an dieser Stelle an die Frau Staatssekretärin für die Zusage, dass in Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium nun die kulturelle Bildung für Kinder und Jugendliche weiter ausgebaut werden soll. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Maurer.)
Beifall bei der SPÖ.
Neue Akzente und Schwerpunkte in der Pflege vermisst man gänzlich, und das wundert mich auch nicht. Denken wir an den Pflegeausbildungsbonus in Höhe von 600 Euro, dieser allein zeigt, dass soziale Sicherheit in unserem Land leider immer noch einen geringen Stellenwert hat. Als Beispiel dafür die öffentliche Sicherheit: Polizeischülerinnen und ‑schüler bekommen während ihrer Ausbildung bereits bis zu 2 600 Euro brutto im Monat. In der Pflegeausbildung sind es wie gesagt 600 Euro. Das heißt, von einem Anreiz, sich für den Pflegeberuf zu entscheiden, kann da nicht gesprochen werden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Es ist also sehr klar gewesen, es ist akuter Handlungsbedarf gegeben. Die Bundesregierung hat diesen Handlungsbedarf erkannt und – und das ist sehr wichtig – auch gehandelt. Es war im Mai des Vorjahres, dass der Sozialminister am Internationalen Tag der Pflege die erste große Pflegereform präsentiert hat. Diese hat damals 20 Maßnahmen umfasst und war mit einem Budget von 1 Milliarde Euro hinterlegt. Auch wenn die Wirkung vieler Maßnahmen sich erst längerfristig zeigen wird – denken Sie da beispielsweise an die zusätzlichen Ausbildungsplätze oder auch an den Zuschuss für die Ausbildung –, ist es uns doch mit dieser ersten Pflegereform im Mai 2022 gelungen, dass wir tatsächlich die Situation der Pflege stabilisieren, die Situation der Beschäftigten und auch jene der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen deutlich und spürbar verbessern. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Pfurtscheller.
Diese im Mai 2022 präsentierte Pflegereform war ein erfolgreicher, ein erster Schritt, um die Arbeitsbedingungen in der Pflege für die Beschäftigten, für die Pflegebedürftigen und auch für ihre Angehörigen tatsächlich zu stabilisieren, zu verbessern. Gleichzeitig hat Minister Rauch immer sehr klar und sehr deutlich formuliert, dass weitere Schritte folgen werden, weil einfach weitere Schritte folgen müssen. Er hat auch immer sehr klar gesagt, dass er gedenkt, das im Rahmen des Finanzausgleichs auf den Weg zu bringen, diese Schritte auch zu gehen. Diese Schritte gehen wir jetzt, und das ist eine gute Nachricht, eine wichtige Nachricht für alle, die in der Pflege beschäftigt sind, für Pflegende, für zu Pflegende und für deren Angehörige. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Pfurtscheller.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Im Gegensatz zu dem, was die Kollegin von der SPÖ gerade ausgeführt hat, ist meine Conclusio eine andere: Sie sehen, Sie hören, sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher, diese Bundesregierung hat den Handlungsbedarf in der Pflege erkannt. Sie hat nicht nur versprochen, Maßnahmen und Verbesserungen zur nachhaltigen Absicherung der Pflege zu setzen, sie tut das auch. Wir versprechen nicht nur, wir liefern auch und wir entwickeln weiter. Wir hören zu und wir handeln, und das werden wir auch weiterhin machen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Disoski: Du musst mir gar nichts zugestehen!
Abgeordneter Mag. Christian Ragger (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Ich gestehe Kollegin Disoski zu (Abg. Disoski: Du musst mir gar nichts zugestehen!), dass sie heute bemüht war, die Situation aus der Sichtweise der Grünen zu erklären. Kollegin Ribo ist heute nicht hier, aber wir werden einmal versuchen, die Fakten für die Bevölkerung darzulegen. (Abg. Disoski: Ja, bitte mach jetzt Mansplaining! Erklär mir die Welt!)
Abg. Disoski: Ja, bitte mach jetzt Mansplaining! Erklär mir die Welt!
Abgeordneter Mag. Christian Ragger (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Ich gestehe Kollegin Disoski zu (Abg. Disoski: Du musst mir gar nichts zugestehen!), dass sie heute bemüht war, die Situation aus der Sichtweise der Grünen zu erklären. Kollegin Ribo ist heute nicht hier, aber wir werden einmal versuchen, die Fakten für die Bevölkerung darzulegen. (Abg. Disoski: Ja, bitte mach jetzt Mansplaining! Erklär mir die Welt!)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Rufe bei den Grünen: Ja, ja!
Es sind viele Bereiche, die zu erklären Sie sicher bemüht waren, aber im Grunde genommen sind wir weit entfernt von einer Pflegereform in Österreich, weil Sie es bis dato nicht geschafft haben – das Einfachste, aber das ist verständlich, dass die Grünen damit nichts anzufangen wissen –, sich einmal eine Kostenstruktur anzuschauen. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Rufe bei den Grünen: Ja, ja!)
Abg. Gödl: Ist ja nicht wahr!
Von diesen 1,1 Milliarden Euro – und da kann jetzt die Kollegin nichts dafür – zahlen Sie 300 Millionen Euro nur dafür, dass Sie den Regress abgeschafft haben – dann sind wir bei 800 Millionen Euro. Sie zahlen 644 Millionen Euro dafür, damit Sie für die Jahre 2022, 2023 die Gehälter abgegolten haben. (Abg. Gödl: Ist ja nicht wahr!) Was bleibt jetzt von diesen 1,1 Milliarden Euro, die
Abg. Gödl: Bitte, Christian, du beleidigst deine Intelligenz gerade! – Zwischenruf des Abg. Koza.
Sie da in dieses System stopfen, noch übrig? (Abg. Gödl: Bitte, Christian, du beleidigst deine Intelligenz gerade! – Zwischenruf des Abg. Koza.) Das ist leider Gottes nicht mehr viel, muss ich sagen.
Abg. Gödl: Ja, genau, muss man ja! – Zwischenruf des Abg. Koza
Das ist also zwar ein Ansatz – wir sehen es auch positiv, dass Sie jetzt die Förderung dieser 24-Stunden-Pflege von 600 auf 800 Euro erhöhen und dass Sie 1 600 Euro bereitstellen für jemanden, der in dieser 24-Stunden-Pflege unselbstständig angestellt ist –, aber das ist noch keine Reform. Wenn Sie es mit einer Reform ernst gemeint hätten – und Kollege Gödl wird versuchen, in seiner Rede nach mir wieder alles für diese Regierung zurechtzurücken (Abg. Gödl: Ja, genau, muss man ja! – Zwischenruf des Abg. Koza) –, dann hätten Sie die Länder verpflichtet, ernsthaft darüber nachzudenken, wie dieses System funktionieren kann. Das haben Sie letztendlich versäumt und daher brauchen Sie sich nicht zu wundern, wenn dieses System der Pflege in Österreich an die Wand gefahren wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist also zwar ein Ansatz – wir sehen es auch positiv, dass Sie jetzt die Förderung dieser 24-Stunden-Pflege von 600 auf 800 Euro erhöhen und dass Sie 1 600 Euro bereitstellen für jemanden, der in dieser 24-Stunden-Pflege unselbstständig angestellt ist –, aber das ist noch keine Reform. Wenn Sie es mit einer Reform ernst gemeint hätten – und Kollege Gödl wird versuchen, in seiner Rede nach mir wieder alles für diese Regierung zurechtzurücken (Abg. Gödl: Ja, genau, muss man ja! – Zwischenruf des Abg. Koza) –, dann hätten Sie die Länder verpflichtet, ernsthaft darüber nachzudenken, wie dieses System funktionieren kann. Das haben Sie letztendlich versäumt und daher brauchen Sie sich nicht zu wundern, wenn dieses System der Pflege in Österreich an die Wand gefahren wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ragger: Aber die haben eine Pflegeversicherung, die 80 Prozent der Pflege abdeckt!
Das Besondere am österreichischen Pflegesystem ist ja, dass wir den Menschen die größtmögliche Wahlfreiheit zugestehen. Wir haben weltweit das höchste Pflegegeld, das wir den Personen, den Menschen, die Pflege benötigen, geben. In der höchsten Stufe des Pflegegeldes, der Stufe 7, sind es mehr als 1 800 Euro monatlich, die wir den Menschen zur Verfügung stellen, die Pflegebedarf haben, damit sie sich ihre Art der Pflege aussuchen können. Übrigens: Für die höchste Stufe in Deutschland erhält man derzeit 901 Euro, also nicht einmal die Hälfte dessen, was man hier bei uns bekommt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ragger: Aber die haben eine Pflegeversicherung, die 80 Prozent der Pflege abdeckt!) – Ein völliger Rohrkrepierer, die Pflegeversicherung in Deutschland, weil Herr Ragger sie anspricht. (Abg. Ragger: Ja, aber es ist ...! Seit 1994! Hat ja der Hesoun vergessen ...!)
Abg. Ragger: Ja, aber es ist ...! Seit 1994! Hat ja der Hesoun vergessen ...!
Das Besondere am österreichischen Pflegesystem ist ja, dass wir den Menschen die größtmögliche Wahlfreiheit zugestehen. Wir haben weltweit das höchste Pflegegeld, das wir den Personen, den Menschen, die Pflege benötigen, geben. In der höchsten Stufe des Pflegegeldes, der Stufe 7, sind es mehr als 1 800 Euro monatlich, die wir den Menschen zur Verfügung stellen, die Pflegebedarf haben, damit sie sich ihre Art der Pflege aussuchen können. Übrigens: Für die höchste Stufe in Deutschland erhält man derzeit 901 Euro, also nicht einmal die Hälfte dessen, was man hier bei uns bekommt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ragger: Aber die haben eine Pflegeversicherung, die 80 Prozent der Pflege abdeckt!) – Ein völliger Rohrkrepierer, die Pflegeversicherung in Deutschland, weil Herr Ragger sie anspricht. (Abg. Ragger: Ja, aber es ist ...! Seit 1994! Hat ja der Hesoun vergessen ...!)
Beifall bei der ÖVP.
Der Pflegefonds wird jetzt ganz massiv aufgestockt. Man stelle sich vor, im Jahr 2011 wurde der Pflegefonds eingeführt, und damals war er mit 100 Millionen Euro dotiert. 2011! Im heurigen Jahr, 2023, liegen im Pflegefonds 455 Millionen Euro. Pflegefonds bedeutet, dass die Länder Geld bekommen, damit sie ihre Aufgaben, die in ihrer Verantwortung sind, bestmöglich erfüllen können. Und jetzt stocken wir auf, beginnend mit dem nächsten Jahr, abgesichert für die nächsten fünf Jahre, statten den Pflegefonds mit 1 100 Millionen Euro aus. Wir statten den Pflegefonds mit 1 100 Millionen Euro aus, beginnend mit dem nächsten Jahr, damit die Länder ihre Aufgaben in den verschiedenen Bereichen entsprechend erfüllen können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen
Wir haben uns deswegen dazu verpflichtet und dazu bekannt, dass wir die Ausbildungsmaßnahmen verstärken. Liebe Kollegin Verena Nussbaum, es sind derzeit so viele Menschen in der Pflegeausbildung wie noch nie zuvor – wie noch nie zuvor! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen) –, weil wir Maßnahmen gesetzt haben, die natürlich greifen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ausgaben im Bereich der Pflege, denn Österreich hat sich das verdient! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
Was Sie aber nach wie vor ignorieren, ist, dass diese Pflegereform keine inhaltliche Reform der Arbeit ist. Die Arbeitsbedingungen in der Pflege sind nach wie vor, trotz Fokus in der Pandemie, nicht angegriffen worden. Es gibt keine Aufwertung, es gibt keine Anerkennung für vorhandene Kompetenzen. Wir haben keine Sicherstellung, wie Weiterbildungen gefördert werden. Sie fördern nur neue Ausbildungen und verpflichten die Bundesländer on top sogar noch dazu, neue Pflegekräfte, immer mehr, auszubilden. Das reicht aber nicht. Ja, wir brauchen mehr Pflegekräfte, definitiv, wenn wir aber das Personal als Kanonenfutter verwenden und immer fünf nachschießen, wenn sieben ausscheiden, geht sich das auf Dauer nicht aus. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS sowie der Abgeordneten Drobits und Kucher.
Das, Herr Minister, reicht weder für eine gelungene Pflegereform noch für einen gelungenen Finanzausgleich. Wir können da in Ihren Jubel einfach nicht einstimmen. – (Den Dank auch in Gebärdensprache ausführend:) Danke. (Beifall bei den NEOS sowie der Abgeordneten Drobits und Kucher.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das war der Punkt, warum wir in einem ersten Schritt entlang der Notwendigkeit gesagt haben, wir müssen es einmal schaffen, alle, die wir im System haben, dort zu halten. Das bedeutet oder hat bedeutet, die Anreize auf der gehaltlichen Seite zu verankern. Damals war die Kritik: Ja, eh okay, ist aber nur für zwei Jahre, hilft nichts! – Jetzt ist das dauerhaft im Finanzausgleich verankert. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Wurm.
Wir haben – das ist der nächste Punkt entlang der Devise ausbilden, was immer geht – das Pflegestipendium mit 1 400 Euro verankert und die Zuschüsse mit 600 Euro, wenn man studiert. Das zeigt auch Effekte. Ich kann Ihnen sagen, der Andrang auf die Ausbildungen – bis hin zur Pflegelehre – ist so groß wie nie, weil die Menschen gemerkt haben, da wird etwas getan, um den Beruf attraktiv zu machen, attraktiv zu halten und das auch auf den Boden zu bekommen. (Zwischenruf des Abg. Wurm.)
Abg. Belakowitsch: Nein, werden wir nicht!
Wir werden in der Pflege Zuwanderung brauchen. (Abg. Belakowitsch: Nein, werden wir nicht!) Das ist ein Punkt, den man nicht beiseiteschieben kann. Es wird uns nicht gelingen, keinem einzigen europäischen Mitgliedstaat wird es gelingen, das Pflegekräftepotenzial, das wir brauchen, aus Eigenem oder innerhalb von Europa zu gewinnen. Wer – ich sage das dazu – eine Festung Österreich errichten will (Abg. Belakowitsch: Ja, das wollen wir!), muss den Menschen auch dazusagen: In dieser Festung Österreich wird dann keine angemessene Pflege mehr stattfinden, weil die Leute nicht da sein werden. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. Holzleitner.)
Abg. Belakowitsch: Ja, das wollen wir!
Wir werden in der Pflege Zuwanderung brauchen. (Abg. Belakowitsch: Nein, werden wir nicht!) Das ist ein Punkt, den man nicht beiseiteschieben kann. Es wird uns nicht gelingen, keinem einzigen europäischen Mitgliedstaat wird es gelingen, das Pflegekräftepotenzial, das wir brauchen, aus Eigenem oder innerhalb von Europa zu gewinnen. Wer – ich sage das dazu – eine Festung Österreich errichten will (Abg. Belakowitsch: Ja, das wollen wir!), muss den Menschen auch dazusagen: In dieser Festung Österreich wird dann keine angemessene Pflege mehr stattfinden, weil die Leute nicht da sein werden. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. Holzleitner.)
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. Holzleitner.
Wir werden in der Pflege Zuwanderung brauchen. (Abg. Belakowitsch: Nein, werden wir nicht!) Das ist ein Punkt, den man nicht beiseiteschieben kann. Es wird uns nicht gelingen, keinem einzigen europäischen Mitgliedstaat wird es gelingen, das Pflegekräftepotenzial, das wir brauchen, aus Eigenem oder innerhalb von Europa zu gewinnen. Wer – ich sage das dazu – eine Festung Österreich errichten will (Abg. Belakowitsch: Ja, das wollen wir!), muss den Menschen auch dazusagen: In dieser Festung Österreich wird dann keine angemessene Pflege mehr stattfinden, weil die Leute nicht da sein werden. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. Holzleitner.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Unterm Strich: die Herausforderung angenommen, viele Schritte umgesetzt. Und nein, wir sind nicht am Ende der Agenda angelangt, sondern das ist weiter zu betreiben und auszubauen, und genau das wird passieren. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich wage, genau das Gegenteil zu behaupten. Es hat wahrscheinlich noch nie eine Regierung gegeben, die dermaßen den Pflegenotstand angeht wie diese aktuelle. Wir glauben, wir können das auch sehr gut belegen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ja, es war schon gut, dass es eingeführt worden ist, keine Frage. Es hat aber schlichtweg nicht gereicht. Meine sehr geehrten Damen und Herren, es hat diese schwarz-grüne Regierung und einen grünen Sozialminister gebraucht, dass es endlich einen Pflegefonds dotiert mit über 1 Milliarde Euro gibt, dass wir die Pflegemilliarde, Anfang der 2000er-Jahre gefordert, jetzt endlich umgesetzt haben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Wurm: Wo habt ihr das Geld her?
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das ist wirklich ein Grund zum Feiern (Abg. Wurm: Wo habt ihr das Geld her?), und zwar nicht, weil es 1 Milliarde Euro ist, sondern weil diese Milliarde auch sinnvoll für die Menschen, die pflegen, und für die Menschen, die gepflegt werden, eingesetzt wird.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
umgesetzt und im Finanzausgleich nachhaltig gesichert. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Jetzt frage ich mich: Welche Regierung hat das zuletzt gemacht? – Mir fällt keine ein. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Zuletzt: Wir haben vieles gemacht. Es gibt noch viel zu tun. Es ist viel zu tun, um die Einkommenssituation, die Arbeitssituation, die Ausbildungssituation noch zu verbessern. Was wir jetzt tatsächlich geschafft haben, ist: Wir haben die Pflegemilliarde endlich umgesetzt. Vorzuwerfen, dass nichts passiert wäre, dass nichts gemacht worden wäre, ist schlichtweg reine Polemik, und das hat die Pflege in Österreich nicht verdient. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Michael Hammer: Das ist ja unerhört!
Abgeordneter Mag. Christian Drobits (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Nun, Herr Bundesminister, das Bemühen ist sicher nicht abzustreiten, und ich weiß auch, dass die Communitynurses eine Angelegenheit sind, die funktionieren kann und wird. Sie wollen aber viel mehr, und ich weiß auch, dass Sie mit angezogener Handbremse Sozialpolitik und Pflegepolitik machen müssen, weil Ihr Regierungspartner vieles nicht zulässt. (Abg. Michael Hammer: Das ist ja unerhört!)
Abg. Koza: Geh bitte!
Markus Koza ist euphorisch und sagt, das meiste Geld ist da hineingesteckt worden. – Ja, es ist viel Geld hineingesteckt worden! Nur ist das Pflegesystem derzeit ein Fass ohne Boden. (Abg. Koza: Geh bitte!) Der Boden ist weiterhin nicht da. Wir haben eine Fortschreibung der bisherigen Systeme, das sehe ich auch jetzt noch so. Herr Bundesminister, bitte nicht böse sein, aber es ist im Endeffekt
Beifall bei der SPÖ.
Der Herr Bundesminister hat heute ein wahres Wort gesprochen: Die müssen durchhalten, sonst ist das System komplett ruiniert. Durchhalten müssen sie jetzt. Er hat gemeint, mit der Entlohnung, die jetzt erhöht worden ist, wird das der Fall sein. Ich glaube, mit Geld alleine wird man Menschen in der Pflege und Betreuung nicht im System halten können. Die brauchen Perspektiven, die brauchen klare Arbeitsbedingungen, die brauchen vielleicht auch einen höheren Personalschlüssel – die brauchen aber vor allem Möglichkeiten, in Gesundheit lange arbeiten zu können. Und das bieten unsere derzeitigen Vorlagen nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Warum verwahren Sie sich, liebe Regierungsparteien – Kollege Gödl hat es im Ausschuss auch bestätigt –, dagegen, dass die besonders belastende Arbeit dieser Gruppe der Pfleger:innen und Betreuer:innen als Schwerarbeit anerkannt wird? (Beifall bei der SPÖ.) Pflege und Betreuung ist Schwerarbeit, das wissen alle. Deshalb fordere ich Sie nochmals auf: Machen Sie es wirklich wahr, dass Sie auch diese Gruppe in die Schwerarbeitspension hineinnehmen! Der Herr
Beifall bei der SPÖ.
Bitte geben Sie dieser Personengruppe Wertschätzung! Geben Sie den neuen Auszubildenden ein Image! Diese werden wir brauchen, sonst haben wir wirklich einen Pflegenotstand, aber auch einen Betreuungsnotstand. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen sowie der Abg. Meinl-Reisinger.
Abgeordnete Mag. Elisabeth Scheucher-Pichler (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Ich darf zuallererst in Vertretung meines Kollegen Abgeordneten Lindinger die Vertreter der Gemeinde Gunskirchen mit ihrer Vizebürgermeisterin Gabi Modl hier im Hohen Haus herzlich willkommen heißen. Schön, dass Sie hier sind! (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen sowie der Abg. Meinl-Reisinger.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Das ist auch wichtig, weil wir von unserer Fraktion und diese Bundesregierung die ältere Generation wertschätzen und alles tun, um Pflege sicherzustellen, ebenso wie ein Altwerden in Würde, Herr Kollege, und gute Pflegeleistungen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Eine Zahl alleine spricht für sich: Wenn wir allein die Mittel des Pflegefonds von 455 Millionen Euro auf über 1,1 Milliarden Euro jährlich aufstocken, und das valorisiert, dann bedeutet das eine Gesamtdotierung des Pflegefonds für diese Finanzausgleichsperiode von 2024 bis 2028 von über 6 Milliarden Euro. Das alleine, meine Damen und Herren, spricht für sich! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Noch einmal zusammengefasst: Insgesamt werden in den nächsten fünf Jahren, meine sehr geehrten Damen und Herren, 14 Milliarden Euro für die Gesundheit und für die Pflege bereitgestellt, und 11 Milliarden Euro davon trägt der Bund. Ich glaube, alleine diese Zahlen, Daten und Fakten sprechen für sich. Wir, unsere Fraktion und auch diese Bundesregierung, arbeiten mit aller Kraft für die Menschen in unserem Land. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
auch des Finanzministers. Finanzausgleich heißt ja auch: Ausgleich für die Aufwendungen, die für gewisse Aufgabenstellungen zu tätigen sind. Im Bereich der Pflege ist dies besonders notwendig, weil es die Gemeinden und auch die Länder nicht stemmen können, und der Bund, der nicht ursächlich zuständig ist, wird da mittels des Finanzausgleichs auch unterstützend tätig, damit die Gemeinden und die Länder, die diese so wichtigen Pflegeleistungen erbringen, unterstützt werden, die Ausbildung abgesichert wird und vor allem auch die pflegenden Angehörigen unterstützt werden. Da ist ein ganz großer Wurf gelungen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Drobits: Der Pflegefonds ist geschaffen worden! – Abg. Holzleitner: Der Pflegeregress ist abgeschafft worden!
Es ist schon immer wieder bezeichnend – und ich kann mir das auch nicht verkneifen –, wenn die SPÖ jetzt immer wieder sagt: Für die Pflege wird zu wenig gemacht, in der Ausbildung wird zu wenig gemacht! – Gerade diese SPÖ, die in den letzten 30, 40 Jahren überwiegend den Sozialminister gestellt hat, hat im Pflegebereich überhaupt nichts zusammengebracht. (Abg. Drobits: Der Pflegefonds ist geschaffen worden! – Abg. Holzleitner: Der Pflegeregress ist abgeschafft worden!) Dann kommen Redner der SPÖ heraus und sagen: Ja, aber unter der SPÖ-Sozialministerschaft und -Kanzlerschaft ist das Pflegegeld eingeführt worden! – Das war 1993! Wenn das der größte Wurf ist, den ihr in den letzten Jahren zusammengebracht habt, na dann: Mahlzeit! (Abg. Holzleitner: Der Pflegeregress ist abgeschafft worden! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Wir sind in der Zukunft angelangt und in der Gegenwart, und wir setzen genau da entsprechende Impulse. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Fischer.)
Abg. Holzleitner: Der Pflegeregress ist abgeschafft worden! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Es ist schon immer wieder bezeichnend – und ich kann mir das auch nicht verkneifen –, wenn die SPÖ jetzt immer wieder sagt: Für die Pflege wird zu wenig gemacht, in der Ausbildung wird zu wenig gemacht! – Gerade diese SPÖ, die in den letzten 30, 40 Jahren überwiegend den Sozialminister gestellt hat, hat im Pflegebereich überhaupt nichts zusammengebracht. (Abg. Drobits: Der Pflegefonds ist geschaffen worden! – Abg. Holzleitner: Der Pflegeregress ist abgeschafft worden!) Dann kommen Redner der SPÖ heraus und sagen: Ja, aber unter der SPÖ-Sozialministerschaft und -Kanzlerschaft ist das Pflegegeld eingeführt worden! – Das war 1993! Wenn das der größte Wurf ist, den ihr in den letzten Jahren zusammengebracht habt, na dann: Mahlzeit! (Abg. Holzleitner: Der Pflegeregress ist abgeschafft worden! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Wir sind in der Zukunft angelangt und in der Gegenwart, und wir setzen genau da entsprechende Impulse. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Fischer.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Fischer.
Es ist schon immer wieder bezeichnend – und ich kann mir das auch nicht verkneifen –, wenn die SPÖ jetzt immer wieder sagt: Für die Pflege wird zu wenig gemacht, in der Ausbildung wird zu wenig gemacht! – Gerade diese SPÖ, die in den letzten 30, 40 Jahren überwiegend den Sozialminister gestellt hat, hat im Pflegebereich überhaupt nichts zusammengebracht. (Abg. Drobits: Der Pflegefonds ist geschaffen worden! – Abg. Holzleitner: Der Pflegeregress ist abgeschafft worden!) Dann kommen Redner der SPÖ heraus und sagen: Ja, aber unter der SPÖ-Sozialministerschaft und -Kanzlerschaft ist das Pflegegeld eingeführt worden! – Das war 1993! Wenn das der größte Wurf ist, den ihr in den letzten Jahren zusammengebracht habt, na dann: Mahlzeit! (Abg. Holzleitner: Der Pflegeregress ist abgeschafft worden! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Wir sind in der Zukunft angelangt und in der Gegenwart, und wir setzen genau da entsprechende Impulse. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Fischer.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ja, die Ausbildung im Pflegeberuf ist eine große Herausforderung für alle Gebietskörperschaften, aber eines sollte man schon auch selbstbewusst sagen: Es waren noch nie so viele Menschen in Ausbildung für einen Pflegeberuf, sei es über ein Pflegestipendium oder über AMS-geförderte Maßnahmen. Wir merken, dass dort entsprechend ausgebildet wird und Nachwuchs in den Pflegebereich kommt. Da greifen die Maßnahmen der Regierung. Man sollte auch mit Schritten, die gesetzt worden sind, zufrieden sein – Weiterentwicklungen braucht es immer, und für die werden wir uns auch einsetzen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Wöginger – in Richtung SPÖ –: Wo ist der Muchitsch?
Ich bitte jene Damen und Herren, die für diesen Entschließungsantrag sind (Abg. Wöginger – in Richtung SPÖ –: Wo ist der Muchitsch?), um ein Zeichen der Zustimmung. – Das ist die Minderheit. Der Antrag ist abgelehnt.
Abg. Stöger: Ich plädiere für Unterbrechung!
Herr Abgeordneter Stöger, Sie wären der nächste Redner. Wollen Sie unterbrochen werden oder sollen wir bis 15 Uhr unterbrechen? (Abg. Stöger: Ich plädiere für Unterbrechung!) – Gut.
Beifall bei den NEOS.
in der die Steuerzahler sehr viel Geld für dieses Bildungssystem zahlen, denn Österreich hat eines der teuersten Bildungssysteme der Welt. Das Ergebnis ist aber bestenfalls als mittelmäßig zu bezeichnen. Wenn man sich jetzt überlegt, welcher Mitteleinsatz da hineingeht, dann ist das Ergebnis dieser Pisa-Untersuchung eine Katastrophe, eine wahre Katastrophe. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Das Drama ist, dass wir mit unserem Bildungssystem weder Exzellenz, also herausragende Leistungen, noch Gerechtigkeit schaffen. Wir schaffen beides nicht, sondern das Mittelmaß. In allen Kategorien sacken wir ab. Wir werden in allen gemessenen Kategorien schlechter, nur nicht ganz so schnell schlecht oder so viel schlechter wie unser Nachbar Deutschland. Das hat offensichtlich schon ausgereicht, dass Sie, Herr Minister, sich über das Ergebnis freuen. Das ist ja wirklich ungeheuerlich! Die Ergebnisse der Pisa-Testung müssten doch alle Alarmglocken schrillen lassen. Sie aber zeigen sich erfreut, dass wir weniger stark abgestürzt sind als andere OECD-Länder. Herr Minister, ein Minister, der sich über Mittelmaß freut, ist selbst nichts anderes als Mittelmaß! Das ist tatsächlich eine Bankrotterklärung für Sie. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Sie haben in einem Interview auf die Frage, was Sie sich von Schulen im 21. Jahrhundert erwarten, gesagt, das sei eine Frage für Expertinnen und Experten. Herr Minister, vor ein paar Monaten bin ich hier gestanden und habe Sie ein bisschen spitz gefragt, warum Sie eigentlich Bildungsminister geworden sind. Ich möchte Sie ganz ernsthaft fragen, was Sie den ganzen Tag machen. (Beifall bei den NEOS.) Was ist Ihr Anspruch? Was ist Ihr Selbstverständnis? Was ist Ihre Leidenschaft? Wo ist Ihre Vorstellung des Bildungssystems? So hart es ist: Sie sind dieser Aufgabe und der Verantwortung eines Bildungsministers ganz offensichtlich nicht gewachsen. Wenn wir im schulischen Kontext bleiben: Wer seine Leistung in der Schule nicht bringt, bleibt sitzen. Wer seine Leistung in der Bundesregierung nicht bringt, sollte gehen – und das sollten Sie jedenfalls tun! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Sie haben in einem Interview auf die Frage, was Sie sich von Schulen im 21. Jahrhundert erwarten, gesagt, das sei eine Frage für Expertinnen und Experten. Herr Minister, vor ein paar Monaten bin ich hier gestanden und habe Sie ein bisschen spitz gefragt, warum Sie eigentlich Bildungsminister geworden sind. Ich möchte Sie ganz ernsthaft fragen, was Sie den ganzen Tag machen. (Beifall bei den NEOS.) Was ist Ihr Anspruch? Was ist Ihr Selbstverständnis? Was ist Ihre Leidenschaft? Wo ist Ihre Vorstellung des Bildungssystems? So hart es ist: Sie sind dieser Aufgabe und der Verantwortung eines Bildungsministers ganz offensichtlich nicht gewachsen. Wenn wir im schulischen Kontext bleiben: Wer seine Leistung in der Schule nicht bringt, bleibt sitzen. Wer seine Leistung in der Bundesregierung nicht bringt, sollte gehen – und das sollten Sie jedenfalls tun! (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Belakowitsch: Es geht um die Grundkompetenzen!
haben, wenn die Kinder in der Früh das Haus verlassen. Es geht natürlich, wie ich schon gesagt habe, um nötige Grundfertigkeiten, aber es geht doch vor allem auch um eines: Leidenschaft zu wecken, Neugier zu wecken, Talente zu entdecken. (Abg. Belakowitsch: Es geht um die Grundkompetenzen!) Jedes Kind kann etwas. Jedes Kind kann etwas! Es kann doch nicht sein, dass wir in den Schulen Flügel brechen, anstatt sie zu heben. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
haben, wenn die Kinder in der Früh das Haus verlassen. Es geht natürlich, wie ich schon gesagt habe, um nötige Grundfertigkeiten, aber es geht doch vor allem auch um eines: Leidenschaft zu wecken, Neugier zu wecken, Talente zu entdecken. (Abg. Belakowitsch: Es geht um die Grundkompetenzen!) Jedes Kind kann etwas. Jedes Kind kann etwas! Es kann doch nicht sein, dass wir in den Schulen Flügel brechen, anstatt sie zu heben. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es freut mich außerordentlich, dass heute einer dieser Lehrer hier ist, Markus Astner, ein Pädagoge am Bundesrealgymnasium in der Au in Tirol. – Herzlich willkommen bei uns im Hohen Haus! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP.) Ich weiß jetzt nicht genau, wo er sitzt.
Ruf bei der ÖVP: ... am Burgtheater gemacht!
„Ich mache mir Sorgen.“ (Ruf bei der ÖVP: ... am Burgtheater gemacht!) – Ich glaube, Sie sollten jetzt bitte den Respekt haben, zuzuhören, denn der Herr sitzt
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
(auf die Galerie weisend) dort oben. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ sowie des Abg. Stögmüller.
Sehr geehrter Herr Astner, ich möchte mich für Ihre Rede bedanken, und ich möchte mich auch dafür bedanken, dass Sie diese Arbeit machen. (Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ sowie des Abg. Stögmüller.)
Beifall bei den NEOS
Ich fordere die Bundesregierung deswegen auf, ein großes nationales Reformprojekt für die Bildung zu starten. Die Wege zur besten Bildung sind ja klar aufgezeigt – und vieles davon würden wir ja auch außer Streit stellen können, vielleicht nicht alles, aber vieles –: Schulautonomie, echte Schulautonomie, damit die Herausforderungen dort angegangen werden können, wo sie sind, individuell und autonom; mit der Freiheit, Entscheidungen zu treffen – das wäre wichtig (Beifall bei den NEOS) –; mit einem Lehrer-, Lehrerinnenberuf, der attraktiv ist, in dem Bürokratie aus dem Weg geräumt ist, damit wirklich Zeit bleibt, das zu tun, warum sie eigentlich diesen Job angetreten haben, nämlich sich dem Kind individuell zu widmen; mit mehr Unterstützungspersonal, Schulpsychologinnen und -psychologen, damit auch die mentale Gesundheit unserer Kinder und Jugendlichen, die in den
Abg. Taschner: Da würde ich nach Wien schauen, Frau Klubobfrau!
letzten Jahren massiv gelitten hat, endlich in den Fokus gerät und damit auch in dieser Hinsicht die Lehrerinnen und Lehrer ihren Job machen können; mit einem echten Chancenbonus für die Schulen, die natürlich besondere Herausforderungen haben. Es ist simpel ungerecht, was wir machen: dass wir die Schulen, die besondere Herausforderungen haben (Abg. Taschner: Da würde ich nach Wien schauen, Frau Klubobfrau!), also zum Beispiel Brennpunktschulen, auch noch im Stich lassen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
letzten Jahren massiv gelitten hat, endlich in den Fokus gerät und damit auch in dieser Hinsicht die Lehrerinnen und Lehrer ihren Job machen können; mit einem echten Chancenbonus für die Schulen, die natürlich besondere Herausforderungen haben. Es ist simpel ungerecht, was wir machen: dass wir die Schulen, die besondere Herausforderungen haben (Abg. Taschner: Da würde ich nach Wien schauen, Frau Klubobfrau!), also zum Beispiel Brennpunktschulen, auch noch im Stich lassen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Natürlich brauchen wir endlich flächendeckend ganztägige Volksschulen. Das ist einerseits wichtig, um den benachteiligten Kindern alle Chancen zu geben, und andererseits auch wichtig, um in einer modernen Gesellschaft den Familien, insbesondere den Frauen, das Leben zu erleichtern. Das schafft Chancen und natürlich auch eine bessere Integration. (Beifall bei den NEOS.)
Ruf: Medienbildung!
Apropos Integration: Wir brauchen natürlich Demokratiebildung (Ruf: Medienbildung!) – Medienbildung, vor allem aber auch Demokratiebildung in der Schule. Sehen Sie denn nicht, wie die Gesellschaft auseinanderdriftet? Daher kommt auch unser Vorschlag mit dem Schulfach Leben in einer Demokratie.
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Taschner: O ja, hat einen Sinn!
Und natürlich hat die Trennung der Kinder mit zehn Jahren weder pädagogisch noch entwicklungspsychologisch irgendeinen Sinn. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Taschner: O ja, hat einen Sinn!)
Beifall bei den NEOS.
geschrieben hat: Es reicht nicht aus, dass wir darüber reden. Machen wir das, und zwar gemeinsam! Lassen wir uns darauf ein! Schaffen wir etwas, worauf wir in zehn, 15 Jahren zurückblicken und sagen: Boah, da ist uns wirklich Tolles gelungen! Wir haben in Österreich wirklich etwas geschafft, das in keinem anderen Land geschafft wurde: Bildung wirklich an die Spitze zu bringen! Übernehmen wir doch gemeinsam Verantwortung! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung Dr. Martin Polaschek: Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Abgeordnete im Hohen Haus! Seit etwas mehr als zwei Jahren bin ich Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung und damit auch für unsere Schulen verantwortlich. Das bin ich mit voller Leidenschaft, Hingabe und Engagement und mit intensivstem Arbeitseinsatz. – Wenn Sie, Frau Abgeordnete Meinl-Reisinger, es nicht sehen, dann tut es mir leid, dann müssen Sie die Augen aufmachen und sich erkundigen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Kucharowits: ... nicht zuständig!
Die Weiterentwicklung des Bildungssystems war und ist mir ein Herzensanliegen. Das Bildungssystem beginnt bereits bei den Kleinsten, unsere elementarpädagogischen Einrichtungen sind die ersten Bildungseinrichtungen. Mir ist dieser Bereich besonders wichtig (Abg. Kucharowits: ... nicht zuständig!) und deshalb haben wir in den letzten Jahren einen entsprechenden Fokus darauf gesetzt. (Abg. Kucharowits: Wo ist der?)
Abg. Kucharowits: Wo ist der?
Die Weiterentwicklung des Bildungssystems war und ist mir ein Herzensanliegen. Das Bildungssystem beginnt bereits bei den Kleinsten, unsere elementarpädagogischen Einrichtungen sind die ersten Bildungseinrichtungen. Mir ist dieser Bereich besonders wichtig (Abg. Kucharowits: ... nicht zuständig!) und deshalb haben wir in den letzten Jahren einen entsprechenden Fokus darauf gesetzt. (Abg. Kucharowits: Wo ist der?)
Beifall bei der ÖVP.
Wir unterstützen natürlich auch die Bundesländer und die Gemeinden, weil wir nur gemeinsam die besten Bildungseinrichtungen für die Kleinsten schaffen können. Neben den aufgrund der Artikel-15a-Vereinbarung über Elementarpädagogik den Ländern zur Verfügung gestellten jährlichen 200 Millionen Euro hat Bundeskanzler Nehammer vor Kurzem mit 4,5 Milliarden Euro – 4,5 Milliarden Euro! – einen wirklichen Meilenstein in der Kinderbetreuung angekündigt. (Beifall bei der ÖVP.) Als Bundesregierung setzen wir den eingeschlagenen Weg des Ausbaus der Kinderbetreuung entschieden fort. Das ist wesentlich für unsere Kinder, aber natürlich auch zur Entlastung der Eltern und der Familien.
Abg. Scherak: ... 1980!
Eines ist natürlich klar: Die Schulen im Jahr 2023 sind mit denen aus 2019 absolut nicht vergleichbar, denn ja, die Gesellschaft verändert sich in einem enormen Tempo. (Abg. Scherak: ... 1980!) Die Welt wird immer komplexer und die letzten Jahre waren geprägt von Pandemie, Energiekrise, Teuerung und Krieg. Ich bin stolz darauf, dass unsere Schulen dem Tempo der heutigen Zeit durchaus standhalten. Sie bereiten auch aufgrund der exzellenten Leistungen der Lehrerinnen und Lehrer unsere Kinder auf diese immer komplexer werdende Welt vor, denn sie statten die Schülerinnen und Schüler mit den Kompetenzen aus, die heute, morgen und in Zukunft gebraucht werden. Unsere Schulen vermitteln jene Werte, die für uns alle wichtig sind: Freiheit, Solidarität und Leistung.
Zwischenrufe der Abgeordneten Kucharowits und Heinisch-Hosek
Genau deshalb verwundert mich auch, wie so oft, der Dringliche Antrag, in dem Sie wirklich eine Geringschätzung unseres Schulsystems zum Ausdruck bringen und eine offensichtliche – ich sage: bewusste – Fehleinschätzung und Geringschätzung der Leistungen (Zwischenrufe der Abgeordneten Kucharowits und Heinisch-Hosek), die das gesamte Bildungssystem und alle hier Tätigen erbringen.
Zwischenruf bei den NEOS.
Auch bei den Lehramtsstudienanfängerinnen und -anfängern verzeichnen wir ein Plus von fast 17 Prozent. Wenn sich heuer fast 1 000 Personen zusätzlich für ein solches Studium interessieren und ein solches Studium zusätzlich inskribieren, dann kann der Beruf nicht so schlecht sein, dann kann der Job nicht so schlecht sein, das Ansehen nicht so schlecht sein. (Zwischenruf bei den NEOS.) Ich teile Ihre Meinung deshalb in keinster Weise. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Auch bei den Lehramtsstudienanfängerinnen und -anfängern verzeichnen wir ein Plus von fast 17 Prozent. Wenn sich heuer fast 1 000 Personen zusätzlich für ein solches Studium interessieren und ein solches Studium zusätzlich inskribieren, dann kann der Beruf nicht so schlecht sein, dann kann der Job nicht so schlecht sein, das Ansehen nicht so schlecht sein. (Zwischenruf bei den NEOS.) Ich teile Ihre Meinung deshalb in keinster Weise. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Natürlich müssen wir alles tun, um die Lehrkräfte und die Schulleitungen, die jetzt schon im Dienst stehen, zu entlasten. Anstatt aber das Lehrerdienstrecht wie von Ihnen gefordert einfach abzuschaffen, erarbeiten wir gemeinsam mit der Standesvertretung laufend Entlastungsmaßnahmen für die Schulen, für die Schulleitungen und vor allem die Lehrerinnen und Lehrer. Das sind Maßnahmen, die wir gemeinsam gut durchdacht haben, die gut im System ankommen und den Lehrerinnen und Lehrern mehr Zeit für die Tätigkeit geben, für die sie ausgebildet sind, nämlich für die Tätigkeit im Unterricht. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Meinl-Reisinger: Aber Entschuldigung! Wir sacken wieder einmal ab, und Sie sagen, wir sind auf einem guten Weg? – Weitere Zwischenrufe bei den NEOS.
Lassen Sie mich in diesem Zusammenhang auch kurz auf Pisa eingehen: Ja, die positiven Äußerungen meinerseits basieren auf meiner Überzeugung, dass unser Bildungssystem auf dem richtigen Weg ist. (Abg. Meinl-Reisinger: Aber Entschuldigung! Wir sacken wieder einmal ab, und Sie sagen, wir sind auf einem guten Weg? – Weitere Zwischenrufe bei den NEOS.) Trotz der Herausforderungen durch die Covid-19-Pandemie ist das Ergebnis stabil. Die Maßnahmen, die wir gesetzt haben, haben gewirkt. (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist ja Selbstaufgabe!) Das habe ich als erfreulich bezeichnet und dazu stehe ich.
Abg. Meinl-Reisinger: Das ist ja Selbstaufgabe!
Lassen Sie mich in diesem Zusammenhang auch kurz auf Pisa eingehen: Ja, die positiven Äußerungen meinerseits basieren auf meiner Überzeugung, dass unser Bildungssystem auf dem richtigen Weg ist. (Abg. Meinl-Reisinger: Aber Entschuldigung! Wir sacken wieder einmal ab, und Sie sagen, wir sind auf einem guten Weg? – Weitere Zwischenrufe bei den NEOS.) Trotz der Herausforderungen durch die Covid-19-Pandemie ist das Ergebnis stabil. Die Maßnahmen, die wir gesetzt haben, haben gewirkt. (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist ja Selbstaufgabe!) Das habe ich als erfreulich bezeichnet und dazu stehe ich.
Abg. Meinl-Reisinger: Was heißt, wir ruhen uns aus? Sie sind schlecht, die Ergebnisse!
Unsere Schülerinnen und Schüler befinden sich in vielen Bereichen über dem OECD-Schnitt, aber natürlich ruhen wir uns auf diesem Ergebnis nicht aus. (Abg. Meinl-Reisinger: Was heißt, wir ruhen uns aus? Sie sind schlecht, die Ergebnisse!) Natürlich nehme ich die Ergebnisse ernst und ich denke intensiv darüber nach, was wir besser machen müssen. (Abg. Meinl-Reisinger: Das gibt’s ja nicht! – Zwischenruf des Abg. Scherak. – Abg. Meinl-Reisinger: Ja, ich glaube auch!)
Abg. Meinl-Reisinger: Das gibt’s ja nicht! – Zwischenruf des Abg. Scherak. – Abg. Meinl-Reisinger: Ja, ich glaube auch!
Unsere Schülerinnen und Schüler befinden sich in vielen Bereichen über dem OECD-Schnitt, aber natürlich ruhen wir uns auf diesem Ergebnis nicht aus. (Abg. Meinl-Reisinger: Was heißt, wir ruhen uns aus? Sie sind schlecht, die Ergebnisse!) Natürlich nehme ich die Ergebnisse ernst und ich denke intensiv darüber nach, was wir besser machen müssen. (Abg. Meinl-Reisinger: Das gibt’s ja nicht! – Zwischenruf des Abg. Scherak. – Abg. Meinl-Reisinger: Ja, ich glaube auch!)
Abg. Meinl-Reisinger: Das ist ja ein Wahnsinn!
Unsere Schülerinnen und Schüler befinden sich in vielen Bereichen über dem OECD-Schnitt (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist ja ein Wahnsinn!) – ich darf es noch einmal wiederholen. Schon vor Veröffentlichung der Ergebnisse haben wir Maßnahmen gesetzt, um aufgezeigten Herausforderungen künftig gut zu begegnen, sei es den Mint-Aktionsplan, durch den insbesondere Mädchen im Bereich Mint gefördert werden sollen, oder den Jahresschwerpunkt Lesen, der die Lesekompetenz von allen stärken soll.
Abg. Meinl-Reisinger: ... das österreichische Bildungssystem wirklich nicht!
Es ist klar, aufgrund der raschen gesellschaftlichen Veränderungen werden wir weiterhin Innovationen im Bildungssystem brauchen, das ist überhaupt keine Frage. Wir dürfen, sollen und müssen das System ständig hinterfragen, und es ist unsere Pflicht, Gutes zu stärken, Herausforderungen zu benennen und Lösungen zu finden. Es reicht nicht, mit Schlagwörtern umherzuwerfen und jeden Trend sofort unreflektiert ins Klassenzimmer zu holen, denn die Innovationen im Bildungsbereich brauchen Evidenzen (Abg. Meinl-Reisinger: ... das österreichische Bildungssystem wirklich nicht!), nicht nur Meinungen, persönliche Empfindungen, Ideen, Trends und Ideologien. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Sie brauchen Bildungsforschung.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Es ist klar, aufgrund der raschen gesellschaftlichen Veränderungen werden wir weiterhin Innovationen im Bildungssystem brauchen, das ist überhaupt keine Frage. Wir dürfen, sollen und müssen das System ständig hinterfragen, und es ist unsere Pflicht, Gutes zu stärken, Herausforderungen zu benennen und Lösungen zu finden. Es reicht nicht, mit Schlagwörtern umherzuwerfen und jeden Trend sofort unreflektiert ins Klassenzimmer zu holen, denn die Innovationen im Bildungsbereich brauchen Evidenzen (Abg. Meinl-Reisinger: ... das österreichische Bildungssystem wirklich nicht!), nicht nur Meinungen, persönliche Empfindungen, Ideen, Trends und Ideologien. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Sie brauchen Bildungsforschung.
Zwischenruf der Abg. Seidl.
Daher habe ich letztes Jahr die Initiative Bildungsinnovation braucht Bildungsforschung ins Leben gerufen. Der Start dieser neuen Initiative ist mit 8,8 Millionen Euro dotiert. Es wurden neun Konsortien ausgewählt. (Zwischenruf der Abg. Seidl.) Forschungsteams, die von Universitäten und pädagogischen Hochschulen gemeinsam beschickt wurden, helfen uns, die richtigen Antworten zu finden, anhand derer wir die Schulen ständig weiterentwickeln.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rössler. – Zwischenrufe bei den NEOS.
Sehr geehrte Abgeordnete! Eines durfte ich in den zwei Jahren als Bundesminister für Bildung sehr oft erfahren: dass unser Bildungssystem vieles leistet und voller engagierter Personen ist, allen voran Lehrerinnen und Lehrern. Ja, es gibt Herausforderungen und es gibt ständig Dinge, die man anpassen und verändern muss, aber es gibt keine einfachen Lösungen, um perfekte Schulen vorzufinden. Wir brauchen deshalb entsprechende Grundlagen und Überlegungen – und es braucht auch Verantwortung, die ich in mir trage, denn Bildung ist Chefsache, meine Chefsache, und das ist sie schon jetzt. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rössler. – Zwischenrufe bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Lindner.
Abgeordnete Mag. Martina Künsberg Sarre (NEOS): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer! Ich muss Ihnen heute leider etwas sehr Trauriges sagen: Österreich hat keinen Bildungsminister. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Lindner.) Sie haben das gerade sehr, sehr eindrucksvoll bestätigt bekommen. Ich bin gerade sehr fassungslos, wie man so
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
begeisterungslos über ein so wichtiges Thema wie Bildung sprechen kann. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Ruf: Schon wieder passiert!
Ich habe mir eigentlich gedacht, dass Ihnen, Herr Minister, dieser „erfreulich“-Sager passiert ist – aber offensichtlich ist er das nicht, sondern das war ja sehr bewusst gesagt, dass die mittelmäßigen Pisa-Ergebnisse erfreulich sind und dass Sie damit eigentlich recht zufrieden sind. (Ruf: Schon wieder passiert!)
Abg. Meinl-Reisinger: Stabilisiert, hat er gesagt!
Die Ergebnisse sind ja nicht überraschend. Österreich liegt – wie schon immer in den letzten 20 Jahren – im Mittelfeld. Die Bildungsschere ist weiter auseinandergegangen. Es gibt noch mehr abgehängte Jugendliche als vorher, und Sie sagen: Das ist eigentlich gar nicht so schlecht (Abg. Meinl-Reisinger: Stabilisiert, hat er gesagt!), das Bildungssystem ist ganz gut! – Diese Ergebnisse sollten Sie eigentlich wachrütteln.
Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Niss.
Ich weiß nicht, Herr Minister, haben Sie eigentlich wirklich so wenig Anspruch, dass die mittelmäßigen Ergebnisse von Pisa Sie gar nicht auf irgendeine Idee bringen? Das Problem ist, dass hinter diesen anonymen Pisa-Zahlen Kinder stehen – ganz, ganz viele Kinder. Es geht in Ihrem Ressort um Kinder, wie Sie vielleicht wissen. Es geht um jedes einzelne Kind, mit seinen Stärken und Schwächen, mit seinen Begabungen und mit den Interessen, die jedes Kind hat. Wir NEOS sind total davon überzeugt, dass jedes Kind etwas kann. Jedes Kind kann etwas! – Sie dürfen gerne klatschen, Frau Kollegin Niss! Ja, stimmt. (Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Niss.)
Abg. Salzmann: Das braucht aber nicht der Bildungsminister suchen!
Jedes Kind interessiert sich auch für etwas. Jedes Kind hat irgendein Interesse, man muss es nur suchen und finden und wollen, dass es rauskommt. (Abg. Salzmann: Das braucht aber nicht der Bildungsminister suchen!) Herr Minister, haben Sie wirklich so wenig Anspruch, dass Sie keinen einzigen Vorschlag bringen, was man dieser Entwicklung entgegensetzen könnte?
Zwischenrufe bei den NEOS
Bildungsexperten seit vielen Jahren auf dem Tisch (Zwischenrufe bei den NEOS), die gibt es schon alle, die muss man gar nicht mehr entwickeln. (Abg. Salzmann: Habt’s die in Wien schon ... umgesetzt? – Abg. Meinl-Reisinger: Vieles können wir nicht, wegen Ihnen!) Zweitens haben Sie so gar keine Vision. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie man Bildungspolitiker sein kann, ohne irgendeine Vision oder irgendeine Idee zu haben. Das verstehe ich überhaupt nicht. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Salzmann: Habt’s die in Wien schon ... umgesetzt? – Abg. Meinl-Reisinger: Vieles können wir nicht, wegen Ihnen!
Bildungsexperten seit vielen Jahren auf dem Tisch (Zwischenrufe bei den NEOS), die gibt es schon alle, die muss man gar nicht mehr entwickeln. (Abg. Salzmann: Habt’s die in Wien schon ... umgesetzt? – Abg. Meinl-Reisinger: Vieles können wir nicht, wegen Ihnen!) Zweitens haben Sie so gar keine Vision. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie man Bildungspolitiker sein kann, ohne irgendeine Vision oder irgendeine Idee zu haben. Das verstehe ich überhaupt nicht. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Bildungsexperten seit vielen Jahren auf dem Tisch (Zwischenrufe bei den NEOS), die gibt es schon alle, die muss man gar nicht mehr entwickeln. (Abg. Salzmann: Habt’s die in Wien schon ... umgesetzt? – Abg. Meinl-Reisinger: Vieles können wir nicht, wegen Ihnen!) Zweitens haben Sie so gar keine Vision. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie man Bildungspolitiker sein kann, ohne irgendeine Vision oder irgendeine Idee zu haben. Das verstehe ich überhaupt nicht. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Wissen Sie, wir sind davon überzeugt, jedes Kind hat einen Bildungsminister verdient, der ein ganz großes Anliegen hat. Wir brauchen keinen Verwalter und Schönredner, sondern Kinder brauchen einen mutigen Gestalter im Bildungsministerium. (Beifall bei den NEOS.) Kinder brauchen einen Bildungsminister (Abg. Meinl-Reisinger: Der Kinder mag!), den es schmerzt, wenn auch nur ein Kind nicht lesen oder schreiben kann, der in der Früh aufsteht und sagt: Ich arbeite für Kinder und Jugendliche und das taugt mir auch noch! (Ruf bei der ÖVP: Tut er ja! – Zwischenrufe bei den NEOS.) Kinder brauchen einen Bildungsminister, der sich den Herausforderungen stellt und sich nicht wegduckt.
Abg. Meinl-Reisinger: Der Kinder mag!
Wissen Sie, wir sind davon überzeugt, jedes Kind hat einen Bildungsminister verdient, der ein ganz großes Anliegen hat. Wir brauchen keinen Verwalter und Schönredner, sondern Kinder brauchen einen mutigen Gestalter im Bildungsministerium. (Beifall bei den NEOS.) Kinder brauchen einen Bildungsminister (Abg. Meinl-Reisinger: Der Kinder mag!), den es schmerzt, wenn auch nur ein Kind nicht lesen oder schreiben kann, der in der Früh aufsteht und sagt: Ich arbeite für Kinder und Jugendliche und das taugt mir auch noch! (Ruf bei der ÖVP: Tut er ja! – Zwischenrufe bei den NEOS.) Kinder brauchen einen Bildungsminister, der sich den Herausforderungen stellt und sich nicht wegduckt.
Ruf bei der ÖVP: Tut er ja! – Zwischenrufe bei den NEOS.
Wissen Sie, wir sind davon überzeugt, jedes Kind hat einen Bildungsminister verdient, der ein ganz großes Anliegen hat. Wir brauchen keinen Verwalter und Schönredner, sondern Kinder brauchen einen mutigen Gestalter im Bildungsministerium. (Beifall bei den NEOS.) Kinder brauchen einen Bildungsminister (Abg. Meinl-Reisinger: Der Kinder mag!), den es schmerzt, wenn auch nur ein Kind nicht lesen oder schreiben kann, der in der Früh aufsteht und sagt: Ich arbeite für Kinder und Jugendliche und das taugt mir auch noch! (Ruf bei der ÖVP: Tut er ja! – Zwischenrufe bei den NEOS.) Kinder brauchen einen Bildungsminister, der sich den Herausforderungen stellt und sich nicht wegduckt.
Beifall bei den NEOS.
Sie tragen nicht die Schuld an den mittelmäßigen Ergebnissen von Pisa – überhaupt nicht, das haben Ihre Vorgänger zu verantworten –, aber Sie tragen jetzt die Verantwortung, die Ergebnisse ernst zu nehmen und Neuerungen im Bildungsbereich anzugehen. Und was machen Sie? – Sie reihen – das hat man gerade eindrucksvoll gehört – eine kleine Sache an die nächste. Natürlich gibt es viele gute Punkte im Bildungssystem, weil es ganz, ganz viele engagierte Direktoren, Lehrerinnen und Lehrer gibt. Natürlich! Wir sind aber im Mittelmaß, und das kann ja wohl nicht der Anspruch sein. Wir wollen ganz nach oben, wir wollen ein tolles Bildungssystem für jedes einzelne Kind haben. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Meinl-Reisinger: Sind eh die Eltern schuld!
Wenn man Ihnen zuhört, dann glaubt man: Da gibt es eigentlich gar nichts zu verändern, es ist super, lassen wir es doch so! Es gibt halt Kinder, die bekommen nicht alle Chancen, die sie vielleicht bräuchten, aber ist doch egal. (Abg. Meinl-Reisinger: Sind eh die Eltern schuld!) – Wir brauchen jedoch im Bildungsbereich
Zwischenruf der Abg. Steger
Wir brauchen einen mutigen Reset. Wir müssen die Chancen vieler Kinder stärken und nicht vertun (Zwischenruf der Abg. Steger): Chancen in der Integration und am Arbeitsmarkt, Chancen für jedes Kind auf ein selbstbestimmtes, erfülltes und glückliches Leben.
Abg. Heinisch-Hosek: Na, ihr müsst’s die überwinden!
Wir werden das nur gemeinsam schaffen. Niemand von uns wird es allein lösen können. Wir alle sind gefordert – und da gibt es vor allem zwei Parteien, ÖVP und SPÖ –, diese jahrzehntelangen ideologischen Barrieren zu überwinden (Abg. Heinisch-Hosek: Na, ihr müsst’s die überwinden!) und uns zusammenzusetzen. (Beifall bei den NEOS.) Bildung muss fraktionsübergreifend behandelt werden. (Abg. Holzleitner: Das ist wirklich unfair ...!)
Beifall bei den NEOS.
Wir werden das nur gemeinsam schaffen. Niemand von uns wird es allein lösen können. Wir alle sind gefordert – und da gibt es vor allem zwei Parteien, ÖVP und SPÖ –, diese jahrzehntelangen ideologischen Barrieren zu überwinden (Abg. Heinisch-Hosek: Na, ihr müsst’s die überwinden!) und uns zusammenzusetzen. (Beifall bei den NEOS.) Bildung muss fraktionsübergreifend behandelt werden. (Abg. Holzleitner: Das ist wirklich unfair ...!)
Abg. Holzleitner: Das ist wirklich unfair ...!
Wir werden das nur gemeinsam schaffen. Niemand von uns wird es allein lösen können. Wir alle sind gefordert – und da gibt es vor allem zwei Parteien, ÖVP und SPÖ –, diese jahrzehntelangen ideologischen Barrieren zu überwinden (Abg. Heinisch-Hosek: Na, ihr müsst’s die überwinden!) und uns zusammenzusetzen. (Beifall bei den NEOS.) Bildung muss fraktionsübergreifend behandelt werden. (Abg. Holzleitner: Das ist wirklich unfair ...!)
Zwischenruf des Abg. Taschner.
Unser gemeinsames Ziel muss unabhängig von der Parteifarbe sein, dass jedes Kind in Österreich die besten Chancen und die notwendige Förderung erhält, aber auch gefordert wird, wenn es besondere Talente hat. (Zwischenruf des Abg. Taschner.) Das muss unser gemeinsames Ziel sein – und dass jedes Kind seinen Platz in der Gesellschaft findet, einen guten und erfüllten Job bekommt, sein eigenes Leben positiv gestalten kann und das seiner Mitmenschen bereichert. Das muss doch das Ziel sein und das muss auch der Anspruch sein, den die Schule und der Kindergarten vorgeben!
Abg. Taschner: Wien, geh du voran!
Wir wollen den Kindergarten qualitativ hochwertiger machen – das ist die erste Bildungseinrichtung –, die Chancenbonusfinanzierung für Schulen mit besonderen Herausforderungen umsetzen. Das funktioniert in vielen Ländern. Natürlich gibt es schon jetzt tolle Lehrerinnen und Lehrer, und es geht überhaupt nicht darum, das Personal schlechtzureden. Der Lehrberuf braucht aber attraktive Angebote für Umstieg, Einstieg, Quereinstieg und auch Entwicklungsmöglichkeiten. (Abg. Taschner: Wien, geh du voran!) Werbekampagnen und Maturantenbriefe – Studieren Sie doch Lehramt, wenn Sie noch nicht wissen, was Sie studieren sollen! – werden nicht ausreichen. (Abg. Meinl-Reisinger: Machen wir ja!)
Abg. Meinl-Reisinger: Machen wir ja!
Wir wollen den Kindergarten qualitativ hochwertiger machen – das ist die erste Bildungseinrichtung –, die Chancenbonusfinanzierung für Schulen mit besonderen Herausforderungen umsetzen. Das funktioniert in vielen Ländern. Natürlich gibt es schon jetzt tolle Lehrerinnen und Lehrer, und es geht überhaupt nicht darum, das Personal schlechtzureden. Der Lehrberuf braucht aber attraktive Angebote für Umstieg, Einstieg, Quereinstieg und auch Entwicklungsmöglichkeiten. (Abg. Taschner: Wien, geh du voran!) Werbekampagnen und Maturantenbriefe – Studieren Sie doch Lehramt, wenn Sie noch nicht wissen, was Sie studieren sollen! – werden nicht ausreichen. (Abg. Meinl-Reisinger: Machen wir ja!)
Abg. Salzmann: Warum nicht? Das ist ja eine ganz normale Abteilung!
Wir brauchen ein mittleres Management in den Schulen. Es ist absurd, dass manche Direktoren 60, 70 Lehrer direkt unter sich haben. Das ist absurd und kann auch nicht funktionieren. (Abg. Salzmann: Warum nicht? Das ist ja eine ganz normale Abteilung!)
Beifall bei den NEOS.
Wir werden es nur gemeinsam schaffen, das habe ich schon gesagt. Es ist höchste Zeit, dass die Regierung diesen Mut für Reformen aufbringt, die von Vertrauen statt Kontrolle, von Autonomie statt Bürokratie geprägt sind, und für Reformen, die die besten Chancen für jedes Kind eröffnen. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Meinl-Reisinger: Machen wir auch! Schauen Sie einmal, wie viele ...!
Abgeordneter Mag. Dr. Rudolf Taschner (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Sehr geehrte Frau Klubobfrau Meinl-Reisinger! Sehr geehrte Frau Kollegin Künsberg Sarre! Ein wenig habe ich das Empfinden, dass Sie eine Themenverfehlung begangen haben, wie man das in der Schule nennt. Eigentlich sollten Sie Ihren Blick, wenn Sie über das Bildungssystem in Österreich sprechen, auf Wien fokussieren. In Wien könnten Sie ja zeigen, wie Bildung funktioniert. (Abg. Meinl-Reisinger: Machen wir auch! Schauen Sie einmal, wie viele ...!)
Abg. Kickl: Wiederkehr ist doch von den NEOS, oder?
Bedenken Sie: In Wien wird die Bildungsdirektion personell ausgehungert. Die kommen nicht einmal ihren üblichen Aufgaben nach – und Wiederkehr schaut zu. Bedenken Sie: In Wien gehen täglich ein bis zwei Lehrerinnen oder Lehrer von der Stadt weg – und Wiederkehr lächelt ihnen zu. (Abg. Kickl: Wiederkehr ist doch von den NEOS, oder?) Bedenken Sie: In Wien gibt es bei
Beifall bei der ÖVP.
Bedenken Sie: In Wien wird gesagt, nicht das Schulforum stellt, wie in allen anderen acht Bundesländern, bei der Ganztagsschule fest, wie sie gestaltet werden soll, verschränkt oder nicht verschränkt. Das wird diktatorisch vom Bürgermeister festgelegt – und Wiederkehr schaut zu. Und Sie sind eine liberale Partei, die noch erklären will, wie man Demokratie in der Schule durchführt. Sie sind ja nicht einmal in der Lage, Demokratie bei der Schulorganisation umzusetzen! – Wien schaut zu, Wiederkehr schaut zu! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Erasim: Wer sagt das?
Bedenken Sie: In Wien bringen es die Kindergärten nicht zustande, dass die Kinder mit sechs Jahren volksschulreif sind, die Sprache altersgemäß beherrschen – und Wiederkehr lächelt ihnen zu. (Abg. Erasim: Wer sagt das?) Dazu muss man noch sagen: Diese Kinder müssen dann etwa sechs Jahre in der Volksschule verbringen, nach sechs Jahren kommen sie dann in die Mittelschule und müssen die erste Klasse Mittelschule noch einmal wiederholen. Es gibt Schulen, da sind es 20 Prozent der Kinder, die dann mit 16 Jahren von der 2. Klasse Mittelschule abgehen. – Wiederkehr schaut zu.
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abgeordneten Belakowitsch und Wurm. – Abg. Belakowitsch: Hören Sie, Wiederkehr!
Da kommt dann natürlich auch Pisa zur Sprache, denn das ist ja in Wirklichkeit – und die NEOS nennen das gar nicht, sie wissen das – der Elefant, der große, schnaubende, weiße Elefant, der im Raum steht; Sie wollen ihn bei Pisa aber nicht benennen: Es ist die Migration, die da mitspielt. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abgeordneten Belakowitsch und Wurm. – Abg. Belakowitsch: Hören Sie, Wiederkehr!) Ja! Das wird aber auch von der sozialistischen Seite nicht benannt. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger. – Widerspruch bei der SPÖ.) – Nein, das wird von Ihnen nicht genannt. Sie glauben, da ganz woanders das Glück zu finden.
Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger. – Widerspruch bei der SPÖ.
Da kommt dann natürlich auch Pisa zur Sprache, denn das ist ja in Wirklichkeit – und die NEOS nennen das gar nicht, sie wissen das – der Elefant, der große, schnaubende, weiße Elefant, der im Raum steht; Sie wollen ihn bei Pisa aber nicht benennen: Es ist die Migration, die da mitspielt. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abgeordneten Belakowitsch und Wurm. – Abg. Belakowitsch: Hören Sie, Wiederkehr!) Ja! Das wird aber auch von der sozialistischen Seite nicht benannt. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger. – Widerspruch bei der SPÖ.) – Nein, das wird von Ihnen nicht genannt. Sie glauben, da ganz woanders das Glück zu finden.
Abg. Wurm: Seit 20 Jahren!
Ich gebe zu, bei der Freiheitlichen Partei wird dieser Elefant benannt, ja. (Abg. Wurm: Seit 20 Jahren!) Sie winken ihm aber mit einem blauen Tuch zu, auf dem
Abg. Wurm: Doch! – Abg. Belakowitsch: Doch! Festung Österreich!
Festung Österreich draufsteht. Sie geben keine Lösungen. (Abg. Wurm: Doch! – Abg. Belakowitsch: Doch! Festung Österreich!)
Abg. Michael Hammer: Bravo!
Ich finde, Herr Kollege Kickl, Sie machen eine wunderbare Oppositionspolitik. Sie zeigen Probleme auf, Sie zeigen uns, was wir machen sollen. Ich glaube, Sie sollten Oppositionspartei bleiben (Abg. Michael Hammer: Bravo!), da sind Sie wirklich sehr gut. Vielleicht sollten Sie sich im Stil etwas verbessern, aber sonst: Oppositionspartei ist großartig bei Ihnen. Die Expertise dafür, wie man diesem Elefanten begegnet, die fehlt aber etwas.
Abg. Belakowitsch: Und die funktionieren nicht! – Abg. Kickl: Integrationsverwalter!
Wir von der ÖVP haben zum Beispiel die Deutschförderklassen gegen Widerstand von der sozialistischen Seite eingeführt. (Abg. Belakowitsch: Und die funktionieren nicht! – Abg. Kickl: Integrationsverwalter!) Diese Deutschförderklassen waren aber der erste Schritt dahin, dass wir dafür sorgen, dass die Kinder mit der deutschen Sprache bekannt werden. Und wir werden das auch weiterhin tun. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir von der ÖVP haben zum Beispiel die Deutschförderklassen gegen Widerstand von der sozialistischen Seite eingeführt. (Abg. Belakowitsch: Und die funktionieren nicht! – Abg. Kickl: Integrationsverwalter!) Diese Deutschförderklassen waren aber der erste Schritt dahin, dass wir dafür sorgen, dass die Kinder mit der deutschen Sprache bekannt werden. Und wir werden das auch weiterhin tun. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Der Herr Bundesminister hat gesagt, bei der Schule der Zukunft sind die Experten am Wort. Da wäre die Frage der Journalistin gewesen: Und welche Experten meinen Sie? – Ich sage Ihnen, wo die Experten sind, es gibt nämlich verschiedenartige. Die, die Sie immer nennen, weil sie schon ewig dastehen und aus ihrer Mottenkiste die alten Kamellen herausziehen, die meinen wir nicht! (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Es gibt wirklich gute Experten. Zum Beispiel hat Konrad Paul Liessmann, der ja mit seinem Buch über die Unbildung in die Fußstapfen von Adorno getreten ist – also das ist wirklich Stil –, sich in einer Pflichtschullehrerzeitung wieder über Schule geäußert. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Eine wirklich tolle Expertise!
Beifall bei der ÖVP.
Totter, Frau Kollegin Salzmann, Frau Kollegin Deckenbacher – das sind Experten, denen man zuhören kann, und die werden natürlich dem Minister auch sagen, wo es langgeht. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek
In Wirklichkeit ist es so: Es gibt Gesamtschule – sie kann funktionieren, sie kann auch schiefgehen. Es gibt das differenzierte System – es kann funktionieren, es kann auch schiefgehen. Aber zu erklären, dass nur die Gesamtschule das Heil bringt, das kann dann kein Experte mehr sein (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek), das ist dann nur mehr ein Ideologe. Von diesen Ideologen gibt es unglaublich viele, und die brauchen wir wirklich nicht zu hören, da haben Sie ganz recht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In Wirklichkeit ist es so: Es gibt Gesamtschule – sie kann funktionieren, sie kann auch schiefgehen. Es gibt das differenzierte System – es kann funktionieren, es kann auch schiefgehen. Aber zu erklären, dass nur die Gesamtschule das Heil bringt, das kann dann kein Experte mehr sein (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek), das ist dann nur mehr ein Ideologe. Von diesen Ideologen gibt es unglaublich viele, und die brauchen wir wirklich nicht zu hören, da haben Sie ganz recht. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Heinisch-Hosek: Sie haben keine!
Wie dem auch sei, ich kann es Ihnen hier jetzt also nicht erklären, ich kann Ihnen jedoch sagen: Die Expertise, die wir von dieser rechten Reichshälfte haben, dass die Gesamtschule nicht die beste Schule ist, ist gut. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie haben keine!) Sie ist gut, weil wir die Praktiker haben, die sich auskennen. Sie werden in weiteren Reden vielleicht noch einiges davon hören. Jedenfalls kann ich hier nur feststellen, dass wir uns wirklich bemühen, dass die Schule nicht nur gut bleibt, sondern noch besser wird. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wie dem auch sei, ich kann es Ihnen hier jetzt also nicht erklären, ich kann Ihnen jedoch sagen: Die Expertise, die wir von dieser rechten Reichshälfte haben, dass die Gesamtschule nicht die beste Schule ist, ist gut. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie haben keine!) Sie ist gut, weil wir die Praktiker haben, die sich auskennen. Sie werden in weiteren Reden vielleicht noch einiges davon hören. Jedenfalls kann ich hier nur feststellen, dass wir uns wirklich bemühen, dass die Schule nicht nur gut bleibt, sondern noch besser wird. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Meinl-Reisinger: Man sollte wenigstens einmal den Bohrer zur Hand nehmen!
Ich gebe zu, es gibt viel Luft nach oben, aber Sie wissen auch – Max Weber hat das gesagt –: Das politische Geschäft ist ein „Bohren von harten Brettern“ mit Augenmaß und Leidenschaft. (Abg. Meinl-Reisinger: Man sollte wenigstens einmal den Bohrer zur Hand nehmen!) Das haben wir dafür, dass wir eine gute Schule haben, getan und dafür stehen wir auch ein. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich gebe zu, es gibt viel Luft nach oben, aber Sie wissen auch – Max Weber hat das gesagt –: Das politische Geschäft ist ein „Bohren von harten Brettern“ mit Augenmaß und Leidenschaft. (Abg. Meinl-Reisinger: Man sollte wenigstens einmal den Bohrer zur Hand nehmen!) Das haben wir dafür, dass wir eine gute Schule haben, getan und dafür stehen wir auch ein. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Eva Maria Holzleitner, BSc (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Werte Staatssekretär:innen! Kolleginnen und Kollegen! Herr Minister, Sie haben gesagt: Nicht jeder Trend muss ins Klassenzimmer getragen werden!, aber ich halte es da ganz mit Barbara Prammer: Ja, nicht jedem Trend der Zeit muss man nachlaufen, aber die Überzeugung muss zum Trend werden. Und die Überzeugung von vielen Bildungsexpertinnen und Bildungsexperten ist, dass unser Schulsystem, so wie es heute, 2023, aufgebaut ist, nicht mehr zeitgemäß ist und dass es Änderungen braucht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Taschner: Das zeigt ihr in Wien!
Es ist leider auch wirklich extrem enttäuschend, denn mit den NEOS kann man in bildungspolitischen Bereichen durchaus zusammenarbeiten, aber nicht, weil wir Dogmatiker:innen sind, sondern weil uns Bildung eines der wichtigsten Themen überhaupt ist. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Taschner: Das zeigt ihr in Wien!)
Abg. Kickl: Ihr seid große Individualisten!
Da es der SPÖ von Beginn an wichtig war, auch die individuellen Leistungen und Chancen der Kinder in den Vordergrund zu stellen, waren es SPÖ-Ministerinnen, die insbesondere den Übergang vom Kindergarten in die Volksschule verbessert haben, um an den individuellen Chancen der Kinder einfach auch besser arbeiten zu können. (Abg. Kickl: Ihr seid große Individualisten!) Deshalb gibt es in Wien den Bildungscampus als Modell, wo die vielen verschiedenen Schultypen zusammenarbeiten, um für das Kind das Beste herauszuholen. Es ist wichtig, dass die verschiedenen Schultypen da zusammenarbeiten. (Abg. Taschner: Ah, gibt es doch verschiedene Schultypen?)
Abg. Taschner: Ah, gibt es doch verschiedene Schultypen?
Da es der SPÖ von Beginn an wichtig war, auch die individuellen Leistungen und Chancen der Kinder in den Vordergrund zu stellen, waren es SPÖ-Ministerinnen, die insbesondere den Übergang vom Kindergarten in die Volksschule verbessert haben, um an den individuellen Chancen der Kinder einfach auch besser arbeiten zu können. (Abg. Kickl: Ihr seid große Individualisten!) Deshalb gibt es in Wien den Bildungscampus als Modell, wo die vielen verschiedenen Schultypen zusammenarbeiten, um für das Kind das Beste herauszuholen. Es ist wichtig, dass die verschiedenen Schultypen da zusammenarbeiten. (Abg. Taschner: Ah, gibt es doch verschiedene Schultypen?)
Beifall bei der SPÖ.
Wir wissen, Bildung ist die beste Investition in unsere Zukunft. Wir müssen investieren und reformieren. (Beifall bei der SPÖ.) Aktuell sehen wir aber nur Investitionen. Pisa hat das bestätigt: Es ist ein teures Schulsystem, wobei die großen Reformen aktuell ausstehen. Diese Reformen sind vermutlich von dieser Bundesregierung auch nicht mehr zu erwarten.
Beifall bei der SPÖ.
Wenn wir jedoch sehen, dass nur 12 Prozent der Kinder aus Nichtakademiker:innenhaushalten einen Hochschulabschluss machen, aber 60 Prozent der Kinder aus Akademiker:innenhaushalten, dann wissen wir, dass konkret gesprochen nicht die einen Kinder gescheiter sind als die anderen, sondern dass Bildung nach wie vor vom Elternhaushalt abhängt. (Beifall bei der SPÖ.) Das ist ein Problem, insbesondere für die ÖVP, denn wenn man sagt, man ist technologieoffen – anstatt konkrete Klimaschutzmaßnahmen zu setzen –, dann kann man auf die besten Köpfe in diesem Land nicht einfach verzichten.
Beifall bei der SPÖ – Zwischenruf der Abg. Salzmann
Wir müssen ihnen Gehör verschaffen, nämlich mit einer gemeinsamen Schule (Beifall bei der SPÖ – Zwischenruf der Abg. Salzmann), an der gelernt und auch die Hausübung gemacht wird (Abg. Kickl: Passt jetzt nicht zu dem von vor 2 Minuten!), damit die schwere Schultasche mit den Aufgaben nicht am Nachmittag dann noch mit nach Hause genommen werden muss; eine Schule ohne Notwendigkeit von sündhaft teurer Nachhilfe; eine Schule, die wirklich im 21. Jahrhundert ankommt, und das mit einem Rechtsanspruch auf Kinderbildung ab dem ersten Lebensjahr. (Beifall bei der SPÖ.) Nur so können wir die Kinderrechtskonvention auch vollends erfüllen und den Kindern ihr Recht auf Bildung geben.
Abg. Kickl: Passt jetzt nicht zu dem von vor 2 Minuten!
Wir müssen ihnen Gehör verschaffen, nämlich mit einer gemeinsamen Schule (Beifall bei der SPÖ – Zwischenruf der Abg. Salzmann), an der gelernt und auch die Hausübung gemacht wird (Abg. Kickl: Passt jetzt nicht zu dem von vor 2 Minuten!), damit die schwere Schultasche mit den Aufgaben nicht am Nachmittag dann noch mit nach Hause genommen werden muss; eine Schule ohne Notwendigkeit von sündhaft teurer Nachhilfe; eine Schule, die wirklich im 21. Jahrhundert ankommt, und das mit einem Rechtsanspruch auf Kinderbildung ab dem ersten Lebensjahr. (Beifall bei der SPÖ.) Nur so können wir die Kinderrechtskonvention auch vollends erfüllen und den Kindern ihr Recht auf Bildung geben.
Beifall bei der SPÖ.
Wir müssen ihnen Gehör verschaffen, nämlich mit einer gemeinsamen Schule (Beifall bei der SPÖ – Zwischenruf der Abg. Salzmann), an der gelernt und auch die Hausübung gemacht wird (Abg. Kickl: Passt jetzt nicht zu dem von vor 2 Minuten!), damit die schwere Schultasche mit den Aufgaben nicht am Nachmittag dann noch mit nach Hause genommen werden muss; eine Schule ohne Notwendigkeit von sündhaft teurer Nachhilfe; eine Schule, die wirklich im 21. Jahrhundert ankommt, und das mit einem Rechtsanspruch auf Kinderbildung ab dem ersten Lebensjahr. (Beifall bei der SPÖ.) Nur so können wir die Kinderrechtskonvention auch vollends erfüllen und den Kindern ihr Recht auf Bildung geben.
Ruf: Nur in Wien ist das!
Auch brauchen wir den Rechtsanspruch auf ein elftes und zwölftes Schuljahr für Kinder mit Behinderung, um die Behindertenrechtskonvention entsprechend zu erfüllen – passiert im Übrigen in Wien (Ruf: Nur in Wien ist das!) –, ganz klar, weil wirklich allen Kindern auch Bildung zusteht, nämlich individuell nach ihren Bedürfnissen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Auch brauchen wir den Rechtsanspruch auf ein elftes und zwölftes Schuljahr für Kinder mit Behinderung, um die Behindertenrechtskonvention entsprechend zu erfüllen – passiert im Übrigen in Wien (Ruf: Nur in Wien ist das!) –, ganz klar, weil wirklich allen Kindern auch Bildung zusteht, nämlich individuell nach ihren Bedürfnissen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Schluss nur noch ein Appell, weil es nicht nur bei dieser Debatte zum Dringlichen Antrag um Bildung und Reformen geht: Die Industriellenvereinigung, die Gewerkschaftsjugend, die Bundesjugendvertretung, die Arbeiterkammer – all diese Institutionen und noch viele mehr verlangen eine wirklich große Bildungsreform, die tatsächlich die Schule in Österreich verändert, sodass wir den Anschluss an die Spitzenreiterinnen und Spitzenreiter schaffen. Und sie alle haben recht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Höfinger.
Begeisterung gefehlt, es hat mir der Elan gefehlt, es hat mir der Schwung gefehlt. Es hat die Leidenschaft gefehlt, mit der Sie als Bildungsminister auftreten müssten, wenn Sie wirklich für unsere Kinder da sein wollen. Das hat in Ihrer Rede gefehlt. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Höfinger.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: Das ist so was von Unsinn!
Ich frage Sie: Warum ist das so? – Wenn man es genau betrachtet, ist eines ganz klar: Das ist so, weil Sie gemeinsam mit Ihrer Partei und gemeinsam mit den Roten in den vergangenen 20 Jahren ein grundsätzlich wirklich gutes Bildungssystem völlig heruntergewirtschaftet haben. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: Das ist so was von Unsinn!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Salzmann: Das ist aber falsch! Die Fakten sind genau anders!
Mit Ihrem Coronaregime in den vergangenen Jahren haben Sie Kinder verängstigt. Sie haben dafür gesorgt, dass sie psychische und physische Schäden erlitten haben, und zwar nachhaltig. Sie haben die Schulen zugesperrt, und zwar länger als sonst irgendwo auf dieser Welt, und uns haben Sie in dieser Zeit als Coronadeppen hingestellt. Herr Bundesminister, wir hatten recht, ihr hattet unrecht, das ist die Sache! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Salzmann: Das ist aber falsch! Die Fakten sind genau anders!)
Abg. Meinl-Reisinger: Oh ja, wir! Wir haben das auch gesagt!
Das Gleiche, dieses Nichterkennen, gilt im Übrigen auch für den Lehrermangel. Der ORF hat berichtet, dass die Pädagogische Hochschule Salzburg ihn hat wissen lassen, es gebe weniger Studenten, die Zahl der Lehramtsstudenten gehe zurück. – Ich habe den Artikel, ich könnte ihn Ihnen vorlesen. Wissen Sie, wann das war? – Es war im Jahr 2015! Auch das kann niemand wegleugnen. Wir haben vor zehn Jahren schon gesagt, der Lehrermangel kommt auf uns zu. Keiner hat auf uns gehört, keiner hat darauf reagiert. (Abg. Meinl-Reisinger: Oh ja, wir! Wir haben das auch gesagt!)
Abg. Kickl: Lauter Chaoten!
Was wir heute brauchen, Herr Bundesminister, ist einerseits eine Regierung, ein Bundesminister, der arbeitet, dem das Leben, dem die Zukunft unserer Kinder etwas wert ist, der es besser machen will, der ihnen eine Perspektive bieten will. (Abg. Kickl: Lauter Chaoten!) Diese Politiker brauchen wir.
Abg. Heinisch-Hosek: Das war eh ein Fehler, die Deutschförderklassen, pädagogischer Unsinn!
Herr Prof. Taschner, liebe ÖVP, ein Satz zu den Deutschförderklassen: Ohne die FPÖ gäbe es diese Deutschförderklassen nicht. (Abg. Heinisch-Hosek: Das war eh ein Fehler, die Deutschförderklassen, pädagogischer Unsinn!) Seitdem wir nicht mehr in der Regierung sind – auch das darf gesagt werden –, hat man auch in
Beifall bei der FPÖ.
diesem Bereich immer weiter nach unten nivelliert. Das ist also auch nicht besser geworden. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Meinl-Reisinger – in Richtung FPÖ –: Jetzt wird ja wieder Applaus ...!
Herr Bundesminister, ich sage Ihnen: Ihre Regierung ist am Ende. Sie als Bildungsminister sind mit Ihrem Latein am Ende. Nutzen Sie die Weihnachtsferien! Gehen Sie in sich und prüfen Sie, ob es nicht besser wäre, doch den Weg für Neuwahlen freizumachen anstatt weiterzuwurschteln – für Neuwahlen, die eine bessere Zukunft für unser Land bringen würden, für Neuwahlen, die auch einen Volkskanzler Herbert Kickl entsprechend an die Spitze dieses Landes bringen würden! (Abg. Meinl-Reisinger – in Richtung FPÖ –: Jetzt wird ja wieder Applaus ...!) – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundesminister, ich sage Ihnen: Ihre Regierung ist am Ende. Sie als Bildungsminister sind mit Ihrem Latein am Ende. Nutzen Sie die Weihnachtsferien! Gehen Sie in sich und prüfen Sie, ob es nicht besser wäre, doch den Weg für Neuwahlen freizumachen anstatt weiterzuwurschteln – für Neuwahlen, die eine bessere Zukunft für unser Land bringen würden, für Neuwahlen, die auch einen Volkskanzler Herbert Kickl entsprechend an die Spitze dieses Landes bringen würden! (Abg. Meinl-Reisinger – in Richtung FPÖ –: Jetzt wird ja wieder Applaus ...!) – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Meinl-Reisinger: Aber wo sind denn die Reformen?
Aber man muss damit beginnen! Er – in Richtung Bundesminister Polaschek – macht ja nichts!) Sie fordern auf Wiener Ebene zu Recht Geduld und Verständnis, weil Reformen Zeit brauchen, umgekehrt aber gibt es auf Bundesebene keine Sekunde Verständnis und Geduld. (Abg. Meinl-Reisinger: Aber wo sind denn die Reformen?) Da fordern Sie, dass ein Knopf gedrückt wird, und wenn Pisa nicht sofort super ist, dann fordern Sie Rücktritte. Das passt für mich nicht zusammen. (Abg. Meinl-Reisinger: Doch, aber das erkläre ich Ihnen ein anderes Mal!) Entweder man ist konstruktiv oder man ist populistisch, beides gleichzeitig geht sich für mich nicht aus. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Erasim: Warum nehmen Sie die ÖVP so in Schutz? Ich verstehe diese Rolle gar nicht! Warum nehmen Sie sie so in Schutz? Da gibt es nichts zum In-Schutz-Nehmen! Die ÖVP verhindert seit 30 Jahren zukunftsorientierte Bildungspolitik! Seit 40 Jahren!)
Abg. Meinl-Reisinger: Doch, aber das erkläre ich Ihnen ein anderes Mal!
Aber man muss damit beginnen! Er – in Richtung Bundesminister Polaschek – macht ja nichts!) Sie fordern auf Wiener Ebene zu Recht Geduld und Verständnis, weil Reformen Zeit brauchen, umgekehrt aber gibt es auf Bundesebene keine Sekunde Verständnis und Geduld. (Abg. Meinl-Reisinger: Aber wo sind denn die Reformen?) Da fordern Sie, dass ein Knopf gedrückt wird, und wenn Pisa nicht sofort super ist, dann fordern Sie Rücktritte. Das passt für mich nicht zusammen. (Abg. Meinl-Reisinger: Doch, aber das erkläre ich Ihnen ein anderes Mal!) Entweder man ist konstruktiv oder man ist populistisch, beides gleichzeitig geht sich für mich nicht aus. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Erasim: Warum nehmen Sie die ÖVP so in Schutz? Ich verstehe diese Rolle gar nicht! Warum nehmen Sie sie so in Schutz? Da gibt es nichts zum In-Schutz-Nehmen! Die ÖVP verhindert seit 30 Jahren zukunftsorientierte Bildungspolitik! Seit 40 Jahren!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Erasim: Warum nehmen Sie die ÖVP so in Schutz? Ich verstehe diese Rolle gar nicht! Warum nehmen Sie sie so in Schutz? Da gibt es nichts zum In-Schutz-Nehmen! Die ÖVP verhindert seit 30 Jahren zukunftsorientierte Bildungspolitik! Seit 40 Jahren!
Aber man muss damit beginnen! Er – in Richtung Bundesminister Polaschek – macht ja nichts!) Sie fordern auf Wiener Ebene zu Recht Geduld und Verständnis, weil Reformen Zeit brauchen, umgekehrt aber gibt es auf Bundesebene keine Sekunde Verständnis und Geduld. (Abg. Meinl-Reisinger: Aber wo sind denn die Reformen?) Da fordern Sie, dass ein Knopf gedrückt wird, und wenn Pisa nicht sofort super ist, dann fordern Sie Rücktritte. Das passt für mich nicht zusammen. (Abg. Meinl-Reisinger: Doch, aber das erkläre ich Ihnen ein anderes Mal!) Entweder man ist konstruktiv oder man ist populistisch, beides gleichzeitig geht sich für mich nicht aus. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Erasim: Warum nehmen Sie die ÖVP so in Schutz? Ich verstehe diese Rolle gar nicht! Warum nehmen Sie sie so in Schutz? Da gibt es nichts zum In-Schutz-Nehmen! Die ÖVP verhindert seit 30 Jahren zukunftsorientierte Bildungspolitik! Seit 40 Jahren!)
Abg. Meinl-Reisinger: Man muss Reformen machen, die brauchen Zeit!
Das war jetzt nur das Vorwort. (Abg. Meinl-Reisinger: Man muss Reformen machen, die brauchen Zeit!) Ich möchte die NEOS gern beim Wort nehmen. Die NEOS wollen nämlich große Reformen in der Bildungspolitik und sie wollen, dass alle konstruktiven Kräfte in diesem Land zusammenarbeiten – genau das will ich auch.
Abg. Künsberg Sarre: Da bin ich gespannt!
Dazu sage ich aber jetzt etwas – als kleine Partei zu einer anderen kleinen Partei –: Das funktioniert nicht, indem man einfach dasteht und sagt: Ich will aber!, Ich will aber!, sondern das gelingt nur, wenn man die Chance für tiefgreifende Reformen zum richtigen Zeitpunkt erkennt, wenn die Mehrheitsverhältnisse passen und man sie dann beim Schopf packt und anschiebt. Diese Gelegenheiten gibt es, und ich werde das jetzt an zwei Beispielen ausführen. (Abg. Künsberg Sarre: Da bin ich gespannt!)
Abg. Erasim: Aber im Finanzausgleich war nichts zu sehen!
Das erste ist die Elementarpädagogik: Da haben Sie ja selber gemerkt, dass bei der ÖVP im letzten Jahr tatsächlich ein Umdenken passiert ist. (Abg. Erasim: Aber im Finanzausgleich war nichts zu sehen!) Und ja, da hat es Druck gebraucht – von uns, von der Opposition, von den Sozialpartnern, von der Wirtschaft, von vielen Kräften; aber es ist passiert. Im Bereich der Elementarpädagogik ist in dieser
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Niss und Salzmann.
Da sage ich jetzt an alle, die in den Ländern die Verantwortung tragen: Nehmen Sie dieses Geld und machen Sie das Richtige damit! Konkret zum Beispiel in Wien: Schaffen Sie Plätze für Kinder mit Behinderungen! Es fehlen 800, 900 inklusive Plätze in Kindergärten. Verkleinern Sie mit diesem Geld die Gruppen dort – 25 Kinder sind definitiv zu viel – und verbessern Sie die Arbeitsbedingungen der Pädagoginnen und Pädagogen, damit diese gerne im Beruf bleiben! Packen Sie diese Gelegenheit beim Schopf und verbessern Sie mit diesem Turbo die Elementarbildung in Wien! (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Niss und Salzmann.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Niss und Salzmann.
Die Freizeitpädagogik gehört aus unserer Sicht nämlich zur Bildung dazu, das ist ein Kernauftrag der Schule. Der Nachmittag gehört zur Bildung dazu; deswegen gehört das alles in eine Hand, gehört langfristig und dauerhaft vom Bund finanziert. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Niss und Salzmann.)
Abg. Meinl-Reisinger: Oh ja!
Das ist ein großes Reformvorhaben und auch für die Gemeinden ein sehr attraktives Angebot. Das hat es vorher noch nie gegeben. Das ist umwälzend, das ist fortschrittlich; das hebt die Chancengerechtigkeit in diesem Land. Ich habe dafür von den NEOS und auch von Wien bis heute noch gar nicht viel dazu gehört. (Abg. Meinl-Reisinger: Oh ja!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Mein Vorschlag wäre daher, statt Populismus und Rücktrittsforderungen: Seien Sie konstruktiv dabei und beteiligen Sie sich zum Beispiel an diesem großen „Reset“, wie die Kollegin gemeint hat, und an den Zukunftsreformen für die Bildung! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Yannick Shetty (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Herr Minister! Liebe Zuseherinnen! Liebe Zuseher! Ich könnte eigentlich die 5 Minuten meiner Rede damit füllen, um auf das zu reagieren, was Sie, Kollegin Hamann, gesagt haben. Ich glaube, ich belasse es lieber dabei, weil es für sich steht. Es sei nur so viel gesagt: Wenn sich Ihre Vorgängerinnen und Vorgänger, die Bildungspolitikerinnen und Bildungspolitiker aus dem vorigen Nationalratsklub der Grünen, das anhören, dann, glaube ich, drehen sie sich um. Das hat nichts mehr mit dem zu tun, wofür Sie einmal gestanden sind. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Taschner: Das ist aber schlecht skaliert!
Wir sind Mittelmaß in Europa geworden. (Abg. Taschner: Das ist aber schlecht skaliert!) Es gab diesbezüglich bei der Rede unserer Klubobfrau besonders intelligente Zwischenrufe aus dem ÖVP-Sektor – schon wieder: Herr Taschner –, dass das ja alles nicht so schlecht sei. (Abg. Taschner: Sie müssen es richtig skalieren, Herr Kollege!) – Ich glaube, man braucht keinen Nobelpreis, Kollege Taschner, um zu sehen, dass wir dann, wenn sich dieser Trend (auf die abfallende Kurve auf der genannten Tafel weisend) weiter verfestigt, nicht mehr Mittelmaß, sondern im Keller sein werden. Deswegen müssen wir umlenken: damit wir diesen Trend stoppen. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Taschner: Sie müssen es richtig skalieren, Herr Kollege!
Wir sind Mittelmaß in Europa geworden. (Abg. Taschner: Das ist aber schlecht skaliert!) Es gab diesbezüglich bei der Rede unserer Klubobfrau besonders intelligente Zwischenrufe aus dem ÖVP-Sektor – schon wieder: Herr Taschner –, dass das ja alles nicht so schlecht sei. (Abg. Taschner: Sie müssen es richtig skalieren, Herr Kollege!) – Ich glaube, man braucht keinen Nobelpreis, Kollege Taschner, um zu sehen, dass wir dann, wenn sich dieser Trend (auf die abfallende Kurve auf der genannten Tafel weisend) weiter verfestigt, nicht mehr Mittelmaß, sondern im Keller sein werden. Deswegen müssen wir umlenken: damit wir diesen Trend stoppen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Wir sind Mittelmaß in Europa geworden. (Abg. Taschner: Das ist aber schlecht skaliert!) Es gab diesbezüglich bei der Rede unserer Klubobfrau besonders intelligente Zwischenrufe aus dem ÖVP-Sektor – schon wieder: Herr Taschner –, dass das ja alles nicht so schlecht sei. (Abg. Taschner: Sie müssen es richtig skalieren, Herr Kollege!) – Ich glaube, man braucht keinen Nobelpreis, Kollege Taschner, um zu sehen, dass wir dann, wenn sich dieser Trend (auf die abfallende Kurve auf der genannten Tafel weisend) weiter verfestigt, nicht mehr Mittelmaß, sondern im Keller sein werden. Deswegen müssen wir umlenken: damit wir diesen Trend stoppen. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Belakowitsch: So eine Überraschung! – Abg. Taschner: Und wo ist Finnland?
Andere Länder – Polen, Tschechien, die USA – sind mittlerweile vor uns, und Länder wie Estland sind an die Spitze vorgerückt. (Abg. Belakowitsch: So eine Überraschung! – Abg. Taschner: Und wo ist Finnland?) Es wird nicht lange brauchen, bis auch andere Länder uns überholt haben werden.
Beifall bei den NEOS.
„besonders erfreulich“. Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen, wenn man es zynisch nehmen will! Ich fasse es nicht, dass jemand, der solche Aussagen tätigt, Bildungsminister von Österreich ist! (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Kucharowits: Das stimmt einfach nicht!
Fairerweise muss man schon dazusagen, dass das, was wir jetzt als Ergebnis sehen, von Rot-Schwarz schon Jahrzehnte zuvor in der Bildungspolitik angerichtet wurde. Dieser Brand wurde gelegt, weil man sich gegenseitig nichts gegönnt hat. Die einen haben gesagt: Um jeden Preis die Gesamtschule!, und die anderen haben gesagt: Um jeden Preis das Gymnasium! – Diesen ideologischen Grabenkämpfen ist es zu verdanken, dass wir keine grundlegenden Reformen im Bildungssystem bekommen haben. (Abg. Kucharowits: Das stimmt einfach nicht!)
Beifall bei den NEOS.
Die ÖVP hat in den letzten Jahren in der Funktion des vorigen und des aktuellen Bildungsministers weiterhin Öl ins Feuer gegossen. Mit Ihnen, Herr Bildungsminister, sitzt jetzt ein wahrer Brandbeschleuniger auf der Regierungsbank. Seit zwei Jahren sind Sie Bildungsminister und ich kann nur wiederholen und unterstreichen, was hier schon mehrfach gesagt wurde: null Vision, null Ideen! Ich sehe überhaupt keinen Ausblick, wie wir mit Ihnen als Bildungsminister in der Bildungspolitik weiter vorankommen werden. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Taschner: Das hat auch Herr Wiederkehr zu verantworten! Was macht der? – Abg. Salzmann: Bildungspflicht ist ...!
Laut der letzten Pirls-Studie können bis zu 25 Prozent der Schülerinnen und Schüler in Österreich nicht lesen. Wenn wir hier repräsentativ für alle jungen Menschen in Österreich wären, dann müsste ich irgendwo da oder da – das ist egal (nach links und nach rechts ins Plenum weisend) – eine Linie ziehen und sagen: Ihr könnt nicht lesen, ihr habt keine Chancen im Leben! Wenn man mit 15 aus dem Bildungssystem hinausgeht und nicht gescheit lesen kann, hat man doch keine Chancen im Leben, und das haben Sie zu verantworten! (Beifall bei den NEOS. – Abg. Taschner: Das hat auch Herr Wiederkehr zu verantworten! Was macht der? – Abg. Salzmann: Bildungspflicht ist ...!)
Beifall bei den NEOS.
Erstens – der wird Ihnen nicht gefallen, Herr Bundesminister –: Bitte machen Sie Platz! Machen Sie Platz für einen anderen Bildungsminister – ja, natürlich aus den Reihen der ÖVP. Ich bin mir sicher, da gibt es welche, die das mit mehr Elan machen als Sie. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Höfinger: Ja, genau so schaut es aus!
Liebe Bundesregierung, liebe Abgeordnete der Regierungsfraktionen, unsere Hand ist ausgestreckt (Abg. Höfinger: Ja, genau so schaut es aus!) – zugegebenermaßen, Herr Bildungsminister, nicht mehr in Ihre Richtung, weil wir die Hoffnung verloren haben, dass Sie noch etwas bewegen werden –, um gemeinsam etwas im Bildungssystem zu bewegen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Liebe Bundesregierung, liebe Abgeordnete der Regierungsfraktionen, unsere Hand ist ausgestreckt (Abg. Höfinger: Ja, genau so schaut es aus!) – zugegebenermaßen, Herr Bildungsminister, nicht mehr in Ihre Richtung, weil wir die Hoffnung verloren haben, dass Sie noch etwas bewegen werden –, um gemeinsam etwas im Bildungssystem zu bewegen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei ÖVP und NEOS.
Abgeordnete Mag. Dr. Maria Theresia Niss, MBA (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geschätzte Staatssekretärinnen! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Sehr verehrte Zuseherinnen und Zuseher! Auch wenn wir mit den Pisa-Ergebnissen weit über dem OECD-Durchschnitt sind, bin ich mit den Ergebnissen ehrlich gesagt nicht zufrieden, denn wir dürfen nicht nur den Anspruch haben, besser als der Durchschnitt zu sein, sondern wir müssen Spitze sein. Das sind wir der Jugend, das sind wir der Gesellschaft, das sind wir aber auch der Wirtschaft und dem Standort schuldig. (Beifall bei ÖVP und NEOS.)
Abg. Belakowitsch: Na ja!
Es machen mich auch die Teilergebnisse nicht zufrieden, sei das der Geschlechtsunterschied in Mathematik, der Unterschied zwischen Migranten und Nichtmigranten und auch jener in sozioökonomischer Hinsicht. (Abg. Belakowitsch: Na ja!) Allerdings – um dem Bashing einmal entgegenzuwirken –: Natürlich vergleicht man sich mit anderen Ländern, und wenn man sieht, dass es Länder gibt, die im Vergleich vor allem auch in Mathematik stärker zurückfallen als Österreich – denn alle fallen zurück –, ist das ein Faktum, das man erwähnen muss und auch kann. Entscheidend ist aber – das ist wichtig –, überall in die Analyse zu gehen und zu schauen, was man tun muss und was man tun kann.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Hamann. – Abg. Erasim: Aber das stimmt ja nicht, was Sie sagen, Frau Niss! Es stimmt ganz einfach nicht! Der Bund ist verantwortlich für Bundesschulen!
Auch da ist aber die Frage: Was machen wir dagegen? – Da muss ich schon einmal nach Wien blicken – zur SPÖ, aber auch zu den NEOS –, denn die Ergebnisse sind dort auch nicht besser geworden. Im Gegenteil, sie sind katastrophal. Dafür immer nur den Bund verantwortlich zu machen ist nicht nur nicht fair, sondern einfach schlicht falsch, denn für die Ergebnisse sind schon auch Sie zuständig. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Hamann. – Abg. Erasim: Aber das stimmt ja nicht, was Sie sagen, Frau Niss! Es stimmt ganz einfach nicht! Der Bund ist verantwortlich für Bundesschulen!)
Ruf bei der SPÖ: Das sind Miniplan...!
Die Sommerschule setzt da an, um verstärkt Bildungsdefizite auszugleichen. Wir versuchen also schon, gezielt bei den Problemen anzusetzen und Lösungen dafür zu bieten, auch wenn sie das nur Projektchen nennen, liebe NEOS. (Ruf bei der SPÖ: Das sind Miniplan...!)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Ernst-Dziedzic und Neßler.
diese Initiativen wirken können. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Ernst-Dziedzic und Neßler.)
Abg. Shetty: Warum ist das so?!
Ein Ergebnis trifft mich wirklich stark, bestärkt mich aber in meiner Arbeit, mich selbst verstärkt für Mädchen in der Technik einzusetzen: Das sind die Geschlechterunterschiede. Die Burschen sind in Mathematik um 20 Punkte besser als Mädchen, die Mädchen in Lesen 20 Punkte besser als die Burschen. Das resultiert auch daraus, dass sich die Mädchen zu früh von der Mathematik abwenden, nicht in ein Realgymnasium, nicht in eine Mint-Mittelschule gehen. (Abg. Shetty: Warum ist das so?!) Deswegen müssen wir da ansetzen, und das tun wir mit dem Mint-Aktionsplan, der sich verstärkt an Mädchen richtet, mit den Mint-Mittelschulen, deren Anteil wir erhöhen, aber auch mit privaten Initiativen, wie ich eine setzen durfte. Auf der anderen Seite versuchen wir, mit der Leseinitiative verstärkt Burschen, vor allem solche aus dem Migrationsmilieu, zum Lesen zu animieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ein Ergebnis trifft mich wirklich stark, bestärkt mich aber in meiner Arbeit, mich selbst verstärkt für Mädchen in der Technik einzusetzen: Das sind die Geschlechterunterschiede. Die Burschen sind in Mathematik um 20 Punkte besser als Mädchen, die Mädchen in Lesen 20 Punkte besser als die Burschen. Das resultiert auch daraus, dass sich die Mädchen zu früh von der Mathematik abwenden, nicht in ein Realgymnasium, nicht in eine Mint-Mittelschule gehen. (Abg. Shetty: Warum ist das so?!) Deswegen müssen wir da ansetzen, und das tun wir mit dem Mint-Aktionsplan, der sich verstärkt an Mädchen richtet, mit den Mint-Mittelschulen, deren Anteil wir erhöhen, aber auch mit privaten Initiativen, wie ich eine setzen durfte. Auf der anderen Seite versuchen wir, mit der Leseinitiative verstärkt Burschen, vor allem solche aus dem Migrationsmilieu, zum Lesen zu animieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Belakowitsch: ... nie hin!
Ja, wir sind noch nicht dort, wo wir sein wollen. (Abg. Belakowitsch: ... nie hin!) Unser Anspruch muss definitiv ein anderer sein, aber Sie sehen, es wurde einiges gemacht, und das trotz der und in der Pandemie – dafür schon auch einmal ein großer Dank an die Eltern, an die Lehrer, aber auch an die Schüler und Schülerinnen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ja, wir sind noch nicht dort, wo wir sein wollen. (Abg. Belakowitsch: ... nie hin!) Unser Anspruch muss definitiv ein anderer sein, aber Sie sehen, es wurde einiges gemacht, und das trotz der und in der Pandemie – dafür schon auch einmal ein großer Dank an die Eltern, an die Lehrer, aber auch an die Schüler und Schülerinnen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Shetty: Das war subtile Kritik am Bildungsminister! – Abg. Scherak: Das war gar nicht so subtil!
Was wir nun brauchen, ist ein bisschen Zeit, um die Initiativen wirken zu lassen, aber natürlich auch – das möchte ich auch nicht verhehlen – den Anspruch, dass wir die Bildung weiterhin kontinuierlich weiterentwickeln, denn unser Ziel kann nur die Europaspitze sein. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Shetty: Das war subtile Kritik am Bildungsminister! – Abg. Scherak: Das war gar nicht so subtil!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Shetty.
Abgeordneter Christian Oxonitsch (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Eines vorweg: Es gibt ja wenig oder eigentlich gar nichts von der Rede des Kollegen Taschner, das ich inhaltlich teilen kann. Diese Haltung, die ich als Wiener habe, der das Wiener Schulsystem und Bildungssystem, aber auch die Möglichkeiten, die es hat, sehr gut kennt, wird Sie nicht überraschen. Ich würde mir aber zumindest Emotionalität in einer Bildungsdebatte wünschen – diese Emotionalität, mit der wir gemeinsam über die großen Herausforderungen in diesem Bildungssystem streiten, um letztendlich dann auch gemeinsam zu Lösungen kommen. Wir sind aber einfach – das muss man ganz offen sagen – mit einer Partei in diesem Haus konfrontiert, die zu strukturellen Veränderungen grundsätzlich einmal Nein sagt. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Shetty.)
Abg. Taschner: Richtig!
Darauf kann man ja wieder hinweisen: Sie haben es sowohl in einer Rede gesagt und wir haben es auch vor wenigen Tagen im „Kurier“ lesen können. Wenn man immer wieder zu der Schlussfolgerung kommt, es geht ja überhaupt nicht um die Strukturen (Abg. Taschner: Richtig!), es geht nur um die Inhalte (Abg. Taschner: Richtig!), dann frage ich mich, warum diese Strukturen von einer Partei – oder eigentlich zwei, muss man sagen, weil die Freiheitlichen da ja immer mit im Boot sind –, von zwei Parteien in diesem Haus immer wieder so energisch verteidigt werden (Ruf bei der FPÖ: Wir bekennen uns dazu, ja!): Es darf sich nichts an der frühen Trennung ändern, es darf sich nichts in der Benotung ändern, es
Abg. Taschner: Richtig!
Darauf kann man ja wieder hinweisen: Sie haben es sowohl in einer Rede gesagt und wir haben es auch vor wenigen Tagen im „Kurier“ lesen können. Wenn man immer wieder zu der Schlussfolgerung kommt, es geht ja überhaupt nicht um die Strukturen (Abg. Taschner: Richtig!), es geht nur um die Inhalte (Abg. Taschner: Richtig!), dann frage ich mich, warum diese Strukturen von einer Partei – oder eigentlich zwei, muss man sagen, weil die Freiheitlichen da ja immer mit im Boot sind –, von zwei Parteien in diesem Haus immer wieder so energisch verteidigt werden (Ruf bei der FPÖ: Wir bekennen uns dazu, ja!): Es darf sich nichts an der frühen Trennung ändern, es darf sich nichts in der Benotung ändern, es
Ruf bei der FPÖ: Wir bekennen uns dazu, ja!
Darauf kann man ja wieder hinweisen: Sie haben es sowohl in einer Rede gesagt und wir haben es auch vor wenigen Tagen im „Kurier“ lesen können. Wenn man immer wieder zu der Schlussfolgerung kommt, es geht ja überhaupt nicht um die Strukturen (Abg. Taschner: Richtig!), es geht nur um die Inhalte (Abg. Taschner: Richtig!), dann frage ich mich, warum diese Strukturen von einer Partei – oder eigentlich zwei, muss man sagen, weil die Freiheitlichen da ja immer mit im Boot sind –, von zwei Parteien in diesem Haus immer wieder so energisch verteidigt werden (Ruf bei der FPÖ: Wir bekennen uns dazu, ja!): Es darf sich nichts an der frühen Trennung ändern, es darf sich nichts in der Benotung ändern, es
Abg. Taschner: Jawohl!
darf sich nichts bei der Matura ändern (Abg. Taschner: Jawohl!), nein, es darf sich nichts in der Lehrerausbildung ändern und, und, und. (Abg. Brückl: Machts gscheite Vorschläge, dann kann man sich ...!)
Abg. Brückl: Machts gscheite Vorschläge, dann kann man sich ...!
darf sich nichts bei der Matura ändern (Abg. Taschner: Jawohl!), nein, es darf sich nichts in der Lehrerausbildung ändern und, und, und. (Abg. Brückl: Machts gscheite Vorschläge, dann kann man sich ...!)
Beifall bei der SPÖ.
Man sagt irgendwie, man will etwas verändern, aber sagt überall Nein. – So kann eine bildungspolitische Debatte nicht stattfinden, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei der SPÖ.
Die revolutionärste Ansage des Ministers in seiner Rede heute war ja: Es gibt Herausforderungen. (Heiterkeit bei der SPÖ.) – Bum! Ja, okay, da sind wir uns wahrscheinlich alle einig. Wie kommt man aber letztendlich zu Lösungen für Herausforderungen, und zwar zu Lösungen, die tatsächlich vom Bodensee bis zum Neusiedler See die gleichen sind? Wir sehen es gerade beim Pisa-Test: Die Herausforderungen sind überall gleich.
Beifall bei der SPÖ.
Jetzt kann man wieder diskutieren: Das Bundesland da und Herr Wiederkehr in Wien!, und ich weiß nicht was. Ehrlich gesagt ist dann die letzte Schulreform ein bisschen an Ihnen vorübergegangen, denn gerade durch die Verwaltungsreform hat das Bundesministerium einen wesentlich größeren Einfluss auf die Bildungsdirektionen. Nehmen Sie den wenigstens wahr, wenn Sie die Herausforderung annehmen wollen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Loacker.
daran. Danke für die Anregung, Kollege Köllner. – Nein, man will nichts verändern. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Beifall bei der SPÖ.
So, meine sehr verehrten Damen und Herren, kann eine Bildungsreform nicht gelingen. Ich glaube, wir brauchen diesen Schwung. Wir haben schon einmal einen nationalen Konvent zur Verwaltungsreform zustande gebracht – er war nicht wahnsinnig erfolgreich, aber zumindest hat man ihn durchgezogen und hat sich einmal dieser inhaltlichen Auseinandersetzung österreichweit gestellt. Vielleicht sollte man das mit Blick auf die Bildungsreform auch versuchen. Diese nationale Auseinandersetzung brauchen wir dringend, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Erasim: Welche Note bekommen Sie, Frau Belakowitsch? Wenn Sie auf Noten stehen: Wollen Sie eine Note von mir haben?
Ich glaube, die Lehrer, die Direktoren, die Schüler, die Kinder brauchen eine Kontinuität, aber sie brauchen auch etwas, woran sie sich messen können, und das sind nun einmal Noten. Die Schule soll doch bitte schön unsere Kinder auf das Leben vorbereiten! Was haben wir denn davon, wenn wir sie in Watte packen, wenn der Leistungsgedanke - - (Abg. Erasim: Welche Note bekommen Sie, Frau Belakowitsch? Wenn Sie auf Noten stehen: Wollen Sie eine Note von mir haben?) – Sie können sich gerne zu Wort melden. Sie können sich sehr gerne zu
Abg. Erasim: Das eine hängt mit dem anderen nicht zusammen! Bringen Sie keine Leistung, nur weil Sie keine Noten bekommen, Frau Belakowitsch?
Wort melden. Ich weiß schon, in Ihre Ideologie passt das nicht hinein. Keine Noten mehr für die Kinder, keine Leistung mehr, das ist wunderbar (Abg. Erasim: Das eine hängt mit dem anderen nicht zusammen! Bringen Sie keine Leistung, nur weil Sie keine Noten bekommen, Frau Belakowitsch?), 32 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich – es ist Ihre Idee, das können Sie gerne hier heraußen propagieren, wenn Sie das wollen.
Abg. Erasim: Das Leben gibt keine Noten!
Unser Zugang ist das nicht! Wir wollen nämlich, dass unsere Schülerinnen und Schüler auf das Leben vorbereitet werden. (Abg. Erasim: Das Leben gibt keine Noten!) Wir wollen, dass unsere Kinder sich messen können, und Kinder wollen sich auch vergleichen. Ich finde es ja ganz schrecklich, was da beispielsweise auch bei den Fußballklubs passiert: Bei den unter Zwölfjährigen gibt es keine Tabellen mehr. In Deutschland geht man noch einen Schritt weiter: Da gibt es zwar Tore, aber keine Sieger mehr. – Na, das ist unheimlich motivierend für Leistung!
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Sieber
Ohne Leistung werden wir keinen Wohlstand in unserem Land erarbeiten können. Das müssen halt auch Sie von der linken Reichshälfte irgendwann kapieren (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Sieber), denn irgendwer wird das bezahlen müssen. (Abg. Erasim: Sprich die rechte Reichshälfte?) – Ich weiß ja nicht, warum Sie so aufgeregt sind, ich verstehe Ihre Aufregung nicht. (Abg. Erasim: Weil das ein wichtiges Thema ist!) – Ja, das ist ein ganz wichtiges Thema, weil das nämlich die Zukunft unseres Landes ist.
Abg. Erasim: Sprich die rechte Reichshälfte?
Ohne Leistung werden wir keinen Wohlstand in unserem Land erarbeiten können. Das müssen halt auch Sie von der linken Reichshälfte irgendwann kapieren (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Sieber), denn irgendwer wird das bezahlen müssen. (Abg. Erasim: Sprich die rechte Reichshälfte?) – Ich weiß ja nicht, warum Sie so aufgeregt sind, ich verstehe Ihre Aufregung nicht. (Abg. Erasim: Weil das ein wichtiges Thema ist!) – Ja, das ist ein ganz wichtiges Thema, weil das nämlich die Zukunft unseres Landes ist.
Abg. Erasim: Weil das ein wichtiges Thema ist!
Ohne Leistung werden wir keinen Wohlstand in unserem Land erarbeiten können. Das müssen halt auch Sie von der linken Reichshälfte irgendwann kapieren (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Sieber), denn irgendwer wird das bezahlen müssen. (Abg. Erasim: Sprich die rechte Reichshälfte?) – Ich weiß ja nicht, warum Sie so aufgeregt sind, ich verstehe Ihre Aufregung nicht. (Abg. Erasim: Weil das ein wichtiges Thema ist!) – Ja, das ist ein ganz wichtiges Thema, weil das nämlich die Zukunft unseres Landes ist.
Abg. Taschner: Richtig!
Herr Bundesminister, jetzt komme ich zu Ihnen, denn Sie sind der verantwortliche Minister. Sie waren ja heute wirklich nicht besonders ambitioniert, als Sie das gesagt haben. Ja, die Pisa-Studie ist natürlich keine besonders großartige Sache, man muss aber, wenn man sich die Detailergebnisse anschaut, auch ehrlich sagen: Wenn man sich die Kinder nicht deutscher Muttersprache und jene mit deutscher Muttersprache anschaut und diese beiden Teile auseinanderhält, sieht man, dass jene mit deutscher Muttersprache gar nicht so schlecht sind. (Abg. Taschner: Richtig!) Da haben Sie gar nicht unrecht. Die sind nicht so schlecht.
Abg. Erasim: Es klatscht nicht einmal die eigene Partei ... hier zu Protokoll geben! – Beifall bei der FPÖ.
lässt. (Abg. Erasim: Es klatscht nicht einmal die eigene Partei ... hier zu Protokoll geben! – Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
haben das auch belegt, dass Kinder am besten von Kindern lernen. Sich also über etwas aufzuregen, das man selber vermasselt hat, ist schon einigermaßen absurd. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Vielleicht den Kindern?
Damit sind wir beim Punkt: Ziel muss es sein, jedem Kind eine Chance zu geben. Das fängt beim ersten Bildungsweg an, und das ist der Elementarbereich, das haben wir schon gehört. Seit Jahrzehnten hören wir jetzt schon, dass der Kinderbildungsbereich ausgebaut wird, dass die Kinderbetreuung ausgebaut werden soll – und seit Jahrzehnten sind wir nicht vom Fleck gekommen. Wir haben uns auch viel zu lange auf das alte Denken verlassen: Die Mama bleibt eh daheim! Es gibt nach wie vor Öffnungszeiten mit 3 Stunden am Vormittag, 3 Stunden am Nachmittag, bei denen man sich fragt, wem das etwas bringen soll. (Abg. Belakowitsch: Vielleicht den Kindern?) Zu wenig Kinderbetreuung, zu wenig Kinderbildung ist nicht nur Chancenraub an Frauen, das ist auch Chancenraub an Kindern.
Beifall bei den Grünen. – Ruf bei der SPÖ: Ach so?
Für die Gemeinden gibt es jetzt aber keine Ausreden mehr, warum sie keinen Ausbauturbo zünden können, denn wir haben das Geld mit dem Zukunftsfonds und dem Finanzausgleich jetzt gesichert – das ist jetzt da! (Beifall bei den Grünen. – Ruf bei der SPÖ: Ach so?)
Abg. Belakowitsch: Wegen der! Verwenden Sie den Genitiv, wenn Sie schon in der Bildungsdebatte mitreden!
Zum Personal noch ganz kurz: Es werden genug Pädagogen und Pädagoginnen ausgebildet, aber viele verlassen nach kürzester Zeit wegen den Arbeitsbedingungen das Berufsfeld wieder (Abg. Belakowitsch: Wegen der! Verwenden Sie den Genitiv, wenn Sie schon in der Bildungsdebatte mitreden!): zu große Gruppen, zu wenig Bezahlung. Wir dürfen nicht vergessen – das haben wir heute auch schon mehrfach gehört –: Der elementarpädagogische Bereich ist die erste Bildungseinrichtung, also brauchen wir da auch die besten Leute.
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Bogner-Strauß und Salzmann.
Das heißt, die Gemeinden, die Länder müssen für bessere Arbeitsbedingungen sorgen, und gleichzeitig muss der Ausbauturbo gezündet werden, damit wir Familien – vorrangig Frauen – nicht länger im Stich lassen, aber auch, damit wir sozioökonomische Unterschiede von Anfang an minimieren und wirklich für Chancengerechtigkeit für jedes Kind sorgen können. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Bogner-Strauß und Salzmann.)
Beifall bei den NEOS.
Ganz ehrlich: Sie sehen an den Ergebnissen der Staatenprüfung, dass es im Bildungsbereich an allen Ecken und Enden kracht. Es gibt wahrscheinlich keinen einzigen Aspekt der inklusiven Bildung, der wirklich flächendeckend zufriedenstellend ist. Wenn man Ihnen da ein Zeugnis ausstellen müsste, gäbe es durch die Bank ein Nicht genügend, Herr Minister. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Da geht es aber um Kinder, die lernen wollen und lernen können, und die werden von Ihnen systematisch ausgegrenzt. Bildung ist ein Recht, das jedem Kind gleichermaßen zusteht, daher an dieser Stelle nicht eine Bitte, sondern eine nachdrückliche Aufforderung: Machen Sie sich einmal die Mühe und lernen Sie diese Kinder kennen! Sie haben gesagt, Sie besuchen jede Woche eine Schule. Wie wäre es, wenn Sie einmal eine Sonderschule oder eine inklusive Schule besuchen und sich überraschen lassen, was diese Kinder alles leisten und können? (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Möglicherweise kennen Sie das Zitat, das man dem ehemaligen deutschen Bundespräsidenten Gustav Heinemann zuschreibt: „Den Wert einer Gesellschaft erkennt man daran, wie sie mit den schwächsten ihrer Glieder verfährt.“ – Mit Ihrer Bildungspolitik machen Sie unsere Gesellschaft wertlos. Hören Sie auf mit der systematischen Ausgrenzung von Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen! Alle Kinder haben Talente, Sie müssen nur einmal hinsehen, dann würden Sie das auch erkennen. – (Den Dank auch in Gebärdensprache ausführend:) Danke vielmals. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Sie spricht gerade mit Pädagog:innen! – Abg. Höfinger: Ist das eine Entschuldigung?
Abgeordnete MMMag. Gertraud Salzmann (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzter Herr Bildungsminister! Geschätzte Staatssekretärinnen, schön, dass auch Sie da sind, gerade auch die Jugendstaatssekretärin! Meine Damen und Herren hier herinnen – ich sehe auch kleine Kinder, das ist schön –! Geschätzte Damen und Herren, die Sie auf der Besuchergalerie dieser durchaus sehr impulsiven Bildungsdebatte folgen! Den Dringlichen Antrag für Bildungsreformen haben die NEOS eingebracht. Ich finde es schon sehr bedauerlich, dass Kollegin Klubobfrau Beate Meinl-Reisinger, die diese Dringlichkeit in ihrer Rede so klar unterstrichen hat, jetzt nicht mehr da ist (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Sie spricht gerade mit Pädagog:innen! – Abg. Höfinger: Ist das eine Entschuldigung?) und dieser Debatte einfach nicht mehr folgt. Ich finde das sehr schade, meine Damen und Herren. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Höfinger: Sehr schade!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Höfinger: Sehr schade!
Abgeordnete MMMag. Gertraud Salzmann (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzter Herr Bildungsminister! Geschätzte Staatssekretärinnen, schön, dass auch Sie da sind, gerade auch die Jugendstaatssekretärin! Meine Damen und Herren hier herinnen – ich sehe auch kleine Kinder, das ist schön –! Geschätzte Damen und Herren, die Sie auf der Besuchergalerie dieser durchaus sehr impulsiven Bildungsdebatte folgen! Den Dringlichen Antrag für Bildungsreformen haben die NEOS eingebracht. Ich finde es schon sehr bedauerlich, dass Kollegin Klubobfrau Beate Meinl-Reisinger, die diese Dringlichkeit in ihrer Rede so klar unterstrichen hat, jetzt nicht mehr da ist (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Sie spricht gerade mit Pädagog:innen! – Abg. Höfinger: Ist das eine Entschuldigung?) und dieser Debatte einfach nicht mehr folgt. Ich finde das sehr schade, meine Damen und Herren. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Höfinger: Sehr schade!)
Abg. Belakowitsch: Weil sie vielleicht keine Migration haben?
Was man aber wissen muss, ist, dass bei dieser Statistik etliche Länder vor uns liegen, die zum Beispiel den Bereich Migration völlig ausklammern, und das verzerrt natürlich dieses Ergebnis. (Abg. Belakowitsch: Weil sie vielleicht keine Migration haben?) Darauf möchte ich hinweisen.
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP
Was zeigt uns das, meine Damen und Herren? Ich bleibe da bei den Fakten, denn mir ist der Faktencheck wichtig. Wenn wir bei Weitem nicht so verlieren wie Deutschland oder Finnland, das immer als das Vorzeigeland im Bereich der Bildung gepriesen wird, dann zeigt das, lieber Herr Bildungsminister, dass unsere Lehrerinnen und Lehrer genau in diesen Jahren der Coronazeit herausragende Arbeit geleistet haben (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), in diesen schwierigen Jahren, in denen auch Distancelearning notwendig war – wobei aber bei uns die Schulen niemals geschlossen waren, in den Schulen war immer eine Betreuungsmöglichkeit da. (Abg. Belakowitsch: Geh bitte, na!) Dieses Ergebnis zeigt, dass wir mit diesen Coronamaßnahmen richtig gelegen sind und dass wir damit die besseren Ergebnisse zustande gebracht haben. Das haben wir auf Schiene gebracht, meine Damen und Herren. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Belakowitsch: Geh bitte, na!
Was zeigt uns das, meine Damen und Herren? Ich bleibe da bei den Fakten, denn mir ist der Faktencheck wichtig. Wenn wir bei Weitem nicht so verlieren wie Deutschland oder Finnland, das immer als das Vorzeigeland im Bereich der Bildung gepriesen wird, dann zeigt das, lieber Herr Bildungsminister, dass unsere Lehrerinnen und Lehrer genau in diesen Jahren der Coronazeit herausragende Arbeit geleistet haben (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), in diesen schwierigen Jahren, in denen auch Distancelearning notwendig war – wobei aber bei uns die Schulen niemals geschlossen waren, in den Schulen war immer eine Betreuungsmöglichkeit da. (Abg. Belakowitsch: Geh bitte, na!) Dieses Ergebnis zeigt, dass wir mit diesen Coronamaßnahmen richtig gelegen sind und dass wir damit die besseren Ergebnisse zustande gebracht haben. Das haben wir auf Schiene gebracht, meine Damen und Herren. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Was zeigt uns das, meine Damen und Herren? Ich bleibe da bei den Fakten, denn mir ist der Faktencheck wichtig. Wenn wir bei Weitem nicht so verlieren wie Deutschland oder Finnland, das immer als das Vorzeigeland im Bereich der Bildung gepriesen wird, dann zeigt das, lieber Herr Bildungsminister, dass unsere Lehrerinnen und Lehrer genau in diesen Jahren der Coronazeit herausragende Arbeit geleistet haben (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), in diesen schwierigen Jahren, in denen auch Distancelearning notwendig war – wobei aber bei uns die Schulen niemals geschlossen waren, in den Schulen war immer eine Betreuungsmöglichkeit da. (Abg. Belakowitsch: Geh bitte, na!) Dieses Ergebnis zeigt, dass wir mit diesen Coronamaßnahmen richtig gelegen sind und dass wir damit die besseren Ergebnisse zustande gebracht haben. Das haben wir auf Schiene gebracht, meine Damen und Herren. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte ganz bewusst die Lehrer, aber auch die Eltern und die Schüler mit hereinnehmen, denn nur in einer guten, positiven, gelingenden Partnerschaft ist Bildung möglich – nicht durch Schlechtreden, sondern indem man wirklich gemeinsam an diesen Zielen arbeitet. Das möchte ich als Pädagogin hier auch festhalten. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall des Abg. Taschner.
Wir tun sehr viel. Es ist immer Luft nach oben, das wissen wir, das wissen wir in allen Bereichen, aber wir haben in den letzten Jahren, seit die ÖVP das Bildungsressort innehat, viele, viele wichtige Maßnahmen gesetzt. Wir sind derzeit daran, das Lehramtsstudium zu reformieren und von einer viel zu langen Zeit von sechs Jahren auf fünf Jahre zu verkürzen. Heuer sind um 17 Prozent mehr Lehramtsstudenten im ersten Semester, meine Damen und Herren – das ist nicht nichts, nur warten auch sie darauf, dass wir dieses Lehramtsstudium endlich auf fünf Jahre verkürzen. (Beifall des Abg. Taschner.)
Zwischenruf des Abg. Shetty.
dass Lehrer als Berufsgruppe in einem rechtsfreien Raum sind? Das ist euer Verständnis von Liberalität? Na prost Mahlzeit! Da kann ich als Juristin nicht mithalten, das sage ich euch ganz klar und deutlich: Auch die Lehrer haben ein Recht darauf, ein Dienstrecht zu haben. (Zwischenruf des Abg. Shetty.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Liebe NEOS, wir tragen Verantwortung im Bund, ihr habt in Wien die Möglichkeit, Verantwortung zu tragen. Nehmt diese bitte auch in Wien wahr und setzt endlich Maßnahmen um! Plakatiert nicht nur leere Hülsen, sondern steht auch dazu und setzt es um! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Ah, wirklich? – Abg. Wurm: Geh!
Zum Schluss möchte ich noch einen Punkt erwähnen, meine Damen und Herren, der ein sehr gravierender Punkt bei diesen Pisa-Ergebnissen ist: Wir haben ein Viertel aller Schüler mit Migrationshintergrund, deren Umgangssprache nicht Deutsch ist. Das ist ein großes Problem (Abg. Belakowitsch: Ah, wirklich? – Abg. Wurm: Geh!) – na, hört zu, dann wisst ihr es! –, weil diese Schülerinnen und Schüler tatsächlich mit einem Nachteil in die Schulen kommen. (Heiterkeit des Abg. Wurm.) Wir wollen diesen Nachteil ausgleichen, wir wollen diesen Nachteil aufholen. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Heiterkeit des Abg. Wurm.
Zum Schluss möchte ich noch einen Punkt erwähnen, meine Damen und Herren, der ein sehr gravierender Punkt bei diesen Pisa-Ergebnissen ist: Wir haben ein Viertel aller Schüler mit Migrationshintergrund, deren Umgangssprache nicht Deutsch ist. Das ist ein großes Problem (Abg. Belakowitsch: Ah, wirklich? – Abg. Wurm: Geh!) – na, hört zu, dann wisst ihr es! –, weil diese Schülerinnen und Schüler tatsächlich mit einem Nachteil in die Schulen kommen. (Heiterkeit des Abg. Wurm.) Wir wollen diesen Nachteil ausgleichen, wir wollen diesen Nachteil aufholen. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Zum Schluss möchte ich noch einen Punkt erwähnen, meine Damen und Herren, der ein sehr gravierender Punkt bei diesen Pisa-Ergebnissen ist: Wir haben ein Viertel aller Schüler mit Migrationshintergrund, deren Umgangssprache nicht Deutsch ist. Das ist ein großes Problem (Abg. Belakowitsch: Ah, wirklich? – Abg. Wurm: Geh!) – na, hört zu, dann wisst ihr es! –, weil diese Schülerinnen und Schüler tatsächlich mit einem Nachteil in die Schulen kommen. (Heiterkeit des Abg. Wurm.) Wir wollen diesen Nachteil ausgleichen, wir wollen diesen Nachteil aufholen. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Da muss man die Erstsprache beherrschen!
Genau deshalb haben wir, die ÖVP – damals gemeinsam in der Regierung mit der FPÖ, jetzt fortführend mit den Grünen –, meine Damen und Herren, die Deutschförderklassen und die Deutschförderkurse eingeführt, weil ich die Sprache, die im Unterricht gesprochen werden muss, beherrschen muss, damit ich einen Bildungserfolg erreichen kann. (Ruf bei der SPÖ: Da muss man die Erstsprache beherrschen!)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, wir tragen die Verantwortung und wir setzen Maßnahmen um. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Liebe Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP, ich muss Ihnen sagen, dass die Ergebnisse, die wir immer wieder durch die Pisa-Studie als Spiegel vorgehalten bekommen, auch in ganz wesentlichem Ausmaß ein schlechtes Zeugnis für die ideologische Verbohrtheit der ÖVP in der Bildungspolitik sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die ÖVP schafft es seit vielen Jahren – um nicht zu sagen: Jahrzehnten! –, wichtige, notwendige Reformen in der Bildungspolitik zu verhindern, zu blockieren, entweder indem sie den Bildungsminister oder die Bildungsministerin stellt oder indem sie als Koalitionspartner nicht zulässt, dass die Koalitionspartnerin als Bildungsministerin wichtige Reformen – die Vorschläge liegen am Tisch, die Experten und Expertinnen sind sich einig! – angreifen und umsetzen kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Brückl: Zwangstagsschule!
Wenn wir hören, dass Kinder mittlerweile sogar in der Volksschule Nachhilfe brauchen, sind wir ja wieder beim Thema des ökonomischen Hintergrunds der Eltern: Wer kann sich das leisten, Kindern schon in der Volksschule Nachhilfe zu zahlen, und wer nicht? Das ist ja ein Wahnsinn, dass das notwendig ist! Mit einer entsprechenden Unterstützung individuell über den ganzen Tag hinweg in der Ganztagsschule (Abg. Brückl: Zwangstagsschule!) sollte das nicht notwendig sein.
Abg. Loacker: Wir machen alles mit der Arbeiterkammer, das weißt du doch!
Der Chancenindex, der nicht von den NEOS erfunden worden ist, wurde von der Arbeiterkammer vor vielen Jahren entwickelt (Abg. Loacker: Wir machen alles mit der Arbeiterkammer, das weißt du doch!) und wird von Experten aufgegriffen und unterstützt. So eine wichtige Ressourcenverteilung nach Bedarf wäre, was wir so dringend brauchen.
Beifall bei der SPÖ.
Es gäbe noch vieles mehr, aber ich muss zum Schluss kommen. Um zu Frau Ministerin Gehrer zurückzukommen: Die Regierung, die ÖVP ist damals übrigens abgewählt worden, nicht zuletzt in großem Ausmaß deshalb, weil die Eltern diesen zermürbenden Stillstand in der Bildungspolitik für ihre Kinder nicht wollten. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Taschner: Richtig!
Abgeordnete Dr. Susanne Fürst (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrte Staatssekretärin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Konrad Paul Liessmann, der heute hier schon zitiert worden ist, hat auf die Frage, was denn Bildung sei, gemeint: Lesen, Schreiben, Rechnen und Denken können. – Zitatende. (Abg. Taschner: Richtig!) Das wäre schon einmal viel, wenn das alle können würden und wenn das in den Schulen vermittelt würde.
Ruf bei der SPÖ: Ja, ja, ja!
Ich brauche keine Pisa-Ergebnisse, um zu wissen, dass genau das in unseren Schulen nicht mehr ausreichend und nicht zufriedenstellend vermittelt wird. Das ist eine sehr, sehr traurige Bilanz, insofern bin ich mit den NEOS darin einig, dass die Bildungsmisere ein ganz, ganz dringliches Thema ist. Dass man es aber auf diesen von den NEOS verfassten Seiten schafft, die wahren Ursachen für die Misere, die Realität so auszublenden (Ruf bei der SPÖ: Ja, ja, ja!) und nur hohle Floskeln aneinanderzureihen, ist auch eine Kunst.
Ruf bei der SPÖ: Das ist leider unrichtig!
Rede von mehr politischer Bildung, von Kinderbildung ab dem ersten Lebensjahr – natürlich, nur weg von den Eltern, die sind ganz schädlich – und der gemeinsamen Schule. – Das ist alles, was dazu kommt. (Ruf bei der SPÖ: Das ist leider unrichtig!)
Beifall bei der FPÖ.
Das heißt, ohne restriktive Einwanderungspolitik, ohne Verschärfung des Asylrechts und ohne Rückführungen wird sich gar nichts ändern. Wer glaubt, da mit ein paar Workshops und mehr Transparenz anzukommen, der irrt sich gewaltig. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Taschner: Oh! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Die meisten von Ihnen werden das Schulwissen, das wir erworben haben, nicht mehr parat haben. Die meisten von uns werden gelernt haben, was eine Amplitude ist, sie werden es aber wahrscheinlich nicht mehr wissen. (Abg. Taschner: Oh! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Die Frage ist: Was ist der Inhalt von Bildung und was ist das Ziel von Bildung?, und genau in diesem Sinne geht es natürlich darum, wer welche Möglichkeiten, welche Chancen kriegt. Das müssen wir für alle Kinder und Jugendlichen in diesem
Beifall bei den Grünen.
Im Übrigen bin ich der Meinung: Bring them home now! (Beifall bei den Grünen.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Vor zwei Wochen, Herr Minister, haben Sie dem Gründer von Teach for Austria, Walter Emberger, das Goldene Ehrenzeichen verliehen. Was kann die Bildungspolitik von Teach for Austria lernen? – Zwei Dinge. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Taschner: Wieso? Fehler aufzeigen ist notwendig!
Wenn Kollegin Blimlinger von Entideologisierung spricht: Ja, das braucht es auch, weil die Fronten so verhärtet sind. Wir sehen es hier – ich glaube, Nico wird nachher herauskommen und auch wieder über Wien schimpfen –, und das bringt uns echt nicht weiter in diesem Land. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Taschner: Wieso? Fehler aufzeigen ist notwendig!)
Beifall bei den NEOS.
Sie haben Walter Emberger vorgerechnet, dass Teach for Austria in diesen zehn oder elf Jahren 450 000 Kinder erreicht hat. – Sie könnten jedes Jahr über eine Million Kinder erreichen und die Chancen verbessern. Das können Sie machen, wenn Sie es wollen! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Werner überreicht Bundesminister Polaschek das genannte Buch.
Ich habe Ihnen eine Kleinigkeit mitgebracht – vielleicht als Inspiration –, es ist „Der tanzende Direktor“ (das genannte Buch in die Höhe haltend). Viele, die sich mit Bildung beschäftigen, kennen es. Es geht um das Bildungssystem in Neuseeland, und vor allem geht es auch darum, wie Bildungsreform gelingen kann: indem man Involvement schafft, indem man alle Stakeholder an den Tisch holt und nicht Parteipolitik betreibt. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Werner überreicht Bundesminister Polaschek das genannte Buch.)
Rufe: Hört, hört! – Abg. Meinl-Reisinger: Aber sie sind halt nun einmal da! Also machts was!
Wenn ich mir die Pisa-Ergebnisse anschaue, sehe ich, es gibt eine statistische Signifikanz, die einfach ein Faktum ist, das man unterschiedlich politisch bewerten kann, und zwar – es wurde schon angesprochen –: Wir haben einen ganz großen Teil an Kindern mit Migrationshintergrund, die nicht Deutsch können, und wenn man diese Gruppe aus den Pisa-Ergebnissen herausrechnen würde, dann wären wir zum Beispiel in Mathematik auf Platz drei in der Europäischen Union, bei Naturwissenschaften zum Beispiel auf Platz fünf in der Europäischen Union. (Rufe: Hört, hört! – Abg. Meinl-Reisinger: Aber sie sind halt nun einmal da! Also machts was!)
Abg. Meinl-Reisinger: Das gibt’s ja wohl nicht! Was für ein blödes Argument!
Gut, das ist einmal statistisches Faktum, das noch gar keine politische Bewertung ist. (Abg. Meinl-Reisinger: Das gibt’s ja wohl nicht! Was für ein blödes Argument!) Die politische Bewertung folgt jetzt. Wir sehen, dass wir da eine Gruppe haben (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist eigentlich ein menschenverachtendes Argument: Rechnen wir sie doch bitte raus!), die ganz offensichtlich – statistisch bewiesenermaßen – ein Problem im Bildungssystem hat.
Abg. Meinl-Reisinger: Das ist eigentlich ein menschenverachtendes Argument: Rechnen wir sie doch bitte raus!
Gut, das ist einmal statistisches Faktum, das noch gar keine politische Bewertung ist. (Abg. Meinl-Reisinger: Das gibt’s ja wohl nicht! Was für ein blödes Argument!) Die politische Bewertung folgt jetzt. Wir sehen, dass wir da eine Gruppe haben (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist eigentlich ein menschenverachtendes Argument: Rechnen wir sie doch bitte raus!), die ganz offensichtlich – statistisch bewiesenermaßen – ein Problem im Bildungssystem hat.
Abg. Heinisch-Hosek: Wir reden viel über Integration, aber nicht so wie ihr!
Gut, und wo sind wir dann da? – Im Integrationsbereich, und ich glaube, dass da einfach verschiedene Wege gewählt werden, die nicht zum Ziel führen, und zwar sagt auf der einen Seite die SPÖ: Na ja, am besten keine gezielten Maßnahmen setzen, am besten reden wir nicht drüber! (Abg. Heinisch-Hosek: Wir reden viel über Integration, aber nicht so wie ihr!), weil das in irgendeiner Form – ich finde es total absurd, das so zu sagen – rassistisch sei. Ich sage hingegen: Nein, ganz im Gegenteil, da muss man besonders viel tun, deswegen brauchen wir zum Beispiel
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: Nein, wir brauchen keine Deutschförderklassen!
Deutschförderklassen! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: Nein, wir brauchen keine Deutschförderklassen!)
Abg. Belakowitsch: ... einmal statistisch ...!
Dann gibt es die FPÖ, die sagt: Na ja, Ausländer sind ja überhaupt blöd, und am besten wäre es, sie wären gar nicht da, dann wäre das Bildungssystem besser! – Auch absolut falsch. (Abg. Belakowitsch: ... einmal statistisch ...!)
Beifall bei der ÖVP.
Wir müssen da mehr tun, und die Deutschförderklassen sind das eine. Es geht aber bei Integrationspolitik auch darum, dass man mit Schulsozialarbeit – Landeskompetenz – mehr macht, dass man schaut, dass man auch zum Beispiel im Bereich Deradikalisierung, Extremismus, Elternarbeit, Deutschkurse – überall, auch bei Eltern – mehr tut. Das alles ist Landeskompetenz! Also nehmen Sie den Kübel Wasser, mit dem Sie den Brand löschen wollen, gehen Sie damit vom Minoritenplatz zum Rathausplatz und schütten Sie ihn dort hin! Damit ist uns mehr geholfen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Heinisch-Hosek: Ja!
Was ich zur SPÖ-Bildungspolitik, die ja immer mehr sichtbar wird, auch noch sagen will: Sie meinen, es gibt altes Denken und es gibt neues Denken – obwohl Sie ja gegen Ideologie in der Schule sind, aber gut –, und das neue Denken ist, Schulnoten abzuschaffen (Abg. Heinisch-Hosek: Ja!) und die Matura abzuschaffen. – Ein ganz tolles neues Denken! (Abg. Heinisch-Hosek: Ja!) Vielleicht lautet die nächste Forderung von der SPÖ: Warum nicht gleich die Pisa-Studie abschaffen!, denn dann werden wir sicher auch nicht mehr schlechter. (Abg.
Abg. Heinisch-Hosek: Ja!
Was ich zur SPÖ-Bildungspolitik, die ja immer mehr sichtbar wird, auch noch sagen will: Sie meinen, es gibt altes Denken und es gibt neues Denken – obwohl Sie ja gegen Ideologie in der Schule sind, aber gut –, und das neue Denken ist, Schulnoten abzuschaffen (Abg. Heinisch-Hosek: Ja!) und die Matura abzuschaffen. – Ein ganz tolles neues Denken! (Abg. Heinisch-Hosek: Ja!) Vielleicht lautet die nächste Forderung von der SPÖ: Warum nicht gleich die Pisa-Studie abschaffen!, denn dann werden wir sicher auch nicht mehr schlechter. (Abg.
Beifall bei der ÖVP.
Tut mir leid, ich weiß nicht, wie dieses neue Denken – dass man einfach jede Leistung und jede Leistungserhebung in der Schule ausblendet, denn dann sieht man die Probleme nicht mehr und dann wird schon irgendwie alles besser sein – irgendeinem Kind in der Schule helfen soll. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Meinl-Reisinger: Danke, SPÖ und ÖVP! Na ist doch so! Ja entschuldige, das ist genau euer System, das ihr geschaffen habt! Das ist genau das: keine Reformen ...!
Ich bin sehr froh – ich sage das ganz ohne Häme –, dass es diese Dringliche von den NEOS heute gibt, und ich glaube vielen, die hier am Rednerpult waren, dass sie wirklich aus ihrer Perspektive, die ich jetzt gar nicht werten will, etwas Gutes tun wollen. Ich glaube, das wird auch notwendig sein, denn wenn man in die Verfassung, die wir alle so wunderschön finden, schaut, sieht man, dass es kaum einen Bereich gibt, der föderaler aufgebaut ist als das Bildungssystem (Abg. Meinl-Reisinger: Danke, SPÖ und ÖVP! Na ist doch so! Ja entschuldige, das ist genau euer System, das ihr geschaffen habt! Das ist genau das: keine Reformen ...!), vom Bund bis zu den Ländern, bis zu den Gemeinden und der Elementarpädagogik.
Abg. Meinl-Reisinger: Der würde ja nicht einmal einen Misstrauensantrag bei euch gewinnen!
Wenn wir all diese schönen Worte, die heute hier von Leuten gesagt wurden und die ich ihnen glaube, ernst nehmen, dann schauen wir einmal, dass wir wirklich auch die Verfassung ernst nehmen, schauen wir, wo diese Probleme gelöst werden können und dass jeder, der im Bildungssystem Verantwortung trägt – und das sind nahezu alle Parteien –, seine Verantwortung wahrnimmt. Dann braucht man sich nicht am Bildungsminister abzuarbeiten, denn dann sehen wir vielleicht, dass jeder seine Verantwortung trägt – auch der Bildungsminister (Abg. Meinl-Reisinger: Der würde ja nicht einmal einen Misstrauensantrag bei euch gewinnen!), aber eben auch die Länder, auch die Gemeinden, auch die Bildungslandesräte – und dass es darum geht, dass jeder seines dazu tut, dass es besser wird.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Meinl-Reisinger: Das ist so ein altes Denken, das ihr habt!
Das wäre konstruktiv, nur: Das habe ich leider in diesem Dringlichen Antrag nirgendwo gelesen. Schade eigentlich! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Meinl-Reisinger: Das ist so ein altes Denken, das ihr habt!)
Abg. Meinl-Reisinger: Ja, es ist eh nur Wien schuld! SPÖ bös! NEOS bös! Das ist das Einzige, was man hört!
Abgeordneter Michael Seemayer (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Werte Staatssekretärinnen! Ja, das Ausreden oder das Zuschieben von Zuständigkeiten in der Bildung und im Schulsystem hilft nur unseren Kindern gar nicht. (Abg. Meinl-Reisinger: Ja, es ist eh nur Wien schuld! SPÖ bös! NEOS bös! Das ist das Einzige, was man hört!) Es sind immer irgendwelche Länder schuld, es sind immer irgendwelche Parteien schuld, aber ich glaube, dass man sich sehr wohl das Bildungssystem anschauen muss. Die Beschreibung des Zustandes des Bildungssystems im vorliegenden Antrag ist ja durchaus zutreffend, und ich kann beschreiben, wie ich selbst es in den letzten Jahren ein Stück weit erlebt habe.
Beifall bei der SPÖ.
Das, aber auch vieles andere, hat dazu beigetragen, dass wir in der letzten Pisa-Studie wieder zurückgefallen sind. Wenn wir im internationalen Wettbewerb aber mitspielen wollen und mithalten wollen, dann muss sich das schnell ändern. Wir brauchen nicht ein paar beste und klügste Köpfe, wir brauchen möglichst viele kluge Köpfe. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn wir anstreben, die Erwerbsquote in Österreich zu heben, so braucht es ganztägige Schulformen. Es kann nicht sein, dass Eltern ganztägig arbeiten und dann noch für Hausaufgaben und Nachhilfe zuständig sein sollen. Das muss Aufgabe der Schulen sein. Es braucht vor allem Chancengleichheit. Es darf nicht vom Einkommen der Eltern abhängen, ob ein Kind einen positiven Schulabschluss erreicht oder nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wer das zur Kenntnis nimmt und nicht merkt, dass es gravierende Änderungen braucht, will offenbar ein solches System – ein System, in dem sich eine kleine Elite die beste Bildung leisten kann und alle anderen schauen müssen, wo sie bleiben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister! Es ist Zeit, zu handeln, und nicht Zeit, sich zu freuen, dass wir nur ein bisschen schlechter oder nicht so schlecht geworden sind wie andere. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hanger: ... das Bildungssystem in Afghanistan ...!
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Axel Kassegger. – Bitte. (Abg. Hanger: ... das Bildungssystem in Afghanistan ...!)
Beifall bei der FPÖ.
Punkt zwei: Wer ist denn verantwortlich dafür, dass dieses Problem heute besteht? – Das sind Sie, Ihre letzte Regierungszeit mit Rekordmigrationszahlen. Auch Ihre Lösungsvorschläge, noch mehr Millionen in die Integration zu stecken, sind in Wirklichkeit keine Lösungsvorschläge, und das wissen Sie. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Taschner: Sinowatz auch!
Dass es eine Korrelation zwischen Leistung und Wohlstand gibt – ich glaube, Bruno Kreisky war der letzte Sozialdemokrat, der diese Korrelation noch erkannt hat (Abg. Taschner: Sinowatz auch!) –, das ist ja unbestritten. Dass Österreich von den Standortfaktoren das Human Capital als mehr oder weniger einziges Asset hat, ist auch unbestritten. Das heißt, es wäre doch Ihre Verantwortung in der Regierung, dafür zu sorgen, dass einerseits die Leistungsbereitschaft unserer Menschen, aber auch die Leistungsfähigkeit – und da sind wir jetzt bei der
Abg. Heinisch-Hosek: Das stimmt ja nicht!
anderen Bereichen auch. Wenn Sie glauben, mit dem Spruch, wir dürfen keinen zurücklassen, durchzukommen, was ja im Ergebnis dazu führt, dass alle gleich langsam laufen wie der Langsamste (Abg. Heinisch-Hosek: Das stimmt ja nicht!), mit Ihrer Ideologie, wir stecken jetzt alle in eine Einheitsschule, so sage ich Ihnen: Die Menschen sind nun einmal unterschiedlich und haben unterschiedliche Fähigkeiten und Fertigkeiten und Talente. Das ergibt ja denklogisch das Erfordernis nach einem differenzierten Schulsystem, wo jeder nach Maßgabe seiner Fähigkeiten, Talente und Fertigkeiten bestmöglich ausgebildet werden kann. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie wollen es nicht verstehen!)
Abg. Heinisch-Hosek: Sie wollen es nicht verstehen!
anderen Bereichen auch. Wenn Sie glauben, mit dem Spruch, wir dürfen keinen zurücklassen, durchzukommen, was ja im Ergebnis dazu führt, dass alle gleich langsam laufen wie der Langsamste (Abg. Heinisch-Hosek: Das stimmt ja nicht!), mit Ihrer Ideologie, wir stecken jetzt alle in eine Einheitsschule, so sage ich Ihnen: Die Menschen sind nun einmal unterschiedlich und haben unterschiedliche Fähigkeiten und Fertigkeiten und Talente. Das ergibt ja denklogisch das Erfordernis nach einem differenzierten Schulsystem, wo jeder nach Maßgabe seiner Fähigkeiten, Talente und Fertigkeiten bestmöglich ausgebildet werden kann. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie wollen es nicht verstehen!)
Beifall bei der FPÖ.
Leider eiern die ÖVP und die NEOS bei den wesentlichen Dingen auch herum. Da gibt es auch keine klaren Ansagen, was das Leistungsprinzip betrifft, was die Migration betrifft. Das sind nämlich die wirklichen Themen. Was den Fokus auf das Wesentliche angeht: Das sind die Grundfertigkeiten Lesen, Rechnen, Schreiben. In der Grundschule – was weiß ich? – politische Bildung oder Demokratie erleben: alles schön und gut, aber, bitte schön, konzentrieren wir uns auf das Wesentliche: Lesen, Rechnen, Schreiben. – Ein differenziertes Bildungssystem. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ausbildung und Lebenszeit in einer ganz wichtigen Phase gestohlen. Aus dieser Verantwortung kommen Sie nicht mehr heraus. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Oh! Tristesse pur! Tristesse!
Abgeordnete Katharina Kucharowits (SPÖ): Frau Präsidentin! Werte Frauen Staatssekretärinnen! Herren Bundesminister! Geschätzte Kollegen und Kolleginnen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Ich sage es Ihnen ehrlich: Ich bin bestürzt seit über 2 Stunden, seit wir diese Debatte führen. Die Realität ist folgende: Lehrerinnen und Lehrer sind unzufrieden, sie sind völlig überlastet. Kindern und Jugendlichen geht es einfach nicht gut. Sie haben Sorgen, Ängste und Leistungsdruck bereits in der Volksschule. (Abg. Michael Hammer: Oh! Tristesse pur! Tristesse!) – Finden Sie das super, Herr Kollege Hammer von der ÖVP? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Katharina Kucharowits (SPÖ): Frau Präsidentin! Werte Frauen Staatssekretärinnen! Herren Bundesminister! Geschätzte Kollegen und Kolleginnen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Ich sage es Ihnen ehrlich: Ich bin bestürzt seit über 2 Stunden, seit wir diese Debatte führen. Die Realität ist folgende: Lehrerinnen und Lehrer sind unzufrieden, sie sind völlig überlastet. Kindern und Jugendlichen geht es einfach nicht gut. Sie haben Sorgen, Ängste und Leistungsdruck bereits in der Volksschule. (Abg. Michael Hammer: Oh! Tristesse pur! Tristesse!) – Finden Sie das super, Herr Kollege Hammer von der ÖVP? (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Das ist die Ogris-Studie: depressive Stimmung verbreiten! Depressive Stimmung verbreiten hat der Ogris euch empfohlen! Das tut ihr! – Abg. Heinisch-Hosek – in Richtung Abg. Michael Hammer –: Seien Sie ruhig!
Finden Sie das super, dass sich Kinder in der Volksschule schon Druck machen müssen, weil man nachher ja ins Gymnasium muss und alles andere schlechter ist? Das ist doch fürchterlich, bitte! Fürchterlich! (Abg. Michael Hammer: Das ist die Ogris-Studie: depressive Stimmung verbreiten! Depressive Stimmung verbreiten hat der Ogris euch empfohlen! Das tut ihr! – Abg. Heinisch-Hosek – in Richtung Abg. Michael Hammer –: Seien Sie ruhig!)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist eigentlich frech. Es ist ungerecht, es ist frech und es stößt unglaublich viele Menschen in unserem Land vor den Kopf. Ich hoffe, Sie sind sich dessen wirklich bewusst. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was es bräuchte, Herr Bundesminister: einen Kindergarten für alle Kinder ab dem ersten Lebensjahr in ganz Österreich und keine Schmähpartie, die Sie da immer wieder sozusagen ins Treffen führen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es braucht eine Schule, ein Schulsystem, das endlich einmal von den Bedürfnissen der Kinder ausgeht. Es braucht die individuelle Förderung in den Schulen. All das wäre möglich. Es braucht ein konsequent kostenloses Bildungssystem, wurscht welcher Bildungstyp. Dieser Bildungstyp soll vor allem im Schulbereich natürlich ganztägig angeboten werden – ganztägig, geschätzte Damen und Herren. Das ist einfach eine zentrale Antwort auch auf viele Problematiken, die wir ganz einfach haben. Es braucht verstärkt natürlich diesen Chancenindex, der heute schon sehr, sehr oft strapaziert worden ist, den ich aber noch einmal ins Treffen führen möchte, weil das ganz, ganz wichtig ist. Es braucht auch ganz ehrlich, um den Druck von Volksschulkindern zu nehmen, die gemeinsame Schule. Spricht eigentlich irgendjemand von Ihnen der Volksschule ihre Kompetenz ab? Das ist auch eine gemeinsame Schule. Wieso ist der Aufschrei für die Schüler:innen ab zehn Jahren so groß? Ich verstehe es nicht, ich verstehe es wirklich nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzter Herr Minister, eine Schule ohne Rucksack und ohne Nachhilfe, ein Leben ohne Nachhilfe, das wäre doch etwas für Kinder, das auch den Druck nehmen würde, das den Druck von Kindern und Eltern nehmen würde. Und – wir haben heute schon darüber gesprochen – umfassende Bildung heißt auch: Sport und kreative Aspekte im Unterricht in der Bildungseinrichtung kennenzulernen. Dafür plädieren wir. Wir haben Tausende Vorschläge, die am Tisch liegen – Sie vertagen, Sie blockieren, Sie lehnen ab! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir kennen das seit Ministerin Gehrer; Kollegin Kuntzl hat es ausgeführt. Wir kennen die Bildungsvorhaben der ÖVP. Es hat sich nichts verbessert, ganz im Gegenteil: Bildung wird im Jahr 2023 immer noch vererbt! Das ist unfassbar und das ist ungerecht. Werte ÖVP, bitte geben Sie endlich das Bildungsministerium ab! Treten Sie ab, mit Ihnen ist nämlich kein Bildungsstaat im Sinne der Kinder zu machen! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Obernosterer: Muss das sein? – Weiterer Ruf bei der ÖVP: Das Beste zum Schluss!
Präsidentin Doris Bures: Nun ist Herr Abgeordneter Gerald Hauser zu Wort gemeldet. – Bitte. (Abg. Obernosterer: Muss das sein? – Weiterer Ruf bei der ÖVP: Das Beste zum Schluss!)
Abg. Hanger: Aufgepasst hast aber nicht, was der Marchetti gesagt hat!
Was ist passiert? – Wir sind weiter abgestürzt. Heute tritt Kollege Marchetti hier ans Rednerpult und sagt, der Kübel Wasser werde falsch verwendet, weggeschüttet. Der Herr Minister könne nichts dafür, schuld sei die Migrationspolitik der letzten Jahre. (Abg. Hanger: Aufgepasst hast aber nicht, was der Marchetti gesagt hat!)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Na, wer hat denn diese Migrationspolitik der letzten Jahre immer klar angesprochen? – Gebetsmühlenartig haben wir gesagt: Es kann doch bitte nicht sein, dass wir permanent Schüler und Schülerinnen in die Klassen reinlassen, die die Grundkenntnisse in Deutsch - - (Zwischenruf des Abg. Hörl.) – Lieber Kollege Hörl, das musst du als Zillertaler wirklich verstehen. Es ist doch klar, dass man dem Unterricht nur folgen kann, wenn man die Sprache kann. Man muss Deutsch können, sonst kann man dem Unterricht natürlich nicht folgen. Das haben wir als Freiheitliche Partei über Jahre hinweg eingefordert. Wie hat man darauf reagiert? – Wir sind ausgelacht worden, wir sind diffamiert worden – und wir bekommen jetzt hier in diesem Punkt vollkommen recht. Natürlich ist die Migrationspolitik schuld. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Na, wer hat denn diese Migrationspolitik der letzten Jahre immer klar angesprochen? – Gebetsmühlenartig haben wir gesagt: Es kann doch bitte nicht sein, dass wir permanent Schüler und Schülerinnen in die Klassen reinlassen, die die Grundkenntnisse in Deutsch - - (Zwischenruf des Abg. Hörl.) – Lieber Kollege Hörl, das musst du als Zillertaler wirklich verstehen. Es ist doch klar, dass man dem Unterricht nur folgen kann, wenn man die Sprache kann. Man muss Deutsch können, sonst kann man dem Unterricht natürlich nicht folgen. Das haben wir als Freiheitliche Partei über Jahre hinweg eingefordert. Wie hat man darauf reagiert? – Wir sind ausgelacht worden, wir sind diffamiert worden – und wir bekommen jetzt hier in diesem Punkt vollkommen recht. Natürlich ist die Migrationspolitik schuld. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Die armen Kinder!
Es kann doch nicht sein, dass in Schulklassen der Anteil von Schülerinnen und Schülern, die die deutsche Sprache nicht beherrschen, überproportional groß ist. Ich war in meinem Hauptberuf auch Lehrer (Ruf bei der ÖVP: Die armen Kinder!): Wie soll man denn unterrichten, wenn die Schülerinnen und Schüler einen nicht verstehen? Die Wähler, die Bürger draußen verstehen das, da brauchen wir doch nicht um den Brei herumzureden, das ist doch das Einfachste auf dieser Welt: dass man zuerst einmal die Sprache können muss, bevor man dem Unterricht folgen kann. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es kann doch nicht sein, dass in Schulklassen der Anteil von Schülerinnen und Schülern, die die deutsche Sprache nicht beherrschen, überproportional groß ist. Ich war in meinem Hauptberuf auch Lehrer (Ruf bei der ÖVP: Die armen Kinder!): Wie soll man denn unterrichten, wenn die Schülerinnen und Schüler einen nicht verstehen? Die Wähler, die Bürger draußen verstehen das, da brauchen wir doch nicht um den Brei herumzureden, das ist doch das Einfachste auf dieser Welt: dass man zuerst einmal die Sprache können muss, bevor man dem Unterricht folgen kann. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Loacker: ... Redezeit, Kollege!
Jetzt zur Digitalisierung. – Man hat gesehen, das funktioniert nicht, hat diese Grundkenntnisse Lesen, Schreiben, Rechnen einmal zur Seite geschoben und gesagt, durch die Digitalisierung werde alles besser. Die Digitalisierung ist aber kein Selbstzweck. Es braucht zuerst die Kulturtechniken, und dann muss versucht werden, mit dieser Digitalisierung korrekt umzugehen. (Abg. Loacker: ... Redezeit, Kollege!)
Abg. Michael Hammer: Die ganze Welt?
Wenn man mir schon nicht glaubt, ich zitiere „Die Welt“ (Abg. Michael Hammer: Die ganze Welt?) vom 10. Dezember 2023. (Abg. Prinz: Die Redezeit ist zu Ende! – Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.) „Die Welt“ stellt fest: „Die Risiken der digitalen Schule“ ...
Abg. Prinz: Die Redezeit ist zu Ende! – Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.
Wenn man mir schon nicht glaubt, ich zitiere „Die Welt“ (Abg. Michael Hammer: Die ganze Welt?) vom 10. Dezember 2023. (Abg. Prinz: Die Redezeit ist zu Ende! – Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.) „Die Welt“ stellt fest: „Die Risiken der digitalen Schule“ ...
Abg. Hörl: Und keinen mehr! – Abg. Michael Hammer: Zu Impfungen musst den Schlusssatz machen!
Präsidentin Doris Bures: Einen Satz abschließend, Herr Abgeordneter! (Abg. Hörl: Und keinen mehr! – Abg. Michael Hammer: Zu Impfungen musst den Schlusssatz machen!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: Der steht beim Kickl hoch im Kurs, er hat das Niveau! Dasselbe Niveau wie der Chef! Der ist gut!
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (fortsetzend): Man kann die Schwächen des österreichischen Bildungssystems nicht wettmachen, indem man zu 100 Prozent digitalisiert, sondern man muss die Grundfertigkeiten Lesen, Schreiben und Rechnen forcieren. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: Der steht beim Kickl hoch im Kurs, er hat das Niveau! Dasselbe Niveau wie der Chef! Der ist gut!)
Beifall bei der SPÖ.
Der vierte Punkt: verpflichtende Information von Teilzeitbeschäftigten durch den Arbeitgeber über die Ausschreibung von Arbeitsplätzen. Das ist eine Verpflichtung zu informieren, aber das ist nicht das, was wir als SPÖ fordern. Wir als SPÖ fordern einen Rechtsanspruch, dass Teilzeitbeschäftigte auf Vollzeit umstellen können, wenn im Betrieb ein Job frei wird. (Beifall bei der SPÖ.) Das ist die richtige Antwort darauf – und nicht eine Informationspflicht.
Abg. Koza: Da hast du es nicht gelesen!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, nicht das Arbeiten nach dem Pensionsantritt, sondern das Arbeiten vor der Pension muss attraktiver werden, und darüber macht sich diese Regierung leider keine Gedanken. Es gibt keine Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, damit Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer länger gesund arbeiten können. (Abg. Koza: Da hast du es nicht gelesen!)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Entscheidung gerecht ist – das heißt es bei Weitem nicht. Das bedeutet, das Thema, die Problematik verschiebt sich jetzt vom Verfassungsgerichtshof wieder zu uns ins Parlament. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Fakt ist, es muss mir einer erklären, was daran gescheit ist, nach dem Geburtsdatum eine Lotterie zu veranstalten, ob man eine Pensionsanpassung bekommt oder nicht, und wenn ja, welche.
Beifall bei der SPÖ.
Besonders Frauen der Jahrgänge 1964 bis 1968 werden dadurch so benachteiligt, weil sie halt aufgrund der Anhebung des Pensionsantrittsalters im zweiten Halbjahr in Pension gehen. Die fallen hier wieder komplett durch, und das ist das Schlimme. Deswegen werden wir heute auch einen Entschließungsantrag einbringen, der die Abschaffung der Aliquotierung bei der Pensionsanpassung bei Pensionsneuzugängen regelt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn Ihnen diese Anliegen wichtig sind, nicht zu spalten, sondern wirklich Fairness zu schaffen, dann stimmen Sie unserem Antrag zu. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Pfurtscheller.
dadurch länger arbeiten zu können, mit altersgerechten Arbeitszeiten, und dann auch in Pension gehen zu können, wenn tatsächlich das gesetzliche Pensionsantrittsalter da ist. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Pfurtscheller.)
Abg. Wurm: Wie hoch ist der?
Jetzt führen wir ein, dass künftig jene Teilzeitbeschäftigten, die nicht rechtzeitig informiert worden sind, wenn ein entsprechender Job ausgeschrieben ist, einen Schadenersatzanspruch haben (Abg. Wurm: Wie hoch ist der?), und wir hoffen, dass dadurch ein Anreiz gesetzt wird, dass die Betriebe tatsächlich
Beifall bei den Grünen.
offensiver ihre Beschäftigten darüber informieren, dass sie sich auf einen Teilzeitjob mit höherem Stundenausmaß oder Vollzeitjob bewerben können. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Wurm: Ah!
Weil Kollege Wurm fragt: „Wie hoch ist der?“ – Ja, der liegt nur bei 100 Euro (Abg. Wurm: Ah!), aber er fällt jedes Mal an – jedes Mal! (Abg. Wurm: Wie viel? 100?) –, wenn dieser Fall eintritt.
Abg. Wurm: Wie viel? 100?
Weil Kollege Wurm fragt: „Wie hoch ist der?“ – Ja, der liegt nur bei 100 Euro (Abg. Wurm: Ah!), aber er fällt jedes Mal an – jedes Mal! (Abg. Wurm: Wie viel? 100?) –, wenn dieser Fall eintritt.
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Lieber Kollege Wurm, weißt du, wie hoch die Strafe derzeit ist, wenn das Unternehmen das nicht ausschreibt? – Zwischen 20 und 400 Euro, also eine lächerliche Strafe, da ist sogar der Schadenersatz deutlich höher, vor allem kommt der jedem und jeder zugute. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Zwischenruf des Abg. Wurm.
Wir glauben schon, dass das ein Anreiz sein kann, dass über entsprechende Jobs auch tatsächlich informiert wird. (Zwischenruf des Abg. Wurm.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, es ist halt schon so, dass immer wieder der Fachkräftemangel beklagt und bedauert wird, dass es zu wenige Fachkräfte gibt, zu wenige Arbeitskräfte gibt, die Vollzeit arbeiten wollen. Mit den Maßnahmen, die wir heute beschließen, wollen wir insbesondere jenen Menschen eine Chance geben, die Teilzeit beschäftigt sind, die sehr gerne in höherem Ausmaß arbeiten würden, die sehr gerne Vollzeit arbeiten würden, und auch einen Anreiz schaffen, dass sie entsprechend informiert werden. Über Arbeitskräftemangel nur zu jammern, das ist zu wenig, da muss man schon etwas tun, um ihn zu beheben. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Besuchergruppe, nämlich den Verein Die Stadlauer Kaufleute, hier bei uns im Hohen Haus herzlich begrüßen. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Damen und Herren, ist es leider nicht besonders attraktiv, wenn Sie schon in Pension sind und dann noch stundenweise arbeiten möchten. Für Sie ist es nicht besonders attraktiviert worden, es ist eigentlich alles beim Alten geblieben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Heiterkeit und Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordnete Bettina Zopf (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher auf der Galerie und zu Hause vor den Fernsehbildschirmen! Die ÖVP ist eine Familienpartei. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Heiterkeit und Zwischenrufe bei der FPÖ.) Kollegin Gudrun Kugler hat das sogar mit Zahlen, Daten, Fakten unterlegt (Zwischenruf des Abg. Kaniak): Die Geburtenrate der ÖVP-Nationalratsabgeordneten ist 2,05, Tendenz steigend. Liebe Kollegin Jachs, ich darf dir auf diesem Weg alles Gute wünschen; natürlich auch alles Gute an Kollegin Herr für die nächste Zeit der Geburt der Kinder. Die Geburtenrate des Koalitionspartners, der Grünen, auch das hat Kollegin Kugler erhoben, liegt bei 1,15. (Abg. Disoski: Hallo! – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Kaniak
Abgeordnete Bettina Zopf (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher auf der Galerie und zu Hause vor den Fernsehbildschirmen! Die ÖVP ist eine Familienpartei. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Heiterkeit und Zwischenrufe bei der FPÖ.) Kollegin Gudrun Kugler hat das sogar mit Zahlen, Daten, Fakten unterlegt (Zwischenruf des Abg. Kaniak): Die Geburtenrate der ÖVP-Nationalratsabgeordneten ist 2,05, Tendenz steigend. Liebe Kollegin Jachs, ich darf dir auf diesem Weg alles Gute wünschen; natürlich auch alles Gute an Kollegin Herr für die nächste Zeit der Geburt der Kinder. Die Geburtenrate des Koalitionspartners, der Grünen, auch das hat Kollegin Kugler erhoben, liegt bei 1,15. (Abg. Disoski: Hallo! – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Abg. Disoski: Hallo! – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.
Abgeordnete Bettina Zopf (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher auf der Galerie und zu Hause vor den Fernsehbildschirmen! Die ÖVP ist eine Familienpartei. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Heiterkeit und Zwischenrufe bei der FPÖ.) Kollegin Gudrun Kugler hat das sogar mit Zahlen, Daten, Fakten unterlegt (Zwischenruf des Abg. Kaniak): Die Geburtenrate der ÖVP-Nationalratsabgeordneten ist 2,05, Tendenz steigend. Liebe Kollegin Jachs, ich darf dir auf diesem Weg alles Gute wünschen; natürlich auch alles Gute an Kollegin Herr für die nächste Zeit der Geburt der Kinder. Die Geburtenrate des Koalitionspartners, der Grünen, auch das hat Kollegin Kugler erhoben, liegt bei 1,15. (Abg. Disoski: Hallo! – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Das ist peinlich! – Abg. Disoski: Ist euch fad?!
Der Österreichschnitt liegt bei 1,41. (Ruf bei der SPÖ: Das ist peinlich! – Abg. Disoski: Ist euch fad?!) Im Gegenzug steigt die Lebenserwartung. Derzeit beträgt die Lebenserwartung bei den Männern 79 Jahre und bei den Frauen 84. Das ist die demografische Entwicklung. Diese Entwicklung hat zur Folge (Zwischenruf des Abg. Keck), dass am Arbeitsmarkt natürlich junge Menschen fehlen. (Ruf bei der SPÖ: Ihr seid so peinlich! – Abg. Disoski: Ist euch fad?! – Abg. Linder: Das ist euer Regierungspartner!)
Zwischenruf des Abg. Keck
Der Österreichschnitt liegt bei 1,41. (Ruf bei der SPÖ: Das ist peinlich! – Abg. Disoski: Ist euch fad?!) Im Gegenzug steigt die Lebenserwartung. Derzeit beträgt die Lebenserwartung bei den Männern 79 Jahre und bei den Frauen 84. Das ist die demografische Entwicklung. Diese Entwicklung hat zur Folge (Zwischenruf des Abg. Keck), dass am Arbeitsmarkt natürlich junge Menschen fehlen. (Ruf bei der SPÖ: Ihr seid so peinlich! – Abg. Disoski: Ist euch fad?! – Abg. Linder: Das ist euer Regierungspartner!)
Ruf bei der SPÖ: Ihr seid so peinlich! – Abg. Disoski: Ist euch fad?! – Abg. Linder: Das ist euer Regierungspartner!
Der Österreichschnitt liegt bei 1,41. (Ruf bei der SPÖ: Das ist peinlich! – Abg. Disoski: Ist euch fad?!) Im Gegenzug steigt die Lebenserwartung. Derzeit beträgt die Lebenserwartung bei den Männern 79 Jahre und bei den Frauen 84. Das ist die demografische Entwicklung. Diese Entwicklung hat zur Folge (Zwischenruf des Abg. Keck), dass am Arbeitsmarkt natürlich junge Menschen fehlen. (Ruf bei der SPÖ: Ihr seid so peinlich! – Abg. Disoski: Ist euch fad?! – Abg. Linder: Das ist euer Regierungspartner!)
Abg. Hörl: Wahnsinn!
Wir nehmen diese Verantwortung wahr und schicken heute ein Leistungspaket auf den Weg. Wir setzen Anreize für jene, die über das Pensionsalter hinaus arbeiten können und das auch wollen. Das ist immerhin ja freiwillig. (Abg. Hörl: Wahnsinn!)
Beifall des Abg. Hörl.
Der Pensionszuschlag für jene, die über das Antrittsalter hinaus arbeiten, wird erhöht, von 4,2 auf 5,1 Prozent. Der Zuverdienst wird bis zu einem Betrag von 1 036,88 Euro pensionsbeitragsfrei gestellt. (Beifall des Abg. Hörl.) Auch Korridor- und Schwerarbeitspensionisten können die Geringfügigkeitsgrenze in der Zukunft etwas überschreiten. Wir setzen wieder einen Schritt in die richtige Richtung und setzen Anreize, um Arbeiten attraktiv zu gestalten.
Beifall bei der ÖVP.
Nachhaltigkeit ist uns wichtig. Das sind wir unseren Kindern und Enkelkindern schuldig, und die meisten hat, wie ja sozusagen diese Aufstellung zeigt, die ÖVP. So wie meine Mutter und meine Schwiegermutter auch gerne noch nach ihrem Regelpensionsalter arbeiten gegangen sind, werde auch ich das tun, wenn ich es tun kann. Ich möchte mich hiermit herzlich bei allen in allen Bereichen bedanken, die über das Regelpensionsalter hinaus arbeiten gehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bedanke mich bei allen, die diese Maßnahmen unterstützen. Wir werden natürlich auch auf die kritischen Stimmen hören und versuchen, die Maßnahmen in Zukunft dementsprechend weiterzuentwickeln. – Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei NEOS, SPÖ und Grünen, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Lopatka. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Keck: Da klatscht sogar die ÖVP mit!
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Es gibt manchmal unterschiedliche Meinungen, und das muss eine Demokratie auf jeden Fall aushalten, aber: Kollegin Zopf, das war jetzt einfach neben der Spur. (Beifall bei NEOS, SPÖ und Grünen, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Lopatka. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Keck: Da klatscht sogar die ÖVP mit!)
Beifall bei NEOS, SPÖ und Grünen sowie des Abg. Lopatka.
Vorzurechnen, welche Fraktion welche Geburtenrate hat: Was soll denn das für ein Beitrag zur Qualität der Diskussion in diesem Haus sein? (Beifall bei NEOS, SPÖ und Grünen sowie des Abg. Lopatka.) Es gibt in allen Fraktionen Mandatare mit und ohne Kinder, und das sagt über die Qualität der Arbeit dieser einzelnen Mandatare überhaupt nichts aus. (Beifall bei NEOS, SPÖ und Grünen. – Abg. Hörl: Kollege Loacker, danke für die Verteidigung!) – Ja, da bin ich mit Kollegen Hörl einer Meinung, und es freut mich. (Zwischenruf des Abg. Wurm.)
Beifall bei NEOS, SPÖ und Grünen. – Abg. Hörl: Kollege Loacker, danke für die Verteidigung!
Vorzurechnen, welche Fraktion welche Geburtenrate hat: Was soll denn das für ein Beitrag zur Qualität der Diskussion in diesem Haus sein? (Beifall bei NEOS, SPÖ und Grünen sowie des Abg. Lopatka.) Es gibt in allen Fraktionen Mandatare mit und ohne Kinder, und das sagt über die Qualität der Arbeit dieser einzelnen Mandatare überhaupt nichts aus. (Beifall bei NEOS, SPÖ und Grünen. – Abg. Hörl: Kollege Loacker, danke für die Verteidigung!) – Ja, da bin ich mit Kollegen Hörl einer Meinung, und es freut mich. (Zwischenruf des Abg. Wurm.)
Zwischenruf des Abg. Wurm.
Vorzurechnen, welche Fraktion welche Geburtenrate hat: Was soll denn das für ein Beitrag zur Qualität der Diskussion in diesem Haus sein? (Beifall bei NEOS, SPÖ und Grünen sowie des Abg. Lopatka.) Es gibt in allen Fraktionen Mandatare mit und ohne Kinder, und das sagt über die Qualität der Arbeit dieser einzelnen Mandatare überhaupt nichts aus. (Beifall bei NEOS, SPÖ und Grünen. – Abg. Hörl: Kollege Loacker, danke für die Verteidigung!) – Ja, da bin ich mit Kollegen Hörl einer Meinung, und es freut mich. (Zwischenruf des Abg. Wurm.)
Beifall bei den NEOS.
Da hat die Regierung einen richtigen Gedankenschritt gemacht und gesagt: Ja, man soll dann keine Versicherungsbeiträge mehr zahlen!, aber nicht, ohne nahtlos einen falschen Gedankenschritt anzuhängen und zu sagen: Die Republik übernimmt jetzt für diese Personen die Pensionsversicherungsbeiträge, und diese erhalten dann trotzdem eine höhere Pension, ohne dass sie selbst höhere Beiträge gezahlt haben. – Wem fällt denn das ein? Es wird also noch mehr Geld aus dem Budget ins Pensionssystem hineingeschüttet – und das für eine privilegierte Gruppe, denn man muss sich überlegen: Was sind denn das für Menschen, die in der gesundheitlichen Verfassung sind, dass sie im Pensionsalter noch arbeiten können? – Das sind wahrscheinlich keine Dachdecker, keine Maurer, das sind wahrscheinlich eher Leute, die Kopfarbeiter sind, die gesundheitsschonende Berufe gehabt haben, die man auch im Alter von 67, 68, 69 Jahren noch ausüben kann. Diesen Menschen, die in einer besseren Situation sind als die anderen, zahlen Sie jetzt noch die Pensionsversicherungsbeiträge, damit sie nachher eine Höherversicherung bekommen. Ich weiß nicht, wem das einfällt und was das mit Gerechtigkeit zu tun haben soll. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Wurm: Da hast du recht, Gerald!
Was dann noch ins Treffen geführt wurde, ist: Es gibt jetzt einen Schadenersatz für Teilzeitkräfte, denen der Arbeitgeber nicht aktiv eine Vollzeitstelle, die er intern ausschreibt, angeboten hat. Für wie dumm halten Sie eigentlich die Arbeitgeber? Ein Arbeitgeber, der eine Vollzeitstelle hat und der in seinem Betrieb eine geeignete Teilzeitkraft hat, wird doch nicht einen Personalsuchprozess anwerfen und extern Leute suchen, wenn er sie intern hat. (Abg. Wurm: Da hast du recht, Gerald!) Was ist denn das für ein Gesetz? Für wie dumm halten Sie die Arbeitgeber? (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Was dann noch ins Treffen geführt wurde, ist: Es gibt jetzt einen Schadenersatz für Teilzeitkräfte, denen der Arbeitgeber nicht aktiv eine Vollzeitstelle, die er intern ausschreibt, angeboten hat. Für wie dumm halten Sie eigentlich die Arbeitgeber? Ein Arbeitgeber, der eine Vollzeitstelle hat und der in seinem Betrieb eine geeignete Teilzeitkraft hat, wird doch nicht einen Personalsuchprozess anwerfen und extern Leute suchen, wenn er sie intern hat. (Abg. Wurm: Da hast du recht, Gerald!) Was ist denn das für ein Gesetz? Für wie dumm halten Sie die Arbeitgeber? (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Hörl: Ja hallo!
Da merkt man, dass aus der ÖVP eine Partei der Beamten und Bauern geworden ist, weil von Unternehmertum versteht dort drüben keiner mehr was (Abg. Hörl: Ja hallo!), und jene, die etwas verstehen, dürfen nichts mehr sagen. (Ruf bei der ÖVP: Geh bitte!) Daher kommen solche Gesetze zustande. Es wäre also manchmal besser, die Mehrheitspartei macht kein Gesetz, als solche vorzulegen, wie wir es jetzt da haben. (Beifall bei den NEOS.)
Ruf bei der ÖVP: Geh bitte!
Da merkt man, dass aus der ÖVP eine Partei der Beamten und Bauern geworden ist, weil von Unternehmertum versteht dort drüben keiner mehr was (Abg. Hörl: Ja hallo!), und jene, die etwas verstehen, dürfen nichts mehr sagen. (Ruf bei der ÖVP: Geh bitte!) Daher kommen solche Gesetze zustande. Es wäre also manchmal besser, die Mehrheitspartei macht kein Gesetz, als solche vorzulegen, wie wir es jetzt da haben. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Da merkt man, dass aus der ÖVP eine Partei der Beamten und Bauern geworden ist, weil von Unternehmertum versteht dort drüben keiner mehr was (Abg. Hörl: Ja hallo!), und jene, die etwas verstehen, dürfen nichts mehr sagen. (Ruf bei der ÖVP: Geh bitte!) Daher kommen solche Gesetze zustande. Es wäre also manchmal besser, die Mehrheitspartei macht kein Gesetz, als solche vorzulegen, wie wir es jetzt da haben. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Kucher: Und deiner!
Wieso die SPÖ da jetzt überall dagegenstimmt, Herr Kollege Muchitsch, das weiß ich nicht, denn euer Pensionistenverbandsobmann von Klagenfurt, jetzt Bundesrat hier im Hohen Haus – Philip, dein Freund (Abg. Kucher: Und deiner!), auch meiner –, hat genau das vor der Landtagswahl gefordert. Du kannst das in den Medien nachlesen: Er hat als Pensionistenverbandsobmann genau das gefordert, um ältere Menschen zu motivieren, eben nach der Pension ihr Know-how weiterzugeben und weiterzuarbeiten.
Beifall bei der ÖVP.
Wir vonseiten unserer Fraktion und diese Bundesregierung arbeiten jedenfalls mit aller Kraft für die Menschen in diesem Land, und ich glaube, dass sowohl die Wirtschaft als auch die älteren Menschen von diesem Leistungspaket profitieren werden. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Bogner-Strauß: Natürlich gibt es sie, aber es geht um jeden Einzelnen und jede Einzelne!
Abgeordneter Alois Stöger, diplômé (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Die Bundesregierung macht einen Vorschlag zum Thema Pension, und dieser Vorschlag ist total aus dem Leben gegriffen, nämlich aus dem Leben von Menschen, die es sich immer leicht regeln können. Stellt euch aber vor, wie viele Bauarbeiter es in Österreich geben wird, die nach 65 weiterarbeiten wollen! Wie viele Monteure oder Stahlbautechniker wird es geben, die nach 65 noch weiterarbeiten können? Sagt mir bitte eine Krankenpflegerin oder einen Krankenpfleger, der nach 65 noch weiterarbeiten kann! Möglicherweise gibt es den einen oder anderen in Österreich, bei dem das geht (Abg. Bogner-Strauß: Natürlich gibt es sie, aber es geht um jeden Einzelnen und jede Einzelne!), die Masse wird es jedoch nicht sein.
Abg. Steinacker: Wieso? ..., die müssen gesetzlich gehen!
Welche Personengruppen werden nach 65 noch arbeiten? – Ich kann mir vorstellen, dass das Ziviltechniker sind, ich kann mir vorstellen, dass das Architekten sind, ich kann mir auch vorstellen, dass das Rechtsanwälte sind. Bei den Beamten ist es nicht so, denn da liegt das durchschnittliche Pensionsalter bei 62 Jahren. (Abg. Steinacker: Wieso? ..., die müssen gesetzlich gehen!)
Beifall bei der SPÖ.
Dann steht drinnen: Der Bundesminister ist ermächtigt, über Medikamente zu verfügen, die der Bund angekauft hat. – Entschuldigung: Wer sonst, wenn nicht der Bundesminister, ist ermächtigt? Da braucht man keine gesetzliche Änderung, wir brauchen da keine Husch-Pfusch-Abänderungsanträge, sondern wir erwarten von einer Bundesregierung, dass sie langfristig und sicher plant. Mit diesem Abänderungsantrag zeigt man eigentlich, dass man aus den letzten vier Jahren nichts dazugelernt hat. In diesem Sinne werden wir dem die Ablehnung erteilen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Disoski: Bitte, Peter, hör auf!
Abgeordneter Peter Wurm (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Minister! Hohes Haus! Werte Zuseher! Frau Kollegin Zopf, vielleicht noch einmal kurz zur Aufklärung: Wir haben jetzt bei uns im Klub nachgerechnet: Eindeutiger Sieger als Familienpartei sind die Freiheitlichen. Wir liegen im Durchschnitt bei 2,4, und wir arbeiten wöchentlich daran, das zu verbessern. Es ist also ein eindeutiges Ergebnis und ein Sieg für die FPÖ. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Disoski: Bitte, Peter, hör auf!)
Abg. Scheucher-Pichler: Das ist schon eine Verbesserung! Stimmt ja, hallo!
Dagegen, den Bonus zu erhöhen, wenn man grundsätzlich länger arbeitet, spricht nichts. Das ist eine kleine Verbesserung von 4,2 auf 5,1 Prozent. (Abg. Scheucher-Pichler: Das ist schon eine Verbesserung! Stimmt ja, hallo!) Das kann man machen, wird die Welt aber auch nicht retten.
Beifall bei der FPÖ.
Die Unternehmer werden weiterhin auf qualifiziertes Personal hoffen müssen, und die halbe Million unqualifizierte Menschen, die in den Arbeitsmarkt zugewandert sind, werden die Steuerzahler weiter alimentieren müssen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Scheucher-Pichler.
Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz Johannes Rauch: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Vielleicht muss man zunächst einmal festhalten, dass in Bezug auf die Pensionen – und nicht nur da – die größte Ungerechtigkeit und Ungleichheit zwischen Männern und Frauen besteht. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Scheucher-Pichler.) Die zu beseitigen halte ich wohl auch für eine Aufgabe. (Abg. Loacker: Weil die Frauen länger leben, oder was?) Im Übrigen ist die beste Vorsorge gegen Altersarmut die Erhöhung der Erwerbsquote der Frauen, die aber nur dann stattfinden kann, wenn die Kinderbetreuung entsprechend ausgebaut ist – das nur nebenbei. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Loacker: Weil die Frauen länger leben, oder was?
Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz Johannes Rauch: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Vielleicht muss man zunächst einmal festhalten, dass in Bezug auf die Pensionen – und nicht nur da – die größte Ungerechtigkeit und Ungleichheit zwischen Männern und Frauen besteht. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Scheucher-Pichler.) Die zu beseitigen halte ich wohl auch für eine Aufgabe. (Abg. Loacker: Weil die Frauen länger leben, oder was?) Im Übrigen ist die beste Vorsorge gegen Altersarmut die Erhöhung der Erwerbsquote der Frauen, die aber nur dann stattfinden kann, wenn die Kinderbetreuung entsprechend ausgebaut ist – das nur nebenbei. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz Johannes Rauch: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Vielleicht muss man zunächst einmal festhalten, dass in Bezug auf die Pensionen – und nicht nur da – die größte Ungerechtigkeit und Ungleichheit zwischen Männern und Frauen besteht. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Scheucher-Pichler.) Die zu beseitigen halte ich wohl auch für eine Aufgabe. (Abg. Loacker: Weil die Frauen länger leben, oder was?) Im Übrigen ist die beste Vorsorge gegen Altersarmut die Erhöhung der Erwerbsquote der Frauen, die aber nur dann stattfinden kann, wenn die Kinderbetreuung entsprechend ausgebaut ist – das nur nebenbei. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
längst nicht nur Selbstständige. Es wird geschätzt, wenn man den Erfahrungsschatz, den man im Unternehmen aufgebaut hat, in einer Übergangsphase an die jüngeren Kolleginnen und Kollegen weitergeben kann – und die wird damit ermöglicht. Ich halte das für sinnvoll. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Eine BH wird einen Betrieb schließen, der absolut tierschutzkonform ist – aber einen Betrieb wie den in Traismauer, wir alle kennen ihn, lasst ihr offen! Es gibt nicht einmal ein Tierhalteverbot für den Landwirt, der ihn betreibt. Herr Minister, da sage ich schon: Man sollte sich nicht nur mit Katzerl, Lamperl, Hunden ablichten lassen, sondern einmal wirklich zu diesem Betrieb gehen, der die Schweine im Freien hält, und sich dafür einsetzen, diesen Betrieb zu halten. Er darf nicht geschlossen werden, Herr Minister! (Beifall bei der SPÖ.) Ich fordere Sie auf, dort als Tierschutzminister einzugreifen und zu schauen, dass der Betrieb der Familie Hubmann, der wirklich absolut tierschutzkonform ist, auch erhalten bleibt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Eine BH wird einen Betrieb schließen, der absolut tierschutzkonform ist – aber einen Betrieb wie den in Traismauer, wir alle kennen ihn, lasst ihr offen! Es gibt nicht einmal ein Tierhalteverbot für den Landwirt, der ihn betreibt. Herr Minister, da sage ich schon: Man sollte sich nicht nur mit Katzerl, Lamperl, Hunden ablichten lassen, sondern einmal wirklich zu diesem Betrieb gehen, der die Schweine im Freien hält, und sich dafür einsetzen, diesen Betrieb zu halten. Er darf nicht geschlossen werden, Herr Minister! (Beifall bei der SPÖ.) Ich fordere Sie auf, dort als Tierschutzminister einzugreifen und zu schauen, dass der Betrieb der Familie Hubmann, der wirklich absolut tierschutzkonform ist, auch erhalten bleibt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das sollte der Weg sein, an dem wir gemeinsam im Sinne der Tiere, im Sinne unserer Gesundheit, im Sinne einer guten Kooperation zwischen kontrollierenden Behörden und produzierenden Betrieben weiterarbeiten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
schafft nur Bürokratie, neue Behörden und neue Vorschriften. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Keck.
Herr Bundesminister, mein Eindruck ist wirklich und tatsächlich, dass Sie froh sind, wenn diese schlechte Partnerschaft der Bundesregierung ein Ende hat – aber wir Freiheitlichen auch. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Keck.)
Abg. Keck: Habe ich auch nicht gesagt!
Zweitens, denke ich, ist wichtig: Kollege Keck hat gesagt, es gibt keine Tierschutzkontrollen durch Veterinäre. Das stimmt nicht. (Abg. Keck: Habe ich auch nicht gesagt!) Crosscompliance wird von den Amtstierärzten in den Betrieben kontrolliert. Ich glaube, es ist wichtig, dass wir das auch korrigieren. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Michael Hammer: Das ist die Unwissenheit!)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Michael Hammer: Das ist die Unwissenheit!
Zweitens, denke ich, ist wichtig: Kollege Keck hat gesagt, es gibt keine Tierschutzkontrollen durch Veterinäre. Das stimmt nicht. (Abg. Keck: Habe ich auch nicht gesagt!) Crosscompliance wird von den Amtstierärzten in den Betrieben kontrolliert. Ich glaube, es ist wichtig, dass wir das auch korrigieren. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Michael Hammer: Das ist die Unwissenheit!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
und ‑entsorgung zu gewährleisten, auch zukünftig. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Was mich schon riesig freut, geschätzte Damen und Herren, Kolleginnen und Kollegen: Bei den Untersuchungen sind über 99,5 Prozent der Proben sicher. Darauf können wir sehr, sehr stolz sein. Unsere Lebensmittel, die in Österreich produziert werden, die den Österreicherinnen und Österreichern angeboten werden, sind sicher, sind naturnah und somit letztendlich auch umweltschonend beziehungsweise nachhaltig produziert. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
In diesem Sinne, zusammenfassend: Dieser Gesetzentwurf ist eine Bündelung von etablierten Aktivitäten, die wir bereits über viele Jahre gesetzt haben, ist kein Bürokratiemonster, sondern eine wichtige Weichenstellung, und deshalb hoffe ich, dass wir mit weit überwiegender Mehrheit diesem Gesetzentwurf zustimmen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Zum Abschluss möchte ich noch einen großen Dank an alle Bäuerinnen und Bauern, an alle Gärtnerinnen und Gärtner in Österreich aussprechen, die diese Rahmenbedingungen oftmals weit über das geforderte Maß hinaus erfüllen und mit Leidenschaft, Herzblut und auch unternehmerischem Geschick ihre Betriebe leiten und unverzichtbare Partnerinnen und Partner bei der Lebensmittelversorgung in unserem Land sind. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich ersuche daher um breite Zustimmung. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Damit das nicht verloren geht, müssen wir in diesem Gesetzentwurf sehr sensibel damit umgehen, denn das sind Familienbetriebe, das sind Kleinstbetriebe, vielleicht nur mit einem oder zwei Mitarbeitern. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Fischer.
Daher, das ist meine Bitte an Sie: Gehen wir sehr sensibel um, wenn es um die Qualitätsauflagen für diese Betriebe geht! Wir sind vorne mit dabei, wir sagen, ja, wir erfüllen alles, aber bitte nicht mit Bürokratie überschütten, nicht mit überbordender Kontrolle und dann vielleicht auch mit nachgelagerten Kosten überschütten. – Das ist meine Bitte zu diesem Gesetzentwurf. – Ich bedanke mich sehr herzlich. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Fischer.)
Ruf bei den NEOS: Sie ist nicht da!
Erste Rednerin: Frau Abgeordnete Katharina Werner. (Ruf bei den NEOS: Sie ist nicht da!) – Dann ist, da sie nicht im Saal ist, der nächste Redner Herr Abgeordneter Ralph Schallmeiner. – Bitte.
Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Das heißt, wir gehen da den Weg, ein sehr gutes Modell, eine sehr gute Unterstützungsleistung für Familien in speziellen Situationen nicht nur abzusichern, sondern auch auszubauen und damit auch sicherzustellen, dass das Ganze nicht nur in einzelnen Regionen hier im Land verfügbar ist, sondern über kurz oder lang in ganz Österreich überall gleich niederschwellig und gleich gut verfügbar angeboten werden kann. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.
Von daher: Sehen Sie es als langfristige Absicherung, über diese fünf Jahre hinaus! – Ich bitte um breite Zustimmung. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Also: Die Absicherung dieser Frühen Hilfen ist gut und wichtig und richtig, wir würden uns aber wünschen, dass das noch ordentlicher und besser gemacht wird. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Diesner-Wais.
Hier kommt eben diese tolle Organisation in diesen Funktionen ins Spiel, und zwar sind die Familienbegleiter:innen tagtäglich unterwegs, schauen, dass sie auf niederschwellige Art und Weise Familien und Alleinerziehende unterstützen und ihnen die Auszeit geben, die sie vielleicht einmal brauchen, wenn sie niemanden haben. Rund um die Uhr ein kleines Kind an der Seite zu haben kann wunderschön, aber wirklich auch sehr, sehr anstrengend sein. Es braucht auch da einmal eine Pause – und die ist gerechtfertigt und wichtig. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Diesner-Wais.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Diesner-Wais.
Das ist ein wichtiges, richtiges und gutes Zeichen. Da bin ich auch stolz auf Österreich, dass wir ein solch tolles Projekt jetzt endlich aus der Pilotprojektzeit rausholen und es endlich finanzieren – und das langfristig. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Diesner-Wais.) Schließlich verdient es jede Familie und jedes Kind, die nötige Unterstützung für ein sorgenfreies Leben und eine tolle Zukunft zu haben. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Maurer.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Maurer.
Das ist ein wichtiges, richtiges und gutes Zeichen. Da bin ich auch stolz auf Österreich, dass wir ein solch tolles Projekt jetzt endlich aus der Pilotprojektzeit rausholen und es endlich finanzieren – und das langfristig. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Diesner-Wais.) Schließlich verdient es jede Familie und jedes Kind, die nötige Unterstützung für ein sorgenfreies Leben und eine tolle Zukunft zu haben. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Maurer.)
Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Gute Rede!
Ob diese neue Koordinationsgruppe tatsächlich notwendig ist, fragen wir uns schon auch, denn es gibt ja bereits sehr gute Strukturen, auf die zurückgegriffen werden könnte, die vielleicht nur besser koordiniert und vernetzt werden müssen. Grundsätzlich ist die Frühe-Hilfen-Vereinbarung, Herr Minister, wirklich das einzige unterstützenswerte Projekt dieser Gesundheitsreform. Diese finanzielle Absicherung begrüßen wir und darum werden wir dem auch heute zustimmen. (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Gute Rede!)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.
Wir investieren damit in die Gesundheit und in die frühe Entwicklung unserer Kinder und legen damit einen Grundstein für eine positive Zukunft in unserem Land. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Im Jahr 2022 sind über 2 500 Familien unterstützt worden. Das jetzt mit diesem Beschluss absichern zu können, dafür möchte ich mich im Namen der betroffenen Familien und Kinder ausdrücklich bei Ihnen bedanken. – Danke schön. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Die NEOS wollen ein privates Gesundheitssystem haben, die wollen das öffentliche Gesundheitssystem schwächen, und deswegen kommt immer wieder dieselbe Leier: viel zu viele Ausgaben. Sie vergessen aber, mit zu erzählen, dass unser Gesundheitssystem in Wahrheit durch private Zuzahlungen unterstützt wird. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Gerhard Kaniak, ihr redet immer davon, dass ihr die Partei des kleinen Mannes seid, und in Wahrheit seid ihr in der Frage der Gesundheitsreform die Feigsten von allen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die 200 Millionen Euro, die jedes Jahr fehlen, die ihr sozusagen an die Großspender der ÖVP weitergegeben habt – Steuerzuckerl für Konzerne, mehr Geld für Privatkliniken –, das war die Realität; ihr seid da ganz vorne mit dabei gewesen. Sie stellen sich dann heute hierher und sagen: Es ist völlig egal, dass wir die Sozialversicherung ausgeräumt haben! – Die Menschen spüren es tagtäglich, die Leute, die im Gesundheitsbereich arbeiten, und die Leute, die dringend einen Arzttermin brauchen. Das war die blaue Politik. Und du hast nicht einmal die Größe, dich heute hierherzustellen und dafür zu entschuldigen, was für einen Schaden für die Gesundheitsversorgung Hartinger Klein, die damals mit Kickl und Strache da vorne gesessen ist, in Wahrheit verursacht hat. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
die Patientenmilliarde, die damals von ÖVP und FPÖ versprochen worden ist, auch zu beschließen und in die Wege zu leiten! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Kucher: Und was ist mit den privaten Zuzahlungen?! – Abg. Einwallner: Nicht für dich! – Rufe bei der SPÖ: Das war ein Redebeitrag!
Ich berichtige tatsächlich: Wir wollen ein Wahlrecht zwischen den bestehenden Trägern und wollten auch schon vor der Kassenfusion ein Wahlrecht für die Versicherten zwischen den bestehenden Trägern. Da die bestehenden Träger alle öffentlich sind, geht es nicht um ein privates System. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Kucher: Und was ist mit den privaten Zuzahlungen?! – Abg. Einwallner: Nicht für dich! – Rufe bei der SPÖ: Das war ein Redebeitrag!)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordnete Sigrid Maurer, BA (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Lieber Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher und insbesondere jene 100 Kärntnerinnen und Kärntner, die auf Einladung von Gabriel Obernosterer, einem sehr beliebten Kollegen von uns, hier heute auf der Galerie sind: Herzlich willkommen im Parlament! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Saxinger und Smolle.
In den Mittelpunkt dieser Reform stellen wir die Patientinnen und Patienten. Was erreichen wir für sie? – Einen raschen Termin bei der Fachärztin in der Nähe statt langer Wartezeiten und die bestmögliche Behandlung auf E-Card statt auf Kreditkarte. Dabei schaffen wir nicht nur neue Kassenstellen, wir sorgen auch dafür, dass diese schnell besetzt werden und vor allem, dass sie dort hinkommen, wo sie benötigt werden – ganz besonders dort, wo sie heute fehlen, und in den Fächern, wo Mangel besteht. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Saxinger und Smolle.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir schaffen aber auch faire Arbeitsbedingungen für alle Menschen, die in Gesundheitsberufen arbeiten, und machen es attraktiv, eine Kassenstelle anzunehmen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Wir haben uns darauf geeinigt, dass der Gesamtvertrag zwischen Sozialversicherung und Ärztekammer modernisiert und vereinheitlicht wird. Dann heißt es überall – vom Bodensee bis zum Neusiedler See –: gleiches Honorar für gleiche Leistung.
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Smolle.
Nicht zuletzt geht es bei all diesen Schritten auch darum, dass wir die Spitäler entlasten. Wir hören die Hilferufe des Personals in den Krankenhäusern und wir handeln ganz entschieden. Wir stopfen nicht nur einzelne Löcher, wir verbessern die Strukturen dahinter, und das ist ein riesiger Meilenstein. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Smolle.) In neuen Spezialambulanzen und Tageskliniken können Untersuchungen und Eingriffe außerhalb der Spitäler durchgeführt werden.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Eines steht fest: Durchhalteparolen reichen nicht mehr aus. Menschen dürfen nicht monatelang auf einen wichtigen Arzttermin vertröstet werden. Deshalb nehmen wir jetzt all diese großen Veränderungen vor und investieren bis 2028 zusätzliche 14 Milliarden Euro in unser Gesundheitssystem. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
in Richtung Bundesminister Rauch
Am Ende ist es gelungen, dass alle Seiten hinter dieser Reform stehen und wir sie heute im Sinne der Menschen in diesem Land beschließen können. – Dazu möchte ich dir, lieber Johannes (in Richtung Bundesminister Rauch), auch von ganzem Herzen gratulieren. Wir beide wissen, ich war etwas skeptisch, dass du diese riesige Reform auf den Boden bringen würdest, als du mir angekündigt hast, dass du das im Finanzausgleich machen willst. Ich ziehe meinen Hut. Es ist eine unglaubliche Leistung und ich gratuliere von ganzem Herzen. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Martin Graf: Schlimm ist es, wenn man beginnt, die eigene Propaganda zu glauben!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Martin Graf: Schlimm ist es, wenn man beginnt, die eigene Propaganda zu glauben!
Am Ende ist es gelungen, dass alle Seiten hinter dieser Reform stehen und wir sie heute im Sinne der Menschen in diesem Land beschließen können. – Dazu möchte ich dir, lieber Johannes (in Richtung Bundesminister Rauch), auch von ganzem Herzen gratulieren. Wir beide wissen, ich war etwas skeptisch, dass du diese riesige Reform auf den Boden bringen würdest, als du mir angekündigt hast, dass du das im Finanzausgleich machen willst. Ich ziehe meinen Hut. Es ist eine unglaubliche Leistung und ich gratuliere von ganzem Herzen. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Martin Graf: Schlimm ist es, wenn man beginnt, die eigene Propaganda zu glauben!)
Zwischenbemerkung von Bundesminister Rauch.
Sehr geehrter Herr Minister, das sind genau jene Leistungen, die wir aus den Spitälern heraus in den niedergelassenen Bereich haben wollen, weshalb die Spitalsambulanzen überlastet sind. Dafür geben Sie jetzt den Ländern zusätzliches Geld, damit dieses Leistungsangebot in den Spitalsambulanzen ausgebaut wird. Wo ist denn da Ihr Schwerpunkt in Richtung niedergelassene Versorgung? – Also ich sehe da das absolute Gegenteil. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Rauch.)
Abg. Bogner-Strauß: So ein Blödsinn, bitte!
Sie schaffen ein Subventionsmodell im niedergelassenen Bereich, wobei nur mehr zentralisierte Gruppenordinationen, Primärversorgungszentren und Ambulatorien bedient werden und der niedergelassene Arzt, der freie Arzt ein aussterbender Beruf im Kassensystem ist. (Abg. Bogner-Strauß: So ein Blödsinn, bitte!) Er wird entweder in den Wahlarztbereich gedrängt oder gleich in die Privatmedizin. Das, was Sie mit den gesetzlichen Verpflichtungen zur Elga Anbindung, zur Diagnosecodierung, zur elektronischen Abrechnung mit den Krankenversicherungsträgern vorhaben, das werden Ihnen die Wahlärzte in der kurzen Zeit auch nicht mitmachen. Dann gibt es noch mehr statt weniger Privatmedizin und noch mehr Abwanderung von Ärzten ins Ausland als bisher.
Beifall bei der FPÖ.
Ich kann mich nur wiederholen, Herr Minister: Die Ziele sind hehr, der Weg ist ein komplett falscher. Die ganze Reform ist ein Griff ins Klo – so wird das nichts. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Dr. Josef Smolle (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Der Finanzausgleich, über den wir heute sprechen, Bereich Gesundheit, ist wirklich ein sehr, sehr großer Wurf. 14 Milliarden Euro kommen zusätzlich zum Steuergeld, das ohnehin prozentuell verteilt wird, in das Gesundheitssystem hinein. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Die Österreichische Gesundheitskasse hat auch die Chance genützt, österreichweit agieren zu können. Sie hat schon viele Harmonisierungen, Vereinheitlichungen machen können, vor allem im nicht ärztlichen Bereich und bei den Heilbehelfen. Nun bekommt sie die Chance, einen österreichweit einheitlichen Kassenvertrag auf ärztlicher Ebene abzuschließen, um die Tätigkeit einer niedergelassenen Ärztin, eines niedergelassenen Arztes wieder attraktiv zu machen und um wirklich vom Neusiedler See bis zum Bodensee die gleichen Leistungen anbieten zu können. Es ist ein ganz großer Wurf, auf den wir hier zusteuern. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Diese 3 Milliarden Euro, die für die Spitalsreformen an die Länder gehen, werden nicht einfach zum Löcherstopfen verwendet, sondern sind mit klaren Zielen verbunden. Da geht es um die Verlagerung aus dem vollstationären in den ambulanten Bereich, und das bedeutet natürlich auch eine Rationalisierung, eine Verschlankung im System und damit die Möglichkeit, Wartezeiten abzubauen. Insbesondere sollten wir uns auch eines vor Augen halten: Die meisten Patientinnen und Patienten schätzen es, wenn sie tagesklinisch oder ambulant behandelt werden können und nicht im Spital bleiben müssen. Das ist ein moderner Schritt, das ist ein guter Schritt im Interesse der Patientinnen und Patienten. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
abgesichert ist – und es ist kein Zufall, dass wir heute mehr Personen in Pflegeausbildung haben, als das je zuvor der Fall war. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich möchte ein herzliches Danke sagen einerseits für die Unterstützung aus der eigenen Fraktion, andererseits aber auch für die exzellente Gesprächsbasis mit dem Koalitionspartner, sodass hier wirklich ein tragfähiges zukunftsweisendes Konstrukt entstanden ist. Ich freue mich, wenn wir es gemeinsam beschließen können. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei NEOS und Grünen.
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Um mit dem Positiven zu beginnen: In meinen zehn Jahren als Abgeordneter ist dies der achte Gesundheitsminister, und der erste, der nicht alle Wünsche der Ärztekammer erfüllt – das verdient ein Lob. (Beifall bei NEOS und Grünen.) – Ja, die Mehrheitsparteien mögen die Gelegenheit, zu klatschen, nützen, es kommen nicht mehr viele.
Zwischenruf des Abg. Martin Graf.
Was nicht stattfindet, ist zum Beispiel eine Veröffentlichung der Qualitätskriterien von Krankenhäusern, wie das andere Länder machen. In der Schweiz kann der Patient, wenn er eine Hüftoperation hat, online nachschauen: Welche Spitäler machen das, welche Erfolgsraten haben die, welche Problemraten haben die? – Die Daten gibt es bei uns zwar, diese werden auch in den Spitälern für Peerreviews, also für interne Vergleiche, verwendet, aber den Patienten kann man das nicht zumuten. Diesbezüglich ist die Position des Herrn Ministers die gleiche, wie sie sie damals bei Hartinger-Klein war – so viel zu den Unterschieden, die da manchmal hervorgehoben werden. (Zwischenruf des Abg. Martin Graf.)
Beifall bei den NEOS.
Rechtsweg verweist und ihnen nicht von vornherein das gibt, was ihnen zusteht. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den Grünen.
Das haben wir im Juli dieses Jahres beseitigt. Was war der Effekt? – Bis dahin, also in den sechs Jahren zuvor, hat es 37 Gründungen von sogenannten Primärversorgungseinheiten in Österreich gegeben; seither, in den letzten vier Monaten, sind 13 neue Primärversorgungseinheiten hinzugekommen, plus 30 weitere, bei denen der Antrag auf Genehmigung einer solchen PVE bereits vorliegt. Das heißt, da sieht man, was herauskommen kann, wenn wir dementsprechend eingreifen, wenn wir dementsprechend eben auch solche Vetomöglichkeiten herausnehmen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Pfurtscheller.
Heute gehen wir den dritten, den größten Schritt – nämlich nicht den größten Schritt innerhalb dieser drei Schritte, sondern den größten Schritt innerhalb der letzten 20, vielleicht sogar 30 Jahre. Wir reformieren ein in die Jahre gekommenes System, das an sich selbst zu scheitern drohte. Wir gehen da wirklich gute, neue, innovative Wege, und das sollte man halt eben auch anerkennen: Wir versuchen, Transparenz ins System hineinzubringen, wir versuchen, unser System mit nachhaltigen Mitteln zukunftsfit zu machen, wir versuchen, altes Denken zu überwinden. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Pfurtscheller.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir reden über Digitalisierung. Es wurde heute eh schon erwähnt: Es geht darum, die Elga zukunftsfit zu machen, aus der Elga das zu machen, was sie sein sollte, nämlich eine elektronische Gesundheitsakte, natürlich unter Wahrung der einschlägigen datenschutzrechtlichen Bestimmungen, zugunsten der Patientinnen und Patienten. Es geht darum, dafür zu sorgen, dass Ärztinnen und Ärzte eben auch wirklich alles einmelden müssen: Diagnosecodierung, und, und, und. – All diese Dinge sind ein Fortschritt, sind ein Fortschritt für die Patientinnen und Patienten, sind ein Fortschritt für die Versicherten, sind ein Fortschritt fürs Gesamtsystem. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Heinisch-Hosek: Sie können, aber sie müssen nicht, oder?
und Patienten –, in Zukunft nicht mehr. Die Gelder sind aufgrund dieses Finanzausgleichs in Zukunft vorhanden, die Länder können solche Ambulanzen ab sofort einrichten (Abg. Heinisch-Hosek: Sie können, aber sie müssen nicht, oder?), sie können sich nicht mehr damit rausreden, dass die Mittel dafür nicht vorhanden sind. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie können, sie müssen nicht!) – Sie können, das ist richtig, ja, weil die Spitäler eben Sache der Länder sind. Ich meine, Kollegin Heinisch-Hosek, das wissen wir beide, oder? – Die Spitäler sind Sache der Länder, die Ambulanzen in den Spitälern sind Sache der Länder. (Abg. Heinisch-Hosek: Aber verbindlicher hätte man sein können!) Dort, wo der Bund zuständig ist, beispielsweise bei einem Referenzzentrum, gehen wir als Bund im kommenden Jahr auch die entsprechenden Schritte. Das haben wir ja bereits angekündigt, und darüber werden wir ja noch gesondert diskutieren. (Abg. Kucher: Das kann man ja auch sachlich kommunizieren!)
Abg. Heinisch-Hosek: Sie können, sie müssen nicht!
und Patienten –, in Zukunft nicht mehr. Die Gelder sind aufgrund dieses Finanzausgleichs in Zukunft vorhanden, die Länder können solche Ambulanzen ab sofort einrichten (Abg. Heinisch-Hosek: Sie können, aber sie müssen nicht, oder?), sie können sich nicht mehr damit rausreden, dass die Mittel dafür nicht vorhanden sind. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie können, sie müssen nicht!) – Sie können, das ist richtig, ja, weil die Spitäler eben Sache der Länder sind. Ich meine, Kollegin Heinisch-Hosek, das wissen wir beide, oder? – Die Spitäler sind Sache der Länder, die Ambulanzen in den Spitälern sind Sache der Länder. (Abg. Heinisch-Hosek: Aber verbindlicher hätte man sein können!) Dort, wo der Bund zuständig ist, beispielsweise bei einem Referenzzentrum, gehen wir als Bund im kommenden Jahr auch die entsprechenden Schritte. Das haben wir ja bereits angekündigt, und darüber werden wir ja noch gesondert diskutieren. (Abg. Kucher: Das kann man ja auch sachlich kommunizieren!)
Abg. Heinisch-Hosek: Aber verbindlicher hätte man sein können!
und Patienten –, in Zukunft nicht mehr. Die Gelder sind aufgrund dieses Finanzausgleichs in Zukunft vorhanden, die Länder können solche Ambulanzen ab sofort einrichten (Abg. Heinisch-Hosek: Sie können, aber sie müssen nicht, oder?), sie können sich nicht mehr damit rausreden, dass die Mittel dafür nicht vorhanden sind. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie können, sie müssen nicht!) – Sie können, das ist richtig, ja, weil die Spitäler eben Sache der Länder sind. Ich meine, Kollegin Heinisch-Hosek, das wissen wir beide, oder? – Die Spitäler sind Sache der Länder, die Ambulanzen in den Spitälern sind Sache der Länder. (Abg. Heinisch-Hosek: Aber verbindlicher hätte man sein können!) Dort, wo der Bund zuständig ist, beispielsweise bei einem Referenzzentrum, gehen wir als Bund im kommenden Jahr auch die entsprechenden Schritte. Das haben wir ja bereits angekündigt, und darüber werden wir ja noch gesondert diskutieren. (Abg. Kucher: Das kann man ja auch sachlich kommunizieren!)
Abg. Kucher: Das kann man ja auch sachlich kommunizieren!
und Patienten –, in Zukunft nicht mehr. Die Gelder sind aufgrund dieses Finanzausgleichs in Zukunft vorhanden, die Länder können solche Ambulanzen ab sofort einrichten (Abg. Heinisch-Hosek: Sie können, aber sie müssen nicht, oder?), sie können sich nicht mehr damit rausreden, dass die Mittel dafür nicht vorhanden sind. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie können, sie müssen nicht!) – Sie können, das ist richtig, ja, weil die Spitäler eben Sache der Länder sind. Ich meine, Kollegin Heinisch-Hosek, das wissen wir beide, oder? – Die Spitäler sind Sache der Länder, die Ambulanzen in den Spitälern sind Sache der Länder. (Abg. Heinisch-Hosek: Aber verbindlicher hätte man sein können!) Dort, wo der Bund zuständig ist, beispielsweise bei einem Referenzzentrum, gehen wir als Bund im kommenden Jahr auch die entsprechenden Schritte. Das haben wir ja bereits angekündigt, und darüber werden wir ja noch gesondert diskutieren. (Abg. Kucher: Das kann man ja auch sachlich kommunizieren!)
Abg. Kucher: Wie viel?
Das heißt, wir gehen da echte Reformschritte. Wir versuchen, dieses System aufzubrechen, nachhaltig aufzubrechen, und wir versuchen, gemeinsam mit den Ländern, mit den Kommunen, mit der Sozialversicherung, die übrigens, wie wir heute schon gehört haben, eben erstmalig Geld über den Finanzausgleich bekommt - - (Abg. Kucher: Wie viel?) – 300 Millionen Euro pro Jahr, 1,5 Milliarden Euro auf fünf Jahre. (Abg. Kucher: Was ist das netto?) – Kollege Kucher, wir haben es heute Vormittag schon diskutiert. Wir schaffen damit eben Möglichkeiten zur Vereinheitlichung dieses Vertrags. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Kucher: Was ist das netto?
Das heißt, wir gehen da echte Reformschritte. Wir versuchen, dieses System aufzubrechen, nachhaltig aufzubrechen, und wir versuchen, gemeinsam mit den Ländern, mit den Kommunen, mit der Sozialversicherung, die übrigens, wie wir heute schon gehört haben, eben erstmalig Geld über den Finanzausgleich bekommt - - (Abg. Kucher: Wie viel?) – 300 Millionen Euro pro Jahr, 1,5 Milliarden Euro auf fünf Jahre. (Abg. Kucher: Was ist das netto?) – Kollege Kucher, wir haben es heute Vormittag schon diskutiert. Wir schaffen damit eben Möglichkeiten zur Vereinheitlichung dieses Vertrags. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das heißt, wir gehen da echte Reformschritte. Wir versuchen, dieses System aufzubrechen, nachhaltig aufzubrechen, und wir versuchen, gemeinsam mit den Ländern, mit den Kommunen, mit der Sozialversicherung, die übrigens, wie wir heute schon gehört haben, eben erstmalig Geld über den Finanzausgleich bekommt - - (Abg. Kucher: Wie viel?) – 300 Millionen Euro pro Jahr, 1,5 Milliarden Euro auf fünf Jahre. (Abg. Kucher: Was ist das netto?) – Kollege Kucher, wir haben es heute Vormittag schon diskutiert. Wir schaffen damit eben Möglichkeiten zur Vereinheitlichung dieses Vertrags. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Voglauer: Mah schön! Sehr gute Rede!
Ich möchte denen, die dem heute nicht zustimmen wollen, noch einen letzten Satz ins Stammbuch schreiben: Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich würde euch empfehlen, stimmt heute zu! Stimmt dieser Reform, dieser größten Reform der letzten 20 Jahre, zu und lasst euch niemals vorwerfen, weniger reformfreudig als die Landeshauptleute in diesem Land zu sein! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Voglauer: Mah schön! Sehr gute Rede!)
Abg. Schallmeiner: Aber wir haben es gemacht!
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseher und Zuseherinnen! Dem Positiven werden wir eh zustimmen, darum geht es ja nicht. Kleinlich möchte ich auch nicht sein, Herr Kollege Schallmeiner, aber die Weichen für den jetzigen Ausbau der PVEs, der Primärversorgungseinheiten, sind damals 2014 in der Bundes-Zielsteuerungskommission gestellt worden, und das waren rote Ministerinnen und Minister. (Abg. Schallmeiner: Aber wir haben es gemacht!)
Abg. Bogner-Strauß: Was ist das für eine Rechnung?
Gut Ding braucht Weile, keine Frage. Gut Ding hat auch jetzt Weile gebraucht, bis sozusagen die frischen Gelder verhandelt waren. Ich möchte aber noch einmal – auch nicht kleinlich – die Rechnung anstellen: Es ist so, dass die ÖGK 386 Millionen Euro Bilanzverlust hat – das ist und bleibt Tatsache –, dass sie zwar 300 Millionen Euro kriegt – da ist jetzt schon eine Differenz da –, 80 Prozent davon bekommt sie dann, das sind 240 Millionen Euro, 40 Millionen Euro gehen in andere Bereiche – Telemedizin, Gesundheitsvorsorge, Impfvorsorge –, und dann bleiben 200 Millionen Euro über, die das nicht decken. Das ist auch eine Tatsache, und das soll auch einmal gesagt sein. (Abg. Bogner-Strauß: Was ist das für eine Rechnung?)
Abg. Bogner-Strauß: Aber sicher! Ganz viele Harmonisierungen wurden umgesetzt: Hebammen, Physio, Logo, Ergo!
Wichtig ist aber auch, dass wir, wie schon am Vormittag und wie auch in den Ausschussverhandlungen und -sitzungen, noch einmal darauf pochen, dass die sogenannte Patienten-, Patientinnenmilliarde, die Frau Bogner-Strauß nach mir wahrscheinlich gleich wieder zigfach ausgeben wird, wie sie es schon am Vormittag gemacht hat, noch immer nicht bei den Patientinnen und Patienten angekommen ist und dass wir das wollen. (Abg. Bogner-Strauß: Aber sicher! Ganz viele Harmonisierungen wurden umgesetzt: Hebammen, Physio, Logo, Ergo!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich ersuche Sie, diesem Antrag Ihre Zustimmung zu erteilen, dann wäre das Paket kompletter. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schallmeiner.
Bei einem muss ich widersprechen, Kollege Kaniak: Die niedergelassenen Einzelordinationen werden auch weiterhin neben den Gesundheitszentren Bestand haben und mit diesem Paket sicher attraktiviert. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schallmeiner.)
Beifall bei der ÖVP.
Digital vor ambulant vor stationär, 1450 – manche können es nicht mehr hören, aber ich bin froh, dass diese Nummer inzwischen jeder kennt. Das war einer der kleinen Vorteile der Pandemie: Jeder kennt 1450. Es wurde zwar als Coronatelefon benutzt, aber heute ist es ein Gesundheitstelefon. In den Ländern werden Tag für Tag Tausende Anrufe entgegengenommen, weil die Leute am Telefon beraten werden wollen, weil es natürlich auch angenehmer ist, am Telefon Information zu bekommen, bevor man sich auf den Weg in eine Ordination oder überhaupt in eine Ambulanz macht, wo es wesentlich längere Wartezeiten gibt. Und – danke, Herr Minister –: In Zukunft soll 1450 auch für die Terminvereinbarung benutzt werden. Ich denke, das ist ganz klar zukunfts- und zielgerichtet. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Wurm: Fast alles!
E-Health, Digitalisierung: So vieles kann man schon digital machen, über den Computer, über das Handy (Abg. Wurm: Fast alles!), und deswegen ist es natürlich unglaublich praktisch – sage ich jetzt einmal –, wenn wir mehr telemedizinische Versorgung haben. Ich sage das, weil ich vom Land komme, wo oft weit und breit kein Arzt ist. (Abg. Wurm: Das ist aber nicht super!) Wenn man überhaupt in den Tälern, in den Bergen wohnt, ist es, denke ich, ein Riesenvorteil, dass, wenn man ein Anliegen, eine Frage hat, zu jeder Zeit zuallererst eine telemedizinische Abklärung gemacht werden kann.
Abg. Wurm: Das ist aber nicht super!
E-Health, Digitalisierung: So vieles kann man schon digital machen, über den Computer, über das Handy (Abg. Wurm: Fast alles!), und deswegen ist es natürlich unglaublich praktisch – sage ich jetzt einmal –, wenn wir mehr telemedizinische Versorgung haben. Ich sage das, weil ich vom Land komme, wo oft weit und breit kein Arzt ist. (Abg. Wurm: Das ist aber nicht super!) Wenn man überhaupt in den Tälern, in den Bergen wohnt, ist es, denke ich, ein Riesenvorteil, dass, wenn man ein Anliegen, eine Frage hat, zu jeder Zeit zuallererst eine telemedizinische Abklärung gemacht werden kann.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Schallmeiner und Schwarz.
Auch das E-Rezept ist ein Riesenvorteil, gerade auch in der mobilen Pflege. Die machen oft so viele Wege mit der E-Card, weil es nicht möglich ist, das über ein E-Rezept zu erledigen. Das ist nicht notwendig. Auch deshalb ist das eine Reform, die zielgerichtet und patientenorientiert ist – danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Schallmeiner und Schwarz.)
Heiterkeit der Abgeordneten Kaniak und Wurm.
Zu den Ambulanzen – es wurde heute schon erwähnt –: Immer mehr kann tagesambulant gemacht werden. Man muss Gott sei Dank nicht mehr über Nacht im Spital bleiben. Die Medizin hat sich unglaublich weiterentwickelt. Ich bin doch dankbar, wenn ich reingehen kann, eine kleine OP tagesambulant gemacht wird und ich am Abend nach Hause gehen kann und weiß, ich bin super versorgt worden. Deshalb gibt es auch dort 600 Millionen Euro pro Jahr mehr – reformgebunden. Es ist ganz klar: Halbe-halbe ist es. (Heiterkeit der Abgeordneten Kaniak und Wurm.)
Abg. Loacker: Im Landtag spielt ... keine Rolle, aber in dem Haus schon!
Wir wissen aber: Die Abgänge waren in den letzten Jahren schon exorbitant hoch. Ich sehe das ja ein bisschen anders: Nicht die Krankenhäuser werden entlastet, sondern bis jetzt wurden die Krankenhäuser belastet – mit Patientinnen und Patienten, die eigentlich im niedergelassenen Bereich hätten versorgt werden sollen. (Abg. Loacker: Im Landtag spielt ... keine Rolle, aber in dem Haus schon!) Mit dieser Reform versuchen wir, wieder das zu bekommen, was die Patienten wollen, nämlich die richtige Versorgung zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir wissen aber: Die Abgänge waren in den letzten Jahren schon exorbitant hoch. Ich sehe das ja ein bisschen anders: Nicht die Krankenhäuser werden entlastet, sondern bis jetzt wurden die Krankenhäuser belastet – mit Patientinnen und Patienten, die eigentlich im niedergelassenen Bereich hätten versorgt werden sollen. (Abg. Loacker: Im Landtag spielt ... keine Rolle, aber in dem Haus schon!) Mit dieser Reform versuchen wir, wieder das zu bekommen, was die Patienten wollen, nämlich die richtige Versorgung zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Bogner-Strauß: Funktioniert auch, man muss die Tools nur nutzen und sich nicht wegen jeder Kleinigkeit ins Auto setzen!
Abgeordneter Peter Wurm (FPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Werte Zuseher! Frau Kollegin Bogner-Strauß, Sie haben unser Gesundheitssystem und die große Gesundheitsreform jetzt so nett erklärt. Sie haben gesagt: Wenn man am Land wohnt und „weit und breit kein Arzt ist“, dann ist es super, dass man 1450 anrufen kann. – Ich meine, ist das jetzt der Anspruch, dass man in Österreich halt quasi froh sein muss, wenn man mit 1450 eine Telefonnummer anrufen darf oder Doktor Google – oder ich weiß nicht, was die Idee ist – fragen kann? Ich kenne das von früher aus Australien oder Afrika, wo der Arzt 300 Kilometer weg ist – ja, okay (Abg. Bogner-Strauß: Funktioniert auch, man muss die Tools nur nutzen und sich nicht wegen jeder Kleinigkeit ins Auto setzen!), hoffen wir, dass nichts Schlimmes passiert.
Abg. Strasser: Geh, Peter, negativ!
Österreich, wir pfeifen ja links und rechts aus dem letzten Loch. (Abg. Strasser: Geh, Peter, negativ!)
Beifall bei der FPÖ.
Die Ursachen – das habe ich heute Vormittag erklärt – sind offensichtlich, wenn man hineinschaut: Unser solidarisches Gesundheitssystem kann nicht die ganze Welt gratis behandeln – Punkt, aus, Amen. Wenn wir es wieder für jene zur Verfügung haben, die das System auch mit ihren Steuern und mit ihrer Arbeit erhalten, dann wird es funktionieren, sonst werden alle darunter leiden. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Matznetter: Privatzimmervermieter nicht vergessen! – Abg. Hauser – auf dem Weg zum Redner:innenpult –: Die sind wichtig!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Mag. Gerald Hauser. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Matznetter: Privatzimmervermieter nicht vergessen! – Abg. Hauser – auf dem Weg zum Redner:innenpult –: Die sind wichtig!)
Abg. Michael Hammer: Die Tiroler Coronapartie ist am Wort!
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (FPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Kolleginnen und Kollegen und Zuseher! (Abg. Michael Hammer: Die Tiroler Coronapartie ist am Wort!) Was möchte der Patient? – Das ist die entscheidende Frage. Das hat bis Covid tatsächlich funktioniert, aber seit Covid funktioniert das ja nicht mehr.
Abg. Kucher: Das ist die Wahrheit! Das ist die Wahrheit! – Abg. Maurer: Na das kann ich mir schon vorstellen, dass ihr das überflüssig findet!
Kollege Kucher, deine Anschüttungen in Richtung der Freiheitlichen Partei sind ja vollkommen überflüssig. (Abg. Kucher: Das ist die Wahrheit! Das ist die Wahrheit! – Abg. Maurer: Na das kann ich mir schon vorstellen, dass ihr das überflüssig findet!) Schau doch bitte nach Wien: In Wien habt ihr so eine desaströse Covid Politik gemacht, die hat sogar die negative Covid-Politik des Bundes noch übertroffen (Zwischenruf des Abg. Loacker), mit immensen Kollateralschäden, mit den Impfschäden, die es da gegeben hat, mit all den Nebenwirkungen et cetera – ein Desaster, bitte! (Abg. Kucher: Das glaubst ja selber nicht!)
Zwischenruf des Abg. Loacker
Kollege Kucher, deine Anschüttungen in Richtung der Freiheitlichen Partei sind ja vollkommen überflüssig. (Abg. Kucher: Das ist die Wahrheit! Das ist die Wahrheit! – Abg. Maurer: Na das kann ich mir schon vorstellen, dass ihr das überflüssig findet!) Schau doch bitte nach Wien: In Wien habt ihr so eine desaströse Covid Politik gemacht, die hat sogar die negative Covid-Politik des Bundes noch übertroffen (Zwischenruf des Abg. Loacker), mit immensen Kollateralschäden, mit den Impfschäden, die es da gegeben hat, mit all den Nebenwirkungen et cetera – ein Desaster, bitte! (Abg. Kucher: Das glaubst ja selber nicht!)
Abg. Kucher: Das glaubst ja selber nicht!
Kollege Kucher, deine Anschüttungen in Richtung der Freiheitlichen Partei sind ja vollkommen überflüssig. (Abg. Kucher: Das ist die Wahrheit! Das ist die Wahrheit! – Abg. Maurer: Na das kann ich mir schon vorstellen, dass ihr das überflüssig findet!) Schau doch bitte nach Wien: In Wien habt ihr so eine desaströse Covid Politik gemacht, die hat sogar die negative Covid-Politik des Bundes noch übertroffen (Zwischenruf des Abg. Loacker), mit immensen Kollateralschäden, mit den Impfschäden, die es da gegeben hat, mit all den Nebenwirkungen et cetera – ein Desaster, bitte! (Abg. Kucher: Das glaubst ja selber nicht!)
Abg. Kucher: Das ist die Wahrheit!
Das Desaster hat 50 Milliarden Euro verschlungen: Geld, das wir nicht haben, das wir aufnehmen müssen. Und da kommst du hier heraus und schüttest in Richtung der Freiheitlichen Partei deinen Frust aus. (Abg. Kucher: Das ist die Wahrheit!) Das ist zu wenig, versuch einmal, im eigenen Bereich aufzuräumen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das Desaster hat 50 Milliarden Euro verschlungen: Geld, das wir nicht haben, das wir aufnehmen müssen. Und da kommst du hier heraus und schüttest in Richtung der Freiheitlichen Partei deinen Frust aus. (Abg. Kucher: Das ist die Wahrheit!) Das ist zu wenig, versuch einmal, im eigenen Bereich aufzuräumen! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kucher: Der einzige Kollege ...!
Herr Minister, was erwartet sich der Patient? – Das, wie es in der Vergangenheit war (Abg. Kucher: Der einzige Kollege ...!): Wenn ich krank bin, erwarte ich mir einen Termin bei meinem Hausarzt, und den rufe ich an – entweder ich gehe hin oder er kommt zu mir. Der Hausarzt kennt mich, er kennt meine Befindlichkeiten, er kennt mein Krankheitsbild (Abg. Michael Hammer: Der beutelt nur mehr den Kopf bei dir!), er ist mein Vertrauensarzt, und bei dem fühle ich mich richtig aufgehoben, Herr Minister.
Abg. Michael Hammer: Der beutelt nur mehr den Kopf bei dir!
Herr Minister, was erwartet sich der Patient? – Das, wie es in der Vergangenheit war (Abg. Kucher: Der einzige Kollege ...!): Wenn ich krank bin, erwarte ich mir einen Termin bei meinem Hausarzt, und den rufe ich an – entweder ich gehe hin oder er kommt zu mir. Der Hausarzt kennt mich, er kennt meine Befindlichkeiten, er kennt mein Krankheitsbild (Abg. Michael Hammer: Der beutelt nur mehr den Kopf bei dir!), er ist mein Vertrauensarzt, und bei dem fühle ich mich richtig aufgehoben, Herr Minister.
Abg. Michael Hammer: Das ist aber schon alt!
Ich habe da ein Schreiben der Ärztekammer Salzburg an die niedergelassenen Ärzte in Salzburg (eine Tafel mit dem Titel „COVID-19 Fehlbelegung im Krankenhaus“ auf das Redner:innenpult stellend), datiert vom 5.10.2022. (Abg. Michael Hammer: Das ist aber schon alt!) Wissen Sie, das ist erschreckend: Auch derzeit explodieren die Covid-Zahlen. (Abg. Stögmüller: Kannst du das vorlesen, und ich ...!) Welch Wunder! Wenn die Impfungen funktionieren würden, könnten die Covid-Zahlen nicht explodieren. Das ist das eine.
Abg. Stögmüller: Kannst du das vorlesen, und ich ...!
Ich habe da ein Schreiben der Ärztekammer Salzburg an die niedergelassenen Ärzte in Salzburg (eine Tafel mit dem Titel „COVID-19 Fehlbelegung im Krankenhaus“ auf das Redner:innenpult stellend), datiert vom 5.10.2022. (Abg. Michael Hammer: Das ist aber schon alt!) Wissen Sie, das ist erschreckend: Auch derzeit explodieren die Covid-Zahlen. (Abg. Stögmüller: Kannst du das vorlesen, und ich ...!) Welch Wunder! Wenn die Impfungen funktionieren würden, könnten die Covid-Zahlen nicht explodieren. Das ist das eine.
Abg. Michael Hammer: Das ist so pathologisch alles bei euch!
Das heißt, es hat die Versorgung nicht gegeben. Was ist denn passiert? – Das wissen wir: Die Leute sind Covid-krank geworden, gekommen ist die Polizei statt des Arztes. Die Ärzte wurden vertrieben, sie wurden demotiviert, zu behandeln. (Abg. Michael Hammer: Das ist so pathologisch alles bei euch!)
Abg. Michael Hammer: Der Kaniak beutelt auch nur noch den Kopf, das ist ja nur mehr meschugge!
Weiter aus diesem Schreiben – und das sollte Ihnen zu denken geben (Abg. Michael Hammer: Der Kaniak beutelt auch nur noch den Kopf, das ist ja nur mehr meschugge!), nicht immer dazwischenschreien, das sollte euch allen zu denken geben! –:
Abg. Michael Hammer: Da kann eine ganze Psychiatrieabteilung leben von ihm! – Abg. Kaniak: Ich mache mir mehr Sorgen wegen der Redezeit! – Abg. Michael Hammer: Ja, für so viel Unsinn gäbe ich ihm gar keine!
wann immer möglich die Betreuung auch von Covid-19-Patienten im häuslichen Umfeld zu unterstützen. – Zitatende. (Abg. Michael Hammer: Da kann eine ganze Psychiatrieabteilung leben von ihm! – Abg. Kaniak: Ich mache mir mehr Sorgen wegen der Redezeit! – Abg. Michael Hammer: Ja, für so viel Unsinn gäbe ich ihm gar keine!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Matznetter: Aber warum müssen die beim Waldhäusl in Behandlung gehen?
Also geht in euch, arbeitet das auf, was passiert ist! Die Telemedizin ist nicht das, was sich die Menschen wünschen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Matznetter: Aber warum müssen die beim Waldhäusl in Behandlung gehen?)
Abg. Michael Hammer: Ja, aber die Blauen haben sich schon verabschiedet von einer seriösen Debatte! Das ist nur mehr Unsinn! – Abg. Martin Graf: Da redet aber der Minister nicht als Letzter!
Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz Johannes Rauch: Herr Präsident! Hohes Haus! Ich würde ja jetzt sehr gerne – und möchte das auch tun – auf das eine oder andere Argument in dieser Debatte eingehen (Abg. Michael Hammer: Ja, aber die Blauen haben sich schon verabschiedet von einer seriösen Debatte! Das ist nur mehr Unsinn! – Abg. Martin Graf: Da redet aber der Minister nicht als Letzter!), weil eine parlamentarische Debatte wohl auch dazu dienen sollte, bis auf den letzten Redebeitrag zu würdigen – wenn man das kann –, was gesagt worden ist.
Heiterkeit des Abg. Wurm.
Ich komme dann noch dazu, warum es keine blauen gibt, das hat einen Grund. (Heiterkeit des Abg. Wurm.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es hat einen einzigen Grund, eine Grundmotivation gegeben – ich habe es heute Vormittag gesagt –, nämlich die Situation für die Patientinnen und Patienten zu verbessern. Das sind der Kern und das Wesen dieser Gesundheitsreform. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die haben einen Grundversorgungsauftrag oder nehmen einen Grundversorgungsauftrag genau entlang der Devise, die dieser Gesundheitsreform zugrunde liegt – digital vor ambulant vor stationär –, wahr, und das ist auch wichtig. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. Heinisch-Hosek.
Das ist gemacht worden. Diese Gespräche finden statt. Was ich nicht bin – das ist wohl wahr –, ist ein Pharmalobbyist wie Herr Kaniak, das bin ich nicht. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. Heinisch-Hosek.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es ist vollkommen intransparent, wie diese Preisgestaltung stattfindet, es ist aufgrund der Verschwiegenheitspflicht vollkommen intransparent, welche Medikamente dort verfügbar sind. Heute ist es so, meine Damen und Herren, dass Sie abhängig davon sind, in welchem Bundesland Sie leben, in welchem Krankenhaus Sie behandelt werden, je nachdem bekommen Sie ein Medikament oder bekommen es nicht. Mit diesem Board wird Transparenz geschaffen, nichts anderes. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Kaniak: Das hätten wir uns bei den Covid-Impfstoffverträgen auch gewünscht, Herr Minister!
Wer das nicht will, Kollege Kaniak, ist tatsächlich ein Lobbyist der Pharmaindustrie, denn die will das nicht. Die wollen die Geheimnisse der Verträge behalten. Wenn Ihr Kollege Hauser zu Recht immer darauf hinweist, da müsse Transparenz hinein: Genau das machen wir jetzt. (Abg. Kaniak: Das hätten wir uns bei den Covid-Impfstoffverträgen auch gewünscht, Herr Minister!) Es wird Transparenz geschaffen und es wird entgegen Ihren Behauptungen dort die Besetzung so stattfinden, dass ausschließlich Menschen mit einer ärztlichen oder einer pharmazeutischen Ausbildung Platz haben werden.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es ist eine Empfehlung. Die Letztentscheidung darüber, welches Medikament eingesetzt wird, liegt beim Arzt oder bei der behandelnden Ärztin, nicht mehr und nicht weniger. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Deimek.
Es findet heute zu wenig statt – da teile ich ja den Befund. Wenn aber Finnland es kann, wenn Israel es kann, wenn andere Länder es können, diese Digitalisierung so voranzutreiben, dass sie a) praktikabel ist und b) zu Lenkungseffekten führt, dann wird Österreich das auch können. Die Voraussetzungen sind jetzt dafür geschaffen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Heiterkeit des Abg. Schallmeiner – Beifall bei Abgeordneten der Grünen – Abg. Kaniak: ... des Hygienestandards!
Das ist der Grund und die Grundmotivation, warum es mir wichtig war, diese Reform zustande zu bringen. Und wer wie die Kollegen von der Freiheitlichen Partei im Zusammenhang mit dieser Reform von einem „Griff ins Klo“ redet – also ins Klo greife ich schon gar nicht, denn da drin ist es braun –, dem muss ich einfach sagen (Heiterkeit des Abg. Schallmeiner – Beifall bei Abgeordneten der Grünen – Abg. Kaniak: ... des Hygienestandards!): Wissen Sie, es hat einen guten Grund, warum man Sie in den Bundesländern, in denen Sie mitregieren, bei der Gesundheit nicht mitreden lässt. Wenn Sie nämlich bei der Gesundheit mitreden, dann ist die Gesundheit der Österreicherinnen und Österreicher gefährdet. Sie sind gesundheitsgefährdend für die Österreicherinnen und Österreicher, und deshalb lässt man Sie nicht mitreden. (Abg. Deimek: Also Sie wissen Details von den Koalitionsverhandlungen ...!) Ihre Gesundheitsministerin Hartinger-Klein hat das Gesundheitsministerium zugrunde gerichtet – zugrunde gerichtet! (Beifall bei Grünen und SPÖ. – Abg. Deimek: Sie sollten uns mehr Legales ...!)
Abg. Deimek: Also Sie wissen Details von den Koalitionsverhandlungen ...!
Das ist der Grund und die Grundmotivation, warum es mir wichtig war, diese Reform zustande zu bringen. Und wer wie die Kollegen von der Freiheitlichen Partei im Zusammenhang mit dieser Reform von einem „Griff ins Klo“ redet – also ins Klo greife ich schon gar nicht, denn da drin ist es braun –, dem muss ich einfach sagen (Heiterkeit des Abg. Schallmeiner – Beifall bei Abgeordneten der Grünen – Abg. Kaniak: ... des Hygienestandards!): Wissen Sie, es hat einen guten Grund, warum man Sie in den Bundesländern, in denen Sie mitregieren, bei der Gesundheit nicht mitreden lässt. Wenn Sie nämlich bei der Gesundheit mitreden, dann ist die Gesundheit der Österreicherinnen und Österreicher gefährdet. Sie sind gesundheitsgefährdend für die Österreicherinnen und Österreicher, und deshalb lässt man Sie nicht mitreden. (Abg. Deimek: Also Sie wissen Details von den Koalitionsverhandlungen ...!) Ihre Gesundheitsministerin Hartinger-Klein hat das Gesundheitsministerium zugrunde gerichtet – zugrunde gerichtet! (Beifall bei Grünen und SPÖ. – Abg. Deimek: Sie sollten uns mehr Legales ...!)
Beifall bei Grünen und SPÖ. – Abg. Deimek: Sie sollten uns mehr Legales ...!
Das ist der Grund und die Grundmotivation, warum es mir wichtig war, diese Reform zustande zu bringen. Und wer wie die Kollegen von der Freiheitlichen Partei im Zusammenhang mit dieser Reform von einem „Griff ins Klo“ redet – also ins Klo greife ich schon gar nicht, denn da drin ist es braun –, dem muss ich einfach sagen (Heiterkeit des Abg. Schallmeiner – Beifall bei Abgeordneten der Grünen – Abg. Kaniak: ... des Hygienestandards!): Wissen Sie, es hat einen guten Grund, warum man Sie in den Bundesländern, in denen Sie mitregieren, bei der Gesundheit nicht mitreden lässt. Wenn Sie nämlich bei der Gesundheit mitreden, dann ist die Gesundheit der Österreicherinnen und Österreicher gefährdet. Sie sind gesundheitsgefährdend für die Österreicherinnen und Österreicher, und deshalb lässt man Sie nicht mitreden. (Abg. Deimek: Also Sie wissen Details von den Koalitionsverhandlungen ...!) Ihre Gesundheitsministerin Hartinger-Klein hat das Gesundheitsministerium zugrunde gerichtet – zugrunde gerichtet! (Beifall bei Grünen und SPÖ. – Abg. Deimek: Sie sollten uns mehr Legales ...!)
Abg. Lausch: Sie haben noch acht Monate!
Ja, Sie wollen es nicht hören, so ist es: Es hat in konstruktiver Weise in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten Beiträge der Sozialdemokratie gegeben, selbstverständlich der ÖVP, auch der ÖVP-Bundesländer – von Ihnen nicht! Und deshalb haben Sie vielleicht nicht die Gnade, diese Gesundheitsreform zur Kenntnis zu nehmen. (Abg. Lausch: Sie haben noch acht Monate!)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ich werde Ihnen aber Folgendes sagen: Ihre blauen Regierungskolleginnen und -kollegen in den Bundesländern werden dem im Landtag natürlich zustimmen, weil die 15a-Vereinbarung in allen Landtagen beschlossen werden muss; und sie werden da schön artig zustimmen, weil sie wissen: Damit kommt mehr Geld ins Bundesland und ins System. – Ich danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Ruf bei der FPÖ: Weil er feig ist! – Ruf bei den Grünen: Darf er nicht?
Abgeordneter Mag. Dr. Martin Graf (FPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Sehr geehrter Herr Präsident! Wir haben jetzt zum wiederholten Male miterleben müssen – wir haben das am heutigen Tag erlebt und auch in den letzten Plenumssitzungen hat sich das zunehmend gehäuft –, dass sich der Herr Bundesminister als Letzter auf der Rednerliste zu Wort meldet. (Ruf bei der FPÖ: Weil er feig ist! – Ruf bei den Grünen: Darf er nicht?) Das macht übrigens auch Herr Vizekanzler Kogler sehr gerne.
Abg. Reimon: Eh!
Ich erinnere dazu an die Geschäftsordnungsreform, die wir seinerzeit hatten, mit der wir die Redezeiten der Abgeordneten hier im Hohen Haus sehr reduziert haben und es ein Versprechen gab, auch aller Regierungsmitglieder, dass man sich zukünftig an die Usancen hält. Minister haben nämlich keine beschränkte Redezeit, und es muss eine Möglichkeit zur Replik der Abgeordneten geben (Abg. Reimon: Eh!), denn das hier ist das Haus der Parlamentarier und nicht der Regierungsmitglieder. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich erinnere dazu an die Geschäftsordnungsreform, die wir seinerzeit hatten, mit der wir die Redezeiten der Abgeordneten hier im Hohen Haus sehr reduziert haben und es ein Versprechen gab, auch aller Regierungsmitglieder, dass man sich zukünftig an die Usancen hält. Minister haben nämlich keine beschränkte Redezeit, und es muss eine Möglichkeit zur Replik der Abgeordneten geben (Abg. Reimon: Eh!), denn das hier ist das Haus der Parlamentarier und nicht der Regierungsmitglieder. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP
Wir gehen – und das ist meine tiefe Sorge – in ein Wahljahr hinein (Zwischenruf bei der ÖVP), und wenn das so weitergeht, wie es in den letzten Wochen und Monaten hauptsächlich von grünen Regierungsmitgliedern gemacht wird, dass diese sich ständig am Ende mit überlangen Redebeiträgen zu Wort melden, in denen sie polemisch auf die Opposition losgehen (neuerlicher Zwischenruf bei der ÖVP), ohne dass man die Möglichkeit hat, sich zu wehren (Abg. Voglauer: Haben Sie ja!), weil man keine Redezeit mehr hat, und das auch bewusst ist: Das geht nicht! (Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen.)
neuerlicher Zwischenruf bei der ÖVP
Wir gehen – und das ist meine tiefe Sorge – in ein Wahljahr hinein (Zwischenruf bei der ÖVP), und wenn das so weitergeht, wie es in den letzten Wochen und Monaten hauptsächlich von grünen Regierungsmitgliedern gemacht wird, dass diese sich ständig am Ende mit überlangen Redebeiträgen zu Wort melden, in denen sie polemisch auf die Opposition losgehen (neuerlicher Zwischenruf bei der ÖVP), ohne dass man die Möglichkeit hat, sich zu wehren (Abg. Voglauer: Haben Sie ja!), weil man keine Redezeit mehr hat, und das auch bewusst ist: Das geht nicht! (Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Voglauer: Haben Sie ja!
Wir gehen – und das ist meine tiefe Sorge – in ein Wahljahr hinein (Zwischenruf bei der ÖVP), und wenn das so weitergeht, wie es in den letzten Wochen und Monaten hauptsächlich von grünen Regierungsmitgliedern gemacht wird, dass diese sich ständig am Ende mit überlangen Redebeiträgen zu Wort melden, in denen sie polemisch auf die Opposition losgehen (neuerlicher Zwischenruf bei der ÖVP), ohne dass man die Möglichkeit hat, sich zu wehren (Abg. Voglauer: Haben Sie ja!), weil man keine Redezeit mehr hat, und das auch bewusst ist: Das geht nicht! (Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen.
Wir gehen – und das ist meine tiefe Sorge – in ein Wahljahr hinein (Zwischenruf bei der ÖVP), und wenn das so weitergeht, wie es in den letzten Wochen und Monaten hauptsächlich von grünen Regierungsmitgliedern gemacht wird, dass diese sich ständig am Ende mit überlangen Redebeiträgen zu Wort melden, in denen sie polemisch auf die Opposition losgehen (neuerlicher Zwischenruf bei der ÖVP), ohne dass man die Möglichkeit hat, sich zu wehren (Abg. Voglauer: Haben Sie ja!), weil man keine Redezeit mehr hat, und das auch bewusst ist: Das geht nicht! (Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Höfinger
Ich bitte daher, das zum Thema in der Präsidiale zu machen (Zwischenruf des Abg. Höfinger), um wiederum, wie oft und routinemäßig notwendig, die Regierungsmitglieder aufzufordern, sich an die Usancen des Hauses zu halten. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich bitte daher, das zum Thema in der Präsidiale zu machen (Zwischenruf des Abg. Höfinger), um wiederum, wie oft und routinemäßig notwendig, die Regierungsmitglieder aufzufordern, sich an die Usancen des Hauses zu halten. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Matznetter: Wurm, nicht ...! – Abg. Michael Hammer: ... Zeitschinder!
Abgeordneter Peter Wurm (FPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Werte Zuseher! (Abg. Matznetter: Wurm, nicht ...! – Abg. Michael Hammer: ... Zeitschinder!) Ich glaube, man muss dem Ausfall von Minister Rauch jetzt schon noch ein, zwei Sätze widmen.
Beifall bei der FPÖ.
Ich habe ja in den letzten zehn Jahren hier weit über 100 Minister, Staatssekretäre kommen und gehen gesehen. Ich bin auch froh, dass Minister Rauch in spätestens einem Dreivierteljahr Geschichte ist. (Beifall bei der FPÖ.) – Herr Minister Rauch, ob Sie sich damit einen guten Dienst für die Erinnerung tun, weiß ich nicht; das müssen Sie beurteilen.
Abg. Voglauer: Die sitzen immer woanders! Das ist spannend!
Nur, zu Ihren Vergleichen oder Vorwürfen, dass Mag. Kaniak als Apotheker Pharmalobbyist sei: Ich würde mich um die Lobbyisten kümmern, Herr Minister – und das wäre Ihre Aufgabe –, die in Brüssel sitzen! Da geht das große Geld (Abg. Voglauer: Die sitzen immer woanders! Das ist spannend!), da ist der Pharmalobbyismus zu Hause. Lassen Sie aber bitte anständige Unternehmer in Österreich in Ruhe! Das haben sich Mag. Kaniak und seine Mitarbeiter in der Apotheke nicht verdient, von Ihnen so beflegelt zu werden. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Voglauer: Das ist ja ein Wahnsinn! Ein komisches System! Bei euch sind nur ...!) – Das ist der erste Punkt.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Voglauer: Das ist ja ein Wahnsinn! Ein komisches System! Bei euch sind nur ...!
Nur, zu Ihren Vergleichen oder Vorwürfen, dass Mag. Kaniak als Apotheker Pharmalobbyist sei: Ich würde mich um die Lobbyisten kümmern, Herr Minister – und das wäre Ihre Aufgabe –, die in Brüssel sitzen! Da geht das große Geld (Abg. Voglauer: Die sitzen immer woanders! Das ist spannend!), da ist der Pharmalobbyismus zu Hause. Lassen Sie aber bitte anständige Unternehmer in Österreich in Ruhe! Das haben sich Mag. Kaniak und seine Mitarbeiter in der Apotheke nicht verdient, von Ihnen so beflegelt zu werden. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Voglauer: Das ist ja ein Wahnsinn! Ein komisches System! Bei euch sind nur ...!) – Das ist der erste Punkt.
Abg. Voglauer: Ihre wohl auch!
Der zweite Punkt, Herr Minister: Ihre Klovergleiche sind ja unterirdisch. (Abg. Voglauer: Ihre wohl auch!) Ich weiß nicht, ob Ihr Klo braun oder gelb ist, keine Ahnung, aber ich erinnere Sie noch einmal daran – das sollten wir einmal klarmachen –: Sie sind Gast in diesem Haus! Sie persönlich hat keiner gewählt – nicht einer. (Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Hauser.) Gewählt wurden die Leute, die hier sitzen. Sie sind Gast, und als ehemaliger Abgeordneter sollten Sie das eigentlich wissen, dass Sie Gast im Hause sind und sich halbwegs aufführen sollten (Abg. Zarits: Das sagst du?! Das sagst du?! Du sagst das? – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und Zwischenrufe bei den Grünen), und Beflegelungen in dieser Art und Weise sind indiskutabel. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Voglauer. – Abg. Zarits: Das ist eine Frechheit! – Unruhe im Saal.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Hauser.
Der zweite Punkt, Herr Minister: Ihre Klovergleiche sind ja unterirdisch. (Abg. Voglauer: Ihre wohl auch!) Ich weiß nicht, ob Ihr Klo braun oder gelb ist, keine Ahnung, aber ich erinnere Sie noch einmal daran – das sollten wir einmal klarmachen –: Sie sind Gast in diesem Haus! Sie persönlich hat keiner gewählt – nicht einer. (Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Hauser.) Gewählt wurden die Leute, die hier sitzen. Sie sind Gast, und als ehemaliger Abgeordneter sollten Sie das eigentlich wissen, dass Sie Gast im Hause sind und sich halbwegs aufführen sollten (Abg. Zarits: Das sagst du?! Das sagst du?! Du sagst das? – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und Zwischenrufe bei den Grünen), und Beflegelungen in dieser Art und Weise sind indiskutabel. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Voglauer. – Abg. Zarits: Das ist eine Frechheit! – Unruhe im Saal.)
Abg. Zarits: Das sagst du?! Das sagst du?! Du sagst das? – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und Zwischenrufe bei den Grünen
Der zweite Punkt, Herr Minister: Ihre Klovergleiche sind ja unterirdisch. (Abg. Voglauer: Ihre wohl auch!) Ich weiß nicht, ob Ihr Klo braun oder gelb ist, keine Ahnung, aber ich erinnere Sie noch einmal daran – das sollten wir einmal klarmachen –: Sie sind Gast in diesem Haus! Sie persönlich hat keiner gewählt – nicht einer. (Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Hauser.) Gewählt wurden die Leute, die hier sitzen. Sie sind Gast, und als ehemaliger Abgeordneter sollten Sie das eigentlich wissen, dass Sie Gast im Hause sind und sich halbwegs aufführen sollten (Abg. Zarits: Das sagst du?! Das sagst du?! Du sagst das? – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und Zwischenrufe bei den Grünen), und Beflegelungen in dieser Art und Weise sind indiskutabel. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Voglauer. – Abg. Zarits: Das ist eine Frechheit! – Unruhe im Saal.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Voglauer. – Abg. Zarits: Das ist eine Frechheit! – Unruhe im Saal.
Der zweite Punkt, Herr Minister: Ihre Klovergleiche sind ja unterirdisch. (Abg. Voglauer: Ihre wohl auch!) Ich weiß nicht, ob Ihr Klo braun oder gelb ist, keine Ahnung, aber ich erinnere Sie noch einmal daran – das sollten wir einmal klarmachen –: Sie sind Gast in diesem Haus! Sie persönlich hat keiner gewählt – nicht einer. (Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Hauser.) Gewählt wurden die Leute, die hier sitzen. Sie sind Gast, und als ehemaliger Abgeordneter sollten Sie das eigentlich wissen, dass Sie Gast im Hause sind und sich halbwegs aufführen sollten (Abg. Zarits: Das sagst du?! Das sagst du?! Du sagst das? – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und Zwischenrufe bei den Grünen), und Beflegelungen in dieser Art und Weise sind indiskutabel. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Voglauer. – Abg. Zarits: Das ist eine Frechheit! – Unruhe im Saal.)
Beifall bei der FPÖ.
Wissen Sie, Herr Bundesminister, was uns unterscheidet? – Ich arbeite seit mehr als eineinhalb Jahrzehnten in der Gesundheitsbranche als selbstständiger Apotheker und als Pharmagroßhändler, ich bin jeden Tag in Kontakt mit Menschen, die Probleme im Gesundheitssystem selbst erleben, und ich kenne diese daher aus erster Hand. Sie haben jetzt eindreiviertel Jahre Erfahrung im Gesundheitsbereich, werden nach dieser Periode in die Pension verschwinden, und ich werde mich weitere Jahrzehnte für die Sorgen und Wünsche der Menschen einsetzen und versuchen, das österreichische Gesundheitssystem zu einem besseren zu machen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn Sie meine Vorschläge genau durchgelesen hätten, dann wüssten Sie, dass wir in vielen Zielen, die Sie proklamiert haben, durchaus einer Meinung sind, dass nur der Weg, den Sie hier beschreiten, ein falscher ist. Ich habe Ihnen das aufgezeigt, und wir haben hier konkrete Gegenvorschläge, die auch auf der Tagesordnung gestanden sind, und auch einer der jetzt zur Diskussion stehenden Tagesordnungspunkte enthält wieder konkrete Vorschläge, die von der Freiheitlichen Partei und mir ausgearbeitet worden sind, die Sie alle ignoriert haben, über die Sie nicht einmal in Diskussionen eingetreten sind, die Sie, so wie beim vorigen Tagesordnungspunkt, als – Originalzitat – Schwachsinn bezeichnet haben. Ich frage mich, wie Ihre Erfolgsbilanz aussehen wird. Ich befürchte, es wird eine schlechte sein, und Leidtragender werden nicht Sie, der Sie in die Pension entschwinden werden, sein, sondern Leidtragende sind die Patienten und die Menschen hier in Österreich. Das ist das Traurige. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn die Erstattungspreise gesetzlich geregelt sind und nicht angepasst werden, während die Inflation galoppiert und alle Kosten explodieren, dann geht sich das irgendwann einmal nicht mehr aus – und dieser Zeitpunkt ist nicht nur erreicht, dieser Zeitpunkt ist überschritten. Wer nicht handelt, das sind Sie, Herr Minister. Das Traurige ist: Sie riskieren die Gesundheit der Menschen in diesem Land auch bei der Arzneimittelversorgung. Besser wird es wohl erst, wenn Sie gegangen sind. Auch das werden wir noch erwarten. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kaniak: Es ist aber so! Hast du dir das durchgelesen?
In der Übergangszeit bis dorthin braucht es auch hier einzelne Maßnahmen, die wir eben heute ergreifen werden. Diese setzen wir nicht aus Jux und Tollerei, sondern die sind ja in Abstimmung mit dem pharmazeutischen Großhandel getroffen worden. Wenn man von Bürokratiemonster spricht, wenn man den Leuten hier herinnen weismacht, dass da die Bürokratie extrem aufgeblasen wird (Abg. Kaniak: Es ist aber so! Hast du dir das durchgelesen?) und dass das ja eigentlich den Interessen derjenigen, die das Ganze umsetzen müssen, zuwiderläuft, dann muss ich dazu sagen: Ja, Entschuldigung, daran hat sich die Phago ja
Abg. Kaniak: Wenn sie nichts haben, nehmen sie das! Das ist ja klar!
genauso mit beteiligt, das ist ja in Absprache mit denen passiert! (Abg. Kaniak: Wenn sie nichts haben, nehmen sie das! Das ist ja klar!)
Abg. Kaniak: Genau! Hab’ ich schon geredet, bevor sie überhaupt bei euch angeklopft haben!
Da kann man jetzt schon dreinschauen und kann sagen, das stimmt alles nicht, aber zumindest der pharmazeutische Großhandel war da eingebunden. Ich weiß schon, Kollege Kaniak gehört anscheinend zu jenen, die es besser wissen, aber er kann ja morgen gerne bei der Phago nachfragen, kann gerne beim pharmazeutischen Großhandel nachfragen. (Abg. Kaniak: Genau! Hab’ ich schon geredet, bevor sie überhaupt bei euch angeklopft haben!) Dort wird man ihm gerne Auskunft geben. Vielleicht hängt es aber auch daran, dass er nicht Teil des pharmazeutischen Großhandels ist, vielleicht ist er auch deswegen ein bisschen sauer.
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ich bitte um breite Zustimmung, sowohl für den Abänderungsantrag als auch für den zugrundeliegenden Antrag. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Kaniak.
Das ist das Ergebnis einer Staatsgläubigkeit, von der man eigentlich meinen müsste, im 21. Jahrhundert wären wir darüber hinweg, weil wir gesehen haben: Das hat in der DDR schlecht funktioniert, das hat in der ČSSR schlecht funktioniert. Das funktioniert heute in Venezuela auch nicht so super, aber wir probieren es jetzt. Im Kommunismus hat es früher nie so gescheit funktioniert, aber das mit der Planwirtschaft machen wir jetzt wirklich. Und auch Sie werden scheitern. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Kaniak.)
Beifall bei der SPÖ.
Arzneimittel aus dem Warensortiment nehmen. Andererseits soll aber auch das Inverkehrbringen von Arzneimitteln bis zum jeweiligen Verfallsdatum möglich sein. Das heißt, wenn ein Medikament heute abläuft, kann es der Hersteller oder der Großhändler trotzdem noch ausliefern und die Apotheke verkaufen, aber natürlich gilt das nur für Medikamente, von denen man weiß, diese Produkte sind weiterhin wirksam und sicher, um so auch Lieferengpässe zu vermeiden. Es wäre ja auch schade, Medikamente, die noch gut zu verwenden sind, einfach zu entsorgen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Bei all diesen Änderungen – und Sie haben das vorhin eh schon sehr ausführlich angesprochen, Herr Bundesminister – kann es sich nur um Übergangsbestimmungen handeln, da wir natürlich eine Gesamtstrategie brauchen, um diese Problematik auch auf EU-Ebene zu lösen. Es wird nämlich Zeit, dass sich Österreich und auch Europa vom asiatischen Markt unabhängig machen. Es wäre eben wichtig, dass man Produktionen wieder zurück nach Europa holt. Wir hätten das Motto: Wer in Europa verkaufen will, soll auch in Europa produzieren, denn unser Ziel muss es sein, die Versorgung mit Medikamenten in Österreich, aber auch in der EU sicherzustellen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kaniak: Wer hat denn das Parallelsystem geschaffen, Herr Minister? Hätten Sie es im Regelsystem gemacht, hätten Sie alles dokumentiert!
Verteilung bis zur Auslieferung. Was über den Apothekenladentisch geht, muss punktgenau, taggenau nachvollziehbar sein. – Das ist es nicht, Herr Kollege Kaniak, Sie wissen das. Das ist es nicht, es ist nicht nachvollziehbar! (Abg. Kaniak: Wer hat denn das Parallelsystem geschaffen, Herr Minister? Hätten Sie es im Regelsystem gemacht, hätten Sie alles dokumentiert!)
Abg. Schallmeiner: Wie schaut es denn aus im Salzkammergut?
Wenn einzelne Apotheken eine Differenz von 2 000 Dosen oder 98 Prozent des Zulieferungsbedarfs ausweisen, dann stimmt im System etwas nicht. Dem wird auf den Grund gegangen, das wird abgestellt! Ich habe die Liste mit allen österreichischen Apotheken, mit allen, Herr Kollege Kaniak. Es ist ein Abgleich zwischen dem, was ausgeliefert worden ist, und dem, was verkauft worden ist, möglich, und diese Lücken sind nicht erklärbar, die sind schlicht nicht erklärbar, das geht sich nicht aus. (Abg. Schallmeiner: Wie schaut es denn aus im Salzkammergut?) Das ist Steuergeld, das dafür aufgewendet worden ist, und da muss man auch sagen, man hat dafür zu sorgen, dass eben die Maßnahmen getroffen werden, die notwendig sind.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn man – und das ist auch ein Thema auf europäischer Ebene – darüber reden muss, dann muss man die Abhängigkeit der Produktion, insbesondere was die niedrigpreisigen Medikamente angeht, auch bei den Wirkstoffen und Vorläuferstoffen von einzelnen Produzenten in Asien in den Griff bekommen. Das haben wir nicht, und an dem muss gearbeitet werden. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Schallmeiner: Oje! – Abg. Matznetter: ... die Rede vom Hauser angemessen!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Nächster Redner ist Mag. Gerald Hauser. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Schallmeiner: Oje! – Abg. Matznetter: ... die Rede vom Hauser angemessen!)
Heiterkeit des Abg. Schallmeiner.
Ich habe diese Anfrage hier und ich beweise den Bürgerinnen und Bürgern, dem Hohen Haus, dass Sie, ÖVP und Grüne, Vertreter der Pharmaindustrie sind. (Heiterkeit des Abg. Schallmeiner.) Wieso? – Ich habe Ihnen ganz konkrete Fragen gestellt, die Sie kennen; zum Beispiel:
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Prinz: Mein Gott, Hauser!
328 900 000 : 407 465 = 807,- pro Packung, auf das Redner:innenpult stellend) insgesamt 407 465 Packungen von diesen fünf Medikamenten für eine Summe von 328 900 000 Euro beschafft. Das ergibt 807 Euro pro Packung. Da ist klar und offensichtlich, dass da das österreichische Parlament, weil es öffentliche Mittel sind, natürlich mehr Informationen benötigt. Sie haben uns diese Informationen nicht gegeben, deswegen sind ÖVP und Grüne Vertreter der Pharmaindustrie. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Prinz: Mein Gott, Hauser!)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.
Ich berichtige tatsächlich: Wir sind Vertreter:innen der kleinstrukturierten Landwirtschaft. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.)
Abg. Martin Graf: Das war aber keine tatsächliche Berichtigung! – Ruf: Lei-lei!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt nun Dr. Josef Smolle. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Martin Graf: Das war aber keine tatsächliche Berichtigung! – Ruf: Lei-lei!) – Einen Moment noch!
Abg. Martin Graf: Aber die 2 Minuten könnte man auf die Fraktionsredezeit anrechnen! Die Möglichkeit gäbe es noch!
Wissen Sie, Herr Abgeordneter Graf, es ist ganz selten, dass eine tatsächliche Berichtigung wirklich eine ist. Ich glaube, wir sollten in den Klubs und im Präsidium einmal grundsätzlich darüber sprechen – wieder einmal! –, wie so eine Berichtigung aussehen sollte. Aber es ist uns in den letzten Jahren bis jetzt nicht gelungen, das tatsächlich so auf Schiene zu setzen. (Abg. Martin Graf: Aber die 2 Minuten könnte man auf die Fraktionsredezeit anrechnen! Die Möglichkeit gäbe es noch!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Dr. Josef Smolle (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich bin ein überzeugter Vertreter der ökosozialen Marktwirtschaft. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) Bei der Medikamentenversorgung funktioniert der Markt im Wesentlichen meistens sehr gut, und so ist es auch vernünftig, das dem Markt zu überlassen, wobei es dabei immer um das Verhältnis Verkäufer zu Käufer geht. Was den Preis betrifft, ziehen beide am gleichen Strang, aber in entgegengesetzte Richtungen. Das ist ganz normal und das ist verantwortungsvoller Umgang mit Krankenkassenbeiträgen und Steuergeld. Meistens funktioniert es mit dem Markt. Wenn es aber einmal ein Marktversagen gibt – und wir haben das mit den Lieferengpässen gehabt–, dann ist es absolute Pflicht und vernünftig, dass von der öffentlichen Hand steuernd eingegriffen wird.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Mit dem, was jetzt zur Abstimmung steht, wird auf drei Ebenen eingegriffen. Der erste Punkt adressiert die Verteilung der Medikamente im Niedrigpreissegment, großteils unter der Rezeptgebühr. Dazu muss man wissen, dass manche Medikamente, die zum Beispiel in meiner beruflichen Jugend so teuer waren, dass sie chefarztpflichtig waren, heute unter der Rezeptgebühr liegen. Die Verteilung solcher Packungen verursacht natürlich immer den gleichen Aufwand, egal wie teuer oder wie billig sie sind. Und deshalb gibt es jetzt – erster Punkt – diesen Infrastruktursicherungsbeitrag für den pharmazeutischen Großhandel beim Vertrieb dieser Billigstmedikamente. Das ist ein guter Schritt, der in diesem Bereich die Versorgung sicherstellt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Disoski.
Die Schritte, die wir jetzt zur Überbrückung machen, sind gut und sinnvoll. Ich freue mich über breite Zustimmung. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Disoski.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Zur Info an die FPÖ über die Gründe, warum wir Covid derzeit im Griff haben, auch wenn sehr viele erkrankt sind: Es ist glücklicherweise weiterhin eine milde Omikronsubvariante. Es gibt sehr viele Patienten, die geimpft sind, und es besteht auch eine hohe Immunität nach den Erkrankungen. Das sind die Gründe. Wir sind weiter achtsam und kontrollieren auch. Es ist aber weiterhin sinnvoll, sich und andere zu schützen. Ich habe zum Beispiel immer eine Maske dabei. In der U-Bahn und dann, wenn ich verkühlt bin, setze ich sie auch auf. – Es war mir ein Bedürfnis, dem Kickl’schen Nonsens zu widersprechen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Das Bewertungsboard dient also auch der Versorgungssicherheit und es soll eine einheitliche Orientierung geben, es ist transparent, also eine sinnvolle Sache. – Danke. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Kaniak.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir brauchen endlich bessere Arbeitsbedingungen für alle Mitarbeiter:innen im Gesundheitsbereich. Wir brauchen endlich, dass das Rettungsdreieck gestärkt wird, Stärkung des Rettungsdienstes, Stärkung des bodengebundenen Notarztes, Stärkung der Flugrettung. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Kaniak.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Rettungssanitäter:innen gehören endlich in die Nachtschwerarbeit; Verdoppelung der Medizinstudienplätze und eine 14-Tage-Termingarantie, ein Arzttermin für alle, die ihn brauchen. Wir brauchen auch endlich die HPV-Impfung für alle gratis – danke an die Volksanwaltschaft, danke an die Initiative HPV-Impfung jetzt. Über 36 000 Unterschriften wurden von der Initiative an Sie, Herr Bundesminister, übergeben. Ich habe heute gemeinsam mit meiner Kollegin Eva Maria Holzleitner einen diesbezüglichen Antrag hier im Nationalrat eingebracht. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit des Redners.
Weil ich gerade beim Impfen bin: Herr Minister, was ist denn jetzt wieder los – Stichwort Paxlovid? (Heiterkeit des Redners.) Das gibt es doch gar nicht. (Abg. Bogner-Strauß: Was hat Paxlovid mit Impfen zu tun, das ist ein Medikament?!) Das ist doch eine Schmierenkomödie. Da spielt das Ministerium den Ball an die Apotheken, die Apotheken an die Ärzt:innen und die Ärzt:innen wieder zurück an das Ministerium. Mir ist komplett egal, wer schuld daran ist. Herr Minister, Sie tragen die Gesamtverantwortung. Stellen Sie endlich sicher, dass genügend Medikamente gegen Covid zur Verfügung gestellt werden – nicht morgen, nicht übermorgen, sondern jetzt! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Bogner-Strauß: Was hat Paxlovid mit Impfen zu tun, das ist ein Medikament?!
Weil ich gerade beim Impfen bin: Herr Minister, was ist denn jetzt wieder los – Stichwort Paxlovid? (Heiterkeit des Redners.) Das gibt es doch gar nicht. (Abg. Bogner-Strauß: Was hat Paxlovid mit Impfen zu tun, das ist ein Medikament?!) Das ist doch eine Schmierenkomödie. Da spielt das Ministerium den Ball an die Apotheken, die Apotheken an die Ärzt:innen und die Ärzt:innen wieder zurück an das Ministerium. Mir ist komplett egal, wer schuld daran ist. Herr Minister, Sie tragen die Gesamtverantwortung. Stellen Sie endlich sicher, dass genügend Medikamente gegen Covid zur Verfügung gestellt werden – nicht morgen, nicht übermorgen, sondern jetzt! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Weil ich gerade beim Impfen bin: Herr Minister, was ist denn jetzt wieder los – Stichwort Paxlovid? (Heiterkeit des Redners.) Das gibt es doch gar nicht. (Abg. Bogner-Strauß: Was hat Paxlovid mit Impfen zu tun, das ist ein Medikament?!) Das ist doch eine Schmierenkomödie. Da spielt das Ministerium den Ball an die Apotheken, die Apotheken an die Ärzt:innen und die Ärzt:innen wieder zurück an das Ministerium. Mir ist komplett egal, wer schuld daran ist. Herr Minister, Sie tragen die Gesamtverantwortung. Stellen Sie endlich sicher, dass genügend Medikamente gegen Covid zur Verfügung gestellt werden – nicht morgen, nicht übermorgen, sondern jetzt! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Lindner: Wir brauchen sie aber trotzdem!
Andersrum gesagt: Mehr Studienplätze bedeuten nicht automatisch mehr Ärztinnen und Ärzte im Kassensystem. Ich glaube, darüber sollten wir uns einmal im Klaren sein (Abg. Lindner: Wir brauchen sie aber trotzdem!), vor allem auch deshalb, weil Studienabsolventinnen und Studienabsolventen nicht automatisch Ärztinnen und Ärzte sind, sondern wir dann darüber reden müssen, dass sie auch die entsprechenden Ausbildungsplätze in den Spitälern, in den Ausbildungspraxen et cetera vorfinden müssen, dort entsprechende Arbeitsbedingungen vorfinden müssen.
Abg. Lindner: Sie wissen aber schon, dass wir ein Pensionsproblem zusammenkriegen?
Da so zu tun, als ob mehr reinzukippen auf der anderen Seite mehr Kassenärztinnen und Kassenärzte ergäbe, stimmt halt einfach nicht. Ich glaube, die Diskussion haben wir des Öfteren schon miteinander geführt. Man kann sie aus einer bildungspolitischen Sicht führen, aber sozusagen herzugehen und zu sagen, das eine bedingt das andere, stimmt schlicht und ergreifend nicht. (Abg. Lindner: Sie wissen aber schon, dass wir ein Pensionsproblem zusammenkriegen?)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
In diesem Sinne bitte ich um Zustimmung zu unseren Anträgen, insbesondere auch zu diesem Abänderungsantrag. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Schallmeiner – erheitert–: Das wundert mich jetzt!
Abgeordneter Mag. Gerhard Kaniak (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Ich möchte zunächst auf diesen gerade eingebrachten Abänderungsantrag eingehen. Ich sehe das ein bisschen anders als Kollege Schallmeiner (Abg. Schallmeiner – erheitert–: Das wundert mich jetzt!), der ja gemeint hat: Das wird es uns jetzt nur leichter machen, ausländische Ärzte ins System hineinzubekommen. – Für mich scheint es so, als ob die Bundesregierung da schon vorbeugen möchte, dass für die zukünftigen Kassenambulatorien, für die sich keine österreichischen Ärzte mehr finden – und das, obwohl wir pro Kopf die höchste Ärztedichte von ganz Europa haben –, dann ausländische Ärzte, vor allem wahrscheinlich aus Drittstaaten, leichter rekrutiert werden können.
Beifall bei der FPÖ.
Ich befürchte, dass damit der Personalmangel im öffentlichen Gesundheitssystem noch weiter verstärkt wird. Sie haben in Ihrer großen Gesundheitsreform, in die Sie 1 Milliarde Euro investieren, praktisch nichts drinnen, was die Attraktivität für die Menschen, die in diesem System arbeiten, tatsächlich erhöht, und somit befürchte ich, dass die Probleme weiter bestehen bleiben. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Brandstötter – erheitert–: Ja, ja! – Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.
Jetzt werden sich manche denken: Was hat er denn jetzt eingeworfen? (Abg. Brandstötter – erheitert–: Ja, ja! – Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.) Was redet denn der daher? Aber: Bei der Weiterentwicklung des Gesundheitsbereichs im Rahmen des FAG fühle ich wirklich so, das kann ich ganz ehrlich sagen, da ist uns einfach etwas Gutes gelungen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
weitergeht, im Sinne einer optimalen und solidarischen Patientenversorgung. Das macht mich auch stolz, und jede oft noch so mühsame Minute der politischen Aktivität hat sich – für mich zumindest – mit diesem Projekt wirklich gelohnt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Für mich, das muss ich immer wieder sagen, ist die medizinische Versorgung in Österreich eigentlich überparteilich und sind auch parteipolitisches Kalkül und Geplänkel da fehl am Platz, und ich möchte gerade für den Gesundheitsbereich in Anspruch nehmen, dass Wissenschaftlichkeit und Evidenz Grundlagen einer sinnvollen Diskussion sind. Verschwörungstheorien und skurril-gefährliche Therapievorschläge à la Kickl haben da bei mir nichts verloren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Wurm: Ein guter Plan!
Aber zum Thema: Kollege Kaniak von der FPÖ hat im Gesundheitsausschuss einen „6-Punkte-Plan zur Lösung des medizinischen Personalmangels“ eingebracht. (Abg. Wurm: Ein guter Plan!) Ich halte Kollegen Kaniak zugute, dass er sich als Apotheker auch meist bemüht, konstruktiv und sinnvoll zu diskutieren. Wenn aber zum Beispiel Kollege Wurm von der FPÖ im Gesundheitsausschuss keinen einzigen Punkt der Gesundheitsreform nur ansatzweise positiv bewertet und alles in Bausch und Bogen ablehnt und vernichtet, dann ist das für mich Fundamentalopposition und zeugt von einem Mangel an konstruktivem Diskurs. Es ist für mich eine Verantwortungsverweigerung und eigentlich zum Fremdschämen. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall der Abgeordneten Neßler und Schallmeiner.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall der Abgeordneten Neßler und Schallmeiner.
Aber zum Thema: Kollege Kaniak von der FPÖ hat im Gesundheitsausschuss einen „6-Punkte-Plan zur Lösung des medizinischen Personalmangels“ eingebracht. (Abg. Wurm: Ein guter Plan!) Ich halte Kollegen Kaniak zugute, dass er sich als Apotheker auch meist bemüht, konstruktiv und sinnvoll zu diskutieren. Wenn aber zum Beispiel Kollege Wurm von der FPÖ im Gesundheitsausschuss keinen einzigen Punkt der Gesundheitsreform nur ansatzweise positiv bewertet und alles in Bausch und Bogen ablehnt und vernichtet, dann ist das für mich Fundamentalopposition und zeugt von einem Mangel an konstruktivem Diskurs. Es ist für mich eine Verantwortungsverweigerung und eigentlich zum Fremdschämen. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall der Abgeordneten Neßler und Schallmeiner.)
Abg. Wurm: Doch nicht zum Fremdschämen, oder was?
Bezüglich der Arbeitszeit im Gesundheitswesen wird eine verbesserte Vereinbarkeit von Beruf und Familie gefordert. – Wissen Sie, dass zum Beispiel diplomierte Gesundheits- und Pflegekräfte schon ab 4 Wochenstunden tätig sein können? In meiner Abteilung sind zum Beispiel die Hälfte aller Ärzte in Teilzeit beschäftigt, also die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird schon gelebt. Also vieles, was in diesem Sechspunkteplan von Herrn Kaniak gefordert wird, ist sinnvoll, wird bereits umgesetzt oder ist auf Schiene. (Abg. Wurm: Doch nicht zum Fremdschämen, oder was?)
Beifall bei der ÖVP.
Kommen wir zu einem zweiten Punkt, den wir jetzt diskutieren: Kollege Silvan von der SPÖ fordert in seinem Antrag und im Gesundheitsausschuss Maßnahmen gegen den Ärztemangel. – Wir bilden in Österreich an sich viele Ärzte aus. Ja, und ich sage ganz ehrlich, der Medizinaufnahmetest, der Med-AT, ist für mich inhaltlich ein großes Problem, damit bin ich persönlich sehr unzufrieden, und der gehört auch weiterentwickelt. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
Unser Hauptproblem besteht aber darin, dass circa 30 Prozent der Medizinabsolventen dann nicht mehr in Österreich ärztlich tätig sind. Da müssen wir ansetzen. Wir haben kein Problem bei den Gehältern in den Spitälern, da müssen wir keinen internationalen Vergleich scheuen, und im Gegensatz zu anderen benachbarten Staaten wird das Arbeitszeitgesetz bei uns in den Spitälern meist auch eingehalten. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Disoski.
Sehr geehrte Damen und Herren! Attraktivierung, Modernisierung und Innovation, das sind Schlagworte einer Weiterentwicklung. Das Wort Zwang, wie im Antrag gefordert, ist kein Weg. Mit Zwang erreicht man heute gar nichts mehr. Die Attraktivität gehört gesteigert, und da sind wir auf einem guten Weg. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Disoski.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich finde, das ist der falsche Weg. Der richtige Weg wäre, eine gesetzliche Grundlage zu schaffen, um das Verbot dieser Lootboxen auszusprechen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das Gleiche gilt für die Mogelpackungen. Herr Kollege Weidinger, Sie schütteln den Kopf. Ich weiß, dass mir eine Kollegin gesagt hat: Das schauen wir uns an, da machen wir etwas! – Die Mogelpackungen sind momentan ein Riesenthema. Was machen Sie? – Mir liegt noch kein Entwurf vor. Es liegt nur ein verwässerter Antrag vor, womit im Endeffekt wiederum nur unser Antrag torpediert wird, um nach außen eine eigene Handschrift zu zeigen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wurm: Ja!
Das ist keine Konsumentenpolitik, wie wir sie uns vorstellen. Wir wollen das gemeinsam machen. Die Konsumentinnen und Konsumenten in Österreich verdienen sich das. Wir Oppositionsparteien halten zusammen, weil wir wissen, was wir wollen (Abg. Wurm: Ja!), aber die Regierungsparteien sind dagegen.
Beifall bei der SPÖ.
Ich bitte Sie, Herr Bundesminister, dass zumindest Sie uns bei unseren Vorhaben unterstützen. Ich rechne nicht damit, dass in den nächsten Wochen und Monaten unseren guten Anträgen – und da sind gute Anträge dabei – Rechnung getragen wird. Ich glaube, Kollege Weidinger und Kollegin Fischer werden auch zukünftig wieder so verwässerte Anträge vorlegen, um irgendetwas vorzubringen, um zu zeigen, dass sie auch etwas tun. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wurm: Ulli, bitte! – Abg. Holzleitner: Deswegen haben wir auch in der letzten Legislaturperiode schon Anträge dazu gestellt! – Abg. Drobits: Das ist eine abgeschwächte Form der abgeschwächten Vorarbeit, nur dass ihr was tut!
Abgeordnete Mag. Ulrike Fischer (Grüne): Sehr geehrter Herr Vorsitzender! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! In „Der kleine Prinz“ wird gesagt: „Das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar.“ „Man sieht nur mit dem Herzen gut.“ – Ich unterstelle jetzt der SPÖ, der Sozialdemokratie, gute Absichten im Konsumentenschutz, aber das, was ich heute hier vernommen habe, ist nur ein Sudern, was nicht geht, was schlecht ist. In Wirklichkeit habe ich zu dem Antrag nichts gehört; und das ist eine wichtige Geschichte: Es geht um Kinderschutz, es geht um Jugendschutz. (Abg. Wurm: Ulli, bitte! – Abg. Holzleitner: Deswegen haben wir auch in der letzten Legislaturperiode schon Anträge dazu gestellt! – Abg. Drobits: Das ist eine abgeschwächte Form der abgeschwächten Vorarbeit, nur dass ihr was tut!)
Abg. Wurm: Das Problem ist ja offensichtlich!
Es geht darum, dass wir uns anschauen wollen, welches Problem es bei den Ingames und bei den Lootboxen gibt. (Abg. Wurm: Das Problem ist ja offensichtlich!) Da schauen wir jetzt genau hin und da machen wir etwas. (Abg. Holzleitner: Das war schon seit Jahren Thema! – Abg. Wurm: Was macht ihr?) – Wenn wir uns hier jetzt, um zehn nach neun, bemühen, konstruktiv zusammenzuarbeiten, dann bedeutet das in meiner Welt, dass wir einander zuhören und einer nach dem anderen spricht. Ihr habt euch alle für eine Rede gemeldet. Ich würde das gerne so handhaben, dass wir auch um diese Uhrzeit respektvoll miteinander umgehen. – Bitte, danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Holzleitner: Das war schon seit Jahren Thema! – Abg. Wurm: Was macht ihr?
Es geht darum, dass wir uns anschauen wollen, welches Problem es bei den Ingames und bei den Lootboxen gibt. (Abg. Wurm: Das Problem ist ja offensichtlich!) Da schauen wir jetzt genau hin und da machen wir etwas. (Abg. Holzleitner: Das war schon seit Jahren Thema! – Abg. Wurm: Was macht ihr?) – Wenn wir uns hier jetzt, um zehn nach neun, bemühen, konstruktiv zusammenzuarbeiten, dann bedeutet das in meiner Welt, dass wir einander zuhören und einer nach dem anderen spricht. Ihr habt euch alle für eine Rede gemeldet. Ich würde das gerne so handhaben, dass wir auch um diese Uhrzeit respektvoll miteinander umgehen. – Bitte, danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es geht darum, dass wir uns anschauen wollen, welches Problem es bei den Ingames und bei den Lootboxen gibt. (Abg. Wurm: Das Problem ist ja offensichtlich!) Da schauen wir jetzt genau hin und da machen wir etwas. (Abg. Holzleitner: Das war schon seit Jahren Thema! – Abg. Wurm: Was macht ihr?) – Wenn wir uns hier jetzt, um zehn nach neun, bemühen, konstruktiv zusammenzuarbeiten, dann bedeutet das in meiner Welt, dass wir einander zuhören und einer nach dem anderen spricht. Ihr habt euch alle für eine Rede gemeldet. Ich würde das gerne so handhaben, dass wir auch um diese Uhrzeit respektvoll miteinander umgehen. – Bitte, danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Holzleitner: H.-C. Strache war Opfer von Lootboxen! Ist der diese Generation? Na ja! – Ruf bei der FPÖ: Hallo, hallo! – Abg. Drobits: Das sind nicht nur Kinder, das sind alle!
Wenn ich so in die Runde schaue, dann sind wir eigentlich alle nicht mehr die Generation der Ingames und der Lootboxen (Abg. Holzleitner: H.-C. Strache war Opfer von Lootboxen! Ist der diese Generation? Na ja! – Ruf bei der FPÖ: Hallo, hallo! – Abg. Drobits: Das sind nicht nur Kinder, das sind alle!), sondern wir müssen als Eltern, als Großeltern etwas regulieren, bei dem wir zwar
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.
Es ist also wichtig, den VKI und den Internetombudsmann zu stärken, und das machen wir in diesem Bereich. Das heißt, Regulieren, Überregulieren, Verbieten ist gar nicht der erste Weg, sondern der erste Weg ist, aufzuzeigen, welche Probleme es gibt und wie der Jugendschutz stattfinden kann. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.) – Danke.
Abg. Wurm: Aber dann mit Konsequenzen!
Herr Kollege Wurm, ich habe mir Ihren Antrag genau angeschaut. Auch Sie gehen im Wesentlichen so an das heran, dass wir Aufklärungsarbeit, Bewusstseinsbildung machen müssen, die Kinder und die Jugendlichen mitnehmen müssen. (Abg. Wurm: Aber dann mit Konsequenzen!)
Abg. Holzleitner: Da wird ja schon längst überlegt!
muss man sich überlegen (neuerlich das Smartphone in die Höhe haltend): Was machen wir auf europäischer Ebene? (Abg. Holzleitner: Da wird ja schon längst überlegt!) Ihr glaubt doch nicht, dass das Internet in Österreich haltmacht. Nein. (Abg. Holzleitner: Es wird schon längst diskutiert!) Es braucht eine gescheite europäische Lösung und dafür setzt sich unser Minister ein. – Herzlichen Dank, dass ihr mir zugehört und wenig hereingeschrien habt. Schönen Abend! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Holzleitner: Es wird schon längst diskutiert!
muss man sich überlegen (neuerlich das Smartphone in die Höhe haltend): Was machen wir auf europäischer Ebene? (Abg. Holzleitner: Da wird ja schon längst überlegt!) Ihr glaubt doch nicht, dass das Internet in Österreich haltmacht. Nein. (Abg. Holzleitner: Es wird schon längst diskutiert!) Es braucht eine gescheite europäische Lösung und dafür setzt sich unser Minister ein. – Herzlichen Dank, dass ihr mir zugehört und wenig hereingeschrien habt. Schönen Abend! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
muss man sich überlegen (neuerlich das Smartphone in die Höhe haltend): Was machen wir auf europäischer Ebene? (Abg. Holzleitner: Da wird ja schon längst überlegt!) Ihr glaubt doch nicht, dass das Internet in Österreich haltmacht. Nein. (Abg. Holzleitner: Es wird schon längst diskutiert!) Es braucht eine gescheite europäische Lösung und dafür setzt sich unser Minister ein. – Herzlichen Dank, dass ihr mir zugehört und wenig hereingeschrien habt. Schönen Abend! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Abgeordneter Mag. Peter Weidinger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Konsumentenschutz betrifft uns alle, und deswegen, Herr Kollege Drobits, vertrete ich die Auffassung, dass es im Auge des Betrachters liegt, welches der richtige Weg ist. Unser Zugang dabei ist, dass wir beim Konsumentenschutz einen gesamtheitlichen und nicht einen einseitigen Zugang haben und dass wir nicht alles durch die rote Brille sehen. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Abg. Ries: Na, wir tun es auch!
Herr Kollege Ries, die FPÖ gibt immer wieder vor, sich um die Sorgen der Menschen zu kümmern (Abg. Ries: Na, wir tun es auch!), aber wenn man sich dann anschaut, welche Vorschläge von Ihnen kommen, sieht man meistens, dass es keine Lösungen sind, die nachhaltig sind. Deswegen ist es von besonderer Bedeutung für uns, dass wir beim Konsumentenschutz ganz konkrete Maßnahmen setzen, die eben kein „Wischiwaschi“ (Abg. Ries: Na ja! Lies einmal nach!), wie Sie das bezeichnen, sind.
Abg. Ries: Na ja! Lies einmal nach!
Herr Kollege Ries, die FPÖ gibt immer wieder vor, sich um die Sorgen der Menschen zu kümmern (Abg. Ries: Na, wir tun es auch!), aber wenn man sich dann anschaut, welche Vorschläge von Ihnen kommen, sieht man meistens, dass es keine Lösungen sind, die nachhaltig sind. Deswegen ist es von besonderer Bedeutung für uns, dass wir beim Konsumentenschutz ganz konkrete Maßnahmen setzen, die eben kein „Wischiwaschi“ (Abg. Ries: Na ja! Lies einmal nach!), wie Sie das bezeichnen, sind.
Abg. Wurm: Zum Beispiel?
Ich möchte das hier auch anhand von drei Meilensteinen ausführen, die wir mit dem Team der Bundesregierung und der Parlamentsmehrheit umgesetzt haben (Abg. Wurm: Zum Beispiel?): erstens die Herkunftskennzeichnung, die seit 1. September in Österreich in den Kantinen eingeführt wurde. Sie schafft
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
mehr Transparenz und sorgt dafür, dass die Österreicherinnen und Österreicher beim Einkauf Klarheit haben, was sie einkaufen. Das stärkt die ländlichen Strukturen und die Bäuerinnen und Bauern und macht Österreich auch sicherer. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen. – Abg. Wurm – erheitert –: Die Eier! Die Eiergeschichte!
Wir kümmern uns auch um das Thema der Lebensmittelverschwendung. Was haben wir da getan? – Gemeinsam mit Kollegin Fischer haben wir in Österreich und dann auf europäischer Ebene durchgesetzt, dass die Haltbarkeitsdauer von Eiern von 21 auf 28 Tage verlängert wurde – eine konkrete Maßnahme, um einen Beitrag zu leisten, dass weniger Lebensmittel verschwendet werden. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen. – Abg. Wurm – erheitert –: Die Eier! Die Eiergeschichte!)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Heute setzen wir den nächsten Schritt, es geht um die Onlinegames. Sie wissen es: Da werden unserer Auffassung nach gerade auch junge Menschen dazu eingeladen, in sogenannten Fantasiewährungen Zusatzfunktionen einzukaufen, die zu oft zur Kostenfalle werden. Das wollen wir unterbinden, und dieser Antrag hat genau das zum Inhalt. Damit schützen und sichern wir die Interessen der Eltern, der Kinder, der Jugendlichen und der Pädagoginnen und Pädagogen, und damit gehen wir in Richtung Zukunft. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich würde also schon bitten, dann auch zur Kenntnis zu nehmen, dass ich den Job als Konsumentenschutzminister ernst nehme und versuche, dort, wo es möglich ist, Verbesserungen zustande zu bekommen. Das ist jedenfalls die Aufgabe, die ich wahrzunehmen habe, und die versuche ich auch umzusetzen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.
Wenn ich auf die Tagesordnung schaue: Es sind durchschnittlich rund 15 bis 18 Tagesordnungspunkte drauf. Meistens werden 15 bis 17 Tagesordnungspunkte vertagt, maximal ein bis zwei von den Regierungsfraktionen – je nachdem, ob überhaupt etwas raufkommt – werden dann behandelt und landen hier im Plenum. Das ist wirklich eine Augenauswischerei und eine Vertagungstirade, die in diesem Ausschuss stattfindet, das ist wirklich nicht toll. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Künsberg Sarre.
Es ist also nichts Neues, und wenn Sie jetzt plötzlich sagen: Na ja, jetzt machen wir einen eigenen Antrag!, frage ich: Wieso kann man da nicht einfach einmal mit einem Oppositionsantrag mitgehen und gemeinsam ein klares Zeichen für einen guten Antrag setzen? (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Künsberg Sarre.) Ich glaube, da fällt bei den Regierungsfraktionen niemandem ein Zacken aus der Krone. Wir haben es ja schon das eine oder andere Mal geschafft, dass Anträge gemeinsam beschlossen worden sind. Ich war eine der Glücklichen, als solche gemeinschaftlichen Beschlüsse gefasst worden sind.
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, das könnte man auch in den nächsten Monaten noch gemeinsam schaffen. Das würde auch ein Zeichen nach außen hin sein, dass die Bürgerinnen und Bürger in unserem Land sehen, wir arbeiten nicht nur gegeneinander, sondern für gute Sachen, die Sinn machen, auch noch gemeinsam. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir wissen, es gibt klare gerichtliche Urteile, die die Ansicht vertreten, dass das ein Glücksspiel ist, daher brauchen wir den Schutz für unsere Kinder, für unsere jungen Erwachsenen und auch für manche Erwachsene, die in diese Stolperfallen reintappen. Es braucht ein Verbot dieser Lootboxen, und das so schnell wie möglich, Herr Minister. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von NEOS, SPÖ und Grünen.
Abschließend möchte ich aber noch zum FPÖ-Antrag etwas sagen, und es betrifft auch ein bisschen diesen Antrag, zumindest im Hinblick auf die ÖVP Fraktion: Es ist für mich schon ziemlich scheinheilig, wenn nicht sogar zynisch, dass man im Onlinebereich etwas verbieten möchte, während man das kleine Glücksspiel, das wirklich moralisch verwerflich ist und so viele Menschenleben zerstört, in Salzburg wieder legalisieren möchte. Das ist für mich ein Kniefall vor der Glücksspielmafia, das ist für mich einfach nicht nachvollziehbar. (Beifall bei Abgeordneten von NEOS, SPÖ und Grünen.)
Ruf bei der ÖVP: Was ist da unsere Rolle?
Es erinnert außerdem sehr stark an den Auftakt der Casinos-Affäre. (Ruf bei der ÖVP: Was ist da unsere Rolle?) Das ist ein Déjà-vu, das will ich in diesem Land nicht mehr haben (Zwischenruf des Abg. Wurm), das muss man definitiv verhindern. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Wurm
Es erinnert außerdem sehr stark an den Auftakt der Casinos-Affäre. (Ruf bei der ÖVP: Was ist da unsere Rolle?) Das ist ein Déjà-vu, das will ich in diesem Land nicht mehr haben (Zwischenruf des Abg. Wurm), das muss man definitiv verhindern. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Es erinnert außerdem sehr stark an den Auftakt der Casinos-Affäre. (Ruf bei der ÖVP: Was ist da unsere Rolle?) Das ist ein Déjà-vu, das will ich in diesem Land nicht mehr haben (Zwischenruf des Abg. Wurm), das muss man definitiv verhindern. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Holzleitner: Doch, weil wir sie in der letzten Legislaturperiode schon ...!
Abgeordnete Barbara Neßler (Grüne): Herr Präsident! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Liebe Kollegen, Kolleginnen! Liebe Zuseher und Zuseherinnen! Lootboxen: Es klingt eigentlich ganz harmlos, aber darüber, was das konkret ist, haben wir bisher zu wenig gesprochen. Was sind eigentlich diese Lootboxen? Ich glaube, die meisten haben vor dieser Debatte hier herinnen noch nie etwas davon gehört. (Abg. Holzleitner: Doch, weil wir sie in der letzten Legislaturperiode schon ...!) H.-C. Strache und den meisten Gamern und Gamerinnen werden sie ein Begriff sein.
Ruf bei der SPÖ: Super!
Mit diesem Entschließungsantrag setzen wir heute einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung. (Ruf bei der SPÖ: Super!) Mit einer Studie sollen die Gefahren – vor allem für Minderjährige – (Abg. Holzleitner: ... Ausbildungen ...!) umfassend untersucht werden. Es soll auch ein Praxisleitfaden für Kinder, Jugendliche, Eltern, Lehrer und Lehrerinnen erstellt werden (Abg. Wurm: Ein Meilenstein, Barbara, ein Meilenstein!) – Kollege Wurm, horch zu, dann
Abg. Holzleitner: ... Ausbildungen ...!
Mit diesem Entschließungsantrag setzen wir heute einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung. (Ruf bei der SPÖ: Super!) Mit einer Studie sollen die Gefahren – vor allem für Minderjährige – (Abg. Holzleitner: ... Ausbildungen ...!) umfassend untersucht werden. Es soll auch ein Praxisleitfaden für Kinder, Jugendliche, Eltern, Lehrer und Lehrerinnen erstellt werden (Abg. Wurm: Ein Meilenstein, Barbara, ein Meilenstein!) – Kollege Wurm, horch zu, dann
Abg. Wurm: Ein Meilenstein, Barbara, ein Meilenstein!
Mit diesem Entschließungsantrag setzen wir heute einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung. (Ruf bei der SPÖ: Super!) Mit einer Studie sollen die Gefahren – vor allem für Minderjährige – (Abg. Holzleitner: ... Ausbildungen ...!) umfassend untersucht werden. Es soll auch ein Praxisleitfaden für Kinder, Jugendliche, Eltern, Lehrer und Lehrerinnen erstellt werden (Abg. Wurm: Ein Meilenstein, Barbara, ein Meilenstein!) – Kollege Wurm, horch zu, dann
Abg. Wurm: Ah, ah so!
weißt du, worum es geht! –, damit man für die Gefahr sensibilisieren kann. (Abg. Wurm: Ah, ah so!)
Abg. Wurm: 2020! 2020, Barbara ... 2024 ...!
Natürlich sind wir nicht am Ende angelangt, aber es geht in die richtige Richtung (Abg. Wurm: 2020! 2020, Barbara ... 2024 ...!), und ich bin sehr froh, dass wir jetzt eine Regierung haben, die sich endlich dieses Themas auch annimmt. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Natürlich sind wir nicht am Ende angelangt, aber es geht in die richtige Richtung (Abg. Wurm: 2020! 2020, Barbara ... 2024 ...!), und ich bin sehr froh, dass wir jetzt eine Regierung haben, die sich endlich dieses Themas auch annimmt. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Holzleitner: Doch, H.-C. Strache war betroffen, es geht durch alle Generationen! – Zwischenrufe bei FPÖ und Grünen.
Abgeordnete Mag. Maria Smodics-Neumann (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Geschätzte Frau Bundesminister! Ich möchte das Thema Lootboxen vielleicht auf etwas noch ein bisschen Einfacheres herunterbrechen, da ich zu der Generation gehöre, die definitiv nicht mit Games aufgewachsen ist und eine natürliche Scheu davor hat, welche aber die jüngeren Generationen selbstverständlich nicht mehr haben. Babyboomer und Generation X, zu der ich gehöre, kennen diese Art von Spielen natürlich nicht. (Abg. Holzleitner: Doch, H.-C. Strache war betroffen, es geht durch alle Generationen! – Zwischenrufe bei FPÖ und Grünen.)
Abg. Holzleitner: Ja, es ist ein generationenübergreifendes Problem!
Liebe Frau Holzleitner, wenn Sie jetzt zum 27. Mal H.-C. Strache hereinrufen: Das mag sein. (Abg. Holzleitner: Ja, es ist ein generationenübergreifendes Problem!) – Gut, vielleicht kann sich Frau Holzleitner nach mir zu Wort melden. Um das aufzulösen: Ich bin nicht darauf hereingefallen, ich bin sozusagen nicht damit aufgewachsen. (Abg. Holzleitner: Gut so!) Was auch immer jeder in jedem Alter tut, kann er ja machen. Dabei ist allerdings der große Unterschied (Abg. Krainer: Donkey Kong, Tacotronic haben wir schon in der Schule gespielt!), dass Erwachsene einen anderen Zugang und vielleicht ein anderes Wissen oder einen anderen Horizont bei diesem Thema haben als Kinder.
Abg. Holzleitner: Gut so!
Liebe Frau Holzleitner, wenn Sie jetzt zum 27. Mal H.-C. Strache hereinrufen: Das mag sein. (Abg. Holzleitner: Ja, es ist ein generationenübergreifendes Problem!) – Gut, vielleicht kann sich Frau Holzleitner nach mir zu Wort melden. Um das aufzulösen: Ich bin nicht darauf hereingefallen, ich bin sozusagen nicht damit aufgewachsen. (Abg. Holzleitner: Gut so!) Was auch immer jeder in jedem Alter tut, kann er ja machen. Dabei ist allerdings der große Unterschied (Abg. Krainer: Donkey Kong, Tacotronic haben wir schon in der Schule gespielt!), dass Erwachsene einen anderen Zugang und vielleicht ein anderes Wissen oder einen anderen Horizont bei diesem Thema haben als Kinder.
Abg. Krainer: Donkey Kong, Tacotronic haben wir schon in der Schule gespielt!
Liebe Frau Holzleitner, wenn Sie jetzt zum 27. Mal H.-C. Strache hereinrufen: Das mag sein. (Abg. Holzleitner: Ja, es ist ein generationenübergreifendes Problem!) – Gut, vielleicht kann sich Frau Holzleitner nach mir zu Wort melden. Um das aufzulösen: Ich bin nicht darauf hereingefallen, ich bin sozusagen nicht damit aufgewachsen. (Abg. Holzleitner: Gut so!) Was auch immer jeder in jedem Alter tut, kann er ja machen. Dabei ist allerdings der große Unterschied (Abg. Krainer: Donkey Kong, Tacotronic haben wir schon in der Schule gespielt!), dass Erwachsene einen anderen Zugang und vielleicht ein anderes Wissen oder einen anderen Horizont bei diesem Thema haben als Kinder.
Abg. Wurm: Das mussten wir mit Bargeld bezahlen ...!
Vielleicht kann ich es so vergleichen: In meiner Kindheit hat es die Überraschungstüte gegeben, die hat man am Kalvarienbergmarkt um 1 Schilling gekauft. Meine Mama hat immer gesagt: Da ist eh nur Klumpert drin, trotzdem war der Reiz für mich unwahrscheinlich groß; die Enttäuschung, wenn ich sie aufgemacht habe, genauso; trotzdem war dieser Reiz nie weg. Der einzige Unterschied war: Um diese Überraschungstüte zu kaufen, musste die Mama (Abg. Wurm: Das mussten wir mit Bargeld bezahlen ...!) – lieber Herr Wurm, lassen Sie mich ausreden, aber Sie können gerne meine Geschichte erzählen, wenn es Ihnen ein Bedürfnis ist! (Zwischenruf der Abg. Fischer) – in ihre Geldbörse greifen und diesen Schilling herausnehmen (Abg. Wurm: Genau!), und uns beiden war bewusst, dass wir einen Kauf tätigen. Bei diesen Onlinegames ist es eben nicht so, weil die Kreditkartendaten hinterlegt sind. (Abg. Wurm: Eben, sage ich ja!)
Zwischenruf der Abg. Fischer
Vielleicht kann ich es so vergleichen: In meiner Kindheit hat es die Überraschungstüte gegeben, die hat man am Kalvarienbergmarkt um 1 Schilling gekauft. Meine Mama hat immer gesagt: Da ist eh nur Klumpert drin, trotzdem war der Reiz für mich unwahrscheinlich groß; die Enttäuschung, wenn ich sie aufgemacht habe, genauso; trotzdem war dieser Reiz nie weg. Der einzige Unterschied war: Um diese Überraschungstüte zu kaufen, musste die Mama (Abg. Wurm: Das mussten wir mit Bargeld bezahlen ...!) – lieber Herr Wurm, lassen Sie mich ausreden, aber Sie können gerne meine Geschichte erzählen, wenn es Ihnen ein Bedürfnis ist! (Zwischenruf der Abg. Fischer) – in ihre Geldbörse greifen und diesen Schilling herausnehmen (Abg. Wurm: Genau!), und uns beiden war bewusst, dass wir einen Kauf tätigen. Bei diesen Onlinegames ist es eben nicht so, weil die Kreditkartendaten hinterlegt sind. (Abg. Wurm: Eben, sage ich ja!)
Abg. Wurm: Genau!
Vielleicht kann ich es so vergleichen: In meiner Kindheit hat es die Überraschungstüte gegeben, die hat man am Kalvarienbergmarkt um 1 Schilling gekauft. Meine Mama hat immer gesagt: Da ist eh nur Klumpert drin, trotzdem war der Reiz für mich unwahrscheinlich groß; die Enttäuschung, wenn ich sie aufgemacht habe, genauso; trotzdem war dieser Reiz nie weg. Der einzige Unterschied war: Um diese Überraschungstüte zu kaufen, musste die Mama (Abg. Wurm: Das mussten wir mit Bargeld bezahlen ...!) – lieber Herr Wurm, lassen Sie mich ausreden, aber Sie können gerne meine Geschichte erzählen, wenn es Ihnen ein Bedürfnis ist! (Zwischenruf der Abg. Fischer) – in ihre Geldbörse greifen und diesen Schilling herausnehmen (Abg. Wurm: Genau!), und uns beiden war bewusst, dass wir einen Kauf tätigen. Bei diesen Onlinegames ist es eben nicht so, weil die Kreditkartendaten hinterlegt sind. (Abg. Wurm: Eben, sage ich ja!)
Abg. Wurm: Eben, sage ich ja!
Vielleicht kann ich es so vergleichen: In meiner Kindheit hat es die Überraschungstüte gegeben, die hat man am Kalvarienbergmarkt um 1 Schilling gekauft. Meine Mama hat immer gesagt: Da ist eh nur Klumpert drin, trotzdem war der Reiz für mich unwahrscheinlich groß; die Enttäuschung, wenn ich sie aufgemacht habe, genauso; trotzdem war dieser Reiz nie weg. Der einzige Unterschied war: Um diese Überraschungstüte zu kaufen, musste die Mama (Abg. Wurm: Das mussten wir mit Bargeld bezahlen ...!) – lieber Herr Wurm, lassen Sie mich ausreden, aber Sie können gerne meine Geschichte erzählen, wenn es Ihnen ein Bedürfnis ist! (Zwischenruf der Abg. Fischer) – in ihre Geldbörse greifen und diesen Schilling herausnehmen (Abg. Wurm: Genau!), und uns beiden war bewusst, dass wir einen Kauf tätigen. Bei diesen Onlinegames ist es eben nicht so, weil die Kreditkartendaten hinterlegt sind. (Abg. Wurm: Eben, sage ich ja!)
Zwischenruf der Abg. Steinacker
Herr Wurm will jetzt zum dritten Mal meine Rede übernehmen (Zwischenruf der Abg. Steinacker), Wahnsinn; ich glaube, wir gehen nachher auf einen Kaffee, dann können wir uns austauschen, dann kann ich vielleicht fertig sprechen. (Abg. Wurm: Danke!) – Das ist reizend von Ihnen. (Abg. Loacker: Kaffee um die Zeit?! – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Abg. Wurm: Danke!
Herr Wurm will jetzt zum dritten Mal meine Rede übernehmen (Zwischenruf der Abg. Steinacker), Wahnsinn; ich glaube, wir gehen nachher auf einen Kaffee, dann können wir uns austauschen, dann kann ich vielleicht fertig sprechen. (Abg. Wurm: Danke!) – Das ist reizend von Ihnen. (Abg. Loacker: Kaffee um die Zeit?! – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Abg. Loacker: Kaffee um die Zeit?! – Zwischenruf bei der SPÖ.
Herr Wurm will jetzt zum dritten Mal meine Rede übernehmen (Zwischenruf der Abg. Steinacker), Wahnsinn; ich glaube, wir gehen nachher auf einen Kaffee, dann können wir uns austauschen, dann kann ich vielleicht fertig sprechen. (Abg. Wurm: Danke!) – Das ist reizend von Ihnen. (Abg. Loacker: Kaffee um die Zeit?! – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Ich bin sehr, sehr froh, dass wir mit diesem Antrag zwei Dinge erledigen. Zum einen: Danke, Herr Bundesminister, für die wirklich umfassende Analyse. Ich gebe diesbezüglich Frau Kollegin Neßler recht: Es ist unglaublich wichtig, auch präventiv tätig zu sein – das heißt, Pädagog:innen, Eltern und Kindern vorab die richtigen Informationen zu geben, damit sie gar nicht in diese Fallen tappen. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Zum anderen geht es darum, die rechtlichen Möglichkeiten zu prüfen, um ein ordentliches rechtliches Maßnahmenwerk für den Konsumentenschutz auf den Weg zu bringen. – Danke, Herr Bundesminister. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Matznetter: ... Minderheit! – Abg. Krainer: Da schlafen ein paar!
Wer dafür ist, den bitte ich um ein dementsprechendes Zeichen. (Abg. Matznetter: ... Minderheit! – Abg. Krainer: Da schlafen ein paar!) – Das ist die Mehrheit (Abg. Matznetter: Schleppende Mehrheit!) – schleppende Mehrheit –, damit angenommen. (351/E) (Zwischenruf des Abg. Kaniak. – Allgemeine Heiterkeit.) – Das war vorhin auch so, aber die Mehrheit ist im Laufe der Zeit mehr geworden.
Abg. Matznetter: Schleppende Mehrheit!
Wer dafür ist, den bitte ich um ein dementsprechendes Zeichen. (Abg. Matznetter: ... Minderheit! – Abg. Krainer: Da schlafen ein paar!) – Das ist die Mehrheit (Abg. Matznetter: Schleppende Mehrheit!) – schleppende Mehrheit –, damit angenommen. (351/E) (Zwischenruf des Abg. Kaniak. – Allgemeine Heiterkeit.) – Das war vorhin auch so, aber die Mehrheit ist im Laufe der Zeit mehr geworden.
Zwischenruf des Abg. Kaniak. – Allgemeine Heiterkeit.
Wer dafür ist, den bitte ich um ein dementsprechendes Zeichen. (Abg. Matznetter: ... Minderheit! – Abg. Krainer: Da schlafen ein paar!) – Das ist die Mehrheit (Abg. Matznetter: Schleppende Mehrheit!) – schleppende Mehrheit –, damit angenommen. (351/E) (Zwischenruf des Abg. Kaniak. – Allgemeine Heiterkeit.) – Das war vorhin auch so, aber die Mehrheit ist im Laufe der Zeit mehr geworden.
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Unser Ziel ist es, die österreichische Bevölkerung zu unterstützen, wir müssen nicht die Gutmenschen für die ganze Welt sein. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weratschnig.
Wenn ich aber heute höre, wie die Diskussion darüber geführt wird, dann muss ich fragen: Will man hier ein Jammertal zeichnen, das es so einfach nicht gibt? (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weratschnig.)
Beifall bei der ÖVP.
Eine Studie der Eurostat bestätigt, was wir als ÖVP schon seit Langem sagen, nämlich dass Erwerbsarbeit die beste Hilfe gegen Armut ist, wie es hier klar aufgezeichnet ist (ein weiteres Schriftstück mit mehreren Kurvendiagrammen in die Höhe haltend): Das ist der Armutsverlauf, wenn man eben nicht in Arbeit ist, und ganz unten, wenn man einer Erwerbsarbeit nachgehen kann. Damit wird auch unsere These entsprechend bestätigt und unterstützt, dass wir darauf schauen, dass Menschen auch in Arbeit kommen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Neßler.
Meine Damen und Herren, man kann anhand dieser Studien auch sagen: Die Familienpolitik in Österreich ist eine hervorragende, und der Vergleich macht uns sicher. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Neßler.)
Beifall bei der SPÖ.
Bei anderen Themen wäre ich froh, wenn sie es überhaupt auf eine Tagesordnung schaffen würden: Das betrifft das alte, bekannte Thema des Nationalen Aktionsplans gegen Kinderarmut. Ich weiß nicht, wie oft ich es schon wiederholt habe, aber ich finde es einfach beschämend, dass Österreich neben Lettland das letzte Land in der Europäischen Union ist, das immer noch keinen Nationalen Aktionsplan umsetzt. Es ist einfach nur beschämend für Österreich, das immer wieder wiederholen zu müssen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, nur weil die Reform des Kinderbetreuungsgeldes nicht im Regierungsprogramm steht, heißt das nicht, dass es diese Reform nicht braucht – also setzen Sie diese Initiativen, anstatt all unsere Oppositionsanträge immer zu vertagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Pfurtscheller, Krisper und Künsberg Sarre.
Eine ukrainische Mutter hat einmal zu mir gesagt: Wir wären am liebsten in der Ukraine geblieben – bei unseren Männern, in unseren Wohnungen, bei unseren Hunden –, aber wir mussten aus einem Grund fliehen: um unsere Kinder vor den Bomben in Sicherheit zu bringen. Wir haben als gute Mütter die Verpflichtung, unsere Kinder in Sicherheit zu bringen. – Ich glaube, liebe Kollegen und Kolleginnen – und das sollten wir grundsätzlich nie vergessen! –, kein Kind ist gerne ein Kind auf der Flucht. Jedes Kind ist lieber ein Kind zu Hause. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Pfurtscheller, Krisper und Künsberg Sarre.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und NEOS.
Was ich absolut nicht verstehe, ist, wie die FPÖ im Ausschuss da dagegenstimmen kann. Wie kann man Kindern, die alles zurücklassen mussten, die Familienbeihilfe neiden? Stattdessen bringen Sie heute einen prorussischen Antrag ein, der zu Recht nicht zugelassen wird. Da würde ich schon eines sagen: Beim nächsten Russlandtrip könnten Sie etwas Sinnvolles tun und das Regime auffordern, dass man die verschleppten Kinder wieder zurückbringt! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und NEOS.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Pfurtscheller. – Abg. Reiter: Aber nur, wenn der Kickl die Reisen ...!
Also ganz ehrlich: Ich möchte nicht wissen, wo es als Nächstes hingeht, aber was mich schon interessieren würde, ist, wann Sie Ihre Reisekosten veröffentlichen. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Pfurtscheller. – Abg. Reiter: Aber nur, wenn der Kickl die Reisen ...!)
Beifall bei den NEOS.
auch der Grünen auf die Punkte, die wir nennen, bei denen es schwerwiegende Probleme gibt, auch ernsthaft eingegangen wird. Es ist nämlich kein politisches Kleingeld damit zu wechseln, dass vor allem junge Mütter – insbesondere alleinerziehende Mütter – ewig auf ihr Geld warten müssen, nur weil man der Opposition einfach nicht zuhört. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Besonders drei Schwerpunkte sind dabei wichtig, nämlich dass die Kinderbetreuungsplätze ausgebaut werden, vor allem auch für Kinder unter drei Jahren, dass es längere Öffnungszeiten gibt – wir müssen natürlich besonders darauf achten, dass man Beruf und Familie auch wirklich vereinbaren kann, und die Bedingungen haben sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten nun einmal geändert –, und wir wollen auch eine verbesserte Qualität der Betreuung: einerseits kleinere Betreuungsgruppen, andererseits aber natürlich auch bessere Arbeitsbedingungen für das sehr, sehr wichtige Personal. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall und Bravoruf bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
auch die Möglichkeit haben, zumindest noch geringfügig weiter im Berufsleben zu bleiben. Das ist nicht zuletzt auch wichtig, weil wir damit der Altersarmut entgegenwirken können. – Vielen Dank. (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Sieber: Ich habe das auch gesagt!
Ich möchte aber vielleicht ein paar Punkte – oder einen Punkt eigentlich nur – zu Kollegen Sieber anmerken: Es ist ja recht nett, wenn man solche Grafiken präsentiert, auf denen ein kleiner Balken und viele große Balken zu sehen sind, man muss sich nur bewusst machen, dass sich auch hinter dem kleinen Balken viele einzelne Schicksale verstecken (Abg. Sieber: Ich habe das auch gesagt!), und ich glaube, das sollte man tatsächlich einmal wirklich ernst nehmen. (Beifall bei der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Sieber.)
Beifall bei der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Sieber.
Ich möchte aber vielleicht ein paar Punkte – oder einen Punkt eigentlich nur – zu Kollegen Sieber anmerken: Es ist ja recht nett, wenn man solche Grafiken präsentiert, auf denen ein kleiner Balken und viele große Balken zu sehen sind, man muss sich nur bewusst machen, dass sich auch hinter dem kleinen Balken viele einzelne Schicksale verstecken (Abg. Sieber: Ich habe das auch gesagt!), und ich glaube, das sollte man tatsächlich einmal wirklich ernst nehmen. (Beifall bei der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Sieber.)
Beifall bei der SPÖ.
Kinder leben nicht im Vergleich, sie leben im Hier und Jetzt. Ich hätte Sie gestern bei unserem Fest der Adresslosen in der Wiener Stadthalle gerne begrüßt: Wenn Sie gesehen hätten, wie viele Mütter mit ihren Kindern dorthin kommen und sich eines der über 500 Lebensmittelpakete abholen, dann würden Sie vielleicht diese Grafik hier nicht mit dieser Selbstverständlichkeit und in dieser etwas selbstherrlichen Weise präsentieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Sieber: Weil es im November bekannt wurde!
darauf hingewiesen – wir nicht ganz verstehen, warum man das eigentlich so spät macht (Abg. Sieber: Weil es im November bekannt wurde!), gerade in einem Bereich, in dem ja von vielen Beratungsinstitutionen immer wieder angemerkt wird, wie groß der Unsicherheitsfaktor, der Beratungsaufwand in diesem Bereich ist. Man hätte da also mittlerweile auch schon zu einer kreativen Idee kommen können, um einen gewissen Automatismus zu schaffen: Wenn sich A erhöht, erhöht sich B auch. Das kennen wir ja, da muss man keine Raketenwissenschaft studiert haben, das würde sich relativ einfach klären lassen, aber sei’s drum.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Sieber: ... das werden wir vertagen, auch in Zukunft!
Es gibt dazu einen Antrag, den wir schon am 8.7.2020 eingebracht haben. Was hat man gemacht? – Am 5.10.2021 vertagt, am 10.3.2022 vertagt, am 29.9.2022 vertagt, am 6.6.2023 vertagt. Also entweder hat man den Mut, zu sagen, wir halten davon nichts, oder man macht es – aber nehmt es bitte einmal ernst und setzt euch mit diesen Anträgen auseinander! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Sieber: ... das werden wir vertagen, auch in Zukunft!)
Abg. Sieber: Wir verbessern es ja laufend! Wir machen eine Gesamtreform!
Bringt den Mut auf, entweder Beschlüsse zu fassen oder das hier offensiv zu diskutieren und zu sagen: Nein, wir wollen es nicht ändern! – Das kann man auch zur Kenntnis nehmen, dann kann man wenigstens darüber streiten, aber so zu tun, als ob – wir denken eh darüber nach! –, es aber in Wahrheit nicht zu tun (Abg. Sieber: Wir verbessern es ja laufend! Wir machen eine Gesamtreform!), das, meine sehr verehrten Damen und Herren, ist kein Umgangston. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Bringt den Mut auf, entweder Beschlüsse zu fassen oder das hier offensiv zu diskutieren und zu sagen: Nein, wir wollen es nicht ändern! – Das kann man auch zur Kenntnis nehmen, dann kann man wenigstens darüber streiten, aber so zu tun, als ob – wir denken eh darüber nach! –, es aber in Wahrheit nicht zu tun (Abg. Sieber: Wir verbessern es ja laufend! Wir machen eine Gesamtreform!), das, meine sehr verehrten Damen und Herren, ist kein Umgangston. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir als ÖVP stehen ganz klar hinter dem Kinderbetreuungsgeld. Wir haben da schon viele Verbesserungen erwirkt, und das trägt ganz klar unsere Handschrift. Es gibt natürlich unterschiedliche Varianten, und das ist uns auch sehr wichtig, weil wir den Familien eben diese flexiblen Möglichkeiten bieten wollen. Dass das nicht immer ganz einfach ist und es zu Änderungen kommt, wissen wir auch, aber wir sind stets bemüht, laufend Verbesserungen zu erwirken, damit die Familien eben die Betreuungszeiten auch wirklich selbst organisieren und einteilen können. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Sieber: Genau! Schneller geht es nicht!
jetzt im Dezember setzen wir es um. (Abg. Sieber: Genau! Schneller geht es nicht!)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Fischer und Neßler.
Herr Kollege Oxonitsch, ich glaube, die SPÖ hat schon einmal länger gebraucht, um einen Parteivorsitzenden zu wählen und das Ergebnis dann richtig auszuzählen, als wir gebraucht haben, um da zu reagieren – das möchte ich an dieser Stelle auch einmal sagen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Fischer und Neßler.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wenn wir über Kinderbetreuungsgeld sprechen, muss man sagen, dazu gehört natürlich auch ein entsprechendes Angebot in der Kinderbetreuung: Kindergärten, Kleinkindbetreuung. Daher bin ich auch froh darüber, dass wir – meine Kollegin Großbauer hat es schon ausgeführt – bis 2030 massiv in die Kinderbetreuung investieren: 4,5 Milliarden Euro bis 2030. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
den nächsten Jahren den Schülertransport, den sicheren Schulweg zu organisieren – vielen Dank also dafür. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.
Wenn ich schon beim Dankesagen bin: Abschließend darf ich mich bei allen Familien bedanken. Sie sind das Herzstück unserer Gesellschaft, weil sie die Zukunft unseres Landes im wahrsten Sinne des Wortes geschaffen und zur Welt gebracht haben. – Ich kann Ihnen versprechen: Wir werden Sie auch weiterhin bestmöglich unterstützen. (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.)
Abg. Sieber: Das ist ein Blödsinn, das sind doch keine Fälle, das sind Beratungsanrufe, das sind ja keine Fälle! Es sind natürlich Einzelfälle, 35 bis 50 Fälle sind das!
Ich berichtige tatsächlich, dass die Arbeiterkammer von mehreren Tausend Anrufen pro Jahr zu diesen Problemstellungen spricht, dass es zu den Problemen Berichte von der Volksanwaltschaft gibt (Abg. Sieber: Das ist ein Blödsinn, das sind doch keine Fälle, das sind Beratungsanrufe, das sind ja keine Fälle! Es sind natürlich Einzelfälle, 35 bis 50 Fälle sind das!), dass selbst die Erkenntnisse des Verfassungsgerichtshofes nicht umgesetzt worden sind. Das heißt, es handelt sich um Tausende von Fällen, und da kann man nicht mehr von Einzelfällen sprechen. – Vielen Dank. (Beifall bei NEOS und SPÖ. – Abg. Sieber: Das war keine tatsächliche Berichtung, sondern ein tatsächlicher Blödsinn!)
Beifall bei NEOS und SPÖ. – Abg. Sieber: Das war keine tatsächliche Berichtung, sondern ein tatsächlicher Blödsinn!
Ich berichtige tatsächlich, dass die Arbeiterkammer von mehreren Tausend Anrufen pro Jahr zu diesen Problemstellungen spricht, dass es zu den Problemen Berichte von der Volksanwaltschaft gibt (Abg. Sieber: Das ist ein Blödsinn, das sind doch keine Fälle, das sind Beratungsanrufe, das sind ja keine Fälle! Es sind natürlich Einzelfälle, 35 bis 50 Fälle sind das!), dass selbst die Erkenntnisse des Verfassungsgerichtshofes nicht umgesetzt worden sind. Das heißt, es handelt sich um Tausende von Fällen, und da kann man nicht mehr von Einzelfällen sprechen. – Vielen Dank. (Beifall bei NEOS und SPÖ. – Abg. Sieber: Das war keine tatsächliche Berichtung, sondern ein tatsächlicher Blödsinn!)
Zwischenruf der Abg. Seidl.
Dazu kommt natürlich auch noch der Aufwand in der Beratung, den Sie ansprechen: Ja, es ist tatsächlich so, dass das Kinderbetreuungsgeld ein umfassendes und durchaus auch komplexes Modell ist, weil wir eben ein flexibles Modell brauchen, denn für die Familien gibt es keine Schablone. Die Familien brauchen für ihre unterschiedlichen Lebens- und Familienkonstellationen eben die Möglichkeit, dass sie es sich individuell gut richten, und ja, das ist dann nicht immer selbsterklärend – das ist richtig. Die Arbeiterkammer berät aber umfassend. – Herr Kollege Bernhard, Sie haben das auch gesagt: Wir haben bei den 400 Familienberatungsstellen in Österreich eine neue Elternberatung eingerichtet, die im Rahmen des neuen Eltern-Kind-Passes, bei dem es Beratungsleistungen gibt, auch ein guter Anker sind. (Zwischenruf der Abg. Seidl.)
Abg. Seidl: Rufen Sie beim Finanzamt an ...!
Ich kann dahin gehend nur mein Angebot wiederholen – ich habe es schon mehrmals gesagt, und es ist nie auf fruchtbaren Boden gefallen –: Sie können gern die Einzelfälle der Bürgerinnen und Bürger, die an Sie herangetragen werden, an unser Familienressort senden. (Abg. Seidl: Rufen Sie beim Finanzamt an ...!) Dort können wir gerne auch mit den zuständigen Krankenkassen Kontakt aufnehmen und im individuellen Fall Nachschau halten, wo man womöglich Verbesserungen bei den individuellen Fällen – wenigen von über 150 000 – erreichen kann. Das ist serviceorientierte Verwaltung, die in meinem Ressort und auch bei den Krankenkassen sehr gut wahrgenommen wird. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Maurer und Neßler. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Seidl.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Maurer und Neßler. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Seidl.
Ich kann dahin gehend nur mein Angebot wiederholen – ich habe es schon mehrmals gesagt, und es ist nie auf fruchtbaren Boden gefallen –: Sie können gern die Einzelfälle der Bürgerinnen und Bürger, die an Sie herangetragen werden, an unser Familienressort senden. (Abg. Seidl: Rufen Sie beim Finanzamt an ...!) Dort können wir gerne auch mit den zuständigen Krankenkassen Kontakt aufnehmen und im individuellen Fall Nachschau halten, wo man womöglich Verbesserungen bei den individuellen Fällen – wenigen von über 150 000 – erreichen kann. Das ist serviceorientierte Verwaltung, die in meinem Ressort und auch bei den Krankenkassen sehr gut wahrgenommen wird. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Maurer und Neßler. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Seidl.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. Neßler.
auch im Sinne dessen, dass wir die Menschen nicht verunsichern sollten – ein bisschen Vorsicht walten lassen, auch insgesamt in der Darstellung. Selbstverständlich geht es nicht darum, dass ein Krankenstand automatisch zum Entzug des einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeldes führt, sondern es geht um den Krankengeldbezug, der da Einfluss nimmt. Das sind schon wirklich zwei Paar Schuhe, denn wenn man einen Krankenstand hat, kriegt man in der Mehrheit der Fälle – wie Sie alle womöglich auch aus einem Vorleben wissen – eine Entgeltfortzahlung, die dann selbstverständlich nicht zu einer Minderung des einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeldes führt. Ich glaube, das muss man den Menschen schon dementsprechend richtig vermitteln – ansonsten würde man sie verunsichern. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. Neßler.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Neßler und Schwarz. – Abg. Matznetter: Für Einzelfälle ist die FPÖ zuständig!
Fällen zu befassen und im Einzelfall das Beste für die Bürgerinnen und Bürger zu bewerkstelligen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Neßler und Schwarz. – Abg. Matznetter: Für Einzelfälle ist die FPÖ zuständig!)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Ministerin, ich glaube, Sie wissen das auch: Es gibt Familien, die auf diese Gelder angewiesen sind. Das ist für manche existenzbedrohend und daher kein tragbarer Zustand. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir als Opposition haben bereits unzählige Anträge eingebracht, auch gemeinsame Anträge, wir haben bereits mehrfach hier im Plenum diskutiert, aber woran die Reform tatsächlich scheitert, ist mir persönlich schleierhaft. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Fakt ist, Frau Ministerin, es ist dringend an der Zeit, da etwas zu ändern. Familien müssen rasch und möglichst unbürokratisch jene Leistungen erhalten, die ihnen auch zustehen. Wenn Sie als Regierungsparteien, ÖVP und Grüne, das auch so sehen und wenn Sie die Kritik der angesprochenen Organisationen ernst nehmen, dann kommen Sie bitte endlich in die Gänge! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Sieber: Vollkommen absurd!
Herr Abgeordneter Köllner war gerade hier heraußen und hat behauptet, dass Weisungen erteilt werden würden, um Hürden beim Kinderbetreuungsgeld aufzuerlegen. (Abg. Sieber: Vollkommen absurd!) Da muss ich schon sagen: Werfen Sie der Ministerin oder dem Ministerium in dem Fall Rechtsmissbrauch vor? Also ich finde das ein bisschen grenzwertig. (Abg. Sieber: Haben Sie einen Beleg irgendwo für eine Weisung? Haben Sie einen Beleg für den Unsinn? – Ruf bei der SPÖ: Das ist amtlich!) Wenn Sie sich mit so etwas hierherstellen, wäre es gut, Sie würden sich das anschauen und fundiert darlegen, worum es geht, und nicht irgendwelche Behauptungen rauswerfen, weil Sie als Bürgermeister wahrscheinlich auch keine Freude haben, wenn das jemand im Gemeinderat tut. (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Wo denn? – Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen SPÖ und ÖVP.) – Ja, gut, vielleicht kann man das dann noch ausdiskutieren; und die SPÖ kann das ja gerne vorlegen, wenn sie solche Behauptungen in den Raum stellt.
Abg. Sieber: Haben Sie einen Beleg irgendwo für eine Weisung? Haben Sie einen Beleg für den Unsinn? – Ruf bei der SPÖ: Das ist amtlich!
Herr Abgeordneter Köllner war gerade hier heraußen und hat behauptet, dass Weisungen erteilt werden würden, um Hürden beim Kinderbetreuungsgeld aufzuerlegen. (Abg. Sieber: Vollkommen absurd!) Da muss ich schon sagen: Werfen Sie der Ministerin oder dem Ministerium in dem Fall Rechtsmissbrauch vor? Also ich finde das ein bisschen grenzwertig. (Abg. Sieber: Haben Sie einen Beleg irgendwo für eine Weisung? Haben Sie einen Beleg für den Unsinn? – Ruf bei der SPÖ: Das ist amtlich!) Wenn Sie sich mit so etwas hierherstellen, wäre es gut, Sie würden sich das anschauen und fundiert darlegen, worum es geht, und nicht irgendwelche Behauptungen rauswerfen, weil Sie als Bürgermeister wahrscheinlich auch keine Freude haben, wenn das jemand im Gemeinderat tut. (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Wo denn? – Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen SPÖ und ÖVP.) – Ja, gut, vielleicht kann man das dann noch ausdiskutieren; und die SPÖ kann das ja gerne vorlegen, wenn sie solche Behauptungen in den Raum stellt.
Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Wo denn? – Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen SPÖ und ÖVP.
Herr Abgeordneter Köllner war gerade hier heraußen und hat behauptet, dass Weisungen erteilt werden würden, um Hürden beim Kinderbetreuungsgeld aufzuerlegen. (Abg. Sieber: Vollkommen absurd!) Da muss ich schon sagen: Werfen Sie der Ministerin oder dem Ministerium in dem Fall Rechtsmissbrauch vor? Also ich finde das ein bisschen grenzwertig. (Abg. Sieber: Haben Sie einen Beleg irgendwo für eine Weisung? Haben Sie einen Beleg für den Unsinn? – Ruf bei der SPÖ: Das ist amtlich!) Wenn Sie sich mit so etwas hierherstellen, wäre es gut, Sie würden sich das anschauen und fundiert darlegen, worum es geht, und nicht irgendwelche Behauptungen rauswerfen, weil Sie als Bürgermeister wahrscheinlich auch keine Freude haben, wenn das jemand im Gemeinderat tut. (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Wo denn? – Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen SPÖ und ÖVP.) – Ja, gut, vielleicht kann man das dann noch ausdiskutieren; und die SPÖ kann das ja gerne vorlegen, wenn sie solche Behauptungen in den Raum stellt.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Disoski.
Sie reden von Tausenden Beratungsfällen der Arbeiterkammer. Ich glaube, man kann einen Beratungsanruf bei der Arbeiterkammer wirklich nicht mit einem konkreten Fall, der im Ministerium vorliegt, gleichsetzen. Da muss man schon ein bisschen unterscheiden und ein bisschen bei der Realität bleiben, so funktioniert das nämlich sonst nicht. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Disoski.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Da, glaube ich, ist es auch ganz wichtig, zu sagen – und die Ministerin hat das ja auch sehr betont –, dass es darum geht, Wahlfreiheit für die Familien zu schaffen, für diejenigen, die Betreuungspflichten haben, und da vor allem eine informierte Wahlfreiheit, sprich zum einen natürlich die Option zu haben, zu sagen: Wie will ich das für meine Familie machen, was ist das Richtige für uns?, und zum anderen auch zu wissen: Was heißt das, wenn ich daheimbleibe, wenn ich – Stichwort Altersarmut – diese Betreuungspflichten wahrnehme? Auch da muss man einfach auf diese Dinge achten, und es ist ganz wichtig, dass man da gut informiert ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Da soll man einfach für alle Familien alle Optionen eröffnen und den Druck herausnehmen, damit man sich frei entscheiden kann, denn nur bestmögliche Rahmenbedingungen für unsere Familien können dann dafür sorgen, dass wir auch ein gutes Miteinander haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Auf der Homepage der Volksanwaltschaft kann man nachlesen, dass europarechtswidrige Weisungen vorliegen und dass auch Weisungen an die Sozialversicherungsträger in dieser Frage gegeben werden, die nicht dem entsprechen, was die Gerichte entschieden haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit des Redners.
Abgeordneter Franz Hörl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister aus Osttirol! (Heiterkeit des Redners.) Die noch verbleibenden Zuhörer und Zuschauer über die Fernsehkanäle! Als letzter Redner darf ich mich nunmehr zur Verwaltung, Abwicklung und Prüfung des Projektes Interact Office Vienna 2021–2027 zu Wort melden.
Beifall bei der ÖVP.
beigetragen, gemeinsame Antworten auf die Herausforderungen der Branche zu finden, wie veränderte Gästebedürfnisse, Klimawandel, Nachhaltigkeit, digitaler Wandel und Fachkräftemangel. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Schwarz und Loacker.
Ich wünsche Ihnen allen nunmehr noch stimmungsvolle Adventtage. Die Wintersportgebiete sind in einem hervorragenden Zustand. Die Pisten sind gewalzt, die Tische sind gedeckt. – Frohe Weihnachten! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Schwarz und Loacker.)
Beifall bei der SPÖ.
360 Millionen Euro sind da im Topf. Das ist nicht wenig, und es ist wichtig, dass das bei den Menschen ankommt, vor allem bei denjenigen, die in der kleinteiligen Landwirtschaft tagtäglich schwer und hart arbeiten. Wir müssen ja auch schauen und es ist ja in unserem Interesse, dass wir diese Landwirtschaft erhalten, denn sie ist es, die unser Land gepflegt erhält und jeden Tag unsere guten Produkte produziert. Darüber sind wir auch sehr froh. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne bitte ich Sie, Herr Minister: Schauen wir, dass wir diese Fördermittel fair, transparent und gleich aufteilen, speziell eben gerade im kleinteiligen landwirtschaftlichen Bereich! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Eines dieser Projekte ist das Interact Office Vienna, das praktisch eine Austauschplattform für alle Interreg-Programme der 27 Mitgliedstaaten ist und eine effiziente Abwicklung unterstützt. Damit das in der neuen Förderperiode wie in der vergangenen Periode stattfinden kann, wird jetzt eine Abänderung der bestehenden 15a-Vereinbarung vorgeschlagen. Diese erfolgt auf Wunsch des Landes Wien und wird natürlich auch von uns unterstützt. Dementsprechend bitte ich um breite Unterstützung dieser Änderung. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Bravoruf des Abg. Haubner.
Da ich noch 24 Sekunden Redezeit habe, wünsche ich Ihnen eine geruhsame Nacht, ein gutes Nachhausekommen und für den morgigen Tag alles Gute. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Bravoruf des Abg. Haubner.)