Eckdaten:
Für die 32. Sitzung der 27. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 2167 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Loacker.
Wenn wir heute eines wissen, dann dies: dass diese Planlosigkeit gleich zu Beginn des Shutdowns die Ursache von dramatischen Folgen war, die wir bis heute und wahrscheinlich in den nächsten Monaten und Jahren noch weiter spüren werden. Es sind die Folgen von leeren Versprechungen und Planlosigkeit, sehr geehrte Bundesregierung, mit denen wir hier zu kämpfen haben. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Loacker.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Meinl-Reisinger.
Ja, bei Pressekonferenzen wird wortreich fast täglich mit Milliarden jongliert, aber wie wir spätestens seit der „ZIB 2“ gestern wissen, wurden von diesen 38 Milliarden Euro, Herr Finanzminister, gerade einmal 460 Millionen Euro vergeben – 460 Millionen, ein kleiner Bruchteil des Geldes, das Sie in mehr als 80 Pressekonferenzen angekündigt haben. Daraus, aus diesem Fakt geht für mich hervor, dass es eine Gruppe und viele Menschen in diesem Land gibt, die schlaflose Nächte haben – nicht Sie, Herr Finanzminister: Es sind die 550 000 Arbeitslosen dieses Landes, es sind die 1,1 Millionen Menschen, die zur Kurzarbeit angemeldet sind, es sind die Hunderttausenden Unternehmerinnen und Unternehmer, die keine klare Zukunft vor sich haben. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Meinl-Reisinger.)
Beifall bei der SPÖ.
Eine Studie der Universität Wien belegt das: Mehr als 1 000 Klein- und Mittelbetriebe wurden befragt, und mehr als 70 Prozent geben der Regierung für die Unterstützungsleistungen nur ein Genügend oder sogar ein Nicht genügend. Nur 2 Prozent betrachten Ihre Hilfsleistungen, die Sie in den letzten Wochen gegeben haben, als Sehr gut. – Das ist kein gutes Zeugnis, sehr geehrte Bundesregierung! Ja, es braucht endlich echte Hilfe, echte Hilfe statt leerer Versprechen, sehr geehrter Herr Bundeskanzler! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es braucht echte Hilfe für mehr als eine halbe Million Arbeitslose, es braucht echte Hilfe für Hunderttausende Unternehmerinnen und Unternehmer, für Tausende AlleinerzieherInnen in unserem Land und viele mehr. Für sie alle braucht es diese echte Hilfe, und die braucht es nicht erst in einigen Monaten, nein, die hätte es schon längst gebraucht, spätestens jetzt braucht es diese echte Hilfe. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall der SPÖ.
Es ist ein kritischer Moment, und wenn man nicht jetzt entschlossen, klar und mit Plan und Orientierung gegensteuert, dann setzt sich – und das ist ein kleines Einmaleins – eine Negativspirale aus Arbeitslosigkeit und Wirtschaftsabschwung in Gang. Je länger Sie zuwarten, desto schneller bewegt sich diese Spirale nach unten und desto schwieriger ist es, diese Spirale nach unten zu stoppen, und desto mehr Mittel werden Sie auch brauchen, die Mittel der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, um diese Negativspirale zu stoppen – und das darf nicht passieren, sehr geehrte Bundesregierung! (Beifall der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir müssen die Steuern für die ArbeitnehmerInnen endlich reduzieren, damit sie mehr Geld fürs tägliche Leben und damit eine höhere Kaufkraft haben, den Konsum ankurbeln und damit die Wirtschaft unterstützen können. Wir müssen das Arbeitslosengeld auf 70 Prozent der Nettoersatzrate erhöhen – eine wichtige menschliche Geste, aber auch eine volkswirtschaftlich notwendige Geste, Herr Finanzminister. Wir müssen mit klugen und nachhaltigen Investitionen in Wachstum und Beschäftigung endlich ein Stoppschild für diese Negativspirale, diese größte soziale und wirtschaftliche Krise unseres Landes aufstellen. All das sollte sich in dem heute von Ihnen vorgelegten Budget wiederfinden, all das findet sich in Ihren Zahlen aber leider nicht wieder. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Noch eines: Insel sind wir auch keine. Österreich und die österreichische Wirtschaft sind nicht alleine, sind keine isolierte Insel, daher müssen wir als Österreich und österreichische Wirtschaft auch ein hohes und großes Interesse an einem EU-weiten Investitionsplan zum europäischen Wiederaufbau haben, an einem gemeinsamen Wiederaufbau – nicht aus einem reinen Akt der europäischen Solidarität heraus; aus meiner Sicht ja, weil ich auch immer solidarisch denke, aus Ihrer Sicht wäre aber vielleicht die wirtschaftliche Vernunft das attraktivere Momentum. Auch das sehe ich aber nicht, sehr geehrter Herr Finanzminister. Es sollte in unserem ureigensten Interesse sein, dass alle Länder Europas stabil durch diese Krise kommen. Das ist ein Gebot der Stunde. So zu tun, als ob uns in Österreich die Wirtschaft in Italien nichts anginge, ist kleingeistig, kurzsichtig und wirtschaftlich einfach unvernünftig. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren der Bundesregierung! Es braucht jetzt verantwortungsvolle Politik, und verantwortungsvolle Politik heißt, genau diese Zusammenhänge aufzuzeigen, den Menschen diese Zusammenhänge zu erklären. Das ist die Aufgabe einer Regierung und das ist die Aufgabe von verantwortungsvollen europäischen Regierungschefs. Österreich sollte Teil der Lösung und nicht Teil des Problems sein, denn die europäische Zukunft ist auch die österreichische Zukunft. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich treffe viele Menschen in meinem Wahlkreis, die froh und dankbar dafür sind, dass wir bis jetzt - - (Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Ja, Sie gehen anscheinend nicht zu den Leuten, denn sonst würden Sie das auch hören, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Amesbauer: ... ÖVP volksnah ... neu! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Amesbauer: ... ÖVP volksnah ... neu! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich treffe viele Menschen in meinem Wahlkreis, die froh und dankbar dafür sind, dass wir bis jetzt - - (Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Ja, Sie gehen anscheinend nicht zu den Leuten, denn sonst würden Sie das auch hören, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Amesbauer: ... ÖVP volksnah ... neu! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Ich nehme das immer sehr ernst, was mir die Bevölkerung sagt (Zwischenrufe bei der SPÖ), und da gibt es sehr viele Menschen, die froh und dankbar dafür sind, dass Österreich bis jetzt sehr gut durch diese Gesundheitskrise (Abg. Matznetter: ... Regierungskrise!) – und wir reden hier von einer weltweiten Pandemie – gekommen ist; und ich verstehe nicht, warum eine ehemalige Gesundheitsministerin darüber kein Wort verliert. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Matznetter: ... Regierungskrise!
Ich nehme das immer sehr ernst, was mir die Bevölkerung sagt (Zwischenrufe bei der SPÖ), und da gibt es sehr viele Menschen, die froh und dankbar dafür sind, dass Österreich bis jetzt sehr gut durch diese Gesundheitskrise (Abg. Matznetter: ... Regierungskrise!) – und wir reden hier von einer weltweiten Pandemie – gekommen ist; und ich verstehe nicht, warum eine ehemalige Gesundheitsministerin darüber kein Wort verliert. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich nehme das immer sehr ernst, was mir die Bevölkerung sagt (Zwischenrufe bei der SPÖ), und da gibt es sehr viele Menschen, die froh und dankbar dafür sind, dass Österreich bis jetzt sehr gut durch diese Gesundheitskrise (Abg. Matznetter: ... Regierungskrise!) – und wir reden hier von einer weltweiten Pandemie – gekommen ist; und ich verstehe nicht, warum eine ehemalige Gesundheitsministerin darüber kein Wort verliert. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Leichtfried
Zum Zweiten reden Sie von wirtschaftlicher Vernunft (Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Leichtfried), Sie fordern das größte Hilfspaket der Zweiten Republik. Eines möchte ich Ihnen schon sagen: In der Sozialpartnerschaft werden gute Dinge vereinbart, wenn man zum Beispiel die Kurzarbeitsregelung als Beispiel nimmt, die mittlerweile bei einem Volumen von 12 Milliarden Euro angelangt ist, und dann stellen Sie sich hierher und kritisieren diese Maßnahmen, die Ihre eigenen Gewerkschafter richtigerweise auch mitvereinbart haben. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir haben die Sozialpartnereinigung eins zu eins übernommen (Abg. Matznetter: Nein, wir kritisieren, dass ...!), es ist jetzt die Verlängerung, bei der die Gewerkschaftsvertreter mitstimmen. (Zwischenruf des Abg. Stöger.) Das geht auch nicht, meine Damen und Herren: auf der einen Seite verhandeln und zustimmen, auf der anderen Seite kritisieren. Das ist unseriöse Politik, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Zum Zweiten reden Sie von wirtschaftlicher Vernunft (Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Leichtfried), Sie fordern das größte Hilfspaket der Zweiten Republik. Eines möchte ich Ihnen schon sagen: In der Sozialpartnerschaft werden gute Dinge vereinbart, wenn man zum Beispiel die Kurzarbeitsregelung als Beispiel nimmt, die mittlerweile bei einem Volumen von 12 Milliarden Euro angelangt ist, und dann stellen Sie sich hierher und kritisieren diese Maßnahmen, die Ihre eigenen Gewerkschafter richtigerweise auch mitvereinbart haben. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir haben die Sozialpartnereinigung eins zu eins übernommen (Abg. Matznetter: Nein, wir kritisieren, dass ...!), es ist jetzt die Verlängerung, bei der die Gewerkschaftsvertreter mitstimmen. (Zwischenruf des Abg. Stöger.) Das geht auch nicht, meine Damen und Herren: auf der einen Seite verhandeln und zustimmen, auf der anderen Seite kritisieren. Das ist unseriöse Politik, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Matznetter: Nein, wir kritisieren, dass ...!
Zum Zweiten reden Sie von wirtschaftlicher Vernunft (Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Leichtfried), Sie fordern das größte Hilfspaket der Zweiten Republik. Eines möchte ich Ihnen schon sagen: In der Sozialpartnerschaft werden gute Dinge vereinbart, wenn man zum Beispiel die Kurzarbeitsregelung als Beispiel nimmt, die mittlerweile bei einem Volumen von 12 Milliarden Euro angelangt ist, und dann stellen Sie sich hierher und kritisieren diese Maßnahmen, die Ihre eigenen Gewerkschafter richtigerweise auch mitvereinbart haben. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir haben die Sozialpartnereinigung eins zu eins übernommen (Abg. Matznetter: Nein, wir kritisieren, dass ...!), es ist jetzt die Verlängerung, bei der die Gewerkschaftsvertreter mitstimmen. (Zwischenruf des Abg. Stöger.) Das geht auch nicht, meine Damen und Herren: auf der einen Seite verhandeln und zustimmen, auf der anderen Seite kritisieren. Das ist unseriöse Politik, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Stöger.
Zum Zweiten reden Sie von wirtschaftlicher Vernunft (Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Leichtfried), Sie fordern das größte Hilfspaket der Zweiten Republik. Eines möchte ich Ihnen schon sagen: In der Sozialpartnerschaft werden gute Dinge vereinbart, wenn man zum Beispiel die Kurzarbeitsregelung als Beispiel nimmt, die mittlerweile bei einem Volumen von 12 Milliarden Euro angelangt ist, und dann stellen Sie sich hierher und kritisieren diese Maßnahmen, die Ihre eigenen Gewerkschafter richtigerweise auch mitvereinbart haben. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir haben die Sozialpartnereinigung eins zu eins übernommen (Abg. Matznetter: Nein, wir kritisieren, dass ...!), es ist jetzt die Verlängerung, bei der die Gewerkschaftsvertreter mitstimmen. (Zwischenruf des Abg. Stöger.) Das geht auch nicht, meine Damen und Herren: auf der einen Seite verhandeln und zustimmen, auf der anderen Seite kritisieren. Das ist unseriöse Politik, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Zum Zweiten reden Sie von wirtschaftlicher Vernunft (Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Leichtfried), Sie fordern das größte Hilfspaket der Zweiten Republik. Eines möchte ich Ihnen schon sagen: In der Sozialpartnerschaft werden gute Dinge vereinbart, wenn man zum Beispiel die Kurzarbeitsregelung als Beispiel nimmt, die mittlerweile bei einem Volumen von 12 Milliarden Euro angelangt ist, und dann stellen Sie sich hierher und kritisieren diese Maßnahmen, die Ihre eigenen Gewerkschafter richtigerweise auch mitvereinbart haben. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir haben die Sozialpartnereinigung eins zu eins übernommen (Abg. Matznetter: Nein, wir kritisieren, dass ...!), es ist jetzt die Verlängerung, bei der die Gewerkschaftsvertreter mitstimmen. (Zwischenruf des Abg. Stöger.) Das geht auch nicht, meine Damen und Herren: auf der einen Seite verhandeln und zustimmen, auf der anderen Seite kritisieren. Das ist unseriöse Politik, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Warum beschließen wir dieses Budget? – Das haben Sie zur Gänze verschwiegen, Frau Klubobfrau: weil es zusätzliche Mittel für viele Bereiche in den einzelnen Untergliederungen gibt: für Polizei und Bundesheer ein Plus von 119 Millionen Euro; bei der Justiz eine Aufstockung um 10 Prozent, insbesondere für Supportpersonal, von 165 Millionen Euro; zusätzliche Mittel für den ländlichen Raum und zum Schutz vor Naturgefahren, ein Plus von 144 Millionen Euro, zum Beispiel für die Nahverkehrsmilliarde; und das Budget für Umwelt-, Klima- und Energiemaßnahmen wird 2020 um fast 70 Prozent erhöht. Vor allem auch deshalb ist es notwendig, dieses Budget auch zu beschließen (Zwischenruf bei der SPÖ), denn das wäre mit der Fortschreibung des Budgetprovisoriums nicht möglich. Das haben Sie auch verschwiegen, meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Warum beschließen wir dieses Budget? – Das haben Sie zur Gänze verschwiegen, Frau Klubobfrau: weil es zusätzliche Mittel für viele Bereiche in den einzelnen Untergliederungen gibt: für Polizei und Bundesheer ein Plus von 119 Millionen Euro; bei der Justiz eine Aufstockung um 10 Prozent, insbesondere für Supportpersonal, von 165 Millionen Euro; zusätzliche Mittel für den ländlichen Raum und zum Schutz vor Naturgefahren, ein Plus von 144 Millionen Euro, zum Beispiel für die Nahverkehrsmilliarde; und das Budget für Umwelt-, Klima- und Energiemaßnahmen wird 2020 um fast 70 Prozent erhöht. Vor allem auch deshalb ist es notwendig, dieses Budget auch zu beschließen (Zwischenruf bei der SPÖ), denn das wäre mit der Fortschreibung des Budgetprovisoriums nicht möglich. Das haben Sie auch verschwiegen, meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Ruf bei der SPÖ: Raika?!
Derzeit ändern sich die Wachstumsprognosen, die leider Negativprognosen sind, beinahe täglich. Allein das Wifo geht derzeit von einer Bandbreite von minus 5,25 Prozent bis zu minus 7,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes aus. Der Internationale Währungsfonds prognostiziert minus 7 Prozent, die Oesterreichische Nationalbank minus 3,2 Prozent und die Bank Austria rechnet gar mit minus 9 Prozent. (Ruf bei der SPÖ: Raika?!) Also wir haben eine Bandbreite von minus 3,2 Prozent bis minus 9 Prozent.
Beifall bei der ÖVP – Zwischenrufe bei der SPÖ
Sie haben an die wirtschaftliche Vernunft appelliert, die ich bei der SPÖ seit ihrem Bestehen vermisse (Beifall bei der ÖVP – Zwischenrufe bei der SPÖ), aber was bedeutet
Zwischenruf des Abg. Kassegger.
das jetzt bei minus 3,2 bis minus 9 Prozent? Wie hätten Sie es denn gerne, Frau Rendi-Wagner, was sollen wir denn in das Budget hineinschreiben? (Zwischenruf des Abg. Kassegger.) Da geht es um Milliardenbeträge. – Auch das verschweigen Sie der Bevölkerung, liebe Frau Kollegin, aber vielleicht wäre es hilfreich gewesen, auf die Experten im Hearing zu hören. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Das, was du gut kannst, ist schreien, Herr Kollege Matznetter, das ist dir seit vielen Jahren auf den Leib geschrieben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
das jetzt bei minus 3,2 bis minus 9 Prozent? Wie hätten Sie es denn gerne, Frau Rendi-Wagner, was sollen wir denn in das Budget hineinschreiben? (Zwischenruf des Abg. Kassegger.) Da geht es um Milliardenbeträge. – Auch das verschweigen Sie der Bevölkerung, liebe Frau Kollegin, aber vielleicht wäre es hilfreich gewesen, auf die Experten im Hearing zu hören. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Das, was du gut kannst, ist schreien, Herr Kollege Matznetter, das ist dir seit vielen Jahren auf den Leib geschrieben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
das jetzt bei minus 3,2 bis minus 9 Prozent? Wie hätten Sie es denn gerne, Frau Rendi-Wagner, was sollen wir denn in das Budget hineinschreiben? (Zwischenruf des Abg. Kassegger.) Da geht es um Milliardenbeträge. – Auch das verschweigen Sie der Bevölkerung, liebe Frau Kollegin, aber vielleicht wäre es hilfreich gewesen, auf die Experten im Hearing zu hören. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Das, was du gut kannst, ist schreien, Herr Kollege Matznetter, das ist dir seit vielen Jahren auf den Leib geschrieben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Matznetter.
Wenn Sie den Expertinnen und Experten wirklich zugehört hätten, dann hätten Sie vernommen, dass zum Beispiel Martin Kocher vom IHS betont hat, „trotz wöchentlicher Updates der Studien sei eine Prognose der wirtschaftlichen Lage zum Ende des Jahres nicht möglich“. Margit Schratzenstaller vom Wifo sprach „von der schwierigsten Budgeterstellung in der Geschichte der Zweiten Republik“. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Matznetter.) Man höre: „Das Budget könne deshalb nur eine Momentaufnahme sein, die aber immerhin die Möglichkeit bietet, die wichtigsten Akzente der Regierungserklärung in Zahlen zu gießen.“ – Genau das machen wir, meine Damen und Herren, die wichtigsten Akzente, die wir vereinbart haben, werden mit diesem Budget auch beschlossen. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kassegger.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kassegger.
Wenn Sie den Expertinnen und Experten wirklich zugehört hätten, dann hätten Sie vernommen, dass zum Beispiel Martin Kocher vom IHS betont hat, „trotz wöchentlicher Updates der Studien sei eine Prognose der wirtschaftlichen Lage zum Ende des Jahres nicht möglich“. Margit Schratzenstaller vom Wifo sprach „von der schwierigsten Budgeterstellung in der Geschichte der Zweiten Republik“. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Matznetter.) Man höre: „Das Budget könne deshalb nur eine Momentaufnahme sein, die aber immerhin die Möglichkeit bietet, die wichtigsten Akzente der Regierungserklärung in Zahlen zu gießen.“ – Genau das machen wir, meine Damen und Herren, die wichtigsten Akzente, die wir vereinbart haben, werden mit diesem Budget auch beschlossen. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kassegger.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Für die Coronahilfsmaßnahmen ist im Budget eine Überschreitungsermächtigung im Ausmaß von 28 Milliarden Euro vorgesehen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), weil es sich bei den anderen 10 Milliarden Euro um Steuerstundungen handelt. Die Auszahlungen werden im Sinne der Transparenz jeden Monat in einem umfassenden Bericht dargelegt. Zusätzlich hat jetzt auch der Rechnungshof die Prüfung der Covid-Maßnahmen angekündigt, was gut und richtig ist (Zwischenrufe der Abgeordneten Doppelbauer und Meinl-Reisinger), weil ja der Rechnungshof das Kontrollinstrument des Parlaments ist. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Wir diskutieren derzeit ja auch über einen Unterausschuss auf der parlamentarischen Ebene im Zusammenhang mit dem Cofag-Beirat.
Zwischenrufe der Abgeordneten Doppelbauer und Meinl-Reisinger
Für die Coronahilfsmaßnahmen ist im Budget eine Überschreitungsermächtigung im Ausmaß von 28 Milliarden Euro vorgesehen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), weil es sich bei den anderen 10 Milliarden Euro um Steuerstundungen handelt. Die Auszahlungen werden im Sinne der Transparenz jeden Monat in einem umfassenden Bericht dargelegt. Zusätzlich hat jetzt auch der Rechnungshof die Prüfung der Covid-Maßnahmen angekündigt, was gut und richtig ist (Zwischenrufe der Abgeordneten Doppelbauer und Meinl-Reisinger), weil ja der Rechnungshof das Kontrollinstrument des Parlaments ist. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Wir diskutieren derzeit ja auch über einen Unterausschuss auf der parlamentarischen Ebene im Zusammenhang mit dem Cofag-Beirat.
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Für die Coronahilfsmaßnahmen ist im Budget eine Überschreitungsermächtigung im Ausmaß von 28 Milliarden Euro vorgesehen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), weil es sich bei den anderen 10 Milliarden Euro um Steuerstundungen handelt. Die Auszahlungen werden im Sinne der Transparenz jeden Monat in einem umfassenden Bericht dargelegt. Zusätzlich hat jetzt auch der Rechnungshof die Prüfung der Covid-Maßnahmen angekündigt, was gut und richtig ist (Zwischenrufe der Abgeordneten Doppelbauer und Meinl-Reisinger), weil ja der Rechnungshof das Kontrollinstrument des Parlaments ist. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Wir diskutieren derzeit ja auch über einen Unterausschuss auf der parlamentarischen Ebene im Zusammenhang mit dem Cofag-Beirat.
Abg. Loacker: ... biegen! – Abg. Matznetter: Das war nicht das Wifo!
Wir können derzeit nur von Momentaufnahmen sprechen, alles andere wäre unseriös, meine Damen und Herren. Der Finanzminister hat am Sonntag im „Kurier“ auch klargestellt: Die Meldung nach Brüssel war keine Budgetdatenmeldung, sondern eine Wirtschaftsdatenmeldung auf Aufforderung der Europäischen Kommission. (Abg. Loacker: ... biegen! – Abg. Matznetter: Das war nicht das Wifo!) Eine Endabrechnung gibt es derzeit nicht, weder einnahmen- noch ausgabenseitig, und ein Kassensturz macht erst im Herbst Sinn, das bestätigen auch die Expertinnen und Experten in diesem Bereich. Es ist notwendig, dieses Budget jetzt zu beschließen (Abg. Doppelbauer: Welches Budget?), damit wir abbilden können, wo Mehrausgaben vorgesehen sind.
Abg. Doppelbauer: Welches Budget?
Wir können derzeit nur von Momentaufnahmen sprechen, alles andere wäre unseriös, meine Damen und Herren. Der Finanzminister hat am Sonntag im „Kurier“ auch klargestellt: Die Meldung nach Brüssel war keine Budgetdatenmeldung, sondern eine Wirtschaftsdatenmeldung auf Aufforderung der Europäischen Kommission. (Abg. Loacker: ... biegen! – Abg. Matznetter: Das war nicht das Wifo!) Eine Endabrechnung gibt es derzeit nicht, weder einnahmen- noch ausgabenseitig, und ein Kassensturz macht erst im Herbst Sinn, das bestätigen auch die Expertinnen und Experten in diesem Bereich. Es ist notwendig, dieses Budget jetzt zu beschließen (Abg. Doppelbauer: Welches Budget?), damit wir abbilden können, wo Mehrausgaben vorgesehen sind.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Zum Schluss noch einige Aspekte, damit man versteht, warum wir das in dieser Art und Weise machen: Der Tourismus wird am kommenden Wochenende geöffnet, und wir hoffen natürlich, dass die Österreicherinnen und Österreicher dieses Angebot wieder annehmen und im Inland Urlaub machen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Der Tourismus schlägt sich in Normalzeiten mit 15 Prozent des Bruttoinlandsproduktes nieder, nur wissen wir nicht, wie das heuer in der Endabrechnung aussehen wird. (Abg. Matznetter: Das ist aber sehr ...!)
Abg. Matznetter: Das ist aber sehr ...!
Zum Schluss noch einige Aspekte, damit man versteht, warum wir das in dieser Art und Weise machen: Der Tourismus wird am kommenden Wochenende geöffnet, und wir hoffen natürlich, dass die Österreicherinnen und Österreicher dieses Angebot wieder annehmen und im Inland Urlaub machen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Der Tourismus schlägt sich in Normalzeiten mit 15 Prozent des Bruttoinlandsproduktes nieder, nur wissen wir nicht, wie das heuer in der Endabrechnung aussehen wird. (Abg. Matznetter: Das ist aber sehr ...!)
Ruf bei der SPÖ: ... Auszahlung ...!
Wir haben 12 Milliarden Euro für die Kurzarbeit vorgesehen; die Abrechnung ist noch nicht erfolgt, das wird erst in den kommenden Wochen und Monaten passieren. (Ruf bei der SPÖ: ... Auszahlung ...!) Heute wird ein Gemeindepaket mit einem Volumen von 1 Milliarde Euro eingebracht. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) 50 Prozent der Investitionskosten im Bereich der Gemeinden werden vom Bund übernommen, und zwar für künftige, aber auch für bestehende Projekte, die sich in den Voranschlägen wiederfinden. Es gibt die Auszahlungen im Bereich des Härtefallfonds und Fixkostenzuschüsse (Zwischenruf bei der SPÖ), die jetzt bereits vorzeitig an die betroffenen Unternehmerinnen und Unternehmer ausbezahlt werden.
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Wir haben 12 Milliarden Euro für die Kurzarbeit vorgesehen; die Abrechnung ist noch nicht erfolgt, das wird erst in den kommenden Wochen und Monaten passieren. (Ruf bei der SPÖ: ... Auszahlung ...!) Heute wird ein Gemeindepaket mit einem Volumen von 1 Milliarde Euro eingebracht. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) 50 Prozent der Investitionskosten im Bereich der Gemeinden werden vom Bund übernommen, und zwar für künftige, aber auch für bestehende Projekte, die sich in den Voranschlägen wiederfinden. Es gibt die Auszahlungen im Bereich des Härtefallfonds und Fixkostenzuschüsse (Zwischenruf bei der SPÖ), die jetzt bereits vorzeitig an die betroffenen Unternehmerinnen und Unternehmer ausbezahlt werden.
Zwischenruf bei der SPÖ
Wir haben 12 Milliarden Euro für die Kurzarbeit vorgesehen; die Abrechnung ist noch nicht erfolgt, das wird erst in den kommenden Wochen und Monaten passieren. (Ruf bei der SPÖ: ... Auszahlung ...!) Heute wird ein Gemeindepaket mit einem Volumen von 1 Milliarde Euro eingebracht. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) 50 Prozent der Investitionskosten im Bereich der Gemeinden werden vom Bund übernommen, und zwar für künftige, aber auch für bestehende Projekte, die sich in den Voranschlägen wiederfinden. Es gibt die Auszahlungen im Bereich des Härtefallfonds und Fixkostenzuschüsse (Zwischenruf bei der SPÖ), die jetzt bereits vorzeitig an die betroffenen Unternehmerinnen und Unternehmer ausbezahlt werden.
Zwischenruf bei der SPÖ
Meine Damen und Herren, wie wollen Sie das unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Vernunft in ein Budget gießen (Zwischenruf bei der SPÖ), wenn niemand weiß, wie diese Abrechnung am Ende des Tages wirklich aussehen wird? Das wäre unseriös, und daher machen wir das nicht. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Wir beschließen aber das Budget, das vorliegt, weil wir es als Grundlage dafür brauchen, jene Ausgaben korrekt zu tätigen, die wir, die Regierungsfraktionen, vereinbart haben – deshalb werden wir dieses Budget auch gemeinsam beschließen. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Leichtfried: Also das war eine sehr uninformierte Rede! – Zwischenruf des Abg. Haubner.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, wie wollen Sie das unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Vernunft in ein Budget gießen (Zwischenruf bei der SPÖ), wenn niemand weiß, wie diese Abrechnung am Ende des Tages wirklich aussehen wird? Das wäre unseriös, und daher machen wir das nicht. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Wir beschließen aber das Budget, das vorliegt, weil wir es als Grundlage dafür brauchen, jene Ausgaben korrekt zu tätigen, die wir, die Regierungsfraktionen, vereinbart haben – deshalb werden wir dieses Budget auch gemeinsam beschließen. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Leichtfried: Also das war eine sehr uninformierte Rede! – Zwischenruf des Abg. Haubner.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Leichtfried: Also das war eine sehr uninformierte Rede! – Zwischenruf des Abg. Haubner.
Meine Damen und Herren, wie wollen Sie das unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Vernunft in ein Budget gießen (Zwischenruf bei der SPÖ), wenn niemand weiß, wie diese Abrechnung am Ende des Tages wirklich aussehen wird? Das wäre unseriös, und daher machen wir das nicht. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Wir beschließen aber das Budget, das vorliegt, weil wir es als Grundlage dafür brauchen, jene Ausgaben korrekt zu tätigen, die wir, die Regierungsfraktionen, vereinbart haben – deshalb werden wir dieses Budget auch gemeinsam beschließen. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Leichtfried: Also das war eine sehr uninformierte Rede! – Zwischenruf des Abg. Haubner.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.
Abgeordneter MMag. DDr. Hubert Fuchs (FPÖ): Sehr geehrter Präsident! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Sehr geehrte Österreicherinnen und Österreicher! Die Bewilligung und Kontrolle des Staatshaushalts gehören in Demokratien zu den zentralen, wichtigsten und ältesten Rechten der Parlamente. Es gibt bedauerlicherweise 97 schwarz-grüne Nationalratsabgeordnete, welche am Donnerstag wissentlich ein falsches Budget beschließen werden. Wir haben auch einen Finanzminister, der nicht in der Lage ist, wozu alle seine Vorgänger in der Lage waren, nämlich ein ordentliches und korrektes Budget vorzulegen. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.) Wir haben auch einen Nationalratspräsidenten Sobotka, der kein Problem damit hat, dass der Finanzminister wissentlich ein falsches Budget vorlegt. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.)
Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Abgeordneter MMag. DDr. Hubert Fuchs (FPÖ): Sehr geehrter Präsident! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Sehr geehrte Österreicherinnen und Österreicher! Die Bewilligung und Kontrolle des Staatshaushalts gehören in Demokratien zu den zentralen, wichtigsten und ältesten Rechten der Parlamente. Es gibt bedauerlicherweise 97 schwarz-grüne Nationalratsabgeordnete, welche am Donnerstag wissentlich ein falsches Budget beschließen werden. Wir haben auch einen Finanzminister, der nicht in der Lage ist, wozu alle seine Vorgänger in der Lage waren, nämlich ein ordentliches und korrektes Budget vorzulegen. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.) Wir haben auch einen Nationalratspräsidenten Sobotka, der kein Problem damit hat, dass der Finanzminister wissentlich ein falsches Budget vorlegt. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS. – Abg. Leichtfried: Das war jetzt ein ...!
Herr Finanzminister, ist Ihnen bewusst, dass es ein Bundeshaushaltsgesetz gibt? Ich darf Ihnen – und auch dir, lieber Klubobmann Wöginger – in diesem Zusammenhang § 28 Abs. 2 Bundeshaushaltsgesetz zur Kenntnis bringen: „Die Voranschlagswerte sind zu errechnen, wenn dies aber nicht möglich ist, zu schätzen.“ – Also hört nicht auf eure Experten, lest einmal das Gesetz! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS. – Abg. Leichtfried: Das war jetzt ein ...!)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.
Jetzt stellen wir uns einmal vor, der AUA-Vorstand wird mit einem Businessplan oder einem Budget, welches der Vorstand in Vor-Corona-Zeiten erstellt hat, beim Finanzminister vorstellig und beantragt Staatshilfe. – Die AUA würde keinen einzigen Cent vom Finanzminister erhalten. Was aber der Finanzminister von einem Unternehmen verlangt, das muss wohl auch für den Herrn Finanzminister gelten. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)
Allgemeiner Beifall.
Die Opposition hat den Finanzminister schon zigmal aufgefordert, endlich ein Budget auf Basis der zur Verfügung stehenden Daten vorzulegen, auch wenn – wie wir wissen – diese Daten mit Unsicherheit behaftet sind und nicht alle Unwägbarkeiten vorhersehbar sind. Der nun vorliegende Budgetentwurf ist auf jeden Fall Ausdruck von großer Respektlosigkeit des Finanzministers und eine Missachtung des Nationalrates. Mittlerweile bekommen wir Nationalratsabgeordnete ja mehr Infos vom Budgetdienst als vom Finanzminister; bei dieser Gelegenheit darf ich mich beim Leiter des Budgetdienstes, Dr. Berger, und seinem Team ganz herzlich für die fachkundigen Analysen bedanken. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der FPÖ.
Lassen Sie mich noch ein paar Anmerkungen zum Gastropaket der Bundesregierung machen: Von der Erhöhung der Beträge der steuerfreien Essensgutscheine profitieren die Arbeitnehmer, aber nicht die Wirtshäuser; es wird deswegen nicht mehr konsumiert. Von der befristeten Erhöhung der steuerlichen Absetzbarkeit der Geschäftsfreundebewirtung profitieren alle Unternehmer, aber sicher nicht die Wirtshäuser; es wird dadurch kein einziges Geschäftsessen mehr geben. Die Abschaffung der Schaumweinsteuer hilft den Sektproduzenten, aber sicher nicht den Wirten. Die Wirtshäuser profitieren lediglich von der befristeten Senkung des Umsatzsteuersatzes für offene nicht alkoholische Getränke. Das von der Bundesregierung groß angekündigte Gastropaket ist in Wirklichkeit gar kein Gastropaket, sondern ein Sammelsurium von steuerlichen Begünstigungen, von denen alle profitieren – nur nicht die Wirte. Die Gastronomie und die Hotellerie brauchen aber rasch ein echtes Hilfspaket und nicht ein schwarz-grünes Marketingpaket. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ein Budget, in dem schlussendlich jede einzelne Zahl falsch sein wird, bildet eine Politik ab, in der sich schlussendlich jede einzelne Maßnahme ebenfalls als falsch herausstellen wird. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.
Aber es wird bergauf gehen! (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Wir haben Lockerungen, wir haben Hilfsfonds, und entgegen der Einzelbeispiele, die hier immer genannt werden, gibt es sehr viele Beispiele, wo das Geld sehr wohl ankommt, auch wenn man hie und da jedenfalls noch nachbessern wird müssen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Aber es wird bergauf gehen! (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Wir haben Lockerungen, wir haben Hilfsfonds, und entgegen der Einzelbeispiele, die hier immer genannt werden, gibt es sehr viele Beispiele, wo das Geld sehr wohl ankommt, auch wenn man hie und da jedenfalls noch nachbessern wird müssen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das Budget ist in Zahlen gegossene Politik – bis jetzt haben das schon drei von vier RednerInnen gesagt. Dieser Satz wird auch an diesem Tag weiter strapaziert werden. Während die Opposition hier lautstark von einem Fakebudget spricht, also von einem gefälschten Budget – und das ist schon eine recht starke Ansage, würde ich meinen, die ich ganz sicher nicht teile –, möchte ich mich hier heute auf die Politik konzentrieren, die hinter diesen Zahlen steht und die in diese Zahlen gegossen ist. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Wir von den Regierungsfraktionen haben uns verpflichtet, im Bereich des Klimaschutzes maßgebliche Schritte zu setzen und die Katastrophe abzuwenden, die uns durch die ungebremste Erhitzung des Planeten weiterhin droht. Dadurch leisten wir einen angemessenen Beitrag, um diese Katastrophe zu verhindern. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Wir verdoppeln die Mittel für die Fotovoltaik, wir verfünffachen die Mittel für den Raus-aus-dem-Öl-Bonus, wir erhöhen das Budget des Klima- und Energiefonds um 15 Millionen Euro. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Coronabedingt steigen jetzt viele Leute aufs Fahrrad um. Das dafür zur Verfügung stehende Budget wird verzehnfacht. Wir haben insgesamt eine Steigerung von über 160 Millionen Euro im Bereich Umwelt, Klima und Energie vorzuweisen, über 200 Millionen Euro mehr für Mobilität, über 20 Millionen Euro mehr für Forschung in diesem Bereich.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein anderer Punkt: Alma Zadić, unsere Justizministerin, hat erfolgreich dafür gekämpft, dass in diesem Budget deutlich mehr Mittel zur Verfügung stehen, damit die Justiz ihre chronische Unterfinanzierung überwinden kann. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) 165 Millionen Euro mehr bedeuten auch 30 neue StaatsanwältInnen für die Bekämpfung von Cybercrime, Hass im Netz und Korruption (Zwischenruf des Abg. Leichtfried), 100 neue Planstellen für Supportpersonal, das die Bearbeitung der Fälle in der Justiz deutlich beschleunigen wird, ebenso eine Aufstockung für die Justizwache oder der Datenschutzbehörde. (Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Zwischenruf des Abg. Leichtfried
Ein anderer Punkt: Alma Zadić, unsere Justizministerin, hat erfolgreich dafür gekämpft, dass in diesem Budget deutlich mehr Mittel zur Verfügung stehen, damit die Justiz ihre chronische Unterfinanzierung überwinden kann. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) 165 Millionen Euro mehr bedeuten auch 30 neue StaatsanwältInnen für die Bekämpfung von Cybercrime, Hass im Netz und Korruption (Zwischenruf des Abg. Leichtfried), 100 neue Planstellen für Supportpersonal, das die Bearbeitung der Fälle in der Justiz deutlich beschleunigen wird, ebenso eine Aufstockung für die Justizwache oder der Datenschutzbehörde. (Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Ein anderer Punkt: Alma Zadić, unsere Justizministerin, hat erfolgreich dafür gekämpft, dass in diesem Budget deutlich mehr Mittel zur Verfügung stehen, damit die Justiz ihre chronische Unterfinanzierung überwinden kann. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) 165 Millionen Euro mehr bedeuten auch 30 neue StaatsanwältInnen für die Bekämpfung von Cybercrime, Hass im Netz und Korruption (Zwischenruf des Abg. Leichtfried), 100 neue Planstellen für Supportpersonal, das die Bearbeitung der Fälle in der Justiz deutlich beschleunigen wird, ebenso eine Aufstockung für die Justizwache oder der Datenschutzbehörde. (Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Abg. Heinisch-Hosek: 17 Millionen ...!
Ein anderer Bereich, der mir persönlich sehr wichtig ist und der uns jetzt auch coronabedingt wieder stärker betrifft, ist Gewalt an Frauen. Wir erhöhen in einem ersten Schritt das Budget im Frauenbereich um 20 Prozent auf 12 Millionen Euro. (Abg. Heinisch-Hosek: 17 Millionen ...!) Das Geld soll insbesondere in den Gewaltschutz fließen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein anderer Bereich, der mir persönlich sehr wichtig ist und der uns jetzt auch coronabedingt wieder stärker betrifft, ist Gewalt an Frauen. Wir erhöhen in einem ersten Schritt das Budget im Frauenbereich um 20 Prozent auf 12 Millionen Euro. (Abg. Heinisch-Hosek: 17 Millionen ...!) Das Geld soll insbesondere in den Gewaltschutz fließen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Wir beschließen dieser Tage dieses Budget inklusive der Überschreitungsermächtigungen, die notwendig sind, um die Coronakrise abzufedern. Das betrifft, wie schon gesagt, mehrere Milliarden Euro für die Kurzarbeit, es betrifft die Hilfsfonds, die Härtefallfonds, es betrifft auch Maßnahmen wie die Stundungen. Wir setzen aber neben dieser Direkthilfe auch Impulse, damit die Wirtschaft wieder in Gang kommen kann und tun genau das, Frau Rendi-Wagner, was Sie hier gefordert haben, zum Beispiel mit einem 1-Milliarde-Euro-Gemeindeinvestitionspaket, mit dem wir dafür sorgen, dass Projekte, die geplant waren (Zwischenruf bei der SPÖ), die aber aufgrund der Ertragsentfälle in den Gemeinden potenziell nicht mehr durchgeführt werden können – der Bau von Kindergärten, von Schulen, von Seniorentagesheimen –, trotzdem durchgeführt werden. Wir fördern dabei 50 Prozent. Auch dieses Gemeindepaket trägt ganz klar eine grüne Handschrift. Wir treiben auch mit diesem Investitionspaket die Ökologisierung voran. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir beschließen dieser Tage dieses Budget inklusive der Überschreitungsermächtigungen, die notwendig sind, um die Coronakrise abzufedern. Das betrifft, wie schon gesagt, mehrere Milliarden Euro für die Kurzarbeit, es betrifft die Hilfsfonds, die Härtefallfonds, es betrifft auch Maßnahmen wie die Stundungen. Wir setzen aber neben dieser Direkthilfe auch Impulse, damit die Wirtschaft wieder in Gang kommen kann und tun genau das, Frau Rendi-Wagner, was Sie hier gefordert haben, zum Beispiel mit einem 1-Milliarde-Euro-Gemeindeinvestitionspaket, mit dem wir dafür sorgen, dass Projekte, die geplant waren (Zwischenruf bei der SPÖ), die aber aufgrund der Ertragsentfälle in den Gemeinden potenziell nicht mehr durchgeführt werden können – der Bau von Kindergärten, von Schulen, von Seniorentagesheimen –, trotzdem durchgeführt werden. Wir fördern dabei 50 Prozent. Auch dieses Gemeindepaket trägt ganz klar eine grüne Handschrift. Wir treiben auch mit diesem Investitionspaket die Ökologisierung voran. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir haben außerdem 300 Millionen Euro frisches Geld für den Ausbau der Bahn, insbesondere der Nebenbahnen vorgesehen; da geht es darum, die regionale Wirtschaft anzukurbeln. Wir haben 200 Millionen Euro für den Schutz und die Ökologisierung unserer Gewässer vorgesehen. Corona hat uns schwer getroffen, aber gemeinsam mit den zukunftsgerichteten Investitionen werden wir es auch schaffen, herauszukommen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Vogl: ... 31. Dezember!
Wir wissen heute vor allem eines, nämlich dass wir nicht wissen, wie das Jahr 2020 wirtschaftspolitisch, arbeitsmarktpolitisch und auch gesundheitlich zu Ende gehen wird. (Abg. Vogl: ... 31. Dezember!) Das wissen wir nicht. Wir wissen aber, dass, auch wenn die Coronakrise überwunden ist, die nächsten Krisen vor der Tür stehen – eine Wirtschaftskrise und die Klimakrise –, die zu bewältigen sind.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wir werden aufgrund des heute beschlossenen Budgets flexibel genug sein, die notwendigen Änderungen einzupreisen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Von einem gefälschten Budget zu sprechen halte ich für deutlich unangemessen. Falsche Zahlen – andere
Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
falsche Zahlen – einzufügen, dafür würden Sie uns, werte Frau Rendi-Wagner, garantiert genauso prügeln. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Dementsprechend hoffe ich sehr, dass die weitere Debatte an diesen folgenden Tagen sich doch den eigentlichen Inhalten dieses Budgets widmet und nicht nur dieser Metakritik. (Ruf bei der SPÖ: ... richtige Zahlen nehmen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Vielen Dank. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: ... richtige Zahlen nehmen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
falsche Zahlen – einzufügen, dafür würden Sie uns, werte Frau Rendi-Wagner, garantiert genauso prügeln. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Dementsprechend hoffe ich sehr, dass die weitere Debatte an diesen folgenden Tagen sich doch den eigentlichen Inhalten dieses Budgets widmet und nicht nur dieser Metakritik. (Ruf bei der SPÖ: ... richtige Zahlen nehmen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Vielen Dank. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
falsche Zahlen – einzufügen, dafür würden Sie uns, werte Frau Rendi-Wagner, garantiert genauso prügeln. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Dementsprechend hoffe ich sehr, dass die weitere Debatte an diesen folgenden Tagen sich doch den eigentlichen Inhalten dieses Budgets widmet und nicht nur dieser Metakritik. (Ruf bei der SPÖ: ... richtige Zahlen nehmen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Vielen Dank. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Matznetter und Vogl.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordnete Klubobfrau Meinl-Reisinger. – Bitte. (Zwischenrufe der Abgeordneten Matznetter und Vogl.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Man könnte natürlich auf dem Standpunkt stehen, das ist die dumme Opposition, die nicht versteht, in welcher außergewöhnlichen Situation man ist, und dass es sehr schwer möglich ist, wirklich akkurate Zahlen zu liefern. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Meine sehr geehrten Damen und Herren, es ist jedes Verständnis dafür da, dass nicht jede Zahl in jeder Untergruppe auf Punkt und Beistrich halten wird – das ist völlig klar. Das ist der Opposition genauso klar. Es aber nicht einmal zu versuchen, ein seriöses Budget mit einem entsprechenden Nachtrag zu liefern, ist tatsächlich eine Respektlosigkeit gegenüber dem Parlamentarismus und gegenüber der Volksvertretung in diesem Land. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Beifall bei NEOS und SPÖ.
Man könnte natürlich auf dem Standpunkt stehen, das ist die dumme Opposition, die nicht versteht, in welcher außergewöhnlichen Situation man ist, und dass es sehr schwer möglich ist, wirklich akkurate Zahlen zu liefern. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Meine sehr geehrten Damen und Herren, es ist jedes Verständnis dafür da, dass nicht jede Zahl in jeder Untergruppe auf Punkt und Beistrich halten wird – das ist völlig klar. Das ist der Opposition genauso klar. Es aber nicht einmal zu versuchen, ein seriöses Budget mit einem entsprechenden Nachtrag zu liefern, ist tatsächlich eine Respektlosigkeit gegenüber dem Parlamentarismus und gegenüber der Volksvertretung in diesem Land. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Heiterkeit der Rednerin.
Herr Klubobmann Wöginger, Sie haben gesagt, es wäre unseriös, revidierte Zahlen auf den Tisch zu legen. Der Leitspruch dieser Bundesregierung oder auch der Abgeordneten der Regierungsfraktionen dürfte also sein: Wenn schon unseriös, dann gescheit! (Heiterkeit der Rednerin.) Da legen wir gleich das Altpapier vor und keine neuen Zahlen (Zwischenruf des Abg. Wöginger) – das ist genauso unseriös beziehungsweise noch unseriöser –, und dann debattieren wir nicht darüber!
Zwischenruf des Abg. Wöginger
Herr Klubobmann Wöginger, Sie haben gesagt, es wäre unseriös, revidierte Zahlen auf den Tisch zu legen. Der Leitspruch dieser Bundesregierung oder auch der Abgeordneten der Regierungsfraktionen dürfte also sein: Wenn schon unseriös, dann gescheit! (Heiterkeit der Rednerin.) Da legen wir gleich das Altpapier vor und keine neuen Zahlen (Zwischenruf des Abg. Wöginger) – das ist genauso unseriös beziehungsweise noch unseriöser –, und dann debattieren wir nicht darüber!
Beifall bei NEOS und SPÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ
Das ist doch kein Anspruch! Das ist doch kein Anspruch, den man an eine ernsthafte Budgetdebatte haben kann. Noch einmal: Das Verständnis ist ja da. Wenn aber die beste Information, die wir hier im eigenen Haus als Abgeordnete bekommen, von unserem Budgetdienst erstellt wird – an dieser Stelle einmal ein herzliches Dankeschön für die wirklich hervorragende Arbeit, die da gemacht wurde (Beifall bei NEOS und SPÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ) –, dann kommt das doch einer Arbeitsverweigerung des Finanzministers und des gesamten Finanzministeriums gleich. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Der Budgetdienst hat das eingearbeitet, was an Brüssel gemeldet wurde, und es mag schon sein (Zwischenruf der Abg. Greiner), dass das in der Detailtiefe nicht vergleichbar ist – keine Frage –, aber immerhin konnten dadurch wesentliche Abschätzungen und Vorausschauen getätigt werden.
Zwischenruf bei der SPÖ.
Das ist doch kein Anspruch! Das ist doch kein Anspruch, den man an eine ernsthafte Budgetdebatte haben kann. Noch einmal: Das Verständnis ist ja da. Wenn aber die beste Information, die wir hier im eigenen Haus als Abgeordnete bekommen, von unserem Budgetdienst erstellt wird – an dieser Stelle einmal ein herzliches Dankeschön für die wirklich hervorragende Arbeit, die da gemacht wurde (Beifall bei NEOS und SPÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ) –, dann kommt das doch einer Arbeitsverweigerung des Finanzministers und des gesamten Finanzministeriums gleich. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Der Budgetdienst hat das eingearbeitet, was an Brüssel gemeldet wurde, und es mag schon sein (Zwischenruf der Abg. Greiner), dass das in der Detailtiefe nicht vergleichbar ist – keine Frage –, aber immerhin konnten dadurch wesentliche Abschätzungen und Vorausschauen getätigt werden.
Zwischenruf der Abg. Greiner
Das ist doch kein Anspruch! Das ist doch kein Anspruch, den man an eine ernsthafte Budgetdebatte haben kann. Noch einmal: Das Verständnis ist ja da. Wenn aber die beste Information, die wir hier im eigenen Haus als Abgeordnete bekommen, von unserem Budgetdienst erstellt wird – an dieser Stelle einmal ein herzliches Dankeschön für die wirklich hervorragende Arbeit, die da gemacht wurde (Beifall bei NEOS und SPÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ) –, dann kommt das doch einer Arbeitsverweigerung des Finanzministers und des gesamten Finanzministeriums gleich. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Der Budgetdienst hat das eingearbeitet, was an Brüssel gemeldet wurde, und es mag schon sein (Zwischenruf der Abg. Greiner), dass das in der Detailtiefe nicht vergleichbar ist – keine Frage –, aber immerhin konnten dadurch wesentliche Abschätzungen und Vorausschauen getätigt werden.
Beifall bei NEOS und SPÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Was Sie machen, ist eigentlich die Fortsetzung Ihrer Aktivitäten der letzten Wochen: Sie nutzen die Krise, um sukzessive eine Entmachtung des Parlaments voranzutreiben. (Beifall bei NEOS und SPÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.) Es geht um eine Verordnungsermächtigung, die Sie dann auf rechtsstaatlich schwindligem Boden umsetzen. Es geht hier nun um eine Überschreitungsermächtigung. Wenn ich lese, dass es welche gibt, die sagen: Das ist ja eine kleinliche Debatte!, dann sage ich Ihnen: Das ist keine
Beifall bei NEOS und SPÖ.
Wenn die Abgeordneten der Regierungsfraktionen hier am Donnerstagabend beschließen werden, dass dem Finanzminister mal locker-flockig nahezu ein Drittel des Budgets im Wege einer Überschreitungsermächtigung – eine Art Blankoscheck – ohne Mitwirkungsrecht des Parlaments gegeben wird, dann ist das meiner Meinung nach eine Selbstaufgabe des Parlamentarismus. Und was das für die Demokratie in diesem Land bedeutet, sollten Sie in Ihren Fraktionen zu Ende diskutieren! (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Inszenierung schlägt Inhalt – wesentliche Zahlen kennen wir aus Pressekonferenzen. Das ist immer besonders interessant, wenn wir hier keine ordentlichen Zahlen geliefert bekommen, aber wie so viele fieberhaft bei der 80. Pressekonferenz vor den Bildschirmen sitzen und dann dort die Zahlen hören, die Sie quasi als in Zahlen gegossene Politik – als Plan – präsentieren. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Ich höre schon auf, darüber zu sprechen, was das wieder in Bezug auf den Respekt gegenüber dem Haushaltsrecht des Parlaments bedeutet, wenn man diese Zahlen aus Pressekonferenzen erfährt.
Abg. Wöginger: Es ist ja noch gar nicht abgerechnet!
Was haben Sie damals gesagt? – Sie haben gesagt: Die Opposition kann nur kritisieren, das ist ja alles falsch, das ist ja alles nicht wahr! – Und jetzt schauen Sie sich das anhand der tatsächlichen Zahlen an, die nun auch auf dem Tisch liegen! Gestern haben wir das von der Kurzarbeit gehört: Diese wurde mittlerweile auf 12 Milliarden Euro erhöht, 273 Millionen Euro wurden ausbezahlt – das Ganze in der Situation, dass nun der Juni kommt, in dem die doppelten Gehälter fällig werden. (Abg. Wöginger: Es ist ja noch gar nicht abgerechnet!) – Das ist ja die Tragik, Herr Wöginger, dass noch nicht abgerechnet ist! Das ist genau das Problem, vor dem wir gewarnt haben. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir haben gesagt, dass das eine Liquiditätsfalle für Unternehmen werden wird. (Zwischenrufe der Abgeordneten Wöginger und Schellhorn.) Das ist schlecht gemacht, absolut schlecht gemacht! (Beifall bei NEOS und SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schellhorn. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Was haben Sie damals gesagt? – Sie haben gesagt: Die Opposition kann nur kritisieren, das ist ja alles falsch, das ist ja alles nicht wahr! – Und jetzt schauen Sie sich das anhand der tatsächlichen Zahlen an, die nun auch auf dem Tisch liegen! Gestern haben wir das von der Kurzarbeit gehört: Diese wurde mittlerweile auf 12 Milliarden Euro erhöht, 273 Millionen Euro wurden ausbezahlt – das Ganze in der Situation, dass nun der Juni kommt, in dem die doppelten Gehälter fällig werden. (Abg. Wöginger: Es ist ja noch gar nicht abgerechnet!) – Das ist ja die Tragik, Herr Wöginger, dass noch nicht abgerechnet ist! Das ist genau das Problem, vor dem wir gewarnt haben. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir haben gesagt, dass das eine Liquiditätsfalle für Unternehmen werden wird. (Zwischenrufe der Abgeordneten Wöginger und Schellhorn.) Das ist schlecht gemacht, absolut schlecht gemacht! (Beifall bei NEOS und SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schellhorn. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Wöginger und Schellhorn.
Was haben Sie damals gesagt? – Sie haben gesagt: Die Opposition kann nur kritisieren, das ist ja alles falsch, das ist ja alles nicht wahr! – Und jetzt schauen Sie sich das anhand der tatsächlichen Zahlen an, die nun auch auf dem Tisch liegen! Gestern haben wir das von der Kurzarbeit gehört: Diese wurde mittlerweile auf 12 Milliarden Euro erhöht, 273 Millionen Euro wurden ausbezahlt – das Ganze in der Situation, dass nun der Juni kommt, in dem die doppelten Gehälter fällig werden. (Abg. Wöginger: Es ist ja noch gar nicht abgerechnet!) – Das ist ja die Tragik, Herr Wöginger, dass noch nicht abgerechnet ist! Das ist genau das Problem, vor dem wir gewarnt haben. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir haben gesagt, dass das eine Liquiditätsfalle für Unternehmen werden wird. (Zwischenrufe der Abgeordneten Wöginger und Schellhorn.) Das ist schlecht gemacht, absolut schlecht gemacht! (Beifall bei NEOS und SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schellhorn. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei NEOS und SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schellhorn. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Was haben Sie damals gesagt? – Sie haben gesagt: Die Opposition kann nur kritisieren, das ist ja alles falsch, das ist ja alles nicht wahr! – Und jetzt schauen Sie sich das anhand der tatsächlichen Zahlen an, die nun auch auf dem Tisch liegen! Gestern haben wir das von der Kurzarbeit gehört: Diese wurde mittlerweile auf 12 Milliarden Euro erhöht, 273 Millionen Euro wurden ausbezahlt – das Ganze in der Situation, dass nun der Juni kommt, in dem die doppelten Gehälter fällig werden. (Abg. Wöginger: Es ist ja noch gar nicht abgerechnet!) – Das ist ja die Tragik, Herr Wöginger, dass noch nicht abgerechnet ist! Das ist genau das Problem, vor dem wir gewarnt haben. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir haben gesagt, dass das eine Liquiditätsfalle für Unternehmen werden wird. (Zwischenrufe der Abgeordneten Wöginger und Schellhorn.) Das ist schlecht gemacht, absolut schlecht gemacht! (Beifall bei NEOS und SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schellhorn. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Schellhorn: Wahnsinn!
Oder auch der Härtefallfonds: Der Härtefallfonds ist an Bürokratismus nicht zu überbieten! (Abg. Schellhorn: Wahnsinn!) Nicht zu überbieten! (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Für vielleicht 436 Euro geben Unternehmer alle Zahlen (Zwischenruf des Abg. Vogl) – übrigens nicht nur Schätzungen – und auch alle Daten der Wirtschaftskammer
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Oder auch der Härtefallfonds: Der Härtefallfonds ist an Bürokratismus nicht zu überbieten! (Abg. Schellhorn: Wahnsinn!) Nicht zu überbieten! (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Für vielleicht 436 Euro geben Unternehmer alle Zahlen (Zwischenruf des Abg. Vogl) – übrigens nicht nur Schätzungen – und auch alle Daten der Wirtschaftskammer
Zwischenruf des Abg. Vogl
Oder auch der Härtefallfonds: Der Härtefallfonds ist an Bürokratismus nicht zu überbieten! (Abg. Schellhorn: Wahnsinn!) Nicht zu überbieten! (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Für vielleicht 436 Euro geben Unternehmer alle Zahlen (Zwischenruf des Abg. Vogl) – übrigens nicht nur Schätzungen – und auch alle Daten der Wirtschaftskammer
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wöginger
bekannt (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wöginger), und es sind 191 Millionen Euro ausgezahlt worden. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
bekannt (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wöginger), und es sind 191 Millionen Euro ausgezahlt worden. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Ruf: Sie können es nicht!
Die Frage ist: Können Sie es nicht oder wollen Sie es nicht? (Ruf: Sie können es nicht!) – Wenn das Budget in Zahlen gegossene Politik ist und ein Plan ist (Abg. Wöginger: ... herschenken?!), dann muss man sagen, das zeugt von einer ungeheuren Planlosigkeit. (Abg. Schellhorn – in Richtung Abg. Wöginger –: Herschenken? Was schenkst du denn her? – Abg. Wöginger – in Richtung Abg. Schellhorn –: ... Untersuchungsausschuss!) – Darf ich die Herren vielleicht bitten, das nachher zu diskutieren? Danke schön. Es zeugt von einer ungeheuren Planlosigkeit und letztlich auch von einer Realitätsverweigerung, was die Betriebe, was die Menschen, was die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, aber auch die Unternehmerinnen und Unternehmer jetzt tatsächlich brauchen.
Abg. Wöginger: ... herschenken?!
Die Frage ist: Können Sie es nicht oder wollen Sie es nicht? (Ruf: Sie können es nicht!) – Wenn das Budget in Zahlen gegossene Politik ist und ein Plan ist (Abg. Wöginger: ... herschenken?!), dann muss man sagen, das zeugt von einer ungeheuren Planlosigkeit. (Abg. Schellhorn – in Richtung Abg. Wöginger –: Herschenken? Was schenkst du denn her? – Abg. Wöginger – in Richtung Abg. Schellhorn –: ... Untersuchungsausschuss!) – Darf ich die Herren vielleicht bitten, das nachher zu diskutieren? Danke schön. Es zeugt von einer ungeheuren Planlosigkeit und letztlich auch von einer Realitätsverweigerung, was die Betriebe, was die Menschen, was die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, aber auch die Unternehmerinnen und Unternehmer jetzt tatsächlich brauchen.
Abg. Schellhorn – in Richtung Abg. Wöginger –: Herschenken? Was schenkst du denn her? – Abg. Wöginger – in Richtung Abg. Schellhorn –: ... Untersuchungsausschuss!
Die Frage ist: Können Sie es nicht oder wollen Sie es nicht? (Ruf: Sie können es nicht!) – Wenn das Budget in Zahlen gegossene Politik ist und ein Plan ist (Abg. Wöginger: ... herschenken?!), dann muss man sagen, das zeugt von einer ungeheuren Planlosigkeit. (Abg. Schellhorn – in Richtung Abg. Wöginger –: Herschenken? Was schenkst du denn her? – Abg. Wöginger – in Richtung Abg. Schellhorn –: ... Untersuchungsausschuss!) – Darf ich die Herren vielleicht bitten, das nachher zu diskutieren? Danke schön. Es zeugt von einer ungeheuren Planlosigkeit und letztlich auch von einer Realitätsverweigerung, was die Betriebe, was die Menschen, was die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, aber auch die Unternehmerinnen und Unternehmer jetzt tatsächlich brauchen.
in Richtung Bundeskanzler Kurz
Ich kann an dieser Stelle hier nur noch einmal appellieren, das eine oder andere Mal auch dem zuzuhören, was die Opposition sagt. Mit Angstrhetorik – da (in Richtung Bundeskanzler Kurz) sitzt ja der oberste Angstrhetoriker – allein wird man die Zuversicht und den Optimismus nicht in dieses Land hineinbringen (Beifall bei den NEOS), weder bei den Konsumentinnen und Konsumenten noch bei den Betrieben, die nun wieder hochfahren. Wenn ich möchte, dass konsumiert wird, wenn ich möchte, dass die Betriebe wieder arbeiten, dann braucht es dafür diese Zuversicht. Wir haben gestern auch Vorschläge gemacht – ich kann sie Ihnen auch gerne wieder unterbreiten –, was man für diese Zuversicht, diese Planbarkeit und den Optimismus braucht.
Beifall bei den NEOS
Ich kann an dieser Stelle hier nur noch einmal appellieren, das eine oder andere Mal auch dem zuzuhören, was die Opposition sagt. Mit Angstrhetorik – da (in Richtung Bundeskanzler Kurz) sitzt ja der oberste Angstrhetoriker – allein wird man die Zuversicht und den Optimismus nicht in dieses Land hineinbringen (Beifall bei den NEOS), weder bei den Konsumentinnen und Konsumenten noch bei den Betrieben, die nun wieder hochfahren. Wenn ich möchte, dass konsumiert wird, wenn ich möchte, dass die Betriebe wieder arbeiten, dann braucht es dafür diese Zuversicht. Wir haben gestern auch Vorschläge gemacht – ich kann sie Ihnen auch gerne wieder unterbreiten –, was man für diese Zuversicht, diese Planbarkeit und den Optimismus braucht.
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir sind vernetzt, das ist gut so, und die Stärke Österreichs, auch in der Zukunft, liegt in einem starken Europa. Das bedeutet, es gilt die Grenzen aufzumachen, und das bedeutet, es gilt auch auf europäischer Ebene in dieser Phase solidarisch vorzugehen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Matznetter: Vielleicht hat er ja die richtigen Zahlen mitgebracht! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Martin Graf.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist der Herr Finanzminister. Ich darf ihm das Wort erteilen. (Abg. Matznetter: Vielleicht hat er ja die richtigen Zahlen mitgebracht! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Martin Graf.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Bundesminister für Finanzen Mag. Gernot Blümel, MBA: Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren Abgeordneten! Werte Damen und Herren auf der Galerie und vor den Fernsehschirmen! Vor allem: Sehr geehrte Damen und Herren der Oppositionsfraktionen! Ich darf Ihnen tatsächlich in einigen Kritikpunkten recht geben (Zwischenruf bei der SPÖ), in vielen Kritikpunkten muss ich Ihnen aber entschieden widersprechen.
Zwischenruf bei der SPÖ.
Recht geben darf ich Ihnen, wenn es darum geht, dass wir uns in einer Situation der höchsten Unsicherheit befinden und in dieser Politik machen. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Recht geben darf ich Ihnen, wenn Sie sagen, dass diese Krise wohl die größte und schwerste ist, die wir zu unser aller Lebzeiten erlebt haben. Recht geben darf ich Ihnen auch, dass es ständig Verbesserungspotenzial gibt.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf bei der SPÖ: Bei wem? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Genau aus diesem Grund hat sich die Bundesregierung dafür entschieden, ein beispielloses Hilfspaket von 38 Milliarden Euro auf den Weg zu bringen, um einen Schutzschirm über der österreichischen Volkswirtschaft aufzuspannen, um all jenen zu helfen, die am meisten von dieser Krise betroffen sind – und diese Hilfe kommt an, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf bei der SPÖ: Bei wem? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Greiner
Ich darf Ihnen diesbezüglich ein paar Zahlen näherbringen (Zwischenruf der Abg. Greiner): Bis dato sind 250 000 Anträge auf Steuerstundungen und Steuerherabsetzungen im Finanzministerium eingegangen (Zwischenruf bei der SPÖ) und im Ausmaß von 6 Milliarden Euro unmittelbar bewilligt worden. (Zwischenruf des Abg. Schellhorn.) Dieses Geld verbleibt als ein Mehr an Liquidität in den Unternehmen, um in dieser Zeit durchkommen zu können. (Abg. Belakowitsch: Die haben ja keine Einnahmen!) Bei den Garantien und Krediten sind bisher über 20 000 Anträge gestellt und bewilligt worden, insgesamt ist ein Volumen von 4 Milliarden Euro an Garantien seitens des Staates übernommen worden. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Ich darf Ihnen diesbezüglich ein paar Zahlen näherbringen (Zwischenruf der Abg. Greiner): Bis dato sind 250 000 Anträge auf Steuerstundungen und Steuerherabsetzungen im Finanzministerium eingegangen (Zwischenruf bei der SPÖ) und im Ausmaß von 6 Milliarden Euro unmittelbar bewilligt worden. (Zwischenruf des Abg. Schellhorn.) Dieses Geld verbleibt als ein Mehr an Liquidität in den Unternehmen, um in dieser Zeit durchkommen zu können. (Abg. Belakowitsch: Die haben ja keine Einnahmen!) Bei den Garantien und Krediten sind bisher über 20 000 Anträge gestellt und bewilligt worden, insgesamt ist ein Volumen von 4 Milliarden Euro an Garantien seitens des Staates übernommen worden. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Schellhorn.
Ich darf Ihnen diesbezüglich ein paar Zahlen näherbringen (Zwischenruf der Abg. Greiner): Bis dato sind 250 000 Anträge auf Steuerstundungen und Steuerherabsetzungen im Finanzministerium eingegangen (Zwischenruf bei der SPÖ) und im Ausmaß von 6 Milliarden Euro unmittelbar bewilligt worden. (Zwischenruf des Abg. Schellhorn.) Dieses Geld verbleibt als ein Mehr an Liquidität in den Unternehmen, um in dieser Zeit durchkommen zu können. (Abg. Belakowitsch: Die haben ja keine Einnahmen!) Bei den Garantien und Krediten sind bisher über 20 000 Anträge gestellt und bewilligt worden, insgesamt ist ein Volumen von 4 Milliarden Euro an Garantien seitens des Staates übernommen worden. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Die haben ja keine Einnahmen!
Ich darf Ihnen diesbezüglich ein paar Zahlen näherbringen (Zwischenruf der Abg. Greiner): Bis dato sind 250 000 Anträge auf Steuerstundungen und Steuerherabsetzungen im Finanzministerium eingegangen (Zwischenruf bei der SPÖ) und im Ausmaß von 6 Milliarden Euro unmittelbar bewilligt worden. (Zwischenruf des Abg. Schellhorn.) Dieses Geld verbleibt als ein Mehr an Liquidität in den Unternehmen, um in dieser Zeit durchkommen zu können. (Abg. Belakowitsch: Die haben ja keine Einnahmen!) Bei den Garantien und Krediten sind bisher über 20 000 Anträge gestellt und bewilligt worden, insgesamt ist ein Volumen von 4 Milliarden Euro an Garantien seitens des Staates übernommen worden. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich darf Ihnen diesbezüglich ein paar Zahlen näherbringen (Zwischenruf der Abg. Greiner): Bis dato sind 250 000 Anträge auf Steuerstundungen und Steuerherabsetzungen im Finanzministerium eingegangen (Zwischenruf bei der SPÖ) und im Ausmaß von 6 Milliarden Euro unmittelbar bewilligt worden. (Zwischenruf des Abg. Schellhorn.) Dieses Geld verbleibt als ein Mehr an Liquidität in den Unternehmen, um in dieser Zeit durchkommen zu können. (Abg. Belakowitsch: Die haben ja keine Einnahmen!) Bei den Garantien und Krediten sind bisher über 20 000 Anträge gestellt und bewilligt worden, insgesamt ist ein Volumen von 4 Milliarden Euro an Garantien seitens des Staates übernommen worden. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Das haben wir damals schon kritisiert!
Was die Kurzarbeit betrifft – ursprünglich ja gemeinsam mit der Gewerkschaft mit einem maximalen Ausmaß von 400 Millionen Euro konzipiert (Abg. Belakowitsch: Das haben wir damals schon kritisiert!) –, sind mittlerweile Anträge im Ausmaß von über 10 Milliarden Euro bewilligt worden. Natürlich kann die Kurzarbeit erst im Nachhinein abgerechnet werden – so ist sie auch konzipiert (Abg. Meinl-Reisinger: Falsch konzipiert!) –, wenn man weiß, wie viel tatsächlich gearbeitet worden ist. Das ist seit Anfang Mai möglich, und auch in diesem Bereich sind bisher über 40 000 Anträge abgerechnet worden, das Geld ist geflossen. Ich bitte Sie also, auch das zu berücksichtigen, wenn Sie schon sachliche Kritik äußern wollen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Meinl-Reisinger: Falsch konzipiert!
Was die Kurzarbeit betrifft – ursprünglich ja gemeinsam mit der Gewerkschaft mit einem maximalen Ausmaß von 400 Millionen Euro konzipiert (Abg. Belakowitsch: Das haben wir damals schon kritisiert!) –, sind mittlerweile Anträge im Ausmaß von über 10 Milliarden Euro bewilligt worden. Natürlich kann die Kurzarbeit erst im Nachhinein abgerechnet werden – so ist sie auch konzipiert (Abg. Meinl-Reisinger: Falsch konzipiert!) –, wenn man weiß, wie viel tatsächlich gearbeitet worden ist. Das ist seit Anfang Mai möglich, und auch in diesem Bereich sind bisher über 40 000 Anträge abgerechnet worden, das Geld ist geflossen. Ich bitte Sie also, auch das zu berücksichtigen, wenn Sie schon sachliche Kritik äußern wollen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Was die Kurzarbeit betrifft – ursprünglich ja gemeinsam mit der Gewerkschaft mit einem maximalen Ausmaß von 400 Millionen Euro konzipiert (Abg. Belakowitsch: Das haben wir damals schon kritisiert!) –, sind mittlerweile Anträge im Ausmaß von über 10 Milliarden Euro bewilligt worden. Natürlich kann die Kurzarbeit erst im Nachhinein abgerechnet werden – so ist sie auch konzipiert (Abg. Meinl-Reisinger: Falsch konzipiert!) –, wenn man weiß, wie viel tatsächlich gearbeitet worden ist. Das ist seit Anfang Mai möglich, und auch in diesem Bereich sind bisher über 40 000 Anträge abgerechnet worden, das Geld ist geflossen. Ich bitte Sie also, auch das zu berücksichtigen, wenn Sie schon sachliche Kritik äußern wollen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Schellhorn: Sapperlot!
Natürlich ist nicht alles perfekt. Es gibt keine Blaupause für eine Coronakrise, es gibt kein Handbuch dafür, deswegen arbeiten wir auch ständig an Verbesserungen. Wir haben im Finanzministerium eine Hotline eingerichtet, bei der alleine mittlerweile 12 000 Bürgerkontakte stattgefunden haben. Wir stehen nicht nur den Bürgerinnen und Bürgern Rede und Antwort und helfen ihnen weiter (Abg. Schellhorn: Sapperlot!), sondern ziehen auch für uns die Lehren daraus – wir sehen, wo wir nachbessern und besser werden müssen.
Abg. Greiner: Welche Zahlen sind das?
(Abg. Greiner: Welche Zahlen sind das?) –, egal ob das im Bereich der Gesundheit ist oder ob wir dank der entschiedenen Maßnahmen der Bundesregierung jetzt die Wirtschaft schneller wieder hochfahren können, als das in anderen Ländern der Fall ist. Das sagen nicht nur wir, das sagt auch die Europäische Kommission.
Abg. Schellhorn: Wer sagt das? – Abg. Belakowitsch: Wie kommen Sie darauf?
Die Hilfsmaßnahmen, die in Österreich gesetzt worden sind, gehören teilweise zu den besten weltweit. Das Kurzarbeitsmodell ist das attraktivste und flexibelste, das es weltweit gibt. (Abg. Schellhorn: Wer sagt das? – Abg. Belakowitsch: Wie kommen Sie darauf?)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Bezüglich der Kredite, die von Ihnen auch immer wieder kritisiert worden sind: Der österreichische Staat ist einer von nur vier in der gesamten Europäischen Union, die für bis zu 100 Prozent von Kreditsummen garantieren. Nur ein Beispiel, weil auch Deutschland genannt worden ist: In Deutschland gab es bisher 8 000 Anträge für diese Kredite, in Österreich knapp 7 000, wovon über 6 000 bereits bewilligt worden sind (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) – und das bei einem Faktor eins zu zehn zwischen Österreich und Deutschland. Auch das ist eine Wahrheit dieser Krise. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Bezüglich der Kredite, die von Ihnen auch immer wieder kritisiert worden sind: Der österreichische Staat ist einer von nur vier in der gesamten Europäischen Union, die für bis zu 100 Prozent von Kreditsummen garantieren. Nur ein Beispiel, weil auch Deutschland genannt worden ist: In Deutschland gab es bisher 8 000 Anträge für diese Kredite, in Österreich knapp 7 000, wovon über 6 000 bereits bewilligt worden sind (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) – und das bei einem Faktor eins zu zehn zwischen Österreich und Deutschland. Auch das ist eine Wahrheit dieser Krise. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch – Zwischenruf bei der SPÖ
Ich darf zum Budget und den von Ihnen kritisierten Themen kommen. Ich bin der Meinung, dass es sinnvoll ist, das Budget in dieser Form zu beschließen, weil viele gute, wichtige und richtige Maßnahmen darin enthalten sind, egal ob das mehr Geld für die Justiz ist (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch – Zwischenruf bei der SPÖ) – 30 Staatsanwälte mehr, über 100 Personen mehr beim Supportpersonal –, ein um 70 Prozent erhöhtes Budget in vielen Bereichen für Umwelt, Klima und Energie, mehr als 100 Millionen Euro mehr für die Polizei oder ein Plus von 400 Millionen Euro im Wissenschafts- und Forschungsbereich. Das kann sich sehen lassen. Danke, dass wir dieses Budget diese Woche beschließen können, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich darf zum Budget und den von Ihnen kritisierten Themen kommen. Ich bin der Meinung, dass es sinnvoll ist, das Budget in dieser Form zu beschließen, weil viele gute, wichtige und richtige Maßnahmen darin enthalten sind, egal ob das mehr Geld für die Justiz ist (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch – Zwischenruf bei der SPÖ) – 30 Staatsanwälte mehr, über 100 Personen mehr beim Supportpersonal –, ein um 70 Prozent erhöhtes Budget in vielen Bereichen für Umwelt, Klima und Energie, mehr als 100 Millionen Euro mehr für die Polizei oder ein Plus von 400 Millionen Euro im Wissenschafts- und Forschungsbereich. Das kann sich sehen lassen. Danke, dass wir dieses Budget diese Woche beschließen können, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Zur Kritik von Kollegen Fuchs, die die Rechtmäßigkeit oder den Zweifel daran betrifft: Ich weiß nicht, mit wem Sie gesprochen haben, Herr Kollege Fuchs – ich schätze Ihre Meinung inhaltlich normalerweise sehr –, aber alle Verfassungsrechtler und Budgetexperten, mit denen wir gesprochen haben, bestätigen uns die Rechtmäßigkeit dieser Vorgangsweise, egal ob das Universitätsprofessor Dr. Heinrich aus Klagenfurt ist, Universitätsprofessor Dr. Poier aus Graz oder Budgetexperte Manfred Lödl. Sie alle haben wir konkret befragt, nachdem diese Kritik aufgekommen war, und alle bestätigen uns eine korrekte Vorgangsweise. – Danke auch an diese Experten, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Abschließend darf ich Ihnen nochmals recht geben: Wir stehen vor einer noch nie dagewesenen Herausforderung. Ich möchte in dieser Situation explizit Danke für die letzten Wochen sagen, vor allem allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Kabinetten, in den Ministerien, die Tag und Nacht daran arbeiten, dass es in den verschiedenen Körperschaften ständig zu Verbesserungen kommt, die mit uns gemeinsam gegen diese Krise kämpfen, und Danke an die Österreicherinnen und Österreicher für den starken Zusammenhalt in dieser Situation. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Wöginger: Jetzt is’ zsammgräumt in der Hüttn! – Abg. Matznetter: Aber nicht genug ...! – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Obernosterer. – Bitte. (Abg. Wöginger: Jetzt is’ zsammgräumt in der Hüttn! – Abg. Matznetter: Aber nicht genug ...! – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Abgeordneter Gabriel Obernosterer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Herr Finanzminister! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Meine sehr verehrten Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuschauer zu Hause vor den Fernsehschirmen! (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Herr Finanzminister, Sie haben das ausgeführt und ich möchte nichts wiederholen, aber lassen Sie mich noch ein paar Worte zum Budget an die Oppositionsparteien richten. (Zwischenruf der Abg. Greiner.)
Zwischenruf der Abg. Greiner.
Abgeordneter Gabriel Obernosterer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Herr Finanzminister! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Meine sehr verehrten Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuschauer zu Hause vor den Fernsehschirmen! (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Herr Finanzminister, Sie haben das ausgeführt und ich möchte nichts wiederholen, aber lassen Sie mich noch ein paar Worte zum Budget an die Oppositionsparteien richten. (Zwischenruf der Abg. Greiner.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Noch einmal zum Verständnis: Diese Regierung beschäftigt sich momentan schwerpunktmäßig mit dem, was zu tun ist, damit die Wirtschaft in diesem Land wieder in die Höhe geht und damit die Menschen wieder in Arbeit kommen; und dazu gratuliere ich dieser Regierung mit Bundeskanzler Kurz und Vizekanzler Kogler an der Spitze. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ
Dann komme ich – da ich Gastronom und Hotelier bin – gleich zum zweiten Punkt, den wir heute hier auch noch mit beschließen werden, und zwar zum Wirtshauspaket. Frau Bundesminister Köstinger, die Rahmenbedingungen, unter denen die Gastronomie und Hotellerie in Österreich aufsperren können, sind beispielhaft für ganz Europa! Ich habe mir alle Beispiele angesehen: Solche liberalen und praxisnahen Vorschriften wie bei uns in Österreich (Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ), durch die trotzdem die Sicherheit gewährleistet wird, gibt es in keinem anderen Staat. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Schaut euch international an, was es dort gibt, und lacht nicht! Beschäftigt euch einmal mit der Materie, da ihr die Praxis nicht kennt – das sage ich euch ganz ehrlich! (Zwischenrufe der Abgeordneten Angerer und Wurm. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Dann komme ich – da ich Gastronom und Hotelier bin – gleich zum zweiten Punkt, den wir heute hier auch noch mit beschließen werden, und zwar zum Wirtshauspaket. Frau Bundesminister Köstinger, die Rahmenbedingungen, unter denen die Gastronomie und Hotellerie in Österreich aufsperren können, sind beispielhaft für ganz Europa! Ich habe mir alle Beispiele angesehen: Solche liberalen und praxisnahen Vorschriften wie bei uns in Österreich (Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ), durch die trotzdem die Sicherheit gewährleistet wird, gibt es in keinem anderen Staat. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Schaut euch international an, was es dort gibt, und lacht nicht! Beschäftigt euch einmal mit der Materie, da ihr die Praxis nicht kennt – das sage ich euch ganz ehrlich! (Zwischenrufe der Abgeordneten Angerer und Wurm. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Angerer und Wurm. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Dann komme ich – da ich Gastronom und Hotelier bin – gleich zum zweiten Punkt, den wir heute hier auch noch mit beschließen werden, und zwar zum Wirtshauspaket. Frau Bundesminister Köstinger, die Rahmenbedingungen, unter denen die Gastronomie und Hotellerie in Österreich aufsperren können, sind beispielhaft für ganz Europa! Ich habe mir alle Beispiele angesehen: Solche liberalen und praxisnahen Vorschriften wie bei uns in Österreich (Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ), durch die trotzdem die Sicherheit gewährleistet wird, gibt es in keinem anderen Staat. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Schaut euch international an, was es dort gibt, und lacht nicht! Beschäftigt euch einmal mit der Materie, da ihr die Praxis nicht kennt – das sage ich euch ganz ehrlich! (Zwischenrufe der Abgeordneten Angerer und Wurm. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Matznetter
Was das Nächste ist: Das Wirthauspaket, Frau Bundesministerin, das Sie jetzt auf den Tisch gebracht haben, mit einer Pauschalierung bis zu einem Umsatz von 400 000 Euro, den steuerlichen Erleichterungen, der reduzierten Mehrwertsteuer auf alkoholfreie Getränke im zweiten Halbjahr bis Weihnachten, macht – ich habe das gestern mit einem Steuerberater, der hauptsächlich für Wirtshäuser tätig ist, durchgerechnet (Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Matznetter) – bei einem Landgasthaus mit einem Umsatz von circa 300 000 Euro, das natürlich – wenn es im Familienverband betrieben wird – einen halbwegs guten Gewinn macht, zwischen 5 000 und 15 000 Euro nur an steuerlichen Erleichterungen aus (lebhafte Heiterkeit und Zwischenruf des Abg. Wurm), ohne dass man irgendetwas beantragen muss.
lebhafte Heiterkeit und Zwischenruf des Abg. Wurm
Was das Nächste ist: Das Wirthauspaket, Frau Bundesministerin, das Sie jetzt auf den Tisch gebracht haben, mit einer Pauschalierung bis zu einem Umsatz von 400 000 Euro, den steuerlichen Erleichterungen, der reduzierten Mehrwertsteuer auf alkoholfreie Getränke im zweiten Halbjahr bis Weihnachten, macht – ich habe das gestern mit einem Steuerberater, der hauptsächlich für Wirtshäuser tätig ist, durchgerechnet (Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Matznetter) – bei einem Landgasthaus mit einem Umsatz von circa 300 000 Euro, das natürlich – wenn es im Familienverband betrieben wird – einen halbwegs guten Gewinn macht, zwischen 5 000 und 15 000 Euro nur an steuerlichen Erleichterungen aus (lebhafte Heiterkeit und Zwischenruf des Abg. Wurm), ohne dass man irgendetwas beantragen muss.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Diese steuerlichen Erleichterungen, Frau Bundesministerin, die in diesem Paket enthalten sind, machen mehr aus als der Fixkostenzuschuss, um den die Betriebe auch ansuchen können. Das ist Hilfe, das ist schnell geholfen, und ich danke der Regierung sehr für diese wirklich praxisnahe Umsetzung. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Doppelbauer.
Das Erste, das er nicht kann, ist, ein verfassungskonformes Budget vorzulegen. Das kann er nicht. Er kann auch kein Budget vorlegen, das dem Haushaltsrecht entspricht. Das kann er nicht. Deutschland kann das. Deutschland macht das! Erklären Sie mir: Wieso können die Deutschen – natürlich aus heutiger Sicht – sagen, wie sich die Einnahmen und Ausgaben – aus heutiger Sicht – entwickeln werden, und das dem Parlament vorlegen, aber der Blümel und die ÖVP können das nicht? Erklären Sie mir, wieso die Deutschen so viel besser sind als Sie! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Doppelbauer.)
Abg. Steinacker: Das ist ja unglaublich!
Auf uns haben Sie ja nicht gehört, und als wir angekündigt haben, dass wir externe Gutachter beauftragen werden, das zu prüfen (Abg. Steinacker: Das ist ja unglaublich!), sind sie ganz nervös geworden (Abg. Steinacker: Nein, ...!), sowohl im BMF als auch im Verfassungsdienst – wer ist denn der Leiter des Verfassungsdienstes?; Ihr ehemaliger Kabinettschef, jetzt fällt es mir wieder ein! –, und haben jetzt tagelang massiv versucht, überhaupt einmal Gutachter zu bekommen. Das ist gar nicht so leicht in Österreich, quasi Gutachter zu finden, die das begutachten wollen, was Sie hier vorlegen (Beifall bei der SPÖ), weil jeder auf den ersten Blick sagt: Das ist klar gesetzeswidrig, das ist klar verfassungswidrig! – Sie kündigen also bereits an, dass Sie das reparieren müssen; und das ist gut so, dass Sie das hier zumindest ankündigen.
Abg. Steinacker: Nein, ...!
Auf uns haben Sie ja nicht gehört, und als wir angekündigt haben, dass wir externe Gutachter beauftragen werden, das zu prüfen (Abg. Steinacker: Das ist ja unglaublich!), sind sie ganz nervös geworden (Abg. Steinacker: Nein, ...!), sowohl im BMF als auch im Verfassungsdienst – wer ist denn der Leiter des Verfassungsdienstes?; Ihr ehemaliger Kabinettschef, jetzt fällt es mir wieder ein! –, und haben jetzt tagelang massiv versucht, überhaupt einmal Gutachter zu bekommen. Das ist gar nicht so leicht in Österreich, quasi Gutachter zu finden, die das begutachten wollen, was Sie hier vorlegen (Beifall bei der SPÖ), weil jeder auf den ersten Blick sagt: Das ist klar gesetzeswidrig, das ist klar verfassungswidrig! – Sie kündigen also bereits an, dass Sie das reparieren müssen; und das ist gut so, dass Sie das hier zumindest ankündigen.
Beifall bei der SPÖ
Auf uns haben Sie ja nicht gehört, und als wir angekündigt haben, dass wir externe Gutachter beauftragen werden, das zu prüfen (Abg. Steinacker: Das ist ja unglaublich!), sind sie ganz nervös geworden (Abg. Steinacker: Nein, ...!), sowohl im BMF als auch im Verfassungsdienst – wer ist denn der Leiter des Verfassungsdienstes?; Ihr ehemaliger Kabinettschef, jetzt fällt es mir wieder ein! –, und haben jetzt tagelang massiv versucht, überhaupt einmal Gutachter zu bekommen. Das ist gar nicht so leicht in Österreich, quasi Gutachter zu finden, die das begutachten wollen, was Sie hier vorlegen (Beifall bei der SPÖ), weil jeder auf den ersten Blick sagt: Das ist klar gesetzeswidrig, das ist klar verfassungswidrig! – Sie kündigen also bereits an, dass Sie das reparieren müssen; und das ist gut so, dass Sie das hier zumindest ankündigen.
Beifall bei der SPÖ.
Was Sie auch nicht können, ist, Hilfe zu organisieren. Sie sind super darin, Pressekonferenzen zu machen, zu sagen: 1 Milliarde Euro für die EPUs und KMUs!, dann gibt es die nächste Pressekonferenz, in der es heißt: Nicht 1, nein, 2 Milliarden Euro! – Das, was wir wissen, ist jedoch: Diese Hilfe kommt nicht an! Nicht einmal 200 Millionen Euro von den 2 Milliarden Euro versprochenen Soforthilfen sind angekommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zehntausende EPUs, Zehntausende KMUs bekommen gar nichts oder ein paar Hundert Euro. Das wird nicht reichen! Und Sie wissen, dass das Geld nicht ankommt – Sie haben es ja gestern selber zugegeben, denn Sie können es ja nicht mehr leugnen –, und sagen dann immer: Wir werden jetzt nachjustieren! – Ich sage Ihnen: Lassen Sie das endlich Praktiker machen! Wickeln Sie das endlich über die Finanzämter ab, und binden Sie endlich auch Praktiker aus der Opposition ein, die wissen, wie das geht und wie man das macht! (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit der Abg. Steinacker
Das Nächste, das Sie nicht haben, sind Ideen (Heiterkeit der Abg. Steinacker), nämlich innovative Ideen, wie man wirklich mit dieser Krise umgehen kann – im Gegensatz zum Beispiel zum Wiener Bürgermeister, der ein ganz einfaches Konzept hat (Heiterkeit des Abg. Obernosterer): Jeder Wiener Haushalt bekommt einen Gutschein im Wert von 25 Euro – bei Einpersonenhaushalten – oder 50 Euro zur Verwendung in Wirtshäusern. (Abg. Wöginger: Das hat früher der Haider gemacht!) Das wird im Juni ausgeschickt, und da geht es darum: Dieses Geld kommt bei denen an, die es brauchen, nämlich bei den Wirtshäusern und bei den Kaffeehäusern – die wollen nicht Geld fürs Nichtstun, sondern sie wollen Gäste haben und wollen Umsatz machen. Und dort kommt das an! (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit des Abg. Obernosterer
Das Nächste, das Sie nicht haben, sind Ideen (Heiterkeit der Abg. Steinacker), nämlich innovative Ideen, wie man wirklich mit dieser Krise umgehen kann – im Gegensatz zum Beispiel zum Wiener Bürgermeister, der ein ganz einfaches Konzept hat (Heiterkeit des Abg. Obernosterer): Jeder Wiener Haushalt bekommt einen Gutschein im Wert von 25 Euro – bei Einpersonenhaushalten – oder 50 Euro zur Verwendung in Wirtshäusern. (Abg. Wöginger: Das hat früher der Haider gemacht!) Das wird im Juni ausgeschickt, und da geht es darum: Dieses Geld kommt bei denen an, die es brauchen, nämlich bei den Wirtshäusern und bei den Kaffeehäusern – die wollen nicht Geld fürs Nichtstun, sondern sie wollen Gäste haben und wollen Umsatz machen. Und dort kommt das an! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wöginger: Das hat früher der Haider gemacht!
Das Nächste, das Sie nicht haben, sind Ideen (Heiterkeit der Abg. Steinacker), nämlich innovative Ideen, wie man wirklich mit dieser Krise umgehen kann – im Gegensatz zum Beispiel zum Wiener Bürgermeister, der ein ganz einfaches Konzept hat (Heiterkeit des Abg. Obernosterer): Jeder Wiener Haushalt bekommt einen Gutschein im Wert von 25 Euro – bei Einpersonenhaushalten – oder 50 Euro zur Verwendung in Wirtshäusern. (Abg. Wöginger: Das hat früher der Haider gemacht!) Das wird im Juni ausgeschickt, und da geht es darum: Dieses Geld kommt bei denen an, die es brauchen, nämlich bei den Wirtshäusern und bei den Kaffeehäusern – die wollen nicht Geld fürs Nichtstun, sondern sie wollen Gäste haben und wollen Umsatz machen. Und dort kommt das an! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das Nächste, das Sie nicht haben, sind Ideen (Heiterkeit der Abg. Steinacker), nämlich innovative Ideen, wie man wirklich mit dieser Krise umgehen kann – im Gegensatz zum Beispiel zum Wiener Bürgermeister, der ein ganz einfaches Konzept hat (Heiterkeit des Abg. Obernosterer): Jeder Wiener Haushalt bekommt einen Gutschein im Wert von 25 Euro – bei Einpersonenhaushalten – oder 50 Euro zur Verwendung in Wirtshäusern. (Abg. Wöginger: Das hat früher der Haider gemacht!) Das wird im Juni ausgeschickt, und da geht es darum: Dieses Geld kommt bei denen an, die es brauchen, nämlich bei den Wirtshäusern und bei den Kaffeehäusern – die wollen nicht Geld fürs Nichtstun, sondern sie wollen Gäste haben und wollen Umsatz machen. Und dort kommt das an! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abgeordneten Haubner und Steinacker.
Wenn Sie ernsthaft den Tourismus unterstützen wollen, wieso lehnen Sie dann die Anträge der Opposition ab? Wir haben gesagt, genau dasselbe Konzept kann man auch für Tourismusbetriebe machen: Geben wir jeder Österreicherin, jedem Österreicher, jedem, der in Österreich lebt, hier arbeitet und Steuern zahlt, allen, die hier leben, einen 200-Euro-Gutschein, der in einem Beherbergungsbetrieb ihrer Wahl bis Ende des Jahres einzulösen ist! (Zwischenruf der Abgeordneten Haubner und Steinacker.) – Damit helfen Sie dem Tourismus! Da können Sie noch so viel in Werbung hineinstecken, damit die Deutschen herkommen und womöglich wieder irgendwelche Viren einschleppen (Bundesministerin Köstinger: Hallo?! Hallo?!) – da ist es mir lieber, dass die Österreicherinnen und Österreicher hier in Österreich Urlaub machen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist das, was wir brauchen! Das ist etwas, was wirklich helfen würde, nämlich innovative Ideen, damit das funktioniert!
Bundesministerin Köstinger: Hallo?! Hallo?!
Wenn Sie ernsthaft den Tourismus unterstützen wollen, wieso lehnen Sie dann die Anträge der Opposition ab? Wir haben gesagt, genau dasselbe Konzept kann man auch für Tourismusbetriebe machen: Geben wir jeder Österreicherin, jedem Österreicher, jedem, der in Österreich lebt, hier arbeitet und Steuern zahlt, allen, die hier leben, einen 200-Euro-Gutschein, der in einem Beherbergungsbetrieb ihrer Wahl bis Ende des Jahres einzulösen ist! (Zwischenruf der Abgeordneten Haubner und Steinacker.) – Damit helfen Sie dem Tourismus! Da können Sie noch so viel in Werbung hineinstecken, damit die Deutschen herkommen und womöglich wieder irgendwelche Viren einschleppen (Bundesministerin Köstinger: Hallo?! Hallo?!) – da ist es mir lieber, dass die Österreicherinnen und Österreicher hier in Österreich Urlaub machen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist das, was wir brauchen! Das ist etwas, was wirklich helfen würde, nämlich innovative Ideen, damit das funktioniert!
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wenn Sie ernsthaft den Tourismus unterstützen wollen, wieso lehnen Sie dann die Anträge der Opposition ab? Wir haben gesagt, genau dasselbe Konzept kann man auch für Tourismusbetriebe machen: Geben wir jeder Österreicherin, jedem Österreicher, jedem, der in Österreich lebt, hier arbeitet und Steuern zahlt, allen, die hier leben, einen 200-Euro-Gutschein, der in einem Beherbergungsbetrieb ihrer Wahl bis Ende des Jahres einzulösen ist! (Zwischenruf der Abgeordneten Haubner und Steinacker.) – Damit helfen Sie dem Tourismus! Da können Sie noch so viel in Werbung hineinstecken, damit die Deutschen herkommen und womöglich wieder irgendwelche Viren einschleppen (Bundesministerin Köstinger: Hallo?! Hallo?!) – da ist es mir lieber, dass die Österreicherinnen und Österreicher hier in Österreich Urlaub machen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist das, was wir brauchen! Das ist etwas, was wirklich helfen würde, nämlich innovative Ideen, damit das funktioniert!
Abg. Lopatka: Was heißt das: Viren einschleppen?! – Bundesministerin Köstinger: Die Deutschen schleppen Viren ein?! – Zwischenruf des Abg. Ottenschläger. – Weitere Rufe bei der ÖVP: Viren einschleppen?!
Dass Sie es handwerklich nicht können, sehen wir auch an dem Gesetz, das wir hier gerade debattieren (Abg. Lopatka: Was heißt das: Viren einschleppen?! – Bundesministerin Köstinger: Die Deutschen schleppen Viren ein?! – Zwischenruf des Abg. Ottenschläger. – Weitere Rufe bei der ÖVP: Viren einschleppen?!): Das hier (eine Mund-Nasen-Schutzmaske in die Höhe haltend) soll steuerfrei werden – das ist der Schutz aus Stoff, der soll steuerfrei werden –, und auf das hier (ein Gesichtsvisier in die Höhe haltend) soll nach wie vor Steuer zu zahlen sein, weil Sie es handwerklich nicht können.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steinacker: Sozialistische ...! – Abg. Ottenschläger: War das jetzt ein ..., die Grenzen wieder zu schließen, Herr Krainer? – Abg. Wöginger: Aber die Deutschen nicht! – Ruf bei der ÖVP: Der überholt den Kickl rechts! – Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir werden Ihnen heute auch die Gelegenheit geben, das handwerklich besser zu machen, nämlich so, dass beides steuerfrei wird, und wir geben Ihnen auch die Gelegenheit, dieses Budget noch so zu verbessern, dass es gesetzeskonform und verfassungskonform wird. Es wäre gut für die ehemalige Wirtschaftspartei ÖVP und für die ehemalige Kontrollpartei die Grünen, uns da zu folgen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steinacker: Sozialistische ...! – Abg. Ottenschläger: War das jetzt ein ..., die Grenzen wieder zu schließen, Herr Krainer? – Abg. Wöginger: Aber die Deutschen nicht! – Ruf bei der ÖVP: Der überholt den Kickl rechts! – Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ja, Frau Klubobfrau, das Budget ist ein Plan, ein Plan für die Vorhaben und die Prioritäten, die politischen Schwerpunkte der Regierung, und genau die sind im Budget abgebildet, sei es im Bereich des Klimaschutzes oder im Bereich der Digitalisierung. Diese Maßnahmen und diese Zielsetzungen sind vor der Krise richtig gewesen, und sie werden auch nach der Krise richtig sein – sie sind richtig, sowohl mit als auch ohne Corona. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: 17! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Zu diesen Maßnahmen gehören eine Verfünffachung des Raus-aus-dem-Öl-Bonus – das ist eine Förderung, ein Kesseltauschprogramm, das typischerweise nach ein paar Wochen ausgeschöpft gewesen ist – und eine Verzehnfachung der Mittel für Radfahren und aktive Mobilität ebenso wie eine Aufstockung von über 100 Planstellen in der Justiz – eine Budgeterhöhung um 10 Prozent –, eine Erhöhung des Frauenbudgets um 20 Prozent. (Ruf bei der SPÖ: 17! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das sind politische Ziele, die in Form von Zahlen ins Budget gegossen worden sind. Das ist doch genau das, worum es im Budget geht.
Ruf bei der SPÖ: In der Art von Auszahlung gibt es keine ...!
einem First-come-first-serve-Prinzip. (Ruf bei der SPÖ: In der Art von Auszahlung gibt es keine ...!) Die Leute würden sich anstellen, und die anderen bleiben dann übrig. Das kann nicht richtig sein. Umgekehrt kann es, wenn man zu hoch budgetiert, zu Mitnahmeeffekten kommen, und schlimmer noch: Es kann dazu führen, dass die Schätzungen im Märzbudget akkurater sind als ein Update, das wir jetzt hineingeben könnten.
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ich glaube, dem Finanzminister die Ermächtigung zu geben, Überschreitungen der verschiedenen UGs zuzustimmen, ist genau der richtige Zugang, weil es eben eine Charakteristik dieser Krise ist, dass die Probleme an unterschiedlichen Stellen im Zeitablauf unterschiedlich aufpoppen. Darauf muss man reagieren können, und das geht genau über diese Variante. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Meinl-Reisinger: Es geht doch nicht um Minderheitsrechte! Das ist irgendwie schräg!
Was es aber gerade wegen der hohen Dynamik braucht – da stimme ich Ihnen zu –, sind Transparenz und Kontrolle und die dafür notwendigen Berichte. Genau in diesem Bereich haben wir mittlerweile einiges erreicht. Einerseits hatten wir – wir haben es im Budgetausschuss schon diskutiert – ein relativ ausführliches Kapitel zur Coronakrise im Monatsbericht März, andererseits bringen wir heute einen gemeinsamen Antrag mit den NEOS ein, der Detailbudgets, die abbilden, wo in den verschiedenen UGs die Coronahilfen verwendet werden, zum Thema hat. Außerdem gibt es die Verhandlungen zum Coronaunterausschuss und zum Cofag-Beirat, bei dem es starke Minderheitsrechte und regelmäßige Berichtspflichten geben wird. (Abg. Meinl-Reisinger: Es geht doch nicht um Minderheitsrechte! Das ist irgendwie schräg!)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ich hoffe, dass Sie sich am Ende vielleicht doch noch durchringen können und diesem Budget zustimmen. – Vielen Dank. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Finanzminister, ich habe Ihnen aufmerksam zugehört: Sie werden sich heute wieder einmal eine Verordnungsermächtigung sozusagen ausstellen lassen, nämlich über 28 Milliarden Euro, um die Sie das Budget überschreiten dürfen, aber Sie haben uns heute nicht gesagt, was Sie mit diesem Geld vorhaben. Sie sagen einfach nicht, was Sie in den nächsten Jahren mit 28 Milliarden Euro Steuergeld vorhaben. Herr Finanzminister, das ist eine Missachtung der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler! Es handelt sich dabei nicht um das Privatgeld dieser Bundesregierung, sondern um das Geld der Österreicherinnen und Österreicher, und die haben ein Recht, zu erfahren, was mit diesem Geld passieren soll, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Vielleicht ist dieses wenige geflossene Geld auch mit ein Grund, warum Sie überhaupt nicht willens waren, dieses Budget zu überarbeiten, denn man hat den Eindruck, Sie knausern ganz, ganz, ganz stark bei den österreichischen Unternehmern. Es soll so wenig wie möglich ausbezahlt werden, es werden Hürden eingebaut, es werden die Antragsteller zu Bittstellern gemacht. Kollege Wöginger hat es ja heute richtig ausgedrückt: Die Leute sind uns und dieser Regierung dankbar. – Na, das ist genau das, wohin die ÖVP die Bürgerinnen und Bürger haben will: dass sie zu abhängigen, dankbaren Menschen werden. – Das wollen wir nicht, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Abg. Meinl-Reisinger: Und den Kindern!
Wir wollen, dass sich die Österreicherinnen und Österreicher frei bewegen dürfen, dass die Unternehmer frei entscheiden dürfen, was sie machen und wie sie handeln, und nicht, dass es nur Einschränkungen von oben hinunter gibt. Das ist dieser ganze Coronawahnsinn, der sich da abspielt, und all das macht die Unternehmen kaputt – es ist nicht das Virus, sondern es sind Ihre Maßnahmen, meine Damen und Herren, die Sie den österreichischen Unternehmen, den Österreicherinnen und Österreichern Tag für Tag auferlegen und aufbrummen! Ausdruck dessen ist dann diese komische Gesichtsmaske, bezüglich der wir genau wissen, dass sie überhaupt nichts hilft, und trotzdem schreiben Sie diese Maske immer noch allen Bürgerinnen und Bürgern in diesem Land vor (Abg. Meinl-Reisinger: Und den Kindern!), und das trotz der Temperaturen, die bald kommen werden.
Beifall bei der FPÖ.
Schon jetzt gibt es sehr viele Rebellen. Schon jetzt gibt es viele Österreicher, die sie nicht mehr tragen wollen und auch nicht mehr tragen können, weil sie Allergien darauf bekommen, weil sie sie nicht vertragen. Wenn ich in die Reihen der ÖVP schaue, dann bemerke ich, dass auch dort die Rebellion zunimmt: Immer mehr ÖVP-Abgeordnete sitzen heute schon ohne Maske im Plenarsaal. Hören Sie also endlich damit auf, schaffen Sie diese Maskenpflicht ab, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Gerade aber weil der Herr Bundespräsident es auch eingesehen hat, bin ich der Meinung, dass diese Sperrstunde weg gehört. Ich habe schon einmal die Frage gestellt: Wie schaut es denn aus, ist das Virus nachtaktiv? Ist es ab 23 Uhr aktiv? – Also weg mit dieser Sperrstunde! Lassen Sie auch die Unternehmer, die Gastronomiebetriebe frei arbeiten, solange sie arbeiten wollen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Da kann ich den Herrn Bundespräsidenten nur einladen, auch unsere Petition auf der Website www.coronawahnsinn.at zu unterschreiben, denn das ist nämlich genau eine der Forderungen, die wir haben: Weg mit der Sperrstunde und weg mit dieser sinnentleerten Maskenpflicht, meine Damen und Herren! Schluss mit diesem Coronawahnsinn! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren der Bundesregierung! Hohes Haus! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher vor den Bildschirmen! Diese Koalition, meine Damen und Herren, und auch diese Bundesregierung sind durch das Ergebnis der Nationalratswahlen 2019 in höchstem Maße politisch legitimiert. Die beiden Wahlsieger von 2019, die ÖVP und die Grünen, haben sich ein sehr, sehr ambitioniertes Regierungsprogramm gegeben, das sozialpolitische Initiativen setzt, sicherheitspolitische Initiativen setzt, umweltpolitische Initiativen setzt und nicht zuletzt auch wirtschaftspolitische Initiativen setzt. Man könnte, den Herrn Bundeskanzler zitierend und auch Werner Kogler zitierend, sagen, „das Beste aus beiden Welten“: ein ökosoziales Regierungsprogramm. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wenn man das alles zusammen betrachtet, dann muss man sagen, es ist einfach unmöglich, zum jetzigen Zeitpunkt seriöse Prognosen darüber zu treffen, was diese zusätzlichen Maßnahmen – und es werden weitere folgen müssen, die wir noch gar nicht kennen – alle miteinander kosten werden, nämlich auch in Bezug auf die Einnahmenseite. Es ist richtig, die Einnahmen werden deutlich hinter dem jetzt vorliegenden Budget zurückbleiben; aber wer kann bei Prognosen der Wirtschaftsweisen und der Wirtschaftsforscher, die zwischen 3,5 Prozent und 9 Prozent Einbruch bezüglich der Wirtschaftsleistung differieren, seriös prognostizieren, wo denn die Einnahmen wirklich zu liegen kommen? Das wäre ein unseriöser Blick in die Glaskugel. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Belakowitsch: ... unseriös! – Zwischenruf des Abg. Kassegger.
Meine Damen und Herren! Das heißt, es ist absolut seriös, dieses vom Finanzminister auf Basis des Regierungsprogramms verhandelte Budget, so wie es jetzt am Tisch liegt, dem Parlament vorzulegen – alle Ministerien brauchen eine taugliche und rechtlich verbindliche Grundlage für ihre Ausgabentätigkeit; diese orientiert sich weiterhin unter anderem am Regierungsprogramm –, aber es ist auch seriös, die Unwägbarkeiten bei Einnahmen und Ausgaben, die ich gerade geschildert habe, bei all dieser Unklarheit und Unplanbarkeit zunächst einmal mit einer Überschreitungsermächtigung an den Finanzminister zu regeln. (Abg. Belakowitsch: ... unseriös! – Zwischenruf des Abg. Kassegger.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Meine Damen und Herren auch von der Opposition! Die Kritik an dieser gewählten Budgettechnik – und wir reden hier wirklich nur von einer Technik – halte ich einfach für kleinlich. Stattdessen wäre es angebracht, einerseits die sozial-, umwelt-, sicherheits- und wirtschaftspolitischen Initiativen dieser Regierung zu unterstützen und uns andererseits auch dabei zu unterstützen, maximalen Spielraum für die Hilfen für jene in Österreich zu schaffen, die sie brauchen – und das sind leider sehr, sehr viele. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Die Rednerin stellt einen helltürkisfarbenen Mistkübel mit der Aufschrift „Ein Budget zum Kübeln.“ auf das Rednerpult. – Abg. Matznetter: Sogar das Türkis ist schon blass! – Gegenruf bei der ÖVP.
Abgeordnete Dipl.-Ing. Karin Doppelbauer (NEOS): Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Zuseherinnen, liebe Zuseher! Hohes Haus! (Die Rednerin stellt einen helltürkisfarbenen Mistkübel mit der Aufschrift „Ein Budget zum Kübeln.“ auf das Rednerpult. – Abg. Matznetter: Sogar das Türkis ist schon blass! – Gegenruf bei der ÖVP.) Werte Mitglieder der Bundesregierung! (Ruf bei der ÖVP: Eine Oberwitzige!) Sehr geehrter Herr Finanzminister: „Die Tat wird vergessen, doch das Ergebnis bleibt bestehen.“ – Herr Finanzminister, ich weiß nicht: Sagt Ihnen dieses Statement vielleicht irgendetwas? Kennen Sie
Ruf bei der ÖVP: Eine Oberwitzige!
Abgeordnete Dipl.-Ing. Karin Doppelbauer (NEOS): Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Zuseherinnen, liebe Zuseher! Hohes Haus! (Die Rednerin stellt einen helltürkisfarbenen Mistkübel mit der Aufschrift „Ein Budget zum Kübeln.“ auf das Rednerpult. – Abg. Matznetter: Sogar das Türkis ist schon blass! – Gegenruf bei der ÖVP.) Werte Mitglieder der Bundesregierung! (Ruf bei der ÖVP: Eine Oberwitzige!) Sehr geehrter Herr Finanzminister: „Die Tat wird vergessen, doch das Ergebnis bleibt bestehen.“ – Herr Finanzminister, ich weiß nicht: Sagt Ihnen dieses Statement vielleicht irgendetwas? Kennen Sie
Bundesminister Blümel schaut auf sein Smartphone.
das? (Bundesminister Blümel schaut auf sein Smartphone.) – Er hört mir gerade nicht zu. Er müsste es kennen, es stammt nämlich von seinem Lieblingsdichter Ovid. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.)
Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
das? (Bundesminister Blümel schaut auf sein Smartphone.) – Er hört mir gerade nicht zu. Er müsste es kennen, es stammt nämlich von seinem Lieblingsdichter Ovid. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
In der Tat, Herr Finanzminister, Sie haben Ihre Arbeit hier verweigert; das wird vielleicht irgendwann einmal vergessen werden, das kann schon sein, aber im Ergebnis werden Sie der erste und der einzige Finanzminister der Zweiten Republik sein, der es nicht geschafft hat, dem Parlament, dessen Abgeordneten, der Republik und den Bürgerinnen und Bürgern Österreichs ein ordentliches Budget vorzulegen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Leichtfried: Vielleicht kann der Herr Finanzminister kurz aufmerksam sein?!
Stattdessen diskutieren wir hier Altpapier. – Herr Finanzminister, das sind eben Ihre Worte. Weil dieses Ergebnis ja bestehen bleibt, möchte ich Ihnen einfach als Erinnerung diesen Papierkorb überreichen (Abg. Leichtfried: Vielleicht kann der Herr Finanzminister kurz aufmerksam sein?!), in den Sie ja Ihr Budget oder Ihre Budgetrede hineingeschmissen haben. (Die Rednerin stellt den Mistkübel neben Bundesminister Blümel auf den Boden. – Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Die Rednerin stellt den Mistkübel neben Bundesminister Blümel auf den Boden. – Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Stattdessen diskutieren wir hier Altpapier. – Herr Finanzminister, das sind eben Ihre Worte. Weil dieses Ergebnis ja bestehen bleibt, möchte ich Ihnen einfach als Erinnerung diesen Papierkorb überreichen (Abg. Leichtfried: Vielleicht kann der Herr Finanzminister kurz aufmerksam sein?!), in den Sie ja Ihr Budget oder Ihre Budgetrede hineingeschmissen haben. (Die Rednerin stellt den Mistkübel neben Bundesminister Blümel auf den Boden. – Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Es ärgert mich auch, Herr Abgeordneter Kopf, wenn Sie dann sagen, das sei alles seriös. – Das ist es eben nicht. Es gibt Zahlen und diese Zahlen könnten eingearbeitet werden. Es gibt Zahlen, die hier vorgelegt werden könnten. Man schickt aktuellere Zahlen nach Brüssel, aber was man nicht macht, ist, dass man diese dem Parlament vorlegt. Den Nationalrat lässt man über Altpapier – und das sind die Worte Ihres Herrn Finanzministers – diskutieren. Da frage ich mich schon, wie der Parlamentarismus von dieser Truppe um Kurz gelebt wird, und ich sage, er wird nicht gut gelebt und die Demokratie, die Spielregeln werden mit Füßen getreten. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Was wird dann passieren? – Er wird Sie heimschicken, er wird Sie ohne einen Cent heimschicken. Was wird noch passieren? – Ihre Geschäftsführung oder Ihr Aufsichtsrat, je nachdem, wird Sie kündigen, und das zu Recht, und er wird sich nach einer fähigeren Person umsehen, die das dann erledigt. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Wöginger: Das stimmt ja gar nicht!
Ganz im Ernst: Ich würde mir das ehrlich gesagt heute und hier auch wünschen, aber richtig, wir sind ja nicht im realen Leben, wir sind ja hier im Parlament, und da geht es ja dann noch einen Schritt weiter: Als Finanzminister holt man sich dann auch noch eine Überschreitungsermächtigung über 28 Milliarden Euro – freihändig und natürlich wieder einmal ohne parlamentarische Kontrolle kann dieses Geld vergeben werden, denn das wird ja schon wieder vorbeischlawinert. (Abg. Wöginger: Das stimmt ja gar nicht!) – Natürlich stimmt das, natürlich! (Abg. Wöginger: Das stimmt überhaupt nicht! Das ist schlicht und einfach falsch! Sie sind Abgeordnete und behaupten die Unwahrheit!) – Herr Wöginger, mäßigen Sie sich ein bisschen (Abg. Wöginger: Sie auch!), zu Ihnen komme ich auch noch! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Wöginger: Das stimmt überhaupt nicht! Das ist schlicht und einfach falsch! Sie sind Abgeordnete und behaupten die Unwahrheit!
Ganz im Ernst: Ich würde mir das ehrlich gesagt heute und hier auch wünschen, aber richtig, wir sind ja nicht im realen Leben, wir sind ja hier im Parlament, und da geht es ja dann noch einen Schritt weiter: Als Finanzminister holt man sich dann auch noch eine Überschreitungsermächtigung über 28 Milliarden Euro – freihändig und natürlich wieder einmal ohne parlamentarische Kontrolle kann dieses Geld vergeben werden, denn das wird ja schon wieder vorbeischlawinert. (Abg. Wöginger: Das stimmt ja gar nicht!) – Natürlich stimmt das, natürlich! (Abg. Wöginger: Das stimmt überhaupt nicht! Das ist schlicht und einfach falsch! Sie sind Abgeordnete und behaupten die Unwahrheit!) – Herr Wöginger, mäßigen Sie sich ein bisschen (Abg. Wöginger: Sie auch!), zu Ihnen komme ich auch noch! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Wöginger: Sie auch!
Ganz im Ernst: Ich würde mir das ehrlich gesagt heute und hier auch wünschen, aber richtig, wir sind ja nicht im realen Leben, wir sind ja hier im Parlament, und da geht es ja dann noch einen Schritt weiter: Als Finanzminister holt man sich dann auch noch eine Überschreitungsermächtigung über 28 Milliarden Euro – freihändig und natürlich wieder einmal ohne parlamentarische Kontrolle kann dieses Geld vergeben werden, denn das wird ja schon wieder vorbeischlawinert. (Abg. Wöginger: Das stimmt ja gar nicht!) – Natürlich stimmt das, natürlich! (Abg. Wöginger: Das stimmt überhaupt nicht! Das ist schlicht und einfach falsch! Sie sind Abgeordnete und behaupten die Unwahrheit!) – Herr Wöginger, mäßigen Sie sich ein bisschen (Abg. Wöginger: Sie auch!), zu Ihnen komme ich auch noch! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ganz im Ernst: Ich würde mir das ehrlich gesagt heute und hier auch wünschen, aber richtig, wir sind ja nicht im realen Leben, wir sind ja hier im Parlament, und da geht es ja dann noch einen Schritt weiter: Als Finanzminister holt man sich dann auch noch eine Überschreitungsermächtigung über 28 Milliarden Euro – freihändig und natürlich wieder einmal ohne parlamentarische Kontrolle kann dieses Geld vergeben werden, denn das wird ja schon wieder vorbeischlawinert. (Abg. Wöginger: Das stimmt ja gar nicht!) – Natürlich stimmt das, natürlich! (Abg. Wöginger: Das stimmt überhaupt nicht! Das ist schlicht und einfach falsch! Sie sind Abgeordnete und behaupten die Unwahrheit!) – Herr Wöginger, mäßigen Sie sich ein bisschen (Abg. Wöginger: Sie auch!), zu Ihnen komme ich auch noch! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Was wir brauchen, was wir wollen, was wir auch verhandeln, was wir als Opposition vorgeschlagen haben, ist ein Budgetunterausschuss für eine begleitende Kontrolle. Was machen Sie als Bundesregierung? – Die Bundesregierung geht her und junktimiert, indem sie sagt: Ja, ihr könnt schon einen haben, aber nur dann, wenn ihr in den Cofag-Beirat geht! – Ganz im Ernst: Dieser Cofag-Beirat hat mit parlamentarischer Kontrolle einfach nichts zu tun! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Dieser Cofag-Beirat ist ein zahnloser Tiger und ein Ablenkungsmanöver, damit man eben die Opposition vollkommen ohnmächtig und geknebelt als Feigenblatt mit ins Boot holt, um dann letztendlich sagen zu können: Ihr wart ja eh alle dabei! – Ganz ehrlich: So geht es nicht! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir, die gesammelte Opposition, fordern von Ihnen eine ordentliche, begleitende demokratische Kontrolle durch einen Budgetunterausschuss – und das jetzt und sofort und nicht junktimiert mit irgendetwas anderem. Es ist nicht akzeptabel, was hier gerade abgeht. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Daran schließe ich noch einen Wunsch an: Ich würde mir nämlich wünschen, dass das gleiche Engagement bei unserem Finanzminister zu sehen wäre. Ich möchte ihm aber noch eine letzte Möglichkeit geben, daran zu arbeiten, und zwar indem ich heute einen Antrag stelle, nämlich einen Rückverweisungsantrag zur Rückverweisung des Budgets an den Budgetausschuss, um dem Bundesminister für Finanzen die Möglichkeit zu geben, seine Versäumnisse aufzuholen und dem Nationalrat doch noch ein aktuelles Budget vorzulegen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Scherak: Der kommt später!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Frau Abgeordnete, der Antrag liegt uns nicht vor. (Abg. Scherak: Der kommt später!) – Gut.
Rufe bei der SPÖ: Oje!
Zu einer tatsächlichen Berichtigung zu Wort gemeldet hat sich Herr Klubobmann Wöginger. (Rufe bei der SPÖ: Oje!)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Frau Kollegin, ich erwarte mir etwas mehr Seriosität! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Nur, ganz kurz: Ich weiß nicht, ob ihr dieses Papier kennt (einige Ausdrucke in die Höhe haltend). Das ist das Papier des Fiskalrats vom 17. April 2020, in dem beispielsweise die Kurzarbeitsregelung noch mit 5,4 Milliarden Euro veranschlagt ist. Heute stehen wir bei 12 Milliarden Euro, und wir wissen in Wahrheit bis heute nicht, wie viel von dieser Kurzarbeit (Zwischenrufe bei der SPÖ) – zuhören, lernt etwas! – tatsächlich schlagend wird. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Nur, ganz kurz: Ich weiß nicht, ob ihr dieses Papier kennt (einige Ausdrucke in die Höhe haltend). Das ist das Papier des Fiskalrats vom 17. April 2020, in dem beispielsweise die Kurzarbeitsregelung noch mit 5,4 Milliarden Euro veranschlagt ist. Heute stehen wir bei 12 Milliarden Euro, und wir wissen in Wahrheit bis heute nicht, wie viel von dieser Kurzarbeit (Zwischenrufe bei der SPÖ) – zuhören, lernt etwas! – tatsächlich schlagend wird. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Wurm: Das ist eine Selbstanklage! Eine Selbstanklage ist das! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Wir wissen aus der letzten Krise, dass die Kurzarbeit im Umfang von circa 25 bis 30 Prozent budgetrelevant, ausgabenrelevant geworden ist. (Abg. Wurm: Das ist eine Selbstanklage! Eine Selbstanklage ist das! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Wir stehen jetzt bei 12 Milliarden Euro. Wir haben keine Ahnung: Werden es 30 Prozent sein? Werden es 40 Prozent sein? Werden es 50 Prozent sein? – Das heißt, wir haben möglicherweise Abweichungen von über 2 Milliarden Euro. Auch das ist nicht unbedingt eine Form von seriöser Budgetierung, es tut mir aufrichtig leid, auch wenn ich dann die Zahlen da drinnen stehen habe.
Zwischenruf des Abg. Kollross.
Was wir allerdings bedauerlicherweise wissen, ist, wohin die Richtung in den öffentlichen Haushalten geht. (Zwischenruf des Abg. Kollross.) Der Budgetdienst hat wunderbar herausgearbeitet, wie es dahin gehend, was das Finanzministerium nach Brüssel gemeldet hat, ausschaut. Das Maastrichtdefizit wird auf 8 Prozent des BIP prognostiziert, sprich 30 Milliarden Euro, davon 19 Milliarden Euro ausgabenseitig, 11 Milliarden Euro einnahmenseitig. Im Papier des Fiskalrates steht drinnen – und diese Tatsache beunruhigt mich ehrlich gesagt ziemlich –, dass die Sozialversicherungen heuer wahrscheinlich einen Einnahmenentfall von 5,6 Milliarden Euro haben und sich auch die Staatsschuld entsprechend erhöht.
Ruf bei der FPÖ: Dann macht ihn nicht kaputt!
Das wird für uns die zentrale Herausforderung künftiger und aktueller Budgetpolitik sein: den Sozialstaat und seine Institutionen, die uns durch diese Krise getragen haben, die uns gestützt haben, auch weiterhin nachhaltig und ausreichend zu finanzieren. Wir brauchen den Sozialstaat nicht nur jetzt in der Krise, sondern wir brauchen ihn immer. (Ruf bei der FPÖ: Dann macht ihn nicht kaputt!) Der Sozialstaat ist schlichtweg nicht nur eine Einrichtung der Armutsbekämpfung, für die soziale Sicherheit, sondern ein wesentlicher Wirtschafts- und Standortfaktor. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das wird für uns die zentrale Herausforderung künftiger und aktueller Budgetpolitik sein: den Sozialstaat und seine Institutionen, die uns durch diese Krise getragen haben, die uns gestützt haben, auch weiterhin nachhaltig und ausreichend zu finanzieren. Wir brauchen den Sozialstaat nicht nur jetzt in der Krise, sondern wir brauchen ihn immer. (Ruf bei der FPÖ: Dann macht ihn nicht kaputt!) Der Sozialstaat ist schlichtweg nicht nur eine Einrichtung der Armutsbekämpfung, für die soziale Sicherheit, sondern ein wesentlicher Wirtschafts- und Standortfaktor. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
In der Hinsicht werden wir auch im Rahmen dieses Budgetprozesses und künftiger Budgetprozesse über alte, neue und künftige Finanzierungsformen – wie wir im Zuge der Krise gesagt haben – tabulos reden müssen. Wir werden auch tabulos über eine Verabschiedung von bisherigen Budgetpraktiken, sprich vom Nulldefizit, und über die künftige Finanzierung unserer sozialen Sicherheit in einem starken sozialen Wirtschaftssystem reden müssen. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Hervorragende Wahl!
Ich möchte dieses Beispiel, das Frau Dipl.-Ing. Doppelbauer vorhin gebracht hat, ein bisschen weiterspinnen: Nehmen wir an, die Republik ist ein Unternehmen und alle Steuerzahlerinnen und Steuerzahler sind die Aktionäre, denen der Staat gehört. Sie haben einen CFO namens Gernot Blümel (Ruf bei der ÖVP: Hervorragende Wahl!), und der CFO, der für das Rechnungswesen zuständig ist, erklärt, dass jede Zahl, die er vorlegt, falsch ist, da er keine richtigen Zahlen vorlegen kann (Abg. Haubner: Stimmt ja nicht!), und dass, würde er andere Zahlen vorlegen, diese auch falsch wären. (Zwischenruf des Abg. Obernosterer.) Dann kommt es zum Jahresabschluss dieses Unternehmens. Dieses Haus, das Parlament, hat allen größeren Kapitalgesellschaften vorgeschrieben, dass der dortige Vorstand beziehungsweise die Geschäftsführung einen Lagebericht abgeben muss, der auch die künftige Entwicklung darstellen muss.
Abg. Haubner: Stimmt ja nicht!
Ich möchte dieses Beispiel, das Frau Dipl.-Ing. Doppelbauer vorhin gebracht hat, ein bisschen weiterspinnen: Nehmen wir an, die Republik ist ein Unternehmen und alle Steuerzahlerinnen und Steuerzahler sind die Aktionäre, denen der Staat gehört. Sie haben einen CFO namens Gernot Blümel (Ruf bei der ÖVP: Hervorragende Wahl!), und der CFO, der für das Rechnungswesen zuständig ist, erklärt, dass jede Zahl, die er vorlegt, falsch ist, da er keine richtigen Zahlen vorlegen kann (Abg. Haubner: Stimmt ja nicht!), und dass, würde er andere Zahlen vorlegen, diese auch falsch wären. (Zwischenruf des Abg. Obernosterer.) Dann kommt es zum Jahresabschluss dieses Unternehmens. Dieses Haus, das Parlament, hat allen größeren Kapitalgesellschaften vorgeschrieben, dass der dortige Vorstand beziehungsweise die Geschäftsführung einen Lagebericht abgeben muss, der auch die künftige Entwicklung darstellen muss.
Zwischenruf des Abg. Obernosterer.
Ich möchte dieses Beispiel, das Frau Dipl.-Ing. Doppelbauer vorhin gebracht hat, ein bisschen weiterspinnen: Nehmen wir an, die Republik ist ein Unternehmen und alle Steuerzahlerinnen und Steuerzahler sind die Aktionäre, denen der Staat gehört. Sie haben einen CFO namens Gernot Blümel (Ruf bei der ÖVP: Hervorragende Wahl!), und der CFO, der für das Rechnungswesen zuständig ist, erklärt, dass jede Zahl, die er vorlegt, falsch ist, da er keine richtigen Zahlen vorlegen kann (Abg. Haubner: Stimmt ja nicht!), und dass, würde er andere Zahlen vorlegen, diese auch falsch wären. (Zwischenruf des Abg. Obernosterer.) Dann kommt es zum Jahresabschluss dieses Unternehmens. Dieses Haus, das Parlament, hat allen größeren Kapitalgesellschaften vorgeschrieben, dass der dortige Vorstand beziehungsweise die Geschäftsführung einen Lagebericht abgeben muss, der auch die künftige Entwicklung darstellen muss.
Beifall bei der SPÖ.
Das Argument, dass sich die Zahlen ändern können, ist lächerlich, meine Damen und Herren! Man muss immer mit Stand heute die richtigen Zahlen bekannt geben; auch Sie, Herr Blümel! Sie werden es bei Candy Crush nicht lernen! Versuchen Sie, es wirklich einmal zu machen, und tun Sie Ihre Arbeit! (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Na, bitte nicht!
An dieser Stelle, falls die ÖVP-Fraktion nicht weiß, wen sie statt Gernot Blümel nehmen soll: Gabriel Obernosterer hat ja gestanden, er schafft es, die Budgets für seine Hotels zu erstellen. Nehmt den Obernosterer, der schafft ein Budget! (Ruf bei der FPÖ: Na, bitte nicht!) Ihr müsst keinen Philosophen hinsetzen, nehmt einen erfahrenen Hotelier, der ist sicher eine Bereicherung für dieses Haus! – Danke. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.
An dieser Stelle, falls die ÖVP-Fraktion nicht weiß, wen sie statt Gernot Blümel nehmen soll: Gabriel Obernosterer hat ja gestanden, er schafft es, die Budgets für seine Hotels zu erstellen. Nehmt den Obernosterer, der schafft ein Budget! (Ruf bei der FPÖ: Na, bitte nicht!) Ihr müsst keinen Philosophen hinsetzen, nehmt einen erfahrenen Hotelier, der ist sicher eine Bereicherung für dieses Haus! – Danke. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir schnüren Hilfspakete, setzen Maßnahmen, um den Österreicherinnen und Österreichern in der Krise zu helfen, um das Land gut aus der Krise zu bringen: Kurzarbeit, Familienhärtefonds, Gastropaket, der Hilfsfonds. Gestern wurde das Gemeindepaket vorgestellt, was mich als Bürgermeisterin besonders freut. Danke, Herr Finanzminister! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Liebe Opposition, vor allem Herr Kollege Krainer und Frau Kollegin Doppelbauer: Ich bin mir wirklich sicher, dass Finanzminister Gernot Blümel in dieser Krisenzeit und auch danach einen wirklich guten Job macht. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
die Wirtschaft lahmgelegt hat und welches für die verheerenden Folgen auf dem Arbeitsmarkt verantwortlich zeichnet – wiewohl, es sind nicht die Maßnahmen der Bundesregierung, es ist das Virus selbst. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Zwischenruf des Abg. Hanger.
„Jede Zahl, die wir heute kennen, wird schlussendlich falsch sein“, so ein Spruch vom Herrn Finanzminister – schon verständlich, aber dass schon die Anfangszahl, dass schon die 38 Milliarden Euro einfach eine falsche Zahl sind, ist jetzt wieder nicht nachvollziehbar, denn dieses Geld kommt bei den Unternehmen nicht an. (Zwischenruf des Abg. Hanger.)
Beifall bei der FPÖ.
Es braucht Freiheit und Eigenverantwortung natürlich auch und nicht zuletzt für unseren Bundespräsidenten; er soll noch lange nach Mitternacht im lauschigen Gastgarten sitzen dürfen – wir aber auch! Ich werte sein Verhalten und seine Verteidigung als freundliche, konkludente Zustimmung zur FPÖ-Onlinepetition: Stoppt den Coronawahnsinn! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich habe in den letzten Wochen – ich weiß nicht, wie es Ihnen gegangen ist – sehr viele Nachrichten bekommen, ich wurde gefragt: Was ist jetzt mit dem Klimaschutz? Stirbt der Klimaschutz wegen Corona? Können wir uns das überhaupt leisten? Was ist jetzt mit euren Zielen? – Meine Antwort ist: Wir haben unsere Ziele keine Sekunde aus den Augen verloren, und dieses Budget zeigt auch, dass wir Klimaschutz immer noch genauso ernst nehmen wie vorher und dass sogar mehr denn je dafür veranschlagt ist. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Was mich als Wiener besonders freut: Auch die Wiener U-Bahn wird in den nächsten Jahren mit 78 Millionen Euro weiter kofinanziert. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Allen, die mir jetzt zuhören, möchte ich sagen: Ich kann Ihnen versichern, dass es diese Fördermittel geben wird, die werden nicht gestrichen, die werden nicht in den Mistkübel geschmissen. Wenn wir das am Donnerstag beschließen, dann wird es diese Fördermittel geben. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ich komme wieder auf den Klimaschutz zurück, und da stellt sich die Frage: Reicht das, um unsere Klimaziele zu erreichen? – Natürlich nicht! Das behauptet auch niemand. Abgesehen davon, dass Klimapolitik ein bisschen mehr ist, als einfach viel mehr Geld in ein altes System zu kippen, ist uns natürlich klar, dass es noch ein wesentlich höheres Budget für Umwelt- und Klimaschutz geben muss und auch geben wird, und zwar nicht trotz der Coronakrise, sondern auch wegen der Corona- und Wirtschaftskrise, da wir genau mit den Klimainvestitionen auch die Wirtschaftskrise lösen werden. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Da fehlt es an Transparenz, da fehlt es an Gerechtigkeit und da fehlt es vor allem an Solidarität! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Fake hingegen ist – jetzt bin ich beim Fake –, dass Corona eine Grippe ist. Fake ist, wenn Maßnahmen, die zur Lebensrettung von uns ergriffen wurden, als Wahnsinn bezeichnet werden. Fake sind Verschwörungstheorien und Fake ist auch, dass es Zwangsapps und Zwangsimpfungen geben soll. – Genau das, meine Damen und Herren, ist für den Kübel. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Damen und Herren, ich bin überzeugt davon, dass uns allen gemeinsam das Comeback für Österreich gelingen wird, wenn wir weiterhin mit Vernunft, mit Hausverstand, mit Herz und mit Hirn jeden Schritt gehen. – Ich danke Ihnen dafür. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Weil heute schon einmal gefallen ist: Na, die Opposition soll Vorschläge machen! – Ich kann gar nicht zählen, wie viele Vorschläge wir schon gemacht haben. Beispielsweise wären 70 Prozent Arbeitslosengeld etwas, was jetzt sofort helfen könnte, aber Sie haben das abgelehnt. Das ist jetzt nur ein einziges Beispiel. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
besten nur mehr zu Hause bleiben, sollen kochen, putzen, waschen, die Kinder versorgen, die Älteren pflegen und nicht mehr in ihre Berufe zurückkehren. Das sind die Fünfzigerjahre, die haben wir überwunden! Das wird auch nicht gelingen, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist hoch notwendig, dass die Hilfsgelder auch ankommen. Letztes Beispiel: Eine Familie mit zwei Kindern; er ist in Kurzarbeit, sie studiert. Sie haben am 15. April für den Familienhärtefallfonds angesucht. Wir haben am 22. Mai eine E-Mail bekommen: Sie haben noch immer kein Geld. Sie haben alles gut leserlich abgegeben, was abzugeben ist, aber das Geld ist noch nicht da. Das ist nur eines von vielen Beispielen. Es gibt 170 000 Frauen, die Einpersonenunternehmer sind. Der Großteil davon hat überhaupt noch keinen Cent gesehen. – Ja, was denken Sie sich dabei? Was denken sich die Leute, die heute zuschauen und von Ihnen nur blumige Worte hören, aber keine Taten sehen? – Das muss aufhören! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Barbara Neßler (Grüne): Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Ich möchte etwas zum Gastropaket, zu der Hilfe für die Gastronomie sagen, aber vorweg möchte ich bitte klarstellen, dass unser Staat kein Unternehmen ist. – Das ist absurd! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Loacker: Was hat das jetzt mit dem Budget zu tun?
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass der Job in der Gastronomie kein einfacher ist: der Dauerstress, den man hat, die Arbeitszeiten, die Arbeitsstunden, der ständige Kontakt mit den Menschen (Abg. Loacker: Was hat das jetzt mit dem Budget zu tun?); und trotzdem stehen hinter der Gastronomie, hinter den Lokalen Menschen mit großem Gestaltungswillen, mit einer großer Portion Mut und mit Herzblut und Leidenschaft, die für uns die Türen öffnen.
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Leichtfried: Da hätte jetzt die ÖVP besser zuhören sollen!
Was wir brauchen, sind Konjunkturmaßnahmen, die besonders diese kleinteilige Wirtschaft mit oft familiär geführten Betrieben mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit und Entwicklung bestmöglich unterstützen und die für Fairness sorgen, denn mit jedem Lokal, das zusperren muss, verlieren wir Charme und Lebensqualität. Jedes Lokal, das zusperrt, ist ein Lokal zu viel. – Danke schön. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Leichtfried: Da hätte jetzt die ÖVP besser zuhören sollen!)
Abg. Leichtfried: Oje, der ist schlecht! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Es war aber zumindest ein Schritt in die richtige Richtung, ihr habt unseren Antrag aufgenommen. Deshalb kommt eine weitere Anregung von uns, die wir schon mehrfach eingebracht haben (der Redner stellt eine Tafel auf das Rednerpult, auf der in roter Schrift „Österreich 1000er“ zu lesen ist und zehn Hunderteuroscheine abgebildet sind): ein Gutschein, der Österreichtausender, der 1 000-Euro-Gutschein – noch einmal als Antrag. (Abg. Leichtfried: Oje, der ist schlecht! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Die Gemeinde Wien hat das ja schon übernommen, hat einen Wirtegutschein ausgestellt, hat gesehen, dass das eine sinnvolle Maßnahme ist. Herr Ludwig hat das sofort erkannt, ich hoffe, die Bundesregierung wird das auch erkennen. Jeder Österreicher soll einen Gutschein in Höhe von 1 000 Euro bekommen, der bis 31.12. dieses Jahres bei einem Unternehmen, das in Österreich steuerpflichtig ist, eingelöst werden kann. Das würde direkt in der Wirtschaft ankommen. Das würde jedem Einzelnen helfen, das würde den Unternehmen helfen und das wären rund 8,8 Milliarden Euro, die als wirkliche Hilfe in der Wirtschaft ankommen.
Zwischenrufe bei der SPÖ
Danke schön für Ihre Unterstützung (Zwischenrufe bei der SPÖ); ich hoffe, dass Sie alle zustimmen. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Danke schön für Ihre Unterstützung (Zwischenrufe bei der SPÖ); ich hoffe, dass Sie alle zustimmen. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir haben 2017 einen Budgetpfad eingeleitet, der meines Erachtens die Prädikate nachhaltig und generationengerecht verdient. Heute heißt es, ein Budget zu beschließen, bei dem wir all jenen unter die Arme greifen, die unsere Unterstützung brauchen – an dieser Stelle ein großes Dankeschön an unseren Finanzminister, dass er so viele zielgerichtete Maßnahmen bereitgestellt hat. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Krise bewiesen, dass sie uns mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln versorgen können, aber auch in der Landwirtschaft spitzt sich die Lage immer mehr zu, und deshalb braucht es auch dort eine Entlastung in Form einer Steuerreform, in Form einer Abgabensenkung, damit wir die bäuerlichen Familienbetriebe auch in Zukunft erhalten können und damit wir auch die Arbeitsplätze in der Landwirtschaft sicherstellen können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Kolleginnen und Kollegen, gehen wir gemeinsam diesen Weg aus der Krise, gehen wir gemeinsam den Weg in Richtung erfolgreiches Comeback Österreichs! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Leichtfried: Der linke NEOS-Typ!
Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Michael Bernhard. – Bitte. (Abg. Leichtfried: Der linke NEOS-Typ!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Jachs und Gabriela Schwarz
Was ich mir jetzt aber im Detail anschauen möchte, ist die Frage (Zwischenrufe der Abgeordneten Jachs und Gabriela Schwarz) – jaja! –, wie viel Nachhaltigkeit und wie viel Verantwortungsbewusstsein, sozusagen wie viel bewusstes Handeln für die nächsten Generationen denn in diesem Budget steckt. Ich habe mir sehr genau angehört, was meine grünen Vorredner und Vorrednerinnen hier von sich gegeben haben und kann den Argumenten ehrlich gesagt weitestgehend nicht folgen.
Beifall bei den NEOS.
so viel, wie das gesamte Umweltbudget überhaupt beträgt – und dann 460 Millionen Euro für das Umweltbudget, dann fragt man sich: Mit welchem Nutzen?! – Zuerst pressen wir die Menschen aus, dann geben wir ihnen einen Teil des Geldes zurück, dann verschmutzen wir die Umwelt, und dann versuchen wir, diese zu reparieren. Das ist unlogisch, das ist falsch, das ist in Wahrheit alte und oft auch dumme Politik. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS sowie der Abgeordneten Herr und Leichtfried.
Es gibt in diesem Budget keine Generationengerechtigkeit, es gibt in diesem Budget keinen maßgeblichen Kampf gegen den Klimawandel. Das geht viel besser, und deswegen erwarte ich auch eine Rückverweisung an den Budgetausschuss. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS sowie der Abgeordneten Herr und Leichtfried.)
Abg. Bernhard: Na geh, komm! Das ist ...!
Abgeordnete Dr. Elisabeth Götze (Grüne): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher zu Hause vor den Bildschirmen! Seit fast drei Stunden diskutieren wir hier, und ich habe viel Kritik von der Opposition gehört: Fakebudget, zu langsam, Bürokratie und gleichzeitig wieder zu wenig Kontrolle. – Im Wienerischen würde ich sagen: Ein Gejammer. (Abg. Bernhard: Na geh, komm! Das ist ...!)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Die Kritik ist aber sehr widersprüchlich und sie zeigt: Der Opposition können wir es nicht recht machen. Und, ehrlich gesagt: Das ist auch nicht der Anspruch. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Leichtfried: Das sieht der ... aber anders!
Worum geht es? Was wollen wir? – Wir wollen uns alle, die Menschen, die hier leben, die Unternehmen in Österreich, auch die Gemeinden gut durch die Krise bringen (Abg. Leichtfried: Das sieht der ... aber anders!), und wir wollen, dass es danach wieder bergauf geht. Darüber sprechen wir heute und in den nächsten Tagen. (Abg. Belakowitsch: Dass es irgendwann wieder bergauf geht?) Am Nachmittag beginnt die Debatte über das Budget, jetzt geht es um die Budgetbegleitgesetze, zum Beispiel um jenes, mit dem geregelt wird, dass auch Bilanzbuchhalter, Bilanzbuchhalterinnen neben SteuerberaterInnen und WirtschaftsprüferInnen die Zuschüsse für Unternehmen überprüfen können. (Abg. Matznetter: Die brauch’ ma net, die Überprüfung, das ist bürokratischer Murks!) – Also wieder ein Beispiel: Gejammer! Danke, Herr Kollege Matznetter! (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Matznetter: Wer braucht eine Überprüfung? Erteilen Sie doch ...!)
Abg. Belakowitsch: Dass es irgendwann wieder bergauf geht?
Worum geht es? Was wollen wir? – Wir wollen uns alle, die Menschen, die hier leben, die Unternehmen in Österreich, auch die Gemeinden gut durch die Krise bringen (Abg. Leichtfried: Das sieht der ... aber anders!), und wir wollen, dass es danach wieder bergauf geht. Darüber sprechen wir heute und in den nächsten Tagen. (Abg. Belakowitsch: Dass es irgendwann wieder bergauf geht?) Am Nachmittag beginnt die Debatte über das Budget, jetzt geht es um die Budgetbegleitgesetze, zum Beispiel um jenes, mit dem geregelt wird, dass auch Bilanzbuchhalter, Bilanzbuchhalterinnen neben SteuerberaterInnen und WirtschaftsprüferInnen die Zuschüsse für Unternehmen überprüfen können. (Abg. Matznetter: Die brauch’ ma net, die Überprüfung, das ist bürokratischer Murks!) – Also wieder ein Beispiel: Gejammer! Danke, Herr Kollege Matznetter! (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Matznetter: Wer braucht eine Überprüfung? Erteilen Sie doch ...!)
Abg. Matznetter: Die brauch’ ma net, die Überprüfung, das ist bürokratischer Murks!
Worum geht es? Was wollen wir? – Wir wollen uns alle, die Menschen, die hier leben, die Unternehmen in Österreich, auch die Gemeinden gut durch die Krise bringen (Abg. Leichtfried: Das sieht der ... aber anders!), und wir wollen, dass es danach wieder bergauf geht. Darüber sprechen wir heute und in den nächsten Tagen. (Abg. Belakowitsch: Dass es irgendwann wieder bergauf geht?) Am Nachmittag beginnt die Debatte über das Budget, jetzt geht es um die Budgetbegleitgesetze, zum Beispiel um jenes, mit dem geregelt wird, dass auch Bilanzbuchhalter, Bilanzbuchhalterinnen neben SteuerberaterInnen und WirtschaftsprüferInnen die Zuschüsse für Unternehmen überprüfen können. (Abg. Matznetter: Die brauch’ ma net, die Überprüfung, das ist bürokratischer Murks!) – Also wieder ein Beispiel: Gejammer! Danke, Herr Kollege Matznetter! (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Matznetter: Wer braucht eine Überprüfung? Erteilen Sie doch ...!)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Matznetter: Wer braucht eine Überprüfung? Erteilen Sie doch ...!
Worum geht es? Was wollen wir? – Wir wollen uns alle, die Menschen, die hier leben, die Unternehmen in Österreich, auch die Gemeinden gut durch die Krise bringen (Abg. Leichtfried: Das sieht der ... aber anders!), und wir wollen, dass es danach wieder bergauf geht. Darüber sprechen wir heute und in den nächsten Tagen. (Abg. Belakowitsch: Dass es irgendwann wieder bergauf geht?) Am Nachmittag beginnt die Debatte über das Budget, jetzt geht es um die Budgetbegleitgesetze, zum Beispiel um jenes, mit dem geregelt wird, dass auch Bilanzbuchhalter, Bilanzbuchhalterinnen neben SteuerberaterInnen und WirtschaftsprüferInnen die Zuschüsse für Unternehmen überprüfen können. (Abg. Matznetter: Die brauch’ ma net, die Überprüfung, das ist bürokratischer Murks!) – Also wieder ein Beispiel: Gejammer! Danke, Herr Kollege Matznetter! (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Matznetter: Wer braucht eine Überprüfung? Erteilen Sie doch ...!)
Anhaltende Zwischenrufe des Abg. Matznetter. – Ruf bei den Grünen – in Richtung Abg. Matznetter –: Zuhören, Herr Kollege! – Gegenruf des Abg. Matznetter. – Abg. Leichtfried: Außerdem jammert er nicht, sondern er stellt fest! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abg. Matznetter und Abg. Jakob Schwarz. – Abg. Obernosterer – in Richtung Abg. Matznetter –: Lassen Sie sie ausreden!
Liquide Mittel wurden gefordert, und das sind sie: Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden, die Unternehmen bekommen. Ich möchte ein paar Punkte zu diesem Coronahilfsfonds aufzählen, auf die wir wirklich stolz sind. (Anhaltende Zwischenrufe des Abg. Matznetter. – Ruf bei den Grünen – in Richtung Abg. Matznetter –: Zuhören, Herr Kollege! – Gegenruf des Abg. Matznetter. – Abg. Leichtfried: Außerdem jammert er nicht, sondern er stellt fest! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abg. Matznetter und Abg. Jakob Schwarz. – Abg. Obernosterer – in Richtung Abg. Matznetter –: Lassen Sie sie ausreden!) – Herr Kollege (in Richtung Abg. Matznetter), hören Sie vielleicht einmal zu, und dann können wir darüber reden!
in Richtung Abg. Matznetter
Liquide Mittel wurden gefordert, und das sind sie: Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden, die Unternehmen bekommen. Ich möchte ein paar Punkte zu diesem Coronahilfsfonds aufzählen, auf die wir wirklich stolz sind. (Anhaltende Zwischenrufe des Abg. Matznetter. – Ruf bei den Grünen – in Richtung Abg. Matznetter –: Zuhören, Herr Kollege! – Gegenruf des Abg. Matznetter. – Abg. Leichtfried: Außerdem jammert er nicht, sondern er stellt fest! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abg. Matznetter und Abg. Jakob Schwarz. – Abg. Obernosterer – in Richtung Abg. Matznetter –: Lassen Sie sie ausreden!) – Herr Kollege (in Richtung Abg. Matznetter), hören Sie vielleicht einmal zu, und dann können wir darüber reden!
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Erstens: Für Zuschüsse bis 12 000 Euro brauchen Unternehmen keine Bestätigung eines Wirtschaftsprüfers, einer Steuerberaterin, eines Bilanzbuchhalters, sondern es reicht eine eidesstattliche Erklärung – also keine Bürokratie; darauf bin ich stolz. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Was braucht es noch? (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) – Das Gemeindepaket: Darüber werden wir in den nächsten Tagen noch sprechen, ich glaube, am Freitag ist das dran; das ist ein Konjunkturpaket. Es gibt Branchen, die noch mehr Unterstützung brauchen, auch darüber werden wir sprechen. Es kommt auch – der Herr Finanzminister hat es, glaube ich, schon gesagt – ein Bonus für den Härtefallfonds.
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie Bravoruf des Abg. Obernosterer.
Also: Hören wir auf zu jammern und arbeiten wir daran! – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie Bravoruf des Abg. Obernosterer.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Julia Elisabeth Herr (SPÖ): Frau Präsidentin! Wertes Hohes Haus! Das ist für mich und für alle neuen Abgeordneten das erste Budget, das wir beschließen, und ich muss sagen, ich habe es mir anders vorgestellt. Das liegt aber nicht an den Masken und an Corona, sondern an der unglaublichen Frechheit der ÖVP und der Grünen, uns ein Budget vorzulegen, das schlicht und einfach veraltet ist, bei dem die Zahlen nicht stimmen, gar nicht stimmen können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was ist stattdessen in den letzten zwei Monaten passiert? – Unternehmen sind eingegangen, Unternehmen, die drei Monate lang keine Einnahmen, aber drei Monate lang weiterhin Ausgaben hatten. Und Hilfe gab es nicht. Das Einzige, was man tun konnte, war, die 31 000. Pressekonferenz zu schauen, bei der man dann wieder gehört hat, dass es ja so unbürokratische und so schnelle Hilfe geben wird, bei der dann der Kanzler und der zuständige Finanzminister immer von 38 Milliarden Euro gesprochen haben. Jetzt, Wochen später, können wir uns anschauen, wie viel Geld denn tatsächlich geflossen ist: Von diesen 38 Milliarden Euro sind überhaupt erst 1,5 Prozent geflossen. – Ja das ist zu langsam, liebe Wirtschaftspartei ÖVP! (Beifall bei der SPÖ.) Die Unternehmen sind weg. Da waren vorher Unternehmen, die jetzt nicht mehr da sind. Da waren vorher Arbeitsplätze, die es jetzt nicht mehr gibt – das ist eine soziale Katastrophe!
Abg. Matznetter: Champagnisieren statt ...!
Und was machen Sie? Was verhandeln Sie in den zwei Monaten tatsächlich? Was steht jetzt im Budgetbegleitgesetz? – Zum Beispiel eine Senkung der Schaumweinsteuer. Das ist eine gute Botschaft an die Arbeitslosen, an die Menschen in Kurzarbeit, an die Selbstständigen, die gerade keine Aufträge haben, zu sagen: Na bitte, kauft euch doch ein Glaserl Sekt! Das ist genau das, was wir jetzt brauchen! (Abg. Matznetter: Champagnisieren statt ...!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Leichtfried: Das war eine sehr gute Rede!
Ich mache Ihnen einen Vorschlag: Streichen wir dieses Budget für Repräsentationskosten des Kanzlers! Wissen Sie, wie vielen Selbstständigen, wie vielen Unternehmern wir damit helfen können? – Über 1 000! Das wäre einmal ein Ansatz, den dieses Land braucht: eine Regierung, die sich nicht selbst bereichert, sondern allen hilft, die Hilfe brauchen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Leichtfried: Das war eine sehr gute Rede!)
Abg. Matznetter – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Saxinger, auf dessen Stichwortkarten weisend –: Die türkisen Karterln haben die gleiche Farbe wie ...! – Abg. Saxinger: Eine schöne Farbe voller Zukunft!
Präsidentin Doris Bures: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Werner Saxinger. – Bitte. – (Abg. Matznetter – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Saxinger, auf dessen Stichwortkarten weisend –: Die türkisen Karterln haben die gleiche Farbe wie ...! – Abg. Saxinger: Eine schöne Farbe voller Zukunft!)
Abg. Meinl-Reisinger: Ibiza!
(Abg. Meinl-Reisinger: Ibiza!) – Ibiza, genau. In diesem Jahr wird es wahrscheinlich das Wort Corona werden – aber mir persönlich gefällt ein anderes Wort besser, das in den letzten Wochen oft genannt wurde, mein Favorit ist nämlich der Begriff des Präventionsparadoxons. (Abg. Belakowitsch: Das ist viel zu lang, das macht sich auch nicht gut am „Österreich“!)
Abg. Belakowitsch: Das ist viel zu lang, das macht sich auch nicht gut am „Österreich“!
(Abg. Meinl-Reisinger: Ibiza!) – Ibiza, genau. In diesem Jahr wird es wahrscheinlich das Wort Corona werden – aber mir persönlich gefällt ein anderes Wort besser, das in den letzten Wochen oft genannt wurde, mein Favorit ist nämlich der Begriff des Präventionsparadoxons. (Abg. Belakowitsch: Das ist viel zu lang, das macht sich auch nicht gut am „Österreich“!)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Prammer.
Das klingt jetzt sehr kompliziert, ist aber sehr leicht erklärt. Was bedeutet das? – Man hat ein Problem, löst dieses, und dann wird gesagt, man hätte gar nichts tun müssen, weil das Problem ja kaum mehr vorhanden ist. Für Corona bedeutet das: Im Rahmen der Pandemie gab es Szenarien mit hohen zu erwartenden Fallzahlen, vielen Infizierten und Intensivpflichtigen. Wir haben mit großen Augen ängstlich auf das benachbarte Ausland geschaut und gesehen, was passiert, wenn man zuwartet und nicht schnell handelt. Wir haben daher alle rechtzeitig den Shutdown mitgemacht, und dafür gebührt der Bevölkerung nach wie vor Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Prammer.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Glücklicherweise haben viele Maßnahmen gefruchtet, die Infektionszahlen sind derzeit auf einem minimalen Stand. Jetzt sagen aber manche, dass wir das alles nicht gebraucht hätten, da es derzeit ohnehin wenige Infizierte gibt – aber wir haben nur deswegen so wenige Erkrankte, weil wir so rasch und entschlossen gehandelt haben! Das ist das Präventionsparadoxon, liebe Kolleginnen und Kollegen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Abg. Belakowitsch: Man verbreitet Angst!
Das Virus ist aber nicht weg, wir haben es derzeit nur im Griff. Die erste Phase haben wir aus medizinischer Sicht sehr gut überstanden. Was tun wir weiter? – Mit den sinkenden Zahlen steigt auch die Zahl der sogenannten Experten, und so viel Wissen über unser Nichtwissen hatten wir noch nie. Was tut man, wenn man etwas nicht genau weiß und nicht genau vorhersagen kann? (Abg. Belakowitsch: Man verbreitet Angst!) – Nein, es sind Vorsicht und vorausschauendes, verantwortungsvolles Handeln gefragt, und so handeln wir auch im Zusammenhang mit dem Budget. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das Virus ist aber nicht weg, wir haben es derzeit nur im Griff. Die erste Phase haben wir aus medizinischer Sicht sehr gut überstanden. Was tun wir weiter? – Mit den sinkenden Zahlen steigt auch die Zahl der sogenannten Experten, und so viel Wissen über unser Nichtwissen hatten wir noch nie. Was tut man, wenn man etwas nicht genau weiß und nicht genau vorhersagen kann? (Abg. Belakowitsch: Man verbreitet Angst!) – Nein, es sind Vorsicht und vorausschauendes, verantwortungsvolles Handeln gefragt, und so handeln wir auch im Zusammenhang mit dem Budget. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Das diesjährige Budget ist ein in Zahlen gegossenes Werk mit – in Zeiten von Corona – vielen Fragezeichen und Unwägbarkeiten, aber mit dem festen Willen, die Zukunft positiv zu gestalten (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), eine Zukunft, die im heurigen Budget aufgrund der Krise nur mit sehr unsicheren Zahlen und Daten abgebildet werden kann, quasi eine jeden Tag aufs Neue schon wieder veraltete Momentaufnahme. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das diesjährige Budget ist ein in Zahlen gegossenes Werk mit – in Zeiten von Corona – vielen Fragezeichen und Unwägbarkeiten, aber mit dem festen Willen, die Zukunft positiv zu gestalten (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), eine Zukunft, die im heurigen Budget aufgrund der Krise nur mit sehr unsicheren Zahlen und Daten abgebildet werden kann, quasi eine jeden Tag aufs Neue schon wieder veraltete Momentaufnahme. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Diese Krise stellt unbequeme Fragen, liebe Kolleginnen und Kollegen, und diese werden wir gemeinsam lösen! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Bundesregierung, stoppen Sie den Coronawahnsinn, beenden Sie diese überschießenden Maßnahmen, beenden Sie die Einschränkungen der persönlichen und unternehmerischen Freiheit, und vor allem: Beenden Sie diese vollkommen unsinnige und gesundheitsschädliche Maskenpflicht! – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Heute ist dafür genau jene Person da, die das Geld des Steuerzahlers verwaltet, aber gleichzeitig über das eigens erstellte Budget sagt, dass es quasi ein Fall für den Mistkübel ist, wie wir bereits gehört haben. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn ich schon bei Ihnen bin, Herr Finanzminister Blümel – der mir nicht zuhört –: Sie wirken ähnlich flexibel wie getrockneter Beton! Wenn beispielsweise ein Gastronom so unflexibel auf die Coronakrise reagiert hätte wie Sie beim Erstellen des Budgets, dann hätte uns bereits jetzt eine Pleitewelle erreicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Wirte haben von einem Tag auf den anderen in Eigenregie ein über Jahre oder gar Jahrzehnte eingespieltes System umkrempeln müssen: von Gaststätten, die es gewohnt sind, tagtäglich in ihrem Lokal Gäste zu empfangen, zu reinen Liefer- und Abholbetrieben – und das über Nacht. In der Nacht haben genau diese Menschen nicht schlafen können, weil sie oftmals Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken oder gar kündigen mussten und selbst nicht wussten, wie sie ihre Rechnungen bezahlen sollen. Kleine und mittlere Unternehmer wie zum Beispiel eben Gastronomen haben Sie zu Bittstellern für Almosen bei der Wirtschaftskammer degradiert. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir reden also über ein Fakebudget – das ist schlichtweg eine Farce. Sie stoßen die Menschen vor den Kopf, so geht man aber mit den wahren Leistungsträgern in unserer Gesellschaft nicht um. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
zu schaffen und andererseits eine größtmögliche unternehmerische Freiheit für diese Unternehmen zu sichern. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen sowie des Abg. Hofer.
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzte Damen und Herren der Bundesregierung! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Heute ist ein besonderer Tag – das möchte ich schon erwähnen. Viele Tausende junge Menschen in Österreich haben gerade Matura, ihnen möchte ich sagen: Ich und wir alle gemeinsam, glaube ich, halten euch die Daumen, dass unter diesen speziellen Bedingungen die Matura gut hinhaut. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen sowie des Abg. Hofer.)
Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Der Herr Finanzminister – den Sie zu meiner Linken sehen – nimmt gerade bei den ÖVP Open in Candy Crush teil und hat jetzt nicht unbedingt Zeit, dem Redner zuzuhören – aber das ist eh nichts Neues. (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Der Unterschied zwischen den Schülerinnen und Schülern und Ihnen, Herr Finanzminister, mit Ihrem Budget ist folgender: Sie sind erstens schlecht vorbereitet, Sie haben schlechte Vorarbeiten geleistet – und ob Sie jetzt da sitzen bleiben oder nach einer halben Stunde aufgestanden wären, dieses Budget bekommt sowieso ein Nicht genügend, sehr geehrter Herr Finanzminister! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Der Herr Finanzminister – den Sie zu meiner Linken sehen – nimmt gerade bei den ÖVP Open in Candy Crush teil und hat jetzt nicht unbedingt Zeit, dem Redner zuzuhören – aber das ist eh nichts Neues. (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Der Unterschied zwischen den Schülerinnen und Schülern und Ihnen, Herr Finanzminister, mit Ihrem Budget ist folgender: Sie sind erstens schlecht vorbereitet, Sie haben schlechte Vorarbeiten geleistet – und ob Sie jetzt da sitzen bleiben oder nach einer halben Stunde aufgestanden wären, dieses Budget bekommt sowieso ein Nicht genügend, sehr geehrter Herr Finanzminister! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es geht nicht darum, dass man es nicht kann; man kann selbstverständlich. Sie zeigen immer mit dem Finger nach Deutschland und meinen, die machen etwas schlechter. – Ein Budget bringen sie zustande. Da sieht man halt, wo die Profis und wo die Laiendarsteller sind, Herr Bundesfinanzminister! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Gabriela Schwarz: Halbherzig?!
Diese Ausreden aber, die Sie da verwenden – bei denen Sie so halbherzig von Ihren Kollegen im Abgeordnetenhaus unterstützt werden (Abg. Gabriela Schwarz: Halbherzig?!), die eh wissen, dass das alles nicht so ist, wie Sie sagen, und sich halt auch bemühen, das zu verschleiern –, sind ja nicht nur ein Problem für uns und dieses Hohe Haus. Es ist ungehörig, dass kein Budget vorgelegt wird. Es ist ungehörig, dass Sie sich weigern, konkrete Zahlen bekannt zu geben. Es ist ungehörig, dass Sie alle zu täuschen versuchen. Was aber noch schlimmer ist, ist, dass Sie wissen (Zwischenruf der Abg. Maurer), dass das, was Sie tun, bei den Menschen nicht ankommt.
Zwischenruf der Abg. Maurer
Diese Ausreden aber, die Sie da verwenden – bei denen Sie so halbherzig von Ihren Kollegen im Abgeordnetenhaus unterstützt werden (Abg. Gabriela Schwarz: Halbherzig?!), die eh wissen, dass das alles nicht so ist, wie Sie sagen, und sich halt auch bemühen, das zu verschleiern –, sind ja nicht nur ein Problem für uns und dieses Hohe Haus. Es ist ungehörig, dass kein Budget vorgelegt wird. Es ist ungehörig, dass Sie sich weigern, konkrete Zahlen bekannt zu geben. Es ist ungehörig, dass Sie alle zu täuschen versuchen. Was aber noch schlimmer ist, ist, dass Sie wissen (Zwischenruf der Abg. Maurer), dass das, was Sie tun, bei den Menschen nicht ankommt.
Beifall bei der SPÖ.
Wöginger sagt: Die Menschen müssen uns dankbar sein und Fahnen aufhängen! – Die Menschen ärgern sich inzwischen! Die Menschen ärgern sich, dass sie im Kreis geschickt werden, fleißige, brave Unternehmer werden beispielsweise eine weitere Woche im Kreis herumgeschickt, weil sie vergessen haben, ihr Geburtsdatum anzugeben. Das ist das Problem bei diesen Hilfen! Die, die sie brauchen, bekommen sie nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ
Da gibt es wiederum einen Unterschied zu unserem nördlichen Nachbarn, und dieser ist sehr aussagekräftig: In Deutschland bekommt in der Regel jeder 48 Stunden nach der Antragstellung die Hilfe, die er braucht. In Österreich dauert es schon einmal 48 Stunden, bis man überhaupt diesen Antrag ausfüllen kann, weil er so kompliziert ist und von der Wirtschaftskammer nicht akzeptiert wird (Beifall bei der SPÖ), und das sind Dinge, mit denen Sie unser Land ruinieren. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Köstinger.) – Ja, Frau Köstinger passt es nicht, die keppelt schon herein. Damit ruinieren Sie unser Land. (Zwischenruf der Abg. Gabriela Schwarz.)
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Köstinger.
Da gibt es wiederum einen Unterschied zu unserem nördlichen Nachbarn, und dieser ist sehr aussagekräftig: In Deutschland bekommt in der Regel jeder 48 Stunden nach der Antragstellung die Hilfe, die er braucht. In Österreich dauert es schon einmal 48 Stunden, bis man überhaupt diesen Antrag ausfüllen kann, weil er so kompliziert ist und von der Wirtschaftskammer nicht akzeptiert wird (Beifall bei der SPÖ), und das sind Dinge, mit denen Sie unser Land ruinieren. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Köstinger.) – Ja, Frau Köstinger passt es nicht, die keppelt schon herein. Damit ruinieren Sie unser Land. (Zwischenruf der Abg. Gabriela Schwarz.)
Zwischenruf der Abg. Gabriela Schwarz.
Da gibt es wiederum einen Unterschied zu unserem nördlichen Nachbarn, und dieser ist sehr aussagekräftig: In Deutschland bekommt in der Regel jeder 48 Stunden nach der Antragstellung die Hilfe, die er braucht. In Österreich dauert es schon einmal 48 Stunden, bis man überhaupt diesen Antrag ausfüllen kann, weil er so kompliziert ist und von der Wirtschaftskammer nicht akzeptiert wird (Beifall bei der SPÖ), und das sind Dinge, mit denen Sie unser Land ruinieren. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Köstinger.) – Ja, Frau Köstinger passt es nicht, die keppelt schon herein. Damit ruinieren Sie unser Land. (Zwischenruf der Abg. Gabriela Schwarz.)
Zwischenruf des Abg. Obernosterer
Es gibt aber wie immer eine Ausnahme: Bei einem geht es besonders flott, und zwar beim Herrn Bundeskanzler. Während alle anderen um ihre Existenz bangen, während alle anderen anscheinend Monate brauchen, um irgendein Geld zu bekommen (Zwischenruf des Abg. Obernosterer), macht diese Regierung eiskalt eine Budgetänderung im Bereich der Repräsentationsausgaben – 2019 beim Bundeskanzler: 270 000 Euro, 2020: 1 200 000 Euro. – Das kann man sich wirklich sparen, und das ist etwas, das niemand versteht, geschätzte Damen und Herren! Das ist ein Skandal! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Leichtfried – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: ... der Obernosterer ...! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Leichtfried – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: ... der Obernosterer ...! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Es gibt aber wie immer eine Ausnahme: Bei einem geht es besonders flott, und zwar beim Herrn Bundeskanzler. Während alle anderen um ihre Existenz bangen, während alle anderen anscheinend Monate brauchen, um irgendein Geld zu bekommen (Zwischenruf des Abg. Obernosterer), macht diese Regierung eiskalt eine Budgetänderung im Bereich der Repräsentationsausgaben – 2019 beim Bundeskanzler: 270 000 Euro, 2020: 1 200 000 Euro. – Das kann man sich wirklich sparen, und das ist etwas, das niemand versteht, geschätzte Damen und Herren! Das ist ein Skandal! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Leichtfried – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: ... der Obernosterer ...! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Obernosterer: 20 bis 30 Prozent!
Ich komme jetzt zum Wirtshauspaket, und zwar mit konkreten Zahlen der Prodinger Tourismusberatung zu drei unterschiedlichen Beispielen. Ich nehme nur eines heraus: ein klassisches Wirtshaus in zentraler ländlicher Lage mit einem Jahresumsatz von 444 000 Euro. Der Anteil alkoholfreier Getränke liegt in diesem Fall konkret – das sind keine fiktiven Zahlen – bei 8,4 Prozent. (Abg. Obernosterer: 20 bis 30 Prozent!) Durch die Reduktion der Mehrwertsteuer auf alkoholfreie Getränke von 20 auf 10 Prozent ergibt sich eine Jahresersparnis von 1 400 Euro, sprich halbjährlich – es gilt ja nur bis zum 31.12. – von sage und schreibe 700 Euro. Wenn man noch die Umstellung mit hineinnimmt, muss man sagen, dass unterm Strich wenig bis nichts übrig bleibt. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Obernosterer.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Obernosterer.
Ich komme jetzt zum Wirtshauspaket, und zwar mit konkreten Zahlen der Prodinger Tourismusberatung zu drei unterschiedlichen Beispielen. Ich nehme nur eines heraus: ein klassisches Wirtshaus in zentraler ländlicher Lage mit einem Jahresumsatz von 444 000 Euro. Der Anteil alkoholfreier Getränke liegt in diesem Fall konkret – das sind keine fiktiven Zahlen – bei 8,4 Prozent. (Abg. Obernosterer: 20 bis 30 Prozent!) Durch die Reduktion der Mehrwertsteuer auf alkoholfreie Getränke von 20 auf 10 Prozent ergibt sich eine Jahresersparnis von 1 400 Euro, sprich halbjährlich – es gilt ja nur bis zum 31.12. – von sage und schreibe 700 Euro. Wenn man noch die Umstellung mit hineinnimmt, muss man sagen, dass unterm Strich wenig bis nichts übrig bleibt. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Obernosterer.)
in Richtung Abg. Obernosterer
Wer tatsächlich von diesem Paket profitiert (in Richtung Abg. Obernosterer), ist zum Beispiel McDonald’s. Der darf profitieren. Das ist eine McDonald’s-Förderung, aber keine Wirteförderung!
Beifall bei der FPÖ.
Dieses Paket entlastet die Tourismuswirtschaft und lässt vor allem die Unternehmer arbeiten. Das können sie am besten. Ich bitte um Zustimmung. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn wir eine Budgetdebatte führen, dann müssen die Oppositionsparteien halt natürlich Kritik üben. Ich bin aber sehr überrascht, dass diese Kritik wirklich zum Teil ganz, ganz substanzlos ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Leichtfried
Ich bringe Ihnen drei Beispiele, machen wir es jetzt ganz konkret: Kollege Leichtfried hat gerade gesagt, die Deutschen haben das viel anders, viel besser gemacht, die haben einen Nachtragsvoranschlag eingebracht. Da hat Kollege Leichtfried noch recht: Am 23. März hat das Bundeskabinett in Deutschland einen neuen Nachtragsvoranschlag eingebracht. Herr Kollege Leichtfried, Herr Kollege Matznetter, wissen Sie, wie viel Einnahmenentfall die Deutschen budgetiert haben?– Herr Kollege Matznetter hat schon zugegeben (Zwischenruf des Abg. Leichtfried), dass er das nicht weiß, es sind nämlich 33 Milliarden Euro. Heruntergebrochen auf Österreich wären das 3 Milliarden Euro. (Zwischenrufe der Abgeordneten Leichtfried und Matznetter.) Ganz ehrlich: Diese Zahl ist genauso unrichtig wie jene, die derzeit auch im österreichischen Budget steht, weil die Zahlen ganz einfach nicht prognostizierbar sind. Ich würde Sie wirklich bitten, das zur Kenntnis zu nehmen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Matznetter und Kassegger.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Leichtfried und Matznetter.
Ich bringe Ihnen drei Beispiele, machen wir es jetzt ganz konkret: Kollege Leichtfried hat gerade gesagt, die Deutschen haben das viel anders, viel besser gemacht, die haben einen Nachtragsvoranschlag eingebracht. Da hat Kollege Leichtfried noch recht: Am 23. März hat das Bundeskabinett in Deutschland einen neuen Nachtragsvoranschlag eingebracht. Herr Kollege Leichtfried, Herr Kollege Matznetter, wissen Sie, wie viel Einnahmenentfall die Deutschen budgetiert haben?– Herr Kollege Matznetter hat schon zugegeben (Zwischenruf des Abg. Leichtfried), dass er das nicht weiß, es sind nämlich 33 Milliarden Euro. Heruntergebrochen auf Österreich wären das 3 Milliarden Euro. (Zwischenrufe der Abgeordneten Leichtfried und Matznetter.) Ganz ehrlich: Diese Zahl ist genauso unrichtig wie jene, die derzeit auch im österreichischen Budget steht, weil die Zahlen ganz einfach nicht prognostizierbar sind. Ich würde Sie wirklich bitten, das zur Kenntnis zu nehmen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Matznetter und Kassegger.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Matznetter und Kassegger.
Ich bringe Ihnen drei Beispiele, machen wir es jetzt ganz konkret: Kollege Leichtfried hat gerade gesagt, die Deutschen haben das viel anders, viel besser gemacht, die haben einen Nachtragsvoranschlag eingebracht. Da hat Kollege Leichtfried noch recht: Am 23. März hat das Bundeskabinett in Deutschland einen neuen Nachtragsvoranschlag eingebracht. Herr Kollege Leichtfried, Herr Kollege Matznetter, wissen Sie, wie viel Einnahmenentfall die Deutschen budgetiert haben?– Herr Kollege Matznetter hat schon zugegeben (Zwischenruf des Abg. Leichtfried), dass er das nicht weiß, es sind nämlich 33 Milliarden Euro. Heruntergebrochen auf Österreich wären das 3 Milliarden Euro. (Zwischenrufe der Abgeordneten Leichtfried und Matznetter.) Ganz ehrlich: Diese Zahl ist genauso unrichtig wie jene, die derzeit auch im österreichischen Budget steht, weil die Zahlen ganz einfach nicht prognostizierbar sind. Ich würde Sie wirklich bitten, das zur Kenntnis zu nehmen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Matznetter und Kassegger.)
Abg. Kassegger: Nicht detailliert!
die Coronahilfsgelder ausgegeben werden (Abg. Kassegger: Nicht detailliert!), und die Opposition ist herzlich eingeladen, jede einzelne Zahl zu hinterfragen. Der Rechnungshof hat die Möglichkeit, all diese Maßnahmen zu prüfen. Davon zu sprechen, dass es keine Kontrolle gibt, ist sehr – ich würde nicht sagen: lachhaft – abwegig. (Zwischenruf des Abg. Vogl.)
Zwischenruf des Abg. Vogl.
die Coronahilfsgelder ausgegeben werden (Abg. Kassegger: Nicht detailliert!), und die Opposition ist herzlich eingeladen, jede einzelne Zahl zu hinterfragen. Der Rechnungshof hat die Möglichkeit, all diese Maßnahmen zu prüfen. Davon zu sprechen, dass es keine Kontrolle gibt, ist sehr – ich würde nicht sagen: lachhaft – abwegig. (Zwischenruf des Abg. Vogl.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Leichtfried: Das war jetzt eher eine wirre Rede!
In diesem Sinne: Die Vorgangsweise ist eine gute. Wir bringen Österreich mit Sicherheit mit einem gesunden Optimismus wieder auf einen guten Weg, und da wäre natürlich auch ein Schulterschluss im Parlament sehr gefordert. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Leichtfried: Das war jetzt eher eine wirre Rede!)
Zwischenruf der Abg. Gabriela Schwarz.
Kollege Hanger von der ÖVP hat gerade das hervorragende Krisenmanagement der Bundesregierung gelobt. – Ja bitte, das ist ja eine Verhöhnung der Betroffenen! Was ist da hervorragend? Wo ist das Krisenmanagement? Wie schaut es mit der Wirtschaftskrise aus? Wie schaut es mit der sozialen Krise aus? (Zwischenruf der Abg. Gabriela Schwarz.) Wie schaut es mit der Existenzkrise vieler Menschen aus? (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Wenn Sie das hier zum Besten geben, sich herstellen und sagen: Das ist ein hervorragendes Krisenmanagement, wir haben alles im Griff, alles wird gut und alles ist gut!, dann sage ich, meine sehr geehrten Damen und Herren, das ist eine Verhöhnung jener zigtausend Menschen, die unter Ihren unverantwortlichen Maßnahmen zu leiden haben. Das ist die Wahrheit! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Kollege Hanger von der ÖVP hat gerade das hervorragende Krisenmanagement der Bundesregierung gelobt. – Ja bitte, das ist ja eine Verhöhnung der Betroffenen! Was ist da hervorragend? Wo ist das Krisenmanagement? Wie schaut es mit der Wirtschaftskrise aus? Wie schaut es mit der sozialen Krise aus? (Zwischenruf der Abg. Gabriela Schwarz.) Wie schaut es mit der Existenzkrise vieler Menschen aus? (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Wenn Sie das hier zum Besten geben, sich herstellen und sagen: Das ist ein hervorragendes Krisenmanagement, wir haben alles im Griff, alles wird gut und alles ist gut!, dann sage ich, meine sehr geehrten Damen und Herren, das ist eine Verhöhnung jener zigtausend Menschen, die unter Ihren unverantwortlichen Maßnahmen zu leiden haben. Das ist die Wahrheit! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Kollege Hanger von der ÖVP hat gerade das hervorragende Krisenmanagement der Bundesregierung gelobt. – Ja bitte, das ist ja eine Verhöhnung der Betroffenen! Was ist da hervorragend? Wo ist das Krisenmanagement? Wie schaut es mit der Wirtschaftskrise aus? Wie schaut es mit der sozialen Krise aus? (Zwischenruf der Abg. Gabriela Schwarz.) Wie schaut es mit der Existenzkrise vieler Menschen aus? (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Wenn Sie das hier zum Besten geben, sich herstellen und sagen: Das ist ein hervorragendes Krisenmanagement, wir haben alles im Griff, alles wird gut und alles ist gut!, dann sage ich, meine sehr geehrten Damen und Herren, das ist eine Verhöhnung jener zigtausend Menschen, die unter Ihren unverantwortlichen Maßnahmen zu leiden haben. Das ist die Wahrheit! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, wenn das alles so großartig ist und wenn es heißt: „Koste es, was es wolle“, wir helfen jedem Betroffenen!, wieso hört man dann nie etwas davon, dass das Geld ankommt? – Ich höre immer nur von Wirten, von Unternehmern, von kleinen Betrieben, dass schon das Ausfüllen der Anträge ein riesengroßes Problem ist und dass dann aus irgendwelchen Gründen kein Geld fließt. Ich habe noch von keinem einzigen Unternehmer gehört, dass von diesen Dingen, diesem Katastrophenfonds und diesen ganzen Hilfspaketen, die Sie ständig ankündigen, etwas ankommt. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Bei jeder Pressekonferenz schmeißen Sie verbal mit den Milliarden um sich, aber diese Milliarden kommen bei den Menschen nicht an. Das ist Unwissenheit, das ist eine bewusste Falschinformation von Ihnen. Sie wissen ganz genau, dass das nicht funktioniert.
Zwischenruf bei der ÖVP.
Auch die 23-Uhr-Sperrstunde gehört weg, das ist willkürlich. Das Plexiglas wird auch nicht wirklich viel bringen. Die 23-Uhr-Sperrstunde ist umsatzschädigend, sie ist wirtschaftsschädigend und irrational. Bis 23 Uhr kann man im Gasthaus sitzen, und um 23.01 Uhr ist die Virenbedrohung größer. – Das glaubt Ihnen ja kein Mensch mehr! Das funktioniert ja so nicht, meine Damen und Herren! (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Die gleiche Situation gab es übrigens bei Sebastian Kurz’ Besuch im Kleinwalsertal, da wurde ja die Bevölkerung sogar zuvor aufgefordert, die Häuser zu beflaggen und Huldigungen für den großen Erlöser stattfinden zu lassen. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Das ist ja eine offizielle Aufforderung der Gemeinde vor Ort gewesen, das wissen Sie ganz genau. Schuld waren alle anderen: Die Journalisten dort, die Menschen waren schuld. Im Gegensatz zu Herrn Kurz hat sich der Herr Bundespräsident zumindest entschuldigt. Das schaffte Herr Kurz nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die gleiche Situation gab es übrigens bei Sebastian Kurz’ Besuch im Kleinwalsertal, da wurde ja die Bevölkerung sogar zuvor aufgefordert, die Häuser zu beflaggen und Huldigungen für den großen Erlöser stattfinden zu lassen. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Das ist ja eine offizielle Aufforderung der Gemeinde vor Ort gewesen, das wissen Sie ganz genau. Schuld waren alle anderen: Die Journalisten dort, die Menschen waren schuld. Im Gegensatz zu Herrn Kurz hat sich der Herr Bundespräsident zumindest entschuldigt. Das schaffte Herr Kurz nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abschließend ein kleiner Vergleich, um zu verdeutlichen, wie hier mit zweierlei Maß gemessen wird: In der Steiermark hat es zu Beginn der Maßnahmen einen Vorfall mit einem Landtagsabgeordneten der Freiheitlichen Partei gegeben, mit einem jungen Landtagsabgeordneten, der nichts anderes gemacht hat, als sich in einem Vereinsheim zu einer Besprechung mit drei weiteren Funktionären zu treffen. Diese haben dabei ein Bier getrunken. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ja, das war dann der große Lebensgefährder, das war der große Skandal, da gab es auch vonseiten der ÖVP Rücktrittsforderungen. Er musste es sich gefallen lassen, in Zeitungen mehrfach als Idiot und Depp bezeichnet zu werden. Da wurde eine Hetzkampagne gegen einen jungen Menschen losgetreten, der einen Fehler gemacht hat, der sich entschuldigt hat, was aber nicht zur Kenntnis genommen wurde. Es wird heute noch gegen ihn gehetzt, weil er sich erlaubt, noch im Gemeinderat zu sitzen und auch wieder zu kandidieren. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wenn aber Herr Sebastian Kurz gegen alle Verordnungen und Maßnahmen verstößt, wenn es der Herr Bundespräsident macht, ist es egal. Mit dem Finger gezeigt wird nur auf die Freiheitlichen, und das ist schäbig, meine Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abschließend ein kleiner Vergleich, um zu verdeutlichen, wie hier mit zweierlei Maß gemessen wird: In der Steiermark hat es zu Beginn der Maßnahmen einen Vorfall mit einem Landtagsabgeordneten der Freiheitlichen Partei gegeben, mit einem jungen Landtagsabgeordneten, der nichts anderes gemacht hat, als sich in einem Vereinsheim zu einer Besprechung mit drei weiteren Funktionären zu treffen. Diese haben dabei ein Bier getrunken. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ja, das war dann der große Lebensgefährder, das war der große Skandal, da gab es auch vonseiten der ÖVP Rücktrittsforderungen. Er musste es sich gefallen lassen, in Zeitungen mehrfach als Idiot und Depp bezeichnet zu werden. Da wurde eine Hetzkampagne gegen einen jungen Menschen losgetreten, der einen Fehler gemacht hat, der sich entschuldigt hat, was aber nicht zur Kenntnis genommen wurde. Es wird heute noch gegen ihn gehetzt, weil er sich erlaubt, noch im Gemeinderat zu sitzen und auch wieder zu kandidieren. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wenn aber Herr Sebastian Kurz gegen alle Verordnungen und Maßnahmen verstößt, wenn es der Herr Bundespräsident macht, ist es egal. Mit dem Finger gezeigt wird nur auf die Freiheitlichen, und das ist schäbig, meine Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abschließend ein kleiner Vergleich, um zu verdeutlichen, wie hier mit zweierlei Maß gemessen wird: In der Steiermark hat es zu Beginn der Maßnahmen einen Vorfall mit einem Landtagsabgeordneten der Freiheitlichen Partei gegeben, mit einem jungen Landtagsabgeordneten, der nichts anderes gemacht hat, als sich in einem Vereinsheim zu einer Besprechung mit drei weiteren Funktionären zu treffen. Diese haben dabei ein Bier getrunken. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ja, das war dann der große Lebensgefährder, das war der große Skandal, da gab es auch vonseiten der ÖVP Rücktrittsforderungen. Er musste es sich gefallen lassen, in Zeitungen mehrfach als Idiot und Depp bezeichnet zu werden. Da wurde eine Hetzkampagne gegen einen jungen Menschen losgetreten, der einen Fehler gemacht hat, der sich entschuldigt hat, was aber nicht zur Kenntnis genommen wurde. Es wird heute noch gegen ihn gehetzt, weil er sich erlaubt, noch im Gemeinderat zu sitzen und auch wieder zu kandidieren. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wenn aber Herr Sebastian Kurz gegen alle Verordnungen und Maßnahmen verstößt, wenn es der Herr Bundespräsident macht, ist es egal. Mit dem Finger gezeigt wird nur auf die Freiheitlichen, und das ist schäbig, meine Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ändern Sie Ihren Kurs! Hören Sie mit dieser Maskerade, mit dieser Symbol- und Angstpolitik auf! Lassen Sie endlich die Wirtschaft wieder leben, und Sie, Herr Finanzminister, sorgen Sie für ein ordentliches Budget! Mehr kann ich zu Ihrem Budget nicht sagen, weil alle hier im Raum wissen, dass es das Papier nicht wert ist, dass es für den Mistkübel ist – das haben Sie selbst gesagt – und dass es nicht halten wird. Bitte ändern Sie endlich Ihren Kurs! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Wöginger: Sozialistische Internationale funktioniert noch!
macht aber nichts, service is our success. Sie machen es besser als Sie. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Wöginger: Sozialistische Internationale funktioniert noch!)
Abg. Wöginger: Ibiza-Nationalratswahl, nicht?
Abgeordneter MMMag. Dr. Axel Kassegger (FPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Im Übrigen eine Ergänzung zu Kollegen Matznetter: Die Deutschen haben im Gegensatz zu uns ihr ordentliches Budget für 2020 schon im Oktober 2019 beschlossen. All das, was sie jetzt machen, ist State of the Art: Man macht es selbstverständlich mit Nachtragsbudgets auf Grundlage entsprechender Lageänderungen. (Abg. Wöginger: Ibiza-Nationalratswahl, nicht?) – Wir können darüber jetzt diskutieren, Faktum ist, dass wir nach wie vor kein Budget haben. (Zwischenruf des Abg. Vogl.) Was 180 Abgeordnete heute diskutieren müssen beziehungsweise die ganze vorige Woche diskutieren mussten, dazu muss ich Ihnen ganz ehrlich sagen, ich bin jetzt auch schon eine bestimmte Zeit – sieben Jahre – im Parlament, aber so etwas ist mir in dieser Dimension der Sinnlosigkeit wie das, was wir in der letzten Woche gemacht haben und in dieser Woche machen werden, noch nicht passiert.
Zwischenruf des Abg. Vogl.
Abgeordneter MMMag. Dr. Axel Kassegger (FPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Im Übrigen eine Ergänzung zu Kollegen Matznetter: Die Deutschen haben im Gegensatz zu uns ihr ordentliches Budget für 2020 schon im Oktober 2019 beschlossen. All das, was sie jetzt machen, ist State of the Art: Man macht es selbstverständlich mit Nachtragsbudgets auf Grundlage entsprechender Lageänderungen. (Abg. Wöginger: Ibiza-Nationalratswahl, nicht?) – Wir können darüber jetzt diskutieren, Faktum ist, dass wir nach wie vor kein Budget haben. (Zwischenruf des Abg. Vogl.) Was 180 Abgeordnete heute diskutieren müssen beziehungsweise die ganze vorige Woche diskutieren mussten, dazu muss ich Ihnen ganz ehrlich sagen, ich bin jetzt auch schon eine bestimmte Zeit – sieben Jahre – im Parlament, aber so etwas ist mir in dieser Dimension der Sinnlosigkeit wie das, was wir in der letzten Woche gemacht haben und in dieser Woche machen werden, noch nicht passiert.
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Wir werden ein Budget beschließen, von dem Sie selbst sagen, dass Sie es bereits in den Mistkübel geschmissen haben, von dem auch Ministerkollegen sagen, dass wir über Zahlen von Februar sprechen. Sie sagen: Die Zahlen sind falsch, das wissen wir, aber wir sagen euch keine aktuellen Zahlen. – Selbstverständlich gibt es die aktuellen Zahlen – wir können uns an den Budgetausschuss erinnern –, sie werden jedoch einfach nicht mitgeteilt und dem Parlament nicht gesagt. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Das ist schon eine Missachtung des Parlaments.
Zwischenruf der Abg. Steinacker.
Der Beirat hat überhaupt keine Kompetenzen und ist nach guter, alter Tradition besetzt. (Zwischenruf der Abg. Steinacker.) Da sitzen mehr Kämmerer drinnen als Oppositionsabgeordnete, es gibt nämlich fünf Sitze für die Kammern und drei gestehen Sie der Opposition zu. Das Absurde daran ist – Kollege Scherak lächelt schon – das suspensive Vetorecht, also so à la Bundesrat: Man kann etwas verschieben, allerdings nur dann, wenn vier Beiratsmitglieder das beantragen. Meinen Sie das ernst, dass das eine Alternative ist? Deswegen lehnen wir das völlig ab! Ganz wichtig ist jetzt – und dazu wird die Nagelprobe am Donnerstag kommen – der Cofag-Unterausschuss des Parlaments. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) – Na ja, die Junktimierung ist eben nicht in Ordnung, Herr Kollege Wöginger. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Natürlich junktimieren Sie das, weil Sie eine Ausrede haben wollen, um den Unterausschuss nicht zu machen. Ich sage Ihnen eines: Wir sind nicht bereit, und zwar absolut nicht bereit, 15 Milliarden Euro im Rahmen der Cofag ohne parlamentarische Kontrolle vergeben zu lassen.
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Der Beirat hat überhaupt keine Kompetenzen und ist nach guter, alter Tradition besetzt. (Zwischenruf der Abg. Steinacker.) Da sitzen mehr Kämmerer drinnen als Oppositionsabgeordnete, es gibt nämlich fünf Sitze für die Kammern und drei gestehen Sie der Opposition zu. Das Absurde daran ist – Kollege Scherak lächelt schon – das suspensive Vetorecht, also so à la Bundesrat: Man kann etwas verschieben, allerdings nur dann, wenn vier Beiratsmitglieder das beantragen. Meinen Sie das ernst, dass das eine Alternative ist? Deswegen lehnen wir das völlig ab! Ganz wichtig ist jetzt – und dazu wird die Nagelprobe am Donnerstag kommen – der Cofag-Unterausschuss des Parlaments. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) – Na ja, die Junktimierung ist eben nicht in Ordnung, Herr Kollege Wöginger. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Natürlich junktimieren Sie das, weil Sie eine Ausrede haben wollen, um den Unterausschuss nicht zu machen. Ich sage Ihnen eines: Wir sind nicht bereit, und zwar absolut nicht bereit, 15 Milliarden Euro im Rahmen der Cofag ohne parlamentarische Kontrolle vergeben zu lassen.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Der Beirat hat überhaupt keine Kompetenzen und ist nach guter, alter Tradition besetzt. (Zwischenruf der Abg. Steinacker.) Da sitzen mehr Kämmerer drinnen als Oppositionsabgeordnete, es gibt nämlich fünf Sitze für die Kammern und drei gestehen Sie der Opposition zu. Das Absurde daran ist – Kollege Scherak lächelt schon – das suspensive Vetorecht, also so à la Bundesrat: Man kann etwas verschieben, allerdings nur dann, wenn vier Beiratsmitglieder das beantragen. Meinen Sie das ernst, dass das eine Alternative ist? Deswegen lehnen wir das völlig ab! Ganz wichtig ist jetzt – und dazu wird die Nagelprobe am Donnerstag kommen – der Cofag-Unterausschuss des Parlaments. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) – Na ja, die Junktimierung ist eben nicht in Ordnung, Herr Kollege Wöginger. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Natürlich junktimieren Sie das, weil Sie eine Ausrede haben wollen, um den Unterausschuss nicht zu machen. Ich sage Ihnen eines: Wir sind nicht bereit, und zwar absolut nicht bereit, 15 Milliarden Euro im Rahmen der Cofag ohne parlamentarische Kontrolle vergeben zu lassen.
Beifall bei der FPÖ.
Wen betrifft es denn? – Die Cofag ist für größere Unternehmen gemacht, die werden also wahrscheinlich nicht zurückgelassen werden. Nicht mit uns! Das ist das Mindeste, was eingerichtet werden muss, und das ist für Sie die Nagelprobe, ob Sie es wirklich ernst meinen, und dann können wir im Cofag-Unterausschuss parlamentarisch weiterreden, und das nicht beschränkt durch irgendwelche Verweise auf Bankgeheimnisse et cetera, sondern parlamentarisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Jeder Abgeordnete sollte da Zugang zu ausreichender Information haben. Ich bin schon sehr gespannt darauf, was da am Donnerstag passieren wird. Es ist ja im Geschäftsordnungsausschuss auf der Tagesordnung. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kassegger: Sie haben es nicht verstanden oder Sie wollen es nicht verstehen!
Abgeordneter Andreas Ottenschläger (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Werte Kolleginnen und Kollegen hier im Hohen Haus! Vor allem aber auch sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Ich kann gleich auf meinen Vorredner replizieren. Das ist natürlich schon sehr interessant: Auf der einen Seite sagen Sie den ganzen Vormittag über, dass die Hilfen zu bürokratisch sind und es dieses Formularunwesen gibt, und auf der anderen Seite stellen Sie sich jetzt gerade her und sagen: Wir wollen aber alles überprüfen. (Abg. Kassegger: Sie haben es nicht verstanden oder Sie wollen es nicht verstehen!) Jetzt frage ich Sie ernsthaft: Wie sollen Sie etwas ohne eine entsprechende Dokumentation überprüfen? (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Andreas Ottenschläger (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Werte Kolleginnen und Kollegen hier im Hohen Haus! Vor allem aber auch sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Ich kann gleich auf meinen Vorredner replizieren. Das ist natürlich schon sehr interessant: Auf der einen Seite sagen Sie den ganzen Vormittag über, dass die Hilfen zu bürokratisch sind und es dieses Formularunwesen gibt, und auf der anderen Seite stellen Sie sich jetzt gerade her und sagen: Wir wollen aber alles überprüfen. (Abg. Kassegger: Sie haben es nicht verstanden oder Sie wollen es nicht verstehen!) Jetzt frage ich Sie ernsthaft: Wie sollen Sie etwas ohne eine entsprechende Dokumentation überprüfen? (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Kassegger.
Das heißt, der Finanzminister hat auch die Funktion – und ich habe das an dieser Stelle das letzte Mal auch schon gesagt – als Treuhänder für alle Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Auch in einer Situation wie dieser muss er gewährleisten, dass eben auch durch gewisse bürokratische Maßnahmen entsprechend für die Dokumentation Sorge getragen wird, dass diejenigen, die die Hilfe wirklich brauchen, sie auch bekommen und dass eben kein Missbrauch entsteht. (Zwischenruf des Abg. Kassegger.) Deswegen gibt es auch diese Auflagen, und da sollten die Zuseherinnen und Zuseher auch wissen: Sie messen hier mit zweierlei Maß! Sie sagen auf der einen Seite: Es ist zu viel Bürokratie!, Sie stellen sich aber gleichzeitig her und sagen: Wir werden genau schauen, wer welches Geld bekommen hat und warum. (Abg. Kassegger: Aber nicht wegen 500 Euro!) Und ich wiederhole: Wie soll man das als Parlament überprüfen, wenn es keine entsprechende Dokumentation dafür gibt?
Abg. Kassegger: Aber nicht wegen 500 Euro!
Das heißt, der Finanzminister hat auch die Funktion – und ich habe das an dieser Stelle das letzte Mal auch schon gesagt – als Treuhänder für alle Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Auch in einer Situation wie dieser muss er gewährleisten, dass eben auch durch gewisse bürokratische Maßnahmen entsprechend für die Dokumentation Sorge getragen wird, dass diejenigen, die die Hilfe wirklich brauchen, sie auch bekommen und dass eben kein Missbrauch entsteht. (Zwischenruf des Abg. Kassegger.) Deswegen gibt es auch diese Auflagen, und da sollten die Zuseherinnen und Zuseher auch wissen: Sie messen hier mit zweierlei Maß! Sie sagen auf der einen Seite: Es ist zu viel Bürokratie!, Sie stellen sich aber gleichzeitig her und sagen: Wir werden genau schauen, wer welches Geld bekommen hat und warum. (Abg. Kassegger: Aber nicht wegen 500 Euro!) Und ich wiederhole: Wie soll man das als Parlament überprüfen, wenn es keine entsprechende Dokumentation dafür gibt?
Beifall bei der ÖVP.
Matznetter: Das läuft sehr gut!) Ich sage Ihnen auch, warum: Sie haben in der Vergangenheit über viele Jahrzehnte hinweg bewiesen, dass Sie im Zweifelsfall den Unternehmern lieber Steine in den Weg legen als sie zu entlasten. (Beifall bei der ÖVP.) Sich jetzt herzustellen und zu glauben, die Speerspitze für die Unternehmerinnen und Unternehmer in diesem Land sein zu können, ist mehr als unglaubwürdig. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Mir würden dazu noch andere Worte einfallen.
Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Matznetter: Das läuft sehr gut!) Ich sage Ihnen auch, warum: Sie haben in der Vergangenheit über viele Jahrzehnte hinweg bewiesen, dass Sie im Zweifelsfall den Unternehmern lieber Steine in den Weg legen als sie zu entlasten. (Beifall bei der ÖVP.) Sich jetzt herzustellen und zu glauben, die Speerspitze für die Unternehmerinnen und Unternehmer in diesem Land sein zu können, ist mehr als unglaubwürdig. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Mir würden dazu noch andere Worte einfallen.
Abg. Wöginger: Ja, genau!
Eines ist auch sehr interessant: In der gesamten Debatte zum Thema Budget über den ganzen Vormittag hinweg ist eine Kritik an der Vorgangsweise, die eben auch der jetzigen Situation geschuldet ist, die eine Situation der Unsicherheit ist, sodass gewisse Zahlen einfach nicht prognostizierbar sind, durchaus legitim und man kann darüber debattieren. Eines war jetzt aber schon interessant: Es hat eigentlich kaum jemanden von den Oppositionsabgeordneten gegeben, der das Budget in seinen Schwerpunkten kritisiert hätte. (Abg. Wöginger: Ja, genau!) Das würde die Interpretation zulassen, dass es eigentlich ein sehr gutes Budget ist! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Wöginger: Ja, das ist so!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Wöginger: Ja, das ist so!
Eines ist auch sehr interessant: In der gesamten Debatte zum Thema Budget über den ganzen Vormittag hinweg ist eine Kritik an der Vorgangsweise, die eben auch der jetzigen Situation geschuldet ist, die eine Situation der Unsicherheit ist, sodass gewisse Zahlen einfach nicht prognostizierbar sind, durchaus legitim und man kann darüber debattieren. Eines war jetzt aber schon interessant: Es hat eigentlich kaum jemanden von den Oppositionsabgeordneten gegeben, der das Budget in seinen Schwerpunkten kritisiert hätte. (Abg. Wöginger: Ja, genau!) Das würde die Interpretation zulassen, dass es eigentlich ein sehr gutes Budget ist! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Wöginger: Ja, das ist so!)
Oje-Rufe bei der ÖVP. – Rufe bei der ÖVP: Nein!
Präsidentin Doris Bures: Mir liegt jetzt noch eine Wortmeldung von Herrn Abgeordneten Jörg Leichtfried vor. – Bitte. (Oje-Rufe bei der ÖVP. – Rufe bei der ÖVP: Nein!)
Widerspruch bei der ÖVP
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Kolleginnen und Kollegen! Ja, auch wenn es Herr Kollege Ottenschläger nicht zur Kenntnis nehmen möchte: In unseren Wahlkreisen werden wir massiv von Kleinunternehmern, Einpersonenunternehmen, selbstverständlich auch von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern angesprochen. Wäre ich jetzt bei der Österreichischen Volkspartei mit diesem Selbstverständnis, das Herr Ottenschläger relativ präpotent von sich gegeben hat (Widerspruch bei der ÖVP), dann würde ich mir ernsthaft Sorgen machen, wenn jetzt schon die Unternehmerinnen und Unternehmer zur Sozialdemokratischen Partei kommen und sich über die Österreichische Volkspartei beschweren! (Abg. Matznetter: Sogar von der Wirtschaftskammer!) Das ist nämlich die Situation! (Beifall bei der SPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Abg. Matznetter: Sogar von der Wirtschaftskammer!
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Kolleginnen und Kollegen! Ja, auch wenn es Herr Kollege Ottenschläger nicht zur Kenntnis nehmen möchte: In unseren Wahlkreisen werden wir massiv von Kleinunternehmern, Einpersonenunternehmen, selbstverständlich auch von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern angesprochen. Wäre ich jetzt bei der Österreichischen Volkspartei mit diesem Selbstverständnis, das Herr Ottenschläger relativ präpotent von sich gegeben hat (Widerspruch bei der ÖVP), dann würde ich mir ernsthaft Sorgen machen, wenn jetzt schon die Unternehmerinnen und Unternehmer zur Sozialdemokratischen Partei kommen und sich über die Österreichische Volkspartei beschweren! (Abg. Matznetter: Sogar von der Wirtschaftskammer!) Das ist nämlich die Situation! (Beifall bei der SPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Kolleginnen und Kollegen! Ja, auch wenn es Herr Kollege Ottenschläger nicht zur Kenntnis nehmen möchte: In unseren Wahlkreisen werden wir massiv von Kleinunternehmern, Einpersonenunternehmen, selbstverständlich auch von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern angesprochen. Wäre ich jetzt bei der Österreichischen Volkspartei mit diesem Selbstverständnis, das Herr Ottenschläger relativ präpotent von sich gegeben hat (Widerspruch bei der ÖVP), dann würde ich mir ernsthaft Sorgen machen, wenn jetzt schon die Unternehmerinnen und Unternehmer zur Sozialdemokratischen Partei kommen und sich über die Österreichische Volkspartei beschweren! (Abg. Matznetter: Sogar von der Wirtschaftskammer!) Das ist nämlich die Situation! (Beifall bei der SPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir von der SPÖ bekennen uns dazu, dass in dieser Krise auch Medien geholfen werden muss, weil diese Zeit auch für Medien eine ökonomisch besonders herausfordernde ist. Das trifft auf elektronische Medien, seien es kommerzielle oder nichtkommerzielle, genauso zu wie auf konventionelle Printmedien oder digitale Medien. Sinnvoll wäre es jedenfalls, Leistungen publizistischer Medien mit gut ausgestatteten Redaktionen und MitarbeiterInnen mit Kollektivverträgen zu unterstützen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn wir uns aber die Details dieser Medienförderung ansehen, dann stellen wir fest, dass einige vollständig durch die Finger schauen, obwohl in Summe 32 Millionen Euro an österreichische Medienbetriebe zusätzlich ausgeschüttet werden. Da momentan eine Zeit ist, die jede Macht im Staat braucht, gerade und besonders auch die vierte, die kontrollierende, ist es richtig, jetzt kritische Medien zu unterstützen. Die konkrete Ausformung allerdings macht deutlich: Medien wollen sie schon, allzu kritisch sollen sie aber nicht sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich gestehe Ihnen zu, dass ein Notprogramm nicht der längst fällige neue Entwurf einer zeitgemäßen Medienförderung ist und sein kann, aber was Sie da geliefert haben, kann man nur mit einer Formel aus dem Tasso beschreiben: Man merkt die Absicht, und man ist verstimmt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Präsidentin Doris Bures: Ich begrüße auch die drei Volksanwälte und die Präsidentin des Rechnungshofes sehr herzlich. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Abg. Vogl: Und um die Frage, wofür!
Abgeordneter Mag. Wolfgang Gerstl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin, vielen Dank für die Einleitung am Beginn der Debatte, denn ich glaube, dass es für die Zuseherinnen und Zuseher sehr, sehr wichtig ist, dass wir das auch erklären. Es fand zuvor diese Allgemeindebatte statt, bei der man sehr allgemein die Kritik der Opposition gehört hat und gemeint wurde, es sei ein Fakebudget. Jetzt geht es genau um das konkrete Budget, nämlich das für die einzelnen Ressorts: Wie viel Geld bekommt das Parlament? Wie viel Geld bekommt das Bundeskanzleramt? Wie viel Geld bekommt die Volksanwaltschaft et cetera? (Abg. Vogl: Und um die Frage, wofür!) Ich glaube, meine sehr geehrten Damen und Herren, es zeigt sich somit sofort, schon alleine aufgrund der Struktur der Diskussion, dass dieser Vorwurf der Opposition, es handle sich um ein Fakebudget, einfach ins Leere geht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Wolfgang Gerstl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin, vielen Dank für die Einleitung am Beginn der Debatte, denn ich glaube, dass es für die Zuseherinnen und Zuseher sehr, sehr wichtig ist, dass wir das auch erklären. Es fand zuvor diese Allgemeindebatte statt, bei der man sehr allgemein die Kritik der Opposition gehört hat und gemeint wurde, es sei ein Fakebudget. Jetzt geht es genau um das konkrete Budget, nämlich das für die einzelnen Ressorts: Wie viel Geld bekommt das Parlament? Wie viel Geld bekommt das Bundeskanzleramt? Wie viel Geld bekommt die Volksanwaltschaft et cetera? (Abg. Vogl: Und um die Frage, wofür!) Ich glaube, meine sehr geehrten Damen und Herren, es zeigt sich somit sofort, schon alleine aufgrund der Struktur der Diskussion, dass dieser Vorwurf der Opposition, es handle sich um ein Fakebudget, einfach ins Leere geht. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Vogl und Loacker
Wer, wenn nicht unser Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka, ist da der Berufenste? Er als Historiker ist derjenige, der weiß, wie wichtig Demokratie für den Zusammenhalt in der Gesellschaft ist (Zwischenrufe der Abgeordneten Vogl und Loacker), und daher hat er das Parlament auch durch eine externe Firma durchleuchten lassen und hat damit das Parlament auch neu aufgestellt. Er hat eine Einheit geschaffen, die Demokratikum heißt. (Zwischenrufe der Abgeordneten Bernhard und Vogl.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Bernhard und Vogl.
Wer, wenn nicht unser Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka, ist da der Berufenste? Er als Historiker ist derjenige, der weiß, wie wichtig Demokratie für den Zusammenhalt in der Gesellschaft ist (Zwischenrufe der Abgeordneten Vogl und Loacker), und daher hat er das Parlament auch durch eine externe Firma durchleuchten lassen und hat damit das Parlament auch neu aufgestellt. Er hat eine Einheit geschaffen, die Demokratikum heißt. (Zwischenrufe der Abgeordneten Bernhard und Vogl.)
Zwischenruf des Abg. Vogl.
Das, was Frau Prammer wirklich als ihr Vermächtnis zurückgelassen hat, ist die Demokratiewerkstatt für die Schülerinnen und Schüler. Für die Lehrlinge hat das Frau Präsidentin Bures ausgebaut, und Parlamentspräsident Wolfgang Sobotka baut es nun für alle Gesellschaftsschichten weiter aus, egal ob jung oder alt, vom Schüler bis zum Universitätsabsolventen, für alle Gesellschaftsschichten, nicht nur in Wien, sondern in allen Bundesländern, weil das Parlament für alle da ist, meine Damen und Herren. (Zwischenruf des Abg. Vogl.) Das ist ein wichtiger Schritt, den wir in diesem Jahr und in den nächsten Jahren setzen, und das wird mit diesem Budget nun ermöglicht.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
In dieser Form ist das ein Budget – in der Ausgabenstruktur schlank und effizient –, mit dem wir die Mittel dorthin bringen, wo sie wirklich notwendig sind. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Das Bundeskanzleramt gönnt sich 50 Planstellen mehr. Man sieht also schon deutlich, wie die Bundesregierung da im Einsatz ist. Da wird nicht gespart, sei es mit oder ohne Corona, sondern da wird sich kräftigst gegönnt, aber nicht bei den öffentlich Bediensteten, bei denen man in den letzten Jahren Aufholbedarf gehabt hätte – und das weiß man –; dabei hat die Vorgängerbundesregierung schon einiges geleistet. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
In diesem Sinne hoffe ich auf Unterstützung des Entschließungsantrages und bedanke mich bei allen, die die Republik in der Coronakrise aufrechterhalten: bei den vielen Handelsbediensteten, bei der Exekutive, bei den öffentlich Bediensteten, bei all den Ärzten im Gesundheitswesen – sie alle haben hervorragende Arbeit geleistet – und, nicht zu vergessen, auch bei den Lehrern, die auch in der Krise hervorragende Arbeit geleistet haben und sich um die Kinder gekümmert haben, sodass die Eltern ihrem Beruf nachgehen konnten. In diesem Sinne: Herzlichen Dank! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Schließlich wird hinsichtlich der globalen Partnerschaft positiv festgestellt, dass Österreich internationale Abkommen für wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit abgeschlossen hat. Österreichs Entwicklungshilfe ging jedoch in den Jahren 2010 bis 2018 zurück. Umso erfreulicher ist, dass genau in diesem Bereich der Entwicklungszusammenarbeit jetzt in diesem Budget eine maßgebliche Erhöhung vorgesehen ist – ein weiterer Grund, dieses Budget zu unterstützen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich finde das einigermaßen peinlich für uns als Parlament, dass wir es nicht schaffen, den beiden Höchstgerichten, dem Verwaltungs- und dem Verfassungsgerichtshof, ein ausreichendes Budget zur Verfügung zu stellen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Ein Land, das nicht fähig ist, seine wichtigsten Höchstgerichte mit ausreichend Budgetmitteln auszustatten, macht sich langfristig furchtbar peinlich. (Beifall bei den NEOS.)
Ruf bei der SPÖ: Es gibt auch Väter, oder?
Zweitens – und das ist mir als Integrationsministerin, aber auch als Frauenministerin wichtig – ist folgende Tatsache gegeben: Die Frauen sind der Motor für Integration. Frauen sind diejenigen, die die Werte innerhalb der Familie weitergeben, die das Rollenbild der Kinder prägen, die vielfach auch für den Bildungsverlauf der Kinder zuständig sind. Deshalb brauchen wir die Frauen im Integrationsprozess, sie spielen da eine ganz zentrale Rolle. (Ruf bei der SPÖ: Es gibt auch Väter, oder?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abschließend lassen Sie mich noch festhalten, dass die Coronakrise natürlich nicht dazu führen darf, dass die Integrationsdefizite größer oder auch die vielen Integrationserfolge der letzten Jahre geschmälert werden. Gerade in Zeiten wie diesen, in denen die Reduktion der Sozialkontakte wesentlich ist, um unsere Gesundheit zu schützen, müssen wir besondere Anstrengungen unternehmen, um den sozialen Zusammenhalt trotz der Reduktion der körperlichen Nähe – sozusagen – zu stärken. Der Integration kommt dabei eine ganz besondere Bedeutung zu. Der Rückzug in eine Herkunftsgemeinschaft kann keine Antwort auf die Krise sein. Verfestigung von problematischen Milieus und Abschottung schaden der Integration und schaffen auch Nährboden für Extremismus und Radikalisierung, und deshalb müssen wir jene Maßnahmen im Regierungsprogramm, die sich gegen problematische Milieus, Parallelgesellschaften und alle Formen von Extremismus richten, weiter vorantreiben. Was vor der Krise wichtig war, ist es jetzt mehr denn je. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Leichtfried: Das ist aber sehr optimistisch gesehen!
Meine Damen und Herren, dieses Budget ist also zukunftstauglich, es steht für eine konsequente Integrationspolitik; konsequent in der Bereitstellung von Sprach- und Wertekursen, konsequent im Einfordern der Leistungsbereitschaft der zugewanderten Personen mit rechtmäßigem Aufenthalt und konsequent auch in der Finanzierung. (Abg. Leichtfried: Das ist aber sehr optimistisch gesehen!) Wir können und sollen dieses Budget für das Jahr 2020 daher auch unbedingt beschließen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Damen und Herren, dieses Budget ist also zukunftstauglich, es steht für eine konsequente Integrationspolitik; konsequent in der Bereitstellung von Sprach- und Wertekursen, konsequent im Einfordern der Leistungsbereitschaft der zugewanderten Personen mit rechtmäßigem Aufenthalt und konsequent auch in der Finanzierung. (Abg. Leichtfried: Das ist aber sehr optimistisch gesehen!) Wir können und sollen dieses Budget für das Jahr 2020 daher auch unbedingt beschließen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir wissen, dass Kurz im Vergleich zu seinen Vorgängern, den roten Bundeskanzlern, fünf zusätzliche Büroleiter oder Kabinettschefs hat. Wir wissen auch, dass bei ihm bezüglich sehr vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – im Gegensatz zu unseren Kanzlern, ob das Christian Kern oder Werner Faymann waren – intransparent dargestellt wird. Ich empfehle Ihnen, einen Blick auf die Homepage zu werfen. Wenn man das nur überfliegt, sieht man, wie viele eigentlich in Fachabteilungen versteckt sind. Das tun wir nicht, und das unterscheidet uns von Ihnen: mehr Transparenz! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP
Ich erinnere daran, dass in dem Bereich seit Jahren sukzessive gekürzt wird. Das geht auf Kosten der Dienstleistungen und auf Kosten der Versorgung. Die Präsidentin des Rechnungshofes sitzt hier. Der Rechnungshof kritisiert seit 2013 regelmäßig, dass die Finanzverwaltung in vielen Bereichen nicht mehr in der Lage ist, ihre Aufgaben zu vollziehen. Das sollte uns beschäftigen. Und weil es mich wie sehr viele andere entsetzt hat: Es greift – seit 20 Jahren, nicht nur seit Neuestem – das mit den Leiharbeitskräften auch im öffentlichen Dienst um sich. Sehr geehrte Damen und Herren, wir brauchen diese Menschen (Zwischenruf bei der ÖVP), aber wir verstecken sie unter Sachaufwand, Sachkosten! Wir haben den Menschen ihre Würde und ihre sicheren, guten Arbeitsplätze genommen und haben sie zur Manövriermasse degradiert und entwürdigt. Das können wir aus der Krise lernen: dass wir das rückgängig machen sollten.
Beifall bei der SPÖ.
Es erzürnt mich wirklich, dass in dieser Krise, in der viele Menschen ihre Arbeit verloren haben – 533 000 arbeitslose Menschen, 1,2 Millionen Menschen in Kurzarbeit, die nicht wissen, ob sie ihren Job wieder vorfinden werden –, das Budget für das Bundeskanzleramt dermaßen erhöht wird. Das ist eine Verhöhnung dieser Menschen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das haben sich nämlich diese Menschen verdient, dass direkte und schnelle Hilfe geleistet wird – und nicht diese Verschleierungstaktik! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordneter David Stögmüller (Grüne): Verehrtes Präsidium! Sehr geehrte Frau Ministerin! Herren Volksanwälte! Frau Präsidentin des Rechnungshofes! Zuerst einmal möchte ich als Rechnungshofsprecher einen Dank an den Rechnungshof, an Sie und an Ihr gesamtes Team aussprechen, nämlich für die ausgezeichnete Arbeit, die Sie leisten, und möchte heute auch zum Thema Rechnungshof sprechen, das ja auch zu dieser UG gehört. Vielen Dank an Sie und an Ihr gesamtes Team! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Also noch einmal, Frau Präsidentin: Vielen Dank an Sie und an Ihr gesamtes Team! Vielen Dank für die Arbeit! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Weil mich Herr Kollege Stögmüller zuerst ein bisschen angespornt hat: Das sind alles so Dinge, da wären die Grünen früher auf die Barrikaden gestiegen! Und jetzt stimmt ihr einfach ganz ruhig mit, und es sagt auch niemand mehr etwas, sondern ihr seid dabei. Also ich möchte nie wieder hören, dass die Grünen die großen Korruptionsjäger sind. Und wenn Herr Kollege Stögmüller da auch noch den Namen unseres ehemaligen Bundesparteiobmannes in den Mund nimmt, der sich aus Parteigeldern – das werden die Gerichte klären – wie auch immer bedient hat, dann frage ich Sie: Wann sagen die Grünen endlich, wie hoch der Vertrag des Herrn Lothar Lockl in der Bundespräsidentschaftskanzlei dotiert ist? Das sind nämlich öffentliche Gelder, und solange das nicht offengelegt wird, braucht ihr überhaupt nichts von anderen Leuten und anderen Parteien in diesem Zusammenhang zu reden. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Grünen und FPÖ.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt nun Herr Abgeordneter Mag. Friedrich Ofenauer. – Bitte schön, Herr Abgeordneter. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Grünen und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Was das Sicherheitsbudget betrifft: Schaffung von 1 184 Planstellen im Bereich der Exekutive, verbesserte Schutzausrüstung und technische Ausstattung, meine sehr verehrten Damen und Herren! Das ist wichtig, denn der öffentliche Dienst – das hat sich in dieser Krise wieder bestätigt – ist eine tragende Säule unserer Gesellschaft. (Beifall bei der ÖVP.) Das haben wir in den letzten Tagen und Wochen bemerkt. Es hat sich gezeigt, wie wichtig diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind: vom Krankenhaus über das Pflegeheim, Polizei, Bundesheer, die Lehrerschaft und noch viele andere Bereiche. Sie repräsentieren die Republik auch als Dienstleister und haben die Coronakrise hervorragend gemeistert, genauso wie wir alle. Darauf können wir stolz sein.
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Meine Damen und Herren, aufgrund der Coronakrise werden wir viele neue Schulden machen müssen. Es ist aber ein Glück, dass wir in den vergangenen Jahren gut gewirtschaftet haben, nach dem Motto: Spare in der Zeit, dann hast du in der Not. – Auch wenn wir jetzt viele Schulden aufnehmen müssen: Wir verfolgen eine solide und eine funktionierende Finanzpolitik im Interesse unseres Landes. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
Ich glaube, dass die Arbeit, die Kontrolle des Rechnungshofes gerade in Zeiten der Krise, gerade in Zeiten, in denen es ein erhöhtes Maß an Aufgaben oder Aufwand aufseiten der Republik gibt, weil eben Förderungen ausbezahlt werden, weil es gewisse Notfallmaßnahmen gibt, nicht zu unterschätzen ist. Dementsprechend müssen wir auch in Zukunft darauf schauen, dem Rechnungshof jene Mittel zur Verfügung zu stellen, die er notwendigerweise braucht, um seine Aufgaben erfüllen zu können. Dafür haben Sie, Frau Präsidentin, auch in Zukunft unsere volle Unterstützung. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Mag. Faika El-Nagashi (Grüne): Herr Präsident! Frau Präsidentin des Rechnungshofes! Die Herren Volksanwälte! Herr Vizekanzler! Frau Ministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Das Integrationsbudget hat eine wesentliche Aufgabe, nämlich ein Chancenbudget zu sein, ein Zukunftsbudget, und ich würde auch so weit gehen, zu sagen, ein partizipatives Budget. Damit kann es ein Budget des Zusammenhalts sein, ein Budget der Inklusion und auch ein Budget der Vielfalt. Das ist möglich durch die Integrationsarbeit der unzähligen Projekte, der Initiativen und der Vereine, die in diesem Bereich tätig sind. 2020 werden es 128 Projekte sein, die mit nahezu 13 Millionen Euro gefördert oder kofinanziert werden. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ohne all diese Vereine und Initiativen, die zum Teil unbezahlte Arbeit machen, wäre Integrationsarbeit in Österreich nicht möglich. Diese Initiativen machen Integrationsarbeit in Österreich feministisch, antirassistisch, inklusiv und intersektional, und genau so sollte Integrationspolitik in Österreich auch sein. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Kucharowits: Auch beim Budget!
mit der Zivilgesellschaft und durch die Zivilgesellschaft möglich, das verdient nicht nur Dank, sondern das verlangt nach Dialog, nach kontinuierlichem Dialog und nach nachhaltigen Strukturen, die das ermöglichen und absichern. Dafür werde ich mich und dafür werden wir uns auch weiterhin einsetzen. – Danke. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kucharowits: Auch beim Budget!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Karin Greiner (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Als Rechnungshofsprecherin möchte ich einen Punkt aufgreifen, den der Rechnungshof auch prüfen wird, nämlich den Härtefallfonds, über den 2 Milliarden Euro an Steuergeldern ausbezahlt werden sollen. Wir wissen, der Herr Finanzminister hat die Abwicklung des Härtefallfonds an die Wirtschaftskammer Österreich ausgelagert. Das ist eigentlich nicht die ureigenste Aufgabe der Wirtschaftskammer und auch kein Kompliment für die Bediensteten des Finanzministeriums. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Hat es sich wenigstens gelohnt? – Leider nein, denn der Großteil der Unternehmerinnen und Unternehmer wartet nach wie vor auf Unterstützung. Viele wissen nicht, ob ihr Geschäft überleben wird, viele sind wirklich verunsichert. Heute Vormittag sagt der Herr Finanzminister großmütig: Die Hilfe kommt an! – Wo hat der Herr Finanzminister hingeschaut? (Beifall bei der SPÖ.) Er sollte seinen Blick von seinem Handy abwenden, hin zum wirklichen Leben. Man hat die UnternehmerInnen dazu befragt – wir haben eine aktuelle Umfrage da –: 66 Prozent der EPUs und 63 Prozent der KMUs geben der Handhabung des Härtefallfonds ein Nicht genügend. – Wir von der SPÖ haben den Rechnungshof ersucht, den Härtefallfonds zu überprüfen. Die Frau Präsidentin hat sich am Wochenende auch medial dazu geäußert und erfreulicherweise findet das auch statt. Sehr geehrte Damen und Herren, da geht es um Steuergeld und da brauchen wir volle Transparenz!
Beifall bei der SPÖ.
Frau Präsidentin Kraker, ich darf mich abschließend bei Ihnen und bei all Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die konstruktive Zusammenarbeit bedanken. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
ist in unserem eigenen Interesse auch, dass wir gemeinsam etwas für die österreichischen Volksgruppen erreichen. – Srdacno hvala da ste me poslušali. Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
In der aktuellen Krise bangen zwei Millionen Österreicher um ihre finanzielle Zukunft – mindestens! –, die öffentlich Bediensteten haben das Glück, dass sie von ihrem Einkommen her am allerwenigsten betroffen sind, weder Arbeitslosigkeit noch Kurzarbeit noch Konkurs müssen sie fürchten, daher wäre es Zeit, mit Gegenforderungen in die Verhandlungen zu gehen und zum Beispiel alte Zöpfe wie die bezahlte Mittagspause abzuschaffen, denn viele Menschen, die jetzt keinen Job haben, wären froh, wenn sie wenigstens eine unbezahlte Mittagspause machen dürften. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Für Volksgruppen und ihre Institutionen ist das Budget immer eine Frage der Existenz, immer eine Frage der eigenen Aufopferung, denn was finanziell nicht abgegolten werden kann, wird ehrenamtlich geleistet. Diese ehrenamtlichen Leistungen sind über die Jahre in allen Volksgruppen jährlich stärker geworden, und sie können nicht Basis dessen sein, was wir in Zukunft als eine angemessene Förderung ansehen werden. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Es ist unsere Aufgabe, den österreichischen Volksgruppen ein gutes Fundament mit einer angemessenen Förderung zu geben, dass wir diese Identität, die zu Österreich gehört, weiterentwickeln, zukunftsweisend in ein: Dobro jutro!, und nicht in ein: Lahko noc! Es ist unsere Aufgabe, gezielt zukunftsorientierte und moderne Volksgruppenförderung aufzubauen, und das bedeutet Investition in Kompetenz und Identität – Kompetenz und Identität, zwei wichtige und seit jeher tragende Säulen unseres schönen Österreich mit all seinen Menschen, die hier leben, mit allen Volksgrupppen, mit allen Minderheiten. – Hvala lepa, danke schön. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Erstens: oberste Organe, Bundesgesetzgebung: Hinter mir sitzt der Dritte Nationalratspräsident, der in Bezug auf den Personalplan in der Präsidentschaftskanzlei etwas gefragt wurde. Er hat dann eine Frage gestellt, und es wurde ihm seitens des Ersten Präsidenten gesagt, diese Frage passe nicht zum Budget. Das Einvernehmen nach § 14 der Geschäftsordnung wurde somit nicht hergestellt. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Die Zweite Nationalratspräsidentin wurde gar nicht nach dem Personalplan gefragt. – Das ist nicht das Einvernehmen, das wir wollen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Erstens: oberste Organe, Bundesgesetzgebung: Hinter mir sitzt der Dritte Nationalratspräsident, der in Bezug auf den Personalplan in der Präsidentschaftskanzlei etwas gefragt wurde. Er hat dann eine Frage gestellt, und es wurde ihm seitens des Ersten Präsidenten gesagt, diese Frage passe nicht zum Budget. Das Einvernehmen nach § 14 der Geschäftsordnung wurde somit nicht hergestellt. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Die Zweite Nationalratspräsidentin wurde gar nicht nach dem Personalplan gefragt. – Das ist nicht das Einvernehmen, das wir wollen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Einvernehmen ist dem Demokratieverständnis entsprechend notwendig, und, Herr Kollege Gerstl, Demokratieausbau heißt für mich nicht Demokratieeinschränkung, indem die beiden anderen Nationalratspräsidenten ausgeschlossen werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage ganz klar: Wir wollen nicht, dass bei den Kleinen gespart wird, sondern wir wollen, dass bei den obersten Organen gespart wird – und das ist im Budget nicht ersichtlich. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Das Richtige gesagt!
Abgeordneter Hermann Gahr (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Mein Vorredner hat jetzt alles schlechtgemacht. (Ruf bei der SPÖ: Das Richtige gesagt!) Ich darf feststellen, dass das Budget 2020 für alle hier eine besondere Herausforderung darstellt. Es geht um riesige Herausforderungen, es geht um Investitionen, gezielte Investitionen in die Sicherheit, es geht um den
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abschließend darf ich mich für die Zusammenarbeit bedanken. Ich glaube, wir sollten gemeinsam die zukünftigen Herausforderungen bewältigen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf bei der ÖVP
Ich würde anregen, dass man die Cofag prüft, denn es ist ja das eigentliche Versagen des Parlaments, der schwarzen und grünen Abgeordneten, dass wir eine Finanzierungsagentur des Bundes haben, eine Coronafinanzierungsagentur, die von zwei Geschäftsführern geleitet wird – natürlich einem schwarzen und einem grünen; es geht dort um einen Topf von 15 Milliarden Euro, die praktisch freihändig, ohne Kontrolle vergeben werden (Zwischenruf bei der ÖVP) – und nicht dem parlamentarischen Interpellationsrecht unterliegt. Das ist ja der wahre Knüller! Ich wünsche mir, Frau Präsidentin, dass der Rechnungshof auch da hineinschaut, und zwar sehr, sehr genau! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Ich würde anregen, dass man die Cofag prüft, denn es ist ja das eigentliche Versagen des Parlaments, der schwarzen und grünen Abgeordneten, dass wir eine Finanzierungsagentur des Bundes haben, eine Coronafinanzierungsagentur, die von zwei Geschäftsführern geleitet wird – natürlich einem schwarzen und einem grünen; es geht dort um einen Topf von 15 Milliarden Euro, die praktisch freihändig, ohne Kontrolle vergeben werden (Zwischenruf bei der ÖVP) – und nicht dem parlamentarischen Interpellationsrecht unterliegt. Das ist ja der wahre Knüller! Ich wünsche mir, Frau Präsidentin, dass der Rechnungshof auch da hineinschaut, und zwar sehr, sehr genau! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der FPÖ.
Coronaknüllern, die da jetzt vom Parlament verabschiedet wurden, fündig werden. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Leichtfried: Das war jetzt eine untypische Zanger-Rede!
Zu einer Stellungnahme hat sich die Präsidentin des Rechnungshofes, Frau Dr. Margit Kraker, zu Wort gemeldet. – Bitte, Frau Präsidentin. (Abg. Leichtfried: Das war jetzt eine untypische Zanger-Rede!)
Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich bedanke mich nochmals für Ihre Unterstützung und für die Zusammenarbeit. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Gott sei Dank haben sich – das ist ein bisschen mit den Intensivbetten vergleichbar – nicht diejenigen durchgesetzt, die immer für einen schlanken Staat plädiert haben und immer ein Beamtenbashing veranstaltet haben. Die Öffentlichkeit hat ja immer ein äußerst negatives Bild – wie ich meine völlig zu Unrecht – von den Beamten: die faulen Beamten, die eigentlich abgesichert sind und deren Zahl man abbauen müsste. Ganz im Gegenteil: Man muss den Staat stärken, man muss ihn mit den fähigen und guten Beamtinnen und Beamten stärken. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Leichtfried.)
Abg. Loacker: Wir weinen alle ...! – Abg. Wurm: Wie viele holen wir zurück?!
Was aber ein besonderer Bereich ist – und den gilt es, im kommenden Budgetjahr und in den kommenden Budgetjahren auszubauen –, ist ein modernes Recruiting. Wir haben in den nächsten vier bis fünf Jahren eine große Welle in Bezug auf das Ende der Beamtendienstzeit. Sie wissen, Beamte haben ja kein Recht in Pension zu gehen, sie treten nur in den Ruhestand und können jederzeit zurückgeholt werden. (Abg. Loacker: Wir weinen alle ...! – Abg. Wurm: Wie viele holen wir zurück?!) Daher muss es eine Entwicklung dahin gehend geben, dass wir ein modernes Recruiting haben, um dieses Defizit, das in den nächsten Jahren entstehen wird, auszugleichen.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Leichtfried: Der Kollege Loacker ... hinter die komplette ...!
Ich bedanke mich sehr herzlich bei allen, die in den letzten Wochen wirklich über die Maßen Dienst geleistet haben, und würde die Ministerien, die Ministerinnen und Minister, aber auch die Leiter der obersten Organe dringend und inständig bitten, im Bereich der Prämien und Belohnungen für diesen Einsatz während der Coronazeit großzügig vorzugehen. – In diesem Sinne sage ich Danke! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Leichtfried: Der Kollege Loacker ... hinter die komplette ...!)
Beifall bei den NEOS.
Und übrigens: Bei all dem, was ich jetzt in Richtung ÖVP gesagt habe, sind die Grünen immer mitgemeint. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Wurm.
sage Ihnen nur, wenn Sie 5 Prozent Range haben, dann ist das eine Differenz in Höhe von 20 Milliarden Euro in der monetären Leistung der Volkswirtschaft. Auch wenn es nur 2,5 Prozent wären – ich beglückwünsche jeden, der voraussagen kann, in welchem Korridor das mit Ende des Jahres aufschlagen wird –, sind es immer noch 10 Milliarden Euro – Entschuldigung, sind es dann 10 Milliarden Euro?; ja – mit einem Eins-zu-eins-Durchschlag ins Budget. (Zwischenruf des Abg. Wurm.)
Zwischenruf des Abg. Scherak.
Nun, an dem Vorgang kann ich jetzt – weil man sich da sehr bemüht, höre ich von den Sozialdemokraten – nichts großartig Verfassungswidriges erkennen, ich erinnere mich aber an einen Vorgang, als man aufgrund von Wiener Landtagswahlen das Budget einfach zwei Monate verschoben hat, obwohl es schon fertig war – man wollte es halt nur nicht der Öffentlichkeit präsentieren. Dieser Vorgang war in der Tat verfassungswidrig, und das hat dazu geführt, dass der eine oder andere Abgeordnete hier im Haus 12-Stunden-Reden gehalten hat, und der erste Satz hat gelautet: Am Anfang war der Verfassungsbruch. (Zwischenruf des Abg. Scherak.) So heilig ist die ganze Angelegenheit also nicht, und ich wollte wirklich um Verständnis werben, dass das gerade für alle, die sich hier beteiligen und bemühen, keine einfache Situation ist; ich habe aber auch für die andere Seite Verständnis.
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Jetzt zum öffentlichen Dienst: Da geht mein Dank natürlich hinaus an die Beamtinnen und Beamten, an die Vertragsbediensteten, dass selbst in Zeiten der Krise, und zwar an vielen Stellen – an viel, viel mehr, als man glaubt! –, hervorragende Arbeit geleistet wurde. Man kommt drauf, dass wir eigentlich auch im staatlichen Gefüge sehr, sehr viele, wenn man so will, Schlüsselressorts haben, die dafür sorgen, dass auch unter diesen schwierigen Umständen alles aufrechterhalten bleibt. Das sind viel, viel mehr als die Krankenhausbediensteten oder die Bediensteten in Pflegeanstalten und es reicht natürlich bis hin zu den als solchen wahrnehmbaren Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten. Da sind eigentlich noch ganz viele andere in allen Häusern, und wir haben uns ganz genau überlegt, wie wir mit diesen Schlüsselpositionen in den Häusern umgehen, die dann immer da und nicht im Homeoffice waren beziehungsweise vom Homeoffice hereingeholt wurden, wenn sie gebraucht wurden. Das hat, denke ich, überall recht gut funktioniert – Sie wissen, dass wir hier gemäß unseren Bestimmungen ja letztendlich Ressortverantwortung haben und die Kolleginnen und Kollegen in den Ressorts das gemacht haben. Ich denke, das kann sich sehen lassen, das hat ganz gut funktioniert – vielen Dank dafür! Das sollte auch in diesen besonderen Zeiten nicht unerwähnt bleiben. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Vogl.
Ansonsten gibt es in der Zukunft natürlich eine Reihe von Herausforderungen im öffentlichen Dienst – die wurden zum Teil angesprochen, zuletzt von Kollegin Blimlinger –, etwa was das Recruiting betrifft, wenn man sich anschaut, wie die Altersverläufe im öffentlichen Dienst sind. Ich kann mich noch daran erinnern, dass vor 15 Jahren davon abgeraten wurde, dass junge Menschen Lehramt studieren. Jetzt dreht sich das um, aber das gibt es ja auch in vielen anderen Bereichen. Das heißt, wir brauchen eigentlich eine gute Imagekampagne, dass wir auf allen Ebenen – da geht es nicht nur um die A-Posten, da geht es gerade auch und genauso um die B-Posten – ein gescheites Recruiting zustande bringen. (Zwischenruf des Abg. Vogl.) Das ist uns völlig bewusst.
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Zuallerletzt wollte ich nicht unerwähnt lassen, dass für uns auch die Inklusion und damit die Förderung des Behindertensports eine große Rolle spielt, und auch das bildet sich im Budget ab. – Vielen Dank. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich möchte aber die Gelegenheit nutzen, um mich hier ganz herzlich bei allen Sportlerinnen und Sportlern und bei all jenen Menschen, die sich ehrenamtlich in den Vereinen und in den Kommunen engagieren, zu bedanken. Sie haben maßgeblich dazu beigetragen, dass wir in Österreich besser durch die Krise gekommen sind, weil Sie einerseits das Verhalten im Sport angepasst haben und andererseits auch sehr, sehr viel Verständnis für die Situation gezeigt haben. Ich meine, der Dank gehört denen, die sich im Sport an die Verhaltensregeln gehalten haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich bitte um die Unterstützung unseres Fonds für die Ehrenamtlichen und vor allem die Vereine und die Verbände im Sportbereich am Donnerstag. – Herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
der harten Arbeit, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und Migrantinnen und Migranten in unserem Land täglich leisten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich verlange eine Politik, die diesen Zusammenhalt fördert anstatt nach Herkunft zu spalten. Ich verlange, dass diese Arbeit endlich gescheit bezahlt wird. Ich verlange, dass MigrantInnen endlich rechtlich gleichgestellt werden und mitreden können, wenn es um unser Land geht, und nicht Bürger zweiter Klasse sind. Ich erwarte mir von der Politik, dass sie endlich die Wahrheit zur Kenntnis nimmt, dass wir ein Einwanderungsland sind und man dementsprechend in unsere gemeinsame Zukunft investieren sollte. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte hier auch ein Versprechen abgeben: Die ArbeitnehmerInnen, egal ob mit Migrationsbiographie oder ohne Migrationsbiographie, sind jetzt schon die Hauptbetroffenen dieser Krise, sei es durch Arbeitslosigkeit, durch Kurzarbeit oder Konkursgefahr; und sie sind auch besonders dem Virus ausgesetzt. Wir lassen nicht zu, dass die Kosten der Coronakrise diesen Leuten umgehängt werden. Diese 38 Milliarden Euro Coronakosten werden jene zu zahlen haben, die jetzt schon viel Vermögen besitzen und viel zu wenig für unser Gemeinwohl leisten. Wir SozialdemokratInnen stehen immer auf der Seite jener, die die Zeitungen austragen, die Pakete ausliefern, am Bau hakeln, unsere Eltern pflegen und den Handel am Laufen halten. Wir werden nicht zulassen, dass sie doppelt und dreifach für das Regierungsversagen zu zahlen haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ziel ist es, das Niveau in der Sportförderung zu halten. Um die effiziente und zielgerichtete Verwendung der Mittel sicherzustellen, ist es dabei notwendig, das Augenmerk auf die Transparenz zu legen. Dabei wird aber genauso auf die Erhöhung des Frauenanteils geachtet werden, sowohl bei den FunktionärInnen als auch in jenen Gremien, die die Sportförderung vergeben. Es ist wohl unbestritten, dass da noch ein gewaltiger Gestaltungsspielraum ist. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Viele Menschen haben jetzt mehr denn je festgestellt, dass Sport mehr ist als nur eine schöne Nebensache. Im Budget wurde das schon vorher so gewertet und so soll es auch umgesetzt werden, noch zusätzlich zu der raschen Akutunterstützung der Vereine durch das NPO-Paket. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Shetty.
Abgeordnete Petra Steger (FPÖ): Herr Präsident, ich werde versuchen, schneller zu reden. Sehr geehrter Herr Sportminister, Sie sind ja noch da! Ich habe Ihnen vorhin bei Ihrer Rede über das Sportbudget sehr genau zugehört und ich muss sagen, ich bin wirklich fassungslos – fassungslos aus dem einfachen Grund, dass man, wenn man Ihnen zugehört hat, den Eindruck gewonnen hat, als gebe es diese Coronakrise im Sport überhaupt nicht. Es fehlt Ihnen offenbar vollkommen – vollkommen! – das Bewusstsein dafür, in was für einem Zustand der österreichische Sport sich zurzeit befindet. Sie reden über Gendermaßnahmen, über Green Events im Sportbereich und alles andere, nur nicht über die dringend benötigten Hilfsmaßnahmen, die der Sport jetzt dringend notwendig hat, sehr geehrter Herr Minister! (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Shetty.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Shetty.
Zu dem Rest komme ich dann wieder nach der Dringlichen Anfrage. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Shetty.)
Abg. Leichtfried: Zur Geschäftsordnung!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Ich erteile Herrn Abgeordnetem Mag. Leichtfried (Abg. Leichtfried: Zur Geschäftsordnung!) als erstem Fragesteller zur Begründung der Anfrage, die gemäß § 93 Abs. 5 der Geschäftsordnung 20 Minuten nicht überschreiten darf, das Wort. (Abg. Matznetter – auf Abg. Leichtfried weisend –: Zur Geschäftsordnung!) – Zur Geschäftsbehandlung? – Bitte schön.
Abg. Matznetter – auf Abg. Leichtfried weisend –: Zur Geschäftsordnung!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Ich erteile Herrn Abgeordnetem Mag. Leichtfried (Abg. Leichtfried: Zur Geschäftsordnung!) als erstem Fragesteller zur Begründung der Anfrage, die gemäß § 93 Abs. 5 der Geschäftsordnung 20 Minuten nicht überschreiten darf, das Wort. (Abg. Matznetter – auf Abg. Leichtfried weisend –: Zur Geschäftsordnung!) – Zur Geschäftsbehandlung? – Bitte schön.
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Danke, Herr Präsident, und danke, dass Sie mich schon aufgefordert haben, meine Rede anzutreten. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Bundeskanzler Kurz betritt den Saal. – Rufe: Da kommt er! – Abg. Matznetter: Jörg Leichtfried wirkt! – Abg. Wöginger: Gut, dass wir das bei euren ... auch gemacht haben! – Abg. Loacker – in Richtung Abg. Wöginger –: Wie ihr in Opposition wart, warst du noch in der Schule!
Ich möchte nur darauf aufmerksam machen, dass das eine Anfrage an den Bundeskanzler ist und der Herr Bundeskanzler anscheinend nicht da ist. Deshalb würde ich Sie ersuchen, zu klären, wie das Abbleiben des Herrn Bundeskanzlers zu interpretieren ist, und die Sitzung dann, wenn der Herr Bundeskanzler da ist, fortzusetzen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Bundeskanzler Kurz betritt den Saal. – Rufe: Da kommt er! – Abg. Matznetter: Jörg Leichtfried wirkt! – Abg. Wöginger: Gut, dass wir das bei euren ... auch gemacht haben! – Abg. Loacker – in Richtung Abg. Wöginger –: Wie ihr in Opposition wart, warst du noch in der Schule!)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ): Vielen Dank, Herr Präsident! Ich darf mich auch bei Herrn Präsidenten Hofer bedanken, dass das so prompt funktioniert hat und der Bundeskanzler sofort erschienen ist. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Jawohl!
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Frau Bundesministerin! Geschätzte Damen und Herren! Ein Redebeitrag, den dieses Haus am Vormittag erfahren hat, hat mich nicht zur Ruhe kommen lassen. Es war August Wöginger, der gemeint hat, die Menschen sind „dankbar“. (Ruf bei der ÖVP: Jawohl!) Ich habe das Gefühl, das ist zumindest ein großer Trugschluss.
Beifall bei der SPÖ.
Ich habe dieses Wochenende mit einem Brucker Konditor gesprochen. Er hat gesagt, er ist mit seinem Steuerberater eine Woche bei diesem Antrag für die Wirtschaftskammer gesessen und am Ende haben sie ihn zurückgeschmissen, weil versehentlich das Geburtsdatum falsch angegeben war. Ja was ist denn das für eine Servicequalität, geschätzte Damen und Herren? So bringt man die Unternehmen und Unternehmer in unserem Land um! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Diese Grüße richte ich Ihnen jetzt aus, Herr Bundeskanzler. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich kann mich gut erinnern, mit welcher Häme manchmal – insbesondere während der Zeit der letzten von Ihnen geführten Regierung – nach Deutschland geschaut wurde. Ich kann mich gut erinnern, wie wir – also nicht wir, sondern Sie – behauptet haben, bei uns läuft alles besser und wird alles besser gemacht. – Jetzt gibt es einen wesentlichen Unterschied zwischen Österreich und Deutschland: In Österreich dauert es 48 Stunden, den Antrag auszufüllen, in Deutschland bekommt man nach 48 Stunden die Hilfe. Das ist der Unterschied, und das ist meines Erachtens dort besser gemacht. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Haubner: Keine Ahnung!
Man sieht auch am Beispiel der Kurzarbeit, dass es hakt, und zwar gewaltig hakt. Großspurig wurden 10 Milliarden Euro für Kurzarbeit angekündigt. – 10 Milliarden Euro! Von der Wirtschaftsministerin wurde betont, dass das binnen 48 Stunden ausbezahlt wird. Was ist die Realität bis jetzt? – Von den 10 Milliarden Euro wurden 273 Millionen Euro ausbezahlt, geschätzte Damen und Herren. Das bedeutet, dass die Unternehmen nicht genug Geld haben, um ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu bezahlen. Das bedeutet, dass diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht genug Geld haben, um ihre Kredite zu bezahlen. (Abg. Haubner: Keine Ahnung!) Das sind die Auswirkungen dieser Langsamkeit. Für diese Langsamkeit sind Sie voll verantwortlich, das muss man auch einmal ganz klar sagen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haubner: Keine Ahnung!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haubner: Keine Ahnung!
Man sieht auch am Beispiel der Kurzarbeit, dass es hakt, und zwar gewaltig hakt. Großspurig wurden 10 Milliarden Euro für Kurzarbeit angekündigt. – 10 Milliarden Euro! Von der Wirtschaftsministerin wurde betont, dass das binnen 48 Stunden ausbezahlt wird. Was ist die Realität bis jetzt? – Von den 10 Milliarden Euro wurden 273 Millionen Euro ausbezahlt, geschätzte Damen und Herren. Das bedeutet, dass die Unternehmen nicht genug Geld haben, um ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu bezahlen. Das bedeutet, dass diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht genug Geld haben, um ihre Kredite zu bezahlen. (Abg. Haubner: Keine Ahnung!) Das sind die Auswirkungen dieser Langsamkeit. Für diese Langsamkeit sind Sie voll verantwortlich, das muss man auch einmal ganz klar sagen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haubner: Keine Ahnung!)
Beifall bei der SPÖ.
Alles, was Sie bis jetzt getan haben, ist, zu verhindern, dass das Arbeitslosengeld von 55 auf 70 Prozent aufgestockt wird. Das wäre doch das Mindeste, das man schnell tun kann, um diesen Menschen zu helfen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Schmidhofer: Da kannst du rüberfahren nach Italien!
Wer aber kann sich denn noch auskennen, wenn beispielsweise im Freien 1 Meter Abstand beim Spazierengehen einzuhalten ist und im Gasthaus kann man zu viert zusammenkuscheln? Was für einen medizinischen, gesundheitspolitischen Sinn macht das? Was ist die Überlegung dahinter? Oder: Wie kann es sein, dass wir zur Schweiz die Grenzen öffnen, aber zu Slowenien nicht, wobei jeder weiß, dass Slowenien pro 100 000 Einwohner weniger Betroffene hat? Was ist der medizinische Sinn dahinter? (Abg. Schmidhofer: Da kannst du rüberfahren nach Italien!) – Das kann man von der Schweiz aus auch, die grenzt nämlich auch an Italien – für alle, die das nicht wissen.
Beifall bei der SPÖ.
Um dem I noch ein Tüpfelchen aufzusetzen, passiert dann Folgendes – und das, Herr Bundeskanzler, war, glaube ich, schon ein großer Fehler von Ihnen, über den Sie vielleicht noch etwas sagen könnten –: Es hat eine kurze Zeit gegeben, in der die Grenze zu Slowenien offen war. Ich selbst bin aus der Steiermark und denke, es ist bei den Kärntner Freundinnen und Freunden ähnlich: Das haben einige ausgenützt, um schnell günstig Zigaretten kaufen zu fahren. Jetzt kann man darüber, ob das gescheit ist, unterschiedlicher Meinung sein, das kann man diskutieren. Was aber dann passiert ist, als sie zurückgekommen sind, war interessant. Sämtliche dieser Zigarettenkäuferinnen und -käufer, die wahrscheinlich dort mit niemandem gesprochen haben, die Schutzmasken getragen haben, die niemanden getroffen haben, haben samt und sonders 14 Tage in Quarantäne gehen müssen. Für Sie, Herr Bundeskanzler, der Sie zweimal die österreichische Staatsgrenze von Deutschland her überschritten haben, gilt das alles anscheinend nicht, und das ist ungerecht. Entweder gelten Gesetze und Regeln für uns alle, entweder sind Politikerinnen und Politiker auch Vorbild, um das einzuhalten, oder wir können mit diesen Maßnahmen aufhören und uns das alles ersparen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Rufe bei SPÖ und FPÖ: Alle, bitte! Alle!
Bundeskanzler Sebastian Kurz: Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Liebe Österreicherinnen und Österreicher! Vor allem aber natürlich Herr Abgeordneter Leichtfried, vielen Dank für diese Dringliche Anfrage und für die Möglichkeit, vielleicht ein paar Fragen, die Sie gestellt haben, zu beantworten (Rufe bei SPÖ und FPÖ: Alle, bitte! Alle!) und da und dort vielleicht das eine oder andere aus meiner Sicht zu schildern beziehungsweise auch richtigzustellen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wahrheit ist aber: So dramatisch diese globale Pandemie ist, so dramatisch diese globale Wirtschaftskrise ist, mir fällt kein Land ein, mit dem ich gerne tauschen würde. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Sehr geehrte Damen und Herren, ich kann Ihnen sagen, aufgrund meiner Tätigkeit als Außenminister und als Bundeskanzler habe ich viele Kontakte, viele Freundschaften, viele Bekanntschaften überall auf der Welt. Mir fällt im Moment kaum jemand ein, der mir sagt, es ginge ihm besser als bei uns in Österreich, und ich habe noch niemanden getroffen, der mir gesagt hat: Euch in Österreich geht es schlechter als uns, anderswo in der Welt. – Das sollten wir uns bei aller Emotion einen Moment vor Augen führen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Brandstötter
Gerade weil ich für mich auf die Frage, mit welchem Land ich gerne tauschen würde, keine Antwort geben kann, weil mir keines einfällt, möchte ich heute schon noch einmal ein großes Wort des Dankes loswerden: ein Danke an alle im Gesundheitsbereich, ein Danke an alle Verantwortlichen, die in dieser Phase Entscheidungen getroffen haben, auch an Sie in der Opposition – wir haben viele der Beschlüsse einstimmig gefasst (Zwischenruf der Abg. Brandstötter) –, ein Danke an die österreichische Bevölkerung, die vorbildlich agiert hat, und an alle, die gemeinsam dazu beigetragen haben, dass wir seit drei Wochen weniger als 100 Neuinfizierte pro Tag haben, dass wir eines der Länder mit den niedrigsten Ansteckungszahlen in ganz Europa sind und dass wir dadurch eines der Länder sind, die am schnellsten wieder hochfahren können. Danke an alle, die dazu einen Beitrag geleistet haben! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Gerade weil ich für mich auf die Frage, mit welchem Land ich gerne tauschen würde, keine Antwort geben kann, weil mir keines einfällt, möchte ich heute schon noch einmal ein großes Wort des Dankes loswerden: ein Danke an alle im Gesundheitsbereich, ein Danke an alle Verantwortlichen, die in dieser Phase Entscheidungen getroffen haben, auch an Sie in der Opposition – wir haben viele der Beschlüsse einstimmig gefasst (Zwischenruf der Abg. Brandstötter) –, ein Danke an die österreichische Bevölkerung, die vorbildlich agiert hat, und an alle, die gemeinsam dazu beigetragen haben, dass wir seit drei Wochen weniger als 100 Neuinfizierte pro Tag haben, dass wir eines der Länder mit den niedrigsten Ansteckungszahlen in ganz Europa sind und dass wir dadurch eines der Länder sind, die am schnellsten wieder hochfahren können. Danke an alle, die dazu einen Beitrag geleistet haben! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin froh, dass wir nach der Phase des Lockdowns schneller als andere wieder in die Phase der Öffnung kommen konnten. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Jetzt nach dieser Phase der Öffnung ist es wichtig, dass wir den nächsten Schritt machen, hin in Richtung Eigenverantwortung, hin in Richtung wenig Regeln, wenig klare Regeln (Abg. Loacker: „Wenig klare Regeln“ stimmt!) und eines Maximums an Freiheit, Eigenverantwortung und Hausverstand. Das wird der nächste Schritt sein, den wir mit Juni setzen wollen, und der wird gut und richtig für unser Land sein. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Loacker: „Wenig klare Regeln“ stimmt!
Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin froh, dass wir nach der Phase des Lockdowns schneller als andere wieder in die Phase der Öffnung kommen konnten. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Jetzt nach dieser Phase der Öffnung ist es wichtig, dass wir den nächsten Schritt machen, hin in Richtung Eigenverantwortung, hin in Richtung wenig Regeln, wenig klare Regeln (Abg. Loacker: „Wenig klare Regeln“ stimmt!) und eines Maximums an Freiheit, Eigenverantwortung und Hausverstand. Das wird der nächste Schritt sein, den wir mit Juni setzen wollen, und der wird gut und richtig für unser Land sein. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin froh, dass wir nach der Phase des Lockdowns schneller als andere wieder in die Phase der Öffnung kommen konnten. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Jetzt nach dieser Phase der Öffnung ist es wichtig, dass wir den nächsten Schritt machen, hin in Richtung Eigenverantwortung, hin in Richtung wenig Regeln, wenig klare Regeln (Abg. Loacker: „Wenig klare Regeln“ stimmt!) und eines Maximums an Freiheit, Eigenverantwortung und Hausverstand. Das wird der nächste Schritt sein, den wir mit Juni setzen wollen, und der wird gut und richtig für unser Land sein. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Jetzt zur wirtschaftlichen Situation: Wir haben es nicht nur mit einer globalen Pandemie zu tun, wir haben es – und das soll man nicht kleinreden – mit der größten Wirtschaftskrise zu tun, die wir jemals erlebt haben. Das ist die Realität, weltweit (Zwischenrufe bei der SPÖ), und gestatten Sie mir auch da einen kurzen Blick über unsere Grenzen hinaus: Obwohl wir ein exportorientiertes Land sind, obwohl wir ein Tourismusland sind – zwei Bereiche, die ganz besonders stark betroffen sind –, ist die EU-Kommission laut der aktuellsten Studie der Meinung, dass es zwei Länder gibt, die wirtschaftlich am besten durch diese Krise kommen werden, nämlich Österreich und Deutschland (Abg. Hafenecker: Die EU hat nicht einmal ...!), und dass es eine Handvoll Länder mit einem vergleichsweise geringen Einbruch des BIPs gibt. Österreich ist unter diesen Ländern. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Hafenecker: Die EU hat nicht einmal ...!
Jetzt zur wirtschaftlichen Situation: Wir haben es nicht nur mit einer globalen Pandemie zu tun, wir haben es – und das soll man nicht kleinreden – mit der größten Wirtschaftskrise zu tun, die wir jemals erlebt haben. Das ist die Realität, weltweit (Zwischenrufe bei der SPÖ), und gestatten Sie mir auch da einen kurzen Blick über unsere Grenzen hinaus: Obwohl wir ein exportorientiertes Land sind, obwohl wir ein Tourismusland sind – zwei Bereiche, die ganz besonders stark betroffen sind –, ist die EU-Kommission laut der aktuellsten Studie der Meinung, dass es zwei Länder gibt, die wirtschaftlich am besten durch diese Krise kommen werden, nämlich Österreich und Deutschland (Abg. Hafenecker: Die EU hat nicht einmal ...!), und dass es eine Handvoll Länder mit einem vergleichsweise geringen Einbruch des BIPs gibt. Österreich ist unter diesen Ländern. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Jetzt zur wirtschaftlichen Situation: Wir haben es nicht nur mit einer globalen Pandemie zu tun, wir haben es – und das soll man nicht kleinreden – mit der größten Wirtschaftskrise zu tun, die wir jemals erlebt haben. Das ist die Realität, weltweit (Zwischenrufe bei der SPÖ), und gestatten Sie mir auch da einen kurzen Blick über unsere Grenzen hinaus: Obwohl wir ein exportorientiertes Land sind, obwohl wir ein Tourismusland sind – zwei Bereiche, die ganz besonders stark betroffen sind –, ist die EU-Kommission laut der aktuellsten Studie der Meinung, dass es zwei Länder gibt, die wirtschaftlich am besten durch diese Krise kommen werden, nämlich Österreich und Deutschland (Abg. Hafenecker: Die EU hat nicht einmal ...!), und dass es eine Handvoll Länder mit einem vergleichsweise geringen Einbruch des BIPs gibt. Österreich ist unter diesen Ländern. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Ich kann Ihnen auch sagen, warum das der Fall ist: Zum Ersten, weil wir schnell und rasch reagiert haben. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Danke an Sie alle – Sie haben die Maßnahmen, die Sie jetzt kritisieren, alle mitgetragen (Abg. Belakowitsch: Das stimmt ja nicht!), und ich bin Ihnen nach wie vor dankbar dafür. Zum Zweiten, weil wir ein 38-Milliarden-Euro-Hilfsprogramm geschnürt haben, das vom Volumen her, da
Abg. Belakowitsch: Das stimmt ja nicht!
Ich kann Ihnen auch sagen, warum das der Fall ist: Zum Ersten, weil wir schnell und rasch reagiert haben. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Danke an Sie alle – Sie haben die Maßnahmen, die Sie jetzt kritisieren, alle mitgetragen (Abg. Belakowitsch: Das stimmt ja nicht!), und ich bin Ihnen nach wie vor dankbar dafür. Zum Zweiten, weil wir ein 38-Milliarden-Euro-Hilfsprogramm geschnürt haben, das vom Volumen her, da
Zwischenruf des Abg. Leichtfried
Sehr geehrte Damen und Herren, verstehen Sie mich nicht falsch. Ich verstehe jeden, der sagt: Warum ist das Geld noch nicht am Konto? Warum geht das nicht schneller? Warum geht das nicht einfacher? – Die Behörden arbeiten Tag und Nacht, dass es funktioniert, es ist aber eine Herausforderung (Zwischenruf des Abg. Leichtfried), 38 Milliarden Euro rechtskonform und möglichst treffsicher an den Mann zu bringen. (Zwischenruf des Abg. Brückl.)
Zwischenruf des Abg. Brückl.
Sehr geehrte Damen und Herren, verstehen Sie mich nicht falsch. Ich verstehe jeden, der sagt: Warum ist das Geld noch nicht am Konto? Warum geht das nicht schneller? Warum geht das nicht einfacher? – Die Behörden arbeiten Tag und Nacht, dass es funktioniert, es ist aber eine Herausforderung (Zwischenruf des Abg. Leichtfried), 38 Milliarden Euro rechtskonform und möglichst treffsicher an den Mann zu bringen. (Zwischenruf des Abg. Brückl.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf bei der FPÖ: Seit wann ist die Wirtschaft ...? – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.
Sehr geehrter Herr Abgeordneter Leichtfried, da ich Sie einige Jahre kenne: Sie wären der Allererste, der uns Vorhaltungen machen würde, wenn das Geld nicht treffsicher oder bei irgendjemandem fälschlich oder zu Unrecht ankommen würde. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf bei der FPÖ: Seit wann ist die Wirtschaft ...? – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Ich möchte ein Stück weit ins Detail gehen, weil Sie, Herr Abgeordneter Leichtfried, in Ihrer Anklage auch ausgeführt haben (Zwischenrufe bei der SPÖ), niemand habe Hilfe erhalten, bei niemandem sei irgendetwas angekommen. (Ruf bei der SPÖ: ... keine Anklage! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Auch da mache ich, wenn Sie gestatten, kurz den Blick in die Details.
Ruf bei der SPÖ: ... keine Anklage! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Ich möchte ein Stück weit ins Detail gehen, weil Sie, Herr Abgeordneter Leichtfried, in Ihrer Anklage auch ausgeführt haben (Zwischenrufe bei der SPÖ), niemand habe Hilfe erhalten, bei niemandem sei irgendetwas angekommen. (Ruf bei der SPÖ: ... keine Anklage! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Auch da mache ich, wenn Sie gestatten, kurz den Blick in die Details.
Ruf bei der FPÖ: Falsch!
Zur Kurzarbeit: Es sind über 100 000 Anträge auf Kurzarbeit gestellt worden. In Summe reden wir da von einer Million Arbeitsplätzen, die in Österreich gerettet werden. Österreich ist das einzige Land in Europa mit einer Nettoersatzquote von bis zu 90 Prozent. (Ruf bei der FPÖ: Falsch!) Das klingt jetzt alles wahnsinnig sperrig, im Detail aber heißt das, dass es bis zu einer Million Menschen gibt, deren Job dadurch gerettet werden konnte.
Zwischenrufe bei der SPÖ
Man kann alles schlechtreden, sehr geehrter Herr Abgeordneter Leichtfried, aber nennen Sie mir ein einziges Land in Europa mit einem vergleichbaren Kurzarbeitsmodell! Nennen Sie mir ein einziges Land in Europa, in dem dadurch über eine Million Jobs gerettet werden konnten (Zwischenrufe bei der SPÖ), und nennen Sie mir ein einziges Land auf der Welt, in dem Menschen in dieser Krise, auch wenn sie keine einzige Stunde gearbeitet haben, 90 Prozent ihres Gehalts erhalten haben! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Man kann alles schlechtreden, sehr geehrter Herr Abgeordneter Leichtfried, aber nennen Sie mir ein einziges Land in Europa mit einem vergleichbaren Kurzarbeitsmodell! Nennen Sie mir ein einziges Land in Europa, in dem dadurch über eine Million Jobs gerettet werden konnten (Zwischenrufe bei der SPÖ), und nennen Sie mir ein einziges Land auf der Welt, in dem Menschen in dieser Krise, auch wenn sie keine einzige Stunde gearbeitet haben, 90 Prozent ihres Gehalts erhalten haben! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Verstehen Sie mich nicht falsch! Das ist nicht das Verdienst der Bundesregierung. Es sind die österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, die das möglich gemacht haben. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Es sind die österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, die in dieser Zeit den Beschäftigten, die die Unterstützung brauchen, helfen, ihren Job zu behalten und trotzdem 90 Prozent ihres Gehalts zu bekommen, und es waren die Sozialpartner, die dieses Modell der Kurzarbeit ausgehandelt haben. Daher auch ein großes Danke an die sozialdemokratischen Vertreter, die mit der Wirtschaftsseite gemeinsam dieses Modell erarbeitet, ausverhandelt und letztlich auch beschlossen haben! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Verstehen Sie mich nicht falsch! Das ist nicht das Verdienst der Bundesregierung. Es sind die österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, die das möglich gemacht haben. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Es sind die österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, die in dieser Zeit den Beschäftigten, die die Unterstützung brauchen, helfen, ihren Job zu behalten und trotzdem 90 Prozent ihres Gehalts zu bekommen, und es waren die Sozialpartner, die dieses Modell der Kurzarbeit ausgehandelt haben. Daher auch ein großes Danke an die sozialdemokratischen Vertreter, die mit der Wirtschaftsseite gemeinsam dieses Modell erarbeitet, ausverhandelt und letztlich auch beschlossen haben! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Ich gehe ein Stück weiter in die Details, zu staatlich garantierten Krediten und Steuerstundungen. Es gab über 250 000 Anträge, die im Regelfall innerhalb von wenigen Tagen abgearbeitet worden sind. Es sind 6 Milliarden Euro an Steuern gestundet worden, und ich möchte mir auch da einen Moment Zeit für den internationalen Vergleich nehmen: Insgesamt gibt es in ganz Europa vier Länder, die ein mit dem unseren vergleichbares Modell haben, mit 100 Prozent staatlichen Garantien für Kredite. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Auch hier ein Beispiel: Was bedeutet das für einen Beherbergungsbetrieb? – Einem Beherbergungsbetrieb, der einige Monate geschlossen war, der einen Umsatz von 2,5 Millionen Euro hat, werden die Kosten für die Mitarbeiter durch die Kurzarbeit ersetzt. Darüber hinaus gibt es natürlich Fixkosten. Wenn in diesem Betrieb mit 2,5 Millionen Euro Umsatz in drei Monaten 80 000 Euro an Fixkosten anfallen, erhält dieser Betrieb fast 60 000 Euro dieser Fixkosten ersetzt. Ja, es sind nicht 100 Prozent, aber es ist hart verdientes Geld der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, und es ist nur in einem einzigen anderen Land in der Europäischen Union so, dass es ein vergleichbares Modell gibt. Auch das sollte hier einmal in aller Offenheit ausgesprochen werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Abschließend: Ja, es ist eine herausfordernde Zeit, und trotz aller Hilfen wird es eine extrem schwierige Phase für die österreichischen Unternehmen bleiben, es wird eine schwierige Phase auf dem österreichischen Arbeitsmarkt bleiben, es wird nicht einfach und nicht leicht werden. Ich möchte keine der Herausforderungen kleinreden, weder für die Betriebe noch für die Beschäftigten. Ich bin mir aber genauso sicher, dass es jetzt eines braucht, nämlich Optimismus, Mut und Zuversicht. Was es nicht braucht, ist das Schlechtreden von Systemen, die europaweit und international positiv hervorstechen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Ich bin mir vollkommen bewusst, dass die Situation eine schwierige ist, aber ohne Mut, Zuversicht, Optimismus und den Blick nach vorne wird es nicht gehen. Insofern braucht es, gerade wenn die Zeit schwierig ist, gerade wenn die Anspannung eine große ist, gerade wenn die Sorge droht, überhand zu nehmen, vielleicht einen Moment des Innehaltens, des Blicks in alle Himmelsrichtungen und die ehrliche Frage: Mit welchem Land der Welt wollen wir im Moment tauschen? – Da kommt man drauf, dass man dankbar sein kann, Österreicher sein zu dürfen. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Ich für meinen Teil bin es jeden einzelnen Tag. – Vielen Dank. (Anhaltender Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Anhaltender Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich bin mir vollkommen bewusst, dass die Situation eine schwierige ist, aber ohne Mut, Zuversicht, Optimismus und den Blick nach vorne wird es nicht gehen. Insofern braucht es, gerade wenn die Zeit schwierig ist, gerade wenn die Anspannung eine große ist, gerade wenn die Sorge droht, überhand zu nehmen, vielleicht einen Moment des Innehaltens, des Blicks in alle Himmelsrichtungen und die ehrliche Frage: Mit welchem Land der Welt wollen wir im Moment tauschen? – Da kommt man drauf, dass man dankbar sein kann, Österreicher sein zu dürfen. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Ich für meinen Teil bin es jeden einzelnen Tag. – Vielen Dank. (Anhaltender Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Einige?! Bitte alle! – Ruf bei der SPÖ: Alle!
Ich darf nun noch einige konkrete Fragen beantworten, die uns schriftlich übergeben worden sind. (Abg. Belakowitsch: Einige?! Bitte alle! – Ruf bei der SPÖ: Alle!)
Anhaltender Beifall bei ÖVP und Grünen.
Uns ist völlig bewusst, dass wir weiter hart arbeiten müssen, um diese Krise zu bewältigen, aber ich kann Ihnen versichern: Wir geben täglich unser Bestes. – Vielen Dank. (Anhaltender Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich berichtige tatsächlich: Die Schweiz hat auch über 90 Prozent Ersatzrate, Irland hat bis zu 100 Prozent Nettoersatzrate, Dänemark, Schweden, Norwegen und einige andere Länder haben eine Ersatzrate von bis zu 100 Prozent vom Bruttolohn. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Haubner: Peinlich!
Ich berichtige tatsächlich: Der stellvertretende Klubvorsitzende Leichtfried hat eine Dringliche Anfrage gestellt. Das ist etwas anderes. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Haubner: Peinlich!)
Beifall bei SPÖ und FPÖ.
Ich berichtige tatsächlich: Die SPÖ hat gemeinsam mit der gesamten Opposition die Bestimmungen des Covid-Gesetzes, mit denen das Epidemiegesetz umgangen worden ist, nicht mitgetragen und hat dagegen gestimmt. Es wäre schön, wenn wir einen Bundeskanzler hätten, der bei der Wahrheit bleibt. (Beifall bei SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei NEOS, SPÖ und FPÖ.
Ich berichtige tatsächlich: Pflegekräfte sind am Anfang zu Spar und Billa gegangen und haben sich dort ihre Mund-Nasen-Schutzmaske geholt, weil sie im Spital vom Arbeitgeber keine bekommen haben. (Beifall bei NEOS, SPÖ und FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Wir hätten schon noch einige! Ich kann das aber in meine Rede einbauen!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ist noch jemand zu einer tatsächlichen Berichtigung zu Wort gemeldet, den wir übersehen hätten? (Abg. Belakowitsch: Wir hätten schon noch einige! Ich kann das aber in meine Rede einbauen!) – Niemand mehr. (Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ist noch jemand zu einer tatsächlichen Berichtigung zu Wort gemeldet, den wir übersehen hätten? (Abg. Belakowitsch: Wir hätten schon noch einige! Ich kann das aber in meine Rede einbauen!) – Niemand mehr. (Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Der Herr Bundeskanzler hat einmal gezeigt, was in ihm steckt. Das ist für die zukünftige Berufsentwicklung von Herrn Kurz interessant. Vielleicht können Sie bei den christlichen Predigern in der Stadthalle anheuern, Sie reden wie ein junger Kaplan. Sie müssen nur eines sehen: Selbstbeweihräucherung reicht nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Genau!
Wir müssen den Fakten ins Auge sehen, ein Teil davon wurde Ihnen bereits gesagt. Jetzt kommen wir zu Ihren Anfragebeantwortungen – Sie haben die Fragen nämlich nicht beantwortet (Ruf bei der SPÖ: Genau!), zum Beispiel die Frage, ob für Sie im kleinen Grenzverkehr dieselben Regeln betreffend Quarantäne gelten wie in Kärnten oder in der Steiermark. Haben Sie danach die 14 Tage Quarantäne eingehalten? Ich habe keine Antwort darauf gehört. – Nein! Da gilt der alte römische Spruch: Quod licet Iovi, non licet bovi. Nur: Unsere Österreicherinnen und Österreicher sind keine Ochsen – das sage ich Ihnen, Herr Bundeskanzler –, und sie verdienen es, dass alle gleich behandelt werden und dass nicht für wenige etwas Besseres gilt. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.
Wir müssen den Fakten ins Auge sehen, ein Teil davon wurde Ihnen bereits gesagt. Jetzt kommen wir zu Ihren Anfragebeantwortungen – Sie haben die Fragen nämlich nicht beantwortet (Ruf bei der SPÖ: Genau!), zum Beispiel die Frage, ob für Sie im kleinen Grenzverkehr dieselben Regeln betreffend Quarantäne gelten wie in Kärnten oder in der Steiermark. Haben Sie danach die 14 Tage Quarantäne eingehalten? Ich habe keine Antwort darauf gehört. – Nein! Da gilt der alte römische Spruch: Quod licet Iovi, non licet bovi. Nur: Unsere Österreicherinnen und Österreicher sind keine Ochsen – das sage ich Ihnen, Herr Bundeskanzler –, und sie verdienen es, dass alle gleich behandelt werden und dass nicht für wenige etwas Besseres gilt. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Ich sage Ihnen auch, an wem Sie sich ein Beispiel nehmen können: am Herrn Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen; der konnte sich nämlich entschuldigen. Das habe ich von Ihnen nach den Vorkommnissen im Kleinwalsertal nicht gehört. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Zwischenruf der Abg. Gabriela Schwarz.
All das sind Beispiele dafür, wie man es nicht macht, und kein Anlass, sich hierher zu stellen und zu sagen: Mit welchem Land wollen Sie tauschen? – Ich sage es Ihnen gerne. Bleiben wir einmal bei den Toten: 641 Coronatote. Sagen Sie den betroffenen Familien einmal: Mit welchem Land hätten Sie denn getauscht? Vielleicht mit Singapur mit nur 21 Toten, vielleicht mit Taiwan mit nur zehn Toten? Die haben nämlich ab Ende Dezember Containment gemacht. Oder mit Korea, die zuvor die zweithöchste Infektionszahl hatten und es geschafft haben, es einzudämmen? – Ich halte nichts davon – ernsthaft –, sich hinzustellen und zu sagen, wie toll wir sind. Reden wir über die Probleme, die wir haben! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Zwischenruf der Abg. Gabriela Schwarz.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Gabriela Schwarz.
Nein, nein, nein, Frau Kollegin! Sie sagen uns dann: Sagen Sie uns die Namen derer, die Probleme haben! – Lesen Sie das „Profil“, die aktuelle Ausgabe vom 24. Mai! Dort wird über Jutta Pregenzer vom Pregenzer Fashion Store, hier ganz in der Nähe, geschrieben und gesagt, wie viel sie gekriegt hat: 81,75 Euro! Eine Schande sind solche Beträge! (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Gabriela Schwarz.)
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Brandstätter.
Was haben Sie mit ihnen gemacht? – Sie haben sie zu Bittstellern gemacht! Sie haben sie sogar im Namen verhöhnt! Die, die einen Antrag stellen, weil ihr Betrieb zum Schutz der Allgemeinheit geschlossen wurde, bekommen nicht den Umsatz ersetzt, nein, sie dürfen sich anstellen und werden zum Härtefall im Fonds. Wie kann man Menschen, die etwas unternehmen und ein Teil unserer Wirtschaft sind, zu Bittstellern und Almosenempfängern degradieren?! Das ist ein Sündenfall, den werden wir Ihnen nicht durchgehen lassen! (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Brandstätter.)
Anhaltender Beifall bei der SPÖ.
Ich habe einen Musterantrag ins Netz gestellt und ich darf mich an dieser Stelle an jene Händlerinnen und Händler wenden, die seit Dienstag nach Ostern aufsperren dürfen: Heute läuft die Sechswochenfrist aus. Stellen Sie noch den Antrag! Vielleicht hat sie es auch schlampig gemacht, die Regierung, und dann kriegen Sie Ihre vollen Umsätze. – Ich würde es diesen Unternehmerinnen und Unternehmern sehr, sehr, sehr wünschen. – Danke. (Anhaltender Beifall bei der SPÖ.)
Sich angesichts des anhaltenden Beifalls bei der SPÖ an Präsident Sobotka wendend:
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine sehr geehrten Damen und Herren! – (Sich angesichts des anhaltenden Beifalls bei der SPÖ an Präsident Sobotka wendend:) Das geht aber nicht auf meine Zeit. Allerhand, ich hätte mir nicht gedacht, dass das einmal geht!
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Nachdem Herr Kollege Matznetter jetzt mit den Sterbezahlen gekommen ist, möchte ich Ihnen eines doch noch einmal mitgeben: Österreich ist bei Weitem besser durch diese Krise gekommen als viele andere Länder, auch viele unserer Nachbarländer. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Meine Damen und Herren, wir reden hier von einer Pandemie, von einer weltweiten Gesundheitskrise, die jetzt in eine weltweite Wirtschaftskrise mündet. Zu Beginn war aber die Gesundheitskrise. Da geht es um den Erhalt der Menschenleben in
Beifall bei ÖVP und Grünen.
unserer Republik, und da hat Österreich rasch, konsequent und richtig gehandelt, meine Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Dass Sie das ärgert, ist irgendwie unglaublich, das möchte ich schon einmal zum Ausdruck bringen. Es ist unglaublich, dass es jemanden ärgern kann, dass wir in dieser Gesundheitskrise, dieser Pandemie Gott sei Dank niedrige Todeszahlen haben. Dann stellt man sich als Oppositionsvertreter hierher und sagt: Nein, nein, das ist eh alles nicht wahr, das stimmt alles gar nicht, hantiert nicht mit diesen Zahlen! – Das ist unglaublich, Herr Kollege Matznetter. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Es ist wirklich unglaublich, auf dem Rücken der Menschen hier eine solche Show abzuziehen; das möchte ich Ihnen schon einmal mitgeben. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Matznetter: Ihre Show ist ...!) – Ja, ja, dann lesen Sie wenigstens die Zeitung! Blättern Sie nicht nur im „Profil“ herum, sondern lesen Sie eine Tageszeitung! Da steht heute „Lob für Österreichs Corona-Bekämpfung“. „Von Expertenseite gibt es erneut Lob für die bisher gesetzten Maßnahmen in Österreich.“ Armin Fidler ist der genannte Experte. Laut ihm „hat die Alpenrepublik in der Corona-Krise ‚etwas hinbekommen, das im internationalen Vergleich fast einzigartig dasteht’“.
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Matznetter: Ihre Show ist ...!
Dass Sie das ärgert, ist irgendwie unglaublich, das möchte ich schon einmal zum Ausdruck bringen. Es ist unglaublich, dass es jemanden ärgern kann, dass wir in dieser Gesundheitskrise, dieser Pandemie Gott sei Dank niedrige Todeszahlen haben. Dann stellt man sich als Oppositionsvertreter hierher und sagt: Nein, nein, das ist eh alles nicht wahr, das stimmt alles gar nicht, hantiert nicht mit diesen Zahlen! – Das ist unglaublich, Herr Kollege Matznetter. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Es ist wirklich unglaublich, auf dem Rücken der Menschen hier eine solche Show abzuziehen; das möchte ich Ihnen schon einmal mitgeben. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Matznetter: Ihre Show ist ...!) – Ja, ja, dann lesen Sie wenigstens die Zeitung! Blättern Sie nicht nur im „Profil“ herum, sondern lesen Sie eine Tageszeitung! Da steht heute „Lob für Österreichs Corona-Bekämpfung“. „Von Expertenseite gibt es erneut Lob für die bisher gesetzten Maßnahmen in Österreich.“ Armin Fidler ist der genannte Experte. Laut ihm „hat die Alpenrepublik in der Corona-Krise ‚etwas hinbekommen, das im internationalen Vergleich fast einzigartig dasteht’“.
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Herr Kollege Matznetter, jeder Tote durch Corona ist einer zu viel; aber wir haben es gut und richtig gemacht, und darauf kommt es an, meine Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ja, wir haben Herausforderungen zu bewältigen, die größten seit Beginn der Zweiten Republik – das reden wir auch nicht klein –, und ja, es stimmt, wir können nicht alle Anträge auf einmal abarbeiten – wir als Abgeordnete sowieso nicht, aber auch nicht das AMS, die Wirtschaftskammer, die einzelnen Behörden, die Finanzämter. Eines, Herr Kollege Matznetter, mache ich aber schon: Ich sage all den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, egal wo sie tätig sind, die fast rund um die Uhr daran arbeiten, dass diese Anträge abgearbeitet werden, Danke. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Einige Punkte möchte ich aber doch herausstreichen. Kommen wir noch einmal zum Thema Kurzarbeit: Ich verstehe nicht, warum dieses Modell jetzt kritisiert wird. Es beruht auf einer Sozialpartnereinigung. Ich glaube, da haben rote Gewerkschafter mit unseren Vertretern der Wirtschaftskammer ganz gut zusammengearbeitet. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das ist ein gutes Modell. 1,1 Millionen Menschen haben den Job nicht verloren, sondern sie sind weiterhin bei ihren Betrieben angestellt.
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Eines noch, Herr Kollege Matznetter: Das muss doch das Herzelement der Sozialdemokratie sein! Man müsste ja in dieser schwierigen Zeit diesen Menschen in den Betrieben freudeströmend gegenübertreten! Ein Staplerfahrer, der rund 1 600 Euro netto hatte, kommt jetzt in der Kurzarbeit auf immerhin 1 350 Euro, egal wie viel dort letzten Endes im Betrieb gearbeitet wird. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Das ist Hilfe, die ankommt, meine Damen und Herren! Das erhält die Kaufkraft der Menschen, und das ist für unseren Wirtschaftskreislauf von enormer Bedeutung. Über eine Million Menschen sind in Kurzarbeit und nicht in der Arbeitslosigkeit! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Eines noch, Herr Kollege Matznetter: Das muss doch das Herzelement der Sozialdemokratie sein! Man müsste ja in dieser schwierigen Zeit diesen Menschen in den Betrieben freudeströmend gegenübertreten! Ein Staplerfahrer, der rund 1 600 Euro netto hatte, kommt jetzt in der Kurzarbeit auf immerhin 1 350 Euro, egal wie viel dort letzten Endes im Betrieb gearbeitet wird. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Das ist Hilfe, die ankommt, meine Damen und Herren! Das erhält die Kaufkraft der Menschen, und das ist für unseren Wirtschaftskreislauf von enormer Bedeutung. Über eine Million Menschen sind in Kurzarbeit und nicht in der Arbeitslosigkeit! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter
Die Abrechnungen in diesem Bereich laufen auf Hochtouren, und ich verstehe nicht, was man da kritisieren kann. Es ist ein gutes Modell. Die Arbeitslosenzahlen gehen derzeit zurück (Zwischenruf des Abg. Matznetter) – möge es so bleiben, meine Damen und Herren –: minus 9 000 Arbeitslose in den letzten Wochen. Wichtig ist, und das möchte ich auch betonen, dass wir - - (Abg. Matznetter: Nein, aber das ist doch kein ...!) – Können Sie einmal zuhören, Herr Matznetter? Das ist anscheinend nicht möglich. (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Matznetter: Nein, aber das ist doch kein ...!
Die Abrechnungen in diesem Bereich laufen auf Hochtouren, und ich verstehe nicht, was man da kritisieren kann. Es ist ein gutes Modell. Die Arbeitslosenzahlen gehen derzeit zurück (Zwischenruf des Abg. Matznetter) – möge es so bleiben, meine Damen und Herren –: minus 9 000 Arbeitslose in den letzten Wochen. Wichtig ist, und das möchte ich auch betonen, dass wir - - (Abg. Matznetter: Nein, aber das ist doch kein ...!) – Können Sie einmal zuhören, Herr Matznetter? Das ist anscheinend nicht möglich. (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Die Abrechnungen in diesem Bereich laufen auf Hochtouren, und ich verstehe nicht, was man da kritisieren kann. Es ist ein gutes Modell. Die Arbeitslosenzahlen gehen derzeit zurück (Zwischenruf des Abg. Matznetter) – möge es so bleiben, meine Damen und Herren –: minus 9 000 Arbeitslose in den letzten Wochen. Wichtig ist, und das möchte ich auch betonen, dass wir - - (Abg. Matznetter: Nein, aber das ist doch kein ...!) – Können Sie einmal zuhören, Herr Matznetter? Das ist anscheinend nicht möglich. (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Wichtig ist, dass wir die Menschen wieder in die Arbeit bringen, dass sie in ihre Jobs zurückkönnen, denn Arbeit bedeutet Einkommen, Einkommen bedeutet Wohlstand, und Arbeit ist das beste Mittel gegen Armut. Daher ist es wichtig, dass wir die Menschen zurück in die Arbeitswelt bringen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Wir sichern damit auch die Liquidität. 250 000 Anträge auf Steuerstundung, 6 Milliarden Euro – erledigt. Garantieübernahme für Kredite – nur vier Länder in Europa machen das bis zu 100 Prozent –: 5 Milliarden Euro, 6 500 Anträge genehmigt; insgesamt gab es 7 000 Anträge, in Deutschland gab es insgesamt nur 8 000 Anträge. Die Auszahlung des Fixkostenzuschusses wurde jetzt vorgezogen. Ein Friseurgeschäft mit 1 Million Euro Umsatz und einem Umsatzrückgang von 100 Prozent – zugesperrt bis Anfang Mai, wir wissen es –: 11 000 Euro Zuschuss für drei Monate, 5 500 Euro direkt nach Bewerbung ausbezahlt. (Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Das ist Hilfe, die wir so schnell wie möglich geben, die die Unternehmungen brauchen, daher halte ich es für nicht angebracht, dass wir alles schlechtreden. Halten wir doch zusammen und geben wir den Unternehmen und den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern so rasch Unterstützung, wie wir sie eben in dieser schwierigen Zeit geben können! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Damen und Herren, Sie sind alle eingeladen, hier mitzuarbeiten, weil wir für die Menschen in diesem Land arbeiten, und wir wollen, dass die Infektionszahlen auch weiterhin niedrig bleiben und dass wir das Comeback Österreichs gemeinsam einleiten können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ
Abgeordneter Michael Schnedlitz (FPÖ): Herr Präsident! Herr Kanzler! Hohes Haus! Herr Kanzler, wenn Sie die Frage stellen, wer von den Österreicherinnen und Österreichern jetzt gern in einem anderen Land wäre, dann ist die Antwort logisch: nahezu niemand. Sie müssen nur dazusagen, dass das nicht an Ihrer Politik liegt. Es liegt daran, dass wir in einem großartigen Land leben, in einem großartigen Land, das unsere Eltern, unsere Großeltern, unsere Urgroßeltern aufgebaut haben – und nicht Sie aus dem Jahrgang 1986 (Beifall bei der FPÖ) –, in einem Land mit einer großartigen Bevölkerung.
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Ich habe schon gesagt, dass diejenigen es aufgebaut haben, die Sie jetzt wegsperren. Das muss man auch einmal aussprechen. Sie schützen nämlich unsere Eltern und Großeltern und Urgroßeltern nicht, sondern Sie sperren sie weg. Das ist Ihre Politik zur Bewältigung der Krise. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Jeder Österreicher ärgert sich, dass Sie den Weg gehen, den ich vorhin schon angesprochen habe, dass Sie unsere ältere Generation wegsperren, anstatt für Schutzausrüstung zu sorgen, damit Besuche unter menschenwürdigen Umständen möglich sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Steinacker.
Sie haben aber nicht nur beim Schutz versagt, Sie versagen auch tagtäglich bei der Hilfe. „Koste es, was es wolle“ – diesen Spruch kennt jeder Österreicher und jede Österreicherin. Wir haben es schon von Kollegen Matznetter richtig gehört: Wann haben Sie sich eigentlich dazu entschlossen, dass nicht Sie helfen, sondern dass diese Rechnung à la „Koste es, was es wolle“ die Bevölkerung zahlen muss, dass es die UnternehmerInnen bezahlen müssen, dass sie sich selbst helfen müssen? Zu allem Überdruss helfen Sie nicht nur nicht, Sie torpedieren diese Selbsthilfe auch noch mit Ihren Maßnahmen und Ihren Verordnungen und dem Chaos beim Hochfahren. (Zwischenruf der Abg. Steinacker.)
Beifall bei der FPÖ.
Da wundert es mich nicht, sehr geehrte Damen und Herren, dass Sie bis heute so sehr an der Maskenpflicht festhalten. Sie tun das wahrscheinlich, damit die Bevölkerung nicht die beschämenden Gesichter sehen muss, die sich mittlerweile unter den Masken befinden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage Ihnen in aller Deutlichkeit: Hören Sie auf, die Bevölkerung wie Untertanen zweiter Klasse zu behandeln, während Sie die Maßnahmen und Ihre eigenen Verordnungen für sich selbst nicht als Maßstab heranziehen! Das ist in der Demokratie nicht vertretbar. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zu diesem Schulterschluss reiche ich Ihnen die Hand. Das ist ein Schulterschluss, der der österreichischen Bevölkerung wirklich hilft. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Abgeordnete Sigrid Maurer, BA (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich tue mir immer schwer, wenn jemand von der FPÖ hier ans RednerInnenpult tritt, weil ich nicht mehr verstehen kann, was die FPÖ eigentlich will. Es ist jeden Tag irgendetwas anderes. Einmal gibt es Corona eigentlich überhaupt nicht und ist Corona nur eine Grippe; jetzt geht es wieder darum, groß davor zu schützen. Entscheiden Sie sich bitte endlich! Wir kennen uns nicht mehr aus. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner.
Wir debattieren jetzt hier eine Dringliche Anfrage der Sozialdemokratie. Kollegin Rendi-Wagner hat sich bei der letzten Plenarsitzung tatsächlich dazu hinreißen lassen, zu behaupten, diese Regierung hätte mit ihrer Bekämpfung der Coronakrise gegen die Menschlichkeit entschieden. (Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner.) – Das haben Sie gesagt, Frau Rendi-Wagner! (Abg. Belakowitsch: Stimmt! – Abg. Rendi-Wagner: Nein, habe ich nicht gesagt!)
Abg. Belakowitsch: Stimmt! – Abg. Rendi-Wagner: Nein, habe ich nicht gesagt!
Wir debattieren jetzt hier eine Dringliche Anfrage der Sozialdemokratie. Kollegin Rendi-Wagner hat sich bei der letzten Plenarsitzung tatsächlich dazu hinreißen lassen, zu behaupten, diese Regierung hätte mit ihrer Bekämpfung der Coronakrise gegen die Menschlichkeit entschieden. (Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner.) – Das haben Sie gesagt, Frau Rendi-Wagner! (Abg. Belakowitsch: Stimmt! – Abg. Rendi-Wagner: Nein, habe ich nicht gesagt!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Leichtfried und Rendi-Wagner
Sie, Frau Klubobfrau Rendi-Wagner, haben von Beginn an sehr wertvolle Beiträge zur Bewältigung dieser Krise geleistet (Zwischenrufe der Abgeordneten Leichtfried und Rendi-Wagner), mit einer sehr hohen fachlichen Kompetenz und mit einem der Situation angemessenen Verantwortungsgefühl der österreichischen Bevölkerung gegenüber. (Abg. Leichtfried: Kollege Stöger würde da wieder eine tatsächliche Berichtigung machen!) Es war in diesen Wochen wenig Dissens zwischen den Maßnahmen, die die Regierung gesetzt hat, und dem, was die Sozialdemokratie gefordert hat, zu spüren, und dafür bin ich auch dankbar, insbesondere für Ihren fachlichen Input als Ärztin. Das war eine sehr gute Zusammenarbeit, und wir haben auch viele von den Punkten, die Sie eingebracht haben, gemeinsam umgesetzt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Leichtfried.)
Abg. Leichtfried: Kollege Stöger würde da wieder eine tatsächliche Berichtigung machen!
Sie, Frau Klubobfrau Rendi-Wagner, haben von Beginn an sehr wertvolle Beiträge zur Bewältigung dieser Krise geleistet (Zwischenrufe der Abgeordneten Leichtfried und Rendi-Wagner), mit einer sehr hohen fachlichen Kompetenz und mit einem der Situation angemessenen Verantwortungsgefühl der österreichischen Bevölkerung gegenüber. (Abg. Leichtfried: Kollege Stöger würde da wieder eine tatsächliche Berichtigung machen!) Es war in diesen Wochen wenig Dissens zwischen den Maßnahmen, die die Regierung gesetzt hat, und dem, was die Sozialdemokratie gefordert hat, zu spüren, und dafür bin ich auch dankbar, insbesondere für Ihren fachlichen Input als Ärztin. Das war eine sehr gute Zusammenarbeit, und wir haben auch viele von den Punkten, die Sie eingebracht haben, gemeinsam umgesetzt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Leichtfried.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Sie, Frau Klubobfrau Rendi-Wagner, haben von Beginn an sehr wertvolle Beiträge zur Bewältigung dieser Krise geleistet (Zwischenrufe der Abgeordneten Leichtfried und Rendi-Wagner), mit einer sehr hohen fachlichen Kompetenz und mit einem der Situation angemessenen Verantwortungsgefühl der österreichischen Bevölkerung gegenüber. (Abg. Leichtfried: Kollege Stöger würde da wieder eine tatsächliche Berichtigung machen!) Es war in diesen Wochen wenig Dissens zwischen den Maßnahmen, die die Regierung gesetzt hat, und dem, was die Sozialdemokratie gefordert hat, zu spüren, und dafür bin ich auch dankbar, insbesondere für Ihren fachlichen Input als Ärztin. Das war eine sehr gute Zusammenarbeit, und wir haben auch viele von den Punkten, die Sie eingebracht haben, gemeinsam umgesetzt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Leichtfried.)
Abg. Belakowitsch: Ah, jetzt ist die nächste Phase!
Umso weniger verstehe ich, warum man nun, nachdem sich das alles etwas lockert, die eigenen Aussagen, die eigenen Forderungen offensichtlich vergessen hat. Ich verstehe natürlich, jetzt befinden wir uns in der Phase der Lockerungen, die erste Phase der Bewältigung dieser Krise ist hoffentlich erfolgreich vorbei und wir treten in die nächste Phase ein, die auf uns zukommt. (Abg. Belakowitsch: Ah, jetzt ist die nächste Phase!) Selbstverständlich, es ist die Aufgabe der Opposition, zu kritisieren, Kritik zu üben, den Finger dort hinzulegen, wo es wehtut, aber ich habe kein Verständnis für diesen absoluten Richtungsschwenk, wenn heute hier zum Beispiel davon gesprochen wird, dass die Regierung auf ganzer Linie versagt hätte. (Ruf bei der SPÖ: Na ja, ...!)
Ruf bei der SPÖ: Na ja, ...!
Umso weniger verstehe ich, warum man nun, nachdem sich das alles etwas lockert, die eigenen Aussagen, die eigenen Forderungen offensichtlich vergessen hat. Ich verstehe natürlich, jetzt befinden wir uns in der Phase der Lockerungen, die erste Phase der Bewältigung dieser Krise ist hoffentlich erfolgreich vorbei und wir treten in die nächste Phase ein, die auf uns zukommt. (Abg. Belakowitsch: Ah, jetzt ist die nächste Phase!) Selbstverständlich, es ist die Aufgabe der Opposition, zu kritisieren, Kritik zu üben, den Finger dort hinzulegen, wo es wehtut, aber ich habe kein Verständnis für diesen absoluten Richtungsschwenk, wenn heute hier zum Beispiel davon gesprochen wird, dass die Regierung auf ganzer Linie versagt hätte. (Ruf bei der SPÖ: Na ja, ...!)
Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Diese Kritik ist aus meiner Sicht nicht treffsicher. Da wird in der Anfrage zum Beispiel begründet, die Regierung würde bei der Bewältigung der sozialen Krise komplett versagen. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Wir haben in dieser Koalition Maßnahmen gesetzt, um jene aufzufangen, die arbeitslos zu werden drohen, die bereits arbeitslos waren oder die durch Corona arbeitslos geworden sind. Wir haben hier gemeinsam ein Kurzarbeitsmodell beschlossen, das die Sozialpartner ausverhandelt haben. Es ist eine gute österreichische Tradition, dass sich ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen gemeinsam an einen Tisch setzen und daran arbeiten, eine für alle gut geeignete Lösung zu finden. Das ist eine der Stärken Österreichs, das zeigt auch die österreichische Geschichte, und dazu hat die Sozialdemokratie auch einen immensen Beitrag geleistet. Dass man sich jetzt hierherstellt und nachträglich behauptet, das wäre alles blöd, also das wäre alles nicht gut genug gewesen, finde ich schon einigermaßen erstaunlich, sind es doch auch Ihre MandatarInnen, die da mitverhandelt haben und das auch mitbeschlossen haben. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Diese Kritik ist aus meiner Sicht nicht treffsicher. Da wird in der Anfrage zum Beispiel begründet, die Regierung würde bei der Bewältigung der sozialen Krise komplett versagen. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Wir haben in dieser Koalition Maßnahmen gesetzt, um jene aufzufangen, die arbeitslos zu werden drohen, die bereits arbeitslos waren oder die durch Corona arbeitslos geworden sind. Wir haben hier gemeinsam ein Kurzarbeitsmodell beschlossen, das die Sozialpartner ausverhandelt haben. Es ist eine gute österreichische Tradition, dass sich ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen gemeinsam an einen Tisch setzen und daran arbeiten, eine für alle gut geeignete Lösung zu finden. Das ist eine der Stärken Österreichs, das zeigt auch die österreichische Geschichte, und dazu hat die Sozialdemokratie auch einen immensen Beitrag geleistet. Dass man sich jetzt hierherstellt und nachträglich behauptet, das wäre alles blöd, also das wäre alles nicht gut genug gewesen, finde ich schon einigermaßen erstaunlich, sind es doch auch Ihre MandatarInnen, die da mitverhandelt haben und das auch mitbeschlossen haben. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Stöger
Wir haben gemeinsam mit der Sozialdemokratie beschlossen, dass Menschen, die arbeitslos sind und denen das Abrutschen in die geringere Notstandshilfe droht, das höhere Arbeitslosengeld weiterhin beziehen können (Zwischenruf des Abg. Stöger), verbunden mit dem Einkommens- und Berufsschutz. Das haben wir gemeinsam beschlossen. Wir haben einen Fonds mit insgesamt 60 Millionen Euro eingerichtet, der der Bekämpfung von Kinderarmut in jenen Familien dient, die jetzt durch Corona besonders betroffen sind beziehungsweise davor bereits von Arbeitslosigkeit betroffen waren (Zwischenruf der Abgeordneten Heinisch-Hosek), den Familienhärtefonds – auch das haben wir gemeinsam gemacht. Wir haben dafür gesorgt, dass Mieten, die jetzt nicht bezahlt werden können, gestundet werden können, dass sie frühestens nach Ablauf dieses Jahres eingeklagt werden können und dass Delogierungen erst ab 2022 erfolgen können. All das sind Maßnahmen, die wir gesetzt haben, um die soziale Situation der Österreicherinnen und Österreicher und der Menschen, die hier leben, so gut wie möglich abzusichern. (Beifall des Abg. Jakob Schwarz.) Dass das, wie man jetzt behauptet, sozial nicht verträglich wäre und wir da sozial versagt hätten, ist ganz sicher nicht richtig. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenruf der Abgeordneten Heinisch-Hosek
Wir haben gemeinsam mit der Sozialdemokratie beschlossen, dass Menschen, die arbeitslos sind und denen das Abrutschen in die geringere Notstandshilfe droht, das höhere Arbeitslosengeld weiterhin beziehen können (Zwischenruf des Abg. Stöger), verbunden mit dem Einkommens- und Berufsschutz. Das haben wir gemeinsam beschlossen. Wir haben einen Fonds mit insgesamt 60 Millionen Euro eingerichtet, der der Bekämpfung von Kinderarmut in jenen Familien dient, die jetzt durch Corona besonders betroffen sind beziehungsweise davor bereits von Arbeitslosigkeit betroffen waren (Zwischenruf der Abgeordneten Heinisch-Hosek), den Familienhärtefonds – auch das haben wir gemeinsam gemacht. Wir haben dafür gesorgt, dass Mieten, die jetzt nicht bezahlt werden können, gestundet werden können, dass sie frühestens nach Ablauf dieses Jahres eingeklagt werden können und dass Delogierungen erst ab 2022 erfolgen können. All das sind Maßnahmen, die wir gesetzt haben, um die soziale Situation der Österreicherinnen und Österreicher und der Menschen, die hier leben, so gut wie möglich abzusichern. (Beifall des Abg. Jakob Schwarz.) Dass das, wie man jetzt behauptet, sozial nicht verträglich wäre und wir da sozial versagt hätten, ist ganz sicher nicht richtig. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall des Abg. Jakob Schwarz.
Wir haben gemeinsam mit der Sozialdemokratie beschlossen, dass Menschen, die arbeitslos sind und denen das Abrutschen in die geringere Notstandshilfe droht, das höhere Arbeitslosengeld weiterhin beziehen können (Zwischenruf des Abg. Stöger), verbunden mit dem Einkommens- und Berufsschutz. Das haben wir gemeinsam beschlossen. Wir haben einen Fonds mit insgesamt 60 Millionen Euro eingerichtet, der der Bekämpfung von Kinderarmut in jenen Familien dient, die jetzt durch Corona besonders betroffen sind beziehungsweise davor bereits von Arbeitslosigkeit betroffen waren (Zwischenruf der Abgeordneten Heinisch-Hosek), den Familienhärtefonds – auch das haben wir gemeinsam gemacht. Wir haben dafür gesorgt, dass Mieten, die jetzt nicht bezahlt werden können, gestundet werden können, dass sie frühestens nach Ablauf dieses Jahres eingeklagt werden können und dass Delogierungen erst ab 2022 erfolgen können. All das sind Maßnahmen, die wir gesetzt haben, um die soziale Situation der Österreicherinnen und Österreicher und der Menschen, die hier leben, so gut wie möglich abzusichern. (Beifall des Abg. Jakob Schwarz.) Dass das, wie man jetzt behauptet, sozial nicht verträglich wäre und wir da sozial versagt hätten, ist ganz sicher nicht richtig. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Wir haben gemeinsam mit der Sozialdemokratie beschlossen, dass Menschen, die arbeitslos sind und denen das Abrutschen in die geringere Notstandshilfe droht, das höhere Arbeitslosengeld weiterhin beziehen können (Zwischenruf des Abg. Stöger), verbunden mit dem Einkommens- und Berufsschutz. Das haben wir gemeinsam beschlossen. Wir haben einen Fonds mit insgesamt 60 Millionen Euro eingerichtet, der der Bekämpfung von Kinderarmut in jenen Familien dient, die jetzt durch Corona besonders betroffen sind beziehungsweise davor bereits von Arbeitslosigkeit betroffen waren (Zwischenruf der Abgeordneten Heinisch-Hosek), den Familienhärtefonds – auch das haben wir gemeinsam gemacht. Wir haben dafür gesorgt, dass Mieten, die jetzt nicht bezahlt werden können, gestundet werden können, dass sie frühestens nach Ablauf dieses Jahres eingeklagt werden können und dass Delogierungen erst ab 2022 erfolgen können. All das sind Maßnahmen, die wir gesetzt haben, um die soziale Situation der Österreicherinnen und Österreicher und der Menschen, die hier leben, so gut wie möglich abzusichern. (Beifall des Abg. Jakob Schwarz.) Dass das, wie man jetzt behauptet, sozial nicht verträglich wäre und wir da sozial versagt hätten, ist ganz sicher nicht richtig. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Leichtfried: Matznetter!
Eines möchte ich schon auch noch sagen: Herr Kollege Matznetter – er ist jetzt, glaube ich, nicht im Saal, aber wir kennen ihn alle –, Sie sind ja nie um ein hartes Wort, um ein scharfes Wort und auch um eine gute Prise Humor in der parlamentarischen Debatte verlegen. Dass Kollege Matzenetter (Abg. Leichtfried: Matznetter!) sich aber heute hierherstellt und versucht, den Tod von Menschen zu instrumentalisieren, ist einer sozialdemokratischen Partei nicht würdig. Das bin ich von den Freiheitlichen gewohnt, aber sicher nicht von der Sozialdemokratie. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Kuntzl.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Kuntzl.
Eines möchte ich schon auch noch sagen: Herr Kollege Matznetter – er ist jetzt, glaube ich, nicht im Saal, aber wir kennen ihn alle –, Sie sind ja nie um ein hartes Wort, um ein scharfes Wort und auch um eine gute Prise Humor in der parlamentarischen Debatte verlegen. Dass Kollege Matzenetter (Abg. Leichtfried: Matznetter!) sich aber heute hierherstellt und versucht, den Tod von Menschen zu instrumentalisieren, ist einer sozialdemokratischen Partei nicht würdig. Das bin ich von den Freiheitlichen gewohnt, aber sicher nicht von der Sozialdemokratie. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Kuntzl.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Wir haben in dieser Regierung zur Krisenbewältigung alles Mögliche umgesetzt, in ganz, ganz vielen Punkten gemeinsam mit Ihnen, und ich hoffe auch weiterhin darauf, dass die Vernunft wieder einzieht, dass der gemeinsame Kampf zur Bewältigung dieser Krise – denn sie ist noch lange nicht vorbei! – im Vordergrund steht und dass wir an einem Strang ziehen können. – Vielen Dank. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Belakowitsch – auf Bundeskanzler Kurz, der gerade mit Bundesministerin Edtstadler und Abg. Wöginger spricht, weisend –: Der ist gerade beschäftigt!
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Weitere Regierungsmitglieder! Hohes Haus! Ja, „den Tod von Menschen zu instrumentalisieren“, hat Klubobfrau Maurer gesagt, und da gibt es einen, der das besonders gut kann (Abg. Belakowitsch – auf Bundeskanzler Kurz, der gerade mit Bundesministerin Edtstadler und Abg. Wöginger spricht, weisend –: Der ist gerade beschäftigt!), der hat uns nämlich gesagt, es wird jeder jemanden kennen, der an Corona verstorben ist. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Weitere Regierungsmitglieder! Hohes Haus! Ja, „den Tod von Menschen zu instrumentalisieren“, hat Klubobfrau Maurer gesagt, und da gibt es einen, der das besonders gut kann (Abg. Belakowitsch – auf Bundeskanzler Kurz, der gerade mit Bundesministerin Edtstadler und Abg. Wöginger spricht, weisend –: Der ist gerade beschäftigt!), der hat uns nämlich gesagt, es wird jeder jemanden kennen, der an Corona verstorben ist. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
Die SPÖ hat in ihrer Dringlichen Anfrage auf etwas Wichtiges hingewiesen, und zwar auf das Chaos beim Öffnen und Hochfahren. Kein Mensch kennt sich mehr mit den vielen Regelungen, die es an allen Ecken und Enden gibt, aus, und die ändern sich auch wöchentlich. Zum Beispiel geht der Gast im Restaurant ohne Maske auf die Toilette, aber die Schüler in der Schule müssen mit Maske auf die Toilette gehen. Die Verwirrung bei den geltenden Regelungen geht bis an die Staatsspitze hinauf, und so sitzt dann halt der Herr Bundespräsident um halb eins in der Nacht noch draußen und der Bundeskanzler vergisst, dass er eigentlich gar nicht mit Landeshauptmann Wallner und Staatssekretär Brunner in einer WG wohnt und deswegen eigentlich gar nicht so nah bei ihnen stehen dürfte. Wenn die Spitzen der Republik sich nicht mehr auskennen, dann kann man das von den Bürgern auch nicht verlangen! (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.
Die Kurzarbeit: Also wir haben ja wirklich das Beste von da bis Texas, wenn man Ihnen zuhört! In der Schweiz sind 1,9 Millionen Personen in Kurzarbeit, und in der Schweiz wird die Kurzarbeitsbeihilfe akontiert, sodass das Unternehmen spätestens in 48 Stunden Geld auf dem Konto hat und nicht wochen- und monatelang warten muss. Das ist der Unterschied. Unternehmer wären halt lieber in der Schweiz, wo sie sofort Kreditgarantien haben und wo die Kurzarbeitsbeihilfe sofort fließt und nicht irgendwann, wenn dem Unternehmen längst die Luft ausgegangen ist. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Wurm.
Und dann kommen wir zu den Antikörpertests. Der Gesundheitsminister hat in China eine Million Stück Antikörpertests gekauft, die nicht brauchbar sind, wie die Experten jetzt feststellen. Währenddessen hat die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt einen Antikörpertest entwickelt, diesen verwendet der Gesundheitsminister aber nicht. Das Chaos, das Sie in Ihrer Regierung haben: Faßmann macht was mit Tests, Sie machen was, Köstinger meldet sich, Anschober macht was – lauter Spieler auf dem Feld, aber irgendwie hat keiner die Ballkontrolle. Sie sollten vielleicht einmal schauen, dass Sie in der Regierung zum Funktionieren kommen, und zwar weit über die Pressekonferenzen hinaus. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Wurm.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Ing. Reinhold Einwallner (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Mitglieder der Bundesregierung! Zwischen den Ankündigungen dieser Bundesregierung und der Realität klaffen Welten, meine Damen und Herren. Jeder dritte Österreicher ist entweder von Kurzarbeit oder von Arbeitslosigkeit betroffen. Herr Bundeskanzler, es fehlt Ihnen offenbar das Gefühl, nachzuempfinden, wie es jemandem geht, der in Kurzarbeit oder in Arbeitslosigkeit ist, denn: Warum zögern Sie sonst, das Arbeitslosengeld zu erhöhen? Das kann doch keinen anderen Grund haben. Es fehlt Ihnen das Gefühl dafür. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Herr Klubobmann Wöginger, weniger reden, mehr auszahlen! Das wäre das Prinzip. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Stefan und Brandstätter.
Herr Bundeskanzler, Gefühl entwickeln Sie nur dann, wenn es um Inszenierungen geht. Der Bevölkerung haben Sie in den letzten Wochen ganz, ganz viel abverlangt. Nur wenn der Kanzler auf Inszenierungsreise geht, ist plötzlich alles ganz anders. Da fordert man im Vorfeld Beflaggungen in Mittelberg ein. Wenn der Kanzler auf Inszenierungsreise geht, gibt es plötzlich keine Grenzschließungen mehr. Die Patchworkeltern, die wochenlang auf eine Regelung gewartet haben, damit sie über die Grenze können, wenn sie ihre Kinder wiedersehen möchten, empfinden das ganz anders. Herr Bundeskanzler, innehalten! Spüren Sie die Ungerechtigkeit? Innehalten ist da gefragt. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Stefan und Brandstätter.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter.
Wenn der Kanzler auf Inszenierungsreise geht, dann kann er mit Landeshauptmann Wallner in Vorarlberg Schulter an Schulter gehen, da spielt der Abstand keine Rolle, da braucht man keinen Mund-Nasen-Schutz, aber wenn sich zeitgleich in Vorarlberg zwei Schulfreunde auf einer Parkbank treffen, dann bekommen sie mehrere Hundert Euro Strafe. Innehalten, Herr Bundeskanzler! Spüren Sie die Ungerechtigkeit? (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wenn der Kanzler auf Inszenierungsreise geht, dann spielt es keine Rolle, wie viele Menschen sich versammeln, damit der Kanzler gute Fotos bekommt und ein paar Selfies machen kann. Meine Damen und Herren, gleichzeitig hat diese Bundesregierung die Zahl der Trauergäste auf Beerdigungen beschränkt, sodass die Menschen nicht einmal in Würde von ihren Liebsten Abschied nehmen können. Herr Bundeskanzler, innehalten! Innehalten! Spüren Sie die Ungerechtigkeit? (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ihre Reaktion auf die Vorfälle im Kleinwalsertal war auch bezeichnend, denn es ist immer das Gleiche: Sie schieben die Schuld ab. Sie schieben die Schuld auf die Bevölkerung und auf die Journalistinnen und Journalisten. Dass Sie nicht einmal heute, heute hier die Gelegenheit genutzt haben, sich zu entschuldigen, dass Sie nicht die Größe haben, diesen Fehler einzugestehen, das zeugt einerseits von Charakterschwäche und ist andererseits – ich möchte fast sagen – eine Unverschämtheit den Menschen draußen gegenüber. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich danke Ihnen recht herzlich. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Leichtfried: Das war einmal eine Rede!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Der Antrag ist ordnungsgemäß eingebracht und ausreichend unterstützt. Er ist auch verteilt worden, sodass wir auf eine Verlesung - -(Abg. Leichtfried: Das war einmal eine Rede!) – Bitte? (Abg. Leichtfried: War eine gute Rede!) – Darf ich ausreden, Herr Abgeordneter? (Abg. Leichtfried: Selbstverständlich!) – Danke. – Er ist ausreichend unterstützt und steht damit in Verhandlung.
Abg. Leichtfried: War eine gute Rede!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Der Antrag ist ordnungsgemäß eingebracht und ausreichend unterstützt. Er ist auch verteilt worden, sodass wir auf eine Verlesung - -(Abg. Leichtfried: Das war einmal eine Rede!) – Bitte? (Abg. Leichtfried: War eine gute Rede!) – Darf ich ausreden, Herr Abgeordneter? (Abg. Leichtfried: Selbstverständlich!) – Danke. – Er ist ausreichend unterstützt und steht damit in Verhandlung.
Abg. Leichtfried: Selbstverständlich!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Der Antrag ist ordnungsgemäß eingebracht und ausreichend unterstützt. Er ist auch verteilt worden, sodass wir auf eine Verlesung - -(Abg. Leichtfried: Das war einmal eine Rede!) – Bitte? (Abg. Leichtfried: War eine gute Rede!) – Darf ich ausreden, Herr Abgeordneter? (Abg. Leichtfried: Selbstverständlich!) – Danke. – Er ist ausreichend unterstützt und steht damit in Verhandlung.
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Peter Haubner (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ja, Corona hat die Welt, Europa und Österreich verändert. Wir wissen alle, Corona ist nicht weg, aber wir wissen auch, dass viele Experten und viele internationale Medien uns bescheinigen, dass wir vieles sehr, sehr richtig gemacht haben, meine Damen und Herren – zuerst im Gesundheitsbereich und jetzt beim stufenweisen Hochfahren der Wirtschaft. Seien wir doch gemeinsam auch ein wenig froh darüber, dass wir es gemeinsam so gut geschafft haben, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Ich bin an und für sich eher ruhig und gelassen, aber was wir heute hier vonseiten der SPÖ erleben, das ist schon ein Schauspiel. Die SPÖ, Herr Leichtfried, Frau Rendi-Wagner spielen sich auf einmal als die großen Wirtschaftsversteher und die großen Wirtschaftsunterstützer auf (Zwischenrufe bei der SPÖ) – die SPÖ, die uns immer mit höheren Unternehmenssteuern gedroht hat, die immer nach höheren Unternehmerabgaben gerufen hat, die uns von der Wirtschaft Steine in den Weg gelegt hat, die SPÖ, die in ihren Reihen einen Arbeiterkammerpräsidenten hat, der Videos gegen Unternehmer macht und diese verunglimpft. (Heiterkeit der Abg. Heinisch-Hosek.) Meine Damen und Herren, Sie sind immer mit sich selber beschäftigt! Sie haben vor lauter internen und externen Streitereien (Rufe bei der SPÖ: Ja, ja!) ja gar keine Zeit, sich um uns zu kümmern. Ich sage Ihnen, Sie sind reif für die Unglaubwürdigkeitsmedaille in Gold, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit der Abg. Heinisch-Hosek.
Ich bin an und für sich eher ruhig und gelassen, aber was wir heute hier vonseiten der SPÖ erleben, das ist schon ein Schauspiel. Die SPÖ, Herr Leichtfried, Frau Rendi-Wagner spielen sich auf einmal als die großen Wirtschaftsversteher und die großen Wirtschaftsunterstützer auf (Zwischenrufe bei der SPÖ) – die SPÖ, die uns immer mit höheren Unternehmenssteuern gedroht hat, die immer nach höheren Unternehmerabgaben gerufen hat, die uns von der Wirtschaft Steine in den Weg gelegt hat, die SPÖ, die in ihren Reihen einen Arbeiterkammerpräsidenten hat, der Videos gegen Unternehmer macht und diese verunglimpft. (Heiterkeit der Abg. Heinisch-Hosek.) Meine Damen und Herren, Sie sind immer mit sich selber beschäftigt! Sie haben vor lauter internen und externen Streitereien (Rufe bei der SPÖ: Ja, ja!) ja gar keine Zeit, sich um uns zu kümmern. Ich sage Ihnen, Sie sind reif für die Unglaubwürdigkeitsmedaille in Gold, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Rufe bei der SPÖ: Ja, ja!
Ich bin an und für sich eher ruhig und gelassen, aber was wir heute hier vonseiten der SPÖ erleben, das ist schon ein Schauspiel. Die SPÖ, Herr Leichtfried, Frau Rendi-Wagner spielen sich auf einmal als die großen Wirtschaftsversteher und die großen Wirtschaftsunterstützer auf (Zwischenrufe bei der SPÖ) – die SPÖ, die uns immer mit höheren Unternehmenssteuern gedroht hat, die immer nach höheren Unternehmerabgaben gerufen hat, die uns von der Wirtschaft Steine in den Weg gelegt hat, die SPÖ, die in ihren Reihen einen Arbeiterkammerpräsidenten hat, der Videos gegen Unternehmer macht und diese verunglimpft. (Heiterkeit der Abg. Heinisch-Hosek.) Meine Damen und Herren, Sie sind immer mit sich selber beschäftigt! Sie haben vor lauter internen und externen Streitereien (Rufe bei der SPÖ: Ja, ja!) ja gar keine Zeit, sich um uns zu kümmern. Ich sage Ihnen, Sie sind reif für die Unglaubwürdigkeitsmedaille in Gold, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bin an und für sich eher ruhig und gelassen, aber was wir heute hier vonseiten der SPÖ erleben, das ist schon ein Schauspiel. Die SPÖ, Herr Leichtfried, Frau Rendi-Wagner spielen sich auf einmal als die großen Wirtschaftsversteher und die großen Wirtschaftsunterstützer auf (Zwischenrufe bei der SPÖ) – die SPÖ, die uns immer mit höheren Unternehmenssteuern gedroht hat, die immer nach höheren Unternehmerabgaben gerufen hat, die uns von der Wirtschaft Steine in den Weg gelegt hat, die SPÖ, die in ihren Reihen einen Arbeiterkammerpräsidenten hat, der Videos gegen Unternehmer macht und diese verunglimpft. (Heiterkeit der Abg. Heinisch-Hosek.) Meine Damen und Herren, Sie sind immer mit sich selber beschäftigt! Sie haben vor lauter internen und externen Streitereien (Rufe bei der SPÖ: Ja, ja!) ja gar keine Zeit, sich um uns zu kümmern. Ich sage Ihnen, Sie sind reif für die Unglaubwürdigkeitsmedaille in Gold, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Greiner: Sehr geheim!
Sie sagen hier immer, wir haben keinen Plan. – Diese Bundesregierung hat einen Plan, und zwar einen ganz klaren Plan. (Abg. Greiner: Sehr geheim!) Die erste Stufe war die Bekämpfung der Pandemie, deren Eindämmung. Diesbezüglich waren wir Vorbild für viele andere Länder. Die zweite Stufe war, Arbeitsplätze zu sichern, Beschäftigung zu sichern und die Unternehmer durch die Krise zu begleiten. Dabei sind wir jetzt. Und die dritte Stufe wird ein Konjunktur- und Impulsprogramm sein. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Sie sagen hier immer, wir haben keinen Plan. – Diese Bundesregierung hat einen Plan, und zwar einen ganz klaren Plan. (Abg. Greiner: Sehr geheim!) Die erste Stufe war die Bekämpfung der Pandemie, deren Eindämmung. Diesbezüglich waren wir Vorbild für viele andere Länder. Die zweite Stufe war, Arbeitsplätze zu sichern, Beschäftigung zu sichern und die Unternehmer durch die Krise zu begleiten. Dabei sind wir jetzt. Und die dritte Stufe wird ein Konjunktur- und Impulsprogramm sein. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Es gibt auch viele positive Beispiele, meine Damen und Herren, heben wir diese auch einmal hervor! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Wurm: Und Dänemark? – Abg. Matznetter: Es wäre halt schön, ... die 800 Euro kriegen würden! 800 Euro, das ...! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Wenn wir heute schon über die Kurzarbeit reden, Kollege Wurm – 100 Prozent in Irland, ja, bis 800 Euro! –, dann muss man schon ganz klar auch die Wahrheit sagen und darf nicht einfach nur Prozente nennen, meine Damen und Herren. (Abg. Wurm: Und Dänemark? – Abg. Matznetter: Es wäre halt schön, ... die 800 Euro kriegen würden! 800 Euro, das ...! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Kollege Matznetter, wenn Sie als Vizepräsident der Wirtschaftskammer sich hier herausstellen und diese ganzen Maßnahmen immer nur kritisieren, dann würde ich Ihnen empfehlen: Suchen Sie sich einen anderen Nebenjob!, denn die Wirtschaftskammer leistet hervorragende Arbeit. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Tag und Nacht für ihre Mitglieder im Einsatz und arbeiten die Anträge ab. (Abg. Matznetter: Das ist Aufgabe der Wirtschaftskammer!)
Abg. Matznetter: Das ist Aufgabe der Wirtschaftskammer!
Kollege Matznetter, wenn Sie als Vizepräsident der Wirtschaftskammer sich hier herausstellen und diese ganzen Maßnahmen immer nur kritisieren, dann würde ich Ihnen empfehlen: Suchen Sie sich einen anderen Nebenjob!, denn die Wirtschaftskammer leistet hervorragende Arbeit. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Tag und Nacht für ihre Mitglieder im Einsatz und arbeiten die Anträge ab. (Abg. Matznetter: Das ist Aufgabe der Wirtschaftskammer!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf bei der SPÖ: Diese Rede braucht man sich nicht zu merken!
Zum Abschluss möchte ich eine große Bitte an Sie richten, und zwar geht es darum, dass wir diese Krise gemeinsam bewältigen, denn wir haben in Österreich eine gute Tradition, Krisen gemeinsam zu bewältigen, das haben wir schon öfter getan. Unser Einsatz gilt eben den Unternehmen und den Arbeitsplätzen in Österreich, daher zum Schluss meine Bitte: Kaufen Sie in der Heimat! Machen Sie Urlaub in Österreich! Die österreichischen Unternehmer freuen sich auf Sie! – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf bei der SPÖ: Diese Rede braucht man sich nicht zu merken!)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch (FPÖ): Herr Kollege Haubner, Sie sind doch viel unterwegs draußen, Sie reden doch mit vielen, Sie wissen es besser. Sie wissen, dass das, was Sie hier jetzt erzählt haben, so nicht stimmt. Sie wissen es ganz genau, im Gegensatz zum Herrn Bundeskanzler. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
191 Millionen Euro ausbezahlt worden sind. Diese Zahl können Sie nicht wegleugnen! Das zeigt doch einmal mehr, dass die Hilfe eben nicht fließt und dass sie nicht ankommt, Herr Kollege Haubner! Also hören Sie auf, den Leuten hier irgendetwas zu erzählen! (Beifall bei der FPÖ.)
Rufe bei der SPÖ: Angeblichen!
Wissen Sie, was Sie damit gesagt haben, Herr Bundeskanzler? – Als Bundeskanzler und Parteivorsitzender einer angeblichen Wirtschaftspartei (Rufe bei der SPÖ: Angeblichen!) haben Sie die Unternehmer unter Generalverdacht gestellt, so, als würde jeder Unternehmer, der einen Antrag stellt, automatisch einen Betrug versuchen. Das haben Sie hier heute gesagt, und das weise ich massiv zurück, Herr Bundeskanzler! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wissen Sie, was Sie damit gesagt haben, Herr Bundeskanzler? – Als Bundeskanzler und Parteivorsitzender einer angeblichen Wirtschaftspartei (Rufe bei der SPÖ: Angeblichen!) haben Sie die Unternehmer unter Generalverdacht gestellt, so, als würde jeder Unternehmer, der einen Antrag stellt, automatisch einen Betrug versuchen. Das haben Sie hier heute gesagt, und das weise ich massiv zurück, Herr Bundeskanzler! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.
Sich in einer Zeit, in der diese Bundesregierung den Unternehmern die Luft zum Atmen genommen hat, in einer Zeit, in der man das Epidemiegesetz mit miesen Tricks ausgehebelt hat, in einer solchen Zeit hierherzustellen und Unternehmer unter Generalverdacht zu stellen, das spottet jeder Kritik, Herr Bundeskanzler! Sie sollten endlich einmal von Ihrem hohen Ross heruntersteigen! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.
Diese Verantwortung haben Sie auch zu übernehmen – und jetzt hören Sie endlich auf, mit Ihrem blöden Handy zu spielen! Das ist eine Unhöflichkeit, das sage ich schon meinen Kindern den ganzen Tag: Das tut man nicht! Diese Handymanie ist eine krankhafte Sucht, Herr Bundeskanzler! Überlegen Sie sich das einmal! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Ralph Schallmeiner (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Kanzler! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren zu Hause vor den Bildschirmen! Ja, immer dann, wenn vor mir Kollegin Belakowitsch dran war, kann ich sagen: Kommen wir wieder runter, beruhigen wir uns wieder etwas, calm down! Das ist eigentlich fast immer die passende Einleitung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Vorneweg möchte ich kurz zu Kollegen Leichtfried etwas sagen (Zwischenruf bei der SPÖ): Herr Kollege Leichtfried, wir können uns gerne gegenseitig Beispiele dafür ausrichten, was gut und was schlecht gelaufen ist. Ich kann Ihnen auch ein gutes Beispiel nennen (Zwischenruf des Abg. Kollross): Mein ehemaliger Arbeitgeber mit über 350 Handelsangestellten in ganz Österreich hat während der Maßnahmen keinen einzigen Mitarbeiter, keine einzige Mitarbeiterin entlassen müssen. – Ganz im Gegenteil: Die werden auch weiterhin nicht entlassen werden, wie mir zugesichert worden ist. Es gibt also auch positive Beispiele; wir können uns das gegenseitig ausrichten. 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu behalten ist nicht so schlecht. Ich glaube, das ist ein Zeichen dafür, dass das auch durchaus gut funktioniert hat.
Zwischenruf des Abg. Kollross
Vorneweg möchte ich kurz zu Kollegen Leichtfried etwas sagen (Zwischenruf bei der SPÖ): Herr Kollege Leichtfried, wir können uns gerne gegenseitig Beispiele dafür ausrichten, was gut und was schlecht gelaufen ist. Ich kann Ihnen auch ein gutes Beispiel nennen (Zwischenruf des Abg. Kollross): Mein ehemaliger Arbeitgeber mit über 350 Handelsangestellten in ganz Österreich hat während der Maßnahmen keinen einzigen Mitarbeiter, keine einzige Mitarbeiterin entlassen müssen. – Ganz im Gegenteil: Die werden auch weiterhin nicht entlassen werden, wie mir zugesichert worden ist. Es gibt also auch positive Beispiele; wir können uns das gegenseitig ausrichten. 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu behalten ist nicht so schlecht. Ich glaube, das ist ein Zeichen dafür, dass das auch durchaus gut funktioniert hat.
Zwischenruf des Abg. Kollross.
Ich sage nicht, dass alles perfekt gelaufen ist, ich sage auch nicht, dass alles gut gelaufen ist. Es hat auch Fehler gegeben. Kollege Anschober – normalerweise sitzt er immer da, jetzt ist er nicht da – hat sich nicht nur einmal hierhergestellt und hat gesagt: Ja, es wurden Fehler gemacht, wir haben etwas zu lernen gehabt, wir haben Kritik, die aus der Opposition gekommen ist, aufgenommen! (Zwischenruf des Abg. Kollross.) Das wurde gemacht, und das könntet ihr, liebe Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ, auch einmal positiv erwähnen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Leichtfried: Aber heute geht es eher um ...! – Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Vogl.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Leichtfried: Aber heute geht es eher um ...! – Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Vogl.
Ich sage nicht, dass alles perfekt gelaufen ist, ich sage auch nicht, dass alles gut gelaufen ist. Es hat auch Fehler gegeben. Kollege Anschober – normalerweise sitzt er immer da, jetzt ist er nicht da – hat sich nicht nur einmal hierhergestellt und hat gesagt: Ja, es wurden Fehler gemacht, wir haben etwas zu lernen gehabt, wir haben Kritik, die aus der Opposition gekommen ist, aufgenommen! (Zwischenruf des Abg. Kollross.) Das wurde gemacht, und das könntet ihr, liebe Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ, auch einmal positiv erwähnen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Leichtfried: Aber heute geht es eher um ...! – Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Vogl.)
Ruf bei der SPÖ: Wir haben ein Problem mit dem Bundeskanzler!
Keine Frage, wir haben auch Probleme, darüber brauchen wir gar nicht zu reden (Ruf bei der SPÖ: Wir haben ein Problem mit dem Bundeskanzler!): Die Kleinteiligkeit des Gesundheitswesens in Österreich ist nicht unbedingt immer nur positiv. Ich glaube, wir alle miteinander wissen, wo diese Kleinteiligkeit herkommt. Diese Kleinteiligkeit erschwert uns vieles.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Diese Maßnahmen sind im Endeffekt das beste Beispiel dafür, dass das Gesundheitswesen nicht heruntergefahren wurde. Aber ich gebe Ihnen recht: Wir haben dementsprechende Themen. Wir werden uns auch über die Dinge, die nicht gut gelaufen sind, unterhalten müssen; die werden wir aufnehmen, dementsprechend evaluieren, und wir werden aus dieser Situation lernen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich muss es wirklich sagen: Wir alle haben gemeinsam etwas beschlossen. Der Schulterschluss funktionierte am Anfang. Der Schulterschluss funktionierte aber nur, als es darum ging, das Epidemiegesetz auszuhebeln und das Covid-19-Gesetz zu beschließen. Danach war es eine Einbahnstraße, die zur einer Sackgasse für viele Unternehmen führte, weil – und das ist der Punkt – die Gelder nicht geflossen sind. Von 14 Milliarden Euro sind 500 Millionen Euro geflossen. Das betrifft die Liquidität. Ich kann es Ihnen von meinem eigenen Betrieb in Salzburg erzählen: Ich habe da relativ wenig Geld gesehen. Wenn sich das im touristischen Bereich nicht ändert, wird es viele Betriebe geben, die sterben, auch aufgrund der geringen Eigenkapitalstruktur, weil sie in der Vergangenheit nichts an Reserven aufbauen konnten, weil der Kostenfaktor Arbeit so hoch und die Bürokratie ein Wahnsinn war. Das ist der Punkt. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Vogl: Jetzt wird es erfrischend!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Holzleitner. – Bitte. (Abg. Vogl: Jetzt wird es erfrischend!)
Beifall bei der SPÖ.
Ökonomische Engpässe in der Familie aufgrund von Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit, Unsicherheit, ob man eine Lehrstelle bekommt, ob man einen Ausbildungsplatz antreten kann oder ob man in die Jugendarbeitslosigkeit rutscht, Ungewissheit, wie man die Sommerferien überbrücken soll, ob Feriencamps stattfinden – all diese Ängste sind real, und Sie, Herr Bundeskanzler, handeln nicht. Das ist dramatisch, ich muss das wirklich sagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ
Wir haben beispielsweise ein Paket auf den Tisch gelegt, das Unterstützung der Exekutive fordert, Absicherung von Kinder- und Jugendarbeit, sofort mehr Psychologinnen und Psychologen an Österreichs Schulen, Gewaltschutz für Frauen und Kinder, weitere gesundheitliche Maßnahmen – wirklich ein Rundumpaket mit ersten Schritten. Besonders die Kinder- und Jugendarbeit möchte ich hervorheben, weil das ein wahnsinnig wichtiger Baustein war, oftmals der letzte Anker, der letzte Kontakt außerhalb der eigenen vier Wände, und es braucht endlich eine langfristige Finanzierung für diese Organisationen und diese Arbeit, weil allen Kindern und Jugendlichen ein konsumzwangfreier Zugang zu sozialarbeiterischer Unterstützung zusteht (Beifall bei der SPÖ) – ganz einfach ein Raum, in dem man sich treffen und offen reden kann.
Beifall bei der SPÖ.
Genau darum geht es auch bei der psychologischen Beratung und Betreuung an Schulen. Viele junge Menschen haben jetzt fürchterliche Dinge erlebt, über die sie vielleicht nicht mit LehrerInnen oder auch Mitschülerinnen und Mitschülern sprechen möchten. Gerade deshalb ist es unabdingbar, dass wir ab morgen 100 Psychologinnen und Psychologen mehr an Österreichs Schulen haben. Warum versteht man das nicht? Ich kann es wirklich nicht nachvollziehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Schmidhofer: Das ist eine Mutmaßung!
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen Prost, wenn Sie nach den Budgetbeschlüssen mit Ihrem Wunschschaumwein anstoßen. (Abg. Schmidhofer: Das ist eine Mutmaßung!) Ihre Maßnahmen helfen leider weder den Arbeitslosen noch den ArbeiterInnen noch den Familien, Kindern und Jugendlichen in Österreich. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen Prost, wenn Sie nach den Budgetbeschlüssen mit Ihrem Wunschschaumwein anstoßen. (Abg. Schmidhofer: Das ist eine Mutmaßung!) Ihre Maßnahmen helfen leider weder den Arbeitslosen noch den ArbeiterInnen noch den Familien, Kindern und Jugendlichen in Österreich. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Verwirrt seid ihr selber!
Abgeordnete Mag. Dr. Maria Theresia Niss, MBA (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Hohes Haus! Ich verstehe ja, dass es die Aufgabe der Opposition ist, zu kritisieren, aber was Sie machen, liebe SPÖ, ist keine konstruktive Kritik, sondern Sie verwirren (Abg. Heinisch-Hosek: Verwirrt seid ihr selber!), wie auch Kollegin Maurer schon gesagt hat – und zwar nicht nur uns, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Leichtfried: Da haben Sie recht, dass die Kollegin Maurer verwirrt ist!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Leichtfried: Da haben Sie recht, dass die Kollegin Maurer verwirrt ist!
Abgeordnete Mag. Dr. Maria Theresia Niss, MBA (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Hohes Haus! Ich verstehe ja, dass es die Aufgabe der Opposition ist, zu kritisieren, aber was Sie machen, liebe SPÖ, ist keine konstruktive Kritik, sondern Sie verwirren (Abg. Heinisch-Hosek: Verwirrt seid ihr selber!), wie auch Kollegin Maurer schon gesagt hat – und zwar nicht nur uns, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Leichtfried: Da haben Sie recht, dass die Kollegin Maurer verwirrt ist!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.
Dank der Entscheidungsstärke unserer Regierung sind wir rascher als andere in den Lockdown gegangen, und die Folge daraus ist klar: Es gibt weniger Coronainfizierte und vor allem auch weniger Todesfälle. Mein Dank gilt dabei auch Ihnen, die Sie ja diese Maßnahmen hier mitbeschlossen haben, mein Dank gilt aber vor allem auch der Bevölkerung, die sich stark an diese Maßnahmen gehalten hat. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich möchte auch den Vergleich zu Schweden ziehen. Ich bin ein großer Fan von der Eigenverantwortung und von der Innovationsstärke von Schweden, aber die Schweden haben sechseinhalbmal so viele Todesfälle wie wir, und auch der Weg raus für die Wirtschaft ist dort schwieriger. Sie haben einen 1 Prozent größeren Abschwung in ihrer Wirtschaftsleistung. Also ich glaube, da haben sie nicht den richtigen Weg gewählt. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Laut ist Ihre Kritik vor allem an den Wirtschaftshilfen; sie seien ja viel zu spät gekommen. Ich darf Sie daran erinnern: Innerhalb von 48 Stunden wurden die ersten Maßnahmen zur Stabilisierung des Wirtschaftsstandortes beschlossen, beispielsweise das mit den Sozialpartnern abgestimmte Kurzarbeitsmodell. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Kaum ein anderes Land hat so schnell und so umfassend Unterstützungsmaßnahmen gesetzt wie Österreich. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Lukas Hammer.
Lassen Sie mich aber noch einmal auf die Kurzarbeit zu sprechen kommen, denn das ist wirklich ein Modell, das sich sehen lassen kann und einzigartig ist. Es hilft uns nämlich vor allem, die Leute vor der Arbeitslosigkeit zu bewahren. Sabine Herlitschka, CEO von Infineon, bezeichnete es am 19.5. in den „Salzburger Nachrichten“ als wichtiges Instrument für die Wirtschaft, und auch die Voestalpine sieht es als Modell und als sehr positiv im Versuch, Arbeitsplätze zu halten, und das im internationalen Vergleich. Soeben wurde dieses Modell für weitere drei Monate beschlossen. Dafür gilt mein Dank der Bundesregierung, das war extrem wichtig für die Planungssicherheit der Unternehmen. Das, liebe SPÖ, sind die Maßnahmen, die notwendig sind, damit das Vertrauen gestärkt wird, und das ist in diesen unsicheren Zeiten besonders notwendig. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Lukas Hammer.)
Zwischenruf des Abg. Vogl.
Meine Damen und Herren, liebe SPÖ, die Lage ist ernst. Es geht jetzt darum, wie wir dieses Comeback der Wirtschaft schaffen können, und da helfen keine Verschwörungstheorien, sondern da helfen einzig und allein Optimismus, Mut und vor allem die wirtschaftspolitisch richtigen Maßnahmen. Es wird einerseits die Entlastung der Arbeitnehmer notwendig sein – mein Dank daher auch dafür, dass die Steuerentlastung vorgezogen wird –, und es werden andererseits natürlich auch Investitionsanreize notwendig sein. (Zwischenruf des Abg. Vogl.)
Beifall bei der ÖVP.
Das passiert einerseits durch intelligente Maßnahmen durch die öffentliche Hand. Ich darf beispielsweise nur an den Schulentwicklungsplan erinnern; 2,4 Milliarden Euro genau richtig investiert: in die Bildung, in die Nachhaltigkeit, in die Digitalisierung. Aber es wird natürlich auch notwendig sein, private Unternehmensinvestitionen auszulösen, und auch in diesem Bereich idealerweise in die Digitalisierung und in die Ökologisierung, denn das wird den Unternehmen helfen, sich für nachher bestmöglich aufzustellen, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen und langfristig Arbeitsplätze zu sichern. – Das, meine Damen und Herren, ist intelligente Standortpolitik. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Lukas Hammer.
Meine Damen und Herren, auch wenn Sie noch so oft das Gegenteil behaupten: Österreich kommt einfach besser aus dieser Krise, und das haben wir den Maßnahmen der Bundesregierung zu verdanken und nicht Ihrer Kritik. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Lukas Hammer.)
Der Redner stellt eine Tafel auf das Rednerpult, auf der unter dem Titel „Mehr denn je: Corona-Wahnsinn jetzt stoppen / www.coronawahnsinn.at“ Bundeskanzler Kurz vor einer Menschenansammlung und Bundespräsident Van der Bellen, der aus einem Glas mit grüner Flüssigkeit trinkt, zu sehen sind, die mehrmals wegrutscht. – Oje-Rufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Wolfgang Zanger (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte es nicht verabsäumen, jetzt einmal ein Versprechen einzulösen, das ich einer Familie, die mir Folgendes geschrieben hat, vor mittlerweile fast einem Monat oder vielleicht sogar schon vor etwas längerer Zeit gegeben habe. (Der Redner stellt eine Tafel auf das Rednerpult, auf der unter dem Titel „Mehr denn je: Corona-Wahnsinn jetzt stoppen / www.coronawahnsinn.at“ Bundeskanzler Kurz vor einer Menschenansammlung und Bundespräsident Van der Bellen, der aus einem Glas mit grüner Flüssigkeit trinkt, zu sehen sind, die mehrmals wegrutscht. – Oje-Rufe bei der ÖVP.) – Wir bräuchten ein gscheites Pult und nicht das Plexiglas da vorne. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Wolfgang Zanger (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte es nicht verabsäumen, jetzt einmal ein Versprechen einzulösen, das ich einer Familie, die mir Folgendes geschrieben hat, vor mittlerweile fast einem Monat oder vielleicht sogar schon vor etwas längerer Zeit gegeben habe. (Der Redner stellt eine Tafel auf das Rednerpult, auf der unter dem Titel „Mehr denn je: Corona-Wahnsinn jetzt stoppen / www.coronawahnsinn.at“ Bundeskanzler Kurz vor einer Menschenansammlung und Bundespräsident Van der Bellen, der aus einem Glas mit grüner Flüssigkeit trinkt, zu sehen sind, die mehrmals wegrutscht. – Oje-Rufe bei der ÖVP.) – Wir bräuchten ein gscheites Pult und nicht das Plexiglas da vorne. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei FPÖ, SPÖ und NEOS. – Bundeskanzler Kurz beendet sein Gespräch mit Präsident Sobotka und Bundesministerin Edtstadler und nimmt wieder auf der Regierungsbank Platz.
Das ist eine sehr berührende Geschichte, wie ich meine, und, liebe Familie, vielleicht schaut ihr ja zu und habt jetzt gesehen, wie sehr sich Herr Bundeskanzler Kurz für eure Geschichte interessiert. (Beifall bei FPÖ, SPÖ und NEOS. – Bundeskanzler Kurz beendet sein Gespräch mit Präsident Sobotka und Bundesministerin Edtstadler und nimmt wieder auf der Regierungsbank Platz.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Leichtfried.
Angesichts dieser Zustände möchten sich beim einfachen Bürger Wut, Zorn und Enttäuschung breitmachen, tatsächlich sagen sie aber: Es ist einfach alles nur mehr traurig! – Dem, geschätzte Damen und Herren, ist nichts hinzuzufügen. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Leichtfried.)
Abg. Heinisch-Hosek: Was heißt da „Gejammer“? Das sind Fakten!
Abgeordnete Dr. Elisabeth Götze (Grüne): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Liebe sonstige Mitglieder der Bundesregierung! Wertes Hohes Haus! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher zu Hause vor euren Bildschirmen! Ich habe heute Vormittag über das Gejammer der Opposition gesprochen (Abg. Heinisch-Hosek: Was heißt da „Gejammer“? Das sind Fakten!), dass ihnen die Maßnahmen zu langsam, zu wenig, zu bürokratisch sind. Man könnte meinen, Kollege Leichtfried hätte für seine Dringliche Anfrage bei meiner Rede mitgeschrieben, weil wir genau das dann in diesem Dringlichen Antrag – entschuldige, ja –, in dieser Dringlichen Anfrage gelesen haben. (Abg. Bernhard: Wer beleidigt, sollte auch richtig vorlesen können! ) Zu spät, zu wenig, zu bürokratisch: Genau so steht es auch in der Dringlichen Anfrage.
Abg. Bernhard: Wer beleidigt, sollte auch richtig vorlesen können!
Abgeordnete Dr. Elisabeth Götze (Grüne): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Liebe sonstige Mitglieder der Bundesregierung! Wertes Hohes Haus! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher zu Hause vor euren Bildschirmen! Ich habe heute Vormittag über das Gejammer der Opposition gesprochen (Abg. Heinisch-Hosek: Was heißt da „Gejammer“? Das sind Fakten!), dass ihnen die Maßnahmen zu langsam, zu wenig, zu bürokratisch sind. Man könnte meinen, Kollege Leichtfried hätte für seine Dringliche Anfrage bei meiner Rede mitgeschrieben, weil wir genau das dann in diesem Dringlichen Antrag – entschuldige, ja –, in dieser Dringlichen Anfrage gelesen haben. (Abg. Bernhard: Wer beleidigt, sollte auch richtig vorlesen können! ) Zu spät, zu wenig, zu bürokratisch: Genau so steht es auch in der Dringlichen Anfrage.
Ruf bei der SPÖ: Der Wöginger schreibt nicht so schlechte Reden!
Wir haben im Hohen Haus schon oft gehört: Wer schnell hilft, hilft doppelt. (Ruf bei der SPÖ: Der Wöginger schreibt nicht so schlechte Reden!) Wir wissen: Wenn wir rasch entscheiden, sind oft noch nicht alle Umstände bekannt. Daher ist es auch in Ordnung, konstruktive Verbesserungsvorschläge aufzunehmen (Ruf bei der SPÖ: Das kann ja nur besser werden!) und nachzubessern. – Genau das passiert auch. Ich danke allen, die konstruktive Kritik üben. In den hinteren Reihen der SPÖ passiert das ab und zu, vor allem wenn man unter vier Augen spricht, aber sonst vernehme ich eher Geschrei. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Das kann ja nur besser werden!
Wir haben im Hohen Haus schon oft gehört: Wer schnell hilft, hilft doppelt. (Ruf bei der SPÖ: Der Wöginger schreibt nicht so schlechte Reden!) Wir wissen: Wenn wir rasch entscheiden, sind oft noch nicht alle Umstände bekannt. Daher ist es auch in Ordnung, konstruktive Verbesserungsvorschläge aufzunehmen (Ruf bei der SPÖ: Das kann ja nur besser werden!) und nachzubessern. – Genau das passiert auch. Ich danke allen, die konstruktive Kritik üben. In den hinteren Reihen der SPÖ passiert das ab und zu, vor allem wenn man unter vier Augen spricht, aber sonst vernehme ich eher Geschrei. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wir haben im Hohen Haus schon oft gehört: Wer schnell hilft, hilft doppelt. (Ruf bei der SPÖ: Der Wöginger schreibt nicht so schlechte Reden!) Wir wissen: Wenn wir rasch entscheiden, sind oft noch nicht alle Umstände bekannt. Daher ist es auch in Ordnung, konstruktive Verbesserungsvorschläge aufzunehmen (Ruf bei der SPÖ: Das kann ja nur besser werden!) und nachzubessern. – Genau das passiert auch. Ich danke allen, die konstruktive Kritik üben. In den hinteren Reihen der SPÖ passiert das ab und zu, vor allem wenn man unter vier Augen spricht, aber sonst vernehme ich eher Geschrei. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Bernhard: Es wird noch besser!
Das zweite ist die Kurzarbeit: Was die Kurzarbeit betrifft, muss ich den Herrn Bundeskanzler etwas korrigieren – es sind meines Wissens 1,3 Millionen Menschen, die im Laufe der Zeit bereits Kurzarbeit in Anspruch genommen haben, und nicht 1 Million. (Abg. Bernhard: Es wird noch besser!) Ganz viele davon arbeiten in kleinen Unternehmen. Ja, es ist für viele von ihnen ein Problem, wenn sie das Geld erst ausbezahlt bekommen, wenn der Antrag beim AMS eingebracht wurde, weil erst dann klar ist, wie viel Geld sie bekommen können. Dafür können sie eine Zwischenfinanzierung von der Bank bekommen, und das passiert auch. Es reicht inzwischen, den AMS-Antrag vorzuweisen, um diese Zwischenfinanzierung zu bekommen.
Ruf bei der SPÖ: ... 30 Milliarden!
Drittes Beispiel, der Härtefallfonds: Mit Stand Sonntagabend haben 165 000 Menschen diesen nicht nur in Anspruch genommen, sondern auch bereits Zahlungen bekommen. Über 190 Millionen Euro sind geflossen. (Ruf bei der SPÖ: ... 30 Milliarden!) Ich gebe zu, ich hätte mir auch mehr Geld gewünscht. Mehr ist immer besser, das gebe ich zu. (Ruf bei der SPÖ: Ihr seid in der Regierung, ihr braucht es nur tun!) Insofern freue ich mich, dass der Finanzminister bereits angekündigt hat, dass etwas kommen wird. Es wird ein Bonus kommen. (Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Ihr seid in der Regierung, ihr braucht es nur tun!
Drittes Beispiel, der Härtefallfonds: Mit Stand Sonntagabend haben 165 000 Menschen diesen nicht nur in Anspruch genommen, sondern auch bereits Zahlungen bekommen. Über 190 Millionen Euro sind geflossen. (Ruf bei der SPÖ: ... 30 Milliarden!) Ich gebe zu, ich hätte mir auch mehr Geld gewünscht. Mehr ist immer besser, das gebe ich zu. (Ruf bei der SPÖ: Ihr seid in der Regierung, ihr braucht es nur tun!) Insofern freue ich mich, dass der Finanzminister bereits angekündigt hat, dass etwas kommen wird. Es wird ein Bonus kommen. (Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.
Drittes Beispiel, der Härtefallfonds: Mit Stand Sonntagabend haben 165 000 Menschen diesen nicht nur in Anspruch genommen, sondern auch bereits Zahlungen bekommen. Über 190 Millionen Euro sind geflossen. (Ruf bei der SPÖ: ... 30 Milliarden!) Ich gebe zu, ich hätte mir auch mehr Geld gewünscht. Mehr ist immer besser, das gebe ich zu. (Ruf bei der SPÖ: Ihr seid in der Regierung, ihr braucht es nur tun!) Insofern freue ich mich, dass der Finanzminister bereits angekündigt hat, dass etwas kommen wird. Es wird ein Bonus kommen. (Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ
Es kommen immer die Vergleiche mit Deutschland, mit der Schweiz – es werden immer wieder Äpfel mit Birnen verglichen. Wir haben in Österreich ein anderes System, ein System, das gut funktioniert (Zwischenrufe bei der FPÖ), das treffsicher ist, weil wir zum Beispiel zwischen den Kosten des Unternehmens und dem unternehmerischen Lohn unterscheiden, und Kosten, wie wir alle wissen, sind sehr unternehmensspezifisch. Das Gießkannenprinzip würde nicht funktionieren, daher macht es Sinn, wenn jedes Unternehmen die Fixkosten, die es auch in Anspruch nimmt, ersetzt bekommt. (Ruf bei der FPÖ: Weltfremder geht es nicht, Frau Kollegin!)
Ruf bei der FPÖ: Weltfremder geht es nicht, Frau Kollegin!
Es kommen immer die Vergleiche mit Deutschland, mit der Schweiz – es werden immer wieder Äpfel mit Birnen verglichen. Wir haben in Österreich ein anderes System, ein System, das gut funktioniert (Zwischenrufe bei der FPÖ), das treffsicher ist, weil wir zum Beispiel zwischen den Kosten des Unternehmens und dem unternehmerischen Lohn unterscheiden, und Kosten, wie wir alle wissen, sind sehr unternehmensspezifisch. Das Gießkannenprinzip würde nicht funktionieren, daher macht es Sinn, wenn jedes Unternehmen die Fixkosten, die es auch in Anspruch nimmt, ersetzt bekommt. (Ruf bei der FPÖ: Weltfremder geht es nicht, Frau Kollegin!)
Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.
Zum Abschluss noch eine persönliche Geschichte: Meine Mutter sagt mir nach jedem Plenum, dass sie sich das gar nicht anhören kann, und fragt mich: Wie hältst du das aus? (Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Daher möchte ich mich vor allem bei den Zuhörerinnen und Zuhörern zu Hause vor den Bildschirmen bedanken und auch bei jenen Kolleginnen und Kollegen, die konstruktiv mitarbeiten. Ich appelliere an Sie: Kommen wir zurück zu einem konstruktiven Dialog und zu einem respektvollen Umgang miteinander! – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
EPUs – das sind Wachstumsmotoren, die schnell reagieren und die Krisen besser bewältigen können, wenn man ihnen nicht lauter Steine in den Weg legt oder die Wege versperrt. Deshalb braucht es jetzt echte und schnelle Hilfsmaßnahmen, die das Überleben der Unternehmerinnen und Unternehmer sichern. Schaffen Sie Klarheit, bieten Sie Unterstützung, die den Namen auch verdient, und bleiben Sie dann auch dabei! – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Im Rahmen der Gesundheitskrise haben die Sozialdemokratie und meine Fraktion, glaube ich, eindrucksvoll bewiesen, dass sie eine konstruktive Kraft im Sinne Österreichs und der Republik sind. Ja mehr noch: Unsere Vorsitzende hat Sie ja über weite Teile mit ihrer Expertise hervorragend geleitet. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.) Im Übrigen: Hätten Sie sie stärker eingebunden, hätten Sie sich viel an Beratungskosten erspart, liebe Herren von der ÖVP! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Im Rahmen der Gesundheitskrise haben die Sozialdemokratie und meine Fraktion, glaube ich, eindrucksvoll bewiesen, dass sie eine konstruktive Kraft im Sinne Österreichs und der Republik sind. Ja mehr noch: Unsere Vorsitzende hat Sie ja über weite Teile mit ihrer Expertise hervorragend geleitet. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.) Im Übrigen: Hätten Sie sie stärker eingebunden, hätten Sie sich viel an Beratungskosten erspart, liebe Herren von der ÖVP! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie haben entgegen vielen Warnungen der Oppositionsparteien, aber auch von Expertinnen und Experten Vertrauen der Wirtschaft verspielt, wo es so enorm wichtig war. Sie haben vor dem Lockdown, in der wichtigsten Phase, in der die Unsicherheit begonnen hat, der Wirtschaft in Österreich signalisiert: Auf den Staat könnt ihr euch nicht verlassen! – Diese Schuld haben Sie jetzt zu tragen, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundeskanzler, Sie wirken in Ihren Reden immer sehr sympathisch, wenn Sie 35 Mal Danke sagen – und Sie sagen zu Recht Danke –, wenn Ihnen das Danke aber etwas wert ist, dann beschließen Sie doch mit uns den Coronatausender für die so vielen Personen, die sich jetzt eingesetzt haben. Beschließen Sie mit uns, dass die ersten 1 700 Euro steuerfrei sind! Beschließen Sie mit uns die Erhöhung des Arbeitslosengeldes! Machen wir ein Paket für die wirklich Fleißigen in diesem Lande, denn wir brauchen das im Sinne einer Konjunkturbelebung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Erlauben Sie mir noch eine Anmerkung: Herr Bundeskanzler, Sie reden immer von internationalen Vergleichen, davon, wie gut Österreich in diesen dasteht. Wenn in diesen internationalen Vergleichen aber Wien gut dasteht, wissen Sie nichts davon. Ich meine, im Umgang mit unserer Bundeshauptstadt wäre es sehr, sehr seriös, auch diese Vergleiche einmal wahrzunehmen, und zwar im Sinne einer konstruktiven Politik, die nicht von Parteienhickhack geprägt ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Da geht es wieder um Vertrauen, das Sie durch diese Vorgehensweise bewusst nicht herstellen. Nein, mehr noch: Sie haben es geschafft, mit der Wirtschaftskammer ein Bürokratiemonster zu schaffen, das mittlerweile alles, nur nicht Sicherheit gibt. Das erinnert mich an die Fünfjahrespläne in der damaligen Sowjetunion: Die haben auch alle fünf Jahre verkündet, es gibt Gummistiefeln, aber gekommen sind sie nie, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.) Dass gerade die ÖVP im Zusammenhang mit dieser Wirtschaftskrise ein solches Modell vorlegt, das ist schon einzigartig.
Beifall bei der SPÖ.
Zum Schluss noch eines: Höchstwahrscheinlich ist das Kurzarbeitsmodell, das Sie ja immer so gerne lobend erwähnen, deswegen die beste Ihrer Maßnahmen, weil ein paar Rote daran mitgearbeitet haben. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Es sind ja einige Ärzte in unseren Fraktionen vertreten, ich beginne mit Frau Dr. Rendi-Wagner: Ich teile die Einschätzung, dass ihre Beiträge in der ersten Phase sozusagen aufgrund ihrer medizinischen und naturwissenschaftlichen Ausbildung sehr konstruktiv und hilfreich waren, allerdings verstehe ich jetzt ihren Schwenk nicht, dass alles sozusagen sehr inferior, alles nichts wäre. Auch wir haben jede Menge Kontakt in den Wahlkreisen, es gibt viel Lob und es gibt auch Kritik. Die Ausführungen des Herrn Bundeskanzlers und auch des Herrn Finanzministers am heutigen Vormittag sind wegweisend, bitte schauen wir, dass wir, wenn es Probleme gibt, die Systeme verbessern. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Jedenfalls mehr als dem Herrn Bundeskanzler!
Jetzt zur nächsten Doktorin, einer Ärztin in der Runde der FPÖ: Frau Dr. Belakowitsch. Bei ihr tue ich mich jetzt ganz schwer. Es ist nicht Ihre heutige Rede, sondern es sind die Reden der letzten Wochen, die mich wirklich zweifeln lassen, ob Sie es mit der Gesundheit der Menschen wirklich ernst nehmen. Und bei Ihrer Kiste, Coronawahnsinn, da dreht sich mir der Magen um. Ich möchte Sie daher fragen, ob Ihnen die Gesundheit der Menschen wirklich ein Anliegen ist. (Abg. Belakowitsch: Jedenfalls mehr als dem Herrn Bundeskanzler!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Jetzt komme ich zu unseren Ärzten, und da möchte ich Josef Smolle nennen. Ich erinnere mich an eine Klubsitzung, in der Josef Smolle aufgestanden ist und gesagt hat: Wir als Politikerinnen und Politiker sind nicht nur menschlich und moralisch verpflichtet, zum Beispiel die ältere Generation, aber auch andere sensible Personengruppen zu schützen, sondern auch die Verfassung gebietet uns das! – Ich glaube, für diese Aussage hat sich Josef Smolle heute noch einen Applaus verdient. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Vogl.
Abschließend zum Teil eins: Ich möchte nicht mit Schweden tauschen, nicht mit Frankreich, nicht mit Großbritannien und schon gar nicht mit den USA oder mit Russland. (Zwischenruf des Abg. Vogl.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
für landwirtschaftliche Betriebe gelten: Es gibt 2 500 Anträge aus der Land- und Forstwirtschaft und 1 500 Anträge aus dem Bereich Urlaub am Bauernhof und auch aus dem Bereich Privatzimmervermietung. Ich sage dazu, das ist ein erster Teil der Hilfe; die Planungen laufen jetzt in Richtung Forstpaket, in Richtung Steuerreform, in Richtung Abgabenentlastung – da brauchen wir die Landwirtschaft mit an Bord, damit wir für die Bäuerinnen und Bauern die Fähigkeit, in Österreich zu wirtschaften, wieder verbessern. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Vogl.
Jetzt wieder etwas Atmosphärisches: Das Wording der Regierung waren das Comeback, die Zuversicht und die Hoffnung. Ich glaube, wir wären gut beraten, auch in diesem Hohen Haus weniger zu emotionalisieren und die Bevölkerung mehr zu solidarisieren. (Zwischenruf des Abg. Vogl.) Ich möchte Ihnen das mitgeben, denn die Zurufe aus der Bevölkerung decken sich oft mit der Aussage, die die Kollegin von den Grünen von ihrer Mutter gehört hat: Wenn uns die Leute zuschauen, verstehen sie oft die Welt nicht.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Ich wünsche uns alles Gute. – Weniger emotionalisieren, mehr solidarisieren; wir sind auf einem guten Weg! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Leichtfried.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (FPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Sehr geehrte Frau Minister! Kolleginnen und Kollegen! Zuerst ein Wort zu Kollegen Strasser: Ihr müsst schon unsere Anticoronapetition im Ganzen lesen. Sie beginnt nämlich mit der Forderung, mit dem Verlangen, den Gesundheitsbereich, den Pflegebereich, den Ärztebereich maximal zu schützen, darauf zu schauen, dass dieser Bereich ausreichend mit Schutzmasken, mit Schutzanzügen und so weiter abgesichert wird. Das lasst ihr immer unter den Tisch fallen, das gehört aber genauso dazu! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Ich danke der SPÖ für die Dringliche Anfrage (Zwischenruf bei der SPÖ) betreffend das Thema „Es braucht echte Hilfe statt leerer Versprechen“ und möchte zuerst noch einmal meinen Einwand wiederholen: Wir diskutieren deswegen heute über die Hilfen, weil die Regierung aus ÖVP und den Grünen das Epidemiegesetz ausgehebelt hat und stattdessen ihre eigenen Hilfspakete eingeführt hat, sprich den Rechtsanspruch auf eine gesetzlich verankerte Hilfe ad acta gelegt hat. Man ist jetzt auf – unter Anführungszeichen – „Willkür“ bei Hilfsprogrammen angewiesen. Deswegen stehen wir heute hier, um über dieses Thema zu diskutieren.
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Abschließend noch eine weitere Ungerechtigkeit – ich spreche es aus: Ungerechtigkeit! –: Wie schaut das jetzt mit der Entschädigung aus? – Es gibt diese Ausfüllhilfe für die Privatzimmervermieter wie auch für Anbieter von Urlaub am Bauernhof. In dieser Ausfüllhilfe wird festgehalten, wie die Entschädigung ermittelt wird. Um das auf den Punkt zu bringen: Erlös voriges Jahr: ein Monat; Erlös dieses Jahr; angenommen: 10 000 Euro; und bei den Privatzimmervermietern werden 50 Prozent der Kosten abgezogen, um auf die Bemessungsgrundlage zu kommen, bei Urlaub am Bauernhof werden 30 Prozent abgezogen. Mir kann kein Mensch erklären, wieso bei den privaten Vermietern – ein und dasselbe! – 50 Prozent abgezogen werden, um auf die Bemessungsgrundlage zu kommen, und bei Urlaub am Bauernhof nur 30 Prozent. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Das hat mir trotz intensiver schriftlicher Urgenz bis heute niemand mitteilen können. (Abg. Loacker: Das ist der Bauernhof!)
Abg. Loacker: Das ist der Bauernhof!
Abschließend noch eine weitere Ungerechtigkeit – ich spreche es aus: Ungerechtigkeit! –: Wie schaut das jetzt mit der Entschädigung aus? – Es gibt diese Ausfüllhilfe für die Privatzimmervermieter wie auch für Anbieter von Urlaub am Bauernhof. In dieser Ausfüllhilfe wird festgehalten, wie die Entschädigung ermittelt wird. Um das auf den Punkt zu bringen: Erlös voriges Jahr: ein Monat; Erlös dieses Jahr; angenommen: 10 000 Euro; und bei den Privatzimmervermietern werden 50 Prozent der Kosten abgezogen, um auf die Bemessungsgrundlage zu kommen, bei Urlaub am Bauernhof werden 30 Prozent abgezogen. Mir kann kein Mensch erklären, wieso bei den privaten Vermietern – ein und dasselbe! – 50 Prozent abgezogen werden, um auf die Bemessungsgrundlage zu kommen, und bei Urlaub am Bauernhof nur 30 Prozent. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Das hat mir trotz intensiver schriftlicher Urgenz bis heute niemand mitteilen können. (Abg. Loacker: Das ist der Bauernhof!)
Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen
Ich komme zum Ende, ich habe die Zeit sowieso schon wieder überschritten: Sehr geehrter Herr Bundeskanzler, wir werden morgen diesbezüglich eine Initiative im Parlament einbringen (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen), mit der wir die Gleichstellung der privaten Vermieter von Ferienwohnungen im häuslichen Zu- und Nebenerwerb im selben Haus, in dem der Hauptwohnsitz ist, fordern, und hoffen, dass diese wirklich massive Ungerechtigkeit zwischen Urlaub am Bauernhof und den privaten Vermietern abgestellt - -
Beifall bei der FPÖ für den das Rednerpult verlassenden Abg. Hauser. – Abg. Matznetter: Warum wundert er sich, die sind in derselben Versicherungsanstalt wie die ...!
Präsidentin Doris Bures: Herr Abgeordneter, die Fraktionsredezeit ist ausgeschöpft. (Beifall bei der FPÖ für den das Rednerpult verlassenden Abg. Hauser. – Abg. Matznetter: Warum wundert er sich, die sind in derselben Versicherungsanstalt wie die ...!)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Großbauer.
Abgeordnete Mag. Eva Blimlinger (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr geehrten Damen und Herren vor den Bildschirmen! Es geht wieder einmal um die Kunst und die Kultur. In dieser Anfrage der SPÖ wird ja nachgefragt, warum der Kunst und Kultur keine oder zu wenig Bedeutung zugemessen wurde. Dem muss ich natürlich widersprechen: Wir haben der Kunst und Kultur immer Bedeutung zugemessen. Das ist bei den Vorgängerregierungen und den Kunst- und Kulturministern/-ministerinnen der SPÖ nicht immer so gewesen. Um auf meinen Kollegen Markus Koza zu verweisen, der heute in seiner Rede zum Budget richtigerweise gesagt hat, dass wir einen starken Sozialstaat brauchen: Den brauchen wir für Kunst und Kultur mehr als in allen anderen Bereichen, wie es sich jetzt zeigt, denn da gibt es in den letzten 20 oder 25 Jahren, vielleicht sogar 30 Jahren grobe Versäumnisse, die sich jetzt in dieser Coronakrise besonders deutlich zeigen. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Großbauer.)
Beifall bei den Grünen.
Um noch einmal den Sozialstaat zu erwähnen: Es ist außer im Kunsthistorischen Museum nie gelungen, dass es in den Bundesmuseen Kollektivverträge gibt. Das rächt sich jetzt, weil Leute gekündigt werden müssen, weil es einen ganz anderen Rahmen gibt und wir da schauen müssen, wie wir das in der nächsten Zeit – wir haben das ja im Regierungsprogramm – auf die Reihe kriegen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich hätte mir sehr gewünscht, dass vieles von dem, was jetzt kritisch gesehen wird – wir brauchen Geld, Geld, Geld! –, eigentlich schon in den Jahrzehnten davor unter auch sozialdemokratischen Ministerinnen und Ministern umgesetzt worden wäre. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Gabriela Schwarz: Er hat ein Buch mit!
Abgeordneter Dr. Helmut Brandstätter (NEOS): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! (Abg. Gabriela Schwarz: Er hat ein Buch mit!) Ja, ich habe ein Buch mit, und das Buch wird Sie freuen – vielleicht kennen Sie es sogar.
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
„Freiheit bedeutet auch immer, die Meinungen und Überzeugungen anderer wahrzunehmen und wertzuschätzen. Und das bedeutet gleichzeitig, das eigene Denken und alte Gewissheiten immer wieder auf den Prüfstand zu stellen.“ – Das ist die Aufgabe von Journalisten. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Danke.
Abg. Belakowitsch: Er hat es noch nicht gesehen!
Jetzt bin ich bei Alois Mock. Das (der Redner hält ein Exemplar des Buches mit dem Titel „Alois Mock. Ein Politiker schreibt Geschichte“ in die Höhe) ist ein wunderbares Buch; Herr Bundeskanzler (Abg. Belakowitsch: Er hat es noch nicht gesehen!), ich kann wirklich empfehlen, es zu lesen. Martin Eichtinger und Helmut Wohnout haben es geschrieben und haben diesen für mich sehr beeindruckenden Mann sehr gut beschrieben. Aber sie zitieren ihn auch. (Zwischenruf des Abg. Fürlinger.) – Wie bitte? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Fürlinger.) – Ja, ich schreibe ohnehin gerade wieder ein Buch, ich werde aber erst im Herbst daraus vorlesen; das werde ich aber gerne machen. (Abg. Kirchbaumer: ... Werbung für eigene Zwecke! Frechheit ...! – Unruhe im Saal. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Zuhören!
Zwischenruf des Abg. Fürlinger.
Jetzt bin ich bei Alois Mock. Das (der Redner hält ein Exemplar des Buches mit dem Titel „Alois Mock. Ein Politiker schreibt Geschichte“ in die Höhe) ist ein wunderbares Buch; Herr Bundeskanzler (Abg. Belakowitsch: Er hat es noch nicht gesehen!), ich kann wirklich empfehlen, es zu lesen. Martin Eichtinger und Helmut Wohnout haben es geschrieben und haben diesen für mich sehr beeindruckenden Mann sehr gut beschrieben. Aber sie zitieren ihn auch. (Zwischenruf des Abg. Fürlinger.) – Wie bitte? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Fürlinger.) – Ja, ich schreibe ohnehin gerade wieder ein Buch, ich werde aber erst im Herbst daraus vorlesen; das werde ich aber gerne machen. (Abg. Kirchbaumer: ... Werbung für eigene Zwecke! Frechheit ...! – Unruhe im Saal. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Zuhören!
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Fürlinger.
Jetzt bin ich bei Alois Mock. Das (der Redner hält ein Exemplar des Buches mit dem Titel „Alois Mock. Ein Politiker schreibt Geschichte“ in die Höhe) ist ein wunderbares Buch; Herr Bundeskanzler (Abg. Belakowitsch: Er hat es noch nicht gesehen!), ich kann wirklich empfehlen, es zu lesen. Martin Eichtinger und Helmut Wohnout haben es geschrieben und haben diesen für mich sehr beeindruckenden Mann sehr gut beschrieben. Aber sie zitieren ihn auch. (Zwischenruf des Abg. Fürlinger.) – Wie bitte? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Fürlinger.) – Ja, ich schreibe ohnehin gerade wieder ein Buch, ich werde aber erst im Herbst daraus vorlesen; das werde ich aber gerne machen. (Abg. Kirchbaumer: ... Werbung für eigene Zwecke! Frechheit ...! – Unruhe im Saal. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Zuhören!
Abg. Kirchbaumer: ... Werbung für eigene Zwecke! Frechheit ...! – Unruhe im Saal. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Jetzt bin ich bei Alois Mock. Das (der Redner hält ein Exemplar des Buches mit dem Titel „Alois Mock. Ein Politiker schreibt Geschichte“ in die Höhe) ist ein wunderbares Buch; Herr Bundeskanzler (Abg. Belakowitsch: Er hat es noch nicht gesehen!), ich kann wirklich empfehlen, es zu lesen. Martin Eichtinger und Helmut Wohnout haben es geschrieben und haben diesen für mich sehr beeindruckenden Mann sehr gut beschrieben. Aber sie zitieren ihn auch. (Zwischenruf des Abg. Fürlinger.) – Wie bitte? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Fürlinger.) – Ja, ich schreibe ohnehin gerade wieder ein Buch, ich werde aber erst im Herbst daraus vorlesen; das werde ich aber gerne machen. (Abg. Kirchbaumer: ... Werbung für eigene Zwecke! Frechheit ...! – Unruhe im Saal. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Zuhören!
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Nationalismus für schlecht –, sondern was ich im Moment in österreichischen und in anderen Regierungen spüre, ist eine Form von Chauvinismus, und das bedeutet, die anderen schlechter zu machen, um sich zu erhöhen. Das haben wir nicht notwendig! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
So schlecht sind wir nicht, so schwach sind wir nicht. Wir müssen nicht die EU-Kommission beschuldigen, dass sie uns an etwas hindert, wir müssen das Richtige tun – gemeinsam in Europa, solidarisch in Europa. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Michael Bernhard (NEOS): Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Bundeskanzler! Geschätzte Frau Bundesministerin! Ich möchte diese Runde schließen, indem ich eine tatsächlich konstruktive Kritik versuche, ohne zu viel Lautstärke und ohne Unterstellung. Das fällt allerdings nicht leicht, wenn man Frau Götze von den Grünen hört, die uns, der Opposition, pauschal Gejammer unterstellt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Gejammer ist es nämlich nicht, wenn wir uns inhaltlich mit Kritik beschäftigen.
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Jetzt habe ich da zu Beginn ehrlicherweise noch nicht viel deswegen vermutet, denn wenn viele Anträge kommen, gibt es immer den einen oder anderen, der auch etwas länger wartet. Ich bin ohne böse Vorahnung in den Familienausschuss gegangen und habe die Ihnen bekannte Bundesministerin Aschbacher mit der Situation konfrontiert – manche der Kolleginnen und Kollegen hier waren im Ausschuss auch dabei – und habe gefragt: Wie kann es sein, dass jemand am 15. April einen Antrag stellt und nach mehr als einem Monat noch keine Antwort hat? Es ging dabei noch nicht um das Geld auf dem Konto. (Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.
Jetzt könnten wir uns das auf unsere Fahnen heften und sagen, wir NEOS haben diesen Missstand aufgezeigt – das ist aber heute nicht mein Anliegen, Herr Bundeskanzler. Mein ganz persönliches Anliegen und das Anliegen der Menschen, die da betroffen sind, ist, dass Sie mit Ministerin Aschbacher ein Gespräch suchen und dafür Sorge tragen – denn Sie hatten auch die Idee dieses Härtefonds, denke ich –, dass diese Familien eine Antwort erhalten. (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.) Ich erwarte von Ihnen nicht einmal, dass jeder Geld bekommt, denn dafür gibt es ja die Regeln und die Richtlinien, aber wir sollten uns darauf einigen, dass, wenn so ein Antrag gestellt wird, diese Person von der Republik und vom Ministerium auch eine Antwort erhält.
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich bitte daher im Sinne dieser Familien um eine rasche Lösung. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Zanger.
Abgeordnete Mag. Karin Greiner (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Frau Bundesministerin! Herr Bundeskanzler, Ihr Finanzminister legt ein Budget mit irgendwelchen Zahlen vor. Ich bin jetzt fast versucht, Ihnen vorübergehend ein Kompliment zu machen, weil Sie mir in diesem Moment zuhören – vielleicht bleibt das auch so. Ich habe das in den letzten drei Stunden und auch am Vormittag beobachtet: Mindestens zwei Drittel der Zeit haben Sie sich Ihrem Handy gewidmet – ebenso der Herr Vizekanzler, es waren nicht nur Sie –, und das zeigt irgendwie, wie respektvoll man uns gegenübertritt, es war nämlich auffallend oft dann der Fall, wenn Oppositionspolitiker am Rednerpult gestanden sind. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Zanger.)
Beifall bei der SPÖ.
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Was ist Fakt? – Wir haben in Österreich die höchste Arbeitslosigkeit der Zweiten Republik; momentan sind es mehr als 588 000 Männer und Frauen. In Österreich ist die Arbeitslosigkeit stärker gestiegen als in Deutschland, aber die Hilfspakete sind in Deutschland bis zu fünfmal größer als bei uns in Österreich. Herr Bundeskanzler, Ihre Worte, war das ein Versprechen? Sie sagten, Sie würden um jeden Job kämpfen – ja warum kämpfen Sie dann nicht für die Unternehmerinnen und Unternehmer im Bereich der EPUs und der KMUs, die seit Wochen auf Unterstützung warten? Helfen Sie doch bitte rasch und unbürokratisch! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Mein Gott!
Herr Bundeskanzler, legen Sie bitte einen Plan vor, schaffen Sie Klarheit! Ich appelliere an Sie: Bitte weniger Inszenierungen und mehr konkrete Hilfestellungen! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Mein Gott!)
Zwischenruf bei der SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: ... Bundespräsident!
Wir gelangen zur Abstimmung über den Entschließungsantrag der Abgeordneten Selma Yildirim, Kolleginnen und Kollegen betreffend „ein Amnestiegesetz im Zusammenhang mit der zum Teil fragwürdigen bzw. unverhältnismäßigen Vollziehung der COVID-19 Gesetzgebung“. (Zwischenruf bei der SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: ... Bundespräsident!)
Vizekanzler Kogler nimmt auf der Regierungsbank Platz.
Es hat mich tatsächlich fassungslos gemacht, dass er heute über ein Budget geredet hat, das eigentlich für nichts anderes gut ist, als es zu nehmen und in die Rundablage zu geben, anstatt über die tatsächlichen Probleme der Vereine, der Sportler und des Sports allgemein hier zu sprechen. (Vizekanzler Kogler nimmt auf der Regierungsbank Platz.) – Ah, da ist er doch. Gott sei Dank ist er doch noch bereit, über den Sport weiterzudiskutieren.
Vizekanzler Kogler: Habe ich ja gar nicht geredet!
Es hat mich wirklich schockiert, dass bei ihm vollkommen das Bewusstsein darüber gefehlt hat oder offenbar fehlt, dass es Vereine gibt, die wirklich in ihrer Existenz bedroht sind, dass es Vereine und Sportler gibt, die nicht wissen, wie es jetzt weitergehen soll, die vor dem Aus stehen, die ums Überleben kämpfen. Herr Minister, Sie haben sich hier hergestellt und lieber über Green-Sport-Events und Genderbudgeting und alles andere geredet. Genderbudgeting, was besonders lustig ist, da Sie - - (Vizekanzler Kogler: Habe ich ja gar nicht geredet!) – Na sicher haben Sie über das Genderbudgeting (Vizekanzler Kogler: Nein!) und über Gendermaßnahmen und Gleichberechtigung gesprochen, was besonders lustig ist, da Sie gerade erst den Herrenfußball erlaubt haben, Frauenfußball jedoch nicht. – Gratuliere zu dieser Gleichberechtigung! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Wurm: Super!)
Vizekanzler Kogler: Nein!
Es hat mich wirklich schockiert, dass bei ihm vollkommen das Bewusstsein darüber gefehlt hat oder offenbar fehlt, dass es Vereine gibt, die wirklich in ihrer Existenz bedroht sind, dass es Vereine und Sportler gibt, die nicht wissen, wie es jetzt weitergehen soll, die vor dem Aus stehen, die ums Überleben kämpfen. Herr Minister, Sie haben sich hier hergestellt und lieber über Green-Sport-Events und Genderbudgeting und alles andere geredet. Genderbudgeting, was besonders lustig ist, da Sie - - (Vizekanzler Kogler: Habe ich ja gar nicht geredet!) – Na sicher haben Sie über das Genderbudgeting (Vizekanzler Kogler: Nein!) und über Gendermaßnahmen und Gleichberechtigung gesprochen, was besonders lustig ist, da Sie gerade erst den Herrenfußball erlaubt haben, Frauenfußball jedoch nicht. – Gratuliere zu dieser Gleichberechtigung! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Wurm: Super!)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Wurm: Super!
Es hat mich wirklich schockiert, dass bei ihm vollkommen das Bewusstsein darüber gefehlt hat oder offenbar fehlt, dass es Vereine gibt, die wirklich in ihrer Existenz bedroht sind, dass es Vereine und Sportler gibt, die nicht wissen, wie es jetzt weitergehen soll, die vor dem Aus stehen, die ums Überleben kämpfen. Herr Minister, Sie haben sich hier hergestellt und lieber über Green-Sport-Events und Genderbudgeting und alles andere geredet. Genderbudgeting, was besonders lustig ist, da Sie - - (Vizekanzler Kogler: Habe ich ja gar nicht geredet!) – Na sicher haben Sie über das Genderbudgeting (Vizekanzler Kogler: Nein!) und über Gendermaßnahmen und Gleichberechtigung gesprochen, was besonders lustig ist, da Sie gerade erst den Herrenfußball erlaubt haben, Frauenfußball jedoch nicht. – Gratuliere zu dieser Gleichberechtigung! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Wurm: Super!)
Vizekanzler Kogler: Vor drei Monaten war Februar!
Was mich in diesem Zusammenhang auch interessieren würde, sehr geehrter Herr Minister, ist, ob Sie überhaupt schon einmal das Gespräch mit Kollegen Faßmann gesucht haben. Haben Sie dieses Gespräch gesucht oder haben Sie sich einfach wieder einmal nicht durchsetzen können? Das war nämlich Ihre Ausrede beim Budget, bei Finanzminister Blümel, dafür, dass es bis jetzt noch immer keine Hilfsmittel für den Sport gibt. Wie lange ist das jetzt her? – Es ist schon über drei Monate her, dass Sie das erste Mal angekündigt haben, dass es Hilfszahlungen geben soll – drei Monate, und noch immer ist kein einziger Cent geflossen! (Vizekanzler Kogler: Vor drei Monaten war Februar!) – Vor drei Monaten, ja, da haben Sie schon angefangen, über die ersten möglichen Hilfsmittel zu reden.
Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Eypeltauer und Shetty.
Sehr geehrte Damen und Herren von der ÖVP und von den Grünen, Sie haben in den letzten Monaten gezeigt, dass der Sport keinen großen Stellenwert für Sie hat. Sie haben jetzt zwei Anträge vorliegen, die unglaublich wichtig wären, nicht nur für den Sport, sondern auch für die Gesundheit der Bevölkerung und unserer Kinder, zeigen Sie, dass Ihnen der Sport und diese Dinge ein Anliegen sind! (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Eypeltauer und Shetty.)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Wie beliebt die Volksanwaltschaft ist, sehen wir daran, dass es 2019 16 600 Beschwerden gab, das sind 67 Beschwerden pro Tag – also eine große Menge. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Die Volksanwaltschaft zeigt uns auch die Defizite in der Verwaltung auf, sodass wir die Möglichkeit haben, zu korrigieren.
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte mich abschließend noch einmal herzlich bei den Volksanwälten bedanken und natürlich auch beim Finanzminister, dass es eine Budgetaufstockung gibt. – Herzlichen Dank, das ist im Sinne unserer Bürgerinnen und Bürger, damit sie auch in Zukunft zu ihrem Recht kommen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das Integrationsbudget ist sehr knapp, sehr unspezifisch, und leider gab es im zuständigen Ausschuss, im Budgetausschuss, als wir die Integration besprochen haben, von der zuständigen Ministerin gar keine Antworten auf die für uns wirklich brennenden Fragen zum gesamten Bereich der Arbeitsmarktintegration, keine Antworten zum Integrationsjahr, zu den Kompetenzchecks beim AMS. Frau Bundesministerin Raab hat immer wieder gesagt, sie sei nicht zuständig, das falle in die Verantwortung anderer Ministerien. Das mag schon sein, dass sie fachlich in dem konkreten Bereich nicht zuständig ist, aber von einer Integrationsministerin erwarten wir uns schon, dass sie da eine koordinierende Funktion wahrnimmt, und wenn sie zu jedem Punkt – wirklich zu jedem Punkt! – sagt, dass sie sich nicht zuständig fühlt, dann frage ich mich schon, wofür wir diese erste Integrationsministerin überhaupt haben. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Yılmaz.
Zum Budget – ich glaube, das ist auch schon mehrfach gesagt worden –: Ja, es ist gut, dass es mehr ist als im letzten Jahr, aber man muss wissen, dass im letzten Jahr das Budget um zig Millionen gekürzt wurde und wir jetzt im Vergleich zu der Zeit vor Schwarz-Blau um ein Drittel weniger Budget im Integrationsbereich haben. Um ein Drittel weniger Budget, da möchte ich mich schon auch insbesondere an die Grünen wenden: Die Prioritäten von Schwarz-Blau, vor allem auch im Integrationsbereich, können nicht der Maßstab für die Grünen in der Regierung sein. (Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Yılmaz.)
Abg. Yılmaz: Sicher!
Integrationspolitik ist für Türkis-Grün so wie auch schon für Türkis-Blau: Da geht es vielmehr um Verhinderung als um Ermöglichung, um Identitätspolitik, um Identitätsrhetorik statt um Sachlichkeit, um Symbolpolitik statt um Sachpolitik. Ich muss ehrlich sagen: Schaut man sich die Berichterstattung der letzten Monate an, hatte man das Gefühl, die Integrationsministerin redet häufiger über das Kopftuchverbot als zum Beispiel über Brennpunktschulen. (Abg. Yılmaz: Sicher!)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Bitte handeln Sie, nach der Kultur kann der Sport nicht das nächste Desaster in Ihrem Ministerium werden! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Martin Graf: Dann musst du die Kosten übernehmen!
Es ist jetzt so geregelt – aus mehreren Gründen der Gleichbehandlung –, dass alle – alle, auch wenn es ein 1.-Klasse-Verein irgendwo ist –, die diese konzeptionellen Voraussetzungen erfüllen, die nun einmal gesundheitspolitisch bedingt sind, gleich vorgehen können. (Abg. Martin Graf: Dann musst du die Kosten übernehmen!) Im Übrigen ist es – da das hier immer so ein Thema ist – deutlich lockerer als etwa in der Bundesrepublik Deutschland.
Abg. Martin Graf: Dann musst du es bezahlen! – Abg. Steger: Dann machen Sie Maßnahmen!
Es wäre also mithin auch möglich – aber das ist Angelegenheit der jeweiligen Ligen –, und das war mir ganz wichtig und ein Anliegen, dass die Frauenliga den Betrieb aufnimmt; im Handball, im Eishockey, wo auch immer, selbst im Nichtprofibereich. (Abg. Martin Graf: Dann musst du es bezahlen! – Abg. Steger: Dann machen Sie Maßnahmen!) Dass das dort nicht überall genauso gemacht werden kann oder will, steht ja auf einem anderen Blatt. Es ist ja durchaus naheliegend, dass das nicht alle können oder wollen.
Zwischenruf des Abg. Wurm.
Im Übrigen ist es ja auch gelungen, dass die zweite Liga das jetzt macht. Das haben die aber auch selbst entschieden. Die entscheiden das alle selbst. Es dürfte Ihnen auch nicht bewusst sein, dass in Österreich nicht das Sportministerium für den Spielbetrieb der Bundesliga, wurscht welchen Geschlechtes, zuständig ist. Wir ordnen keine Runden an, wer wann wo gegen wen spielt, kein Spieldatum und wir ordnen auch nicht an, welches Spiel von welchem Sender übertragen wird. (Zwischenruf des Abg. Wurm.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Deshalb bin ich auch dem ORF dankbar, und man sieht auch wieder, dass es günstig und gut ist – das geht gerade in Ihre (in Richtung FPÖ) Richtung –, wenn man einen gescheiten Öffentlich-Rechtlichen hat. Von den Vorhaben, die Sie dort gehabt haben, wollen wir jetzt einmal schweigen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Steger.
Dankenswerterweise wurde von Abgeordnetem Shetty darauf hingewiesen, dass wir uns im Ausschuss ja schon – ich gebe ja zu, dass ich da heute nicht in die Details eingegangen bin – wesentlich profunder unterhalten haben. Das ist richtig. Ich habe heute hier zu Vorhaben Stellung genommen, die sich im Budget abbilden. Auch da muss ich Ihnen schon sagen: Irgendwann muss irgendetwas recht sein, denn sonst rede ich drei Stunden. Wenn wir über ein Budget reden, zu dem Zahlen vorliegen, wovon Sie aber immer behaupten, dass es das angeblich gar nicht gibt, ist es auch falsch. Also einigen Sie sich! Sie können diesbezüglich ja auch eine Fraktionssitzung abhalten, das wird ja sicher alles möglich sein. (Zwischenruf der Abg. Steger.)
Zwischenruf der Abg. Steger
Jetzt zu dem, was Sie offensichtlich moniert haben und Ihnen abgegangen ist, nämlich über die Aufsperrpläne zu reden: Da ich gerade bei der Bundesliga war: Österreich ist hinsichtlich Sport und im Übrigen auch Kultur – Sie vermengen das gerne, ich verstehe das eh alles, es ist ja alles sehr schwierig, ich habe ja größtes Verständnis dafür; die beiden Bereiche weisen eine Parallele auf – am längsten von diesen Eingriffen betroffen – ja, das sind dramatische Einschnitte. Das geht oft bis zum Herbst. Es wird Ihnen ja nicht entgangen sein, dass das 600-Millionen- oder 700-Millionen-Euro-Paket auch deshalb so groß ausgelegt wurde, weil wir auf sechs Monate rechnen, das haben wir schon eingepreist. Ich sehe das sonst nirgends in Europa. Ja, wir könnten noch schneller sein (Zwischenruf der Abg. Steger) und wir wollen das auch. Wir können wirklich schauen, dass das jetzt ganz schnell geht, aber insgesamt werden wir dann in der Rückschau vergleichen, was wo wirklich in welcher Dimension und mit welcher Zielgenauigkeit passiert ist.
Zwischenruf der Abg. Steger
Zu den Aufsperrplänen: Auch da waren wir Österreicher bei den Ersten, auch im Sport. Wir haben schon am Tag nach Ostern – wenn Ihnen jetzt der Spitzensport solch ein Anliegen ist – begonnen, in Spitzensportbereichen Trainingseinheiten zuzulassen – da hat es viele Zurufe gegeben (Zwischenruf der Abg. Steger) –, gerade für unsere Olympiateilnehmerinnen und Olympiateilnehmer. Da ist es so schnell geschehen, wie fast nirgendwo in Europa. Wir haben schon am 1.5. für viele Outdoorsportstätten aufgemacht, wo es der Sportart nach sinnvoll war, das rasch zuzulassen. Das waren dann gar nicht so wenige. Also auch da darf ich Sie einladen, sich mit sich selbst zu einigen. Logischerweise waren auch Golfplätze und Tennisplätze dabei, da dort die Abstandsregeln natürlich leichter einzuhalten sind – es sind ja alle eingeladen, Ihren Hausverstand zu benutzen – und es dort halt schneller möglich ist, als woanders. Es waren aber viele Sportstätten dabei, und wir waren bei den Ersten in Europa. Ich sehe wirklich nicht ein, dass man das dann als Golfgaudi diskreditiert.
Zwischenruf der Abg. Steger
Ich würde Sie auch einmal einladen, zu adressieren, warum Golf nur schlecht ist. Ich bin kein Golfspieler, ich verstehe zu wenig davon, ich schaue nicht einmal zu, muss ich gestehen, ich merke nur, dass dort für die Profisportler – in erster Linie auch wieder Männer (Zwischenruf der Abg. Steger); wenn das der FPÖ jetzt solch ein Anliegen ist – hohe Summen bezahlt werden, das ist richtig. Es aber deshalb zu verbieten, das erschließt sich mir nicht. Deshalb sagen wir immer: So schnell wie möglich ermöglichen, was tatsächlich geht, und möglichst wenig Einschränkungen.
Zwischenruf des Abg. Martin Graf.
So ist es auch weitergegangen: Am 15. Mai war outdoor schon ziemlich alles möglich, nur noch kein Körperkontakt, auch bei Kindern nicht. Schauen wir einmal, was wir im September machen. (Zwischenruf des Abg. Martin Graf.) Es gibt aber auch für Mannschafts- und Frauschaftssportarten sehr, sehr viele Trainingseinheiten, bei denen man auch mit dem Abstand für den Sport, der da vorgesehen ist – wir haben uns die Konzepte ja angesehen –, wunderbare Sachen machen kann. Ich bin ja nicht der Gesundheitsminister, aber ich würde Mitte Mai, jetzt halt bald Ende Mai mit dem Wissen – wir hören ja, was die Expertinnen und Experten sagen –, das wir jetzt über das Virus, über die epidemiologischen Fragen, über die virologischen Fragen haben, die Verantwortung dafür nicht übernehmen wollen, dass man mir nichts, dir nichts Kinder- und Jugendgruppen in einem Mannschaftssport hat, die ständig Körperkontakt haben. (Abg. Steger: ... die WHO hat ...!) – Ja, wenn Sie das vorschlagen, ich beglückwünsche ja jeden, der immer ganz genau weiß, wie es geht.
Abg. Steger: ... die WHO hat ...!
So ist es auch weitergegangen: Am 15. Mai war outdoor schon ziemlich alles möglich, nur noch kein Körperkontakt, auch bei Kindern nicht. Schauen wir einmal, was wir im September machen. (Zwischenruf des Abg. Martin Graf.) Es gibt aber auch für Mannschafts- und Frauschaftssportarten sehr, sehr viele Trainingseinheiten, bei denen man auch mit dem Abstand für den Sport, der da vorgesehen ist – wir haben uns die Konzepte ja angesehen –, wunderbare Sachen machen kann. Ich bin ja nicht der Gesundheitsminister, aber ich würde Mitte Mai, jetzt halt bald Ende Mai mit dem Wissen – wir hören ja, was die Expertinnen und Experten sagen –, das wir jetzt über das Virus, über die epidemiologischen Fragen, über die virologischen Fragen haben, die Verantwortung dafür nicht übernehmen wollen, dass man mir nichts, dir nichts Kinder- und Jugendgruppen in einem Mannschaftssport hat, die ständig Körperkontakt haben. (Abg. Steger: ... die WHO hat ...!) – Ja, wenn Sie das vorschlagen, ich beglückwünsche ja jeden, der immer ganz genau weiß, wie es geht.
Abg. Martin Graf: 1. September ...?
Ich halte mich da einmal an das Vorsichtsprinzip. Mir wäre es auch lieber, wenn das so schnell ginge (Abg. Martin Graf: 1. September ...?); im Übrigen arbeiten wir daran. Vielleicht ist es am 1. September so weit. Wir kriegen Anfang/Mitte Juni eine große Studie, in die wir auch die Sportindikatoren betreffend diese Epidemiefragen einbauen. Dann kann man entscheiden. Wir orientieren uns faktenbasiert und lösungsorientiert daran und hetzen die Kinder nicht einfach in etwas hinein. Und wenn am Schluss was weiß ich wie viele Hundert Ansteckungsfälle sind: Ui,ui,ui,ui! Wer war es dann? – Die Bundesregierung! Sie sind bei den Ersten, die den Finger auspacken werden. Das ist es doch. So bleibt es immer eine Abwägung; na logisch, es bleibt immer eine Abwägung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich halte mich da einmal an das Vorsichtsprinzip. Mir wäre es auch lieber, wenn das so schnell ginge (Abg. Martin Graf: 1. September ...?); im Übrigen arbeiten wir daran. Vielleicht ist es am 1. September so weit. Wir kriegen Anfang/Mitte Juni eine große Studie, in die wir auch die Sportindikatoren betreffend diese Epidemiefragen einbauen. Dann kann man entscheiden. Wir orientieren uns faktenbasiert und lösungsorientiert daran und hetzen die Kinder nicht einfach in etwas hinein. Und wenn am Schluss was weiß ich wie viele Hundert Ansteckungsfälle sind: Ui,ui,ui,ui! Wer war es dann? – Die Bundesregierung! Sie sind bei den Ersten, die den Finger auspacken werden. Das ist es doch. So bleibt es immer eine Abwägung; na logisch, es bleibt immer eine Abwägung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Jetzt können Sie sagen, wir haben es mit unserer Vorsicht übertrieben. Ja, es waren nur 250 Intensivbetten ausgelastet, ja, wir haben die Kapazitäten von 850 auf 1 250 hinaufgetrieben. Stimmt! Ui, eine so blöde Bundesregierung, nicht 1 000 Leute auf Intensivstationen! (Zwischenruf des Abg. Loacker.) – Na wäre das gut gewesen? Ich meine: nein. Ja, wir haben sehr viel heruntergefahren, im Übrigen lange nicht alles, viele Wirtschafts- und Industriebetriebe sind ja weitergelaufen – auch das dürfte Ihrer Aufmerksamkeit entgangen sein –, deshalb stehen wir ökonomisch auch besser da als andere. Insgesamt hat das diese Aufsperrpläne aber auch ermöglicht.
Abg. Martin Graf: ... weil der Verein ...!
Gerade im Sport können Sie nachschauen, wie das im internationalen Vergleich ausschaut. (Abg. Martin Graf: ... weil der Verein ...!) Ich verstehe schon, wir sind hier in Österreich, und das ist das ganz normale Spiel hier, da gibt es keine neue Normalität, das ist auch gut so: Opposition – Regierung; ich kenne beides. Das ist nicht nur Ihr gutes Recht, machen Sie es so. Ich erlaube mir aber, darauf hinzuweisen, zumindest ein paar Vergleichswerte heranzuziehen. Manchmal ist der Blick über die Grenze unseres an sich sehr kleinen Landes nicht so schlecht. Machen Sie das, dann werden Sie draufkommen, dass wir viel schneller sind als andere. Wenn Sie dann wieder einfordern, dass keine zweite Welle kommt, wird es wieder falsch gewesen sein.
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Martin Graf: Minister für Bundesliga und Formel 1! Das ist es! – Abg. Steger: Was die WHO sagt, zählt nicht?
Ich sage Ihnen: abwägen, analysieren, entscheiden – so haben wir es gemacht, so werden wir es weiterhin machen. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Martin Graf: Minister für Bundesliga und Formel 1! Das ist es! – Abg. Steger: Was die WHO sagt, zählt nicht?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Sehr geehrte Damen und Herren! Als Bürgermeister freue ich mich sehr über das Gemeindeinvestitionspaket der Bundesregierung. Mit der Unterstützung der Länder wird es zur vollen Entfaltung kommen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Zarits: ... vom Kanzler!
In Wahrheit aber ist es skurril: Zurzeit sind wir nämlich von dieser täglichen Bewegungseinheit so weit entfernt wie der Mensch vom Mond. Sie tragen den Irrsinn mit. (Abg. Zarits: ... vom Kanzler!) – Herr Kollege Zarits, übrigens, wie ich gehört habe und soviel ich weiß, beträgt das NPO-Paket insgesamt 700 Millionen Euro und ist nicht nur für den Sport, um Sie zu korrigieren. – Sie tragen den Irrsinn mit, Herr Sportminister, dass gerade in Zeiten von Corona, in der die Stärkung des Immunsystems doch so wichtig ist, Schülern der Turnunterricht gestrichen wird. Bitte kommen Sie mir jetzt nicht (Zwischenruf bei der ÖVP), Herr Sportminister, mit der Ausrede, dafür ist Herr Bildungsminister Faßmann zuständig! – Ja, das stimmt, aber dann nehmen Sie ihn sich zur Brust, weil er halt in Geografie wahrscheinlich bessere Kenntnisse hat und im Sport Nachhilfe braucht.
Zwischenruf bei der ÖVP
In Wahrheit aber ist es skurril: Zurzeit sind wir nämlich von dieser täglichen Bewegungseinheit so weit entfernt wie der Mensch vom Mond. Sie tragen den Irrsinn mit. (Abg. Zarits: ... vom Kanzler!) – Herr Kollege Zarits, übrigens, wie ich gehört habe und soviel ich weiß, beträgt das NPO-Paket insgesamt 700 Millionen Euro und ist nicht nur für den Sport, um Sie zu korrigieren. – Sie tragen den Irrsinn mit, Herr Sportminister, dass gerade in Zeiten von Corona, in der die Stärkung des Immunsystems doch so wichtig ist, Schülern der Turnunterricht gestrichen wird. Bitte kommen Sie mir jetzt nicht (Zwischenruf bei der ÖVP), Herr Sportminister, mit der Ausrede, dafür ist Herr Bildungsminister Faßmann zuständig! – Ja, das stimmt, aber dann nehmen Sie ihn sich zur Brust, weil er halt in Geografie wahrscheinlich bessere Kenntnisse hat und im Sport Nachhilfe braucht.
Beifall bei der SPÖ.
Geschadet hätte überdies auch nicht, wenn Sie Ihrem Parteifreund, Gesundheitsminister Anschober, ein bisschen Ezzes gegeben hätten. So hätten gewisse praxisuntaugliche und teils existenzbedrohende Vorgaben für Sportler, Fitnessstudio-, Yogastudio- und Tanzstudiobetreiber vermieden werden können. Da hat mein Kollege von den NEOS schon recht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Goethe hätte die Situation im Sport nicht besser beschreiben können als mit: „Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube“. – Aber aufgegeben wird ein Brief, dafür ist der Sport zu wichtig. Ich kann mein Angebot für ein konstruktives Gespräch nur noch einmal aussprechen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Leichtfried
Abgeordneter Karl Schmidhofer (ÖVP): Geschätzte Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Frau Ministerin! Frau Rechnungshofpräsidentin! Liebe Volksanwälte! Als Präsident des Steirischen Skiverbandes – ehrenamtlich, so wie viele Funktionärinnen und Funktionäre in Österreich – darf ich für den Skisport schon etwas festhalten. Es ist davon gesprochen worden, dass der Herr Sportminister nur für Golf, Fußball und Tennis etwas übrig hätte. Ich darf betreffend die Gleichbehandlung, die Frau Petra Steger angesprochen hat, Folgendes zurechtrücken: Wir haben als eine der ersten Nationen die österreichischen Sportlerinnen und Sportler zum Trainieren auf die Gletscher gebracht (Zwischenruf des Abg. Leichtfried), weil wir ein gutes Paket vorgestellt haben, welches das Sportministerium begutachtet und der Gesundheitsminister freigegeben hat. Also: Wer ein gutes Konzept vorlegt, wird auch entsprechend bedient.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich bin sehr, sehr froh über unsere Lösungen für den österreichischen Sport, nicht nur für den Spitzensport, wir werden jetzt ja auch in den Landeskadern – und da gibt es keinen Unterschied, ob es Damen oder Herren sind, Mädchen oder Burschen – schrittweise mit dem Training beginnen. – Vielen Dank, Herr Sportminister, dass das möglich ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich möchte mich aber auch für die Sprechtage in den Bezirken bedanken, bei denen Sie die Nähe zur Bevölkerung, zu den Menschen gefunden haben. Wegen der Coronakrise können diese Sprechtage momentan nicht durchgeführt werden, aber in absehbarer Zeit sind diese auch wieder möglich. – Ich wünsche der Volksanwaltschaft, den Volksanwälten für die Zukunft alles Gute. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Laut Volksanwalt Walter Rosenkranz betreffen viele dieser Beschwerden die Polizei. Er kritisierte zu Recht, dass es für Polizistinnen und Polizisten auf der Straße keine klaren Handlungsanleitungen gebe. Das ist keine Kritik an der Polizei, sondern eine Kritik am Innenminister, der sie nicht mit genügend und ausreichend genauen Handlungsanleitungen für die Covid-Schutzmaßnahmen ausstattet. – Vielen Dank an dieser Stelle an die Polizistinnen und Polizisten, die einen hervorragenden Job machen. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Oje!
Genau diese Menschen, die Strafe zahlen mussten, genau diese Menschen, die sich seit Wochen strikt an die Coronaschutzmaßnahmen gehalten haben, müssen dann sehen, wie der Bundeskanzler (Ruf bei der ÖVP: Oje!) – ja, nicht oje!, es ist so – im Kleinwalsertal ein kleines Bad in der Menschenmenge nimmt. Es wundert dann kaum, wenn die Beschwerden bei der Volksanwaltschaft zunehmen und sich häufen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Genau diese Menschen, die Strafe zahlen mussten, genau diese Menschen, die sich seit Wochen strikt an die Coronaschutzmaßnahmen gehalten haben, müssen dann sehen, wie der Bundeskanzler (Ruf bei der ÖVP: Oje!) – ja, nicht oje!, es ist so – im Kleinwalsertal ein kleines Bad in der Menschenmenge nimmt. Es wundert dann kaum, wenn die Beschwerden bei der Volksanwaltschaft zunehmen und sich häufen. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Boah!
Der zweite Teil der Beschwerden betrifft den Coronahärtefallfonds. Nach unzähligen Ankündigungen in über 70 Pressekonferenzen fühlen sich Tausende Einpersonenunternehmen sowie kleine und mittlere Unternehmen von der Regierung massiv im Stich gelassen. Viel zu bürokratisch, viel zu spät, viel zu wenig oder überhaupt keine Hilfe, das ist der Tenor der Unternehmerinnen und Unternehmer. Mehrere Unternehmer haben mir geschrieben, und das bedeutet schon etwas, wenn ein Unternehmer oder eine Unternehmerin einen sozialdemokratischen Gewerkschafter um Hilfe bittet. Ein Unternehmer, der mir geschrieben hat, hat in der ersten Phase 500 Euro und in der zweiten Phase 9,58 Euro bekommen. (Ruf bei der SPÖ: Boah!) Vom 15. März bis 12. Mai hat dieser Mann also mit 509,58 Euro auskommen müssen, und das Tragische ist: Der sperrt nicht mehr auf.
Beifall bei der SPÖ.
Es ist aber noch schlimmer: Dieses Unternehmen würde, wäre es in Deutschland oder in der Schweiz, weitergeführt werden können. – Das ist die Wahrheit, liebe Kolleginnen und Kollegen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Menschen brauchen Sicherheit, Klarheit, Vertrauen in die Politik – diese Regierung hat das Gegenteil bewirkt! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
In diesem Sinne bedanken wir uns für diesen Budgetansatz, und ich danke zugleich für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abschließend möchte ich noch sagen, dass ich sehr dankbar bin, dass wir in unserem Land eine überparteiliche Institution wie den Rechnungshof haben. Der Rechnungshof wird sich in den nächsten Monaten intensiv mit den Covid-19-Maßnahmen beschäftigen, und in diesem Zusammenhang ist die Neubewertung der bisherigen Ansätze sicherlich von Vorteil. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Christian Hafenecker, MA (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Wertes Regierungsmitglied! Frau Rechnungshofpräsidentin! Werte Volksanwälte! Ich möchte nur ganz kurz auf die Rede von Frau Kollegin Voglauer eingehen, die vorhin erwähnt hat, dass die Minderheitenrechte für die Slowenen in Österreich sehr, sehr wichtig und hochzuhalten sind. Keine Frage, dazu bekennen wir uns natürlich auch, ich hoffe aber auch, dass man auf der anderen Seite nicht vergisst, dass die deutsche Minderheit in Slowenien gar nicht anerkannt ist und somit nach wie vor auch eine entrechtete Minderheit ist. Ich denke, das ist auch ein Zustand, der in Mitteleuropa nicht haltbar ist. Ich ersuche Sie hier vom Rednerpult aus, uns dabei zu unterstützen, dieses Unrecht bald zu beseitigen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ebenso wenig sind zusätzliche Mittel für die Bedeckung der prognostizierten Einnahmeverluste, etwa der Bundestheater, Bundesmuseen oder anderer kleinerer Kultureinrichtungen, vorgesehen. Uns wurde mitgeteilt, dass eine Ausfinanzierung dieser Institutionen, die in ihren Sparten zweifellos zu den weltbesten gehören und maßgeblich dazu beitragen, dem Ansehen unseres Landes Ausdruck zu verleihen, noch bis August sichergestellt sei. Was passiert aber dann im September? Was passiert mit diesen Institutionen im Oktober, und warum um alles in der Welt bildet sich das nicht in diesem Budget ab? (Beifall bei der SPÖ.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Wir wissen um die fatalen Auswirkungen auf Kunst und Kultur im Bereich der Museen, der Theater und der Konzertsäle. Das sind die Bereiche, die als Erste zugesperrt wurden, und es sind die Bereiche, die jetzt erst sukzessive und als Letzte wieder aufgesperrt werden. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich kann daher nur hoffen und erwarten, dass die neue Staatssekretärin die Dinge selbst in die Hand nimmt, selbst Budget in die Hand nimmt und das tut, was jetzt zu tun ist, nämlich eine Kulturmilliarde zu budgetieren, die die Notlage lindert und den Kultureinrichtungen eine Perspektive für die nächsten drei Jahre gibt, und ihnen auch ermöglicht, sich wieder zu fangen und zu stabilisieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Abgeordnete Mag. Eva Blimlinger (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich muss sozusagen mit dem Ende anfangen: Kollege Drozda hat von bürokratischen Anträgen gesprochen. Ja, ich sage das zum wiederholten Male hier im Hohen Haus: Bürokratie ist das Gegenteil von Willkür. So etwas muss bürokratisch sein. Es sollte einfacher sein, da gebe ich Ihnen recht. Würden wir es willkürlich machen, wäre die SPÖ unter den Ersten, die sich darüber aufregt und nach dem Rechnungshof schreien würde. Bürokratie muss also sein, denn es handelt sich um Steuergeld, und das soll bitte nach nicht willkürlichen Maßstäben vergeben werden. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Scherak.
Wir sind ja nicht der Wiener Bürgermeister, der Gutscheine für Taxis und Gastronomie verteilt, willkürlich vergibt, sondern wir halten uns an Regeln. (Zwischenruf des Abg. Scherak.)
Abg. Drozda: Der Einnahmenausfall ist sehr wohl ein Schaden!
Noch ein Wort zu den Ausführungen des Kollegen Drozda: Er nannte den Begriff Schadenersatz. Ein Schaden kann es ja wohl nicht sein, denn es ist ja kein Autounfall passiert, bei dem man sagt, dass der Gegner mir den Schaden ersetzt. (Abg. Drozda: Der Einnahmenausfall ist sehr wohl ein Schaden!) Ein Virus und eine Pandemie sind kein Schaden, und daher gibt es auch keinen Schadenersatz. Es muss eine Absicherung der Kunst und Kultur geben. Es wird kein Schaden ersetzt, sondern es sollen Einnahmeentgänge, Fixkosten, all das, was sozusagen notwendig ist, um die Ausgaben der letzten Monate abzudecken und dafür zu sorgen, dass keine Situation entsteht, in der Kunst und Kultur eingehen, zur Verfügung gestellt werden, um sie wieder auf den Weg zu bringen. Das muss unser Anliegen sein, und wir müssen gemeinsam daran arbeiten und dafür sorgen, dass das funktioniert. Mein Appell ist: Nehmen Sie das alles wahr, gehen Sie ins Theater, gehen Sie in die Oper, schauen Sie sich Performances an und zahlen Sie das Doppelte von dem, was Sie normalerweise zahlen würden. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Noch ein Wort zu den Ausführungen des Kollegen Drozda: Er nannte den Begriff Schadenersatz. Ein Schaden kann es ja wohl nicht sein, denn es ist ja kein Autounfall passiert, bei dem man sagt, dass der Gegner mir den Schaden ersetzt. (Abg. Drozda: Der Einnahmenausfall ist sehr wohl ein Schaden!) Ein Virus und eine Pandemie sind kein Schaden, und daher gibt es auch keinen Schadenersatz. Es muss eine Absicherung der Kunst und Kultur geben. Es wird kein Schaden ersetzt, sondern es sollen Einnahmeentgänge, Fixkosten, all das, was sozusagen notwendig ist, um die Ausgaben der letzten Monate abzudecken und dafür zu sorgen, dass keine Situation entsteht, in der Kunst und Kultur eingehen, zur Verfügung gestellt werden, um sie wieder auf den Weg zu bringen. Das muss unser Anliegen sein, und wir müssen gemeinsam daran arbeiten und dafür sorgen, dass das funktioniert. Mein Appell ist: Nehmen Sie das alles wahr, gehen Sie ins Theater, gehen Sie in die Oper, schauen Sie sich Performances an und zahlen Sie das Doppelte von dem, was Sie normalerweise zahlen würden. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
in Richtung des den Saal verlassenden Vizekanzlers Kogler
Da Ihr Budget dem Kunst- und Kulturbereich nicht hilft, bringen wir auch heute wieder Anträge ein, die wirklich helfen würden. Unser erster Antrag betrifft die Abschaffung des Maskenzwangs im Kunst- und Kulturbereich. Niemand ist gezwungen, eine Kulturveranstaltung gegen seinen Willen zu besuchen. Wenn es aber Menschen gibt – und ich bin mir sicher, von denen gibt es viele –, die das selbst beurteilen und sagen: Ich gehöre nicht zur Risikogruppe, ich traue mir zu, das Risiko einzuschätzen, nehme es auf mich und besuche eine Veranstaltung, bei der der Mindestabstand von 1 Meter nicht eingehalten werden kann und setze trotzdem keine Maske auf!, dann sollten Sie den Bürgern diese Möglichkeit, diese Freiheit geben, Herr Vizekanzler – auch wenn Sie (in Richtung des den Saal verlassenden Vizekanzlers Kogler) jetzt gehen.
Beifall bei der FPÖ.
Zusammengefasst und leicht verständlich: Wir fordern einen Insolvenzschutz für Gutscheinbesitzer, wir lehnen Ihre Maskerade ab und wir lehnen dieses Fakebudget ab! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP, Grünen und NEOS.
Ich freue mich sehr, dass gestern die heißersehnten Neuerungen betreffend Öffnungen für Kunst und Kultur ab 29. Mai bekannt gegeben wurden. Es wird auch noch Empfehlungen für Proben für Profis und Amateure geben, das ist, wohlgemerkt, auch für den bevorstehenden Sommertourismus ganz wichtig. Die Kultur ist da essenziell, und deshalb habe ich abschließend folgende Bitte an Sie alle, auch an Sie, sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher: Wenn Sie Urlaub in Österreich machen, dann besuchen Sie bitte auch wieder so rasch wie möglich Theater, Konzerte oder Kabarettbühnen! – Vielen Dank! (Beifall bei ÖVP, Grünen und NEOS.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Nur so ein professionelles Auftreten kann nämlich der wichtigen österreichischen Kulturszene auch den Auftrieb geben. Das sollten wir dabei berücksichtigen. Dafür sollten wir Geld aufwenden, alles jetzt ein bisschen zu verändern und für die zeitgenössische Kunst ein entsprechendes Büro, eine entsprechende Vernetzung zur Verfügung zu stellen. Das wäre mein Wunsch und auch ein konstruktiver Beitrag zur Frage: Was können wir jetzt für diese Kulturnation tun? Das wäre der erste richtige Schritt. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
An dieser Stelle danke ich Staatssekretärin Andrea Mayer dafür, dass diese Lockerungen, die angekündigt wurden, mit einem detaillierten Plan dargestellt wurden und der Kunst- und Kulturszene Vertrauen schenken und dass vor allem auch, glaube ich, die Möglichkeit wahrgenommen wurde – und das ist, glaube ich, ganz wichtig –, die Kunst- und Kulturszene bei diesem Plan auch einzubinden. Nochmals: Danke. Das hat gewirkt. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Drozda.
Ein letzter Satz noch zu Abgeordnetem Drozda: Die Kurzarbeit wurde immer für drei Monate angesetzt, mit einer Verlängerungsoption, und es ist nicht vorhersehbar, ob diese Kurzarbeit nicht auch weiterhin verlängert werden muss. (Zwischenruf des Abg. Drozda.) Auch das haben wir in der Vergangenheit gesehen: Erhöhungen von 400 Millionen Euro auf über 10 Milliarden Euro, auf 12 Milliarden Euro. Ich möchte das noch einmal kurz sagen: Das ist nicht absehbar. Da muss man jeden Tag sondieren und auch nachbessern.
Zwischenruf des Abg. Drozda.
Zum Vergleich heute mit Deutschlands Nachtragsbudget vom 27. März: Ja werte Abgeordnete, glauben Sie, dass diese in Deutschland am 27. März beschlossenen 112 Milliarden Euro heute, zwei Monate später, noch aktuell sind? (Zwischenruf des Abg. Drozda.) Die haben dasselbe Problem, dieselben Herausforderungen. Wir werden sie gemeinsam in Europa und Österreich bewältigen, und Deutschland wird vorne dabei sein.
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Für die Künstlerinnen und Künstler gibt es jetzt die Sicherheit, im Sommer in einen Kunst- und Kultursommer zu starten. Unterstützen wir sie! – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.
Abgeordnete Katharina Kucharowits (SPÖ): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Geschätzte Kollegen und Kolleginnen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Ein Wort zu Kollegen Reifenberger: Niemand hält sich eine Staatssekretärin! – Wie respektlos ist eigentlich diese Aussage gewesen? Ich bitte Sie wirklich, das zurückzunehmen und sich dafür zu entschuldigen! (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Shetty.
Das ist enttäuschend, und das ist wahnsinnig beschämend für Österreich, das sich als Kulturnation bezeichnet, vor allem, weil der jetzige Finanzminister Blümel auch irgendwann einmal etwas mit Kultur zu tun hatte. Man glaubt es kaum, aber er war Kulturminister. Mit Verlaub: Er hat die Künstlerinnen und Künstler immer ignoriert. Er hat keinen Finger gerührt, und er ist auf nichts eingegangen. Es ist wahnsinnig beschämend, was da vonseiten des Finanzministers abgegangen ist. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Shetty.)
Beifall bei der SPÖ.
Das sind meistens jene, die eben nicht vor dem Vorhang stehen und die auch nicht zu den Kulturpromis zählen. Das sind aber viele, die sehr viel für die Szene tun und sehr viel dazu beitragen, dass wir Kulturnation sind, und es sind oftmals Frauen – Frauen, die noch immer um ihr Standing in der Kunst- und Kulturbranche kämpfen. Ich frage Sie ehrlich, Herr Vizekanzler: Was genau tut Ihr Budget für Frauen? Sagen Sie mir jetzt bitte nicht: Frauenförderung im Film. Mit Verlaub, das wäre ein Schmücken mit fremden Federn, weil das unter SPÖ-Ministern und -Ministerinnen passiert ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Stimmen Sie endlich zu und retten wir gemeinsam die Kulturnation Österreich! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Vielen Dank an dieser Stelle allen Kunst- und Kulturschaffenden für die wundervolle Bereicherung, die sie uns geben! – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Zum Abschluss noch ein Satz, weil von der Szene und von der städtischen Kultur die Rede war: Bitte vergessen wir nicht, dass Kunst und Kultur auch unsere Musiker in den Blasmusikkapellen umfassen, dass das auch die unbekannten Künstler, die Schriftsteller, die Kinderbuchautoren am Land genauso wie in der Stadt betrifft, dass das unsere Trachtenvereine, unsere Heimathäuser und all jene Menschen betrifft, die tagtäglich für den Erhalt unserer Volkskultur eintreten! (Beifall bei der FPÖ.)
Der Standard, Stefan Weiss, 27.4.2018
„Die Betriebsratsvorsitzenden fordern den "umgehenden Beginn von Verhandlungen mit den Regierungsverantwortlichen" und eine "konstruktive Thematisierung" des bereits von den Mitarbeitervertretern erarbeiteten und vorgelegten Entwurfs für einen Kollektivvertrag.“ (Der Standard, Stefan Weiss, 27.4.2018)
Heiterkeit bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Hier in diesem Saale blicken wir auf diese Bilder. Das war damals auch eine Krise, eine kleine Krise. Die Hofburg hat gebrannt, und plötzlich hat ein Wirtschaftsminister, der tatsächlich weitab von jeglichem zeitgeistigem Nachhoppeln war, einem Josef Mikl gesagt: Du malst hier diese Bilder! Und diese Bilder erlösen uns von manch schwierigen Reden. Herr Kollege Matznetter und Frau Kollegin Belakowitsch werden sich das sicherlich zu Herzen nehmen. (Heiterkeit bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.) Wir blicken hier auf diese Bilder und können das ertragen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Hier in diesem Saale blicken wir auf diese Bilder. Das war damals auch eine Krise, eine kleine Krise. Die Hofburg hat gebrannt, und plötzlich hat ein Wirtschaftsminister, der tatsächlich weitab von jeglichem zeitgeistigem Nachhoppeln war, einem Josef Mikl gesagt: Du malst hier diese Bilder! Und diese Bilder erlösen uns von manch schwierigen Reden. Herr Kollege Matznetter und Frau Kollegin Belakowitsch werden sich das sicherlich zu Herzen nehmen. (Heiterkeit bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.) Wir blicken hier auf diese Bilder und können das ertragen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie des Abg. Brandstätter. – Abg. Brandstätter: So ist es!
In diesem Sinne, meine sehr verehrten Damen und Herren, werden der Kulturminister und die Kulturstaatssekretärin nicht daran gemessen werden, ob sie jetzt dem Zeitgeist nachhoppeln, sondern sie werden daran gemessen werden, ob sie in einem Atemzug mit Zilk, mit Mauthe, mit Otto Mauer genannt werden. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie des Abg. Brandstätter. – Abg. Brandstätter: So ist es!)
Beifall bei der SPÖ.
Was es heißt, sich zur Kultur zu bekennen, kann man an der Bundeshauptstadt, an der Kulturhauptstadt Wien, sehen, die 2019, als noch keine Coronakrise herrschte, das Kulturbudget um über 10 Prozent erhöht hat und während der Krise durch Werkförderungen einen sehr solidarischen Umgang mit den Kulturschaffenden gepflegt hat und auch die Arbeitsstipendien für die KünstlerInnen abermals aufgestockt hat. Bis gestern hat die Bundesregierung dabei zugesehen, wie im Bereich von Kunst und Kultur viele Existenzen gefährdet und zum Teil auch ruiniert wurden. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Taschner nickt.
Das kommende Zitat ist natürlich auch nicht von mir, aber in den letzten Tagen kommt es immer wieder vor, weil wir da gar so die riesigen Löcher und Lücken, die sich auftun, bedecken wollen, dass manchmal in Vergessenheit gerät – und ich denke, so hat es auch der Bundespräsident gesagt, der es wieder in Erinnerung gerufen hat –, dass Kunst und Kultur ein Wert an sich sind. – Wenn das so ist, dann soll das aber trotzdem nicht darüber hinwegtäuschen, dass die materielle Basis natürlich da sein muss. Das war ja fast eine sehr inspirierend philosophische Einlage des Abgeordneten Taschner; diese Quasiausstattung muss ja dann genau dazu führen, dass das Unkonventionelle, das nicht Einplanbare, das nicht zu dieser Zeit, wenn es dann kommt, Wohlgefällige mitalimentiert und zur Verfügung gestellt werden muss. (Abg. Taschner nickt.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ja, dann ziehe ich das vor: Wenn wir die freie Szene betrachten, führt mich das dazu, auch zu den Freischaffenden zu kommen, weil in diesem Bereich oft auch individuell eine größere Anzahl an Schicksalen zu verorten ist. Ja, es wird notwendig sein, die freischaffenden Künstlerinnen und Künstler mit einem eigenen Unterstützungsfonds, am besten mit der Dotierung von Entschädigungen über jeweils sechs Monate, weil es eben so lange dauert – auch hier dieser Gedanke –, auszustatten, und das rasch. Ich glaube, wir denken da in eine gleiche Richtung, und ich bin auch zuversichtlich, dies jetzt bald zu verwirklichen beziehungsweise herausverhandelt zu haben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Brandstätter: Danke für die Einladung!
Bei aller wechselseitigen Heftigkeit, die es ja geben soll, plädiere ich dafür, ein bisschen den Vergleich zu suchen, nicht weil er uns so viel sicherer macht – es ist überall unsicher –, aber weil das zumindest ein Licht darauf wirft und zeigt, dass das alles nicht ganz so einfach ist. Ich habe es mir als Oppositioneller, als Abgeordneter der Opposition immer einmal erlaubt, durchaus flott am Rednerpult zu stehen. Oft aber habe ich auch gesagt, es ist in Österreich vieles gut. Und diese differenzierte Debatte würde ich mir auch wünschen. Sie als Opposition sind aber natürlich eingeladen, Ihren Job besonders gut zu machen. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Brandstätter: Danke für die Einladung!)
Zwischenruf bei der SPÖ
Abgeordneter Johann Höfinger (ÖVP): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Herr Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich habe nur 2 Minuten Redezeit zur Verfügung, da kann man die Themen nur ganz am Rande streifen. Vielleicht ein Wort zur allgemeinen Diskussion, die heute schon über dieses Budget geführt wurde: Es wurde von einem Fakebudget gesprochen, von meiner Vorrednerin Ruth Becher soeben von einem Schattenbudget und von vielem, vielem mehr. Liebe Freunde der Opposition, ihr wisst, dass dieses Budget in diesen Tagen unter schwierigsten Bedingungen geschnürt wurde (Zwischenruf bei der SPÖ) und unter Einbindung aller zur Verfügung stehenden Parameter, unter Einbindung aller Fachexperten. Es wird laufend nachberechnet, und deshalb ist es durchaus entbehrlich, wenn man sich hierher stellt und dann so etwas von sich gibt. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Ernst-Dziedzic. – Zwischenrufe der Abgeordneten Kassegger, Loacker und Vogl.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Ernst-Dziedzic. – Zwischenrufe der Abgeordneten Kassegger, Loacker und Vogl.
Abgeordneter Johann Höfinger (ÖVP): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Herr Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich habe nur 2 Minuten Redezeit zur Verfügung, da kann man die Themen nur ganz am Rande streifen. Vielleicht ein Wort zur allgemeinen Diskussion, die heute schon über dieses Budget geführt wurde: Es wurde von einem Fakebudget gesprochen, von meiner Vorrednerin Ruth Becher soeben von einem Schattenbudget und von vielem, vielem mehr. Liebe Freunde der Opposition, ihr wisst, dass dieses Budget in diesen Tagen unter schwierigsten Bedingungen geschnürt wurde (Zwischenruf bei der SPÖ) und unter Einbindung aller zur Verfügung stehenden Parameter, unter Einbindung aller Fachexperten. Es wird laufend nachberechnet, und deshalb ist es durchaus entbehrlich, wenn man sich hierher stellt und dann so etwas von sich gibt. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Ernst-Dziedzic. – Zwischenrufe der Abgeordneten Kassegger, Loacker und Vogl.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Es wurde heute schon erwähnt, Österreich ist eine Kulturnation. Wir sind sehr stolz darauf. Der Österreicher trägt die Kunst- und Kulturszene mit Leidenschaft mit. Sie hat ja unheimlich viele Facetten: von den großen Häusern hier in Wien bis zu den Kleinbühnen im ganzen Land, getragen von vielen Laien, von vielen Profis, von vielen, die in den unterschiedlichsten Bereichen jeden Tag mit Herz, Hirn und Engagement dabei sind, um dieses kulturelle Leben zu erhalten, das uns in Wirklichkeit eine bunte Welt eröffnet. – Dafür meinen großen Dank, denn wir wissen, die Kunst- und Kulturszene ist auch wirtschaftlich ein großer, wichtiger Faktor und ein großer Arbeitgeber für Menschen auf der Bühne, für Menschen unter Bühne, über der Bühne, vor der Bühne und hinter der Bühne. Diese Menschen wurden in den letzten Monaten mehr als gefordert, und daher denke ich, der Ansatz, den wir in diesem Budget verankert haben, ist gut. Wie der Vizekanzler ausgeführt hat, wird laufend an den Schrauben gedreht. Sie wissen, jeden Tag kommen neue Erkenntnisse dahin gehend, wie sich die Wirtschaft entwickeln wird, herein. Und ich denke, in dieser Symbiose sollten wir auch dieses Kulturbudget betrachten. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Meiner Meinung nach stecken Türkis und Grün den Kopf in den Sand, wenn es um diese vielen, vielen Menschen geht. Wir diskutieren ja jetzt Kultur und Kunst, einen Bereich, in dem es 300 000 Betroffene gibt. Viele davon sind nun im dritten Monat ohne Einkommen. Künstler sind zu Bittstellern geworden, weil Sie das Epidemiegesetz aus der Monarchie – ein bewährtes Gesetz für Katastrophen – mit Ihrer schwarz-grünen Mehrheit ausgehebelt haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Maurer.
Der Bundeskanzler ignoriert die Kultur, der Finanzminister ignoriert die Kultur, der zuständige Vizekanzler ignoriert die Künstler, die Staatssekretärin ist zurückgetreten. – Das ist der personelle Zwischenstand. (Zwischenruf der Abg. Maurer.) Die Kulturschaffenden, die Künstlerinnen und Künstler, fragen sich, wie es weitergeht. Wann kann man
Beifall bei der SPÖ.
Diese Angstmacherei funktioniert aber jetzt nicht mehr, Herr Bundeskanzler. Wenn alle Leute merken, was da an Angstmacherei, an unnötiger Angstmacherei dahinter war, dann werden auch Ihre Umfragewerte, Herr Bundeskanzler, einen Lockdown erleben, und das ist gut so. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Irene Neumann-Hartberger (ÖVP): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Wir debattieren heute einen Budgetvoranschlag, den es in dieser Form in Österreich noch nie gegeben hat. Trotz der vielen Kritik bin ich stolz, dies in einem Land wie Österreich tun zu dürfen, in einem Land, in dem die Gesundheit der Menschen an erster Stelle und über allem steht. Der Bundesregierung und vor allem dem Finanzminister Untätigkeit vorzuwerfen ist eigentlich unglaublich und definitiv nicht gerechtfertigt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Euro, vorgesehen. Das ist richtig und wichtig und eine solide Basis, die es aus meiner Sicht auch zu schätzen gilt. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Hans Stefan Hintner (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Herr Außenminister! Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen! Eines vorweg: Angesichts einer weltweiten Pandemie freut es mich, dass wir über so viele Themen sprechen könnten, nur nicht über Hunderttausende Coronainfizierte oder Tausende Tote in Österreich. Ich denke, da hat die Bundesregierung im Sinne der Gesundheit doch alles richtig gemacht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
In dieser besonderen Zeit brauchen wir Macher und mutige Menschen, die Kunst und Kultur im Rahmen der Vorgaben ermöglichen. Unter Ausreizung der Möglichkeiten kann einiges durchgeführt werden. Helfen wir aktiv mit, die Chancen zu nutzen! Es geht nicht nur um die finanziellen Abgeltungen, sondern um das Lebenselixier von Kunst und Kultur, um den Auftritt, den Applaus, die Auseinandersetzung mit dem Publikum. Wenn es heißt, der Zeit ihre Kunst, dann muss es jetzt auch heißen, der Kunst ihre Freiheit – und Menschen, die das Mögliche auch ermöglichen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir wissen aus den Budgetberatungen von vorletzter Woche, dass im Kontext mit Covid seitens Österreich schon 9,9 Millionen Euro ausgegeben worden sind, aber wenn man sich anschaut, dass fast die Hälfte davon, nämlich 4,1 Millionen Euro, das Geld ist, das Kanzler Kurz Anfang März zugesagt hat, um die Spenden für Nachbar in Not für die humanitäre Krise in Syrien zu verdoppeln – da war von Corona noch keine Rede –, dann ist das schon ein bisschen eine Chuzpe, ehrlich gesagt, dieses Geld zweimal zu bemascherln, einmal als Verdoppelung der Spenden für Nachbar in Not und einmal als Coronahilfe auszugeben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das wäre durchaus auch in Ihrem Sinne, wenn Ihnen Entwicklungszusammenarbeit wichtig ist. Vielleicht können Sie sich ja einmal einen Ruck geben, dass man da einen Qualitätssprung macht. (Beifall bei der SPÖ.)
52,4 Euro pro Kopf
Im internationalen Vergleich gehört Österreich zu den Schlusslichtern: Pro Kopf gerechnet gab Österreich im Jahr 2018 nur 2,6 Euro für humanitärere Hilfe aus. Der Durchschnitt aller OECD DAC Länder liegt bei über 15 Euro pro Kopf. Mit Österreich vergleichbare Länder wie Dänemark (52,4 Euro pro Kopf), Schweden (42,4 Euro pro Kopf), die Schweiz (34,3 Euro pro Kopf) und auch die Niederlande (14,2 Euro pro Kopf) wenden ein Vielfaches für humanitäre Hilfe auf.
42,4 Euro pro Kopf
Im internationalen Vergleich gehört Österreich zu den Schlusslichtern: Pro Kopf gerechnet gab Österreich im Jahr 2018 nur 2,6 Euro für humanitärere Hilfe aus. Der Durchschnitt aller OECD DAC Länder liegt bei über 15 Euro pro Kopf. Mit Österreich vergleichbare Länder wie Dänemark (52,4 Euro pro Kopf), Schweden (42,4 Euro pro Kopf), die Schweiz (34,3 Euro pro Kopf) und auch die Niederlande (14,2 Euro pro Kopf) wenden ein Vielfaches für humanitäre Hilfe auf.
34,3 Euro pro Kopf
Im internationalen Vergleich gehört Österreich zu den Schlusslichtern: Pro Kopf gerechnet gab Österreich im Jahr 2018 nur 2,6 Euro für humanitärere Hilfe aus. Der Durchschnitt aller OECD DAC Länder liegt bei über 15 Euro pro Kopf. Mit Österreich vergleichbare Länder wie Dänemark (52,4 Euro pro Kopf), Schweden (42,4 Euro pro Kopf), die Schweiz (34,3 Euro pro Kopf) und auch die Niederlande (14,2 Euro pro Kopf) wenden ein Vielfaches für humanitäre Hilfe auf.
14,2 Euro pro Kopf
Im internationalen Vergleich gehört Österreich zu den Schlusslichtern: Pro Kopf gerechnet gab Österreich im Jahr 2018 nur 2,6 Euro für humanitärere Hilfe aus. Der Durchschnitt aller OECD DAC Länder liegt bei über 15 Euro pro Kopf. Mit Österreich vergleichbare Länder wie Dänemark (52,4 Euro pro Kopf), Schweden (42,4 Euro pro Kopf), die Schweiz (34,3 Euro pro Kopf) und auch die Niederlande (14,2 Euro pro Kopf) wenden ein Vielfaches für humanitäre Hilfe auf.
Abg. Kassegger: Ich werde es erklären!
500 Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung, das sind 0,6 Prozent des Gesamtbudgets; wirklich nicht viel. Daher muss ich sagen, ich habe die FPÖ im Budgetausschuss absolut nicht verstanden, als man da Kürzungen gefordert hat. (Abg. Kassegger: Ich werde es erklären!) Jeder Cent im Außenministerium ist gut angelegt, meine Damen und Herren, und ich sage auch, das ist kein üppiges Budget, das da zur Verfügung steht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
500 Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung, das sind 0,6 Prozent des Gesamtbudgets; wirklich nicht viel. Daher muss ich sagen, ich habe die FPÖ im Budgetausschuss absolut nicht verstanden, als man da Kürzungen gefordert hat. (Abg. Kassegger: Ich werde es erklären!) Jeder Cent im Außenministerium ist gut angelegt, meine Damen und Herren, und ich sage auch, das ist kein üppiges Budget, das da zur Verfügung steht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Frau Vorsitzende Rendi-Wagner, ich glaube, für die italienische Wirtschaft – Sie haben das heute angesprochen – ist in erster Linie schon die italienische Regierung zuständig und nicht die österreichische, um das ganz direkt zu sagen. Die müssen schauen, und das ist eine sehr labile Regierung, dass sie ihre Hausaufgaben erfüllen, dann verdienen sie unsere Hilfe, und es darf nicht immer sofort der Ruf nach Geld von irgendwoher kommen. Den Geldautomaten, der irgendwo von oben befüllt wird, haben wir noch nicht gefunden, und wir sind auch Anwalt unserer Steuerzahler, das muss ich gerade hier bei der Budgetdebatte sagen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Was wir aber nach der Krise brauchen, das sind wieder starke Nationalstaaten, die diese Europäische Union im Gesamten wieder zur alten Stärke zurückführen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Man sollte sich durchaus auch einmal die Mühe machen und eine konzentrierte, zielgerichtete Entwicklungshilfe erarbeiten, die wir dem Grunde nach absolut nicht ablehnen, aber es muss erlaubt sein, qualitativ zu hinterfragen, und es muss erlaubt sein, auch quantitativ zu hinterfragen, insbesondere in solchen Krisenzeiten. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Ich freue mich deshalb sehr, dass diese für die Grünen sehr wichtigen Vorstellungen einer dem globalen Miteinander verpflichteten Außenpolitik im aktuellen Budget mit einer substanziellen Erhöhung des Budgets beispielsweise für den Auslandskatastrophenfonds oder die Entwicklungshilfe ihren Niederschlag gefunden haben. Es ist auch der ADA gelungen, langjährige Forderungen in konkrete Zahlen umzumünzen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Österreich wird sich darüber hinaus für eine nachhaltige internationale Partnerschaft einsetzen, wenn es darum geht, für die Betroffenen vor Ort Lebensperspektiven in einem Umfeld von sozialer und politischer Stabilität zu schaffen. Ja, das ist nicht einfach, aber auch das ist unsere Verantwortung, und wir sind dafür, die Mittel zu erhöhen, anstatt sie zu kürzen. Die FPÖ sollte nämlich wissen, welche Folgeeffekte es hat, wenn wir das nicht tun. Sie freuen sich dann vielleicht, weil Sie das für Ihre Politik instrumentalisieren können, den Betroffenen selber bringt das aber gar nichts. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Dieser Einsatz dafür lohnt sich nicht nur und stärkt nicht nur die Interessen Österreichs, sondern unsere Lösungen haben dann mehr Weitblick. Genau diesen Weitblick vermisse ich sehr oft, wenn es um außenpolitische Debatten geht. Deshalb ist es so wichtig, dass wir im Budget genau diese internationale Unterstützung genauso wie die Aussicht darauf, dass es in diesem Bereich wichtige Projekte geben wird, verankern. – In diesem Sinne vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Kassegger: Die wollen wir auch nicht!
Das Schlimme ist, dass das manchmal, wenn ich jetzt ÖVP-Politikern zuhöre, genauso klingt. Das klingt so: Wir wollen diese Schuldenunion nicht (Abg. Kassegger: Die wollen wir auch nicht!), wir sind die frugalen vier, in Wirklichkeit die geizigen vier, die für die EU kein Geld mehr hergeben wollen.
Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Hammerschmid. – Abg. Martin Graf: Aber auch die Polemik für die EU kann man ein wenig zurücklassen!
Ich bin davon überzeugt, dass wir auch durch diese Krise nur gemeinsam kommen, und ich bitte, doch wirklich jede Polemik gegen die EU zurückzulassen, denn eine Polemik gegen die EU ist eine Polemik gegen uns selbst, und so etwas tun wir doch nicht. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Hammerschmid. – Abg. Martin Graf: Aber auch die Polemik für die EU kann man ein wenig zurücklassen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Bundesminister für Europa, Integration und Äußeres Mag. Alexander Schallenberg, LL.M.: Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Erlauben Sie mir ein paar allgemeine Bemerkungen zum Budget des Außenministeriums und zur jetzigen Situation, mit der wir alle hier konfrontiert sind – der Coronapandemie. Gleich eines ganz klar vorweg, um klarzumachen und klarzustellen: Das vorliegende Budget ist keinesfalls ein Fakebudget, dieses Budget bietet für das Außenministerium eine sehr stabile und verlässliche Grundlage für unsere Arbeit in den nächsten Monaten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Ich muss auch dazusagen, dass ich immer sehr dagegen bin, dass man Hilfe gegeneinander ausspielt. Wir bemascheln Hilfe nicht doppelt oder dreifach, Hilfe ist Hilfe. Wenn wir jetzt irgendein Wasserprojekt haben, zum Beispiel in Idlib, dann kann man das genauso als Coronahilfe, als Perspektivenhilfe oder sogar als Beitrag, damit die Menschen vor Ort eine Perspektive (Zwischenruf bei der SPÖ) haben und sich nicht auf Migrationswege begeben, ansehen. Also das ist keine Doppelbemaschelung, sondern einfach eine realistische Betrachtung der Arbeit, die wir tun.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Das betrifft natürlich – und das wurde auch schon erwähnt – die weltumfassende, bislang größte in der Geschichte des Ministeriums durchgeführte Rückholaktion aller Reisenden aus Österreich, die zu Beginn der Krise in eigentlich allen Ländern dieser Welt mehr oder weniger verstreut festsaßen und gestrandet waren. Es wurde auch bereits erwähnt: 39 Repatriierungsflüge aus 29 Ländern auf fünf Kontinenten; über 7 500 Menschen wurden mitgenommen; und – das ist mir auch wichtig – wir haben bei dieser Hilfsaktion und Rückholaktion auch immer solidarisch gearbeitet. Wir haben über 1 500 Menschen aus anderen Staaten mitgenommen – nicht nur EU-Bürger, auch EWR-Bürger, Bürger aus den Westbalkanstaaten, also das war eigentlich fast, wenn man so will, eine europäische Rückholaktion, die wir da durchgeführt haben. Ich muss auch betonen, dass das eine logistische Meisterleistung war, an der das gesamte Ministerium, die Vertretungsbehörden und die Zentrale, mitgewirkt haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen und NEOS
Erlauben Sie mir daher, hier im Hohen Haus in diesem Zusammenhang vielleicht auch noch eine ganz grundsätzliche Lehre aus dieser Krise festzuhalten: Die Coronapandemie hat für mich jetzt neuerlich mehr als deutlich gemacht, dass ein Land wie Österreich einfach nicht auf ein starkes, eigenes Vertretungsnetzwerk im Ausland verzichten kann (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen und NEOS), denn wenn es wie in dieser Krise hart auf hart kommt, dann sind unsere Botschaften und Konsulate im Ausland nicht Luxus, sondern in Wirklichkeit die Lebensversicherung für Bürgerinnen und Bürger, die vielleicht in Not geraten sind. Das ist etwas, was wir uns, glaube ich, gerade als mittelgroßer Staat, wie wir uns selber bezeichnen, als Exportnation, die 6 von 10 Euro am Export verdient, immer wieder vor Augen führen müssen, nämlich dass wir dafür Sorge tragen müssen – das können wir mit diesem Budget –, dass wir ein Vertretungsnetz haben, auf das wir zurückgreifen können. Es erst dann aufzubauen, wenn man in der Krise ist, ist eigentlich meistens zu spät.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ, Grünen und NEOS.
Thema – haben die Botschaften und Konsulate eine sehr wesentliche Rolle. Sie sind die Augen und Ohren der Republik, die beobachten, was andere Staaten machen, was woanders vielleicht erfolgreich ist, was wir für uns auch übernehmen könnten, und sie sind die Stellen, die sicherstellen, dass dieses Hochfahren gerade auch innerhalb der Europäischen Union koordiniert vonstattengeht. Das ist etwas sehr Wichtiges. Ich möchte daher diese Gelegenheit hier im Hohen Haus auch ausdrücklich dafür nützen, um allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern meines Ministeriums meinen allerherzlichsten persönlichen Dank für die großartige Arbeit in den letzten Monaten auszusprechen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ, Grünen und NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich glaube, das Thema, wie wir damit umgehen und wie die Außenpolitik und Europapolitik postcorona ausschaut, wäre ein guter Gegenstand einer eigenen Debatte, und darüber machen wir uns im Außenministerium schon sehr aktiv Gedanken. Ich bin aber zuversichtlich – und es wurde vorher auch schon angesprochen –, dass uns auch diese Kraftanstrengung gemeinsam gelingen wird. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Abgeordneter Mag. Martin Engelberg (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Die gute Arbeit gerade im Außenministerium bildet sich eben nicht nur in Geld ab, sondern in der tatsächlichen Arbeit. Ich glaube, wir haben mit dem Bundeskanzler und mit dem Herrn Bundesminister tatsächlich zwei Personen an der Spitze der österreichischen Außenpolitik, die den Weg einer aktiven Europa- und Außenpolitik weitergehen. Wir können ihnen dafür sehr dankbar sein und auch sehr froh darüber sein, dass wir sie da an unserer Spitze haben. – Vielen Dank. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich finde, dass das trotzdem immer wieder gesagt werden soll, und mein Appell gilt zum Beispiel auch dem Kollegen Helmut Brandstätter: Gestehen wir einander bitte zu, dass wir alle diesen Werten verpflichtet sind! Gestehen wir dem Außenminister, dem Bundeskanzler zu, im besten Wissen und Gewissen diesen Werten entsprechend zu handeln! Wir stärken damit unsere gemeinsame Position! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Ruf bei den NEOS: Wer das auch will!
In der Positionierung ist es mir auch immer ein ganz besonderes Anliegen und ich bin überzeugt davon, dass der Bundeskanzler und der Außenminister meine Ansicht teilen, dass wir nicht in der Mitte stehen, wie das oft betont oder hervorgehoben wird – nein, ich bin der Meinung, wir sind eingebettet inmitten der westlichen Gemeinschaft, inmitten der westlichen Welt, in der westlichen Wertegemeinschaft. Das bedeutet natürlich schon auch, dass wir geordnete Beziehungen zu Mächten wie Russland und China haben, aber es ist zum Beispiel ein wesentliches Element, dass wir uns zum Ausbau der strategischen Partnerschaft zu den Vereinigten Staaten bekennen. Wir sollten solche Bekenntnisse und solche Strategien unabhängig davon machen, wer gerade der Präsident der Vereinigten Staaten ist und ob im Herbst Wahlen sind oder nicht. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Ruf bei den NEOS: Wer das auch will!)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, Grünen und NEOS.
Mein Appell ist, dass wir realisieren, dass es notwendig ist, ganz klare Schritte zu setzen und nicht wieder in ein paar Monaten Besuche und Begegnungen mit Vertretern des iranischen Regimes zuzulassen, wo dann wieder von den traditionell guten Beziehungen zwischen Österreich und dem Iran die Rede ist. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, Grünen und NEOS.)
Ruf bei der SPÖ: Es waren schon einmal 17!
Last, but not least möchte ich noch ein Wort zum Budget verlieren, weil ich Sprecher für Entwicklungszusammenarbeit bin, und so ganz schlechtmachen lassen möchte ich das bitte nicht! Ich glaube nicht, dass es in Zeiten der Beteiligung der Sozialdemokratie in einer Regierung auch zu solch einer Erhöhung des Budgets für Entwicklungszusammenarbeit gekommen ist. Es ist keine Kleinigkeit, es sind immerhin 10 Prozent der Mittel (Ruf bei der SPÖ: Es waren schon einmal 17!) und die Erhöhung des Auslandskatastrophenfonds um zwei Drittel – ich sage es noch einmal: Er ist um 66 Prozent erhöht worden! –, all das sind keine Kleinigkeiten!
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Ernst-Dziedzic.
Ich denke, das sollte man schon auch respektieren und anerkennen. Ich freue mich auch, dass wir diesbezüglich einen Schritt setzen konnten und das auch so fortsetzen. – Danke vielmals. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Ernst-Dziedzic.)
Abg. Matznetter: Nicht jeden Freitag! – Abg. Brandstätter: Und keine Kinder mehr! Ein Fortschritt!
Wenig zufrieden bin ich allerdings mit einer Ungleichbehandlung von Ländern, in denen es um Menschenrechtsfragen geht. Da komme ich gleich einmal zu Saudi-Arabien; eine ganz unangenehme Geschichte. Meiner Meinung nach steckt die ÖVP beim Thema Saudi-Arabien ihren Kopf in den Sand. Auch wenn dort bei den Hinrichtungen am heiligen Freitag die Köpfe in den Sand rollen (Abg. Matznetter: Nicht jeden Freitag! – Abg. Brandstätter: Und keine Kinder mehr! Ein Fortschritt!), werden die Köpfe in den Sand gesteckt. Das ist nicht zu begrüßen, da kann man meines Erachtens nicht wegschauen! (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenig zufrieden bin ich allerdings mit einer Ungleichbehandlung von Ländern, in denen es um Menschenrechtsfragen geht. Da komme ich gleich einmal zu Saudi-Arabien; eine ganz unangenehme Geschichte. Meiner Meinung nach steckt die ÖVP beim Thema Saudi-Arabien ihren Kopf in den Sand. Auch wenn dort bei den Hinrichtungen am heiligen Freitag die Köpfe in den Sand rollen (Abg. Matznetter: Nicht jeden Freitag! – Abg. Brandstätter: Und keine Kinder mehr! Ein Fortschritt!), werden die Köpfe in den Sand gesteckt. Das ist nicht zu begrüßen, da kann man meines Erachtens nicht wegschauen! (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was darüber hinaus unterdotiert ist, ist natürlich die Kulturarbeit des Außenministeriums. Auch da herrscht ganz klar Handlungsbedarf. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
In den nächsten Jahren – beginnend mit dem Budget für dieses Jahr, auch wenn die Zahlen noch sehr unklar sind – muss das ein Schwerpunkt dieser Regierung sein. Das sagen wir als Grüne sehr selbstbewusst. Wir wollen, dass dieses türkis geführte Ministerium in diesem Bereich finanziell gut ausgestattet wird, und werden darauf drängen. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir werden hier nicht nachgeben, da wird etwas geschehen. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Brandstötter – auf dem Weg zum Rednerpult –: Ich bin die mit „ö“!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gelangt Frau Abgeordnete Brandstötter. Entschuldigung, ich brauche die Brille. – Bitte. (Abg. Brandstötter – auf dem Weg zum Rednerpult –: Ich bin die mit „ö“!)
Beifall bei den NEOS.
Ja – noch einmal –, wir begrüßen die Aufstockung des Budgets, aber dieses Mehr muss jetzt auch sehr schnell mit besser und smarter zusammengehen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Alexander Melchior (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Außenminister! Ich bin sehr froh und dankbar, dass ich mich zu diesem Tagesordnungspunkt zu Wort melden darf. Ich durfte einige Zeit im Außenministerium arbeiten und habe dort erleben dürfen, mit wie viel Engagement, Herzblut und großartigem Know-how die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort aktiv sind. Deswegen freut es mich ganz besonders, dass heute alle Fraktionen dem Außenministerium und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ihren Dank ausgesprochen haben. Das ist mehr als verdient. (Allgemeiner Beifall.)
Ruf bei der SPÖ: Lesen Sie mal Ihr Wahlprogramm!
Das Außenministerium hat aber darüber hinaus noch eine andere wichtige Kompetenz, das wurde schon angesprochen, nämlich das Thema der Entwicklungszusammenarbeit. Das ist ein ganz wichtiges Element, und besonders erfreulich ist, dass da die Mittel aufgestockt werden. Besonders erfreulich ist auch, dass die Mittel für den Auslandskatastrophenfonds aufgestockt worden sind. Für mich unverständlich ist, wie man davon sprechen kann, dass das nur marginal wäre. Ich finde, eine Aufstockung wie diese ist großartig (Ruf bei der SPÖ: Lesen Sie mal Ihr Wahlprogramm!), die Hilfe kommt dort an, wo sie ankommen soll. – Vielen Dank auch dafür! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Das Außenministerium hat aber darüber hinaus noch eine andere wichtige Kompetenz, das wurde schon angesprochen, nämlich das Thema der Entwicklungszusammenarbeit. Das ist ein ganz wichtiges Element, und besonders erfreulich ist, dass da die Mittel aufgestockt werden. Besonders erfreulich ist auch, dass die Mittel für den Auslandskatastrophenfonds aufgestockt worden sind. Für mich unverständlich ist, wie man davon sprechen kann, dass das nur marginal wäre. Ich finde, eine Aufstockung wie diese ist großartig (Ruf bei der SPÖ: Lesen Sie mal Ihr Wahlprogramm!), die Hilfe kommt dort an, wo sie ankommen soll. – Vielen Dank auch dafür! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich möchte mich zum Schluss noch ganz besonders bei dir, lieber Herr Außenminister, bedanken, ich kriege ja mit, wie aktiv du unterwegs bist. Wir haben auch in dieser Krise gesehen, dass man mit anderen Ländern in Kontakt sein muss, dass die Krise nicht eine allein nationalstaatliche Sache ist, sondern dass man da starke Partner braucht. Du garantierst, dass wir mit diesen Partnern in gutem Kontakt, im Austausch sind und so bestmöglich durch die Krise kommen. – Vielen Dank dafür! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Matznetter – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Holzleitner –: Kein Entschließungsantrag? – Abg. Holzleitner: Nein, diesmal kein Entschließungsantrag!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist nun Frau Abgeordnete Holzleitner. – Bitte. (Abg. Matznetter – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Holzleitner –: Kein Entschließungsantrag? – Abg. Holzleitner: Nein, diesmal kein Entschließungsantrag!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Eva Maria Holzleitner, BSc (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Herr Bundesminister! Wir haben schon gehört, die Coronapandemie hat uns eines gezeigt: Wir sitzen alle im selben Boot, kein Land ist von diesem unerbittlichen Virus verschont geblieben. Mich hat daher ehrlich gesagt vorhin die Frage, mit welchem Land man nicht tauschen wolle, besonders bedrückt. Ich meine, dass wir gemeinsam Schritte zur Eindämmung des Virus setzen müssen. Das sollte eigentlich im Vordergrund stehen, und kein Wettstreit, wer besser oder schlechter ist, denn wie gesagt, wir sitzen alle im selben Boot. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Egal, um welches Ziel es geht – keine Armut, kein Hunger, Gesundheit, Wohlergehen ‑, alle sind wichtig und relevant. Für das Außenministerium ist besonders Ziel 17 relevant: Partnerschaften zur Erreichung der Ziele. Wir als Österreich tragen da Verantwortung – Verantwortung, über den Tellerrand hinauszublicken, Verantwortung, die Hand zu reichen, nicht nur in Krisenzeiten, und sich eben nicht mit anderen Ländern zu messen, sondern partnerschaftlich zu agieren. Wir müssen das große, globale Ganze sehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir als SPÖ wollen auf jeden Fall eine Außenpolitik, die eine starke, zuverlässige, weltoffene Partnerin ist und auch als solche agiert, die Verantwortung wahrnimmt und vor allem eine mutige Kämpferin für Äußeres und die internationale Solidarität ist. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich denke, das Außenministerium und auch die 101 Auslandsvertretungen haben gerade jetzt bewiesen – das ist schon mehrfach betont worden –, wie hocheffektiv sie mit einem nicht so üppigen Budget ihren Job erfüllen. In diesem Sinne auch ein großes Danke von meiner Seite, das ist wirklich ganz, ganz großes Kino, das ihr da geliefert habt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
glaube aber, es herrscht die Denkweise vor, dass Afrika nicht dieses Potenzial hat. Wir müssen unsere Bande mit Afrika stärken: im wissenschaftlichen Bereich, im wirtschaftlichen Bereich und auch im kulturellen Bereich. Das muss auch ein Schwerpunkt der österreichischen Außenpolitik sein. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich möchte jetzt niemandem persönlich zu nahe treten, aber ich denke, im Durchschnitt haben diese Freundschaftsgruppen noch extrem viel Potenzial, das nicht ausgeschöpft wird. Es wäre super, wenn neben den Aktivitäten, die das Außenministerium setzt, auch wir selber in diesem Bereich mehr unternehmen, diese Freundschaftsgruppen beleben und gemeinsam daran arbeiten, dass wir international ein gutes Bild von Österreich abgeben. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei SPÖ und Grünen
Ich betone, dass auch ich begrüße und schätze, dass Sie in dieser schwierigen Phase für die Justiz 70 Millionen Euro mehr für 2020 herausverhandeln konnten – dazu darf man Ihnen auch gratulieren (Beifall bei SPÖ und Grünen) –, ich bin aber überzeugt davon, dass – wie es in einem gemeinsamen Antrag von uns und anderen Oppositionsparteien aus der vorhergehenden Legislaturperiode, aus dem Jahr 2019, heißt – die Justiz ein jährliches Budget von 250 Millionen Euro benötigt und es notwendig ist, einerseits dieses sicherzustellen und andererseits zu gewährleisten, dass Reformen umgesetzt werden können.
Beifall bei der SPÖ.
Ich freue mich insgesamt, dass es einen positiven Kurs genommen hat und bin zuversichtlich, dass wir hier gemeinsam einige wichtige Reformen werden umsetzen können. – Ich danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Ein Gesamtbudget von 1,73 Milliarden Euro, 255 Planstellen mehr, 40 Planstellen vor dem Abbau bewahrt – das kann sich wirklich sehen lassen. Gerade für den Bereich der Strafjustiz wird es eine deutliche Stärkung geben: 30 zusätzliche Planstellen für StaatsanwältInnen, 100 zusätzliche Planstellen für KanzleimitarbeiterInnen bei den Staatsanwaltschaften und Gerichten, 96 zusätzliche Planstellen in allen Gehaltsstufen für die Justizwache, fast 2 Millionen Euro Aufstockung für die Bewährungshilfe. Das bedeutet Verbesserungen bei der effizienten und konsequenten Verfolgung von Straftaten, eine Entlastung für die MitarbeiterInnen in den Justizanstalten und eine bestmögliche Resozialisierung der Verurteilten im Sinne einer gelingenden Wiedereingliederung in die Gesellschaft. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Nicht zuletzt die Abstandsmaßnahmen haben gezeigt, wie wichtig es ist, die Digitalisierung im Bereich der Justiz voranzutreiben. Die Notwendigkeit, in möglichst vielen Bereichen auf Homeoffice umzustellen, lieferte den Beweis dafür, dass die MitarbeiterInnen schon viel weiter sind, als die technische Ausstattung es zulässt. An dieser Stelle noch einmal ein ausdrücklicher Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Justiz und in der Justizwache. Sie haben - - (Beifall bei den Grünen.) – Ja, da kann man gern klatschen. – Sie haben unter den schwierigen Umständen diese wichtige Säule des Staates aufrechterhalten. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Durch die massive Aufstockung der Mittel wird es nun möglich sein, dass man auch in die Digitalisierung Investitionen tätigen kann.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Nicht zuletzt die Abstandsmaßnahmen haben gezeigt, wie wichtig es ist, die Digitalisierung im Bereich der Justiz voranzutreiben. Die Notwendigkeit, in möglichst vielen Bereichen auf Homeoffice umzustellen, lieferte den Beweis dafür, dass die MitarbeiterInnen schon viel weiter sind, als die technische Ausstattung es zulässt. An dieser Stelle noch einmal ein ausdrücklicher Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Justiz und in der Justizwache. Sie haben - - (Beifall bei den Grünen.) – Ja, da kann man gern klatschen. – Sie haben unter den schwierigen Umständen diese wichtige Säule des Staates aufrechterhalten. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Durch die massive Aufstockung der Mittel wird es nun möglich sein, dass man auch in die Digitalisierung Investitionen tätigen kann.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Der 26. Mai 2020: ein Tag, an dem ein wirklich großartiges Justizbudget präsentiert wurde, und ganz allgemein ein richtig, richtig guter Tag für die Justiz. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Es bleibt mir nur zu sagen: Nicht den Kopf in den Sand stecken, nicht zu optimistisch sein, sondern lieber – und das ist mein Appell – Vorsorge treffen für das, was jetzt auf uns zukommt, weil eine funktionierende Justiz nun einmal ein wesentlicher Bestandteil eines demokratischen Rechtsstaates ist! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Zum Schluss möchte ich sagen: Ich glaube, wir alle, die im Bereich der Justiz tätig sind, können aufatmen. Mit diesem Budget stellen wir die Rahmenbedingungen so auf, dass die Bereiche der Strafverfolgung, der Rechtsprechung und des Strafvollzugs im Sinne unserer Justitia gewissenhaft und bestens bearbeitet werden können. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei NEOS und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Heute ist jedenfalls ein Tag, über den ich mich im Sinne der österreichischen Justiz sehr freue und wofür ich mich noch einmal sehr herzlich bedanken möchte. – Danke schön. (Beifall bei NEOS und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sie haben es auch in Ihren Reden schon mehrfach erwähnt: Für das Finanzjahr 2020 haben wir 1,73 Milliarden Euro zur Verfügung. Wenn wir es mit dem Bundesfinanzrahmengesetz 2019 vergleichen, dann sind das 165 Millionen Euro mehr, im Vergleich zum Erfolg des Jahres 2019 sind es 72 Millionen Euro mehr. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Mahrer.
Ich möchte heute auch noch einmal drei Bereiche hervorheben, die mir persönlich ganz besonders wichtig sind und die mit diesem Budget möglich gemacht werden. Zum einen ist das die Erhöhung der Zahl der Planstellen bei der Staatsanwaltschaft: Wir haben uns im Regierungsprogramm auf die Stärkung der Unabhängigkeit der Staatsanwaltschaft geeinigt und wir haben uns auch darauf geeinigt, dass wir insbesondere neue Gefahren stärker bekämpfen wollen – sei es die Terrorismusbekämpfung, aber auch die Bekämpfung von Cybercrime und Hass im Netz. Dafür braucht es auch die notwendigen Planstellen bei der Staatsanwaltschaft. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Mahrer.) Ja, auch in diesem Bereich haben wir uns zum Ziel gesetzt, dass wir Verfahren, insbesondere Großverfahren effizienter und rascher zu einem Ende führen wollen.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Seit meinem Amtsantritt durfte ich bereits einige Justizanstalten vor Ort besuchen und konnte mir daher auch einen Überblick darüber verschaffen, was benötigt wird und was notwendig ist. Daher war es mir auch in den Budgetverhandlungen ein großes Anliegen, auch in diesem Bereich für eine spürbare Entlastung zu sorgen. Es ist uns gelungen, die im Bundesfinanzrahmen ursprünglich vorgesehenen Einsparungspfade und Planstellenrückführungen abzuwenden und zur Entlastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusätzlich neue Planstellen zu gewinnen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Auch die Bewährungshilfe und die psychosoziale sowie juristische Prozessbegleitung sind mir ein großes Anliegen. Wir haben uns auch dafür eingesetzt, dass es dafür mehr Budgetmittel gibt. Die Bewährungshilfe, vor allem der Verein Neustart leistet einen entscheidenden Beitrag dazu, dass unsere Gesellschaft ein Stück sicherer wird und ehemalige Insassinnen und Insassen den Weg in ein neues Leben und in die Legalität zurückfinden. Dafür gibt es auch zusätzliche Budgetmittel, insgesamt 1,9 Millionen Euro. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
ist. Auch diese Projekte werden wir nun vorantreiben können. Ich kann Ihnen ehrlich sagen, ich freue mich auch darauf, dass wir die Justiz 3.0 endlich weiter ausbauen können und wirklich auf ganz Österreich ausrollen werden. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Kurz zusammengefasst: Das Justizbudget kann sich wirklich sehen lassen, es ist ein großer Erfolg gelungen. Ich konnte Ihnen heute vielleicht nur einen kleinen Ausschnitt von all dem präsentieren, was wir mit diesem Budget vorhaben, aber ich freue mich auf die nächsten Monate, in denen ich mit diesem Budget arbeiten darf, in denen ich auch mit Ihnen gemeinsam die einzelnen Projekte vorantreiben kann. – Danke schön. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Wichtig ist, dass – wie es im Regierungsprogramm festgeschrieben wurde – die Justiz mehr Geld braucht, damit es eben nicht zu ihrem stillen Tod kommt. Das wurde hier jetzt umgesetzt. Mit 72 Millionen Euro für die Justiz kann man Staatsanwälte, Justizwachebeamte, Juristen anstellen und damit dafür sorgen, dass viele notwendige Maßnahmen umgesetzt werden. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte mich in meiner Rede an die Frau Justizministerin wenden und möchte mich bei ihr ganz herzlich dafür bedanken, dass sie unser Justizbudget so gut verhandelt hat und dass sie Politik auf Augenhöhe betreibt, sodass wir, glaube ich, heute hier Konsens darüber haben, dass im Bereich der Justiz ein gutes Budget erreicht wurde. Das ist ein großartiger Erfolg für unsere Demokratie und für unseren Rechtsstaat. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Mag. Christian Drobits (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Ich möchte mit einem herzlichen Dankeschön an all jene, die im Justizbereich beschäftigt sind, an alle, die im Gerichtsbereich, im Supportbereich, im Staatsanwaltsbereich, aber auch im Justizwachebereich tätig sind, beginnen: ein herzliches Dankeschön! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne möchte ich die Hand reichen, Frau Bundesministerin, und erwähnen, dass wir natürlich zur Verfügung stehen, um die Unabhängigkeit der Gerichtsbarkeit und faire und objektive Verfahren zu gewährleisten. Wir würden aber auch um Unterstützung im Bereich des Datenschutzes bitten, damit diesem Thema Rechnung getragen werden kann. – Danke nochmals für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Schaffung eines transparenten, nachvollziehbaren Mietrechtes, transparente Preisbildung, Forcierung von Instandhaltung und Sanierung von Wohnungen oder die Verstärkung der Ökologisierung im Mietrecht, und das alles mit dem Ziel, Mieten günstiger zu gestalten und auch die Eigentumsbildung zu erleichtern. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich danke für die Aufmerksamkeit und sage noch als Schlusswort, dass diese 30 Planstellen bei der Justizwache ganz schlecht ankommen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Bernhard: Das war eine gute Rede! Oder? – Abg. Brandstätter: Ja!
Dass die Menschenrechte in den Wirkungszielen des Budgets den unterschiedlichsten Untergruppen zugrunde liegen, zeigt, dass es uns nicht um Ideologie geht, sondern um einen Dienst am Menschen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Bernhard: Das war eine gute Rede! Oder? – Abg. Brandstätter: Ja!)
Abg. Gerstl: Das ist unredlich!
Ich ersuche Sie dringlich: Setzen Sie diese weiteren, wichtigen Schritte für eine unabhängige Strafjustiz! (Abg. Gerstl: Das ist unredlich!) – Danke sehr. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Ich ersuche Sie dringlich: Setzen Sie diese weiteren, wichtigen Schritte für eine unabhängige Strafjustiz! (Abg. Gerstl: Das ist unredlich!) – Danke sehr. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Klaus Fürlinger (ÖVP): Hohes Präsidium! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Es freut mich, dass ich mich als Praktiker kurz zu Wort melden darf und nicht mit irgendwelchen erfundenen Geschichten heraustreten muss, nicht hier herausgehe wie Sie, Frau Kollegin Krisper, und irgendein Szenario einer Justiz in einer Diktatur male. Das, was Sie hier getan haben, ist in jeder Hinsicht unredlich und hat mit der österreichischen Justiz, so wie Sie sie geschildert haben, nichts zu tun. (Beifall bei der ÖVP.) Von der Praxis der Justiz haben Sie wenig Ahnung. Eine verantwortungslose Skandalisierung in diesem Haus lehnen wir zutiefst ab. (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.)
Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Klaus Fürlinger (ÖVP): Hohes Präsidium! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Es freut mich, dass ich mich als Praktiker kurz zu Wort melden darf und nicht mit irgendwelchen erfundenen Geschichten heraustreten muss, nicht hier herausgehe wie Sie, Frau Kollegin Krisper, und irgendein Szenario einer Justiz in einer Diktatur male. Das, was Sie hier getan haben, ist in jeder Hinsicht unredlich und hat mit der österreichischen Justiz, so wie Sie sie geschildert haben, nichts zu tun. (Beifall bei der ÖVP.) Von der Praxis der Justiz haben Sie wenig Ahnung. Eine verantwortungslose Skandalisierung in diesem Haus lehnen wir zutiefst ab. (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Fischer.
Das sind die entscheidenden praktischen Themen, denen wir uns stellen müssen, und sonst nichts. – Ich danke herzlich. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Fischer.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, es wird an uns liegen, zu schauen, dass das, was dann passiert, nicht nur nicht auf Kosten dieser zusätzlichen Staatsanwaltschaftsposten geht, sondern dass das auch nicht am Ende des Tages eine riesengroße Umverteilung von unten nach oben gewesen sein wird, dass das nicht ein Türaufmachen, ein Dammbruch für noch mehr neoliberalen Wirtschaftswahnsinn sein wird. Ich denke, wir werden auch noch einige Kräfte hier in diesem Haus bündeln müssen, um das, was dann möglicherweise noch folgt, im Sinne der Menschen wirklich zu verhindern. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Johanna Jachs (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Wir verhandeln seit mittlerweile mehr als 13 Stunden das Budget, und darum erlauben Sie mir eine generelle Anmerkung. Liebe Opposition, es wird ein bisschen mühsam, Ihre permanenten Wiederholungen anhören zu müssen, die Sie in Dauerschleife laufen haben, denn dadurch gehen die wirklich positiven Aspekte dieses Budgets unter. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Ich habe eine unbenutzte Mund-Nasen-Schutzmaske mit, und ich empfehle, sie eventuell während der Sitzung aufzusetzen, dann würden wir die Zwischenrufe vielleicht ein bisschen gedämpfter hören. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.
Abgeordnete Mag. Johanna Jachs (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Wir verhandeln seit mittlerweile mehr als 13 Stunden das Budget, und darum erlauben Sie mir eine generelle Anmerkung. Liebe Opposition, es wird ein bisschen mühsam, Ihre permanenten Wiederholungen anhören zu müssen, die Sie in Dauerschleife laufen haben, denn dadurch gehen die wirklich positiven Aspekte dieses Budgets unter. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Ich habe eine unbenutzte Mund-Nasen-Schutzmaske mit, und ich empfehle, sie eventuell während der Sitzung aufzusetzen, dann würden wir die Zwischenrufe vielleicht ein bisschen gedämpfter hören. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Abg. Yildirim: Zwischenrufe sind ein parlamentarisches Instrument! ... Demokratie!
Kommen wir zu den positiven Aspekten dieses Budgets im Justizbereich. Die Justiz bekommt mehr Geld. (Abg. Yildirim: Zwischenrufe sind ein parlamentarisches Instrument! ... Demokratie!) Das ist ein guter Tag für die Justiz, denn wir bekommen zusätzliche Planstellen – 255 an der Zahl – für Gerichte, für die Staatsanwaltschaften, im Support, und es bleibt auch noch mehr Geld für Projekte, die wirklich wichtig sind und endlich
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wenn man die Justiz braucht, ist es gut, wenn sie schnell und unabhängig hilft, wenn es einen niederschwelligen Zugang zum Recht gibt, und das wird durch dieses Budget garantiert. Dafür danke ich Ihnen, Frau Bundesministerin. Ich danke der Bundesregierung für das gute, positive Budget für den Justizbereich. Somit ist sichergestellt, dass die Justiz auch künftig ihre Aufgaben erfüllen kann. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Überlegen Sie, wie viele Verfahren, die anhängig sind, es alleine im Mietrecht gibt, und bei einer größeren Wohnung muss man oft schon mit über 700 Euro an Gebühren rechnen. Jetzt kennen wir sehr viele Probleme im Mietrecht. Das ist die Bestreitung von illegalen hohen Mieten, mit den Befristungen wird Schindluder getrieben, der Kündigungsschutz ist aufgeweicht. Im Grunde ist das Mietrecht also nicht mehr zeitgemäß, es gehört dringend modernisiert. Es ist rechtsunsicher, und die SPÖ hat ja das Universalmietrecht als Vorschlag vorgelegt, bei dem die Menschen keinen Rechtsanwalt brauchen, um die Miethöhe auszurechnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Justizbudget möchte ich mit einem nochmaligen Blick auf die Gerichtsgebühren sagen, in Österreich gilt: Unter Türkis-Grün ist gutes Recht teuer, schlechtes Recht ebenso. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Yildirim: Wann?
Eines, sehr geehrte Frau Kollegin Yildirim, möchte ich an dieser Stelle aber schon noch anfügen: Es ist kein Anschlag auf die Justiz, wie Sie hier gemeint haben, was der Kanzler in einem Hintergrundgespräch erzählt hat. Ein Anschlag auf die unabhängige Justiz, sehr geehrte Frau Kollegin, war das Gespräch in der Kanzlei des Anwalts, der Ihnen zuzurechnen ist (Abg. Yildirim: Wann?), und vor allem die Intention der Gespräche, die dort geführt worden sind. – Das war ein Anschlag auf die unabhängige Justiz! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Eines, sehr geehrte Frau Kollegin Yildirim, möchte ich an dieser Stelle aber schon noch anfügen: Es ist kein Anschlag auf die Justiz, wie Sie hier gemeint haben, was der Kanzler in einem Hintergrundgespräch erzählt hat. Ein Anschlag auf die unabhängige Justiz, sehr geehrte Frau Kollegin, war das Gespräch in der Kanzlei des Anwalts, der Ihnen zuzurechnen ist (Abg. Yildirim: Wann?), und vor allem die Intention der Gespräche, die dort geführt worden sind. – Das war ein Anschlag auf die unabhängige Justiz! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Frau Ministerin hat noch einen anderen Punkt angesprochen, und zwar den volldigitalisierten Akt. Da ich als Praktiker immer damit arbeiten muss, hat sie da eindeutig unsere Unterstützung. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schmidhofer: Das stimmt ja nicht!
Herr Innenminister, das ist das Problem, das wir mit diesem Budget der falschen Zahlen haben. Wenn ich jetzt ganz gemein wäre, könnte ich sagen: Na ja, mit falschen Zahlen haben Sie als ÖVP-Generalsekretär Erfahrungen! Da haben Sie ganze Buchhaltungen mit falschen Zahlen gehabt, also können Sie offenbar auch mit einem Budget mit falschen Zahlen umgehen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schmidhofer: Das stimmt ja nicht!)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn wir uns aber dieses Budget der falschen Zahlen – oder sagen wir es so, wie es der Finanzminister sagt: dieses Budget fürs Altpapier – anschauen, dann kann man schon positiv anmerken, dass im Innenressort eine Steigerung des Budgets gegeben ist. Ja, das wäre positiv, wenn es denn dann so kommen würde. Die große Frage ist aber eben, ob sich diese Zahlen irgendwann bestätigen, denn wir brauchen schon mehr Budget im Innenressort. Es gibt große Herausforderungen, zum Beispiel die Bekämpfung der Cyberkriminalität. Da braucht es mehr Personal, da braucht man besser ausgebildetes Personal. Das würden sich auch die Polizistinnen und Polizisten, die tagtäglich eine ausgezeichnete Arbeit machen, verdienen. Beste Ausrüstung, beste Infrastruktur und ausreichend Personal: Das würden sich die Polizistinnen und Polizisten verdienen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Minister, wir werden Sie dann an der Umsetzung messen. Wissen Sie, was sich dieses Ressort verdient hätte? – Dieses Ressort hätte sich einen Minister verdient. Jetzt haben wir leider wieder einen Parteigeneralsekretär im Innenressort. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Schmidhofer: Wahrheit tut weh! – Zwischenruf des Abg. Gerstl, der eine Grafik mit einem Kreisdiagramm in die Höhe hält.
Das ist noch stärker spürbar als beim Vorgänger von der FPÖ, meine Damen und Herren. Herr Innenminister, kommen Sie raus aus der Generalsekretärrolle! Kommen Sie endlich raus aus der Generalsekretärrolle und rein in die Innenministerrolle! Sie agieren mit Unwahrheiten und Halbwahrheiten, wenn es um Wien geht. Da verunsichern Sie die Bevölkerung. Hören Sie auf, Wahlkampf zu machen, hören Sie auf, Parteipolitik in Ihrem Ressort zu machen, sondern machen Sie das, was Sie tun sollten! (Abg. Schmidhofer: Wahrheit tut weh! – Zwischenruf des Abg. Gerstl, der eine Grafik mit einem Kreisdiagramm in die Höhe hält.) Aktualisieren Sie die Zahlen für Ihr Ressort, damit wir ein Budget haben, über das wir ordentlich und anständig diskutieren können, denn das braucht die Sicherheitspolitik! Sicherheitspolitik braucht Zuverlässigkeit, und dieses Budget spiegelt das nicht wider. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist noch stärker spürbar als beim Vorgänger von der FPÖ, meine Damen und Herren. Herr Innenminister, kommen Sie raus aus der Generalsekretärrolle! Kommen Sie endlich raus aus der Generalsekretärrolle und rein in die Innenministerrolle! Sie agieren mit Unwahrheiten und Halbwahrheiten, wenn es um Wien geht. Da verunsichern Sie die Bevölkerung. Hören Sie auf, Wahlkampf zu machen, hören Sie auf, Parteipolitik in Ihrem Ressort zu machen, sondern machen Sie das, was Sie tun sollten! (Abg. Schmidhofer: Wahrheit tut weh! – Zwischenruf des Abg. Gerstl, der eine Grafik mit einem Kreisdiagramm in die Höhe hält.) Aktualisieren Sie die Zahlen für Ihr Ressort, damit wir ein Budget haben, über das wir ordentlich und anständig diskutieren können, denn das braucht die Sicherheitspolitik! Sicherheitspolitik braucht Zuverlässigkeit, und dieses Budget spiegelt das nicht wider. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Abgeordneter Karl Mahrer, BA (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen im Hohen Haus! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Mein sehr geschätzter Kollege aus Vorarlberg, Kollege Einwallner! Um mit Ihren Worten zu sprechen: Innehalten, Herr Einwallner! Spüren Sie, dass Sie falsch liegen (Zwischenrufe bei der SPÖ), wenn Sie mit den gleichen Parametern, mit denen wir zuvor über das Justizbudget gesprochen haben, jetzt versuchen, unserem Innenminister zu unterstellen, dass er mit Zahlen arbeitet, die nicht stimmen! Herr Einwallner, da liegen Sie wirklich falsch. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Karl Mahrer, BA (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen im Hohen Haus! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Mein sehr geschätzter Kollege aus Vorarlberg, Kollege Einwallner! Um mit Ihren Worten zu sprechen: Innehalten, Herr Einwallner! Spüren Sie, dass Sie falsch liegen (Zwischenrufe bei der SPÖ), wenn Sie mit den gleichen Parametern, mit denen wir zuvor über das Justizbudget gesprochen haben, jetzt versuchen, unserem Innenminister zu unterstellen, dass er mit Zahlen arbeitet, die nicht stimmen! Herr Einwallner, da liegen Sie wirklich falsch. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Einwallner
Wir sprechen heute über 3 Milliarden Euro Sicherheitsbudget. Wir sprechen über das höchste Sicherheitsbudget der Zweiten Republik und über ein Sicherheitsbudget, das in einer Zeit kommt (Zwischenruf des Abg. Einwallner), in der das hohe Niveau der Sicherheit in Österreich noch weiter verbessert werden kann, weil wir mit diesem Budget den Menschen das geben, was sie sich wünschen, wenn sie an innere Sicherheit denken.
Abg. Vogl: So erfolgreich ...!
Was wünschen sich die Menschen, wenn sie an Sicherheit denken? – Ich komme viel mit Leuten zusammen und die Wünsche sind immer die gleichen. Mit diesem Budget schaffen wir Voraussetzungen dafür. Wir schaffen mehr Polizei auf der Straße – das ist etwas, das sich die Menschen wünschen. Wir schaffen mehr qualitative Arbeit in der Ermittlung der Kriminalpolizei. Wir schaffen mehr Prävention gerade im Bereich der Cyberkriminalität. Wir schaffen noch mehr und intensivere Bekämpfung von international organisierter Kriminalität, Extremismus und Terrorismus. (Abg. Vogl: So erfolgreich ...!)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Fischer.
Meine Damen und Herren – da spreche ich gerade die Kolleginnen der SPÖ sehr stark an –, wir schaffen auch mehr Schutz vor Gewalt. Ich weiß – und Sie wissen es auch, wenn Sie die letzten Wochen beobachtet haben –, dem Innenminister ist ganz besonders der Schutz vor Gewalt wichtig, und da ganz besonders der Schutz vor Gewalt gegen Frauen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Fischer.)
Abg. Leichtfried: Sie haben Strasser vergessen!
Sie wissen aber noch etwas: Ich spreche nicht immer nur über Zahlen, Daten und Fakten. Sie wissen ganz genau, weil Sie mich schon kennen, dass ich beim Thema Sicherheit sehr oft auch über die Menschen und ihre Gefühle spreche. Es geht nicht nur um die objektive Kriminalitätslage. Es geht auch darum, wie sich die Menschen fühlen. Es geht um ihr Sicherheitsgefühl und da ganz besonders um das Sicherheitsgefühl jener Menschen, die unsere Republik aufgebaut haben, der älteren Menschen, der Seniorinnen und Senioren. Da gibt es, wie Sie wissen, die Initiative Gemeinsam sicher, die von Johanna Mikl-Leitner und Wolfgang Sobotka, heute Nationalratspräsident, entwickelt worden ist und die Karl Nehammer entsprechend weiterentwickeln wird (Abg. Leichtfried: Sie haben Strasser vergessen!), eine Initiative, die eine Erfolgsgeschichte ist. Warum? – Weil sie die Zusammenarbeit der Polizei mit der Zivilgesellschaft, mit den Städten, mit den Gemeinden entsprechend weiterentwickelt. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Fischer.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Fischer.
Sie wissen aber noch etwas: Ich spreche nicht immer nur über Zahlen, Daten und Fakten. Sie wissen ganz genau, weil Sie mich schon kennen, dass ich beim Thema Sicherheit sehr oft auch über die Menschen und ihre Gefühle spreche. Es geht nicht nur um die objektive Kriminalitätslage. Es geht auch darum, wie sich die Menschen fühlen. Es geht um ihr Sicherheitsgefühl und da ganz besonders um das Sicherheitsgefühl jener Menschen, die unsere Republik aufgebaut haben, der älteren Menschen, der Seniorinnen und Senioren. Da gibt es, wie Sie wissen, die Initiative Gemeinsam sicher, die von Johanna Mikl-Leitner und Wolfgang Sobotka, heute Nationalratspräsident, entwickelt worden ist und die Karl Nehammer entsprechend weiterentwickeln wird (Abg. Leichtfried: Sie haben Strasser vergessen!), eine Initiative, die eine Erfolgsgeschichte ist. Warum? – Weil sie die Zusammenarbeit der Polizei mit der Zivilgesellschaft, mit den Städten, mit den Gemeinden entsprechend weiterentwickelt. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Fischer.)
Abg. Vogl: Und volatil!
Meine Damen und Herren, zum Abschluss noch einmal, um die Rundung zum Kollegen Einwallner noch zu schaffen: Jeder von uns weiß, dass sich die budgetrelevanten Kriterien in den letzten Wochen ständig verändert haben. Sie werden sich weiter verändern. Die Prognosen der Wirtschaftsforscher sind äußerst fragil. (Abg. Vogl: Und volatil!) Aber nur – und das ist jetzt wesentlich – mit dem Beschluss des vorliegenden Budgets ist es möglich, die Handlungssicherheit der einzelnen Ressorts sicherzustellen, denn auch und gerade in herausfordernden Zeiten garantiert dieses Budget das, was den Menschen wirklich wichtig ist: mehr Mittel für die Justiz – Sie alle haben es begrüßt ‑, mehr Mittel für das Bundesheer, mehr Mittel für die Polizei. Damit schaffen wir mehr Sicherheit für Österreich. Das wünschen sich die Menschen in diesem Land und im Übrigen auch die Polizistinnen und Polizisten. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Fischer.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Fischer.
Meine Damen und Herren, zum Abschluss noch einmal, um die Rundung zum Kollegen Einwallner noch zu schaffen: Jeder von uns weiß, dass sich die budgetrelevanten Kriterien in den letzten Wochen ständig verändert haben. Sie werden sich weiter verändern. Die Prognosen der Wirtschaftsforscher sind äußerst fragil. (Abg. Vogl: Und volatil!) Aber nur – und das ist jetzt wesentlich – mit dem Beschluss des vorliegenden Budgets ist es möglich, die Handlungssicherheit der einzelnen Ressorts sicherzustellen, denn auch und gerade in herausfordernden Zeiten garantiert dieses Budget das, was den Menschen wirklich wichtig ist: mehr Mittel für die Justiz – Sie alle haben es begrüßt ‑, mehr Mittel für das Bundesheer, mehr Mittel für die Polizei. Damit schaffen wir mehr Sicherheit für Österreich. Das wünschen sich die Menschen in diesem Land und im Übrigen auch die Polizistinnen und Polizisten. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Fischer.)
Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen
Abgeordneter Mag. Hannes Amesbauer, BA (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! In Zeiten der Coronakrise könnte man den Eindruck bekommen, das Asyl- und Zuwanderungsthema habe sich in Luft aufgelöst. Das ist natürlich nicht der Fall. Aus Ihrem Haus, Herr Bundesminister, wissen wir, dass sich aktuell entlang der Balkanroute etwa 110 000 illegale Migranten bewegen und aufhalten (Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen), obwohl die Balkanroute ja angeblich von Sebastian Kurz im Alleingang geschlossen wurde.
Zwischenruf der Abg. Yılmaz.
Meine Damen und Herren! Die Coronakrise verlangt den österreichischen Bürgern sehr viel ab. Wir brauchen das Geld im eigenen Land! Daher fordern wir eine temporäre Aussetzung des Asylrechts. (Zwischenruf der Abg. Yılmaz.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Lausch: Bravo!
Ich bitte Sie, diesem Antrag im Sinne der Politik für Österreich zuzustimmen! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Lausch: Bravo!)
Abg. Yılmaz: Geboren!
Abgeordneter Mag. Georg Bürstmayr (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Lassen Sie mich hier gleich anschließen! Fremdenwesen: Das klingt so nach: die, die nicht zu uns gehören, die Fremden eben. Ein Fremder ist aber nach österreichischem Recht einfach ein Mensch, der die österreichische Staatsbürgerschaft nicht besitzt, aus welchem Grund auch immer. Ob man seit Jahrzehnten in Österreich lebt oder erst seit gestern, das Gesetz macht da keinen Unterschied, kein Pass heißt: fremd. Das sind aktuell anderthalb Millionen Menschen in Österreich, jeder Sechste. Die meisten von ihnen haben eines gemeinsam: Sie sind hier in Österreich daheim. (Abg. Yılmaz: Geboren!) Die meisten von ihnen sind genau deshalb auch Mitte März in Österreich geblieben.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Deshalb möchte ich mich jetzt einmal bei ihnen bedanken, und zwar dafür, dass sie als Fremde Teil unseres Österreichs sind, dafür, dass sie mitgeholfen haben, dass sie mit geduldig waren, dass sie mit dazu beigetragen haben, das Schlimmste zu verhindern, und dafür, dass wir jetzt gemeinsam darangehen werden, die Schäden der letzten Wochen zu beseitigen, aufzuräumen, wieder aufzusperren, weiterzumachen – weil das Österreich ist, weil das Europa ist! Wir schaffen das gemeinsam! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Lausch.
In diesem Sinne stellvertretend für die über hundert Sprachen, die in Österreich vertreten sind: Dank u wel! Hvala! Spasibo! Merci beaucoup! Tusen tack! Efcharistó polí! Danke! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Lausch.)
Beifall bei den NEOS.
Kontrolle schafft eben Vertrauen. In diesem Sinne hoffe ich auf eine ehrliche Debatte im Innenausschuss über die Überlegungen, wie man auch das Parlament ins Budget des BVT Einblick nehmen lassen kann. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abg. Yılmaz.
der guten und engen Kooperation mit der Bevölkerung das viertsicherste Land der Welt. Die Polizei ist der Partner der Österreicherinnen und Österreicher, der Menschen, die in Österreich leben. Die Aktion Gemeinsam sicher wurde schon angesprochen: Sie soll das besonders unterstreichen und vor allem die gesamte Breite an Sicherheitsleistungen für die Menschen in unserem Land zeigen. Daher wird sie auch fortgeführt und wird ein wichtiger Bestandteil unserer weiteren Planungen im Innenministerium sein, weil Gemeinsam sicher ausdrückt, warum Polizistinnen und Polizisten genauso wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sicherheitsverwaltung gerne ihren Dienst versehen: weil es einfach schön ist, für die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher da zu sein. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abg. Yılmaz.)
in Richtung Abg. Krisper
Frau Abgeordnete (in Richtung Abg. Krisper), ja, Sie haben recht: Es gibt tatsächlich immer einen Balanceakt zwischen einerseits dem Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit, wenn es um einen Nachrichtendienst geht, der gemeinsam mit der zukünftigen Staatspolizei in einem Organisationsverbund wirken soll, und andererseits den Notwendigkeiten der Geheimhaltung zu stemmen. Sie wissen aber auch aus dem Innenausschuss, dass ich Ihnen zugesichert habe, im Ständigen Unterausschuss, der der Geheimhaltung unterliegt, selbstverständlich den Repräsentanten der Demokratie, sprich den Abgeordneten dieses Hauses vollen Zugang zur Information, wie die finanzielle Situation, wie das Budget des BVT ausschaut, zu gewähren. Es ist eben wichtig, da immer wieder zu differenzieren: Was kann ich tatsächlich öffentlich machen, was nicht?
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Das heißt, wir haben ein starkes Budget. Wir haben viele Aufgaben vor uns. Was mich zuversichtlich macht, dass die Beurteilung meiner Arbeit als Innenminister, von der Sie gesprochen haben, nächstes Jahr eine positive sein wird, ist das Faktum, dass wir herausragende Polizistinnen und Polizisten im Einsatz und ebensolche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Sicherheitsverwaltung haben. Ich freue mich auf die Arbeit mit ihnen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Der Redner trägt ein Gesichtsvisier. – Abg. Yılmaz: Am Pult reden wir ohne Maske! – Der Redner nimmt das Gesichtsvisier ab.
Abgeordneter Mag. Wolfgang Gerstl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! (Der Redner trägt ein Gesichtsvisier. – Abg. Yılmaz: Am Pult reden wir ohne Maske! – Der Redner nimmt das Gesichtsvisier ab.) – Vielen Dank für die Erinnerung, es war keine Absicht, dass ich die Maske oben gelassen habe. (Abg. Yılmaz: Ich schau auf so was! – Heiterkeit bei der SPÖ.)
Abg. Yılmaz: Ich schau auf so was! – Heiterkeit bei der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Wolfgang Gerstl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! (Der Redner trägt ein Gesichtsvisier. – Abg. Yılmaz: Am Pult reden wir ohne Maske! – Der Redner nimmt das Gesichtsvisier ab.) – Vielen Dank für die Erinnerung, es war keine Absicht, dass ich die Maske oben gelassen habe. (Abg. Yılmaz: Ich schau auf so was! – Heiterkeit bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP – Heiterkeit und Zwischenrufe bei den NEOS
Was braucht man, wenn man durch eine Krise geht, als Erstes? – Ein funktionierendes Krisen- und Katastrophenmanagementsystem! Daher darf ich Ihnen, Herr Bundesminister, im Namen aller Österreicherinnen und Österreicher ganz besonders danken: ein Danke an das Krisen- und Katastrophenmanagement des Innenministeriums, das diese Aufgabe übernommen hat (Beifall bei der ÖVP – Heiterkeit und Zwischenrufe bei den NEOS) – ein Krisen- und Katastrophenmanagement, das am 25. Februar bereits die Arbeit aufgenommen hat, ganz intensiv mit einem 24/7‑Kurs, und das es ermöglicht hat, dass die Gesundheitsbehörden sich eingliedern und danach auch ein eigenes System für die Gesundheit aufbauen können (Abg. Loacker: Wo haben sich die eingegliedert?), denn in der Zusammenarbeit sind wir stark und in der Zusammenarbeit bekämpfen wir das Virus. Daher, meine Damen und Herren, ist es so wichtig, dass man dann, wenn es schwierig ist, zusammenhält und dass man ein solches Virus auch entsprechend bekämpft.
Abg. Loacker: Wo haben sich die eingegliedert?
Was braucht man, wenn man durch eine Krise geht, als Erstes? – Ein funktionierendes Krisen- und Katastrophenmanagementsystem! Daher darf ich Ihnen, Herr Bundesminister, im Namen aller Österreicherinnen und Österreicher ganz besonders danken: ein Danke an das Krisen- und Katastrophenmanagement des Innenministeriums, das diese Aufgabe übernommen hat (Beifall bei der ÖVP – Heiterkeit und Zwischenrufe bei den NEOS) – ein Krisen- und Katastrophenmanagement, das am 25. Februar bereits die Arbeit aufgenommen hat, ganz intensiv mit einem 24/7‑Kurs, und das es ermöglicht hat, dass die Gesundheitsbehörden sich eingliedern und danach auch ein eigenes System für die Gesundheit aufbauen können (Abg. Loacker: Wo haben sich die eingegliedert?), denn in der Zusammenarbeit sind wir stark und in der Zusammenarbeit bekämpfen wir das Virus. Daher, meine Damen und Herren, ist es so wichtig, dass man dann, wenn es schwierig ist, zusammenhält und dass man ein solches Virus auch entsprechend bekämpft.
Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Loacker: Da funktioniert ... vom Innenministerium nicht in Wien!
Was in solchen Zeiten auch wichtig ist, Herr Kollege Einwallner, ist, dass man objektive Daten wirklich nennen darf, und daher ist es ganz wichtig, dass man die objektiven Daten nennt. Meine Damen und Herren, wenn Herr Landeshauptmann Kaiser darauf hinweist, dass in Kärnten seit 1. Mai nur eine Person neu infiziert ist und dort derzeit überhaupt nur eine Person infiziert ist (eine Grafik mit dem Titel „Kärnten, Zuwachs = 1“ in die Höhe haltend, auf der die Zahl der Infektionen durch eine flache Kurve dargestellt ist), dann ist es für ihn ganz verständlich, dass er sagt, er möchte sich von Wien unterscheiden (eine Grafik mit dem Titel „Wien, Zuwachs + 604 Fälle = + 23,86%“ in die Höhe haltend, auf der die Zahl der Infektionen durch eine steile Kurve dargestellt ist), weil es in Wien seit 1. Mai plus 604 Fälle gibt, sprich eine Steigerung von bald 24 Prozent. (Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Loacker: Da funktioniert ... vom Innenministerium nicht in Wien!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich brauche Ihnen daher gar nicht mehr zu sagen (ein Schriftstück in die Höhe haltend, auf dem Bezirke und die entsprechenden Fallzahlen aufgelistet sind) – ich habe mir das gestern aus dem EMS ausdrucken lassen –: Die elf stärksten Bezirke von ganz Österreich hinsichtlich der Fallentwicklungen sind alles Bezirke von Wien. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Na klar, es ist die Aufgabe von jedem, der Verantwortung in dieser Stadt trägt, und von jedem, der Verantwortung auf Bundesebene trägt, dass er sich dieser Fälle annimmt, denn: Worum geht es? – Wir wollen alle keine zweite Welle. Die heißt es zu vermeiden, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Loacker: Ist es in den ÖVP-Bezirken besser als in den roten Bezirken?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Loacker: Ist es in den ÖVP-Bezirken besser als in den roten Bezirken?
Ich brauche Ihnen daher gar nicht mehr zu sagen (ein Schriftstück in die Höhe haltend, auf dem Bezirke und die entsprechenden Fallzahlen aufgelistet sind) – ich habe mir das gestern aus dem EMS ausdrucken lassen –: Die elf stärksten Bezirke von ganz Österreich hinsichtlich der Fallentwicklungen sind alles Bezirke von Wien. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Na klar, es ist die Aufgabe von jedem, der Verantwortung in dieser Stadt trägt, und von jedem, der Verantwortung auf Bundesebene trägt, dass er sich dieser Fälle annimmt, denn: Worum geht es? – Wir wollen alle keine zweite Welle. Die heißt es zu vermeiden, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Loacker: Ist es in den ÖVP-Bezirken besser als in den roten Bezirken?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Daher darf ich mit Henry Ford enden. Er hat gesagt: „Zusammenkunft ist ein Anfang.“ – So wie hier. – „Zusammenhalt ist ein Fortschritt. Zusammenarbeit ist der Erfolg.“ – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Ruf bei der ÖVP: Faktenbasiert!
Abgeordnete Sabine Schatz (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Minister! Erlauben Sie mir, dass ich, bevor ich zu meinem Redebeitrag komme, noch auf einige meiner Vorredner eingehe! Herr Kollege Gerstl, zu Ihrem Wienbashing brauche ich, glaube ich, nichts mehr zu sagen (Ruf bei der ÖVP: Faktenbasiert!), ich möchte aber noch auf die Ausführungen von Kollegen Mahrer reagieren. Sie haben das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung angesprochen. Sehr geehrter Herr Kollege Mahrer, mit einer Regierung, die bewusst mit Politik Angst schafft und Angst schürt, werden Sie kein Sicherheitsgefühl zustande bekommen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Rufe bei der ÖVP: Geh bitte! Meine Güte!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Rufe bei der ÖVP: Geh bitte! Meine Güte!
Abgeordnete Sabine Schatz (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Minister! Erlauben Sie mir, dass ich, bevor ich zu meinem Redebeitrag komme, noch auf einige meiner Vorredner eingehe! Herr Kollege Gerstl, zu Ihrem Wienbashing brauche ich, glaube ich, nichts mehr zu sagen (Ruf bei der ÖVP: Faktenbasiert!), ich möchte aber noch auf die Ausführungen von Kollegen Mahrer reagieren. Sie haben das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung angesprochen. Sehr geehrter Herr Kollege Mahrer, mit einer Regierung, die bewusst mit Politik Angst schafft und Angst schürt, werden Sie kein Sicherheitsgefühl zustande bekommen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Rufe bei der ÖVP: Geh bitte! Meine Güte!)
Beifall bei der SPÖ.
Weil Sie das Thema Gewaltschutz angesprochen haben – der ist uns, glaube ich, allen sehr wichtig –, darf ich Sie noch daran erinnern, dass es die schwarz-blaue Regierung mit Innenminister Kickl gewesen ist, die die Marac-Fallkonferenzen, ein wirklich wichtiges Instrument zur Bekämpfung von Gewalt an Frauen, abgeschafft hat. Ich ersuche wirklich darum, Herr Innenminister, dass es qualitativ gleichwertige Fallkonferenzen relativ bald wieder geben wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Amesbauer: Aber trotzdem gibt es illegale Migranten, oder? Aber illegale Migranten gibt es trotzdem!
Zum Kollegen Amesbauer: Herr Kollege Amesbauer, Asyl ist ein Menschenrecht, unabhängig davon, ob es eine Coronakrise gibt oder nicht. Daran werden wir nicht rütteln. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Amesbauer: Aber trotzdem gibt es illegale Migranten, oder? Aber illegale Migranten gibt es trotzdem!)
Beifall bei der SPÖ.
Die Regierung hat am 8. Mai angekündigt, in Verkaufsverhandlungen mit den Eigentümern der noch vorhandenen Liegenschaften zu gehen. Ich begrüße das und sage das auch ganz deutlich, fordere aber auch ein, dass es eine entsprechende Einbindung der Bevölkerung, der Überlebendenorganisationen bei der Errichtung der Gedenkstätte gibt. Es gibt in diesem Budget noch keine Mittel für die Errichtung der Gedenkstätte, aber, Herr Minister, Sie werden sich darauf verlassen können, dass wir das entsprechend einfordern werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir müssen da endlich aktiv werden. Das ist die Verantwortung, die wir tragen, auch gegenüber den Opfern des Nationalsozialismus. Sie fordert uns auf, dass wir uns endlich damit beschäftigen. Deswegen brauchen wir endlich die Wiedereinführung des Rechtsextremismusberichtes, wir brauchen – das wurde auch schon angesprochen – mehr Personal im BVT, vor allem in der Extremismusabteilung, wir brauchen einen Aktionsplan gegen Rechtsextremismus, und wir brauchen für all diese Maßnahmen das notwendige Budget. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Herr Präsident! Herr Innenminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich finde es sehr erfreulich, dass Frau Abgeordnete Schatz anerkannt hat, was Innenminister Karl Nehammer an Gedenkarbeit leistet, was den Ankauf in Gusen betrifft. Das ist tatsächlich ein wichtiger und notwendiger Schritt. Ich darf auch erwähnen, dass der hinter mir sitzende Nationalratspräsident Sobotka in diesem Bereich ebenfalls viel tut. Ich glaube, man kann dieser Bundesregierung keinen Vorwurf machen, dass da zu wenig geschieht, daher: Danke, dass Sie das auch anerkannt haben. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Warum sage ich das? – Wir sollten uns neben dem, was uns beschäftigt, auch damit beschäftigen, dass es andere Gefahren gibt. Gestern hat der zuständige Ausschuss des Europarates zur Terrorbekämpfung genau davor gewarnt. Seien wir ehrlich: Die westliche Welt war völlig überrascht, als uns dieses Covid-19-Virus getroffen hat. Was ich sagen möchte: Wir sollten Bioterrorismus ernst nehmen und im Auge behalten und vorbereitet sein, damit wir nicht noch einmal eine Überraschung erleben. Das wäre dann vielleicht eine noch viel negativere. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit bei der ÖVP.
Werte Damen und Herren, stimmen Sie zu! Klatschen allein verbessert die finanzielle Absicherung unserer Polizeibeamten nicht! (Heiterkeit bei der ÖVP.) Handeln wir jetzt, wenn wir soziale Sicherheit gewährleisten wollen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Werte Damen und Herren, stimmen Sie zu! Klatschen allein verbessert die finanzielle Absicherung unserer Polizeibeamten nicht! (Heiterkeit bei der ÖVP.) Handeln wir jetzt, wenn wir soziale Sicherheit gewährleisten wollen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Danke schön, Herr Minister, für die Investitionen in die Sicherheit und auch ein Dankeschön an die Polizistinnen und Polizisten, die im Einsatz sind. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Michael Seemayer (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Werter Herr Bundesminister! Kolleginnen und Kollegen! Dem Dank meiner Vorrednerin an unsere Polizistinnen und Polizisten kann ich mich nur anschließen; es ist heute auch schon ein paar Mal gedankt worden. Sie haben Hervorragendes geleistet und müssen wahrscheinlich auch noch einiges leisten, allerdings haben sie manchmal ziemlich schwierige Rahmenbedingungen vorgefunden. Es war doch nicht immer klar, was zu vollziehen ist: Ist eine Verordnung des Ministeriums oder eine Ankündigung in einer Pressekonferenz zu vollziehen? Man hat ja im Nachhinein immer wieder festgestellt, dass sich das nicht ganz gedeckt hat und dass manches, das angekündigt worden ist, gar nicht gegolten hat. Es war auch für die Polizistinnen und Polizisten ein wenig schwierig, das umzusetzen. (Beifall bei der SPÖ.)
in Richtung Bundesminister Nehammer
Auf eine Kleinigkeit möchte ich noch hinweisen – vielleicht sind kleine Zahlen ohnehin leichter in den Griff zu kriegen als große Zahlen –: Durch die Maßnahmen, die gesetzt worden sind, ist es natürlich notwendig gewesen, die Einsatzbereitschaft der Polizistinnen und Polizisten zu erhöhen. Das ist einerseits durch Überstunden passiert, andererseits aber auch durch Urlaubssperren. Aufgrund der Urlaubssperren mussten Urlaube abgebrochen oder storniert werden – Sie (in Richtung Bundesminister Nehammer) haben das ja selbst im Ausschuss berichtet. Das hat dazu geführt, dass der Dienstgeber die Kosten dafür tragen muss. Das ist natürlich auch bei der Polizei so.
Beifall bei der SPÖ.
Herr Minister, ich fordere Sie auf: Sorgen Sie für eine zeitnahe Auszahlung! Das ist jetzt keine große Budgetposition, das kann man, glaube ich, ganz einfach regeln. Sorgen Sie da für eine ordentliche und schnelle Auszahlung! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Also danke, Herr Innenminister, für diesen strikten, konsequenten Weg mit Hausverstand. Die Österreicherinnen und Österreicher werden sich sicher freuen, mehr Exekutivbeamtinnen und -beamte auf den Straßen zu sehen, womit auch das subjektive Sicherheitsempfinden gehoben wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher und für unsere Polizistinnen und Polizisten, die hier im Dienst sind! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Loacker: Nurten, jetzt musst du das rausreißen, was die vergeigt haben!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Abgeordnete Yılmaz. – Bitte. (Abg. Loacker: Nurten, jetzt musst du das rausreißen, was die vergeigt haben!)
Beifall bei SPÖ, NEOS und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Amesbauer.
Eine Zahl haben Sie uns aber genannt, und die ist hieb- und stichfest, das ist relativ schnell gegangen – das geht jetzt an Kollegen Amesbauer, der uns vorgerechnet hat, dass ein Asylwerber den Steuerzahler pro Tag etwa 21,40 Euro kostet, sollen es 22 Euro sein; ich würde Sie bitten, dass Sie ausrechnen, was uns die Pferderln seit einem Jahr kosten –: 2,5 Millionen Euro! (Beifall bei SPÖ, NEOS und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Amesbauer.)
Abg. Amesbauer: Bitte geh die ÖVP an, das ist ihr Budget!
Sie müssen sich das vorstellen, es sind neun – wir haben zwei zurückgegeben –, und da hat uns der Herr Minister sofort die Zahl geliefert: Die haben bis jetzt 2,5 Millionen Euro gekostet! Zwei, die als Geschenk aus Ungarn kamen, konnten wir zurückgeben, und jetzt sitzen wir auf neun Pferden! (Abg. Amesbauer: Bitte geh die ÖVP an, das ist ihr Budget!) Und das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange, denn die neun Pferde haben wir noch und die werden weiterhin noch etwas kosten; da bin ich schon neugierig. (Abg. Amesbauer: Das war ein exzellentes Projekt!) Also die SteuerzahlerInnen zahlen noch immer für den Traum des Herrn Innenminister Kickl. (Abg. Amesbauer: Jetzt bitte zu den Schwarzen sprechen!)
Abg. Amesbauer: Das war ein exzellentes Projekt!
Sie müssen sich das vorstellen, es sind neun – wir haben zwei zurückgegeben –, und da hat uns der Herr Minister sofort die Zahl geliefert: Die haben bis jetzt 2,5 Millionen Euro gekostet! Zwei, die als Geschenk aus Ungarn kamen, konnten wir zurückgeben, und jetzt sitzen wir auf neun Pferden! (Abg. Amesbauer: Bitte geh die ÖVP an, das ist ihr Budget!) Und das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange, denn die neun Pferde haben wir noch und die werden weiterhin noch etwas kosten; da bin ich schon neugierig. (Abg. Amesbauer: Das war ein exzellentes Projekt!) Also die SteuerzahlerInnen zahlen noch immer für den Traum des Herrn Innenminister Kickl. (Abg. Amesbauer: Jetzt bitte zu den Schwarzen sprechen!)
Abg. Amesbauer: Jetzt bitte zu den Schwarzen sprechen!
Sie müssen sich das vorstellen, es sind neun – wir haben zwei zurückgegeben –, und da hat uns der Herr Minister sofort die Zahl geliefert: Die haben bis jetzt 2,5 Millionen Euro gekostet! Zwei, die als Geschenk aus Ungarn kamen, konnten wir zurückgeben, und jetzt sitzen wir auf neun Pferden! (Abg. Amesbauer: Bitte geh die ÖVP an, das ist ihr Budget!) Und das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange, denn die neun Pferde haben wir noch und die werden weiterhin noch etwas kosten; da bin ich schon neugierig. (Abg. Amesbauer: Das war ein exzellentes Projekt!) Also die SteuerzahlerInnen zahlen noch immer für den Traum des Herrn Innenminister Kickl. (Abg. Amesbauer: Jetzt bitte zu den Schwarzen sprechen!)
Abg. Gerstl: Wo war da ein Wienbashing?
Ja, zum Kollegen Gerstl: Wienbashing. (Abg. Gerstl: Wo war da ein Wienbashing?) Das ist auch so ein Virus mittlerweile, glaube ich. Begonnen hat damit der Herr Bundeskanzler, und mich wundert es, dass Sie jetzt auch damit begonnen haben, Herr Innenminister. Wenn ich mit Ihnen im Ausschuss diskutiere, bei Budgetverhandlungen, sind Sie ein anderer Mensch. Dann schaue ich mir Ihre Pressekonferenzen an und höre, Sie sprechen von Glutnestern, die Sie löschen wollen, Sie sprechen von der Polizei als neuer Flex, die die Infektionsketten trennt. Das sind nicht Sie – oder doch? (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Ja, zum Kollegen Gerstl: Wienbashing. (Abg. Gerstl: Wo war da ein Wienbashing?) Das ist auch so ein Virus mittlerweile, glaube ich. Begonnen hat damit der Herr Bundeskanzler, und mich wundert es, dass Sie jetzt auch damit begonnen haben, Herr Innenminister. Wenn ich mit Ihnen im Ausschuss diskutiere, bei Budgetverhandlungen, sind Sie ein anderer Mensch. Dann schaue ich mir Ihre Pressekonferenzen an und höre, Sie sprechen von Glutnestern, die Sie löschen wollen, Sie sprechen von der Polizei als neuer Flex, die die Infektionsketten trennt. Das sind nicht Sie – oder doch? (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Heiterkeit und Beifall bei SPÖ und NEOS.
Wieso lassen Sie sich mit solchen Ausdrücken von irgendwelchen Beratern instrumentalisieren? Ich habe aber einen Verdacht. Irgendjemand hat gesagt: Der Blümel derhebt das allein in Wien nicht, jetzt musst du ausrücken, sei so gut und sag: Wien hat ein Problem! (Heiterkeit und Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Heiterkeit bei SPÖ und NEOS.
Und was macht der Gerstl? – Der kommt heraus mit einem Plakat: Und der Kaiser hat gesagt! (Heiterkeit bei SPÖ und NEOS.) – Kein Mensch hat gesehen, was Kaiser gesagt hat, das Plakat war ja überhaupt unmöglich – aber gut. (Heiterkeit und Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Heiterkeit und Beifall bei SPÖ und NEOS.
Und was macht der Gerstl? – Der kommt heraus mit einem Plakat: Und der Kaiser hat gesagt! (Heiterkeit bei SPÖ und NEOS.) – Kein Mensch hat gesehen, was Kaiser gesagt hat, das Plakat war ja überhaupt unmöglich – aber gut. (Heiterkeit und Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Beifall bei SPÖ und NEOS.
Herr Kollege Mahrer, ich bin seit sieben Jahren im Parlament. Das ist nicht wirklich lang, aber glauben Sie mir, jedes Jahr höre ich von jedem Sicherheitssprecher der ÖVP, von den Koalitionspartnern, von den zuständigen Innenministern: Wir werden 1 500 Polizisten mehr haben! 2 000! Wer bietet mehr? Jetzt haben wir schon 4 000 Planstellen mehr – und wir haben sie noch immer nicht! Wir haben nicht einmal noch die ersten 1 500! (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Herr Innenminister, die Bemühungen und Hilfeleistungen unserer Polizei in Griechenland unterstütze ich voll. Das muss sein. Das hätte aber auch sein müssen, Herr Innenminister, als der Premierminister Tsipras geheißen hat. Das war nämlich ein sozialistischer Premierminister. Der hatte damals keine Hilfe, weder vom damaligen Außenminister Kurz noch vom Innenminister der ÖVP. Den hat man im Stich gelassen! Und die Zustände, die jetzt auf den Inseln herrschen, hat es auch vor drei, vier Jahren gegeben. Da war aber der Premierminister sozialistisch. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Jetzt ist ein Parteifreund von Ihnen Premierminister – und wir rücken aus! Ich bin aber wirklich froh, dass wir das mit unseren Polizisten tun.
Abg. Michael Hammer: Wie war die Gschicht wirklich?
Sie haben auch schöne Geschichten von Cobra-Beamten erzählt, die an der Grenze gesagt haben – das war wirklich berührend, hat mich auch berührt, falls das jemand nicht gehört hat; die meisten haben es natürlich nicht gehört - - (Abg. Michael Hammer: Wie war die Gschicht wirklich?) Dass der türkische Grenzbeamte zu unseren Cobra-Beamten gesagt hat - - (Abg. Michael Hammer: Wie war die Gschicht jetzt?) Die Geschichte war die: Was machen Sie hier, das ist ja nicht Ihr Land? – Ich kenne die Geschichte! (Abg. Michael Hammer: Na, wie war die Gschicht?) Und unser Cobra-Beamter hat gesagt: Hier ist auch Österreich! – Das war sehr berührend, und das ist auch gut so. Ob dort auch Österreich ist, sollte aber nicht daran liegen, wer Premier in diesem Land ist. Ich rechne auch mit Ihrer Unterstützung, wenn es ein sozialistischer Premierminister ist. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Abg. Michael Hammer: Wie war die Gschicht jetzt?
Sie haben auch schöne Geschichten von Cobra-Beamten erzählt, die an der Grenze gesagt haben – das war wirklich berührend, hat mich auch berührt, falls das jemand nicht gehört hat; die meisten haben es natürlich nicht gehört - - (Abg. Michael Hammer: Wie war die Gschicht wirklich?) Dass der türkische Grenzbeamte zu unseren Cobra-Beamten gesagt hat - - (Abg. Michael Hammer: Wie war die Gschicht jetzt?) Die Geschichte war die: Was machen Sie hier, das ist ja nicht Ihr Land? – Ich kenne die Geschichte! (Abg. Michael Hammer: Na, wie war die Gschicht?) Und unser Cobra-Beamter hat gesagt: Hier ist auch Österreich! – Das war sehr berührend, und das ist auch gut so. Ob dort auch Österreich ist, sollte aber nicht daran liegen, wer Premier in diesem Land ist. Ich rechne auch mit Ihrer Unterstützung, wenn es ein sozialistischer Premierminister ist. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Abg. Michael Hammer: Na, wie war die Gschicht?
Sie haben auch schöne Geschichten von Cobra-Beamten erzählt, die an der Grenze gesagt haben – das war wirklich berührend, hat mich auch berührt, falls das jemand nicht gehört hat; die meisten haben es natürlich nicht gehört - - (Abg. Michael Hammer: Wie war die Gschicht wirklich?) Dass der türkische Grenzbeamte zu unseren Cobra-Beamten gesagt hat - - (Abg. Michael Hammer: Wie war die Gschicht jetzt?) Die Geschichte war die: Was machen Sie hier, das ist ja nicht Ihr Land? – Ich kenne die Geschichte! (Abg. Michael Hammer: Na, wie war die Gschicht?) Und unser Cobra-Beamter hat gesagt: Hier ist auch Österreich! – Das war sehr berührend, und das ist auch gut so. Ob dort auch Österreich ist, sollte aber nicht daran liegen, wer Premier in diesem Land ist. Ich rechne auch mit Ihrer Unterstützung, wenn es ein sozialistischer Premierminister ist. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Beifall bei SPÖ und NEOS.
Sie haben auch schöne Geschichten von Cobra-Beamten erzählt, die an der Grenze gesagt haben – das war wirklich berührend, hat mich auch berührt, falls das jemand nicht gehört hat; die meisten haben es natürlich nicht gehört - - (Abg. Michael Hammer: Wie war die Gschicht wirklich?) Dass der türkische Grenzbeamte zu unseren Cobra-Beamten gesagt hat - - (Abg. Michael Hammer: Wie war die Gschicht jetzt?) Die Geschichte war die: Was machen Sie hier, das ist ja nicht Ihr Land? – Ich kenne die Geschichte! (Abg. Michael Hammer: Na, wie war die Gschicht?) Und unser Cobra-Beamter hat gesagt: Hier ist auch Österreich! – Das war sehr berührend, und das ist auch gut so. Ob dort auch Österreich ist, sollte aber nicht daran liegen, wer Premier in diesem Land ist. Ich rechne auch mit Ihrer Unterstützung, wenn es ein sozialistischer Premierminister ist. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Allgemeine Heiterkeit.
Als Letzter am heutigen Tag zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Stocker – vielleicht auch noch eine humorvolle Einlage zum Schluss, damit Sie mit gutem Gefühl schlafen gehen. – Bitte. (Allgemeine Heiterkeit.)
Abg. Loacker: ... Gefühlspolitik! So viel Gefühl!
Eines ist schon bemerkenswert und auch festzuhalten: Trotz aller budgetären Unwägbarkeiten wird bei der Personaloffensive ganz klar nicht gespart und die Anzahl der Planstellen wird erhöht. Auch wenn es meine Vorrednerin nicht glaubt: Für 2020 ist eine Erhöhung um 1 191 Planstellen vorgesehen und bis 2023 kommen zusätzliche 1 136 Planstellen. Das bedeutet, dass die Präsenz der Polizei erhöht wird, und das wirkt sich natürlich unmittelbar auf das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung aus. (Abg. Loacker: ... Gefühlspolitik! So viel Gefühl!)
Zwischenruf des Abg. Kollross
Zum Abschluss, meine Damen und Herren, sei eines noch bemerkt: Für mich ist es erstaunlich, dass der Wiener Wahlkampf, der von Ihnen, sehr geehrter Herr Kollege Einwallner, in dieses Haus getragen wurde, beklagt wird und als Wienbashing bezeichnet wird (Zwischenruf des Abg. Kollross) und dass Sie sich Sorgen über unseren Innenminister und vor allem um die Funktionen, die er vor seiner Ministertätigkeit wahrgenommen hat, machen.
Beifall bei der ÖVP.
Die Älteren in Ihrer Fraktion werden sich an Innenminister Blecha erinnern. Fragen Sie einmal, was der vorher war! Manche werden sich auch noch erinnern, dass Ihre Partei einst so stolz war, einen Zentralsekretär gehabt zu haben. Es ist halt auch so, dass sich der Bundeskanzler den Innenminister aussucht und nicht die Opposition, und er hat sich einen hervorragenden Innenminister ausgesucht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Kommen wir zu einem weiteren Punkt: Wir sind von der Covid-Krise betroffen, und gerade bei diesem Kapitel besteht die Möglichkeit, etwas für die Konjunktur zu tun. Meine Frage ist: Wo sehe ich das? Unter welcher Budgetposition ist etwas für mehr Busse beinhaltet? Wie können wir den Takt im Busverkehr verdichten? Die Ansage war: Jeder Ort soll pro Stunde einmal erreicht werden. Wie ist das in diesem Budget abgebildet? (Beifall bei der SPÖ.) Wann kommt eine höhere Frequenz? Wann kommt ein Ausbau gerade in diesem Bereich? Nett formuliert: Wo ist die Nahverkehrsmilliarde?
Beifall bei der SPÖ.
Vielleicht abschließend noch eine Bitte und Frage zur Mobilität: An der Mobilität erkennen die Menschen ihre Freiheit, und ich frage Sie: Was werden Sie tun, damit Menschen im heurigen Sommer grenzüberschreitend Urlaub machen können und so ihre Mobilität und auch ihre Urlaubsmobilität leben können? (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Etwa die Hälfte aller Autofahrten in Österreich, ob zum Einkaufen, ob man die Kinder in den Kindergarten oder in die Schule führt oder ob man in die Arbeit fährt, sind so kurz, dass sie auch mit dem Rad zurückgelegt werden könnten. Der VCÖ hat vorgerechnet, dass fast die Hälfte aller Autofahrten kürzer als 5 Kilometer sind, und wir müssen uns jetzt die Frage stellen, warum die Leute lieber ins Auto steigen als das Rad zu nehmen. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Die Antwort in vielen Fällen ist: weil die Leute Angst haben, weil es keine sicheren Radwege gibt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Etwa die Hälfte aller Autofahrten in Österreich, ob zum Einkaufen, ob man die Kinder in den Kindergarten oder in die Schule führt oder ob man in die Arbeit fährt, sind so kurz, dass sie auch mit dem Rad zurückgelegt werden könnten. Der VCÖ hat vorgerechnet, dass fast die Hälfte aller Autofahrten kürzer als 5 Kilometer sind, und wir müssen uns jetzt die Frage stellen, warum die Leute lieber ins Auto steigen als das Rad zu nehmen. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Die Antwort in vielen Fällen ist: weil die Leute Angst haben, weil es keine sicheren Radwege gibt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich habe einige Zeit in Brüssel gelebt und bin vor zehn Jahren nach Wien zurückgekommen. Damals sind wirklich nur wenige mit dem Rad gefahren. Jetzt hat sich der Radverkehrsanteil in Brüssel verdoppelt, und das nicht, weil die Leute draufgekommen sind, dass es doch so nett ist, mit dem Rad zu fahren, sondern weil für Radfahrende Platz geschaffen und in Radwege investiert wurde. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir brauchen also mehr Radwege, mehr sichere Radwege. Welche Zutaten braucht es dafür? – Es braucht zuerst einmal eine Finanzierung – über diese reden wir heute –, und es braucht den politischen Willen. Bei der Finanzierung hat sich der Bund, würde ich jetzt einmal sagen, in den letzten Jahren, egal ob das blaue oder rote Verkehrsminister waren, vornehm zurückgehalten, um das mal höflich auszudrücken. Das ändert sich jetzt, und es ändert sich massiv. Dieses Budget sieht vor, dass die Förderung für aktive Mobilität, also Radfahren und Zufußgehen, verzehnfacht wird. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich würde mir wünschen, dass wir in Österreich den Radverkehr sozusagen auf eine neue Ebene heben, auch die Bedeutung des Rads als Verkehrsmittel und nicht nur als Freizeit- oder Sportmittel wirklich wahrnehmen und den öffentlichen Raum zugunsten von Radfahrenden und Zufußgehenden neu verteilen. Ich hoffe, dass wir in Zukunft alle gemeinsam im Bund, aber auch in den Ländern und in den Städten, am Land, in den Gemeinden daran arbeiten können. Die notwendigen Budgetmittel dafür haben wir jetzt jedenfalls. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Konkret war unter Minister Hofer ein Forschungsförderungsgesetz mit einem konkreten Pfad ausverhandelt. In der Übergangszeit mit Minister Reichhardt waren alle Parteien dafür. Lustigerweise hat die Vertreterin der ÖVP, Kollegin Niss-Mitterbauer, all das wider ihr besseres Wissen abgedreht, aber einfach nur aus einem parteitaktischen Grund, da unser lieber Herr Bundeskanzler nicht den Segen verkünden konnte – und das ist das Schändliche, liebe ÖVP! (Beifall bei der FPÖ.) Ihr wisst genau, was die Wirtschaft, was die Industrie braucht, und ihr handelt immer genau dann dagegen, wenn ihr nicht selber die Perlen und die Lorbeeren einfahren könnt. Das ist schändlich, das ist mies und das ist für die Industrie absolut nicht zu vertreten.
Beifall bei der FPÖ.
Sie können einmal zeigen, dass Sie auch nach Ihrem Gewissen und nach Ihrem Wissen und nicht aus Parteitaktik handeln. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich habe es schon erwähnt, großes Augenmerk legen wir natürlich auf den weiteren Ausbau des öffentlichen Verkehrs in der Stadt und auf dem Land. Wir wollen da keine Zweiklassengesellschaft, sondern wirklich alles, was möglich ist, attraktivieren. Dazu gibt es sehr gute Programme, die sich auch in diesem Budget aus den Ziffern und Zahlen herauslesen lassen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Frau Bundesministerin, Herr Staatssekretär, zusammenfassend bedanke ich mich auch bei Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für diese Verhandlungen, für ein, glaube ich, auch in diesem Bereich sehr ausgewogenes Budget. Ich möchte jetzt die Zeit auch noch kurz nutzen, um mich bei allen Mitarbeitern im gesamten Verkehrssektor zu bedanken, die gerade in den letzten Monaten wirklich einen großen Beitrag dazu geleistet haben, dass unsere Versorgungssicherheit so ist, wie wir sie in den letzten Monaten erleben durften. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
Aus der Perspektive des Umweltschutzes braucht es Investitionen in die Zukunft, und die fehlen in diesem Budget. Ich erwarte mir, dass im nächsten Budget in Bezug darauf etwas anderes vorgelegt wird. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Daher ist es umso wichtiger, dass wir jetzt rasch die Weichen Richtung Klimaschutz stellen. Dieses Regierungsprogramm hat ein sehr ambitioniertes Ziel vorgegeben: Klimaneutralität bis 2040. Es ist ein Ziel, an dem wir vor der Coronakrise, während der Coronakrise und – ja – auch am Weg aus der Coronakrise mit hoher Intensität arbeiten – darauf komme ich noch zurück –, denn mit dem Klimaschutzbudget 2020, dem Budget, das jetzt vorliegt, machen wir einen ersten Schritt, stellen wir erste wichtige Weichen. Was bedeutet dieses Budget? – Mehr Geld in die erneuerbaren Energien, mehr Geld für die aktive Mobilität, mehr Geld für den öffentlichen Verkehr, mehr Geld für klimafreundliche Heizungen. Ja, mit diesem Budget investieren wir in unsere Zukunft. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie der Abg. Oberrauner.
Warum? – Klimaschutz bedeutet lokale Wertschöpfung. Klimaschutz schafft Arbeitsplätze, schafft Arbeitsplätze in der Region und schafft zukunftsfähige Arbeitsplätze. Viele Menschen in Österreich haben derzeit Sorgen, sind in Kurzarbeit, sind arbeitslos, haben aus anderen Gründen Einbußen bei ihrem persönlichen Einkommen erleben müssen. Es ist Aufgabe der Politik, dass wir diesen Menschen Sicherheit geben – und auch das erreichen wir mit Klimaschutz, denn da ist die doppelte Dividende. Wenn wir die Bahninfrastruktur ausbauen, gehen 80 Prozent der Investitionen in österreichische Klein- und Mittelbetriebe. Die Fotovoltaikanlage montiert ein Elektriker aus der Region. Die Heizung tauscht die Installateurin aus dem Ort. Das sind zukunftsfähige Jobs, das ist ganz genau das, was wir brauchen, nämlich die doppelte Dividende aus einer stabilen Wirtschaft mit sicheren Arbeitsplätzen und einer guten Zukunft. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie der Abg. Oberrauner.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Weitere 847 Millionen Euro – 91 Millionen mehr als im letzten Jahr – fließen in das Vorhaben, das Angebot im öffentlichen Verkehr zu stärken, damit in Zukunft mehr Züge fahren, und zwar nicht nur sozusagen in den Ballungsräumen, sondern in ganz Österreich. Wir investieren in die Privatbahnen und in die Stadtregionalbahnen. Ich darf Sie beruhigen, da steigt das Budget deutlich an. Es gab 2019 im Budget 33 Millionen Euro für die Privatbahnen. Das steigt jetzt perspektivisch auf 36 beziehungsweise 70 Millionen Euro im Jahr 2021; und wir wollen jetzt mit einem Konjunkturpaket da noch einmal eine deutliche Steigerung in den nächsten Jahren hinkriegen. Das ist genau diese Schwerpunktsetzung, die wir brauchen und die sich in diesem Budget und perspektivisch auch in den Konjunkturpaketen abbildet. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
All das sind wichtige Schritte für das Mobilitätssystem der Zukunft. Bequem, leistbar, klimafreundlich – daran werden wir natürlich weiterarbeiten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie der Abg. Oberrauner.
Das heißt, ja, der Klimaschutz ist eine große Herausforderung, ist ein großer Auftrag. Mit diesem Budget machen wir den ersten Schritt, schaffen wir eine Trendwende. Ja, es braucht mehr – dafür werde ich auch all meine Energien und all meine Kraft in den nächsten Jahren einsetzen, denn wir haben noch viel vor. Dieses Budget stellt aber die richtigen Weichen: Wir gehen auf dem richtigen Weg, nämlich mit mehr Investitionen in den Klimaschutz, in eine gute Zukunft in Österreich. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie der Abg. Oberrauner.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Da sind die Gemeinden unsere wichtigsten Partner. Die Gemeinden legen fest, wo Flächen gewidmet werden, wo die nächste Haltestelle des öffentlichen Verkehrs ist; der Zusammenhang zwischen Raumordnung, Mobilität, Klimaschutz und Energieverbrauch ist also extrem wichtig. Das heißt, wir brauchen alle im Boot! Wir brauchen die Gemeinden und die Länder wesentlich stärker als bisher, wir brauchen Kooperation. Im Umweltschutz brauchen wir zuerst Kooperation, um dann die richtigen Mittel an den richtigen Stellen einzusetzen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es braucht daher nicht nur das Budget, es braucht vor allem eine engagierte Umweltpolitik und an deren Spitze eine engagierte Umweltministerin mit einem Superministerium. Ich wünsche Ihnen, dir, liebe Frau Ministerin, den Elan und die Geduld, aber auch das Durchhaltevermögen, das es dafür braucht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Apeiron ist die wahrscheinlich am besten bekannte Firma von Josef Penninger, der eine multizentrische internationale Studie mit einem Wirkstoff aus seiner Forschungspipeline starten konnte, und es wird sehr viel Hoffnung darauf gelegt, dass das wirkt. Das Unternehmen Themis testet bereits einen Impfstoff, basierend auf der Forschungstechnologieplattform, die entwickelt wurde, und in diese Technologieplattform haben Investoren schon vor der Coronakrise über 100 Millionen Euro investiert. Gestern hat Merck Sharp & Dohme dieses Unternehmen um eine nicht verlautbarte Summe gekauft: Das ist Forschung, Technologie und Innovation made in Austria. Apeptico koordiniert ein EU-gefördertes Projekt zur Suche nach einem Coronamedikament mit einer klinischen Studie auch hier an der Med-Uni Wien. Was uns das zeigt, ist recht einfach: Forschungsförderung wirkt. (Beifall bei der SPÖ.) Weil wir vor zehn Jahren in diese Unternehmen unsere Hoffnungen gesetzt haben, weil wir mit Seedfinancing die ersten Euro in diese Unternehmen investiert haben, sind wir heute so weit, dass diese Unternehmen schnell, rasch und effizient Medikationen auf den Markt bringen können.
Beifall bei der SPÖ.
Es braucht ausreichende Dotierung, es braucht den Wachstumspfad – ich habe es schon gesagt –, es braucht ausreichende Forschungsförderung, es braucht mehrjährige Planungssicherheit für die Agenturen und Autonomie. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Die Vernetzung von Wirtschaft und Umwelt ist durch die türkis-grüne Regierung bestens dokumentiert. Das ist ja fast schon symbolhaft für unsere Zusammenarbeit und findet sich jetzt absolut auch in diesem Budget als Schwerpunkt. Wir sind also auf einem sehr, sehr guten Weg. Frau Bundesministerin, ich gratuliere Ihnen zu diesem Budget! Ich glaube, wir gehen gemeinsam in eine Zukunft, die uns alle viel für dieses Land erreichen lässt. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie haben dann auch angekündigt, dass viel Geld in die Hand genommen werden wird. Der Kollege vorhin hat angemerkt, dass eine Symbiose von Umwelt und Wirtschaft gut ist und viel Geld in die Hand genommen werden wird. Dazu meine Frage: Wessen Geld ist es, das Sie in die Hand nehmen? – Das ist das Geld der Steuerzahler! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
Im Übrigen, diese Rechnungen, dass Fotovoltaik 200 000 Jobs schaffe, möchte ich auch einmal von der Plausibilität her grundsätzlich hinterfragen. Mir sind handfeste, angreifbare Jobs wichtig, ich sage jetzt zum Beispiel Voest, Industriejobs in Österreich – die kann ich angreifen, die sind auch nicht subventionsbedürftig und leisten einen wichtigen Beitrag für die österreichische Wertschöpfung und dafür, dass dieses Geld, das Sie dann in die Hand nehmen, auch weiterhin da ist. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.) – Es darf geklatscht werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Im Übrigen, diese Rechnungen, dass Fotovoltaik 200 000 Jobs schaffe, möchte ich auch einmal von der Plausibilität her grundsätzlich hinterfragen. Mir sind handfeste, angreifbare Jobs wichtig, ich sage jetzt zum Beispiel Voest, Industriejobs in Österreich – die kann ich angreifen, die sind auch nicht subventionsbedürftig und leisten einen wichtigen Beitrag für die österreichische Wertschöpfung und dafür, dass dieses Geld, das Sie dann in die Hand nehmen, auch weiterhin da ist. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.) – Es darf geklatscht werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie wissen – der Herr Staatssekretär kennt mich schon länger –, ich bin da sehr, sehr offen für gute, vernünftige Gespräche, wissend, dass wir für manche Dinge eine Zweidrittelmehrheit brauchen, also auch die Zustimmung der Opposition notwendig ist. Wir haben das in der letzten Gesetzgebungsperiode sehr, sehr gut gemacht. Die Fotovoltaik betreffend – es ist auch schon angemerkt worden – möchte ich nur darauf hinweisen, dass diesen Fördermitteln von 36 Millionen Euro für die Fotovoltaik damals ein Allparteienantrag zugrunde lag, bei dem auch die Freiheitlichen das Ganze sehr, sehr stark gepusht haben. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Hauser.
Abgeordneter Ing. Martin Litschauer (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Minister! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren vor den Fernsehern und via Livestream! Ich muss meinen Einstieg ein bisschen ändern, denn wenn ich jetzt von freiheitlicher Seite höre, dass hier mit der Angst gearbeitet wird, dann sage ich: Ich bin gerne dabei, wenn wir die Angst in der Politik abschaffen, nur habe ich da mit Ihrer Fraktion ein bisschen Probleme. Ich erinnere daran, dass gerade Sie es waren, die vor vielen Jahren unter anderem ein Volksbegehren gegen das AKW Temelín initiiert haben – da sind Sie auch nicht davor zurückgeschreckt, mit Angst zu arbeiten. (Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Hauser.) Als dann später die Regierungsbeteiligung da war, hat es dann aber an konkreten Schritten gefehlt. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hafenecker. – Abg. Kassegger: ... AKW Temelín ...! – Abg. Belakowitsch: ... Atomenergie ...!) Es ist ein sehr gefährlich- - (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Ja, aber Sie haben mit der Angst gespielt, haben während Ihrer Regierungsbeteiligung nichts unternommen. Ich weiß, dass Sie das jetzt nicht hören wollen. (Abg. Kassegger: ... wir haben kein Problem! – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Deimek.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hafenecker. – Abg. Kassegger: ... AKW Temelín ...! – Abg. Belakowitsch: ... Atomenergie ...!
Abgeordneter Ing. Martin Litschauer (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Minister! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren vor den Fernsehern und via Livestream! Ich muss meinen Einstieg ein bisschen ändern, denn wenn ich jetzt von freiheitlicher Seite höre, dass hier mit der Angst gearbeitet wird, dann sage ich: Ich bin gerne dabei, wenn wir die Angst in der Politik abschaffen, nur habe ich da mit Ihrer Fraktion ein bisschen Probleme. Ich erinnere daran, dass gerade Sie es waren, die vor vielen Jahren unter anderem ein Volksbegehren gegen das AKW Temelín initiiert haben – da sind Sie auch nicht davor zurückgeschreckt, mit Angst zu arbeiten. (Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Hauser.) Als dann später die Regierungsbeteiligung da war, hat es dann aber an konkreten Schritten gefehlt. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hafenecker. – Abg. Kassegger: ... AKW Temelín ...! – Abg. Belakowitsch: ... Atomenergie ...!) Es ist ein sehr gefährlich- - (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Ja, aber Sie haben mit der Angst gespielt, haben während Ihrer Regierungsbeteiligung nichts unternommen. Ich weiß, dass Sie das jetzt nicht hören wollen. (Abg. Kassegger: ... wir haben kein Problem! – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Deimek.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Ing. Martin Litschauer (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Minister! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren vor den Fernsehern und via Livestream! Ich muss meinen Einstieg ein bisschen ändern, denn wenn ich jetzt von freiheitlicher Seite höre, dass hier mit der Angst gearbeitet wird, dann sage ich: Ich bin gerne dabei, wenn wir die Angst in der Politik abschaffen, nur habe ich da mit Ihrer Fraktion ein bisschen Probleme. Ich erinnere daran, dass gerade Sie es waren, die vor vielen Jahren unter anderem ein Volksbegehren gegen das AKW Temelín initiiert haben – da sind Sie auch nicht davor zurückgeschreckt, mit Angst zu arbeiten. (Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Hauser.) Als dann später die Regierungsbeteiligung da war, hat es dann aber an konkreten Schritten gefehlt. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hafenecker. – Abg. Kassegger: ... AKW Temelín ...! – Abg. Belakowitsch: ... Atomenergie ...!) Es ist ein sehr gefährlich- - (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Ja, aber Sie haben mit der Angst gespielt, haben während Ihrer Regierungsbeteiligung nichts unternommen. Ich weiß, dass Sie das jetzt nicht hören wollen. (Abg. Kassegger: ... wir haben kein Problem! – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Deimek.)
Abg. Kassegger: ... wir haben kein Problem! – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Deimek.
Abgeordneter Ing. Martin Litschauer (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Minister! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren vor den Fernsehern und via Livestream! Ich muss meinen Einstieg ein bisschen ändern, denn wenn ich jetzt von freiheitlicher Seite höre, dass hier mit der Angst gearbeitet wird, dann sage ich: Ich bin gerne dabei, wenn wir die Angst in der Politik abschaffen, nur habe ich da mit Ihrer Fraktion ein bisschen Probleme. Ich erinnere daran, dass gerade Sie es waren, die vor vielen Jahren unter anderem ein Volksbegehren gegen das AKW Temelín initiiert haben – da sind Sie auch nicht davor zurückgeschreckt, mit Angst zu arbeiten. (Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Hauser.) Als dann später die Regierungsbeteiligung da war, hat es dann aber an konkreten Schritten gefehlt. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hafenecker. – Abg. Kassegger: ... AKW Temelín ...! – Abg. Belakowitsch: ... Atomenergie ...!) Es ist ein sehr gefährlich- - (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Ja, aber Sie haben mit der Angst gespielt, haben während Ihrer Regierungsbeteiligung nichts unternommen. Ich weiß, dass Sie das jetzt nicht hören wollen. (Abg. Kassegger: ... wir haben kein Problem! – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Deimek.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Prinz.
Ich selbst bin seit 20 Jahren aktiv in der Antiatomszene, habe da draußen, als das Melker Abkommen hier in diesem Haus verhandelt worden ist, selbst demonstriert und auf die Problematik aufmerksam gemacht. Für mich war das schon sehr bewegend, in dem gleichen Haus dann angelobt zu werden. Dieser Kampf gegen die Atomlobby und diese Atomkraftwerke ist mir sozusagen schon ein sehr persönliches Anliegen, und wir haben ein sehr großes Problem – Dukovany, Temelín, Krško, Mochovce und wie sie alle heißen, sind durchaus Probleme, die es zu bekämpfen gilt. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Prinz.)
Zwischenruf bei der FPÖ.
zugenommen hat. Das hat in der Antiatompolitik unsere eigene Position durchaus geschwächt. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Und wenn Sie sagen, wir sprechen da von Versorgungssicherheit, dann erinnere ich daran, dass der Stromimport die Versorgungssicherheit nicht erhöht, und genau deswegen müssen wir dagegen auftreten. Es ist daher ganz wichtig, dass wir beim Ausbau der erneuerbaren Energie unser Ziel von 100 Prozent erreichen. Ich weise auch darauf hin, dass Sie nicht alle diese Maßnahmen auch in diesem Budget finden.
Beifall bei den Grünen.
Das Erneuerbare-Ausbau-Gesetz zum Beispiel wird dafür sorgen, dass wir über die Ökostromabgabe, über den Ökostromtopf 100 Prozent erneuerbare Energie erreichen werden; dann haben wir andere Finanzierungsmittel, die auch notwendig sind. Wir werden auch andere Maßnahmen brauchen, um dieses Ziel der Energiewende zu erreichen, und nicht nur das österreichische Budget, sondern auch andere Töpfe und auch andere Werkzeuge. Wir werden auch unsere Bevölkerung entsprechend sensibilisieren und mitnehmen müssen. Es wird darum gehen, die Bevölkerung dazu zu motivieren, diese Energiewende auch mitzutragen. Da braucht es Bildung, da braucht es Motivation, und es wird sich dabei zeigen, dass es nicht das größte Ziel ist, die größte Zahl für irgendeine Einzelmaßnahme für das Budget zu fordern, sondern eigentlich erweist es sich als sehr wichtig, wer die Bevölkerung in dieser Energiewende am besten mitnehmen kann, wer sie am besten motivieren kann und als Vorbild vorangehen kann. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Deswegen ist es mir auch ganz wichtig, dass es andere Initiativen gibt, die grenzüberschreitend aktiv werden, die informieren wie zum Beispiel der Waldviertler Energiestammtisch, den wir für die Informationsbildung gegründet haben. Da bin ich auch froh, dass für diese Initiativen Geld für Energiepartnerschaften vorgesehen ist. Ich würde wirklich alle einladen: Bringen wir uns auch über Österreich hinaus ein, damit diese Energiewende gelingt! (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Ruf bei den Grünen: Dafür gibt es zehnmal mehr Geld!
Ähnliches gilt für die Radstrukturen: Im Zusammenhang mit der letzten Meile wird man sehr viel mit dem Rad machen müssen. In diesem Mobilitätsbudget vermisse ich jedoch konkrete Maßnahmen und konkrete Ansagen. Man wird diesbezüglich Geld in die Hand nehmen müssen, um Bewusstsein zu schaffen. Das ist eine Kopfgeschichte, die da passieren muss (Ruf bei den Grünen: Dafür gibt es zehnmal mehr Geld!), und da sehe ich rein von den Zahlen her, auf die die grüne Fraktion so stolz ist, relativ wenig.
Beifall bei den NEOS.
Es ist also noch sehr, sehr viel zu tun. Ich strecke aber die Hand aus, die NEOS sind bereit, an der Mobilitätswende mitzuwirken, und erhoffen sich, dass die Denkanstöße, die ich heute geben wollte, dann tatsächlich in die konkrete Arbeit einfließen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Deimek: Die gab’s ja! Aber immer nur, wenn die ÖVP ...! Das ist eine Warnung ...!
Ja, natürlich brauchen wir ein Forschungsfinanzierungsgesetz, das der Forschung Planungssicherheit gibt (Abg. Deimek: Die gab’s ja! Aber immer nur, wenn die ÖVP ...! Das ist eine Warnung ...!) und das die Governance zwischen den Ministerien und den Forschungsförderungsgesellschaften stärken und neu regeln soll.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich glaube, wir brauchen hier keine Deadline, sondern es ist wichtig, dass wir ein Gesetz haben, das unsere Forschung, das unsere Wissenschaft und vor allem unsere innovativen Unternehmen stärkt, unterstützt und weiterhin erfolgreich macht. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordnete Julia Elisabeth Herr (SPÖ): Herr Präsident! Wertes Hohes Haus! Zu Beginn: Guten Morgen! Und zu Beginn will ich, nein, muss ich auch gleich festhalten: Gute Klimapolitik ist Arbeitsmarktpolitik. Sinnvoller Klimaschutz schafft Arbeitsplätze. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.) – Ja, genau.
Zwischenruf bei der ÖVP.
Die zuständige ÖVP-Ministerin hat letztens so etwas gesagt wie: Von den Menschen, die in Kurzarbeit sind, kann der Großteil dann ja eh gleich wieder zurückgehen. – Und was ist mit den anderen? Diesen Menschen sind wir verpflichtet! (Zwischenruf bei der ÖVP.) Wir brauchen nicht mehr, aber sicher auch nicht weniger als das größte Investitionspaket in der Geschichte Österreichs, um Arbeitsplätze zu schaffen, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln und um die Klimakrise ganz einfach zu stoppen. Das ist der Punkt! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die zuständige ÖVP-Ministerin hat letztens so etwas gesagt wie: Von den Menschen, die in Kurzarbeit sind, kann der Großteil dann ja eh gleich wieder zurückgehen. – Und was ist mit den anderen? Diesen Menschen sind wir verpflichtet! (Zwischenruf bei der ÖVP.) Wir brauchen nicht mehr, aber sicher auch nicht weniger als das größte Investitionspaket in der Geschichte Österreichs, um Arbeitsplätze zu schaffen, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln und um die Klimakrise ganz einfach zu stoppen. Das ist der Punkt! (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei den Grünen: Ehrlich?! 15 000!
Im Altpapier von Herrn Blümel steht von all dem nichts! – Im Gegenteil. Ich zitiere eine kurze Stelle aus dem Klimabudget, darin steht: Es sollen von 2020 bis 2030 – jetzt halten Sie sich fest, meine Damen und Herren! – 15 000 Arbeitsplätze geschaffen werden. (Ruf bei den Grünen: Ehrlich?! 15 000!) Das sind 1 500 im Jahr! Das sind die Zahlen, die tatsächlich im Budget stehen. 1 500 im Jahr, sagt die Regierung. Greenpeace sagt: Allein 200 000 sind nur im Bereich der Fotovoltaik möglich! Also da muss man schon sagen: Pfoah! Ambitioniert schaut irgendwie anders aus. – Das ist mutlos, das ist fast witzlos! Als ich das gelesen habe, habe ich mich gefragt: Ist das echt? Das war tatsächlich meine Reaktion. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Im Altpapier von Herrn Blümel steht von all dem nichts! – Im Gegenteil. Ich zitiere eine kurze Stelle aus dem Klimabudget, darin steht: Es sollen von 2020 bis 2030 – jetzt halten Sie sich fest, meine Damen und Herren! – 15 000 Arbeitsplätze geschaffen werden. (Ruf bei den Grünen: Ehrlich?! 15 000!) Das sind 1 500 im Jahr! Das sind die Zahlen, die tatsächlich im Budget stehen. 1 500 im Jahr, sagt die Regierung. Greenpeace sagt: Allein 200 000 sind nur im Bereich der Fotovoltaik möglich! Also da muss man schon sagen: Pfoah! Ambitioniert schaut irgendwie anders aus. – Das ist mutlos, das ist fast witzlos! Als ich das gelesen habe, habe ich mich gefragt: Ist das echt? Das war tatsächlich meine Reaktion. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.
Jetzt komme ich auch schon zum Schluss: Das Budget ist eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu vorher, das stimmt, das muss man ehrlich sagen. Ist es aber ein Budget, mit dem wir der Klimakrise und der Krise auf dem Arbeitsmarkt gewachsen sind? – Nein. (Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.) Ist es ein Budget, mit dem wir das Klimaziel, 2040 CO2-neutral zu sein, erreichen werden? – Auch Nein. Da wird es mehr brauchen.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Matznetter: Wir müssen Blümel durch Obernosterer ersetzen!
Ich richte mich an die Umweltministerin: Ich biete mich an, wir bieten uns hier an, gemeinsam für noch mehr im Bereich Klimaschutz zu kämpfen. An den Herrn Finanzminister: Ja, Ihnen biete ich es auch an, denn wir sollten endlich erkennen, dass wir jetzt alle gemeinsam dafür sorgen müssen, Arbeitsplätze durch Umweltschutz zu schaffen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Matznetter: Wir müssen Blümel durch Obernosterer ersetzen!)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Hermann Weratschnig, MBA MSc (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Bundesministerin! Werter Staatssekretär! Wenn die früheren Regierungen mit Beteiligung der SPÖ beziehungsweise alle früheren Regierungen es geschafft hätten, die Klimaschutzziele besser umzusetzen, dann hätte sich Frau Abgeordnete Herr diese Rede heute ersparen können. Diese Rede hat es aber gebraucht, Frau Abgeordnete, und es braucht eine türkis-grüne Regierung, die die Klimaschutzziele jetzt umsetzt. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Mobilität, das wurde heute schon gesagt, ist ein Grundbedürfnis, deshalb auch der klare Plan der Umsetzung des 1-2-3-Tickets. Mit dem, was jetzt beispielsweise zwischen Wien und Gänserndorf streckenbezogen bezahlt wird, wird es zukünftig möglich sein, in ganz Österreich Bus und Bahn zu nutzen. Das, liebe Abgeordnete, ist ein Quantensprung, vor dem wir stehen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Werte Abgeordnete, wir vereinbaren im Rahmen des Budgets 2020 Millionen für die Mobilitätswende. Das haben frühere Regierungen mit ihren Ankündigungen nicht zustande gebracht. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir setzen uns für die schwächeren VerkehrsteilnehmerInnen ein, da sind andere EU-Staaten aber noch um Meilen voraus. Wir arbeiten an fairen Bedingungen für die MitarbeiterInnen in den Bereichen Bus, Bahn und – nicht zu vergessen – auch der Flugzeuge. Ja, es braucht Bewegung bei den Löhnen – Beispiel Laudamotion –, und ich stehe da ganz klar auf der Seite der Gewerkschaft, die sich für die MitarbeiterInnen einsetzt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich habe es bereits in früheren Reden erwähnt: Dem Raubtierkapitalismus der Billigflieger ist der Garaus zu machen! Herr Finanzminister Blümel, wir sind dabei, wir unterstützen Sie dabei, wenn es darum geht, die Arbeitnehmer zu unterstützen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Werte Abgeordnete, steigen wir ein, klimaaktiv! An dieser Stelle möchte ich mich bei jenen bedanken, die heute vor den Toren des Parlaments gestanden sind, nämlich bei der Bewegung Fridays for Future. Die Jungen zeigen auf, was wir in Zukunft zu tun haben. Die Jungen machen plakativ, welche Aufgabe wir hier im Parlament haben, in den Regierungen weltweit. Wir sind dazu verpflichtet, diese Dinge umzusetzen, und es freut mich, dass wir in der Regierung so viel Zuspruch haben. Ich lade alle Abgeordneten dazu ein, diesen Weg mitzugehen. – Nächster Halt: Mobilitätswende. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Stögmüller: Gut so! Aufpassen!
Abgeordneter Christian Hafenecker, MA (FPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Es ist immer ein Vergnügen, den grünen Vorrednern zuzuhören, man lernt immer wieder Neues. (Abg. Stögmüller: Gut so! Aufpassen!) Ich finde das ist auch gut, ich finde es auch wirklich interessant, welcher Begrifflichkeiten Sie sich da bedienen, zum Beispiel wenn Herr Kollege Weratschnig irgendjemandem den Garaus machen möchte. – Ich möchte nicht wissen, wie das kommentiert werden würde, würde das ein Freiheitlicher hier vom Rednerpult aus sagen.
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Lausch.
Spannend war auch die Rede des Kollegen Litschauer, auch da habe ich viel gelernt. Ich habe nicht gewusst, dass sich die Grünen mittlerweile zu den Anwälten der Atomlobby aufschwingen und hier vom Rednerpult aus gegen das Temelín-Volksbegehren argumentieren. Der Sinneswandel bei den Grünen, der in den letzten Monaten vielleicht auch mithilfe der ÖVP stattgefunden haben muss, ist sensationell. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Lausch.)
Beifall bei der FPÖ.
Zum Kollegen Hammer: Kollege Hammer hat uns ja in seinem mitreißenden Referat gleich als Erstredner erklärt, welche Vorzüge das Radfahren mit sich bringt. – Ja, ich gebe Ihnen recht, das Radfahren ist natürlich zu fördern, wir haben uns demgegenüber auch nie verschlossen. Ich gebe Ihnen aber eines zu bedenken: Sie haben gesagt, die meisten Wege, die zurückgelegt werden, sind unter 5 Kilometer. Das ist richtig, aber da fahre ich hin, und dann fahre ich wieder zurück, dann sind es 10 Kilometer; und es gibt ja Phänomene in Österreich: Das eine Phänomen heißt Berge, das andere Phänomen heißt Winter, und ich möchte einfach den Leuten und den Pendlern nicht zumuten, dass sie 10 Kilometer mit dem Rad durch Schnee, Gatsch und Eis fahren. Das sollte man auch bedenken. Es gibt eben nicht nur Städte, es gibt auch Randlagen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Stögmüller
jetzt aber draufkommen müssen, dass Sie eigentlich nur eine ideologische Auftragstäterin sind. Was machen Sie? – Sie führen den Kampf gegen die Luftfahrt (Zwischenruf des Abg. Stögmüller), den haben Sie ausgerufen, und was noch viel schlimmer ist, Sie haben auch die Inquisition gegen die Autofahrer ins Leben gerufen. Es gibt da Sabotageakte am laufenden Band, abgesehen davon, dass die erste und einzig medienwirksame Tätigkeit, die Sie gemacht haben, war, dass Sie die 140er-Taferln, die unter Ihrem Vorgänger Hofer angebracht wurden, wieder runtergeschraubt haben. (Abg. Stögmüller: ... Hofer gemacht hat! Hat auch nichts anderes gemacht! – Abg. Lausch – in Richtung Abg. Stögmüller –: ... Glasscheibe!)
Abg. Stögmüller: ... Hofer gemacht hat! Hat auch nichts anderes gemacht! – Abg. Lausch – in Richtung Abg. Stögmüller –: ... Glasscheibe!
jetzt aber draufkommen müssen, dass Sie eigentlich nur eine ideologische Auftragstäterin sind. Was machen Sie? – Sie führen den Kampf gegen die Luftfahrt (Zwischenruf des Abg. Stögmüller), den haben Sie ausgerufen, und was noch viel schlimmer ist, Sie haben auch die Inquisition gegen die Autofahrer ins Leben gerufen. Es gibt da Sabotageakte am laufenden Band, abgesehen davon, dass die erste und einzig medienwirksame Tätigkeit, die Sie gemacht haben, war, dass Sie die 140er-Taferln, die unter Ihrem Vorgänger Hofer angebracht wurden, wieder runtergeschraubt haben. (Abg. Stögmüller: ... Hofer gemacht hat! Hat auch nichts anderes gemacht! – Abg. Lausch – in Richtung Abg. Stögmüller –: ... Glasscheibe!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Obernosterer: Die Garantien sind aber nichts wert!
Der Versuch, die ÖVP in Sachen Personalpolitik zu kopieren, ist Ihnen jetzt einmal ansatzweise gelungen. Frau Bundesministerin, zum Abschluss meiner Rede aber ein Tipp an Sie: Glauben Sie mir, die ÖVP wird sich schneller von Ihnen trennen, als Ihnen das lieb ist – ich habe das auch gestern schon gesagt –, und spätestens dann, wenn Ihre Klimaschutzmaßnahmen anstehen und wenn Sie Ihr Programm umsetzen wollen, wird die ÖVP wie immer die Notbremse ziehen! Denken Sie an meine Worte, ich kann Ihnen jetzt schon garantieren, dass es so sein wird! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Obernosterer: Die Garantien sind aber nichts wert!)
Beifall bei ÖVP und Grünen – Zwischenruf des Abg. Hafenecker
Abgeordnete Tanja Graf (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Ministerin! Geschätzter Staatssekretär! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuschauer! Ich hoffe, Herrn Hafenecker ist es recht, wenn wir jetzt wieder in einen seriösen Redebeitrag übergehen (Beifall bei ÖVP und Grünen – Zwischenruf des Abg. Hafenecker), denn eines ist klar: Trotz der veränderten Voraussetzungen aufgrund der Covid-19-Pandemie ist der Beschluss des vorliegenden Budgets wichtig und richtig, weil damit richtungsweisende Maßnahmen und Projekte finanziell unterstützt und abgesichert werden, so eben auch im Bereich Umwelt, Klima und Energie. Wir erhöhen das Budget in diesem Bereich dieses Jahr um knapp 70 Prozent.
Zwischenruf des Abg. Martin Graf
Frau Kollegin Herr! Ja, Klimapolitik ist auch Arbeitspolitik, das ist auch unser Zugang. Wir werden nachhaltige Arbeitsplätze im Umweltbereich schaffen, darauf können Sie sich verlassen (Zwischenruf des Abg. Martin Graf), denn das Budget ist zweifellos ein Impuls dafür.
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Martin Graf
Die Frau Ministerin hat es schon erwähnt: Zusätzlich dazu haben wir heuer ein sehr ambitioniertes Vorhaben, wir wollen mit dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz die Förderung von Ökostrom auf neue Beine stellen, einerseits wollen wir den Ausbau beschleunigen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Martin Graf), und andererseits soll das Fördersystem effizienter und moderner gestaltet werden.
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Gerade in diesen Zeiten ist es auch wichtig, Investitionen anzukurbeln, die Österreich moderner, nachhaltiger und krisenfester machen. Heimische erneuerbare Energieträger, thermische Sanierungen und Energieeffizienzförderung sind gute Beispiele für Maßnahmen, die der Wirtschaft und auch der Umwelt helfen können, wenn wir sie klug gestalten. Das wird eben in den nächsten Monaten eine wichtige Aufgabe sein, der sich die Regierung und natürlich auch wir im Parlament stellen müssen. Gehen wir es daher gemeinsam und mit Hausverstand an, dann profitiert ganz Österreich! – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Martin Graf
Abgeordneter Dr. Helmut Brandstätter (NEOS): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Ich bin gestern von einer Kollegin von der ÖVP kritisiert worden: Warum machen Sie da immer Werbung für Bücher? – Ich habe gesagt, ich mache Werbung für Ideen, weil ich das für wichtig halte. Abgesehen davon ist es, glaube ich, wirklich sinnvoll, Bücher zu lesen, deswegen habe ich heute eines mitgebracht: Die menschliche Intelligenz lässt ja manchmal aus, also kann ich nur die künstliche empfehlen (Zwischenruf des Abg. Martin Graf); es geht um die künstliche Intelligenz und um die Superpowers, nämlich China und das Silicon Valley. (Eine Ausgabe des Buchs mit dem Titel „AI Superpowers – China, Silicon Valley, and the New World Order“ in die Höhe haltend.) Die traurige Nachricht ist: Wie intensiv, glauben Sie, kommt Europa in diesem Buch vor? – Auf einer Seite, und zwar nur in der Erklärung, dass Europa nicht mitspielt, weil es einfach nicht verstanden hat, dass man für künstliche Intelligenz Daten braucht, und diese nicht gemeinsam einsetzt. Damit sind wir schon bei einem wesentlichen Thema: Das müssen wir natürlich gemeinsam machen.
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
macht natürlich überhaupt keinen Sinn – danke, Herr Kollege, dass Sie nicken –; ich glaube, da muss man auch einmal etwas machen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Martin Graf.
Was ist da in anderen Ländern los? – Spannend ist in diesem Buch übrigens, wie Kai-Fu Lee, ein Chinese, der in Amerika für Google gearbeitet hat und jetzt Unternehmen in China neu aufbaut, beschreibt, wie das Wettrennen läuft. Das Wettrennen läuft so, dass in der Software das Silicon Valley noch vorne ist, aber in der Hardware Shenzhen – wir sprechen es anders aus, aber das ist angeblich nicht richtig – in der Nähe von Hongkong das Zentrum ist, wo inzwischen die besten Maschinen gebaut werden – da können wir leider nicht mit. (Zwischenruf des Abg. Martin Graf.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Wir werden da nur mitkönnen, wenn wir auch zu den Innovationleadern in Europa gehören, wenn wir das gemeinsam mit anderen Ländern machen und wenn wir, bitte schön, auch deutlich mehr Geld dafür einsetzen. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Mag. Meri Disoski (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Mit dem Budget der UG 41, Mobilität, gehen wir große Schritte in Richtung nachhaltige Mobilität. Wir gehen auch einen großen Schritt in Richtung eines sozial gerechteren Verkehrssystems. Das ist deshalb wichtig, weil Mobilität mehr ist als nur das Fahren von A nach B. Das ist deshalb wichtig – es wurde heute schon mehrfach erwähnt –, weil Mobilität eine Grundlage für die Teilnahme am öffentlichen und auch am sozialen Leben ist. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Viertens, Kollege Hammer hat das eingangs schon erwähnt: In diesem Budget gibt es viel mehr Mittel für aktive Mobilität, 25 Millionen Euro vor allem für das Radfahren und für das Zufußgehen, und insgesamt erhöhen wir die Mittel für die aktive Mobilität von 4,4 Millionen Euro auf 46,4 Millionen Euro. – Lassen Sie sich das auf der Zunge zergehen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Herr
Kollegin Herr, das geht jetzt in Ihre Richtung: Wie sehr man da innerhalb Ihrer Partei noch auf Beton setzt, haben wir zuletzt im 2. Bezirk in Wien beobachten können. Es gab die tolle Diskussion um einen Pop-up-Radweg (Zwischenruf der Abg. Herr), eine grüne Idee für einen temporären Radweg, der in Zeiten von Corona gleichzeitig Social Distancing plus aktive Mobilität fördern wollte. Ihre KollegInnen aus dem Bezirk haben uns ausgerichtet: Mit uns sicher nicht! (Abg. Belakowitsch: Super!)
Abg. Belakowitsch: Super!
Kollegin Herr, das geht jetzt in Ihre Richtung: Wie sehr man da innerhalb Ihrer Partei noch auf Beton setzt, haben wir zuletzt im 2. Bezirk in Wien beobachten können. Es gab die tolle Diskussion um einen Pop-up-Radweg (Zwischenruf der Abg. Herr), eine grüne Idee für einen temporären Radweg, der in Zeiten von Corona gleichzeitig Social Distancing plus aktive Mobilität fördern wollte. Ihre KollegInnen aus dem Bezirk haben uns ausgerichtet: Mit uns sicher nicht! (Abg. Belakowitsch: Super!)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Strasser.
Sie haben vorhin gesagt: witzlos, mutlos, rückwärtsgewandt. – Genau all das ist es. Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn Sie Ihre Energie und die Verve, die Sie hier an den Tag legen, auch dafür nutzten, innerhalb der Partei Überzeugungsarbeit zu leisten, denn auch das braucht es noch. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Strasser.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abschließend möchte ich mich bei Ihnen, Frau Ministerin, für dieses sehr ambitionierte Budget, das Sie ausverhandelt haben, das eine sehr klare grüne Handschrift trägt, bedanken. Das kann sich wirklich mehr als nur sehen lassen. Ich freue mich darauf, dass wir das hier am Donnerstag beschließen werden. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Im Bereich Klimaziel und Energiekonzept ist in den letzten zwei Jahren, von 2017 bis 2019/2020, relativ wenig passiert. Es ist jetzt sehr, sehr viel aufzuholen, und Sie, Frau Ministerin, haben da natürlich sehr viel Arbeit. Das Ziel, 2030 100 Prozent Strom aus erneuerbarer Energie zu gewinnen, konnte die letzte Regierung einfach nicht erreichen, es war ein glatter Kurzschluss. Das kann man nur so sagen, weil in dem Bereich leider Gottes nichts passiert ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das Regierungsprogramm sieht für das Ökostromausbauprogramm 1 Milliarde Euro vor, aber leider Gottes ist kein Anhaltspunkt drinnen, woher diese Milliarde kommen soll. Der Großteil der Förderungen wird ja jetzt schon von den 3,8 Millionen Haushalten in Form der Ökostrompauschale selbst bezahlt. Es kann unserer Meinung nach nicht so sein, dass immer nur die arbeitenden Menschen die Zeche bezahlen müssen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzte Frau Ministerin, Sie haben sehr, sehr viel angekündigt. Sie haben gesagt, im Sommer wird das EAG vorliegen. Wie gesagt, es warten alle darauf. Verlassen wir einen Uraltansatz der letzten Regierungsperiode und gestalten wir moderne partizipative, leistbare und ökologische Energie! Die Zeit ist reif dafür. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Viele von Ihnen haben das EAG erwähnt, das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz, daher möchte ich auch noch einmal kurz darauf eingehen. Ich und das gesamte Ministerium, die Abteilung, arbeiten mit Hochdruck an der Finalisierung dieses Gesetzentwurfes. Ich werde aber erst dann ein Gesetz in Begutachtung oder in Verhandlungen schicken, wenn ich davon überzeugt bin, dass wir die Ziele damit erreichen, und wir haben ein Ziel: 2030 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien. Ich habe vor, dieses Ziel zu erreichen, und wir werden dieses Ziel erreichen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Wir werden dieses Ziel auch deswegen erreichen, weil mein Anliegen und unser gemeinsames Anliegen auch sein muss, dass wir die handfesten Jobs, die Sie erwähnt haben, in der Voest und in vielen anderen Industriebetrieben in Österreich halten. Deswegen überlegt sich die Voest heute, was es braucht, damit sie ihre Produktion auf klimaneutrale Stahlproduktion umstellen kann. Dazu braucht es viele erneuerbare Energien und auch dazu liefert das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz eine Basis. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
in Richtung Abg. Schroll
Wir sichern damit auch die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Energie in der Zukunft. Wir wollen das machen, indem wir uns im Programm einen Deckel vorgenommen haben: 1 Milliarde Euro – das geht jetzt in diese Richtung (in Richtung Abg. Schroll), auch wenn der Kollege gerade nicht zuhört – für den Ausbau der erneuerbaren Energien.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Der zweite Punkt ist die Mobilitätspolitik der Zukunft, der Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Es gibt drei Säulen – ich habe das schon ein paar Mal im Hohen Haus erwähnt –: Es braucht den Infrastrukturausbau; dafür sorgen wir in diesem Budget vor. Es braucht die Angebotsverdichtung – auch dafür sorgen wir in diesem Budget vor –, unter anderem, wir haben es letztens einmal hier diskutiert, mit einer besseren Zugverbindung Innsbruck–Wien auch an den Randzeiten, damit auch da Verlagerung besser stattfinden kann, und mit einer Angebotsverbesserung in vielen anderen Bereichen, nämlich im ländlichen Bereich, bei den städtischen Verbindungen, in die touristischen Zonen, an den Tagesrändern. Es braucht Tickets. Das 1-2-3-Ticket ist ein Baustein für eine leistbare öffentliche Mobilität. – Für alle drei Bausteine zukunftsfähiger Mobilität sorgt dieses Budget vor, und auch darüber freue ich mich. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie des Abg. Schroll.
Es gibt, aufgeteilt auf die unterschiedlichsten Budgetposten, genau die Maßnahmen, die in Summe dazu führen, dass wir eine Stärkung des Nahverkehrs und des Regionalverkehrs über die Legislaturperiode und perspektivisch darüber hinaus mit dem Ziel Klimaneutralität 2040 auch auf den Weg bringen. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie des Abg. Schroll.)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Eßl. – Bitte. (Zwischenruf bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Es sei mir abschließend auch noch gestattet, drei Sätze zum Thema Energie zu sagen. Dem Thema erneuerbare Energie soll in der Zukunft noch wesentlich mehr Gewicht als bisher verliehen werden. Biomasse ist aus meiner Sicht einer der Schlüssel für eine gute Energiezukunft, und gerade jetzt, da unsere Forstwirtschaft in einer existenzbedrohenden Situation ist, muss mit einem verstärkten Einsatz von Biomasse reagiert werden. Daher gehören Wärme und Energie aus Biomasse auch entsprechend unterstützt und mit diesem Budget sollte dies auch möglich sein. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Nichtsdestotrotz legen Sie heute Zahlen vor, die im Endeffekt, wie es gestern und heute schon erwähnt wurde, eigentlich dieses Papier nicht würdig sind beziehungsweise das Papier eigentlich nicht wert sind – schauen wir uns nur die Zahlen der nächsten sechs Monate an! Warum? – Es sind weder diese Krise, die Sie am Anfang Ihrer Rede erwähnt haben, miteingeplant noch alle Zukunftsprojekte, die es braucht, um im Umweltbereich, aber natürlich auch im Verkehrsbereich entsprechende Akzente und Maßnahmen zu setzen. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall und Zwischenruf bei der FPÖ.
Kollege Eßl hat es vorhin angesprochen, es gibt viele Lokalbahnen, die da nicht abgebildet sind. Es gibt viele Maßnahmen für erneuerbare Energien, die nicht abgebildet sind. Alles ist also im Endeffekt ein mit Zahlen geschmücktes Papier, nichtsdestotrotz aber ist es dieses Papier, auf dem die Zahlen draufstehen, nicht wert. (Beifall und Zwischenruf bei der FPÖ.)
Abg. Schmuckenschlager: Nein, ich habe was anderes gesagt!
Ein bisschen kommt mir die grüne Politik so vor, als würden Sie im Auto sitzen, mit Vollgas auf der Tube stehen und darauf vergessen, dass noch ein Koalitionspartner dabeisitzt und die Zündung noch nicht gestartet ist. Sie brauchen also ein bisschen mehr Engagement und auch einmal ein Durchstarten der Zündung, um in diesem Bereich auch aktiv zu werden. Warum? – Das ist ganz einfach, ich gehe dazu auf die Aussagen des Kollegen Schmuckenschlager ein: Er hat vorhin in seiner Rede erwähnt, dass man sich aufgrund der Umfragen noch nicht sicher ist, in welche Richtung es geht. (Abg. Schmuckenschlager: Nein, ich habe was anderes gesagt!)
Beifall bei der FPÖ.
Ich weiß schon, die ÖVP macht Symbolpolitik nach Umfragen, aber nicht nach Ideologie oder nach Gesinnung – das ist der Unterschied zu den Grünen: Bei euch weiß man, wohin es geht. Da (in Richtung ÖVP weisend) weiß man nie, wohin es geht. Das hängt davon ab, wo die Kurve der Umfrage gerade steht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dies sei eine kleine Anregung in diesem Bereich, diesen Punkt auch umzusetzen. Ich glaube, da sprechen wir fast die gleiche Sprache – der Klotz am Bein sitzt auf dieser (in Richtung ÖVP weisend) Seite. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
ganz klar für faktenbasierte Politik, für faktenbasierte Entscheidungen, und insofern ist das ein großes Bekenntnis zu Wissenschaft und Forschung. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Daraus ergibt sich eine ganz klare Priorisierung, nämlich eben keine gleiche Wichtigkeit des 1-2-3-Klimatickets und des Netzausbaus, wie wir das von der Ministerin im Budgetausschuss gehört haben, sondern eine ganz klare Priorisierung zugunsten eines handfesten Netzausbaus. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.
Ich selbst als Kommunalpolitiker, immerhin in der Landeshauptstadt Linz in Oberösterreich, kenne diese Debatte gut genug, und ich sage Ihnen eines, Frau Ministerin: Sie müssen dabei gewaltige Überzeugungsarbeit leisten – wir NEOS unterstützen Sie dabei –, weil die SPÖ und die ÖVP in den Kommunen meistens nicht verstehen, dass es das braucht. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.) Man muss wirklich mit Nachdruck daran arbeiten, meine sehr geehrten Damen und Herren, um das in die Köpfe der Kommunalpolitiker hineinzubringen.
Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.
Sie von den Roten und von den Schwarzen brauchen da überhaupt nicht so laut zu schreien, ich kenne das seit fünf Jahren und erlebe es hautnah: Es ist ein Trauerspiel, wie wenig Verständnis es in Ihren Parteien für moderne Mobilität gibt. Sorry, es ist so! (Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Kollross: Der Bürgermeister wahrscheinlich! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Besonders freut mich als leidenschaftlichen Klappradfahrer und Pendler zwischen den Städten die Verzehnfachung des Fahrradbudgets, aber wissen Sie, warum es so schwierig für die Menschen auf dem Land ist, effektiv und komfortabel in das Öffinetz einzusteigen? (Abg. Kollross: Der Bürgermeister wahrscheinlich! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Sie können gut sehen, warum das so ist, wenn Sie über die Grenze nach Bayern schauen: Unsere Siedlungen sind enorm zerfleddert, in Bayern sind sie sehr kompakt. Die ländlichen Regionen in Österreich, gerade in Oberösterreich und Niederösterreich, sind katastrophal zersiedelt. Das schaut überhaupt nicht nach professioneller und objektiver Raumplanung aus (Zwischenrufe bei der ÖVP), das schaut aus, als hätten Kinder Bausteinkisten ausgeschüttet. Und diese ganzen Bausteine mit Öffis zu erschließen, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist einfach unmöglich und sündteuer. Auch deshalb sind Menschen auf dem Land darauf angewiesen, oft nicht nur einen oder zwei, sondern sogar drei Pkws pro Haushalt zu haben.
Zwischenrufe bei der ÖVP
Besonders freut mich als leidenschaftlichen Klappradfahrer und Pendler zwischen den Städten die Verzehnfachung des Fahrradbudgets, aber wissen Sie, warum es so schwierig für die Menschen auf dem Land ist, effektiv und komfortabel in das Öffinetz einzusteigen? (Abg. Kollross: Der Bürgermeister wahrscheinlich! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Sie können gut sehen, warum das so ist, wenn Sie über die Grenze nach Bayern schauen: Unsere Siedlungen sind enorm zerfleddert, in Bayern sind sie sehr kompakt. Die ländlichen Regionen in Österreich, gerade in Oberösterreich und Niederösterreich, sind katastrophal zersiedelt. Das schaut überhaupt nicht nach professioneller und objektiver Raumplanung aus (Zwischenrufe bei der ÖVP), das schaut aus, als hätten Kinder Bausteinkisten ausgeschüttet. Und diese ganzen Bausteine mit Öffis zu erschließen, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist einfach unmöglich und sündteuer. Auch deshalb sind Menschen auf dem Land darauf angewiesen, oft nicht nur einen oder zwei, sondern sogar drei Pkws pro Haushalt zu haben.
Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Dafür verantwortlich – jetzt können Sie gleich wieder schreien – zeichnet die ÖVP in den letzten 50 Jahren. Diese Zersiedelung kostet die Menschen auf dem Land jetzt die Lebensqualität und die Orte auf dem Land jetzt die Zukunft. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Es wird für Ihre Nachfolgerinnen und Nachfolger, Frau Ministerin, sehr schwierig werden, von diesen in Stein gemeißelten 365 Euro wegzukommen; aber das passiert, wenn das Marketing vor der Substanz kommt. Da sind Sie aber mit Ihrem Koalitionspartner in bester Gesellschaft. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
abgewickelt, was umweltpolitisch sinnvoll ist, was aber vor allem auch wirtschaftspolitisch sinnvoll ist. Ich glaube, die Verlagerung gerade im Güterverkehr ist eine große Herausforderung. Wir in Tirol mit dem Brennerbasistunnel als Infrastrukturprojekt hoffen darauf, dass sich das Ganze nicht, wie im letzten Rechnungshofbericht angekündigt, verzögert, sondern dass wir dieses Projekt möglichst zeitnah fertigstellen können. Meine Bitte, Frau Bundesminister: Wir brauchen dafür unbedingt politischen Druck auf Deutschland, auf Brüssel, um die Zulaufstrecken fertigzustellen, um den Güterverkehr dann insgesamt auf diese TEN-Achse, welche dann über 1 000 Kilometer laufen soll, verlagern zu können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Lukas Hammer.
Alles in allem, glaube ich, kann man oder muss man feststellen: Wir müssen im Bereich der Mobilität an vielen Schrauben drehen, um gesteckte Ziele zu erreichen. Ich wünsche Ihnen, Frau Bundesminister, und uns hier in diesem Hohen Haus alles Gute, dass wir dabei gemeinsam einiges auf den Weg bringen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Lukas Hammer.)
Beifall bei der SPÖ.
Es gibt in meiner Heimatstadt Villach einen Mikroelektronikbetrieb, der vor 25 Jahren, als sich noch niemand für Hightech interessiert hat, von einem Bürgermeister mit viel Mut und einer öffentlichen Investition von 40 Millionen Euro gefördert wurde und sich jetzt dazu entwickelt hat, dass es Silicon Alps gibt. Das ist ein Mikroelektronikcluster, der von 20 kleinen Mikroelektronikbetrieben in Villach auf 140 Betriebe in Österreich gewachsen ist. Es gibt die Silicon Austria Labs im Bereich der angewandten Forschung, und es gibt eine Standortinvestition von 2 Milliarden Euro und 1 000 Arbeitsplätzen aufgrund der Rahmenbedingungen, die es in dieser Stadt gibt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Geben Sie uns die Chance, uns als Österreich zu entwickeln! Geben Sie uns die Chance, zu zeigen, dass wir Leader in diesem Bereich sein können! Das Know-how haben wir, die Voraussetzungen haben wir, die Investition haben wir, und Betriebe mit weltweiter Relevanz haben wir auch. Wir müssen es nur tun, und das wird ein Konjunkturpaket, das wirklich greift. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich bitte Sie, Frau Bundesminister, dass Sie auch dieses Projekt unterstützen, genauso wie den Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur, und gratuliere Ihnen zu diesem Budget. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Sie und der Herr Staatssekretär als Unterstützung werden für Österreich hier gute Arbeit leisten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
allgemeine Heiterkeit
Frau Minister, anstatt über die Landwirtschaft zu reden – jetzt ist sie weg (allgemeine Heiterkeit) –, anstatt über die Landwirte zu reden, sollten Sie mit den Bauern und Bäuerinnen reden. Ich sehe Landwirtschaft und Umwelt als zwei kommunizierende Gefäße: Nur gemeinsam kann man Umweltschutz betreiben.
Beifall bei der FPÖ.
Regional statt global sollte die Devise lauten. – Frau Minister, ich bin gespannt, wann Sie endlich zu handeln beginnen, die Umweltkatastrophe direkt vor unserer Haustüre sollte dringendst gestoppt werden! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Rauch: Wo? Wo?
Kosten, immensen Aufwand verursachen und die Menschen belasten, wo Sie doch gemeint haben, Sie wollen die Menschen nicht neu belasten. Es würde die Unternehmen in Österreich, vor allem die kleinstrukturierten, sehr wohl belasten, ein Pfandsystem einzuführen. (Abg. Rauch: Wo? Wo?)
Beifall bei der ÖVP. – Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ.
Dabei wäre es eigentlich ganz einfach, es gäbe eine ganz einfache Lösung, meine Damen und Herren: Acht Bundesländer in Österreich trennen bereits restriktiv ihren Müll – acht Bundesländer! Wissen Sie, welches Bundesland den Müll nicht restriktiv trennt? – Meine Damen und Herren, das ist Wien! (Beifall bei der ÖVP. – Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Rauch: Die bösen Grünen in Wien!
Die vermeintlich saubere Stadt, das grüne Wien, die umweltfreundliche Stadt: Alles landet hier weitgehend im Hausmüll, in einem Kübel, in einer Tonne und wird verbrannt. (Abg. Rauch: Die bösen Grünen in Wien!) An dieser Praxis hat sich seit Jahrzehnten leider nichts verändert. Theoretisch bestünde die Möglichkeit, jedoch sehen wir es hinten selbst: Da ist Dosenmüll drinnen, da ist Glasmüll drinnen, ja sogar Altöl wird in den Mistkübel gegeben.
Ruf bei der SPÖ: Weil es dort so schön ist!
Das Problem ist vielleicht mittelfristig ein Thema, man kann ja den Heizwert erhöhen, es hat ja durchaus Vorteile, an dieser Praxis festzuhalten, aus einer kapitalistischen Überlegung heraus, jedoch jeder vierte Österreicher lebt nun einmal in Wien. (Ruf bei der SPÖ: Weil es dort so schön ist!) Während also alle anderen restriktiv ihren Müll trennen, haben die Wienerinnen und Wiener gar keine praktikable Chance, bei der Mülltrennung im Zuge des Umweltschutzes mitwirken zu können. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das Problem ist vielleicht mittelfristig ein Thema, man kann ja den Heizwert erhöhen, es hat ja durchaus Vorteile, an dieser Praxis festzuhalten, aus einer kapitalistischen Überlegung heraus, jedoch jeder vierte Österreicher lebt nun einmal in Wien. (Ruf bei der SPÖ: Weil es dort so schön ist!) Während also alle anderen restriktiv ihren Müll trennen, haben die Wienerinnen und Wiener gar keine praktikable Chance, bei der Mülltrennung im Zuge des Umweltschutzes mitwirken zu können. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Sagen Sie es einfach den Grünen!
Daher ganz klar mein Appell an die SPÖ, vielleicht an die Frau Präsidentin – ich kenne mich bei Ihnen nicht so genau aus, wer da gute Beziehungen ins Rathaus hat, das ist bei Ihnen ein bisschen undurchsichtig (Abg. Belakowitsch: Sagen Sie es einfach den Grünen!) –: Rufen Sie Herrn Ludwig an! Vielleicht spielen Sie es über das Burgenland, das ist vielleicht das Gescheiteste. Rufen Sie dort an und geben Sie auch den Wienerinnen und Wienern die Chance, ihren Teil beizutragen, denn die Recyclingquote wird ganz klar nur in Wien nicht erfüllt! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher ganz klar mein Appell an die SPÖ, vielleicht an die Frau Präsidentin – ich kenne mich bei Ihnen nicht so genau aus, wer da gute Beziehungen ins Rathaus hat, das ist bei Ihnen ein bisschen undurchsichtig (Abg. Belakowitsch: Sagen Sie es einfach den Grünen!) –: Rufen Sie Herrn Ludwig an! Vielleicht spielen Sie es über das Burgenland, das ist vielleicht das Gescheiteste. Rufen Sie dort an und geben Sie auch den Wienerinnen und Wienern die Chance, ihren Teil beizutragen, denn die Recyclingquote wird ganz klar nur in Wien nicht erfüllt! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich bitte also die Vertreter des offiziellen Wien, nein, ich fordere die Vertreter des offiziellen Wien auf: Schaffen Sie für Ihre Bürgerinnen und Bürger diese Recyclingdiskriminierung ab! Schaffen Sie das ab! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und Grünen.
Abgeordneter Dietmar Keck (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Herr Staatssekretär! Liebe Kollegin, trotz des ganzen Wienbashings der ÖVP ist Wien 2019 wieder zum x-ten Mal zur lebenswertesten Stadt der Welt gewählt worden. Das sagt alles aus. (Beifall bei SPÖ und Grünen.) Hören Sie endlich mit Ihren nutzlosen Angriffen auf!
Heiterkeit bei der SPÖ.
fährt, sieht man dort, wo der Tunnel ist, keine Ortschaft, überhaupt nichts. Anscheinend sind die Tunnel dafür gebaut worden, dass die Jäger freies Schussfeld haben, anders ist es mir nicht erklärlich, dass da kilometerlange Tunnel gebaut wurden. (Heiterkeit bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Bundesminister Gewessler, ich habe eine Bitte: Schauen Sie sich das wirklich ganz genau an, schauen Sie auf die Bedürfnisse der 30 000 Menschen in Leonding und schauen Sie, dass dieses Projekt, das von den Bewohnerinnen und Bewohnern von Leonding vorgeschlagen wurde, auch umgesetzt wird. Diese Bitte hätte ich an Sie. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Reden wir darüber, was für die Voest notwendig ist, welche Maßnahmen wir für F & E brauchen, welche Mittel wir brauchen, um das alles umzusetzen. Wir als Voestalpine – und ich glaube, das hat auch das Management gesagt – sind bereit, unseren Beitrag dazu zu leisten. Wir benötigen aber auch den Beitrag der Bundesregierung, und ich hoffe, dass Sie uns den geben. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Julia, bitte sag es der Kollegin!
Präsidentin Doris Bures: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Frau Abgeordnete Julia Herr gemeldet. – Bitte, Frau Abgeordnete. (Ruf bei der SPÖ: Julia, bitte sag es der Kollegin!)
Beifall bei SPÖ und Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Recyclingquote!
Abgeordnete Julia Elisabeth Herr (SPÖ): Abgeordnete Jeitler-Cincelli hat behauptet, in acht Bundesländern würde Müll getrennt, nur in Wien nicht. – Das ist natürlich falsch, auch in Wien wird höchst erfolgreich Müll getrennt. Gerade in der Müllweiterverarbeitung ist man da tatsächlich sehr gut dabei, und nicht ohne Grund hat Wien daher von allen Bundesländern die niedrigsten CO2-Emissionen und ist mehrmals zur lebenswertesten Stadt der Welt gewählt worden, auch aufgrund der Weiterentwicklungen im Bereich Umwelt und Abfallwirtschaft. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Recyclingquote!)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf bei der SPÖ.
und Kollegen! An Frau Abgeordnete Herr: Meine Kollegin Jeitler-Cincelli hat bei diesem Thema von Recycling gesprochen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: ... das wart doch eh ihr!
Die schlechte Nachricht ist, dass der Brennerbasistunnel erst mit 2030 fertiggestellt werden soll, was eine Verzögerung von vier Jahren bedeutet. (Ruf bei der SPÖ: ... das wart doch eh ihr!) Ich bitte Sie da wirklich eindringlich, Frau Bundesminister Gewessler, dass das nicht auf dem Rücken der Güterbeförderer, der Frächter und deren Lkw-Fahrerinnen und -Fahrern ausgetragen wird. Bitte setzen Sie sich dafür ein, die Zulaufstrecken auf europäischer Ebene zustande zu bringen. Weiters müssen auch für die Lokführer die Hürden im internationalen Schienenverkehr abgebaut werden, das ist nicht mehr zeitgemäß.
Beifall bei der ÖVP.
Zum Schluss bitte ich Sie, auf die Güterbeförderer zu schauen, auf die Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer zu schauen, denn die waren in der Coronakrise die Heldinnen und Helden, und ich würde Sie bitten, dafür zu sorgen, dass sie auch weiterhin Helden bleiben. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Klappe, die zweite, ich darf ein Zitat bringen, 25.5.2018: „Grüne empört über Hubert Gorbachs neuen Job“, „‚Blaue Umfärbeaktion.‘ So toben die Tiroler Grünen über den neuen Aufsichtsrat der Brennerbasistunnel Gesellschaft, Hubert Gorbach.“ Was bringt die Grünen so auf die Palme? „Der ehemalige Vizekanzler und Verkehrsminister Hubert Gorbach [...] wird Aufsichtsrat bei der Brennerbasistunnel Gesellschaft“. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Klappe, die dritte, 11.5. dieses Jahres: Statt Hubert Gorbach werden die ehemalige Büroleiterin der Landeshaupmann-Stellvertreterin Ingrid Felipe, Frau Alexandra Medwedeff, als grüne Aufsichtsrätin und auch Karin Tausz, ebenfalls eine Grüne, als Aufsichtsrätin entsandt. Also das, was die Grünen selbst immer wieder kritisiert haben, betreiben sie jetzt selbst massiv! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der SPÖ.
Ich sage euch eines, liebe Grüne: Ich tue mich überhaupt schwer, eure Positionen zu kritisieren, weil ich eure Positionen nicht mehr kenne! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Damit Sie mich nicht falsch verstehen: Ich bin natürlich total dabei und unterstütze alle Initiativen für den Öffiausbau, egal, ob das Bahn, Bus, Straßenbahn, U-Bahn betrifft, aber die Menschen im ländlichen Raum brauchen auch den Individualverkehr und sind genauso auf leistbare Mobilität angewiesen. Deswegen meine große Bitte an Sie, auch in diesem Bereich stark zu forcieren. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es gab noch den Verweis auf den geänderten Zeitplan. Die Baustelle des Brennerbasistunnels musste aufgrund von Covid-19 eingestellt werden, das heißt, sie wird jetzt langsam wieder hochgefahren. Der Aufsichtsrat der Brennerbasistunnelgesellschaft wird natürlich auch sehr genau die Auswirkungen und auch die neuen Zeitverläufe evaluieren. Sobald das klar ist, werde ich das selbstverständlich mit einem Bericht aus dem Aufsichtsrat berichten, der übrigens mit sehr hoch qualifizierten, kompetenten – und ich freue mich auch darüber – Frauen durch die ÖBB-Infrastruktur besetzt wurde. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir wollen alle einladen, die Studie zu diskutieren, die Inhalte zu diskutieren, verschiedene Varianten zu diskutieren und damit einen Prozess zu starten, der – auch da bin ich wieder dabei – damit enden soll, dass wir die Ziele erreichen, die wir EU-rechtlich verpflichtet sind zu erreichen, aber die auch im Sinne des Klimaschutzes und im Sinne des Naturschutzes sind und die wir deswegen auch mit hoher Energie und hoher Intensität weiter verfolgen werden. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Man denke nur an Dry Port und den Bereich Duisburg zum Beispiel. Duisburg hat sechs Millionen Container zu transportieren – jedes Jahr! Heute fahren sie über Hamburg, morgen über Triest. Die Chance, dass wir das wirtschaftlich nutzen können, ist einzig und allein an einem festzumachen, nämlich indem wir unsere Bahn unterstützen. Wenn uns das gelingt, dann haben wir, glaube ich, ein starkes Signal für die Mobilität in Österreich und für die Schiene gesetzt. – Danke. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Mobilität ist also ein Thema, das uns alle beschäftigt und von dem wir alle betroffen sind. Darum möchte ich mit einem Zitat von Eberhard von Kuenheim schließen: „Mobilität von Menschen und Gütern ist nicht Folge, sondern Grundlage unseres Wohlstands.“ (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Damen und Herren, wenn Sie dieses Budget gerade in diesem Kapitel mitbeschließen – es wurde von unserer Frau Bundesministerin und von unserem Herrn Staatssekretär erarbeitet –, dann unterstützen Sie eine Geisteshaltung, die auf den Werten der Freiheit, der Eigenverantwortung und auf einer neuen Qualität der Solidarität in der digitalen und in der analogen Welt setzt. Damit werden wir das Comeback für Österreich schaffen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Christoph Stark (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Herr Staatssekretär! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Werte Kolleginnen! Werte Kollegen! Ich darf einmal einen Satz hierher stellen, zu dem ich wirklich voll und ganz stehe: Wir können stolz auf unsere Bundeshauptstadt sein. Sie ist in vielen Belangen weltweit anerkannt. Ich glaube, das ist etwas, das man herzeigen kann, worauf wir alle, auch wir Abgeordneten, wirklich stolz sein können. (Beifall bei der ÖVP.)
Rufe bei der SPÖ: ... leise Kritik!
Was ich aber mit einem gewissen Schmunzeln momentan wahrnehme, ist, sobald man dieser Tage auch nur eine leise Kritik an der Bundeshauptstadt übt, bekommt die linke Reichshälfte (Rufe bei der SPÖ: ... leise Kritik!) oder das Viertel oder Fünftel einen allergischen Schub, weil es immer gleich eine Majestätsbeleidigung ist, wenn man Kritik übt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Was ich aber mit einem gewissen Schmunzeln momentan wahrnehme, ist, sobald man dieser Tage auch nur eine leise Kritik an der Bundeshauptstadt übt, bekommt die linke Reichshälfte (Rufe bei der SPÖ: ... leise Kritik!) oder das Viertel oder Fünftel einen allergischen Schub, weil es immer gleich eine Majestätsbeleidigung ist, wenn man Kritik übt. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Loacker
Ich bleibe, meine Damen und Herren, bei der Nomenklatur meiner Kollegin Jeitler-Cincelli (Zwischenruf des Abg. Loacker): Es ist in der Tat eine Diskriminierung im Recycling, eine Recycling-Diskriminierung, die politisch gesteuert wird. Das ist ein Faktum, bitte nehme Sie es zur Kenntnis, das ist nicht böse gemeint, es ist so! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.
Ich bleibe, meine Damen und Herren, bei der Nomenklatur meiner Kollegin Jeitler-Cincelli (Zwischenruf des Abg. Loacker): Es ist in der Tat eine Diskriminierung im Recycling, eine Recycling-Diskriminierung, die politisch gesteuert wird. Das ist ein Faktum, bitte nehme Sie es zur Kenntnis, das ist nicht böse gemeint, es ist so! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Heute und dieser Tage beschließen wir ein Budget, das das wirtschaftliche, das zahlenmäßige Fundament ist. Liebe Frau Ministerin, lieber Herr Staatssekretär, ich wünsche Ihnen für die Umsetzung alles erdenklich Gute. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Vogl.
Ein weiteres wichtiges Paket, das für die Infrastruktur und den Klimaschutz wichtig ist – das möchte ich hier als Bürgermeister ansprechen –, ist das am Montag präsentierte Gemeindepaket. Ich möchte Bundeskanzler Sebastian Kurz und Finanzminister Blümel persönlich für die Gespräche danken, die wir führen durften. (Zwischenruf des Abg. Vogl.) Dieses Ein-Milliarden-Euro-Paket ermöglicht uns Gemeinden, am Ende des Lockdowns Planungssicherheit zu haben und für die Zukunft zu investieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ein weiteres wichtiges Paket, das für die Infrastruktur und den Klimaschutz wichtig ist – das möchte ich hier als Bürgermeister ansprechen –, ist das am Montag präsentierte Gemeindepaket. Ich möchte Bundeskanzler Sebastian Kurz und Finanzminister Blümel persönlich für die Gespräche danken, die wir führen durften. (Zwischenruf des Abg. Vogl.) Dieses Ein-Milliarden-Euro-Paket ermöglicht uns Gemeinden, am Ende des Lockdowns Planungssicherheit zu haben und für die Zukunft zu investieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In Summe bringen all diese Pakete und das Budget also Maßnahmen und Milliardeninvestitionen in die Wirtschaft, die in die Wirtschaft und in die Zukunft, aber auch in den Klimaschutz gut investiert sind. Nehmen Sie all das bitte auch als ein positives Signal, ein positives Signal für ein starkes Comeback Österreichs, ein starkes Comeback aber auch der Bundesländer und Gemeinden, diese sind das Rückgrat der Regionen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Bürstmayr und Rössler.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der Breitbandausbau ist eine wesentliche Zukunftsinvestition in unseren Regionen, er belebt die Wirtschaft und wird daher natürlich auch zu einem wesentlichen Faktor für die Mobilität. Bund, Länder und Gemeinden sind da gefordert, ich bin aber überzeugt: Miteinander schaffen wir eine gute digitale Infrastruktur für unsere Zukunft. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Bürstmayr und Rössler.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, am Beginn meiner Rede möchte ich ein großes Lob und einen Dank an die Soldatinnen und Soldaten, an die Miliz und vor allem auch an die Grundwehrdiener richten, die in Krisenzeiten wie ein Fels in der Brandung ihre Loyalität gegenüber Österreich und ihren Einsatzwillen für Österreich mehr als eindrucksvoll unter Beweis stellen. Vielen Dank ihnen allen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Man darf und will sich auch nicht vorstellen, dass es zum Beispiel zu einem landesweiten Blackout kommt; das kommt nämlich blitzartig. Gehen wir davon aus, wir sind für mehrere Tage ohne Strom und Wasser. Bei dem Tempo, das jetzt bei der Einberufung der Miliz vorgelegt wurde, hätten wir eher den Zusammenbruch der Versorgung Österreichs erlebt als die tatkräftige Hilfe des Bundesheeres mit der Miliz. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Die Rede ist inferior!
Die Miliz gehört unbedingt gestärkt, sie ist unverzichtbar und ein gleichwertiger Arm unseres Bundesheeres. Da bin ich für einen Paradigmenwechsel: Mobilität statt Inferiorität, wie aktuell in zwei Monaten Covid-Einsatzplan. (Abg. Michael Hammer: Die Rede ist inferior!)
Beifall bei der SPÖ.
Das gesamte Bundesheer ist für uns alle eine große Herausforderung in Rot-Weiß-Rot. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Hallo!
Abgeordneter Mag. Michael Hammer (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Geschätzte Damen und Herren! Ich werde jetzt nach dieser inferioren Rede des Kollegen Laimer (Ruf bei der SPÖ: Hallo!), die einfach ein Stückwerk verschiedenster Dinge war, in das Thema Landesverteidigung einsteigen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Die Bundesregierung – das möchte ich eingangs sagen, und das wurde auch in den letzten Tagen bei der Generaldebatte immer gesagt – hat einige ganz große Schwerpunkte im Budget gesetzt. Einer davon ist der Bereich Sicherheit, und da wird es nicht nur für den Bereich innere Sicherheit, über den wir gestern schon diskutiert haben, sondern vor allem auch für das österreichische Bundesheer in diesem Budget definitiv mehr Geld geben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Es braucht diese zusätzlichen Mittel für die Landesverteidigung auch dringend. Wir sehen es gerade in der aktuellen Situation, welche Aufgaben und Kompetenzen das österreichische Bundesheer hat und welche Aufgaben es zu erfüllen hat. Es ist auch wichtig und notwendig – das sieht man jetzt –, eine strategische Reserve zu haben. Das österreichische Bundesheer ist in solchen Fällen die Sicherheitsgarantie und kann dann wirklich auch noch aushelfen, wenn andere das nicht mehr leisten können. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.)
Abg. Vogl: Letztklassig ist ...! – Zwischenruf der Abg. Greiner.
Bevor ich im Detail auf das Budget eingehe, möchte ich aber schon noch Folgendes sagen: Was es nämlich für das österreichische Bundesheer und für die Landesverteidigung abgesehen vom Geld auch braucht, ist, dass man zum österreichischen Bundesheer und zur Landesverteidigung steht und dem österreichischen Bundesheer ideell immer den Rücken stärkt. Da ist es nicht angebracht, wenn aufgrund einer einzigen anonymen Eingabe über eine Unterbringungssituation im Einsatzfall der Wehrsprecher der SPÖ in einer unflätigen Art und Weise über das österreichische Bundesheer und über die Soldaten herfällt, ohne dass er sich vor Ort anschaut, wie die Unterbringungssituation ist. Das ist wirklich letztklassig und peinlich! (Abg. Vogl: Letztklassig ist ...! – Zwischenruf der Abg. Greiner.) Es heißt, hinter dem Bundesheer zu stehen und nicht in einer Presseaussendung über das österreichische Bundesheer herzufallen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Bevor ich im Detail auf das Budget eingehe, möchte ich aber schon noch Folgendes sagen: Was es nämlich für das österreichische Bundesheer und für die Landesverteidigung abgesehen vom Geld auch braucht, ist, dass man zum österreichischen Bundesheer und zur Landesverteidigung steht und dem österreichischen Bundesheer ideell immer den Rücken stärkt. Da ist es nicht angebracht, wenn aufgrund einer einzigen anonymen Eingabe über eine Unterbringungssituation im Einsatzfall der Wehrsprecher der SPÖ in einer unflätigen Art und Weise über das österreichische Bundesheer und über die Soldaten herfällt, ohne dass er sich vor Ort anschaut, wie die Unterbringungssituation ist. Das ist wirklich letztklassig und peinlich! (Abg. Vogl: Letztklassig ist ...! – Zwischenruf der Abg. Greiner.) Es heißt, hinter dem Bundesheer zu stehen und nicht in einer Presseaussendung über das österreichische Bundesheer herzufallen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Das ist der Gipfel der Peinlichkeit! Die Parlamentarische Bundesheerkommission hat sich die Situation vor Ort angeschaut und festgestellt, dass dort professionell untergebracht und professionell gearbeitet wird, und der Wehrsprecher der SPÖ ist davor in einer total undifferenzierten Art über das Bundesheer hergefallen. – So geht es nicht, das ist unangebracht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich möchte aber jetzt auch die Gelegenheit nutzen, um mich bei den Bundesheerangehörigen und bei all jenen, die jetzt Dienst versehen – ob es Grundwehrdiener sind, ob es Kaderpersonal ist, ob es Zivilbedienstete sind, denn die sind auch im Einsatz, oder natürlich die Miliz –, wirklich für deren Einsatz zu bedanken und ihnen zu dem, was da geleistet wird, zu gratulieren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abschließend darf ich mich bei dir, Frau Bundesministerin, sehr, sehr herzlich bedanken, zum einen für die Verhandlungen zum Verteidigungsbudget und zum anderen auch dafür, dass tagtäglich gezeigt wird, wie man als Ministerin hinter dem österreichischen Bundesheer steht und vor Ort bei der Truppe ist. Das ist gerade in Zeiten wie diesen besonders wichtig und wird sehr geschätzt. Ich darf mich sehr, sehr herzlich bedanken. Ich glaube, wir haben mit diesen Budgets eine gute Basis und können im Bereich der Landesverteidigung gesichert in die Zukunft investieren, was auch notwendig ist. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben den Soldaten für ihre hervorragende Arbeit die notwendigen Grundlagen bereitzustellen, wir haben eine zufriedenstellende Gehaltssituation sicherzustellen, wir haben die Kasernen zu sanieren, wir haben die Kfz-Situation zu verbessern, wir haben die Nachtsichtmöglichkeit, den Selbstschutz des Soldaten zu verbessern. All diese Dinge, meine Damen und Herren der ÖVP, werden mit diesem Budget nicht oder nicht zufriedenstellend möglich sein. Deshalb sind dieses Budget und Ihre Politik keine Weiterentwicklung der österreichischen Sicherheitspolitik in ihrer Gesamtheit, sondern sie sind ein verantwortungsloser Rückschritt. Wir werden uns weiterhin bemühen, die Oppositionsparteien werden sich bemühen, dass diese Politik im Hinblick auf eine vernünftige Sicherheitspolitik der Republik geändert wird. (Beifall bei der FPÖ.)
in Richtung Abg. Bösch
Ich persönlich denke, dass wir ein Bundesheer brauchen, das auf moderne Bedrohungen wie Cyberattacken oder auch hybride Bedrohungen reagieren kann. Ich gebe Ihnen (in Richtung Abg. Bösch) da nicht recht oder nicht nur recht, Herr Kollege! Natürlich braucht es das auch, aber wir haben neue Herausforderungen, neue Bedrohungen. Kriege passieren nicht nur draußen am Feld, sondern auch im Internet. Es gibt neue, hybride Herausforderungen, die nicht so klar abzugrenzen sind und mehrere Einsatzgebiete umfassen können. Das gilt auch für Naturkatastrophen, die uns im Zuge des Klimawandels bevorstehen und die uns verstärkt und öfter treffen werden. Das Bundesheer kann da die zivile Bevölkerung schützen, sie unterstützen und ihr helfen – ein Bundesheer, das durch ein Blackout nicht gelähmt wird – da gebe ich Ihnen recht –, ein Bundesheer, das so vielfältig ist wie unsere österreichische Bevölkerung.
Beifall bei Grünen und ÖVP.
In dieser Krise hat das Bundesheer klar gezeigt, dass es stets bereit ist, wenn es darum geht, durch Hilfeleistung die Bevölkerung bestmöglich zu unterstützen. – Vielen Dank. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Reifenberger.
Genau das ist es. Die Österreichische Sicherheitsstrategie, die hier im Hohen Haus über alle Parteien hinweg diskutiert und beschlossen wurde, wird nun einfach über den Haufen geworfen, nämlich von einem Generalsekretär, der hier irgendein Papierl produziert, es in seinem Ministerium erlässt und zur Grundlage für die strategische Planung macht. Und natürlich kommt dann nichts anderes dabei heraus als ein Papier beziehungsweise ein Budget, das wieder visionslos ist. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Reifenberger.)
Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Yılmaz.
Sie schreiben ja auch in Ihrem Regierungsprogramm, Sie bekennen sich zur Neutralität und so weiter. Also ganz ehrlich: Mit diesem Papierl (ein Schriftstück in die Höhe haltend) ist die Neutralität über den Haufen geworfen. Das ist eine Diskussion, die man führen kann, aber mit diesem Papierl sicher nicht! (Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Yılmaz.)
Beifall bei den NEOS.
Gerade in einer Zeit der Krise, in der wir wissen, dass insbesondere Krankenhäuser und andere Gesundheitsinstitutionen gefährdet sind und dass diese – das wissen wir aus anderen Ländern, und es gibt auch genug Studien dazu – jetzt insbesondere angegriffen werden, wäre es an der Zeit, dass wir dieses Thema ernsthaft angehen und nicht nur oberflächlich in fünf Zeilen in irgendwelchen Strategiepapieren ansprechen, die nebenbei das Parlament torpedieren. Da müssen wir nachhaltig arbeiten und das auch im Budget abbilden. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Schnedlitz.
Bundesministerin für Landesverteidigung Mag. Klaudia Tanner: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Wir alle waren in den vergangenen Wochen und Monaten durch die Coronakrise sehr stark gefordert. Ganz besonders gefordert war das österreichische Bundesheer. (Zwischenruf des Abg. Schnedlitz.)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie der Abgeordneten Silvan und Meinl-Reisinger.
Seit Ausbruch der Coronapandemie waren durchgehend 4 000 Soldatinnen und Soldaten im In- und Ausland im Einsatz. Dafür gebührt ihnen an dieser Stelle ein ganz, ganz großes Dankeschön. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie der Abgeordneten Silvan und Meinl-Reisinger.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich möchte auch all denjenigen, die davon betroffen waren, für ihren Einsatz für Österreich, für die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher danken. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Leichtfried: Was heißt das?
Es werden mit dem neuen Budget gerade nach Corona auch sicher nicht alle Wünsche erfüllt werden können. Da möchte ich Ihnen und auch mir nichts vormachen. Wir sind auch leider nicht das einzige Ressort, das ohne Zweifel dringend Geld braucht. Die positive Nachricht heute an dieser Stelle ist: Die finanzielle Ausstattung des Bundesheeres soll heuer deutlich aufgestockt werden. (Abg. Leichtfried: Was heißt das?)
Abg. Leichtfried: Was sagt der Blümel denn dazu?
Im Bereich Militärische Angelegenheiten sieht der Entwurf für das Jahr 2020 im Finanzierungsvoranschlag 2,545 Milliarden Euro vor. (Abg. Leichtfried: Was sagt der Blümel denn dazu?) Das bedeutet eine Steigerung der Mittel – um 258 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Sehr geehrte Damen und Herren! Das Bundesheer stellt tagtäglich 24/7 unter Beweis, dass es die strategische Reserve der Republik ist. Spätestens seit den Erfahrungen der vergangenen Wochen und Monate während der Coronakrise ist eines klar geworden: Wir müssen im Staat Österreich, wir müssen auf mehreren Ebenen in die Sicherheit investieren. Sicherheit kann es nicht zum Nulltarif geben. – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Ernst-Dziedzic.
Abgeordneter Ing. Manfred Hofinger (ÖVP): Geschätzte Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ja, wir diskutieren heute das Verteidigungsbudget. Man könnte es kurz so zusammenfassen: 2,5 Milliarden Euro – eine Steigerung von 230 Millionen Euro, insgesamt 10 Prozent Steigerung, mehr Budgetmittel für das Bundesheer. Das ist eine beachtliche Steigerung, vor allem im Sachaufwand, um den Rückstau abbauen zu können, was längst fällig ist. – So könnte man das Budget zusammenfassen. Ich möchte dir, liebe Bundesministerin, recht herzlich dazu gratulieren. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Ernst-Dziedzic.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Gerade in einer derartigen Krisensituation ist es umso wichtiger, dass ein funktionierendes Bundesheer für Ordnung, Sicherheit und für Stabilität im Staat sorgt. Unser Bundesheer hat in den vergangenen Monaten sehr gute Arbeit geleistet und entscheidenden Anteil daran gehabt, dass wir die Krise so gut überstanden haben. – Einen herzlichen Dank an alle Beteiligten! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Vogl: Die Attraktivierung der Grundwehrdiener? Wie geht das?
Die Bedrohungen werden immer vielfältiger; die Cyberkriminalität wurde heute angesprochen. Diese Angriffe werden immer mehr, und wir brauchen dazu natürlich auch immer mehr Budgetmittel. Das ist uns voll bewusst, und daher investieren wir in die Miliz, in die Mobilität insgesamt, in Cyberdefence, aber genauso in die Luftraumüberwachung und natürlich auch – das hat die Frau Bundesministerin angesprochen – in die Attraktivierung der Grundwehrdiener. (Abg. Vogl: Die Attraktivierung der Grundwehrdiener? Wie geht das?) Ich glaube, das ist ein ganz wesentlicher Bereich, in den wir investieren müssen, um für diese Herausforderungen auch in der Zukunft gewappnet sein zu können.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Ernst-Dziedzic.
Wir sind, glaube ich, mit diesem Budget auf einem sehr guten Weg. Frau Bundesministerin, ich darf Ihnen noch einmal in dieser Krisenzeit zu diesem Budget recht herzlich gratulieren und ich wünsche uns allen einen guten weiteren Weg für die Sicherheit unserer Bevölkerung. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Ernst-Dziedzic.)
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. Ernst-Dziedzic.
Jetzt zum Budget für militärische Angelegenheiten. Bei jeder Krise in Österreich – ob es ein Unwetter, ein Hochwasser oder, ganz aktuell, eine Gesundheitskrise ist – wird besonders sichtbar, welche Aufgaben unser Bundesheer und damit auch unsere Grundwehrdiener in Österreich haben. Sie werden immer dann herangezogen, wenn Hilfe im großen Stil gebraucht wird; sei es als Unterstützung beim Hochwasser oder auch derzeit – wie von Ihnen, Frau Ministerin, angesprochen – für die Unterstützung der Österreichischen Post. Ich möchte mich bei allen Grundwehrdienern bedanken, die derzeit sehr vieles leisten. – Ihr leistet einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft! (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. Ernst-Dziedzic.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir brauchen unsere Standorte auch als Sicherheitsinseln für die Bevölkerung, um zum Beispiel bei einem Blackout – wie schon angesprochen – die Sicherheit und die Notversorgung der Bevölkerung zu gewährleisten. Eine schnelle Mobilisierung und die Kasernen als Sicherheitsinseln sind wesentlich dafür, dass sich die Bevölkerung sicher fühlt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Bösch.
Sehr geehrte Frau Ministerin, es ist dringend notwendig, das vorgelegte Budget aufgrund der Krise zu erhöhen sowie das Regelbudget ab 2021 auf 3 Milliarden Euro zu erhöhen. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Bösch.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Dr. Ewa Ernst-Dziedzic (Grüne): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Werte Kollegen und Kolleginnen! Ob Friedenssicherung, humanitäre oder Katastrophenhilfe: Das österreichische Bundesheer – Sie haben es erwähnt – hilft auch im Ausland, wo es kann. Es gibt Hunderte Soldaten und Soldatinnen, die Tag für Tag im Dienst des Friedens stehen. Es sind Tausende im Jahr, und die möchte ich heute sichtbar machen und mich bei ihnen, genauso wie bei jenen, die im Inland im Einsatz sind, bedanken. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Es ist eine erste Resolution der Vereinten Nationen gewesen, welche die besondere Auswirkung von Konflikten auf Frauen nicht nur hervorhebt, sondern auch die aktive Rolle von Frauen in allen Phasen der Friedensbemühungen, das heißt von Friedensverhandlungen bis hin zum Wiederaufbau zerstörter Gesellschaften, betont. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen.
Die österreichische Bundesregierung hat 2007 einen ersten Nationalen Aktionsplan vorgelegt, und die letzte Regierung hat erst im Oktober 2019 den zehnten Umsetzungsbericht angenommen. Wir haben uns darauf geeinigt, im Jubiläumsjahr diese Maßnahmen besonders zu jenen zu machen, für die sich Österreich starkmacht. Für die braucht es, und da bin ich beim Budget, natürlich auch Ressourcen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
In diesem Sinne: Danke für Ihren Einsatz! Wir als Grüne bleiben an diesem Thema dran. Ich habe gestern schon den Zivilen Friedensdienst erwähnt, und die erwähnte Resolution ist mir ebenso ein Herzensanliegen. In diesem Sinne vielen Dank für die Bemühungen, bleiben wir dran! – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich hoffe, dass aufgrund des Milizpakets, aber auch des Mobilitätspakets – beide wurden ja von Bundesminister Kunasek noch auf den Weg gebracht – solche Mängel in Zukunft abgestellt werden können. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Ernst-Dziedzic: Was stimmt daran nicht?
„Die finanzielle Situation und der Zustand des Bundesheeres erfordern neue Konzepte für ein zukunftsträchtiges, modernes Heer. Daher müssen auch die Aufgaben, Strukturen und Mittel der Landesverteidigung weiterentwickelt und zeitgemäß neu gestaltet werden.“ (Abg. Ernst-Dziedzic: Was stimmt daran nicht?)
Beifall bei der FPÖ.
ist nichts anderes als eine Demilitarisierung des Bundesheeres. Die Organisation des österreichischen Bundesheeres ist nicht an das Budget anzupassen, sondern einzig und allein an die Bundesverfassung, in der sich Österreich im Artikel 9a B-VG zur umfassenden Landesverteidigung bekennt. Und wer davon abweicht, der bricht die Verfassung. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
In diesem Sinn ist es unabdingbar, dass das Budget des österreichischen Bundesheeres bis 2021 auf 3 Milliarden Euro ansteigt. Große Beschaffungsvorhaben wie zum Beispiel die Flugzeuge für die aktive Luftraumüberwachung sind durch Sonderinvestitionspakete zusätzlich zum Regelbudget abzudecken. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kassegger: Wo steht da „militärische Landesverteidigung“?! Sinnerfassend lesen! – Gegenruf der Abg. Ernst-Dziedzic.
Abgeordneter Mag. Friedrich Ofenauer (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Frau Verteidigungsministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen im Hohen Haus! Sehr verehrte Zuseherinnen und Zuseher! Herr Kollege Fuchs, ich muss Ihnen zu Beginn gleich widersprechen, nämlich weil Sie sagen, dass im Regierungsprogramm militärische Landesverteidigung nicht vorkommen würde. Es ist zwar jetzt schon ein bisschen herumgeschmiert auf meinem Ausdruck (einen Ausdruck des entsprechenden Kapitels des Regierungsprogramms zeigend), aber da steht ausdrücklich, dass „sichergestellt sein“ muss, „dass das Bundesheer ausreichend finanziell, personell und materiell ausgestattet ist, um weiterhin den Herausforderungen der Gegenwart, aber auch den Bedrohungen der Zukunft kompetent begegnen zu können.“ Weiters geht es darum, die „Einsatzfähigkeit [...] zielorientiert zu verbessern und den Grundwehr- und Zivildienst attraktiver zu machen“, und so weiter. Also Ihre Aussagen sind zurückzuweisen. (Abg. Kassegger: Wo steht da „militärische Landesverteidigung“?! Sinnerfassend lesen! – Gegenruf der Abg. Ernst-Dziedzic.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
zur Verfügung zu haben. Ich wünsche alles Gute bei der Umsetzung dieser Projekte und auch viel Erfolg; den können wir brauchen und den kann vor allem auch das österreichische Bundesheer brauchen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ sowie der Abg. Meinl-Reisinger. – Abg. Ofenauer: Nicht alles, was so heißt, ist es auch! – Ruf: Wir sind in Österreich!
Ich berichtige tatsächlich: Der Begriff militärische Landesverteidigung ist im schwarz-grünen Regierungsprogramm nicht enthalten. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ sowie der Abg. Meinl-Reisinger. – Abg. Ofenauer: Nicht alles, was so heißt, ist es auch! – Ruf: Wir sind in Österreich!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Abgeordneter Rudolf Silvan (SPÖ): Sehr geehrter Herr Vorsitzender! Sehr geehrte Frau Ministerin! Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen! 2,55 Milliarden Euro Budget plus 230 Millionen Euro, das klingt toll, aber stimmt das noch? Gestern hat sich der Herr Finanzminister hierhergestellt und hat auf Biegen und Brechen sein Budget verteidigt, und jetzt, vor wenigen Minuten, vor circa einer halben Stunde, lenkt Finanzminister Blümel laut „Wiener Zeitung“ plötzlich ein – Schuldeingeständnis, Budget wird nachgebessert. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.) Es stellt sich die Frage: Kann es sein, dass der Herr Finanzminister mit seiner Funktion als Finanzminister überfordert ist? (Rufe bei der SPÖ: Ja! – Zwischenruf des Abg. Haubner.)
Rufe bei der SPÖ: Ja! – Zwischenruf des Abg. Haubner.
Abgeordneter Rudolf Silvan (SPÖ): Sehr geehrter Herr Vorsitzender! Sehr geehrte Frau Ministerin! Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen! 2,55 Milliarden Euro Budget plus 230 Millionen Euro, das klingt toll, aber stimmt das noch? Gestern hat sich der Herr Finanzminister hierhergestellt und hat auf Biegen und Brechen sein Budget verteidigt, und jetzt, vor wenigen Minuten, vor circa einer halben Stunde, lenkt Finanzminister Blümel laut „Wiener Zeitung“ plötzlich ein – Schuldeingeständnis, Budget wird nachgebessert. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.) Es stellt sich die Frage: Kann es sein, dass der Herr Finanzminister mit seiner Funktion als Finanzminister überfordert ist? (Rufe bei der SPÖ: Ja! – Zwischenruf des Abg. Haubner.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Frau Ministerin, es ist zu begrüßen, dass Sie den Frauenanteil beim Bundesheer, den Anteil der Soldatinnen von 4,6 Prozent auf 15 Prozent erhöhen wollen. Sie haben ja in Ihrer Beantwortung meiner Anfrage einige Dinge ausgeführt, wie Sie das machen wollen: Sie wollen die Frauen fit fürs Heer machen, Sie wollen die Frauen stärken, damit sie als Soldatinnen performen können, Sie wollen gezielte Ausbildung, sie sollen als Informationsoffizierinnen angeworben werden, um diese als Markenbotschafterinnen einsetzen zu können. – Für mich schaut das ein bissl so aus, als wären Sie der Meinung, Frauen beim Bundesheer sind zwar wichtig, aber irgendwie sollen sie als Aufputz dienen. Wenn das so ist, dann ist das, würde ich sagen, Diskriminierung. Ich hoffe, dass es nicht so ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter
Kollege Hammer hat vorhin in seinen Ausführungen gesagt (Zwischenruf des Abg. Matznetter), dass betreffend Einsatz der Bundesheerangehörigen im Verteilerzentrum der Post alles in Ordnung ist, und er hat auch ausgeführt, dass die Parlamentarische Bundesheerkommission vor Ort war und alles perfekt ist. Ich weiß nicht, woher die Meldungen dann kommen, wonach sich mehrere Hundert Personen einige wenige Duschen teilen müssen und sie teilweise auf Campingstühlen übernachten müssen.
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Kassegger.
Tatsache ist, dass ich der Meinung bin, dass es nicht Aufgabe des Bundesheeres sein sollte, ein börsennotiertes Unternehmen zu unterstützen. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Kassegger.) Ich glaube, dass die Post genug Zeit hat, unter den über 500 000 Arbeitslosen geeignetes Personal zu finden. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Und: Die Post zahlt 10,20 Euro pro Stunde an das Bundesheer. (Ruf bei der SPÖ: Ui!) – Das ist ein
Zwischenruf bei der SPÖ.
Tatsache ist, dass ich der Meinung bin, dass es nicht Aufgabe des Bundesheeres sein sollte, ein börsennotiertes Unternehmen zu unterstützen. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Kassegger.) Ich glaube, dass die Post genug Zeit hat, unter den über 500 000 Arbeitslosen geeignetes Personal zu finden. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Und: Die Post zahlt 10,20 Euro pro Stunde an das Bundesheer. (Ruf bei der SPÖ: Ui!) – Das ist ein
Ruf bei der SPÖ: Ui!
Tatsache ist, dass ich der Meinung bin, dass es nicht Aufgabe des Bundesheeres sein sollte, ein börsennotiertes Unternehmen zu unterstützen. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Kassegger.) Ich glaube, dass die Post genug Zeit hat, unter den über 500 000 Arbeitslosen geeignetes Personal zu finden. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Und: Die Post zahlt 10,20 Euro pro Stunde an das Bundesheer. (Ruf bei der SPÖ: Ui!) – Das ist ein
Beifall bei der SPÖ.
Hohn. Es gehören endlich gescheite Dienstverträge her! Bitte stellen Sie das ab, gemeinsam mit dem zuständigen Minister Blümel und auch mit Bundeskanzler Kurz! (Beifall bei der SPÖ.) Bitte stellen Sie das ab! (Ruf bei der SPÖ: ... Beihilfe ...!) Einfach innehalten und Verantwortung übernehmen! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Matznetter: Er hat mehr als recht ...!)
Ruf bei der SPÖ: ... Beihilfe ...!
Hohn. Es gehören endlich gescheite Dienstverträge her! Bitte stellen Sie das ab, gemeinsam mit dem zuständigen Minister Blümel und auch mit Bundeskanzler Kurz! (Beifall bei der SPÖ.) Bitte stellen Sie das ab! (Ruf bei der SPÖ: ... Beihilfe ...!) Einfach innehalten und Verantwortung übernehmen! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Matznetter: Er hat mehr als recht ...!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Matznetter: Er hat mehr als recht ...!
Hohn. Es gehören endlich gescheite Dienstverträge her! Bitte stellen Sie das ab, gemeinsam mit dem zuständigen Minister Blümel und auch mit Bundeskanzler Kurz! (Beifall bei der SPÖ.) Bitte stellen Sie das ab! (Ruf bei der SPÖ: ... Beihilfe ...!) Einfach innehalten und Verantwortung übernehmen! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Matznetter: Er hat mehr als recht ...!)
Abg. Matznetter: Nehmen Sie ein Beispiel ... Agrarsubventionen ...!
Abgeordnete Mag. Maria Smodics-Neumann (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesminister! (Abg. Matznetter: Nehmen Sie ein Beispiel ... Agrarsubventionen ...!) – Herr Matznetter, hamma’s dann? Darf ich? – Danke schön, das ist sehr lieb! Ja, dann mache ich gleich einen direkten Einstieg - - (Abg. Leichtfried: ... Zwischenruf ist ein legitimes parlamentarisches ...!) – Ja, und es ist eine Frage der Wertschätzung, dass man jemandem, der am Wort ist, zumindest den Einstieg ermöglicht; aber ist in Ordnung. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Abg. Leichtfried: ... Zwischenruf ist ein legitimes parlamentarisches ...!
Abgeordnete Mag. Maria Smodics-Neumann (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesminister! (Abg. Matznetter: Nehmen Sie ein Beispiel ... Agrarsubventionen ...!) – Herr Matznetter, hamma’s dann? Darf ich? – Danke schön, das ist sehr lieb! Ja, dann mache ich gleich einen direkten Einstieg - - (Abg. Leichtfried: ... Zwischenruf ist ein legitimes parlamentarisches ...!) – Ja, und es ist eine Frage der Wertschätzung, dass man jemandem, der am Wort ist, zumindest den Einstieg ermöglicht; aber ist in Ordnung. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Maria Smodics-Neumann (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesminister! (Abg. Matznetter: Nehmen Sie ein Beispiel ... Agrarsubventionen ...!) – Herr Matznetter, hamma’s dann? Darf ich? – Danke schön, das ist sehr lieb! Ja, dann mache ich gleich einen direkten Einstieg - - (Abg. Leichtfried: ... Zwischenruf ist ein legitimes parlamentarisches ...!) – Ja, und es ist eine Frage der Wertschätzung, dass man jemandem, der am Wort ist, zumindest den Einstieg ermöglicht; aber ist in Ordnung. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Wertschätzung – ich glaube, das ist ein guter Einstieg –, Wertschätzung kann sehr viel bewegen, was sehr viele Geldmittel vielleicht gar nicht bewegen können. Wir haben vorhin schon sehr viel über die materiellen Dinge gesprochen, und ich möchte ganz bewusst die immateriellen Dinge ansprechen. Wenn ich höre, dass Kolleginnen und Kollegen hier Danke sagen, diesen Dank an die Rekrutinnen und Rekruten richten, gleichzeitig zwischen den Zeilen aber eigentlich sagen: Na ja, ihr habt euch bemüht, aber so richtig funktioniert hat es ja nicht!, dann ist das kein ehrliches Danke. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Loacker – Abg. Matznetter: Das tun wir, Frau Kollegin!
Ich glaube aber, dass das ganz, ganz wichtig ist, und vielleicht schaffen es die Bürgerinnen und Bürger mit mir gemeinsam: Wenn Sie Rekrutinnen und Rekruten, Soldatinnen und Soldaten sehen, etwa im Lebensmittelgeschäft, gehen Sie zu ihnen hin, bedanken Sie sich bei ihnen dafür, dass sie Dienst tun, dass sie für uns da sind, dass sie im Notfall für uns da sind (Zwischenruf des Abg. Loacker – Abg. Matznetter: Das tun wir, Frau Kollegin!) – sie werden ausgebildet, um uns alle zu schützen –, dass sie bei jeder Witterung, in jeder Situation, in jedem Gelände für uns da sind. Die Krise hat es bewiesen: Funktioniert nichts mehr, dann funktioniert das Bundesheer. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Ich glaube aber, dass das ganz, ganz wichtig ist, und vielleicht schaffen es die Bürgerinnen und Bürger mit mir gemeinsam: Wenn Sie Rekrutinnen und Rekruten, Soldatinnen und Soldaten sehen, etwa im Lebensmittelgeschäft, gehen Sie zu ihnen hin, bedanken Sie sich bei ihnen dafür, dass sie Dienst tun, dass sie für uns da sind, dass sie im Notfall für uns da sind (Zwischenruf des Abg. Loacker – Abg. Matznetter: Das tun wir, Frau Kollegin!) – sie werden ausgebildet, um uns alle zu schützen –, dass sie bei jeder Witterung, in jeder Situation, in jedem Gelände für uns da sind. Die Krise hat es bewiesen: Funktioniert nichts mehr, dann funktioniert das Bundesheer. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Abg. Meinl-Reisinger: Ja, aber es reicht nicht! Das ist lächerlich!
Wenn wir das schaffen, dann kann auch der Rekrut, die Rekrutin stolz auf unser Bundesheer sein. Wir sind stolz auf unser Bundesheer, das macht viele, viele Budgetmittel zwar nicht wett, aber es hilft, ihnen noch einen ordentlichen Boost zu geben. (Abg. Meinl-Reisinger: Ja, aber es reicht nicht! Das ist lächerlich!) – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Leichtfried: Das war jetzt eine ... Rede!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Leichtfried: Das war jetzt eine ... Rede!
Wenn wir das schaffen, dann kann auch der Rekrut, die Rekrutin stolz auf unser Bundesheer sein. Wir sind stolz auf unser Bundesheer, das macht viele, viele Budgetmittel zwar nicht wett, aber es hilft, ihnen noch einen ordentlichen Boost zu geben. (Abg. Meinl-Reisinger: Ja, aber es reicht nicht! Das ist lächerlich!) – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Leichtfried: Das war jetzt eine ... Rede!)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Ing. Mag. Volker Reifenberger (FPÖ): Hohes Haus! Dass das Budget unseres Bundesheers völlig unzureichend ist, sollte Ihnen eigentlich niemand mehr erklären müssen. Eigentlich sollten alle in diesem Haus wissen, dass das Bundesheer vor einem finanziellen Kollaps steht, und wenn Sie, Frau Minister, dieses Budget jetzt auch noch als Erfolg verkaufen wollen, dann ist das eine Verhöhnung, die mir persönlich wirklich körperliche Schmerzen zufügt. (Beifall bei der FPÖ.) Außer Sonntagsreden bei Kameradschaftsbundtreffen und Lippenbekenntnissen hier im Hohen Haus (Zwischenruf
Ruf bei der ÖVP: Na, na, na!
Das ist allerdings nichts Neues. Blicken wir zurück: Seinerzeit hat der damalige ÖVP-Minister Platter, der jetzt zum Glück sein Unwesen nur mehr regional begrenzt in Tirol treiben darf (Ruf bei der ÖVP: Na, na, na!), durch eine verantwortungslose Entscheidung den Grundwehrdienst von acht Monaten auf sechs Monate verkürzt. (Zwischenruf des Abg. Obernosterer.) Dieses politische Wahlzuckerl hat einen dauernden Verfassungsbruch eingeleitet.
Zwischenruf des Abg. Obernosterer.
Das ist allerdings nichts Neues. Blicken wir zurück: Seinerzeit hat der damalige ÖVP-Minister Platter, der jetzt zum Glück sein Unwesen nur mehr regional begrenzt in Tirol treiben darf (Ruf bei der ÖVP: Na, na, na!), durch eine verantwortungslose Entscheidung den Grundwehrdienst von acht Monaten auf sechs Monate verkürzt. (Zwischenruf des Abg. Obernosterer.) Dieses politische Wahlzuckerl hat einen dauernden Verfassungsbruch eingeleitet.
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Laimer.
Frau Minister, einen wirklich gut gemeinten Rat darf ich Ihnen auch noch mitgeben: Sprechen Sie bitte nie wieder von 30 000 Milizsoldaten, denn mit solchen Aussagen machen Sie sich nur zum Gespött am Kasernenhof. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Laimer.) Und wenn Sie glauben, dass Ihre Aussage wirklich richtig ist, dann muss ich Ihnen raten: Tauschen Sie Ihre militärischen Berater aus, die Ihnen da wie Salzburger Stierwascher Potemkin’sche Dörfer verkaufen.
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Laimer.
Abschließend wünsche ich allen Kameraden, die als Soldaten im sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz stehen, viel Soldatenglück und einen erfolgreichen Einsatz. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Laimer.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Ernst-Dziedzic.
Eine Investition in die Cybersicherheit dient nicht nur dem Eigenschutz des österreichischen Bundesheeres, sie stellt auch ein strategisches Wirkmittel im Fall einer Anforderung zur Assistenz dar. Es ist daher ein richtiger Schritt unserer Bundesministerin, diese Mittel für die Cybersicherheit einzusetzen, denn damit wird die Rolle des österreichischen Bundesheeres als strategische Reserve zum Wohle unserer Republik gestärkt. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Ernst-Dziedzic.)
Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Harald Troch (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Als Kind habe ich mich ja immer sehr auf den Sonntagnachmittag gefreut. Da gab es Kaffeejause bei Onkel Michael und Tante Klaudia – und das war auch eine Märchenstunde. (Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.) Ich finde halt, ich bin jetzt über dieses Alter schon hinaus, und ich finde es schade, wenn vier Tage parlamentarische Beratungen zur Märchenstunde werden, gerade auch im Bereich Budget insgesamt. Wir haben es jetzt schwarz auf weiß: Ein Gutachten sagt, das Budget ist eigentlich ein Fakebudget, es muss nachgebessert werden, und das gilt auch für das Militärbudget. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Leichtfried: Bravo!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Leichtfried: Bravo!
Abgeordneter Dr. Harald Troch (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Als Kind habe ich mich ja immer sehr auf den Sonntagnachmittag gefreut. Da gab es Kaffeejause bei Onkel Michael und Tante Klaudia – und das war auch eine Märchenstunde. (Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.) Ich finde halt, ich bin jetzt über dieses Alter schon hinaus, und ich finde es schade, wenn vier Tage parlamentarische Beratungen zur Märchenstunde werden, gerade auch im Bereich Budget insgesamt. Wir haben es jetzt schwarz auf weiß: Ein Gutachten sagt, das Budget ist eigentlich ein Fakebudget, es muss nachgebessert werden, und das gilt auch für das Militärbudget. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Leichtfried: Bravo!)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Was mir schon aufstößt, ist eigentlich die Vision der ÖVP in Bezug auf Militär und Landesverteidigung. Die Vision der ÖVP ist, dass unser Bundesheer Fieber misst, Hilfspolizei spielt, Post sortiert und nach Lawinenabgängen aufräumt. Ich muss Ihnen ehrlich sagen: Im 21. Jahrhundert ist mir das zu wenig, die Vision der ÖVP reicht da nicht weit genug. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Es geht um ganz andere Bedrohungsszenarien. Da muss Geld in die Hand genommen werden, da müssen Soldatinnen und Soldaten gscheit ausgebildet werden und es darf nicht an der Sicherheit des Personals gespart werden.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Es werden auch sehr schöne Sonntagsreden gehalten. Ein Danke ist angebracht – ja, aber ein ehrliches Danke, und das ehrliche Danke ist dann gegeben, wenn man es auch mit entsprechenden Investitionen für die Sicherheit unserer Soldaten und Soldatinnen verbindet. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Eine moderne Sicherheitspolitik braucht eine aktive Luftraumüberwachung. Wir kennen das: Der Saab ist ausgelaufen, hat kein Pickerl mehr. Es gibt kein Szenario, wie wir aktiv und rasch das Problem Luftraumüberwachung angehen. In Wirklichkeit wird da die österreichische Verfassung mit ihrem ganz klaren Auftrag an das Bundesheer für eine umfassende Landesverteidigung verletzt. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Eine aktive Sicherheitspolitik heißt auch Friedensmissionen, und auch da geht es primär – zur Sicherheit unserer Soldaten und Soldatinnen – um gutes Material. Ich sage, der Schritt Doskozils war richtig, neue Pandurs anzuschaffen und diesen Weg zu gehen. Eine Friedensmission, bei der wir nicht die bestmögliche Sicherheit unserer Soldaten und Soldatinnen gewährleisten, ist verantwortungslos. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der FPÖ sowie der Abg. Strache.
Wir haben heute internationale Instabilität; wir haben Migrationsbewegungen, die nicht mehr überschaubar, nicht mehr kontrollierbar sind; wir haben Klimakatastrophen; wir haben eine Pandemie. Da ist eine moderne Sicherheitspolitik gefordert und nicht das, was Türkis und Grün heute bieten: eine Märchenstunde zum Thema moderne Sicherheit. Das ist mir zu wenig. – Danke. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der FPÖ sowie der Abg. Strache.)
Beifall bei der ÖVP.
Sehr geehrte Frau Bundesminister, danke für Ihren Einsatz, danke, dass Sie so hinter unserer Truppe, hinter jedem einzelnen Soldaten stehen und sich so stark für unser Bundesheer einsetzen, vielen Dank! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Zanger: Danke! Danke! Danke!
Danke für Schutz und Hilfe für unsere österreichische Bevölkerung. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Zanger: Danke! Danke! Danke!)
Abg. Leichtfried: Da hat jetzt aber ein Doktor gefehlt! – Abg. Kassegger – auf dem Weg zum Rednerpult –: Nein, Fuchs ist der mit den zwei Doktortiteln!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt Herr Abgeordneter MMMag. Dr. Axel Kassegger. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Leichtfried: Da hat jetzt aber ein Doktor gefehlt! – Abg. Kassegger – auf dem Weg zum Rednerpult –: Nein, Fuchs ist der mit den zwei Doktortiteln!)
Zwischenruf bei der ÖVP.
muss ich ganz ehrlich sagen – wenn ich Ihnen meinen subjektiven Gemütszustand darstellen darf –, hinsichtlich dessen, was da von Vertretern der ÖVP nun die letzte Stunde vorgebracht wurde, ist fast an der Grenze. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Höfinger.
Ich versuche, es erst einmal zu vereinfachen, insoweit als ich auf das repliziere, was Kollege Hoyos die Frau Bundesministerin gefragt hat, nämlich was ihre Vision für das Bundesheer ist, worauf er nach wie vor keine Antwort bekommen hat. Ich bin der Meinung, Sie haben keine Vision, sondern – um militärisch zu sprechen – Sie haben einen Auftrag. Sie haben einen Auftrag, und den setzen Sie sehr, sehr gut um. Sie haben einen Auftrag von Ihrer Partei, der ÖVP – von der Führungsspitze Ihrer Partei –, und dieser Auftrag lautet: keinesfalls das auszubauen, wofür das Bundesheer in Wahrheit aufgrund unserer Verfassung da sein sollte, nämlich die Komponente der militärischen Landesverteidigung. (Zwischenruf des Abg. Höfinger.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.
Sie können allerdings auch offen, ehrlich und aufrichtig sein und sagen: Das wollen wir nicht! Wir wollen kein Militär, das in der Lage ist, militärische Landesverteidigung zu machen. Deswegen schaffen wir auch alle schweren Waffen ab, deswegen reduzieren wir das auf eine Brigade, deswegen reduzieren wir das in weiterer Folge dann auch auf 2 Milliarden Euro. – Das ist legitim, aber dann sagen Sie es bitte und verkaufen Sie sich hier nicht als die Retter des Bundesheers, des Militärs – das ist absurd! (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.)
Beifall bei der FPÖ.
dann nicht eine vorausschauende Sicherheitspolitik, wie wir sie haben wollen. Im Rahmen der europäischen Solidarität müssen wir da mittun, und das heißt: 2 Prozent. Wir könnten nun natürlich vorsichtig versuchen, wie es Kollege Bösch und wir alle auch machen, 2 Milliarden Euro, 3 Milliarden Euro zu sagen. Die Wahrheit ist: Wenn wir das ernst nehmen, brauchen wir 2 Prozent des BIPs und nicht mehr, und da reden wir von 7 bis 8 Milliarden Euro. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Kassegger.
Abgeordnete Dr. Ewa Ernst-Dziedzic (Grüne): Herr Präsident! Frau Ministerin! Nachdem ich seitens der Grünen diesen Bereich verhandelt habe, ist mir schon eine Präzisierung wichtig: Die Bundesverfassung gilt selbstverständlich, und Sie haben selber ausgeführt, dort sind die militärischen Landesverteidigungsangelegenheiten festgeschrieben. Was uns wichtig war, ist, dieses Bekenntnis zu einer umfassenden Landesverteidigung zu verankern. Wieso? – Weil sich die Rahmenbedingungen – auch dem können Sie sich nicht verschließen – in den letzten Jahrzehnten enorm geändert haben, und wir brauchen Cyberabwehr, einen stärkeren Katastrophenschutz genauso wie eine neu aufgestellte Luftraumüberwachung. Das steht ja außer Frage. (Zwischenruf des Abg. Kassegger.)
Abg. Kassegger: Das ist Ihnen wichtig, uns ist was ganz anderes wichtig!
Ich frage mich aber nach Ihren Redebeiträgen schon, ob Sie tatsächlich noch immer mit Panzern gegen Drohnen und Hacker vorgehen wollen beziehungsweise ob Sie übersehen, dass wir im Schengenraum leben und der Kalte Krieg schon vorbei ist, und was Sie eigentlich damit bezwecken wollen, immer den Blick in die Vergangenheit anstatt in die Zukunft zu richten, wo wir wissen, dass gerade der Katastrophenschutz – das ist die Verschiebung, die uns Grünen wichtig war (Abg. Kassegger: Das ist Ihnen wichtig, uns ist was ganz anderes wichtig!) – eine viel größere, wichtigere Rolle spielen wird und Österreich da ganz viel Know-how hat und auch auf internationaler Ebene Abhilfe schaffen kann.
Zwischenruf des Abg. Kassegger.
Bleiben wir also bitte sachlich, niemand nimmt irgendjemandem etwas weg. Tatsächlich ist es aber so: Es hat sich etwas gravierend geändert, und da sind auch Gespräche auf europäischer Ebene – Stichwort Pesco – von großer Relevanz. (Zwischenruf des Abg. Kassegger.) Wir können nicht so tun, als würden wir noch immer im Jahr 1945 über das Bundesheer reden. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Bleiben wir also bitte sachlich, niemand nimmt irgendjemandem etwas weg. Tatsächlich ist es aber so: Es hat sich etwas gravierend geändert, und da sind auch Gespräche auf europäischer Ebene – Stichwort Pesco – von großer Relevanz. (Zwischenruf des Abg. Kassegger.) Wir können nicht so tun, als würden wir noch immer im Jahr 1945 über das Bundesheer reden. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Gerhard Kaniak (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Ich muss meiner Vorrednerin schon etwas widersprechen. Diese neuen und zusätzlichen Herausforderungen, die Sie angesprochen haben, sind natürlich da und kein Mensch hier herinnen ignoriert diese, aber sie sind doch das beste Beispiel dafür, dass man mit dieser Trittbrettmentalität, die wir im sicherheitspolitischen Bereich in den letzten Jahrzehnten gefahren sind, mit diesen Schmalspurbudgets für die militärische Landesverteidigung einfach weit nicht auskommen und doch auf keinen Fall so weitermachen können, sondern eine deutliche Erhöhung der Mittel für die Landesverteidigung benötigen. So schaut’s aus! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben organisationsplanmäßig drei Feldambulanzen, die einsatzfähig sein sollten, und wir schaffen es nicht einmal, eine voll einsatzfähig zu bekommen. Nicht einmal, wenn wir das Personal und die Ausrüstung aller drei Feldambulanzen zusammentun, schaffen wir es, eine vollwertige Feldambulanz drei Monate im Einsatz zu halten. Das ist beschämend und das ist genau das Gegenteil des Vorhandenseins einer strategischen Handlungsreserve. Das ist eine vollkommene Selbstaufgabe, Frau Ministerin! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sehr geehrte Frau Bundesministerin, ich ersuche Sie inständig: Gehen Sie noch einmal in innere Klausur mit dem Herrn Finanzminister, holen Sie sich gerade in Krisenzeiten wie jetzt, wo „Koste es, was es wolle!“ die Prämisse ist, diese 38 Millionen Euro für das heurige Budget, schnappen Sie sich das Reformprojekt 2020 für das Heeressanitätswesen und setzen Sie es um! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Hörl: Das haben wir schon vor 14 Tagen gemacht!
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Herr Präsident! Meine Damen Bundesminister! – Frau Bundesminister Schramböck ist auch schon da. Wir kommen nun zum Kapitel Wirtschaft. Heute ist ja insofern ein ganz guter Tag, als die Bundesregierung beim Härtefallfonds nach Wochen ein bisschen Vernunft zeigt und Dinge abändert, indem sie zum Beispiel sagt, es sind nicht 80 Euro oder 43 Euro zu überweisen, sondern mindestens 500 Euro, denn sonst kostet die Verwaltung mehr. (Abg. Hörl: Das haben wir schon vor 14 Tagen gemacht!) – Super! Herr Kollege Hörl, wenn das das Tempo der Exekutive ist, dass Sie vor 14 Tagen etwas gemacht haben und das heute erst verkünden müssen – ehrlich gesagt, da sollten Sie in der Verwaltung nachschärfen. (Beifall bei SPÖ und NEOS. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Beifall bei SPÖ und NEOS. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl.
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Herr Präsident! Meine Damen Bundesminister! – Frau Bundesminister Schramböck ist auch schon da. Wir kommen nun zum Kapitel Wirtschaft. Heute ist ja insofern ein ganz guter Tag, als die Bundesregierung beim Härtefallfonds nach Wochen ein bisschen Vernunft zeigt und Dinge abändert, indem sie zum Beispiel sagt, es sind nicht 80 Euro oder 43 Euro zu überweisen, sondern mindestens 500 Euro, denn sonst kostet die Verwaltung mehr. (Abg. Hörl: Das haben wir schon vor 14 Tagen gemacht!) – Super! Herr Kollege Hörl, wenn das das Tempo der Exekutive ist, dass Sie vor 14 Tagen etwas gemacht haben und das heute erst verkünden müssen – ehrlich gesagt, da sollten Sie in der Verwaltung nachschärfen. (Beifall bei SPÖ und NEOS. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Beifall bei SPÖ und NEOS. – Heiterkeit des Abg. Loacker.
Das provoziert mich zu dem Vorschlag, ob Sie nicht doch Gernot Blümel durch Gabriel Obernosterer austauschen, denn der macht über Nacht zwei Budgets, und der schafft dann vielleicht auch diese Änderungen schneller. Ich würde es empfehlen, meine Damen und Herren. (Beifall bei SPÖ und NEOS. – Heiterkeit des Abg. Loacker.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Meinl-Reisinger und Shetty.
Aber um zum vorhin Gesagten zurückzukommen: Sie könnten sich ja über mein Lob für die Bundesregierung freuen, ich frage mich nur Folgendes: Wir alle miteinander – die Sozialdemokraten, die NEOS, die FPÖ – sagen Ihnen seit Wochen, was zu tun ist, und Sie brauchen Monate, bis Sie darauf reagieren. Ich frage mich: Warum? Ist es die PR-Maschinerie, die sagt: Gesichtsverlust! Wir können nichts machen in einer Sache, die die Opposition kritisiert hat!? – Wenn es so ist, würde ich diese Form der Politik revidieren. Das ist nämlich die falsche Politik. Die richtige ist, gleich schnell zu helfen. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Meinl-Reisinger und Shetty.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Die gestern vom Herrn Bundeskanzler hier gestellte Frage: Mit welchem Land wollen Sie tauschen?, können unsere EPUs und KMUs rasch beantworten, vor allem die in Vorarlberg, denn die kennen es: mit der Schweiz jenseits der Grenze. In 24 Stunden das Geld am Konto, Abrechnung irgendwann – das hätten Sie auch tun können, meine Damen und Herren. Es war nie notwendig, diese Bürokratie aufzubauen! Sie hätten mit anderen Ländern gleichziehen können, sich an diesen ein Beispiel nehmen können, und vielleicht hätten wir dann auch nicht jenen Anstieg der Arbeitslosigkeit, sondern einen geringeren wie zum Beispiel Deutschland. Mich würde es sehr freuen, dem Land und vor allem den Menschen würde es guttun. Also: Weniger Bürokratie, mehr Hilfe und diese schneller! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Heiterkeit bei SPÖ und NEOS.
Dieses Budget ist ja als das zu bezeichnen, was wir gestern festgestellt haben, wie inzwischen offensichtlich der Herr Finanzminister auch schon eingesehen hat. Ich darf übrigens die Aufmerksamkeit auf diese doch etwas – jetzt muss ich aufpassen, was ich sage, Herr Präsident – absurde Argumentation lenken, die in der OTS-APA-Meldung ersichtlich ist: Der Herr Finanzminister weist den Verfassungswidrigkeitsvorwurf der SPÖ zurück, um anzukündigen, dass er den Fehler beheben wird. (Heiterkeit bei SPÖ und NEOS.) – Ich finde das einfach witzig. Es wird immer kreativer! (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Beifall bei SPÖ und NEOS.
Dieses Budget ist ja als das zu bezeichnen, was wir gestern festgestellt haben, wie inzwischen offensichtlich der Herr Finanzminister auch schon eingesehen hat. Ich darf übrigens die Aufmerksamkeit auf diese doch etwas – jetzt muss ich aufpassen, was ich sage, Herr Präsident – absurde Argumentation lenken, die in der OTS-APA-Meldung ersichtlich ist: Der Herr Finanzminister weist den Verfassungswidrigkeitsvorwurf der SPÖ zurück, um anzukündigen, dass er den Fehler beheben wird. (Heiterkeit bei SPÖ und NEOS.) – Ich finde das einfach witzig. Es wird immer kreativer! (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
auf Bundesministerin Schramböck weisend
Aber ja, wir versuchen, unsere Aufmerksamkeit weg vom Altpapier und wieder in die Gegenwart zu richten. Frau Bundesministerin! – Ich habe sie nicht kritisiert, die Frau Bundesministerin (auf Bundesministerin Schramböck weisend), denn sie hat wenigstens die letzten Wochen dazu genützt, ab und zu ein bisschen zuzuhören. Das ist ein wohltuender Unterschied zu manchen anderen Regierungsmitgliedern hier. In diesem Fall brauchen wir Sie also nicht durch Gabriel Obernosterer oder irgendjemand anderen zu ersetzen, Frau Bundesministerin; es genügt Gernot Blümel als Schwachstelle. (Abg. Hörl: Hallo!) Wir sind froh, dass es hier die Gesprächsbasis gibt, und meine Empfehlung ist: Schnellere Umsetzungen und versuchen, für Themen möglichst breite Mehrheiten zu haben.
Abg. Hörl: Hallo!
Aber ja, wir versuchen, unsere Aufmerksamkeit weg vom Altpapier und wieder in die Gegenwart zu richten. Frau Bundesministerin! – Ich habe sie nicht kritisiert, die Frau Bundesministerin (auf Bundesministerin Schramböck weisend), denn sie hat wenigstens die letzten Wochen dazu genützt, ab und zu ein bisschen zuzuhören. Das ist ein wohltuender Unterschied zu manchen anderen Regierungsmitgliedern hier. In diesem Fall brauchen wir Sie also nicht durch Gabriel Obernosterer oder irgendjemand anderen zu ersetzen, Frau Bundesministerin; es genügt Gernot Blümel als Schwachstelle. (Abg. Hörl: Hallo!) Wir sind froh, dass es hier die Gesprächsbasis gibt, und meine Empfehlung ist: Schnellere Umsetzungen und versuchen, für Themen möglichst breite Mehrheiten zu haben.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Nehmen Sie sich ein Beispiel an Angela Merkel, die im Dialog auch mit den Oppositionsparteien Grüne und FDP versucht, Lösungen zu finden, die auch breit unterstützt werden, die sich nicht wie unser Bundeskanzler herstellt und sagt: Wir sind die Besten im ganzen Land und unter den zwei Besten in Europa!, sondern vielmehr sagt, das ist eine Zumutung für die Demokratie. – Das sind ernste und besonnene Worte. Schneiden Sie sich eine Scheibe bei Angela Merkel ab! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.) Auch das würde diesem Land guttun. Nicht hochmütig, sondern angesichts der Krise als Diener des Staates zu agieren, das würde guttun.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Zwischenrufe der Abgeordneten Obernosterer und Prinz. – Abg. Hörl: Das Biomassekraftwerk habt ihr zugesperrt in Wien, aber Müllverbrennung heizen! Hallo? So was ist ökologisch?!
Machen Sie das! Dann würden Sie auch mehr Erfolg haben, und die PR könnte man einsparen, schon wegen der CO2-Emissionen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Zwischenrufe der Abgeordneten Obernosterer und Prinz. – Abg. Hörl: Das Biomassekraftwerk habt ihr zugesperrt in Wien, aber Müllverbrennung heizen! Hallo? So was ist ökologisch?!)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Abgeordneter Peter Haubner (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Kollege Matznetter, ich habe gestern ohnedies schon fast alles dazu gesagt, aber wenn Sie davon sprechen, dass man nicht hochmütig sein soll, dann würde ich in dieser Beziehung ein bisschen vor der eigenen Türe kehren. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Daher ist es auch ganz entscheidend, dass wir in schwierigen Zeiten für internationale Investitionen wettbewerbsfähig und attraktiv bleiben, meine Damen und Herren. Aus diesem Grunde begrüße ich es sehr, Frau Minister, dass im Budget des Wirtschaftsressorts die Vermarktung des Wirtschafts- und Arbeitsstandortes Österreich bei Investoren und Fachkräften einen wichtigen Stellenwert einnimmt und durch eine Ausweitung der Services und Beratungen unserer Standortagentur Austrian Business Agency intensiviert werden soll. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich möchte ganz zum Schluss noch Danke sagen: für die gute Zusammenarbeit und dafür, dass Sie sich mit den Wirtschaftssprechern immer wieder abstimmen. Danke auch für die Beiträge von den anderen Fraktionen – es ist ganz wichtig, dass wir die Dinge gemeinsam angehen. Danke an Ihre Mitarbeiter in den Büros, und Danke an die Experten in den Ministerien. Österreichs Wirtschaft wird ein Comeback feiern, und ich denke, das ist ganz wichtig für unser Land und für die Arbeitsplätze. – Danke. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Vogl: Weil sie’s nicht können!
Sie haben bei der letzten Pressekonferenz den Hilfsfonds betreffend Fixkostenzuschuss präsentiert. Heute können Sie im „Standard“ von namhaften Volkswirtschaftsprofessoren lesen, die sagen, dass der Fonds wieder so aufgesetzt ist, dass er nicht funktionieren wird. Aus dem Fixkostenzuschussfonds ist noch nichts hinausgegangen, und so, wie Sie schreiben und wie er aufgesetzt ist, wird wieder nichts hinausgehen – es wird wieder nicht funktionieren. Warum machen Sie das? Warum helfen Sie den österreichischen Unternehmern nicht mit einfachen Zugängen und einfachen Regeln? (Abg. Vogl: Weil sie’s nicht können!)
Beifall bei der FPÖ.
Ich habe so eine Maske, wie viele andere Österreicher auch, eingesteckt, aber nicht, um mich vor einem Virus zu schützen, sondern nur, um die Unternehmer davor zu schützen, bestraft zu werden. Ich setze sie auf, wenn ich in ein Lokal oder in einen Handelsbetrieb hineingehe, um den Unternehmer zu schützen, aber alle wissen mittlerweile, dass diese Maske niemanden vor einem Virus schützt und ein völliges Plagiat ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Gabriela Schwarz: Kennen Sie ...? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das ist nur mehr Symbolpolitik. Es hat eine solche Politik schon vor Jahrhunderten gegeben. Sie kennen sicher die Geschichte von Wilhelm Tell. Da hat es den Gesslerhut gegeben, und wer den Gesslerhut nicht gegrüßt hat, ist bestraft worden. Dann hat Wilhelm Tell seinem Sohn den Apfel vom Kopf schießen müssen. Diese Maske ist der Gesslerhut des Sebastian Kurz. Die österreichische Bevölkerung wird gezwungen, dieses Symbol zu tragen. Das gehört abgeschafft. (Abg. Gabriela Schwarz: Kennen Sie ...? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Gabriela Schwarz: Eine Verschwörungstheorie, ja ja!
Die Maske ist völlig nutzlos. Schauen Sie sich das an: Beim Obernosterer schaut die Nase immer raus, und die Hälfte hat die Maske schon runtergegeben. Ich meine, das ist auch logisch, bei dem geht es gar nicht anders. (Abg. Gabriela Schwarz: Eine Verschwörungstheorie, ja ja!) Das ist ein völliges Plagiat, das einfach sinnlos ist und nicht mehr getragen werden muss.
Beifall bei der FPÖ.
Ich hoffe, dass Sie endlich vernünftig werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Leichtfried: Ja, das kann man sagen!
Abgeordnete Dr. Elisabeth Götze (Grüne): Herr Präsident! Wertes Hohes Haus! Sehr geehrte Frau Ministerin! Liebes Publikum zu Hause vor den Bildschirmen! Ich möchte mit einer Entschuldigung beginnen. Ich glaube, ich habe gestern einen ziemlichen Rundumschlag gemacht. (Abg. Leichtfried: Ja, das kann man sagen!) Ich stehe nicht an, mich dafür zu entschuldigen. Ich bin absolut froh über konstruktive Kritik und auch über alle Arten von Gesprächen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und NEOS. – Abg. Angerer: Wer hat Sie angerufen? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Durch das Reden kommen die Leute zusammen, durch Zuhören. Auf diese Art der Zusammenarbeit freue ich mich. In diesem Zusammenhang möchte ich auch
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und NEOS. – Abg. Angerer: Wer hat Sie angerufen? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordnete Dr. Elisabeth Götze (Grüne): Herr Präsident! Wertes Hohes Haus! Sehr geehrte Frau Ministerin! Liebes Publikum zu Hause vor den Bildschirmen! Ich möchte mit einer Entschuldigung beginnen. Ich glaube, ich habe gestern einen ziemlichen Rundumschlag gemacht. (Abg. Leichtfried: Ja, das kann man sagen!) Ich stehe nicht an, mich dafür zu entschuldigen. Ich bin absolut froh über konstruktive Kritik und auch über alle Arten von Gesprächen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und NEOS. – Abg. Angerer: Wer hat Sie angerufen? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Durch das Reden kommen die Leute zusammen, durch Zuhören. Auf diese Art der Zusammenarbeit freue ich mich. In diesem Zusammenhang möchte ich auch
Abg. Zanger: Sensationeller Unsinn ist das!
Kollege Angerer hat gesagt, er liest sich schon gar nicht mehr durch, was Neues kommt. Ich lese mir das schon durch. Im Gegenteil: Ich freue mich sehr darüber, was da gekommen ist, und ich war auch ein bisschen daran beteiligt. Ich spreche sehr gerne über die Neuerungen beim Härtefallfonds. Ich glaube, dass es wirklich sensationelle Neuigkeiten sind (Abg. Zanger: Sensationeller Unsinn ist das!) – ein Quantensprung, würde ich sogar sagen.
Abg. Zanger: 5 Prozent ..., das ist super! – Abg. Leichtfried: Geh, Wolfgang, jetzt sei nicht so!
Das Erste ist – das ist wahrscheinlich noch nicht so sensationell –, dass die Bezugsdauer ausgedehnt wird. Bis Mitte Dezember können die Unternehmen Unterstützung für sechs Monate statt bisher für drei in Anspruch nehmen, also eine doppelt so lange Bezugsdauer. Jetzt kommt es aber: Jeder, der anspruchsberechtigt ist, bekommt mindestens 1 000 Euro im Monat. Ich glaube, das ist wirklich ein sehr gutes Angebot. (Abg. Zanger: 5 Prozent ..., das ist super! – Abg. Leichtfried: Geh, Wolfgang, jetzt sei nicht so!) – Danke für die konstruktive Kritik. Mindestens 1 000 Euro im Monat heißt mindestens 6 000 Euro und insgesamt bis zu 15 000 Euro. Jetzt werden Sie sich vielleicht fragen, wie die 15 000 Euro zustande kommen: Es sind mindestens 2 000 Euro im Monat für sechs Monate, plus ein Bonus von 500 Euro im Monat für jeden, der anspruchsberechtigt ist. Das bekommt jeder. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das Erste ist – das ist wahrscheinlich noch nicht so sensationell –, dass die Bezugsdauer ausgedehnt wird. Bis Mitte Dezember können die Unternehmen Unterstützung für sechs Monate statt bisher für drei in Anspruch nehmen, also eine doppelt so lange Bezugsdauer. Jetzt kommt es aber: Jeder, der anspruchsberechtigt ist, bekommt mindestens 1 000 Euro im Monat. Ich glaube, das ist wirklich ein sehr gutes Angebot. (Abg. Zanger: 5 Prozent ..., das ist super! – Abg. Leichtfried: Geh, Wolfgang, jetzt sei nicht so!) – Danke für die konstruktive Kritik. Mindestens 1 000 Euro im Monat heißt mindestens 6 000 Euro und insgesamt bis zu 15 000 Euro. Jetzt werden Sie sich vielleicht fragen, wie die 15 000 Euro zustande kommen: Es sind mindestens 2 000 Euro im Monat für sechs Monate, plus ein Bonus von 500 Euro im Monat für jeden, der anspruchsberechtigt ist. Das bekommt jeder. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei Grünen und SPÖ.
Ich glaube also, da ist wirklich etwas ganz Gutes gelungen, das ist ein ganz wichtiges Signal an die kleinstrukturierte österreichische Wirtschaft, an die EPUs, an die neuen Selbstständigen, die so wertvoll für den österreichischen Wirtschaftsstandort sind, für Nahversorgung, wurde schon erwähnt, aber auch für Innovationskraft, für Forschung. Das sind wichtige Arbeitgeber in Österreich. Insofern ist es eine Form des Dankes, aber auch eine Unterstützung, um sie gut durch die Krise zu bringen und ihnen einen guten Neustart zu ermöglichen. – Danke. (Beifall bei Grünen und SPÖ.)
Abg. Leichtfried: Das wird jetzt endlich wieder eine emotionale Rede!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Josef Schellhorn. – Bitte schön, Herr Abgeordneter. (Abg. Leichtfried: Das wird jetzt endlich wieder eine emotionale Rede!)
Abg. Hörl: Gute Idee!
Abgeordneter Josef Schellhorn (NEOS): Herr Präsident! Frau Minister! Ja, wir haben es schon im Budgetausschuss besprochen: Fakt ist, das Wirtschaftsministerium hat nur ein Drittel des Budgets, das die Wirtschaftskammer hat. Das ist jetzt irgendwie auch eine Frage der Zahl der Mitarbeiter: In Ihrem Ministerium sind im Jahr 2018 1 885 und bei der Wirtschaftskammer 5 000 beschäftigt gewesen. Die Frage haben Sie mir leider auch im Ausschuss nicht beantwortet, die Frage ist ja tatsächlich: Wenn Sie nur ein Drittel des Budgets der Wirtschaftskammer haben, planen Sie, weitere staatspolitische Entscheidungen oder Aufgaben an die Wirtschaftskammer auszugliedern (Abg. Hörl: Gute Idee!), oder hat das jetzt mit diesem hervorragenden Erfolg bei der Abwicklung des Härtefallfonds gereicht? Darunter leiden nämlich die Unternehmer. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Abgeordneter Josef Schellhorn (NEOS): Herr Präsident! Frau Minister! Ja, wir haben es schon im Budgetausschuss besprochen: Fakt ist, das Wirtschaftsministerium hat nur ein Drittel des Budgets, das die Wirtschaftskammer hat. Das ist jetzt irgendwie auch eine Frage der Zahl der Mitarbeiter: In Ihrem Ministerium sind im Jahr 2018 1 885 und bei der Wirtschaftskammer 5 000 beschäftigt gewesen. Die Frage haben Sie mir leider auch im Ausschuss nicht beantwortet, die Frage ist ja tatsächlich: Wenn Sie nur ein Drittel des Budgets der Wirtschaftskammer haben, planen Sie, weitere staatspolitische Entscheidungen oder Aufgaben an die Wirtschaftskammer auszugliedern (Abg. Hörl: Gute Idee!), oder hat das jetzt mit diesem hervorragenden Erfolg bei der Abwicklung des Härtefallfonds gereicht? Darunter leiden nämlich die Unternehmer. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Aber Kollege Haubner hat noch etwas ganz anderes gesagt, er hat gesagt: Wir sind ein Exportland, wir müssen da etwas tun! Wir müssen da mit Italien etwas machen! – Bitte besprechen Sie das mit dem Herrn Bundeskanzler, wie das mit den Wirtschaftshilfen ausschauen kann, wie wir Europa wieder aufbauen, wie wir Europa wieder fit machen können, wie wir da mit unseren exportabhängigen Ländern, nämlich Partnerländern wie Italien oder anderen Ländern, zusammenarbeiten und denen wieder auf europäischer Ebene helfen können! Das ist ein wichtiger Punkt. Ich glaube, da sprechen Sie von unterschiedlichen Themen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Frau Bundesminister, ich glaube, das wäre Ihr Part, denn vom Budget her kann man eh relativ wenig machen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Und warum? – Weil wir uns unabhängiger von internationalen Konzernen machen wollen, weil verschiedenste Geschäftsmodelle gerade im Bereich der Cloud und auch im Bereich E-Commerce nicht nur den großen Konzernen vorbehalten sein sollen. Glauben Sie mir, ich weiß, wovon ich spreche, denn ich habe das auch erlebt! Da geht es darum, jetzt die richtigen Schritte zu setzen und diese Programme der Digitalisierung fortzusetzen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Wir brauchen auch eine Forschungsstrategie, es ist heute schon diskutiert worden: Wir müssen diese entsprechend erarbeiten, wir müssen diese Forschungsstrategie für Österreich voranbringen, und das auch in angemessener Zeit. Unser Ziel muss sicherlich sein, spätestens – wirklich mit der Betonung auf spätestens – im Herbst trotz Corona eine neue Strategie zu haben. Dann soll auch ein Forschungsförderungsgesetz gemeinsam beschlossen werden, das die Basis für die Zukunft dieses Standortes bildet: für die Unternehmen, aber auch für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, damit nach Corona auch wieder mehr entstehen kann. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf bei der SPÖ.
Damit kommen wir zu Europa, denn das ist auch eine europäische Aufgabe, es ist wichtig, das auch nach Europa zu holen, dass wir wieder in Österreich produzieren: im Bereich der Halbleiter, im Bereich Wasserstoff, im Bereich Batterien, im Bereich der medizinischen Wirkstoffe, zum Beispiel Penicillin. In Österreich, aber vor allem in Europa ist es wichtig, dass wir diese Unabhängigkeit wieder stärken und wir nicht nur von China und den USA abhängig sind. Wir müssen da wieder autarker werden und nicht zuletzt auch Arbeitsplätze in Österreich und in Europa schaffen. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Im Augenblick befinden wir uns in der größten Weltwirtschaftskrise, die wir alle je erlebt haben. Ich habe damals in den Jahren 2008 und 2009 die Krise erlebt und ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man schlaflose Nächte hat und nicht weiß, wie man mit seinen Mitarbeitern weitermachen soll, wenn man nicht weiß, ob Aufträge hereinkommen, nicht weiß, wie es weitergehen soll. In diesen Zeiten sind unsere Unternehmer draußen mutige Unternehmer. Es sind nicht die Großkonzerne – es sind Klein- und Mittelbetriebe, die vor Ort sind, denn sie sind die größten Arbeitgeber, die in Österreich die meisten Arbeitsplätze schaffen! Es ist deshalb wichtig, ihnen ganz besonders zu helfen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.
Ja, wir müssen mehr auszahlen, ja, es kann immer noch schneller gehen und ja, wir sollen auch jeden Tag besser werden. Niemand kann es nämlich für sich in Anspruch nehmen, vom ersten Tag an alles richtig zu machen und genau zu wissen. Es gilt daher, den Unternehmern zuzuhören, und das habe ich laufend gemacht. Das Thema Kurzarbeit ist ein wichtiger Punkt, und auch der Fixkostenzuschuss. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Wenn wir das Ganze gesamtheitlich betrachten, braucht es aber noch viele Maßnahmen, wie zum Beispiel das Gemeindepaket. Es geht dabei darum, dass viele KMUs beauftragt werden, das ist mir wichtig bei den Städten und Gemeinden. Da wird nicht ein internationaler Konzern ausgewählt, sondern da wird ein KMU beauftragt: Das ist der Tischler nebenan, da wird der Spielplatz gebaut, da werden Schulen gebaut, und das ist gut und richtig so. Für diesen Zweck gibt es diese 1 Milliarde. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Hoffentlich sehen wir bald, dass immer mehr Menschen in Österreich wieder Arbeit haben – die Arbeitslosenzahlen sinken langsam, Woche für Woche, Schritt für Schritt – und wir zur Normalität und zum wirtschaftlichen Wohlstand zurückkommen, den wir uns gemeinsam erarbeitet haben. – Herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Schellhorn – sich mit Bundesministerin Schramböck unterhaltend – zeigt eine Daumen-hoch-Geste in Richtung der Rednerin.
Ich finde es spannend, denn die Wirtschaftskammerwahlen sind vorbei, sie sind geschlagen. Sie hatten, glaube ich, im ganzen Bundesland Salzburg 17 KandidatInnen auf Ihrer Liste – wir hatten österreichweit als Wirtschaftsbund 13 000, das sagt schon etwas aus, wie viele UnternehmerInnen sich für diese Sache engagieren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Schellhorn – sich mit Bundesministerin Schramböck unterhaltend – zeigt eine Daumen-hoch-Geste in Richtung der Rednerin.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Ich weiß nicht, auf welcher Universität so eine Lehre verbreitet wird, ob das vielleicht dieselbe Universität ist, auf der man auch diesen tollen Titel beziehen kann – jedenfalls halten wir das für einen völligen Humbug. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Ich meine, wir müssen das heute ganz neu betrachten: Österreichs einzige wirklich große Ressource ist die Ressource Europas, das ist Innovationsfähigkeit – das ist unsere große Ressource! Ich bedanke mich bei der Frau Ministerin dafür, dass sie dieses Verständnis teilt. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf bei der SPÖ.
Es sind die Unternehmerinnen und Unternehmer, die uns aus dieser Krise holen werden, vielleicht genau dadurch, dass sie Lösungen schaffen, entwickeln, Dinge erfinden, die diese Umweltproblematik lösen können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Abg. Vogl: Was ist mit den Bauern? Warum ...?
Im optimalen Fall können sie dann sogar noch etwas Positives zur Bekämpfung der Klimakrise und zur Klärung der Umweltproblematik beitragen. (Abg. Vogl: Was ist mit den Bauern? Warum ...?) – Ich verstehe Sie leider akustisch so schwer hier drinnen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Vogl.) Fassen wir es zusammen, Ökomarxismus ist vorbei oder heute auch nicht mehr relevant. Ich glaube, wir können gemeinsam durch Innovationsfähigkeit, durch coole Start-ups, durch Unternehmertum, durch Unternehmerenergie die Probleme unserer Zukunft lösen, und das sollten wir gemeinsam angehen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Vogl.
Im optimalen Fall können sie dann sogar noch etwas Positives zur Bekämpfung der Klimakrise und zur Klärung der Umweltproblematik beitragen. (Abg. Vogl: Was ist mit den Bauern? Warum ...?) – Ich verstehe Sie leider akustisch so schwer hier drinnen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Vogl.) Fassen wir es zusammen, Ökomarxismus ist vorbei oder heute auch nicht mehr relevant. Ich glaube, wir können gemeinsam durch Innovationsfähigkeit, durch coole Start-ups, durch Unternehmertum, durch Unternehmerenergie die Probleme unserer Zukunft lösen, und das sollten wir gemeinsam angehen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Im optimalen Fall können sie dann sogar noch etwas Positives zur Bekämpfung der Klimakrise und zur Klärung der Umweltproblematik beitragen. (Abg. Vogl: Was ist mit den Bauern? Warum ...?) – Ich verstehe Sie leider akustisch so schwer hier drinnen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Vogl.) Fassen wir es zusammen, Ökomarxismus ist vorbei oder heute auch nicht mehr relevant. Ich glaube, wir können gemeinsam durch Innovationsfähigkeit, durch coole Start-ups, durch Unternehmertum, durch Unternehmerenergie die Probleme unserer Zukunft lösen, und das sollten wir gemeinsam angehen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Jeitler-Cincelli: Cincelli!
Abgeordnete Mag. Dr. Sonja Hammerschmid (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Ministerin! Frau Kollegin Cincinelli! (Abg. Jeitler-Cincelli: Cincelli!) Ich würde jetzt gern darauf reagieren, aber das würde meine Redezeit völlig sprengen, darum zurück zur UG 33 und zur Wirtschaft.
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Meinl-Reisinger.
Lessons learned aus diesen elf Jahren war für mich – diese Erfahrung gebe ich gerne weiter –: GründerInnen und Start-ups brauchen schneller Finanzierungen, die zuständigen Forschungsförderagenturen brauchen Planbarkeit, mehrjährige Budgets und Autonomie. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Meinl-Reisinger.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn wir jetzt zur UG 33 kommen: Im Regierungsprogramm betonen Sie, und ich freue mich darüber, die Wichtigkeit von Unternehmensgründungen und Start-ups für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandortes. Das trage ich voll mit. Wenn Budget aber in Zahlen gegossene Politik ist, dann ist dieses Budget der UG 33 ein Totalversagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich habe heute in der UG 34 schon zu den Unternehmen Themis, Apeiron und Apeptico gesprochen. Wir wissen, das sind die Unternehmen, die jetzt in der Coronakrise führend vorn dabei sind. All die hatten mit Seedfinancing ihre ersten Euro im Unternehmen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Zanger.
Meine Damen und Herren! Ich spreche von Seniorinnen und Senioren. Eine Zahl habe ich: Anfang 2020 lebten in Österreich 1,7 Millionen Seniorinnen und Senioren. (Zwischenruf des Abg. Zanger.) Es sind so viele wie nie zuvor, und die Zahl wächst. Die Definition von SeniorInnen ist die, dass man sie ab einem Alter von 65 so nennt. Also ich persönlich kann mit dieser Definition nicht viel anfangen, denn ich kenne ganz viele 65-Jährige, die fitter als 55-Jährige von früher oder sogar fitter als ich sind, also da ändert sich etwas. Die heutigen Seniorinnen und Senioren leben länger, leben gesünder, sind bis ins hohe Alter fit, geistig sowie körperlich, und das ist natürlich gut so.
Beifall bei den Grünen.
Die Digitalisierung im Bereich der SeniorInnen darf nach Corona nicht außer Acht gelassen werden. Das muss ein wichtiges, gemeinsames parteiübergreifendes Ziel werden. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall und Zwischenrufe bei der FPÖ.
So hingegen wurde offenbar die Frage gestellt: Was ist das Beste für die Österreichische Volkspartei? Was ist das Beste für unsere Vorfeldorganisationen? Was ist das Beste für die Wirtschaftskammer? – Das sind meines Erachtens völlig falsche Fragen. (Beifall und Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Angerer: Auflösen! Die Wirtschaftskammer auflösen!
Abschließend möchte ich noch einen Entschließungsantrag zu meiner Frage beziehungsweise zur Frage, was das Beste für die Wirtschaftskammer ist (Abg. Angerer: Auflösen! Die Wirtschaftskammer auflösen!), wie sie von den Führungskräften offenbar gestellt wurde, einbringen.
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
In Zeiten wie diesen – und Sie haben das heute schon mehrfach erwähnt – ist es aber ganz wichtig, auch mit dem Härtefallfonds und verschiedenen anderen Maßnahmen direkt zu helfen. Das fordern Sie, das wurde auch getan. Auf der zweiten Seite: In einem Atemzug fordern Sie ständig Kontrolle und Überwachung. Daher muss das natürlich so ordnungsgemäß wie möglich abgesichert sein und abgewickelt werden, damit man auch im Nachhinein nachvollziehen kann, wie mit diesen Fördergeldern umgegangen wurde. Das ist Ihnen wichtig, das haben Sie mehrfach betont, und das wird auch unter dieser Berücksichtigung getan. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Um es zu sagen: Ja, wir brauchen alle, vom Einzelpersonenunternehmen über die kleinen und mittleren Unternehmen bis hin zur Industrie – auch das merken wir in diesen Tagen wieder. Es geht wirklich um eine Grundversorgung in allen Facetten, und ich denke, darum werden die diesbezüglichen Schwerpunkte in den nächsten Wochen, nächsten Monaten auch budgetär gesetzt werden. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
Das mit grün – ja, das haben wir auch schon in den Vorschlägen drinnen, denn von der EU-Kommission habe ich auch schon gelesen: Es soll sehr stark in Klimaschutz investiert werden, es sollen CO2-Abgaben eingeführt werden und vor allem soll es auch – und das ist ein wesentlicher Punkt, über den sicher noch diskutiert werden wird – mehr Eigenmittel der Europäischen Union, der Europäischen Kommission geben, weil diese nur dann in Europa kräftig auftreten können. Ich glaube, damit können wir sehr zufrieden sein, da müssen wir, wie schon erwähnt, sagen: Das ist ein guter Tag für Europa. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Gabriela Schwarz, Haubner und Kassegger – Heiterkeit des Abg. Kassegger
Dazu möchte ich noch etwas sagen: Na ja, es ist ja nicht das Geld allein. (Ein Buch, auf dessen Cover ein Porträt zu sehen ist, in die Höhe haltend:) „Eine Seele für Europa“ – liebe Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP (Zwischenrufe der Abgeordneten Gabriela Schwarz, Haubner und Kassegger – Heiterkeit des Abg. Kassegger), dieser Mann ist Erhard Busek. Ich glaube, er spielt in der Geschichte der ÖVP eine große und wichtige Rolle. Ich kenne ihn seit meinen Jugendtagen und habe immer sein Engagement für Europa zu einer Zeit, in der niemand das gemacht hat, nämlich gegen die kommunistischen Diktaturen in Osteuropa für Europa aufzutreten, bewundert. Darauf können Sie mit Grund stolz sein. (Beifall bei den NEOS.) – Ich rede positiv über Busek und niemand von der ÖVP applaudiert, das werde ich ihm sagen; aber nein, macht nichts.
Beifall bei den NEOS.
Dazu möchte ich noch etwas sagen: Na ja, es ist ja nicht das Geld allein. (Ein Buch, auf dessen Cover ein Porträt zu sehen ist, in die Höhe haltend:) „Eine Seele für Europa“ – liebe Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP (Zwischenrufe der Abgeordneten Gabriela Schwarz, Haubner und Kassegger – Heiterkeit des Abg. Kassegger), dieser Mann ist Erhard Busek. Ich glaube, er spielt in der Geschichte der ÖVP eine große und wichtige Rolle. Ich kenne ihn seit meinen Jugendtagen und habe immer sein Engagement für Europa zu einer Zeit, in der niemand das gemacht hat, nämlich gegen die kommunistischen Diktaturen in Osteuropa für Europa aufzutreten, bewundert. Darauf können Sie mit Grund stolz sein. (Beifall bei den NEOS.) – Ich rede positiv über Busek und niemand von der ÖVP applaudiert, das werde ich ihm sagen; aber nein, macht nichts.
Beifall bei den NEOS.
Meine Redezeit ist abgelaufen, und ich möchte pünktlich sein. – Danke schön, es ist ein guter Tag für Europa, das sage ich jetzt noch einmal. – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.
Umso mehr ist es, glaube ich, zu begrüßen, dass die Förderungen im Härtefallfonds jetzt neu aufgestellt und wesentlich aufgewertet worden sind, von vorher 1 500 bis maximal 6 000 Euro auf jetzt 6 000 bis 15 000 Euro. Das ist tatsächlich ein sehr gutes Zeichen. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es gibt auch aktuelle Umfragen, die zeigen, dass 84 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher wollen, dass der Wiederaufbau nach Corona ein grüner, ein sozusagen klimafreundlicher ist, und wir werden versuchen, unser Möglichstes zu tun, um das zu unterstützen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
in Richtung Bundesministerin Schramböck
Das Zweite ist natürlich die Digitalisierung, die durch verschiedene Projekte in der UG 40 unterstützt wird. Sie bietet nicht nur Potenziale bei den Produktivitätssteigerungen, sondern auch beim E-Commerce – das haben Sie (in Richtung Bundesministerin Schramböck) ja schon angesprochen. Ich glaube, da gibt es, im Gegensatz zum ersten Punkt, teilweise ein bisschen Boden wiedergutzumachen. Da muss und kann die Politik auch unterstützen – es freut mich, dass das bei Ihnen ein so zentrales Anliegen ist –, um unsere lokale und regionale Wirtschaft mit anderen Unternehmen quasi auf Augenhöhe zu bringen.
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.
Nun geht es aber vor allem darum, dass diese kurzfristigen Unterstützungsmaßnahmen ankommen, und ich glaube, dass mit der Auffettung des Härtefallfonds und dem Start des Fixkostenzuschusses in der letzten Woche jetzt die wichtigsten Voraussetzungen gegeben sind. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Abg. Matznetter – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: ... auch ohne ÖVP ...!
Teils der Steuerreform, dazu gehören Investitionen in den Klimaschutz, in die Regionalisierung und Digitalisierung, unter anderem auch das angesprochene 300-Millionen-Paket für den öffentlichen Verkehr, nur im Gegensatz zum Kollegen Matznetter haben alle Expertinnen und Experten im Budgethearing gesagt – ah, da ist er jetzt (Abg. Matznetter – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: ... auch ohne ÖVP ...!) –, wir sollten nicht das ganze Pulver jetzt schon verschießen – das wäre ja ein bisschen Ihr Zugang, Kollege Matznetter –, sondern wir werden die Nachfragestützung über einen längeren Zeitraum machen müssen. (Abg. Matznetter: Super!) Entsprechend wichtig ist es, dass wir noch Ressourcen haben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Abg. Matznetter: Super!
Teils der Steuerreform, dazu gehören Investitionen in den Klimaschutz, in die Regionalisierung und Digitalisierung, unter anderem auch das angesprochene 300-Millionen-Paket für den öffentlichen Verkehr, nur im Gegensatz zum Kollegen Matznetter haben alle Expertinnen und Experten im Budgethearing gesagt – ah, da ist er jetzt (Abg. Matznetter – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: ... auch ohne ÖVP ...!) –, wir sollten nicht das ganze Pulver jetzt schon verschießen – das wäre ja ein bisschen Ihr Zugang, Kollege Matznetter –, sondern wir werden die Nachfragestützung über einen längeren Zeitraum machen müssen. (Abg. Matznetter: Super!) Entsprechend wichtig ist es, dass wir noch Ressourcen haben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Teils der Steuerreform, dazu gehören Investitionen in den Klimaschutz, in die Regionalisierung und Digitalisierung, unter anderem auch das angesprochene 300-Millionen-Paket für den öffentlichen Verkehr, nur im Gegensatz zum Kollegen Matznetter haben alle Expertinnen und Experten im Budgethearing gesagt – ah, da ist er jetzt (Abg. Matznetter – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: ... auch ohne ÖVP ...!) –, wir sollten nicht das ganze Pulver jetzt schon verschießen – das wäre ja ein bisschen Ihr Zugang, Kollege Matznetter –, sondern wir werden die Nachfragestützung über einen längeren Zeitraum machen müssen. (Abg. Matznetter: Super!) Entsprechend wichtig ist es, dass wir noch Ressourcen haben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Abschließend noch zu Kollegen Schellhorn, der auch nicht mehr da ist: Werner Kogler hat sich natürlich dazu geäußert, wie dieser EU-Aufbaufonds ausschauen könnte, und zwar heute Morgen, kurz bevor die Kommission damit rausgegangen ist. Er hat unter anderem gefordert, dass dieser Fonds einerseits aufgestockt und andererseits, dass er grüner wird. Die Kommission hat seine Wünsche dann offensichtlich umgesetzt. – Vielen Dank. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz.
Abgeordneter Maximilian Lercher (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Ministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr verehrte Damen und Herren vor den Bildschirmen! Kollege Schwarz, ich möchte nur eines zu Beginn kurz erwähnen: Ich wäre immer sehr interessiert an diesen Expertinnen und Experten, aber sei‘s drum. (Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz.)
Allgemeiner Beifall.
Ich möchte etwas ganz Persönliches voranstellen, weil es mich schon die ganze Woche und vor allem heute beschäftigt. Erlauben Sie mir ein paar Worte weg von der großen Politik hin zu etwas sehr Privatem: Mein Vater hat heute seinen letzten Arbeitstag. Nach 47 Beitragsjahren – er ist 62 Jahre alt – hat er heute seinen letzten Arbeitstag. Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich möchte ihm an dieser Stelle – in den letzten Jahren war er als Buschauffeur tätig – alles erdenklich Gute wünschen, denn er hat sehr, sehr viel für die Gesellschaft und auch für seine Kinder geleistet. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Aber warum bringe ich dieses so private Beispiel? – Es ist ein sehr, sehr politisches. Dass er heute mit 62 Jahren abschlagsfrei in Pension gehen kann, ist einem Beschluss dieses Hauses geschuldet, getragen von der Sozialdemokratie, aber auch von der Freiheitlichen Partei, mitgetragen von der ÖVP, damals in der Zeit der Übergangsregierung. Es war ein Beschluss, der, so glaube ich, zu mehr Gerechtigkeit in diesem Land beigetragen hat. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
für mehr Gerechtigkeit oder eben auch nicht. Ich möchte davon sprechen, weil es jetzt angesichts der Coronakrise, der Digitalisierung, der Klimakrise und allem, was uns trifft, vor allem darum geht, dass wir als Politik wieder dieses wirtschaftspolitische System gestalten, damit es für die Realwirtschaft und die wirklichen Leistungsträgerinnen und Leistungsträger funktioniert. Ich glaube, wir müssen darüber nachdenken, einen Systemwandel einzuleiten, der da heißt, dass der Sozialstaat nicht mehr das Problem ist, sondern in Wahrheit die Lösung unserer Probleme, liebe Freundinnen und Freunde. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: ... Mao-Bibel!
Ich glaube, es ist an der Zeit, genau darüber zu diskutieren, denn viele tun immer so, als wäre dieses Wirtschaftssystem gottgegeben. Glauben Sie mir: Ich habe meinen Pfarrer gefragt, er hat es in der Bibel nicht gefunden. Es ist nicht gottgegeben. (Ruf bei der ÖVP: ... Mao-Bibel!) Es ist ein System, das von Menschen gestaltet wird, und ich glaube, es ist gerade in diesen Zeiten der Auftrag von ehrlicher Politik, dass wir uns diese Frage wieder stellen, um das System gemeinsam gerechter zu machen – gerechter für die vielen alltäglichen Leistungsträgerinnen und Leistungsträger in diesem Land. Dabei sind wir, sehr verehrte Frau Ministerin, gemeinsam gefordert, das zu tun, denn der Markt regelt wirklich nicht alles von selbst. Er macht das System nicht von selbst gerechter, und das müssen wir uns wieder ins Bewusstsein rufen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, es ist an der Zeit, genau darüber zu diskutieren, denn viele tun immer so, als wäre dieses Wirtschaftssystem gottgegeben. Glauben Sie mir: Ich habe meinen Pfarrer gefragt, er hat es in der Bibel nicht gefunden. Es ist nicht gottgegeben. (Ruf bei der ÖVP: ... Mao-Bibel!) Es ist ein System, das von Menschen gestaltet wird, und ich glaube, es ist gerade in diesen Zeiten der Auftrag von ehrlicher Politik, dass wir uns diese Frage wieder stellen, um das System gemeinsam gerechter zu machen – gerechter für die vielen alltäglichen Leistungsträgerinnen und Leistungsträger in diesem Land. Dabei sind wir, sehr verehrte Frau Ministerin, gemeinsam gefordert, das zu tun, denn der Markt regelt wirklich nicht alles von selbst. Er macht das System nicht von selbst gerechter, und das müssen wir uns wieder ins Bewusstsein rufen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Andreas Ottenschläger (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Frau Bundesministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte ganz kurz auf ein paar Vorredner eingehen, zuerst auf Kollegen Lercher. Ja, ich glaube es eint uns alle, dass wir sozialpolitische Ziele, wie zum Beispiel Vollbeschäftigung und ein gutes soziales Netz, anstreben und weiter erhalten wollen, aber dazu braucht es vor allem entsprechendes Wirtschaftswachstum. Und dafür müssen wir sorgen. Wir erkennen in einer Situation wie dieser, dass das oberste Priorität bei vielen sozialpolitischen Maßnahmen, bei der Erreichung der Klimaziele, in unserem Bildungssystem, im Gesundheitssystem haben muss. Das ist eine der obersten Prämissen und die Zielsetzung, die wir uns gerade in dieser Situation wieder vor Augen führen müssen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ein Aspekt, den ich auch noch einbringen möchte, der ganz entscheidend sein wird, ist – die Frau Bundesministerin hat auch davon gesprochen –, Produktionsbetriebe möglichst wieder nach Österreich und nach Europa zu holen. Ich glaube, dass gerade die Digitalisierung und die Automatisierung, die damit zusammenhängt, eine große Chance für Länder wie Österreich sind, Produktionsbetriebe wieder ins Land zu holen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Bundesministerin Schramböck: Das geht automatisch!
Aktuell haben wir aber eine Situation, in der dieses Gefühl und diese Emotion nicht stimmen. Das hat den Grund, dass die Bundesregierung seit Wochen säumig ist, seit Wochen Pressekonferenzen abhält, Versprechungen abgibt, die im Endeffekt nicht eingehalten wurden, aktuell zum Beispiel heute bei einer PK mit der Frau Bundesminister zum Härtefallfonds Neu. Ich frage mich jetzt: Wenn ein Unternehmer vor vier oder fünf Wochen einen Antrag gestellt hat, muss er jetzt einen neuen Antrag stellen? (Bundesministerin Schramböck: Das geht automatisch!) Kriegt er jetzt automatisch die Erhöhung auf 2 500 Euro oder auf 1 000 Euro bezahlt?
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
Ich habe diesbezüglich ja auch schon mehrmals Kritik an der Abwicklung des Härtefallfonds über die Wirtschaftskammer geübt. Ich habe folgenden Antrag schon einmal eingebracht, aber ich bringe ihn heute wieder ein. Es kann nicht sein, dass das Finanzamt, das Finanzministerium – eine Behörde – ausgeschalten wird und die Wirtschaftskammer in Leistung treten muss, um den Härtefallfonds, um die Unterstützung der Unternehmer abzuwickeln. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
„Die Bundesregierung wird aufgefordert, die erforderlichen Schritte zu setzen, die geeignet sind, insbesondere den Klein- und Kleinstunternehmen und EPUs, die von der COVID-19-Krise massiv bzw. existentiell betroffen sind, unmittelbar, sofort und in ausreichendem Ausmaß zu helfen.“ – (Beifall bei der FPÖ.) –
Beifall bei der FPÖ.
Das wäre ein Lösung, mit der es für alle eine gezielte und sichere Unterstützung geben würde, aber nicht so eine hoppertatschige Aktion, wie Sie sie in den letzten Wochen zum Schaden der Wirtschaft gemacht haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
die diese Vielzahl an Arbeitsplätzen gesichert und dieses Land Österreich ausgemacht haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Als Lehrlingssprecherin ist es mir besonders wichtig, da einen Punkt herauszugreifen, nämlich die Euroskills. Mit 2,5 Millionen Euro im Budget sind die Euroskills in Graz im nächsten Jänner ausfinanziert, und wir können die Besten der Besten vor den Vorhang holen und so wirklich gute Role Models für Jugendliche sichtbar machen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abschließend erlauben Sie mir noch, liebe Kolleginnen und Kollegen, einen Appell an alle Unternehmerinnen und Unternehmer zu richten, die auch bisher schon Lehrlingsausbildner waren: Es ist gerade jetzt wichtig, den Mut aufzubringen, in die Zukunft zu investieren. Bitte nehmen Sie auch heuer Lehrlinge auf, denn genau das sind dann in den nächsten drei, vier Jahren unsere Fachkräfte! Wir werden sie brauchen, denn wir wollen ja gemeinsam wieder zu einem guten Wohlstand in Österreich kommen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haubner: Eine Einzelmeinung!
Ich berichtige tatsächlich: Wir haben mit Dr. Markus Marterbauer Kontakt aufgenommen, der hier Experte war, der genau das Gegenteil sagte. Er hat bereits in seinem Eingangsstatement betont, dass ein sofortiges Investitionsprojekt von mindestens 1,5 Milliarden Euro zu setzen ist. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haubner: Eine Einzelmeinung!)
Beifall bei den NEOS.
Also wenn Sie, liebe ÖVP und Grüne, nicht noch für Tausende weitere Konkurse und Arbeitslose verantwortlich sein wollen, dann bitten wir Sie darum, unseren Vorschlag aufzugreifen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Zorba. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Hinweisen möchte ich auch auf die Duale Akademie. Das ist eine Ausbildungsschiene für jene, die bereits die Matura gemacht haben und nun in verkürzter Lehrzeit den Lehrberuf erlernen können. Die Duale Akademie hat ihren Ursprung in Oberösterreich. Unsere Präsidentin Doris Hummer hat sich da besonders eingesetzt. Mittlerweile wird diese Ausbildungsmöglichkeit in vier Bundesländern angeboten. Es ist eine echte Bildungsinnovation für Maturanten und Studienabbrecher. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Zorba. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Lehrlinge bekommen mit dieser Art der Ausbildung ein Fundament fürs Leben. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Matznetter: Die letzte Bemerkung war zwar eine Schwachstelle, ...!
Herr Kollege Matznetter! Eines kann ich mir nicht verkneifen, da Sie jetzt auf uns und auf die Regierung immer wieder so hinhauen: Sie reden von Schwachstellen, und offensichtlich haben Sie eine besondere Expertise bei diesem Thema. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Matznetter: Die letzte Bemerkung war zwar eine Schwachstelle, ...!)
Beifall bei der SPÖ.
Alle drei Dinge sind nicht gesichert, und ich frage mich, warum man immer jede Art von Anregung als Kritik versteht. Wir haben vom ersten Tag an einen Abänderungsantrag zur Abgeltung des entstandenen Schadens eingebracht, den niemand verschuldet hat außer ein Virus, den wir nicht beeinflussen können. Die Unternehmer sind unverschuldet in diese Lage gekommen und wurden ohne Grund um ihre Existenzgrundlage gebracht – von einer Sekunde auf die andere, obwohl man es ganz normal hätte abwickeln können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Situation, die sich jetzt stellt, ist, dass der Härtefallfonds, durch den der Unternehmerlohn abgegolten werden sollte, zwar hoch dotiert ist, aber die Mittel nicht ankommen; sie verhungern auf dem Weg zur Realität. Die Betriebskostenabgeltung, wie sie das Finanzamt glücklicherweise macht, könnte funktionieren, weil da, glaube ich, kompetentere Menschen für die Abwicklung zuständig sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es geht so weit, dass es bereits Unternehmer gibt – und das ist echt einer Frechheit allererster Güte –, die Akontozahlungen an die Arbeitnehmer leisten, nämlich mit der Begründung: Wir zahlen den Rest, wenn wir die Förderungen bekommen. – Was ist denn das für ein volkswirtschaftlicher Zugang, wenn die Geschäfte aufgesperrt werden, damit die Leute etwas kaufen, und die kein Geld haben, um etwas zu kaufen?! Das ist nicht in Ordnung! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Da können wir nicht so tun, als hätten wir alles gut erledigt. Und dann bieten wir Stundungen, Garantien und Kredite an, aber das verschiebt ja nur das Problem; denn die Kredite und die Haftungen sind gegenüber den Banken ein Asset, aber am Ende des Tages wird zuerst dem Menschen, der den Kredit aufgenommen hat, alles weggenommen und dann wird gegenüber der Bank garantiert. Das ist volkswirtschaftlich eine Katastrophe! Wenn wir nicht bald darüber nachdenken, wie wir das ändern, dann brauchen wir über Wirtschaft nicht mehr zu reden, weil wir keine mehr haben werden! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich frage mich, warum wir den Horizont nicht erweitern, gemeinsam für die Bevölkerung und für die Betriebe arbeiten und die Dinge in Ordnung bringen, denn all das ist nicht in Ordnung. Wenn ich höre, wie der Bundeskanzler zu Optimismus, Mut und Zuversicht aufruft und sagt: Ich brauche Zeit!, dann muss ich sagen: Zeit haben wir nicht. Besser wären Verantwortung, Sicherheit und Vertrauen über Planungs- und Rechtssicherheit. Ich weiß nicht, wo wir leben! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
aus dieser Krise selbst wieder herauskämpfen. Dafür stehen die Unternehmen in Österreich. In diesem Sinne: Alles Gute und viel Kraft! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Schramböck.
Abgeordneter Peter Wurm (FPÖ): Herr Präsident! Frau Minister Schramböck! Tun Sie bitte mir und der Wirtschaft einen Gefallen und nehmen Sie Ihre Maske ab! Wirtschaft ist vor allem Psychologie. Wenn Sie als Wirtschaftsministerin mit der Maske dasitzen, obwohl in einem Umkreis von 7 Metern niemand ist, was ist das für ein Zeichen, das Sie für die Wirtschaft setzen?! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Schramböck.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Frau Minister Schramböck, wir haben Tourismus, wir haben Wirtschaft, wir haben den Modehandel. Frau Minister Schramböck, das, was Sie da jetzt machen, ist für diese Regierung symptomatisch. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie ziehen es durch: Panik, Todesangst, Stillstand, Sie ziehen das bis zum bitteren Ende durch! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Minister Schramböck, wir haben Tourismus, wir haben Wirtschaft, wir haben den Modehandel. Frau Minister Schramböck, das, was Sie da jetzt machen, ist für diese Regierung symptomatisch. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie ziehen es durch: Panik, Todesangst, Stillstand, Sie ziehen das bis zum bitteren Ende durch! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Meinl-Reisinger: Die Hälfte aller ...!
Ich komme gerade vom Sozialausschuss, und darf oder muss Ihnen leider mitteilen: Aktuell haben wir den höchsten Stand an Beschäftigungslosen in Österreich, den wir jemals hatten. Wir kratzen an der Grenze von 1,9 Millionen Menschen! (Abg. Meinl-Reisinger: Die Hälfte aller ...!) 1,9 Millionen Menschen, und die eint Folgendes: Sie alle haben deutlich weniger Geld in der Brieftasche, ob aufgrund von Kurzarbeit oder von Arbeitslosigkeit weniger.
Beifall bei der FPÖ. –Abg. Strasser: ... hast schon besser geredet! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das kann es nicht sein! Es ist jetzt höchst an der Zeit und vielleicht setzen Sie, Frau Minister, ein Zeichen, denn leider Gottes wurde ja gestern unser Antrag, die Maskenpflicht abzuschaffen, abgelehnt. Ich ersuche Sie aber dringend: Setzen Sie als Wirtschaftsministerin ein Zeichen des Optimismus, ein Zeichen der Normalität und nehmen zumindest Sie die Maske ab! Nehmen Sie sie bitte ab! (Beifall bei der FPÖ. –Abg. Strasser: ... hast schon besser geredet! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Strasser.
Ich bin mittlerweile eigentlich sprachlos und am Ende, denn es hilft nichts: Man kann mit Fakten argumentieren, mit harten Zahlen argumentieren. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Strasser.) Wir haben ein Riesenproblem in Österreich, und zwar nicht nur, was die Unternehmer, was die Wirtschaft betrifft, sondern eben die ganze Bevölkerung.
Zwischenrufe der Abgeordneten Haubner und Kirchbaumer.
Ich war heute am Vormittag in der Wirtschaftskammer: Man rechnet damit, dass ein Drittel der Unternehmer das nicht überleben werden – ein Drittel der Unternehmer! (Zwischenrufe der Abgeordneten Haubner und Kirchbaumer.) – Das sagen Ihre Leute, eure
Abg. Kirchbaumer: Ah geh...!
Leute vom Wirtschaftsbund sagen das selbst bei den internen Besprechungen. (Abg. Kirchbaumer: Ah geh...!) Und sie sagen auch, sie sind verzweifelt, weil sie kein Gehör finden, und, Herr Kollege Haubner, sie wünschen sich den alten Präsidenten zurück. Sie wünschen sich Präsident Leitl zurück, denn der hatte noch Einfluss auf die Realpolitik. Das gibt es bei der ÖVP mittlerweile nicht mehr, Mahrer spielt keine Rolle. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.)
Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.
Leute vom Wirtschaftsbund sagen das selbst bei den internen Besprechungen. (Abg. Kirchbaumer: Ah geh...!) Und sie sagen auch, sie sind verzweifelt, weil sie kein Gehör finden, und, Herr Kollege Haubner, sie wünschen sich den alten Präsidenten zurück. Sie wünschen sich Präsident Leitl zurück, denn der hatte noch Einfluss auf die Realpolitik. Das gibt es bei der ÖVP mittlerweile nicht mehr, Mahrer spielt keine Rolle. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Alle Verordnungen, die wir hatten – praxisfremd, die Wirtschaft zerstörend –, wurden und werden von Mahrer und der Wirtschaftskammer abgenickt. Deshalb noch einmal mein Aufruf: Frau Minister, setzen Sie ein Zeichen, nehmen Sie die Maske ab! Und, bitte schön: Wirtschaft nach oben! – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Die AUA hat einen großen Finanzbedarf, nämlich in der Höhe von 770 Millionen Euro, die bereitgestellt werden sollen, und ich habe ein bisschen lächeln müssen, als ich die Aussage des Vorstandes der Lufthansa mitbekommen habe, denn der war ja sehr selbstbewusst. Da habe ich mir dann gedacht: Wenn ich sozusagen auf Wanderschaft gehe und 13 Milliarden Euro einsammeln soll, weil ich die unbedingt brauche, dann würde ich eine etwas schmalere Lippe wagen! Mehr Demut wäre da angesagt gewesen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Vogl: Sauerei!
Kolleginnen und Kollegen, das ist eine Vorgangsweise, die wirklich - - (Abg. Vogl: Sauerei!) – Es ist eine Sauerei, jawohl! Es ist eine Sauerei, was dort passiert. Das sind sklavenähnliche Zustände, die dort ablaufen, die ganz perfide, die schändlich sind. Die armen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die davon betroffen sind, wissen sich ja in Wirklichkeit überhaupt nicht mehr zu helfen. Es ist wirklich unappetitlich, wie da die Diskussionen geführt werden und was die Arbeitgeber machen.
Beifall bei der SPÖ.
Wenn man im Krankenstand war, dann muss man dort antreten und wird runtergemacht, wenn man das Glück hat und nicht hinausgeschmissen wird. Wenn man die Ziele im Verkauf – in der Kabine, wo die Damen und Herren etwas verkaufen müssen – nicht erreicht, steht man ebenfalls vor dem Kadi. Das sind also Zustände, die atemberaubend sind, liebe Kolleginnen und Kollegen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Haubner
Wir haben in den letzten Wochen mitbekommen, dass Laudamotion einen Kollektivvertrag kreiert hat, einen Kollektivvertrag für Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter (Zwischenruf des Abg. Haubner), mit dem die Damen und Herren sage und schreibe 1 000 Euro brutto verdienen würden – 1 000 Euro brutto für ausgebildete Kräfte, Kolleginnen und Kollegen! Es gibt in der Elektroindustrie im ersten Lehrjahr 900 Euro als Lehrlingsentschädigung, bei McDonald’s kriegt der Lehrling im ersten Lehrjahr 830 Euro, der Maurer verdient im ersten Lehrjahr 1 000 Euro und der Hilfsarbeiter in der Metallindustrie verdient 2 000 Euro.
Beifall bei der SPÖ.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, diese 1 000 Euro brutto für die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter in diesem Kollektivvertrag zeugen in Wirklichkeit von Respektlosigkeit und sind eine Provokation! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hörl
Mich regt das deshalb so auf, liebe Kolleginnen und Kollegen (Zwischenruf des Abg. Hörl), weil das kein Unternehmen ist, das am Hungertuch nagt. Das ist ein Unternehmen, das Milliardengewinne macht. Wenn man sich den Geschäftsführer anschaut, wie er sich bedient – 99 Millionen Euro hat er sich im letzten Jahr selbst zu seiner Gage von, ich glaube, 3,6 Millionen Euro ausbezahlt –, dann ist das absolut nicht in Ordnung, wie da die Menschen behandelt werden. (Abg. Hörl: ... Gewerkschaft!)
Abg. Hörl: ... Gewerkschaft!
Mich regt das deshalb so auf, liebe Kolleginnen und Kollegen (Zwischenruf des Abg. Hörl), weil das kein Unternehmen ist, das am Hungertuch nagt. Das ist ein Unternehmen, das Milliardengewinne macht. Wenn man sich den Geschäftsführer anschaut, wie er sich bedient – 99 Millionen Euro hat er sich im letzten Jahr selbst zu seiner Gage von, ich glaube, 3,6 Millionen Euro ausbezahlt –, dann ist das absolut nicht in Ordnung, wie da die Menschen behandelt werden. (Abg. Hörl: ... Gewerkschaft!)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Natürlich kann die Gewerkschaft hier nicht zustimmen. Die Gewerkschaft kann solch einem Kollektivvertrag nicht zustimmen, auch wenn immer versucht wird, mit Erpressungen zu arbeiten. Ich habe mitbekommen, dass jetzt wieder ein Ultimatum gesetzt worden ist: Bis morgen soll die Gewerkschaft unterschreiben, dann würde der Standort nicht geschlossen werden. All das ist doch Larifari, meine Damen und Herren. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Die wollen sich mit Laudamotion aus Österreich verabschieden und die werden es dann mit ihren eigenen Fliegern von Ryanair machen.
Abg. Prinz: Der Maderthaner war auch noch dazwischen!
Ich weiß, man kann die Vergangenheit nicht wieder aufleben lassen, aber Kollege Wurm hat vorhin Kollegen Leitl erwähnt. Ehrlich gesagt hätte das keiner dieser Präsidenten – weder Präsident Sallinger noch Präsident Leitl (Abg. Prinz: Der Maderthaner war auch noch dazwischen!) – in irgendeiner Form durchgehen lassen. Es ist wirklich eine Schande, dass die Wirtschaftskammer so einen Kollektivvertrag unterschrieben hat! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich weiß, man kann die Vergangenheit nicht wieder aufleben lassen, aber Kollege Wurm hat vorhin Kollegen Leitl erwähnt. Ehrlich gesagt hätte das keiner dieser Präsidenten – weder Präsident Sallinger noch Präsident Leitl (Abg. Prinz: Der Maderthaner war auch noch dazwischen!) – in irgendeiner Form durchgehen lassen. Es ist wirklich eine Schande, dass die Wirtschaftskammer so einen Kollektivvertrag unterschrieben hat! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Haubner: Das haben wir heute schon gehabt!
Abgeordnete Mag. Ruth Becher (SPÖ): Herr Präsident! Frau Ministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich möchte zum Schluss dieses Unterkapitels noch einen für mich politisch sehr wichtigen Bereich ansprechen, der aber auch ein sehr wichtiger Impuls für die Wirtschaft ist: Das ist die thermische Sanierung. Im Unterkapitel Wirtschaft sind für die thermische Sanierung keine Mittel mehr vorgesehen. 2018 waren es noch 43 Millionen Euro. (Abg. Haubner: Das haben wir heute schon gehabt!) – Das haben wir gehabt, aber jetzt fehlt es genau in diesem Bereich, denn dort gehört es aus meiner Sicht hin. Ich kann Ihnen auch genau sagen, warum: Die thermische Sanierung ist ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor. Wenn man 1 Million Euro in die thermische Sanierung investiert, sichert man Vollzeitjobs für 23 Menschen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Ruth Becher (SPÖ): Herr Präsident! Frau Ministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich möchte zum Schluss dieses Unterkapitels noch einen für mich politisch sehr wichtigen Bereich ansprechen, der aber auch ein sehr wichtiger Impuls für die Wirtschaft ist: Das ist die thermische Sanierung. Im Unterkapitel Wirtschaft sind für die thermische Sanierung keine Mittel mehr vorgesehen. 2018 waren es noch 43 Millionen Euro. (Abg. Haubner: Das haben wir heute schon gehabt!) – Das haben wir gehabt, aber jetzt fehlt es genau in diesem Bereich, denn dort gehört es aus meiner Sicht hin. Ich kann Ihnen auch genau sagen, warum: Die thermische Sanierung ist ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor. Wenn man 1 Million Euro in die thermische Sanierung investiert, sichert man Vollzeitjobs für 23 Menschen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es werden ganz intensiv Einfamilienhäuser gefördert. Das ist genau das Gegenteil von dem, was Sie im Regierungsprogramm geschrieben haben, denn dort bekennen Sie sich zum mehrgeschossigen Wohnbau, und dazu, dass die Versiegelung der Natur- und Ackerflächen verlangsamt wird. Dafür müsste man mehr in den mehrgeschossigen Wohnbau investieren. Das heißt, Türkis-Grün macht das Wohnen auf der grünen Wiese und im Speckgürtel attraktiver, was an sich eine falsche Priorität ist, der Umwelt schadet und das Wohnen in Österreich teurer macht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Rechnung für die tatsächliche thermische Sanierung geht nicht auf. Es ist zu wenig für die Umwelt, aber auch zu wenig für die Wirtschaft. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ein Budget ist der in Zahlen gegossene politische Wille. Es ist genau dieser Wille, mit dem Investitionen ermöglicht und Unterstützungen in dieser besonders schwierigen Situation gewährt werden. So wird die Weiterentwicklung unseres Landes sichergestellt. Doch der vorliegende Budgetentwurf macht eines deutlich, nämlich was diese Regierung wirklich möchte: einen Freibrief für Milliarden an Steuergeldern, welche dann ohne jegliche parlamentarische Kontrolle vergeben werden können. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen von der Bundesregierung, gehen Sie hinaus und fragen Sie die Menschen! Leider sind erst 1,5 Prozent der Coronahilfen angekommen. Ich möchte Ihnen ausgehend von vielen Gesprächen, die ich geführt habe, ein Bild davon zeichnen, wie sich die Bäuerinnen und Bauern, wie sich die Unternehmerinnen und Unternehmer fühlen: Stellen Sie sich einen See vor und stellen Sie sich einen Menschen vor, der darin ums Leben kämpft und ertrinkt. Am Ufer steht die Regierung und meint: Wir zahlen euch doch eh bald einen Schwimmkurs! – Genau so fühlen sich die Menschen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Nun aber zum Verhandlungsgegenstand, zum Budgetentwurf für den Bereich der Land- und Forstwirtschaft: Unsere heimischen Bäuerinnen und Bauern haben aufgrund der Coronakrise Einbußen erlitten. Sie müssen ihre Erzeugnisse teilweise zu Dumpingpreisen verkaufen, der Rindermarkt ist eingebrochen, wichtige Abnehmerinnen und Abnehmer sind abhandengekommen, und die Regelung für die Erntehelferinnen und Erntehelfer ist leider viel zu spät umgesetzt worden. Hinzu kommt, dass der Klimawandel Felder vertrocknen lässt und die extremen Wetterschwankungen ganze Ernten vernichtet haben. Als Landwirtschaftssprecherin meiner Fraktion kann ich dazu ganz klar sagen: Die heimischen Landwirtinnen und Landwirte brauchen ganz dringend rasche Hilfe. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Doch der von der Bundesregierung vorgelegte Budgetentwurf zeigt deutlich ihren echten Willen. Darin ist nichts davon zu sehen, dass man diesen Menschen unter die Arme greift. Die Zahlen im Budgetentwurf sind veraltet, verfassungswidrig. Gestern kam unser Vorwurf: Das Budget ist verfassungswidrig. – Heute ist Finanzminister Blümel Gott sei Dank zurückgerudert. Die Aussagen und Maßnahmen zum geplanten Vorhaben sind unkorrekt, und in jedem vierten Satz wird – Bezug nehmend auf die Coronakrise – eindringlich darauf hingewiesen, dass das alles nur Richtwerte sind. Ich sage Ihnen eines, geschätzte Bundesregierung: Wäre die Erstellung dieses Budgets eine Maturaaufgabe oder ein Schulfach, könnten Sie jetzt mit Nicht genügend den Saal verlassen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Schmuckenschlager: Das kann man nicht versichern!
Kann die Aussage, der Zeitpunkt für die Planung und Umsetzung hänge von der Entwicklung der Coronakrise ab, einen einzigen Wachauer Marillenbauern retten, der durch den überraschenden Frosteinbruch im April die ganze Ernte verloren hat? – Nein, kann sie nicht! (Abg. Schmuckenschlager: Das kann man nicht versichern!)
Beifall bei der SPÖ.
Wo sind die Geldmittel für die Reduktion von Pestiziden in der Landwirtschaft? Das frage ich die grüne Fraktion: Wo steht ihr in dieser Frage? – Wir wollen kein Gift auf unseren Wiesen und Äckern, das ist doch auch euer Ansinnen. Wo steht ihr in dieser Frage? (Beifall bei der SPÖ.) Es braucht gut gefüllte Fördertöpfe, um den Umstieg auf alternative Möglichkeiten attraktiv zu gestalten.
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der FPÖ sowie der Abg. Doppelbauer.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, ein Budget zu beschließen ist eine der wichtigsten und zentralsten Aufgaben, die wir als Abgeordnete hier im Hohen Haus erfüllen sollten, deshalb müssen wir mehr Selbstbewusstsein zeigen und uns wehren, wenn uns die Regierung falsche oder keine richtigen Zahlen vorlegt. Mein Appell zum Abschluss lautet daher: Schicken wir diesen Zahlenfriedhof zurück und stimmen wir selbstbewusst gegen diesen Budgetentwurf! (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der FPÖ sowie der Abg. Doppelbauer.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordnete Eva-Maria Himmelbauer, BSc (ÖVP): Herr Präsident! Werte Frau Ministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Bei der Angelobung der neuen Regierung Anfang dieses Jahres gab es vor allem betreffend die Ministerienzuteilung etwas, das mich besonders gefreut hat: die Zuteilung der Breitbandagenden an das Ministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus. Der Ausbau der Breitbandinfrastruktur ist ein Regionenthema: Umso ländlicher, dünner besiedelt, umso schwieriger und stockender ist der Breitbandausbau, und umso städtischer, umso besser der Wettbewerb und die Bedingungen für Betreiber, für Anbieter, zu investieren. Die Breitbandagenden sind daher im Ministerium für Regionen gut aufgehoben, um gleichwertige Lebensbedingungen in Stadt und Land zu schaffen. – Ein Danke schon jetzt für die gute Zusammenarbeit, die seit Anfang des Jahres besteht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Gemeinsam mit der Förderung ist aber auch der zweite Teil ein ganz wichtiger, dem werden wir uns 2020 widmen: Das ist die rechtliche Grundlage. Wir werden Erleichterungen für die Infrastrukturerrichtung schaffen und die Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen – zwischen Bund, Land, Gemeinden und der Betreiberseite – stärken und fördern. Unabhängig davon, ob Glasfaser oder 5G, wir werden auch in Zukunft investieren – für eine gute Zukunft, Infrastruktur in unseren Regionen, am Land genauso wie in der Stadt. Ich glaube, da sind Investitionen gut aufgehoben. – Danke schön, Frau Minister. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Zanger.
Die Krise – Kollegin Ecker hat es bereits angesprochen – hat die Situation in der Landwirtschaft noch weiter verschärft. Rindfleisch- und Schweinefleischpreise sind abgestürzt, der Milchpreis ist unter Druck, Zuchtviehverkäufe sind praktisch unmöglich geworden, der Tourismus als wichtiger Partner, die Hotellerie und die Gastronomie sind weggefallen, die Holzpreise sind im Keller. Das Bauernsterben schreitet voran und die bisherigen Maßnahmen der ÖVP haben keine Trendwende eingeleitet. (Zwischenruf des Abg. Zanger.) Die Bauern stehen mit dem Rücken zur Wand.
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Zanger.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Der Entschließungsantrag ist ordnungsgemäß eingebracht, ausreichend unterstützt und steht somit in Verhandlung. (Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Böden gibt, die noch CO2 speichern können – und wir sehen gerade, wie uns die Wälder wegsterben, die als CO2‑Speicher dienen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Gleichzeitig macht sich eine Landwirtschaft 4.0, die Digitalisierung ganz breit. Bereits jetzt werden von Bayer, von Google, von Amazon Unmengen von Daten gesammelt, und diese Daten werden gespeichert und gehören diesen Firmen. Einer älter werdenden Landwirtschaft kann man also auch begegnen, indem man sie industrialisiert, indem man sie mehr oder weniger von Robotik und GPS bewirtschaften lässt. Das funktioniert in Gunstlagen, nicht in Berglagen. Den alten Klassenkampf, den auch die SPÖ immer ganz gerne spielt, die Arbeiterklasse gegen die Bauernklasse, gibt es schon lange nicht mehr; das ist eine Geschichte des vorigen Jahrtausends. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es ist ganz klar, dass wir auch nach der Coronakrise in der Landwirtschaft eine Unterstützung brauchen. Ein erster Schritt dazu wäre – und darum ersuche ich auch die Frau Bundesminister –, sich in Brüssel dafür einzusetzen, dass die 1,42 Prozent des Krisenhilfsfonds der ersten Säule in der GAP an die Bäuerinnen und Bauern ausgeschüttet werden, denn wann sollen die Mittel eines Krisenhilfsfonds ausgeschüttet werden wenn nicht in einer der größten Krisen dieses Jahrhunderts? – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Obernosterer. – Ruf: ... nicht so wichtig!
Abgeordnete Dipl.-Ing. Karin Doppelbauer (NEOS): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Hohes Haus! Liebe Kolleginnen! Liebe Kollegen! Ja, grundsätzlich gilt für dieses Budget das Gleiche wie für das gesamte Budget, auch das Landwirtschaftsbudget ist natürlich veraltet. Wir haben uns diese Woche ja schon darüber unterhalten, dass wir über alte Zahlen diskutieren, und ich höre inzwischen durchaus, dass sich auch die Abgeordneten von der ÖVP und von den Grünen jetzt schon sehr darüber ärgern. Heute haben wir auch noch gehört, dass das wahrscheinlich verfassungswidrig ist – aber wie gesagt, das ist jetzt nicht das Thema. (Zwischenruf des Abg. Obernosterer. – Ruf: ... nicht so wichtig!) Es ist ein falsches Budget, aber lassen Sie uns trotzdem drüber reden, was die Frau Bundesminister geplant hat, bevor es zu dieser Coronakrise gekommen ist.
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Vogl.
Ich möchte da aber durchaus noch kurz eine Analyse der derzeitigen Situation in der Landwirtschaft machen, weil es im Augenblick wirklich dramatisch ist: Die Betriebe leiden massiv unter dem Einbruch des Absatzes, vor allem in der Gastronomie. Sie stehen einem übermächtigen Handel gegenüber, der die Preise diktiert. Es gibt eine AMA-Marketing, die sich de facto um nichts kümmert, außer dass sie hübsche Werbevideos dreht, sie sieht aber tatenlos zu, wenn es um den übermächtigen Handel geht; noch dazu werden auch private wirtschaftliche, landwirtschaftliche Initiativen kaputtgemacht. Damit beschäftigt man sich mehr als mit allem anderen, wichtige Gelder werden versenkt, siehe Netzwerk Kulinarik; auch da ist man nach wie vor nicht wirklich auf die Beine gekommen, wie die Beantwortung unserer letzten Anfrage sehr deutlich zeigt. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Vogl.)
Beifall des Abg. Schmiedlechner.
Erstaunlich ist eben, dass diese Umstände im Budget 2020 nicht wirklich abgebildet sind. Es gibt zwar kleine Schritte in die richtige Richtung und es gibt auch Rädchen, an denen gedreht wird, aber das wird nicht reichen. Eines ist auch ganz klar: Es kann einfach nicht die Lösung sein, dass man immer mehr Geld für Förderungen in die Hand nimmt, diese Förderungen den Landwirten oder den Institutionen zugutekommen lässt und damit – überspitzt gesagt – dafür sorgen will, dass hier in Österreich – wir sind nach wie vor in Österreich – zu Weltmarktpreisen produziert wird und das dann teilweise auch noch in den Export geschickt wird. (Beifall des Abg. Schmiedlechner.)
in Richtung Bundesministerin Köstinger
Das Hauptproblem – Sie (in Richtung Bundesministerin Köstinger) haben es ja auch selber gesagt – ist ja nicht, dass die Gelder nicht da sind; sie wurden ja nicht einmal abgeholt. Das heißt, es gibt da wirklich ein Strukturproblem, das man lösen muss, und Ihr Haus, denke ich, ist auch gefordert, eben diesen überregionalen Plan zu produzieren, damit nicht jede Gemeinde klein-klein ihren eigenen Plan baut und dann letztendlich nicht weiterkommt. Das ist viel zu teuer, das ist ineffizient – darauf hat der Rechnungshof schon 2018 hingewiesen –, und am Ende des Tages ist es auch für den Standort fatal, denn es geht uns ja darum, dass wir gerade den ländlichen Standort ausbauen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Das Hauptproblem – Sie (in Richtung Bundesministerin Köstinger) haben es ja auch selber gesagt – ist ja nicht, dass die Gelder nicht da sind; sie wurden ja nicht einmal abgeholt. Das heißt, es gibt da wirklich ein Strukturproblem, das man lösen muss, und Ihr Haus, denke ich, ist auch gefordert, eben diesen überregionalen Plan zu produzieren, damit nicht jede Gemeinde klein-klein ihren eigenen Plan baut und dann letztendlich nicht weiterkommt. Das ist viel zu teuer, das ist ineffizient – darauf hat der Rechnungshof schon 2018 hingewiesen –, und am Ende des Tages ist es auch für den Standort fatal, denn es geht uns ja darum, dass wir gerade den ländlichen Standort ausbauen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Bundesministerin für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus Elisabeth Köstinger: Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren Abgeordnete! Die vergangenen Wochen und Monate waren für uns alle wirklich eine enorme Herausforderung, und ich glaube, wir haben die Worte kritische Infrastruktur, Versorgungssicherheit und Systemrelevanz noch nie so oft gehört wie in den letzten Wochen und Monaten. Eines möchte ich deshalb gleich zu Beginn betonen: Die österreichische Landwirtschaft hat in dieser Zeit ihre Krisenfestigkeit und Systemrelevanz eindrucksvoll bewiesen. Zu keinem einzigen Zeitpunkt der Krise musste man sich in Österreich um die Versorgungssicherheit, vor allem eben auch hinsichtlich Lebensmitteln, Sorgen machen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Unsere Bäuerinnen und Bauern haben jeden Tag weitergearbeitet und -produziert, unsere landwirtschaftlichen Betriebe haben dafür gesorgt, dass die Österreicherinnen und Österreicher sich keine Sorgen aufgrund von leeren Regalen und leeren Tellern machen müssen. Unsere Landwirtinnen und Landwirte sorgen auch in der Krise für die besten Lebensmittel, und dafür gebührt ihnen ganz besonderer Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Als starkes Bekenntnis zur Ökologisierung unserer Flüsse und Gewässer haben wir heute im Ministerrat beschlossen, dass für gewässerökologische Maßnahmen 200 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Wir schaffen damit auch rund 8 500 Arbeitsplätze in regionalen Unternehmen im ganzen Land. (Beifall bei ÖVP und Grünen.) Für Investitionen in Wasser- und Abwasserprojekte, die zu den wichtigsten Aufgaben der Gemeinden und Regionen zählen, sind im heurigen Jahr rund 314 Millionen Euro vorgesehen.
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Der Zivildienst ist eine unverzichtbare Säule in unserem Land; dafür sind Auszahlungen in der Höhe von rund 50 Millionen Euro budgetiert. Wir haben in den letzten Wochen gesehen, welch wichtige strategische Reserve der Zivildienst für unser Gesundheitssystem bedeutet. Erstmals in der Zweiten Republik haben wir einen außerordentlichen Zivildienst ausgerufen und sind vor allem aufgrund der wirklich großartigen Leistung unserer Zivildienstleistenden gut durch diese Krise gekommen. – An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön dafür. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Das Budget für den ländlichen Raum, für die Regionen, meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordnete, ist gesichert. Wir werden wichtige Impulse setzen. Wir werden aber vor allem eben auch die richtigen Weichen stellen und die richtigen Maßnahmen setzen, was das Wiederhochfahren und das Comeback Österreichs in unseren unverzichtbaren Wirtschafts- und Arbeitsbereichen betrifft. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Georg Strasser (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Frau Bundesministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Meine Damen und Herren! Am Anfang ein paar Gedanken zum Redebeitrag des Kollegen Schmiedlechner: Ich bedanke mich für die Anregungen, auch für die Tonalität. So können wir miteinander reden, das passt! Ich möchte aber daran erinnern, wir waren knapp eineinhalb Jahre gemeinsam in einer Regierung, und die Bauern sind auch bei der FPÖ manchmal an ihre Grenzen gestoßen, siehe Pflanzenschutz und siehe die Beschlüsse zu den Stalleinbrüchen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) Bleiben wir also bitte am Boden und versuchen wir, gemeinsam an Lösungen zu arbeiten, weil wir es draußen in der Praxis nicht leicht haben.
Heiterkeit bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ
Zu Kollegin Doppelbauer: Zuerst einmal Danke schön, NEOS und Grüne, gute Gesprächsbasis, gemeinsame Anträge, das geht in die richtige Richtung (Heiterkeit bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ), aber Kritikreplik: Genau hinschauen bei der Kulinarik Österreich! Das ist mittlerweile ein Reformprojekt. Wenn man googelt: beim Bauern direkt einkaufen, dann ist die erste Seite, die angezeigt wird, frischzumir.at, und die war in der Coronakrise eine Goldgrube. (Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.) Sie entspringt der Idee und dem Engagement einer ganz hervorragenden Mitarbeiterin, Christina Mutenthaler. Ich empfehle ein Briefing. Wir sind mit der Kulinarik Österreich absolut am richtigen Weg. – Danke auch an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.
Zu Kollegin Doppelbauer: Zuerst einmal Danke schön, NEOS und Grüne, gute Gesprächsbasis, gemeinsame Anträge, das geht in die richtige Richtung (Heiterkeit bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ), aber Kritikreplik: Genau hinschauen bei der Kulinarik Österreich! Das ist mittlerweile ein Reformprojekt. Wenn man googelt: beim Bauern direkt einkaufen, dann ist die erste Seite, die angezeigt wird, frischzumir.at, und die war in der Coronakrise eine Goldgrube. (Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.) Sie entspringt der Idee und dem Engagement einer ganz hervorragenden Mitarbeiterin, Christina Mutenthaler. Ich empfehle ein Briefing. Wir sind mit der Kulinarik Österreich absolut am richtigen Weg. – Danke auch an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Zu Kollegin Doppelbauer: Zuerst einmal Danke schön, NEOS und Grüne, gute Gesprächsbasis, gemeinsame Anträge, das geht in die richtige Richtung (Heiterkeit bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ), aber Kritikreplik: Genau hinschauen bei der Kulinarik Österreich! Das ist mittlerweile ein Reformprojekt. Wenn man googelt: beim Bauern direkt einkaufen, dann ist die erste Seite, die angezeigt wird, frischzumir.at, und die war in der Coronakrise eine Goldgrube. (Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.) Sie entspringt der Idee und dem Engagement einer ganz hervorragenden Mitarbeiterin, Christina Mutenthaler. Ich empfehle ein Briefing. Wir sind mit der Kulinarik Österreich absolut am richtigen Weg. – Danke auch an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Rufe bei der SPÖ: Guter Witz! Der war gut!
Es ist aber trotzdem – da bin ich wieder bei Kollegen Schmiedlechner – die Landwirtschaft in einer prekären Situation. An der Tonalität und an den Ausführungen der Frau Bundesministerin war das auch abzulesen. Es ist aber trotzdem heute ein Tag, der Grund gibt, Hoffnung zu haben, denn das Budget ist in Ordnung, die Zahlen sind gesichert und die Projekte liegen auf dem Tisch (Rufe bei der SPÖ: Guter Witz! Der war gut!) und sind schon in Umsetzung.
Zwischenruf bei der SPÖ
Das Hauptproblem, das es aktuell gibt (Zwischenruf bei der SPÖ), sind Preissituationen, die sich aufgrund der Coronakrise verschlechtert haben, und damit in ganz Europa Einkommenssituationen, die uns Sorgen bereiten. Aus diesem Grund – europäische Aktivitäten –: Wir kämpfen um jeden Cent. Das Pflaster in Brüssel ist ein glattes, und wir werden schauen, dass wir aus Brüssel jeden Cent abholen, den es abzuholen gibt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) Der andere Bereich sind nationale Aktivitäten, auch dort das Budget – das habe ich bereits erwähnt –: Es ist gut, dass dort die wesentlichen Punkte drinnen sind und dass im Regierungsprogramm verankert ist, dass es, wenn es in Brüssel etwas knapper abgeht, national ausgeglichen wird; auch auf diese Ansage werden wir in den nächsten Monaten pochen. – Danke für die Unterstützung der gesamten Bundesregierung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Das Hauptproblem, das es aktuell gibt (Zwischenruf bei der SPÖ), sind Preissituationen, die sich aufgrund der Coronakrise verschlechtert haben, und damit in ganz Europa Einkommenssituationen, die uns Sorgen bereiten. Aus diesem Grund – europäische Aktivitäten –: Wir kämpfen um jeden Cent. Das Pflaster in Brüssel ist ein glattes, und wir werden schauen, dass wir aus Brüssel jeden Cent abholen, den es abzuholen gibt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) Der andere Bereich sind nationale Aktivitäten, auch dort das Budget – das habe ich bereits erwähnt –: Es ist gut, dass dort die wesentlichen Punkte drinnen sind und dass im Regierungsprogramm verankert ist, dass es, wenn es in Brüssel etwas knapper abgeht, national ausgeglichen wird; auch auf diese Ansage werden wir in den nächsten Monaten pochen. – Danke für die Unterstützung der gesamten Bundesregierung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Das Hauptproblem, das es aktuell gibt (Zwischenruf bei der SPÖ), sind Preissituationen, die sich aufgrund der Coronakrise verschlechtert haben, und damit in ganz Europa Einkommenssituationen, die uns Sorgen bereiten. Aus diesem Grund – europäische Aktivitäten –: Wir kämpfen um jeden Cent. Das Pflaster in Brüssel ist ein glattes, und wir werden schauen, dass wir aus Brüssel jeden Cent abholen, den es abzuholen gibt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) Der andere Bereich sind nationale Aktivitäten, auch dort das Budget – das habe ich bereits erwähnt –: Es ist gut, dass dort die wesentlichen Punkte drinnen sind und dass im Regierungsprogramm verankert ist, dass es, wenn es in Brüssel etwas knapper abgeht, national ausgeglichen wird; auch auf diese Ansage werden wir in den nächsten Monaten pochen. – Danke für die Unterstützung der gesamten Bundesregierung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe des Abg. Angerer
Es sind ein Steuer- und Abgabenentlastungspaket und ein Forstpaket in Vorbereitung, und auch das brauchen wir dringend. Viel wichtiger aber wird es sein – das möchte ich wieder Peter Schmiedlechner mit auf den Weg geben (Zwischenrufe des Abg. Angerer); von den vielen oppositionellen Zurufen, die wir nun aus anderen Gruppen bekommen ‑, gemeinsam um ordentliche Marktpreise zu kämpfen. (Zwischenruf des Abg. Hauser.) Suchen wir den Dialog mit den Handelsketten! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hauser.
Es sind ein Steuer- und Abgabenentlastungspaket und ein Forstpaket in Vorbereitung, und auch das brauchen wir dringend. Viel wichtiger aber wird es sein – das möchte ich wieder Peter Schmiedlechner mit auf den Weg geben (Zwischenrufe des Abg. Angerer); von den vielen oppositionellen Zurufen, die wir nun aus anderen Gruppen bekommen ‑, gemeinsam um ordentliche Marktpreise zu kämpfen. (Zwischenruf des Abg. Hauser.) Suchen wir den Dialog mit den Handelsketten! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Es sind ein Steuer- und Abgabenentlastungspaket und ein Forstpaket in Vorbereitung, und auch das brauchen wir dringend. Viel wichtiger aber wird es sein – das möchte ich wieder Peter Schmiedlechner mit auf den Weg geben (Zwischenrufe des Abg. Angerer); von den vielen oppositionellen Zurufen, die wir nun aus anderen Gruppen bekommen ‑, gemeinsam um ordentliche Marktpreise zu kämpfen. (Zwischenruf des Abg. Hauser.) Suchen wir den Dialog mit den Handelsketten! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Lausch. – Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.
Es ist ein Projekt der Regierung mit dem Titel Österreich isst regional auf den Weg gebracht worden. Der Mehrwert dieses Projektes werden noch mehr bessere Lebensmittel für die Österreicherinnen und Österreicher und mehr Preisstabilität für die österreichischen Bäuerinnen und Bauern sein. Dort werden verbindliche Dinge vereinbart. Peter, ich ersuche dich, hilf uns in deinem Umfeld, dass wir da gemeinsam etwas zusammenbringen! (Zwischenruf des Abg. Lausch. – Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.) Es steht viel auf dem Spiel und wir werden da sozusagen für die Österreicherinnen und Österreicher noch viel auf den Weg bringen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abschließend: Danke schön an alle Bäuerinnen und Bauern, ihr habt neben vielen anderen Berufsgruppen in diesem Land während der Coronakrise einen großartigen Job gemacht. Alles Gute! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Obernosterer: Aber von der Landwirtschaft versteht der ...!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Krainer. – Bitte. (Abg. Obernosterer: Aber von der Landwirtschaft versteht der ...!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.
den Tisch zu legen – und das finde ich prinzipiell einmal gut. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.) Er hat über die Medien mitgeteilt, es wird ein Abänderungsantrag kommen, es würde einer vorbereitet werden.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich darf in diesem Zusammenhang auf einen weiteren schweren handwerklichen Fehler von Finanzminister Blümel aufmerksam machen, und ich würde die Koalitionsparteien wirklich darum ersuchen, in diesem Abänderungsantrag auch diesen schweren Fehler zu beheben. Was ist dieser schwere Fehler? – Im Bundesfinanzgesetz ist geregelt, dass der Finanzminister ein Konto um 28 Milliarden Euro überziehen darf. Da steht auch eine Kontonummer, nämlich 450 206. Dieses Konto darf er für Covid-19-Maßnahmen um 28 Milliarden Euro überziehen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir haben den gesamten Budgetziegel durchgeschaut, aber dieses Konto gibt es nicht. (Oh-Rufe bei der SPÖ. – Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.) Das heißt, der Finanzminister ist berechtigt, ein Konto zu überziehen, das es blöderweise nicht gibt. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Oh-Rufe bei der SPÖ. – Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich darf in diesem Zusammenhang auf einen weiteren schweren handwerklichen Fehler von Finanzminister Blümel aufmerksam machen, und ich würde die Koalitionsparteien wirklich darum ersuchen, in diesem Abänderungsantrag auch diesen schweren Fehler zu beheben. Was ist dieser schwere Fehler? – Im Bundesfinanzgesetz ist geregelt, dass der Finanzminister ein Konto um 28 Milliarden Euro überziehen darf. Da steht auch eine Kontonummer, nämlich 450 206. Dieses Konto darf er für Covid-19-Maßnahmen um 28 Milliarden Euro überziehen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir haben den gesamten Budgetziegel durchgeschaut, aber dieses Konto gibt es nicht. (Oh-Rufe bei der SPÖ. – Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.) Das heißt, der Finanzminister ist berechtigt, ein Konto zu überziehen, das es blöderweise nicht gibt. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich darf in diesem Zusammenhang auf einen weiteren schweren handwerklichen Fehler von Finanzminister Blümel aufmerksam machen, und ich würde die Koalitionsparteien wirklich darum ersuchen, in diesem Abänderungsantrag auch diesen schweren Fehler zu beheben. Was ist dieser schwere Fehler? – Im Bundesfinanzgesetz ist geregelt, dass der Finanzminister ein Konto um 28 Milliarden Euro überziehen darf. Da steht auch eine Kontonummer, nämlich 450 206. Dieses Konto darf er für Covid-19-Maßnahmen um 28 Milliarden Euro überziehen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir haben den gesamten Budgetziegel durchgeschaut, aber dieses Konto gibt es nicht. (Oh-Rufe bei der SPÖ. – Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.) Das heißt, der Finanzminister ist berechtigt, ein Konto zu überziehen, das es blöderweise nicht gibt. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich ersuche Sie inständig, in diesen Abänderungsantrag bitte auch die richtige Kontonummer reinzuschreiben, sonst sind die gesamten Covid-19-Maßnahmen gefährdet, weil er ein Konto überziehen darf, das es nicht gibt – und deswegen darf er kein Konto überziehen. Ich ersuche wirklich darum, dass der Finanzminister diese schweren Fehler repariert und in Zukunft nicht mehr macht. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wenn Sie Hilfe dabei brauchen, wie man ein Budget erstellt, so helfen wir nicht nur bei den Verfassungsregeln, sondern auch gerne bei den kleinen Buchhaltungsregeln, damit diese in Zukunft eingehalten werden. – Vielen Dank. (Beifall bei SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Wer sagt denn das?
Herr Präsident, meine Ausführungen zur Geschäftsordnung: Es ist nun klar, dass bei diesem Budgetentwurf mehrere grobe Fehler passiert sind (Ruf bei der ÖVP: Wer sagt denn das?), und jetzt plötzlich kommt scheinbar die große Einsicht, dass diese Fehler passiert sind, und der Finanzminister entschließt sich jetzt, in der Mitte der Budgetdebatte (Zwischenrufe bei der ÖVP), nachdem alle Ausschusssitzungen vorbei sind, nachdem die Anhörung vorbei ist, mit einem Antrag diesen Budgetvoranschlag insgesamt zu ändern. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Köstinger.) Das ist doch kein Zugang zu einer Budgetdebatte, Herr Präsident, das muss man einmal ganz klar sagen! (Anhaltender Beifall bei SPÖ, FPÖ und NEOS.) Wir diskutieren derzeit, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, über ein verfassungswidriges Budget, in dem 38 Milliarden Euro aufs falsche Konto gebucht werden, und das ist etwas, was sich dieses Haus meines Erachtens nicht bieten lassen kann.
Zwischenrufe bei der ÖVP
Herr Präsident, meine Ausführungen zur Geschäftsordnung: Es ist nun klar, dass bei diesem Budgetentwurf mehrere grobe Fehler passiert sind (Ruf bei der ÖVP: Wer sagt denn das?), und jetzt plötzlich kommt scheinbar die große Einsicht, dass diese Fehler passiert sind, und der Finanzminister entschließt sich jetzt, in der Mitte der Budgetdebatte (Zwischenrufe bei der ÖVP), nachdem alle Ausschusssitzungen vorbei sind, nachdem die Anhörung vorbei ist, mit einem Antrag diesen Budgetvoranschlag insgesamt zu ändern. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Köstinger.) Das ist doch kein Zugang zu einer Budgetdebatte, Herr Präsident, das muss man einmal ganz klar sagen! (Anhaltender Beifall bei SPÖ, FPÖ und NEOS.) Wir diskutieren derzeit, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, über ein verfassungswidriges Budget, in dem 38 Milliarden Euro aufs falsche Konto gebucht werden, und das ist etwas, was sich dieses Haus meines Erachtens nicht bieten lassen kann.
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Köstinger.
Herr Präsident, meine Ausführungen zur Geschäftsordnung: Es ist nun klar, dass bei diesem Budgetentwurf mehrere grobe Fehler passiert sind (Ruf bei der ÖVP: Wer sagt denn das?), und jetzt plötzlich kommt scheinbar die große Einsicht, dass diese Fehler passiert sind, und der Finanzminister entschließt sich jetzt, in der Mitte der Budgetdebatte (Zwischenrufe bei der ÖVP), nachdem alle Ausschusssitzungen vorbei sind, nachdem die Anhörung vorbei ist, mit einem Antrag diesen Budgetvoranschlag insgesamt zu ändern. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Köstinger.) Das ist doch kein Zugang zu einer Budgetdebatte, Herr Präsident, das muss man einmal ganz klar sagen! (Anhaltender Beifall bei SPÖ, FPÖ und NEOS.) Wir diskutieren derzeit, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, über ein verfassungswidriges Budget, in dem 38 Milliarden Euro aufs falsche Konto gebucht werden, und das ist etwas, was sich dieses Haus meines Erachtens nicht bieten lassen kann.
Anhaltender Beifall bei SPÖ, FPÖ und NEOS.
Herr Präsident, meine Ausführungen zur Geschäftsordnung: Es ist nun klar, dass bei diesem Budgetentwurf mehrere grobe Fehler passiert sind (Ruf bei der ÖVP: Wer sagt denn das?), und jetzt plötzlich kommt scheinbar die große Einsicht, dass diese Fehler passiert sind, und der Finanzminister entschließt sich jetzt, in der Mitte der Budgetdebatte (Zwischenrufe bei der ÖVP), nachdem alle Ausschusssitzungen vorbei sind, nachdem die Anhörung vorbei ist, mit einem Antrag diesen Budgetvoranschlag insgesamt zu ändern. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Köstinger.) Das ist doch kein Zugang zu einer Budgetdebatte, Herr Präsident, das muss man einmal ganz klar sagen! (Anhaltender Beifall bei SPÖ, FPÖ und NEOS.) Wir diskutieren derzeit, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, über ein verfassungswidriges Budget, in dem 38 Milliarden Euro aufs falsche Konto gebucht werden, und das ist etwas, was sich dieses Haus meines Erachtens nicht bieten lassen kann.
Beifall bei SPÖ, FPÖ und NEOS.
Herr Präsident, ich ersuche Sie, als Präsident des Nationalrates jetzt unmittelbar festzustellen, erstens: Gibt es diesen Abänderungsantrag?, zweitens, wenn es ihn gibt: Wann kommt er?, drittens: Was ist der Inhalt dieses Antrages?, und, viertens, die Sitzung so lange zu unterbrechen, bis diese Dinge geklärt sind. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ, FPÖ und NEOS.)
Beifall bei NEOS, SPÖ und FPÖ.
Das wird ein großes, ein größeres Werk sein müssen, anders wird es nicht gehen. Und wenn dem so sein sollte, dass man das dann kurzfristig kriegt und wir darüber abstimmen, dann ist das alles andere als seriös und hat nichts mit gelebtem Parlamentarismus zu tun. Die einzige Möglichkeit, die meiner Meinung nach für dieses Parlament dann besteht, ist, jedenfalls das Budget an den Ausschuss zurückzuverweisen, weil eine Abänderung kurz vor einer Abstimmung schlichtweg nicht nachzuvollziehen ist. (Beifall bei NEOS, SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei FPÖ, SPÖ und NEOS.
Es war in der Vergangenheit auch üblich, dass entweder der Staatssekretär oder der Finanzminister bei den Budgetverhandlungen und hier bei der Debatte anwesend war, deshalb stelle ich zusätzlich den Antrag auf Herbeischaffung des Herrn Finanzministers. (Beifall bei FPÖ, SPÖ und NEOS.)
Rufe bei der SPÖ: Ha, ha, ha! – Weiterer Ruf bei der SPÖ: Ein Budget bräuchte die Debatte! – Heiterkeit bei der SPÖ.
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Anscheinend braucht die Budgetdebatte jeden Tag ihren oppositionellen Höhepunkt. (Rufe bei der SPÖ: Ha, ha, ha! – Weiterer Ruf bei der SPÖ: Ein Budget bräuchte die Debatte! – Heiterkeit bei der SPÖ.) – Ihr habt ja gesagt, ihr wollt es sowieso nicht, also warum dann?
Ruf: Genau!
Bundesminister Blümel hat angekündigt, dass es einen Abänderungsantrag geben wird. (Ruf: Genau!) Wir werden ihn rechtzeitig übermitteln. (Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ. – Ruf: Was ist rechtzeitig? – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.) Rechtzeitig ist – nicht nach der Geschäftsordnung, aber nach der Usance des Hauses – einen Tag vor der Abstimmung.
Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ. – Ruf: Was ist rechtzeitig? – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.
Bundesminister Blümel hat angekündigt, dass es einen Abänderungsantrag geben wird. (Ruf: Genau!) Wir werden ihn rechtzeitig übermitteln. (Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ. – Ruf: Was ist rechtzeitig? – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.) Rechtzeitig ist – nicht nach der Geschäftsordnung, aber nach der Usance des Hauses – einen Tag vor der Abstimmung.
Zwischenruf bei der SPÖ
den Abänderungsantrag den Usancen des Hauses entsprechend – ich sage noch einmal dazu: nicht der Geschäftsordnung entsprechend, denn da könnten wir ihn auch morgen am Abend einbringen (Zwischenruf bei der SPÖ), aber den Usancen des Hauses entsprechend – heute noch übermitteln, damit genügend Zeit bis zu den Schlussabstimmungen bleibt, die morgen am Abend stattfinden werden.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Es ist richtigerweise gesagt worden, dass der Antrag angekündigt ist – wir werden dafür Sorge tragen, dass der Antrag rechtzeitig übermittelt wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Leichtfried – die Hand hebend und sich von seinem Sitzplatz erhebend –: Herr Vorsitzender!
Ich muss aber unmittelbar über den Zitationsantrag des Herrn Abgeordneten Angerer abstimmen lassen. Ich frage die Klubobleute, ob ich das tun kann, ob ihre Mandatare da sind. (Abg. Leichtfried – die Hand hebend und sich von seinem Sitzplatz erhebend –: Herr Vorsitzender!) – Wollen Sie noch eine Sitzungsunterbrechung? (Ruf: Nein!) – Nein? (Abg. Leichtfried: Ja! – Weitere Ja-Rufe.) – Na ja, dann unterbreche ich die Sitzung. (Abg. Leichtfried – aus seiner Bankreihe tretend und neuerlich die Hand hebend –: Herr Vorsitzender!)
Ruf: Nein!
Ich muss aber unmittelbar über den Zitationsantrag des Herrn Abgeordneten Angerer abstimmen lassen. Ich frage die Klubobleute, ob ich das tun kann, ob ihre Mandatare da sind. (Abg. Leichtfried – die Hand hebend und sich von seinem Sitzplatz erhebend –: Herr Vorsitzender!) – Wollen Sie noch eine Sitzungsunterbrechung? (Ruf: Nein!) – Nein? (Abg. Leichtfried: Ja! – Weitere Ja-Rufe.) – Na ja, dann unterbreche ich die Sitzung. (Abg. Leichtfried – aus seiner Bankreihe tretend und neuerlich die Hand hebend –: Herr Vorsitzender!)
Abg. Leichtfried: Ja! – Weitere Ja-Rufe.
Ich muss aber unmittelbar über den Zitationsantrag des Herrn Abgeordneten Angerer abstimmen lassen. Ich frage die Klubobleute, ob ich das tun kann, ob ihre Mandatare da sind. (Abg. Leichtfried – die Hand hebend und sich von seinem Sitzplatz erhebend –: Herr Vorsitzender!) – Wollen Sie noch eine Sitzungsunterbrechung? (Ruf: Nein!) – Nein? (Abg. Leichtfried: Ja! – Weitere Ja-Rufe.) – Na ja, dann unterbreche ich die Sitzung. (Abg. Leichtfried – aus seiner Bankreihe tretend und neuerlich die Hand hebend –: Herr Vorsitzender!)
Abg. Leichtfried – aus seiner Bankreihe tretend und neuerlich die Hand hebend –: Herr Vorsitzender!
Ich muss aber unmittelbar über den Zitationsantrag des Herrn Abgeordneten Angerer abstimmen lassen. Ich frage die Klubobleute, ob ich das tun kann, ob ihre Mandatare da sind. (Abg. Leichtfried – die Hand hebend und sich von seinem Sitzplatz erhebend –: Herr Vorsitzender!) – Wollen Sie noch eine Sitzungsunterbrechung? (Ruf: Nein!) – Nein? (Abg. Leichtfried: Ja! – Weitere Ja-Rufe.) – Na ja, dann unterbreche ich die Sitzung. (Abg. Leichtfried – aus seiner Bankreihe tretend und neuerlich die Hand hebend –: Herr Vorsitzender!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Ich wollte nur darauf aufmerksam machen, dass ich Sie auch aufgefordert habe, wenn klar ist – und anscheinend ist es jetzt klar –, dass ein solcher Antrag kommt, bis zum Einlangen des Antrages die Sitzung zu unterbrechen, weil wir jetzt ja über Zahlen diskutieren, die nicht mehr relevant sind. Ich bitte Sie, das in Ihren Überlegungen für die weitere Sitzungsführung mit zu berücksichtigen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf bei der SPÖ.
Zum Zweiten: Ich gehöre diesem Haus seit 18 Jahren an, und ich glaube, es ist der erste Zitationsantrag, laut dem, während eine Untergliederung diskutiert wird, während Landwirtschaft, Tourismus et cetera diskutiert werden und die ressortzuständige Ministerin anwesend ist, der Finanzminister herbeizitiert werden sollte. Das ist auch einzigartig, was da jetzt sozusagen geboten wird. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Und, Herr Kollege Leichtfried, auch wenn du Klubvorsitzendestellvetreter bist: Du kannst dich nicht einfach, wenn der Präsident die Sitzung unterbrochen hat, hinstellen und sagen: Ich will mich zur Geschäftsordnung zu Wort melden!, und deine Abgeordneten regen sich dann auch noch auf. – Also ich bitte, einmal in die Geschäftsordnung zu schauen; wenn die Sitzung unterbrochen ist, ist sie unterbrochen! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Kuntzl: Das ist eine neue Situation!
Abgeordnete Sigrid Maurer, BA (Grüne) (zur Geschäftsbehandlung): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte an dieser Stelle schon noch einmal darauf hinweisen – vielleicht auch für das Publikum, das diese Geschichte hier etwas seltsam findet –: Wir haben uns in der Präsidiale betreffend den Ablauf bei Abstimmungen mehrfach darauf geeinigt, dass während Covid-19 (Abg. Kuntzl: Das ist eine neue Situation!) und solange wir diese Sitzordnung in diesem Haus haben, nämlich mit den entsprechenden Abständen, vor der Abhaltung einer Abstimmung gefragt wird, ob die Sitzung unterbrochen werden muss, damit jene Abgeordneten, die sich in anderen Teilen des Hauses befinden – beispielsweise im Dachfoyer –, genug Zeit haben, sich wieder hierherzubewegen. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Das ist die Vereinbarung.
Zwischenruf bei der FPÖ.
Abgeordnete Sigrid Maurer, BA (Grüne) (zur Geschäftsbehandlung): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte an dieser Stelle schon noch einmal darauf hinweisen – vielleicht auch für das Publikum, das diese Geschichte hier etwas seltsam findet –: Wir haben uns in der Präsidiale betreffend den Ablauf bei Abstimmungen mehrfach darauf geeinigt, dass während Covid-19 (Abg. Kuntzl: Das ist eine neue Situation!) und solange wir diese Sitzordnung in diesem Haus haben, nämlich mit den entsprechenden Abständen, vor der Abhaltung einer Abstimmung gefragt wird, ob die Sitzung unterbrochen werden muss, damit jene Abgeordneten, die sich in anderen Teilen des Hauses befinden – beispielsweise im Dachfoyer –, genug Zeit haben, sich wieder hierherzubewegen. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Das ist die Vereinbarung.
Anhaltender Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner.
Wenn der Präsident die Sitzung unterbricht, um genau dies zu ermöglichen und um dann die Abstimmung über den Zitationsantrag der FPÖ durchführen zu können – das war der Rahmen dieser Geschichte –, ist das absolut richtig und korrekt. Wenn man sich in einer unterbrochenen Sitzung zu Wort meldet, hat man nicht das Recht, das Wort zu bekommen, es tut mir leid. (Anhaltender Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner.) – Ich rede nicht von dir, ich rede von ihm. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner.
Wenn der Präsident die Sitzung unterbricht, um genau dies zu ermöglichen und um dann die Abstimmung über den Zitationsantrag der FPÖ durchführen zu können – das war der Rahmen dieser Geschichte –, ist das absolut richtig und korrekt. Wenn man sich in einer unterbrochenen Sitzung zu Wort meldet, hat man nicht das Recht, das Wort zu bekommen, es tut mir leid. (Anhaltender Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner.) – Ich rede nicht von dir, ich rede von ihm. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner.)
Abg. Rendi-Wagner: Vielen Dank für die Erlaubnis!
Wir hatten jetzt mehrfach diese Situation. Jörg Leichtfried, du warst selbst in diesen Präsidialen mit dabei und kennst diese Regelung, und es ist völlig korrekt gehandelt worden. Eine neuerliche Wortmeldung zur Geschäftsbehandlung ist natürlich jederzeit möglich (Abg. Rendi-Wagner: Vielen Dank für die Erlaubnis!), aber nicht, wenn der Abstimmungsvorgang bereits läuft – und der ist in dieser Situation bereits gelaufen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Wir hatten jetzt mehrfach diese Situation. Jörg Leichtfried, du warst selbst in diesen Präsidialen mit dabei und kennst diese Regelung, und es ist völlig korrekt gehandelt worden. Eine neuerliche Wortmeldung zur Geschäftsbehandlung ist natürlich jederzeit möglich (Abg. Rendi-Wagner: Vielen Dank für die Erlaubnis!), aber nicht, wenn der Abstimmungsvorgang bereits läuft – und der ist in dieser Situation bereits gelaufen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Rendi-Wagner: Es war aber der Fall!
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Ich muss offen gestehen: Ich habe es subjektiv so empfunden, dass ich mich vor Unterbrechung der Sitzung und vor Eingang in den Abstimmungsvorgang zu Wort gemeldet habe. Sollte das nicht der Fall gewesen sein (Abg. Rendi-Wagner: Es war aber der Fall!), nehme ich selbstverständlich zur Kenntnis, dass diese Vereinbarung so gilt. Für mich war es der Fall.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Eßl: Sie verstehen es ja so oder so nicht! – Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Eines möchte ich dazu aber schon sagen: Wann und wie ich mich zu Wort gemeldet habe, mag vielleicht für einige Spezialistinnen und Spezialisten der Geschäftsordnung hier im Haus interessant sein, aber dass wir binnen weniger Stunden über ein komplett neues Budget abstimmen sollen, das weder im Hearing war noch hier diskutiert wurde, und das ausführlich zu diskutieren keine Zeit mehr sein wird, ist der wirkliche Skandal – und nicht, wer sich wann zu Wort meldet! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Eßl: Sie verstehen es ja so oder so nicht! – Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Ruf bei der ÖVP: Zur Geschäftsordnung!
Abgeordneter Erwin Angerer (FPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Ich habe mich noch einmal zur Geschäftsbehandlung und zu meinem Antrag zu Wort gemeldet, weil es jetzt betreffend Abstimmung ein bisschen eine Diskussion gegeben hat. Mir geht es gar nicht darum, dass wir eine Abstimmung gewinnen oder verlieren, muss ich ehrlich sagen, nicht darum, ob genügend Abgeordnete von den Regierungsparteien hier sind oder nicht, um zu verhindern, dass der Herr Finanzminister kommt, sondern: Der Herr Finanzminister erklärt uns seit Wochen, dass er an diesem Budget nichts ändern wird, weil es sinnlos ist, weil keine Zahl stimmt, die er jetzt in dieses Budget hineinschreiben würde, und legt uns ein Budget vor, das wir seit Wochen kritisieren, das drei Monate alt ist und offensichtlich keine Rechtsgültigkeit mehr haben wird (Ruf bei der ÖVP: Zur Geschäftsordnung!) – und jetzt erfahren wir aus der Zeitung, dass ein neues Budget, ein Abänderungsantrag vorgelegt werden soll, mitten in der Budgetdebatte.
Beifall bei FPÖ und SPÖ sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Also auch wenn wir diese Abstimmung jetzt nicht gewinnen sollten oder werden, weil es die Mehrheit ablehnen wird, würde der Respekt gegenüber dem Parlament dem Herrn Finanzminister gebieten, dass er hier erscheint und erklärt, was er vorhat. (Beifall bei FPÖ und SPÖ sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Abg. Keck: Das Demokratieverständnis der Grünen ist sehr bedenklich! – Abg. Wurm: Das moralische Vorbild haben die Grünen verspielt! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Voglauer. – Bitte. (Abg. Keck: Das Demokratieverständnis der Grünen ist sehr bedenklich! – Abg. Wurm: Das moralische Vorbild haben die Grünen verspielt! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Dipl.-Ing. Olga Voglauer (Grüne): Herr Präsident! Gospod prezident! Spoštovane dame in gospodje! Werte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Ich merke, es gibt auch hier immer noch Sturm, und auch in der Landwirtschaft haben wir mit Sturm zu kämpfen, in der Landwirtschaft haben wir mit Hitze, Dürre und Starkregen zu kämpfen, und wir kommen damit zurecht – nicht gut, noch nicht gut –, und auch in diesem Hause kommen wir anscheinend mit unterschiedlichen Bedingungen unterschiedlich gut zurecht. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Wie kann das in der Landwirtschaft gelingen? – Es kann gelingen, indem wir öffentliche Gelder für öffentliche Leistungen verwenden, das heißt, die ökologische Kompensation, die die Landwirtschaft leistet, auch abgelten. Es sind gerade Biobäuerinnen und Biobauern, die unseren Boden schützen, die nachhaltig unser Grundwasser schützen, die den Erhalt der Artenvielfalt als klare Priorität ihrer Tätigkeit sehen. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Corona hat es gezeigt, wir brauchen nicht in die Ferne zu schweifen, denn das Gute liegt bei uns so nahe. Ob es Fleisch, Milch, Brot oder Gemüse sind, kaufen wir es von den Bäuerinnen und Bauern nebenan und bauen wir eine visionäre und zukunftsfähige Landwirtschaft! (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Bundesministerin Köstinger: Nicht von mir!
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Frau Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Frau Minister, heute schreiben wir den 27. Mai, heute bekommen unsere Betriebe, die Beherbergungsbetriebe, eine Verordnung für das Aufsperren am 29. Mai. (Bundesministerin Köstinger: Nicht von mir!) – Ich weiß es, Frau Minister, aber Sie sind die Tourismusministerin, Sie haben Einfluss. – Heute, zwei Tage vorher, bekommen die Betriebe die Verordnung, in der drinnen steht, unter welchen Bedingungen sie aufsperren können. Unsere Betriebe sind top, Gott sei Dank, aber zaubern können sie auch nicht.
Abg. Obernosterer: Das sagst gerade du!
Oder: Ich schaue Sie an, Frau Minister. Sie sind jetzt der Hotelier, ich bin der Gast. Wenn der Unternehmer diese Verordnung umsetzt, sehe ich Ihr charmantes Gesicht, das Gesicht des Unternehmers überhaupt nicht. Darf ich aus dieser Verordnung zitieren? „Der Betreiber“, sprich der Hotelier, „hat sicherzustellen, dass er und seine Mitarbeiter bei Kundenkontakt eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende mechanische Schutzvorrichtung tragen“. – Wie soll so der Tourismus funktionieren? Tourismus hat etwas mit Lebensfreude zu tun, Tourismus hat etwas mit Kontakt zu tun, und da steht drinnen, Sie dürfen mir als Unternehmer nur mit der Gesichtsmaske gegenübertreten. (Abg. Obernosterer: Das sagst gerade du!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Obernosterer.
Gehen wir weiter: Der Erstkontakt findet an der Rezeption statt. Was steht dazu drinnen? „Der Betreiber hat sicherzustellen, dass“ - - (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Obernosterer.) – Also das ist so etwas von untergriffig, Herr Kollege, das ist so etwas von untergriffig! Ich möchte – für alle Kolleginnen und Kollegen – festhalten, wie untergriffig der ÖVP-Mandatar Obernosterer ist. Ich hätte das nie angesprochen: Ich bin Risikopatient, ausgewiesener Risikopatient, weil mein Immunsystem nicht zu 100 Prozent funktioniert, und deswegen war ich bei einigen Sitzungen entschuldigt und nicht anwesend – und das bekomme ich jetzt von Kollegen Obernosterer vorgeworfen. (Abg. Amesbauer: Unglaublich! Letztklassig! Widerlich! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Nur damit die Kolleginnen und Kollegen im Hohen Haus wissen, wie tief das Niveau einzelner ÖVP-Mandatare ist. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Amesbauer: Unglaublich! Letztklassig! Widerlich! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Gehen wir weiter: Der Erstkontakt findet an der Rezeption statt. Was steht dazu drinnen? „Der Betreiber hat sicherzustellen, dass“ - - (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Obernosterer.) – Also das ist so etwas von untergriffig, Herr Kollege, das ist so etwas von untergriffig! Ich möchte – für alle Kolleginnen und Kollegen – festhalten, wie untergriffig der ÖVP-Mandatar Obernosterer ist. Ich hätte das nie angesprochen: Ich bin Risikopatient, ausgewiesener Risikopatient, weil mein Immunsystem nicht zu 100 Prozent funktioniert, und deswegen war ich bei einigen Sitzungen entschuldigt und nicht anwesend – und das bekomme ich jetzt von Kollegen Obernosterer vorgeworfen. (Abg. Amesbauer: Unglaublich! Letztklassig! Widerlich! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Nur damit die Kolleginnen und Kollegen im Hohen Haus wissen, wie tief das Niveau einzelner ÖVP-Mandatare ist. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Gehen wir weiter: Der Erstkontakt findet an der Rezeption statt. Was steht dazu drinnen? „Der Betreiber hat sicherzustellen, dass“ - - (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Obernosterer.) – Also das ist so etwas von untergriffig, Herr Kollege, das ist so etwas von untergriffig! Ich möchte – für alle Kolleginnen und Kollegen – festhalten, wie untergriffig der ÖVP-Mandatar Obernosterer ist. Ich hätte das nie angesprochen: Ich bin Risikopatient, ausgewiesener Risikopatient, weil mein Immunsystem nicht zu 100 Prozent funktioniert, und deswegen war ich bei einigen Sitzungen entschuldigt und nicht anwesend – und das bekomme ich jetzt von Kollegen Obernosterer vorgeworfen. (Abg. Amesbauer: Unglaublich! Letztklassig! Widerlich! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Nur damit die Kolleginnen und Kollegen im Hohen Haus wissen, wie tief das Niveau einzelner ÖVP-Mandatare ist. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Minister, ich bettle seit zwei Monaten: Bitte stellen Sie diese Gleichbehandlung her! – Ich danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ergänzend dazu: Die Bundesregierung hat vor Kurzem gemeinsam mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern ein Gemeindepaket aufgestellt, 1 Milliarde Euro für die österreichischen Städte und Gemeinden, die auch enorme Steuerausfälle verzeichnen. Dazu kommen Investitionen in den öffentlichen Verkehr und in Klima- und Umweltschutz, das bedeutet, 1,5 Milliarden Euro werden wiederum genau in die Regionen investiert. Wir wissen, dass die Gemeinden große Investoren sind: Sie investieren in Kindergärten, in Schulen, in Senioreneinrichtungen, die genau das bringen sollen, was wir uns erhoffen, nämlich wieder mehr Arbeitsplätze und eine wirtschaftliche Belebung. – Herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei NEOS und SPÖ.
Abgeordneter Josef Schellhorn (NEOS): Herr Präsident! Frau Minister! Kollege Wöginger ist zwar gerade nicht da, aber trotzdem eine kurze Antwort; er hat gesagt, dass das kein Höhepunkt des Parlamentarismus gewesen sei. – Eines ist auch ganz klar: Das, was Sie heute abliefern, ist kein Höhepunkt einer Regierungsarbeit, das ist hier ganz klar zu sehen! (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Beifall bei NEOS, SPÖ und FPÖ.
Gabriel Obernosterer wurde von Kollegen Matznetter im Zusammenhang mit der Frage, wie man ein Budget erstellt, genannt. – So geht es nicht, das ist ja echt peinlich! Jetzt marschiert dann bei diesem Tagesordnungspunkt eine ganze Armada von ÖVP-Politikern auf, die werden sagen: Es ist eh alles super, danke und danke und danke! – Danke für nix, kann ich euch nur sagen! Danke für nix im Tourismus, danke für nix von den Unternehmern, denn sie nehmen nur Kredite auf, die sie nur erschwert bekommen. (Beifall bei NEOS, SPÖ und FPÖ.)
Bundesministerin Köstinger: 80, 90 oder 100 Prozent?
Ich habe hier gerade einen Antrag an die ÖHT, weil mich das selbst betrifft (ein Schriftstück in die Höhe haltend): Es wurden immer Haftungsübernahmen von 100 Prozent versprochen. (Bundesministerin Köstinger: 80, 90 oder 100 Prozent?) Es gibt wahnsinnig viele Unternehmer, die das nicht lesen, dass da dann dabeisteht: Unterschreiben Sie einen Wechsel und zahlen Sie den Kredit innerhalb eines Jahres zurück! So, was ist jetzt mit den Banken? Wie weit sind wir? – Da sage ich Ihnen: Danke für nix! Da sage ich Ihnen: Danke für nix, weil wirklich nichts weitergeht. Ich verstehe den Unmut der Unternehmerinnen und Unternehmer, ich verstehe den Unmut der Hoteliers.
Zwischenruf des Abg. Vogl.
Thomas Reisenzahn von Prodinger und Partner rechnet in einer Studie vor, dem Tourismus in Österreich drohe dieses Jahr ein Umsatzeinbruch von 7,5 Milliarden Euro. Dagegen braucht es Maßnahmen, da braucht es auch diesen Neunpunkteplan, den Prodinger und Partner erstellt haben; ich übermittle Ihnen den gerne. Es geht immer wieder um dasselbe: Wir müssen fit werden für nächstes Jahr und nicht nur dieses Jahr überleben! (Zwischenruf des Abg. Vogl.)
Beifall bei NEOS und SPÖ sowie des Abg. Bösch.
Es ist überhaupt nichts der Realität entsprechend, genauso wie dieses Budget nicht der Realität entspricht, und das macht uns wütend! Es ist keinem Unternehmer zuzumuten, so zur Bank zu gehen, es ist keinem Unternehmer zuzumuten, auch da in die Ausweglosigkeit getrieben zu sein, aber die Regierung sagt: Na ja, wir machen einen Abänderungsantrag, die werden es dann schon sehen, wie das Budget ausschaut! Das finde ich peinlich, und ich bin wütend. (Beifall bei NEOS und SPÖ sowie des Abg. Bösch.)
Abg. Leichtfried: Ischgl!
Abgeordnete Barbara Neßler (Grüne): Herr Präsident! Geschätzte Ministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Woran denken Sie als Erstes, wenn Sie an den Tourismus denken? Welche Bilder kommen Ihnen in den Sinn? (Abg. Leichtfried: Ischgl!) – Skigebiete, Hotelketten. (Zwischenruf des Abg. Hörl. – Heiterkeit bei der ÖVP.) – Skigebiet von Franz Hörl. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Unruhe im Saal. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Zwischenruf des Abg. Hörl. – Heiterkeit bei der ÖVP.
Abgeordnete Barbara Neßler (Grüne): Herr Präsident! Geschätzte Ministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Woran denken Sie als Erstes, wenn Sie an den Tourismus denken? Welche Bilder kommen Ihnen in den Sinn? (Abg. Leichtfried: Ischgl!) – Skigebiete, Hotelketten. (Zwischenruf des Abg. Hörl. – Heiterkeit bei der ÖVP.) – Skigebiet von Franz Hörl. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Unruhe im Saal. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Zwischenruf des Abg. Leichtfried. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Unruhe im Saal. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Abgeordnete Barbara Neßler (Grüne): Herr Präsident! Geschätzte Ministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Woran denken Sie als Erstes, wenn Sie an den Tourismus denken? Welche Bilder kommen Ihnen in den Sinn? (Abg. Leichtfried: Ischgl!) – Skigebiete, Hotelketten. (Zwischenruf des Abg. Hörl. – Heiterkeit bei der ÖVP.) – Skigebiet von Franz Hörl. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Unruhe im Saal. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Wurm: Das wissen wir, Barbara!
die Landwirte und Landwirtinnen, die Kulturveranstaltungen, die Nachtklubs, die derzeit auch sehr leiden, sie alle gehören zur touristischen Wertschöpfungskette. (Abg. Wurm: Das wissen wir, Barbara!) Keine andere Branche prägt unser Land so sehr wie der Tourismus, keine andere Branche gestaltet unsere Landschaft so sehr wie der Tourismus; darum ist er nicht nur jetzt, da er gerade in einer Notsituation ist, so wichtig, sondern wir müssen uns auch nach der Krise vermehrt mit dem Tourismus beschäftigen. Ja, da gebe ich meinem Vorredner recht: Der Tourismus hat eine große Bedeutung, aber er darf nicht nur Beiwagerl für die Wirtschaft sein. Wir dürfen den Tourismus nicht nur auf die Tourismuswirtschaft reduzieren, sondern wir müssen schauen, dass wir hin zu einer Tourismuskultur kommen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
die Landwirte und Landwirtinnen, die Kulturveranstaltungen, die Nachtklubs, die derzeit auch sehr leiden, sie alle gehören zur touristischen Wertschöpfungskette. (Abg. Wurm: Das wissen wir, Barbara!) Keine andere Branche prägt unser Land so sehr wie der Tourismus, keine andere Branche gestaltet unsere Landschaft so sehr wie der Tourismus; darum ist er nicht nur jetzt, da er gerade in einer Notsituation ist, so wichtig, sondern wir müssen uns auch nach der Krise vermehrt mit dem Tourismus beschäftigen. Ja, da gebe ich meinem Vorredner recht: Der Tourismus hat eine große Bedeutung, aber er darf nicht nur Beiwagerl für die Wirtschaft sein. Wir dürfen den Tourismus nicht nur auf die Tourismuswirtschaft reduzieren, sondern wir müssen schauen, dass wir hin zu einer Tourismuskultur kommen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: Schlecht! – Zwischenruf des Abg. Wurm.
Wie schaut es im Tourismus derzeit aus? (Ruf bei der SPÖ: Schlecht! – Zwischenruf des Abg. Wurm.) – Für das Kalenderjahr 2020 haben wir bis zu 50 Prozent Nächtigungsrückgänge, bei den Fernreisen sind es über 70 Prozent; allein in Tirol sind das mehr als 20 Millionen Nächtigungen weniger. Zahlreiche Unterstützungsmaßnahmen bei Liquiditätsengpässen wurden geschaffen, die Verlängerung der Kurzarbeit wurde ermöglicht, es gibt Fixkostenzuschüsse, aber wir müssen berücksichtigen, dass nicht nur die kommende Sommersaison eine große Herausforderung wird, sondern mitbedenken, dass zum Vorschein kommt, was wir alle schon lange gewusst haben, und zwar, dass die Branche teils sehr hoch verschuldet ist – nicht etwa, weil sie schlecht wirtschaftet, sondern wegen des Wachstumsdrangs, gekoppelt mit dem Konkurrenzdruck und dem Konzentrationsprozess. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Wie schaut es im Tourismus derzeit aus? (Ruf bei der SPÖ: Schlecht! – Zwischenruf des Abg. Wurm.) – Für das Kalenderjahr 2020 haben wir bis zu 50 Prozent Nächtigungsrückgänge, bei den Fernreisen sind es über 70 Prozent; allein in Tirol sind das mehr als 20 Millionen Nächtigungen weniger. Zahlreiche Unterstützungsmaßnahmen bei Liquiditätsengpässen wurden geschaffen, die Verlängerung der Kurzarbeit wurde ermöglicht, es gibt Fixkostenzuschüsse, aber wir müssen berücksichtigen, dass nicht nur die kommende Sommersaison eine große Herausforderung wird, sondern mitbedenken, dass zum Vorschein kommt, was wir alle schon lange gewusst haben, und zwar, dass die Branche teils sehr hoch verschuldet ist – nicht etwa, weil sie schlecht wirtschaftet, sondern wegen des Wachstumsdrangs, gekoppelt mit dem Konkurrenzdruck und dem Konzentrationsprozess. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Hörl: Lifte!
Ich glaube aber, dass jede Krise eine Chance birgt und sehe auch die Chance für den Tourismus. Nützen wir die Chance, da in eine andere Richtung zu gehen! Die Frage, die wir uns dabei auch stellen müssen, ist: Warum kommen die Leute zu uns? – Wegen der Vielseitigkeit der Städte, wegen der Landschaft, wegen der Schönheit unserer Natur. (Abg. Hörl: Lifte!) Was ist der Grund dafür, dass wir auf Reisen gehen? – Weil wir in andere Lebensrealitäten eintauchen wollen. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Dafür braucht es eine intakte Natur, und darum brauchen wir einen Tourismus (Zwischenruf des Abg. Wurm), unter dem die Natur nicht leidet, von dem die Bevölkerung profitiert und mit dem eine Wertschöpfung erzielt wird. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Ich glaube aber, dass jede Krise eine Chance birgt und sehe auch die Chance für den Tourismus. Nützen wir die Chance, da in eine andere Richtung zu gehen! Die Frage, die wir uns dabei auch stellen müssen, ist: Warum kommen die Leute zu uns? – Wegen der Vielseitigkeit der Städte, wegen der Landschaft, wegen der Schönheit unserer Natur. (Abg. Hörl: Lifte!) Was ist der Grund dafür, dass wir auf Reisen gehen? – Weil wir in andere Lebensrealitäten eintauchen wollen. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Dafür braucht es eine intakte Natur, und darum brauchen wir einen Tourismus (Zwischenruf des Abg. Wurm), unter dem die Natur nicht leidet, von dem die Bevölkerung profitiert und mit dem eine Wertschöpfung erzielt wird. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Wurm
Ich glaube aber, dass jede Krise eine Chance birgt und sehe auch die Chance für den Tourismus. Nützen wir die Chance, da in eine andere Richtung zu gehen! Die Frage, die wir uns dabei auch stellen müssen, ist: Warum kommen die Leute zu uns? – Wegen der Vielseitigkeit der Städte, wegen der Landschaft, wegen der Schönheit unserer Natur. (Abg. Hörl: Lifte!) Was ist der Grund dafür, dass wir auf Reisen gehen? – Weil wir in andere Lebensrealitäten eintauchen wollen. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Dafür braucht es eine intakte Natur, und darum brauchen wir einen Tourismus (Zwischenruf des Abg. Wurm), unter dem die Natur nicht leidet, von dem die Bevölkerung profitiert und mit dem eine Wertschöpfung erzielt wird. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ich glaube aber, dass jede Krise eine Chance birgt und sehe auch die Chance für den Tourismus. Nützen wir die Chance, da in eine andere Richtung zu gehen! Die Frage, die wir uns dabei auch stellen müssen, ist: Warum kommen die Leute zu uns? – Wegen der Vielseitigkeit der Städte, wegen der Landschaft, wegen der Schönheit unserer Natur. (Abg. Hörl: Lifte!) Was ist der Grund dafür, dass wir auf Reisen gehen? – Weil wir in andere Lebensrealitäten eintauchen wollen. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Dafür braucht es eine intakte Natur, und darum brauchen wir einen Tourismus (Zwischenruf des Abg. Wurm), unter dem die Natur nicht leidet, von dem die Bevölkerung profitiert und mit dem eine Wertschöpfung erzielt wird. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ich sage: Nützen wir diese Chance für den Tourismus! – Danke schön. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
wende mich direkt an Herrn Bundeskanzler Kurz; er wird wahrscheinlich irgendwo in einer Arbeitssitzung mit Medienleuten sein, aber ich muss ihm das jetzt trotzdem sagen: Wenn ich als Bürgermeister einer kleinen Gemeinde im Glantal meinen Gemeinderätinnen und Gemeinderäten so ein Gemeindebudget präsentiere, dann jagen sie mich mit einem nassen Fetzen davon; das kann ich euch sagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Lunacek hat als Kulturstaatssekretärin erkannt, dass das nicht ihr richtiges Geschäft ist, und ist freiwillig zurückgetreten. Herr Kurz, ziehen Sie Finanzminister Blümel ab, er kann es nicht! Ich kann Sie auch nur warnen: Er kann es auch in Wien nicht. (Beifall bei der SPÖ.) Das, glaube ich, ist ganz sicher so, aber es gäbe eine Möglichkeit: Gabriel Obernosterer – er ist Kärntner, Finanzchef hier im Nationalrat – kann das sicher besser, denn auf Kärntner ist da einfach viel mehr Verlass. Ich würde sie einfach austauschen. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Vogl. – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Köstinger.)
Zwischenrufe bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Vogl. – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Köstinger.
Frau Lunacek hat als Kulturstaatssekretärin erkannt, dass das nicht ihr richtiges Geschäft ist, und ist freiwillig zurückgetreten. Herr Kurz, ziehen Sie Finanzminister Blümel ab, er kann es nicht! Ich kann Sie auch nur warnen: Er kann es auch in Wien nicht. (Beifall bei der SPÖ.) Das, glaube ich, ist ganz sicher so, aber es gäbe eine Möglichkeit: Gabriel Obernosterer – er ist Kärntner, Finanzchef hier im Nationalrat – kann das sicher besser, denn auf Kärntner ist da einfach viel mehr Verlass. Ich würde sie einfach austauschen. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Vogl. – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Köstinger.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Wenn ich mir das im Kärntner Glantal ansehe – das ist genau die Region, aus der auch unsere Ministerin kommt –, dann sieht man ganz, ganz genau, dass das so nicht geht. Es ist ein kleines Bauernsterben. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Ich habe leider nicht mehr so viel Redezeit, dass ich das besser sagen könnte, aber bei uns gibt es ein kleines Bauernsterben. 25 000 Kärntner Bauernbetriebe hat es gegeben, laut letztem Landwirtschaftsbericht waren es in Kärnten noch 15 000, nur mehr 8 000 sind in den Bericht reingekommen – das muss man sich einmal vorstellen! –, weil alle anderen gar nicht mehr davon leben können. – Das ist eure Agrarpolitik; Agrarindustrie, das ist das, was ihr beherrscht. Ich glaube, das Schlimmste dabei ist: Die Bauern hören auf, andere pachten das – riesige Felder, riesige Maschinen –; dann kommen Leute mit viel Geld – das sind wahrscheinlich die Freunde von Herrn Bundeskanzler Kurz – und kaufen die kleinen Bauernhöfe zusammen.
Beifall bei der SPÖ.
Das ist eure Agrarpolitik und dazu kann ich euch morgen noch ein paar Dinge erzählen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Nun aber zum zweiten Punkt, nämlich zur Landwirtschaft: In einigen Punkten bin ich ja mit vielen von Ihnen einig, etwa wenn gesagt wird, dass die Landwirtschaft enorm wichtige Leistungen erbringt – Lebensmittelproduktion, Gestaltung des Lebensraumes ‑; gerade das, was mein Vorredner gesagt hat, muss ich aber entschieden zurückweisen. Der Strukturwandel findet statt, in Österreich aber wesentlich schwächer als in anderen Ländern Europas und weltweit, und das deswegen, weil wir eine gute Agrarpolitik machen, nämlich zugunsten der kleineren und mittleren Betriebe. In Bayern, das ungefähr gleich groß wie oder sogar größer als Österreich ist, gibt es halb so viele landwirtschaftliche Betriebe wie in Österreich. Die Agrarpolitik bei uns hat also durchaus positiv funktioniert. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Etwas, das uns immer wieder und auch in diesem Budget gelingt, ist eigentlich schon bemerkenswert, nämlich dass wir mit 292 Millionen Euro Bundesgeld 1,42 Milliarden Euro zu den Bäuerinnen und Bauern bringen; der Rest kommt aus Brüssel. Das muss auch erst einmal gelingen. – Ich darf mich bei dir, Frau Bundesministerin, recht, recht herzlich bedanken. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Es ist eine Aufforderung an Sie alle, meine geschätzten Damen und Herren: Stehen wir dazu, dass die Bäuerinnen und Bauern für ihre Leistungen ordentlich entlohnt werden! Es liegt im Interesse jedes einzelnen Bürgers in Österreich, dass dieses Geld budgetiert ist und zu den Bäuerinnen und Bauern kommt – nur dann können diese die von der Gesellschaft gewünschten Leistungen für alle Bürgerinnen und Bürger in der Zukunft erbringen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, meine Hoffnung und mein Wunsch für das nächste landwirtschaftliche Budget ist definitiv ein tatsächlich größerer Tank, damit man auch weiter kommt. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Lukas Brandweiner (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzte Frau Bundesministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher zu Hause vor den Bildschirmen! Als Zivildienstsprecher der ÖVP lassen Sie mich zunächst den Zivildienern ein großes Danke sagen, speziell für den Einsatz in den letzten Wochen und Monaten. Sie haben Großartiges geleistet. Vielen Dank auch an die 3 000, die sich freiwillig zum außerordentlichen Zivildienst gemeldet haben. – Vielen Dank dafür! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Insgesamt stehen aktuell 4 500 außerordentliche Zivildiener zur Verfügung. Die Krise hat gezeigt, dass auf den Zivildienst Verlass ist und dass er eine strategische Reserve im Gesundheitsbereich, aber auch im Pflegebereich darstellt. Ich möchte mich an dieser Stelle auch bei der Zivildienstserviceagentur und bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die das Ganze abwickeln, bedanken. Sie haben, wie viele andere, ebenfalls intensive Wochen gehabt, und auch ihnen sei gedankt, ebenso wie dem Österreichischen Roten Kreuz, das die Zivildienstserviceagentur bei der Zuteilung in den Bundesländern unterstützt. – Vielen Dank dafür. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Im Gegensatz zu meinem Vorredner, geschätzte Frau Ministerin, bin ich sehr froh, dass du auch Zivildienstministerin bist. Ich bin dankbar für das umsichtige und rasche Handeln. Mein Dank gilt auch der gesamten Bundesregierung, an der Spitze unserem Bundeskanzler Sebastian Kurz. Ich bin dankbar, dass so gut und rasch gehandelt worden ist; gewisse Diskussionen – manche könnte man sich sowieso sparen – könnten wir gar nicht führen, wenn unsere Bundesregierung nicht so gut gearbeitet hätte. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
den Zivildienst stärken, stärken wir auch das Freiwilligensystem in Österreich – die 50 Millionen Euro sind also auf jeden Fall gut investiertes Geld. Ich möchte mich noch einmal recht herzlich bei dir, liebe Ministerin, für die gute Zusammenarbeit bedanken. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
Es gibt in Österreich leider eine Mehrheit – Sie wissen, wir haben da eine andere Position, aber es gibt eine Mehrheit –, die die Beibehaltung der Wehrpflicht und des Zivildienstes wünscht. Es ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt, diese Grundsatzdebatte zu führen, aber wissen Sie, was nicht geht? – Es geht nicht, dass diese Gruppe junger Männer während Corona so schamlos weiter ausgebeutet wird. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Handeln Sie vernünftig! Befreien Sie diese jungen Männer von einem weiteren verlorenen Lebensmonat! – Und Sie, geschätzte Abgeordnete, stimmen Sie diesem Antrag zu! (Beifall bei den NEOS.)
Heiterkeit der Abgeordneten Brandstätter und Fiedler.
Präsidentin Doris Bures: Der Entschließungsantrag wurde schnell verlesen, aber er ist trotzdem ordnungsgemäß eingebracht und steht daher mit in Verhandlung. (Heiterkeit der Abgeordneten Brandstätter und Fiedler.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Ing. Manfred Hofinger (ÖVP): Geschätzte Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher! Frau Bundesminister, ich möchte dir recht herzlich zu diesem ausgewogenen, sehr guten Budget gratulieren! Ich bin froh, dass du es geschafft hast, auch im Breitbandbereich ein gutes Budget zustande zu bringen, denn das ist im ländlichen Raum eine wesentliche, eine wichtige Infrastruktur. Ich möchte mich an dieser Stelle auch bei allen Landwirtinnen und Landwirten recht herzlich bedanken, dass sie in der Coronakrise tatsächlich immer da gewesen sind und uns schlussendlich die Selbstversorgung garantiert haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
ich schon sagen. Ein Redner der NEOS, Kollege Eypeltauer, hat am Vormittag bemängelt, dass es noch immer nicht geschafft ist, dass die kleinen Gemeinden abgeschafft sind. – Das entspricht wirklich nicht meinen Vorstellungen. Gerade die kleinen Gemeinden sind die, die sehr schlagkräftig und flexibel sind. Ich kann dem jedenfalls nicht folgen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Silvan
Die Gemeinden sind die größten Auftraggeber und natürlich auch die größten Arbeitgeber in den Regionen und wichtige Partner der Wirtschaft, und da sie ja durch die Ertragsanteile und Kommunalsteuern finanziell sehr stark von den Steuermitteln des Bundes abhängig sind, trifft es die Gemeinden besonders hart. Wenn die Prognosen des Gemeindebundes stimmen, werden die Gemeinden Ertragsanteilseinbußen von 5 Prozent im heurigen Jahr und von 8 Prozent im nächsten Jahr hinnehmen müssen. Daher hat sich die Regierung entschlossen, ein Maßnahmenpaket von 1 Milliarde Euro für die Gemeinden zu schnüren – ein Investitionspaket, das seinesgleichen sucht. Das ist die größte Investition in den ländlichen Raum, die es je gegeben hat (Zwischenruf des Abg. Silvan), die regionale Wertschöpfung und Arbeitsplätze schafft beziehungsweise Arbeitsplätze sichert. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Gemeinden sind die größten Auftraggeber und natürlich auch die größten Arbeitgeber in den Regionen und wichtige Partner der Wirtschaft, und da sie ja durch die Ertragsanteile und Kommunalsteuern finanziell sehr stark von den Steuermitteln des Bundes abhängig sind, trifft es die Gemeinden besonders hart. Wenn die Prognosen des Gemeindebundes stimmen, werden die Gemeinden Ertragsanteilseinbußen von 5 Prozent im heurigen Jahr und von 8 Prozent im nächsten Jahr hinnehmen müssen. Daher hat sich die Regierung entschlossen, ein Maßnahmenpaket von 1 Milliarde Euro für die Gemeinden zu schnüren – ein Investitionspaket, das seinesgleichen sucht. Das ist die größte Investition in den ländlichen Raum, die es je gegeben hat (Zwischenruf des Abg. Silvan), die regionale Wertschöpfung und Arbeitsplätze schafft beziehungsweise Arbeitsplätze sichert. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.
Als Gemeindesprecher unserer Fraktion freut es mich sehr, dass wir dem ländlichen Raum dieses Paket, mit dem neue Projekte in den einzelnen Gemeinden für das Wohl unserer Bürger entstehen werden, anbieten können. – Einen herzlichen Dank an alle, die dazu beigetragen haben, besonders an unsere Bundesregierung, die mit ihrem engagierten Handeln die Schlagkraft des ländlichen Raumes erhält. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Jakob Schwarz.
Ein aufrichtiges Dankeschön unsererseits an alle Zivildiener, die derzeit im Einsatz sind, insbesondere an jene, die einen außerordentlichen Zivildienst leisten. Sie haben Außerordentliches geleistet, und es ist bewundernswert, wie viele sich freiwillig gemeldet haben. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Jakob Schwarz.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Shetty.
Allerdings gilt natürlich auch jenen 1 500 Zivildienern, deren Zivildienst zwangsweise verlängert wurde, ein besonderer Dank. Sie haben sich das nicht aussuchen können, und genau sie sind es, in deren Lebensplanung massiv eingegriffen worden ist. Die Enttäuschung war dann aber sehr groß, als man festgestellt hat, dass sie nicht dieselbe Entschädigung bekommen wie jene Kollegen, die sich freiwillig zum Zivildienst gemeldet haben. Kollege Shetty hat die Summe, um die es da geht, schon angesprochen, und den Antrag, die Zivildiener jetzt vorzeitig abzuberufen, weil kein Notstand mehr vorliegt, kann man unsererseits eigentlich nur unterstützen. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Shetty.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Shetty.
Shetty hat es schon vorgetragen: 5,8 Millionen Euro. Vielleicht haben Sie die Möglichkeit, das dann im verfassungskonformen Budget unterzubringen. Die Gleichstellung ist vor Kurzem ja auch schon auf dem Rechtsweg eingefordert worden. Ich fordere Sie auf, dass man diese Warme-Händedruck-Politik beendet und die jungen Menschen, die eine so außergewöhnliche Leistung erbracht haben, finanziell gleichstellt. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Shetty.)
Beifall bei der SPÖ.
In einer Stellungnahme Ihres Ministeriums wurde angemerkt, dass dieser Seezugang aufgrund von Baumängeln für die Öffentlichkeit gesperrt war. Er wurde jetzt für die private Nutzung der neuen Mieter der Luxuswohnungen saniert – offensichtlich war es zu teuer, ihn für die Bevölkerung zu sanieren –; im Gegenzug wurde die Liegefläche ein bisschen nach hinten erweitert. Da entsteht der Eindruck, dass genau für die, die es sich leisten können, erste Reihe fußfrei ein Seezugang geschaffen und die Bevölkerung in die zweite Reihe zurückgeschickt wird. Kolleginnen und Kollegen, es kann und soll nicht Aufgabe der Bundesforste sein, solche Bauprojekte umzusetzen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Eypeltauer: Es ist besser, dass er nicht da ist!
Was tut das Ministerium? Was macht die Ministerin, damit wir gut durch diese Krise und aus dieser Krise kommen? – Folgende Maßnahmen – schade, dass Kollege Schellhorn nicht im Saal ist –: Wirtepaket, Kurzarbeit, Haftungen, Fixkostenzuschüsse (Abg. Eypeltauer: Es ist besser, dass er nicht da ist!) und jetzt der Neustartbonus für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, was beim Hochfahren ganz besonders wichtig ist, weil man ja nicht gleich eine Vollauslastung hat, sondern die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schrittweise, so wie die Gäste kommen, in die Betriebe holt. Weitere Lockerungen sind in Aussicht.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Loacker: Was ist im Salzkammergut? Was ist in Vorarlberg?), werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter getestet, damit mehr Sicherheit für unsere Gäste, aber auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewährleistet wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Bundesministerin Köstinger: Das hat er vergessen!
Der Plan T für den Tourismus (eine Broschüre mit der Aufschrift „Plan T – Masterplan für Tourismus“ in die Höhe haltend) ist die langfristige Perspektive – Sepp Schellhorn war selber dabei, er ist einer, der daran mitgewirkt hat und das mit seiner Unterschrift bestätigt hat (Bundesministerin Köstinger: Das hat er vergessen!) –: mit einem soliden Budget, mit einem guten Programm durch die Krise und mit dem Plan T in die Zukunft. – Danke dafür, Frau Ministerin! Vielen Dank! Urlaub in Österreich: Wir freuen uns, wenn wir uns in den Regionen sehen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Der Plan T für den Tourismus (eine Broschüre mit der Aufschrift „Plan T – Masterplan für Tourismus“ in die Höhe haltend) ist die langfristige Perspektive – Sepp Schellhorn war selber dabei, er ist einer, der daran mitgewirkt hat und das mit seiner Unterschrift bestätigt hat (Bundesministerin Köstinger: Das hat er vergessen!) –: mit einem soliden Budget, mit einem guten Programm durch die Krise und mit dem Plan T in die Zukunft. – Danke dafür, Frau Ministerin! Vielen Dank! Urlaub in Österreich: Wir freuen uns, wenn wir uns in den Regionen sehen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Bundesministerin Köstinger: Nicht Feigheit!
Abgeordneter Erwin Angerer (FPÖ): Frau Präsidentin! Frau Minister! Hohes Haus! Geschätzte Damen und Herren! Bevor ich zum Thema komme, vielleicht noch ein Wort zum Zwischenruf des Herrn Kollegen Obernosterer: Du hast Kollegen Gerald Hauser Feigheit vorgeworfen, weil er sich in der Coronakrise selbst isoliert hat. (Bundesministerin Köstinger: Nicht Feigheit!) – Ich habe hier seinen Patientenbrief, er ist aufgrund seiner Vorerkrankungen Hochrisikopatient. (Bundesministerin Köstinger: Eben! Deswegen schützen wir ihn!) Wenn man so jemandem vorwirft, er sei feige, würde ich zumindest eine Entschuldigung erwarten. Wir sind gegen die Masken, gegen diese Stofffetzen, weil sie nichts helfen, aber Gerald hat sich mit einer ordentlichen Maske, mit einer FFP2-Maske, geschützt, weil er zu einer Risikogruppe gehört. Wir sagen immer, die Risikogruppe ist zu schützen, sind aber gegen diese Stoffmasken. (Beifall bei der FPÖ.)
Bundesministerin Köstinger: Eben! Deswegen schützen wir ihn!
Abgeordneter Erwin Angerer (FPÖ): Frau Präsidentin! Frau Minister! Hohes Haus! Geschätzte Damen und Herren! Bevor ich zum Thema komme, vielleicht noch ein Wort zum Zwischenruf des Herrn Kollegen Obernosterer: Du hast Kollegen Gerald Hauser Feigheit vorgeworfen, weil er sich in der Coronakrise selbst isoliert hat. (Bundesministerin Köstinger: Nicht Feigheit!) – Ich habe hier seinen Patientenbrief, er ist aufgrund seiner Vorerkrankungen Hochrisikopatient. (Bundesministerin Köstinger: Eben! Deswegen schützen wir ihn!) Wenn man so jemandem vorwirft, er sei feige, würde ich zumindest eine Entschuldigung erwarten. Wir sind gegen die Masken, gegen diese Stofffetzen, weil sie nichts helfen, aber Gerald hat sich mit einer ordentlichen Maske, mit einer FFP2-Maske, geschützt, weil er zu einer Risikogruppe gehört. Wir sagen immer, die Risikogruppe ist zu schützen, sind aber gegen diese Stoffmasken. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Erwin Angerer (FPÖ): Frau Präsidentin! Frau Minister! Hohes Haus! Geschätzte Damen und Herren! Bevor ich zum Thema komme, vielleicht noch ein Wort zum Zwischenruf des Herrn Kollegen Obernosterer: Du hast Kollegen Gerald Hauser Feigheit vorgeworfen, weil er sich in der Coronakrise selbst isoliert hat. (Bundesministerin Köstinger: Nicht Feigheit!) – Ich habe hier seinen Patientenbrief, er ist aufgrund seiner Vorerkrankungen Hochrisikopatient. (Bundesministerin Köstinger: Eben! Deswegen schützen wir ihn!) Wenn man so jemandem vorwirft, er sei feige, würde ich zumindest eine Entschuldigung erwarten. Wir sind gegen die Masken, gegen diese Stofffetzen, weil sie nichts helfen, aber Gerald hat sich mit einer ordentlichen Maske, mit einer FFP2-Maske, geschützt, weil er zu einer Risikogruppe gehört. Wir sagen immer, die Risikogruppe ist zu schützen, sind aber gegen diese Stoffmasken. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Jetzt ein paar Worte zum Thema Landwirtschaft: Es bleibt mir leider nicht viel Zeit, aber ich habe der ÖVP und vor allem den Landwirten versprochen, dass wir ihnen heute noch helfen werden. Wir haben natürlich ein Riesenproblem in der Landwirtschaft: Preisverfall in allen Bereichen, Belastungen, die die Regierung vor uns – sprich: die ÖVP – beschlossen hat, nämlich die Erhöhung der Einheitswerte. Herr Kollege Klubobmann Wöginger hat gesagt: Ja, dafür kriegen sie dann eh einmal einen höhere Pension! – Es dürfen sich also alle Bäuerinnen und Bauern in Österreich bei Herrn Klubobmann Wöginger bedanken. Sie dürfen jetzt hohe Sozialversicherungsbeiträge zahlen, kriegen dann vielleicht irgendwann einmal eine höhere Pension. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Das waren seine Worte.
Abg. Strasser: Das ist ja ein Blödsinn! Das stimmt ja nicht!
Wir haben ein Riesenproblem im Bereich der Holzwirtschaft. Es wird aber im Bereich der Holzwirtschaft und vor allem von der Holzindustrie immer noch massiv Holz aus dem Ausland importiert. Frau Minister, Sie haben eh in den letzten Tagen und Wochen schon gewisse Maßnahmen gesetzt. Sie haben von 200 000 Festmetern gesprochen, die jetzt von der Holzindustrie zusätzlich abgenommen werden sollen. – Das ist nicht einmal ein Tropfen auf den heißen Stein. Rund 10 Millionen Festmeter werden pro Jahr nach Österreich importiert – das wissen Sie (Abg. Strasser: Das ist ja ein Blödsinn! Das stimmt ja nicht!) –, deshalb fordern wir einen sofortigen Stopp von Holzimporten aus dem Ausland
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Wir sind guter Hoffnung, dass ihr den Antrag unterstützt, weil ja auch der Bauernbundobmann und Landeshauptmannstellvertreter von Niederösterreich, Herr Pernkopf, das Gleiche gefordert hat. Frau Minister, er sagt: „Es braucht Taten. Die Importe sind zu stoppen!“ Deshalb, meine Herren: Halten wir zusammen, beschließen wir etwas für die Bauern! – Danke für die Zustimmung. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn wir Stabilität erzeugen wollen, dann schauen Sie ins Budget: Die Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union und die entsprechende Dotierung, die wir im Budget haben, geben Stabilität. Mit den Direktzahlungen, mit den Zahlungen für die ländliche Entwicklung, mit den Ausgleichszulagen werden letztendlich Betriebseinkommen in den bäuerlichen Familienbetrieben gesichert. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Loacker: Danken Sie den Steuerzahlern, die das zahlen, und nicht der Ministerin!
Wir müssen Planungssicherheit schaffen, und wir haben Gott sei Dank die Perspektive, dieses Programm in den nächsten zwei Jahren europaweit weiterzufahren. Die Regierung gibt den Bäuerinnen und Bauern in Österreich die Sicherheit, das auch voll auszufinanzieren, selbst wenn nicht mehr alles aus Brüssel kommt. Dafür sage ich recht herzlich Danke schön. (Abg. Loacker: Danken Sie den Steuerzahlern, die das zahlen, und nicht der Ministerin!)
Beifall bei der ÖVP.
Wir brauchen aber auch ein entsprechendes Steuer- und Konjunkturprogramm, um Betriebe weiter zu stärken, vor allem in der Forstwirtschaft. Da wird es nicht gehen, sich gegen den Markt zu stellen, sondern da geht es darum, wie wir unser Produkt besserstellen können. Mit fiskalpolitischen Apokalyptikern aus der Hypo Kärnten werden wir da nichts erreichen. Die Bauern sollten wissen, auf wen sie sich auch in Zukunft verlassen können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Petra Vorderwinkler (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Hohes Haus! Werte Zuseher! Zum Abänderungsantrag der ÖVP, von Finanzminister Blümel: Worüber reden wir jetzt eigentlich noch, wenn wir den Abänderungsantrag noch nicht einmal kennen, die Zahlen nicht kennen? Dieses Schauspiel passt echt zu dem der letzten Wochen und Monate, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.) Es wäre eine gewisse Art von Respekt gegenüber dem Hohen Haus, einen solchen Antrag nicht erst einen Tag vor der Abstimmung zu verteilen. Vielleicht kommt dieser Notfallplan aber auch daher, dass durch uns festgestellt worden ist, dass das vorliegende Budget verfassungswidrig ist.
Beifall bei der SPÖ.
Härtefallfonds und Fixkostenzuschuss wurden als Soforthilfen angepriesen, als die größte staatliche Rettungsaktion seit 1945. Sprechen Sie mit den Unternehmerinnen und Unternehmern? – Sie sind enttäuscht von den nicht gehaltenen Versprechen. Sie haben genug vom Spielen mit der Angst, sie haben genug vom Wecken falscher Hoffnungen, und sie sind müde von bürokratischen Hürdenläufen und Aktionen, die sie kopfschüttelnd zur Kenntnis nehmen, wie der Reduzierung der Getränkesteuer oder der Schaumweinsteuer. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.
Wir schauen nicht untätig zu. Wir bringen dazu noch einmal zwei Anträge ein, zwei Hilfspakete, eines für die Beherbergungsbetriebe und Hotels und eines für Gastwirte. In diesen Anträgen fordern wir die Bundesregierung auf, jedem österreichischen Haushalt Gutscheine zuzusenden, die bei Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben bis Ende Dezember eingelöst werden können. Das ist eine Sofortmaßnahme, und damit unterstützen wir unsere heimischen Betriebe jetzt. Da können Wien und Bürgermeister Ludwig sehr wohl zum Vorbild genommen werden, denn da wurde das schon gemacht und es funktioniert. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Ministerin, Sie haben vorhin gesagt, Sie wollen gezielt fördern. Ich frage im Namen von Tausenden: Wie? Ich fordere Sie daher auf, Ihrer Verantwortung als Tourismusministerin nachzukommen und sich um die Menschen zu kümmern, die zu Ihrem Verantwortungsbereich gehören. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kucher: Ja, genau!
Abgeordneter Gabriel Obernosterer (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr verehrten Damen und Herren zu Hause vor den Fernsehschirmen! Bitte nicht erwarten, dass ich jetzt irgendwie auf die Wortmeldungen der Oppositionsparteien eingehe. (Abg. Kucher: Ja, genau!) Wirklich nicht, wirklich nicht! (Ruf bei der SPÖ: Schade!) Die Zuschauer zu Hause werden sich ihr Bild machen.
Ruf bei der SPÖ: Schade!
Abgeordneter Gabriel Obernosterer (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr verehrten Damen und Herren zu Hause vor den Fernsehschirmen! Bitte nicht erwarten, dass ich jetzt irgendwie auf die Wortmeldungen der Oppositionsparteien eingehe. (Abg. Kucher: Ja, genau!) Wirklich nicht, wirklich nicht! (Ruf bei der SPÖ: Schade!) Die Zuschauer zu Hause werden sich ihr Bild machen.
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Wenn ich da aber jetzt so zuhöre, habe ich das Gefühl, da herinnen, zumindest bei den Oppositionsparteien, weiß kein Mensch mehr, was heuer im Frühjahr, am 15. März, eigentlich passiert ist, welche Krise da über uns hereingebrochen ist. Anscheinend weiß niemand nicht mehr, was in Italien passiert ist, was jetzt in New York gewesen ist, was in Frankreich gewesen ist und warum es diese Maßnahmen überhaupt gegeben hat, damit wir jetzt da sind, wo wir sind. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Die Regierung mit allen Ministern und Kurz und Kogler an der Spitze – es ist ihre Aufgabe, das weiß ich – braucht niemand zu beneiden. Seit Mitte oder Anfang März wird Tag und Nacht nachgedacht, wie wir unser Land so gut wie möglich durch diese Krise führen können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wenn ich da aber jetzt so zuhöre, habe ich das Gefühl, da herinnen, zumindest bei den Oppositionsparteien, weiß kein Mensch mehr, was heuer im Frühjahr, am 15. März, eigentlich passiert ist, welche Krise da über uns hereingebrochen ist. Anscheinend weiß niemand nicht mehr, was in Italien passiert ist, was jetzt in New York gewesen ist, was in Frankreich gewesen ist und warum es diese Maßnahmen überhaupt gegeben hat, damit wir jetzt da sind, wo wir sind. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Die Regierung mit allen Ministern und Kurz und Kogler an der Spitze – es ist ihre Aufgabe, das weiß ich – braucht niemand zu beneiden. Seit Mitte oder Anfang März wird Tag und Nacht nachgedacht, wie wir unser Land so gut wie möglich durch diese Krise führen können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Wie gut wir bis jetzt durch die Krise gekommen sind, zeigen alle Zahlen. Das möchte ich nicht wiederholen, das ist immer wieder gesagt worden. Wenn wir jetzt beim Tourismus sind – Frau Bundesministerin, Sie sind ja auch Ministerin für Tourismus –: Wir sind eines der ersten Länder, die jetzt komplett aufsperren können. Natürlich gibt es gewisse Verordnungen, an welche Bedingungen wir uns halten müssen, aber nicht, weil man böse ist. Redet einmal mit den Hoteliers draußen! Ich bin auch Hotelier, und ich rede auch mit den Kindern zu Hause. Soll ich euch sagen, was unsere Kinder zu Hause sagen? – Eine unserer größten Ängste ist, dass niemand mehr weiß, was mit Corona passiert ist, und alles aufgeht, sodass wir eventuell Mitte August wieder zusperren müssen. Wir wissen, was dann los ist! (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich habe mir angeschaut, was es in anderen Ländern gibt, und ich erwähne hier nur ein paar Beispiele. In bestimmten Ländern muss man sich zum Beispiel registrieren lassen, wenn man essen geht, seine Herkunft und seine Adresse bekannt geben. In Bayern gibt es heute noch die 22-Uhr-Sperrstundenregelung – bei uns 23 Uhr. Es gibt Länder, in denen Buffets verboten sind – bei uns sind sie unter gewissen Bedingungen erlaubt. Es gibt Länder, in denen alle Saunen zugesperrt sind – bei uns dürfen sie unter gewissen Voraussetzungen aufsperren. Es gibt Länder, in denen die Hotels ihre Betten nur zu 50, zu 70 oder 80 Prozent belegen dürfen – wir dürfen alle Zimmer belegen, damit wir wirtschaftlich sind. Die Abstandsregelung gibt es überall auf der Welt – bei uns muss es 1 Meter sein, in anderen Ländern müssen es 1,5 oder gar 2 Meter sein. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Loacker und Vogl.
Eines sage ich euch auch, liebe Leute von der Opposition: Wenn man in der Opposition ist, muss man kritisieren, das ist alles wichtig und gut, aber alles schlechtzureden ist nicht okay. (Zwischenrufe der Abgeordneten Loacker und Vogl.) Auch ihr habt eine Verantwortung gegenüber der österreichischen Bevölkerung. Verunsichert die Leute nicht! Der Wähler wird entscheiden, auch in den Umfragen sagt er, wem er glaubt, ob er euch glaubt oder dieser Regierung.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Danke, Frau Bundesministerin, dass Sie sich so für uns einsetzen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Loacker: Es ist alles super! Klappe, die zweite!
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Franz Hörl. – Bitte. (Abg. Loacker: Es ist alles super! Klappe, die zweite!)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
wird, Sepp Schellhorn –; immerhin wurde die Schaumweinsteuer abgeschafft, darum haben wir lange gebeten. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Mit der Einführung der neuen Obergrenze für pauschalierte Betriebe wird eine alte Forderung erfüllt, und es werden von der Frau Bundesminister Testungen von Mitarbeitern im Tourismusbereich angeleiert.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Was hat funktioniert? – Die Stundungen der Steuern und bei den Krankenkassen haben meiner Meinung nach funktioniert – ich höre da wenig –, und in Tirol haben diese 500 000-Euro-Kredite grosso modo bei vielen auch gut geklappt. Kurzarbeit, das Modell für Europa: Sie ist zigmal geändert worden, genauso wie der Härtefallfonds. Natürlich ist das geändert worden, weil wir dahinter waren, weil der Wirtschaftsbund, die Wirtschaftskammer, die Experten dahinter waren und weil wir immer wieder zur Regierung gegangen sind und gesagt haben: Wir müssen nachbessern! – Und die Regierung – und das sehe ich schon als großen Vorteil – hat nachgebessert, und deshalb ist die Kurzarbeit heute ein Modell, wie es in ganz Europa nicht zu sehen ist. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Kucher und Vogl
Meine Damen und Herren, ich brauche keine Steuergeschenke, sondern ich brauche einen sicheren Betrieb, und damit ich gut schlafen kann, muss sicher sein, dass ich in der Früh meinen Betrieb aufsperren und Geschäft machen kann. Das ist das Allerwichtigste (Zwischenrufe der Abgeordneten Kucher und Vogl), da können Sie noch so lange herumschreien. Sie kritisieren nur! Sie sagen, das ist alles schlecht. Es funktioniert das eine oder andere schwerfällig, da gebe ich Sepp Schellhorn recht, aber über vieles von dem, was in diesen letzten zwei Monaten gemacht wurde, haben sich viele Menschen sehr viele Gedanken gemacht.
Abg. Kucher: ... Bürokratie!
Denken Sie nur an den Härtefallfonds – weil Sie uns in der Wirtschaftskammer immer wieder kritisieren (Abg. Kucher: ... Bürokratie!) –: Hunderte von Mitarbeitern haben Wochenende für Wochenende durchgearbeitet, haben in Phase eins und Phase zwei Anträge ausgefüllt, haben geschaut, dass die Leute zu ihrem Geld kommen. (Zwischenruf des Abg. Vogl.) Stimmt, es gab Fehler, es gab Überweisungen, die wir anders hätten machen sollen, aber auch da wurde nachgearbeitet.
Zwischenruf des Abg. Vogl.
Denken Sie nur an den Härtefallfonds – weil Sie uns in der Wirtschaftskammer immer wieder kritisieren (Abg. Kucher: ... Bürokratie!) –: Hunderte von Mitarbeitern haben Wochenende für Wochenende durchgearbeitet, haben in Phase eins und Phase zwei Anträge ausgefüllt, haben geschaut, dass die Leute zu ihrem Geld kommen. (Zwischenruf des Abg. Vogl.) Stimmt, es gab Fehler, es gab Überweisungen, die wir anders hätten machen sollen, aber auch da wurde nachgearbeitet.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Vogl: Der Bundespräsident kann sich eine Scheibe abschneiden! – Abg. Matznetter: ... Werbung für den Landesrat Tilg ...! – Gegenrufe bei der ÖVP.
Nehmen Sie also bitte zur Kenntnis, dass diese Regierung bereit ist, auf Vorschläge einzugehen, sie zu reparieren, es besser zu machen, und davon können Sie sich alle eine Scheibe abschneiden! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Vogl: Der Bundespräsident kann sich eine Scheibe abschneiden! – Abg. Matznetter: ... Werbung für den Landesrat Tilg ...! – Gegenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das beste Hilfsmittel für unsere bäuerlichen Familien ist, wenn die Konsumenten heimische Lebensmittel kaufen. Handelsketten sollten da unsere Partner sein und nicht – wie offensichtlich Spar – ausländische Produkte zu Schleuderpreisen anbieten, beispielsweise ausländische Butter um 99 Cent das Viertelkilo in das Regal legen. Vielmehr sollte es eine regionale Theke geben, wo die heimischen Lebensmittel präsentiert werden. Das hätte Vorteile für die Konsumenten, für die Bauern, für die Verarbeitungsbetriebe und für die Handelsketten. Vielleicht kann sich Generaldirektor Drexel einmal anschauen, wie das Sutterlüty in Vorarlberg in der Coronakrise macht: Da hat man mit einer regionalen Theke den regionalen Absatz wesentlich erhöht. – Das ist ein gutes Beispiel. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Als Bürgermeister einer kleinen Gemeinde möchte ich noch die wertvolle Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wildbach- und Lawinenverbauung ansprechen. Alleine mit dem Mehr von 56 Millionen Euro im Budget gegenüber 2019 sind einerseits das Lawinenverbauungsprogramm und andererseits auch das Aktionsprogramm Hochwassersicheres Österreich abgesichert. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Meine Damen und Herren, die bäuerlichen Familien und der ländliche Raum sind bei dieser Bundesregierung, bei Bundesministerin Köstinger und Bundeskanzler Kurz, in sehr guten Händen! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Matznetter: ... ein anderer ... Landesrat ...!
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Andreas Kühberger. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Matznetter: ... ein anderer ... Landesrat ...!)
Zwischenruf des Abg. Vogl.
Wir stehen momentan vor großen Herausforderungen in der Landwirtschaft; wir haben es gehört: Klimaveränderung, Trockenheit, Dürre, der Borkenkäfer im Forst. (Zwischenruf des Abg. Vogl.) Andererseits will die Gesellschaft von unseren bäuerlichen Familienbetrieben in vielen Bereichen Höchstleistungen haben, aber leider nur Tiefpreise zahlen. Kollegin Ecker und Kollege Schmiedlechner haben es vorhin angesprochen: In den ersten Tagen dieser Krise, als es Hamsterkäufe gab, haben wir alle auch in unseren Heimatgemeinden gesehen, wie es ist, wenn die Lebensmittelregale leer sin
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich möchte Danke sagen: Ich danke dir, liebe Frau Bundesministerin, und ich danke auch unserem Finanzminister für dieses Budget, denn Versorgungssicherheit kann man nicht importieren! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Matznetter: Frau Präsidentin, warum sprechen da so wenige von ...? So kann es ...!
Präsidentin Doris Bures: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Rebecca Kirchbaumer. – Bitte. (Abg. Matznetter: Frau Präsidentin, warum sprechen da so wenige von ...? So kann es ...!)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Liebe SPÖ, machen Sie sich in Zukunft bitte nicht mehr lächerlich als die Partei, die sich jetzt und in Zukunft bei Unternehmerinnen und Unternehmer auskennt! (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Wissen Sie, wo Sie sich auskennen? – Am Stammtisch vielleicht, als Gast, aber Sie haben keine Ahnung, wie man sich als Unternehmer fühlt, wie ein Betrieb zu führen ist. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Also bei aller Wertschätzung: Schuster, bleiben Sie bei Ihren Leisten, bitte! (Beifall bei ÖVP und Grünen.) Es ist ja mittlerweile fast schon peinlich, wie Sie mit aller Gewalt – mit aller Gewalt! – versuchen, irgendwie irgendetwas an den Haaren herbeizuziehen und grundsätzlich die Regierung in den Dreck zu ziehen. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.) Also etwas anderes können Sie gar nicht mehr. Es ist nur mehr peinlich, richtig peinlich. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Liebe SPÖ, machen Sie sich in Zukunft bitte nicht mehr lächerlich als die Partei, die sich jetzt und in Zukunft bei Unternehmerinnen und Unternehmer auskennt! (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Wissen Sie, wo Sie sich auskennen? – Am Stammtisch vielleicht, als Gast, aber Sie haben keine Ahnung, wie man sich als Unternehmer fühlt, wie ein Betrieb zu führen ist. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Also bei aller Wertschätzung: Schuster, bleiben Sie bei Ihren Leisten, bitte! (Beifall bei ÖVP und Grünen.) Es ist ja mittlerweile fast schon peinlich, wie Sie mit aller Gewalt – mit aller Gewalt! – versuchen, irgendwie irgendetwas an den Haaren herbeizuziehen und grundsätzlich die Regierung in den Dreck zu ziehen. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.) Also etwas anderes können Sie gar nicht mehr. Es ist nur mehr peinlich, richtig peinlich. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Liebe SPÖ, machen Sie sich in Zukunft bitte nicht mehr lächerlich als die Partei, die sich jetzt und in Zukunft bei Unternehmerinnen und Unternehmer auskennt! (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Wissen Sie, wo Sie sich auskennen? – Am Stammtisch vielleicht, als Gast, aber Sie haben keine Ahnung, wie man sich als Unternehmer fühlt, wie ein Betrieb zu führen ist. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Also bei aller Wertschätzung: Schuster, bleiben Sie bei Ihren Leisten, bitte! (Beifall bei ÖVP und Grünen.) Es ist ja mittlerweile fast schon peinlich, wie Sie mit aller Gewalt – mit aller Gewalt! – versuchen, irgendwie irgendetwas an den Haaren herbeizuziehen und grundsätzlich die Regierung in den Dreck zu ziehen. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.) Also etwas anderes können Sie gar nicht mehr. Es ist nur mehr peinlich, richtig peinlich. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.
Liebe SPÖ, machen Sie sich in Zukunft bitte nicht mehr lächerlich als die Partei, die sich jetzt und in Zukunft bei Unternehmerinnen und Unternehmer auskennt! (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Wissen Sie, wo Sie sich auskennen? – Am Stammtisch vielleicht, als Gast, aber Sie haben keine Ahnung, wie man sich als Unternehmer fühlt, wie ein Betrieb zu führen ist. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Also bei aller Wertschätzung: Schuster, bleiben Sie bei Ihren Leisten, bitte! (Beifall bei ÖVP und Grünen.) Es ist ja mittlerweile fast schon peinlich, wie Sie mit aller Gewalt – mit aller Gewalt! – versuchen, irgendwie irgendetwas an den Haaren herbeizuziehen und grundsätzlich die Regierung in den Dreck zu ziehen. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.) Also etwas anderes können Sie gar nicht mehr. Es ist nur mehr peinlich, richtig peinlich. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Liebe SPÖ, machen Sie sich in Zukunft bitte nicht mehr lächerlich als die Partei, die sich jetzt und in Zukunft bei Unternehmerinnen und Unternehmer auskennt! (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Wissen Sie, wo Sie sich auskennen? – Am Stammtisch vielleicht, als Gast, aber Sie haben keine Ahnung, wie man sich als Unternehmer fühlt, wie ein Betrieb zu führen ist. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Also bei aller Wertschätzung: Schuster, bleiben Sie bei Ihren Leisten, bitte! (Beifall bei ÖVP und Grünen.) Es ist ja mittlerweile fast schon peinlich, wie Sie mit aller Gewalt – mit aller Gewalt! – versuchen, irgendwie irgendetwas an den Haaren herbeizuziehen und grundsätzlich die Regierung in den Dreck zu ziehen. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.) Also etwas anderes können Sie gar nicht mehr. Es ist nur mehr peinlich, richtig peinlich. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Eines sage ich Ihnen jetzt auch: Sich hierherzustellen und zu sagen, wir sprechen nicht mit den Unternehmerinnen und Unternehmern (Zwischenrufe bei der SPÖ) – also bitte, Sie sind nichts anderes als Angestellte im öffentlichen Dienst und sonst nirgends, bei aller Wertschätzung. (Zwischenruf des Abg. Kucher.) Das ist also unglaublich. (Zwischenruf des Abg. Loacker. – Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Kucher.
Eines sage ich Ihnen jetzt auch: Sich hierherzustellen und zu sagen, wir sprechen nicht mit den Unternehmerinnen und Unternehmern (Zwischenrufe bei der SPÖ) – also bitte, Sie sind nichts anderes als Angestellte im öffentlichen Dienst und sonst nirgends, bei aller Wertschätzung. (Zwischenruf des Abg. Kucher.) Das ist also unglaublich. (Zwischenruf des Abg. Loacker. – Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Loacker. – Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.
Eines sage ich Ihnen jetzt auch: Sich hierherzustellen und zu sagen, wir sprechen nicht mit den Unternehmerinnen und Unternehmern (Zwischenrufe bei der SPÖ) – also bitte, Sie sind nichts anderes als Angestellte im öffentlichen Dienst und sonst nirgends, bei aller Wertschätzung. (Zwischenruf des Abg. Kucher.) Das ist also unglaublich. (Zwischenruf des Abg. Loacker. – Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Abschließend: Machen Sie Urlaub in Österreich, wir freuen uns, Sie als Gäste begrüßen zu dürfen! – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Eßl: Redezeit! Redezeit!
Abgeordnete Cornelia Ecker (SPÖ): Ich möchte auf meine Vorrednerin replizieren, die mir jetzt mit Ignoranz nicht zuhört: Auch wir in der SPÖ haben erfolgreiche UnternehmerInnen unter uns, ich bin selbst eine, ich habe mit Stolz das elterliche Unternehmen übernommen. (Abg. Eßl: Redezeit! Redezeit!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Eßl: Das war eine Wortmeldung!
Diese Boshaftigkeit lasse ich so nicht stehen, das ist falsch – auch wir haben erfolgreiche Unternehmer. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Eßl: Das war eine Wortmeldung!)
Rufe bei der ÖVP: Das war Redezeit!
Nächster Redner mit einer tatsächlichen Berichtigung: Herr Abgeordneter Reinhold Einwallner. – Bitte. (Rufe bei der ÖVP: Das war Redezeit!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.
Ich bin auch Unternehmer und führe seit vielen, vielen Jahren ein Unternehmen. Das war also eine unwahre Aussage der Frau Kollegin. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.)
Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ. – Abg. Wurm: Frau gegen Frau!
Jetzt liegt mir noch eine Wortmeldung zu einer tatsächlichen Berichtigung vor. – Frau Abgeordnete Petra Oberrauner, bitte. (Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ. – Abg. Wurm: Frau gegen Frau!)
demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP
Abgeordnete Mag. Dr. Petra Oberrauner (SPÖ): Ich weiß jetzt eigentlich nicht, warum Sie lachen. Ich möchte berichtigen: Die SPÖ hat sehr wohl Unternehmerinnen und Unternehmer in ihren Reihen. Ich kann zumindest von mir sagen, dass ich mir 17 Jahre lang meine Euro auf dem freien Markt selbst verdient habe, zahlreiche Ansiedlungen gemacht habe und Erfahrung in zahlreichen Fonds gesammelt habe (demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), aber ich muss Ihnen auch sagen, diese Inkompetenz, andere so hinzustellen, als wären sie blöd, um von sich selbst abzulenken, finde ich einfach lächerlich. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Eßl: Redezeit!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Eßl: Redezeit!
Abgeordnete Mag. Dr. Petra Oberrauner (SPÖ): Ich weiß jetzt eigentlich nicht, warum Sie lachen. Ich möchte berichtigen: Die SPÖ hat sehr wohl Unternehmerinnen und Unternehmer in ihren Reihen. Ich kann zumindest von mir sagen, dass ich mir 17 Jahre lang meine Euro auf dem freien Markt selbst verdient habe, zahlreiche Ansiedlungen gemacht habe und Erfahrung in zahlreichen Fonds gesammelt habe (demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), aber ich muss Ihnen auch sagen, diese Inkompetenz, andere so hinzustellen, als wären sie blöd, um von sich selbst abzulenken, finde ich einfach lächerlich. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Eßl: Redezeit!)
Abg. Eßl: Das gehört bei der SPÖ angerechnet, was die gemacht haben!
Die nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Gertraud Salzmann; sie ist nicht zu einer tatsächlichen Berichtigung, sondern für einen Redebeitrag zu Wort gemeldet. – Bitte. (Abg. Eßl: Das gehört bei der SPÖ angerechnet, was die gemacht haben!) – Das sieht die Geschäftsordnung anders vor.
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Abschließend, meine Damen und Herren: Ob es das schöne Salzburger Land ist, ob es die Kärntner Seen sind, ob es die wunderschönen Städte sind – man könnte vieles aufzählen –, Österreich hat so viel zu bieten. Es liegt jetzt auch an jedem einzelnen von uns, unsere Tourismusbetriebe zu unterstützen. Machen wir Urlaub in Österreich! Ich tu es. – Danke. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Die Förderung des Breitbandausbaus mit dem Ziel eines flächendeckenden Ausbaus von ultraschnellen Breitbandzugängen ist ebenso essenziell. Besonders für Gebiete, die in der Erschließung nicht unbedingt rentabel sind, ist das extrem wichtig. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf bei der SPÖ: Wo ist das Budget?!
Das Budget in der Untergliederung Landwirtschaft, Regionen und Tourismus ist ein Bekenntnis zum ländlichen Raum und zu unserer österreichischen Landwirtschaft – gelebte Regionalität auch beim Budget für unsere lebenswerten Regionen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf bei der SPÖ: Wo ist das Budget?!)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Ing. Klaus Lindinger, BSc (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Österreicherinnen und Österreicher! Die Coronakrise hat eines ganz klar gezeigt, und zwar, dass die Landwirtschaft systemrelevant ist. Unsere Bäuerinnen und Bauern sorgen dafür, dass wir qualitativ hochwertige Lebensmittel haben und dass drei Mal am Tag der Tisch gedeckt ist. Auf unsere Bäuerinnen und Bauern ist zu 100 Prozent Verlass, dafür ein großes Dankeschön! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In Österreich werden 22 Prozent der bäuerlichen Höfe von jungen Betriebsführerinnen und Betriebsführern bewirtschaftet; in dieser Hinsicht sind wir EU-weit Europameister. Meine sehr geehrten Damen und Herren, diese Entwicklung muss auch so fortgeführt werden, und deshalb müssen wir die Modernisierung, die Innovation und den Unternehmergeist dementsprechend fördern, zum Beispiel mit Programmen wie dem Jungbauernzuschuss oder der Investitionsförderung. Damit sichern wir nachhaltig die Landwirtschaft in Österreich. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit des Abg. Vogl
für verarbeitete Lebensmittel brauchen wir. Ich frage mich nur: Warum haben Sie das in Ihren Jahren als Regierungspartei (Heiterkeit des Abg. Vogl) und noch dazu mit der Zuständigkeit in Ihrem Ressort nicht längst umgesetzt? Ich bin aber überzeugt davon, dass uns das jetzt gelingen wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
für verarbeitete Lebensmittel brauchen wir. Ich frage mich nur: Warum haben Sie das in Ihren Jahren als Regierungspartei (Heiterkeit des Abg. Vogl) und noch dazu mit der Zuständigkeit in Ihrem Ressort nicht längst umgesetzt? Ich bin aber überzeugt davon, dass uns das jetzt gelingen wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Loacker: Fragen Sie die ÖVP, was Sie einkaufen sollen!
Die Krise hat der Bevölkerung verdeutlicht, dass es unsere Bäuerinnen und Bauern sind, die Lebensmittel 365 Tage im Jahr produzieren. Die Wertschätzung für regionale und saisonale Produkte ist schlagartig gestiegen. Nutzen wir dieses neue Verständnis! Helfen wir alle mit! Seien wir Vorbild beim Griff ins Regal! Geben wir österreichischen Produkten den Vorzug! Es müssen nicht Erdbeeren im Jänner sein oder ein Steak, das um den halben Erdball fliegt. (Abg. Loacker: Fragen Sie die ÖVP, was Sie einkaufen sollen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich möchte an dieser Stelle dir, Frau Ministerin, für den kürzlich abgehaltenen Regionalitätsgipfel danken, verbunden mit der Bitte und der Forderung, die öffentliche Beschaffung auf 100 Prozent regional und saisonal umzustellen, auch im Sinne der Klimaneutralität, und zwar nicht erst bis 2025, sondern ehestmöglich. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Bei aller Kritik, die auch berechtigt ist, kann man der Regierung, allen handelnden Personen, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eines nicht absprechen, nämlich dass wir Tag für Tag dazugelernt haben und dazulernen mussten. An dieser Stelle möchte ich all jenen ein Dankeschön aussprechen, die in den Ministerien gearbeitet haben, uns täglich darauf vorbereitet haben – das kann trotzdem nicht verboten sein, auch wenn es Kollegen Schellhorn nicht immer so passt, dass wir uns bei unseren Ministerinnen und Ministern bedanken. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Liebe Frau Ministerin, ich hoffe, dass dieses Budget die beste Grundlage dafür sein wird, diesen Lernprozess für den Neustart Österreichs fortzusetzen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP – Gegenruf des Abg. Vogl
Ich berichtige tatsächlich: Es gibt kein Gemeindefinanzierungspaket. Was es gibt, ist eine von 80 Pressekonferenzen und eine Ankündigung (Zwischenrufe bei der ÖVP – Gegenruf des Abg. Vogl), und ansonsten gibt es bis dato wie so oft gar nichts. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Loacker.) Bis dato hat das Gemeindefinanzierungspaket außer eine Ankündigung noch nichts erlebt, bis dato gibt es kein Rendezvous mit der Wirklichkeit. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Eßl: Also wenn das noch immer tatsächliche Berichtigungen sind, dann machen wir das auch!)
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Loacker.
Ich berichtige tatsächlich: Es gibt kein Gemeindefinanzierungspaket. Was es gibt, ist eine von 80 Pressekonferenzen und eine Ankündigung (Zwischenrufe bei der ÖVP – Gegenruf des Abg. Vogl), und ansonsten gibt es bis dato wie so oft gar nichts. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Loacker.) Bis dato hat das Gemeindefinanzierungspaket außer eine Ankündigung noch nichts erlebt, bis dato gibt es kein Rendezvous mit der Wirklichkeit. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Eßl: Also wenn das noch immer tatsächliche Berichtigungen sind, dann machen wir das auch!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Eßl: Also wenn das noch immer tatsächliche Berichtigungen sind, dann machen wir das auch!
Ich berichtige tatsächlich: Es gibt kein Gemeindefinanzierungspaket. Was es gibt, ist eine von 80 Pressekonferenzen und eine Ankündigung (Zwischenrufe bei der ÖVP – Gegenruf des Abg. Vogl), und ansonsten gibt es bis dato wie so oft gar nichts. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Loacker.) Bis dato hat das Gemeindefinanzierungspaket außer eine Ankündigung noch nichts erlebt, bis dato gibt es kein Rendezvous mit der Wirklichkeit. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Eßl: Also wenn das noch immer tatsächliche Berichtigungen sind, dann machen wir das auch!)
Zwischenrufe und Heiterkeit bei der SPÖ – Ruf bei der SPÖ: Unglaublich!
Abgeordneter Ing. Josef Hechenberger (ÖVP): Geschätzte Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Bildungsminister! Aber ganz besonders: Liebe Frau Landwirtschaftsministerin! Ich darf eingangs stellvertretend für viele Tausend Bauernfamilien in Österreich Danke sagen für deinen Einsatz, für deine Arbeit und für dieses Budget, das vorgelegt wird (Zwischenrufe und Heiterkeit bei der SPÖ – Ruf bei der SPÖ: Unglaublich!), denn an und für sich ist es so, dass wir rund 3 Prozent des Budgets in die Landwirtschaft investieren.
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Ich denke, eines ist klar: Mit diesen 3 Prozent garantiert die österreichische Bauernschaft 100 Prozent der Lebensmittelversorgung für die österreichische Bevölkerung, garantiert 100 Prozent gepflegte Kulturlandschaft als Grundlage für den Erholungsraum, als Grundlage für den Tourismus, und mit diesen 3 Prozent garantiert die österreichische Bauernschaft, dass notwendige Investitionen in der Region getätigt werden und somit Arbeitsplätze in der Region gesichert werden; denn eines ist klar: Die Bauernfamilien tragen das Geld nicht ins Ausland, sie investieren jeden Euro, den sie haben, in Österreich, in die regionale Wirtschaft und sichern so Arbeitsplätze. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abschließend eine Bitte von außen an die Opposition: Denken wir nicht jeden Tag nach, wie wir die Landwirtschaft noch mehr belasten, noch mehr einengen, lassen wir sie arbeiten, damit wir auch zukünftig gesunde, gute und hochqualitative Lebensmittel haben! – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Kollross.
Abgeordneter Joachim Schnabel (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Frau Bundesminister! Geschätzter Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Damen und Herren zu Hause! Es gab eine tatsächliche Berichtigung, bei der ich nicht weiß, was berichtigt wurde! (Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Kollross.) Herr Kollege Kollross sagt, wir haben hier kein Gemeindepaket aufgestellt.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kollross.
Es ist ja sowieso amüsant, wie Sie das Ganze auf Twitter kommentieren: Als wir das am Montag vorgestellt haben, unser Herr Bundeskanzler und auch Vertreter des Gemeinde- und des Städtebundes, haben Sie auf Twitter kommentiert: Das ist alles Schall und Rauch! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kollross.) – Wenn ich das auf Ihre Gemeinde umlege, dann werden Sie circa 350 000 Euro aus diesem Gemeindefinanzierungspaket bekommen. (Oh-Rufe bei der ÖVP.) – Das ist Schall und Rauch?! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) Sie haben vor drei Wochen gesagt, Sie wissen nicht, wie Sie das Feuerwehrauto finanzieren sollen – mit 350 000 Euro können Sie in Ihrer Gemeinde ganz, ganz viel machen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Silvan.) Investieren Sie in die Sicherheit, da haben Sie dann auch nachhaltig etwas gemacht! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Oh-Rufe bei der ÖVP.
Es ist ja sowieso amüsant, wie Sie das Ganze auf Twitter kommentieren: Als wir das am Montag vorgestellt haben, unser Herr Bundeskanzler und auch Vertreter des Gemeinde- und des Städtebundes, haben Sie auf Twitter kommentiert: Das ist alles Schall und Rauch! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kollross.) – Wenn ich das auf Ihre Gemeinde umlege, dann werden Sie circa 350 000 Euro aus diesem Gemeindefinanzierungspaket bekommen. (Oh-Rufe bei der ÖVP.) – Das ist Schall und Rauch?! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) Sie haben vor drei Wochen gesagt, Sie wissen nicht, wie Sie das Feuerwehrauto finanzieren sollen – mit 350 000 Euro können Sie in Ihrer Gemeinde ganz, ganz viel machen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Silvan.) Investieren Sie in die Sicherheit, da haben Sie dann auch nachhaltig etwas gemacht! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Es ist ja sowieso amüsant, wie Sie das Ganze auf Twitter kommentieren: Als wir das am Montag vorgestellt haben, unser Herr Bundeskanzler und auch Vertreter des Gemeinde- und des Städtebundes, haben Sie auf Twitter kommentiert: Das ist alles Schall und Rauch! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kollross.) – Wenn ich das auf Ihre Gemeinde umlege, dann werden Sie circa 350 000 Euro aus diesem Gemeindefinanzierungspaket bekommen. (Oh-Rufe bei der ÖVP.) – Das ist Schall und Rauch?! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) Sie haben vor drei Wochen gesagt, Sie wissen nicht, wie Sie das Feuerwehrauto finanzieren sollen – mit 350 000 Euro können Sie in Ihrer Gemeinde ganz, ganz viel machen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Silvan.) Investieren Sie in die Sicherheit, da haben Sie dann auch nachhaltig etwas gemacht! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Silvan.
Es ist ja sowieso amüsant, wie Sie das Ganze auf Twitter kommentieren: Als wir das am Montag vorgestellt haben, unser Herr Bundeskanzler und auch Vertreter des Gemeinde- und des Städtebundes, haben Sie auf Twitter kommentiert: Das ist alles Schall und Rauch! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kollross.) – Wenn ich das auf Ihre Gemeinde umlege, dann werden Sie circa 350 000 Euro aus diesem Gemeindefinanzierungspaket bekommen. (Oh-Rufe bei der ÖVP.) – Das ist Schall und Rauch?! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) Sie haben vor drei Wochen gesagt, Sie wissen nicht, wie Sie das Feuerwehrauto finanzieren sollen – mit 350 000 Euro können Sie in Ihrer Gemeinde ganz, ganz viel machen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Silvan.) Investieren Sie in die Sicherheit, da haben Sie dann auch nachhaltig etwas gemacht! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Es ist ja sowieso amüsant, wie Sie das Ganze auf Twitter kommentieren: Als wir das am Montag vorgestellt haben, unser Herr Bundeskanzler und auch Vertreter des Gemeinde- und des Städtebundes, haben Sie auf Twitter kommentiert: Das ist alles Schall und Rauch! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kollross.) – Wenn ich das auf Ihre Gemeinde umlege, dann werden Sie circa 350 000 Euro aus diesem Gemeindefinanzierungspaket bekommen. (Oh-Rufe bei der ÖVP.) – Das ist Schall und Rauch?! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) Sie haben vor drei Wochen gesagt, Sie wissen nicht, wie Sie das Feuerwehrauto finanzieren sollen – mit 350 000 Euro können Sie in Ihrer Gemeinde ganz, ganz viel machen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Silvan.) Investieren Sie in die Sicherheit, da haben Sie dann auch nachhaltig etwas gemacht! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Noch ganz kurz zu den Regionen: Jeder, der an Regionen denkt, hat ein anderes Bild vor Augen und hat vor allem den ländlichen Raum vor sich. 50 Prozent unserer Menschen in Österreich leben im ländlichen Raum, und diese Krise hat eines gezeigt: dass wir auch im ländlichen Raum eine tolle Infrastruktur brauchen – und die Infrastruktur der Zukunft, das ist das Breitbandnetz. Ich persönlich definiere das über den Glasfaserausbau. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Wenn unsere Vorgängergenerationen es geschafft haben, Trinkwasserleitungen zu bauen, die Stromversorgung aufzustellen, die Abwasserkanalisation umzusetzen, dann waren das damals wahrscheinlich die gleichen Herausforderungen wie heute. Die Aufgabe meiner Generation oder von uns allen ist es, diese Basisinfrastruktur der Zukunft herzustellen. Das ist auch in unserem Bundesland eine Riesenherausforderung. Wir haben die Masterpläne dazu gemacht. In meiner Region werden nun zwölf Gemeinden von der Sbidi – mit deiner Unterstützung, liebe Frau Ministerin – ausgebaut. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Wir sind da auf dem richtigen Weg, wir müssen diese Basisinfrastruktur für die Zukunft umsetzen, um entsprechend gerüstet zu sein.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir brauchen eine digitale Infrastruktur, um den ländlichen Raum digital zu rüsten, denn die 4,5 Millionen Menschen, die im ländlichen Raum leben, brauchen die digitale Zukunftsinfrastruktur auch. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Über unsere Lebensgrundlage, die Landwirtschaft, kann nicht genug gesagt werden. Mein Anspruch war es immer, etwas Positives zur Weiterentwicklung des ländlichen Raums in Österreich beizutragen – mit dem Grundsatz: Ökosozial ist, was Arbeit schafft, die Wirtschaft stützt und die Umwelt schützt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abschließend möchte ich aber darauf hinweisen, dass jeder Einzelne von uns die Möglichkeit hat, den wirtschaftlichen Wiederaufbau in Österreich im Tourismus und in der Landwirtschaft zu beeinflussen. Kauft regionale Produkte, macht Urlaub in Österreich! Halten wir zusammen und es geht uns allen gemeinsam besser! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall des Abg. Loacker.
Abgeordneter Michel Reimon, MBA (Grüne): Frau Präsidentin! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Werte Kolleginnen und Kollegen! Das war jetzt wirklich eine grässliche Szene, ich finde, die kann man so nicht stehen lassen. (Beifall des Abg. Loacker.)
Beifall bei den Grünen. – Ruf bei den Grünen: Jawohl!
Da kommt eine Abgeordnete der ÖVP heraus und regt sich über die SPÖ auf, wie schlecht die nicht wäre und was die von Wirtschaft nicht verstehen würde, weil alle im öffentlichen Dienst arbeiten – als wäre das etwas Schlechtes; und dann kommen drei SPÖler zu tatsächlichen Berichtigungen heraus und sagen: Nein, nein, wir sind eh Unternehmer!, und niemand sagt: Der öffentliche Dienst ist nichts zum Genieren, der öffentliche Dienst ist großartig! (Beifall bei den Grünen. – Ruf bei den Grünen: Jawohl!) Wir müssen uns in der Republik vielleicht einmal dafür einsetzen und schauen, dass dieser wieder ein positives Image kriegt. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Da kommt eine Abgeordnete der ÖVP heraus und regt sich über die SPÖ auf, wie schlecht die nicht wäre und was die von Wirtschaft nicht verstehen würde, weil alle im öffentlichen Dienst arbeiten – als wäre das etwas Schlechtes; und dann kommen drei SPÖler zu tatsächlichen Berichtigungen heraus und sagen: Nein, nein, wir sind eh Unternehmer!, und niemand sagt: Der öffentliche Dienst ist nichts zum Genieren, der öffentliche Dienst ist großartig! (Beifall bei den Grünen. – Ruf bei den Grünen: Jawohl!) Wir müssen uns in der Republik vielleicht einmal dafür einsetzen und schauen, dass dieser wieder ein positives Image kriegt. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
In dieser Krise brauchen wir einen funktionierenden Staat, einen funktionierenden öffentlichen Dienst – und der funktioniert, und dafür werden wir uns einsetzen. Und wenn es von euch niemand sagt, dann sagen es die Grünen. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Bundesministerin Köstinger: Die hebelt man ja!
Frau Ministerin, Sie sagen, 200 Millionen Euro für gewässerökologische Maßnahmen, das ist so super, 540 Millionen Euro werden zusätzlich in die Regionen investiert; wir schaffen in den Regionen 8 000 Arbeitsplätze. – Super! Was Sie nicht dazusagen, ist, dass das Programm auf acht Jahre angelegt ist. Wenn man das durchrechnet, dann ergibt sich ein monatlicher Verdienst – wenn Sie tatsächlich diese Arbeitsplätze schaffen wollen und wenn man nur dadurch, dass man redet, Gewässerökologie verbessert – von 680 Euro. (Bundesministerin Köstinger: Die hebelt man ja!) Frau Ministerin, demgegenüber, was Sie in diesem Land an Jobs schaffen wollen, ist Ryanair ja wirklich noch ein
Zwischenruf des Abg. Höfinger.
super Arbeitgeber. (Zwischenruf des Abg. Höfinger.) Ich glaube, das ist es, was die Leute so verzweifeln lässt: diese Ankündigungspolitik und das, was dann bei den Menschen ankommt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
super Arbeitgeber. (Zwischenruf des Abg. Höfinger.) Ich glaube, das ist es, was die Leute so verzweifeln lässt: diese Ankündigungspolitik und das, was dann bei den Menschen ankommt. (Beifall bei der SPÖ.)
Bundesministerin Köstinger: Was kriegen die Arbeiterkammern?
Ganz, ganz wichtig ist Folgendes – und ich glaube, das ist der Grund dafür, dass die Landwirtinnen und Landwirte nahezu verzweifelt sind –: Es gibt den Grünen Bericht, der schaut so (den genannten Bericht in die Höhe haltend) aus. Da kann man nachlesen, wie schlecht es um Teile der Landwirtschaft steht – nicht um jeden Teil, aber um viele Teile der Landwirtschaft. Damit die Bäuerinnen und Bauern das lesen können, geben Sie 4,5 Millionen Euro aus, um den Bericht zu erstellen, und die Landwirtschaftskammern kriegen weitere 7,5 Millionen Euro. – Das ist das Problem (Bundesministerin Köstinger: Was kriegen die Arbeiterkammern?): Es ist viel Geld da, aber manches davon bleibt im System hängen und kommt nicht zu den Bäuerinnen und Bauern. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ganz, ganz wichtig ist Folgendes – und ich glaube, das ist der Grund dafür, dass die Landwirtinnen und Landwirte nahezu verzweifelt sind –: Es gibt den Grünen Bericht, der schaut so (den genannten Bericht in die Höhe haltend) aus. Da kann man nachlesen, wie schlecht es um Teile der Landwirtschaft steht – nicht um jeden Teil, aber um viele Teile der Landwirtschaft. Damit die Bäuerinnen und Bauern das lesen können, geben Sie 4,5 Millionen Euro aus, um den Bericht zu erstellen, und die Landwirtschaftskammern kriegen weitere 7,5 Millionen Euro. – Das ist das Problem (Bundesministerin Köstinger: Was kriegen die Arbeiterkammern?): Es ist viel Geld da, aber manches davon bleibt im System hängen und kommt nicht zu den Bäuerinnen und Bauern. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Strasser: Populismus ist das!
Zum Schluss noch: Der Herr Bundesminister - - (Abg. Strasser: Populismus ist das!) – Ich weiß nicht, was Populismus ist. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Populismus ist, glaube ich, Zahlen vorzulegen, die nicht der Verfassung entsprechen. (Abg. Strasser: ... anders!) Ich glaube, das ist Populismus. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.) Populismus ist, den Leuten zu sagen: Ihr kriegt Hilfe, schnell und unbürokratisch!, die kommt aber nicht an. Das ist populistisch, das verstehe ich unter Populismus.
Zwischenruf bei der SPÖ.
Zum Schluss noch: Der Herr Bundesminister - - (Abg. Strasser: Populismus ist das!) – Ich weiß nicht, was Populismus ist. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Populismus ist, glaube ich, Zahlen vorzulegen, die nicht der Verfassung entsprechen. (Abg. Strasser: ... anders!) Ich glaube, das ist Populismus. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.) Populismus ist, den Leuten zu sagen: Ihr kriegt Hilfe, schnell und unbürokratisch!, die kommt aber nicht an. Das ist populistisch, das verstehe ich unter Populismus.
Abg. Strasser: ... anders!
Zum Schluss noch: Der Herr Bundesminister - - (Abg. Strasser: Populismus ist das!) – Ich weiß nicht, was Populismus ist. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Populismus ist, glaube ich, Zahlen vorzulegen, die nicht der Verfassung entsprechen. (Abg. Strasser: ... anders!) Ich glaube, das ist Populismus. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.) Populismus ist, den Leuten zu sagen: Ihr kriegt Hilfe, schnell und unbürokratisch!, die kommt aber nicht an. Das ist populistisch, das verstehe ich unter Populismus.
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Zum Schluss noch: Der Herr Bundesminister - - (Abg. Strasser: Populismus ist das!) – Ich weiß nicht, was Populismus ist. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Populismus ist, glaube ich, Zahlen vorzulegen, die nicht der Verfassung entsprechen. (Abg. Strasser: ... anders!) Ich glaube, das ist Populismus. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.) Populismus ist, den Leuten zu sagen: Ihr kriegt Hilfe, schnell und unbürokratisch!, die kommt aber nicht an. Das ist populistisch, das verstehe ich unter Populismus.
Beifall bei SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Yılmaz: Wahnsinn!
Eines noch zum Finanzminister: Ich glaube, es ist eine Kombination aus nicht können und nicht wollen. Dass er es kann, kann er heute bis 19 Uhr unter Beweis stellen, indem er ein Budget vorlegt, das der Verfassung entspricht. Dass er nicht will, das hat er schon bewiesen, denn im Bericht zum Beteiligungscontrolling (den genannten Bericht in die Höhe haltend) geht es um den Umsatz der Unternehmen, die dem Staat gehören, um 24 Milliarden Euro, 110 000 Beschäftigte. Wisst ihr, wann der gekommen ist? – Am Tag der Budgetberatungen, am 7. Mai. Und wisst ihr, wann er fertig war? – März 2020. Das heißt: nicht wollen!, und genau das ist das Problem des Finanzministers. (Beifall bei SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Yılmaz: Wahnsinn!)
Abg. Loacker: Es haben noch nicht alle ...!
Präsidentin Doris Bures: Mir liegt zur Untergliederung Landwirtschaft, Regionen und Tourismus keine Wortmeldung mehr vor (Abg. Loacker: Es haben noch nicht alle ...!), daher werde ich die Debatte zu diesem Themenbereich jetzt beenden.
Abg. Vogl: Das kannst du nicht ...! – Heiterkeit der Rednerin und bei Abgeordneten der SPÖ.
einfallen lassen (eine Flasche Sekt auf das Rednerpult stellend): Probieren wir es einmal so! (Abg. Vogl: Das kannst du nicht ...! – Heiterkeit der Rednerin und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Lieber Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Um zu veranschaulichen, welche Prioritäten die Regierung bei den Coronahilfsmaßnahmen gesetzt hat, habe ich diese Flasche Sekt mitgebracht. In diese Flasche Sekt fließt mehr Coronaförderung als in die zusätzlichen Maßnahmen für jeden einzelnen Schüler und jede einzelne Schülerin (Zwischenrufe bei der ÖVP) angesichts der Situation, in der wir uns jetzt befinden. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Beifall bei SPÖ und NEOS.
Lieber Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Um zu veranschaulichen, welche Prioritäten die Regierung bei den Coronahilfsmaßnahmen gesetzt hat, habe ich diese Flasche Sekt mitgebracht. In diese Flasche Sekt fließt mehr Coronaförderung als in die zusätzlichen Maßnahmen für jeden einzelnen Schüler und jede einzelne Schülerin (Zwischenrufe bei der ÖVP) angesichts der Situation, in der wir uns jetzt befinden. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Künsberg Sarre.
„Bildung in Zahlen“ hat gezeigt, dass Bildungsvererbung noch immer gegeben ist und durch Corona massiv verschärft wurde. Das IHS hat erst vor ein paar Tagen eine Studie veröffentlicht, die zeigt, dass 12 Prozent der SchülerInnen nicht oder nur schlecht erreicht werden konnten. 76 Prozent der LehrerInnen machen sich über das Kompetenzniveau der benachteiligten SchülerInnen wirklich Sorgen. – Die Autoren haben recht, wenn sie sagen, die Politik muss sich dessen ernsthaft annehmen und sich dieser Herausforderung stellen. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Künsberg Sarre.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Künsberg Sarre.
Wir sehen, das Schulsystem ist jetzt aufgebrochen, es ist eine neue Dynamik drinnen, und diese Dynamik sollten wir nützen, um gemeinsam Bildungsziele und auch den Weg dorthin zu definieren. Dazu fordere ich auf, darum bitte ich. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Künsberg Sarre.)
Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Scherak.
Warum ist das gelungen? – Ich will es Ihnen in einer Anekdote erzählen: Geht eine Frau – eine jüdische Mamme – im Jahr 1890 mit ihren beiden Kindern spazieren. Sie trifft einen Mann und er fragt sie: Die beiden Buben, wie alt sind sie denn? Und die Frau sagt: Der Arzt ist sechs und der Rechtsanwalt ist vier. (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Scherak.) Daran sehen Sie, dass der Ehrgeiz da war; der Ehrgeiz, Erfolg zu haben, indem man lernt, indem man versteht, indem man sich Wissen aneignet. Das ist der Weg zum Erfolg – und das war allgemein der Weg, der auch zu dieser Produktivität geführt hat.
Zwischenruf bei der SPÖ
Meine sehr verehrten Damen und Herren von der Sozialistischen Partei, von Glöckel angefangen bis zu Fred Sinowatz war die Idee vorhanden (Zwischenruf bei der SPÖ), diesen Ehrgeiz zu wissen, zu lernen und zu verstehen bei der gesamten Bevölkerung zu wecken. Die Forderung, dass Schulen fördern und fordern sollen, ist aber jetzt eigentlich nur noch in Spurenelementen bei Ihnen vorhanden. Das ist ein Riesenjammer, aber bei uns ist es vorhanden. (Abg. Heinisch-Hosek: Geh, bitte, Herr Taschner! Sie rechnen falsch, Sie sagen was Falsches! – Zwischenruf des Abg. Silvan.)
Abg. Heinisch-Hosek: Geh, bitte, Herr Taschner! Sie rechnen falsch, Sie sagen was Falsches! – Zwischenruf des Abg. Silvan.
Meine sehr verehrten Damen und Herren von der Sozialistischen Partei, von Glöckel angefangen bis zu Fred Sinowatz war die Idee vorhanden (Zwischenruf bei der SPÖ), diesen Ehrgeiz zu wissen, zu lernen und zu verstehen bei der gesamten Bevölkerung zu wecken. Die Forderung, dass Schulen fördern und fordern sollen, ist aber jetzt eigentlich nur noch in Spurenelementen bei Ihnen vorhanden. Das ist ein Riesenjammer, aber bei uns ist es vorhanden. (Abg. Heinisch-Hosek: Geh, bitte, Herr Taschner! Sie rechnen falsch, Sie sagen was Falsches! – Zwischenruf des Abg. Silvan.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir werden dieses Schulsystem soweit hinaufbringen, dass wir die Kinder fördern und fordern können und soweit hinaufbringen, dass das auch zur Bewältigung der Krise führen wird. Das ist langfristig gesehen unser Ziel, der Minister ist dafür Garant und auch alle, die in der Schule als Lehrerinnen und Lehrer arbeiten, und auch alle anderen, die dieser Schule ihre Unterstützung geben. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Leichtfried: Präsidentin!
Abgeordneter Hermann Brückl, MA (FPÖ): Frau Präsident! (Abg. Leichtfried: Präsidentin!) Sehr geehrter Bundesminister! Hohes Haus! Ich darf einmal vorweg allen Schülern, die diese Woche noch Maturaarbeiten zu schreiben haben, alles Gute wünschen und ihnen und auch ihren Eltern und den Lehrern danken, dass sie in den vergangenen Monaten trotz der widrigen Umstände wirklich tapfer und gut gearbeitet haben.
Abg. Heinisch-Hosek: Das stimmt!
Die Coronakrise hat aber auch viele Schwachstellen im Bildungsbereich sichtbar gemacht. Das beginnt bei den Pressekonferenzen, die sehr oft für mehr Verwirrung gesorgt haben, als sie tatsächlich Lösungen gebracht haben. (Abg. Heinisch-Hosek: Das stimmt!)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Künsberg Sarre.
Hohes Haus, um es zum Abschluss noch mit den Worten von Martin Sprenger, jenem Experten, den Herr Kurz aus seiner Expertenkommission hat entfernen lassen, zu sagen: Wir sind mit Schneeketten auf trockener Straße unterwegs. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Künsberg Sarre.)
Abg. Heinisch-Hosek: Zwei Jahre verspätet begonnen!
Ich möchte deswegen jetzt über die 2,41 Milliarden Euro reden, die wir in den nächsten zehn Jahren in unser Schulentwicklungsprogramm investieren werden. (Abg. Heinisch-Hosek: Zwei Jahre verspätet begonnen!) Das sind echte Zahlen und das ist richtiges Geld (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek), das echt verbaut wird, in Neubau, in Ausbau, in digitale Ausstattung und Sanierung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek
Ich möchte deswegen jetzt über die 2,41 Milliarden Euro reden, die wir in den nächsten zehn Jahren in unser Schulentwicklungsprogramm investieren werden. (Abg. Heinisch-Hosek: Zwei Jahre verspätet begonnen!) Das sind echte Zahlen und das ist richtiges Geld (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek), das echt verbaut wird, in Neubau, in Ausbau, in digitale Ausstattung und Sanierung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte deswegen jetzt über die 2,41 Milliarden Euro reden, die wir in den nächsten zehn Jahren in unser Schulentwicklungsprogramm investieren werden. (Abg. Heinisch-Hosek: Zwei Jahre verspätet begonnen!) Das sind echte Zahlen und das ist richtiges Geld (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek), das echt verbaut wird, in Neubau, in Ausbau, in digitale Ausstattung und Sanierung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zusammenfassend: 2,41 Milliarden Euro – mir fällt kaum etwas ein, in das man Geld besser investieren hätte können, und ich freue mich darüber. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei NEOS und SPÖ.
Doch was macht die Bundesregierung? – Sie wählt einen komplett anderen Weg. Sie verheddern sich nämlich im Klein-Klein der Coronahygienemaßnahmen. Ich frage mich, ob Sie Ihre Maßnahmen, die nun an den Schulen umgesetzt werden sollen, schon einmal aus den Augen der Kinder betrachtet haben. Wenn Sie nämlich in den Schulen nach zwei bewegungsarmen Homeschoolingmonaten ausgerechnet den Sportunterricht streichen, während gleichzeitig die Fußballbundesliga zu trainieren beginnt, dann haben Sie offensichtlich die Bedürfnisse von Kindern nicht ganz verstanden. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Es ist ein bisschen so nach dem Motto: Manndeckung ja, Flügel heben nein. So läuft es offensichtlich ab, so wird entschieden. Wenn Volksschulkinder in den Pausen gar nicht oder nur mit Masken in den Pausenhof dürfen, mit ihren Freundinnen und Freunden spielen dürfen, während dieselben Kinder ohne Maske in einem Gasthaus einen Apfelsaft trinken und gemeinsam irgendetwas essen dürfen, dann passt das doch irgendwie nicht zusammen. Diese Logik ist mir und vielen anderen, glaube ich, auch nicht ganz klar. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei Abgeordneten der NEOS.
Wenn für die Ferienbetreuung gut einen Monat vor Ferienbeginn noch nicht einmal klar ist, welche Aktivitäten überhaupt angeboten werden dürfen, und die Finanzierung auch noch nicht klar ist – wer diesen zusätzlichen Betreuungsbedarf übernehmen wird –, dann wundert es mich nicht, dass die ÖVP als traditionelle Familienpartei da keinen Druck macht, aber ich hätte mir von den Grünen einen größeren Aufschrei erwartet, dass sie berufstätige Mütter und Väter unterstützen. (Beifall bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn Sie dann vielleicht sagen, es läuft an den Schulen gut und die Kinder machen das alles gut mit: Ja, natürlich machen das die Kinder mit. Kinder sind kooperativ und Kinder haben Vertrauen. Kinder haben vor allem großes Vertrauen in uns Erwachsene und verlassen sich darauf, dass wir Erwachsene gute und sinnvolle Entscheidungen für sie treffen. Wir müssen gute Entscheidungen treffen, die altersadäquat und die ausführbar sind. Ich würde Sie wirklich ersuchen, noch einmal über diese Maskenpflicht nachzudenken und auch darüber, ob das sinnvoll ist, das genau in der Schule so streng zu handhaben, während das in vielen anderen Bereichen nicht der Fall ist. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich ersuche Sie sehr stark, geben Sie sich einen Ruck, reden Sie mit dem Bundeskanzler, da wirklich einmal einen großen Wurf zu machen und nicht immer nur darauf zu warten, dass im Herbst wieder alles gut ist und alles schön ist und wir wieder zum Selben zurückkommen, bei dem wir waren! – Danke. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Kucher.
Abgeordnete Mag. Dr. Maria Theresia Niss, MBA (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Hohes Haus! Frau Kollegin Künsberg, man kann schon alles schlechtreden. Würde es keine Hygienemaßnahmen geben, kann ich schon die Schlagzeile lesen: Bildungsminister verbreitet Chaos! – Ich glaube, der Minister hat selbst gesagt, wir sollen die Regeln mit Hausverstand anwenden. (Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Kucher.) Hausverstand, Eigenverantwortung: Das ist das Motto der ÖVP und bis jetzt sind wir damit ganz gut gefahren. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Zorba.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Zorba.
Abgeordnete Mag. Dr. Maria Theresia Niss, MBA (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Hohes Haus! Frau Kollegin Künsberg, man kann schon alles schlechtreden. Würde es keine Hygienemaßnahmen geben, kann ich schon die Schlagzeile lesen: Bildungsminister verbreitet Chaos! – Ich glaube, der Minister hat selbst gesagt, wir sollen die Regeln mit Hausverstand anwenden. (Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Kucher.) Hausverstand, Eigenverantwortung: Das ist das Motto der ÖVP und bis jetzt sind wir damit ganz gut gefahren. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Zorba.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich bin aber davon überzeugt, dass wir diesen Weg natürlich jetzt auch weitergehen müssen. Unsere Aufgabe wird es nun sein, die Schulen dabei zu unterstützen, digitalen Unterricht zum Wohl der Schüler auch tatsächlich einzusetzen. Das bedingt natürlich Aus- und Weiterbildung der Lehrkräfte – das wird ganz entscheidend sein –, wir müssen sie sozusagen digireif machen, aber es bedingt meiner Meinung nach auch, dass wir es schaffen, in jeder Schule nur eine digitale Lernplattform zu verwenden. Wir haben viele sehr gute, sei es Schoolfox, MS Teams, Google Classroom, Jabadu, you name it!, ich glaube aber, wichtiger ist: eine Plattform pro Schule – damit helfen wir den Eltern, den Schülern, aber auch den Lehrern, die sich dann auch an ihre Kollegen wenden können, wenn sie Hilfe brauchen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Hamann.
Ich freue mich in diesem Zusammenhang auf die Zusammenarbeit auch mit dem Herrn Minister für einen starken Bildungs-, Wissenschafts- und Forschungsstandort, und gemeinsam werden wir das schaffen! – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Hamann.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Ich darf jetzt doch schon einige Jahre, einige Zeit hier in diesem Haus arbeiten, aber ich habe so etwas wie diese Budgetdebatte noch nicht erlebt, und ich möchte so etwas auch nicht mehr erleben. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir diskutieren jetzt – eine Woche haben wir im Ausschuss dieses Budget diskutiert, jetzt diskutieren wir eine Woche im Plenum – ein Budget, von dem wir vor Wochen, vor vielen Wochen gehört haben, dass der Finanzminister dieses Budget gekübelt hat. Auf dieser Basis diskutieren wir, und er hat sich geweigert, dieses Budget so nahe wie möglich an die Veränderungen, an die Realität heranzuführen. Das geht nicht, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Heute hat sich herausgestellt: Dieses Budget ist nicht nur veraltet, nicht aktuell, sodass wir eigentlich nicht wissen, auf welcher Basis wir diskutieren, sondern es ist auch noch verfassungswidrig, sehr geehrte Damen und Herren. Wir diskutieren hier so, als ob nichts wäre, ein verfassungswidriges Budget. Das geht nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Dann erfahren wir über die Medien – wir sitzen hier seit Tagen im Haus zusammen und diskutieren und erfahren das dann über die Medien! –, dass das Budget morgen ganz anders ausschauen wird. Wir haben es eine Woche im Ausschuss diskutiert, diskutieren es eine Woche im Plenum – und morgen wird ein Antrag kommen, der das Budget auf den Kopf stellt, das Budget wird völlig anders ausschauen. Morgen um diese Zeit – es ist ungefähr 19 Uhr – werden Sie, die Regierungsparteien, das Budget beschlossen haben, es wird um diese Zeit jedenfalls darüber abgestimmt worden sein, aber 24 Stunden vorher liegt dieser Änderungsantrag, der sehr umfangreich sein wird, noch immer nicht vor. Wir haben aber schon zwei Wochen ein Budget verhandelt, hier auf Basis eines Budgets diskutiert, das morgen Makulatur ist. Das geht nicht, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Künsberg Sarre und Loacker.
Wir haben in den letzten Wochen, sehr geehrte Damen und Herren von den Regierungsparteien, sehr viel Verständnis dafür aufgebracht, dass wir in einer außergewöhnlichen Situation sind. Wir haben Sie dabei unterstützt, wichtige Maßnahmen auf den Weg zu bringen, wir haben Sie dabei unterstützt, diese auch möglichst schnell auf den Weg zu bringen, aber, sehr geehrte Damen und Herren, das jetzt, diese Vorgangsweise, das geht eindeutig zu weit! Das ist nicht nur eine Missachtung des Parlaments, das ist eine Demonstration von Missachtung. So etwas habe ich hier noch nicht erlebt, und so etwas dürfen wir uns nicht gefallen lassen – aus Selbstachtung heraus, als selbstbewusste Parlamentarier und Demokraten. Sehr geehrte Damen und Herren, das geht zu weit, so kann man mit dem Parlament nicht umgehen. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Künsberg Sarre und Loacker.)
Beifall bei der SPÖ.
So, zum Wissenschaftsbudget: Das Motto „Koste es, was es wolle“ gilt offenbar für die Studierenden nicht, Herr Bundesminister. Im gesamten Wissenschaftsbudget, im Budget für den tertiären Bereich finden sich keine Maßnahmen zur Unterstützung zur besseren Bewältigung der Covid-19-Krise. Den Studierenden – einer Gruppe von Menschen, die sowieso von der Hand in den Mund lebt, die zum überwiegenden Teil arbeiten muss, um sich das Studium leisten zu können – brechen jetzt die Jobchancen weg, die klassischen Studentenjobs brechen in der jetzigen Krise weg, und es gibt keine Unterstützung, nicht einmal das Mindeste, dass man für dieses Semester die Studiengebühren erlässt. Sie werden sagen, die Universitäten sollen das tun, oder diese können oder wollen es nicht tun. Sie könnten aber sagen: Wir ersetzen den Universitäten das, wir greifen hier unseren Studierenden unter die Arme! – Das wäre das Allermindeste in der jetzigen Situation, um zu helfen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Künsberg Sarre.
Ein Wort noch zu den Fachhochschulen, die mir auch besonders wichtig sind: Diese haben uns um Unterstützung für ihr Anliegen gebeten, weil sie mit den Fördersätzen nicht mehr zurechtkommen und dringend eine Erhöhung brauchen. Dieses Anliegen unterstütze ich auch sehr gerne. Es wäre dringend notwendig, diese für die Ausbildung unserer jungen Leute wichtigen Institutionen besser zu unterstützen. Ich unterstütze das sehr, aber wir wissen nicht, wie morgen das Budget ausschauen wird. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Künsberg Sarre.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Eva Blimlinger (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Liebe Kollegen und Kolleginnen! Ich möchte anknüpfen an das, was Kollegin Kuntzl gesagt hat, als sie sagte, das Budget sei verfassungswidrig: Gott sei Dank ist es in Österreich immer noch so, dass der Verfassungsgerichtshof feststellt, was verfassungswidrig ist und was nicht, und nicht die SPÖ – denn da hätten wir in den letzten Jahren viel zu tun gehabt angesichts dessen, was da alles als verfassungswidrig hingestellt wurde. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Leichtfried: Das war jetzt Ihre Sicht ...!
Diese Klage könnt ihr gerne führen, aber hier wird beschlossen (Abg. Leichtfried: Das war jetzt Ihre Sicht ...!), und was verfassungswidrig ist, entscheidet der Verfassungsgerichtshof und nicht die SPÖ. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Diese Klage könnt ihr gerne führen, aber hier wird beschlossen (Abg. Leichtfried: Das war jetzt Ihre Sicht ...!), und was verfassungswidrig ist, entscheidet der Verfassungsgerichtshof und nicht die SPÖ. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP
Es nimmt auch einigermaßen wunder, wenn Kollegin Kuntzl darauf verweist, wie schwach oder wie schlecht oder wie nicht ausreichend das Budget im Bereich Wissenschaft sei. Da muss ich schon sagen: Wenn man auf beiden Augen blind ist, dann sieht man es halt nicht. Es wäre schön gewesen, wenn es in den letzten 20 Jahren diese Art von Budget für die Universitäten, Fachhochschulen und auch den anderen tertiären Bereich gegeben hätte (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP), denn so viel Budget, wie es jetzt gibt, hat es noch nie gegeben. Wir sind erstmals über 5 Milliarden Euro, und durch die Umstellung auf die kapazitätsorientierte Studienplatzfinanzierung ist es so, dass die Universitäten heuer ein Plus von 250 Millionen Euro haben. Ich denke, aus diesen Millionen könnten sie auch, und da gebe ich Ihnen teilweise recht – es sind natürlich keine Studiengebühren, da würde ich Ihnen auch einmal raten, von Studienbeiträgen zu reden –, die Studienbeiträge teilweise ersetzen.
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Leichtfried: Bei so viel Applaus von der ÖVP würde ich mir Gedanken machen! – Abg. Blimlinger – auf dem Weg zu ihrem Sitzplatz –: Na wenn ihr so viel Blödsinn redet, müssen sie applaudieren! – Abg. Heinisch-Hosek: Wer sagt da Blödsinn?!
In diesem Sinne freue ich mich, dass die Universitäten, die Fachhochschulen und die Grundlagenforschung, aber auch die ÖAW und der Österreichische Austauschdienst mit diesem Budget gut abgesichert in die nächsten Jahre gehen. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Leichtfried: Bei so viel Applaus von der ÖVP würde ich mir Gedanken machen! – Abg. Blimlinger – auf dem Weg zu ihrem Sitzplatz –: Na wenn ihr so viel Blödsinn redet, müssen sie applaudieren! – Abg. Heinisch-Hosek: Wer sagt da Blödsinn?!)
Ruf bei der FPÖ: 3 Minuten – danke! – Abg. Martin Graf – auf dem Weg zum Rednerpult –: 3 Minuten? Na ja, dann muss ich meine Rede verkürzen!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Mag. Dr. Martin Graf. Die Restredezeit der Fraktion beträgt 1 Minute. (Ruf bei der FPÖ: 3 Minuten – danke! – Abg. Martin Graf – auf dem Weg zum Rednerpult –: 3 Minuten? Na ja, dann muss ich meine Rede verkürzen!)
Beifall bei der FPÖ.
Ich darf Sie bitten, all Ihr Gewicht und auch Ihre Größe einzusetzen, um zu dem gewünschten Erfolg zu kommen, dass die Fachhochschulen als ein Erfolgskonzept im tertiären Bildungssektor der Zweiten Republik auch tatsächlich weiterhin arbeiten und unsere Jugend ausbilden können. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Die nächste große Herausforderung war und ist das Wiederhochfahren des herkömmlichen Unterrichts mit neuen Richtlinien, Auflagen und den notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit aller. Für den Zusammenhalt, die Flexibilität und den großartigen Einsatz aller beteiligten Pädagoginnen und Pädagogen, Schülerinnen, Schüler und Eltern sage ich an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Hamann.
Die Krise fordert viel Flexibilität und hat die Schulpartner sicherlich enger zusammengeschweißt. Ich bin überzeugt davon, dass wir daraus zusätzlichen Schwung für ein gutes Miteinander an den Schulen, für unsere Kinder und somit für die Zukunft von uns allen mitnehmen können. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Hamann.)
Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Loacker: Die sind schon versorgt, wenn sie die eigene Rede ablesen!
Apropos (das Buch „Die Durchschnittsfalle“ von Markus Hengstschläger hochhaltend): Ich habe zu Hause ein Buch gefunden. (Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Loacker: Die sind schon versorgt, wenn sie die eigene Rede ablesen!) Lesen Sie das Buch, wirklich: „Die Durchschnittsfalle“!
Beifall bei den NEOS.
Danke, Herr Bundesminister! – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete MMMag. Gertraud Salzmann (ÖVP): Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Lieber Kollege Brandstätter! Ich habe auch viele Bücher daheim, ich nehme sie nicht mit. Ich bringe lieber meine Expertise aus der Praxis mit. (Beifall bei der ÖVP.) – Er hört leider nicht zu, ist so.
Beifall bei der ÖVP.
Als Pädagogin freut mich das besonders, weil das unsere Arbeits- und Lebensräume sind, für die Schüler und für die Lehrer. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
In die Bildung zu investieren, meine Damen und Herren, heißt, in die Zukunft zu investieren. Das ist gerade jetzt ein starkes Signal für die Bildungsgesellschaft. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Abgeordnete Eva Maria Holzleitner, BSc (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Nur kurz zur Erklärung: Die von Kollegen Taschner angesprochene Budgeterhöhung bezieht sich auf eine Inflationsanpassung bei den LehrerInnengehältern. Das ist eigentlich ein ganz regulärer Vorgang, aber, wenn man so nachdenkt, vielleicht eine der wenigen Zahlen, die in diesem Budget überhaupt noch stimmen. Wer weiß? (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der SPÖ
Im Bereich der Studierenden gibt es leider ebenso nur more of the same wie unter Schwarz-Blau: keine Ambitionen, die Studiengebühren für Berufstätige wieder abzuschaffen – und ja, ich sage Studiengebühren, denn für Studierende sind es keine Studienbeiträge, das ist ein schlechter Euphemismus, sondern Studiengebühren! (Beifall bei der SPÖ) –; keine Ambitionen, den Hochschulzugang durchlässiger zu gestalten, um Bildungsvererbung wirklich aufzubrechen; keine Ambitionen für eine echte Ausfinanzierung der österreichischen Hochschulen. Man darf nicht vergessen, die Budgeterhöhung kommt zustande, weil es 2017 hier im Hohen Haus einen entsprechenden Beschluss gegeben hat – da waren viele von Ihnen, wie auch ich, noch nicht da –, jedenfalls einen Beschluss ohne die Stimmen der ÖVP. Alle anderen Parteien haben diesen mitgetragen.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hörl: So ein Blödsinn!
Der Herr Bundesminister hat sehr wohl Ambitionen, zumindest laut Regierungsprogramm, nämlich vor allem beim weiteren Einführen von Zugangsbeschränkungen auf Hochschulen, beim Valorisieren, sprich Erhöhen, von Studiengebühren. Damit wird die Hochschulbildung in Österreich weiterhin etwas Elitäres bleiben, und das ist sehr schade. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hörl: So ein Blödsinn!)
Beifall bei der SPÖ.
Der Druck und die Herausforderungen im Bildungssystem und an den Hochschulen nehmen ständig zu, nicht nur während der Coronakrise, und das bereitet Kindern und Jugendlichen und Studierenden wirklich große Sorgen. Wir brauchen endlich ein Bildungsministerium mit Schallgeschwindigkeit. Die letzten zweieinhalb Jahre Schrittgeschwindigkeit waren wirklich zu wenig, und deswegen würden wir uns hier wirklich mehr Ambition wünschen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Maria Smodics-Neumann (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Zwei Dinge, die mir ganz besonders am Herzen liegen, möchte ich hier erwähnen: zum einen ein herzliches Dankeschön für 330 zusätzliche Fachhochschulstudienplätze. Als Absolventin ist mir das eine besondere Freude, und ich kann diese Ausbildungsform wirklich wärmstens weiterempfehlen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
auch für das klare Bekenntnis Ihrerseits zu den Pflichtpraktika. Das ist eine Win-win-Situation für die Unternehmen wie auch für die in Ausbildung Stehenden, denn es ist der erste Bezug zur wirtschaftlichen Realität – ein großes Dankeschön dafür. Dort, wo es geht, wird es gemacht, und dort, wo es nicht möglich ist, aufgrund der Branche und der Einschränkungen, wird das Aufsteigen in die nächste Schulstufe nicht verhindert. Danke für diesen sehr lösungsorientierten Umgang. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Abg. Hörl: Nicht so aufregen!
Abgeordnete Katharina Kucharowits (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Ein paar Worte zum nicht anwesenden Finanzminister Blümel: Es ist eine absolute Frechheit und es ist unfassbar, dass ein Finanzminister der Republik Österreich dem Parlament ein verfassungswidriges Budget vorlegt, sich nicht einmal der Debatte stellt und nur über Medien ankündigt, dass es morgen einen Abänderungsantrag geben wird. So geht man mit uns, mit dem Parlament nicht um! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Abg. Hörl: Nicht so aufregen!)
Beifall bei der SPÖ.
Ein zweiter Bereich: Summerschools, die großartig angekündigt wurden. Nächste Woche ist der 1. Juni. Es ist nur mehr ein Monat, dann fangen die Sommerferien an. Wo ist denn die Planungssicherheit für die Kinder, für die Eltern und auch für die LehrerInnen? – Wir wissen gar nichts, und es wird höchste Zeit, endlich das Konzept auf den Tisch zu legen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Auch, was das technische Equipment anbelangt, frage ich mich ganz ehrlich: Wann kommen denn die Universitäten endlich im 21. Jahrhundert, im digitalen Zeitalter an? Damit meine ich nicht, dass Powerpoint-Präsentationen online gestellt werden, denn das ist es nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
nicht, das hätte mit der Autonomie der Universitäten zu tun – ich als Gesetzgeberin weiß das, aber Sie könnten Anreize setzen, wenn Sie nur wollen würden! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Abschließend wünsche ich noch allen Maturantinnen und Maturanten eine erfolgreiche schriftliche Maturawoche, morgen steht ja die Mathematikmatura bevor, für die ich natürlich ganz besonders die Daumen drücke. Ich glaube, ihr habt euch durch dieses disziplinierte und eigenständige Lernen während der Coronapandemie die Matura mehr als hart erarbeitet! – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Kucharowits: Das ist eine alte Variante!
Frau Kollegin Kucharowits, Sie haben die Elementarpädagogik angesprochen und gefragt, wo sich die Mittel für die Elementarpädagogik fänden – na ja, das sind die 142 Millionen Euro, die in der 15a-Vereinbarung stehen, eine Bund-Länder-Vereinbarung. (Abg. Kucharowits: Das ist eine alte Variante!) – Bitte? (Abg. Kucharowits: Eine alte Variante!) – Das ist was? (Rufe bei der SPÖ: Alt!) – Nein, das ist die laufende 15a-Vereinbarung, die jetzt erst ausgegeben werden muss! (Zwischenruf der Abg. Hammerschmid.)
Abg. Kucharowits: Eine alte Variante!
Frau Kollegin Kucharowits, Sie haben die Elementarpädagogik angesprochen und gefragt, wo sich die Mittel für die Elementarpädagogik fänden – na ja, das sind die 142 Millionen Euro, die in der 15a-Vereinbarung stehen, eine Bund-Länder-Vereinbarung. (Abg. Kucharowits: Das ist eine alte Variante!) – Bitte? (Abg. Kucharowits: Eine alte Variante!) – Das ist was? (Rufe bei der SPÖ: Alt!) – Nein, das ist die laufende 15a-Vereinbarung, die jetzt erst ausgegeben werden muss! (Zwischenruf der Abg. Hammerschmid.)
Rufe bei der SPÖ: Alt!
Frau Kollegin Kucharowits, Sie haben die Elementarpädagogik angesprochen und gefragt, wo sich die Mittel für die Elementarpädagogik fänden – na ja, das sind die 142 Millionen Euro, die in der 15a-Vereinbarung stehen, eine Bund-Länder-Vereinbarung. (Abg. Kucharowits: Das ist eine alte Variante!) – Bitte? (Abg. Kucharowits: Eine alte Variante!) – Das ist was? (Rufe bei der SPÖ: Alt!) – Nein, das ist die laufende 15a-Vereinbarung, die jetzt erst ausgegeben werden muss! (Zwischenruf der Abg. Hammerschmid.)
Zwischenruf der Abg. Hammerschmid.
Frau Kollegin Kucharowits, Sie haben die Elementarpädagogik angesprochen und gefragt, wo sich die Mittel für die Elementarpädagogik fänden – na ja, das sind die 142 Millionen Euro, die in der 15a-Vereinbarung stehen, eine Bund-Länder-Vereinbarung. (Abg. Kucharowits: Das ist eine alte Variante!) – Bitte? (Abg. Kucharowits: Eine alte Variante!) – Das ist was? (Rufe bei der SPÖ: Alt!) – Nein, das ist die laufende 15a-Vereinbarung, die jetzt erst ausgegeben werden muss! (Zwischenruf der Abg. Hammerschmid.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Da investiert der Bund, und da investieren die Länder mit entsprechenden Kofinanzierungen, und das erlaubt auch einen sehr starken Ausbau der Sprachförderung, des verpflichtenden Kindergartenjahres und der Betreuungsplätze für jüngere Kinder. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist auch klar, dass Sie natürlich jene Dinge nicht erwähnen, die sozialpolitisch wichtig sind – aber gerade deswegen frage ich mich auch, warum Sie diese gar nicht angesprochen haben. Nachholen des Pflichtschulabschlusses und Basisbildung: 9 Millionen Euro; Erfolgsprojekt Lehre mit Matura, um ein Ausbildungssystem durchgängig zu machen und auch jenen, die in einer dualen Ausbildung sind, die Matura und sogar später ein Studium zu ermöglichen: 12,4 Millionen Euro. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Darf ich auch etwas zum Budget Wissenschaft und Forschung sagen? – Eva Blimlinger, du hast schon darauf hingewiesen: Die Universitäten bekommen in einer Dreijahresperiode 11 Milliarden Euro, so viel, wie sie noch nie bekommen haben. Ich weiß, das ist natürlich eine Initiative des Hohen Hauses gewesen und Klubobfrau Maurer war ganz entscheidend daran beteiligt. Nichtsdestotrotz, die Unis bekommen so viel Geld wie noch nie, das ist eine Tatsache, und können Stellen für 360 neue Professoren ausschreiben – oder haben sie schon besetzt – und damit die Betreuungsrelation deutlich verbessern, aber auch neue Forschungsschwerpunkte abdecken. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Frau Kuntzl, Sie haben gesagt, wir haben nichts getan, um den Studierenden etwas von ihrer sozioökonomischen Last in diesem Semester wegzunehmen. Da haben Sie aber, glaube ich, nicht zur Kenntnis genommen, dass ich bei der Studienbeihilfe und bei der Familienbeihilfe sozusagen dieses digitale Semester zu einem neutralen Semester erklärt habe, weil ich da einen gewissen Druck herausnehmen wollte. Es ist mir schon klar, dass Dankbarkeit keine politische Kategorie ist, aber man kann es zumindest zur Kenntnis nehmen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Brandstätter.
Es kann immer noch mehr werden. Kommt das Hohe Haus zu der Weisheit, mehr Geld für diese Dinge zu geben, dann werde ich nicht dagegen sein. – Danke. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Brandstätter.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist ja leider, was diese überparteilichen oder überbetrieblichen Ausbildungsstätten betrifft, das Ganze nicht so nach der Vorstellung, wie wir Sozialdemokraten es gern sehen würden. Das ist abgeschafft worden, die Lehrlinge verdienen dort jetzt weniger. Ich glaube, gerade jetzt wäre es wichtig, das auszubauen. In Hotel und Gastgewerbe wird es weniger Betriebe geben, weniger Möglichkeiten geben, dass man eben Koch, Kellner und dergleichen lernt. Ich glaube, da besteht ein ganz großer Mangel und ich ersuche Sie, da etwas zu tun. – Danke, Herr Minister. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Greiner
Abgeordneter Nico Marchetti (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wenn ich in den SPÖ-Sektor schaue, wird mir wirklich klar, warum das Wort Genossen auch die Vergangenheitsform von genießen ist. Also ich verstehe wirklich nicht (Zwischenruf der Abg. Greiner), wie man an diesem Budget für Bildung, Wissenschaft und Forschung nur Negatives finden kann und dass Sie einfach die Chancen nicht sehen, die da drinnen stecken. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Abgeordneter Nico Marchetti (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wenn ich in den SPÖ-Sektor schaue, wird mir wirklich klar, warum das Wort Genossen auch die Vergangenheitsform von genießen ist. Also ich verstehe wirklich nicht (Zwischenruf der Abg. Greiner), wie man an diesem Budget für Bildung, Wissenschaft und Forschung nur Negatives finden kann und dass Sie einfach die Chancen nicht sehen, die da drinnen stecken. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Also nehmen Sie einmal Ihren parteipolitischen Helm, weil Brille wäre untertrieben, ab und schauen wir uns das einmal ganz genau an! Im Bildungsbereich haben wir die sogenannte Finanzierungslücke, die es lange gab, auch unter SPÖ-BildungsministerInnen, geschlossen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Wir sind ausfinanziert und wir müssen im Nachhinein nichts herumschieben, dass sich irgendwas ausgeht, das ist vollkommen dicht. Wir haben auch im Wissenschaftsbereich das größte Budget aller Zeiten, in der Zweiten Republik. (Zwischenruf der Abg. Yılmaz. – Weiterer Zwischenruf bei der SPÖ.) Was man daran nicht cool finden kann, verstehe ich nicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Yılmaz. – Weiterer Zwischenruf bei der SPÖ.
Also nehmen Sie einmal Ihren parteipolitischen Helm, weil Brille wäre untertrieben, ab und schauen wir uns das einmal ganz genau an! Im Bildungsbereich haben wir die sogenannte Finanzierungslücke, die es lange gab, auch unter SPÖ-BildungsministerInnen, geschlossen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Wir sind ausfinanziert und wir müssen im Nachhinein nichts herumschieben, dass sich irgendwas ausgeht, das ist vollkommen dicht. Wir haben auch im Wissenschaftsbereich das größte Budget aller Zeiten, in der Zweiten Republik. (Zwischenruf der Abg. Yılmaz. – Weiterer Zwischenruf bei der SPÖ.) Was man daran nicht cool finden kann, verstehe ich nicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Also nehmen Sie einmal Ihren parteipolitischen Helm, weil Brille wäre untertrieben, ab und schauen wir uns das einmal ganz genau an! Im Bildungsbereich haben wir die sogenannte Finanzierungslücke, die es lange gab, auch unter SPÖ-BildungsministerInnen, geschlossen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Wir sind ausfinanziert und wir müssen im Nachhinein nichts herumschieben, dass sich irgendwas ausgeht, das ist vollkommen dicht. Wir haben auch im Wissenschaftsbereich das größte Budget aller Zeiten, in der Zweiten Republik. (Zwischenruf der Abg. Yılmaz. – Weiterer Zwischenruf bei der SPÖ.) Was man daran nicht cool finden kann, verstehe ich nicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das heißt, wir sind da wirklich auf der Überholspur. Ich glaube, wir sollten diese Chance sehen und sie mitgestalten. Das ist doch der Sinn des Politikerseins, dass er mitgestalten und etwas Positives verändern will. Ich verstehe nicht, warum Sie überhaupt keine Lust verspüren, da mitzumachen. (Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit bei der SPÖ
Wenn diese parteipolitische SPÖ-Brille schon unten ist, dann auch noch zu Wien (Heiterkeit bei der SPÖ): Vom Gemeindepaket fließen 238 Millionen Euro nach Wien. Das ist Geld, das man für die Landesschulen verwenden kann: für Investitionen, für Modernisierungen. (Zwischenrufe bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Ich glaube, das ist eine wirklich gute Chance. Vom Schulentwicklungsprogramm fließen 540 Millionen Euro in Wiener Schulen. Insgesamt sind das fast 800 Millionen Euro, die der Bund für das Schulsystem in Wien in die Hand nimmt. (Beifall bei der ÖVP.) Also muss man sich dafür jetzt entschuldigen, nur weil man nicht von der SPÖ ist, oder erkennen Sie an, dass das eine Chance ist?
Zwischenrufe bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Wenn diese parteipolitische SPÖ-Brille schon unten ist, dann auch noch zu Wien (Heiterkeit bei der SPÖ): Vom Gemeindepaket fließen 238 Millionen Euro nach Wien. Das ist Geld, das man für die Landesschulen verwenden kann: für Investitionen, für Modernisierungen. (Zwischenrufe bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Ich glaube, das ist eine wirklich gute Chance. Vom Schulentwicklungsprogramm fließen 540 Millionen Euro in Wiener Schulen. Insgesamt sind das fast 800 Millionen Euro, die der Bund für das Schulsystem in Wien in die Hand nimmt. (Beifall bei der ÖVP.) Also muss man sich dafür jetzt entschuldigen, nur weil man nicht von der SPÖ ist, oder erkennen Sie an, dass das eine Chance ist?
Beifall bei der ÖVP.
Wenn diese parteipolitische SPÖ-Brille schon unten ist, dann auch noch zu Wien (Heiterkeit bei der SPÖ): Vom Gemeindepaket fließen 238 Millionen Euro nach Wien. Das ist Geld, das man für die Landesschulen verwenden kann: für Investitionen, für Modernisierungen. (Zwischenrufe bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Ich glaube, das ist eine wirklich gute Chance. Vom Schulentwicklungsprogramm fließen 540 Millionen Euro in Wiener Schulen. Insgesamt sind das fast 800 Millionen Euro, die der Bund für das Schulsystem in Wien in die Hand nimmt. (Beifall bei der ÖVP.) Also muss man sich dafür jetzt entschuldigen, nur weil man nicht von der SPÖ ist, oder erkennen Sie an, dass das eine Chance ist?
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich freue mich auf jeden Fall darauf, dass wir diese wirklich guten Rahmenbedingungen, die wir derzeit vorfinden, auch mit Leben füllen. Vielleicht habe ich ein bisschen die Lust bei Ihnen geweckt, da auch mitzutun. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Mein Vorredner hat fälschlicherweise behauptet, die ÖVP hätte das höchste Universitätsbudget erreicht. – Wahr hingegen ist, dass es auf unsere Initiative hin 2017 (Zwischenrufe bei der ÖVP) beschlossen worden ist, mit den Stimmen fast aller Parteien hier im Haus. Eine Partei hat dagegengestimmt, nämlich Ihre, die ÖVP. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Mein Vorredner hat fälschlicherweise behauptet, die ÖVP hätte das höchste Universitätsbudget erreicht. – Wahr hingegen ist, dass es auf unsere Initiative hin 2017 (Zwischenrufe bei der ÖVP) beschlossen worden ist, mit den Stimmen fast aller Parteien hier im Haus. Eine Partei hat dagegengestimmt, nämlich Ihre, die ÖVP. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Blimlinger.
Einen Satz zu Kollegin Blimlinger und deren Demokratieverständnis: Hier wird es beschlossen und der Verfassungsgerichtshof entscheidet dann. – Wenn das dein Demokratieverständnis ist, muss ich meine positiven Vorurteile wirklich neu ordnen. (Zwischenruf der Abg. Blimlinger.)
Beifall bei SPÖ und NEOS.
Meine größte Enttäuschung war sowieso der Herr Bundesminister. Ich habe mich damals darüber gefreut, dass er Bundesminister geworden ist, aber die schwarze Pädagogik der Ur-ÖVP wird heute mit den Grünen weitergeführt. – Gratuliere! (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Ruf: Na, gratuliere!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Ing. Johann Weber. – Herr Abgeordneter, bitte schön. (Ruf: Na, gratuliere!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Ing. Johann Weber (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen im Hohen Haus, und vor allem geschätzte Zuschauer zu Hause vor den Bildschirmen! Wir diskutieren jetzt schon zwei Tage sehr intensiv über ein Budget, das wir morgen beschließen werden. Es ist ein Budget, das als – unter Anführungszeichen – „Krisenbudget“ bezeichnet werden kann. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir alle würden sicher viel lieber über ein – unter Anführungszeichen – „normales“ Budget diskutieren. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.) Fakt ist: Corona haben wir uns nicht gewünscht, Corona haben wir uns nicht ausgesucht, und es ist, wie es ist. Ich bin froh, dass wir morgen dieses Budget beschließen, denn damit haben wir Sicherheiten. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Loacker: Wollen Sie sich jetzt selbst tatsächlich berichtigen?!)
Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Ing. Johann Weber (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen im Hohen Haus, und vor allem geschätzte Zuschauer zu Hause vor den Bildschirmen! Wir diskutieren jetzt schon zwei Tage sehr intensiv über ein Budget, das wir morgen beschließen werden. Es ist ein Budget, das als – unter Anführungszeichen – „Krisenbudget“ bezeichnet werden kann. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir alle würden sicher viel lieber über ein – unter Anführungszeichen – „normales“ Budget diskutieren. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.) Fakt ist: Corona haben wir uns nicht gewünscht, Corona haben wir uns nicht ausgesucht, und es ist, wie es ist. Ich bin froh, dass wir morgen dieses Budget beschließen, denn damit haben wir Sicherheiten. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Loacker: Wollen Sie sich jetzt selbst tatsächlich berichtigen?!)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Loacker: Wollen Sie sich jetzt selbst tatsächlich berichtigen?!
Abgeordneter Ing. Johann Weber (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen im Hohen Haus, und vor allem geschätzte Zuschauer zu Hause vor den Bildschirmen! Wir diskutieren jetzt schon zwei Tage sehr intensiv über ein Budget, das wir morgen beschließen werden. Es ist ein Budget, das als – unter Anführungszeichen – „Krisenbudget“ bezeichnet werden kann. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir alle würden sicher viel lieber über ein – unter Anführungszeichen – „normales“ Budget diskutieren. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.) Fakt ist: Corona haben wir uns nicht gewünscht, Corona haben wir uns nicht ausgesucht, und es ist, wie es ist. Ich bin froh, dass wir morgen dieses Budget beschließen, denn damit haben wir Sicherheiten. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Loacker: Wollen Sie sich jetzt selbst tatsächlich berichtigen?!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte jetzt die Gelegenheit nützen, mich bei all den Lehrerinnen und Lehrern eines Schulwesens, das noch nicht genannt worden ist, des landwirtschaftlichen Schulwesens, zu bedanken. Ich gehöre diesem Schulwesen an, und auch das landwirtschaftliche Schulwesen hat in dieser schwierigen Phase der Coronawochen und -monate bewiesen, dass die Schulen durchaus ihren Bildungsauftrag erfüllt haben. – Danke noch einmal dafür. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Diese Ausbildungsmöglichkeit gehört in Zukunft noch stärker forciert. Das ist meine persönliche Meinung. Ich kenne sehr viele junge Menschen, die diese Ausbildung bereits gemacht haben, und sie erzählen mir, wie es ihnen dabei ergangen ist. Es ist eine harte Ausbildung, ohne Zweifel, aber der Erfolg gibt ihnen recht. Sie sind am Markt sehr gefragt. – Dafür noch einmal recht schönen Dank, Herr Bundesminister, dass das im Budget seinen Niederschlag findet. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Leichtfried: Das war jetzt eine ungewollt humorvolle Rede! – Heiterkeit bei der SPÖ.
Wir wissen auch alle: Die Investition in Bildung, in Ausbildung ist die beste Investition einerseits für unsere Jugend und andererseits auch für den Wirtschaftsstandort Österreich. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Leichtfried: Das war jetzt eine ungewollt humorvolle Rede! – Heiterkeit bei der SPÖ.)
Rufe bei der SPÖ: Tatsächliche Berichtigung! – Abg. Loacker: Wissen Sie, was eine tatsächliche Berichtigung ist?!
Abgeordnete Mag. Eva Blimlinger (Grüne): Also wenn ich mir das Demokratieverständnis von euch anschaue, muss ich sagen: Ich habe ja recht gehabt! Wenn ihr nicht versteht, was Gewaltentrennung ist, dann weiß ich nicht (Rufe bei der SPÖ: Tatsächliche Berichtigung! – Abg. Loacker: Wissen Sie, was eine tatsächliche Berichtigung ist?!), denn die Bildung verfängt bei euch offensichtlich nicht und - -
Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Blimlinger: ... politische Bildung ...! – Beifall bei Grünen und ÖVP für die das Rednerpult verlassende Abg. Blimlinger.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Sehr geehrte Frau Abgeordnete, ich muss nur auf etwas hinweisen. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Blimlinger: ... politische Bildung ...! – Beifall bei Grünen und ÖVP für die das Rednerpult verlassende Abg. Blimlinger.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Petra Vorderwinkler (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Hohes Haus! Werte Zuseher! Lassen Sie mich zu Beginn noch ein paar Worte zu Kollegin Kirchbaumer sagen, die zu meiner letzten Rede Stellung genommen hat! Es sind Inhalte und Tatsachen, die wir hier besprechen, und es ist nicht notwendig, persönliche Beleidigungen auszusprechen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
dass kein Geld ankommt und dass selbst gut gehende Unternehmen nach drei Monaten am Rande des Abgrunds stehen. – Nur so viel dazu, dass ich mich nicht auskenne. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Künsberg Sarre.
Wissen Sie, wie viele Tränen wir trocknen mussten, weil die Kinder völlig verunsichert, völlig verstört waren? Diese Krise hinterlässt massive Spuren an der nächsten Generation, wenn wir jetzt nichts unternehmen, und das ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der tatsächlichen Situation! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Künsberg Sarre.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Künsberg Sarre.
Wir befinden uns derzeit auf dem Weg in eine ausgewachsene Schulkrise, wenn wir jetzt nichts unternehmen. Ich fordere Sie daher auf, sich im Sinne unserer Kinder wirklich für unsere nächste Generation einzusetzen und in sie zu investieren. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Künsberg Sarre.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordnete Mag. Corinna Scharzenberger (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geschätzter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Die Folgen der Coronakrise bringen für viele Firmen große Schwierigkeiten mit sich und gefährden viele Arbeitsplätze. Das wissen wir, und gerade deshalb ist es jetzt umso wichtiger, Geld in die Hand zu nehmen, zu investieren, damit wir Arbeitsplätze für die Zukunft sichern können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Es wäre nirgends sinnvoller angelegt als in der Ausbildung und Zukunft unserer Jugend. Das Schulentwicklungsprogramm unserer Bundesregierung macht genau das, indem es die Wirtschaft fördert und gleichzeitig die Infrastruktur an vielen Schulen verbessert. Dabei werden die ländlichen Regionen in ganz Österreich berücksichtigt, und es freut mich ganz besonders, dass auch fünf Schulen in meinem Bezirk Liezen von diesem Projekt profitieren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Ernst-Dziedzic.
Diese Förderung geht damit direkt an die Jungen und sichert Arbeitsplätze in meiner Heimatregion. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an die gesamte Bundesregierung, heute stellvertretend an Sie, Herr Bundesminister Heinz Faßmann. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Ernst-Dziedzic.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Das 2,4 Milliarden Euro schwere Hilfspaket wird sich natürlich in den Budgets der nächsten Jahre niederschlagen. Erstens aber heißt es: Gehe mit der Zeit, sonst gehst du mit der Zeit!, und zweitens ist jetzt nicht die Zeit zum Sparen an der falschen Stelle, sondern zum Investieren in unsere Regionen, zum Investieren in Arbeitsplätze in unseren Regionen und in die Zukunft unserer Kinder. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Ruf bei der ÖVP: Wo ist die Sektflasche?
Abgeordnete Mag. Dr. Sonja Hammerschmid (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte die letzten Minuten dazu nutzen, um Licht ins Dunkel zu bringen. Was uns da als Erhöhung des Bildungsbudgets verkauft wird, möchte ich schon noch einmal einordnen. (Ruf bei der ÖVP: Wo ist die Sektflasche?)
Ruf bei der ÖVP: Habt ihr den Sekt schon ausgetrunken?
Zu den 2,4 Milliarden Euro für den Schulentwicklungsplan: Das Budget 2008 bis 2018 für den Schulentwicklungsplan, für den Ausbau und Erweiterungsbau sowie für die Sanierung unserer Schulen betrug 2,4 Milliarden Euro. Das ist also eine Fortschreibung des schon 2008 bis 2018 geplanten Baubudgets mit einem Delta von zwei Jahren, weil dieser Schulentwicklungsplan zwei Jahre liegen gelassen wurde. (Ruf bei der ÖVP: Habt ihr den Sekt schon ausgetrunken?)
Zwischenruf bei der ÖVP.
420 Millionen Euro Steigerung, lieber Herr Kollege Taschner, liebe Frau Kollegin Salzmann: Ja, das sind grosso modo die Gehaltserhöhungen für die Lehrerinnen und Lehrer. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Ich kenne mein Budget aus 2017 noch sehr genau, glauben Sie mir, mehr ist da nicht drinnen.
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abg. Fiedler.
So. – (Bundesminister Faßmann: Keine Ahnung!) Ich fordere noch einmal: 1 Milliarde Euro mehr für unsere Kinder, für unsere Schulen, denn jeder Cent, jeder Euro ist ein wunderbar investierter Euro in unsere Kinder und in die gesellschaftspolitischen Herausforderungen, vor denen wir stehen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abg. Fiedler.)
Oh-Rufe bei der ÖVP
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ich habe mich gestern schon einmal zur Geschäftsordnung gemeldet und habe gesagt: So geht das nicht weiter! (Oh-Rufe bei der ÖVP), und die nachfolgenden Ereignisse haben mich in diesem Schluss massiv bestärkt.
Beifall bei SPÖ, FPÖ und NEOS.
Faktum ist – und Herr Präsident, denken Sie einmal darüber nach! –, ich habe das jetzt nachzählen lassen: Die Abgeordneten hier im Hohen Haus haben 60 Stunden lang über einen falschen Budgettext verhandelt. Das ist doch inakzeptabel, Herr Präsident! Das ist doch eine Frotzelei! (Beifall bei SPÖ, FPÖ und NEOS.)
Beifall bei SPÖ und FPÖ sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Deshalb, Herr Präsident, bitte ich, die Sitzung zu unterbrechen. Wir sind der Auffassung, dass es unbedingt notwendig ist, diesen Antrag und die gesamte Diskussion zurück an die Ausschüsse zu verweisen – Rückverweisung, neue Hearings, neue Diskussionen –, denn das hier ist absolut inakzeptabel, Herr Präsident. (Beifall bei SPÖ und FPÖ sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Was wir machen, ist: Wir kommen der Kritik der Opposition damit nach, letzten Endes diese 28 Milliarden Euro den Rubriken zuzuordnen. Das sind Schätzungen, denn mehr ist nicht möglich. Bei den Einnahmen, meine Damen und Herren, sagen mittlerweile ja alle Expertinnen und Experten, alle Wirtschaftsforscher, dass es einfach nicht darstellbar ist, weil es unterschiedliche Prognosen von minus 3,2 Prozent bis minus 9 Prozent beim Negativwachstum gibt, und daher können wir das auch nicht darstellen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ
Dieses Konto – gestern hat Herr Kollege Krainer dazu noch den Oberwirbel geschlagen – ist dargestellt und ist auch mit diesen 20 Milliarden Euro befüllt. Das ist der Abänderungsantrag. Es ist nicht so schwer (Zwischenrufe bei der FPÖ), dass in den kommenden 8, 9, 10 Stunden – so lange wird die Debatte aus meiner Sicht heute dauern, bis es zu den Schlussabstimmungen kommt – diese zweieinhalb Seiten letzten Endes auch von allen Fraktionen gesichtet werden.
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Wir haben uns bemüht, den Antrag so schnell wie möglich zu übermitteln. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Wir können auch gerne in der Stehpräsidiale darüber reden, wann wir dann letzten Endes abstimmen, damit den Usancen des Hauses Rechnung
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
getragen wird. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Es ist aber nicht so, meine Damen und Herren, dass man diese zweieinhalb Seiten mit der einseitigen Begründung nicht in den nächsten 8 Stunden sichten und entscheiden kann, ob man zustimmt oder nicht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
getragen wird. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Es ist aber nicht so, meine Damen und Herren, dass man diese zweieinhalb Seiten mit der einseitigen Begründung nicht in den nächsten 8 Stunden sichten und entscheiden kann, ob man zustimmt oder nicht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir können also weiterhin kein Vertrauen in den Finanzminister haben, nicht nur im Hinblick auf uns, sondern auch im Hinblick auf die österreichische Bevölkerung, die österreichischen Steuerzahler. Wir können ihm kein Vertrauen schenken, und deshalb werden wir heute auch einen Misstrauensantrag gegen den Herrn Finanzminister einbringen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.
Unser Vorschlag war es und ist es, die Debatte sofort einvernehmlich zu beenden, alle Redner zu streichen, diesen Antrag an den Budgetausschuss rückzuverweisen, dort entsprechend zu beraten und dann gegebenenfalls zu einer Abstimmung hier im Plenum zu bringen. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Ich versteh’ Sie nicht!
Abgeordnete Sigrid Maurer, BA (Grüne) (zur Geschäftsbehandlung): Wie gesagt, wir haben jetzt in der Präsidiale darüber diskutiert, wie wir vorgehen. (Ruf bei der FPÖ: Ich versteh’ Sie nicht!) – Aber das stimmt doch gar nicht! (Rufe bei der FPÖ: Doch! Oja! Wir verstehen Sie nicht! – Die Rednerin nimmt ihren Mund-Nasen-Schutz ab.) – Gut. Also wir haben in der Präsidiale jetzt darüber diskutiert, wie wir mit der Situation umgehen. Nach einer Verlegung der Abstimmung auf 23 Uhr, um die 24-Stunden-Frist einzuhalten, hat es von zwei Oppositionsfraktionen keinen Wunsch gegeben.
Rufe bei der FPÖ: Doch! Oja! Wir verstehen Sie nicht! – Die Rednerin nimmt ihren Mund-Nasen-Schutz ab.
Abgeordnete Sigrid Maurer, BA (Grüne) (zur Geschäftsbehandlung): Wie gesagt, wir haben jetzt in der Präsidiale darüber diskutiert, wie wir vorgehen. (Ruf bei der FPÖ: Ich versteh’ Sie nicht!) – Aber das stimmt doch gar nicht! (Rufe bei der FPÖ: Doch! Oja! Wir verstehen Sie nicht! – Die Rednerin nimmt ihren Mund-Nasen-Schutz ab.) – Gut. Also wir haben in der Präsidiale jetzt darüber diskutiert, wie wir mit der Situation umgehen. Nach einer Verlegung der Abstimmung auf 23 Uhr, um die 24-Stunden-Frist einzuhalten, hat es von zwei Oppositionsfraktionen keinen Wunsch gegeben.
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Die Änderung, die 28-Milliarden-Überschreitungsobergrenze, über die wir hier diskutieren, ist bereits diskutiert worden. Wir kommen dem Wunsch und der Kritik der Opposition nach, und ich würde jetzt auch dafür plädieren, dass wir in der Debatte weiter fortfahren und das Budget beschließen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Man muss natürlich schon auch aufs Tempo schauen, es wäre aber möglich, die Debatte zu unterbrechen, so schnell wie möglich einen Budgetausschuss einzuberufen, den neuen Stand der Dinge dort zu diskutieren und zu analysieren und dann so schnell wie möglich weiter vorzugehen. Dazu gab es aber keinen Konsens – ich muss wirklich sagen: leider keinen Konsens, weil das sicherlich auch für die Vertreter der Regierungsparteien ein Weg gewesen wäre, gesichtswahrend aus dieser Situation herauszukommen. Leider war es nicht so, und das nehmen wir nicht zustimmend, sondern uns dagegenstellend zur Kenntnis. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei NEOS, SPÖ und FPÖ.
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS) (zur Geschäftsbehandlung): Es wurden uns zweieinhalb Seiten Änderung vorgelegt, aber ein Budget besteht ja nicht nur aus der Ausgabenseite, sondern auch aus der Einnahmenseite. Wie Klubobmann Wöginger gesagt hat, ist mit einem Wirtschaftsrückgang von zumindest 3 Prozent zu rechnen, eher mit mehr. Das wird sich natürlich auf die Einnahmen auswirken. Diese sind im Budget – so ein Klotz (mit den Händen etwa einen halben Meter andeutend), für die Zuschauer – gleich geblieben, sie hätten aber auch angepasst werden müssen. Ich bin der Meinung, sie hätten mit kaufmännischer Vorsicht angepasst werden müssen, eher am unteren Ende der Prognosen. (Beifall bei NEOS, SPÖ und FPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Das ist richtig! – Heiterkeit und demonstrativer Beifall bei SPÖ, FPÖ und NEOS.
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Also diese Diskussion ist schon sehr eigenartig. (Ruf bei der SPÖ: Das ist richtig! – Heiterkeit und demonstrativer Beifall bei SPÖ, FPÖ und NEOS.) – Nein, wirklich. Das ist wirklich eigenartig. Sie tun so – die SPÖ, die FPÖ, die beide schon an Regierungen beteiligt waren –, als ob in der Debatte zu den einzelnen Untergliederungen noch nie ein Abänderungsantrag eingebracht worden wäre. (Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.) – Überall! Ich kann mich daran erinnern, Kollege Pendl und ich haben einmal einen Antrag beim vorletzten Redner eingebracht, mittels dessen 5 Millionen Euro verschoben wurden. (Lebhafte Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen. – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Also diese Diskussion ist schon sehr eigenartig. (Ruf bei der SPÖ: Das ist richtig! – Heiterkeit und demonstrativer Beifall bei SPÖ, FPÖ und NEOS.) – Nein, wirklich. Das ist wirklich eigenartig. Sie tun so – die SPÖ, die FPÖ, die beide schon an Regierungen beteiligt waren –, als ob in der Debatte zu den einzelnen Untergliederungen noch nie ein Abänderungsantrag eingebracht worden wäre. (Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.) – Überall! Ich kann mich daran erinnern, Kollege Pendl und ich haben einmal einen Antrag beim vorletzten Redner eingebracht, mittels dessen 5 Millionen Euro verschoben wurden. (Lebhafte Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen. – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Lebhafte Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen. – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Also diese Diskussion ist schon sehr eigenartig. (Ruf bei der SPÖ: Das ist richtig! – Heiterkeit und demonstrativer Beifall bei SPÖ, FPÖ und NEOS.) – Nein, wirklich. Das ist wirklich eigenartig. Sie tun so – die SPÖ, die FPÖ, die beide schon an Regierungen beteiligt waren –, als ob in der Debatte zu den einzelnen Untergliederungen noch nie ein Abänderungsantrag eingebracht worden wäre. (Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.) – Überall! Ich kann mich daran erinnern, Kollege Pendl und ich haben einmal einen Antrag beim vorletzten Redner eingebracht, mittels dessen 5 Millionen Euro verschoben wurden. (Lebhafte Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen. – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Greiner.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich würde Sie bitten: Es kann sich jeder in der Diskussion zu Wort melden. Es ist der Würde des Hauses nicht angemessen, bei einer ernsten Geschäftsordnungsdebatte permanent den Redner zu unterbrechen. Es sind auch die anderen Redner - - (Zwischenruf der Abg. Greiner.) – Dann kommen Sie heraus! (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich würde Sie bitten: Es kann sich jeder in der Diskussion zu Wort melden. Es ist der Würde des Hauses nicht angemessen, bei einer ernsten Geschäftsordnungsdebatte permanent den Redner zu unterbrechen. Es sind auch die anderen Redner - - (Zwischenruf der Abg. Greiner.) – Dann kommen Sie heraus! (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Krainer: Das stimmt ja nicht!
Da geht es jetzt um 28 Milliarden Euro, die bereits als Überschreitungsermächtigung im Budget dargestellt waren. Und was passiert da jetzt? – Nur dass das auch die Zuhörerinnen und Zuhörer mitbekommen: Wir teilen es den einzelnen Rubriken zu (Abg. Krainer: Das stimmt ja nicht!), aufgrund dessen, wie wir mit Erwartungen und Schätzungen aufgrund der Covid-Maßnahmen die Ausgabensituation bewerten. (Abg. Krainer: Das ist falsch!) Es ist detaillierter, als die 28 Milliarden Euro sozusagen in einem Gesamtpaket als Überschreitungsermächtigung zu haben. Das ist das Ganze, was hier abgehen wird. (Abg. Krainer: Das ist ja falsch! ...!)
Abg. Krainer: Das ist falsch!
Da geht es jetzt um 28 Milliarden Euro, die bereits als Überschreitungsermächtigung im Budget dargestellt waren. Und was passiert da jetzt? – Nur dass das auch die Zuhörerinnen und Zuhörer mitbekommen: Wir teilen es den einzelnen Rubriken zu (Abg. Krainer: Das stimmt ja nicht!), aufgrund dessen, wie wir mit Erwartungen und Schätzungen aufgrund der Covid-Maßnahmen die Ausgabensituation bewerten. (Abg. Krainer: Das ist falsch!) Es ist detaillierter, als die 28 Milliarden Euro sozusagen in einem Gesamtpaket als Überschreitungsermächtigung zu haben. Das ist das Ganze, was hier abgehen wird. (Abg. Krainer: Das ist ja falsch! ...!)
Abg. Krainer: Das ist ja falsch! ...!
Da geht es jetzt um 28 Milliarden Euro, die bereits als Überschreitungsermächtigung im Budget dargestellt waren. Und was passiert da jetzt? – Nur dass das auch die Zuhörerinnen und Zuhörer mitbekommen: Wir teilen es den einzelnen Rubriken zu (Abg. Krainer: Das stimmt ja nicht!), aufgrund dessen, wie wir mit Erwartungen und Schätzungen aufgrund der Covid-Maßnahmen die Ausgabensituation bewerten. (Abg. Krainer: Das ist falsch!) Es ist detaillierter, als die 28 Milliarden Euro sozusagen in einem Gesamtpaket als Überschreitungsermächtigung zu haben. Das ist das Ganze, was hier abgehen wird. (Abg. Krainer: Das ist ja falsch! ...!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Herr Kollege Krainer, wir kommen sogar deinen Wünschen und deinen Forderungen nach! Wir kommen ihnen nach, um das auch hier abzubilden. Diese Diskussion, die Sie hier führen, nur aus der Rolle der Opposition heraus, ist lächerlich. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Aber wir bieten Ihnen auch noch an: Wenn Sie noch Wünsche oder Nachfragen haben, dann kann das mit den Expertinnen und Experten noch abgeklärt werden. Wir stellen Ihnen die notwendigen Informationen gerne zur Verfügung, das ist überhaupt kein Thema. Es kann aber nicht sein, dass ein Abänderungsantrag, mit dem jetzt sozusagen die Summe für die Covid-Maßnahmen anders verteilt und den einzelnen Rubriken zugeteilt wird, so einen Theaterdonner auslöst. Das ist völlig unnötig, und wir werden dieses Budget beschließen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Herr Kollege Krainer, wir kommen sogar deinen Wünschen und deinen Forderungen nach! Wir kommen ihnen nach, um das auch hier abzubilden. Diese Diskussion, die Sie hier führen, nur aus der Rolle der Opposition heraus, ist lächerlich. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Aber wir bieten Ihnen auch noch an: Wenn Sie noch Wünsche oder Nachfragen haben, dann kann das mit den Expertinnen und Experten noch abgeklärt werden. Wir stellen Ihnen die notwendigen Informationen gerne zur Verfügung, das ist überhaupt kein Thema. Es kann aber nicht sein, dass ein Abänderungsantrag, mit dem jetzt sozusagen die Summe für die Covid-Maßnahmen anders verteilt und den einzelnen Rubriken zugeteilt wird, so einen Theaterdonner auslöst. Das ist völlig unnötig, und wir werden dieses Budget beschließen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.
Wenn ein Unternehmer so vorgehen würde, nämlich die Ausgabenseite um 20 Milliarden Euro erhöht und die Einnahmenseite gleich lässt, und zu einer Bank geht und sagt: Ich brauche mehr Kredit, 20 Milliarden Euro mehr Kredit!, dann würde das fahrlässige Krida heißen. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)
Beifall bei SPÖ und FPÖ.
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Ich möchte nur auf den Kollegen Wöginger replizieren, um den Damen und Herren Zusehern klarzumachen, worum es da wirklich geht: 60 Stunden umsonst debattiert in diesem Haus, 60 Stunden auf falschen Grundlagen debattiert! – Das ist nicht Parlamentarismus, das ist eine Farce! (Beifall bei SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.
möglich ist, dann verstehe ich diese Vorgehensweise überhaupt nicht mehr. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Martin Graf.
Zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Heinisch-Hosek. (Zwischenruf des Abg. Martin Graf.)
Beifall bei der SPÖ.
Dieser Fehler ist euch passiert, dieser Murks ist euch passiert! – Könnt ihr das nicht zugeben? Können wir das nicht ändern? Können wir das nicht noch einmal im Budgetausschuss bereden? (Beifall bei der SPÖ.)
Widerspruch des Abg. Wöginger.
Das ist ja fahrlässig! (Widerspruch des Abg. Wöginger.) – O ja, Herr Kollege Wöginger, o ja: Wenn Sie das heute beschließen, diesen Abänderungsantrag, würde das die Zahlung der Hilfsgelder stoppen! – Blümel kann es nicht, das ist die Wahrheit! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.
Das ist ja fahrlässig! (Widerspruch des Abg. Wöginger.) – O ja, Herr Kollege Wöginger, o ja: Wenn Sie das heute beschließen, diesen Abänderungsantrag, würde das die Zahlung der Hilfsgelder stoppen! – Blümel kann es nicht, das ist die Wahrheit! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.)
Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Also noch einmal langsam: Wenn dieser legistische Murks, dieser Zweiseiter, beschlossen wird, fließen keine Hilfsgelder mehr! Das ist doch verantwortungslos bis zum Gehtnichtmehr! (Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Bitte überdenkt das noch einmal! Unterbrechen wir diese Sitzung und berufen wir einen Budgetausschuss ein! Reden wir darüber! Eine Richtigstellung ist wichtig, denn die Gelder müssen ankommen. Jetzt kommen die Gelder nicht an! Dieser Murks kann nicht beschlossen werden. Das würde die Auszahlung der Gelder für Hunderttausende Leute stoppen. Also bitte reden wir doch noch einmal darüber, ehrlich! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Also noch einmal langsam: Wenn dieser legistische Murks, dieser Zweiseiter, beschlossen wird, fließen keine Hilfsgelder mehr! Das ist doch verantwortungslos bis zum Gehtnichtmehr! (Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Bitte überdenkt das noch einmal! Unterbrechen wir diese Sitzung und berufen wir einen Budgetausschuss ein! Reden wir darüber! Eine Richtigstellung ist wichtig, denn die Gelder müssen ankommen. Jetzt kommen die Gelder nicht an! Dieser Murks kann nicht beschlossen werden. Das würde die Auszahlung der Gelder für Hunderttausende Leute stoppen. Also bitte reden wir doch noch einmal darüber, ehrlich! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Ministerin, wenn Sie schon nicht Feministin sind, setzen Sie sich wenigstens ordentlich für Frauenrechte ein! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Greiner: Der war sehr gut, der Beitrag!
Abgeordnete Dipl.-Kffr. (FH) Elisabeth Pfurtscheller (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, aber vor allem liebe ZuschauerInnen! Ich möchte zuerst auf den Redebeitrag der Frau Kollegin Heinisch-Hosek eingehen und etwas richtigstellen (Abg. Greiner: Der war sehr gut, der Beitrag!): Es sind natürlich keine Hilfsgelder durch unsere Vorgangsweise gefährdet. (Abg. Heinisch-Hosek: O ja, schwerst gefährdet!) Unsere Vorgangsweise ist verfassungsgerecht, und niemand von Ihnen muss Angst haben, dass die Auszahlung der verschiedenen Coronakrisenhilfsgelder gestoppt wird oder in Gefahr ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: O ja, schwerst gefährdet!
Abgeordnete Dipl.-Kffr. (FH) Elisabeth Pfurtscheller (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, aber vor allem liebe ZuschauerInnen! Ich möchte zuerst auf den Redebeitrag der Frau Kollegin Heinisch-Hosek eingehen und etwas richtigstellen (Abg. Greiner: Der war sehr gut, der Beitrag!): Es sind natürlich keine Hilfsgelder durch unsere Vorgangsweise gefährdet. (Abg. Heinisch-Hosek: O ja, schwerst gefährdet!) Unsere Vorgangsweise ist verfassungsgerecht, und niemand von Ihnen muss Angst haben, dass die Auszahlung der verschiedenen Coronakrisenhilfsgelder gestoppt wird oder in Gefahr ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordnete Dipl.-Kffr. (FH) Elisabeth Pfurtscheller (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, aber vor allem liebe ZuschauerInnen! Ich möchte zuerst auf den Redebeitrag der Frau Kollegin Heinisch-Hosek eingehen und etwas richtigstellen (Abg. Greiner: Der war sehr gut, der Beitrag!): Es sind natürlich keine Hilfsgelder durch unsere Vorgangsweise gefährdet. (Abg. Heinisch-Hosek: O ja, schwerst gefährdet!) Unsere Vorgangsweise ist verfassungsgerecht, und niemand von Ihnen muss Angst haben, dass die Auszahlung der verschiedenen Coronakrisenhilfsgelder gestoppt wird oder in Gefahr ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Frau Kollegin Heinisch-Hosek, ich finde das ziemlich traurig, und zwar aus zwei Gründen: Erstens halten Sie, hält die SPÖ uns jetzt schon seit Tagen vor, wir würden mit der Angst der Menschen arbeiten. Was Sie jetzt gerade getan haben, war der Griff in die allerunterste Schublade, den ich jemals von der SPÖ erlebt habe. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Zweitens habe ich Sie als Kämpferin für Frauenrechte und natürlich auch für die Angelegenheiten der Frauenministerin und des Frauenbudgets immer sehr geschätzt und sehr bewundert, aber dass Sie hier Ihre Redezeit dazu verwenden, den Menschen Angst zu machen, anstatt auf die Frauenagenden einzugehen, ist dermaßen arm für eine Frauensprecherin, dass mir die Worte fehlen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Das heißt, wir haben eine Steigerung des Frauenbudgets von fast 40 Prozent! – Frau Kollegin Heinisch-Hosek, Sie sind lange genug im Geschäft und Sie waren auch lange genug Ministerin: Zeigen Sie mir irgendjemand von euren Ministern oder Ministerinnen a. D., der es jemals geschafft hat, eine Steigerung von 40 Prozent herbeizuführen! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
bedanken, insbesondere auch bei meiner Kollegin von den Grünen. Wir werden weiter dafür kämpfen und dafür sorgen, dass es den Frauen in Österreich gut geht. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Bernhard.
Das ist in zweierlei Hinsicht unrichtig: Zum einen hat sie das Frauenbudget um 17,2 Prozent erhöht und nicht um 40 Prozent, und zum Zweiten ist es richtig, dass die damalige Frauenministerin Doris Bures das Frauenbudget um 60 Prozent erhöht hat. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Bernhard.)
Beifall bei der FPÖ.
Insbesondere an die Adresse der Grünen gerichtet: Ich hätte mir von euch wirklich mehr Einsatz für die Frauen erwartet. Aber mehr Frauen in der Frauenpolitik bedeutet eben nicht automatisch, dass bessere Frauenpolitik gemacht wird – und das ist eindeutig auch in diesem Budget festgeschrieben. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Abgeordnete Mag. Meri Disoski (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Was sich über Jahre hindurch aufgestaut hat, das lässt sich nicht in einem Aufwasch reparieren – so ungefähr lässt sich die Situation des Budgets der UG 10 zum Schwerpunkt Frauen und Gleichstellung zusammenfassen. Aufgestaut hat sich wahrlich viel, das zeigt ein Blick in die Analyse des Budgetdienstes zur UG 10. Dort ist die Progression des Frauenbudgets für die Jahre 2013 bis 2020 abgebildet; wobei Progression eine inadäquate Wortwahl ist, es müsste Regression heißen, denn es waren vor allem Budgetkürzungen, mit denen die Frauenministerinnen der vergangenen Jahre konfrontiert waren. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Martin Graf.
Schauen wir uns jetzt das Jahr 2020 an! Das Budget für die Frauen- und Gleichstellungsagenden beträgt 12,15 Millionen Euro, und ich scheue auch nicht davor zurück, das, was die Zahlen belegen, hier klar zu benennen: Den Unterschied zu den Vorjahren, den bewirkt die Regierungsbeteiligung der Grünen! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Martin Graf.)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek
Wenn Sie, werte Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ, diese Budgeterhöhung jetzt als einen Tropfen auf den heißen Stein paraphrasieren, dann seien Sie bitte so fair und ergänzen Sie: Dieser Stein wäre weniger heiß gewesen (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek) und die Budgeterhöhung hätte eine dementsprechend größere Wirkung entfalten können, wenn auch SPÖ-geführte Bundesregierungen dafür Sorge getragen hätten, das Budget der UG 10 entsprechend auszufinanzieren. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Wenn Sie, werte Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ, diese Budgeterhöhung jetzt als einen Tropfen auf den heißen Stein paraphrasieren, dann seien Sie bitte so fair und ergänzen Sie: Dieser Stein wäre weniger heiß gewesen (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek) und die Budgeterhöhung hätte eine dementsprechend größere Wirkung entfalten können, wenn auch SPÖ-geführte Bundesregierungen dafür Sorge getragen hätten, das Budget der UG 10 entsprechend auszufinanzieren. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Pfurtscheller.
Davon abgesehen – und auch das möchte ich ganz klar festhalten –: 12,15 Millionen Euro für Frauen- und Gleichstellungsagenden sind im Jahr 2020 genauso wenig ausreichend, wie es die 10,38 Millionen Euro in einer SPÖ-geführten Bundesregierung im Jahr 2013 waren. Das reicht nicht, diese Mittel reichen nicht. Für Gleichstellung, für Gewaltschutz, für Gewaltprävention reicht das weder 2020 noch hat es 2013 gereicht. In diesem Land war dafür noch nie ausreichend Budget vorhanden, das ist eine Tatsache! (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Pfurtscheller.)
Zwischenruf des Abg. Martin Graf.
Das, sehr geehrte Damen und Herren, hat strukturelle Gründe: weil Frauen nach wie vor noch immer nicht in all jene Entscheidungsstrukturen und -prozesse eingebunden sind, die relevant wären, um auch dafür Sorge tragen zu können, dass die Budgets dementsprechend ausschauen. Gerade auch wenn es ums Geld geht, sind Frauen noch immer unterrepräsentiert. (Zwischenruf des Abg. Martin Graf.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Martin Graf.
Ich komme zum Schluss: Was sich über Jahre hindurch aufgestaut hat, lässt sich nicht mit einem Aufwaschen reparieren, aber irgendwo muss man – oder besser gesagt: frau – anfangen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Martin Graf.)
Abg. Martin Graf: Weil es keine Männer mehr gibt!
Dann kam die Coronakrise, und mit ihr kamen Hefehamstern, geblümte Küchenschürzen und Anleitungen, wie man perfekt die Lamellen einer Heizung putzt. Man ist plötzlich in allen sozialen Netzwerken in einer Dauerschleife eines Fünfzigerjahrehausfrauenfilms gefangen. Daran sieht man stark, dass die Coronakrise eine Krise der Gleichberechtigung ist. Sie hat es innerhalb von wenigen Wochen geschafft, dass traditionelle Geschlechterrollen ein sensationelles Comeback feiern. Es sind die Frauen, die kochen, putzen und Masken nähen. Es sind Frauen, die im Homeoffice und in den systemrelevanten Berufen arbeiten. (Abg. Martin Graf: Weil es keine Männer mehr gibt!) Es sind Frauen, die Homeschooling machen und sich um ihre Angehörigen kümmern. Es sind nicht die Männer, weil diese nämlich in unsicheren Zeiten weniger Abstriche im Job machen sollen – er verdient ja mehr. (Abg. Martin Graf: Wir beide sind die Feministen!) – Kollege, haben Sie auch etwas Essenzielles zu Frauenangelegenheiten beizutragen, oder stänkern Sie nur von hinten? (Beifall bei NEOS, SPÖ und Grünen.)
Abg. Martin Graf: Wir beide sind die Feministen!
Dann kam die Coronakrise, und mit ihr kamen Hefehamstern, geblümte Küchenschürzen und Anleitungen, wie man perfekt die Lamellen einer Heizung putzt. Man ist plötzlich in allen sozialen Netzwerken in einer Dauerschleife eines Fünfzigerjahrehausfrauenfilms gefangen. Daran sieht man stark, dass die Coronakrise eine Krise der Gleichberechtigung ist. Sie hat es innerhalb von wenigen Wochen geschafft, dass traditionelle Geschlechterrollen ein sensationelles Comeback feiern. Es sind die Frauen, die kochen, putzen und Masken nähen. Es sind Frauen, die im Homeoffice und in den systemrelevanten Berufen arbeiten. (Abg. Martin Graf: Weil es keine Männer mehr gibt!) Es sind Frauen, die Homeschooling machen und sich um ihre Angehörigen kümmern. Es sind nicht die Männer, weil diese nämlich in unsicheren Zeiten weniger Abstriche im Job machen sollen – er verdient ja mehr. (Abg. Martin Graf: Wir beide sind die Feministen!) – Kollege, haben Sie auch etwas Essenzielles zu Frauenangelegenheiten beizutragen, oder stänkern Sie nur von hinten? (Beifall bei NEOS, SPÖ und Grünen.)
Beifall bei NEOS, SPÖ und Grünen.
Dann kam die Coronakrise, und mit ihr kamen Hefehamstern, geblümte Küchenschürzen und Anleitungen, wie man perfekt die Lamellen einer Heizung putzt. Man ist plötzlich in allen sozialen Netzwerken in einer Dauerschleife eines Fünfzigerjahrehausfrauenfilms gefangen. Daran sieht man stark, dass die Coronakrise eine Krise der Gleichberechtigung ist. Sie hat es innerhalb von wenigen Wochen geschafft, dass traditionelle Geschlechterrollen ein sensationelles Comeback feiern. Es sind die Frauen, die kochen, putzen und Masken nähen. Es sind Frauen, die im Homeoffice und in den systemrelevanten Berufen arbeiten. (Abg. Martin Graf: Weil es keine Männer mehr gibt!) Es sind Frauen, die Homeschooling machen und sich um ihre Angehörigen kümmern. Es sind nicht die Männer, weil diese nämlich in unsicheren Zeiten weniger Abstriche im Job machen sollen – er verdient ja mehr. (Abg. Martin Graf: Wir beide sind die Feministen!) – Kollege, haben Sie auch etwas Essenzielles zu Frauenangelegenheiten beizutragen, oder stänkern Sie nur von hinten? (Beifall bei NEOS, SPÖ und Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Martin Graf
Ja, das Frauenbudget wurde deutlich erhöht (Zwischenruf des Abg. Martin Graf), das ist gut und richtig, aber die inflationsbereinigten 600 000 Euro sind für den Gewaltschutz auch wirklich notwendig. Gleichzeitig geben Sie aber 40 Millionen Euro aus, um Österreicherinnen und Österreichern den Urlaub daheim mit einer Werbekampagne schmackhaft zu machen. Diese Kampagne zeichnet ein „Sound of Music“-Klischee und
Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ
lässt dabei wirklich nichts aus: saftige Almen, tiefe Salzkammergutseen und weite Bergpanoramen (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ) werden von fitten, jungen, weißen und offensichtlich heterosexuellen Paaren bewandert, beschwommen und betrachtet. Ganz ehrlich: Dagegen ist der „Musikantenstadl“ progressiv. (Heiterkeit der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Deimek.) Sie geben also ein Vielfaches des Frauenbudgets aus, um mit Stereotypen zu werben.
Heiterkeit der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Deimek.
lässt dabei wirklich nichts aus: saftige Almen, tiefe Salzkammergutseen und weite Bergpanoramen (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ) werden von fitten, jungen, weißen und offensichtlich heterosexuellen Paaren bewandert, beschwommen und betrachtet. Ganz ehrlich: Dagegen ist der „Musikantenstadl“ progressiv. (Heiterkeit der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Deimek.) Sie geben also ein Vielfaches des Frauenbudgets aus, um mit Stereotypen zu werben.
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Da sich unsere Frauenministerin ein bisschen schwer damit tut, das Wort Feminismus in den Mund zu nehmen, können wir einen feministischen Recoveryplan der ÖVP auch in ihre Sprache übersetzen und nennen ihn einfach: „Mutig in die neuen Zeiten“. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Martin Graf: Liberal und Feminismus schließt sich aus! – Allgemeine Heiterkeit.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Deckenbacher. – Bitte. (Abg. Martin Graf: Liberal und Feminismus schließt sich aus! – Allgemeine Heiterkeit.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Lassen Sie mich dazu ein paar Beispiele nennen! Etwa aus dem Bereich Arbeit: Es soll eine Weiterführung des Programms FiT geben – Frauen in Handwerk und Technik. Im Bereich Soziales und Konsumentenschutz wird durch die Neugestaltung der Fördermaßnahmen in Richtung besondere Förderung für Frauen mit Behinderung eine Verbesserung am Arbeitsmarkt erreicht. Auch dem öffentlichen Dienst ist es wichtig, Frauen zu fördern und Gleichstellung zu entwickeln, denn der öffentliche Dienst ist – gerade auch in dieser Krisenzeit – ein Garant für Sicherheit und Stabilität. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) In vielen Bereichen – vor allem in der Verwaltung, im Gesundheitsbereich, beim Lehrpersonal, aber auch bei RichterInnen und StaatsanwältInnen – gibt es einen hohen Frauenanteil von mehr als 50 Prozent. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Lassen Sie mich dazu ein paar Beispiele nennen! Etwa aus dem Bereich Arbeit: Es soll eine Weiterführung des Programms FiT geben – Frauen in Handwerk und Technik. Im Bereich Soziales und Konsumentenschutz wird durch die Neugestaltung der Fördermaßnahmen in Richtung besondere Förderung für Frauen mit Behinderung eine Verbesserung am Arbeitsmarkt erreicht. Auch dem öffentlichen Dienst ist es wichtig, Frauen zu fördern und Gleichstellung zu entwickeln, denn der öffentliche Dienst ist – gerade auch in dieser Krisenzeit – ein Garant für Sicherheit und Stabilität. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) In vielen Bereichen – vor allem in der Verwaltung, im Gesundheitsbereich, beim Lehrpersonal, aber auch bei RichterInnen und StaatsanwältInnen – gibt es einen hohen Frauenanteil von mehr als 50 Prozent. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Erst durch das Zusammenwirken von frauen- und gleichstellungsrelevanten Wirkungszielen in den verschiedenen Ressorts werden die große Bedeutung und die Relevanz der Aufgabe unserer Frau Ministerin sichtbar. Damit manifestiert sich der eigentliche Handlungsspielraum des Budgets getreu dem Motto: Einzeln sind wir Worte, gemeinsam ein Gedicht und starke Stimmen für Gleichstellung und Frauen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei SPÖ und Grünen sowie der Abg. Brandstötter.
Abgeordnete Sabine Schatz (SPÖ): Herr Präsident! Frau Ministerin! Es ist eine wohltuende Ausnahme, dass Frauenpolitik heute einmal sozusagen zur Parlamentsübertragungsprimetime diskutiert wird und nicht wie sonst üblich um kurz vor Mitternacht. Herr Präsident, vielleicht können wir das auch künftig bei der Tagesordnung besser berücksichtigen. (Beifall bei SPÖ und Grünen sowie der Abg. Brandstötter.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, Ihre Worte, dieser Gewalt gegen Frauen entgegenzuwirken, helfen nichts, wenn Sie sie nicht auch ausreichend budgetär untermauern. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Brandstötter. – Zwischenruf der Abg. Greiner.
Das Geld, das notwendige Geld für Gewaltschutzmaßnahmen, sehr geehrte Damen und Herren, das ist vorhanden. Sparen Sie bei den zusätzlichen Mitteln für Repräsentationsausgaben des Herrn Bundeskanzlers! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Brandstötter. – Zwischenruf der Abg. Greiner.) Kanzlerinszenierung schützt keine einzige von Gewalt betroffene Frau, schützt kein einziges von Gewalt betroffenes Kind.
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Brandstötter und Shetty.
Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Brandstötter und Shetty.)
Zwischenruf der Abg. Greiner
Wir werden sehen, dass wir das Frauenkapitel und andere Themen immer wieder in die Primetime – wie Sie es gesagt haben – bringen (Zwischenruf der Abg. Greiner), weil ich glaube, es ist auch notwendig, hier ein Zeichen zu setzen. (Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS sowie der Abg. Rosa Ecker.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS sowie der Abg. Rosa Ecker.
Wir werden sehen, dass wir das Frauenkapitel und andere Themen immer wieder in die Primetime – wie Sie es gesagt haben – bringen (Zwischenruf der Abg. Greiner), weil ich glaube, es ist auch notwendig, hier ein Zeichen zu setzen. (Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS sowie der Abg. Rosa Ecker.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Brandstötter und Shetty
Ich bin mir sicher, dass diese Frauen andere Wünschen haben, und zwar wünschen sich diese Frauen ganz sicher bessere Arbeitsbedingungen. Diese Frauen wünschen sich sicher auch bessere oder flexible Kinderbetreuung. Wenn ich an Gabi denke: Sie muss bei Billa manchmal bis 20 Uhr oder 21 Uhr arbeiten, aber der Kindergarten hat nur bis 18 Uhr offen. – Das ist nicht so ohne, also da muss sie schauen, wie sie da zurechtkommt. Ein gleich hohe Familienbeihilfe wie für ÖsterreicherInnen würde ich mir zum Beispiel für Swetlana und ihre Kinder wünschen (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Brandstötter und Shetty); sie zahlt ja genauso viel in das System ein und ihre Kinder sind auch genauso viel wert.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Das sind alles keine unerfüllbaren Wünsche. Diese Wünsche können in Erfüllung gehen. Wir brauchen damit auch nicht bis zur nächsten Krise zu warten, wir könnten eigentlich gleich jetzt starten. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Wir haben nämlich noch viel zu tun. Auch wenn es aus gewissen erzkonservativen und reaktionären Kreisen immer wieder heißt: Was wollt ihr denn eigentlich noch, ihr habt doch eh schon alles erreicht, ihr habt doch schon die Ehe?, ist noch nicht alles erreicht, es ist noch viel zu tun. Eine Sache sei noch angemerkt, weil ich vor Kurzem eine Diskussion mit einer Kollegin von der ÖVP geführt habe: Das, was wir erreicht haben, das haben wir niemandem weggenommen, das haben wir nirgendwo gestohlen, das ist uns zugestanden. Wir haben uns das geholt, was uns die Politik jahrelang verwehrt hat. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei NEOS und SPÖ.
Vielen Dank. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Der Beschluss des vorliegenden Budgets ist dennoch besonders wichtig, damit wir in unseren Ressorts wichtige Maßnahmen und Projekte realisieren können. Das gilt auch für das Frauenbudget. Als Frauenministerin ist mir der Beschluss des Budgets daher besonders wichtig. Die erstmalige Erhöhung des Frauenbudgets seit zehn Jahren ist ein richtiger und wichtiger Schritt und daher ist auch der Beschluss des Budgets richtig und wichtig. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Als zuständige Frauenministerin – und auch vor dem Hintergrund, wie wichtig diese Arbeit ist, die vor Ort passiert – bin ich sehr stolz darauf, dass wir erstmalig seit zehn Jahren eine Erhöhung des Frauenbudgets zustande gebracht haben. Im Jahr 2020 stehen unserem Ressort somit 12 150 000 Euro für Frauenangelegenheiten zur Verfügung. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
In meinem originären Arbeitsbereich werde ich prioritär folgende Schwerpunkte setzen: Erstens die Stärkung der Anlaufstellen für Frauen: Erst vor Kurzem war es uns möglich, dass wir mit einer Erhöhung des Budgets rund 170 Frauenberatungseinrichtungen und auch langjährig geförderte Projekte mit einer 12-prozentigen Erhöhung unterstützen. Diese 12-prozentige Erhöhung geht weit über die Inflationsanpassung hinaus, das ist deutlich mehr, und daher werden diese Frauenberatungseinrichtungen auch gestärkt – eine wichtige und richtige Maßnahme aus meiner Sicht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Frauen für diese großartige Leistung, die sie grundsätzlich, aber insbesondere in der Krise erbracht haben, Danke zu sagen. – Danke für den unermüdlichen Einsatz in dieser Krise! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Es ist mir aber völlig klar, dass wir in den kommenden Wochen und Monaten im Zuge des Comebacks die Frauenpolitik in allen Lebensbereichen adressieren müssen und in allen Lebensbereichen zentral mitdenken werden. Als Frauenministerin sehe ich es als meine Aufgabe, in allen Lebens- und Politikbereichen die notwendige Perspektivenvielfalt zu adressieren, darauf hinzuweisen und das Ziel der Gleichstellung von Mann und Frau mit voller Kraft voranzutreiben. Zu guter Letzt möchte ich auch, dass wir dabei Chancen sehen und ergreifen; viele, viele Männer haben etwa krisenbedingt, also in der Krise, auch viel mehr Zeit mit Kinderbetreuung verbracht, da viel mehr übernommen, viel mehr Anteil daran gehabt. Das müssen wir begrüßen und das gilt es auch in Zukunft zu fördern. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Es freut mich ganz besonders, dass in diesem Sinne das Budget für das Frauenressort um rund 2 Millionen Euro erhöht wurde – und das in Zeiten der Krise! Vielen Dank, liebe Frau Bundesminister, für deinen engagierten Einsatz für Frauen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Loacker: Noch mal bedanken, schon zweimal!
Frauen leisten tagtäglich Großartiges – dafür möchte ich mich zuallererst herzlich bedanken. (Abg. Loacker: Noch mal bedanken, schon zweimal!) Ganz speziell jetzt in der Coronazeit waren es viele Frauen, die zusätzlich gefordert waren, galt es doch oftmals, Homeoffice und Homeschooling, Haushalt und Familie unter einen Hut zu bringen. Auch in den sogenannten systemrelevanten Bereichen waren es vorwiegend Frauen, die in der Krankenpflege, in den Krankenhäusern, im Bildungsbereich, in den Kindergärten, in den Schulen fürsorglich und tatkräftig ihre Arbeit geleistet haben. Daher ist eine Steigerung des Frauenbudgets um rund 20 Prozent wertschätzend und eine absolut richtige und wichtige Maßnahme. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Frauen leisten tagtäglich Großartiges – dafür möchte ich mich zuallererst herzlich bedanken. (Abg. Loacker: Noch mal bedanken, schon zweimal!) Ganz speziell jetzt in der Coronazeit waren es viele Frauen, die zusätzlich gefordert waren, galt es doch oftmals, Homeoffice und Homeschooling, Haushalt und Familie unter einen Hut zu bringen. Auch in den sogenannten systemrelevanten Bereichen waren es vorwiegend Frauen, die in der Krankenpflege, in den Krankenhäusern, im Bildungsbereich, in den Kindergärten, in den Schulen fürsorglich und tatkräftig ihre Arbeit geleistet haben. Daher ist eine Steigerung des Frauenbudgets um rund 20 Prozent wertschätzend und eine absolut richtige und wichtige Maßnahme. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ebenso erfreulich ist die von der Bundesregierung präsentierte Gemeindemilliarde. Mit diesen Geldern kann zusätzlich in infrastrukturelle Maßnahmen wie Schulen, Kindergärten und Kinderkrippen investiert und der Ausbau der Kinderbetreuung weiter vorangetrieben werden. Investitionen in diesen Bereichen unterstützen Frauen und Familien zusätzlich und sind äußerst begrüßenswert. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Verena Nussbaum (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Frau Ministerin, wir haben schon am Dienstag bei Ihrer Rede zur Integration den Eindruck gewonnen, dass kulturell bedingte Gewalt für Sie natürlich ein wichtiges Thema ist. Das ist auch wichtig, verstehen Sie mich nicht falsch, aber wenn es um Frauenpolitik geht, ist das eigentlich, aus meiner Sicht, ein Ablenkungsmanöver. Die Heldinnen des Alltags, die Frauen, sind jetzt schon sehr oft angesprochen worden, aber der Applaus allein wird ihnen keine besseren Arbeitsbedingungen verschaffen. (Beifall bei der SPÖ.) Der Applaus allein wird in den schlecht bezahlten Branchen zu keiner Erhöhung ihres Gehalts führen oder sie von der Teilzeit- in eine Vollzeiterwerbstätigkeit bringen. Das Danke ist zwar nett, aber davon können sie sich im wahrsten Sinne des Wortes leider nichts kaufen.
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Künsberg Sarre.
Was mich wirklich sprachlos gemacht hat, war, dass das Budget 94 000 Euro an finanziellen Mitteln für Frauen mit Behinderungen vorsieht. In der Beantwortung meiner Anfrage haben Sie ausgeführt, dass Projekte für Frauen auch Projekte für Frauen mit Behinderungen sind. Das heißt, de facto sind in Ihrem Budget Frauen mit Behinderungen völlig unsichtbar und irrelevant, wenn Sie nicht einmal für diese Personengruppe Extramaßnahmen vorsehen. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Künsberg Sarre.)
Beifall bei SPÖ und NEOS.
Ich fordere Sie auf, endlich mit den Betroffenen zusammenzuarbeiten und sich von Expertinnen und Experten anzuhören, was in diesem Bereich dringend notwendig ist. Die Inklusion ist uns allen ein großes Anliegen und gerade Frauen mit Behinderungen hätten sich das auch verdient. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Oberrauner und Vorderwinkler.
Einige Zahlen wurden schon aufgezählt, und ich denke, es schadet nicht, sich vor Augen zu führen, welche Herausforderungen wir in der Frauenpolitik nach wie vor auf der Tagesordnung haben: Knapp 80 Prozent der im Handel Tätigen sind Frauen, knapp 80 Prozent der in der Pflege, in der Carearbeit Tätigen sind Frauen. Wir haben noch immer über 20 Prozent Lohnunterschied; 90 Prozent der Alleinerziehenden sind Frauen; die sind sehr oft auf sich alleine gestellt. Wir haben heute gehört, dass jede fünfte Frau von Gewalt betroffen ist, bei Frauen mit Behinderungen sind es sogar zwei Drittel der Frauen. Das sind allesamt irrsinnig beschämende Zahlen für Österreich, und eigentlich müssten wir uns während dieser vier Tage tagtäglich am Anfang nur mit Gleichstellungspolitik beschäftigen, denn solange wir das nicht hinbekommen, wird sich das in allen anderen Bereichen widerspiegeln. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Oberrauner und Vorderwinkler.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Salzmann und Scharzenberger.
Ich glaube, manche hier haben aber doch eine sehr verklärte – ich weiß nicht – Vision von Frauenpolitik. Da gibt es kein „der Sonne entgegen“, und das werden wir auch nicht hinbekommen, indem wir das Budget ein bisschen erhöhen. Frauenpolitik war, ist und bleibt ein Kampf um Macht, Geld und Umverteilung. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Salzmann und Scharzenberger.)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Es braucht: Lohntransparenz – gleichfalls eine ganz wichtige Sache –, Zeiterfassungsstudie – etwas, worauf wir uns geeinigt haben –, Arbeitsplatzbewertung – weil wir wissen, dass es noch immer Sparten gibt, in denen Frauen tätig sind und man allein schon dadurch weniger verdient – und natürlich auch, wie ich gesagt habe, eine stetige Erhöhung der Mittel für Frauenbereiche, wie Sie schon alle – auch von der Opposition – angesprochen haben, und das zu Recht. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: Wann?
Das Gute bei dem Ganzen ist: Wir haben es jetzt nicht mit Türkis-Blau zu tun, sondern mit Türkis-Grün, und gerade in diesem Bereich wird es einen gravierenden Unterschied geben – und ich weiß, dass (in Richtung Bundesministerin Raab) Sie da unsere Verbündete sind. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: Wann?)
Abg. Salzmann: Nein! – Zwischenruf der Abg. Deckenbacher.
Wir haben heute Geschichten von der Billa-Verkäuferin gehört, wir haben von der 24-Stunden-Betreuerin gehört, aber das Einzige, was der Bundesministerin eingefallen ist, wie man Danke sagen kann, ist, dass man diesen Frauen in Zukunft ein bisschen unter die Arme greifen muss und dass man in Zukunft dann den Sekt und den Champagner billiger macht. (Abg. Salzmann: Nein! – Zwischenruf der Abg. Deckenbacher.) Das war die einzige Maßnahme, mit der die Bundesministerin den Punkt getroffen hat. Man merkt also, sie hat ein Gespür für die Lebensrealität der Frauen.
Beifall bei der SPÖ.
Jetzt verstehe ich, dass man in der Krise nicht sofort Patentrezepte hat, aber als Politikerin und gerade als Frauenministerin hätten Sie Orientierung und in Wahrheit diesen Frauen auch eine Stimme geben können. Das ist eigentlich das Schlimme: dass Sie sich nicht zu Wort gemeldet haben, dass das in dieser gesamten Krise für die Frauenministerin nie ein Thema war – Stimme sein für jene Menschen, denen es im Moment nicht gut geht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Brandstötter und Künsberg Sarre.
Das haben sich all jene Menschen, von denen wir heute schon gehört haben – die Billa-Verkäuferin, die Pflegerin, die 24-Stunden-Betreuerin –, nicht verdient: dass man in dieser Krise nicht einmal die Stimme erhebt und in Wahrheit gar nicht spürt, wie es Menschen eigentlich geht, die nicht mit dem goldenen Löffel im Mund geboren worden sind. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Brandstötter und Künsberg Sarre.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Ing. Johann Weber (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe, geschätzte Ministerinnen auf der Regierungsbank! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen hier im Hohen Haus! Sehr geehrte Damen und Herren zu Hause vor den Bildschirmen! Ich möchte die Gelegenheit nützen, Danke zu sagen, dass es nach 15 Jahren eine markante Erhöhung im Frauenbudget gibt. Es sind, wir haben es heute schon gehört, circa 2 Millionen Euro – das ist nicht nix. Dafür einmal ein recht herzliches Dankeschön! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Zanger: Danke! Danke! Danke!
Ich möchte die Gelegenheit jetzt auch nützen, um hier vom Rednerpult aus Danke zu sagen. (Abg. Zanger: Danke! Danke! Danke!) Wir alle wissen, speziell im Gesundheitsbereich und im Pflegebereich sind sehr, sehr viele Frauen beschäftigt. Ich möchte die Gelegenheit insofern nützen, weil auch meine Partnerin Silvia in diesem Berufsbereich tätig ist. Sie ist Intensivkrankenschwester im LKH Wolfsberg, und ich weiß deswegen, was in diesem Bereich in der letzten Zeit wirklich geleistet wurde. Daher ein aufrichtiges Dankeschön an Silvia und allen Damen und Frauen in Österreich. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.
Ich möchte die Gelegenheit jetzt auch nützen, um hier vom Rednerpult aus Danke zu sagen. (Abg. Zanger: Danke! Danke! Danke!) Wir alle wissen, speziell im Gesundheitsbereich und im Pflegebereich sind sehr, sehr viele Frauen beschäftigt. Ich möchte die Gelegenheit insofern nützen, weil auch meine Partnerin Silvia in diesem Berufsbereich tätig ist. Sie ist Intensivkrankenschwester im LKH Wolfsberg, und ich weiß deswegen, was in diesem Bereich in der letzten Zeit wirklich geleistet wurde. Daher ein aufrichtiges Dankeschön an Silvia und allen Damen und Frauen in Österreich. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich möchte abschließend noch einmal Danke sagen, Frau Minister, für diese zusätzlichen Mittel im Frauenbudget. Ich bin mir sicher, dass dieses Geld, das von der Frau Minister eingesetzt wird, auch sehr sinnvoll verwendet wird. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Loacker – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Oberrauner –: Nicht vergessen: immer artig bedanken!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Nun ist Frau Abgeordnete Oberrauner zu Wort gemeldet. – Bitte. (Abg. Loacker – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Oberrauner –: Nicht vergessen: immer artig bedanken!)
Beifall bei der SPÖ.
Applaus und Lippenbekenntnisse werden nicht reichen. Systemrelevante Berufe in Pflege, Gesundheit und Handel müssen besser bezahlt werden, und ich finde es noch immer unglaublich, dass es noch immer nicht möglich ist, den Frauen für die Arbeit, für die sie in der Krisenzeit so gelobt wurden, einmal zwei Bruttogehälter – brutto für netto – auszuzahlen, um ihnen zu zeigen, dass wir ihre Arbeit tatsächlich wertschätzen und nicht nur Lippenbekenntnisse abgeben, denn das bringt diesen Frauen, die zudem ihr Leben zu einer Zeit riskiert haben, in der man nicht gewusst hat, wie man Schutzausrüstungen gut anwendet, gar nichts. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Denken Sie daran, Frauen sind keine Minderheit, Frauen sind die Mehrheit – auch bei Wahlen, falls das noch nicht angekommen ist –, und Frauen sind auch nicht hilfsbedürftig, sie brauchen nur Respekt und eine gleichberechtigte Behandlung! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn wir vom Arbeitsmarkt sprechen, reden wir von Beschäftigung, aber auch von Arbeitslosigkeit, aber auch von Armutsbekämpfung. Wir haben ja hier von der ehemaligen Sozialministerin die Worte gehört – lautstark –: „Wer schafft die Arbeit? Wer schafft die Arbeit?“ – „Die Wirtschaft“ hat sie gesagt. Wir haben gesagt: „Wer macht die Arbeit?“ – Die Arbeitnehmerinnen und die Arbeitnehmer machen die Arbeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Gödl und Sieber
Wir sind jetzt in der größten Krise seit 1945, nun muss die Politik Arbeit schaffen. Die Politik ist aufgefordert, dementsprechend Arbeit zu schaffen. Österreich braucht das größte Investitionspaket der Zweiten Republik. Die SPÖ hat in den letzten Tagen – gestern, vorgestern – und Wochen ihre Vorschläge auf den Tisch gelegt. Die Kollegen Stöger und Kollross haben davon gesprochen, dass es ein Kommunalpaket braucht, ein Kommunalpaket für den größten Auftraggeber in Österreich, und das sind die 1 902 Gemeinden und die 199 Städte. Diese Gemeinden, diese Städte brauchen Geld vom Bund, um dementsprechend liquid zu sein (Zwischenrufe der Abgeordneten Gödl und Sieber), damit sie auch dementsprechend weiter Aufträge an die regionale Wirtschaft vergeben können. (Beifall bei der SPÖ.) Da hilft eure Linie mit einem Zuschuss nichts, weil eine Gemeinde mit fehlender Liquidität den Zuschuss nicht in Anspruch nehmen wird. Die brauchen den Ausfall jener Einnahmen, die sie vor der Coronakrise gehabt haben, erstattet. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir sind jetzt in der größten Krise seit 1945, nun muss die Politik Arbeit schaffen. Die Politik ist aufgefordert, dementsprechend Arbeit zu schaffen. Österreich braucht das größte Investitionspaket der Zweiten Republik. Die SPÖ hat in den letzten Tagen – gestern, vorgestern – und Wochen ihre Vorschläge auf den Tisch gelegt. Die Kollegen Stöger und Kollross haben davon gesprochen, dass es ein Kommunalpaket braucht, ein Kommunalpaket für den größten Auftraggeber in Österreich, und das sind die 1 902 Gemeinden und die 199 Städte. Diese Gemeinden, diese Städte brauchen Geld vom Bund, um dementsprechend liquid zu sein (Zwischenrufe der Abgeordneten Gödl und Sieber), damit sie auch dementsprechend weiter Aufträge an die regionale Wirtschaft vergeben können. (Beifall bei der SPÖ.) Da hilft eure Linie mit einem Zuschuss nichts, weil eine Gemeinde mit fehlender Liquidität den Zuschuss nicht in Anspruch nehmen wird. Die brauchen den Ausfall jener Einnahmen, die sie vor der Coronakrise gehabt haben, erstattet. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir sind jetzt in der größten Krise seit 1945, nun muss die Politik Arbeit schaffen. Die Politik ist aufgefordert, dementsprechend Arbeit zu schaffen. Österreich braucht das größte Investitionspaket der Zweiten Republik. Die SPÖ hat in den letzten Tagen – gestern, vorgestern – und Wochen ihre Vorschläge auf den Tisch gelegt. Die Kollegen Stöger und Kollross haben davon gesprochen, dass es ein Kommunalpaket braucht, ein Kommunalpaket für den größten Auftraggeber in Österreich, und das sind die 1 902 Gemeinden und die 199 Städte. Diese Gemeinden, diese Städte brauchen Geld vom Bund, um dementsprechend liquid zu sein (Zwischenrufe der Abgeordneten Gödl und Sieber), damit sie auch dementsprechend weiter Aufträge an die regionale Wirtschaft vergeben können. (Beifall bei der SPÖ.) Da hilft eure Linie mit einem Zuschuss nichts, weil eine Gemeinde mit fehlender Liquidität den Zuschuss nicht in Anspruch nehmen wird. Die brauchen den Ausfall jener Einnahmen, die sie vor der Coronakrise gehabt haben, erstattet. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Sieber.
Was uns da von Deutschland unterscheidet, liebe ÖVP und liebe Grüne, ist Folgendes: In Deutschland werden die Oppositionsparteien eingeladen, mitzuarbeiten, dort sitzen sie an einem Tisch, dort werden diese Kommunalpakete dementsprechend verhandelt, und dann ist es nicht notwendig, diese Debatten in dieser Art und Form und mit dieser Emotion zu führen, wie wir sie hier führen müssen – weil die Oppositionsparteien dort mit am Tisch sitzen dürfen. (Zwischenruf des Abg. Sieber.)
Zwischenruf des Abg. Ottenschläger
Es bedarf aber vieler weiterer Maßnahmen – auch das ist von der SPÖ ganz klar gesagt worden –, wie Investitionen in den Klimaschutz. Wir müssen schauen, dass das Land schneller hochgefahren wird: bei Genehmigungsverfahren, wir müssen Direktvergaben für Gemeinden und Städte ermöglichen (Zwischenruf des Abg. Ottenschläger), dass dementsprechend auch die Konjunktur schneller angekurbelt wird. (Neuerlicher
Abg. Michael Hammer: Das ist eine Unterstellung!
Es braucht aber auch Maßnahmen, die den Konsum ankurbeln, und an dieser Stelle kommen wir zu jenen Menschen, die jetzt unverschuldet für eine längere Zeit in die Arbeitslosigkeit geschlittert sind – mehr als 500 000 Menschen sind arbeitslos. Sie alle von der ÖVP und Sie alle von den Grünen haben am 19. Mai ein E-Mail von einer jungen Mutter und Ehefrau bekommen. Sie hat Ihnen geschrieben, und ich weiß nicht, ob Sie ihr geantwortet haben – ich habe geantwortet. (Abg. Michael Hammer: Das ist eine Unterstellung!) Vielleicht haben Sie es aber gar nicht gelesen, deswegen lese ich Ihnen das jetzt vor:
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schellhorn.
Wenn Ihnen diese Menschen nicht egal sind, die nun monatelang nicht die Chance haben, zurück in einen Job zu kommen, wenn Sie diese Menschen nicht zurücklassen wollen, dann stimmen Sie bitte unserem Antrag zu. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schellhorn.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Abgeordnete Tanja Graf (ÖVP): Herr Vorsitzender! Geschätzte Ministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuschauer! Ja, die Coronakrise hat alle Österreicherinnen und Österreicher, alle 8,8 Millionen Einwohner unseres Landes und leider auch den Arbeitsmarkt betroffen. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Wurm: Falsch! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wurm.
Wir haben von Beginn an alles versucht, um das Schlimmste bezüglich der Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt zu verhindern, und wir haben eines geschafft: ein in Europa einzigartiges Kurzarbeitsmodell. (Abg. Wurm: Falsch! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wurm.) Herr Kollege Muchitsch, wir sind gemeinsam an einem Tisch gesessen, Sie sind gemeinsam mit uns an einem Tisch gesessen. Dafür darf ich auch meinen Dank aussprechen, denn wir haben es gemeinsam geschafft, dass wir da entsprechende Rahmenbedingungen und eben auch ein Modell ermöglicht haben, mit dem wir 1,3 Millionen Menschen in der Arbeit halten konnten – und dafür, dass wir diesen gemeinsamen Tisch hatten, gilt auch mein Dank. (Beifall der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir haben von Beginn an alles versucht, um das Schlimmste bezüglich der Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt zu verhindern, und wir haben eines geschafft: ein in Europa einzigartiges Kurzarbeitsmodell. (Abg. Wurm: Falsch! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wurm.) Herr Kollege Muchitsch, wir sind gemeinsam an einem Tisch gesessen, Sie sind gemeinsam mit uns an einem Tisch gesessen. Dafür darf ich auch meinen Dank aussprechen, denn wir haben es gemeinsam geschafft, dass wir da entsprechende Rahmenbedingungen und eben auch ein Modell ermöglicht haben, mit dem wir 1,3 Millionen Menschen in der Arbeit halten konnten – und dafür, dass wir diesen gemeinsamen Tisch hatten, gilt auch mein Dank. (Beifall der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Ach so? – Abg. Loacker: In welcher Welt ...?
Es stimmt, es ist jetzt wichtig – und das ist, glaube ich, für uns alle wichtig –, umgehend die Zahl der Arbeitslosen zu senken. Da darf ich mich auch bei der Frau Ministerin bedanken, dass sie erst gestern mit Start Mitte Juni den Neustartbonus ins Leben gerufen hat, denn mit dieser Maßnahme werden Arbeitsplätze gefördert und der Arbeitsmarkt angekurbelt. (Abg. Belakowitsch: Ach so? – Abg. Loacker: In welcher Welt ...?)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Zorba.
Herr Kollege Muchitsch, ja, wir von der Politik können einen Beitrag leisten, wir können Rahmenbedingungen schaffen, um Arbeitsplätze zu fördern. Ich denke dabei auch an Green Jobs, wobei wir im Bereich der Energie sozusagen Rahmenbedingungen und Förderungen gestalten, um neue Arbeitsplätze zu schaffen – aber schaffen und einsetzen tun die Unternehmer die Arbeitsplätze. Wir können sie dabei nur unterstützen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Zorba.)
Beifall der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich darf hier jetzt kurz auf das Budgetkapitel Arbeit eingehen. Wir haben Ausgaben von 8,4 Milliarden Euro budgetiert. Zusätzlich zu den 8,4 Milliarden Euro kommen 12 Milliarden Euro aus dem allgemeinen Steuertopf für die Kurzarbeit. Das sind gewaltige Summen, Summen, die beweisen, wie wichtig uns das Thema Arbeit ist, nämlich ganz wichtig. Mit dem Budget werden wir natürlich weiterhin ältere Arbeitnehmer fördern, in die Ausbildung von Jugendlichen und Facharbeitern investieren und auch die Weiterbildung und Schulung vorantreiben. Summa summarum ist das ein sehr gutes Gesamtpaket, ein Gesamtbudget, das vor allem ein Ziel hat: Menschen dabei zu unterstützen, wieder in den Arbeitsmarkt zu kommen. Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun – und ich bin überzeugt, dass die Ministerin uns dabei unterstützt –, wir werden alles vorantreiben, damit alle Menschen, die vor der Krise einen Job hatten, auch nachher wieder einen haben werden. (Beifall der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Eines ist uns allen klar: Der Facharbeitermangel ist nicht verschwunden. Unsere Unternehmerinnen und Unternehmer brauchen auch in Zukunft gut ausgebildetes Personal, und daher brauchen wir auch Investitionen für die Zukunft. – Danke vielmals. (Beifall der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker.
Ich berichtige: Das ist falsch, das habe ich dem Bundeskanzler bereits vorgestern gesagt. Noch einmal: In ganz Europa gibt es ähnliche Modelle zur Kurzarbeit und es gibt in einigen oder in vielen Ländern Europas wesentlich bessere Modelle. – Danke. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker.)
Abg. Tanja Graf: Es sind 1,3 Millionen Menschen in Kurzarbeit ...!
Meine Damen und Herren vor den Bildschirmgeräten! Meine Vorrednerin, eine tüchtige Unternehmerin, eine Großunternehmerin: Wunderbar, für sie ist die Welt auch weiterhin rosarot. – Wenn Sie betroffen sind, wenn Sie zu diesen über 1,8 Millionen Österreicherinnen und Österreichern gehören, die jetzt beschäftigungslos sind (Abg. Tanja Graf: Es sind 1,3 Millionen Menschen in Kurzarbeit ...!), dann wissen Sie, dass das nicht ganz so ist. Diese Welt, wie sie sich Frau Graf gerne gezeichnet hat oder wie die ÖVP sie sich überhaupt gerne aufzeichnet, funktioniert so nämlich leider nicht.
Zwischenrufe der Abgeordneten Tanja Graf, Ottenschläger und Scharzenberger.
Wir wissen – und das zeigt die offizielle Homepage der Frau Arbeitsministerin –, die Kurve der Beschäftigungslosen geht weiterhin nach oben. Sie steigt unendlich an, und wenn wir keine ordentlichen Gegenmaßnahmen bieten, wird sie auch weiter ansteigen. Da können Sie sich noch so oft hierherstellen und erklären, wie großartig denn nicht die Maßnahmen waren: 12 Milliarden Euro für die Kurzarbeit, am Papier. – Da gebe ich Ihnen vollkommen recht. Wie viel aber kommt denn bei den Bürgern an? Wie viel kommt denn bei den Unternehmern an? – Na, ein bisschen was über 400 Millionen Euro. Das sind doch, bitte schön, nicht einmal 10 Prozent des Gesamten, was da angekommen ist, meine Damen und Herren! (Zwischenrufe der Abgeordneten Tanja Graf, Ottenschläger und Scharzenberger.)
Ruf bei der ÖVP: Das stimmt ja nicht!
Das ist das Problem: Das Geld, das die Arbeitnehmer bekommen, ist bisher noch von den Unternehmen bezahlt worden. Da hat die Bundesregierung noch überhaupt nichts gemacht. (Ruf bei der ÖVP: Das stimmt ja nicht!) Da wird nichts überwiesen, genauso wie beim Härtefallfonds. (Neuerliche Zwischenrufe der Abgeordneten Tanja Graf und Ottenschläger.) – Sie können gerne herauskommen, Sie müssen nicht immer reinschreien. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker. – Heiterkeit bei der ÖVP.) – Na, selbstverständlich stimmt das, meine Damen und Herren! (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Wurm – in Richtung ÖVP –: Ihr könnt nur reinschreien!) Ich weiß nicht, in welcher Welt Sie leben.
Neuerliche Zwischenrufe der Abgeordneten Tanja Graf und Ottenschläger.
Das ist das Problem: Das Geld, das die Arbeitnehmer bekommen, ist bisher noch von den Unternehmen bezahlt worden. Da hat die Bundesregierung noch überhaupt nichts gemacht. (Ruf bei der ÖVP: Das stimmt ja nicht!) Da wird nichts überwiesen, genauso wie beim Härtefallfonds. (Neuerliche Zwischenrufe der Abgeordneten Tanja Graf und Ottenschläger.) – Sie können gerne herauskommen, Sie müssen nicht immer reinschreien. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker. – Heiterkeit bei der ÖVP.) – Na, selbstverständlich stimmt das, meine Damen und Herren! (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Wurm – in Richtung ÖVP –: Ihr könnt nur reinschreien!) Ich weiß nicht, in welcher Welt Sie leben.
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker. – Heiterkeit bei der ÖVP.
Das ist das Problem: Das Geld, das die Arbeitnehmer bekommen, ist bisher noch von den Unternehmen bezahlt worden. Da hat die Bundesregierung noch überhaupt nichts gemacht. (Ruf bei der ÖVP: Das stimmt ja nicht!) Da wird nichts überwiesen, genauso wie beim Härtefallfonds. (Neuerliche Zwischenrufe der Abgeordneten Tanja Graf und Ottenschläger.) – Sie können gerne herauskommen, Sie müssen nicht immer reinschreien. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker. – Heiterkeit bei der ÖVP.) – Na, selbstverständlich stimmt das, meine Damen und Herren! (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Wurm – in Richtung ÖVP –: Ihr könnt nur reinschreien!) Ich weiß nicht, in welcher Welt Sie leben.
Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Wurm – in Richtung ÖVP –: Ihr könnt nur reinschreien!
Das ist das Problem: Das Geld, das die Arbeitnehmer bekommen, ist bisher noch von den Unternehmen bezahlt worden. Da hat die Bundesregierung noch überhaupt nichts gemacht. (Ruf bei der ÖVP: Das stimmt ja nicht!) Da wird nichts überwiesen, genauso wie beim Härtefallfonds. (Neuerliche Zwischenrufe der Abgeordneten Tanja Graf und Ottenschläger.) – Sie können gerne herauskommen, Sie müssen nicht immer reinschreien. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker. – Heiterkeit bei der ÖVP.) – Na, selbstverständlich stimmt das, meine Damen und Herren! (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Wurm – in Richtung ÖVP –: Ihr könnt nur reinschreien!) Ich weiß nicht, in welcher Welt Sie leben.
Beifall bei der FPÖ.
464 Millionen Euro an Förderungen sind bisher von den 38 Milliarden Euro angekommen, davon 191 Millionen Euro für die Kurzarbeit – 191 Millionen Euro von 12 Milliarden! Wovon reden Sie also? In welcher Welt leben Sie denn wirklich? Offensichtlich reden Sie nur mit den Wirtschaftsbundmitgliedern, möglicherweise werden die bevorzugt, aber alle anderen bekommen einfach nichts, und das hören Sie doch tagtäglich, wenn Sie mit den Unternehmern sprechen. Sie können das ja nicht immer leugnen. Die Zahlen sprechen da eine ganz, ganz eindeutige Sprache, meine Damen und Herren von der ÖVP. Hören Sie also auf, versuchen Sie gar nicht mehr, den Menschen Sand in die Augen zu streuen, er kommt ohnehin nicht mehr an, weil Ihre Taten schlicht und einfach nicht den Worten folgen! Das ist das wirkliche Problem, das wir derzeit in Österreich haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.
Mindestsicherung beantragen. Das war die Antwort der ÖVP. Das ist menschenverachtend und das ist abzulehnen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.
Wissen Sie, wann bei Ihnen das Geld locker sitzt? – Dann, wenn es darum geht, für die Pleitestaaten der EU zu haften. Dann sitzt bei der ÖVP das Geld locker. Wenn es aber darum geht, die eigenen Unternehmen, die eigenen Arbeitsplätze zu sichern, dann knausern Sie, dann sagen Sie, die Arbeitnehmer sollen in die Mindestsicherung gehen. Das ist die asoziale, menschenverachtende ÖVP-Politik, meine Damen und Herren! (Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.)
Beifall bei der FPÖ.
Das wäre dringend notwendig, denn dass unser Arbeitsmarkt derzeit so aussieht, wie er aussieht, das ist nicht irgendeinem Virus geschuldet, sondern das ist Ihrem Nichthandeln geschuldet, das ist der Tatsache geschuldet, dass Sie über Nacht den Unternehmern verboten haben, ihre Geschäfte zu betreten – dem ist es geschuldet! –, ohne dafür geradezustehen, ohne dass die Unternehmer dafür einen Ausgleich erhalten haben. Darum schaut die Wirtschaft so aus, und darum sind die Arbeitsmarktdaten so schlecht, wie sie sind! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Sie sind zu Hause!
Die Definition von beschäftigungslos ist: ohne Anstellung. Was sie sagte, ist daher nicht korrekt (Abg. Belakowitsch: Sie sind zu Hause!), denn es sind 1,3 Millionen Menschen in Kurzarbeit – mit einem Anstellungsverhältnis – und es sind über 500 000 Menschen ohne Beschäftigung (Abg. Belakowitsch: Ja, passt schon!) und somit arbeitslos. – Danke. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Belakowitsch: Danke, Frau ...!)
Abg. Belakowitsch: Ja, passt schon!
Die Definition von beschäftigungslos ist: ohne Anstellung. Was sie sagte, ist daher nicht korrekt (Abg. Belakowitsch: Sie sind zu Hause!), denn es sind 1,3 Millionen Menschen in Kurzarbeit – mit einem Anstellungsverhältnis – und es sind über 500 000 Menschen ohne Beschäftigung (Abg. Belakowitsch: Ja, passt schon!) und somit arbeitslos. – Danke. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Belakowitsch: Danke, Frau ...!)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Belakowitsch: Danke, Frau ...!
Die Definition von beschäftigungslos ist: ohne Anstellung. Was sie sagte, ist daher nicht korrekt (Abg. Belakowitsch: Sie sind zu Hause!), denn es sind 1,3 Millionen Menschen in Kurzarbeit – mit einem Anstellungsverhältnis – und es sind über 500 000 Menschen ohne Beschäftigung (Abg. Belakowitsch: Ja, passt schon!) und somit arbeitslos. – Danke. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Belakowitsch: Danke, Frau ...!)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Abgeordneter Mag. Markus Koza (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte MinisterInnen! Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte ZuseherInnen! Noch einmal kurz: Der Sinn von Kurzarbeit ist genau der, dass Menschen in Beschäftigung bleiben und nicht in Arbeitslosigkeit geraten. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Darum wurde sie eingeführt, darum wurde sie umgesetzt, und sie ist ein wunderbares, tolles Instrument, das in ganz Europa eingesetzt wird. – Punkt eins. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Abgeordneter Mag. Markus Koza (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte MinisterInnen! Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte ZuseherInnen! Noch einmal kurz: Der Sinn von Kurzarbeit ist genau der, dass Menschen in Beschäftigung bleiben und nicht in Arbeitslosigkeit geraten. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Darum wurde sie eingeführt, darum wurde sie umgesetzt, und sie ist ein wunderbares, tolles Instrument, das in ganz Europa eingesetzt wird. – Punkt eins. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Schellhorn: Sie wird steigen!
Punkt zwei: Wir haben ein Budget vor uns liegen, und 10 Prozent der Bundesausgaben entfallen insgesamt auf den Bereich Arbeit – im alten Budget. Wir wissen, dass aufgrund der Herausforderungen der Coronakrise dieses Budget im Arbeitsmarktbereich so sicher überholt ist. Die Zahlen sind bekannt, sie wurden bereits mehrfach erwähnt: Es sind 523 000 Menschen in Arbeitslosigkeit, 1,3 Millionen in Kurzarbeit, und auch wenn die Arbeitslosenzahlen aktuell rückläufig sind, droht die Arbeitslosigkeit auch noch in den nächsten Monaten auf einem Rekordniveau zu verleiben (Abg. Schellhorn: Sie wird steigen!), und es kann durchaus auch sein, falls es tatsächlich zu Insolvenzwellen kommen sollte – die nicht auszuschließen sind –, dass die Arbeitslosigkeit im Herbst auch noch steigt. (Abg. Schellhorn: Was tun Sie dagegen?)
Abg. Schellhorn: Was tun Sie dagegen?
Punkt zwei: Wir haben ein Budget vor uns liegen, und 10 Prozent der Bundesausgaben entfallen insgesamt auf den Bereich Arbeit – im alten Budget. Wir wissen, dass aufgrund der Herausforderungen der Coronakrise dieses Budget im Arbeitsmarktbereich so sicher überholt ist. Die Zahlen sind bekannt, sie wurden bereits mehrfach erwähnt: Es sind 523 000 Menschen in Arbeitslosigkeit, 1,3 Millionen in Kurzarbeit, und auch wenn die Arbeitslosenzahlen aktuell rückläufig sind, droht die Arbeitslosigkeit auch noch in den nächsten Monaten auf einem Rekordniveau zu verleiben (Abg. Schellhorn: Sie wird steigen!), und es kann durchaus auch sein, falls es tatsächlich zu Insolvenzwellen kommen sollte – die nicht auszuschließen sind –, dass die Arbeitslosigkeit im Herbst auch noch steigt. (Abg. Schellhorn: Was tun Sie dagegen?)
Abg. Schellhorn: ... nicht berechnet!
Das hat natürlich massive Auswirkungen auf das Budget, weil einerseits natürlich die Ausgaben für Arbeitslosigkeit steigen, andererseits auch Einnahmen aus Sozialversicherungsbeiträgen und – besonders budgetwirksam – aus Lohnsteuern sinken. (Abg. Schellhorn: ... nicht berechnet!)
Ruf: Wo ist das im Budget ...?
Der Budgetdienst des Parlaments – ein herzliches Dankeschön noch einmal für die hervorragenden Budgetanalysen! – hat weiters berechnet, dass die Ausgaben für Arbeitslosigkeit coronabedingt vermutlich – schätzomativ – um rund 800 Millionen Euro steigen werden und umgekehrt aufgrund der steigenden Arbeitslosigkeit die Einnahmen aus den Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung um circa 300 Millionen Euro sinken werden. (Ruf: Wo ist das im Budget ...?)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Nur: Ein automatischer Stabilisator wie das Arbeitslosengeld kann auch nur so gut wirken, wie gut er dotiert ist, und er hängt davon ab, wie viele Menschen in Arbeitslosigkeit sind. Wenn die Arbeitslosigkeit anhaltend hoch bleibt und das Arbeitslosengeld verhältnismäßig gering ist, dann werden wir uns allein aus konjunkturpolitischen und nachfragepolitischen Gründen die Frage stellen müssen, ob wir nicht das Arbeitslosengeld erhöhen. Und ich sage auch ganz ehrlich: Wir Grüne werden uns diese Frage auch offensiv stellen (Zwischenrufe bei der SPÖ) und diesen Weg auch offensiv verfolgen (Beifall bei den Grünen), denn – wie bereits erwähnt – wenn wir aus der Krise kommen wollen, brauchen wir starke konjunkturpolitische Maßnahmen. Die Erhöhung des Arbeitslosengeldes ist eine, die dazu beiträgt, dass wir sozial gerecht aus dieser Krise kommen. – Danke. (Beifall bei Grünen und SPÖ.)
Beifall bei den Grünen
Nur: Ein automatischer Stabilisator wie das Arbeitslosengeld kann auch nur so gut wirken, wie gut er dotiert ist, und er hängt davon ab, wie viele Menschen in Arbeitslosigkeit sind. Wenn die Arbeitslosigkeit anhaltend hoch bleibt und das Arbeitslosengeld verhältnismäßig gering ist, dann werden wir uns allein aus konjunkturpolitischen und nachfragepolitischen Gründen die Frage stellen müssen, ob wir nicht das Arbeitslosengeld erhöhen. Und ich sage auch ganz ehrlich: Wir Grüne werden uns diese Frage auch offensiv stellen (Zwischenrufe bei der SPÖ) und diesen Weg auch offensiv verfolgen (Beifall bei den Grünen), denn – wie bereits erwähnt – wenn wir aus der Krise kommen wollen, brauchen wir starke konjunkturpolitische Maßnahmen. Die Erhöhung des Arbeitslosengeldes ist eine, die dazu beiträgt, dass wir sozial gerecht aus dieser Krise kommen. – Danke. (Beifall bei Grünen und SPÖ.)
Beifall bei Grünen und SPÖ.
Nur: Ein automatischer Stabilisator wie das Arbeitslosengeld kann auch nur so gut wirken, wie gut er dotiert ist, und er hängt davon ab, wie viele Menschen in Arbeitslosigkeit sind. Wenn die Arbeitslosigkeit anhaltend hoch bleibt und das Arbeitslosengeld verhältnismäßig gering ist, dann werden wir uns allein aus konjunkturpolitischen und nachfragepolitischen Gründen die Frage stellen müssen, ob wir nicht das Arbeitslosengeld erhöhen. Und ich sage auch ganz ehrlich: Wir Grüne werden uns diese Frage auch offensiv stellen (Zwischenrufe bei der SPÖ) und diesen Weg auch offensiv verfolgen (Beifall bei den Grünen), denn – wie bereits erwähnt – wenn wir aus der Krise kommen wollen, brauchen wir starke konjunkturpolitische Maßnahmen. Die Erhöhung des Arbeitslosengeldes ist eine, die dazu beiträgt, dass wir sozial gerecht aus dieser Krise kommen. – Danke. (Beifall bei Grünen und SPÖ.)
Abg. Koza: ... ist nicht alles, Kollege Loacker!
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Frau Präsidentin! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Die Grünen stellen sich selbst offensiv Fragen – ich glaube, das wäre für jeden Psychologen ein spannendes Feld, um sich näher damit auseinanderzusetzen. (Abg. Koza: ... ist nicht alles, Kollege Loacker!) – Ja.
Heiterkeit bei Abgeordneten der NEOS
Um etwas Positives zu sagen: Die Frau Ministerin hat erkannt, dass man da nicht anschauen, zuschauen, weiterschauen oder – kurz gesagt – anschobern kann (Heiterkeit bei Abgeordneten der NEOS), sondern dass man etwas tun muss. Sie hat deswegen in puncto Kurzarbeit einiges getan: Zuerst haben wir 400 Millionen Euro angekündigt bekommen, dann 1 Milliarde und dann 10 Milliarden und jetzt 12 Milliarden Euro. Die Frage, auf welcher Basis diese Zahlen errechnet worden sind, ist aber bis heute unbeantwortet. Wir haben im Budgetausschuss – die Sozialdemokraten, die Freiheitlichen und wir – versucht, aus der Frau Ministerin herauszukitzeln, welche Parameter sie nimmt, wenn sie da errechnet, ob wir jetzt 10 oder 12 Milliarden Euro brauchen. – Es gibt keine. Es wird gewürfelt und mit der Haarlänge von Blümel multipliziert oder so, und dann kommt etwas heraus.
Heiterkeit bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.
Welches Genie ist auf die Idee gekommen, die Kurzarbeit vom Nettobezug weg zu rechnen? Immer wenn ein Politiker etwas von netto faselt, dann stirbt irgendwo ein Personalverrechner. (Heiterkeit bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.) Das kann natürlich nicht gehen! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Welches Genie ist auf die Idee gekommen, die Kurzarbeit vom Nettobezug weg zu rechnen? Immer wenn ein Politiker etwas von netto faselt, dann stirbt irgendwo ein Personalverrechner. (Heiterkeit bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.) Das kann natürlich nicht gehen! (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Michael Hammer: Das ist ja unfassbar!
Da merkt man, welches Ausmaß an Inkompetenz da entscheidet. (Abg. Michael Hammer: Das ist ja unfassbar!) Wenn zum Beispiel Kollege Sieber und ich denselben Job haben, er das Pendlerpauschale beim Arbeitgeber abgegeben hat und ich es selbst beim Finanzamt abrechne, dann haben wir ein unterschiedliches Netto, obwohl die Voraussetzungen gleich sind. Das haben Sie von der Regierung, mit den Sozialpartnern abgekartet, den Betrieben hingeworfen. Das kann kein Mensch, kein Steuerberater, niemand administrieren, deswegen kommt es auch immer wieder zu Verfehlungen und werden bei den Kontrollen Überschreitungen entdeckt. Sogar die Volkshilfe hält sich nicht an die Regeln, die vorgegeben sind.
Zwischenruf des Abg. Schellhorn.
Topf und noch einen Fonds. (Zwischenruf des Abg. Schellhorn.) Die Leute kennen sich nicht mehr aus. Die Regierung kennt sich ja auch nicht aus, wieso sollen sich die Bürger auskennen? (Beifall bei NEOS und SPÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei NEOS und SPÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Topf und noch einen Fonds. (Zwischenruf des Abg. Schellhorn.) Die Leute kennen sich nicht mehr aus. Die Regierung kennt sich ja auch nicht aus, wieso sollen sich die Bürger auskennen? (Beifall bei NEOS und SPÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Was wir auf dem Arbeitsmarkt bräuchten, wäre Qualifikation; die Mittel dafür sind gekürzt worden. Was wir noch bräuchten, wäre eine niedrige Steuer- und Abgabenbelastung, aber das ist Ihnen auch wurscht. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Damen und Herren! Für das Jahr 2020 weist das Budget im Familienbereich 7,4 Milliarden Euro aus, und das ist im internationalen Vergleich wirklich ein hervorragender Wert. Es sind, um es genauer auszudrücken, 270 Millionen Euro mehr als im Jahr 2019. Dazu kommen dann noch 80 Millionen Euro an Covid-Maßnahmen, die die Familien direkt unterstützen. – Frau Ministerin, ich möchte Ihnen nicht danken, sondern gratulieren, dass Sie das Budget und diese Maßnahmen gut erarbeitet und verhandelt haben. Alles Gute und vielen Dank, Frau Minister! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Damen und Herren! Bedingt durch die Covid-Krise muss auch im Flaf mit einem erheblichen Abgang gerechnet werden. Wenn wir auch in Zukunft die uns allen wichtigen direkten Familienleistungen, die aus dem Flaf finanziert werden, in vollem Umfang erhalten wollen – und dazu stehen wir –, dann werden wir in den nächsten Jahren ein noch größeres Augenmerk auf die finanzielle Performance des Flaf legen müssen. Viele der Leistungen, die der Flaf erbringt, sind wichtig, richtig und gehören zum Selbstverständnis der österreichischen Familienpolitik. Niemand wird allen Ernstes Familienleistungen, die aus dem Flaf erbracht werden, hinterfragen. Es ist aber auch unsere Pflicht und Aufgabe, darauf zu achten, dass die finanzielle Gebarung des Flaf mittel- und langfristig nicht aus dem Ruder läuft. Diese Regierung, diese Koalition, meine Damen und Herren, ist Garant dafür, dass auch in Zukunft auf Basis einer soliden Finanz- und Familienpolitik die uns allen wichtigen Familienleistungen gesichert sind. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Eine Rechnung interessiert mich noch besonders, Frau Ministerin: Sie haben gesagt, wenn ein Haushalt ein Nettoeinkommen von 3 000 Euro hat, dann kriegt man aus dem Härtefallfonds 870 Euro pro Kind. Die Frau Frauenministerin – ich habe heute in der Früh keine Zeit gehabt, das zu fragen – hat gesagt, sie sei dafür, dass Alleinerzieherinnen und Alleinerzieher 1 200 Euro aus dem Härtefallfonds kriegen. Wissen Sie, was man da verdienen muss? – Einen Sechser netto! Ich kenne keine einzige Alleinerzieherin, die so viel verdient. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Was muss getan werden, um das abzuwenden? Was muss getan werden, um jungen Menschen eine Perspektive aus dieser Krise zu geben? Was brauchen wir, um die Fachkräfte von morgen auszubilden? – Ein erster guter Schritt war die Ausweitung der Kurzarbeit, dadurch konnten viele Ausbildungsplätze gesichert werden. Erfreulich ist auch, dass bei Lehrlingen in Kurzarbeit ab 1. Juni das Entgelt beim Wechsel des Lehrjahres sowie bei Absolvierung der Lehrabschlussprüfung entsprechend erhöht wird. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Dieses Thema betrifft nicht nur diese UG und nicht nur dieses Budget, es wird uns auch in den kommenden Monaten und Jahren begleiten. Und ja, dieses Budget ist ein Krisenbudget, und das bedeutet umso mehr, dass die Jugend ein wesentlicher Bestandteil eines zukunftswirksamen Konjunkturpaketes sein muss und wird. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und SPÖ.
Ihre Aufgabe als ÖVP, als Wirtschaftspartei muss es ja ganz klar sein, nicht an einem kleinen Schräubchen zu drehen, nämlich ob wir jetzt die Nettoersatzrate von 55 auf 70 Prozent anheben oder nicht, sondern das Big Picture, das große Bild vor Augen zu haben und das Konsumverhalten anzutreiben. Das machen Sie aber nicht mit Ihren wirtschaftspolitischen Grundlagen. Das sollten Sie sich überlegen! (Beifall bei FPÖ und SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Daher appelliere ich an Sie: Geben Sie uns die Möglichkeit, der österreichischen Bevölkerung auf diese Weise zu helfen, und setzen Sie dieses Zeichen gemeinsam mit uns um! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Schellhorn.
Schulden gemacht. (Zwischenruf des Abg. Schellhorn.) Wir haben unser Dach saniert. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Schulden gemacht. (Zwischenruf des Abg. Schellhorn.) Wir haben unser Dach saniert. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei SPÖ und NEOS
Wir haben das Dach saniert, es gut ausgebaut und sicher gemacht. Österreich hat also eine sehr gute budgetäre Ausgangssituation. Und jetzt, wo es stürmt und regnet, uns der Wind einer globalen Pandemie entgegenbläst, hält unser Dach und bietet uns Schutz. 2020 ist bestimmt kein Sonnenjahr für uns, aber gerade weil wir in den letzten Jahren verantwortungsvoll mit dem Geld der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler umgegangen sind, können wir mehr helfen als andere Länder (Zwischenrufe bei SPÖ und NEOS): mit einem eigenen Kurzarbeitsmodell, mit dem Krisenbewältigungsfonds für in Not geratene Familien oder auch mit der Verlängerung der Familienbeihilfe. Damit Studierende die Familienbeihilfe durch den eingeschränkten Unibetrieb nicht verlieren, haben wir ein zusätzliches Toleranzsemester eingeführt. Auch für die freiwilligen Zivildiener und Einsatzpräsenzdiener gilt diese Verlängerung der Familienbeihilfe. – Danke für eure Bereitschaft und für euer Engagement in dieser schwierigen Zeit! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Wir haben das Dach saniert, es gut ausgebaut und sicher gemacht. Österreich hat also eine sehr gute budgetäre Ausgangssituation. Und jetzt, wo es stürmt und regnet, uns der Wind einer globalen Pandemie entgegenbläst, hält unser Dach und bietet uns Schutz. 2020 ist bestimmt kein Sonnenjahr für uns, aber gerade weil wir in den letzten Jahren verantwortungsvoll mit dem Geld der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler umgegangen sind, können wir mehr helfen als andere Länder (Zwischenrufe bei SPÖ und NEOS): mit einem eigenen Kurzarbeitsmodell, mit dem Krisenbewältigungsfonds für in Not geratene Familien oder auch mit der Verlängerung der Familienbeihilfe. Damit Studierende die Familienbeihilfe durch den eingeschränkten Unibetrieb nicht verlieren, haben wir ein zusätzliches Toleranzsemester eingeführt. Auch für die freiwilligen Zivildiener und Einsatzpräsenzdiener gilt diese Verlängerung der Familienbeihilfe. – Danke für eure Bereitschaft und für euer Engagement in dieser schwierigen Zeit! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Lassen Sie mich abschließend noch eines festhalten: Wir unternehmen sehr viel, um Familien, Arbeitnehmer, Selbstständige in dieser Situation zu unterstützen und gleichzeitig auch die Wirtschaft durch Investitionen anzukurbeln. Das größte Konjunkturpaket hat jedoch jeder Einzelne selbst in der Hand: Kaufen Sie bei regionalen Unternehmen, genießen Sie österreichische Lebensmittel – auch in unserer Gastronomie –, machen Sie Urlaub in Österreich! So unterstützen Sie unzählige Mitarbeiter in den Betrieben in Ihrer Umgebung. Nur so können unsere Wirtschaft und später auch unser Arbeitsmarkt wieder in Schwung kommen. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Ruf bei der SPÖ: Ja!
Abgeordneter Michael Bernhard (NEOS): Geschätzte Frau Präsidentin! Geschätzte Frau Bundesministerin! Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Wenn ich den ÖVP-Abgeordneten zuhöre – und ich habe das jetzt sehr aufmerksam gemacht ‑, dann denke ich mir vor allem eines: Kommen Sie zurück aus Ihrem Paralleluniversum! (Ruf bei der SPÖ: Ja!) Kommen Sie zurück in die Realität, in der alle anderen Menschen in Österreich gefangen sind! (Beifall bei NEOS und FPÖ.)
Beifall bei NEOS und FPÖ.
Abgeordneter Michael Bernhard (NEOS): Geschätzte Frau Präsidentin! Geschätzte Frau Bundesministerin! Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Wenn ich den ÖVP-Abgeordneten zuhöre – und ich habe das jetzt sehr aufmerksam gemacht ‑, dann denke ich mir vor allem eines: Kommen Sie zurück aus Ihrem Paralleluniversum! (Ruf bei der SPÖ: Ja!) Kommen Sie zurück in die Realität, in der alle anderen Menschen in Österreich gefangen sind! (Beifall bei NEOS und FPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Frau Ministerin, es liegt an Ihnen: Viele Menschen bauen derzeit darauf, dass Sie Ihr Haus im Griff haben und gut führen – wir als NEOS werden Sie dabei nach Kräften unterstützen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: Die haben wir schon!
Ja, es braucht über das Budget hinaus weitere Pläne, Planungssicherheit, zusätzliche Hilfen und Maßnahmen im sozialen Bereich, denn wir wollen nicht, dass auf die gesundheitliche Krise eine soziale Krise folgt. – Danke schön. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: Die haben wir schon!)
Beifall bei der SPÖ.
Auch der Corona-Familienhärteausgleich wurde als solche rasche und unbürokratische Unterstützung angekündigt, allerdings kommt die versprochene Hilfe bei den Menschen nicht an. – Ich erhalte Nachrichten von verzweifelten Familien, dass sie bisher weder Informationen noch Geld auf ihr Konto erhalten haben. Frau Ministerin, die Familien brauchen die Unterstützung aus diesem Fonds jetzt, sie brauchen die Auszahlung jetzt und nicht irgendwann! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Im Sinne unserer Familien ersuche ich um Zustimmung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist aber sehr, sehr viel passiert. Ich erwähne den Familienbonus; ich komme noch einmal auf den Coronafamilienhärteausgleich zu sprechen, der mit 30 Millionen Euro dotiert ist – Frau Ministerin, danke! Sie haben auch im Ausschuss gesagt, wenn es da Probleme gibt, wenn es zu Verzögerungen kommt, kann sich jeder an Ihr Ministerium wenden. Ich habe schon sehr viel Positives gehört, dass Familien gesagt haben, dass ihnen sehr schnell und unbürokratisch geholfen wurde. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abgeordneten Heinisch-Hosek.
Da Frau Heinisch-Hosek gemeint hat, die unbezahlte Familienarbeit werde nicht entsprechend bewertet: Wir haben uns ja darauf geeinigt, dass wir eine große Studie machen, eine Zeitverwendungsstudie, eine Kinderkostenstudie. (Zwischenruf der Abgeordneten Heinisch-Hosek.) Es gibt einen Ausschuss im Justizministerium, der ein neues Unterhaltsrecht erarbeitet.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Es stimmt: Wenn der Kindergarten um 16 Uhr sperrt und die Eltern bis 20 Uhr arbeiten müssen, dann nützt das nichts. Wir brauchen neue Antworten auf eine neue Zeit, in der Familie und Arbeitswelt anders stattfinden, und wir brauchen auch mehr Chancen für Frauen, damit sie eben eine Eigenpension erwerben. Wenn Beruf und Familie gut vereinbar sind, dann wird es auch den Familien weiterhin gut gehen, und ich glaube, das ist unser aller Ziel. – Danke, Frau Bundesministerin! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, mir liegen die Familien am Herzen, und ich hoffe, auch Ihnen! Ich bitte Sie, diesen Antrag zu unterstützen und ihm zuzustimmen. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Ernst-Dziedzic.
Insgesamt kann man ruhigen Gewissens sagen: Familien und ihre Angelegenheiten sind bei dieser Bundesregierung, bei Bundesministerin Christine Aschbacher und Bundeskanzler Kurz, wirklich in den besten Händen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Ernst-Dziedzic.)
Abg. Leichtfried: Das ... die passende Antwort!
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Markus Vogl. – Bitte. (Abg. Leichtfried: Das ... die passende Antwort!)
Beifall bei der SPÖ.
Wisst ihr, das ist, glaube ich, das Problem: Die Menschen brauchen nicht mehr Verwaltung und Bürokratie, die Menschen brauchen tatsächlich konkrete Unterstützung bei ihren Problemen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Haubner.
Damit es vielleicht nicht so auffällt, dass es da so viele neue Planstellen gibt, kürzt man auch. Aus meiner Sicht aber in einem komplett falschen Bereich: Man kürzt weiter bei den Planstellen für die Arbeitsinspektion. Ich glaube, wir bekommen alle gerade mit, welche Zustände derzeit zum Teil am Arbeitsmarkt herrschen. Wenn man Laudamotion verfolgt – unter welchen Bedingungen Menschen da auf einmal arbeiten sollen –, dann glaube ich, braucht es nicht weniger, sondern wird es in Zukunft mehr Arbeitsinspektoren brauchen, die darauf achten, dass die Arbeitsbedingungen für die Menschen in diesem Land weiterhin gute sind. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Haubner.) – Ich verstehe es nach wie vor nicht, Herr Kollege – und das können Sie Ihren Kollegen ausrichten –, warum die Wirtschaftskammer so einem Kollektivvertrag überhaupt zugestimmt hat. Ich bin heute noch erschüttert. Vielleicht könnten Sie das in Ihren Reihen ausrichten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Damit es vielleicht nicht so auffällt, dass es da so viele neue Planstellen gibt, kürzt man auch. Aus meiner Sicht aber in einem komplett falschen Bereich: Man kürzt weiter bei den Planstellen für die Arbeitsinspektion. Ich glaube, wir bekommen alle gerade mit, welche Zustände derzeit zum Teil am Arbeitsmarkt herrschen. Wenn man Laudamotion verfolgt – unter welchen Bedingungen Menschen da auf einmal arbeiten sollen –, dann glaube ich, braucht es nicht weniger, sondern wird es in Zukunft mehr Arbeitsinspektoren brauchen, die darauf achten, dass die Arbeitsbedingungen für die Menschen in diesem Land weiterhin gute sind. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Haubner.) – Ich verstehe es nach wie vor nicht, Herr Kollege – und das können Sie Ihren Kollegen ausrichten –, warum die Wirtschaftskammer so einem Kollektivvertrag überhaupt zugestimmt hat. Ich bin heute noch erschüttert. Vielleicht könnten Sie das in Ihren Reihen ausrichten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, dass das, was da gemeinsam mit den Kollegen der ÖVP beschlossen worden ist, gerade auch jetzt in der Krise umgesetzt werden sollte – und wir erwarten uns auch, dass der Kanzler diesbezüglich zu seinem Wort steht. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Leichtfried: ... zurück zu einer neuen Normalität!
UG 20, Arbeit, und UG 25, Familie und Jugend, stark betroffen. In diesen beiden Untergliederungen sind wir daher intensiv gefordert, auch jetzt bei einem Comeback für Österreich, im schrittweisen Wiederhochfahren zurück zu einer neuen Normalität zu kommen. (Abg. Leichtfried: ... zurück zu einer neuen Normalität!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte Ihnen sagen, dass die Vermittlung jeder und jedes Einzelnen durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Arbeitsmarktservice Österreich ein Schritt in die richtige Richtung ist. Es gibt auch Mut und Perspektive, dass es in den verschiedenen Bereichen, für die verschiedenen Zielgruppen, für die verschiedenen Menschen wieder Arbeit gibt. Wir geben jeden Tag das Beste – Schritt für Schritt –, um zu unterstützen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Es gibt sehr viele Rückmeldungen, einerseits von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich in Kurzarbeit befinden, aber auch von den vielen Unternehmerinnen und Unternehmern, die ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Kurzarbeit angemeldet haben. Sie sagen, es ist ganz wichtig, dass man auf der einen Seite weiß: Ich kehre an meinen Arbeitsplatz zurück!, aber auch: Ich gehe der Arbeit nach, auch wenn es in reduzierter Art und Weise ist, da diese jetzt wieder schrittweise hochgefahren werden kann. Das ist das Instrument der Kurzarbeit, das für die Krise und jetzt auch für das Comeback so wichtig ist, indem mehr gearbeitet werden kann, wo es möglich ist. Dementsprechend danke ich allen Unternehmerinnen und Unternehmern, aber auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich jetzt in Kurzarbeit befinden und auch dort wieder mehr arbeiten, wo es möglich ist: meinen herzlichen Dank an dieser Stelle. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Stelle möchte ich meinen Dank allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Arbeitsmarktservice aussprechen, die die Mammutaufgabe haben, einerseits die hohe Anzahl an Anträgen zur Kurzarbeit abzuwickeln und gemeinsam mit der österreichischen Bundesbuchhaltungsagentur zur Auszahlung zu bringen und zugleich dieser hohen Zahl an Menschen, die sich auf Arbeitsuche befinden, Existenzsicherung im Rahmen der Versicherung und durch die Auszahlung des Arbeitslosengeldes zu garantieren. – Dafür meinen herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Einen weiteren Akzent haben wir ebenfalls gestern kommuniziert, nämlich den Neustartbonus. Dabei geht es darum, dass es in verschiedenen Branchen und Unternehmen, in denen jetzt durch die wirtschaftliche Situation noch keine Vollauslastung herrscht, möglich ist, Menschen wieder anzustellen, die vielleicht noch nicht Vollzeit arbeiten können, aber die Unterstützung brauchen. Wir haben gesagt: Ja, wir unterstützen auch in den Branchen, in denen noch keine Vollzeitbeschäftigung möglich ist, sodass Menschen wieder Arbeit finden, wieder in die Arbeit gehen können und in Beschäftigung sind. Dies gilt es, mit einer Aufzahlung auf rund 80 Prozent des Bezuges vor der Arbeitslosigkeit zu unterstützen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Schon ein paarmal wurde die Wichtigkeit der Arbeitsinspektorinnen und Arbeitsinspektoren angesprochen. Über 300 Arbeitsinspektorinnen und Arbeitsinspektoren haben auch während der Krise sehr maßgeblich in den Beratungstätigkeiten, vor allem telefonisch oder auch online, unterstützt, damit der Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerschutz auch während der Krise garantiert ist, aber vor allem auch um jetzt beim Wiederhochfahren Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerschutzpakete gemeinsam mit den Unternehmerinnen und Unternehmern zu erarbeiten – wie schaut es mit einem Schichtbetrieb aus, wie können die Abstände in den Pausenräumen eingehalten werden? –, sodass die Gesundheit am Arbeitsplatz weiterhin im Fokus steht und Maßnahmen eingehalten werden können. Mein herzliches Dankeschön geht an all jene, die sich da beteiligt haben, auch weiterhin beteiligen und sich tagtäglich engagieren. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich kann Ihnen garantieren, dass wir uns – gemeinsam mit den vielen Expertinnen und Experten meines Ressorts, mit den Wirtschaftsforschungsinstituten, aber auch mit den weiteren Stakeholdern und in Gesprächen mit den Sozialpartnern, mit den Bundesländern – den Arbeitsmarkt und seine Entwicklung ganz genau anschauen, damit wir sagen können, welche Zielgruppen besonders betroffen sind, welche Maßnahmen unterstützen, um die Menschen so schnell wie möglich wieder in Arbeit, in Beschäftigung zu bringen. Es geht auch darum, neue Arbeitsplätze zu schaffen, zum Beispiel im Rahmen der Gemeindemilliarde, und zwar im Trilog: Gesundheit hat oberste Priorität, mit Blick auf die wirtschaftlichen Entwicklungen und die Arbeitsmarktentwicklungen arbeiten wir im Dialog ständig daran. Ich sage Ihnen, wir geben täglich und sehr oft auch nächtlich das Beste, um alles dafür zu tun. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich danke hier den Familien in allen Formen, die Großartiges in der Krise geleistet haben und auch weiterhin durchhalten. – Ein herzliches Dankeschön! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Betreffend Gemeindemilliarde: Es wird jetzt investiert, auch in Kinderbetreuungsstätten, dabei sind auch die Gemeinden und die Länder in Kooperation mit uns gefordert. Ein herzliches Dankeschön an alle, die tagtäglich tätig sind, um unsere Kinder gut zu betreuen, an alle Pädagoginnen und Pädagogen dieses Landes! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Um zu garantieren, dass der Unterhalt, der vielleicht durch Arbeitslosigkeit oder auch durch Kurzarbeit schwieriger zu bezahlen ist, unbürokratisch gesichert ist, ist bis 30. Juni gewährleistet, dass der Unterhaltsvorschuss auch ohne Exekutionsantrag bei Gericht genehmigt wird. Auch die Familienberatungsstellen – das ist mir ein besonderes Anliegen – leisten Großartiges in der Beratung. Es ist während dieser Mehrfachbelastung so wichtig, zu wissen: Ich kann jemanden anrufen, da heben Expertinnen und Experten ab, die mir zuhören! – Es ist ja gar nicht so leicht, wenn man den ganzen Tag die Kinder betreut, ein paar ruhige Minuten zu finden, um überhaupt in Kontakt zu kommen, aber alle, die dort tagtäglich tätig sind, waren sehr innovativ mit Telefonberatungen und haben auch Videoberatungen durchgeführt. Jetzt ist es wichtig, auch wieder die persönlichen Beratungen zur Verarbeitung dieser Krisenzeit mit den Kindern gemeinsam durchzuführen. Ein herzliches Dankeschön an alle, die sich in den Familienberatungsstellen engagieren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich habe auch immer gesagt, dass es mir ein besonderes Anliegen ist, der Herausforderung der Betreuung im Sommer gerecht zu werden, mich dafür einzusetzen und auch zu garantieren, dass es möglich ist, diese durchzuführen. Wie das ausschauen wird, werden wir in den nächsten Tagen im Zuge eines Leitfadens bekannt geben, damit Planungssicherheit gegeben ist. Danke an alle, die jetzt in den Ländern, aber auch in den Gemeinden schon am Organisieren und am Einteilen sind. Es sind ganz viele Ehrenamtliche, die sich dabei engagieren. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Mit vereinten Kräften werden wir weiterhin durchhalten, aber auch alles dafür geben, dass es, auch wenn es anders ist, auch wieder gut wird. – Dementsprechend auch herzlichen Dank für jeden einzelnen Beitrag von Ihnen und alles Gute! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Heinisch-Hosek: Nicht für alle!
Herr Kollege Bernhard – jetzt sehe ich ihn nicht! –: Das ist kein Paralleluniversum. Ich freue mich, dass die NEOS und Herr Kollege Bernhard heute auch anerkannt haben, dass der Familienhärtefonds, den wir für die Coronakrise eingerichtet haben, ein guter ist (Abg. Heinisch-Hosek: Nicht für alle!), dass er für die Familien eine ganz große Hilfe ist und genau dieses Gap auffüllt, also das, was fehlt. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Herr Kollege Bernhard – jetzt sehe ich ihn nicht! –: Das ist kein Paralleluniversum. Ich freue mich, dass die NEOS und Herr Kollege Bernhard heute auch anerkannt haben, dass der Familienhärtefonds, den wir für die Coronakrise eingerichtet haben, ein guter ist (Abg. Heinisch-Hosek: Nicht für alle!), dass er für die Familien eine ganz große Hilfe ist und genau dieses Gap auffüllt, also das, was fehlt. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Ich möchte noch ein Wort zum Thema Gewalt in der Familie sagen. Die Frauenministerin hat heute kurz darüber gesprochen und ich möchte es noch einmal unterstreichen: Wir haben in diesen letzten Monaten gesehen, dass die Anzeigen beziehungsweise die Betretungsverbote wegen Gewalt in der Familie kaum gestiegen sind. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Laut den Zahlen, die die Frauenministerin heute genannt hat, gab es vor der Krise im Jänner 936 Fälle und im April, als das ganze Monat Lockdown war, waren es 1 075. Das sind 1 075 Fälle zu viel, aber ich möchte nur sagen, dass sich die Familie auch in der Krise bewährt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte noch ein Wort zum Thema Gewalt in der Familie sagen. Die Frauenministerin hat heute kurz darüber gesprochen und ich möchte es noch einmal unterstreichen: Wir haben in diesen letzten Monaten gesehen, dass die Anzeigen beziehungsweise die Betretungsverbote wegen Gewalt in der Familie kaum gestiegen sind. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Laut den Zahlen, die die Frauenministerin heute genannt hat, gab es vor der Krise im Jänner 936 Fälle und im April, als das ganze Monat Lockdown war, waren es 1 075. Das sind 1 075 Fälle zu viel, aber ich möchte nur sagen, dass sich die Familie auch in der Krise bewährt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ein wertschätzender Diskurs über Familie macht Mut. Ein familienorientiertes Budget entlastet Familien, denn die Familie ist die „wichtigste Quelle unserer Kraft“ – um noch einmal zu Richard von Weizsäcker zurückzukommen –, in der „wir die Probe des Lebens bestehen“. – Vielen Dank! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Peter Wurm (FPÖ): Frau Präsidentin! Werte Regierungsmitglieder! Frau Minister Aschbacher! Ich möchte heute bei Ihnen einmal mit einem Lob anfangen. Ich konnte gestern Ihre Kollegin Wirtschaftsministerin Schramböck nicht überzeugen, die Maske abzunehmen, aber ich bin froh, dass Sie als Arbeitsministerin ein Zeichen der Normalität setzen und ohne Maske hier sitzen. Das finde ich sehr gut! Ich hoffe, es folgen Ihnen möglichst bald alle Ihre Regierungskollegen. (Beifall bei der FPÖ.) Sie sind ja ohne Maske ein wesentlich angenehmerer Anblick als mit Maske. – Das darf ich noch anfügen.
Ruf bei der ÖVP: Na und!
Konjunkturbelebung sichert Arbeitsplätze. Das ist meiner Meinung nach das Wichtigste, was Sie in Angriff nehmen sollten, Frau Minister. Sie haben heute in Ihrer Rede mehrmals das Comeback von Österreich erwähnt, das dürfte der neue Marketinggag der Regierung sein. Wir haben ja schon viele solche Sprüche gehört: „Koste es, was es wolle“, wir retten jedes Menschenleben und, und, und. (Ruf bei der ÖVP: Na und!) Der neue Spruch – offensichtlich von einer sehr guten Werbeagentur – ist jetzt: das Comeback von Österreich.
Beifall bei der FPÖ.
Frau Minister, wenn Sie einen Sportler zum Thema Comeback fragen, dann wird er Ihnen zwei Dinge sagen, weshalb er ein Comeback überhaupt in Erwägung zieht: perfekte Vorbereitung und der absolute Wille, es zu schaffen, wieder zurückzukommen. Beide Dinge, Frau Minister, sehe ich in Ihrem Ministerium und leider Gottes auch in der Regierung nicht. Was überhaupt nicht funktionieren kann, ist ein Comeback mit Angst. Keiner wird mit der Angst im Hinterkopf ein Comeback auf der Streif probieren. Das müssen Sie und sollten Sie, auch im Sinne Ihrer wichtigsten Aufgabe des Arbeitsmarktes, ganz, ganz dringend ablegen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Das heißt, wie Sie da bei diesem Abänderungsantrag arbeiten, so ist leider auch die Arbeit der Regierung in der Krise. Sie haben ein Blutbad am Arbeitsmarkt hinterlassen, wir haben die soziale Krise. Bitte, Frau Minister, kommen Sie in die Gänge! – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordnete Mag. Corinna Scharzenberger (ÖVP): Frau Präsidentin! Sehr geschätzte Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Lassen Sie mich zu Beginn meiner Rede eines festhalten: Es ist eine Krisenzeit, das darf man nicht vergessen, und in dieser Gesundheitskrise steht der Schutz der österreichischen Bevölkerung an oberster Stelle. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Kickl: Ja, ja!
Kickl: Ich warte schon auf den ...! Der wird sich auch bald zu Wort melden!) – Herr Kickl, lassen Sie mich bitte ausreden, ich lasse Sie auch immer ausreden! (Abg. Kickl: Ja, ja!) – Und diese ganzen Versuche, dem Virus ein politisches Mascherl umzubinden oder Klagemöglichkeiten gegen die Republik zu suchen, stoßen mir wirklich sauer auf. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Da das Virus aber keine Zustelladresse hat, scheint es für viele der einzig richtige Weg zu sein. – Wie auch immer.
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Kickl: Ich warte schon auf den ...! Der wird sich auch bald zu Wort melden!) – Herr Kickl, lassen Sie mich bitte ausreden, ich lasse Sie auch immer ausreden! (Abg. Kickl: Ja, ja!) – Und diese ganzen Versuche, dem Virus ein politisches Mascherl umzubinden oder Klagemöglichkeiten gegen die Republik zu suchen, stoßen mir wirklich sauer auf. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Da das Virus aber keine Zustelladresse hat, scheint es für viele der einzig richtige Weg zu sein. – Wie auch immer.
Zwischenruf des Abg. Stöger.
Viel wichtiger als die Suche nach Schuldigen wäre, nach Lösungen zu suchen, und somit komme ich zum Inhalt meiner eigentlichen Rede. Eine Lösung für die Aufrechterhaltung vieler Betriebe war während der Krise der Einsatz von Homeoffice. So haben viele Verantwortliche auch bemerkt, dass ihre Mitarbeiter von zu Hause aus genauso effizient arbeiten und dass auch Besprechungen und Meetings via Telefon, via Zoom oder via Skype abgehalten werden können. (Zwischenruf des Abg. Stöger.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Durch dieses stärkere Setzen auf Homeofficelösungen können ländliche Regionen wieder vermehrt als Lebensmittelpunkt in Betracht kommen. So können wir dazu beitragen, den Bevölkerungsrückgang in diesen Regionen einzudämmen. Die junge Generation hat eben diese Anforderungen an den Arbeitgeber, damit ihr Lebensmittelpunkt wieder am Land ist. Dazu müssen halt die Rahmenbedingungen passen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Nutzen wir die Homeofficemöglichkeiten, nutzen wir den Breitbandausbau und nutzen wir die fortgeschrittenen technischen Möglichkeiten als Chance für den ländlichen Raum! – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Eva Maria Holzleitner, BSc (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Kolleginnen und Kollegen! Da vorhin Schulbuchaktion und SchülerInnenfreifahrt als Kinder- und Jugendmaßnahmen der Bundesregierung angepriesen wurden, kann ich von der Opposition nur einem Bundesregierungsmitglied a. D. danken: Danke, Bruno Kreisky, für das Erreichen dieser tollen Maßnahmen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Während des Lockdowns waren wirklich auch die Kinderrechte massiv eingeschränkt. Wir dürfen nicht vergessen, dass auch Kinder Rechte haben. Ich möchte in dem Zusammenhang an das UN-Kinderrechtehearing in Genf erinnern, das kürzlich stattgefunden hat. Die List of Issues zeigt uns wirklich einige Baustellen auf, wo wir weiter für Kinderrechte kämpfen müssen, was wir noch umsetzen müssen, damit sie in Österreich auch wirklich voll wirksam werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Shetty.
Ich möchte betonen: Wann ist die Zeit, für Kinderrechte zu kämpfen, wenn nicht jetzt? Und wann, wenn nicht jetzt, ist auch die Zeit, die Kinder- und Jugendförderung entsprechend anzupassen? – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Shetty.)
Zwischenruf der Abg. Brandstötter.
Familie ist nicht nur das klassische Modell Mutter, Vater, Kind; Familie ist auch die Alleinerzieherin und manchmal auch der Alleinerzieher, die oder der auf Unterhaltszahlungen angewiesen ist. (Zwischenruf der Abg. Brandstötter.) Durch die Coronakrise wurde die zum Teil schwierige Lage von AlleinerzieherInnen wieder besonders deutlich. Im unglücklichsten Fall verlieren beide Elternteile unverschuldet ihren Job, und so entfällt neben dem eigenen Einkommen auch noch das dringend benötigte Unterhaltsgeld. Daher war es der einzig richtige Weg der Bundesregierung, in dieser Zeit einen erleichterten Zugang zu Unterhaltsvorschüssen zu beschließen. Dafür möchte ich mich im Namen aller betroffenen Alleinerzieherinnen und auch Alleinerzieher, denn die gibt es auch, außerordentlich bedanken. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Familie ist nicht nur das klassische Modell Mutter, Vater, Kind; Familie ist auch die Alleinerzieherin und manchmal auch der Alleinerzieher, die oder der auf Unterhaltszahlungen angewiesen ist. (Zwischenruf der Abg. Brandstötter.) Durch die Coronakrise wurde die zum Teil schwierige Lage von AlleinerzieherInnen wieder besonders deutlich. Im unglücklichsten Fall verlieren beide Elternteile unverschuldet ihren Job, und so entfällt neben dem eigenen Einkommen auch noch das dringend benötigte Unterhaltsgeld. Daher war es der einzig richtige Weg der Bundesregierung, in dieser Zeit einen erleichterten Zugang zu Unterhaltsvorschüssen zu beschließen. Dafür möchte ich mich im Namen aller betroffenen Alleinerzieherinnen und auch Alleinerzieher, denn die gibt es auch, außerordentlich bedanken. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
In meiner Wahrnehmung trägt das Budget eine klare Handschrift zum Wohle unserer Kinder. Wir schaffen damit die notwendige finanzielle Sicherheit, und dafür möchte ich mich noch einmal außerordentlich bedanken. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Ersten ganz aktuell, und ich habe Sie im Ausschuss schon darauf angesprochen: Das Budget für Unterhaltsvorschüsse muss aufgrund der Coronakrise dringend aufgestockt werden, denn viele Zahlungspflichtige sind zurzeit nicht in der Lage, den Zahlungen nachzukommen. Zudem müssen Sie in der Abwicklung einen Gang zulegen, da Betroffene in Zeiten wie diesen das Geld noch dringender brauchen. (Beifall bei der SPÖ.) Schieben Sie das bitte nicht auf die lange Bank, sonst lassen Sie diese Menschen im Stich!
Beifall bei der SPÖ.
Zum Zweiten: Wenn kleine Kinder verwahrlosen, Opfer häuslicher Gewalt werden oder Eltern mit ihrer Drogensucht kämpfen, dann springen Krisenpflegeeltern ein und geben den Kindern Vertrauen und Liebe. Die Entschädigung ist allerdings nicht hoch, Pflegegeld gibt es nur im Nachhinein. Das heißt, Kleidung, Medizin, Essen, Spielzeug, das alles bezahlen die Krisenpflegeeltern selbst. Die Ibizakoalition von ÖVP und FPÖ hat im Vorjahr ein Gesetz aus dem Ärmel geschüttelt, durch das viele Krisenpflegeeltern gar kein Geld mehr erhalten, weil sie es erst nach 90 Tagen bekommen würden. Liebe Kollegen der ÖVP, das ist keine Hilfe, sondern ein Schmäh, was man erkennt, wenn man bedenkt, dass Kinder im Schnitt nur sechs bis acht Wochen bei ihrer Notfallfamilie sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
gewinnen. Das Burgenland hat im Bereich der Pflege mutig einen neuen Weg beschritten. Ich denke, es ist höchste Zeit, dass sich auch die Bundesregierung da ein Beispiel nimmt und neue Wege geht, die den Anforderungen der Gegenwart und der Zukunft gerecht werden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Loacker: War alles okay? Das ist die Frage!
Herr Loacker, Sie sind Sozialpolitiker bei den NEOS, bei den Liberalen. Ich ersuche Sie trotzdem, auch wenn Sie bei den Liberalen sind, eine Einrichtung, die vor allem in der Krise Wichtiges geleistet hat, nicht zu diffamieren (Abg. Loacker: War alles okay? Das ist die Frage!) – ja! – und nicht in Misskredit zu bringen. – Ich danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Volkshilfe-Verteidigung ist tatsächliche ...? – Abg. Leichtfried: Also ob der Herr ... eine Sozialpolitik der ... fährt, müssen wir noch einmal diskutieren!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Volkshilfe-Verteidigung ist tatsächliche ...? – Abg. Leichtfried: Also ob der Herr ... eine Sozialpolitik der ... fährt, müssen wir noch einmal diskutieren!
Herr Loacker, Sie sind Sozialpolitiker bei den NEOS, bei den Liberalen. Ich ersuche Sie trotzdem, auch wenn Sie bei den Liberalen sind, eine Einrichtung, die vor allem in der Krise Wichtiges geleistet hat, nicht zu diffamieren (Abg. Loacker: War alles okay? Das ist die Frage!) – ja! – und nicht in Misskredit zu bringen. – Ich danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Volkshilfe-Verteidigung ist tatsächliche ...? – Abg. Leichtfried: Also ob der Herr ... eine Sozialpolitik der ... fährt, müssen wir noch einmal diskutieren!)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Abgeordnete Bettina Zopf (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzte Ministerin! Geschätzter Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseher zu Hause vor den Fernsehbildschirmen! Vor allem aber liebe Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer! Ich weiß nicht, ob Sie am Dienstag die Nationalratssitzung aufmerksam verfolgt haben, mir ist aber eines besonders in Erinnerung geblieben: Kollegin Heinisch-Hosek hat vorgestern in ihrer Rede wieder einmal die Erhöhung des Arbeitslosengeldes gefordert (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), und Gewerkschaftskollege Muchitsch hat heute zum sechsten Mal die Erhöhung beantragt. (Die Abgeordneten Heinisch-Hosek und Kollross: Richtig!)
Die Abgeordneten Heinisch-Hosek und Kollross: Richtig!
Abgeordnete Bettina Zopf (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzte Ministerin! Geschätzter Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseher zu Hause vor den Fernsehbildschirmen! Vor allem aber liebe Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer! Ich weiß nicht, ob Sie am Dienstag die Nationalratssitzung aufmerksam verfolgt haben, mir ist aber eines besonders in Erinnerung geblieben: Kollegin Heinisch-Hosek hat vorgestern in ihrer Rede wieder einmal die Erhöhung des Arbeitslosengeldes gefordert (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), und Gewerkschaftskollege Muchitsch hat heute zum sechsten Mal die Erhöhung beantragt. (Die Abgeordneten Heinisch-Hosek und Kollross: Richtig!)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Diese Forderung ist für mich als Arbeitnehmervertreterin nachvollziehbar. Ich bin jedoch nicht realitätsfremd, daher weiß ich, dass ein Sozialstaat so nicht funktionieren kann. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: ... Steuer!
Ihre Forderungen von heute sind die Steuergelder von morgen. (Abg. Heinisch-Hosek: ... Steuer!) Das ist hart verdientes Geld der Österreicherinnen und Österreicher. Damit müssen wir sorgsam umgehen. Mir scheint, es wäre angebracht, das neue Motto der SPÖ offenzulegen: Land der Berge, Land der Äcker, wer wos orbeit, hot an Pecka! – Das kann es nicht sein! (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP. – Abg. Silvan: Unglaublich! – Ruf bei der SPÖ: Wahnsinn! – Zwischenruf des Abg. Kollross.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP. – Abg. Silvan: Unglaublich! – Ruf bei der SPÖ: Wahnsinn! – Zwischenruf des Abg. Kollross.
Ihre Forderungen von heute sind die Steuergelder von morgen. (Abg. Heinisch-Hosek: ... Steuer!) Das ist hart verdientes Geld der Österreicherinnen und Österreicher. Damit müssen wir sorgsam umgehen. Mir scheint, es wäre angebracht, das neue Motto der SPÖ offenzulegen: Land der Berge, Land der Äcker, wer wos orbeit, hot an Pecka! – Das kann es nicht sein! (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP. – Abg. Silvan: Unglaublich! – Ruf bei der SPÖ: Wahnsinn! – Zwischenruf des Abg. Kollross.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.
Österreich ist ein Sozialstaat, und jeder, der unverschuldet in eine Notlage kommt, wird unterstützt. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich habe selbst 15 Jahre im Sozialamt einer Marktgemeinde gearbeitet. Österreich hat auch schon vor Corona alle, die sich selbst, aus welchen Gründen auch immer, nicht versorgen können, unterstützt. Das war nur möglich, weil viele Menschen in unserem Land arbeiten gegangen sind, Steuern
Abg. Heinisch-Hosek: Sag das den ...! – Abg. Kollross: ... im März ... Arbeitslosen...!
gezahlt haben, und das sollte auch jetzt wieder unser Ziel sein. (Abg. Heinisch-Hosek: Sag das den ...! – Abg. Kollross: ... im März ... Arbeitslosen...!)
Abg. Greiner: Unglaublich!
Liebe Gewerkschaftskollegen von der SPÖ! Sozialpartnerschaftlich wurde von euch gemeinsam mit der Wirtschaft das Modell der Kurzarbeit erarbeitet. Welches Zeichen wollen Sie jetzt mit der Erhöhung des Arbeitslosengeldes setzen? (Abg. Greiner: Unglaublich!) Gerade als Arbeitnehmervertreterin stehe ich ganz klar dazu: Arbeit muss sich lohnen! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek. – Ruf bei der SPÖ: Unglaublich!)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek. – Ruf bei der SPÖ: Unglaublich!
Liebe Gewerkschaftskollegen von der SPÖ! Sozialpartnerschaftlich wurde von euch gemeinsam mit der Wirtschaft das Modell der Kurzarbeit erarbeitet. Welches Zeichen wollen Sie jetzt mit der Erhöhung des Arbeitslosengeldes setzen? (Abg. Greiner: Unglaublich!) Gerade als Arbeitnehmervertreterin stehe ich ganz klar dazu: Arbeit muss sich lohnen! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek. – Ruf bei der SPÖ: Unglaublich!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ihre Forderungen sind einfach überzogen und gegenüber unseren Kindern und Enkelkindern unverantwortlich. Mit diesem Budget sichern wir zahlreiche Projekte, die eine hohe Beschäftigung nach der Krise gewährleisten. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Die ÖVP repräsentiert einen Schulterschluss zwischen Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Landwirtschaft. (Abg. Belakowitsch: ... ist die Krise vorbei! – Abg. Kollross: Wir sind Gott sei Dank ...!)
Abg. Belakowitsch: ... ist die Krise vorbei! – Abg. Kollross: Wir sind Gott sei Dank ...!
Ihre Forderungen sind einfach überzogen und gegenüber unseren Kindern und Enkelkindern unverantwortlich. Mit diesem Budget sichern wir zahlreiche Projekte, die eine hohe Beschäftigung nach der Krise gewährleisten. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Die ÖVP repräsentiert einen Schulterschluss zwischen Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Landwirtschaft. (Abg. Belakowitsch: ... ist die Krise vorbei! – Abg. Kollross: Wir sind Gott sei Dank ...!)
Beifall bei der ÖVP
Die Bevölkerung versteht es – im Gegensatz zur Opposition (Beifall bei der ÖVP) –: Arbeit ist Perspektive, Arbeit ist Lebensinhalt. Dafür steht die Bundesregierung. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir werden alles daransetzen, dass nach der Krise wieder möglichst viele Menschen einen Arbeitsplatz haben! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kollross: Ihr habt sie arbeitslos gemacht! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Die Bevölkerung versteht es – im Gegensatz zur Opposition (Beifall bei der ÖVP) –: Arbeit ist Perspektive, Arbeit ist Lebensinhalt. Dafür steht die Bundesregierung. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir werden alles daransetzen, dass nach der Krise wieder möglichst viele Menschen einen Arbeitsplatz haben! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kollross: Ihr habt sie arbeitslos gemacht! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kollross: Ihr habt sie arbeitslos gemacht! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Die Bevölkerung versteht es – im Gegensatz zur Opposition (Beifall bei der ÖVP) –: Arbeit ist Perspektive, Arbeit ist Lebensinhalt. Dafür steht die Bundesregierung. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir werden alles daransetzen, dass nach der Krise wieder möglichst viele Menschen einen Arbeitsplatz haben! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kollross: Ihr habt sie arbeitslos gemacht! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Abg. Leichtfried: Ist eh rechtzeitig!
Abgeordneter Mag. Andreas Hanger (ÖVP): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Werte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Ich darf am Ende der Debatte zu UG 20, Arbeit, und UG 25, Familie und Jugend, einen Abänderungsantrag der Abgeordneten Gabriel Obernosterer, Mag. Dr. Jakob Schwarz, BA, Kolleginnen und Kollegen zum Entwurf eines Bundesgesetzes über die Bewilligung des Bundesvoranschlages für das Jahr 2020 einschließlich Covid-19-Krisenbewältigungsmaßnahmen, Bundesfinanzgesetz 2020, samt Anlagen in 55 der Beilagen einbringen. (Abg. Leichtfried: Ist eh rechtzeitig!) – Danke für den Hinweis. (Abg. Leichtfried: Bitte!)
Abg. Leichtfried: Bitte!
Abgeordneter Mag. Andreas Hanger (ÖVP): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Werte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Ich darf am Ende der Debatte zu UG 20, Arbeit, und UG 25, Familie und Jugend, einen Abänderungsantrag der Abgeordneten Gabriel Obernosterer, Mag. Dr. Jakob Schwarz, BA, Kolleginnen und Kollegen zum Entwurf eines Bundesgesetzes über die Bewilligung des Bundesvoranschlages für das Jahr 2020 einschließlich Covid-19-Krisenbewältigungsmaßnahmen, Bundesfinanzgesetz 2020, samt Anlagen in 55 der Beilagen einbringen. (Abg. Leichtfried: Ist eh rechtzeitig!) – Danke für den Hinweis. (Abg. Leichtfried: Bitte!)
Abg. Kollross: ... zum Abänderungsantrag!
Bevor ich die Änderung in den Grundzügen erläutere, darf ich einmal ganz grundsätzlich festhalten, dass ich die bisherige Debatte über diesen Abänderungsantrag (Abg. Kollross: ... zum Abänderungsantrag!), Entschuldigung, zum Abänderungsantrag – es hat ja heute auch schon eine Geschäftsordnungsdebatte gegeben – eigentlich – welchen Begriff verwende ich jetzt? – für lächerlich erachte. Das ist maximal Oppositionsgetöse und maximal ein Sturm im Wasserglas, und ich darf das auch inhaltlich begründen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Scherak.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Scherak.
Bevor ich die Änderung in den Grundzügen erläutere, darf ich einmal ganz grundsätzlich festhalten, dass ich die bisherige Debatte über diesen Abänderungsantrag (Abg. Kollross: ... zum Abänderungsantrag!), Entschuldigung, zum Abänderungsantrag – es hat ja heute auch schon eine Geschäftsordnungsdebatte gegeben – eigentlich – welchen Begriff verwende ich jetzt? – für lächerlich erachte. Das ist maximal Oppositionsgetöse und maximal ein Sturm im Wasserglas, und ich darf das auch inhaltlich begründen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Scherak.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Im Wesentlichen geht es um zwei Änderungen (Zwischenruf bei der SPÖ) – jetzt bitte gut aufpassen! –, und um das zu sehen, muss man eine Budgetpyramide verstehen. In Österreich wie in vielen anderen Ländern auch (Zwischenrufe des Abg. Kollross) besteht ein Budget aus einer Rubrik, eine Rubrik besteht aus mehreren Untergliederungen, eine Untergliederung besteht aus mehreren Globalbudgets und ein Globalbudget besteht aus mehreren Detailbudgets. Die bisherige Ermächtigung an den Finanzminister, 28 Milliarden Euro, stand natürlich in einer Untergliederung; allerdings, und das ist richtig, standen diese 28 Milliarden Euro nicht in einem Detailbudget. (Zwischenruf der Abg. Greiner.) Okay, jetzt schreiben wir halt die 28 Milliarden Euro auch in ein Detailbudget, und damit ist der erste Abänderungsantrag erledigt. – Oh, du mein glückliches Österreich, seien wir froh, dass wir keine anderen Probleme haben! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kollross.)
Zwischenrufe des Abg. Kollross
Im Wesentlichen geht es um zwei Änderungen (Zwischenruf bei der SPÖ) – jetzt bitte gut aufpassen! –, und um das zu sehen, muss man eine Budgetpyramide verstehen. In Österreich wie in vielen anderen Ländern auch (Zwischenrufe des Abg. Kollross) besteht ein Budget aus einer Rubrik, eine Rubrik besteht aus mehreren Untergliederungen, eine Untergliederung besteht aus mehreren Globalbudgets und ein Globalbudget besteht aus mehreren Detailbudgets. Die bisherige Ermächtigung an den Finanzminister, 28 Milliarden Euro, stand natürlich in einer Untergliederung; allerdings, und das ist richtig, standen diese 28 Milliarden Euro nicht in einem Detailbudget. (Zwischenruf der Abg. Greiner.) Okay, jetzt schreiben wir halt die 28 Milliarden Euro auch in ein Detailbudget, und damit ist der erste Abänderungsantrag erledigt. – Oh, du mein glückliches Österreich, seien wir froh, dass wir keine anderen Probleme haben! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kollross.)
Zwischenruf der Abg. Greiner.
Im Wesentlichen geht es um zwei Änderungen (Zwischenruf bei der SPÖ) – jetzt bitte gut aufpassen! –, und um das zu sehen, muss man eine Budgetpyramide verstehen. In Österreich wie in vielen anderen Ländern auch (Zwischenrufe des Abg. Kollross) besteht ein Budget aus einer Rubrik, eine Rubrik besteht aus mehreren Untergliederungen, eine Untergliederung besteht aus mehreren Globalbudgets und ein Globalbudget besteht aus mehreren Detailbudgets. Die bisherige Ermächtigung an den Finanzminister, 28 Milliarden Euro, stand natürlich in einer Untergliederung; allerdings, und das ist richtig, standen diese 28 Milliarden Euro nicht in einem Detailbudget. (Zwischenruf der Abg. Greiner.) Okay, jetzt schreiben wir halt die 28 Milliarden Euro auch in ein Detailbudget, und damit ist der erste Abänderungsantrag erledigt. – Oh, du mein glückliches Österreich, seien wir froh, dass wir keine anderen Probleme haben! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kollross.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kollross.
Im Wesentlichen geht es um zwei Änderungen (Zwischenruf bei der SPÖ) – jetzt bitte gut aufpassen! –, und um das zu sehen, muss man eine Budgetpyramide verstehen. In Österreich wie in vielen anderen Ländern auch (Zwischenrufe des Abg. Kollross) besteht ein Budget aus einer Rubrik, eine Rubrik besteht aus mehreren Untergliederungen, eine Untergliederung besteht aus mehreren Globalbudgets und ein Globalbudget besteht aus mehreren Detailbudgets. Die bisherige Ermächtigung an den Finanzminister, 28 Milliarden Euro, stand natürlich in einer Untergliederung; allerdings, und das ist richtig, standen diese 28 Milliarden Euro nicht in einem Detailbudget. (Zwischenruf der Abg. Greiner.) Okay, jetzt schreiben wir halt die 28 Milliarden Euro auch in ein Detailbudget, und damit ist der erste Abänderungsantrag erledigt. – Oh, du mein glückliches Österreich, seien wir froh, dass wir keine anderen Probleme haben! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kollross.)
Zwischenruf der Abg. Greiner.
Das Zweite – ich komme noch einmal auf die 28 Milliarden Euro zu sprechen –: eine Ermächtigung an den Bundesfinanzminister, die notwendigen Hilfsmaßnahmen natürlich im Rahmen sehr strenger Richtlinien zu leisten; und diese 28 Milliarden Euro werden jetzt auf vier Rubriken aufgeteilt. (Zwischenruf der Abg. Greiner.) Das heißt, aus einer Zahl – 28 Milliarden Euro – machen wir vier Zahlen. Das ist der gesamte Inhalt des Abänderungsantrages, und diese große Aufregung darüber kann ich beim besten Willen nicht verstehen, weil doch ganz klar ist – Herr Kollege Leichtfried, passen Sie ein bisschen auf! –, dass die Ausgaben nicht seriös prognostizierbar sind. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das Zweite – ich komme noch einmal auf die 28 Milliarden Euro zu sprechen –: eine Ermächtigung an den Bundesfinanzminister, die notwendigen Hilfsmaßnahmen natürlich im Rahmen sehr strenger Richtlinien zu leisten; und diese 28 Milliarden Euro werden jetzt auf vier Rubriken aufgeteilt. (Zwischenruf der Abg. Greiner.) Das heißt, aus einer Zahl – 28 Milliarden Euro – machen wir vier Zahlen. Das ist der gesamte Inhalt des Abänderungsantrages, und diese große Aufregung darüber kann ich beim besten Willen nicht verstehen, weil doch ganz klar ist – Herr Kollege Leichtfried, passen Sie ein bisschen auf! –, dass die Ausgaben nicht seriös prognostizierbar sind. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Leichtfried: ... auch nicht seriös!
Ich bringe Ihnen drei Beispiele. Ich nenne das Beispiel Kurzarbeit: Dafür gibt es Gott sei Dank mittlerweile einen Finanzrahmen von 12 Milliarden Euro (Abg. Leichtfried: ... auch nicht seriös!), beantragt sind 10 Milliarden Euro, was es aber am Ende des Tages wird, wissen wir nicht, denn es ist beantragt. Und ganz ehrlich: Hoffen wir gemeinsam, dass die Menschen die Kurzarbeit nicht brauchen werden, nämlich in zweierlei Hinsicht: Dann sind sie erstens in Beschäftigung und zweitens entlastet es auch den Staatshaushalt. Das, was am Ende des Tages herauskommt (Zwischenrufe bei der SPÖ) – der Schutzschirm wurde gespannt –, was es da benötigt, wissen wir ganz einfach noch nicht, es lässt sich nicht seriös abschätzen.
Zwischenrufe bei der SPÖ
Ich bringe Ihnen drei Beispiele. Ich nenne das Beispiel Kurzarbeit: Dafür gibt es Gott sei Dank mittlerweile einen Finanzrahmen von 12 Milliarden Euro (Abg. Leichtfried: ... auch nicht seriös!), beantragt sind 10 Milliarden Euro, was es aber am Ende des Tages wird, wissen wir nicht, denn es ist beantragt. Und ganz ehrlich: Hoffen wir gemeinsam, dass die Menschen die Kurzarbeit nicht brauchen werden, nämlich in zweierlei Hinsicht: Dann sind sie erstens in Beschäftigung und zweitens entlastet es auch den Staatshaushalt. Das, was am Ende des Tages herauskommt (Zwischenrufe bei der SPÖ) – der Schutzschirm wurde gespannt –, was es da benötigt, wissen wir ganz einfach noch nicht, es lässt sich nicht seriös abschätzen.
Zwischenruf des Abg. Einwallner.
Zweites Beispiel, Stundungen: Mittlerweile gibt es um 6 Milliarden Euro mehr Liquidität in der Wirtschaft – bis Ende September. (Zwischenruf des Abg. Einwallner.) Das ist natürlich momentan noch nicht budgetwirksam, aber wenn die Stundungen in das neue Jahr rübergehen, weil es notwendig ist, dann wird das natürlich budgetwirksam. Das ist aber heute, und das sagt jeder Wirtschaftsforscher, nicht seriös abschätzbar. (Ruf bei der SPÖ: ... Stundungen!)
Ruf bei der SPÖ: ... Stundungen!
Zweites Beispiel, Stundungen: Mittlerweile gibt es um 6 Milliarden Euro mehr Liquidität in der Wirtschaft – bis Ende September. (Zwischenruf des Abg. Einwallner.) Das ist natürlich momentan noch nicht budgetwirksam, aber wenn die Stundungen in das neue Jahr rübergehen, weil es notwendig ist, dann wird das natürlich budgetwirksam. Das ist aber heute, und das sagt jeder Wirtschaftsforscher, nicht seriös abschätzbar. (Ruf bei der SPÖ: ... Stundungen!)
Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Drittes Beispiel, Garantien und Haftungen: Das ist ganz, ganz wichtig für die österreichische Wirtschaft, für einzelne Unternehmen: Der Staat hat Garantien gegeben. Jeder, der das Instrument ein bisschen versteht, weiß aber: Das bedeutet noch keine Liquidität, sondern wird erst dann schlagend, wenn der Haftungsfall eintritt – und das kann man seriös derzeit nicht einschätzen. Die Ausgabensituation ist also ganz klar nicht einschätzbar. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.)
Zwischenruf des Abg. Vogl
Dann kommt immer das Argument: Na ja, die Einnahmen können wir ja zumindest zurücknehmen. – Auch da gilt aber: Es gibt keinen seriösen Wirtschaftsforscher, der derzeit in der Lage ist, das tatsächliche Wachstum (Zwischenruf des Abg. Vogl) – es wird ein Minuswachstum werden – zu prognostizieren. Jeder, der nur ein bisschen einen wirtschaftlichen Hausverstand hat, weiß: Wenn man die Prognosen nicht kennt, kann man auch nicht prognostizieren, um wie viel weniger Steuereinnahmen wir haben werden. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Dann kommt immer das Argument: Na ja, die Einnahmen können wir ja zumindest zurücknehmen. – Auch da gilt aber: Es gibt keinen seriösen Wirtschaftsforscher, der derzeit in der Lage ist, das tatsächliche Wachstum (Zwischenruf des Abg. Vogl) – es wird ein Minuswachstum werden – zu prognostizieren. Jeder, der nur ein bisschen einen wirtschaftlichen Hausverstand hat, weiß: Wenn man die Prognosen nicht kennt, kann man auch nicht prognostizieren, um wie viel weniger Steuereinnahmen wir haben werden. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Greiner: Wo ist sie?
Das heißt, die gewählte Vorgangsweise ist eine sehr gute, sehr richtige. Wir haben den Rettungsschirm über die österreichische Volkswirtschaft gespannt. Wir haben die technischen Möglichkeiten, diese Hilfe auch zu den Menschen zu bringen. Und ganz ehrlich: Bei aller technischen Diskussion über Globalbudgets und Detailbudgets bleibt das Wichtigste immer noch, dass die Hilfe bei den Menschen ankommt (Abg. Greiner: Wo ist sie?) und dass wir die technischen Grundlagen dafür haben. Die Programme sind längst da. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das heißt, die gewählte Vorgangsweise ist eine sehr gute, sehr richtige. Wir haben den Rettungsschirm über die österreichische Volkswirtschaft gespannt. Wir haben die technischen Möglichkeiten, diese Hilfe auch zu den Menschen zu bringen. Und ganz ehrlich: Bei aller technischen Diskussion über Globalbudgets und Detailbudgets bleibt das Wichtigste immer noch, dass die Hilfe bei den Menschen ankommt (Abg. Greiner: Wo ist sie?) und dass wir die technischen Grundlagen dafür haben. Die Programme sind längst da. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – (Abg. Leichtfried: ... das sehe ich schon ein ...!
Wir haben eine gute Grundlage dafür, die Krise zu bewältigen, und wir haben auch das technische Instrument dafür geschaffen, es zu tun. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – (Abg. Leichtfried: ... das sehe ich schon ein ...!)
Beifall bei FPÖ, SPÖ und NEOS.
Wenn die Antwort Nein lautet, würde ich Sie bitten, die Abgeordneten der ÖVP darauf hinzuweisen, dass eine Debatte hier herinnen nicht lächerlich ist und auch Kritik in keinen Fall als lächerlich zu bezeichnen ist. (Beifall bei FPÖ, SPÖ und NEOS.)
Abg. Leichtfried: Haben wir aber nicht!
Abgeordneter Alois Stöger, diplômé (SPÖ): Herr Präsident! Liebe Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wenn wir in Österreich einen Finanzminister hätten, der den § 28 Abs. 3 des Bundeshaushaltsgesetzes einmal gelesen hätte (Abg. Leichtfried: Haben wir aber nicht!), wenn er das getan hätte – und dieses Bundeshaushaltsgesetz beruht direkt auf Artikel 51 der Bundesverfassung –, dann
Beifall bei der SPÖ.
hätte er gelesen, dass alle Einnahmen und Ausgaben auf der Ebene eines Detailbudgets abzulegen sind. Was macht die ÖVP? – Sie gibt sie uns in einer einzigen Rubrik. Alle Dinge werden vermanscht, und damit wird die Klarheit des Budgets nicht sichergestellt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wer das Budget genau gelesen hat, meine sehr verehrten Damen und Herren, wird im Strategiebericht gelesen haben, dass man gerade im Bereich der Pensionen vorbereitet, einzusparen. Wir kommen jetzt zur Pensionsdebatte. Es ist gut, dass es gelungen ist, und zwar dem Parlament und der Mehrheit gelungen ist, diese Einsparungsfantasien gerade bei der gesetzlichen Pensionsversicherung hintanzuhalten. Die ÖVP hat es immer probiert. Es ist gelungen, und das möchte ich deutlich sagen. Im letzten Jahr wurden um 600 Millionen Euro weniger für die gesetzlichen Pensionen ausgegeben, als geplant war. Das heißt, die Pensionen sind gesichert, sie sind finanzierbar. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben zum Dritten Folgendes sichergestellt – und nun, meine sehr verehrten Österreicherinnen und Österreicher, horchen Sie genau hin! –: 2,5 Millionen Menschen haben jetzt in Österreich mit der gesetzlichen Pension eine Einkommenssicherung. Das ist der Stabilisator für die Kaufkraft, für die Konjunktur, und das setzen wir um. Insofern: Die Pensionen sind gesichert. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Eßl.
Abschließend in Richtung ÖVP: Wenn ein Finanzminister - - Nein, ich frage andersherum –: Haben Sie in dieser Woche schon Sekt getrunken? (Zwischenruf des Abg. Eßl.) Sind Sie, liebe Österreicherinnen und Österreicher, in dieser Woche schon zu einem Geschäftsessen eingeladen worden? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eßl.) Wenn nicht: Sie werden das in Zukunft bezahlen, weil die ÖVP und die Regierung jetzt die Steuer für Sekt aufheben und das Geschäftsessen steuerfrei machen wird. Das werden Sie bezahlen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Eßl: Den Sekt hat nur die Frau Hammerschmid mit im Parlament! – Rufe bei der SPÖ: Franz, die Maske rauftun! Also das war ein ausgesprochen seichter Schmäh!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eßl.
Abschließend in Richtung ÖVP: Wenn ein Finanzminister - - Nein, ich frage andersherum –: Haben Sie in dieser Woche schon Sekt getrunken? (Zwischenruf des Abg. Eßl.) Sind Sie, liebe Österreicherinnen und Österreicher, in dieser Woche schon zu einem Geschäftsessen eingeladen worden? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eßl.) Wenn nicht: Sie werden das in Zukunft bezahlen, weil die ÖVP und die Regierung jetzt die Steuer für Sekt aufheben und das Geschäftsessen steuerfrei machen wird. Das werden Sie bezahlen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Eßl: Den Sekt hat nur die Frau Hammerschmid mit im Parlament! – Rufe bei der SPÖ: Franz, die Maske rauftun! Also das war ein ausgesprochen seichter Schmäh!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Eßl: Den Sekt hat nur die Frau Hammerschmid mit im Parlament! – Rufe bei der SPÖ: Franz, die Maske rauftun! Also das war ein ausgesprochen seichter Schmäh!
Abschließend in Richtung ÖVP: Wenn ein Finanzminister - - Nein, ich frage andersherum –: Haben Sie in dieser Woche schon Sekt getrunken? (Zwischenruf des Abg. Eßl.) Sind Sie, liebe Österreicherinnen und Österreicher, in dieser Woche schon zu einem Geschäftsessen eingeladen worden? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eßl.) Wenn nicht: Sie werden das in Zukunft bezahlen, weil die ÖVP und die Regierung jetzt die Steuer für Sekt aufheben und das Geschäftsessen steuerfrei machen wird. Das werden Sie bezahlen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Eßl: Den Sekt hat nur die Frau Hammerschmid mit im Parlament! – Rufe bei der SPÖ: Franz, die Maske rauftun! Also das war ein ausgesprochen seichter Schmäh!)
Abg. Belakowitsch: Und dann?
Noch dazu gibt es einen Gesundheitsminister, Herrn Anschober, dem dieses Thema auch sehr wichtig ist, der sich auch dieses Themas angenommen hat, der schon von Anfang seiner Amtszeit an gesagt hat, er möchte in der Pflege etwas voranbringen. (Abg. Belakowitsch: Und dann?) Er hat mit der Pflegereform begonnen. (Zwischenruf des Abg. Kucher.) Durch Corona wurde diese natürlich unterbrochen (Abg. Loacker: ... Es ist nichts passiert!), und im Herbst wird es weitergehen. Er hat auch hier und in den Ausschüssen Sie und euch alle immer wieder eingeladen, ihn bei diesem Vorhaben zu unterstützen, und angeboten, uns bei diesem Vorhaben zu unterstützen.
Zwischenruf des Abg. Kucher.
Noch dazu gibt es einen Gesundheitsminister, Herrn Anschober, dem dieses Thema auch sehr wichtig ist, der sich auch dieses Themas angenommen hat, der schon von Anfang seiner Amtszeit an gesagt hat, er möchte in der Pflege etwas voranbringen. (Abg. Belakowitsch: Und dann?) Er hat mit der Pflegereform begonnen. (Zwischenruf des Abg. Kucher.) Durch Corona wurde diese natürlich unterbrochen (Abg. Loacker: ... Es ist nichts passiert!), und im Herbst wird es weitergehen. Er hat auch hier und in den Ausschüssen Sie und euch alle immer wieder eingeladen, ihn bei diesem Vorhaben zu unterstützen, und angeboten, uns bei diesem Vorhaben zu unterstützen.
Abg. Loacker: ... Es ist nichts passiert!
Noch dazu gibt es einen Gesundheitsminister, Herrn Anschober, dem dieses Thema auch sehr wichtig ist, der sich auch dieses Themas angenommen hat, der schon von Anfang seiner Amtszeit an gesagt hat, er möchte in der Pflege etwas voranbringen. (Abg. Belakowitsch: Und dann?) Er hat mit der Pflegereform begonnen. (Zwischenruf des Abg. Kucher.) Durch Corona wurde diese natürlich unterbrochen (Abg. Loacker: ... Es ist nichts passiert!), und im Herbst wird es weitergehen. Er hat auch hier und in den Ausschüssen Sie und euch alle immer wieder eingeladen, ihn bei diesem Vorhaben zu unterstützen, und angeboten, uns bei diesem Vorhaben zu unterstützen.
Abg. Belakowitsch: Ja, dann tut etwas!
Noch einmal: Wir alle wollen Verbesserungen. Was hält uns auf? Die Finanzierung? – Ja, es wird teuer, aber wenn wir nichts tun, wird es noch teurer. (Abg. Belakowitsch: Ja, dann tut etwas!) – Ja dann tun wir gemeinsam etwas, dann tun wir gemeinsam – und ich wiederhole dieses „gemeinsam“ – etwas für die pflegenden Angehörigen, gemeinsam etwas für die Menschen in der Pflege, gemeinsam etwas für die 24-Stunden-BetreuerInnen! Kämpfen wir gemeinsam für sie!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir alle werden älter, und die eine oder der andere von uns wird ja auch irgendwann einmal in die Lage kommen und Pflege benötigen. Deswegen auch dieser Klassiker: Pflege geht uns alle an, packen wir es gemeinsam an! – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf: Ja, genau! – Abg. Keck: Kann auch eine normale Familie das Essen von der Steuer absetzen?
Ich berichtige tatsächlich: Ausgaben können einmal grundsätzlich nicht steuerfrei sein – das ist so das Einmaleins –, und Geschäftsessen sind zukünftig zu 75 Prozent von der Steuer absetzbar. Das dient dazu, die Wirte zu unterstützen, die das dringend brauchen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf: Ja, genau! – Abg. Keck: Kann auch eine normale Familie das Essen von der Steuer absetzen?)
Abg. Obernosterer: Ihr versteht’s das nicht!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt Frau Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch. – Bitte, Frau Abgeordnete. (Abg. Obernosterer: Ihr versteht’s das nicht!)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch (FPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Ja, manches versteht auch wirklich nur die ÖVP, das ist ganz klar. Da haben Sie recht, Herr Kollege Obernosterer! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.) Nicht einmal die Bevölkerung draußen versteht, was Sie hier von sich geben. Das ist allerdings ein wahres Wort von Ihnen gewesen. Das ist nämlich die Parallelwelt, in der diese ÖVP lebt, das haben Sie jetzt wieder eindeutig bewiesen. – Ich wollte aber gar nicht zu Ihnen sprechen, sondern mich eigentlich kurz mit dem auseinandersetzen, was meine Vorrednerin gesagt hat.
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben gestern eine Sitzung des Sozialausschusses gehabt, in dem dieses Thema wieder gekommen ist, weil es im Bundesrat dazu einen Mehrheitsbeschluss gegeben hat. Was haben die beiden Regierungsfraktionen mit diesem beschlossenen Antrag des Bundesrates, mit dem beschlossenen Antrag der Länderkammer gemacht? – Sie haben ihn beinhart vertagt, an den Interessen der Bevölkerung vorbei, an den Interessen von Eltern oder auch von Ehepartnern vorbei, die nicht wissen, ob sie, wenn sie ihrer Berufstätigkeit nachgehen, um ihre Familie zu erhalten, einen Liebsten in ihrem Haushalt vielleicht gefährden. Herr Bundesminister, da frage ich mich langsam, was diese ganzen Covid-Maßnahmen sollen, wenn man wirklich jene Leute im Stich lässt, für die sie notwendig wären, wo es wirklich dringend wäre. Da passiert von dieser Bundesregierung nichts, überhaupt nichts. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir werden weiterhin darum kämpfen, dass die Leute, die jetzt aufgrund Ihres Nichthandelns, aufgrund der Tatsache, dass Sie keine Gelder auszahlen, unverschuldet arbeitslos geworden sind – denn Sie haben das ja zu verantworten, weil Ihre Hilfsgelder nicht fließen –, jetzt auch ordentlich Arbeitslosengeld bekommen, damit sie sich ihren Lebensstandard leisten können und damit sie auch in den Konsum investieren können. Nur so werden wir es gemeinsam schaffen, die österreichische Wirtschaft wieder hinaufzubringen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Keck: Der Herr Finanzminister auch nicht!
Abgeordneter Mag. Michael Hammer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Damen und Herren! Ich möchte den Beginn meiner Rede dazu nutzen, besonders den Klubobmann der Freiheitlichen Partei Herbert Kickl zu begrüßen. Er hat jetzt zweieinhalb Tage nicht an dieser Budgetdebatte teilgenommen (Abg. Keck: Der Herr Finanzminister auch nicht!), außer gestern Abend mit einer Presseaussendung. (Abg. Belakowitsch: Er war krank!) Da sieht man auch, wie ernsthaft diese Debatte geführt wird. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Loacker.)
Abg. Belakowitsch: Er war krank!
Abgeordneter Mag. Michael Hammer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Damen und Herren! Ich möchte den Beginn meiner Rede dazu nutzen, besonders den Klubobmann der Freiheitlichen Partei Herbert Kickl zu begrüßen. Er hat jetzt zweieinhalb Tage nicht an dieser Budgetdebatte teilgenommen (Abg. Keck: Der Herr Finanzminister auch nicht!), außer gestern Abend mit einer Presseaussendung. (Abg. Belakowitsch: Er war krank!) Da sieht man auch, wie ernsthaft diese Debatte geführt wird. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Loacker.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Loacker.
Abgeordneter Mag. Michael Hammer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Damen und Herren! Ich möchte den Beginn meiner Rede dazu nutzen, besonders den Klubobmann der Freiheitlichen Partei Herbert Kickl zu begrüßen. Er hat jetzt zweieinhalb Tage nicht an dieser Budgetdebatte teilgenommen (Abg. Keck: Der Herr Finanzminister auch nicht!), außer gestern Abend mit einer Presseaussendung. (Abg. Belakowitsch: Er war krank!) Da sieht man auch, wie ernsthaft diese Debatte geführt wird. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Loacker.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ein wesentlicher Schwerpunkt für die Bundesregierung ist der Pflegebereich – das wurde von der Vorrednerin schon angesprochen –, und dementsprechend gibt es ein gemeinsames Konzept betreffend die Sicherstellung des Pflegepersonals und die Finanzierung. Wir wollen da eine ordentliche Lösung zusammenbringen. In Summe ist es ein gutes Sozialbudget, und ich bitte, diesem zuzustimmen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Eypeltauer und Schellhorn. – Abg. Keck: Keine ..., der Hammer! – Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Ich berichtige tatsächlich, Herr Abgeordneter Hammer – Niveau kann man sich halt nicht kaufen –: Herr Abgeordneter Kickl war für die letzten Tage entschuldigt, und ich sage Ihnen auch dazu, dass er aus Krankheitsgründen entschuldigt war. Ich würde Sie wirklich bitten, dass Sie sich jetzt bei Kollegen Kickl für diese Unterstellung entschuldigen. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Eypeltauer und Schellhorn. – Abg. Keck: Keine ..., der Hammer! – Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Untergliederung 22, die Pensionen. Es ist schon bemerkenswert, wenn die ÖVP, so wie Kollege Hammer, in diesem Debattenteil zum größten Block, zu den 10 Milliarden Euro Pensionen, nichts sagt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist ein peinlich berührtes Schweigen, das Sie hier als größte Fraktion kollektiv machen, aber mir wäre das auch peinlich, wenn ich die ÖVP wäre.
Beifall bei den NEOS.
Kommission hat gesprochen, aber der Herr Minister wartet. Ihnen ist immer wichtig, dass es lange dauert – anschauen, nachschauen, zuschauen, weiterschauen, wir sind in guten Gesprächen mit der Alterssicherungskommission. Sie sind immer in guten Gesprächen, aber es passiert nichts. Was Sie machen, nenne ich Anschobern: immer nur schauen und nichts machen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Loacker: Das passt wirklich, ja!
Abgeordneter Mag. Markus Koza (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! Ja, es passt ganz gut, dass ich jetzt nach Kollegen Loacker reden darf (Abg. Loacker: Das passt wirklich, ja!), weil es auch bei mir um das Thema Pensionen geht. Es war eine interessante Rede vor mir, die mir den Einstieg beinahe erspart, denn ich hätte gesagt, dass das Thema Pensionen und Budget ja sehr oft im Zusammenhang mit diesen Fragen besprochen wird: Ist unser Pensionssystem in Zukunft finanzierbar? Ist es nicht unfinanzierbar? Ist es nicht ein Pensionssystem, das auf Kosten unserer Jungen und Jüngsten, auf Kosten kommender Generationen geht? (Abg. Loacker: Klar, Sie sagen es!) Müssen wir nicht drastisch einsparen und drastisch kürzen, wo es nur geht, damit wir uns das Leben im Alter – welches das dann auch immer ist – noch irgendwie leisten können? Das ist immer wieder die Begleitmusik von Pensionsdebatten, und so ist es auch heute.
Abg. Loacker: Klar, Sie sagen es!
Abgeordneter Mag. Markus Koza (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! Ja, es passt ganz gut, dass ich jetzt nach Kollegen Loacker reden darf (Abg. Loacker: Das passt wirklich, ja!), weil es auch bei mir um das Thema Pensionen geht. Es war eine interessante Rede vor mir, die mir den Einstieg beinahe erspart, denn ich hätte gesagt, dass das Thema Pensionen und Budget ja sehr oft im Zusammenhang mit diesen Fragen besprochen wird: Ist unser Pensionssystem in Zukunft finanzierbar? Ist es nicht unfinanzierbar? Ist es nicht ein Pensionssystem, das auf Kosten unserer Jungen und Jüngsten, auf Kosten kommender Generationen geht? (Abg. Loacker: Klar, Sie sagen es!) Müssen wir nicht drastisch einsparen und drastisch kürzen, wo es nur geht, damit wir uns das Leben im Alter – welches das dann auch immer ist – noch irgendwie leisten können? Das ist immer wieder die Begleitmusik von Pensionsdebatten, und so ist es auch heute.
Abg. Scherak: Dann ändert’s es!
Es war ja auch insbesondere zu erwarten, dass die Beschlüsse von September 2019 wieder einmal infrage gestellt werden, und ja, man kann durchaus infrage stellen, ob alle wirklich so intelligent und verteilungsgerecht waren – da gebe ich Ihnen durchaus recht. Ich denke, man muss sich wirklich überlegen, ob das alles so gescheit war. (Abg. Scherak: Dann ändert’s es!)
Abg. Loacker: Milliarden hinausgeblasen an einem Tag!
Auf der anderen Seite hat es schon ein paar Maßnahmen gegeben, die gar nicht so blöd waren. Ich möchte schon an jene Beschlüsse – ich glaube, das war im Herbst 2008 –, die im Rahmen des freien Spiels der Kräfte hier im Parlament beschlossen worden sind, erinnern, bei denen es am Anfang auch geheißen hat, sie seien nicht leistbar, unfinanzierbar und ganz furchtbar. Auch da waren Pensionserhöhungen im Spiel. Interessanterweise wurden diese Beschlüsse 2008 danach zum ersten Konjunkturpaket umgedeutet, weil sie nämlich wesentliche Folgen mit sich gebracht haben. – Da können Sie schnaufen, so viel Sie wollen, Herr Loacker! (Abg. Loacker: Milliarden hinausgeblasen an einem Tag!) Sie haben nämlich die Nachfrage stabilisiert und in jenen Zeiten, 2008, in denen auch in Österreich die Krise geschlagen worden ist, die Massenkaufkraft gestärkt – auch die Massenkaufkraft von PensionistInnen, die, wie bereits erwähnt, mit über 2 Millionen ja nicht so wenige sind. (Abg. Loacker: Die Beiträge der Steuerzahler geraubt und die Kaufkraft vernichtet!) Ich vergönne der älteren Generation – meinem Vater, meiner Mutter und auch allen Omas und Opas der Welt – eine möglichst
Abg. Loacker: Die Beiträge der Steuerzahler geraubt und die Kaufkraft vernichtet!
Auf der anderen Seite hat es schon ein paar Maßnahmen gegeben, die gar nicht so blöd waren. Ich möchte schon an jene Beschlüsse – ich glaube, das war im Herbst 2008 –, die im Rahmen des freien Spiels der Kräfte hier im Parlament beschlossen worden sind, erinnern, bei denen es am Anfang auch geheißen hat, sie seien nicht leistbar, unfinanzierbar und ganz furchtbar. Auch da waren Pensionserhöhungen im Spiel. Interessanterweise wurden diese Beschlüsse 2008 danach zum ersten Konjunkturpaket umgedeutet, weil sie nämlich wesentliche Folgen mit sich gebracht haben. – Da können Sie schnaufen, so viel Sie wollen, Herr Loacker! (Abg. Loacker: Milliarden hinausgeblasen an einem Tag!) Sie haben nämlich die Nachfrage stabilisiert und in jenen Zeiten, 2008, in denen auch in Österreich die Krise geschlagen worden ist, die Massenkaufkraft gestärkt – auch die Massenkaufkraft von PensionistInnen, die, wie bereits erwähnt, mit über 2 Millionen ja nicht so wenige sind. (Abg. Loacker: Die Beiträge der Steuerzahler geraubt und die Kaufkraft vernichtet!) Ich vergönne der älteren Generation – meinem Vater, meiner Mutter und auch allen Omas und Opas der Welt – eine möglichst
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
anständige Pension, von der sie gut leben können. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Abg. Loacker: Schauen Sie ihn sich an!
Wenn die Frage ist, ob die Pensionen in Zukunft noch finanzierbar sind, ist der Bericht des Budgetdienstes sehr interessant. (Abg. Loacker: Schauen Sie ihn sich an!) Ich mag ihn wirklich sehr, da sind wunderbare Zahlen drinnen: Da steht zum Beispiel, dass die Pensionsausgaben im Jahr 2020 13,5 Prozent des BIPs ausmachen, und schauen wir, wie viel sie 2040 ausmachen: 15,1 Prozent den BIPs. Eine Katastrophe? – Die sehe ich nicht. 2060 sind es 15,2 Prozent. (Abg. Loacker: Wie viele Milliarden sind das?) Wenn Sie wissen, wie viele Milliarden das 2060 sind, bekommen Sie von mir jetzt 100 Punkte. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Loacker: Wie viele Milliarden sind das?
Wenn die Frage ist, ob die Pensionen in Zukunft noch finanzierbar sind, ist der Bericht des Budgetdienstes sehr interessant. (Abg. Loacker: Schauen Sie ihn sich an!) Ich mag ihn wirklich sehr, da sind wunderbare Zahlen drinnen: Da steht zum Beispiel, dass die Pensionsausgaben im Jahr 2020 13,5 Prozent des BIPs ausmachen, und schauen wir, wie viel sie 2040 ausmachen: 15,1 Prozent den BIPs. Eine Katastrophe? – Die sehe ich nicht. 2060 sind es 15,2 Prozent. (Abg. Loacker: Wie viele Milliarden sind das?) Wenn Sie wissen, wie viele Milliarden das 2060 sind, bekommen Sie von mir jetzt 100 Punkte. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn die Frage ist, ob die Pensionen in Zukunft noch finanzierbar sind, ist der Bericht des Budgetdienstes sehr interessant. (Abg. Loacker: Schauen Sie ihn sich an!) Ich mag ihn wirklich sehr, da sind wunderbare Zahlen drinnen: Da steht zum Beispiel, dass die Pensionsausgaben im Jahr 2020 13,5 Prozent des BIPs ausmachen, und schauen wir, wie viel sie 2040 ausmachen: 15,1 Prozent den BIPs. Eine Katastrophe? – Die sehe ich nicht. 2060 sind es 15,2 Prozent. (Abg. Loacker: Wie viele Milliarden sind das?) Wenn Sie wissen, wie viele Milliarden das 2060 sind, bekommen Sie von mir jetzt 100 Punkte. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Loacker: Nehmen Sie das aus den Budgetzahlen, nicht aus dem BIP! Was ist das für eine Mathematik? – Abg. Matznetter: Das BIP ist keine Mathematik? Das ist schon fast Blümel!
15,2 Prozent des BIPs im Jahr 2060 heißt, dass wir über die nächsten 40 Jahre ein Wachstum bei den Ausgaben für die Pensionen von 1,7 Prozent des BIPs haben – welche Katastrophe, welche Unfinanzierbarkeit! (Abg. Loacker: Nehmen Sie das aus den Budgetzahlen, nicht aus dem BIP! Was ist das für eine Mathematik? – Abg. Matznetter: Das BIP ist keine Mathematik? Das ist schon fast Blümel!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Schellhorn: Das kannst jetzt garantieren?
Wenn man sich den Budgetbericht anschaut und ihn auch liest, erkennt man, dass wir tatsächlich ein Problem haben, und zwar aufgrund der steigenden Arbeitslosigkeit. Die Einnahmenseite gerät aufgrund der steigenden Arbeitslosigkeit, der Stundungen und der drohenden Insolvenzen unter Druck, und darum ist es so wichtig, dass wir in Zeiten der Krise und in den nächsten Monaten eine sehr offensive und sehr gescheite Arbeitsmarktpolitik machen, damit viele Menschen in Beschäftigung kommen, denn Beschäftigung ist das beste Mittel, um Pensionen zu sichern und zu finanzieren. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Schellhorn: Das kannst jetzt garantieren?)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn wir uns diesen aktuellen Ausbreitungscluster in Niederösterreich und Wien ansehen, dann merken wir ganz klar: Die Dinge hängen zusammen! Ich habe derzeit dort die Akutprobleme, wo die prekärsten Lebenssituationen, Wohnsituationen und Arbeitssituationen vorhanden sind. Deswegen werden wir in Österreich in den nächsten Wochen ein großes, breites, umfassendes Screeningprogramm realisieren, mit dem genau in diesen Bereichen getestet wird. Wir dürfen es nämlich nicht zulassen, dass die Decke dort drübergebreitet wird, sondern wir müssen aufklären und wir müssen dafür sorgen, dass das Mindeste, was soziale Absicherung bedeutet, nämlich gesundheitliche Sicherheit, garantiert wird – auch in diesen bedrohten und riskanten Lebensbereichen, die da sichtbar geworden sind. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
kein Thema des Sozialministeriums allein, das ist ein Wirtschaftsthema, das ist ein Bildungsthema, das ist ein Familienthema, das ist ein Jugendthema, das ist ein Thema unserer Gesellschaft, also ein Thema von uns allen. Darum wird es gehen: dass wir spätestens 2021 mit diesem Gesamtpaket dann in Richtung faire Chancen auch für Menschen mit Behinderungen in unserer Gesellschaft durchstarten.(Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall und Bravoruf bei den Grünen sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Herr Kollege Loacker! Ja, ich bin keiner, der schnell schießt, weil ich dabei keine ideologischen Motive habe; das unterscheidet uns zwei vielleicht in dieser Frage. (Beifall und Bravoruf bei den Grünen sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Ich will mich nicht mit sehr, sehr unterschiedlichen Prognosen abspeisen lassen in der von Ihnen angezogenen Frage, die tatsächlich ein Thema ist, die sensibel ist, sondern ich will Fakten am Tisch haben – und Fakten am Tisch haben heißt, dass die tatsächlichen Zahlen auf den Tisch gehören. (Zwischenrufe der Abgeordneten Loacker und Schnedlitz.) Die können wir aber nicht nach zwei, drei Monaten haben, sondern die können wir erst dann haben, wenn es tatsächlich Zahlungen und Zahlen gibt. Dann werden wir bewerten und dann werden wir entscheiden. – So geht das einfach bei uns, und ich stehe dazu, dass das ein guter Weg ist. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Loacker und Schnedlitz.
Herr Kollege Loacker! Ja, ich bin keiner, der schnell schießt, weil ich dabei keine ideologischen Motive habe; das unterscheidet uns zwei vielleicht in dieser Frage. (Beifall und Bravoruf bei den Grünen sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Ich will mich nicht mit sehr, sehr unterschiedlichen Prognosen abspeisen lassen in der von Ihnen angezogenen Frage, die tatsächlich ein Thema ist, die sensibel ist, sondern ich will Fakten am Tisch haben – und Fakten am Tisch haben heißt, dass die tatsächlichen Zahlen auf den Tisch gehören. (Zwischenrufe der Abgeordneten Loacker und Schnedlitz.) Die können wir aber nicht nach zwei, drei Monaten haben, sondern die können wir erst dann haben, wenn es tatsächlich Zahlungen und Zahlen gibt. Dann werden wir bewerten und dann werden wir entscheiden. – So geht das einfach bei uns, und ich stehe dazu, dass das ein guter Weg ist. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Herr Kollege Loacker! Ja, ich bin keiner, der schnell schießt, weil ich dabei keine ideologischen Motive habe; das unterscheidet uns zwei vielleicht in dieser Frage. (Beifall und Bravoruf bei den Grünen sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Ich will mich nicht mit sehr, sehr unterschiedlichen Prognosen abspeisen lassen in der von Ihnen angezogenen Frage, die tatsächlich ein Thema ist, die sensibel ist, sondern ich will Fakten am Tisch haben – und Fakten am Tisch haben heißt, dass die tatsächlichen Zahlen auf den Tisch gehören. (Zwischenrufe der Abgeordneten Loacker und Schnedlitz.) Die können wir aber nicht nach zwei, drei Monaten haben, sondern die können wir erst dann haben, wenn es tatsächlich Zahlungen und Zahlen gibt. Dann werden wir bewerten und dann werden wir entscheiden. – So geht das einfach bei uns, und ich stehe dazu, dass das ein guter Weg ist. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS sowie des Abg. Köllner.
Deswegen arbeiten wir zum Beispiel mit den Bundesländern ganz intensiv daran, dass wir diese Bedrohungen des Systems, die vorhanden waren und vorhanden sind, gut abfangen. Dafür hat dieses Haus 100 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Dafür bedanke ich mich. Das ist extrem gut investiertes Geld, damit wir die Betroffenen gerade in einer derartigen Krisenlage und Krisensituation eben nicht alleine lassen. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS sowie des Abg. Köllner.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das hat aber auch dazu geführt, dass es für Betroffene und von Betroffenen auch soziale Schwierigkeiten gegeben hat, und wir sind deswegen derzeit dabei, dass wir von den Institutionen für Menschen mit Behinderungen über die Alten- und Pflegeheime bis zu den Krankenanstalten einen Öffnungsprozess verwirklichen, der dafür sorgt, dass wir schrittweise wieder in Richtung der Alltagssituation des Lebens kommen. Dafür arbeiten wir gerade. Die ersten entsprechenden Empfehlungen werden am Wochenende für die Krankenanstalten präsentiert und veröffentlicht, und ich gehe davon aus, dass wir in etwa zehn Tagen so weit sind, die Öffnungsmaßnahmen für den gesamten Bereich präsentieren zu können, damit wir wieder eine Balance zwischen den sozialen Notwendigkeiten und Möglichkeiten und dem Schutz der Betroffenen finden. – Das ist das Ziel. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben akuten Personalmangel in der Pflege. Wir müssen die Anzahl der Ausbildungsplätze deutlich erhöhen. Wir müssen dem Pflegepersonal Qualifizierungsprogramme zur Verfügung stellen. Wir brauchen – das ist ganz wesentlich – attraktivere Arbeitsbedingungen, wie zum Beispiel kürzere Arbeitszeiten und höhere Löhne. (Beifall bei der SPÖ.) Sie sagen, Sie wollen im September damit beginnen. Ich bin der Meinung, wir warten schon viel zu lange, Sie müssten eigentlich gleich heute damit beginnen.
Beifall bei der SPÖ.
Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Vorhin hat eine Kollegin der SPÖ an Bruno Kreisky erinnert. Bruno Kreisky hat als markante Persönlichkeit in der Geschichte Österreichs ja dann wohlverdient einen Namen bekommen, auch im Bundeskanzleramt, nämlich in einem Arbeitszimmer. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Ich bin sehr froh, dass dort nun Bundeskanzler Sebastian Kurz (Ruf bei der SPÖ: Sehr witzig! – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ) gemeinsam mit dem Team der Grünen daran arbeitet, dieses Gesellschaftsmodell für Österreich positiv weiterzuentwickeln. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Litschauer.)
Ruf bei der SPÖ: Sehr witzig! – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ
Vorhin hat eine Kollegin der SPÖ an Bruno Kreisky erinnert. Bruno Kreisky hat als markante Persönlichkeit in der Geschichte Österreichs ja dann wohlverdient einen Namen bekommen, auch im Bundeskanzleramt, nämlich in einem Arbeitszimmer. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Ich bin sehr froh, dass dort nun Bundeskanzler Sebastian Kurz (Ruf bei der SPÖ: Sehr witzig! – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ) gemeinsam mit dem Team der Grünen daran arbeitet, dieses Gesellschaftsmodell für Österreich positiv weiterzuentwickeln. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Litschauer.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Litschauer.
Vorhin hat eine Kollegin der SPÖ an Bruno Kreisky erinnert. Bruno Kreisky hat als markante Persönlichkeit in der Geschichte Österreichs ja dann wohlverdient einen Namen bekommen, auch im Bundeskanzleramt, nämlich in einem Arbeitszimmer. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Ich bin sehr froh, dass dort nun Bundeskanzler Sebastian Kurz (Ruf bei der SPÖ: Sehr witzig! – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ) gemeinsam mit dem Team der Grünen daran arbeitet, dieses Gesellschaftsmodell für Österreich positiv weiterzuentwickeln. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Litschauer.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Meine Damen und Herren, unser Staat lebt eine erfolgreiche Symbiose mit dem Markt (Zwischenruf bei der SPÖ) – ohne Markt, ohne unternehmerisches Risiko, ohne grenzüberschreitenden Handel keine Arbeitsplätze, keine Sozialabgaben und auch keine
Zwischenruf des Abg. Vogl
Deswegen, meine Damen und Herren, freue ich mich – und ich bedanke mich für die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit meiner Kollegin von den Grünen, mit Ulli Fischer ‑, dass wir hier gemeinsam einen Prozess aufsetzen – mit Begleitung und unter Führung des Herrn Bundesministers –, um unseren Beitrag zu leisten (Zwischenruf des Abg. Vogl), dass die Konsumentinnen und Konsumenten gemeinsam im Team Österreich das Comeback Österreichs schaffen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Deswegen, meine Damen und Herren, freue ich mich – und ich bedanke mich für die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit meiner Kollegin von den Grünen, mit Ulli Fischer ‑, dass wir hier gemeinsam einen Prozess aufsetzen – mit Begleitung und unter Führung des Herrn Bundesministers –, um unseren Beitrag zu leisten (Zwischenruf des Abg. Vogl), dass die Konsumentinnen und Konsumenten gemeinsam im Team Österreich das Comeback Österreichs schaffen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Maurer. – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.
Abgeordneter Peter Wurm (FPÖ): Herr Präsident! Herr Minister Angstschober! (Zwischenruf der Abg. Maurer. – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.) Ein Sozialminister - -
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Herr Abgeordneter, ich muss Sie darauf aufmerksam machen, dass wir uns im Hohen Haus darauf geeinigt haben, mit der Änderung von Namen keine Redebeiträge zu gestalten. – Bitte schön. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Abgeordneter Peter Wurm (fortsetzend): Das nehme ich gerne zur Kenntnis. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Dieser Spitzname wurde ihm in seinem Heimatbundesland, in Oberösterreich, verpasst. (Rufe bei der ÖVP: Von wem?) Er wird sich halt dann sonst verbreiten; ich habe ihn aber recht treffend gefunden.
Rufe bei der ÖVP: Von wem?
Abgeordneter Peter Wurm (fortsetzend): Das nehme ich gerne zur Kenntnis. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Dieser Spitzname wurde ihm in seinem Heimatbundesland, in Oberösterreich, verpasst. (Rufe bei der ÖVP: Von wem?) Er wird sich halt dann sonst verbreiten; ich habe ihn aber recht treffend gefunden.
Zwischenruf des Abg. Vogl.
Sie machen das sehr professionell – da kann man nichts sagen –, aber ich spüre da keine Emotion. Ich habe ja doch einige Sozialminister erlebt, auch einen mittlerweile verstorbenen Sozialminister Hundstorfer – um den auch zu erwähnen –, da hatte ich das Gefühl, er war mit Herz dabei. (Zwischenruf des Abg. Vogl.) Ihn hat jeder Arbeitslose, jeder Sozialfall, alles an Problemen geärgert – das damals waren ja noch relativ gute
Abg. Maurer: Das wundert mich auch nicht! – Heiterkeit bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Ich habe es mitgebracht, damit man es einfach einmal sieht (eine Tafel mit der Aufschrift „EU-Budget 2017-2021: € 1.850.000.000.000“ auf das Rednerpult stellend), diese Zahl mit den vielen Nullen, das EU-Budget jetzt in der Coronakrise. Ich weiß nicht, ob sich da jemand etwas darunter vorstellen kann; es war auch für mich sehr schwer: 1,8 Billionen Euro. Ich habe googeln müssen, wie es dann weitergeht. (Abg. Maurer: Das wundert mich auch nicht! – Heiterkeit bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Das Schild des Redners fällt vor das Rednerpult. – Oje-Rufe bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei den NEOS. – Abg. Leichtfried: Das ist gestern dem Kollegen Zanger auch schon passiert!
Wir hätten vorgeschlagen, auch – und vor allem – für jene in Österreich (ein Schild mit der Aufschrift „Österreich 1000er“ auf das Rednerpult stellend), die zurzeit wirklich leiden - - Hoppala! (Das Schild des Redners fällt vor das Rednerpult. – Oje-Rufe bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei den NEOS. – Abg. Leichtfried: Das ist gestern dem Kollegen Zanger auch schon passiert!)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist wichtig genug, um es raufzuholen. Ich zeige es noch einmal her: der Österreichtausender. Das wäre eine Maßnahme, mit der man der breiten Bevölkerung in Österreich helfen könnte und sollte und mit der man die Konjunktur dementsprechend beleben könnte. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit der Abgeordneten Vogl und Scherak.
Ich freue mich, dass die Aufmerksamkeit heute größer ist und komme jetzt zu einem wichtigen Punkt, der uns, glaube ich, alle betrifft, das ist die geplante Obsoleszenz oder der programmierte Selbstmord. Ihr alle kennt das: Die Frist ist gerade einmal abgelaufen – zwei Jahre dauert die Gewährleistungsfrist –, und dann geht etwas kaputt. Besonders wichtig ist, dass wir die Regelungen betreffend Reparaturfreundlichkeit und Verschleißteile so ändern, dass das rechtlich gesehen besser festgesetzt wird. – Okay, ich merke schon, ich muss mich ein bisschen beeilen mit meinem Redebeitrag. (Heiterkeit der Abgeordneten Vogl und Scherak.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich greife noch einen Punkt heraus: Der wichtige Lebensmittelcheck wird ausgebaut. Lebensmittelcheck und Scan4Chem, das sind nicht nur Schlagworte; im Gegenteil, in Österreich gibt es gelebten Konsumentenschutz, und dafür herzlichen Dank unserem Minister! – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Ich habe ja Verständnis dafür, dass ein Budget in Zeiten einer Krise nicht leicht zu erstellen ist, aber wenn man sein Geschäft versteht, ist es machbar. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Litschauer.
Mit diesem Pflegerisiko sind in Österreich derzeit etwa 470 000 Menschen konfrontiert, nämlich jene 470 000 Menschen, die Pflegegeld in einer der sieben Stufen beziehen. Das bedeutet, dass diese Menschen einen Bedarf haben, in der täglichen Alltagsbewältigung unterstützt zu werden, und da gilt es natürlich, ganz genau hinzusehen. Ganz besonders gilt es aber, Danke zu sagen. Es gilt vorwiegend einmal jenen 950 000 Männern und Frauen – und da vorwiegend Frauen – zu danken, die zu Hause ihre Angehörigen pflegen – das sind 950 000 Menschen in Österreich. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Litschauer.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Das vorliegende Budget sichert nun einmal den derzeitigen Pflegeaufwand ab, aber, wie gesagt, es braucht in den nächsten Monaten eine ganz große gemeinsame Anstrengung, um das Pflegekonzept für ganz Österreich zu entwickeln, um da eine besser abgestimmte Vorgangsweise für unsere neun Bundesländer gemeinsam mit dem Bund zu finden, und das wird unsere gemeinsame Aufgabe sein. Jetzt können wir einmal das Budget für heuer auch so beschließen, wie wir es hier vorgelegt haben. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Es geht auch um das wichtige Thema der Inkassokosten, und es geht auch darum – und ich glaube, das wird uns noch in einem großen Ausmaß treffen –, den Privatkonkurs weiter zu reformieren. Wir werden viele Unternehmerinnen und Unternehmer erleben, die unter einer Schuldenlast leiden, die sie selbst nicht mehr stemmen können, denen man rasch die Möglichkeit geben muss, sich zu entschulden, damit sie eine neue Existenz starten können. – Herr Minister, wie gesagt: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Wir warten auf Ihre Antworten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Deswegen bin ich sehr froh, dass wir hier die Finanzierung für den VKI geschafft haben, und bedanke mich auch noch einmal sehr herzlich für die viele, viele Arbeit, die dort geleistet wird, und auch für die finanzielle Ausstattung des Konsumentenschutzes. Ich freue mich darauf, dass wir viele, viele andere Themen, die es in diesem Zusammenhang noch braucht, auf den Weg bringen werden. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf: Na sauber!
Abgeordneter Peter Schmiedlechner (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrte Zuseher! Wir diskutieren jetzt schon den dritten Tag ein Budget, das so nicht stimmt – bei uns am Land würde man sagen: ein Budget für den Misthaufen. (Ruf: Na sauber!) Wir befinden uns in einer Wirtschaftskrise, die von der ÖVP und ihrer Politik der Angst ausgelöst wurde. Das kennen wir aber von der ÖVP, die ÖVP macht das immer: ein Problem selbst verschulden und sich dann als Retter inszenieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Peter Schmiedlechner (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrte Zuseher! Wir diskutieren jetzt schon den dritten Tag ein Budget, das so nicht stimmt – bei uns am Land würde man sagen: ein Budget für den Misthaufen. (Ruf: Na sauber!) Wir befinden uns in einer Wirtschaftskrise, die von der ÖVP und ihrer Politik der Angst ausgelöst wurde. Das kennen wir aber von der ÖVP, die ÖVP macht das immer: ein Problem selbst verschulden und sich dann als Retter inszenieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Minister! Geschätzte Kollegen! Ich hoffe auf Ihre breite Unterstützung für den Fortbestand der heimischen Landwirtschaft. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Abgeordnete Mag. Elisabeth Scheucher-Pichler (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer! Aus der Sicht der Seniorinnen und Senioren ist natürlich die demografische Entwicklung sehr wichtig, und es ist auch ganz wichtig, diese Entwicklung in einer Budgeterstellung mit zu berücksichtigen. Es ist unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die ältere Generation in Würde, selbstbestimmt und bei guter Lebensqualität alt werden kann – ich denke, da sind wir uns alle einig –, und natürlich ist auch die Pflegereform, die wir jetzt vor uns haben, eine ganz wichtige. Herr Bundesminister, unsere Unterstützung ist Ihnen da sicher. Ich lade alle ein, positiv an dieser Pflegereform mitzuwirken. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Grebien und Schallmeiner.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Im Rahmen der Budgeterstellung muss man natürlich den Blick auf alle Generationen richten. Wir sind derzeit in einer schwierigen Zeit – der Herr Bundesfinanzminister hat es gestern ja auch gesagt –, wir haben aber das große Glück, dass wir auf eine gute Budgetsituation zurückgreifen können und aufbauen können. Ich denke, es ist in diesem Budget gelungen, viele Perspektiven für die Jugend, aber auch viele Perspektiven für die ältere Generation sicherzustellen. Daher ist dieses Budget ein starkes Signal der Generationengerechtigkeit. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Grebien und Schallmeiner.)
Abg. Schnedlitz: Weggesperrt habt ihr sie!
Der Platz der älteren Generation ist daher in der Mitte der Gesellschaft – für mich steht das außer Frage. Viele haben sich in den letzten Wochen manchmal ein bisschen an den Rand gedrängt gefühlt, ich sage aber noch einmal: Diese Regierung wollte alle schützen, die gefährdet sind (Abg. Schnedlitz: Weggesperrt habt ihr sie!), die Jungen und genauso auch die Älteren. Ich appelliere daher an die Seniorinnen und Senioren, selbstbewusst zu sein, aktiv zu sein, sich weiter einzubringen, die Gemeinschaft zu pflegen. – Ich denke, wir müssen zusammenhalten.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir sollten positiv und zuversichtlich nach vorne schauen und mit Hausverstand diese schwierige Phase, die noch vor uns liegt, bewältigen, aber auch aufeinander Rücksicht nehmen. Wenn wir das schaffen, dann werden wir die nächste Zeit gut bewältigen. Das wünsche ich uns allen. Ich denke, da sind wir uns einig. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, wenn jemand so einen Vertrag abschließt und zu diesem Zeitpunkt zum ersten Mal liest, dass ein Wertpapier auch Risiken birgt, dann gratuliere ich dieser Person. Da sehen wir, dass nicht der Konsumentenschutz etwas richtig gemacht hat, indem er für Informationen gesorgt hat, sondern dass unser Bildungssystem etwas falsch gemacht hat. – Willkommen im Schulsystem! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Diese Woche ist schriftliche Matura, ich drücke euch allen die Daumen! Ich bin viel in Schulen unterwegs, bei Schuldiskussionen, und wir NEOS erleben da ja sehr großen Zuspruch, weil wir die Debatte in der Bildungspolitik nachhaltig verändert haben. Flügel heben, Stärken stärken, autonome Schule: Davon hat vor sieben Jahren kaum jemand geredet. Wir NEOS wollen Schülerinnen und Schülern helfen, nicht nur mündige Bürgerinnen und Bürger zu sein, sondern auch mündige Konsumentinnen und Konsumenten, die Dinge richtig beurteilen können, die man nicht hereinlegen kann, die man nicht mit Werbung und Marketing täuschen kann. Wer nämlich glaubt, dass man Zuckerl lutschen soll für Vitamin C oder Kekse essen für Kalzium, glaubt auch die ständigen Marketingschmähs dieser Bundesregierung. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Ich erinnere an die Forderung von uns NEOS nach mehr Wirtschaftsbildung bereits im Pflichtschulbereich. Das wird jetzt zum Teil angegangen, und genau das brauchen wir. Bildung ist der beste Konsumentenschutz! Ich appelliere an Sie, Herr Minister, den Konsumentenschutz viel breiter als Informationsveranstaltungen, als den zweifellos wichtigen VKI zu denken. Der beste Konsumentenschutz ist eine gute Bildung für unsere Schülerinnen und Schüler. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den Grünen.
Ich kann unserem Bundesminister Anschober nur zustimmen, dass in den Nationalen Aktionsplan Behinderung alle Ministerien, Sektionen eingebunden werden. Das ist ja das, was die große Kritik am ersten NAP war. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Querschnitt, Inklusion geht uns alle an. Vielleicht sprechen Sie, werte KollegInnen, mit den SozialreferentInnen der Länder. Wir telefonieren quer durch die Bank, das sind unsichtbare, stundenlange, mühsame Gespräche mit Angehörigen, die schwer betroffen sind. Vielleicht unterstützen Sie uns dabei. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS
In einer Berufsgruppe in Österreich, der jetzt alle ganz herzlich Danke sagen, vor allem die ÖVP – das sind ja die Weltmeister im Dankesagen, also in großen Worten, wo nichts dahinter ist (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS) –, in der Berufsgruppe der Pflege fängt auf einmal mitten in dieser Gesundheitskrise Ministerin Schramböck an, herumzufuhrwerken und hinterrücks eine Pflegelehre einzuführen, obwohl alle Fachgesellschaften, alle Menschen, die seit Jahren in diesem Bereich arbeiten, sagen: Es ist Quatsch, eine Pflegelehre einzuführen! Obwohl also alle davon überzeugt sind, dass das Quatsch ist, fährt man über diese Berufsgruppe drüber und sagt, dass das jeder machen kann, obwohl wir immer wieder sagen: Wir brauchen mehr Respekt vor der Pflege! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
In einer Berufsgruppe in Österreich, der jetzt alle ganz herzlich Danke sagen, vor allem die ÖVP – das sind ja die Weltmeister im Dankesagen, also in großen Worten, wo nichts dahinter ist (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS) –, in der Berufsgruppe der Pflege fängt auf einmal mitten in dieser Gesundheitskrise Ministerin Schramböck an, herumzufuhrwerken und hinterrücks eine Pflegelehre einzuführen, obwohl alle Fachgesellschaften, alle Menschen, die seit Jahren in diesem Bereich arbeiten, sagen: Es ist Quatsch, eine Pflegelehre einzuführen! Obwohl also alle davon überzeugt sind, dass das Quatsch ist, fährt man über diese Berufsgruppe drüber und sagt, dass das jeder machen kann, obwohl wir immer wieder sagen: Wir brauchen mehr Respekt vor der Pflege! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei SPÖ und NEOS.
Was möchte ich Ihnen mitgeben? – Reden wir nicht nur in der Krise groß von Wertschätzung in Richtung Pflegeberufe, sondern erfüllen wir das auch mit Leben! Wenn man nicht einmal so viel Respekt hat, Warnungen ernst zu nehmen, und die ÖVP sagt: In Wirklichkeit kann das ohnehin jeder machen! Wir wollen eine Pflegelehre haben, weil sie billiger ist, weil es Lohndumping ist und ein paar Leute beim Wirtschaftsbund sich das in den Kopf gesetzt haben!, muss ich sagen: Freunde, so kann man nicht arbeiten! Das ist nicht der Respekt, den sich die Menschen im Pflegebereich verdient haben, nachdem sie in der Pflegekrise und in dieser Coronazeit 24 Stunden am Tag für uns alle da waren. So geht es nicht! (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Kucher.
Die Pflegelehre ist in der Schweiz die zweitbeliebteste aller Lehrformen, und sie ist absolut erfolgreich. (Zwischenruf des Abg. Kucher.) Auch in Vorarlberg haben wir beste Beispiele dafür, dass die Pflegelehre funktionieren kann. Ich lade dich ein, komm nach Vorarlberg, schauen wir uns das gemeinsam an und reden wir mit den jungen Menschen! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kucher.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kucher.
Die Pflegelehre ist in der Schweiz die zweitbeliebteste aller Lehrformen, und sie ist absolut erfolgreich. (Zwischenruf des Abg. Kucher.) Auch in Vorarlberg haben wir beste Beispiele dafür, dass die Pflegelehre funktionieren kann. Ich lade dich ein, komm nach Vorarlberg, schauen wir uns das gemeinsam an und reden wir mit den jungen Menschen! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kucher.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Lieber Philip Kucher, weil du das angesprochen hast, möchte ich es noch einmal sagen: Ich sage jetzt all diesen PflegerInnen Danke, im Besonderen zwei Personen, nämlich Vesna und Mira, in persönlicher Betroffenheit, die meine Eltern auf das Allergroßartigste pflegen. Ich sage ihnen allen von ganzem Herzen Danke. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, verhindern Sie mit Ihrer Zustimmung die Preistreiberei in Krisenzeiten! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Ries.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Herr Abgeordneter, darf ich Sie fragen: Sind auf Ihrem Exemplar Punkte als Aufzählungszeichen oder steht da 1., 2., 3., 4.? (Zwischenruf des Abg. Ries.) – Alles klar, dann haben wir denselben Antrag.
Beifall bei Grünen und SPÖ.
Kollege Kucher hat die Frage der Pflegelehre zum Thema gemacht; von meiner Seite gibt es da eine sehr deutliche Klarstellung: In dieser Legislaturperiode wird es in Österreich eine Pflegelehre, in der Jugendliche mit 15 Jahren mit Patienten und am Patienten arbeiten, eine Pflegelehre, bei der es sich um schlechte Qualifizierung und um schlechten Lohn handelt, nicht geben. (Beifall bei Grünen und SPÖ.)
Abg. Kucher: Die Fachgesellschaften lehnen das also ab?
Es wird hingegen an einem Modell gearbeitet, bei dem wir in Richtung einer guten Qualifikation, eines neuen Ausbildungsmodells für junge Menschen gehen. Wir bereiten das vor und arbeiten daran, damit es eine zusätzliche Zugangsmöglichkeit gibt. Das halte ich für richtig, aber unter den Bedingungen, die ich vorhin genannt habe, das ist ganz wesentlich und zentral. (Abg. Kucher: Die Fachgesellschaften lehnen das also ab?) – Du weißt das so gut wie ich, um auf deinen Zwischenruf noch einzugehen: Die klassische Pflegelehre, die einer Lehre entsprechen würde und bei der man mit 15 Jahren beginnt, am Patienten und mit dem Patienten zu arbeiten, wird von den Fachgesellschaften abgelehnt, aber genau dieses Modell wird es nicht geben.
Beifall bei Grünen und SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Der VKI ist für mich in Österreich unersetzbar, den brauchen wir als starke Organisation, und dafür arbeiten wir. Es gibt mittlerweile einen neuen Geschäftsführer, und in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Konsumentenschutz können wir uns gerne ansehen, wie die Weiterentwicklung aussieht, was der Geschäftsführer vorhat et cetera. (Beifall bei Grünen und SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Das könnte also für Zehntausende Konsumentinnen und Konsumenten ein Weg zum Recht werden, und das zeigt wiederum, dass Sammelklagen eine extrem wichtige Möglichkeit sind, Konsumentinnen und Konsumenten in dieser Situation zu stärken. Genau deswegen brauchen wir einen starken VKI, der das unterstützt, der das trägt, der die Beratung durchführt und der für die Konsumentinnen und Konsumenten das tut, was es braucht, damit der Einzelne zu seinem Recht kommt. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Sie haben den Menschen am Anfang der Krise Mitte März bei den Pressekonferenzen, bei Ihren öffentlichen Auftritten mit Ihrer ruhigen und besonnenen Art sehr, sehr viel Sicherheit in einer sehr, sehr schwierigen Zeit gegeben, und dafür gebührt Ihnen wirklich Dank und Anerkennung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich vertraue der Regierung, ich bin guter Dinge, dass wir das Comeback für Österreich schaffen. Ein herzliches Dankeschön für die bisherige Arbeit! Ich bin überzeugt davon, dass wir auch in den nächsten Wochen und Monaten die richtigen Schritte setzen werden. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ
Eine Erhöhung der finanziellen Förderung des Dachverbands und der finanziellen Absicherung der Landesorganisationen ist also mehr als gerechtfertigt und notwendig (Beifall bei der SPÖ), und es freut mich, dass Sie, Herr Minister, auch die Bereitschaft dazu ausgesprochen haben. Ich bringe daher folgenden Antrag ein:
Beifall bei der SPÖ.
Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ein Leistungsnachweis dieser Bundesregierung ist ein ganz wesentlicher, meine Damen und Herren: Wir haben alleine in den letzten vier Wochen über 65 000 Menschen aus der Arbeitslosigkeit wieder in die Arbeit zurückgebracht, und das ist doch das Allerbeste! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Es gibt dem Menschenleben einen Sinn, wenn eine Beschäftigung da ist; dann brauchen wir uns auch nicht über Sozialhilfe oder andere Dinge zu unterhalten, denn das ist das Bedeutende, und, meine Damen und Herren, das ist das einzig Wahre. Der alte Spruch: Sozial ist, was Arbeit schafft!, stimmt immer noch. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Es gibt dem Menschenleben einen Sinn, wenn eine Beschäftigung da ist; dann brauchen wir uns auch nicht über Sozialhilfe oder andere Dinge zu unterhalten, denn das ist das Bedeutende, und, meine Damen und Herren, das ist das einzig Wahre. Der alte Spruch: Sozial ist, was Arbeit schafft!, stimmt immer noch. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, es ist mir ein großes Anliegen, Sie darauf aufmerksam zu machen, dass bei allen Lockerungsmaßnahmen, die derzeit wöchentlich bekannt gegeben werden, nicht auf die Bewohner in den Pflegeheimen vergessen werden darf. Sie sind die zu schützenden Personen, das stimmt, aber dazu gehört auch der Schutz vor Einsamkeit, Depression, Verzweiflung und Selbstaufgabe. Wie viel Zeit bleibt so manchem altem Menschen überhaupt noch, auch ohne Coronavirus, die Tage sinnvoll im Kreis seiner Angehörigen verbringen zu dürfen? 15 Minuten oder 30 Minuten einem seiner Angehörigen vorgeführt zu werden wie ein Häftling? Da gilt es, auf Hausverstand und Eigenverantwortung aller Betroffenen zu setzen. So mancher möchte seine ihm noch verbleibende Zeit im Garten seiner Kinder an so manchem sonnigen Nachmittag verbringen oder in einem Gastgarten sitzen mit seinen Angehörigen. Aber alle Pfleger und Pflegerinnen in den Heimen und das Reinigungspersonal stellen die gleiche Gefahr für die Bewohner dar wie die Angehörigen, die ihre Leute besuchen wollen. Ich erwarte mir daher mehr Freiheit für die Bewohner. Sie haben es sich verdient, ein würdiges Dasein zu führen, solange sie es noch erleben dürfen, und ihren Angehörigen muss die Möglichkeit zurückgegeben werden, mit ihren Lieben die gemeinsame noch verbleibende Zeit in vernünftiger Weise verbringen zu dürfen. So wie jetzt ist das unerträglich und unwürdig. Ich bin persönlich betroffen. Wir wissen nicht, wie viel Zeit unserem Vater noch bleibt, der an einem Blasenkarzinom erkrankte, nun wegen seiner körperlichen Schwäche nach einigen Stürzen im Heim lebt, aber geistig kerngesund ist. Wir können viel Zeit gemeinsam verbringen, da ich nahe dem Heim wohne, und wir alle wollen ihm noch eine halbwegs lebenswerte Zeit schenken. Da werden Schwimmbäder, Fitnesscenter, Landesgrenzen geöffnet, Fußballspiele ermöglicht, aber die alten Menschen lassen wir wie Verbrecher eingesperrt in ihren Zimmern oder in dieser Anstalt ihre wertvolle vielleicht noch sehr geringe Lebenszeit fristen. (Beifall bei der SPÖ.) Was ist das geringere Übel?
Beifall bei der SPÖ.
Ich habe wirklich die Bitte: Handeln wir sofort! Es ist notwendig, gerade den Menschen dieser Generation, die, wir haben es vorhin gehört, Österreich aufgebaut haben, wieder Menschenwürde zu geben und es zu ermöglichen, dass sie sich mit ihren Angehörigen treffen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Zanger.
Abgeordneter Andreas Kühberger (ÖVP): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Österreicherinnen und Österreicher! Ja, Herr Kollege Keck, wir schätzen unsere ältere Generation auch. Ich bin selber Bürgermeister, und es sind viele Senioren der SPÖ und der Freiheitlichen Partei, die zu mir kommen und sagen: Du, wir sind sehr stolz auf das, was euer Kanzler macht. (Zwischenruf des Abg. Zanger.) Der macht gute Arbeit in diesem Land! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Keck. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Keck. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Andreas Kühberger (ÖVP): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Österreicherinnen und Österreicher! Ja, Herr Kollege Keck, wir schätzen unsere ältere Generation auch. Ich bin selber Bürgermeister, und es sind viele Senioren der SPÖ und der Freiheitlichen Partei, die zu mir kommen und sagen: Du, wir sind sehr stolz auf das, was euer Kanzler macht. (Zwischenruf des Abg. Zanger.) Der macht gute Arbeit in diesem Land! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Keck. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Vogl.
Meine Damen und Herren, wenn wir alle um 20 Prozent mehr heimische Lebensmittel kaufen würden, würde das 46 000 neue Arbeitsplätze schaffen. Ich denke da an die Arbeitslosenzahlen, ich denke aber auch an das BIP: plus 4,6 Milliarden Euro! (Zwischenruf des Abg. Vogl.) In Wahrheit haben wir alle hier herinnen und hier in Österreich das in der Hand, wo wir beim Einkaufen hingreifen, ob wir zu heimischen Lebensmitteln greifen oder zu solchen von Megafarmen aus Amerika, vielleicht Fleisch aus Brasilien einkaufen oder unser Sojaprodukt aus dem Regenwald (Abg. Vogl: ... ’tschuldigung! ...!), wo ja Tausende Hektar gerodet, verbrannt werden. Wir haben das in der Hand. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Vogl: ... ’tschuldigung! ...!
Meine Damen und Herren, wenn wir alle um 20 Prozent mehr heimische Lebensmittel kaufen würden, würde das 46 000 neue Arbeitsplätze schaffen. Ich denke da an die Arbeitslosenzahlen, ich denke aber auch an das BIP: plus 4,6 Milliarden Euro! (Zwischenruf des Abg. Vogl.) In Wahrheit haben wir alle hier herinnen und hier in Österreich das in der Hand, wo wir beim Einkaufen hingreifen, ob wir zu heimischen Lebensmitteln greifen oder zu solchen von Megafarmen aus Amerika, vielleicht Fleisch aus Brasilien einkaufen oder unser Sojaprodukt aus dem Regenwald (Abg. Vogl: ... ’tschuldigung! ...!), wo ja Tausende Hektar gerodet, verbrannt werden. Wir haben das in der Hand. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
Meine Damen und Herren, wenn wir alle um 20 Prozent mehr heimische Lebensmittel kaufen würden, würde das 46 000 neue Arbeitsplätze schaffen. Ich denke da an die Arbeitslosenzahlen, ich denke aber auch an das BIP: plus 4,6 Milliarden Euro! (Zwischenruf des Abg. Vogl.) In Wahrheit haben wir alle hier herinnen und hier in Österreich das in der Hand, wo wir beim Einkaufen hingreifen, ob wir zu heimischen Lebensmitteln greifen oder zu solchen von Megafarmen aus Amerika, vielleicht Fleisch aus Brasilien einkaufen oder unser Sojaprodukt aus dem Regenwald (Abg. Vogl: ... ’tschuldigung! ...!), wo ja Tausende Hektar gerodet, verbrannt werden. Wir haben das in der Hand. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Ernst-Dziedzic und Rössler.
In Wahrheit sind diese Lebensmittel aber nicht günstig, denn sie kommen uns später dann teuer, wenn sich die Transportwege und die Umweltvernichtung in der Klimaveränderung und in der Gesundheit niederschlagen. Als sechsfacher Familienvater bin ich mir auch bewusst, was es für die nächsten Generationen bedeutet, dass die diesen Preis womöglich doppelt oder dreifach zurückzahlen müssen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Ernst-Dziedzic und Rössler.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Damen und Herren, das wäre nicht nur für die Landwirtschaft wichtig, sondern, wie gesagt, auch für den Wirtschaftsstandort. Wer billig einkauft, kauft oft wirklich teuer ein. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Leichtfried.
Abgeordneter Ing. Josef Hechenberger (ÖVP): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher! Ganz besonders im Bereich Konsumentenschutz aber: Geschätzte Konsumentinnen und Konsumenten! Vorab, bevor ich starten darf, darf ich einmal – ich habe das zu Hause selbst miterlebt – den angehenden Maturantinnen und Maturanten alles Gute wünschen. Sie durchleben momentan harte Zeiten und harte Stunden, und ich hoffe, dass viele von ihnen dieser Tage die Matura erfolgreich schaffen. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Leichtfried.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Ernst-Dziedzic.
Was mich ein bisschen nachdenklich stimmt: Wir haben im Gesundheitsausschuss dieses Thema sehr intensiv diskutiert. Viele Parteien haben mitgestimmt, leider Gottes war die SPÖ nicht bereit, die verpflichtende Herkunftskennzeichnung mitzutragen. Ich hoffe, dass das Tarnen und Täuschen im Bereich der Lebensmittel ein Ende hat und wir mit der verpflichtenden Herkunftskennzeichnung wirklich Transparenz für unsere Konsumentinnen und Konsumenten schaffen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Ernst-Dziedzic.)
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Abgeordneter Philip Kucher (SPÖ): Herr Präsident, ich danke für die freundliche Einbegleitung! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Finanzminister Blümel hat uns ja ein Budget vorgelegt – wir diskutieren es heute –, zu dem er uns allen erklärt hat, er habe das ohnehin schon selbst in den Mistkübel geworfen, denn wir seien ja mitten in der Coronakrise, deswegen sei es nicht aktuell. Gestern Nacht ist er munter geworden, ist über Nacht draufgekommen, dass er es doch ändern muss, weil es nicht verfassungskonform ist. So ist aber Finanzminister Blümel – das wissen alle Unternehmerinnen und Unternehmer –, anscheinend kann er es nicht besser. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Zwischenruf des Abg. Lopatka.
Warum ist es aber trotzdem spannend, dass wir heute das Gesundheitsbudget diskutieren? (Zwischenruf des Abg. Lopatka.) – Dieses Gesundheitsbudget, das wir heute diskutieren, ist noch vor Corona zusammengebastelt worden, und wisst ihr, was spannend ist? Heute werden ja alle groß erzählen, Gesundheit sei uns allen sehr, sehr wichtig, wenn man sich aber anschaut, was unter Sebastian Kurz bei Gesundheit unterm Strich wirklich herauskommt, dann ist das: nichts. Es ist heiße Luft!
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage es ganz offen, ich möchte warnen und bitte wirklich alle Parteien: Wenn wir nicht von einer Gesundheitskrise in die nächste schlittern möchten, bitte ich wirklich, dass wir alle auch die Finanzierung unserer Krankenhäuser und der Sozialversicherung sicherstellen, denn es kann nicht sein, dass im Endeffekt dann, wie schon Wirtschaftsbundvertreter angekündigt haben, entweder die Ärzteschaft die Rechnung zahlen soll oder dass wir Leistungskürzungen haben und vielleicht Krankenhausstandorte schließen müssen. Für alle Bereiche gibt es jetzt ein Budget. Wo ist das zusätzliche Budget für den Gesundheitsbereich? – Da passiert gar nichts! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Sehr berechtigte ...!
Meine letzte Warnung: Wenn es im Hintergrund schon jetzt Leute wie Frau Mei-Pochtler gibt, die, während der Gesundheitsminister und alle anderen noch daran arbeiten, dass wir alle miteinander die Gesundheitskrise meistern, den Auftrag bekommen, in einem neoliberalen Thinktank für Sebastian Kurz die Gesundheitsversorgung der Zukunft auf die Beine zu stellen – diese Menschen, die uns allen jahrelang erklärt haben, Gesundheit sei nur ein Kostenfaktor: Tun wir einsparen, Patienten, das alles kostet nur viel Geld! –, dann müssen wir alle vorsichtig sein. Während wir hier kämpfen, arbeiten nämlich die im Hintergrund schon ganz fleißig an ihrer neoliberalen Agenda. Seien wir also vorsichtig! (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Sehr berechtigte ...!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und NEOS.
Abgeordneter Ralph Schallmeiner (Grüne): Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrte Damen und Herren zu Hause! Zuallererst möchte ich dem Minister zu einer Personalentscheidung gratulieren, die, glaube ich, erst vor einer oder zwei Stunden offiziell geworden ist: Kollegin Ines Stilling, ehemalige Übergangsministerin und hohe Beamtin im Ministerium, wird neue Generalsekretärin. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und NEOS.) Kompetenz sticht Parteipolitik – auch das ist grünes Arbeiten. – So viel dazu.
Abg. Kucher: Jetzt muss die ÖVP zuhören ...! – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Worüber wir in diesem Zusammenhang auch reden müssen, ist: Was muss das Ziel unseres Gesundheitswesens sein, wohin soll die Reise mit dem Gesundheitswesen, wie wir es hier in Österreich haben, gehen? – Aus meiner Sicht, aus Sicht der Grünen ist das Ziel, dass wir ein solidarisch finanziertes Gesundheitswesen haben, das für alle zugänglich ist; soll heißen: keine Aufteilung in Arm, Reich, Land, Stadt, sondern ein Gesundheitswesen, das für alle zugänglich und greifbar ist. (Abg. Kucher: Jetzt muss die ÖVP zuhören ...! – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und SPÖ.
Ich möchte mich Kollegen Koza anschließen, der am Dienstag gemeint hat, wir müssen tabulos diskutieren, was wir einnahmenseitig machen. Da gebe ich Kollegen Koza recht, wir werden tabulos über neue Einnahmequellen reden müssen. Wir werden auch darüber diskutieren müssen, wie es sein kann, dass das Gesundheitswesen momentan nur durch Einnahmen aus Arbeit finanziert wird und zum Beispiel Kapitalerträge keinen Anteil daran leisten. (Beifall bei Grünen und SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Das werden wir ändern müssen. Dieser Diskussion stelle ich mich, da gehe ich auch mutig hinein, denn wie heißt es so schön bei uns Grünen: Zukunft wird aus Mut gemacht!? Gehen wir mutig in die Zukunft! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Sehr geehrter Herr Bundesminister, wenn ich an Ihrer Stelle wäre, würde ich nicht mehr so ruhig hier sitzen, ich würde mir große Sorgen machen, wie das alles zu finanzieren ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Wo genau? Wo genau, welche Anregungen?!
Abgeordnete Gabriela Schwarz (ÖVP): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Sehr verehrte Zuseherinnen und Zuseher! Zu Beginn gleich einmal eine Klarstellung gegenüber Herrn Kollegen Kaniak: Du hast gesagt, du würdest, wenn du hier sitzen würdest, nicht mehr so ruhig sein. Ich kann nur eines sagen: Wir alle sind sehr froh, dass Rudolf Anschober als Minister hier sitzt. Das freut mich sehr, denn die Zusammenarbeit mit ihm ist äußerst konstruktiv, wie du ja auch im Gesundheitsausschuss mitbekommen hast, wo sehr wohl auch deine Anregungen und Ideen aufgenommen werden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Wo genau? Wo genau, welche Anregungen?!)
Zwischenruf des Abg. Kucher
Auch wenn Kollege Kucher meint, wir bedanken uns zu viel, denke ich (Zwischenruf des Abg. Kucher): Für gewisse Dinge kann man sich nicht zu oft bedanken, Philip; ich glaube, dass es notwendig ist, dass wir uns gerade in diesen Zeiten bei den Menschen bedanken, die dieses solidarische Gesundheitssystem aufrechterhalten. Da stimmst du mir sicherlich zu. Man kann nur all jenen Menschen Danke sagen – und nicht oft genug ‑, die in den vergangenen Wochen bewiesen haben, wie wertvoll und solidarisch unser Gesundheitssystem ist: Ich rede von der Ärzteschaft sowohl im niedergelassenen als auch im Spitalsbereich, ich rede von allen in den Pflegeberufen, aber auch von den pflegenden Angehörigen, die ebenfalls unheimlich viel übernommen haben, von den Rettungsorganisationen, Sozialversicherungen und so weiter.
Abg. Kucher: Aber wann?
Ein weiteres Thema, das Philip Kucher angesprochen hat – Philip?; jetzt ist er gerade beschäftigt, aber es ist trotzdem wichtig –, ist die psychische Gesundheit. Ja, du hast vollkommen recht, wir werden versuchen, alle Berufsgruppen, die mit der psychischen Gesundheit zu tun haben – das geht von der Psychiatrie über die Psychologie bis zur Psychotherapie; wir wissen zum Beispiel, dass Kinder- und Jugendpsychiatrie ein Mangelfach ist, dieser Zustand gehört dringend behoben –, an einen Tisch zu bekommen. (Abg. Kucher: Aber wann?) – Noch vor dem Sommer; ich lade dich herzlich ein, in einer ersten Gesprächsrunde mit dabei zu sein, in der es darum geht: Wie können wir alle gemeinsam dieses Thema angehen?
in Richtung Abg. Kucher
Ich freue mich, dass sich der Minister da wirklich committet hat, dass er das mit uns gemeinsam möglichst zeitnahe angehen wird. – Vielen herzlichen Dank dafür und schon jetzt vielen herzlichen Dank für deine (in Richtung Abg. Kucher) Mitarbeit. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich freue mich, dass sich der Minister da wirklich committet hat, dass er das mit uns gemeinsam möglichst zeitnahe angehen wird. – Vielen herzlichen Dank dafür und schon jetzt vielen herzlichen Dank für deine (in Richtung Abg. Kucher) Mitarbeit. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der NEOS und bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit und Pressekonferenzen – dafür steht wohl dieses „PK“ am Ende des Kürzels – hat bis jetzt 60 Pressekonferenzen abgehalten, sonst ist die Erfolgsbilanz eher bescheiden. Ihre Vorgängerin hätte man für das, was Sie geliefert haben, durch Sonne und Mond geschossen, hätte sie dasselbe getan. (Beifall bei Abgeordneten der NEOS und bei der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den Grünen.
Die Massentierhaltung und ihre gigantischen Mengen an CO2-Emissionen sind einer der Hauptgründe für den Klimawandel. Eine pflanzliche Ernährung ist ein Beitrag, den jeder und jede Einzelne für den Kampf gegen den Klimawandel leisten kann, sie ist aber auch ein Beitrag, der durch entsprechende Unterstützung auf politischer Ebene geleistet werden kann – das bedeutet die Förderung pflanzlicher Ernährung. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
ganzheitlich und für alle an einer sozial gerechten, nachhaltigen und solidarischen Welt zu arbeiten. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Meinl-Reisinger: Auch seine Expertise!
Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz Rudolf Anschober: Geschätzter Herr Präsident! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Danke für diese sehr konstruktive Gesundheitsdebatte, die wir hier führen, die wir größtenteils schon geführt haben. Ich möchte mich stellvertretend bei den letzten drei Rednern und Rednerinnen konkret bedanken: Kollegin Schwarz – der Inbegriff des Miteinanders in der Gesundheitspolitik –, danke für eine sehr angenehme und kooperative Zusammenarbeit; Kollege Loacker, an ihm schätze ich immer seinen Wortwitz. Das eint uns ein bisschen, denke ich. (Abg. Meinl-Reisinger: Auch seine Expertise!) – Auch seine Expertise, ich reduziere ihn nicht auf den Wortwitz, absolut, alles klar! – Mit seinen Positionierungen bin ich nicht immer einverstanden, aber das ist eine völlig normale Situation, der normale politische Diskurs. Faika, danke, du zeigst uns Zusammenhänge auf. Das ist in so einer Debatte, bei der wir oft im Detail sind, extrem wichtig und gut. – Danke dafür.
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Das brauchen wir, dafür wollen wir kämpfen, das wollen wir gemeinsam erreichen. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Das heißt, es geht immer um diesen Dreischritt: richtige Maßnahme, richtiger Zeitpunkt und das Commitment mit der Bevölkerung, die diese Maßnahmen großartig getragen hat. Nur deswegen waren diese Maßnahmen am Ende des Tages so erfolgreich, wie sie es waren. Wir haben diese Phase eins sehr, sehr gut geschafft. Wir sind jetzt auf einem guten Weg, und ich hoffe, es bleibt dabei, dass wir so erfolgreich und positiv durch die Krise durchfinden, damit wir einerseits die Bevölkerung schützen und gleichzeitig die Freiheiten und diese Normalitäten unseres Lebens, die wir in unserer Gesellschaft genießen, die zu uns gehören, uns möglichst rasch wieder zurückerarbeiten können. – Danke schön. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich kann dir sagen, Rudi, es gibt viele Vereine, die sich an mich gewandt haben, die mir gesagt haben: Wenn sie nicht bald Unterstützung bekommen, werden sie Tiere töten müssen, weil es nicht mehr anders geht. In einem Staat wie Österreich, in dem wirklich viel Geld ausgegeben wird, in dem es Steuernachlässe für Geschäftsessen gibt, und, und, und, kann es nicht sein, dass wir für diese Tiere keine Mittel zur Verfügung haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Außerdem ist das Budget ja so und so nicht sicher, weil es einen Abänderungsantrag der Regierungsfraktionen gibt. Ich nehme also an, dass dort auch der Tierschutz berücksichtigt wird, dass wir mehr Mittel von diesen 28 Milliarden Euro für den Tierschutz zur Verfügung haben, um Tiere, die wirklich in Not sind, retten zu können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich möchte ganz besonders darauf hinweisen, dass es gerade jetzt, wenn wir in die Lockerungen gehen, was ein ganz erfreulicher Schritt ist, sehr stark auf dieses zweite Netz der Gesundheitsbehörden auch in Zusammenarbeit mit der Exekutive ankommen wird. Ich sage den Menschen, die dort tätig sind und von denen wir noch fast nie gesprochen haben, ein ganz herzliches Dankeschön. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Zuletzt noch ein kurzer Blick auf die Wirkungsziele: Da gibt es ein Wirkungsziel Nummer eins, nämlich ein solidarisches, für alle zugängliches Gesundheitssystem. Das ist ein wichtiges Ziel für uns alle, zu dem wir uns bekennen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Leichtfried: Wer hat das gesagt?
„Die schlimmste Herrschaft ist die der Gewohnheit“, schrieb Publilius Syrus. (Abg. Leichtfried: Wer hat das gesagt?) Damit spreche ich die Maskenpflicht im Handel und überall an. (Abg. Leichtfried: Wer hat das gesagt?) Die Herrschaft der Maske darf nicht Gewohnheit werden.
Abg. Leichtfried: Wer hat das gesagt?
„Die schlimmste Herrschaft ist die der Gewohnheit“, schrieb Publilius Syrus. (Abg. Leichtfried: Wer hat das gesagt?) Damit spreche ich die Maskenpflicht im Handel und überall an. (Abg. Leichtfried: Wer hat das gesagt?) Die Herrschaft der Maske darf nicht Gewohnheit werden.
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Gibt es keine Maskenrichtlinie zum Gesundheitsschutz der Mitarbeiter? Offensichtlich nicht, nur Maskenpflicht. – Schluss damit, Herr Minister, zum Wohle unserer Gesundheit, endlich Schluss mit der Maskenpflicht! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Leichtfried.)
Zwischenruf des Abg. Amesbauer.
Abgeordnete Martina Diesner-Wais (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren im Nationalrat! Die Coronakrise hat uns eindeutig gezeigt, wie wichtig ein gut funktionierendes und stabiles Gesundheitssystem für ein Land ist. (Zwischenruf des Abg. Amesbauer.) Unser Gesundheitssystem in Österreich hat sich bestens bewährt. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Es wurde ja oft kritisiert, dass wir eine zu hohe Bettenzahl haben, aber das war in diesem Fall gut. (Abg. Loacker: ... 10 Prozent!)
Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Abgeordnete Martina Diesner-Wais (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren im Nationalrat! Die Coronakrise hat uns eindeutig gezeigt, wie wichtig ein gut funktionierendes und stabiles Gesundheitssystem für ein Land ist. (Zwischenruf des Abg. Amesbauer.) Unser Gesundheitssystem in Österreich hat sich bestens bewährt. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Es wurde ja oft kritisiert, dass wir eine zu hohe Bettenzahl haben, aber das war in diesem Fall gut. (Abg. Loacker: ... 10 Prozent!)
Abg. Loacker: ... 10 Prozent!
Abgeordnete Martina Diesner-Wais (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren im Nationalrat! Die Coronakrise hat uns eindeutig gezeigt, wie wichtig ein gut funktionierendes und stabiles Gesundheitssystem für ein Land ist. (Zwischenruf des Abg. Amesbauer.) Unser Gesundheitssystem in Österreich hat sich bestens bewährt. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Es wurde ja oft kritisiert, dass wir eine zu hohe Bettenzahl haben, aber das war in diesem Fall gut. (Abg. Loacker: ... 10 Prozent!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und SPÖ.
Ich möchte darum besonders einen herzlichen Dank allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aussprechen, die während der Krise im Gesundheitssystem gearbeitet haben, aber nicht nur während der Krise, sondern Tag für Tag. Ein herzliches Dankeschön! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Angerer.
Vorgesehen ist eine Erhöhung im Budget um 10,2 Prozent. Da gilt es vor allem, die Steuerreform umzusetzen. Durch die Reduktion der SV-Beiträge, die im Budget steht, kommt es zu einer Entlastung der bäuerlichen und gewerblichen Betriebe, die ja schon seit Jahren sinkende Einkommen haben. Gerade der Sozialversicherungsbeitrag ist ein wichtiger Faktor, dass Familienbetriebe auch für die Zukunft eine Perspektive haben, und unsere Bauernhöfe und Gewerbebetriebe fortbestehen können, das ist etwas ganz Wichtiges. (Zwischenruf des Abg. Angerer.)
Beifall bei der ÖVP.
Ein zweites Anliegen: Wir brauchen gute Rahmenbedingungen für unsere Ärzte vor allem im ländlichen Raum, damit wir dort weiterhin genügend Ärzte vorfinden und eine gute Gesundheitsvorsorge auch für die Zukunft gewährleistet ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Sie sehen, es gibt international genügend Beispiele, wie die Pflege im niedergelassenen Bereich zum Wohle der betroffenen Patienten übernommen werden könnte, gerade in Zeiten des Ärztemangels. Was dazu fehlt, ist lediglich der Abrechnungskatalog mit der Sozialversicherung. Wir haben daher in der UG 21 den Entschließungsantrag betreffend „Abrechnungskatalog für die Primärversorgungspflege mit der Sozialversicherung“ eingebracht. – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Danke an all jene, die dieses System auch in schwierigen Zeiten so großartig aufrechterhalten. Ich glaube, wir können alle froh sein, dass wir in diesem Land leben. Danke auch an all jene Abgeordneten, die durch ihren Beschluss am Dienstag für unsere Unternehmen die Möglichkeit der Stundungen der Beiträge bis ins Jahr 2021 geschaffen haben. Das ist eine wirklich großartige Sache für unsere Betriebe und deren Liquidität. – Herzlichen Dank! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Diese Beitragsausfälle dürfen nicht auf dem Rücken der ArbeitnehmerInnen erfolgen. Wir werden weiterhin eine solidarisch finanzierte ÖGK fordern, ohne Selbstbehalte, ohne Leistungskürzungen und ohne Beitragserhöhungen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
fällt jedem in diesem Saal schwer. Ein positiver Aspekt ist sicherlich der Vertrauenszuwachs in unser Gesundheitssystem. – Danke vielmals. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Eine selbstständige 43-jährige Friseurmeisterin erlitt auf dem Weg nach Hause bei einem schweren Autounfall ein Schädel-Hirn-Trauma, wurde im Unfallkrankenhaus Meidling operiert, wurde im Weißen Hof in Klosterneuburg rehabilitiert und steht heute wieder voll im Geschäft. An dieser Stelle vielen Dank an die fast 6 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AUVA. Herzlichen Dank dafür! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Haubner.
Wenn man mit Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP über das Dilemma der AUVA spricht, dann heißt es immer: Nein, nein, das waren nicht wir; das war Frau Ministerin a. D. Hartinger-Klein. – Das stimmt vielleicht formal, aber wenn man sich anschaut, wer denn von den Beitragssenkungen profitiert hat, dann sieht man, dass das nicht der kleine Tischlermeister mit fünf Mitarbeitern oder die Frisörin mit drei Mitarbeitern ist. Wenn man sich die Liste der Firmen anschaut, die von dieser Beitragssenkung voll profitiert haben, dann sieht man, das sind fast dieselben Firmen wie die Spenderinnen und Spender des Sebastian Kurz und der ÖVP. Die sind fast ident, liebe Kolleginnen und Kollegen, und dann weiß man, wo der Druck hergekommen ist: nicht von der FPÖ. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Haubner.)
Beifall bei der SPÖ.
Kollegin Kirchbaumer hat uns gestern sehr emotional mitgeteilt, dass wir von der SPÖ vom Wirtschaften „keine Ahnung“ hätten. Wenn das die Art der Wirtschaft der ÖVP ist, dann können wir gern darauf verzichten. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Gabriela Schwarz: ... besser geworden!
Es ist zu befürchten, dass der niederschwellige Zugang für alle in unserem Gesundheitssystem in Gefahr ist (Abg. Gabriela Schwarz: ... besser geworden!), und deswegen stellen wir den folgenden Entschließungsantrag:
Beifall bei der SPÖ.
Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Sie sehen, es mangelt nicht an Ideen, wir haben viele davon. Packen wir es doch gemeinsam an! Natürlich gilt zum Wohle unserer Gesundheit auch weiter die AHA-Formel: A für Abstand, H für Hygiene und das zweite A für Alltagsmasken in besonderen Situationen. – Danke. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Heiterkeit bei der FPÖ.
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Heute in der Früh hat Kollege Angerer – er war es, glaube ich – angekündigt, dass es einen Misstrauensantrag der Freiheitlichen gegenüber Noch-Minister Blümel geben wird. (Heiterkeit bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Was wir ja in der Zwischenzeit alle wissen, ist, dass Minister Blümel bereit war und noch immer bereit ist, einfach durch die Leitplanken in den Straßengraben zu fahren. Er hat zwar einiges in diesem Abänderungsantrag korrigiert, aber bei Weitem noch nicht alles, was verfassungswidrig in diesem Budget drin ist, vor allem die Einnahmenseite. Das heißt: Kann Minister Blümel Verfassung? – Nein, kann er nicht! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Fuchs und Reifenberger.
Die zweite Frage, die ich mir gestellt habe, ist: Kann Minister Blümel Budget? – Ich meine, er hat sich hergestellt und gesagt, sein Budget ist falsch, er hat es ins Altpapier geworfen. Alle Zahlen im Budget sind falsch, und wenn er andere sagt, sind sie auch falsch. Das ist also nicht besonders vertrauenserweckend. Als man dann aber gemerkt hat, dass die allerwichtigste Position im Budget – die allerwichtigste! –, nämlich die Hilfe für Betriebe, für Arbeitslose, für Kurzarbeiter, nämlich die Covid-19-Maßnahmen, diese berühmten 28 Milliarden Euro Überschreitungsermächtigung, auf einem Konto gebucht ist, das es gar nicht gibt, muss man sagen: Nein, Herr Blümel kann nicht Budget! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Fuchs und Reifenberger.)
Beifall bei der SPÖ.
Die dritte Frage, die ich mir gestellt habe, ist: Können Sie Hilfe? – Da muss man sagen: Wir wissen, zum Beispiel beim Härtefallfonds für die Klein- und Mittelbetriebe, für die EPUs wurden groß in Inszenierungen 1 Milliarde Euro, 2 Milliarden Euro angekündigt, und jetzt wissen wir, dass bisher nicht einmal 200 Millionen Euro ausbezahlt worden sind. Es gibt jetzt natürlich die Möglichkeit, dass es den Betrieben supergut geht und sie diese Hilfe nicht brauchen. Ganz ehrlich, jeder kann rausgehen und in die Betriebe gehen und fragen, ob es ihnen supergut geht und ob sie die Hilfe nicht brauchen, oder ob die Hilfe einfach nur nicht ankommt. Ganz ehrlich, ob das nur die Bürokratie ist oder ob das nur die Frage ist, dass man die falschen Abwickler genommen hat, am Ende des Tages, Herr Minister, ist es so: Sie können auch nicht Hilfe! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und FPÖ.
Insofern, wenn die FPÖ diese Frage stellt, nämlich: Haben wir Vertrauen?, dann muss ich sagen: Nein, ich habe kein Vertrauen in Sie. Sie können das nicht und es ist besser, wenn Sie für jemanden Platz machen, der es kann. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und FPÖ.)
Rufe bei der ÖVP: Nein!
gerade gefragt: Kann Krainer Straßenverkehrsordnung? (Rufe bei der ÖVP: Nein!) – Wenn du sagst, man darf auf der Autobahn Schlangenlinien fahren, man darf auf der Autobahn sogar Geisterfahrer spielen, dann hast du, ich weiß nicht, vielleicht deine Rede von vorhin gemeint, aber auf der Autobahn machst du das bitte dann doch nicht! Insofern muss ich also leider meine gestellte Frage wohl damit beantworten: Straßenverkehrsordnung kannst du nicht! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
gerade gefragt: Kann Krainer Straßenverkehrsordnung? (Rufe bei der ÖVP: Nein!) – Wenn du sagst, man darf auf der Autobahn Schlangenlinien fahren, man darf auf der Autobahn sogar Geisterfahrer spielen, dann hast du, ich weiß nicht, vielleicht deine Rede von vorhin gemeint, aber auf der Autobahn machst du das bitte dann doch nicht! Insofern muss ich also leider meine gestellte Frage wohl damit beantworten: Straßenverkehrsordnung kannst du nicht! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Die Straßenverkehrsordnung ist aber nicht unser heutiges Thema, wir kommen langsam in die Zielgerade der Budgetdebatte. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.
Auf der Einnahmenseite werden wir damit rechnen müssen, x Milliarden Euro weniger an Einnahmen zu haben, aber es kann uns zum heutigen Zeitpunkt – bei so divergierenden Wirtschaftsprognosen der Experten, derzeit schwankend zwischen 3,5 und 9 Prozent – kein Mensch seriös sagen, wie hoch die Steuereinnahmen dieses Jahres für den Herrn Finanzminister sein können. Wer behauptet, das sagen zu können, der sagt mit Sicherheit nicht die Wahrheit. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.)
Abg. Kickl: Ist eh alles ausgelagert!
Deswegen, meine Damen und Herren – wegen dieser Diskussion, ob man es jetzt auf diese Art und Weise oder auf die inzwischen korrigierte Art und Weise durchführt –, einen Misstrauensantrag im Parlament zu stellen, einen Misstrauensantrag gegen den Finanzminister zu richten, hat sich dieser Finanzminister, den ich selber jetzt wochenlang, monatelang erlebt habe, Tag und Nacht an Hilfsprogrammen arbeitend (Abg. Kickl: Ist eh alles ausgelagert!), mit den betroffenen Personengruppen ihre Probleme besprechend, mit Intervenienten die Probleme besprechend, mit Banken, mit allem, was dazugehört, an einem Budget hart arbeitend, an Hilfsmaßnahmen, um die Krise zu bewältigen, hart arbeitend – natürlich mit uns gemeinsam –, nicht verdient.
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Meine Damen und Herren, diesem Finanzminister gehört das Vertrauen ausgesprochen, aber mit Sicherheit nicht das Misstrauen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich vergleiche nur die Zahl der von Ihnen angekündigten Toten mit dem tatsächlichen Ergebnis, und ich sehe eine gleiche Diskrepanz im Zusammenhang mit der Coronakrise, wie wir jetzt eine Diskrepanz mit Ihrem Budgetsalat haben. (Beifall bei der FPÖ.)
allgemeine Heiterkeit und Beifall der Abg. Belakowitsch
Ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen, ich hätte gerne gesagt: Ende gut, alles gut!, aber Sie geben mir keinen Anlass dazu, denn was dieses Budget betrifft, kann man nur sagen, genau das Gegenteil ist der Fall: Der Anfang war vermurkst, die Mitte war vermurkst und das Ende ist erst recht vermurkst. – Das, was Sie, Herr Finanzminister, hier geliefert haben, ist ein budgetpolitischer Offenbarungseid. Um es in Anlehnung an Sebastian Kant, ah, Immanuel Kant zu sagen (allgemeine Heiterkeit und Beifall der Abg. Belakowitsch) – so weit bin ich schon; so weit ist es in diesem Land schon gekommen! –, um es also in Anlehnung an Immanuel Kant zu sagen: Das budgetäre Ding an sich ist Ihrem Erkenntnishorizont verborgen geblieben.
Zwischenruf des Abg. Höfinger.
Meine Damen und Herren, wer bisher geglaubt hat und davon ausgegangen ist, dass die grottenschlechte – die grottenschlechte! – Performance beziehungsweise Nichtperformance – das können Sie sich jetzt aussuchen – der Ex-Staatssekretärin Lunacek – Sie wissen, das ist der abgestürzte kulturpolitische Trabant des Herrn Vizekanzlers – der bisherige traurige Höhepunkt dieser Bundesregierung gewesen ist, der liegt daneben. (Zwischenruf des Abg. Höfinger.)
Beifall bei der FPÖ.
Nein, meine sehr geehrten Damen und Herren, seit dieser Budgetdebatte und seit diesem ganzen Prozess der Entstehung des Budgets wissen wir eines ganz genau: Der Pokal für die verantwortungsloseste Vorgangsweise im Zusammenhang mit der bisherigen Regierungsperformance geht eindeutig an Sie, Herr Finanzminister! Den haben Sie sich mit ihrem budgetpolitischen Bauchfleck hart erarbeitet. (Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.
Wir hätten eine überirdische Leistung eines Finanzministers gebraucht, und bekommen haben wir eine unterirdische. (Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.) Ihr Stapel Altpapier namens Budget ist eine Verhöhnung des österreichischen Parlaments.
Beifall bei der FPÖ.
Jetzt werden Sie vonseiten der Regierungsfraktionen sich wahrscheinlich denken: Ist ja egal, die Opposition hat es gar nicht besser verdient!, aber Sie sollten einmal nachdenken, denn der, der in Wahrheit verhöhnt wird, sind Sie! Das sind die Abgeordneten der Regierungsfraktionen, denn stärker kann man seitens einer Bundesregierung seine Missachtung seinen eigenen Abgeordneten gegenüber ja gar nicht zum Ausdruck bringen, als von ihnen zu verlangen, dieses Machwerk zu verteidigen und am Ende auch noch im Nationalrat abzusegnen. Das ist die größte Form der Missachtung, die Ihnen die eigenen Regierungsmitglieder zum Ausdruck bringen können. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Was glaubt denn diese Bundesregierung eigentlich, was dieses Parlament ist?! Das ist kein lästiger Nebenschauplatz, dessen eigentliche Hauptaufgabe es wäre, diese – nennen wir es einmal so – neue postdemokratische Normalität durchzuwinken und abzufeiern. Das ist es nicht. Dieses Parlament, das ist das Herz-Kreislauf-System der gewohnten, der bewährten Normalität, der parlamentarisch-demokratischen Normalität, und dieses Herz-Kreislauf-System wird nicht in die Knie gehen, nur weil Sie glauben, sich in einer leichtfertigen Art und Weise zuerst in Sammelgesetzen und nun mit diesem Murksbudget darüber hinwegzusetzen. Wir werden Sie noch disziplinieren, nicht mit einem Schlag, aber Schritt für Schritt, das kann ich Ihnen versprechen! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und SPÖ sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Einmal mehr treten Sie Verfassungsprinzipien mit den Füßen, im konkreten Fall ist es das Prinzip der budgetären Klarheit, der budgetären Wahrheit und der budgetären Transparenz. Ich muss sagen, ich bin der SPÖ sehr, sehr dankbar dafür, dass sie auch ein entsprechendes Gutachten organisiert hat, aus dem eindeutig hervorgeht – bei dem es wasserdicht ist –, dass Ihr Treiben hier verfassungsrechtlich durch nichts gedeckt ist, meine sehr geehrten Damen und Herren. So geht man mit diesem Hohen Haus nicht um, Herr Finanzminister! (Beifall bei FPÖ und SPÖ sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, Klarheit, Wahrheit und Transparenz, das ist das, was von der Bevölkerung und aufgrund der gesetzlichen Vorgaben gefordert wird. Das, was Sie liefern, ist ein Dreierpack aus Täuschung, Unwahrheit und Intransparenz. Im Normallfall ist eine solche Falschlieferung ein Grund dafür, das ganze Paket retour zu schicken, aber dazu sind Sie ja nicht bereit. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf bei den Grünen.
Ich frage mich: Was ist es? Ist es Unfähigkeit? – Möglicherweise. Ist es vielleicht aber auch etwas anderes, eine schon fast unglaublich anmutende Hybris der Macht, eine unglaubliche Überheblichkeit, die aus Ihrem Handeln spricht, eine Art Gefühl der politischen Unverletzbarkeit, die von Ihnen irgendwie in den letzten Wochen und Monaten Besitz ergriffen hat? – Ich glaube, es ist eine Kombination aus beidem, und es ist eine gemeingefährliche Kombination, möchte ich sagen. (Zwischenruf bei den Grünen.)
Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.
Wir kennen das. Wir kennen das von anderen Ereignissen. Wir kennen das von der türkisen Politwallfahrt im Kleinwalsertal, vom Bad in der Menge des Bundeskanzlers, wo er sich selbst wie eine Art Berührungsreliquie unter die Menschenmassen gemengt und alles außer Kraft gesetzt hat. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.) Er hat alles außer Kraft gesetzt, was er selbst für alle anderen eingefordert hat. Der Erlöser vom Coronamassensterben ist also derjenige, für den diese Coronaerlösungsregelungen selbst nicht gelten.
Heiterkeit bei FPÖ, SPÖ und NEOS.
Es gibt einen dritten Fall der Politelite aus Schwarz-Grün. Diesmal trifft es dann die Grünen, bei denen wir das gleich Prinzip erleben. Ich spreche jetzt in diesem Fall von der nachsperrstündlichen Sitzblockade des Staatsoberhauptes beim Nobelitaliener, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Heiterkeit bei FPÖ, SPÖ und NEOS.) Ja bitte, selbst für die selbsternannte moralische Autorität in diesem Lande gelten doch keine Sperrstundenregelungen! (Zwischenruf der Abg. Maurer.) Für die oberste und höchste politische Instanz, wenn es um die Frage der Rechtmäßigkeit des Zustandekommens
Zwischenruf der Abg. Maurer.
Es gibt einen dritten Fall der Politelite aus Schwarz-Grün. Diesmal trifft es dann die Grünen, bei denen wir das gleich Prinzip erleben. Ich spreche jetzt in diesem Fall von der nachsperrstündlichen Sitzblockade des Staatsoberhauptes beim Nobelitaliener, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Heiterkeit bei FPÖ, SPÖ und NEOS.) Ja bitte, selbst für die selbsternannte moralische Autorität in diesem Lande gelten doch keine Sperrstundenregelungen! (Zwischenruf der Abg. Maurer.) Für die oberste und höchste politische Instanz, wenn es um die Frage der Rechtmäßigkeit des Zustandekommens
Beifall bei der FPÖ.
der Gesetze geht – der erhobene Zeigefinger inklusive –, gelten diese Gesetze nicht! Sehen Sie, was damit gemeint und zum Ausdruck gebracht wird? – Ein jämmerliches Bild, das diese schwarz-grüne Politelite abgibt, nach dem Motto: Alle sind gleich, nur sie sind gleicher! (Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS
Und jetzt bin ich bei Ihnen, Herr Finanzminister! Sie sind ja ein studierter Philosoph, und das ist auch der Grund, warum ich Ihnen auch eines in aller Klarheit sage: Wenn Sie den legendären, den wohl berühmtesten Satz des Sokrates, der da lautet: „Ich weiß, dass ich nichts weiß“, zum Prinzip Ihrer Budgetpolitik machen (Heiterkeit bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS), dann sind Sie fehl am Platz. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich glaube, dass das etwas ist, das in diesen Bereichen keine Anwendung finden sollte. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Kucher.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Und jetzt bin ich bei Ihnen, Herr Finanzminister! Sie sind ja ein studierter Philosoph, und das ist auch der Grund, warum ich Ihnen auch eines in aller Klarheit sage: Wenn Sie den legendären, den wohl berühmtesten Satz des Sokrates, der da lautet: „Ich weiß, dass ich nichts weiß“, zum Prinzip Ihrer Budgetpolitik machen (Heiterkeit bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS), dann sind Sie fehl am Platz. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich glaube, dass das etwas ist, das in diesen Bereichen keine Anwendung finden sollte. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Kucher.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Kucher.
Und jetzt bin ich bei Ihnen, Herr Finanzminister! Sie sind ja ein studierter Philosoph, und das ist auch der Grund, warum ich Ihnen auch eines in aller Klarheit sage: Wenn Sie den legendären, den wohl berühmtesten Satz des Sokrates, der da lautet: „Ich weiß, dass ich nichts weiß“, zum Prinzip Ihrer Budgetpolitik machen (Heiterkeit bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS), dann sind Sie fehl am Platz. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich glaube, dass das etwas ist, das in diesen Bereichen keine Anwendung finden sollte. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Kucher.)
Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.
Ihre Vorgangsweise zeigt jedenfalls nicht, dass man in herausfordernden Zeiten kein vernünftiges Budget zustande bringen kann, es zeigt nur, dass Sie es nicht können. Das ist ein feiner, aber ganz, ganz wesentlicher Unterschied. (Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.) Wir können nun einen kleinen Syllogismus machen: Ihre Zahlen sind falsch, ihre Ausreden sind falsch, also, Herr Finanzminister, was schließen wir daraus? – Sie sind falsch an dieser Stelle. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Ihre Vorgangsweise zeigt jedenfalls nicht, dass man in herausfordernden Zeiten kein vernünftiges Budget zustande bringen kann, es zeigt nur, dass Sie es nicht können. Das ist ein feiner, aber ganz, ganz wesentlicher Unterschied. (Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.) Wir können nun einen kleinen Syllogismus machen: Ihre Zahlen sind falsch, ihre Ausreden sind falsch, also, Herr Finanzminister, was schließen wir daraus? – Sie sind falsch an dieser Stelle. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Haubner.
Das ist auch ein Zug dieser neuen Normalität, dass die parteipolitischen Überlegungen an erster Stelle stehen und die staatspolitische Verantwortung bei Ihnen ganz hinten angestellt ist. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Haubner.)
Zwischenruf des Abg. Höfinger
Aus all diesen Gründen bleibt mir überhaupt gar nichts anders übrig, als zusammenfassend zu sagen: Ja, Ihnen kann ich nicht mehr vertrauen (Zwischenruf des Abg. Höfinger), Ihnen können wir vonseiten der freiheitlichen Fraktion nicht mehr vertrauen! (Zwischenruf des Abg. Haubner. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Haubner. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Aus all diesen Gründen bleibt mir überhaupt gar nichts anders übrig, als zusammenfassend zu sagen: Ja, Ihnen kann ich nicht mehr vertrauen (Zwischenruf des Abg. Höfinger), Ihnen können wir vonseiten der freiheitlichen Fraktion nicht mehr vertrauen! (Zwischenruf des Abg. Haubner. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.
Dazu sage ich Ihnen eines: Die Finanzminister dieser Aufbauzeit hätten sich eher die Zunge abgebissen oder ihr Amt verantwortungsbewusst in kompetentere Hände gelegt, anstatt sich hierherzustellen und im Brustton der Staatsräson zu verkünden: Liebe Leute, ich bin zwar nicht in der Lage, ein vernünftiges Budget zu liefern, aber genau deshalb bitte ich um eure Zustimmung und euer Vertrauen! Absurder geht es nicht mehr. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)
Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ
Herr Finanzminister Blümel, ich muss Ihnen eines sagen: Die Art und Weise, wie Sie an die Dinge herangehen – und das trifft auch die Volkspartei, die dabei sozusagen ein Auswahlverschulden auch auf sich zu nehmen hat (Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ) –, eignet sich für die Rolle eines Kassiers in einem ÖVP-nahen Verein namens Pro Patria – das sind Sie eine Zeit lang gewesen. Dort ist das ausreichend, für das Amt des Finanzministers aber auf keinen Fall. (Anhaltender Beifall bei der FPÖ und Beifall bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Loacker.)
Anhaltender Beifall bei der FPÖ und Beifall bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Loacker.
Herr Finanzminister Blümel, ich muss Ihnen eines sagen: Die Art und Weise, wie Sie an die Dinge herangehen – und das trifft auch die Volkspartei, die dabei sozusagen ein Auswahlverschulden auch auf sich zu nehmen hat (Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ) –, eignet sich für die Rolle eines Kassiers in einem ÖVP-nahen Verein namens Pro Patria – das sind Sie eine Zeit lang gewesen. Dort ist das ausreichend, für das Amt des Finanzministers aber auf keinen Fall. (Anhaltender Beifall bei der FPÖ und Beifall bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Loacker.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
seit Jahrzehnten stecken – in einer gesundheitspolitischen und einer wirtschaftspolitischen Krise. Ich finde es vollkommen unangebracht, dass Sie da herumscherzen. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Martin Graf: Nicht so viel im Gesicht herumfahren!
Das einzig Passende an Ihrer Rede - - (Abg. Martin Graf: Nicht so viel im Gesicht herumfahren!) – Danke. Von Ihnen gesundheitspolitische Empfehlungen anzunehmen wird, glaube ich, nicht besonders ratsam sein. (Heiterkeit und Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Heiterkeit und Beifall bei Grünen und ÖVP.
Das einzig Passende an Ihrer Rede - - (Abg. Martin Graf: Nicht so viel im Gesicht herumfahren!) – Danke. Von Ihnen gesundheitspolitische Empfehlungen anzunehmen wird, glaube ich, nicht besonders ratsam sein. (Heiterkeit und Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Heiterkeit und Zwischenrufe bei der FPÖ.
Zu Ihrer Rede, Herr Kickl: Das einzig Passende an Ihrer Rede war das Sokrateszitat, allerdings kennen Sie den Hintergrund des Zitats nicht. Sie sagen nämlich, dass Sokrates sagt, er weiß, dass er nichts weiß – im Sinne von: Er weiß gar nichts. Der Hintergrund des Zitats ist ein ganz anderer. Sokrates sagt, er weiß, wenn er etwas nicht weiß. Er ist sich also dessen bewusst, wenn Unsicherheit und Ungewissheit da sind. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Heiterkeit und Zwischenrufe bei der FPÖ.) Darum geht es in diesem Budgeterstellungsprozess: dass man nicht so tut, als würde man wissen, wenn man nicht weiß. (Abg. Kickl: Das ist noch schlimmer! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wir haben zwischen 3,5 und 9 Prozent Verlust im BIP, und wir wissen nicht, wo dazwischen wir liegen werden. (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Das ist genau der Punkt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Kickl: Das ist noch schlimmer! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Zu Ihrer Rede, Herr Kickl: Das einzig Passende an Ihrer Rede war das Sokrateszitat, allerdings kennen Sie den Hintergrund des Zitats nicht. Sie sagen nämlich, dass Sokrates sagt, er weiß, dass er nichts weiß – im Sinne von: Er weiß gar nichts. Der Hintergrund des Zitats ist ein ganz anderer. Sokrates sagt, er weiß, wenn er etwas nicht weiß. Er ist sich also dessen bewusst, wenn Unsicherheit und Ungewissheit da sind. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Heiterkeit und Zwischenrufe bei der FPÖ.) Darum geht es in diesem Budgeterstellungsprozess: dass man nicht so tut, als würde man wissen, wenn man nicht weiß. (Abg. Kickl: Das ist noch schlimmer! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wir haben zwischen 3,5 und 9 Prozent Verlust im BIP, und wir wissen nicht, wo dazwischen wir liegen werden. (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Das ist genau der Punkt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Zu Ihrer Rede, Herr Kickl: Das einzig Passende an Ihrer Rede war das Sokrateszitat, allerdings kennen Sie den Hintergrund des Zitats nicht. Sie sagen nämlich, dass Sokrates sagt, er weiß, dass er nichts weiß – im Sinne von: Er weiß gar nichts. Der Hintergrund des Zitats ist ein ganz anderer. Sokrates sagt, er weiß, wenn er etwas nicht weiß. Er ist sich also dessen bewusst, wenn Unsicherheit und Ungewissheit da sind. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Heiterkeit und Zwischenrufe bei der FPÖ.) Darum geht es in diesem Budgeterstellungsprozess: dass man nicht so tut, als würde man wissen, wenn man nicht weiß. (Abg. Kickl: Das ist noch schlimmer! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wir haben zwischen 3,5 und 9 Prozent Verlust im BIP, und wir wissen nicht, wo dazwischen wir liegen werden. (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Das ist genau der Punkt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zu Ihrer Rede, Herr Kickl: Das einzig Passende an Ihrer Rede war das Sokrateszitat, allerdings kennen Sie den Hintergrund des Zitats nicht. Sie sagen nämlich, dass Sokrates sagt, er weiß, dass er nichts weiß – im Sinne von: Er weiß gar nichts. Der Hintergrund des Zitats ist ein ganz anderer. Sokrates sagt, er weiß, wenn er etwas nicht weiß. Er ist sich also dessen bewusst, wenn Unsicherheit und Ungewissheit da sind. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Heiterkeit und Zwischenrufe bei der FPÖ.) Darum geht es in diesem Budgeterstellungsprozess: dass man nicht so tut, als würde man wissen, wenn man nicht weiß. (Abg. Kickl: Das ist noch schlimmer! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wir haben zwischen 3,5 und 9 Prozent Verlust im BIP, und wir wissen nicht, wo dazwischen wir liegen werden. (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Das ist genau der Punkt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Rufe bei der SPÖ: Er ist da!
Zu meinem Vorredner, aber auch zu Kollegen Krainer – ich sehe ihn jetzt gerade nicht (Rufe bei der SPÖ: Er ist da!) –: Seit dem ersten Ausschusstag sagen Sie, der Finanzminister ist angehalten (Zwischenrufe bei der FPÖ), diese Schätzungen ins Budget einzupreisen und zu budgetieren. In den Sitzungen im Budgetausschuss haben Sie uns laufend geraten, einen Abänderungsantrag einzubringen – das war Ihre Empfehlung. Dann holen Sie sich noch ein Gutachten, um diese Ansicht zu untermauern, und dann kommt der Abänderungsantrag – etwas spät, zugegeben, aber er kommt (Abg. Loacker: Aber was für einer?!) –, und dann regen Sie sich wieder auf. Irgendetwas muss Ihnen recht sein! (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Loacker: Dem Antrag sieht man an, dass man ihn in der Nacht um elf geschrieben hat!)
Zwischenrufe bei der FPÖ
Zu meinem Vorredner, aber auch zu Kollegen Krainer – ich sehe ihn jetzt gerade nicht (Rufe bei der SPÖ: Er ist da!) –: Seit dem ersten Ausschusstag sagen Sie, der Finanzminister ist angehalten (Zwischenrufe bei der FPÖ), diese Schätzungen ins Budget einzupreisen und zu budgetieren. In den Sitzungen im Budgetausschuss haben Sie uns laufend geraten, einen Abänderungsantrag einzubringen – das war Ihre Empfehlung. Dann holen Sie sich noch ein Gutachten, um diese Ansicht zu untermauern, und dann kommt der Abänderungsantrag – etwas spät, zugegeben, aber er kommt (Abg. Loacker: Aber was für einer?!) –, und dann regen Sie sich wieder auf. Irgendetwas muss Ihnen recht sein! (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Loacker: Dem Antrag sieht man an, dass man ihn in der Nacht um elf geschrieben hat!)
Abg. Loacker: Aber was für einer?!
Zu meinem Vorredner, aber auch zu Kollegen Krainer – ich sehe ihn jetzt gerade nicht (Rufe bei der SPÖ: Er ist da!) –: Seit dem ersten Ausschusstag sagen Sie, der Finanzminister ist angehalten (Zwischenrufe bei der FPÖ), diese Schätzungen ins Budget einzupreisen und zu budgetieren. In den Sitzungen im Budgetausschuss haben Sie uns laufend geraten, einen Abänderungsantrag einzubringen – das war Ihre Empfehlung. Dann holen Sie sich noch ein Gutachten, um diese Ansicht zu untermauern, und dann kommt der Abänderungsantrag – etwas spät, zugegeben, aber er kommt (Abg. Loacker: Aber was für einer?!) –, und dann regen Sie sich wieder auf. Irgendetwas muss Ihnen recht sein! (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Loacker: Dem Antrag sieht man an, dass man ihn in der Nacht um elf geschrieben hat!)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Loacker: Dem Antrag sieht man an, dass man ihn in der Nacht um elf geschrieben hat!
Zu meinem Vorredner, aber auch zu Kollegen Krainer – ich sehe ihn jetzt gerade nicht (Rufe bei der SPÖ: Er ist da!) –: Seit dem ersten Ausschusstag sagen Sie, der Finanzminister ist angehalten (Zwischenrufe bei der FPÖ), diese Schätzungen ins Budget einzupreisen und zu budgetieren. In den Sitzungen im Budgetausschuss haben Sie uns laufend geraten, einen Abänderungsantrag einzubringen – das war Ihre Empfehlung. Dann holen Sie sich noch ein Gutachten, um diese Ansicht zu untermauern, und dann kommt der Abänderungsantrag – etwas spät, zugegeben, aber er kommt (Abg. Loacker: Aber was für einer?!) –, und dann regen Sie sich wieder auf. Irgendetwas muss Ihnen recht sein! (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Loacker: Dem Antrag sieht man an, dass man ihn in der Nacht um elf geschrieben hat!)
Zwischenruf des Abg. Kassegger
Kollege Klubobmann Kickl fällt jetzt, in einer Phase, in der der Finanzminister Tag und Nacht daran arbeitet (Zwischenruf des Abg. Kassegger), für Wirtschaftshilfen zu sorgen und zu schauen, dass die Wirtschaft sich stabilisiert und diese Krise irgendwie überwunden werden kann, nichts Besseres ein, als ein Rücktrittsersuchen an den Minister zu richten, einen Misstrauensantrag zu stellen. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Das ist genau das Letzte, was wir in dieser Situation brauchen, wenn, glaube ich, gerade die Arbeitskraft und die Tatkraft des Ministers gefordert sind, damit wir aus dieser Krise herauskommen. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Dementsprechend ist der Misstrauensantrag aus meiner Sicht unangebracht. (Abg. Leichtfried: Das Letzte, was wir brauchen, ist ein schlechter Finanzminister!)
Zwischenruf des Abg. Kickl.
Kollege Klubobmann Kickl fällt jetzt, in einer Phase, in der der Finanzminister Tag und Nacht daran arbeitet (Zwischenruf des Abg. Kassegger), für Wirtschaftshilfen zu sorgen und zu schauen, dass die Wirtschaft sich stabilisiert und diese Krise irgendwie überwunden werden kann, nichts Besseres ein, als ein Rücktrittsersuchen an den Minister zu richten, einen Misstrauensantrag zu stellen. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Das ist genau das Letzte, was wir in dieser Situation brauchen, wenn, glaube ich, gerade die Arbeitskraft und die Tatkraft des Ministers gefordert sind, damit wir aus dieser Krise herauskommen. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Dementsprechend ist der Misstrauensantrag aus meiner Sicht unangebracht. (Abg. Leichtfried: Das Letzte, was wir brauchen, ist ein schlechter Finanzminister!)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Kollege Klubobmann Kickl fällt jetzt, in einer Phase, in der der Finanzminister Tag und Nacht daran arbeitet (Zwischenruf des Abg. Kassegger), für Wirtschaftshilfen zu sorgen und zu schauen, dass die Wirtschaft sich stabilisiert und diese Krise irgendwie überwunden werden kann, nichts Besseres ein, als ein Rücktrittsersuchen an den Minister zu richten, einen Misstrauensantrag zu stellen. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Das ist genau das Letzte, was wir in dieser Situation brauchen, wenn, glaube ich, gerade die Arbeitskraft und die Tatkraft des Ministers gefordert sind, damit wir aus dieser Krise herauskommen. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Dementsprechend ist der Misstrauensantrag aus meiner Sicht unangebracht. (Abg. Leichtfried: Das Letzte, was wir brauchen, ist ein schlechter Finanzminister!)
Abg. Leichtfried: Das Letzte, was wir brauchen, ist ein schlechter Finanzminister!
Kollege Klubobmann Kickl fällt jetzt, in einer Phase, in der der Finanzminister Tag und Nacht daran arbeitet (Zwischenruf des Abg. Kassegger), für Wirtschaftshilfen zu sorgen und zu schauen, dass die Wirtschaft sich stabilisiert und diese Krise irgendwie überwunden werden kann, nichts Besseres ein, als ein Rücktrittsersuchen an den Minister zu richten, einen Misstrauensantrag zu stellen. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Das ist genau das Letzte, was wir in dieser Situation brauchen, wenn, glaube ich, gerade die Arbeitskraft und die Tatkraft des Ministers gefordert sind, damit wir aus dieser Krise herauskommen. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Dementsprechend ist der Misstrauensantrag aus meiner Sicht unangebracht. (Abg. Leichtfried: Das Letzte, was wir brauchen, ist ein schlechter Finanzminister!)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Es stimmt schon, das Budget hat große Unsicherheiten, insbesondere auf der Einnahmenseite. Um zum Thema zu kommen: Gerade die in Verhandlung stehenden UGs zeigen ja, wie groß die Unsicherheiten in diesem Bereich sind. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Bei den öffentlichen Abgaben, UG 16, haben wir schon gesehen, dass wahrscheinlich zwischen 3,5 und 9 Prozent des BIPs an Verlust zu erwarten sind, und entsprechend sind die Einnahmen dramatisch niedriger, als wir das ursprünglich erwartet haben. Wie niedrig sie sein werden, kann man aber nicht sagen – die Schwankungsbreite ist im Bereich von Milliarden. Es ist unseriös, da konkrete Zahlen zu liefern. (Abg. Meinl-Reisinger: Aber ihr müsst!)
Abg. Meinl-Reisinger: Aber ihr müsst!
Es stimmt schon, das Budget hat große Unsicherheiten, insbesondere auf der Einnahmenseite. Um zum Thema zu kommen: Gerade die in Verhandlung stehenden UGs zeigen ja, wie groß die Unsicherheiten in diesem Bereich sind. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Bei den öffentlichen Abgaben, UG 16, haben wir schon gesehen, dass wahrscheinlich zwischen 3,5 und 9 Prozent des BIPs an Verlust zu erwarten sind, und entsprechend sind die Einnahmen dramatisch niedriger, als wir das ursprünglich erwartet haben. Wie niedrig sie sein werden, kann man aber nicht sagen – die Schwankungsbreite ist im Bereich von Milliarden. Es ist unseriös, da konkrete Zahlen zu liefern. (Abg. Meinl-Reisinger: Aber ihr müsst!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kassegger.
Diese 20 Milliarden Euro gemeinsam mit den 8 Milliarden Euro signalisieren, dass die Regierung darauf vorbereitet ist, in dieser Phase zu tun, was notwendig ist, die Katastrophe abzufedern und für stabile wirtschaftliche Verhältnisse zu sorgen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kassegger.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Außerdem gibt es natürlich die vielen anderen Instrumente wie den Härtefallfonds und – jetzt frisch – den Fonds für die freischaffenden Künstlerinnen und Künstler, durch den unbürokratisch 1 000 Euro im Monat zur Verfügung stehen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Martin Graf: Bei der Rede sehe ich schwarz! – Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich weiß nicht, wie Sie das sehen, aber meine Ansicht ist, dass das die zentralen Anliegen der österreichischen Bevölkerung in dieser Phase sind. Das sind auch die zentralen Anliegen dieser Bundesregierung, und ich glaube, wir sollten sie jetzt arbeiten lassen und nicht mit solchen Witzeleien beschäftigen. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Martin Graf: Bei der Rede sehe ich schwarz! – Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
Dann, als klar wurde, dass diese Arbeitsverweigerung, dieses Altpapier, das Sie vorgelegt haben, auch verfassungsrechtlich nicht in Ordnung ist, dass es verfassungswidrig ist, kriegen Sie offenbar doch noch die Panik und schicken uns gestern um 23 Uhr am Abend dieses Papierl daher, nämlich einen Abänderungsantrag, der wieder nichts kann, in dem nichts drinsteht. Ganz im Ernst, Herr Finanzminister: Was ist mit Ihnen? (Heiterkeit und Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz.
minus 9 Prozent ist, ja, dann rechnet halt gar nichts aus!, oder? Ganz im Ernst, haben Sie das Ihren Unternehmern empfohlen? (Heiterkeit und Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Höfinger.
Ich verstehe Sie nicht, Herr Finanzminister, dass Sie sich da weigern, das einfach durchzurechnen. Das geht so nicht. Was bleibt, ist, dass wir seit 8. Mai ein Budget mit falschen Zahlen diskutieren. Meine Damen und Herren Abgeordnete von den Grünen, aber auch von der ÖVP! Sie stimmen hier zu. Sie machen da einfach mit. Sie machen sich hier zu Mittätern des Finanzministers. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Höfinger.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Was ich wirklich auch noch sagen will, meine Damen und Herren, ist Folgendes: Das Finanzministerium ist kein Vorbereitungscamp für den Wien-Wahlkampf! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
Nur weil Sie Messagecontrol beherrschen und tägliche Pressekonferenzen abhalten, heißt das nicht, dass Sie das Handwerk können. Es fehlt Ihnen offenbar die Expertise. Das muss man ganz einfach sagen. Wir sind im Augenblick in einer Ausnahmesituation, und ja, es ist wahnsinnig schwierig, es ist richtig schwierig. Was aber Ihnen und Ihrem Team einfach abgeht, ist eben dieses Handwerk. Sie kriegen nichts auf den Boden. Sie kriegen kein Budget auf den Boden und Sie schaffen es auch nicht, die Hilfen auszuzahlen. So geht es halt nicht! (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
Ausbaden müssen es leider die Menschen, und ich bleibe ich hier bei meiner Einschätzung: Ich bin mir ganz sicher, Sie haben Ihre Stärken, aber Finanzminister können Sie nicht! (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Abg. Doppelbauer: Habe ich schon, ganz am Anfang!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Lesen Sie bitte den Antrag noch im Wortlaut vor, Frau Abgeordnete! (Abg. Doppelbauer: Habe ich schon, ganz am Anfang!) – Okay.
Abg. Lausch: Ah!
Abgeordneter Mag. Andreas Hanger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Wir stehen am Ende einer dreitägigen Budgetdebatte. Das ist naturgemäß ein guter Zeitpunkt, ein bisschen ein Resümee zu ziehen. Ich habe bereits am ersten Tag gesagt – und die Opposition wiederholt ja gebetsmühlenartig ihre Argumente –, dass die Argumente der Opposition substanzlos sind. (Abg. Lausch: Ah!) Und wenn ich mir die Debatte anhöre, dann bin ich immer mehr davon überzeugt, dass diese Argumente substanzlos sind. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Loacker und Meinl-Reisinger.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Loacker und Meinl-Reisinger.
Abgeordneter Mag. Andreas Hanger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Wir stehen am Ende einer dreitägigen Budgetdebatte. Das ist naturgemäß ein guter Zeitpunkt, ein bisschen ein Resümee zu ziehen. Ich habe bereits am ersten Tag gesagt – und die Opposition wiederholt ja gebetsmühlenartig ihre Argumente –, dass die Argumente der Opposition substanzlos sind. (Abg. Lausch: Ah!) Und wenn ich mir die Debatte anhöre, dann bin ich immer mehr davon überzeugt, dass diese Argumente substanzlos sind. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Loacker und Meinl-Reisinger.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Ich darf das auch mit sachlichen Argumenten begründen. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Zuallererst ein ganz kurzer Blick in die Vergangenheit: Nach wie vor gilt ja ein Budgetprovisorium. Wir hatten einen sehr erfolgreichen Budgetvollzug im Jänner, Februar und auch noch in den März hinein mit deutlichen Überschüssen. Wir hatten gesamtstaatlich einen Überschuss 2018 und gesamtstaatlich einen Überschuss 2019 in allen Gebietskörperschaften – Gemeinden, Länder und Bund – und Sozialversicherungsträgern. Wieso ist das so wichtig? – Das gibt uns die Grundlage, dass wir jetzt trotz dieser
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Krise investieren können, und das ist eben ausdrücklich zu betonen: Österreich ist finanzpolitisch sehr gut aufgestellt, und darauf können wir durchaus auch stolz sein! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Nächster Schritt: Da 2019 Wahlen waren, kam es zu keinem Budget. Mitte März wurde dann das Budget vor der Coronakrise – das muss man ausdrücklich betonen – dem Nationalrat übermittelt. Ganz wichtig, das geht in der Debatte immer unter: In diesem neuen Budget sind ganz viele wichtige Maßnahmen verankert. Da es ganz wenig Kritik zu diesen Maßnahmen gegeben hat, dürften es offensichtlich sehr gute Maßnahmen sein – in der Justiz, in der Sicherheit, in der Mobilität, im Klimaschutz. Das ist als sehr positiv festzuhalten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Kickl.
Gut, dann kam Corona, und natürlich hat Corona die Welt verändert, natürlich auch budgetär, auf der Einnahmenseite genauso wie auf der Ausgabenseite. Ich finde es aber nach wie vor wirklich beeindruckend, mit welcher Geschwindigkeit da die Programme seitens des Finanzministeriums aufgesetzt worden sind. (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Kickl.) Da kann man jetzt eine lange, lange Liste aufzählen. Ich möchte schon auch einmal betonen: Ein wirklich großes Danke gebührt auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Finanzministerium, in den Kabinetten, in den Sektionen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Gut, dann kam Corona, und natürlich hat Corona die Welt verändert, natürlich auch budgetär, auf der Einnahmenseite genauso wie auf der Ausgabenseite. Ich finde es aber nach wie vor wirklich beeindruckend, mit welcher Geschwindigkeit da die Programme seitens des Finanzministeriums aufgesetzt worden sind. (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Kickl.) Da kann man jetzt eine lange, lange Liste aufzählen. Ich möchte schon auch einmal betonen: Ein wirklich großes Danke gebührt auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Finanzministerium, in den Kabinetten, in den Sektionen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Es kommt immer die Kritik: Na ja, das ist alles zu bürokratisch, das ist alles zu langsam!, aber Hand aufs Herz: Wenn dann Gelder ausbezahlt werden und da irgendetwas nicht passen würde, was wäre die erste Reaktion der Opposition? – Scharfe Kritik daran: Wo sind denn die Richtlinien? Wo sind denn die Grundlagen? – Da hat man einen Mittelweg zu gehen, auf der einen Seite klare Grundlagen zu schaffen, aber auf der anderen Seite natürlich auch möglichst unbürokratisch zu agieren. Es wird da hervorragende Arbeit geleistet; mir ist wichtig, das noch einmal ausdrücklich zu betonen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Lausch: ... gar nichts prognostiziert!
Wichtig ist mir am Ende einer Budgetdebatte auch, einen kleinen Blick in die Zukunft zu versuchen. Wir haben es schon gesagt: Das ist einnahmenseitig ganz schwierig zu prognostizieren (Abg. Lausch: ... gar nichts prognostiziert!), ausgabenseitig ganz schwierig zu prognostizieren. Jeder Wirtschaftsforscher, jeder Experte betont das immer wieder, da könnte ich jetzt x Zitate aufzählen. Was aber zeigt der Blick in die Zukunft? – Es wird die Phase der Konsolidierung kommen müssen, denn ganz ehrlich, wie es am Ende des Tages aussieht, werden wir dann am Ende des Jahres wissen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Lausch und Leichtfried.) Wir werden aber sehr viele neue Schulden finanzieren müssen. Eigentlich müsste die SPÖ zustimmen, denn das ist ja genau das, was ihr immer haben wollt: Schulden machen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Lausch: Ihr habt doch die ganzen Maßnahmen gesetzt!) Heuer machen wir sie, weil wir aus der Krise heraus investieren müssen.
Zwischenrufe der Abgeordneten Lausch und Leichtfried.
Wichtig ist mir am Ende einer Budgetdebatte auch, einen kleinen Blick in die Zukunft zu versuchen. Wir haben es schon gesagt: Das ist einnahmenseitig ganz schwierig zu prognostizieren (Abg. Lausch: ... gar nichts prognostiziert!), ausgabenseitig ganz schwierig zu prognostizieren. Jeder Wirtschaftsforscher, jeder Experte betont das immer wieder, da könnte ich jetzt x Zitate aufzählen. Was aber zeigt der Blick in die Zukunft? – Es wird die Phase der Konsolidierung kommen müssen, denn ganz ehrlich, wie es am Ende des Tages aussieht, werden wir dann am Ende des Jahres wissen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Lausch und Leichtfried.) Wir werden aber sehr viele neue Schulden finanzieren müssen. Eigentlich müsste die SPÖ zustimmen, denn das ist ja genau das, was ihr immer haben wollt: Schulden machen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Lausch: Ihr habt doch die ganzen Maßnahmen gesetzt!) Heuer machen wir sie, weil wir aus der Krise heraus investieren müssen.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Lausch: Ihr habt doch die ganzen Maßnahmen gesetzt!
Wichtig ist mir am Ende einer Budgetdebatte auch, einen kleinen Blick in die Zukunft zu versuchen. Wir haben es schon gesagt: Das ist einnahmenseitig ganz schwierig zu prognostizieren (Abg. Lausch: ... gar nichts prognostiziert!), ausgabenseitig ganz schwierig zu prognostizieren. Jeder Wirtschaftsforscher, jeder Experte betont das immer wieder, da könnte ich jetzt x Zitate aufzählen. Was aber zeigt der Blick in die Zukunft? – Es wird die Phase der Konsolidierung kommen müssen, denn ganz ehrlich, wie es am Ende des Tages aussieht, werden wir dann am Ende des Jahres wissen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Lausch und Leichtfried.) Wir werden aber sehr viele neue Schulden finanzieren müssen. Eigentlich müsste die SPÖ zustimmen, denn das ist ja genau das, was ihr immer haben wollt: Schulden machen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Lausch: Ihr habt doch die ganzen Maßnahmen gesetzt!) Heuer machen wir sie, weil wir aus der Krise heraus investieren müssen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Meinl-Reisinger: Genau das steht nicht im Budget!
Es gibt quasi drei Möglichkeiten zu konsolidieren. Da wären zum einen neue Steuern, aber gerade vonseiten der SPÖ höre ich dann permanent: Nein, diese Steuer, diese und diese Steuer sind absolut das falsche Signal für den Wirtschaftsstandort. – Wir könnten die Ausgaben senken, gar keine Frage. Das würden wir auch nicht machen, weil wir derzeit eine expansive Budgetpolitik brauchen. Der richtige Weg ist – und der wurde auch vom Finanzminister schon skizziert –, aus der Krise heraus zu investieren, mit einem Wirtschaftswachstum das Budget wieder zu konsolidieren. Das ist der einzig richtige Weg. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Meinl-Reisinger: Genau das steht nicht im Budget!)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Dank haben wir keine anderen Probleme. Herr Kollege Krainer, ich würde Sie schon wirklich bitten, auch die Berichte des Finanzministeriums an das Parlament zu lesen. Ich zitiere aus dem Bericht Mittelverwendungsüberschreitungen und Vorbelastungen im 1. Quartal 2020: Da wurden sehr wohl diese Ausgaben dokumentiert und ans Parlament übermittelt. Das heißt, dieses Konto ist in der Vollziehung natürlich auch da; da wird sehr sauber gearbeitet. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
In diesem Sinne würde ich abschließend wirklich meinen: Wir brauchen einen bestimmten Optimismus in unserer Republik. Zugegeben, es ist eine wirklich schwierige Situation – gesundheitspolitisch, auch finanzpolitisch –, aber es braucht Optimismus. Mit einem gesunden Optimismus werden wir auch diese Krise bewältigen! – Herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Die Coronakrise hat aber natürlich nicht nur gesundheitliche Auswirkungen, sondern auch wirtschaftliche – gerade für ein Land wie Österreich, das sehr exportorientiert ist. Wenn zwei der drei wichtigsten Exportpartner, nämlich Italien und die Vereinigten Staaten, massiv vom Coronavirus betroffen sind, dann bedeutet das natürlich auch einiges für die österreichische Wirtschaft. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Greiner: Richtige?!
Die Bundesregierung hat deswegen viele Maßnahmen beschlossen und vorgelegt, um den Unternehmen zu helfen, besser durch die Krise zu kommen, und um möglichst viele Arbeitsplätze in dieser Situation zu retten. Ich darf Ihnen dazu ein paar Zahlen liefern. (Abg. Greiner: Richtige?!)
Zwischenruf des Abg. Vogl.
Zur Kurzarbeit: Über 110 000 Anträge auf Kurzarbeit sind genehmigt worden, das macht ein Volumen von über 10 Milliarden Euro aus, und über 40 000 dieser Anträge sind bereits abgerechnet. – Sie wissen, die Abrechnung ist seit Anfang Mai möglich. (Zwischenruf des Abg. Vogl.)
Zwischenruf des Abg. Deimek
Ich könnte Ihnen noch viele dieser Zahlen liefern. Wenn man den Prognosen der Europäischen Kommission und der OECD Glauben schenkt (Zwischenruf des Abg. Deimek), dann würde das heißen, dass Österreich trotz dieser schwierigen Situation besser durch die Krise kommt als andere Länder.
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Für niemanden ist das eine leichte Situation. Ich darf mich dem vorhin geäußerten Dank anschließen, nicht nur, was den Zusammenhalt der Österreicherinnen und Österreicher in dieser schwierigen Situation betrifft, sondern auch an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Ministerien, in den anderen Körperschaften und darüber hinaus auch hier im Parlament, die Großartiges in den letzten Wochen und Monaten geleistet haben – ein herzliches Danke dafür von meiner Seite! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Ruf: Na! – Abg. Meinl-Reisinger: Sie sollten vor allem Respekt vor dem Parlament empfinden! – Abg. Greiner: Auf alle Fälle berechtigt!
Auch in dieser Krise spielt die Opposition eine sehr wichtige Rolle. Ich möchte ausdrücklich feststellen, dass ich tiefsten Respekt für die Oppositionsarbeit an sich empfinde (Ruf: Na! – Abg. Meinl-Reisinger: Sie sollten vor allem Respekt vor dem Parlament empfinden! – Abg. Greiner: Auf alle Fälle berechtigt!), aber in den letzten Tagen war es nicht immer leicht, sachliche Kritik von prinzipieller Ablehnung zu unterscheiden.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Das ist aber ein bisschen spät! – Abg. Vogl: ... heißt nicht verstehen! – Abg. Kickl: ... ein bisschen spät!
Lassen Sie mich eine Analogie zu Herrn Klubobmann Kickl und Immanuel Kant ziehen: Ein wenig hatte man manchmal den Eindruck, dass Kritik Selbstzweck, nicht Mittel zum Zweck gewesen ist. Wenn man Kritik im kantischen Sinne verstehen möchte, dann bin ich gerne bereit, sie zu akzeptieren, denn als Kant seine „Kritik der reinen Vernunft“ geschrieben hat, hat er nicht eine Ablehnung der reinen Vernunft gemeint, sondern eine Erforschung der reinen Vernunft. In diesem Sinn lasse ich mich gerne kritisieren, um in der Folge genau dort hinzusehen, wo es substanzielle Herausforderungen gibt, die man ändern müsste, Herr Klubobmann. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Das ist aber ein bisschen spät! – Abg. Vogl: ... heißt nicht verstehen! – Abg. Kickl: ... ein bisschen spät!)
Abg. Kickl: Sperrt der zu jetzt derweil?! – Weiterer Ruf bei der FPÖ: Da bin ich gespannt!
Der Chef des Wirtschaftsforschungsinstituts, Christoph Badelt, hat am 26.5. im „Kurier“ gesagt – ich zitiere –: „Jetzt ein Budget mit konkreten Zahlen abzugeben, wäre fast ein Selbstbetrug. Ein Kassasturz fürs Budget macht erst im Herbst Sinn.“ – Und weiter: „Ein Teil des Budgets ist regulär, was die Umweltmaßnahmen betrifft. Aber coronabedingt lassen sich die Einnahmen nicht abschätzen und auch die Kosten für die Kurzarbeit nicht.“ – Christoph Badelt. (Abg. Kickl: Sperrt der zu jetzt derweil?! – Weiterer Ruf bei der FPÖ: Da bin ich gespannt!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich darf den Budgetexperten Mag. Manfred Claus Lödl zitieren: Mit der gewählten Lösung wird den Grundsätzen der Budgettransparenz und -effizienz in vertretbarer Weise Rechnung getragen. Ein Verstoß gegen verfassungsrechtliche und sonstige Haushaltsvorschriften liegt nicht vor. Sämtliche vorgelegte Gesetzesvorschläge entsprechen den Haushaltsverfassungsrichtlinien. – Zitatende. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Leichtfried: Herr Finanzminister, was ist denn das für ein Gutachten?! Ich glaube, es gibt kein Gutachten! Es gibt höchstens Meinungen! Oder täusche ich mich da?! – Weiterer Zwischenruf bei der SPÖ.
Ein weiteres Zitat noch: Es gibt ein weiteres Gutachten der Professoren Heinrich und Poier, die ebenso sehen, dass die gewählte Vorgangsweise verfassungsrechtlich zulässig ist. (Abg. Leichtfried: Herr Finanzminister, was ist denn das für ein Gutachten?! Ich glaube, es gibt kein Gutachten! Es gibt höchstens Meinungen! Oder täusche ich mich da?! – Weiterer Zwischenruf bei der SPÖ.)
Abg. Kickl: Das widerspricht aber jetzt dem Erstzitierten!
Wir haben zu dieser Vorgangsweise auf diese Kritik bereits ein weiteres Gutachten angefordert. Die Universitätsprofessoren Janko und Mayrhofer: Mit diesen Änderungen würden die aufgekommenen Bedenken gegen die Vereinbarkeit des zu beschließenden BFG 2020 mit den haushaltsverfassungsrechtlichen Grundsätzen, insbesondere den Grundsätzen der Budgetwahrheit sowie der Budgetklarheit und -transparenz, ausgeräumt. – Zitatende. (Abg. Kickl: Das widerspricht aber jetzt dem Erstzitierten!) Ich denke also, wir sind auf dem richtigen Weg, auf diese Kritik einzugehen.
Abg. Kickl: Ist aber so!
Wenn hier jetzt Zwischenrufe kommen und es nicht genug ist, wenn man auf die Kritik reagiert, dann sagt das vielleicht auch ein wenig über die Kritikfähigkeit der Kritiker aus. (Abg. Kickl: Ist aber so!) In diesem Sinne, glaube ich, haben wir alles getan, um Ihnen entgegenzukommen, sehr geehrte Damen und Herren von der Opposition. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wenn hier jetzt Zwischenrufe kommen und es nicht genug ist, wenn man auf die Kritik reagiert, dann sagt das vielleicht auch ein wenig über die Kritikfähigkeit der Kritiker aus. (Abg. Kickl: Ist aber so!) In diesem Sinne, glaube ich, haben wir alles getan, um Ihnen entgegenzukommen, sehr geehrte Damen und Herren von der Opposition. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich darf mich abschließend für die gute Zusammenarbeit in schwierigen Zeiten bedanken – nicht nur, aber vor allem bei den Abgeordneten der Regierungsfraktionen, aber auch bei vielen Abgeordneten der Opposition. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Karin Greiner (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Bundesminister, wir erwarten nicht, dass Sie uns über Gebühr entgegenkommen; wir erwarten, dass Sie uns ernst nehmen, aber offensichtlich sind Sie beschäftigt, überhaupt einmal einen Gutachter zu finden, der ein Gutachten in Ihrem Sinne erstellt. (Beifall bei der SPÖ.)
Rufe bei der ÖVP: Dort sitzt er! – Zwischenruf des Abg. Sobotka.
Lieber Kollege Hanger! Jetzt sehe ich ihn gerade nicht. (Rufe bei der ÖVP: Dort sitzt er! – Zwischenruf des Abg. Sobotka.) – Ah, da hinten sitzt er! Lieber Kollege, weißt du, was substanzlos ist? – Das ist die treffendste Beschreibung für das Budget, das wir vom Herrn Bundesminister vorgelegt bekommen haben, das ist die richtige Bezeichnung für diesen Murks, den wir ansehen mussten! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hanger: Dann müssen Sie es lesen!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hanger: Dann müssen Sie es lesen!
Lieber Kollege Hanger! Jetzt sehe ich ihn gerade nicht. (Rufe bei der ÖVP: Dort sitzt er! – Zwischenruf des Abg. Sobotka.) – Ah, da hinten sitzt er! Lieber Kollege, weißt du, was substanzlos ist? – Das ist die treffendste Beschreibung für das Budget, das wir vom Herrn Bundesminister vorgelegt bekommen haben, das ist die richtige Bezeichnung für diesen Murks, den wir ansehen mussten! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hanger: Dann müssen Sie es lesen!)
Zwischenruf des Abg. Hanger. – Abg. Schmuckenschlager: Es schaut eh nicht so aus!
Zur Sache: Sie alle wissen, zahlreiche Experten haben sich auch in den letzten Tagen verstärkt geäußert und betont, wie wichtig es ist, dass wir uns jetzt aus der Krise herausinvestieren. Eine Krisenbewältigung mit Austeritätspolitik, mit Sparpolitik wird nicht funktionieren. (Zwischenruf des Abg. Hanger. – Abg. Schmuckenschlager: Es schaut eh nicht so aus!)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Meinl-Reisinger
Ja wo ist zu investieren? – Zu investieren ist vor allem in soziale Dienstleistungen – das können Sie lernen, Herr Kollege von der ÖVP (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Meinl-Reisinger) –, in Gesundheit, in Pflege, in Bildung. Es braucht genau ein Stärken dieser Dienstleistungen, die bei uns im Übrigen hervorragend funktionieren, und das ist auch ein Indikator für den Sozialstaat (Abg. Weidinger nickt zustimmend) – diese Dinge machen unseren Sozialstaat aus.
Abg. Weidinger nickt zustimmend
Ja wo ist zu investieren? – Zu investieren ist vor allem in soziale Dienstleistungen – das können Sie lernen, Herr Kollege von der ÖVP (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Meinl-Reisinger) –, in Gesundheit, in Pflege, in Bildung. Es braucht genau ein Stärken dieser Dienstleistungen, die bei uns im Übrigen hervorragend funktionieren, und das ist auch ein Indikator für den Sozialstaat (Abg. Weidinger nickt zustimmend) – diese Dinge machen unseren Sozialstaat aus.
Heiterkeit und Zwischenruf des Abg. Hanger
Wo werden all diese Dienstleistungen erbracht? – Die werden in den Gemeinden erbracht, und wir alle wissen (Heiterkeit und Zwischenruf des Abg. Hanger) – na ja, uns sind die Gemeinden schon ein Anliegen, im Gegensatz zu Ihnen möglicherweise –, die Gemeinden müssen mit massiven Einnahmenverlusten rechnen – es fehlen Steuereinnahmen, die Ertragsanteile gehen drastisch zurück –, und die kommunalen Dienstleistungen sind gefährdet. Diese müssen aber aufrechterhalten werden – die Schulen, die Betreuungseinrichtungen für Kinder, für ältere Personen, die Abwasserentsorgung et cetera, et cetera –, und deshalb brauchen jetzt genau die Gemeinden unsere Unterstützung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wo werden all diese Dienstleistungen erbracht? – Die werden in den Gemeinden erbracht, und wir alle wissen (Heiterkeit und Zwischenruf des Abg. Hanger) – na ja, uns sind die Gemeinden schon ein Anliegen, im Gegensatz zu Ihnen möglicherweise –, die Gemeinden müssen mit massiven Einnahmenverlusten rechnen – es fehlen Steuereinnahmen, die Ertragsanteile gehen drastisch zurück –, und die kommunalen Dienstleistungen sind gefährdet. Diese müssen aber aufrechterhalten werden – die Schulen, die Betreuungseinrichtungen für Kinder, für ältere Personen, die Abwasserentsorgung et cetera, et cetera –, und deshalb brauchen jetzt genau die Gemeinden unsere Unterstützung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Jetzt haben wir von Ihnen einen Vorschlag bekommen: 1 Milliarde Euro. Ja wie soll die fließen? – In Form einer 50-prozentigen Kofinanzierung durch den Bund. Wie schaut das aus? Wer profitiert davon? – Davon profitieren doch in erster Linie die ohnedies finanzstarken Gemeinden, die Städte, aber wie ist es mit den finanzschwächeren Gemeinden? – Na ja, die schauen dabei nicht so gut aus. Die kriegen da fast nichts ab und tun sich generell schwer, weil sie wenig Eigenmittel haben. Gerade die finanzschwachen Gemeinden brauchen unsere Hilfe, und wir haben dazu auch einen konkreten Vorschlag. Dieser lautet: 250 Euro pro Einwohner in jeder Gemeinde. Das ist kalkulierbar, das ist transparent, durchschaubar – da gibt es eine Liste, da kann jede Gemeinde schauen, wie viel sie erhalten wird. Was ist der entscheidende Vorteil dieser Variante? – Dieses Geld fließt sofort und direkt vom Bund an die Gemeinden. Diese kriegen die Hilfe jetzt und nicht irgendwann! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Loacker
Herr Finanzminister, zum Abschluss eine dringliche Aufforderung an Sie: Gehen Sie weg von dieser neoliberalen ÖVP-Austeritätspolitik (Zwischenruf des Abg. Loacker), die Sie schon in Europa gegen Griechenland gefahren sind, und hören Sie auf, mit einer derartigen Politik unsere Gemeinden zu schädigen! – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haubner: Eine schlechte Argumentation!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haubner: Eine schlechte Argumentation!
Herr Finanzminister, zum Abschluss eine dringliche Aufforderung an Sie: Gehen Sie weg von dieser neoliberalen ÖVP-Austeritätspolitik (Zwischenruf des Abg. Loacker), die Sie schon in Europa gegen Griechenland gefahren sind, und hören Sie auf, mit einer derartigen Politik unsere Gemeinden zu schädigen! – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haubner: Eine schlechte Argumentation!)
Abg. Leichtfried: Das hat sie auch zu Recht behauptet!
Abgeordneter Mag. Ernst Gödl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Finanzminister! Meine geschätzten Damen und Herren! Frau Kollegin Karin Greiner hat behauptet, dass nur die wohlhabenden, reichen Gemeinden vom Gemeindepaket profitieren würden. (Abg. Leichtfried: Das hat sie auch zu Recht behauptet!) – Das ist absolut unrichtig.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Ah-Rufe bei der ÖVP.
Tatsächlich richtig ist, dass alle Gemeinden im gleichen Ausmaß profitieren, und deine Gemeinde, die Gemeinde Gratwein-Straßengel, wird aus diesem Gemeindepaket 1 377 796,90 Euro erhalten. – Das ist richtig. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Ah-Rufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Sie haben gerade gesagt, es geht um die kleinen Gemeinden. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Nein, es geht Ihnen um die größte Gemeinde, und die soll sozusagen die Finanzierung kriegen. Also irgendetwas kann da nicht stimmen. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie Bravoruf bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie Bravoruf bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Sie haben gerade gesagt, es geht um die kleinen Gemeinden. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Nein, es geht Ihnen um die größte Gemeinde, und die soll sozusagen die Finanzierung kriegen. Also irgendetwas kann da nicht stimmen. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie Bravoruf bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Zwischenruf des Abg. Kickl
Noch ein Wort zum Abgeordneten Kickl, der sich darüber aufregt: Ja, es war ein Fehler, in der Nacht in der Annagasse zu sitzen und sich mit der eigenen Frau zu verplaudern – keine Frage –, aber wissen Sie, ich lebe gerne in einem Land und in einer Stadt, wo der Bundespräsident mit seiner Frau um halb eins in der Nacht ohne Security dort sitzen kann (Zwischenruf des Abg. Kickl) und keine berittene Polizei, die das Budget belastet, durch die Annagasse trabt. So ist es nämlich! Ja, so ist es! Das sind Budgetausgaben, die unnötig sind! (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Kickl: ...! Ha, ha, ha! – Zwischenruf des Abg. Amesbauer.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Kickl: ...! Ha, ha, ha! – Zwischenruf des Abg. Amesbauer.
Noch ein Wort zum Abgeordneten Kickl, der sich darüber aufregt: Ja, es war ein Fehler, in der Nacht in der Annagasse zu sitzen und sich mit der eigenen Frau zu verplaudern – keine Frage –, aber wissen Sie, ich lebe gerne in einem Land und in einer Stadt, wo der Bundespräsident mit seiner Frau um halb eins in der Nacht ohne Security dort sitzen kann (Zwischenruf des Abg. Kickl) und keine berittene Polizei, die das Budget belastet, durch die Annagasse trabt. So ist es nämlich! Ja, so ist es! Das sind Budgetausgaben, die unnötig sind! (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Kickl: ...! Ha, ha, ha! – Zwischenruf des Abg. Amesbauer.)
Abg. Kickl: Das glauben Sie ja selber nicht! Ha, ha, ha!
Er wird seine Strafe zahlen, wenn es eine gibt, keine Frage (Abg. Kickl: Das glauben Sie ja selber nicht! Ha, ha, ha!), aber so ein Setting ist mir wirklich bei Weitem lieber als pferdebelastete Budgets. (Abg. Kickl: Das glauben Sie ja selber nicht!)
Abg. Kickl: Das glauben Sie ja selber nicht!
Er wird seine Strafe zahlen, wenn es eine gibt, keine Frage (Abg. Kickl: Das glauben Sie ja selber nicht! Ha, ha, ha!), aber so ein Setting ist mir wirklich bei Weitem lieber als pferdebelastete Budgets. (Abg. Kickl: Das glauben Sie ja selber nicht!)
Abg. Loacker: Leichte Steigerung?!
Ich komme jetzt zu einem Punkt, nämlich zu den Entwicklungen bei den Beamtenpensionen: Sie wissen, Beamte bekommen ja gar keine Pension, sondern einen sogenannten Ruhegenuss, und diese UG 23 ist von Corona unberührt. Es gibt eine leichte Steigerung (Abg. Loacker: Leichte Steigerung?!), die aber eigentlich nur der Inflation zu verdanken ist (Abg. Loacker: 700 Millionen Euro: Leichte Steigerung?!), und es gibt eine Erhöhung des Pflegegeldes, weil das Pflegegeld ausgezahlt wird.
Abg. Loacker: 700 Millionen Euro: Leichte Steigerung?!
Ich komme jetzt zu einem Punkt, nämlich zu den Entwicklungen bei den Beamtenpensionen: Sie wissen, Beamte bekommen ja gar keine Pension, sondern einen sogenannten Ruhegenuss, und diese UG 23 ist von Corona unberührt. Es gibt eine leichte Steigerung (Abg. Loacker: Leichte Steigerung?!), die aber eigentlich nur der Inflation zu verdanken ist (Abg. Loacker: 700 Millionen Euro: Leichte Steigerung?!), und es gibt eine Erhöhung des Pflegegeldes, weil das Pflegegeld ausgezahlt wird.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Herr Kollege Loacker, Sie können sich aber gleich darauf vorbereiten: Das wird massiv steigen, wenn meine Generation in den Ruhestand tritt. Es dauert noch ein bisschen – fünf, sechs Jahre. Wer weiß, ob Sie oder ich dann noch im Parlament sind, aber dann gibt es eine Kostenexplosion für jene, die im Ruhestand sind und einen Ruhegenuss kriegen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Kollege Hanger hat uns heute vorgeworfen, wir würden substanzlose Debattenbeiträge liefern. Frau Karin Greiner hat gesagt: Wenn etwas substanzlos ist, dann ist es dieses Papier! – Das ist wirklich substanzlos. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Was das Vertrauen in Sie betrifft, Herr Minister – dazu habe ich heute in der Früh schon etwas gesagt –, kann ich mich gut an einen Spruch von einem ÖVP-Abgeordneten erinnern, der mittlerweile in der Volksanwaltschaft sitzt. Der hat damals zu unserem Minister gesagt: „Vertrauen wird dadurch erschöpft, dass es in Anspruch genommen wird.“ – Das Vertrauen in Sie ist erschöpft, Herr Minister! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Leichtfried: Was heißt glauben?! – Abg. Kickl: Das ist eine Breitseite! – Zwischenruf des Abg. Loacker.
Abgeordnete Angela Baumgartner (ÖVP): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die Opposition glaubt, mit dem Budget einen Angriffspunkt gefunden zu haben. (Abg. Leichtfried: Was heißt glauben?! – Abg. Kickl: Das ist eine Breitseite! – Zwischenruf des Abg. Loacker.) Alle anderen Maßnahmen der Regierung kann sie nicht
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
kritisieren. Die Österreicherinnen und Österreicher sind froh, eine Regierung zu haben, die rasch, richtig und effizient handelt, in Krisenzeiten und auch danach. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Wie auch immer wir den Budgetprozess aufgesetzt hätten, die Opposition, vor allem die SPÖ, hätte künstliche Empörung geäußert. Anscheinend fürchtet die SPÖ Verluste in Wien. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Selbst Gerhard Steger – unser Herr Finanzminister hat Gerhard Steger erwähnt (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger) –, der nicht im Verdacht steht, unserer Fraktion nahezustehen, stellt klar – Herr Klubobmann Kickl, hören Sie gut zu –: Wenn nicht seriös abgeschätzt werden kann, um welche Beträge es sich infolge der Krise handeln wird, dann ist eine Überschreitungsermächtigung möglich und auch haushaltsrechtlich gedeckt. – Zitatende. (Abg. Bernhard: Schön gelesen!) – Danke! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Meinl-Reisinger: Dann schätzen Sie es gleich gar nicht ab!)
Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger
Wie auch immer wir den Budgetprozess aufgesetzt hätten, die Opposition, vor allem die SPÖ, hätte künstliche Empörung geäußert. Anscheinend fürchtet die SPÖ Verluste in Wien. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Selbst Gerhard Steger – unser Herr Finanzminister hat Gerhard Steger erwähnt (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger) –, der nicht im Verdacht steht, unserer Fraktion nahezustehen, stellt klar – Herr Klubobmann Kickl, hören Sie gut zu –: Wenn nicht seriös abgeschätzt werden kann, um welche Beträge es sich infolge der Krise handeln wird, dann ist eine Überschreitungsermächtigung möglich und auch haushaltsrechtlich gedeckt. – Zitatende. (Abg. Bernhard: Schön gelesen!) – Danke! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Meinl-Reisinger: Dann schätzen Sie es gleich gar nicht ab!)
Abg. Bernhard: Schön gelesen!
Wie auch immer wir den Budgetprozess aufgesetzt hätten, die Opposition, vor allem die SPÖ, hätte künstliche Empörung geäußert. Anscheinend fürchtet die SPÖ Verluste in Wien. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Selbst Gerhard Steger – unser Herr Finanzminister hat Gerhard Steger erwähnt (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger) –, der nicht im Verdacht steht, unserer Fraktion nahezustehen, stellt klar – Herr Klubobmann Kickl, hören Sie gut zu –: Wenn nicht seriös abgeschätzt werden kann, um welche Beträge es sich infolge der Krise handeln wird, dann ist eine Überschreitungsermächtigung möglich und auch haushaltsrechtlich gedeckt. – Zitatende. (Abg. Bernhard: Schön gelesen!) – Danke! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Meinl-Reisinger: Dann schätzen Sie es gleich gar nicht ab!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Meinl-Reisinger: Dann schätzen Sie es gleich gar nicht ab!
Wie auch immer wir den Budgetprozess aufgesetzt hätten, die Opposition, vor allem die SPÖ, hätte künstliche Empörung geäußert. Anscheinend fürchtet die SPÖ Verluste in Wien. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Selbst Gerhard Steger – unser Herr Finanzminister hat Gerhard Steger erwähnt (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger) –, der nicht im Verdacht steht, unserer Fraktion nahezustehen, stellt klar – Herr Klubobmann Kickl, hören Sie gut zu –: Wenn nicht seriös abgeschätzt werden kann, um welche Beträge es sich infolge der Krise handeln wird, dann ist eine Überschreitungsermächtigung möglich und auch haushaltsrechtlich gedeckt. – Zitatende. (Abg. Bernhard: Schön gelesen!) – Danke! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Meinl-Reisinger: Dann schätzen Sie es gleich gar nicht ab!)
Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Das ist die hunderttausendste Pressekonferenz!
Die Regierung hat gestern die Lockerungen im Kulturbereich präsentiert. Kultur war das zwar nicht, Herr Klubobmann Kickl und Herr Kollege Krainer, aber Sie haben gut Theater gespielt. Wir können uns das nicht leisten (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Das ist die hunderttausendste Pressekonferenz!), wir tragen Verantwortung für Österreich und beschließen das Budget zur Sicherung der Handlungsfähigkeit. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Die Regierung hat gestern die Lockerungen im Kulturbereich präsentiert. Kultur war das zwar nicht, Herr Klubobmann Kickl und Herr Kollege Krainer, aber Sie haben gut Theater gespielt. Wir können uns das nicht leisten (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Das ist die hunderttausendste Pressekonferenz!), wir tragen Verantwortung für Österreich und beschließen das Budget zur Sicherung der Handlungsfähigkeit. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
Abgeordnete Mag. Beate Meinl-Reisinger, MES (NEOS): Frau Präsidentin! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe alle, von wo auch immer Sie zuschauen! Ich möchte zunächst ganz kurz auf etwas eingehen, was Frau Kollegin Blimlinger betreffend Beamtenpensionen gesagt hat. Das ist schon ein bisschen bemerkenswert. Wir wissen, dass die Erhöhung der Beamtenpensionen natürlich viel früher, noch in der Zeit der Beamtenregierung – wie passend der Name – oder Expertenregierung beschlossen wurde. Da geht es um 700 Millionen Euro. Das als leichte Erhöhung zu bezeichnen finde ich bemerkenswert. Das schafft jetzt nicht gerade Vertrauen in Bezug auf konsolidierte Budgets unter grüner Regierungsbeteiligung in der Zukunft, das muss ich ganz klar sagen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Das ist natürlich ein Punkt, den man einmal ansprechen könnte, in einer Zeit, in der wir sehen, dass es ein zunehmend großes Gap geben wird: zwischen denen, die vor den Scherben ihrer Existenz stehen – die teilweise in den letzten Jahrzehnten die Leistungsträger dieser Gesellschaft waren, die dieses Land mit Hundertausenden Euro Steuergeld und Sozialversicherungsbeiträgen aufrechterhalten haben und sich dann um 400 Euro, um 36 Euro anstellen konnten und sich jetzt um einen Bonus und um noch einmal 500 Euro aus dem Härtefallfonds anstellen können –, und dem geschützten Bereich auf der anderen Seite. Es ist gut, dass es den gibt, aber über diese Diskrepanz und dieses Gap werden wir uns selbstverständlich unterhalten müssen. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Gabriela Schwarz: In Südamerika sterben ...!
jetzt überall, also fast überall so aus (Abg. Gabriela Schwarz: In Südamerika sterben ...!), trotzdem erzählt man weiter, dass wir überall besser und schneller waren. Das soll so sein, das ist ja auch in Ordnung, das ist gut gelungen.
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Lausch.
Wo es aber gar nicht gut gelungen ist, ist im Bereich der Wirtschaftshilfen. Es wurde im Krisenmanagement keine Balance gefunden zwischen der sozusagen sehr singulären Betrachtungsweise des Gesundheitsbereiches und allen anderen Bereichen. Wenn Sie diesbezüglich anderes behaupten, kann ich das nicht nachvollziehen. Wir haben ganz zu Beginn dieser Krise gesagt: Jetzt geht es um Gesundheit und gleich danach geht es um alles andere – um Existenzen, um Arbeitsplätze, um Jobs, um Wachstum, um Wohlstand, um Bildung, um psychische Gesundheit! In diesem Bereich, das tut mir ganz ehrlich leid, stellen Ihnen die Österreicherinnen und Österreicher und insbesondere die Unternehmerinnen und Unternehmer kein gutes Zeugnis aus. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Lausch.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das, was Sie mit der großen Geste: „Koste es, was es wolle“, rasche und unbürokratische Hilfe!, versprochen haben, das suchen die Österreicherinnen und Österreicher vergebens. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Haubner
Ich weiß, dass Sie stolz sind, dass jetzt Gelder für die Kurzarbeit geflossen sind, aber es ist eine Liquiditätsfalle, und genau davor haben wir gewarnt. Wenn das keine Betriebe sind, die durch Zufall über eine gute, solide Eigenkapitaldecke verfügen (Zwischenruf des Abg. Haubner) – nein, es ist nicht immer Zufall, aber es gibt natürlich auch manches Mal Zufälle, gerade in saisonalen Bereichen, das wissen Sie ganz genauso –, sondern kleine Familienbetriebe, dann geht sich das für die nicht aus. Sie wissen, das wird kommen, und das liegt natürlich auch an diesen schlechten Wirtschaftshilfen. Das geht dann auf Ihr Konto!
Beifall bei NEOS, SPÖ und FPÖ.
Ich habe heute wieder den Satz gehört, es wäre doch unseriös, jetzt Schätzungen vorzunehmen, wo alles so volatil ist. Und dann bleiben Sie auf dem Standpunkt: wenn schon unseriös, dann gescheit unseriös!, und bleiben bei den Zahlen vom Februar? (Beifall bei NEOS, SPÖ und FPÖ.)
Allgemeine Heiterkeit.
Es gab dankenswerterweise – auch da möchte ich mich bedanken – von der SPÖ das Gutachten, das zum Schluss kommt, dass das, was Sie hier vorgelegt haben, verfassungswidrig ist. Also so ganz ungerührt hat Sie das nicht gelassen, daher haben Sie gesagt, Sie machen jetzt einen Abänderungsantrag. Als ich das gestern gehört habe, habe ich mir gedacht: Na gut, fein, man lernt dazu, das ist Fehlerkultur, das finde ich in Ordnung, und da wird man ja jetzt in irgendeiner Weise etwas vorlegen, diese Schätzungen vornehmen!, aber - - (Eine resignierende Geste machend:) Hhhh! (Allgemeine Heiterkeit.)
Beifall bei NEOS, SPÖ und FPÖ.
Es ist die ureigenste und eigentlich edelste Aufgabe eines Finanzministers, dem Hohen Haus ein ordentliches Budget vorzulegen. Wenn Sie es nicht wollen oder wenn Sie es nicht können, ist Ihnen das Vertrauen zu versagen. – Danke sehr. (Beifall bei NEOS, SPÖ und FPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Erstaunlich ist auch die Fülle von Entschließungsanträgen der Opposition – man glaubt, wir sind nicht in einer Krise, sondern das Geld ist abgeschafft. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Aufgrund der Entschließungsanträge, die wir da hereinbekommen haben, geht ja die Tür nicht zu!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Lieber Gernot, in diesem Sinne: Wir vertrauen dir! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Scherak
Abgeordneter Maximilian Lercher (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Geschätzter Kollege, Sie haben behauptet, wir wären zufrieden angesichts dieses Budgets, weil es jetzt einen Aufreger gibt. Ich möchte das mit aller Vehemenz zurückweisen! Wir sind, glaube ich, alle zu Recht besorgt (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Scherak), und zwar besorgt, weil Sie selbst ganz genau wissen, dass Sie aufgrund von Gründen, die wir nicht erkannt haben – ich gehe einmal davon aus, aufgrund von Eitelkeit –, uns nicht das geliefert haben, was diesem Parlament zusteht.
Beifall bei SPÖ und NEOS.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, wenn Kollege Kopf hier von kleinlichem Diskutieren spricht und Kollege Schwarz von Witzeleien, dann möchte ich das auch auf das Schärfste zurückweisen, denn es ist unsere parlamentarische, unsere demokratische Pflicht, aufzuzeigen, wo Fehler passieren – und das ist ein gewaltiger! (Beifall bei SPÖ und NEOS.) Das ist ein gewaltiger Fehler, Herr Bundesminister!
Beifall bei SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Und drittens, meine sehr verehrten Damen und Herren: Trotz Ihres kurzfristigen Abänderungsantrages ist und bleibt das Budget verfassungswidrig! (Beifall bei SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Kollege Schwarz hat dann gesagt: Ihr habt eh einen tollen Abänderungsantrag bekommen! – Was hilft uns denn das, wenn er falsch ist? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Rufe bei der ÖVP: Richtig! – Ruf bei der ÖVP: Da musst du selber lachen!
Wir wollen hier gemeinsam mit Ihnen Schaden von der Republik abwenden, und Sie verhöhnen die Opposition wegen Kleinkrämerei. Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich glaube, es ist jetzt an der Zeit – ein paar Minuten haben wir ja noch Zeit –, zu erkennen, dass wir Parteitaktik nicht vor die Interessen dieser Republik zu stellen haben! (Beifall bei der SPÖ. – Rufe bei der ÖVP: Richtig! – Ruf bei der ÖVP: Da musst du selber lachen!) Das sind wir von der ÖVP da und dort ohnehin gewohnt, das überrascht uns nicht, aber dass die Grünen, die selbsternannte moralische Instanz dieser Republik, da mitmachen, das ist ein wahrer Skandal, liebe Kolleginnen und Kollegen! (Beifall bei SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Wir wollen hier gemeinsam mit Ihnen Schaden von der Republik abwenden, und Sie verhöhnen die Opposition wegen Kleinkrämerei. Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich glaube, es ist jetzt an der Zeit – ein paar Minuten haben wir ja noch Zeit –, zu erkennen, dass wir Parteitaktik nicht vor die Interessen dieser Republik zu stellen haben! (Beifall bei der SPÖ. – Rufe bei der ÖVP: Richtig! – Ruf bei der ÖVP: Da musst du selber lachen!) Das sind wir von der ÖVP da und dort ohnehin gewohnt, das überrascht uns nicht, aber dass die Grünen, die selbsternannte moralische Instanz dieser Republik, da mitmachen, das ist ein wahrer Skandal, liebe Kolleginnen und Kollegen! (Beifall bei SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Matznetter und Meinl-Reisinger.
Ihr, die ihr bei jeder Gelegenheit belehrt, lasst das eurem Koalitionspartner durchgehen! Wenn das zu Oppositionszeiten eines Werner Kogler passiert wäre, hätte er uns in Dauerrede in diesem Hause zermürbt, und jetzt nehmt ihr es achselzuckend zur Kenntnis! (Zwischenrufe der Abgeordneten Matznetter und Meinl-Reisinger.) Was ist aus der grünen Partei angesichts dieser Diskussion geworden? (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Scherak.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Scherak.
Ihr, die ihr bei jeder Gelegenheit belehrt, lasst das eurem Koalitionspartner durchgehen! Wenn das zu Oppositionszeiten eines Werner Kogler passiert wäre, hätte er uns in Dauerrede in diesem Hause zermürbt, und jetzt nehmt ihr es achselzuckend zur Kenntnis! (Zwischenrufe der Abgeordneten Matznetter und Meinl-Reisinger.) Was ist aus der grünen Partei angesichts dieser Diskussion geworden? (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Scherak.)
Beifall bei der SPÖ. – Oh-Rufe bei der ÖVP.
Herr Minister, wir waren bereit, Ihnen Vertrauen zu geben, Sie tragen leider selbst die Schuld, dass es nun nicht mehr besteht. (Beifall bei der SPÖ. – Oh-Rufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Michael Schnedlitz (FPÖ): Frau Präsident! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Es ist Zeit für ein Resümee, und wenn wir damit beginnen, wie es mit dem gesundheitlichen Schutz der Bevölkerung aussieht, dann muss ich sagen, es bleibt ein glattes Nicht genügend übrig. Der Auftrag sollte nämlich lauten, die Bevölkerung zu schützen, zum Beispiel mittels Schutzausrüstung, aber – ich habe das diese Woche bereits einmal gesagt – Sie haben nichts anderes gemacht, als unsere Eltern, Großeltern und Urgroßeltern wegzusperren. Das ist im Jahr 2020 eines Landes nicht würdig, das haben unsere Eltern, Großeltern und Urgroßeltern nicht verdient. – Schämen Sie sich! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Gehen wir weiter zum nächsten Baustein: soziale Hilfe und Maßnahmen für die Bevölkerung. Auch dafür gibt es ein glattes Nicht genügend, nämlich nicht nur, dass Sie nicht helfen und nicht geholfen haben, Sie haben es allen Ernstes bereits jetzt geschafft, sich auf dem besten Weg zu befinden, unser Land von einer Gesundheitskrise in eine ausgewachsene Sozialkrise überzuführen, nämlich genau wegen des Chaos bei Ihren Verordnungen und bei dem Chaos beim Hochfahren unseres Landes. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS. – Heiterkeit bei den NEOS.
Was glauben Sie, Herr Finanzminister Blümel, würde ein Maturant bei der Mathematikmatura bekommen, wenn er seine Arbeit abgibt und zum Lehrer sagt, es stimmt keine einzige Zahl? – Ein krachendes Nicht genügend würde er bekommen, Herr Finanzminister! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS. – Heiterkeit bei den NEOS.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.
Genau das haben Sie aber mit dem Budget gemacht, und während Sie hier hinter Ihrer Maske lachen, schaut die Sache für unser Land ganz traurig aus: Sie spielen nämlich nicht mit Ihrem Schulabschluss, Sie spielen mit der Zukunft von Millionen Österreicherinnen und Österreichern, und das ist nicht zum Lachen, Herr Minister! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ihre Aufgabe wäre es gewesen, ein Konvolut, eine Arbeit abzugeben, deren Zahlen der Richtigkeit entsprechen – da haben Sie versagt! Da Sie dieser Aufgabe nicht nachgekommen sind, ist dieser Misstrauensantrag so wichtig und das einzig Richtige, das wir in diesen Tagen machen können. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Eines kann ich Ihnen beim abschließenden Resümee auch nicht ersparen: Die Betragensnote dürfen Sie sich selbst geben dafür, dass Sie sich an Ihre eigenen Verordnungen nicht halten, siehe Kleinwalsertal, und anscheinend lieber mit dem Kollegen Ho um die Häuser ziehen, anstatt an einem anständigen Budget zu arbeiten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Gerade, dass Sie nicht noch ein Passbild mitgeschickt haben, damit sich die Leute das daheim ins Marterl stecken und dafür danken können, wie großartig Sie sind! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei NEOS und SPÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Das erinnert an Sowjetzeiten, dass Sie auch noch das, was nicht passiert, loben und wir noch dankbar sein müssen! Was die anderen Redner hier immer alle sagen, seid dankbar, seid dankbar: Es funktioniert nicht, und das ist der springende Punkt! (Beifall bei NEOS und SPÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei den NEOS sowie Beifall bei der SPÖ.
Jetzt kommen wir zum Budget: Als Minister haben Sie, glaube ich, das Gelöbnis abgelegt, mit Sorgfalt, Transparenz und Gerechtigkeit zu agieren. Wo ist die Sorgfalt? Wo ist die Transparenz und wo ist die Gerechtigkeit bei diesem Abänderungsantrag? Da geben Sie nur bekannt, was Sie ausgeben – und die Einnahmen bleiben gleich, das kann nicht Ihr Ernst sein! Wenn ich mit dem zur Bank gehe, dann sagen mir die: Drah um auf der Fersn und schleich di! – So ist das für mich. (Heiterkeit und Beifall bei den NEOS sowie Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Zanger: Die sind nicht lieb!
Eines möchte ich jetzt sagen: Wenn Sie da jetzt dafür stimmen, liebe Grüne (Abg. Zanger: Die sind nicht lieb!) und liebe Türkise, dann möchte ich Ludwig Thoma zitieren, der gesagt hat: Die Mehrer’n samma – aber die Bleder’n samma a. (Heiterkeit und Beifall bei NEOS und SPÖ sowie Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei NEOS und SPÖ sowie Beifall bei der FPÖ.
Eines möchte ich jetzt sagen: Wenn Sie da jetzt dafür stimmen, liebe Grüne (Abg. Zanger: Die sind nicht lieb!) und liebe Türkise, dann möchte ich Ludwig Thoma zitieren, der gesagt hat: Die Mehrer’n samma – aber die Bleder’n samma a. (Heiterkeit und Beifall bei NEOS und SPÖ sowie Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Das wird sich mit der Redezeit nicht ausgehen!
haben ja gesagt, wir wollen uns ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen, und ich fange einmal damit an, Abbitte zu leisten. (Ruf bei der ÖVP: Das wird sich mit der Redezeit nicht ausgehen!)
Ruf bei der FPÖ: Weiter! Weiter!
Ich bin schon eine Weile in der Politik und ich habe doch schon einige Finanzminister und Finanzministerinnen heftig kritisiert. (Ruf bei der FPÖ: Weiter! Weiter!)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Ich habe einen Jakob Auer, der als Budgetsprecher das Budget des Karl-Heinz Grasser als „Punktlandung“ bezeichnet hat, tatsächlich berichtigt und gesagt: „Ich darf tatsächlich berichtigen: Ein Punkt ist eine geometrische Figur ohne Ausdehnung.“ (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei FPÖ und NEOS.
Das habe ich alles gemacht, aber ich ziehe das zurück, denn was ich hier erlebe, ist ja unfassbar – die einzige Wahrheit ist, was „Die Tagespresse“ heute schreibt: Blümel gibt einen leeren Budgetentwurf ab und geht feiern. – Wie die Maturanten, aber bei denen schreitet der Minister Faßmann ein – bei ihm schreitet niemand ein, das ist unser Problem! (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei FPÖ und NEOS.)
Beifall bei SPÖ, FPÖ und NEOS.
Meine Damen und Herren, er gibt uns als Parlament, das die Hoheit über das Budget hat, nicht die richtigen Daten – aber derselbe Finanzminister Gernot Blümel verlangt von den Unternehmerinnen und Unternehmern, die einen Fixkostenzuschuss beantragen, dass sie zustimmen, dass ihre Daten an die MMM Multi-Media-Marketing Austria GmbH weitergegeben werden – eine Firma, die einem ÖVP-Wirtschaftsbundfunktionär aus Oberösterreich gehört! Sag einmal, wo sind wir denn, meine Damen und Herren, für das Parlament keine Daten, und die Unternehmer sollen ihre abliefern? (Beifall bei SPÖ, FPÖ und NEOS.)
Heiterkeit bei der SPÖ.
Herr Klubobmann Wöginger, ich rate Ihnen: Reden Sie mit Ihrem Parteiobmann Sebastian Kurz! Das ist doch eine Schwachstelle, die auf ihn zurückfällt. (Heiterkeit bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ, FPÖ und NEOS.
Die Kompetenz des Finanzministers kann nicht aus der Nähe zum Bundeskanzler bestehen, es ist schon ein bisschen mehr notwendig. Sie haben ja eine Personalreserve, ich habe eh oft genug darüber gescherzt – aber bei diesem Benchmark gelten alle anderen als Personalreserve, da sollten Sie nachbessern, Herr Klubobmann! Ich setze mein Vertrauen ins Nachbessern, aber nicht in Gernot Blümel als Finanzminister. (Beifall bei SPÖ, FPÖ und NEOS.)
Ruf bei der FPÖ: Au weh! – Ruf bei der SPÖ: Danke!
Präsidentin Doris Bures: Nun ist Herr Klubobmann August Wöginger zu Wort gemeldet. – Bitte, Herr Klubobmann. (Ruf bei der FPÖ: Au weh! – Ruf bei der SPÖ: Danke!)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Ich habe noch kein Budget erlebt, bei dem die Opposition mitgestimmt oder dieses mitgetragen hätte, egal, in welcher Regierungskonstellation wir uns befunden haben, ob wir mit den Freiheitlichen oder mit der SPÖ regiert haben. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Ruf bei der SPÖ: Danke!
Jetzt, in einer Koalition mit den Grünen, wird es auch nicht anders sein, weil es eben so ist, dass der Standort den Standpunkt bestimmt. Es werden unterschiedliche Positionen dargelegt, und das Budget ist die Grundlage für die Politik der Regierungsfraktionen, daher ist es durchaus verständlich, dass es da eine kontroversielle Debatte gibt. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Ruf bei der SPÖ: Danke!)
Oh-Rufe bei der FPÖ
Und, Herr Kollege Kickl, es ist schön, dass Sie am dritten Tag dieser Budgetdebatte einmal zu uns gestoßen sind (Oh-Rufe bei der FPÖ), denn zwei Tage haben wir bereits hinter uns, und gestern in der Nacht haben Sie uns dann per OTS-Aussendung mitgeteilt, dass Sie einen Misstrauensantrag gegen den Finanzminister stellen werden. Nun, mit Misstrauensanträgen haben Sie Erfahrung, Herr Klubobmann Kickl, denn als Sie Innenminister waren, haben Sie sechs an der Zahl in nicht einmal einem Jahr durchgestanden (Abg. Kickl: Ungerechtfertigt! – Zwischenrufe der Abgeordneten Lausch und Amesbauer), mit uns niedergestimmt, wie es in einer Koalition ist, aber sechs Misstrauensanträge in einem Jahr, damit gehen Sie in der Statistik als absoluter Sieger hervor, Herr Kollege Kickl! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Kickl: Ungerechtfertigt! – Zwischenrufe der Abgeordneten Lausch und Amesbauer
Und, Herr Kollege Kickl, es ist schön, dass Sie am dritten Tag dieser Budgetdebatte einmal zu uns gestoßen sind (Oh-Rufe bei der FPÖ), denn zwei Tage haben wir bereits hinter uns, und gestern in der Nacht haben Sie uns dann per OTS-Aussendung mitgeteilt, dass Sie einen Misstrauensantrag gegen den Finanzminister stellen werden. Nun, mit Misstrauensanträgen haben Sie Erfahrung, Herr Klubobmann Kickl, denn als Sie Innenminister waren, haben Sie sechs an der Zahl in nicht einmal einem Jahr durchgestanden (Abg. Kickl: Ungerechtfertigt! – Zwischenrufe der Abgeordneten Lausch und Amesbauer), mit uns niedergestimmt, wie es in einer Koalition ist, aber sechs Misstrauensanträge in einem Jahr, damit gehen Sie in der Statistik als absoluter Sieger hervor, Herr Kollege Kickl! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Und, Herr Kollege Kickl, es ist schön, dass Sie am dritten Tag dieser Budgetdebatte einmal zu uns gestoßen sind (Oh-Rufe bei der FPÖ), denn zwei Tage haben wir bereits hinter uns, und gestern in der Nacht haben Sie uns dann per OTS-Aussendung mitgeteilt, dass Sie einen Misstrauensantrag gegen den Finanzminister stellen werden. Nun, mit Misstrauensanträgen haben Sie Erfahrung, Herr Klubobmann Kickl, denn als Sie Innenminister waren, haben Sie sechs an der Zahl in nicht einmal einem Jahr durchgestanden (Abg. Kickl: Ungerechtfertigt! – Zwischenrufe der Abgeordneten Lausch und Amesbauer), mit uns niedergestimmt, wie es in einer Koalition ist, aber sechs Misstrauensanträge in einem Jahr, damit gehen Sie in der Statistik als absoluter Sieger hervor, Herr Kollege Kickl! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Ruf bei der FPÖ: So ist es auch! – Weitere Zwischenrufe und Bravorufe bei der FPÖ. – Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich kann mich noch gut daran erinnern, bei den FPÖ-Rednern wurde am Schluss immer gesagt: der beste Innenminister aller Zeiten! (Ruf bei der FPÖ: So ist es auch! – Weitere Zwischenrufe und Bravorufe bei der FPÖ. – Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.) Aber es ist ja schön: Wenigstens das ist euch nach Ibiza geblieben (Abg. Stefan: ... der beste Finanzminister!), diese Einigkeit, wenn es um euren ehemaligen Innenminister geht.
Abg. Stefan: ... der beste Finanzminister!
Ich kann mich noch gut daran erinnern, bei den FPÖ-Rednern wurde am Schluss immer gesagt: der beste Innenminister aller Zeiten! (Ruf bei der FPÖ: So ist es auch! – Weitere Zwischenrufe und Bravorufe bei der FPÖ. – Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.) Aber es ist ja schön: Wenigstens das ist euch nach Ibiza geblieben (Abg. Stefan: ... der beste Finanzminister!), diese Einigkeit, wenn es um euren ehemaligen Innenminister geht.
Abg. Wurm: Na geh!
Wenn man es sich genau anschaut, könnte man sagen, es ist die größte Verunsicherung im Verfassungsschutz, im BVT, geblieben. (Abg. Wurm: Na geh!)
Abg. Meinl-Reisinger: Du warst dabei! ... Einstimmigkeit! ... spinnt ja!
Noch eines ist sicher geblieben: Das sind die Pferdln. Die Pferdln sind geblieben – d’Ross sagt man bei uns daheim –; zwei haben wir wieder zurückgeben können (Abg. Meinl-Reisinger: Du warst dabei! ... Einstimmigkeit! ... spinnt ja!), und die anderen – um den budgetären Zusammenhang darzustellen – kosten uns immer noch Geld, neun haben wird noch. D‘Ross können nichts dafür, aber die sind aus Ihrer Ära sicher geblieben, Herr Kollege Kickl, das kann man mit Fug und Recht behaupten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: August! August! Du warst dabei! – Beifall und Heiterkeit bei FPÖ, SPÖ und NEOS. – Heiterkeit des Abg. Obernosterer.) – Schau, Herbert, das war damals schon so: Du hast ja immer den Stachel im Fleisch gesucht und mit die Polizei-Ross hättest du dich selber bald übertrumpft. Auch in der Regierungsbildung - - (Abg. Kickl: Du warst dabei! Du warst Steigbügelhalter! – Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer und Vogl.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: August! August! Du warst dabei! – Beifall und Heiterkeit bei FPÖ, SPÖ und NEOS. – Heiterkeit des Abg. Obernosterer.
Noch eines ist sicher geblieben: Das sind die Pferdln. Die Pferdln sind geblieben – d’Ross sagt man bei uns daheim –; zwei haben wir wieder zurückgeben können (Abg. Meinl-Reisinger: Du warst dabei! ... Einstimmigkeit! ... spinnt ja!), und die anderen – um den budgetären Zusammenhang darzustellen – kosten uns immer noch Geld, neun haben wird noch. D‘Ross können nichts dafür, aber die sind aus Ihrer Ära sicher geblieben, Herr Kollege Kickl, das kann man mit Fug und Recht behaupten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: August! August! Du warst dabei! – Beifall und Heiterkeit bei FPÖ, SPÖ und NEOS. – Heiterkeit des Abg. Obernosterer.) – Schau, Herbert, das war damals schon so: Du hast ja immer den Stachel im Fleisch gesucht und mit die Polizei-Ross hättest du dich selber bald übertrumpft. Auch in der Regierungsbildung - - (Abg. Kickl: Du warst dabei! Du warst Steigbügelhalter! – Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer und Vogl.)
Abg. Kickl: Du warst dabei! Du warst Steigbügelhalter! – Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer und Vogl.
Noch eines ist sicher geblieben: Das sind die Pferdln. Die Pferdln sind geblieben – d’Ross sagt man bei uns daheim –; zwei haben wir wieder zurückgeben können (Abg. Meinl-Reisinger: Du warst dabei! ... Einstimmigkeit! ... spinnt ja!), und die anderen – um den budgetären Zusammenhang darzustellen – kosten uns immer noch Geld, neun haben wird noch. D‘Ross können nichts dafür, aber die sind aus Ihrer Ära sicher geblieben, Herr Kollege Kickl, das kann man mit Fug und Recht behaupten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: August! August! Du warst dabei! – Beifall und Heiterkeit bei FPÖ, SPÖ und NEOS. – Heiterkeit des Abg. Obernosterer.) – Schau, Herbert, das war damals schon so: Du hast ja immer den Stachel im Fleisch gesucht und mit die Polizei-Ross hättest du dich selber bald übertrumpft. Auch in der Regierungsbildung - - (Abg. Kickl: Du warst dabei! Du warst Steigbügelhalter! – Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer und Vogl.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Matznetter und Steger.
Aber sie sind dir geblieben. Kein Mensch braucht eine berittene Polizei. Die armen Ross können nichts dafür, aber sie sind noch da und auch im Budget immer noch abgebildet. (Zwischenrufe der Abgeordneten Matznetter und Steger.)
Ruf: Lass es gut sein! – weitere Zwischenrufe
Meine Damen und Herren! Ein Wort zur gesamten Budgetdebatte (Ruf: Lass es gut sein! – weitere Zwischenrufe): Natürlich ist es eine besondere Situation, diese Pandemie stellt für uns alle eine Herausforderung dar, und ebenso die daran anschließende Wirtschaftskrise, in der wir uns befinden. Und, ja, wir beschließen ein Budget, ohne dass es eine valide Datenprognose für die Einnahmensituation gibt. Wir haben sie auch in weiten Bereichen bei den Ausgaben nicht. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Wir wissen nicht, wie viel die Endabrechnung bei der Kurzarbeit bringt, wir wissen nicht, wie viel die Endabrechnung bei den Fixkostenzuschüssen bringt, beim Härtefallfonds, bei den Unterstützungsmaßnahmen, die jetzt hier aufgestellt werden. (Abg. Stefan: Was wisst ihr überhaupt?)
Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Meine Damen und Herren! Ein Wort zur gesamten Budgetdebatte (Ruf: Lass es gut sein! – weitere Zwischenrufe): Natürlich ist es eine besondere Situation, diese Pandemie stellt für uns alle eine Herausforderung dar, und ebenso die daran anschließende Wirtschaftskrise, in der wir uns befinden. Und, ja, wir beschließen ein Budget, ohne dass es eine valide Datenprognose für die Einnahmensituation gibt. Wir haben sie auch in weiten Bereichen bei den Ausgaben nicht. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Wir wissen nicht, wie viel die Endabrechnung bei der Kurzarbeit bringt, wir wissen nicht, wie viel die Endabrechnung bei den Fixkostenzuschüssen bringt, beim Härtefallfonds, bei den Unterstützungsmaßnahmen, die jetzt hier aufgestellt werden. (Abg. Stefan: Was wisst ihr überhaupt?)
Abg. Stefan: Was wisst ihr überhaupt?
Meine Damen und Herren! Ein Wort zur gesamten Budgetdebatte (Ruf: Lass es gut sein! – weitere Zwischenrufe): Natürlich ist es eine besondere Situation, diese Pandemie stellt für uns alle eine Herausforderung dar, und ebenso die daran anschließende Wirtschaftskrise, in der wir uns befinden. Und, ja, wir beschließen ein Budget, ohne dass es eine valide Datenprognose für die Einnahmensituation gibt. Wir haben sie auch in weiten Bereichen bei den Ausgaben nicht. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Wir wissen nicht, wie viel die Endabrechnung bei der Kurzarbeit bringt, wir wissen nicht, wie viel die Endabrechnung bei den Fixkostenzuschüssen bringt, beim Härtefallfonds, bei den Unterstützungsmaßnahmen, die jetzt hier aufgestellt werden. (Abg. Stefan: Was wisst ihr überhaupt?)
Abg. Meinl-Reisinger: Ein Budget ist kein Kassasturz! Entschuldigung, das ist ja ...!
Das bestätigen ja auch alle Expertinnen und Experten. Christoph Badelt bestätigt, dass der Kassasturz erst im Herbst sinnvoll ist, dass es derzeit - - (Abg. Meinl-Reisinger: Ein Budget ist kein Kassasturz! Entschuldigung, das ist ja ...!) – Frau Kollegin, Sie müssen sich ja nicht so aufregen, aber der Kassasturz bringt natürlich ans Tageslicht, wo man genau steht (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger), und das können wir
neuerlicher Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger
Das bestätigen ja auch alle Expertinnen und Experten. Christoph Badelt bestätigt, dass der Kassasturz erst im Herbst sinnvoll ist, dass es derzeit - - (Abg. Meinl-Reisinger: Ein Budget ist kein Kassasturz! Entschuldigung, das ist ja ...!) – Frau Kollegin, Sie müssen sich ja nicht so aufregen, aber der Kassasturz bringt natürlich ans Tageslicht, wo man genau steht (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger), und das können wir
Zwischenrufe der Abgeordneten Loacker und Doppelbauer.
jetzt noch nicht sagen. Daher können wir derzeit keine validen Einnahmendaten bekannt geben, weil zwischen minus 3,2 Prozent und 9 Prozent alles möglich ist. Ja wie hätten Sie es denn gerne? Was sollen wir denn da ins Budget hineinschreiben? (Zwischenrufe der Abgeordneten Loacker und Doppelbauer.) In wenigen Tagen wären diese Daten überholt, und das wissen Sie genau, meine Damen und Herren, und das würden Sie uns dann auch zum Vorwurf machen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
jetzt noch nicht sagen. Daher können wir derzeit keine validen Einnahmendaten bekannt geben, weil zwischen minus 3,2 Prozent und 9 Prozent alles möglich ist. Ja wie hätten Sie es denn gerne? Was sollen wir denn da ins Budget hineinschreiben? (Zwischenrufe der Abgeordneten Loacker und Doppelbauer.) In wenigen Tagen wären diese Daten überholt, und das wissen Sie genau, meine Damen und Herren, und das würden Sie uns dann auch zum Vorwurf machen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Vogl: Das fragen wir uns auch!
Warum beschließen wir dieses Budget noch? (Abg. Vogl: Das fragen wir uns auch!) – Weil wir gemeinsam in der Koalition viele Projekte vereinbart haben. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Die wollen wir auch umsetzen, im Bereich von Polizei und Bundesheer. Ich habe in der Debatte wenig davon bemerkt, auch von den Oppositionspolitikern, dass jemals irgendwo darauf eingegangen worden wäre. Man hat sich gar nicht damit beschäftigt (Abg. Meinl-Reisinger: Das stimmt doch gar nicht!), dass es mehr Mittel für Polizei und Bundesheer gibt, dass es mehr Mittel für die Justiz gibt, dass es mehr Mittel für den ländlichen Raum gibt, dass Klima- und Umweltschutz ganz besonders in den Vordergrund gestellt werden. (Abg. Meinl-Reisinger: Wo waren Sie die letzten Tage?) Das wurde de facto nur am Rande, wenn überhaupt, erwähnt, und ich sage Ihnen schon eines: Für uns sind das wichtige Maßnahmen (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger), und deshalb beschließen wir auch dieses Budget, weil wir diese Punkte zur Umsetzung bringen wollen. Die haben wir gemeinsam vereinbart, dazu stehen wir, und sie sind auch wichtig für die österreichische Bevölkerung. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Warum beschließen wir dieses Budget noch? (Abg. Vogl: Das fragen wir uns auch!) – Weil wir gemeinsam in der Koalition viele Projekte vereinbart haben. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Die wollen wir auch umsetzen, im Bereich von Polizei und Bundesheer. Ich habe in der Debatte wenig davon bemerkt, auch von den Oppositionspolitikern, dass jemals irgendwo darauf eingegangen worden wäre. Man hat sich gar nicht damit beschäftigt (Abg. Meinl-Reisinger: Das stimmt doch gar nicht!), dass es mehr Mittel für Polizei und Bundesheer gibt, dass es mehr Mittel für die Justiz gibt, dass es mehr Mittel für den ländlichen Raum gibt, dass Klima- und Umweltschutz ganz besonders in den Vordergrund gestellt werden. (Abg. Meinl-Reisinger: Wo waren Sie die letzten Tage?) Das wurde de facto nur am Rande, wenn überhaupt, erwähnt, und ich sage Ihnen schon eines: Für uns sind das wichtige Maßnahmen (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger), und deshalb beschließen wir auch dieses Budget, weil wir diese Punkte zur Umsetzung bringen wollen. Die haben wir gemeinsam vereinbart, dazu stehen wir, und sie sind auch wichtig für die österreichische Bevölkerung. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Meinl-Reisinger: Das stimmt doch gar nicht!
Warum beschließen wir dieses Budget noch? (Abg. Vogl: Das fragen wir uns auch!) – Weil wir gemeinsam in der Koalition viele Projekte vereinbart haben. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Die wollen wir auch umsetzen, im Bereich von Polizei und Bundesheer. Ich habe in der Debatte wenig davon bemerkt, auch von den Oppositionspolitikern, dass jemals irgendwo darauf eingegangen worden wäre. Man hat sich gar nicht damit beschäftigt (Abg. Meinl-Reisinger: Das stimmt doch gar nicht!), dass es mehr Mittel für Polizei und Bundesheer gibt, dass es mehr Mittel für die Justiz gibt, dass es mehr Mittel für den ländlichen Raum gibt, dass Klima- und Umweltschutz ganz besonders in den Vordergrund gestellt werden. (Abg. Meinl-Reisinger: Wo waren Sie die letzten Tage?) Das wurde de facto nur am Rande, wenn überhaupt, erwähnt, und ich sage Ihnen schon eines: Für uns sind das wichtige Maßnahmen (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger), und deshalb beschließen wir auch dieses Budget, weil wir diese Punkte zur Umsetzung bringen wollen. Die haben wir gemeinsam vereinbart, dazu stehen wir, und sie sind auch wichtig für die österreichische Bevölkerung. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Meinl-Reisinger: Wo waren Sie die letzten Tage?
Warum beschließen wir dieses Budget noch? (Abg. Vogl: Das fragen wir uns auch!) – Weil wir gemeinsam in der Koalition viele Projekte vereinbart haben. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Die wollen wir auch umsetzen, im Bereich von Polizei und Bundesheer. Ich habe in der Debatte wenig davon bemerkt, auch von den Oppositionspolitikern, dass jemals irgendwo darauf eingegangen worden wäre. Man hat sich gar nicht damit beschäftigt (Abg. Meinl-Reisinger: Das stimmt doch gar nicht!), dass es mehr Mittel für Polizei und Bundesheer gibt, dass es mehr Mittel für die Justiz gibt, dass es mehr Mittel für den ländlichen Raum gibt, dass Klima- und Umweltschutz ganz besonders in den Vordergrund gestellt werden. (Abg. Meinl-Reisinger: Wo waren Sie die letzten Tage?) Das wurde de facto nur am Rande, wenn überhaupt, erwähnt, und ich sage Ihnen schon eines: Für uns sind das wichtige Maßnahmen (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger), und deshalb beschließen wir auch dieses Budget, weil wir diese Punkte zur Umsetzung bringen wollen. Die haben wir gemeinsam vereinbart, dazu stehen wir, und sie sind auch wichtig für die österreichische Bevölkerung. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
neuerlicher Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger
Warum beschließen wir dieses Budget noch? (Abg. Vogl: Das fragen wir uns auch!) – Weil wir gemeinsam in der Koalition viele Projekte vereinbart haben. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Die wollen wir auch umsetzen, im Bereich von Polizei und Bundesheer. Ich habe in der Debatte wenig davon bemerkt, auch von den Oppositionspolitikern, dass jemals irgendwo darauf eingegangen worden wäre. Man hat sich gar nicht damit beschäftigt (Abg. Meinl-Reisinger: Das stimmt doch gar nicht!), dass es mehr Mittel für Polizei und Bundesheer gibt, dass es mehr Mittel für die Justiz gibt, dass es mehr Mittel für den ländlichen Raum gibt, dass Klima- und Umweltschutz ganz besonders in den Vordergrund gestellt werden. (Abg. Meinl-Reisinger: Wo waren Sie die letzten Tage?) Das wurde de facto nur am Rande, wenn überhaupt, erwähnt, und ich sage Ihnen schon eines: Für uns sind das wichtige Maßnahmen (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger), und deshalb beschließen wir auch dieses Budget, weil wir diese Punkte zur Umsetzung bringen wollen. Die haben wir gemeinsam vereinbart, dazu stehen wir, und sie sind auch wichtig für die österreichische Bevölkerung. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Warum beschließen wir dieses Budget noch? (Abg. Vogl: Das fragen wir uns auch!) – Weil wir gemeinsam in der Koalition viele Projekte vereinbart haben. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Die wollen wir auch umsetzen, im Bereich von Polizei und Bundesheer. Ich habe in der Debatte wenig davon bemerkt, auch von den Oppositionspolitikern, dass jemals irgendwo darauf eingegangen worden wäre. Man hat sich gar nicht damit beschäftigt (Abg. Meinl-Reisinger: Das stimmt doch gar nicht!), dass es mehr Mittel für Polizei und Bundesheer gibt, dass es mehr Mittel für die Justiz gibt, dass es mehr Mittel für den ländlichen Raum gibt, dass Klima- und Umweltschutz ganz besonders in den Vordergrund gestellt werden. (Abg. Meinl-Reisinger: Wo waren Sie die letzten Tage?) Das wurde de facto nur am Rande, wenn überhaupt, erwähnt, und ich sage Ihnen schon eines: Für uns sind das wichtige Maßnahmen (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger), und deshalb beschließen wir auch dieses Budget, weil wir diese Punkte zur Umsetzung bringen wollen. Die haben wir gemeinsam vereinbart, dazu stehen wir, und sie sind auch wichtig für die österreichische Bevölkerung. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ein Wort noch zum Gemeindepaket, weil das jetzt zerpflückt und zerackert wird: Ich weiß nicht, was Sie daran noch schlecht finden können. Es fördert mit bis zu 50 Prozent Investitionskosten auf der kommunalen Ebene bei bestehenden Projekten, die seit 1. Juni 2019 begonnen wurden und aufgrund der Coronakrise jetzt nicht ausfinanziert werden können, und auch alle neuen Projekte, sowohl im Bereich von Schule und Kindergarten, bei allen gemeindeeigenen Einrichtungen, bis hin zu Ortskernbelebung, Museen, Kirchensanierung, Sportplätzen, allen Freizeiteinrichtungen in einer Kommune. In meiner kleinen Heimatgemeinde Sigharting mit 800 Einwohnern kriegen wir 86 000 Euro aus diesem Topf. Ja wenn das keine tolle Unterstützung für die Kommunen und für unseren ländlichen Raum ist, dann weiß ich auch nicht, meine Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter
Nun noch ein Wort zum Abänderungsantrag, weil der wieder so ein Hallo ausgelöst hat, was mich nicht wundert, weil es bei Budgetdebatten immer so ist (Zwischenruf des Abg. Matznetter), aber eines sage ich schon dazu: Wir nehmen Ihre Anregungen ernst. Ein bissl komisch war der Ausdruck organisiertes Gutachten, das haben Sie gesagt, Herr Kollege Kickl. Was ist ein organisiertes Gutachten? – Ein Gutachten kann man in Auftrag geben, von dem man hoffentlich noch nicht weiß, was am Ende des Tages herauskommt, aber ein organisiertes Gutachten ist ein bisschen eine zwiespältige Formulierung. Ich hoffe, Sie haben gemeint, dass es die SPÖ in Auftrag gegeben hat, aber nicht mit einem entsprechenden Ausgang organisiert hat. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Nun noch ein Wort zum Abänderungsantrag, weil der wieder so ein Hallo ausgelöst hat, was mich nicht wundert, weil es bei Budgetdebatten immer so ist (Zwischenruf des Abg. Matznetter), aber eines sage ich schon dazu: Wir nehmen Ihre Anregungen ernst. Ein bissl komisch war der Ausdruck organisiertes Gutachten, das haben Sie gesagt, Herr Kollege Kickl. Was ist ein organisiertes Gutachten? – Ein Gutachten kann man in Auftrag geben, von dem man hoffentlich noch nicht weiß, was am Ende des Tages herauskommt, aber ein organisiertes Gutachten ist ein bisschen eine zwiespältige Formulierung. Ich hoffe, Sie haben gemeint, dass es die SPÖ in Auftrag gegeben hat, aber nicht mit einem entsprechenden Ausgang organisiert hat. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Es gibt nämlich auch Gutachten, die sagen etwas ganz anderes aus, aber wir nehmen Ihre Kritik auf, wir nehmen sie auch ernst, und deshalb werden diese 28 Milliarden Euro auf diese vier Rubriken aufgeteilt, was das gesamte Covid-Maßnahmenpaket anbelangt. Ich weiß nicht, woher da jetzt die große Aufregung kommt, weil wir damit eigentlich einem Wunsch der Opposition nachkommen. Ich finde, das ist gelebter Parlamentarismus, meine Damen und Herren, dass wir das hier aufnehmen und mit in die Beschlussfassung nehmen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Ruf bei der SPÖ: Der ist gut! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Zu guter Letzt, meine Damen und Herren, weil es jetzt wieder diese rot-blaue Eintracht beim Misstrauensantrag gegenüber einem erfolgreichen und beliebten Finanzminister gibt (Ruf bei der SPÖ: Der ist gut! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch): Es ist gestern genau ein Jahr gewesen, dass es diese Eintracht in diesem Hause schon einmal gegeben hat. Damals war es ein Misstrauensantrag nicht nur gegen den erfolgreichen Bundeskanzler Sebastian Kurz, nein, man hat gleich die gesamte Regierung aus dem Parlament und aus ihren Ämtern gejagt.(Abg. Vogl: Wir haben sie abgewählt, das ist schon ein Unterschied!) Ich sage Ihnen eines: Überdenken Sie gut, was Sie tun, denn der Finanzminister ist erfolgreich in dieser Situation der Krise (Abg. Belakowitsch: Wobei?), er macht einen tollen Job.(Abg. Belakowitsch: Wobei?) Österreich kann stolz sein auf diese Bundesregierung (Abg. Belakowitsch: Wobei?) und insbesondere auch auf diesen Finanzminister! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Abg. Vogl: Wir haben sie abgewählt, das ist schon ein Unterschied!
Zu guter Letzt, meine Damen und Herren, weil es jetzt wieder diese rot-blaue Eintracht beim Misstrauensantrag gegenüber einem erfolgreichen und beliebten Finanzminister gibt (Ruf bei der SPÖ: Der ist gut! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch): Es ist gestern genau ein Jahr gewesen, dass es diese Eintracht in diesem Hause schon einmal gegeben hat. Damals war es ein Misstrauensantrag nicht nur gegen den erfolgreichen Bundeskanzler Sebastian Kurz, nein, man hat gleich die gesamte Regierung aus dem Parlament und aus ihren Ämtern gejagt.(Abg. Vogl: Wir haben sie abgewählt, das ist schon ein Unterschied!) Ich sage Ihnen eines: Überdenken Sie gut, was Sie tun, denn der Finanzminister ist erfolgreich in dieser Situation der Krise (Abg. Belakowitsch: Wobei?), er macht einen tollen Job.(Abg. Belakowitsch: Wobei?) Österreich kann stolz sein auf diese Bundesregierung (Abg. Belakowitsch: Wobei?) und insbesondere auch auf diesen Finanzminister! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Abg. Belakowitsch: Wobei?
Zu guter Letzt, meine Damen und Herren, weil es jetzt wieder diese rot-blaue Eintracht beim Misstrauensantrag gegenüber einem erfolgreichen und beliebten Finanzminister gibt (Ruf bei der SPÖ: Der ist gut! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch): Es ist gestern genau ein Jahr gewesen, dass es diese Eintracht in diesem Hause schon einmal gegeben hat. Damals war es ein Misstrauensantrag nicht nur gegen den erfolgreichen Bundeskanzler Sebastian Kurz, nein, man hat gleich die gesamte Regierung aus dem Parlament und aus ihren Ämtern gejagt.(Abg. Vogl: Wir haben sie abgewählt, das ist schon ein Unterschied!) Ich sage Ihnen eines: Überdenken Sie gut, was Sie tun, denn der Finanzminister ist erfolgreich in dieser Situation der Krise (Abg. Belakowitsch: Wobei?), er macht einen tollen Job.(Abg. Belakowitsch: Wobei?) Österreich kann stolz sein auf diese Bundesregierung (Abg. Belakowitsch: Wobei?) und insbesondere auch auf diesen Finanzminister! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Abg. Belakowitsch: Wobei?
Zu guter Letzt, meine Damen und Herren, weil es jetzt wieder diese rot-blaue Eintracht beim Misstrauensantrag gegenüber einem erfolgreichen und beliebten Finanzminister gibt (Ruf bei der SPÖ: Der ist gut! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch): Es ist gestern genau ein Jahr gewesen, dass es diese Eintracht in diesem Hause schon einmal gegeben hat. Damals war es ein Misstrauensantrag nicht nur gegen den erfolgreichen Bundeskanzler Sebastian Kurz, nein, man hat gleich die gesamte Regierung aus dem Parlament und aus ihren Ämtern gejagt.(Abg. Vogl: Wir haben sie abgewählt, das ist schon ein Unterschied!) Ich sage Ihnen eines: Überdenken Sie gut, was Sie tun, denn der Finanzminister ist erfolgreich in dieser Situation der Krise (Abg. Belakowitsch: Wobei?), er macht einen tollen Job.(Abg. Belakowitsch: Wobei?) Österreich kann stolz sein auf diese Bundesregierung (Abg. Belakowitsch: Wobei?) und insbesondere auch auf diesen Finanzminister! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Abg. Belakowitsch: Wobei?
Zu guter Letzt, meine Damen und Herren, weil es jetzt wieder diese rot-blaue Eintracht beim Misstrauensantrag gegenüber einem erfolgreichen und beliebten Finanzminister gibt (Ruf bei der SPÖ: Der ist gut! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch): Es ist gestern genau ein Jahr gewesen, dass es diese Eintracht in diesem Hause schon einmal gegeben hat. Damals war es ein Misstrauensantrag nicht nur gegen den erfolgreichen Bundeskanzler Sebastian Kurz, nein, man hat gleich die gesamte Regierung aus dem Parlament und aus ihren Ämtern gejagt.(Abg. Vogl: Wir haben sie abgewählt, das ist schon ein Unterschied!) Ich sage Ihnen eines: Überdenken Sie gut, was Sie tun, denn der Finanzminister ist erfolgreich in dieser Situation der Krise (Abg. Belakowitsch: Wobei?), er macht einen tollen Job.(Abg. Belakowitsch: Wobei?) Österreich kann stolz sein auf diese Bundesregierung (Abg. Belakowitsch: Wobei?) und insbesondere auch auf diesen Finanzminister! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Zu guter Letzt, meine Damen und Herren, weil es jetzt wieder diese rot-blaue Eintracht beim Misstrauensantrag gegenüber einem erfolgreichen und beliebten Finanzminister gibt (Ruf bei der SPÖ: Der ist gut! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch): Es ist gestern genau ein Jahr gewesen, dass es diese Eintracht in diesem Hause schon einmal gegeben hat. Damals war es ein Misstrauensantrag nicht nur gegen den erfolgreichen Bundeskanzler Sebastian Kurz, nein, man hat gleich die gesamte Regierung aus dem Parlament und aus ihren Ämtern gejagt.(Abg. Vogl: Wir haben sie abgewählt, das ist schon ein Unterschied!) Ich sage Ihnen eines: Überdenken Sie gut, was Sie tun, denn der Finanzminister ist erfolgreich in dieser Situation der Krise (Abg. Belakowitsch: Wobei?), er macht einen tollen Job.(Abg. Belakowitsch: Wobei?) Österreich kann stolz sein auf diese Bundesregierung (Abg. Belakowitsch: Wobei?) und insbesondere auch auf diesen Finanzminister! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Heiterkeit bei den NEOS sowie der Abg. Belakowitsch – Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.
Wenn Sie ihm heute hier wieder das Misstrauen aussprechen, was keine Mehrheit finden wird, das hoffe ich auch mit Blick auf den Koalitionspartner - - (Heiterkeit bei den NEOS sowie der Abg. Belakowitsch – Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) – Ich weiß es, aber ich bevormunde niemanden, Frau Kollegin Meinl-Reisinger, im Gegensatz zu Ihnen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wenn Sie ihm heute hier wieder das Misstrauen aussprechen, was keine Mehrheit finden wird, das hoffe ich auch mit Blick auf den Koalitionspartner - - (Heiterkeit bei den NEOS sowie der Abg. Belakowitsch – Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) – Ich weiß es, aber ich bevormunde niemanden, Frau Kollegin Meinl-Reisinger, im Gegensatz zu Ihnen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich sage Ihnen: Sie begehen wiederum einen schweren Fehler! Sie begehen wiederum einen schweren Fehler, denn nach der Abwahl der Regierung Kurz I wurden Sie hier in diesem Haus schwer reduziert: minus 16 Prozent für diese beiden Parteien. Herr Pilz ist jetzt wieder auf der Journalistenebene unterwegs. Minus 16 Prozent! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch – Zwischenrufe bei der SPÖ
Ich würde es mir an Ihrer Stelle gut überlegen, diesem Misstrauensantrag wirklich die Zustimmung zu geben (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch – Zwischenrufe bei der SPÖ), denn es könnte auch noch weiter nach unten gehen. (Abg. Belakowitsch: Für Sie auch! – Zwischenruf des Abg. Stefan.) Es ist nicht gesagt, dass 21 Prozent und 16 Prozent schon das Ende der Fahnenstange sind.
Abg. Belakowitsch: Für Sie auch! – Zwischenruf des Abg. Stefan.
Ich würde es mir an Ihrer Stelle gut überlegen, diesem Misstrauensantrag wirklich die Zustimmung zu geben (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch – Zwischenrufe bei der SPÖ), denn es könnte auch noch weiter nach unten gehen. (Abg. Belakowitsch: Für Sie auch! – Zwischenruf des Abg. Stefan.) Es ist nicht gesagt, dass 21 Prozent und 16 Prozent schon das Ende der Fahnenstange sind.
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ein Allerletztes noch, Herr Kollege Kickl, weil das Kleinwalsertal in dieser Diskussion auch herhalten muss: Wissen Sie, was der wirkliche Unterschied zwischen Ihnen und einem Sebastian Kurz ist? (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Wenn Sebastian Kurz ins Kleinwalsertal kommt, dann kommen die Menschen voller Freude aus den Häusern, bei Ihnen bleiben sie drinnen! (Lang anhaltender Beifall bei der ÖVP sowie Beifall der Abgeordneten Maurer und Jakob Schwarz. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Lang anhaltender Beifall bei der ÖVP sowie Beifall der Abgeordneten Maurer und Jakob Schwarz. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Ein Allerletztes noch, Herr Kollege Kickl, weil das Kleinwalsertal in dieser Diskussion auch herhalten muss: Wissen Sie, was der wirkliche Unterschied zwischen Ihnen und einem Sebastian Kurz ist? (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Wenn Sebastian Kurz ins Kleinwalsertal kommt, dann kommen die Menschen voller Freude aus den Häusern, bei Ihnen bleiben sie drinnen! (Lang anhaltender Beifall bei der ÖVP sowie Beifall der Abgeordneten Maurer und Jakob Schwarz. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Abg. Matznetter: So viel Applaus für Sie, Kollegin Strache!
Präsidentin Doris Bures: Nun erteile ich Frau Abgeordneter Philippa Strache das Wort. – Bitte, Frau Abgeordnete. (Abg. Matznetter: So viel Applaus für Sie, Kollegin Strache!)
Beifall bei der SPÖ – Zwischenruf bei der ÖVP
Ich habe langsam schon den Eindruck gehabt, dass wir nicht nur kein Budget haben, sondern auch keinen Finanzminister, der sich dieser Debatte stellt (Beifall bei der SPÖ – Zwischenruf bei der ÖVP), der dafür aber in einer Nacht-und-Nebel-Aktion ganz plötzlich einen neuen Budgetentwurf hervorzaubert, den wir alle nicht im Detail kennen.
Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
man ist auch noch völlig schockiert darüber, dass Kolleginnen und Kollegen hier im Hohen Haus diese Debatte gerne führen würden. (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.
Abgeordnete Pia Philippa Strache (fortsetzend): Ich sage Ihnen, wer hier nachfragen wird, nämlich die Bevölkerung. Die sieht das zu Recht anders. Folgendes hätte ich gemacht, wenn ich die Möglichkeit dazu gehabt hätte – als fraktionslose Abgeordnete bin ich aber zu klein –: Transparenz geht anders, und ich denke, für euch Grüne wäre es eine dankbare Option gewesen, wenn man eine namentliche Abstimmung verlangt hätte. Dann müsstet ihr nämlich für das, was heute hier beschlossen wird, bei eurer Basis geradestehen. – Danke. (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)
Abg. Schellhorn: ... Anstand!
Seitdem ich hier bin, war das auch wirklich immer so. Man hat das immer sehr scharf kritisiert und hat auch versucht, konstruktiv etwas einzubringen. Und eine Partei, die in der langen Zeit, von der August Wöginger gesprochen hat, glaube ich, auch nie einem Budget zugestimmt hat, waren die Grünen. Das war die Partei, die immer gesagt hat, dass sie in Zukunft Dinge anders machen will – das war eines der wesentlichen Dinge, die sie immer vorangestellt hat (Abg. Schellhorn: ... Anstand!) –, das war die Partei, die über die letzten Jahre immer Transparenz versprochen hat, die immer von lebendigem Parlamentarismus gesprochen hat, die sich jedes Mal, wenn ein Abänderungsantrag zu spät gekommen ist, zu Recht entsprechend und vehement aufgeregt hat und die immer auch ernst zu nehmende Budgetdebatten eingefordert hat.
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich sage Ihnen etwas: Der ehemalige Justizsprecher der Grünen, Albert Steinhauser, würde sich für diese Fraktion, die jetzt in allen Bereichen diesen Grundsätzen nicht entspricht, schämen! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Lausch
Und: Das ist nicht der Einzige. Sie müssen bei den Altvorderen, die damals aus dem Parlament geflogen sind, einfach einmal nachfragen: was Daniela Musiol sagen würde oder Harald Walser, der immer für einen lebendigen Parlamentarismus gekämpft hat, was Dieter Brosz sagen würde, der jetzt Kabinettschef beim Herrn Vizekanzler ist – zumindest noch, wie ich gelesen habe, oder jetzt nicht mehr – und jedes Mal, wenn ein Abänderungsantrag irgendwie ein paar Minuten zu spät gekommen ist, Geschäftsordnungsdebatten angezettelt hat (Zwischenruf des Abg. Lausch) – zu Recht, weil er ein lebendiges Parlament eingemahnt hat. (Rufe: Pirklhuber, Schwentner ...!) All die anderen brauche ich gar nicht aufzuzählen, Judith Schwentner, Wolfgang Pirklhuber – es gibt ganz, ganz viele. Einer aber hätte sich für diese grüne Fraktion ganz besonders geschämt, und das ist der ehemalige grüne Budgetsprecher, der jetzt Vizekanzler ist und spannenderweise da sitzt. Ich habe zugesehen, er ist eigentlich da, aber er hört sich diese Debatte nicht an. (Heiterkeit bei Abgeordneten von NEOS, SPÖ und FPÖ.) Das könnte daran liegen, dass er sich für diese grüne Fraktion und für sich selbst schämt. (Beifall bei NEOS, SPÖ und FPÖ.)
Rufe: Pirklhuber, Schwentner ...!
Und: Das ist nicht der Einzige. Sie müssen bei den Altvorderen, die damals aus dem Parlament geflogen sind, einfach einmal nachfragen: was Daniela Musiol sagen würde oder Harald Walser, der immer für einen lebendigen Parlamentarismus gekämpft hat, was Dieter Brosz sagen würde, der jetzt Kabinettschef beim Herrn Vizekanzler ist – zumindest noch, wie ich gelesen habe, oder jetzt nicht mehr – und jedes Mal, wenn ein Abänderungsantrag irgendwie ein paar Minuten zu spät gekommen ist, Geschäftsordnungsdebatten angezettelt hat (Zwischenruf des Abg. Lausch) – zu Recht, weil er ein lebendiges Parlament eingemahnt hat. (Rufe: Pirklhuber, Schwentner ...!) All die anderen brauche ich gar nicht aufzuzählen, Judith Schwentner, Wolfgang Pirklhuber – es gibt ganz, ganz viele. Einer aber hätte sich für diese grüne Fraktion ganz besonders geschämt, und das ist der ehemalige grüne Budgetsprecher, der jetzt Vizekanzler ist und spannenderweise da sitzt. Ich habe zugesehen, er ist eigentlich da, aber er hört sich diese Debatte nicht an. (Heiterkeit bei Abgeordneten von NEOS, SPÖ und FPÖ.) Das könnte daran liegen, dass er sich für diese grüne Fraktion und für sich selbst schämt. (Beifall bei NEOS, SPÖ und FPÖ.)
Heiterkeit bei Abgeordneten von NEOS, SPÖ und FPÖ.
Und: Das ist nicht der Einzige. Sie müssen bei den Altvorderen, die damals aus dem Parlament geflogen sind, einfach einmal nachfragen: was Daniela Musiol sagen würde oder Harald Walser, der immer für einen lebendigen Parlamentarismus gekämpft hat, was Dieter Brosz sagen würde, der jetzt Kabinettschef beim Herrn Vizekanzler ist – zumindest noch, wie ich gelesen habe, oder jetzt nicht mehr – und jedes Mal, wenn ein Abänderungsantrag irgendwie ein paar Minuten zu spät gekommen ist, Geschäftsordnungsdebatten angezettelt hat (Zwischenruf des Abg. Lausch) – zu Recht, weil er ein lebendiges Parlament eingemahnt hat. (Rufe: Pirklhuber, Schwentner ...!) All die anderen brauche ich gar nicht aufzuzählen, Judith Schwentner, Wolfgang Pirklhuber – es gibt ganz, ganz viele. Einer aber hätte sich für diese grüne Fraktion ganz besonders geschämt, und das ist der ehemalige grüne Budgetsprecher, der jetzt Vizekanzler ist und spannenderweise da sitzt. Ich habe zugesehen, er ist eigentlich da, aber er hört sich diese Debatte nicht an. (Heiterkeit bei Abgeordneten von NEOS, SPÖ und FPÖ.) Das könnte daran liegen, dass er sich für diese grüne Fraktion und für sich selbst schämt. (Beifall bei NEOS, SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei NEOS, SPÖ und FPÖ.
Und: Das ist nicht der Einzige. Sie müssen bei den Altvorderen, die damals aus dem Parlament geflogen sind, einfach einmal nachfragen: was Daniela Musiol sagen würde oder Harald Walser, der immer für einen lebendigen Parlamentarismus gekämpft hat, was Dieter Brosz sagen würde, der jetzt Kabinettschef beim Herrn Vizekanzler ist – zumindest noch, wie ich gelesen habe, oder jetzt nicht mehr – und jedes Mal, wenn ein Abänderungsantrag irgendwie ein paar Minuten zu spät gekommen ist, Geschäftsordnungsdebatten angezettelt hat (Zwischenruf des Abg. Lausch) – zu Recht, weil er ein lebendiges Parlament eingemahnt hat. (Rufe: Pirklhuber, Schwentner ...!) All die anderen brauche ich gar nicht aufzuzählen, Judith Schwentner, Wolfgang Pirklhuber – es gibt ganz, ganz viele. Einer aber hätte sich für diese grüne Fraktion ganz besonders geschämt, und das ist der ehemalige grüne Budgetsprecher, der jetzt Vizekanzler ist und spannenderweise da sitzt. Ich habe zugesehen, er ist eigentlich da, aber er hört sich diese Debatte nicht an. (Heiterkeit bei Abgeordneten von NEOS, SPÖ und FPÖ.) Das könnte daran liegen, dass er sich für diese grüne Fraktion und für sich selbst schämt. (Beifall bei NEOS, SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei NEOS, SPÖ und FPÖ.
Liebe Grüne, ihr habt im Wahlkampf plakatiert: „Wen würde der Anstand wählen?“ Ihr habt euren Wählern und Wählerinnen ein Versprechen gegeben, und dieses Versprechen habt ihr gebrochen. Ich sage euch etwas: Der Anstand, der wird euch nie wieder wählen. (Beifall bei NEOS, SPÖ und FPÖ.)
Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen.
Er hat nichts Besseres zu tun, und das in Zeiten, in denen es um sehr viele Milliarden und um wirtschaftliche Schäden geht, die noch gar nicht in all ihren Dimensionen erfasst sind, zu denen noch Langzeitschäden kommen werden. In Zeiten, in denen es um persönliche Schicksale, um soziale Krisen und um Zigtausende menschliche Existenzen geht, die vor der Zerstörung stehen, kommt er daher und macht sich über die Polizeipferderl, wie er gesagt hat, des Herrn Kickl lustig. Es sei angeblich das Einzige, was aus unserer Regierungsbeteiligung übrig geblieben ist. (Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen.) Mich wundert es ja, dass du die Regierungsarbeit der Periode Kurz I so dermaßen schlecht siehst: die historische Reform der Sozialversicherungsträger, der Familienbonus, alles ein Blödsinn? – Aber diese ach so schlimmen Pferderl!
Zwischenruf bei der FPÖ
Es würde mich nur interessieren – weil du ja auch gesagt hast, diese Pferderl braucht überhaupt kein Mensch –, warum zum Beispiel Delegationen von Polizeireiterstaffeln aus den Niederlanden, aus Bosnien und aus Serbien gerade hier sind, sich das ansehen (Zwischenruf bei der FPÖ) und hohes Interesse an diesen Pferden haben. So schlecht kann es also nicht gewesen sein, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es würde mich nur interessieren – weil du ja auch gesagt hast, diese Pferderl braucht überhaupt kein Mensch –, warum zum Beispiel Delegationen von Polizeireiterstaffeln aus den Niederlanden, aus Bosnien und aus Serbien gerade hier sind, sich das ansehen (Zwischenruf bei der FPÖ) und hohes Interesse an diesen Pferden haben. So schlecht kann es also nicht gewesen sein, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dann kommt nach tagelangen, wochenlangen Budgetberatungen in den Ausschüssen und nach zwei Tagen Budgetberatungen hier im Parlament, wo Ihnen von allen Parteien und auch von externen Experten gesagt wurde, dass es ein Wahnsinn ist, so ein Budget zur Beschlussfassung vorzulegen, dass das ganze Machwerk, das Sie hier jetzt mit grüner Hilfe beschließen wollen, höchstwahrscheinlich verfassungswidrig ist, ein mitternächtlicher oder nachmitternächtlicher Abänderungsantrag daher, zweieinhalb Seiten, aber auch Milliarden stark. Wir diskutieren den ganzen Tag aber noch über die vorherigen Zahlen weiter, und Sie wollen, dass wir das einfach beschließen. Meine Damen und Herren, so geht es wirklich nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist ja nicht nur verfassungswidrig, das ist nicht nur eine Verhöhnung des Parlaments, sondern das ist auch eine Verhöhnung der Menschen, die um ihre Existenz bangen. Das ist ja wirklich unfassbar, was Sie da machen. Lieber Kollege Wöginger, du hast dich auch lustig darüber gemacht, dass wir Herbert Kickl als besten Innenminister aller Zeiten bezeichnen. – Ja, das machen wir, wir bleiben dabei, Herbert Kickl war der beste Innenminister aller Zeiten! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Stögmüller
Ich bin neugierig, ob du, lieber Gust Wöginger (Zwischenruf des Abg. Stögmüller), dich jemals trauen wirst zu sagen, dass Gernot Blümel der beste Finanzminister der Republik war, dass er überhaupt ein guter Finanzminister dieser Republik war. Lieber Gust, ich glaube, diese Aussage werden wir nie von dir hören. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Stögmüller.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Stögmüller.
Ich bin neugierig, ob du, lieber Gust Wöginger (Zwischenruf des Abg. Stögmüller), dich jemals trauen wirst zu sagen, dass Gernot Blümel der beste Finanzminister der Republik war, dass er überhaupt ein guter Finanzminister dieser Republik war. Lieber Gust, ich glaube, diese Aussage werden wir nie von dir hören. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Stögmüller.)
Heiterkeit bei der FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, vor allem auch Kolleginnen und Kollegen der grünen Fraktion, helfen wir doch Gernot Blümel! (Heiterkeit bei der FPÖ.) Ich glaube, der freut sich, wenn er dieses Amt nicht mehr ausüben kann, das er anscheinend nicht wirklich will, weil er in Gedanken schon im Wienwahlkampf und geistig vielleicht schon – maximal, zu mehr wird es nicht reichen – Vizebürgermeister in Wien ist. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Es wird der Vizebürgermeister schon sehr, sehr schwer werden. (Ruf: Du kannst den Leichtfried wählen, weil der steht eh schon da!) Aber erlösen wir ihn, bitte! Befreien wir ihn von dieser Bürde des Amtes des Finanzministers! Wir tun ihm unter Umständen einen persönlichen Gefallen. Wir tun aber vor allem uns als Parlamentariern und den Bürgerinnen und Bürgern in diesem Land, den Steuerzahlern einen Gefallen, die sich die Frechheit dieses Finanzministers nicht mehr bieten zu lassen brauchen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren, vor allem auch Kolleginnen und Kollegen der grünen Fraktion, helfen wir doch Gernot Blümel! (Heiterkeit bei der FPÖ.) Ich glaube, der freut sich, wenn er dieses Amt nicht mehr ausüben kann, das er anscheinend nicht wirklich will, weil er in Gedanken schon im Wienwahlkampf und geistig vielleicht schon – maximal, zu mehr wird es nicht reichen – Vizebürgermeister in Wien ist. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Es wird der Vizebürgermeister schon sehr, sehr schwer werden. (Ruf: Du kannst den Leichtfried wählen, weil der steht eh schon da!) Aber erlösen wir ihn, bitte! Befreien wir ihn von dieser Bürde des Amtes des Finanzministers! Wir tun ihm unter Umständen einen persönlichen Gefallen. Wir tun aber vor allem uns als Parlamentariern und den Bürgerinnen und Bürgern in diesem Land, den Steuerzahlern einen Gefallen, die sich die Frechheit dieses Finanzministers nicht mehr bieten zu lassen brauchen. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf: Du kannst den Leichtfried wählen, weil der steht eh schon da!
Sehr geehrte Damen und Herren, vor allem auch Kolleginnen und Kollegen der grünen Fraktion, helfen wir doch Gernot Blümel! (Heiterkeit bei der FPÖ.) Ich glaube, der freut sich, wenn er dieses Amt nicht mehr ausüben kann, das er anscheinend nicht wirklich will, weil er in Gedanken schon im Wienwahlkampf und geistig vielleicht schon – maximal, zu mehr wird es nicht reichen – Vizebürgermeister in Wien ist. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Es wird der Vizebürgermeister schon sehr, sehr schwer werden. (Ruf: Du kannst den Leichtfried wählen, weil der steht eh schon da!) Aber erlösen wir ihn, bitte! Befreien wir ihn von dieser Bürde des Amtes des Finanzministers! Wir tun ihm unter Umständen einen persönlichen Gefallen. Wir tun aber vor allem uns als Parlamentariern und den Bürgerinnen und Bürgern in diesem Land, den Steuerzahlern einen Gefallen, die sich die Frechheit dieses Finanzministers nicht mehr bieten zu lassen brauchen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, vor allem auch Kolleginnen und Kollegen der grünen Fraktion, helfen wir doch Gernot Blümel! (Heiterkeit bei der FPÖ.) Ich glaube, der freut sich, wenn er dieses Amt nicht mehr ausüben kann, das er anscheinend nicht wirklich will, weil er in Gedanken schon im Wienwahlkampf und geistig vielleicht schon – maximal, zu mehr wird es nicht reichen – Vizebürgermeister in Wien ist. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Es wird der Vizebürgermeister schon sehr, sehr schwer werden. (Ruf: Du kannst den Leichtfried wählen, weil der steht eh schon da!) Aber erlösen wir ihn, bitte! Befreien wir ihn von dieser Bürde des Amtes des Finanzministers! Wir tun ihm unter Umständen einen persönlichen Gefallen. Wir tun aber vor allem uns als Parlamentariern und den Bürgerinnen und Bürgern in diesem Land, den Steuerzahlern einen Gefallen, die sich die Frechheit dieses Finanzministers nicht mehr bieten zu lassen brauchen. (Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit bei SPÖ, FPÖ und NEOS.
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzte Damen und Herren der Bundesregierung! Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe es nicht vorgehabt, das gebe ich offen zu, aber jetzt, als ich Kollegen Amesbauer und vorher Kollegen Wöginger zugehört habe, habe ich mir gedacht, ich werde auch etwas zur Pferdedebatte beitragen. (Heiterkeit bei SPÖ, FPÖ und NEOS.)
Beifall bei SPÖ und FPÖ sowie des Abg. Loacker.
Heiterkeit bei der FPÖ.) Es ist in der Debatte um diese Pferde gegangen. Ich habe es gewagt, die Anschaffung, die Verwendung und den Einsatz dieser Pferde – aus guten Gründen, und ja, vielleicht vehement – zu kritisieren. Wer, glauben Sie, hat mir da aus den Reihen der Regierung am vehementesten widersprochen und hat am vehementesten zwischengerufen? – Es war die ÖVP. Ich muss eines sagen: Ihr mögt vieles sein, aber Team Haltung seid ihr sicher nicht. (Beifall bei SPÖ und FPÖ sowie des Abg. Loacker.)
Abg. Sobotka: Gutes Schauspiel!
Wenn wir schon bei Haltung, Standort und Standpunkt sind (Abg. Sobotka: Gutes Schauspiel!), möchte ich noch eines sagen: Das hat mich jetzt etwas enttäuscht. (Oh-Rufe bei der ÖVP.) – Ja, es hat mich enttäuscht. Ich bin schon davon ausgegangen, dass es gewisse parlamentarische Grundwerte gibt, die uns alle in unseren Gedanken, in unserem Geiste einen. Dann sagt August Wöginger – hier am Pult steht er und sagt es –: Ja, und ihr habt Sebastian Kurz und seine Regierung davongejagt.
Oh-Rufe bei der ÖVP.
Wenn wir schon bei Haltung, Standort und Standpunkt sind (Abg. Sobotka: Gutes Schauspiel!), möchte ich noch eines sagen: Das hat mich jetzt etwas enttäuscht. (Oh-Rufe bei der ÖVP.) – Ja, es hat mich enttäuscht. Ich bin schon davon ausgegangen, dass es gewisse parlamentarische Grundwerte gibt, die uns alle in unseren Gedanken, in unserem Geiste einen. Dann sagt August Wöginger – hier am Pult steht er und sagt es –: Ja, und ihr habt Sebastian Kurz und seine Regierung davongejagt.
Ruf: Genau!
Ich meine: Was für ein Verständnis ist das? (Ruf: Genau!) Wenn eine Regierung aufgrund ihrer eigenen Präpotenz und ihrer eigenen Überheblichkeit die Mehrheit in diesem Hause verliert, dann ist das nicht Davonjagen (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und SPÖ), sondern dann geschieht ihr das recht, und es ist gut, dass sie weg ist. Das sieht man als Parlamentarier so. (Beifall bei der SPÖ.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und SPÖ
Ich meine: Was für ein Verständnis ist das? (Ruf: Genau!) Wenn eine Regierung aufgrund ihrer eigenen Präpotenz und ihrer eigenen Überheblichkeit die Mehrheit in diesem Hause verliert, dann ist das nicht Davonjagen (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und SPÖ), sondern dann geschieht ihr das recht, und es ist gut, dass sie weg ist. Das sieht man als Parlamentarier so. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich meine: Was für ein Verständnis ist das? (Ruf: Genau!) Wenn eine Regierung aufgrund ihrer eigenen Präpotenz und ihrer eigenen Überheblichkeit die Mehrheit in diesem Hause verliert, dann ist das nicht Davonjagen (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und SPÖ), sondern dann geschieht ihr das recht, und es ist gut, dass sie weg ist. Das sieht man als Parlamentarier so. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei der SPÖ.
Jetzt aber zum Budget, zur Budgetdebatte und zur Performance unseres Finanzministers, der gerade wieder bei den ÖVP Open im Candy Crush mittut. (Heiterkeit bei der SPÖ.) Man kann über die ÖVP viel sagen (Zwischenruf bei der ÖVP –Abg. Sobotka: Das ist richtig!), man kann wahrscheinlich auch viel sagen, mit dem ich nicht einverstanden bin. Ich glaube aber schon: Was die ÖVP immer hat, ist in der Regel ein Plan, was sie tut. (Ruf bei der ÖVP: Im Gegensatz zur SPÖ! – Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich habe mich die ganze Zeit gefragt: Was ist dieser Plan jetzt beim Budget? Wieso lassen sie den Blümel so schlecht ausschauen? Warum nehmen sie das in Kauf? Irgendjemand hat jetzt gesagt, der Herr Kickl war derjenige mit den meisten Misstrauensanträgen und es wird immer so bleiben. – Wenn Blümel bleibt, glaube ich nicht, dass Kickl der Superstar bleibt. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP –Abg. Sobotka: Das ist richtig!
Jetzt aber zum Budget, zur Budgetdebatte und zur Performance unseres Finanzministers, der gerade wieder bei den ÖVP Open im Candy Crush mittut. (Heiterkeit bei der SPÖ.) Man kann über die ÖVP viel sagen (Zwischenruf bei der ÖVP –Abg. Sobotka: Das ist richtig!), man kann wahrscheinlich auch viel sagen, mit dem ich nicht einverstanden bin. Ich glaube aber schon: Was die ÖVP immer hat, ist in der Regel ein Plan, was sie tut. (Ruf bei der ÖVP: Im Gegensatz zur SPÖ! – Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich habe mich die ganze Zeit gefragt: Was ist dieser Plan jetzt beim Budget? Wieso lassen sie den Blümel so schlecht ausschauen? Warum nehmen sie das in Kauf? Irgendjemand hat jetzt gesagt, der Herr Kickl war derjenige mit den meisten Misstrauensanträgen und es wird immer so bleiben. – Wenn Blümel bleibt, glaube ich nicht, dass Kickl der Superstar bleibt. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Im Gegensatz zur SPÖ! – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Jetzt aber zum Budget, zur Budgetdebatte und zur Performance unseres Finanzministers, der gerade wieder bei den ÖVP Open im Candy Crush mittut. (Heiterkeit bei der SPÖ.) Man kann über die ÖVP viel sagen (Zwischenruf bei der ÖVP –Abg. Sobotka: Das ist richtig!), man kann wahrscheinlich auch viel sagen, mit dem ich nicht einverstanden bin. Ich glaube aber schon: Was die ÖVP immer hat, ist in der Regel ein Plan, was sie tut. (Ruf bei der ÖVP: Im Gegensatz zur SPÖ! – Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich habe mich die ganze Zeit gefragt: Was ist dieser Plan jetzt beim Budget? Wieso lassen sie den Blümel so schlecht ausschauen? Warum nehmen sie das in Kauf? Irgendjemand hat jetzt gesagt, der Herr Kickl war derjenige mit den meisten Misstrauensanträgen und es wird immer so bleiben. – Wenn Blümel bleibt, glaube ich nicht, dass Kickl der Superstar bleibt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Jetzt aber zum Budget, zur Budgetdebatte und zur Performance unseres Finanzministers, der gerade wieder bei den ÖVP Open im Candy Crush mittut. (Heiterkeit bei der SPÖ.) Man kann über die ÖVP viel sagen (Zwischenruf bei der ÖVP –Abg. Sobotka: Das ist richtig!), man kann wahrscheinlich auch viel sagen, mit dem ich nicht einverstanden bin. Ich glaube aber schon: Was die ÖVP immer hat, ist in der Regel ein Plan, was sie tut. (Ruf bei der ÖVP: Im Gegensatz zur SPÖ! – Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich habe mich die ganze Zeit gefragt: Was ist dieser Plan jetzt beim Budget? Wieso lassen sie den Blümel so schlecht ausschauen? Warum nehmen sie das in Kauf? Irgendjemand hat jetzt gesagt, der Herr Kickl war derjenige mit den meisten Misstrauensanträgen und es wird immer so bleiben. – Wenn Blümel bleibt, glaube ich nicht, dass Kickl der Superstar bleibt. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit und Zwischenrufe bei Abgeordneten der ÖVP
Warum tun die das? Ich habe vor Kurzem mit Hannes Androsch telefoniert (Heiterkeit und Zwischenrufe bei Abgeordneten der ÖVP), und der hat Folgendes gesagt – jetzt lachen Sie (in Richtung ÖVP) noch darüber –, der Plan der ÖVP ist es eigentlich, mit ihrem Vorgehen das Budgetbewilligungsrecht des Parlaments mittelfristig außer Kraft zu setzen, und dass Herr Blümel wie der Sonnenkönig mit seiner 38-Milliarden-Generalbewilligung quasi sagen kann: Das Budget bin ich. (Abg. Lopatka: Na geh!) Das Blöde ist: Er kann es nicht. Das hat man dann nachher gemerkt. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.)
Abg. Lopatka: Na geh!
Warum tun die das? Ich habe vor Kurzem mit Hannes Androsch telefoniert (Heiterkeit und Zwischenrufe bei Abgeordneten der ÖVP), und der hat Folgendes gesagt – jetzt lachen Sie (in Richtung ÖVP) noch darüber –, der Plan der ÖVP ist es eigentlich, mit ihrem Vorgehen das Budgetbewilligungsrecht des Parlaments mittelfristig außer Kraft zu setzen, und dass Herr Blümel wie der Sonnenkönig mit seiner 38-Milliarden-Generalbewilligung quasi sagen kann: Das Budget bin ich. (Abg. Lopatka: Na geh!) Das Blöde ist: Er kann es nicht. Das hat man dann nachher gemerkt. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.
Warum tun die das? Ich habe vor Kurzem mit Hannes Androsch telefoniert (Heiterkeit und Zwischenrufe bei Abgeordneten der ÖVP), und der hat Folgendes gesagt – jetzt lachen Sie (in Richtung ÖVP) noch darüber –, der Plan der ÖVP ist es eigentlich, mit ihrem Vorgehen das Budgetbewilligungsrecht des Parlaments mittelfristig außer Kraft zu setzen, und dass Herr Blümel wie der Sonnenkönig mit seiner 38-Milliarden-Generalbewilligung quasi sagen kann: Das Budget bin ich. (Abg. Lopatka: Na geh!) Das Blöde ist: Er kann es nicht. Das hat man dann nachher gemerkt. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Sobotka
Was mir aber Sorgen macht, und da bin ich mit Kollegen Scherak einer Meinung: Der ÖVP traut man das zu, dass sie diesen Plan ausführen möchte, aber dass die Grünen da mitmachen, dass die Grünen dabei mitmachen (Zwischenruf des Abg. Sobotka), eine der Kernkompetenzen unseres Nationalrates, unseres Parlaments einzuschränken, das ist wirklich eine große Enttäuschung, geschätzte Kolleginnen und Kollegen. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Beifall bei SPÖ und NEOS.
Was mir aber Sorgen macht, und da bin ich mit Kollegen Scherak einer Meinung: Der ÖVP traut man das zu, dass sie diesen Plan ausführen möchte, aber dass die Grünen da mitmachen, dass die Grünen dabei mitmachen (Zwischenruf des Abg. Sobotka), eine der Kernkompetenzen unseres Nationalrates, unseres Parlaments einzuschränken, das ist wirklich eine große Enttäuschung, geschätzte Kolleginnen und Kollegen. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Jetzt möchte ich zu Ihnen, Herr Finanzminister, kommen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Gernot Blümel ist ja ein bisschen wie Karl-Heinz Grasser, nur noch schlimmer. Er ist
Rufe bei der ÖVP: Na, na!
ähnlich inkompetent, aber dafür noch abgehobener und sich selbst noch mehr überschätzend. (Rufe bei der ÖVP: Na, na!) Daraus ergibt sich natürlich das, was Sie tun. Das erklärt, warum Sie – während unzählige Menschen Angst um ihre wirtschaftliche Existenz haben, während notwendige Förderungen nicht ankommen, während Hunderttausende Menschen arbeitslos oder in Kurzarbeit sind, während Menschen in der Nacht nicht mehr schlafen können, weil sie Sorgen haben, wie es weitergeht – hier ein Budget vorlegen, das aber nichts, überhaupt nichts an dieser Situation verbessert. Das erklärt Ihre Eigenschaft, wie ich sie eben vorher geschildert habe, Herr Bundesminister. Sie sind mit dieser Situation heillos überfordert. (Abg. Wöginger – in Richtung SPÖ –: Applaus? – Ruf bei der ÖVP: Und Sie mit dieser Rede! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das Schlimme ist, in dieser Krise muss – ich begebe mich jetzt in das Feld des Gastgewerbes, da Kollege Obernosterer vor einem Tag das Thema angerissen hat (Ruf bei der ÖVP: Keine Beleidigungen!) – jede Konditorei, ja, jeder Liftbetreiber (in Richtung Abg. Hörl) auch, stimmt, ja (Beifall bei der SPÖ), jede Konditorei, jeder Würstelstand, jedes Hotel in der Lage sein, und ist es auch, zumindest ansatzweise zu kalkulieren und ansatzweise abzuschätzen, was die nächsten Wochen, die nächsten Monate bringen werden. Und das geht.
Abg. Wöginger – in Richtung SPÖ –: Applaus? – Ruf bei der ÖVP: Und Sie mit dieser Rede! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
ähnlich inkompetent, aber dafür noch abgehobener und sich selbst noch mehr überschätzend. (Rufe bei der ÖVP: Na, na!) Daraus ergibt sich natürlich das, was Sie tun. Das erklärt, warum Sie – während unzählige Menschen Angst um ihre wirtschaftliche Existenz haben, während notwendige Förderungen nicht ankommen, während Hunderttausende Menschen arbeitslos oder in Kurzarbeit sind, während Menschen in der Nacht nicht mehr schlafen können, weil sie Sorgen haben, wie es weitergeht – hier ein Budget vorlegen, das aber nichts, überhaupt nichts an dieser Situation verbessert. Das erklärt Ihre Eigenschaft, wie ich sie eben vorher geschildert habe, Herr Bundesminister. Sie sind mit dieser Situation heillos überfordert. (Abg. Wöginger – in Richtung SPÖ –: Applaus? – Ruf bei der ÖVP: Und Sie mit dieser Rede! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das Schlimme ist, in dieser Krise muss – ich begebe mich jetzt in das Feld des Gastgewerbes, da Kollege Obernosterer vor einem Tag das Thema angerissen hat (Ruf bei der ÖVP: Keine Beleidigungen!) – jede Konditorei, ja, jeder Liftbetreiber (in Richtung Abg. Hörl) auch, stimmt, ja (Beifall bei der SPÖ), jede Konditorei, jeder Würstelstand, jedes Hotel in der Lage sein, und ist es auch, zumindest ansatzweise zu kalkulieren und ansatzweise abzuschätzen, was die nächsten Wochen, die nächsten Monate bringen werden. Und das geht.
Ruf bei der ÖVP: Keine Beleidigungen!
ähnlich inkompetent, aber dafür noch abgehobener und sich selbst noch mehr überschätzend. (Rufe bei der ÖVP: Na, na!) Daraus ergibt sich natürlich das, was Sie tun. Das erklärt, warum Sie – während unzählige Menschen Angst um ihre wirtschaftliche Existenz haben, während notwendige Förderungen nicht ankommen, während Hunderttausende Menschen arbeitslos oder in Kurzarbeit sind, während Menschen in der Nacht nicht mehr schlafen können, weil sie Sorgen haben, wie es weitergeht – hier ein Budget vorlegen, das aber nichts, überhaupt nichts an dieser Situation verbessert. Das erklärt Ihre Eigenschaft, wie ich sie eben vorher geschildert habe, Herr Bundesminister. Sie sind mit dieser Situation heillos überfordert. (Abg. Wöginger – in Richtung SPÖ –: Applaus? – Ruf bei der ÖVP: Und Sie mit dieser Rede! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das Schlimme ist, in dieser Krise muss – ich begebe mich jetzt in das Feld des Gastgewerbes, da Kollege Obernosterer vor einem Tag das Thema angerissen hat (Ruf bei der ÖVP: Keine Beleidigungen!) – jede Konditorei, ja, jeder Liftbetreiber (in Richtung Abg. Hörl) auch, stimmt, ja (Beifall bei der SPÖ), jede Konditorei, jeder Würstelstand, jedes Hotel in der Lage sein, und ist es auch, zumindest ansatzweise zu kalkulieren und ansatzweise abzuschätzen, was die nächsten Wochen, die nächsten Monate bringen werden. Und das geht.
in Richtung Abg. Hörl
ähnlich inkompetent, aber dafür noch abgehobener und sich selbst noch mehr überschätzend. (Rufe bei der ÖVP: Na, na!) Daraus ergibt sich natürlich das, was Sie tun. Das erklärt, warum Sie – während unzählige Menschen Angst um ihre wirtschaftliche Existenz haben, während notwendige Förderungen nicht ankommen, während Hunderttausende Menschen arbeitslos oder in Kurzarbeit sind, während Menschen in der Nacht nicht mehr schlafen können, weil sie Sorgen haben, wie es weitergeht – hier ein Budget vorlegen, das aber nichts, überhaupt nichts an dieser Situation verbessert. Das erklärt Ihre Eigenschaft, wie ich sie eben vorher geschildert habe, Herr Bundesminister. Sie sind mit dieser Situation heillos überfordert. (Abg. Wöginger – in Richtung SPÖ –: Applaus? – Ruf bei der ÖVP: Und Sie mit dieser Rede! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das Schlimme ist, in dieser Krise muss – ich begebe mich jetzt in das Feld des Gastgewerbes, da Kollege Obernosterer vor einem Tag das Thema angerissen hat (Ruf bei der ÖVP: Keine Beleidigungen!) – jede Konditorei, ja, jeder Liftbetreiber (in Richtung Abg. Hörl) auch, stimmt, ja (Beifall bei der SPÖ), jede Konditorei, jeder Würstelstand, jedes Hotel in der Lage sein, und ist es auch, zumindest ansatzweise zu kalkulieren und ansatzweise abzuschätzen, was die nächsten Wochen, die nächsten Monate bringen werden. Und das geht.
Beifall bei der SPÖ
ähnlich inkompetent, aber dafür noch abgehobener und sich selbst noch mehr überschätzend. (Rufe bei der ÖVP: Na, na!) Daraus ergibt sich natürlich das, was Sie tun. Das erklärt, warum Sie – während unzählige Menschen Angst um ihre wirtschaftliche Existenz haben, während notwendige Förderungen nicht ankommen, während Hunderttausende Menschen arbeitslos oder in Kurzarbeit sind, während Menschen in der Nacht nicht mehr schlafen können, weil sie Sorgen haben, wie es weitergeht – hier ein Budget vorlegen, das aber nichts, überhaupt nichts an dieser Situation verbessert. Das erklärt Ihre Eigenschaft, wie ich sie eben vorher geschildert habe, Herr Bundesminister. Sie sind mit dieser Situation heillos überfordert. (Abg. Wöginger – in Richtung SPÖ –: Applaus? – Ruf bei der ÖVP: Und Sie mit dieser Rede! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das Schlimme ist, in dieser Krise muss – ich begebe mich jetzt in das Feld des Gastgewerbes, da Kollege Obernosterer vor einem Tag das Thema angerissen hat (Ruf bei der ÖVP: Keine Beleidigungen!) – jede Konditorei, ja, jeder Liftbetreiber (in Richtung Abg. Hörl) auch, stimmt, ja (Beifall bei der SPÖ), jede Konditorei, jeder Würstelstand, jedes Hotel in der Lage sein, und ist es auch, zumindest ansatzweise zu kalkulieren und ansatzweise abzuschätzen, was die nächsten Wochen, die nächsten Monate bringen werden. Und das geht.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Lausch.
Das hat uns Kollege Obernosterer gut erzählt, und Kollege Matznetter hat ja die Anregung – ich glaube, das war gestern – von sich gegeben, dass Kollege Obernosterer vielleicht deshalb qualifizierter wäre als Kollege Blümel. Ich weiß nicht, ob Kollege Obernosterer ein guter Finanzminister wäre, ein besserer wäre er auf jeden Fall. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Lausch.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Geschätzte Damen und Herren! Es zeigt sich – also die ÖVP ist ausgesprochen unruhig heute, muss man sagen –, dass der Finanzminister mit dieser Situation überfordert ist. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Es zeigt sich, dass ein Fakebudget vorgelegt wurde. Es zeigt sich, dass die Situation auch durch mitternächtliche Anträge nicht verbessert wurde. Herr Blümel, deshalb sind wir auch der Meinung, dass Sie für dieses Amt nicht geeignet sind. Wir sind auch deshalb der Meinung, dass Sie für dieses Amt nicht geeignet sind, weil Ihnen das geringste Einsehen fehlt. Deshalb, meine ich, wäre es gut, wenn Sie von selber gehen würden. Wenn Sie es nicht tun, werden wir heute diesem Misstrauensantrag zustimmen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Geschätzte Damen und Herren! Es zeigt sich – also die ÖVP ist ausgesprochen unruhig heute, muss man sagen –, dass der Finanzminister mit dieser Situation überfordert ist. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Es zeigt sich, dass ein Fakebudget vorgelegt wurde. Es zeigt sich, dass die Situation auch durch mitternächtliche Anträge nicht verbessert wurde. Herr Blümel, deshalb sind wir auch der Meinung, dass Sie für dieses Amt nicht geeignet sind. Wir sind auch deshalb der Meinung, dass Sie für dieses Amt nicht geeignet sind, weil Ihnen das geringste Einsehen fehlt. Deshalb, meine ich, wäre es gut, wenn Sie von selber gehen würden. Wenn Sie es nicht tun, werden wir heute diesem Misstrauensantrag zustimmen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Na bravo! – Zwischenruf des Abg. Sobotka.
Ich möchte zum Schluss wieder zur Wöginger’schen Standpunkt-und-Standort-Diskussion zurückkommen. (Ruf bei der ÖVP: Na bravo! – Zwischenruf des Abg. Sobotka.) Herr Wöginger hat auch in einer anderen Debatte behauptet, wir sagen das, weil wir in der Opposition sind und weil wir das eben so tun müssen. Es gibt aber auch andere Leute, die das ähnlich sehen. Ein sicherlich nicht sozialdemokratischer Journalist, Peter Michael Lingens, hat Folgendes dazu geschrieben: „Wenn man seine Performance betrachtet, müsste auch Gernot Blümel zurücktreten. Alles was er versprochen hat – schnelle, unbürokratische Hilfe für kleine und mittlere Unternehmen ‑, traf so wenig zu, dass die Betroffenen es in ihrer Mehrheit zu recht mit ‚Nicht Genügend‘ bewertet haben.“
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Es war nicht genügend, Herr Bundesminister. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Abg. Krainer: Zur Geschäftsbehandlung! – Abg. Wöginger: Es ist Abstimmung! – Abg. Krainer: Nein! Das ist ausdrücklich erlaubt!
Damit ist die zweite Lesung des Bundesfinanzgesetzes 2020 samt Anlagen beendet. (Abg. Krainer: Zur Geschäftsbehandlung! – Abg. Wöginger: Es ist Abstimmung! – Abg. Krainer: Nein! Das ist ausdrücklich erlaubt!)
Rufe bei der SPÖ: Oh, oh! – Heiterkeit bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und NEOS.
Der Finanzminister, der jetzt wieder ins Handy schaut, glaubt wahrscheinlich, dass gerade in zweiter Lesung beschlossen wurde, dass die Auszahlungsgrenze für das Budget 102 389 239 000 Euro beträgt. Ich habe eine schlechte Nachricht – auch für die Kollegen auf der Regierungsbank –: Durch seinen Abänderungsantrag ist jetzt gerade beschlossen worden, dass die Auszahlungsobergrenze für das Budget 102 389,24 Euro ist. (Rufe bei der SPÖ: Oh, oh! – Heiterkeit bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und NEOS.)
Ruf bei der FPÖ: Was kostet es?
Ich würde vorschlagen, diese Abstimmung in dritter Lesung morgen um 9 Uhr in der Früh zu machen. Mein Team und ich stehen morgen ab 8 Uhr zur Verfügung, um diesen notwendigen Antrag einzubringen oder zu formulieren (Ruf bei der FPÖ: Was kostet es?) – einbringen müsst ihr ihn selber –, damit die Auszahlungsobergrenze nicht 102 000 Euro, sondern wirklich 102 Milliarden Euro ist. (Heiterkeit bei der FPÖ.)
Heiterkeit bei der FPÖ.
Ich würde vorschlagen, diese Abstimmung in dritter Lesung morgen um 9 Uhr in der Früh zu machen. Mein Team und ich stehen morgen ab 8 Uhr zur Verfügung, um diesen notwendigen Antrag einzubringen oder zu formulieren (Ruf bei der FPÖ: Was kostet es?) – einbringen müsst ihr ihn selber –, damit die Auszahlungsobergrenze nicht 102 000 Euro, sondern wirklich 102 Milliarden Euro ist. (Heiterkeit bei der FPÖ.)
Anhaltender Beifall bei SPÖ, FPÖ und NEOS. – Ruf bei der SPÖ: Der Wöginger ist jetzt sehr blass! – Unruhe im Saal.
ich, die Sitzung zu unterbrechen, damit wir das bitte lösen können. – Vielen Dank. (Anhaltender Beifall bei SPÖ, FPÖ und NEOS. – Ruf bei der SPÖ: Der Wöginger ist jetzt sehr blass! – Unruhe im Saal.)
Heiterkeit, Beifall und Bravorufe bei SPÖ, FPÖ und NEOS.
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Frau Präsidentin! Ich ersuche, die Sitzung kurz zu unterbrechen. (Heiterkeit, Beifall und Bravorufe bei SPÖ, FPÖ und NEOS.)
Ruf: Man weiß es nicht!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Frau Präsidentin! Nur eine Frage: Kommt der Finanzminister noch? (Ruf: Man weiß es nicht!) – Aber wir brauchen ihn jetzt auch nicht mehr, das ist in Ordnung. (Heiterkeit bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei der SPÖ.
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Frau Präsidentin! Nur eine Frage: Kommt der Finanzminister noch? (Ruf: Man weiß es nicht!) – Aber wir brauchen ihn jetzt auch nicht mehr, das ist in Ordnung. (Heiterkeit bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und Grünen sowie der Abgeordneten Pfurtscheller und Meinl-Reisinger.
Ich ziehe aufgrund der Vereinbarungen in der Präsidiale beide von mir gestellten Anträge zurück, das war gemäß § 74 GOG-NR und gemäß § 59 Abs. 2 GOG-NR, weil es jetzt eh eine vernünftige Lösung gibt, die in diesem Sinne ist. – Vielen Dank. (Beifall bei SPÖ und Grünen sowie der Abgeordneten Pfurtscheller und Meinl-Reisinger.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Ich möchte nur betonen, dass es zeitlich auch heute möglich gewesen wäre (Zwischenrufe bei der SPÖ), aber die Einigung hat dann eben so stattgefunden, dass morgen darüber abgestimmt wird. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich möchte nur betonen, dass es zeitlich auch heute möglich gewesen wäre (Zwischenrufe bei der SPÖ), aber die Einigung hat dann eben so stattgefunden, dass morgen darüber abgestimmt wird. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Heiterkeit bei SPÖ, FPÖ und NEOS.
Präsidentin Doris Bures: Herr Klubobmann, es ist ein bisschen schwierig, in einer Geschäftsordnungsdebatte jetzt schon über eine Einigung zu sprechen, die ich aber noch nicht allen Mitgliedern des Hohen Hauses mitgeteilt habe. (Heiterkeit bei SPÖ, FPÖ und NEOS.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.
Ich verstehe ehrlich gesagt auch nicht, wieso ÖVP und Grüne nicht bereit sind, das so zu ändern, dass die Budgetwahrheit eingehalten wird. Wir sind aber froh, wenn das funktioniert, weil für uns entscheidend ist, dass die Hilfen ankommen. Das ist bis jetzt nicht passiert. Wir wollen jedenfalls nicht im Weg stehen, wenn die Regierung das macht, was sie machen muss, nämlich die Klein- und Mittelbetriebe, das Arbeitslosengeld, die Kurzarbeit und so weiter zu finanzieren. Ich glaube, es ist das alles Entscheidende, dass der Staat gerade in einer Krisensituation funktioniert. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Beifall bei SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Ich will mich nicht mit fremden Federn schmücken: Von den fünf schweren Fehlern, die wir in diesem Prozess aufgedeckt haben – das Konto, das nicht existiert, und so weiter ‑, habe ich nur einen gesehen. Wir sind ein Team, wir sind im Budgetausschuss ein Abgeordnetenteam, und wir haben ganz hervorragende Mitarbeiter im Klub. Ich will mich nicht mit fremden Federn schmücken: Das hat unser Chefjurist gesehen. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS.
Abgeordneter Mag. Andreas Hanger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Werte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! „Beträge in Millionen Euro“ – vier Wörter, die in einem 1 500-seitigen Budget naturgemäß entsprechende Auswirkungen haben. Ich darf mich bei Kollegen Krainer für seinen sehr konstruktiven Redebeitrag bedanken. (Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Abschließend darf ich festhalten: Ich glaube, wir haben eine sehr intensive Budgetdebatte hinter uns, drei Tage mit manchmal sehr guten Debattenbeiträgen, mit manchmal – in meiner Wahrnehmung – weniger guten Debattenbeiträgen. Jedenfalls glaube ich, es ist höchst an der Zeit, dass wir das Budget 2020 beschließen, weil es ein gutes Budget für Österreich ist. – Danke. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.
Abgeordneter MMag. DDr. Hubert Fuchs (FPÖ): Herr Präsident! Herr Finanzminister! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Ich möchte kurz ein Resümee über den gesamten Budgetprozess ziehen, auch betreffend die Hilfsmaßnahmen, die wir gemeinsam zu Beginn der Coronakrise beschlossen haben, und möchte eines festhalten: Die Regierungsparteien reden zwar mit der Opposition, sie hören uns aber nicht zu. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.
alter Bericht, der noch dazu nichtssagend ist. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)
Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten der NEOS sowie des Abg. Krainer.
Der Herr Finanzminister hat gemeint, er habe das Budget am 18. März gekübelt. Am 20.3. hatten wir die Debatte zur Budgeterklärung des Bundesministers, am 8. Mai hatten wir das Hearing. Gestern war der 28. Mai, heute ist der 29. Wir haben sechs Tage im Budgetausschuss über ein Budget beraten, das nicht stimmt. Heute ist der vierte Sitzungstag der Plenarwoche. Wir haben wirklich zigmal sehr, sehr freundlich darauf hingewiesen, wir möchten aktuelle Zahlen diskutieren. Das wurde uns verweigert, weil der Finanzminister gebetsmühlenartig gemeint hat, dass sich jede Zahl, die er reinschreiben würde, als falsch erweisen würde. Hätte er rechtzeitig gehandelt, dann wäre dieser Lapsus, der gestern passiert ist, wahrscheinlich nicht passiert. (Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten der NEOS sowie des Abg. Krainer.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter MMag. DDr. Hubert Fuchs (fortsetzend): Der Schlusssatz: Es ist eines Parlaments unwürdig, ein Budget zu beschließen, welches die Einnahmen nicht berücksichtigt. Uns muss bewusst sein – und wir werden auch bewusst dagegen stimmen –, dass die Bundesregierung, die Regierungsparteien heute ein Budget beschließen, welches inhaltlich falsch ist, weil die Einnahmen immer noch die Einnahmen sind, die vor der Coronazeit geschätzt wurden. Das ist einfach falsch, Sie wollten diesen Fehler aber nicht beheben, das heißt, auch dieser Abänderungsantrag ist im Prinzip eine Frechheit! – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Chefjurist!
Abgeordnete Sigrid Maurer, BA (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Ministerinnen und Minister! Werte KollegInnen! Ich bin jetzt recht froh darüber, dass diese Debatte so sachlich und ohne Häme über die Bühne geht. Ich möchte mich an dieser Stelle explizit bei Flo Steininger bedanken, dem Juristen, der das offensichtlich gefunden hat (Ruf bei der SPÖ: Chefjurist!) – der Chefjurist des SPÖ-Klubs. Er ist tatsächlich ein exzellenter Jurist und jemand, der auch immer sehr sachlich arbeitet. (Beifall bei Grünen und SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ und NEOS.)
Beifall bei Grünen und SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ und NEOS.
Abgeordnete Sigrid Maurer, BA (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Ministerinnen und Minister! Werte KollegInnen! Ich bin jetzt recht froh darüber, dass diese Debatte so sachlich und ohne Häme über die Bühne geht. Ich möchte mich an dieser Stelle explizit bei Flo Steininger bedanken, dem Juristen, der das offensichtlich gefunden hat (Ruf bei der SPÖ: Chefjurist!) – der Chefjurist des SPÖ-Klubs. Er ist tatsächlich ein exzellenter Jurist und jemand, der auch immer sehr sachlich arbeitet. (Beifall bei Grünen und SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ und NEOS.)
Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ.
Man muss auch ohne Neid zugestehen: Die Aufdeckung dieses Fehlers war gestern von Jan Krainer perfekt inszeniert. (Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich möchte mich hier dafür bedanken und auch dafür, dass diese Debatte jetzt so konstruktiv verläuft. – Vielen Dank. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei NEOS und SPÖ.
Wir brauchen Ernsthaftigkeit in der Legistik. Wir müssen die besten Gesetze schaffen und nicht die schnellsten Gesetze schaffen. Das ist ganz wesentlich. Und dazu braucht es die besten Beamtinnen und Beamten mit langjähriger Erfahrung. Was aber machen Sie – und da schaue ich ganz bewusst in Richtung der ÖVP, weil Sie Großmeister darin sind –, was machen Sie? – Sie setzen primär aufgrund von parteipolitischer Zugehörigkeit Menschen aus den Kabinetten auf wesentliche Posten in den Ministerien. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Beifall bei NEOS und SPÖ.
Sie schaden damit langfristig der hohen Qualität der Arbeit der Beamtenschaft in der Verwaltung und auch der Gesetzgebung. Nehmen Sie sich wirklich an der Nase! Wenn demnächst die Budgetsektion im Finanzministerium zu besetzen ist, werden wir genau darauf schauen, ob es ein Mann oder eine Frau, ein Beamter/eine Beamtin mit langjähriger Erfahrung ist oder jemand, der aus dem Kabinett dorthin gesetzt wird. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)