Eckdaten:
Für die 29. Sitzung der 22. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 1181 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Allgemeiner Beifall.
Meine Damen und Herren! Gestern wurde in der Europa-Debatte angeregt, dass neben der österreichischen Fahne auch eine Europafahne am Präsidium steht. Ich darf darauf hinweisen – das ist gelungen. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Hohes Haus! Ich möchte Einwendungen gegen diese Tagesordnung erheben, zum einen gegen die Art und Weise, wie diese Erklärung zustande gekommen ist, zum anderen, weil wir der Meinung sind – und das möchte ich in Antragsform formulieren –, dass nicht der Herr Bundeskanzler und der Herr Minister Gorbach die Berufenen zu diesem Thema sind, sondern der Herr Finanzminister und der Herr Wirtschaftsminister. Es wäre unserer Meinung nach viel richtiger, wenn sich zum Thema „Erklärung zur wirtschaftlichen Lage“ der Herr Finanzminister und der Herr Wirtschaftsminister äußern würden. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Zweitens bin ich mit der Reihenfolge der Tagesordnungspunkte, wie sie von Ihnen enunziert worden ist, nicht einverstanden und beantrage daher, dass der ursprünglich vereinbarte Punkt 1, das Telekommunikationsgesetz, Punkt 1 bleibt und erst dann die Erklärungen folgen. – Danke. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Staatssekretär Mag. Schweitzer nimmt soeben auf der Regierungsbank Platz – Abg. Schieder: Was ist mit dem armen Staatssekretär?
Abgeordneter Mag. Wilhelm Molterer (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Ich begrüße nicht nur den Herrn Bundeskanzler, Herrn Minister Gorbach und Herrn Staatssekretär Kukacka (Staatssekretär Mag. Schweitzer nimmt soeben auf der Regierungsbank Platz – Abg. Schieder: Was ist mit dem armen Staatssekretär?), sondern ich begrüße vor allem, dass diese beiden Erklärungen als Punkte 1 und 2 auf der Tagesordnung stehen, weil damit selbstverständlich die Möglichkeit gegeben ist, eine der wichtigsten Fragen für das Land, nämlich die Frage Wirtschaft und Arbeit, zu diskutieren. Ich bin froh, dass das dem Parlament heute auf Basis dieser Erklärungen möglich ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Mag. Wilhelm Molterer (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Ich begrüße nicht nur den Herrn Bundeskanzler, Herrn Minister Gorbach und Herrn Staatssekretär Kukacka (Staatssekretär Mag. Schweitzer nimmt soeben auf der Regierungsbank Platz – Abg. Schieder: Was ist mit dem armen Staatssekretär?), sondern ich begrüße vor allem, dass diese beiden Erklärungen als Punkte 1 und 2 auf der Tagesordnung stehen, weil damit selbstverständlich die Möglichkeit gegeben ist, eine der wichtigsten Fragen für das Land, nämlich die Frage Wirtschaft und Arbeit, zu diskutieren. Ich bin froh, dass das dem Parlament heute auf Basis dieser Erklärungen möglich ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Schieder: Wir alle nicht!
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Herr Abgeordneter Schieder hat sich beschwert, dass Herr Staatssekretär Schweitzer nicht begrüßt worden ist. (Abg. Schieder: Wir alle nicht!) Ich möchte das nachholen und ihn ausdrücklich auch im Namen des Abgeordneten Schieder begrüßen.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Es überrascht mich, dass gerade die Opposition nicht debattieren will und keine Erklärungen haben möchte. Früher hat man eher darüber diskutiert, ob und wie man seitens der Opposition eine derartige Erklärung erzwingen kann. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Silhavy: Und ihr habt den Grasser!
Heute, ein halbes Jahr später, hat sich bei Ihnen anscheinend nichts geändert. (Abg. Silhavy: Und ihr habt den Grasser!) Nur leere Worthülsen kommen von Ihrer Seite. Am 1. Juli zum Beispiel – noch nicht lange her – sagt SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer in einer Aussendung:
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ! Das, was Sie hier haben, sind Phantomschmerzen. Das ist der Schmerz, den Sie deshalb empfinden, weil die Wirtschaftspolitik bei Ihnen amputiert ist. Das sage ich Ihnen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir nehmen unsere Verantwortung ernst, wir setzen hier unsere Sachkompetenz ein. – Das mag Ihnen weh tun, es ist aber im Interesse der Österreicherinnen und Österreicher! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir sehen unsere Aufgabe anders: Wirtschaft schafft Arbeit, und sozial ist, was Arbeit schafft, was Wohlstand sichert und was Wachstum fördert. – Das ist das Credo der Regierung Schüssel II. Nehmen Sie das zur Kenntnis! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Daher ist es richtig, dass dieses Thema heute als Tagesordnungspunkt 1 verhandelt wird.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie, Herr Dr. Gusenbauer, mögen sich in Ihrer Politik hier im Haus auf Blockaden und auf diese immer wiederkehrenden persönlichen Angriffe beschränken – wir lassen uns nicht beirren. Wir arbeiten für die Zukunft Österreichs, wir arbeiten für den Wirtschaftsstandort Österreich und werden das in der heutigen Debatte auch sehr deutlich machen. Vielleicht gelingt es Ihnen heute, über Ihre Beteuerungen bloß rhetorischer Natur, die von Ihrem Chefberater so beklagt worden sind, hinauszukommen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
demonstrativer Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Herr Generalsekretär Lopatka! Das war jetzt natürlich eine mehrfache Themenverfehlung. Sie brauchen sich da nicht als Hilfsredner für den Bundeskanzler zu gerieren, um ihm sozusagen noch jene Punkte abzudecken, die er in seiner Erklärung zur wirtschaftlichen Lage vielleicht nicht mehr schafft. Es geht hier nicht um die Frage, ob es eine Erklärung zur wirtschaftlichen Lage geben soll – dafür sind wir selbstverständlich (demonstrativer Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen) –, sondern um die Frage: Weshalb muss diese Regierung den Finanzminister verstecken? Wieso ist er nicht hier? Wieso erklärt nicht er sich zur wirtschaftlichen Lage? – Das ist die Frage, die sich stellt. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Herr Generalsekretär Lopatka! Das war jetzt natürlich eine mehrfache Themenverfehlung. Sie brauchen sich da nicht als Hilfsredner für den Bundeskanzler zu gerieren, um ihm sozusagen noch jene Punkte abzudecken, die er in seiner Erklärung zur wirtschaftlichen Lage vielleicht nicht mehr schafft. Es geht hier nicht um die Frage, ob es eine Erklärung zur wirtschaftlichen Lage geben soll – dafür sind wir selbstverständlich (demonstrativer Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen) –, sondern um die Frage: Weshalb muss diese Regierung den Finanzminister verstecken? Wieso ist er nicht hier? Wieso erklärt nicht er sich zur wirtschaftlichen Lage? – Das ist die Frage, die sich stellt. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich sage Ihnen, das ist nicht die richtige Vorgangsweise! Es ist eine Missachtung des Parlaments, dass der Finanzminister fast zeitgleich mit dieser Sitzung – nämlich für 10 Uhr – eine Pressekonferenz in seinem blauen Salon ansagt, um Aktuelles zur ÖIAG zu präsentieren. Das ist ein Skandal, denn er hat sich hier im Haus zu befinden und sich nicht zur selben Zeit an anderer Stelle dazu zu äußern! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Mag. Posch: Weil er nichts zu sagen hat!
Es ist auch Usance in diesem Haus, dass der Finanzminister zur wirtschaftlichen Lage etwas sagt. Jetzt müsste man natürlich die Frage stellen: Wieso kommt er nicht auch, um sich zur wirtschaftlichen Lage zu äußern? (Abg. Mag. Posch: Weil er nichts zu sagen hat!) – Das wird heute noch Gegenstand einer Dringlichen Anfrage sein. Das wird heute den ganzen Tag über Thema sein; es ist schon Thema in den letzten Wochen gewesen. Auf Grund der vielen Vorwürfe zu seinen Malversationen kommt er nicht mehr dazu, sich um die Republik zu kümmern, sich um die Menschen hier zu kümmern. Das ist das Problem, vor dem wir heute stehen! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Es ist auch Usance in diesem Haus, dass der Finanzminister zur wirtschaftlichen Lage etwas sagt. Jetzt müsste man natürlich die Frage stellen: Wieso kommt er nicht auch, um sich zur wirtschaftlichen Lage zu äußern? (Abg. Mag. Posch: Weil er nichts zu sagen hat!) – Das wird heute noch Gegenstand einer Dringlichen Anfrage sein. Das wird heute den ganzen Tag über Thema sein; es ist schon Thema in den letzten Wochen gewesen. Auf Grund der vielen Vorwürfe zu seinen Malversationen kommt er nicht mehr dazu, sich um die Republik zu kümmern, sich um die Menschen hier zu kümmern. Das ist das Problem, vor dem wir heute stehen! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich muss Ihnen sagen, das ist auch eine Missachtung Ihnen gegenüber. Oder ist es Ichnen als Abgeordnete der beiden Regierungsparteien völlig gleichgültig, wie mit Ihnen hier seitens der Regierung umgegangen wird? Wenn ja, sagen Sie es, stellen Sie sich hierher, aber halten Sie nicht solche Luftreden wie Generalsekretär Lopatka vorhin! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Das wäre eine interessante Frage gewesen, Herr Generalsekretär Lopatka, anstatt sich in irgendwelche Ausreden zu flüchten, so quasi, wir, die Opposition kümmern uns nicht um die Wirtschaft. – Sie sollten sich um die Wirtschaft kümmern! Das wäre viel wichtiger, als dauernd Feuerwehr für Herrn Grasser zu spielen, ununterbrochen Krisenmanagement und so weiter, sodass überhaupt nichts mehr weitergeht in dieser Regierung. Ständiges Trouble shooten, die vielen Konflikte und Auseinandersetzungen, die Sie in der Regierung haben, weshalb diese Regierung den Namen Regierung gar nicht mehr verdient – das ist das wahre Problem! Und heute soll das wieder einmal übertüncht werden, nämlich mit dieser Erklärung. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Nehmen Sie zur Kenntnis: Die Österreicherinnen und Österreicher haben längst durchschaut, welches Spiel von Ihnen hier in diesem Haus gespielt wird – auf unsere und auf ihre Kosten! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche): Herr Präsident! Werte Regierungsmitglieder! Meine Damen und Herren! Herr Abgeordneter Cap! Sie haben Ihrem Vorredner Lopatka Themenverfehlung vorgeworfen, aber Ihre Ausführungen jetzt in dieser Geschäftsordnungsdebatte waren eine einzige Themenverfehlung! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Diese Geschäftsordnungsdebatte zu beantragen, um gegen die Änderung der Tagesordnung zu Felde zu ziehen, nämlich gegen den neuen Tagesordnungspunkt, der uns die Möglichkeit bietet, mit dem Bundeskanzler und dem Infrastrukturminister über den Wirtschaftsstandort Österreich zu diskutieren, das ist natürlich Ihre Sache, das ist Ihr gutes Recht. Wenn Sie aber im selben Atemzug behaupten, dass Sie natürlich darüber diskutieren möchten, das sei keine Frage, das sei schon in Ordnung und wäre schon wichtig, und trotzdem diese Einwendungen erheben, dann frage ich mich wirklich: Wer ist jetzt stärker bei Ihnen, Sie oder Sie? Es gibt ja auch ein klassisches Vorbild dafür, aber diese Zerrissenheit Ihrer Partei und vielleicht auch mancher Personen müssen Sie mit sich selbst abklären, meine Damen und Herren von der SPÖ! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir wollen über den Wirtschaftsstandort Österreich diskutieren. Für uns gibt es nicht nur ein Thema hier in Österreich, für Sie gibt es anscheinend nur mehr das eine Thema: gegen einen Minister dieser Bundesregierung mit allen Mitteln zu Felde zu ziehen. Das ist auch Ihr Recht, das ist das Recht der Opposition, aber wir werden von unserem Recht Gebrauch machen – wie es auch in der Geschäftsordnung steht –, auch über andere Dinge zu diskutieren, denn ich meine, das sind die wichtigeren Dinge in diesem Land. Sie mit Ihrer Parteipolitik – wir mit unserer Verantwortung für Österreich und für die wirtschaftliche Lage in diesem Land! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Rufe bei der SPÖ: Dann soll er es tun! Dann soll er herkommen! Im Parlament soll er das tun!
Herr Abgeordneter Cap, Sie gehen so weit und sagen, es sei ein Skandal, wenn ein Finanzminister eine Pressekonferenz gibt, um über die ÖIAG zu referieren und eine Stellungnahme abzugeben, vielleicht auch über die voest. Es wäre doch für Sie und auch für uns besonders interessant, zu hören, dass wir davon ausgehen, dass die voest auch weiterhin ein einheitliches und österreichisches Unternehmen bleibt. (Rufe bei der SPÖ: Dann soll er es tun! Dann soll er herkommen! Im Parlament soll er das tun!) Sie wollen einem Finanzminister vorschreiben, ob er eine Pressekonferenz geben darf oder nicht?! – Das ist ein Skandal! Es ist ein Skandal, Politik so eindimensional, auch gegen einen Menschen zu führen, wie Sie das machen, und alle anderen Themen für nicht mehr wichtig zu erachten. Das halte ich für einen Skandal! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Herr Abgeordneter Cap, Sie gehen so weit und sagen, es sei ein Skandal, wenn ein Finanzminister eine Pressekonferenz gibt, um über die ÖIAG zu referieren und eine Stellungnahme abzugeben, vielleicht auch über die voest. Es wäre doch für Sie und auch für uns besonders interessant, zu hören, dass wir davon ausgehen, dass die voest auch weiterhin ein einheitliches und österreichisches Unternehmen bleibt. (Rufe bei der SPÖ: Dann soll er es tun! Dann soll er herkommen! Im Parlament soll er das tun!) Sie wollen einem Finanzminister vorschreiben, ob er eine Pressekonferenz geben darf oder nicht?! – Das ist ein Skandal! Es ist ein Skandal, Politik so eindimensional, auch gegen einen Menschen zu führen, wie Sie das machen, und alle anderen Themen für nicht mehr wichtig zu erachten. Das halte ich für einen Skandal! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Schieder: „Danke“! – Abg. Marizzi: „Danke schön“! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Für uns ist das Thema der heutigen Erklärung wichtig. Sie haben Ihre Rechte als Opposition; diese können Sie gebrauchen, so wie es in der Geschäftsordnung vorgesehen ist. (Abg. Schieder: „Danke“! – Abg. Marizzi: „Danke schön“! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ob Sie sie mehr oder weniger intensiv nützen, das ist alles Ihre Sache. Ich war zehn Jahre lang Oppositionsabgeordneter, und ich kann Ihnen nur sagen: Von unserer Oppositionsarbeit hätten Sie noch einiges lernen können! (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen.) Wir waren eine harte Opposition – keine Frage –, aber uns waren trotzdem immer die sachlichen Inhalte wichtiger als die politische Agitation! (Ironische Heiterkeit, Oh-Rufe und weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen.
Für uns ist das Thema der heutigen Erklärung wichtig. Sie haben Ihre Rechte als Opposition; diese können Sie gebrauchen, so wie es in der Geschäftsordnung vorgesehen ist. (Abg. Schieder: „Danke“! – Abg. Marizzi: „Danke schön“! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ob Sie sie mehr oder weniger intensiv nützen, das ist alles Ihre Sache. Ich war zehn Jahre lang Oppositionsabgeordneter, und ich kann Ihnen nur sagen: Von unserer Oppositionsarbeit hätten Sie noch einiges lernen können! (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen.) Wir waren eine harte Opposition – keine Frage –, aber uns waren trotzdem immer die sachlichen Inhalte wichtiger als die politische Agitation! (Ironische Heiterkeit, Oh-Rufe und weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Ironische Heiterkeit, Oh-Rufe und weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Für uns ist das Thema der heutigen Erklärung wichtig. Sie haben Ihre Rechte als Opposition; diese können Sie gebrauchen, so wie es in der Geschäftsordnung vorgesehen ist. (Abg. Schieder: „Danke“! – Abg. Marizzi: „Danke schön“! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ob Sie sie mehr oder weniger intensiv nützen, das ist alles Ihre Sache. Ich war zehn Jahre lang Oppositionsabgeordneter, und ich kann Ihnen nur sagen: Von unserer Oppositionsarbeit hätten Sie noch einiges lernen können! (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen.) Wir waren eine harte Opposition – keine Frage –, aber uns waren trotzdem immer die sachlichen Inhalte wichtiger als die politische Agitation! (Ironische Heiterkeit, Oh-Rufe und weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Das gilt für uns auch als Regierungspartei, und deshalb freuen wir uns, dass wir heute über den Wirtschaftsstandort Österreich eine Erklärung hören und darüber auch diskutieren können! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Na eben!
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne): Herr Klubobmann Scheibner! Die FPÖ als Oppositionspartei hat zweifellos ihre Verdienste gehabt. (Abg. Scheibner: Na eben!) Mein Gott, wenn damals nur ein Fünftel, ja ein Zehntel der Dinge vorgelegen wäre, die jetzt gegen Finanzminister Grasser vorliegen, was hätte die FPÖ da für ein Donnerwetter gemacht! (Abg. Großruck: Es liegt ja gar nichts vor! – Abg. Scheibner: Wir hätten gesagt: Das müssen wir aufklären!) – Jetzt aber, wo der Finanzminister zum zentralen Problem der österreichischen Wirtschaftspolitik und Finanzpolitik geworden ist (Abg. Mag. Molterer: Das darf nicht wahr sein, Herr Professor!), da machen Sie ihm die Mauer! – Das ist ein Teil des Problems der FPÖ, Herr Kollege Scheibner. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Fischer: „VPÖ“! „Vertuscher-Partei Österreichs“!)
Abg. Großruck: Es liegt ja gar nichts vor! – Abg. Scheibner: Wir hätten gesagt: Das müssen wir aufklären!
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne): Herr Klubobmann Scheibner! Die FPÖ als Oppositionspartei hat zweifellos ihre Verdienste gehabt. (Abg. Scheibner: Na eben!) Mein Gott, wenn damals nur ein Fünftel, ja ein Zehntel der Dinge vorgelegen wäre, die jetzt gegen Finanzminister Grasser vorliegen, was hätte die FPÖ da für ein Donnerwetter gemacht! (Abg. Großruck: Es liegt ja gar nichts vor! – Abg. Scheibner: Wir hätten gesagt: Das müssen wir aufklären!) – Jetzt aber, wo der Finanzminister zum zentralen Problem der österreichischen Wirtschaftspolitik und Finanzpolitik geworden ist (Abg. Mag. Molterer: Das darf nicht wahr sein, Herr Professor!), da machen Sie ihm die Mauer! – Das ist ein Teil des Problems der FPÖ, Herr Kollege Scheibner. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Fischer: „VPÖ“! „Vertuscher-Partei Österreichs“!)
Abg. Mag. Molterer: Das darf nicht wahr sein, Herr Professor!
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne): Herr Klubobmann Scheibner! Die FPÖ als Oppositionspartei hat zweifellos ihre Verdienste gehabt. (Abg. Scheibner: Na eben!) Mein Gott, wenn damals nur ein Fünftel, ja ein Zehntel der Dinge vorgelegen wäre, die jetzt gegen Finanzminister Grasser vorliegen, was hätte die FPÖ da für ein Donnerwetter gemacht! (Abg. Großruck: Es liegt ja gar nichts vor! – Abg. Scheibner: Wir hätten gesagt: Das müssen wir aufklären!) – Jetzt aber, wo der Finanzminister zum zentralen Problem der österreichischen Wirtschaftspolitik und Finanzpolitik geworden ist (Abg. Mag. Molterer: Das darf nicht wahr sein, Herr Professor!), da machen Sie ihm die Mauer! – Das ist ein Teil des Problems der FPÖ, Herr Kollege Scheibner. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Fischer: „VPÖ“! „Vertuscher-Partei Österreichs“!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Fischer: „VPÖ“! „Vertuscher-Partei Österreichs“!
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne): Herr Klubobmann Scheibner! Die FPÖ als Oppositionspartei hat zweifellos ihre Verdienste gehabt. (Abg. Scheibner: Na eben!) Mein Gott, wenn damals nur ein Fünftel, ja ein Zehntel der Dinge vorgelegen wäre, die jetzt gegen Finanzminister Grasser vorliegen, was hätte die FPÖ da für ein Donnerwetter gemacht! (Abg. Großruck: Es liegt ja gar nichts vor! – Abg. Scheibner: Wir hätten gesagt: Das müssen wir aufklären!) – Jetzt aber, wo der Finanzminister zum zentralen Problem der österreichischen Wirtschaftspolitik und Finanzpolitik geworden ist (Abg. Mag. Molterer: Das darf nicht wahr sein, Herr Professor!), da machen Sie ihm die Mauer! – Das ist ein Teil des Problems der FPÖ, Herr Kollege Scheibner. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Fischer: „VPÖ“! „Vertuscher-Partei Österreichs“!)
Abg. Mag. Mainoni: In der Geschäftsordnung gibt es keine Notsituation! – Abg. Scheibner: Jederzeit! Jederzeit!
Ganz allgemein, meine Damen und Herren: Der § 19 der Geschäftsordnung des Parlaments sieht zweifelsfrei – das ist völlig unbestritten – das Recht eines Ministers vor, im Prinzip jederzeit eine so genannte Erklärung abzugeben. Von diesem Recht muss aber mit Maß und Ziel Gebrauch gemacht werden, Herr Kollege Molterer. Es ist sicherlich richtig, dieses Recht für außergewöhnliche Situationen, für Notsituationen zu haben, so wie es in der Vergangenheit auch meistens gehandhabt wurde. (Abg. Mag. Mainoni: In der Geschäftsordnung gibt es keine Notsituation! – Abg. Scheibner: Jederzeit! Jederzeit!) Aber die heutige Vorgangsweise darf meines Erachtens nicht Schule machen, und ich darf Ihnen auch kurz begründen, warum:
Abg. Scheibner: Wir diskutieren schon seit Wochen über Grasser!
Abgeordneten der SPÖ.) Nur, Herr Kollege Molterer von der ÖVP: Es ist keine zwei Tage her, dass wir hier in einer Aktuellen Stunde, auf Wunsch der ÖVP, zu Recht die wirtschaftliche Lage und allfällige Wachstumsstrategien diskutiert haben. – Einen Tag später fällt Ihnen offenbar ein: Na ja, das war vielleicht doch nicht ausreichend. Machen wir noch eine Erklärung dazu! (Abg. Scheibner: Wir diskutieren schon seit Wochen über Grasser!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Vom Wirtschaftsbericht will ich gar nicht erst reden. Jahre hindurch war es Usus, es war bekannt, dass Ende Juni, Anfang Juli der Wirtschaftsbericht vorliegt und dass er natürlich in die Tagesordnung des Plenums des Parlaments eingebaut wird. – Jetzt vergessen die Regierungsparteien darauf. So wichtig ist er ja vielleicht ohnedies nicht. Aber einen Tag vor der Sitzung fällt ihnen ein: Na ja, vielleicht sollten wir doch noch etwas machen! – Das ist so unglaubwürdig, Herr Kollege Scheibner, Herr Kollege Molterer, wie nur irgendwas! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Na geh!
Worum es Ihnen in Wirklichkeit geht, ist etwas ganz anderes und etwas ganz Durchsichtiges, nämlich einen Vorhang, eine Nebelwand vor die Probleme des Finanzministers zu stellen – eines Finanzministers, der, gerade bei dieser Debatte, wenn es um wirtschaftliche Fragen geht, wenn es um die wirtschaftliche Situation des Landes geht, natürlich hier anwesend sein sollte, weil er ein Teil des Problems ist und nicht der Lösung für die wirtschaftlichen Probleme des Landes! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Na geh!)
Abg. Scheibner: Wir wissen ja auch vorher nicht, worüber Sie sprechen, Herr Kollege!
Und nur er, der Minister, weiß genau, worüber er sprechen wird. Wir hingegen dürfen uns diese mündliche Erklärung anhören (Abg. Scheibner: Wir wissen ja auch vorher nicht, worüber Sie sprechen, Herr Kollege!) und können nicht darauf vorbereitet sein – im Gegensatz zu Ihnen von den Regierungsparteien. – Das ist kein parlamentarisches Procedere!
Abg. Eder: Das muss man sagen!
Grasser hat von Banken Honorare für Vorträge erhalten. (Abg. Eder: Das muss man sagen!) Und ich sage Ihnen eines: Es geht nicht nur darum, ob Grasser hier auf wenig
Ruf bei der SPÖ: Ungeheuerlich! – Abg. Scheibner: Soziale Spenden!
elegante Weise das Erwerbsverbot umgangen hat, es geht zweitens nicht nur darum, ob Grasser hier schon wieder im Verdacht der Steuerhinterziehung steht, sondern ich frage Sie, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien: Finden Sie es in Ordnung, dass ein Minister, zu dessen Amtsbereich, zu dessen Kompetenzbereich die Bankenaufsicht, die Beaufsichtigung der Banken zählt, sich von diesen etwas bezahlen lässt (Ruf bei der SPÖ: Ungeheuerlich! – Abg. Scheibner: Soziale Spenden!) – sei es für ihn persönlich, sei es für eine Hilfsorganisation, sei es für mich oder Herrn Scheibner, was natürlich nicht der Fall ist? (Abg. Scheibner: Für mich nicht!)
Abg. Scheibner: Für mich nicht!
elegante Weise das Erwerbsverbot umgangen hat, es geht zweitens nicht nur darum, ob Grasser hier schon wieder im Verdacht der Steuerhinterziehung steht, sondern ich frage Sie, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien: Finden Sie es in Ordnung, dass ein Minister, zu dessen Amtsbereich, zu dessen Kompetenzbereich die Bankenaufsicht, die Beaufsichtigung der Banken zählt, sich von diesen etwas bezahlen lässt (Ruf bei der SPÖ: Ungeheuerlich! – Abg. Scheibner: Soziale Spenden!) – sei es für ihn persönlich, sei es für eine Hilfsorganisation, sei es für mich oder Herrn Scheibner, was natürlich nicht der Fall ist? (Abg. Scheibner: Für mich nicht!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Finden Sie das in Ordnung? Das ist Ihrer Ansicht nach kein Thema für den Unvereinbarkeitsausschuss? – Genieren Sie sich, meine Damen und Herren von der ÖVP! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Heinzl: Ja, genau!
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Verehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine Herren Bundesminister! Meine Herren Staatssekretäre! Das ist ein Bild – und die Menschen vor den Fernsehgeräten sehen das heute. (Abg. Heinzl: Ja, genau!) Sie sehen, dass Sie, meine Damen und Herren von der Opposition, in Wahrheit etwas zu verbergen haben! (Lebhafte ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.) Wissen Sie, was? – Ihre Ohnmacht und Ihre Konzeptlosigkeit haben Sie zu verbergen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Neuerliche ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen. – Abg. Schieder: Den Minister Grasser haben wir versteckt! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Lebhafte ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Verehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine Herren Bundesminister! Meine Herren Staatssekretäre! Das ist ein Bild – und die Menschen vor den Fernsehgeräten sehen das heute. (Abg. Heinzl: Ja, genau!) Sie sehen, dass Sie, meine Damen und Herren von der Opposition, in Wahrheit etwas zu verbergen haben! (Lebhafte ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.) Wissen Sie, was? – Ihre Ohnmacht und Ihre Konzeptlosigkeit haben Sie zu verbergen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Neuerliche ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen. – Abg. Schieder: Den Minister Grasser haben wir versteckt! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Neuerliche ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen. – Abg. Schieder: Den Minister Grasser haben wir versteckt! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Verehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine Herren Bundesminister! Meine Herren Staatssekretäre! Das ist ein Bild – und die Menschen vor den Fernsehgeräten sehen das heute. (Abg. Heinzl: Ja, genau!) Sie sehen, dass Sie, meine Damen und Herren von der Opposition, in Wahrheit etwas zu verbergen haben! (Lebhafte ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.) Wissen Sie, was? – Ihre Ohnmacht und Ihre Konzeptlosigkeit haben Sie zu verbergen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Neuerliche ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen. – Abg. Schieder: Den Minister Grasser haben wir versteckt! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Gaál: Lesen Sie keine Zeitungen?
Daher bin ich froh darüber und freue mich darüber, Herr Bundeskanzler und meine Herren Minister, dass wir heute hier für die Menschen in Österreich in Wahrheit auch eine Standortbestimmung vornehmen. Es geht darum, zu sagen: Von wo sind wir ausgegangen? Was haben wir von Ihnen übernommen? Wo stehen wir? Was haben wir gemacht und wo wollen wir hin? – Das ist Verantwortung und Kompetenz für Österreich, das ist ein neuer Stil mit Reformgeist, eine Politik, die die Menschen auch wollen! Die Menschen wollen, dass Entscheidungen getroffen werden – und keine Politik der Panikmache, der Angstmache (Abg. Gaál: Lesen Sie keine Zeitungen?), wie Sie sie in den letzten Monaten auch hier in diesem Parlament betrieben haben. Sie werden sehen: Wahltag ist Zahltag! (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.) Und für Sie wird das wieder ein besonderer Zahltag werden! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ironischer Bravoruf bei der SPÖ.)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.
Daher bin ich froh darüber und freue mich darüber, Herr Bundeskanzler und meine Herren Minister, dass wir heute hier für die Menschen in Österreich in Wahrheit auch eine Standortbestimmung vornehmen. Es geht darum, zu sagen: Von wo sind wir ausgegangen? Was haben wir von Ihnen übernommen? Wo stehen wir? Was haben wir gemacht und wo wollen wir hin? – Das ist Verantwortung und Kompetenz für Österreich, das ist ein neuer Stil mit Reformgeist, eine Politik, die die Menschen auch wollen! Die Menschen wollen, dass Entscheidungen getroffen werden – und keine Politik der Panikmache, der Angstmache (Abg. Gaál: Lesen Sie keine Zeitungen?), wie Sie sie in den letzten Monaten auch hier in diesem Parlament betrieben haben. Sie werden sehen: Wahltag ist Zahltag! (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.) Und für Sie wird das wieder ein besonderer Zahltag werden! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ironischer Bravoruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ironischer Bravoruf bei der SPÖ.
Daher bin ich froh darüber und freue mich darüber, Herr Bundeskanzler und meine Herren Minister, dass wir heute hier für die Menschen in Österreich in Wahrheit auch eine Standortbestimmung vornehmen. Es geht darum, zu sagen: Von wo sind wir ausgegangen? Was haben wir von Ihnen übernommen? Wo stehen wir? Was haben wir gemacht und wo wollen wir hin? – Das ist Verantwortung und Kompetenz für Österreich, das ist ein neuer Stil mit Reformgeist, eine Politik, die die Menschen auch wollen! Die Menschen wollen, dass Entscheidungen getroffen werden – und keine Politik der Panikmache, der Angstmache (Abg. Gaál: Lesen Sie keine Zeitungen?), wie Sie sie in den letzten Monaten auch hier in diesem Parlament betrieben haben. Sie werden sehen: Wahltag ist Zahltag! (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.) Und für Sie wird das wieder ein besonderer Zahltag werden! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ironischer Bravoruf bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Cap: Wechselbad! – Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.
Politik hat für mich eine ungeheure Wechselwirkung! (Abg. Dr. Cap: Wechselbad! – Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.) Es geht nämlich darum (Abg. Parnigoni: Wechseln Sie den Grasser aus!), das, was die Menschen wollen, und die Sorgen der Menschen in dieses Hohe Haus mitzunehmen, hier zu arbeiten – statt hinauszugehen und ständig hier zu fehlen, Herr Dr. Gusenbauer! (Ruf bei der ÖVP: So ist es!) – und Entscheidungen zu treffen und den Menschen zu sagen, was realpolitisch machbar und möglich ist. (Zwischenrufe der Abgeordneten Broukal und Gaál.) Herr Bundeskanzler! Ich gratuliere dir zu diesem Weg! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Parnigoni: Wechseln Sie den Grasser aus!
Politik hat für mich eine ungeheure Wechselwirkung! (Abg. Dr. Cap: Wechselbad! – Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.) Es geht nämlich darum (Abg. Parnigoni: Wechseln Sie den Grasser aus!), das, was die Menschen wollen, und die Sorgen der Menschen in dieses Hohe Haus mitzunehmen, hier zu arbeiten – statt hinauszugehen und ständig hier zu fehlen, Herr Dr. Gusenbauer! (Ruf bei der ÖVP: So ist es!) – und Entscheidungen zu treffen und den Menschen zu sagen, was realpolitisch machbar und möglich ist. (Zwischenrufe der Abgeordneten Broukal und Gaál.) Herr Bundeskanzler! Ich gratuliere dir zu diesem Weg! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Ruf bei der ÖVP: So ist es!
Politik hat für mich eine ungeheure Wechselwirkung! (Abg. Dr. Cap: Wechselbad! – Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.) Es geht nämlich darum (Abg. Parnigoni: Wechseln Sie den Grasser aus!), das, was die Menschen wollen, und die Sorgen der Menschen in dieses Hohe Haus mitzunehmen, hier zu arbeiten – statt hinauszugehen und ständig hier zu fehlen, Herr Dr. Gusenbauer! (Ruf bei der ÖVP: So ist es!) – und Entscheidungen zu treffen und den Menschen zu sagen, was realpolitisch machbar und möglich ist. (Zwischenrufe der Abgeordneten Broukal und Gaál.) Herr Bundeskanzler! Ich gratuliere dir zu diesem Weg! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Broukal und Gaál.
Politik hat für mich eine ungeheure Wechselwirkung! (Abg. Dr. Cap: Wechselbad! – Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.) Es geht nämlich darum (Abg. Parnigoni: Wechseln Sie den Grasser aus!), das, was die Menschen wollen, und die Sorgen der Menschen in dieses Hohe Haus mitzunehmen, hier zu arbeiten – statt hinauszugehen und ständig hier zu fehlen, Herr Dr. Gusenbauer! (Ruf bei der ÖVP: So ist es!) – und Entscheidungen zu treffen und den Menschen zu sagen, was realpolitisch machbar und möglich ist. (Zwischenrufe der Abgeordneten Broukal und Gaál.) Herr Bundeskanzler! Ich gratuliere dir zu diesem Weg! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Politik hat für mich eine ungeheure Wechselwirkung! (Abg. Dr. Cap: Wechselbad! – Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.) Es geht nämlich darum (Abg. Parnigoni: Wechseln Sie den Grasser aus!), das, was die Menschen wollen, und die Sorgen der Menschen in dieses Hohe Haus mitzunehmen, hier zu arbeiten – statt hinauszugehen und ständig hier zu fehlen, Herr Dr. Gusenbauer! (Ruf bei der ÖVP: So ist es!) – und Entscheidungen zu treffen und den Menschen zu sagen, was realpolitisch machbar und möglich ist. (Zwischenrufe der Abgeordneten Broukal und Gaál.) Herr Bundeskanzler! Ich gratuliere dir zu diesem Weg! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das ist keine Politik mehr, wie Sie sie gemacht haben – Schulden zu machen, Tarife und Steuern zu erhöhen –, sondern das ist eine nachhaltige, nachvollziehbare, zukunftsorientierte Politik für Österreich, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Jarolim und Parnigoni.
Es ist in den letzten Wochen und Monaten sehr viel erledigt worden, und das sollen wir den Menschen heute auch sagen: ein Doppelbudget, ein Budgetbegleitgesetz, eine Pensionssicherungsreform – alles Entscheidungen, die zukunftsorientiert sind. (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Jarolim und Parnigoni.) Auch was meinen unmittelbaren Bereich betrifft, kann ich sagen: Auch hier hat unser Bundeskanzler beim Rat in Kopenhagen im Oktober mitgeholfen, um sicherzustellen, dass es Planbarkeit, Kalkulierbarkeit und Stabilität in den Programmen insbesondere für die Menschen im ländlichen Raum und für die bäuerlichen Familien gibt. Auch dafür bin ich sehr dankbar, denn wir brauchen das – gerade angesichts der Herausforderungen, vor denen wir stehen, und auch der jüngsten Entscheidungen in Brüssel und in Luxemburg, was die GAP-Reform betrifft.
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Pirklhuber.
Wissen Sie, wie Ihre Reformvorschläge lauten? (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Pirklhuber.) – Entweder Schulden machen, Steuern erhöhen oder – wenn es die Bauern betrifft – kürzen, kürzen, kürzen! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Ironische Heiterkeit des Abg. Eder.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Ironische Heiterkeit des Abg. Eder.
Wissen Sie, wie Ihre Reformvorschläge lauten? (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Pirklhuber.) – Entweder Schulden machen, Steuern erhöhen oder – wenn es die Bauern betrifft – kürzen, kürzen, kürzen! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Ironische Heiterkeit des Abg. Eder.)
Ruf bei der SPÖ: Wo?
Wir machen eine nachvollziehbare, nachhaltige Politik in Österreich! (Ruf bei der SPÖ: Wo?) Daher bin ich auch dem Herrn Bundeskanzler und dem Herrn Bundesminister Pröll sehr dankbar dafür, dass dieser Weg eingeschlagen wurde, meine Damen und Herren (weitere Zwischenrufe bei der SPÖ): weil auch der ländliche Raum – und nicht nur die Ballungsräume – ein nachhaltiger Wirtschaftsstandort bleiben muss und die Menschen dort Arbeit finden müssen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
weitere Zwischenrufe bei der SPÖ
Wir machen eine nachvollziehbare, nachhaltige Politik in Österreich! (Ruf bei der SPÖ: Wo?) Daher bin ich auch dem Herrn Bundeskanzler und dem Herrn Bundesminister Pröll sehr dankbar dafür, dass dieser Weg eingeschlagen wurde, meine Damen und Herren (weitere Zwischenrufe bei der SPÖ): weil auch der ländliche Raum – und nicht nur die Ballungsräume – ein nachhaltiger Wirtschaftsstandort bleiben muss und die Menschen dort Arbeit finden müssen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir machen eine nachvollziehbare, nachhaltige Politik in Österreich! (Ruf bei der SPÖ: Wo?) Daher bin ich auch dem Herrn Bundeskanzler und dem Herrn Bundesminister Pröll sehr dankbar dafür, dass dieser Weg eingeschlagen wurde, meine Damen und Herren (weitere Zwischenrufe bei der SPÖ): weil auch der ländliche Raum – und nicht nur die Ballungsräume – ein nachhaltiger Wirtschaftsstandort bleiben muss und die Menschen dort Arbeit finden müssen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Oberhaidinger
Und weil wir mit diesem Weg, den diese Regierung geht, in Wahrheit auch eine Trendumkehr in der Wertschöpfung einleiten (Zwischenruf des Abg. Oberhaidinger), nämlich dahin gehend, dass die Menschen durch die stärkere Nutzung von heimischen Potentialen mit neuen Technologien auch im ländlichen Raum wieder mehr Arbeit finden (Abg. Gradwohl: Wo?), wieder mehr Einkommen erzielen können, Kollege Gradwohl (Abg. Gradwohl: Wo? Steigende Arbeitslosigkeit!), wieder mehr Investitionen tätigen können und die Wertschöpfung in der Region bleibt.
Abg. Gradwohl: Wo?
Und weil wir mit diesem Weg, den diese Regierung geht, in Wahrheit auch eine Trendumkehr in der Wertschöpfung einleiten (Zwischenruf des Abg. Oberhaidinger), nämlich dahin gehend, dass die Menschen durch die stärkere Nutzung von heimischen Potentialen mit neuen Technologien auch im ländlichen Raum wieder mehr Arbeit finden (Abg. Gradwohl: Wo?), wieder mehr Einkommen erzielen können, Kollege Gradwohl (Abg. Gradwohl: Wo? Steigende Arbeitslosigkeit!), wieder mehr Investitionen tätigen können und die Wertschöpfung in der Region bleibt.
Abg. Gradwohl: Wo? Steigende Arbeitslosigkeit!
Und weil wir mit diesem Weg, den diese Regierung geht, in Wahrheit auch eine Trendumkehr in der Wertschöpfung einleiten (Zwischenruf des Abg. Oberhaidinger), nämlich dahin gehend, dass die Menschen durch die stärkere Nutzung von heimischen Potentialen mit neuen Technologien auch im ländlichen Raum wieder mehr Arbeit finden (Abg. Gradwohl: Wo?), wieder mehr Einkommen erzielen können, Kollege Gradwohl (Abg. Gradwohl: Wo? Steigende Arbeitslosigkeit!), wieder mehr Investitionen tätigen können und die Wertschöpfung in der Region bleibt.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das ist eine Politik mit Verantwortung, mit Kompetenz, mit Stabilität! Das gibt den Menschen Sicherheit! Wir sind auf dem richtigen Weg! – Nehmen Sie sich am Riemen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Broukal –: Laptop? Der Laptop!
Präsident Dr. Andreas Khol: Es gelangt nunmehr Herr Abgeordneter Broukal zu Wort. Redezeit: 5 Minuten. – Bitte. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Broukal –: Laptop? Der Laptop!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Josef Broukal (SPÖ): Guten Morgen! Ich hoffe, es geht Ihnen gut. Ich freue mich immer, wenn Sie ein bisschen zu sich kommen, wenn ich hier ans Rednerpult trete. Es ist eine weithin unverdiente Ehre, aber ich werde versuchen, mich im Laufe der Jahre ihrer würdig zu erweisen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Schweitzer
Ich möchte bei Herrn Lopatka beginnen: Herr Lopatka, es ist fein, dass Sie immer wieder Stanley Greenberg zitieren (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Schweitzer), aber ich zitiere lieber Lopatka:
lebhafte ironische Heiterkeit bei der ÖVP
15. Jänner 2003, Steirischer Wirtschaftsklub. Es spricht Noch-nicht-Generalsekretär Lopatka im vollen Überschwang eines unverdienten Wahlsieges (lebhafte ironische Heiterkeit bei der ÖVP), und Sie wissen ja: Wessen Herz voll ist, dessen Mund geht über! (Abg. Dr. Stummvoll: Der Wähler hat Recht!) – Und was spricht Lopatka?
Abg. Dr. Stummvoll: Der Wähler hat Recht!
15. Jänner 2003, Steirischer Wirtschaftsklub. Es spricht Noch-nicht-Generalsekretär Lopatka im vollen Überschwang eines unverdienten Wahlsieges (lebhafte ironische Heiterkeit bei der ÖVP), und Sie wissen ja: Wessen Herz voll ist, dessen Mund geht über! (Abg. Dr. Stummvoll: Der Wähler hat Recht!) – Und was spricht Lopatka?
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Großruck und Scheibner. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Er sagt erstens: Es ist ein Wunder, dass die ÖVP gewonnen hat, denn sie hatte den unpopuläreren Spitzenkandidaten. – Ihre Worte, wie auch schon oft in den Medien zu lesen! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Großruck und Scheibner. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Großruck: ... Gusenbauer ... Schüssel sicher!
Herr Lopatka, wenn Sie die Stirn haben, hier nach vorne zu kommen und das zu berichtigen, freue ich mich! Dann gehen wir nämlich dorthin, wo das ausgetragen wurde. Ich kenne sieben Leute, die Sie gehört haben, als Sie das gesagt haben! – Sie müssen aufpassen, wo Sie die Dinge sagen. (Abg. Großruck: ... Gusenbauer ... Schüssel sicher!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Punkt zwei in diesem Lopatka-„Non-Paper“ ist allerdings, dass der Wechsel von Herrn Karl-Heinz Grasser von der FPÖ zur ÖVP im Prinzip schon im Sommer ausgemacht worden ist – das mag Sie von der FPÖ vielleicht überraschen –, zwei Monate vor Knittelfeld. Weit sind wir gekommen in diesen elf Monaten: Heute wird er versteckt, und Sie trauen sich nicht einmal mehr, ihn auf der Regierungsbank vorzuführen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen und Bravorufe bei der SPÖ.
Herr Präsident! Ich möchte Sie bitten – ich nehme an, es war der Herr Bundeskanzler, der soeben diese Zwischenbemerkung gemacht hat –, die Herren auf der Regierungsbank zu bitten, mir nicht dreinzureden oder zumindest so laut sprechen, dass das Publikum im Fernsehen auch hören kann, welche unqualifizierten Zwischenbemerkungen hier von der Regierungsbank aus immer wieder gemacht werden. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen und Bravorufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Aber warum verstecken Sie denn heute Herrn Grasser? – Weil Herr Grasser für den Kern Ihrer Wirtschaftspolitik steht, für das Verkaufen und Verscherbeln von wertvollem öffentlichem Eigentum! Heute tagt der ÖIAG-Aufsichtsrat. In den Zeitungen lesen wir doppelseitige Inserate des Herrn Stronach, bei dem Herr Grasser ... – Was hat er jetzt eigentlich? – Ein karenziertes Rückkehrrecht, oder? (Zwischenbemerkung von der Regierungsbank: Verzichtet!) Mehr ist es ja nicht. Und dass er nie zu ihm zurückkehren wird, darauf würde ich heute an Ihrer Stelle nicht wetten. Die Chance, dass Sie diese Wette verlieren, ist groß! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Jawohl!
Wenn Herr Lopatka meint, wir hätten Phantomschmerzen, was die Wirtschaftspolitik betrifft (Ruf bei der ÖVP: Jawohl!), so muss ich Ihnen sagen: Wir haben ganz reale Schmerzen! Wir haben die Sorge, dass Sie den Freunden des Herrn Karl-Heinz Grasser Österreichs wertvollste Industriebetriebe ausliefern – zum Zerschneiden, zum Zerstören, zum Filetieren, zum Geschäftemachen (Beifall bei der SPÖ und den Grünen – Abg. Dr. Fasslabend: Das ist ja ungeheuerlich!), so wie wir die Sorge haben, dass Sie Zehntausende Menschen, die in Wohnungen des Bundes preiswert leben, samt ihren Wohnungen auf den freien Markt werfen, sodass mit den Nachfolgern dieser Mieter dann endlich marktfähige Renditen erzielt werden können. (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Fasslabend und Dr. Stummvoll.) – Das sind ganz reale Schmerzen, die wir haben (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Zur Tagesordnung!), und ich finde, es ist ein Skandal, dass der Herr Finanzminister heute nicht da ist.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen – Abg. Dr. Fasslabend: Das ist ja ungeheuerlich!
Wenn Herr Lopatka meint, wir hätten Phantomschmerzen, was die Wirtschaftspolitik betrifft (Ruf bei der ÖVP: Jawohl!), so muss ich Ihnen sagen: Wir haben ganz reale Schmerzen! Wir haben die Sorge, dass Sie den Freunden des Herrn Karl-Heinz Grasser Österreichs wertvollste Industriebetriebe ausliefern – zum Zerschneiden, zum Zerstören, zum Filetieren, zum Geschäftemachen (Beifall bei der SPÖ und den Grünen – Abg. Dr. Fasslabend: Das ist ja ungeheuerlich!), so wie wir die Sorge haben, dass Sie Zehntausende Menschen, die in Wohnungen des Bundes preiswert leben, samt ihren Wohnungen auf den freien Markt werfen, sodass mit den Nachfolgern dieser Mieter dann endlich marktfähige Renditen erzielt werden können. (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Fasslabend und Dr. Stummvoll.) – Das sind ganz reale Schmerzen, die wir haben (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Zur Tagesordnung!), und ich finde, es ist ein Skandal, dass der Herr Finanzminister heute nicht da ist.
Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Fasslabend und Dr. Stummvoll.
Wenn Herr Lopatka meint, wir hätten Phantomschmerzen, was die Wirtschaftspolitik betrifft (Ruf bei der ÖVP: Jawohl!), so muss ich Ihnen sagen: Wir haben ganz reale Schmerzen! Wir haben die Sorge, dass Sie den Freunden des Herrn Karl-Heinz Grasser Österreichs wertvollste Industriebetriebe ausliefern – zum Zerschneiden, zum Zerstören, zum Filetieren, zum Geschäftemachen (Beifall bei der SPÖ und den Grünen – Abg. Dr. Fasslabend: Das ist ja ungeheuerlich!), so wie wir die Sorge haben, dass Sie Zehntausende Menschen, die in Wohnungen des Bundes preiswert leben, samt ihren Wohnungen auf den freien Markt werfen, sodass mit den Nachfolgern dieser Mieter dann endlich marktfähige Renditen erzielt werden können. (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Fasslabend und Dr. Stummvoll.) – Das sind ganz reale Schmerzen, die wir haben (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Zur Tagesordnung!), und ich finde, es ist ein Skandal, dass der Herr Finanzminister heute nicht da ist.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Zur Tagesordnung!
Wenn Herr Lopatka meint, wir hätten Phantomschmerzen, was die Wirtschaftspolitik betrifft (Ruf bei der ÖVP: Jawohl!), so muss ich Ihnen sagen: Wir haben ganz reale Schmerzen! Wir haben die Sorge, dass Sie den Freunden des Herrn Karl-Heinz Grasser Österreichs wertvollste Industriebetriebe ausliefern – zum Zerschneiden, zum Zerstören, zum Filetieren, zum Geschäftemachen (Beifall bei der SPÖ und den Grünen – Abg. Dr. Fasslabend: Das ist ja ungeheuerlich!), so wie wir die Sorge haben, dass Sie Zehntausende Menschen, die in Wohnungen des Bundes preiswert leben, samt ihren Wohnungen auf den freien Markt werfen, sodass mit den Nachfolgern dieser Mieter dann endlich marktfähige Renditen erzielt werden können. (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Fasslabend und Dr. Stummvoll.) – Das sind ganz reale Schmerzen, die wir haben (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Zur Tagesordnung!), und ich finde, es ist ein Skandal, dass der Herr Finanzminister heute nicht da ist.
Abg. Scheibner: Das ist immer so, dass man vorher nicht weiß, was erklärt wird!
Herr Präsident! Ich habe mit Interesse gelesen, dass Sie auch sagen, dass Sie mit Unbehagen die Politik der Bundesregierung sehen: eine Politik mit überfallsartig angekündigten Erklärungen hier im Hohen Haus, von denen sich zumindest die Opposition erst im Nachhinein ein Bild machen kann (Abg. Scheibner: Das ist immer so, dass man vorher nicht weiß, was erklärt wird!), eine Politik, die darin besteht, sich immer wieder gegenüber den Abgeordneten dieses Hauses einen Vorteil zu verschaffen, auch in der Präsentation der Regierungsarbeit in der Öffentlichkeit.
Zwischenrufe bei der ÖVP
Ich würde mir wünschen, Herr Präsident, dass es gelingen möge, hier mehr Ausgewogenheit herzustellen. Es steht in diesem Haus 53 : 47 – und das möge bitte die Verteilung der Chancen sein (Zwischenrufe bei der ÖVP), die die Opposition und die Regierungsparteien in diesem Haus haben.
Abg. Mag. Molterer: Es hat noch gar nicht angefangen! Er hat noch nicht einmal angefangen! – Abg. Scheibner: Wieso wissen Sie schon, dass das falsch ist?
Derzeit ist das nicht gegeben: Es erfolgen überfallsartige Erklärungen, falsche Erklärungen von der Regierungsbank (Abg. Mag. Molterer: Es hat noch gar nicht angefangen! Er hat noch nicht einmal angefangen! – Abg. Scheibner: Wieso wissen Sie schon, dass das falsch ist?) – ich erinnere Sie an die merkwürdige 30-prozentige Zunahme des Wissenschaftsbudgets und ähnliche Dinge –, die dann mühsam korrigiert werden müssen. (Ruf: „Modern Times“ ...!)
Ruf: „Modern Times“ ...!
Derzeit ist das nicht gegeben: Es erfolgen überfallsartige Erklärungen, falsche Erklärungen von der Regierungsbank (Abg. Mag. Molterer: Es hat noch gar nicht angefangen! Er hat noch nicht einmal angefangen! – Abg. Scheibner: Wieso wissen Sie schon, dass das falsch ist?) – ich erinnere Sie an die merkwürdige 30-prozentige Zunahme des Wissenschaftsbudgets und ähnliche Dinge –, die dann mühsam korrigiert werden müssen. (Ruf: „Modern Times“ ...!)
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen
Das heißt mittlerweile nicht mehr „Modern Times“, sondern „Aha“ und ist eine Sendung in ATV (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen), und ich danke Ihnen für diese Gratiswerbung! Ich habe gar nicht gewusst, dass im Parlament Unterbrecherwerbung üblich ist, aber danke! (Abg. Scheibner: ..., bevor Sie da so umeinanderreden!) Wenn Sie vielleicht das nächste Mal noch so ein Plakat mitnehmen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.) Noch dazu wird das im ORF übertragen. Das kann man ja nicht einmal kaufen: ATV-plus-Werbung im ORF!
Abg. Scheibner: ..., bevor Sie da so umeinanderreden!
Das heißt mittlerweile nicht mehr „Modern Times“, sondern „Aha“ und ist eine Sendung in ATV (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen), und ich danke Ihnen für diese Gratiswerbung! Ich habe gar nicht gewusst, dass im Parlament Unterbrecherwerbung üblich ist, aber danke! (Abg. Scheibner: ..., bevor Sie da so umeinanderreden!) Wenn Sie vielleicht das nächste Mal noch so ein Plakat mitnehmen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.) Noch dazu wird das im ORF übertragen. Das kann man ja nicht einmal kaufen: ATV-plus-Werbung im ORF!
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Das heißt mittlerweile nicht mehr „Modern Times“, sondern „Aha“ und ist eine Sendung in ATV (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen), und ich danke Ihnen für diese Gratiswerbung! Ich habe gar nicht gewusst, dass im Parlament Unterbrecherwerbung üblich ist, aber danke! (Abg. Scheibner: ..., bevor Sie da so umeinanderreden!) Wenn Sie vielleicht das nächste Mal noch so ein Plakat mitnehmen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.) Noch dazu wird das im ORF übertragen. Das kann man ja nicht einmal kaufen: ATV-plus-Werbung im ORF!
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Scheibner: Ah! Um das geht es! Um das geht es!
Abschließend: Ich würde mir wünschen, dass die Verantwortlichen im ORF auch sehen, dass es heute Nachmittag um 15 Uhr eine Dringliche Anfrage gibt, bei der Herr Finanzminister Grasser dann vielleicht das beantwortet, was Sie ihn gar nicht mehr beantworten lassen wollen! – Danke. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Scheibner: Ah! Um das geht es! Um das geht es!)
Abg. Eder: Sie haben gar kein Gefühl! Sie haben überhaupt kein Gefühl! – Abg. Dr. Lopatka – in Richtung des Abg. Broukal –: Lernen Sie die Geschäftsordnung! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und Gegenrufe bei der SPÖ.
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Abgeordneter Broukal! Von Unbehagen oder Behagen meinerseits kann nicht die Rede sein! Als Präsident habe ich weder Behagen noch Unbehagen. (Abg. Eder: Sie haben gar kein Gefühl! Sie haben überhaupt kein Gefühl! – Abg. Dr. Lopatka – in Richtung des Abg. Broukal –: Lernen Sie die Geschäftsordnung! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und Gegenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Abgeordnete Dr. Helene Partik-Pablé (Freiheitliche): Sehr geehrte Damen und Herren! Ich habe geglaubt, dass die Opposition ernst zu nehmende Einwendungen vorbringen würde, wenn sie schon eine Debatte verlangt. Aber ich habe von ernst zu nehmenden Einwendungen überhaupt nichts gehört! (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Absolut unqualifiziert war die Wortmeldung des Herrn Abgeordneten Broukal: Er hat sich mit der Tagesordnung ja überhaupt nicht beschäftigt! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Dr. Helene Partik-Pablé (Freiheitliche): Sehr geehrte Damen und Herren! Ich habe geglaubt, dass die Opposition ernst zu nehmende Einwendungen vorbringen würde, wenn sie schon eine Debatte verlangt. Aber ich habe von ernst zu nehmenden Einwendungen überhaupt nichts gehört! (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Absolut unqualifiziert war die Wortmeldung des Herrn Abgeordneten Broukal: Er hat sich mit der Tagesordnung ja überhaupt nicht beschäftigt! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ein typischer Neuling!
einfällt, wie beispielsweise der ORF! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ein typischer Neuling!)
Abg. Dr. Niederwieser: Das ist so was von lächerlich!
Typischer Neuling – das ist richtig, ja. (Abg. Dr. Niederwieser: Das ist so was von lächerlich!)
He-Rufe bei der SPÖ
Ich habe überhaupt zur Kenntnis nehmen müssen, dass Sie diese Einwendungsdebatte dazu benützt haben, um Ihre Schmutzkübelkampagne ohne Substrat (He-Rufe bei der SPÖ), die Sie schon in den letzten Tagen betrieben haben, fortzusetzen. Es ist kennzeichnend, was Sie alles als Skandal bezeichnen: Herr Abgeordneter Cap sagt, es ist ein Skandal, dass der Herr Finanzminister eine Pressekonferenz gibt! – Herr Abgeordneter Cap! Ich wünsche mir viele solcher „Skandale“! Dann wäre Österreich nämlich wirklich glücklich, wenn die Pressekonferenz eines Ministers bereits ein Skandal wäre. Das ist doch nur eine Informationspressekonferenz, über die wir eigentlich froh sein sollten, anstatt zu skandalisieren! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich habe überhaupt zur Kenntnis nehmen müssen, dass Sie diese Einwendungsdebatte dazu benützt haben, um Ihre Schmutzkübelkampagne ohne Substrat (He-Rufe bei der SPÖ), die Sie schon in den letzten Tagen betrieben haben, fortzusetzen. Es ist kennzeichnend, was Sie alles als Skandal bezeichnen: Herr Abgeordneter Cap sagt, es ist ein Skandal, dass der Herr Finanzminister eine Pressekonferenz gibt! – Herr Abgeordneter Cap! Ich wünsche mir viele solcher „Skandale“! Dann wäre Österreich nämlich wirklich glücklich, wenn die Pressekonferenz eines Ministers bereits ein Skandal wäre. Das ist doch nur eine Informationspressekonferenz, über die wir eigentlich froh sein sollten, anstatt zu skandalisieren! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: ... nie da!
Wie schon gesagt, Sie sind also wieder bei Ihrem Lieblingsthema der letzten Wochen angelangt und scheuen auch nicht davor zurück, Unwahrheiten zu sagen! – Herr Abgeordneter Cap! Sie behaupten, dass sich der Finanzminister vor dem Parlament versteckt hätte. Sie bringen eine Dringliche nach der anderen ein, Sie haben vor zwei Tagen einen Misstrauensantrag eingebracht, als der Finanzminister anwesend war, und dann sagen Sie, er verstecke sich? Haben Sie eine falsche Wahrnehmung oder sind Sie nie da? (Ruf bei der ÖVP: ... nie da!) Irgendetwas kann nicht stimmen, denn sonst wüssten Sie, dass das einfach falsch ist! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wie schon gesagt, Sie sind also wieder bei Ihrem Lieblingsthema der letzten Wochen angelangt und scheuen auch nicht davor zurück, Unwahrheiten zu sagen! – Herr Abgeordneter Cap! Sie behaupten, dass sich der Finanzminister vor dem Parlament versteckt hätte. Sie bringen eine Dringliche nach der anderen ein, Sie haben vor zwei Tagen einen Misstrauensantrag eingebracht, als der Finanzminister anwesend war, und dann sagen Sie, er verstecke sich? Haben Sie eine falsche Wahrnehmung oder sind Sie nie da? (Ruf bei der ÖVP: ... nie da!) Irgendetwas kann nicht stimmen, denn sonst wüssten Sie, dass das einfach falsch ist! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Glawischnig: Selbstverständlich!
Herr Abgeordneter Van der Bellen, Sie haben gemeint, wir würden eine Nebelwand aufbauen. Das stimmt überhaupt nicht! (Abg. Dr. Glawischnig: Selbstverständlich!) Wir bauen weder eine Nebelwand auf, noch machen wir jemandem die Mauer. (Abg. Dr. Van der Bellen: Weil es nicht funktioniert!) Wir sind durchaus dafür, dass all das, was Sie bemängeln oder was vielleicht aufklärungsbedürftig ist, wirklich aufgeklärt wird. Deshalb gibt es morgen eine Sitzung des Rechnungshofunterausschusses, zu der auch der Finanzminister geladen ist. (Abg. Dr. Van der Bellen: Was ist mit dem Unvereinbarkeitsausschuss?) Dort haben Sie die Möglichkeit, ihn über all das zu befragen, was Ihnen nicht klar ist. (Abg. Mandak: Warum ... keinen Untersuchungsausschuss?)
Abg. Dr. Van der Bellen: Weil es nicht funktioniert!
Herr Abgeordneter Van der Bellen, Sie haben gemeint, wir würden eine Nebelwand aufbauen. Das stimmt überhaupt nicht! (Abg. Dr. Glawischnig: Selbstverständlich!) Wir bauen weder eine Nebelwand auf, noch machen wir jemandem die Mauer. (Abg. Dr. Van der Bellen: Weil es nicht funktioniert!) Wir sind durchaus dafür, dass all das, was Sie bemängeln oder was vielleicht aufklärungsbedürftig ist, wirklich aufgeklärt wird. Deshalb gibt es morgen eine Sitzung des Rechnungshofunterausschusses, zu der auch der Finanzminister geladen ist. (Abg. Dr. Van der Bellen: Was ist mit dem Unvereinbarkeitsausschuss?) Dort haben Sie die Möglichkeit, ihn über all das zu befragen, was Ihnen nicht klar ist. (Abg. Mandak: Warum ... keinen Untersuchungsausschuss?)
Abg. Dr. Van der Bellen: Was ist mit dem Unvereinbarkeitsausschuss?
Herr Abgeordneter Van der Bellen, Sie haben gemeint, wir würden eine Nebelwand aufbauen. Das stimmt überhaupt nicht! (Abg. Dr. Glawischnig: Selbstverständlich!) Wir bauen weder eine Nebelwand auf, noch machen wir jemandem die Mauer. (Abg. Dr. Van der Bellen: Weil es nicht funktioniert!) Wir sind durchaus dafür, dass all das, was Sie bemängeln oder was vielleicht aufklärungsbedürftig ist, wirklich aufgeklärt wird. Deshalb gibt es morgen eine Sitzung des Rechnungshofunterausschusses, zu der auch der Finanzminister geladen ist. (Abg. Dr. Van der Bellen: Was ist mit dem Unvereinbarkeitsausschuss?) Dort haben Sie die Möglichkeit, ihn über all das zu befragen, was Ihnen nicht klar ist. (Abg. Mandak: Warum ... keinen Untersuchungsausschuss?)
Abg. Mandak: Warum ... keinen Untersuchungsausschuss?
Herr Abgeordneter Van der Bellen, Sie haben gemeint, wir würden eine Nebelwand aufbauen. Das stimmt überhaupt nicht! (Abg. Dr. Glawischnig: Selbstverständlich!) Wir bauen weder eine Nebelwand auf, noch machen wir jemandem die Mauer. (Abg. Dr. Van der Bellen: Weil es nicht funktioniert!) Wir sind durchaus dafür, dass all das, was Sie bemängeln oder was vielleicht aufklärungsbedürftig ist, wirklich aufgeklärt wird. Deshalb gibt es morgen eine Sitzung des Rechnungshofunterausschusses, zu der auch der Finanzminister geladen ist. (Abg. Dr. Van der Bellen: Was ist mit dem Unvereinbarkeitsausschuss?) Dort haben Sie die Möglichkeit, ihn über all das zu befragen, was Ihnen nicht klar ist. (Abg. Mandak: Warum ... keinen Untersuchungsausschuss?)
Abg. Mag. Posch: Aber der Herr Lopatka muss heute noch in den Stephansdom ...!
Seien Sie unbesorgt, es wird alles geprüft werden, denn wir sind die Ersten, die alles, was irgendwo unklar ist, sofort untersuchen wollen. Aber was wir nicht wollen, ist, dass eine derartige Kampagne losgetreten, eine derartige Menschenhatz veranstaltet wird, ohne dass man überhaupt weiß, ob etwas dahinter steckt. (Abg. Mag. Posch: Aber der Herr Lopatka muss heute noch in den Stephansdom ...!) Nehmen Sie das einmal zur Kenntnis! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Seien Sie unbesorgt, es wird alles geprüft werden, denn wir sind die Ersten, die alles, was irgendwo unklar ist, sofort untersuchen wollen. Aber was wir nicht wollen, ist, dass eine derartige Kampagne losgetreten, eine derartige Menschenhatz veranstaltet wird, ohne dass man überhaupt weiß, ob etwas dahinter steckt. (Abg. Mag. Posch: Aber der Herr Lopatka muss heute noch in den Stephansdom ...!) Nehmen Sie das einmal zur Kenntnis! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Skandal!
Herr Abgeordneter Van der Bellen! Sie haben weiters gesagt, dass nun eine geordnete Debatte unmöglich sei. – Das stimmt doch gar nicht! Wir haben die Tagesblockzeit für heute auf zehn Stunden ausgedehnt, also um genau so viel Zeit, wie für die Debatte über die wirtschaftliche Lage gebraucht wird. Dass Sie dazu sagen: „Wenn das einreißt“, finde ich wirklich arg! Der Bundeskanzler gibt einen Bericht, der Verkehrsminister gibt einen Bericht – und Sie reden davon, das etwas „einreißt“, als ob das etwas Schädliches, als ob das etwas Schlechtes wäre! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Skandal!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
bürokratisch! Sonst wollen Sie es ja auch nicht sein! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Niemand ist eher dazu berufen als der Bundeskanzler, über die gesamte wirtschaftliche Lage Österreichs Auskunft zu geben. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich glaube, Sie sollten diese Gelegenheit wirklich nutzen, mitdiskutieren und nicht wieder nur Ihre Kampagne gegen den Finanzminister fortsetzen! Sie haben heute die Gelegenheit, zu erfahren, dass Österreich, was beispielsweise das Budgetdefizit anlangt, an vorderster Stelle jener Staaten liegt, die die geringsten Defizite haben, dass wir bei der Inflationsrate hervorragende Daten haben, dass wir hinsichtlich der Unternehmensgründungen hervorragende Daten haben. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Ich weiß, all das wollen Sie nicht hören. Sie sind nur daran interessiert, Österreich schlecht zu reden. Aber dabei tun wir nicht mit, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Opposition! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.
Niemand ist eher dazu berufen als der Bundeskanzler, über die gesamte wirtschaftliche Lage Österreichs Auskunft zu geben. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich glaube, Sie sollten diese Gelegenheit wirklich nutzen, mitdiskutieren und nicht wieder nur Ihre Kampagne gegen den Finanzminister fortsetzen! Sie haben heute die Gelegenheit, zu erfahren, dass Österreich, was beispielsweise das Budgetdefizit anlangt, an vorderster Stelle jener Staaten liegt, die die geringsten Defizite haben, dass wir bei der Inflationsrate hervorragende Daten haben, dass wir hinsichtlich der Unternehmensgründungen hervorragende Daten haben. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Ich weiß, all das wollen Sie nicht hören. Sie sind nur daran interessiert, Österreich schlecht zu reden. Aber dabei tun wir nicht mit, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Opposition! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Niemand ist eher dazu berufen als der Bundeskanzler, über die gesamte wirtschaftliche Lage Österreichs Auskunft zu geben. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich glaube, Sie sollten diese Gelegenheit wirklich nutzen, mitdiskutieren und nicht wieder nur Ihre Kampagne gegen den Finanzminister fortsetzen! Sie haben heute die Gelegenheit, zu erfahren, dass Österreich, was beispielsweise das Budgetdefizit anlangt, an vorderster Stelle jener Staaten liegt, die die geringsten Defizite haben, dass wir bei der Inflationsrate hervorragende Daten haben, dass wir hinsichtlich der Unternehmensgründungen hervorragende Daten haben. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Ich weiß, all das wollen Sie nicht hören. Sie sind nur daran interessiert, Österreich schlecht zu reden. Aber dabei tun wir nicht mit, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Opposition! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Sie argumentieren ohnehin immer mit falschen Daten und Fakten. Heute haben Sie die Gelegenheit, die richtigen kennen zu lernen und in Ihre Wirklichkeit einfließen zu lassen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Cap: Zur Geschäftsordnung!
Präsident Dr. Andreas Khol: Zu Wort gelangt nunmehr Herr Abgeordneter Öllinger. (Abg. Dr. Cap: Zur Geschäftsordnung!) – Ich habe das Wort bereits erteilt, danach kommt die Meldung zur Geschäftsordnung. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Präsident Dr. Andreas Khol: Zu Wort gelangt nunmehr Herr Abgeordneter Öllinger. (Abg. Dr. Cap: Zur Geschäftsordnung!) – Ich habe das Wort bereits erteilt, danach kommt die Meldung zur Geschäftsordnung. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Rufe bei der SPÖ sowie Gegenrufe bei den Freiheitlichen.
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Herren auf der Regierungsbank! Meine sehr geehrte Damen und Herren! Frau Abgeordnete Partik-Pablé! (Rufe bei der SPÖ sowie Gegenrufe bei den Freiheitlichen.) Wissen Sie: Die Pressekonferenz eines Finanzministers wäre an und für sich kein Skandal, da haben Sie schon Recht. Das erste Problem bei dieser Pressekonferenz des Finanzministers, die er jetzt, in wenigen Minuten, halten wird, ist (Abg. Dr. Partik-Pablé: Dass es gute Ergebnisse gibt!), dass jeder in Österreich mittlerweile weiß: Unser Finanzminister, dieser Finanzminister, Karl-Heinz Grasser, macht keine Pressekonferenz einfach nur so, wie es vielleicht die anderen Regierungsmitglieder machen, sondern bei ihm kostet das Geld. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Da werden allein für Beratungsunternehmen für Pressekonferenzen, für Powerpoint-Präsentationen Mittel ausgegeben, die sich gewaschen haben. So schauen diese Pressekonferenzen aus! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Dass es gute Ergebnisse gibt!
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Herren auf der Regierungsbank! Meine sehr geehrte Damen und Herren! Frau Abgeordnete Partik-Pablé! (Rufe bei der SPÖ sowie Gegenrufe bei den Freiheitlichen.) Wissen Sie: Die Pressekonferenz eines Finanzministers wäre an und für sich kein Skandal, da haben Sie schon Recht. Das erste Problem bei dieser Pressekonferenz des Finanzministers, die er jetzt, in wenigen Minuten, halten wird, ist (Abg. Dr. Partik-Pablé: Dass es gute Ergebnisse gibt!), dass jeder in Österreich mittlerweile weiß: Unser Finanzminister, dieser Finanzminister, Karl-Heinz Grasser, macht keine Pressekonferenz einfach nur so, wie es vielleicht die anderen Regierungsmitglieder machen, sondern bei ihm kostet das Geld. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Da werden allein für Beratungsunternehmen für Pressekonferenzen, für Powerpoint-Präsentationen Mittel ausgegeben, die sich gewaschen haben. So schauen diese Pressekonferenzen aus! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Herren auf der Regierungsbank! Meine sehr geehrte Damen und Herren! Frau Abgeordnete Partik-Pablé! (Rufe bei der SPÖ sowie Gegenrufe bei den Freiheitlichen.) Wissen Sie: Die Pressekonferenz eines Finanzministers wäre an und für sich kein Skandal, da haben Sie schon Recht. Das erste Problem bei dieser Pressekonferenz des Finanzministers, die er jetzt, in wenigen Minuten, halten wird, ist (Abg. Dr. Partik-Pablé: Dass es gute Ergebnisse gibt!), dass jeder in Österreich mittlerweile weiß: Unser Finanzminister, dieser Finanzminister, Karl-Heinz Grasser, macht keine Pressekonferenz einfach nur so, wie es vielleicht die anderen Regierungsmitglieder machen, sondern bei ihm kostet das Geld. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Da werden allein für Beratungsunternehmen für Pressekonferenzen, für Powerpoint-Präsentationen Mittel ausgegeben, die sich gewaschen haben. So schauen diese Pressekonferenzen aus! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Herren auf der Regierungsbank! Meine sehr geehrte Damen und Herren! Frau Abgeordnete Partik-Pablé! (Rufe bei der SPÖ sowie Gegenrufe bei den Freiheitlichen.) Wissen Sie: Die Pressekonferenz eines Finanzministers wäre an und für sich kein Skandal, da haben Sie schon Recht. Das erste Problem bei dieser Pressekonferenz des Finanzministers, die er jetzt, in wenigen Minuten, halten wird, ist (Abg. Dr. Partik-Pablé: Dass es gute Ergebnisse gibt!), dass jeder in Österreich mittlerweile weiß: Unser Finanzminister, dieser Finanzminister, Karl-Heinz Grasser, macht keine Pressekonferenz einfach nur so, wie es vielleicht die anderen Regierungsmitglieder machen, sondern bei ihm kostet das Geld. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Da werden allein für Beratungsunternehmen für Pressekonferenzen, für Powerpoint-Präsentationen Mittel ausgegeben, die sich gewaschen haben. So schauen diese Pressekonferenzen aus! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Tancsits: ... schon vor zwei Tagen!
Das zweite Problem bei diesem Finanzminister ist: Er hält um 10 Uhr eine Pressekonferenz zum Thema ÖIAG ab, einem Thema, zu dem er angesichts dieser Debatte über die wirtschaftliche Situation hier Stellung nehmen sollte. Hier! Uns interessiert das, und wir haben ihm sehr viel dazu zu sagen. (Abg. Mag. Tancsits: ... schon vor zwei Tagen!) Das ist das zweite Problem: Er ist nicht da.
Abg. Dr. Stummvoll: Sie sagen immer das Gleiche!
Drittes Problem (Abg. Dr. Stummvoll: Sie sagen immer das Gleiche!): Was, glauben Sie, werden ihn die Journalisten fragen? Zur ÖIAG? (Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Sicher!) – Sicher auch, aber ein gut Teil seiner Pressekonferenz wird er dafür aufwenden müssen, sich für seine höchstpersönliche Misere, die nur er selbst verschuldet hat, zu rechtfertigen. Und das ist das eigentliche Problem, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Sicher!
Drittes Problem (Abg. Dr. Stummvoll: Sie sagen immer das Gleiche!): Was, glauben Sie, werden ihn die Journalisten fragen? Zur ÖIAG? (Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Sicher!) – Sicher auch, aber ein gut Teil seiner Pressekonferenz wird er dafür aufwenden müssen, sich für seine höchstpersönliche Misere, die nur er selbst verschuldet hat, zu rechtfertigen. Und das ist das eigentliche Problem, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Drittes Problem (Abg. Dr. Stummvoll: Sie sagen immer das Gleiche!): Was, glauben Sie, werden ihn die Journalisten fragen? Zur ÖIAG? (Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Sicher!) – Sicher auch, aber ein gut Teil seiner Pressekonferenz wird er dafür aufwenden müssen, sich für seine höchstpersönliche Misere, die nur er selbst verschuldet hat, zu rechtfertigen. Und das ist das eigentliche Problem, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das ist unerträglich und unvereinbar! (Neuerlicher Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Ellmauer: Rechnungshofausschuss und -unterausschuss!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Genauso unvereinbar ist es, wenn Herr Staatssekretär Kukacka auf Ministeriumspapier Keilerbriefe für Inserate schreibt. Das ist genau das Problem, das wir, jenseits der Person des Herrn Finanzministers, mit Ichnen als Bundesregierung, mit Ihnen als Regierungsparteien haben! Wenn Sie uns die Möglichkeit geben, die Vorgänge rund um Finanzminister Grasser in einem Untersuchungsausschuss sauber und seriös aufzuklären (Abg. Ellmauer: Rechnungshofausschuss und -unterausschuss!), wenn Sie uns die Möglichkeit geben, die Frage, ob es unvereinbar ist, was Herr Grasser mit Spenden und mit den Mitteln für seine Homepage gemacht hat, im Unvereinbarkeitsausschuss zu klären – dann ist das kein Problem.
Abg. Dr. Spindelegger: Seit wann gibt es eine politische ...? – Abg. Dr. Stummvoll: Unpolitische Bundesregierung!
Das wäre das saubere Vorgehen auch einer Regierungsmehrheit, die weiß, dass sie kontrollieren lassen muss. Das tun Sie aber nicht, und das ist das Problem! So werden wir eben auch in den nächsten Stunden nicht nur über die wirtschaftliche Lage, sondern auch über die Misere einer politischen Kultur, einer politischen Bundesregierung, die sich weigert, ihre eigene Verantwortung an dieser Entwicklung (Abg. Dr. Spindelegger: Seit wann gibt es eine politische ...? – Abg. Dr. Stummvoll: Unpolitische Bundesregierung!) klar darzulegen beziehungsweise sich kontrollieren zu lassen, debattieren müssen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das wäre das saubere Vorgehen auch einer Regierungsmehrheit, die weiß, dass sie kontrollieren lassen muss. Das tun Sie aber nicht, und das ist das Problem! So werden wir eben auch in den nächsten Stunden nicht nur über die wirtschaftliche Lage, sondern auch über die Misere einer politischen Kultur, einer politischen Bundesregierung, die sich weigert, ihre eigene Verantwortung an dieser Entwicklung (Abg. Dr. Spindelegger: Seit wann gibt es eine politische ...? – Abg. Dr. Stummvoll: Unpolitische Bundesregierung!) klar darzulegen beziehungsweise sich kontrollieren zu lassen, debattieren müssen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Haben Sie sonst noch etwas zu sagen, Herr Kollege?
Finden Sie das nicht aufklärungsbedürftig? (Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Haben Sie sonst noch etwas zu sagen, Herr Kollege?) Das interessiert Sie nicht? Finden Sie es nicht aufklärungsbedürftig, wenn im Aufsichtsrat der ÖIAG ein Mann wie Herr Wolf von Magna sitzt?
Rufe bei der ÖVP: Aber nein! Nein!
Ich sage Ihnen Folgendes: Mich interessiert das Anschütten von Magna überhaupt nicht! (Rufe bei der ÖVP: Aber nein! Nein!) Mich interessiert der Umstand überhaupt nicht, dass Herr Stronach die voest kaufen will. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Das Problem ist der Finanzminister, der als zuständiges Organ nicht dafür gesorgt hat, dass bei ihm selbst, in seinen Organen entsprechende Sauberkeit herrscht. Ein Finanzminister, der nicht einmal seine Steuern unter Kontrolle hat, ...
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Ich sage Ihnen Folgendes: Mich interessiert das Anschütten von Magna überhaupt nicht! (Rufe bei der ÖVP: Aber nein! Nein!) Mich interessiert der Umstand überhaupt nicht, dass Herr Stronach die voest kaufen will. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Das Problem ist der Finanzminister, der als zuständiges Organ nicht dafür gesorgt hat, dass bei ihm selbst, in seinen Organen entsprechende Sauberkeit herrscht. Ein Finanzminister, der nicht einmal seine Steuern unter Kontrolle hat, ...
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Trinkl.
Abgeordneter Karl Öllinger (fortsetzend): ... der muss zurücktreten! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Trinkl.)
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Trinkl: Ihr provoziert es ja!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Ich ersuche Sie, Frau Abgeordneter Partik-Pablé für den Begriff „Schmutzkübelkampagne“ einen Ordnungsruf zu erteilen. Wir haben es nicht notwendig, uns hier von ihr beschimpfen zu lassen. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Trinkl: Ihr provoziert es ja!) Dies ist ein Haus, in dem es eine vernünftige Diskussionskultur geben sollte, und keine Schimpforgien.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich bitte um einen Ordnungsruf. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: ... „Schmutzkübel“? Wir sind ja nicht in einem Mädchenpensionat!
Ich habe mir die Praxis der Ordnungsrufe angeschaut, weil natürlich auch mir das Wort aufgefallen ist. Es ist an der Grenze, aber es ist nicht personalisiert worden (Abg. Dr. Partik-Pablé: ... „Schmutzkübel“? Wir sind ja nicht in einem Mädchenpensionat!), daher erteile ich keinen Ordnungsruf. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Danke! – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Schieder: „Danke“ sagt sie!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Danke! – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Schieder: „Danke“ sagt sie!
Ich habe mir die Praxis der Ordnungsrufe angeschaut, weil natürlich auch mir das Wort aufgefallen ist. Es ist an der Grenze, aber es ist nicht personalisiert worden (Abg. Dr. Partik-Pablé: ... „Schmutzkübel“? Wir sind ja nicht in einem Mädchenpensionat!), daher erteile ich keinen Ordnungsruf. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Danke! – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Schieder: „Danke“ sagt sie!)
Abg. Sburny: Zur Geschäftsordnung!
Wir gehen in die Tagesordnung ein. (Abg. Sburny: Zur Geschäftsordnung!) – Bitte. (Ruf bei den Freiheitlichen: Schon wieder! – Abg. Großruck – in Richtung der Abg. Sburny –: Welche Geschäfte wollen Sie ordnen? – Abg. Öllinger: Ihre, Herr Kollege Großruck!) – Frau Abgeordnete, Sie sind am Wort.
Ruf bei den Freiheitlichen: Schon wieder! – Abg. Großruck – in Richtung der Abg. Sburny –: Welche Geschäfte wollen Sie ordnen? – Abg. Öllinger: Ihre, Herr Kollege Großruck!
Wir gehen in die Tagesordnung ein. (Abg. Sburny: Zur Geschäftsordnung!) – Bitte. (Ruf bei den Freiheitlichen: Schon wieder! – Abg. Großruck – in Richtung der Abg. Sburny –: Welche Geschäfte wollen Sie ordnen? – Abg. Öllinger: Ihre, Herr Kollege Großruck!) – Frau Abgeordnete, Sie sind am Wort.
Abg. Dr. Partik-Pablé: ... Pressekonferenz ...!
Ich möchte das wie folgt begründen (Abg. Dr. Partik-Pablé: ... Pressekonferenz ...!): Der Bundeskanzler wird eine Erklärung zum Thema „Wirtschaftliche Lage und Maßnahmen für den Wirtschaftsstandort Österreich“ abgeben. Auch wenn Sie von den Regierungsfraktionen offenbar nicht meinen, dass der Finanzminister etwas mit Wirtschaftspolitik zu tun hat – wir können dieser Meinung nicht beitreten. Aus unserer Sicht ist es die Aufgabe des Finanzministers, bei einer derartigen Debatte anwesend zu sein und den Abgeordneten Rede und Antwort zu stehen, insbesondere dann, wenn er mit seiner Budgetpolitik die wirtschaftliche Lage in Österreich eher verschlechtert als verbessert.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
So weit zu meiner Begründung. – Danke. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Fischer: ... nicht zu debattieren!
Ich bitte jene Damen und Herren, die für die Abhaltung einer Debatte sind, um ein diesbezügliches Zeichen. – Das ist die Minderheit, abgelehnt. (Abg. Dr. Fischer: ... nicht zu debattieren!)
Abg. Großruck: Er gefällt ihr so! – Abg. Dr. Stummvoll – in Richtung der Abg. Sburny –: Haben Sie Sehnsucht nach dem Finanzminister?
Wir stimmen weiters ab über den Antrag der Frau Abgeordneten Sburny über die Herbeiholung des Bundesministers für Finanzen. (Abg. Großruck: Er gefällt ihr so! – Abg. Dr. Stummvoll – in Richtung der Abg. Sburny –: Haben Sie Sehnsucht nach dem Finanzminister?)
Abg. Dr. Jarolim: Aber das ist schon ziemlich erbärmlich eigentlich, diese Vorgangsweise! – Die Abgeordneten der SPÖ erheben sich im Zuge des laufenden Abstimmungsvorganges von ihren Sitzen. – Ruf bei der ÖVP: Dafür müsst ihr auch zustimmen! – Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich bitte jene Damen und Herren, die diesem Vorschlag zustimmen, um ein diesbezügliches Zeichen. (Abg. Dr. Jarolim: Aber das ist schon ziemlich erbärmlich eigentlich, diese Vorgangsweise! – Die Abgeordneten der SPÖ erheben sich im Zuge des laufenden Abstimmungsvorganges von ihren Sitzen. – Ruf bei der ÖVP: Dafür müsst ihr auch zustimmen! – Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) – Das ist einstimmig angenommen.
Abg. Dr. Jarolim: Das hat sich auf den Finanzminister bezogen!
Herr Abgeordneter Jarolim! Den Vorwurf der erbärmlichen Vorgangsweise habe ich besser nicht gehört. Es geht hier um einen Konsens in der Präsidialkonferenz! (Abg. Dr. Jarolim: Das hat sich auf den Finanzminister bezogen!)
Abg. Dr. Jarolim: Herr Präsident, dazu stehe ich auch!
Ich erteile nun dem Herrn Bundeskanzler zur Abgabe der Erklärung das Wort. – Der Herr Bundeskanzler spricht. (Abg. Dr. Jarolim: Herr Präsident, dazu stehe ich auch!)
Abg. Dr. Jarolim: Jammerhaftes Bild!
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Herr Präsident! Hohes Haus! Ich darf zunächst auf die Frage des Abgeordneten Josef Cap: Warum diese Erklärung? ganz offen sagen: Wirtschafts- und Arbeitsplatzpolitik in Zeiten wie diesen (Abg. Dr. Jarolim: Jammerhaftes Bild!), da wir eine Stagnation, wenngleich auf sehr hohem Niveau, zu verzeichnen haben, ist ganz einfach Chefsache! Das ist Sache des Regierungschefs. Ich möchte daher gerne vor diesem Haus und vor der österreichischen Öffentlichkeit Stellung dazu nehmen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: Herr Präsident! Hohes Haus! Ich darf zunächst auf die Frage des Abgeordneten Josef Cap: Warum diese Erklärung? ganz offen sagen: Wirtschafts- und Arbeitsplatzpolitik in Zeiten wie diesen (Abg. Dr. Jarolim: Jammerhaftes Bild!), da wir eine Stagnation, wenngleich auf sehr hohem Niveau, zu verzeichnen haben, ist ganz einfach Chefsache! Das ist Sache des Regierungschefs. Ich möchte daher gerne vor diesem Haus und vor der österreichischen Öffentlichkeit Stellung dazu nehmen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ – Abg. Dr. Fischer: Aber mit dem Finanzminister!
Das ist auch gar nichts Ungewöhnliches. Mein sozialdemokratischer Regierungskollege Gerhard Schröder hat vor einigen Tagen im Deutschen Bundestag genau dieselbe Erklärung abgegeben (Zwischenrufe bei der SPÖ – Abg. Dr. Fischer: Aber mit dem Finanzminister!), denselben Weg gewählt. (Abg. Dr. Fischer: Er hat aber nicht den Finanzminister versteckt!) Und es ist auch sinnvoll, es ist absolut sinnvoll, am Ende einer Frühjahrssession, in der wir sehr viele Strukturänderungen vorgenommen haben, eine Bilanz zu ziehen: Wo stehen wir? Und: Wohin wollen wir in der Wirtschafts- und damit auch in der Beschäftigungspolitik gehen?
Abg. Dr. Fischer: Er hat aber nicht den Finanzminister versteckt!
Das ist auch gar nichts Ungewöhnliches. Mein sozialdemokratischer Regierungskollege Gerhard Schröder hat vor einigen Tagen im Deutschen Bundestag genau dieselbe Erklärung abgegeben (Zwischenrufe bei der SPÖ – Abg. Dr. Fischer: Aber mit dem Finanzminister!), denselben Weg gewählt. (Abg. Dr. Fischer: Er hat aber nicht den Finanzminister versteckt!) Und es ist auch sinnvoll, es ist absolut sinnvoll, am Ende einer Frühjahrssession, in der wir sehr viele Strukturänderungen vorgenommen haben, eine Bilanz zu ziehen: Wo stehen wir? Und: Wohin wollen wir in der Wirtschafts- und damit auch in der Beschäftigungspolitik gehen?
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das haben wir gemacht. Alle Strukturreformen dienen einzig und allein dem Ziel, nicht Geld zu sparen, sondern die Hände frei zu haben für eine wachstums- und beschäftigungsorientierte Wirtschaftspolitik. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Diese zehn Jahre waren eine schwierige Zeit. Diese zehn Jahre waren keineswegs einfach, und es sind in dieser Zeit sehr viele Strukturbrüche zu verarbeiten gewesen. Dennoch glaube ich, dass die Probleme lösbar waren und dass Österreich heute wesentlich besser dasteht als vor zehn Jahren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bedenken Sie, welch große Sorgen es damals, 1994, gegeben hat, die wir alle ernst genommen haben; die sind nicht leichtfertig formuliert worden. Was ist nicht alles gesagt worden, was etwa auf dem Arbeitsmarkt geschehen könnte! Und das Interessante ist, dass wir heute, zehn Jahre danach, 130 000 Arbeitsplätze mehr haben als im Jahr 1994, die höchste Beschäftigungszahl überhaupt seit Beginn der Zweiten Republik! 3,2 Millionen Menschen haben Arbeit und Brot. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Nehmen wir als Beispiel nur die österreichische Verwaltung: Im Jahr 1994 gab es 310 000 Beamte des Bundes; Stellenplan 1994. Heute gibt es ein Viertel weniger, gibt es 70 000 Beamte weniger. Ein Teil wurde allerdings ausgegliedert – übrigens: sehr erfolgreich ausgegliedert –, aber insgesamt ist die Zahl der öffentlich Bediensteten um 14 000 gesunken. Das heißt, wir haben wesentlich mehr an Arbeit mit einem schlankeren und effizienteren Staat und einer besseren Verwaltung bewältigen können. Ich möchte an dieser Stelle den öffentlich Bediensteten für diese großartige Leistung meinen herzlichen Dank aussprechen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Broukal: Mit Ihrer Zustimmung!
Wir haben in dieser Zeit enorme Privatisierungsschritte gesetzt. Ich möchte das gerade angesichts der Debatte von vorhin betonen, in der das ja eigentlich völlig untergegangen ist oder weggewischt wurde, in der es geheißen hat, dass wir nur verkaufen und verscherbeln wollen. Haben denn wirklich manche Redner hier im Hohen Haus – natürlich sind manche noch nicht so lange hier – vergessen, dass etwa die frühere verstaatlichte Industrie von Seiten des Steuerzahlers mit rund 60 Milliarden Schilling oder 4,3 Milliarden € gestützt werden musste? (Abg. Broukal: Mit Ihrer Zustimmung!) Und ist wirklich vergessen worden – oder wissen Sie es nicht, Herr Broukal? –, dass wir in den Jahren von 1995 bis jetzt um insgesamt 4,5 Milliarden € privatisiert haben? – Wir, die wir hier sitzen, in unserer Regierungsverantwortung dreimal so viel wie in früheren Regierungen. (Abg. Broukal: Ich weiß es! Ich habe darüber berichtet, dass Sie dem zugestimmt haben, immer wieder!)
Abg. Broukal: Ich weiß es! Ich habe darüber berichtet, dass Sie dem zugestimmt haben, immer wieder!
Wir haben in dieser Zeit enorme Privatisierungsschritte gesetzt. Ich möchte das gerade angesichts der Debatte von vorhin betonen, in der das ja eigentlich völlig untergegangen ist oder weggewischt wurde, in der es geheißen hat, dass wir nur verkaufen und verscherbeln wollen. Haben denn wirklich manche Redner hier im Hohen Haus – natürlich sind manche noch nicht so lange hier – vergessen, dass etwa die frühere verstaatlichte Industrie von Seiten des Steuerzahlers mit rund 60 Milliarden Schilling oder 4,3 Milliarden € gestützt werden musste? (Abg. Broukal: Mit Ihrer Zustimmung!) Und ist wirklich vergessen worden – oder wissen Sie es nicht, Herr Broukal? –, dass wir in den Jahren von 1995 bis jetzt um insgesamt 4,5 Milliarden € privatisiert haben? – Wir, die wir hier sitzen, in unserer Regierungsverantwortung dreimal so viel wie in früheren Regierungen. (Abg. Broukal: Ich weiß es! Ich habe darüber berichtet, dass Sie dem zugestimmt haben, immer wieder!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es waren das erfolgreiche Privatisierungen, meine Damen und Herren: zum Nutzen der Volkswirtschaft, zum Wohl der Betriebe und vor allem zum Wohl der Arbeitnehmer, die dort beschäftigt sind. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir haben früher die Verluste abdecken müssen – mit über 4 Milliarden € –, jetzt sind die Schulden bereits um insgesamt 4 Milliarden € gesunken. Das heißt, der Steuerzahler ist durch diese erfolgreiche Privatisierungspolitik, für die wir alle stehen, nicht nur der Finanzminister, genau um diese Summe entlastet worden, die einst hineingesteckt wurde. Alle Zuseherinnen und Zuseher sollen auch wissen, dass wir hier nicht einfach etwas einsparen, sondern ganz bewusst einen erfolgreichen Weg weitergehen, damit die Arbeitsplätze sicher sind und die Headquarters in Österreich bleiben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf bei den Grünen.
Folgendes sage ich Ihnen schon warnend: Unsere Politik hat Jahre gebraucht, um Vertrauen aufzubauen – bei den Märkten, bei den Investoren, auch bei den Kunden dieser Betriebe –, und ein solches Vertrauen kann sehr schnell verspielt sein. (Zwischenruf bei den Grünen.) Der Herr Öllinger hat es hier gemacht. – Ich bitte Sie, auch bei der zugegeben notwendigen wirtschaftspolitischen Debatte Investoren in Österreich nicht dauerhaft zu verschrecken. Das bitte ich mir aus als Wirtschaftspolitiker, der die Dinge jahrelang mitgestalten konnte und durfte! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Folgendes sage ich Ihnen schon warnend: Unsere Politik hat Jahre gebraucht, um Vertrauen aufzubauen – bei den Märkten, bei den Investoren, auch bei den Kunden dieser Betriebe –, und ein solches Vertrauen kann sehr schnell verspielt sein. (Zwischenruf bei den Grünen.) Der Herr Öllinger hat es hier gemacht. – Ich bitte Sie, auch bei der zugegeben notwendigen wirtschaftspolitischen Debatte Investoren in Österreich nicht dauerhaft zu verschrecken. Das bitte ich mir aus als Wirtschaftspolitiker, der die Dinge jahrelang mitgestalten konnte und durfte! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Diese Liberalisierung bei den Unternehmungen hat uns insgesamt gut getan. Wir haben heute, verglichen mit dem Eintritt in die Europäische Union, sage und schreibe 84 000 Unternehmer mehr als seinerzeit. 341 000 gegenüber zirka 260 000 – ein großartiges Gütesiegel für diese Politik! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Genauso war es bei der Liberalisierung des Telekombereichs. Die Festnetzpreise sind heute um 60 Prozent niedriger. Wir haben mit den Handys, mit den Mobilfunknetzen eine Durchdringung von über 80 Prozent und liegen damit an der Spitze. Zusätzlich haben wir etwa 4 Milliarden € investiert in diese New Economy, und das hat uns innerhalb der Europäischen Union einen Spitzenrang beschert. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Genauso war es bei der Bildung und bei der Forschung, wo in den letzten zehn Jahren ein ungeheurer Investitionsschub eingeleitet wurde. Die Erfolgsgeschichte der Fachhochschulen ist eine Geschichte dieser letzten zehn Jahre, wo wir von Null weg 1 Milliarde € investiert haben und heute 22 000 Studienplätze in bestens geordneten Fachstudienrichtungen haben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Fischer: Die Hälfte von Finnland!
Allein für Forschung und Entwicklung ist in den Jahren 1994 bis 2004 eine Summe von 35 Milliarden € investiert worden. 35 Milliarden € sind eine gewaltige Summe, weit entfernt von jeder Vorstellung, die wir am Anfang dieser Dekade gehabt haben! (Abg. Dr. Fischer: Die Hälfte von Finnland!)
Lebhafter Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herr Abgeordneter Fischer, eines möchte ich schon deutlich dazusagen: Dass wir uns an den Besten messen müssen, ist überhaupt keine Frage. Aber es ist nachweisbar: dass gegenüber der Zeit, als Sie noch die Ressorts geführt haben, deutlich mehr in Forschung investiert wurde, und das darf ich doch wohl auch der Objektivität halber hier festhalten. (Lebhafter Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Broukal: Der Herr Finanzminister könnte uns dazu etwas sagen, aber er ist nicht hier!
steuersätze deutlich abgesenkt werden, und wir müssen daher genau dieses Thema sehr stark in den Vordergrund rücken. (Abg. Broukal: Der Herr Finanzminister könnte uns dazu etwas sagen, aber er ist nicht hier!)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen. – Abg. Öllinger: Ist das jetzt die Erklärung gewesen?
Wir glauben, dass wir im Bereich des ländlichen Raums mit der Reform der Agrarpolitik und mit der Absicherung des 3-Milliarden-€-Pakets einen ganz großen Schritt zur Zukunftssicherung vorgenommen haben. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen. – Abg. Öllinger: Ist das jetzt die Erklärung gewesen?)
Rufe bei der SPÖ: Redezeit!
Meine Damen und Herren! Ich glaube, dass wir auf dem Arbeitsmarkt so weitermachen sollen – Sonderprogramme für Jugendliche, Lohnnebenkostensenkungen für die Beschäftigten in diesem Bereich, für die jungen und genauso für die älteren –, und ich glaube auch, dass wir psychologisch einiges anbringen können, vor allem mit den europäischen Programmen und den Initiativen, die diese Regierung vorhat. (Rufe bei der SPÖ: Redezeit!)
Abg. Gradwohl: Redezeit! – Herr Präsident, was soll das?
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel (fortsetzend): Wir haben einen großen gesellschaftlichen Konsens, dass wir für Forschung, Infrastruktur, Entwicklung vieles tun müssen und die Abgabenquote abzusenken haben werden. (Abg. Gradwohl: Redezeit! – Herr Präsident, was soll das?) Wir wissen, dass wir Probleme haben. Wir trauen uns aber zu, diese Probleme zu lösen. Gemeinsam gehen wir es an! (Lang anhaltender lebhafter Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Lang anhaltender lebhafter Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel (fortsetzend): Wir haben einen großen gesellschaftlichen Konsens, dass wir für Forschung, Infrastruktur, Entwicklung vieles tun müssen und die Abgabenquote abzusenken haben werden. (Abg. Gradwohl: Redezeit! – Herr Präsident, was soll das?) Wir wissen, dass wir Probleme haben. Wir trauen uns aber zu, diese Probleme zu lösen. Gemeinsam gehen wir es an! (Lang anhaltender lebhafter Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Kogler: Matterbauer!
Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie Hubert Gorbach: Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Meine Damen und Herren Abgeordnete! Eingangs darf ich zur Diskussion von heute Morgen doch auch, weil es mir nicht uninteressant zu sein scheint, mit Erlaubnis des Präsidenten den „Falter“ zitieren, Herrn Markus Martenbauer (Abg. Mag. Kogler: Matterbauer!) – Matterbauer! –, der in einer sehr aktuellen Ausgabe gemeint hat:
Abg. Sburny: Sie erreichen nicht einmal Ihre selbst gesteckten Ziele!
Ich glaube, das hier von mir Zitierte ist schon auch eine Begründung dafür, warum es gut ist, wenn wir über Infrastruktur, über Forschung und Entwicklung, Herr Kollege Broukal, über Wirtschaftspolitik reden und einen Bericht abgeben. (Abg. Sburny: Sie erreichen nicht einmal Ihre selbst gesteckten Ziele!) Ich persönlich würde mir wünschen, dass wir viel öfter über diese Themen reden (Abg. Öllinger: Aber ordentlich,
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Broukal: Aber würden Sie nicht auch meinen, dass der Herr Finanzminister hier sein sollte?
nicht so!), auch wenn es der Wirtschaft besser geht als im Moment, um aufzuzeigen, welche Signale die Politik zu setzen gedenkt, um konjunkturelle Einbrüche oder Wellentäler verkraften zu können und wieder positive Ergebnisse zu erzielen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Broukal: Aber würden Sie nicht auch meinen, dass der Herr Finanzminister hier sein sollte?)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Aber sie hält sie nicht ein!
Hohes Haus! Diese Bundesregierung hat eindeutig bewiesen, dass es möglich ist, auch in schwierigen Zeiten Schwung für dieses Land zu entwickeln. Die drei Prinzipien, von denen ich gesprochen habe, hat diese Bundesregierung nicht nur in ihrer Regierungserklärung verankert (Abg. Dr. Gabriela Moser: Aber sie hält sie nicht ein!), sondern auch in ihrem konsequenten Handeln unter Beweis gestellt: Sie hat Ziele, sie schafft Voraussetzungen und sie bedenkt stetig Hindernisse, die den Weg kreuzen könnten, um sie schließlich zu überwinden. Den Pessimisten sei gesagt: In Österreich wird mehr Schwung denn je entwickelt, nämlich der größte in der Zweiten Republik! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Hohes Haus! Diese Bundesregierung hat eindeutig bewiesen, dass es möglich ist, auch in schwierigen Zeiten Schwung für dieses Land zu entwickeln. Die drei Prinzipien, von denen ich gesprochen habe, hat diese Bundesregierung nicht nur in ihrer Regierungserklärung verankert (Abg. Dr. Gabriela Moser: Aber sie hält sie nicht ein!), sondern auch in ihrem konsequenten Handeln unter Beweis gestellt: Sie hat Ziele, sie schafft Voraussetzungen und sie bedenkt stetig Hindernisse, die den Weg kreuzen könnten, um sie schließlich zu überwinden. Den Pessimisten sei gesagt: In Österreich wird mehr Schwung denn je entwickelt, nämlich der größte in der Zweiten Republik! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Hinsicht ordentlich „unter die Arme greifen“ werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Broukal: Und der Finanzminister!
Dazu kann natürlich ein Infrastrukturminister ebenso beitragen wie ein Wirtschaftsminister, aber auch der Forschungs- und Innovationsminister. (Abg. Broukal: Und der Finanzminister!) Ich tue das gerne, weil ich gerade mit dem Finanzminister, wie Sie wissen, sehr gut zusammenarbeite (Abg. Dr. Gusenbauer: Immer noch?!), sonst wären auch die Budgets für Forschung und Entwicklung 2003 und 2004 nicht so positiv ausgefallen. Herr Kollege Broukal, es wird mehr für Forschung und Entwicklung in diesem Land ausgegeben als je zuvor! Merken Sie sich das! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Broukal: Wo ist der Herr Finanzminister? Wo, wo? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Immer noch?!
Dazu kann natürlich ein Infrastrukturminister ebenso beitragen wie ein Wirtschaftsminister, aber auch der Forschungs- und Innovationsminister. (Abg. Broukal: Und der Finanzminister!) Ich tue das gerne, weil ich gerade mit dem Finanzminister, wie Sie wissen, sehr gut zusammenarbeite (Abg. Dr. Gusenbauer: Immer noch?!), sonst wären auch die Budgets für Forschung und Entwicklung 2003 und 2004 nicht so positiv ausgefallen. Herr Kollege Broukal, es wird mehr für Forschung und Entwicklung in diesem Land ausgegeben als je zuvor! Merken Sie sich das! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Broukal: Wo ist der Herr Finanzminister? Wo, wo? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Broukal: Wo ist der Herr Finanzminister? Wo, wo? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
Dazu kann natürlich ein Infrastrukturminister ebenso beitragen wie ein Wirtschaftsminister, aber auch der Forschungs- und Innovationsminister. (Abg. Broukal: Und der Finanzminister!) Ich tue das gerne, weil ich gerade mit dem Finanzminister, wie Sie wissen, sehr gut zusammenarbeite (Abg. Dr. Gusenbauer: Immer noch?!), sonst wären auch die Budgets für Forschung und Entwicklung 2003 und 2004 nicht so positiv ausgefallen. Herr Kollege Broukal, es wird mehr für Forschung und Entwicklung in diesem Land ausgegeben als je zuvor! Merken Sie sich das! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Broukal: Wo ist der Herr Finanzminister? Wo, wo? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wenn Österreich – durch die Erweiterung, durch das wachsende Europa – vom Rand Europas in dessen Mittelpunkt, ins Zentrum Europas gelangt, dann wird es gut sein, sich auch infrastrukturell darauf vorzubereiten. Da sage ich Ihnen auch wieder einen markanten Satz, Herr Broukal: Es wird heuer und nächstes Jahr mehr in diesem Land für infrastrukturelle Maßnahmen ausgegeben als je zuvor. Auch da sind die Weichen richtig gestellt. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Glawischnig – einen rot-weiß-roten Bericht in die Höhe haltend –: Der ist aktueller als Sie!
Meine Damen und Herren! Wenn das gesamtstaatliche Defizit im Jahr 2003 kurzfristig 1,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmachen wird und für nächstes Jahr 0,7 Prozent Defizit prognostiziert sind, dann liegt das nicht nur deutlich unter dem EU-Schnitt, der, wie Sie wissen, heuer bei 2,3 Prozent liegt und nächstes Jahr mit 2,2 Prozent prognostiziert ist, sondern dann ist das ein hervorragender Wert im Vergleich mit Ländern wie etwa Deutschland mit über 3 Prozent Defizit, wie etwa Italien, in Richtung 3 Prozent gehend, oder wie etwa Frankreich mit beinahe 4 Prozent. (Abg. Dr. Glawischnig – einen rot-weiß-roten Bericht in die Höhe haltend –: Der ist aktueller als Sie!)
Abg. Broukal: Bitte nicht! 1 Milliarde € heuer!
All das zeigt, dass wir im Gegensatz zu früheren Jahren Wirtschaftswachstum nicht mit neuen Schulden bewirken wollen (Abg. Broukal: Bitte nicht! 1 Milliarde € heuer!), sondern mit Maßnahmen im Bereich Forschung und Entwicklung, mit der Verwaltungsreform, mit Reformen im Gesundheitsbereich, mit Privatisierungspolitik, die der Herr Finanzminister übrigens heute in einer Pressekonferenz erläutern wird, mit kaufkraftstärkenden Maßnahmen wie etwa Einführung des Kindergeldes und mit Reformmaßnahmen im Bereich der ÖBB – alles Maßnahmen, mit denen insgesamt sehr konsequent die Budgetkonsolidierung verfolgt wird.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Das ist, wie ich meine, eine hervorragende Wirtschafts- und auch Finanzpolitik, die wir heute hier präsentieren können. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Posch: Da fehlt Ihnen noch einiges!
Meine Damen und Herren! Es war Sir Winston Churchill, der einmal sagte, wer die bessere Einsicht hat, darf sich nicht scheuen, unpopulär zu werden. (Abg. Mag. Posch: Da fehlt Ihnen noch einiges!) – Ich glaube, die Sicherung des Pensionssystems war so etwas. Sie schien unpopulär zu sein, aber das war so etwas: Wenn man die bessere Einsicht hat und sich die Zahlen und die Entwicklung anschaut, vor allem, was den Finanzierungsanteil des Bundes betrifft, also die so genannten Bundesmittel, dann ist völlig klar: Gäbe es keine Reform, dann wäre dieses Pensionssystem nicht mehr finanzierbar. Es ist völlig klar, wenn man sich die Zahlen anschaut, dass diese scheinbar unpopuläre Reform notwendig war, um den Generationenvertrag einzuhalten. (Abg. Mag. Posch – nach vorne kommend –: Aber zum Churchill fehlt Ihnen noch einiges! Auch an Statur! – Abg. Scheibner: Zwischenrufe vom Platz aus! – Abg. Mag. Mainoni: Kein Benehmen! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Posch – nach vorne kommend –: Aber zum Churchill fehlt Ihnen noch einiges! Auch an Statur! – Abg. Scheibner: Zwischenrufe vom Platz aus! – Abg. Mag. Mainoni: Kein Benehmen! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Es war Sir Winston Churchill, der einmal sagte, wer die bessere Einsicht hat, darf sich nicht scheuen, unpopulär zu werden. (Abg. Mag. Posch: Da fehlt Ihnen noch einiges!) – Ich glaube, die Sicherung des Pensionssystems war so etwas. Sie schien unpopulär zu sein, aber das war so etwas: Wenn man die bessere Einsicht hat und sich die Zahlen und die Entwicklung anschaut, vor allem, was den Finanzierungsanteil des Bundes betrifft, also die so genannten Bundesmittel, dann ist völlig klar: Gäbe es keine Reform, dann wäre dieses Pensionssystem nicht mehr finanzierbar. Es ist völlig klar, wenn man sich die Zahlen anschaut, dass diese scheinbar unpopuläre Reform notwendig war, um den Generationenvertrag einzuhalten. (Abg. Mag. Posch – nach vorne kommend –: Aber zum Churchill fehlt Ihnen noch einiges! Auch an Statur! – Abg. Scheibner: Zwischenrufe vom Platz aus! – Abg. Mag. Mainoni: Kein Benehmen! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Was ich damit sagen möchte, ist, dass diese Regierung auch in Zukunft scheinbar unpopuläre Maßnahmen vertreten und in Kauf nehmen wird, um die Zukunft nachfolgender Generationen sicherzustellen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Sburny: Wir liegen an viertletzter Stelle!
Meine Damen und Herren! Lassen Sie mich noch zu den Ausgaben des Bundes für Forschung und Entwicklung in Österreich etwas sagen. Wir haben im Jahr 2002 mit rund 1 457 Millionen € einen historischen Höchststand erreicht und lagen damit 7,3 Prozent über dem Vorjahresniveau und 19 Prozent über dem Wert des Jahres 2000. – Die Richtung stimmt also. Das sollen uns andere Länder erst einmal nachmachen, und wir sind auf gutem Wege. (Abg. Sburny: Wir liegen an viertletzter Stelle!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Broukal: Es fehlen Ihnen immer noch 1 Milliarde €!
Herr Abgeordneter Broukal, eine Sache, die Sie interessiert: Diese 2,5 Prozent F&E-Quote zum BIP als Zwischenziel 2006 zu erreichen und so, wie die EU es sich vorgenommen hat, 2010 bei 3,0 Prozent F&E-Quote zum BIP zu liegen, das wird wichtig sein. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Broukal: Es fehlen Ihnen immer noch 1 Milliarde €!)
Abg. Öllinger: Ja, das merkt man da vorne auf der Regierungsbank: „Schwung, Optimismus“! – Ironische Heiterkeit bei den Grünen.
Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Die Prognosen von Wirtschaftsexperten und Analysten sind nicht rosig. Doch ich sage: Mehr Optimismus und mehr Dynamik schaffen auch mehr Schwung! (Abg. Öllinger: Ja, das merkt man da vorne auf der Regierungsbank: „Schwung, Optimismus“! – Ironische Heiterkeit bei den Grünen.)
Abg. Öllinger: Mut haben Sie schon, aber den falschen! Bei den falschen Sachen haben Sie Schwung! Beim Postenschacher!
Ich halte es nicht mit Alt-Kanzler Vranitzky, der meinte, wer Visionen hat, brauche einen Arzt. – Ich meine, wer Visionen hat, braucht Mut und die richtige Strategie. Das gilt im großen Raum der Politik genauso wie etwa im Privaten. (Abg. Öllinger: Mut haben Sie schon, aber den falschen! Bei den falschen Sachen haben Sie Schwung! Beim Postenschacher!) Meine Damen und Herren! Diese Bundesregierung hat Mut und die richtige Strategie, diesem unseren Österreich den Schwung zu verleihen, den es verdient hat.
Anhaltender lebhafter Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren und insbesondere Herr Abgeordneter Öllinger! Lassen wir das Parlament zu einer schwungvollen Nicht-Raunzerzone erklären! Das Land Österreich würde davon profitieren! (Anhaltender lebhafter Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Eder: Gleich aufrufen! – Zustimmende Zwischenrufe bei allen Fraktionen.
Eine kurze Frage an die Klubobleute: Wir haben bei unserer Zeitvereinbarung die Frage der tatsächlichen Berichtigungen nicht berücksichtigt. Sollen wir es so halten, dass wir tatsächliche Berichtigungen erst am Ende, nach der Blockzeit, aufrufen? (Abg. Eder: Gleich aufrufen! – Zustimmende Zwischenrufe bei allen Fraktionen.)
Abg. Scheibner: Das ist ein Debattenbeitrag, das ist keine tatsächliche Berichtigung!
Zweitens – ich zitiere die Statistik Austria –: Die Forschungsquote stagniert bei 1,96 Prozent. Und im Technologiebericht (Abg. Scheibner: Das ist ein Debattenbeitrag, das ist keine tatsächliche Berichtigung!) – doch, natürlich! – der Bundesregierung steht sogar: Die österreichischen Leistungen in Forschung und Innovation sind höchst durchschnittlich, und um auf 2,5 Prozent des BIP zu kommen, wären jährlich
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
1,2 Milliarden € notwendig. – Gerade die Hälfte davon stellen Sie zur Verfügung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Posch: Oder er kann nichts sagen!
Abgeordneter Dr. Alfred Gusenbauer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Ich habe mir die ganze Zeit die Frage gestellt, wieso bei einer wirtschaftspolitischen Debatte der Finanzminister den Weg ins Parlament nicht findet. Im Prinzip gibt es zwei mögliche Erklärungsmuster. Das eine ist: Er will zur wirtschaftspolitischen Lage nichts sagen (Abg. Mag. Posch: Oder er kann nichts sagen!) – oder er hat dazu nichts zu sagen. – Das ist für einen Finanzminister nicht unbedingt ein Kompliment.
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Die zweite Möglichkeit ist – bei den neuen Private-Public-Partnership-Aktionen des Herrn Finanzministers –, dass er vielleicht deswegen nicht mehr ins Parlament kommt, weil hier im Parlament für Vorträge keine Extrahonorare bezahlt werden. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ und den Grünen.) Das ist die zweite Möglichkeit.
Zwischenruf des Abg. Mag. Posch.
Ich hätte mir auch erwartet, dass heute, wenn so kurzfristig – binnen 24 Stunden – eine Erklärung des Bundeskanzlers zur wirtschaftspolitischen Lage angesetzt wird, irgendein Vorschlag kommt, dass der Bundeskanzler etwa sagt, wir stehen an einem bestimmten Punkt, wir haben gewisse Probleme eingesehen, und ich möchte dem Hohen Haus nun einen Plan oder einen Vorschlag unterbreiten, wie man die wirtschaftspolitische Situation verändern kann. (Zwischenruf des Abg. Mag. Posch.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber, meine sehr verehrten Damen und Herren, in der gesamten 15-minütigen Erklärung hat es keinen einzigen Vorschlag des Bundeskanzlers gegeben, wie sich die wirtschaftspolitische Lage Österreichs verbessern könnte. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Nürnberger: Eher schlecht!
Der zweite bemerkenswerte Umstand ist: Er hat nicht berichtet, wie sich die Wirtschaft seit seinem Amtsantritt als Bundeskanzler im Jahr 2000 entwickelt hat (Abg. Nürnberger: Eher schlecht!), sondern er hat einen Vergleich mit dem Jahr 1994 gezogen, um das in einem zehnjährigen Vergleichszeitraum in einem anderen Licht darstellen zu können. (Abg. Dr. Fischer: Da schaut alles besser aus!)
Abg. Dr. Fischer: Da schaut alles besser aus!
Der zweite bemerkenswerte Umstand ist: Er hat nicht berichtet, wie sich die Wirtschaft seit seinem Amtsantritt als Bundeskanzler im Jahr 2000 entwickelt hat (Abg. Nürnberger: Eher schlecht!), sondern er hat einen Vergleich mit dem Jahr 1994 gezogen, um das in einem zehnjährigen Vergleichszeitraum in einem anderen Licht darstellen zu können. (Abg. Dr. Fischer: Da schaut alles besser aus!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich gebe Ihnen vollkommen Recht, Herr Bundeskanzler: In diesen zehn Jahren hat es Sie drei Jahre lang als Bundeskanzler gegeben und sieben Jahre lang sozialdemokratische Bundeskanzler, und dass da eine Zehnjahresbilanz nur gut aussehen kann, diesbezüglich gebe ich Ihnen vollkommen Recht. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Was die Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen betrifft, liegt Österreich auf Platz 12 von 15. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Posch: Ui!
Was das Wirtschaftswachstum betrifft, liegt Österreich auf Platz 10 in der Europäischen Union. (Abg. Mag. Posch: Ui!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Nürnberger: Er hat nichts dazu gesagt! Er hat geschwiegen!
Und da sagen Sie, Herr Infrastrukturminister, andere Länder sollen uns das einmal nachmachen? – Ich würde sagen, wenn man mit seiner wirtschaftspolitischen Gesamtsituation so liegt, dann ist nicht in erster Linie bei den anderen Staaten, sondern in erster Linie in Österreich Handlungsbedarf gegeben, damit es wieder zu Wirtschaftswachstum und Beschäftigung kommt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Nürnberger: Er hat nichts dazu gesagt! Er hat geschwiegen!)
Beifall bei der SPÖ.
Das heißt: Während im Jahr 1999 nur drei Staaten besser gelegen sind als Österreich, sind es in der Zwischenzeit sieben. Und wir sind in die zweite Hälfte der EU-Mitgliedstaaten abgerutscht. Daher, Herr Bundeskanzler, ist eine grundsätzliche wirtschaftspolitische Diskussion darüber notwendig, was hier falsch gelaufen ist und was in Zukunft anders gemacht werden soll. Denn mit der Politik, die Sie bisher betrieben haben, wird der Abstieg der österreichischen Wirtschaft im Vergleich zu den anderen europäischen Staaten leider fortgesetzt und nicht umgedreht werden, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Wir werden es so machen wie beim „Konsum“ ...!
Während andere Staaten in Europa, die heute das höchste Wirtschaftswachstum haben, für Forschung und Entwicklung 3,5, 3,7, 3,9 Prozent ausgeben, bleiben Sie in Österreich nach wie vor bei 1,9 Prozent. Und mit diesen im europäischen Vergleich geringen Ausgaben für F & E kann sich das Wirtschaftswachstum im Vergleich zu den anderen nicht erholen. In diesem Bereich ist die dramatische Trendwende angesagt, weil alle Beruhigungspillen, die Sie hier rhetorisch verabreichen wollen, nichts nützen! Die Politik muss geändert werden! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Wir werden es so machen wie beim „Konsum“ ...!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Menschen auch eine Chance auf Beschäftigung gibt. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Wenn wir schon über Optimismus reden und Sie in diesem Zusammenhang auch die verstaatlichte oder ehemals verstaatlichte Industrie genannt haben, dann muss ich Ihnen sagen: Herr Bundeskanzler, Sie reden immer so gern von den Profis. Das war eine schwache Performance Ihrer so genannten Profis, dass rund um die Diskussion der voestalpine der gesamte Vorstand und Aufsichtsrat der ÖIAG bis zum heutigen Tag nicht imstande waren, einen vernünftigen Vorschlag auf den Tisch zu legen. Durch das gesamte Herumintervenieren, das hier stattgefunden hat, ist nur eine Verunsicherung der Beschäftigten, des Managements, ganzer Regionen und der Anleger erfolgt. Und das ist keine professionelle Politik, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Bundeskanzler Dr. Schüssel: Sehr erfolgreich!
Zu Ihren so genannten erfolgreichen Privatisierungen: Nehmen wir doch das Beispiel der Austria Tabakwerke her, wo sich herausgestellt hat ... (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Sehr erfolgreich!) – Sehr erfolgreich, und zwar für denjenigen, der es gekauft hat (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Auch!), denn mit vier Jahresgewinnen ist der gesamte Kaufpreis der Austria Tabakwerke wieder hereingebracht worden. Das nenne ich „verscherbeln“ und nicht eine vernünftige Politik, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Bundeskanzler Dr. Schüssel: Auch!
Zu Ihren so genannten erfolgreichen Privatisierungen: Nehmen wir doch das Beispiel der Austria Tabakwerke her, wo sich herausgestellt hat ... (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Sehr erfolgreich!) – Sehr erfolgreich, und zwar für denjenigen, der es gekauft hat (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Auch!), denn mit vier Jahresgewinnen ist der gesamte Kaufpreis der Austria Tabakwerke wieder hereingebracht worden. Das nenne ich „verscherbeln“ und nicht eine vernünftige Politik, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zu Ihren so genannten erfolgreichen Privatisierungen: Nehmen wir doch das Beispiel der Austria Tabakwerke her, wo sich herausgestellt hat ... (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Sehr erfolgreich!) – Sehr erfolgreich, und zwar für denjenigen, der es gekauft hat (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Auch!), denn mit vier Jahresgewinnen ist der gesamte Kaufpreis der Austria Tabakwerke wieder hereingebracht worden. Das nenne ich „verscherbeln“ und nicht eine vernünftige Politik, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Das ist, wenn die Betriebsräte Politik machen! Das ist das Problem!
Die Wahrheit ist, dass heute eine Reihe unserer Industriebetriebe, die das Herz der österreichischen Industrie darstellen, zum Glück in einer hervorragenden Situation sind, weil es dort gute Mitarbeiter, ein gutes Management und eine vernünftige Strategie für die Zukunft gibt. Das Problem bei vielen dieser Unternehmungen ist ausschließlich der Eigentümer, nämlich die österreichische Bundesregierung, die den Staat vertritt, die durch eine permanente Diskussion die Menschen in diesen Betrieben ohne irgendeine Not verunsichert. (Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Das ist, wenn die Betriebsräte Politik machen! Das ist das Problem!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Bei der voestalpine, dem einzigen Stahlkonzern in Europa, der derzeit Gewinne macht mit einer Investitionsstrategie für die nächsten Jahre, ist kein Problem zu lösen. Das Problem, das Sie lösen wollen, haben Sie selbst gemacht, indem Sie die Ausverkaufsdiskussion begonnen haben. Das Beste ist daher: Beenden Sie diese Diskussion, denn diese hilft in Wirklichkeit niemandem! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Ellmauer.
Aber, meine sehr verehrten Damen und Herren, es geht ja weiter mit den so genannten Profis. (Zwischenruf des Abg. Ellmauer.) – Ja ja, passen Sie einmal auf, was Ihre Leute so sagen, wenn sie gefragt werden.
Abg. Dr. Fischer: Unglaublich!
Eine der bemerkenswerten Personalentscheidungen der letzten Woche war ja die Neubesetzung des Direktoriums der Oesterreichischen Nationalbank. Alle wissen, dass sich diese Bundesregierung, die immer sagt, sie sei für Entpolitisierung, an einstimmige Vorschläge des Generalrates natürlich nicht hält. Und einer der neu bestellten Direktoren sagte auch gestern im „Mittagsjournal“ ganz offenherzig: Na ja, es mögen zwar andere besser qualifiziert gewesen sein, aber da hat halt die „Farbe“ nicht gepasst. (Abg. Dr. Fischer: Unglaublich!) – Das ist die Entpolitisierung nach dem Motto dieser Bundesregierung.
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
ersuchen, mich in einem halben Jahr dasselbe noch einmal zu fragen. – Zitatende. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Schöne „Profis“ für die Oesterreichische Nationalbank, meine Damen und Herren! Parteipolitischer Postenschacher statt vernünftiger Währungspolitik – das ist es, was Ihre Politik auszeichnet! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Öllinger: Vor der Wahl!
Und das Zweite, das Sie immer gesagt haben: Eine Steuerreform darf man nicht auf Pump machen. Haben Sie in Ihr eigenes Budgetprogramm geschaut? – Im Jahr 2005, in dem Jahr, in dem Sie die Steuerreform machen wollen, werden Sie – nach Ihren eigenen Angaben – das Budgetdefizit um 3,5 Milliarden € erhöhen. Meine Damen und Herren! Die Regierung redet von „Zukunft ohne Schulden“, redet davon, dass es eine Steuerreform nicht auf Pump geben soll, und die Wahrheit ist: Sie hat exakt vor, eine Steuerreform auf Pump zu machen (Abg. Öllinger: Vor der Wahl!), indem sie das Budgetdefizit erneut erhöht. – Das, meine Damen und Herren, ist keine ehrliche Politik! Österreich hat sich etwas Besseres verdient! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Und das Zweite, das Sie immer gesagt haben: Eine Steuerreform darf man nicht auf Pump machen. Haben Sie in Ihr eigenes Budgetprogramm geschaut? – Im Jahr 2005, in dem Jahr, in dem Sie die Steuerreform machen wollen, werden Sie – nach Ihren eigenen Angaben – das Budgetdefizit um 3,5 Milliarden € erhöhen. Meine Damen und Herren! Die Regierung redet von „Zukunft ohne Schulden“, redet davon, dass es eine Steuerreform nicht auf Pump geben soll, und die Wahrheit ist: Sie hat exakt vor, eine Steuerreform auf Pump zu machen (Abg. Öllinger: Vor der Wahl!), indem sie das Budgetdefizit erneut erhöht. – Das, meine Damen und Herren, ist keine ehrliche Politik! Österreich hat sich etwas Besseres verdient! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Broukal: Willkommen!
Aber eines würde ich Ihnen schon zu überlegen geben: Wenn sich in Zukunft alle österreichischen Steuerzahler auf den Standpunkt des Finanzministers stellen und sagen: Meine Einkünfte gebe ich vorläufig einmal in einen Fonds (Abg. Broukal: Willkommen!), den ich in Zukunft gründen werde!, und wenn das die Grundlage der Steuermoral der Österreicherinnen und Österreicher ist, dann wird es mit den Steuereinnahmen außerordentlich schlimm ausschauen.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Meine Damen und Herren! Ein Finanzminister sollte in Wirklichkeit Vorbild sein, was diese Fragen betrifft, und nicht allen anderen in diesem Land ein schlechtes Beispiel geben! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Dr. Fasslabend: Mit Sicherheit!
Die heutige wirtschaftspolitische Erklärung hat von Seiten des Bundeskanzlers keinen neuen Vorschlag zur Verbesserung der Lage gebracht und war nichts anderes als der Versuch, den Finanzminister im Ministerium zu verstecken. Aber ich kann Ihnen garantieren: Die Zeit des Versteckens ist vorbei. Er wird sich diesem Haus und der Öffentlichkeit stellen müssen (Abg. Dr. Fasslabend: Mit Sicherheit!), denn es gibt ein Recht auf Kontrolle und Aufklärung! (Lang anhaltender Beifall und Bravorufe bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Lang anhaltender Beifall und Bravorufe bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Die heutige wirtschaftspolitische Erklärung hat von Seiten des Bundeskanzlers keinen neuen Vorschlag zur Verbesserung der Lage gebracht und war nichts anderes als der Versuch, den Finanzminister im Ministerium zu verstecken. Aber ich kann Ihnen garantieren: Die Zeit des Versteckens ist vorbei. Er wird sich diesem Haus und der Öffentlichkeit stellen müssen (Abg. Dr. Fasslabend: Mit Sicherheit!), denn es gibt ein Recht auf Kontrolle und Aufklärung! (Lang anhaltender Beifall und Bravorufe bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Broukal: Wo waren Sie damals?
Sie haben erstens zu diesem Thema sehr viel selbst durch Ihre Politik, als Sie noch in der Regierung waren (Abg. Broukal: Wo waren Sie damals?), beigetragen, und Sie haben zweitens jetzt, als wir eine Pensionsreform gemacht haben, die genau das beheben soll, nämlich eine Anhebung der Beschäftigungsquote bei den Älteren bewirken soll, mit aller Macht und mit zulässigen und manchmal auch unzulässigen Mitteln dagegen opponiert. Schämen Sie sich! Das ist unehrlich! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie haben erstens zu diesem Thema sehr viel selbst durch Ihre Politik, als Sie noch in der Regierung waren (Abg. Broukal: Wo waren Sie damals?), beigetragen, und Sie haben zweitens jetzt, als wir eine Pensionsreform gemacht haben, die genau das beheben soll, nämlich eine Anhebung der Beschäftigungsquote bei den Älteren bewirken soll, mit aller Macht und mit zulässigen und manchmal auch unzulässigen Mitteln dagegen opponiert. Schämen Sie sich! Das ist unehrlich! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Wollen Sie uns das verbieten? – Abg. Dr. Matznetter: Deutschland liegt im Wachstum vor uns! Wir sind das Schlusslicht!
Meine Damen und Herren! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Die internationale Konjunktursituation ist wahrlich nicht berauschend, die Wirtschaftslage bei uns daher nicht optimal. Österreich ist als kleine offene Volkswirtschaft natürlich nicht losgelöst von diesen internationalen Entwicklungen, aber Österreich ist einerseits eines der wohlhabendsten Länder dieser Erde, und ein etwas geringeres Wachstum, das immerhin noch bei knapp einem Prozent liegt, ist daher für dieses Land weder eine Katastrophe, noch haben wir in diesem Land eine Krise. Und wir werden es nicht zulassen, meine Damen und Herren, dass destruktive Kräfte – und ich schaue auf diese Seite (der Redner blickt in Richtung SPÖ) – eine Negativspirale in Gang setzen, die so wie in Deutschland mit Blockaden, mit Streiks, mit einer Verweigerungshaltung verbunden ist und unser Land so wie Deutschland nach unten zieht. Das werden wir nicht zulassen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Wollen Sie uns das verbieten? – Abg. Dr. Matznetter: Deutschland liegt im Wachstum vor uns! Wir sind das Schlusslicht!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Investitionszuwachsprämie – hat das Investitionsniveau in Österreich auf einer Höhe gehalten, wie es kaum anderen Ländern gelungen ist –, vorzeitige Abschreibemöglichkeiten für Immobilien. Der Wegfall der 13. Umsatzsteuer-Vorauszahlung am Ende dieses Jahres wird den Unternehmen wertvolle Liquidität belassen, und zwar gerade zu einem schwierigen Zeitpunkt, nämlich am Ende dieses Jahres. Wir entlasten die niedrigen Einkommen bis 14 500 € völlig von der Steuerverpflichtung, das heißt, wir schaffen dort zusätzliche Kaufkraft, wo sie tatsächlich auch in den Konsum geht und nicht in die Sparquote oder in andere Richtungen. Wir haben die Familienförderung in diesem Land enorm erhöht, wir haben die beste Familienförderung aller Länder dieser Erde. Gerade bei Familien mit Kindern sind das Gelder, die direkt in den Konsum gehen und damit konjunkturwirksam eingesetzt werden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) – Sie sehen, meine Damen und Herren, wir handeln zielgerichtet und nicht planlos und schon gar nicht mit der Gießkanne über alles hinweg.
Abg. Mag. Kogler: Sie versprechen doch große Steuersenkungen!
sprechen, die wir in unserem Budget nicht unterbringen können. (Abg. Mag. Kogler: Sie versprechen doch große Steuersenkungen!) Die Experten, wie zum Beispiel Lehner vom Wifo, sagen, ein guter Teil solcher Steuersenkungen, nämlich dieser großflächigen Steuersenkung, würde lediglich in einen stärkeren Import oder in eine höhere Sparquote fließen, der erhoffte Konjunkturbelebungseffekt würde verpuffen. Oder Felderer vom IHS warnt davor, dass derartige Maßnahmen, wie Sie sie vorhaben, die Gefahr des Verpuffens bei gleichzeitiger Zusatzbelastung des Budgets in sich bergen – ist gleich Schulden, und Schulden sind bekanntlich die Steuern von morgen.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich sage Ihnen Folgendes, meine Damen und Herren: Da machen wir nicht nur nicht mit, sondern mit einer solchen Politik zu Lasten Dritter, zu Lasten der nächsten Generation wollen wir nichts zu tun haben! Österreich ist uns zu schade als bloße Kopie der ökonomischen Unvernunft, die von Rot-Grün in Deutschland praktiziert wird. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Meine Damen und Herren! Wirtschaftspolitik muss nachhaltig sein, sie muss Struktureffekte beinhalten, sie muss standortverbessernd wirken. Wir haben zum ersten bei guter Konjunktur am Beginn der Tätigkeit dieser Regierung ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) – Herr Matznetter, hören Sie einmal auf, sich als Kokommentator zu betätigen, Sie kommen ja sowieso noch zu Wort, Sie sind ja auf der Rednerliste. Gedulden Sie sich doch ein bisschen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Wirtschaftspolitik muss nachhaltig sein, sie muss Struktureffekte beinhalten, sie muss standortverbessernd wirken. Wir haben zum ersten bei guter Konjunktur am Beginn der Tätigkeit dieser Regierung ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) – Herr Matznetter, hören Sie einmal auf, sich als Kokommentator zu betätigen, Sie kommen ja sowieso noch zu Wort, Sie sind ja auf der Rednerliste. Gedulden Sie sich doch ein bisschen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir haben bei guter Konjunktur das Budget saniert, das heißt, wir haben die Basis dafür geschaffen: weniger Zinsen für die öffentlichen Haushalte, weniger an Inflation und damit auch weniger an Zinsen für die private Wirtschaft. Das sind Milliardenbeträge, die man mit Steuerreformen gar nicht zurückgeben kann, die wir hier mit dieser Budgetpolitik und der daraus resultierenden Niedrigzinspolitik den Unternehmen und auch dem Staat direkt zuführen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Eine Reihe von Maßnahmen, ob die Lohnnebenkostensenkung – erste Etappe schon durchgeführt, zweite Etappe kommt –, ob die genannte Investitionszuwachsprämie, von der ich glaube, dass wir sie über das Jahr 2003 hinaus verlängern sollten, ob die Stromliberalisierung, ob die Forschungs-, Bildungs- und Lehrlingsfreibeträge, ob die vorzeitige Abschreibemöglichkeit von Immobilien, ob die Exportoffensive, die im Budget schon beschlossen ist, ob Steuerbegünstigungen bei Betriebsübergaben – es stehen immerhin 50 000 Betriebe in den nächsten Jahren zur Übergabe an –, ob die 28 000 Neugründungen von Unternehmen, ob die niedrigere Besteuerung nicht entnommener Gewinne und die daraus resultierende Stärkung der Eigenkapitalbasis der Betriebe und nicht zuletzt der Entfall der 13. Umsatzsteuer-Vorauszahlung – in Summe schlagen sich diese Entlastungen mit 2,5 Milliarden € jetzt schon zu Buche zugunsten des Wirtschaftsstandortes Österreich. Und wozu hat das alles geführt? – Wir haben uns im Standort-Wettbewerb in Europa nach dem letzten Lissabon-Zwischenbericht der EU von Platz acht immerhin schon auf Platz fünf verbessert, wir sind unserem Ziel, Platz drei, schon sehr, sehr nahe gekommen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Eder: Blödsinn!
Meine Damen und Herren! Eine Bemerkung zum Thema Privatisierungen. Also wenn es jemand in diesem Land noch nicht begriffen haben sollte, dann bitte ich, doch noch einmal einen Blick zurück in die Vergangenheit zu werfen: Der Staat hat als Eigentümer von Unternehmen kläglich versagt! 55 000 vernichtete Arbeitsplätze, 59 Milliarden Schilling an Zuschüssen an diese Unternehmen und trotzdem Verlust von Arbeitsplätzen. (Abg. Eder: Blödsinn!) – Wir haben daraus gelernt.
Abg. Eder: Wer ist der Eigentümer?
ÖIAG-Beteiligungen – das sagt doch alles; diesem Auftrag kommt die ÖIAG ganz klar und erfolgreich nach. (Abg. Eder: Wer ist der Eigentümer?)
Beifall und Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es ist schon sehr interessant, meine Damen und Herren, dass Kollege Cap gestern kritisiert hat, dass man Unternehmen ausgerechnet dann verkaufe, wenn sie besonders gut laufen. – Herr Kollege Cap, das, was Sie da gestern abgegeben haben, ist aber ein wirtschaftspolitisches Armutszeugnis. Ja wollen Sie sie vielleicht verkaufen, wenn der Aktienkurs auf dem Boden ist? (Beifall und Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) – Also es tut mir schon sehr Leid. So viel zum Thema wirtschaftspolitische Kompetenz der ersten Reihe der Sozialdemokratie. (Abg. Dr. Cap: Nicht genügend! Setzen!)
Abg. Dr. Cap: Nicht genügend! Setzen!
Es ist schon sehr interessant, meine Damen und Herren, dass Kollege Cap gestern kritisiert hat, dass man Unternehmen ausgerechnet dann verkaufe, wenn sie besonders gut laufen. – Herr Kollege Cap, das, was Sie da gestern abgegeben haben, ist aber ein wirtschaftspolitisches Armutszeugnis. Ja wollen Sie sie vielleicht verkaufen, wenn der Aktienkurs auf dem Boden ist? (Beifall und Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) – Also es tut mir schon sehr Leid. So viel zum Thema wirtschaftspolitische Kompetenz der ersten Reihe der Sozialdemokratie. (Abg. Dr. Cap: Nicht genügend! Setzen!)
Abg. Dr. Cap: Denken – dann sprechen!
Nehmen Sie nur die Austria Tabakwerke, deren Privatisierung auch von Ihnen kritisiert wurde. Haben Sie vielleicht vorgestern im „Report“ die Betriebsrätin gehört, die gesagt hat: Wir waren ursprünglich dagegen, und heute geht es dem Unternehmen besser denn je, weil vom neuen Eigentümer diesem Unternehmen zusätzliche Umsätze und Umsatzmöglichkeiten zugeführt wurden!? – Natürlich sind die Gewinne in diesem Unternehmen auf Grund dieser Tatsache gestiegen! (Abg. Dr. Cap: Denken – dann sprechen!) Die Betriebsrätin, die vorher dagegen war, sagt heute: Wir waren dagegen, und heute geht es uns besser denn je, Gott sei Dank hat dieser Staat das gemacht! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Austria Tabakwerke?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Austria Tabakwerke?
Nehmen Sie nur die Austria Tabakwerke, deren Privatisierung auch von Ihnen kritisiert wurde. Haben Sie vielleicht vorgestern im „Report“ die Betriebsrätin gehört, die gesagt hat: Wir waren ursprünglich dagegen, und heute geht es dem Unternehmen besser denn je, weil vom neuen Eigentümer diesem Unternehmen zusätzliche Umsätze und Umsatzmöglichkeiten zugeführt wurden!? – Natürlich sind die Gewinne in diesem Unternehmen auf Grund dieser Tatsache gestiegen! (Abg. Dr. Cap: Denken – dann sprechen!) Die Betriebsrätin, die vorher dagegen war, sagt heute: Wir waren dagegen, und heute geht es uns besser denn je, Gott sei Dank hat dieser Staat das gemacht! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Austria Tabakwerke?)
Abg. Heinzl: Ihr Präsident!
Meine Damen und Herren! Einen Satz noch zum Thema Frank Stronach. Jene, die wissen, dass mein Herz auch am Fußball hängt (Abg. Heinzl: Ihr Präsident!) – nicht mein Präsident, er ist der Bundesliga-Präsident –, wissen, dass ich mit dem, wie Frank Stronach im Fußball agiert und investiert, keine große Freude habe. (Abg. Mag. Kogler: Die springen ja nach seiner Pfeife im Fußball!) Aber Frank Stronach hat als Unternehmer in Österreich in keinster Weise einen Arbeitsplatz vernichtet – ganz im Gegenteil: Er hat 10 000 neue geschaffen und 5 500 gesichert. Ich weiß daher nicht, woher Sie ableiten, dass Frank Stronach, wenn er in die Lage käme, die voest zu übernehmen, jetzt auf einmal seinen Kurs um 180 Grad ändern und dort Arbeitsplätze vernichten sollte. Das ist eine böswillige Unterstellung gegenüber einem Mann, der in diesem Land wirtschaftspolitisch schon sehr, sehr viel getan hat. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Kogler: Die springen ja nach seiner Pfeife im Fußball!
Meine Damen und Herren! Einen Satz noch zum Thema Frank Stronach. Jene, die wissen, dass mein Herz auch am Fußball hängt (Abg. Heinzl: Ihr Präsident!) – nicht mein Präsident, er ist der Bundesliga-Präsident –, wissen, dass ich mit dem, wie Frank Stronach im Fußball agiert und investiert, keine große Freude habe. (Abg. Mag. Kogler: Die springen ja nach seiner Pfeife im Fußball!) Aber Frank Stronach hat als Unternehmer in Österreich in keinster Weise einen Arbeitsplatz vernichtet – ganz im Gegenteil: Er hat 10 000 neue geschaffen und 5 500 gesichert. Ich weiß daher nicht, woher Sie ableiten, dass Frank Stronach, wenn er in die Lage käme, die voest zu übernehmen, jetzt auf einmal seinen Kurs um 180 Grad ändern und dort Arbeitsplätze vernichten sollte. Das ist eine böswillige Unterstellung gegenüber einem Mann, der in diesem Land wirtschaftspolitisch schon sehr, sehr viel getan hat. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Einen Satz noch zum Thema Frank Stronach. Jene, die wissen, dass mein Herz auch am Fußball hängt (Abg. Heinzl: Ihr Präsident!) – nicht mein Präsident, er ist der Bundesliga-Präsident –, wissen, dass ich mit dem, wie Frank Stronach im Fußball agiert und investiert, keine große Freude habe. (Abg. Mag. Kogler: Die springen ja nach seiner Pfeife im Fußball!) Aber Frank Stronach hat als Unternehmer in Österreich in keinster Weise einen Arbeitsplatz vernichtet – ganz im Gegenteil: Er hat 10 000 neue geschaffen und 5 500 gesichert. Ich weiß daher nicht, woher Sie ableiten, dass Frank Stronach, wenn er in die Lage käme, die voest zu übernehmen, jetzt auf einmal seinen Kurs um 180 Grad ändern und dort Arbeitsplätze vernichten sollte. Das ist eine böswillige Unterstellung gegenüber einem Mann, der in diesem Land wirtschaftspolitisch schon sehr, sehr viel getan hat. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.
Meine Damen und Herren! Ich habe fast ein bisschen den Verdacht, dass es Ihnen eigentlich nur aus parteipolitischen Gründen darum geht, dass der Staat weiterhin Aktionär bei Unternehmen bleibt, damit Ihre sozialdemokratischen Betriebsräte dort weiterhin Unternehmenspolitik – nicht immer zum Vorteil dieser Unternehmen – machen können. (Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Uns geht es bei der Privatisierung darum, dass Firmen in Österreich forschen, produzieren, in Österreich Steuern zahlen und ihr Hauptquartier in Österreich haben – wem immer sie gehören. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
partei Österreichs! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Wird alles nicht gemacht!
Zu guter Letzt: Meine Damen und Herren! Ich glaube, alle Experten der Wirtschafts- und Finanzpolitik sind sich einig: Standortsicherung, Arbeitsplatzsicherung, Sozialstaatsicherung (Abg. Dr. Gusenbauer: Wird alles nicht gemacht!) gelingen nur über Reformen und Impulse für die Wirtschaft, nicht jedoch über den Versuch der weiteren Pragmatisierung von staatlichen Unternehmen.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! 28 000 Unternehmensgründungen, im Spitzenfeld, und zwar im positiven Sinne, bei der Beschäftigung – wir sind drittbestes Land in Europa, was die Arbeitslosenrate anlangt. Die Zahlen sprechen eine ganz eindeutige Sprache, und wir, diese Koalition von ÖVP und FPÖ, werden diesen erfolgreichen Weg im Sinne des Wirtschaftsstandortes Österreich fortsetzen. Die österreichische Volkswirtschaft, die Unternehmen in diesem Lande und die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden es uns danken! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Sie haben ja gar nicht zugehört!
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine Herren auf der Regierungsbank! Meine Damen und Herren Abgeordneten! Herr Bundeskanzler, ich war sehr gespannt auf Ihre Erklärung und habe sehr aufmerksam zugehört. (Abg. Scheibner: Sie haben ja gar nicht zugehört!) Irgendwann während Ihrer Rede habe ich auf die Uhr geschaut und mir gedacht, da müsse doch noch irgendetwas Neues kommen. – Aber es kam absolut nichts!
Abg. Scheibner: Gute Dinge kann man nicht oft genug sagen!
Herr Bundeskanzler, Sie präsentieren uns Statistiken, die zehn Jahre alt sind! Sie sagen zuerst: Die Lage ist ernst, daher muss ich das zur Chefsache erklären und eine Erklärung abgeben. Dann sagen Sie, dass alles bestens ist, und erzählen uns Dinge, die wir seit Monaten wissen. Der Wirtschaftsbericht, der letzte Woche von Ihnen präsentiert wurde (die Rednerin zeigt ein Exemplar), ist aktueller als das, was Sie heute gesagt haben. (Abg. Scheibner: Gute Dinge kann man nicht oft genug sagen!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ich muss Ihnen daher leider sagen: Es hat sich der Verdacht massiv erhärtet, dass das heute eine reine Schutzerklärung war, um abzulenken von der Causa prima, nämlich von den Verstrickungen des Finanzministers Karl-Heinz Grasser in ein Stiftungs- und Spendenimperium mittlerweile, das niemand mehr durchschaut, am wenigsten er selbst. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
absolut nichts! Und das ist für die österreichische Wirtschaft wirklich unbrauchbar. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Natürlich wird die Steuerreform 2005 auf Pump gemacht! Nur: Wir brauchen die Steuerreform jetzt und hier. Wir brauchen jetzt eine Steuerreform und eine Steuerentlastung! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Sie haben die Situation weiter verschärft: Konsum, Investitionen, das Angstsparen durch die Pensionsreform. Herr Abgeordneter Kopf, ich schäme mich überhaupt nicht dafür, gegen die Pensionsreform aufgetreten zu sein. Im Gegenteil. Das war absolut dringend notwendig. Ich verstehe überhaupt nicht, wie man sich darüber beschweren kann, wenn von Seiten der Opposition Verbesserungsmaßnahmen vorgetragen werden und gegen schlechte Maßnahmen Widerstand geleistet wird. Die Aussage, dass wir uns schämen sollten, hat in einer sachlichen Debatte überhaupt nichts verloren! Mir ist das völlig unverständlich. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Infrastrukturminister Gorbach! Ich hätte mir erwartet, dass Sie auch zur aktuellen Aussage der Europäischen Investitionsbank, zu Herrn Nowotny etwas sagen. Es müssten die Alarmglocken läuten, wenn die Europäische Investitionsbank sagt: Österreich holt kein Geld ab! Österreich hat zu wenig Projekte! – Sie sagen hier, alles sei bestens. Ich bin vor dem Fernseher gesessen und habe mir gedacht: Da stimmt ja etwas nicht, da müssten doch alle Alarmglocken läuten! In dieser Konjunkturlage Geld für Infrastrukturprojekte nicht abzuholen, das ist grob fahrlässig, Herr Gorbach! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Gerade im Zuge der EU-Erweiterung wäre die Infrastrukturpolitik einer der Schlüsselbereiche. Die italienische Präsidentschaft hat hier einen Schwerpunkt angekündigt. Was war die Reaktion Österreichs? – Österreich hat sich sehr distanziert verhalten. Ich hätte mir gewünscht, dass sich Österreich, was Italien betrifft, bei anderen Dingen etwas distanzierter verhalten hätte, aber nicht bei einem Infrastrukturschwerpunkt. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Großruck: Schon wieder!
Ich möchte gerne mit einem anderen Punkt fortsetzen, einem Punkt, der einem in der Seele weh tut – Kollege Grünewald hat das schon angesprochen –: Strukturpolitik. An den Universitäten haben wir im Moment eine absolute Misere. Im Herbst werden wir dort den Notstand ausrufen müssen. (Abg. Großruck: Schon wieder!) Den Unis droht im Herbst die Zahlungsunfähigkeit – aber das interessiert Sie sichtlich nicht. Fast alle Universitäten haben angekündigt, nicht nur im Lehrbereich, sondern auch im Forschungsbereich massiv zu kürzen. Die F&E-Quote in der Höhe von 1,96 Prozent des BIP wird sinken, meine Damen und Herren! Der Forschungsförderungsfonds muss schon Gelder des nächsten Jahres aufwenden, damit er die Projekte von heuer noch fertig finanzieren kann. Es gibt da also einen Vorgriff. Die Forschungsquote wird sinken, von den 2,5 Prozent können Sie nur träumen, die können Sie sich zu Weihnachten wünschen. Ich würde mir wünschen, dass wir nicht über Träume sprechen, sondern über aktuelle Politik, und dass man da auch Maßnahmen setzt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich möchte gerne mit einem anderen Punkt fortsetzen, einem Punkt, der einem in der Seele weh tut – Kollege Grünewald hat das schon angesprochen –: Strukturpolitik. An den Universitäten haben wir im Moment eine absolute Misere. Im Herbst werden wir dort den Notstand ausrufen müssen. (Abg. Großruck: Schon wieder!) Den Unis droht im Herbst die Zahlungsunfähigkeit – aber das interessiert Sie sichtlich nicht. Fast alle Universitäten haben angekündigt, nicht nur im Lehrbereich, sondern auch im Forschungsbereich massiv zu kürzen. Die F&E-Quote in der Höhe von 1,96 Prozent des BIP wird sinken, meine Damen und Herren! Der Forschungsförderungsfonds muss schon Gelder des nächsten Jahres aufwenden, damit er die Projekte von heuer noch fertig finanzieren kann. Es gibt da also einen Vorgriff. Die Forschungsquote wird sinken, von den 2,5 Prozent können Sie nur träumen, die können Sie sich zu Weihnachten wünschen. Ich würde mir wünschen, dass wir nicht über Träume sprechen, sondern über aktuelle Politik, und dass man da auch Maßnahmen setzt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: „Erbärmlich“ ist aber wirklich kein schönes Wort in diesem Hohen Haus!
Das Erbärmlichste in diesem Bereich der Strukturpolitik (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: „Erbärmlich“ ist aber wirklich kein schönes Wort in diesem Hohen Haus!): Sie wollen – Sie werden jetzt gut zuhören, denn das ist ein ernstes Problem; das ist eine weitere Parteipolitisierung! – eine Dachorganisation schaffen für die Forschungsförderungsfonds. Man kann darüber diskutieren, ob es überhaupt sinnvoll ist, gewerbliche und universitäre Forschung unter ein Dach zu stellen. Aber dann geht es weiter: mit einem radikalen Durchgriffsrecht. Und besetzt werden soll die Stelle eines Geschäftsführers mit einem ehemaligen FPÖ-Mandatar. Ist das Forschungspolitik? Ist das eine offensive, offene Forschungspolitik? – Ich finde, das ist erbärmlich, Herr Kollege Scheuch. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das Erbärmlichste in diesem Bereich der Strukturpolitik (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: „Erbärmlich“ ist aber wirklich kein schönes Wort in diesem Hohen Haus!): Sie wollen – Sie werden jetzt gut zuhören, denn das ist ein ernstes Problem; das ist eine weitere Parteipolitisierung! – eine Dachorganisation schaffen für die Forschungsförderungsfonds. Man kann darüber diskutieren, ob es überhaupt sinnvoll ist, gewerbliche und universitäre Forschung unter ein Dach zu stellen. Aber dann geht es weiter: mit einem radikalen Durchgriffsrecht. Und besetzt werden soll die Stelle eines Geschäftsführers mit einem ehemaligen FPÖ-Mandatar. Ist das Forschungspolitik? Ist das eine offensive, offene Forschungspolitik? – Ich finde, das ist erbärmlich, Herr Kollege Scheuch. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Und wenn in diesem Wirtschaftsbericht steht, dass wir erstmals einen voll ausgeglichenen Haushalt haben, dann stimmt das einfach nicht. Es wäre an der Zeit, einmal einzugestehen, dass diese Politik gescheitert ist. Die Nulldefizit-Politik von Bundesminister Karl-Heinz Grasser ist definitiv gescheitert! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) – Auf wessen Kosten?
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Trotzdem Zuwachs!
rechnen, wie eine Normalarbeitszeit. Bei einer Vollzeitäquivalent-Betrachtung haben wir nur sehr geringe Zuwachsquoten. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Trotzdem Zuwachs!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Eben, Vollzeit!
Was die Frauenbeschäftigung betrifft: Sie rechnen bei der Frauenbeschäftigung immer die Kindergeldbezieherinnen hinein. Ich gebe zu, die Frauen, die zu Hause sind und Kinder betreuen, haben alle Hände voll zu tun (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Eben, Vollzeit!), aber das ist keine Beschäftigung im Sinne einer wirtschaftspolitischen Betrachtung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Was die Frauenbeschäftigung betrifft: Sie rechnen bei der Frauenbeschäftigung immer die Kindergeldbezieherinnen hinein. Ich gebe zu, die Frauen, die zu Hause sind und Kinder betreuen, haben alle Hände voll zu tun (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Eben, Vollzeit!), aber das ist keine Beschäftigung im Sinne einer wirtschaftspolitischen Betrachtung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Was ist jetzt die aktive Beschäftigungspolitik? In welcher Form wollen Sie da in Zukunft Impulse setzen? – Sie haben dazu absolut nichts gesagt. Und gerade im Hinblick auf die jungen Leute und darauf, dass die Situation sehr ernst ist, war das heute auch ein Armutszeugnis! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Kopf: Wie bitte? Das hätte die SPÖ gemacht!
Die Telekom wurde viel zu billig verkauft. Und die Bundeswohnungen? – Sie sind sichtlich dabei, sie zu verschenken. (Abg. Kopf: Wie bitte? Das hätte die SPÖ gemacht!) Ursprünglich 2,1 Milliarden geschätzt und jetzt 600 Millionen. Ich weiß nicht, warum Sie das so lustig finden. Das, was Karl-Heinz Grasser in seiner letzten Rede hier vorgerechnet hat, ist haarsträubend und nicht nachvollziehbar. Wohin kommt denn all das Geld? Sie sind nachweislich dabei, das zu verschenken. Ich frage mich, an wen. – Und das wird noch zu untersuchen sein! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Die Telekom wurde viel zu billig verkauft. Und die Bundeswohnungen? – Sie sind sichtlich dabei, sie zu verschenken. (Abg. Kopf: Wie bitte? Das hätte die SPÖ gemacht!) Ursprünglich 2,1 Milliarden geschätzt und jetzt 600 Millionen. Ich weiß nicht, warum Sie das so lustig finden. Das, was Karl-Heinz Grasser in seiner letzten Rede hier vorgerechnet hat, ist haarsträubend und nicht nachvollziehbar. Wohin kommt denn all das Geld? Sie sind nachweislich dabei, das zu verschenken. Ich frage mich, an wen. – Und das wird noch zu untersuchen sein! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Großruck: Der gefällt Ihnen, der Grasser!
Ich denke, es ist an der Zeit, internationale Kommentare zu unserer wirtschaftspolitischen Situation zu bringen, vor allem zum größten Problem, das wir wirtschaftspolitisch, budgetpolitisch haben: Dieses Problem trägt den Namen Karl-Heinz Grasser. Es tut mir Leid. (Abg. Großruck: Der gefällt Ihnen, der Grasser!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Aber Sie spielen ja auch mit! Eine Hauptrolle!
Ihre Erklärung, Herr Bundeskanzler Schüssel, hat massiv unseren Verdacht bestätigt, dass das heute hier eine reine Showveranstaltung war – ohne Interesse daran, irgendetwas für den österreichischen Wirtschaftsstandort zu verbessern. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Aber Sie spielen ja auch mit! Eine Hauptrolle!) Ich frage mich, was das tatsächlich zu bedeuten hat, außer jemanden zu schützen, der rücktrittsreif ist! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ihre Erklärung, Herr Bundeskanzler Schüssel, hat massiv unseren Verdacht bestätigt, dass das heute hier eine reine Showveranstaltung war – ohne Interesse daran, irgendetwas für den österreichischen Wirtschaftsstandort zu verbessern. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Aber Sie spielen ja auch mit! Eine Hauptrolle!) Ich frage mich, was das tatsächlich zu bedeuten hat, außer jemanden zu schützen, der rücktrittsreif ist! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Beratungshonoraren verbunden ist, wird sich das ja wohl machen lassen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Glawischnig: Wird sinken! Wird sinken!
Abgeordneter Mag. Wilhelm Molterer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Frau Abgeordnete Glawischnig hat behauptet, die Forschungsquote in Österreich sinke. (Abg. Dr. Glawischnig: Wird sinken! Wird sinken!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei den Grünen.
Frau Abgeordnete Glawischnig hat weiters gesagt, dass die Kindererziehung keine Beschäftigung sei. – Ich berichtige: Das ist die wichtigste Arbeit im Dienst an der Gesellschaft. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
lichen, hat 2000 ein sehr schweres Erbe angetreten, was diesen Freiraum betrifft. Ich erlaube mir, das sehr höflich auszudrücken: Die Staatsfinanzen, die uns die sozialdemokratischen Finanzminister übergeben haben, sind diesen Finanzministern – jetzt meine höfliche Ausdrucksweise – im Jahr 1999 aus dem Ruder gelaufen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Reheis: Haben Sie nicht zugehört?
Die Sozialdemokratische Partei hat ihre Rolle als Oppositionspartei – in einer Demokratie an sich etwas sehr Wichtiges – bis zum heutigen Tage, wie ich behaupte, nicht gefunden. SPÖ-Parteivorsitzender Gusenbauer hat – alle Besucher auf der Galerie und auch alle Zuseher vor den Fernsehgeräten haben das wohl mitbekommen – keinen einzigen konstruktiven Vorschlag, über den man diskutieren kann, um ihn gegebenenfalls auch politisch umzusetzen, in seinem Debattenbeitrag eingebracht. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Reheis: Haben Sie nicht zugehört?)
Abg. Dr. Matznetter: Stimmt nicht! Falsch!
Was Gusenbauer gemacht hat, geschätzte Damen und Herren, war, Kritik an einem angeblich nicht ausgeglichenen Budget zu üben. Dies hat er uns zum Vorwurf gemacht, denn das wäre ja immer die Aussage der Regierung gewesen, dass sie für ein ausgeglichenes Budget Sorge trägt. Sie wissen genau, Herr Parteivorsitzender Gusenbauer, dass immer davon gesprochen wurde, dass ein ausgeglichenes Budget über einen Konjunkturzyklus zu erstellen ist und dafür Sorge zu tragen ist. (Abg. Dr. Matznetter: Stimmt nicht! Falsch!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Da Sie, geschätzte Damen und Herren von der Sozialdemokratie, das Nulldefizit ansprechen, von dem Sie immer wieder behaupten, es sei eine reine Show gewesen: Ihre Politik hat es nahezu verunmöglicht, dass der österreichische Bürger und der österreichische Steuerzahler noch das Gefühl haben konnte, es ist auch nur ansatzweise eine Chance gegeben, ausgeglichen zu budgetieren! Insofern war es notwendig und war es ein wesentliches und wichtiges Signal, darzustellen, dass es möglich ist, für einen ausgeglichenen Haushalt zu sorgen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Reheis: Sie als Regierung!
Geschätzte Damen und Herren! Die Sozialdemokraten betreiben in ihrer Rolle als Oppositionspartei eine Politik der Verunsicherung. (Abg. Reheis: Sie als Regierung!) Ich gebe schon zu, die Zeit, in der wir uns befinden, bietet diesbezüglich für Sie hervorragende Möglichkeiten. Ich kann Ihnen auch sagen, warum: Sie haben als Regierungspartei dafür gesorgt, dass es einen Reformstau gibt, und wir sind dabei, diesen Reformstau abzubauen. Wir machen das, weil es eine Notwendigkeit ist, wir setzen das um. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Eine Reform, eine Veränderung sieht der Bürger natürlich immer kritisch, das ist keine Frage. Anstatt eine Aufklärung für die Bürger zu betreiben, stellen Sie sich hin und verunsichern die Bürger. (Abg. Reheis: Sie verunsichern die Bürger mit Ihrer Regierungspolitik! – Zwischenruf des Abg. Heinzl.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Geschätzte Damen und Herren! Die Sozialdemokraten betreiben in ihrer Rolle als Oppositionspartei eine Politik der Verunsicherung. (Abg. Reheis: Sie als Regierung!) Ich gebe schon zu, die Zeit, in der wir uns befinden, bietet diesbezüglich für Sie hervorragende Möglichkeiten. Ich kann Ihnen auch sagen, warum: Sie haben als Regierungspartei dafür gesorgt, dass es einen Reformstau gibt, und wir sind dabei, diesen Reformstau abzubauen. Wir machen das, weil es eine Notwendigkeit ist, wir setzen das um. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Eine Reform, eine Veränderung sieht der Bürger natürlich immer kritisch, das ist keine Frage. Anstatt eine Aufklärung für die Bürger zu betreiben, stellen Sie sich hin und verunsichern die Bürger. (Abg. Reheis: Sie verunsichern die Bürger mit Ihrer Regierungspolitik! – Zwischenruf des Abg. Heinzl.)
Abg. Reheis: Sie verunsichern die Bürger mit Ihrer Regierungspolitik! – Zwischenruf des Abg. Heinzl.
Geschätzte Damen und Herren! Die Sozialdemokraten betreiben in ihrer Rolle als Oppositionspartei eine Politik der Verunsicherung. (Abg. Reheis: Sie als Regierung!) Ich gebe schon zu, die Zeit, in der wir uns befinden, bietet diesbezüglich für Sie hervorragende Möglichkeiten. Ich kann Ihnen auch sagen, warum: Sie haben als Regierungspartei dafür gesorgt, dass es einen Reformstau gibt, und wir sind dabei, diesen Reformstau abzubauen. Wir machen das, weil es eine Notwendigkeit ist, wir setzen das um. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Eine Reform, eine Veränderung sieht der Bürger natürlich immer kritisch, das ist keine Frage. Anstatt eine Aufklärung für die Bürger zu betreiben, stellen Sie sich hin und verunsichern die Bürger. (Abg. Reheis: Sie verunsichern die Bürger mit Ihrer Regierungspolitik! – Zwischenruf des Abg. Heinzl.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Da Sie, geschätzter Herr Kollege, von „Grauslichkeiten“ sprechen: Zeigen Sie mir eine Maßnahme, die so grauslich war – um Ihr Wort zu gebrauchen – wie die, die Sie gesetzt haben, als Sie beispielsweise das Taschengeld der Behinderten um 50 Prozent reduziert haben! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Wo ist denn der Finanzminister? – Abg. Reheis: Wo ist der Finanzminister? Wieso verstecken Sie den Finanzminister? – Abg. Dr. Cap: Wo ist er? – Abg. Dr. Gusenbauer: Hat er nichts zu sagen?
Geschätzte Damen und Herren! In Ermangelung aktiver Beiträge zur Bewältigung der Herausforderungen, denen wir uns in dieser Zeit zu stellen haben, heißt Ihr Motto Ablehnung, heißt Ihr Motto Verunsicherung, heißt Ihr Motto Denunzierung, heißt Ihr Motto Skandalisieren. Zielobjekt – das hat nun jeder mitbekommen, auch jeder Fernsehzuschauer – ist der Finanzminister, dessen Politik Sie nichts entgegenzusetzen haben, weswegen Sie sich in den persönlichen Bereich begeben. Das ist Ihre Art, Politik zu machen. (Abg. Öllinger: Wo ist denn der Finanzminister? – Abg. Reheis: Wo ist der Finanzminister? Wieso verstecken Sie den Finanzminister? – Abg. Dr. Cap: Wo ist er? – Abg. Dr. Gusenbauer: Hat er nichts zu sagen?)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Öllinger: Mein Gott! Wenn er nicht in Bali ist!
Ich will gerne auf diesen Ihren Einwurf antworten: Sie können, das behaupte ich, dieser Politik nichts entgegensetzen. Nachdem Sie immer wieder Anträge stellen, um den Finanzminister herbeizuschaffen, werte ich das als Sehnsucht, die Sie empfinden, als Sehnsucht, ihn ständig in Ihrer Nähe zu haben, obwohl er nahezu jeden Tag in diesem Hause verweilt. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Öllinger: Mein Gott! Wenn er nicht in Bali ist!)
Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Schieder: Und Sie glauben, dafür zahlt die Industriellenvereinigung? – Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Da könnte einem fast der Gedanke kommen, geschätzte Damen und Herren, der Finanzminister hat möglicherweise seine Homepage für Sie eingerichtet, damit Sie ständig mit ihm über das Internet Kontakt halten können. (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Schieder: Und Sie glauben, dafür zahlt die Industriellenvereinigung? – Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Ruf bei der SPÖ: Austria Tabak!
Geschätzte Damen und Herren! In diversen Debattenbeiträgen wurde heute schon die Privatisierung angesprochen, Frau Kollegin Glawischnig hat in diesem Zusammenhang von Verscherbeln gesprochen. Ich behaupte, dass das, was diese Bundesregierung im Bereich der ÖIAG, im Bereich der Privatisierung umsetzt, eine Erfolgsstory ist. Sie können sich, geschätzte Damen und Herren von der SPÖ, noch an Ihr SPÖ-Verstaatlichtendebakel Mitte der achtziger Jahre erinnern: Abbau von 55 000 Arbeitsplätzen, Zuschussbedarf aus Steuermitteln in Milliardenhöhe. – Und Sie behaupten, dass das, was jetzt stattfindet, ein Verscherbeln ist?! Mitnichten! Wir können auf Grund der getätigten Privatisierungen nachweisen, dass Arbeitsplätze zusätzlich geschaffen wurden (Ruf bei der SPÖ: Austria Tabak!), dass die Entscheidungszentren durch die Privatisierungsschritte in Österreich geblieben sind, die im Übrigen auch Sie während Ihrer Regierungszeit bereits gesetzt haben, wenn auch nicht so erfolgreich. Auf Grund dieser unserer Maßnahmen ist nun ein erfolgreiches Wirtschaften dieser privatisierten Unternehmen die Folge – mit einer Sicherung der Arbeitsplätze und einem zusätzlichen Ausbau der Arbeitsplätze. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Geschätzte Damen und Herren! In diversen Debattenbeiträgen wurde heute schon die Privatisierung angesprochen, Frau Kollegin Glawischnig hat in diesem Zusammenhang von Verscherbeln gesprochen. Ich behaupte, dass das, was diese Bundesregierung im Bereich der ÖIAG, im Bereich der Privatisierung umsetzt, eine Erfolgsstory ist. Sie können sich, geschätzte Damen und Herren von der SPÖ, noch an Ihr SPÖ-Verstaatlichtendebakel Mitte der achtziger Jahre erinnern: Abbau von 55 000 Arbeitsplätzen, Zuschussbedarf aus Steuermitteln in Milliardenhöhe. – Und Sie behaupten, dass das, was jetzt stattfindet, ein Verscherbeln ist?! Mitnichten! Wir können auf Grund der getätigten Privatisierungen nachweisen, dass Arbeitsplätze zusätzlich geschaffen wurden (Ruf bei der SPÖ: Austria Tabak!), dass die Entscheidungszentren durch die Privatisierungsschritte in Österreich geblieben sind, die im Übrigen auch Sie während Ihrer Regierungszeit bereits gesetzt haben, wenn auch nicht so erfolgreich. Auf Grund dieser unserer Maßnahmen ist nun ein erfolgreiches Wirtschaften dieser privatisierten Unternehmen die Folge – mit einer Sicherung der Arbeitsplätze und einem zusätzlichen Ausbau der Arbeitsplätze. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Rufe bei der ÖVP: Euro! Euro!
Geschätzte Damen und Herren! Ich will Ihnen auch nicht verheimlichen, wie die Zahlen im Bereich der Verstaatlichten tatsächlich ausschauen. Im Jahr 2000, als die Österreichische Volkspartei und die Freiheitlichen die Regierungsverantwortung für dieses Land übernommen haben, waren im Bereich der Verstaatlichten Schulden in Höhe von 6,3 Milliarden Schilling gegeben. (Rufe bei der ÖVP: Euro! Euro!) Wir haben ein Privatisierungsvolumen von 4,5 Milliarden Schilling abgewickelt. (Abg. Scheibner: Euro!)
Abg. Scheibner: Euro!
Geschätzte Damen und Herren! Ich will Ihnen auch nicht verheimlichen, wie die Zahlen im Bereich der Verstaatlichten tatsächlich ausschauen. Im Jahr 2000, als die Österreichische Volkspartei und die Freiheitlichen die Regierungsverantwortung für dieses Land übernommen haben, waren im Bereich der Verstaatlichten Schulden in Höhe von 6,3 Milliarden Schilling gegeben. (Rufe bei der ÖVP: Euro! Euro!) Wir haben ein Privatisierungsvolumen von 4,5 Milliarden Schilling abgewickelt. (Abg. Scheibner: Euro!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Unternehmen eine österreichische Kernaktionärsstruktur behält, dass die Einheit des Unternehmens gewahrt bleibt – das heißt, dass das Unternehmen nicht filetiert wird, so wie Sie es immer wieder ankündigen und damit Verunsicherung bei den Arbeitnehmern schaffen – und dass die Forschungs- und Entwicklungskapazitäten in Österreich erhalten bleiben und ausgebaut werden. Und die Entscheidungszentralen haben in Österreich zu bleiben, und das werden sie auch! Das sollten Sie den Voest-Mitarbeitern einmal kundtun, anstatt zu verunsichern, wie Sie es ständig betreiben. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Im Übrigen erlaube ich mir, eine Bitte an die Arbeiterkammer zu richten, es gleichzutun und hier auch für eine Absenkung der Beiträge und damit für eine Senkung der Lohnnebenkosten zu sorgen, ohne dabei eine Qualitätseinbuße im Servicebereich für die Mitglieder einhergehen zu lassen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Diese Regierung hat Visionen, hat Mut, hat Umsetzungswillen und Umsetzungskraft und arbeitet mit vollem Einsatz zum Wohle der Bürger dieses Landes, zum Wohle aller Österreicherinnen und Österreicher. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!
Wahr ist vielmehr, dass der Herr Bundeskanzler keinen einzigen Vorschlag gebracht hat und dass ich vorgeschlagen habe, in dieser Legislaturperiode die Forschungs- und Entwicklungsquote auf skandinavisches Niveau anzuheben. (Abg. Scheibner: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!)
Abg. Scheibner: Das ist eine politische Wertung! Das ist keine tatsächliche Berichtigung! – Abg. Dr. Fasslabend: Das ist eine Wertung!
Weiters hat Herr Abgeordneter Hofmann behauptet, die SPÖ betreibe eine Politik der Verunsicherung. – Das ist falsch! (Abg. Scheibner: Das ist eine politische Wertung! Das ist keine tatsächliche Berichtigung! – Abg. Dr. Fasslabend: Das ist eine Wertung!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ellmauer: Billige Polemik! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Richtig ist vielmehr, dass wir wollen, dass durch die Garantie von „25 Prozent plus 1“ bei öffentlichem Eigentum die Menschen Sicherheit bekommen, während Sie mit dem permanenten Ausverkaufsgerede die Menschen verunsichern. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ellmauer: Billige Polemik! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Es möge die Frage der Verunsicherung eine wertende sein, aber die Faktenlage dafür schafft einer, nämlich der Herr Bundeskanzler, ein Zweiter vielleicht nicht mehr, der Herr Finanzminister, der mit seinem Beitrag für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes bereits so uninteressant geworden ist, dass Sie selbst seiner Herbeischaffung hier nicht mehr zustimmen, weil Sie genau wissen, dass er mit anderen Dingen beschäftigt ist. Wir wären froh, wenn er wie eine alte Dame nur seine Lockenwickler pflegen würde. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Stummvoll: Das ist das Nachmittagsthema, Herr Kollege! Falsche Rede!
In der Realität gibt er das Geld der Steuerzahler aus, führt damit eine persönliche Kampagne zur Markenbildung Karl-Heinz Grasser und erteilt gleichzeitig Aufträge für Berater, die ihm dann sagen sollen, wie er seine Wirtschaftspolitik besser machen soll. Bleiben wir doch einmal bei den Fakten! (Abg. Dr. Stummvoll: Das ist das Nachmittagsthema, Herr Kollege! Falsche Rede!)
Beifall bei der SPÖ.
Heute wurde das Thema Verschuldung angesprochen, und es wurde dabei gesagt – Kollege Hofmann hat das gerade wiederholt –, wir Sozialdemokraten reden nicht gerne darüber. Wir reden sehr gerne darüber. Aber das, was wir nicht gerne hören, ist die Wahrheit, und zwar dass dieses Land die höchste Verschuldung seit zehn Jahren hat! Und dafür gibt es zwei Namen: Bundeskanzler Schüssel und Finanzminister Karl-Heinz Grasser! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Neudeck.
Jahre 2002 hatten wir eine öffentliche Verschuldung im Ausmaß von 67,9 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, übergeben wurde im Jahr 2000 mit 66,8 Prozent. (Zwischenruf des Abg. Neudeck.) Die gesamte Zunahme haben diese Herren und der abwesende Finanzminister mit und schwer zu verantworten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Trinkl: Und die Zinsen für Edlinger!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Trinkl: Und die Zinsen für Edlinger!
Jahre 2002 hatten wir eine öffentliche Verschuldung im Ausmaß von 67,9 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, übergeben wurde im Jahr 2000 mit 66,8 Prozent. (Zwischenruf des Abg. Neudeck.) Die gesamte Zunahme haben diese Herren und der abwesende Finanzminister mit und schwer zu verantworten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Trinkl: Und die Zinsen für Edlinger!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Zu Beginn der Regierungszeit unter einem Finanzminister Grasser haben wir – in Schilling gerechnet – 1 830 Milliarden Schilling öffentliche Verschuldung gehabt. Mit Ende des Vorjahres stehen aber über 2 000 Milliarden Schilling – 146,55 Milliarden € – zu Buche. In diesem Mehrbetrag sind natürlich auch jene 30 Millionen € enthalten, die er für Beratung und Werbung ausgegeben hat. Das ist ungefähr der Preis, um den man sechs oder sieben Schulen bauen kann. Das ist die nächste Wahrheit, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Prognose für das Jahr 2004 – das ist das Jahr, für das Sie diese großartigen Maßnahmen beschlossen haben – schaut derzeit so aus – auch das kann jede Zuseherin und jeder Zuseher im Internet auf der Homepage des Wifo, www.wifo.ac.at, nachlesen –: Die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts für das Jahr 2004 schaut im Vergleich mit den anderen Ländern im Euro-Raum folgendermaßen aus; da haben wir keine Wechselkurse: Hinsichtlich des Wirtschaftswachstums steht an erster Stelle Irland, dann kommen Länder wie Griechenland, Spanien, Finnland, Luxemburg, Frankreich, Belgien und Italien, und dann kommt das viel gescholtene Deutschland, gemeinsam mit Portugal. Und am Schluss in diesem Euro-Raum stehen wir! Österreich hat die rote Laterne beim Wirtschaftswachstum. Das heißt, Sie haben nicht die Verantwortung in diesem Land übernommen, sondern Sie haben sich übernommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.
Wir kommen zu den konkreten Maßnahmen. Sie haben sich vorher gerühmt, dass Sie eine Steuerentlastung für die kleinen Einkommen in der Höhe von bis zu 14 500 € gemacht haben. Sie haben dabei verschwiegen, dass davon nur ein ganz kleiner Kreis von Beziehern, und zwar jene mit einem Monatseinkommen zwischen 900 € und 1 100 €, profitiert. (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) All jene, die bisher schon keine Steuern gezahlt haben, weil sie weniger verdienen, bekommen keine Entlastung. Ihnen werden aber in mehrfacher Form Belastungen vorgeschrieben. Die Energieabgaben steigen, die Preise für Kohle, Diesel steigen. (Abg. Neudeck: Kanal- und Wassergebühren steigen – Bürgermeister Häupl!) Gleichzeitig werden die Beiträge zur Krankenversicherung angehoben, und zwar für alle, die keine Arbeiter sind, also für Angestellte und so weiter, bei Pensionisten allein um 25 Prozent! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Nein, die Krankenversicherungsbeiträge haben Sie beschlossen. Das ist wieder typisch, dass wir hier Abgeordnete der Regierungsfraktionen haben, die nicht wissen, was sie vor ein paar Tagen beschlossen haben. Sie haben die Erhöhung beschlossen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Kanal- und Wassergebühren steigen – Bürgermeister Häupl!
Wir kommen zu den konkreten Maßnahmen. Sie haben sich vorher gerühmt, dass Sie eine Steuerentlastung für die kleinen Einkommen in der Höhe von bis zu 14 500 € gemacht haben. Sie haben dabei verschwiegen, dass davon nur ein ganz kleiner Kreis von Beziehern, und zwar jene mit einem Monatseinkommen zwischen 900 € und 1 100 €, profitiert. (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) All jene, die bisher schon keine Steuern gezahlt haben, weil sie weniger verdienen, bekommen keine Entlastung. Ihnen werden aber in mehrfacher Form Belastungen vorgeschrieben. Die Energieabgaben steigen, die Preise für Kohle, Diesel steigen. (Abg. Neudeck: Kanal- und Wassergebühren steigen – Bürgermeister Häupl!) Gleichzeitig werden die Beiträge zur Krankenversicherung angehoben, und zwar für alle, die keine Arbeiter sind, also für Angestellte und so weiter, bei Pensionisten allein um 25 Prozent! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Nein, die Krankenversicherungsbeiträge haben Sie beschlossen. Das ist wieder typisch, dass wir hier Abgeordnete der Regierungsfraktionen haben, die nicht wissen, was sie vor ein paar Tagen beschlossen haben. Sie haben die Erhöhung beschlossen! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wir kommen zu den konkreten Maßnahmen. Sie haben sich vorher gerühmt, dass Sie eine Steuerentlastung für die kleinen Einkommen in der Höhe von bis zu 14 500 € gemacht haben. Sie haben dabei verschwiegen, dass davon nur ein ganz kleiner Kreis von Beziehern, und zwar jene mit einem Monatseinkommen zwischen 900 € und 1 100 €, profitiert. (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) All jene, die bisher schon keine Steuern gezahlt haben, weil sie weniger verdienen, bekommen keine Entlastung. Ihnen werden aber in mehrfacher Form Belastungen vorgeschrieben. Die Energieabgaben steigen, die Preise für Kohle, Diesel steigen. (Abg. Neudeck: Kanal- und Wassergebühren steigen – Bürgermeister Häupl!) Gleichzeitig werden die Beiträge zur Krankenversicherung angehoben, und zwar für alle, die keine Arbeiter sind, also für Angestellte und so weiter, bei Pensionisten allein um 25 Prozent! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Nein, die Krankenversicherungsbeiträge haben Sie beschlossen. Das ist wieder typisch, dass wir hier Abgeordnete der Regierungsfraktionen haben, die nicht wissen, was sie vor ein paar Tagen beschlossen haben. Sie haben die Erhöhung beschlossen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir kommen zu den konkreten Maßnahmen. Sie haben sich vorher gerühmt, dass Sie eine Steuerentlastung für die kleinen Einkommen in der Höhe von bis zu 14 500 € gemacht haben. Sie haben dabei verschwiegen, dass davon nur ein ganz kleiner Kreis von Beziehern, und zwar jene mit einem Monatseinkommen zwischen 900 € und 1 100 €, profitiert. (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) All jene, die bisher schon keine Steuern gezahlt haben, weil sie weniger verdienen, bekommen keine Entlastung. Ihnen werden aber in mehrfacher Form Belastungen vorgeschrieben. Die Energieabgaben steigen, die Preise für Kohle, Diesel steigen. (Abg. Neudeck: Kanal- und Wassergebühren steigen – Bürgermeister Häupl!) Gleichzeitig werden die Beiträge zur Krankenversicherung angehoben, und zwar für alle, die keine Arbeiter sind, also für Angestellte und so weiter, bei Pensionisten allein um 25 Prozent! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Nein, die Krankenversicherungsbeiträge haben Sie beschlossen. Das ist wieder typisch, dass wir hier Abgeordnete der Regierungsfraktionen haben, die nicht wissen, was sie vor ein paar Tagen beschlossen haben. Sie haben die Erhöhung beschlossen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
In Summe ergibt das Budgetbegleitgesetz nach den eigenen Erläuterungen der Bundesregierung eine Belastung und keine Entlastung für das Jahr 2004. Professor Lehner, der von der ÖVP nominiert wurde, wird wahrscheinlich künftig nicht mehr vorgeschlagen werden, denn er hat im Hearing gestanden, dass er sich von der Liste jener Personen streichen lassen muss, die das Budget noch durchschauen, weil es eben undurchschaubar geworden ist. Das heißt, es ist nicht mehr nachvollziehbar. Alle drei Experten, auch er, haben beim Hearing zum Budgetbegleitgesetz eines ausgeführt: Das Budget 2004 wirkt restriktiv und nicht expansiv. Das heißt, in Zeiten schwierigster wirtschaftlicher Lage tun Sie nichts und behindern in Wirklichkeit die Entwicklung der österreichischen Wirtschaft. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein.
Lassen Sie mich noch ein paar Dinge berichtigen! Beschäftigung, gerechnet in Vollzeitäquivalenten: Wenn ich von den 3 207 864 Beschäftigten des Jahres 2003 die Kindergeldbezieher und die geringfügig Beschäftigten abziehe, bleibt ein Saldo von 2 886 032. Das sind Vollzeitbeschäftigte. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein.) Das stelle ich jetzt den Zahlen des Jahres 1999 gegenüber: Damals gab es 3 286 000 Beschäftigte. Ziehe ich beide Positionen ab, komme ich auf 3 126 759 Vollzeitbeschäftigte. Das heißt, Sie haben einen Rückgang von 51 878 Beschäftigten, also rund 1,77 Prozent zu verantworten, Herr Arbeitsminister! Das sind die Zahlen vom AMS.
Abg. Großruck: Geh, hör auf!
Folgendes zur tatsächlichen Berichtigung des Kollegen Molterer: Ich bin Vater eines jungen Babies. (Abg. Großruck: Geh, hör auf!) Mütter haben eine hohe Verantwortung und ein hohes Arbeitspensum, aber den Arbeitsplatz und die Bezahlung kann Ihr Kindergeld und auch das Karenzurlaubsgeld nicht wettmachen. (Abg. Großruck: Altes Baby!) Was wir für die Menschen brauchen, ist Beschäftigung. Daher verwenden Sie und missbrauchen Sie nicht die Mütter, die Kindergeld beziehen, um Ihre Statistik zu schönen! Sagen Sie die blanken Zahlen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Großruck: Altes Baby!
Folgendes zur tatsächlichen Berichtigung des Kollegen Molterer: Ich bin Vater eines jungen Babies. (Abg. Großruck: Geh, hör auf!) Mütter haben eine hohe Verantwortung und ein hohes Arbeitspensum, aber den Arbeitsplatz und die Bezahlung kann Ihr Kindergeld und auch das Karenzurlaubsgeld nicht wettmachen. (Abg. Großruck: Altes Baby!) Was wir für die Menschen brauchen, ist Beschäftigung. Daher verwenden Sie und missbrauchen Sie nicht die Mütter, die Kindergeld beziehen, um Ihre Statistik zu schönen! Sagen Sie die blanken Zahlen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Folgendes zur tatsächlichen Berichtigung des Kollegen Molterer: Ich bin Vater eines jungen Babies. (Abg. Großruck: Geh, hör auf!) Mütter haben eine hohe Verantwortung und ein hohes Arbeitspensum, aber den Arbeitsplatz und die Bezahlung kann Ihr Kindergeld und auch das Karenzurlaubsgeld nicht wettmachen. (Abg. Großruck: Altes Baby!) Was wir für die Menschen brauchen, ist Beschäftigung. Daher verwenden Sie und missbrauchen Sie nicht die Mütter, die Kindergeld beziehen, um Ihre Statistik zu schönen! Sagen Sie die blanken Zahlen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (fortsetzend): In dieser Zeit wollte Herr Gaugg den Posten in der Sozialversicherung. Heute ist es Hartinger, und der andere ist Mag. Haupt. – Danke, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Cap: Falscher Beginn!
Abgeordneter Dr. Werner Fasslabend (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine Herren Regierungsmitglieder! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich habe heute in der Früh in diesem Haus ein neues Erlebnis gehabt, nämlich dass die beiden Oppositionsparteien angesichts einer derartigen Situation eine Wirtschaftsdebatte ablehnen, noch dazu unter dem Vorwand, sie hätten gern am Nachmittag an den Finanzminister eine Dringliche Anfrage eingebracht, nämlich die Anfrage der Abgeordneten Dr. Cap, Genossen und Genossinnen an den Bundesminister für Finanzen. (Abg. Dr. Cap: Falscher Beginn!) Das ist ein bloßer Vorwand. So steht es da: „Genossen und Genossinnen“ – es ist Ihnen überlassen, wie Sie sich benennen. Ich weiß, das ist vielleicht nicht mehr ganz zeitgemäß, aber ich weiß, dass es sicherlich etliche von Ihnen noch immer gerne hören. (Abg. Marizzi: Wie viele Pensionen haben Sie?)
Abg. Marizzi: Wie viele Pensionen haben Sie?
Abgeordneter Dr. Werner Fasslabend (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine Herren Regierungsmitglieder! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich habe heute in der Früh in diesem Haus ein neues Erlebnis gehabt, nämlich dass die beiden Oppositionsparteien angesichts einer derartigen Situation eine Wirtschaftsdebatte ablehnen, noch dazu unter dem Vorwand, sie hätten gern am Nachmittag an den Finanzminister eine Dringliche Anfrage eingebracht, nämlich die Anfrage der Abgeordneten Dr. Cap, Genossen und Genossinnen an den Bundesminister für Finanzen. (Abg. Dr. Cap: Falscher Beginn!) Das ist ein bloßer Vorwand. So steht es da: „Genossen und Genossinnen“ – es ist Ihnen überlassen, wie Sie sich benennen. Ich weiß, das ist vielleicht nicht mehr ganz zeitgemäß, aber ich weiß, dass es sicherlich etliche von Ihnen noch immer gerne hören. (Abg. Marizzi: Wie viele Pensionen haben Sie?)
Abg. Dr. Cap: Warum treten Sie eigentlich zurück?
Meine Damen und Herren! In der ganzen Welt ist Wirtschaft das Thema Nummer 1 – egal, ob das in Europa, in Asien oder in Amerika ist –, und zwar einfach deshalb, weil es Probleme gibt, und Sie lehnen eine derartige Debatte ab! (Abg. Dr. Cap: Warum treten Sie eigentlich zurück?) Das ist meiner Ansicht nach wirklich etwas Bemerkenswertes, und es zeigt auf, dass Sie Ihre Kompetenz in der Verantwortung für die Wirtschaft (Abg. Dr. Cap: Warum treten Sie zurück?) und Ihre Kompetenz in der Verantwortung für die Arbeitsplätze schon längst abgegeben haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.)
Abg. Dr. Cap: Warum treten Sie zurück?
Meine Damen und Herren! In der ganzen Welt ist Wirtschaft das Thema Nummer 1 – egal, ob das in Europa, in Asien oder in Amerika ist –, und zwar einfach deshalb, weil es Probleme gibt, und Sie lehnen eine derartige Debatte ab! (Abg. Dr. Cap: Warum treten Sie eigentlich zurück?) Das ist meiner Ansicht nach wirklich etwas Bemerkenswertes, und es zeigt auf, dass Sie Ihre Kompetenz in der Verantwortung für die Wirtschaft (Abg. Dr. Cap: Warum treten Sie zurück?) und Ihre Kompetenz in der Verantwortung für die Arbeitsplätze schon längst abgegeben haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.
Meine Damen und Herren! In der ganzen Welt ist Wirtschaft das Thema Nummer 1 – egal, ob das in Europa, in Asien oder in Amerika ist –, und zwar einfach deshalb, weil es Probleme gibt, und Sie lehnen eine derartige Debatte ab! (Abg. Dr. Cap: Warum treten Sie eigentlich zurück?) Das ist meiner Ansicht nach wirklich etwas Bemerkenswertes, und es zeigt auf, dass Sie Ihre Kompetenz in der Verantwortung für die Wirtschaft (Abg. Dr. Cap: Warum treten Sie zurück?) und Ihre Kompetenz in der Verantwortung für die Arbeitsplätze schon längst abgegeben haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.)
Abg. Dr. Kräuter: Ja!
Ich finde es beschämend (Abg. Dr. Kräuter: Ja!), wenn ein Abgeordneter wie Herr Kollege Matznetter hier herausgeht und versucht, die Erfolge schlecht zu reden. (Abg. Nürnberger: Dass der Finanzminister nicht da ist, das ist beschämend, und dass der Kanzler nichts gesagt hat!) Ja, diese Regierung kann durchaus mit Stolz von sich behaupten, dass sie mehr Beschäftigte geschaffen hat, als es in der Geschichte des Landes je gegeben hat. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Nürnberger: Dass der Finanzminister nicht da ist, das ist beschämend, und dass der Kanzler nichts gesagt hat!
Ich finde es beschämend (Abg. Dr. Kräuter: Ja!), wenn ein Abgeordneter wie Herr Kollege Matznetter hier herausgeht und versucht, die Erfolge schlecht zu reden. (Abg. Nürnberger: Dass der Finanzminister nicht da ist, das ist beschämend, und dass der Kanzler nichts gesagt hat!) Ja, diese Regierung kann durchaus mit Stolz von sich behaupten, dass sie mehr Beschäftigte geschaffen hat, als es in der Geschichte des Landes je gegeben hat. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich finde es beschämend (Abg. Dr. Kräuter: Ja!), wenn ein Abgeordneter wie Herr Kollege Matznetter hier herausgeht und versucht, die Erfolge schlecht zu reden. (Abg. Nürnberger: Dass der Finanzminister nicht da ist, das ist beschämend, und dass der Kanzler nichts gesagt hat!) Ja, diese Regierung kann durchaus mit Stolz von sich behaupten, dass sie mehr Beschäftigte geschaffen hat, als es in der Geschichte des Landes je gegeben hat. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Cap: Der Finanzminister ist nicht da, und Sie treten zurück!
Es wurde bereits erwähnt: Mehr als 3,2 Millionen Österreicher haben Arbeit, und das nicht in einer Zeit der Hochkonjunktur, sondern in einer Zeit, in der es überall in der Welt kriselt. (Abg. Dr. Cap: Der Finanzminister ist nicht da, und Sie treten zurück!) Sie selbst können täglich in den Zeitungen lesen, dass es in Deutschland 4,3 bis 4,6 Millionen Arbeitslose gibt. Das ist die Realität, und wir haben einen Rekord an Beschäftigung. Und ich kann Ihnen gleich dazusagen: Auch der Juli wird mit Sicherheit nicht schlechter werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Nürnberger: Einen Rekord an Arbeitslosen haben wir!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Nürnberger: Einen Rekord an Arbeitslosen haben wir!
Es wurde bereits erwähnt: Mehr als 3,2 Millionen Österreicher haben Arbeit, und das nicht in einer Zeit der Hochkonjunktur, sondern in einer Zeit, in der es überall in der Welt kriselt. (Abg. Dr. Cap: Der Finanzminister ist nicht da, und Sie treten zurück!) Sie selbst können täglich in den Zeitungen lesen, dass es in Deutschland 4,3 bis 4,6 Millionen Arbeitslose gibt. Das ist die Realität, und wir haben einen Rekord an Beschäftigung. Und ich kann Ihnen gleich dazusagen: Auch der Juli wird mit Sicherheit nicht schlechter werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Nürnberger: Einen Rekord an Arbeitslosen haben wir!)
Abg. Heinzl: Herr Fasslabend, wie geht es Ihnen im ÖAAB?
Beschämend finde ich es auch (Abg. Heinzl: Herr Fasslabend, wie geht es Ihnen im ÖAAB?), was in den letzten Tagen auf diesem Sektor geschehen ist. Ich muss Ihnen wirklich sagen: Frank Stronach ist ein österreichischer erfolgreicher Unternehmer, und ich wiederhole das, was bereits Abgeordneter Kopf gesagt hat (Abg. Nürnberger: Bist du der Nächste, der einen Job bekommt bei ihm?): Ich bin auch nicht erfreut darüber, was er im Fußball tut, denn ich finde, man sollte keine Mannschaften aufkaufen können, aber das ist ein Problem, das man extra debattieren müsste. Aber dass man jemanden, der in den letzten zehn Jahren elf Fabriken in Österreich gebaut hat, der mehr als 12 000 Menschen beschäftigt, dazu zwingt, dass er sich in der Öffentlichkeit in ganzseitigen Inseraten rechtfertigen muss, das bleibt Ihnen vorbehalten, und das wird Ihnen letztendlich auch auf den Kopf fallen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Nürnberger: Bist du der Nächste, der einen Job bekommt bei ihm?
Beschämend finde ich es auch (Abg. Heinzl: Herr Fasslabend, wie geht es Ihnen im ÖAAB?), was in den letzten Tagen auf diesem Sektor geschehen ist. Ich muss Ihnen wirklich sagen: Frank Stronach ist ein österreichischer erfolgreicher Unternehmer, und ich wiederhole das, was bereits Abgeordneter Kopf gesagt hat (Abg. Nürnberger: Bist du der Nächste, der einen Job bekommt bei ihm?): Ich bin auch nicht erfreut darüber, was er im Fußball tut, denn ich finde, man sollte keine Mannschaften aufkaufen können, aber das ist ein Problem, das man extra debattieren müsste. Aber dass man jemanden, der in den letzten zehn Jahren elf Fabriken in Österreich gebaut hat, der mehr als 12 000 Menschen beschäftigt, dazu zwingt, dass er sich in der Öffentlichkeit in ganzseitigen Inseraten rechtfertigen muss, das bleibt Ihnen vorbehalten, und das wird Ihnen letztendlich auch auf den Kopf fallen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Beschämend finde ich es auch (Abg. Heinzl: Herr Fasslabend, wie geht es Ihnen im ÖAAB?), was in den letzten Tagen auf diesem Sektor geschehen ist. Ich muss Ihnen wirklich sagen: Frank Stronach ist ein österreichischer erfolgreicher Unternehmer, und ich wiederhole das, was bereits Abgeordneter Kopf gesagt hat (Abg. Nürnberger: Bist du der Nächste, der einen Job bekommt bei ihm?): Ich bin auch nicht erfreut darüber, was er im Fußball tut, denn ich finde, man sollte keine Mannschaften aufkaufen können, aber das ist ein Problem, das man extra debattieren müsste. Aber dass man jemanden, der in den letzten zehn Jahren elf Fabriken in Österreich gebaut hat, der mehr als 12 000 Menschen beschäftigt, dazu zwingt, dass er sich in der Öffentlichkeit in ganzseitigen Inseraten rechtfertigen muss, das bleibt Ihnen vorbehalten, und das wird Ihnen letztendlich auch auf den Kopf fallen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Oje-Rufe bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.
Wissen Sie, meine Damen und Herren, ich habe den Untergang sozialdemokratisch verwalteter Unternehmen persönlich miterlebt. Ich war zwei Jahrzehnte lang in namhaften Industrieunternehmen beschäftigt. Unser wichtigster Kunde war der „Konsum“. (Oje-Rufe bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.) Ich habe das Funk-
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Nürnberger.
tionärsdenken dort miterlebt, ich habe miterlebt, wie man versucht hat, Funktionäre in alle Ebenen hineinzuschieben, was dazu geführt hat, dass dieser Betrieb letztendlich nicht nur nicht mehr konkurrenzfähig war, sondern auch draufgegangen ist. Er war von einem Tag auf den anderen pleite, und Ihre Parteigenossen sind zu mir gekommen und haben um Vermittlung, um Arbeit gebeten. Das habe ich miterlebt, und das möchte ich persönlich nicht mehr miterleben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Nürnberger.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich habe als junger Abgeordneter miterlebt, wie Zehntausende Arbeitsplätze in der Verstaatlichten draufgegangen sind, wie Sie versucht haben, mit althergebrachten Methoden dort einzugreifen, wie die Betriebskaiser aufgetreten sind und wie sich das Ganze dargestellt hat. Erst als wir dem ein Ende gesetzt haben, ist es wieder aufwärts gegangen. Ich sage Ihnen, ich möchte keine Rückkehr mehr zu einer derartigen Politik in Österreich haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Cap: Ist das die Rücktrittsrede?
Ja, wir haben mehr Beschäftigte, und wir haben sie nicht durch Zufall, denn dahinter stehen nicht die Zahlen, wie Herr Abgeordneter Gusenbauer gemeint hat, die im Wesentlichen darauf zurückzuführen sind, was in der Vergangenheit zu Zeiten der großen Koalition passiert ist. (Abg. Dr. Cap: Ist das die Rücktrittsrede?) Herr Dr. Gusenbauer! Schauen Sie sich einmal die Exportstatistik an! (Abg. Dr. Gusenbauer: Ich kenne sie!) Allein seit 1999, also in nur drei Jahren, sind 17 Milliarden € Steigerung bei den Exporten Österreichs zu verzeichnen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Ich kenne sie!
Ja, wir haben mehr Beschäftigte, und wir haben sie nicht durch Zufall, denn dahinter stehen nicht die Zahlen, wie Herr Abgeordneter Gusenbauer gemeint hat, die im Wesentlichen darauf zurückzuführen sind, was in der Vergangenheit zu Zeiten der großen Koalition passiert ist. (Abg. Dr. Cap: Ist das die Rücktrittsrede?) Herr Dr. Gusenbauer! Schauen Sie sich einmal die Exportstatistik an! (Abg. Dr. Gusenbauer: Ich kenne sie!) Allein seit 1999, also in nur drei Jahren, sind 17 Milliarden € Steigerung bei den Exporten Österreichs zu verzeichnen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ja, wir haben mehr Beschäftigte, und wir haben sie nicht durch Zufall, denn dahinter stehen nicht die Zahlen, wie Herr Abgeordneter Gusenbauer gemeint hat, die im Wesentlichen darauf zurückzuführen sind, was in der Vergangenheit zu Zeiten der großen Koalition passiert ist. (Abg. Dr. Cap: Ist das die Rücktrittsrede?) Herr Dr. Gusenbauer! Schauen Sie sich einmal die Exportstatistik an! (Abg. Dr. Gusenbauer: Ich kenne sie!) Allein seit 1999, also in nur drei Jahren, sind 17 Milliarden € Steigerung bei den Exporten Österreichs zu verzeichnen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Arbeitslosigkeit!
17 Milliarden €, das sind fast 140 000 Millionen Schilling, ein gewaltiger Betrag, und der ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die richtige Wirtschaftspolitik gemacht wurde (Abg. Dr. Gusenbauer: Arbeitslosigkeit!), dass die Wirtschaft Vertrauen in diese Regierung gehabt hat und dass es selbst in schwierigen und schlechten Zeiten gelungen ist, Erfolge auf internationaler Ebene gegen stärkste Konkurrenz zu verzeichnen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Arbeitslosigkeit!) Mit Ihren Methoden wäre das mit Sicherheit nie gelungen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Arbeitslosigkeit!
17 Milliarden €, das sind fast 140 000 Millionen Schilling, ein gewaltiger Betrag, und der ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die richtige Wirtschaftspolitik gemacht wurde (Abg. Dr. Gusenbauer: Arbeitslosigkeit!), dass die Wirtschaft Vertrauen in diese Regierung gehabt hat und dass es selbst in schwierigen und schlechten Zeiten gelungen ist, Erfolge auf internationaler Ebene gegen stärkste Konkurrenz zu verzeichnen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Arbeitslosigkeit!) Mit Ihren Methoden wäre das mit Sicherheit nie gelungen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
17 Milliarden €, das sind fast 140 000 Millionen Schilling, ein gewaltiger Betrag, und der ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die richtige Wirtschaftspolitik gemacht wurde (Abg. Dr. Gusenbauer: Arbeitslosigkeit!), dass die Wirtschaft Vertrauen in diese Regierung gehabt hat und dass es selbst in schwierigen und schlechten Zeiten gelungen ist, Erfolge auf internationaler Ebene gegen stärkste Konkurrenz zu verzeichnen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Arbeitslosigkeit!) Mit Ihren Methoden wäre das mit Sicherheit nie gelungen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Jetzt erklären Sie mir, warum das Wachstum so schlecht ist! Wo ist das Wirtschaftswachstum? Waren Sie schon im Keller?
Der Staat hat seine Rolle dabei. (Abg. Dr. Gusenbauer: Jetzt erklären Sie mir, warum das Wachstum so schlecht ist! Wo ist das Wirtschaftswachstum? Waren Sie schon im Keller?) Das Wichtigste ist, dass der Staat selbst innovativ vorgeht, dass der Staat selbst in Form einer Innovationspolitik Zeichen und Maßstäbe setzt. Eines können Sie nicht abstreiten: Diese Bundesregierung hat zweifellos mehr in kurzer Zeit getan (Abg. Mag. Trunk: Ja, Schlimmes!) und geleistet als jede andere Regierung vorher. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Trunk: Ja, Schlimmes!
Der Staat hat seine Rolle dabei. (Abg. Dr. Gusenbauer: Jetzt erklären Sie mir, warum das Wachstum so schlecht ist! Wo ist das Wirtschaftswachstum? Waren Sie schon im Keller?) Das Wichtigste ist, dass der Staat selbst innovativ vorgeht, dass der Staat selbst in Form einer Innovationspolitik Zeichen und Maßstäbe setzt. Eines können Sie nicht abstreiten: Diese Bundesregierung hat zweifellos mehr in kurzer Zeit getan (Abg. Mag. Trunk: Ja, Schlimmes!) und geleistet als jede andere Regierung vorher. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Der Staat hat seine Rolle dabei. (Abg. Dr. Gusenbauer: Jetzt erklären Sie mir, warum das Wachstum so schlecht ist! Wo ist das Wirtschaftswachstum? Waren Sie schon im Keller?) Das Wichtigste ist, dass der Staat selbst innovativ vorgeht, dass der Staat selbst in Form einer Innovationspolitik Zeichen und Maßstäbe setzt. Eines können Sie nicht abstreiten: Diese Bundesregierung hat zweifellos mehr in kurzer Zeit getan (Abg. Mag. Trunk: Ja, Schlimmes!) und geleistet als jede andere Regierung vorher. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Nürnberger: Belastungen!
Diese Bundesregierung hat schwierige Probleme angepackt, sie hat sich nicht gescheut, selbst dort, wo es um unpopuläre Maßnahmen gegangen ist, anzutreten und Veränderungen herbeizuführen. (Abg. Nürnberger: Belastungen!) Das Ergebnis ist, dass wir international besser dastehen als je zuvor. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Diese Bundesregierung hat schwierige Probleme angepackt, sie hat sich nicht gescheut, selbst dort, wo es um unpopuläre Maßnahmen gegangen ist, anzutreten und Veränderungen herbeizuführen. (Abg. Nürnberger: Belastungen!) Das Ergebnis ist, dass wir international besser dastehen als je zuvor. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Hat er gerade!
Das ist so, schauen Sie sich die Budgetzahlen an! Herr Matznetter kann sie gerne analysieren. (Abg. Dr. Gusenbauer: Hat er gerade!)
Abg. Mag. Kogler: Das ist alles falsch!
Es hat die Situation gegeben, dass ein immer größerer Anteil des Budgets nur für Transferzahlungen ausgegeben worden ist. Das, was wir gerade derzeit brauchen, sind mehr Investitionen. Geben Sie es doch zu, dass in den letzten Jahren noch nie so viel in die Infrastruktur dieses Landes, in den Ausbau der Österreichischen Bundesbahnen, in den Ausbau der Straßen (Abg. Mag. Kogler: Das ist alles falsch!), in den Ausbau anderer Infrastruktureinrichtungen investiert worden ist wie jetzt! (Abg. Dr. Gusenbauer: Alles falsch!) – Sie können durchaus sagen, das sei falsch. Schauen Sie
Abg. Dr. Gusenbauer: Alles falsch!
Es hat die Situation gegeben, dass ein immer größerer Anteil des Budgets nur für Transferzahlungen ausgegeben worden ist. Das, was wir gerade derzeit brauchen, sind mehr Investitionen. Geben Sie es doch zu, dass in den letzten Jahren noch nie so viel in die Infrastruktur dieses Landes, in den Ausbau der Österreichischen Bundesbahnen, in den Ausbau der Straßen (Abg. Mag. Kogler: Das ist alles falsch!), in den Ausbau anderer Infrastruktureinrichtungen investiert worden ist wie jetzt! (Abg. Dr. Gusenbauer: Alles falsch!) – Sie können durchaus sagen, das sei falsch. Schauen Sie
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
selbst auf der Autobahn, dann werden Sie sehen, dass mehr gebaut wird als in den letzten Jahrzehnten zusammen! Das ist die Wahrheit, und das ist das Faktum. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Cap: Wann beginnt Ihre Rede?
Herr Dr. Gusenbauer! Sie brauchen es mir nicht zu glauben, aber glauben Sie es zumindest Hannes Androsch, glauben Sie es Dr. Pöchacker, das sind Leute, die Ihnen nahe stehen (Abg. Dr. Cap: Wann beginnt Ihre Rede?), das sind Leute, die Wirtschaftskompetenz haben – Wirtschaftskompetenz, die Ihnen hier im Hause leider sehr, sehr stark abgeht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Herr Dr. Gusenbauer! Sie brauchen es mir nicht zu glauben, aber glauben Sie es zumindest Hannes Androsch, glauben Sie es Dr. Pöchacker, das sind Leute, die Ihnen nahe stehen (Abg. Dr. Cap: Wann beginnt Ihre Rede?), das sind Leute, die Wirtschaftskompetenz haben – Wirtschaftskompetenz, die Ihnen hier im Hause leider sehr, sehr stark abgeht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Wo ist das Resultat?
Meine Damen und Herren! Sie haben die Frage der Beschäftigung und auch der Arbeitslosen angesprochen, und ich möchte gerne darauf eingehen. Ich glaube, dass es ganz wichtig ist, dass gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die Arbeitsmarktpolitik im Vordergrund steht. Was ist hier geschehen? – Insgesamt haben wir drei große Gruppen, denen man helfen muss: Das sind die Berufseinsteiger, das sind die Wiedereinsteiger, und das sind die älteren Arbeitnehmer. Für alle drei haben wir sehr umfangreiche Beschäftigungspakete und -maßnahmen beschlossen, angefangen bei der Lohnnebenkostensenkung bis zur Qualifizierungsgarantie bei den Jungen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Wo ist das Resultat?) Und Sie sehen auch bereits den Erfolg: Wir haben eine wesentlich günstigere Beschäftigungslage bei den älteren Arbeitnehmern, als das noch vor wenigen Jahren der Fall war. Sehen Sie sich die Zahlen an! Ich habe es Ihnen mitgebracht, ich kann Ihnen gerne alle Statistiken nicht nur übergeben, sondern auch entsprechend erklären. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: Unglaublich!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: Unglaublich!
Meine Damen und Herren! Sie haben die Frage der Beschäftigung und auch der Arbeitslosen angesprochen, und ich möchte gerne darauf eingehen. Ich glaube, dass es ganz wichtig ist, dass gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die Arbeitsmarktpolitik im Vordergrund steht. Was ist hier geschehen? – Insgesamt haben wir drei große Gruppen, denen man helfen muss: Das sind die Berufseinsteiger, das sind die Wiedereinsteiger, und das sind die älteren Arbeitnehmer. Für alle drei haben wir sehr umfangreiche Beschäftigungspakete und -maßnahmen beschlossen, angefangen bei der Lohnnebenkostensenkung bis zur Qualifizierungsgarantie bei den Jungen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Wo ist das Resultat?) Und Sie sehen auch bereits den Erfolg: Wir haben eine wesentlich günstigere Beschäftigungslage bei den älteren Arbeitnehmern, als das noch vor wenigen Jahren der Fall war. Sehen Sie sich die Zahlen an! Ich habe es Ihnen mitgebracht, ich kann Ihnen gerne alle Statistiken nicht nur übergeben, sondern auch entsprechend erklären. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: Unglaublich!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Mehr Lehrlinge für weniger Lehrplätze!
Meine Damen und Herren! Wir haben mehr neue Lehrberufe geschaffen, wir haben die Lehre mit einer Extralehrlingsprämie ausgestattet, damit neue Lehrlinge eingestellt werden, und das ist auch gelungen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Mehr Lehrlinge für weniger Lehrplätze!) Ähnliches auch bei den Frauen: Es gibt jetzt eine Zuverdienstmöglichkeit, und es kann mehr Teilzeit in Anspruch genommen werden als früher. Auch bei den Älteren haben wir eine Lohnnebenkostensenkung vorgenommen, haben wir entsprechende Maßnahmen gesetzt mit der Altersteilzeit, damit die Leute am Arbeitsmarkt unterkommen.
Abg. Dr. Gusenbauer: Sonst ist alles toll!
Es gibt ein einziges Problem – und das ist Wien. Ich weiß, wie sensibel Sie darauf reagieren. (Abg. Dr. Gusenbauer: Sonst ist alles toll!) Ich möchte Ihnen nur zwei Daten zu bedenken geben. Ich komme ein anderes Mal auf die Beschäftigungssituation zurück. (Abg. Dr. Gusenbauer: Ist Ihnen unangenehm!) Nein, ich nehme die ganz aktuellen Daten! (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Ist Ihnen unangenehm!
Es gibt ein einziges Problem – und das ist Wien. Ich weiß, wie sensibel Sie darauf reagieren. (Abg. Dr. Gusenbauer: Sonst ist alles toll!) Ich möchte Ihnen nur zwei Daten zu bedenken geben. Ich komme ein anderes Mal auf die Beschäftigungssituation zurück. (Abg. Dr. Gusenbauer: Ist Ihnen unangenehm!) Nein, ich nehme die ganz aktuellen Daten! (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Es gibt ein einziges Problem – und das ist Wien. Ich weiß, wie sensibel Sie darauf reagieren. (Abg. Dr. Gusenbauer: Sonst ist alles toll!) Ich möchte Ihnen nur zwei Daten zu bedenken geben. Ich komme ein anderes Mal auf die Beschäftigungssituation zurück. (Abg. Dr. Gusenbauer: Ist Ihnen unangenehm!) Nein, ich nehme die ganz aktuellen Daten! (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Abg. Gaál: Einsparungen im Verteidigungsministerium!
Wenn Sie sich das Ganze bei den Langzeitarbeitslosen anschauen, dann können Sie sehen, dass das ähnlich ist. (Abg. Gaál: Einsparungen im Verteidigungsministerium!) Das sind diejenigen, die bereits über ein Jahr in ganz Österreich – vom Bodensee bis zum Neusiedler See – auf Arbeit warten: 8 600 Leute, in Wien allein 10 700! (Abg. Dr. Gusenbauer: Redezeit!) Aber Sie werden das auch in Zukunft verleugnen.
Abg. Dr. Gusenbauer: Redezeit!
Wenn Sie sich das Ganze bei den Langzeitarbeitslosen anschauen, dann können Sie sehen, dass das ähnlich ist. (Abg. Gaál: Einsparungen im Verteidigungsministerium!) Das sind diejenigen, die bereits über ein Jahr in ganz Österreich – vom Bodensee bis zum Neusiedler See – auf Arbeit warten: 8 600 Leute, in Wien allein 10 700! (Abg. Dr. Gusenbauer: Redezeit!) Aber Sie werden das auch in Zukunft verleugnen.
Abg. Dr. Gabriela Moser: Günstig für die Kontraredner!
Diese Debatte wird in 20 bis 25 Minuten zu Ende sein. Wir kommen dann zum nächsten Tagesordnungspunkt. Für diesen haben wir gestern keine Redezeitvereinbarungen vorgesehen, was sich besonders ungünstig auswirken könnte, weil wir ein Ungleichgewicht zwischen Pro- und Kontrarednern hätten. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Günstig für die Kontraredner!)
Abg. Großruck: Das stimmt!
Abgeordnete Doris Bures (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Abgeordneter Fasslabend hat behauptet, dass wir heute die höchste Beschäftigungsquote, die es in Österreich jemals gegeben hat, haben. (Abg. Großruck: Das stimmt!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: In Wien ist das Problem!
Wahr ist vielmehr – und ich sage Ihnen noch einmal die Zahlen –: Wir hatten 1999, wenn man die Kindergeldbezieher abzieht, 3 126 759 Beschäftigte, wir haben im Juni 2003 nur noch 3 106 045 Beschäftigte. Das bedeutet ein Minus von 20 714 Beschäftigten. Kollege Fasslabend! Das, was wir aber tatsächlich haben, ist die höchste Arbeitslosenquote seit 50 Jahren. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: In Wien ist das Problem!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
abzugeben. Bei dem, was ich Ihnen zutraue und was Ihnen durchaus zugetraut werden kann, muss ich sagen: Das war mit Absicht eine Kraut- und Rübenrede zum Zwecke des Vernebelns. – Das ist mein Befund. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Diese blockadeähnliche Vorgangsweise muss ihre Ursachen woanders haben; sie können nicht darin liegen, dass Sie die Dinge nicht besser wissen. Da haben wir jetzt Übereinstimmung hergestellt. Die Ursachen sind zu Beginn ausführlich diskutiert worden. Das liegt nämlich an der so genannten selbstverschuldeten Performance des Finanzministers – um im Jargon des Finanzministers zu bleiben –, wie ich meine, an der Performance seiner Person selbst. Sie decken ihn und vergaloppieren sich dabei so weit, dass Sie selber keinen klaren Blick mehr haben. Dann kommt so etwas heraus. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Kopf: Das stimmt doch nicht!
Worum es geht, ist etwas ganz anderes. Es geht doch darum, worauf Wirtschaftspolitik, Budgetpolitik ihre Energie richtet. Darum geht es, aber Sie – das mache ich Ihnen schon zum Vorwurf – verwenden die meiste Energie darauf, zu analysieren, zu behaupten und zu erklären, warum man am besten noch immer nichts tun muss. Wir von den Grünen sagen, es gibt einen bestimmten Spielraum und es erfordert eine gewisse Arbeit, diesen überhaupt zu identifizieren. Ich gebe das zu. Das könnte man zwischen Opposition und Regierung ebenfalls außer Streit stellen, aber dann muss man dennoch innerhalb dieses Spielraums handeln. Das verweigern Sie jedoch, und Ihre Erklärung zum Wirtschaftsbericht war in Wirklichkeit ein Beweis dafür. (Abg. Kopf: Das stimmt doch nicht!) Mir tut das Leid, denn Sie müssten es eigentlich besser wissen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Worum es geht, ist etwas ganz anderes. Es geht doch darum, worauf Wirtschaftspolitik, Budgetpolitik ihre Energie richtet. Darum geht es, aber Sie – das mache ich Ihnen schon zum Vorwurf – verwenden die meiste Energie darauf, zu analysieren, zu behaupten und zu erklären, warum man am besten noch immer nichts tun muss. Wir von den Grünen sagen, es gibt einen bestimmten Spielraum und es erfordert eine gewisse Arbeit, diesen überhaupt zu identifizieren. Ich gebe das zu. Das könnte man zwischen Opposition und Regierung ebenfalls außer Streit stellen, aber dann muss man dennoch innerhalb dieses Spielraums handeln. Das verweigern Sie jedoch, und Ihre Erklärung zum Wirtschaftsbericht war in Wirklichkeit ein Beweis dafür. (Abg. Kopf: Das stimmt doch nicht!) Mir tut das Leid, denn Sie müssten es eigentlich besser wissen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Fasslabend: Sie jonglieren!
Zu diesem Behufe haben Sie enttäuschenderweise entweder alte oder zumindest falsche Statistiken bemüht. Ich möchte nur einen Punkt exemplarisch herausgreifen und dann auf konzeptive Gegenvorschläge übergehen. Sie haben wieder einmal – gerade ist es noch einmal erwähnt worden – mit der Beschäftigtenzahl jongliert, Herr Bundeskanzler. (Abg. Dr. Fasslabend: Sie jonglieren!) Es wird aber nichts helfen, wenn Sie Unvergleichbares immer mit anderem vergleichen. Nehmen Sie einfach zur Kenntnis, dass sich die Statistiken in diesem Bereich verändert haben und dass das, was Sie uns dauernd erklären wollen, in Wirklichkeit keine Zunahme, sondern eine Abnahme ist – selbst bei der Beschäftigtenzahl, wenn wir die Zeitreihen nur richtig vergleichen wollen! (Abg. Kopf: Da schauen wir nicht schlecht aus!) – Das ist das eine.
Abg. Kopf: Da schauen wir nicht schlecht aus!
Zu diesem Behufe haben Sie enttäuschenderweise entweder alte oder zumindest falsche Statistiken bemüht. Ich möchte nur einen Punkt exemplarisch herausgreifen und dann auf konzeptive Gegenvorschläge übergehen. Sie haben wieder einmal – gerade ist es noch einmal erwähnt worden – mit der Beschäftigtenzahl jongliert, Herr Bundeskanzler. (Abg. Dr. Fasslabend: Sie jonglieren!) Es wird aber nichts helfen, wenn Sie Unvergleichbares immer mit anderem vergleichen. Nehmen Sie einfach zur Kenntnis, dass sich die Statistiken in diesem Bereich verändert haben und dass das, was Sie uns dauernd erklären wollen, in Wirklichkeit keine Zunahme, sondern eine Abnahme ist – selbst bei der Beschäftigtenzahl, wenn wir die Zeitreihen nur richtig vergleichen wollen! (Abg. Kopf: Da schauen wir nicht schlecht aus!) – Das ist das eine.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgesehen davon ist, wie ich meine, in Zeiten der Konjunkturschwäche und der Konjunkturprobleme die Arbeitslosenquote immer noch das trefflichere Kriterium, um sich zu streiten. Diese nimmt nicht nur zu, sondern es ist leider so, dass wir in Europa jene Nation sind, in welcher die Arbeitslosenquote am raschesten zunimmt. Ich gebe durchaus zu, dass sie im Verhältnis immer noch auf einem niedrigen Niveau ist, aber die Auswirkung auf eine Wirtschafspolitik im nationalen Rahmen kann man auch daran messen, wie die Veränderung dieser Kennzahl ist: Maßnahme und Veränderung. Doch wenn wir das beobachten, kommen wir zu einem traurigen Befund. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Der Punkt ist auch, dass sich Ihre Maßnahmen an dem zentralen Steuerrad, wie wir bei der Betrachtung der Konjunkturpolitik sehen können, immer noch in Klientelpolitik verfangen und nicht zu mehr taugen. Das ist wiederum ein trauriger Befund, aber es ist so. Sie haben in erster Linie ein enorm hohes Niveau bei den landwirtschaftlichen Förderungen aufrechterhalten und ausgebaut. Nicht dass die Landwirtschaft keine Förderungen bekommen soll, aber Sie erhöhen sie sogar noch dort, wo sie völlig in die falsche Richtung wirken, und tragen damit zu einem Strukturkonservatismus bei, den Sie den anderen immer gerne vorwerfen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Neudeck: Das kann man nicht beweisen!
Wenn Sie schon ständig die Stahlindustrie bemühen: Ich muss Ihnen Folgendes sagen – ohne der Pflichtverteidiger der SPÖ sein zu wollen –: Alle Stahlindustrien, insbesondere die privaten, haben in den achtziger Jahren massiv öffentliche Förderungen wegen einer Strukturkrise bekommen. Vielleicht war das falsch, aber die österreichische verstaatlichte Stahlindustrie hat, auf die Tonne gerechnet, weniger Förderungen als viele Private bekommen. (Abg. Neudeck: Das kann man nicht beweisen!) Hören Sie auf damit, hier ständig Privat und Verstaatlicht in dieser wirklich schändlichen Art und Weise zu vermischen, denn dahinter versteckt sich Ihre Ideologie! Wenn schon, dann bekennen Sie sich wenigstens dazu! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Wenn Sie schon ständig die Stahlindustrie bemühen: Ich muss Ihnen Folgendes sagen – ohne der Pflichtverteidiger der SPÖ sein zu wollen –: Alle Stahlindustrien, insbesondere die privaten, haben in den achtziger Jahren massiv öffentliche Förderungen wegen einer Strukturkrise bekommen. Vielleicht war das falsch, aber die österreichische verstaatlichte Stahlindustrie hat, auf die Tonne gerechnet, weniger Förderungen als viele Private bekommen. (Abg. Neudeck: Das kann man nicht beweisen!) Hören Sie auf damit, hier ständig Privat und Verstaatlicht in dieser wirklich schändlichen Art und Weise zu vermischen, denn dahinter versteckt sich Ihre Ideologie! Wenn schon, dann bekennen Sie sich wenigstens dazu! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall den Grünen und der SPÖ.
Aber das ist trotzdem, wenn man die wirkliche Politik anschaut, ein Punkt, bei dem Sie gewillt sind, Geld auszugeben. Um die Parole „keine neuen Schulden“ kümmern Sie sich nicht mehr, Sie schmeißen 2 Milliarden € für Eurofighter hinaus, für das teuerste Gerät, das überhaupt verfügbar ist. Das ist unglaubwürdig! (Beifall den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
ausgeben! Jetzt ist das vielleicht noch nicht das Malheur, aber Sie bringen es zustande, so viel Geld für die Familien wie nirgendwo sonst auf der Welt, wie Sie selbst sagen, auszugeben und trotzdem enorme Ungleichheiten zu produzieren. Lösen Sie doch das Armutsproblem und setzen Sie das Geld gezielter ein! Das wäre eine vernünftigere Herangehensweise. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Großruck: Erste Etappe!
Ihre Maßnahmen treffen gerade 180 000 Leute positiv, unsere Vorschläge würden dazu führen, dass es bis zu den mittleren Einkommen Verbesserungen gäbe. Das müssen Sie zur Kenntnis nehmen! (Abg. Großruck: Erste Etappe!) Sie kündigen eine Steuersenkung für das Jahr 2005 an, und zwar eine solche mit der Gießkanne, also quer über alle drüber – genau das, was Sie jetzt den anderen vorgeworfen haben –, aber das ist konjunkturpolitisch völlig falsch! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kopf: Kennen Sie die Steuerreform schon?)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Kopf: Kennen Sie die Steuerreform schon?
Ihre Maßnahmen treffen gerade 180 000 Leute positiv, unsere Vorschläge würden dazu führen, dass es bis zu den mittleren Einkommen Verbesserungen gäbe. Das müssen Sie zur Kenntnis nehmen! (Abg. Großruck: Erste Etappe!) Sie kündigen eine Steuersenkung für das Jahr 2005 an, und zwar eine solche mit der Gießkanne, also quer über alle drüber – genau das, was Sie jetzt den anderen vorgeworfen haben –, aber das ist konjunkturpolitisch völlig falsch! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kopf: Kennen Sie die Steuerreform schon?)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (fortsetzend): Vielen Dank, Herr Präsident. – Sie von ÖVP und FPÖ wollen nichts anderes, als einen wahlpolitischen Budgetzyklus motivieren: vor der Wahl Steuerzuckerl für alle, anstatt jetzt das Richtige zu tun. – Das ist keine Konjunkturpolitik, das ist eben Sand-in-die-Augen-Streuen; und dort haben Sie Ihren Kopf schon längst vergraben. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Gusenbauer: „Endlich“ eine Stummvoll-Rede! – Abg. Dr. Cap: Jetzt ist der „Höhepunkt“!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Dr. Stummvoll zu Wort gemeldet. – Bitte. (Abg. Dr. Gusenbauer: „Endlich“ eine Stummvoll-Rede! – Abg. Dr. Cap: Jetzt ist der „Höhepunkt“!)
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Dkfm. Dr. Günter Stummvoll (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine Herren auf der Regierungsbank! Mein Vorredner, Kollege Kogler, hat in seiner Rede erklärt, die konjunkturpolitischen Maßnahmen der Regierung hätten keine Wirkung. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der Grünen.) – Diese Behauptung ist unrichtig!
Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist eine tatsächliche Berichtigung? – Abg. Schieder: Das ist politische Werbung!
Wie aus den Zahlen der Budgets 2003 und 2004 herauszulesen ist, werden durch Investitionszuschussprämien, Bildungsfreibetrag, Forschungsfreibetrag und Sonderabschreibung insgesamt Beträge zwischen 500 und 600 Millionen € budgetwirksam, konjunkturpolitisch wirksam. (Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist eine tatsächliche Berichtigung? – Abg. Schieder: Das ist politische Werbung!)
Zwischenruf des Abg. Schweisgut.
Präsident Dr. Heinz Fischer: Herr Abgeordneter Stummvoll, soll ich es gleich sagen oder soll ich nachher sagen, dass das genau dasselbe ist, was wir vorher hatten? – Beide tatsächlichen Berichtigungen haben sich mit Themen beschäftigt, die wir in der Präsidialkonferenz als Wertungsfragen sehen. So ist es, ich kann nichts anderes sagen. (Zwischenruf des Abg. Schweisgut.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Muss er schon wieder Golf spielen? – Abg. Brosz: Ist er wieder auf Vortragsreise?
Das Einzige, was Ihnen dazu eingefallen ist, ist ständig der Ruf nach dem Herrn Finanzminister. Wo ist der Herr Finanzminister?, haben wir ständig von Ihnen gehört, nichts anderes. (Abg. Dr. Gusenbauer: Muss er schon wieder Golf spielen? – Abg. Brosz: Ist er wieder auf Vortragsreise?) Das ist schon skurril, denn ich war als doch einigermaßen Befreundeter des Herrn Minister ja immer der Meinung, dass er eine gewisse Wirkung auf die Damenwelt hat, dass er aber eine Wirkung auf die Männerwelt hat, war mir bis jetzt unbekannt, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Opposition. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Schieder: Das ist eine interessante Feststellung!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Schieder: Das ist eine interessante Feststellung!
Das Einzige, was Ihnen dazu eingefallen ist, ist ständig der Ruf nach dem Herrn Finanzminister. Wo ist der Herr Finanzminister?, haben wir ständig von Ihnen gehört, nichts anderes. (Abg. Dr. Gusenbauer: Muss er schon wieder Golf spielen? – Abg. Brosz: Ist er wieder auf Vortragsreise?) Das ist schon skurril, denn ich war als doch einigermaßen Befreundeter des Herrn Minister ja immer der Meinung, dass er eine gewisse Wirkung auf die Damenwelt hat, dass er aber eine Wirkung auf die Männerwelt hat, war mir bis jetzt unbekannt, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Opposition. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Schieder: Das ist eine interessante Feststellung!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Das ist ein sehr verantwortungsloser Umgang mit der Wirtschaftspolitik dieses Landes. Das ist bestenfalls eine Gulaschpolitik, die Sie betreiben, denn wenn Sie die Kritik ständig im eigenen Saft kochen, dann kann dabei nichts Vernünftiges herauskommen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Bei der Arbeitslosigkeit!
Meine Damen und Herren! Diese Bundesregierung verfolgt ein sehr ehrgeiziges Ziel, das kommt in diesem Wirtschaftsbericht klar zum Vorschein, nämlich Österreich an die Top-Position der europäischen Länder zu bringen. (Abg. Öllinger: Bei der Arbeitslosigkeit!) Wir wollen dazu beitragen, dass diese Bundesregierung das Ziel auch erreicht, Österreich unter die Top 3, also an die Spitzenposition, zu bringen. Sie wissen, dass die Einflussmöglichkeit des Staates auf die Wirtschaftspolitik, auf die Konjunkturpolitik immer geringer wird und dass die Spielräume für die Bundesregierung, für den Staat, immer kleiner werden, um Lenkungsmaßnahmen in Gang zu setzen.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
chischen Wirtschaft bilden. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
In diesem Wirtschaftsbericht, der auch von Frau Kollegin Glawischnig gelobt wurde, kommt klar zum Ausdruck, dass wir unsere Position verbessert haben. Wir konnten vom Rang 8 auf den Rang 6 vorrücken. Das beweist, dass die Wirtschaftspolitik dieser Bundesregierung in die richtige Richtung geht, dass der Kurs der richtige ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Den Spitzenplatz zum Wohle der Menschen erreichen wir nur mit einer konsequenten Wirtschaftspolitik, mit einer Fortsetzung einer dynamischen Konjunkturoffensive – wie heute schon angeklungen ist, dienen dazu die Konjunkturbelebungspakete –, mit Investitionen in die Wissensgesellschaft, mit gezielter Förderung von Innovationen, mit Investitionsoffensiven sowie mit einer Stärkung der Exportwirtschaft. All diese Maßnahmen schaffen wir mit einem ausgeglichenen Budgethaushalt bei Duldung eines geringen Defizits. Wenn Sie das im Vergleich zu den anderen europäischen Ländern betrachten, dann werden Sie draufkommen, dass Österreich einen sehr maßvollen und verantwortlichen Budgetweg beschreitet. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Heute ist von Frau Kollegin Glawischnig gesagt worden, dass wir die Bundeswohnungen „verscherbeln“. Vielmehr ist richtig, dass Sie im Jahre 1997 die Bundeswohnungen um 120 Millionen Schilling „verscherbeln“ wollten. Der Herr Finanzminister hat ein Veräußerungspaket errechnen lassen, das sicherstellt, dass wir durch die Veräußerung der Bundeswohnungen 600 Millionen € bis 1 Milliarde € erzielen werden. Das ist eine verantwortungsvolle Privatisierungspolitik, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordneter Josef Bucher (fortsetzend): ... zur Eigenkapitalbildung heranzuziehen. Das wird die Tourismuswirtschaft in einer sehr wichtigen konjunkturellen Phase beflügeln und dafür sorgen, dass der Tourismus auch in Hinkunft ein Garant für die Wirtschaftsbelebung in unserem Land bleibt. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Waren Sie überhaupt da! – Heftiger Widerspruch bei der ÖVP
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Sehr geehrte Damen und Herren auch auf der Tribüne! Das Interesse an wirtschaftspolitischen Dingen ist sicherlich immer ein zentrales, und wir haben jetzt zwei Stunden über Wirtschaftspolitik, teilweise tiefgreifend von Seiten der Opposition, teilweise oberflächlich von Seiten der Regierung, diskutiert (Abg. Scheibner: Waren Sie überhaupt da! – Heftiger Widerspruch bei der ÖVP) – das war mein persönlicher Eindruck (Beifall bei den Grünen) –, und jetzt haben wir die Chance, beim Telekommunikationsgesetz über Rahmenbedingungen zu diskutieren, die der Staat setzt, die wir setzen, innerhalb welcher sich dann Wirtschaftspolitik abspielen kann.
Beifall bei den Grünen
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Sehr geehrte Damen und Herren auch auf der Tribüne! Das Interesse an wirtschaftspolitischen Dingen ist sicherlich immer ein zentrales, und wir haben jetzt zwei Stunden über Wirtschaftspolitik, teilweise tiefgreifend von Seiten der Opposition, teilweise oberflächlich von Seiten der Regierung, diskutiert (Abg. Scheibner: Waren Sie überhaupt da! – Heftiger Widerspruch bei der ÖVP) – das war mein persönlicher Eindruck (Beifall bei den Grünen) –, und jetzt haben wir die Chance, beim Telekommunikationsgesetz über Rahmenbedingungen zu diskutieren, die der Staat setzt, die wir setzen, innerhalb welcher sich dann Wirtschaftspolitik abspielen kann.
Beifall bei den Grünen.
Herr Minister, da sind Sie die Regelung schuldig! Wir hätten es gerne auf dem Verordnungswege geregelt, und zwar so, dass es konsumentenfreundlich ist. Wir stellen uns vor, dass am Beginn des Anrufes eine Stimme sagt: Sie sind verbunden mit dem Netz – zum Beispiel – 0664 oder 0676 oder einem anderen. Das wäre konsumentenpolitisch günstig. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Grillitsch telefoniert mit dem Handy.
Zu einem weiteren wesentlichen Aspekt, und zwar über Werbe-Emails et cetera, wird meine Kollegin dann noch nähere Ausführungen machen. Ich muss sagen: Da gibt es Rückschritte! Sie liberalisieren da zuungunsten der Verbraucherinnen und Verbraucher. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Grillitsch telefoniert mit dem Handy.)
Abg. Mag. Molterer: Was heißt „illegal“?
Herr Kollege Grillitsch, Sie telefonieren jetzt während der Fernsehübertragung illegalerweise mit dem Handy. (Abg. Mag. Molterer: Was heißt „illegal“?) Der Herr Präsident urgiert das meistens sehr streng. Dass gerade ein Vertreter der ländlichen Region sich gegen gesetzliche und geschäftsordnungsmäßige Obliegenheiten wendet (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Ikrath: Kriminalisieren Sie nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP), erscheint mir besonders beachtenswert. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Ikrath: Kriminalisieren Sie nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP
Herr Kollege Grillitsch, Sie telefonieren jetzt während der Fernsehübertragung illegalerweise mit dem Handy. (Abg. Mag. Molterer: Was heißt „illegal“?) Der Herr Präsident urgiert das meistens sehr streng. Dass gerade ein Vertreter der ländlichen Region sich gegen gesetzliche und geschäftsordnungsmäßige Obliegenheiten wendet (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Ikrath: Kriminalisieren Sie nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP), erscheint mir besonders beachtenswert. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Herr Kollege Grillitsch, Sie telefonieren jetzt während der Fernsehübertragung illegalerweise mit dem Handy. (Abg. Mag. Molterer: Was heißt „illegal“?) Der Herr Präsident urgiert das meistens sehr streng. Dass gerade ein Vertreter der ländlichen Region sich gegen gesetzliche und geschäftsordnungsmäßige Obliegenheiten wendet (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Ikrath: Kriminalisieren Sie nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP), erscheint mir besonders beachtenswert. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.)
Beifall bei den Grünen.
aber nicht gesundheitspolitische und nicht demokratiepolitische, wie wir es schon im Ausschuß feststellen mussten. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Ikrath: Ein unklarer Gesetzesbegriff!
Herr Minister! Für uns ist das Wohlbefinden der Bevölkerung auch bei technischen Belangen ein wesentlicher Aspekt, der in die Zielformulierung integriert gehört. (Abg. Mag. Ikrath: Ein unklarer Gesetzesbegriff!)
Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Daher bringe ich folgenden Abänderungsantrag ein. (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (fortsetzend): ... unter Wahrung von Leben, Gesundheit, Wohlbefinden und Eigentum der Menschen und mit Bedachtnahme auf die Umwelt zu gewährleisten. – Das ist wichtig!– Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Karin Hakl (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Das Telekommunikationsgesetz, das heute beschlossen wird, ist ein neuer Schritt auf einem eigentlich Beispiel gebenden Weg der Telekommunikation in Österreich – ein Weg, gekennzeichnet von Liberalisierung und von Privatisierung und von den dadurch erzielbaren Erfolgen. Am Beispiel der Telekom ist es auch besonders nahe am Menschen für jeden Einzelnen nachvollziehbar, welche positiven Effekte die Liberalisierung und die Privatisierung für die Bürger, für jeden Einzelnen von Ihnen, für jeden Einzelnen von uns, gebracht haben und auch in Zukunft bringen werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Vor über 100 Jahren war das erste neue Telefon in einer Ortschaft eine Sensation, später dann ist in jedem Haus zumindest ein Apparat gestanden, und von uns erinnert sich noch jeder an die Viertel- und an die Halbanschlüsse. Dann war in jeder Wohnung ein Telefon vorhanden. Es erinnert sich aber auch noch jeder Einzelne von uns daran, dass man zum Teil auf einen Neuanschluss gewartet hat wie auf einen Trabi in der DDR. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Im Festnetz in Österreich, in der Österreich-Zone, sind die Preise pro Minute um 75 Prozent gesunken. Ein durchschnittliches Unternehmen – wie wir wissen: kleine Unternehmen in Österreich! – erspart sich heute pro Jahr im Durchschnitt 8 000 € an Telefonkosten – ein Erfolg der Privatisierung und der Liberalisierung! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Grünen immer gefordert wird – trotzdem lehnen sie dieses neue Gesetz ab! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Niederwieser: Tamagotchi!
Diese Erfolgsgeschichte ist auch dadurch gekennzeichnet, dass die engere Vernetzung für die Österreicherinnen und Österreicher mit dem Rest der Welt möglich ist. Das Internet hat seinen Erfolgszug auch durch Österreich genommen, auch da wurde in die Infrastruktur investiert; mehr als 60 Prozent der Haushalte in Österreich und fast alle Unternehmen sind im Netz. Das ist eine beispiellose Erfolgsgeschichte, und daran zeigt sich, wie Privatisierung und Liberalisierung von Märkten zu Erfolgen führt, die für die Bürger erfassbar und spürbar sind, in der Geldbörse und bei der Lebensqualität! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Niederwieser: Tamagotchi!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Begleiten Sie uns in diese neue Ära, zu einem wirtschaftlichen Erfolgskurs für alle Österreicherinnen und Österreicher, damit diese auch in Zukunft noch mehr und billig telefonieren und mit immer mehr anderen Menschen und mit anderen Märkten in Kontakt treten können! Ich würde mir wünschen, dass auch die Grünen dabei mittun würden. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Neudeck: Die Vernunft hat gesiegt!
Meine Damen und Herren! Tatsächlich ist das Telekommunikationsgesetz aber trotzdem ein gutes Beispiel dafür, wie ein Gesetz über Parteigrenzen hinweg gemeinsam vorbereitet und letztendlich auch beschlossen werden kann. (Abg. Neudeck: Die Vernunft hat gesiegt!) So wurde seinerzeit bereits im Rahmen eines Unterausschusses die Lösung der Probleme bestmöglich vorbereitet. Das Ergebnis dieses Unterausschusses war so, dass wir zwei unterschiedliche Entschließungsanträge hatten, aber es ist letztendlich gelungen, jetzt zu einer Regierungsvorlage zu kommen – woran der Herr Bundesminister und der Herr Staatssekretär mitgearbeitet haben –, mit der auch wir uns sehr stark identifizieren können, weil eine Reihe von Forderungen, die wir gestellt haben, nunmehr in diese Vorlage eingearbeitet worden sind. (Zwischenruf des Abg. Parnigoni.)
Zwischenruf des Abg. Parnigoni.
Meine Damen und Herren! Tatsächlich ist das Telekommunikationsgesetz aber trotzdem ein gutes Beispiel dafür, wie ein Gesetz über Parteigrenzen hinweg gemeinsam vorbereitet und letztendlich auch beschlossen werden kann. (Abg. Neudeck: Die Vernunft hat gesiegt!) So wurde seinerzeit bereits im Rahmen eines Unterausschusses die Lösung der Probleme bestmöglich vorbereitet. Das Ergebnis dieses Unterausschusses war so, dass wir zwei unterschiedliche Entschließungsanträge hatten, aber es ist letztendlich gelungen, jetzt zu einer Regierungsvorlage zu kommen – woran der Herr Bundesminister und der Herr Staatssekretär mitgearbeitet haben –, mit der auch wir uns sehr stark identifizieren können, weil eine Reihe von Forderungen, die wir gestellt haben, nunmehr in diese Vorlage eingearbeitet worden sind. (Zwischenruf des Abg. Parnigoni.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben auch die Stärkung der Konsumentenrechte durchgesetzt, was gerade in diesem Bereich ein sehr wesentlicher Punkt ist. Künftig wird auch ein zweijähriger Telekommunikationsbericht an das Parlament zu liefern sein. Zwar kann man sagen, zwei Jahre sind lang, oder das ist nicht so lang, wie Kollegin Moser vorhin gemeint hat, aber eines steht fest: Es ist nun so, dass wir grundsätzlich überhaupt diesen Bericht bekommen, und das ist positiv! (Beifall bei der SPÖ.) Eine optimale Fortentwicklung des Telekom-Sektors und damit des Wirtschaftsstandorts Österreich wird dadurch ermöglicht.
Beifall bei der SPÖ.
Auf eines darf ich allerdings aufmerksam machen: Auch wenn wir jetzt zustimmen, soll die Regierung in Zukunft nicht einen schweren Fehler begehen. Wir glauben, dass es falsch ist, wenn man die Telekom Austria zur Gänze an das Ausland verkauft, zum Beispiel an die Swisscom, wie es jetzt im Gerede war. Das ist deshalb falsch, weil wir hier einen wichtigen nationalen Markt-Player brauchen, um die Bedingungen auf dem Telekom-Sektor mitgestalten zu können, die Investitionen und damit die Arbeitsplätze sichern und fördern zu können, letztlich auch, um die Preissituation für Telekom-Leistungen und das Service in Österreich unternehmerisch mitbestimmen zu können. Meine Damen und Herren, daher hier die Bitte, mit diesem Eigentümerwechsel sehr vorsichtig umzugehen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer – ans Rednerpult tretend –: Herr Präsident! Herr Minister! Herr Staatssekretär!
Was das Telekom-Gesetz selbst betrifft, halte ich es für ein gutes, gelungenes Gesetz. Es wird uns mit diesem Gesetz gelingen, High Tech zu fördern, Arbeitsplätze zu fördern, Wirtschaftsstandortqualität zu sichern und den Konsumentenschutz auf einem hohen Niveau zu halten. – Ich danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer – ans Rednerpult tretend –: Herr Präsident! Herr Minister! Herr Staatssekretär!)
Heiterkeit.
Präsident Dr. Heinz Fischer: Herr Abgeordneter, ich hätte gerne die Gelegenheit, Ihnen das Wort zu erteilen. (Heiterkeit.)
Zwischenrufe.
Abgeordneter Klaus Wittauer (Freiheitliche): Danke, Herr Präsident! (Zwischenrufe.) Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Frau Abgeordnete Moser hat sich hier draußen – und das ist ja sehr interessant – ohne Inhalt dargestellt. Sie, Frau Abgeordnete Moser, sind nicht darauf eingegangen, dass dieses hervorragende Gesetz sehr wohl die Konsumenten als auch den fairen Wettbewerb berücksichtigt. (Abg. Dr. Lichtenberger: Sie haben es nicht verstanden!) Sie sind hier herausgegangen und haben wieder pauschal ein Gesetz verurteilt, das normalerweise sehr wohl Ihre Zustimmung bekommen sollte. (Zwischenruf der Abg. Dr. Gabriela Moser.)
Abg. Dr. Lichtenberger: Sie haben es nicht verstanden!
Abgeordneter Klaus Wittauer (Freiheitliche): Danke, Herr Präsident! (Zwischenrufe.) Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Frau Abgeordnete Moser hat sich hier draußen – und das ist ja sehr interessant – ohne Inhalt dargestellt. Sie, Frau Abgeordnete Moser, sind nicht darauf eingegangen, dass dieses hervorragende Gesetz sehr wohl die Konsumenten als auch den fairen Wettbewerb berücksichtigt. (Abg. Dr. Lichtenberger: Sie haben es nicht verstanden!) Sie sind hier herausgegangen und haben wieder pauschal ein Gesetz verurteilt, das normalerweise sehr wohl Ihre Zustimmung bekommen sollte. (Zwischenruf der Abg. Dr. Gabriela Moser.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Gabriela Moser.
Abgeordneter Klaus Wittauer (Freiheitliche): Danke, Herr Präsident! (Zwischenrufe.) Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Frau Abgeordnete Moser hat sich hier draußen – und das ist ja sehr interessant – ohne Inhalt dargestellt. Sie, Frau Abgeordnete Moser, sind nicht darauf eingegangen, dass dieses hervorragende Gesetz sehr wohl die Konsumenten als auch den fairen Wettbewerb berücksichtigt. (Abg. Dr. Lichtenberger: Sie haben es nicht verstanden!) Sie sind hier herausgegangen und haben wieder pauschal ein Gesetz verurteilt, das normalerweise sehr wohl Ihre Zustimmung bekommen sollte. (Zwischenruf der Abg. Dr. Gabriela Moser.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich möchte hier einmal den Beamten danken, die dahinter stehen, und möchte sie auch namentlich einmal nennen: Herrn Dr. Singer, Herrn Fürnkranz, Frau Sabitzer – stellvertretend für alle Beamten, die bei diesem Gesetz eine hervorragende Arbeit geleistet haben. Auch Ihnen, Herr Minister Gorbach, ein Danke! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gabriela Moser: Das ist eine Verschlechterung! – Abg. Dr. Lichtenberger: Das Gegenteil ist der Fall!
Jeder von uns wurde schon mit Massen-Mails, so genannten Spams , belästigt. Auch da wird für einen besseren Schutz gesorgt. Wenn die Identität des Absenders, in dessen Auftrag die Nachricht übermittelt wird, verheimlicht oder verschleiert wird, kann der Empfänger die Einstellung solcher Nachrichten verlangen. Es muss dem Empfänger auch bei Zusendung der elektronischen Post – einschließlich SMS – ausdrücklich die Möglichkeit gegeben werden, den Empfang solcher Nachrichten abzulehnen. Automatisch braucht es bei Versenden von 50 gleichen Nachrichten eine Genehmigung. Das ist Konsumentenschutz, meine Damen und Herren von den Grünen! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gabriela Moser: Das ist eine Verschlechterung! – Abg. Dr. Lichtenberger: Das Gegenteil ist der Fall!)
Abg. Öllinger: Nicht alles herunterlesen!
In den letzten Jahren wurde viel Missbrauch betrieben. Das betrifft vor allem die frei kalkulierbaren Dienste ohne Deckelung, die so genannten 0900er-Nummern, in denen vor allem Sex-Dienste angeboten werden und Familien fast in den Ruin getrieben worden sind. (Abg. Öllinger: Nicht alles herunterlesen!) Herr Abgeordneter Öllinger, vielleicht können Sie dann auch heraußen ein bisschen darüber referieren. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Warum stimmen Sie unserem Antrag nicht zu?)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Warum stimmen Sie unserem Antrag nicht zu?
In den letzten Jahren wurde viel Missbrauch betrieben. Das betrifft vor allem die frei kalkulierbaren Dienste ohne Deckelung, die so genannten 0900er-Nummern, in denen vor allem Sex-Dienste angeboten werden und Familien fast in den Ruin getrieben worden sind. (Abg. Öllinger: Nicht alles herunterlesen!) Herr Abgeordneter Öllinger, vielleicht können Sie dann auch heraußen ein bisschen darüber referieren. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Warum stimmen Sie unserem Antrag nicht zu?)
Abg. Öllinger: Sie sollten das überprüfen, was Sie da vorlesen!
Jugendlicher Leichtsinn hat extreme Kosten verursacht. Telefone wurden betrieben und missbräuchlich verwendet. (Abg. Öllinger: Sie sollten das überprüfen, was Sie da vorlesen!) Mit diesem Gesetz ist es nun möglich, einmal jährlich diese Nummern zu sperren. Damit ist erstmalig ein Schutz vor dieser Gefahr kostenfrei gegeben. Herr Abgeordneter Öllinger, hören Sie zu! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Denken! Lesen! Sprechen!) Ihre Abgeordnete hat nicht über den Inhalt dieses Gesetzes geredet (Abg. Öllinger: O ja!), deshalb rede jetzt ich über den Inhalt, und ich hoffe, Sie hören einmal ein bisschen zu. (Abg. Dr. Lichtenberger: Sie haben nicht zugehört! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Denken! Lesen! Sprechen!
Jugendlicher Leichtsinn hat extreme Kosten verursacht. Telefone wurden betrieben und missbräuchlich verwendet. (Abg. Öllinger: Sie sollten das überprüfen, was Sie da vorlesen!) Mit diesem Gesetz ist es nun möglich, einmal jährlich diese Nummern zu sperren. Damit ist erstmalig ein Schutz vor dieser Gefahr kostenfrei gegeben. Herr Abgeordneter Öllinger, hören Sie zu! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Denken! Lesen! Sprechen!) Ihre Abgeordnete hat nicht über den Inhalt dieses Gesetzes geredet (Abg. Öllinger: O ja!), deshalb rede jetzt ich über den Inhalt, und ich hoffe, Sie hören einmal ein bisschen zu. (Abg. Dr. Lichtenberger: Sie haben nicht zugehört! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.)
Abg. Öllinger: O ja!
Jugendlicher Leichtsinn hat extreme Kosten verursacht. Telefone wurden betrieben und missbräuchlich verwendet. (Abg. Öllinger: Sie sollten das überprüfen, was Sie da vorlesen!) Mit diesem Gesetz ist es nun möglich, einmal jährlich diese Nummern zu sperren. Damit ist erstmalig ein Schutz vor dieser Gefahr kostenfrei gegeben. Herr Abgeordneter Öllinger, hören Sie zu! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Denken! Lesen! Sprechen!) Ihre Abgeordnete hat nicht über den Inhalt dieses Gesetzes geredet (Abg. Öllinger: O ja!), deshalb rede jetzt ich über den Inhalt, und ich hoffe, Sie hören einmal ein bisschen zu. (Abg. Dr. Lichtenberger: Sie haben nicht zugehört! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.)
Abg. Dr. Lichtenberger: Sie haben nicht zugehört! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.
Jugendlicher Leichtsinn hat extreme Kosten verursacht. Telefone wurden betrieben und missbräuchlich verwendet. (Abg. Öllinger: Sie sollten das überprüfen, was Sie da vorlesen!) Mit diesem Gesetz ist es nun möglich, einmal jährlich diese Nummern zu sperren. Damit ist erstmalig ein Schutz vor dieser Gefahr kostenfrei gegeben. Herr Abgeordneter Öllinger, hören Sie zu! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Denken! Lesen! Sprechen!) Ihre Abgeordnete hat nicht über den Inhalt dieses Gesetzes geredet (Abg. Öllinger: O ja!), deshalb rede jetzt ich über den Inhalt, und ich hoffe, Sie hören einmal ein bisschen zu. (Abg. Dr. Lichtenberger: Sie haben nicht zugehört! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.)
Abg. Öllinger: Was steht in dem Antrag?
Ich möchte noch kurz auf etwas anderes zu sprechen kommen. (Abg. Öllinger: Was steht in dem Antrag?) Vorhin wurde Minister Grasser sehr stark kritisiert. (Abg. Schieder: Was ist das für ein Antrag? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.) Ich möchte Ihnen aus diesem ... (Abg. Dr. Lichtenberger: Was geschieht mit den 0900er-Nummern?) Wollen Sie es hören, Frau Abgeordnete? (Abg. Sburny: ... schon alles gesagt!)
Abg. Schieder: Was ist das für ein Antrag? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
Ich möchte noch kurz auf etwas anderes zu sprechen kommen. (Abg. Öllinger: Was steht in dem Antrag?) Vorhin wurde Minister Grasser sehr stark kritisiert. (Abg. Schieder: Was ist das für ein Antrag? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.) Ich möchte Ihnen aus diesem ... (Abg. Dr. Lichtenberger: Was geschieht mit den 0900er-Nummern?) Wollen Sie es hören, Frau Abgeordnete? (Abg. Sburny: ... schon alles gesagt!)
Abg. Dr. Lichtenberger: Was geschieht mit den 0900er-Nummern?
Ich möchte noch kurz auf etwas anderes zu sprechen kommen. (Abg. Öllinger: Was steht in dem Antrag?) Vorhin wurde Minister Grasser sehr stark kritisiert. (Abg. Schieder: Was ist das für ein Antrag? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.) Ich möchte Ihnen aus diesem ... (Abg. Dr. Lichtenberger: Was geschieht mit den 0900er-Nummern?) Wollen Sie es hören, Frau Abgeordnete? (Abg. Sburny: ... schon alles gesagt!)
Abg. Sburny: ... schon alles gesagt!
Ich möchte noch kurz auf etwas anderes zu sprechen kommen. (Abg. Öllinger: Was steht in dem Antrag?) Vorhin wurde Minister Grasser sehr stark kritisiert. (Abg. Schieder: Was ist das für ein Antrag? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.) Ich möchte Ihnen aus diesem ... (Abg. Dr. Lichtenberger: Was geschieht mit den 0900er-Nummern?) Wollen Sie es hören, Frau Abgeordnete? (Abg. Sburny: ... schon alles gesagt!)
Abg. Öllinger: Nein, nein, hat er nicht! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.
Bei der Pressekonferenz kam ganz klar heraus: Grasser schließt Verkauf an strategische Investoren aus. Aus seiner Sicht sind zwei aus dem Rennen, das sind Magna und Thyssen Krupp. – Ich begrüße diesen Schritt, dass Minister Grasser ganz klare Worte zu Ihren Vorwürfen gefunden hat. (Abg. Öllinger: Nein, nein, hat er nicht! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.) Deshalb können wir auch diese Aussage von Minister Grasser unterstützen. Es war immer eine Forderung von uns, dass diese Unternehmungen in österreichischer Hand bleiben sollen. Da werden wir Freiheitliche ganz genau aufpassen, dass die vielen Arbeitnehmer geschützt bleiben und weiterhin ihrem Beruf nachgehen können!
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich möchte auch auf die Telekom Austria AG zu sprechen kommen: 14 830 Arbeitnehmer – diese gehören geschützt! Bei der voest: 22 000! Wir Freiheitliche werden uns dafür einsetzen, dass diese Unternehmungen weiterhin Bestand in unserem Österreich haben. Wir werden uns dafür einsetzen, wir werden der Garant dafür sein, um diese Arbeitnehmer auch in Zukunft zu schützen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das ist freiheitlich, Herr Abgeordneter! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich möchte auch auf die Telekom Austria AG zu sprechen kommen: 14 830 Arbeitnehmer – diese gehören geschützt! Bei der voest: 22 000! Wir Freiheitliche werden uns dafür einsetzen, dass diese Unternehmungen weiterhin Bestand in unserem Österreich haben. Wir werden uns dafür einsetzen, wir werden der Garant dafür sein, um diese Arbeitnehmer auch in Zukunft zu schützen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das ist freiheitlich, Herr Abgeordneter! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Hakl: Das war bereits Gesetz, und wir haben zusätzlich ...!
In die letzte Sitzung des Verkehrsausschusses ist Frau Kollegin Hakl mit einem Abänderungsantrag gekommen, der nun diese sehr positive Regelung aufweicht, und zwar dramatisch aufweicht. Dazu muss ich sagen: Das lehnen die Grünen ab, weil es hier größte Schwierigkeiten gibt, gerade für Klein- und Jungunternehmer, weil hier die Differenz nicht gegeben ist. (Abg. Mag. Hakl: Das war bereits Gesetz, und wir haben zusätzlich ...!) Indem nun das Verbot der unerwünschten Werbung nur noch auf Konsumenten beschränkt wird, sind im Gegensatz zu früher all jene, die Kleinunternehmer sind, beispielsweise die Architekten, natürlich dem Schwall unerwünschter Werbung ungeschützt ausgesetzt. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.
In die letzte Sitzung des Verkehrsausschusses ist Frau Kollegin Hakl mit einem Abänderungsantrag gekommen, der nun diese sehr positive Regelung aufweicht, und zwar dramatisch aufweicht. Dazu muss ich sagen: Das lehnen die Grünen ab, weil es hier größte Schwierigkeiten gibt, gerade für Klein- und Jungunternehmer, weil hier die Differenz nicht gegeben ist. (Abg. Mag. Hakl: Das war bereits Gesetz, und wir haben zusätzlich ...!) Indem nun das Verbot der unerwünschten Werbung nur noch auf Konsumenten beschränkt wird, sind im Gegensatz zu früher all jene, die Kleinunternehmer sind, beispielsweise die Architekten, natürlich dem Schwall unerwünschter Werbung ungeschützt ausgesetzt. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren! Wollen Sie nicht nur verstopfte Briefkästen, Brieffächer beim Eingang zu Hause, sondern auch noch auf Ihren Mailseiten? Meine Damen und Herren! Das lehnen wir ab! Unerwünschte Werbung brauchen wir nicht! (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der SPÖ: Da haben Sie Recht!
Und wenn es nun heißt, es müsse die Möglichkeit geschaffen werden, anzuklicken, dass man die Werbung nicht mehr haben will, so ist das zwar juristisch und technisch ein interessanter Vorschlag, allein werbetechnisch ist er absolut kontraproduktiv. Ich sage Ihnen eines: Diejenigen, die Internetwerbung machen, wissen das ganz genau. Wenn nämlich jemand den Knopf anklickt, hat er damit bewiesen, dass er die Werbung gelesen hat, und einer, der das gelesen hat, ist natürlich für andere Werbesendungen, nicht mehr für diese, ein extrem interessanter Adressat, weil er diese Dinge liest. Wenn es einfach gelöscht wird und dieses Signal nicht erfolgt, dann signalisiere ich der Werbewirtschaft ja nicht unbedingt, dass ich diese Dinge lese. (Ruf bei der SPÖ: Da haben Sie Recht!)
Beifall bei den Grünen.
Das ist das Riesenproblem, das mit dieser Regelung einhergeht, obwohl es vielleicht sogar legistisch, juristisch gut gemeint war. In der Praxis der Werbewirtschaft ist das aber völlig kontraproduktiv und soll daher verschwinden. Das ist nicht zweckdienlich, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
wirklich nur ablehnen, denn das ist wirklich ein absolut falscher Schritt gewesen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
heißt, dass dieser Antrag jetzt nicht eingebracht ist. Ich bin schon sehr darauf gespannt, wie er aussieht. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Lichtenberger: Stimmt!
Abgeordnete Mag. Karin Hakl (ÖVP): Frau Abgeordnete Lichtenberger hat gerade behauptet, ich hätte im Ausschuss einen Abänderungsantrag eingebracht, der den Spammingschutz aufgeweicht hätte. (Abg. Dr. Lichtenberger: Stimmt!)
Abg. Dr. Lichtenberger: Das stimmt ja nicht!
Richtig ist vielmehr, dass das Gesetz bedauerlicherweise lediglich einen Schutz für Verbraucher vorgesehen hat, weshalb ich einen Abänderungsantrag eingebracht habe, durch den ein neuer Absatz aufgenommen wurde, worin auch ein Schutz für Unternehmer enthalten ist. (Abg. Dr. Lichtenberger: Das stimmt ja nicht!) Ich biete der Abgeordneten Lichtenberger sehr gerne an, ihr jetzt sofort – sie war offenbar unaufmerksam – diesen Abänderungsantrag noch einmal zu übergeben. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei den Grünen.
Richtig ist vielmehr, dass das Gesetz bedauerlicherweise lediglich einen Schutz für Verbraucher vorgesehen hat, weshalb ich einen Abänderungsantrag eingebracht habe, durch den ein neuer Absatz aufgenommen wurde, worin auch ein Schutz für Unternehmer enthalten ist. (Abg. Dr. Lichtenberger: Das stimmt ja nicht!) Ich biete der Abgeordneten Lichtenberger sehr gerne an, ihr jetzt sofort – sie war offenbar unaufmerksam – diesen Abänderungsantrag noch einmal zu übergeben. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei den Grünen.)
Abg. Dr. Lichtenberger: Papierwerbung genauso!
Zur Kritik von Frau Abgeordneter Dr. Lichtenberger: Ich bin eigentlich froh, dass diese dann noch gekommen ist, denn sonst hätte ich auf Grund der Verhandlungen im Verkehrsausschuss und auch der heutigen Ausführungen von Frau Dr. Moser das Gefühl haben müssen, dass die Grünen aus Prinzip dagegen sind, weil ich bisher keine wirklichen Argumente gehört habe. Diese Ihre Haltung könnte aber ein Argument sein. Ich sage Ihnen, dass auch ich mich oft etwas belästigt von viel zu viel Werbung fühle, aber nicht nur in diesem Bereich, auch in anderen Bereichen. (Abg. Dr. Lichtenberger: Papierwerbung genauso!) Aber Werbung ist eben auch ein Teil der Wirtschaft, und zwar kein unwichtiger. Und Wirtschaft sind wir alle, und wir sollten auch hoffen, dass es der Wirtschaft gut geht. Ich mache einen Link, einen Verweis auf heute Vormittag und die Ihnen offensichtlich überflüssig vorkommende Diskussion über die aktuelle wirtschaftliche Situation in unserem Lande.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Dr. Gabriela Moser.
Herzlichen Dank dafür! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Dr. Gabriela Moser.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist dies ein modernes, ein gutes Gesetz. Ich erbitte Ihre Zustimmung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Neudeck: Ist uns ohnehin lieber!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Mag. Mainoni. – Nein, Verzeihung: Herr Abgeordneter Ing. Kaipel. – Bitte. (Abg. Neudeck: Ist uns ohnehin lieber!)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Eine große Chance für den ländlichen Raum wurde vertan. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Alles in allem: ein neues, ein gutes Gesetz, das Gott sei Dank auch breite Zustimmung findet. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Eder: Bravo!
Mit der verstärkten Nutzung von Internet und anderen modernen Techniken können Wettbewerbsunterschiede verringert werden. Und es gibt durchaus auch heute schon ländliche Regionen mit einer großen Dichte an solchen Einrichtungen. In diesem Zusammenhang nenne ich etwa die Gemeinde Hüttschlag, eine Gemeinde, in der über 90 Prozent der bäuerlichen Betriebe über einen Internetanschluss verfügen. (Abg. Eder: Bravo!) Die Dichte allein ist jedoch nicht der einzige Maßstab: In Zukunft werden wir noch mehr in Richtung Qualität zu investieren haben. Im Bereich Breitbandversorgung müssen Initiativen gesetzt werden, denn damit kann man sicherlich auch eine Verbesserung der Arbeitsplatzsituation in ohnehin benachteiligten Regionen bewirken.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Alles in allem können wir feststellen, dass wir heute ein modernes Telekommunikationsgesetz beschließen, das zum Wohle der Menschen in unserem Land wirkt. Ich lade alle ein, dieser Gesetzesvorlage die Zustimmung zu geben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Rufe: Broukal ist nicht im Saal!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Broukal. (Rufe: Broukal ist nicht im Saal!)
Staatssekretär Mag. Kukacka: Das Fernsehen ist nicht mehr da – und Broukal ist nicht mehr interessiert ...! – Abg. Parnigoni – auf dem Weg zum Rednerpult –: Das ist eine unqualifizierte Bemerkung, Herr Staatssekretär!
Mit Vergnügen: Dann ist Herr Abgeordneter Parnigoni der nächste Redner. – Bitte. (Staatssekretär Mag. Kukacka: Das Fernsehen ist nicht mehr da – und Broukal ist nicht mehr interessiert ...! – Abg. Parnigoni – auf dem Weg zum Rednerpult –: Das ist eine unqualifizierte Bemerkung, Herr Staatssekretär!)
Beifall bei der SPÖ.
Hohes Haus! Der Wettbewerb ist nunmehr etabliert. In Österreich gibt es im Handy-Bereich eine enorm hohe Penetration, und wir haben auch relativ niedrige Tarife, was ja auch mit einer Liberalisierung des Marktes erreicht werden konnte. Allerdings hat sich seit dem Jahre 1997 eine Reihe von Problemen ergeben, Probleme, die ganz auffällig wurden, und daher ist natürlich diese Novelle dringend notwendig geworden, vor allem was die Konsumentenrechte anlangt. Da zeigt sich deutlich, dass gerade bei den Mehrwertdiensten vor allem die Streitschlichtungsfälle bei der RTR allzu dramatische Zuwächse haben. Daher nochmals: Diese Novelle ist ganz wichtig. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Für uns war auch wichtig, dass in diese Novelle entsprechende Incentives zur Steigerung der Investitionen im Telekombereich Eingang finden. Auch die Nummernportabilität, die schon erwähnt worden ist, ist eine wichtige Angelegenheit. Vor allem ging es uns auch um die Stärkung der Konsumentenrechte. Und die kostenmäßige Begrenzung von Mehrwertdiensten und die Möglichkeit, Rufnummern durch die KonsumentInnen sperren zu lassen, sind ja sichtbare Zeichen hiefür. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.) – Ich danke herzlich. (Abg. Mag. Molterer: Tosender Applaus!)
Abg. Mag. Molterer: Tosender Applaus!
Für uns war auch wichtig, dass in diese Novelle entsprechende Incentives zur Steigerung der Investitionen im Telekombereich Eingang finden. Auch die Nummernportabilität, die schon erwähnt worden ist, ist eine wichtige Angelegenheit. Vor allem ging es uns auch um die Stärkung der Konsumentenrechte. Und die kostenmäßige Begrenzung von Mehrwertdiensten und die Möglichkeit, Rufnummern durch die KonsumentInnen sperren zu lassen, sind ja sichtbare Zeichen hiefür. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.) – Ich danke herzlich. (Abg. Mag. Molterer: Tosender Applaus!)
Beifall bei der SPÖ.
Nochmals: Wir stimmen zu, allerdings muss die nächste Novelle sozusagen schon in der Pipeline sein. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Ich darf Sie bitten und einladen, dieser Gesetzesvorlage Ihre Zustimmung zu erteilen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Rufe bei den Freiheitlichen: Oh, Broukal ist wieder zurückgekommen ...! Hat es sich doch überlegt ...!
Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Broukal. Ich erteile es ihm. (Rufe bei den Freiheitlichen: Oh, Broukal ist wieder zurückgekommen ...! Hat es sich doch überlegt ...!)
Rufe: Nein, der Parnigoni hat viel besser geredet als Sie
Abgeordneter Josef Broukal (SPÖ): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich freue mich einerseits, dass Sie sich freuen, mich wiederzusehen (Rufe: Nein, der Parnigoni hat viel besser geredet als Sie), aber andererseits denke ich: Irgendwann wär’s einmal an der Zeit, dass Sie sich an mich gewöhnen, so wie ich mich an Sie zu gewöhnen hatte, was mir, so glaube ich – mit einigen wenigen Ausnahmen – auch gut gelungen ist. Ich würde mir jedenfalls von Ihnen (in Richtung Freiheitliche und ÖVP) wünschen, dass wir etwas normaler miteinander umgehen ... (Beifall bei der SPÖ. –
Rufe: Drei-Parteien-Materie!
Es ändert nichts daran: Wir reden jetzt über eine Vier-Parteien-Materie. Auch meine Fraktion anerkennt, dass es ... (Rufe: Drei-Parteien-Materie!) Drei-Parteien-Materie, herzlichen Dank! Sie sind dagegen? (Ruf: Die Grünen!) – Die Grünen, und das verstehe ich, denn der Strahlenschutz wurde nicht gebührend berücksichtigt.
Ruf: Die Grünen!
Es ändert nichts daran: Wir reden jetzt über eine Vier-Parteien-Materie. Auch meine Fraktion anerkennt, dass es ... (Rufe: Drei-Parteien-Materie!) Drei-Parteien-Materie, herzlichen Dank! Sie sind dagegen? (Ruf: Die Grünen!) – Die Grünen, und das verstehe ich, denn der Strahlenschutz wurde nicht gebührend berücksichtigt.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP, der Freiheitlichen und der Grünen.
Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP, der Freiheitlichen und der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Was werden die Mitbewerber tun? – Diese werden Billigstpersonal einsetzen, da wird der Verteiler 2 € in der Stunde bekommen, die Schwarzarbeit wird blühen und gang und gäbe sein. Die Postler hingegen, die dann die teuren Dienste verrichten müssen, haben natürlich einen Kollektivvertrag, die zahlen Steuern für die Österreicherinnen und Österreicher, die zahlen Sozialabgaben, und damit gibt es einen unlauteren Wettbewerb. Und so stelle ich mir eine Liberalisierung nicht unbedingt vor. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der nächste Punkt ist der Austausch der Briefanlagen. Um 150 Millionen € werden 1,8 Millionen Anlagen ersetzt. Da werden – sage ich jetzt einmal – auch neuere Baujahre dabei sein. Was uns daran besonders stört: Das werden wieder die Konsumenten bezahlen. Und auch das ist nicht die Art, wie man sich eine Liberalisierung vorstellt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister! Stellen Sie einen solchen Unfug in Zukunft bitte ab! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Marizzi: Aber mit Augenmaß!
Herr Abgeordneter Marizzi, auch ich habe Ihre Argumente im Verkehrsausschuss sehr genau angehört und kann dem einen oder anderen etwas abgewinnen, aber es ist nun einmal so, dass man Argumente eben abwägen muss und sich dann entscheiden sollte. (Abg. Marizzi: Aber mit Augenmaß!) Ich glaube, man kann schon von Augenmaß sprechen, wenn jetzt die Frist mit 1. Juli 2006 gesetzt wurde und die Verantwortlichen dort ja wissen – nicht erst ab heute, wenn das beschlossen wird –, dass diese Liberalisierung oder die Aufgabe der Monopolisierung kommen wird. Da sind drei Jahre ein Zeitraum, in dem ein dynamisches und modernes Unternehmen – und als solches will ich die Post ja sehen – das schaffen kann. Ich stimme völlig mit Ihnen überein, wenn Sie sagen, dass Post auch ein Stück Heimat sein soll, auf das wir stolz sein können, ähnlich wie bei den ÖBB, aber stolz bin ich auf etwas, das in drei Jahren eine derartige Umstellung schafft und nicht acht Jahre dazu braucht wie unsere deutschen Kollegen. In diesem Fall ist Deutschland für mich aber schon überhaupt kein Vorbild, Herr Marizzi. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Marizzi: Warum will der Finanzminister das an die Deutschen verkaufen? Das müssen Sie auch erklären!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Marizzi: Warum will der Finanzminister das an die Deutschen verkaufen? Das müssen Sie auch erklären!
Herr Abgeordneter Marizzi, auch ich habe Ihre Argumente im Verkehrsausschuss sehr genau angehört und kann dem einen oder anderen etwas abgewinnen, aber es ist nun einmal so, dass man Argumente eben abwägen muss und sich dann entscheiden sollte. (Abg. Marizzi: Aber mit Augenmaß!) Ich glaube, man kann schon von Augenmaß sprechen, wenn jetzt die Frist mit 1. Juli 2006 gesetzt wurde und die Verantwortlichen dort ja wissen – nicht erst ab heute, wenn das beschlossen wird –, dass diese Liberalisierung oder die Aufgabe der Monopolisierung kommen wird. Da sind drei Jahre ein Zeitraum, in dem ein dynamisches und modernes Unternehmen – und als solches will ich die Post ja sehen – das schaffen kann. Ich stimme völlig mit Ihnen überein, wenn Sie sagen, dass Post auch ein Stück Heimat sein soll, auf das wir stolz sein können, ähnlich wie bei den ÖBB, aber stolz bin ich auf etwas, das in drei Jahren eine derartige Umstellung schafft und nicht acht Jahre dazu braucht wie unsere deutschen Kollegen. In diesem Fall ist Deutschland für mich aber schon überhaupt kein Vorbild, Herr Marizzi. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Marizzi: Warum will der Finanzminister das an die Deutschen verkaufen? Das müssen Sie auch erklären!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Parnigoni: Das wird dann der nächste Postenschacher!
Herr Abgeordneter Marizzi! Sie haben im Verkehrsausschuss auch gesagt, dass man die Post jetzt so abrupt in eine neue Situation hineindrängt. Also ich sage Ihnen etwas: Wenn die Post es nicht schaffen sollte, diese neue Situation bis 1. Juli 2006 zu bewältigen, dann wäre es höchste Zeit, dass wir dort etwas im Management überlegen und tun. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Parnigoni: Das wird dann der nächste Postenschacher!)
Abg. Parnigoni: Das nützt ihr auch nichts!
Damit bin ich auch schon bei der Grundsatzdiskussion: Es soll kein Ausverkauf der Post stattfinden. Das, glaube ich, ist gewährleistet. Ich habe den Eindruck, dass man gerade im Bereich der ÖIAG sehr sorgfältig mit Werten, mit guten Bilanzen, mit Kernfunktionen, mit Kernkompetenzen umgeht. Und die hat die Post ganz eindeutig. (Abg. Parnigoni: Das nützt ihr auch nichts!) Ich bin übrigens ein Fan der Post, und ich hätte jetzt beinahe gesagt, ich liebe meinen Postillion. Also mir gefällt das System auch. Vor allem in den ländlichen Bereichen ist es extrem wichtig, keine Frage, aber die Romantik hört sich halt dann auf – und das möchte ich Ihnen schon auch mitteilen –, wenn Postverantwortliche – da können die Postler nichts dafür, das ist wirklich im Overhead passiert – mit dem Monopol Werbung machen. Wenn sie nicht imstande sind, ihre guten Leistungen, ihre Geschwindigkeit, ihre Verlässlichkeit, ihre Vergleichbarkeit, was die Kosten betrifft, und andere Faktoren, die in der freien Wirtschaft eben maßgebend sind, so darzustellen, dass man sie in Anspruch nimmt, sondern wenn die Werbebotschaft der letzten Tage und Wochen ist: Das Monopol, das wir haben, garantiert uns als Einzigen bis zu Ihrem Briefkasten ins Haus zu kommen!, dann ist das in Wahrheit eine Bankrotterklärung der Organisation. (Abg. Marizzi: Das habe ich nicht gesagt!) Ja, aber ich sage es Ihnen jetzt. (Abg. Gradwohl: Warum sollen die Mieter für etwas bezahlen, was Sie sich wünschen?)
Abg. Marizzi: Das habe ich nicht gesagt!
Damit bin ich auch schon bei der Grundsatzdiskussion: Es soll kein Ausverkauf der Post stattfinden. Das, glaube ich, ist gewährleistet. Ich habe den Eindruck, dass man gerade im Bereich der ÖIAG sehr sorgfältig mit Werten, mit guten Bilanzen, mit Kernfunktionen, mit Kernkompetenzen umgeht. Und die hat die Post ganz eindeutig. (Abg. Parnigoni: Das nützt ihr auch nichts!) Ich bin übrigens ein Fan der Post, und ich hätte jetzt beinahe gesagt, ich liebe meinen Postillion. Also mir gefällt das System auch. Vor allem in den ländlichen Bereichen ist es extrem wichtig, keine Frage, aber die Romantik hört sich halt dann auf – und das möchte ich Ihnen schon auch mitteilen –, wenn Postverantwortliche – da können die Postler nichts dafür, das ist wirklich im Overhead passiert – mit dem Monopol Werbung machen. Wenn sie nicht imstande sind, ihre guten Leistungen, ihre Geschwindigkeit, ihre Verlässlichkeit, ihre Vergleichbarkeit, was die Kosten betrifft, und andere Faktoren, die in der freien Wirtschaft eben maßgebend sind, so darzustellen, dass man sie in Anspruch nimmt, sondern wenn die Werbebotschaft der letzten Tage und Wochen ist: Das Monopol, das wir haben, garantiert uns als Einzigen bis zu Ihrem Briefkasten ins Haus zu kommen!, dann ist das in Wahrheit eine Bankrotterklärung der Organisation. (Abg. Marizzi: Das habe ich nicht gesagt!) Ja, aber ich sage es Ihnen jetzt. (Abg. Gradwohl: Warum sollen die Mieter für etwas bezahlen, was Sie sich wünschen?)
Abg. Gradwohl: Warum sollen die Mieter für etwas bezahlen, was Sie sich wünschen?
Damit bin ich auch schon bei der Grundsatzdiskussion: Es soll kein Ausverkauf der Post stattfinden. Das, glaube ich, ist gewährleistet. Ich habe den Eindruck, dass man gerade im Bereich der ÖIAG sehr sorgfältig mit Werten, mit guten Bilanzen, mit Kernfunktionen, mit Kernkompetenzen umgeht. Und die hat die Post ganz eindeutig. (Abg. Parnigoni: Das nützt ihr auch nichts!) Ich bin übrigens ein Fan der Post, und ich hätte jetzt beinahe gesagt, ich liebe meinen Postillion. Also mir gefällt das System auch. Vor allem in den ländlichen Bereichen ist es extrem wichtig, keine Frage, aber die Romantik hört sich halt dann auf – und das möchte ich Ihnen schon auch mitteilen –, wenn Postverantwortliche – da können die Postler nichts dafür, das ist wirklich im Overhead passiert – mit dem Monopol Werbung machen. Wenn sie nicht imstande sind, ihre guten Leistungen, ihre Geschwindigkeit, ihre Verlässlichkeit, ihre Vergleichbarkeit, was die Kosten betrifft, und andere Faktoren, die in der freien Wirtschaft eben maßgebend sind, so darzustellen, dass man sie in Anspruch nimmt, sondern wenn die Werbebotschaft der letzten Tage und Wochen ist: Das Monopol, das wir haben, garantiert uns als Einzigen bis zu Ihrem Briefkasten ins Haus zu kommen!, dann ist das in Wahrheit eine Bankrotterklärung der Organisation. (Abg. Marizzi: Das habe ich nicht gesagt!) Ja, aber ich sage es Ihnen jetzt. (Abg. Gradwohl: Warum sollen die Mieter für etwas bezahlen, was Sie sich wünschen?)
Abg. Gradwohl: Es ist ja egal, ob abrupt oder langfristig, zahlen muss er es!
Im Übrigen wiederhole ich, was ich mich veranlasst sah, auch in einer Aussendung festzustellen: dass es an und für sich natürlich eine Hausherrenverpflichtung ist, diese Umstellung vornehmen zu lassen, und dass eben diese Kosten nicht auf anderen Wegen – ich weiß, dass es hier auch gute Organisationen wie Mieterschutz und Ähnliches mehr gibt – eins zu eins und abrupt, wie Sie im Verkehrsausschuss gesagt haben, auf den Mieter umgelegt werden sollen. (Abg. Gradwohl: Es ist ja egal, ob abrupt oder langfristig, zahlen muss er es!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es ist zweifelsohne ein Kompromiss, aber alles in allem ist es ja nicht einzusehen, dass sich dieses Relikt oder dieses Unikum gerade bei uns noch hält, während rundherum die Liberalisierung bereits vollzogen wurde. Und ein bisschen aktuell, um nicht zu sagen modern, sollten wir auch in Bereichen wie der Post sein. Ich habe den Eindruck, dass viele Postler das selbst auch wünschen und dass sie genügend gute Argumente haben, um ihre Produkte, um ihre Dienstleistungen, die hervorragend sind, im Wettbewerb besonders gut dastehen zu lassen. Und dann können sie auch bestehen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Marizzi: Wir werden schauen! – Abg. Gradwohl: Kollege Miedl, Sie wissen, dass es da Erfahrungswerte gibt!
Abgeordneter Werner Miedl (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! – Kollege Marizzi, ich habe Ihnen schon im Ausschuss aufmerksam zugehört, und wissen Sie, was ich eigentlich so nicht akzeptieren kann: Da gibt es ein Gemisch aus Emotion und Unterstellung, nämlich die Emotion Heimat und so weiter – ich verstehe das alles – und daneben die Unterstellung, dass ein Privater das sofort mit Schwarzarbeitern macht. Und dann sagt man, dann ist ja klar, dass die Post, die das alles anständig zahlt und als Einziger auf dem Markt ist ... (Abg. Marizzi: Wir werden schauen! – Abg. Gradwohl: Kollege Miedl, Sie wissen, dass es da Erfahrungswerte gibt!) Herr Kollege Marizzi, das ist so nicht akzeptabel!
Abg. Marizzi: Ich habe es Ihnen gesagt! Sie haben nicht zugehört!
Das darf doch nicht wahr sein, Herr Kollege, dass die Liberalisierung der Post, die in Wirklichkeit ohnehin bereits vollzogen ist, von Postkastln abhängig gemacht wird. Herr Kollege, da sind Sie in Wirklichkeit argumentativ wahnsinnig schwach. Denn, Entschuldigung, Sie müssen mir erklären, wenn ich den Zugang zu diesen posteigenen Brieffachanlagen zulasse, worin der Unterschied besteht, ob das mit 1. Juli 2006 oder mit 1. Jänner 2009 stattfindet, Herr Kollege. Ich habe Sie im Ausschuss gefragt, Ihre Antwort ist im Ausschuss nicht gekommen, heute in der Diskussion ist sie ebenso ausgeblieben. (Abg. Marizzi: Ich habe es Ihnen gesagt! Sie haben nicht zugehört!)
Abg. Marizzi: Das habe ich gesagt! Haben Sie jetzt geschlafen? Haben Sie mir nicht zugehört? Ich habe gesagt, dass die Post gute Leistungen erbringt!
Herr Kollege, ich sage Ihnen das zweite Argument: Es tut mir um die Post wahnsinnig Leid. Sie ist viel besser, als Sie sie hier darstellen. Die Post mit ihren 30 000 Mitarbeitern ist in Wirklichkeit auf einem sehr guten Weg, das alles auch sehr gut zu überstehen. Nur dieses Krankjammern der Post halte ich in Wirklichkeit für eine verfehlte Politik. (Abg. Marizzi: Das habe ich gesagt! Haben Sie jetzt geschlafen? Haben Sie mir nicht zugehört? Ich habe gesagt, dass die Post gute Leistungen erbringt!)
Abg. Marizzi: Das habe ich auch gesagt!
Was ist denn passiert, Herr Kollege? – Ich erzähle es Ihnen. Die gesamte Post in Europa ist einem gewaltigen Wandel unterzogen. Das werden wir in Österreich nicht aufhalten können. (Abg. Marizzi: Das habe ich auch gesagt!) Es gibt bereits fast überall außer der Post auch andere Anbieter. Und so soll es auch in Österreich in Hinkunft sein.
Abg. Marizzi: Überhaupt nicht! Nein, überhaupt nicht!
Herr Kollege, ich sage Ihnen noch einmal: Auch die Post bedient sich bereits gekaufter Privater sozusagen – das große Schreckgespenst für Sie (Abg. Marizzi: Überhaupt nicht! Nein, überhaupt nicht!) –, nämlich der feibra Werbung, die unterwegs ist. Als Eigentümer ist die Post dort vorhanden, und die machen ihren Job ganz gut. All die Argumente, die Sie gegen so genannte Private vorbringen, wären damit auch für die feibra gültig, Herr Kollege. Das heißt, Sie würden auch der Post und ihrer Tochter feibra mit Ihren Argumenten einiges unterstellen, was nicht richtig wäre. (Abg. Marizzi: Haben Sie mir nicht zugehört?)
Abg. Marizzi: Haben Sie mir nicht zugehört?
Herr Kollege, ich sage Ihnen noch einmal: Auch die Post bedient sich bereits gekaufter Privater sozusagen – das große Schreckgespenst für Sie (Abg. Marizzi: Überhaupt nicht! Nein, überhaupt nicht!) –, nämlich der feibra Werbung, die unterwegs ist. Als Eigentümer ist die Post dort vorhanden, und die machen ihren Job ganz gut. All die Argumente, die Sie gegen so genannte Private vorbringen, wären damit auch für die feibra gültig, Herr Kollege. Das heißt, Sie würden auch der Post und ihrer Tochter feibra mit Ihren Argumenten einiges unterstellen, was nicht richtig wäre. (Abg. Marizzi: Haben Sie mir nicht zugehört?)
Abg. Kopf: Das ist Wien!
Wir sollten darüber reden, inwieweit die Stadt Wien der Post entgegenkommt. Ich lese da in einem durchaus angesehenen Blatt, dass die Post sehr sauer auf den Wiener Bürgermeister ist, weil er keine Hilfestellung dazu leistet, dass die Post bald das Verteilerzentrum auf ein Grundstück, über das die Stadt Wien verfügt, verlegen kann und dass das relativ schnell über die Bühne geht. (Abg. Kopf: Das ist Wien!) – Das sind alles Probleme, die wir anzugehen haben. (Abg. Kopf: Das ist das rote Wien! Wien ist anders!)
Abg. Kopf: Das ist das rote Wien! Wien ist anders!
Wir sollten darüber reden, inwieweit die Stadt Wien der Post entgegenkommt. Ich lese da in einem durchaus angesehenen Blatt, dass die Post sehr sauer auf den Wiener Bürgermeister ist, weil er keine Hilfestellung dazu leistet, dass die Post bald das Verteilerzentrum auf ein Grundstück, über das die Stadt Wien verfügt, verlegen kann und dass das relativ schnell über die Bühne geht. (Abg. Kopf: Das ist Wien!) – Das sind alles Probleme, die wir anzugehen haben. (Abg. Kopf: Das ist das rote Wien! Wien ist anders!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Diese Form des heutigen Beschlusses ist in Wirklichkeit ein längst ausständiges Gesetz, das die Wirtschaft braucht, das der Kunde braucht und das in Wirklichkeit allen dienen soll – nicht zuletzt natürlich auch der Post und den Konsumenten, Herr Kollege! In diesem Sinne darf ich Sie einladen, diesem Gesetz Ihre Zustimmung zu erteilen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Miedl: Frau Kollegin! Zum spätestmöglichen Zeitpunkt!
Ursprünglich war ja im Entwurf, auch in der Regierungsvorlage, das Jahr 2009 für diese Änderung – Liberalisierung der Zugänge zu den Postkästen, Hausbrieffachanlagen – vorgesehen. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Gorbach.) Dann gab es anscheinend eine heftige Diskussion, und nun heißt es 2006! (Abg. Miedl: Frau Kollegin! Zum spätestmöglichen Zeitpunkt!)
Abg. Miedl: Drei Jahre!
Für die Post bedeutet das eine rapidere Umstellung, für die KonsumentInnen bedeutet das eine schnellere Umstellung auf verschiedene Anbieter, die dann Zugang zu ihren Postfächern und zu den Vorräumen, in denen die Postkästen hängen, haben, und für die Industrie, die Postkästen beziehungsweise Hausbrieffachanlagen herstellt, ist es eine Herausforderung schlechthin. (Abg. Miedl: Drei Jahre!) – Herr Kollege Miedl! Sie haben, glaube ich, auch im Ausschuss durchaus zugestanden, dass es nicht leicht ist, in einem kurzen Zeitraum 1,8 Millionen neue Postkästen zu fabrizieren. (Abg. Mag. Regler: Drei Jahre!)
Abg. Mag. Regler: Drei Jahre!
Für die Post bedeutet das eine rapidere Umstellung, für die KonsumentInnen bedeutet das eine schnellere Umstellung auf verschiedene Anbieter, die dann Zugang zu ihren Postfächern und zu den Vorräumen, in denen die Postkästen hängen, haben, und für die Industrie, die Postkästen beziehungsweise Hausbrieffachanlagen herstellt, ist es eine Herausforderung schlechthin. (Abg. Miedl: Drei Jahre!) – Herr Kollege Miedl! Sie haben, glaube ich, auch im Ausschuss durchaus zugestanden, dass es nicht leicht ist, in einem kurzen Zeitraum 1,8 Millionen neue Postkästen zu fabrizieren. (Abg. Mag. Regler: Drei Jahre!)
Beifall bei den Grünen.
Vor dem Hintergrund, dass aus unserer Sicht wie auch aus der Sicht der Post und der KonsumentInnen der Zeitpunkt relativ willkürlich von 2009 auf 2006 heruntergesetzt worden ist, können wir dem Postgesetz, dem wir sonst sehr wohl einiges abgewinnen können, nicht zustimmen. (Bundesminister Gorbach: Schade!) Ich hoffe, dass Sie da noch regulierend eingreifen werden. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Mitterlehner: Regulieren, kontrollieren: Das ist der Traum ...! – Abg. Mag. Regler: Damit es ja nicht billiger wird! – Widerspruch bei den Grünen.
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Mag. Mainoni. – Bitte. (Abg. Dr. Mitterlehner: Regulieren, kontrollieren: Das ist der Traum ...! – Abg. Mag. Regler: Damit es ja nicht billiger wird! – Widerspruch bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Für die Konsumenten – sprich für den Haushalt – ist es jedenfalls günstiger, wenn dieser freie Wettbewerb früher beginnt und die Post sich früher danach richten muss, weil dann auch für andere Institutionen die Gelegenheit besteht, die Adresszustellung ohne Behinderung durch einen Monopolisten durchzuführen. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Krainer: Zuhören!
In den letzten drei Tagen fiel in diesem Haus kein Wort mehr zur Pensionssicherungsreform – deshalb, weil 80 Prozent der Menschen dafür sind! (Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Krainer: Zuhören!) – Jetzt reduzieren wir uns auf die Briefkasten-Debatte des Herrn Abgeordneten Marizzi!
Abg. Dr. Wittmann: 3 Milliarden minus!
So ist es, denn ich habe noch gut in Erinnerung, dass Kollege Wittmann – er kommt ja gerade rechtzeitig – noch wenige Wochen vor den Landtagswahlen jener war, der in diesem Haus sehr lautstark wieder gegen etwas Neues polemisiert hat: Als das Land Niederösterreich die Wohnbaugelder veranlagt hat, war er derjenige, der gemeint hat, das Land Niederösterreich, Landesrat Sobotka, gehe mit den Geldern (Abg. Dr. Wittmann: 3 Milliarden minus!) – mit 3 Milliarden minus, so meint er – in das Casino. Es ist verwunderlich, lieber Peter Wittmann: Wo sind deine Wortmeldungen heute, nachdem die niederösterreichische Landesregierung mit Zustimmung der Sozialisten beschlossen hat, weitere 250 Millionen € der Wohnbaugelder zu veranlagen? (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Wittmann: Da musst du Zeitung lesen!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Wittmann: Da musst du Zeitung lesen!
So ist es, denn ich habe noch gut in Erinnerung, dass Kollege Wittmann – er kommt ja gerade rechtzeitig – noch wenige Wochen vor den Landtagswahlen jener war, der in diesem Haus sehr lautstark wieder gegen etwas Neues polemisiert hat: Als das Land Niederösterreich die Wohnbaugelder veranlagt hat, war er derjenige, der gemeint hat, das Land Niederösterreich, Landesrat Sobotka, gehe mit den Geldern (Abg. Dr. Wittmann: 3 Milliarden minus!) – mit 3 Milliarden minus, so meint er – in das Casino. Es ist verwunderlich, lieber Peter Wittmann: Wo sind deine Wortmeldungen heute, nachdem die niederösterreichische Landesregierung mit Zustimmung der Sozialisten beschlossen hat, weitere 250 Millionen € der Wohnbaugelder zu veranlagen? (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Wittmann: Da musst du Zeitung lesen!)
Abg. Binder: Wie wäre es, wenn Sie einmal zur Sache kommen!
Anscheinend ist deine Stimme in St. Pölten heute nicht mehr so viel wert wie vor der Landtagswahl. Nachdem sich Frau Onodi ja um ein paar Prozentpunkte erholt hat, wird sie ihren eigenen Weg gehen. – Damit komme ich wieder zurück. (Abg. Binder: Wie wäre es, wenn Sie einmal zur Sache kommen!) – Ja: Solche Inhalte und solche Informationen werden über Briefe befördert, und damit sind wir wieder bei der Post. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.
Anscheinend ist deine Stimme in St. Pölten heute nicht mehr so viel wert wie vor der Landtagswahl. Nachdem sich Frau Onodi ja um ein paar Prozentpunkte erholt hat, wird sie ihren eigenen Weg gehen. – Damit komme ich wieder zurück. (Abg. Binder: Wie wäre es, wenn Sie einmal zur Sache kommen!) – Ja: Solche Inhalte und solche Informationen werden über Briefe befördert, und damit sind wir wieder bei der Post. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Oberhaidinger: Hinter Ihnen steht der Ansprechpartner!
Zum Thema Post darf ich Ihnen Folgendes sagen: Es freut mich, dass der Herr Bundesminister sehr deutlich gesagt hat, dass wir bei der Post AG eigene Überlegungen haben werden. Auch ich bin dafür, dass wir eine Stand-alone-Lösung überlegen, denn 30 000 Beschäftigte bei der Post AG haben ein Recht darauf, dass wir alle Lösungsmöglichkeiten überdenken, bevor hier ein Ausverkauf erfolgt. (Abg. Oberhaidinger: Hinter Ihnen steht der Ansprechpartner!) – Ja, das ist der Ansprechpartner, und wir werden uns das genau überlegen.
Abg. Marizzi – einen „NEWS“-Artikel mit dem Titel „Erwin Pröll für VP-Kurswechsel“ in die Höhe haltend –: Herr Kollege! Zum Abschluss!
Damit darf ich zum Abschluss kommen und sagen: Wenn wir Angst haben ... (Abg. Marizzi – einen „NEWS“-Artikel mit dem Titel „Erwin Pröll für VP-Kurswechsel“ in die Höhe haltend –: Herr Kollege! Zum Abschluss!) – Haben Sie Angst vor Erwin Pröll, Herr Kollege Marizzi? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Marizzi.) – Na, ich denke es mir. (Abg. Marizzi: Der Kollege Schüssel sollte Angst haben!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Marizzi.
Damit darf ich zum Abschluss kommen und sagen: Wenn wir Angst haben ... (Abg. Marizzi – einen „NEWS“-Artikel mit dem Titel „Erwin Pröll für VP-Kurswechsel“ in die Höhe haltend –: Herr Kollege! Zum Abschluss!) – Haben Sie Angst vor Erwin Pröll, Herr Kollege Marizzi? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Marizzi.) – Na, ich denke es mir. (Abg. Marizzi: Der Kollege Schüssel sollte Angst haben!)
Abg. Marizzi: Der Kollege Schüssel sollte Angst haben!
Damit darf ich zum Abschluss kommen und sagen: Wenn wir Angst haben ... (Abg. Marizzi – einen „NEWS“-Artikel mit dem Titel „Erwin Pröll für VP-Kurswechsel“ in die Höhe haltend –: Herr Kollege! Zum Abschluss!) – Haben Sie Angst vor Erwin Pröll, Herr Kollege Marizzi? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Marizzi.) – Na, ich denke es mir. (Abg. Marizzi: Der Kollege Schüssel sollte Angst haben!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Binder: 3 Milliarden minus!
Wir kommen zum Abschluss: Ich darf Ihnen sagen, dass diese Bundesregierung sehr wohl diesen Reformkurs weiterfahren wird, und wenn sich die Sozialisten auf eine Postkasten-Debatte beschränken, obwohl es noch immer an den Wohnungsbesitzern ist, diese Fragen zu lösen, dann tut mir das sehr Leid! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Binder: 3 Milliarden minus!)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Wir sind also im Hintertreffen, aber die Gerüchte, die hier in diesem Zusammenhang gestreut werden, sind unrichtig, denn die wirtschaftliche Zukunft der Post ist gesichert. Es geht nicht ums „Verscherbeln“, es geht in diesem Zusammenhang auch überhaupt nicht ums Privatisieren, sondern es geht darum, welche Strategie wir anwenden, damit auf der einen Seite die wirtschaftliche Zukunft der Post gesichert ist, aber auf der anderen Seite auch die Konsumenten in den Genuss der Liberalisierung kommen, durch mehr Wettbewerb und durch niedrigere Preise. – Das ist die Strategie, die wir verfolgen! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Gradwohl: Die Post wollte es nicht, Herr Staatssekretär!
Was jetzt kommt, ist eigentlich eine neue Ordnung in diesem System, dass nämlich eben eine Hausbrieffachanlage zur Verfügung gestellt werden kann, in die sowohl persönlich adressierte Post von mehreren, von allen möglichen Zustellern als auch persönlich adressierte Zeitungen und Zeitschriften, die nicht von der Post befördert werden, hineinkommen. (Abg. Gradwohl: Die Post wollte es nicht, Herr Staatssekretär!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Gradwohl: Herr Staatssekretär! Sie entscheiden gegen die Bürger!
Mit dieser Monopolrente, die sie bis zum Jahr 2009 haben wird, wird sie doch wohl in der Lage sein, sich auf diese internationalen Rahmenbedingungen, auf diese Lieberalisierung und auf diesen Wettbewerb einzustellen, meine Damen und Herren! Wir gewähren ihr also eine lange Frist, wir unterstützen sie auch als ein österreichisches Unternehmen, aber wir handeln auch im Sinne der Konsumenten und der Bürger, wenn wir sagen: Hier ist ein neuer, wichtiger Schritt der Liberalisierung notwendig und fällig geworden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Gradwohl: Herr Staatssekretär! Sie entscheiden gegen die Bürger!)
Abg. Gradwohl: Und was ist, wenn ich es nicht will?
Mit der neuen Regelung werden wir einen chancengleichen Wettbewerb schaffen. (Abg. Gradwohl: Und was ist, wenn ich es nicht will?)
Abg. Schieder: Aber ich muss doch das Recht haben, nein zu sagen!
Herr Abgeordneter Gradwohl! Natürlich ist das auch mit Kosten verbunden, natürlich muss das jemand bezahlen, aber die Höhe der Kosten ändert sich nicht, egal ob man das jetzt bis 2006 oder bis 2009 umsetzt. (Abg. Schieder: Aber ich muss doch das Recht haben, nein zu sagen!) Für den Grundeigentümer bleiben die Kosten gleich. Der Zeitraum wäre ein etwas längerer, aber es ist nicht so, dass sich die Kosten deshalb erhöhen. (Abg. Gradwohl: Was ist, wenn ich das als Grundeigentümer nicht will?)
Abg. Gradwohl: Was ist, wenn ich das als Grundeigentümer nicht will?
Herr Abgeordneter Gradwohl! Natürlich ist das auch mit Kosten verbunden, natürlich muss das jemand bezahlen, aber die Höhe der Kosten ändert sich nicht, egal ob man das jetzt bis 2006 oder bis 2009 umsetzt. (Abg. Schieder: Aber ich muss doch das Recht haben, nein zu sagen!) Für den Grundeigentümer bleiben die Kosten gleich. Der Zeitraum wäre ein etwas längerer, aber es ist nicht so, dass sich die Kosten deshalb erhöhen. (Abg. Gradwohl: Was ist, wenn ich das als Grundeigentümer nicht will?)
Abg. Gradwohl: Das ist ein Blödsinn!
Auch die Zustellung solcher Kleinigkeiten wie etwa Zeitungen – jeder hat es schon einmal erlebt, dass die vor seiner Haustür abgelegte Zeitung verschwunden ist – wird besser funktionieren, da diese jetzt auch in das Postfach eingeworfen werden können. (Abg. Gradwohl: Das ist ein Blödsinn!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich gehe auch kurz auf die Kritik der Opposition ein. Mehr Werbematerial, so lautete die Kritik der Opposition. – Das Werbematerial wird nicht mehr, es lag auch schon bisher vor der Haustür. Ich denke, schlussendlich wird man das über den Konsumentenschutz regeln müssen, dass unerwünschte Werbematerialien nicht mehr zugestellt werden. Das ist dann für mich eine vollkommen klare Regelung. Das Argument, dass mehr Werbematerial versendet wird, entspricht nicht den Tatsachen, das gab es auch schon bisher. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir Freiheitlichen meinen, dass dieses Gesetz mehr Vorteile für den Konsumenten, mehr Wettbewerbsfairness und -gleichheit bringen wird, und wir werden diesem Gesetz zustimmen. Ich hoffe, dass sich die Opposition unseren Argumenten anschließt, sich schlussendlich noch anders entscheidet und diesem Gesetz ihre Zustimmung gibt. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Hofmann begibt sich zum Rednerpult und beginnt mit seinem Debattenbeitrag.
Berichterstatter zu beiden Punkten ist Herr Abgeordneter Dipl.-Ing. Hofmann. Zum Vorbringen einer Berichtigung zu Tagesordnungspunkt 6 erteile ich Herrn Abgeordnetem Hofmann das Wort. – Bitte, Max! (Abg. Dipl.-Ing. Hofmann begibt sich zum Rednerpult und beginnt mit seinem Debattenbeitrag.)
Abg. Dipl.-Ing. Hofmann: Ich habe sie noch nicht!
Ich ersuche Sie, die Druckfehlerberichtigung vorzunehmen. (Abg. Dipl.-Ing. Hofmann: Ich habe sie noch nicht!)
Von der Besuchergalerie werden Flugblätter geworfen. – Abg. Marizzi: Das war jetzt ein Attentat!
Frau Abgeordnete Dr. Lichtenberger, Sie eröffnen die Debatte. (Von der Besuchergalerie werden Flugblätter geworfen. – Abg. Marizzi: Das war jetzt ein Attentat!) – Keine Sorge, das waren nur ein paar Blätter Papier. – Bitte, Frau Abgeordnete. (Abg. Gaál: Aber Sie kennen den Inhalt nicht, Herr Präsident!)
Abg. Gaál: Aber Sie kennen den Inhalt nicht, Herr Präsident!
Frau Abgeordnete Dr. Lichtenberger, Sie eröffnen die Debatte. (Von der Besuchergalerie werden Flugblätter geworfen. – Abg. Marizzi: Das war jetzt ein Attentat!) – Keine Sorge, das waren nur ein paar Blätter Papier. – Bitte, Frau Abgeordnete. (Abg. Gaál: Aber Sie kennen den Inhalt nicht, Herr Präsident!)
Einige Abgeordnete sammeln die am Boden liegenden Flugblätter ein. – Abg. Schieder: Wieder ein Bürger, der gegen die Abfangjäger ist, was ja normal ist! – Abg. Heinisch-Hosek: Ein normaler Bürger!
Abgeordnete Dr. Evelin Lichtenberger (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Auch ohne jetzt zu wissen, welcher Druckfehler berichtigt worden ist, und in der Hoffnung, dass diese Berichtigung des Druckfehlers den Sinn des Gesetzes nicht vollständig verändert – dann wäre meine Rede unter Umständen gegenstandslos –, werde ich trotzdem sowohl jene Punkte, die aus unserer Sicht positiv, als auch jene, die aus unserer Sicht kritikwürdig sind, anführen. (Einige Abgeordnete sammeln die am Boden liegenden Flugblätter ein. – Abg. Schieder: Wieder ein Bürger, der gegen die Abfangjäger ist, was ja normal ist! – Abg. Heinisch-Hosek: Ein normaler Bürger!) – Ein Bürger, der Papier zum Thema Abfangjäger durch die Luft hat fliegen lassen, passt jetzt ganz gut zum Thema.
Beifall bei den Grünen.
Die Optik in diesem Fall scheint mir sehr fatal, vor allem aber denke ich, dass man Normunterworfene nicht gleichzeitig zur Kontrollbehörde machen soll. Das ist für mich ein Problem, und das halte ich für keinen sinnvollen Weg. Das ist auch der Grund dafür, dass wir die Novelle des Gesetzes ablehnen müssen, auch wenn wir ganz klar sagen – und das bestätige ich hiemit –, dass viele dieser Dinge nur Umsetzungen aus internationalen Regelungen sind, zu denen wir verpflichtet sind und die im Ansatz auch sinnvoll sind, wenn sie international genormt werden. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir hatten ganz große Konkurrenz durch Prag und Budapest. Ich möchte den Verhandlern – das sind das Verkehrsministerium und das Außenministerium – sehr herzlich zu diesem ganz großen Erfolg gratulieren, dass der Sitz der Flugsicherungszentrale für den gesamten südosteuropäischen Raum in Österreich sein wird und dass wir uns da gegen die starke Konkurrenz von anderen Ländern durchgesetzt haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Im Lichte dieser Entwicklung kann man den Ausführungen des Verkehrsstaatssekretärs nur zustimmen, dass die Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Luftfahrt im Mittelpunkt der heimischen Luftfahrtpolitik stehen muss. Damit engstens verbunden ist für mich die Position und der Bestand der AUA als wichtigster Player im österreichischen Flugverkehr. Die Austrian Airlines Gruppe beschäftigt, wie wir alle wissen, sehr viele Arbeitnehmer – rund 7 000 – und ist von überragender gesamtwirtschaftlicher Bedeutung. Daher muss sichergestellt werden, dass der Bund seinen strategischen Anteil an der AUA behält. Ein Verkauf der AUA würde den Verlust dieses wichtigen Schlüsselsektors bedeuten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Uns allen muss klar sein, dass auch Flughäfen im Wettbewerb stehen. Daher ersuche ich darum, dies bei unseren Flughäfen, denen eine ganz besonders hohe Bedeutung als Wirtschaftsfaktor für die Region und auch für den Tourismus zukommt, zu berücksichtigen. Diese Tatsachen sollten bei aller Notwendigkeit und Bereitschaft, in Sicherheit am Boden zu investieren, nicht außer Acht gelassen werden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Lichtenberger: Man weiß ja nicht! – Abg. Mag. Molterer – in Richtung der Abg. Dr. Lichtenberger –: So misstrauisch?
Berichterstatter Dipl.-Ing. Maximilian Hofmann: Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Ich komme zunächst in meiner Eigenschaft als Berichterstatter zur Druckfehlerberichtigung zu diesem Tagesordnungspunkt – und darf Frau Kollegin Lichtenberger mitteilen, dass keine inhaltliche Veränderung erfolgt, sondern dass es sich eben um eine Druckfehlerberichtigung handelt (Abg. Dr. Lichtenberger: Man weiß ja nicht! – Abg. Mag. Molterer – in Richtung der Abg. Dr. Lichtenberger –: So misstrauisch?) –:
Abg. Dr. Lichtenberger: Trotzdem haben sie Recht gehabt!
Ich habe auch die Zweimotorigkeit der Rettungshubschrauber angesprochen. Ich habe mittlerweile von Seiten des ÖAMTC ein Schreiben bekommen, in dem mir dargebracht wird, dass gleichsam ich dafür verantwortlich wäre, wenn ein einmotoriger Hubschrauber über verbautem Gebiet oder sonst wo abstürzen würde. – Also so kann es wohl nicht sein, und ich habe vor allen Dingen nie die Rettungshubschrauber, die Notarzthubschrauber des ÖAMTC gemeint. Diese sind eine tolle Einrichtung! (Abg. Dr. Lichtenberger: Trotzdem haben sie Recht gehabt!) Nein, nein, es geht nicht darum. Und es ist auch in der JAR-OPS 3 genau geregelt, wo und in welcher Umgebung einmotorige Hubschrauber, die natürlich eine entsprechende Sonderausrüstung brauchen, eingesetzt werden können. Was ich dabei sehe, ist natürlich eine Einschränkung der gewerblichen Flugunternehmen durch die Vorschrift der Zweimotorigkeit.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Lage ist, die Verpflichtungen, die er damit eingeht, wahrzunehmen. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
In diesem Sinne bin ich dankbar und froh, dass diese wichtigen Beschlüsse, die auch zur Stärkung der österreichischen Luftfahrt beitragen sollen, heute gefasst werden können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.
Es wurde um etwa 13 Uhr ein Rettungshubschrauber – „Martin 1“, eine Aérospatiale Ecureuil AS 350 B1 – des Bundesministeriums für Inneres über die Notleitzentrale angefordert. Die Landung in Zell am See erfolgte um 13.44 Uhr. Nach der Übernahme des Patienten startete der einmotorige Hubschrauber um zirka 14 Uhr mit dem Ziel Krankenhaus Salzburg. An Bord befand sich ein Pilot, ein Notarzt, ein Sanitäter und ein Schwerverletzter. (Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Abg. Dr. Lichtenberger: Aber auch keinen Vorteil! Auch keinen Vorteil – das ist der Punkt!
Sehr geehrte Frau Abgeordnete Lichtenberger! Ich sehe keinen Sicherheitsnachteil und ich glaube schon, dass man sehr wohl auch zweimotorige Maschinen im Gebirge, vor allem im Hochgebirge einsetzen kann, allerdings nur dann, wenn sie mit dementsprechender Leistungsfähigkeit versehen sind. (Abg. Dr. Lichtenberger: Aber auch keinen Vorteil! Auch keinen Vorteil – das ist der Punkt!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Zum Abschluss: Auf ein sicheres Österreich zu Lande und in der Luft! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Es war ganz schön mühsam, bis es möglich wurde, dass wir diese Dringliche doch noch einbringen konnten und nun in Anwesenheit des Herrn Finanzministers behandeln können. Aber letztendlich ist es gelungen. Nachdem wir doch ziemlich starken politischen Druck ausgeübt haben, musste man letztlich nachgeben! (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Bucher: Bleiben Sie bei der Wahrheit!
Sie behaupten immer, wir würden es uns zu leicht machen. Selbst der Herr Finanzminister ist einmal hier in diesem Saal gestanden und hat gesagt: Das ist eine Schmutzkampagne der Opposition! Viele andere sagen, es sei überhaupt eine Schmutzkampagne. – Ich behaupte, dass solche Vorwürfe vor allem Attacken gegen die recherchierenden, nach Wahrheit suchenden österreichischen Journalistinnen und Journalisten sind. Das ist die Wahrheit, die dahinter steckt! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Bucher: Bleiben Sie bei der Wahrheit!)
Abg. Mag. Molterer: Es kann sich da nur um die Katholische Hochschuljugend handeln!
Heute titelt etwa die „Kleine Zeitung“: „KHG in Not“ – und die ist nicht gerade ein linksradikales Informationsblatt in der Steiermark, wenn man das ehrlicherweise betrachtet. (Abg. Mag. Molterer: Es kann sich da nur um die Katholische Hochschuljugend handeln!)
Rufe bei der ÖVP: Na ja! – Abg. Parnigoni – auf die Journalistenloge deutend –: Da müsst ihr aufpassen! Die sitzen alle da oben!
Oder wenn ich mir zum Beispiel das „profil“ von letzter Woche anschaue, Titel: „Der Grasser Skandal“ – auch nicht gerade ein linksextremes Blatt. (Rufe bei der ÖVP: Na ja! – Abg. Parnigoni – auf die Journalistenloge deutend –: Da müsst ihr aufpassen! Die sitzen alle da oben!) Ich muss Ihnen sagen, angesichts dessen können Sie es sich nicht so leicht machen und so tun, als ob Sie allein die Wahrheit für sich gepachtet hätten, alles andere aber, Artikel, Beiträge, manipuliert, an den Haaren herbeigezogen sei. (Zwischenruf.) – Genau, da ist für Sie gleich die nächste Nummer des „profil“: „So entsteht ein Herzinfarkt“ – das würde ich Ihnen empfehlen, dann zu lesen –, nämlich der politische Herzinfarkt! (Abg. Hornek: Der ist aber rot!)
Zwischenruf.
Oder wenn ich mir zum Beispiel das „profil“ von letzter Woche anschaue, Titel: „Der Grasser Skandal“ – auch nicht gerade ein linksextremes Blatt. (Rufe bei der ÖVP: Na ja! – Abg. Parnigoni – auf die Journalistenloge deutend –: Da müsst ihr aufpassen! Die sitzen alle da oben!) Ich muss Ihnen sagen, angesichts dessen können Sie es sich nicht so leicht machen und so tun, als ob Sie allein die Wahrheit für sich gepachtet hätten, alles andere aber, Artikel, Beiträge, manipuliert, an den Haaren herbeigezogen sei. (Zwischenruf.) – Genau, da ist für Sie gleich die nächste Nummer des „profil“: „So entsteht ein Herzinfarkt“ – das würde ich Ihnen empfehlen, dann zu lesen –, nämlich der politische Herzinfarkt! (Abg. Hornek: Der ist aber rot!)
Abg. Hornek: Der ist aber rot!
Oder wenn ich mir zum Beispiel das „profil“ von letzter Woche anschaue, Titel: „Der Grasser Skandal“ – auch nicht gerade ein linksextremes Blatt. (Rufe bei der ÖVP: Na ja! – Abg. Parnigoni – auf die Journalistenloge deutend –: Da müsst ihr aufpassen! Die sitzen alle da oben!) Ich muss Ihnen sagen, angesichts dessen können Sie es sich nicht so leicht machen und so tun, als ob Sie allein die Wahrheit für sich gepachtet hätten, alles andere aber, Artikel, Beiträge, manipuliert, an den Haaren herbeigezogen sei. (Zwischenruf.) – Genau, da ist für Sie gleich die nächste Nummer des „profil“: „So entsteht ein Herzinfarkt“ – das würde ich Ihnen empfehlen, dann zu lesen –, nämlich der politische Herzinfarkt! (Abg. Hornek: Der ist aber rot!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Furchtbar!
Warum, Herr Finanzminister, ist all das so kompliziert? Warum muss das Geld erst zu Ihnen, und erst jetzt sagen Sie, wo es dann vielleicht, eventuell weiter hingeht? Oder ist es nicht vielleicht so, dass Sie schlicht bloß ertappt worden sind und sich nun vor die Öffentlichkeit hinstellen und nach einer Ausrede suchen? (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Furchtbar!)
Heiterkeit bei der SPÖ.
Sie wissen, dass Sie als Minister eine Art Berufsverbot haben. Sie können also nicht nebenbei Geld verdienen. (Heiterkeit bei der SPÖ.) Das ist rechtlich geregelt! Es ist nicht möglich. Und das sollten Sie wissen. Wir gehen davon aus, dass Sie die Rechtsordnung kennen. Man hat zwar manchmal den Eindruck, Sie wollen die Rechtsordnung
Abg. Nürnberger: ... pfuschen!
nicht kennen, aber wir gehen jetzt einmal davon aus: Wenn wir uns hier mit dieser Frage auseinandersetzen, gehen wir davon aus, dass Sie die Rechtsordnung kennen, und diese besagt, dass es für einen Minister schlicht ein Berufsverbot gibt. (Abg. Nürnberger: ... pfuschen!)
Ruf bei der SPÖ: Ganz genau!
Was Sie besonders genau kennen sollten, ist allerdings auch die Frage: Ab wann haben Sie die Steuer verkürzt? Ab wann gibt es eine Steuerhinterziehung? Und wann ist es keine Steuerhinterziehung? – Und da wird es schon äußerst dubios, äußerst dubios! Sie hätten nämlich – und das haben namhafte Experten schon allein anhand der Honorare gemeint, wenn diese bei Ihnen eingeparkt werden – längst schon dafür Steuer zahlen müssen. (Ruf bei der SPÖ: Ganz genau!) Was hat das für eine Vorbildwirkung für Millionen österreichischer Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, wenn der Finanzminister, der danach trachten sollte, möglichst viel an Steuern einzunehmen, bei sich selbst darüber nachdenkt, wie er möglichst wenig an Steuern einnimmt – von sich zu sich? Das ist eine Optik, Herr Finanzminister, die sicherlich eine negative Vorbildwirkung hat. Davon muss man nun einmal ausgehen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Was Sie besonders genau kennen sollten, ist allerdings auch die Frage: Ab wann haben Sie die Steuer verkürzt? Ab wann gibt es eine Steuerhinterziehung? Und wann ist es keine Steuerhinterziehung? – Und da wird es schon äußerst dubios, äußerst dubios! Sie hätten nämlich – und das haben namhafte Experten schon allein anhand der Honorare gemeint, wenn diese bei Ihnen eingeparkt werden – längst schon dafür Steuer zahlen müssen. (Ruf bei der SPÖ: Ganz genau!) Was hat das für eine Vorbildwirkung für Millionen österreichischer Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, wenn der Finanzminister, der danach trachten sollte, möglichst viel an Steuern einzunehmen, bei sich selbst darüber nachdenkt, wie er möglichst wenig an Steuern einnimmt – von sich zu sich? Das ist eine Optik, Herr Finanzminister, die sicherlich eine negative Vorbildwirkung hat. Davon muss man nun einmal ausgehen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Gaál: Grundwehrdienst ... acht Monaten!
Daher ist es heute an der Zeit, dass Sie schlichtweg offen legen: Welche Honorare von welchen Veranstaltungen, welche Honorargeber auf Basis welcher Verträge hat es gegeben? Was ist mit diesen Geldern geschehen? (Abg. Gaál: Grundwehrdienst ... acht Monaten!) Ich sage das ganz bewusst. (Bundesminister Mag. Grasser spricht mit dem gleichfalls auf der Regierungsbank sitzenden Bundesminister Platter.) – Er fragt einmal Verteidigungsminister Platter, der weiß das mittlerweile vielleicht genauer.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Jedenfalls wäre es wichtig, dass hier einmal eine klare, eine wirklich klare Antwort auf diese Fragen kommt, denn 7 000 € bis 14 000 € an Honorar sind kein Butterbrot. Daher ist es wichtig, dass das aufgeklärt wird. Bislang gibt es nämlich keinen Sozialfonds, keine Stiftung, nichts. Und daher gilt zumindest einmal der Vorwurf der Steuerhinterziehung. Es ist daher auch richtig, zu sagen, dass es höchste Zeit gewesen wäre, Sie hätten längst Selbstanzeige erstattet und tätige Reue geübt. Aber vielleicht machen Sie das ja heute noch. Vielleicht nützen Sie die Gelegenheit hier im Plenum des Nationalrates. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Ja! Sehr!
Ich habe mich wirklich die ganze Zeit darum bemüht, herauszufinden: Ist die Opposition wirklich so böse in dieser Auseinandersetzung? (Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Ja! Sehr!) – Das ist schon klar, Sie halten ihm auf alle Fälle die Stange. Und wenn das Schiff untergeht, dann sagen Sie, es gebe eh gar kein Wasser, so lange, bis Sie es gar nicht mehr sagen können, weil Ihnen das Wasser schon zu hoch steht. Das ist okay, das ist halt Ihre Einstellung! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich habe mich wirklich die ganze Zeit darum bemüht, herauszufinden: Ist die Opposition wirklich so böse in dieser Auseinandersetzung? (Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Ja! Sehr!) – Das ist schon klar, Sie halten ihm auf alle Fälle die Stange. Und wenn das Schiff untergeht, dann sagen Sie, es gebe eh gar kein Wasser, so lange, bis Sie es gar nicht mehr sagen können, weil Ihnen das Wasser schon zu hoch steht. Das ist okay, das ist halt Ihre Einstellung! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen
Ich habe dann wieder ein „linksradikales Kampfblatt“ zur Hand genommen, nämlich „Die Presse“ (Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen) – die meiner Meinung nach natürlich weit davon entfernt ist, so etwas zu sein! –, und komme damit zum nächsten Punkt: die Eurofighter.
Abg. Scheibner: Gelangweilt, weil es immer nur dasselbe ist!
Ich sehe bereits den leidvollen Blick des ehemaligen Verteidigungsministers Scheibner, der, wenn wir diesen Flugzeugtypus auch nur ansprechen, ein schmerzverzerrtes Gesicht kriegt (Abg. Scheibner: Gelangweilt, weil es immer nur dasselbe ist!) – und ich muss sagen: zu Recht! Es wäre interessant, würde er einmal auch uns etwas mehr darüber erzählen, wie sich all das abgespielt hat.
Abg. Scheibner: Das war der Draken, Herr Kollege!
Ich kann mich noch gut an die Sondierungsgespräche zwischen SPÖ und ÖVP erinnern. (Abg. Scheibner: Das war der Draken, Herr Kollege!) Immer dann, wenn wir uns bei den Abfangjägern, Kriegsflugzeugen, Eurofightern, angenähert haben, ist auf der ÖVP-Seite fast andächtige Stille entstanden. Und dann konnte man von dort immer nur ein Njet hören. Man konnte vorschlagen, was man wollte – im Prinzip haben wir ohnehin immer das Gleiche vorgeschlagen, nämlich dass das eine Geldvernichtung ist und dass Österreich das nicht benötigt, und gefragt, wieso gerade diese teuren Exemplare –, es war wirklich so: Sie wären eher untergegangen – wo auch immer, mit wem auch immer –, bevor Sie davon abgerückt wären!
Ruf bei der ÖVP: Verantwortung!
Ich frage mich langsam – und vielleicht können das einzelne Landesparteiobmänner oder andere Potentaten in der ÖVP beantworten –: Was ist das Motiv dafür gewesen, dass an diesen Eurofightern so sehr festgehalten wurde? (Ruf bei der ÖVP: Verantwortung!) Was hat Sie so daran gebunden? (Abg. Scheibner: Weil es eine klare Entscheidung gegeben hat!) Was hat Sie so fasziniert? War es vielleicht die materielle Fixierung, die dazu geführt hat, dass Sie gesagt haben: Unbedingt nur dieser Flugzeugtypus, etwas anderes kommt gar nicht in Frage!? (Abg. Murauer: Wer hat das gesagt, Kollege Cap?)
Abg. Scheibner: Weil es eine klare Entscheidung gegeben hat!
Ich frage mich langsam – und vielleicht können das einzelne Landesparteiobmänner oder andere Potentaten in der ÖVP beantworten –: Was ist das Motiv dafür gewesen, dass an diesen Eurofightern so sehr festgehalten wurde? (Ruf bei der ÖVP: Verantwortung!) Was hat Sie so daran gebunden? (Abg. Scheibner: Weil es eine klare Entscheidung gegeben hat!) Was hat Sie so fasziniert? War es vielleicht die materielle Fixierung, die dazu geführt hat, dass Sie gesagt haben: Unbedingt nur dieser Flugzeugtypus, etwas anderes kommt gar nicht in Frage!? (Abg. Murauer: Wer hat das gesagt, Kollege Cap?)
Abg. Murauer: Wer hat das gesagt, Kollege Cap?
Ich frage mich langsam – und vielleicht können das einzelne Landesparteiobmänner oder andere Potentaten in der ÖVP beantworten –: Was ist das Motiv dafür gewesen, dass an diesen Eurofightern so sehr festgehalten wurde? (Ruf bei der ÖVP: Verantwortung!) Was hat Sie so daran gebunden? (Abg. Scheibner: Weil es eine klare Entscheidung gegeben hat!) Was hat Sie so fasziniert? War es vielleicht die materielle Fixierung, die dazu geführt hat, dass Sie gesagt haben: Unbedingt nur dieser Flugzeugtypus, etwas anderes kommt gar nicht in Frage!? (Abg. Murauer: Wer hat das gesagt, Kollege Cap?)
Abg. Dr. Mitterlehner: Die Geschichte ist schon ...!
„Noch im Juni 2001 erklärt der Finanzminister,“ – da hat er sich sicherheitspolitisch orientiert – „dass die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) der EU“ gar nicht erforderlich macht, dass Österreich derartiges Kriegsgerät anschafft. (Abg. Dr. Mitterlehner: Die Geschichte ist schon ...!)
Abg. Dr. Mitterlehner: ... etwas Neues ...? – Rufe bei der ÖVP: Nur Altes!
„Im Februar 2002“ ist alles schon ein bisschen anders – man muss sich wohl langsam annähern, billigeren Formen –, aber letztlich sagt er dann doch noch, es sei alles zu teuer. (Abg. Dr. Mitterlehner: ... etwas Neues ...? – Rufe bei der ÖVP: Nur Altes!)
Abg. Mag. Regler: Kollege Cap, das haben wir schon so oft gehört!
„Im Juni vergangenen Jahres“ geht er dann auf die generalüberholten amerikanischen F 16 über – vielleicht hatte er gerade in diesem Moment den amerikanischen Botschafter getroffen, was aber wahrscheinlich kein besonders prägendes Gespräch gewesen sein dürfte, denn es ist weitergegangen, er hat sich sukzessive dem Kauf angenähert, als er dann (Abg. Mag. Regler: Kollege Cap, das haben wir schon so oft gehört!) – wenn Sie sagen, das kennen Sie schon, dann zitiere ich die Daten gar nicht mehr – die EADS-Vertreter getroffen hat!
Abg. Mag. Regler: Immer dasselbe ...!
Und dann plötzlich hat sich wundersamerweise im Prozess der Ausschreibung etwas getan, was letztlich dazu geführt hat, dass die EADS eine immer bessere Chance bekam, bis sie letztlich ausgewählt wurde! (Abg. Mag. Regler: Immer dasselbe ...!)
Abg. Gaál: ... Sorgfaltspflicht ...!
Man kann dazu sagen ... – ich möchte ja jetzt keinen Ordnungsruf provozieren, aber ist das nicht eigentlich Schiebung? Ich frage Sie: Ist das nicht eigentlich Intervention des Finanzministers für einen bestimmten Flugzeugtyp, wenn man die Ausschreibung und den Prozess der Ausschreibung so beeinflusst und so zuschneidet, dass am Schluss wie bei einem Automaten unten „EADS-Eurofighter“ herausplumpst? Ist das dann nicht einfach so? (Abg. Gaál: ... Sorgfaltspflicht ...!)
Abg. Mag. Regler: Das ist doch lächerlich!
Wieso plötzlich so schnell? Erklären Sie mir das! Wieso plötzlich so schnell? Vielleicht hat man Angst gehabt, dass es für den Steuerzahler billiger wird, denn es waren schon die Druckfahnen von der „Financial Times“ da, da haben Sie gesagt: Um Gottes willen! Ab 2007 wird die zweite Staffel um Millionen Euro billiger, da müssen wir ja schnell unterschreiben, damit es teurer wird! (Abg. Mag. Regler: Das ist doch lächerlich!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Das ist eine Mischung aus Dilettantismus und Unprofessionalität, angesichts der ich sage: Es gehört ein Untersuchungsausschuss her! Steuerverschwendung sondergleichen in einer Zeit, da Sie den Österreichern über Pensionsreform und eine nicht vollzogene Steuerreform permanent in die Tasche greifen! Das ist der Skandal, der im Hintergrund steht! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Murauer: Die gibt es bei uns nicht! Bei uns wird jeder informiert!
Ich frage einmal die vielen Abgeordneten der ÖVP, die nicht in diese ganzen Gespräche einbezogen waren, die nicht die privilegierten Informationskanäle haben, sondern die bloß hier sitzen und für diese Politik einfach den Kopf und vielleicht bei der nächsten Wahl auch gleich ihren Sessel hinhalten müssen (Abg. Murauer: Die gibt es bei uns nicht! Bei uns wird jeder informiert!): Wie können Sie das eigentlich mittragen? Wieso können Sie das eigentlich mittragen? Was sagen Sie Ihren Wählerinnen und Wählern im Wahlkreis, wenn Sie auf diese Geldvernichtung beim Ankauf der Eurofighter angesprochen werden und darauf, wie dunkel es bei ihrer Anschaffung zugegangen ist und dass die Unterschriftenleistung nach der Rebellion der sieben freiheitlichen Bundesräte ohne Rechtsgrundlage – und das ist zusätzlich auch ein Grund für unseren Misstrauensantrag – durch den ÖVP-Verteidigungsminister erfolgt ist?
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Damit sind Sie voll mitverantwortlich! Jetzt können Sie sich nicht mehr wegstellen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Früher war es vielleicht noch möglich, jetzt aber sind Sie voll mitverantwortlich. Und ich sage Ihnen, Sie werden diese politische Verantwortung noch zu tragen haben! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Damit sind Sie voll mitverantwortlich! Jetzt können Sie sich nicht mehr wegstellen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Früher war es vielleicht noch möglich, jetzt aber sind Sie voll mitverantwortlich. Und ich sage Ihnen, Sie werden diese politische Verantwortung noch zu tragen haben! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Regler
Voest und Magna: Der ÖIAG-Aufsichtsrat – ein Tummelplatz der Lobbyisten, mit zwei Vertretern von Magna, auch der Herr Scharinger ist dort, ein Tummelplatz! In aller Ruhe hat man sich, bevor jetzt dieser Übernahmekampf losgebrochen ist, dort informieren können. Ich möchte gern einmal diese ganzen „Unternehmerfreunde“, die da in Ihren Reihen sitzen, sehen, wenn sich in Ihren Unternehmen jemand mit dem Übernahmeblick hineinsetzt und sagt: Hallo, ich bin da! Zeigen Sie mir doch ein bisschen die Bücher, ich möchte gerne billige Unternehmen übernehmen, denn da sehe ich ein Zukunftspotential! – Dann würden diese ganzen Superwirtschaftskompetenten in der ÖVP (Zwischenruf des Abg. Mag. Regler), die aber eh noch nie einen Betrieb geleitet, nicht einmal noch bei einem Würstelstand den durchschnittlichen Umsatz errechnet haben, ordentlich dreinschauen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Voest und Magna: Der ÖIAG-Aufsichtsrat – ein Tummelplatz der Lobbyisten, mit zwei Vertretern von Magna, auch der Herr Scharinger ist dort, ein Tummelplatz! In aller Ruhe hat man sich, bevor jetzt dieser Übernahmekampf losgebrochen ist, dort informieren können. Ich möchte gern einmal diese ganzen „Unternehmerfreunde“, die da in Ihren Reihen sitzen, sehen, wenn sich in Ihren Unternehmen jemand mit dem Übernahmeblick hineinsetzt und sagt: Hallo, ich bin da! Zeigen Sie mir doch ein bisschen die Bücher, ich möchte gerne billige Unternehmen übernehmen, denn da sehe ich ein Zukunftspotential! – Dann würden diese ganzen Superwirtschaftskompetenten in der ÖVP (Zwischenruf des Abg. Mag. Regler), die aber eh noch nie einen Betrieb geleitet, nicht einmal noch bei einem Würstelstand den durchschnittlichen Umsatz errechnet haben, ordentlich dreinschauen! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das ist doch eine Ansammlung von Wirtschaftsfunktionären, die von der realen Wirtschaft überhaupt keine Ahnung haben! Wahrscheinlich ist deswegen möglich, was jetzt passiert, nämlich dass die ÖIAG filetiert und ausverkauft – Verschleuderung von österreichischem Eigentum! – und am besten dem Billigstbieter überlassen wird, der dann das meiste Geschäft damit macht. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Jawohl, wehtun soll Ihnen diese Argumentation, mit Recht soll Ihnen das wehtun! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das ist doch eine Ansammlung von Wirtschaftsfunktionären, die von der realen Wirtschaft überhaupt keine Ahnung haben! Wahrscheinlich ist deswegen möglich, was jetzt passiert, nämlich dass die ÖIAG filetiert und ausverkauft – Verschleuderung von österreichischem Eigentum! – und am besten dem Billigstbieter überlassen wird, der dann das meiste Geschäft damit macht. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Jawohl, wehtun soll Ihnen diese Argumentation, mit Recht soll Ihnen das wehtun! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Das ist Wirtschaftskompetenz? – Verschleuderung ist das! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.) Pure Verschleuderung, auch auf Kosten von Arbeitsplätzen, das müssen Sie einmal zur Kenntnis nehmen! (Abg. Mag. Regler: So eine Anmaßung!)
Abg. Mag. Regler: So eine Anmaßung!
Das ist Wirtschaftskompetenz? – Verschleuderung ist das! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.) Pure Verschleuderung, auch auf Kosten von Arbeitsplätzen, das müssen Sie einmal zur Kenntnis nehmen! (Abg. Mag. Regler: So eine Anmaßung!)
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.
Kommen wir zum nächsten Punkt – das wird ja für Sie heute eine richtige Folter werden! (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.) Kommen wir also zum nächsten Punkt: Homepage. (Abg. Dr. Trinkl: Warum erregen Sie sich dann so?)
Abg. Dr. Trinkl: Warum erregen Sie sich dann so?
Kommen wir zum nächsten Punkt – das wird ja für Sie heute eine richtige Folter werden! (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.) Kommen wir also zum nächsten Punkt: Homepage. (Abg. Dr. Trinkl: Warum erregen Sie sich dann so?)
Heiterkeit bei der SPÖ
Da ist er gestanden, der Herr Finanzminister. (Der Redner zeigt auf die Regierungsbank hinter ihm.) Wir haben ihn gar nicht danach gefragt, wir wollten nur wissen, wie die Homepage finanziert ist. Darauf hat er gesagt: Das ist eine private Homepage! Dann haben wir gesagt: Das hat eh wie eine private Homepage ausgeschaut, denn wenn Sie auf den dortigen Bildern vom Baby bis zum Firmling „herumhupfen“ (Heiterkeit bei der SPÖ), dann ist uns schon klar, dass es da keine offiziellen Dekrete des Finanzministeriums gibt, die Sie mit diesen Bildern schmücken. Das war uns schon klar!
Heiterkeit bei der SPÖ
Aber dass Sie uns gleich erzählten, dass Sie einen Sponsor haben, das war, finde ich, in Ordnung (Heiterkeit bei der SPÖ), denn dadurch haben wir nachfragen können, wer dieser Sponsor ist. Der Sponsor hat sich dann freiwillig gemeldet und gesagt:
Abg. Lentsch: Jetzt musst du das aber für deine Leute übersetzen!
Und: Schenkungssteuerpflichtig? Verbotene Geschenkannahme? – Was kümmert den Finanzminister dieser Vorwurf! Quod licet iovi, non licet bovi! (Abg. Lentsch: Jetzt musst du das aber für deine Leute übersetzen!) Was für jeden einzelnen Bürger gilt, gilt noch lange nicht für den Herrn Finanzminister – denkt er sich wahrscheinlich in Anbetracht dessen, wie er in dieser Frage agiert. Und daher ist das aufklärungswürdiger, als man glaubt! (Beifall bei der SPÖ. – Die anwesenden Regierungsmitglieder sprechen miteinander auf der Regierungsbank.) – Aufgeregtes Gemurmel auf der Regierungsbank!
Beifall bei der SPÖ. – Die anwesenden Regierungsmitglieder sprechen miteinander auf der Regierungsbank.
Und: Schenkungssteuerpflichtig? Verbotene Geschenkannahme? – Was kümmert den Finanzminister dieser Vorwurf! Quod licet iovi, non licet bovi! (Abg. Lentsch: Jetzt musst du das aber für deine Leute übersetzen!) Was für jeden einzelnen Bürger gilt, gilt noch lange nicht für den Herrn Finanzminister – denkt er sich wahrscheinlich in Anbetracht dessen, wie er in dieser Frage agiert. Und daher ist das aufklärungswürdiger, als man glaubt! (Beifall bei der SPÖ. – Die anwesenden Regierungsmitglieder sprechen miteinander auf der Regierungsbank.) – Aufgeregtes Gemurmel auf der Regierungsbank!
Abg. Dr. Fasslabend: Jetzt ist es aber genug! Genug der Show!
Eigenwerbung – mit den Aufträgen, die künftig kommen –: 7 Millionen € oder 100 Millionen Schilling für die politische Schminke, die sich der Finanzminister auf seinen Teint aufträgt, damit er noch gesehen werden kann! (Abg. Dr. Fasslabend: Jetzt ist es aber genug! Genug der Show!) Das ist ein Skandal, der hier zu verantworten ist! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Eigenwerbung – mit den Aufträgen, die künftig kommen –: 7 Millionen € oder 100 Millionen Schilling für die politische Schminke, die sich der Finanzminister auf seinen Teint aufträgt, damit er noch gesehen werden kann! (Abg. Dr. Fasslabend: Jetzt ist es aber genug! Genug der Show!) Das ist ein Skandal, der hier zu verantworten ist! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Und jetzt stelle ich eine Frage: Wer sonst ist rücktrittsreif, wenn nicht er? (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ und den Grünen.) Das wäre ein Slogan für Herrn Lopatka: Wer sonst ist rücktrittsreif, wenn nicht er? (Ruf bei der SPÖ: Platter!) – Ich kann Ihnen helfen, Herr Generalsekretär, denn Sie haben es nicht erraten: auch der Herr Verteidigungsminister, der nämlich dabei mitgespielt hat. Das muss man in aller Deutlichkeit feststellen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Ruf bei der SPÖ: Platter!
Und jetzt stelle ich eine Frage: Wer sonst ist rücktrittsreif, wenn nicht er? (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ und den Grünen.) Das wäre ein Slogan für Herrn Lopatka: Wer sonst ist rücktrittsreif, wenn nicht er? (Ruf bei der SPÖ: Platter!) – Ich kann Ihnen helfen, Herr Generalsekretär, denn Sie haben es nicht erraten: auch der Herr Verteidigungsminister, der nämlich dabei mitgespielt hat. Das muss man in aller Deutlichkeit feststellen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Und jetzt stelle ich eine Frage: Wer sonst ist rücktrittsreif, wenn nicht er? (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ und den Grünen.) Das wäre ein Slogan für Herrn Lopatka: Wer sonst ist rücktrittsreif, wenn nicht er? (Ruf bei der SPÖ: Platter!) – Ich kann Ihnen helfen, Herr Generalsekretär, denn Sie haben es nicht erraten: auch der Herr Verteidigungsminister, der nämlich dabei mitgespielt hat. Das muss man in aller Deutlichkeit feststellen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Dr. Trinkl: Das war eine schwache Begründung!
Zum Abschluss: Man kann da ruhig unterschiedlicher Meinung sein. Man kann da ruhig kontroversiell diskutieren. (Abg. Dr. Trinkl: Das war eine schwache Begründung!) – Schwach ist Ihr Verhalten in dieser ganzen Auseinandersetzung, nicht würdig Ihrer Vorfahren, das sage ich Ihnen, nicht würdig der Gründerväter der ÖVP! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Zum Abschluss: Man kann da ruhig unterschiedlicher Meinung sein. Man kann da ruhig kontroversiell diskutieren. (Abg. Dr. Trinkl: Das war eine schwache Begründung!) – Schwach ist Ihr Verhalten in dieser ganzen Auseinandersetzung, nicht würdig Ihrer Vorfahren, das sage ich Ihnen, nicht würdig der Gründerväter der ÖVP! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Aber tun Sie eines nicht: Behindern Sie nicht die Arbeit der Opposition und beschimpfen Sie nicht die österreichischen Journalistinnen und Journalisten und die Oppositionsabgeordneten, wie Sie das die ganze Zeit schon getan haben, denn das ist zutiefst undemokratisch! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bundesminister für Finanzen Mag. Karl-Heinz Grasser: Herr Präsident! Meine sehr geehrten Herren Kollegen auf der Regierungsbank! Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordneten! Es hat Helene Partik-Pablé einmal in einer Rede zu einer Dringlichen Anfrage von Ihnen festgestellt: Die Kritik ist die Steuer, die der Neid dem Talent auferlegt hat. – Das war ein Zitat in meine Richtung von Gaston de Lévis, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Prammer: Hochmut kommt vor dem Fall!
Die Tochter des Neides ist die Verleumdung. (Abg. Mag. Prammer: Hochmut kommt vor dem Fall!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
„Schon angesichts der Beliebtheit von Finanzminister Grasser hat die SPÖ Empfehlungen ignoriert, ihn entweder – wie später Schüssel – zum Verbündeten zu machen, oder aber systematisch zu diskreditieren.“ (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herr Abgeordneter, da haben Sie sich selbst demaskiert, und ich sage Ihnen, ich bin erstaunt, dass die Sozialdemokratie es aufgegeben hat, den Anspruch zu stellen, Alternative zu sein. Ich bin erstaunt, dass man nicht sagt: Wie würden wir besser budgetieren? Wie würden wir eine Pensionsreform machen? Wie würden wir irgendwo zeigen, wir können es besser? – Man beschränkt sich darauf, zu kampagnisieren. Man beschränkt sich darauf, gegen alles zu sein, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Eine bekanntermaßen „bürgerlich-konservative“ Zeitung, der „Standard“, richtet Ihnen auch schon in großen Lettern aus: Nein sagen – das reicht nicht aus! – Meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie, das ist an Ihre Adresse gerichtet. Und ich kann im Sinne dieser Bundesregierung eigentlich nur hoffen, dass Sie so weitermachen wie bisher, denn wenn Sie keine Konzepte entwickeln, wenn Sie nicht einmal mehr den Anspruch erheben, Alternative zu sein, dann werden Sie kein wettbewerbsfähiger Gegner dieser Bundesregierung sein, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Gaál: Ein peinlicher Auftritt!
Meine Damen und Herren! Welche Methoden werden dabei eingesetzt? – Dirty campaigning, hat der Politologe Filzmaier gesagt. (Abg. Gaál: Ein peinlicher Auftritt!) Ich möchte nur darstellen, warum ich meine, dass es hier um eine ganz bewusste Diskreditierung geht, dass es um Anschütten geht, dass es um Schlechtmachen geht, dass es um Kriminalisierung geht. (Abg. Nürnberger: Frechheit! Beantworten Sie die Fragen! – Abg. Schieder: Anfragebeantwortung!)
Abg. Nürnberger: Frechheit! Beantworten Sie die Fragen! – Abg. Schieder: Anfragebeantwortung!
Meine Damen und Herren! Welche Methoden werden dabei eingesetzt? – Dirty campaigning, hat der Politologe Filzmaier gesagt. (Abg. Gaál: Ein peinlicher Auftritt!) Ich möchte nur darstellen, warum ich meine, dass es hier um eine ganz bewusste Diskreditierung geht, dass es um Anschütten geht, dass es um Schlechtmachen geht, dass es um Kriminalisierung geht. (Abg. Nürnberger: Frechheit! Beantworten Sie die Fragen! – Abg. Schieder: Anfragebeantwortung!)
Abg. Nürnberger: Treten Sie zurück! Das ist viel gescheiter!
Meine Damen und Herren! Ich möchte Ihnen beschreiben, mit welchen Methoden hier gearbeitet wird. Ich möchte Ihnen ein paar Schmankerln aus den letzten Wochen der Recherche berichten, damit Sie und die Öffentlichkeit sich ein Bild machen können. (Abg. Nürnberger: Treten Sie zurück! Das ist viel gescheiter!)
Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Herr Präsident! Es ist zu laut! – Abg. Scheibner: Was soll denn das? Ist das Demokratie, dass man einen Minister nicht einmal reden lässt?
Meine Damen und Herren! Einer von etwa 40 Vorwürfen ist, der Cousin ... (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Herr Präsident! Es ist zu laut! – Abg. Scheibner: Was soll denn das? Ist das Demokratie, dass man einen Minister nicht einmal reden lässt?)
Beifall bei der SPÖ
Präsident Dr. Andreas Khol (das Glockenzeichen gebend): Meine Damen und Herren! Es ist eine Dringliche Anfrage mit fast 40 Fragen gestellt. Es ist die Tradition des Hauses, dass die Anfragen zu beantworten sind (Beifall bei der SPÖ), und es ist noch jedem befragten Minister erlaubt worden, eine einleitende Stellungnahme abzugeben. Ich bitte Sie weiterhin um Fairplay in diesem Haus. Sie haben die Möglichkeit gehabt, sich auszudrücken, jetzt hat der Herr Minister sie. Wenn er nicht in angemessener Zeit dazu kommt, die Anfragen zu beantworten, werde ich ihn daran erinnern. Er hat jetzt 4 Minuten geredet.
Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Miedl: Eine Frechheit! Unerhört!
Zweiter Vorwurf: eine Anfrage des Herrn Matznetter, der fragt, ob ich den Bruder meiner Lebensgefährtin, der Frau Stumper, bei mir im Kabinett beschäftigt habe. – Ich habe weder eine Lebensgefährtin, die Stumper heißt, noch hat meine richtige Lebensgefährtin, die Frau Mag. Sumper, einen Bruder. Daher ist auch das unrichtig. (Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Miedl: Eine Frechheit! Unerhört!)
Abg. Eder: Das interessiert uns alles nicht! – Abg. Mag. Prammer: Das interessiert uns überhaupt nicht! – Abg. Nürnberger: Das interessiert uns nicht! Beantworten Sie unsere Fragen!
Meine Damen und Herren! Es wird von „profil“ recherchiert, in welche Lokale ich mit welchen Frauen essen gehe, um einen tiefen Einblick in meine Privatsphäre zu gewinnen. (Abg. Eder: Das interessiert uns alles nicht! – Abg. Mag. Prammer: Das interessiert uns überhaupt nicht! – Abg. Nürnberger: Das interessiert uns nicht! Beantworten Sie unsere Fragen!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. –Abg. Eder: Das interessiert uns nicht! – Abg. Dr. Gusenbauer: Ich glaube nicht, dass das Gegenstand der Anfrage ist, Herr Präsident!
Meine Damen und Herren! Ich darf Ihnen versichern: Obwohl ich nicht verheiratet bin, lebe ich doch monogam. Das heißt, es braucht sich niemand Sorgen zu machen, in meinem Privatleben etwas zu finden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. –Abg. Eder: Das interessiert uns nicht! – Abg. Dr. Gusenbauer: Ich glaube nicht, dass das Gegenstand der Anfrage ist, Herr Präsident!)
Abg. Schieder: Fragen beantworten!
Meine Damen und Herren! Von Ihrer Seite, aus dem Kreis sozialdemokratischer Gewerkschafter ist die Meldung gekommen, die voest wird verkauft. (Abg. Schieder: Fragen beantworten!) – Das ist Gegenstand der Anfrage! – Die voest soll an die Magna verkauft werden, damit der Karl-Heinz Grasser neuer voest-Chef werden kann, hieß es. – Ich darf Ihnen versichern: Ich habe kein Interesse, voest-Chef zu werden. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Von Ihrer Seite, aus dem Kreis sozialdemokratischer Gewerkschafter ist die Meldung gekommen, die voest wird verkauft. (Abg. Schieder: Fragen beantworten!) – Das ist Gegenstand der Anfrage! – Die voest soll an die Magna verkauft werden, damit der Karl-Heinz Grasser neuer voest-Chef werden kann, hieß es. – Ich darf Ihnen versichern: Ich habe kein Interesse, voest-Chef zu werden. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Van der Bellen: Klären Sie einmal auf statt dieses Blabla!
Ich habe an dieser Stelle schon einmal auf die Methoden des Herrn Pilz auf der Homepage hingewiesen, wo man sich damals seitens der Grünen offensichtlich nichts dabei gedacht hat, „zweckdienliche Hinweise“ zu erbitten. Jede andere Partei hätte angesichts dessen von Ihnen den Vorwurf hören müssen, mit undemokratischen Spitzelmethoden zu arbeiten. (Abg. Dr. Van der Bellen: Klären Sie einmal auf statt dieses Blabla!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sag mir, wie jemand mit seinen schlimmsten politischen Gegnern umgeht, und ich sage dir, welchen Kulturstandard er hat. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Van der Bellen: Das steht ja im Hauptversammlungsbeschluss!
Daher sage ich in aller Klarheit: Eine politische Involvierung war weder rechtlich möglich, noch war sie politisch gewollt, und es ist daher eine solche auch nicht erfolgt. (Abg. Dr. Van der Bellen: Das steht ja im Hauptversammlungsbeschluss!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Aber im Hauptversammlungsprotokoll steht etwas anderes!
Es ist die Vorgangsweise des Vorstandes der ÖIAG aber ganz natürlich und absolut korrekt, dass man in einer ersten Phase auslotet, wer allfällige Interessenten sind, ob es der Ludwig Scharinger in Oberösterreich ist, ob es die Magna ist, ob es andere potentielle Interessenten sind, und dass man sagt: wie wird die ÖIAG vorgehen, wie werden die Konditionen sein, wie wird der Prozess in der Privatisierung sein. – Nichts anderes wurde getan. Ein Verkauf, eine Veräußerung wird, wie es die ÖIAG immer getan hat, in einem fairen und transparenten Wettbewerbsverfahren erfolgen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Aber im Hauptversammlungsprotokoll steht etwas anderes!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Zum dargestellten Stand des Privatisierungsverfahrens ist zu sagen: Der Privatisierungsauftrag wurde erteilt. Jetzt ist man in der Phase des Privatisierungsprogramms. Noch wurde vom Vorstand, vom Aufsichtsrat kein Privatisierungskonzept entschieden, und noch ist man überhaupt nicht dabei, konkrete Privatisierungsschritte zu machen. Das heißt, in dieser Phase des Privatisierungsverfahrens sehe ich für kein Mitglied des Aufsichtsrates der ÖIAG eine Unvereinbarkeit gemäß Aktiengesetz oder ÖIAG-Gesetz. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Viertes Ziel: Auch die Aufrechterhaltung der Entscheidungszentrale in Österreich ist uns wichtig, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ruf bei der SPÖ: Weil ihr es verschleudern wollt!
Ich möchte daher noch einmal feststellen: Die Bundesregierung hat in ihren beiden Privatisierungsaufträgen, im allgemeinen und auch im speziellen zur voestalpine AG, die Forderungen des Oberösterreichischen Landtags mit den vier Kriterien, die ich genannt habe, sehr, sehr weitgehend berücksichtigt. Der Dissens, der hier offensichtlich vorhanden ist, ist der, dass der Oberösterreichische Landtag sagt, 25 plus eins in öffentlicher Hand. Diese Auffassung vertreten wir sicherlich nicht, weil wir eine hundertprozentige Privatisierung durchführen wollen. (Ruf bei der SPÖ: Weil ihr es verschleudern wollt!)
Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.
(Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.) Sie haben zu verantworten, dass mehr als 50 000 Arbeitsplätze in der verstaatlichten Industrie verloren gegangen sind. Sie haben zu verantworten, dass uns die ÖIAG mit mehr als 6,3 Milliarden € an Schulden übergeben worden ist.
Abg. Gradwohl: Sie sollten auch sagen, aus welchem Rechnungshofbericht, damit wir feststellen können, ob Sie richtig zitieren!
„Vor dem Verkauf der Unternehmungen oder Beteiligungen veranlasste die ÖIAG grundsätzlich keine unabhängigen Bewertungen der zu privatisierenden Unternehmungen.“ (Abg. Gradwohl: Sie sollten auch sagen, aus welchem Rechnungshofbericht, damit wir feststellen können, ob Sie richtig zitieren!) „Dies führte beispielsweise dazu, dass ein Unternehmensberater bei der VOEST-Alpine Bergtechnik GesmbH, deren Buchwert 145 000 Mill S betrug, den zu erzielenden Verkaufspreis zwischen 200 und 500 Mill S schätzte. Die ÖIAG wertete sechs Monate später den Buchwert auf 1 S ab und bezahlte zur Verlustabdeckung“ weitere „489 Mill S, um den Verkaufspreis von 1 S zu lukrieren.“
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! – Das war Ihre Politik in der verstaatlichten Industrie! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Bures: Beantworten Sie die Fragen, Herr Minister!
Die 1996 verkaufte Austria Metall AG“ – wiederum um einen Schilling verkauft im Jahr 1996! – „wies bereits zwei Jahre nach der Privatisierung ein positives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 412 Mill S auf. Die ÖIAG zahlte noch 1996 einen Zuschuss von 1 200 Mill S“, 1994 von 1 353 Millionen Schilling. Und in der Bilanz der ÖIAG war die AMAG mit 800 Millionen Schilling Buchwert bewertet. – Das haben Sie für einen Schilling verkauft, und zwei Jahre später gab es dort positive Betriebsergebnisse! So haben Sie gewirtschaftet – zu Lasten und zum Schaden der Steuerzahler in Österreich! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Bures: Beantworten Sie die Fragen, Herr Minister!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich sage Ihnen daher abschließend zur ÖIAG: Wir sind stolz auf unsere Bilanz in der ÖIAG, denn wir haben die Schulden von 6,3 auf unter 2 Milliarden € zurückgeführt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Wir haben das erste Mal seit 33 Jahren – man sollte sich ansehen, wie lange es die ÖIAG beziehungsweise ihre Vorgängerunternehmungen schon gibt! –, das erste Mal seit mehr als 33 Jahren schwarze Zahlen in der ÖIAG. (Abg. Gradwohl: Ich würde wieder zurückkommen auf die Fragen, die Ihnen gestellt wurden!) Sie haben 33 Jahre lang die Parteifarbe zur wirtschaftlichen Farbe gemacht: rote Zahlen, meine Damen und Herren!
Abg. Gradwohl: Ich würde wieder zurückkommen auf die Fragen, die Ihnen gestellt wurden!
Ich sage Ihnen daher abschließend zur ÖIAG: Wir sind stolz auf unsere Bilanz in der ÖIAG, denn wir haben die Schulden von 6,3 auf unter 2 Milliarden € zurückgeführt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Wir haben das erste Mal seit 33 Jahren – man sollte sich ansehen, wie lange es die ÖIAG beziehungsweise ihre Vorgängerunternehmungen schon gibt! –, das erste Mal seit mehr als 33 Jahren schwarze Zahlen in der ÖIAG. (Abg. Gradwohl: Ich würde wieder zurückkommen auf die Fragen, die Ihnen gestellt wurden!) Sie haben 33 Jahre lang die Parteifarbe zur wirtschaftlichen Farbe gemacht: rote Zahlen, meine Damen und Herren!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Dieses Unternehmen haben wir saniert. Die Dividenden reichen aus, um die Schulden zu bedienen, und wir haben ein wesentlich höheres Vermögen, als den Schulden gegenübersteht. Daher: wirtschaftlich saniert, entpolitisiert – eine Vorzeigepolitik dieser Bundesregierung! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie haben ja auch erkannt, dass wir zu guter Letzt nicht mit 1,969 Milliarden €, sondern mit 1,959 Milliarden € abgeschlossen haben, also mit 10 Millionen € weniger, auch durch günstigere Finanzierungskonditionen – ein großer Erfolg des Verteidigungsministers und meiner Person. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Gaál: Herr Hödl ist für Flugzeugkäufe zuständig!
Wir führen keine Sitzungsprotokolle und haben das auch dort nicht getan. Ich darf Ihnen aber versichern, es ging dort ausschließlich um automotive Produkte. (Abg. Gaál: Herr Hödl ist für Flugzeugkäufe zuständig!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Da war zum Beispiel Herr Forster, Vorstandsvorsitzender von Opel Deutschland und damit Opel Europa. Wir haben gemeinsam mit Martin Bartenstein mit ihm verhandelt, und zwar über ein neues Sechsganggetriebe für den Standort Wien-Aspern. Das hat zu einem Abschluss für eine Getriebeproduktion von 300 Millionen € in Österreich geführt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Was wollen Sie uns damit sagen?
Ich habe weiters Herrn Schäuble getroffen, Verwaltungsratspräsident der Basler Versicherung. Ich habe getroffen Herrn Ackermann, den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank. Ich habe getroffen Herrn Robert Peugeot von der Automarke Peugeot. (Abg. Öllinger: Was wollen Sie uns damit sagen?) Ich habe Herrn Flandorfer von Audi, Herrn Pischetsrieder von VW, Herrn Garcia von VW, Herrn Hubbert von Mercedes, Herrn Mangold von Daimler-Chrysler und viele andere Repräsentanten der Automobilindustrie getroffen. (Abg. Schieder: Auch Herrn Stammbach von Citroën?)
Abg. Schieder: Auch Herrn Stammbach von Citroën?
Ich habe weiters Herrn Schäuble getroffen, Verwaltungsratspräsident der Basler Versicherung. Ich habe getroffen Herrn Ackermann, den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank. Ich habe getroffen Herrn Robert Peugeot von der Automarke Peugeot. (Abg. Öllinger: Was wollen Sie uns damit sagen?) Ich habe Herrn Flandorfer von Audi, Herrn Pischetsrieder von VW, Herrn Garcia von VW, Herrn Hubbert von Mercedes, Herrn Mangold von Daimler-Chrysler und viele andere Repräsentanten der Automobilindustrie getroffen. (Abg. Schieder: Auch Herrn Stammbach von Citroën?)
Abg. Broukal: Bruno Kreisky! Die SPÖ-Wirtschaftspolitik der siebziger Jahre!
Ich möchte an dieser Stelle betonen, die österreichische Autozulieferbranche hat ein Umsatzvolumen von 7 Milliarden €, ist einer der wichtigsten Industriezweige Österreichs und stellt alleine 10 Prozent der gesamten industriellen Wertschöpfung Österreichs dar, mit einem Exportanteil, der über 90 Prozent liegt. (Abg. Broukal: Bruno Kreisky! Die SPÖ-Wirtschaftspolitik der siebziger Jahre!)
Abg. Schieder: Das gehört wirklich nicht dazu! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Dieser Zuliefersektor beschäftigt mehr als 60 000 Mitarbeiter. (Abg. Schieder: Das gehört wirklich nicht dazu! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wenn Sie zu kriminalisieren versuchen, dass Mitglieder einer Bundesregierung Repräsentanten von Daimler-Chrysler treffen, dann darf ich Ihnen sagen: Zum Beispiel im Dezember 2000 wurde ein Auftrag von Daimler-Chrysler mit einem Volumen von 3,633 Milliarden € an Österreich vergeben. Daher ersuche ich Sie dringend: Vernadern Sie nicht wichtige industrielle Partner, nicht größte Auftraggeber für die Republik! Ich ersuche Sie: Schädigen Sie damit nicht den Standort Österreich! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Gradwohl: Vielleicht könnten Sie als Finanzminister darauf zurückkommen, die Fragen zu beantworten!
Ich sage Ihnen, Sie sollten es lieber mit der Bevölkerung halten. Die Bevölkerung ist froh, dass Mitglieder der österreichischen Bundesregierung über solche Kontakte verfügen, weil sie weiß, wir führen Gespräche für mehr Arbeitsplätze, für mehr Aufträge, für mehr Wertschöpfung in Österreich. Das ist gut für den Standort, das ist im Interesse Österreichs! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Gradwohl: Vielleicht könnten Sie als Finanzminister darauf zurückkommen, die Fragen zu beantworten!)
Abg. Broukal: Es bestand die Gefahr von Preissenkungen!
Der Vorwurf, dass der Kaufvertrag ohne rechtliche Grundlage und zu überhöhten Preisen unterfertigt wurde, ist unrichtig. Der Kaufvertragsabschluss erfolgte durch die Aufnahme einer aufschiebenden Bedingung kautelarjuristisch und haushaltsrechtlich völlig korrekt. Zudem endete am 1. Juli 2003 die vom Anbieter bereits mehrfach verlängerte Angebotsfrist. Bei einem neuerlichen ungenützten Verstreichen dieser Frist bestand die Gefahr von Preiserhöhungen. (Abg. Broukal: Es bestand die Gefahr von Preissenkungen!)
Abg. Gaál: Der Stückpreis wird billiger!
Ziel ist also nicht die Reduzierung des Stückpreises für einen Flugzeugkäufer, weder für die Herstellernationen, noch für die Export-, also Partnernationen, sondern das Niedrighalten von zukünftigen Kosten zur Weiterentwicklung des Eurofighters. (Abg. Gaál: Der Stückpreis wird billiger!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Sind Kontakte mit EADS politische Kontakte?
Da für das Beschaffungsvorhaben „Luftraumüberwachungsflugzeug“ § 43 anzuwenden war, ist das Bundesministerium für Finanzen selbstverständlich völlig gesetzeskonform bei der Erteilung von Richtlinien für das gegenständliche Vorhaben vorgegangen. Bei den vorgegebenen Richtlinien wurde in keiner Weise irgendein Produkt bevorzugt. (Abg. Dr. Gusenbauer: Sind Kontakte mit EADS politische Kontakte?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Broukal: Peinlich!
Mit dem Ersuchen um Kenntnisnahme verbleibe ich ...“ und so weiter. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Broukal: Peinlich!)
Abg. Broukal: Es ist vielleicht nie eingelangt! – Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ.
Es hat keine Reaktion der Firma Magna auf dieses Schreiben gegeben. (Abg. Broukal: Es ist vielleicht nie eingelangt! – Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich erwähne nur am Rande, dass es sehr interessant wäre, zu sehen, welche Rückkehrrechte bei Ihnen, ob beamtet oder gewerkschaftlich, in welche Funktionen bestehen, meine Damen und Herren, und ob auch Sie entsprechend von Ihren Rückkehrrechten zurücktreten werden, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Ich versuche, Ihre Fragen zu beantworten. (Abg. Nürnberger: Wo? Wo? Wann?)
Abg. Nürnberger: Wo? Wo? Wann?
Ich erwähne nur am Rande, dass es sehr interessant wäre, zu sehen, welche Rückkehrrechte bei Ihnen, ob beamtet oder gewerkschaftlich, in welche Funktionen bestehen, meine Damen und Herren, und ob auch Sie entsprechend von Ihren Rückkehrrechten zurücktreten werden, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Ich versuche, Ihre Fragen zu beantworten. (Abg. Nürnberger: Wo? Wo? Wann?)
Abg. Dr. Gusenbauer: Wer hat sie denn gemacht?
Diese Frage beantworte ich mit ja. Kein Mitarbeiter meines Ressorts, der mit der offiziellen Homepage des BMF befasst ist, hat jemals an der erwähnten Homepage mitgearbeitet. (Abg. Dr. Gusenbauer: Wer hat sie denn gemacht?)
Abg. Öllinger: Sie sind ja der Vereinszweck! Das darf ja nicht wahr sein! – Die Abgeordneten Mag. Wurm und Gaál: Sie sind der Vereinszweck! – Abg. Mag. Kogler: Die Homepage ist eine Fata Morgana!
Ich betone, dass nicht ich die Förderung der Industriellenvereinigung erhalten habe, sondern der Verein zur Förderung der New Economy, bei dem ich, wie Sie schon aus anderen Anfragebeantwortungen wissen, weder Mitglied bin noch in irgendeiner Form in Erscheinung getreten bin. Ich habe also keine Funktion dort inne, daher habe ich auch keine Verfügungen getroffen. (Abg. Öllinger: Sie sind ja der Vereinszweck! Das darf ja nicht wahr sein! – Die Abgeordneten Mag. Wurm und Gaál: Sie sind der Vereinszweck! – Abg. Mag. Kogler: Die Homepage ist eine Fata Morgana!)
Abg. Gaál: Peinlich! Peinlich!
Fritz erklärte, er wolle sich „auf keinen Fall an einer Politikerhatz beteiligen. Aber es ist uns nicht um den unmittelbaren Nutzen gegangen, das wäre Uralt-Lobbying, das machen wir nicht. Wir schätzen Grassers wirtschaftspolitische Überzeugung, die wollten wir unterstützen.“ – Fritz verwies darauf, dass Grasser auch „oft genug gegen die Interessen der Industrie entschieden hat, etwa bei der Energiesteuer-Deckelung oder dem Altlastensanierungsgesetz.“ (Abg. Gaál: Peinlich! Peinlich!) „Zuletzt sind wir bei der Überbrückungshilfe für den Forschungsfonds abgeblitzt“, sagt der Generalsekretär.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich darf Ihnen dazu einige Beispiele geben: Der Familie Rabensteiner in der Sendung „Help TV“, die von Barbara Stöckl initiiert wurde, konnte eine direkte Spende als Scheck übergeben werden. Außerdem habe ich bei einem Generaldirektor einer Bank für eine teilweise Wertberichtigung eines Kredites dieser Familie interveniert. – Wenn Sie diesen Beitrag in „Help TV“ gesehen haben, dann haben Sie festgestellt, dass es dabei um eine Frau mit Aneurysma geht, die seit vielen, vielen Monaten ans Bett gefesselt war, die sich überhaupt nicht selbst bewegen, versorgen oder sonst etwas tun konnte, dass der Mann seinen Job aufgegeben hat und dass es zwei Kinder im schulpflichtigen Alter gibt. Daher hoffe ich, dass auch Sie dieses Engagement unterstützen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Warum spenden Sie eigentlich nicht privat?
Ein weiteres Beispiel: Rudolf O. – verzeihen Sie, wenn ich seinen Namen nicht nenne –, an multipler Sklerose erkrankt, an den Rollstuhl gefesselt. Er wohnt mit seinen 80-jährigen Eltern in einem Wohnhaus ohne Lift. Auf meine Intervention hin wurde im August 2002 eine Spende direkt von einer Bank an diese Familie überwiesen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Warum spenden Sie eigentlich nicht privat?)
Abg. Mag. Posch: Sie sind der Franz von Assisi!
Meine Damen und Herren! Ich möchte Ihnen eines sagen: Ich habe in keiner Phase für einen Vortrag ein Honorar verlangt oder irgendeine Gegenleistung – selbstverständlich nicht! (Abg. Mag. Posch: Sie sind der Franz von Assisi!) Aber ich hätte niemals damit gerechnet, dass Sie es fertig bringen, ein soziales, karitatives Engagement eines Menschen, dem einfach auch ein soziales Gewissen ein großes Anliegen ist, zu kriminalisieren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Ich möchte Ihnen eines sagen: Ich habe in keiner Phase für einen Vortrag ein Honorar verlangt oder irgendeine Gegenleistung – selbstverständlich nicht! (Abg. Mag. Posch: Sie sind der Franz von Assisi!) Aber ich hätte niemals damit gerechnet, dass Sie es fertig bringen, ein soziales, karitatives Engagement eines Menschen, dem einfach auch ein soziales Gewissen ein großes Anliegen ist, zu kriminalisieren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Ich muss Ihnen ehrlich sagen: Das finde ich letztklassig, das disqualifiziert Sie von selbst. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das Verfassen beziehungsweise die Herausgabe von Büchern sowie eine gelegentliche Vortragstätigkeit erfüllen die von der Rechtssprechung aufgestellten Kriterien eines Berufes nicht. Ein Verbot wäre aus verfassungsrechtlicher Sicht problematisch. Sie unterliegen daher nicht dem Verbot des § 2 Abs. 1 Unvereinbarkeitsgesetz und sind nicht als Beginn einer Berufstätigkeit im Sinne des § 2 Abs. 3 Unvereinbarkeitsgesetz dem Ausschuss zu melden. – So hier festgehalten, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Schieder: EU-Vorsitz!
Ich möchte Ihnen zusätzlich nochmals vor Augen führen: Die Repräsentationsausgaben des Herrn Edlinger beliefen sich im Jahre 1998 auf 317 000 €, 1999 auf 249 000 €. (Abg. Schieder: EU-Vorsitz!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Schieder: Ohne EU-Vorsitz!
Meine Repräsentationsausgaben beliefen sich im Jahre 2000 auf 88 000 €, 2001 auf 126 000 €, 2002 auf 136 000 €. Drei Jahre Grasser waren so teuer oder billig wie ein Jahr Rudi Edlinger. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Schieder: Ohne EU-Vorsitz!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Diese Antwort, meine Damen und Herren, stammt von Viktor Klima, und er hat sie in einer Anfragebeantwortung dem Parlament so zur Kenntnis gebracht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Er hat außerdem darauf hingewiesen ... (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Schieder: Aber er hat die Summe nicht verschwiegen!) – Ich will es Ihnen ja gerade sagen. Er hat außerdem hinzugefügt, dass alleine im Jahr 1998 33,493 Millionen Schilling zugewiesen worden sind. Aufgewendet wurden alleine für Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit 128 804 180 S.
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Schieder: Aber er hat die Summe nicht verschwiegen!
Diese Antwort, meine Damen und Herren, stammt von Viktor Klima, und er hat sie in einer Anfragebeantwortung dem Parlament so zur Kenntnis gebracht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Er hat außerdem darauf hingewiesen ... (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Schieder: Aber er hat die Summe nicht verschwiegen!) – Ich will es Ihnen ja gerade sagen. Er hat außerdem hinzugefügt, dass alleine im Jahr 1998 33,493 Millionen Schilling zugewiesen worden sind. Aufgewendet wurden alleine für Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit 128 804 180 S.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Sie regen sich bei mir über Öffentlichkeitsarbeit auf, über Information der Bevölkerung?! Sie haben das Dreifache für diese Zwecke ausgegeben! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Prammer
„Es wird festgehalten, dass von meiner Seite keine Werbung, sondern Öffentlichkeitsarbeit zur Bewusstmachung ... gemacht wird.“ Dann heißt es weiter, weil Sie, Herr Schieder, gesagt haben, ich habe die Kosten nicht genannt: „Über die 1998 veranschlagten Kosten“ (Zwischenruf der Abg. Mag. Prammer) „wurde keine Aussage getroffen, nur die Kosten der wichtigsten Projekte wurden aufgelistet.“
Ironische Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich weiß, warum Sie sich so aufregen, dieses Zitat stammt von Ihnen, Frau Prammer – Sie haben auch keine Werbung gemacht. (Ironische Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ruf bei der ÖVP: Da schau her!
„Zunächst ist festzuhalten, dass das BMWV keine Werbung betreibt. Eine vollständige Aufzählung sämtlicher Ausgaben ist aus Gründen der Verwaltungsökonomie nicht möglich, da es sich um Hunderte von Einzelrechnungen handelt.“ – Dieses Zitat stammt von Herrn Exminister Caspar Einem, meine Damen und Herren. Auch er machte also keine Werbung. (Ruf bei der ÖVP: Da schau her!)
Zwischenruf des Abg. Broukal.
Werfen Sie nicht mir vor, ich würde das Parlament nicht korrekt informieren! Prammer, Caspar Einem ... (Zwischenruf des Abg. Broukal.) Ich mache Werbung, sagen Sie, Herr Abgeordneter Broukal. Ich darf Ihnen jetzt einmal etwas sagen: Wir haben einen Nationalen Beschäftigungsplan gehabt, das war Frau Abgeordnete und Exministerin Hostasch. Ich könnte Ihnen aufzählen, wie viele Inserate, wie viele TV-Spots, wie viele Hörfunk-Spots es damals gegeben hat. Ich sage nur: „Schiene statt Verkehrslawine“, Radio-, Fernsehspots hat es gegeben.
Abg. Broukal: Das ist die Unwahrheit!
Meine Damen und Herren! Wir hingegen haben keinen einzigen Spot in Auftrag gegeben (Abg. Broukal: Das ist die Unwahrheit!), wir sind direkt hingegangen zur Bevölkerung, haben sie informiert und haben keine Werbung betrieben, so wie Sie das gemacht haben.
Lebhafter, lang anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das, was Sie tun, hat meines Erachtens den starken Verdacht einer schmutzigen Politkampagne. Wir lassen uns nicht beirren und setzen die erfolgreiche Arbeit für dieses Land fort. – Vielen Dank, meine Damen und Herren. (Lebhafter, lang anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Bundesminister Mag. Grasser: Nein, ich habe keine in Auftrag gegeben! – Heftige Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen. – Heftige Gegenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
sehspots in Auftrag gegeben. – Das ist unwahr! (Bundesminister Mag. Grasser: Nein, ich habe keine in Auftrag gegeben! – Heftige Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen. – Heftige Gegenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Wahr ist vielmehr, dass mein alter Kollege und Chefredakteur Dr. Horst Friedrich Mayer ein Jahr lang uns allen erklärt hat: „Zukunft ohne Schulden“, und zwar auf Steuerzahlers Kosten. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Miedl: Schmutzkübelkampagne!
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Herr Finanzminister! Ihre Polemik am Ende Ihrer Rede von der Regierungsbank hat natürlich einen kleinen Schönheitsfehler. (Abg. Miedl: Schmutzkübelkampagne!) Herr Minister, Sie haben vergessen – das ist Ihnen entgangen –, dass Österreich die EU-Präsidentschaft ausgeübt hat. Aber Sie können das ja dann korrigieren, denn Sie werden sich noch einmal in der Debatte zu Wort melden, ja melden müssen, denn das kann es nicht gewesen sein. Sie haben viel gesprochen, nichts gesagt, irgendetwas daherfabuliert, konkrete Antworten auf die heiklen Fragen sind Sie schuldig geblieben! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Herr Finanzminister! Ihre Polemik am Ende Ihrer Rede von der Regierungsbank hat natürlich einen kleinen Schönheitsfehler. (Abg. Miedl: Schmutzkübelkampagne!) Herr Minister, Sie haben vergessen – das ist Ihnen entgangen –, dass Österreich die EU-Präsidentschaft ausgeübt hat. Aber Sie können das ja dann korrigieren, denn Sie werden sich noch einmal in der Debatte zu Wort melden, ja melden müssen, denn das kann es nicht gewesen sein. Sie haben viel gesprochen, nichts gesagt, irgendetwas daherfabuliert, konkrete Antworten auf die heiklen Fragen sind Sie schuldig geblieben! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Es geht letztlich darum, ob die ÖVP das Parlament überhaupt noch ernst nimmt, und darum, ob die FPÖ heute letzte Reste von einem Aufklärerimage abstreift. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
(Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Minister, seien Sie mir nicht böse: Das stimmt doch hinten und vorne nicht zusammen! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Großruck.
Herr Minister! Die Information, wer wie viel wo hineinbezahlt hat und wer wie viel wo herausbekommen hat, wollen Sie ja mit einer Weisung vermeiden. Und Sie haben falsch zitiert, Sie haben etwas anderes zitiert. (Zwischenruf des Abg. Großruck.) Es gibt nämlich eine Weisung, und das ist ein unglaublicher Skandal, Herr Kollege Großruck: Etwaige Anfragen – das ist eine Weisung – über den Herrn Bundesminister Mag. Karl-Heinz Grasser (Abg. Mag. Donnerbauer: Von wem? Wer hat die Weisung gegeben?) – von wem?, von den Finanzbehörden, lieber Kollege – beziehungsweise Anfragen über einen Verein im Zusammenhang mit seiner Person sind ausnahmslos an Dr. Winkler weiterzuleiten. – Das ist ja ungeheuerlich! Das ist eine rechtswidrige Weisung, Herr Minister! Das ist eine Vertuschungsaktion und rechtfertigt jede Forderung nach einem Rücktritt! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Donnerbauer: Von wem? Wer hat die Weisung gegeben?
Herr Minister! Die Information, wer wie viel wo hineinbezahlt hat und wer wie viel wo herausbekommen hat, wollen Sie ja mit einer Weisung vermeiden. Und Sie haben falsch zitiert, Sie haben etwas anderes zitiert. (Zwischenruf des Abg. Großruck.) Es gibt nämlich eine Weisung, und das ist ein unglaublicher Skandal, Herr Kollege Großruck: Etwaige Anfragen – das ist eine Weisung – über den Herrn Bundesminister Mag. Karl-Heinz Grasser (Abg. Mag. Donnerbauer: Von wem? Wer hat die Weisung gegeben?) – von wem?, von den Finanzbehörden, lieber Kollege – beziehungsweise Anfragen über einen Verein im Zusammenhang mit seiner Person sind ausnahmslos an Dr. Winkler weiterzuleiten. – Das ist ja ungeheuerlich! Das ist eine rechtswidrige Weisung, Herr Minister! Das ist eine Vertuschungsaktion und rechtfertigt jede Forderung nach einem Rücktritt! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Minister! Die Information, wer wie viel wo hineinbezahlt hat und wer wie viel wo herausbekommen hat, wollen Sie ja mit einer Weisung vermeiden. Und Sie haben falsch zitiert, Sie haben etwas anderes zitiert. (Zwischenruf des Abg. Großruck.) Es gibt nämlich eine Weisung, und das ist ein unglaublicher Skandal, Herr Kollege Großruck: Etwaige Anfragen – das ist eine Weisung – über den Herrn Bundesminister Mag. Karl-Heinz Grasser (Abg. Mag. Donnerbauer: Von wem? Wer hat die Weisung gegeben?) – von wem?, von den Finanzbehörden, lieber Kollege – beziehungsweise Anfragen über einen Verein im Zusammenhang mit seiner Person sind ausnahmslos an Dr. Winkler weiterzuleiten. – Das ist ja ungeheuerlich! Das ist eine rechtswidrige Weisung, Herr Minister! Das ist eine Vertuschungsaktion und rechtfertigt jede Forderung nach einem Rücktritt! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Jetzt wird es eine Menschenhatz! Jetzt wird es uninteressant!
Folgerichtig versuchen Sie natürlich mit Gutachten zu entkommen und haben Ernst & Young, einen Herrn Alfred Brogyányi, beauftragt, und da muss man sich einmal anschauen, wer das eigentlich ist. Dieser Mann ist Buchprüfer bei Magna, meine Damen und Herren, hat ein Mandat in der ÖIAG, hat öffentliche Aufträge vom Herrn Finanzminister empfangen. Diese ganzen Aufträge leitet Frau Mag. Billinger ein. Sie ist zuständig für Steuern und Glücksspiel beim Herrn Minister, vormals bei der Firma Ernst & Young. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Jetzt wird es eine Menschenhatz! Jetzt wird es uninteressant!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Scheibner: Das darf nicht wahr sein! – Abg. Prinz: Das ist ein Wahnsinn!
Ich sage Ihnen etwas: Wenn ein Beamter einseitig sagt, ich verzichte auf meine Pragmatisierung, hat das überhaupt keine Wirkung. Da kommt es auf die andere Seite an. Und wenn Sie hier sagen, Sie haben ein Schreiben an Herrn Siegfried Wolf gerichtet, dann kann ich dem nur entgegenhalten: Da können Sie eine Kopie Ihrer Tante schicken. Herr Minister! Wenn Sie nicht morgen eine notarielle unwiderrufliche Erklärung von Frank Stronach vorlegen können, dass für alle Zeiten von Magna und Töchtern keine Versorgung Ihrer Person stattfindet, dann haben Sie, Herr Minister, einmal mehr die Öffentlichkeit an der Nase herumgeführt. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Scheibner: Das darf nicht wahr sein! – Abg. Prinz: Das ist ein Wahnsinn!)
Rufe bei der SPÖ: Hört! Hört! Unglaublich!
Aber es genügt auch die „Presse“ des Inlandes und darin in Wirklichkeit ein einziger Satz. Die „Presse“ von gestern: „Zudem hat Grassers Finanzministerium von Anfang an direkt in den Beschaffungsvorgang“ der Eurofighter „eingegriffen.“ (Rufe bei der SPÖ: Hört! Hört! Unglaublich!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Scheibner: Da tun Sie sich schon schwer mit der Argumentation!
Meine Damen und Herren! Das wird nicht einmal mehr von Ihnen dementiert. Wenn so etwas nicht einmal mehr dementiert wird und ein Verteidigungsminister durch das Land zieht und von einer Pressekonferenz zur anderen erzählt – und ich bin schon sehr neugierig, ob Sie jetzt höhnisch applaudieren werden –, dass alles sauber, korrekt und transparent erfolgt wäre, Herr Minister, dann ist jedes Misstrauen in Ihre Person gerechtfertigt. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Scheibner: Da tun Sie sich schon schwer mit der Argumentation!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Scheibner: Das ist ja ungeheuerlich!
Leider, es ist nicht nur ein Skandal des Finanzministers, sondern es ist ein Skandal der Bundesregierung insgesamt und auch der Regierungsfraktionen. Das hat eine wahrlich traurige historische Dimension. Sie bringen Schande über unser Land, meine Damen und Herren von der ÖVP und FPÖ! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Scheibner: Das ist ja ungeheuerlich!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Wie hätte in guten Zeiten der Josef Cap eine solche Dringliche Anfrage kommentiert? – Er hätte gesagt: Freunde, das war überhaupt nix! Packts zusammen, fahrts in die Sommerferien und kommts nach dem Sommer gestärkt wieder zurück! – Das wäre eine Kommentierung des Josef Cap früher gewesen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Jarolim: Um Steuerhinterziehung geht es!
Traurig, aber wahr ist die Tatsache, dass es Ihnen bei der Dringlichen Anfrage und bei dieser Kampagnisierung, die hier läuft, um ganz etwas anderes geht. Es geht bei dieser Dringlichen Anfrage ... (Abg. Dr. Jarolim: Um Steuerhinterziehung geht es!) Das beginnt ja schon auf der ersten Seite im ersten Satz, wenn man sich die Dringliche Anfrage anschaut. Da beginnen Sie mit der Formulierung: „In den letzten Monaten verdichten sich immer mehr Zweifel“. – Also ein wahnsinniger Vorwurf! Dann heißt es: „peinliche Selbstdarstellungen im Rahmen der KMU-Road Shows“. – Ich sage Ihnen, diese KMU-Road Show – ich habe selbst eine gesehen – war eine hervorragende Informationsveranstaltung. Meine Damen und Herren! Sie hätten sich diese anschauen
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
sollen, dann wüssten Sie auch mehr über wirtschaftspolitische Maßnahmen dieser Bundesregierung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Im letzten Absatz auf dieser Seite, weil Sie auch einen Misstrauensantrag gegen den Herrn Verteidigungsminister einbringen, schreiben Sie dann: „die Unterzeichnung des Vertrages mit EADS, ohne dass die dafür notwendige gesetzliche Grundlage in Rechtskraft ging.“ – Natürlich, darum steht auch ausdrücklich im Vertrag drinnen, dass er erst dann gilt, wenn es in Kraft tritt. Meine Damen und Herren! Das ist eine Vernebelungstaktik gegenüber der Bevölkerung, die wir ausdrücklich ablehnen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen
Weiters – und da wird es besonders interessant –: Es wird empfohlen, namentlich diese vier Politiker a) entweder positiv zu vereinnahmen – gratuliere, Herr Professor Van der Bellen, Sie haben es ein bisschen leichter, Sie sind positiv vereinnahmt worden! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen) – oder nachhaltig politisch zu desavouieren, da sie zentrale Identifikationsfiguren für die Mehrheit des seitens der SPÖ noch mobilisierbaren Potentials darstellen. Besonders Karl-Heinz Grasser gelingt es, unter den zentralen WählerInnengruppen der SPÖ, den mittleren und leitenden Angestellten und den PensionistInnen eine sehr positive Rolle einzunehmen. – Zitatende.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Das ist der Grund für diese Kampagne! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Oh-Rufe bei der ÖVP.
Wer ist noch im Aufsichtsrat von Magna? – Franz Vranitzky finde ich da. (Oh-Rufe bei der ÖVP.) Das ist ganz interessant.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Machen Sie in den eigenen Reihen Ordnung, dann werden Sie sich ein wenig leichter tun mit Ihren politischen Maßnahmen, meine Damen und Herren von der SPÖ! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Oh-Rufe bei der ÖVP
Weil Sie unterstellen, dass es einen nicht allzu genauen Umgang hinsichtlich der Korrektheit gibt, was steuerliche Angelegenheiten und dergleichen anlangt: Es ist ja ganz interessant, dass sich auf der Homepage der Mietervereinigung eine Werbung der SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures findet (Oh-Rufe bei der ÖVP), die Präsidentin der Mietervereinigung ist. Es würde mich interessieren, ob diese Werbung für die SPÖ-Mandatarin und SPÖ-Zentralsekretärin die österreichischen Mitglieder der Mietervereinigung zahlen, denn dann wäre das ja möglicherweise eine Geschenkannahme, die zu versteuern wäre. – Also messen Sie hier nicht mit zweierlei Maß, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Weil Sie unterstellen, dass es einen nicht allzu genauen Umgang hinsichtlich der Korrektheit gibt, was steuerliche Angelegenheiten und dergleichen anlangt: Es ist ja ganz interessant, dass sich auf der Homepage der Mietervereinigung eine Werbung der SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures findet (Oh-Rufe bei der ÖVP), die Präsidentin der Mietervereinigung ist. Es würde mich interessieren, ob diese Werbung für die SPÖ-Mandatarin und SPÖ-Zentralsekretärin die österreichischen Mitglieder der Mietervereinigung zahlen, denn dann wäre das ja möglicherweise eine Geschenkannahme, die zu versteuern wäre. – Also messen Sie hier nicht mit zweierlei Maß, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Molterer: Ja, ja!
Ähnliches gilt übrigens für Ihren Abgeordneten Dietmar Keck – er kann heute noch Stellung dazu nehmen, da er auf der Rednerliste steht –, denn da findet sich eine Werbung: dietmar.keck@voestalpine.com. Ich hoffe, dass nicht die voest-Aktionäre für diese Werbung zahlen, denn auch da würde sich dann möglicherweise die Frage der Geschenkannahme stellen. (Abg. Mag. Molterer: Ja, ja!)
Abg. Verzetnitsch: Lesen Sie weiter!
„Verwirrung um angebliche Steuer-Causa des ÖGB-Chefs“. „Laut ,News‘ fordert die Finanzbehörde von ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch ... eine Steuer-Nachzahlung von in Summe 72 000 Euro. Der oberste Gewerkschafter habe dagegen berufen. Als Grund für die Nachzahlung wird eine extrem moderate Miete für Verzetnitschs Penthouse in der Wiener Innenstadt angeführt. Dieses gehört der BAWAG, an der der ÖGB beteiligt ist.“ (Abg. Verzetnitsch: Lesen Sie weiter!) – Ja, ich lese weiter, Herr Präsident, ich lese es ganz zu Ende.
Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herr Präsident Verzetnitsch, ich glaube Ihnen so weit, soweit nicht durch die entsprechenden Behörden und Gerichte das Gegenteil bewiesen ist. Und nichts anderes erwarten wir auch von Ihnen. Seien Sie korrekt, und beenden Sie diese Schmutzkübelkampagne! (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
ironische Heiterkeit bei der SPÖ
Abgeordnete Dr. Helene Partik-Pablé (Freiheitliche): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich bin sehr froh darüber, dass Kollege Amon diese Tiefen der SPÖ aufgedeckt hat (ironische Heiterkeit bei der SPÖ) und auch gezeigt hat, dass Sie wirklich überhaupt keinen Grund haben, mit dem Finger auf andere Personen oder Parteien zu zeigen, weil Sie selbst genug aufzuarbeiten hätten, meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ!
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Da Kollege Amon alles Mögliche aufgezählt hat, kommt mir das Sprichwort in den Sinn: Wie der Schelm denkt, so ist er! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) – Ich möchte das auch noch untermauern. (Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.) Mein Kollege im Wiener Landtag hat eine Ausarbeitung gemacht, wonach es in den letzten 20 Jahren 57 Skandale der SPÖ gegeben hat! Es waren nicht weniger als 100 sozialistische Mandatare in diese Skandale verstrickt! – Wer den Skandalen so nahe ist, der vermutet natürlich immer auch beim politischen Gegner oder bei politischen Funktionären einen Skandal. Aber revidieren Sie Ihre Meinung: Nicht immer und nicht überall ist alles so wie bei Ihnen, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Sozialdemokratie! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Wittmann: Wer war der Rosenstingl?)
Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.
Da Kollege Amon alles Mögliche aufgezählt hat, kommt mir das Sprichwort in den Sinn: Wie der Schelm denkt, so ist er! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) – Ich möchte das auch noch untermauern. (Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.) Mein Kollege im Wiener Landtag hat eine Ausarbeitung gemacht, wonach es in den letzten 20 Jahren 57 Skandale der SPÖ gegeben hat! Es waren nicht weniger als 100 sozialistische Mandatare in diese Skandale verstrickt! – Wer den Skandalen so nahe ist, der vermutet natürlich immer auch beim politischen Gegner oder bei politischen Funktionären einen Skandal. Aber revidieren Sie Ihre Meinung: Nicht immer und nicht überall ist alles so wie bei Ihnen, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Sozialdemokratie! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Wittmann: Wer war der Rosenstingl?)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Wittmann: Wer war der Rosenstingl?
Da Kollege Amon alles Mögliche aufgezählt hat, kommt mir das Sprichwort in den Sinn: Wie der Schelm denkt, so ist er! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) – Ich möchte das auch noch untermauern. (Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.) Mein Kollege im Wiener Landtag hat eine Ausarbeitung gemacht, wonach es in den letzten 20 Jahren 57 Skandale der SPÖ gegeben hat! Es waren nicht weniger als 100 sozialistische Mandatare in diese Skandale verstrickt! – Wer den Skandalen so nahe ist, der vermutet natürlich immer auch beim politischen Gegner oder bei politischen Funktionären einen Skandal. Aber revidieren Sie Ihre Meinung: Nicht immer und nicht überall ist alles so wie bei Ihnen, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Sozialdemokratie! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Wittmann: Wer war der Rosenstingl?)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Aber ich möchte Ihnen sagen, warum Sie von SPÖ und Grünen sich an dieses Thema klammern: weil Sie glauben, damit Ihre erfolglose Oppositionspolitik zu verdecken. Sie wissen ganz genau, dass Sie auf der Stelle treten, dass Sie als Oppositionspartei überhaupt keine Erfolge zu verzeichnen haben. Jetzt haben Sie sogar die Medien für sich. Die Medien waren nämlich gestern nicht hier, als es um sehr wichtige Themen für Österreich gegangen ist, etwa um den Transit, oder um ein wichtiges Thema für die Behinderten, das Behinderten-Gleichstellungsgesetz. Die Medien sind gekommen, weil es sich um eine Sache handelt, die skandalträchtig ist. Und das wollten Sie erreichen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Gradwohl: Hat Ihnen sonst noch jemand etwas erzählt?
Herr Präsident Prinzhorn hat mir gesagt, ich darf es verwenden: Er selbst hat einen Brief gesehen, in dem Herr Grupp an Herrn Generaldirektor Streicher geschrieben hat, dass er kein Interesse am Kauf der voestalpine hat. (Abg. Gradwohl: Hat Ihnen sonst noch jemand etwas erzählt?) Herr Grupp hat auch öffentlich erklärt, dass er kein Interesse hat.
Abg. Gradwohl: Wir sind sehr interessiert an dem, was Ihnen erzählt wird!
Sie können alles in Zweifel ziehen, aber das wird Sie nicht weiterbringen. (Abg. Gradwohl: Wir sind sehr interessiert an dem, was Ihnen erzählt wird!) – Verfolgen Sie doch, was ich Ihnen sage! (Abg. Gradwohl: Kommen Sie endlich zu den Fakten!)
Abg. Gradwohl: Kommen Sie endlich zu den Fakten!
Sie können alles in Zweifel ziehen, aber das wird Sie nicht weiterbringen. (Abg. Gradwohl: Wir sind sehr interessiert an dem, was Ihnen erzählt wird!) – Verfolgen Sie doch, was ich Ihnen sage! (Abg. Gradwohl: Kommen Sie endlich zu den Fakten!)
Abg. Neudeck: Das wundert uns nicht!
Wissen Sie, wann diese Mietbeihilfen eingeführt wurden? – In der Zeit, als die SPÖ die Oberaufsicht über die ÖIAG hatte! Und uns wollen Sie das jetzt in die Schuhe schieben, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Neudeck: Das wundert uns nicht!)
Abg. Gradwohl: Sie haben ja Erfahrung damit!
So kann man natürlich Skandale produzieren. So produziere ich Ihnen jeden Tag einen Skandal. (Abg. Gradwohl: Sie haben ja Erfahrung damit!) – Ja, aus meiner gerichtlichen Tätigkeit habe ich Erfahrung. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Als ich noch als Richter aktiv war, sind sehr viele sozialistische Funktionäre beim Landesgericht für Strafsachen aus und ein gegangen, sehr geehrter Herr Abgeordneter. (Rufe bei der ÖVP: AKH!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
So kann man natürlich Skandale produzieren. So produziere ich Ihnen jeden Tag einen Skandal. (Abg. Gradwohl: Sie haben ja Erfahrung damit!) – Ja, aus meiner gerichtlichen Tätigkeit habe ich Erfahrung. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Als ich noch als Richter aktiv war, sind sehr viele sozialistische Funktionäre beim Landesgericht für Strafsachen aus und ein gegangen, sehr geehrter Herr Abgeordneter. (Rufe bei der ÖVP: AKH!)
Rufe bei der ÖVP: AKH!
So kann man natürlich Skandale produzieren. So produziere ich Ihnen jeden Tag einen Skandal. (Abg. Gradwohl: Sie haben ja Erfahrung damit!) – Ja, aus meiner gerichtlichen Tätigkeit habe ich Erfahrung. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Als ich noch als Richter aktiv war, sind sehr viele sozialistische Funktionäre beim Landesgericht für Strafsachen aus und ein gegangen, sehr geehrter Herr Abgeordneter. (Rufe bei der ÖVP: AKH!)
Abg. Mag. Kogler: Was heißt „wieder“?
Das Privatisierungskonzept, sagen Sie, gibt es überhaupt nicht. Das stimmt nicht! Es wird nur nicht öffentlich diskutiert, weil es natürlich nicht sehr gescheit wäre, bei Privatisierungen die Strategien öffentlich zu diskutieren. Morgen bereits kommt Herr Heinzl wieder in den Industrieausschuss, um über die Projekte zu diskutieren. (Abg. Mag. Kogler: Was heißt „wieder“?)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Also: Eine Unwahrheit reiht sich an die andere, und damit wollen Sie einen erfolgreichen Finanzminister ganz einfach Schaden zufügen, meine sehr geehrten Damen und Herren. Ich würde mich dafür schämen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: Er verhöhnt das Parlament!
Ich habe heute schon in meinem Debattenbeitrag zur Geschäftsordnung gesagt: Ich sehe ein, dass Sie Aufklärung verlangen, dass Sie verlangen, dass vermutete Missstände durchleuchtet werden – aber nicht so, wie Sie das machen! Sie nehmen zum Beispiel überhaupt nicht zur Kenntnis, was der Herr Finanzminister sagt, ja Sie verhöhnen ihn noch. (Ruf bei der SPÖ: Er verhöhnt das Parlament!) Als er gesagt hat, er spendet für arme Leute, haben Sie gesagt: der Franz von Assisi. Ist das ein Umgang mit einem Minister? Da können Sie sich selbst an der Nase packen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich habe heute schon in meinem Debattenbeitrag zur Geschäftsordnung gesagt: Ich sehe ein, dass Sie Aufklärung verlangen, dass Sie verlangen, dass vermutete Missstände durchleuchtet werden – aber nicht so, wie Sie das machen! Sie nehmen zum Beispiel überhaupt nicht zur Kenntnis, was der Herr Finanzminister sagt, ja Sie verhöhnen ihn noch. (Ruf bei der SPÖ: Er verhöhnt das Parlament!) Als er gesagt hat, er spendet für arme Leute, haben Sie gesagt: der Franz von Assisi. Ist das ein Umgang mit einem Minister? Da können Sie sich selbst an der Nase packen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Eine solche Methode erinnert mich an totalitäre Staaten, und so etwas sollte in einem Rechtsstaat überhaupt nicht mehr die Möglichkeit haben, zum Ausdruck zu kommen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Nein, sagen Sie nicht „bitte“, lesen Sie sich das durch, was Herr Abgeordneter Pilz gesagt hat!
Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP
Ich bin ja schon dahinter gekommen, warum Herr Pilz ununterbrochen vermutet, dass da Korruption, Verleumdung, Verschleierung und so weiter im Spiel sein müssen. Ich habe nämlich zufällig vor zwei Tagen ein Buch auf seinem Tisch gesehen. Wissen Sie, welchen Titel dieses Buch hatte? „Große Verschwörungen“ (Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP), offensichtlich die Lieblingslektüre des Herrn Abgeordneten Pilz. Und nach diesem Muster, nach diesem gedanklichen Konzept will Herr Abgeordneter Pilz auch hier in der Innenpolitik tätig sein. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich bin ja schon dahinter gekommen, warum Herr Pilz ununterbrochen vermutet, dass da Korruption, Verleumdung, Verschleierung und so weiter im Spiel sein müssen. Ich habe nämlich zufällig vor zwei Tagen ein Buch auf seinem Tisch gesehen. Wissen Sie, welchen Titel dieses Buch hatte? „Große Verschwörungen“ (Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP), offensichtlich die Lieblingslektüre des Herrn Abgeordneten Pilz. Und nach diesem Muster, nach diesem gedanklichen Konzept will Herr Abgeordneter Pilz auch hier in der Innenpolitik tätig sein. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
ironische Heiterkeit bei der SPÖ
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ganz skurril finde ich die Vorwürfe, dass der Finanzminister uns alle die Budgetdebatte betreffend grob in die Irre geführt habe. Statt froh zu sein, endlich einen Finanzminister zu haben, der mit den steigenden Defiziten ein Ende macht (ironische Heiterkeit bei der SPÖ), prangern Sie ihn noch an und sagen, er sei ein Betrüger. (Abg. Mag. Kogler: Machen Sie sich nicht unglücklich mit dieser Rede!) Denn es ist nichts anderes als ein Betrüger, wenn Sie sagen, dass er uns grob in die Irre geführt hat.
Abg. Mag. Kogler: Machen Sie sich nicht unglücklich mit dieser Rede!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ganz skurril finde ich die Vorwürfe, dass der Finanzminister uns alle die Budgetdebatte betreffend grob in die Irre geführt habe. Statt froh zu sein, endlich einen Finanzminister zu haben, der mit den steigenden Defiziten ein Ende macht (ironische Heiterkeit bei der SPÖ), prangern Sie ihn noch an und sagen, er sei ein Betrüger. (Abg. Mag. Kogler: Machen Sie sich nicht unglücklich mit dieser Rede!) Denn es ist nichts anderes als ein Betrüger, wenn Sie sagen, dass er uns grob in die Irre geführt hat.
Abg. Mandak: So wie Ihr Nulldefizit! Sie machen es jetzt mit dem Nulldefizit so!
Wenn Sie den Vorwurf erhoben hätten, als Rudolf Edlinger noch Finanzminister war, hätte ich gesagt: Sie haben Recht!, denn der hat uns nämlich grob in die Irre geführt. Er hat noch ein halbes Jahr vor den Nationalratswahlen 1999 davon gesprochen, dass es kein Budgetloch gibt. Er hat gesagt: Was, ein Budgetloch? Nein, das gibt es nicht, das kennen wir nicht! (Abg. Mandak: So wie Ihr Nulldefizit! Sie machen es jetzt mit dem Nulldefizit so!)
Rufe bei der SPÖ: Wo? Wo?
Tatsächlich hat sich aber nach den Wahlen herausgestellt, dass es ein meilentiefes Budgetloch und eine ungeheuer große Staatsverschuldung gibt. Jetzt aber haben wir einen ausgeglichenen Staatshaushalt, wir haben hervorragende Zahlen. (Rufe bei der SPÖ: Wo? Wo?) Wo, fragen Sie? – Lesen Sie doch einmal die Statistiken, lesen Sie im „trend“ nach, lesen Sie sogar im „profil“ nach! Österreich hat sich vom Schlusslicht bei den Budgetdefiziten in das vordere Drittel hinaufkatapultiert, meine sehr geehrten Damen und Herren. Das ist die Wahrheit! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Tatsächlich hat sich aber nach den Wahlen herausgestellt, dass es ein meilentiefes Budgetloch und eine ungeheuer große Staatsverschuldung gibt. Jetzt aber haben wir einen ausgeglichenen Staatshaushalt, wir haben hervorragende Zahlen. (Rufe bei der SPÖ: Wo? Wo?) Wo, fragen Sie? – Lesen Sie doch einmal die Statistiken, lesen Sie im „trend“ nach, lesen Sie sogar im „profil“ nach! Österreich hat sich vom Schlusslicht bei den Budgetdefiziten in das vordere Drittel hinaufkatapultiert, meine sehr geehrten Damen und Herren. Das ist die Wahrheit! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich bin schon beim Schlusssatz: Sie wollen die positive Entwicklung nicht gelten lassen, meine sehr geehrten Damen und Herren. Aber ich sagen Ihnen: Vertun Sie Ihre Zeit nicht mit weiteren Dringlichen Anfragen und Misstrauensanträgen, sondern arbeiten Sie ordentlich! – Das gebe ich Ihnen als Rat für die Sommerpause mit. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Warum sind alle Grünen geflüchtet?
Präsident Dr. Andreas Khol: Nunmehr gelangt Herr Abgeordneter Dr. Peter Pilz ans Rednerpult. Redezeit: 10 Minuten. – Bitte. (Ruf bei der ÖVP: Warum sind alle Grünen geflüchtet?)
Abg. Murauer: Österreich erzittert!
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Meine sehr verehrten Damen und Herren! (Abg. Murauer: Österreich erzittert!) Es sind wenige Fragen beantwortet worden, einige Fragen werden wir wieder stellen müssen, einige Fragen werden wir hoffentlich mor-
Abg. Neudeck: Ist er ja nicht mehr! Er ist nicht mehr Bankenaufsicht!
Im Mittelpunkt steht für mich seit wenigen Tagen der Begriff der „freiwilligen Spende“. Was ist dann, wenn der Finanzminister sich anschickt, über Österreich, die Osterweiterung, die Welt und sich selbst zu referieren, eine freiwillige Spende? Was passiert, wenn der gerade mit dem Referat fertig gewordene Finanzminister vor den Bankdirektor tritt und sagt: Ich sage es nicht als Bankenaufsichtsbehörde (Abg. Neudeck: Ist er ja nicht mehr! Er ist nicht mehr Bankenaufsicht!), ich sage es auch nicht als Finanzminister, ich sage es nur als Vortragender: Bitte eine freiwillige Spende in der Höhe von 7 000 €. – So schaut das aus! (Abg. Schöls: Sie waren dabei?!)
Abg. Schöls: Sie waren dabei?!
Im Mittelpunkt steht für mich seit wenigen Tagen der Begriff der „freiwilligen Spende“. Was ist dann, wenn der Finanzminister sich anschickt, über Österreich, die Osterweiterung, die Welt und sich selbst zu referieren, eine freiwillige Spende? Was passiert, wenn der gerade mit dem Referat fertig gewordene Finanzminister vor den Bankdirektor tritt und sagt: Ich sage es nicht als Bankenaufsichtsbehörde (Abg. Neudeck: Ist er ja nicht mehr! Er ist nicht mehr Bankenaufsicht!), ich sage es auch nicht als Finanzminister, ich sage es nur als Vortragender: Bitte eine freiwillige Spende in der Höhe von 7 000 €. – So schaut das aus! (Abg. Schöls: Sie waren dabei?!)
Abg. Neudeck: Die wollten ihnen den Pilz einreden!
Nehmen wir ein Beispiel, das Beispiel Golf- und Sportclub Fontana: Business & More – Immorent Golf Trophy, 23. Mai dieses Jahres. Die Firma Immorent bemüht sich im Jänner dieses Jahres um einen prominenten Vortragenden und wendet sich an eine Eventagentur namens Eventive. (Abg. Neudeck: Die wollten ihnen den Pilz einreden!) Die Mitarbeiter von Eventive fragen: Wen hätten Sie denn gerne? Und Immorent antwortet: Am liebsten wäre uns Finanzminister Mag. Karl-Heinz Grasser. Daraufhin wendet sich die Eventagentur Eventive an eine Firma namens Speakers Lounge, die eine einzige Aufgabe hat, nämlich gegen Bezahlung Vortragende zu vermitteln. (Ruf bei der ÖVP: Sind Sie auf der Liste, Herr Pilz?)
Ruf bei der ÖVP: Sind Sie auf der Liste, Herr Pilz?
Nehmen wir ein Beispiel, das Beispiel Golf- und Sportclub Fontana: Business & More – Immorent Golf Trophy, 23. Mai dieses Jahres. Die Firma Immorent bemüht sich im Jänner dieses Jahres um einen prominenten Vortragenden und wendet sich an eine Eventagentur namens Eventive. (Abg. Neudeck: Die wollten ihnen den Pilz einreden!) Die Mitarbeiter von Eventive fragen: Wen hätten Sie denn gerne? Und Immorent antwortet: Am liebsten wäre uns Finanzminister Mag. Karl-Heinz Grasser. Daraufhin wendet sich die Eventagentur Eventive an eine Firma namens Speakers Lounge, die eine einzige Aufgabe hat, nämlich gegen Bezahlung Vortragende zu vermitteln. (Ruf bei der ÖVP: Sind Sie auf der Liste, Herr Pilz?)
Ruf bei der SPÖ: Sehr vernünftig! – Abg. Dr. Brinek: Waren Sie dabei?
Speakers Lounge bietet nachweislich den Finanzminister für ein Honorar von 10 000 € der Eventive Veranstaltungsagentur an. Die Eventive Veranstaltungsagentur wendet sich wieder an Immorent und sagt: Wir könnten den Finanzminister bieten, mit 10 000 € wären sein Honorar und das Honorar von Speakers Lounge abgedeckt. Immorent sagt: Danke, das ist zu teuer, wir nehmen uns jemand anderen. – Sie haben gratis Professor Frisch bekommen. (Ruf bei der SPÖ: Sehr vernünftig! – Abg. Dr. Brinek: Waren Sie dabei?)
Ruf bei der ÖVP: Das sind doch leere Behauptungen wie immer! Behauptungen und Unterstellungen! Immer dieselbe Masche!
Und damit ist der Nachweis gelungen, weil mir die Vertreter der beteiligten Firmen heute samt und sonders im Detail bestätigt haben (Ruf bei der ÖVP: Das sind doch leere Behauptungen wie immer! Behauptungen und Unterstellungen! Immer dieselbe Masche!): Ja, man kann den Finanzminister gegen Honorar als Vortragenden mieten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Und damit ist der Nachweis gelungen, weil mir die Vertreter der beteiligten Firmen heute samt und sonders im Detail bestätigt haben (Ruf bei der ÖVP: Das sind doch leere Behauptungen wie immer! Behauptungen und Unterstellungen! Immer dieselbe Masche!): Ja, man kann den Finanzminister gegen Honorar als Vortragenden mieten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ
Deswegen wiederhole ich unsere Forderung: Der Unvereinbarkeitsausschuss muss noch vor Tagungsende einberufen werden und tagen können (Beifall bei den Grünen und der SPÖ) und klären können, was mit dem Vortragenden, was mit seinen Honoraren, was mit seiner freiberuflichen Tätigkeit und was mit der damit verbundenen Verletzung der Unvereinbarkeitsbestimmungen zu geschehen hat.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich glaube, Herr Finanzminister, Sie sind sich immer noch nicht ganz klar darüber, in welchem Bereich Sie sich längst bewegen. Ich habe das Gefühl – vielleicht täusche ich mich –, dass Sie im Gegensatz zu anderen Ministern, mit denen wir in der Vergangenheit als Opposition zu tun hatten, nicht den Funken eines Unrechtsbewusstseins haben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber Sie auch!
Ich glaube, Sie leben wirklich politisch, moralisch und rechtsstaatlich in einer anderen Welt. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber Sie auch!) Aber diese andere Welt ist nicht die Welt der österreichischen Bundesverfassung (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ihre auch nicht! ... Ihre Demagogie!), ist nicht die Welt des österreichischen Nationalrats, ist nicht die Welt der österreichischen Gesetze, sondern ist die Welt, in der nur eine Regel gilt: Gut ist, was Karl-Heinz Grasser und seinen Freunden nützt! Das ist die Welt der New Economy, das ist die Welt der Freunderlwirtschaft des Karl-Heinz Grasser, das ist die Welt, wo Gesetze außer Kraft gesetzt sind, wenn es den Freunden passt. Das ist die Welt von Stronach, das ist die Welt von Magna, das ist die Welt von ihrem Werkzeug Karl-Heinz Grasser. Das ist es, und darum geht es!
Abg. Dr. Partik-Pablé: Ihre auch nicht! ... Ihre Demagogie!
Ich glaube, Sie leben wirklich politisch, moralisch und rechtsstaatlich in einer anderen Welt. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber Sie auch!) Aber diese andere Welt ist nicht die Welt der österreichischen Bundesverfassung (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ihre auch nicht! ... Ihre Demagogie!), ist nicht die Welt des österreichischen Nationalrats, ist nicht die Welt der österreichischen Gesetze, sondern ist die Welt, in der nur eine Regel gilt: Gut ist, was Karl-Heinz Grasser und seinen Freunden nützt! Das ist die Welt der New Economy, das ist die Welt der Freunderlwirtschaft des Karl-Heinz Grasser, das ist die Welt, wo Gesetze außer Kraft gesetzt sind, wenn es den Freunden passt. Das ist die Welt von Stronach, das ist die Welt von Magna, das ist die Welt von ihrem Werkzeug Karl-Heinz Grasser. Das ist es, und darum geht es!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das, Herr Finanzminister, ist der tiefere Grund, warum Sie längst für diese Republik und für diese Bundesregierung untragbar geworden sind. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
deshalb noch einmal: Treten Sie zurück, Herr Mag. Grasser! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Van der Bellen: Das ist eine Wertung! – Abg. Dipl.-Ing. Pirklhuber: Das ist keine tatsächliche Berichtigung! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.
Das ist die Wahrheit! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Van der Bellen: Das ist eine Wertung! – Abg. Dipl.-Ing. Pirklhuber: Das ist keine tatsächliche Berichtigung! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen
Abgeordneter Dietmar Keck (SPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Ministerbank! Hohes Haus! Ich möchte vorweg eine Abordnung von voest-lerinnen und voest-lern hier in diesem Haus begrüßen (Beifall bei der SPÖ und den Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen), die heute zu uns gekommen sind, weil keine zwei Autostunden von diesem Haus entfernt 22 000 Menschen mit ihren Familien direkt und 300 000 Menschen indirekt um ihre Zukunft betrogen werden, und zwar durch einen Ministerratsbeschluss, der den hundertprozentigen Verkauf der voestalpine vorsieht. (Abg. Großruck: Wer hat denn die voest umgebracht? – Abg. Scheibner: Wie viel Tausende Arbeitsplätze habt ihr denn dort vernichtet?) Es geht hier um ein Unternehmen, an das die Mitarbeiter geglaubt haben und in das sie ihr schwer verdientes Geld in Form einer Mitarbeiterbeteiligung eingebracht haben, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Großruck: Wer hat denn die voest umgebracht? – Abg. Scheibner: Wie viel Tausende Arbeitsplätze habt ihr denn dort vernichtet?
Abgeordneter Dietmar Keck (SPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Ministerbank! Hohes Haus! Ich möchte vorweg eine Abordnung von voest-lerinnen und voest-lern hier in diesem Haus begrüßen (Beifall bei der SPÖ und den Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen), die heute zu uns gekommen sind, weil keine zwei Autostunden von diesem Haus entfernt 22 000 Menschen mit ihren Familien direkt und 300 000 Menschen indirekt um ihre Zukunft betrogen werden, und zwar durch einen Ministerratsbeschluss, der den hundertprozentigen Verkauf der voestalpine vorsieht. (Abg. Großruck: Wer hat denn die voest umgebracht? – Abg. Scheibner: Wie viel Tausende Arbeitsplätze habt ihr denn dort vernichtet?) Es geht hier um ein Unternehmen, an das die Mitarbeiter geglaubt haben und in das sie ihr schwer verdientes Geld in Form einer Mitarbeiterbeteiligung eingebracht haben, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Dietmar Keck (SPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Ministerbank! Hohes Haus! Ich möchte vorweg eine Abordnung von voest-lerinnen und voest-lern hier in diesem Haus begrüßen (Beifall bei der SPÖ und den Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen), die heute zu uns gekommen sind, weil keine zwei Autostunden von diesem Haus entfernt 22 000 Menschen mit ihren Familien direkt und 300 000 Menschen indirekt um ihre Zukunft betrogen werden, und zwar durch einen Ministerratsbeschluss, der den hundertprozentigen Verkauf der voestalpine vorsieht. (Abg. Großruck: Wer hat denn die voest umgebracht? – Abg. Scheibner: Wie viel Tausende Arbeitsplätze habt ihr denn dort vernichtet?) Es geht hier um ein Unternehmen, an das die Mitarbeiter geglaubt haben und in das sie ihr schwer verdientes Geld in Form einer Mitarbeiterbeteiligung eingebracht haben, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Um ihre Zukunft werden sie auch betrogen durch Aussagen von Abgeordneten und von Ministern dieses Hauses, mit denen sie der Öffentlichkeit anscheinend weismachen wollen, dass bei diesem Verkauf alles bestens ist, und die dabei bewusst immer die Unwahrheit sagen. Es ist der Herr Minister Bartenstein, der noch nie einen voest-ler gesehen hat, geschweige denn mit einem gesprochen hat, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Und das ist der Kollege Molterer, der die voest nur kennt, wenn er auf der Autobahn nach Wien daran vorbeifährt, der immer wieder und mehrfach hier von diesem Platz aus behauptet hat, die Mitarbeiter der voestalpine wollen die Privatisierung.
Beifall bei der SPÖ.
Herr Kollege Molterer, haben Sie den Mut, kommen Sie heraus an dieses Rednerpult, und fragen Sie die voest-lerinnen und voest-ler hier auf der Galerie, was sie wollen! Fragen Sie sie, ob sie die Privatisierung wollen! (Beifall bei der SPÖ.) Herr Präsident! Lassen Sie es zu, dass diese voest-ler Antworten geben können, und Sie werden
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Damen und Herren! Aber außer Molterer und Bartenstein gibt es noch eine Marke hier in diesem Haus. Die Marke heißt KHG. Was heißt das? Karl-Heinz Grasser, geh! Geh! Gehen Sie als Finanzminister! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie machen diese lächerliche Dringliche noch lächerlicher!
Gehen Sie, Herr Bundesminister, denn Sie haben auch heute wieder die Unwahrheit gesagt! Gehen Sie zu Ihrem Freund Wolf, gehen Sie zu Magna, zu Ihren Freunden, Herr Finanzminister, von denen Sie ohnehin schon geleitet werden, und lassen Sie ihnen die voest zukommen, denn das haben Sie ja vor! Sie wollen ihnen die voest zukommen lassen mit der Besetzung Ihres Freundes Wolf als Aufsichtsrat der ÖIAG und seiner heutigen Nichtabberufung als Aufsichtsrat, Herr Finanzminister. Zeigen Sie einmal den Österreicherinnen und Österreichern, dass Sie Anstand walten lassen! Lassen Sie das österreichische Eigentum so, wie es ist, und treten Sie zurück, Herr Finanzminister! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie machen diese lächerliche Dringliche noch lächerlicher!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Frau Bleckmann, ich möchte mich bei Ihnen bedanken, dass Sie für die Interessen der voest-ler und voest-lerinnen bei dieser Pressekonferenz in Oberösterreich eingetreten sind, dass Sie wirklich wie eine Löwin gebrüllt haben in Oberösterreich, aber bitte, Frau Bleckmann, piepsen Sie in Wien nicht wie ein Mauserl! Setzen Sie Ihre Aussagen, die Sie in Oberösterreich getätigt haben, durch, und stehen Sie dazu! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Kollege Walch, du wirst heute die Gelegenheit dazu bekommen, deinen Worten auch Taten folgen zu lassen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der SPÖ und den Grünen.
Beschließen Sie heute, meine Damen und Herren, dass diese 25 Prozent und eine Aktie in öffentlicher Hand bleiben! Sprechen Sie doch endlich diesem Finanzminister das Misstrauen aus! Zeigen Sie, dass Sie in der Frage des voest-Verkaufs endlich wieder handlungsfähig sind! Glück auf! (Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Hannes Missethon (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Geschätzte Regierungsmitglieder! Geschätzte Damen und Herren! Herr Kollege Keck, Ihre Wortmeldung hat gezeigt, wo die wirkliche Gefahr für die voestalpine liegt, nämlich nicht bei den Investoren, nicht im Markt, sondern die wirkliche Gefahr sind solche sozialistischen Betriebsräte wie Sie! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall und Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Gradwohl: Gott sei Dank!
Geschätzte Damen und Herren! Es ist schon erstaunlich, wenn Herr Kollege Cap in seiner Anfragebegründung kein einziges Mal das Wort „voestalpine“ in den Mund nimmt, kein einziges Mal! Das lässt schon ein bisschen den Verdacht aufkommen, dass möglicherweise die voestalpine und auch Magna nur Mittel zum Zweck sind. Sie werden in eine politische Diskussion mit hineingezogen, weil Ihnen ein Mann besonders weh tut, nämlich Karl-Heinz Grasser. Ihre Wählerschichten, geschätzte Damen und Herren der SPÖ, haben Sehnsucht nach so einem Typen wie den Herrn Karl-Heinz Grasser, Sehnsucht! So einen finden Sie nicht in Ihrer Partei! (Beifall und Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Gradwohl: Gott sei Dank!)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
C-A-P ist kein gleichwertiger Ersatz für K-H-G, geschätzte Damen und Herren! (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall und Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Geschätzte Damen und Herren! Ich bin ein Techniker, ich möchte das in eine Gleichung bringen: Mir kommt das ein bissel so vor wie: K-H-G zu C-A-P ist wie Armani zu Pitralon. (Beifall und Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Geschätzte Damen und Herren, Ihnen haftet der Duft der siebziger Jahre an, und so machen Sie auch Ihre Politik! (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Geschätzte Damen und Herren! Ich bin ein Techniker, ich möchte das in eine Gleichung bringen: Mir kommt das ein bissel so vor wie: K-H-G zu C-A-P ist wie Armani zu Pitralon. (Beifall und Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Geschätzte Damen und Herren, Ihnen haftet der Duft der siebziger Jahre an, und so machen Sie auch Ihre Politik! (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herr Kollege Matznetter hat heute Vormittag einen Satz gesagt, der wirklich sehr entlarvend war. Er hat gesagt: Was wir nicht gerne hören, ist die Wahrheit! (Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall und Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die erste Wahrheit: Wie hat die SPÖ privatisiert? Ein einfaches Rezept: Man nehme eine Organisationseinheit, der Staat investiert viel Geld in die Ausstattung, man schreibe tiefrote Zahlen, anschließend verkaufe man diese Organisationseinheit um einen Schilling an die rote Ein-Schilling-Connection. (Beifall und Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Zweite Wahrheit: Ihre Kampagne schädigt die Mitarbeiter der voestalpine, ich möchte das ganz klar sagen. Die Aktienkurse haben einen sehr positiven Verlauf genommen, seit der Privatisierungsauftrag erteilt worden ist. Die Mitarbeiter sind an diesem Unternehmen beteiligt. Wir haben einen wirklich starken Abfall zu verzeichnen gehabt, als Sie angefangen haben zu kampagnisieren. Schädigen Sie nicht den Wert des Unternehmens! Schädigen Sie nicht Mitarbeitervermögen, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich sage Ihnen noch etwas, weil Frank Stronach in den letzten Wochen sehr stark in Ziehung gekommen ist: Sie haben ihn politisch benutzt, das werfe ich Ihnen vor. Frank Stronach hat in Wirklichkeit für dieses Land sehr, sehr viel getan. Er hat Zehntausende Arbeitsplätze im Grunde genommen entwickelt, und er hat vor allem eines gemacht, was strategisch noch viel wichtiger ist: Er hat uns den Zugang zur Automobilindustrie geschaffen. Wir sollten ihm den nötigen Respekt und die Anerkennung aussprechen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Geschätzte Damen und Herren! Ich komme zum Schluss. Es ist ein guter Zeitpunkt, die voestalpine zu 100 Prozent zu privatisieren, weil die Marktbedingungen derzeit gut sind; wir haben gestern einen entsprechenden Antrag eingebracht. Es ist der beste Zeitpunkt, die parteipolitische Einflussnahme über die SPÖ und über die sozialistischen Betriebsräte zu beenden. Es ist der beste Zeitpunkt, die voestalpine in die Freiheit zu entlassen! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordneter Maximilian Walch (Freiheitliche): Werte Regierungsmitglieder! Liebe Kolleginnen und Kollegen! An und für sich sollte ich das Problem voest zuletzt besprechen, weil sonst bekommt Herr Keck einen Herzinfarkt; er hat ja hier so geschrien. So benimmt er sich auch bei Veranstaltungen in der voest. Wir wissen, worum es Kollegen Keck geht. Laut Anrufaufzeichnungen haben vor dem 1. Mai in meinem Büro über 20 voest-ler angerufen und gesagt, es sei eine Schweinerei, was er macht. Er geht durch den Betrieb, macht Strichlisten, wer beim 1. Mai dabei ist, und verkauft Parteiabzeichen um 2 €. Ist denn die Kasse schon wieder leer? (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Wurm: Rosenstingl!
Der lebende Beweis sind eure Betriebe gewesen – egal, ob das der „Konsum“, die DDSG, die „Arbeiterzeitung“, für die über 100 Jahre viele Arbeitnehmer etwas geleistet haben, oder andere Bereiche waren. (Abg. Mag. Wurm: Rosenstingl!)
Allgemeine Heiterkeit.
Wir werden heute noch einmal diesen Antrag einbringen, bei dem Ihr gestern nicht aufgepasst habt. Lesen – denken – sprechen: So heißt die Devise! (Allgemeine Heiterkeit.) Lesen Sie diesen Antrag einmal! Das ist ein weit reichender Antrag. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir werden heute noch einmal diesen Antrag einbringen, bei dem Ihr gestern nicht aufgepasst habt. Lesen – denken – sprechen: So heißt die Devise! (Allgemeine Heiterkeit.) Lesen Sie diesen Antrag einmal! Das ist ein weit reichender Antrag. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Nürnberger: Max, eine Frage: Warum bist du ...?
Mit diesem Antrag werden wir den Betrieb voest sichern. Wir werden die Arbeitsplätze dort sichern und den Standort Österreich dementsprechend erhalten. Wir werden nicht, so wie Ihr es jahrzehntelang gemacht, ins Ausland verkaufen. Wir garantieren dafür, dass das nicht geschieht. Ihr konntet es nicht. Das ist schlecht für euch! Das verstehe ich völlig: Was man nie gelernt hat, kann man auch nicht können. (Abg. Nürnberger: Max, eine Frage: Warum bist du ...?) Wir werden keine Zerstückelung zulassen. Daher werden wir heute unseren Antrag einbringen. – Morgen kannst du mit mir reden. (Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.
Mit diesem Antrag werden wir den Betrieb voest sichern. Wir werden die Arbeitsplätze dort sichern und den Standort Österreich dementsprechend erhalten. Wir werden nicht, so wie Ihr es jahrzehntelang gemacht, ins Ausland verkaufen. Wir garantieren dafür, dass das nicht geschieht. Ihr konntet es nicht. Das ist schlecht für euch! Das verstehe ich völlig: Was man nie gelernt hat, kann man auch nicht können. (Abg. Nürnberger: Max, eine Frage: Warum bist du ...?) Wir werden keine Zerstückelung zulassen. Daher werden wir heute unseren Antrag einbringen. – Morgen kannst du mit mir reden. (Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Dir, Kollege Pilz, möchte ich sagen: Bezüglich der Anschüttung des Finanzministers habe ich dir schon einmal gesagt: Wenn du Beweise hast, dann lege diese vor, aber höre endlich auf, Unwahrheiten zu verbreiten! Es wäre wichtiger, Beweise vorzulegen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Kollege Cap, weißt du, was du die ganze Zeit gemacht hast? – Ich habe mir es durchgelesen: geboren, Schule, Studium, Parteisekretär, Parteisekretär, Parteisekretär! Du brauchst uns nicht zu erzählen, wie es in der Privatwirtschaft zugeht! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Allgemeine Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich bin schon 35 Jahre lang in der Privatwirtschaft, und ich lasse mir das von einem Parteisekretär, dem ich unterstelle, dass er keine Ahnung hat, welche Leistungen Kolleginnen und Kollegen in einer Privatwirtschaft, in der voest erbringen müssen, denn sonst werden sie gekündigt oder entlassen, und welche Verantwortung sie haben, nicht sagen! Es wäre eigentlich einmal gut für die SPÖ, sich diesbezüglich zu informieren. Ich brauche mir nur anzuschauen, wie du als Zentralsekretär gearbeitet hast. Bei uns schauen die Finanzen auch nicht gut aus – aber bei euch sind die Verhältnisse weitaus schlechter, muss ich sagen! (Allgemeine Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Rufe bei der SPÖ: Ihr!
Ich höre immer wieder das Wort „Kriegsgeräte“. Führt Ihr so gerne Krieg? (Rufe bei der SPÖ: Ihr!) Ich will Frieden haben. Ich will ein Gerät haben, mit welchem garantiert werden kann, dass die Österreicherinnen und Österreicher in Ruhe leben können, damit kein Ausländer sagen kann: Da ist ohnehin Tür und Tor offen, da können wir machen, was wir wollen! So geht es nicht! Redet nicht immer von Kriegsgeräten, Frieden sollen mit solchen Sachen geschaffen werden! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich höre immer wieder das Wort „Kriegsgeräte“. Führt Ihr so gerne Krieg? (Rufe bei der SPÖ: Ihr!) Ich will Frieden haben. Ich will ein Gerät haben, mit welchem garantiert werden kann, dass die Österreicherinnen und Österreicher in Ruhe leben können, damit kein Ausländer sagen kann: Da ist ohnehin Tür und Tor offen, da können wir machen, was wir wollen! So geht es nicht! Redet nicht immer von Kriegsgeräten, Frieden sollen mit solchen Sachen geschaffen werden! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Allgemeine Heiterkeit.
Außerdem habt Ihr von der SPÖ das 1997 beschlossen. Ihr habt ein bisschen einen Gedächtnisschwund, das verstehe ich schon, Ihr habt Probleme damit. Aber ich kläre euch auf, dafür bin ich da. (Allgemeine Heiterkeit.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ihr habt damals beschlossen, 24 Abfangjäger zu kaufen. Ihr habt aber keine Gegengeschäfte beschlossen. Die jetzige Regierung hat gesagt: Wir wollen 200 Prozent Gegengeschäfte, damit auch die Kolleginnen und Kollegen von der voest oder die Steyrer Werke und viele andere mehr einen Nutzen davon haben. Das ist Arbeitsplatzsicherung! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Schauen wir uns die AMAG an, wenn wir schon von Freunderlwirtschaft – so steht es auch wieder in eurem Antrag – reden! Es gibt einen ehemaligen Bundeskanzler Vranitzky, der einen besonderen Freund namens Robert Ehrlich gehabt hat, der zu euch gehört. Er hat eine Unterstützung in der Höhe von 13,5 Milliarden Steuergeld für den Betrieb der AMAG bekommen. Der Verlust betrug dann 15 Milliarden. Das war ein Fass ohne Boden, aber nicht deshalb, weil die Arbeitnehmer dort schlecht gearbeitet haben, sondern weil das Management nicht funktioniert hat. Das hat dort nicht funktioniert. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
mich kündigen lassen, denn mit solch einer Partei würde ich eigentlich nichts zu tun haben wollen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Gaál: Mach es wie der Grasser und geh zur ÖVP!
Ich kann Ihnen nur eines sagen: Heute haben der Bundeskanzler und der Infrastrukturminister in der Früh erklärt, wie es mit der österreichischen Wirtschaft aussieht. Ich denke nur an die Worte des Infrastrukturministers und daran, wie viel Geld alleine für den Bahnausbau, den Straßenausbau zur Verfügung gestellt werden. (Abg. Gaál: Mach es wie der Grasser und geh zur ÖVP!) Die Bauwirtschaft ist der Motor der Wirtschaft in Österreich, und wenn die Bauwirtschaft funktioniert, dann funktionieren auch alle dazugehörigen Betriebe, auch die voestalpine. Wenn der Bauwirtschaft nichts passiert, dann hat auch die voest Arbeit.
Allgemeine Heiterkeit.
Bei der Infrastruktur ist es ähnlich. Weiters sichern wir Arbeitsplätze. Wir helfen Arbeitslosen, dass sie eine Unterstützung bekommen. Wir haben eine Qualifizierungsoffensive ins Leben gerufen. Die unter 25-jährigen und über 50-jährigen Arbeitslosen haben jetzt die Chance, eine Qualifikation zu bekommen. Die Verlängerung der Altersteilzeit haben wir durchgesetzt. Bei den Koalitionsverhandlungen habt Ihr ja und Amen gesagt. Wenn Ihr in der Regierung wärt, wäre diese schon abgeschafft. Ihr hättet keine „Abfertigung neu“ zusammengebracht, es hätte kein Kindergeld gegeben und vieles andere mehr. Wir haben die Versäumnisse der letzten dreißig Jahre aufgearbeitet. Heftet euch jetzt nicht – aber auch nicht die Gewerkschaft – die „Abfertigung neu“ als Sieg auf eure Fahnen! Da waren die Freiheitlichen und die Kammer Oberösterreich die Vorreiter. Wir haben es gemeinsam mit der ÖVP durchgesetzt. Erzählt ja nicht, dass Ihr das Kindergeld durchgesetzt habt, denn sonst wird euch der Herrgott einmal strafen! (Allgemeine Heiterkeit.) Wer lügt, der muss aufpassen!
Abg. Scheibner: Namentlich!
Überlegt euch noch, heute habt Ihr noch eine Chance bei der geheimen Abstimmung (Abg. Scheibner: Namentlich!), unserem Antrag zuzustimmen, um das voest-Flaggschiff so zu erhalten, wie es ist, und es nicht, wie Ihr es im Sinne gehabt habt, ins Ausland zu verkaufen! – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Überlegt euch noch, heute habt Ihr noch eine Chance bei der geheimen Abstimmung (Abg. Scheibner: Namentlich!), unserem Antrag zuzustimmen, um das voest-Flaggschiff so zu erhalten, wie es ist, und es nicht, wie Ihr es im Sinne gehabt habt, ins Ausland zu verkaufen! – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Peter Wittmann (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Abgeordneter Walch hat behauptet, dass es in der vorhergehenden Regierung zwischen SPÖ und ÖVP einen Beschluss über die Anschaffung von 24 Abfangjägern gegeben hätte. – Diese Behauptung ist unrichtig, es hat keinen derartigen Beschluss gegeben! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Jetzt habt Ihr es schwer!
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Kollege Walch (Abg. Scheibner: Jetzt habt Ihr es schwer!), schön langsam muss man sich Sorgen um Ihr Herz machen (Abg. Scheibner: Jetzt wird es schwierig!), Sie machen sich aber Sorgen um die Kollegen. Das ist offensichtlich eine konzertierte Aktion – darauf will ich hinaus –, denn an das Herz hat auch der Herr Finanzminister appelliert. (Zwischenruf des Abg. Dr. Trinkl.)
Abg. Scheibner: Jetzt wird es schwierig!
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Kollege Walch (Abg. Scheibner: Jetzt habt Ihr es schwer!), schön langsam muss man sich Sorgen um Ihr Herz machen (Abg. Scheibner: Jetzt wird es schwierig!), Sie machen sich aber Sorgen um die Kollegen. Das ist offensichtlich eine konzertierte Aktion – darauf will ich hinaus –, denn an das Herz hat auch der Herr Finanzminister appelliert. (Zwischenruf des Abg. Dr. Trinkl.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Trinkl.
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Kollege Walch (Abg. Scheibner: Jetzt habt Ihr es schwer!), schön langsam muss man sich Sorgen um Ihr Herz machen (Abg. Scheibner: Jetzt wird es schwierig!), Sie machen sich aber Sorgen um die Kollegen. Das ist offensichtlich eine konzertierte Aktion – darauf will ich hinaus –, denn an das Herz hat auch der Herr Finanzminister appelliert. (Zwischenruf des Abg. Dr. Trinkl.)
Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Dr. Schüssel.
Herr Finanzminister! Es ist meines Erachtens sehr problematisch, wenn Sie eine Dringliche Anfrage, die ganz ernste und aufklärungsbedürftige Themen betrifft – ich sage nicht missbrauchen –, dazu heranziehen, Antworten auf Fragen zu geben, die nicht gestellt wurden, um auf die Tränendrüse zu drücken. Das ist schon wieder eher verdächtig, so möchte ich sagen. (Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Dr. Schüssel.) – Meine Herren von der Regierungsbank, Sie werden meine Ausführungen abwarten können. (Abg. Dr. Trinkl: Pilz ist überverdächtig!)
Abg. Dr. Trinkl: Pilz ist überverdächtig!
Herr Finanzminister! Es ist meines Erachtens sehr problematisch, wenn Sie eine Dringliche Anfrage, die ganz ernste und aufklärungsbedürftige Themen betrifft – ich sage nicht missbrauchen –, dazu heranziehen, Antworten auf Fragen zu geben, die nicht gestellt wurden, um auf die Tränendrüse zu drücken. Das ist schon wieder eher verdächtig, so möchte ich sagen. (Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Dr. Schüssel.) – Meine Herren von der Regierungsbank, Sie werden meine Ausführungen abwarten können. (Abg. Dr. Trinkl: Pilz ist überverdächtig!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Was sind die Fakten? – Sie haben in Ihrer ersten Ausflucht von irgendeiner Privatstiftung geredet, die sich eigentlich in Gründung befinde, dann aber nicht ginge, und deshalb musste zweitens ein Fonds her. Allerdings ist dummerweise dieser Fonds noch nicht gegründet. Überhaupt ist es besser, man tauft drittens den Fonds Sozialfonds. Das ist wichtig. Am Schluss muss ein Sozialfonds überbleiben, allein, es gibt ihn nicht, Herr Finanzminister! Es gibt diesen Sozialfonds nicht. Wahrscheinlich haben Sie sich da von FPÖ beraten lassen, denn die haben Erfahrungen mit Sozialfonds. Möglicherweise haben Sie auch ein Honorar dafür bezahlt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Alte Hüte!
einzig und allein um die Frage: Wie viel Geld ist auf Grund eines unmittelbaren Zusammenhangs mit Ihrer Vortragstätigkeit geflossen? – Sie selbst – das wird morgen im „FORMAT“ berichtet und wird von Ihnen offensichtlich auch nicht dementiert – haben bei einem bestimmten Anlassfall der betreffenden Bank gesagt, auf dieses Konto sei zu spenden. Das ist aber nicht das Konto eines Bedürftigen, sondern das ist das Konto der Notartreuhandbank. Noch einmal: Wer ist also – Sie haben es nicht beantwortet – der Treugeber? Wenn Sie im Nachhinein das Ganze als Sozialfonds ausweisen möchten, dann muss ich sagen: Da war wirklich die FPÖ der Berater! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Alte Hüte!)
Abg. Mag. Molterer: 1997!
Die Frage, ob das jetzt mit den Bestimmungen des Unvereinbarkeitsgesetzes konfligiert oder nicht, Herr Klubobmann Molterer, werden wir doch nicht via tatsächliche Berichtigungen und via schnell herbeigeschaffte Gutachten klären, das wird der Ausschuss identisch ... (Abg. Mag. Molterer: 1997!) – Ja eben, 1997, das ist typisch, darauf komme ich noch zurück. (Abg. Mag. Molterer: Nicht schnell herbeigeschafft, sondern 1997!) Das wird der Ausschuss selbst zu klären haben, und Sie sind dabei, das zu verhindern. Das ist das Problem: Sie versuchen, mit Ihrer Mehrheit regelmäßig – und jetzt schon wieder – Aufklärung zu verhindern. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Das hat ein bestimmtes Muster. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Molterer: Nicht schnell herbeigeschafft, sondern 1997!
Die Frage, ob das jetzt mit den Bestimmungen des Unvereinbarkeitsgesetzes konfligiert oder nicht, Herr Klubobmann Molterer, werden wir doch nicht via tatsächliche Berichtigungen und via schnell herbeigeschaffte Gutachten klären, das wird der Ausschuss identisch ... (Abg. Mag. Molterer: 1997!) – Ja eben, 1997, das ist typisch, darauf komme ich noch zurück. (Abg. Mag. Molterer: Nicht schnell herbeigeschafft, sondern 1997!) Das wird der Ausschuss selbst zu klären haben, und Sie sind dabei, das zu verhindern. Das ist das Problem: Sie versuchen, mit Ihrer Mehrheit regelmäßig – und jetzt schon wieder – Aufklärung zu verhindern. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Das hat ein bestimmtes Muster. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Die Frage, ob das jetzt mit den Bestimmungen des Unvereinbarkeitsgesetzes konfligiert oder nicht, Herr Klubobmann Molterer, werden wir doch nicht via tatsächliche Berichtigungen und via schnell herbeigeschaffte Gutachten klären, das wird der Ausschuss identisch ... (Abg. Mag. Molterer: 1997!) – Ja eben, 1997, das ist typisch, darauf komme ich noch zurück. (Abg. Mag. Molterer: Nicht schnell herbeigeschafft, sondern 1997!) Das wird der Ausschuss selbst zu klären haben, und Sie sind dabei, das zu verhindern. Das ist das Problem: Sie versuchen, mit Ihrer Mehrheit regelmäßig – und jetzt schon wieder – Aufklärung zu verhindern. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Das hat ein bestimmtes Muster. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Die Frage, ob das jetzt mit den Bestimmungen des Unvereinbarkeitsgesetzes konfligiert oder nicht, Herr Klubobmann Molterer, werden wir doch nicht via tatsächliche Berichtigungen und via schnell herbeigeschaffte Gutachten klären, das wird der Ausschuss identisch ... (Abg. Mag. Molterer: 1997!) – Ja eben, 1997, das ist typisch, darauf komme ich noch zurück. (Abg. Mag. Molterer: Nicht schnell herbeigeschafft, sondern 1997!) Das wird der Ausschuss selbst zu klären haben, und Sie sind dabei, das zu verhindern. Das ist das Problem: Sie versuchen, mit Ihrer Mehrheit regelmäßig – und jetzt schon wieder – Aufklärung zu verhindern. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Das hat ein bestimmtes Muster. (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der ÖVP: Morgen gibt es einen Ausschuss!
Der Vorwurf ist gerade erst erhoben oder noch nicht einmal vorgebracht worden, schon springt wieder jemand bei mit einem Gutachten. Das ist das Muster Grasser! (Ruf bei der ÖVP: Morgen gibt es einen Ausschuss!) Schon wieder ist ein Gutachten da. – Auf den Verein werden wir noch kurz zu sprechen kommen.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir – auch ich – werden unserer Rechte beraubt, diese Sache authentisch zu prüfen und zu überprüfen, was der Herr Finanzminister mit möglicher Abweichung von der Realität tatsächlich dem Unvereinbarkeitsausschuss gemeldet hat. Sie hindern den Ausschuss daran, diese Kontrollarbeit zu machen, und das ist das Problem. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Nicht Sie persönlich, Herr Präsident, aber Sie mit Ihrer Mehrheit hier behindern dies. Das ist überhaupt das Problem: dass die ÖVP diese ganzen Machenschaften deckt. Das ist das Problem!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Weisungsrecht an Herrn Finz geben. Finz sagt: Nein, ich gebe es an die Finanzlandesdirektion! Dummerweise sitzt der betreffende Herr schon; von Ihnen versorgt, in der Notenbank. Dann bleibt der Vize in der Finanzlandesdirektion über. Dieser ist peinlicherweise wieder gut bekannt mit Herrn Sektionschef Nolz. Kurioserweise ist der wieder Rechnungsprüfer im Verein und weiß nicht, was steuerrechtliche Sache ist. Dieser Kreis ist unglaublich! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich sage Ihnen: Das stimmt hinten und vorne nicht zusammen, was Sie hier zum Schlechten geben! Sie sind unglaubwürdig und wollen auf diese Fragen auch nicht eingehen, sondern ziehen es vor, Vernaderung vorzuwerfen! Das geht nicht, denn das sind Fakten! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Eder.
Auch andere Dinge, die allesamt während der Ausschreibung abgeändert worden sind, sind hier vermerkt. In dieser ganzen Kette liegt alles im Verteidigungsministerium auf. Sie wollen nichts wissen, bedienen sich Gutachten, lassen das vom Steuerzahler zahlen und interpretieren sie dann noch falsch. Deshalb werden wir den Misstrauensantrag gegen Sie, Herr Minister Platter, natürlich sehr wohl unterstützen. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Eder.)
Abg. Großruck: Gibt es einen Misstrauensantrag? – Abg. Mag. Molterer: Wo ist der Misstrauensantrag?
der Eurofighter ansonsten in der Bewertung ganz hinten gelandet wäre – ich sage Ihnen: völlig zu Recht – im Hinblick auf die Anforderungen, die es im österreichische Bundesheer eigentlich gibt. (Abg. Großruck: Gibt es einen Misstrauensantrag? – Abg. Mag. Molterer: Wo ist der Misstrauensantrag?)
Beifall bei den Grünen. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Das sind Ihre Interventionen, Sie haben bis heute noch nie dazu Stellung genommen und reden davon, dass es Vernaderung gebe. – Gratuliere, Sie sind völlig unglaubwürdig und alleine aus diesem Grund rücktrittsreif! (Beifall bei den Grünen. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Dr. Fischer gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Ziehen Sie sich überall zurück! Ziehen Sie Herrn Wolf aus dem Aufsichtsrat zurück! (Präsident Dr. Fischer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Sie waren ja auch daran beteiligt, dass er hineingekommen ist. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ziehen Sie sich überall zurück! Ziehen Sie Herrn Wolf aus dem Aufsichtsrat zurück! (Präsident Dr. Fischer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Sie waren ja auch daran beteiligt, dass er hineingekommen ist. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Geschätzte Damen und Herren! Zu dem Beschaffungsvorgang: Ich weiß, einige Damen und Herren in diesem Hohen Hause wollen es nicht gerne hören, aber es ist alles einwandfrei, sauber und korrekt durchgeführt worden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Puswald: Ohne Gesetz ...!
Nun zu der Unterschriftsleistung, die immer kritisiert wird. Zum Ersten: Es wird von den Damen und Herren von der Opposition sehr vermieden, zu erwähnen, dass diese Unterschriftsleistung mit einer aufschiebenden Bedingung gemacht wurde. (Abg. Dr. Puswald: Ohne Gesetz ...!) Diese aufschiebende Bedingung bedeutet, dass dieser Vertrag erst dann Gültigkeit hat, wenn dieses Gesetz in Kraft getreten ist. Daher ist das ebenfalls alles sauber und einwandfrei. Sie wollen das nicht hören, aber hiebei haben wir eine sehr sensible, ausgezeichnete Vorgangsweise gewählt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Nun zu der Unterschriftsleistung, die immer kritisiert wird. Zum Ersten: Es wird von den Damen und Herren von der Opposition sehr vermieden, zu erwähnen, dass diese Unterschriftsleistung mit einer aufschiebenden Bedingung gemacht wurde. (Abg. Dr. Puswald: Ohne Gesetz ...!) Diese aufschiebende Bedingung bedeutet, dass dieser Vertrag erst dann Gültigkeit hat, wenn dieses Gesetz in Kraft getreten ist. Daher ist das ebenfalls alles sauber und einwandfrei. Sie wollen das nicht hören, aber hiebei haben wir eine sehr sensible, ausgezeichnete Vorgangsweise gewählt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
Zum Vierten: Durch den Herrn Wirtschaftsminister konnte damit auch sichergestellt werden, dass wir Gegengeschäfte im Wert von 4 Milliarden € erzielt haben. Ich kann nur sagen: ein sensationelles Ergebnis! Das wird unserer Wirtschaft gut tun. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bin sehr froh darüber, dass es gelungen ist, dass wir im Verteidigungsbudget für die Jahre 2003 und 2004 jeweils 69 Millionen € mehr zur Verfügung haben, und dass wir ein Paket für die Soldaten schnüren werden: 10 000 Kampfanzüge werden angeschafft, darüber hinaus wird der Fuhrpark verbessert, und Sanierungen der Kasernen werden durchgeführt. Ich glaube, dass das ein sehr wichtiges Signal in Richtung Verbesserungen für die Soldaten ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner. – Bravorufe bei der ÖVP.
Wenn Sie mir dafür, geschätzte Damen und Herren von der Opposition, das Misstrauen aussprechen wollen, so ist das Ihre Angelegenheit. Sie sprechen Misstrauen aus, ich schaffe Vertrauen – Vertrauen als Verteidigungsminister. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner. – Bravorufe bei der ÖVP.) Die Österreicherinnen und Österreicher können sich auf uns, auf diese Regierung auch im Sicherheitsbereich, dem wir in besonderem Maße Beachtung schenken, verlassen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wenn Sie mir dafür, geschätzte Damen und Herren von der Opposition, das Misstrauen aussprechen wollen, so ist das Ihre Angelegenheit. Sie sprechen Misstrauen aus, ich schaffe Vertrauen – Vertrauen als Verteidigungsminister. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner. – Bravorufe bei der ÖVP.) Die Österreicherinnen und Österreicher können sich auf uns, auf diese Regierung auch im Sicherheitsbereich, dem wir in besonderem Maße Beachtung schenken, verlassen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Kogler: Lassen Sie den Fiedler draußen!
Es wurde in der Vergangenheit auch immer wieder kritisiert, dass der Rechnungshofbericht nicht abgewartet worden sei. Ich sage dazu ein klares Wort, abgestimmt auch mit Herrn Präsidenten Fiedler: Präsident Fiedler hat immer ganz klar zum Ausdruck gebracht, dass der Rechnungshof die nachträgliche Kontrolle durchführt. (Abg. Mag. Kogler: Lassen Sie den Fiedler draußen!) Aus diesem Grund bin ich meinem Vorgänger, dem ehemaligen Verteidigungsminister Scheibner, sehr dankbar dafür, dass er eine begleitende Kontrolle eingesetzt hat, und diese leistet hervorragende Arbeit. Präsident Fiedler hat mitgeteilt – ich kann das auch in der Öffentlichkeit sagen –, dass diese begleitende Kontrolle des Verteidigungsministeriums höchste Anerkennung hat. Er wird auch gewusst haben, warum er das gesagt hat. Diese begleitende Kontrolle ist also durchgeführt worden, sonst wäre es nicht möglich gewesen, den Endbericht abzuwarten, der erst Ende dieses Jahres zur Verfügung stehen wird. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
Es wurde in der Vergangenheit auch immer wieder kritisiert, dass der Rechnungshofbericht nicht abgewartet worden sei. Ich sage dazu ein klares Wort, abgestimmt auch mit Herrn Präsidenten Fiedler: Präsident Fiedler hat immer ganz klar zum Ausdruck gebracht, dass der Rechnungshof die nachträgliche Kontrolle durchführt. (Abg. Mag. Kogler: Lassen Sie den Fiedler draußen!) Aus diesem Grund bin ich meinem Vorgänger, dem ehemaligen Verteidigungsminister Scheibner, sehr dankbar dafür, dass er eine begleitende Kontrolle eingesetzt hat, und diese leistet hervorragende Arbeit. Präsident Fiedler hat mitgeteilt – ich kann das auch in der Öffentlichkeit sagen –, dass diese begleitende Kontrolle des Verteidigungsministeriums höchste Anerkennung hat. Er wird auch gewusst haben, warum er das gesagt hat. Diese begleitende Kontrolle ist also durchgeführt worden, sonst wäre es nicht möglich gewesen, den Endbericht abzuwarten, der erst Ende dieses Jahres zur Verfügung stehen wird. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Abg. Mag. Kogler: Das ist falsch!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Zur Beschaffung der Eurofighter: Unabhängig von der Bewertungskommission, die sich klar für den Eurofighter als das beste Gerät ausgesprochen hat, ist es wichtig, dass wir ein europäisches Fluggerät zur Verfügung haben. (Abg. Mag. Kogler: Das ist falsch!) 620 Stück Eurofighter wurden bereits bestellt; das ist dieses europäische Zukunftsgerät. Österreich ist bei dieser Entscheidung mit dabei. Ich glaube, gerade im Hinblick auf die europäische Rüstungsgemeinschaft wird es gut sein, dass wir auch die entsprechenden Synergien mit einer klaren Kooperation der Betreibernationen nützen können und dass wir unsere Budgets jeweils nicht so stark strapazieren.
Abg. Mag. Kogler: Das ist ein Kampfflugzeug, kein Überwachungsflugzeug! Das wissen Sie!
habe mir das ganz genau angeschaut. (Der Redner hält eine Tafel in die Höhe, auf der drei Flugzeugtypen abgebildet sind.) Wenn man sich die Steigleistungen des Draken und des Gripen anschaut, so sieht man, dass innerhalb derselben Zeit der Gripen 19 000 Fuß erreicht, der Eurofighter aber 30 000 Fuß. (Abg. Mag. Kogler: Das ist ein Kampfflugzeug, kein Überwachungsflugzeug! Das wissen Sie!) – Da sieht man also, dass das sehr wichtig ist. Herr Abgeordneter Kogler, die Steigleistung hat mit dem Kampfflugzeug nichts zu tun. (Abg. Mag. Kogler: Der kann sogar noch viel mehr!)
Abg. Mag. Kogler: Der kann sogar noch viel mehr!
habe mir das ganz genau angeschaut. (Der Redner hält eine Tafel in die Höhe, auf der drei Flugzeugtypen abgebildet sind.) Wenn man sich die Steigleistungen des Draken und des Gripen anschaut, so sieht man, dass innerhalb derselben Zeit der Gripen 19 000 Fuß erreicht, der Eurofighter aber 30 000 Fuß. (Abg. Mag. Kogler: Das ist ein Kampfflugzeug, kein Überwachungsflugzeug! Das wissen Sie!) – Da sieht man also, dass das sehr wichtig ist. Herr Abgeordneter Kogler, die Steigleistung hat mit dem Kampfflugzeug nichts zu tun. (Abg. Mag. Kogler: Der kann sogar noch viel mehr!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich sage Ihnen eines, Herr Abgeordneter Kogler: Diese absurden Äußerungen, die ja immer wieder kommen, der Eurofighter sei ein Kampfflugzeug und der Gripen nicht, sind völlig unzutreffend. Die Behauptung, dass der SAAB-Gripen die gleichen Möglichkeiten wie der Eurofighter hätte – immer wieder wird uns das entgegengehalten –, ist völlig absurd und zurückzuweisen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Wurm: Wollen Sie die auch anzapfen?
Meine Damen und Herren! Weil man von Finanzierung spricht, frage ich Sie: Wissen Sie eigentlich, wie viel das Defizit der Österreichischen Bundesbahnen pro Jahr beträgt? – Das sind 4,4 Milliarden €! In Ordnung, nehmen wir zur Kenntnis, jährlich 4,4 Milliarden €. (Abg. Mag. Wurm: Wollen Sie die auch anzapfen?)
Abg. Mag. Regler: So ist es!
Wissen Sie, wie viel 18 Eurofighter kosten, die die Sicherheit des Luftraumes für 40 Jahre gewährleisten? – Nicht ganz 2 Milliarden €! Das muss man einmal gegenüberstellen, damit man die richtige Schublade aufmacht und die Relationen herstellt. (Abg. Mag. Regler: So ist es!) Daher ist diese Beschaffungsmaßnahme für die Sicherheit der österreichischen Bevölkerung und darüber hinaus natürlich für die Sicherheit des österreichischen Luftraumes sehr, sehr wichtig. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wissen Sie, wie viel 18 Eurofighter kosten, die die Sicherheit des Luftraumes für 40 Jahre gewährleisten? – Nicht ganz 2 Milliarden €! Das muss man einmal gegenüberstellen, damit man die richtige Schublade aufmacht und die Relationen herstellt. (Abg. Mag. Regler: So ist es!) Daher ist diese Beschaffungsmaßnahme für die Sicherheit der österreichischen Bevölkerung und darüber hinaus natürlich für die Sicherheit des österreichischen Luftraumes sehr, sehr wichtig. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Zum Schluss kommend: Meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ und den Grünen, Hand aufs Herz: Sie sind nicht nur gegen die Beschaffung der Eurofighter, denn wenn wir jetzt eine Debatte über die Beschaffung von SAAB-Gripen führen würden, würden Sie die andere Schublade aufmachen und auch dagegen Ihr Wort erheben. Sie sind also nicht nur gegen die Beschaffung der Eurofighter, Sie sind gegen die Luftraumüberwachung, Sie sind gegen die Luftraumsicherung. Daher laufen Sie Gefahr, dass Sie gegen eine aktive Sicherheits- und Verteidigungspolitik sind. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich würde Sie bitten: Verlassen Sie diesen sicherheitspolitischen Irrweg! Machen Sie nicht die Sicherheitspolitik zum Spielball Ihrer Parteipolitik! Ich wünsche und hoffe, dass Sie sich mit dieser Ihrer Sicherheitspolitik künftig nicht zu viele Eigentore schießen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Wittauer: Jetzt wird er wieder aus der Zeitung zitieren, die Falschmeldungen, die Sie vielleicht verbreitet haben!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Zu Wort gelangt als nächster Redner Herr Abgeordneter Dobnigg. Die Uhr ist wunschgemäß auf 5 Minuten gestellt. – Bitte. (Abg. Wittauer: Jetzt wird er wieder aus der Zeitung zitieren, die Falschmeldungen, die Sie vielleicht verbreitet haben!)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn ich die Aussagen des Kollegen Missethon hernehme, dann muss ich sagen: Er hat sich hier selbst als Volksvertreter disqualifiziert. Sein Vater war in den siebziger Jahren einer meiner Vorgänger in Donawitz als Betriebsrat-Vorsitzender. Hannes, du hast genau diese siebziger Jahre erwähnt, die schlechte Jahre waren, aber man muss dazu auch sagen, dass es damals eine Stahlkrise in Europa gab. Es hat Länder gegeben, in denen im Unterschied zu Österreich das Vierfache an Subventionen an private Stahlwerke gezahlt wurde. Dass wir heute positiv dastehen, ist ein Verdienst dieser Kolleginnen und Kollegen, der dort Beschäftigten. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Wittauer.
Was Sie vorhaben, das ist eine Zerschlagung einer guten Industriepolitik. Wir haben in der voest Leistungen erbracht. Ich kann mich noch genau zurückerinnern: Vor zwei Jahren, als wir in Donawitz das modernste Stahlwerk eröffnet haben, hat es Gesichtsbäder von Bundeskanzler Schüssel und seinem Minister Bartenstein gegeben, da waren sie vor Ort. Vor den Wahlen sind Sie vor Ort und werben um Stimmen, aber dann vergessen Sie, wen sie zu vertreten haben. (Zwischenruf des Abg. Wittauer.)
Abg. Wittauer: Das bestreitet keiner!
Bedenken Sie, meine geschätzten Damen und Herren: Wir in Donawitz erzeugen die besten und die längsten Schienen der Welt, haben Europa- und Weltprodukte im Weichenbau. (Abg. Wittauer: Das bestreitet keiner!) Das Gleiche gilt für unsere Kolleginnen und Kollegen in Linz und in der Division Motion. Aber gerade diese Division Motion ist es ja, die herausgepickt werden soll! – Jawohl, Kollege, komm einmal zu uns in den Betrieb, damit du vor Ort siehst, welche Leistungen die Kolleginnen und Kollegen dort leisten! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Bedenken Sie, meine geschätzten Damen und Herren: Wir in Donawitz erzeugen die besten und die längsten Schienen der Welt, haben Europa- und Weltprodukte im Weichenbau. (Abg. Wittauer: Das bestreitet keiner!) Das Gleiche gilt für unsere Kolleginnen und Kollegen in Linz und in der Division Motion. Aber gerade diese Division Motion ist es ja, die herausgepickt werden soll! – Jawohl, Kollege, komm einmal zu uns in den Betrieb, damit du vor Ort siehst, welche Leistungen die Kolleginnen und Kollegen dort leisten! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die VA-Tech mit 10 000 Beschäftigten hat 7 000 Zulieferbetriebe, und diese Betriebe leisten auch für unseren Nachwuchs etwas: Sie leisten Lehrlingsausbildung. Aber Sie beklagen immer, wir hätten keine Facharbeiter. Dort werden Facharbeiter, junge Facharbeiter für unsere Zukunft ausgebildet. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zur Bergbauholding – geschätzte Kolleginnen und Kollegen, vielleicht wissen Sie das gar nicht –: Die Bergbauholding umfasst die Region Eisenerz und Köflach. Der Erzberg macht seit Jahren Gewinne, aber nun will man auch den Erzberg verscherbeln, denn es geht dabei um 4 000 Hektar Wasser, Wald, Wiese und natürlich Eigenjagd. Diesen Interessenten – es gibt derzeit acht – geht es nicht um die 240 Arbeitsplätze am Erzberg, sondern darum, günstig und billig zu Wald, Wasser, Wiese und Eigenjagd zu kommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Das ist gut, dass er auch Ihr Finanzminister ist!
Ein Satz noch zu unserem Finanzminister Karl-Heinz Grasser. (Abg. Scheibner: Das ist gut, dass er auch Ihr Finanzminister ist!) Er hat heute seine Termine aufgeführt, seine Besprechungen, aber er hat eines vergessen: Er war kurz nach Ostern am Arlberg in Zürs, aber er war nicht Ski fahren, er hat auch nicht die Schneehöhe oder die Temperatur gemessen, sondern er hat sich dort mit Stronach getroffen! Ein Kollege
Unruhe bei der ÖVP. – Abg. Mag. Molterer: Das ist unvorstellbar!
von mir hat ihn dort gesehen, und seit diesem Zeitpunkt gibt es auch in den Medien die Gerüchte über den Abverkauf der voest. (Unruhe bei der ÖVP. – Abg. Mag. Molterer: Das ist unvorstellbar!) Er kann sich treffen, mit wem er will, aber dann soll er hier auch diesen Termin bekannt geben. Warum hat er diesen Termin nicht bekannt gegeben, bitte sehr? (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.
von mir hat ihn dort gesehen, und seit diesem Zeitpunkt gibt es auch in den Medien die Gerüchte über den Abverkauf der voest. (Unruhe bei der ÖVP. – Abg. Mag. Molterer: Das ist unvorstellbar!) Er kann sich treffen, mit wem er will, aber dann soll er hier auch diesen Termin bekannt geben. Warum hat er diesen Termin nicht bekannt gegeben, bitte sehr? (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir tragen Verantwortung. Ich sage Ihnen eines (der Redner hält ein Exemplar der „Kronen-Zeitung“ in die Höhe): Hier ist richtig zitiert: voest ist Heimat! Schätzen wir daher die Menschen in unserer Heimat! Schützen und unterstützen wir diese Menschen in unserer Heimat! – Schöne Worte, Inserate und Plakate von der ÖVP sind zu wenig, denn voest und Heimat sind mehr: voest und Heimat sind unser rot-weiß-rotes Österreich und die hier lebenden und arbeitenden Menschen. – Glück auf! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bundesminister für Finanzen Mag. Karl-Heinz Grasser: Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Werte Kolleginnen und Kollegen auf der Regierungsbank! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Zunächst einmal möchte ich feststellen: Es ist nicht verboten, sich mit Unternehmerpersönlichkeiten zu treffen, sondern es ist gut und wichtig, wenn wir dies tun. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und des Abg. Scheibner sowie von Bundeskanzler Dr. Schüssel.
Zweiter Punkt, Herr Abgeordneter Dobnigg: Ich glaube, wir alle sind genauso stolz auf die voest wie Sie, auf ihre Leistungen, auf die Beschäftigten dort, auf das, was dort hervorgebracht wird. Das ist ein tolles österreichisches Unternehmen! (Beifall bei der ÖVP und des Abg. Scheibner sowie von Bundeskanzler Dr. Schüssel.)
Abg. Dr. Trinkl – in Richtung des Abg. Dobnigg –: Wo sind wir denn? Entschuldigen Sie sich!
Dritter Punkt, Herr Abgeordneter: In einem Punkt muss ich Sie korrigieren. Richtig ist, ich war knapp nach Ostern am Arlberg. Ich darf Ihnen sagen: Der Schnee war großartig, das Wetter war hervorragend, ich bin dort zwei Tage lang Ski gefahren, aber Herr Stronach war nicht dort. Nur damit Sie das wissen: Ich habe ihn dort nicht getroffen. Fragen Sie Ihren Kollegen noch einmal! Ich habe dort Siemens-Leute getroffen, es waren auch andere tolle Unternehmer dabei, aber es war kein Mann von Magna oder von sonst wo aus diesem Bereich zugegen. (Unruhe bei der SPÖ.) Ich nenne Ihnen diesen Termin gerne. (Abg. Dr. Trinkl – in Richtung des Abg. Dobnigg –: Wo sind wir denn? Entschuldigen Sie sich!)
Abg. Mag. Wurm: Immer noch?
Ich sage Ihnen: Christine Billinger ist ein Mitglied meines Kabinetts (Abg. Mag. Wurm: Immer noch?), das ist richtig, sie hat aber nie für Ernst & Young gearbeitet, nicht einmal Ferialpraxis hat sie für Ernst & Young gemacht. Vielleicht würde sie das gerne einmal tun, aber bis jetzt war das noch nicht der Fall. (Abg. Dr. Trinkl: Das ist der Stil der ...! – Ruf bei der ÖVP: Das ist unerhört! – Abg. Miedl: Das ist unseriös!)
Abg. Dr. Trinkl: Das ist der Stil der ...! – Ruf bei der ÖVP: Das ist unerhört! – Abg. Miedl: Das ist unseriös!
Ich sage Ihnen: Christine Billinger ist ein Mitglied meines Kabinetts (Abg. Mag. Wurm: Immer noch?), das ist richtig, sie hat aber nie für Ernst & Young gearbeitet, nicht einmal Ferialpraxis hat sie für Ernst & Young gemacht. Vielleicht würde sie das gerne einmal tun, aber bis jetzt war das noch nicht der Fall. (Abg. Dr. Trinkl: Das ist der Stil der ...! – Ruf bei der ÖVP: Das ist unerhört! – Abg. Miedl: Das ist unseriös!)
Abg. Dr. Brinek: Mieser Stil – Abg. Dr. Trinkl: Schlechter Stil!
Daher möchte ich schon mit Verlaub sagen, Herr Abgeordneter: Sie stellen sich hier her und sagen: Damit ist bewiesen, dass Sie Honorare genommen haben! – Sie glauben, Sie können einen Beweis für etwas führen, das es nie gegeben hat, mit einem Vortrag, der nie stattgefunden hat, mit einem Geldfluss, den es nie gegeben hat. (Abg. Dr. Brinek: Mieser Stil – Abg. Dr. Trinkl: Schlechter Stil!) Bei Ihrem Anspruch an die Wirklichkeit brauchen Sie sehr viel Kreativität, Herr Abgeordneter! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Daher möchte ich schon mit Verlaub sagen, Herr Abgeordneter: Sie stellen sich hier her und sagen: Damit ist bewiesen, dass Sie Honorare genommen haben! – Sie glauben, Sie können einen Beweis für etwas führen, das es nie gegeben hat, mit einem Vortrag, der nie stattgefunden hat, mit einem Geldfluss, den es nie gegeben hat. (Abg. Dr. Brinek: Mieser Stil – Abg. Dr. Trinkl: Schlechter Stil!) Bei Ihrem Anspruch an die Wirklichkeit brauchen Sie sehr viel Kreativität, Herr Abgeordneter! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Matznetter: Aber der existiert nicht!
Ich darf Ihnen versichern: Aus der Erfahrung, dass wir mehreren Familien helfen konnten, haben wir am Beispiel anderer – zum Beispiel hat Franz Klammer eine Sozialstiftung – die Idee geboren, als Politiker etwas Gutes zu tun und das zu institutionalisieren. Warum soll man das nicht machen? Nichts anderes war der Hintergrund als diese Absicht. Wir haben uns gesagt: Gründen wir einen Sozialfonds! Dieser Sozialfonds soll ein Mindestkapital von 40 000 € haben. (Abg. Dr. Matznetter: Aber der existiert nicht!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Wer hat die Fondserklärung abgegeben?
Ich bin total fasziniert, dass die Sozialdemokratie es ablehnt, dass ein Politiker einen Sozialfonds gründet, um Gutes zu tun. Ich nehme das zur Kenntnis! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Wer hat die Fondserklärung abgegeben?)
Beifall bei der ÖVP
Sobald die von der Stiftungsbehörde vorgeschriebenen 40 000 € dort vorhanden sind – vielleicht spenden auch Sie dorthin (Beifall bei der ÖVP) –, wird ein Kuratorium, bestehend unter anderem aus Franz Klammer, weil er einschlägige Erfahrung mit seiner eigenen Sozialstiftung hat, Karin Landauer, Präsident Weißmann, über die Vergabe an in Not geratene Menschen, die um ihr Überleben kämpfen, entsprechend entscheiden.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Brosz: Sie haben nichts gegeben! Ist das Ihr Geld?
Die Mittel dieses Sozialfonds können ausschließlich für wohltätige Zwecke verwendet werden, und daher ersuche ich Sie noch einmal dringend: Kriminalisieren Sie nicht etwas, das gut ist für die Menschen, wo es nur eine Intention gibt, nämlich in Not geratenen Menschen zu helfen! Es sollte doch ein Minimum an Konsens im gesamten Nationalrat da sein, dass wir als jene, denen es in unserer Gesellschaft eher besser geht, gemeinsam für die Ärmeren in unserem Land, für diejenigen, denen es schlechter geht, entsprechend eintreten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Brosz: Sie haben nichts gegeben! Ist das Ihr Geld?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich konnte gestern mitverfolgen, wie ein Abgeordneter Pilz hier angedroht hat, unabhängige Behörden, Beamten mit einer Anzeige bei der Staatsanwaltschaft in Ziehung zu nehmen, sie unter Druck zu setzen, weil Sie glauben, dass das, was herauskommt, nicht in Ihrem Sinn ist. Dazu muss ich Ihnen sagen: Das ist ungeheuerlich! Das lehne ich ab! Das verdient dieses Parlament, diese Demokratie nicht! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Kogler: Das haben Sie bis jetzt geleugnet!
Letzter Punkt: Herr Abgeordneter Kogler hat gemeint, ich nehme zu den Abfangjägern nicht Stellung. Ich weiß nicht, wie oft ich dazu schon Stellung genommen habe. Aber nochmals: Wenn Sie sagen, wir hätten uns eingebracht und die Reduktion auf 18 Stück verlangt, dann danke ich Ihnen für diesen Vorwurf und sage Ihnen: Das ist ein Kompliment für mich, weil wir immer versucht haben, auf eine kleinere Stückzahl hinzu-wirken, damit es billiger wird, Herr Abgeordneter. Das ist die Intention eines Finanzministers! (Abg. Mag. Kogler: Das haben Sie bis jetzt geleugnet!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
tuation – es geht da um 4 Milliarden € – für die Beschäftigten, für die Wertschöpfung, für die Industrie in unserem Land wichtig! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.
Wahr ist vielmehr: Die Geschäftsführung der Firma Trimedia und die Mitarbeiter, die damit zu tun haben, haben mir offiziell mitgeteilt, dass eine einzige Mitarbeiterin dieser Firma über die Vorgänge rund um Karl-Heinz Grasser informiert ist und erst ab Montag als Auskunftsperson zur Verfügung steht. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Bundeskanzler Dr. Schüssel: Vernadern! Verdächtigen! Vernadern! Verdächtigen!
Die Geschäftsführung weiß nichts. Die Firma Immorent und die Agentur Eventive haben bestätigt, dass es diese Honorarforderung in der Höhe von 10 000 € gibt und gegeben hat. Das ist die Wahrheit! (Beifall bei den Grünen. – Bundeskanzler Dr. Schüssel: Vernadern! Verdächtigen! Vernadern! Verdächtigen!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Walter Murauer (ÖVP): Meine Damen und Herren auf der Ministerbank! Herr Präsident! Meine sehr geehrten Minister, die unberechtigterweise heute wieder einmal beschuldigt werden. Meine Damen und Herren! Wir werden, sehr geehrte Damen und Herren von der sozialdemokratischen Fraktion, Ihr Spiel nicht mitmachen, und Sie werden in keiner Weise durchkommen, wen immer Sie im Fadenkreuz haben sollten. Wenn Sie glauben, derjenige oder diejenige in der Bundesregierung ist abzuschießen, weil es Ihnen dann besser geht, dann muss ich Ihnen sagen: Das wird Ihnen nicht gelingen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich habe gehört, dass in der Toskana auch von prominenten SPÖ-Vertretern Gespräche mit dem Herrn Stronach stattgefunden haben sollten. Ich möchte natürlich keine Namen nennen. Aber auch das wird erzählt. Ich wollte Ihnen das bei dieser Gelegenheit mitteilen, damit Sie wissen, wer aller mit Herrn Stronach spricht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ruf bei der ÖVP: Nicht sehr knapp!
Dort wurde dann 4 : 1 entschieden! – Wie „knapp“ ist 4 : 1? (Ruf bei der ÖVP: Nicht sehr knapp!) Ich meine, das ist ein deutliches Votum für ein Produkt, das das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis aufweist! (Abg. Mag. Kogler: Das ist falsch!) Das wurde auch zur Kenntnis genommen. Die Beschlüsse wurden gefasst, und die Unterschrift wurde gegeben. Am 6. oder 7. August soll auch im Bundesrat die Zustimmung dafür erwirkt werden. (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Was haben die unterschrieben?)
Abg. Mag. Kogler: Das ist falsch!
Dort wurde dann 4 : 1 entschieden! – Wie „knapp“ ist 4 : 1? (Ruf bei der ÖVP: Nicht sehr knapp!) Ich meine, das ist ein deutliches Votum für ein Produkt, das das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis aufweist! (Abg. Mag. Kogler: Das ist falsch!) Das wurde auch zur Kenntnis genommen. Die Beschlüsse wurden gefasst, und die Unterschrift wurde gegeben. Am 6. oder 7. August soll auch im Bundesrat die Zustimmung dafür erwirkt werden. (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Was haben die unterschrieben?)
Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Was haben die unterschrieben?
Dort wurde dann 4 : 1 entschieden! – Wie „knapp“ ist 4 : 1? (Ruf bei der ÖVP: Nicht sehr knapp!) Ich meine, das ist ein deutliches Votum für ein Produkt, das das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis aufweist! (Abg. Mag. Kogler: Das ist falsch!) Das wurde auch zur Kenntnis genommen. Die Beschlüsse wurden gefasst, und die Unterschrift wurde gegeben. Am 6. oder 7. August soll auch im Bundesrat die Zustimmung dafür erwirkt werden. (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Was haben die unterschrieben?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren von der SPÖ! Heute gehört Ihnen das Mitleid von uns! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Der Misstrauensantrag, sollte er von Ihnen, Frau Stadlbauer, eingebracht werden, ist absurd und natürlich abzulehnen. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Wahr ist vielmehr, dass die Kosten- – und jetzt, Herr Kollege, aufpassen! – Nutzwert-Analyse – das ist nicht immer das Gleiche – in der großen Mehrheit der Fälle den Gripen-Hersteller als Bestbieter ausgewiesen hat und nur in einem einzigen Fall den Eurofighter-Hersteller, und dies bei neunjähriger Finanzierung, für die der Herr Finanzminister interveniert hat. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Was heißt denn das? Dass es eine Schande ist, mit dem Finanzminister zusammenzutreffen! Es reicht schön langsam!
Die Frage ist nur, Herr Finanzminister, ob all diese von Ihnen heute genannten Personen aus der Industrie morgen noch sehr froh sein werden, von Ihnen heute mit Ihnen in Zusammenhang gebracht worden zu sein! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Was heißt denn das? Dass es eine Schande ist, mit dem Finanzminister zusammenzutreffen! Es reicht schön langsam!)
Neuerlicher Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Das ist ein Amt, das Sie diskreditieren! Das Amt des Finanzministers! Die Funktion!
Nein, es reicht nicht! Wir sind die Opposition und dürfen uns auch äußern, auch wenn es Ihnen nicht passt! (Neuerlicher Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Das ist ein Amt, das Sie diskreditieren! Das Amt des Finanzministers! Die Funktion!) Ja, genau das Amt! Um das geht es! (Abg. Scheibner: Es ist also Ihrer Meinung nach eine Schande, wenn sich ein Unternehmer mit einem Finanzminister trifft!)
Abg. Scheibner: Es ist also Ihrer Meinung nach eine Schande, wenn sich ein Unternehmer mit einem Finanzminister trifft!
Nein, es reicht nicht! Wir sind die Opposition und dürfen uns auch äußern, auch wenn es Ihnen nicht passt! (Neuerlicher Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Das ist ein Amt, das Sie diskreditieren! Das Amt des Finanzministers! Die Funktion!) Ja, genau das Amt! Um das geht es! (Abg. Scheibner: Es ist also Ihrer Meinung nach eine Schande, wenn sich ein Unternehmer mit einem Finanzminister trifft!)
Abg. Dr. Stummvoll: Das ist eine Verschwörungstheorie!
Heute hat der Minister Grasser in seiner Pressekonferenz gesagt, er schließe aus, dass die voest einen strategischen Partner bekommt. In der morgigen Ausgabe des „Format“ sagt der Herr Stronach zu diesem Thema, ja wenn das so ist, dann wird er die Republik klagen. – So schnell kann es nämlich gehen, dass aus Freunden Gegner werden, wenn es konfligierende Interessen gibt. (Abg. Dr. Stummvoll: Das ist eine Verschwörungstheorie!)
Beifall bei den Grünen.
So viel zum Thema voest. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Scheibner: Gehen Sie darauf ein, was der Herr Minister klargestellt hat!
Es gibt eine ganze Reihe anderer Punkte, in denen Verwicklungen und Unvereinbarkeiten festgestellt wurden, aber ich werde mir ersparen, all das jetzt wieder aufzuzählen, denn es ist in der Dringlichen Anfrage der SPÖ gut aufgelistet. (Abg. Scheibner: Gehen Sie darauf ein, was der Herr Minister klargestellt hat!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ich meine, all das, was das zeigt, all diese Unvereinbarkeiten und Verwicklungen, das ist das Sittenbild des Herrn Finanzministers. Dass das zu einem Sittenbild der Republik wird, daran haben Sie, sehr geehrte Damen und Herren von den Regierungsfraktionen, einen großen Anteil. Sie weigern sich nämlich standhaft, sowohl einem Untersuchungsausschuss zuzustimmen als auch einen Unvereinbarkeitsausschuss einzuberufen. Das heißt, das, was Sie immer vorwerfen, nämlich: Das sind nur Anschuldigungen, das entbehrt jeder Grundlage, das sind alles nur Verdächtigungen! weigern Sie sich, zu untersuchen, untersuchen zu lassen, und verhindern mit Ihrer Mehrheit im Parlament, dass das endlich einmal klargelegt wird. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Habt Ihr euer Spitzelsystem auf das Parlament ausgebaut?
Ich finde es ganz amüsant, als Hinterbänklerin ein bisschen in die Reihen der Freiheitlichen zu schauen und zu sehen, dass im Laufe der Woche eigentlich immer weniger Freiheitliche mitklatschen, wenn die ÖVP völlig euphorisiert dem Finanzminister applaudiert. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Habt Ihr euer Spitzelsystem auf das Parlament ausgebaut?) Er hat letztlich auch von Ihnen Stimmen abgezogen.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordnete Michaela Sburny (fortsetzend): Ja. – Ich appelliere nicht an den Finanzminister, zurückzutreten; ich appelliere an Sie, an die Abgeordneten der Regierungsfraktionen, einem Untersuchungsausschuss zuzustimmen und endlich den Unvereinbarkeitsausschuss einzuberufen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordnete Bettina Stadlbauer (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister Grasser! Zur Klarstellung: Die SPÖ lehnt nicht generell diverse Sozialfonds ab, die irgendwo eingerichtet werden, sondern die SPÖ lehnt es ab, dass Sie mit Ihrer Politik dazu beitragen, dass viele Menschen an die Grenze der Armut kommen – durch die Besteuerung der Unfallrenten, durch Steuererhöhungen, durch Pensionskürzungen und, und, und –, und sich auf der anderen Seite gönnerhaft als edler Spender hinstellen und Almosen verteilen. Das ist es, was wir ablehnen, und nicht der Sozialfonds! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Gleichzeitig wird er ziemlich nervös und rotiert auf der Regierungsbank, wie wir sehen. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Mag. Grasser.) Er ist unter Druck, ein bisschen unter einem Rotationsdruck, und alle, die ihn kritisieren, und die Opposition werden einfach niedergeredet. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Im Übrigen, Herr Finanzminister, praktizieren Sie bei den Abfangjägern genau das, was Ihnen offenbar so zuwider ist: Sie finanzieren auf Pump, Sie machen Schuldenpolitik, Sie bestellen jetzt und bezahlen irgendwann später! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Murauer: Es ist so weit, Herr Minister!
Aber Sie haben ja einen „kongenialen“ Partner – „kongenial“ natürlich unter Anführungszeichen –, der zwar, wie es oft den Anschein hat, über so gut wie nichts rechtzeitig informiert wird, wenn es um den Ankauf der Abfangjäger geht. Aber, Herr Minister Platter, Unwissenheit schützt leider nicht vor Verantwortung. (Abg. Murauer: Es ist so weit, Herr Minister!) Sie tragen die Verantwortung für den Ankauf der Eurofighter!
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich werde nun einen Antrag einbringen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Jetzt kommt der Antrag, auf den Sie alle so gewartet haben! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich werde nun einen Antrag einbringen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Jetzt kommt der Antrag, auf den Sie alle so gewartet haben! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Glauben Sie das, was gesagt worden ist? Oder nehmen Sie das nicht zur Kenntnis?
Herr Minister Platter! Wir haben es hier noch einmal schwarz auf weiß. Sie sagen ja immer wieder, dass das eines Ihrer wichtigsten Informationsmagazine ist, und zwar „Jane’s Defence Weekly“. (Abg. Scheibner: Glauben Sie das, was gesagt worden ist? Oder nehmen Sie das nicht zur Kenntnis?) Hier haben wir schwarz auf weiß stehen, dass bei einem Treffen am 30. Juni, also einen Tag vor dem Ministerratsbeschluss, in Manching in Deutschland, an dem unter anderem Verteidigungsminister Struck aus Deutschland, der spanische Luftwaffengeneral, der italienische Staatssekretär für Verteidigung und der britische Minister für Rüstungsbeschaffung teilgenommen haben – sie sind alle schön auf einem Foto zu sehen –, angekündigt wird, dass die Eurofighter billiger werden müssen und auch billiger werden, und zwar um 10 bis 20 Prozent. Daneben steht, dass Österreich jetzt gekauft hat.
Abg. Scheibner: Frau Kollegin, zitieren Sie einmal den Text, in dem drinsteht, dass die Eurofighter billiger werden!
Es ist das eigentlich ein recht lustiger Beitrag. (Abg. Scheibner: Frau Kollegin, zitieren Sie einmal den Text, in dem drinsteht, dass die Eurofighter billiger werden!) Ich kann es Ihnen auch gerne geben, falls Sie es noch nicht gesehen haben. (Abg. Scheibner: Frau Kollegin, zitieren Sie den Text!) Ich habe es auch schön angestrichen. (Abg. Scheibner: Zitieren Sie den Text!) Ich kann Ihnen das schon vorlesen, ja:
Abg. Scheibner: Frau Kollegin, zitieren Sie den Text!
Es ist das eigentlich ein recht lustiger Beitrag. (Abg. Scheibner: Frau Kollegin, zitieren Sie einmal den Text, in dem drinsteht, dass die Eurofighter billiger werden!) Ich kann es Ihnen auch gerne geben, falls Sie es noch nicht gesehen haben. (Abg. Scheibner: Frau Kollegin, zitieren Sie den Text!) Ich habe es auch schön angestrichen. (Abg. Scheibner: Zitieren Sie den Text!) Ich kann Ihnen das schon vorlesen, ja:
Abg. Scheibner: Zitieren Sie den Text!
Es ist das eigentlich ein recht lustiger Beitrag. (Abg. Scheibner: Frau Kollegin, zitieren Sie einmal den Text, in dem drinsteht, dass die Eurofighter billiger werden!) Ich kann es Ihnen auch gerne geben, falls Sie es noch nicht gesehen haben. (Abg. Scheibner: Frau Kollegin, zitieren Sie den Text!) Ich habe es auch schön angestrichen. (Abg. Scheibner: Zitieren Sie den Text!) Ich kann Ihnen das schon vorlesen, ja:
Abg. Scheibner: Aha, „programme“! Verstehen Sie, was „programme“ heißt? – Zwischenrufe bei der ÖVP.
There is a huge scope to make the EUROFIGHTER programme leaner and more efficient, he said. Reducing the unit’s cost of the aircraft is another key objective of this process, said Spencer, noting that a saving of between 10 per cent and 20 per cent should/must be achieved. – Zitatende. (Abg. Scheibner: Aha, „programme“! Verstehen Sie, was „programme“ heißt? – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Scheibner: Verstehen Sie, was „programme“ heißt? Ist Österreich in dem „programme“ drinnen? Nein! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
So, jetzt haben Sie es auch noch gehört, falls Sie Englisch verstehen, und das ist schön so! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Scheibner: Verstehen Sie, was „programme“ heißt? Ist Österreich in dem „programme“ drinnen? Nein! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Sehr geehrte Damen und Herren! Der „Abfangjäger-Kauf ist Betrug am Volk“, lieber Herr Scheibner! (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Das sage nicht ich, sondern das sagt die „Kronen Zeitung“: „Abfangjäger-Kauf ist Betrug am Volk!“ (Abg. Scheibner: Steht es in der Zeitung oder ist es ...?) So ist die öffentliche Meinung, so ist die veröffentlichte Meinung über Ihre Politik, Herr Minister Platter. Ziehen Sie daraus die Konsequenzen und treten Sie zurück! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Scheibner: Steht es in der Zeitung oder ist es ...?
Sehr geehrte Damen und Herren! Der „Abfangjäger-Kauf ist Betrug am Volk“, lieber Herr Scheibner! (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Das sage nicht ich, sondern das sagt die „Kronen Zeitung“: „Abfangjäger-Kauf ist Betrug am Volk!“ (Abg. Scheibner: Steht es in der Zeitung oder ist es ...?) So ist die öffentliche Meinung, so ist die veröffentlichte Meinung über Ihre Politik, Herr Minister Platter. Ziehen Sie daraus die Konsequenzen und treten Sie zurück! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Sehr geehrte Damen und Herren! Der „Abfangjäger-Kauf ist Betrug am Volk“, lieber Herr Scheibner! (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Das sage nicht ich, sondern das sagt die „Kronen Zeitung“: „Abfangjäger-Kauf ist Betrug am Volk!“ (Abg. Scheibner: Steht es in der Zeitung oder ist es ...?) So ist die öffentliche Meinung, so ist die veröffentlichte Meinung über Ihre Politik, Herr Minister Platter. Ziehen Sie daraus die Konsequenzen und treten Sie zurück! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Dr. Kräuter: Haider hat gesagt ...!
Doch vorher möchte ich noch kurz einiges zum Kollegen Dobnigg sagen. Kollege Dobnigg, ich akzeptiere voll und ganz dein Engagement für die voest-Mitarbeiter in Donawitz, für deine Heimat. Du sagst, voest ist Heimat, voest ist für viele wesentlich mehr als nur Arbeitsplatz. (Abg. Dr. Kräuter: Haider hat gesagt ...!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Lieber Kräuter, denk einmal nach, denk über die achtziger Jahre nach! Ich sage dir jetzt Folgendes: voest war auch Heimat für viele Ferlacher und Rosentaler, und ihr habt dort zugedreht! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Die sind seinerzeit von der SPÖ-Regierung zugedreht worden. Es war dort ein kleiner Drahtzug – den hat man als Erstes liquidiert –, der binnen drei Stunden umgerüstet werden konnte. Ich stimme dir zu, Kollege Dobnigg, es gab damals eine europaweite Stahlkrise, aber die großen Stahlwerke hätten in Italien, wo die Umrüstzeit mit 24 Stunden wesentlich länger war, nicht so wie in Ferlach produzieren können. Das hat man als Erstes liquidiert! (Abg. Gradwohl: Warum hat denn Haider gesagt ...?) Man hat den Drahtzug zugedreht, obwohl man vorher Millionen in einen neuen Glühofen, in moderne Anlagen investiert hatte. Man hat gesagt, der Standort wird gesichert sein – man hat den Standort zugedreht und den Ferlachern gesagt: Geht nach Donawitz arbeiten! (Abg. Dobnigg: Aber Donawitz ist auch gesperrt worden!)
Abg. Gradwohl: Warum hat denn Haider gesagt ...?
Lieber Kräuter, denk einmal nach, denk über die achtziger Jahre nach! Ich sage dir jetzt Folgendes: voest war auch Heimat für viele Ferlacher und Rosentaler, und ihr habt dort zugedreht! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Die sind seinerzeit von der SPÖ-Regierung zugedreht worden. Es war dort ein kleiner Drahtzug – den hat man als Erstes liquidiert –, der binnen drei Stunden umgerüstet werden konnte. Ich stimme dir zu, Kollege Dobnigg, es gab damals eine europaweite Stahlkrise, aber die großen Stahlwerke hätten in Italien, wo die Umrüstzeit mit 24 Stunden wesentlich länger war, nicht so wie in Ferlach produzieren können. Das hat man als Erstes liquidiert! (Abg. Gradwohl: Warum hat denn Haider gesagt ...?) Man hat den Drahtzug zugedreht, obwohl man vorher Millionen in einen neuen Glühofen, in moderne Anlagen investiert hatte. Man hat gesagt, der Standort wird gesichert sein – man hat den Standort zugedreht und den Ferlachern gesagt: Geht nach Donawitz arbeiten! (Abg. Dobnigg: Aber Donawitz ist auch gesperrt worden!)
Abg. Dobnigg: Aber Donawitz ist auch gesperrt worden!
Lieber Kräuter, denk einmal nach, denk über die achtziger Jahre nach! Ich sage dir jetzt Folgendes: voest war auch Heimat für viele Ferlacher und Rosentaler, und ihr habt dort zugedreht! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Die sind seinerzeit von der SPÖ-Regierung zugedreht worden. Es war dort ein kleiner Drahtzug – den hat man als Erstes liquidiert –, der binnen drei Stunden umgerüstet werden konnte. Ich stimme dir zu, Kollege Dobnigg, es gab damals eine europaweite Stahlkrise, aber die großen Stahlwerke hätten in Italien, wo die Umrüstzeit mit 24 Stunden wesentlich länger war, nicht so wie in Ferlach produzieren können. Das hat man als Erstes liquidiert! (Abg. Gradwohl: Warum hat denn Haider gesagt ...?) Man hat den Drahtzug zugedreht, obwohl man vorher Millionen in einen neuen Glühofen, in moderne Anlagen investiert hatte. Man hat gesagt, der Standort wird gesichert sein – man hat den Standort zugedreht und den Ferlachern gesagt: Geht nach Donawitz arbeiten! (Abg. Dobnigg: Aber Donawitz ist auch gesperrt worden!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Und weißt du, was die Ferlacher gesagt haben? – Unser Herz schlägt für Ferlach, für die voest in Ferlach, nicht für Donawitz, wir wollen nicht hinausgehen! – Das ist Tatsache, aber dort hat man zugedreht. Es war dort eine Stiftefabrik, es war eine Werkzeugfabrik; heute existiert das nicht mehr, es liegt brach. Es gab zu dieser Zeit über tausend Beschäftigte. Man hat damals dilettantische Maßnahmen gesetzt, um die Leute mit zirka 52 Jahren in die Frühpension zu schicken. Man hat den Leuten eine Abfertigung bei Selbstkündigung und ein Sozialpaket angeboten. Wisst ihr, wer gegangen ist? – Die Jungen, die sich etwas zugetraut haben! Die Älteren sind im Betrieb geblieben, und so war eben kein Staat zu machen, die Verstaatlichte ist hinuntergeschwommen. Es war eine Aushöhlung der Region! Das wird dir jeder bestätigen, der aus dieser Gegend kommt. Erkundige dich bei den Kärntner Freunden, wie das damals war – so ist es gegangen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn Ihr Herz wirklich für die voest schlägt, dann stimmen Sie diesem Antrag zu! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Heiterkeit des Abg. Dr. Cap.
Abgeordneter Dr. Michael Spindelegger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Erlauben Sie mir am Ende einer Dringlichen Anfrage ein kurzes Resümee. (Heiterkeit des Abg. Dr. Cap.) Sie haben, mittlerweile in einem Rundumschlag, die Bundesregierung anzupatzen versucht. Sie haben jetzt auch den Verteidigungsminister auserkoren und einen Misstrauensantrag gegen ihn gestellt.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wenn man sich durchliest, was Sie ihm vorwerfen, muss man sagen, das ist eigentlich innerhalb von zwei Minuten entkräftet. Sie werfen ihm vor, er hätte unterschrieben, obwohl das Budgetbegleitgesetz nicht in Kraft ist. Meine Damen und Herren, Sie haben verschwiegen, dass es sich um eine aufschiebende Bedingung in einem Vertrag handelt und diese aufschiebende Bedingung eben das Inkrafttreten des Budgetbegleitgesetzes zum Gegenstand hat. Wenn ein Jus-Student im zweiten Semester nicht weiß, was eine aufschiebende Bedingung ist, wird er bei einer Prüfung durchfallen. Dass Sie als Gesetzgeber nicht wissen, was eine aufschiebende Bedingung ist, ist sehr bedenklich! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.
Meine Damen und Herren! Dieser Vorwurf geht ins Leere, aber Sie werfen ja mehr vor. Sie sagen, Verteidigungsminister Platter hätte das Vergabeverfahren unerlaubt in Richtung Eurofighter beeinflusst. (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.) Meine Damen und Herren, im Laufe der Diskussion hätten Sie hören können, dass vor über einem Jahr eine Bewertungskommission für den Eurofighter votiert hat (Abg. Dr. Puswald: Sie haben nicht zugehört, Herr Kollege ...!) und dass sich die Bundesregierung vor einem Jahr für den Eurofighter entschieden hat, also zu einem Zeitpunkt, als dieser Bundesminister noch gar nicht im Amt war. Meine Damen und Herren, dieser Vorwurf verpufft daher völlig! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Puswald: Sie haben nicht zugehört, Herr Kollege ...!
Meine Damen und Herren! Dieser Vorwurf geht ins Leere, aber Sie werfen ja mehr vor. Sie sagen, Verteidigungsminister Platter hätte das Vergabeverfahren unerlaubt in Richtung Eurofighter beeinflusst. (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.) Meine Damen und Herren, im Laufe der Diskussion hätten Sie hören können, dass vor über einem Jahr eine Bewertungskommission für den Eurofighter votiert hat (Abg. Dr. Puswald: Sie haben nicht zugehört, Herr Kollege ...!) und dass sich die Bundesregierung vor einem Jahr für den Eurofighter entschieden hat, also zu einem Zeitpunkt, als dieser Bundesminister noch gar nicht im Amt war. Meine Damen und Herren, dieser Vorwurf verpufft daher völlig! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Dieser Vorwurf geht ins Leere, aber Sie werfen ja mehr vor. Sie sagen, Verteidigungsminister Platter hätte das Vergabeverfahren unerlaubt in Richtung Eurofighter beeinflusst. (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.) Meine Damen und Herren, im Laufe der Diskussion hätten Sie hören können, dass vor über einem Jahr eine Bewertungskommission für den Eurofighter votiert hat (Abg. Dr. Puswald: Sie haben nicht zugehört, Herr Kollege ...!) und dass sich die Bundesregierung vor einem Jahr für den Eurofighter entschieden hat, also zu einem Zeitpunkt, als dieser Bundesminister noch gar nicht im Amt war. Meine Damen und Herren, dieser Vorwurf verpufft daher völlig! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Kogler: Platter fragt Grasser ..., die alle die Aktenlage kennen!
Jetzt komme ich zum dritten Vorwurf, den Frau Kollegin Stadlbauer mit Mühe hier in diesem Hause hat vertreten können. (Abg. Mag. Kogler: Platter fragt Grasser ..., die alle die Aktenlage kennen!) Das ist die Frage, dass der Eurofighter am Tag der Unterzeichnung angeblich schon um 20 Prozent billiger geworden wäre.
Abg. Großruck: Ist das ein Konservativer?
Ich möchte betonen, dass es nicht beabsichtigt ist, für Partnernationen oder Exportkunden eine Preisreduktion für Flugzeuge der zweiten Tranche zu erreichen. Das Gerede über Einsparungen von 10 bis 20 Prozent der Kosten ist völlig spekulativ und entspricht nicht den geplanten oder verfolgten Zielvorstellungen der vier Partnernationen. – Gezeichnet vom britischen Verteidigungsminister, ein Schreiben vom 3. Juli 2003 an Bundesminister Platter! (Abg. Großruck: Ist das ein Konservativer?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Dieser Vorwurf geht völlig ins Leere, meine Damen und Herren! Es ist ein Gerede, und Sie erheben auf Grund eines Geredes einen Misstrauensantrag gegen einen Minister. Sehr bedenklich! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Kogler: Der Brief hätte anders ausgesehen, wenn Sie nicht vorzeitig unterschrieben hätten!
Meine geschätzten Damen und Herren! Damit ist dieser Misstrauensantrag auch schon erledigt. (Abg. Mag. Kogler: Der Brief hätte anders ausgesehen, wenn Sie nicht vorzeitig unterschrieben hätten!) Er ist inhaltlich erledigt. Ich darf aber doch auf einige Grundsätze verweisen, die für uns in dieser Debatte durchaus eine sehr bedenkliche Note haben.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Dass Sie von der Opposition mit Vorwürfen ohne Substanz agieren, das kennen wir. Dass Sie auch Misstrauensanträge für das Tagesgeschäft verwenden, daran müssen wir uns erst gewöhnen, aber wir müssen es letztlich zur Kenntnis nehmen. Dass Sie aber den Stil, Persönlichkeiten anzupatzen, zum politischen Mittel erheben, dagegen verwahren wir uns, und das mit Vehemenz, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.
Wer nach dem Motto „Anpatzen – irgendetwas wird schon hängen bleiben!“ agiert, wer selbst von den Mitarbeitern der SPÖ unseren Mitarbeitern gegenüber zugibt: wir wissen, dass es nicht stimmt, aber es kommt gut an!, wer mit diesen Methoden agiert – meine Damen und Herren, das ist nicht nur eine Stilfrage einer Partei, das ist ein Schaden für die ganze Politik! (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Gaál.
Darum: Unterlassen Sie das! Ich fordere Sie mit aller Konsequenz auf: Unterlassen Sie diesen Stil! Er schadet uns allen, er bringt die Politik in Misskredit – das hat die Politik in Österreich nicht notwendig. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Gaál.)
Abg. Dr. Puswald: Nein, Sie haben sie nicht verstanden! – Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich möchte zum Abschluss noch einmal meiner Fraktion gegenüber – und ich glaube, auch im Namen der Fraktion der FPÖ – sagen: Die Vorwürfe, die Sie da erheben, sind wirklich haltlos! (Abg. Dr. Puswald: Nein, Sie haben sie nicht verstanden! – Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Brosz: Das wird ein schwerer Fehler sein!
Wir haben – das darf ich Ihnen sagen, meine geschätzten Damen und Herren – das, was Sie gesagt haben, sehr wohl verstanden, nur haben Ihre Vorwürfe keinerlei Substanz! Lassen Sie das Anpatzen, denn wir vertrauen sowohl dem Finanzminister als auch dem Verteidigungsminister. Das werden Sie bei der Abstimmung gleich sehen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Brosz: Das wird ein schwerer Fehler sein!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche): Herr Präsident! Meine Damen und Herren von der Regierung! Hohes Haus! Da jetzt doch noch ein Misstrauensantrag gegen Verteidigungsminister Platter, meinen Nachfolger im Amt, als Verantwortlichen für dieses wichtige Projekt der Nachbeschaffung der Abfangjäger eingebracht worden ist, habe ich mich kurz zu Wort gemeldet und möchte hier klar und deutlich sagen, dass dieser Misstrauensantrag gegen den Verteidigungsminister ungerechtfertigt, ungerecht und völlig haltlos ist! Sie haben sich auch sehr, sehr schwer getan, eine Begründung zu finden. (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.) Einen Misstrauensantrag nur deshalb einzubringen, weil einem nichts anderes einfällt, ist wirklich eine einzigartige Vorstellung, die Sie heute hier geboten haben! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche): Herr Präsident! Meine Damen und Herren von der Regierung! Hohes Haus! Da jetzt doch noch ein Misstrauensantrag gegen Verteidigungsminister Platter, meinen Nachfolger im Amt, als Verantwortlichen für dieses wichtige Projekt der Nachbeschaffung der Abfangjäger eingebracht worden ist, habe ich mich kurz zu Wort gemeldet und möchte hier klar und deutlich sagen, dass dieser Misstrauensantrag gegen den Verteidigungsminister ungerechtfertigt, ungerecht und völlig haltlos ist! Sie haben sich auch sehr, sehr schwer getan, eine Begründung zu finden. (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.) Einen Misstrauensantrag nur deshalb einzubringen, weil einem nichts anderes einfällt, ist wirklich eine einzigartige Vorstellung, die Sie heute hier geboten haben! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Puswald: Ohne gesetzliche Grundlage keine Unterschrift, das ist glasklar! Keine Unterschrift!
Wenn Herr Abgeordneter Puswald – genau, Sie! – hier in einem seiner ohnehin schon bekannten Zwischenrufe zum Abgeordneten Spindelegger herunter ruft: Sie haben irgendetwas nicht verstanden!, dann kann ich Ihnen das voll und ganz zurückgeben: Entweder verstehen Sie nicht die Argumente, die wir Ihnen gerade beim Abfangjäger-Projekt seit Wochen und Monaten auch hier im Hohen Haus immer wieder darlegen, oder Sie wollen sie nicht verstehen! (Abg. Dr. Puswald: Ohne gesetzliche Grundlage keine Unterschrift, das ist glasklar! Keine Unterschrift!) Bei manchen glaube ich, dass sie es nicht verstehen, und manche wollen es nicht verstehen. Das ist das Bedenkliche, meine Damen und Herren, dass hier mit unbewiesenen Vorwürfen immer wieder herumjongliert, herumgeworfen wird, und die Reaktion darauf, die Antwort wird nicht zur Kenntnis genommen!
Rufe bei der ÖVP: Stadlbauer!
Wenn hier gesagt wird – das war eines der Hauptargumente, und darauf möchte ich noch eingehen –, die 20-prozentige Preisreduktion sei jetzt verpasst worden, und Frau Kollegin Burgstaller liest hier den Bericht vor und verschluckt ... (Rufe bei der ÖVP: Stadlbauer!) Wie? – Stadlbauer, auch gut! Aber trotzdem sollte sie lauter und deutlicher lesen, oder sie hat absichtlich verschluckt, dass es nicht um den Eurofighter gegangen ist, sondern um das Eurofighter-Programm, und dass das ein Wunsch ist!
Abg. Eder: Wir zahlen es jetzt!
Da sollte man auch wissen, dass die Länder, die im Eurofighter-Programm drinnen sind, Milliarden und Abermilliarden – und zwar nicht Schilling oder D-Mark, sondern Euro! – in die Entwicklung dieses Flugzeuges investiert haben, und dass diese Länder ebenso viele Milliarden und Abermilliarden Euro in die Weiterentwicklung dieses Flugzeuges investieren müssen oder sollen. (Abg. Eder: Wir zahlen es jetzt!) Um diese Milliarden an Forschungs- und Entwicklungskosten geht es! Sie wissen wohl ganz genau – und Gott sei Dank ist das so –, dass Österreich es sich gar nicht hätte leisten können und auch nicht leisten will, in derartigen Entwicklungsprogrammen mit dabei zu sein. (Abg. Mag. Kogler: Es geht auch um die Produktionskosten!)
Abg. Mag. Kogler: Es geht auch um die Produktionskosten!
Da sollte man auch wissen, dass die Länder, die im Eurofighter-Programm drinnen sind, Milliarden und Abermilliarden – und zwar nicht Schilling oder D-Mark, sondern Euro! – in die Entwicklung dieses Flugzeuges investiert haben, und dass diese Länder ebenso viele Milliarden und Abermilliarden Euro in die Weiterentwicklung dieses Flugzeuges investieren müssen oder sollen. (Abg. Eder: Wir zahlen es jetzt!) Um diese Milliarden an Forschungs- und Entwicklungskosten geht es! Sie wissen wohl ganz genau – und Gott sei Dank ist das so –, dass Österreich es sich gar nicht hätte leisten können und auch nicht leisten will, in derartigen Entwicklungsprogrammen mit dabei zu sein. (Abg. Mag. Kogler: Es geht auch um die Produktionskosten!)
Abg. Mag. Kogler: Der Stückpreis ist geschwindelt, weil die Systemkosten erhöht wurden!
Das hat überhaupt nichts mit dem Stückpreis zu tun. Da liegen wir weit unter dem Stückpreis der Betreiberländer, meine Damen und Herren! Ich weiß, das werden Sie wieder nicht zur Kenntnis nehmen – aber das ist ein Beweis mehr, dass Sie mit der Sicherheit des Landes Parteipolitik machen wollen! Da spielen wir sicherlich nicht mit! (Abg. Mag. Kogler: Der Stückpreis ist geschwindelt, weil die Systemkosten erhöht wurden!)
Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Erfahrungen auch – keine Diskussion! (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Sburny: Das ist nicht wahr ...!
Schlusssatz, Herr Präsident: Aber so, wie Sie hier mit einer Funktion und einem Funktionsträger umgehen – mit Beschuldigungen, die sich in Luft auflösen, die Sie aber immer aufs Neue wiederholen (Abg. Sburny: Das ist nicht wahr ...!) –, können Sie sicher sein, dass wir niemals mitgehen! Je mehr Sie das machen, desto mehr hat auch dieser Finanzminister unsere Unterstützung. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Schlusssatz, Herr Präsident: Aber so, wie Sie hier mit einer Funktion und einem Funktionsträger umgehen – mit Beschuldigungen, die sich in Luft auflösen, die Sie aber immer aufs Neue wiederholen (Abg. Sburny: Das ist nicht wahr ...!) –, können Sie sicher sein, dass wir niemals mitgehen! Je mehr Sie das machen, desto mehr hat auch dieser Finanzminister unsere Unterstützung. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Mainoni: Gott sei Dank!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Broukal. Restliche Redezeit: 1 Minute. (Abg. Mag. Mainoni: Gott sei Dank!) – Bitte, Herr Abgeordneter, Sie haben das Wort.
Ruf bei den Freiheitlichen: Zeit ist Diebstahl! – anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen
Abgeordneter Josef Broukal (SPÖ): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir befinden uns offenbar am Ende eines spannenden Nachmittags, eines sehr emotionalen Nachmittags, und wenn ich versuche, mich einen Gang zurückzunehmen, und den Journalisten in mir aktiviere, dann muss ich sagen (Ruf bei den Freiheitlichen: Zeit ist Diebstahl! – anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen): Es gibt hier sicher nicht die rauchende Pistole, aber es gibt Munition, so viel Munition, dass ich meine, es wäre an der Zeit, zu überprüfen, ob Ihre Verteidigung des Finanzministers Karl-Heinz Grasser ohne Wenn und Aber noch am Platz ist. Es ist interessant zu sehen, dass Herr Scheibner, der ihn eine Weile länger kennt als Sie, nicht mehr die Hand für ihn ins Feuer legt. Ich würde Ihnen raten, vorsichtig zu sein.
Abg. Steibl: Redezeit! – Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Schluss!
Eine nette Gelegenheit, vorsichtig zu sein, ohne sich etwas zu vergeben – denn er könnte am Schluss auch salviert dastehen; das wollen wir ja nicht ausschließen –, wäre, dem Untersuchungsausschuss zuzustimmen, in dem die Dinge endlich auf den Punkt gebracht und auch auf Punkt und Beistrich beantwortet werden müssen. (Abg. Steibl: Redezeit! – Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: Schluss!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordneter Josef Broukal (fortsetzend): Danke! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Stadler und Binder werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Stadler und Binder werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.)
Abg. Silhavy: Kollege Walch, wo bleibt deine Stimme? – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und Freiheitlichen. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Ich bitte jene Damen und Herren, die dem Entschließungsantrag des Abgeordneten Kogler zustimmen, um ein diesbezügliches Zeichen. – Der Antrag findet nicht die Mehrheit, er ist daher abgelehnt. (Abg. Silhavy: Kollege Walch, wo bleibt deine Stimme? – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und Freiheitlichen. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Schieder: Jetzt applaudiert die Regierungsbank auch schon!
Ich bitte jene Damen und Herren, die sich für den Misstrauensantrag gegen den Landesverteidigungsminister aussprechen, um ein Zeichen. – Ich stelle fest, der Misstrauensantrag hat keine Mehrheit gefunden. Er ist abgelehnt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Schieder: Jetzt applaudiert die Regierungsbank auch schon!)
Abg. Dr. Stummvoll: Ein bissel Emotionen!
Ja, Herr Kollege Schieder, ich werde das bei Gelegenheit vorbringen. (Abg. Dr. Stummvoll: Ein bissel Emotionen!) Wir haben die alte Tradition, dass sich die Damen und Herren auf der Regierungsbank jeder Beifallsäußerung positiver oder negativer Art enthalten mögen, und an dieser Tradition werden wir festhalten.
Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Stadler und Binder werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Stadler und Binder werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich schlage vor, dass wir diese Abstimmungen jetzt vornehmen, bevor wir mit der Kurzdebatte beginnen. Dann haben wir den Punkt 6 endgültig abgeschlossen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich finde es bemerkenswert, dass Sie sich jetzt seit Monaten beharrlich weigern, diese Berechnungen und die Zahlen des Ministeriums bekannt zu geben. Ich glaube ja nicht, dass Sie gewürfelt haben – mag auch sein –, ich nehme an, dass dort irgendwer nach einer Formel berechnet und dann kommt etwas heraus, und das hätten wir gerne gewusst. Seit drei Monaten versuchen wir, das zu bekommen, Sie geben es uns nicht. Ich kann Sie beruhigen, ich werde heute wieder eine Anfrage einbringen, und wir können das Spiel noch ein paar Mal spielen, dass ich Sie genau fragen: Wie kam die Berechnung zustande? Wir werden sehen, wem es zuerst fad wird: mir, sodass ich nicht mehr frage, oder Ihnen, sodass Sie vielleicht dann doch die Antwort geben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Ach so! Ich habe mich schon gewundert!
Inhaltlich geht es uns darum, die Tagesabläufe in den Schulen zu verändern. Das ist eine Diskussion, die wir jetzt schon wiederholt geführt haben. Die Frage der Ganztagsschulen wird von Ihnen aus meiner Sicht etwas merkwürdig geführt. Ich war eigentlich auch enttäuscht, dass Herr Dr. Haider im Gegensatz zu der Diskussion beim „Standard“ – nämlich der Dr. Haider der PISA-Studie (Abg. Mag. Molterer: Ach so! Ich habe mich schon gewundert!) – im Unterrichtsausschuss bei der Aussprache andere Worte gefunden hat. Im „Standard“ hat er nämlich klar gesagt, dass Ganztagsschulen ein sinnvolles Projekt sind, dass sie vor allem dazu führen, den Unterricht anders aufteilen zu können. Die ÖVP-Mandatare gehen immer davon aus: Über Ganztagsschulen können wir schon reden, aber nur die, die wollen, sollen ganztägige Betreuungseinrichtungen haben. (Abg. Dr. Brinek: Nein, anders! Nur die, die wollen, sollen Ganztagsschulen haben, aber Offenheit für ganztägige Betreuung!) Ja, genau das habe ich gesagt. (Abg. Dr. Brinek: Nein, das haben Sie nicht gesagt!) Möglicherweise haben Sie schlecht zugehört.
Abg. Dr. Brinek: Nein, anders! Nur die, die wollen, sollen Ganztagsschulen haben, aber Offenheit für ganztägige Betreuung!
Inhaltlich geht es uns darum, die Tagesabläufe in den Schulen zu verändern. Das ist eine Diskussion, die wir jetzt schon wiederholt geführt haben. Die Frage der Ganztagsschulen wird von Ihnen aus meiner Sicht etwas merkwürdig geführt. Ich war eigentlich auch enttäuscht, dass Herr Dr. Haider im Gegensatz zu der Diskussion beim „Standard“ – nämlich der Dr. Haider der PISA-Studie (Abg. Mag. Molterer: Ach so! Ich habe mich schon gewundert!) – im Unterrichtsausschuss bei der Aussprache andere Worte gefunden hat. Im „Standard“ hat er nämlich klar gesagt, dass Ganztagsschulen ein sinnvolles Projekt sind, dass sie vor allem dazu führen, den Unterricht anders aufteilen zu können. Die ÖVP-Mandatare gehen immer davon aus: Über Ganztagsschulen können wir schon reden, aber nur die, die wollen, sollen ganztägige Betreuungseinrichtungen haben. (Abg. Dr. Brinek: Nein, anders! Nur die, die wollen, sollen Ganztagsschulen haben, aber Offenheit für ganztägige Betreuung!) Ja, genau das habe ich gesagt. (Abg. Dr. Brinek: Nein, das haben Sie nicht gesagt!) Möglicherweise haben Sie schlecht zugehört.
Abg. Dr. Brinek: Nein, das haben Sie nicht gesagt!
Inhaltlich geht es uns darum, die Tagesabläufe in den Schulen zu verändern. Das ist eine Diskussion, die wir jetzt schon wiederholt geführt haben. Die Frage der Ganztagsschulen wird von Ihnen aus meiner Sicht etwas merkwürdig geführt. Ich war eigentlich auch enttäuscht, dass Herr Dr. Haider im Gegensatz zu der Diskussion beim „Standard“ – nämlich der Dr. Haider der PISA-Studie (Abg. Mag. Molterer: Ach so! Ich habe mich schon gewundert!) – im Unterrichtsausschuss bei der Aussprache andere Worte gefunden hat. Im „Standard“ hat er nämlich klar gesagt, dass Ganztagsschulen ein sinnvolles Projekt sind, dass sie vor allem dazu führen, den Unterricht anders aufteilen zu können. Die ÖVP-Mandatare gehen immer davon aus: Über Ganztagsschulen können wir schon reden, aber nur die, die wollen, sollen ganztägige Betreuungseinrichtungen haben. (Abg. Dr. Brinek: Nein, anders! Nur die, die wollen, sollen Ganztagsschulen haben, aber Offenheit für ganztägige Betreuung!) Ja, genau das habe ich gesagt. (Abg. Dr. Brinek: Nein, das haben Sie nicht gesagt!) Möglicherweise haben Sie schlecht zugehört.
Abg. Dr. Brinek: Beides!
Faktum ist, Sie meinen, das ist offenbar eine Betreuungsangelegenheit, wir glauben, es ist eine pädagogische Angelegenheit. (Abg. Dr. Brinek: Beides!) Man wird Ganztagsschulen inhaltlich nicht verwirklichen können, wenn man dabei bleibt, dass man sagt, die, die am Nachmittag da sind, die können dann den Tagesablauf umgestalten, wie Dr. Haider im Ausschuss gesagt hat. Also man greift sich eigentlich auf den Kopf, wenn man sich anschaut, dass in 50-Minuten-Blöcken aufgestückelt mit kurzen Pausen unterrichtet wird. In Ganztagsschulen wäre es möglich, das umzustellen. (Abg. Dr. Brinek: Nein, das wäre auch nicht möglich!) Nein, das ist nicht möglich. Es ist zwar in Skandinavien gang und gäbe, aber bei der Frau Dr. Brinek ist es nicht möglich. Sie würden auch in Ganztagsschulen in 50-Minuten-Blöcken unterrichten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Wahrscheinlich von 7.40 Uhr bis 17.00 Uhr mit 5-Minuten-Pausen. Eine moderne Form der Ganztagsschule à la ÖVP!
Abg. Dr. Brinek: Nein, das wäre auch nicht möglich!
Faktum ist, Sie meinen, das ist offenbar eine Betreuungsangelegenheit, wir glauben, es ist eine pädagogische Angelegenheit. (Abg. Dr. Brinek: Beides!) Man wird Ganztagsschulen inhaltlich nicht verwirklichen können, wenn man dabei bleibt, dass man sagt, die, die am Nachmittag da sind, die können dann den Tagesablauf umgestalten, wie Dr. Haider im Ausschuss gesagt hat. Also man greift sich eigentlich auf den Kopf, wenn man sich anschaut, dass in 50-Minuten-Blöcken aufgestückelt mit kurzen Pausen unterrichtet wird. In Ganztagsschulen wäre es möglich, das umzustellen. (Abg. Dr. Brinek: Nein, das wäre auch nicht möglich!) Nein, das ist nicht möglich. Es ist zwar in Skandinavien gang und gäbe, aber bei der Frau Dr. Brinek ist es nicht möglich. Sie würden auch in Ganztagsschulen in 50-Minuten-Blöcken unterrichten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Wahrscheinlich von 7.40 Uhr bis 17.00 Uhr mit 5-Minuten-Pausen. Eine moderne Form der Ganztagsschule à la ÖVP!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Faktum ist, Sie meinen, das ist offenbar eine Betreuungsangelegenheit, wir glauben, es ist eine pädagogische Angelegenheit. (Abg. Dr. Brinek: Beides!) Man wird Ganztagsschulen inhaltlich nicht verwirklichen können, wenn man dabei bleibt, dass man sagt, die, die am Nachmittag da sind, die können dann den Tagesablauf umgestalten, wie Dr. Haider im Ausschuss gesagt hat. Also man greift sich eigentlich auf den Kopf, wenn man sich anschaut, dass in 50-Minuten-Blöcken aufgestückelt mit kurzen Pausen unterrichtet wird. In Ganztagsschulen wäre es möglich, das umzustellen. (Abg. Dr. Brinek: Nein, das wäre auch nicht möglich!) Nein, das ist nicht möglich. Es ist zwar in Skandinavien gang und gäbe, aber bei der Frau Dr. Brinek ist es nicht möglich. Sie würden auch in Ganztagsschulen in 50-Minuten-Blöcken unterrichten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Wahrscheinlich von 7.40 Uhr bis 17.00 Uhr mit 5-Minuten-Pausen. Eine moderne Form der Ganztagsschule à la ÖVP!
Abg. Neugebauer: Das ist ja nichts Neues!
Das stellen wir uns nicht vor. Da geht es um den Wechsel von Lern- und Erholungsphasen, da geht es um Fördermaßnahmen, die damit eingebaut werden können. (Abg. Neugebauer: Das ist ja nichts Neues!) Das ist nichts Neues, aber es wäre erfreulich,
Abg. Neugebauer: Das tun wir doch! Das ist doch Realität!
wenn wir das in Österreich schön langsam einmal durchführen könnten und nicht von ... (Abg. Neugebauer: Das tun wir doch! Das ist doch Realität!) Ich weiß nicht, über welche Schulrealität Sie reden, Herr Kollege Neugebauer. Wenn ich mir die Schulen anschaue, dann reden wir in der Regel davon, dass wir 50-Minuten-Blöcke haben (Abg. Amon: Dann geh einmal in die Schulen! Das stimmt überhaupt nicht mehr!), die irgendwann dann am frühen oder späteren Nachmittag verändert sind, und dass wir Formen wie zum Beispiel 90-Minuten-Unterrichtseinheiten de facto nicht haben. Ich meine, das ist ja skurril, Herr Kollege Amon, wenn Sie jetzt behaupten, wir hätten das, was Skandinavien seit Jahren aufgebaut hat, in Österreich verwirklicht. Das ist eine ziemlich krasse Form der Realitätsverweigerung. (Abg. Amon: Wie kannst du sagen, wir haben nur 50-Minuten-Einheiten? Das stimmt ja nicht!)
Abg. Amon: Dann geh einmal in die Schulen! Das stimmt überhaupt nicht mehr!
wenn wir das in Österreich schön langsam einmal durchführen könnten und nicht von ... (Abg. Neugebauer: Das tun wir doch! Das ist doch Realität!) Ich weiß nicht, über welche Schulrealität Sie reden, Herr Kollege Neugebauer. Wenn ich mir die Schulen anschaue, dann reden wir in der Regel davon, dass wir 50-Minuten-Blöcke haben (Abg. Amon: Dann geh einmal in die Schulen! Das stimmt überhaupt nicht mehr!), die irgendwann dann am frühen oder späteren Nachmittag verändert sind, und dass wir Formen wie zum Beispiel 90-Minuten-Unterrichtseinheiten de facto nicht haben. Ich meine, das ist ja skurril, Herr Kollege Amon, wenn Sie jetzt behaupten, wir hätten das, was Skandinavien seit Jahren aufgebaut hat, in Österreich verwirklicht. Das ist eine ziemlich krasse Form der Realitätsverweigerung. (Abg. Amon: Wie kannst du sagen, wir haben nur 50-Minuten-Einheiten? Das stimmt ja nicht!)
Abg. Amon: Wie kannst du sagen, wir haben nur 50-Minuten-Einheiten? Das stimmt ja nicht!
wenn wir das in Österreich schön langsam einmal durchführen könnten und nicht von ... (Abg. Neugebauer: Das tun wir doch! Das ist doch Realität!) Ich weiß nicht, über welche Schulrealität Sie reden, Herr Kollege Neugebauer. Wenn ich mir die Schulen anschaue, dann reden wir in der Regel davon, dass wir 50-Minuten-Blöcke haben (Abg. Amon: Dann geh einmal in die Schulen! Das stimmt überhaupt nicht mehr!), die irgendwann dann am frühen oder späteren Nachmittag verändert sind, und dass wir Formen wie zum Beispiel 90-Minuten-Unterrichtseinheiten de facto nicht haben. Ich meine, das ist ja skurril, Herr Kollege Amon, wenn Sie jetzt behaupten, wir hätten das, was Skandinavien seit Jahren aufgebaut hat, in Österreich verwirklicht. Das ist eine ziemlich krasse Form der Realitätsverweigerung. (Abg. Amon: Wie kannst du sagen, wir haben nur 50-Minuten-Einheiten? Das stimmt ja nicht!)
Abg. Amon: Wer ist Dr. Gruber?
Ich möchte zum Abschluss dazu kommen, wie diese Zukunftskommission gestaltet ist, wie sie arbeitet. Ich habe einen interessanten Kommentar des Herrn Dr. Gruber im „Standard“ gelesen, der gemeint hat, in dieser kurzen Zeit ist es nicht möglich, eine seriöse Diskussion über das Bildungssystem zu führen. Ich würde ihm insofern Recht geben ... (Abg. Amon: Wer ist Dr. Gruber?) Karl Heinz Gruber ist vielleicht bekannt. Er ist Erziehungswissenschafter in Wien und eigentlich nicht unbekannt im österreichischen Schulsystem. Ich würde ihm insofern Recht geben, dass es um mehr gehen muss als um die Inhalte, die die Kommission hat.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Deshalb war auch das, was Dr. Haider im Unterrichtsausschuss gesagt hat, nicht sehr befriedigend. Ich möchte Sie daher bei dieser Gelegenheit auffordern, diesen für mich und, wie ich glaube, für viele im Bildungssystem, die die PisA-Studie gelesen haben, sehr wesentlichen Aspekt aufzunehmen und darüber zu diskutieren, wie man diese Aufforderung der OECD, nämlich die soziale Staffelung, den sozialen Status, den Einfluss darauf zu reduzieren, auszugleichen, auch in Österreich wahrnehmen kann. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neugebauer: Von uns!
Ich habe es gemacht. Ich hätte mir gedacht, ich werde von Ihnen gelobt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neugebauer: Von uns!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Molterer: Bravo!
Daraus wird gefolgert: „Unterrichtsministerin Gehrer muss endlich eine Verkürzung der SchülerInnenarbeitszeit in Angriff nehmen.“ – So Wurzer. Das habe ich gemacht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Molterer: Bravo!) Und zwar habe ich das gemacht auf Basis der Studien, die eindeutig aufzeigen, dass Kinder zu sehr belastet sind, dass Kinder mehr Arbeitszeit haben als Erwachsene. Daher, meine Damen und Herren – ich sage es noch einmal –: Muten wir unseren Kindern nicht mehr zu, als wir uns selber zumuten! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Daraus wird gefolgert: „Unterrichtsministerin Gehrer muss endlich eine Verkürzung der SchülerInnenarbeitszeit in Angriff nehmen.“ – So Wurzer. Das habe ich gemacht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Molterer: Bravo!) Und zwar habe ich das gemacht auf Basis der Studien, die eindeutig aufzeigen, dass Kinder zu sehr belastet sind, dass Kinder mehr Arbeitszeit haben als Erwachsene. Daher, meine Damen und Herren – ich sage es noch einmal –: Muten wir unseren Kindern nicht mehr zu, als wir uns selber zumuten! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Brosz: Da gibt es eine Formel!
Zur Frage der OECD-Statistik möchte ich feststellen: Es ist immer schwierig, verschiedene Systeme miteinander zu vergleichen. Es gibt verschiedene Berechnungsarten. (Abg. Brosz: Da gibt es eine Formel!) Die einen Länder nehmen die Wochen, während denen Schulunterricht stattfindet, multiplizieren sie mit den Wochenstunden, die anderen Länder nehmen die Tage, an denen Schule ist, dividieren sie durch die Wochenanzahl, und multiplizieren das dann.
Abg. Brosz: Nein, wir sind jetzt schon darunter!
Deswegen habe ich auch bei der Tagung der EU-Bildungsminister eine Arbeitsgruppe angeregt, in der endlich einmal die Basis der Erhebungen überprüft wird. Wenn die OECD von der Berechnungsbasis ab dem 7. Lebensjahr ausgeht, dann ist das Verhältnis anders, denn bei uns ist Schulpflicht ab dem 6. Lebensjahr. Es sind einfach zu verschiedene Anforderungen, zu verschiedene Unterlagen. Es sind manche Zahlen – da haben Sie Recht – nicht vergleichbar, es sind auch die Förderstunden nicht vergleichbar. Es stimmt auch nicht, dass in anderen Ländern der Religionsunterricht nicht Pflicht ist, wie zum Beispiel in Finnland. Das heißt, wir müssen viel genauer darauf achten, dass wir dieselbe Erhebungsbasis haben – daran arbeiten wir, wir haben eine Arbeitsgruppe eingesetzt –, und es wird sich zeigen, dass wir auch mit der neuen Stundentafel immer noch über dem OECD-Schnitt liegen. (Abg. Brosz: Nein, wir sind jetzt schon darunter!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Dass unsere Schulen gute Leistungen erbringen, das freut mich ganz besonders. Wir machen jedes Jahr im Juli ein Monitoring, und das Monitoring 2003 hat ergeben, dass 79 Prozent der 2 000 Befragten den Schulen eine Eins und eine Zwei für die Qualität geben, die an den Schulen angeboten wird. Das ist eine Steigerung um 4 Prozent seit dem Jahr 2002. Danke an alle Lehrer und Lehrerinnen, die super arbeiten! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Es sind an allen 21 Universitäten die neuen Rektoren gewählt worden. Die neuen Rektoren werden ab 1. Oktober ihr Amt antreten. Ich habe juristische Gutachten eingeholt. Die Vorgangsweise ist juristisch geprüft, und auch der Rektor der Universität ist rechtwirksam gewählt und wird mit Rechtswirksamkeit per 1. Oktober sein Amt antreten. Ich freue mich, dass die Umstellung der Universitäten auf das neue Universitätsgesetz so gut läuft. (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: Kein Vierzeiler, bitte!
Es gibt von jeder Fraktion eine Stellungnahme von je 5 Minuten, gereiht nach dem Stärkeverhältnis der Fraktionen. Kollege Großruck erhält daher als Erster für 5 Minuten das Wort. – Bitte. (Ruf bei der SPÖ: Kein Vierzeiler, bitte!)
Abg. Brosz: Der Bildungssprecher der ÖVP ...!
Abgeordneter Wolfgang Großruck (ÖVP): Zum Schluss erst. Am Anfang eine Frage an die Opposition: Was ist der Unterschied zwischen Napoleon und der Opposition? (Abg. Brosz: Der Bildungssprecher der ÖVP ...!) – Für Napoleon hat es nur ein Waterloo gegeben, meine Damen und Herren! Sie haben heute Nachmittag bei der Dringlichen Anfrage eines erlebt, und Sie werden weitere erleben, wenn Sie so eine Oppositionspolitik machen wie heute Nachmittag. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Wolfgang Großruck (ÖVP): Zum Schluss erst. Am Anfang eine Frage an die Opposition: Was ist der Unterschied zwischen Napoleon und der Opposition? (Abg. Brosz: Der Bildungssprecher der ÖVP ...!) – Für Napoleon hat es nur ein Waterloo gegeben, meine Damen und Herren! Sie haben heute Nachmittag bei der Dringlichen Anfrage eines erlebt, und Sie werden weitere erleben, wenn Sie so eine Oppositionspolitik machen wie heute Nachmittag. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Brosz: OECD!
Meine Damen und Herren! Sie sollten natürlich schon auch die Verordnungen zur Kenntnis nehmen, die die Frau Ministerin herausgegeben hat, dass es zu einer Stundenkürzung gekommen ist, lieber Herr Kollege Brosz! – Es ist Ihr legitimes Recht, permanent zu fragen und zu bohren. Es wird sich aber nichts daran ändern, dass das durch Untersuchungen nachgewiesen ist – ob es die der OSCD ist, deren Zahlen Sie jetzt anzweifeln (Abg. Brosz: OECD!), oder ob es andere Untersuchungen in Österreich sind. – Ich erwähne nur drei davon:
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.
Erstens die Studie von Christiane Spiel: Die Bildungspsychologinnen Christiane Spiel und Petra Wagner vom Institut für Psychologie der Universität Wien haben festgestellt, dass bei einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 39,5 Stunden die Schüler heute mehr arbeiten müssen als ein Angestellter oder Arbeiter und dass viele Schüler noch darüber hinaus arbeiten müssen. Im Extremfall habe sie sogar Wochenarbeitszeiten von über 75 Stunden. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Brosz: OECD-Studien haben wir zitiert!
Es ergeht also von allen Experten ein klarer Auftrag: Liebe Frau Bundesministerin! Tu etwas! Nimm deine Arbeit so wie immer ernst und mach etwas für die Schüler! Reduziere die Stunden, damit die Belastung wegfällt! Sie von der Opposition kommen hier heraus und kritisieren, bringen Studien, legen Ihre Meinung dar, das ist legitim (Abg. Brosz: OECD-Studien haben wir zitiert!), aber nehmen Sie zur Kenntnis, dass alle Experten sagen, unsere Schüler gehen zu lange in die Schule, haben zu viele Stunden, und die gehören reduziert. – Das ist jetzt passiert, zum Wohle der Schüler! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es ergeht also von allen Experten ein klarer Auftrag: Liebe Frau Bundesministerin! Tu etwas! Nimm deine Arbeit so wie immer ernst und mach etwas für die Schüler! Reduziere die Stunden, damit die Belastung wegfällt! Sie von der Opposition kommen hier heraus und kritisieren, bringen Studien, legen Ihre Meinung dar, das ist legitim (Abg. Brosz: OECD-Studien haben wir zitiert!), aber nehmen Sie zur Kenntnis, dass alle Experten sagen, unsere Schüler gehen zu lange in die Schule, haben zu viele Stunden, und die gehören reduziert. – Das ist jetzt passiert, zum Wohle der Schüler! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen
Zweier ausgedrückt wird. – Das ist eine sensationelle Einstufung durch die Bevölkerung, die tagtäglich ihre Kinder in die Schule schickt (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen) und die im Gegensatz zu Ihnen weiß, wo es langgeht!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie wollen unser Schulsystem immer schlecht machen und betonen immer, was alles falsch ist. – Natürlich ist vieles verbesserungswürdig, aber das Schulsystem zu vernadern und schlecht zu machen, das tun nur Sie, meine Damen und Herren von der Opposition! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Brosz: Das versteht man unter Qualitätssicherung!
Dann ist noch auffallend, dass die Hauptschulen ganz besonders gut abschneiden. Sie erhalten die Note 2,1. Vor zehn Jahren hat jeder zweite noch eine viel schlechtere Note gegeben. Da sind wir auch bei den verschiedenen Bildungsangeboten: Ich habe kein Verständnis dafür, dass die Wiener Stadtschulratspräsidentin Brandsteidl darlegt, dass nach der Volksschule eine Trennung in Hauptschule und AHS-Unterstufe nicht vorgesehen ist. (Abg. Brosz: Das versteht man unter Qualitätssicherung!)
Abg. Neugebauer: Wer sagt das?
Da spielen zwei Faktoren mit. Zunächst einmal die Kostenfrage: Es ist klar, dass der Kostenträger für eine AHS-Unterstufe der Bund ist. Es gibt aber auch ideologische Gründe: Man möchte die Kinder – da geht es auch um Ganztagsschulen oder integrierte Gesamtschulen – den ganzen Tag weg vom Einfluss der Eltern haben. (Abg. Neugebauer: Wer sagt das?) Es hat auch einmal einen diesbezüglichen Antrag der Sozialisten in Brigittenau gegeben, dass man die Kinder weg vom Elternhaus haben möchte, denn da würden sie negativ beeinflusst. (Abg. Öllinger: Das tut weh!) – In den sechziger Jahren hat es einen diesbezüglichen Antrag der SPÖ-Frauen Brigittenau gegeben. (Abg. Öllinger: Lieber ein Gedicht!) – Lesen Sie es nach! (Abg. Öllinger: Bitte ein Gedicht!)
Abg. Öllinger: Das tut weh!
Da spielen zwei Faktoren mit. Zunächst einmal die Kostenfrage: Es ist klar, dass der Kostenträger für eine AHS-Unterstufe der Bund ist. Es gibt aber auch ideologische Gründe: Man möchte die Kinder – da geht es auch um Ganztagsschulen oder integrierte Gesamtschulen – den ganzen Tag weg vom Einfluss der Eltern haben. (Abg. Neugebauer: Wer sagt das?) Es hat auch einmal einen diesbezüglichen Antrag der Sozialisten in Brigittenau gegeben, dass man die Kinder weg vom Elternhaus haben möchte, denn da würden sie negativ beeinflusst. (Abg. Öllinger: Das tut weh!) – In den sechziger Jahren hat es einen diesbezüglichen Antrag der SPÖ-Frauen Brigittenau gegeben. (Abg. Öllinger: Lieber ein Gedicht!) – Lesen Sie es nach! (Abg. Öllinger: Bitte ein Gedicht!)
Abg. Öllinger: Lieber ein Gedicht!
Da spielen zwei Faktoren mit. Zunächst einmal die Kostenfrage: Es ist klar, dass der Kostenträger für eine AHS-Unterstufe der Bund ist. Es gibt aber auch ideologische Gründe: Man möchte die Kinder – da geht es auch um Ganztagsschulen oder integrierte Gesamtschulen – den ganzen Tag weg vom Einfluss der Eltern haben. (Abg. Neugebauer: Wer sagt das?) Es hat auch einmal einen diesbezüglichen Antrag der Sozialisten in Brigittenau gegeben, dass man die Kinder weg vom Elternhaus haben möchte, denn da würden sie negativ beeinflusst. (Abg. Öllinger: Das tut weh!) – In den sechziger Jahren hat es einen diesbezüglichen Antrag der SPÖ-Frauen Brigittenau gegeben. (Abg. Öllinger: Lieber ein Gedicht!) – Lesen Sie es nach! (Abg. Öllinger: Bitte ein Gedicht!)
Abg. Öllinger: Bitte ein Gedicht!
Da spielen zwei Faktoren mit. Zunächst einmal die Kostenfrage: Es ist klar, dass der Kostenträger für eine AHS-Unterstufe der Bund ist. Es gibt aber auch ideologische Gründe: Man möchte die Kinder – da geht es auch um Ganztagsschulen oder integrierte Gesamtschulen – den ganzen Tag weg vom Einfluss der Eltern haben. (Abg. Neugebauer: Wer sagt das?) Es hat auch einmal einen diesbezüglichen Antrag der Sozialisten in Brigittenau gegeben, dass man die Kinder weg vom Elternhaus haben möchte, denn da würden sie negativ beeinflusst. (Abg. Öllinger: Das tut weh!) – In den sechziger Jahren hat es einen diesbezüglichen Antrag der SPÖ-Frauen Brigittenau gegeben. (Abg. Öllinger: Lieber ein Gedicht!) – Lesen Sie es nach! (Abg. Öllinger: Bitte ein Gedicht!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das ist Ideologie, aber mit der fangen wir nichts an, das wollen wir nicht. Wir wollen die freie Wahl, wir wollen eine Vielzahl von Ausbildungsmöglichkeiten, und wir wollen vor allem, dass die Schüler und Eltern selbst entscheiden können. – Dafür haben wir ein hervorragendes Angebot und ein hervorragendes Schulsystem. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Du wirst der Nachfolger vom Wolf Martin bei der „Kronen Zeitung“!
Grün ist er nur hinter den Ohren. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Du wirst der Nachfolger vom Wolf Martin bei der „Kronen Zeitung“!)
Abg. Rossmann: Sehr genau!
Abgeordneter DDr. Erwin Niederwieser (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Wir sprechen heute über eine Anfragebeantwortung der Frau Bundesministerin. Wir können dabei nicht alle bildungspolitischen Themen abhandeln, sondern es geht darum, in welcher Qualität die Frau Bundesministerin Anfragen von Abgeordneten beantwortet. (Abg. Rossmann: Sehr genau!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich muss sagen, bei dieser Anfragebeantwortung war es oberflächlich und ungenügend – anders kann man das nicht bezeichnen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.) Es war falsch, wie Sie das in Ihrer Einleitung begründet haben, und es ist auch falsch, dass Sie einfach sagen, Sie wissen nicht, wie die OECD das macht. – Sie hatten zwei Monate Zeit, sich zu erkundigen, wie diese Datenerhebungen wirklich stattfinden, um eine ordentliche Antwort zu geben.
Bundesministerin Gehrer: Da gibt es Bildungsdaten für so etwas!
Es gibt keine Schulverlaufsstatistik. Wir haben keine Statistik – oder Sie haben mir zumindest keine Antwort gegeben – über die Zahl der SchülerbeihilfenbezieherInnen. (Bundesministerin Gehrer: Da gibt es Bildungsdaten für so etwas!) Es ist keine Antwort darauf erfolgt. Ich habe gefragt, ob es Daten über die Ausgaben der Eltern für den Schulbesuch gibt. – Das gibt es alles nicht. Wie hoch ist der Anteil an Jugendlichen, die nach der Pflichtschule keine weitere Ausbildung besuchen? – Keine Antwort darauf. Es gibt eine ganze Reihe von unbeantworteten Fragen. Sie haben die Daten entweder selbst nicht, oder Sie legen keinen Wert darauf, den Abgeordneten darauf eine Antwort zu geben. (Abg. Amon: Herr Dr. Niederwieser, erklären Sie, warum Sie dann gegen das Bildungsdokumentationsgesetz sind!)
Abg. Amon: Herr Dr. Niederwieser, erklären Sie, warum Sie dann gegen das Bildungsdokumentationsgesetz sind!
Es gibt keine Schulverlaufsstatistik. Wir haben keine Statistik – oder Sie haben mir zumindest keine Antwort gegeben – über die Zahl der SchülerbeihilfenbezieherInnen. (Bundesministerin Gehrer: Da gibt es Bildungsdaten für so etwas!) Es ist keine Antwort darauf erfolgt. Ich habe gefragt, ob es Daten über die Ausgaben der Eltern für den Schulbesuch gibt. – Das gibt es alles nicht. Wie hoch ist der Anteil an Jugendlichen, die nach der Pflichtschule keine weitere Ausbildung besuchen? – Keine Antwort darauf. Es gibt eine ganze Reihe von unbeantworteten Fragen. Sie haben die Daten entweder selbst nicht, oder Sie legen keinen Wert darauf, den Abgeordneten darauf eine Antwort zu geben. (Abg. Amon: Herr Dr. Niederwieser, erklären Sie, warum Sie dann gegen das Bildungsdokumentationsgesetz sind!)
Bundesministerin Gehrer: ... Gemeinden!
Was antwortet die Frau Bundesministerin? – Die Einrichtung von Kinderbetreuung beziehungsweise von ganztägigen Betreuungseinrichtungen falle nicht in die Zuständigkeit des Bundes, daher gebe es auch keine Darstellung. – Punkt! Schmecks! (Bundesministerin Gehrer: ... Gemeinden!) Das ist die Antwort. So gehen Sie mit unserem Fragerecht um, Frau Ministerin! Das ist nicht akzeptabel. Das lassen wir uns auf Dauer so nicht gefallen! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Was antwortet die Frau Bundesministerin? – Die Einrichtung von Kinderbetreuung beziehungsweise von ganztägigen Betreuungseinrichtungen falle nicht in die Zuständigkeit des Bundes, daher gebe es auch keine Darstellung. – Punkt! Schmecks! (Bundesministerin Gehrer: ... Gemeinden!) Das ist die Antwort. So gehen Sie mit unserem Fragerecht um, Frau Ministerin! Das ist nicht akzeptabel. Das lassen wir uns auf Dauer so nicht gefallen! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Neugebauer: Das ist aber nicht wahr! Dann fragen Sie gescheit!
Ich frage mich, wieso die deutsche Bundesministerin Bulmahn in der Lage ist, das für alle Bundesländer genau aufzuschlüsseln, und die österreichische Bildungsministerin das nicht kann. Das ist eine Verletzung des verfassungsmäßigen Fragerechtes der Abgeordneten. – Anders kann man das nicht bezeichnen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Neugebauer: Das ist aber nicht wahr! Dann fragen Sie gescheit!)
Abg. Großruck: Niederwieser, du bist in keiner guten Verfassung!
Damit aber nicht genug. Dieses Fragerecht steht in der Verfassung, aber die Missachtung von Gesetzen zieht sich wie ein roter Faden durch. (Abg. Großruck: Niederwieser, du bist in keiner guten Verfassung!) Die Bestellung des Universitätsrates Krünes ist nach wie vor gesetzwidrig. (Abg. Mag. Molterer: Das ist keine Besprechung der Anfragebeantwortung!) Niemand kann erklären, dass ein stellvertretender Parteivorsitzender der FPÖ Niederösterreich kein politisches Mandat hat. Wer will denn das wirklich so erklärt haben? – Sie haben aber nicht gehandelt. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wer ist denn das überhaupt? Der hat ja überhaupt keine Funktion mehr!)
Abg. Mag. Molterer: Das ist keine Besprechung der Anfragebeantwortung!
Damit aber nicht genug. Dieses Fragerecht steht in der Verfassung, aber die Missachtung von Gesetzen zieht sich wie ein roter Faden durch. (Abg. Großruck: Niederwieser, du bist in keiner guten Verfassung!) Die Bestellung des Universitätsrates Krünes ist nach wie vor gesetzwidrig. (Abg. Mag. Molterer: Das ist keine Besprechung der Anfragebeantwortung!) Niemand kann erklären, dass ein stellvertretender Parteivorsitzender der FPÖ Niederösterreich kein politisches Mandat hat. Wer will denn das wirklich so erklärt haben? – Sie haben aber nicht gehandelt. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wer ist denn das überhaupt? Der hat ja überhaupt keine Funktion mehr!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Wer ist denn das überhaupt? Der hat ja überhaupt keine Funktion mehr!
Damit aber nicht genug. Dieses Fragerecht steht in der Verfassung, aber die Missachtung von Gesetzen zieht sich wie ein roter Faden durch. (Abg. Großruck: Niederwieser, du bist in keiner guten Verfassung!) Die Bestellung des Universitätsrates Krünes ist nach wie vor gesetzwidrig. (Abg. Mag. Molterer: Das ist keine Besprechung der Anfragebeantwortung!) Niemand kann erklären, dass ein stellvertretender Parteivorsitzender der FPÖ Niederösterreich kein politisches Mandat hat. Wer will denn das wirklich so erklärt haben? – Sie haben aber nicht gehandelt. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wer ist denn das überhaupt? Der hat ja überhaupt keine Funktion mehr!)
Bundesministerin Gehrer: Der Uni-Rat hat es akzeptiert, nicht ich!
che Einervorschläge an fünf österreichischen Universitäten, darunter der Universität Wien, akzeptiert. Das war nicht rechtswidrig, das war eine völlig korrekte Vorgangsweise. (Bundesministerin Gehrer: Der Uni-Rat hat es akzeptiert, nicht ich!) – Sie sind Aufsichtsbehörde, Sie haben das akzeptiert. Da gibt es nichts daran zu deuteln.
Abg. Großruck: Niederwieser, ein Misstrauensantrag wäre fällig!
Sie hatten kein Recht, anstelle des Gründungskonventes zu handeln. Sie haben das aber getan und dem Universitätsrat einen neuen Vorschlag vorgelegt. – Dazu hatten Sie kein Recht! (Abg. Großruck: Niederwieser, ein Misstrauensantrag wäre fällig!) Das ist eine Streitfrage. Ich bin völlig überzeugt, dass Sie in diesem Fall zu Unrecht in die Autonomie der Universität eingegriffen haben, und wir werden das mit Sicherheit vom Verfassungsgerichtshof noch bestätigt bekommen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Sie hatten kein Recht, anstelle des Gründungskonventes zu handeln. Sie haben das aber getan und dem Universitätsrat einen neuen Vorschlag vorgelegt. – Dazu hatten Sie kein Recht! (Abg. Großruck: Niederwieser, ein Misstrauensantrag wäre fällig!) Das ist eine Streitfrage. Ich bin völlig überzeugt, dass Sie in diesem Fall zu Unrecht in die Autonomie der Universität eingegriffen haben, und wir werden das mit Sicherheit vom Verfassungsgerichtshof noch bestätigt bekommen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Großruck: Ein Misstrauensantrag wäre wieder recht! – Abg. Dr. Niederwieser – das Rednerpult verlassend –: Weißt du das mit den Fachhochschulen?
Und dann eine letzte Frage, wenn wir von Rechtswidrigkeiten im Ministerium reden: Sie haben morgen mit Präsident Raidl eine Pressekonferenz über die Erfolgsstory Fachhochschulen. Was da passiert, ist schlechthin skandalös: Das Ministerium setzt bei bestehenden Verträgen den Erhaltern unter der Drohung, ansonsten keine weiteren Studiengänge zu genehmigen, das Messer an – anders kann man es nicht bezeichnen – und zwingt sie dazu, auf 20 Prozent der Zuweisung des Bundes zu verzichten. – Wenn wir in einem solchen Rechtsstaat leben, dann haben wir es weit gebracht! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Großruck: Ein Misstrauensantrag wäre wieder recht! – Abg. Dr. Niederwieser – das Rednerpult verlassend –: Weißt du das mit den Fachhochschulen?)
Abg. Reheis: Das hätten Sie gerne, dass wir kein Recht haben! Uns das Recht abzusprechen, das ist typisch FPÖ! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordnete Mares Rossmann (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Kollege Niederwieser, ich glaube, als SPÖ-Abgeordneter haben Sie überhaupt kein Recht, die Qualität dieser Bundesregierung in Bezug auf Anfragen zu kritisieren. (Abg. Reheis: Das hätten Sie gerne, dass wir kein Recht haben! Uns das Recht abzusprechen, das ist typisch FPÖ! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Ja, das ist wahr! Mit schmecks! – Gegenruf der Abg. Binder.
Meine Kollegen werden das bestätigen: In unserer langjährigen Erfahrung als Oppositionspartei haben wir so manche Anfragebeantwortung erlebt, auch von Bundeskanzler Vranitzky, sogar bei Dringlichen Anfragen, wenn er überhaupt gekommen ist und nicht seinen Staatssekretär geschickt hat, aber auch unter Klima war es dasselbe! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ja, das ist wahr! Mit schmecks! – Gegenruf der Abg. Binder.) Ich kann mich an eine Anfrage von uns mit, glaube ich, 48 Fragen erinnern. Er hat die Frage 1 beantwortet – eher global –, und zu den Fragen 2 bis 48 hat er gesagt, er bezieht sich auf Punkt 1 der Anfragebeantwortung. (Abg. Reheis: Ihr müsst halt genauer formulieren!) – Mit dieser Ignoranz wurden hier Anfragen beantwortet! Daher haben Sie überhaupt kein Recht, das in dieser Form zu kritisieren. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Brosz: Und Sie haben den Stil übernommen, oder wie?)
Abg. Reheis: Ihr müsst halt genauer formulieren!
Meine Kollegen werden das bestätigen: In unserer langjährigen Erfahrung als Oppositionspartei haben wir so manche Anfragebeantwortung erlebt, auch von Bundeskanzler Vranitzky, sogar bei Dringlichen Anfragen, wenn er überhaupt gekommen ist und nicht seinen Staatssekretär geschickt hat, aber auch unter Klima war es dasselbe! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ja, das ist wahr! Mit schmecks! – Gegenruf der Abg. Binder.) Ich kann mich an eine Anfrage von uns mit, glaube ich, 48 Fragen erinnern. Er hat die Frage 1 beantwortet – eher global –, und zu den Fragen 2 bis 48 hat er gesagt, er bezieht sich auf Punkt 1 der Anfragebeantwortung. (Abg. Reheis: Ihr müsst halt genauer formulieren!) – Mit dieser Ignoranz wurden hier Anfragen beantwortet! Daher haben Sie überhaupt kein Recht, das in dieser Form zu kritisieren. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Brosz: Und Sie haben den Stil übernommen, oder wie?)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Brosz: Und Sie haben den Stil übernommen, oder wie?
Meine Kollegen werden das bestätigen: In unserer langjährigen Erfahrung als Oppositionspartei haben wir so manche Anfragebeantwortung erlebt, auch von Bundeskanzler Vranitzky, sogar bei Dringlichen Anfragen, wenn er überhaupt gekommen ist und nicht seinen Staatssekretär geschickt hat, aber auch unter Klima war es dasselbe! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ja, das ist wahr! Mit schmecks! – Gegenruf der Abg. Binder.) Ich kann mich an eine Anfrage von uns mit, glaube ich, 48 Fragen erinnern. Er hat die Frage 1 beantwortet – eher global –, und zu den Fragen 2 bis 48 hat er gesagt, er bezieht sich auf Punkt 1 der Anfragebeantwortung. (Abg. Reheis: Ihr müsst halt genauer formulieren!) – Mit dieser Ignoranz wurden hier Anfragen beantwortet! Daher haben Sie überhaupt kein Recht, das in dieser Form zu kritisieren. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Brosz: Und Sie haben den Stil übernommen, oder wie?)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Brosz: Das glaubt ihr ja selbst nicht!
Es sind auch Schüler zu mir gekommen und haben gefragt, was sie machen sollen, da bei ihnen die Freigegenstände gekürzt wurden und sie jetzt dieses oder jenes nicht mehr machen können. – Das ist nur eine Frage der Qualität der Umsetzung! Da sind die Landeshauptleute gefordert, die Schulorganisationen in den Ländern, aber selbstverständlich auch die Direktoren vor Ort. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Brosz: Das glaubt ihr ja selbst nicht!)
Abg. Öllinger: Na, na! Das ist ja ungeheuerlich, was Sie da unterstellen!
Das ist einmal mehr ein Politikum, das Sie schüren, und da sind wir bei einem sehr heißen Thema, über das ich wirklich sehr gerne mit Ihnen diskutiere: Da geht es nämlich um politische Bildung in den Schulen. Wir haben vor Schulschluss viele Schüler hier im Parlament empfangen, und ich sage Ihnen: Jede Schulklasse – ich habe mit mir schon Wetten abgeschlossen, wenn die Schüler bei der Tür hereingekommen sind – war emotionalisiert auf das Thema Abfangjäger, aber in einer Art und Weise, dass man nur sagen kann: Politische Bildung ist politisch manipuliert worden! (Abg. Öllinger: Na, na! Das ist ja ungeheuerlich, was Sie da unterstellen!)
Abg. Dr. Grünewald: Es gibt so wenig blaue Lehrer! – Abg. Öllinger: Das war das Highlight des heutigen Tages!
Wenn man dann die Schüler gefragt hat, ob sie sich mit der Neutralität, mit der Sicherung und der Auftragserfüllung eines völkerrechtlichen Vertrages, eines Verfassungsrechts auseinander gesetzt haben, wurde man nur groß angeschaut, weil die Schüler nicht einmal wissen, was ein Verfassungsgesetz ist. – So läuft bei uns die politische Bildung! (Abg. Dr. Grünewald: Es gibt so wenig blaue Lehrer! – Abg. Öllinger: Das war das Highlight des heutigen Tages!)
Abg. Öllinger: Volkslieder singen!
Da werde ich mich auch im Rahmen der Zukunftskommission in die Diskussion einbringen. Frau Bundesministerin! Ich ersuche Sie wirklich, dass man auch bei der politischen Bildung Qualitätsstandards festlegt (Abg. Öllinger: Volkslieder singen!), sodass sie neutral und nicht politisch gefärbt ist und die Schüler – wie auch wir es noch gelernt haben – in Form einer Staatsbürgerkunde ein breites Informationsspektrum vermittelt bekommen. (Abg. Öllinger: Goldhauben sticken!)
Abg. Öllinger: Goldhauben sticken!
Da werde ich mich auch im Rahmen der Zukunftskommission in die Diskussion einbringen. Frau Bundesministerin! Ich ersuche Sie wirklich, dass man auch bei der politischen Bildung Qualitätsstandards festlegt (Abg. Öllinger: Volkslieder singen!), sodass sie neutral und nicht politisch gefärbt ist und die Schüler – wie auch wir es noch gelernt haben – in Form einer Staatsbürgerkunde ein breites Informationsspektrum vermittelt bekommen. (Abg. Öllinger: Goldhauben sticken!)
Abg. Öllinger: Wir?
Aber was Sie hier an politischer Manipulation aufgeführt haben, vor allem in den letzten Monaten, das zeigt ... (Abg. Öllinger: Wir?) – Das waren Sie und die SPÖ zusammen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Öllinger: Ah ja!) Bei einer Lehrerschaft – das wissen wir –, die ja vielfach noch aus Altachtundsechzigern besteht und die durchaus auch politisches Interesse daran hat, diese Bundesregierung vor den Schülern schlecht zu machen. (Abg. Öllinger: Und die wählen ÖVP! Das wissen Sie schon!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Öllinger: Ah ja!
Aber was Sie hier an politischer Manipulation aufgeführt haben, vor allem in den letzten Monaten, das zeigt ... (Abg. Öllinger: Wir?) – Das waren Sie und die SPÖ zusammen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Öllinger: Ah ja!) Bei einer Lehrerschaft – das wissen wir –, die ja vielfach noch aus Altachtundsechzigern besteht und die durchaus auch politisches Interesse daran hat, diese Bundesregierung vor den Schülern schlecht zu machen. (Abg. Öllinger: Und die wählen ÖVP! Das wissen Sie schon!)
Abg. Öllinger: Und die wählen ÖVP! Das wissen Sie schon!
Aber was Sie hier an politischer Manipulation aufgeführt haben, vor allem in den letzten Monaten, das zeigt ... (Abg. Öllinger: Wir?) – Das waren Sie und die SPÖ zusammen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Öllinger: Ah ja!) Bei einer Lehrerschaft – das wissen wir –, die ja vielfach noch aus Altachtundsechzigern besteht und die durchaus auch politisches Interesse daran hat, diese Bundesregierung vor den Schülern schlecht zu machen. (Abg. Öllinger: Und die wählen ÖVP! Das wissen Sie schon!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: So schaut’s aus!
Ich habe zwei schulpflichtige Kinder. Eines geht in die Oberstufe, in die 5. Klasse. Sie kommt oft genug nach Hause und kann mir von politisch gefärbten Zwischentönen der Lehrerschaft berichten. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: So schaut’s aus!) Darüber werden wir auch zu sprechen haben! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Da werden wir drüber reden!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Da werden wir drüber reden!
Ich habe zwei schulpflichtige Kinder. Eines geht in die Oberstufe, in die 5. Klasse. Sie kommt oft genug nach Hause und kann mir von politisch gefärbten Zwischentönen der Lehrerschaft berichten. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: So schaut’s aus!) Darüber werden wir auch zu sprechen haben! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Da werden wir drüber reden!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich bin mir sicher, dass uns da auch etwas gelingen wird – in der Zukunftskommission wird ja auch über Qualität und über Qualitätsstandards gesprochen –, damit in Zukunft solche Manipulation nicht mehr vorkommt. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Fasslabend – in Richtung Grüne –: Sie hat es einmal deutlich gesagt! – Abg. Öllinger: Ja, wunderbar!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als letzte Rednerin zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Sburny. – Bitte. (Abg. Dr. Fasslabend – in Richtung Grüne –: Sie hat es einmal deutlich gesagt! – Abg. Öllinger: Ja, wunderbar!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Öllinger – auf das Rednerpult deutend –: Kann man das irgendwie desinfizieren?
Abgeordnete Michaela Sburny (Grüne): Frau Kollegin Rossmann hat eines deutlich gemacht, nämlich ihre Haltung zur politischen Bildung. Wenn Sie von „Manipulation“ sprechen, hätte ich schon gerne gewusst, woher Sie das beziehen. Wenn Schüler und Schülerinnen hierher kommen, die in einer bestimmten Frage emotionalisiert sind, und Sie behaupten, das ist so, weil sie von der SPÖ und den Grünen manipuliert worden seien, dann finde ich das ein starkes Stück! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Öllinger – auf das Rednerpult deutend –: Kann man das irgendwie desinfizieren?)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist an den Haaren herbeigezogen!
Ich möchte das im Sinne der politischen Bildung in Schulen, für die lange genug gekämpft worden ist, wirklich zurückweisen! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist an den Haaren herbeigezogen!) Ich glaube, dass die Leute, die das noch unterrichten, sich sehr bemühen, gute Arbeit zu leisten und den Schülern und Schülerinnen überhaupt einmal so etwas wie ein politisches Bewusstsein beizubringen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Großruck und Binder.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Großruck und Binder.
Ich möchte das im Sinne der politischen Bildung in Schulen, für die lange genug gekämpft worden ist, wirklich zurückweisen! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist an den Haaren herbeigezogen!) Ich glaube, dass die Leute, die das noch unterrichten, sich sehr bemühen, gute Arbeit zu leisten und den Schülern und Schülerinnen überhaupt einmal so etwas wie ein politisches Bewusstsein beizubringen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Großruck und Binder.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Zu unserer Anfragebesprechung. Frau Ministerin, Sie haben sich auf Aussagen der Grünen Jugend beziehungsweise unserer Jugendsprecherin bezogen. – Ich gestehe schon zu, unser Fehler und auch der unserer Jugendsprecherin war, dass wir Ihren Zahlen, den Zahlen des Bundesministeriums, geglaubt haben, die Sie an die OECD geschickt haben. – Das war unser Fehler. Das werden wir uns merken. Wir werden das in Zukunft nicht mehr machen. Wenn wir uns auf unsere eigenen Erhebungen beziehen und nicht an die Zahlen glauben, die aus dem Bundesministerium kommen, dann können wir die Dinge in Zukunft vielleicht auch besser einschätzen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Amon: Es gibt ja auch andere Studien, die das belegen!
Insgesamt ist aber schon zu sagen, dass aus der PISA-Studie ganz eindeutig hervorgeht, dass das Problem der österreichischen Schulen nicht ist, dass die Schüler und Schülerinnen zu viele Stunden haben. – Das mag auch sein. Ich will gar nicht behaupten, dass grundsätzlich alles so bleiben muss, wie es war; es kann durchaus auch sein, dass eine Stundenreduktion oder eine -umschichtung in gewisser Weise Sinn macht. (Abg. Amon: Es gibt ja auch andere Studien, die das belegen!)
Abg. Mag. Mainoni: Bitte nicht!
Das war jedoch nicht die Kritik und das Ergebnis dieser PISA-Studie. Die Kritik, die aus dem Ergebnis dieser PISA-Studie hervorgeht, hat mehrere Ebenen. Ich möchte zwei Punkte herausgreifen. (Abg. Mag. Mainoni: Bitte nicht!) Der erste Punkt ist, dass die hohe Leistungsstreuung zwischen den Schulsystemen – das heißt die rasche Selektion zwischen Hauptschule und AHS in Österreich – ohne Frage zu einem durchschnittlichen Leistungsabfall führt. In allen Ländern, in denen diese frühe Selektion nicht stattfindet, kann man sehen, dass insgesamt das Leistungsniveau höher ist.
Abg. Großruck: Falsch!
Man kann jetzt die Augen zumachen und sagen, das ist nicht so, oder man kann hinschauen und sich fragen, was das für unser System heißt. (Abg. Großruck: Falsch!) – Gut, das ist falsch. Das heißt, die PISA-Studie ist falsch. Ich nehme das zur Kenntnis, dass Sie einfach manche Dinge nicht sehen wollen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Widerspruch bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Widerspruch bei der ÖVP.
Man kann jetzt die Augen zumachen und sagen, das ist nicht so, oder man kann hinschauen und sich fragen, was das für unser System heißt. (Abg. Großruck: Falsch!) – Gut, das ist falsch. Das heißt, die PISA-Studie ist falsch. Ich nehme das zur Kenntnis, dass Sie einfach manche Dinge nicht sehen wollen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Widerspruch bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Der zweite Bereich ist die Frage der Leistungsunterschiede zwischen Mädchen und Burschen. Es stellt sich in allen europäischen Ländern heraus, dass die Mädchen besser lesen können als die Burschen. In Österreich ist das anders, Österreich hat diesbezüglich einen der schlechtesten Werte. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Was war das für eine Handbewegung, und was meinen Sie damit? Sprechen Sie mit mir! Lesen Sie die PISA-Studie, dann werden Sie das selbst sehen!
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Kurz zur Zukunftskommission, die im Herbst ihre Arbeit starten wird. – Ich halte es für positiv, dass es diese Zukunftskommission gibt. Herr Dr. Haider hat in der letzten Sitzung des Unterrichtsausschusses auch dargelegt, in welche Richtung sie arbeiten wollen. Ich glaube, dass es sehr wesentlich sein wird, auch auf Grund der Ergebnisse der PISA-Studie, dass speziell in Fragen der Schulorganisation weitergedacht wird. Das betrifft sowohl die Frage der Ganztagsschule als auch die Fragen der Gesamtschule, was zwei verschiedene Dinge sind, auch wenn Sie von der ÖVP und von den Freiheitlichen das manchmal nicht auseinander bringen. Und das betrifft auch die Frage eines geschlechtergerechten Unterrichtes. Diesbezüglich wünsche ich mir, dass die Zukunftskommission arbeitet. Mit zwei Stunden weniger quer durch wird es nicht getan sein. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Staatssekretär Mag. Kukacka betritt den Saal.
Abgeordnete Dr. Evelin Lichtenberger (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Was hier jetzt zur Diskussion steht, ist ein ganzes Paket an Verkehrsregelungen, Verkehrsgesetzen, Anträgen auf Änderungen der Verkehrsgesetze. Ich finde es schon etwas erstaunlich, dass sich weder der Herr Staatssekretär bemüßigt fühlt, dieser Debatte beizuwohnen, noch der Herr Verkehrsminister selbst. Das ist aus meiner Sicht ein großer Mangel, und ich bitte Sie ... (Staatssekretär Mag. Kukacka betritt den Saal.) – Aha, der Herr Staatssekretär ist eingetroffen, fein, dann können wir wenigstens ausführlich über die entscheidende Frage des Kraftfahrliniengesetzes diskutieren. Ich halte das nämlich für eine der wesentlichen Zukunftsfragen.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Warum denn?
Gerade in der Landwirtschaft ist durch die erhöhte Beanspruchung des Wagenmaterials keinerlei Vergleich zu einem normalen PKW bei normalem Fahrverhalten gegeben. Gerade deswegen sollte die Überprüfung in einem dichteren Rhythmus, also im üblichen alten Intervall stattfinden. Noch dazu, und deshalb verwundert mich diese Regelung, sind die Bauern doch so überzeugt davon – zumindest ihre Vertreter hier im Parlament, die Bauern selbst eh nicht –, dass sie Vorreiter und Vorreiterinnen im Umweltschutz sind. Eine ständige Abgaskontrolle ist natürlich mehr als gravierend und wichtig für die Emissionen, die auch im landwirtschaftlichen Betrieb ausgestoßen werden, aber das scheint den Herren und Damen Bauernvertretern wiederum gleichgültig zu sein. Das halte ich für falsch. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Warum denn?) Was im restlichen Paket an Anpassungen enthalten ist, ist für mich in Ordnung. (Abg. Grillitsch: Was halten Sie für falsch?)
Abg. Grillitsch: Was halten Sie für falsch?
Gerade in der Landwirtschaft ist durch die erhöhte Beanspruchung des Wagenmaterials keinerlei Vergleich zu einem normalen PKW bei normalem Fahrverhalten gegeben. Gerade deswegen sollte die Überprüfung in einem dichteren Rhythmus, also im üblichen alten Intervall stattfinden. Noch dazu, und deshalb verwundert mich diese Regelung, sind die Bauern doch so überzeugt davon – zumindest ihre Vertreter hier im Parlament, die Bauern selbst eh nicht –, dass sie Vorreiter und Vorreiterinnen im Umweltschutz sind. Eine ständige Abgaskontrolle ist natürlich mehr als gravierend und wichtig für die Emissionen, die auch im landwirtschaftlichen Betrieb ausgestoßen werden, aber das scheint den Herren und Damen Bauernvertretern wiederum gleichgültig zu sein. Das halte ich für falsch. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Warum denn?) Was im restlichen Paket an Anpassungen enthalten ist, ist für mich in Ordnung. (Abg. Grillitsch: Was halten Sie für falsch?)
Abg. Mag. Regler: Nicht Gustostückerln, ganze Teile!
Die einzige Novellierung bezieht sich darauf, dass man die mögliche Zusammenlegung von ÖBB- und Postbus so regeln will, dass natürlich die entsprechenden Linienkonzessionen bei Zusammenschlüssen von Unternehmen mitgenommen werden können. Ich halte diese Zusammenführung nicht für richtig. Sie sind es, die immer von Wettbewerb reden und davon, wie wichtig der Wettbewerb wäre. Nun soll er einmal stattfinden zwischen zwei Partnern auf dem Markt – aber er findet nicht statt! Nein! Man zwingt die beiden in das gleiche Korsett und verklopft dann unter Umständen noch die besten Gustostückerln an ein paar Private, die natürlich schon auf der Fußmatte scharren, damit sie diese Gustostückerln bekommen. (Abg. Mag. Regler: Nicht Gustostückerln, ganze Teile!)
Beifall bei den Grünen.
Ich war sehr froh, dass zumindest ein ÖVP-Abgeordneter gesagt hat, auch er sei nicht daran interessiert, dass die Gustostückerln aus dem Gesamtpaket herausgenommen werden, weil wir sonst nämlich den öffentlichen Verkehr in der Region nicht aufrechterhalten können. In Sachen sozialer Gerechtigkeit, meine Damen und Herren, ist das mehr als dringend. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Mag. Regler und Dipl.-Ing. Scheuch.
Die Absicherung des öffentlichen Verkehrs müssen wir gewährleisten. Das ist eine zentrale und wichtige soziale Leistung, die in ihrer Wirkung nicht zu unterschätzen ist für das Verbleiben auf dem Land, denn nur dann können Familien, Familien mit Kindern auf dem Land verbleiben, wenn ausreichend öffentliche Verkehrsmittel zur Verfügung stehen. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Mag. Regler und Dipl.-Ing. Scheuch.)
Beifall bei den Grünen.
Wir werden dieser Regelung zustimmen, auch wenn sie bei weitem nicht ausreichend ist und wir dringend Novellierungsbedarf haben, den ich heute hier auch noch einmal anmelde. – Ich danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Lichtenberger: Dann hinterfragen wir auch die Werbungen!
gesamt nicht zu viel an Verkehrszeichen, an Tafeln und Reglements haben. Ich muss Ihnen sagen, dass ich persönlich dieser Regelung nur schweren Herzens zugestimmt habe. Ein Verkehrszeichen ist nun einmal kein Fremdenverkehrswerbeträger, aber ich habe mich letztendlich dem Verwaltungsgerichtshof und dem Wunsch sehr vieler Bürgermeister in Österreich gebeugt, weil ich denke, es schadet an sich nicht, wir müssen nur anerkennen, dass sie eine andere Funktion haben. (Abg. Dr. Lichtenberger: Dann hinterfragen wir auch die Werbungen!) – Auch das können wir gerne tun.
Beifall bei der ÖVP, den Freiheitlichen sowie des Abg. Broukal.
In diesem Sinne danke ich und bitte ich um Annahme. (Beifall bei der ÖVP, den Freiheitlichen sowie des Abg. Broukal.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zu begrüßen sind die bundeseinheitliche Regelung und die Tatsache, dass vor allem Temposündern im Ortsgebiet wieder klar Einhalt geboten wird. Somit ist eine unendliche Geschichte zu Ende, und wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten werden diesem Antrag unsere Zustimmung geben. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich danke sehr. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich gebe ganz offen zu: Wo wir in der Landwirtschaft Probleme haben, das ist bei der Bedienung. Das ist eigentlich die Hauptursache dafür, dass in der Landwirtschaft mitunter auch etwas passiert. Daher verstehe ich es einfach nicht ganz, dass man bei diesem Thema, welches Erleichterungen und eine Angleichung an Regelungen bringt, wie sie auch für PKW gelten, nicht mitgehen kann. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
In diesem Sinne stimmen wir dieser Novelle gerne zu! – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenberger
Einige wenige Worte vielleicht auch noch zum Abänderungsantrag, der heute hier eingebracht und erläutert wurde, was den Transport von Rundholz betrifft: Ich glaube auch, dass man hier nach heftiger Diskussion jetzt eine praxisorientierte Lösung und Regelung gefunden hat, die alle Interessen irgendwo abdeckt. Ich möchte aber klar dazusagen – weil es ja in der letzten Sitzung des Verkehrsausschusses eine diesbezügliche Diskussion gegeben hat –, dass wir nicht daran denken, die Tonnagebeschränkungen generell aufzumachen (Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenberger), und auch in Zukunft die Verpflichtung zur Einhaltung der Tonnagen, wie sie jetzt geregelt sind, streng beibehalten wollen.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Zum Schluss noch einige Anmerkungen zum öffentlichen Verkehr, weil das auch ein Thema war: Die Förderung des öffentlichen Verkehrs ist, glaube ich, in dieser Größenordnung berechtigt, nimmt aber auch enorm zu – was ja an und für sich ein positives Zeichen ist, wenn hier in Zukunft stärkere Förderungen stattfinden müssen oder dürfen. Ich kann Ihnen sagen, dass ich auf Grund der Verkehrsentwicklung ein Freund und ein Fan des öffentlichen Verkehrs bin, und dort, wo es um Verbesserungen geht – weil er ja nur funktioniert, wenn er auch attraktiv ist: Halbstundentakt, Stundentakt im ländlichen Gebiet –, werden Sie auch in Zukunft mit mir rechnen können. Die Förderung des öffentlichen Verkehrs ist angesichts der prognostizierten Verkehrszahlen, des Straßenverkehrs, der auf uns zukommt, ein Gebot der Stunde und wird von mir auch in Zukunft jederzeit Unterstützung finden. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Wittauer: Sind wir dabei!
Zum anderen bedeutet es die Chance, in diesem speziellen Fall neue wirtschaftspolitische Wege gehen zu können, nämlich die Chance, die Bahnbus AG als gesamte Aktiengesellschaft zu einem innovativen und lukrativen Betrieb wachsen zu lassen. Gehen Sie, sehr geehrte Damen und Herren von den Regierungsparteien, doch einmal diesen umgekehrten Weg, und machen Sie aus dem geplanten Großunternehmen ein Vorzeigeunternehmen (Abg. Wittauer: Sind wir dabei!), das wirtschaftlich so stark sein wird, um Anbieter auf dem europäischen Markt sein zu können!
Abg. Wittauer: Das verlangt die Kartellbehörde!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Der Regierungsbeschluss zur Teilprivatisierung zeigt jedoch wieder einmal das Gegenteil, nämlich dass Sie auch hier wieder Ihren gewohnten Weg gehen wollen: den Weg, einen weiteren staatlichen Betrieb zu filetieren und zu privatisieren. 30 Prozent der Postbus AG sollen einem privaten Anbieter geopfert werden. (Abg. Wittauer: Das verlangt die Kartellbehörde!) Natürlich werden dies die lukrativsten 30 Prozent des Unternehmens sein, nämlich jene Linien, die satte Gewinne erzielen und wirtschaftlich lukrativ arbeiten. (Abg. Wittauer: Die Kartellbehörde verlangt das ja! Das ist ja die Voraussetzung für die Zusammenführung, Frau Abgeordnete!)
Abg. Wittauer: Die Kartellbehörde verlangt das ja! Das ist ja die Voraussetzung für die Zusammenführung, Frau Abgeordnete!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Der Regierungsbeschluss zur Teilprivatisierung zeigt jedoch wieder einmal das Gegenteil, nämlich dass Sie auch hier wieder Ihren gewohnten Weg gehen wollen: den Weg, einen weiteren staatlichen Betrieb zu filetieren und zu privatisieren. 30 Prozent der Postbus AG sollen einem privaten Anbieter geopfert werden. (Abg. Wittauer: Das verlangt die Kartellbehörde!) Natürlich werden dies die lukrativsten 30 Prozent des Unternehmens sein, nämlich jene Linien, die satte Gewinne erzielen und wirtschaftlich lukrativ arbeiten. (Abg. Wittauer: Die Kartellbehörde verlangt das ja! Das ist ja die Voraussetzung für die Zusammenführung, Frau Abgeordnete!)
Abg. Wittauer: Dann brauch’ ich es eh nicht zu privatisieren! Doppelgleisigkeiten werden da beseitigt!
Was passiert aber mit jenen Linien, die eine geringere Auslastung aufweisen, mit jenen Linien, die weniger Umsätze erzielen? Was wird mit jenen 700 Gemeinden geschehen, die als einziges öffentliches Verkehrsmittel nur noch den Postbus haben? – Auch das muss alles angedacht werden bei einer Zustimmung zur Teilprivatisierung. – Dort wird der Sparstift neuerlich angesetzt werden und Kurse als letzte Konsequenz ganz einfach eingestellt werden – das ist die Realität! (Abg. Wittauer: Dann brauch’ ich es eh nicht zu privatisieren! Doppelgleisigkeiten werden da beseitigt!)
Abg. Wittauer: Da müssen Sie schon mit dem Innenminister reden, nicht mit dem Verkehrsminister!
Betroffen sind wieder einmal die Menschen in diesen Regionen. Seit Jahren wird den ländlichen Regionen alles an Infrastruktur genommen, was sie haben: Postämter, Gendarmerieposten (Abg. Wittauer: Da müssen Sie schon mit dem Innenminister reden, nicht mit dem Verkehrsminister!), Bezirksgerichte wurden in den letzten drei Jahren ohne Ende zugesperrt, meine Herren – die Tatsachen sprechen für sich. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Welche Bezirksgerichte wurden zugesperrt? Sagen Sie mir fünf!) Wollen Sie diesen Menschen jetzt auch noch die Mobilität nehmen? (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sie sollen mir fünf sagen! Fünf!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Welche Bezirksgerichte wurden zugesperrt? Sagen Sie mir fünf!
Betroffen sind wieder einmal die Menschen in diesen Regionen. Seit Jahren wird den ländlichen Regionen alles an Infrastruktur genommen, was sie haben: Postämter, Gendarmerieposten (Abg. Wittauer: Da müssen Sie schon mit dem Innenminister reden, nicht mit dem Verkehrsminister!), Bezirksgerichte wurden in den letzten drei Jahren ohne Ende zugesperrt, meine Herren – die Tatsachen sprechen für sich. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Welche Bezirksgerichte wurden zugesperrt? Sagen Sie mir fünf!) Wollen Sie diesen Menschen jetzt auch noch die Mobilität nehmen? (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sie sollen mir fünf sagen! Fünf!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sie sollen mir fünf sagen! Fünf!
Betroffen sind wieder einmal die Menschen in diesen Regionen. Seit Jahren wird den ländlichen Regionen alles an Infrastruktur genommen, was sie haben: Postämter, Gendarmerieposten (Abg. Wittauer: Da müssen Sie schon mit dem Innenminister reden, nicht mit dem Verkehrsminister!), Bezirksgerichte wurden in den letzten drei Jahren ohne Ende zugesperrt, meine Herren – die Tatsachen sprechen für sich. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Welche Bezirksgerichte wurden zugesperrt? Sagen Sie mir fünf!) Wollen Sie diesen Menschen jetzt auch noch die Mobilität nehmen? (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sie sollen mir fünf sagen! Fünf!)
Beifall bei der SPÖ.
zirksgericht geschlossen – und jedes einzelne Bezirksgericht, das geschlossen wurde, ist eines zu viel, Herr Kollege! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Gahr: Sie haben sie ja organisiert!
Streiks stehen schon wieder vor der Tür. Streiks haben wir in diesem Jahr schon zu viele (Abg. Gahr: Sie haben sie ja organisiert!): besorgte Bevölkerung, besorgte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ja!
Meine Damen und Herren! Denken Sie an die Ereignisse in den letzten Monaten! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ja!) Zigtausende Menschen protestierten und demonstrierten. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Und was hat es gebracht?) Nehmen Sie doch dieses Mal das Anliegen der Menschen ernst, geht es ihnen doch um die Aufrechterhaltung des öffentlichen Verkehrs und um die Sicherung ihrer Existenz! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Und was hat es gebracht?
Meine Damen und Herren! Denken Sie an die Ereignisse in den letzten Monaten! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ja!) Zigtausende Menschen protestierten und demonstrierten. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Und was hat es gebracht?) Nehmen Sie doch dieses Mal das Anliegen der Menschen ernst, geht es ihnen doch um die Aufrechterhaltung des öffentlichen Verkehrs und um die Sicherung ihrer Existenz! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Denken Sie an die Ereignisse in den letzten Monaten! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ja!) Zigtausende Menschen protestierten und demonstrierten. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Und was hat es gebracht?) Nehmen Sie doch dieses Mal das Anliegen der Menschen ernst, geht es ihnen doch um die Aufrechterhaltung des öffentlichen Verkehrs und um die Sicherung ihrer Existenz! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Mainoni: Sie vernadert schon wieder!
Abgeordneter Klaus Wittauer (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Frau Abgeordnete Fleckl, es ist schon eigenartig: Ich habe mir gedacht, wir beschließen heute hier gemeinsam ein gutes, ein positives Gesetz. Und dann treten Sie hier ans Rednerpult, und worüber reden Sie? (Abg. Mag. Mainoni: Sie vernadert schon wieder!) – Sie reden auf einmal über die Bezirksgerichte und über Gendarmerieposten! Sie haben ausreichend Gelegenheit gehabt, mit dem Innenminister darüber zu diskutieren, was in diesem Zusammenhang gut oder schlecht ist, aber ich glaube, dass dieses Thema beim Verkehrsminister nicht gut aufgehoben ist.
Abg. Heinzl: Nicht „vernadern“!
Dass Sie heute hier ans Rednerpult treten und Dinge vergleichen, die man nicht vergleichen kann, und etwas, was positiv ist und positiv zur Umsetzung kommt, in dieser Weise kritisieren, wie es gerade bei diesem Gesetz wieder der Fall ist – denn Sie wissen doch auch ganz genau, dass das die Voraussetzung dafür ist, dass die Kartellbehörde zustimmt –, dass Sie sich das hier am Rednerpult zu sagen trauen und all das Positive wegzuwischen versuchen, das ist Oppositionspolitik, aber schlechte Oppositionspolitik! Seien Sie froh, dass wir bei einem guten Gesetz gemeinsam einen Konsens gefunden haben, anstatt hier wieder alles zu vernadern und alles schlecht zu machen! (Abg. Heinzl: Nicht „vernadern“!) Das ist so! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Dass Sie heute hier ans Rednerpult treten und Dinge vergleichen, die man nicht vergleichen kann, und etwas, was positiv ist und positiv zur Umsetzung kommt, in dieser Weise kritisieren, wie es gerade bei diesem Gesetz wieder der Fall ist – denn Sie wissen doch auch ganz genau, dass das die Voraussetzung dafür ist, dass die Kartellbehörde zustimmt –, dass Sie sich das hier am Rednerpult zu sagen trauen und all das Positive wegzuwischen versuchen, das ist Oppositionspolitik, aber schlechte Oppositionspolitik! Seien Sie froh, dass wir bei einem guten Gesetz gemeinsam einen Konsens gefunden haben, anstatt hier wieder alles zu vernadern und alles schlecht zu machen! (Abg. Heinzl: Nicht „vernadern“!) Das ist so! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Heinzl: Das sind alle Geräte! Das sind die Flugzeuge auch!
Herr Abgeordneter Gahr, ich gebe Ihnen Recht: Das mit den Traktoren ist eine gute Idee. Wir haben moderne Geräte, die der Verkehrssicherheit angepasst sind (Abg. Heinzl: Das sind alle Geräte! Das sind die Flugzeuge auch!), und ich glaube, dass für Traktoren das Gleiche gelten soll wie für Personenverkehrsmittel. Ich glaube, das ist auch eine Verfahrensvereinfachung. Und natürlich brauchen die Bauern ein bisschen weniger Geld auszugeben, und das ist positiv, denn die Landwirtschaft braucht das. Wir haben in der letzten Zeit genug Einkommensverluste gehabt, und deshalb ist es positiv. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Heinzl: Ich hab’ nichts dagegen – aber für alle gleich! – Ruf: Im Gleichklang!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Heinzl: Ich hab’ nichts dagegen – aber für alle gleich! – Ruf: Im Gleichklang!
Herr Abgeordneter Gahr, ich gebe Ihnen Recht: Das mit den Traktoren ist eine gute Idee. Wir haben moderne Geräte, die der Verkehrssicherheit angepasst sind (Abg. Heinzl: Das sind alle Geräte! Das sind die Flugzeuge auch!), und ich glaube, dass für Traktoren das Gleiche gelten soll wie für Personenverkehrsmittel. Ich glaube, das ist auch eine Verfahrensvereinfachung. Und natürlich brauchen die Bauern ein bisschen weniger Geld auszugeben, und das ist positiv, denn die Landwirtschaft braucht das. Wir haben in der letzten Zeit genug Einkommensverluste gehabt, und deshalb ist es positiv. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Heinzl: Ich hab’ nichts dagegen – aber für alle gleich! – Ruf: Im Gleichklang!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: So schaut es aus! – Abg. Broukal: Wir klatschen die ganze Zeit mit! – Heiterkeit und Zwischenruf bei der SPÖ.
nicht nur alles negativ beurteilen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: So schaut es aus! – Abg. Broukal: Wir klatschen die ganze Zeit mit! – Heiterkeit und Zwischenruf bei der SPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Bayr, Pfeffer und Broukal.
Ich möchte noch eines sagen – zu den Inhalten des Gesetzes komme ich ja nicht, weil ich mich andauernd mit Ihnen auseinander setzen muss. Letztendlich ist das ja ein Fehler, weil die Menschen draußen das nicht verstehen. Die wollen die Inhalte wissen und nicht immer diese komischen Reden von Ihnen hören, die mit dem Gesetz selbst nichts zu tun haben. (Zwischenrufe der Abgeordneten Bayr, Pfeffer und Broukal.)
Abg. Heinzl: Von „komischen Reden“ können Sie auch „Komik“ ableiten!
Ich möchte aber kurz auf den Abänderungsantrag eingehen ... (Abg. Heinzl: Von „komischen Reden“ können Sie auch „Komik“ ableiten!) – Herr Abgeordneter Heinzl, hören Sie zu – oder haben Sie den Abänderungsantrag schon gelesen? Vielleicht gehen wir da konform! Ich möchte kurz auf den Abänderungsantrag eingehen, den ich am Anfang sehr kritisch beurteilt habe. Sie können mir glauben – auch Sie, Frau Abgeordnete Lichtenberger, können mir das glauben –, ich war am Anfang nicht glücklich darüber. Ich habe mich gefragt: Passiert da etwas, was man kritisch sehen muss? Wird da für andere ein Fenster aufgemacht? Ist das richtig? – Und ich dachte mir, es wird da unter Umständen eine Diskussion geben, weil andere sich benachteiligt fühlen werden.
Abg. Dr. Lichtenberger: Das ist rechtlich eine ganz andere Geschichte!
Das Argument dafür, dass es gerade für die Forstwirtschaft eine solche Regelung geben soll, ist die Tatsache, dass jemand, der im Wald holzt, keine Waage hat und daher nicht genau abschätzen kann, wie viel Gewicht er transportiert. Natürlich werden solche Forstwirte regelmäßig abgestraft, und natürlich gibt es dort Verhältnisse, die nicht jenen beispielsweise eines Schotterbetriebs entsprechen, wo man eine Waage vor der Haustür hat. Und da ist eine solche Regelung natürlich schon wichtig. Ausnahmegenehmigungen hat es ja bisher schon gegeben, allerdings auf Ansuchen. Bei der neuen Regelung geschieht im Grunde nichts anderes, als dass man sagt: Warum sollen diese Forstwirte ansuchen für das, was sie ohnehin schon machen können? (Abg. Dr. Lichtenberger: Das ist rechtlich eine ganz andere Geschichte!) Ich finde es wunderbar – vielleicht haben Sie sich das genau durchgelesen –, dass es für Rundhölzer jetzt diese Ausnahmegenehmigung gibt.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sie haben etwas anscheinend nicht erkannt: Natürlich hat man darauf geachtet, dass die Autobahnen und die Straßen durch dieses erhöhte Gewicht nicht zu Schaden kommen. Es sind nämlich sechs Achsen vorgeschrieben. – Sie können das nachlesen, aber wahrscheinlich sagen Ihnen sechs Achsen nichts. – Vorher waren es fünf, da war der Schaden größer. Wir haben uns von den Experten sagen lassen, dass bei sechs Achsen der Schaden für die Straße geringer wird und nicht größer, und wir sind der Meinung, dass dieses Gesetz gut ist. Und ich werde ganz genau darauf achten, dass in diesem Zusammenhang das geschieht, was ja auch Herr Minister Gorbach gesagt hat, nämlich dass es keine Aufweichung für andere Bereiche geben wird und dass wir weiterhin an der Tonnagebegrenzung festhalten werden. Wir Freiheitlichen garantieren dafür, dass wir zu etwas anderem keine Zustimmung geben! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Broukal.
Im Großen und Ganzen ist dieses Gesetz gut. Wir Freiheitlichen werden zustimmen. Wir haben hart verhandelt, um das Beste daraus zu machen. Die Sozialdemokraten stimmen zu: Ich danke Ihnen herzlich dafür! Ein bisschen Kritik ist ja erlaubt – aber bitte nicht hier anfangen, das Gesetz zu verfälschen und in die falsche Richtung zu gehen! – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Broukal.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abschließend möchte ich mich noch bei allen Mitgliedern des Verkehrsausschusses, bei dir, Herr Staatssekretär, und auch beim Minister für die gute und vernünftige Zusammenarbeit im Bereich der Verkehrssicherheit bedanken. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Ruf bei den Freiheitlichen: Schon wieder?
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Dr. Lichtenberger zu Wort gemeldet. (Ruf bei den Freiheitlichen: Schon wieder?)
Staatssekretär Mag. Kukacka: Sonst sind Sie nicht so zimperlich!
Meine Damen und Herren! Mit dem vorliegenden Antrag liefern Sie nun der Europäischen Union erneut Munition für diese Position. Bitte, lassen Sie das! Ich würde Sie dringend bitten, lassen Sie das, denn es ist wirklich ein Riesenproblem. Es kann zwar rechtlich zwiespältig sein, es kann durchaus sein, dass man sagen kann, dass es nicht diskriminierend ist. Aber wir haben schon wieder ein Verfahren am Hals! (Staatssekretär Mag. Kukacka: Sonst sind Sie nicht so zimperlich!) Und wir haben jetzt, während der schweren und wirklich komplizierten Transitauseinandersetzungen, wieder einen Klotz am Bein, der uns daran hindert, unsere Regelungen aufrecht zu erhalten. Wir machen die Tür für die Kritik, dass wir nur diskriminieren, dass wir mittelbar diskriminieren, sperrangelweit auf!
Abg. Wattaul lächelt.
Ich bitte Sie noch einmal: Ziehen Sie diesen Antrag zurück, er ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt extrem schädlich. (Abg. Wattaul lächelt.) – Sie lachen, Herr Kollege, aber dann stellen Sie sich wieder da heraus und jammern darüber, dass die Europäische Union die Böse sei. Dabei machen Sie selber das Türl dafür auf!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Also bitte, hören Sie damit auf! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Wattaul: Schauen Sie sich einmal die Statistiken an!
Das Motorrad ist ein relativ umweltschonendes, relativ ökonomisches Verkehrsmittel. Es hilft Staus vermeiden, es spart Parkfläche und Treibstoff und ist mittlerweile ein recht wichtiger Wirtschaftsfaktor in Handel, Gewerbe und Tourismus. Die Gesetzgebung sollte dem Rechnung tragen. Die Klischeevorstellung von den bis an die Zähne tätowierten Motorradfahrern, die durch die Gegend rasen, von rauchenden Hinterreifen, von röhrenden Auspuffen, von frischen Organspenden, die da durch die Gegend fahren, und von toten Nachtpfauenaugen, die auf dem Helm picken, sind längst überholt (Abg. Wattaul: Schauen Sie sich einmal die Statistiken an!) und entsprechen nicht der Realität. (Abg. Dr. Lichtenberger: Das sind die GTI-Fahrer!)
Abg. Dr. Lichtenberger: Das sind die GTI-Fahrer!
Das Motorrad ist ein relativ umweltschonendes, relativ ökonomisches Verkehrsmittel. Es hilft Staus vermeiden, es spart Parkfläche und Treibstoff und ist mittlerweile ein recht wichtiger Wirtschaftsfaktor in Handel, Gewerbe und Tourismus. Die Gesetzgebung sollte dem Rechnung tragen. Die Klischeevorstellung von den bis an die Zähne tätowierten Motorradfahrern, die durch die Gegend rasen, von rauchenden Hinterreifen, von röhrenden Auspuffen, von frischen Organspenden, die da durch die Gegend fahren, und von toten Nachtpfauenaugen, die auf dem Helm picken, sind längst überholt (Abg. Wattaul: Schauen Sie sich einmal die Statistiken an!) und entsprechen nicht der Realität. (Abg. Dr. Lichtenberger: Das sind die GTI-Fahrer!)
Abg. Wattaul: Das gibt es ja nicht!
Eine positive Veränderung in der Verkehrspolitik ist also angesagt, mit dem Ziel, den Verkehrsfluss zu erhöhen, die Ressourcen zu schonen, den Verwaltungsaufwand zu minimieren, die Sicherheit und den Ausbildungsstand zu verbessern. Die ungefähr 400 000 Motorradbenutzer und -benutzerrinnen in Österreich haben ja sehr unterschiedliche Zugänge dazu. Manche verwenden es im Alltag, manche für den Sport, manche in der Freizeit. Eines ist ihnen allen aber sicher gemeinsam, nämlich dass sie verletzlich sind, verletzlicher als andere Verkehrsteilnehmer und Verkehrsteilnehmerinnen. (Abg. Wattaul: Das gibt es ja nicht!) Daher ist Rücksichtnahme auf sie ein Gebot der Stunde!
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne ist, denke ich, das KFG ein kleiner Schritt dazu, dieser mobilen Alternative einspuriges Kraftfahrzeug Rechnung zu tragen, und ich hoffe, dass noch sehr viele Schritte in Richtung Gleichberechtigung von MotorradfahrerInnen folgen werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wattaul: Da habt ihr aber auch zugestimmt, oder?
Lassen Sie mich aber noch zu einem anderen Thema kommen, bei dem wir völlig falsche Schritte machen, Schritte, die in die ganz falsche Richtung laufen, nämlich die Führerscheinausbildung und die Mehrkosten für den Mehrphasenführerschein. Am 26. Juni 2002 hat der damalige ÖVP-Verkehrssprecher Kukacka gesagt ... (Abg. Wattaul: Da habt ihr aber auch zugestimmt, oder?)
Staatssekretär Mag. Kukacka: Aber die SPÖ war auch dafür!
Der Verkehrssprecher der ÖVP, Kukacka, hat gesagt, es sei ganz klar, dass es ein wesentlicher Bestandteil der Reform sei, dass es durch die Einführung des Mehrphasenführerscheins auf gar keinen Fall zu irgendwelchen Mehrkosten kommen kann. – Entgegen allen Politikerversprechen sehen wir jedoch heute, dass die in Österreich ohnehin schon exorbitant hohen Fahrschulausbildungskosten noch einmal um 20 Prozent gestiegen sind. Ein Führerschein kostet damit in Österreich jetzt 1 435 € – das ist mehr als ein Nettodurchschnittsgehalt, mehr, als ein Lehrling in vier Monaten verdient! Das muss man ausgeben, um diesen rosa Schein dann in Händen halten zu können! (Staatssekretär Mag. Kukacka: Aber die SPÖ war auch dafür!)
Beifall bei der SPÖ. – Staatssekretär Mag. Kukacka: Aber die SPÖ war auch dafür!
Sie sind da wirklich dem schwarz-blauen Motto treu geblieben: Viel versprochen, alles gebrochen! (Beifall bei der SPÖ. – Staatssekretär Mag. Kukacka: Aber die SPÖ war auch dafür!)
Abg. Haidlmayr: Und Behinderte brauchen sie auch!
Auch ich begrüße den Zusammenschluss von ÖBB- und Postbus. Man müsste aber, wenn man von öffentlichen Verkehrsmitteln spricht, auch darauf achten, welche Gruppen öffentliche Verkehrsmittel brauchen. In meinen Augen sind das junge Leute sowie eher ältere Leute in unserer Gesellschaft. (Abg. Haidlmayr: Und Behinderte brauchen sie auch!) Wir haben jetzt die Problematik, dass es zwar öffentliche Verkehrsmittel gibt, aber die Gemeinden einen „Disco-Bus“ bezahlen müssen, weil unsere jungen Leute ja noch nicht mobil sind. Ich glaube, dass man einmal zu einer richtigen Lösung kommen sollte.
Ruf bei der SPÖ: Nicht nur!
Das ist natürlich ein ländliches Problem (Ruf bei der SPÖ: Nicht nur!), aber wenn die Gemeinden für den „Disco-Bus“ wieder extra bezahlen müssen, weil genau in der Nacht, wenn die jungen Leute mobil sein wollen, die öffentlichen Verkehrsmittel nicht fahren, dann finde ich das einfach nicht in Ordnung. Man sollte also mehr auf die Bedürfnisse der Bevölkerung schauen!
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Heinzl: Da hat er Recht!
Genauso unsinnig ist, dass man mit einem 60-Personen-Bus in Regionen fährt, wo, wie man weiß, vielleicht 20 oder 30 Menschen leben. Wie viele sollen denn dort einsteigen? Wie viele sollen denn dort mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren? Ich will damit sagen, dass es möglich sein muss, dass die Bahn-Bus auch Kleinbusse einstellt, denn es ist sinnlos, mit einem 60-Personen-Bus herumzufahren, in dem zwei Leute sitzen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Heinzl: Da hat er Recht!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Unterstützen Sie deshalb diese Änderung des Kraftfahrzeuggesetzes im Sinne der bäuerlichen Betriebe. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Wattaul – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Heinzl –: Toni, sprich zu uns!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner ist Herr Abgeordneter Heinzl zu Wort gemeldet. – Bitte. (Abg. Wattaul – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Heinzl –: Toni, sprich zu uns!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Woher wissen Sie das?
Mit Herrn Abgeordnetem Gahr nicht einer Meinung bin ich bezüglich Ausdehnung der Begutachtungsintervalle für landwirtschaftliche Zugmaschinen. Das hat für mich einen negativen Beigeschmack, und ich möchte das auch wie folgt begründen: Die landwirtschaftlichen Zugmaschinen sind sicherlich einer starken, einer extremen Beanspruchung ausgesetzt. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Woher wissen Sie das?) In Zukunft ist es nur mehr alle drei Jahre notwendig, zu einer Begutachtung zu fahren. Für kleine,
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Dann müssen wir es dort auch ändern!
einachsige Anhänger, die sich Häuselbäuer an ihren PKW anhängen, um ein paar Zementsackerln vom nächsten Baumarkt zu holen, gilt aber weiterhin die jährliche Begutachtungsfrist. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Dann müssen wir es dort auch ändern!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: „Testballon“ heißt das!
Der ÖBB-Vorstand ist offensichtlich bestrebt, zu den so genannten Tagesrandzeiten, wie er es nennt, nur mehr Hochgeschwindigkeitszüge zu führen, die zwar sehr schnell fahren, aber eigentlich nirgends mehr stehen bleiben. Dafür hat man einen so genannten Probeballon gestartet (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: „Testballon“ heißt das!), und es kam zur Einstellung von Zugsverbindungen zwischen Amstetten, St. Pölten und Wien.
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Durch die EU-Erweiterung 2004 ist sicherlich mit einer ungebremsten Zunahme des Verkehrs auf Österreichs Verkehrswegen zu rechnen. Ich fordere deshalb, mehr Geld für die Infrastruktur, speziell für die Schiene, zur Verfügung zu stellen, und ersuche Sie, Herr Minister Gorbach, die Güterzugumfahrung St. Pölten zu bauen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg Wattaul: Das habe ich vergessen! Gebe ich zu!
Mein Vorredner von der FPÖ hat gesagt, dass es sowohl für ältere Leute als auch für junge Menschen ganz wichtig ist, dass es ein ordentliches und auch benutzbares öffentliches Verkehrsmittel gibt, und zwar sowohl im Personennahverkehr wie auch im Fernverkehr. Was er vergessen hat – aber er hat es sicher nicht bewusst getan –, ist die Situation von mobilitätsbehinderten Menschen. (Abg Wattaul: Das habe ich vergessen! Gebe ich zu!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich bitte Sie, Herr Minister, geben Sie uns im Herbst einen Termin, damit wir wirklich diesbezügliche Gespräche führen können. Ich hoffe, dass Sie in diesen zwei Legislaturperioden der erste Minister sind, der da zumindest irgendwas tut, denn: nichts getan haben bis jetzt alle. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Haidlmayr: Nein! Habe ich nicht gesagt!
Abgeordneter Anton Wattaul (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Haidlmayr hat gesagt, ich habe absichtlich die Behinderten vergessen. (Abg. Haidlmayr: Nein! Habe ich nicht gesagt!) Sie hat es so gesagt!
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich stelle richtig: Ich habe ausgeführt, man muss den Nahverkehr an den Bedarf von jungen und älteren Menschen anpassen. Ich gebe zu, dass ich über die Behinderten nicht gesprochen habe, aber selbstverständlich habe ich die Behinderten auch gemeint. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Als Vertreter des ländlichen Raumes, einer ländlichen Gemeinde, die auch nur eine Busanbindung hat, werde ich mich dafür einsetzen, dass es dazu kommen wird. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Lichtenberger: Das ist der Punkt!
Was macht ein Bauer im Ötztal, wenn er dort sein Holz schlägert? – Er kennt die Beschaffenheit nicht genau, denn Holz hat ein unterschiedliches spezifisches Gewicht, je nachdem, ob es nass oder trocken ist. (Abg. Dr. Lichtenberger: Das ist der Punkt!) Der Bauer hat keine Waage dort. Alle kleinen Sägewerke in den kleinen Talschaften haben eigentlich ihren Betrieb aufgegeben, weil der wirtschaftliche Druck einfach zu groß war. Wir haben in allen Talschaften Sägewerke gehabt – wir haben sie heute nicht mehr.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die Holzbringung ist für die Landwirtschaft eines ihrer Standbeine, und ich möchte als Tiroler Abgeordnete nicht, dass dieses Standbein für unsere Bauern in den Talschaften verloren geht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Darum glaube ich, dass es einen Versuch wert ist, auch eine sachliche Rechtfertigung gegenüber der EU im Falle einer Einwendung zu tätigen.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Lichtenberger: Bleiben wir bei Ausnahmen!
Sinne des ländlichen Raumes zu betrachten. Wenn ihr sagt, ihr wollt keine Ausdünnung des ländlichen Raumes, antworte ich euch: Diese Regelung ist mit ein Beitrag dazu, dass wir den ländlichen Raum eben nicht ausdünnen, sondern dass wir vor Ort Erwerbszellen für die Landwirtschaft erhalten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Lichtenberger: Bleiben wir bei Ausnahmen!)
Abg. Scheibner: Was soll das? Wollen Sie sich vielleicht verabschieden bei der Geschichte?
Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie Mag. Helmut Kukacka: Herr Präsident! Hohes Haus! Frau Kollegin Lichtenberger, ich habe durchaus Verständnis für Ihre Argumentation. Ich habe auch keine Freude mit Ausnahmen bei solchen Gewichtsbeschränkungen, und es ist ja wahrscheinlich auch kein Zufall, dass das nicht in der Regierungsvorlage gestanden ist, sondern dass das Hohe Haus das beschlossen hat. Der Nationalrat ist der Souverän, und er kann das selbstverständlich auch beschließen. (Abg. Scheibner: Was soll das? Wollen Sie sich vielleicht verabschieden bei der Geschichte?)
Abg. Dr. Lichtenberger: Brenner-Maut-Urteil!
Sie, Frau Abgeordnete Lichtenberger, haben hier mit bewegten Worten die Bedrohung durch eine EuGH-Klage beziehungsweise eine Vertragsverletzung dargestellt, aber wenn Sie zum Beispiel Anträge stellen betreffend ein generelles Nachtfahrverbot, etwas, was grundsätzlich gegen ein Primärrecht der Europäischen Union verstößt und was auf alle Fälle von der Europäischen Union geklagt werden würde, haben Sie, Frau Abgeordnete Lichtenberger, überhaupt keine Bedenken! (Abg. Dr. Lichtenberger: Brenner-Maut-Urteil!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich meine, man sollte in dieser Frage seriös vorgehen – und vor allem nicht mit zweierlei Maß messen. Deshalb glaube ich auch, dass diese Ausnahme gerechtfertigt ist – und dass es in dieser Frage sicherlich keine Klage des EuGH geben wird, weil das eben eine entsprechende Ausnahmebewilligung darstellt. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Lichtenberger: Noch nicht!
und kartellrechtliche Probleme ersparen, meine Damen und Herren. Das Kartellgericht hat uns ja auch Recht gegeben: Dieser Zusammenschluss wird akzeptiert! (Abg. Dr. Lichtenberger: Noch nicht!)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Wir schaffen hiemit also eine zukunftsorientierte Lösung, die gerade im Hinblick auf die Ausweitung des öffentlichen Verkehrs und auf die Qualitätsoffensive, die wir in diesem Bereich vorhaben, von ganz großer Bedeutung ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Gemeinden sind aber meiner Ansicht nach nicht nur der wichtigste Teil in unserem Staatengebilde, sondern sind auch jene Einheit, wo sich die Bürger sehr konstruktiv in das gesellschaftliche Leben einbringen, in vielen Bereichen das gesellschaftliche Leben mitprägen und somit auch Schwerpunkte in der Gemeinde setzen. Mit einer Zusatztafel zur Ortstafel sollen diese Schwerpunkte auch sichtbar für andere dargestellt werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Bravorufe und Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Mit der heutigen Gesetzesänderung reagieren wir auf die Bedürfnisse unserer Gemeinden und zeigen auch, dass uns die Gemeinden, die Bürgermeister, vor allem aber natürlich die Bürger ein Anliegen sind. (Bravorufe und Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir von der Österreichischen Volkspartei stellen ja stets unter Beweis, dass uns die Gemeinden wichtig sind und dass wir das Ohr am Bürger haben. Auch der Österreichische Gemeindebund hat ja diese Gesetzesänderung gefordert – und ich freue mich, dass es hiezu einen breiten Konsens im Hohen Hause gibt. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Parnigoni: Bundeskanzler Kreisky!
Unter Kreisky und Ludwig, Landeshauptmann Siegfried Ludwig, wurde ein Projekt begonnen, das 1995 fertig gestellt wurde. (Abg. Parnigoni: Bundeskanzler Kreisky!) – Unter Bundeskanzler Kreisky – gerne! – und unter Landeshauptmann Siegfried Ludwig wurde ein Projekt fertig gestellt, das heute endlich auch seinen rechtlichen Rahmen bekommt.
Beifall bei der ÖVP.
Was mich besonders freut, meine Damen und Herren: Sie wollen alle zustimmen. Deshalb: Ich lade Sie ins Marchfeld ein! Schauen Sie sich das an! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
In dieser Region wird es in Zukunft einen ausgeglichenen Grundwasserhaushalt geben, die Wasserqualität wird sich verbessern, das Oberflächenwasser wird gezielt versickern. Diese Einigung zwischen Wien, Niederösterreich und dem Bund wird, denke ich mir, eine deutlich spürbare Verbesserung für das Lebensumfeld und die Ökologie in dieser Region zur Folge haben. – Wir von der SPÖ begrüßen daher diese – allerdings späte – Lösung sehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Daher nur ganz kurz: Meine Fraktion wird zustimmen. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Demonstrativer Beifall bei den Freiheitlichen.
Abgeordnete Dr. Evelin Lichtenberger (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Ich kann mich eigentlich diesmal den Ausführungen meiner Vorredner nur anschließen. (Demonstrativer Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Mainoni: Aber geh!
Ich habe mich zwar noch immer nicht von dem Schock erholt, dass Sie mutwillig den Transitvertrag gefährden (Abg. Mag. Mainoni: Aber geh!) – das wird ja dann schließlich irgendwann einmal wegen mittelbarer Diskriminierung fallen, und dann werden die Finnen eben auch mit höheren Tonnagen hereinfahren können –, und ich habe mich noch immer nicht von dem Schock erholt, dass Sie aus Partikularinteressen solche Dinge zum gegenwärtigen Zeitpunkt riskieren.
Beifall bei den Grünen, der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Ich hoffe auf einen guten weiteren Erfolg dieses Projektes und auf eine positive Weiterentwicklung. (Beifall bei den Grünen, der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Präsident Dr. Khol übernimmt den Vorsitz.
Im Bemühen, eine einheitliche Luftraumüberwachung herzustellen, wurde nach jahrelangen Vorbereitungen 1997 die Grundsatzvereinbarung getroffen, dass es im mitteleuropäischen Luftraum über 28 500 Fuß eine gemeinsame Flugsicherung geben soll. (Präsident Dr. Khol übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Mag. Regler.
Ich darf zum Abschluss eigentlich nur eines als Hinweis geben: Bei aller Wertschätzung sollten wir alle danach trachten, dass die Flugsicherungsstandards beibehalten beziehungsweise noch verbessert werden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Mag. Regler.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir stimmen diesem Antrag gerne zu. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Regler.
Es gibt aber einen weiteren Druck auf Vereinheitlichung, den ich hier noch ansprechen möchte – ich möchte die Regierung auch auffordern, sich auch in diesem Bereich aktiv einzubringen –, und zwar ist das die Besteuerung von Kerosin und die europaweite einheitliche Besteuerung ... (Zwischenruf des Abg. Mag. Regler.) Ich sage ja: europaweite einheitliche Besteuerung. Sie werden im Antragstext sehen, dass ich das auch so gemeint habe, denn da sind natürlich nationale Alleingänge nicht wirklich möglich, aber das muss in Angriff genommen werden. Es gibt immer mehr Bereitschaft auch auf europäischer Ebene dafür. Gerade jetzt angesichts der Konkurrenz der Billigflieger wird das immer mehr spruchreif.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich danke Ihnen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Schieder: Ich stimme auch zu!
Ich bitte jene Damen und Herren, die hiezu ihre Zustimmung geben, um ein entsprechendes Zeichen. Herr Kollege Schieder? (Abg. Schieder: Ich stimme auch zu!) – Der Antrag ist einstimmig angenommen.
Beifall bei der ÖVP.
Besonders wichtig ist mir die stationäre Behandlung von unmündigen Minderjährigen bis zum zehnten Lebensjahr. Es ist daher die Möglichkeit der Mitaufnahme von Begleitpersonen vorzusehen. Ich denke, dass das ganz wichtig ist. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Molterer: Geht auch schneller!
Aber gestatten Sie mir, meine Damen und Herren, trotzdem ein paar Worte zur Gesund – ich spreche langsamer, Kollege Molterer (Abg. Mag. Molterer: Geht auch schneller!) –, weil ich denke, dass Patientenrechte auch damit zusammenhängen, ob Menschen überhaupt die entsprechende Infrastruktur vorfinden. Aber es sind gerade Sie, die Selbstbehalte den kranken Menschen sozusagen auf das Auge drücken wollen. Sie haben ja beschlossen, dass Selbstbehalte für alle Kassen eingeführt werden sollen. Daher werden Leistungen für manche Menschen, vor allem für kranke Menschen, nicht mehr so leicht erschwinglich sein. Sie wissen aus den Erfahrungen mit den Ambulanzgebühren ganz genau, dass genau solche Selbstbehalte keine Lenkungseffekte haben, sondern, im Gegenteil, zu Lasten der Gesundheit der Menschen gehen.
Zwischenrufe des Abg. Wittauer.
Aber was ich ganz besonders empörend finde, Herr Kollege Molterer – und ich rede noch langsamer, damit Sie mir folgen können –, das ist, dass Sie auf der einen Seite den Menschen Selbstbehalte auf das Auge drücken wollen, auf der anderen Seite aber noch keinen Finger gerührt haben, damit die Krankenkassen tatsächlich saniert werden. Aber überhaupt keinen Genierer haben Sie dann, wenn es darum geht, Versorgungsposten für Ihre Leute zu finden, und dort sind Sie ja sehr gut im Proporz, denn da wird die Frau Ex-Abgeordnete Beate Hartinger, meine Damen und Herren von der FPÖ, hervorragend versorgt. (Zwischenrufe des Abg. Wittauer.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Das ist eine fähige Frau!
Herr Vanas bezieht sein Gehalt weiter, ohne dass er ein Portefeuille für die Geschäftsführung hat. Damit es aber zu keinem Streiten zwischen ÖVP und FPÖ kommt und als ein kleines Dankeschön an die FPÖ, weil sie beispielsweise bei der Pensionsreform brav gehalten hat, bekommt Frau Hartinger diesen Posten. Das alles kennen wir schon. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittauer: Das ist eine fähige Frau!)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Kollege, das alles kennen wir schon. Beim Gaugg war es genau dasselbe. Da hätten Sie dasselbe Spiel geplant gehabt. Der hat sich nur selber aus dem Spiel genommen, das ist alles. Wissen Sie, was das ist? – Wasser predigen und Wein trinken. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Kollegin Hartinger – jetzt werde ich Ihnen etwas sagen – hat immer gemeint, bei den Sozialversicherungen müsse eingespart werden. Sie sollen bei sich selbst zum Sparen anfangen. – Sie sparen gar nicht! Sie stocken auf, damit schön brav ein FPÖler und ein ÖVPler Platz hat. Dort sparen Sie nicht, aber bei den Menschen, bei den Versicherten wollen Sie sparen, und das ist ein Skandal, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Wittauer – in Richtung SPÖ –: Das ist unglaublich, was ihr aufführt! – Zwischenrufe der Abg. Rossmann.
Abgeordnete Barbara Rosenkranz (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Ministerin! Die Qualifikation der Frau Beate Hartinger steht wohl außer Frage, Frau Abgeordnete Silhavy, das muss ich da schon einmal betonen. Wenn ich mir die Bedingungen anschaue, die Ihr Landeshauptmannstellvertreter DDr. Peter Schachner-Blazizek jetzt gestellt hat, um sich von der ESTAG zu verabschieden, dann weiß ich nicht, wo da Begünstigungen und Privilegien stattfinden. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Wittauer – in Richtung SPÖ –: Das ist unglaublich, was ihr aufführt! – Zwischenrufe der Abg. Rossmann.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ganz im Gegensatz dazu der heutige Abschluss mit Tirol. Das Bewusstsein, dass die Befindlichkeit des Patienten, seine Menschenwürde nicht davon zu trennen ist, wie seine Heilung verläuft, ist ein absolut richtiges. Je weiter die Neurologie voranschreitet, desto klarer wird der Satz, dass es der Geist ist, der den Körper baut. So ist es auch im Interesse einer Heilung und eines wirklichen Verständnisses von Medizin, nämlich als Heilkunst, dass wir heute diesen erfreulichen Abschluss tätigen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Wittauer: Ich werde den Herrn Doktor nicht stören! Ich werde aufmerksam folgen!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Dr. Grünewald. 7 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Wittauer: Ich werde den Herrn Doktor nicht stören! Ich werde aufmerksam folgen!)
Abg. Neudeck: Das muss man im Protokoll nachlesen!
Also wenn die Regierung der hellsten Köpfe bei der kleinsten Schwierigkeit klein beigibt, wenn Rechtssicherheit verlangt wird, wenn sie die Gleichbehandlung aller Bürgerinnen und Bürger in ihrer traurigen Rolle als PatientInnen nicht sicherstellen kann, sondern nur durch bloße Übersichtlichkeit und Lesbarkeit ersetzt, dann muss ich sagen: Dann ist das eine Bankrotterklärung! Manche munkeln aber, dass diese Regierung der hellen Köpfe nicht stärker strahlt als ein Kopfsteinpflaster bei Neumond, und das finde ich schon bedenklich, aber so hart sind Ihre Köpfe durchaus wie ein Kopfsteinpflaster. (Abg. Neudeck: Das muss man im Protokoll nachlesen!)
Abg. Neudeck: Wird das jetzt ein Abänderungsantrag?
Wie verhält es sich mit einer angemessenen und rechtzeitigen Sicherstellung? Wie ist es mit Rufbereitschaften? Wie ist es mit Leistungsangebotsplanung? Wie ist es mit Psychotherapie, Rehabilitation? – Da ist nichts sichergestellt, weder rechtzeitig noch überhaupt. Wie ist es mit Heilbehelfen, Selbstbehalten et cetera? (Abg. Neudeck: Wird das jetzt ein Abänderungsantrag?)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Frau Bundesminister! Ich darf Sie bitten, als Beispiel von hellen Köpfen zu agieren und nicht nur im Gesundheitsausschuss, sondern auch im Nationalrat das zu debattieren, was zur Vereinheitlichung der PatientInnenrechte in Österreich führen kann. – Danke. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Neudeck – in Richtung SPÖ –: Da sind sie jetzt auf einmal ganz stad!
Leider war es das auch schon. Irgendwie sind die Vorarbeiten im Ressort der Gesundheitsstadträtin versumpft – wie so vieles, oder besser: alles andere seit ihrem Amtsantritt. (Abg. Neudeck – in Richtung SPÖ –: Da sind sie jetzt auf einmal ganz stad!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ja, Wien ist in diesem Bereich tatsächlich nicht schlecht organisiert – das muss man zugeben –, und daher ist es erst recht nicht zu verstehen, dass die rote Stadtregierung in diesem Bereich untätig und unwillig ist und bleibt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Übrigens: Genauso ist es beim Thema der Verankerung des arbeitsfreien Sonntags in der Landesverfassung – aber anscheinend zählt halt, meine Damen und Herren von der SPÖ, der Mensch da doch nicht wirklich. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP, den Freiheitlichen und der SPÖ.
Ich danke Ihnen für Ihre Unterstützung. (Beifall bei der ÖVP, den Freiheitlichen und der SPÖ.)
Abg. Wittauer: Da sind wir neugierig, ob wir etwas Neues hören!
Abgeordneter Ing. Erwin Kaipel (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Meine Damen und Herren! (Abg. Wittauer: Da sind wir neugierig, ob wir etwas Neues hören!) – Es gibt nichts Neues mehr.
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Wittauer.
Wir wissen, dass die Weiterentwicklung, die Vereinheitlichung der Patientenrechte schon mehr als zehn Jahre in Diskussion steht. Wahrscheinlich ist die föderale Struktur Österreichs der Grund dafür, dass es bis heute zu keiner bundeseinheitlichen Lösung gekommen ist. Ich hoffe aber sehr, dass diese Artikel-15a-Vereinbarungen nur als Zwischenlösung gelten. Auch wenn die Charta zweifellos eine Verbesserung darstellt, wird die SPÖ weiterhin an einer bundeseinheitlichen Lösung arbeiten. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Wittauer.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Wittauer.
Wir wollen ein Patientenrecht, das für alle Patienten in Österreich gleich ist. Ich hoffe, dass auch Sie in absehbarer Zeit mit dabei sind. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Wittauer.)
Abg. Wittauer: Ganz eine unfaire Geschichte!
Ich möchte noch etwas sagen, weil vorhin etwas zur Frau Hartinger gesagt worden ist. (Abg. Wittauer: Ganz eine unfaire Geschichte!) Da hat es natürlich, wie wir es in allen solchen Angelegenheiten halten, eine genaue und objektive Postenbesetzung gegeben. Die Frau Hartinger hat diesen Posten bekommen, weil sie durchaus Qualitäten und einschlägige Berufserfahrung hat. Dem Kollegen Brosz muss ich zu seinem Leidwesen widersprechen: Im Vorjahr hat es sogar von der grünen Fraktion die Bestätigung gegeben, dass die Auswahl von Beate Hartinger und von Roswitha Pettliczek-Koller in Ordnung ist. Da stehen zwei Frauen zur Auswahl, die hervorragende Qualifikationen haben beziehungsweise darüber verfügen. Also von daher geht da alles mit rechten Dingen zu.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich wünsche auf diesem Wege gute Arbeit und viel Erfolg noch für die Patientencharta. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich bitte Sie, Frau Ministerin, da Sie sagen, Sie seien jetzt noch in Verhandlung mit Vorarlberg, denn in diesem Bundesland soll das angeblich nächste Woche beschlossen werden, schauen Sie, dass diese Rechte in die Patientencharta gleich hineinkommen, weil dann Vorarlberg eine Vorreiterrolle hätte und es dann einen größeren Druck gäbe, dass die anderen fünf Bundesländer, die die Charta schon beschlossen haben, diese Rechte als Ergänzung mit aufnehmen! Aber so richtet sich jeder nach dem anderen und denkt sich, was der andere nicht hat, brauche ich auch nicht zu machen – und die Qualität der Patientencharta wird nicht besser, sondern schlechter. Das Wort „Patientencharta“ ist in diesem Fall wirklich schön langsam in Frage zu stellen, ob sie das wirklich noch ist, was sie eigentlich sein sollte, nämlich ein Instrument im Interesse der Patienten. Da fehlt also noch einiges, und ich ersuche Sie, schauen Sie, dass Sie diese zwei Punkte zumindest einmal in Vorarlberg hineinbekommen: für gehörlose Menschen und für blinde Menschen. Dann könnte man sagen, dass es wenigstens ein bisschen einen Fortschritt gibt, denn so gibt es gar keinen. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen.
das sage ich jetzt als Arzt –, um jeden zu kämpfen. Wir brauchen wirklich nicht stolz darauf zu sein, dass Österreich mit Grönland die höchste Jugendraucherrate hat. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP, der Freiheitlichen und der Grünen.
Sehr geehrte Damen und Herren! Die Gesetze, die wir hier beschließen, sind immer nur so gut wie die Umsetzung dieser Gesetze. Ich erlaube mir, festzustellen, dass ich als Nichtraucherin nicht nur bei den Mitgliedern meiner Fraktion, sondern bei allen hier Anwesenden darauf achten werde, wie Sie mit dem Nichtraucherschutz, den wir heute gemeinsam beschließen, in Zukunft umgehen werden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP, der Freiheitlichen und der Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der ÖVP und der SPÖ.
Alle von uns hier herinnen sind angehalten, sich dieses Gesetz zu Herzen zu nehmen und weiterzutragen und in Zukunft dafür zu sorgen, dass wir weniger Probleme mit den Folgen des Tabak- und Nikotinkonsums haben werden. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der ÖVP und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Kurt Grünewald (Grüne): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Keine Sorge, ich halte mich kürzer, ich brauche nicht sieben Minuten. Ich möchte nur rekapitulieren. Ich freue mich über dieses Gesetz, aber Jubel ist nicht angebracht. Ich rufe in Erinnerung: Das Motiv für dieses Gesetz, nicht nur Motiv, sondern eine Handlungsanweisung, ist eine EU-Richtlinie, die meines Wissens bis 30. September 2002 innerstaatlich hätte vollzogen werden sollen. Wir schreiben heute ein anderes Datum, und der große Hobbyfußballer Schüssel verdient sich mit diesem Gesetz nicht den Titel eines Torschützenkönigs – außer er biegt das Gesetz, dass Tore auch noch nach Ablauf der zweiten Halbzeit gelten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: ... Pass!
Dass dieses Gesetz eine sinnvolle Reduktion des Gefährdungspotentials durch Teerkondensat, Nikotin und Kohlenmonoxyd ... (Ruf bei der ÖVP: ... Pass!) – Sie geben ihnen Pass, das ist gut, fein, ich bin kein großer Fußballer. Dafür muss ich mich aber jetzt als Sünder bekennen. Es gibt zwei didaktische Möglichkeiten, sich dem Problem zu nähern: mit dem erhobenen Zeigefinger, belehrend, schulmeisterlich. Ich bin ein schwacher, nicht sehr kluger Mensch (Widerspruch. – Abg. Wittauer: Das stimmt nicht! Ich halte Sie für sehr klug!) und kann Ihnen nur raten: Folgen Sie nicht meinem Beispiel, seien Sie in diesem Fall klüger als ich – sonst wünsche ich mir das natürlich weniger –, und rauchen Sie nicht!
Widerspruch. – Abg. Wittauer: Das stimmt nicht! Ich halte Sie für sehr klug!
Dass dieses Gesetz eine sinnvolle Reduktion des Gefährdungspotentials durch Teerkondensat, Nikotin und Kohlenmonoxyd ... (Ruf bei der ÖVP: ... Pass!) – Sie geben ihnen Pass, das ist gut, fein, ich bin kein großer Fußballer. Dafür muss ich mich aber jetzt als Sünder bekennen. Es gibt zwei didaktische Möglichkeiten, sich dem Problem zu nähern: mit dem erhobenen Zeigefinger, belehrend, schulmeisterlich. Ich bin ein schwacher, nicht sehr kluger Mensch (Widerspruch. – Abg. Wittauer: Das stimmt nicht! Ich halte Sie für sehr klug!) und kann Ihnen nur raten: Folgen Sie nicht meinem Beispiel, seien Sie in diesem Fall klüger als ich – sonst wünsche ich mir das natürlich weniger –, und rauchen Sie nicht!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Rauch-Kallat hat noch viel zu tun, und ich glaube, wir könnten da zusammenarbeiten, aber diesmal wünschen wir Ihnen Erfolg vor Torschluss, und zwar rechtzeitig. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Sburny: Viel Vergnügen!
Das sind Zahlen, die absolut unbefriedigend sind, und wir werden alles daransetzen, dass wir in den nächsten Jahren mit einer entsprechenden Aufklärungs- und Informationsarbeit vor allem bei jungen Menschen einen Meinungs- und auch Verhaltensumschwung zustande bringen. Ich bin eine grenzenlose Optimistin, ich werde natürlich meine Bemühungen auch auf den Herrn Abgeordneten Grünewald und den Herrn Abgeordneten Van der Bellen ausweiten (Abg. Sburny: Viel Vergnügen!) und mein Möglichstes tun, um einen entsprechenden Impuls zu setzen, um auch Sie von diesem Laster zu befreien und vielleicht auf ein anderes Laster umlenken zu können. (Abg. Mandak: Cannabis zum Beispiel!)
Abg. Mandak: Cannabis zum Beispiel!
Das sind Zahlen, die absolut unbefriedigend sind, und wir werden alles daransetzen, dass wir in den nächsten Jahren mit einer entsprechenden Aufklärungs- und Informationsarbeit vor allem bei jungen Menschen einen Meinungs- und auch Verhaltensumschwung zustande bringen. Ich bin eine grenzenlose Optimistin, ich werde natürlich meine Bemühungen auch auf den Herrn Abgeordneten Grünewald und den Herrn Abgeordneten Van der Bellen ausweiten (Abg. Sburny: Viel Vergnügen!) und mein Möglichstes tun, um einen entsprechenden Impuls zu setzen, um auch Sie von diesem Laster zu befreien und vielleicht auf ein anderes Laster umlenken zu können. (Abg. Mandak: Cannabis zum Beispiel!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ und der Freiheitlichen.
Die Summe ist wichtig, meine Damen und Herren! In diesem Sinne danke ich für Ihre Unterstützung. Wir haben noch viel zu tun, da gebe ich allen meinen Vorrednern Recht. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ und der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Diese Gesetzesanpassung wird das Problem allein nicht lösen, jedoch bin ich der Meinung, dass dies ein Schritt in die richtige Richtung ist. Ich bin einer von denen, die es geschafft haben, mit dem Rauchen aufzuhören, und ich bin froh darüber. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der SPÖ.
Ganz zum Schluss möchte ich als Rot-Kreuz-Mitarbeiter noch einen Dank an Sie, Frau Ministerin, und Ihre gesamte Mitarbeiterschaft aussprechen. Ich bin sehr froh, dass die Ausbildungsverordnung zum Sanitätergesetz kurz vor der Unterschrift steht. Das ist für unseren Rettungsdienst, für das Rote Kreuz ganz wichtig. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Theresia Haidlmayr (Grüne): Herr Präsident! Frau Ministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich möchte zum Tabakgesetz reden. Frau Ministerin, lenken Sie dem Herrn Klubobmann sein Laster nicht auf ein anderes um, wie Sie es sagten, denn er ist mit seinem Laster so harmlos, dass das wirklich locker drinnen ist. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Bundesministerin Rauch-Kallat: Schade!
Wir wissen nicht, an welches Laster Sie da denken. Ich glaube, das wäre nicht gescheit, lassen Sie ihn so, wie er ist, so passt es. (Beifall bei den Grünen. – Bundesministerin Rauch-Kallat: Schade!)
Demonstrativer Beifall des Abg. Dr. Van der Bellen.
Das Tabakgesetz können wir leider nicht verhindern, die EU-Richtlinie wird umgesetzt werden, jedoch halte ich das Ganze schon ein bisschen für einen Betrug an den Rauchern. Ich vergleiche das mit dem Alkohol. Ich trinke zwar keinen Alkohol, aber ich habe mir das erzählen lassen: Das wäre dasselbe, wie wenn der Kognak – das ist mir gesagt worden – nur mehr 5 Prozent Alkohol haben dürfte, aber dann ist es kein Kognak mehr, sondern dann ist es unter Umständen wie eine Limonade oder ich weiß nicht, was es dann ist, weil ich mich da nicht auskenne. Beim Rauchen ist es dasselbe: Wenn heute nur mehr ganz leichte Zigaretten auf dem Markt sind, dann fragt ich mich, ob das wirklich noch Zigaretten sind. (Demonstrativer Beifall des Abg. Dr. Van der Bellen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Den nächsten Erfolg würde ich sehen, wenn man bereit wäre, die Tabaksteuer nicht nur per Goodwill, sondern per Gesetz und per Budget in den Gesundheitsbereich umzuleiten. Das sollte kein Goodwill vom Finanzminister sein, das sollte nicht davon abhängen, ob er Ihnen etwas gibt und wie viel er Ihnen gibt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Öllinger: Das kommt wieder in einen Fonds!
uns Rauchern gar nicht recht sind, verwendet wird. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Öllinger: Das kommt wieder in einen Fonds!)
Abg. Marizzi: Zwei!
Als Erster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Mag. Maier. Er wünscht 3 Minuten zu sprechen. Sie sind am Wort. (Abg. Marizzi: Zwei!) – Herr Kollege Marizzi verbessert auf zwei. Feel free!
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
sie verschreiben, zugleich Provisionen für den Verkauf dieser Geräte kassieren. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir gehen von einem anderen Ansatz aus: Wir glauben, dass in allen Vertriebsbereichen – sowohl über Internet als auch über Postfachfirmen – eine umfassende Marktbeobachtung zu erfolgen hat. Der nun vorliegende Gesetzentwurf wird den Problemen nicht gerecht. Die Konsumentenschützer in Österreich haben ein Problem – Sie können mit Ihrer Kollegin, Frau Staatssekretärin Haubner, darüber reden –: Menschen wissen nicht, was in derartigen Produkten enthalten ist. Und wenn es keine entsprechenden Kontrollen gibt, werden Menschen diese Produkte kaufen, daran glauben, dann enttäuscht sein und dann fragen: Warum wird in Österreich nicht adäquat kontrolliert? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dolinschek: Das ist aber schlecht!
Unser Kritikpunkt richtet sich an eine unvollständige Umsetzung, nämlich der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes, und auch daran, dass die nationalen Möglichkeiten, die das europäische Recht im Rahmen der Lebensmittelgesetzgebung geboten hat, von Ihrer Regierung, Frau Bundesministerin, der österreichischen Bundesregierung, nicht ausgenützt wurden, und daher lehnen wir diese Regierungsvorlage ab. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dolinschek: Das ist aber schlecht!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich glaube, in diesem Sinne ist diese Verordnung eine gelungene Maßnahme, um arme, verzweifelte Menschen zu schützen, damit sie nicht unnötig viel Geld ausgeben. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Grünewald: Kürzer!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Dr. Grünewald. Wunschgemäße Redezeit: 7 Minuten. (Abg. Dr. Grünewald: Kürzer!) – Ihr Wort in Gottes Ohr! – Bitte.
Abg. Rossmann: Sagen Sie das nicht!
Und unser Herr Staatssekretär Waneck – ich kann nicht sagen: Gott habe ihn selig!, denn er weilt ja unter uns, aber: Gott schütze ihn!, würde ich sagen – verschreibt Dr. Auer’s Basenpulver, das ich nicht einmal Gartenzwergen rezeptieren würde, weil es nicht ganz unproblematisch ist (Abg. Rossmann: Sagen Sie das nicht!) – ich sage
Abg. Rossmann: Zur Neutralisierung ist es sehr gut!
Ich glaube, man sollte auch mit den Heilmasseuren und gewerblichen Masseuren darüber sprechen, dass das ... (Abg. Rossmann: Zur Neutralisierung ist es sehr gut!) Ja, aber wissen Sie, viele sind schon neutral genug. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich glaube, man sollte auch mit den Heilmasseuren und gewerblichen Masseuren darüber sprechen, dass das ... (Abg. Rossmann: Zur Neutralisierung ist es sehr gut!) Ja, aber wissen Sie, viele sind schon neutral genug. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Aber wie gesagt: Als Ergänzungsmittel für die Gesundheit empfehle ich die Zeit. Geben Sie uns diese, und ich bin vielleicht nicht gesund, aber zufrieden. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Im Sinne der Gesundheit der Österreicher ist das, glaube ich, ein richtiger Schritt in die richtige Richtung. Es ist zwar nicht die Lösung aller Probleme, aber ich denke trotzdem, dass man diesem Gesetz aus diesem Grund zustimmen kann. Es ist ein erster Schritt, es geht natürlich nicht alles in einem Schritt, aber wir versuchen, uns nach und nach dieser Problematik zu nähern und ihr Herr zu werden. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Bundesministerin für Gesundheit und Frauen Maria Rauch-Kallat: Herr Präsident! Hohes Haus! Herr Abgeordneter Grünewald! Auch ich finde es schade, dass gerade die Gesundheitsthemen und das Thema Kinderbetreuungsgeld nur am Ende eines dreitägigen Sitzungsmarathons Platz gefunden haben, und ich hoffe, dass diese Tagesordnungspunkte in Zukunft prominentere Stellen in der Tagesordnung und damit auch mehr Zeit für die Diskussion bekommen. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir haben Verbesserungen bei einer EU-Richtlinien-Umsetzung erreicht, Verbesserungen für Psychologen, Psychotherapeuten und das Pflegepersonal. Wir haben vor allem mit dieser Novelle die Freiberuflichkeit für alle MTD-Berufe sichergestellt. Ich denke, dass das wichtig ist, und ich danke Ihnen für Ihre Zustimmung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Zusammenfassend, Frau Bundesminister: In diesem Bereich ist einiges verkorkst worden. Ich glaube, wir brauchen dringend einen Korkenzieher in Form einer Lebensmittelgesetz-Novelle, um das zu beheben. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir werden diesen Gesetzesmaterien zustimmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Lichtenegger.
Wie gesagt, Frau Ministerin, ich bitte Sie darum: Schauen Sie, dass Sie diese Lebensmittelergänzungsprodukte und vor allem auch die Magnetfeldtherapie in den Griff bekommen, denn da geben viele Leute unheimlich viel Geld für nichts und wieder nichts aus! Wenn man dieses Geld woanders einsetzen könnte, wäre wirklich allen miteinander wesentlich mehr geholfen. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Lichtenegger.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Das betrifft auch Drogen. Ich bin da für härtere Strafen und für die Abschöpfung der Gewinne. Solche Sanktionen müssten auch da gesetzt werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Trotzdem ist aber von mir grundsätzliche Kritik zur Gesundheitspolitik anzumerken, denn ich habe schon den Eindruck, dass Sie, Frau Bundesministerin, in der Gesundheitspolitik relativ untätig waren, wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob ich froh darüber sein soll oder nicht, denn die Erfahrung in den letzten Monaten hat ja gezeigt: Immer dann, wenn die Bundesregierung besonders eifrig ist, geht das auf Kosten der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wichtig wäre bei einer guten Gesundheitspolitik, dass es ein Gesamtkonzept in Richtung Qualitätssteigerung des Gesundheitswesens gibt, damit die Kranken bei der Behandlung eine gute Versorgung haben und auch in Zukunft nach dem neuesten Stand der Medizin behandelt werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Bundesministerin, ausruhen auf den Lorbeeren der Vergangenheit und gleichzeitig Postenschacher in der Sozialversicherung betreiben, das macht weder eine gute Ministerin aus, noch wird es die Qualität in der Gesundheitspolitik sichern. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Hier ist Gender Mainstreaming eingetreten, und ich wünsche, dass alle diesem Gesetz zustimmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Steibl: Das ist die unterste Schublade!
Abgeordneter Erwin Spindelberger (SPÖ): Meine Damen und Herren! Im Rahmen der heutigen Nachmittagsdebatte hat die gerade Zeitung lesende Abgeordnete Partik-Pablé gesagt, sie habe analysiert, was hier im Hohen Haus passiert, wie hier gearbeitet wird und was in diesem Haus alles unterstellt wird, und dies als ungeheuerlich bezeichnet. (Abg. Steibl: Das ist die unterste Schublade!)
Zwischenruf der Abg. Steibl.
Frau Abgeordnete, zu der Politik Ihrer Fraktion, der ÖVP, und zu dem, was Sie hier an den Tag legen, muss ich sagen: Wir müssen euch noch viel mehr auf die Finger schauen! Auch ich habe analysiert. (Zwischenruf der Abg. Steibl.)
Abg. Steibl: Eine gescheite Ministerin!
Aber wenn ich mir die Politik des amtierenden Vizekanzlers und Noch-Parteibobmanns von Haiders Gnaden und jene der Frau Bundesministerin Rauch-Kallat anschaue (Abg. Steibl: Eine gescheite Ministerin!), dann muss ich sagen: Diese Politik ist keine Sachpolitik, dabei geht es nicht um Sachthemen, sondern es wird ausschließlich parteipolitisch agiert. (Abg. Steibl: Na geh!)
Abg. Steibl: Na geh!
Aber wenn ich mir die Politik des amtierenden Vizekanzlers und Noch-Parteibobmanns von Haiders Gnaden und jene der Frau Bundesministerin Rauch-Kallat anschaue (Abg. Steibl: Eine gescheite Ministerin!), dann muss ich sagen: Diese Politik ist keine Sachpolitik, dabei geht es nicht um Sachthemen, sondern es wird ausschließlich parteipolitisch agiert. (Abg. Steibl: Na geh!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Das habt ihr in der Krankenkasse so gemacht! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wenn ein gewisser Herr Finanzminister Grasser heute gesagt hat: Wir führen diesen Weg weiter!, dann muss ich fragen: Ja wie schaut denn dieser Weg aus? – Es gibt Freunderlwirtschaft auf allen Ebenen! Das ist überhaupt das Einzige, was in Ihrer Politik im Vordergrund steht! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Das habt ihr in der Krankenkasse so gemacht! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Aber ich gebe dem Herrn Finanzminister in einem Punkt Recht, er hat nämlich auch gesagt: Wir führen Gespräche für mehr Arbeitsplätze! – Das wissen wir, denn ausgehend vom Innenministerium über das Finanzministerium bis zur Oesterreichischen Nationalbank und nun auch zur Sozialversicherung wird Ihrerseits auf Teufel komm raus in einem noch nie dagewesenen Ausmaß Postenschacher betrieben! Wie sonst könnte der Fall eintreten, dass mit gestrigem Tag – und jetzt sage ich genau das Gegenteil dessen, was Herr Abgeordneter Lichtenegger gesagt hat – eine in allen Bereichen kläglich gescheiterte Ex-FPÖ-Abgeordnete jetzt noch schnell mit einem guten Job im Hauptverband versorgt wurde? (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) – So schaut der von Ihnen eingeschlagene Weg aus! Wir müssen Ihnen noch viel mehr auf die Finger schauen, als wir das in der Vergangenheit getan haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber ich gebe dem Herrn Finanzminister in einem Punkt Recht, er hat nämlich auch gesagt: Wir führen Gespräche für mehr Arbeitsplätze! – Das wissen wir, denn ausgehend vom Innenministerium über das Finanzministerium bis zur Oesterreichischen Nationalbank und nun auch zur Sozialversicherung wird Ihrerseits auf Teufel komm raus in einem noch nie dagewesenen Ausmaß Postenschacher betrieben! Wie sonst könnte der Fall eintreten, dass mit gestrigem Tag – und jetzt sage ich genau das Gegenteil dessen, was Herr Abgeordneter Lichtenegger gesagt hat – eine in allen Bereichen kläglich gescheiterte Ex-FPÖ-Abgeordnete jetzt noch schnell mit einem guten Job im Hauptverband versorgt wurde? (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) – So schaut der von Ihnen eingeschlagene Weg aus! Wir müssen Ihnen noch viel mehr auf die Finger schauen, als wir das in der Vergangenheit getan haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steibl: Was habt ihr in der Gebietskrankenkasse gemacht? Da habt ihr auch alles aufgebläht!
Wie schaut es bei den Kosten aus? – Die Kosten sind von 156 000 € im Jahr (Abg. Steibl: Was habt ihr in der Gebietskrankenkasse gemacht? Da habt ihr auch alles aufgebläht!) – hören Sie einmal zu! – auf 1 126 000 € gestiegen, und durch diese Nachbesetzungen kamen noch 500 000 € dazu. – Das ist eine Politik, die nur zu Lasten der Versicherten geht! Da werden wir nicht mitmachen! (Beifall bei der SPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wie schaut es bei den Kosten aus? – Die Kosten sind von 156 000 € im Jahr (Abg. Steibl: Was habt ihr in der Gebietskrankenkasse gemacht? Da habt ihr auch alles aufgebläht!) – hören Sie einmal zu! – auf 1 126 000 € gestiegen, und durch diese Nachbesetzungen kamen noch 500 000 € dazu. – Das ist eine Politik, die nur zu Lasten der Versicherten geht! Da werden wir nicht mitmachen! (Beifall bei der SPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
was in der steirischen Gebietskrankenkasse passiert ist!) – Dann rufe ich es Ihnen in Erinnerung! (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Hier herinnen wird nur agiert! Was interessiert mich das Geschwätz von gestern?
Zwischenruf des Abg. Großruck
Frau Hartinger hat am 11. Mai 2000 hier gesagt (Zwischenruf des Abg. Großruck) – hören Sie zu, was sie hier am 11. Mai 2000 gesagt hat! –:
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Großruck.
„Nehmen Sie zur Kenntnis, es wird in Österreich keine Beitragserhöhungen geben! Aber wissen Sie, was es geben wird? – ... die Befreiung des Patienten vom aufgeblähten Parteiproporz in der Sozialversicherung.“ (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Großruck.)
Beifall bei der SPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Frau Ministerin! Wo bleiben denn die positiven Ansätze für das Gesundheitswesen, verbunden mit einem besseren Leistungsniveau für die Versicherten? – Das gibt es bis heute nicht! Das ist eine verantwortungslose Gesundheitspolitik, die Sie da betreiben! Im Hohen Haus Selbstbehalte einzuführen, Beitragserhöhungen einzuführen, um mit diesen Beitragseinnahmen Ex-Politiker zu versorgen, das ist keine Politik, wie ich sie mir vorstelle! Diese Entscheidung ist Unfug auf Kosten der Versicherten! (Beifall bei der SPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie, Frau Ministerin, haben es als oberste Aufsichtsbehörde in der Hand, diesen Unfug zu beeinspruchen und sofort abzustellen, indem Sie bei der Fehlentscheidung Ihre Unterschrift verweigern! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie demonstrativer Beifall der Abg. Mandak.
Abgeordnete Barbara Riener (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Frau Staatssekretärin! Sehr geehrte Damen und Herren im Hohen Haus! Wenn ich Herrn Kollegen Spindelberger so reden höre, glaube ich, dass er auch etwas vergessen hat, denn die Krankenkasse hat die Beiträge erhöht, um eine flächendeckende psychotherapeutische Versorgung sicherzustellen, aber seit zehn Jahren warten wir darauf, doch das wurde noch immer nicht geschafft. – So viel zu den Knoblauchpillen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie demonstrativer Beifall der Abg. Mandak.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie des Abg. Dr. Cap.
Ansonst freue ich mich über die Umsetzung der Vorhaben unserer Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat, die psychische Gesundheit besonders zu stärken. Für unser aller psychische Gesundheit hier im Hohen Haus höre ich jetzt auf. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie des Abg. Dr. Cap.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Erika Scharer (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Frau Staatssekretärin! Meine Damen und Herren! Die SPÖ stimmt dem Bundesgesetz, mit dem das EWR-Psychologengesetz geändert wird, zu. Aber in diesem Zusammenhang, Frau Ministerin, möchte ich darauf hinweisen, dass gesellschaftspolitische Veränderungen, der Wandel auf dem Arbeitsmarkt, der hohe Erfolgs- und Leistungsdruck sowie zunehmende Existenzängste, wie man die Grundbedürfnisse absichern kann, immer mehr Menschen in psychische und in der Folge physische Ausnahmesituationen treiben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Diesen Menschen wollen Sie, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien, durch die geplanten Selbstbehalte bei Arztbesuchen noch zusätzliche Belastungen auferlegen. Wir sehen keine geeigneten Projekte, und es sind keine zukunftsorientierten Maßnahmen für eine problemorientierte Gesundheitspolitik erkennbar. Ihre Gesundheitspolitik ist in Frage zu stellen, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir haben aber insgesamt auch daran zu arbeiten, dass Vorurteile und Ängste abgebaut werden, und alles zu unternehmen, um zu erreichen, dass es einen positiven Zugang zur Psychotherapie insgesamt gibt. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich würde mir wünschen, dass wir, so wie bei der Anerkennung der Befähigung schweizerischer Staatsbürger für den Apothekenberuf, bei der wir eine Fristsetzung von fünf Monaten betreffend den Bescheid festgesetzt haben, auch bei der Konzessionserteilung eine Fristsetzung durchbringen würden, und zwar eine solche, die eine rasche Möglichkeit der Niederlassung von Apotheken im ländlichen Raum zulässt, denn wir dürfen uns nicht nur am Markt orientieren, sondern müssen vor allem die Gesundheitsvorsorge dabei im Auge haben. Auch die Versorgung der Bevölkerung mit Medikamenten muss uns ein wichtiges Anliegen sein. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich darf darauf verweisen, dass die Niederösterreichische Landesregierung im Vorjahr mit einem Forderungskatalog an den Bund herangetreten ist, in welchem sich alle Parteien – diese Initiative war also parteiübergreifend – für eine Änderung des Apothekengesetzes ausgesprochen haben. Ich würde ersuchen, dass wir hier gemeinsame Überlegungen anstellen, wie wir dem entsprechen können. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich freue mich auch darüber, dass die Opposition, wie es scheint, heute endlich hier mitstimmt. Ich bin froh darüber, dass Sie, obwohl Sie beim Kinderbetreuungsgeld noch gezögert haben, jetzt erkennen, dass das Kinderbetreuungsgeld und viele andere familienpolitische Maßnahmen, die die ÖVP-FPÖ-Regierung eingeführt hat, ganz wichtige Beiträge für unsere Familien sind. Ich freue mich darüber und gratuliere Ihnen zu dieser weisen Entscheidung. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Die Sozialdemokraten haben nicht einmal ...!
Die neuen Ungerechtigkeiten entstehen natürlich dadurch, dass es jetzt auf einmal einen Unterschied macht, ob in einer Mehrkinderfamilie die Kinder im Minutentakt oder im Jahresabstand geboren werden. Ich möchte Sie an Ihr eigenes Wahlversprechen erinnern: Jedes Kind ist gleich viel wert – in alter sozialdemokratischer Tradition –, und Sie haben damals jedem Kind das Kinderbetreuungsgeld versprochen. Daher wäre eine andere Lösung, die auch Geschwisterkinder entsprechend begünstigt, die noch im Kindergeldalter sind, eine gerechtere Lösung. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Die Sozialdemokraten haben nicht einmal ...!)
Beifall des Abg. Dr. Grünewald.
Zum Reparaturbedarf im Allgemeinen: Es ist noch einiges zu tun, damit das Kindergeld für diejenigen, die es beziehen, nicht zu einem Instrument wird, das einen praktisch den engen Bewegungsspielraum, den man in einem Raumschiff hat, verspüren lässt. (Beifall des Abg. Dr. Grünewald.) Allerdings wären dazu einige Maßnahmen notwendig, wie zum Beispiel aus meiner Sicht vorrangig die völlige Aufhebung der Zuverdienstgrenze; zum einen, weil die Systemänderung weg von einem Einkommensersatz hin zu einem Familientransfer vollzogen worden ist, zum anderen, weil durch diese Zuverdienstgrenze der völlige Berufsausstieg und nicht die partnerschaftliche Aufteilung gefördert wird, weil Alleinerzieherinnen vom Kindergeld allein und auch von der Familienbeihilfe nicht leben können, arbeiten müssen und dann bestraft werden. Es gibt also viele gute Gründe für eine Änderung.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
arbeit – ich spreche vom Rechtsanspruch auf Teilzeitarbeit mit einem Rückkehrrecht auf den Vollzeitarbeitsplatz – wäre eine wichtige ergänzende Maßnahme, wie natürlich auch – das darf in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben – der Ausbau der Infrastruktur, der Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Kuntzl.
Abgeordnete Barbara Rosenkranz (Freiheitliche): Herr Präsident! Hohes Haus! Jedes Kind ist gleich viel wert – das ist allerdings ein Leitspruch, den Sie (in Richtung SPÖ) jahrzehntelang nicht eingehalten haben. (Zwischenruf der Abg. Mag. Kuntzl.) Denn wie Sie wissen, sind jene Frauen, die vor der Niederkunft nicht beschäftigt waren, überhaupt aus Ihrer Karenzgeldregelung herausgefallen.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es ist erfreulich, dass eine an sich sehr gute Maßnahme, die auch von denjenigen, für die sie gedacht ist, ganz positiv aufgenommen wird, noch weiter verbessert wird. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Nein-Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Mandak. Freiwillige Redezeitbeschränkung: 7 Minuten. (Nein-Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) – Bitte, Frau Abgeordnete. (Abg. Scheibner: Da gibt es aber einen Protest! – Abg. Neudeck: Das müssen Sie aber nicht ausschöpfen!)
Abg. Scheibner: Da gibt es aber einen Protest! – Abg. Neudeck: Das müssen Sie aber nicht ausschöpfen!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Mandak. Freiwillige Redezeitbeschränkung: 7 Minuten. (Nein-Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) – Bitte, Frau Abgeordnete. (Abg. Scheibner: Da gibt es aber einen Protest! – Abg. Neudeck: Das müssen Sie aber nicht ausschöpfen!)
Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Sabine Mandak (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Erschrecken Sie nicht: 7 Minuten Redezeit – es gibt eine Vorbereitung dazu, aber es gibt Zeiten des Redens und Zeiten der Erschöpfung. Ich habe den Eindruck, eine Zeit der Erschöpfung ist jetzt eingetreten. (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.) Sie alle sind mit Ihren Gedanken bei Urlaub, Sonne, Sonnenschirm, Strand – es seien Ihnen diese Gedanken von Herzen vergönnt. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordnete Sabine Mandak (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Erschrecken Sie nicht: 7 Minuten Redezeit – es gibt eine Vorbereitung dazu, aber es gibt Zeiten des Redens und Zeiten der Erschöpfung. Ich habe den Eindruck, eine Zeit der Erschöpfung ist jetzt eingetreten. (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.) Sie alle sind mit Ihren Gedanken bei Urlaub, Sonne, Sonnenschirm, Strand – es seien Ihnen diese Gedanken von Herzen vergönnt. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Neudeck: Was kostet das? Ist das gratis?
lassen, diese können Sie gerne im internen APA-Netz nachlesen. (Abg. Neudeck: Was kostet das? Ist das gratis?)
Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.
Hier ist nun eine Gesetzesänderung zu beschließen, die wir grundsätzlich unterstützen. Ich habe schon im Ausschuss angekündigt, dass diese Erhöhung des Kinderbetreuungsgeldes für Familien mit mehr Kindern, mit Mehrlingsgeburten, andere wiederum benachteiligt. (Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das heißt, wir möchten gerne, dass nicht nur Mehrlingsgeburten – wenn beide Babys gleichzeitig zur Welt kommen – ein erhöhtes Kinderbetreuungsgeld nach sich ziehen, sondern das erhöhte Kinderbetreuungsgeld auch ausbezahlt wird, wenn Kinder in sehr knappem Abstand zur Welt kommen, zum Beispiel im Abstand von einem Jahr. Da ist es derzeit so, dass nur für ein Kind das Kinderbetreuungsgeld ausbezahlt wird. – Ja das ist es, danke! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Posch: Was hat das mit der ökologischen Landwirtschaft zu tun?
Ich glaube, es ist richtig, die notwendigen Schritte zu setzen. (Abg. Mag. Posch: Was hat das mit der ökologischen Landwirtschaft zu tun?) Mit dem Kinderbetreuungsgeld – und das ist für mich das Wesentliche – haben wir einen Schritt, einen Meilenstein in Richtung Kinder- und Familienfreundlichkeit gesetzt und all diejenigen, die in der Vergangenheit durch den Rost gefallen sind, hereingeholt, nämlich Bäuerinnen, Selbständige, Hausfrauen, Studentinnen, Schülerinnen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Das ist soziale Gerechtigkeit, daher stimmen wir gerne zu! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Großruck: Das habe ich noch nie gesehen, dass man mit einem Meilenstein ein Mehl gemahlen hat!
Abgeordnete Gabriele Binder (SPÖ): Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Herr Kollege Prinz, hoffentlich verirren Sie sich nicht auf dem richtigen Weg! Und Meilensteine können manchmal auch zu Mühlsteinen werden. (Abg. Großruck: Das habe ich noch nie gesehen, dass man mit einem Meilenstein ein Mehl gemahlen hat!)
Abg. Steibl: Wenn sie 50 Prozent mehr Geld kriegt, wird das wohl zum Besten der Frau und des Kindes sein!
Mehrlingsgeburtenzuschlag: Wir werden dieser Bestimmung zustimmen. Aber, meine Damen und Herren, die Systemumstellung von der Versicherungsleistung Karenzgeld zur Familienleistung Kindergeld ist wieder um einen weiteren Schritt ergänzt worden. Es ist sicherlich die Frage, ob dies tatsächlich im Sinne, zum Schutz und zum Wohle vor allen Dingen der Frauen ist. Das wird sich weisen. (Abg. Steibl: Wenn sie 50 Prozent mehr Geld kriegt, wird das wohl zum Besten der Frau und des Kindes sein!)
Abg. Steibl: Die Wahlfreiheit ...!
Tatsache ist, Frau Kollegin Steibl, dass die so genannte und viel gepriesene Wahlfreiheit nicht gegeben ist. (Abg. Steibl: Die Wahlfreiheit ...!) Diese ist nicht gegeben, wenn ich zwei Kinder betreuen muss und nur für ein Kind das Kindergeld bekomme. Da kann ich das zweite nicht in den Kühlschrank stecken – schlicht und einfach, Frau Kollegin Steibl! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Tatsache ist, Frau Kollegin Steibl, dass die so genannte und viel gepriesene Wahlfreiheit nicht gegeben ist. (Abg. Steibl: Die Wahlfreiheit ...!) Diese ist nicht gegeben, wenn ich zwei Kinder betreuen muss und nur für ein Kind das Kindergeld bekomme. Da kann ich das zweite nicht in den Kühlschrank stecken – schlicht und einfach, Frau Kollegin Steibl! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Insgesamt muss die Diskrepanz zwischen dem Bezug von Kindergeld und der arbeitsrechtlichen Konsequenz wieder hervorgehoben werden. Es ist notwendig, dass es zu einer Neustrukturierung kommt, denn nur dadurch kann Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen und für Männer erreicht werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall des Abg. Neudeck.
Abgeordnete Dipl.-Ing. Elke Achleitner (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Hohes Haus! Auch wenn es die Opposition immer noch nicht wahrhaben will: Das Kinderbetreuungsgeld ist ein Meilenstein in der Familienpolitik! (Beifall des Abg. Neudeck.) Die Zwischenbilanz nach eineinhalb Jahren hat ergeben, dass eine äußerst positive Beurteilung gegeben ist.
Abg. Binder: Wollen!
Opposition – die Frauen wirklich verstärkt in den Beruf zurückgehen wollen: 96 Prozent wollen bis zum sechsten Lebensjahr des Kindes in den Beruf einsteigen. (Abg. Binder: Wollen!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wir freuen uns wirklich darüber – und ich denke, das ist zu Recht so –, dass durch diese erste Evaluierung des Instituts feststeht, was wir von Anfang an schon immer gesagt haben: Das Kinderbetreuungsgeld ist eines der besten und am meisten geeigneten Instrumente zur Stärkung der Familienpolitik. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Allgemeiner Beifall. – Abg. Brosz: Das war eine gute Rede!
Staatssekretärin im Bundesministerium für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz Ursula Haubner: Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Mir wurde bedeutet: Je kürzer ich spreche, desto größer ist der Applaus. (Allgemeiner Beifall. – Abg. Brosz: Das war eine gute Rede!) Ich werde mich daran halten und möchte einfach danke sagen, danke nicht nur den Regierungsfraktionen, sondern auch der Opposition, dass sie dieser sinnvollen Familienleistung zustimmt!
Beifall bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Die andere Diskussion, die es natürlich zu führen gilt, werden wir sicherlich in weiteren Ausschüssen und zu anderen Tageszeiten führen. Ich freue mich schon darauf. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Abg. Steibl: Wir sind ja noch alle da!
Abgeordnete Mag. Brigid Weinzinger (Grüne): Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Werte noch anwesende Abgeordnete! Drei Anmerkungen, um nicht die volle Redezeit auszuschöpfen und Sie über Gebühr zu erschöpfen. (Abg. Steibl: Wir sind ja noch alle da!)
Beifall bei den Grünen.
Ich möchte jetzt aber auch nicht in eine zu große Euphorie verfallen, denn so großartig ist das nicht, was wir hier für Familien beschließen, die eine enorme finanzielle, zeitliche und vermutlich in vielen Fällen auch nervliche Belastung zu bewältigen haben. Man könnte auch sagen, dass wir für sie in Wirklichkeit nicht so sehr eine ordentliche Verbesserung schaffen, sondern ihnen gerade mal ein paar Brotkrumen hinwerfen oder, auf gut Österreichisch, Semmelbröckerl anbieten, wo sie wirklich substantielle Einkommensverbesserungen brauchen würden. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Eine dritte Anmerkung zum Kinderbetreuungsgeld, das schon wieder als Meilenstein gepriesen wurde. Ich meine, ein Meilenstein kann auch der Punkt null sein, bei dem man losstartet. Das sagt noch lange nichts aus. Wenn wir uns aber diese allgemeine Bewertung genauer anschauen, dann werden Sie sich insbesondere auch auf der Regierungsbank die Frage gefallen lassen müssen: Wo sind denn dann die Frauen, wenn die Kinder einmal drei Jahre alt sind, vier Jahre alt sind? Sind sie wieder an ihrem Arbeitsplatz, sind sie wieder auf demselben Einkommensniveau oder auf einem besseren, als sie vor dieser Kinderpause waren? Daran wird nämlich zu messen sein, ob eine Maßnahme wirklich familienfreundlich ist, denn davon hängt es ab, ob sich Eltern, ob sich Väter wie Mütter gleichermaßen entscheiden können, Kinder zu haben. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Großruck – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Langreiter –: Sag ihnen, wo es langgeht!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Herr Abgeordneter Mag. Langreiter ist der nächste Redner. – Bitte. (Abg. Großruck – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Langreiter –: Sag ihnen, wo es langgeht!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Staatssekretärin Haubner: Danke!
Meine Damen und Herren! Geschätzte Frau Staatssekretärin! Kompliment, dass Sie diesen erfolgreichen familienpolitischen Weg fortsetzen. Sie und Ihre Regierungskollegen haben eine Ruhepause verdient. – Schönen Urlaub! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Staatssekretärin Haubner: Danke!)
Abg. Prinz: Ja, da liegt genau der Unterschied!
Mehrlingsgeburten, und da gebe ich ihm wahrlich Recht. (Abg. Prinz: Ja, da liegt genau der Unterschied!)
Abg. Scheibner: Warum kann man Reden nicht auch schriftlich einbringen, das würde sehr viel Zeit sparen!
Die Kritik der SPÖ am Kinderbetreuungsgeld wird durch die nun vorliegende Studie wissenschaftlich bestätigt. Mit der Regelung zum Kinderbetreuungsgeld sollte die Wahlfreiheit der Eltern hinsichtlich Betreuung der Kinder und die Erwerbsbeteiligung der Frauen erhöht werden. Das Gegenteil ist das Ergebnis! Die Zuverdienstgrenzen veranlassen nur kleine Gruppen von Frauen zu einer rascheren Wiederaufnahme der Berufstätigkeit, insbesondere junge Frauen, Frauen mit mehreren Kindern und Frauen mit geringen Arbeitsentgelten ziehen sich längere Zeit aus dem Erwerbsleben zurück. Gleichzeitig sinkt die Inanspruchnahme von Kinderbetreuungsgeld durch Väter. (Abg. Scheibner: Warum kann man Reden nicht auch schriftlich einbringen, das würde sehr viel Zeit sparen!)
Abg. Neudeck: Warum lesen Sie nicht nur jede zweite Zeile, dann ginge es schneller!
Sehr geehrte Damen und Herren! Bundeskanzler Schüssel meinte im Zusammenhang mit der Pensionsreform in einem Interview, dass wir unter anderem auch deshalb länger arbeiten müssen, weil es in einigen Jahren einen Arbeitskräftemangel geben wird. (Abg. Neudeck: Warum lesen Sie nicht nur jede zweite Zeile, dann ginge es schneller!)
Abg. Steibl: „GenossInnen“! Warum können Sie nicht „Kolleginnen und Kollegen“ sagen?
Deshalb bringe ich folgenden Antrag der Abgeordneten Mag. Andrea Kuntzl, Riepl und GenossInnen ein (Abg. Steibl: „GenossInnen“! Warum können Sie nicht „Kolleginnen und Kollegen“ sagen?):
Beifall bei der SPÖ.
Glück auf! Ich wünsche Ihnen trotz allem ein paar erholsame Tage. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Turkovic-Wendl –: Wird das jetzt ein doppelter Salto, oder wie heißt das? – Rufe bei der ÖVP: Rittberger! Toeloop!
Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Turkovic-Wendl. Die Uhr ist auf 2 Minuten gestellt. – Bitte. (Abg. Neudeck – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Turkovic-Wendl –: Wird das jetzt ein doppelter Salto, oder wie heißt das? – Rufe bei der ÖVP: Rittberger! Toeloop!)
Abg. Mag. Posch: Wie geht der Toeloop genau?
Abgeordnete Ingrid Turkovic-Wendl (ÖVP): Kein doppelter Rittberger, kein dreifacher Toeloop! – Verehrter Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Verehrtes Hohes Haus! Die Zahlen sprechen für sich. (Abg. Mag. Posch: Wie geht der Toeloop genau?) Kein Toeloop, aber vielleicht war er da doch irgendwie mit beteiligt. – Ich weiß ja nicht, wie Sie Kinder machen. (Allgemeine Heiterkeit sowie Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Allgemeine Heiterkeit sowie Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordnete Ingrid Turkovic-Wendl (ÖVP): Kein doppelter Rittberger, kein dreifacher Toeloop! – Verehrter Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Verehrtes Hohes Haus! Die Zahlen sprechen für sich. (Abg. Mag. Posch: Wie geht der Toeloop genau?) Kein Toeloop, aber vielleicht war er da doch irgendwie mit beteiligt. – Ich weiß ja nicht, wie Sie Kinder machen. (Allgemeine Heiterkeit sowie Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Jetzt haben Sie sie erwischt!
Die Geburtenrate in Österreich ist von 75 458 im Jahr 2001 auf 77 319 im Jahr 2002 gestiegen, eine Steigerung von rund 2,5 Prozent. Ein Vergleich zur EU: Dort ist die Rate um 0,8 Prozent gesunken. Ich denke, das Kinderbetreuungsgeld, das am 1. Jänner 2002 durch das Kabinett Schüssel eingeführt wurde, hat da in Österreich zweifelsohne seine positive Wirkung getan – und vielleicht auch Ihr Rezept. (Abg. Scheibner: Jetzt haben Sie sie erwischt!)
Bravorufe und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich denke, das ist ein schöner Schritt zur Entlastung der Familien und auch im Hinblick auf das Jahr 2004, das Jahr der Familie, ein Beweis für die hohe Qualität unserer Familienpolitik. (Bravorufe und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Franz Riepl (SPÖ): Sehr verehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Nach den sachlichen Bemerkungen meiner Vorrednerin möchte ich darauf hinweisen, dass bei der Kinderbetreuung auf der einen Seite das Geld steht und es auf der anderen Seite wichtig ist, eine Infrastruktur dafür zu haben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Ah geh!
Vergleicht man diese Infrastruktur nach Angebot und Qualität, so findet man zwischen den Bundesländern sehr große Unterschiede. Ich sage es mit einem Satz: Bei allen Vergleichen ist Wien einfach Spitze! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Ah geh!)
Beifall bei der SPÖ.
Die absolut meisten Kinderbetreuungsplätze aller Bundesländer gibt es in Wien. Pro Kopf der Bevölkerung gibt es in Wien mit 41 Plätzen je tausend Einwohner den absolut höchsten Wert. Kärnten dagegen hat die schlechteste Versorgung mit Kinderbetreuungsplätzen, nur 26 pro tausend Einwohner. Wien ist also Spitze! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr verehrte Damen und Herren! Absolute Spitze ist Wien auch bei der Betreuung von Klein- und Schulkindern: 71 Prozent aller Krippenplätze und 47 Prozent aller Hortplätze Österreichs befinden sich in Wien. Wien ist also Spitze! (Beifall bei der SPÖ.)
Rufe bei der SPÖ: Spitze!
In Wien gibt es mit Abstand die meisten ganztägig geführten Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Steiermark dagegen ist nur jeder vierte Kindergarten, in Tirol und Vorarlberg gar nur jeder fünfte beziehungsweise siebente Kindergarten ganztägig geöffnet. Wien ist also wieder einmal Spitze. (Rufe bei der SPÖ: Spitze!)
Spitze-Rufe und Beifall bei der SPÖ.
Sehr verehrte Damen und Herren! In Wien bekommen 83 Prozent aller Kinder im Kindergarten ein Mittagessen. In Niederösterreich, Oberösterreich und Salzburg bekommt nur ein Drittel der Kinder ein Mittagessen, in Tirol nur ein Zehntel der Kinder, in Vorarlberg bekommen gar nur 6,5 Prozent der Kinder ein Mittagessen im Kindergarten. Natürlich verhungern sie deshalb nicht. Und sie bekommen in Wien auch keine Packerlsuppen, sondern ein ordentliches Essen. Wien ist also wieder einmal Spitze! (Spitze-Rufe und Beifall bei der SPÖ.)
Präsident Dr. Khol übernimmt den Vorsitz.
Sehr verehrte Damen und Herren! Ich könnte die Liste noch fortsetzen. Die beste regelmäßige ärztliche Betreuung bekommen Kinder in Wien. Kärnten, Tirol und Vorarlberg kommen aber gleich danach, also Kärnten ist nicht immer ganz schlecht. (Präsident Dr. Khol übernimmt den Vorsitz.)
Rufe bei der SPÖ: Spitze! – Abg. Neudeck: Das war jetzt nicht gut dirigiert!
Seh- und Hörtests werden in der Mehrzahl der Kindergärten in Wien, Niederösterreich und Tirol gemacht und so weiter und so fort. Die meisten SozialarbeiterInnen sind in Wien im Einsatz. Wien ist also auch in diesem Bereich der Betreuung: Spitze! (Rufe bei der SPÖ: Spitze! – Abg. Neudeck: Das war jetzt nicht gut dirigiert!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich fasse zusammen: Wien ist anders, Wien ist Vorbild, Wien ist – Spitze! (Beifall bei der SPÖ.)
Jawohl-Rufe und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordnete Mag. Elisabeth Scheucher-Pichler (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Frau Staatssekretärin! Nein, ich kann zwar vieles, aber singen nicht so gut. Aber nach „Wien ist Spitze!“, Herr Präsident, sage ich: Diese Regierung ist Spitze! (Jawohl-Rufe und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Diese Regierung, meine sehr geehrten Damen und Herren, hat mehr für Kinder, mehr für Familien, mehr für Frauen erreicht als je eine Regierung zuvor. Daher ist diese Regierung Spitze! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Posch: Lei-lei!
Meine Damen und Herren! Ich habe eigentlich gedacht, dass wir am Ende, nachdem es im Familienausschuss auch so ausgesehen hat, dass wir einen einstimmigen Beschluss fassen können, wirklich zu einem einstimmigen Beschluss kommen. (Abg. Mag. Posch: Lei-lei!) Ich hoffe, es kommt auch dazu.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich verstehe die Redner der Opposition nicht so ganz: Sie waren ursprünglich überhaupt gegen das Kinderbetreuungsgeld, dann waren sie auf einmal dafür, dann stimmen sie fast immer mit, aber kritisieren im Prinzip alles. Ich sage noch einmal: Das Kinderbetreuungsgeld ist ein Meilenstein, das Kinderbetreuungsgeld bedeutet mehr Zeit für unsere Kinder, bedeutet pädagogisch sehr viel, bedeutet aber auch Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Und das ist Spitze, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es ist sicherlich richtig, dass wir daran arbeiten müssen, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie den neuen Herausforderungen der Arbeitswelt entspricht. Das ist unser Ziel, und daran werden wir auch weiter arbeiten. Daher ist diese Regierung auch am richtigen Weg, und daher ist diese Regierung auch Spitze! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Präsident Dr. Andreas Khol: Letzter Redner mit einer Redezeit von 1 Minute ist Herr Abgeordneter Dolinschek. – Bitte. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Posch: Lei-lei!
hat von Kärnten aus den Siegeszug durch ganz Österreich angetreten. (Abg. Mag. Posch: Lei-lei!) Ich bin dieser Bundesregierung dankbar, dass sie es eingeführt hat. In Kärnten haben wir weitere Verbesserungen bis zum sechsten Lebensjahr vor.
Allgemeine Heiterkeit sowie Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Und jetzt sollten wir die Zeit nützen, hier mit der Debatte aufhören und dafür sorgen, dass die Geburtenrate in Österreich wieder steigt! (Allgemeine Heiterkeit sowie Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Die Frau Berichterstatterin wünscht kein Schlusswort. (Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Riess-Passer und Haupt
Involvierung und Verantwortung von Bundeskanzler Dr. Schüssel, VizekanzlerIn (Riess-Passer und Haupt), den Bundesministern für Finanzen (Grasser), Wirtschaft (Bartenstein) und Landesverteidigung (Scheibner und Platter), deren Kabinette und der von ihnen geleiteten Ministerien im Zuge des gesamten Beschaffungsvorganges zur Anschaffung der Kampfflugzeuge;
Bartenstein
Involvierung und Verantwortung von Bundeskanzler Dr. Schüssel, VizekanzlerIn (Riess-Passer und Haupt), den Bundesministern für Finanzen (Grasser), Wirtschaft (Bartenstein) und Landesverteidigung (Scheibner und Platter), deren Kabinette und der von ihnen geleiteten Ministerien im Zuge des gesamten Beschaffungsvorganges zur Anschaffung der Kampfflugzeuge;
Scheibner und Platter
Involvierung und Verantwortung von Bundeskanzler Dr. Schüssel, VizekanzlerIn (Riess-Passer und Haupt), den Bundesministern für Finanzen (Grasser), Wirtschaft (Bartenstein) und Landesverteidigung (Scheibner und Platter), deren Kabinette und der von ihnen geleiteten Ministerien im Zuge des gesamten Beschaffungsvorganges zur Anschaffung der Kampfflugzeuge;
Abg. Öllinger: Nein!
Erheben sich Einwendungen gegen die Fassung oder den Inhalt dieses Teiles des Amtlichen Protokolls? – Einwendungen? (Abg. Öllinger: Nein!) Nicht. Sie stehen aus gesundheitlichen Gründen? (Abg. Öllinger: Ja!) Okay. (Lebhafte Heiterkeit.) – Das ist nicht der Fall.
Abg. Öllinger: Ja!
Erheben sich Einwendungen gegen die Fassung oder den Inhalt dieses Teiles des Amtlichen Protokolls? – Einwendungen? (Abg. Öllinger: Nein!) Nicht. Sie stehen aus gesundheitlichen Gründen? (Abg. Öllinger: Ja!) Okay. (Lebhafte Heiterkeit.) – Das ist nicht der Fall.
Lebhafte Heiterkeit.
Erheben sich Einwendungen gegen die Fassung oder den Inhalt dieses Teiles des Amtlichen Protokolls? – Einwendungen? (Abg. Öllinger: Nein!) Nicht. Sie stehen aus gesundheitlichen Gründen? (Abg. Öllinger: Ja!) Okay. (Lebhafte Heiterkeit.) – Das ist nicht der Fall.
Allgemeiner Beifall.
In der Präsidialkonferenz besteht eine gute Arbeitsatmosphäre, und ich möchte mich ausdrücklich bei Präsident Dr. Heinz Fischer und Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn bedanken, die mich als Newcomer in der Präsidialkonferenz mit Rat und Tat begleitet haben. Ich kann mich auf sie in Fragen der Geschäftsordnung immer verlassen. Herzlichen Dank dafür! (Allgemeiner Beifall.)
Allgemeiner Beifall.
Ich möchte mich auch bei allen Mitgliedern des Hohen Hauses, bei Ihnen, meine Damen und Herren, bedanken, und ich möchte mich bei den Mitarbeitern in den Klubs und vor allem auch im Stab des Hauses bedanken. (Allgemeiner Beifall.)
Allgemeiner Beifall.
Ich wurde ausdrücklich gebeten, vor allem von Kollegem Niederwieser, den Mitarbeitern in der EDV-Abteilung zu danken. Ich möchte das auch im eigenen Namen tun. Wie wir mit Laptops ausgestattet sind, wie das alles funktioniert, ist keine Selbstverständlichkeit. Herzlichen Dank auch ihnen! (Allgemeiner Beifall.)
Allgemeiner Beifall.
Meine Damen und Herren! So bleibt mir nur, Ihnen allen und Ihren Angehörigen erholsame Ferien zu wünschen sowie eine befriedigende Arbeit im Wahlkreis, denn auch in der sitzungsfreien Zeit geht unsere Arbeit weiter. Alles Gute und viel Glück! (Allgemeiner Beifall.)