Eckdaten:
Für die 104. Sitzung der 22. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 1086 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Silhavy. Ihre Wunschredezeit beträgt 4 Minuten. – Frau Kollegin, bitte. (Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Sburny: Das schaue ich mir an dann ... im Tagesverlauf!
Frau Abgeordnete Silhavy, ich erteile Ihnen erst das Wort, wenn Ruhe im Saal herrscht. (Abg. Sburny: Das schaue ich mir an dann ... im Tagesverlauf!)
Abg. Scheibner – auf leere Sitzreihen in der SPÖ weisend –: Bei Ihnen weiß man nicht, wo Ihre Leute sind!
Abgeordnete Heidrun Silhavy (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Es wundert mich nicht besonders, dass der Lärmpegel hier im Saal schon in der Früh relativ hoch ist. Ist es nicht verwunderlich, wenn die Freiheitlichen – oder der freiheitliche Klub ist, glaube ich, jetzt die korrekte Ansprache; man weiß ja nicht, wer von Ihnen noch freiheitlich ist und wer nur mehr beim Klub dabei ist (Abg. Scheibner – auf leere Sitzreihen in der SPÖ weisend –: Bei Ihnen weiß man nicht, wo Ihre Leute sind!) – eine Dringliche Anfrage zum Thema Senkung der Verkehrsunfälle und der Zahl der Verkehrstoten einbringt? (Abg. Scheibner: Ist das nicht wichtig?) – Das Thema ist zweifelsohne wichtig, da gebe ich Ihnen vollkommen Recht, Herr Kollege Scheibner! Aber ich glaube, die Dringlichkeit ergibt sich eher daraus, dass Sie versuchen, Ihre eigene politische Situation damit zu übertünchen – und nicht mit der momentanen tatsächlichen Situation in diesem Bereich. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Scheibner: Ist das nicht wichtig?
Abgeordnete Heidrun Silhavy (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Es wundert mich nicht besonders, dass der Lärmpegel hier im Saal schon in der Früh relativ hoch ist. Ist es nicht verwunderlich, wenn die Freiheitlichen – oder der freiheitliche Klub ist, glaube ich, jetzt die korrekte Ansprache; man weiß ja nicht, wer von Ihnen noch freiheitlich ist und wer nur mehr beim Klub dabei ist (Abg. Scheibner – auf leere Sitzreihen in der SPÖ weisend –: Bei Ihnen weiß man nicht, wo Ihre Leute sind!) – eine Dringliche Anfrage zum Thema Senkung der Verkehrsunfälle und der Zahl der Verkehrstoten einbringt? (Abg. Scheibner: Ist das nicht wichtig?) – Das Thema ist zweifelsohne wichtig, da gebe ich Ihnen vollkommen Recht, Herr Kollege Scheibner! Aber ich glaube, die Dringlichkeit ergibt sich eher daraus, dass Sie versuchen, Ihre eigene politische Situation damit zu übertünchen – und nicht mit der momentanen tatsächlichen Situation in diesem Bereich. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordnete Heidrun Silhavy (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Es wundert mich nicht besonders, dass der Lärmpegel hier im Saal schon in der Früh relativ hoch ist. Ist es nicht verwunderlich, wenn die Freiheitlichen – oder der freiheitliche Klub ist, glaube ich, jetzt die korrekte Ansprache; man weiß ja nicht, wer von Ihnen noch freiheitlich ist und wer nur mehr beim Klub dabei ist (Abg. Scheibner – auf leere Sitzreihen in der SPÖ weisend –: Bei Ihnen weiß man nicht, wo Ihre Leute sind!) – eine Dringliche Anfrage zum Thema Senkung der Verkehrsunfälle und der Zahl der Verkehrstoten einbringt? (Abg. Scheibner: Ist das nicht wichtig?) – Das Thema ist zweifelsohne wichtig, da gebe ich Ihnen vollkommen Recht, Herr Kollege Scheibner! Aber ich glaube, die Dringlichkeit ergibt sich eher daraus, dass Sie versuchen, Ihre eigene politische Situation damit zu übertünchen – und nicht mit der momentanen tatsächlichen Situation in diesem Bereich. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Scheibner: Skandal!
Aber es ist richtig: Wenn man politisch einen Crashkurs fährt, dann muss man schauen, wie man Vorsichtsmaßnahmen ergreift. (Abg. Scheibner: Skandal!) Ich denke mir, das ist eben das Thema, das Sie heute unbedingt machen wollen. (Abg. Scheibner: Sie verharmlosen die Verkehrstoten!) – Herr Kollege Scheibner, ich verharmlose nichts! (Abg. Scheibner: Dürfen das nur Sie machen, ein Recht auf Dringliche?) Verharmlosen, das machen Sie mit dem Budget, das wir heute beraten.
Abg. Scheibner: Sie verharmlosen die Verkehrstoten!
Aber es ist richtig: Wenn man politisch einen Crashkurs fährt, dann muss man schauen, wie man Vorsichtsmaßnahmen ergreift. (Abg. Scheibner: Skandal!) Ich denke mir, das ist eben das Thema, das Sie heute unbedingt machen wollen. (Abg. Scheibner: Sie verharmlosen die Verkehrstoten!) – Herr Kollege Scheibner, ich verharmlose nichts! (Abg. Scheibner: Dürfen das nur Sie machen, ein Recht auf Dringliche?) Verharmlosen, das machen Sie mit dem Budget, das wir heute beraten.
Abg. Scheibner: Dürfen das nur Sie machen, ein Recht auf Dringliche?
Aber es ist richtig: Wenn man politisch einen Crashkurs fährt, dann muss man schauen, wie man Vorsichtsmaßnahmen ergreift. (Abg. Scheibner: Skandal!) Ich denke mir, das ist eben das Thema, das Sie heute unbedingt machen wollen. (Abg. Scheibner: Sie verharmlosen die Verkehrstoten!) – Herr Kollege Scheibner, ich verharmlose nichts! (Abg. Scheibner: Dürfen das nur Sie machen, ein Recht auf Dringliche?) Verharmlosen, das machen Sie mit dem Budget, das wir heute beraten.
Abg. Scheibner: Mich interessiert alles, was Sie sagen! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Er hängt an Ihren Lippen!
Wir haben Ihnen schon mehrfach nachgewiesen, dass die Zahlen darin nicht stimmen. Ich nenne Ihnen dazu ein Beispiel aus einer Anfragebeantwortung der Frau Bundesminister, Herr Kollege Scheibner! Vielleicht wird Sie das interessieren? (Abg. Scheibner: Mich interessiert alles, was Sie sagen! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Er hängt an Ihren Lippen!)
Abg. Großruck: Trotzdem sind wir Spitze in Europa!
Bezüglich der Pensionsharmonisierung haben wir der Frau Bundesministerin nachgewiesen, dass Ihre Zahlen nicht stimmen. Nun erfahren wir aus der schriftlichen Beantwortung, die finanziellen Erläuterungen zum Pensionsharmonisierungsgesetz seien auf Basis einer mittlerweile nicht mehr aktuellen Wirtschaftsprognose erstellt worden. (Abg. Großruck: Trotzdem sind wir Spitze in Europa!)
Ironische Heiterkeit der Abgeordneten Scheibner und Mag. Molterer.
Ich frage mich, wie Sie mit dieser Politik in dieser Regierung überhaupt arbeiten können? Die Prognosen sind nicht aktuell, die Zahlen stimmen nicht. Alles ist gleichsam ein Luftblasenwerk, alles ein Phantasiegebilde. Und dann wollen Sie auch noch ernsthaft eine Debatte darüber führen! Aber Sie wollen diese Debatte ohnedies nicht ernsthaft führen, sonst würden Sie nicht eine Dringliche Anfrage einbringen. (Ironische Heiterkeit der Abgeordneten Scheibner und Mag. Molterer.) – Sie haben offensichtlich kein Interesse daran, hier ernstlich zu debattieren. (Abg. Scheibner: Überlegen Sie einmal, was Sie da sagen!) Sie haben auch nicht die Absicht, ernst zu arbeiten, Herr Kollege Scheibner! Ich habe Ihnen das schon in der letzten Debatte gesagt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Jetzt fangen Sie einmal an mit der Debatte!)
Abg. Scheibner: Überlegen Sie einmal, was Sie da sagen!
Ich frage mich, wie Sie mit dieser Politik in dieser Regierung überhaupt arbeiten können? Die Prognosen sind nicht aktuell, die Zahlen stimmen nicht. Alles ist gleichsam ein Luftblasenwerk, alles ein Phantasiegebilde. Und dann wollen Sie auch noch ernsthaft eine Debatte darüber führen! Aber Sie wollen diese Debatte ohnedies nicht ernsthaft führen, sonst würden Sie nicht eine Dringliche Anfrage einbringen. (Ironische Heiterkeit der Abgeordneten Scheibner und Mag. Molterer.) – Sie haben offensichtlich kein Interesse daran, hier ernstlich zu debattieren. (Abg. Scheibner: Überlegen Sie einmal, was Sie da sagen!) Sie haben auch nicht die Absicht, ernst zu arbeiten, Herr Kollege Scheibner! Ich habe Ihnen das schon in der letzten Debatte gesagt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Jetzt fangen Sie einmal an mit der Debatte!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Jetzt fangen Sie einmal an mit der Debatte!
Ich frage mich, wie Sie mit dieser Politik in dieser Regierung überhaupt arbeiten können? Die Prognosen sind nicht aktuell, die Zahlen stimmen nicht. Alles ist gleichsam ein Luftblasenwerk, alles ein Phantasiegebilde. Und dann wollen Sie auch noch ernsthaft eine Debatte darüber führen! Aber Sie wollen diese Debatte ohnedies nicht ernsthaft führen, sonst würden Sie nicht eine Dringliche Anfrage einbringen. (Ironische Heiterkeit der Abgeordneten Scheibner und Mag. Molterer.) – Sie haben offensichtlich kein Interesse daran, hier ernstlich zu debattieren. (Abg. Scheibner: Überlegen Sie einmal, was Sie da sagen!) Sie haben auch nicht die Absicht, ernst zu arbeiten, Herr Kollege Scheibner! Ich habe Ihnen das schon in der letzten Debatte gesagt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Jetzt fangen Sie einmal an mit der Debatte!)
Abg. Scheibner: Waren Sie vorgestern nicht da?
Sie wollen keine Ausschussdebatten. Sie wollen keine Dringlichen Anfragen hier im Hohen Haus, die von der Opposition kommen, sondern Sie stellen sie selbst, damit Sie andere „abstechen“. Ja, das ist eh Ihr Recht! Okay! Machen Sie es! (Abg. Scheibner: Waren Sie vorgestern nicht da?) – Oh ja, ich war da, Herr Kollege Scheibner. (Abg. Scheibner: Also, was war vorgestern?) Aber Sie wollen genau diese Debatte nicht weiterführen, obwohl sie noch nicht beendet ist und das ein wirklich aktuelles Thema ist. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Scheibner.)
Abg. Scheibner: Also, was war vorgestern?
Sie wollen keine Ausschussdebatten. Sie wollen keine Dringlichen Anfragen hier im Hohen Haus, die von der Opposition kommen, sondern Sie stellen sie selbst, damit Sie andere „abstechen“. Ja, das ist eh Ihr Recht! Okay! Machen Sie es! (Abg. Scheibner: Waren Sie vorgestern nicht da?) – Oh ja, ich war da, Herr Kollege Scheibner. (Abg. Scheibner: Also, was war vorgestern?) Aber Sie wollen genau diese Debatte nicht weiterführen, obwohl sie noch nicht beendet ist und das ein wirklich aktuelles Thema ist. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Scheibner.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Scheibner.
Sie wollen keine Ausschussdebatten. Sie wollen keine Dringlichen Anfragen hier im Hohen Haus, die von der Opposition kommen, sondern Sie stellen sie selbst, damit Sie andere „abstechen“. Ja, das ist eh Ihr Recht! Okay! Machen Sie es! (Abg. Scheibner: Waren Sie vorgestern nicht da?) – Oh ja, ich war da, Herr Kollege Scheibner. (Abg. Scheibner: Also, was war vorgestern?) Aber Sie wollen genau diese Debatte nicht weiterführen, obwohl sie noch nicht beendet ist und das ein wirklich aktuelles Thema ist. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Scheibner.)
Rufe bei der SPÖ: Genau!
Die Österreicherinnen und Österreicher interessiert es: Wie geht es denn mit dieser Bundesregierung überhaupt weiter? Was ist mit dem Klub, der sich nach wie vor freiheitlicher Klub nennt? (Rufe bei der SPÖ: Genau!) Das wäre eine Debatte! (Abg.
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger. – Abg. Scheibner: Das geht Sie überhaupt nichts an!
Scheibner: Das ist überhaupt nicht ... Thema!) Wissen Sie, wie viele Leute das draußen auf der Straße interessiert? Aber Sie wollen diese Diskussion verhindern, deswegen die heutige Dringliche von Ihnen! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger. – Abg. Scheibner: Das geht Sie überhaupt nichts an!)
Abg. Scheibner: Jetzt lesen Sie wieder vor! Kommen Sie einmal zum Thema!
Aber Sie wollen auch andere Themen verhindern. Ich lese in der heutigen Ausgabe des „Kurier“ – ich zitiere –: „Reich und reich gesellt sich gern.“ – Frau Bundesministerin! (Abg. Scheibner: Jetzt lesen Sie wieder vor! Kommen Sie einmal zum Thema!) – Das ist das Thema, Herr Kollege Scheibner! (Abg. Scheibner – auf das leuchtende Lämpchen am Rednerpult weisend –: Ihre Redezeit ist fast schon aus, und Sie haben überhaupt nichts gesagt!)
Abg. Scheibner – auf das leuchtende Lämpchen am Rednerpult weisend –: Ihre Redezeit ist fast schon aus, und Sie haben überhaupt nichts gesagt!
Aber Sie wollen auch andere Themen verhindern. Ich lese in der heutigen Ausgabe des „Kurier“ – ich zitiere –: „Reich und reich gesellt sich gern.“ – Frau Bundesministerin! (Abg. Scheibner: Jetzt lesen Sie wieder vor! Kommen Sie einmal zum Thema!) – Das ist das Thema, Herr Kollege Scheibner! (Abg. Scheibner – auf das leuchtende Lämpchen am Rednerpult weisend –: Ihre Redezeit ist fast schon aus, und Sie haben überhaupt nichts gesagt!)
Beifall bei der SPÖ.
Wissen Sie, was? Wenn wir in den 30 Jahren – weil Sie das ja so gerne zitieren – eine Politik wie Sie gemacht hätten, wären wir heute ein Entwicklungsland und nicht auf dem Standard, den wir heute haben! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Schiefermair: Wer sagt denn das?
Herr Kollege Zweytick hat sich in diesem Hohen Haus sogar verstiegen, zu sagen, ein Arbeitsloser sei nicht arm. – Meine Damen und Herren! 565 € im Monat, ist das für Sie reich? Ist das der Mittelstand? Ist das das Ziel, dass Sie das als vermögend anstreben? Das ist eine Schande! (Abg. Schiefermair: Wer sagt denn das?) – Herr Kollege Zweytick hat das hier in diesem Haus behauptet, das können Sie im Protokoll nachlesen.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Scheibner: Das war alles? Haben Sie nicht mehr Redezeit bekommen?
Das ist eine Politik, die wir ablehnen – und damit lehnen wir auch Ihr Budget ab. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Scheibner: Das war alles? Haben Sie nicht mehr Redezeit bekommen?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Mag. Walter Tancsits (ÖVP): Herr Präsident! Frau Minister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Die Sozialquote in diesem Land ist von 1995 bis 1999 gesunken. Wir haben im Jahr 2000 die Wende auch in der Sozialpolitik geschafft: Die Quote steigt und hat mit dem Budget 2006 einen neuen Höchststand von 29 Prozent erreicht. Das allein ist Beleg genug dafür, dass wir nicht nur eine international anerkannte Wirtschafts-, Finanz- und Steuerpolitik machen, sondern auch die bessere Sozialpolitik! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Silhavy – die von ihr zitierte Ausgabe des „Kurier“ in die Höhe haltend –: Herr Kollege Tancsits, lesen Sie einmal die Presse!
Meine Damen und Herren! Der so genannte Sozialabbau findet in den Propagandaschriften der Opposition statt, aber nicht in der Realität dieses Landes. (Abg. Silhavy – die von ihr zitierte Ausgabe des „Kurier“ in die Höhe haltend –: Herr Kollege Tancsits, lesen Sie einmal die Presse!) – Ich komme auf diesen Bericht noch zu sprechen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: Und machen Sie sich nicht immer selber etwas vor!
(Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: Und machen Sie sich nicht immer selber etwas vor!)
Abg. Silhavy: ... höchste Abgabenquote gehabt!
Die steigende Sozialquote müssen Sie vor dem Hintergrund einer gleichzeitig sinkenden Abgabenbelastung der Bevölkerung sehen. (Abg. Silhavy: ... höchste Abgabenquote gehabt!) Das ist nicht einfach mehr, den Leuten wegnehmen, um dann umzuverteilen, sondern den Menschen möglichst viel zu lassen, um es selbst selbständig auszugeben. (Abg. Silhavy: Das glauben Sie ja selber nicht mehr!)
Abg. Silhavy: Das glauben Sie ja selber nicht mehr!
Die steigende Sozialquote müssen Sie vor dem Hintergrund einer gleichzeitig sinkenden Abgabenbelastung der Bevölkerung sehen. (Abg. Silhavy: ... höchste Abgabenquote gehabt!) Das ist nicht einfach mehr, den Leuten wegnehmen, um dann umzuverteilen, sondern den Menschen möglichst viel zu lassen, um es selbst selbständig auszugeben. (Abg. Silhavy: Das glauben Sie ja selber nicht mehr!)
Abg. Lackner: Das ist genau das, was falsch läuft in dieser Republik!
Daher ist die Steuerpolitik auch ein Teil des Sozialen. (Abg. Lackner: Das ist genau das, was falsch läuft in dieser Republik!) Und wenn heute eine Steuerreform wirkt, mit der die Niedrigsteinkommen total entlastet werden – das gibt es sonst in ganz Europa nicht –, mit der die mittleren Einkommen massiv entlastet werden (Abg. Eder: Leider ist die Energieabgabe mittlerweile höher als die ... durch die Steuerreform! Sie haben ja keine Ahnung!) und bei der wir als bewusstes Signal die Spitzensteuersätze gleich hoch gelassen haben, dann ist das angewandte Sozialpolitik. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Eder: Leider ist die Energieabgabe mittlerweile höher als die ... durch die Steuerreform! Sie haben ja keine Ahnung!
Daher ist die Steuerpolitik auch ein Teil des Sozialen. (Abg. Lackner: Das ist genau das, was falsch läuft in dieser Republik!) Und wenn heute eine Steuerreform wirkt, mit der die Niedrigsteinkommen total entlastet werden – das gibt es sonst in ganz Europa nicht –, mit der die mittleren Einkommen massiv entlastet werden (Abg. Eder: Leider ist die Energieabgabe mittlerweile höher als die ... durch die Steuerreform! Sie haben ja keine Ahnung!) und bei der wir als bewusstes Signal die Spitzensteuersätze gleich hoch gelassen haben, dann ist das angewandte Sozialpolitik. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Daher ist die Steuerpolitik auch ein Teil des Sozialen. (Abg. Lackner: Das ist genau das, was falsch läuft in dieser Republik!) Und wenn heute eine Steuerreform wirkt, mit der die Niedrigsteinkommen total entlastet werden – das gibt es sonst in ganz Europa nicht –, mit der die mittleren Einkommen massiv entlastet werden (Abg. Eder: Leider ist die Energieabgabe mittlerweile höher als die ... durch die Steuerreform! Sie haben ja keine Ahnung!) und bei der wir als bewusstes Signal die Spitzensteuersätze gleich hoch gelassen haben, dann ist das angewandte Sozialpolitik. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Ruf: Jawohl! – Abg. Reheis: Sie haben den ... schon längst verloren, oder nie gehabt!
Herr Kollege Eder, wenn Sie das mit der Steuerreform nicht glauben, dann soll doch nachher wieder Kollege Broukal herauskommen und eine tatsächliche Berichtigung versuchen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Ruf: Jawohl! – Abg. Reheis: Sie haben den ... schon längst verloren, oder nie gehabt!)
Abg. Silhavy: Das habe ich aber auch nicht behauptet!
Die Daten dieses „Kurier“-Berichts, Frau Kollegin Silhavy, sind durchaus richtig, aber sie sind falsch interpretiert. Ich nenne Ihnen zwei Beispiele: Es stimmt nicht, dass Vermögensbesitz nur nicht Lohnabhängigen – um es in der alten Diktion zu sagen – zufließt! (Abg. Silhavy: Das habe ich aber auch nicht behauptet!) Wenn heute weit über 90 Prozent der Eigenheime und Eigentumswohnungen in diesem Land im Besitz von Arbeitnehmern sind (Abg. Mag. Molterer: Gott sei Dank!), dann sind das auch Arbeitnehmereinkommen. Und wenn wir gleichzeitig bei jedem Privatisierungsschritt in der verstaatlichen Industrie ein Mitarbeiterbeteiligungspaket nach dem anderen schnüren, dann kommen die Einkommen aus diesem Aktienbesitz Arbeitnehmern zugute. (Abg. Silhavy: Und trotzdem hat die Armut zugenommen!) Wir bekennen uns auch dazu, weil eine breite Eigentumsstreuung und ein breiter Mittelstand die beste Sicherheit für ein soziales Gefüge einer Gesellschaft sind. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: Und trotzdem hat die Armut zugenommen ...!)
Abg. Mag. Molterer: Gott sei Dank!
Die Daten dieses „Kurier“-Berichts, Frau Kollegin Silhavy, sind durchaus richtig, aber sie sind falsch interpretiert. Ich nenne Ihnen zwei Beispiele: Es stimmt nicht, dass Vermögensbesitz nur nicht Lohnabhängigen – um es in der alten Diktion zu sagen – zufließt! (Abg. Silhavy: Das habe ich aber auch nicht behauptet!) Wenn heute weit über 90 Prozent der Eigenheime und Eigentumswohnungen in diesem Land im Besitz von Arbeitnehmern sind (Abg. Mag. Molterer: Gott sei Dank!), dann sind das auch Arbeitnehmereinkommen. Und wenn wir gleichzeitig bei jedem Privatisierungsschritt in der verstaatlichen Industrie ein Mitarbeiterbeteiligungspaket nach dem anderen schnüren, dann kommen die Einkommen aus diesem Aktienbesitz Arbeitnehmern zugute. (Abg. Silhavy: Und trotzdem hat die Armut zugenommen!) Wir bekennen uns auch dazu, weil eine breite Eigentumsstreuung und ein breiter Mittelstand die beste Sicherheit für ein soziales Gefüge einer Gesellschaft sind. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: Und trotzdem hat die Armut zugenommen ...!)
Abg. Silhavy: Und trotzdem hat die Armut zugenommen!
Die Daten dieses „Kurier“-Berichts, Frau Kollegin Silhavy, sind durchaus richtig, aber sie sind falsch interpretiert. Ich nenne Ihnen zwei Beispiele: Es stimmt nicht, dass Vermögensbesitz nur nicht Lohnabhängigen – um es in der alten Diktion zu sagen – zufließt! (Abg. Silhavy: Das habe ich aber auch nicht behauptet!) Wenn heute weit über 90 Prozent der Eigenheime und Eigentumswohnungen in diesem Land im Besitz von Arbeitnehmern sind (Abg. Mag. Molterer: Gott sei Dank!), dann sind das auch Arbeitnehmereinkommen. Und wenn wir gleichzeitig bei jedem Privatisierungsschritt in der verstaatlichen Industrie ein Mitarbeiterbeteiligungspaket nach dem anderen schnüren, dann kommen die Einkommen aus diesem Aktienbesitz Arbeitnehmern zugute. (Abg. Silhavy: Und trotzdem hat die Armut zugenommen!) Wir bekennen uns auch dazu, weil eine breite Eigentumsstreuung und ein breiter Mittelstand die beste Sicherheit für ein soziales Gefüge einer Gesellschaft sind. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: Und trotzdem hat die Armut zugenommen ...!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: Und trotzdem hat die Armut zugenommen ...!
Die Daten dieses „Kurier“-Berichts, Frau Kollegin Silhavy, sind durchaus richtig, aber sie sind falsch interpretiert. Ich nenne Ihnen zwei Beispiele: Es stimmt nicht, dass Vermögensbesitz nur nicht Lohnabhängigen – um es in der alten Diktion zu sagen – zufließt! (Abg. Silhavy: Das habe ich aber auch nicht behauptet!) Wenn heute weit über 90 Prozent der Eigenheime und Eigentumswohnungen in diesem Land im Besitz von Arbeitnehmern sind (Abg. Mag. Molterer: Gott sei Dank!), dann sind das auch Arbeitnehmereinkommen. Und wenn wir gleichzeitig bei jedem Privatisierungsschritt in der verstaatlichen Industrie ein Mitarbeiterbeteiligungspaket nach dem anderen schnüren, dann kommen die Einkommen aus diesem Aktienbesitz Arbeitnehmern zugute. (Abg. Silhavy: Und trotzdem hat die Armut zugenommen!) Wir bekennen uns auch dazu, weil eine breite Eigentumsstreuung und ein breiter Mittelstand die beste Sicherheit für ein soziales Gefüge einer Gesellschaft sind. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: Und trotzdem hat die Armut zugenommen ...!)
Abg. Silhavy: Der Härteausgleichsfonds!
Die Redner nach mir werden sicherlich noch auf die einzelnen Erfolge, etwa in der Altersvorsorge, eingehen: Pensionsharmonisierung, international anerkannt, gleichzeitig 1,2 Millionen Leute in der Mitarbeitervorsorge, fast eine halbe Million in der Zukunftsvorsorge. Für jene, die es sich nicht leisten können – das kommt ja jetzt sicherlich gleich (Abg. Silhavy: Der Härteausgleichsfonds!) –, ist die Grundsicherung im Alter, die Ausgleichszulage, in fünf Jahren um 12 Prozent und für Ehepaare um 22 Prozent gestiegen – dies im Vergleich zu mickrigen 5 Prozent in den fünf Jahren davor.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Das ist angewandte Sozialpolitik! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Silhavy: Schauen Sie doch in den Sozialbericht der Bundesregierung? Der sagt doch ...!
Wie weit ist daher Ihre Annahme, unter dieser Regierung würde Sozialabbau stattfinden, durch die Realität, durch die tatsächlichen Zahlen widerlegbar? (Abg. Silhavy: Schauen Sie doch in den Sozialbericht der Bundesregierung? Der sagt doch ...!) Meine Damen und Herren, Sie sind nicht in der Lage, diese Propagandabehauptung auch nur mit einer einzigen Zahl zu belegen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Sburny: In welcher Welt leben Sie?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Sburny: In welcher Welt leben Sie?
Wie weit ist daher Ihre Annahme, unter dieser Regierung würde Sozialabbau stattfinden, durch die Realität, durch die tatsächlichen Zahlen widerlegbar? (Abg. Silhavy: Schauen Sie doch in den Sozialbericht der Bundesregierung? Der sagt doch ...!) Meine Damen und Herren, Sie sind nicht in der Lage, diese Propagandabehauptung auch nur mit einer einzigen Zahl zu belegen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Sburny: In welcher Welt leben Sie?)
Abg. Eder: Sie kratzt überhaupt nichts mehr! – Abg. Sburny: Sie kratzt gar nichts mehr!
Ich möchte Ihnen zum Thema Krankenversicherung noch sagen, dass wir, mit allen neun Bundesländern im Finanzausgleich vereinbart, eine klare Strukturreform gemacht und damit das österreichische Krankenversicherungssystem abgesichert haben. Ich sage Ihnen auch ehrlich: Uns kratzt es nicht besonders, wenn Sie hier immer wieder an die Wand malen, die Versorgung wäre nicht mehr sichergestellt. (Abg. Eder: Sie kratzt überhaupt nichts mehr! – Abg. Sburny: Sie kratzt gar nichts mehr!) Aber da es sich da um Alte, Kranke und Schwache handelt, bitte ich Sie, die Bevölkerung nicht zu verunsichern, wenn Sie den Tatsachen nicht entsprechende Behauptungen in den Raum stellen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich möchte Ihnen zum Thema Krankenversicherung noch sagen, dass wir, mit allen neun Bundesländern im Finanzausgleich vereinbart, eine klare Strukturreform gemacht und damit das österreichische Krankenversicherungssystem abgesichert haben. Ich sage Ihnen auch ehrlich: Uns kratzt es nicht besonders, wenn Sie hier immer wieder an die Wand malen, die Versorgung wäre nicht mehr sichergestellt. (Abg. Eder: Sie kratzt überhaupt nichts mehr! – Abg. Sburny: Sie kratzt gar nichts mehr!) Aber da es sich da um Alte, Kranke und Schwache handelt, bitte ich Sie, die Bevölkerung nicht zu verunsichern, wenn Sie den Tatsachen nicht entsprechende Behauptungen in den Raum stellen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Neugebauer: Eine rhetorische Frage?
Daher frage ich Sie, meine Damen und Herren: Ist es Sozialabbau oder sozialer Fortschritt, wenn heute Arbeiter im Krankheitsfall gleich behandelt werden wie Angestellte? (Abg. Neugebauer: Eine rhetorische Frage?) Ist es Sozialabbau oder sozialer Fortschritt, wenn 70 000 Frauen eine größere Chance auf eine eigenständige Pension bekommen? Ist es Sozialabbau oder sozialer Fortschritt, wenn die Ausgleichszulage vier Mal so stark steigt als unter Ihrer Herrschaft? Ist es Sozialabbau oder sozialer Fortschritt, wenn bei sinkender Abgabenbelastung die Sozialquote steigt? (Abg. Eder: Alles Larifari, alles Schmäh!)
Abg. Eder: Alles Larifari, alles Schmäh!
Daher frage ich Sie, meine Damen und Herren: Ist es Sozialabbau oder sozialer Fortschritt, wenn heute Arbeiter im Krankheitsfall gleich behandelt werden wie Angestellte? (Abg. Neugebauer: Eine rhetorische Frage?) Ist es Sozialabbau oder sozialer Fortschritt, wenn 70 000 Frauen eine größere Chance auf eine eigenständige Pension bekommen? Ist es Sozialabbau oder sozialer Fortschritt, wenn die Ausgleichszulage vier Mal so stark steigt als unter Ihrer Herrschaft? Ist es Sozialabbau oder sozialer Fortschritt, wenn bei sinkender Abgabenbelastung die Sozialquote steigt? (Abg. Eder: Alles Larifari, alles Schmäh!)
Abg. Mag. Molterer: Fortschritt!
Meine Damen und Herren! Die Antwort ist eindeutig (Abg. Mag. Molterer: Fortschritt!): Wir scheuen weder den internationalen Vergleich noch den mit jener Zeit, in der Sie die Hauptverantwortung in der Sozialpolitik gehabt haben. (Beifall bei der ÖVP.) Diese Bundesregierung macht die bessere Sozialpolitik! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Jarolim: Das ist ein peinliches ...!)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Die Antwort ist eindeutig (Abg. Mag. Molterer: Fortschritt!): Wir scheuen weder den internationalen Vergleich noch den mit jener Zeit, in der Sie die Hauptverantwortung in der Sozialpolitik gehabt haben. (Beifall bei der ÖVP.) Diese Bundesregierung macht die bessere Sozialpolitik! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Jarolim: Das ist ein peinliches ...!)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Jarolim: Das ist ein peinliches ...!
Meine Damen und Herren! Die Antwort ist eindeutig (Abg. Mag. Molterer: Fortschritt!): Wir scheuen weder den internationalen Vergleich noch den mit jener Zeit, in der Sie die Hauptverantwortung in der Sozialpolitik gehabt haben. (Beifall bei der ÖVP.) Diese Bundesregierung macht die bessere Sozialpolitik! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Jarolim: Das ist ein peinliches ...!)
Abg. Silhavy – in Richtung ÖVP –: Warum nimmt die Arbeitslosigkeit zu, wenn Sie so gut sind? – Abg. Dr. Jarolim – in Richtung ÖVP –: Das ist nur mehr peinlich!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Öllinger. Seine Redezeit beträgt 8 Minuten. (Abg. Silhavy – in Richtung ÖVP –: Warum nimmt die Arbeitslosigkeit zu, wenn Sie so gut sind? – Abg. Dr. Jarolim – in Richtung ÖVP –: Das ist nur mehr peinlich!)
Rufe bei der SPÖ: Ja, bitte!
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Entgegen dem, was ich vorgehabt habe, muss ich mit einigen tatsächlichen Berichtigungen beginnen. (Rufe bei der SPÖ: Ja, bitte!) Das geht ohnehin auf meine Redezeit, Herr Präsident, ich beanspruche nichts extra.
Heiterkeit.
Präsident Dr. Andreas Khol: Ich habe ohnehin nichts gesagt. (Heiterkeit.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Ellmauer: Na geh!
Herr Abgeordneter Tancsits, wenn Sie sagen, wir haben im Jahr 2006 die höchste Sozialquote, dann ist das unrichtig, denn die Sozialquote für das Jahr 2006 kennen weder Sie noch ich, das Jahr 2006 kommt nämlich erst! – Punkt eins. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Ellmauer: Na geh!)
Abg. Silhavy: Das ist ein Witz!
Das, worüber Sie Auskunft geben können, Herr Abgeordneter Tancsits, ist die Sozialquote des Jahres 2002. Diese steht fest. Wie sieht es da aus? – Sie haben die Zahl genannt: 29 Prozent. Das ist ein bisschen über jener vorher. Wenn Sie allerdings die Sozialquote erhöhen und das mit einer Erhöhung der sozialen Sicherheit gleichsetzen (Abg. Silhavy: Das ist ein Witz!), das ist ein Witz! Wenn es im gleichen Zeitraum um Zigtausende Arbeitslose mehr gibt, dann muss sich klarerweise die Sozialquote erhöhen, Herr Abgeordneter Tancsits! (Abg. Ellmauer: Stimmt ja alles nicht!)
Abg. Ellmauer: Stimmt ja alles nicht!
Das, worüber Sie Auskunft geben können, Herr Abgeordneter Tancsits, ist die Sozialquote des Jahres 2002. Diese steht fest. Wie sieht es da aus? – Sie haben die Zahl genannt: 29 Prozent. Das ist ein bisschen über jener vorher. Wenn Sie allerdings die Sozialquote erhöhen und das mit einer Erhöhung der sozialen Sicherheit gleichsetzen (Abg. Silhavy: Das ist ein Witz!), das ist ein Witz! Wenn es im gleichen Zeitraum um Zigtausende Arbeitslose mehr gibt, dann muss sich klarerweise die Sozialquote erhöhen, Herr Abgeordneter Tancsits! (Abg. Ellmauer: Stimmt ja alles nicht!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Die Erhöhung der Arbeitslosigkeit jetzt als Ihren sozialpolitischen Fortschritt auszuweisen, das ernst zu nehmen wird nicht einmal Ihnen einfallen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Er ist stolz darauf! – Abg. Ellmauer: „Eurolim“!
So geht es nicht, Herr Abgeordneter Tancsits! Ich weiß, Sie würden die Arbeitslosen am liebsten statistisch verschwinden lassen, aber das lässt sich nicht so einfach „bereinigen“, wie Sie sich das vorstellen, Herr Abgeordneter Tancsits. (Abg. Dr. Jarolim: Er ist stolz darauf! – Abg. Ellmauer: „Eurolim“!)
Abg. Dr. Jarolim: Stolz auf jeden Arbeitslosen, das ist die Devise!
Ich nehme noch ein anderes Beispiel heraus, das Sie gebracht haben, um den „großen sozialpolitischen Fortschritt“ dieser Bundesregierung zu preisen. (Abg. Dr. Jarolim: Stolz auf jeden Arbeitslosen, das ist die Devise!) Sie sagen, die Gleichstellung von Arbeitern und Angestellten im Krankheitsfall sei ein sozialpolitischer Fortschritt. (Abg. Gaál: Peinlich!) Wenn gleichzeitig die Entgeltfortzahlung gestrichen wird – und das wissen wir –, dann bedeutet das, dass die Leute gekündigt werden, wenn sie krank sind, und das Entgelt im Krankheitsfall nicht fortbezahlt wird. (Abg. Ellmauer: Völliger Unsinn!) Und das nennen Sie einen sozialpolitischen Fortschritt? Wir nennen das einen Rückschritt auf der ganzen Linie! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Gaál: Peinlich!
Ich nehme noch ein anderes Beispiel heraus, das Sie gebracht haben, um den „großen sozialpolitischen Fortschritt“ dieser Bundesregierung zu preisen. (Abg. Dr. Jarolim: Stolz auf jeden Arbeitslosen, das ist die Devise!) Sie sagen, die Gleichstellung von Arbeitern und Angestellten im Krankheitsfall sei ein sozialpolitischer Fortschritt. (Abg. Gaál: Peinlich!) Wenn gleichzeitig die Entgeltfortzahlung gestrichen wird – und das wissen wir –, dann bedeutet das, dass die Leute gekündigt werden, wenn sie krank sind, und das Entgelt im Krankheitsfall nicht fortbezahlt wird. (Abg. Ellmauer: Völliger Unsinn!) Und das nennen Sie einen sozialpolitischen Fortschritt? Wir nennen das einen Rückschritt auf der ganzen Linie! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Ellmauer: Völliger Unsinn!
Ich nehme noch ein anderes Beispiel heraus, das Sie gebracht haben, um den „großen sozialpolitischen Fortschritt“ dieser Bundesregierung zu preisen. (Abg. Dr. Jarolim: Stolz auf jeden Arbeitslosen, das ist die Devise!) Sie sagen, die Gleichstellung von Arbeitern und Angestellten im Krankheitsfall sei ein sozialpolitischer Fortschritt. (Abg. Gaál: Peinlich!) Wenn gleichzeitig die Entgeltfortzahlung gestrichen wird – und das wissen wir –, dann bedeutet das, dass die Leute gekündigt werden, wenn sie krank sind, und das Entgelt im Krankheitsfall nicht fortbezahlt wird. (Abg. Ellmauer: Völliger Unsinn!) Und das nennen Sie einen sozialpolitischen Fortschritt? Wir nennen das einen Rückschritt auf der ganzen Linie! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich nehme noch ein anderes Beispiel heraus, das Sie gebracht haben, um den „großen sozialpolitischen Fortschritt“ dieser Bundesregierung zu preisen. (Abg. Dr. Jarolim: Stolz auf jeden Arbeitslosen, das ist die Devise!) Sie sagen, die Gleichstellung von Arbeitern und Angestellten im Krankheitsfall sei ein sozialpolitischer Fortschritt. (Abg. Gaál: Peinlich!) Wenn gleichzeitig die Entgeltfortzahlung gestrichen wird – und das wissen wir –, dann bedeutet das, dass die Leute gekündigt werden, wenn sie krank sind, und das Entgelt im Krankheitsfall nicht fortbezahlt wird. (Abg. Ellmauer: Völliger Unsinn!) Und das nennen Sie einen sozialpolitischen Fortschritt? Wir nennen das einen Rückschritt auf der ganzen Linie! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Ellmauer: Wissen Sie nicht, dass die Kleinbetriebe 50 Prozent ... bekommen?
Sie wissen, dass die Kleinbetriebe, die kleinen Unternehmen durch den Wegfall der Entgeltfortzahlung ebenfalls die Geschädigten sind, weil diese vor der Entscheidung stehen: Soll ich jetzt den guten Mitarbeiter, der möglicherweise ein oder zwei Monate krank ist, tatsächlich krank ist, den ich aber brauche, den ich schätze, kündigen? Ich kann mir das nicht leisten! (Abg. Ellmauer: Wissen Sie nicht, dass die Kleinbetriebe 50 Prozent ... bekommen?)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Ellmauer: Völliger Unsinn! 50 Prozent ...!
Sie haben die großen Betriebe auf Kosten der Kleinbetriebe entlastet und schädigen gleichzeitig die Arbeiter und Angestellten. So schaut Ihre Gleichstellung aus! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Ellmauer: Völliger Unsinn! 50 Prozent ...!)
Abg. Dr. Jarolim: Von Stärke kann man da nicht reden!
Und jetzt komme ich zum Eigentlichen: Wir reden ja genau genommen nicht nur über das Sozialkapitel, sondern auch über eine Sozialministerin, die – entschuldigen Sie, Frau Bundesministerin, aber das muss einmal gesagt werden – eigentlich abgedankt hat. Das hat natürlich einerseits etwas mit Ihrem Status zu tun, und zwar nicht in der Bundesregierung, sondern in dem, was sich da zwischen BZÖ und FPÖ abspielt, bei dem Sie als Parteivorsitzende das Schiff verlassen und gesagt haben, meine Zeit ist vorbei. Ich würde einmal behaupten, das stärkt Sie nicht unbedingt, auch nicht in Ihrer Rolle als Bundesministerin. Ich werde das aber auch noch in einem Sachbereich festmachen. (Abg. Dr. Jarolim: Von Stärke kann man da nicht reden!)
Abg. Parnigoni: Ja! Da haben Sie völlig Recht!
Abg. Dr. Jarolim: Durch ihre Brille!) – Mir ist, ehrlich gesagt, nichts in Erinnerung, überhaupt nichts. (Abg. Parnigoni: Ja! Da haben Sie völlig Recht!) Ich wüsste nicht, welche sozialpolitische Initiative von Seiten der Frau Bundesministerin gesetzt worden ist.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Aber der Finanzminister ist der Letzte, der feststellen kann, ob es unter den Rundfunk-, Fernseh- und Medikamentengebühren befreiten Menschen Vermögende gibt. Wir haben keine Vermögensteuer mehr. Wie will der Finanzminister das feststellen? – Das ist absurd, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dolinschek
Es werden Bilder erzeugt, es wird wieder eine Neidgesellschaft erzeugt, und es wird ganz bewusst etwas in den Kopf gesetzt, und die Sozialministerin schweigt dazu. Wo war Ihre entschiedene Absage an die Ansagen des Herrn Finanzministers, Frau Sozialministerin? Wofür haben wir eine Sozialministerin, wenn nicht dafür, dass sie dem Finanzminister, wenn er (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dolinschek) schon so absurde phantastische Bilder über die überbordenden Invaliditätspensionen in die Welt setzt, mittels Fakten widerspricht?!
Abg. Neudeck: Haben Sie eine Anfrage gestellt? – Abg. Dr. Jarolim: Ist das nicht ein sozialer Trümmerhaufen?
Ich verlange nicht nur einfach eine emotionale Antwort, sondern Sie, Frau Sozialministerin, verfügen über die Fakten. Sie können ihm etwas sagen. (Abg. Neudeck: Haben Sie eine Anfrage gestellt? – Abg. Dr. Jarolim: Ist das nicht ein sozialer Trümmerhaufen?) – Wissen Sie das? Schauen Sie nach bei Invaliditätspensionen! (Abg. Dr. Stummvoll: Das ist eine Fangfrage!) Schauen Sie nach, bevor Sie irgendwelche absurde Zwischenfragen stellen, ob ich Anfragen über Invaliditätspensionen gestellt habe. (Abg. Neudeck: Sagen Sie ja oder nein!) Ja, so ist es, Herr Kollege Neudeck! Es geht nicht an, dass Sie einfach nur den Mund aufmachen und dazwischen reden. (Abg. Scheibner: Sagen Sie ja oder nein!) Es sollte schon etwas Inhalt dahinter stehen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neudeck: Sagen Sie ja oder nein!)
Abg. Dr. Stummvoll: Das ist eine Fangfrage!
Ich verlange nicht nur einfach eine emotionale Antwort, sondern Sie, Frau Sozialministerin, verfügen über die Fakten. Sie können ihm etwas sagen. (Abg. Neudeck: Haben Sie eine Anfrage gestellt? – Abg. Dr. Jarolim: Ist das nicht ein sozialer Trümmerhaufen?) – Wissen Sie das? Schauen Sie nach bei Invaliditätspensionen! (Abg. Dr. Stummvoll: Das ist eine Fangfrage!) Schauen Sie nach, bevor Sie irgendwelche absurde Zwischenfragen stellen, ob ich Anfragen über Invaliditätspensionen gestellt habe. (Abg. Neudeck: Sagen Sie ja oder nein!) Ja, so ist es, Herr Kollege Neudeck! Es geht nicht an, dass Sie einfach nur den Mund aufmachen und dazwischen reden. (Abg. Scheibner: Sagen Sie ja oder nein!) Es sollte schon etwas Inhalt dahinter stehen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neudeck: Sagen Sie ja oder nein!)
Abg. Neudeck: Sagen Sie ja oder nein!
Ich verlange nicht nur einfach eine emotionale Antwort, sondern Sie, Frau Sozialministerin, verfügen über die Fakten. Sie können ihm etwas sagen. (Abg. Neudeck: Haben Sie eine Anfrage gestellt? – Abg. Dr. Jarolim: Ist das nicht ein sozialer Trümmerhaufen?) – Wissen Sie das? Schauen Sie nach bei Invaliditätspensionen! (Abg. Dr. Stummvoll: Das ist eine Fangfrage!) Schauen Sie nach, bevor Sie irgendwelche absurde Zwischenfragen stellen, ob ich Anfragen über Invaliditätspensionen gestellt habe. (Abg. Neudeck: Sagen Sie ja oder nein!) Ja, so ist es, Herr Kollege Neudeck! Es geht nicht an, dass Sie einfach nur den Mund aufmachen und dazwischen reden. (Abg. Scheibner: Sagen Sie ja oder nein!) Es sollte schon etwas Inhalt dahinter stehen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neudeck: Sagen Sie ja oder nein!)
Abg. Scheibner: Sagen Sie ja oder nein!
Ich verlange nicht nur einfach eine emotionale Antwort, sondern Sie, Frau Sozialministerin, verfügen über die Fakten. Sie können ihm etwas sagen. (Abg. Neudeck: Haben Sie eine Anfrage gestellt? – Abg. Dr. Jarolim: Ist das nicht ein sozialer Trümmerhaufen?) – Wissen Sie das? Schauen Sie nach bei Invaliditätspensionen! (Abg. Dr. Stummvoll: Das ist eine Fangfrage!) Schauen Sie nach, bevor Sie irgendwelche absurde Zwischenfragen stellen, ob ich Anfragen über Invaliditätspensionen gestellt habe. (Abg. Neudeck: Sagen Sie ja oder nein!) Ja, so ist es, Herr Kollege Neudeck! Es geht nicht an, dass Sie einfach nur den Mund aufmachen und dazwischen reden. (Abg. Scheibner: Sagen Sie ja oder nein!) Es sollte schon etwas Inhalt dahinter stehen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neudeck: Sagen Sie ja oder nein!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neudeck: Sagen Sie ja oder nein!
Ich verlange nicht nur einfach eine emotionale Antwort, sondern Sie, Frau Sozialministerin, verfügen über die Fakten. Sie können ihm etwas sagen. (Abg. Neudeck: Haben Sie eine Anfrage gestellt? – Abg. Dr. Jarolim: Ist das nicht ein sozialer Trümmerhaufen?) – Wissen Sie das? Schauen Sie nach bei Invaliditätspensionen! (Abg. Dr. Stummvoll: Das ist eine Fangfrage!) Schauen Sie nach, bevor Sie irgendwelche absurde Zwischenfragen stellen, ob ich Anfragen über Invaliditätspensionen gestellt habe. (Abg. Neudeck: Sagen Sie ja oder nein!) Ja, so ist es, Herr Kollege Neudeck! Es geht nicht an, dass Sie einfach nur den Mund aufmachen und dazwischen reden. (Abg. Scheibner: Sagen Sie ja oder nein!) Es sollte schon etwas Inhalt dahinter stehen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neudeck: Sagen Sie ja oder nein!)
Bundesministerin Haubner: Ist gut!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich habe gesagt, der Zustand dieser Regierung und der Zustand der Frau Sozialministerin (Bundesministerin Haubner: Ist gut!)
Abg. Dr. Jarolim: Völlig richtig!
Entschuldigung, meine sehr geehrten Damen und Herren: Ich habe noch nie etwas so Jämmerliches und demokratiepolitisch Bedenkliches gesehen (Abg. Dr. Jarolim: Völlig richtig!) wie das, was sich in den letzten Tagen in der Innenpolitik getan hat und tut. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Entschuldigung, meine sehr geehrten Damen und Herren: Ich habe noch nie etwas so Jämmerliches und demokratiepolitisch Bedenkliches gesehen (Abg. Dr. Jarolim: Völlig richtig!) wie das, was sich in den letzten Tagen in der Innenpolitik getan hat und tut. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ich höre sehr aufmerksam, dass Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren von diesem Gebilde, auf der einen Seite sagen: Wir haben ein freies Mandat, wir sind nur den Wählern und keiner Partei verantwortlich!, und dass Sie, Herr Scheibner und Frau Ex-Parteivorsitzende, sich auf der anderen Seite gleichzeitig von Ihrem Koalitionspartner einen Beugevertrag diktieren lassen, der jeden einzelnen Abgeordneten dazu verpflichten soll, ja und Amen zu allem, was in dieser Koalitionsperiode noch auf Sie zukommen wird, zu sagen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum schreien Sie eigentlich so?
Angesichts dessen wollen Sie, Herr Abgeordneter Scheibner, uns sagen: Wir sind freie Abgeordnete – und lassen das jeden unterschreiben? Gott sei Dank gibt es offensichtlich ein paar, die das nicht unterschreiben wollten. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum schreien Sie eigentlich so?) Was ist die Konsequenz daraus? – Die ÖVP sagt: Es ist eh egal, wir brauchen keine Unterschrift. (Abg. Eder: Die müssen alle unterschreiben in der FPÖ!)
Abg. Eder: Die müssen alle unterschreiben in der FPÖ!
Angesichts dessen wollen Sie, Herr Abgeordneter Scheibner, uns sagen: Wir sind freie Abgeordnete – und lassen das jeden unterschreiben? Gott sei Dank gibt es offensichtlich ein paar, die das nicht unterschreiben wollten. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum schreien Sie eigentlich so?) Was ist die Konsequenz daraus? – Die ÖVP sagt: Es ist eh egal, wir brauchen keine Unterschrift. (Abg. Eder: Die müssen alle unterschreiben in der FPÖ!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Schreien Sie nicht so!
Das ist der jämmerliche und lächerliche Zustand Ihrer Koalitionsregierung. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Schreien Sie nicht so!) Die ÖVP sagt: Unterschreiben! Dazu sagen einige: Nein, wir unterschreiben nicht!, und sie haben Recht. Ein absurdes Gebilde, ein Vertrag, der natürlich keinen Abgeordneten binden kann, wird von irgendwelchen Abgeordneten unterschrieben, die nicht wissen, wohin sie gehören. Einige unterschreiben es, einige unterschreiben es nicht. Dann sagt die ÖVP: Die Unterschrift brauchen wir eh nicht! – Das ist der Zustand. (Staatssekretär Dolinschek: Was hat das mit dem Sozialbudget zu tun?)
Staatssekretär Dolinschek: Was hat das mit dem Sozialbudget zu tun?
Das ist der jämmerliche und lächerliche Zustand Ihrer Koalitionsregierung. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Schreien Sie nicht so!) Die ÖVP sagt: Unterschreiben! Dazu sagen einige: Nein, wir unterschreiben nicht!, und sie haben Recht. Ein absurdes Gebilde, ein Vertrag, der natürlich keinen Abgeordneten binden kann, wird von irgendwelchen Abgeordneten unterschrieben, die nicht wissen, wohin sie gehören. Einige unterschreiben es, einige unterschreiben es nicht. Dann sagt die ÖVP: Die Unterschrift brauchen wir eh nicht! – Das ist der Zustand. (Staatssekretär Dolinschek: Was hat das mit dem Sozialbudget zu tun?)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sagen Sie, was interessiert Sie, was wir unterschreiben?
Frau Bundesministerin! Ich habe jetzt zwei Punkte erwähnt. Das, was Sie als Sozialministerin in der Regierung nicht gesagt haben, und das (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sagen Sie, was interessiert Sie, was wir unterschreiben?), was Sie als bis vor kurzem verantwortliche Parteivorsitzende zu tragen gehabt haben und jetzt weggeworfen haben (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie überschreiten Ihre Grenzen!), signalisiert den Zustand dieses Gebildes. Diese Koalitionsregierung hat jede Zukunft verspielt. Das, was Sie in der Innenpolitik bieten, ist lächerlich, und in der Sozialpolitik haben Sie gar nichts zu bieten.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie überschreiten Ihre Grenzen!
Frau Bundesministerin! Ich habe jetzt zwei Punkte erwähnt. Das, was Sie als Sozialministerin in der Regierung nicht gesagt haben, und das (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sagen Sie, was interessiert Sie, was wir unterschreiben?), was Sie als bis vor kurzem verantwortliche Parteivorsitzende zu tragen gehabt haben und jetzt weggeworfen haben (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie überschreiten Ihre Grenzen!), signalisiert den Zustand dieses Gebildes. Diese Koalitionsregierung hat jede Zukunft verspielt. Das, was Sie in der Innenpolitik bieten, ist lächerlich, und in der Sozialpolitik haben Sie gar nichts zu bieten.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Herr Präsident! Das ist eine Themenverfehlung!
Eine letzte Bemerkung zu Herrn Abgeordnetem Tancsits. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Herr Präsident! Das ist eine Themenverfehlung!) Sie haben bezüglich Pensionen gesagt: Wir, ÖVP und FPÖ, sind diejenigen, die den AusgleichszulagenbezieherInnen den sozialpolitischen Fortschritt gebracht haben. Die Frau Bundesministerin hat vor wenigen Monaten gesagt, dass sie die Ausgleichszulage in Richtung Armutsgefährdungsschwelle anheben möchte. Nichts ist gekommen, das war eine Ankündigung. Aber das bedeutet, Herr Abgeordneter Tancsits, dass die Ausgleichszulage für Alleinstehende noch immer unter der Armutsschwelle liegt. Wissen Sie das? – Sie aber sagen: Es ist ein sozialpolitischer Fortschritt, dass die AusgleichszulagenbezieherInnen einen Betrag unter der Armutsgefährdungsschwelle bekommen. Das ist doch absurd, Herr Abgeordneter Tancsits! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Eine letzte Bemerkung zu Herrn Abgeordnetem Tancsits. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Herr Präsident! Das ist eine Themenverfehlung!) Sie haben bezüglich Pensionen gesagt: Wir, ÖVP und FPÖ, sind diejenigen, die den AusgleichszulagenbezieherInnen den sozialpolitischen Fortschritt gebracht haben. Die Frau Bundesministerin hat vor wenigen Monaten gesagt, dass sie die Ausgleichszulage in Richtung Armutsgefährdungsschwelle anheben möchte. Nichts ist gekommen, das war eine Ankündigung. Aber das bedeutet, Herr Abgeordneter Tancsits, dass die Ausgleichszulage für Alleinstehende noch immer unter der Armutsschwelle liegt. Wissen Sie das? – Sie aber sagen: Es ist ein sozialpolitischer Fortschritt, dass die AusgleichszulagenbezieherInnen einen Betrag unter der Armutsgefährdungsschwelle bekommen. Das ist doch absurd, Herr Abgeordneter Tancsits! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Offensichtlich braucht die Sozialministerin, die nicht aus Eigenem imstande ist, diese Anhebung auf die Armutsgefährdungsschwelle durchzusetzen, Unterstützung durch das Parlament. Sie mit Ihrem freien Mandat sind aufgefordert, Ihrer eigenen Ministerin diese Unterstützung jetzt zu geben. Wir schauen uns gerne an, ob Sie noch ein freies Mandat haben. Jetzt haben Sie die Möglichkeit! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Eine brillante Rede, Herr Präsident!
Präsident Dr. Andreas Khol: Der von Herrn Abgeordnetem Öllinger eingebrachte Entschließungsantrag (Abg. Dr. Jarolim: Eine brillante Rede, Herr Präsident!) der Abgeordneten Öllinger, Kolleginnen und Kollegen betreffend Anhebung der Mindestpensionen auf die Armutsgefährdungsschwelle ist hinreichend unterstützt und steht mit in Verhandlung. (Abg. Dr. Jarolim: Ein peinlicher sozialer Trümmerhaufen, Herr Präsident!)
Abg. Dr. Jarolim: Ein peinlicher sozialer Trümmerhaufen, Herr Präsident!
Präsident Dr. Andreas Khol: Der von Herrn Abgeordnetem Öllinger eingebrachte Entschließungsantrag (Abg. Dr. Jarolim: Eine brillante Rede, Herr Präsident!) der Abgeordneten Öllinger, Kolleginnen und Kollegen betreffend Anhebung der Mindestpensionen auf die Armutsgefährdungsschwelle ist hinreichend unterstützt und steht mit in Verhandlung. (Abg. Dr. Jarolim: Ein peinlicher sozialer Trümmerhaufen, Herr Präsident!)
Abg. Dr. Jarolim: Sehr nervös!
Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Dietmar Keck schon vor dem nächsten tatsächlich Berichtigenden Herbert Scheibner zu Wort gemeldet. (Abg. Dr. Jarolim: Sehr nervös!)
Abg. Eder: Sehr gute Rede!
Ich möchte eine kleine Bemerkung machen, meine Damen und Herren: Ich habe Abgeordnetem Öllinger aufmerksam zugehört. Er hat ungefähr die Hälfte seiner Ausführungen der Sozialpolitik und dem Sozialbudget gewidmet und die andere Hälfte allgemeinen politischen Fragen. (Abg. Eder: Sehr gute Rede!) Ich würde bitten, die Proportionen etwas zu verändern, damit ich nicht gezwungen werde, irgendwann einmal den „Ruf zur Sache“ auszusprechen. (Abg. Mag. Lapp: Das ist eine Frechheit! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Lapp: Das ist eine Frechheit! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich möchte eine kleine Bemerkung machen, meine Damen und Herren: Ich habe Abgeordnetem Öllinger aufmerksam zugehört. Er hat ungefähr die Hälfte seiner Ausführungen der Sozialpolitik und dem Sozialbudget gewidmet und die andere Hälfte allgemeinen politischen Fragen. (Abg. Eder: Sehr gute Rede!) Ich würde bitten, die Proportionen etwas zu verändern, damit ich nicht gezwungen werde, irgendwann einmal den „Ruf zur Sache“ auszusprechen. (Abg. Mag. Lapp: Das ist eine Frechheit! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie gesagt haben, und das Unternehmen wie die Voest nicht zu 100 Prozent ... (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Parnigoni: Aber Recht hat er trotzdem! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Kollege, das ist ein Redebeitrag! Das ist keine tatsächliche Berichtigung. Das sind politische Wertungen. Fakten am Wort „wir“ zu widerlegen, ist sehr schwierig. Das widerspricht dem Verständnis, das wir über tatsächliche Berichtigungen haben. (Abg. Parnigoni: Aber Recht hat er trotzdem! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Herr Präsident! Glauben Sie, dass Ihnen diese Qualifikation zusteht?
Der nächste tatsächlich Berichtigende ist Herr Abgeordneter Scheibner. Ich hoffe, er trifft es besser. (Abg. Dr. Jarolim: Herr Präsident! Glauben Sie, dass Ihnen diese Qualifikation zusteht?)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche): Herr Präsident, ich werde mich bemühen. – Herr Abgeordneter Öllinger hat in seiner Wortmeldung die Behauptung aufgestellt, dass sich die freiheitlichen Abgeordneten einem Beugevertrag unterwerfen müssten. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Diese Behauptung ist unrichtig!
Abg. Dr. Matznetter: Herr Präsident! Das ist keine tatsächliche Berichtigung!
Die freiheitlichen Abgeordneten unterwerfen sich selbstverständlich keinem Beugevertrag, sondern die freiheitlichen Abgeordneten haben so (Abg. Dr. Matznetter: Herr Präsident! Das ist keine tatsächliche Berichtigung!) wie die Abgeordneten der Österreichischen Volkspartei (Abg. Dr. Van der Bellen: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!) klar und deutlich zum Ausdruck gebracht (die Abgeordneten der SPÖ und der Grünen trommeln mit der Hand auf das Abgeordnetenpult), dass sie unter denselben Bedingungen wie im Jahr 2003 bereit sind (Abg. Sburny: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!), Verantwortung für Österreich zu übernehmen und die Bundesregierung (Abg. Sburny: Was ist das? – heftige Zwischenrufe bei der SPÖ) und das Regierungsprogramm weiterhin zu unterstützen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Van der Bellen: Nein, Herr Kollege!)
Abg. Dr. Van der Bellen: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!
Die freiheitlichen Abgeordneten unterwerfen sich selbstverständlich keinem Beugevertrag, sondern die freiheitlichen Abgeordneten haben so (Abg. Dr. Matznetter: Herr Präsident! Das ist keine tatsächliche Berichtigung!) wie die Abgeordneten der Österreichischen Volkspartei (Abg. Dr. Van der Bellen: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!) klar und deutlich zum Ausdruck gebracht (die Abgeordneten der SPÖ und der Grünen trommeln mit der Hand auf das Abgeordnetenpult), dass sie unter denselben Bedingungen wie im Jahr 2003 bereit sind (Abg. Sburny: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!), Verantwortung für Österreich zu übernehmen und die Bundesregierung (Abg. Sburny: Was ist das? – heftige Zwischenrufe bei der SPÖ) und das Regierungsprogramm weiterhin zu unterstützen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Van der Bellen: Nein, Herr Kollege!)
Abg. Sburny: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!
Die freiheitlichen Abgeordneten unterwerfen sich selbstverständlich keinem Beugevertrag, sondern die freiheitlichen Abgeordneten haben so (Abg. Dr. Matznetter: Herr Präsident! Das ist keine tatsächliche Berichtigung!) wie die Abgeordneten der Österreichischen Volkspartei (Abg. Dr. Van der Bellen: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!) klar und deutlich zum Ausdruck gebracht (die Abgeordneten der SPÖ und der Grünen trommeln mit der Hand auf das Abgeordnetenpult), dass sie unter denselben Bedingungen wie im Jahr 2003 bereit sind (Abg. Sburny: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!), Verantwortung für Österreich zu übernehmen und die Bundesregierung (Abg. Sburny: Was ist das? – heftige Zwischenrufe bei der SPÖ) und das Regierungsprogramm weiterhin zu unterstützen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Van der Bellen: Nein, Herr Kollege!)
Abg. Sburny: Was ist das? – heftige Zwischenrufe bei der SPÖ
Die freiheitlichen Abgeordneten unterwerfen sich selbstverständlich keinem Beugevertrag, sondern die freiheitlichen Abgeordneten haben so (Abg. Dr. Matznetter: Herr Präsident! Das ist keine tatsächliche Berichtigung!) wie die Abgeordneten der Österreichischen Volkspartei (Abg. Dr. Van der Bellen: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!) klar und deutlich zum Ausdruck gebracht (die Abgeordneten der SPÖ und der Grünen trommeln mit der Hand auf das Abgeordnetenpult), dass sie unter denselben Bedingungen wie im Jahr 2003 bereit sind (Abg. Sburny: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!), Verantwortung für Österreich zu übernehmen und die Bundesregierung (Abg. Sburny: Was ist das? – heftige Zwischenrufe bei der SPÖ) und das Regierungsprogramm weiterhin zu unterstützen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Van der Bellen: Nein, Herr Kollege!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Van der Bellen: Nein, Herr Kollege!
Die freiheitlichen Abgeordneten unterwerfen sich selbstverständlich keinem Beugevertrag, sondern die freiheitlichen Abgeordneten haben so (Abg. Dr. Matznetter: Herr Präsident! Das ist keine tatsächliche Berichtigung!) wie die Abgeordneten der Österreichischen Volkspartei (Abg. Dr. Van der Bellen: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!) klar und deutlich zum Ausdruck gebracht (die Abgeordneten der SPÖ und der Grünen trommeln mit der Hand auf das Abgeordnetenpult), dass sie unter denselben Bedingungen wie im Jahr 2003 bereit sind (Abg. Sburny: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!), Verantwortung für Österreich zu übernehmen und die Bundesregierung (Abg. Sburny: Was ist das? – heftige Zwischenrufe bei der SPÖ) und das Regierungsprogramm weiterhin zu unterstützen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Van der Bellen: Nein, Herr Kollege!)
Heftige Zwischenrufe bei der SPÖ.
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Kollege Scheibner, auch das war ein politischer Beitrag! (Heftige Zwischenrufe bei der SPÖ.) Entweder wir verständigen uns darauf, dass wir jetzt eine ruhige, inhaltsreiche Sozialdebatte führen, oder ich unterbreche die Sitzung. (Abg. Riepl: Ja, unterbrechen Sie die Sitzung! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Herr Präsident! Unterbinden Sie diese Gewalt da drüben! – Abg. Dr. Puswald: Herr Präsident! Zur Geschäftsbehandlung! – Weitere lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Riepl: Ja, unterbrechen Sie die Sitzung! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Herr Präsident! Unterbinden Sie diese Gewalt da drüben! – Abg. Dr. Puswald: Herr Präsident! Zur Geschäftsbehandlung! – Weitere lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ.
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Kollege Scheibner, auch das war ein politischer Beitrag! (Heftige Zwischenrufe bei der SPÖ.) Entweder wir verständigen uns darauf, dass wir jetzt eine ruhige, inhaltsreiche Sozialdebatte führen, oder ich unterbreche die Sitzung. (Abg. Riepl: Ja, unterbrechen Sie die Sitzung! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Herr Präsident! Unterbinden Sie diese Gewalt da drüben! – Abg. Dr. Puswald: Herr Präsident! Zur Geschäftsbehandlung! – Weitere lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Puswald: Zur Geschäftsbehandlung! – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Mag. Haupt. Seine Redezeit ist 10 Minuten. (Abg. Dr. Puswald: Zur Geschäftsbehandlung! – Zwischenrufe bei der SPÖ.) Am Wort ist der Redner! (Abg. Dr. Puswald: Herr Präsident! Das ist absolut untragbar, dass Sie keine Wortmeldung zur Geschäftsbehandlung zulassen! – Abg. Dr. Jarolim: Das gibt es ja nicht! – Abg. Dr. Partik-Pablé – in Richtung SPÖ –: So eine Gewaltbereitschaft!)
Abg. Dr. Puswald: Herr Präsident! Das ist absolut untragbar, dass Sie keine Wortmeldung zur Geschäftsbehandlung zulassen! – Abg. Dr. Jarolim: Das gibt es ja nicht! – Abg. Dr. Partik-Pablé – in Richtung SPÖ –: So eine Gewaltbereitschaft!
Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Mag. Haupt. Seine Redezeit ist 10 Minuten. (Abg. Dr. Puswald: Zur Geschäftsbehandlung! – Zwischenrufe bei der SPÖ.) Am Wort ist der Redner! (Abg. Dr. Puswald: Herr Präsident! Das ist absolut untragbar, dass Sie keine Wortmeldung zur Geschäftsbehandlung zulassen! – Abg. Dr. Jarolim: Das gibt es ja nicht! – Abg. Dr. Partik-Pablé – in Richtung SPÖ –: So eine Gewaltbereitschaft!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Herbert Haupt (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Ich verstehe die Aufregung der beiden Oppositionsparteien. Sie mussten feststellen, dass die überwiegende Mehrheit in diesem Parlament weiterhin bemüht ist, das Regierungsprogramm auf Punkt und Beistrich umzusetzen, und das, sehr geehrte Damen und Herren, macht Sie so nervös. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Eder: Welcher Klub?
steht und dass der Freiheitliche Klub auch weiterhin bemüht ist, dieses Regierungsübereinkommen umzusetzen. (Abg. Eder: Welcher Klub?)
Abg. Dr. Jarolim: Das ist ein peinlicher Auftritt!
Ich als Sozialsprecher meiner Partei sage auch, warum dem so ist. Wir wollen, dass das Behindertengleichstellungspaket endlich in diesem Parlament beschlossen wird, das die Sozialdemokratie nie über die Parlamentsrampe gebracht hat. Wir wollen, dass die Gebärdensprache in diesem Parlament endlich anerkannt wird und das nicht wieder auf die lange Bank geschoben wird. Wir wollen, sehr geehrte Damen und Herren, dass im Sozialbereich die Bundessozialämter endlich zu Dienstleistungsbetrieben (Abg. Dr. Jarolim: Das ist ein peinlicher Auftritt!) für die armen Menschen und für die behinderten Menschen in diesem Staat werden und dass nicht, so wie bei Ihnen, ein parteipolitischer Apparat neben dem Staat errichtet wird (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP), wo man das Parteibuch vorweisen muss, um soziale Begünstigungen zu bekommen, die das österreichische Parlament beschlossen hat. (Abg. Dr. Jarolim: Lauter!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP
Ich als Sozialsprecher meiner Partei sage auch, warum dem so ist. Wir wollen, dass das Behindertengleichstellungspaket endlich in diesem Parlament beschlossen wird, das die Sozialdemokratie nie über die Parlamentsrampe gebracht hat. Wir wollen, dass die Gebärdensprache in diesem Parlament endlich anerkannt wird und das nicht wieder auf die lange Bank geschoben wird. Wir wollen, sehr geehrte Damen und Herren, dass im Sozialbereich die Bundessozialämter endlich zu Dienstleistungsbetrieben (Abg. Dr. Jarolim: Das ist ein peinlicher Auftritt!) für die armen Menschen und für die behinderten Menschen in diesem Staat werden und dass nicht, so wie bei Ihnen, ein parteipolitischer Apparat neben dem Staat errichtet wird (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP), wo man das Parteibuch vorweisen muss, um soziale Begünstigungen zu bekommen, die das österreichische Parlament beschlossen hat. (Abg. Dr. Jarolim: Lauter!)
Abg. Dr. Jarolim: Lauter!
Ich als Sozialsprecher meiner Partei sage auch, warum dem so ist. Wir wollen, dass das Behindertengleichstellungspaket endlich in diesem Parlament beschlossen wird, das die Sozialdemokratie nie über die Parlamentsrampe gebracht hat. Wir wollen, dass die Gebärdensprache in diesem Parlament endlich anerkannt wird und das nicht wieder auf die lange Bank geschoben wird. Wir wollen, sehr geehrte Damen und Herren, dass im Sozialbereich die Bundessozialämter endlich zu Dienstleistungsbetrieben (Abg. Dr. Jarolim: Das ist ein peinlicher Auftritt!) für die armen Menschen und für die behinderten Menschen in diesem Staat werden und dass nicht, so wie bei Ihnen, ein parteipolitischer Apparat neben dem Staat errichtet wird (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP), wo man das Parteibuch vorweisen muss, um soziale Begünstigungen zu bekommen, die das österreichische Parlament beschlossen hat. (Abg. Dr. Jarolim: Lauter!)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Sehr geehrte Damen und Herren! Wir wollen, dass die Mehrheit geschlossen hinter diesem Regierungsübereinkommen steht. Wir wollen, dass auch im Gesundheitsbereich endlich etwas weitergeht. Wir haben erreicht, dass in den Sozialversicherungsträgern die entsprechenden Benchmarks, die Verwaltungszahlen aus dem Jahre 1999 auch 2004 nahezu lückenlos eingehalten worden sind. Wir werden dafür sorgen, dass das Geld der Menschen endlich für die Gesundheitspolitik und nicht für die Verwaltung ausgegeben wird. (Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Das macht uns stark, hinter diesem Regierungsprogramm zu stehen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Jarolim: Diese Koalition ist ein Trümmerhaufen!
Ich habe das Regierungsprogramm seinerzeit ausverhandelt, ich habe es der Freiheitlichen Partei vorgelegt, und die Freiheitliche Partei hat es mit überwiegender Mehrheit unterstützt. Der Freiheitliche Parlamentsklub, eine Organisation von gewählten freiheitlichen Abgeordneten (Abg. Dr. Jarolim: Diese Koalition ist ein Trümmerhaufen!), steht nach wie vor geschlossen hinter diesem Regierungsprogramm. Sie brauchen nicht nach Orange, Blau, Violett oder Grün zu fragen, sondern Sie sollten sich fragen (Zwischenrufe bei der SPÖ), warum und mit welcher Berechtigung Sie frei gewählte österreichische Abgeordnete in ihrem Recht der freien Meinungsäußerung beschneiden wollen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Ich habe das Regierungsprogramm seinerzeit ausverhandelt, ich habe es der Freiheitlichen Partei vorgelegt, und die Freiheitliche Partei hat es mit überwiegender Mehrheit unterstützt. Der Freiheitliche Parlamentsklub, eine Organisation von gewählten freiheitlichen Abgeordneten (Abg. Dr. Jarolim: Diese Koalition ist ein Trümmerhaufen!), steht nach wie vor geschlossen hinter diesem Regierungsprogramm. Sie brauchen nicht nach Orange, Blau, Violett oder Grün zu fragen, sondern Sie sollten sich fragen (Zwischenrufe bei der SPÖ), warum und mit welcher Berechtigung Sie frei gewählte österreichische Abgeordnete in ihrem Recht der freien Meinungsäußerung beschneiden wollen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich habe das Regierungsprogramm seinerzeit ausverhandelt, ich habe es der Freiheitlichen Partei vorgelegt, und die Freiheitliche Partei hat es mit überwiegender Mehrheit unterstützt. Der Freiheitliche Parlamentsklub, eine Organisation von gewählten freiheitlichen Abgeordneten (Abg. Dr. Jarolim: Diese Koalition ist ein Trümmerhaufen!), steht nach wie vor geschlossen hinter diesem Regierungsprogramm. Sie brauchen nicht nach Orange, Blau, Violett oder Grün zu fragen, sondern Sie sollten sich fragen (Zwischenrufe bei der SPÖ), warum und mit welcher Berechtigung Sie frei gewählte österreichische Abgeordnete in ihrem Recht der freien Meinungsäußerung beschneiden wollen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Reheis: Welche Partei?
Wir haben freie Meinungsäußerung, sehr geehrte Damen und Herren, und wir werden weiterhin für diese freie Meinungsäußerung im österreichischen Parlament stehen. Wir werden dafür sorgen, dass eine freiheitliche rechtsstaatliche Gesinnung in diesem Staat funktioniert. (Abg. Reheis: Welche Partei?)
Abg. Eder: Bitte lauter wieder!
Sehr geehrte Damen und Herren! Wenn man sich die Zahlen des heute vorliegenden Budgets ansieht, dann, muss man sagen, kann man sich selbstverständlich für den Sozialbereich mehr, ja noch mehr vorstellen. (Abg. Eder: Bitte lauter wieder!) – Ich möchte nicht, dass Sie hörgeschädigt werden, denn schlussendlich weiß jeder von seinem Handy, dass laute Klingeltöne das Gehör schädigen können. Nachdem Sie sich beruhigt haben, sehr geehrte Damen und Herren, kann ich mich mit ruhiger Stimme mit meinen Argumenten wieder durchsetzen. (Abg. Eder: Bitte lauter!) Ich bin überzeugt davon, dass auch Kollege Puswald irgendwann wieder seinen Platz finden und von dort in Ruhe zuhören wird, anstatt aus der ersten Reihe gegen die Usancen dieses Hauses permanent Zwischenrufe zu machen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Eder: Bitte lauter!
Sehr geehrte Damen und Herren! Wenn man sich die Zahlen des heute vorliegenden Budgets ansieht, dann, muss man sagen, kann man sich selbstverständlich für den Sozialbereich mehr, ja noch mehr vorstellen. (Abg. Eder: Bitte lauter wieder!) – Ich möchte nicht, dass Sie hörgeschädigt werden, denn schlussendlich weiß jeder von seinem Handy, dass laute Klingeltöne das Gehör schädigen können. Nachdem Sie sich beruhigt haben, sehr geehrte Damen und Herren, kann ich mich mit ruhiger Stimme mit meinen Argumenten wieder durchsetzen. (Abg. Eder: Bitte lauter!) Ich bin überzeugt davon, dass auch Kollege Puswald irgendwann wieder seinen Platz finden und von dort in Ruhe zuhören wird, anstatt aus der ersten Reihe gegen die Usancen dieses Hauses permanent Zwischenrufe zu machen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Wenn man sich die Zahlen des heute vorliegenden Budgets ansieht, dann, muss man sagen, kann man sich selbstverständlich für den Sozialbereich mehr, ja noch mehr vorstellen. (Abg. Eder: Bitte lauter wieder!) – Ich möchte nicht, dass Sie hörgeschädigt werden, denn schlussendlich weiß jeder von seinem Handy, dass laute Klingeltöne das Gehör schädigen können. Nachdem Sie sich beruhigt haben, sehr geehrte Damen und Herren, kann ich mich mit ruhiger Stimme mit meinen Argumenten wieder durchsetzen. (Abg. Eder: Bitte lauter!) Ich bin überzeugt davon, dass auch Kollege Puswald irgendwann wieder seinen Platz finden und von dort in Ruhe zuhören wird, anstatt aus der ersten Reihe gegen die Usancen dieses Hauses permanent Zwischenrufe zu machen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Silhavy: Das ist der Witz des Tages!
Aber so ist das halt. Wenn man sieht, dass einem die Felle davonschwimmen und dass in diesem Parlament gearbeitet wird, dann ist man nervös, dann ist man aufgeregt und dann ist man empört. (Abg. Silhavy: Das ist der Witz des Tages!)
Abg. Silhavy: Herr Kollege Haupt, Sie wissen in diesem Fall, wovon Sie sprechen!
Sehr geehrte Damen und Herren! Beteiligen Sie sich an der Arbeit für ein soziales Österreich (Abg. Silhavy: Herr Kollege Haupt, Sie wissen in diesem Fall, wovon Sie sprechen!), beteiligen Sie sich an der Arbeit für einen Sozialstaat Österreich, dann bin ich mir sicher, dass die Schere für die ärmeren Bevölkerungskreise in diesem Lande wieder kleiner werden wird.
Abg. Silhavy: Herr Kollege Haupt! Sie haben vier Mal unterschrieben, das ...!
Sehr geehrte Damen und Herren! Für die überwiegende Mehrheit der Abgeordneten der Regierungsparteien, aber auch für die Oppositionsparteien und betroffenen Gruppierungen im Sozialbereich hat es in der Vergangenheit immer gereicht, wenn Sozialminister und Abgeordneter Haupt etwas zugesagt hat, denn das ist dann auch eingetroffen und hat funktioniert. (Abg. Silhavy: Herr Kollege Haupt! Sie haben vier Mal unterschrieben, das ...!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich darf Sie etwa daran erinnern, dass ich versprochen habe, dass die Unfallrentenbesteuerung in dieser Legislaturperiode nicht mehr fortgesetzt wird – das ist ein Faktum. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy. – Abg. Dr. Jarolim: So lächerlich!
Ich habe versprochen, dass es in dieser Legislaturperiode ein Bundestierschutzgesetz geben wird – das ist ein Faktum. Ich habe den Menschen versprochen, dass es ein Behindertengleichstellungsgesetz geben wird. Das werden wir hier im Parlament umsetzen, und das wird ein Faktum werden. (Zwischenruf der Abg. Silhavy. – Abg. Dr. Jarolim: So lächerlich!)
Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Dr. Jarolim und Scheibner.
Seien Sie nicht so echauffiert, Frau Kollegin Silhavy! Arbeiten Sie in aller Ruhe am Sozialstaat Österreich mit! (Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Dr. Jarolim und Scheibner.) Wir haben gestern eine sehr gute Diskussion über den Sozialbereich gehabt. Wir konnten sehr vieles gemeinsam zusammenführen und auch mit entsprechenden Verfassungsänderungen absegnen.
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Sehr geehrte Frau Kollegin Silhavy! Das, was man in den Arbeitsräumen dieses Parlaments in aller Ruhe diskutiert, sollte man auch in der Öffentlichkeit in aller Ruhe diskutieren und nicht ein Streitszenario entwickeln, das in der Sacharbeit so nicht existiert. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) – Das so nicht existiert.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Frau Kollegin Silhavy! Sie brauchen sich nicht den Kopf zu zerbrechen: Ich bin, war und bleibe bestehender Bestandteil der freiheitlichen Fraktion. Und diese freiheitliche Fraktion – bestehend aus freien Abgeordneten – hat sich ordnungsgemäß, verfassungskonform gegründet und wird auch ordnungsgemäß und verfassungskonform für ein freies Österreich weiterarbeiten. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Jarolim: Eine würdige Rede war das!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächste Wortmeldung: Frau Abgeordnete Mag. Kuntzl. Wunschredezeit: 4 Minuten. – Bitte, Frau Kollegin. (Abg. Dr. Jarolim: Eine würdige Rede war das!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: „Müssen“ tun Sie gar nichts, Sie können!
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Wir müssen nach den Ausführungen des Kollegen Scheibner offensichtlich zur Kenntnis nehmen (Abg. Dr. Partik-Pablé: „Müssen“ tun Sie gar nichts, Sie können!), dass der Freiheitliche Klub – ich glaube, so heißt er noch immer – es nicht so empfindet, dass sie einen Beugevertrag unterschrieben hätten. Es ist offensichtlich so, dass sie sich immer geschmeidiger, immer tiefer beugen – und das freiwillig. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist in Ihrem Klub so üblich!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist in Ihrem Klub so üblich!
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Wir müssen nach den Ausführungen des Kollegen Scheibner offensichtlich zur Kenntnis nehmen (Abg. Dr. Partik-Pablé: „Müssen“ tun Sie gar nichts, Sie können!), dass der Freiheitliche Klub – ich glaube, so heißt er noch immer – es nicht so empfindet, dass sie einen Beugevertrag unterschrieben hätten. Es ist offensichtlich so, dass sie sich immer geschmeidiger, immer tiefer beugen – und das freiwillig. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist in Ihrem Klub so üblich!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Haben Sie parteifreie Abgeordnete?
Bezeichnend ist schon, dass Sie sich nicht den Fragen unserer Dringlichen Anfrage stellen, die, so glaube ich, für die österreichische Öffentlichkeit von großem Interesse gewesen wären. Sie haben nicht nur mit den Entwicklungen der letzten Tage, also nicht nur mehr mit Ihrer Politik, zur großen Verwirrung der Wähler geführt (Abg. Dr. Partik-Pablé: Haben Sie parteifreie Abgeordnete?), sondern auch rein organisatorisch zu großer Verwirrung der Wähler beigetragen. Und offensichtlich können Sie nicht einmal einfache Fragen beantworten (Abg. Dr. Partik-Pablé: Frau Abgeordnete! Haben Sie einen parteifreien Abgeordneten?), wie die Frage: Wie viele Parteien sitzen jetzt eigentlich im österreichischen Parlament, und wie heißen diese Parteien? Es ist ein wirklich bedauernswerter Zustand des österreichischen Parlaments, dass Sie sich derartigen Fragen nicht einmal stellen können. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Frau Abgeordnete! Haben Sie einen parteifreien Abgeordneten?
Bezeichnend ist schon, dass Sie sich nicht den Fragen unserer Dringlichen Anfrage stellen, die, so glaube ich, für die österreichische Öffentlichkeit von großem Interesse gewesen wären. Sie haben nicht nur mit den Entwicklungen der letzten Tage, also nicht nur mehr mit Ihrer Politik, zur großen Verwirrung der Wähler geführt (Abg. Dr. Partik-Pablé: Haben Sie parteifreie Abgeordnete?), sondern auch rein organisatorisch zu großer Verwirrung der Wähler beigetragen. Und offensichtlich können Sie nicht einmal einfache Fragen beantworten (Abg. Dr. Partik-Pablé: Frau Abgeordnete! Haben Sie einen parteifreien Abgeordneten?), wie die Frage: Wie viele Parteien sitzen jetzt eigentlich im österreichischen Parlament, und wie heißen diese Parteien? Es ist ein wirklich bedauernswerter Zustand des österreichischen Parlaments, dass Sie sich derartigen Fragen nicht einmal stellen können. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Bezeichnend ist schon, dass Sie sich nicht den Fragen unserer Dringlichen Anfrage stellen, die, so glaube ich, für die österreichische Öffentlichkeit von großem Interesse gewesen wären. Sie haben nicht nur mit den Entwicklungen der letzten Tage, also nicht nur mehr mit Ihrer Politik, zur großen Verwirrung der Wähler geführt (Abg. Dr. Partik-Pablé: Haben Sie parteifreie Abgeordnete?), sondern auch rein organisatorisch zu großer Verwirrung der Wähler beigetragen. Und offensichtlich können Sie nicht einmal einfache Fragen beantworten (Abg. Dr. Partik-Pablé: Frau Abgeordnete! Haben Sie einen parteifreien Abgeordneten?), wie die Frage: Wie viele Parteien sitzen jetzt eigentlich im österreichischen Parlament, und wie heißen diese Parteien? Es ist ein wirklich bedauernswerter Zustand des österreichischen Parlaments, dass Sie sich derartigen Fragen nicht einmal stellen können. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sagen Sie: Wer ist in Ihrer Partei parteifrei? – Abg. Silhavy: ... eine Gesinnung! So einfach ist das!
Nun zum Budget des Bereiches Familienpolitik. Da geht es vor allem darum, zwei Fragen zu stellen, nämlich zum einen die Frage nach der Finanzierung der familienpolitischen Maßnahmen und zum anderen die Frage nach den Prioritäten, die Sie politisch setzen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sagen Sie: Wer ist in Ihrer Partei parteifrei? – Abg. Silhavy: ... eine Gesinnung! So einfach ist das!)
Beifall bei der SPÖ.
Um nur als Beispiel die Kinderbetreuungseinrichtungen zu nennen – Stichwort: Kinderwunsch realisieren –: Wir hatten da eine Riesendebatte. Wir wissen aus dem europäischen Vergleich, dass es so wichtig ist, in diesem Bereich die notwendige Infrastruktur zu haben. Stichwort PISA: Wir wissen, wie wichtig es für die Kinder, für den späteren Schulerfolg wäre, schon in den Kinderbetreuungseinrichtungen, vor der Schule die entsprechende Förderung anbieten zu können. Sie aber verzichten mit diesem Budget leider – zu Lasten der betroffenen Kinder – ein weiteres Jahr darauf, für die betroffenen Kinder die entsprechenden Mittel zur Verfügung zu stellen, um Impulse zu setzen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Eine Querschnittsregierung ...!
Abgeordnete Ridi Steibl (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Ich möchte nur zu meiner Vorrednerin noch sagen: Familienpolitik ist eine Querschnittspolitik (Abg. Dr. Jarolim: Eine Querschnittsregierung ...!), und diese Regierung setzt sehr, sehr viele Maßnahmen, die dieses so gute Sozialsystem, dieses im europaweiten Vergleich gute Sozialsystem auch absichern.
Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.
Ich möchte im Folgenden nur beispielhaft einige familienpolitische Maßnahmen wiederum nennen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.) – Herr Kollege Jarolim, das ist keine Justizdebatte, sondern die familienpolitische Debatte! Ich habe nicht gewusst, dass Sie sich da auskennen – im juristischen Bereich, glaube ich, kennen Sie sich nicht aus. (Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.)
Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.
Ich möchte im Folgenden nur beispielhaft einige familienpolitische Maßnahmen wiederum nennen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.) – Herr Kollege Jarolim, das ist keine Justizdebatte, sondern die familienpolitische Debatte! Ich habe nicht gewusst, dass Sie sich da auskennen – im juristischen Bereich, glaube ich, kennen Sie sich nicht aus. (Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
Wenn Sie sagen, es gibt keine Steigerung der Geburtenrate, so kann ich nur berichtigen, dass das Kinderbetreuungsgeld greift, denn die Geburtenrate ist seit 2002 gestiegen, und zwar um beachtliche 8 Prozent. Das ist noch immer zu wenig, aber doch schon ein ganz wichtiger Schritt und ein gutes Ergebnis. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Abg. Dr. Stummvoll: Ja! – Abg. Öllinger: Nein!
Weiters: Für die Familienbeihilfen wurden 1999 2,5 Milliarden € aufgewendet, 2006 werden es 3 Milliarden € sein. Ich frage Sie nun, werte Kolleginnen und Kollegen von der Opposition: Haben wir etwas erreicht für Familien – ja oder nein? (Abg. Dr. Stummvoll: Ja! – Abg. Öllinger: Nein!) – Wenn Sie ehrlich sind, dann können Sie laut ja sagen! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
Weiters: Für die Familienbeihilfen wurden 1999 2,5 Milliarden € aufgewendet, 2006 werden es 3 Milliarden € sein. Ich frage Sie nun, werte Kolleginnen und Kollegen von der Opposition: Haben wir etwas erreicht für Familien – ja oder nein? (Abg. Dr. Stummvoll: Ja! – Abg. Öllinger: Nein!) – Wenn Sie ehrlich sind, dann können Sie laut ja sagen! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Abg. Murauer: Mittlerweile schon! – Heiterkeit des Abg. Murauer.
Ich möchte in diesem Zusammenhang auch noch auf den berühmten Antrag der SPÖ zum Vaterschutzmonat hinweisen. Ich glaube, da wird etwas verwechselt: Ich brauche den Vater nicht zu „schützen“. (Abg. Murauer: Mittlerweile schon! – Heiterkeit des Abg. Murauer.) Mutterschutz gibt es deshalb, weil die Geburt, die nach beziehungsweise vor dieser Zeit stattfindet, einen Grund dafür darstellt. Aber den Vater dann noch zu schützen? Dann diskutieren wir über einen Papa-Monat – das wäre vielleicht noch besser. Und wenn, dann sollten wir uns überlegen, ob wir nicht von den 30 plus 6 Monaten einen Monat vorziehen. Aber da muss man auch mit der Wirtschaft verhandeln.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Dr. Partik-Pablé. – Abg. Murauer: Bravo! – Abg. Mag. Kogler – zu der auf ihren Sitzplatz zurückkehrenden Abg. Steibl –: Sagen Sie einmal dazu, dass Sie dauernd als Angestellte der steirischen Landesregierung Abgeordnete sind! – Abg. Steibl: Ich arbeite wenigstens! – Abg. Mag. Kogler: Was heißt „Ich arbeite wenigstens“? – Ständige Vermischung von ...!
Abschließend möchte ich Ihnen noch etwas zeigen (die Rednerin hält einen Faltprospekt in die Höhe), was zusammenhängt mit dem, womit ich begonnen habe, als ich gesagt habe, wie gut unser Familiensystem ist: Ich habe hier eine Auflistung aus meinem Referat vom Land Steiermark, die sage und schreibe exakt 31 Maßnahmen beziehungsweise Förderungen beinhaltet, bei denen es nur um Leistungen für Familien in Österreich, in unserem Bundesland geht! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Dr. Partik-Pablé. – Abg. Murauer: Bravo! – Abg. Mag. Kogler – zu der auf ihren Sitzplatz zurückkehrenden Abg. Steibl –: Sagen Sie einmal dazu, dass Sie dauernd als Angestellte der steirischen Landesregierung Abgeordnete sind! – Abg. Steibl: Ich arbeite wenigstens! – Abg. Mag. Kogler: Was heißt „Ich arbeite wenigstens“? – Ständige Vermischung von ...!)
Abg. Scheibner: Was?
Abgeordnete Sabine Mandak (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte in meinem Debattenbeitrag sehr wohl beim Thema Familie bleiben und habe mir das Thema gestellt: „Familienpolitische Herausforderungen des 21. Jahrhunderts am Beispiel des Freiheitlichen Parlamentsklubs“. Das bietet sich derzeit einfach direkt an (Abg. Scheibner: Was?), weil es eine ganze Reihe von Parallelen zu Problemen und Schwierigkeiten, die wir derzeit im familienpolitischen Bereich haben, gibt.
Abg. Scheibner: Das ist aber schon begriffsimmanent!
diese Lebensabschnittspartnerschaften nicht mehr über jene Dauer bestehen, die man eigentlich annehmen würde: Sie zerfallen, sie zerbröseln. (Abg. Scheibner: Das ist aber schon begriffsimmanent!) Es entstehen neue Familienformen, und diesen Herausforderungen haben wir uns zu stellen! (Beifall und Bravoruf bei den Grünen.)
Beifall und Bravoruf bei den Grünen.
diese Lebensabschnittspartnerschaften nicht mehr über jene Dauer bestehen, die man eigentlich annehmen würde: Sie zerfallen, sie zerbröseln. (Abg. Scheibner: Das ist aber schon begriffsimmanent!) Es entstehen neue Familienformen, und diesen Herausforderungen haben wir uns zu stellen! (Beifall und Bravoruf bei den Grünen.)
Abg. Murauer: Hängt das direkt mit den Freiheitlichen zusammen – oder mit Ihren Verhältnissen?
Wir haben es jetzt in diesem Freiheitlichen Parlamentsklub (Abg. Murauer: Hängt das direkt mit den Freiheitlichen zusammen – oder mit Ihren Verhältnissen?) mit einer so genannten Patchwork-Familie mit Kommunencharakter zu tun. Das heißt also, wir haben in diesem Familienverband Kinder, die unterschiedliche Eltern haben, die zu unterschiedlichen Familien gehören, die aber letztendlich doch alle hier wie eine Familie zusammenleben. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.
Wir haben es jetzt in diesem Freiheitlichen Parlamentsklub (Abg. Murauer: Hängt das direkt mit den Freiheitlichen zusammen – oder mit Ihren Verhältnissen?) mit einer so genannten Patchwork-Familie mit Kommunencharakter zu tun. Das heißt also, wir haben in diesem Familienverband Kinder, die unterschiedliche Eltern haben, die zu unterschiedlichen Familien gehören, die aber letztendlich doch alle hier wie eine Familie zusammenleben. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.)
Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dolinschek.
Also wir haben hier in dieser Familie einerseits die freiheitlichen Partei-Kinder, wir haben die parteifreien Kinder, wir haben die Bündnis-Kinder, wir haben aber auch die freiheitlichen Bündnispartei-Kinder und die parteifreien Bündnis-Kinder. (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dolinschek.)
Abg. Neudeck: Ich glaube, Sie wollen adoptiert werden!
Die Schwierigkeit, vor der wir jetzt stehen, ist (Abg. Neudeck: Ich glaube, Sie wollen adoptiert werden!) – ja, das ist wirklich eine sehr komplexe Materie! –, dass manche Kinder noch gar nicht wissen, wo sie eigentlich hingehören. Und da wird es jetzt schwierig (Abg. Scheibner: Und manche halten dann sogar eine kindische Rede!), denn in dem Moment, in dem sie in der Wiener Wohnung sind, gehören sie zu diesen freiheitlichen Klub-Kindern, in dem Moment, in dem sie in die Wohnung in der Steiermark kommen, zum Papa, gehören sie wieder zu den FPÖ-Kindern. (Abg. Neudeck: Ich hab geglaubt, der Papa ist in Kärnten!) Andere Kinder sind irgendwie völlig heimatlos. Die, die jetzt am Wochenende nach Vorarlberg reisen, wissen eigentlich überhaupt nicht, wohin sie gehören. Und da haben wir das Problem der Orientierungslosigkeit! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neudeck: Also wir wissen, dass wir nicht zu den Grünen gehören!)
Abg. Scheibner: Und manche halten dann sogar eine kindische Rede!
Die Schwierigkeit, vor der wir jetzt stehen, ist (Abg. Neudeck: Ich glaube, Sie wollen adoptiert werden!) – ja, das ist wirklich eine sehr komplexe Materie! –, dass manche Kinder noch gar nicht wissen, wo sie eigentlich hingehören. Und da wird es jetzt schwierig (Abg. Scheibner: Und manche halten dann sogar eine kindische Rede!), denn in dem Moment, in dem sie in der Wiener Wohnung sind, gehören sie zu diesen freiheitlichen Klub-Kindern, in dem Moment, in dem sie in die Wohnung in der Steiermark kommen, zum Papa, gehören sie wieder zu den FPÖ-Kindern. (Abg. Neudeck: Ich hab geglaubt, der Papa ist in Kärnten!) Andere Kinder sind irgendwie völlig heimatlos. Die, die jetzt am Wochenende nach Vorarlberg reisen, wissen eigentlich überhaupt nicht, wohin sie gehören. Und da haben wir das Problem der Orientierungslosigkeit! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neudeck: Also wir wissen, dass wir nicht zu den Grünen gehören!)
Abg. Neudeck: Ich hab geglaubt, der Papa ist in Kärnten!
Die Schwierigkeit, vor der wir jetzt stehen, ist (Abg. Neudeck: Ich glaube, Sie wollen adoptiert werden!) – ja, das ist wirklich eine sehr komplexe Materie! –, dass manche Kinder noch gar nicht wissen, wo sie eigentlich hingehören. Und da wird es jetzt schwierig (Abg. Scheibner: Und manche halten dann sogar eine kindische Rede!), denn in dem Moment, in dem sie in der Wiener Wohnung sind, gehören sie zu diesen freiheitlichen Klub-Kindern, in dem Moment, in dem sie in die Wohnung in der Steiermark kommen, zum Papa, gehören sie wieder zu den FPÖ-Kindern. (Abg. Neudeck: Ich hab geglaubt, der Papa ist in Kärnten!) Andere Kinder sind irgendwie völlig heimatlos. Die, die jetzt am Wochenende nach Vorarlberg reisen, wissen eigentlich überhaupt nicht, wohin sie gehören. Und da haben wir das Problem der Orientierungslosigkeit! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neudeck: Also wir wissen, dass wir nicht zu den Grünen gehören!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neudeck: Also wir wissen, dass wir nicht zu den Grünen gehören!
Die Schwierigkeit, vor der wir jetzt stehen, ist (Abg. Neudeck: Ich glaube, Sie wollen adoptiert werden!) – ja, das ist wirklich eine sehr komplexe Materie! –, dass manche Kinder noch gar nicht wissen, wo sie eigentlich hingehören. Und da wird es jetzt schwierig (Abg. Scheibner: Und manche halten dann sogar eine kindische Rede!), denn in dem Moment, in dem sie in der Wiener Wohnung sind, gehören sie zu diesen freiheitlichen Klub-Kindern, in dem Moment, in dem sie in die Wohnung in der Steiermark kommen, zum Papa, gehören sie wieder zu den FPÖ-Kindern. (Abg. Neudeck: Ich hab geglaubt, der Papa ist in Kärnten!) Andere Kinder sind irgendwie völlig heimatlos. Die, die jetzt am Wochenende nach Vorarlberg reisen, wissen eigentlich überhaupt nicht, wohin sie gehören. Und da haben wir das Problem der Orientierungslosigkeit! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neudeck: Also wir wissen, dass wir nicht zu den Grünen gehören!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich hab’ immer schon gewusst, dass Sie autoritär sind!
Wir stehen da vor dem Problem der Orientierungslosigkeit, und das ist eine der Tücken, der Schwachstellen (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich hab’ immer schon gewusst, dass Sie autoritär sind!) und der Probleme dieser neuen Patchwork-Familien.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Ja, Mama!
Es geht jetzt darum, Orientierung und Klarheit zu geben und den Kindern Hilfe (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ja, Mama!) und Unterstützung zu geben. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ja, Mama!) Dazu wäre es aber notwendig (Abg. Neudeck: Ich glaube, Sie wollen, dass wir Sie adoptieren!), dass sie ganz klar wissen, wer welchen Erziehungsauftrag hat und vor allem auch wer welche Erziehungsziele verfolgt. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich hab immer schon gewusst, dass Sie autoritär sind!) Das ist leider derzeit in diesem Familienverband völlig unklar. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Öllinger: Bitte, Frau Kollegin, der Name des Kindesvaters muss feststehen!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Ja, Mama!
Es geht jetzt darum, Orientierung und Klarheit zu geben und den Kindern Hilfe (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ja, Mama!) und Unterstützung zu geben. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ja, Mama!) Dazu wäre es aber notwendig (Abg. Neudeck: Ich glaube, Sie wollen, dass wir Sie adoptieren!), dass sie ganz klar wissen, wer welchen Erziehungsauftrag hat und vor allem auch wer welche Erziehungsziele verfolgt. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich hab immer schon gewusst, dass Sie autoritär sind!) Das ist leider derzeit in diesem Familienverband völlig unklar. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Öllinger: Bitte, Frau Kollegin, der Name des Kindesvaters muss feststehen!)
Abg. Neudeck: Ich glaube, Sie wollen, dass wir Sie adoptieren!
Es geht jetzt darum, Orientierung und Klarheit zu geben und den Kindern Hilfe (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ja, Mama!) und Unterstützung zu geben. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ja, Mama!) Dazu wäre es aber notwendig (Abg. Neudeck: Ich glaube, Sie wollen, dass wir Sie adoptieren!), dass sie ganz klar wissen, wer welchen Erziehungsauftrag hat und vor allem auch wer welche Erziehungsziele verfolgt. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich hab immer schon gewusst, dass Sie autoritär sind!) Das ist leider derzeit in diesem Familienverband völlig unklar. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Öllinger: Bitte, Frau Kollegin, der Name des Kindesvaters muss feststehen!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich hab immer schon gewusst, dass Sie autoritär sind!
Es geht jetzt darum, Orientierung und Klarheit zu geben und den Kindern Hilfe (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ja, Mama!) und Unterstützung zu geben. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ja, Mama!) Dazu wäre es aber notwendig (Abg. Neudeck: Ich glaube, Sie wollen, dass wir Sie adoptieren!), dass sie ganz klar wissen, wer welchen Erziehungsauftrag hat und vor allem auch wer welche Erziehungsziele verfolgt. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich hab immer schon gewusst, dass Sie autoritär sind!) Das ist leider derzeit in diesem Familienverband völlig unklar. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Öllinger: Bitte, Frau Kollegin, der Name des Kindesvaters muss feststehen!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Öllinger: Bitte, Frau Kollegin, der Name des Kindesvaters muss feststehen!
Es geht jetzt darum, Orientierung und Klarheit zu geben und den Kindern Hilfe (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ja, Mama!) und Unterstützung zu geben. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ja, Mama!) Dazu wäre es aber notwendig (Abg. Neudeck: Ich glaube, Sie wollen, dass wir Sie adoptieren!), dass sie ganz klar wissen, wer welchen Erziehungsauftrag hat und vor allem auch wer welche Erziehungsziele verfolgt. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich hab immer schon gewusst, dass Sie autoritär sind!) Das ist leider derzeit in diesem Familienverband völlig unklar. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Öllinger: Bitte, Frau Kollegin, der Name des Kindesvaters muss feststehen!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist nicht einmal originell, was sie sagt! – Abg. Neudeck: Wenn wir jetzt so einen Diskurs gehabt hätten, wäre schon gestanden: „Uneinigkeit bei den Freiheitlichen“!
Solange kein Ansuchen auf Feststellung des Vaters des Kindes besteht, kann man das auch nicht verlangen, Kollege Öllinger. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist nicht einmal originell, was sie sagt! – Abg. Neudeck: Wenn wir jetzt so einen Diskurs gehabt hätten, wäre schon gestanden: „Uneinigkeit bei den Freiheitlichen“!)
Abg. Scheibner: Das Soziale muss Ihnen ja ein großes Anliegen sein!
Aber wir haben noch weitere Probleme in dieser Familienkonstellation, wie sie so oft in Familien vorkommen. Die Familienfinanzen sind nämlich auch eine sehr ungeklärte Frage. (Abg. Scheibner: Das Soziale muss Ihnen ja ein großes Anliegen sein!) Es bestehen in der jetzigen Familienkonstellation Schulden aus früheren Beziehungen, und mit denen stehen jetzt Familienmitglieder da, die sie zum Teil gar nicht selbst gemacht haben. Da haben wir das Problem, dass Familienmitglieder manchmal für Kredite bürgen, die andere übernehmen, die sich dann aus dem Staub machen, und
Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
sie stehen mit den Schulden da. – Auch hier ein Phänomen, das wir aus der Familienpolitik kennen, das hier genau zutrifft. Leider! (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Scheibner: Das ist aber jetzt unschlüssig!
Wir haben auch die Frage des Kinderbetreuungsgeldes zu klären. Es geht um die Frage, ob es in Anspruch genommen werden kann oder nicht. Wir haben nämlich in dieser Familie einen Vater, der sich mittlerweile aus der Familie verabschiedet hat, wieder zurückkommen will, aber nicht im Familienverband lebt. (Abg. Scheibner: Das ist aber jetzt unschlüssig!) Er kümmert sich um einen Teil der Kinder sehr intensiv, sagt ihnen auch, was sie zu tun haben, und will jetzt natürlich für diese Betreuungspflicht noch Kinderbetreuungsgeld haben. Das geht aber nicht, weil er nicht im Familienverband wohnt! (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen und Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen und Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir haben auch die Frage des Kinderbetreuungsgeldes zu klären. Es geht um die Frage, ob es in Anspruch genommen werden kann oder nicht. Wir haben nämlich in dieser Familie einen Vater, der sich mittlerweile aus der Familie verabschiedet hat, wieder zurückkommen will, aber nicht im Familienverband lebt. (Abg. Scheibner: Das ist aber jetzt unschlüssig!) Er kümmert sich um einen Teil der Kinder sehr intensiv, sagt ihnen auch, was sie zu tun haben, und will jetzt natürlich für diese Betreuungspflicht noch Kinderbetreuungsgeld haben. Das geht aber nicht, weil er nicht im Familienverband wohnt! (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen und Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ sowie Bravoruf bei den Grünen.
Also, meine Damen und Herren von den Regierungsfraktionen, Sie sollten sich wirklich auch bezüglich des Kinderbetreuungsgeldes noch einmal überlegen, ob dieses nicht einer Novellierung dahin gehend bedarf, dass auch jene Väter, die außerhalb der Familie leben und Betreuungspflichten übernehmen – wie Sie ja jetzt selbst merken –, Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld haben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ sowie Bravoruf bei den Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Sburny. – Abg. Öllinger: Außihauen!
Und als vierter Punkt sei noch einer erwähnt, der meiner Ansicht nach von sehr zentraler Bedeutung ist, nämlich die Frage des Sorgerechtes. Dieses ist immer wieder eine große Streitfrage in Familien. Wir haben hier die Situation, dass jener Vater, der früher in dieser Familie gelebt hat, gegangen ist und auf sein Sorgerecht dezidiert verzichtet hat. Er hat gesagt: Ich habe überhaupt keine Lust mehr, auch nur irgendeine Verantwortung zu tragen und irgendwie Sorge zu tragen für diese Familie! – Und jetzt kommt er plötzlich zurück und sagt: Ich will wieder Sorgerecht haben für diese Familie! – Und das wird jetzt die große Frage sein: Wie geht man mit dieser Situation um? Welche Erziehungsziele verfolgt eigentlich dieser Vater mit dieser Familie? Welchen Platz will er künftig haben? (Zwischenruf der Abg. Sburny. – Abg. Öllinger: Außihauen!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Reaktion Nummer zwei: Eine Untersuchung hat ergeben, dass das durchschnittliche Familieneinkommen jetzt höher ist als je zuvor und dass die Zufriedenheit in Familien österreichweit tendenziell in den letzten Jahren zugenommen hat. Deswegen sehen wir auch keinen Handlungsbedarf. Es ist alles in Ordnung! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen und Heiterkeit der Abg. Sburny.
Dritte Reaktion: Probleme gibt es nicht, weil es keine Probleme zu geben hat, und Herumjammerei können wir nicht gebrauchen! – Es gibt sogar das Gerücht, dass in diesem Jugendamt das Wort „Problem“ überhaupt verboten worden ist. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen und Heiterkeit der Abg. Sburny.) Es handelt sich höchstens um „familienpolitische Herausforderungen“, denen sich das Jugendamt stellen muss –
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
aber so weit ist es derzeit noch nicht gekommen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Stoisits: Bei der Sponsorensuche!
Es ist zu vermuten, dass das Jugendamt möglicherweise Hilfestellung anbieten wird – wäre möglich. Es hat einen Mitarbeiter mit sehr großer Erfahrung im Budgetsanierungsbereich und vor allem auch, wenn es darum geht, Sponsorengelder aufzutreiben. Möglicherweise steht die Gründung eines gemeinnützigen Familienvereins ins Haus, wo man dann steuersparend doch die eine oder andere Altlast an Schulden abwerfen kann. Möglicherweise wird hier das Jugendamt tätig werden – das ist aber noch mit Fragezeichen versehen. (Abg. Mag. Stoisits: Bei der Sponsorensuche!)
Abg. Mag. Wurm: ... einen Feststellungsbescheid! – Abg. Mag. Stoisits: Es kann das Kind zur Adoption freigegeben werden – an die ÖVP!
Noch etwas: Das Jugendamt hat Möglichkeiten! Das Jugendamt hat die Möglichkeit der Wegweisung. (Abg. Mag. Wurm: ... einen Feststellungsbescheid! – Abg. Mag. Stoisits: Es kann das Kind zur Adoption freigegeben werden – an die ÖVP!) Das Jugendamt hat die Möglichkeit, die Vormundschaft zu übernehmen. Und wenn es darauf ankommt, wird Jugendamtsleiter Schüssel keine Sekunde zögern, sie fallen zu lassen wie eine heiße Kartoffel, Kindesweglegung zu betreiben und sich eine ganz andere Familie zu suchen. (Abg. Mag. Stoisits: Genau!) Dessen können Sie sicher sein! – Danke. (Beifall bei den Grünen, der SPÖ und bei Abgeordneten der Freiheitlichen und Bravoruf bei den Grünen. – Abg. Dr. Jarolim: Das war eine fröhliche Rede über den Trümmerhaufen!)
Abg. Mag. Stoisits: Genau!
Noch etwas: Das Jugendamt hat Möglichkeiten! Das Jugendamt hat die Möglichkeit der Wegweisung. (Abg. Mag. Wurm: ... einen Feststellungsbescheid! – Abg. Mag. Stoisits: Es kann das Kind zur Adoption freigegeben werden – an die ÖVP!) Das Jugendamt hat die Möglichkeit, die Vormundschaft zu übernehmen. Und wenn es darauf ankommt, wird Jugendamtsleiter Schüssel keine Sekunde zögern, sie fallen zu lassen wie eine heiße Kartoffel, Kindesweglegung zu betreiben und sich eine ganz andere Familie zu suchen. (Abg. Mag. Stoisits: Genau!) Dessen können Sie sicher sein! – Danke. (Beifall bei den Grünen, der SPÖ und bei Abgeordneten der Freiheitlichen und Bravoruf bei den Grünen. – Abg. Dr. Jarolim: Das war eine fröhliche Rede über den Trümmerhaufen!)
Beifall bei den Grünen, der SPÖ und bei Abgeordneten der Freiheitlichen und Bravoruf bei den Grünen. – Abg. Dr. Jarolim: Das war eine fröhliche Rede über den Trümmerhaufen!
Noch etwas: Das Jugendamt hat Möglichkeiten! Das Jugendamt hat die Möglichkeit der Wegweisung. (Abg. Mag. Wurm: ... einen Feststellungsbescheid! – Abg. Mag. Stoisits: Es kann das Kind zur Adoption freigegeben werden – an die ÖVP!) Das Jugendamt hat die Möglichkeit, die Vormundschaft zu übernehmen. Und wenn es darauf ankommt, wird Jugendamtsleiter Schüssel keine Sekunde zögern, sie fallen zu lassen wie eine heiße Kartoffel, Kindesweglegung zu betreiben und sich eine ganz andere Familie zu suchen. (Abg. Mag. Stoisits: Genau!) Dessen können Sie sicher sein! – Danke. (Beifall bei den Grünen, der SPÖ und bei Abgeordneten der Freiheitlichen und Bravoruf bei den Grünen. – Abg. Dr. Jarolim: Das war eine fröhliche Rede über den Trümmerhaufen!)
Abg. Mag. Kogler: Was heißt „in etwa“?
Richtig ist, dass in etwa drei Viertel der Beiträge (Abg. Mag. Kogler: Was heißt „in etwa“?) zum Familienlastenausgleichsfonds von den österreichischen Unternehmern und Unternehmerinnen gezahlt werden. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
Richtig ist, dass in etwa drei Viertel der Beiträge (Abg. Mag. Kogler: Was heißt „in etwa“?) zum Familienlastenausgleichsfonds von den österreichischen Unternehmern und Unternehmerinnen gezahlt werden. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Abg. Dr. Einem: Welcher? Welcher?
Präsident Dr. Andreas Khol: Zu Wort gelangt nunmehr Frau Bundesministerin Haubner. Ihre Redezeit beträgt 20 Minuten. – Frau Minister, wenn Sie länger reden, wird die Redezeit Ihrer Fraktion abgezogen. (Abg. Dr. Einem: Welcher? Welcher?) Sie sind am Wort.
Abg. Dr. Jarolim: Wir freuen uns auch!
Bundesministerin für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz Ursula Haubner: Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Kollege Dolinschek! Meine Damen und Herren Abgeordneten! Ich freue mich, dass sich mehr als zwei Drittel der bisherigen Debattenbeiträge mit dem Zustand des Freiheitlichen Parlamentsklubs beschäftigt haben (Abg. Dr. Jarolim: Wir freuen uns auch!) – zuletzt in Form einer nicht unoriginellen Darstellung einer „Patchwork-Familie“. Es freut mich das insofern sehr, als es mir gleichzeitig zeigt, dass die Sozial- und Familienpolitik, die
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
diese Regierung macht, bei Ihnen kaum Kritikpunkte hervorruft, weil Sie sich mit diesem Thema so intensiv beschäftigen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Erlauben Sie mir daher, dass ich jetzt nicht im Sinne von populistischen Schlagworten hier meine Rede fortsetze, so wie es von manchen gemacht wurde, sondern dass ich Ihnen ganz klar sage, dass es mir als Sozialministerin in dieser Regierung um eine sehr nachhaltige Zukunftspolitik für die Menschen in unserer Heimat und in diesem Lande geht. Und ich glaube, dafür muss nicht nur die Regierung arbeiten, sondern dazu sind auch Sie als Abgeordnete verpflichtet. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Gerade in diesen beiden Bereichen hat diese Regierung bereits vor Jahren begonnen, ihre Hausaufgaben zu machen. Also wir haben nicht gewartet, bis eine große Organisation sagt, wie es in Zukunft in Europa weitergeht, sondern wir haben schon lange begonnen, in die Familien zu investieren, wir haben schon lange begonnen, in die Kinder zu investieren. Und wir sind eines der ersten Ländern, die es geschafft haben, den richtigen Schritt zu einem fairen Generationenvertrag zu machen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Ich möchte nicht, dass dort eine Änderung kommt. Ich möchte, dass 170 000 Frauen und Männer, Mütter und Väter weiter in Österreich das Kinderbetreuungsgeld bekommen. Ich möchte nicht, so wie es in der Vergangenheit der Fall war, dass nur die Hälfte der Mütter und Väter ein Karenzgeld bekommen. Ich möchte nicht, dass es ein Berufsverbot beim Bezug des Kinderbetreuungsgeldes gibt, und ich möchte nicht, dass wir die Zeiten wieder verkürzen wie vor 2000. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich möchte auch nicht, dass wir die Schüler- und Lehrlingsfreifahrten streichen. Ich möchte nicht, dass wir die Familienberatungsstellen einengen. Ich möchte nicht, dass wir weniger Geld für Elternbildung ausgeben. Und ich möchte vor allem nicht, dass wir, gerade was die Anrechnung von Pensionszeiten für Mütter für die Kindererziehung anbelangt, wieder in jene Zeiten zurückfallen vor 2000, wo es keine fixe Anrechnung der Pensionszeiten gegeben hat, wo es nicht die reduzierte Erwerbsanrechnungszeit von sieben Jahren gegeben hat. In diese Zeiten will ich und will diese Regierung nicht mehr zurückfallen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meiner Überzeugung nach ist im Zusammenhang mit einem fairen Generationenvertrag wichtig, dass es ab dem Jahr 2006 auch wieder zu einer Pensionsanpassung auf Basis der Inflationsabgeltung kommt. Das hat diese Regierung vertraglich festgelegt. Es ist notwendig und wichtig, dass wir auch in Zukunft mit einer Pensionsanpassung auf Basis der Inflationsabgeltung den Menschen ihre Pensionen sichern. So wie wir dieses Modell gewählt haben, werden über 90 Prozent der Pensionsbezieher von dieser Inflationsabgeltung, die derzeit in einem Rahmen von 2,4 Prozent liegt, ab dem Jahr 2006 profitieren. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Herr Kollege Öllinger hat sich so echauffiert über die Invaliditätspensionen – ich habe sehr genau zugehört – und hat dann in Richtung des Herrn Finanzministers polemisiert. Ich weiß nicht, ob Sie alle meine Aussagen so genau lesen, aber wenn Sie sie genau gelesen haben, dann wissen Sie, was ich gesagt habe, gerade zu den Invaliditätspensionen. Ich habe gesagt, das ist eine Form, die für jene erhalten bleiben muss, die wirklich berufsunfähig sind, die krank sind, und der Zugang darf nicht verschärft werden. Das habe ich immer klar gesagt, genauso wie mein Staatssekretär. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Der Finanzminister soll es zur Kenntnis nehmen, nicht wir!
Ich wiederhole es noch einmal, ich habe es im Ausschuss ebenfalls gesagt, und ich bitte, es einmal zur Kenntnis zu nehmen, wenn man hier etwas sagt. (Abg. Öllinger: Der Finanzminister soll es zur Kenntnis nehmen, nicht wir!) Sie haben mich angesprochen, und ich sitze heute als Sozialministerin hier und sage, diese Regierung wird sicher nicht in diesem Sinn arbeiten, dass sie jenen, die einen früheren Zugang zu einer Pension brauchen – und das sind jene, die krank oder berufsunfähig sind –, das verwehrt. (Abg. Öllinger: Sie haben es sogar beschlossen! Entschließungsantrag!) Diese Regierung hat eine Verantwortung, und die nimmt sie letztendlich auch wahr. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Sie haben es sogar beschlossen! Entschließungsantrag!
Ich wiederhole es noch einmal, ich habe es im Ausschuss ebenfalls gesagt, und ich bitte, es einmal zur Kenntnis zu nehmen, wenn man hier etwas sagt. (Abg. Öllinger: Der Finanzminister soll es zur Kenntnis nehmen, nicht wir!) Sie haben mich angesprochen, und ich sitze heute als Sozialministerin hier und sage, diese Regierung wird sicher nicht in diesem Sinn arbeiten, dass sie jenen, die einen früheren Zugang zu einer Pension brauchen – und das sind jene, die krank oder berufsunfähig sind –, das verwehrt. (Abg. Öllinger: Sie haben es sogar beschlossen! Entschließungsantrag!) Diese Regierung hat eine Verantwortung, und die nimmt sie letztendlich auch wahr. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich wiederhole es noch einmal, ich habe es im Ausschuss ebenfalls gesagt, und ich bitte, es einmal zur Kenntnis zu nehmen, wenn man hier etwas sagt. (Abg. Öllinger: Der Finanzminister soll es zur Kenntnis nehmen, nicht wir!) Sie haben mich angesprochen, und ich sitze heute als Sozialministerin hier und sage, diese Regierung wird sicher nicht in diesem Sinn arbeiten, dass sie jenen, die einen früheren Zugang zu einer Pension brauchen – und das sind jene, die krank oder berufsunfähig sind –, das verwehrt. (Abg. Öllinger: Sie haben es sogar beschlossen! Entschließungsantrag!) Diese Regierung hat eine Verantwortung, und die nimmt sie letztendlich auch wahr. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Haidlmayr: Das stimmt nicht! Das stimmt nicht!
Da Sie angesprochen haben, dass diese Sozialministerin, seit sie in ihrer Funktion ist, eigentlich nichts weiterbringt. Ich sage, ich bin stolz darauf, dass wir das Behindertengleichstellungsgesetz nach guter Vorarbeit durch meinen Vorgänger Herbert Haupt endlich so weit akkordiert haben – auch in Abstimmung mit der größten Behindertenorganisation und natürlich auch der Wirtschaft (Abg. Haidlmayr: Das stimmt nicht! Das stimmt nicht!), die wir brauchen, um dieses Gesetz auch dementsprechend umsetzen zu können –, dass wir dieses Gesetz im Ministerrat verabschieden konnten und es jetzt zur parlamentarischen Behandlung vorliegt. Das ist das eine. (Abg. Öllinger: Sind aber alle dagegen!)
Abg. Öllinger: Sind aber alle dagegen!
Da Sie angesprochen haben, dass diese Sozialministerin, seit sie in ihrer Funktion ist, eigentlich nichts weiterbringt. Ich sage, ich bin stolz darauf, dass wir das Behindertengleichstellungsgesetz nach guter Vorarbeit durch meinen Vorgänger Herbert Haupt endlich so weit akkordiert haben – auch in Abstimmung mit der größten Behindertenorganisation und natürlich auch der Wirtschaft (Abg. Haidlmayr: Das stimmt nicht! Das stimmt nicht!), die wir brauchen, um dieses Gesetz auch dementsprechend umsetzen zu können –, dass wir dieses Gesetz im Ministerrat verabschieden konnten und es jetzt zur parlamentarischen Behandlung vorliegt. Das ist das eine. (Abg. Öllinger: Sind aber alle dagegen!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Öllinger: Wann? Wann? Das heurige Jahr hat schon begonnen!
Das Dritte ist die Ausgleichszulage. Es erübrigt sich Ihr heutiger Antrag, denn es gibt eine Vereinbarung in dieser Regierung, der beiden Koalitionspartner, im heurigen Jahr die Mindestpensionen, das heißt den Einzelausgleichszulagenrichtsatz, anzuheben, und das wird geschehen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Öllinger: Wann? Wann? Das heurige Jahr hat schon begonnen!) Daher
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Gerade im Bereich des Behindertenwesens ist viel geschehen, darauf wird mein Kollege Staatssekretär Dolinschek in seinem Redebeitrag noch etwas genauer eingehen. Das, was hier in den letzten Jahren geschaffen wurde, mit der Behindertenmilliarde, mit dem richtigen Weg der Integration der Menschen mit Beeinträchtigungen in den ersten Arbeitsmarkt, ist etwas, was für uns als sozial Denkende und sozial Verantwortliche an oberster Stelle stehen muss. So wie in der Schule die Integration von Kindern mit Behinderungen auch eines der obersten Prinzipien ist, ist es auch im Arbeitsleben, in der Arbeitswelt. Und in diesen Bereich werden wir weiter investieren, und wir sind diesbezüglich auch europaweit führend. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Daher, meine sehr geehrten Damen und Herren: Der Weg, den wir im Rahmen einer aktiven Sozialpolitik eingeschlagen haben, ist der richtige. Es ist ein richtiger Weg, und wir werden weiter mit großer Überzeugung, aber vor allem auch mit großem Einsatz für die Familien, für dieses Land arbeiten. Wir werden auf einem sehr guten Weg diese Arbeit für Österreich auch in der Sozialpolitik weiterführen. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich habe gesagt, die Finanzierung des Familienlastenausgleichsfonds gehört geändert, um genau diese Leistungen abzusichern, weil ich sonst deren Abschaffung befürchte. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordneter Maximilian Walch (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Werter Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! An die Adresse der Sozialdemokraten und der Grünen: So eine Sozialministerin würdet ihr euch wünschen, eine, die solche Leistungen in Österreich vollbracht hat! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.) – Herbert Haupt, jahrelang Sozialminister, hat das soziale System in Österreich abgesichert, die Uschi führt das fort.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wir haben es nicht so gemacht wie die Sozialdemokraten, die Familienleistungen gekürzt haben. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Aufpassen, sonst merkt ihr es euch wieder nicht! Ihr von der SPÖ habt den Bezug des Karenzgeldes von zwei Jahren auf eineinhalb Jahre reduziert. Wo waren denn da die angeblichen Sozialdemokraten? Wo waren da die angeblichen Arbeitnehmervertreter bei den Sozialdemokraten? Eigentlich müsstet ihr euren Namen umändern: Nicht Sozial-, sondern Unsozialdemokraten wäre der richtige Name für euch. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Behinderte haben sie zur Kasse gebeten!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Behinderte haben sie zur Kasse gebeten!
Wir haben es nicht so gemacht wie die Sozialdemokraten, die Familienleistungen gekürzt haben. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Aufpassen, sonst merkt ihr es euch wieder nicht! Ihr von der SPÖ habt den Bezug des Karenzgeldes von zwei Jahren auf eineinhalb Jahre reduziert. Wo waren denn da die angeblichen Sozialdemokraten? Wo waren da die angeblichen Arbeitnehmervertreter bei den Sozialdemokraten? Eigentlich müsstet ihr euren Namen umändern: Nicht Sozial-, sondern Unsozialdemokraten wäre der richtige Name für euch. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Behinderte haben sie zur Kasse gebeten!)
Abg. Silhavy: Schwerarbeiterregelung, Herr Kollege Walch!
Kollege Öllinger, bitte, hör zu! Du hast auch ein bisschen ein Problem mit dem Aufpassen und mit dem Lesen. Erstens: Bei der Invaliditätspension – wenn du es gelesen hättest, würdest du es wissen; unsere Sozialministerin Uschi Haubner hat es eindeutig und klar gesagt – wird nichts geändert! Wer hat denn den erleichterten Zugang in Österreich eingeführt? Den hat nicht die SPÖ eingeführt! Das ist unter der ÖVP/FPÖ-Regierung, unter Sozialminister Herbert Haupt beschlossen worden: der erleichterte Zugang zur Invaliditätspension (Abg. Silhavy: Schwerarbeiterregelung, Herr Kollege Walch!) – geh, hört zu!, dann wisst ihr es wieder nicht! – ab dem 57. Lebensjahr, wenn der Betreffende in den letzten 15 Jahren überdurchschnittlich die gleiche Tätigkeit durchgeführt hat. – Also: Lesen, denken, sprechen!
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Kollege Öllinger, ich will dich noch einmal erinnern, da hast du wieder nicht aufgepasst, nämlich was die Abschaffung des Entgeltfortzahlungsfonds betrifft. Ich weiß, du hast im Sozialausschuss gefehlt, aber du weißt ganz genau, dass es trotzdem wieder für Kleinbetriebe unter 50 Beschäftigte ab dem zehnten Krankenstandstag eine Entgeltfortzahlung gibt, und das aus dem Budget der Unfallversicherung. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Silhavy: Kollege Walch, was ist mit der Schwerarbeiterregelung?
Bleiben wir ein bisschen mehr bei der Wahrheit! Das wäre ganz gut, denn vielleicht gibt es einmal grüne Betriebe, und wenn du sie nicht aufklärst, wird es keine geben. (Abg. Silhavy: Kollege Walch, was ist mit der Schwerarbeiterregelung?)
Abg. Silhavy: Schwerarbeiterregelung!
Ich weiß schon, dass es das unter Lore Hostasch nicht gegeben hat, dass Familien ... (Abg. Silhavy: Schwerarbeiterregelung!) – Kollegin, darf ich dir etwas sagen zur Schwerarbeiterregelung? Ihr habt die Schwerarbeiterregelung ja nicht erfunden, darum tut sie euch ja so weh! Die ist von uns erfunden worden! (Abg. Silhavy: „Erfunden“ ist ein gutes Wort!) Bis heute habt ihr keine Tätigkeiten erbracht! Ich bin neugierig, wie lange es noch so weitergeht mit euch. Vielleicht erlebe ich es noch, dass von euch einmal irgendetwas kommt, aber wir brauchen euch ohnedies nicht dazu, wenn ihr nichts zusammenbringt. Wir werden es alleine machen. Wir machen das schon. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Silhavy: „Erfunden“ ist ein gutes Wort!
Ich weiß schon, dass es das unter Lore Hostasch nicht gegeben hat, dass Familien ... (Abg. Silhavy: Schwerarbeiterregelung!) – Kollegin, darf ich dir etwas sagen zur Schwerarbeiterregelung? Ihr habt die Schwerarbeiterregelung ja nicht erfunden, darum tut sie euch ja so weh! Die ist von uns erfunden worden! (Abg. Silhavy: „Erfunden“ ist ein gutes Wort!) Bis heute habt ihr keine Tätigkeiten erbracht! Ich bin neugierig, wie lange es noch so weitergeht mit euch. Vielleicht erlebe ich es noch, dass von euch einmal irgendetwas kommt, aber wir brauchen euch ohnedies nicht dazu, wenn ihr nichts zusammenbringt. Wir werden es alleine machen. Wir machen das schon. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich weiß schon, dass es das unter Lore Hostasch nicht gegeben hat, dass Familien ... (Abg. Silhavy: Schwerarbeiterregelung!) – Kollegin, darf ich dir etwas sagen zur Schwerarbeiterregelung? Ihr habt die Schwerarbeiterregelung ja nicht erfunden, darum tut sie euch ja so weh! Die ist von uns erfunden worden! (Abg. Silhavy: „Erfunden“ ist ein gutes Wort!) Bis heute habt ihr keine Tätigkeiten erbracht! Ich bin neugierig, wie lange es noch so weitergeht mit euch. Vielleicht erlebe ich es noch, dass von euch einmal irgendetwas kommt, aber wir brauchen euch ohnedies nicht dazu, wenn ihr nichts zusammenbringt. Wir werden es alleine machen. Wir machen das schon. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Allgemeine Heiterkeit. – Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Angesichts dessen, was diese Regierung in den letzten fünf Jahren im Sozialbereich durchgesetzt hat, müsstet ihr alle herauskommen und der Uschi Haubner einen Blumenstrauß schenken und sagen: Danke, Frau Sozialminister! Und zum Herbert Haupt müsstet ihr sagen: Da hast du ein Flascherl Schnaps, danke, Herr Sozialminister, was du für die Österreicherinnen und Österreicher alles geleistet hast! (Allgemeine Heiterkeit. – Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
sämtliche Abschläge zurückbezahlt bekommen haben. Das hätte es unter der SPÖ nicht gegeben, denn ihr habt immer gesagt: Armer, hilf mir, damit es mir nicht auch so geht wie dir! Das war die Devise der Sozialdemokraten. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall und Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich denke allein an das Kindergeld. Es ist nun für alle ein Anspruch da! Ihr habt Unterschiede gemacht. Frauen sind für uns alle gleich. Ihr habt ein Problem mit den Familien, habe ich von den Grünen vernommen. Wir haben kein Problem mit den Familien. Wir wissen, welche Kinder zu uns gehören, und unsere Kinder wissen auch, welche Eltern sie haben. Wenn sie das bei euch nicht wissen, ist das euer Problem, dann habt ihr eine schlechte Erziehung hinter euch. (Beifall und Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das Nächste: Behindertenpolitik. Für die Behinderten ist viel gemacht worden. Die anderen haben nur geredet, wir haben dementsprechend gehandelt. Diese Regierungsmannschaft hat eine Behindertenmilliarde eingeführt in Österreich. Diese Regierung hat gesagt, Anspruch auf das Pflegegeld soll es nicht erst ab dem dritten Lebensjahr, sondern ab der Geburt des Kindes geben. Und diese Regierung hat durchgesetzt, dass das Pflegegeld um 2 Prozent erhöht wird. Ihr hättet es wahrscheinlich wieder reduziert. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ironische Heiterkeit der Abg. Silhavy.
Und das Beste für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und für die Pensionisten ist die größte Steuerreform der Zweiten Republik. Das ist das Beste. (Ironische Heiterkeit der Abg. Silhavy.) Ja, aber das Geld nehmt ihr, das weiß ich! Und ihr habt jetzt auch monatlich mehr! Bis zu 60 € mehr bekommt nun der Berufstätige, und auch die Pensionisten haben mehr Geld bekommen durch diese Steuerreform. 2,66 Millionen Menschen in Österreich sind steuerfrei gestellt. Mehr Geld in den Taschen der Bürger heißt mehr Investition und größere Kaufkraft, belebt die Wirtschaft und sichert Arbeitsplätze. Das Sozialsystem ist unter dieser Regierung und unter dieser Sozialministerin gesichert! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Und das Beste für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und für die Pensionisten ist die größte Steuerreform der Zweiten Republik. Das ist das Beste. (Ironische Heiterkeit der Abg. Silhavy.) Ja, aber das Geld nehmt ihr, das weiß ich! Und ihr habt jetzt auch monatlich mehr! Bis zu 60 € mehr bekommt nun der Berufstätige, und auch die Pensionisten haben mehr Geld bekommen durch diese Steuerreform. 2,66 Millionen Menschen in Österreich sind steuerfrei gestellt. Mehr Geld in den Taschen der Bürger heißt mehr Investition und größere Kaufkraft, belebt die Wirtschaft und sichert Arbeitsplätze. Das Sozialsystem ist unter dieser Regierung und unter dieser Sozialministerin gesichert! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen
Abgeordneter Mag. Johann Maier (SPÖ): Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Herr Präsident! Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Nach dieser Rede der politischen Orientierungslosigkeit meines Vorgängers (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen) sollte doch, glaube ich, der Jugendamtsleiter einschreiten und die Vormundschaft für den Kollegen Walch beantragen. (Beifall des Abg. Dr. Puswald. – Abg. Wittauer: Herr Präsident! Herr Präsident! – Abg.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist ein Witz! Ihr würdet mit der Faust auf den Tisch hauen! Das ist eure Methode!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Die Konsumentenpolitik steht vor großen Herausforderungen, und zwar auf europäischer Ebene genauso wie auf nationaler Ebene. Auf europäischer Ebene, Frau Bundesministerin, geht es um die Frage der Dienstleistungsrichtlinie und darum, wie wir Österreicher es mit dem Herkunftslandprinzip halten.Ich habe von Ihnen eine Anfragebeantwortung bekommen, in der Sie gemeint haben, dass das Herkunftslandprinzip für Verbraucherverträge gestrichen werden soll. Ich halte Ihnen entgegen: Das Herkunftslandprinzip in dieser Form ist generell nicht zu akzeptieren! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist ein Witz! Ihr würdet mit der Faust auf den Tisch hauen! Das ist eure Methode!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Er soll das zurücknehmen, Herr Präsident! Er soll das zurücknehmen, was er gesagt hat bezüglich des Kollegen Walch!
Der österreichische Standpunkt, den Bartenstein vertritt, ist aus sozialpolitischen Gründen, umweltpolitischen Gründen und verbraucherpolitischen Gründen für uns nicht akzeptabel. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Er soll das zurücknehmen, Herr Präsident! Er soll das zurücknehmen, was er gesagt hat bezüglich des Kollegen Walch!) Wir unterstützen Sie, wenn Sie dafür eintreten, dass das Herkunftslandprinzip zur Gänze gestrichen wird.
Beifall bei der SPÖ.
Frau Bundesministerin, machen Sie das! Diesbezüglich haben Sie unsere Unterstützung. Aber Sie hätten unsere Unterstützung auch, wenn es darum geht, im Bankenbereich endlich einmal konsumentenfreundliche Bestimmungen durchzusetzen. Ich habe es im Ausschuss bereits gesagt: Ich habe oft den Eindruck, dass sich der Bundesminister für Finanzen um konsumentenpolitische Angelegenheiten überhaupt nicht schert! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Brosz: Können Sie einmal etwas anderes auch sagen in der Debatte?
Abgeordneter Dipl.-Ing. Hannes Missethon (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Geschätzte Damen und Herren! Kleine Beobachtung am Anfang: Anscheinend ist dem Parteivorsitzenden der SPÖ die Sozialdebatte egal; er ist nicht hier. (Abg. Brosz: Können Sie einmal etwas anderes auch sagen in der Debatte?) Anscheinend ist dem geschäftsführenden Klubobmann der SPÖ die
Abg. Silhavy: Bartenstein ist nicht da, ...! Fast die gesamte Bundesregierung ist nicht da! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Sozialdebatte egal; er ist nicht hier. Anscheinend ist dem Präsidenten des Gewerkschaftsbundes die Sozialdebatte egal; er ist nicht hier. (Abg. Silhavy: Bartenstein ist nicht da, ...! Fast die gesamte Bundesregierung ist nicht da! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Tancsits: Dabei könnten sie noch was lernen! – Abg. Verzetnitsch begibt sich gerade zu seinem Platz.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ, Sie finden es nicht der Mühe wert, hier zu sitzen und über die Frage Soziales zu debattieren. Das ist die Wahrheit! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Tancsits: Dabei könnten sie noch was lernen! – Abg. Verzetnitsch begibt sich gerade zu seinem Platz.) – Grüß Gott, Herr Präsident, schön, dass Sie hier sind!
Abg. Brosz: Gehen Sie auch heute nach Ihrer Rede wieder weg? – Abg. Dr. Partik-Pablé: Herr Präsident! Es ist einfach unverschämt, was da geschieht!
Geschätzte Damen und Herren, ich möchte auch auf einen Debattenbeitrag des Herrn Kollegen Keck eingehen, der meines Erachtens sehr entlarvend war. Kollege Keck ist Betriebsrat in der Voest Alpine, und er hat heute hier am Rednerpult gesagt, die Mitarbeiterbeteiligung der Voest Alpine habe nicht das Ziel, Vermögen aufzubauen, sondern die Mitarbeiterbeteiligung habe das Ziel, quasi den Einfluss auf das Unternehmen zu erhöhen. (Abg. Brosz: Gehen Sie auch heute nach Ihrer Rede wieder weg? – Abg. Dr. Partik-Pablé: Herr Präsident! Es ist einfach unverschämt, was da geschieht!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das ist schon sehr interessant. Unsere Position ist, dass wir beides wollen: Wir wollen, dass selbstverständlich Vermögen für die Mitarbeiter aufgebaut wird! Und wir haben das gerade bei der Voest Alpine gesehen: Die Aktie ist von 31 € auf mittlerweile 59 € gestiegen, das ist eine Verdoppelung. Und es erstaunt mich schon, dass die Mitarbeiter aus Ihrer Sicht offensichtlich nicht partizipieren sollten. Das ist eine sehr interessante Äußerung gewesen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Brosz: Bleiben Sie heute da nach Ihrer Rede? – Abg. Öllinger: Bitte bleiben Sie nachher auch noch da! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie werden offenbar kontrolliert von den Grünen, ob Sie da sind oder nicht! – Zwischenruf des Abg. Faul.
Ich nenne nur ein Beispiel: Stromerzeugung, Stromerzeugungsgesellschaften und konsumentenorientiertes Vorgehen. – Das große Problem für Konsumenten ist, dass sie die Stromrechnung nicht lesen können, weil sie so kompliziert ist. (Abg. Brosz: Bleiben Sie heute da nach Ihrer Rede? – Abg. Öllinger: Bitte bleiben Sie nachher auch noch da! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie werden offenbar kontrolliert von den Grünen, ob Sie da sind oder nicht! – Zwischenruf des Abg. Faul.)
Abg. Brosz: Herr Kollege Missethon, bitte wenigstens 10 Minuten nachher noch dableiben!
Wien Energie gibt eine eigene Broschüre heraus, die dem Konsumenten erklärt, was in der Stromrechnung drinnen steht. Ich denke schon, dass wir mit den Energieversorgern in der nächsten Zeit eine Debatte in Bezug auf konsumentengerechte Stromrechnungen führen müssen. (Abg. Brosz: Herr Kollege Missethon, bitte wenigstens 10 Minuten nachher noch dableiben!)
einen mehrere Seiten umfassenden Folder vorweisend – Abg. Öllinger: Das können wir nicht lesen! – Abg. Dr. Fekter: Übersichtsblatt, Detailblatt, ...!
So (einen mehrere Seiten umfassenden Folder vorweisend – Abg. Öllinger: Das können wir nicht lesen! – Abg. Dr. Fekter: Übersichtsblatt, Detailblatt, ...!) schauen „konsumentengerechte“ Informationen, so schaut die Broschüre aus, die in Wien dem Konsumenten erklärt, was in seiner Stromrechnung steht! Das ist untragbar, geschätzte Damen und Herren! Da gibt es Handlungsbedarf, und wir werden auch handeln, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
So (einen mehrere Seiten umfassenden Folder vorweisend – Abg. Öllinger: Das können wir nicht lesen! – Abg. Dr. Fekter: Übersichtsblatt, Detailblatt, ...!) schauen „konsumentengerechte“ Informationen, so schaut die Broschüre aus, die in Wien dem Konsumenten erklärt, was in seiner Stromrechnung steht! Das ist untragbar, geschätzte Damen und Herren! Da gibt es Handlungsbedarf, und wir werden auch handeln, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Staatssekretär Dolinschek: Mit der ÖAR!
Abgeordnete Theresia Haidlmayr (Grüne): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau Ministerin! Herr Staatssekretär! Frau Ministerin, was Sie heute hier in diesem Haus zum Behindertengleichstellungsgesetz ausgeführt haben, ist wirklich der Gipfel. Sie haben wortwörtlich gesagt, das Behindertengleichstellungsgesetz, die Regierungsvorlage sei mit dem größten Behindertenverband in Österreich akkordiert. (Staatssekretär Dolinschek: Mit der ÖAR!) Mit der ÖAR.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Eine solche Falschmeldung beziehungsweise Wahrnehmungsstörung, wie Sie sie heute hier gehabt haben, ist wirklich der Höhepunkt! Haben Sie schon das Titelblatt der ÖAR zum Behindertengleichstellungsgesetz gesehen? – Es ist da der Manneken-Pis zu sehen, und darunter steht: Alles andere als ein großer Wurf. Ein Gesetz lässt viele Forderungen offen. Es braucht „grünen Daumen“. Insgesamt alles andere als ein großer Wurf. Einwände der Betroffenen ignoriert. Ein gerupftes Huhn. Kläglicher Rest. Nur ein tönernes Fundament. – Das, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist die Stellungnahme der österreichischen Behindertenbewegung und ihres Dachverbandes, und bezüglich Akkordierung, Frau Ministerin, fehlt es noch weit! Da fehlt es noch weit! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Die Rednerin überreicht Bundesministerin Haubner die erwähnte Broschüre.
Frau Ministerin, ich schenke Ihnen diese Zeitung. (Die Rednerin überreicht Bundesministerin Haubner die erwähnte Broschüre.) Sie werden sie wahrscheinlich ohnehin in Ihrer Post haben, aber lesen Sie sich durch, was da noch alles fehlt! Erst dann, wenn das alles im Gesetz drinnen ist, können wir wirklich von einem Behindertengleichstellungsgesetz reden. Was Sie uns vorgelegt haben, ist nichts anderes, als dass Sie Ihrem persönlichen Ego Genüge tun, aber es bringt den behinderten Menschen in Österreich nichts. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Frau Ministerin, ich schenke Ihnen diese Zeitung. (Die Rednerin überreicht Bundesministerin Haubner die erwähnte Broschüre.) Sie werden sie wahrscheinlich ohnehin in Ihrer Post haben, aber lesen Sie sich durch, was da noch alles fehlt! Erst dann, wenn das alles im Gesetz drinnen ist, können wir wirklich von einem Behindertengleichstellungsgesetz reden. Was Sie uns vorgelegt haben, ist nichts anderes, als dass Sie Ihrem persönlichen Ego Genüge tun, aber es bringt den behinderten Menschen in Österreich nichts. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Es bringt den behinderten Menschen in Österreich deshalb nichts, Frau Ministerin, weil das, was Sie uns vorgelegt haben, nur ein Skelett ist. Dieses Skelett braucht noch Fleisch und Unterfütterung, damit es wirklich zum Leben erweckt werden kann. Da, Frau Ministerin, haben wir aber noch sehr viel zu tun. Sie, Frau Ministerin, sind gefordert, uns ein Behindertengleichstellungsgesetz vorzulegen, das diesen Namen auch verdient, aber nicht dieses „gerupfte Huhn“, bezüglich dessen der Herr Küberl von der Caritas sagt: Gebt ihm Federn, damit ihm endlich nicht mehr kalt ist! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: 13 Millionen €!
Frau Ministerin! Wenn Sie sich rühmen, dass Sie jetzt in sechs Jahren das Pflegegeld in Summe um 2 Prozent erhöht haben, muss ich Ihnen sagen: Da gibt es nichts zu rühmen (Abg. Dr. Partik-Pablé: 13 Millionen €!), denn das ist weder die Abdeckung der Inflationsrate noch ein kleiner Unkostenbeitrag. Frau Ministerin, da haben Sie kläglich versagt! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Frau Ministerin! Wenn Sie sich rühmen, dass Sie jetzt in sechs Jahren das Pflegegeld in Summe um 2 Prozent erhöht haben, muss ich Ihnen sagen: Da gibt es nichts zu rühmen (Abg. Dr. Partik-Pablé: 13 Millionen €!), denn das ist weder die Abdeckung der Inflationsrate noch ein kleiner Unkostenbeitrag. Frau Ministerin, da haben Sie kläglich versagt! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie wissen genau, dass sie in der Verfassung verankert wird!
Sie haben auch gesagt: Wir müssen noch weiter regieren, wir brauchen in Österreich noch die Gebärdensprache. – Ja, Frau Ministerin, wir brauchen die Anerkennung der Gebärdensprache. Aber wo steht sie denn drinnen im Behindertengleichstellungsgesetz? – Nirgends! Nirgends! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie wissen genau, dass sie in der Verfassung verankert wird!) Natürlich, Frau Partik-Pablé, können wir es in die Verfassung schreiben, aber darum können sich gehörlose Menschen nichts kaufen. Nur dann, wenn es im Behindertengleichstellungsgesetz abgesichert ist, kann man daraus auch Rechte ableiten, aber nicht, wenn es nur in der Verfassung steht. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wenn es in der Verfassung vorkommt, kann man auch Rechte ableiten! Das ist doch Unsinn, was Sie sagen!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Wenn es in der Verfassung vorkommt, kann man auch Rechte ableiten! Das ist doch Unsinn, was Sie sagen!
Sie haben auch gesagt: Wir müssen noch weiter regieren, wir brauchen in Österreich noch die Gebärdensprache. – Ja, Frau Ministerin, wir brauchen die Anerkennung der Gebärdensprache. Aber wo steht sie denn drinnen im Behindertengleichstellungsgesetz? – Nirgends! Nirgends! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie wissen genau, dass sie in der Verfassung verankert wird!) Natürlich, Frau Partik-Pablé, können wir es in die Verfassung schreiben, aber darum können sich gehörlose Menschen nichts kaufen. Nur dann, wenn es im Behindertengleichstellungsgesetz abgesichert ist, kann man daraus auch Rechte ableiten, aber nicht, wenn es nur in der Verfassung steht. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wenn es in der Verfassung vorkommt, kann man auch Rechte ableiten! Das ist doch Unsinn, was Sie sagen!)
Beifall bei den Grünen.
Und wenn Ihnen die Gebärdensprache wichtig ist, dann schreiben Sie das sowohl in die Verfassung als auch ins Behindertengleichstellungsgesetz, dann hätte es Sinn. Alles andere ist sinnlos. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dolinschek: Da sind wir einer Meinung!
Frau Ministerin, die letzten Tage waren ja wirklich ein Höhepunkt! Ihr Kollege in der Regierung, Herr Finz, hat gesagt: Wir schaffen die Bundessozialämter ab, wir gliedern sie ein in die Sozialhilfeabteilungen der Länder! – Ja haben Sie nicht kapiert, Frau Ministerin, dass es ein Unterschied ist, ob jemand behindert ist oder ob heute jemand eine – sage ich jetzt einmal – Persönlichkeit für die Sozialhilfe ist? Sie können doch nicht Kraut und Rüben vermischen, Frau Ministerin! Die Bundessozialämter gehören zu den wichtigsten Organisationen und Einrichtungen für behinderte Menschen in Österreich. Und die wollen Sie kappen? Die wollen Sie kappen! (Abg. Dolinschek: Da sind wir einer Meinung!)
Beifall bei den Grünen.
Frau Ministerin, Sie sollten sich wirklich einmal etwas überlegen. Sie sollten mehr lesen, und Sie sollten sich wirklich einmal – das sage ich Ihnen persönlich – zum Thema Menschen mit Behinderung ein fundiertes Wissen aneignen. Wir helfen Ihnen dabei, da können Sie sich sicher sein. Aber tun Sie nicht so, als ob Sie mit dieser Materie vertraut wären, wenn Sie dann solche Äußerungen machen wie heute und in den letzten Tagen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Frau Ministerin, so kann man mit uns Menschen mit Behinderung nicht umgehen! Sie werden unseren Widerstand spüren, kräftig spüren, wenn Sie glauben, Sie können diese Regierungsvorlage als Gesetz durchdrücken. ÖAR, BIZEPS, das Aktionsbündnis „Österreich für Behindertenrechte“, um nur einige zu nennen, werden diesen Entwurf, diese Regierungsvorlage bekämpfen. Frau Ministerin! Machen Sie es sich leichter: Nehmen Sie sie zurück und beginnen wir von vorne! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der SPÖ: Auch der Rechtsanwalt!
sein, das können die Urlaubsreisenden sein, die Autokäufer, die Hauskäufer, diejenigen, die in den Haushalten sind und von Verkäufern besucht werden, die Straßenbahnfahrer, diejenigen, die Gebühren zahlen müssen, und viele, viele andere mehr. Jederzeit kann jeder Konsument sein, der Konsument erfährt eine steigende Bedeutung. (Ruf bei der SPÖ: Auch der Rechtsanwalt!) – Auch der Rechtsanwalt kann Konsument sein, das stimmt, ja, er hat aber auch Konsumenten zu betreuen. Dann ist er aber nicht Konsument, sondern er muss erhöhte Sorgfaltspflichten anwenden. Da haben Sie völlig Recht.
Zwischenruf der Abg. Mag. Lapp.
Da stellen wir eine Besorgnis erregende Entwicklung fest, und darauf, Frau Ministerin, sollten Sie doch Ihr Augenmerk legen: Konsumentenschutz wird aktiv von der staatlich finanzierten Arbeiterkammer bezahlt, und wir wissen, dass die Arbeiterkammer natürlich sozialdemokratisch orientiert ist. Das steht ihr zu; die Gelder werden absolut gesetzmäßig zugewiesen. (Zwischenruf der Abg. Mag. Lapp.) Nein, es passt schon! Sie wissen genau, dass ich das sehr sachlich und richtig ausgedrückt habe.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Das sind bedauerliche Zustände, und man sollte eigentlich quer durch die Parteien einen Konsens suchen, damit der Konsumentenschutz endlich aus der Umklammerung der Wirtschaftskammer und der Arbeiterkammer befreit wird. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Puswald: Aber ÖVP-Wirtschaftspolitik!
Das ist auf Dauer angesichts der Wichtigkeit – und das habe ich eingangs bereits gesagt – des Konsumentenschutzes für die gesamte Bevölkerung nicht gut. Sie können heute Folgendes erleben: Wenn ein kleiner Gewerbetreibender zum VKI oder zur Arbeiterkammer geht, sich seinen Rückforderungsanspruch aus einem Kredit wegen zu viel bezahlten Zinsen ausrechnen lassen möchte, also ein Konsumentenschutzanliegen hat, dann heißt es: Sie sind bei uns nicht Mitglied. Sie sind kein Konsument. Dann geht er zur Wirtschaftskammer, und diese meint dann: Na ja, Sie waren einmal bei der Wirtschaftskammer, jetzt sind Sie es aber nicht mehr. (Abg. Dr. Puswald: Aber ÖVP-Wirtschaftspolitik!) – Und dann fällt man durch den Rost. Leider ist der Verein „Mein Recht auf Kontrolle“, den es einmal gegeben hat, aufgelöst worden.
Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Mag. Tancsits.
Es gibt einen großen Teil der Bevölkerung, der auf diese Art nicht in den Genuss des Konsumentenschutzes, des praktischen Konsumentenschutzes kommt, weil das System eben so aufgebaut ist. Es liegt, so glaube ich, in Ihrer Möglichkeit, Frau Ministerin, das zu ändern. Man braucht sich da nur einzuschalten und muss energisch vorgehen, denn ich finde es nicht gerecht, dass große Teile der Bevölkerung nicht in den Genuss des Konsumentenschutzes kommen. (Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Mag. Tancsits.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Die Partei ist alles für die SPÖ!
Ich denke auch an die Senioren. Es gibt zwei Millionen Senioren in diesem Land. Sie können sich ausrechnen, wie viele Senioren nicht Mitglieder der Arbeiterkammer sind. Das möchte ich auch einmal sagen. Diesbezüglich wird viel zu wenig unternommen. Abgesehen davon – da bin ich jetzt ein bisschen egoistisch –: Die Freiheitlichen haben interessanterweise im Österreichischen Seniorenrat keine Vertretung. Das ist auch wieder aufgeteilt, wie alles in diesem Land, zwischen Schwarz, Knafl, und Rot, Blecha. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Die Partei ist alles für die SPÖ!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das sind Umstände, die schon sehr unter die Haut gehen, wenn diese Entwicklung so weitergeht, wie sich überhaupt die Sozialpartner, nämlich die Arbeiterkammer, die Wirtschaftskammer und so weiter, in der neuen Verfassung verankert sehen wollen. Das bedeutet natürlich, dass dieses gesamte System noch starrer, noch unbeweglicher, noch fremder und noch unzugänglicher für jene wird, die nicht von Schwarz und Rot beschützt werden wollen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Lapp: Das ist wie bei der FPÖ!
Ich habe drei beziehungsweise vier Klappen in Ihrem Ministerium vermittelt bekommen, wo jemand sein soll, der weiß, wie das mit der Rechtsschutzversicherung funktionieren soll. Keiner hat richtig gewusst, worum es geht! (Abg. Mag. Lapp: Das ist wie bei der FPÖ!)
Abg. Lentsch: Ihre Krawatte ...! – Abg. Dr. Fekter: Orange und Blau ...!
Frau Partik-Pablé, wissen Sie, was passiert, wenn man Blau und Orange mischt? Ich habe das mit einem Malkasten ausprobiert. Wenn man Blau und Orange mischt, kommt Schlammbraun heraus. Und Schlammbraun ist wahrscheinlich eine ganz schiache Farbe, würde ich sagen. Es ist die Farbe von Gatsch. (Abg. Lentsch: Ihre Krawatte ...! – Abg. Dr. Fekter: Orange und Blau ...!) Ich glaube, diese Farbe passt zu Ihrem Zustand, Frau Partik-Pablé, und zu Ihrer Gruppe. Sie passt einfach zu Ihnen: Schlammbraun, nicht Orange und nicht Blau! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wenn ich mir Ihr
Beifall bei der SPÖ.
Daher bleibt nichts anderes übrig, als festzustellen: Schüssel ist nicht der Kanzler einer schwarz-blauen Regierung oder einer schwarz-orangen Regierung, sondern einer schwarz-schlammbraunen Regierung. So ist es und nicht anders! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Eder: Die andere wäre interessanter! ... Ihre Schlammschlacht!
Bundesministerin für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz Ursula Haubner: Danke, Herr Präsident! Ich werde mich ganz kurz halten, weil ich nur auf die gestellte Sachfrage des Herrn Kollegen Riepl, jedoch nicht auf die andere Frage eingehen werde, denn auf diese Ebene begebe ich mich nicht. (Abg. Eder: Die andere wäre interessanter! ... Ihre Schlammschlacht!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir haben zusammen mit dem Seniorenrat etwas erarbeitet. Der Seniorenrat ist die gesetzliche Interessenvertretung, die diese Regierung eingerichtet hat, die den Wunsch und das Anliegen hat, für die Senioren eine günstige Rechtsschutzversicherung anzubieten, die dann auch über den Seniorenrat abgewickelt wird. Das wird vom Ministerium in der Form von Förderungen für Informationen, die dann an die Senioren hinausgehen, unterstützt. Diese Rechtsschutzversicherung ist also nicht etwas, was im Ministerium erstellt und vom Ministerium angeboten wird. Ich bitte Sie, sich auch bei Ihren Vertretern im Seniorenrat, die dort von Ihrer Partei, von Ihrer Fraktion sehr stark vertreten sind, zu erkundigen, da hier auch von dieser Seite dieses Anliegen gekommen ist. Daran wird gearbeitet, und wir werden, wenn das Projekt fertig ist, wenn der Seniorenrat das Projekt vorstellt, ihn finanziell unterstützen, damit er diese Informationen auch an alle Seniorenorganisationen weitergeben kann! Das ist unser Beitrag dazu. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Karl Donabauer (ÖVP): Hohes Haus! Im Besonderen Herr Präsident! Frau Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren, die Sie Interesse an unserer Spezialdebatte zeigen! Danke schön für Ihren Besuch! Mir steht es nicht zu, hier Redebeiträge zu werten. Aber wenn wir in der Spezialdebatte sind und ein Kollege an das Rednerpult tritt und einen „Farbenquatsch“ vorträgt, dann frage ich mich: Wie ernst nimmt er sich selbst, und wie ernst nehmen wir uns als Parlamentarier? Mir tut das Leid! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das hat er ja nicht! Er soll sich einmal selber anschauen!
Ich habe kein Problem damit, wenn eine Partei die andere kritisiert. Aber ich denke, auch diese Kritik muss auf einem Niveau oder in einer Art erfolgen, wie sie diesem Haus entspricht. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das hat er ja nicht! Er soll sich einmal selber anschauen!) Ich glaube, es ist auch besser, wenn wir damit aufhören und uns tatsächlich den wichtigen Themen zuwenden.
Zwischenruf des Abg. Verzetnitsch.
Mir hat heute die ewige Anschuldigung gefehlt, dass die Regierung nichts für den Arbeitsmarkt tue. Meine Damen und Herren, ich kann mir schon vorstellen, warum sie gefehlt hat. Am 4. April gab es nämlich eine Mitteilung des Hauptverbandes, der zufolge geschrieben steht, dass wir in Österreich im März 3 183 137 Beschäftigte haben. Das ist gegenüber dem Vorjahr und auch gegenüber dem letzten Monat ein Plus! Freuen wir uns darüber! Damit sehen Sie, dass wir auf diesem Gebiet wirklich etwas tun und dass uns auch etwas gelungen ist. Ich denke, dass wir in diese Richtung weiterarbeiten sollen und müssen. (Zwischenruf des Abg. Verzetnitsch.) – Einkommensdifferenzen gab es immer! Ich erinnere mich noch an meine Zeiten im Parlament etwa in den späten neunziger Jahren, da war die Quote oder die Größe derer, die ... (Abg. Verzetnitsch: 2 Prozent mehr Arbeitslose!) – Herr Präsident, das weiß ich! Das ist keine Frage! Ich bedauere jeden Arbeitslosen. Ich gehöre zu denen, die jeden Arbeitslosen bedauern, und mir wäre es lieber, wir hätten null Arbeitslose. Das wird uns aber nie gelingen. Ich werde meinen kleinen Beitrag dazu leisten, dass es besser wird.
Abg. Verzetnitsch: 2 Prozent mehr Arbeitslose!
Mir hat heute die ewige Anschuldigung gefehlt, dass die Regierung nichts für den Arbeitsmarkt tue. Meine Damen und Herren, ich kann mir schon vorstellen, warum sie gefehlt hat. Am 4. April gab es nämlich eine Mitteilung des Hauptverbandes, der zufolge geschrieben steht, dass wir in Österreich im März 3 183 137 Beschäftigte haben. Das ist gegenüber dem Vorjahr und auch gegenüber dem letzten Monat ein Plus! Freuen wir uns darüber! Damit sehen Sie, dass wir auf diesem Gebiet wirklich etwas tun und dass uns auch etwas gelungen ist. Ich denke, dass wir in diese Richtung weiterarbeiten sollen und müssen. (Zwischenruf des Abg. Verzetnitsch.) – Einkommensdifferenzen gab es immer! Ich erinnere mich noch an meine Zeiten im Parlament etwa in den späten neunziger Jahren, da war die Quote oder die Größe derer, die ... (Abg. Verzetnitsch: 2 Prozent mehr Arbeitslose!) – Herr Präsident, das weiß ich! Das ist keine Frage! Ich bedauere jeden Arbeitslosen. Ich gehöre zu denen, die jeden Arbeitslosen bedauern, und mir wäre es lieber, wir hätten null Arbeitslose. Das wird uns aber nie gelingen. Ich werde meinen kleinen Beitrag dazu leisten, dass es besser wird.
Abg. Brosz: Wirklich „schade“, dass Ihre Redezeit vorbei ist!
Meine Redezeit ist vorbei. (Abg. Brosz: Wirklich „schade“, dass Ihre Redezeit vorbei ist!) Ich möchte aber trotzdem sagen, dass im Besonderen Frauen nach einer Scheidung, AlleinerzieherInnen und Familien mit mehreren Kindern davon betroffen sind, und gerade für diese Menschen hat diese Bundesregierung in den letzten Jahren in beeindruckender Weise Maßnahmen gesetzt, wodurch eine spürbare Einkommensverbesserung gelungen ist. Wer sich darin einlesen möchte, lese in den Berichten des Sozialministeriums auf den Seiten 101 und 189 nach, wo diese Fragen ganz klar ausgewiesen sind.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Lassen Sie mich mit einer Feststellung abschließen: Es gibt noch einen Bereich, wo wir Anrechnungsbestimmungen bezüglich der Pensionen haben, die verbessert werden müssen. Das ist das fiktive Ausgedinge. Da geht es im Wesentlichen um die bäuerliche Gruppe, aber nicht nur um die bäuerliche Gruppe! Ich glaube, dass dort in den nächsten Monaten und Jahren eine Verbesserung notwendig ist, um eine Mindesteinkommenssicherung zu erreichen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Donabauer: Sie brauchen nur den Bericht lesen!
Abgeordnete Mag. Brigid Weinzinger (Grüne): Herr Präsident! Geschätztes Mitglied der Regierung! Hohes Haus! Bislang war in der Physik die Theorie von den Paralleluniversen unbewiesen. Die Rede meines Vorredners war fast schon einer der ersten Beweise dafür, dass es Paralleluniversen geben muss! Wie Sie mit dem Sozialbericht in der Hand zur Schlussfolgerung kommen können, dass es Frauen oder Alleinerziehenden heute einkommensmäßig besser geht und die Armut geschrumpft ist, kann man nur damit erklären, dass Sie in einem Paralleluniversum leben, wo andere Gesetze herrschen und die Regeln der Logik aufgehoben sind. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Donabauer: Sie brauchen nur den Bericht lesen!)
Abg. Donabauer: Die Sie herbeireden wollen!
Die Lektüre des Berichts würde ich Ihnen vielleicht einmal ans Herz legen! Genau dieser Bericht ist es, der die Armutsgefährdung, die gestiegene Armutsgefährdung von Frauen und von Alleinerziehenden nachgewiesen hat. (Abg. Donabauer: Die Sie herbeireden wollen!) – Vielleicht sollten Sie sich den Bericht einmal anschauen, und zwar nicht nur von außen, sondern auch von innen! Das kann ich herzlich empfehlen. (Abg. Donabauer: Ich weiß, wie es im Leben zugeht!) – Sie wissen, wie es im Leben im Paralleluniversum zugeht! Okay. Damit haben wir leider keine gemeinsame Gesprächsbasis. (Abg. Neudeck: Das ist die Frage, ob ihn das wirklich sehr kränkt!)
Abg. Donabauer: Ich weiß, wie es im Leben zugeht!
Die Lektüre des Berichts würde ich Ihnen vielleicht einmal ans Herz legen! Genau dieser Bericht ist es, der die Armutsgefährdung, die gestiegene Armutsgefährdung von Frauen und von Alleinerziehenden nachgewiesen hat. (Abg. Donabauer: Die Sie herbeireden wollen!) – Vielleicht sollten Sie sich den Bericht einmal anschauen, und zwar nicht nur von außen, sondern auch von innen! Das kann ich herzlich empfehlen. (Abg. Donabauer: Ich weiß, wie es im Leben zugeht!) – Sie wissen, wie es im Leben im Paralleluniversum zugeht! Okay. Damit haben wir leider keine gemeinsame Gesprächsbasis. (Abg. Neudeck: Das ist die Frage, ob ihn das wirklich sehr kränkt!)
Abg. Neudeck: Das ist die Frage, ob ihn das wirklich sehr kränkt!
Die Lektüre des Berichts würde ich Ihnen vielleicht einmal ans Herz legen! Genau dieser Bericht ist es, der die Armutsgefährdung, die gestiegene Armutsgefährdung von Frauen und von Alleinerziehenden nachgewiesen hat. (Abg. Donabauer: Die Sie herbeireden wollen!) – Vielleicht sollten Sie sich den Bericht einmal anschauen, und zwar nicht nur von außen, sondern auch von innen! Das kann ich herzlich empfehlen. (Abg. Donabauer: Ich weiß, wie es im Leben zugeht!) – Sie wissen, wie es im Leben im Paralleluniversum zugeht! Okay. Damit haben wir leider keine gemeinsame Gesprächsbasis. (Abg. Neudeck: Das ist die Frage, ob ihn das wirklich sehr kränkt!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie ist zwei Minuten draußen! – Abg. Dr. Fekter: Darf Sie nicht aufs Klo gehen?
Ich wende mich aber wieder der Politik der Bundesregierung dieses Universums und der Aussage der Frau Ministerin zu, die ich beachtlich finde. – Ich glaube, sie ist leider nicht mehr anwesend. Ich kann verstehen, dass sie im Moment auch andere Sorgen hat. Wenn sie sich hauptsächlich diesen Sorgen widmet, sollte sie aber nicht Sozialministerin sein! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie ist zwei Minuten draußen! – Abg. Dr. Fekter: Darf Sie nicht aufs Klo gehen?) – Ja, ich weiß, es ist in dieser Regierungskoalition ein beliebtes Manöver, geeignete Momente dafür zu finden! Wie hat das mein Kollege schon genannt? – Den Toilettenfaktor!
Abg. Dr. Partik-Pablé: So beachtlich ist Ihre Rede wieder nicht, dass sie das aufschieben müsste! – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Die Frau Ministerin hat gesagt ... (Abg. Dr. Partik-Pablé: So beachtlich ist Ihre Rede wieder nicht, dass sie das aufschieben müsste! – Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ich verstehe die Aufregung nicht: Wenn Sie finden, dass die Sozialministerin so nebensächlich ist, dass sie bei der Sozialdebatte nicht einmal anwesend sein sollte ... (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie war die ganze Zeit anwesend! Sie waren nicht da! Dann hätten Sie sehen müssen, dass sie da war!) – Da haben Sie aber irgendwie einen verkehrten Blick, denn ich bin da gesessen, die Frau Ministerin aber ist schon länger nicht da. Frau Partik-Pablé, ich verstehe, dass Sehstörungen in Ihrem Farbenspektrum erklärbar sind (Unruhe im Saal – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), aber vielleicht können wir zur Sozialpolitik zurückkehren. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Neudeck: Ihnen ist schon klar, dass der Staatssekretär da ist?!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie war die ganze Zeit anwesend! Sie waren nicht da! Dann hätten Sie sehen müssen, dass sie da war!
Die Frau Ministerin hat gesagt ... (Abg. Dr. Partik-Pablé: So beachtlich ist Ihre Rede wieder nicht, dass sie das aufschieben müsste! – Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ich verstehe die Aufregung nicht: Wenn Sie finden, dass die Sozialministerin so nebensächlich ist, dass sie bei der Sozialdebatte nicht einmal anwesend sein sollte ... (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie war die ganze Zeit anwesend! Sie waren nicht da! Dann hätten Sie sehen müssen, dass sie da war!) – Da haben Sie aber irgendwie einen verkehrten Blick, denn ich bin da gesessen, die Frau Ministerin aber ist schon länger nicht da. Frau Partik-Pablé, ich verstehe, dass Sehstörungen in Ihrem Farbenspektrum erklärbar sind (Unruhe im Saal – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), aber vielleicht können wir zur Sozialpolitik zurückkehren. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Neudeck: Ihnen ist schon klar, dass der Staatssekretär da ist?!)
Unruhe im Saal – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen
Die Frau Ministerin hat gesagt ... (Abg. Dr. Partik-Pablé: So beachtlich ist Ihre Rede wieder nicht, dass sie das aufschieben müsste! – Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ich verstehe die Aufregung nicht: Wenn Sie finden, dass die Sozialministerin so nebensächlich ist, dass sie bei der Sozialdebatte nicht einmal anwesend sein sollte ... (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie war die ganze Zeit anwesend! Sie waren nicht da! Dann hätten Sie sehen müssen, dass sie da war!) – Da haben Sie aber irgendwie einen verkehrten Blick, denn ich bin da gesessen, die Frau Ministerin aber ist schon länger nicht da. Frau Partik-Pablé, ich verstehe, dass Sehstörungen in Ihrem Farbenspektrum erklärbar sind (Unruhe im Saal – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), aber vielleicht können wir zur Sozialpolitik zurückkehren. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Neudeck: Ihnen ist schon klar, dass der Staatssekretär da ist?!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Neudeck: Ihnen ist schon klar, dass der Staatssekretär da ist?!
Die Frau Ministerin hat gesagt ... (Abg. Dr. Partik-Pablé: So beachtlich ist Ihre Rede wieder nicht, dass sie das aufschieben müsste! – Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ich verstehe die Aufregung nicht: Wenn Sie finden, dass die Sozialministerin so nebensächlich ist, dass sie bei der Sozialdebatte nicht einmal anwesend sein sollte ... (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie war die ganze Zeit anwesend! Sie waren nicht da! Dann hätten Sie sehen müssen, dass sie da war!) – Da haben Sie aber irgendwie einen verkehrten Blick, denn ich bin da gesessen, die Frau Ministerin aber ist schon länger nicht da. Frau Partik-Pablé, ich verstehe, dass Sehstörungen in Ihrem Farbenspektrum erklärbar sind (Unruhe im Saal – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), aber vielleicht können wir zur Sozialpolitik zurückkehren. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Neudeck: Ihnen ist schon klar, dass der Staatssekretär da ist?!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Herr Präsident! Sie müssen ein bisschen aufpassen!
Die Frau Ministerin hat nämlich gesagt – und das ist Ihnen vielleicht sehr unangenehm –: Den Frauen ihren gerechten Anteil! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Herr Präsident! Sie müssen ein bisschen aufpassen!) Im Zusammenhang mit der Pensionsreform sagt die Sozialministerin, die es wirklich besser wissen müsste – nicht etwa der Finanzminister, der überall Geld einsparen will –: Den Frauen ihren gerechten Anteil! Den haben sie damit bekommen. (Abg. Dr. Fekter: Dafür haben wir gesorgt!) – Bei einer Pensionsreform, durch die Frauen massiv schlechter gestellt worden sind (Abg. Dr. Fekter: Das ist ja nicht wahr! – Abg. Neudeck: Das behaupten nur Sie! Das ist keine Tatsache! Sie sind wesentlich besser gestellt!), durch die Frauen, die heute schon durchschnittlich weniger als die Hälfte der Pension von Männern haben, auch in den nächsten Jahren eher noch weiter absacken werden als aufholen können, sagt die Sozialministerin: Den Frauen ihr gerechter Anteil!
Abg. Dr. Fekter: Dafür haben wir gesorgt!
Die Frau Ministerin hat nämlich gesagt – und das ist Ihnen vielleicht sehr unangenehm –: Den Frauen ihren gerechten Anteil! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Herr Präsident! Sie müssen ein bisschen aufpassen!) Im Zusammenhang mit der Pensionsreform sagt die Sozialministerin, die es wirklich besser wissen müsste – nicht etwa der Finanzminister, der überall Geld einsparen will –: Den Frauen ihren gerechten Anteil! Den haben sie damit bekommen. (Abg. Dr. Fekter: Dafür haben wir gesorgt!) – Bei einer Pensionsreform, durch die Frauen massiv schlechter gestellt worden sind (Abg. Dr. Fekter: Das ist ja nicht wahr! – Abg. Neudeck: Das behaupten nur Sie! Das ist keine Tatsache! Sie sind wesentlich besser gestellt!), durch die Frauen, die heute schon durchschnittlich weniger als die Hälfte der Pension von Männern haben, auch in den nächsten Jahren eher noch weiter absacken werden als aufholen können, sagt die Sozialministerin: Den Frauen ihr gerechter Anteil!
Abg. Dr. Fekter: Das ist ja nicht wahr! – Abg. Neudeck: Das behaupten nur Sie! Das ist keine Tatsache! Sie sind wesentlich besser gestellt!
Die Frau Ministerin hat nämlich gesagt – und das ist Ihnen vielleicht sehr unangenehm –: Den Frauen ihren gerechten Anteil! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Herr Präsident! Sie müssen ein bisschen aufpassen!) Im Zusammenhang mit der Pensionsreform sagt die Sozialministerin, die es wirklich besser wissen müsste – nicht etwa der Finanzminister, der überall Geld einsparen will –: Den Frauen ihren gerechten Anteil! Den haben sie damit bekommen. (Abg. Dr. Fekter: Dafür haben wir gesorgt!) – Bei einer Pensionsreform, durch die Frauen massiv schlechter gestellt worden sind (Abg. Dr. Fekter: Das ist ja nicht wahr! – Abg. Neudeck: Das behaupten nur Sie! Das ist keine Tatsache! Sie sind wesentlich besser gestellt!), durch die Frauen, die heute schon durchschnittlich weniger als die Hälfte der Pension von Männern haben, auch in den nächsten Jahren eher noch weiter absacken werden als aufholen können, sagt die Sozialministerin: Den Frauen ihr gerechter Anteil!
Abg. Lentsch: Das legen Sie ihr in den Mund!
Daraus kann ich nur schließen: Die Sozialministerin findet es gerecht, dass Frauen nicht einmal die Hälfte der Pension von Männern bekommen. (Abg. Lentsch: Das legen Sie ihr in den Mund!) Das ist der Dank der Sozialministerin für die Familienarbeit, die hauptsächlich die Frauen machen: die Hälfte der Pension, die Männer bekommen. Das ist das, was Sie unter Gerechtigkeit verstehen! Wenn man als Sozialministerin so eine Einschätzung von Gerechtigkeit hat, ist man eindeutig am falschen Fleck! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Tancsits: Das ist Unsinn! So ein Unsinn!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Tancsits: Das ist Unsinn! So ein Unsinn!
Daraus kann ich nur schließen: Die Sozialministerin findet es gerecht, dass Frauen nicht einmal die Hälfte der Pension von Männern bekommen. (Abg. Lentsch: Das legen Sie ihr in den Mund!) Das ist der Dank der Sozialministerin für die Familienarbeit, die hauptsächlich die Frauen machen: die Hälfte der Pension, die Männer bekommen. Das ist das, was Sie unter Gerechtigkeit verstehen! Wenn man als Sozialministerin so eine Einschätzung von Gerechtigkeit hat, ist man eindeutig am falschen Fleck! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Tancsits: Das ist Unsinn! So ein Unsinn!)
Abg. Höllerer: Das gibt es bereits auf freiwilliger Basis! – Abg. Preineder: Haben wir schon!
Damit es dann nicht wieder heißt: Es kommen ja keine Vorschläge von Ihnen! – Sie hören sie meistens nicht, meine ich –, hier ein konkreter Vorschlag: Unter Gerechtigkeit im Pensionsmodell würde ich unter anderem ein striktes Halbe-Halbe verstehen. Für bestimmte Phasen, wo Partnerschaften bestehen, in denen man sich gemeinsam, wie auch immer, die Familien- und Erwerbsarbeit aufteilt, werden die Pensionsanteile gesplittet! (Abg. Höllerer: Das gibt es bereits auf freiwilliger Basis! – Abg. Preineder: Haben wir schon!) – Verpflichtend! fifty-fifty, halbe-halbe! Damit wir endlich etwas mehr Gerechtigkeit in die Pension zwischen Frauen und Männern bekommen! Das könnten Sie jederzeit umsetzen. Das würde Sie nicht einmal mehr kosten. Da könnten Sie anknüpfen! (Abg. Hornek: Sie wollen etwas erfinden, was es nicht gibt!)
Abg. Hornek: Sie wollen etwas erfinden, was es nicht gibt!
Damit es dann nicht wieder heißt: Es kommen ja keine Vorschläge von Ihnen! – Sie hören sie meistens nicht, meine ich –, hier ein konkreter Vorschlag: Unter Gerechtigkeit im Pensionsmodell würde ich unter anderem ein striktes Halbe-Halbe verstehen. Für bestimmte Phasen, wo Partnerschaften bestehen, in denen man sich gemeinsam, wie auch immer, die Familien- und Erwerbsarbeit aufteilt, werden die Pensionsanteile gesplittet! (Abg. Höllerer: Das gibt es bereits auf freiwilliger Basis! – Abg. Preineder: Haben wir schon!) – Verpflichtend! fifty-fifty, halbe-halbe! Damit wir endlich etwas mehr Gerechtigkeit in die Pension zwischen Frauen und Männern bekommen! Das könnten Sie jederzeit umsetzen. Das würde Sie nicht einmal mehr kosten. Da könnten Sie anknüpfen! (Abg. Hornek: Sie wollen etwas erfinden, was es nicht gibt!)
Abg. Dr. Fekter: Es sind vier Minuten!
Zweiter Punkt der Frau Ministerin, die übrigens nicht nur zwei Minuten draußen ist, das ist jetzt schon bedeutend länger (Abg. Dr. Fekter: Es sind vier Minuten!): die anstehende Schwerarbeiter- und Schwerarbeiterinnenregelung. Die weibliche Formulierung verwende ich jetzt, denn es ist nach wie vor ungeklärt, ob es dabei zu so etwas wie Schwerarbeiterinnen auch kommen wird. Dass Frauen schwer arbeiten, zum Beispiel im Pflegebereich, ist mehr als erwiesen. Dass sie dort physisch und psychisch eine große Last tragen, ist erwiesen. Bislang habe ich nichts vernehmen können, dass das der Sozialministerin und dieser Bundesregierung ein wirkliches Anliegen wäre. Was ich gehört habe, ist, dass den Freiheitlichen der Nachtdienst von Polizei und Gendarmerie ein großes Anliegen ist. Da sind, so denke ich, wieder einmal hauptsächlich Männer mit dabei. Dort, wo schwere Arbeit von Frauen geleistet wird, drücken Sie alle Augen, die Sie haben, fest zu. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Zweiter Punkt der Frau Ministerin, die übrigens nicht nur zwei Minuten draußen ist, das ist jetzt schon bedeutend länger (Abg. Dr. Fekter: Es sind vier Minuten!): die anstehende Schwerarbeiter- und Schwerarbeiterinnenregelung. Die weibliche Formulierung verwende ich jetzt, denn es ist nach wie vor ungeklärt, ob es dabei zu so etwas wie Schwerarbeiterinnen auch kommen wird. Dass Frauen schwer arbeiten, zum Beispiel im Pflegebereich, ist mehr als erwiesen. Dass sie dort physisch und psychisch eine große Last tragen, ist erwiesen. Bislang habe ich nichts vernehmen können, dass das der Sozialministerin und dieser Bundesregierung ein wirkliches Anliegen wäre. Was ich gehört habe, ist, dass den Freiheitlichen der Nachtdienst von Polizei und Gendarmerie ein großes Anliegen ist. Da sind, so denke ich, wieder einmal hauptsächlich Männer mit dabei. Dort, wo schwere Arbeit von Frauen geleistet wird, drücken Sie alle Augen, die Sie haben, fest zu. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Fekter: Gibt es ja, eine Grundsicherung! – Abg. Neudeck: Wenn es nach Ihnen geht, machen Sie die Grundsicherung bei der Höchstbemessungsgrundlage!
Der dritte Punkt betrifft die Armut. Der Sozialbericht hat eindeutig nachgewiesen – man kann davon ausgehen, dass er nicht unbedingt regierungskritisch ist –, dass das Armutsrisiko insbesondere von Frauen gestiegen ist. Was tun Sie dagegen? Ich kann nur meinen Vorredner zitieren. Sie stellen sich her und behaupten: Es ist eh besser geworden! – Davon können sich die Frauen, die jetzt noch mehr gegen Armut kämpfen müssen, ein Stück abschneiden! Da haben sie etwas davon! – Das sagen Sie, statt dass Sie fragen: Was können wir tun? Können wir eine Grundsicherung einziehen? (Abg. Dr. Fekter: Gibt es ja, eine Grundsicherung! – Abg. Neudeck: Wenn es nach Ihnen geht, machen Sie die Grundsicherung bei der Höchstbemessungsgrundlage!) Welche sonstigen Maßnahmen können wir setzen, damit wir das Armutsrisiko bekämpfen, damit weniger Menschen in Österreich unter der Armutsschwelle leben?
Abg. Mag. Tancsits: Der Herr Staatssekretär kann der Frau Sozialministerin berichten, dass sie nichts versäumt hat!
Der letzte Punkt ist folgender: Auch bei anderen Ministerinnen habe ich mich damit beschäftigt, wie sehr sie das Versprechen, dass frauenpolitisch irgendetwas weitergehen soll, nur weil mehr Ministerinnen in der Regierung sind, umsetzen. Das möchte ich auch bei der Sozialministerin tun. (Abg. Mag. Tancsits: Der Herr Staatssekretär kann der Frau Sozialministerin berichten, dass sie nichts versäumt hat!)
Abg. Dr. Fekter: Haben Sie einen konstruktiven Vorschlag auch?
Sie ist eine Ministerin, die in Wirklichkeit das klassisch vorlebt, was offensichtlich auch ihre Politik im Familienbereich ist. Frauen sollen dort anpacken, wo Not am Mann oder an der Frau ist! Sie sollen das möglichst unbezahlt, ehrenamtlich und engagiert tun und ohne Ansprüche zu erheben!Sie selbst lebt es in ihrer Rolle als Ministerin und Parteichefin auf Bestellung vor. Dann, wenn die Krise so groß ist, dass man vorübergehend jemanden braucht, den man verschleißen kann, darf eine Frau an die Spitze der Parteibewegung, des Bündnisses oder was auch immer jetzt gerade der zutreffende Terminus ist. Und dann montiert man sie auf offener Bühne kalt lächelnd ab. (Abg. Dr. Fekter: Haben Sie einen konstruktiven Vorschlag auch?) Statt dass die betroffene Ministerin irgendwelche Konsequenzen zieht und sagt: So kann man mit einer Ministerin, mit einer Parteichefin nicht umgehen!, sagt sie: Ja, danke, mache ich, mache ich! – Sie spielt brav mit in einer Inszenierung von Männern, wo sie als Frau mal hingestellt, mal zurückgestellt und mal dahin gestellt wird. Das ist ein Rollenbild, wie man es sich für Frauen in Österreich schon längst nicht mehr erwartet und ganz sicher nicht wünscht. Ändern Sie etwas! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Tancsits: Der Herr Staatssekretär kann der Frau Ministerin berichten, dass sie nichts versäumt hat!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Tancsits: Der Herr Staatssekretär kann der Frau Ministerin berichten, dass sie nichts versäumt hat!
Sie ist eine Ministerin, die in Wirklichkeit das klassisch vorlebt, was offensichtlich auch ihre Politik im Familienbereich ist. Frauen sollen dort anpacken, wo Not am Mann oder an der Frau ist! Sie sollen das möglichst unbezahlt, ehrenamtlich und engagiert tun und ohne Ansprüche zu erheben!Sie selbst lebt es in ihrer Rolle als Ministerin und Parteichefin auf Bestellung vor. Dann, wenn die Krise so groß ist, dass man vorübergehend jemanden braucht, den man verschleißen kann, darf eine Frau an die Spitze der Parteibewegung, des Bündnisses oder was auch immer jetzt gerade der zutreffende Terminus ist. Und dann montiert man sie auf offener Bühne kalt lächelnd ab. (Abg. Dr. Fekter: Haben Sie einen konstruktiven Vorschlag auch?) Statt dass die betroffene Ministerin irgendwelche Konsequenzen zieht und sagt: So kann man mit einer Ministerin, mit einer Parteichefin nicht umgehen!, sagt sie: Ja, danke, mache ich, mache ich! – Sie spielt brav mit in einer Inszenierung von Männern, wo sie als Frau mal hingestellt, mal zurückgestellt und mal dahin gestellt wird. Das ist ein Rollenbild, wie man es sich für Frauen in Österreich schon längst nicht mehr erwartet und ganz sicher nicht wünscht. Ändern Sie etwas! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Tancsits: Der Herr Staatssekretär kann der Frau Ministerin berichten, dass sie nichts versäumt hat!)
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Mag. Tancsits: Ja, so ist es!
Abgeordnete Sabine Mandak (Grüne): Herr Präsident! Hohes Haus! Kollege Donabauer hat in seinem Debattenbeitrag gesagt, die Regierung habe Maßnahmen getroffen, die zur spürbaren Einkommensverbesserung bei AlleinerzieherInnen geführt haben. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Mag. Tancsits: Ja, so ist es!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich berichtige diese Aussage wie folgt: Im vorliegenden neuen Sozialbericht beträgt der Prozentsatz der Alleinerziehenden, die armutsgefährdet sind, 31 Prozent. Laut Sozialbericht des Jahres 2001/2002 hat dieser Prozentsatz 17 Prozent betragen. Wir haben also seit dem Jahr 2001 eine sehr deutliche Steigerung der Armutsgefährdung bei Alleinerziehenden und keine Verbesserung dieser Situation. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Brosz.
Präsident Dr. Andreas Khol: Zu einer weiteren tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Donabauer zu Wort gemeldet. – Bitte. (Zwischenruf des Abg. Brosz.)
Abg. Eder: Das ist richtig!
Abgeordneter Karl Donabauer (ÖVP): Hohe Präsidentschaft! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Frau Mag. Weinzinger hat hier ausgeführt, dass die Pensionsreform und das Allgemeine Pensionsgesetz eine deutliche Verschlechterung für die Frauen darstellen. (Abg. Eder: Das ist richtig!) – Das ist unrichtig! (Zwischenruf der Abg. Mag. Weinzinger.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Weinzinger.
Abgeordneter Karl Donabauer (ÖVP): Hohe Präsidentschaft! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Frau Mag. Weinzinger hat hier ausgeführt, dass die Pensionsreform und das Allgemeine Pensionsgesetz eine deutliche Verschlechterung für die Frauen darstellen. (Abg. Eder: Das ist richtig!) – Das ist unrichtig! (Zwischenruf der Abg. Mag. Weinzinger.)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek
Ich stelle richtig, dass das neue Pensionsgesetz geschlechtsneutral ausgeführt ist (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek), dass gleiche Beiträge und gleiche Zukunftsbestimmungen gegeben sind, dass die Kindererziehungszeiten besser angerechnet werden und dass auch die Angehörigenpflege eingerechnet wird. Ich denke, die Frauen verdienen sich das auch! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Brosz: War das eine Berichtigung? – Abg. Sburny: Das gehört ja plakatiert: „Die Frauen verdienen sich das auch!“)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Brosz: War das eine Berichtigung? – Abg. Sburny: Das gehört ja plakatiert: „Die Frauen verdienen sich das auch!“
Ich stelle richtig, dass das neue Pensionsgesetz geschlechtsneutral ausgeführt ist (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek), dass gleiche Beiträge und gleiche Zukunftsbestimmungen gegeben sind, dass die Kindererziehungszeiten besser angerechnet werden und dass auch die Angehörigenpflege eingerechnet wird. Ich denke, die Frauen verdienen sich das auch! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Brosz: War das eine Berichtigung? – Abg. Sburny: Das gehört ja plakatiert: „Die Frauen verdienen sich das auch!“)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordnete Barbara Rosenkranz (Freiheitliche): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Wenn etwas nachträglich bei objektiver Betrachtung an dieser Regierung von Erfolg war, so wird als erster Punkt stehen bleiben, dass diese Regierung eine Trendwende im Bereich der Familienpolitik geschafft hat und sich der demographischen Grundlagen des Staates auch weitaus mehr bewusst ist, als das Vorgängerregierungen waren. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Keine Zukunft!
Das Wichtigste ist aber, das auch zu erkennen! Da gibt es immer noch große Lücken. Herr Abgeordneter Öllinger, ich habe mir vorgenommen, dass ich das im Plenum sage: Im Budgetausschuss zum Kapitel Soziales haben Sie mir vorgehalten, das wäre eben gerade der Trugschluss der Regierung und übrigens auch so ein unsoziales Bewusstsein. – Ich sagte: Ohne Kinder keine soziale Sicherheit! – Sie haben mir das – so denke ich, denn an dem Satz kann es keine Kritik geben; das ist „no na“! – so ausgelegt, als ob ich meinte, dass sich jeder im Alter von seinen eigenen Kindern versorgen lassen soll, und das wäre genau die unsoziale Tendenz der Regierung. – Das ist ein absolutes Missverständnis! Ohne Kinder keine soziale Sicherheit! (Abg. Öllinger: Keine Zukunft!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
In archaischen Gesellschaften gilt dies innerhalb der Familie zwischen den leiblichen Kindern und den leiblichen Eltern. Im Sozialstaat, der genau dieses Prinzip – ohne Kinder keine soziale Sicherheit – auf eine staatliche Ebene hebt und den Generationenvertrag zwischen allen Jungen und allen Alten abschließt, gilt das umso mehr! Wenn eine einzelne Familie – aus welchem Grund auch immer – nicht mehr in den Genuss der Einhaltung des Generationenvertrages kommt, dann trifft es nur diese. Aber einen ganzen Staat trifft es dann, wenn der Sozialstaat auf dieser Grundlage steht. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
„Dreißig Jahre nach zwölf“ – so ist es, dennoch müssen wir uns dieser Aufgabe stellen und die Entwicklung, die vor uns liegt, bewältigen. Das bleibt niemandem erspart, und wenn wir nur irgendwie gut beraten sind, müssen wir jetzt, 30 Jahre nach zwölf, versuchen, eine Trendwende weiter voranzutreiben. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Neudeck: Nicht im Präsidium!
Durch den Seniorenring ist auch die freiheitliche Fraktion vertreten (Abg. Neudeck: Nicht im Präsidium!), und zwar durch Karl Wimleitner und Manfred Hanke. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Eder: Und das weiß der Böhmdorfer nicht!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Eder: Und das weiß der Böhmdorfer nicht!
Durch den Seniorenring ist auch die freiheitliche Fraktion vertreten (Abg. Neudeck: Nicht im Präsidium!), und zwar durch Karl Wimleitner und Manfred Hanke. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Eder: Und das weiß der Böhmdorfer nicht!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Elisabeth Grossmann (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Frau Kollegin Rosenkranz, auch Kinder und Jugendliche brauchen eine soziale Sicherheit, und die wird ihnen von dieser Bundesregierung in schändlicher Weise vorenthalten! Das sollten Sie sich auch ins Stammbuch schreiben lassen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber die Politik, die derzeit in Österreich gemacht wird, ist ohnehin nicht herzeigbar, denn sie ist jugendfeindlich, sie ist zukunftsfeindlich und sie ist menschenfeindlich. Dafür sollten Sie sich schämen! Sie sollten die Konsequenzen ziehen und zurücktreten, aber Sie bleiben zu Lasten Österreichs – eben „BZÖ“! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wenn ich mir anschaue, wie die Regierung sich im Hinblick auf die Jugendarbeitslosigkeit bemüht, die Arbeitsmarktsituation und die Beschäftigungssituation zu verbessern – obwohl wir international gut dastehen! –, so kann ich nur sagen: Weiter so! Bei der Lehrlingsausbildung zum Beispiel, wo wir die größten Schwierigkeiten bezüglich Beschäftigung haben, hat der Ansatz einer Prämie von 1 000 € dazu geführt, dass wir jetzt um 3 Prozent mehr Lehrverhältnisse haben. Gerade in schwierigen Zeiten, in denen es Unternehmer grundsätzlich nicht leicht haben, war das ein Anreiz, um Jugendlichen verstärkt eine Chance zu geben. Und das ist auf diese Bundesregierung zurückzuführen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Aber auch die Durchlässigkeit im Bildungssystem – wenn wir schon bei den Lehrlingen sind – ist etwas, das auf diese Bundesregierung zurückzuführen ist. Österreich ist das einzige Land überhaupt, das Berufsschülern die Möglichkeit bietet, irgendwann einmal auf die Universität zu gehen, zu studieren. Dass bereits 3,5 Prozent aller Studierenden ursprünglich von einer Lehre kommen, zeichnet doch unser Bildungssystem und auch unser Berufsschulsystem aus. Wir haben qualifizierte junge Menschen, und das lasse ich von der Opposition auch nicht schlechtreden, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Matznetter: Warum sind denn alle arbeitslos, die Jugendlichen, Frau Kollegin?
dessen auch heuer wieder 5 000 Lehrplätze zur Verfügung stehen, was eine große Unterstützung für junge Menschen ist. (Abg. Dr. Matznetter: Warum sind denn alle arbeitslos, die Jugendlichen, Frau Kollegin?)
Rufe bei der SPÖ: Wo ist der Pakt?
Auch der vorliegende Budgetentwurf hat viele Maßnahmen für junge Menschen inkludiert. Ob jetzt der Pakt für die Jugend (Rufe bei der SPÖ: Wo ist der Pakt?), der mit einer Konferenz einhergehen soll, ob der Prozess „Weißbuch Jugend“, wo es darum geht, Junge einzubinden, Junge zu informieren und auch die Fragen der Generationengerechtigkeit auf europäische Ebene zu bringen (Abg. Heinisch-Hosek: Wo ist denn der Pakt?) – das alles sind Initiativen, die von unserer Bundesregierung ausgehen und bezüglich derer die Ministerin auch keine leeren Versprechungen macht, sondern auch das hält, was sie verspricht und was sie ankündigt. (Abg. Öllinger: Die Märchenstunde ist jetzt zu Ende!)
Abg. Heinisch-Hosek: Wo ist denn der Pakt?
Auch der vorliegende Budgetentwurf hat viele Maßnahmen für junge Menschen inkludiert. Ob jetzt der Pakt für die Jugend (Rufe bei der SPÖ: Wo ist der Pakt?), der mit einer Konferenz einhergehen soll, ob der Prozess „Weißbuch Jugend“, wo es darum geht, Junge einzubinden, Junge zu informieren und auch die Fragen der Generationengerechtigkeit auf europäische Ebene zu bringen (Abg. Heinisch-Hosek: Wo ist denn der Pakt?) – das alles sind Initiativen, die von unserer Bundesregierung ausgehen und bezüglich derer die Ministerin auch keine leeren Versprechungen macht, sondern auch das hält, was sie verspricht und was sie ankündigt. (Abg. Öllinger: Die Märchenstunde ist jetzt zu Ende!)
Abg. Öllinger: Die Märchenstunde ist jetzt zu Ende!
Auch der vorliegende Budgetentwurf hat viele Maßnahmen für junge Menschen inkludiert. Ob jetzt der Pakt für die Jugend (Rufe bei der SPÖ: Wo ist der Pakt?), der mit einer Konferenz einhergehen soll, ob der Prozess „Weißbuch Jugend“, wo es darum geht, Junge einzubinden, Junge zu informieren und auch die Fragen der Generationengerechtigkeit auf europäische Ebene zu bringen (Abg. Heinisch-Hosek: Wo ist denn der Pakt?) – das alles sind Initiativen, die von unserer Bundesregierung ausgehen und bezüglich derer die Ministerin auch keine leeren Versprechungen macht, sondern auch das hält, was sie verspricht und was sie ankündigt. (Abg. Öllinger: Die Märchenstunde ist jetzt zu Ende!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Mag. Gaßner: Danke, dass die Pensionen gekürzt wurden! – Abg. Eder: Danke schön! Danke vielmals!
Diese Bundesregierung bemüht sich um junge Menschen und ist seit langem – denkt man nur an die Pensionsreform – die einzige Regierung, die auch tatsächlich Maßnahmen setzt. Dafür bin ich sehr dankbar. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Mag. Gaßner: Danke, dass die Pensionen gekürzt wurden! – Abg. Eder: Danke schön! Danke vielmals!)
Abg. Dr. Partik-Pablé – in Richtung Bundesministerin Haubner –: Weinen! Du sollst jetzt weinen!
Frau Bundesministerin Haubner fällt dazu nur ein ostentatives Lächeln ein; zumindest in den letzten zwei Stunden habe ich das bemerken können. (Abg. Dr. Partik-Pablé – in Richtung Bundesministerin Haubner –: Weinen! Du sollst jetzt weinen!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist so absurd! – Bundesministerin Haubner: Das ist wirklich absurd!
Ich meine, das ist wirklich eine Performance, die langsam aber sicher von einem sozialen Trauerspiel zu einer Tragikomödie übergeht (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist so absurd! – Bundesministerin Haubner: Das ist wirklich absurd!), einer Tragikomödie, in der Sie endlich registrieren müssten, Frau Bundesministerin, dass Sie in den letzten Monaten nichts anderes getan haben, als sich mit sich selbst zu beschäftigen, mit Ihren eigenen Problemen, und nicht fähig, nicht bereit waren, für Österreich, für die Bürgerinnen und Bürger in diesem Land Politik zu machen! Aber genau das ist doch die Herausforderung. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Ich meine, das ist wirklich eine Performance, die langsam aber sicher von einem sozialen Trauerspiel zu einer Tragikomödie übergeht (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist so absurd! – Bundesministerin Haubner: Das ist wirklich absurd!), einer Tragikomödie, in der Sie endlich registrieren müssten, Frau Bundesministerin, dass Sie in den letzten Monaten nichts anderes getan haben, als sich mit sich selbst zu beschäftigen, mit Ihren eigenen Problemen, und nicht fähig, nicht bereit waren, für Österreich, für die Bürgerinnen und Bürger in diesem Land Politik zu machen! Aber genau das ist doch die Herausforderung. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
desminister Haupt. Allein der Tonfall, die Stimme, die Verzweiflung, die darin steckt! (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Ja bitte, das ist Verzweiflung, wenn ein Ex-Bundesminister hier vom Rednerpult aus feststellt – ich zitiere –: „Ich bin, war und bleibe bestehender Bestandteil der freiheitlichen Fraktion.“
Abg. Dr. Partik-Pablé: Was hat das mit dem Haupt zu tun?
Das sagt Ex-Bundesminister Haupt heute morgen, und gleichzeitig läuft über die APA: „Haider, Scheuch, Strutz aus FPÖ ausgeschlossen“. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Was hat das mit dem Haupt zu tun?) Das ist Ihre Familienkonstellation, das sind Ihre Beschwörungsformeln, aber damit kommen Sie nicht mehr weiter, meine Damen und Herren! Die Bürgerinnen und Bürger in diesem Land sind nicht mehr bereit, diesen Kapriolen zu folgen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Das sagt Ex-Bundesminister Haupt heute morgen, und gleichzeitig läuft über die APA: „Haider, Scheuch, Strutz aus FPÖ ausgeschlossen“. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Was hat das mit dem Haupt zu tun?) Das ist Ihre Familienkonstellation, das sind Ihre Beschwörungsformeln, aber damit kommen Sie nicht mehr weiter, meine Damen und Herren! Die Bürgerinnen und Bürger in diesem Land sind nicht mehr bereit, diesen Kapriolen zu folgen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Neugebauer: So ein Schmarren, was der da redet!
Kurz einige Worte zur Konsumentenschutzpolitik. In Ihrem Ressort, Frau Bundesministerin, ist auch der Konsumentenschutz beheimatet, wenngleich natürlich klarerweise diese Materie eine Querschnittmaterie ist, aber Sie haben dazu bisher gar nichts gesagt. (Abg. Neugebauer: So ein Schmarren, was der da redet!) Kein Wort zum Konsumentenschutz, zur Konsumentenschutzpolitik sagt auch Herr Staatssekretär Dolinschek. (Staatssekretär Dolinschek: Kommt noch, Herr Kollege, kommt noch!)
Staatssekretär Dolinschek: Kommt noch, Herr Kollege, kommt noch!
Kurz einige Worte zur Konsumentenschutzpolitik. In Ihrem Ressort, Frau Bundesministerin, ist auch der Konsumentenschutz beheimatet, wenngleich natürlich klarerweise diese Materie eine Querschnittmaterie ist, aber Sie haben dazu bisher gar nichts gesagt. (Abg. Neugebauer: So ein Schmarren, was der da redet!) Kein Wort zum Konsumentenschutz, zur Konsumentenschutzpolitik sagt auch Herr Staatssekretär Dolinschek. (Staatssekretär Dolinschek: Kommt noch, Herr Kollege, kommt noch!)
Abg. Neugebauer: Das ist Ihr Beitrag zum Sozialbudget! Erschreckend, Herr Kollege! Wir diskutieren ein Sozialbudget! Katastrophe!
Meine Damen und Herren! Eine Leerstelle! Keine politische Aussage, weder, wofür er sich verantwortlich fühlt, noch, was er zu tun gedenkt. (Abg. Neugebauer: Das ist Ihr Beitrag zum Sozialbudget! Erschreckend, Herr Kollege! Wir diskutieren ein Sozialbudget! Katastrophe!) Das ist ein Bereich in diesem Ressort, Herr Kollege! Die Konsumentenschutzpolitik ist eine Leerstelle in diesem Ministerium, das ist das Problem! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Neugebauer schickt sich an, den Saal zu verlassen.) – Jetzt muss er gehen, der Kollege. Auch die Nerven bei der ÖVP liegen blank, offensichtlich blank, wie man sieht! (Neuerlicher Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Neugebauer schickt sich an, den Saal zu verlassen.
Meine Damen und Herren! Eine Leerstelle! Keine politische Aussage, weder, wofür er sich verantwortlich fühlt, noch, was er zu tun gedenkt. (Abg. Neugebauer: Das ist Ihr Beitrag zum Sozialbudget! Erschreckend, Herr Kollege! Wir diskutieren ein Sozialbudget! Katastrophe!) Das ist ein Bereich in diesem Ressort, Herr Kollege! Die Konsumentenschutzpolitik ist eine Leerstelle in diesem Ministerium, das ist das Problem! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Neugebauer schickt sich an, den Saal zu verlassen.) – Jetzt muss er gehen, der Kollege. Auch die Nerven bei der ÖVP liegen blank, offensichtlich blank, wie man sieht! (Neuerlicher Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Neuerlicher Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Eine Leerstelle! Keine politische Aussage, weder, wofür er sich verantwortlich fühlt, noch, was er zu tun gedenkt. (Abg. Neugebauer: Das ist Ihr Beitrag zum Sozialbudget! Erschreckend, Herr Kollege! Wir diskutieren ein Sozialbudget! Katastrophe!) Das ist ein Bereich in diesem Ressort, Herr Kollege! Die Konsumentenschutzpolitik ist eine Leerstelle in diesem Ministerium, das ist das Problem! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Neugebauer schickt sich an, den Saal zu verlassen.) – Jetzt muss er gehen, der Kollege. Auch die Nerven bei der ÖVP liegen blank, offensichtlich blank, wie man sieht! (Neuerlicher Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Wir horchen uns den Stuss, den Sie hier von sich geben, ganz ruhig an!
Es ist unglaublich, wie Sie heute hier in Ihren Ausführungen und Auftritten glänzen (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wir horchen uns den Stuss, den Sie hier von sich geben, ganz ruhig an!), wie zum Beispiel jener Kollege, der – wie gestern auch – feststellt, dass von der SPÖ niemand anwesend ist, dessen eigener Klubobmann wie auch der seines Koalitionspartners nicht im Saal sind und der auch selbst sofort nach Beendigung seiner Rede fluchtartig den Plenarsaal verlässt. Das ist unglaublich! Offensichtlich ist auch die ÖVP wirklich mehr als konsterniert. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Es ist unglaublich, wie Sie heute hier in Ihren Ausführungen und Auftritten glänzen (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wir horchen uns den Stuss, den Sie hier von sich geben, ganz ruhig an!), wie zum Beispiel jener Kollege, der – wie gestern auch – feststellt, dass von der SPÖ niemand anwesend ist, dessen eigener Klubobmann wie auch der seines Koalitionspartners nicht im Saal sind und der auch selbst sofort nach Beendigung seiner Rede fluchtartig den Plenarsaal verlässt. Das ist unglaublich! Offensichtlich ist auch die ÖVP wirklich mehr als konsterniert. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das „intern“ heißt ja schon, dass es niemand anderen angeht!
Das ist die Situation dieser Bundesregierung und auch dieses Ressorts: Sie sind aus unserer Sicht handlungsunfähig! Klären Sie endlich Ihre internen Familienangelegenheiten! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das „intern“ heißt ja schon, dass es niemand anderen angeht!) Das erwarten sich die Bürgerinnen und Bürger in diesem Land. Machen Sie endlich den Weg frei! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Das ist die Situation dieser Bundesregierung und auch dieses Ressorts: Sie sind aus unserer Sicht handlungsunfähig! Klären Sie endlich Ihre internen Familienangelegenheiten! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das „intern“ heißt ja schon, dass es niemand anderen angeht!) Das erwarten sich die Bürgerinnen und Bürger in diesem Land. Machen Sie endlich den Weg frei! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Welche Fraktion? – Abg. Dr. Partik-Pablé: Klub der Freiheitlichen! Das sollten Sie jetzt eigentlich schon einmal überrissen haben!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als nächste Rednerin zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Mittermüller. Wunschredezeit: 5 Minuten. – Bitte. (Abg. Öllinger: Welche Fraktion? – Abg. Dr. Partik-Pablé: Klub der Freiheitlichen! Das sollten Sie jetzt eigentlich schon einmal überrissen haben!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Über die Politik dieser Bundesregierung!
Abgeordnete Marialuise Mittermüller (Freiheitliche): Ich bin selbstverständlich beim Klub der Freiheitlichen, sollte irgendjemand Zweifel haben. Sehr geehrter Herr Kollege, lieber Vorredner! Es ist ja nett, dass Sie sich Sorgen machen über die Befindlichkeit unserer Fraktion und über die Befindlichkeit der Regierung (Abg. Dr. Pirklhuber: Über die Politik dieser Bundesregierung!), aber wir sollten wieder zur Sache zurückkommen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Öllinger: Haben Sie auch unterschrieben?)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Öllinger: Haben Sie auch unterschrieben?
Abgeordnete Marialuise Mittermüller (Freiheitliche): Ich bin selbstverständlich beim Klub der Freiheitlichen, sollte irgendjemand Zweifel haben. Sehr geehrter Herr Kollege, lieber Vorredner! Es ist ja nett, dass Sie sich Sorgen machen über die Befindlichkeit unserer Fraktion und über die Befindlichkeit der Regierung (Abg. Dr. Pirklhuber: Über die Politik dieser Bundesregierung!), aber wir sollten wieder zur Sache zurückkommen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Öllinger: Haben Sie auch unterschrieben?)
Abg. Öllinger: Das ist keine Leistung! Das ist ein Fonds!
Vor allem aber zeigt dieses Budget 2006 starke familienpolitische Akzente. 5,7 Milliarden € sind für familienpolitische Maßnahmen in diesem Budget verankert; Maßnahmen, die diese Regierung mit Familienministerin Ursula Haubner budgetiert hat, wobei vor allem der Umstieg vom Karenzgeld auf das Kinderbetreuungsgeld den Familien finanziell enormen Zuwachs gebracht hat. (Abg. Öllinger: Das ist keine Leistung! Das ist ein Fonds!) Das ist sehr wohl eine Leistung, ein enormer Zuwachs. (Abg. Öllinger: Das ist ein Fonds! Man erhält Beiträge! Da ist überhaupt keine Leistung dabei!)
Abg. Öllinger: Das ist ein Fonds! Man erhält Beiträge! Da ist überhaupt keine Leistung dabei!
Vor allem aber zeigt dieses Budget 2006 starke familienpolitische Akzente. 5,7 Milliarden € sind für familienpolitische Maßnahmen in diesem Budget verankert; Maßnahmen, die diese Regierung mit Familienministerin Ursula Haubner budgetiert hat, wobei vor allem der Umstieg vom Karenzgeld auf das Kinderbetreuungsgeld den Familien finanziell enormen Zuwachs gebracht hat. (Abg. Öllinger: Das ist keine Leistung! Das ist ein Fonds!) Das ist sehr wohl eine Leistung, ein enormer Zuwachs. (Abg. Öllinger: Das ist ein Fonds! Man erhält Beiträge! Da ist überhaupt keine Leistung dabei!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich darf Sie erinnern: Das ist ein Plus von 800 Millionen € im Jahr für die Familien in unserem Land, und das ist schon eine erhebliche Leistung, möchte ich sagen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Diese Regierung setzt damit aber auch ein Zeichen der Bewusstseinsbildung. (Abg. Öllinger: Bewusstseinsbildung, da haben Sie Recht!)
Abg. Öllinger: Bewusstseinsbildung, da haben Sie Recht!
Ich darf Sie erinnern: Das ist ein Plus von 800 Millionen € im Jahr für die Familien in unserem Land, und das ist schon eine erhebliche Leistung, möchte ich sagen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Diese Regierung setzt damit aber auch ein Zeichen der Bewusstseinsbildung. (Abg. Öllinger: Bewusstseinsbildung, da haben Sie Recht!)
Abg. Öllinger: Das stimmt auch nicht! „Kinderbetreuungsgeld“ heißt es!
Ein wichtiger Prozess der Bewusstseinsbildung! Ich meine, es ist nicht nur der Geldwert dieser Leistung zu messen, sondern auch der Prozess der Bewusstseinsbildung ist wertvoll für die Arbeit in der Familie. Dieser Wert wird eindeutig dokumentiert. Es heißt jetzt nicht mehr Karenzurlaubsgeld, sondern Familienbetreuungsgeld (Abg. Öllinger: Das stimmt auch nicht! „Kinderbetreuungsgeld“ heißt es!), und daran ist der Wert dieser Leistung klar erkennbar. (Abg. Lentsch: Herr Kollege, seien Sie ein bisschen großzügiger!)
Abg. Lentsch: Herr Kollege, seien Sie ein bisschen großzügiger!
Ein wichtiger Prozess der Bewusstseinsbildung! Ich meine, es ist nicht nur der Geldwert dieser Leistung zu messen, sondern auch der Prozess der Bewusstseinsbildung ist wertvoll für die Arbeit in der Familie. Dieser Wert wird eindeutig dokumentiert. Es heißt jetzt nicht mehr Karenzurlaubsgeld, sondern Familienbetreuungsgeld (Abg. Öllinger: Das stimmt auch nicht! „Kinderbetreuungsgeld“ heißt es!), und daran ist der Wert dieser Leistung klar erkennbar. (Abg. Lentsch: Herr Kollege, seien Sie ein bisschen großzügiger!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein wichtiger Bewusstseinsprozess vor allem auch für die Frauen in unserem Land. Weshalb, sehr geehrte Damen und Herren, gibt es das Berufsbild der Tagesmütter? Wir können uns wirklich sehr darüber freuen, dass Familienarbeit mit dem Kinderbetreuungsgeld und mit der sozialrechtlichen Absicherung der Kindererziehungszeiten endlich jenen Stellenwert genießt, den sie schon lange verdient. Das möchte ich wirklich ganz deutlich betonen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Die freiheitliche Familie!
Wir alle wissen – das ist schon oft zur Sprache gekommen –, dass es leider ein Zeichen der heutigen Zeit ist, dass Familien zerbrechen; nicht wenige Ehen werden geschieden. (Abg. Öllinger: Die freiheitliche Familie!) Es sind an die 40 Prozent Ehen, die geschieden werden (Abg. Eder: Die freiheitliche Familie! – Abg. Öllinger: Die freiheitlichen Kinder gehören in den Kindergarten!), und die Statistik Austria weist aus, dass im Schnitt 16 000 Kinder im Jahr Scheidungswaisen sind, und viele dieser Kinder sind davon sehr betroffen. In diesen Fällen sind gerade diese Familienberatungsstellen sehr wichtige Anlaufstellen, die bei Problemen sehr effizient helfen können. Das ist sehr gut investiertes Geld. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Eder: Die freiheitliche Familie! – Abg. Öllinger: Die freiheitlichen Kinder gehören in den Kindergarten!
Wir alle wissen – das ist schon oft zur Sprache gekommen –, dass es leider ein Zeichen der heutigen Zeit ist, dass Familien zerbrechen; nicht wenige Ehen werden geschieden. (Abg. Öllinger: Die freiheitliche Familie!) Es sind an die 40 Prozent Ehen, die geschieden werden (Abg. Eder: Die freiheitliche Familie! – Abg. Öllinger: Die freiheitlichen Kinder gehören in den Kindergarten!), und die Statistik Austria weist aus, dass im Schnitt 16 000 Kinder im Jahr Scheidungswaisen sind, und viele dieser Kinder sind davon sehr betroffen. In diesen Fällen sind gerade diese Familienberatungsstellen sehr wichtige Anlaufstellen, die bei Problemen sehr effizient helfen können. Das ist sehr gut investiertes Geld. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir alle wissen – das ist schon oft zur Sprache gekommen –, dass es leider ein Zeichen der heutigen Zeit ist, dass Familien zerbrechen; nicht wenige Ehen werden geschieden. (Abg. Öllinger: Die freiheitliche Familie!) Es sind an die 40 Prozent Ehen, die geschieden werden (Abg. Eder: Die freiheitliche Familie! – Abg. Öllinger: Die freiheitlichen Kinder gehören in den Kindergarten!), und die Statistik Austria weist aus, dass im Schnitt 16 000 Kinder im Jahr Scheidungswaisen sind, und viele dieser Kinder sind davon sehr betroffen. In diesen Fällen sind gerade diese Familienberatungsstellen sehr wichtige Anlaufstellen, die bei Problemen sehr effizient helfen können. Das ist sehr gut investiertes Geld. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Öllinger: Und das glauben Sie wirklich? – Abg. Dr. Pirklhuber: Da klatscht von der ÖVP leider gar niemand mehr!
Abschließend möchte ich noch sagen, dass gute Familienpolitik nicht immer in Geldwert gemessen werden kann. Für gute Familienpolitik müssen die Weichen richtig gestellt sein, und die Weichenstellung dieser Bundesregierung und der Frau Familienministerin ist absolut richtig. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Öllinger: Und das glauben Sie wirklich? – Abg. Dr. Pirklhuber: Da klatscht von der ÖVP leider gar niemand mehr!)
Abg. Großruck: Die ist hervorragend!
Die Familienpolitik, die Sie für die österreichischen Familien machen (Abg. Großruck: Die ist hervorragend!), ist nur ein Spiegelbild und zeigt, wie zerstritten Sie jetzt sind. Ein Fleckerlteppich ist dagegen eine einheitliche Stoffform. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Familienpolitik, die Sie für die österreichischen Familien machen (Abg. Großruck: Die ist hervorragend!), ist nur ein Spiegelbild und zeigt, wie zerstritten Sie jetzt sind. Ein Fleckerlteppich ist dagegen eine einheitliche Stoffform. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Großruck: Tut das der Herr Matznetter, oder wer macht das? Der Herr Matznetter mit seinem Wirtschaftsprogramm?
Und da gibt es zwei Forderungen: Streichung der Invaliditätspensionen und Zusperren der Bundessozialämter. Die Streichung der Invaliditätspensionen trifft insbesondere jene Menschen, die ihren Beruf nicht mehr ausüben können. Das Zusperren der Bundessozialämter (Abg. Großruck: Tut das der Herr Matznetter, oder wer macht das? Der Herr Matznetter mit seinem Wirtschaftsprogramm?), das Staatssekretär Finz aufgeworfen hat, würde dazu führen, dass behinderte Menschen keine Anlaufstelle in unserem Land mehr hätten, keine kompetente Anlaufstelle, keine Maßnahmen und keine Förderungen. (Abg. Großruck: Das ist ja abenteuerlich, was Sie da sagen!) Diesen Bereich zu den Bezirkshauptmannschaften zu geben ist meiner Meinung nach ein sehr großer Missgriff, denn die Kompetenz für behinderte Menschen ist bei den Bundessozialämtern sehr gut verankert.
Abg. Großruck: Das ist ja abenteuerlich, was Sie da sagen!
Und da gibt es zwei Forderungen: Streichung der Invaliditätspensionen und Zusperren der Bundessozialämter. Die Streichung der Invaliditätspensionen trifft insbesondere jene Menschen, die ihren Beruf nicht mehr ausüben können. Das Zusperren der Bundessozialämter (Abg. Großruck: Tut das der Herr Matznetter, oder wer macht das? Der Herr Matznetter mit seinem Wirtschaftsprogramm?), das Staatssekretär Finz aufgeworfen hat, würde dazu führen, dass behinderte Menschen keine Anlaufstelle in unserem Land mehr hätten, keine kompetente Anlaufstelle, keine Maßnahmen und keine Förderungen. (Abg. Großruck: Das ist ja abenteuerlich, was Sie da sagen!) Diesen Bereich zu den Bezirkshauptmannschaften zu geben ist meiner Meinung nach ein sehr großer Missgriff, denn die Kompetenz für behinderte Menschen ist bei den Bundessozialämtern sehr gut verankert.
Beifall bei der SPÖ.
Ex-Minister Haupt hat auch davon gesprochen, dass dort nur mit dem Parteibuch etwas geht. Ganz im Gegenteil. Es gab eine Reform, und es gibt die soziale Rehabilitation und die berufliche Rehabilitation. – Die Bundessozialämter arbeiten effizient und effektiv, lassen Sie die Finger davon! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Öllinger: Wer hat denn einen Antrag eingebracht?
Oberlehrer!), keine Vorschläge und sehr, sehr viel Polemik. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Öllinger: Wer hat denn einen Antrag eingebracht?)
Abg. Öllinger: Oh!
Argumente, wie man etwas verbessern kann, und eine Dokumentation, wie die Politik in Österreich greift, haben eigentlich nur die Abgeordneten von den Regierungsfraktionen gebracht. (Abg. Öllinger: Oh!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Was haben Sie gemacht?
Abgeordneter Pirklhuber, da Sie nicht wissen, für welchen Bereich im Bundesministerium für Soziales und Generationen ich zuständig bin, sage ich es Ihnen: Ich bin für den Pflegebereich, das Behindertenwesen und den Konsumentenschutz zuständig. (Abg. Dr. Pirklhuber: Was haben Sie gemacht?)
Abg. Öllinger: Wozu?
Ich habe jetzt – das zum Verständnis für alle hier in diesem Hohen Haus – abgewartet, bis alle Konsumentenschutzsprecher, also auch jene von der Opposition, und Behindertensprecher – jetzt war gerade Kollegin Lapp dran – gesprochen haben, um erst danach Stellung zu nehmen. (Abg. Öllinger: Wozu?) – Zum Budget und nicht zur Polemik, Herr Kollege Öllinger! Wir reden ja jetzt zum Budget! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Partik-Pablé – in Richtung SPÖ und Grüne –: Das interessiert sie nicht! – Du siehst ja, es ist niemand da!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Partik-Pablé – in Richtung SPÖ und Grüne –: Das interessiert sie nicht! – Du siehst ja, es ist niemand da!
Ich habe jetzt – das zum Verständnis für alle hier in diesem Hohen Haus – abgewartet, bis alle Konsumentenschutzsprecher, also auch jene von der Opposition, und Behindertensprecher – jetzt war gerade Kollegin Lapp dran – gesprochen haben, um erst danach Stellung zu nehmen. (Abg. Öllinger: Wozu?) – Zum Budget und nicht zur Polemik, Herr Kollege Öllinger! Wir reden ja jetzt zum Budget! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Partik-Pablé – in Richtung SPÖ und Grüne –: Das interessiert sie nicht! – Du siehst ja, es ist niemand da!)
Abg. Öllinger: Das ist alles?
Mit diesem Budget, Herr Kollege Öllinger, sichern wir unser soziales Österreich ab, und wir stellen vor allem die für den so wichtigen Pflegebereich und für den Konsumentenschutz notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung. Nehmen Sie das doch endlich zur Kenntnis! (Abg. Öllinger: Das ist alles?)
Abg. Mag. Lapp: Sie, die Minister!
Es sind jetzt schon einige Dinge angeklungen. Frau Abgeordnete Lapp, Sie haben kritisiert und gesagt, der Behindertenbereich sei in der Geiselhaft der ÖVP (Abg. Mag. Lapp: Sie, die Minister!) und die ÖVP wolle die Streichung der Invaliditätspensionen. – Dem ist nicht so, obwohl es diesbezügliche Äußerungen einzelner Minister gibt. Es gibt also keine Streichung der Invaliditätspensionen!
Abg. Öllinger: Schwerkranke!
Ich muss Ihnen eines sagen: Wir wissen, wie das mit den Invaliditätspensionen ist – wenn man eine frühzeitige Alterspension wegen langer Versicherungsdauer nicht mehr zur Verfügung hat. Früher hätten viele in die Invaliditätspension gehen können, welche die Untersuchungen nicht durchgeführt haben, weil sie die andere Möglichkeit hatten. Heute gehen daher mehr Menschen diesen Weg. Menschen, die nicht mehr gesund sind, die krank sind, die nicht die Möglichkeit haben, bis ins hohe Alter zu arbeiten (Abg. Öllinger: Schwerkranke!), haben die Möglichkeit, den Weg der Invaliditätspension zu gehen, der erleichtert wurde. Wir bekennen uns dazu, und auch die ÖVP bekennt sich dazu. – Nehmen Sie das zur Kenntnis! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich muss Ihnen eines sagen: Wir wissen, wie das mit den Invaliditätspensionen ist – wenn man eine frühzeitige Alterspension wegen langer Versicherungsdauer nicht mehr zur Verfügung hat. Früher hätten viele in die Invaliditätspension gehen können, welche die Untersuchungen nicht durchgeführt haben, weil sie die andere Möglichkeit hatten. Heute gehen daher mehr Menschen diesen Weg. Menschen, die nicht mehr gesund sind, die krank sind, die nicht die Möglichkeit haben, bis ins hohe Alter zu arbeiten (Abg. Öllinger: Schwerkranke!), haben die Möglichkeit, den Weg der Invaliditätspension zu gehen, der erleichtert wurde. Wir bekennen uns dazu, und auch die ÖVP bekennt sich dazu. – Nehmen Sie das zur Kenntnis! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Lapp: Sagen Sie das der ÖVP!
Die Bundessozialämter sind eine wichtige Institution, eine wichtige Anlaufstelle (Abg. Mag. Lapp: Sagen Sie das der ÖVP!) und bringen eine Vernetzung zwischen Bund, Ländern und Gemeinden. Das müssen Sie zur Kenntnis nehmen, dafür setzen wir uns ein und dafür haben wir die Bundessozialämter mit der neuen, straffen Organisation geschaffen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die Bundessozialämter sind eine wichtige Institution, eine wichtige Anlaufstelle (Abg. Mag. Lapp: Sagen Sie das der ÖVP!) und bringen eine Vernetzung zwischen Bund, Ländern und Gemeinden. Das müssen Sie zur Kenntnis nehmen, dafür setzen wir uns ein und dafür haben wir die Bundessozialämter mit der neuen, straffen Organisation geschaffen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Lapp: 15 Millionen! Das sind falsche Zahlen!
Ich nenne nur ganz kurz die erstmalige Erhöhung des Pflegegeldes seit 1995. Das Bundespflegegeld ist im vorigen Jahr um 2 Prozent erhöht worden – ich möchte auch das einmal sagen. Man fragt: 2 Prozent, was ist das schon? – Das ist sehr, sehr viel Geld, denn jeder Prozentpunkt kostet den Bund 50 Millionen €. (Abg. Mag. Lapp: 15 Millionen! Das sind falsche Zahlen!) Man muss sich auch einmal vergegenwärtigen, was wir da für die Pflegebedürftigen in Österreich machen. Das war in der Vergangenheit nicht immer so. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich nenne nur ganz kurz die erstmalige Erhöhung des Pflegegeldes seit 1995. Das Bundespflegegeld ist im vorigen Jahr um 2 Prozent erhöht worden – ich möchte auch das einmal sagen. Man fragt: 2 Prozent, was ist das schon? – Das ist sehr, sehr viel Geld, denn jeder Prozentpunkt kostet den Bund 50 Millionen €. (Abg. Mag. Lapp: 15 Millionen! Das sind falsche Zahlen!) Man muss sich auch einmal vergegenwärtigen, was wir da für die Pflegebedürftigen in Österreich machen. Das war in der Vergangenheit nicht immer so. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: „Noch“ mehr?
Kollegin Haidlmayr, die jetzt leider nicht im Saal ist, hat bekrittelt, mit wem die Verhandlungen geführt wurden – der ÖAR, der eine Dachorganisation für Behinderte ist, war immer dabei. Und wenn man hier auch gewisse Dinge aus Publikationen zitiert, so muss ich doch sagen: Der Vorsitzende der ÖAR, Dr. Voget, wurde den Beratungen beigezogen. Jeder der Behindertenverbände aber wollte noch mehr (Abg. Öllinger: „Noch“ mehr?) und eine noch bessere Formulierung haben, aber das ist eine Frage des Konsenses. Sie müssen die Sozialpartner auf einen Nenner bringen, Sie müssen die einzelnen Ministerien auf einen Nenner bringen und Sie müssen die Behindertenverbände auf einen Nenner bringen. Wir haben dort einen Fuß in der Tür, und mein Herz schlägt für die Behinderten, aber es wird schlussendlich doch an Ihnen liegen, an Ihnen hier in diesem Hohen Haus, dem das jetzt zugewiesen ist, die Beratung und vielleicht auch gewisse Verbesserungen durchzuführen. Ich hoffe, es kommt auch noch das eine und andere Gute dabei heraus.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Öllinger: Schilling gibt es nicht mehr!
Noch kurz zur Behindertenmilliarde. Die Behindertenmilliarde wurde erstmals in der Zweiten Republik mit 1. Jänner 2002 eingeführt und beinhaltet 1 Milliarde Schilling, die für Projekte von Behinderten zur Verfügung gestellt werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Öllinger: Schilling gibt es nicht mehr!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Mit Hilfe der Behindertenmilliarde, sehr geehrte Damen und Herren, konnten wir die Beschäftigung von Behinderten von 52 333 Personen im Jahre 1999 auf 59 451 Personen im Jahre 2004 erhöhen. Das ist sozial, denn nichts ist sozialer als ein sicherer Arbeitsplatz. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir konnten in diesem Budget die Mittel in diesem Bereich um 1 Million € aufstocken – und das ist ein Erfolg für die behinderten Menschen in Österreich, die nicht so begünstigt sind im Leben. Das ist ein wirklicher Erfolg dieser Bundesregierung, die sich vermehrt für diese Leute einsetzt. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
und im Jahr 2006 werden es 4 315 Millionen € sein! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: Sie nehmen aber viel Zeit weg von der Fraktion!
Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Es ist heute auch die Dienstleistungsrichtlinie angesprochen worden; der Konsumentenschutzsprecher der SPÖ hat das getan, Herr Abgeordneter Johann Maier. (Ruf bei der SPÖ: Sie nehmen aber viel Zeit weg von der Fraktion!) Ich muss dazu sagen: Die Dienstleistung ist ein wesentlicher Teil des europäischen Binnenmarktes. Es ist jedoch wichtig – und da bin ich der Meinung des Abgeordneten Maier –, dass die soziale und die gesundheitliche Dienstleistung – dazu gehören natürlich auch Jugend- und Familienleistungen – nicht nur den Regeln des Marktes unterworfen werden, sondern auf einem hohen Niveau mit guter Qualität für die Menschen erhalten bleiben. Die sozialen Dienstleistungen, Jugendwohlfahrt, Kindergarten und der gesamte Pflegebereich, müssen aus dem Anwendungsbereich der Richtlinie herausgenommen werden, die Gesundheitsleistungen sind ja bereits heraußen, sie sind im Konsens herausgenommen worden. Sozialdumping muss verhindert werden!
Zwischenruf der Abg. Schönpass.
Wir brauchen nur zu unserem nördlichen Nachbarn Deutschland zu schauen. Namhafte Experten wie Rürup haben dort schon gesagt, sie würden sich die Steuerreform, die in Österreich durchgeführt wurde, auch in Deutschland erhoffen. Und wer ist in Deutschland an der Regierung? – Rot-Grün. (Zwischenruf der Abg. Schönpass.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir sind mit unseren Initiativen auf einem guten Weg. Geschätzte Damen und Herren! Wir sichern mit diesem Sozialbudget den Weiterbestand und den Ausbau für die vielen sozialen Einrichtungen in Österreich und geben diesen Sicherheit. Wir geben damit aber auch den Menschen die Sicherheit, dass unser einzigartiges, gutes Sozialsystem auch in Zukunft finanzierbar sein wird. – Ich danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Das muss ich tatsächlich berichtigen. In der Budgetanfragebeantwortung zu Nummer 149/JBA steht, dass ein Prozent Valorisierung des Pflegegeldes 15,4 Millionen € kosten wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Mit der Erhöhung der Lebenserwartung von Menschen treten vermehrt Krankheitsbilder, meist chronischer Art, mit erhöhtem Pflegeaufwand auf. Bis zum Jahr 2020 wird jeder fünfte Österreicher älter als 64 Jahre sein. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Sie können eh länger reden!
Die zweite Strategie muss darin bestehen, ein komplexes, vernetztes Unterstützungsangebot von professionellen und informellen Pflegenden, also Angehörigen, ehrenamtlichen Mitarbeitern und so weiter, aufzubauen. Ganz neue Programme und Strategien, entwickelt auf wissenschaftlicher Basis, sind zu konzipieren, um diese gesellschaftliche Problematik zu entschärfen. (Das Licht am Rednerpult leuchtet auf.) – Ich weiß nicht, wie lange die Lampe schon leuchtet. (Abg. Scheibner: Sie können eh länger reden!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich möchte zum Schlusssatz kommen: Die Höherqualifizierung in der Pflege zeigt in Finnland, dass sie sich dahin gehend auswirkt, dass in einer Art Wechselwirkung die Anerkennung des Berufes in der Gesellschaft und die Attraktivität und Autonomie des Berufes ansteigen. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Für Frauen, meine Damen und Herren, gehört die Vereinbarkeit von Beruf und Familie längst zum Alltag, für Männer oftmals ein unerreichbarer Wunsch oder aber noch kein Thema, obwohl stärkeres Engagement von Männern, von Vätern innerhalb der Familie vor allem die Lebensqualität von Männern erhöhen und für Frauen mehr Gerechtigkeit schaffen würde. Deshalb sind gesetzliche Maßnahmen zur Förderung der aktiven Vaterschaft notwendig, wichtig und richtig. Ich bitte Sie um Unterstützung und Zustimmung für die Initiative der Österreichischen Kinderfreunde zum Thema Vaterschutzmonat und vor allem zum Antrag von Kollegin Kuntzl betreffend ein Bundesgesetz. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Gaßner: Wie schauen die Arbeitsverhältnisse aus?
wie sie von den Oppositionsparteien oft transportiert wird, in Bezug auf die Frauenerwerbsquote nicht angebracht, denn Österreich hat das für 2010 festgesetzte Lissabon-Ziel der 60-Prozent-Frauenerwerbsquote längst erreicht. Wir liegen da mit 7 Prozent über dem heutigen EU-Durchschnitt. Von 2000 bis 2004 stieg die Frauenerwerbsquote von 59,6 auf 62,8 Prozent. Das entspricht einer Steigerung von 3,2 Prozent seit 1999. (Abg. Mag. Gaßner: Wie schauen die Arbeitsverhältnisse aus?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das sind Erfolge, die auf die Politik und vor allem auch auf die Familienpolitik, die Frauenpolitik, die Sozialpolitik dieser Bundesregierung zurückzuführen sind. Auch das muss einmal erwähnt werden. Das heißt nicht, dass es nicht noch Defizite gibt. Das heißt nicht, dass nicht noch viel zu tun ist. Das bedeutet aber, dass wir auf dem richtigen Weg sind, die richtige Sozialpolitik für die Österreicherinnen und Österreicher machen und dass diese Bundesregierung sehr bemüht und engagiert im Bereich der Sozialpolitik arbeitet, um das Sozialsystem auch in Zukunft zu erhalten und zu verbessern. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Silhavy: Das ist schrecklich!
Abgeordneter Dr. Richard Leutner (SPÖ): Frau Präsidentin! Mitglieder der Bundesregierung! Meine Damen und Herren! Frau Ministerin, Sie haben die Bilanzen angesprochen. Was ist die Bilanz der Sozialpolitik, mit der wir in Österreich konfrontiert sind? – Wir haben derzeit in Österreich Rekordarbeitslosigkeit, wir haben wegen der Belastungen durch die Bundesregierung stagnierende Arbeitnehmereinkommen und sinkende Pensionseinkommen. Das ist die Bilanz dieser Bundesregierung! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Silhavy: Das ist schrecklich!)
Beifall bei der SPÖ.
Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Haidlmayr.
Abgeordneter Dr. Franz-Joseph Huainigg (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Die Beschäftigungsoffensive der Bundesregierung ist ein auch international anerkanntes Erfolgsmodell. Es ist gelungen, auch im heurigen Budget diese Beschäftigungsmilliarde – in Schilling – wieder zu erhöhen, und zwar um 1 Million €. (Zwischenruf der Abg. Haidlmayr.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Die Arbeitslosenquote ist in den letzten beiden Jahren um 7 Prozent gesunken, und zwar entgegen dem allgemeinen Trend. Im Jahre 2003 ist es gelungen, 7 000 Arbeitsplätze für behinderte Menschen zu schaffen oder abzusichern. Ich glaube, das sind ganz wichtige Schritte, die gesetzt werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Menschen Einfluss nehmen wird. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Staatssekretär Dolinschek: Richtig!
Abgeordnete Theresia Haidlmayr (Grüne): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Abgeordneter Huainigg hat behauptet, die österreichische Bundesregierung hätte 1 Million € als Behindertenmilliarde bereitgestellt. (Staatssekretär Dolinschek: Richtig!) – Diese Aussage ist unrichtig!
Beifall bei den Grünen. – Abg. Jakob Auer: 1 Million € sind 13 Millionen Schilling!
Die Bundesregierung hat 1 Milliarde Schilling als Behindertenmilliarde bereitgestellt – und nicht 1 Million €! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Jakob Auer: 1 Million € sind 13 Millionen Schilling!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Dann müssten Sie sich nicht mit der Tatsache auseinander setzen, dass Ihre Kahlschlagpolitik im ländlichen Raum besonders die Frauen negativ betrifft, weil es immer weniger öffentliche Verkehrsmittel und Verkehrsverbindungen gibt, weil Kinderbetreuungsplätze fehlen, weil vorhandene Betreuungseinrichtungen mittags schließen und so weiter. Die Auseinandersetzung mit all diesen Dingen könnten Sie sich ersparen, wenn Sie eines hätten: den Mut zur Abrechnung! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
„Die Zukunft ist unser Programm“ haben Sie zu Beginn der Budgetdebatte gesagt. Damals konnten Sie noch nicht wissen, dass die Zukunft der Regierung vom obskuren Bündnis Zukunft Österreich abhängen wird. Damit die Zukunft unseres Landes wieder klare Perspektiven bekommt, sollten Sie Ihr Scheitern einbekennen und den Hut nehmen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Georg Keuschnigg (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Noch nie in der Geschichte dieser Republik hat eine Bundesregierung in so kurzer Zeit so viele Maßnahmen für die Familien gesetzt, und zwar auf allen Ebenen, die für die Familien wichtig sind: vom Kindergeld bis zur Altersabsicherung der Mütter, von den Alleinverdienerzuschlägen bis zur Elternteilzeit, von den Verbesserungen für Mehrkinderfamilien bis zum Dienstleistungsscheck und vieles andere mehr. Die drei Minuten Redezeit genügen ja nicht einmal dafür, nur die Titel dieser Maßnahmen anzuführen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Einem: Die Erfolge sind unübersichtlich geworden!
Wir alle wissen, dass wir im Bereich der Familienpolitik nach wie vor viel zu tun haben. Wir können aber dennoch wirklich mit Stolz sagen, dass schon bisher ein ungeheurer Aufholprozess gelungen ist. Die Erfolge sind längst unübersehbar geworden, und zwar nicht nur im Bereich der Familienpolitik, sondern auch in vielen anderen Bereichen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Einem: Die Erfolge sind unübersichtlich geworden!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.
Abgeordneter Dietmar Keck (SPÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Schwarz-Blau, oder doch Schwarz-Orange oder doch Schwarz-Blau-Orange oder doch Schwarz-parteifreie Freiheitliche Blau-Orange? Man weiß nicht mehr, wie man in dieser Partei beieinander ist, und da muss der Gemütszustand der Betroffenen wirklich schon im Keller sein, meine Damen und Herren. Aber kein Problem, ich kann diesen Abgeordneten Antidepressiva anbieten. Die werden sie derzeit wirklich sehr gut brauchen können. (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.) – Kollege Mitterlehner, wenn Ihre Aufregung zu groß ist, dann könnte ich Ihnen zur Beruhigung Valium anbieten, denn auch das ist leicht und unbürokratisch zu besorgen.
Abg. Ellmauer: Über das Budget haben Sie nichts zu sagen?
Meine Damen und Herren! Angefangen bei A wie Antidepressiva über H wie Herztropfen bis hin zu Z wie Zuckermedikamente, sprich: Insulin: All das kann man heutzutage im Netz der unbegrenzten Möglichkeiten, nämlich im Internet, bekommen, und zwar in rauen Mengen, völlig rezeptfrei, zu günstigsten Preisen (Abg. Ellmauer: Über das Budget haben Sie nichts zu sagen?), neutral verpackt, und, wie manche der Anbieter vorauseilend berichten, mit dem Risiko, dass sich unsere Kinder vergiften oder abhängig werden, mit dem Risiko, dass sich Kranke durch Eigenmedikation zugrunde richten, und mit dem Risiko, dass unser Gesundheitssystem durch falsche
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Medikamente oder falsche Dosierungen in Zukunft mehr an Ausgaben bei Leber- oder Nierenschäden haben wird. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Ich weiß, dass es schwierig ist, dem beizukommen, doch es gibt Mittel dazu: Es gibt Probekäufe, es gibt technische Rückverfolgungen, und auch internationale Kooperationen sind möglich. Wir bräuchten dringend so etwas wie eine Internetpolizei, und die könnte Auflagen an die Provider und an die Webserverbetreiber erteilen. Wir wollen das, denn wir wollen eine effektive Kontrolle. Sie ist dringend notwendig. Ich hoffe, dass Sie das auch wollen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Lapp: O ja! – Abg Heinisch-Hosek: Aber verstehen!
Glauben Sie mir, geschätzte Damen und Herren von den Oppositionsparteien, Ihre Wählerinnen draußen können das noch immer nicht glauben. (Abg. Mag. Lapp: O ja! – Abg Heinisch-Hosek: Aber verstehen!) Nein, die verstehen das nicht! Ich kann Ihnen das auch ganz genau erklären.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Natürlich hat auch die Schule einen massiven Einfluss auf die Familien. Die Schule ist ein zentraler Bildungsort, sie sollte aber keine Aufbewahrungsstätte für unsere Kinder und für unsere Jugendlichen sein. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Da sollten wir uns Änderungen wirklich gut überlegen! Ob die Gesamtschule der 6- bis 14-Jährigen der Weisheit letzter Schluss ist, das wage ich zu bezweifeln.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ganz generell kann man sagen, dass das Budget 2006 sehr familienfreundlich ist. Es unterstützt diejenigen, die Hilfe brauchen, und es sorgt insgesamt für Fairness zwischen den Generationen, und dazu kann man Ihnen, sehr geehrte Frau Bundesministerin, nur gratulieren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Renate Csörgits (SPÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Zunächst eine Bemerkung zu meiner Vorrednerin: Ein unzureichendes Angebot von Kinderbetreuungseinrichtungen in verschiedenen Bundesländern ist sicherlich mit ein Grund, warum es Frauen beim Wiedereinstieg in den Beruf schwer haben. Der zweite Grund ist, dass die Berufspausen viel zu lang sind, und der dritte, und zwar ganz gravierende, Grund ist, dass diese Bundesregierung keine ausreichenden Maßnahmen setzt, damit es zu mehr Arbeitsplätzen, insbesondere für Frauen, kommt. – Das zum Ersten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Lassen Sie mich noch ein paar Bemerkungen im Zusammenhang mit der laufenden Diskussion der letzten zwei Tage anbringen. Die Diskussion der letzten Tage lässt sich für mich koppeln mit einem von mir sehr geschätzten Kulturschaffenden, der leider viel zu früh verstorben ist. Qualtinger sagte im Zusammenhang mit „Der Wilde mit seiner Maschin’“: Ich weiß zwar nicht, wohin wir fahren, aber dafür sind wir schneller dort! – Das erinnert mich verdammt stark an diese Bundesregierung! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Es geht um den Inhalt!
Abgeordnete Christine Marek (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Herr Kollege Öllinger und auch andere Kollegen und Kolleginnen von der Opposition, nach drei Tagen permanenter Konfrontation mit einem neuen Begriff sollten eigentlich auch Sie sich die Bezeichnung „BZÖ“ merken können, denn ansonsten wirft das nicht unbedingt ein gutes Bild auf Ihre Aufnahmefähigkeit! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Es geht um den Inhalt!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
sollten freier reden!) – Herr Kollege! Überlassen Sie es mir, wie ich meine Rede halte! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
In Wien wurde am 25. Februar dieses Jahres mit den Stimmen der SPÖ ein von den Grünen beantragter Armutsbericht für Wien abgelehnt. Offensichtlich halten Sie es für besser, erst gar nicht zu wissen, wie schlimm die Situation dort wirklich ist. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Realitätsverweigerung als politisches Konzept?! – „Sehr beruhigend“, finde ich.
Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wenn man sich die Situation in der SPÖ-Hochburg Wien näher ansieht, dann kann man feststellen, wo genau dort dringender Handlungsbedarf besteht. Die Armutsgefährdungsquote ist in Wien mit fast 15 Prozent überdurchschnittlich hoch im Vergleich zum Bundeswert in der Höhe von 13,2 Prozent. 231 000 Menschen sind in Wien akut armutsgefährdet oder leben bereits in Armut. Vier von zehn neu armutsgefährdeten Menschen seit 1999 leben in Wien. Der bundesweite Anstieg der Armutsgefährdungsquote um ein Prozent wird dadurch wesentlich von Wien mitverursacht. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Brinek: Unglaublich!
In der von der SPÖ so hochgelobten „sozialen Musterstadt Wien“ – einer der reichsten Städte der Welt – ist der Sozialhilferichtsatz für Alleinstehende mit 405 € einer der niedrigsten in ganz Österreich. (Abg. Dr. Brinek: Unglaublich!) Nummer zwei ist Salzburg. Wir dürfen raten, wer dort Verantwortung trägt!
Abg. Jakob Auer: Dass wir besser sind, wissen wir ohnehin!
In den schwarzen Bundesländern schaut es anders aus: In Niederösterreich 481 €, in Oberösterreich sogar 519 €. (Abg. Jakob Auer: Dass wir besser sind, wissen wir ohnehin!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Vielleicht wäre es gut, wenn sich die SPÖ in Wien weniger in Selbstbeweihräucherung ergehen würde und auf Bundesebene nicht reflexartig einfach immer alles verurteilen würde, sondern vor der eigenen Türe kehren und endlich konstruktiv zu arbeiten beginnen würde. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Trunk hat ein grelloranges T-Shirt und einen grellorangen Blazer an. – Abg. Dr. Brinek: Orange! – Ruf bei der ÖVP: Wer ist hier orange!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Mag. Trunk. Wunschredezeit: 2 Minuten. – Bitte. (Abg. Mag. Trunk hat ein grelloranges T-Shirt und einen grellorangen Blazer an. – Abg. Dr. Brinek: Orange! – Ruf bei der ÖVP: Wer ist hier orange!)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Melitta Trunk (SPÖ): Wirklich geschätzte Frau Präsidentin! Herr Kollege, ich lasse mir von Ihnen oder irgendeiner Partei weder das Blau noch den Begriff „Heimat“ und schon gar nicht mein Orange zerstören! – So viel zu Ihrer Bemerkung. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.
Auf jeden Fall hält mein Sakko länger, ich trage es länger, als die Existenz Ihrer Partei währt. – So viel zu Ihrer Zukunft. (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
tragikomödie, mittlerweile ist es Mord und Totschlag bei FPÖ und BZÖ – striktest zurückweise. Das ist ein Verhalten eines autoritären Vaters, der die familienpolitische Realität von Mord und Totschlag niederbrüllen will, und davon distanziere ich mich in klarster Weise! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Steibl: Das stimmt nicht!
Ich möchte Sie wirklich ersuchen: Setzen Sie sich einmal mit Ihrem Kollegen Bartenstein zusammen! Wenn es um den Wert der Familie geht, geht es natürlich auch um Geldleistungen, aber es geht auch um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf! Der Wirtschaftsarbeitsminister fordert flexible Arbeitszeiten, solche rund um die Uhr. Das schadet den Familien (Abg. Steibl: Das stimmt nicht!), das schadet den Partnerschaften, und das gibt keinen Raum und keine Möglichkeit zur Beziehung! Daher fordere ich Sie im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf auf, auch Euro für Kinder und Nachmittagsbetreuung zur Verfügung zu stellen – wenn es eine Zukunft gibt. (Abg. Steibl: Danke, das war’s!) Nein, ich sage nicht danke!
Abg. Steibl: Danke, das war’s!
Ich möchte Sie wirklich ersuchen: Setzen Sie sich einmal mit Ihrem Kollegen Bartenstein zusammen! Wenn es um den Wert der Familie geht, geht es natürlich auch um Geldleistungen, aber es geht auch um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf! Der Wirtschaftsarbeitsminister fordert flexible Arbeitszeiten, solche rund um die Uhr. Das schadet den Familien (Abg. Steibl: Das stimmt nicht!), das schadet den Partnerschaften, und das gibt keinen Raum und keine Möglichkeit zur Beziehung! Daher fordere ich Sie im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf auf, auch Euro für Kinder und Nachmittagsbetreuung zur Verfügung zu stellen – wenn es eine Zukunft gibt. (Abg. Steibl: Danke, das war’s!) Nein, ich sage nicht danke!
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Warum sind Sie, Frau Kollegin, so aufgeregt, so bissig?
Ich sage: Null Euro für Kinderbetreuung, null Euro für Nachmittagsbetreuung, das ist eine Nullbilanz Ihrer Familienpolitik! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Warum sind Sie, Frau Kollegin, so aufgeregt, so bissig?)
Abg. Mag. Trunk: Nein!
Abgeordneter Nikolaus Prinz (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzte Regierungsmitglieder! Meine Damen und Herren! Frau Kollegin Trunk, bevor Sie sich hier künstlich aufregen (Abg. Mag. Trunk: Nein!), reden Sie einmal mit Ihrem Landesparteivorsitzenden Peter Ambrozy, was er von Farbenspielen hält! (Heiterkeit sowie Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Heiterkeit sowie Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Nikolaus Prinz (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzte Regierungsmitglieder! Meine Damen und Herren! Frau Kollegin Trunk, bevor Sie sich hier künstlich aufregen (Abg. Mag. Trunk: Nein!), reden Sie einmal mit Ihrem Landesparteivorsitzenden Peter Ambrozy, was er von Farbenspielen hält! (Heiterkeit sowie Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Familienförderung ist die beste Investition in die Zukunft. Daher ist es für uns als christlich-soziale Familienpartei eine Selbstverständlichkeit, im Budget die beste Vorsorge zur finanziellen Absicherung der Familien zu treffen. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Riepl: Geh, geh, geh! – Abg. Kößl: So ist es!
Dieses Verantwortungsbewusstsein bedeutet aber auch Wahlfreiheit und Entscheidungsfreiheit, denn es müssen einzig und allein die Eltern – die Mütter und Väter – darüber entscheiden, wie ihre Kinder aufwachsen sollen. Das haben Sie von der SPÖ und auch Sie von den Grünen aber leider bis heute immer noch nicht verstanden. (Abg. Riepl: Geh, geh, geh! – Abg. Kößl: So ist es!)
Abg. Heinisch-Hosek: Das stimmt nicht! – Abg. Königsberger-Ludwig: Das ist eine Unterstellung!
Sie die Leistungen von Müttern, die sich mehrere Jahre ausschließlich der Kindererziehung widmen, nicht als wichtig für die Gesellschaft anerkennen wollen – oder aus ideologischen Gründen nicht dürfen. (Abg. Heinisch-Hosek: Das stimmt nicht! – Abg. Königsberger-Ludwig: Das ist eine Unterstellung!)
Abg. Königsberger-Ludwig: Wieso wissen Sie das?
Wahl- beziehungsweise Entscheidungsfreiheit in der Familienarbeit ist in Ihren ideologischen Mustern einfach nicht vorgesehen. (Abg. Königsberger-Ludwig: Wieso wissen Sie das?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Den Hausfrauen, den Studentinnen, den Bäuerinnen und den Unternehmerinnen gönnen Sie bis heute noch kein Kinderbetreuungsgeld. – Unsere Politik ist eine andere, und das ist gut für das Land! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Dies und vieles andere zeigt ganz deutlich, dass wir die Familien nicht im Stich lassen und Unterstützung dort gewähren, wo sie die Familien am dringendsten brauchen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Walter Schopf (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Herr Staatssekretär! Auf der Galerie befindet sich eine große Abordnung des Pensionistenverbandes Zwettl. – Herzlich willkommen im Parlament! (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Ellmauer: Finanzminister Lacina hat das 1994 schon gemacht!
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte mich mit der Thematik der Besteuerung der Unfallrenten auseinander setzen. Ich denke, das war eine der unsozialsten Maßnahmen, die diese Regierung im Jahr 2000 beschlossen hat. Sie ist im Jahr 2001 in Kraft getreten. (Abg. Ellmauer: Finanzminister Lacina hat das 1994 schon gemacht!)
Abg. Ellmauer: 1994 Lacina! – Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.
Meine Damen und Herren! Es wurde vor allem von der ÖVP und von den Freiheitlichen beschlossen, jene Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen mit einer Steuer zu belasten, die bei Ausübung ihrer Arbeit leider einen schweren Arbeitsunfall erlitten oder sich eine Berufskrankheit zugezogen haben. (Abg. Ellmauer: 1994 Lacina! – Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.)
Abg. Dr. Mitterlehner: Mitterlehner! So unpräzise sind Sie!
Meine Damen und Herren! Herr Mittermaier! (Abg. Dr. Mitterlehner: Mitterlehner! So unpräzise sind Sie!) Über 73 000 Kolleginnen und Kollegen waren betroffen. (Abg. Dr. Mitterlehner: Wann war das?) In Oberösterreich – in unserem Bundesland – wurde letztendlich über 14 000 Unfallrentnern diese Steuer auferlegt. (Abg. Ellmauer: Das wurde unter Lacina eingeführt! – Abg. Dr. Mitterlehner: Weil sie Lacina eingeführt hat! – Abg. Ellmauer: Das weiß er nicht mehr!)
Abg. Dr. Mitterlehner: Wann war das?
Meine Damen und Herren! Herr Mittermaier! (Abg. Dr. Mitterlehner: Mitterlehner! So unpräzise sind Sie!) Über 73 000 Kolleginnen und Kollegen waren betroffen. (Abg. Dr. Mitterlehner: Wann war das?) In Oberösterreich – in unserem Bundesland – wurde letztendlich über 14 000 Unfallrentnern diese Steuer auferlegt. (Abg. Ellmauer: Das wurde unter Lacina eingeführt! – Abg. Dr. Mitterlehner: Weil sie Lacina eingeführt hat! – Abg. Ellmauer: Das weiß er nicht mehr!)
Abg. Ellmauer: Das wurde unter Lacina eingeführt! – Abg. Dr. Mitterlehner: Weil sie Lacina eingeführt hat! – Abg. Ellmauer: Das weiß er nicht mehr!
Meine Damen und Herren! Herr Mittermaier! (Abg. Dr. Mitterlehner: Mitterlehner! So unpräzise sind Sie!) Über 73 000 Kolleginnen und Kollegen waren betroffen. (Abg. Dr. Mitterlehner: Wann war das?) In Oberösterreich – in unserem Bundesland – wurde letztendlich über 14 000 Unfallrentnern diese Steuer auferlegt. (Abg. Ellmauer: Das wurde unter Lacina eingeführt! – Abg. Dr. Mitterlehner: Weil sie Lacina eingeführt hat! – Abg. Ellmauer: Das weiß er nicht mehr!)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Minister, ich habe Sie bereits im Ausschuss aufgefordert, und ich tue das auch jetzt ganz bewusst bei dieser Sitzung: Frau Minister! Sorgen Sie dafür, dass die Unfallrentner – und ich spreche hier im Namen dieser Unfallrentner! – die Steuer für das Jahr 2003 ebenfalls amtswegig zurückbekommen! – Ich danke dafür. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Lapp.
Abgeordnete Barbara Riener (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Zur Kollegin Lapp möchte ich noch Folgendes sagen: Ich als Sozialarbeiterin in einer Bezirkshauptmannschaft habe immer sehr gut mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vom Bundessozialamt zusammengearbeitet. (Zwischenruf der Abg. Mag. Lapp.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: Das kann man ja nur Ihnen unterstellen!
Es muss jedoch klar sein, wer wofür zuständig ist, um Aufgaben dort durchführen zu lassen, wo sie zum Wohle der Betroffenen am effizientesten durchgeführt werden. Eines ist schon klar: die Bezirkshauptmannschaften sind dem Bürger näher. Wenn Sie glauben, dass die Bundessozialämter deshalb gefährdet sind, weil dort hauptsächlich sozialdemokratische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt sind, kann ich nur sagen: Wie der Schelm denkt, so ist er. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: Das kann man ja nur Ihnen unterstellen!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: Welche Freiheitlichen, Frau Kollegin?
und Freiheitlichen Österreich gut tut. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: Welche Freiheitlichen, Frau Kollegin?)
Abg. Schöls: Ihre Farbenlehre ist unwesentlich!
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Wenn Sie, Frau Kollegin Riener, nach Ihrem Exkurs zu den Bundessozialämtern meinen, Sie kämen jetzt zu etwas wirklich Wichtigem, dann heißt das, die Arbeit der Leute im Bundessozialamt ist nicht wichtig. (Abg. Schöls: Ihre Farbenlehre ist unwesentlich!) Das werde ich die Leute dort wissen lassen, und das wird ihnen sicher nicht gefallen, Frau Kollegin!
Abg. Mag. Donnerbauer: Die Sozialminister waren ja seit Jahren sozialistisch! 30 Jahre sozialistische Sozialminister!
Es ist auch beschämend, dass in diesem Behindertengleichstellungsgesetz Fristen für den Abbau von Barrieren bis 2015 möglich sind. Da kann ja bis 2015 jeder so bauen, wie er will, nämlich nicht barrierefrei! (Abg. Mag. Donnerbauer: Die Sozialminister waren ja seit Jahren sozialistisch! 30 Jahre sozialistische Sozialminister!)
Beifall bei der SPÖ.
Die letzte Frage, die mir bleibt: Wo ist ein Budgetansatz für die Umsetzung des Behindertengleichstellungsgesetzes vorgesehen? Ist es Ihnen so wenig wichtig, dass nicht einmal im Budget zumindest ein paar Euro dafür vorgesehen sind? – Ich weiß es nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Johann Maier: Reden wir über das Stadion!
Abgeordnete Mag. Elisabeth Scheucher-Pichler (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Ich komme noch einmal zum Familienbereich und auch zur Position der Frauen im Zusammenhang mit der Familienarbeit zurück. (Abg. Mag. Johann Maier: Reden wir über das Stadion!)
Abg. Heinisch-Hosek: Die leben davon, bitte!
Tatsache ist, dass 70 000 Frauen zusätzlich bereits nach 15 Jahren einen Pensionsanspruch haben, dass das sichert, dass diese Frauen vom Staat, aber auch von ihrem Ehemann unabhängig sind und dass sie eine eigenständige Altersvorsorge haben. (Abg. Heinisch-Hosek: Die leben davon, bitte!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
1 Milliarde € zusätzlich wird von dieser Regierung in den Bereich der Ersatzzeiten investiert. Frau Kollegin! Das ist ganz einfach ein Vorteil für Frauen, und das können Sie nicht wegdiskutieren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Zum Kinderbetreuungsgeld, das Sie ja auch immer wieder kritisieren und anführen: 1999 waren es 80 000 Karenzgeldbezieher; jetzt sind es 170 000 Menschen, die Kinderbetreuungsgeld bekommen. – Das ist ein Vorteil! Das kommt den Frauen und gerade den Alleinerzieherinnen und Alleinverdienerinnen zugute. Nehmen Sie das bitte zur Kenntnis: Das ist so! Das stärkt die Kaufkraft, das hilft den Familien, und das hilft vor allem auch den betroffenen Frauen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Molterer: Redezeit, Elisabeth!
Als positiv möchte ich anmerken, dass die Anwendungsbereiche präzisiert wurden, und auch, dass es nach einem Jahr eine Evaluierung geben wird. (Abg. Mag. Molterer: Redezeit, Elisabeth!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich hoffe, dass es da zu weiteren Verbesserungen kommen wird, und ich wünsche mir auch – ich muss mich jetzt leider kurz fassen –, dass es möglich sein wird, Kinderbetreuungszeiten und Pflegezeiten in Zukunft steuerlich zu begünstigen. – Das muss ein langfristiges Ziel sein, ebenso wie die Möglichkeit, für Sozialspenden eine steuerliche Begünstigung zu erhalten. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ruf bei der ÖVP: Nicht alles ist schlecht!
Das ist eine Umverteilung, die wir seitens der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten nicht mittragen werden. Wir werden das immer und immer wieder sagen, auch wenn es Ihnen nicht gefällt. Nicht alles ist Polemisieren, nur weil es Ihnen seitens der Regierungsparteien nicht gefällt. (Ruf bei der ÖVP: Nicht alles ist schlecht!)
Beifall bei der SPÖ.
2 Minuten sind viel zu kurz. Daher als Schlusssatz: Vielleicht kann man Ihre Politik so zusammenfassen, wie es auch heute im „Kurier“ geschrieben steht: „Reich und reich gesellt sich gern“. – Ich hoffe, das wird sich bald ändern! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Betrachten Sie doch einmal ehrlich die Familienpolitik in unserem Land und das Budget im Bereich Familie und geben Sie zu, dass unsere Fraktion viel dafür getan hat und sich zu Recht Familienpartei nennen kann! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Was legen Sie von der Opposition in die Waagschale? – Heiße Luft! Mit heftigem Pusten, Konzeptlosigkeit und Ihrer Miesmacherei versuchen Sie, ein Gegengewicht zu erzeugen. Wenn sich dadurch die Waagnadel auch kurz bewegt, kann der Wähler am Ende doch kein Gegengewicht erkennen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Ellmauer.
Seit dem Jahre 2000, also seit Ihrem Regierungsantritt, blieb die jährliche Pensionsanpassung immer unter der Inflationsrate, und es gab in diesem Zeitraum eine Steigerung der Pensionen um nur rund 4 Prozent. (Zwischenruf des Abg. Ellmauer.) Somit sind die Kaufkraft und das Einkommen der Pensionistinnen und Pensionisten in Österreich um 8 Prozent gesunken, und das war ein sehr starker Eingriff in bestehende Pensionen!
Beifall bei der SPÖ.
Ein weiterer Skandal, den diese Regierung zu verantworten hat, ist der Umstand, dass in Österreich fast 500 000 Menschen akut arm und mehr als 1 Million Menschen armutsgefährdet sind. Das ist eine Tatsache, und ein großer Teil davon sind leider unsere Pensionistinnen und Pensionisten. Besonders alleinstehende Pensionistinnen sind akut von Armut gefährdet. Deshalb muss diesen Menschen geholfen werden. Sie hingegen, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien, ziehen diesen ohnedies schon schwer benachteiligten Menschen durch die großen Belastungen zusätzlich die Euros aus der Tasche, und damit muss jetzt endlich Schluss gemacht werden! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Österreichs Pensionistinnen und Pensionisten werden sich bei der nächsten Wahl sicherlich auch daran erinnern, wie unsozial Sie mit ihnen umgegangen sind. Dieser Wahltag wird ein Zahltag! Darauf können Sie sich verlassen! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Grillitsch.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Bauer.
Meine Damen und Herren! Ich werde Ihnen das in wenigen Worten in Erinnerung rufen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Bauer.) In der Koalition mit Ihnen war es nicht
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
möglich, ein Kinderbetreuungsgeld zu beschließen. Warum wohl? – Weil Ihnen offenbar die Einstellung zu den Familien fehlt! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Reheis: Sie müssen in die Armutsfalle tappen!
Meine geschätzten Damen und Herren! Ich glauben, dass man damit nicht bewirken kann, dass es wirklich mehr Kinder gibt, ich glaube aber, dass man damit bewirken kann, dass Menschen, die sich dazu bekennen, Kinder in die Welt zu setzen, nicht fürchten müssen, dass sie in die Armutsfalle tappen. (Abg. Reheis: Sie müssen in die Armutsfalle tappen!) Diese Menschen müssen sich nicht als völlig allein gelassen fühlen, und sie werden nicht sozusagen als „Besondere“ in dieser Gesellschaft angesehen, sondern sie wissen, dass dieser Staat zu ihnen steht, ihnen mit einer finanziellen Unterstützung unter die Arme greift und ihnen damit auch Anerkennung zuteil werden lässt.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Wir von der Österreichischen Volkspartei als Familienpartei sehen das auch als eine besondere Anerkennung in unserer Gesellschaft für Menschen, die Kinder in die Welt setzen! Mit Ihnen von der SPÖ war das nicht möglich, wir haben es mit der FPÖ und den Damen und Herren von der FPÖ in der Bundesregierung geschafft, und darauf können wir zu Recht stolz sein! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Gaál: Das sind nur Stolpersteine!
Es gibt noch eine Vielzahl von anderen Themen. Ich erwähne etwa die „Abfertigung neu“, die mit Ihnen nicht möglich war, die jetzt aber allen Arbeitnehmern zur Verfügung steht. Eine Abfertigung wird gesichert und eine Zusatzpension ermöglicht. – Das sind Meilensteine in der Sozialpolitik, meine Damen und Herren! (Abg. Gaál: Das sind nur Stolpersteine!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Zu Recht können wir stolz auf die Bilanz dieser Sozialpolitik sein. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abschließend darf ich als Familienpolitikerin sagen, dass ich stolz darauf bin mitzuarbeiten, und dass wir Maßnahmen seit dem Jahre 2000 gesetzt haben, durch welche Österreich das familienfreundlichste Land in Europa geworden ist. – Wir freuen uns alle darüber! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Sehr geehrte Damen und Herren! Auf dieser einfachen Darstellung sehen Sie sehr deutlich, warum wir jährlich 7 Milliarden € allein für Zinsen aufwenden müssen. Anhand dieses Schaubilds erkennen Sie auch deutlich, wem wir das zu verdanken haben. Der Schuldenstand stammt aus den siebziger und achtziger Jahren. In den Jahren von 1970 bis 1986, also in den Jahren der SPÖ-Alleinregierung und am Ende der Kleinen Koalition, wurden 20,4 Milliarden € an Schulden neu erwirtschaftet. Seit die ÖVP in die Regierung eingetreten ist, also seit 1987, ist die Summe der Einnahmen höher als die Summe der Ausgaben, und von 2000 bis 2006 wurde ein Überschuss bei den laufenden Einnahmen gegenüber den laufenden Ausgaben von sogar 20 Milliarden € erzielt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Gaál: Reden Sie doch keinen Unfug!
Diese Zahlen sprechen für sich und verdeutlichen die Budget-, Wirtschafts- und Regierungskompetenz dieser Bundesregierung! Besonders die junge Generation muss nun diese Schuldenlast abarbeiten, die Sie hinterlassen haben! (Abg. Gaál: Reden Sie doch keinen Unfug!)
Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.
Ich möchte Ihnen nur zwei nennen, und zwar einerseits die Pensionssicherungsreform mit ihrem Drei-Säulen-Modell, um auf die demografische Entwicklung noch rechtzeitig zu reagieren – bereits im Jahr 2004 hatten wir über 2 Millionen Pensionisten, und es werden jährlich mehr –, und andererseits zahlreiche familienpolitische und sozialpolitische Maßnahmen im Zuge der Steuerreform. (Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Abg. Dr. Einem: So ist es auch!
Meine sehr geehrten Damen und Herren von der Opposition! Frau Kollegin Lapp hat heute gemeint, dass wir beziehungsweise die Mitglieder des freiheitlichen Klubs Ministranten des Herrn Bundeskanzlers oder der Bundesregierung seien. (Abg. Dr. Einem: So ist es auch!) Erstens empfinde ich das als Missachtung, und zweitens sage ich Ihnen: Denken Sie an Wien! Dann sind ja auch die Stadträtinnen und Stadträte und Ihre Bezirksvorsteher, auch meine liebe Bezirksvorsteherin in Simmering, HandlangerInnen des Wiener Bürgermeisters! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren von der Opposition! Frau Kollegin Lapp hat heute gemeint, dass wir beziehungsweise die Mitglieder des freiheitlichen Klubs Ministranten des Herrn Bundeskanzlers oder der Bundesregierung seien. (Abg. Dr. Einem: So ist es auch!) Erstens empfinde ich das als Missachtung, und zweitens sage ich Ihnen: Denken Sie an Wien! Dann sind ja auch die Stadträtinnen und Stadträte und Ihre Bezirksvorsteher, auch meine liebe Bezirksvorsteherin in Simmering, HandlangerInnen des Wiener Bürgermeisters! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Denken Sie im Zusammenhang mit der Sozialpolitik in Wien nur an den Heizkostenzuschuss! Es gibt 130 000 Anspruchsberechtigte, aber nur 30 000 haben diesen in Anspruch genommen, weil man selbst darum ansuchen muss, obwohl der Stadt Wien die Daten zur Verfügung stehen würden. Unsere ehemalige Volksanwältin Ingrid Korosec bekommt täglich Fälle auf den Tisch, in welchen Leute bis heute kein Geld ausbezahlt bekommen haben. – Das ist Ihre Sozialpolitik, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Jarolim: Jetzt kommt wahrscheinlich noch eine weitere Steigerung!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Rossmann mit einer Redezeit von 4 Minuten. (Abg. Dr. Jarolim: Jetzt kommt wahrscheinlich noch eine weitere Steigerung!)
Abg. Auer: So ist ihre Politik!
Da muss ich Ihnen schon sagen, Kollegin Silhavy: Entweder Sie beabsichtigen, die Behandlung dieses Entschließungsantrags auf den Sankt-Nimmerleins-Tag zu verschieben, denn den 31.4. gibt es ja gar nicht, oder es ist Ihnen überhaupt nicht ernst, am Reformdialog am 1. Mai teilzunehmen. Oder sehen Sie den 31.4. sozusagen als 1. Mai? (Abg. Auer: So ist ihre Politik!)
Zwischenruf des Abg. Eder.
In irgendeiner Form stimmt da etwas nicht! (Zwischenruf des Abg. Eder.) Aber mich wundert das auch nicht! Wenn es um Pensionen und um den ehrlichen Umgang mit Pensionen geht, erinnere ich nur an den berühmten Vranitzky-Brief, den man eigentlich immer wieder erwähnen sollte, in welchem den Pensionsbeziehern versprochen wurde, dass es keinerlei Kürzungen geben wird. Ein Jahr lang wurde dann aber die Pensionsanpassung überhaupt ausgesetzt. – Das ist der Unterschied zwischen Ihrer Politik und unserer: Unter unserer Sozialministerin Uschi Haubner und unter Sozialminister außer Dienst Herbert Haupt gibt beziehungsweise gab es eben eine Pensionsanpassung, und es gibt nicht nur eine Pensionsanpassung, sondern es gibt erstmalig
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Öllinger: Ich glaube, Sie wissen nicht, was Sie reden!
ab 2006 eine Abgeltung der Inflation bei den Pensionen. – Das ist das, was die Bevölkerung von uns verlangt! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Öllinger: Ich glaube, Sie wissen nicht, was Sie reden!)
Zwischenruf des Abg. Dobnigg.
Ich betone: Das ist das, was wir unter freiheitlicher Politik verstehen! Und ich sage auch, weil heute des Öfteren die Kritik gekommen ist, dass die Steuerreform angeblich bei kleinen Pensionen nicht so durchgreift: Ganz im Gegenteil! Gerade die kleinen Pensionen profitieren von der Steuerreform, bis zu 40 € pro Monat sogar mit der Anpassung. (Zwischenruf des Abg. Dobnigg.) Nehmen Sie das zur Kenntnis! Die Bezieher kleiner Pensionen wissen das, weil das auf ihren Pensionsüberweisungsbelegen ausgewiesen wird. Das ist Faktum, auch wenn Sie noch so viel Angstmache betreiben!
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich freue mich sehr und bin sehr, sehr stolz, dass wir mit unserer Frau Bundesminister Ursula Haubner eine Sozialministerin haben, die erstmalig die Anliegen der kleinen Pensionisten und auch die Anliegen der Frauen ernst nimmt und dementsprechend handelt. Sie haben 30 Jahre Zeit gehabt und haben alles verabsäumt, was es in diesem Bereich überhaupt zu regeln gibt! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Man zeigt nicht mit nacktem Finger!
Letzten Endes geht es aber um das Anliegen und um den Inhalt, und Sie können heute beweisen, ob Sie für die Pensionisten oder gegen die Pensionisten sind. Sie werden das heute durch Ihr Stimmverhalten beweisen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Man zeigt nicht mit nacktem Finger!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Wittmann.
Präsident Dr. Andreas Khol: Vorläufig letzte Rednerin hiezu: Frau Abgeordnete Dr. Partik-Pablé. Wunschredezeit: 5 Minuten. – Bitte. (Zwischenruf des Abg. Dr. Wittmann.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordnete Dr. Helene Partik-Pablé (Freiheitliche): Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Abgeordneter! Wenn Sie mich fragen, dann stelle ich jetzt fest: Gestern habe ich erklärt, dass wir hier der freiheitliche Klub sind und dass die Mitglieder, die hier sprechen, Mitglieder des freiheitlichen Klubs sind. Wenn Sie sich bis heute nicht merken können, was gestern ein Abgeordneter gesagt hat, dann frage ich mich, ob Sie für die Position eines Abgeordneten hier in diesem Parlament überhaupt geeignet sind. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.
Frau Abgeordnete Lapp, wir vom freiheitlichen Klub sind weder stumme Diener noch Ministranten der ÖVP, noch sind wir in Geiselhaft der ÖVP! (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Herr Abgeordneter Maier, auch unser Abgeordneter Max Walch braucht nicht den Jugendamtsleiter um die Vormundschaft zu ersuchen, und auch der Jugendamtsleiter muss nicht einschreiten! Das sind ungeheuerliche Unterstellungen, die Sie da heute gemacht haben! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir sind froh darüber, dass wir diese positive Behindertenpolitik unterstützen können! Seit 1996 hat es keine Erhöhung des Pflegegeldes gegeben. Diese Bundesregierung hat das Pflegegeld nun erhöht. Die Behinderten erhalten nun um 30 Millionen € mehr! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Lapp. – Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Durch die so genannte Behindertenmilliarde werden Tausende von Arbeitsplätzen für Behinderte geschaffen. Jene Menschen, die auf dem offenen Arbeitsmarkt Schwierigkeiten haben, einen Arbeitsplatz zu finden, werden mit dieser Behindertenmilliarde unterstützt. Herr Minister Haupt hat diese Behindertenmilliarde ins Leben gerufen. (Zwischenruf der Abg. Mag. Lapp. – Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ.
Frau Kollegin Lapp, Sie machen schon wieder den Mund auf! Hören Sie doch einmal zu! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Schreien Sie doch nicht so! Wir haben uns heute von Ihnen viel, viel gröbere Sachen sagen lassen müssen! Sie haben mit der Faust auf den Tisch geschlagen! Das ist für Sie die Demokratie! Fragen Sie mich nicht, was für mich Demokratie ist, denn ich habe eine demokratische Gesinnung und habe diese hier im Parlament auch immer wieder deutlich gezeigt! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Bösch: Unerhört!
Frau Abgeordnete Lapp, wissen Sie, was Ihre Fraktion hier im Parlament gemacht hat? – Sie haben das Taschengeld jener Behinderten, die in Heimen untergebracht sind, auf 500 S herabgekürzt! 500 S sind ungefähr 40 €. (Abg. Dr. Bösch: Unerhört!) Das haben Sie getan!
Abg. Öllinger: Sie haben jetzt auch eine Erhöhung ...!
Wissen Sie, ich habe mir das extra herausgesucht: Ich habe nämlich noch in Erinnerung gehabt, dass Frau Ederer, die hier im Parlament gesessen ist und die dann Finanzstadtrat war und die jetzt einen gut bezahlten Posten bei der Firma Siemens hat ... (Abg. Öllinger: Sie haben jetzt auch eine Erhöhung ...!) Herr Abgeordneter Öllinger, hören Sie zu! – Wissen Sie, was Frau Ederer gesagt hat? Das Pflegegeld gehört allen jenen Behinderten gestrichen, die sich nicht in einer offiziellen Anstalt befinden. – Das hat Frau Ederer hier gesagt, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wissen Sie, ich habe mir das extra herausgesucht: Ich habe nämlich noch in Erinnerung gehabt, dass Frau Ederer, die hier im Parlament gesessen ist und die dann Finanzstadtrat war und die jetzt einen gut bezahlten Posten bei der Firma Siemens hat ... (Abg. Öllinger: Sie haben jetzt auch eine Erhöhung ...!) Herr Abgeordneter Öllinger, hören Sie zu! – Wissen Sie, was Frau Ederer gesagt hat? Das Pflegegeld gehört allen jenen Behinderten gestrichen, die sich nicht in einer offiziellen Anstalt befinden. – Das hat Frau Ederer hier gesagt, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Das ist sozialistische Behindertenpolitik, meine sehr geehrten Damen und Herren! Das ist sozialistische Sozialpolitik! Dort ist die soziale Kälte – nicht bei dieser Bundesregierung! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Schütteln Sie nicht den Kopf, Herr Eder, so ist es. Die Tatsachen rufen bei Ihnen ein Kopfschütteln hervor. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Das ist sozialistische Behindertenpolitik, meine sehr geehrten Damen und Herren! Das ist sozialistische Sozialpolitik! Dort ist die soziale Kälte – nicht bei dieser Bundesregierung! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Schütteln Sie nicht den Kopf, Herr Eder, so ist es. Die Tatsachen rufen bei Ihnen ein Kopfschütteln hervor. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Frau Abgeordnete Lapp, Sie brauchen überhaupt keine hämischen Bemerkungen über uns zu machen, und Sie von der sozialistischen Fraktion überhaupt nicht! (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Frau Abgeordnete Lapp, wissen Sie, was in Wien – sehr nett, dass Sie aufstehen, dass jeder sieht, wer Sie sind. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Frau Abgeordnete Lapp, Sie brauchen überhaupt keine hämischen Bemerkungen über uns zu machen, und Sie von der sozialistischen Fraktion überhaupt nicht! (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Frau Abgeordnete Lapp, wissen Sie, was in Wien – sehr nett, dass Sie aufstehen, dass jeder sieht, wer Sie sind. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Unerhört!
In Wien – ich sage das vielleicht besser Ihnen (in Richtung Freiheitliche und ÖVP), weil die SPÖ all das lustig nimmt, was Behinderte betrifft –, wissen Sie, in Wien gibt es keine Wohnplätze für Behinderte, die daheim nicht mehr wohnen können, weil die Eltern nicht mehr leben oder weil die Eltern schon zu krank oder zu schwach sind. (Abg. Mag. Molterer: Unerhört!) Die Gemeinde Wien, das Land Wien verweigert weitere Wohnplätze in Wohngruppen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Frau Abgeordnete Lapp, machen Sie sich stark dafür! Das wäre dann eine Sozialpolitik, die wirklich für die Behinderten da wäre! (Anhaltender Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
In Wien – ich sage das vielleicht besser Ihnen (in Richtung Freiheitliche und ÖVP), weil die SPÖ all das lustig nimmt, was Behinderte betrifft –, wissen Sie, in Wien gibt es keine Wohnplätze für Behinderte, die daheim nicht mehr wohnen können, weil die Eltern nicht mehr leben oder weil die Eltern schon zu krank oder zu schwach sind. (Abg. Mag. Molterer: Unerhört!) Die Gemeinde Wien, das Land Wien verweigert weitere Wohnplätze in Wohngruppen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Frau Abgeordnete Lapp, machen Sie sich stark dafür! Das wäre dann eine Sozialpolitik, die wirklich für die Behinderten da wäre! (Anhaltender Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Anhaltender Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
In Wien – ich sage das vielleicht besser Ihnen (in Richtung Freiheitliche und ÖVP), weil die SPÖ all das lustig nimmt, was Behinderte betrifft –, wissen Sie, in Wien gibt es keine Wohnplätze für Behinderte, die daheim nicht mehr wohnen können, weil die Eltern nicht mehr leben oder weil die Eltern schon zu krank oder zu schwach sind. (Abg. Mag. Molterer: Unerhört!) Die Gemeinde Wien, das Land Wien verweigert weitere Wohnplätze in Wohngruppen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Frau Abgeordnete Lapp, machen Sie sich stark dafür! Das wäre dann eine Sozialpolitik, die wirklich für die Behinderten da wäre! (Anhaltender Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Das war eine schlechte Ministrantenrede! – Heiterkeit bei der SPÖ.
Präsident Dr. Andreas Khol (das Glockenzeichen gebend): Zu Wort gelangt nunmehr Herr Abgeordneter Öllinger. Wunschredezeit: 1 Minute; gesetzliche Redezeitbeschränkung: 7 Minuten. – Bitte. (Abg. Dr. Jarolim: Das war eine schlechte Ministrantenrede! – Heiterkeit bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Habt ihr eine Anfrage eingebracht?
Es ist dies ein Vorhaben, von dem die Frau Bundesministerin gesagt hat: Das unterstützt sie auch, das will sie auch! (Abg. Neudeck: Habt ihr eine Anfrage eingebracht?) Trotzdem werden Sie jetzt dagegenstimmen. Da hilft Ihnen noch so viel Reden nichts – dieses Dagegenstimmen, dass Mindestpensionen auf die Armutsschwelle angehoben werden, kennzeichnet Ihre Politik! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Es ist dies ein Vorhaben, von dem die Frau Bundesministerin gesagt hat: Das unterstützt sie auch, das will sie auch! (Abg. Neudeck: Habt ihr eine Anfrage eingebracht?) Trotzdem werden Sie jetzt dagegenstimmen. Da hilft Ihnen noch so viel Reden nichts – dieses Dagegenstimmen, dass Mindestpensionen auf die Armutsschwelle angehoben werden, kennzeichnet Ihre Politik! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Oh-Rufe bei der SPÖ und den Grünen in Richtung der sich nicht von den Sitzen erhebenden Freiheitlichen.
Wer diesem Antrag zustimmt, den bitte ich um ein Zeichen. (Oh-Rufe bei der SPÖ und den Grünen in Richtung der sich nicht von den Sitzen erhebenden Freiheitlichen.) – Der Antrag findet nicht die Mehrheit und ist daher abgelehnt.
Abg. Neudeck: Der Parteivorsitzende Gusenbauer ist auch nicht dafür!
Ich bitte jene Damen und Herren, die für diesen Entschließungsantrag eintreten, um ein bejahendes Zeichen. (Abg. Neudeck: Der Parteivorsitzende Gusenbauer ist auch nicht dafür!) – Der Antrag findet nicht die mehrheitliche Zustimmung des Hohen Hauses und ist daher abgelehnt.
Abg. Scheibner: Das stimmt nicht!
Sie wissen es, Herr Bundesminister: Der Rechnungshof hat wiederholt in seinen Berichten schwerwiegende Fehler bei der Planung und Durchführung von Rüstungsbeschaffungen aufgezeigt. Insbesondere kritisierte er die hohe Vorbelastung bei Sachausgaben. (Abg. Scheibner: Das stimmt nicht!)
Beifall bei der SPÖ.
eigenes Gesetz, wie du weißt!), das haben wir auch in einer Anfragebeantwortung von Ihnen erfahren, Herr Bundesminister – 2 185 Millionen €. Das ist mehr als der doppelte Sachaufwand des Verteidigungsbudgets, das sind nahezu 233 Prozent – wahrlich kein Grund zu Optimismus! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister! Diese Budgetpolitik hat mit einer seriösen Politik nichts zu tun und findet daher auch nicht unsere Zustimmung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
genz hingebracht haben und die Gelder effizient einsetzen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Gradwohl: ... keine Argumente haben!
Meine Damen und Herren! Aus Gründen der Aktualität möchte ich auf Folgendes aufmerksam machen: Selbst beim Begräbnis des Papstes wird der Luftraumüberwachung entsprechend Rechnung getragen und ist dies einer der sensibelsten Bereiche. Ich möchte Ihnen das nur sagen, damit Sie es wissen, dass die Luftraumkontrolle und die Luftraumsicherung – auch wenn du, Kollege Parnigoni, das nicht verstehst, dafür habe ich Verständnis, aber wenn du versuchst, ein wenig mehr darüber nachzudenken, dann wird dir die Bedeutung der Luftraumüberwachung durchaus auch bewusst werden (Abg. Gradwohl: ... keine Argumente haben!) – einer der sensibelsten Bereiche ist. Wenn wir an Olympische Spiele in Salzburg denken, dann ist ebenfalls zu sagen: Auch dabei sind die Luftraumüberwachung und die Luftraumsicherung ein weiteres Problem, um diese Spiele durchführen zu können.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Gaál: Bei 30 Milliarden 1 Milliarde!
Vorstandsdirektor Dipl.-Ing. Bruno Krainz sagt abschließend in diesem Artikel und selbstverständlich auch bei anderen Gelegenheiten: MAN habe sich gegen drei internationale Wettbewerber durchgesetzt, so Bruno Krainz, der Auftrag sei – und bitte hören Sie zu – ein Gegengeschäft für die Eurofighter-Abfangjäger. Dies zu den Gegengeschäften, zur Mitnahme, wenn wir wieder einmal über diese Causa diskutieren sollten! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Gaál: Bei 30 Milliarden 1 Milliarde!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herr Bundesminister! Wir stimmen selbstverständlich diesem Budget zu. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Murauer: Wollen Sie einen Einspruch machen, dass die LKW ...?
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Meine sehr verehrten Damen und Herren! Mein Vorredner hat einen sehr problematischen und international bedeutsamen Vorwurf erhoben, nämlich, die britische Regierung habe sich mit EADS geeinigt, auf Grund des Eurofighter-Geschäftes in Österreich militärische Lastkraftwagen zu kaufen. Sie unterstellen somit der britischen Regierung, dass sie etwas macht, was laut britischem Vergaberecht strikt verboten ist – strikt verboten ist! (Abg. Murauer: Wollen Sie einen Einspruch machen, dass die LKW ...?)
Abg. Murauer: Richtigerweise gesagt hat!
Damit komme ich zu einem ganz entscheidenden Punkt. Dieser MAN-Großauftrag – der, wie Kollege Murauer zu Recht gesagt hat (Abg. Murauer: Richtigerweise gesagt hat!), wichtig für die Beschäftigung in Österreich ist – darf auf Grund der britischen Gesetze und auch auf Grund der österreichischen Gesetze nicht ins Kompensationsvolumen eingerechnet werden. Es handelt sich da schlicht und einfach um einen Schwindel. Das hat in der Gegengeschäftsliste nichts verloren. (Abg. Murauer: Herr Dr. Pilz!) Das passt damit ... (Abg. Murauer: Nennen Sie nicht jedes Gegengeschäft „Schwindel“!)
Abg. Murauer: Herr Dr. Pilz!
Damit komme ich zu einem ganz entscheidenden Punkt. Dieser MAN-Großauftrag – der, wie Kollege Murauer zu Recht gesagt hat (Abg. Murauer: Richtigerweise gesagt hat!), wichtig für die Beschäftigung in Österreich ist – darf auf Grund der britischen Gesetze und auch auf Grund der österreichischen Gesetze nicht ins Kompensationsvolumen eingerechnet werden. Es handelt sich da schlicht und einfach um einen Schwindel. Das hat in der Gegengeschäftsliste nichts verloren. (Abg. Murauer: Herr Dr. Pilz!) Das passt damit ... (Abg. Murauer: Nennen Sie nicht jedes Gegengeschäft „Schwindel“!)
Abg. Murauer: Nennen Sie nicht jedes Gegengeschäft „Schwindel“!
Damit komme ich zu einem ganz entscheidenden Punkt. Dieser MAN-Großauftrag – der, wie Kollege Murauer zu Recht gesagt hat (Abg. Murauer: Richtigerweise gesagt hat!), wichtig für die Beschäftigung in Österreich ist – darf auf Grund der britischen Gesetze und auch auf Grund der österreichischen Gesetze nicht ins Kompensationsvolumen eingerechnet werden. Es handelt sich da schlicht und einfach um einen Schwindel. Das hat in der Gegengeschäftsliste nichts verloren. (Abg. Murauer: Herr Dr. Pilz!) Das passt damit ... (Abg. Murauer: Nennen Sie nicht jedes Gegengeschäft „Schwindel“!)
Abg. Murauer: Sie können das im Zusammenhang ... sagen, aber ich weise es zurück!
Herr Kollege Murauer, ich bin froh, wenn es einen Großauftrag für die österreichische Industrie gibt. (Abg. Murauer: Sie können das im Zusammenhang ... sagen, aber ich weise es zurück!) Und ich bedauere es sehr, dass im Bereich der Gegengeschäfte mit den Methoden, die wir bereits aus der Vergangenheit kennen, auch in diesem Fall weitergearbeitet wird.
Abg. Grillitsch: Das Wort „Schwindel“ ...!
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Abgeordneter Murauer! Zwischenrufe nicht von einem fremden Platz aus! (Abg. Grillitsch: Das Wort „Schwindel“ ...!)
Abg. Murauer: Das bezweifle ich!
Es ist möglich, dass in der kritischen Phase des Reformprozesses die grüne Fraktion die einzige sein wird, die noch konsequent zu dieser Reform steht und sie unterstützt. (Abg. Murauer: Das bezweifle ich!) Das wäre doch wirklich eine seltsame und erstaunliche Paradoxie der jüngeren politischen Geschichte. Ich stehe dazu, ich kann es mir nicht aussuchen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Niederwieser: Eine Bewerbungsrede für den Heeresminister war das!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Niederwieser: Eine Bewerbungsrede für den Heeresminister war das!
Es ist möglich, dass in der kritischen Phase des Reformprozesses die grüne Fraktion die einzige sein wird, die noch konsequent zu dieser Reform steht und sie unterstützt. (Abg. Murauer: Das bezweifle ich!) Das wäre doch wirklich eine seltsame und erstaunliche Paradoxie der jüngeren politischen Geschichte. Ich stehe dazu, ich kann es mir nicht aussuchen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Niederwieser: Eine Bewerbungsrede für den Heeresminister war das!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Das Budget, das wir für das österreichische Bundesheer in diesem Jahr, ja eigentlich im kommenden Jahr, denn wir diskutieren heute über das Jahr 2006 – heute werden wir es beschließen –, zur Verfügung haben, ist mit diesen 1,8 Milliarden € nach wie vor ein knappes, aber im Lichte der Gesamtbudgetsituation der Republik ist es, so muss man sagen, ein ausreichendes Budget, um die ersten Reformschritte in die Wege zu leiten. Das ist der wichtigste Punkt, den es festzuhalten gilt! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
All diese gesetzlichen Maßnahmen, all diese Rahmenmaßnahmen gilt es noch zu beschließen, und deshalb ist es nur gut, dass wir hier im Nationalrat eine möglichst große Breite der Unterstützung in diese Richtung haben. Wenn auch ein Kollege Pilz sich bereit erklärt, da mitzuarbeiten, dann soll uns das nur recht sein. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Alles in allem meinen wir Freiheitlichen, dass wir auch mit diesem Budget eine effiziente und gute Sicherheitspolitik machen werden. Wir werden selbstverständlich zustimmen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Minister, Sie haben bei den Budgetberatungen gesagt, der Schutz der Soldaten sei für Sie das Allerwichtigste. Zum Schutz der Soldaten – da gebe wir Ihnen völlig Recht – gehören aber auch, bitte, entsprechende Arbeitsplätze und Unterkünfte. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Minister! Da bereits vor 17 Jahren ein Neubau versprochen wurde und da der Arbeitsinspektor schon zweimal da war, dann möchte ich noch darauf hinweisen, dass in der Privatwirtschaft der Arbeitsinspektor kommt und das zudreht. Bitte, legen Sie Ihre ganze Kraft hinein, dass da etwas geändert wird! Gefragt ist nämlich eine menschengerechte Situation auch für die Soldaten. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bundesminister für Landesverteidigung Günther Platter: Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren! Zuerst: Wir können sehr optimistisch sein, geschätzter Abgeordneter Gaál, weil wir im Bereich der Reform auf einem ausgezeichneten Weg sind. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herrn Abgeordnetem Pilz, den diese Diskussion anscheinend nicht interessiert, sonst wäre er jetzt hier, möchte ich eines sagen: Es wird immer wieder der Vorwurf erhoben, dass uns der Eurofighter so viel kosten wird. Es ist natürlich notwendig, dass wir eine aktive Luftraumüberwachung haben. Kein Staat der Welt verzichtet darauf – auch Österreich nicht, im Interesse der Sicherheit der Bevölkerung! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Neugebauer: Was falsch ist!
Zweiter Punkt: Was die Liegenschaften betrifft, möchte ich auch in aller Deutlichkeit sagen: Ich habe mich schon sehr darüber gewundert, dass von der Opposition Listen in die Öffentlichkeit getragen werden und dabei noch argumentiert wird, das sei eine Liste des Bundesministeriums für Landesverteidigung betreffend geplante Schließungen von Kasernen. (Abg. Neugebauer: Was falsch ist!) Ich möchte hier und heute sagen: Das war inkorrekt, das war falsch, das ist eine Vorgehensweise, die man keinesfalls akzeptieren kann, das hat mit Seriosität überhaupt nichts zu tun! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Neugebauer: Richtig! Unglaublich wie Pilz hier agiert!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Neugebauer: Richtig! Unglaublich wie Pilz hier agiert!
Zweiter Punkt: Was die Liegenschaften betrifft, möchte ich auch in aller Deutlichkeit sagen: Ich habe mich schon sehr darüber gewundert, dass von der Opposition Listen in die Öffentlichkeit getragen werden und dabei noch argumentiert wird, das sei eine Liste des Bundesministeriums für Landesverteidigung betreffend geplante Schließungen von Kasernen. (Abg. Neugebauer: Was falsch ist!) Ich möchte hier und heute sagen: Das war inkorrekt, das war falsch, das ist eine Vorgehensweise, die man keinesfalls akzeptieren kann, das hat mit Seriosität überhaupt nichts zu tun! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Neugebauer: Richtig! Unglaublich wie Pilz hier agiert!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich möchte Ihnen die Schwerpunkte dieses Budgets sagen. Absoluter Schwerpunkt ist der Schutz der Soldatinnen und Soldaten. Der zweite Schwerpunkt ist die Modernisierung des österreichischen Bundesheeres. Ich möchte Ihnen einige Informationen dazu geben. Wir werden für den Schutz der Soldatinnen und Soldaten heuer, im Jahr 2005, und im nächsten Jahr, im Jahr 2006, insgesamt 24 000 Kampfanzüge neu anschaffen. Wir werden darüber hinaus 2 000 Schutzausrüstungen für sicherheitspolizeiliche Einsätze bekommen, außerdem 1 000 hot weather clothes, das sind die Wüstenanzüge, und darüber hinaus 2 500 Kugelschutzwesten. Das ist ein Paket, das wir für die Jahre 2005 und 2006 geschnürt haben, was einen Quantensprung bedeutet, was den Schutz der Soldatinnen und Soldaten betrifft. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Eine besondere Maßnahme ist – die meisten von Ihnen kennen den alten Steyr 680, der in die Jahre gekommen ist, nämlich über 35 Jahre alt ist –, dass wir eine Neubeschaffung durchgeführt haben, und zwar von 575 neuen LKW mit den entsprechenden Aufbauten. Schon in diesem Jahr, im Jahr 2005, werden wir 108 neue LKW haben. Sie sehen also, ein Bündel von Maßnahmen, die in diesen beiden Jahren bewältigt werden können, geht genau in jene Richtung, wie es die Bundesheerreform-Kommission empfohlen hat. Wir sind somit auf einem sehr guten, auf einem sehr eindeutigen Weg, was die Reform, aber auch den Schutz der Soldatinnen und Soldaten betrifft. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Gaál: Höchste Zeit! – Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Fünf Jahre hat das gebraucht! – Abg. Gaál: Vor fünf Jahren habe ich das schon gefordert! – Abg. Murauer: Deine Fraktionskollegen haben aber jetzt nicht applaudiert!
Ich bin der Überzeugung, dass das durch zwei wichtige Maßnahmen funktionieren wird. Der erste Punkt sind die sportlichen Leistungstests, die ja doch immer wieder ein großes Hindernis waren. Das sollte wesentlich flexibler gemacht werden. Ich nenne ein Beispiel: Wenn eine Frau, die sich dafür interessierte, zum österreichischen Bundesheer zu gehen, beim 2 400 Meter-Lauf 13 Minuten und 2 Sekunden gebraucht hat, konnte sie, auch wenn sie bei allen anderen sportlichen Disziplinen hervorragend abgeschnitten hat, nicht zum österreichischen Bundesheer gehen. Das wird ab 1. Juli 2005 der Vergangenheit angehören. Das wird wesentlich flexibler gestaltet werden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Gaál: Höchste Zeit! – Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Fünf Jahre hat das gebraucht! – Abg. Gaál: Vor fünf Jahren habe ich das schon gefordert! – Abg. Murauer: Deine Fraktionskollegen haben aber jetzt nicht applaudiert!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es wird auch für die Rekruten ein besonderes Anreizsystem kommen, denn was wir künftig brauchen, sind junge Leute in der Truppe, was wir künftig brauchen, ist, dass sich junge Menschen, Damen und Herren, bereit erklären, einige Tage beim österreichischen Bundesheer zu sein. In diesem Wehrrechtsänderungsgesetz – die Begutachtungsfrist ist abgelaufen – ist daher folgende Maßnahme vorgesehen: Wenn sich ein junger Rekrut zum Beispiel im zweiten Monat während der Ableistung des Grundwehrdienstes bereit erklärt, länger beim österreichischen Bundesheer zu bleiben, nämlich über zwölf Monate hinaus, dann bekommt er ab dem Zeitpunkt der Meldung das gleiche Salär wie die Frauen, das heißt netto 824 € anstelle von 250 €. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das heißt, wir sind hier auf einem sehr guten Weg, wir können diese Reform konsequent umsetzen, und ich bitte um Ihre Unterstützung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Es haben sich alle für eine Verkürzung des Wehrdienstes ausgesprochen, und unser Bundesminister hat diese Verkürzung auf sechs Monate per 1. Jänner 2006 verordnet. Aber nicht allein der Verkürzung, sondern vor allem der sinnvollen Ausbildung der Grundwehrdiener hat unser Bundesminister Priorität gegeben. Zusatzausbildungen in den verschiedenen Bereichen sollten den Grundwehrdienst für unsere jungen Menschen sinnvoll und attraktiv gestalten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ausbildnern muss Wertschätzung und gegenseitiger Respekt auch in Fleisch und Blut übergehen, weil unsere Jugend unseren tiefen Respekt verdient, unsere Wertschätzung verdient. Die Jugend wird uns dies wieder zurückgeben. Jugend ist Zukunft – auch für das österreichische Bundesheer. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Noch eine allerletzte kurze Anmerkung: Im vorliegenden Budget sind klare Prioritäten erkennbar: Sicherheit, moderne Ausrüstung, das Wohl der Jugend, die Stärkung der Frauen im Heer. Ein modernes, schlagkräftiges Heer, das den neuen Herausforderungen gewachsen ist, wird damit erreicht werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Murauer: Haben Sie einmal was anderes auch?
Abgeordneter Mag. Norbert Darabos (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Es wird immer bunter im Parlament. Nach Schwarz-Blau, Schwarz-Orange gibt es jetzt Schwarz-Blau-Orange-Grün, was die Kasernenfragen betrifft. (Abg. Murauer: Haben Sie einmal was anderes auch?) Sie haben Seriosität angesprochen, Herr Minister. Sie brauchen keine Angst zu haben, die SPÖ ist eine seriöse Partei, die bereit ist, Regierungsverantwortung zu tragen. Die SPÖ steht auch zu Vereinbarungen. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Es freut mich, dass ich immer wieder, wenn ich herauskomme, so viele Zwischenrufe habe. Das zeigt (Abg. Murauer: Dass Sie jedes Mal dasselbe sagen!), dass Sie meine Rede wirklich interessiert. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Mag. Norbert Darabos (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Es wird immer bunter im Parlament. Nach Schwarz-Blau, Schwarz-Orange gibt es jetzt Schwarz-Blau-Orange-Grün, was die Kasernenfragen betrifft. (Abg. Murauer: Haben Sie einmal was anderes auch?) Sie haben Seriosität angesprochen, Herr Minister. Sie brauchen keine Angst zu haben, die SPÖ ist eine seriöse Partei, die bereit ist, Regierungsverantwortung zu tragen. Die SPÖ steht auch zu Vereinbarungen. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Es freut mich, dass ich immer wieder, wenn ich herauskomme, so viele Zwischenrufe habe. Das zeigt (Abg. Murauer: Dass Sie jedes Mal dasselbe sagen!), dass Sie meine Rede wirklich interessiert. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Murauer: Dass Sie jedes Mal dasselbe sagen!
Abgeordneter Mag. Norbert Darabos (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Es wird immer bunter im Parlament. Nach Schwarz-Blau, Schwarz-Orange gibt es jetzt Schwarz-Blau-Orange-Grün, was die Kasernenfragen betrifft. (Abg. Murauer: Haben Sie einmal was anderes auch?) Sie haben Seriosität angesprochen, Herr Minister. Sie brauchen keine Angst zu haben, die SPÖ ist eine seriöse Partei, die bereit ist, Regierungsverantwortung zu tragen. Die SPÖ steht auch zu Vereinbarungen. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Es freut mich, dass ich immer wieder, wenn ich herauskomme, so viele Zwischenrufe habe. Das zeigt (Abg. Murauer: Dass Sie jedes Mal dasselbe sagen!), dass Sie meine Rede wirklich interessiert. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Norbert Darabos (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Es wird immer bunter im Parlament. Nach Schwarz-Blau, Schwarz-Orange gibt es jetzt Schwarz-Blau-Orange-Grün, was die Kasernenfragen betrifft. (Abg. Murauer: Haben Sie einmal was anderes auch?) Sie haben Seriosität angesprochen, Herr Minister. Sie brauchen keine Angst zu haben, die SPÖ ist eine seriöse Partei, die bereit ist, Regierungsverantwortung zu tragen. Die SPÖ steht auch zu Vereinbarungen. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Es freut mich, dass ich immer wieder, wenn ich herauskomme, so viele Zwischenrufe habe. Das zeigt (Abg. Murauer: Dass Sie jedes Mal dasselbe sagen!), dass Sie meine Rede wirklich interessiert. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grillitsch: Wie kommt er zu der Liste?
Sie haben heute hier wieder behauptet, es gebe keine Liste. Herr Minister, ich werde Ihnen im Anschluss an diese Rede die Liste überreichen, die aus Ihrem engsten Bereich kommt. Und ich würde Sie schon bitten, hier das Parlament nicht falsch zu informieren. Es gibt diese Schließungsliste, sie ist jedoch nicht ausgewogen (Abg. Grillitsch: Wie kommt er zu der Liste?), weil sie auch mit den Landeshauptmännern und Landeshauptfrauen Österreichs nicht ausverhandelt ist – entgegen den Zusagen, die Sie getätigt haben. (Abg. Murauer: Sie behaupten das im Brustton der Überzeugung!)
Abg. Murauer: Sie behaupten das im Brustton der Überzeugung!
Sie haben heute hier wieder behauptet, es gebe keine Liste. Herr Minister, ich werde Ihnen im Anschluss an diese Rede die Liste überreichen, die aus Ihrem engsten Bereich kommt. Und ich würde Sie schon bitten, hier das Parlament nicht falsch zu informieren. Es gibt diese Schließungsliste, sie ist jedoch nicht ausgewogen (Abg. Grillitsch: Wie kommt er zu der Liste?), weil sie auch mit den Landeshauptmännern und Landeshauptfrauen Österreichs nicht ausverhandelt ist – entgegen den Zusagen, die Sie getätigt haben. (Abg. Murauer: Sie behaupten das im Brustton der Überzeugung!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Darabos begibt sich zu Bundesminister Platter an die Regierungsbank.
Es gibt eine Kasernenschließungsliste – ich gebe sie Ihnen jetzt –, und es gibt auch die Bereitschaft der SPÖ, den Wehrdienst auf sechs Monate zu verkürzen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Darabos begibt sich zu Bundesminister Platter an die Regierungsbank.)
Abg. Murauer: Wir schließen auch die Liegenschaften, hat er gesagt!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Uwe Scheuch (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine geschätzten Damen und Herren! Ich möchte auf ein Thema eingehen, das indirekt mit dem zu tun hat, von dem mein Vorredner gesprochen hat, nämlich Kasernenschließungen: ja oder nein?, weil das natürlich nicht nur für das Bundesheer und für die Landesverteidigung ... (Abg. Murauer: Wir schließen auch die Liegenschaften, hat er gesagt!) Ja, gut, ich will das nicht näher kommentieren.
Abg. Dr. Niederwieser: Wahrscheinlich holen Sie von dir die Milch!
Mir geht es dabei ganz klar um eine Sache, und die gilt es sicherzustellen: dass man bei den Kasernenschließungen, die eventuell im Raum stehen oder nicht, auf mehrere Dinge wahnsinnig aufpasst. Da geht es nicht nur um den Sicherheitsaspekt, da geht es nicht nur darum, dass sozusagen das Militär, das Bundesheer überall vertreten ist, sondern vor allen Dingen auch darum, dass die Zuliefererfirmen, die Klein- und Mittelbetriebe, all jene Unternehmen, die Produkte liefern, speziell auch die Bauern, die in sehr vielen Bereichen aktiv vor Ort Lebensmittel, Nahrungsmittel und dergleichen an die Kasernen liefern, das auch in Zukunft tun können. Das wäre aber unabhängig von den Kasernenschließungen auch bei allen anderen Kasernen sicherzustellen. (Abg. Dr. Niederwieser: Wahrscheinlich holen Sie von dir die Milch!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
geht es darum, dass ganz klar sichergestellt ist, dass diese Versorgung von den Betrieben vor Ort gemacht wird. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Niederwieser: Ihr seid umgefallen!
Da mein Vorredner, Kollege Dr. Bösch, von der Wehrdienstverkürzung gesprochen hat, möchte auch ich hier die Situation und den Moment dafür nutzen, noch einmal unsere Stellungnahme klarzumachen. Wir haben uns in der Diskussion nie gegen eine Wehrdienstverkürzung ausgesprochen. Das wurde bereits gesagt. (Abg. Dr. Niederwieser: Ihr seid umgefallen!) Wir haben ganz klar gesagt, dass für uns die Rahmenbedingungen passen müssen. Und darüber hat es – darüber bin ich sehr froh, und darauf kann man auch wirklich stolz sein – im Zuge dieses Sicherheitsgipfels eine Einigung gegeben. (Abg. Dr. Niederwieser: Sie sind umgefallen!)
Abg. Dr. Niederwieser: Sie sind umgefallen!
Da mein Vorredner, Kollege Dr. Bösch, von der Wehrdienstverkürzung gesprochen hat, möchte auch ich hier die Situation und den Moment dafür nutzen, noch einmal unsere Stellungnahme klarzumachen. Wir haben uns in der Diskussion nie gegen eine Wehrdienstverkürzung ausgesprochen. Das wurde bereits gesagt. (Abg. Dr. Niederwieser: Ihr seid umgefallen!) Wir haben ganz klar gesagt, dass für uns die Rahmenbedingungen passen müssen. Und darüber hat es – darüber bin ich sehr froh, und darauf kann man auch wirklich stolz sein – im Zuge dieses Sicherheitsgipfels eine Einigung gegeben. (Abg. Dr. Niederwieser: Sie sind umgefallen!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das, Herr Kollege Dr. Niederwieser, ist nicht ein „Umfallen“, sondern das Erzielen von politischen Einigungen! Das ist in Wirklichkeit das Durchsetzen von Botschaften, und das ist im Endeffekt das, was diese Bundesregierung auszeichnet, was diese Koalition auszeichnet: dass man es im Endeffekt schafft, vernünftige Kompromisse zu erzielen, die einerseits die Sicherheit im Staat gewährleisten, die andererseits auf die modernen Ansprüche und Forderungen der Bevölkerung eingehen, die eine Wehrverdienstverkürzung sinnvoll machen, machbar machen. Im Endeffekt hat sich hier die Freiheitliche Partei, der freiheitliche Parlamentsklub in der Regierung, in der Koalition einmal mehr durchgesetzt, und ich glaube, dass das auch einer der Grundsteine dafür ist, dass wir künftig auch in der Verteidigungspolitik sehr gut arbeiten werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Murauer: Monate!
Jetzt, Herr Bundesminister, haben Sie ein Maßnahmenpaket für Frauen angekündigt mit demselben Inhalt, den wir von der SPÖ schon im September 2003 gefordert haben, nur dass dies jetzt als ÖVP-Idee verkauft wird. Die Größe, meine Damen und Herren, einem SPÖ-Antrag zuzustimmen, auch wenn er inhaltlich punktgenau passt, diese Größe haben Sie von den Regierungsparteien leider offensichtlich nicht. Da lassen Sie lieber Jahre verstreichen (Abg. Murauer: Monate!) und nehmen zahlreichen Frauen die Chance auf faire Aufnahmeprüfungen. (Abg. Murauer: Monate, nicht Jahre!) Das ist sehr bedauerlich.
Abg. Murauer: Monate, nicht Jahre!
Jetzt, Herr Bundesminister, haben Sie ein Maßnahmenpaket für Frauen angekündigt mit demselben Inhalt, den wir von der SPÖ schon im September 2003 gefordert haben, nur dass dies jetzt als ÖVP-Idee verkauft wird. Die Größe, meine Damen und Herren, einem SPÖ-Antrag zuzustimmen, auch wenn er inhaltlich punktgenau passt, diese Größe haben Sie von den Regierungsparteien leider offensichtlich nicht. Da lassen Sie lieber Jahre verstreichen (Abg. Murauer: Monate!) und nehmen zahlreichen Frauen die Chance auf faire Aufnahmeprüfungen. (Abg. Murauer: Monate, nicht Jahre!) Das ist sehr bedauerlich.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Bösch: Und die von Vorarlberg! – Abg. Schöls: Und die von Niederösterreich!
Meine Damen und Herren! Herr Bundesminister! Weil ich noch ein wenig Zeit habe, möchte ich kurz noch ein Thema ansprechen, und zwar habe ich gelesen, dass auf Grund der Einsparungsmaßnahmen auch bei den Militärmusikkapellen in Österreich reduziert werden soll. Ich kenne meine Militärmusikkapelle im Burgenland. Nicht nur, dass wir stolz auf diese Gruppe sind, vertritt sie unser Bundesland mit ihrem Können auch weit über alle Grenzen hinaus. Daher meine Bitte an Sie, Herr Bundesminister, dies auch zu berücksichtigen und diese Militärmusikkapelle am Leben zu erhalten. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Bösch: Und die von Vorarlberg! – Abg. Schöls: Und die von Niederösterreich!)
Abg. Murauer: Alle neune!
Präsident Dr. Andreas Khol: Frau Abgeordnete Pfeffer, nicht nur diese. Aber die sind wirklich sehr gut. (Abg. Murauer: Alle neune!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das Doppelbudget 2005/2006 untermauert das einmal mehr, indem es in Zeiten von sehr strikten Budgets sage und schreibe eine Steigerung von 140 Millionen € beinhaltet und damit gegenüber dem Jahr 2004 um 8,6 Prozent höher liegt. Was mich besonders freut, das ist, dass diese zusätzlichen Budgetmittel mit Schwerpunkt bei der Truppe wirksam werden und da wieder der Löwenanteil direkt den Soldaten und ihrem persönlichen Schutz zugute kommt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abschließend darf ich daher für die Politik dieser Regierung das Grillparzer-Wort etwas variieren. Würde er sie charakterisieren müssen, dann würde er wohl sagen: Auf raschen Wegen und zu ganzen Zielen mit guten Mitteln konsequent zu streben. – Und das ist ein Glück für Österreich. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Murauer: Der Gusenbauer ist auch nicht da! – Abg. Grillitsch: Oder der Cap!
mehr da war. Es fehlen mir auch noch andere Persönlichkeiten, zum Beispiel Ihre Amtsvorgänger, also Kollege Scheibner, und vielleicht wäre es auch für den Kollegen Fasslabend interessant, zu hören, wie es mit dem Budget weitergeht. (Abg. Murauer: Der Gusenbauer ist auch nicht da! – Abg. Grillitsch: Oder der Cap!) Der war nie Verteidigungsminister, soweit ich mich erinnern kann. (Abg. Murauer: Verteidigungsminister wird er auch nie werden!)
Abg. Murauer: Verteidigungsminister wird er auch nie werden!
mehr da war. Es fehlen mir auch noch andere Persönlichkeiten, zum Beispiel Ihre Amtsvorgänger, also Kollege Scheibner, und vielleicht wäre es auch für den Kollegen Fasslabend interessant, zu hören, wie es mit dem Budget weitergeht. (Abg. Murauer: Der Gusenbauer ist auch nicht da! – Abg. Grillitsch: Oder der Cap!) Der war nie Verteidigungsminister, soweit ich mich erinnern kann. (Abg. Murauer: Verteidigungsminister wird er auch nie werden!)
Abg. Grillitsch – auf die Plätze weisend, auf denen die Ressortbeamten sitzen –: Die siehst du nicht da hinten!
Herr Minister, mir fehlen eigentlich auch die Herren Ihres Ressorts. Es waren bei den Budgetdebatten üblicherweise sehr viele da, heute hat es sich auf den Herrn Generalleutnant in Uniform reduziert. Es war hier meist eine Überflutung mit Personen in Uniformen, und das war gut so. (Abg. Grillitsch – auf die Plätze weisend, auf denen die Ressortbeamten sitzen –: Die siehst du nicht da hinten!)
Abg. Murauer: Das wird auch in Zukunft so sein! – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Meine Damen und Herren! Es war interessant, die Ausführungen des Kollegen Murauer zu hören. Ich habe dadurch etwas gelernt, lieber Freund. (Abg. Murauer: Das wird auch in Zukunft so sein! – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Du hast gemeint, weniger Mittel müssten ausreichend sein, mehr Intelligenz sei gefordert.
Abg. Grillitsch: Der Edlinger hat immer nein gesagt!
Jetzt kann ich mich erinnern, dass ich mit meinen Freunden – das ist auch an den Kollegen Ikrath gerichtet –, mit dem Toni Gaál mehrmals bei unseren Finanzministern war, nicht um mehr Intelligenz einzufordern, sondern mehr Geld für eine Wehrpolitik, für die seit 1983 Blau und Schwarz zuständig waren. (Abg. Grillitsch: Der Edlinger hat immer nein gesagt!) Wir haben das Geld bekommen. (Abg. Mag. Ikrath: Der Finanzminister hat nein gesagt!) Einfacher wäre es gewesen, Intelligenz bei den Vorgängern von Minister Platter einzufordern. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Ikrath: Der Finanzminister hat nein gesagt!
Jetzt kann ich mich erinnern, dass ich mit meinen Freunden – das ist auch an den Kollegen Ikrath gerichtet –, mit dem Toni Gaál mehrmals bei unseren Finanzministern war, nicht um mehr Intelligenz einzufordern, sondern mehr Geld für eine Wehrpolitik, für die seit 1983 Blau und Schwarz zuständig waren. (Abg. Grillitsch: Der Edlinger hat immer nein gesagt!) Wir haben das Geld bekommen. (Abg. Mag. Ikrath: Der Finanzminister hat nein gesagt!) Einfacher wäre es gewesen, Intelligenz bei den Vorgängern von Minister Platter einzufordern. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Jetzt kann ich mich erinnern, dass ich mit meinen Freunden – das ist auch an den Kollegen Ikrath gerichtet –, mit dem Toni Gaál mehrmals bei unseren Finanzministern war, nicht um mehr Intelligenz einzufordern, sondern mehr Geld für eine Wehrpolitik, für die seit 1983 Blau und Schwarz zuständig waren. (Abg. Grillitsch: Der Edlinger hat immer nein gesagt!) Wir haben das Geld bekommen. (Abg. Mag. Ikrath: Der Finanzminister hat nein gesagt!) Einfacher wäre es gewesen, Intelligenz bei den Vorgängern von Minister Platter einzufordern. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Das Budget mit 0,71 Prozent vom BIP ist so niedrig wie nie. Ich weiß von dir jetzt, es ist ausreichend. Du hast dich von der Forderung: Ein Prozent wird das Bundesheer brauchen!, verabschiedet. Daher darf es uns auch nicht wundern, dass bei solchen Forderungen kein Mensch mehr dieser Debatte über das Wehrbudget zuhört und verständlicherweise die Sozialdemokratie diesem auch nicht zustimmt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Murauer: Es wird wieder mehr werden!
Betrachtet man die Entwicklung gemessen am Bruttoinlandsprodukt – und wir haben ja mit dem Budget für 2006 im Grunde genommen die Zahlen von 2005 übernommen –, so sieht man, dass sich aber auf Grund des allgemeinen Wachstums der Anteil des Verteidigungsbudgets am Bruttoinlandsprodukt reduziert, und zwar von 0,74 auf 0,71 Prozent. (Abg. Murauer: Es wird wieder mehr werden!)
Abg. Murauer: ... uns anstrengen!
Die Zielvorstellung meinerseits wäre sicherlich eine Größenordnung, die in etwa bei 1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegt. Das würde auch einem Vergleich – einem Durchschnittsvergleich – in Europa einigermaßen gerecht werden. (Abg. Murauer: ... uns anstrengen!) Das will ich allerdings, Herr Bundesminister, nicht als undifferenzierten Ruf nach mehr Geld, wie Kollege Murauer das genannt hat, verstanden wissen, sondern als Bemühen darum, tatsächliche Bedürfnisse zu erfüllen. (Abg. Parnigoni: Da müssen Sie bei Ihrem Finanzminister Grasser ...!)
Abg. Parnigoni: Da müssen Sie bei Ihrem Finanzminister Grasser ...!
Die Zielvorstellung meinerseits wäre sicherlich eine Größenordnung, die in etwa bei 1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegt. Das würde auch einem Vergleich – einem Durchschnittsvergleich – in Europa einigermaßen gerecht werden. (Abg. Murauer: ... uns anstrengen!) Das will ich allerdings, Herr Bundesminister, nicht als undifferenzierten Ruf nach mehr Geld, wie Kollege Murauer das genannt hat, verstanden wissen, sondern als Bemühen darum, tatsächliche Bedürfnisse zu erfüllen. (Abg. Parnigoni: Da müssen Sie bei Ihrem Finanzminister Grasser ...!)
Abg. Parnigoni: Was ist der Grasser jetzt eigentlich: blau, orange oder schwarz? ... Chamäleon? Oder farbenblind?
Es gibt einfach Herausforderungen: Es ist sicherzustellen, dass das österreichische Bundesheer all seinen Verpflichtungen im Lande, aber auch auf internationaler Ebene nachkommen kann. Dafür sind eben Mittel sicherzustellen: für die Schwerpunkte Auslandseinsätze einerseits sowie auch den Heimatschutz. (Abg. Parnigoni: Was ist der Grasser jetzt eigentlich: blau, orange oder schwarz? ... Chamäleon? Oder farbenblind?) Dass es die derzeit auf dem Weg befindliche Reform notwendig macht, entsprechende Begleitmaßnahmen zu setzen, ist auch klar.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Herr Bundesminister! Zu Ihren sicher nicht einfachen Aufgaben darf ich Ihnen bestmöglichen Erfolg und höchste Effizienz wünschen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Auf Treibsand!
Abgeordnete Beate Schasching (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Ich halte es schon für mehr als seltsam, dass die ÖVP-FPÖ/Orange-Gruppe hier im Haus versucht, „business as usual“ zu machen: Ein Budget zu debattieren, das auf Sand gebaut ist – auf blau-orangem Sand –, ist schon mehr als seltsam (Abg. Dr. Pirklhuber: Auf Treibsand!), das möchte ich eingangs schon festgehalten wissen! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Auf schwarzem Sand auch!) Was Sie uns hier zumuten, ist ein starkes Stück.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Auf schwarzem Sand auch!
Abgeordnete Beate Schasching (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Ich halte es schon für mehr als seltsam, dass die ÖVP-FPÖ/Orange-Gruppe hier im Haus versucht, „business as usual“ zu machen: Ein Budget zu debattieren, das auf Sand gebaut ist – auf blau-orangem Sand –, ist schon mehr als seltsam (Abg. Dr. Pirklhuber: Auf Treibsand!), das möchte ich eingangs schon festgehalten wissen! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Auf schwarzem Sand auch!) Was Sie uns hier zumuten, ist ein starkes Stück.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Wir sollen ein falsches Budget ohne sozusagen klaren Absender debattieren und uns damit auseinander setzen, Sie selbst aber tun so, als wäre überhaupt nichts geschehen. Ich halte das Ganze für eine unzumutbare Situation, auch dem österreichischen Volk gegenüber – das möchte ich wirklich noch einmal klar gesagt haben. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Schöls.
Im Fall des Landesverteidigungsbudgets, Herr Bundesminister, stellen wir fest, dass nach fünf Jahren dieser schwarz-bunten Regierung immer weniger Geld dafür zur Verfügung steht – immer weniger Geld im Verhältnis zum BIP. Das ist eine traurige Tatsache, und Sie müssen zur Kenntnis nehmen, dass Sie mit Ihrer Landesverteidigungspolitik gescheitert sind. (Zwischenruf des Abg. Schöls.)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne hoffe ich, Herr Bundesminister, dass Sie auch darauf Ihr Augenmerk richten und diese wichtige Einrichtung weiterhin sicherstellen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Parnigoni: Die Zeit ist reif!
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Abgeordneter Kapeller spricht nunmehr 2 bis 3 Minuten zu uns. – Bitte. (Abg. Parnigoni: Die Zeit ist reif!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Ing. Norbert Kapeller (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Diese Regierung versucht, nicht immer nur mit einem Mehr an Steuergeldern die Aufgaben eines Staates zu erfüllen und zu finanzieren – nein, wir gehen einen intelligenteren Weg: nämlich mit vernünftigen Modernisierungen, mit Reformen und mit dem richtigen Mitteleinsatz. Und das ist auch Intelligenz! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abschließend möchte ich noch einmal unseren Grundsatz, unser Credo für Sie formulieren: Mit möglichst optimalem und sparsamem Mitteleinsatz das Maximum für die Menschen erreichen. Das ist wahre und wahrlich Intelligenz! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Murauer: Richtig!
Abgeordneter Rudolf Parnigoni (SPÖ): Meine Damen und Herren! Der Herr Bundesminister hat von „großen Reformen“ gesprochen. (Abg. Murauer: Richtig!) Dazu ist jedoch festzuhalten, dass er, also das Bundesheer, in etwa 2,1 Milliarden € an Schulden hat. Im Budgetansatz hat er, wie er zuvor selbst gesagt hat, 19 Prozent, also 400 Millionen investiven Freiraum, als 400 Millionen für Investitionen. Wenn man das jetzt umrechnet ... (Das Handy des Redners beginnt zu läuten. – Rufe bei der ÖVP: Heb ab! – Der Redner schaltet sein Handy ab.)
Das Handy des Redners beginnt zu läuten. – Rufe bei der ÖVP: Heb ab! – Der Redner schaltet sein Handy ab.
Abgeordneter Rudolf Parnigoni (SPÖ): Meine Damen und Herren! Der Herr Bundesminister hat von „großen Reformen“ gesprochen. (Abg. Murauer: Richtig!) Dazu ist jedoch festzuhalten, dass er, also das Bundesheer, in etwa 2,1 Milliarden € an Schulden hat. Im Budgetansatz hat er, wie er zuvor selbst gesagt hat, 19 Prozent, also 400 Millionen investiven Freiraum, als 400 Millionen für Investitionen. Wenn man das jetzt umrechnet ... (Das Handy des Redners beginnt zu läuten. – Rufe bei der ÖVP: Heb ab! – Der Redner schaltet sein Handy ab.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Wenn man das umrechnet, heißt das in Wirklichkeit, dass seine Investitionsmittel für sechs Jahre gebunden sind, um das Geld für die unsinnigen, unnötigen und sündteuren Abfangjäger zusammenzukratzen. In Anbetracht dessen reden Sie, Herr Bundesminister, davon, dass Sie große Reformen planen?! – Das müssen Sie den Österreicherinnen und Österreichern erst erklären, wie das zusammengehen soll. Es ist ja völlig unlogisch, und es glaubt Ihnen ja auch niemand! All das, was Sie hier erzählen, ist in Wirklichkeit für die Bevölkerung nicht akzeptabel. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Abg. Murauer: Eh klar! Hätte mich auch gewundert, wenn du das nicht gesagt hättest!
Ich sage Ihnen: Das ist mit Sicherheit der falsche Weg! Da hat Scheuch Recht, wenn er meint, das sind Wirtschaftsfaktoren in den Regionen – so auch in meiner, im Waldviertel, wo es drei wichtige Kasernen gibt: Allentsteig mit dem TÜPL, Horn und Weitra. Eine intelligente Lösung, Herr Kollege Murauer, wäre etwa, diese drei Kasernen zusammen mit dem TÜPL zu einem internationalen Ausbildungszentrum für Sicherheitsfragen, vielleicht auch des Inneren, zusammenzuführen. (Abg. Murauer: Eh klar! Hätte mich auch gewundert, wenn du das nicht gesagt hättest!) Das wäre etwas, was in der Zukunft allenfalls eine Chance hätte.
Abg. Murauer: Es hat jeder sein Verständnis von Intelligenz!
Gehen Sie also einen wirklich intelligenten Weg! (Abg. Murauer: Es hat jeder sein Verständnis von Intelligenz!) Retten Sie auch das Leben des Kollegen Stummvoll, der gesagt hat, nur über seine Leiche werde eine Kaserne im Waldviertel geschlossen! Damit tun Sie vielleicht – ich weiß nicht, zumindest ein menschliches Werk. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Gehen Sie also einen wirklich intelligenten Weg! (Abg. Murauer: Es hat jeder sein Verständnis von Intelligenz!) Retten Sie auch das Leben des Kollegen Stummvoll, der gesagt hat, nur über seine Leiche werde eine Kaserne im Waldviertel geschlossen! Damit tun Sie vielleicht – ich weiß nicht, zumindest ein menschliches Werk. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Stadlbauer: Sie haben Listen, die nicht stimmen? – Abg. Murauer: Verunsicherung ist das!
Zu den ominösen Listen: Dieses Spiel kann man weiterführen. Ich habe hier auch eine Liste, und darauf steht, dass zum Beispiel keine Kaserne geschlossen wird. Sie stimmt genauso wenig wie Ihre Liste mit den Behauptungen von Kasernenschließungen, die Sie hier verbreiten wollen. (Abg. Stadlbauer: Sie haben Listen, die nicht stimmen? – Abg. Murauer: Verunsicherung ist das!)
Beifall bei der ÖVP.
„KAZ neu“, der „Kampfanzug neu“, ist nicht nur für die Sicherheit, sondern auch für die Motivation der Soldaten wichtig. Auch hier bei uns würde, glaube ich, niemand gerne in uralten Gewändern zur Arbeit gehen. Mit diesem Anzug gibt es eine moderne, innovative Ausrüstung für unsere Soldaten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Sehr geehrter Herr Bundesminister! Das „Frauenpaket“ – und Sie haben es in Ihrer Wortmeldung bereits gesagt – ist sehr innovativ, es ist einfach ein tolles Paket, nicht nur für die Frauen beim Bundesheer beziehungsweise diejenigen, die zum Heer wollen, sondern auch für Rekruten, die sich freiwillig für 12 Monate melden wollen. Ich glaube nämlich, dass wir dadurch die Zahl dieser Meldungen wieder steigern können, ich habe nämlich bereits mit vielen gesprochen, die gemeint haben, da würden sie sich selbstverständlich überlegen, sich 12 Monate zum Heer zu melden. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Murauer: Richtig!
Abgeordneter Stefan Prähauser (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Die Sonne bringt es an den Tag: Wir wissen heute, Intelligenz ist auch eine Form von Weitsicht. (Abg. Murauer: Richtig!) Was schon Bruno Kreisky in den siebziger Jahren für das Bundesheer (Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer: Das ist ein schlechtes Beispiel!), für die Landesverteidigung für notwendig gehalten hat, wird anscheinend heute zum Allheilmittel.
Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer: Das ist ein schlechtes Beispiel!
Abgeordneter Stefan Prähauser (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Die Sonne bringt es an den Tag: Wir wissen heute, Intelligenz ist auch eine Form von Weitsicht. (Abg. Murauer: Richtig!) Was schon Bruno Kreisky in den siebziger Jahren für das Bundesheer (Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer: Das ist ein schlechtes Beispiel!), für die Landesverteidigung für notwendig gehalten hat, wird anscheinend heute zum Allheilmittel.
Ruf bei der ÖVP: Ausgehungert wurde das Bundesheer von der Kreisky-Regierung!
Denken Sie nur an die Forderung nach „Sechs Monate Wehrdienst“! Denken Sie daran, wenn es darum geht, das Bundesheer zu finanzieren: Man hat auch damals schon gefragt: Ist die gängige Stärke des Bundesheeres auf Sicht finanzierbar? Sind wir in der Lage, trotz immenser Personalkosten eine ordentliche Bewaffnung zu finanzieren? (Ruf bei der ÖVP: Ausgehungert wurde das Bundesheer von der Kreisky-Regierung!)
Beifall bei der SPÖ.
Wir sind für sechs Monate, wenn Sie die Kraft haben, das gesetzlich zu verankern. Wir sind auch dafür, dass das Bundesheer finanziell gesehen jene Ausstattung bekommt, um eine gute Bewaffnung und Ausrüstung zu gewährleisten. Wir sind nicht auf Ihrer Seite, wenn Sie meinen, durch überteuerte Flugzeugkäufe, die in dieser Qualität niemand von uns braucht, Budgetvorgriffe vornehmen zu müssen, die das Bundesheer in den nächsten 20 Jahren immens belasten werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Alfred Schöls (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Liebe Kolleginnen und Kollegen! „Rekrutinnen und Rekruten Ahnungslos“ auf der linken Reichshälfte! (Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer! Vor allem hier an jene jungen Männer, die bald Dienst im österreichischen Bundesheer oder vielleicht als Zivildiener leisten werden: Ich darf euch versichern, dass diese Bundesregierung, dieser Bundesminister, alles daransetzt, dass wir unserer Verantwortung gerecht werden. (Abg. Brosz: ... arrogant ... präpotent!)
Abg. Brosz: ... arrogant ... präpotent!
Abgeordneter Alfred Schöls (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Liebe Kolleginnen und Kollegen! „Rekrutinnen und Rekruten Ahnungslos“ auf der linken Reichshälfte! (Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer! Vor allem hier an jene jungen Männer, die bald Dienst im österreichischen Bundesheer oder vielleicht als Zivildiener leisten werden: Ich darf euch versichern, dass diese Bundesregierung, dieser Bundesminister, alles daransetzt, dass wir unserer Verantwortung gerecht werden. (Abg. Brosz: ... arrogant ... präpotent!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich möchte mich bei den Soldatinnen und Soldaten, die sowohl im Inland als auch im Ausland im Einsatz sind, herzlich bedanken. Sie haben es sich nicht verdient, dass sie tagein, tagaus in Österreich demotiviert sind – demotiviert werden durch Oppositionspolitiker, während sie für die Reputation der Republik Österreich im Ausland im Einsatz sind. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Gaál: Nicht übertreiben!
Herr Bundesminister, ich möchte mich aber auch bei Ihnen herzlich bedanken, denn die Strukturreform im österreichischen Bundesheer ist zweifelsohne nicht leicht. Gerade da kommt das Herz eines echten Sozialpolitikers – ich bin versucht, zu sagen, eines ÖAABlers von echtem Schrot und Korn – durch, bewiesen dadurch, dass sozialpartnerschaftliche Verhandlungen mit den Personalvertretern und Gewerkschaftsfunktionären geführt wurden. (Abg. Gaál: Nicht übertreiben!)
Abg. Gaál: Das sind die Repräsentationskosten, bitte!
Es wird behauptet, dass weniger Budget da ist. – Ich zitiere: Kollegin Schasching wollte, ohne den Unterschied zwischen Waffen und Truppenübungen zu kennen, wissen, warum mehr Mittel eingesetzt werden. Kollege Gartlehner hat angefragt, warum es plus 40 Prozent im VA-Ansatz 2006 gibt. Kollegin Schasching fragte: Warum explodieren die Ausgaben? (Abg. Gaál: Das sind die Repräsentationskosten, bitte!) Kollegin Stadlbauer stellte die Frage: Wie begründet sich die Erhöhung um 35 Prozent im Vergleich zu 2005? Noch eine Frage von Kollegin Stadlbauer lautete: Wie begründet sich die Erhöhung um 87 Prozent? (Abg. Stadlbauer: Sie müssen schon dazusagen, wofür!)
Abg. Stadlbauer: Sie müssen schon dazusagen, wofür!
Es wird behauptet, dass weniger Budget da ist. – Ich zitiere: Kollegin Schasching wollte, ohne den Unterschied zwischen Waffen und Truppenübungen zu kennen, wissen, warum mehr Mittel eingesetzt werden. Kollege Gartlehner hat angefragt, warum es plus 40 Prozent im VA-Ansatz 2006 gibt. Kollegin Schasching fragte: Warum explodieren die Ausgaben? (Abg. Gaál: Das sind die Repräsentationskosten, bitte!) Kollegin Stadlbauer stellte die Frage: Wie begründet sich die Erhöhung um 35 Prozent im Vergleich zu 2005? Noch eine Frage von Kollegin Stadlbauer lautete: Wie begründet sich die Erhöhung um 87 Prozent? (Abg. Stadlbauer: Sie müssen schon dazusagen, wofür!)
Abg. Gaál: Du verstehst wirklich nichts!
Ich habe das letzte Mal zu den Verdachtschöpfern gesagt: Abtreten! Ich brauche es dieses Mal nicht mehr zu sagen, die SPÖ ist, was die Verteidigungspolitik betrifft, bereits abgetreten. (Abg. Gaál: Du verstehst wirklich nichts!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Herr Bundesminister, ich wünsche dir viel Erfolg – nicht nur Soldatenglück, sondern auch politisches Glück. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf bei der ÖVP. – Abg. Schöls: Ahnungslos!
Abgeordnete Bettina Stadlbauer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Abgeordneter Schöls hat jetzt versucht, den Begriff „Rekrut“ abwertend zu verwenden und als Beleidigung einzusetzen (Zwischenruf bei der ÖVP. – Abg. Schöls: Ahnungslos!) Ja, eben: Rekrut ist gleich ahnungslos. – Gut. Das möchte ich hier festhalten, denn daran sieht man, wie die ÖVP Rekruten bezeichnet und wie sie es gerne hätte – im Gegensatz zu uns! (Abg. Schöls: Nicht der Rekrut, ihr seid ahnungslos!)
Abg. Schöls: Nicht der Rekrut, ihr seid ahnungslos!
Abgeordnete Bettina Stadlbauer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Abgeordneter Schöls hat jetzt versucht, den Begriff „Rekrut“ abwertend zu verwenden und als Beleidigung einzusetzen (Zwischenruf bei der ÖVP. – Abg. Schöls: Ahnungslos!) Ja, eben: Rekrut ist gleich ahnungslos. – Gut. Das möchte ich hier festhalten, denn daran sieht man, wie die ÖVP Rekruten bezeichnet und wie sie es gerne hätte – im Gegensatz zu uns! (Abg. Schöls: Nicht der Rekrut, ihr seid ahnungslos!)
Beifall bei der SPÖ.
Wir als SPÖ-Fraktion bedanken uns hier ausdrücklich für die hervorragende Leistung, die die Rekruten – 30 000 Personen in Österreich – leisten. – Danke schön dafür. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Murauer: Wie sagt man bei der Wiener Städtischen: Ihre Sorgen möchten wir haben!
Ihre Ankündigung, dass sich nun vieles für Soldatinnen verbessern werde, möchte ich ausdrücklich begrüßen. Da hat ein Umdenken stattgefunden. Sie haben doch in Ihrer ersten Rede zum Budget, als Sie von den Soldaten und Soldatinnen gesprochen haben, nur von „meinen Burschen“ geredet. (Abg. Murauer: Wie sagt man bei der Wiener Städtischen: Ihre Sorgen möchten wir haben!) Als die SPÖ den Antrag eingebracht hat, den Sie jetzt umsetzen, war Ihr Gegenargument damals: Frauen bekämen ohnehin eine Zulage, wenn sie verheiratet wären, Kinder haben und eine Wohnung erhalten müssen. (Abg. Hornek: Ihre Sorgen und das Geld von Rothschild!)
Abg. Hornek: Ihre Sorgen und das Geld von Rothschild!
Ihre Ankündigung, dass sich nun vieles für Soldatinnen verbessern werde, möchte ich ausdrücklich begrüßen. Da hat ein Umdenken stattgefunden. Sie haben doch in Ihrer ersten Rede zum Budget, als Sie von den Soldaten und Soldatinnen gesprochen haben, nur von „meinen Burschen“ geredet. (Abg. Murauer: Wie sagt man bei der Wiener Städtischen: Ihre Sorgen möchten wir haben!) Als die SPÖ den Antrag eingebracht hat, den Sie jetzt umsetzen, war Ihr Gegenargument damals: Frauen bekämen ohnehin eine Zulage, wenn sie verheiratet wären, Kinder haben und eine Wohnung erhalten müssen. (Abg. Hornek: Ihre Sorgen und das Geld von Rothschild!)
Beifall bei der SPÖ.
Aber ich denke trotzdem, dass das sehr positiv ist. Minister Platter hat erkannt, dass die SPÖ gute sicherheitspolitische Vorschläge macht, und ich kann nur hoffen, dass er konsequent genug ist und sich auch in anderen Bereichen an unsere Vorgaben hält, wie zum Beispiel: sinnvollere Einsetzung des Budgets, Abgehen vom Abfangjäger-Deal, eine eigene Ausbildungsschiene im Bundesheer für mehr weibliche Peacekeeper, eine österreichische Beteiligung an der EU-Battle-Group nur dann, wenn die Neutralität auf Punkt und Beistrich eingehalten wird, oder die Beibehaltung der Neutralität an sich. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und des Abg. Scheibner.
Abgeordneter Norbert Sieber (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Kolleginnen und Kollegen! Das Sicherste auf dieser Welt: der „rote“ Ruf nach noch mehr Geld. (Beifall bei der ÖVP und des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Um die Leistungsfähigkeit und Effizienz bei Einsätzen in Katastrophenfällen zu erhöhen, werden 575 neue LKWs beschafft. Das entspricht einem Auftragswert in der Höhe von über 125 Millionen €, großteils für die heimische Wirtschaft. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wichtig ist mir als ehemaligem Zeitsoldaten bei der Militärmusik Vorarlberg und aktivem Kapellmeister eines Musikvereins das Militärmusikwesen. Es ist unverwechselbarer Bestandteil der Musiktradition in unserer Heimat. Es dient dem Renommee und öffentlichen Ansehen des Bundesheeres, ist Träger der Tradition, und aus allen der rund 2 500 Blasorchester in unserem Land durchliefen junge Musiker die Ausbildungsstätte Militärmusik. Diese wichtige Institution ist vielen Menschen ein großes Anliegen. Und ich danke unserem Minister Platter, der selbst viele Jahre in einem Musikverein aktiv war, dass ihm das Militärmusikwesen ein großes Anliegen ist. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
unseren Soldatinnen und Soldaten hervorragend gemacht wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Zweiter Punkt, auf Grund der Ausführungen des Abgeordneten Darabos möchte ich nochmals darauf eingehen: Für mich ist es unglaublich, was mit Kasernenschließungslisten gemacht wird. Einerseits geht man her, stoppelt sich irgendeine Liste zusammen, bringt diese Liste an die Öffentlichkeit, und andererseits macht man mir den Vorwurf, dass es eine Liste gäbe, ohne mit den Landeshauptleuten verhandelt zu haben. Das ist eine Unseriosität, wie ich sie noch nie erlebt habe. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
So wird es nicht möglich sein, eine vernünftige Reform durchzuführen. Ich lade Sie alle daher ein, wieder den seriösen Weg zu wählen, den wir zu Beginn der Bundesheer-Reformkommission eingeschlagen haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das ist daher heute ein guter Tag für das Budget, ein guter Tag für das österreichische Bundesheer. Wir werden diesen Weg konsequent fortsetzen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: SPÖ!
Abgeordneter Hermann Krist (SPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Herr Minister, wenn Sie das Wort „Populismus“ in den Mund nehmen, dann fällt mir nur ein einziger Begriff dazu ein (Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: SPÖ!): Eurofighter. Ich denke, das ist mit Abstand der beste Begriff. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Hermann Krist (SPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Herr Minister, wenn Sie das Wort „Populismus“ in den Mund nehmen, dann fällt mir nur ein einziger Begriff dazu ein (Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen: SPÖ!): Eurofighter. Ich denke, das ist mit Abstand der beste Begriff. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Donabauer: Ist das Ihr Inserat?
Kirchdorf schließen oder auch einen Kahlschlag in Freistadt durchführen. Das ist ein Schildbürgerstreich, wie auch in den „Oberösterreichischen Nachrichten“ nachzulesen ist. Ein Kommentar erübrigt sich dazu. (Abg. Donabauer: Ist das Ihr Inserat?)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren dieser orange-blau-schwarzen Deregulierungsunion! Es formiert sich heftiger Widerstand, und das ist gut so. Sehr viele der Betroffenen wehren sich – unterstützt von Bürgermeistern, Bürgerinitiativen – gegen das Verschlechtern der Lebensbedingungen, gegen das mutwillige Zerstören der Zukunftsplanung vieler Familien. Unsere Zustimmung dazu dürfen Sie nicht erwarten. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Schöls
Herr Kollege Schöls hat von „Demotivierung“ gesprochen. Ich glaube, er sollte sich die Zahlen anschauen, dann weiß er, warum die Leute im Bundesheer demotiviert sind, und zwar nicht, weil von der linken Seite hie und da berechtigte Einwände kommen (Zwischenruf des Abg. Schöls), sondern weil diese Bundesregierung permanent die Mittel für das Bundesheer senkt. Herr Kollege Schöls, das ist der Grund! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Kollege Schöls hat von „Demotivierung“ gesprochen. Ich glaube, er sollte sich die Zahlen anschauen, dann weiß er, warum die Leute im Bundesheer demotiviert sind, und zwar nicht, weil von der linken Seite hie und da berechtigte Einwände kommen (Zwischenruf des Abg. Schöls), sondern weil diese Bundesregierung permanent die Mittel für das Bundesheer senkt. Herr Kollege Schöls, das ist der Grund! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie glauben, Sie können das Interpellationsrecht lächerlich machen, allein das zeigt, welche Geisteshaltung Sie in Wirklichkeit haben, Herr Kollege Schöls! (Beifall bei der SPÖ.) Es muss gestattet sein, zu hinterfragen, wenn es exorbitante Erhöhungen gibt, warum diese geschehen sind. Das werden Sie hoffentlich in Ihrer grenzenlosen Naivität akzeptieren können!
Beifall bei der SPÖ.
Was die Kasernenschließungsliste betrifft, haben Sie, Herr Bundesminister, offensichtlich das Wording des Herrn Haider übernommen: Es gibt sie, es gibt sie nicht, es gibt sie, es gibt sie nicht. Damit ist niemandem gedient, rücken Sie die Liste heraus, und gehen Sie offen auf die betroffenen Regionen zu. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Fekter – auf die ORF-Kamera auf der Galerie zeigend –: Herr Präsident! Schauen Sie sich das an!
Zu Wort gemeldet hat sich als erster Redner dazu Herr Abgeordneter Dr. Matznetter. (Abg. Dr. Fekter – auf die ORF-Kamera auf der Galerie zeigend –: Herr Präsident! Schauen Sie sich das an!)
Abg. Parnigoni: Wie ist das mit der Medienfreiheit?
Ich bitte die Damen und Herren, Platz zu nehmen. Ich werde mit den ORF-Stationen reden. Es ist ungehörig, von hinten den Abgeordneten in ihre Papiere zu filmen, und ich bitte, das Filmen einzustellen! Haben Sie das gehört? (Abg. Parnigoni: Wie ist das mit der Medienfreiheit?)
Abg. Dr. Bleckmann: Da geht es doch nicht um Zeugungsfähigkeit!
Fangen wir an: Es gibt interessante Tabellen. Die Kategorie Bevölkerungswachstum und Kinder lasse ich weg; Kollegin Rosenkranz wird zwar traurig sein, weil ihr die Kinderanzahl ein Anliegen ist, aber die Politik kann wohl wenig machen, was die Zeugungsfähigkeit und -willigkeit betrifft. (Abg. Dr. Bleckmann: Da geht es doch nicht um Zeugungsfähigkeit!) Wofür die Politik aber verantwortlich ist, ist die Frage, ob die Rahmenbedingungen für die Frauen stimmen. Und diesen Nachsatz erlauben Sie mir, Frau Kollegin! Wenn wir wollen, dass die Familien kinderreicher sind, dann werden wir uns bei der Kinderbetreuung mit jenen Ländern zu messen haben, die für eine flächendeckend gute und bessere Kinderbetreuung sorgen. Wenn die Situation in den Bundesländern so ist wie in Wien, dann wird es insgesamt auch in Österreich besser werden. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Herr Kollege, ich habe nicht gewusst, dass Sie sich ...! Das wissen Sie auch!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Herr Kollege, ich habe nicht gewusst, dass Sie sich ...! Das wissen Sie auch!
Fangen wir an: Es gibt interessante Tabellen. Die Kategorie Bevölkerungswachstum und Kinder lasse ich weg; Kollegin Rosenkranz wird zwar traurig sein, weil ihr die Kinderanzahl ein Anliegen ist, aber die Politik kann wohl wenig machen, was die Zeugungsfähigkeit und -willigkeit betrifft. (Abg. Dr. Bleckmann: Da geht es doch nicht um Zeugungsfähigkeit!) Wofür die Politik aber verantwortlich ist, ist die Frage, ob die Rahmenbedingungen für die Frauen stimmen. Und diesen Nachsatz erlauben Sie mir, Frau Kollegin! Wenn wir wollen, dass die Familien kinderreicher sind, dann werden wir uns bei der Kinderbetreuung mit jenen Ländern zu messen haben, die für eine flächendeckend gute und bessere Kinderbetreuung sorgen. Wenn die Situation in den Bundesländern so ist wie in Wien, dann wird es insgesamt auch in Österreich besser werden. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Herr Kollege, ich habe nicht gewusst, dass Sie sich ...! Das wissen Sie auch!)
Abg. Dr. Mitterlehner: Zwischen 1966 und 1970 war die SPÖ dabei!
Während der ÖVP-Alleinregierung betrug er im Jahr 1960 99,4 und 1965 96,6. (Abg. Dr. Mitterlehner: Zwischen 1966 und 1970 war die SPÖ dabei!) – Moment! Zwischen den Jahren 1970 und 1980, Herr Kollege (Abg. Dr. Mitterlehner: Da haben Sie jetzt
Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.
Und dann geht es weiter. Bis Ende der achtziger Jahre lag der Wert bei 111,8 und im Jahr 2000 bei 116,1. (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.) Wir haben uns zum Benchmark in jedem dieser Zeiträume deutlich verbessert. (Abg. Dr. Mitterlehner: Sie sind um 100 Jahre zurück!) Und was ist jetzt, seit Herr Grasser und Herr Schüssel da sind? – Die Werte liegen bei 116,1, 113, 111,7, 111,6, 111,4 und im Jahr 2006 bei 111,2. Fünf Prozentpunkte sind wir im Pro-Kopf-Einkommen zum Kaufkraftstandard gefallen, seit die Wirtschaftspolitik unter der Marke Grasser erfolgt. Das ist die falsche Politik, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Mitterlehner: Sie sind um 100 Jahre zurück!
Und dann geht es weiter. Bis Ende der achtziger Jahre lag der Wert bei 111,8 und im Jahr 2000 bei 116,1. (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.) Wir haben uns zum Benchmark in jedem dieser Zeiträume deutlich verbessert. (Abg. Dr. Mitterlehner: Sie sind um 100 Jahre zurück!) Und was ist jetzt, seit Herr Grasser und Herr Schüssel da sind? – Die Werte liegen bei 116,1, 113, 111,7, 111,6, 111,4 und im Jahr 2006 bei 111,2. Fünf Prozentpunkte sind wir im Pro-Kopf-Einkommen zum Kaufkraftstandard gefallen, seit die Wirtschaftspolitik unter der Marke Grasser erfolgt. Das ist die falsche Politik, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Und dann geht es weiter. Bis Ende der achtziger Jahre lag der Wert bei 111,8 und im Jahr 2000 bei 116,1. (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.) Wir haben uns zum Benchmark in jedem dieser Zeiträume deutlich verbessert. (Abg. Dr. Mitterlehner: Sie sind um 100 Jahre zurück!) Und was ist jetzt, seit Herr Grasser und Herr Schüssel da sind? – Die Werte liegen bei 116,1, 113, 111,7, 111,6, 111,4 und im Jahr 2006 bei 111,2. Fünf Prozentpunkte sind wir im Pro-Kopf-Einkommen zum Kaufkraftstandard gefallen, seit die Wirtschaftspolitik unter der Marke Grasser erfolgt. Das ist die falsche Politik, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Stummvoll.
Das können Sie sich aufhängen, das ist nämlich Ihr negatives Zeugnis: Je mehr ÖVP, desto schlechter ist die Performance! (Ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Stummvoll.) Über diese Daten kommen Sie nicht hinweg: Pro-Kopf-Einkommen (Abg. Dr. Stummvoll: ... absurd!): Rückfall! – Die Kommission ist absurd? (Abg. Dr. Stummvoll: Nein, Sie sind absurd!) Das Bruttoinlandsprodukt ist absurd? Die Zahlen sind absurd? – Ich bitte Sie, Herr Kollege, ich gebe Ihnen gerne die Gelegenheit: Selbst lesen! – Die PISA-Studie wurde unter Fünfzehnjährigen gemacht und nicht hier. Es wäre ja eine Schande, wenn wir das nicht zusammenbringen würden!
Abg. Dr. Stummvoll: ... absurd!
Das können Sie sich aufhängen, das ist nämlich Ihr negatives Zeugnis: Je mehr ÖVP, desto schlechter ist die Performance! (Ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Stummvoll.) Über diese Daten kommen Sie nicht hinweg: Pro-Kopf-Einkommen (Abg. Dr. Stummvoll: ... absurd!): Rückfall! – Die Kommission ist absurd? (Abg. Dr. Stummvoll: Nein, Sie sind absurd!) Das Bruttoinlandsprodukt ist absurd? Die Zahlen sind absurd? – Ich bitte Sie, Herr Kollege, ich gebe Ihnen gerne die Gelegenheit: Selbst lesen! – Die PISA-Studie wurde unter Fünfzehnjährigen gemacht und nicht hier. Es wäre ja eine Schande, wenn wir das nicht zusammenbringen würden!
Abg. Dr. Stummvoll: Nein, Sie sind absurd!
Das können Sie sich aufhängen, das ist nämlich Ihr negatives Zeugnis: Je mehr ÖVP, desto schlechter ist die Performance! (Ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Stummvoll.) Über diese Daten kommen Sie nicht hinweg: Pro-Kopf-Einkommen (Abg. Dr. Stummvoll: ... absurd!): Rückfall! – Die Kommission ist absurd? (Abg. Dr. Stummvoll: Nein, Sie sind absurd!) Das Bruttoinlandsprodukt ist absurd? Die Zahlen sind absurd? – Ich bitte Sie, Herr Kollege, ich gebe Ihnen gerne die Gelegenheit: Selbst lesen! – Die PISA-Studie wurde unter Fünfzehnjährigen gemacht und nicht hier. Es wäre ja eine Schande, wenn wir das nicht zusammenbringen würden!
Abg. Dr. Mitterlehner: Ist ja nicht wahr! Wir haben ja ...!
Die Inflation – wenn wir schon bei Ihrer Politik sind, meine Damen und Herren –: Dort waren wir immer unter dem Durchschnitt der Union! (Abg. Dr. Mitterlehner: Ist ja nicht wahr! Wir haben ja ...!) – Sie haben Pech, Herr Kollege Mitterlehner: Die EU-Kommission hat nämlich die Zahlen mitgeliefert – Seite 82. Wir waren immer unter der Durchschnittsinflation der Eurozone! (Abg. Dr. Mitterlehner: Eh jetzt auch!) Aha, wieso jetzt auch? – Sie haben, glaube ich, die Zahlen nicht dabei. Wir liegen bei 2,0 Prozent für das Jahr 2004, die Eurozone bei 1,9 Prozent! (Abg. Dr. Mitterlehner: Was hat die EZB für ein ...?)
Abg. Dr. Mitterlehner: Eh jetzt auch!
Die Inflation – wenn wir schon bei Ihrer Politik sind, meine Damen und Herren –: Dort waren wir immer unter dem Durchschnitt der Union! (Abg. Dr. Mitterlehner: Ist ja nicht wahr! Wir haben ja ...!) – Sie haben Pech, Herr Kollege Mitterlehner: Die EU-Kommission hat nämlich die Zahlen mitgeliefert – Seite 82. Wir waren immer unter der Durchschnittsinflation der Eurozone! (Abg. Dr. Mitterlehner: Eh jetzt auch!) Aha, wieso jetzt auch? – Sie haben, glaube ich, die Zahlen nicht dabei. Wir liegen bei 2,0 Prozent für das Jahr 2004, die Eurozone bei 1,9 Prozent! (Abg. Dr. Mitterlehner: Was hat die EZB für ein ...?)
Abg. Dr. Mitterlehner: Was hat die EZB für ein ...?
Die Inflation – wenn wir schon bei Ihrer Politik sind, meine Damen und Herren –: Dort waren wir immer unter dem Durchschnitt der Union! (Abg. Dr. Mitterlehner: Ist ja nicht wahr! Wir haben ja ...!) – Sie haben Pech, Herr Kollege Mitterlehner: Die EU-Kommission hat nämlich die Zahlen mitgeliefert – Seite 82. Wir waren immer unter der Durchschnittsinflation der Eurozone! (Abg. Dr. Mitterlehner: Eh jetzt auch!) Aha, wieso jetzt auch? – Sie haben, glaube ich, die Zahlen nicht dabei. Wir liegen bei 2,0 Prozent für das Jahr 2004, die Eurozone bei 1,9 Prozent! (Abg. Dr. Mitterlehner: Was hat die EZB für ein ...?)
Abg. Dr. Jarolim – in Richtung ÖVP –: Aufschreiben! – Abg. Steibl: „Aufpassen“, ob der Herr Kollege Matznetter die richtigen Zahlen sagt!
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (fortsetzend): Heißt das, 2,3 Prozent wird für heuer erwartet – erwartet für die Eurozone? – Herr Kollege Mitterlehner, Sie sollten aufpassen: 1,9 Prozent! (Abg. Dr. Jarolim – in Richtung ÖVP –: Aufschreiben! – Abg. Steibl: „Aufpassen“, ob der Herr Kollege Matznetter die richtigen Zahlen sagt!) – Das ist ein Inflationsminister! Den brauchen Sie in Ihrer Stellungnahme nicht zu verteidigen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (fortsetzend): Heißt das, 2,3 Prozent wird für heuer erwartet – erwartet für die Eurozone? – Herr Kollege Mitterlehner, Sie sollten aufpassen: 1,9 Prozent! (Abg. Dr. Jarolim – in Richtung ÖVP –: Aufschreiben! – Abg. Steibl: „Aufpassen“, ob der Herr Kollege Matznetter die richtigen Zahlen sagt!) – Das ist ein Inflationsminister! Den brauchen Sie in Ihrer Stellungnahme nicht zu verteidigen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Fekter: Was?
Und jetzt einmal zum Schandmal dessen, zu dem Schaden, den Sie im Land anrichten (Abg. Dr. Fekter: Was?), und zwar betreffend die Brutto-Anlageninvestitionen des Staates. Das ist nämlich die Zukunft, in die Sie investieren – und in diesem Fall ist es die Zukunft, in die Sie nicht mehr investieren. Ich sage Ihnen auch, warum, Herr Kollege Mitterlehner.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Lentsch.
Wir haben in diesem Bereich seit den siebziger Jahren bis zum Jahr 2000 Investitionen in einem Ausmaß zwischen mindestens 2,8 Prozent des BIP und 3,8 Prozent des BIP gehabt. Wissen Sie, wo wir jetzt liegen? – Ich sage es Ihnen gern, oder besser: ungern. Wir sind heruntergefallen bis auf 1,2 Prozent des BIP. Sie investieren nicht mehr in die Zukunft des Landes! Der Schaden kommt nach Ihrer Regierungsperiode, aber aufholen müssen wir das, weil diese Investitionen den wirklichen Standort-Standard bestimmen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Lentsch.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Daher erlauben wir uns, die grüne Fraktion und wir, den Antrag zu stellen, mit diesem, nennen wir es einmal so, Leerformel-Budget – nämlich einem ausgefüllten, damit man halt ein Budget hat – das Vernünftigste zu tun: Zurück in den Ausschuss damit, und die nächsten Monate nützen, um auf Basis der Prognosen des Sommers ein neues Budget zu erstellen, das die Arbeitslosigkeit bekämpft, in die Zukunft investiert und für eine Finanzpolitik sorgt, durch die unser Pro-Kopf-Einkommen im Benchmark der Europäischen Union ansteigt – und nicht fällt, so wie es in den letzten fünf Jahren der Fall war! – Danke, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Öllinger: Echt?
Mir sind zwei Dinge aufgefallen, meine Damen und Herren (Abg. Öllinger: Echt?): Wenn man den Rednern der Regierungsfraktionen und den Rednern der Opposition zugehört hat (Abg. Öllinger: Bah!), hat man die ganze Debatte über gemeint, sie reden von zwei verschiedenen Ländern. (Abg. Dr. Matznetter: Ist das Ihre Rede von ..., Herr Kollege? Das sagen Sie jedes Mal!)
Abg. Öllinger: Bah!
Mir sind zwei Dinge aufgefallen, meine Damen und Herren (Abg. Öllinger: Echt?): Wenn man den Rednern der Regierungsfraktionen und den Rednern der Opposition zugehört hat (Abg. Öllinger: Bah!), hat man die ganze Debatte über gemeint, sie reden von zwei verschiedenen Ländern. (Abg. Dr. Matznetter: Ist das Ihre Rede von ..., Herr Kollege? Das sagen Sie jedes Mal!)
Abg. Dr. Matznetter: Ist das Ihre Rede von ..., Herr Kollege? Das sagen Sie jedes Mal!
Mir sind zwei Dinge aufgefallen, meine Damen und Herren (Abg. Öllinger: Echt?): Wenn man den Rednern der Regierungsfraktionen und den Rednern der Opposition zugehört hat (Abg. Öllinger: Bah!), hat man die ganze Debatte über gemeint, sie reden von zwei verschiedenen Ländern. (Abg. Dr. Matznetter: Ist das Ihre Rede von ..., Herr Kollege? Das sagen Sie jedes Mal!)
Abg. Öllinger: Für den Währungsfonds! – Abg. Mag. Johann Moser: Für eine kleine Gruppe! Für eine winzige Gruppe! So schaut es aus!
Meine Damen und Herren! Es ist verständlich, dass wir als Regierungsvertreter das aufgezeigt haben, was alle angesehenen ausländischen Medien, inklusive des Währungsfonds, ständig sagen: Erfolgsstory Österreich! Die politische Wende hat dem Land gut getan! – Wir sind laut Währungsfonds Vorzeigemodell in Europa, was erfolgreiche Reformen in der Finanzpolitik betrifft! (Abg. Öllinger: Für den Währungsfonds! – Abg. Mag. Johann Moser: Für eine kleine Gruppe! Für eine winzige Gruppe! So schaut es aus!)
Abg. Mag. Johann Moser: Aufzeigen!
Die Opposition dagegen – wir haben es ja vom Kollegen Matznetter gerade wieder gehört – versucht, jede Zahl so auszulegen, dass nur ja etwas Negatives herauskommt. Diese geballte negative Energie, die hier zum Ausdruck kommt, ist schon beachtlich: Schwarzmalerei (Abg. Mag. Johann Moser: Aufzeigen!), Polemik, Unheilsprophezeiungen, Tal der Tränen, Stillstand (Abg. Dr. Jarolim: Sie sollten nicht so destruktiv sein!), Instabilität.
Abg. Dr. Jarolim: Sie sollten nicht so destruktiv sein!
Die Opposition dagegen – wir haben es ja vom Kollegen Matznetter gerade wieder gehört – versucht, jede Zahl so auszulegen, dass nur ja etwas Negatives herauskommt. Diese geballte negative Energie, die hier zum Ausdruck kommt, ist schon beachtlich: Schwarzmalerei (Abg. Mag. Johann Moser: Aufzeigen!), Polemik, Unheilsprophezeiungen, Tal der Tränen, Stillstand (Abg. Dr. Jarolim: Sie sollten nicht so destruktiv sein!), Instabilität.
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Meine Damen und Herren! Von welchem Land war da von Seiten der Opposition eigentlich die Rede? – Wir reden von unserem Land, und wir zeigen das auf, was die Performance dieser Regierung ist. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Abg. Mag. Gaßner: Was haben Sie aus Österreich gemacht!
Nach vielen Jahren der Stagnation, bitte: Zwei Partner, erstmals zwei Partner (Abg. Mag. Gaßner: Was haben Sie aus Österreich gemacht!), die beide reformwillig und reformfähig sind und auch die Kraft aufbringen, Reformen durchzuführen (Abg. Öllinger: Drei oder vier Partner!), die für die Zukunft des Landes notwendig sind – auch dann, wenn sie vielleicht manchmal auf den ersten Blick unpopulär sind.
Abg. Öllinger: Drei oder vier Partner!
Nach vielen Jahren der Stagnation, bitte: Zwei Partner, erstmals zwei Partner (Abg. Mag. Gaßner: Was haben Sie aus Österreich gemacht!), die beide reformwillig und reformfähig sind und auch die Kraft aufbringen, Reformen durchzuführen (Abg. Öllinger: Drei oder vier Partner!), die für die Zukunft des Landes notwendig sind – auch dann, wenn sie vielleicht manchmal auf den ersten Blick unpopulär sind.
Abg. Riepl: Wo ist das Gewissen?
Wir gehen nach dem Grundsatz vor: Wir handeln nach bestem Wissen und Gewissen. (Abg. Riepl: Wo ist das Gewissen?) Wir machen Reformen, die für das Land notwendig sind, und diese machen wir auch dann, wenn die Opposition noch so laut mit Unheilsprophezeiungen Zwischenrufe macht, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir gehen nach dem Grundsatz vor: Wir handeln nach bestem Wissen und Gewissen. (Abg. Riepl: Wo ist das Gewissen?) Wir machen Reformen, die für das Land notwendig sind, und diese machen wir auch dann, wenn die Opposition noch so laut mit Unheilsprophezeiungen Zwischenrufe macht, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Das ist aber nichts Neues!
Auch etwas Zweites ist mir aufgefallen bei dieser Budgetdebatte, meine Damen und Herren: Sie hat tagelang gedauert (Abg. Öllinger: Das ist aber nichts Neues!), aber von der Opposition ist kein einziger Alternativvorschlag gekommen! (Zwischenruf der Abg. Sburny.)
Zwischenruf der Abg. Sburny.
Auch etwas Zweites ist mir aufgefallen bei dieser Budgetdebatte, meine Damen und Herren: Sie hat tagelang gedauert (Abg. Öllinger: Das ist aber nichts Neues!), aber von der Opposition ist kein einziger Alternativvorschlag gekommen! (Zwischenruf der Abg. Sburny.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim
Was heißt das, meine Damen und Herren? – Das heißt offensichtlich, es gibt zu diesem Budget keine Alternative (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim), sonst hätten Sie Alternativvorschläge eingebracht, Herr Kollege! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Sburny: Das heißt, dass Sie offenbar nicht zuhören können!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Sburny: Das heißt, dass Sie offenbar nicht zuhören können!
Was heißt das, meine Damen und Herren? – Das heißt offensichtlich, es gibt zu diesem Budget keine Alternative (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim), sonst hätten Sie Alternativvorschläge eingebracht, Herr Kollege! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Sburny: Das heißt, dass Sie offenbar nicht zuhören können!)
Abg. Öllinger: Ja, ...!
Ich bedauere das im Interesse einer lebendigen parlamentarischen Budgetdebatte. Auf der anderen Seite bin ich auch froh, dass keine Alternativvorschläge eingebracht wurden. (Abg. Öllinger: Ja, ...!) Warum? – Weil dann, wenn ich das zusammenrechne, was von der Sozialdemokratie in den letzten Wochen und Monaten an Forderungen erhoben wurde – unsere Experten haben es zusammengerechnet –, 20 Milliarden € an Mehrbelastung herauskommen, ein Nettodefizit von 7,8 Prozent! (Abg. Eder: Hausnummer! Geh, hör auf!)
Abg. Eder: Hausnummer! Geh, hör auf!
Ich bedauere das im Interesse einer lebendigen parlamentarischen Budgetdebatte. Auf der anderen Seite bin ich auch froh, dass keine Alternativvorschläge eingebracht wurden. (Abg. Öllinger: Ja, ...!) Warum? – Weil dann, wenn ich das zusammenrechne, was von der Sozialdemokratie in den letzten Wochen und Monaten an Forderungen erhoben wurde – unsere Experten haben es zusammengerechnet –, 20 Milliarden € an Mehrbelastung herauskommen, ein Nettodefizit von 7,8 Prozent! (Abg. Eder: Hausnummer! Geh, hör auf!)
Abg. Dr. Jarolim: Schützen Sie sich vor den Experten!
Ich bin ja eigentlich froh, Kollege Eder (Abg. Dr. Jarolim: Schützen Sie sich vor den Experten!), dass ihr keine Alternativvorschläge eingebracht habt – so sehr ich es aus Gründen einer parlamentarischen Debatte eigentlich bedauere, aber ich bin froh für dieses Land, denn das hätte den Stabilitätskurs neuerlich gefährdet. (Abg. Riepl: Da haben Sie die Schuhgröße auch dazugerechnet!)
Abg. Riepl: Da haben Sie die Schuhgröße auch dazugerechnet!
Ich bin ja eigentlich froh, Kollege Eder (Abg. Dr. Jarolim: Schützen Sie sich vor den Experten!), dass ihr keine Alternativvorschläge eingebracht habt – so sehr ich es aus Gründen einer parlamentarischen Debatte eigentlich bedauere, aber ich bin froh für dieses Land, denn das hätte den Stabilitätskurs neuerlich gefährdet. (Abg. Riepl: Da haben Sie die Schuhgröße auch dazugerechnet!)
Abg. Mag. Gaßner: Wiederholen Sie es noch einmal!
Aber wir wissen ja: „SPÖ“ heißt „Schuldenpartei“. „SPÖ“ heißt „Schuldenpartei“, Herr Kollege Eder! (Abg. Mag. Gaßner: Wiederholen Sie es noch einmal!)
Abg. Riepl: Das war eine gute Zeit! – Ruf bei der ÖVP: Eine teure Zeit!
Schauen wir uns die Zeit von 1970 bis 1986 an (Abg. Riepl: Das war eine gute Zeit! – Ruf bei der ÖVP: Eine teure Zeit!) – SPÖ-Alleinregierung und ein paar Jahre kleine Koalition –: Ein Primärdefizit von kumuliert, nach heutigem Geld, 20 Milliarden €! (Abg. Eder: Weil wir ein Hinterwäldler-Land von der ÖVP übernommen haben!)
Abg. Eder: Weil wir ein Hinterwäldler-Land von der ÖVP übernommen haben!
Schauen wir uns die Zeit von 1970 bis 1986 an (Abg. Riepl: Das war eine gute Zeit! – Ruf bei der ÖVP: Eine teure Zeit!) – SPÖ-Alleinregierung und ein paar Jahre kleine Koalition –: Ein Primärdefizit von kumuliert, nach heutigem Geld, 20 Milliarden €! (Abg. Eder: Weil wir ein Hinterwäldler-Land von der ÖVP übernommen haben!)
Abg. Mag. Johann Moser: Wissen Sie, wie viele Arbeitslose waren?
Wenn wir nur die Jahre 2000 bis 2006 betrachten: Ein Primärüberschuss von kumuliert 20 Milliarden €! (Abg. Mag. Johann Moser: Wissen Sie, wie viele Arbeitslose waren?)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.
Der beste Nachweis: Wenn wir, die ÖVP, als wir 1986 in die Regierung eingetreten sind, nicht dieses Schuldenpaket der Ära Kreisky hätten übernehmen müssen, hätten wir längst schon Primärüberschüsse, das heißt, wir hätten einen positiven Saldo, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.)
Abg. Dr. Matznetter: Das ist interessant: Das Pro-Kopf-Einkommen ...!
Diese Zahlen sind nicht widerlegbar! Diese Zahlen kann ich mit noch so verwirrenden EU-Statistiken nicht widerlegen, meine Damen und Herren! (Abg. Dr. Matznetter: Das ist interessant: Das Pro-Kopf-Einkommen ...!)
Abg. Dr. Matznetter: Höhere Arbeitslosigkeit und weniger Einkommen!
Lassen Sie mich eines auch noch sagen: Sie wissen, unser Ziel war nie einzig und allein Budgetkonsolidierung, sondern wir haben immer gesagt, wir betreiben eine Dreifachstrategie. (Abg. Dr. Matznetter: Höhere Arbeitslosigkeit und weniger Einkommen!)
Abg. Mag. Johann Moser: Arbeitslose, Unternehmenspleiten!
Wenn wir wissen, dass das Budget 2006 allein aus den Konjunkturpaketen 1 und 2, dem Standortpaket und der Steuerreform 4,5 Milliarden € tragen muss, dann zeigt das, wie sehr es dem Finanzminister und uns als Regierungsparteien gelungen ist, ich würde fast sagen, diese Quadratur des Kreises durchzuführen (Abg. Mag. Johann Moser: Arbeitslose, Unternehmenspleiten!): einerseits Stabilität im Staatshaushalt, zweitens Rückführung der Steuer- und Abgabenquote um 3 Prozent – ein gewaltiger Betrag, Herr Kollege Moser! – und drittens Zukunftsinvestitionen, wie sie vor unserer Zeit gar nicht möglich waren! (Abg. Dr. Matznetter: 1,2 Prozent des BIP – das ist ein Spaß! – Schlusslicht der Union!)
Abg. Dr. Matznetter: 1,2 Prozent des BIP – das ist ein Spaß! – Schlusslicht der Union!
Wenn wir wissen, dass das Budget 2006 allein aus den Konjunkturpaketen 1 und 2, dem Standortpaket und der Steuerreform 4,5 Milliarden € tragen muss, dann zeigt das, wie sehr es dem Finanzminister und uns als Regierungsparteien gelungen ist, ich würde fast sagen, diese Quadratur des Kreises durchzuführen (Abg. Mag. Johann Moser: Arbeitslose, Unternehmenspleiten!): einerseits Stabilität im Staatshaushalt, zweitens Rückführung der Steuer- und Abgabenquote um 3 Prozent – ein gewaltiger Betrag, Herr Kollege Moser! – und drittens Zukunftsinvestitionen, wie sie vor unserer Zeit gar nicht möglich waren! (Abg. Dr. Matznetter: 1,2 Prozent des BIP – das ist ein Spaß! – Schlusslicht der Union!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
In diesem Sinne freue ich mich, dass wir dieses Budget 2006 im Sinne einer zukunftsorientierten Strategie – Politik ist Zukunftssicherung für dieses Land! – heute beschließen können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Neudeck: Ich wette, er schafft es nicht!
Präsident Dr. Andreas Khol: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Dr. Matznetter zu Wort gemeldet. – Bitte die Zeit genau einhalten, weil dann um 15 Uhr die Behandlung des Dringlichen Antrages folgt. (Abg. Neudeck: Ich wette, er schafft es nicht!) – Bitte, Sie sind am Wort.
Abg. Neudeck: Das ist kläglich gescheitert! Das ist kläglich gescheitert – wie alle Ihre Aussagen!
Ich berichtige tatsächlich: Die SPÖ hat keinerlei solche Vorschläge gemacht. (Abg. Neudeck: Das ist kläglich gescheitert! Das ist kläglich gescheitert – wie alle Ihre Aussagen!) Daher ist diese Aussage unwahr!
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Johann Moser: Was ... für Experten? – Das sind Werkstudenten! Das sind Hospitanten! Die machen Schnupperstudien!
Tatsächlich richtig ist: Wir haben nur gegenfinanzierte Vorschläge gemacht. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Johann Moser: Was ... für Experten? – Das sind Werkstudenten! Das sind Hospitanten! Die machen Schnupperstudien!)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.
Präsident Dr. Andreas Khol: Ich unterbreche nunmehr die Verhandlungen über die Beratungsgruppe XI, damit die verlangte Behandlung des Dringlichen Antrages jetzt um 15 Uhr stattfinden kann. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Gradwohl – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Wittauer –: 160 für mehr Verkehrssicherheit! Und das in Orange!
Gemäß § 74a Abs. 5 der Geschäftsordnung darf die Redezeit, Herr Abgeordneter, nicht mehr als 20 Minuten betragen. – Bitte. (Abg. Gradwohl – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Wittauer –: 160 für mehr Verkehrssicherheit! Und das in Orange!)
Abg. Dr. Glawischnig: Das ist eine gute Frage!
Abgeordneter Klaus Wittauer (Freiheitliche): Herr Präsident! Werte Regierungsmitglieder! Hohes Haus! Warum Verkehrssicherheit? Warum eine Dringliche? (Abg. Dr. Glawischnig: Das ist eine gute Frage!) – Jeder weiß, wie viele Verkehrstote jedes Jahr auf den Straßen zu beklagen sind. Verkehrssicherheit ist ein wesentliches Thema! – Ich weiß, meine Damen und Herren von der Opposition, dass Sie sich in den letzten Tagen unserer Fraktion gewidmet haben, der freiheitlichen Fraktion (Abg. Dr. Glawischnig: Das werden wir auch heute tun!), aber wir versuchen, in der Regierung die tatsächlich wichtigen Themen anzugehen und sie auch als wichtige
Abg. Dr. Glawischnig: Das werden wir auch heute tun!
Abgeordneter Klaus Wittauer (Freiheitliche): Herr Präsident! Werte Regierungsmitglieder! Hohes Haus! Warum Verkehrssicherheit? Warum eine Dringliche? (Abg. Dr. Glawischnig: Das ist eine gute Frage!) – Jeder weiß, wie viele Verkehrstote jedes Jahr auf den Straßen zu beklagen sind. Verkehrssicherheit ist ein wesentliches Thema! – Ich weiß, meine Damen und Herren von der Opposition, dass Sie sich in den letzten Tagen unserer Fraktion gewidmet haben, der freiheitlichen Fraktion (Abg. Dr. Glawischnig: Das werden wir auch heute tun!), aber wir versuchen, in der Regierung die tatsächlich wichtigen Themen anzugehen und sie auch als wichtige
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Matznetter – auf die Reihen der freiheitlichen Fraktion weisend –: Wo sind denn da die FPÖ-Abgeordneten? Wo sind eure Abgeordneten?
Herr Abgeordneter, wenn das Thema Verkehrstote etwas zum Lachen ist und wenn das hier von Ihnen lächerlich gemacht wird, dann frage ich mich, wofür dieser Nationalrat und gerade die Opposition noch taugen! Jeder Verkehrstote ist einer zu viel, und man kann doch im Hohen Haus erwarten, dass einem bei diesem Thema auch zugehört wird! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Matznetter – auf die Reihen der freiheitlichen Fraktion weisend –: Wo sind denn da die FPÖ-Abgeordneten? Wo sind eure Abgeordneten?)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn man sich die Zahlen anschaut, dann sieht man, dass mit diesen Maßnahmen – es gibt da einen konkreten Zusammenhang – etwas erreicht wurde, nämlich dass im Jahr 2004 erstmals die Verkehrstoten wieder gesunken sind. 876 Opfer im Jahr 2004, das ist zwar eine hohe Zahl, aber danke, Herr Verkehrsminister, dass zumindest das gelungen ist, dass wir jetzt eine Kehrtwende erleben, dass wir jetzt eine Reduktion der Verkehrstoten verzeichnen! Jetzt glaube ich auch daran, dass das Ziel der Halbierung der Zahl der Verkehrstoten unter dieser Bundesregierung mit diesem freiheitlichen Verkehrsminister auch erreicht werden wird. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.
Dies war trotzdem erst ein Anfang, und es ist ein schwieriges Ziel. Aber es erinnert sich auch jeder an die Diskussion, die wir vor kurzem geführt haben, betreffend das Vormerksystem. (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.) – Da sieht man es: Schon schreien Sie die ganze Zeit heraus! Jetzt kann es Ihnen nicht schnell genug gehen, sodass ich meinen Antrag nicht einmal mehr erläutern darf – weil Sie vielleicht nach Hause gehen wollen, weil Sie vielleicht dieses Thema nicht interessiert. Uns interessiert das Thema der Freiheitlichen, oder des freiheitlichen Klubs, sehr – intern. Aber uns interessieren Ihre Probleme ganz und gar nicht, und wenn Sie nach Hause kommen, ist mir persönlich egal. Uns interessiert, wie wir es schaffen, Maßnahmen zu finden, durch die die Verkehrstoten auf unseren Straßen und die Unfälle reduziert werden können. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Dies war trotzdem erst ein Anfang, und es ist ein schwieriges Ziel. Aber es erinnert sich auch jeder an die Diskussion, die wir vor kurzem geführt haben, betreffend das Vormerksystem. (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.) – Da sieht man es: Schon schreien Sie die ganze Zeit heraus! Jetzt kann es Ihnen nicht schnell genug gehen, sodass ich meinen Antrag nicht einmal mehr erläutern darf – weil Sie vielleicht nach Hause gehen wollen, weil Sie vielleicht dieses Thema nicht interessiert. Uns interessiert das Thema der Freiheitlichen, oder des freiheitlichen Klubs, sehr – intern. Aber uns interessieren Ihre Probleme ganz und gar nicht, und wenn Sie nach Hause kommen, ist mir persönlich egal. Uns interessiert, wie wir es schaffen, Maßnahmen zu finden, durch die die Verkehrstoten auf unseren Straßen und die Unfälle reduziert werden können. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Reheis: ... 160! Das heißt: noch mehr rasen! Das heißt: noch mehr Verletzte, noch mehr Tote!
ich sage einmal, zu läutern. Und wenn sie nicht zu läutern sind, dann sind sie aus dem Verkehr zu ziehen, das heißt, mit Führerscheinentzug zu bestrafen. (Abg. Reheis: ... 160! Das heißt: noch mehr rasen! Das heißt: noch mehr Verletzte, noch mehr Tote!)
Abg. Reheis: Welcher Regierungsbeteiligung? Von wem?
Ich erinnere mich auch ganz gut daran, dass die Sozialdemokraten Jahrzehnte hindurch versucht haben, ein Punkteführerscheinsystem einzuführen. Sie sind in der großen Koalition damit gescheitert. Unter freiheitlicher Regierungsbeteiligung (Abg. Reheis: Welcher Regierungsbeteiligung? Von wem?) ist das Vormerksystem eingeführt worden – unter Mitarbeit der Sozialdemokraten; Sie haben nicht zugestimmt, aber wir haben es geschafft, dass das Vormerksystem eingeführt worden ist! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich erinnere mich auch ganz gut daran, dass die Sozialdemokraten Jahrzehnte hindurch versucht haben, ein Punkteführerscheinsystem einzuführen. Sie sind in der großen Koalition damit gescheitert. Unter freiheitlicher Regierungsbeteiligung (Abg. Reheis: Welcher Regierungsbeteiligung? Von wem?) ist das Vormerksystem eingeführt worden – unter Mitarbeit der Sozialdemokraten; Sie haben nicht zugestimmt, aber wir haben es geschafft, dass das Vormerksystem eingeführt worden ist! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Stadlbauer: Welcher? – Abg. Reheis: Welcher Fraktion? Welcher Fraktion? – Der freiheitlichen?
Herr Abgeordneter Reheis, ich persönlich bin stolz darauf, dieser Fraktion anzugehören. (Abg. Stadlbauer: Welcher? – Abg. Reheis: Welcher Fraktion? Welcher Fraktion? – Der freiheitlichen?) Ich bin stolz darauf, dass wir einen freiheitlichen Verkehrsminister haben, und ich bin stolz darauf, dass ein freiheitlicher Verkehrsminister erstmalig so etwas geschafft hat – weil such freiheitliches Gedankengut auch darin widerspiegelt, dass wir es geschafft haben, diese Trendwende zu bewirken!
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich glaube, da kann man auch einmal klatschen, man muss nicht immer nur schimpfen. Man kann auch einmal für Leistung klatschen. Das wäre einmal angesagt. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Heiterkeit bei den Grünen. – Abg. Öllinger: Das darf nicht wahr sein! – Weiterer Zwischenruf bei der SPÖ.
Davor ist der Faktor Mensch angesprochen worden. Der Mensch ist derjenige, der uns am meisten am Herzen liegt. (Heiterkeit bei den Grünen. – Abg. Öllinger: Das darf nicht wahr sein! – Weiterer Zwischenruf bei der SPÖ.) – Ich begreife das nicht, ich begreife es wirklich nicht! Diese jämmerliche Darstellung von Ihnen sollen sich die Menschen doch einmal anschauen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Davor ist der Faktor Mensch angesprochen worden. Der Mensch ist derjenige, der uns am meisten am Herzen liegt. (Heiterkeit bei den Grünen. – Abg. Öllinger: Das darf nicht wahr sein! – Weiterer Zwischenruf bei der SPÖ.) – Ich begreife das nicht, ich begreife es wirklich nicht! Diese jämmerliche Darstellung von Ihnen sollen sich die Menschen doch einmal anschauen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Peinlich! Peinlich!
Wir reden über Menschen – und Sie lachen da, machen ein Kasperltheater. (Abg. Öllinger: Peinlich! Peinlich!) Sogar das ist Ihnen zu viel: über Maßnahmen zu reden, über Verkehrstote zu reden und darüber, wie man deren Zahl vermindern kann. Das ist Ihnen zu viel. Das Einzige, was Sie heute im Kopf haben, ist, nach Hause zu fahren, in Urlaub zu gehen und dann nächste Woche eine Dringliche über die freiheitliche Fraktion zu machen. Aber dafür sind wir auch dankbar, denn da werden wir uns auch darstellen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.
Wir reden über Menschen – und Sie lachen da, machen ein Kasperltheater. (Abg. Öllinger: Peinlich! Peinlich!) Sogar das ist Ihnen zu viel: über Maßnahmen zu reden, über Verkehrstote zu reden und darüber, wie man deren Zahl vermindern kann. Das ist Ihnen zu viel. Das Einzige, was Sie heute im Kopf haben, ist, nach Hause zu fahren, in Urlaub zu gehen und dann nächste Woche eine Dringliche über die freiheitliche Fraktion zu machen. Aber dafür sind wir auch dankbar, denn da werden wir uns auch darstellen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Öllinger: Die FPÖ braucht Leitschienen!
Oder die Aluleitschienen, die auch viel Sicherheit geben: 1 700 Kilometer neu, Kostenpunkt 240 Millionen €. (Abg. Öllinger: Die FPÖ braucht Leitschienen!) Für Radargeräte, blinkende Warnzeichen werden jährlich 10 Millionen € ausgegeben. Das ist ein Faktum, und das ist wiederum etwas, was man beweisen kann: Diese Maßnahmen haben allein dazu geführt, dass in den letzten zwei Jahren kein Verkehrstoter im Baustellenbereich im hochrangigen Verkehrsnetz zu beklagen war. Das ist etwas Erfolgreiches. Es ist also nachweisbar, dass diese Maßnahmen gegriffen haben. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Oder die Aluleitschienen, die auch viel Sicherheit geben: 1 700 Kilometer neu, Kostenpunkt 240 Millionen €. (Abg. Öllinger: Die FPÖ braucht Leitschienen!) Für Radargeräte, blinkende Warnzeichen werden jährlich 10 Millionen € ausgegeben. Das ist ein Faktum, und das ist wiederum etwas, was man beweisen kann: Diese Maßnahmen haben allein dazu geführt, dass in den letzten zwei Jahren kein Verkehrstoter im Baustellenbereich im hochrangigen Verkehrsnetz zu beklagen war. Das ist etwas Erfolgreiches. Es ist also nachweisbar, dass diese Maßnahmen gegriffen haben. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf bei den Grünen.
,Der Nationalrat unterstützt sämtliche Maßnahmen des Bundesministers für Verkehr, Innovation und Technologie zur Hebung der Verkehrssicherheit.‘“ – Ich glaube, da können Sie wohl zustimmen, oder? (Zwischenruf bei den Grünen.) – Können Sie da nicht zustimmen? Wir werden es ja nachher sehen.
Zwischenrufe bei den Grünen und der SPÖ.
Man hat gerade bei der Section Control gesehen, wie sie wirken und wie schnell und gut sie wirken. Ich schaue mir dann an, Herr Verkehrssprecher Eder, ob Sie dem zustimmen werden. (Zwischenrufe bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Herr Verkehrssprecher Eder, das haben Sie gefordert! Wir setzen das heute um, denn wir glauben, dass es notwendig ist, nach zwei Jahren so ein wichtiges System noch einmal anzuschauen und vielleicht die eine oder andere Verbesserung zu machen. Aber da sage ich Ihnen auch wieder: Wir werden diese Verbesserungen machen – nicht Sie! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich bitte Sie, weil es um jeden Verkehrstoten weniger geht, dass Sie diesem Antrag zustimmen! Wenn Sie es nicht tun, dann entlarven Sie sich selber, dann reden wir nächsten Dienstag über die freiheitliche Fraktion in diesem Haus. Ich kann Ihnen sagen, die freiheitliche Fraktion in diesem Haus arbeitet, macht keine Polemik und lacht nicht über Verkehrstote. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir hatten im Jahr 2002 956 Verkehrstote auf Österreichs Straßen. Es waren 2003 931 und sind im Jahr 2004, also die aktuelle Zahl, 878 gewesen. Ich sage dazu, dass diese 878 im Jahr 2004 die niedrigste Anzahl an Verkehrstoten in Österreich seit 1961 darstellen und dass diese Entwicklung auch im internationalen Vergleich eine sehr gute ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Brosz: Das ist das richtige Wort!
Übrigens, meine Damen und Herren Abgeordneten, darf ich Ihnen auch sagen, dass dieses Konzept, diese Broschüre in verschiedenen Diskussionen, die ich auf europäischer Ebene angezettelt habe, wenn Sie so wollen (Abg. Brosz: Das ist das richtige Wort!), große Beachtung gefunden hat und auch abgeschrieben wird. Das ist ein Kompliment an die österreichische Verkehrspolitik mit Schwerpunkt Verkehrssicherheit. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Übrigens, meine Damen und Herren Abgeordneten, darf ich Ihnen auch sagen, dass dieses Konzept, diese Broschüre in verschiedenen Diskussionen, die ich auf europäischer Ebene angezettelt habe, wenn Sie so wollen (Abg. Brosz: Das ist das richtige Wort!), große Beachtung gefunden hat und auch abgeschrieben wird. Das ist ein Kompliment an die österreichische Verkehrspolitik mit Schwerpunkt Verkehrssicherheit. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die Drogentests und Alkoholvortestgeräte habe ich schon gestern in der Debatte zum Verkehrsbudget erwähnt. Sie stellen ebenfalls eine präventive Maßnahme dar, indem der Verkehrsteilnehmer weiß, dass diese Vortestgeräte noch effizientere Untersuchungen beziehungsweise Kontrollen möglich machen. Gerade in diesem Bereich haben wir eine starke Zunahme der Unfallhäufigkeit und der daraus resultierenden Verletzungen zu verzeichnen, und dieser Schwerpunkt soll auch dazu dienen, die Zahlen in den nächsten Jahren wesentlich zu reduzieren. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
An dieser Stelle darf ich auch meine Absicht deponieren, schon demnächst wieder eine bestimmte Sache zu diskutieren, nämlich dass wir die Zeit vom Beschluss einer politischen Entscheidung, etwas zu realisieren – im Infrastrukturbereich zum Beispiel eine zweite Tunnelröhre, die auch der Sicherheit dient –, bis zur Baufertigstellung verkürzen müssen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren, ich bin überzeugt davon: Wenn wir diese kleiner werdenden Zahlen in den nächsten Jahren verfolgen, werden wir erkennen, wir sind auch hier auf dem richtigen Weg, das gesetzte Ziel, nämlich Reduktion der Anzahl der Verkehrstoten auf die Hälfte bis 2010, Reduktion der Zahl der Verletzten durch Verkehrsunfälle um 20 Prozent, zu erreichen. Ich danke für Ihre Mitarbeit. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn ich die Debatte dann vorzeitig verlasse, ist das nicht etwa Ausdruck von Desinteresse – ich diskutiere gerade über Verkehrssicherheit mit allen sehr gerne –, sondern hat den Grund, dass ich einer der Repräsentanten der Republik Österreich bei der Beerdigung des Heiligen Vaters in Rom bin. Aber ich bin überzeugt, mein Staatssekretär Mainoni wird mich „verkehrssicher“ und würdig bei dieser Debatte vertreten. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordnete Dipl.-Ing. Elke Achleitner (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Die Verkehrsunfallbilanz 2004 belegt sehr deutlich, dass die Verkehrssicherheitspolitik, die ein Schwerpunkt von Verkehrsminister Gorbach ist, schon die ersten Erfolge zeigt. Es ist wirklich positiv zu vermerken, dass die Zahl der Toten, wie aus dieser statistischen Darstellung hervorgeht, einen historischen Tiefstand erreicht hat. Und es zeigt auch die Statistik des Osterwochenendes, dass die Unfallbilanz auch in diesen Tagen Gott sei Dank drastisch gesenkt werden konnte. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Reheis: Das muss so selbstverständlich sein, dass es keine Dringliche braucht! – Abg. Öllinger: Tempo 160!
Dennoch sind, sehr geehrte Damen und Herren, statistisch gesehen pro Tag zwei tote Verkehrsteilnehmer zu beklagen, zwei Menschen, die auf Grund von Verkehrsunfällen ums Leben kommen. Jeder Tote und jeder Schwerverletzte ist einer zu viel, und deshalb ist die Verkehrssicherheit für uns ein sehr wichtiges Thema, auch heute hier. Anscheinend haben die Kollegen von der Sozialdemokratie aber leider nicht sehr viel Interesse daran, dass das Thema Verkehrssicherheit auch im Nationalrat sehr intensiv diskutiert wird. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Reheis: Das muss so selbstverständlich sein, dass es keine Dringliche braucht! – Abg. Öllinger: Tempo 160!)
Abg. Reheis: Sie wollen von Ihren Problemen ablenken!
Erst durch das Verkehrssicherheitsprogramm sind wirklich strukturierte Maßnahmen getroffen worden, sodass dieser komplexe Prozess der Gewährleistung der Verkehrssicherheit mit sorgfältig ausgearbeiteten Methoden und einem detaillierten Maßnahmenkatalog in Gang gekommen ist, und diese Maßnahmen werden in Zukunft sukzessive umgesetzt. (Abg. Reheis: Sie wollen von Ihren Problemen ablenken!)
Aha-Rufe bei den Freiheitlichen. – Abg. Scheibner: Schau, schau!
Tempo 160 auf der Autobahn ausgesprochen hat, und dann kommt ein Antrag der Freiheitlichen, dass die Regierungsmitglieder mit gutem Beispiel vorangehen und einen Fahrtenschreiber in Ihre Dienstfahrzeuge einbauen sollen, und Ihr grüner Landesrat Anschober stimmt dagegen. Was würden Sie dazu sagen? (Aha-Rufe bei den Freiheitlichen. – Abg. Scheibner: Schau, schau!) Anscheinend hat er ein schlechtes Gewissen und will nicht nachweisen müssen, dass er mit unter 160 km/h unterwegs ist. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Tempo 160 auf der Autobahn ausgesprochen hat, und dann kommt ein Antrag der Freiheitlichen, dass die Regierungsmitglieder mit gutem Beispiel vorangehen und einen Fahrtenschreiber in Ihre Dienstfahrzeuge einbauen sollen, und Ihr grüner Landesrat Anschober stimmt dagegen. Was würden Sie dazu sagen? (Aha-Rufe bei den Freiheitlichen. – Abg. Scheibner: Schau, schau!) Anscheinend hat er ein schlechtes Gewissen und will nicht nachweisen müssen, dass er mit unter 160 km/h unterwegs ist. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Öllinger: Beim freiheitlichen Klub nützen Leitschienen auch nichts mehr! Die können sie bis hinauf machen!
Sehr geehrte Damen und Herren! In die Verkehrssicherheit wurde bereits sehr viel investiert und wird auch in Zukunft sehr viel im Bereich der Infrastruktur investiert werden. Positiv anzumerken ist, dass gerade bei den Baustellen die baulichen Absicherungen dazu geführt haben, dass in den letzten zwei Jahren kein Verkehrstoter mehr bei Baustellen auf den Autobahnen zu beklagen ist. Das ist sehr positiv, und ich halte es daher für sehr gut, dass in die entsprechenden Maßnahmen investiert worden ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Öllinger: Beim freiheitlichen Klub nützen Leitschienen auch nichts mehr! Die können sie bis hinauf machen!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Folgendes muss man aber dazusagen: dass leider die Zahl der Unfälle auf den Schutzwegen gestiegen ist. Gerade deswegen ist es zu begrüßen, dass im Vormerksystem die Behinderung auf dem Schutzweg als Vormerkdelikt eingeführt worden ist. Gerade, was dieses Vormerksystem angeht, das ja als Meilenstein in Richtung mehr Verkehrssicherheit gilt, wundert es mich sehr, dass gerade Sie, sehr geehrte Damen und Herren von den Sozialdemokraten, dagegen gestimmt haben. Das heißt also, Verkehrssicherheit kann kein besonderes Anliegen von Ihnen sein. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Es ist auch verwunderlich, sehr geehrte Damen und Herren – aber anscheinend interessiert Sie das nicht –, dass Sie auch dagegen gestimmt haben, als es um das Tragen von reflektierenden Warnwesten im Pannenfall ging. Auch das ist eine Maßnahme für die Verkehrssicherheit, aber offensichtlich interessiert Sie das nicht, denn Sie haben auch da dagegen gestimmt. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Neudeck: Das ist eine vergebliche Hoffnung!
Aber man kann ja in der Zukunft gescheiter werden und auch Verantwortung übernehmen. (Abg. Neudeck: Das ist eine vergebliche Hoffnung!) Parteipolitik allerdings, das möchte ich Ihnen schon sagen, hat bei Verkehrssicherheit wirklich nichts verloren! (Abg. Dr. Jarolim: Danke, „Herr Vizekanzler!“) Übernehmen Sie Verantwortung und unterstützen Sie in Zukunft die ambitionierten Ziele des Vizekanzlers, damit wir in Zukunft weniger Schwerverletzte und weniger Tote auf den Straßen zu beklagen haben! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Jarolim: Danke, „Herr Vizekanzler!“
Aber man kann ja in der Zukunft gescheiter werden und auch Verantwortung übernehmen. (Abg. Neudeck: Das ist eine vergebliche Hoffnung!) Parteipolitik allerdings, das möchte ich Ihnen schon sagen, hat bei Verkehrssicherheit wirklich nichts verloren! (Abg. Dr. Jarolim: Danke, „Herr Vizekanzler!“) Übernehmen Sie Verantwortung und unterstützen Sie in Zukunft die ambitionierten Ziele des Vizekanzlers, damit wir in Zukunft weniger Schwerverletzte und weniger Tote auf den Straßen zu beklagen haben! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Aber man kann ja in der Zukunft gescheiter werden und auch Verantwortung übernehmen. (Abg. Neudeck: Das ist eine vergebliche Hoffnung!) Parteipolitik allerdings, das möchte ich Ihnen schon sagen, hat bei Verkehrssicherheit wirklich nichts verloren! (Abg. Dr. Jarolim: Danke, „Herr Vizekanzler!“) Übernehmen Sie Verantwortung und unterstützen Sie in Zukunft die ambitionierten Ziele des Vizekanzlers, damit wir in Zukunft weniger Schwerverletzte und weniger Tote auf den Straßen zu beklagen haben! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Kummerer – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Miedl –: Bedank dich noch einmal! – Vizekanzler Gorbach hat den Sitzungssaal verlassen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Wo ist der Herr Minister? – Abg. Reheis: Das ist ein wichtiges Thema! Da gehört der Minister her! – Abg. Dr. Gusenbauer: Wo ist der Herr Minister? Der hört sich keinen einzigen Oppositionsabgeordneten an!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Miedl. – Bitte. (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Miedl –: Bedank dich noch einmal! – Vizekanzler Gorbach hat den Sitzungssaal verlassen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Wo ist der Herr Minister? – Abg. Reheis: Das ist ein wichtiges Thema! Da gehört der Minister her! – Abg. Dr. Gusenbauer: Wo ist der Herr Minister? Der hört sich keinen einzigen Oppositionsabgeordneten an!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Wo kommen wir denn da hin?! Das ist doch eine Verhöhnung des Parlaments!
Abgeordneter Werner Miedl (ÖVP): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! (Abg. Dr. Gusenbauer: Wo kommen wir denn da hin?! Das ist doch eine Verhöhnung des Parlaments!) Es gibt wohl kaum ein
Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist doch unerhört!
Thema, Herr Abgeordneter Gusenbauer ... (Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist doch unerhört!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Das ändert nichts daran, dass es unerhört ist!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Jetzt, Herr Abgeordneter Gusenbauer, ist Herr Abgeordneter Miedl am Wort! (Abg. Dr. Gusenbauer: Das ändert nichts daran, dass es unerhört ist!)
Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Werner Miedl (fortsetzend): Wissen Sie, was unerhört ist, Herr Kollege Gusenbauer? Wissen Sie, was unerhört ist? (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Dass wir hier herinnen eine Diskussion zum Thema Verkehrssicherheit abführen, also eine hoch seriöse Diskussion ... (Abg. Scheibner – in Richtung des Abg. Dr. Gusenbauer –: Sie sind den ganzen Tag nicht herinnen! – Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist eine Verhöhnung des Parlaments! – Abg. Reheis: Der Minister geht! Das interessiert ihn nicht! – Eine Show machen Sie! Das ist nur Ablenkung von Ihren Problemen!)
Abg. Scheibner – in Richtung des Abg. Dr. Gusenbauer –: Sie sind den ganzen Tag nicht herinnen! – Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist eine Verhöhnung des Parlaments! – Abg. Reheis: Der Minister geht! Das interessiert ihn nicht! – Eine Show machen Sie! Das ist nur Ablenkung von Ihren Problemen!
Abgeordneter Werner Miedl (fortsetzend): Wissen Sie, was unerhört ist, Herr Kollege Gusenbauer? Wissen Sie, was unerhört ist? (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Dass wir hier herinnen eine Diskussion zum Thema Verkehrssicherheit abführen, also eine hoch seriöse Diskussion ... (Abg. Scheibner – in Richtung des Abg. Dr. Gusenbauer –: Sie sind den ganzen Tag nicht herinnen! – Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist eine Verhöhnung des Parlaments! – Abg. Reheis: Der Minister geht! Das interessiert ihn nicht! – Eine Show machen Sie! Das ist nur Ablenkung von Ihren Problemen!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Werner Miedl (fortsetzend): Herr Abgeordneter Gusenbauer, jetzt sage ich Ihnen etwas: Es wird seriös diskutiert da herinnen! Hier geht es um Verkehrstote und Verletzte, und Sie machen nichts anderes als Parteipolitik hier herinnen zu einem solchen Thema. Das lasse ich nicht zu – dass das ein für allemal klar ist! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Bures: Eine Scheindebatte ist das! – Abg. Dr. Gusenbauer: Sie haben überhaupt nichts gesagt zum Verkehr! – Abg. Mag. Molterer: Wo waren Sie die letzten sechs Stunden? Mittagsschlaf? – Abg. Dr. Gusenbauer: Was heißt „Mittagsschlaf“? Wo ist der Minister?
Herr Abgeordneter Gusenbauer, wir werden uns ganz genau anschauen, wie sich die SPÖ zu diesem Thema verhält und was Sie einbringen (Abg. Bures: Eine Scheindebatte ist das! – Abg. Dr. Gusenbauer: Sie haben überhaupt nichts gesagt zum Verkehr! – Abg. Mag. Molterer: Wo waren Sie die letzten sechs Stunden? Mittagsschlaf? – Abg. Dr. Gusenbauer: Was heißt „Mittagsschlaf“? Wo ist der Minister?), damit sich die Bevölkerung ein Bild machen kann von Ihrer Haltung zum Thema Verkehrssicherheit. Darauf bin ich gespannt! Nicht Ihr parteipolitisches Gewäsch interessiert uns hier, meine Damen und Herren, damit das ein für allemal klar ist! Das muss hier gesagt werden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Herr Abgeordneter Gusenbauer, wir werden uns ganz genau anschauen, wie sich die SPÖ zu diesem Thema verhält und was Sie einbringen (Abg. Bures: Eine Scheindebatte ist das! – Abg. Dr. Gusenbauer: Sie haben überhaupt nichts gesagt zum Verkehr! – Abg. Mag. Molterer: Wo waren Sie die letzten sechs Stunden? Mittagsschlaf? – Abg. Dr. Gusenbauer: Was heißt „Mittagsschlaf“? Wo ist der Minister?), damit sich die Bevölkerung ein Bild machen kann von Ihrer Haltung zum Thema Verkehrssicherheit. Darauf bin ich gespannt! Nicht Ihr parteipolitisches Gewäsch interessiert uns hier, meine Damen und Herren, damit das ein für allemal klar ist! Das muss hier gesagt werden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Reheis: Wir sind staatstragend!
Meine Damen und Herren! Hier wurde seriös diskutiert. Der Verkehrsminister war hier, es ist jetzt der Staatssekretär hier, und die Vorredner haben sich seriös mit dem Thema Verkehrssicherheit beschäftigt. Ich denke, Sie haben als staatstragende Partei die verdammte Pflicht und Schuldigkeit, auch Ihren Beitrag zu leisten. (Abg. Reheis: Wir sind staatstragend!) Das sage ich hier, wohl wissend, Herr Kollege Gusenbauer, es gibt kaum ein politisches Feld, das so leicht evaluierbar ist, wie die Verkehrssicherheit. Und Sie haben bereits ... (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen. – Gegenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen. – Gegenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Hier wurde seriös diskutiert. Der Verkehrsminister war hier, es ist jetzt der Staatssekretär hier, und die Vorredner haben sich seriös mit dem Thema Verkehrssicherheit beschäftigt. Ich denke, Sie haben als staatstragende Partei die verdammte Pflicht und Schuldigkeit, auch Ihren Beitrag zu leisten. (Abg. Reheis: Wir sind staatstragend!) Das sage ich hier, wohl wissend, Herr Kollege Gusenbauer, es gibt kaum ein politisches Feld, das so leicht evaluierbar ist, wie die Verkehrssicherheit. Und Sie haben bereits ... (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen. – Gegenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dipl.-Ing. Hofmann: Auf die Zwischenrufe eines politischen Geisterfahrers gar nicht eingehen!
(Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dipl.-Ing. Hofmann: Auf die Zwischenrufe eines politischen Geisterfahrers gar nicht eingehen!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: 0,8 Promille! – Abg. Brosz: Tempo 160!
Herr Kollege Gusenbauer, wir haben davon geredet, wie viele Menschen weniger im vergangenen Jahr getötet wurden. Wir haben davon geredet, dass wir eine Top-Bilanz haben, eine Top-Bilanz – Osterbilanz, Verkehrsunfallsbilanz. Das haben wir noch nie gehabt! Seit 1961, seit in Österreich Verkehrstote gezählt werden, hat es noch nie so wenig Verkehrstote gegeben. Das ist ein Erfolg, der sich sehen lassen kann und der auch eine politische Ursache hat, meine Damen und Herren, nämlich: So ernst wie diese Regierung hat noch niemand die Verkehrssicherheit genommen und umgesetzt. Das muss hier ganz deutlich gesagt werden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: 0,8 Promille! – Abg. Brosz: Tempo 160!)
Abg. Reheis: „Insgesamt“ Neuwahlen!
Insgesamt sind wir auf dem richtigen Weg, und insgesamt ist dieser Weg fortzusetzen. Sie aber können insgesamt nicht stolz sein auf das, was Sie bislang in Sachen Verkehrspolitik zustande gebracht haben. (Abg. Reheis: „Insgesamt“ Neuwahlen!) Ich bin sehr gespannt darauf, wie sich Kollege Cap jetzt in Sachen Verkehrssicherheit ein-
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
bringen wird. Ich würde ihn wirklich bitten und auffordern, einen ernst zu nehmenden, sachlichen Beitrag dazu zu leisten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Oh-Rufe bei den Grünen und der SPÖ.
Ich berichtige diese Aussage wie folgt: Landesrat Anschober hat als einziges Regierungsmitglied in Oberösterreich überhaupt keinen Dienstwagen! (Oh-Rufe bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Scheibner: War er für oder gegen den Fahrtenschreiber? Das ist keine tatsächliche Berichtigung! – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.
Zweitens: Sollten Sie damit gemeint haben, dass alle Regierungsparteien in Oberösterreich einen FPÖ-Antrag abgelehnt haben, in sämtlichen Dienstwagen des Landes Oberösterreich einen Fahrtenschreiber zu installieren, dann stimmt das. (Abg. Scheibner: War er für oder gegen den Fahrtenschreiber? Das ist keine tatsächliche Berichtigung! – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.) Es wurde abgelehnt mit der Begründung, dass sich die Fahrer – möglicherweise auch die Fahrerinnen –, die dort beschäftigt sind, selbstverständlich an die Straßenverkehrsordnung halten und daher keinen Fahrtenschreiber benötigen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Das ist eine Bestätigung, Herr Präsident! Das ist ein Debattenbeitrag, keine Berichtigung!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Das ist eine Bestätigung, Herr Präsident! Das ist ein Debattenbeitrag, keine Berichtigung!
Zweitens: Sollten Sie damit gemeint haben, dass alle Regierungsparteien in Oberösterreich einen FPÖ-Antrag abgelehnt haben, in sämtlichen Dienstwagen des Landes Oberösterreich einen Fahrtenschreiber zu installieren, dann stimmt das. (Abg. Scheibner: War er für oder gegen den Fahrtenschreiber? Das ist keine tatsächliche Berichtigung! – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.) Es wurde abgelehnt mit der Begründung, dass sich die Fahrer – möglicherweise auch die Fahrerinnen –, die dort beschäftigt sind, selbstverständlich an die Straßenverkehrsordnung halten und daher keinen Fahrtenschreiber benötigen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Das ist eine Bestätigung, Herr Präsident! Das ist ein Debattenbeitrag, keine Berichtigung!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Wir brauchen da nicht um den politischen Brei herumzureden. Wir alle wissen, dass es natürlich ein demokratisches Recht ist, wenn man dran ist, eine Dringliche Anfrage/einen Dringlichen Antrag zu stellen, dies auch wirklich zu tun. Das ist unbestritten. Genauso steht es aber auch uns frei, zu sagen, dass Sie politisch den Dringlichen Antrag deswegen stellen, damit wir keine Dringliche Anfrage stellen können, denn wir hätten höchst unangenehme Fragen an den Bundeskanzler. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Mainoni.
Aber wenn Sie sich nicht einmal bemühen, einen Schein von Ernsthaftigkeit in der Form zu wahren, dass Sie garantieren können, dass der Minister, an den sich der Dringliche Antrag richtet, wenigstens so lange hier bleibt, bis der erste Oppositionsredner gesprochen hat, muss man feststellen, es hat nicht einmal den Versuch gegeben, dem eine gewisse Ernsthaftigkeit zu verleihen. (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Mag. Mainoni.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Scheibner: Das werden wir uns merken für die Zukunft!
Mitschreiben und ausrichten!, kann ich heute nur sagen, weil Sie bloß der Staatssekretär sind – was auch in Ordnung ist, aber die politische Symbolik ist unerträglich! Es kann nicht eine Dringliche Anfrage/ein Dringlicher Antrag an einen Minister gerichtet werden, der dann die Regierungsbank verlässt! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Scheibner: Das werden wir uns merken für die Zukunft!)
Abg. Miedl: Da geht es um Tote und Schwerverletzte!
Also: Aus mit der Salbung! Ab jetzt reden wir wirklich offen darüber, worum es geht! (Abg. Miedl: Da geht es um Tote und Schwerverletzte!)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen
Es geht um Folgendes: Es geht nicht nur um die 160 km/h – mit diesem Tempo verlassen Sie nämlich gerade die Regierung, wenn Sie so weitermachen (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen) –, es geht nicht nur um die 160 km/h, sondern uns wäre es heute auch darum gegangen – und weil wir das nicht machen konnten, haben wir nächste Woche am Dienstag eine Sondersitzung –, viele Fragen zu klären, die für Österreich, für die Wählerinnen und Wähler und für uns alle auch hier herinnen von Bedeutung sind, und zwar ganz ernsthaft, angefangen von der Frage der Parteienfinanzierung und Akademiefinanzierung.
Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Neudeck: Herr Präsident, muss man bei einer Dringlichen zur Sache auch etwas sagen?
Das sind Rechtsfragen, die deswegen von Bedeutung sind, weil es um Steuergelder geht. Ich sage nur den schwarzen Abgeordneten – oder ÖVP-Abgeordneten; ich weiß nicht, was Ihnen lieber ist: die Farbe oder der Titel? –: Sie hängen jetzt in diesem Schlamassel drinnen! (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Neudeck: Herr Präsident, muss man bei einer Dringlichen zur Sache auch etwas sagen?)
Abg. Neudeck: Muss man bei einer Dringlichen auch zur Sache etwas sagen?
Sie hängen voll in diesem Schlamassel, Herr Abgeordneter Donabauer! Sie werden das Ihren Wählerinnen und Wählern im Wahlkreis noch erklären müssen. Was ist die Meinung der ÖVP zu dem Ganzen? Soll es da jetzt eine Parteienförderung und Akademieförderung für die BZÖ geben? Soll es sie für die FPÖ geben? Wie geht sich das aus? (Abg. Neudeck: Muss man bei einer Dringlichen auch zur Sache etwas sagen?)
Abg. Neudeck: Zerbrechen Sie sich nicht meinen Kopf! Ich schlafe sicher ruhiger als der Matznetter!
Das Zweite ist, Herr Finanzreferent Detlev Neudeck: Wie geht es eigentlich Ihrer Haftung? Wie schaut es aus? Sie sind doch Finanzreferent der FPÖ? (Abg. Neudeck: Zerbrechen Sie sich nicht meinen Kopf! Ich schlafe sicher ruhiger als der Matznetter!) Auch so eine Frage, die man zu klären hätte neben der Frage 160 km/h: ja oder nein?
Abg. Neudeck: Herr Präsident! Muss er zur Sache auch reden?
Neben den vielen verkehrspolitischen Fragen ist auch diese Frage zu klären: Wie schaut es mit der Haftung aus? Der Herr Vizekanzler, der so eilig die Regierungsbank verlassen hat, war, wenn ich mich richtig erinnere, längere Zeit Stellvertretender Bundesparteivorsitzender der FPÖ. Ursula Haubner, Ministerin, war Bundesparteivorsitzende. Ein Berg von Schulden ist zurückgeblieben. (Abg. Neudeck: Herr Präsident! Muss er zur Sache auch reden?)
Heiterkeit bei der SPÖ
Herr Thomas Prinzhorn kann sich dazu als Präsident, was die Ordnung betrifft, melden, er kann sich aber auch als Haftender melden. Er ist nämlich auch im Vorstand der FPÖ. – Das ist das einzig Erfreuliche für die FPÖ, weil Thomas Prinzhorn wenigstens seitens des Privatvermögens dann etwas einzubringen hat (Heiterkeit bei der SPÖ), wenn es darum geht, dass diese Haftung schlagend wird.
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.
Also freuen Sie sich, Herr Detlev Neudeck, vielleicht kommen Sie gerade noch heraus dank Thomas Prinzhorn, der Ihnen möglicherweise helfen wird. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.)
Abg. Neudeck: Fällt Ihnen dazu etwas ein?
Das sind die Fragen, die wir heute besprechen wollten, und nicht nur die Frage: 160 km/h, ja oder nein, und was bedeutet das für die Umwelt? – Obwohl das natürlich auch eine bedeutende Frage ist. (Abg. Neudeck: Fällt Ihnen dazu etwas ein?)
Heiterkeit bei der SPÖ.
Aber gehen wir weiter zu der Frage, was die Entsendung betrifft. – Sie sehen, ich halte immer die Tagesordnung ein. (Heiterkeit bei der SPÖ.) – Zur Entsendung also: Wie soll der Nationale Sicherheitsrat funktionieren? Wer von Ihnen wird da drinsitzen? Das wird ja zu einem Unsicherheitsrat, weil man gar nicht weiß, wer bei der nächsten Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates drinsitzen wird. – Lauter unbeantwortete Fragen mit rechtlichen Konsequenzen!
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Ja, Sie sind auf der falschen Spur!
Wir könnten natürlich auch verkehrspolitisch die Frage der Geisterfahrer diskutieren. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Ja, Sie sind auf der falschen Spur!) Herr Detlev Neudeck, das könnten wir natürlich diskutieren! Allerdings möchte ich mich da vornehm zurückhalten und Ihnen das Wort überlassen. Über die Geisterfahrer werden Sie sicher mehr sagen können, auch innerhalb der Fraktion, der Sie angehören.
Abg. Ing. Kapeller: Aber ein gutes Wahlergebnis!
Es wird Sie das dann im Wahlkampf auch noch beschäftigen, wenn die Wählerinnen und Wähler bei den Wahlveranstaltungen fragen: Warum haben Sie denen so lange die orange oder blaue Stange gehalten? – Das wird dann die Frage sein! Da werden Sie von Wähler zu Wähler gehen müssen und das erklären müssen! Dann werden Sie nur Kopfschütteln ernten. Permanentes Kopfschütteln! Schlecht besuchte Wahlveranstaltungen, ein Abwenden der Österreicherinnen und Österreicher! (Abg. Ing. Kapeller: Aber ein gutes Wahlergebnis!)
Abg. Ing. Kapeller: Darum bin ich ja nach vorne gegangen!
Diejenigen, die hier herunten lachen, haben möglicherweise auch wirklich Grund zum Lachen – sie werden trotz Niederlage wieder hier sitzen! (Abg. Ing. Kapeller: Darum bin ich ja nach vorne gegangen!) Aber Sie dort oben sollten sich mit denen hier herunten ein bisschen beschäftigen oder vielleicht ein Rotationssystem einführen, damit Sie wirklich etwas zu lachen haben (Abg. Scheibner: Das kennen wir schon!), denn Sie werden nicht mehr hier herinnen sitzen – Sie vielleicht auch nicht mehr. Sie stehen schon, Sie haben es schon aufgegeben! (Anhaltender Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Neudeck: Herr Kollege Cap, bei Ihnen sind die vorderen Reihen dann leer!)
Abg. Scheibner: Das kennen wir schon!
Diejenigen, die hier herunten lachen, haben möglicherweise auch wirklich Grund zum Lachen – sie werden trotz Niederlage wieder hier sitzen! (Abg. Ing. Kapeller: Darum bin ich ja nach vorne gegangen!) Aber Sie dort oben sollten sich mit denen hier herunten ein bisschen beschäftigen oder vielleicht ein Rotationssystem einführen, damit Sie wirklich etwas zu lachen haben (Abg. Scheibner: Das kennen wir schon!), denn Sie werden nicht mehr hier herinnen sitzen – Sie vielleicht auch nicht mehr. Sie stehen schon, Sie haben es schon aufgegeben! (Anhaltender Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Neudeck: Herr Kollege Cap, bei Ihnen sind die vorderen Reihen dann leer!)
Anhaltender Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Neudeck: Herr Kollege Cap, bei Ihnen sind die vorderen Reihen dann leer!
Diejenigen, die hier herunten lachen, haben möglicherweise auch wirklich Grund zum Lachen – sie werden trotz Niederlage wieder hier sitzen! (Abg. Ing. Kapeller: Darum bin ich ja nach vorne gegangen!) Aber Sie dort oben sollten sich mit denen hier herunten ein bisschen beschäftigen oder vielleicht ein Rotationssystem einführen, damit Sie wirklich etwas zu lachen haben (Abg. Scheibner: Das kennen wir schon!), denn Sie werden nicht mehr hier herinnen sitzen – Sie vielleicht auch nicht mehr. Sie stehen schon, Sie haben es schon aufgegeben! (Anhaltender Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Neudeck: Herr Kollege Cap, bei Ihnen sind die vorderen Reihen dann leer!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
hatten. Aber selten war dies so vordergründig, fadenscheinig und durchsichtig wie heute. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ausgerechnet vor dem derzeitigen Hintergrund der Republik – wo wir so etwas wie einen Parteiputsch von oben gegenüber der eigenen Partei haben, um sich Macht, Ämter und Gehälter zu sichern – das Thema Verkehrssicherheit zu wählen – noch dazu mit einem Verkehrsminister, der in den letzten Monaten wider jegliche Vernunft, bar jegliche Vernunft, gegen alle Stellungnahmen von Experten und Expertinnen und Menschen, die sich auskennen, Tempo 160 vertreten hat, wohl wissend, dass er damit zusätzliche Verkehrstote in Kauf nehmen würde –, ist der Gipfel des Bizarren und des Skurrilen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Ihr habt so komische Familienzusammenstellungen! Das ist herrlich!
Es ließen sich jetzt treffliche Metaphern finden: Die freiheitliche Regierungsmannschaft, die der Bundeskanzler im Jahr 2002 mit einem Kindersitz in einen Porsche schnallen musste (Abg. Neudeck: Ihr habt so komische Familienzusammenstellungen! Das ist herrlich!), damit er die Verkehrssicherheit dieser Regierung aufrechterhalten konnte, war jetzt offensichtlich gezwungen – nachdem Knittelfeld schon ein riesiger Auffahrunfall war –, nach der Massenkarambolage vor zwei Tagen Kindersitze mit doppeltem Sicherheitsgurt einzubauen, um diese Koalition noch irgendwie fortsetzen zu können. (Abg. Wittauer macht die so genannte Scheibenwischerbewegung.)
Abg. Wittauer macht die so genannte Scheibenwischerbewegung.
Es ließen sich jetzt treffliche Metaphern finden: Die freiheitliche Regierungsmannschaft, die der Bundeskanzler im Jahr 2002 mit einem Kindersitz in einen Porsche schnallen musste (Abg. Neudeck: Ihr habt so komische Familienzusammenstellungen! Das ist herrlich!), damit er die Verkehrssicherheit dieser Regierung aufrechterhalten konnte, war jetzt offensichtlich gezwungen – nachdem Knittelfeld schon ein riesiger Auffahrunfall war –, nach der Massenkarambolage vor zwei Tagen Kindersitze mit doppeltem Sicherheitsgurt einzubauen, um diese Koalition noch irgendwie fortsetzen zu können. (Abg. Wittauer macht die so genannte Scheibenwischerbewegung.)
Abg. Kößl: Reden Sie zum Thema, Frau Kollegin!
Ich möchte Ihnen zwei zentrale Vorwürfe in diesem Zusammenhang machen: Der eine ist ein inhaltlicher Vorwurf. (Abg. Kößl: Reden Sie zum Thema, Frau Kollegin!) Der eine ist ein echter inhaltlicher Vorwurf! Und da geht es auch um das Thema Verkehrssicherheit. (Abg. Neudeck – ein Exemplar des Geschäftsordnungsgesetzes des Nationalrates in die Höhe haltend –: Das ist nicht die Straßenverkehrsordnung, sondern die Nationalrats-Geschäftsordnung!) Ich rede auch über Verkehrssicherheit. In diesem Zustand ist eine Koalition, sind Parteien, Minister und Mandatare nicht mehr fähig, auch nur irgendein Problem ernsthaft anzugehen, geschweige denn zu erkennen, weil sie ausschließlich mit sich selbst, mit ihrem eigenen Überleben, mit den gesamten juristischen Fragen ihren Fortbestand betreffend beschäftigt (Abg. Wittauer: Wir sind mit der Arbeit beschäftigt!) und unfähig sind, irgendein echtes Problem der österreichischen Bevölkerung auch nur anzuschauen! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Neudeck – ein Exemplar des Geschäftsordnungsgesetzes des Nationalrates in die Höhe haltend –: Das ist nicht die Straßenverkehrsordnung, sondern die Nationalrats-Geschäftsordnung!
Ich möchte Ihnen zwei zentrale Vorwürfe in diesem Zusammenhang machen: Der eine ist ein inhaltlicher Vorwurf. (Abg. Kößl: Reden Sie zum Thema, Frau Kollegin!) Der eine ist ein echter inhaltlicher Vorwurf! Und da geht es auch um das Thema Verkehrssicherheit. (Abg. Neudeck – ein Exemplar des Geschäftsordnungsgesetzes des Nationalrates in die Höhe haltend –: Das ist nicht die Straßenverkehrsordnung, sondern die Nationalrats-Geschäftsordnung!) Ich rede auch über Verkehrssicherheit. In diesem Zustand ist eine Koalition, sind Parteien, Minister und Mandatare nicht mehr fähig, auch nur irgendein Problem ernsthaft anzugehen, geschweige denn zu erkennen, weil sie ausschließlich mit sich selbst, mit ihrem eigenen Überleben, mit den gesamten juristischen Fragen ihren Fortbestand betreffend beschäftigt (Abg. Wittauer: Wir sind mit der Arbeit beschäftigt!) und unfähig sind, irgendein echtes Problem der österreichischen Bevölkerung auch nur anzuschauen! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Wittauer: Wir sind mit der Arbeit beschäftigt!
Ich möchte Ihnen zwei zentrale Vorwürfe in diesem Zusammenhang machen: Der eine ist ein inhaltlicher Vorwurf. (Abg. Kößl: Reden Sie zum Thema, Frau Kollegin!) Der eine ist ein echter inhaltlicher Vorwurf! Und da geht es auch um das Thema Verkehrssicherheit. (Abg. Neudeck – ein Exemplar des Geschäftsordnungsgesetzes des Nationalrates in die Höhe haltend –: Das ist nicht die Straßenverkehrsordnung, sondern die Nationalrats-Geschäftsordnung!) Ich rede auch über Verkehrssicherheit. In diesem Zustand ist eine Koalition, sind Parteien, Minister und Mandatare nicht mehr fähig, auch nur irgendein Problem ernsthaft anzugehen, geschweige denn zu erkennen, weil sie ausschließlich mit sich selbst, mit ihrem eigenen Überleben, mit den gesamten juristischen Fragen ihren Fortbestand betreffend beschäftigt (Abg. Wittauer: Wir sind mit der Arbeit beschäftigt!) und unfähig sind, irgendein echtes Problem der österreichischen Bevölkerung auch nur anzuschauen! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ich möchte Ihnen zwei zentrale Vorwürfe in diesem Zusammenhang machen: Der eine ist ein inhaltlicher Vorwurf. (Abg. Kößl: Reden Sie zum Thema, Frau Kollegin!) Der eine ist ein echter inhaltlicher Vorwurf! Und da geht es auch um das Thema Verkehrssicherheit. (Abg. Neudeck – ein Exemplar des Geschäftsordnungsgesetzes des Nationalrates in die Höhe haltend –: Das ist nicht die Straßenverkehrsordnung, sondern die Nationalrats-Geschäftsordnung!) Ich rede auch über Verkehrssicherheit. In diesem Zustand ist eine Koalition, sind Parteien, Minister und Mandatare nicht mehr fähig, auch nur irgendein Problem ernsthaft anzugehen, geschweige denn zu erkennen, weil sie ausschließlich mit sich selbst, mit ihrem eigenen Überleben, mit den gesamten juristischen Fragen ihren Fortbestand betreffend beschäftigt (Abg. Wittauer: Wir sind mit der Arbeit beschäftigt!) und unfähig sind, irgendein echtes Problem der österreichischen Bevölkerung auch nur anzuschauen! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Bleckmann: Totgesagte leben länger, Frau Kollegin!
Sie wissen es! Sie alle wissen es: Es ist zu Ende! Es ist tatsächlich zu Ende! Diese Koalition ist gescheitert! Sie ist nach Knittelfeld zum zweiten Mal gescheitert. Sie alle wissen es, es ist nur mehr eine Frage der Zeit. Auch wenn Sie jetzt noch ein paar Monate, ein paar Wochen in irgendeiner Form weiterwursteln und weiter bestehen: Diese Koalition ist tot! (Abg. Dr. Bleckmann: Totgesagte leben länger, Frau Kollegin!) Bundeskanzler Schüssel ist das zweite Mal mit diesem Projekt gescheitert! Es lässt sich nicht leugnen, und Sie wissen das. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Grillitsch: Sie kann es nicht mehr erwarten!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Grillitsch: Sie kann es nicht mehr erwarten!
Sie wissen es! Sie alle wissen es: Es ist zu Ende! Es ist tatsächlich zu Ende! Diese Koalition ist gescheitert! Sie ist nach Knittelfeld zum zweiten Mal gescheitert. Sie alle wissen es, es ist nur mehr eine Frage der Zeit. Auch wenn Sie jetzt noch ein paar Monate, ein paar Wochen in irgendeiner Form weiterwursteln und weiter bestehen: Diese Koalition ist tot! (Abg. Dr. Bleckmann: Totgesagte leben länger, Frau Kollegin!) Bundeskanzler Schüssel ist das zweite Mal mit diesem Projekt gescheitert! Es lässt sich nicht leugnen, und Sie wissen das. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Grillitsch: Sie kann es nicht mehr erwarten!)
Abg. Kößl: Reden Sie einmal zum Thema?
Das ist für die Menschen in Österreich leider ein Punkt, wo nicht nur diese Partei oder die gesamte Bundesregierung – vor allem auch die ÖVP –, sondern das gesamte politische System Schaden erleidet. Sich über Monate anschauen zu müssen, wie eine kleine Gruppe, die dermaßen daran interessiert ist, ihren jetzigen Status aufrechtzuerhalten, bereit ist, alles dafür zu tun, dass sie sogar an die Grenzen des politischen Systems geht – darüber möchte ich noch kurz sprechen –, ist für die Menschen in Österreich nicht mehr verständlich. (Abg. Kößl: Reden Sie einmal zum Thema?)
Neuerlicher Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Grillitsch: Die Begeisterung hat sich in Grenzen gehalten!
Deshalb ist der Ruf nach Neuwahlen – auch in der Bevölkerung – mehr als politisch legitim: Sie sind dringend notwendig! Österreich muss neu wählen! Es braucht eine Neuordnung der politischen Verhältnisse! (Neuerlicher Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Grillitsch: Die Begeisterung hat sich in Grenzen gehalten!)
Abg. Brosz: Der war gut!
Ich rede jetzt gerne wieder ganz kurz zum Thema, da das ständig eingefordert wird. Nur eine kurze Bemerkung zum Herrn Kollegen Miedl: Kollege Miedl hat in seiner Logik behauptet, dass zwischen Tempo 90 und 120 km/h viel mehr Verkehrsunfälle passieren als mit Tempo 160. (Abg. Brosz: Der war gut!) – Diese Logik ist enden wollend! Mit der Logik müsste man sagen: Mit 240 km/h passieren noch viel weniger Unfälle und mit 500 km/h passiert überhaupt kein Unfall mehr, also ist das die sicherste Reisegeschwindigkeit. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Kogler: Bravo!)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Kogler: Bravo!
Ich rede jetzt gerne wieder ganz kurz zum Thema, da das ständig eingefordert wird. Nur eine kurze Bemerkung zum Herrn Kollegen Miedl: Kollege Miedl hat in seiner Logik behauptet, dass zwischen Tempo 90 und 120 km/h viel mehr Verkehrsunfälle passieren als mit Tempo 160. (Abg. Brosz: Der war gut!) – Diese Logik ist enden wollend! Mit der Logik müsste man sagen: Mit 240 km/h passieren noch viel weniger Unfälle und mit 500 km/h passiert überhaupt kein Unfall mehr, also ist das die sicherste Reisegeschwindigkeit. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Kogler: Bravo!)
Heiterkeit des Abg. Eder
Nach dieser Logik ist der gefährlichste Ort Österreichs überhaupt das Bett (Heiterkeit des Abg. Eder), denn dort sterben am allermeisten Menschen! (Abg. Neudeck: Aber nicht mit 160!) – So, und jetzt darf ich wieder mit dem Thema fortfahren, das die österreichische Öffentlichkeit eigentlich bewegt, nämlich mit der Dämmerung und dem Ende der schwarz-blauen Koalition.
Abg. Neudeck: Aber nicht mit 160!
Nach dieser Logik ist der gefährlichste Ort Österreichs überhaupt das Bett (Heiterkeit des Abg. Eder), denn dort sterben am allermeisten Menschen! (Abg. Neudeck: Aber nicht mit 160!) – So, und jetzt darf ich wieder mit dem Thema fortfahren, das die österreichische Öffentlichkeit eigentlich bewegt, nämlich mit der Dämmerung und dem Ende der schwarz-blauen Koalition.
Abg. Neudeck: Sie sind eine geschäftsordnungsmäßige Geisterfahrerin! Das wissen Sie!
Ich möchte noch zu einem demokratiepolitischen Punkt kommen, weil ich nicht weiß, ob Ihnen das klar ist: Natürlich, formaljuristisch, verfassungsrechtlich bewegen Sie sich im Rahmen des österreichischen Systems, im Rahmen der österreichischen Verfassung. (Abg. Neudeck: Sie sind eine geschäftsordnungsmäßige Geisterfahrerin! Das wissen Sie!) Trotzdem muss man sich noch einmal vor Augen führen, welches Verhältnis zwischen den staatlichen Institutionen und der Gesellschaft besteht und was Sie gerade tun.
Abg. Neudeck: Meinen Sie jetzt die Section Control, oder worüber sprechen Sie?
In der Gesellschaft entwickeln sich politische Kräfte, die sich zu Parteien formieren, eine bestimmte Bedeutung erlangen, gewählt werden und sich in das politische System und in die staatlichen Institutionen eingliedern. (Abg. Neudeck: Meinen Sie jetzt die Section Control, oder worüber sprechen Sie?) Was Sie jetzt machen, ist de facto ein Putsch von oben: Sie machen sich völlig frei von jeglicher Kontrolle – auch Ihrer eigenen Basis, auch Ihrer eigenen Verankerung im politischen System und in der Gesellschaft. (Abg. Neudeck: Sie reden am Thema vorbei!) Sie erklären sich als reproduzierendes System einer Gruppe von Menschen, von Mandataren und Ministern, die sich, um weiter im Amt zu bleiben, jeglicher Verantwortung selbst entheben. – Das ist an der Grenze der demokratischen Spielregeln.
Abg. Neudeck: Sie reden am Thema vorbei!
In der Gesellschaft entwickeln sich politische Kräfte, die sich zu Parteien formieren, eine bestimmte Bedeutung erlangen, gewählt werden und sich in das politische System und in die staatlichen Institutionen eingliedern. (Abg. Neudeck: Meinen Sie jetzt die Section Control, oder worüber sprechen Sie?) Was Sie jetzt machen, ist de facto ein Putsch von oben: Sie machen sich völlig frei von jeglicher Kontrolle – auch Ihrer eigenen Basis, auch Ihrer eigenen Verankerung im politischen System und in der Gesellschaft. (Abg. Neudeck: Sie reden am Thema vorbei!) Sie erklären sich als reproduzierendes System einer Gruppe von Menschen, von Mandataren und Ministern, die sich, um weiter im Amt zu bleiben, jeglicher Verantwortung selbst entheben. – Das ist an der Grenze der demokratischen Spielregeln.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich glaube nicht, dass in der österreichischen Verfassung daran gedacht war, dass sich jemals eine Gruppe von Menschen – Freunde und Verwandte von Jörg Haider, wie es so schön im „Morgenjournal“ genannt worden ist – einfach der Institutionen bemächtigt und alles abkappt: jegliche Kontrolle, jegliche Verantwortung. Eine Gruppe, die sagt: Wir bleiben im Amt, egal was kommt! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Wittauer: Es langweilt langsam!
Sie aber sind jetzt nur noch eine Gruppe von Menschen in Österreich, die ausschließlich an sich selbst interessiert ist: an ihren Ämtern, an ihren Funktionen, an ihren Mandaten, an ihren Gehältern. Das ist alles, was Sie interessiert! (Abg. Wittauer: Es langweilt langsam!) Ich denke, die österreichische Bevölkerung und die Opposition haben das Recht, zu sagen: Wir verlangen Neuwahlen! (Abg. Scheibner: Dann bringen Sie einen Antrag ein! Das steht Ihnen wieder frei! Das ist kein Tagesordnungspunkt!)
Abg. Scheibner: Dann bringen Sie einen Antrag ein! Das steht Ihnen wieder frei! Das ist kein Tagesordnungspunkt!
Sie aber sind jetzt nur noch eine Gruppe von Menschen in Österreich, die ausschließlich an sich selbst interessiert ist: an ihren Ämtern, an ihren Funktionen, an ihren Mandaten, an ihren Gehältern. Das ist alles, was Sie interessiert! (Abg. Wittauer: Es langweilt langsam!) Ich denke, die österreichische Bevölkerung und die Opposition haben das Recht, zu sagen: Wir verlangen Neuwahlen! (Abg. Scheibner: Dann bringen Sie einen Antrag ein! Das steht Ihnen wieder frei! Das ist kein Tagesordnungspunkt!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Hofmann: Wir können nicht wegen einer schlechten Opposition zurücktreten!
Österreich braucht Wahlen, braucht eine Neuordnung des politischen Systems! Alles andere ist jenseits der Grenze von dem, was sich die österreichische Verfassung zu Beginn, bei ihrer Geburtsstunde, gedacht und gewünscht hat. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Hofmann: Wir können nicht wegen einer schlechten Opposition zurücktreten!)
Staatssekretär Mag. Mainoni: Zum Thema, oder? – Abg. Brosz – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dipl.-Ing. Hofmann –: Für wen sprechen Sie jetzt?
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Dipl.-Ing. Hofmann. – Bitte. (Staatssekretär Mag. Mainoni: Zum Thema, oder? – Abg. Brosz – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dipl.-Ing. Hofmann –: Für wen sprechen Sie jetzt?)
Abg. Öllinger: Privatauto!
Frau Kollegin Mandak, wenn Sie eine tatsächliche Berichtigung bringen, dann sollte der Inhalt Ihrer tatsächlichen Berichtigung auch den Tatsachen entsprechen! Es entspricht jedenfalls nicht den Tatsachen, dass Ihr Landesrat Rudi Anschober ständig mit dem Fahrrad unterwegs ist: Er benutzt selbstverständlich ein Dienstauto! (Abg. Öllinger: Privatauto!) – Nein, er benutzt ein Dienstauto!
Abg. Haidlmayr: Er hat kein Dienstauto!
Es ist bei diesem Antrag in Oberösterreich darum gegangen, dass Politiker natürlich eine Vorbildwirkung im Straßenverkehr haben. Deswegen sollte ein Fahrtenschreiber eingebaut werden. – Nichts anderes war das Thema. (Abg. Haidlmayr: Er hat kein Dienstauto!)
Abg. Dr. Glawischnig: Über die Verfassung?
Frau Kollegin Glawischnig, Sie sollten sich nicht so viele Gedanken darüber machen (Abg. Dr. Glawischnig: Über die Verfassung?) und behaupten, es sei fadenscheinig! Ich stelle fest: Dieser Dringliche Antrag, den wir jetzt behandeln – angeblich fadenscheinig, durchsichtig –, wurde im Rahmen der Geschäftsordnung eingebracht; er wird behandelt. Und er betrifft, so meine ich, ein wichtiges Thema. Sie sollten uns mit Ihren Ablenkungsmanövern – sich nämlich mit uns zu beschäftigen – nicht am Arbeiten hindern! (Abg. Eder: Da geht es um Steuergelder, bitte!) Das werden Sie auch nicht schaffen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Eder: Da geht es um Steuergelder, bitte!
Frau Kollegin Glawischnig, Sie sollten sich nicht so viele Gedanken darüber machen (Abg. Dr. Glawischnig: Über die Verfassung?) und behaupten, es sei fadenscheinig! Ich stelle fest: Dieser Dringliche Antrag, den wir jetzt behandeln – angeblich fadenscheinig, durchsichtig –, wurde im Rahmen der Geschäftsordnung eingebracht; er wird behandelt. Und er betrifft, so meine ich, ein wichtiges Thema. Sie sollten uns mit Ihren Ablenkungsmanövern – sich nämlich mit uns zu beschäftigen – nicht am Arbeiten hindern! (Abg. Eder: Da geht es um Steuergelder, bitte!) Das werden Sie auch nicht schaffen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Frau Kollegin Glawischnig, Sie sollten sich nicht so viele Gedanken darüber machen (Abg. Dr. Glawischnig: Über die Verfassung?) und behaupten, es sei fadenscheinig! Ich stelle fest: Dieser Dringliche Antrag, den wir jetzt behandeln – angeblich fadenscheinig, durchsichtig –, wurde im Rahmen der Geschäftsordnung eingebracht; er wird behandelt. Und er betrifft, so meine ich, ein wichtiges Thema. Sie sollten uns mit Ihren Ablenkungsmanövern – sich nämlich mit uns zu beschäftigen – nicht am Arbeiten hindern! (Abg. Eder: Da geht es um Steuergelder, bitte!) Das werden Sie auch nicht schaffen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Parnigoni.
Dieses Verkehrssicherheitsprogramm ist eine sinnvolle, selbst gewählte Vorgabe. Es ist festzustellen, dass wir – wenn wir das Jahr 2004 betrachten – nicht beim Soll-Wert, der 755 ausmachen würde, zu liegen kommen, sondern darüber liegen und 123 Verkehrstote mehr zu beklagen haben. (Zwischenruf des Abg. Parnigoni.) Das Ziel ist es, bis zum Jahr 2010 eine Halbierung zu erreichen. Maßgeblich dafür dient dieses bekannte Verkehrssicherheitsprogramm mit dem strukturierten Maßnahmenkatalog, dessen Umsetzung bereits begonnen hat.
Abg. Parnigoni: Ist der Rosenstingl Mitglied bei Ihnen, beim BZÖ? – Abg. Scheibner: Lass dich nicht ablenken!
Wenn man nun den Soll- und Ist-Vergleich über diesen Zeitraum betrachtet, so sind im Wesentlichen zwei Punkte feststellbar: Erstens, dass es durch dieses Programm einen kontinuierlichen, abnehmenden Verlauf gibt, was durchaus positiv zu werten ist, und zweitens, dass wir mit dem Ist-Wert leider konstant über dem Soll-Wert liegen. (Abg. Parnigoni: Ist der Rosenstingl Mitglied bei Ihnen, beim BZÖ? – Abg. Scheibner: Lass dich nicht ablenken!) – Wie, bitte? Herr Kollege, ich verstehe nicht, wieso Sie sich Sorgen um unsere freiheitliche Fraktion machen. (Abg. Dr. Jarolim: Aus Solidarität! –Abg. Dr. Puswald: Das ist der Mitleidseffekt!) – Wieso sind Sie denn so aufgeregt? (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Aus Solidarität! –Abg. Dr. Puswald: Das ist der Mitleidseffekt!
Wenn man nun den Soll- und Ist-Vergleich über diesen Zeitraum betrachtet, so sind im Wesentlichen zwei Punkte feststellbar: Erstens, dass es durch dieses Programm einen kontinuierlichen, abnehmenden Verlauf gibt, was durchaus positiv zu werten ist, und zweitens, dass wir mit dem Ist-Wert leider konstant über dem Soll-Wert liegen. (Abg. Parnigoni: Ist der Rosenstingl Mitglied bei Ihnen, beim BZÖ? – Abg. Scheibner: Lass dich nicht ablenken!) – Wie, bitte? Herr Kollege, ich verstehe nicht, wieso Sie sich Sorgen um unsere freiheitliche Fraktion machen. (Abg. Dr. Jarolim: Aus Solidarität! –Abg. Dr. Puswald: Das ist der Mitleidseffekt!) – Wieso sind Sie denn so aufgeregt? (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wenn man nun den Soll- und Ist-Vergleich über diesen Zeitraum betrachtet, so sind im Wesentlichen zwei Punkte feststellbar: Erstens, dass es durch dieses Programm einen kontinuierlichen, abnehmenden Verlauf gibt, was durchaus positiv zu werten ist, und zweitens, dass wir mit dem Ist-Wert leider konstant über dem Soll-Wert liegen. (Abg. Parnigoni: Ist der Rosenstingl Mitglied bei Ihnen, beim BZÖ? – Abg. Scheibner: Lass dich nicht ablenken!) – Wie, bitte? Herr Kollege, ich verstehe nicht, wieso Sie sich Sorgen um unsere freiheitliche Fraktion machen. (Abg. Dr. Jarolim: Aus Solidarität! –Abg. Dr. Puswald: Das ist der Mitleidseffekt!) – Wieso sind Sie denn so aufgeregt? (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sie nutzen ja ohnedies jede Gelegenheit, um nicht zum Thema zu sprechen, und glauben, sich in einem anderen Bereich besonders wichtig machen zu müssen. Es gelingt Ihnen nur nicht sehr gut! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Denn das, was da rüberkommt, ist die Argumentationslinie von politischen Geisterfahrern mit Sprechblasen. (Abg. Marizzi: Das haben wir gern: „Politische Geisterfahrer“! – Abg. Dr. Puswald: Sie müssen wissen, wovon Sie sprechen!) Die sollten Sie, wenn es um so ein ernsthaftes Thema geht, tatsächlich unterlassen.
Abg. Marizzi: Das haben wir gern: „Politische Geisterfahrer“! – Abg. Dr. Puswald: Sie müssen wissen, wovon Sie sprechen!
Sie nutzen ja ohnedies jede Gelegenheit, um nicht zum Thema zu sprechen, und glauben, sich in einem anderen Bereich besonders wichtig machen zu müssen. Es gelingt Ihnen nur nicht sehr gut! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Denn das, was da rüberkommt, ist die Argumentationslinie von politischen Geisterfahrern mit Sprechblasen. (Abg. Marizzi: Das haben wir gern: „Politische Geisterfahrer“! – Abg. Dr. Puswald: Sie müssen wissen, wovon Sie sprechen!) Die sollten Sie, wenn es um so ein ernsthaftes Thema geht, tatsächlich unterlassen.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Geschätzte Damen und Herren! Der eingeschlagene Weg ist richtig. Die volle Unterstützung des Freiheitlichen Parlamentsklubs ist für diese Maßnahmen, die erfolgen werden, zu erwarten. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Achleitner: Natürlich verwendet er ein Dienstauto! – Abg. Mag. Molterer: Geht er zu Fuß? – Abg. Haidlmayr: Er hat kein Dienstauto!
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Abgeordneter Hofmann hat in seiner Rede schon wieder behauptet, dass Herr Landesrat Anschober in Oberösterreich ein Dienstauto benutze. (Abg. Dipl.-Ing. Achleitner: Natürlich verwendet er ein Dienstauto! – Abg. Mag. Molterer: Geht er zu Fuß? – Abg. Haidlmayr: Er hat kein Dienstauto!)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen
Wenn das auch für den Herrn Landeshauptmann Haider gelten würde (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen) – aber da müsste man es bei den Flugzeugen auch machen, damit wir wissen, wo er in Kanada war –, dann könnten wir darüber reden. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn das auch für den Herrn Landeshauptmann Haider gelten würde (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen) – aber da müsste man es bei den Flugzeugen auch machen, damit wir wissen, wo er in Kanada war –, dann könnten wir darüber reden. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Eder – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Regler –: Bitte zur Sache! Bitte bleib sachlich!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Dipl.-Ing. Regler. – Bitte. (Abg. Eder – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Regler –: Bitte zur Sache! Bitte bleib sachlich!)
Abg. Neudeck: Das sind wir aber gewöhnt!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Mag. Roderich Regler (ÖVP): Herr Präsident! Hohes Haus! Wir haben vorhin von Herrn Dr. Cap eine klare Themenverfehlung erlebt. Aber nicht nur das Thema wurde verfehlt, auch die Zeit wurde verfehlt. (Abg. Neudeck: Das sind wir aber gewöhnt!) Herr Dr. Cap hat nämlich vorhin mit einem Wahlkampf begonnen, den er aber erst in eineinhalb Jahren wirklich führen müssen wird. (Abg. Neudeck: Er vielleicht nicht mehr!)
Abg. Neudeck: Er vielleicht nicht mehr!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Mag. Roderich Regler (ÖVP): Herr Präsident! Hohes Haus! Wir haben vorhin von Herrn Dr. Cap eine klare Themenverfehlung erlebt. Aber nicht nur das Thema wurde verfehlt, auch die Zeit wurde verfehlt. (Abg. Neudeck: Das sind wir aber gewöhnt!) Herr Dr. Cap hat nämlich vorhin mit einem Wahlkampf begonnen, den er aber erst in eineinhalb Jahren wirklich führen müssen wird. (Abg. Neudeck: Er vielleicht nicht mehr!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Die Bundesregierung, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist – um in der Sprache der Verkehrssicherheit zu sprechen – gut angeschnallt und sicher unterwegs zur EU-Präsidentschaft im nächsten Jahr. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Marizzi: Dr. Wolfgang Haider!
Ich glaube, wir können auch sicher sein, dass sich alle Österreicherinnen und Österreicher als Vorsitzenden des EU-Rates im ersten Halbjahr des nächsten Jahres Dr. Wolfgang Schüssel und keinen anderen Politiker wünschen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Marizzi: Dr. Wolfgang Haider!)
Abg. Öllinger: Sollte man meinen! – Abg. Bayr: Orange!
Ich möchte aber jetzt doch zur Verkehrssicherheit sprechen, denn die Verkehrssicherheit, Hohes Haus, ist weder schwarz noch rot, sie ist weder grün noch blau (Abg. Öllinger: Sollte man meinen! – Abg. Bayr: Orange!), sie ist einfach ein Anliegen aller Verkehrsteilnehmer, damit Leid verhindert wird.
Abg. Dr. Kräuter: Meinen Sie Schmid, Forstinger, Gorbach? Welchen meinen Sie?
Das „Österreichische Verkehrssicherheitsprogramm 2002 -2010“ ist wirklich ein Meilenstein. Ich bin vor allem darüber froh, dass das Verkehrsressort (Abg. Dr. Kräuter: Meinen Sie Schmid, Forstinger, Gorbach? Welchen meinen Sie?) seit der Wende im Jahr 2000 ein so gutes Verhältnis zum Kuratorium für Verkehrssicherheit hat, was ja lange Zeit nicht der Fall war.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Alles in allem sind wir sehr gut unterwegs, und ich hoffe, dass wir auch für das heurige Jahr eine zumindest ebenso starke Reduktion der Zahl der verunfallten Menschen in Österreich erleben, wie dies vom Jahr 2003 auf das Jahr 2004 der Fall war. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Aber bitte jetzt wirklich zum eigentlichen Thema!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Dr. Jarolim. (Abg. Öllinger: Aber bitte jetzt wirklich zum eigentlichen Thema!)
Abg. Öllinger: Zum eigentlichen Thema!
Abgeordneter Dr. Johannes Jarolim (SPÖ): Bitte wie? (Abg. Öllinger: Zum eigentlichen Thema!) – Zum eigentlichen Thema, ja.
Beifall bei der SPÖ.
Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Gestatten Sie mir ganz kurz – weil wir in den letzten Tagen einige Probleme rund um die Vorsitzführung hatten –, Ihnen, Herr Präsident, für diese objektive Vorsitzführung zu danken, die sich ja in wohltuender Weise doch von dem, was wir in den letzten zwei, drei Tagen erlebt haben, insbesondere auch heute Vormittag, unterscheidet. Wir stehen nicht an, dafür herzlich zu danken, und wir hoffen, dass das auch Vorbild für andere Präsidenten sein kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Rossmann: Das ist eine unerhörte Unterstellung!
Vielleicht noch ganz kurz bei dieser Gelegenheit: Herr Kollege Neudeck! Ich wurde soeben in der Säulenhalle von einer Gruppe, ich weiß nicht, BZÖ- oder FPÖ-Sympathisanten, die Sie durch das Haus geführt haben, gefragt – ich weiß gar nicht, weshalb sie mich das fragen –, ob es nicht sein kann, dass der Neudeck so ein klein wenig auf den Spuren eines Rosenstingl wandelt. Ich muss Ihnen sagen: Bitte passen Sie auf! (Abg. Rossmann: Das ist eine unerhörte Unterstellung!) Vor allem, wenn wir hier in diesem Hause über Seriosität reden, würde ich meinen: Nehmen Sie sich bitte in Acht und passen Sie auf Ihre Haftungssituation auf! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Vielleicht noch ganz kurz bei dieser Gelegenheit: Herr Kollege Neudeck! Ich wurde soeben in der Säulenhalle von einer Gruppe, ich weiß nicht, BZÖ- oder FPÖ-Sympathisanten, die Sie durch das Haus geführt haben, gefragt – ich weiß gar nicht, weshalb sie mich das fragen –, ob es nicht sein kann, dass der Neudeck so ein klein wenig auf den Spuren eines Rosenstingl wandelt. Ich muss Ihnen sagen: Bitte passen Sie auf! (Abg. Rossmann: Das ist eine unerhörte Unterstellung!) Vor allem, wenn wir hier in diesem Hause über Seriosität reden, würde ich meinen: Nehmen Sie sich bitte in Acht und passen Sie auf Ihre Haftungssituation auf! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Dass man allerdings so weit geht – Kollege Cap hat das bereits ausgeführt –, trotz eines wirklich dringenden Bedürfnisses – in der Öffentlichkeit gibt es derzeit nur ein Thema, darüber ist von Seite 1 bis Seite 3 in allen Medien zu lesen; ich weiß, Sie sind der kongeniale Partner des Herrn Vizekanzlers, der eine kann ohne den anderen nicht sein – das Thema Verkehrssicherheit dringlich zu behandeln, und dann in der Diskussion der Vizekanzler nicht einmal anwesend ist, das ist schon ziemlich beschämend, meine Damen und Herren! Ich würde Sie ersuchen: Lassen Sie sich das nächste Mal ein bisschen etwas Besseres einfallen! Es ist wirklich ziemlich peinlich, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Dr. Puswald: Aber muss es gleich der Haider sein?
In der Sache selbst. – Es geht bei Verkehrsunfällen um Haftungen und auch bei Unfällen, wie hier einer passiert ist; und das ist ja wohl dieses Auseinanderkrachen und diese Abspaltung von einem aus meiner Sicht ja teilweise nachvollziehbaren Restkern der FPÖ, Stadler und so weiter. Natürlich kann man auch sagen, das ist die Zukunft, aber man kann auch sagen, das ist nicht die Zukunft. Insofern hegen wir eine gewisse Sympathie dafür, dass man sagt: Lieber weg davon, von Stadler und Kabas und so weiter! Aber wenn Sie das jetzt wirklich machen ... (Abg. Dr. Puswald: Aber muss es gleich der Haider sein?)
Heiterkeit bei der SPÖ
Na ja, der Haider? Ich glaube, das muss man schon verstehen. Die Rede in Krumpendorf rechtfertigt natürlich, dass sich der Haider von einem rechtsextremen Rand distanziert. – Das ist die Seriosität, die hier heute mehrfach angesprochen worden ist (Heiterkeit bei der SPÖ), und das ist Konsequenz, eine Linie, eine blau-orange Linie, die sich durch das Programm zieht.
Zwischenruf des Abg. Neudeck
Herr Neudeck (Zwischenruf des Abg. Neudeck), Sie wissen es, Sie müssen wirklich verdammt aufpassen! Ich glaube nicht, dass es gelingen wird; wenn ja, werden wir uns darüber freuen, das muss man auf der anderen Seite auch sagen, bei aller Fairness. Aber angesichts dessen, was sich hier an Schulden angehäuft hat, möchte ich nicht in Ihren Schuhen stecken. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Neudeck.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Neudeck.
Herr Neudeck (Zwischenruf des Abg. Neudeck), Sie wissen es, Sie müssen wirklich verdammt aufpassen! Ich glaube nicht, dass es gelingen wird; wenn ja, werden wir uns darüber freuen, das muss man auf der anderen Seite auch sagen, bei aller Fairness. Aber angesichts dessen, was sich hier an Schulden angehäuft hat, möchte ich nicht in Ihren Schuhen stecken. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Neudeck.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich wünsche Ihnen jedenfalls alles Gute dazu. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit und allgemeiner Beifall.
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner zu Wort gemeldet hat sich Herr Abgeordneter Mag. Kogler. – Herr Abgeordneter, vielleicht könnten Sie in Ihren Ausführungen fallweise auch das Wort „Verkehr“ einfügen. (Heiterkeit und allgemeiner Beifall.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! In der Tat! Die Geisterfahrerei in diesem Land hat in einem bestürzenden Ausmaß zugenommen. (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) Die politischen Vorbilder tun ihr Übriges. (Abg. Lentsch: Sind wir im Kabarett?) – Wieso sagen Sie Kabarett? Ich sage das jetzt in allem Ernst. Als gewählter Abgeordneter erwartet man bestimmte Abwicklungen der Tagesordnung. Wird von einer Fraktion eine Dringliche angekündigt – und das ist ihr gutes Recht –, dann kommt schnell die Dringliche einer anderen Fraktion. – So weit, so gut.
Abg. Lentsch: Sind wir im Kabarett?
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! In der Tat! Die Geisterfahrerei in diesem Land hat in einem bestürzenden Ausmaß zugenommen. (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) Die politischen Vorbilder tun ihr Übriges. (Abg. Lentsch: Sind wir im Kabarett?) – Wieso sagen Sie Kabarett? Ich sage das jetzt in allem Ernst. Als gewählter Abgeordneter erwartet man bestimmte Abwicklungen der Tagesordnung. Wird von einer Fraktion eine Dringliche angekündigt – und das ist ihr gutes Recht –, dann kommt schnell die Dringliche einer anderen Fraktion. – So weit, so gut.
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Bei dieser erstmöglichen Gelegenheit, irgendetwas von dem zu signalisieren, was Zukunft an diesem BZÖ sein soll, versagen Sie kläglich. Wir verhandeln hier einen Dringlichen Antrag des freiheitlichen Klubs an einen BZÖ-Minister, der sich völlig verdünnisiert. Völlig verdünnisiert! Er sitzt schon im Flugzeug nach Rom, wie ich höre. Wichtig, okay. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Angesichts dieser so genannten Performance – man merkt, wie dringend und wichtig Ihnen das Thema „Verkehrssicherheit“ ist, es hält nicht einmal die Hälfte von Ihnen auf ihren Sitzen – wollen Sie uns jetzt doch nicht tatsächlich ernsthaft erklären, dass die an sich sehr wichtige Sache Verkehrssicherheit in Österreich dieser Ihrer Dringlichen bedurft hätte?! Das ist doch absurd! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Das einzige, was Sie an Stabilität einbringen, ist, diese verkehrte Richtung aufhalten zu wollen, und deshalb ist der Begriff „Geisterfahrer“ eigentlich so zutreffend. Sie fahren ja in die völlig falsche Richtung und das mit aller Gewalt, bei finsterer Nacht, schwarz und ohne Licht, denn mit den luziden Momenten ist es auch nicht mehr weit her in diesem Kontext. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Mag. Regler: Unwesen wird keines betrieben!
treiben darf. Letztendlich irgendwo angelangt, werden Sie ... (Abg. Mag. Regler: Unwesen wird keines betrieben!) – Herr Kollege Regler! Sie haben sich wirklich bemüht, aber nicht einmal Sie, der Sie sonst ja so ernsthaft sind, haben es heute zustande gebracht, den Beitrag Ihrer Noch-Regierungskollegen ernst zu nehmen. (Abg. Lentsch: Er hat das hervorragend gemacht!)
Abg. Lentsch: Er hat das hervorragend gemacht!
treiben darf. Letztendlich irgendwo angelangt, werden Sie ... (Abg. Mag. Regler: Unwesen wird keines betrieben!) – Herr Kollege Regler! Sie haben sich wirklich bemüht, aber nicht einmal Sie, der Sie sonst ja so ernsthaft sind, haben es heute zustande gebracht, den Beitrag Ihrer Noch-Regierungskollegen ernst zu nehmen. (Abg. Lentsch: Er hat das hervorragend gemacht!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Etwas Ernstes tatsächlich zuletzt: Wenn wir uns vom Kanzler sagen lassen müssen – und das ist die eigentliche Tragödie an dieser Geschichte –, dass Haider ein „konstruktiver Partner“ ist und eine sehr „seriöse Politik“ macht, dann, muss ich sagen, hat er sich in die Geisterfahrerkarosse mit hineingesetzt und ist unterwegs. Der Porsche ist bekannt – der Schleudersitz ist eingebaut! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Mag. Trunk: Er ist da, da, da!
Abgeordnete Mares Rossmann (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Herr Kollege Jarolim ist nicht mehr ... (Abg. Mag. Trunk: Er ist da, da, da!) Ich muss schon sagen, Herr Kollege, es ist unerhört, was Sie sich hier herausnehmen. (Abg. Dr. Jarolim: Das habe ich mir aber nicht verdient!) – Das ist unerhört! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Jarolim: Das habe ich mir aber nicht verdient!
Abgeordnete Mares Rossmann (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Herr Kollege Jarolim ist nicht mehr ... (Abg. Mag. Trunk: Er ist da, da, da!) Ich muss schon sagen, Herr Kollege, es ist unerhört, was Sie sich hier herausnehmen. (Abg. Dr. Jarolim: Das habe ich mir aber nicht verdient!) – Das ist unerhört! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Abgeordnete Mares Rossmann (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Herr Kollege Jarolim ist nicht mehr ... (Abg. Mag. Trunk: Er ist da, da, da!) Ich muss schon sagen, Herr Kollege, es ist unerhört, was Sie sich hier herausnehmen. (Abg. Dr. Jarolim: Das habe ich mir aber nicht verdient!) – Das ist unerhört! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Parnigoni: Das hat er nicht gesagt! – Abg. Dr. Jarolim: Von Ihren Sympathisanten!
Wissen Sie eigentlich noch, was Sie gesagt haben? Sie unterstellen unserem Kollegen Neudeck, auf den Spuren Rosenstingls zu wandern. (Abg. Parnigoni: Das hat er nicht gesagt! – Abg. Dr. Jarolim: Von Ihren Sympathisanten!) Sie unterstellen ihm schweren Betrug. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Und das unter dem Schutz Ihrer Immunität. (Abg. Dr. Jarolim: Von Ihren Sympathisanten!) Das ist mieseste Art und Weise, das entbehrt jeglicher Moral! Aber das ist ja ein Sittenbild Ihrer Gesinnung. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wissen Sie eigentlich noch, was Sie gesagt haben? Sie unterstellen unserem Kollegen Neudeck, auf den Spuren Rosenstingls zu wandern. (Abg. Parnigoni: Das hat er nicht gesagt! – Abg. Dr. Jarolim: Von Ihren Sympathisanten!) Sie unterstellen ihm schweren Betrug. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Und das unter dem Schutz Ihrer Immunität. (Abg. Dr. Jarolim: Von Ihren Sympathisanten!) Das ist mieseste Art und Weise, das entbehrt jeglicher Moral! Aber das ist ja ein Sittenbild Ihrer Gesinnung. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Von Ihren Sympathisanten!
Wissen Sie eigentlich noch, was Sie gesagt haben? Sie unterstellen unserem Kollegen Neudeck, auf den Spuren Rosenstingls zu wandern. (Abg. Parnigoni: Das hat er nicht gesagt! – Abg. Dr. Jarolim: Von Ihren Sympathisanten!) Sie unterstellen ihm schweren Betrug. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Und das unter dem Schutz Ihrer Immunität. (Abg. Dr. Jarolim: Von Ihren Sympathisanten!) Das ist mieseste Art und Weise, das entbehrt jeglicher Moral! Aber das ist ja ein Sittenbild Ihrer Gesinnung. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wissen Sie eigentlich noch, was Sie gesagt haben? Sie unterstellen unserem Kollegen Neudeck, auf den Spuren Rosenstingls zu wandern. (Abg. Parnigoni: Das hat er nicht gesagt! – Abg. Dr. Jarolim: Von Ihren Sympathisanten!) Sie unterstellen ihm schweren Betrug. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Und das unter dem Schutz Ihrer Immunität. (Abg. Dr. Jarolim: Von Ihren Sympathisanten!) Das ist mieseste Art und Weise, das entbehrt jeglicher Moral! Aber das ist ja ein Sittenbild Ihrer Gesinnung. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Trunk: Aber das einfache Parteimitglied Haider hat ...!
Herr Kollege Gusenbauer, ich würde Sie wirklich ersuchen, sich davon zu distanzieren! Herr Kollege Jarolim, entschuldigen Sie sich dafür! (Abg. Mag. Trunk: Aber das einfache Parteimitglied Haider hat ...!) Obwohl, Dummheit kann zwar wehtun, ist aber in diesem Fall gar nicht zu entschuldigen. Das ist einfach ein Schritt zu weit. (Abg. Dr. Gusenbauer: Herr Präsident, haben Sie den Wunsch vernommen? Sie bettelt um einen Ordnungsruf!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Herr Präsident, haben Sie den Wunsch vernommen? Sie bettelt um einen Ordnungsruf!
Herr Kollege Gusenbauer, ich würde Sie wirklich ersuchen, sich davon zu distanzieren! Herr Kollege Jarolim, entschuldigen Sie sich dafür! (Abg. Mag. Trunk: Aber das einfache Parteimitglied Haider hat ...!) Obwohl, Dummheit kann zwar wehtun, ist aber in diesem Fall gar nicht zu entschuldigen. Das ist einfach ein Schritt zu weit. (Abg. Dr. Gusenbauer: Herr Präsident, haben Sie den Wunsch vernommen? Sie bettelt um einen Ordnungsruf!)
Abg. Reheis: Nein, er ist gegangen!
Es musste ein freiheitlicher Verkehrsminister kommen (Abg. Reheis: Nein, er ist gegangen!), der endlich sieht, dass hier Handlungsbedarf gegeben ist. Er hat die größte Baustelle, die es in diesem Abschnitt je gegeben hat, ausgeschrieben (Abg. Parnigoni: Das ist Missachtung des Parlaments!), und wir werden dort Gott sei Dank in Bälde keine Todesautobahn mehr, keine Sekanina-Sparautobahn mehr haben. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Parnigoni: Das ist Missachtung des Parlaments!
Es musste ein freiheitlicher Verkehrsminister kommen (Abg. Reheis: Nein, er ist gegangen!), der endlich sieht, dass hier Handlungsbedarf gegeben ist. Er hat die größte Baustelle, die es in diesem Abschnitt je gegeben hat, ausgeschrieben (Abg. Parnigoni: Das ist Missachtung des Parlaments!), und wir werden dort Gott sei Dank in Bälde keine Todesautobahn mehr, keine Sekanina-Sparautobahn mehr haben. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Es musste ein freiheitlicher Verkehrsminister kommen (Abg. Reheis: Nein, er ist gegangen!), der endlich sieht, dass hier Handlungsbedarf gegeben ist. Er hat die größte Baustelle, die es in diesem Abschnitt je gegeben hat, ausgeschrieben (Abg. Parnigoni: Das ist Missachtung des Parlaments!), und wir werden dort Gott sei Dank in Bälde keine Todesautobahn mehr, keine Sekanina-Sparautobahn mehr haben. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Reheis: Bahnzerstörer!
Ich bedanke mich beim Verkehrsministerium, und ich sage auch, unser Verkehrs- und Infrastrukturministerium ist viel mehr als Verkehrs- und Infrastrukturministerium. Ich sage, es ist das Arbeitsplatzschaffungsministerium. Das ist es nämlich wirklich! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Reheis: Bahnzerstörer!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Mit dieser Konstruktion, auch der Zusammenführung von Schiene und Straße, ist endlich neuer Schwung hereingekommen, sind endlich neue Handlungsmöglichkeiten gegeben. Ich gratuliere und freue mich auf die weitere zukünftige Zusammenarbeit. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Bettina Stadlbauer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Kollegin Rossmann! Angesichts der Tatsache, dass wir über 350 000 Arbeitslose in diesem Land haben, ist es wirklich vermessen, dass gerade Sie von einem Arbeitsplatzschaffungsministerium reden. Das ist ja lachhaft. Die einzigen Arbeitsplätze, die geschaffen werden, sind für Ihre Fraktion, für Freiheitliche oder für das BZÖ oder für wen auch immer, aber nicht für die Menschen hier in Österreich! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Aber Rot ist Stillstand!
Oder nehmen wir das Orange. Orange ist ja bekanntlich auch eine Ampelfarbe, allerdings ist das jene Farbe, die viele Verkehrsteilnehmer und -teilnehmerinnen etwas irritiert. Soll man bei Orange noch weiterfahren oder doch bereits stoppen? Kurz, sie erzeugt einfach eine Irritation, wie sie auch in der innenpolitischen Diskussion und Situation in Österreich gerade zu spüren ist. (Abg. Neudeck: Aber Rot ist Stillstand!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Nein!
Nur, das Problem ist, dass Sie die Bevölkerung an der Nase herumführen. Sie sollten immer vor Augen haben, dass Sie das zu verantworten haben, und zwar sowohl der Bund zur ÖVP-Unterstützung als auch die Konzernzentrale, die ÖVP selbst! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Nein!)
Beifall bei der SPÖ.
Sie schreiben in Ihrem Antrag, dass das Vormerksystem für Hochrisikolenker evaluiert werden soll. – Meine Damen und Herren, das sind Sie! Sie sind die Hochrisikolenker in dieser Republik, und Sie müssen gestoppt werden, damit Sie in Österreich nicht noch mehr Schaden anrichten können! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie richten es sich, wie Sie es brauchen. Sie biegen das Recht zu Ihren Gunsten, nur um an den Regierungstöpfen zu bleiben. Sie verraten dabei Ihre eigene Partei, Ihre eigenen Funktionäre und Funktionärinnen, Ihre eigenen Wähler und Wählerinnen, wischen 50 Jahre Parteigeschichte einfach weg, und die FPÖ-Abgeordneten spielen da einfach mit. Ist es Ihnen das wirklich wert? Können Sie sich in der Früh noch in den Spiegel schauen? Es ist wirklich unglaublich, welches Schauspiel Sie hier bieten. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Er hat den gleichen Gehalt wie Sie!
„Mit besonderem Argwohn betrachtet bereits jetzt der oberste Souverän in diesem Land, das Volk, diese ,Bewegung‘.“ – Gemeint sind Sie. „Ohne rechtliche Legitimation auf Posten und Ämtern zu sitzen, fette Gehälter zu kassieren“ (Abg. Neudeck: Er hat den gleichen Gehalt wie Sie!) „und als Mehrheitsbeschaffer für die ÖVP aufzutreten, wird es nicht so einfach und unwidersprochen hinnehmen.“
Neuerlicher Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Kassieren Sie faire Gehälter?
Nehmen Sie sich das zu Herzen, meine Damen und Herren! (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Kassieren Sie faire Gehälter?)
Abg. Lentsch: Ja!
Alle Beteiligten und allen voran Kanzler Schüssel versuchen verzweifelt, diese Situation als völlig normal darzustellen. Glauben Sie wirklich, dass Ihnen das noch irgendjemand in dieser Republik abnimmt? (Abg. Lentsch: Ja!) Machen Sie endlich den Weg für Neuwahlen frei! Die Bevölkerung ist aufgerufen! Sie in Ihrer Konstellation sind nicht mehr legitimiert, dieses Land zu führen. Fragen Sie endlich die Bevölkerung! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Alle Beteiligten und allen voran Kanzler Schüssel versuchen verzweifelt, diese Situation als völlig normal darzustellen. Glauben Sie wirklich, dass Ihnen das noch irgendjemand in dieser Republik abnimmt? (Abg. Lentsch: Ja!) Machen Sie endlich den Weg für Neuwahlen frei! Die Bevölkerung ist aufgerufen! Sie in Ihrer Konstellation sind nicht mehr legitimiert, dieses Land zu führen. Fragen Sie endlich die Bevölkerung! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Dr. Puswald: Zur Sache, bitte, Herr Staatssekretär!
Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie Mag. Eduard Mainoni: Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Gestatten Sie, dass ich mich vorab zu manchen Debattenbeiträgen äußere, nämlich dahin gehend, dass tatsächlich (Abg. Dr. Puswald: Zur Sache, bitte, Herr Staatssekretär!) demokratiepolitisch zu hinterfragen ist, ob man ein demokratisches Instrument, die Dringliche Anfrage, auf diese Art und Weise völlig negiert. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig: Die Anfrage geht ja an Sie und nicht an uns!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig: Die Anfrage geht ja an Sie und nicht an uns!
Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie Mag. Eduard Mainoni: Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Gestatten Sie, dass ich mich vorab zu manchen Debattenbeiträgen äußere, nämlich dahin gehend, dass tatsächlich (Abg. Dr. Puswald: Zur Sache, bitte, Herr Staatssekretär!) demokratiepolitisch zu hinterfragen ist, ob man ein demokratisches Instrument, die Dringliche Anfrage, auf diese Art und Weise völlig negiert. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig: Die Anfrage geht ja an Sie und nicht an uns!)
Abg. Dr. Glawischnig: Ja!
Ich verweise in diesem Zusammenhang darauf, sehr geehrte Frau Kollegin Glawischnig, dass es sehr wohl von den Grünen auch Dringliche Anfragen gegeben hat, die aus unserer Sicht überhaupt nicht dringlich waren. Das Tempolimit von 160 km/h, das jetzt nicht eingeführt wird, sondern über das nur diskutiert wurde, wurde von Ihnen als dringlich und damit als Dringliche Anfrage eingestuft. (Abg. Dr. Glawischnig: Ja!) Wir sind selbstverständlich darauf eingegangen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Dr. Glawischnig: Die haben einen Antrag eingebracht! Ein Antrag ist das, keine Anfrage!)
Abg. Dr. Glawischnig: Die haben einen Antrag eingebracht! Ein Antrag ist das, keine Anfrage!
Ich verweise in diesem Zusammenhang darauf, sehr geehrte Frau Kollegin Glawischnig, dass es sehr wohl von den Grünen auch Dringliche Anfragen gegeben hat, die aus unserer Sicht überhaupt nicht dringlich waren. Das Tempolimit von 160 km/h, das jetzt nicht eingeführt wird, sondern über das nur diskutiert wurde, wurde von Ihnen als dringlich und damit als Dringliche Anfrage eingestuft. (Abg. Dr. Glawischnig: Ja!) Wir sind selbstverständlich darauf eingegangen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Dr. Glawischnig: Die haben einen Antrag eingebracht! Ein Antrag ist das, keine Anfrage!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir, die österreichische Bundesregierung, unser Ministerium und das Staatssekretariat, unternehmen alles nur Mögliche, um die Unfallzahlen zu senken, denn Sicherheit hat Vorrang. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Jarolim: Ich glaube, Kollege Amon wollte sich zu Wort melden – oder haben wir das missverstanden?
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächste Rednerin zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Rest-Hinterseer. (Abg. Dr. Jarolim: Ich glaube, Kollege Amon wollte sich zu Wort melden – oder haben wir das missverstanden?)
Abg. Lentsch: „Angepeilt“, das ist schon ein starkes Stück!
Abgeordnete Heidemarie Rest-Hinterseer (Grüne): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Zu dem wahrlich seriösen und wichtigen Thema Verkehrssicherheit, bei dem Herr Kollege Miedl eine hoch seriöse Diskussion abführen möchte, kann ich nur so viel sagen: Die Ziele in Sachen Verkehrssicherheit wurden auch heuer meilenweit verfehlt. Es waren fast 130 Tote mehr als von der Regierung angepeilt zu beklagen. (Abg. Lentsch: „Angepeilt“, das ist schon ein starkes Stück!) Aber noch mehr interessiert die Kollegen von der Regierungsbank anscheinend die Frage der Fahrtenschreiber in Oberösterreich.
Zwischenruf des Abg. Scheibner.
Da gerade Herr Staatssekretär Mainoni als kompetenter Auskunftsgeber hier ist, würde mich Folgendes interessieren: Haben Sie einen Fahrtenschreiber in Ihrem Fahrzeug? (Zwischenruf des Abg. Scheibner.) – Die Regierungsmitglieder haben keine Fahrtenschreiber in den Fahrzeugen, aber es wäre wahrscheinlich gut, solche zu haben, da der zukünftige Koalitionspartner Haider auch in Sachen Verkehr ein Hochsicherheitsrisiko darstellt. (Abg. Neudeck: Das Telefonieren unter dem Fahren ist verboten, daher wird er nicht schreiben!) Es ist verbürgt, dass die Exekutive Begleitschutz für Dr. Haider abgelehnt hat, weil er zu schnell unterwegs war und sie ihm nicht nachgekommen ist. (Heiterkeit bei den Grünen.)
Abg. Neudeck: Das Telefonieren unter dem Fahren ist verboten, daher wird er nicht schreiben!
Da gerade Herr Staatssekretär Mainoni als kompetenter Auskunftsgeber hier ist, würde mich Folgendes interessieren: Haben Sie einen Fahrtenschreiber in Ihrem Fahrzeug? (Zwischenruf des Abg. Scheibner.) – Die Regierungsmitglieder haben keine Fahrtenschreiber in den Fahrzeugen, aber es wäre wahrscheinlich gut, solche zu haben, da der zukünftige Koalitionspartner Haider auch in Sachen Verkehr ein Hochsicherheitsrisiko darstellt. (Abg. Neudeck: Das Telefonieren unter dem Fahren ist verboten, daher wird er nicht schreiben!) Es ist verbürgt, dass die Exekutive Begleitschutz für Dr. Haider abgelehnt hat, weil er zu schnell unterwegs war und sie ihm nicht nachgekommen ist. (Heiterkeit bei den Grünen.)
Heiterkeit bei den Grünen.
Da gerade Herr Staatssekretär Mainoni als kompetenter Auskunftsgeber hier ist, würde mich Folgendes interessieren: Haben Sie einen Fahrtenschreiber in Ihrem Fahrzeug? (Zwischenruf des Abg. Scheibner.) – Die Regierungsmitglieder haben keine Fahrtenschreiber in den Fahrzeugen, aber es wäre wahrscheinlich gut, solche zu haben, da der zukünftige Koalitionspartner Haider auch in Sachen Verkehr ein Hochsicherheitsrisiko darstellt. (Abg. Neudeck: Das Telefonieren unter dem Fahren ist verboten, daher wird er nicht schreiben!) Es ist verbürgt, dass die Exekutive Begleitschutz für Dr. Haider abgelehnt hat, weil er zu schnell unterwegs war und sie ihm nicht nachgekommen ist. (Heiterkeit bei den Grünen.)
Abg. Sburny: Hat er gesagt! – Abg. Öllinger: Haben wir da gehört!
Weiters ist verbürgt, dass Mag. Grasser nach eigenen Angaben vom Finanzministerium in der Himmelpfortgasse bis zum Wörthersee weniger als drei Stunden unterwegs ist. (Abg. Sburny: Hat er gesagt! – Abg. Öllinger: Haben wir da gehört!) Ich habe soeben noch im Routenplaner nachgeschaut, dort steht: 3 Stunden 29 Minuten – unter normalen Verkehrsbedingungen, aber natürlich auch unter der Voraussetzung, dass sich der Fahrer an die Geschwindigkeitsbeschränkungen hält. (Abg. Neudeck: Das können Sie in der Nacht im Sommer! – Gegenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Das können Sie in der Nacht im Sommer! – Gegenrufe bei der SPÖ.
Weiters ist verbürgt, dass Mag. Grasser nach eigenen Angaben vom Finanzministerium in der Himmelpfortgasse bis zum Wörthersee weniger als drei Stunden unterwegs ist. (Abg. Sburny: Hat er gesagt! – Abg. Öllinger: Haben wir da gehört!) Ich habe soeben noch im Routenplaner nachgeschaut, dort steht: 3 Stunden 29 Minuten – unter normalen Verkehrsbedingungen, aber natürlich auch unter der Voraussetzung, dass sich der Fahrer an die Geschwindigkeitsbeschränkungen hält. (Abg. Neudeck: Das können Sie in der Nacht im Sommer! – Gegenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Außerdem ist verbürgt, das habe ich gestern schon gesagt, dass der vorvorvorletzte Verkehrsminister während des Fahrzeuglenkens mobil telefoniert hat (Zwischenrufe bei der ÖVP), was zu seinem Rücktritt geführt hat, und sich die vorvorletzte Verkehrsministerin nicht angeschnallt hat. (Abg. Murauer: Wir sind empört! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Murauer: Wir sind empört! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Außerdem ist verbürgt, das habe ich gestern schon gesagt, dass der vorvorvorletzte Verkehrsminister während des Fahrzeuglenkens mobil telefoniert hat (Zwischenrufe bei der ÖVP), was zu seinem Rücktritt geführt hat, und sich die vorvorletzte Verkehrsministerin nicht angeschnallt hat. (Abg. Murauer: Wir sind empört! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Die völlig unzureichende und inkonsequente Haltung dieser Regierung auch in Sachen Verkehrssicherheitspolitik ist ein Musterbeispiel dafür, dass diese Regierung bei den wirklich wichtigen, ja lebenswichtigen Fragen unserer Zeit und unserer Gesellschaft nichts zusammenbringt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Wittauer: Ihr habt einen Schock!
Mir kommt das so vor, als wäre diese Regierung jetzt in einem Zustand wie nach einem Schock. (Abg. Wittauer: Ihr habt einen Schock!) Eigentlich müssten Sie aus dem Fahrzeug aussteigen, sich einmal besinnen, zur Ruhe kommen, schauen, was
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
passiert ist – und jedenfalls das Lenken des Fahrzeugs der Regierung anderen überlassen. Das wäre jetzt eigentlich angesagt. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Glawischnig: Orangenhaut?
Die heutige Ausgabe der „Zeit“ titelt mit „Orange Haut“. (Abg. Dr. Glawischnig: Orangenhaut?) – Das ist nichts besonders Schönes. Es heißt dann, dass in Österreich „nichts ist, wie es scheint“. – Es ist nicht so, obwohl es so scheint, dass jetzt Haider ausgeschlossen ist aus seiner eigenen Partei, er hat sich flugs eine neue gegründet.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Woraus zitieren Sie? – Abg. Dr. Bleckmann: Aus der „Zur Zeit“? – Abg. Neudeck: Aus der „Zur Zeit“ zitieren Sie?
„Nichts ist, wie es scheint.“ – Es ist nicht so, dass irgendjemand anderer diese Partei zerstört hätte, sondern Haider selbst war es, der „mit Intrigen, Zwischenrufen und manisch-depressiven Ausfällen“ – ich zitiere aus der „Zeit“ – seine eigene Partei „zerstörte“. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Woraus zitieren Sie? – Abg. Dr. Bleckmann: Aus der „Zur Zeit“? – Abg. Neudeck: Aus der „Zur Zeit“ zitieren Sie?)
Abg. Grillitsch: Den wird er wieder erringen!
„Natürlich weiß Schüssel aus Erfahrung, dass Haiders Unterschrift nichts zählt“, schreibt „Die Zeit“ weiter. „Doch der Kanzler kennt eben die neuesten Umfragen der Meinungsforscher. Im Falle von Neuwahlen“ – die im Übrigen die Mehrheit der Österreicher und Österreicherinnen befürwortet – „hätte Rot-Grün die Nase vorn. Der erste Platz, den Schüssel bei den letzten Wahlen errang“ (Abg. Grillitsch: Den wird er wieder erringen!), „wäre ebenso gefährdet wie seine persönliche Zukunft.“ – Zum Beispiel die Zukunft als Ratspräsident im ersten Halbjahr 2006. (Abg. Lentsch: Wir können selber lesen!)
Abg. Lentsch: Wir können selber lesen!
„Natürlich weiß Schüssel aus Erfahrung, dass Haiders Unterschrift nichts zählt“, schreibt „Die Zeit“ weiter. „Doch der Kanzler kennt eben die neuesten Umfragen der Meinungsforscher. Im Falle von Neuwahlen“ – die im Übrigen die Mehrheit der Österreicher und Österreicherinnen befürwortet – „hätte Rot-Grün die Nase vorn. Der erste Platz, den Schüssel bei den letzten Wahlen errang“ (Abg. Grillitsch: Den wird er wieder erringen!), „wäre ebenso gefährdet wie seine persönliche Zukunft.“ – Zum Beispiel die Zukunft als Ratspräsident im ersten Halbjahr 2006. (Abg. Lentsch: Wir können selber lesen!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Was bedeutet das? – Ich muss Ihnen sagen: Das traurige Bild, das sich hier für mich aufdrängt, ist jenes des Sinkens der Titanic. Sie sind wie das Salonorchester, das bis zum letzten Atemzug spielt und spielt und spielt, damit die Leute nicht in Panik ausbrechen. Aber am Ende müssen alle miteinander untergehen! – Das wollen wir nicht. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Wittauer: Der Erste, der ...!
Abgeordneter Manfred Lackner (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren des Hohen Hauses! Herr Kollege Wittauer, es ist unbestritten, dass das Thema, das Sie heute für Ihre Dringliche gewählt haben, wichtig ist. Das steht außer Zweifel. Es steht auch außer Zweifel, dass man auch von Seiten der Opposition begrüßen kann, dass weitere Maßnahmen zur Senkung der Zahl der Verkehrsunfälle und der Verkehrstoten gesetzt werden sollen. (Abg. Wittauer: Der Erste, der ...!)
Beifall bei der SPÖ.
Aber, meine Damen und Herren, das war nicht Sinn und Zweck, Sie wollten eigentlich nur unsere Dringliche unterlaufen. Das war für Sie wichtig, um sich heute eine weitere Befragung durch unseren Klub zu ersparen. Aber, wie gesagt, aufgeschoben ist nicht aufgehoben, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim
Auch evident ist, Herr Kollege Wittauer, dass immer vor Wahlen diese genannten Herren Scheinaktivitäten vortäuschen (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim), um nach den Wahlen wieder in den wohlverdienten Politikschlaf zu verfallen. Das haben sich die Bürgerinnen und Bürger von Vorarlberg und speziell von Bregenz nicht verdient! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Auch evident ist, Herr Kollege Wittauer, dass immer vor Wahlen diese genannten Herren Scheinaktivitäten vortäuschen (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim), um nach den Wahlen wieder in den wohlverdienten Politikschlaf zu verfallen. Das haben sich die Bürgerinnen und Bürger von Vorarlberg und speziell von Bregenz nicht verdient! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner – auf die Reihen der Freiheitlichen und der ÖVP zeigend –: Schauen Sie her!
Meine Damen und Herren! Um erfolgreich Politik zu machen, braucht es in diesem Land auch stabile Mehrheiten – und die, Herr Kollege Scheibner, kann ich beim besten Willen nicht erkennen (Abg. Scheibner – auf die Reihen der Freiheitlichen und der ÖVP zeigend –: Schauen Sie her!), gerade nicht bei diesen Zerfallserscheinungen der „F“ und damit natürlich der gesamten Regierung. (Abg. Scheibner: Es sind bei Ihnen weniger da!) Wie gesagt, man kennt sich da gar nicht mehr aus: „F“, BZÖ; jeden Tag werden wir geradezu überrollt von neuen Meldungen. (Abg. Neudeck: Sie sind ahnungslos!)
Abg. Scheibner: Es sind bei Ihnen weniger da!
Meine Damen und Herren! Um erfolgreich Politik zu machen, braucht es in diesem Land auch stabile Mehrheiten – und die, Herr Kollege Scheibner, kann ich beim besten Willen nicht erkennen (Abg. Scheibner – auf die Reihen der Freiheitlichen und der ÖVP zeigend –: Schauen Sie her!), gerade nicht bei diesen Zerfallserscheinungen der „F“ und damit natürlich der gesamten Regierung. (Abg. Scheibner: Es sind bei Ihnen weniger da!) Wie gesagt, man kennt sich da gar nicht mehr aus: „F“, BZÖ; jeden Tag werden wir geradezu überrollt von neuen Meldungen. (Abg. Neudeck: Sie sind ahnungslos!)
Abg. Neudeck: Sie sind ahnungslos!
Meine Damen und Herren! Um erfolgreich Politik zu machen, braucht es in diesem Land auch stabile Mehrheiten – und die, Herr Kollege Scheibner, kann ich beim besten Willen nicht erkennen (Abg. Scheibner – auf die Reihen der Freiheitlichen und der ÖVP zeigend –: Schauen Sie her!), gerade nicht bei diesen Zerfallserscheinungen der „F“ und damit natürlich der gesamten Regierung. (Abg. Scheibner: Es sind bei Ihnen weniger da!) Wie gesagt, man kennt sich da gar nicht mehr aus: „F“, BZÖ; jeden Tag werden wir geradezu überrollt von neuen Meldungen. (Abg. Neudeck: Sie sind ahnungslos!)
Zwischenruf des Abg. Neudeck.
Meine Damen und Herren! Nicht nur im Bund herrscht Chaos pur, sondern das zieht sich wie ein roter Faden durch alle Bundesländer; auch bei uns in Vorarlberg ist das mit der „F“ so. (Zwischenruf des Abg. Neudeck.) – Genau, das ist wahr.
Abg. Neudeck: Ihre Partei hat den „Konsum“ und die „Arbeiter-Zeitung“ an die Mauer gefahren!
Herr Staatssekretär, in der Verkehrspolitik sollte klar sein, wohin die Reise geht. (Abg. Neudeck: Ihre Partei hat den „Konsum“ und die „Arbeiter-Zeitung“ an die Mauer gefahren!) Wohin am Sonntag in Vorarlberg bei den Gemeindewahlen die Reise geht, das, meine Damen und Herren, ist nicht klar. Blau oder orange (der Redner hält ein blaues und ein oranges Blatt in die Höhe und legt diese dann aufs Rednerpult) – oder eine weitere neue Gruppierung? Ich weiß es nicht, aber Sie können ja heute zur Aufklärung beitragen, meine Damen und Herren. Und das wäre auch bitter notwendig, denn die Aussagen Ihrer Spitzenrepräsentanten sind derart widersprüchlich, dass es schon gar nicht mehr zum Aushalten ist. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Herr Staatssekretär, in der Verkehrspolitik sollte klar sein, wohin die Reise geht. (Abg. Neudeck: Ihre Partei hat den „Konsum“ und die „Arbeiter-Zeitung“ an die Mauer gefahren!) Wohin am Sonntag in Vorarlberg bei den Gemeindewahlen die Reise geht, das, meine Damen und Herren, ist nicht klar. Blau oder orange (der Redner hält ein blaues und ein oranges Blatt in die Höhe und legt diese dann aufs Rednerpult) – oder eine weitere neue Gruppierung? Ich weiß es nicht, aber Sie können ja heute zur Aufklärung beitragen, meine Damen und Herren. Und das wäre auch bitter notwendig, denn die Aussagen Ihrer Spitzenrepräsentanten sind derart widersprüchlich, dass es schon gar nicht mehr zum Aushalten ist. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Das wird schon! Das eine ist Gegenwart, das andere Zukunft!
Nachdem sich Egger vom ersten Schock erholt hatte, hat er gesagt, er werde eine eigenständige Sache machen, allerdings wie die Struktur der FPÖ in Vorarlberg aussehen wird, hat Egger offen gelassen. – Das ist schon erstaunlich, denn immerhin ist Egger der Vorarlberger FPÖ-Landesparteiobmann, und er weiß nicht einmal, wie die Struktur seiner Partei ausschaut! Also das ist schon sehr „lustig“ und „witzig“. (Abg. Scheibner: Das wird schon! Das eine ist Gegenwart, das andere Zukunft!)
Abg. Murauer: Wo liegt Ihr Problem?
Herr Kollege Scheibner, auf das Verhältnis zu Herrn Gorbach angesprochen sagte Egger, Gorbach sei mit Herz und Seele bei der FPÖ-Vorarlberg und das werde auch so bleiben. Also sozusagen eine Doppelmitgliedschaft Gorbachs: in Wien BZÖ, in Vorarlberg FPÖ – und je nachdem, wo er sich gerade räumlich befindet, wird Gorbach halt in einem bestimmten Gewand auftreten: einmal in orange – einmal in blau. Auch sehr verwirrend, meine Damen und Herren! (Abg. Murauer: Wo liegt Ihr Problem?)
Beifall bei der SPÖ.
Die Wähler in Vorarlberg wollen von Ihnen wissen, wie das am Sonntag ausschauen wird: FPÖ, BZÖ – oder gar eine neue Gruppierung? Sie haben heute hier die Gelegenheit, dies zu sagen. Im Interesse der Vorarlberger Wähler und Wählerinnen wäre das auch dringend erforderlich! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: „Winkelzüge“?
Empörung wäre auf unserer Seite angebracht und berechtigt, denn nicht nur dass Sie infolge der Eskapaden der letzten Tage die demokratische Legitimation durch die Wählerinnen und Wähler verloren haben, versuchen Sie, durch Winkelzüge, die Sie hier an den Tag legen, eine demokratische Diskussion über diese eigenartige Entwicklung abzuwürgen. (Abg. Scheibner: „Winkelzüge“?)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Einen „Winkelzug“?!
Herr Kollege Wittauer, ich habe genau aufgepasst: Sie von den Freiheitlichen waren bei dieser Diskussion zeitweise nur zu fünft im Saal – und das bei Ihrem eigenen Dringlichen Antrag, was wirklich geradezu ein Hohn ist! Empörung müsste es eigentlich auf Seite der Opposition geben. Und: Wenn Sie schon so einen Winkelzug machen, dann sollten Sie diesen wenigstens professionell durchziehen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Einen „Winkelzug“?!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Lesen Sie nicht so viel, das verwirrt Sie ja nur! Mehr reden!
In Ihrer Begründung haben Sie, Herr Kollege Wittauer, wörtlich von einem „Kasperltheater“ gesprochen. – Ich darf Ihnen sagen, was ein tatsächliches Kasperltheater ist (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Lesen Sie nicht so viel, das verwirrt Sie ja nur! Mehr reden!): In Österreich implodiert die Regierung – und Sie wollen der Öffentlichkeit Stabilität vorgaukeln! Ein Kasperltheater ist, wenn man sich nicht mehr auskennt, wer was ist. Fragen Sie doch einmal die Menschen: Was ist die BZÖ, was ist die FPÖ? (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
In Ihrer Begründung haben Sie, Herr Kollege Wittauer, wörtlich von einem „Kasperltheater“ gesprochen. – Ich darf Ihnen sagen, was ein tatsächliches Kasperltheater ist (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Lesen Sie nicht so viel, das verwirrt Sie ja nur! Mehr reden!): In Österreich implodiert die Regierung – und Sie wollen der Öffentlichkeit Stabilität vorgaukeln! Ein Kasperltheater ist, wenn man sich nicht mehr auskennt, wer was ist. Fragen Sie doch einmal die Menschen: Was ist die BZÖ, was ist die FPÖ? (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Wer ein Kasperltheater ist, das sind Sie!
Ein Kasperltheater ist, wenn es hier im Hohen Haus Mandatarinnen und Mandatare gibt, von denen man nicht weiß, wohin sie sich bekennen. Beispiel: Rosenkranz, Böhmdorfer. Ein Kasperltheater ist, wenn sich drei von fünf Bundesräten aus ihrer Fraktion verabschieden und diese Koalition damit keine Mehrheit mehr im Bundesrat hat. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wer ein Kasperltheater ist, das sind Sie!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Können Sie uns jetzt sagen, was das Sie angeht?!
Als Kasperltheater empfinde ich es auch, wenn ich beispielsweise lese, dass Jörg Haider aus der FPÖ-alt ausgeschlossen wurde, ebenso Herr Scheuch. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Können Sie uns jetzt sagen, was das Sie angeht?!) Das ist ein Kasperltheater!
Abg. Neudeck: Sie sollen zum Budgetkapitel Verkehr sprechen!
Ein Kasperltheater ist, wenn man nicht mehr weiß, wie man in den Ländern ... (Abg. Neudeck: Sie sollen zum Budgetkapitel Verkehr sprechen!) Dazu habe ich sicherlich mehr gesagt als beispielsweise Kollege Wittauer oder andere aus Ihrer Fraktion. – Nochmals: Das ist das wirkliche Kasperltheater! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Neudeck. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das würde mich wirklich interessieren, was das Sie angeht!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Neudeck. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das würde mich wirklich interessieren, was das Sie angeht!
Ein Kasperltheater ist, wenn man nicht mehr weiß, wie man in den Ländern ... (Abg. Neudeck: Sie sollen zum Budgetkapitel Verkehr sprechen!) Dazu habe ich sicherlich mehr gesagt als beispielsweise Kollege Wittauer oder andere aus Ihrer Fraktion. – Nochmals: Das ist das wirkliche Kasperltheater! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Neudeck. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das würde mich wirklich interessieren, was das Sie angeht!)
Abg. Neudeck: Herr Präsident! Kann man zur Sache rufen?
Und ich sage Ihnen ganz offen, dass das nicht nur von uns so gesehen wird. Schauen wir uns doch Zeitungskommentare der letzten Tage an. So schreibt beispielsweise Christoph Kotanko im „Kurier“ (Abg. Neudeck: Herr Präsident! Kann man zur Sache rufen?) – ich zitiere –: „FPÖ/BZÖ ist nicht die letzte Koalitionskrise der alten Zeit, sondern die erste der neuen.“
Abg. Dr. Partik-Pablé: Um den Schüssel haben Sie sich ja noch nie Sorgen gemacht!
Michael Völker vom „Standard“ schreibt vom „Chamäleon Regierung“. Und weiters: „Schüssel macht sich mit diesem Koalitionspartner lächerlich.“ (Abg. Dr. Partik-Pablé: Um den Schüssel haben Sie sich ja noch nie Sorgen gemacht!) „Diese Regierung ist ein skurriles Konstrukt. Und Schüssel macht sich lächerlich, wenn er mit dieser Mannschaft unter diesen Umständen weiterregiert.“ (Abg. Großruck: Sprechen Sie einmal von den eigenen Leistungen!)
Abg. Großruck: Sprechen Sie einmal von den eigenen Leistungen!
Michael Völker vom „Standard“ schreibt vom „Chamäleon Regierung“. Und weiters: „Schüssel macht sich mit diesem Koalitionspartner lächerlich.“ (Abg. Dr. Partik-Pablé: Um den Schüssel haben Sie sich ja noch nie Sorgen gemacht!) „Diese Regierung ist ein skurriles Konstrukt. Und Schüssel macht sich lächerlich, wenn er mit dieser Mannschaft unter diesen Umständen weiterregiert.“ (Abg. Großruck: Sprechen Sie einmal von den eigenen Leistungen!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wenn man mit den Menschen spricht, hört man immer öfter – ich sage das in dieser Härte, wie ich es eben gehört habe –, dass das Problem dieser Regierung nicht die Bezeichnung BZÖ/FPÖ ist, sondern dass das eigentliche Problem ist, dass einer ehemaligen staatstragenden Partei wie der ÖVP diese Entwicklung offensichtlich egal ist. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Rufe bei der ÖVP: Unerhört, was Sie da ...!
Wenn man mit den Menschen redet, hört man immer öfters die Meinung, Wolfgang Schüssel würde auch einen Pakt mit dem Teufel schließen, nur damit er Bundeskanzler in dieser Regierung bleibt. (Rufe bei der ÖVP: Unerhört, was Sie da ...!) Das hört man immer öfters, wenn man mit den Menschen spricht. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Pirklhuber. – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Pirklhuber. – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.
Wenn man mit den Menschen redet, hört man immer öfters die Meinung, Wolfgang Schüssel würde auch einen Pakt mit dem Teufel schließen, nur damit er Bundeskanzler in dieser Regierung bleibt. (Rufe bei der ÖVP: Unerhört, was Sie da ...!) Das hört man immer öfters, wenn man mit den Menschen spricht. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Pirklhuber. – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Rufe: Gott sei Dank! – Abg. Mag. Darabos: Das Licht blinkt noch!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Herr Abgeordneter, die Redezeit Ihrer Fraktion ist erschöpft. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Rufe: Gott sei Dank! – Abg. Mag. Darabos: Das Licht blinkt noch!) Es geht um 20 Sekunden; das Licht wird gleich ganz rot werden.
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Freiheitlichen und SPÖ.
Abgeordneter Mag. Norbert Darabos (fortsetzend): Das ist doch ein Witz! (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Freiheitlichen und SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Nur noch einen letzten Satz: Sie werden sich am Dienstag warm anziehen müssen – machen Sie sich auf eine heiße Diskussion gefasst! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche): Herr Kollege Darabos, erstens einmal hätten Sie die Zettel von Ihrem Kollegen Lackner mitnehmen können, auch wenn Sie sich jetzt von ihm und von diesen Papierln distanzieren. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Sie können uns auch drohen, davor fürchten wir uns nicht.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Rufe bei der SPÖ: Ja!
Ist es ein demokratischer Winkelzug, wenn hier frei gewählte Abgeordnete einen Dringlichen Antrag einbringen? – Ja oder nein, Herr Kollege Darabos? (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Rufe bei der SPÖ: Ja!) – Aha, gut, die SPÖ sagt ja. Das ist anscheinend das Demokratieverständnis dieser Partei: Nur das, was man selbst will, was man selbst in Anspruch nehmen möchte, was man selbst denkt, das ist in Ordnung, das ist rechtmäßig, das ist geschäftsordnungsmäßig. Das ist Ihr Demokratieverständnis, meine Damen und Herren – das haben Sie selbst zu verantworten –, unseres ist es nicht.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich sage Ihnen, es ist richtig, dass dieser Dringliche Antrag und das heutige Einbringen mit der aktuellen politischen Situation etwas zu tun haben. Ja, es hat etwas damit zu tun, denn wir, die freiheitliche Fraktion, hätten diesen Antrag schon am Dienstag einbringen können, denn wir sind nach der Rangordnung die Ersten bei diesem Dringlichen Antrag. Wir hätten ihn am Dienstag einbringen können. Wir haben es nicht getan, weil wir genau das nicht machen, was Sie uns hier vorhalten. Wir haben gewusst, dass die Grünen eine Dringliche Anfrage zu der aktuellen Diskussion einbringen. Wir wollten es nicht verhindern. Deshalb haben wir diesen Dringlichen Antrag heute eingebracht, als wir gesehen haben, dass die Vereinbarung, wonach wir heute keine Sonderaktionen machen, nicht eingehalten worden ist. Das und nur das ist der Grund, dass wir heute und nicht am Dienstag diesen Dringlichen Antrag eingebracht haben. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich hätte gerne auch mit Ihnen darüber diskutiert, welche zusätzlichen Verkehrssicherheitsmaßnahmen wir setzen könnten, und zwar im Interesse unserer Bevölkerung, auch der Jugend, der jungen Menschen, um so Leid, auch Leid vieler Angehöriger und Hinterbliebener zu vermeiden, und wie wir auch die exorbitant hohen Unfallkosten in Höhe von 3,7 Milliarden € im Jahr vermeiden oder zumindest minimieren könnten. Über all das haben Sie sich zwar lustig gemacht, wollten Sie aber nicht seriös diskutieren. Für mich ist das schon ein Präjudiz für die künftige Behandlung von Dringlichen Anfragen und Dringlichen Anträgen in diesem Parlament. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Das haben Sie aber nicht zu beurteilen!
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ja, Sie haben Recht, Herr Kollege Scheibner, es kann auch Dringliche einer Regierungspartei geben, die tatsächlich einen Sinn machen. (Abg. Scheibner: Das haben Sie aber nicht zu beurteilen!) Es steht uns nicht zu, das zu bewerten, aber wenn es so offensichtlich ist wie heute! – Und das Thema Verkehrssicherheit eignet sich nicht als Pausenfüller oder als Verdränger einer tatsächlich wichtigen Dringlichen. Dazu ist uns nämlich die Verkehrssicherheit zu wichtig, Herr Kollege Scheibner. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Scheibner: Dann hätten Sie über Verkehrssicherheit diskutiert, Herr Öllinger!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Scheibner: Dann hätten Sie über Verkehrssicherheit diskutiert, Herr Öllinger!
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ja, Sie haben Recht, Herr Kollege Scheibner, es kann auch Dringliche einer Regierungspartei geben, die tatsächlich einen Sinn machen. (Abg. Scheibner: Das haben Sie aber nicht zu beurteilen!) Es steht uns nicht zu, das zu bewerten, aber wenn es so offensichtlich ist wie heute! – Und das Thema Verkehrssicherheit eignet sich nicht als Pausenfüller oder als Verdränger einer tatsächlich wichtigen Dringlichen. Dazu ist uns nämlich die Verkehrssicherheit zu wichtig, Herr Kollege Scheibner. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Scheibner: Dann hätten Sie über Verkehrssicherheit diskutiert, Herr Öllinger!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Wissen Sie, was das Tragische ist? Wenn ich gezwungen bin, an das Thema Verkehrssicherheit zu denken, dann fällt mir eine elendslange Debatte ein, die wir hier im Hohen Haus geführt haben, um von 0,8 auf 0,5 Promille zu kommen. Und wer war dafür verantwortlich? – Nicht wir, sondern eine Regierungspartei und ein Staatssekretär, der jetzt ausgerechnet Verkehrsstaatssekretär ist. Nicht Sie, Herr Mainoni, aber Kollege Kukacka hat hinreichend Widerstand geleistet. So schaut es nämlich in Wirklichkeit aus. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Sie waren nie so schnell!
Tempo 160. – Wer ist auf diese unsägliche Idee gekommen? Das waren nicht wir! (Abg. Scheibner: Sie waren nie so schnell!) Wir haben hinreichend Widerstand geleistet. Heute noch – das muss man sich ja auf der Zunge zergehen lassen – fällt es dem Kollegen Miedl ein, zu behaupten, zwischen 80 und 120 km/h fänden die meisten Verkehrsunfälle statt. (Ruf bei der ÖVP: Ja!) Das heißt, man muss entweder langsamer oder noch schneller fahren, damit man Verkehrsunfälle vermeidet. Eine derart skurrile Logik im Rahmen einer Debatte über Verkehrssicherheit bringen wirklich nur Sie zustande. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Ja!
Tempo 160. – Wer ist auf diese unsägliche Idee gekommen? Das waren nicht wir! (Abg. Scheibner: Sie waren nie so schnell!) Wir haben hinreichend Widerstand geleistet. Heute noch – das muss man sich ja auf der Zunge zergehen lassen – fällt es dem Kollegen Miedl ein, zu behaupten, zwischen 80 und 120 km/h fänden die meisten Verkehrsunfälle statt. (Ruf bei der ÖVP: Ja!) Das heißt, man muss entweder langsamer oder noch schneller fahren, damit man Verkehrsunfälle vermeidet. Eine derart skurrile Logik im Rahmen einer Debatte über Verkehrssicherheit bringen wirklich nur Sie zustande. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Tempo 160. – Wer ist auf diese unsägliche Idee gekommen? Das waren nicht wir! (Abg. Scheibner: Sie waren nie so schnell!) Wir haben hinreichend Widerstand geleistet. Heute noch – das muss man sich ja auf der Zunge zergehen lassen – fällt es dem Kollegen Miedl ein, zu behaupten, zwischen 80 und 120 km/h fänden die meisten Verkehrsunfälle statt. (Ruf bei der ÖVP: Ja!) Das heißt, man muss entweder langsamer oder noch schneller fahren, damit man Verkehrsunfälle vermeidet. Eine derart skurrile Logik im Rahmen einer Debatte über Verkehrssicherheit bringen wirklich nur Sie zustande. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Wittauer: Jetzt haben Sie die ganze Zeit über Verkehrssicherheit nicht geredet, und jetzt haben Sie die Frechheit, einen Entschließungsantrag einzubringen!
Deshalb, meine sehr geehrten Damen und Herren, bringe ich auch einen Entschließungsantrag ein. (Abg. Wittauer: Jetzt haben Sie die ganze Zeit über Verkehrssicherheit nicht geredet, und jetzt haben Sie die Frechheit, einen Entschließungsantrag einzubringen!)
Abg. Scheibner: Den Antrag kennen wir nicht einmal!
Dann schauen wir uns an, was dabei herauskommt. (Abg. Scheibner: Den Antrag kennen wir nicht einmal!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das hätten wir gerne, dass Herr Finanzminister Grasser seine Fahrten mit Fahrtenschreiber absolvieren muss. Wenn Sie wirklich ... (Zwischenbemerkung von Bundesminister Mag. Grasser.) – Ja, ich glaube auch, dass wir eine Zeitlang warten müssen, aber es kommt die Zeit, aber da sind Sie nicht mehr Finanzminister. Das werden wir nämlich schneller erleben. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Rufe bei den Freiheitlichen: Na geh!
prall auf ein Hindernis. In den letzten Tagen haben wir das politische Peitschenschlagsyndrom miterlebt. (Rufe bei den Freiheitlichen: Na geh!)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Wenn etwa, meine sehr geehrten Damen und Herren, am selben Tag zwei Kommentatoren schreiben, etwa in der „Presse“, das, was da passiert ist, das ist ein Putsch einer Parteispitze, wenn dieses gleiche Vokabel am selben Tag – also die können das nicht voneinander abgeschrieben haben – in der „Neuen Zürcher Zeitung“ steht: „Haiders neuestes Polit-Happening gleicht einem ,Selbstputsch‘ nach lateinamerikanischem Muster“, dann frage ich mich: Was geht in Ihnen vor? Es ist ja nicht zufällig, dass durchaus seriöse Zeitungen, die Sie ja sonst gerne zitieren, mit einem Bild operieren, das Österreich und bestimmte politische Parteien in die Nähe lateinamerikanischer Marionettendiktaturen bringt. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) – Entschuldigung, „Neue Zürcher Zeitung“ – das ist doch Ihr Lieblingsorgan! Ich lese die „Neue Zürcher Zeitung“. Das ist nicht von mir. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn etwa, meine sehr geehrten Damen und Herren, am selben Tag zwei Kommentatoren schreiben, etwa in der „Presse“, das, was da passiert ist, das ist ein Putsch einer Parteispitze, wenn dieses gleiche Vokabel am selben Tag – also die können das nicht voneinander abgeschrieben haben – in der „Neuen Zürcher Zeitung“ steht: „Haiders neuestes Polit-Happening gleicht einem ,Selbstputsch‘ nach lateinamerikanischem Muster“, dann frage ich mich: Was geht in Ihnen vor? Es ist ja nicht zufällig, dass durchaus seriöse Zeitungen, die Sie ja sonst gerne zitieren, mit einem Bild operieren, das Österreich und bestimmte politische Parteien in die Nähe lateinamerikanischer Marionettendiktaturen bringt. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) – Entschuldigung, „Neue Zürcher Zeitung“ – das ist doch Ihr Lieblingsorgan! Ich lese die „Neue Zürcher Zeitung“. Das ist nicht von mir. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Wir würden uns auch eine Section Control im politischen Bereich wünschen, phasenbezogene Verkehrsüberwachung. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Meine sehr geehrten Damen und Herren! Phasenbezogene Verkehrsüberwachung (Abg. Scheibner: Wen wollen Sie denn bespitzeln und überwachen? – weitere Zwischenrufe) – ja, auch im politischen Bereich, Herr Kollege Grillitsch, wäre das nützlich. Eine Parteiführung, die sich nicht traut, sich der Wahl durch die eigenen Parteimitglieder zu stellen, eine FPÖ, die sich nicht traut, ihre Fragen hier im Parlament diskutieren zu lassen, Regierungsparteien ÖVP und FPÖ, die sich nicht trauen, sich dem Wähler zu stellen, die haben wahrlich eine Section Control durch den Wähler verdient. (Abg. Scheibner: Welche Politik wollen Sie überprüfen lassen, Herr Kollege Öllinger?)
Abg. Scheibner: Wen wollen Sie denn bespitzeln und überwachen? – weitere Zwischenrufe
Wir würden uns auch eine Section Control im politischen Bereich wünschen, phasenbezogene Verkehrsüberwachung. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Meine sehr geehrten Damen und Herren! Phasenbezogene Verkehrsüberwachung (Abg. Scheibner: Wen wollen Sie denn bespitzeln und überwachen? – weitere Zwischenrufe) – ja, auch im politischen Bereich, Herr Kollege Grillitsch, wäre das nützlich. Eine Parteiführung, die sich nicht traut, sich der Wahl durch die eigenen Parteimitglieder zu stellen, eine FPÖ, die sich nicht traut, ihre Fragen hier im Parlament diskutieren zu lassen, Regierungsparteien ÖVP und FPÖ, die sich nicht trauen, sich dem Wähler zu stellen, die haben wahrlich eine Section Control durch den Wähler verdient. (Abg. Scheibner: Welche Politik wollen Sie überprüfen lassen, Herr Kollege Öllinger?)
Abg. Scheibner: Welche Politik wollen Sie überprüfen lassen, Herr Kollege Öllinger?
Wir würden uns auch eine Section Control im politischen Bereich wünschen, phasenbezogene Verkehrsüberwachung. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Meine sehr geehrten Damen und Herren! Phasenbezogene Verkehrsüberwachung (Abg. Scheibner: Wen wollen Sie denn bespitzeln und überwachen? – weitere Zwischenrufe) – ja, auch im politischen Bereich, Herr Kollege Grillitsch, wäre das nützlich. Eine Parteiführung, die sich nicht traut, sich der Wahl durch die eigenen Parteimitglieder zu stellen, eine FPÖ, die sich nicht traut, ihre Fragen hier im Parlament diskutieren zu lassen, Regierungsparteien ÖVP und FPÖ, die sich nicht trauen, sich dem Wähler zu stellen, die haben wahrlich eine Section Control durch den Wähler verdient. (Abg. Scheibner: Welche Politik wollen Sie überprüfen lassen, Herr Kollege Öllinger?)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Stellen Sie sich dieser Section Control durch den Wähler und die Wählerin! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Ja, das wäre notwendig! Das würde vielleicht auch helfen, Sie von diesem Peitschenschlagsyndrom, das Ihnen bei den Wahlen noch bevorsteht, zu kurieren. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Stellen Sie sich dieser Section Control durch den Wähler und die Wählerin! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Ja, das wäre notwendig! Das würde vielleicht auch helfen, Sie von diesem Peitschenschlagsyndrom, das Ihnen bei den Wahlen noch bevorsteht, zu kurieren. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Das ist keine Berichtigung!
Abgeordneter Mag. Norbert Darabos (SPÖ): Herr Klubobmann Scheibner hat behauptet, ich hätte mit meinem Wortbeitrag versucht, die demokratischen Rechte der FPÖ einzuschränken. – Das ist unrichtig! (Abg. Scheibner: Das ist keine Berichtigung!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich habe lediglich gesagt, dass in diesem Antrag keine Dringlichkeit besteht, und habe Ihre demokratischen Rechte damit nicht eingeschränkt. Strengen Sie sich mehr an! (Beifall bei der SPÖ.)
Oh-Rufe bei der SPÖ.
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Zu Wort gemeldet hat sich Herr Abgeordneter Mag. Molterer. – Bitte. (Oh-Rufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter Mag. Wilhelm Molterer (ÖVP): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Opposition verlangt zu Recht von der Mehrheit dieses Hauses den Respekt vor der Geschäftsordnung und den Rechten, die der Opposition zustehen. Ja, mit demselben Recht, meine Damen und Herren, sagen Mehrheitsfraktionen, dass die Geschäftsordnung in gleicher Weise gilt. Und ich lasse es als Vertreter einer dieser Mehrheitsfraktionen mit Sicherheit nicht zu, dass Rechte der Opposition geschmälert werden. Aber mit demselben Recht sage ich, wir lassen uns Rechte als Mehrheitsparteien in diesem Haus nicht nehmen. Dieses demokratische Missverständnis oder Fehlverständnis mögen Sie haben, aber nicht wir! – Erstens. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Zweitens: Meine Damen und Herren! Bei dieser Dringlichen ist mir – ich tue mir schwer, ein Wort zu vermeiden, das einen Ordnungsruf verdienen würde – manchmal kalt über den Rücken gelaufen. Mit welcher Ignoranz und mit welcher Wegwerfbewegung hier Vertreter der Opposition mit dem Thema Verkehrssicherheit umgegangen sind, das spottet jeder Beschreibung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie haben sich absolut entlarvt. Offensichtlich ist Ihnen ein billiger politischer Gag wichtiger als ein Toter weniger, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Die Grünen klopfen mit den Händen auf die Bänke.
Herr Kollege Öllinger, Sie haben dem Fass den Boden ausgeschlagen. Wenn Sie allen Ernstes sagen, dass ein Vorgang, über den man diskutieren kann, der in einer demokratischen Partei in Österreich zugegeben zu öffentlichen Diskussionen führt, in die Nähe eines Putsches lateinamerikanischer Parteien oder Staaten zu rücken sei, dann entschuldigen Sie sich dafür! Wenn Sie das nicht tun, dann werde ich wissen, mit welcher Partei wir es bei den Grünen in Wirklichkeit zu tun haben, Herr Van der Bellen. Denken Sie doch endlich nach, was Sie hier anrichten, welchen Schaden Sie der Demokratie und dem Parlamentarismus zufügen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Die Grünen klopfen mit den Händen auf die Bänke.)
Anhaltender lebhafter Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich sage Ihnen Folgendes – und dies sei an beide Oppositionsparteien gerichtet –: Wer beispielsweise bei Verkehrsfragen ohne Fehl ist, der werfe den ersten Stein – ich bin schon schneller als 130 gefahren –, und wer von den Oppositionsparteien meint, das Recht und den Anspruch auf alleinige politische Moral zu haben, dem wird die Rechnung präsentiert! So, wie Sie sich verhalten, meine Damen und Herren, entspricht das nicht den demokratischen Gepflogenheiten, und Sie haben heute etwas verletzt, was ich in meinem politischen Verständnis hoch halte, nämlich Anstand. (Anhaltender lebhafter Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Stummvoll: Zu einer Entschuldigung hat er sich gemeldet!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Öllinger zu Wort gemeldet. Herr Abgeordneter, Sie kennen die GO-Bestimmungen. 2 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Dr. Stummvoll: Zu einer Entschuldigung hat er sich gemeldet!)
Abg. Dr. Stummvoll: Eine Entschuldigung wollen wir hören! – Ruf bei den Freiheitlichen: Eine tatsächliche Berichtigung fängt nicht so an!
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sie wollen ja etwas hören, und offensichtlich ... (Abg. Dr. Stummvoll: Eine Entschuldigung wollen wir hören! – Ruf bei den Freiheitlichen: Eine tatsächliche Berichtigung fängt nicht so an!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herr Abgeordneter Molterer hat in seinen Ausführungen behauptet, ich als Person hätte die Formel vom Putsch ausgerufen. – Wie Herr Abgeordneter Molterer, dem dieser Artikel gestern überreicht wurde, weiß, handelt es sich dabei um eine Formulierung aus der „Neuen Zürcher Zeitung“, um einen Kommentar, den ich hier verlesen habe. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Wittauer: Das ist keine tatsächliche Berichtigung! – Abg. Grillitsch: War das eine Berichtigung?
Ich bringe Ihnen diesen Kommentar noch einmal zur Kenntnis: „Haiders neuestes Polit-Happening gleicht einem ,Selbstputsch‘ nach lateinamerikanischem Muster“, schreibt die „Neue Zürcher“. – Das sagt nicht Herr Öllinger. Haben Sie das verstanden? (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Wittauer: Das ist keine tatsächliche Berichtigung! – Abg. Grillitsch: War das eine Berichtigung?)
Uh-Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Ich werde jetzt nicht weiter in der Sitzung fortfahren, wenn nicht sofort Ruhe herrscht! (Uh-Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Wir sind in einer Abstimmung, und ich erwarte mir die entsprechende Aufmerksamkeit.
Abg. Dr. Gusenbauer: Wo sind wir denn jetzt, Herr Scheibner?
Ich bitte jene Damen und Herren, die für diesen Entschließungsantrag sind, um ein Zeichen der Zustimmung. – Das ist die Minderheit und damit abgelehnt. (Abg. Dr. Gusenbauer: Wo sind wir denn jetzt, Herr Scheibner?)
Zwischenruf des Abg. Bucher.
Zweitens: Darüber hinaus ist zu sagen, dass dieses Budget, ökonomisch betrachtet, auf völlig tönernen Füßen steht. – Ich werde mich nur bei diesem Argument aufhalten, alle anderen sind in der Sache austauschbar. (Zwischenruf des Abg. Bucher.) – Doch, sehr viel, wir haben im Ausschuss stundenlang diskutiert, und zwar auch mit Experten. Nur: Eines ist dabei auch klar herausgekommen: dass die ökonomischen Prognosen hinsichtlich Wachstum und damit vor allem hinsichtlich Steuereinahmen natürlich wesentlich treffsicherer sind, wenn sie näher dem Zeitraum sind, für den das Budget gelten soll, nämlich für das eigentliche Budgetjahr. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Bucher.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Bucher.
Zweitens: Darüber hinaus ist zu sagen, dass dieses Budget, ökonomisch betrachtet, auf völlig tönernen Füßen steht. – Ich werde mich nur bei diesem Argument aufhalten, alle anderen sind in der Sache austauschbar. (Zwischenruf des Abg. Bucher.) – Doch, sehr viel, wir haben im Ausschuss stundenlang diskutiert, und zwar auch mit Experten. Nur: Eines ist dabei auch klar herausgekommen: dass die ökonomischen Prognosen hinsichtlich Wachstum und damit vor allem hinsichtlich Steuereinahmen natürlich wesentlich treffsicherer sind, wenn sie näher dem Zeitraum sind, für den das Budget gelten soll, nämlich für das eigentliche Budgetjahr. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Bucher.)
Zwischenruf bei den Freiheitlichen.
Wozu eigentlich das Ganze? – Das einzig Sinnvolle aus Sicht der Regierung oder aus Sicht dessen, was davon übrig geblieben ist, ist es, sozusagen zu antizipieren, dass es irgendwann eine Krise geben wird, und da sagt man sich: Paktieren wir ein Budget unter den Ministern noch im Herbst 2004, denn im Frühjahr 2005 gehen wir eh krachen! Diese Weisheit, diese Vorausschau darf man Ihnen zugestehen. (Zwischenruf bei den Freiheitlichen.) Ja, vielleicht, aber mehr bleibt ja nicht!
Abg. Dr. Matznetter: Es ist zwei Mal schief gelaufen!
Unser Vorwurf an dieser Stelle ist ja nicht der, dass Sie das und das und das alles anders gemacht hätten, als wir es machen würden, sondern unser Vorwurf ist der, dass Sie ohne Not – ohne erkennbare Not! – das Risiko maximieren, dass die Budgetzahlen nicht halten werden. (Abg. Dr. Matznetter: Es ist zwei Mal schief gelaufen!) Jetzt können Sie natürlich sagen: Na vielleicht geht es sich ohnehin aus. –Ja, vielleicht! Aber es ist eben ein wesentlich höheres Risiko von jetzt weg betrachtet. Eine seriöse Budgetpolitik, meine Damen und Herren, schaut in der Tat anders aus.
Abg. Dr. Matznetter: Machen Sie ein ordentliches Budget!
drüberretten. Tun Sie sich selbst etwas Gutes und (Abg. Dr. Matznetter: Machen Sie ein ordentliches Budget!) stimmen Sie unserem Rückverweisungsantrag zu! Geben Sie endlich den Weg frei, dass ein vernünftiges, neues Budget verhandelt werden kann, damit sich niemand mit der Novelle dieses Salates herumschlagen muss! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Wer soll es machen? – Abg. Dr. Matznetter: Kollege Scheibner hat gesagt: „Wer soll es machen?“! Wir! – Abg. Scheibner – in Richtung des Abgeordneten Dr. Matznetter –: Das wäre lustig!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Wer soll es machen? – Abg. Dr. Matznetter: Kollege Scheibner hat gesagt: „Wer soll es machen?“! Wir! – Abg. Scheibner – in Richtung des Abgeordneten Dr. Matznetter –: Das wäre lustig!
drüberretten. Tun Sie sich selbst etwas Gutes und (Abg. Dr. Matznetter: Machen Sie ein ordentliches Budget!) stimmen Sie unserem Rückverweisungsantrag zu! Geben Sie endlich den Weg frei, dass ein vernünftiges, neues Budget verhandelt werden kann, damit sich niemand mit der Novelle dieses Salates herumschlagen muss! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Wer soll es machen? – Abg. Dr. Matznetter: Kollege Scheibner hat gesagt: „Wer soll es machen?“! Wir! – Abg. Scheibner – in Richtung des Abgeordneten Dr. Matznetter –: Das wäre lustig!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Abgeordneter Josef Bucher (Freiheitliche): Sehr geehrte Frau Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Also das ist schon sehr skurril! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Es freut mich, dass es Ihnen gefällt. Übrigens: Ihre Krawatte ist nicht ganz der Mode entsprechend neuzeitlich. – Das ist ein skurriler Antrag, muss ich ganz offen sagen, mit dem Sie hier heute eine Rückverweisung an den Ausschuss beantragen (Abg. Dr. Matznetter: Das ist in der Geschäftsordnung so vorgesehen!), denn bei den Debatten im Finanzausschuss ist Ihnen – wir können uns noch sehr gut daran erinnern – zum Budget überhaupt nichts eingefallen. Dort kam von Ihrer Seite außer Polemik überhaupt nichts, dort haben Sie keinen einzigen Einwand vorgebracht.
Abg. Dr. Matznetter: Das ist in der Geschäftsordnung so vorgesehen!
Abgeordneter Josef Bucher (Freiheitliche): Sehr geehrte Frau Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Also das ist schon sehr skurril! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Es freut mich, dass es Ihnen gefällt. Übrigens: Ihre Krawatte ist nicht ganz der Mode entsprechend neuzeitlich. – Das ist ein skurriler Antrag, muss ich ganz offen sagen, mit dem Sie hier heute eine Rückverweisung an den Ausschuss beantragen (Abg. Dr. Matznetter: Das ist in der Geschäftsordnung so vorgesehen!), denn bei den Debatten im Finanzausschuss ist Ihnen – wir können uns noch sehr gut daran erinnern – zum Budget überhaupt nichts eingefallen. Dort kam von Ihrer Seite außer Polemik überhaupt nichts, dort haben Sie keinen einzigen Einwand vorgebracht.
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Es wäre absolut kontraproduktiv, würden wir heute einer Rückverweisung an den Ausschuss hier stattgeben, wenn unter dem Strich nichts dabei herausschauen würde. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Ich habe mir einige Ihrer Kritikpunkte, die Sie in den letzten Tagen bei der Auseinandersetzung oder bei der Diskussion rund um das Budget vorgebracht haben, notiert, und ich kann sagen: Das, was Sie kritisiert haben, hat auf einem Bierdeckel Platz! Die wichtigsten Kennzahlen des Budgets sind eindeutig und sprechen für ein gutes Budget, sprechen für ein richtungsweisendes Budget, sprechen für ein Budget, das wir mit gutem Gewissen in diesem Hohen Haus verabschieden können, ein Budget, das Kontinuität und Wachstum für die Zukunft sichern wird, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Dr. Matznetter: Die war in unserer Zeit viel niedriger!
Schauen Sie sich doch die Kennzahlen an! Schauen Sie sich die Schuldenquote an! Die Schuldenquote sinkt kontinuierlich seit dem Jahr 2000. Wir sind von 66 Prozent in Richtung 62 Prozent unterwegs. (Abg. Dr. Matznetter: Die war in unserer Zeit viel niedriger!)
Abg. Dr. Matznetter: Wir waren besser!
Schauen Sie sich die Steuer- und Abgabenquote an! Sie wird im Jahr 2008 um 40 Prozent herum angesiedelt sein. (Abg. Dr. Matznetter: Wir waren besser!) Von Ihrer Steuerpolitik hat sich diese Bundesregierung verabschiedet. Das ist gut für Österreich! Das ist gut für die Menschen in unserem Land und wird dem Wachstum förderlich sein!
Abg. Dr. Matznetter: Das Defizit ist gestiegen!
Meine Damen und Herren! Auch die Defizitentwicklung ist positiv innerhalb der Schuldenpolitik in unserem Land. Wir scheuen nicht den Vergleich mit den Nachbarländern in der Eurozone. (Abg. Dr. Matznetter: Das Defizit ist gestiegen!) Schauen Sie sich Frankreich an! Schauen Sie sich Italien an! Schauen Sie sich Griechenland an! 5,5 Prozent Defizit! Wir sind bei 1,7 Prozent Defizit. Das ist ein Spitzenwert in der Europäischen Union. (Abg. Dr. Matznetter: Wie ist es mit der Arbeitslosigkeit und der Inflation?) Das bringt uns Bonität und Ansehen auf dem internationalen Finanzmarkt. Das bringt uns Direktinvestitionen in Österreich.
Abg. Dr. Matznetter: Wie ist es mit der Arbeitslosigkeit und der Inflation?
Meine Damen und Herren! Auch die Defizitentwicklung ist positiv innerhalb der Schuldenpolitik in unserem Land. Wir scheuen nicht den Vergleich mit den Nachbarländern in der Eurozone. (Abg. Dr. Matznetter: Das Defizit ist gestiegen!) Schauen Sie sich Frankreich an! Schauen Sie sich Italien an! Schauen Sie sich Griechenland an! 5,5 Prozent Defizit! Wir sind bei 1,7 Prozent Defizit. Das ist ein Spitzenwert in der Europäischen Union. (Abg. Dr. Matznetter: Wie ist es mit der Arbeitslosigkeit und der Inflation?) Das bringt uns Bonität und Ansehen auf dem internationalen Finanzmarkt. Das bringt uns Direktinvestitionen in Österreich.
Abg. Dr. Matznetter: Das ist der Budgetausschuss!
Von der Austrian Business Agency haben wir die besten Bewertungen in Bezug auf den Wirtschafts- und Arbeitsstandort Österreich erhalten, und dieser sichert Arbeitsplätze für die Zukunft. Da kann man nicht dagegen sein! Da finde ich schon gar kein Argument dafür, das neuerlich in einem Finanzausschuss mit Ihnen besprechen zu wollen, meine Damen und Herren. (Abg. Dr. Matznetter: Das ist der Budgetausschuss!)
Abg. Dr. Matznetter: Das stimmt ja nicht!
Meine Damen und Herren von der SPÖ, Sie verkennen die Realität! Sie verkennen, dass wir eine erste Etappe der Steuerreform gemacht haben, die seit 1. Jänner 2004 umgesetzt wird! Sie verkennen, dass wir die größte steuerliche Entlastung mit Beginn dieses Jahres in Kraft gesetzt haben. (Abg. Dr. Matznetter: Das stimmt ja nicht!) Sie verkennen, dass wir mit der Gruppenbesteuerung in Wahrheit einen Meilenstein gesetzt haben.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Es gibt heute die Erkenntnis des Europäischen Gerichtshofes ... (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Haben Sie sich die Gruppenbesteuerung schon einmal angeschaut, Herr Matznetter? (Abg. Dr. Matznetter: Es gibt höhere budgetäre Risken!) Es gibt eine Empfehlung an die europäischen Mitgliedsländer, eine Gruppenbesteuerung durchzuführen. Deutschland droht ein Milliardenentgang an Steuern, weil man dort nicht eine solche Weitsicht wie diese Bundesregierung gehabt hat, was die steuerliche Absetzbarkeit von Verlusten von Tochtergesellschaften ausländischer Firmen betrifft. (Abg. Dr. Matznetter: Wir sind beim Budget!) Das ist ein Beweis für die Weitsichtigkeit dieser Bundesregierung in der Steuerpolitik unseres Landes!
Abg. Dr. Matznetter: Es gibt höhere budgetäre Risken!
Es gibt heute die Erkenntnis des Europäischen Gerichtshofes ... (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Haben Sie sich die Gruppenbesteuerung schon einmal angeschaut, Herr Matznetter? (Abg. Dr. Matznetter: Es gibt höhere budgetäre Risken!) Es gibt eine Empfehlung an die europäischen Mitgliedsländer, eine Gruppenbesteuerung durchzuführen. Deutschland droht ein Milliardenentgang an Steuern, weil man dort nicht eine solche Weitsicht wie diese Bundesregierung gehabt hat, was die steuerliche Absetzbarkeit von Verlusten von Tochtergesellschaften ausländischer Firmen betrifft. (Abg. Dr. Matznetter: Wir sind beim Budget!) Das ist ein Beweis für die Weitsichtigkeit dieser Bundesregierung in der Steuerpolitik unseres Landes!
Abg. Dr. Matznetter: Wir sind beim Budget!
Es gibt heute die Erkenntnis des Europäischen Gerichtshofes ... (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Haben Sie sich die Gruppenbesteuerung schon einmal angeschaut, Herr Matznetter? (Abg. Dr. Matznetter: Es gibt höhere budgetäre Risken!) Es gibt eine Empfehlung an die europäischen Mitgliedsländer, eine Gruppenbesteuerung durchzuführen. Deutschland droht ein Milliardenentgang an Steuern, weil man dort nicht eine solche Weitsicht wie diese Bundesregierung gehabt hat, was die steuerliche Absetzbarkeit von Verlusten von Tochtergesellschaften ausländischer Firmen betrifft. (Abg. Dr. Matznetter: Wir sind beim Budget!) Das ist ein Beweis für die Weitsichtigkeit dieser Bundesregierung in der Steuerpolitik unseres Landes!
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir werden diesem Budget mit großem Stolz und Anerkennung zustimmen. – Danke sehr. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Cap: Ich kann das schon nicht mehr hören!
Bundesminister für Finanzen Mag. Karl-Heinz Grasser: Frau Präsident! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordneten! Das Budget 2006 – am Ende dieser Budgetdebatte möchte ich das noch einmal bekräftigen – ist solide gemacht. Es setzt die richtigen Schwerpunkte. Wir schaffen es mit diesem Budget, das Defizit gemessen am Bruttoinlandsprodukt wieder zu reduzieren – das heißt, die Richtung stimmt –, mit der Zielsetzung, im Jahr 2008 wieder einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen. (Abg. Dr. Cap: Ich kann das schon nicht mehr hören!)
Abg. Dr. Matznetter: Um wie viel sinkt das Budgetdefizit?
Meine Damen und Herren! Es sinkt das Defizit, obwohl die Entlastung steigt! Das heißt: Wir haben damit für das Jahr 2006 einen Impuls gesetzt, mit dem wir eine Entlastung erreichen, die um 1,5 Milliarden € höher ist als im Jahr 2005. In Summe sind es 3,6 Milliarden € an Entlastung durch die Steuerreform. Trotzdem geht das Defizit zurück. (Abg. Dr. Matznetter: Um wie viel sinkt das Budgetdefizit?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es ist völlig richtig, was einige Redner während der Budgetdebatte gesagt haben, nämlich dass die Defizite von heute auf die Schulden von gestern zurückzuführen sind. Wir zeigen mit unseren laufenden Überschüssen, dass wir einfach eine solidere, eine bessere, an der Generationengerechtigkeit orientierte Finanzpolitik machen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Matznetter: Und die Bundesfinanzschuld?
Meine Damen und Herren! Es geht nicht nur das Defizit gemessen am BIP zurück, sondern es geht auch die Finanzschuld gemessen am Bruttoinlandsprodukt zurück, und wir erreichen auch, dass die Steuer- und Abgabenquote sehr deutlich sinkt. (Abg. Dr. Matznetter: Und die Bundesfinanzschuld?) Wir erreichen bereits im Jahr 2006 einen Wert von 40,7 Prozent, obwohl es ursprünglich unser Ziel war, bis 2010 dorthin zu kommen.
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Meine Damen und Herren! Das ist richtig, wenn man ganz bewusst und vorsätzlich all die Ausgliederungen, die bereits in sozialdemokratischer Zeit gemacht worden sind, weglässt. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Herr Abgeordneter, wenn man sich aber die Statistik anschaut, die auch ausgeworfen wird, wo draufsteht: Bruttoinvestitionen des Staates inklusive Ausgliederungen, Datum: 1995 bis 2004 – also keine Erfindung von uns! –, dann kommt man drauf, dass es nicht 1,2 Prozent sind, sondern dass der Wert bei 2,4 Prozent liegt, also beim Doppelten (Abg. Dr. Matznetter: Das ist noch immer jämmerlich gering!), und dass dieser Wert über dem Durchschnitt der Europäischen Union liegt, der bei 2,2 Prozent liegt.
Abg. Dr. Matznetter: Das ist noch immer jämmerlich gering!
Meine Damen und Herren! Das ist richtig, wenn man ganz bewusst und vorsätzlich all die Ausgliederungen, die bereits in sozialdemokratischer Zeit gemacht worden sind, weglässt. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Herr Abgeordneter, wenn man sich aber die Statistik anschaut, die auch ausgeworfen wird, wo draufsteht: Bruttoinvestitionen des Staates inklusive Ausgliederungen, Datum: 1995 bis 2004 – also keine Erfindung von uns! –, dann kommt man drauf, dass es nicht 1,2 Prozent sind, sondern dass der Wert bei 2,4 Prozent liegt, also beim Doppelten (Abg. Dr. Matznetter: Das ist noch immer jämmerlich gering!), und dass dieser Wert über dem Durchschnitt der Europäischen Union liegt, der bei 2,2 Prozent liegt.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Wenn wer die Infrastrukturinvestitionen erhöht hat, dann war es diese Bundesregierung! Wenn wer Projekte losgeeist hat – vom Semmering-Basistunnel bis zur Koralmbahn, vom Brenner-Basistunnel bis zur Summerauerbahn und einer ganzen Reihe anderer wichtiger Projekte –, dann waren es wir mit wichtigen Impulsen für den Arbeitsmarkt, für die Beschäftigung und für die Wertschöpfung in Österreich! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Kogler: Wer hat das gesagt?
Erstens erinnere ich an Folgendes: Als wir hier die Generaldebatte nach der Budgetrede hatten, hat man uns gesagt, die Wirtschaftsforschungsinstitute und die Europäische Kommission, die werden schon jetzt in der Frühjahrsprognose die Prognosen deutlich zurücknehmen und damit wird man schon im Frühjahr sehen, dass wir falsch geschätzt haben. (Abg. Mag. Kogler: Wer hat das gesagt?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Natürlich gibt es ein Prognoserisiko, aber offensichtlich ist klar, dass alle jetzigen Einschätzungen – von der Europäischen Kommission über das Wirtschaftsforschungsinstitut bis hin zum Institut für Höhere Studien – sagen: Ja, wir haben richtig, wir haben vorsichtig geplant und haben damit weniger Prognoserisiko, als Sie es darstellen, sondern eine solide Grundlage, auf der dieses Budget gebaut ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Kogler: ... ein Doppelbudget nach Wahlen!
Herr Abgeordneter Kogler! Weil Sie sagten, ohne Not würden wir dieses Budget hier vorlegen, und weil Sie dabei andere Länder dargestellt haben, möchte ich Ihnen sagen: Ich hätte mir zumindest Fairness beim Vergleich erwartet, nämlich dass Sie sich das eigene Land und die Geschichte der österreichischen Budgetpolitik zumindest einmal anschauen, wenn Sie unsere fair beurteilen wollen. Dann wären Sie nämlich draufgekommen, dass beispielsweise das Budget 1997 am 26. April 1996 beschlossen worden ist, also vom Zeitabstand zum Budgetjahr her ungefähr so wie dieses. Heute haben wir den 7. April, also wir beschließen das Budget für das nächste Jahr ungefähr zum selben Jahreszeitpunkt, wie es beim Budget 1997 der Fall war. (Abg. Mag. Kogler: ... ein Doppelbudget nach Wahlen!)
Abg. Sburny: In diesem Herbst gibt es keine Präsidentschaft!
Weiters darf ich Sie an Folgendes erinnern: Wir hatten die EU-Präsidentschaft im zweiten Halbjahr 1998 inne, und das Budget für das Jahr 1999 ist am 28. Mai 1998 beschlossen worden. Warum? – Weil man gesagt hat: Im Herbst während der EU-Präsidentschaft können wir kein Budget beschließen! (Abg. Sburny: In diesem Herbst gibt es keine Präsidentschaft!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Jetzt ersuche ich einfach einmal darum, dass wir einen Grundkonsens herstellen, dass alle vier Fraktionen dieses Hauses sagen: Lasst uns doch eine sehr gute, möglichst professionell vorbereitete Präsidentschaft machen, lasst uns Österreich möglichst gut präsentieren und den Schwerpunkt dort setzen, wo er hingehört, nämlich bestmögliche Präsentation Österreichs in einer Europäischen Union der 25 Länder mit all den Gipfeln, die in Österreich stattfinden werden, und mit all den wichtigen Treffen und Diskussionen, die wir in Österreich haben werden! Daher ist das auch der richtige Zeitpunkt für dieses Budget, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Großruck: Sehr gut! Bravo! So ist es!
Und der Internationale Währungsfonds: „Ein strategischer Wandel in der Politik hat Österreich zu einem Vorzeigeland bei Reformen gemacht.“ (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Großruck: Sehr gut! Bravo! So ist es!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich möchte mich bei Ihnen allen dafür bedanken, dass Sie diesen Weg sieben Jahre lang mitgetragen haben, und bitte auch um die heutige Zustimmung zu diesem Bundesvoranschlag 2006. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Bucher: Ein paar Worte zur ÖIAG!
Abgeordneter Mag. Johann Moser (SPÖ): Frau Präsidentin! (Abg. Bucher: Ein paar Worte zur ÖIAG!) Finanzminister Grasser hat die Österreicher und Österreicherinnen um eine Milliarde € geprellt. (Abg. Großruck: Na hallo! – Abg. Neudeck: Bleiben wir bei der Wahrheit, tun wir nicht wieder rotfärben!) Statt Volksvermögen aufzubauen wurde Volksvermögen verschleudert. – Eine Milliarde € auf Kosten Österreichs! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Tun Sie ein bisschen nuscheln, dann sind Sie der Wahrheit näher!)
Abg. Großruck: Na hallo! – Abg. Neudeck: Bleiben wir bei der Wahrheit, tun wir nicht wieder rotfärben!
Abgeordneter Mag. Johann Moser (SPÖ): Frau Präsidentin! (Abg. Bucher: Ein paar Worte zur ÖIAG!) Finanzminister Grasser hat die Österreicher und Österreicherinnen um eine Milliarde € geprellt. (Abg. Großruck: Na hallo! – Abg. Neudeck: Bleiben wir bei der Wahrheit, tun wir nicht wieder rotfärben!) Statt Volksvermögen aufzubauen wurde Volksvermögen verschleudert. – Eine Milliarde € auf Kosten Österreichs! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Tun Sie ein bisschen nuscheln, dann sind Sie der Wahrheit näher!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Tun Sie ein bisschen nuscheln, dann sind Sie der Wahrheit näher!
Abgeordneter Mag. Johann Moser (SPÖ): Frau Präsidentin! (Abg. Bucher: Ein paar Worte zur ÖIAG!) Finanzminister Grasser hat die Österreicher und Österreicherinnen um eine Milliarde € geprellt. (Abg. Großruck: Na hallo! – Abg. Neudeck: Bleiben wir bei der Wahrheit, tun wir nicht wieder rotfärben!) Statt Volksvermögen aufzubauen wurde Volksvermögen verschleudert. – Eine Milliarde € auf Kosten Österreichs! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Tun Sie ein bisschen nuscheln, dann sind Sie der Wahrheit näher!)
Abg. Neudeck: Farkas und Waldbrunn ...!
Allein bei der ÖIAG: Privatisieren um jeden Preis, was geht, und Günstlinge bevorzugen. – Das ist Ihr Credo! (Abg. Neudeck: Farkas und Waldbrunn ...!) Das Ergebnis, Herr Minister: Sie haben eine Milliarde € liegen gelassen! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Allein bei der ÖIAG: Privatisieren um jeden Preis, was geht, und Günstlinge bevorzugen. – Das ist Ihr Credo! (Abg. Neudeck: Farkas und Waldbrunn ...!) Das Ergebnis, Herr Minister: Sie haben eine Milliarde € liegen gelassen! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Neudeck: Es war der falsche Zeitpunkt! 20 Jahre zu spät! – Abg. Mag. Ikrath: Und die Bank Austria ist zum richtigen Zeitpunkt verkauft worden?
Ich rechne es Ihnen vor: 660 Millionen durch den falschen Zeitpunkt des Verkaufs, 190 Millionen durch Dividendenentgang und teure Wandelanleihen und 150 Millionen für die Bezahlung von Investmentbanken für das Zerstören der österreichischen Großbetriebe. – Das ist Ihr Werk! (Abg. Neudeck: Es war der falsche Zeitpunkt! 20 Jahre zu spät! – Abg. Mag. Ikrath: Und die Bank Austria ist zum richtigen Zeitpunkt verkauft worden?)
Abg. Neudeck: ... die CA-HVB-Aktie auch?
Wissen Sie, was man mit 150 Millionen € machen könnte? – Man könnte 5 600 Einfamilienhäuser bauen. – Das entspricht in etwa der Größe von Eisenstadt. (Abg. Neudeck: ... die CA-HVB-Aktie auch?)
Abg. Neudeck: Meinen Sie den Randa, oder wen meinen Sie jetzt?
Wer sind denn die Gewinner von diesem Deal? – Manager mit Traumgagen, Investmentbanker und Spekulanten. (Abg. Neudeck: Meinen Sie den Randa, oder wen meinen Sie jetzt?) Und wer bleibt auf der Strecke? – Die Mitarbeiter, die Steuerzahler, die Großzahl von Klein- und Mittelbetrieben – also die Mehrheit der Österreicher! (Abg. Neudeck: Ihre Argumente bleiben auf der Strecke!)
Abg. Neudeck: Ihre Argumente bleiben auf der Strecke!
Wer sind denn die Gewinner von diesem Deal? – Manager mit Traumgagen, Investmentbanker und Spekulanten. (Abg. Neudeck: Meinen Sie den Randa, oder wen meinen Sie jetzt?) Und wer bleibt auf der Strecke? – Die Mitarbeiter, die Steuerzahler, die Großzahl von Klein- und Mittelbetrieben – also die Mehrheit der Österreicher! (Abg. Neudeck: Ihre Argumente bleiben auf der Strecke!)
Abg. Neudeck: „Arbeiter-Zeitung“ ...! – Zwischenruf des Abg. Mag. Ikrath.
Was machen denn die neuen Manager und die neuen Eigentümer? – Sie erpressen Österreich durch laufende Drohungen, dass sie abwandern werden. – Das ist die Konsequenz! (Abg. Neudeck: „Arbeiter-Zeitung“ ...! – Zwischenruf des Abg. Mag. Ikrath.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Also das war sehr schwach! – Abg. Mag. Ikrath: Nicht genügend, setzen!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das ist nicht unser Weg! Herr Minister Grasser, wir wollen diese eine Milliarde zurück, und zwar sehr schnell! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Also das war sehr schwach! – Abg. Mag. Ikrath: Nicht genügend, setzen!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Johann Moser: Ich kann es Ihnen beweisen!
Abgeordneter Jakob Auer (ÖVP): Frau Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Herr Kollege Moser! Über Folgendes bin ich schon erschüttert und verwundert: Wenn Sie behaupten, dass die Österreicher um eine Milliarde geprellt worden seien, dann weise ich diese Behauptung auf das Schärfste zurück! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Johann Moser: Ich kann es Ihnen beweisen!)
Abg. Mag. Johann Moser: Richtig!
Herr Kollege Moser, Sie sagen sehr oft zu Recht, dass es wichtig wäre, Mitarbeiterbeteiligung zu ermöglichen. (Abg. Mag. Johann Moser: Richtig!) Was ist bei der Voest machbar geworden? – Die größte Mitarbeiterbeteiligung, und Sie sollten stolz sein und den Mitarbeitern diesen Mehrwert an diesem Unternehmen vergönnen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Johann Moser: Die habe ich herausgerechnet!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Johann Moser: Die habe ich herausgerechnet!
Herr Kollege Moser, Sie sagen sehr oft zu Recht, dass es wichtig wäre, Mitarbeiterbeteiligung zu ermöglichen. (Abg. Mag. Johann Moser: Richtig!) Was ist bei der Voest machbar geworden? – Die größte Mitarbeiterbeteiligung, und Sie sollten stolz sein und den Mitarbeitern diesen Mehrwert an diesem Unternehmen vergönnen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Johann Moser: Die habe ich herausgerechnet!)
Abg. Mag. Johann Moser: Ich habe sie herausgerechnet!
Meine Damen und Herren! (Abg. Mag. Johann Moser: Ich habe sie herausgerechnet!) Sie sollten den Mitarbeitern danke sagen, dass sie bereit waren, über 10 Prozent der Aktien zu kaufen. Sie haben damit eine Verdoppelung ihres Wertes erreicht. Da ist etwas geschehen, worüber sich Mitarbeiter freuen können, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Fekter: Da wart ihr dagegen!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Fekter: Da wart ihr dagegen!
Meine Damen und Herren! (Abg. Mag. Johann Moser: Ich habe sie herausgerechnet!) Sie sollten den Mitarbeitern danke sagen, dass sie bereit waren, über 10 Prozent der Aktien zu kaufen. Sie haben damit eine Verdoppelung ihres Wertes erreicht. Da ist etwas geschehen, worüber sich Mitarbeiter freuen können, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Fekter: Da wart ihr dagegen!)
Abg. Mag. Ikrath: So ist es!
Herr Kollege Moser, Sie haben vor kurzem zu Recht in einem Artikel im „WirtschaftsBlatt“, der mir durchaus gefallen hat, darauf hingewiesen, dass die Wirtschaft Konjunktur braucht und dass das Bundesbudget auch von der Konjunktur abhängig ist. – Ja! Aber ich sage Ihnen: Konjunktur ist eine Frage der Stimmung! (Abg. Mag. Ikrath: So ist es!) Mit Ihrer Miesmacherei erzeugen Sie keine positive Stimmung. (Abg. Mag. Gaßner: Ihr mit eurer Schönfärberei auch nicht!) Sie tragen zu keiner Konjunktur bei, meine Damen und Herren, lassen Sie sich das sagen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Gaßner: Ihr mit eurer Schönfärberei auch nicht!
Herr Kollege Moser, Sie haben vor kurzem zu Recht in einem Artikel im „WirtschaftsBlatt“, der mir durchaus gefallen hat, darauf hingewiesen, dass die Wirtschaft Konjunktur braucht und dass das Bundesbudget auch von der Konjunktur abhängig ist. – Ja! Aber ich sage Ihnen: Konjunktur ist eine Frage der Stimmung! (Abg. Mag. Ikrath: So ist es!) Mit Ihrer Miesmacherei erzeugen Sie keine positive Stimmung. (Abg. Mag. Gaßner: Ihr mit eurer Schönfärberei auch nicht!) Sie tragen zu keiner Konjunktur bei, meine Damen und Herren, lassen Sie sich das sagen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Herr Kollege Moser, Sie haben vor kurzem zu Recht in einem Artikel im „WirtschaftsBlatt“, der mir durchaus gefallen hat, darauf hingewiesen, dass die Wirtschaft Konjunktur braucht und dass das Bundesbudget auch von der Konjunktur abhängig ist. – Ja! Aber ich sage Ihnen: Konjunktur ist eine Frage der Stimmung! (Abg. Mag. Ikrath: So ist es!) Mit Ihrer Miesmacherei erzeugen Sie keine positive Stimmung. (Abg. Mag. Gaßner: Ihr mit eurer Schönfärberei auch nicht!) Sie tragen zu keiner Konjunktur bei, meine Damen und Herren, lassen Sie sich das sagen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Murauer: SPD!
Wenn man sich einmal in einer ruhigeren Stunde Zeit nimmt und sich im deutschen Fernsehen Bundestagsdebatten anhört, sieht, wie dort vorgegangen wird, wie hilflos ein Bundesfinanzminister Eichel erklären muss, warum er schon wieder Maastricht-Probleme hat (Abg. Murauer: SPD!), warum es wiederum große Schwierigkeiten gibt (Abg. Großruck: Sozialisten!), dass das Bundesbudget Deutschlands nicht haltbar ist, dann sage ich dazu: Ja, er hat erschwerte Bedingungen. – Das sei auch gesagt. Die Wiedervereinigung verursachte erschwerte Bedingungen, das ist eine Tatsache.
Abg. Großruck: Sozialisten!
Wenn man sich einmal in einer ruhigeren Stunde Zeit nimmt und sich im deutschen Fernsehen Bundestagsdebatten anhört, sieht, wie dort vorgegangen wird, wie hilflos ein Bundesfinanzminister Eichel erklären muss, warum er schon wieder Maastricht-Probleme hat (Abg. Murauer: SPD!), warum es wiederum große Schwierigkeiten gibt (Abg. Großruck: Sozialisten!), dass das Bundesbudget Deutschlands nicht haltbar ist, dann sage ich dazu: Ja, er hat erschwerte Bedingungen. – Das sei auch gesagt. Die Wiedervereinigung verursachte erschwerte Bedingungen, das ist eine Tatsache.
Abg. Eder: Der hat auch 20 Prozent Mehrwertsteuer! Der deutsche hat nur 16 Prozent! Tu nicht vergleichen, wenn du es nicht verstehst! Denk lieber an deine Landwirtschaft!
Aber ich frage mich manchmal schon: Was ist denn der Unterschied zwischen dem österreichischen Bundesminister und seinem deutschen Kollegen? – Der österreichische hat das Bundesbudget im Griff! Der österreichische Bundesminister hat kein Problem mit Maastricht. (Abg. Eder: Der hat auch 20 Prozent Mehrwertsteuer! Der deutsche hat nur 16 Prozent! Tu nicht vergleichen, wenn du es nicht verstehst! Denk lieber an deine Landwirtschaft!)
Abg. Mag. Johann Moser: Alles verscherbelt!
Der österreichische Bundesminister bringt ein Bundesbudget fertig, das 2006 eine Abgabenquote von 40,7 Prozent hat, hat eine bemerkenswerte Steuerreform auf die Beine gestellt, hat für Forschung und Entwicklung deutlich mehr Mittel zur Verfügung als – im Verhältnis – viele europäische Kollegen, wenn man es anteilsmäßig betrachtet. (Abg. Mag. Johann Moser: Alles verscherbelt!)
Abg. Mag. Johann Moser: Statt verscherbeln!
Natürlich wäre es vielleicht manchmal notwendig, noch mehr für Forschung zur Verfügung zu stellen. (Abg. Mag. Johann Moser: Statt verscherbeln!) Ich gebe dem Kollegen Keck Recht, der gestern meinte, für einen Betrieb wie Donawitz Schienenbau wären mehr Mittel notwendig. – Selbstverständlich, gar keine Frage, weil somit eine wichtige Innovation vielleicht machbar wäre.
Zwischenruf bei der SPÖ.
Der österreichische Finanzminister hat für Familien ungleich mehr Geld zusammengebracht. Das ist auch dringend notwendig, wenn man – wie in der „Kronen Zeitung“ zu lesen ist – bedenkt, wie teuer in Wien ein Kindergartenplatz ist: Der kostet ja viermal so viel wie in oberösterreichischen Gemeinden! (Zwischenruf bei der SPÖ.) Natürlich brauchen wir da auch mehr Geld für die Familien.
Abg. Dr. Matznetter: Katastrophe! – Abg. Murauer: Tolle Leistung! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Er hat im Sozialbudget durchaus Reformen fertig gebracht. (Der Redner hält eine Ausgabe der „Wirtschafts- und Sozialstatistik in Österreich“ in die Höhe.) Wenn ich mein Lieblingsbüchlein ein bisschen studiere – das sozialstatistische Taschenbuch der Arbeiterkammer –, dann muss ich lesen, dass es in Wien 60 000 Sozialhilfeempfänger gibt, diese Leute also auf Sozialhilfe angewiesen sind. – Da sollte man fair sein und 9 277 Asylanten abziehen. Dann sind es aber immer noch 50 000, also ungleich mehr als in allen anderen Bundesländern zusammen. (Abg. Dr. Matznetter: Katastrophe! – Abg. Murauer: Tolle Leistung! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Gaßner: Na endlich!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Heute auch noch ein Wort zum Finanzausgleich (Abg. Mag. Gaßner: Na endlich!), der auch in diesem Kapitel inkludiert ist, allerdings nicht mehr verhandelt wird. Aber ich darf darauf hinweisen: Herr Bundesminister! Durchaus Respekt davor, wie er machbar wurde. Ich danke allen, die dazu beigetragen haben, aber es gibt schon auch einen springenden Punkt, und zwar in der Frage der Kommunenfinanzierung.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Insgesamt freuen wir uns über dieses Bundesbudget, und ich darf mich grosso modo und abschließend für die sehr faire Diskussion im Budgetausschuss bedanken. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ruf bei der ÖVP: Die neue Bibel!
Ich schlage die Daten der EU-Kommission auf (Ruf bei der ÖVP: Die neue Bibel!) – Table 35 – und berichtige tatsächlich anhand dieser Daten:
Abg. Mag. Johann Moser: Das geht sich mit der Mathematik nicht aus!
Nach den Daten der EU-Kommission beträgt die Staatsausgabenquote in Österreich im Jahr 2006 49,2 Prozent. Allein der Durchschnitt, der dort als ältester Zeitraum ausgewiesen ist – 1970 bis 1990 –, beträgt nur 46,0 Prozent, Herr Bundesminister! (Abg. Mag. Johann Moser: Das geht sich mit der Mathematik nicht aus!)
Abg. Neudeck: Ihre Zahlen waren bisher immer falsch! So wie Ihr Wirtschaftsprogramm!
Zweitens: Sie haben behauptet, dass die öffentlichen österreichischen Investitionen über dem Durchschnitt liegen würden. (Abg. Neudeck: Ihre Zahlen waren bisher immer falsch! So wie Ihr Wirtschaftsprogramm!)
Abg. Neudeck: Sozialdemokratische Internationale!
Ich berichtige tatsächlich (Abg. Neudeck: Sozialdemokratische Internationale!): Wie Sie dem statistischen Anhang des Frühjahrsberichtes der Kommission – und zwar Tabelle 72 – entnehmen können, betragen die Bruttoanlageninvestitionen des Staates nach ESVG 1995 für das Jahr 2006 1,1 Prozent und für 2005 1,2 Prozent. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Mag. Grasser.) – Da gibt es nicht verschiedene Rechnungsmethoden, Herr Bundesminister! Eine Rechnungsmethode!
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Johann Moser: Mit dem Rechnen haben Sie es nicht, Herr Minister! Österreich hat ein Problem, wenn der Finanzminister nicht rechnen kann!
Allein der Durchschnitt der Eurozone beträgt heuer 2,6 Prozent und nächstes Jahr 2,7 Prozent. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Johann Moser: Mit dem Rechnen haben Sie es nicht, Herr Minister! Österreich hat ein Problem, wenn der Finanzminister nicht rechnen kann!)
Abg. Neudeck: Schreiben Sie sich Ihre Statistiken selber, Herr Kollege Matznetter? – Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Dr. Matznetter und Neudeck. – Abg. Dr. Glawischnig: Zuhören, bitte, sie ist am Wort!
Abgeordnete Michaela Sburny (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Werte Kollegen und Kolleginnen! (Abg. Neudeck: Schreiben Sie sich Ihre Statistiken selber, Herr Kollege Matznetter? – Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Dr. Matznetter und Neudeck. – Abg. Dr. Glawischnig: Zuhören, bitte, sie ist am Wort!)
Abg. Jakob Auer: Sie bekommen!
Herr Kollege Auer, dass Sie heute in puncto Gemeinden so milde sind, kann nur Ergebnis der vorher etwas aufgeheizten Stimmung sein. Die Gemeinden verlieren immerhin über 100 Millionen, wenn ich das richtig sehe. (Abg. Jakob Auer: Sie bekommen!) – Nein, Nettoverlust!
Abg. Jakob Auer: Frau Kollegin! – Abg. Dr. Stummvoll: Er erklärt es Ihnen! – Abg. Jakob Auer: Ich mache Ihnen ein Friedensangebot!
Der Nettoverlust beträgt etwa 100 Millionen, und daher finde ich es etwas zu milde, wenn Sie dann darüber hinweggehen und sagen, okay, aber alles in allem ist das schon in Ordnung. (Abg. Jakob Auer: Frau Kollegin! – Abg. Dr. Stummvoll: Er erklärt es Ihnen! – Abg. Jakob Auer: Ich mache Ihnen ein Friedensangebot!)
Abg. Jakob Auer: Schauen Sie sich die Entwicklung der Ertragsanteile der Gemeinden an!
Friedensangebot!) – Versuchen Sie es! (Abg. Jakob Auer: Schauen Sie sich die Entwicklung der Ertragsanteile der Gemeinden an!) Ja, das haben wir uns angeschaut. Dieses Friedensangebot kann ich leider nicht annehmen. (Abg. Jakob Auer: Ich lade Sie ein!) – Wir haben da offensichtlich unterschiedliche Zahlen. – Danke.
Abg. Jakob Auer: Ich lade Sie ein!
Friedensangebot!) – Versuchen Sie es! (Abg. Jakob Auer: Schauen Sie sich die Entwicklung der Ertragsanteile der Gemeinden an!) Ja, das haben wir uns angeschaut. Dieses Friedensangebot kann ich leider nicht annehmen. (Abg. Jakob Auer: Ich lade Sie ein!) – Wir haben da offensichtlich unterschiedliche Zahlen. – Danke.
Beifall bei den Grünen.
Um diese Kluft kümmert sich diese Regierung aber überhaupt nicht; die ist Ihnen völlig egal! Es genügt Ihnen, Durchschnittszahlen zu verkünden, es interessiert Sie aber nicht, dass ein immer größerer Teil der österreichischen Bevölkerung von diesem Armutsrisiko bedroht ist! Das kann man so auf die Dauer sicher nicht gutheißen, auch nicht, wenn Kollege Auer damit zufrieden ist. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich kann Sie nur ersuchen, in dieser Sache zumindest so viel Seriosität an den Tag zu legen, dass Sie gemeinsam mit uns überlegen, wie wir tatsächlich zu dieser Verstetigung kommen, und nicht nur eine virtuelle Stiftung haben, deren Mittel uns aber nicht zur Verfügung stehen. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Geschätzte Damen und Herren! In Österreich werden wir diesbezüglich keine Überraschung erleben, weil dies im Zuge der Steuerreform von vornherein über die Gruppenbesteuerung geregelt wurde. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Sehr geehrter Herr Matznetter! Ich glaube, es wäre ein Akt der Redlichkeit, wenn Sie, nachdem Sie ja diesbezüglich Kritik geübt haben, diesbezüglich auch ein klärendes Wort finden könnten! (Abg. Dr. Matznetter: Sie haben keine Ahnung vom EuGH! Sie sollten sich erst informieren! Die APA ist dafür allerdings ungeeignet!)
Abg. Dr. Matznetter: Sie haben keine Ahnung vom EuGH! Sie sollten sich erst informieren! Die APA ist dafür allerdings ungeeignet!
Geschätzte Damen und Herren! In Österreich werden wir diesbezüglich keine Überraschung erleben, weil dies im Zuge der Steuerreform von vornherein über die Gruppenbesteuerung geregelt wurde. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Sehr geehrter Herr Matznetter! Ich glaube, es wäre ein Akt der Redlichkeit, wenn Sie, nachdem Sie ja diesbezüglich Kritik geübt haben, diesbezüglich auch ein klärendes Wort finden könnten! (Abg. Dr. Matznetter: Sie haben keine Ahnung vom EuGH! Sie sollten sich erst informieren! Die APA ist dafür allerdings ungeeignet!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Lassen Sie mich, da meine Redezeit zu Ende geht, noch ein bisschen meine Enttäuschung über den Verlauf dieser Debatten ausdrücken. Ich erwarte mir nicht, dass die Oppositionsparteien alles bejubeln, sondern durchaus auch Kritik anbringen. Wenn aber Kritik angebracht wird, dann sollte diese durchaus auch einmal konstruktiv sein, und es sollte damit ein entsprechender Beitrag geleistet werden. – Das habe ich allerdings ziemlich durchgängig vermisst! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Dr. Matznetter: Seien Sie glücklich, wenn Sie den Durchschnitt erreichen!
Geschätzte Damen und Herren! Insgesamt lässt sich festhalten: Die Budgetrichtung stimmt. Das Defizit nimmt ab. Die Steuern und Abgaben sinken. Das Wachstum steigt überdurchschnittlich im EU-Vergleich. (Abg. Dr. Matznetter: Seien Sie glücklich, wenn Sie den Durchschnitt erreichen!) Das tut den Menschen gut, das tut dem Wirtschaftsstandort gut, und das tut sicherlich auch dem Arbeitsmarkt gut.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Herr Finanzminister, ich nehme an, dass es Sie nicht besonders verwundern wird, wenn wir mit Freude Ihrem Budget zustimmen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Dietmar Hoscher (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Kollege Hofmann, bei aller Kritik am Budget seit 2000 ist doch zumindest in einer Hinsicht eine äußerst konsequente Haltung der Bundesregierung erkennbar, nämlich die konsequente Arbeit daran, die Schieflage der Einkommensverteilung zu Lasten der unselbständig Beschäftigten von Jahr zu Jahr und von Budget zu Budget zu vergrößern. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber wie man mittlerweile bereits auch den bürgerlichen Medien entnehmen kann, steht der politische Zahltag ohnehin unmittelbar bevor. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Johann Moser: Was denn?
Abgeordneter Mag. Peter Michael Ikrath (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Gewöhnlich schätze ich Kollegen Moser auf Grund seiner Expertise und auch seiner prinzipiellen Seriosität. Etwas verstehe ich aber überhaupt nicht! (Abg. Mag. Johann Moser: Was denn?) – Dieses zwanghafte Bedürfnis, alles in Österreich krankzujammern und schlecht zu machen. (Abg. Dr. Matznetter: Davon reden Sie doch die ganze Zeit!)
Abg. Dr. Matznetter: Davon reden Sie doch die ganze Zeit!
Abgeordneter Mag. Peter Michael Ikrath (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Gewöhnlich schätze ich Kollegen Moser auf Grund seiner Expertise und auch seiner prinzipiellen Seriosität. Etwas verstehe ich aber überhaupt nicht! (Abg. Mag. Johann Moser: Was denn?) – Dieses zwanghafte Bedürfnis, alles in Österreich krankzujammern und schlecht zu machen. (Abg. Dr. Matznetter: Davon reden Sie doch die ganze Zeit!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Nehmen Sie sich einmal kein Beispiel an Deutschland! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Nehmen Sie sich einmal kein Beispiel an Deutschland, denn wir müssen heilfroh sein, dass bei uns auf Grund einer erfolgreichen Finanz- und Budgetpolitik grundsätzlich Optimismus besteht. Dass Letzterer Ihnen nicht in den politischen Kram passt, akzeptiere ich! Aber auch Sie haben Verantwortung für dieses Land zu tragen, überhaupt wenn Sie wirklich wieder einmal eine Chance haben wollen, in eine Bundesregierung einzuziehen! Überlegen Sie sich das! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Nehmen Sie sich einmal kein Beispiel an Deutschland! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Nehmen Sie sich einmal kein Beispiel an Deutschland, denn wir müssen heilfroh sein, dass bei uns auf Grund einer erfolgreichen Finanz- und Budgetpolitik grundsätzlich Optimismus besteht. Dass Letzterer Ihnen nicht in den politischen Kram passt, akzeptiere ich! Aber auch Sie haben Verantwortung für dieses Land zu tragen, überhaupt wenn Sie wirklich wieder einmal eine Chance haben wollen, in eine Bundesregierung einzuziehen! Überlegen Sie sich das! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Zweitens: Wenn ich in einem roten Glashaus säße, würde ich nicht so mit Steinen werfen! Dort, wo Sie wirtschaftspolitische Verantwortung haben, nämlich in Wien, hatten Sie eine florierende Bank. Diese haben Sie verkauft, und zwar zu einem Zeitpunkt, in Anbetracht dessen man sich fragen kann, ob dieser Zeitpunkt gescheit gewählt war! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Dr. Stummvoll: Jawohl!
Sie haben damit Kleinaktionäre in einen Aktientausch gezwungen, der sie in der Folge massiv geschädigt hat. (Abg. Dr. Stummvoll: Jawohl!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Johann Moser: Selbstverständlich!
Drittens haben Sie eine Milliarde € an Steuergeldern durch diesen Verkauf den Bach hinuntergejagt. – Im Hinblick darauf frage ich mich, ob das jene Art der Wirtschaftspolitik ist, welche Sie in Anspruch nehmen, um uns zu erklären, wie es geht! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Johann Moser: Selbstverständlich!)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Man könnte sonst von Ausnahme und Regel sprechen, aber bei Ihnen ist es die Regel: Ich verweise nur auf den „Konsum“. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Ich möchte jetzt nur etwas herausgreifen, und da würde mich vom Kollegen Matznetter interessieren, wie es wirklich ausschaut: Wir haben im Zuge der Steuerreform eine aktive Politik für den Wirtschaftsstandort Österreich gemacht, und zwar durch Senkung der KöSt und durch die Gruppenbesteuerung. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Damit haben wir Headquarters nach Österreich gezogen. Ich verweise auf den Stress im süddeutschen Raum und darauf, dass diese Politik richtig ist. Ich empfehle, die entsprechende Studie zu lesen! Das Industriepolitische Institut hat sehr seriös erhoben und festgestellt, dass „leading competence units“, also Headquarters, in Österreich nicht nur einen attraktiven Standort vorfinden, sondern in der Folge hochwertige Arbeitsplätze schaffen, und zwar in einem Verhältnis von drei bis vier Mal bei den kleinen und mittleren Unternehmen als deren Kunden, und letztlich auch eine hochwertige Qualifikation für ihre Mitarbeiter bieten. (Abg. Dr. Matznetter: Welche Headquarters?)
Abg. Dr. Matznetter: Welche Headquarters?
Ich möchte jetzt nur etwas herausgreifen, und da würde mich vom Kollegen Matznetter interessieren, wie es wirklich ausschaut: Wir haben im Zuge der Steuerreform eine aktive Politik für den Wirtschaftsstandort Österreich gemacht, und zwar durch Senkung der KöSt und durch die Gruppenbesteuerung. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Damit haben wir Headquarters nach Österreich gezogen. Ich verweise auf den Stress im süddeutschen Raum und darauf, dass diese Politik richtig ist. Ich empfehle, die entsprechende Studie zu lesen! Das Industriepolitische Institut hat sehr seriös erhoben und festgestellt, dass „leading competence units“, also Headquarters, in Österreich nicht nur einen attraktiven Standort vorfinden, sondern in der Folge hochwertige Arbeitsplätze schaffen, und zwar in einem Verhältnis von drei bis vier Mal bei den kleinen und mittleren Unternehmen als deren Kunden, und letztlich auch eine hochwertige Qualifikation für ihre Mitarbeiter bieten. (Abg. Dr. Matznetter: Welche Headquarters?)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Jetzt würde mich sehr interessieren, ob Sie immer noch meinen, dass diese Art der KöSt-Senkung und Gruppenbesteuerung eigentlich schlecht ist. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Die Einzigen, die nichts daraus machen, sind die Wiener. Sie verwalten diese Dynamik nämlich gleich wieder zu Tode. Daher ist es kein Wunder: Überall haben wir heute mehr Beschäftigte, nur in Wien haben wir deutlich weniger. – Im Hinblick darauf sollten Sie vielleicht einmal nachdenken und sich an diesem Finanzminister, an dieser Regierung und an dieser erfolgreichen Politik ein Beispiel nehmen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Stummvoll: Jawohl!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Stummvoll: Jawohl!
Jetzt würde mich sehr interessieren, ob Sie immer noch meinen, dass diese Art der KöSt-Senkung und Gruppenbesteuerung eigentlich schlecht ist. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Die Einzigen, die nichts daraus machen, sind die Wiener. Sie verwalten diese Dynamik nämlich gleich wieder zu Tode. Daher ist es kein Wunder: Überall haben wir heute mehr Beschäftigte, nur in Wien haben wir deutlich weniger. – Im Hinblick darauf sollten Sie vielleicht einmal nachdenken und sich an diesem Finanzminister, an dieser Regierung und an dieser erfolgreichen Politik ein Beispiel nehmen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Stummvoll: Jawohl!)
Abg. Jakob Auer: Wien ist der größte Wohnungseigentümer!
Es hat geheißen, die Mieten werden sinken. – Die Mieten sind jedoch teurer geworden! (Abg. Jakob Auer: Wien ist der größte Wohnungseigentümer!) Es hat geheißen, die Strompreise werden sinken. – Aber auch die Strompreise sind gestiegen! Es hat geheißen, die Gaspreise werden sinken. – Sie sind teurer geworden! Es hat geheißen, es wird keine Pensionskürzungen geben. – Die Pensionen sind gekürzt worden! (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) Es hat geheißen, das Budget wird ausgabenseitig saniert. – Es ist einnahmenseitig saniert worden! Es hat geheißen, es werden keine Abfangjäger gekauft, und im Speziellen hat der Herr Minister gemeint: Eurofighter werden nicht gekauft. – Sie sind aber gekauft worden! Ja was hat denn da überhaupt noch gestimmt?
Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.
Es hat geheißen, die Mieten werden sinken. – Die Mieten sind jedoch teurer geworden! (Abg. Jakob Auer: Wien ist der größte Wohnungseigentümer!) Es hat geheißen, die Strompreise werden sinken. – Aber auch die Strompreise sind gestiegen! Es hat geheißen, die Gaspreise werden sinken. – Sie sind teurer geworden! Es hat geheißen, es wird keine Pensionskürzungen geben. – Die Pensionen sind gekürzt worden! (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) Es hat geheißen, das Budget wird ausgabenseitig saniert. – Es ist einnahmenseitig saniert worden! Es hat geheißen, es werden keine Abfangjäger gekauft, und im Speziellen hat der Herr Minister gemeint: Eurofighter werden nicht gekauft. – Sie sind aber gekauft worden! Ja was hat denn da überhaupt noch gestimmt?
Abg. Grander: Heizkostenzuschüsse in Wien!
gesamte Steuerreform für ein ganzes Jahr bringt! (Abg. Grander: Heizkostenzuschüsse in Wien!)
Zwischenruf des Abg. Amon.
Ich darf zum Budget noch einen Satz sagen: Wenn von 1,7 Prozent Budgetdefizit die Rede ist, dann muss man auch wissen, dass da viel ausgegliedert ist. Wo sind denn die Schulden der Asfinag? Wo sind die Schulden der Bahn? Wo sind die Schulden der BIG? – Die finden sich nicht im Budget! (Zwischenruf des Abg. Amon.) In Deutschland sind diese Posten im Budget enthalten, Herr Kollege, bei uns aber nicht! (Zwischenruf des Abg. Jakob Auer.) Selbstverständlich sind diese auch im Budget! Im Gegensatz zu unserem Staat wurde die Bahn in Deutschland entschuldet. Bei uns wurde die Bahn nicht entschuldet! – Vergleichen wir nicht immer Deutschland mit Österreich, denn man kann nur Gleiches mit Gleichem vergleichen! Das lernt man aber offenbar nicht in der Landwirtschaftsschule, sondern an der Universität. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Jakob Auer.
Ich darf zum Budget noch einen Satz sagen: Wenn von 1,7 Prozent Budgetdefizit die Rede ist, dann muss man auch wissen, dass da viel ausgegliedert ist. Wo sind denn die Schulden der Asfinag? Wo sind die Schulden der Bahn? Wo sind die Schulden der BIG? – Die finden sich nicht im Budget! (Zwischenruf des Abg. Amon.) In Deutschland sind diese Posten im Budget enthalten, Herr Kollege, bei uns aber nicht! (Zwischenruf des Abg. Jakob Auer.) Selbstverständlich sind diese auch im Budget! Im Gegensatz zu unserem Staat wurde die Bahn in Deutschland entschuldet. Bei uns wurde die Bahn nicht entschuldet! – Vergleichen wir nicht immer Deutschland mit Österreich, denn man kann nur Gleiches mit Gleichem vergleichen! Das lernt man aber offenbar nicht in der Landwirtschaftsschule, sondern an der Universität. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich darf zum Budget noch einen Satz sagen: Wenn von 1,7 Prozent Budgetdefizit die Rede ist, dann muss man auch wissen, dass da viel ausgegliedert ist. Wo sind denn die Schulden der Asfinag? Wo sind die Schulden der Bahn? Wo sind die Schulden der BIG? – Die finden sich nicht im Budget! (Zwischenruf des Abg. Amon.) In Deutschland sind diese Posten im Budget enthalten, Herr Kollege, bei uns aber nicht! (Zwischenruf des Abg. Jakob Auer.) Selbstverständlich sind diese auch im Budget! Im Gegensatz zu unserem Staat wurde die Bahn in Deutschland entschuldet. Bei uns wurde die Bahn nicht entschuldet! – Vergleichen wir nicht immer Deutschland mit Österreich, denn man kann nur Gleiches mit Gleichem vergleichen! Das lernt man aber offenbar nicht in der Landwirtschaftsschule, sondern an der Universität. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Matznetter: Schauen Sie sich einmal die alten Werte an!
Wir können natürlich auch die Gesamtinvestitionen in Prozent des Bruttoinlandsproduktes betrachten: Diese liegen bei den EU-15 bei 19,8 Prozent, bei uns in Österreich bei 22,2 Prozent und bei Ihren deutschen Bundesbrüdern bei 17,7 Prozent. (Abg. Dr. Matznetter: Schauen Sie sich einmal die alten Werte an!)
Abg. Dr. Matznetter: Nein! Ich habe entsprechende Zahlen vorgelesen!
Letztlich rechtfertigen all diese Unterlagen jedenfalls diese gute beziehungsweise ausgezeichnete Wirtschaftspolitik. (Abg. Dr. Matznetter: Nein! Ich habe entsprechende Zahlen vorgelesen!) Das ist keine Beweihräucherung, sondern das sind Fakten. Von Ihnen haben wir allerdings keine Lösungsvorschläge. An sich sollte man ja dieser Opposition das Misstrauen aussprechen und nicht, wie Sie es immer verlangen, dieser Regierung! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Letztlich rechtfertigen all diese Unterlagen jedenfalls diese gute beziehungsweise ausgezeichnete Wirtschaftspolitik. (Abg. Dr. Matznetter: Nein! Ich habe entsprechende Zahlen vorgelesen!) Das ist keine Beweihräucherung, sondern das sind Fakten. Von Ihnen haben wir allerdings keine Lösungsvorschläge. An sich sollte man ja dieser Opposition das Misstrauen aussprechen und nicht, wie Sie es immer verlangen, dieser Regierung! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Dr. Matznetter: Das ist jetzt keine Einnahmen- und Ausgabenrechnung!
Kollege Moser hat die Verstaatlichtenpolitik angesprochen. Ich glaube, dass Sie auch im Besitz eines Schreibens der ÖIAG sind, wonach der Schuldenstand auf null reduziert wurde. – Das war die Handschrift dieser bürgerlichen Regierung der letzten vier Jahre. (Abg. Dr. Matznetter: Das ist jetzt keine Einnahmen- und Ausgabenrechnung!) Sie wollen natürlich im Rahmen der Verstaatlichtenpolitik eine entsprechende SPÖ-Mehrheit bei den Betriebsräten haben. Wir aber wollen Politik für die Standorte und vor allen Dingen auch für die Beschäftigten machen, meine Damen und Herren! (Zwischenruf des Abg. Mag. Johann Moser.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Johann Moser.
Kollege Moser hat die Verstaatlichtenpolitik angesprochen. Ich glaube, dass Sie auch im Besitz eines Schreibens der ÖIAG sind, wonach der Schuldenstand auf null reduziert wurde. – Das war die Handschrift dieser bürgerlichen Regierung der letzten vier Jahre. (Abg. Dr. Matznetter: Das ist jetzt keine Einnahmen- und Ausgabenrechnung!) Sie wollen natürlich im Rahmen der Verstaatlichtenpolitik eine entsprechende SPÖ-Mehrheit bei den Betriebsräten haben. Wir aber wollen Politik für die Standorte und vor allen Dingen auch für die Beschäftigten machen, meine Damen und Herren! (Zwischenruf des Abg. Mag. Johann Moser.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Das ist peinlich, Herr Kollege!
Wir stehen international gut da. Nehmen Sie das zur Kenntnis! Sie wollen Neuwahlen! Wir aber wollen für die Österreicher arbeiten, arbeiten, arbeiten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Das ist peinlich, Herr Kollege!)
Zwischenruf des Abg. Mag. Tancsits.
Abgeordneter Heinz Gradwohl (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Geschätzter Kollege Langreiter, Sie haben gesagt, dass Sie für Standortpolitik eintreten. Den Zwischenruf des Kollegen Matznetter haben Sie anscheinend nicht überhört bei Ihrer Replik auf die ÖIAG. (Zwischenruf des Abg. Mag. Tancsits.) Richtig, denn Ihre kann man nicht verwenden, Herr Kollege Tancsits!
Zwischenruf bei der ÖVP.
Wenn Sie zwischen Aktiva und Passiva nicht unterscheiden können, dann wäre es gut, wenn Sie ein Privatissimum nähmen, damit Sie die Informationen, die Sie brieflich bekommen, dann auch lesen können! (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Johann Moser: Das stimmt!
Genau aus diesen Gründen, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist es, wenn es um ein seriöses Budget geht, eine Notwendigkeit, dass Sie diesem Rückverweisungsantrag zustimmen. Unter der hervorragenden Vorsitzführung des Herrn Kollegen Auer (Abg. Mag. Johann Moser: Das stimmt!), Herr Finanzminister – und Sie brauchen nicht darüber zu lachen, denn die Budgethoheit liegt noch immer in diesem Hause! – könnten wir gemeinsam ein besseres Budget zusammenbringen, als diese Regierung es uns vorgelegt hat! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Matznetter: Da hat er Recht!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Matznetter: Da hat er Recht!
Genau aus diesen Gründen, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist es, wenn es um ein seriöses Budget geht, eine Notwendigkeit, dass Sie diesem Rückverweisungsantrag zustimmen. Unter der hervorragenden Vorsitzführung des Herrn Kollegen Auer (Abg. Mag. Johann Moser: Das stimmt!), Herr Finanzminister – und Sie brauchen nicht darüber zu lachen, denn die Budgethoheit liegt noch immer in diesem Hause! – könnten wir gemeinsam ein besseres Budget zusammenbringen, als diese Regierung es uns vorgelegt hat! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Matznetter: Da hat er Recht!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Matznetter: Da kennen Sie die Müllgebühren in Niederösterreich nicht!
Abgeordnete Gabriele Tamandl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! Leider ist Herr Eder jetzt gerade hinausgegangen. Ich hätte nämlich ganz gerne gewusst, ob er gegenüber der ärmeren Einfamilienhausbesitzerin auch erwähnt hat, dass die Müllgebühren in Wien sehr wohl auf Ihrem Mist gewachsen sind und dass Sie die jedes Jahr um weiß Gott wie viel erhöhen! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Matznetter: Da kennen Sie die Müllgebühren in Niederösterreich nicht!) Ich rede von Wien!
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Sie wissen ganz genau, dass nicht die nationalen Steuersysteme wirklich ausschlaggebend sind. Vielmehr stehen wir in einem Wettbewerb auch mit den anderen Staaten rundherum, und natürlich geraten die alten Mitgliedstaaten der Europäischen Union zusehends unter Druck, weil natürlich die neuen EU-Mitgliedstaaten nach der Osterweiterung auch ein gewisses Steuerdumping betreiben. Daher brauchen wir einen angemessenen Wettbewerb zu diesen, und das ist nur durch die Steuerreform, die mit 1. Jänner 2005 in Kraft getreten ist, möglich. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Ich weiß ja, dass Sie das wissen, aber es ärgert Sie, dass Sie damals nicht mitgestimmt haben! Auf diese Weise können die Betriebe wieder Arbeit schaffen.
Zwischenruf des Abg. Dr. Wittmann.
Herr Matznetter, wollen Sie mir gar nicht zuhören, oder interessiert Sie das nicht? Glauben Sie, dass das Budget sowieso in den Ausschuss zurückgeht? (Zwischenruf des Abg. Dr. Wittmann.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Gerade auch im Sinne der Lissabon-Strategie und jetzt, nachdem die Strukturindikatoren herausgekommen sind, wissen wir, dass wir in Österreich bereits unter den Top 3 der Europäischen Union liegen, und nur das zählt! Somit haben wir die bessere Wirtschaftspolitik, und namentlich nicht so wie in Wien. Das habe ich Ihnen heute eh schon am Vormittag gesagt: Ihre Wirtschaftspolitik so wie alles andere ist leider Gottes nicht so gut, und darum sind Sie auch in der Opposition. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Matznetter: Sie schauen sich aber nicht ähnlich!
Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine Herren Budget-Zwillinge auf der Regierungsbank! (Abg. Dr. Matznetter: Sie schauen sich aber nicht ähnlich!) Liebe Frau Abgeordnete Tamandl, Sie haben jetzt mit Herrn Kollegen Matznetter geschimpft, weil er Ihnen nicht zugehört hat. Haben Sie bemerkt, dass Ihnen auch Ihr Regierungspartner nicht mehr zuhört? (Abg. Dr. Stummvoll: Das stimmt ja nicht!) Na sicher! Er hat nicht zugehört. (Abg. Dr. Stummvoll: Ich habe aufgepasst, die ganze Zeit!) Aber Herr Neudeck hat nicht aufgepasst, und mit Herrn Matznetter hat sie geschimpft. Genauso war es! (Abg. Lentsch: Jawohl, Herr Lehrer! – Abg. Dr. Stummvoll: Schauen Sie, bei Ihnen lesen Ihre Kollegen Zeitung!)
Abg. Dr. Stummvoll: Das stimmt ja nicht!
Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine Herren Budget-Zwillinge auf der Regierungsbank! (Abg. Dr. Matznetter: Sie schauen sich aber nicht ähnlich!) Liebe Frau Abgeordnete Tamandl, Sie haben jetzt mit Herrn Kollegen Matznetter geschimpft, weil er Ihnen nicht zugehört hat. Haben Sie bemerkt, dass Ihnen auch Ihr Regierungspartner nicht mehr zuhört? (Abg. Dr. Stummvoll: Das stimmt ja nicht!) Na sicher! Er hat nicht zugehört. (Abg. Dr. Stummvoll: Ich habe aufgepasst, die ganze Zeit!) Aber Herr Neudeck hat nicht aufgepasst, und mit Herrn Matznetter hat sie geschimpft. Genauso war es! (Abg. Lentsch: Jawohl, Herr Lehrer! – Abg. Dr. Stummvoll: Schauen Sie, bei Ihnen lesen Ihre Kollegen Zeitung!)
Abg. Dr. Stummvoll: Ich habe aufgepasst, die ganze Zeit!
Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine Herren Budget-Zwillinge auf der Regierungsbank! (Abg. Dr. Matznetter: Sie schauen sich aber nicht ähnlich!) Liebe Frau Abgeordnete Tamandl, Sie haben jetzt mit Herrn Kollegen Matznetter geschimpft, weil er Ihnen nicht zugehört hat. Haben Sie bemerkt, dass Ihnen auch Ihr Regierungspartner nicht mehr zuhört? (Abg. Dr. Stummvoll: Das stimmt ja nicht!) Na sicher! Er hat nicht zugehört. (Abg. Dr. Stummvoll: Ich habe aufgepasst, die ganze Zeit!) Aber Herr Neudeck hat nicht aufgepasst, und mit Herrn Matznetter hat sie geschimpft. Genauso war es! (Abg. Lentsch: Jawohl, Herr Lehrer! – Abg. Dr. Stummvoll: Schauen Sie, bei Ihnen lesen Ihre Kollegen Zeitung!)
Abg. Lentsch: Jawohl, Herr Lehrer! – Abg. Dr. Stummvoll: Schauen Sie, bei Ihnen lesen Ihre Kollegen Zeitung!
Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine Herren Budget-Zwillinge auf der Regierungsbank! (Abg. Dr. Matznetter: Sie schauen sich aber nicht ähnlich!) Liebe Frau Abgeordnete Tamandl, Sie haben jetzt mit Herrn Kollegen Matznetter geschimpft, weil er Ihnen nicht zugehört hat. Haben Sie bemerkt, dass Ihnen auch Ihr Regierungspartner nicht mehr zuhört? (Abg. Dr. Stummvoll: Das stimmt ja nicht!) Na sicher! Er hat nicht zugehört. (Abg. Dr. Stummvoll: Ich habe aufgepasst, die ganze Zeit!) Aber Herr Neudeck hat nicht aufgepasst, und mit Herrn Matznetter hat sie geschimpft. Genauso war es! (Abg. Lentsch: Jawohl, Herr Lehrer! – Abg. Dr. Stummvoll: Schauen Sie, bei Ihnen lesen Ihre Kollegen Zeitung!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Na ja!
Lieber Herr Kollege Auer, du hast gemeint – er passt jetzt auch nicht auf, aber gut –, du hast gemeint, durch den Finanzausgleich hätten die Gemeinden ein bisschen Luft bekommen. Eines muss ich schon sagen: Entweder habe ich Luft zum Überleben – oder ich habe keine. Aber mit ein bisschen Luft werden wir nicht lange überleben – das meine ich! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Na ja!) Dass es die Gemeinden immer schwieriger haben werden, dafür sitzen die Garanten hinter mir. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Lieber Herr Kollege Auer, du hast gemeint – er passt jetzt auch nicht auf, aber gut –, du hast gemeint, durch den Finanzausgleich hätten die Gemeinden ein bisschen Luft bekommen. Eines muss ich schon sagen: Entweder habe ich Luft zum Überleben – oder ich habe keine. Aber mit ein bisschen Luft werden wir nicht lange überleben – das meine ich! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Na ja!) Dass es die Gemeinden immer schwieriger haben werden, dafür sitzen die Garanten hinter mir. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Großruck: Hackschnitzelheizung!
Er ist ein normaler Industriearbeiter, verdient 1 800 € im Monat – das ist ja gar nicht so schlecht –, hat ein Haus gebaut, in seinem Haus hat er eine Koksheizung. Da hat er gemeint, 2002 hat der Koks für ein Jahr 720 € gekostet, im Jahr 2003 waren es schon 1 000 €. 2004 waren es dann 1 440 €, und jetzt zahlt er für den Koks, damit er ein Jahr über die Runden kommt, 1 800 €. Er arbeitet einen Monat dafür, dass er es im Winter warm hat. (Abg. Großruck: Hackschnitzelheizung!)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Finanzminister! Die Menschen sehen und spüren, dass Sie sie verhöhnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Matznetter: ... Eurostat!
Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen Dr. Alfred Finz: Sehr verehrte Frau Präsidentin! Sehr verehrter Herr Minister! Hohes Haus! Herr Abgeordneter Matznetter hat sich mit der Ausgabenquote beschäftigt. Er hätte nur in die Beilage zum Bundesfinanzgesetz 2006, Tabelle 3, schauen müssen. Dort sind Daten nicht des Finanzministeriums, sondern der Statistik Austria enthalten. (Abg. Dr. Matznetter: ... Eurostat!)
Oh-Rufe bei der ÖVP.
Zum Beispiel hatten wir im Jahr 1995, das Jahr der höchsten Schuldenpolitik der Sozialdemokraten, eine Ausgabenquote von 55,9 Prozent. (Oh-Rufe bei der ÖVP.) Im letzten Edlinger-Jahr, 1999, hatten wir immerhin noch 53,1 Prozent. Jetzt, im Jahr 2005, sind es 49,4 Prozent, im Jahr 2006 werden es 48,3 Prozent sein. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Stummvoll: Bravo!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Stummvoll: Bravo!
Zum Beispiel hatten wir im Jahr 1995, das Jahr der höchsten Schuldenpolitik der Sozialdemokraten, eine Ausgabenquote von 55,9 Prozent. (Oh-Rufe bei der ÖVP.) Im letzten Edlinger-Jahr, 1999, hatten wir immerhin noch 53,1 Prozent. Jetzt, im Jahr 2005, sind es 49,4 Prozent, im Jahr 2006 werden es 48,3 Prozent sein. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Stummvoll: Bravo!)
Abg. Dr. Matznetter: Warum nennen Sie nicht den Durchschnitt 70 bis 90? ... 46 Prozent!
Herr Abgeordneter Hoscher und Herr Abgeordneter Gaßner haben sich mit der Steuerpolitik beschäftigt. (Abg. Dr. Matznetter: Warum nennen Sie nicht den Durchschnitt 70 bis 90? ... 46 Prozent!) Ja, wir haben auf Grund der Entwicklungen einzelner Steuern die größte – und es ist die größte, diesen Beweis kann man jederzeit antreten – Steuerreform gemacht. (Abg. Dr. Matznetter: Lohnsteuer steigt auf 17,8 Milliarden!)
Abg. Dr. Matznetter: Lohnsteuer steigt auf 17,8 Milliarden!
Herr Abgeordneter Hoscher und Herr Abgeordneter Gaßner haben sich mit der Steuerpolitik beschäftigt. (Abg. Dr. Matznetter: Warum nennen Sie nicht den Durchschnitt 70 bis 90? ... 46 Prozent!) Ja, wir haben auf Grund der Entwicklungen einzelner Steuern die größte – und es ist die größte, diesen Beweis kann man jederzeit antreten – Steuerreform gemacht. (Abg. Dr. Matznetter: Lohnsteuer steigt auf 17,8 Milliarden!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Besonders begünstigt werden, eben weil wir die sozial Schwachen stützen wollen, die Alleinerzieher und Alleinverdiener. Weiters wird durch diese Steuerreform die Inlandsnachfrage kräftig angehoben, der private Konsum steigert sich um 2 Prozent im Jahr 2005 und um 2,2 Prozent im Jahr 2006. Das ist eine Steuerreform, die hervorragend ist! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Gaßner: Dieser Regierung?
Weil wir bei den letzten Minuten (Abg. Mag. Gaßner: Dieser Regierung?) der Budgetbehandlung 2006 sind, möchte ich das zum Anlass nehmen, den Bediensteten des Finanzministeriums herzlich zu danken. Sie haben in kürzester Zeit umfangreiche Unterlagen für einen Budgetbeschluss 2005 und jetzt in Kürze für einen Budgetbeschluss 2006 bereitgestellt. Danke nochmals!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
stimmt, dass keine Planstellenbindung für Bedienstete der Österreichischen Bundesbahn – bis zu 200 – erforderlich ist, wenn sie zur Arbeitsleistung dem Bundesministerium für Justiz überlassen werden. – Ich danke sehr. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Christian Puswald (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Damen und Herren! Dieses Budget ist, wenn man es ganz höflich ausdrücken will, gelinde gesagt ein Märchen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Mir fiele auch der Spruch ein: „Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht“, aber ich werde mich hüten, ihn zu zitieren. (Abg. Jakob Auer: Sie sind kein guter Märchenerzähler!)
Abg. Jakob Auer: Sie sind kein guter Märchenerzähler!
Abgeordneter Dr. Christian Puswald (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Damen und Herren! Dieses Budget ist, wenn man es ganz höflich ausdrücken will, gelinde gesagt ein Märchen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Mir fiele auch der Spruch ein: „Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht“, aber ich werde mich hüten, ihn zu zitieren. (Abg. Jakob Auer: Sie sind kein guter Märchenerzähler!)
Heiterkeit bei der ÖVP.
Was ergibt sich daraus? – Dass seit 1989 die Steuern und Abgaben auf die höchste Quote gestiegen sind, die Österreich je erlebt hat, nämlich auf knapp 46 Prozent bis 2003. Jetzt die Steuern zu senken, ist ja wohl das Leichteste überhaupt! (Heiterkeit bei der ÖVP.) Das Märchen besteht darin, dass man zuerst in die Höhe fährt, in exorbitante Höhen (Abg. Dr. Matznetter: So wie bei der Trinkgeldsteuer!), und nachher sagt: Wir haben sie ohnehin gesenkt, jetzt sagt auch noch danke schön dazu! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Matznetter: So wie bei der Trinkgeldsteuer!
Was ergibt sich daraus? – Dass seit 1989 die Steuern und Abgaben auf die höchste Quote gestiegen sind, die Österreich je erlebt hat, nämlich auf knapp 46 Prozent bis 2003. Jetzt die Steuern zu senken, ist ja wohl das Leichteste überhaupt! (Heiterkeit bei der ÖVP.) Das Märchen besteht darin, dass man zuerst in die Höhe fährt, in exorbitante Höhen (Abg. Dr. Matznetter: So wie bei der Trinkgeldsteuer!), und nachher sagt: Wir haben sie ohnehin gesenkt, jetzt sagt auch noch danke schön dazu! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was ergibt sich daraus? – Dass seit 1989 die Steuern und Abgaben auf die höchste Quote gestiegen sind, die Österreich je erlebt hat, nämlich auf knapp 46 Prozent bis 2003. Jetzt die Steuern zu senken, ist ja wohl das Leichteste überhaupt! (Heiterkeit bei der ÖVP.) Das Märchen besteht darin, dass man zuerst in die Höhe fährt, in exorbitante Höhen (Abg. Dr. Matznetter: So wie bei der Trinkgeldsteuer!), und nachher sagt: Wir haben sie ohnehin gesenkt, jetzt sagt auch noch danke schön dazu! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Ikrath
Das zweite Märchen des Bundeskanzlers ist (Zwischenruf des Abg. Mag. Ikrath): Er behauptet, wir haben eine Budgetsanierung ohne Gegenfinanzierung. Kollege Ikrath, zu Ihnen komme ich dann noch. – Die Gegenfinanzierung ist tatsächlich nicht in der Zukunft zu betrachten, sondern die hat er in der Vergangenheit vorgenommen, indem diese unglückselige Mischmasch-Regierung aus Schwarz-Blau und irgendwas bis 2003 ... (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das zweite Märchen des Bundeskanzlers ist (Zwischenruf des Abg. Mag. Ikrath): Er behauptet, wir haben eine Budgetsanierung ohne Gegenfinanzierung. Kollege Ikrath, zu Ihnen komme ich dann noch. – Die Gegenfinanzierung ist tatsächlich nicht in der Zukunft zu betrachten, sondern die hat er in der Vergangenheit vorgenommen, indem diese unglückselige Mischmasch-Regierung aus Schwarz-Blau und irgendwas bis 2003 ... (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Kollege Tancsits, Sie werden es nicht nachrechnen können: Es sind nämlich über 30 Erhöhungen an Steuern, Gebühren, Abgaben in exorbitante Höhen. Dann zu sagen, wir haben keine Gegenfinanzierung, weil man das Geld den Leuten vorher schon aus der Tasche gezogen hat, ist, gelinde gesagt, unmoralisch und unanständig. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist Sparen und Budgetsanierung à la Schwarz-Blau-Orange oder was immer. Nein, danke! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Ferdinand Maier (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Herren auf der Regierungsbank! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Kollege Stummvoll hat, wie ich meine, richtig gesagt: Wenn man den Vertretern der Oppositionsparteien zuhört, weiß man eigentlich gar nicht, von welchem Land sie sprechen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das gilt für Herrn Kollegen Matznetter genauso wie für Herrn Ing. Gaßner – was ich da vorhin vom Koks gehört habe – oder für das, was manchmal Herr Ing. Moser hier erzählt.
Abg. Dr. Kräuter: Schneller, Herr Kollege!
Ich habe es aber bestechend gefunden, auch gestern schon hat sich eine Kollegin, eine Dame von der SPÖ hier unheimlich alteriert und gemeint: Wie kann man denn am 1. Mai einen Reformdialog für Arbeitsplätze machen? (Abg. Dr. Kräuter: Schneller, Herr Kollege!) – Jetzt möchte ich Ihnen folgenden Vorschlag machen. Sie haben davon gesprochen, dass das eine Art Inszenierung ist. Ich glaube – und Sie sollten sich das anschauen –, die Inszenierung findet auf dem Rathausplatz statt. Wenn man schon von Inszenierung redet, dann würde ich vorschlagen, das auch wirklich zu inszenieren. Ich erwarte von Ihnen, dass Sie schon um 10 Uhr für diesen Reformdialog bereit sind, wenn er Ihnen wirklich wichtig ist. (Abg. Dr. Matznetter: Wir kommen alle!)
Abg. Dr. Matznetter: Wir kommen alle!
Ich habe es aber bestechend gefunden, auch gestern schon hat sich eine Kollegin, eine Dame von der SPÖ hier unheimlich alteriert und gemeint: Wie kann man denn am 1. Mai einen Reformdialog für Arbeitsplätze machen? (Abg. Dr. Kräuter: Schneller, Herr Kollege!) – Jetzt möchte ich Ihnen folgenden Vorschlag machen. Sie haben davon gesprochen, dass das eine Art Inszenierung ist. Ich glaube – und Sie sollten sich das anschauen –, die Inszenierung findet auf dem Rathausplatz statt. Wenn man schon von Inszenierung redet, dann würde ich vorschlagen, das auch wirklich zu inszenieren. Ich erwarte von Ihnen, dass Sie schon um 10 Uhr für diesen Reformdialog bereit sind, wenn er Ihnen wirklich wichtig ist. (Abg. Dr. Matznetter: Wir kommen alle!)
Beifall bei der ÖVP
Ich warte auf Kollegen Matznetter, auf Kollegen Verzetnitsch und auf Herrn Gusenbauer – Letzterer wird um 10 Uhr auf dem Ratshausplatz sein und mit einem roten Tüchlein winken. Das schafft keine Arbeitsplätze, meine Damen und Herren (Beifall bei der ÖVP), sondern ist in Wirklichkeit nur ein Wegschieben der Probleme. Sie sind nicht bereit, diesen Dialog rechtzeitig aufzunehmen! (Abg. Dr. Matznetter: Alle kommen wir ...! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Matznetter: Alle kommen wir ...! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich warte auf Kollegen Matznetter, auf Kollegen Verzetnitsch und auf Herrn Gusenbauer – Letzterer wird um 10 Uhr auf dem Ratshausplatz sein und mit einem roten Tüchlein winken. Das schafft keine Arbeitsplätze, meine Damen und Herren (Beifall bei der ÖVP), sondern ist in Wirklichkeit nur ein Wegschieben der Probleme. Sie sind nicht bereit, diesen Dialog rechtzeitig aufzunehmen! (Abg. Dr. Matznetter: Alle kommen wir ...! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Riepl: Lernen Sie Geschichte!
Bei dieser Gelegenheit gebe ich Ihnen auch einen Tipp, weil es ja an sich einzigartig ist, was immer am 1. Mai auf der Ringstraße stattfindet. Früher hat es das immer nur in Moskau gegeben, da hat das ZK-Büro der KPdSU solche Aufmärsche gemacht. (Abg. Riepl: Lernen Sie Geschichte!) Diese gibt es mittlerweile nicht mehr. Sie sollten sich das patentieren lassen, man könnte eine Tourismusförderung daraus machen. Derartige Aufmärsche sind einzigartig in der westlichen Welt! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Die werden schon genug gefördert!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Die werden schon genug gefördert!
Bei dieser Gelegenheit gebe ich Ihnen auch einen Tipp, weil es ja an sich einzigartig ist, was immer am 1. Mai auf der Ringstraße stattfindet. Früher hat es das immer nur in Moskau gegeben, da hat das ZK-Büro der KPdSU solche Aufmärsche gemacht. (Abg. Riepl: Lernen Sie Geschichte!) Diese gibt es mittlerweile nicht mehr. Sie sollten sich das patentieren lassen, man könnte eine Tourismusförderung daraus machen. Derartige Aufmärsche sind einzigartig in der westlichen Welt! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Die werden schon genug gefördert!)
Abg. Dr. Matznetter: Die kommen alle!
Ferner lade ich Sie ein: Hören Sie sich Gusenbauer nicht an – und auch alle anderen nicht, auch Häupl nicht! Diese sind eingeladen, für den Reformdialog konstruktive Vorschläge zu machen (Abg. Dr. Matznetter: Die kommen alle!), damit wir alle gemeinsam den Wirtschaftsstandort Österreich verbessern können. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Wir kommen alle zum Rathausplatz! – Abg.
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Melitta Trunk (SPÖ): Wirklich geschätzte Frau Präsidentin! Zu den Ausführungen des Kollegen Raiffeisen-Maier muss ich sagen: Herr Kollege, in Kärnten und in anderen Bundesländern marschieren ÖAAB-ler, ÖVP-Funktionäre und ‑Gemeinderäte am 1. Mai mit, um den Tag der Arbeit in würdiger Form zu begehen. Das ist eine ÖVP, die Ihnen aber fremd ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Fast ... Lopatka! – Abg. Dr. Partik-Pablé – Bezug nehmend auf die orange Garderobe der Rednerin –: Das Kleid spricht auch Bände!
Nun zur Debatte hier im Hohen Haus: Politik basiert immer auf Fakten und auf einem bestimmten Klima. Ich beschreibe das heutige Klima in aller Kürze. Ich habe den ruhigen, besonnenen Kollegen Auer noch nie so echauffiert erlebt. Sie sind in der Lautstärke und in der Aufgeregtheit meinem Kollegen Haupt aus Kärnten fast nahe gekommen. Das spricht Bände. (Ruf bei der SPÖ: Fast ... Lopatka! – Abg. Dr. Partik-Pablé – Bezug nehmend auf die orange Garderobe der Rednerin –: Das Kleid spricht auch Bände!)
Abg. Mag. Ikrath: ... für immer weniger Menschen Arbeit gibt, Frau Kollegin!
Die Sozialdemokratie tritt für Menschen ein, ganz besonders – Frau Kollegin von der ÖVP, wie Sie sagen – für die armen Menschen. (Abg. Mag. Ikrath: ... für immer weniger Menschen Arbeit gibt, Frau Kollegin!) Denn diese brauchen mehr Chancen, mehr Gerechtigkeit und mehr Unterstützung. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Ikrath: In Wien vor allem haben immer weniger Menschen Arbeit!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Ikrath: In Wien vor allem haben immer weniger Menschen Arbeit!
Die Sozialdemokratie tritt für Menschen ein, ganz besonders – Frau Kollegin von der ÖVP, wie Sie sagen – für die armen Menschen. (Abg. Mag. Ikrath: ... für immer weniger Menschen Arbeit gibt, Frau Kollegin!) Denn diese brauchen mehr Chancen, mehr Gerechtigkeit und mehr Unterstützung. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Ikrath: In Wien vor allem haben immer weniger Menschen Arbeit!)
Abg. Dr. Stummvoll: Sie glauben es immer noch nicht!
Dritter Punkt: Sie haben sich alle direkt oder indirekt mit dem Ende der FPÖ auseinander gesetzt oder aber mit dem Ende dieser Regierung – alle! Herr Kollege Stummvoll, Sie halten seit Jahren die gleichen Reden mit denselben Phrasen. (Abg. Dr. Stummvoll: Sie glauben es immer noch nicht!) Es ist in jedem Fall ein Faktum, dass es Ihre letzte Rede als ÖVP-Sprecher in dieser Regierungskoalition und ‑konstellation sein wird. Es war die letzte Rede des Finanzministers Karl-Heinz Grasser in dieser Regierungsperiode. (Abg. Neudeck: Wer sagt denn das? Es war vielleicht seine letzte Budgetrede ...!) Ich wünsche ihm ganz besonders viel Entscheidungskraft und persönlich viel Erfolg, auch dieser Bundesregierung!
Abg. Neudeck: Wer sagt denn das? Es war vielleicht seine letzte Budgetrede ...!
Dritter Punkt: Sie haben sich alle direkt oder indirekt mit dem Ende der FPÖ auseinander gesetzt oder aber mit dem Ende dieser Regierung – alle! Herr Kollege Stummvoll, Sie halten seit Jahren die gleichen Reden mit denselben Phrasen. (Abg. Dr. Stummvoll: Sie glauben es immer noch nicht!) Es ist in jedem Fall ein Faktum, dass es Ihre letzte Rede als ÖVP-Sprecher in dieser Regierungskoalition und ‑konstellation sein wird. Es war die letzte Rede des Finanzministers Karl-Heinz Grasser in dieser Regierungsperiode. (Abg. Neudeck: Wer sagt denn das? Es war vielleicht seine letzte Budgetrede ...!) Ich wünsche ihm ganz besonders viel Entscheidungskraft und persönlich viel Erfolg, auch dieser Bundesregierung!
Beifall bei der SPÖ.
Der österreichischen Bevölkerung wünsche ich viel, viel Besseres, eine Politik und eine Zukunft, die sozial, gerecht und demokratisch ist. Diese Zukunft findet sehr bald statt! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: ... immer so hysterisch! – Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk.
Sie meinen, Kollege Auer war aufgeregt, dann muss ich sagen, Sie waren aufgeregt genug. Das ist aber bei Ihnen Standard, muss ich sagen. (Abg. Neudeck: ... immer so hysterisch! – Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk.) Vielleicht hören Sie sich einmal ein paar Ihrer Reden an, achten vor allem auf die Tonart, und dann reden Sie weiter. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Sie meinen, Kollege Auer war aufgeregt, dann muss ich sagen, Sie waren aufgeregt genug. Das ist aber bei Ihnen Standard, muss ich sagen. (Abg. Neudeck: ... immer so hysterisch! – Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk.) Vielleicht hören Sie sich einmal ein paar Ihrer Reden an, achten vor allem auf die Tonart, und dann reden Sie weiter. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Gaál: Eine Milliarde, jawohl! – Abg. Mag. Johann Moser: Euro!
Das Zweite: Herr Kollege Moser, welche Wortwahl Sie heute hier an den Tag gelegt haben – mit „geprellt“ und so weiter – und welche Aussagen Sie getroffen haben, was die ÖIAG anbelangt, ist schon einigermaßen erstaunlich. Sie sagen, der Finanzminister hätte den Steuerzahler um eine Milliarde „geprellt“. Da verwechseln Sie wirklich Ursache und Wirkung! (Abg. Gaál: Eine Milliarde, jawohl! – Abg. Mag. Johann Moser: Euro!) – 1 Milliarde €, ja.
Abg. Mag. Johann Moser: Schauen Sie die ÖMV an!
Schauen Sie sich einmal die Entwicklung an, wenn der Staat nicht dabei ist. Erst dann erfolgt die Aufwärtsentwicklung im Aktienbereich, und dann profitieren davon eben auch diejenigen, die mit beteiligt sind, nämlich die Mitarbeiter. (Abg. Mag. Johann Moser: Schauen Sie die ÖMV an!) Aber wäre der Staat dabei gewesen, hätte es diese Entwicklung nicht gegeben. Das werden Sie wahrscheinlich nicht nachvollziehen können. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Johann Moser.) – Herr Kollege, Sie vertun mir hier die Redezeit, wenn Sie so laut hereinschreien.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Johann Moser.
Schauen Sie sich einmal die Entwicklung an, wenn der Staat nicht dabei ist. Erst dann erfolgt die Aufwärtsentwicklung im Aktienbereich, und dann profitieren davon eben auch diejenigen, die mit beteiligt sind, nämlich die Mitarbeiter. (Abg. Mag. Johann Moser: Schauen Sie die ÖMV an!) Aber wäre der Staat dabei gewesen, hätte es diese Entwicklung nicht gegeben. Das werden Sie wahrscheinlich nicht nachvollziehen können. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Johann Moser.) – Herr Kollege, Sie vertun mir hier die Redezeit, wenn Sie so laut hereinschreien.
Abg. Dr. Matznetter: Immer!
Herr Kollege Matznetter, ich muss ehrlich sagen, ich bin schon etwas verwundert über die Art und Weise, wie Sie hier – fast wie ein Vorzugsschüler – dauernd herunter rennen und sagen: bitte, jetzt habe ich da eine andere Statistik, 49 Prozent und 48 Prozent, und Sie bemühen auch das Jahr 1960, bis Sie glauben, irgendwo den Nachweis dafür erbringen zu können, dass die ÖVP eine Politik mit schlechteren Indikatoren macht. (Abg. Dr. Matznetter: Immer!)
Abg. Dr. Matznetter: Warum nicht 1986?
Es ist einfach nicht richtig, weil Sie die falschen Vergleiche ziehen. Seriös wäre es gewesen, wenn Sie das Jahr 1995 genommen und verglichen hätten, wie wir uns in der Konkurrenz mit den EU-Partnern bewegt haben. (Abg. Dr. Matznetter: Warum nicht 1986?) Dann hätten Sie nämlich festgestellt, dass wir eine sehr, sehr gute Entwicklung gehabt haben.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Es ist auch entscheidend, was die von Ihnen so oft angesprochene EU-Kommission sagt. Insgesamt liegt der Schnitt, was das Defizit anbelangt, bei allen EU-Ländern bei 2,6 Prozent. Wir haben nächstes Jahr 1,6 Prozent, beim Wachstum eine bessere Größenordnung mit 2,1 Prozent, und im Endeffekt auch bessere Werte hinsichtlich des Arbeitsmarktes. Das ist das Entscheidende. Alles kann man verbessern, da gebe ich Ihnen Recht, aber prinzipiell ist die in diesem Budget und von dieser Regierung eingeschlagene Richtung richtig. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Rainer Wimmer (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Herr Kollege Maier, das Thema Arbeitsmarkt ist für uns zu wichtig, als dass man sich wirklich bis 1. Mai Zeit lassen sollte, um das vielleicht zu besprechen. Was tun Sie denn bis zum 1. Mai? Ginge das nicht ein bisschen früher? – Und ich hätte da noch gewisse Bedenken: Ich bin nicht mehr ganz sicher, ob am 1. Mai der Kanzler noch im Amt sein wird. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.) Deshalb wäre es vielleicht gescheiter, wenn man das zum jetzigen Zeitpunkt besprechen würde.
Abg. Mag. Molterer: Das heißt also, dass Sie das nur Kanzler Schüssel zutrauen, dass er das kann! Da haben Sie sicherlich Recht!
Vielleicht noch ein paar Sätze zum Budget, Herr Klubobmann. (Abg. Mag. Molterer: Das heißt also, dass Sie das nur Kanzler Schüssel zutrauen, dass er das kann! Da haben Sie sicherlich Recht!) Ich denke, dass dieses Budget, dieses Zahlenwerk nicht halten wird.
Beifall bei der SPÖ.
Ich erinnere noch daran, dass im Bereich Bildung gestrichen wird, ich erinnere noch daran, dass im Bereich Sicherheit gekürzt wird und möchte sagen: Dieses Budget 2006 wird zum Desaster, geschätzte Damen und Herren von den Regierungsfraktionen. Sie werden mit diesem Budget scheitern, und Sie von ÖVP, FPÖ, BZÖ oder wie immer Sie heißen oder sich nennen werden, werden das zu verantworten haben. Und ich sage Ihnen: Sie werden dafür auch die Rechnung präsentiert bekommen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Mitterlehner: Musterschüler!
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Frau Präsidentin! Abgeordneter Mitterlehner hat hier behauptet, dass Österreich seit dem Jahr 1995 im europäischen Vergleich eine positive Entwicklung genommen hätte. (Abg. Dr. Mitterlehner: Musterschüler!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Stummvoll: Ein Statistik-Vorlesen war das!
Von einer Verbesserung kann keine Rede sein! – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Stummvoll: Ein Statistik-Vorlesen war das!)
Abg. Mag. Kogler: „Viele Zahlen“ sagt er!
Abgeordneter Ing. Hermann Schultes (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Geschätzte Damen und Herren! Hochverehrter Herr Matznetter, wir haben ein wunderbares Budget – viel Arbeit, viele Zahlen. (Abg. Mag. Kogler: „Viele Zahlen“ sagt er!) Dieses Budget schafft Spielräume, und, meine lieben Freunde – die sind da (der Redner weist auf die Reihen der ÖVP) daheim, die lieben Freunde –, es kommt so rechtzeitig, dass sich alle darauf einstellen können.
Abg. Silhavy: Aber nicht in Österreich!
Meine Damen und Herren! Wir sehen, dass eben leider wirklich überall dort, wo die Sozialdemokraten in der Regierung sind, die Probleme größer werden, weil einfach das Timing fehlt, die Vorhersehbarkeit für die Menschen nicht gegeben ist und daher die Probleme immer größer werden. Sie werden dort kleiner, wo stabile bürgerliche Regierungen arbeiten, und das ist gut so. (Abg. Silhavy: Aber nicht in Österreich!) Das wird noch lange so bleiben. (Abg. Silhavy: Mit einem Wort: Nicht in Österreich!)
Abg. Silhavy: Mit einem Wort: Nicht in Österreich!
Meine Damen und Herren! Wir sehen, dass eben leider wirklich überall dort, wo die Sozialdemokraten in der Regierung sind, die Probleme größer werden, weil einfach das Timing fehlt, die Vorhersehbarkeit für die Menschen nicht gegeben ist und daher die Probleme immer größer werden. Sie werden dort kleiner, wo stabile bürgerliche Regierungen arbeiten, und das ist gut so. (Abg. Silhavy: Aber nicht in Österreich!) Das wird noch lange so bleiben. (Abg. Silhavy: Mit einem Wort: Nicht in Österreich!)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Sie werden noch lange in der Opposition üben müssen, aber vielleicht lernen Sie es auch noch. Ein paar Jahre haben Sie sicher noch Zeit. Sie wissen, wir haben ein gutes Budget. Das Budget ist fertig, und es hat tatsächlich auch die Modefarbe der Saison. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Das andere ist die Ausgliederung der Infrastrukturinvestitionen, das heißt also die Ausgliederung der Neuverschuldung. Das ist der Gag, auf dem das basiert. Wir werden auf jeden Fall nach dieser Regierungsperiode einen Kassasturz machen müssen, um wirklich festzustellen, wie die Situation der österreichischen Wirtschaftspolitik, der österreichischen Finanzpolitik ist. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Da es heute offensichtlich ohnehin völlig sinnlos ist, eine sachliche Arbeit von den Oppositionsparteien zu erwarten, erspare ich mir weitere Ausführungen. Wir werden diesem Budget 2006 aber sehr gerne zustimmen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Die drei wichtigsten Säulen einer modernen und in die Zukunft gerichteten Budgetpolitik sind ein über den Konjunkturzyklus hinweg ausgeglichenes Budget, die Senkung der Steuer- und Abgaben- und auch der Ausgabenquote und schwerpunktmäßige Zukunftsinvestitionen für ein nachhaltiges Wachstum. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Zur Entwicklung in der Voest: Da werden 2 Milliarden € investiert, die Voest ist nicht an die Russen verkauft worden. Es gibt eine positive Entwicklung, 800 zusätzliche Arbeitsplätze für Linz. Ich glaube, das ist eine ausgezeichnete Bilanz, und ich möchte mich noch einmal beim Finanzminister, beim Staatssekretär und den Mitarbeitern bedanken. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kopf: Da liegen Sie gar nicht so falsch!
das letzte Budget eines Finanzministers Karl-Heinz Grasser. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kopf: Da liegen Sie gar nicht so falsch!)
Abg. Dr. Mitterlehner: Geh bitte!
Seit gestern, seit dem Erkenntnis des Unabhängigen Verwaltungssenates in Klagenfurt ist das nämlich keine Kärntner Angelegenheit mehr. Gestern hat der UVS eindeutig klargestellt: Der Bauherr ist die Republik Österreich, der Vertreter des Bauherrn ist ausschließlich Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel. Dr. Wolfgang Schüssel ist möglicherweise für einen sehr großen Schaden verantwortlich, weil er frühzeitig gewusst hat und bereits im Dezember im Kabinett informiert worden ist, dass es rund um die Tätigkeit des Kärntner Landeshauptmannes jede Menge auch strafrechtlich relevanter Vorwürfe gibt. (Abg. Dr. Mitterlehner: Geh bitte!)
Abg. Scheibner: Wer sagt das?
Lassen Sie mich zusammenfassen, was in Klagenfurt passiert ist: Ein Bauunternehmer namens Hans Peter Haselsteiner versucht, sich politisch einen Auftrag zu kaufen, und gibt der Freiheitlichen Partei und ihrem Kärntner Parteichef und Kärntner Landeshauptmann Geld – Geld in eine Stiftung, Geld für den Wahlkampf, Geld für Inserate. (Abg. Scheibner: Wer sagt das?) Haselsteiner kauft Haider. Haider lässt nichts unversucht, um im Gegenzug Haselsteiner das Geschäft Stadion zu verschaffen. (Zwischenruf des Abg. Großruck.)
Zwischenruf des Abg. Großruck.
Lassen Sie mich zusammenfassen, was in Klagenfurt passiert ist: Ein Bauunternehmer namens Hans Peter Haselsteiner versucht, sich politisch einen Auftrag zu kaufen, und gibt der Freiheitlichen Partei und ihrem Kärntner Parteichef und Kärntner Landeshauptmann Geld – Geld in eine Stiftung, Geld für den Wahlkampf, Geld für Inserate. (Abg. Scheibner: Wer sagt das?) Haselsteiner kauft Haider. Haider lässt nichts unversucht, um im Gegenzug Haselsteiner das Geschäft Stadion zu verschaffen. (Zwischenruf des Abg. Großruck.)
Abg. Scheibner: Was wird da behauptet? – Abg. Neudeck: Das ist da kein Untersuchungsausschuss!
sehr verpflichtet ist. Damit beide, der Kanzler und der Landeshauptmann, an ihren Sesseln kleben bleiben können, wird die Affäre in Klagenfurt systematisch vertuscht. An diesem Punkt sind wir jetzt angelangt. (Abg. Scheibner: Was wird da behauptet? – Abg. Neudeck: Das ist da kein Untersuchungsausschuss!)
Abg. Scheibner: Ein übles Schauspiel, das Sie hier bieten!
Jetzt ist die Europameisterschaft akut gefährdet, und jetzt besteht zum ersten Mal die Möglichkeit, dass Klagenfurt nicht rechtzeitig fertig wird, und dann wird es zu Klagen sowohl der Schweizer Bauherren als auch der UEFA gegen die Republik Österreich kommen. Und das ist das Unglaubliche, meine Damen und Herren von der ÖVP und von der Partei, von der wir jeden Tag irgendeinen anderen Namen hören, das ist das Ungeheuerliche an dieser Affäre: dass Sie bereit sind, die Europameisterschaft 2008 aufs Spiel zu setzen, nur damit Jörg Haider seine letzten Reste der FPÖ zur Stützung der Regierung Schüssel zur Verfügung stellt! (Abg. Scheibner: Ein übles Schauspiel, das Sie hier bieten!) Das ist ungeheuerlich, und das hat es in dieser Art und Weise in Österreich noch nicht gegeben! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Jetzt ist die Europameisterschaft akut gefährdet, und jetzt besteht zum ersten Mal die Möglichkeit, dass Klagenfurt nicht rechtzeitig fertig wird, und dann wird es zu Klagen sowohl der Schweizer Bauherren als auch der UEFA gegen die Republik Österreich kommen. Und das ist das Unglaubliche, meine Damen und Herren von der ÖVP und von der Partei, von der wir jeden Tag irgendeinen anderen Namen hören, das ist das Ungeheuerliche an dieser Affäre: dass Sie bereit sind, die Europameisterschaft 2008 aufs Spiel zu setzen, nur damit Jörg Haider seine letzten Reste der FPÖ zur Stützung der Regierung Schüssel zur Verfügung stellt! (Abg. Scheibner: Ein übles Schauspiel, das Sie hier bieten!) Das ist ungeheuerlich, und das hat es in dieser Art und Weise in Österreich noch nicht gegeben! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Das ist ungeheuerlich, was Sie da behaupten!
Es geht weiter mit diesem Rest, mit diesem belasteten Rest, der mit Jörg Haider im Zentrum der politischen Korruption Österreichs steht und demnächst ein Fall für die Gerichte sein wird. (Abg. Scheibner: Das ist ungeheuerlich, was Sie da behaupten!) Die Verfahren sind bereits gerichtsanhängig. Es wird bereits vom Büro für interne Angelegenheiten, von der Staatsanwaltschaft Wien, vom Bundeskriminalamt ermittelt, die ganzen einschlägigen Verfahren sind bereits eingeleitet. Und das Bundeskanzleramt hat – ich vermute, ohne Wissen des Bundeskanzlers – bereits ein Ausschlussverfahren gegen die Firma STRABAG von Hans Peter Haselsteiner eingeleitet. – Das sollte Jörg Haider nur wissen, was da auch unter dem Mantel von Wolfgang Schüssel passiert.
Abg. Neudeck: Wenn wir einen Joschka Fischer aushalten!
Es geht nicht nur um die Europameisterschaft, es geht auch darum, dass Bundeskanzler Schüssel mit einer Partei wie Ihnen glaubt, in die europäische Ratspräsidentschaft gehen zu können. (Abg. Neudeck: Wenn wir einen Joschka Fischer aushalten!) Das heißt, er riskiert, um an der Macht bleiben zu können, nicht nur die Europameisterschaft 2008, sondern auch die österreichische Ratspräsidentschaft am Beginn des nächsten Jahres. Und das ist schlicht und einfach zu viel.
Abg. Scheibner: Nein, das haben Sie nicht! Dieses Recht, Abgeordnete zu verunglimpfen und die Unwahrheit zu sagen, haben Sie nicht!
Am Ende einer Budgetdebatte haben wir das Recht, auch das zu sagen (Abg. Scheibner: Nein, das haben Sie nicht! Dieses Recht, Abgeordnete zu verunglimpfen und die Unwahrheit zu sagen, haben Sie nicht!), auch wenn Sie, Herr Klubobmann Scheibner, schon gern woanders hingehen wollen und sich diese Debatte ersparen wollen.
Abg. Scheibner: Ja, das stimmt! Das ist der erste wahre Satz, den Sie sagen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir werden diese Debatte über den Zustand der Bundesregierung auch über dieses Budget hinaus weiterführen. Sie werden dem Herrn Dr. Schüssel jetzt ein Budget beschaffen, aber das wird das letzte Budget dieser Bundesregierung sein. (Abg. Scheibner: Ja, das stimmt! Das ist der erste wahre Satz, den Sie sagen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Finanzminister vom Schlage Karl-Heinz Grassers regieren soll! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Van der Bellen: Das wird in den Zeitungen berichtet!
Abgeordneter Detlev Neudeck (Freiheitliche): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Nachdem der Kollege Pilz jetzt seine Immunisierungsrede für seine Wahnvorstellungen beendet hat – denn das ist der tatsächliche Sinn dieser Rede: dass er seine unbewiesenen Vorwürfe, die, wenn er sie außerhalb des Hauses behauptet, klagbar sind, hier immunisiert ... (Abg. Dr. Van der Bellen: Das wird in den Zeitungen berichtet!)
Abg. Scheibner: Aber man kann trotzdem darauf hinweisen!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Aber, Herr Abgeordneter Neudeck, der Herr Abgeordnete Dr. Pilz hat einen Ordnungsruf erhalten! Und bitte seien Sie sorgsam in Ihrer Wortwahl, sonst muss ich auch Ihnen einen Ordnungsruf erteilen. – Bitte. (Abg. Scheibner: Aber man kann trotzdem darauf hinweisen!)
Abg. Öllinger: Oh ja!
Abgeordneter Detlev Neudeck (fortsetzend): Ich habe nur darauf hingewiesen, dass diese Rede weder zum Budget war (Abg. Öllinger: Oh ja!) noch hier Tatsachen aufgezeigt hat, sondern dass sie dazu dient, Aussagen zu immunisieren. Dazu stehe ich, auch wenn Sie mir dafür einen Ordnungsruf geben. (Abg. Mag. Stoisits: Das ist ungeheuerlich!)
Abg. Mag. Stoisits: Das ist ungeheuerlich!
Abgeordneter Detlev Neudeck (fortsetzend): Ich habe nur darauf hingewiesen, dass diese Rede weder zum Budget war (Abg. Öllinger: Oh ja!) noch hier Tatsachen aufgezeigt hat, sondern dass sie dazu dient, Aussagen zu immunisieren. Dazu stehe ich, auch wenn Sie mir dafür einen Ordnungsruf geben. (Abg. Mag. Stoisits: Das ist ungeheuerlich!)
Abg. Eder: Richtig!
Meine Damen und Herren! Herr Abgeordneter Moser hat sich hier hergestellt und hat gesagt, dieser Finanzminister habe durch die Tätigkeit der ÖIAG den Österreichern 1 Milliarde € aus den Taschen gezogen. (Abg. Eder: Richtig!) Richtig ist vielmehr, meine Damen und Herren, dass während der Zeit der SPÖ-Finanzminister 50 000 Arbeitsplätze in der ÖIAG vernichtet wurden, dass wir bei Übernahme dieser Regierung 6,5 Milliarden € Schulden in der ÖIAG hatten. Heute ist die ÖIAG schuldenfrei und hat ein Beteiligungsvermögen von 5 Milliarden € an zumeist mehrheitlich privaten Unternehmen.
Abg. Mag. Lapp: Das tut Ihnen weh!
Meine Damen und Herren von der SPÖ, Sie haben gezeigt, wie falsch SPÖ-geführte Regierungen in der Finanzpolitik sind. Sie haben die profitable CA-BV an die Bank Austria verscherbeln lassen. (Abg. Mag. Lapp: Das tut Ihnen weh!) Die SPÖ Wien und die SPÖ haben zugelassen, dass die Bank Austria an die HVB verkauft wird und damit Milliarden Euro der Wiener Steuerzahler verschleudert wurden. Ich möchte mir jetzt aus zeitökonomischen Gründen die Ausführungen über die „Arbeiter-Zeitung“, den „Konsum“ und die Staatsschulden und Parteischulden, die Sie hinterlassen haben, ersparen.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Meine Damen und Herren, es ist an der Zeit: Kehren Sie um! Vertrauen Sie der Kompetenz dieser Bundesregierung und stimmen Sie dem Budget 2006 zu! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Neudeck! Für den Ausdruck „Wahnvorstellungen“ erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Jakob Auer: Matznetter zitiert falsche Zahlen!
Deshalb möchte ich anführen: Wenn man sich die Originaldatenbank der Europäischen Kommission anschaut, ameco-Datenbank, Zeile 833, Spalte 5 ff – das hat unsere Budgetsektion gemacht –, dann kommt man drauf, dass die Tabelle der Europäischen Kommission, die Sie zitiert haben, falsch ist. Wir werden der Kommission die richtigen Zahlen noch einmal zur Verfügung stellen und gehen davon aus, dass die Tabelle korrigiert wird. (Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Jakob Auer: Matznetter zitiert falsche Zahlen!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Damit halte ich fest, dass die niedrige Ausgabenquote tatsächlich stimmt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Oje-Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster gelangt Herr Abgeordneter Dr. Matznetter zu Wort. (Oje-Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Wunschredezeit: 2 Minuten. – Bitte.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grillitsch: Das ist ja vollkommen gleich!
Ganz ehrlich, wir bräuchten ernsthaftere und entschiedenere Maßnahmen zur Anhebung der öffentlichen Sicherheit. Wir stimmen weder dem noch diesem Budget zu, das nur dazu beiträgt, dass die Kriminalitätsrate steigt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grillitsch: Das ist ja vollkommen gleich!)
Abg. Scheibner: Wo sind Gusenbauer und Cap?
Damit kommen wir zu den Abstimmungen. (Abg. Scheibner: Wo sind Gusenbauer und Cap?)
Abg. Scheibner: Es ist Budgetabstimmung, und der SPÖ-Vorsitzende ist nicht da!
Zunächst ist über den Rückverweisungsantrag, den die Abgeordneten Mag. Kogler, Dr. Matznetter, Kolleginnen und Kollegen zum Gesetzentwurf betreffend das Bundesfinanzgesetz 2006 samt Anlagen gestellt haben, abzustimmen. (Abg. Scheibner: Es ist Budgetabstimmung, und der SPÖ-Vorsitzende ist nicht da!)